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Tecan Group AG — Annual Report 2024
Feb 9, 2026
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Annual Report
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Publication
Nynomic AG
Wedel
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
Gliederung
A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen
B. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
C. Nachhaltigkeitsbericht
D. Chancen- und Risikobericht
E. Prognosebericht
F. Sonstige Angaben
A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen
Die Nynomic AG mit Sitz in Wedel, Deutschland ist das Mutterunternehmen des Nynomic Konzerns. Der Nynomic Konzern (kurz: „Konzern“ oder „Nynomic“) umfasst das Mutterunternehmen sowie deren Tochtergesellschaften. Der Konzern ist ein international führender Hersteller von Produkten zur permanenten, berührungslosen und zerstörungsfreien optischen Messtechnik. Die Nynomic Gruppe hat ein klares Vermarktungskonzept als Systemanbieter von der Komponente bis zum Gerät. Sie ist mit eigenständigen Marken und Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2024 mit durchschnittlich rund 583 Mitarbeitern global aufgestellt und nutzt Synergie-Effekte zur Steigerung der Profitabilität innerhalb des Konzerns.
Die Photonik-Lösungen basieren auf einer umfassenden Technologieplattform für spektrale Sensorik und sind flexibel in vielfältigen Anwendungsbereichen einsetzbar. Durch ihre hohe Adaptierbarkeit an kundenspezifische Prozesse tragen sie maßgeblich zur Effizienzsteigerung und zum Mehrwert für die Kunden bei. Eingebunden in die Wertschöpfungskette der Kunden ergibt sich ein gesteigerter Nutzen. Von einer kundenspezifischen Lösung bis zu einem Serienprodukt wird dabei für jeden Einzelfall genau der Entwicklungsaufwand betrieben, der auf die individuellen Kundenbedürfnisse abgestimmt wird. Im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung in industriellen Prozessen unterstützt die Nynomic Gruppe ihre Kunden mit innovativen technologischen Lösungen, die energieeffiziente, ressourcenschonende und umweltfreundliche Prozesse ermöglichen sollen.
Die von der Nynomic Gruppe gefertigten Produkte werden unter eigenem Namen oder mit dem Label des Kunden im Markt angeboten. Die Nynomic Gruppe fokussiert sich dabei auf aus ihrer Sicht zukunftsorientierte Segmente wie Green Tech (Landwirtschaft und Umwelttechnologie), Clean Tech (Applikationsfelder im gesamten Industriesektor) und Life Science (Laborautomation und Medizintechnik). Die demographische Entwicklung, Klimawandel, zunehmende Ressourcenverknappung sowie der Trend in Richtung Nachhaltigkeit und daraus resultierende steigende regulatorische Anforderungen sollten in diesen Märkten zu konjunkturrobuster Nachfrage und voraussichtlich stabilem Wachstum führen. Die neuen Produktionstechnologien der Nynomic Gruppe können Stückkosten senken als auch die Miniaturisierung von Produkten fördern und innovative Anwendungen entstehen lassen, die konventionelle Lösungen verdrängen und neue Möglichkeiten eröffnen.
Es gibt zahlreiche kleine und mittlere Anbieter im Bereich der Mess- und Sensortechnik, vom Hersteller über Wiederverkäufer bis hin zu Ingenieurbüros und spezialisierten Dienstleistern. Nynomic verfolgt das Geschäftsmodell, sich durch kundenorientierte technologische Gesamtlösungen und die Weiterentwicklung des Portfolios entlang der Wertschöpfungskette der berührungslosen optischen Messtechnik von anderen Anbietern abzugrenzen.
Der Konzernumsatz der Nynomic Gruppe verringerte sich um Mio. EUR 15,6 bzw. -13,2% auf Mio. EUR 102,4 und liegt damit unterhalb des Branchentrends (-8%; siehe Branchenstatistik 2024 AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.).
Der Konzern umfasst Beteiligungen an Unternehmen, die in den Geschäftsfeldern der optischen Technologie, Medizingerätetechnik, Sensorik, Steuerungstechnik sowie in angrenzenden Bereichen tätig sind. Hierzu zählen die m-u-t GmbH (Wedel/Deutschland), die Avantes Gruppe (Apeldoorn/Niederlande), die tec5 Gruppe (Steinbach/Deutschland), die APOS Gruppe (Wedel/Deutschland), die LayTec Gruppe (Berlin/Deutschland), die Spectral Engines Gruppe (Steinbach/Deutschland), die LemnaTec GmbH (Aachen/Deutschland), die Sensortherm GmbH (Steinbach/Deutschland), die Image Engineering Gruppe (Kerpen/Deutschland), die MGG Micro-Glühlampen-Gesellschaft Menzel GmbH (Wentorf/Deutschland), die NLIR ApS (Kopenhagen/Dänemark), die Photecture Inc. (Plainview/USA) sowie die art photonics GmbH (Berlin/Deutschland). Zum Bilanzstichtag ist die Nynomic AG damit mittel- bzw. unmittelbar an 27 Gesellschaften beteiligt. Die Beteiligungen der Gesellschaft unterstreichen die Ausrichtung zum Komplettanbieter innerhalb des hochtechnologischen Marktumfeldes der Photonik.
Die operativen Tochtergesellschaften setzen ihre Schwerpunkte wie folgt:
m-u-t GmbH
Die m-u-t GmbH, Wedel, ist ein etablierter Anbieter von Serienprodukten und Lösungen in technologisch anspruchsvollen Märkten. Sie liefert maßgeschneiderte Systemlösungen bei mess- und regeltechnischen Herausforderungen in den Bereichen Steuerungstechnik, Sensorik, Laborautomation oder Spektrometrie. Die Kernkompetenzen der Gesellschaft bestehen dabei u. a. in der Herstellung und Entwicklung von Produkten zur permanenten, berührungslosen und zerstörungsfreien optischen Messtechnik.
tec5 AG
Die seit 2007 zur Nynomic Gruppe gehörende tec5 AG mit ihren Tochtergesellschaften ist im globalen Marktumfeld als ein etablierter Anbieter von Komponenten und Systemen für die industrielle optische Spektroskopie (UV-VIS-NIR & Raman Diodenarray-Spektroskopie mit den dazugehörigen Softwarelösungen) tätig. Die tec5 AG entwickelt und fertigt ausgereifte, einfach zu integrierende optische Messsysteme, die für den Prozesseinsatz in einer Vielzahl von Anwendungen konzipiert sind.
Avantes Holding B.V.
2008 wurde die Avantes Holding B.V., Apeldoorn, mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzern integriert. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Produktion von Spektroskopiegeräten für OEM Anwendungen sowie den wissenschaftlichen Markt spezialisiert. Entwickelt und produziert werden Spektrometer, Lichtquellen für UV, VIS und NIR sowie Faseroptiken beziehungsweise optische Lichtwellenleiter, Zubehör und kundenspezifische Anpassungen. Die Produkte von Avantes finden unter anderem Anwendung im biomedizinischen Bereich, im Agrarbereich, in der Chemie- und Lebensmittelindustrie, in der Inline Prozess-Kontrolle sowie der Radiometrie und Dünnschicht-Analyse.
APOS GmbH
Die Nynomic AG hat im Geschäftsjahr 2016 55% und in 2020 die restlichen Anteile an der APOS GmbH, Wedel, übernommen. APOS ist als Anbieter von optischen Mess- und Regeltechniksystemen mit langjähriger Erfahrung in der Holzwerkstoffindustrie, in Biomasse-Kraftwerken und weiteren Schüttgutanwendungen tätig. Der Fokus der APOS GmbH auf einige wenige Branchennischen mit der Kernkompetenz der Lösungserstellung skalierbarer Anwendungen ergänzt somit das Angebotsspektrum der Nynomic Gruppe.
LayTec AG
Im Jahr 2017 übernahm die Nynomic AG die LayTec AG, ein international tätiges Unternehmen, das auf prozessintegrierte Messtechniklösungen spezialisiert ist. LayTec-Produkte werden überwiegend zur in-situ Prozesskontrolle bei der Herstellung von Leuchtdioden und Halbleiterlasern eingesetzt, überwachen als optische in-line Metrology die Herstellungsprozesse von Solarzellen und ermöglichen eine Echtzeit-Analyse in der Forschung und Entwicklung von neuartigen Schichtmaterialien. Die in-situ Messtechnik für die LED- und VCSEL-Epitaxie ergänzt das Portfolio von LayTec.
Spectral Engines GmbH
In 2018 wurden 75% und in 2020 die restlichen Anteile an der Spectral Engines Oy, Helsinki, erworben. Das 2020 erfolgte Zwischenschalten der Spectral Engines GmbH, Steinbach, die 100% der Anteile an der Spectral Engines Oy und der Purpl Scientific Inc. hält, ist nach Einschätzung der Geschäftsführung ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung der Vertriebsstruktur und Vereinheitlichung der Technologieplattform. Die Basistechnologie von Spectral Engines sind MEMS-basierte Spektralsensoren, ergänzt durch eine eigenständige Lösung zur Cloud-basierten Datenverarbeitung und einer entsprechenden Plattform zum Machine Learning. Aus Sicht des Unternehmens bietet die Möglichkeit, kosteneffiziente miniaturisierte Spektrometer in großen Stückzahlen zu produzieren, Potenzial für die Erschließung neuer Absatzmärkte und Anwendungen, insbesondere im vielfältigen, verbrauchernahen Umfeld.
LemnaTec GmbH
In 2019 wurden 100% der LemnaTec GmbH, Aachen, übernommen. Die Gesellschaft hat sich als ein etablierter Spezialist für Hardware- und Softwaresysteme im Bereich der digitalen Pflanzenphänotypisierung und des Hochdurchsatz-Screenings positioniert. Die Anwendungsbereiche der Pflanzenphänotypisierung der LemnaTec liegen vor allem in der Agrochemie, der Agrar- und Pflanzenforschung sowie der Pflanzenzüchtung. Die Geschäftsführung überführt hierbei sukzessive das aus den Projekten gewonnene Know-how unter anderem in das produktbasierte Geschäftsmodell.
Sensortherm GmbH
In 2019 wurden 100% der Sensortherm GmbH, Steinbach, übernommen. Die Sensortherm GmbH entwickelt, produziert und vertreibt intelligente Infrarotmesstechnik. Damit können bei höchster Genauigkeit sehr hohe Messgeschwindigkeiten und Signalausgaben (Einstellzeiten) erreicht werden. Sensortherm verfügt über eine langjährige Erfahrung in der digitalen Pyrometertechnik und bietet wirtschaftliche und technisch hochwertige Lösungen für eine Vielzahl von Anwendungen an.
Image Engineering GmbH & Co. KG
In 2021 wurden 51% der Image Engineering GmbH & Co. KG, Kerpen, übernommen. Image Engineering ist auf die Entwicklung und Fertigung von Test- und Kalibrierequipment für Kameras und Multisensorsysteme spezialisiert. Die langjährige Expertise auf dem Gebiet der Bildqualitätsmessung ist aus Sicht der Geschäftsführung ein wesentlicher Ausgangspunkt, den steigenden Bedarf an Multisensor-Kalibriersystemen, z.B. in Automotive, Security und Medizintechnik in Zukunft optimal bedienen zu können. Mit dem Erwerb hat sich für die Nynomic Gruppe somit der wachstumsstarke Markt der Kalibriertechnik für Multisensorsysteme mit vielfältigen Anwendungen in unterschiedlichsten Branchen eröffnet.
MGG Micro-Glühlampen-Gesellschaft Menzel GmbH
In 2021 wurden 100% der MGG Micro-Glühlampen-Gesellschaft Menzel GmbH, Wentorf bei Hamburg, übernommen. MGG GmbH ist ein namhafter Hersteller von Mikro-Glühlampen, die ein wichtiges Bauelement für nahezu alle Bereiche der modernen Elektrotechnik und Elektronik darstellen und vor allem in der optischen Messtechnik sowie in Sicherheits- und Medizintechnikanwendungen zum Einsatz kommen. Neben den Standardprodukten entwickelt und fertigt MGG Linsen sowie Speziallampen nach kundenspezifischen Vorgaben. Die Erweiterung des Technologieportfolios soll zu einer effizienten Erhöhung der Wertschöpfungstiefe der Nynomic Gruppe beitragen.
NLIR ApS
Im Jahr 2023 wurden rund 31% der NLIR ApS, Kopenhagen, übernommen. NLIR basiert auf der neuartigen, patentierten Upconversion-Technologie. Das Herzstück dieser Technologie ist ein nichtlinearer Kristall, der Licht im mittleren Infrarotbereich in nahes sichtbares Licht umwandelt. Mit einer äußerst hohen Erfassungsgeschwindigkeit und Empfindlichkeit erlaubt diese Technologie, erstmals Messsysteme im Bereich Mittel-Infrarot aus dem Labor skalierbar in den Prozess zu bringen. Mit dem Potential, weitere, bisher ungelöste Prozessanwendungen zu realisieren, leistet die Anteilsübernahme einen wichtigen Beitrag zum Ausbau des Technologieportfolios der Nynomic Gruppe.
Photecture Inc.
Die 2023 gegründete Photecture Inc., Plainview, agiert als eine 100%-ige Tochter der Nynomic AG in Form einer Vertriebsgesellschaft primär für den nordamerikanischen Markt. Als starke Vertriebspräsenz in dem sehr großen amerikanischen Markt werden insbesondere die Ressourcen der Tochtergesellschaften der Nynomic Gruppe, die bisher noch nicht über eigene Vertriebsstrukturen in den USA verfügen, über Photecture zielgerichtet gebündelt, um Synergien schaffen zu können und die Effizienz der Vertriebsaktivitäten möglichst zu maximieren.
art photonics GmbH
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2024 hat die Nynomic AG 100% der Anteile der art photonics GmbH, Berlin, übernommen. In 2023 hat die Nynomic AG bereits eine Anzahlung für die Beteiligung geleistet. art photonics ist weltweit aktiv in der Entwicklung und Fertigung von Spezialfasern für die optische Messtechnik. Die führende Expertise innerhalb der Technologie von polykristallinen Mid-Infrared (PIR-) und metallbeschichteten Silica-Fasern wird für den Aufbau verschiedener Spektroskopie-Sonden für beispielsweise medizinische Diagnostik und industrielle Prozesskontrolle eingesetzt. Hinzu kommen vielfältige Anwendungen im Bereich der medizinischen und industriellen Laser.
Nynomic ist weltweit mit Beteiligungen, Kunden und Distributoren in den relevanten Technologiemärkten Europa, Nordamerika und China vertreten und präsent.
B. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren werden seitens des Vorstands Umsatzerlöse (gem. § 277 HGB) und EBIT (earnings before interest and taxes) als Steuerungsgrößen des Konzerns definiert.
Umsatzentwicklung
Verzögerte Produktabrufe, Projektverschiebungen und verspätete Auftragseingänge führten zu einem Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr. Der konzernweite Umsatz belief sich auf Mio. EUR 102,4 (Vj. Mio. EUR 118,0; -13,2%) und liegt damit im Rahmen der im Oktober 2024 angepassten Jahresprognose für einen Konzernumsatz zwischen Mio. EUR 100,0 und 110,0. Während zum Jahresbeginn 2024 noch eine Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich prognostiziert wurde, zeigt sich trotz des Rückgangs im Vergleich zum Rekordergebnis des Vorjahres die Stabilität der Unternehmensgruppe in einem gesamtwirtschaftlich sehr herausfordernden Marktumfeld.
Das operative Geschäft der Nynomic Gruppe ist produktseitig breit aufgestellt und in die drei Segmente Clean Tech, Life Science und Green Tech aufgeteilt. Die langfristigen Wachstumstreiber bleiben intakt, dennoch sah sich 2024 jedes der drei Segmente mit spezifischen temporären Herausforderungen konfrontiert. Im Bereich Green Tech zeigte sich eine Kaufzurückhaltung der Endkunden besonders bei Investitionen in hochwertige Produkte und Anlagen, in erster Linie zurückzuführen auf wirtschaftliche Unsicherheiten und gestiegene Kosten. Im Life Science Segment kam es zu Umsatzrückgängen bei wichtigen Bestandskunden, während gleichzeitig die Kunden- und Projektbasis, insbesondere in der Medizintechnik und pharmazeutischen Industrie, gewachsen ist. Das Segment Clean Tech umfasst die Vielzahl der Industrieanwendungen und zeigte eine entsprechend heterogene Marktlage. Kunden in klassischen Siliziumanwendungen erlebten Verzögerungen bei Neuprojekten aufgrund von Veränderungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Memory, während die Nachfrage im Bereich der Anwendungen für die Compound-Halbleiter und anderen industriellen Anwendungen weitgehend stabil war.
Der Auslandsanteil am Konzernumsatz betrug ca. 41% (Vj. 43%) und bewegte sich unter dem Branchentrend von 56% (lt. AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.).
Wie auch die Vorjahre war das Geschäftsjahr 2024 wie vom Vorstand erwartet durch eine hohe unterjährige Umsatzvolatilität gekennzeichnet. Insbesondere die für die Umsätze der vergangenen Geschäftsjahre wichtige zweite Jahreshälfte war durch verzögerte Aufträge und verschobene Projekte geprägt. Trotz eines starken vierten Quartals fiel der Aufholeffekt geringer aus als erwartet. Da die Nynomic Gruppe jedoch keine wesentlichen Stornierungen von Aufträgen oder Laufzeitverlängerungen langfristiger Rahmenverträge erhalten hat, wird durch die Realisierung dieser verzögerten Aufträge und aufgrund der starken Pipeline neuer Projekte mit entsprechenden Umsatzverschiebungen in das Geschäftsjahr 2025 gerechnet.
Die Nynomic Gruppe verfolgt ihre Unternehmensstrategie auch in einem herausfordernden Marktumfeld entschlossen weiter. Die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie, als Lösungsanbieter für OEM-Kunden zu agieren, die Bindung und der Aufbau hoch qualifizierter Mitarbeiter sowie der gezielte Erwerb neuer Technologien verschaffen dem Konzern die Möglichkeit, komplexe Aufgabenstellungen durch innovative Lösungen für das jeweilige Kundensegment zu bedienen.
Geschäftsergebnis
Die Nynomic Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024 ein EBIT in Höhe von Mio. EUR 7,4 (Vj. Mio. EUR 15,4; -52,1%) erzielt. Aus Sicht des Vorstands zeigt die EBIT-Marge von 7,2% trotz eines Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr eine robuste wirtschaftliche Stabilität und verdeutlicht zugleich die Fähigkeit des Unternehmens, auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld profitable Operationen aufrechtzuerhalten sowie eine solide Basis für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Die im Oktober 2024 angepasste Prognose einer EBIT-Marge von rund 7-9% wurde erfüllt, während die ursprünglichen Erwartungen zu Jahresanfang (leichte EBIT-Margenausweitung im Vergleich zum Vorjahr) nicht erreicht werden konnten. Die EBIT-Marge wurde insbesondere durch die geringeren Umsatzerlöse bei gleichbleibenden Kostenstrukturen und die Verschiebungen besonders margenstarker Aufträge beeinflusst. Planmäßige strategische Investitionen in das Technologieportfolio, in Forschung und Entwicklung sowie in laufende Projekte wurden konsequent fortgesetzt. Bei einem um Mio. EUR 8,2 niedrigeren Rohertrag[1] von nunmehr Mio. EUR 67,1 konnte ein Ergebnis vor Steuern von Mio. EUR 6,2 erzielt werden. Unter Berücksichtigung eines Steueraufwands von Mio. EUR 2,5 endete das Geschäftsjahr für die fortzuführenden Geschäftsbereiche mit einem um Mio. EUR -6,8 niedrigeren Konzernergebnis von Mio. EUR 3,7 (Vj. Mio. EUR 10,5).
Die Quartalsbetrachtung der EBIT-Entwicklung bestätigt die unterjährige Volatilität, die bereits in den Vorjahren zu beobachten war. Diese Trendentwicklung wird sich voraussichtlich auch in der zukünftigen Unternehmensentwicklung wiederfinden.
In einem herausfordernden Marktumfeld konnten mehrere Gesellschaften positive EBIT-Beiträge leisten. Die LayTec Gruppe erwies sich dabei, wie schon im Vorjahr, als stärkster Ergebnistreiber, gefolgt von der Avantes Gruppe und der m-u-t GmbH, die ebenfalls maßgeblich zum Konzernergebnis beitrugen. Auch die tec5 Gruppe, MGG Micro-Glühlampen-Gesellschaft Menzel GmbH, Sensortherm GmbH, LemnaTec GmbH und die APOS Gruppe leisteten positive Beiträge und unterstützten so die Stabilität des Unternehmens. Herausforderungen gab es hingegen bei der Spectral Engines Gruppe, der Image Engineering Gruppe und der Photecure Inc., die im Geschäftsjahr 2024 keinen positiven EBIT-Beitrag zum Konzernergebnis liefern konnten. Gleiches gilt für die art photonics GmbH, die zu Jahresbeginn neu akquiriert wurde und sich noch in der Integrationsphase befindet.
Aufgrund konjunkturell bedingter temporärer Auftrags- und Projektverzögerungen verlief das Geschäftsjahr 2024 nach sehr erfolgreichen Vorjahren mit zweistelligen operativen Margen weitgehend stabil, aber unterhalb der ursprünglichen Erwartungen.
Investitionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen im Anlagevermögen in Höhe von Mio. EUR 9,7 vorgenommen. Zugänge sind im Wesentlichen in den Geschäfts- und Firmenwerten, aufgrund der wirtschaftlichen Zugehörigkeit seit dem 1. Januar 2024 der art photonics GmbH und in den Beteiligungen durch die zusätzliche Kaufpreiszahlung an die Gesellschafter der NLIR ApS, zurückzuführen.
Finanzierung
Die verschiedenen Investitionsmaßnahmen wurden durch einen Finanzierungsmix aus Innen- und Außenfinanzierung refinanziert. Bei der Finanzierung der Finanzinvestitionen greift der Vorstand der Nynomic AG sowohl auf Bankdarlehen als auch auf Eigenfinanzierung zurück. Eine Nettoverpflichtung gegenüber Kreditinstituten (liquide Mittel abzgl. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) bestand auch zum 31. Dezember 2024 nicht mehr.
Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch Rahmenverträge in Form von Darlehen und Kontokorrentlinien, die mit einem Verfügbarkeitszeitraum bis 2026 vereinbart wurden.
Personalentwicklung
Die Anzahl von durchschnittlich ca. 583 Mitarbeitern nach Köpfen ist im Vorjahresvergleich (Vj. ca. 535 Mitarbeitern nach Köpfen) gestiegen. Die Personalaufwendungen stiegen somit zum Vorjahr um Mio. EUR 2,5 auf Mio. EUR 42,7, in erster Linie aufgrund des erstmaligen Einbezugs der art photonics GmbH in den Konzernabschluss sowie einer gezielten Erhöhung der Mitarbeiteranzahl in einzelnen Tochterunternehmen.
Vermögen
Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich per 31. Dezember 2024 gegenüber dem Vorjahr um -8% reduziert. Treiber der Minderung der Bilanzsumme war im Wesentlichen das reduzierte operative Geschäft und den damit geminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Abschlussstichtag.
Die Vermögensstruktur ist durch den Anteil langfristiger Vermögenswerte an der Bilanzsumme von 51% (Vj. 49%) gekennzeichnet. 22% (Vj. 19%) der Bilanzsumme entfallen auf das Vorratsvermögen. Forderungen und sonstige Vermögenswerte haben zum Ende des Geschäftsjahres 2024 einen Anteil von 13% (Vj. 15%). Die liquiden Mittel umfassen 12% (Vj. 14%) des Gesamtvermögens.
Die Kapitalstruktur ist durch eine Eigenkapitalquote von 74% (Vj. 69%) gekennzeichnet.
Die Liquiditätslage war im Geschäftsjahr weiter gut. Am Bilanzstichtag betrug das Cash-Guthaben Mio. EUR 16,3 (Vj. Mio. EUR 21,9). Es stehen darüber hinaus im laufenden Kontokorrent ausreichend Linien zur kurzfristigen Finanzierung zur Verfügung. Der Verschuldungsgrad (Verbindlichkeiten / Eigenkapital* 100%) betrug im Jahr 2024 35% (Vj. 46%).
Auftragsbestand
In das Geschäftsjahr 2025 konnte ein Nettoauftragsbestand von Mio. EUR 47,5 (Vj. Mio. EUR 53,9) übernommen werden. Den wesentlichen Anteil des Auftragsbestands in Höhe von rund Mio. EUR 38,5 halten die m-u-t GmbH sowie die tec5 Gruppe. Der Auftragsbestand erstreckt sich über alle Segmente und unterstreicht die strategisch robuste Ausrichtung des Konzerns.
Investor Relations und Aktienkursentwicklung
Innerhalb des Scale Segments der Deutsche Börse AG für wachstumsstarke kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wird die Nynomic Aktie im Auswahlindex Scale 30 gehandelt. Auf freiwilliger Grundlage übererfüllt die Gesellschaft die Anforderungen an Kommunikation und Transparenz des Scale Segments. Zusätzlich zur Pflichtberichterstattung in Form von Halbjahresbericht sowie Geschäftsbericht zum Gesamtjahr, meldet die Gesellschaft auch die wesentlichen finanziellen Kennzahlen für das erste und das dritte Quartal des Geschäftsjahres. Im Jahr 2024 wurden vielfältige Investor Relations Maßnahmen des Vorstands durchgeführt. Dazu gehörten unter anderem die Teilnahme an Analysten- und Investorenkonferenzen, die Durchführung von Roadshows und eines Earning Calls sowie die Veröffentlichung von Aktionärsbriefen, Corporate News, Pressemitteilungen und Präsentationen. Mehrere externe Research-Analysen analysierten die eingeschlagene Strategie der Nynomic AG. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, das Vertrauen der Investoren zu stärken und eine transparente Kommunikation über die Leistung und Strategie der Unternehmensgruppe sicherzustellen.
Der Scale 30 Index zeigte sich 2024 überwiegend schwach und verharrte in einer anhaltenden Seitwärtsbewegung, während der DAX kontinuierlich zulegte. Das Nebenwertesegment blieb damit deutlich hinter dem Gesamtmarkt zurück. Auch die Nynomic Aktie musste Kursrückgänge hinnehmen, die durch die herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und eine allgemein verhaltene Marktdynamik beeinflusst wurden.
C. Nachhaltigkeitsbericht
Nachhaltigkeitsstrategie (Nachhaltigkeitsansatz und Ziele)
Nynomic dokumentiert freiwillig mit dem vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht die ökologischen und sozialen Leistungen und die erzielten Fortschritte bei der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsziele für das Berichtsjahr 2024. Für unsere Stakeholder soll dadurch ersichtlich werden, wie ökologische und soziale Ziele und Maßnahmen zum Unternehmenserfolg beigetragen haben. Diese nichtfinanzielle Berichterstattung ergänzt unsere finanzielle Berichterstattung in diesem Lagebericht zu einer ganzheitlichen Darstellung unserer Strategie und unserer Ziele. Mit dem Bericht möchten wir unseren Interessensgruppen Einblicke in die nichtfinanziellen Aspekte und Kennzahlen unserer Geschäftstätigkeit geben.
Zum 31. Dezember 2024 ist Nynomic an mehreren Standorten tätig, darunter Produktions- sowie Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Apeldoorn (Niederlande) und in Steinbach im Taunus, Wedel, Berlin, Aachen, Wentorf und Kerpen (Deutschland). Zusätzlich unterhält das Unternehmen Vertriebs- und Servicestandorte in den USA und Asien. Der Großteil unserer Mitarbeitenden ist an unseren Standorten in den Niederlanden und Deutschland tätig. Daher liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf diesen beiden Regionen.
In diesem Bericht werden einzelne Kennzahlen zu wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen integriert. Bereits ab dem Geschäftsjahr 2022 wird ein Bericht zur Nachhaltigkeit auf freiwilliger Basis veröffentlicht, um die Transparenz zu erhöhen, Stakeholdern einen umfassenderen Einblick in nachhaltigkeitsrelevante Themen zu ermöglichen und das Vertrauen von Investoren, Kunden und Geschäftspartnern weiter zu stärken.
Governance (ESG-Governance Struktur, Risikomanagement, Wesentlichkeitsanalyse)
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung ist das Unternehmen verpflichtet, Themen auf ihre "doppelte Wesentlichkeit" zu prüfen. Die doppelte Wesentlichkeit verlangt, dass Angaben zu den nichtfinanziellen Aspekten gemacht werden müssen, sobald folgende Kriterien erfüllt sind:
1. Die Angaben sind notwendig, um den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens zu verstehen.
2. Die Angaben ermöglichen es nachzuvollziehen, wie sich die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auf nichtfinanzielle Aspekte auswirkt.
Wir haben die ermittelten Themen auf diese doppelte Wesentlichkeit geprüft. Diese Themen sind den jeweiligen Kapiteln in diesem Bericht zugeordnet. Es wurden weder bezüglich unserer eigenen Geschäftstätigkeit noch bezüglich unserer Geschäftsbeziehungen, Produkte und Dienstleistungen „wesentliche Risiken“ identifiziert, die „sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen“ haben oder haben werden.
Nachhaltigkeit ist für uns eine zentrale Voraussetzung für unseren langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Wir führen unsere Geschäfte verantwortungsvoll und unter Berücksichtigung der Interessen unserer Stakeholder. Unser Ziel ist es, auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette nachhaltiges Handeln zu fördern und kontinuierlich zu optimieren.
Als zukunftsorientiertes Technologieunternehmen ist ein effizientes und ressourcen-optimiertes Wirtschaften ein wichtiger Aspekt unseres Geschäftes. Das Potenzial der photonischen Technologien zur ökologischen Nachhaltigkeit in zahlreichen Anwendungsfeldern ist vielversprechend. Durch den Einsatz innovativer technologischer Lösungen und Prozesse wird die zerstörungsfreie Messtechnik leistungsfähiger und ressourcenschonender und ermöglicht eine Verbesserung der Effizienz und Nachhaltigkeit einer Vielzahl von Endprodukten. Dies umfasst unter anderem Anwendungen in Bereichen wie der Umweltmesstechnik und der Industriemesstechnik (Verfahrensmesstechnik), die entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs unterstützen. Damit können unsere Lösungen und Produkte dazu beitragen, nicht nur unseren eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern, sondern auch den unserer Kunden und darüber hinaus den der Endverbraucher in diesen Bereichen.
In den vergangenen Jahren hat sich Nachhaltigkeit zunehmend als zentrales Prinzip der Unternehmensführung in unserer Unternehmensgruppe etabliert. Erstmalig in 2022 wurde die Nachhaltigkeitsleistung der Nynomic Gruppe extern auditiert, und das Unternehmen wurde im letzten Ratingprozess mit „sehr gut“ bewertet.
Zur Identifizierung der wesentlichen nichtfinanziellen Themen für das Berichtsjahr 2024 wurde erneut eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und die für uns relevanten ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Themen evaluiert. Diese Analyse dient dazu, die Auswirkungen von Nynomic auf Umwelt und Gesellschaft systematisch zu bewerten und gleichzeitig die sich daraus ergebenden Risiken und Chancen für das Unternehmen zu identifizieren. Es wurden keine neuen wesentlichen Themen festgestellt, daher entsprechen die Ergebnisse denen des Vorjahres.
Die Analyse konzentrierte sich auf Aspekte, die einen wesentlichen Einfluss auf unser Unternehmen haben. Zu diesem Zweck wurden interne Fachexperten und Mitarbeitende befragt, die in kontinuierlichem Austausch mit unseren Stakeholdern stehen. Über diese internen Befragungen, die auf der Expertise und langjährigen Erfahrung unserer Mitarbeitenden basieren, konnten wir auch die externe Perspektive einbeziehen.
Der Vorstand der Nynomic AG trägt die Gesamtverantwortung für das Thema Nachhaltigkeit und trifft Entscheidungen zu wesentlichen Nachhaltigkeitsfragen. Für die Umsetzung der vom Vorstand beschlossenen Ziele und Projekte sind die jeweiligen lokalen Geschäftsführungen verantwortlich. Der Vorstand sowie die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften werden durch ein konzernweites ESG-Team beraten, das Fachwissen aus verschiedenen Bereichen wie Innovation, nachhaltige Produkte, Kundenverantwortung, Compliance, Transparenz und Governance bündelt. Das ESG-Team berichtet regelmäßig über die Fortschritte einzelner Projekte und hat die Aufgabe, dass diese weiter vorangetrieben werden.
Umwelt
Wir betrachten den Schutz der Umwelt als wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit und orientieren unser Handeln entsprechend. Mit unseren innovativen photonischen Technologien und Produkten wollen wir einen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Ressourcen liefern, und mit deren Effizienz und Leistungsfähigkeit unsere Kunden weltweit überzeugen.
Die Unternehmensgruppe setzt verschiedene Maßnahmen im Umweltmanagement und betrieblichen Umweltschutz um. Eine nachhaltige Energiepolitik ist dabei nicht nur Ausdruck unserer unternehmerischen Verantwortung, sondern auch Beitrag zur Ressourcenschonung, zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben und zur langfristigen Zukunftssicherung.
Die Kennzahl „Stromverbrauch“ spielt eine zentrale Rolle bei der Überwachung der Energieeffizienz, der Identifikation von Kosteneinsparungspotenzialen und der Einhaltung von Umweltauflagen. Sie erfasst den Strombedarf, der für die Betriebsabläufe der Nynomic Gruppe aufgewendet wird und misst den Stromverbrauch im Verhältnis zur Anzahl der Mitarbeitenden. Unser Ziel ist es, diesen Wert im Laufe der Zeit zu senken. Im Jahr 2024 lag der Energieverbrauch bei rund 1.800 kWh (angepasster Vorjahreswert: rund 1.900 kWh*) pro Mitarbeitenden. Die Minderung resultiert aus ersten Erfolgen von verbrauchsreduzierter Technik (z.B. LED). Diese Zahl wurde über alle europäischen Tochtergesellschaften hinweg ermittelt und zeigt eine stabile, leicht positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Wir setzen auch künftig unsere Anstrengungen fort, um die Verbesserung unserer Energieeffizienz weiter voranzutreiben.
Die regelmäßige Überwachung und transparente Berichterstattung über unseren Stromverbrauch sind feste Bestandteile unseres Engagements für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Wir streben kontinuierliche Verbesserungen an, indem wir energieeffizientere Technologien fördern und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen prüfen. Ebenso fördern wir die Schulung unserer Mitarbeitenden im effizienteren Umgang mit Energie und in Best Practices zur Energieeinsparung.
* Die Zahl für 2024 bezieht sich auf Deutschland und die Niederlande, da der Schwerpunkt dieser Berichterstattung auf diesen Standorten liegt. Daher wurde die Zahl für 2023 entsprechend angepasst.
Mitarbeitende
Unsere starke Marktposition resultiert vor allem aus dem umfangreichen Know-how und der Expertise unserer engagierten Mitarbeitenden, die hochinnovative Technologien entwickeln. Motivierte und zufriedene Mitarbeitende, die ihr volles Potenzial entfalten können, sind daher ein entscheidender Erfolgsfaktor für uns. Bei Nynomic haben alle Mitarbeitenden die gleichen Entwicklungschancen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, körperlichen Einschränkungen, Familienstand, Alter und sexueller Orientierung. Mit Fort- und Weiterbildungsangeboten, Nachwuchs- und Talentförderung, modernen und flexiblen Rahmenbedingungen sowie einer sicheren und gesunden Gestaltung der Arbeitsbedingungen positioniert sich der Konzern als attraktiver Arbeitgeber.
Mitarbeiterzufriedenheit ist dabei ein wesentlicher Faktor, um die soziale und nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu dokumentieren und spielt eine zentrale Rolle bei der Bewertung der Unternehmensverantwortung und -nachhaltigkeit.
Eine kontinuierliche Weiterbildung trägt maßgeblich zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden bei, da sie persönliche und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten fördert. Die Kennzahl „Fortbildungstage pro Mitarbeitenden“ liefert messbare Ergebnisse, um die sozialen Aspekte der Unternehmensführung quantifizierbar zu erfassen. Im Jahr 2024 betrug die durchschnittliche Fortbildungszeit pro Mitarbeitenden 1,8 Tage (angepasster Vorjahreswert: 1,3 Tage*) , was einen auch durch Einsetzung der Ziele in die Balance Scorecard des verantwortlich bedingt positiven Trends in unserer fokussierten Weiterbildungsstrategie widerspiegelt. Unser Ziel ist es, diese Zahl auf 2 Tage pro Jahr zu erhöhen und damit unsere Mitarbeitenden noch gezielter in ihrer Entwicklung zu fördern. Um dies zu erreichen, verfolgt Nynomic einen umfassenden Ansatz zur Weiterbildung. Durch regelmäßige Schulungen, praxisnahe Trainings und vielfältige Lernangebote möchten wir Fachwissen und Kompetenzen stärken. Zudem bieten wir klare Karrierewege und individuelle Entwicklungspläne, um unseren Mitarbeitenden optimale Perspektiven für ihre berufliche Zukunft eröffnen zu können.
* Die Zahl für 2024 bezieht sich auf Deutschland und die Niederlande, da der Schwerpunkt dieser Berichterstattung auf diesen Standorten liegt. Daher wurde die Zahl für 2023 entsprechend angepasst.
Die Gesundheit der Mitarbeiter ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt und soll maßgeblich zur langfristigen Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Die Messgröße „Zahl der Arbeitsunfälle“ bietet wichtige Einblicke in die Sicherheit am Arbeitsplatz. Im Jahr 2024 lag die gerundete Anzahl der Arbeitsunfälle in der Unternehmensgruppe bei 0 (Vj. 0). Unser Ziel ist es, dieses Niveau zu halten und idealerweise nachhaltig bei 0 Arbeitsunfällen zu bleiben. Eine geringe Unfallrate zeigt ein hohes Sicherheitsniveau und eine wirksame Arbeitsschutzkultur.
Um die Arbeitssicherheit weiter zu erhöhen und unser Ziel einer möglichst unfallfreien Arbeitsumgebung zu erreichen, setzen wir auf regelmäßige Schulungen zur Förderung des Sicherheitsbewusstseins, präventive Maßnahmen durch Risikobewertungen und eine kontinuierliche Überprüfung sowie Optimierung unserer Prozesse. Diese Maßnahmen unterstützen uns dabei, die Sicherheit am Arbeitsplatz nachhaltig zu verbessern und die Gesundheit unserer Mitarbeiter langfristig zu schützen.
Governance
Gute Corporate Governance bedeutet für Nynomic neben der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und Beachtung regulatorischer Vorgaben auch die konzernweite Erfüllung weiterer wesentlicher, selbst gesetzter ethischer und moralischer Standards und Anforderungen.
Unser Ziel ist es, eine starke, compliance-orientierte Unternehmenskultur zu schaffen und potenzielle Verstöße frühzeitig zu identifizieren. Dadurch tragen wir dazu bei, die Reputation und das Vertrauen in Nynomic zu stärken, rechtliche Risiken zu minimieren und die Zufriedenheit sowie Motivation unserer Mitarbeitenden zu fördern; dies erhöht gleichzeitig unsere Attraktivität für Kunden und Investoren. Regelmäßige Audits und verpflichtende Schulungen für alle Mitarbeitenden sorgen dafür, dass das Thema Compliance dauerhaft präsent und verankert bleibt. Zu den weiteren Maßnahmen zählen turnusmäßige Überprüfung und Anpassung der internen Compliance-Richtlinien, die Förderung einer ethischen und offenen Kommunikationskultur sowie die Implementierung eines anonymen digitalen Meldesystems, das Mitarbeitenden die vertrauliche Meldung von Verstößen ermöglicht.
Transparenz und eine systematische, vergleichbare Berichterstattung sind für Nynomic von hoher Bedeutung. Mit unseren Stakeholdern sind wir Teil der Gesellschaft und schätzen unsere Beziehungen als wertvolle Partnerschaften. Dazu gehört auch eine regelmäßige und transparente Information der gesamten Belegschaft. Der Vorstand informiert alle Mitarbeitenden weltweit über den Nynomic Mitarbeiter-Newsletter zu Themen wie Geschäfts- und Marktentwicklungen, Kundenwünschen und internen Unternehmensneuigkeiten. Relevante Informationen werden zudem zeitnah auf unserer Unternehmenswebsite sowie in entsprechenden Medien veröffentlicht, um auch alle weiteren Stakeholder auf dem Laufenden zu halten. Wir legen dar, wie strategische Entscheidungen getroffen werden, welche Ziele wir verfolgen, und welche Maßnahmen ergriffen werden, um diese zu erreichen. Diese transparente Darstellung der Unternehmensstrategie, Governance-Strukturen und Geschäftsprozesse soll es unseren Stakeholdern ermöglichen, fundierte Einblicke in die langfristige Ausrichtung und Performance des Unternehmens zu gewinnen und damit eine solide Grundlage für das Vertrauen in unsere Geschäftspraktiken schaffen.
Die Nynomic Gruppe setzt ihre Bemühungen fort, die nachhaltige Ausrichtung des Konzerns langfristig zu sichern und weiter zu verbessern. Zukünftige Ziele werden auf den im Bericht gewonnenen Erkenntnissen und identifizierten Herausforderungen basierend weiter fokussiert. Die kontinuierliche Anpassung der Unternehmensstrategie an relevante ökologische und soziale Aspekte bleibt eine zentrale Priorität.
D. Chancen- und Risikobericht
Für eine international tätige Unternehmensgruppe gibt es viele unternehmerische Risiken und Chancen, die den Geschäftserfolg nachhaltig beeinflussen. Die Betrachtung von Risiken und Chancen sowie der bewusste Umgang mit unternehmerischer Unsicherheit sind von wesentlicher Bedeutung.
Die Risikomanagementziele und -methoden sind der Gesellschaftsgröße, der flachen Hierarchiestruktur, der Mitarbeiteranzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend schlank ausgeprägt. Die Nynomic AG verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützen den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Risikomanagementsystem erfasst und überwacht auch Chancen und Risiken, über die im Rahmen der Lageberichterstattung zu berichten ist.
Dadurch werden die Risiken in festgelegten Zeitabständen analysiert und relevante Abweichungen in der Risikoposition dem Vorstand gemeldet. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind unter anderem die Risikosteuerung, das Risikocontrolling sowie das Risikoreporting.
Risiken:
Die Geschäftspolitik und -tätigkeit der Nynomic AG ist durch einen nicht unerheblichen Finanzierungsbedarf geprägt, was zu Liquiditätsengpässen bei zu niedrigem Cashflow führen kann. Das Finanzmanagement umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Zinsrisiken sowie Bonitäts- und Länderausfallrisiken.
Finanzielle Risiken umfassen insbesondere Liquiditätsbeschaffungs- und Finanzierungsrisiken. Liquiditätsbeschaffungsrisiken können sich aus Schwankungen in den Zahlungsströmen ergeben, etwa durch verzögerte Zahlungseingänge oder saisonale Effekte, und die fristgerechte Erfüllung kurzfristiger Zahlungsverpflichtungen beeinträchtigen. Zur Begrenzung dieses Risikos erfolgen eine vorausschauende Liquiditätsplanung sowie eine aktive Liquiditätssteuerung durch den Vorstand. Finanzierungsrisiken entstehen durch mögliche Einschränkungen beim Zugang zu finanziellen Mitteln oder ungünstige Konditionen, etwa infolge veränderter Marktbedingungen oder gestiegener Zinssätze. Die Nynomic Gruppe begegnet diesen Risiken durch eine solide Finanzierungsstruktur, die regelmäßige Überwachung vertraglicher Kennzahlen sowie - sofern erforderlich - den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken. Eine Diversifikation der Finanzierungsquellen dient zudem der Reduktion potenzieller Abhängigkeiten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die potenziellen Auswirkungen dieser finanziellen Risiken werden aus Sicht des Vorstands als steuerbar eingeschätzt.
Personalrisiken haben eine relevante Bedeutung für die Geschäftstätigkeit und potenzielle Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements identifiziert und bewertet. Personalrisiken entstehen durch Herausforderungen bei der Rekrutierung und Bindung von qualifiziertem Personal. Hohe Fluktuation oder der Mangel an Fachkräften könnten die Innovationskraft und Produktivität beeinträchtigen. Der Wettbewerb um Fachkräfte in der Technologiebranche ist intensiv und die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wird als mittel eingeschätzt. Die Bewältigung von Personalrisiken konzentriert sich auf Fluktuation, Fachkräftemangel sowie Gesundheits- und Sicherheitsrisiken. Die Personalstrategie der Nynomic Gruppe fördert Mitarbeiterbindung und -entwicklung durch gezielte Rekrutierung, Weiterbildungsangebote sowie attraktive Anreize wie wettbewerbsfähige Gehälter, flexible Arbeitsmodelle und Sozialleistungen. Zur Reduktion gesundheitsbezogener Risiken sorgt das Unternehmen für ergonomische Arbeitsplätze, Sicherheits- und Gesundheitsschulungen sowie Gefährdungsbeurteilungen. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sollen zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden beitragen. Der Nynomic Gruppe ist die Bindung von Mitarbeitenden, insbesondere in Schlüsselpositionen, durch eine partnerschaftliche Unternehmenskultur und verschiedene finanzielle und nicht-finanzielle Anreize bisher gelungen.
Absatzbezogene Risiken bestehen - neben marktbedingten Nachfragerückgängen - in der Abhängigkeit von einzelnen Kunden. Ein Teil des Umsatzes der Nynomic Gruppe entfällt auf Geschäftsbeziehungen mit Großkunden, darunter auch OEM-Partner. Eine gewisse Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselkunden kann dabei nicht ausgeschlossen werden. Risiken ergeben sich beispielsweise durch veränderte Einkaufsstrategien, Absatzrückgänge auf Kundenseite oder die Beendigung langfristiger Partnerschaften. Aufgrund der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Situation besteht zudem ein erhöhtes Risiko, dass Kunden Aufträge stornieren oder verschieben könnten. Gleichwohl sind im Berichtsjahr 2024 sowie in den Vorjahren keine wesentlichen Stornierungen aufgetreten. Im aktuellen Umfeld könnten zudem staatliche Maßnahmen und Restriktionen den Zugang zu Standorten einschränken. Die Nynomic Gruppe bleibt daher weiterhin eng mit ihren Kunden im Dialog und beobachtet die Situation genau. Der Vorstand beabsichtigt auch weiterhin, diesen Risiken durch die Erweiterung der Kundenbasis, die kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios sowie durch die Diversifikation der Vertriebsstrukturen zu begegnen.
Im Risikomanagement werden auch die Risiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit beobachtet und gesteuert, die verschiedene Bereiche der Unternehmensgruppe betreffen können. Dazu gehören Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel, Ressourcenschwund, Umweltverschmutzung, governancebezogene Entwicklungen sowie gesetzliche Veränderungen zu Umwelt- und Arbeitsstandards. Diese Faktoren können zu Reputationsverlusten, rechtlichen Problemen und finanziellen Einbußen führen, wobei der Vorstand nicht mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit rechnet, da Nynomic zur Minderung von Nachhaltigkeitsrisiken eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt hat und verschiedene Maßnahmen ergreift, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen proaktiv anzugehen. Im oben enthaltenen Nachhaltigkeitsbericht werden die Maßnahmen eingehend beschrieben.
Auch wenn die makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd sind, hat sich die Risikosituation der Nynomic Gruppe gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Der Vorstand geht insgesamt davon aus, dass die Risiken für die Gesellschaft handhabbar sind. Nach den heute bekannten Informationen stellen die aufgeführten Risiken für den Vorstand derzeit keine Bestandsgefährdungen dar.
Chancen:
Die Chancen der Nynomic Gruppe liegen aus Sicht des Vorstands insbesondere im operativen Geschäft der einzelnen Konzerntochterunternehmen. Sowohl durch sich ändernde Gesetzgebungen und regulatorische Anforderungen als auch durch neue Geschäftsverbindungen mit namhaften OEM-Kunden ergeben sich Potenziale, das Geschäftsvolumen in allen Geschäftssegmenten weiter auszubauen. Bei der Sicherung attraktiver Projekte sowie deren Umsetzung kann sich die Gruppe zudem auf ein breites internationales Netzwerk aus Geschäftspartnern und Partnerunternehmen stützen.
Als einen Treiber des Wachstums erkennt der Vorstand die direkte Integration der Tochtergesellschaften in die Struktur der Nynomic Gruppe. Dadurch eröffnen sich Chancen für einen schnelleren und direkteren Zugang zu innovativen Technologien, was das Entwicklungspotenzial der einzelnen Unternehmen begünstigen könnte. Gleichzeitig können die Technologieführerschaft der gesamten Gruppe gestärkt, interne Synergien effektiver genutzt und die Kompetenzen in dynamisch wachsenden Märkten gezielt ausgebaut werden.
Die Fortsetzung einer erfolgreichen Buy-and-Build-Strategie mit selektiven Akquisitionen in zukunftsträchtigen Technologiebereichen sieht der Vorstand als Chance, gezielt nachhaltige Wachstumsimpulse zu setzen und die Marktposition der Nynomic Gruppe weiter zu stärken. Weitere Geschäftsübernahmen werden demnach durch die Bündelung von Marktkenntnissen und Produktkompetenzen sowie durch den effizienten Einsatz von Ressourcen nach den Erwartungen des Vorstands zur positiven Entwicklung der gesamten Unternehmensgruppe beitragen. Zusätzlich unterstützt die Etablierung kundennaher Wertschöpfungsketten die Positionierung der Nynomic Gruppe als internationaler Komplettanbieter innovativer spektroskopischer Produkte und Lösungen, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit und Kundenbindung im globalen Marktumfeld nachhaltig gefördert werden.
Weitere Wachstumschancen bieten globale Trends wie künstliche Intelligenz und Digitalisierung sowie die demografische Entwicklung mit stetig knapper werdenden Ressourcen und der damit verbundenen Notwendigkeit zur Effizienzsteigerung. Aus Sicht des Vorstands wachsen gerade diese Märkte und sind zudem weitgehend von zyklischen Schwankungen entkoppelt.
Unter anderem in den Bereichen Umwelt- und Energiemanagement ebenso wie bei der Bereitstellung innovativer Lösungen für die molekulare Diagnostik und Point-of-Care-Systeme sowie bei der Entwicklung smarter, dezentraler Sensorik erkennt der Vorstand wesentliche Zukunftsaussichten. Dazu gehören auch die Bereiche Industrie 4.0 und Miniaturisierung. Die Fähigkeit der Nynomic Gruppe, fortschrittliche Technologien direkt in Maschinen, Anlagen und Endgeräte zu integrieren, könnte dazu beitragen, in diesen wachstumsstarken Sektoren Wettbewerbsvorteile zu realisieren.
Photonik als Schlüsseltechnologie eröffnet der Nynomic Gruppe in all diesen Bereichen vielfältige Wachstumschancen. Die Möglichkeiten der hochpräzisen Messung und Verarbeitung von Licht fördern innovative, ressourcenschonende Lösungen, die speziell den wachsenden Bedarf nach nachhaltigen Produktions- und Qualitätsprozessen adressieren. Mit Technologien wie der Spektroskopie, smarten und skalierbaren Sensorlösungen, Cloud-gestützten Anwendungen und fortschrittlicher Datenanalyse durch Künstliche Intelligenz erweitert die Nynomic Gruppe ihr Lösungsportfolio kontinuierlich und unterstützt dabei gleichzeitig die Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit in globalen Märkten.
E. Prognosebericht
Die langfristigen Wachstumstreiber wie die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie wachsende regulatorische Anforderungen im Zusammenspiel mit zunehmendem Bewusstsein für umweltfreundliche Technologien führen aus Sicht der Nynomic Gruppe zu steigenden Qualitäts- und Performanceansprüchen an Unternehmen innerhalb vielfältiger Lieferketten. Auf Basis der Nynomic Kerntechnologie in der prozessintegrierten kontinuierlichen Online-Messtechnik erschließen sich somit zusätzlich zu bereits vorhandenen Anwendungen kontinuierlich neue Potenziale am Markt.
Eine Sättigung der erschlossenen Gesamtmarktsegmente ist nach Einschätzung des Vorstands noch lange nicht eingetreten. Der Vorstand sieht weiterhin vielversprechende Technologiepartnerschaften und Entwicklungsprojekte in den Bereichen Clean Tech, Green Tech und Life Science. Das breite branchenübergreifende internationale Netzwerk der Unternehmensgruppe ermöglicht es, neue namhafte OEM-Kunden mit anspruchsvollen Projekten in der Mess- und Sensorik-Technik zu gewinnen. Aufgrund der stabilen Geschäftsbeziehungen werden aber auch gemeinsam mit bestehenden OEM-Kunden Weiterentwicklungen und Verbesserungspotenziale an bestehenden Produkten und Lösungen erarbeitet. Es gilt weiterhin, durch Abwägungen von Chancen und Risiken aus einer Vielzahl von Entwicklungsprojekten einzelne Projekte - zusammen mit entsprechenden OEM-Kunden - kontinuierlich zu skalierbaren und ertragreichen Produkten zu entwickeln, sowohl kurz- als auch mittelfristig. Der Vorstand erwartet, dass diese Faktoren das profitable Wachstum weiter begünstigen.
Der Hauptfokus liegt auf den europäischen und amerikanischen Märkten, um das nachhaltige Wachstum weiter voranzutreiben und zu beschleunigen, was auch künftig strategischer Schwerpunkt bleiben wird.
Im Rahmen der umfassenden Wachstumsstrategie hat die Nynomic Gruppe durch gezielte interne Entwicklungen und die erfolgreiche Integration ihrer letzten Akquisitionen ihre Marktposition nachhaltig gestärkt. Nynomic hält sich für gut positioniert, um auch in Zukunft von weiteren Wachstumschancen zu profitieren. Unternehmenskäufe und -beteiligungen sieht der Vorstand auch künftig als geeignete Instrumente zur Umsetzung der Nynomic Strategie und ist daher zuversichtlich, das Technologieportfolio der Nynomic Gruppe im Verlauf des Geschäftsjahres 2025 mit weiteren zukunftsrelevanten Zukäufen sinnvoll ergänzen zu können.
Die verbleibenden Unsicherheitsfaktoren sind nach Einschätzung des Unternehmens unter anderem ein durch das schwache wirtschaftliche Umfeld geprägtes Nachfrageverhalten, die wirtschaftlichen Auswirkungen der hohen Inflation sowie geopolitische Konflikte. Der anhaltende Ukraine-Krieg und der Nahost-Konflikt hatten im Berichtsjahr keine wesentlichen direkten Auswirkungen auf die Entwicklung der Nynomic Gruppe. Welche Konsequenzen die geopolitischen Veränderungen für die Kunden und die Lieferketten der Nynomic Gruppe zukünftig haben, kann derzeit nicht vollumfänglich abgeschätzt werden. Das diversifizierte Geschäftsmodell und die internationale Aufstellung der Unternehmensgruppe werden nach Ansicht des Vorstands jedoch auch künftig dazu beitragen, die Auswirkungen geopolitischer und makroökonomischer Risiken abzufedern. Dank eines breit aufgestellten Lieferanten-Netzwerkes wird erwartet, dass die Lieferketten auch weiterhin gut zu koordinieren sind. Die Entwicklung alternativer und zusätzlicher Lieferantenverbindungen und die Hebung weiterer Synergiepotentiale in der Beschaffung sollen dabei unterstützen, möglichen künftigen Engpässen in den Lieferketten gezielt vorzubeugen.
Die Gesellschaft betrachtet die Unterbrechung des Wachstumspfades als temporäres Ereignis. Obwohl der Konzern nicht gänzlich von der Entwicklung an den Märkten entkoppelt ist, blickt der Vorstand trotz schwer zu prognostizierender makroökonomischer Rahmenbedingungen vorsichtig, aber weiterhin optimistisch auf die zukünftige Geschäftsentwicklung. Die gruppenweite Unternehmensplanung sieht gegenüber 2024 eine Wachstumsprognose in Bezug auf Umsatz und Ertrag vor.
In einem weiterhin von wirtschaftlichen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen stark geprägten Marktumfeld erwarten die Vorstände der Nynomic Gruppe, Maik Müller und Fabian Peters, für das Geschäftsjahr 2025 derzeit einen Konzernumsatz in einem Korridor von Mio. EUR 105,0 bis Mio. EUR 110,0 sowie ein EBIT zwischen Mio. EUR 8,5 und Mio. EUR 10,0. Es wird mit einer weiterhin volatilen unterjährigen Umsatzentwicklung gerechnet. Der Vorstand geht davon aus, die erforderlichen Maßnahmen für eine positive Entwicklung der Ertragssituation eingeleitet zu haben. Sollten sich in der Zukunft weitere Schritte als notwendig herausstellen, so sollen diese auch künftig konsequent vollzogen werden. Inwieweit unvorhersehbare Ereignisse im Zuge der geopolitischen Entwicklungen das Geschäft im weiteren Jahresverlauf beeinflussen werden, ist jedoch auch für den Nynomic Konzern zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollständig absehbar.
Im Rahmen der mittelfristigen Finanzplanung sieht der Vorstand in den Folgejahren ein stetiges Umsatz- und Ertragswachstum sowie stabile zweistellige EBIT-Margen, analog den Vorjahren des Berichtsjahres.
F. Sonstige Angaben
Forschung und Entwicklung
Forschung wird in der Regel mit Kooperationspartnern betrieben. Darüber hinaus wird die konkrete Produktentwicklung betrieben, die sich aufwandswirksam darstellt. In 2024 betrug der Aufwand für Forschung und Entwicklung innerhalb der Segmente im Nynomic Konzern Mio. EUR 10,7. Dies unterstreicht die Ausrichtung zu einem führenden Entwicklungsanbieter von Serienprodukten und Lösungen in einem technologisch anspruchsvollen Markt.
Wedel, den 28. März 2025
Fabian Peters, Vorstand der Nynomic AG
Maik Müller, Vorstand der Nynomic AG
[1] Rohertrag = Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung + andere aktivierte Eigenleistungen)
abzgl. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren
abzgl. Aufwendungen für bezogene Leistungen
KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2024
AKTIVA
| Erläuterungen im Anhang, Nr. | in TEUR 31.12.2024 | in TEUR 31.12.2023 | |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwert | 8.2 | 43.303 | 44.693 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 8.2 | 4.541 | 3.549 |
| Sachanlagevermögen | 8.3 | 6.431 | 5.234 |
| Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 | 8.3 | 13.633 | 15.248 |
| Beteiligungen | 8.4 | 2.205 | 5.014 |
| Sonstige Vermögenswerte | 133 | 120 | |
| Latente Steueransprüche | 1.321 | 626 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 71.567 | 74.484 | |
| Vorräte | 8.5 | 30.873 | 28.558 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.6 | 16.697 | 22.014 |
| Erstattungsansprüche aus Ertrag- und Umsatzsteuern | 8.7 | 1.991 | 3.206 |
| Sonstige Vermögenswerte | 8.7 | 1.139 | 861 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 8.8 | 950 | 525 |
| Zahlungsmittel | 8.9 | 16.309 | 21.864 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 67.959 | 77.028 | |
| Bilanzsumme | 139.526 | 151.512 | |
| PASSIVA | |||
| Erläuterungen im Anhang, Nr. | in TEUR 31.12.2024 | in TEUR 31.12.2023 | |
| Gezeichnetes Kapital | 8.10 | 6.569 | 6.556 |
| Kapitalrücklage | 8.10 | 40.645 | 40.452 |
| Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | 8.10 | 408 | 1.072 |
| Konzernbilanzgewinn | 8.10 | 50.135 | 50.778 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehendes Kapital und Rücklagen | 97.757 | 98.858 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 5.220 | 5.076 | |
| Eigenkapital | 102.977 | 103.934 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.11 | 2.503 | 4.774 |
| Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 | 8.3 /8.11 | 10.980 | 12.918 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8.11 | 28 | 37 |
| Latente Steuerschulden | 89 | 167 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 13.600 | 17.896 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.12 | 4.069 | 8.338 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 8.14 | 1.209 | 2.603 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.14 | 2.444 | 4.520 |
| Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 | 8.3 /8.14 | 3.026 | 2.639 |
| Sonstige Rückstellungen | 8.13 | 3.061 | 2.728 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8.14 | 6.205 | 6.996 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 8.14 | 2.935 | 1.858 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 22.949 | 29.682 | |
| Bilanzsumme | 139.526 | 151.512 |
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2024
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| Erläuterungen im Anhang, Nr. | in TEUR 2024 | in TEUR 2023 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 9.1 | 102.415 | 117.985 |
| Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 704 | 2.000 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 9.2 | 823 | 1.092 |
| Gesamtleistung | 103.942 | 121.077 | |
| Materialaufwand | 9.3 | -36.815 | -45.718 |
| Personalaufwand | 9.4 | -42.679 | -40.208 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 9.5 | -13.985 | -16.153 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 9.6 | 2.042 | 1.217 |
| EBITDA | 12.505 | 20.215 | |
| Abschreibungen | 8.1 | -5.119 | -4.783 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 7.386 | 15.432 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 9.7 | 97 | 263 |
| Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | 8.4 | -349 | -58 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 9.7 | -950 | -1.077 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 6.184 | 14.560 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 9.8 | -2.454 | -4.028 |
| Konzernergebnis nach Steuern fortzuführender Geschäftsbereiche | 3.730 | 10.532 | |
| Konzernergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereiche | -4.000 | 0 | |
| Konzernergebnis nach Steuern | -270 | 10.532 | |
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | -373 | -1.227 | |
| Konzernergebnis (ohne nicht beherrschende Anteile) | -643 | 9.305 | |
| Ergebnis je Aktie (inkl. Anteile Dritter) in EUR | -0,04 | 1,67 | |
| Ergebnis je Aktie (ohne Anteile Dritter) in EUR | 5 | -0,10 | 1,47 |
| Anzahl der Aktien im Durchschnitt (Vj. im Durchschnitt) | 6.558.164 | 6.313.975 | |
| KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG | |||
| Konzernergebnis | -270 | 10.532 | |
| Unrealisiertes Ergebnis aus Währungsumrechnung | -779 | -76 | |
| Sonstiges Ergebnis | -779 | -76 | |
| Konzerngesamtergebnis | -1.049 | 10.456 | |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 258 | 1.209 | |
| davon auf Aktionäre der Nynomic AG entfallend | -1.307 | 9.247 | |
| Konzerngesamtergebnis (ohne nicht beherrschende Anteile) | -1.307 | 9.247 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024
1 Beschreibung der Geschäftstätigkeit
Die Nynomic AG (nachfolgend auch „Gesellschaft“) mit Sitz Am Marienhof 2 in Wedel, Deutschland, ist das Mutterunternehmen der Nynomic Gruppe. Dieser Konzernabschluss umfasst das Unternehmen und ihre Tochterunternehmen (zusammen im Folgenden als „Konzern“ oder „Nynomic“ bezeichnet). Die Nynomic AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Pinneberg unter der Nr. HRB 6913 PI registriert.
Die Nynomic AG ist im Freiverkehr, der kein organisierter Markt gem. § 2 XI WpHG ist, gelistet. Die Aktien werden im KMU-Segment „Scale“ der Deutsche Börse AG in Frankfurt gehandelt.
Der Nynomic Konzern ist ein Anbieter von Serienprodukten und Lösungen in den technologisch anspruchsvollen Märkten der berührungslosen und zerstörungsfreien optischen Messtechnik, die in der Lage ist, ressourcen- und umweltschonend eine Vielzahl von Anwendungen zu optimieren.
2 Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der Nynomic AG und ihrer Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2024 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht und weitere nach § 315e HGB erforderlichen Erläuterungen ergänzt. Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden nach den gleichen Grundsätzen ermittelt.
Aktienoptionsprogramme:
Der Konzern hat zwei Aktienoptionspläne aufgelegt, nach denen bestimmten Führungskräften und bestimmten anderen Mitarbeitern Optionen zur Zeichnung von Aktien der Nynomic AG gewährt wurden. Für weitere Erläuterungen bzgl. der Bewertung wird auf Kapitel 11.1 verwiesen.
Originäres Aktienoptionsprogramm
Im Berichtsjahr haben einige Optionsberechtigte von der Möglichkeit zur Ausübung der Optionen aus dem Aktienoptionsplan („Bedingtes Kapital 2014“ gem. Hauptversammlung vom 6. Juni 2014) Gebrauch gemacht. Dies führte im Kalenderjahr 2024 zur Eigenkapitalstärkung und Erhöhung der liquiden Mittel. In der Hauptversammlung im Juli 2024 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu insgesamt TEUR 1.311 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Von den bereits vergebenen Aktienoptionen sind zum 31. Dezember 2024 noch 75.000 Aktienoptionen ausübbar.
Virtuelles Aktienoptionsprogramm
Der Vorstand der Nynomic AG hat mit Genehmigung des Aufsichtsrats beschlossen, den Führungskräften der Gesellschaft sowie der Tochterunternehmen im Rahmen von Zielvereinbarungen virtuelle Aktienoptionen anbieten zu können. Das Programm stellt eine freiwillige Leistung der Gesellschaft dar. Die virtuellen Aktienoptionen durften bis 2024 ausgegeben werden. Dieses Programm wurde eingestellt, sodass keine weiteren Optionen ausgegeben werden können.
Die Optionen sollen dabei dem jeweiligen Optionsberechtigten das Recht auf eine Barzahlung nach dem Erreichen bestimmter Unternehmensziele sowie individueller Zielvorgaben zusprechen.
Dem Optionsberechtigten werden keinerlei Ansprüche auf Aktien, Aktienoptionen, Bezugsrechte oder deren Erwerb oder Zeichnungen zugestanden.
Die gewährten Aktienoptionen können erstmalig nach Ablauf einer Wartefrist von vier Jahren ab dem Bekanntgabetag in einem Zeitraum von weiteren fünf Jahren ausgeübt werden. Nicht ausgeübte Optionen verfallen entschädigungslos mit Ablauf von neun Jahren ab dem Bekanntgabetag. Das Gesamtvolumen besteht aus 507.000 Optionen (davon wurden bereits 289.500 Optionen durch Zielvereinbarungen gewährt). Die Aktienoptionen können nicht ausgeübt werden, wenn die Erfolgsbedingung nicht eintritt.
3 Bewertungsgrundlagen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, der funktionalen Währung des Unternehmens. Die dargestellten Finanzinformationen werden, soweit nicht anders angegeben, auf volle Tausend Euro (TEUR) auf- bzw. abgerundet. Es wird darauf hingewiesen, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten und Prozentangaben) auftreten können.
Der Konzern hat seinen Abschluss unter der Annahme erstellt, dass er in der Lage ist, seine Unternehmenstätigkeit fortzuführen.
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Nynomic AG entspricht, aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das sonstige Ergebnis wurde in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt.
Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erfordert bei einigen Posten, dass Annahmen getroffen werden, die sich auf den Ansatz in der Bilanz bzw. in der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns auswirken. Diese Einschätzungen basieren auf den historischen Erfahrungswerten der Unternehmensleitung.
Die im Konzernabschluss angegebenen Geldbeträge, die mit Bewertungsunsicherheiten behaftet sind, werden fortlaufend überprüft. Dabei ergeben sich für den Ersteller des Konzernabschlusses gewisse Ermessensspielräume:
Diese beziehen sich im Wesentlichen auf:
- die Beurteilung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts, insbesondere in Bezug auf die Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme
- die Schätzung der Nutzungsdauern bei den immateriellen Vermögenswerten und bei den Vermögenswerten des Sachanlagevermögens
- die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts von virtuellen Aktienoptionsprogrammen als Vergütungsbestandteil
Die Einschätzungen und Annahmen können von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen.
4 Konsolidierungsgrundsätze
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden neben der Nynomic AG alle Tochterunternehmen voll einbezogen, die von der Nynomic AG mittelbar oder unmittelbar beherrscht werden. Eine Beherrschung wird dann angenommen, wenn der Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in den Gesellschaften ausgesetzt ist und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über die Gesellschaften zu beeinflussen. Die Konsolidierung endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert.
Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Nynomic AG über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Diese werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Konsolidierte Tochterunternehmen | 26 | 25 |
| davon: Inland | 12 | 11 |
| davon: Ausland | 14 | 14 |
| Assoziierte Unternehmen | 1 | 1 |
| davon: Inland | 0 | 0 |
| davon: Ausland | 1 | 1 |
Folgende Gesellschaften umfassen den Konsolidierungskreis und wurden in den Konzernabschluss einbezogen:
| Anteil am Kapital in % |
|
|---|---|
| m-u-t GmbH, Wedel | 100,00 |
| tec5 AG, Steinbach | 100,00 |
| mit ihren verbundenen Unternehmen und ihren Anteilen am Kapital: | |
| tec5 USA Inc., Plainview (New York/USA) | 51,00 |
| tec5 China Ltd., Peking (China) | 80,00 |
| Avantes Holding B.V., Apeldoorn (Niederlande) | 100,00 |
| mit ihren verbundenen Unternehmen und ihren Anteilen am Kapital: | |
| Avantes B.V., Apeldoorn (Niederlande) | 100,00 |
| Avantes USA Inc., Louisville (Colorado/USA) | 100,00 |
| Avantes China Ltd., Peking (China) | 60,00 |
| Avantes Shanghai Ltd., Shanghai (China) | 60,00 |
| Avantes Hong Kong Ltd., Hongkong (China) | 60,00 |
| APOS GmbH, Wedel | 100,00 |
| mit ihrem verbundenen Unternehmen und ihrem Anteil am Kapital: | |
| APOS IP GmbH, Wedel | 100,00 |
| LayTec AG, Berlin | 100,00 |
| mit ihrem verbundenen Unternehmen und ihrem Anteil am Kapital: | |
| LayTec UK Ltd., Ince (Greater Manchester/Großbritannien) | 100,00 |
| Spectral Engines GmbH, Steinbach | 100,00 |
| mit ihren verbundenen Unternehmen und ihren Anteilen am Kapital: | |
| Spectral Engines Oy, Helsinki (Finnland) | 100,00 |
| Purpl Scientific Inc., St. Louis (Missouri/USA) | 100,00 |
| LemnaTec GmbH, Aachen | 100,00 |
| Sensortherm GmbH, Steinbach | 100,00 |
| MGG Micro-Glühlampen-Gesellschaft Menzel GmbH, Wentorf | 100,00 |
| Image Engineering GmbH & Co. KG, Kerpen | 51,00 |
| mit ihren verbundenen Unternehmen und ihren Anteilen am Kapital: | |
| Shenzhen Image Engineering Optoelectronic Equipment Co. Ltd., Shenzhen (China) | 51,00 |
| Image Engineering USA Inc., South Lake Tahoe (Kalifornien/USA) | 51,00 |
| Image Engineering Komplementär GmbH, Kerpen | 51,00 |
| Photecture Inc., Plainview (New York/USA) | 100,00 |
| art photonics GmbH, Berlin | 100,00 |
Veränderung des Konsolidierungskreises
Mit dem Kaufvertrag vom 14. Dezember 2023 erfolgte die Übernahme der 100%igen Anteile an der art photonics GmbH, Berlin, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2024. Die Gesellschaft wird daher erstmalig zum 1. Januar 2024 in den Konzernabschluss für das Kalenderjahr 2024 einbezogen. Die art photonics GmbH entwickelt und fertigt Spezialfasern für die optische Messtechnik, die für den Aufbau verschiedener Spektroskopie-Sonden eingesetzt werden. Der Erwerb stärkt die technologische und ökonomische Wertschöpfungskette innerhalb des Nynomic Konzerns.
Der Erwerb erfüllt die Voraussetzungen eines Unternehmenszusammenschlusses gemäß IFRS 3.
Der Nynomic AG sind Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 4.482 entstanden. Im Jahr 2024 trug die art photonics GmbH Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 3.399 und einen Verlust in Höhe von TEUR -227 bei.
Der vorläufige beizulegende Zeitwert der übertragenen Gegenleistung (buchhalterisches EK) beträgt zum Erwerbszeitpunkt TEUR 1.872.
Konsolidierungsmethoden
Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss voll einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach konzerneinheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt.
Die in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gem. IAS 21 „Auswirkungen von Wechselkursänderungen“ nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung der Gesellschaften grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung.
Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs umgerechnet, der monatlich ermittelt wird. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter der Position „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ ausgewiesen. Die Posten des Eigenkapitals werden mit historischen Kursen geführt. Für die Währungsumrechnung wesentlichen Währungen wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
| Jahresdurchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 EUR= | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| China | RMB | 7,78750 | 7,66000 | 7,58330 | 7,85090 |
| Großbritannien | GBP | 0,84662 | 0,86979 | 0,82918 | 0,86905 |
| Hongkong | HKD | 8,44540 | 8,46500 | 8,06860 | 8,63140 |
| USA | USD | 1,08240 | 1,08130 | 1,03890 | 1,10500 |
| Dänemark | DKK | 7,45890 | 7,45090 | 7,45780 | 7,45290 |
Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 und IFRS 10 nach der Erwerbsmethode.
Neugründungen und Unternehmenserwerbe
Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt, d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wird. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.
Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet.
Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet.
Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, ein negativer Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Überprüfung sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Folgeperioden einem jährlichen Wertminderungstest (Impairment-Test) nach IAS 36 unterzogen.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Die konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden sowohl auf der Basis von Marktpreisen als auch Verrechnungspreisen vorgenommen, die auf der Grundlage des „Dealing-at-arms-length-Prinzips“ ermittelt wurden. Im Berichtszeitraum lagen materielle Zwischengewinne in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen vor. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sie werden zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt. Ein eventuell erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht gesondert ausgewiesen, sondern ist im Wertansatz enthalten. Nach dem erstmaligen Ansatz enthält der Konzernabschluss das anteilige Ergebnis bis zum Zeitpunkt, an dem der maßgebliche Einfluss oder die gemeinschaftliche Führung endet.
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde eine Tochtergesellschaft erworben.
Aufgegebener Geschäftsbereich
Ein aufgegebener Geschäftsbereich gem. IFRS 5 ist ein Bestandteil des Konzerngeschäfts, dessen Geschäftsbereich und Cashflows vom restlichen Konzern klar abgegrenzt werden kann, der veräußert wurde oder zur Veräußerung eingestuft wird und der:
- einen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt,
- Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten, wesentlichen Geschäftszweigs, oder geografischen Geschäftsbereichs ist
oder
- ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben wurde.
Eine Einstufung als aufgegebener Geschäftsbereich geschieht bei Veräußerung oder sobald der Geschäftsbereich die Kriterien für eine Einstufung als zur Veräußerung gehalten erfüllt, wenn dies früher der Fall ist.
Wenn ein Geschäftsbereich als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft wird, wird die Gesamtergebnisrechnung des Vergleichsjahres so angepasst, als ob der Geschäftsbereich von Beginn des Vergleichsjahres an aufgegeben worden wäre.
5 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Unternehmensfortführung
Der Vorstand hat zum Zeitpunkt der Genehmigung des Abschlusses die gerechtfertigte Erwartung, dass der Konzern über ausreichende Ressourcen verfügt, um in absehbarer Zukunft operativ weiter bestehen zu können. Daher wurde der Konzernabschluss weiterhin unter Zugrundelegung der Fortführungsannahme aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Ausweis
Gemäß IAS 1.60 ff. wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten sowie kurz- und langfristigen Schulden unterschieden. Ein Vermögenswert ist als kurzfristig einzustufen, wenn
- die Realisierung des Vermögenswerts innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird oder der Vermögenswert zum Verkauf oder Verbrauch innerhalb dieses Zeitraums gehalten wird,
- der Vermögenswert primär für Handelszwecke gehalten wird,
- die Realisierung des Vermögenswerts innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird,
oder
- es sich um Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente handelt, es sei denn, der Tausch oder die Nutzung des Vermögenswerts zur Erfüllung einer Verpflichtung ist für einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag eingeschränkt.
Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig eingestuft.
Eine Schuld ist als kurzfristig einzustufen, wenn
- die Erfüllung der Schuld innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird,
- die Schuld primär für Handelszwecke gehalten wird,
- die Erfüllung der Schuld innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird,
oder
- das Unternehmen kein uneingeschränktes Recht zur Verschiebung der Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag hat.
Alle anderen Schulden werden als langfristig eingestuft.
Latente Steueransprüche und -schulden werden als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden eingestuft.
Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht.
Geschäfts- oder Firmenwerte
Der Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Geschäftsbetrieb den beizulegenden Zeitwert der neu erworbenen sowie neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden übersteigt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern entsprechend den Regelungen des IAS 36 jährlich mindestens einmal einem Impairment-Test unterzogen.
Bei der Durchführung des Impairment-Tests wird bei der Ermittlung des Nutzungswertes auf die Daten der vom Management vorgenommenen Mittelfristplanung zurückgegriffen. Die Planungsprämissen werden jeweils den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen unter Berücksichtigung makroökonomischer Trends und historischer Entwicklungen berücksichtigt. Die Ermittlung der Ergebnisse erfolgt unter Berücksichtigung der Wachstumsrate des relevanten Marktsegments. Diese liegt derzeit zwischen 1% p.a. bis 2% p.a. Den zu ermittelnden Nutzungswerten wurden Diskontierungszinssätze in einer Bandbreite von 8% p.a. bis 11% p.a. zugrunde gelegt. Der Diskontierungszinssatz spiegelt jeweils den vom Kapitalmarkt abgeleiteten, risikoadjustierten Mindestverzinsungsanspruch wider.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte
Unter den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten wird im Wesentlichen eine Steuerungssoftware ausgewiesen, die zu Herstellungskosten aktiviert wurde. Immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Soweit sämtliche Kriterien zur Aktivierung von Entwicklungskosten erfüllt sind, werden alle direkt zurechenbaren Kosten aktiviert. Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojektes werden aktivierte Entwicklungskosten über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte, welche erworben wurden, sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (1-10 Jahre; lineare Methode) vermindert.
Sachanlagen
Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei entspricht die Abschreibungsmethode dem erwarteten Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Der Abschreibungsaufwand wird in der Regel auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt.
Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger, direkt zurechenbarer Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsveranlasster Abschreibungen.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Anlagegegenstand | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Gebäude | 10 - 50 Jahre |
| Maschinen und technische Anlagen | 1 - 19 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1 - 23 Jahre |
Leasingbilanzierung nach IFRS 16
Eine Leasingverbindlichkeit wird zu Beginn jedes Leasingverhältnisses erfasst, einschließlich der als Operating-Leasing eingestuften. Die Höhe der Leasingverbindlichkeit wird mit dem Barwert der zukünftigen Zahlungen im Rahmen des Leasingverhältnisses berechnet. Die zukünftigen Zahlungen werden länderbezogen mit einem durchschnittlichen Grenzfremdkapitalzinssatz zwischen 1,50% und 2,00% zum Stichtag abgezinst.
Die Erfassung der Nutzungsrechte erfolgt zu Anschaffungskosten. Diese umfassen im Rahmen der erstmaligen Bewertung die entsprechende Leasingverbindlichkeit, die Leasingraten, die zu oder vor Beginn des Leasingverhältnisses geleistet werden, anfängliche direkte Kosten sowie jegliche Kosten, die bei Beendigung des Leasingverhältnisses anfallen (Wiederherstellungs- oder Abbruchkosten).
Leasingzahlungen, die in Übereinstimmung mit IFRS 16 nicht aktiviert wurden, sind in den betrieblichen Aufwendungen der Periode enthalten. Hierbei handelt es sich um kurzfristige (weniger als ein Jahr) und geringwertige Leasingverhältnisse sowie variable Leasingzahlungen, die nicht auf einem Index basieren.
Wertminderungen
Geschäfts- und Firmenwerte sowie noch nicht nutzungsbereite Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich zum Bilanzstichtag auf Wertminderungen überprüft.
Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer wird an jedem Abschlussstichtag eingeschätzt, ob für die entsprechenden Vermögenswerte Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen nach IAS 36 „Wertminderungen von Vermögenswerten“ vorliegen. Werden derartige Anhaltspunkte für einzelne Vermögenswerte identifiziert, so wird für diese ein Wertminderungstest durchgeführt. Im Rahmen des Wertminderungstests wird zunächst der erzielbare Betrag des Vermögenswerts ermittelt und anschließend mit dem Buchwert verglichen, um so einen etwaigen Wertminderungsbedarf zu bestimmen.
Als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wird der Betrag bezeichnet, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen und vertragswilligen Parteien erzielt werden kann. Die Bestimmung des Nutzungswerts erfolgt anhand der abgezinsten erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse. Dabei wird ein marktgerechter Zinssatz vor Steuern zugrunde gelegt, der die Risiken der Nutzung des Vermögenswerts widerspiegelt, die sich noch nicht in den geschätzten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüssen niederschlagen.
Wird der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts niedriger als der Buchwert eingeschätzt, wird dieser auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Bei einer Wertaufholung in der Folgeperiode wird der Buchwert des Vermögenswerts entsprechend dem erzielbaren Betrag angepasst.
Die Wertaufholungsobergrenze wird durch die Höhe der fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten bestimmt, die sich ergäben, wenn keine Wertminderung in den Vorperioden erfasst worden wäre. Die Wertaufholung wird sofort erfolgswirksam erfasst.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert gem. IAS 2 bewertet, wobei der Nettoveräußerungswert der geschätzte Veräußerungserlös abzüglich der geschätzten Kosten für die Fertigstellung und die bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten ist. Die Anschaffungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbs sowie sonstige angefallene Kosten, um die Vorräte in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Dabei werden Anschaffungspreisminderungen wie Preisnachlässe, Boni und Skonti berücksichtigt. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten, die auf Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt werden. Enthalten sind neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Dabei werden insbesondere die Kosten berücksichtigt, die auf den spezifischen Kostenstellen anfallen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Sofern die Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt niedriger sind, werden diese angesetzt. Entfallen diese Gründe und ist der Nettoveräußerungserlös gestiegen, werden die Wertaufholungen in der entsprechenden Periode, in der die Veränderung eintritt, als Minderung des Materialaufwands erfasst.
Auf die Bilanzierung und Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen nach IAS 23 im Rahmen der Ermittlung von Herstellungskosten für die unfertigen und fertigen Erzeugnisse kann unter Verweis auf die mangelnde Relevanz von langläufigen Fertigungszeiträumen der Herstellung verzichtet werden.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und -verbindlichkeiten. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden ab dem Zeitpunkt in der Konzernbilanz berücksichtigt, zu welchem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird.
Die bestehenden Finanzinstrumente werden gemäß ihrer Klassifizierung in der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten“ bilanziert.
Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld wird der Betrag bezeichnet, mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Schuld bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, also abzüglich eventueller Tilgungen, abzüglich etwaiger Wertminderungen oder eventueller Uneinbringlichkeiten sowie zuzüglich/abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (zum Beispiel Disagio und Transaktionskosten). Diese Differenz wird mittels der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Schuld verteilt.
Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.
Originäre Finanzinstrumente
Die originären Finanzinstrumente des Unternehmens bestehen in erster Linie aus Zahlungsmitteln, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristigen und langfristigen Krediten sowie aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf Grund ihrer Kurzfristigkeit unverzinslich und werden zum Nominalwert abzüglich der Wertminderungen auf Grund erwarteter Forderungsausfälle angesetzt. Dabei wird sowohl dem individuellen Ausfallrisiko als auch einem aus Erfahrungswerten abgeleiteten Ausfallrisiko für eine Gruppe von Forderungen mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen (portfoliobasierte Wertberichtigung) unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos Rechnung getragen. Sofern sich der Forderungsverlust endgültig realisiert, wird die Forderung unter Inanspruchnahme einer gegebenenfalls zuvor gebildeten Wertberichtigung ausgebucht.
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken wird durch entsprechende Abwertung Rechnung getragen. Langfristige unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen, die wesentlich sind, werden abgezinst.
Im Geschäftsjahr 2024 ergab sich für finanzielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kein wesentlicher Wertminderungsbedarf.
Zahlungsmittel sind Kassenbestände und sofort verfügbare Bankguthaben bei Kreditinstituten, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu drei Monate beträgt. Diese werden zum Nennbetrag bilanziert.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Davon nicht betroffen sind finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Ein Eigenkapitalinstrument ist jede vertragliche Vereinbarung, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten des Konzerns nach Abzug sämtlicher Schulden darstellt. Die ausgegebenen Anteile werden als Eigenkapital bilanziert, wobei die Kosten, die direkt der Ausgabe von eigenen Aktien zurechenbar sind, vom Eigenkapital in Abzug gebracht werden.
Ertragsteuern
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern laufenden (gezahlten oder geschuldeten) Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Berechnung der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Konzerns erfolgt unter der Anwendung der zum Bilanzstichtag geltenden Steuersätze.
Latente Steuern
Die Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern erfolgt gem. IAS 12 „Ertragsteuern“. Aktive und passive latente Steuern werden als separate Posten in der Bilanz dargestellt, um die künftige steuerliche Wirkung aus zeitlichen Unterschieden zwischen den bilanziellen Wertansätzen und der steuerlichen Basis von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie der steuerlichen Verlustvorträge zu berücksichtigen.
Latente Steuerforderungen und Steuerverpflichtungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung beziehungsweise -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Steuersatzes berechnet. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf die latenten Steuern werden in dem Berichtszeitraum erfasst, in dem das der Steuersatzänderung zugrundeliegende Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist.
Aktive latente Steuern auf Bilanzunterschiede und auf steuerliche Verlustvorträge werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile in einem absehbaren zeitlichen Rahmen wahrscheinlich ist.
Aktive latente Steuern und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz sowie Rechtsanspruch auf Verrechnung besteht. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen.
Für die Berechnung der latenten Steuern der inländischen Gesellschaften wird ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer inklusive des Solidaritätszuschlages in Höhe von pauschal 15% wird ein effektiver Gewerbesteuersatz von 15% berücksichtigt.
Für ausländische Gesellschaften erfolgt die Berechnung der latenten Steuern mit den im jeweiligen Land geltenden Steuersätzen. Die latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasste Posten. In diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Rückstellungen
Gemäß IAS 37 „Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen“ werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Sonstige Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, bei denen zum Abschlussstichtag mehr für ihr Bestehen als dagegen spricht.
Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die erwarteten Preis- und Kostensteigerungen. Der Abzinsung liegen Zinssätze vor Steuern zugrunde, die die aktuellen Markterwartungen in Hinblick auf den Zinseffekt widerspiegeln und die von der entsprechenden Laufzeit der Verpflichtung abhängig sind. Der Zinsanteil aus der Aufzinsung wird im Finanzergebnis erfasst.
Die Rückstellungen werden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse am Bilanzstichtag bewertet. Rückstellungen für Gewährleistungen werden einzelfallbezogen sowie pauschal gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller gegenwärtigen und zukünftig möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse definieren Erträge, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe erwirtschaftet wurden (IFRS 15). Hierunter fallen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Gütern sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen.
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn der Kunde Verfügungsmacht erlangt hat und die Leistungsverpflichtung erfüllt ist, ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti - ausgewiesen.
Erlöse aus Dienstleistungen werden nach Maßgabe des Leistungsfortschritts (IFRS 15.39 ff.) des Auftrags am Bilanzstichtag erfasst. Der Fertigstellungsgrad des Auftrags wird outputbasiert anhand der erbrachten Dienstleistung ermittelt. Erträge werden nur dann erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der mit dem Auftrag verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließt. Andernfalls werden Erträge nur in dem Maße erfasst, in dem die angefallenen Aufwendungen erstattungsfähig sind.
Beinhaltet ein Vertrag mehrere abgrenzbare Bestandteile (Mehrkomponentenverträge), werden diese Leistungsverpflichtungen (IFRS 15.22 ff.) entsprechend vorstehenden Prinzipien separat realisiert.
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wurde mittels Division des auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallenden Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während jeder einzelnen Periode ausgegebenen Stammaktien berechnet.
Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, zuzüglich der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der Stammaktien, die sich aus der Umwandlung aller potentiellen Stammaktien mit Verwässerungseffekt in Stammaktien ergäben, geteilt.
Die nachfolgende Tabelle enthält die der Berechnung des unverwässerten und des verwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Beträge:
| 2024 in TEUR |
2023 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnendes Konzernergebnis | -643 | 9.305 |
| davon aus fortgeführten Aktivitäten | 3.357 | 9.305 |
| davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten | -4.000 | 0 |
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie* | 6.558.164 | 6.313.975 |
| Potentielle Verwässerungseffekte aus: | ||
| Originären Aktienoptionen | 75.000 | 87.500 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl Stammaktien, bereinigt um den Verwässerungseffekt | 6.633.164 | 6.401.475 |
* In der gewichteten durchschnittlichen Anzahl Aktien ist der gewichtete durchschnittliche Effekt von Änderungen der eigenen Anteile im Verlauf des Jahres enthalten.
| 2024 in EUR |
2023 in EUR |
|
|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | ||
| davon aus fortgeführten Aktivitäten | ||
| Unverwässert, bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien | 0,51 | 1,47 |
| des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis | ||
| Verwässert, bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des | 0,51 | 1,45 |
| Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis | ||
| davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten | ||
| Unverwässert, bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien | -0,61 | 0,00 |
| des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis | ||
| Verwässert, bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des | -0,60 | 0,00 |
| Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis |
Wandel- oder Optionsrechte waren bis auf das originäre Aktienoptionsprogramm nicht im Umlauf. Wie im vorangegangenen Geschäftsjahr lagen bis auf die Auswirkungen aus der Ausübung des originären Aktienoptionsprogrammes keine Verwässerungseffekte vor.
6 Aufgegebener Geschäftsbereich
6.1 Rückzug aus dem finnischen Markt
Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung hatte sich die Nynomic AG zum operativen Rückzug der Spectral Engines aus Finnland entschieden. Die operativen Geschäftsaktivitäten der Spectral Engines (Produktion, Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung) mit deren Geschäftssegmenten (NIRON, TactiScan und Purpl) wurden in 2024 operativ von Finnland an die Standorte Wedel (u.a. Produktion) und Steinbach (u.a. Verwaltung und Vertrieb) verlagert. Der Standort wurde operativ aufgelöst. In Finnland verbleibt die rechtliche Hülle der Spectral Engines Oy und eine strategische Lieferbeziehung.
Die Verlagerung nach Deutschland wurde im Zuge der komplexen Lieferkette und der Vertriebsschwerpunkte Pharma und Anwendungen für Behörden und Einsatzorganisationen zwingend notwendig.
Der auf den Standort Finnland allokierte Firmenwert von Mio. EUR 4,0 wurde daher vollständig wertberichtigt. Sämtliche Funktionen, wie Entwicklung und Produktion können durch die Standorte Steinbach und Wedel ersetzt werden.
6.2 Analyse der Ergebnisse aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich (IFRS 5.33)
Der vorgenannte Geschäftsbereich war zuvor nicht als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft. Mit Verlagerung und Schließung stellt dieser Geschäftsbereich aufgrund seiner Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Spectral Engines nicht-fortgeführte Aktivitäten im Sinne des IFRS 5 dar.
Aus diesem Grund wird das Ergebnis aus nicht-fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und gesondert ausgewiesen. Auf eine Gegenüberstellung der einzelnen Jahresergebnispositionen aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich wird mangels Wesentlichkeit verzichtet.
Die Vorjahreszahlen der Konzerngesamtergebnisrechnung wurden mangels Wesentlichkeit entsprechend nicht angepasst. Auch auf eine Anpassung der Zahlungsströme aus diesem aufgegebenen Geschäftsbereich wurde verzichtet.
Das Gesamtergebnis des fortgeführten Geschäftsbereichs beträgt Mio. EUR 3,7; das Gesamtergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs beträgt Mio. EUR -4,0.
Ergebnis aus dem Abgang des aufgegebenen Geschäftsbereichs/Standortes Helsinki/Finnland der Spectral Engines
Unmittelbar bevor der Standort Helsinki/Finnland als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert wurde, erfolgte gemäß IFRS 5 eine Überprüfung der Werthaltigkeit des Nettovermögens.
Die Allokation des ermittelten Abwertungsbedarfs erfolgte ausschließlich auf die Vermögenswerte (Betriebs- und Geschäftsausstattung und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Firmenwert) der Veräußerungsgruppe.
Der so ermittelte Wertminderungsaufwand in Höhe von Mio. EUR 4,0 ist im Konzernergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen enthalten.
Das Gesamtergebnis des aufgegebenen Standortes in Höhe von Mio. EUR -4,0 umfasst neben dem bis zum Abgang erfassten operativen Ergebnis von Mio. EUR 0,0 (Vj. Mio. EUR -0,1) zudem im Wesentlichen Ergebniseffekte aus der vorgenommen IFRS 5 Abwertung von Mio. EUR -4,0.
7 Neue und geänderte Rechnungslegungsstandards
7.1 Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen
Der Konzern hat im aktuellen Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmalig angewandt.
| Standard | Anwendungspflicht | Änderungen | Auswirkung für Nynomic | |
|---|---|---|---|---|
| IAS 1(Änderungen) | Klassifizierung von Verbindlichkeiten | 01.01.2024 | Die Änderungen stellen klar, dass sich die Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig nach den Rechten richtet, die am Ende der Berichtsperiode bestehen. Zudem wird die Definition der Erfüllung („settlement“) einer Verbindlichkeit konkretisiert. | Keine wesentliche Bedeutung |
| IFRS 16(Änderungen) | Leasingverbindlichkeiten bei Sale-and-Leaseback | 01.01.2024 | Die Änderungen regeln, dass ein Verkäufer-Leasing-Nehmer bei der Folgebewertung von Leasing-Verbindlichkeiten aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen „Leasing-Zahlungen“ und „geänderte Leasing-Zahlungen“ so zu bestimmen hat, dass er keinen Gewinn oder Verlust aus dem zurückbehaltenen Nutzungsrecht erfasst. Die Änderungen können sich insbesondere auf Sale-and-Leaseback-Transaktionen auswirken, bei denen variable Leasing-Zahlungen enthalten sind, die nicht auf einem Index oder Zinssatz basieren. | Keine wesentliche Bedeutung |
| IAS 7 / IFRS 7(Änderungen) | Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen | 01.01.2024 | Gegenstand der Änderungen sind sog. Supplier Finance Arrangements, insbesondere Reverse Factoring-Vereinbarungen. Mit den Änderungen wurden zusätzliche Angabepflichten gemäß IAS 7 und IFRS 7 geschaffen, welche die Auswirkungen solcher Lieferfinanzierungsgeschäfte auf Verbindlichkeiten, Zahlungsströme und Liquiditätsrisiken transparenter machen sollen. | Keine wesentliche Bedeutung |
7.2 Veröffentlichte, aber noch nicht anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen
Der IASB hat unter anderem die folgenden Rechnungslegungsstandards herausgegeben, die in der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und von Nynomic auch nicht vorzeitig angewendet werden. Standards, die in der Übersicht nicht angeführt sind, sind für Nynomic von untergeordneter Bedeutung.
| Standard | Anwendungspflicht EU | Auswirkung für Nynomic | |
|---|---|---|---|
| IAS 21 (Änderungen) | Fehlende Umtauschbarkeit | 01.01.2025 | Keine wesentliche Bedeutung |
8 Erläuterungen zur Bilanz
8.1 Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.
8.2 Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte
Zum 31. Dezember 2024 betragen die Geschäfts- oder Firmenwerte TEUR 43.303. Der Zugang zu den Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von TEUR 2.610 betrifft den 100%igen Anteilskauf an der art photonics GmbH. Dieser Erhöhung steht eine Reduzierung aufgrund des aufgegebenen Geschäftsbereichs in Finnland in Höhe von TEUR 4.000 entgegen.
Für 2024 wurden für die Geschäfts- oder Firmenwerte mit Ausnahme der Aufgabe des Geschäftsbereichs in Finnland keine wesentlichen Triggering-Events identifiziert bzw. auf Basis der vorgelegten Planungen Impairmentbedarfe festgestellt. Aus diesem Grund waren im Geschäftsjahr 2024 des Weiteren keine Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorzunehmen.
Insgesamt wurden planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 655 (Vj. TEUR 865) erfasst.
8.3 Sachanlagen
Die Zugänge im Sachanlagevermögen betrugen TEUR 2.609.
Insgesamt wurden planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.384 (Vj. TEUR 1.116) und auf Nutzungsrechte gem. IFRS 16 in Höhe von TEUR 3.080 (Vj. TEUR 2.802) erfasst.
| Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 | Verbindlichkeiten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gebäude und Grund und Boden in TEUR |
Fuhrpark in TEUR |
Ausrüstung in TEUR |
Gesamt in TEUR |
Gesamt in TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2024 | 14.491 | 621 | 136 | 15.248 | 15.557 |
| + Zugänge | 834 | 605 | 149 | 1.588 | 1.588 |
| - Abgänge | 78 | 45 | 0 | 123 | 123 |
| - Abschreibung | 2.627 | 343 | 110 | 3.080 | 0 |
| - Rückzahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.431 |
| + Zinsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 415 |
| Stand 31.12.2024 | 12.620 | 838 | 175 | 13.633 | 14.006 |
Die Verzinsung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt mit einem Effektivzinssatz in Höhe von 1,5% und 2,0%.
8.4 Beteiligungen
Die Beteiligungen setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 2.205 | 1.303 |
| Sonstige Beteiligungen | 0 | 3.711 |
| Summe: | 2.205 | 5.014 |
Bei den Anteilen an assoziierten Unternehmen handelt es sich um die Anteile an der NLIR ApS. In diesem Konzernabschluss ist dieses assoziierte Unternehmen, wie in den Konsolidierungsgrundsätzen (siehe Kapital 4) dargestellt, nach der Equity-Methode bilanziert. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen wurden im Kalenderjahr 2024 in Höhe von TEUR 349 (Vj. TEUR 58) berücksichtigt. Eine zusätzliche Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 1.250 führte zusätzlich zur Erhöhung des Beteiligungsansatzes.
In den sonstigen Beteiligungen wurde im Vorjahr eine geleistete Anzahlung für den Anteilskauf an der art photonics GmbH ausgewiesen, deren wirtschaftlicher Übergang in 2024 erfolgte.
8.5 Vorräte
Die Vorräte setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 12.789 | 10.136 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 2.765 | 5.258 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 15.075 | 11.878 |
| Geleistete Anzahlungen | 244 | 1.286 |
| Summe: | 30.873 | 28.558 |
8.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16.697 | 22.014 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen zum Stichtag den Buchwerten.
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Bruttowert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.030 | 22.281 |
| Kumulierte Wertberichtigung | 333 | 267 |
| Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16.697 | 22.014 |
Das Ausfallrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird von der entsprechenden Geschäftseinheit überwacht. Die Bonität des Kunden wird fortlaufend bewertet. Die einzelnen Kreditrahmen werden entsprechend dieser Bewertung festgelegt. Ausstehende Forderungen gegen Kunden und Vertragsvermögenswerte werden regelmäßig überwacht.
Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag anhand einer Wertberichtigungsmatrix zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste analysiert. In der Regel werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschrieben, wenn sie uneinbringlich sind. Das maximale Ausfallrisiko zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert.
Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei den Vertragsvermögenswerten als gering, da seine Kunden in verschiedenen Ländern ansässig sind, verschiedenen Branchen angehören und auf weitgehend unabhängigen Märkten tätig sind.
Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigung Rechnung getragen.
8.7 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Erstattungsansprüche aus Ertrag- und Umsatzsteuern | 1.991 | 3.206 |
| Forderungen aus Förderprojekten | 620 | 310 |
| Anzahlungen | 126 | 345 |
| Forderungen aus Erstattungen | 96 | 0 |
| Sonstige | 297 | 206 |
| Summe: | 3.130 | 4.067 |
Für die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte bestehen wie im Vorjahr keine Verfügungsbeschränkungen.
8.8 Sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Vermögenswerte
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Abgrenzung von Kostenauslagen | 950 | 525 |
Kostenauslagen betreffen im Wesentlichen Zahlungen aus in der Folgeperiode zu empfangenden Dienstleistungen.
8.9 Zahlungsmittel
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 16.309 | 21.864 |
Zur Veränderung des Zahlungsmittelbestands verweisen wir auf den Abschnitt „Angaben zur Kapitalflussrechnung“.
Die Nynomic AG hat einen Multibank-Rahmenkreditvertrag über bilaterale Kredite in Höhe von insgesamt TEUR 32.000 abgeschlossen, wovon bereits ein Volumen in Höhe von insgesamt TEUR 21.000, auch durch Tochtergesellschaften, in Anspruch genommen wurde. Zum 31. Dezember 2024 verfügte der Konzern über fest zugesagte, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von TEUR 13.028 (Vj. TEUR 13.161).
8.10 Eigenkapital
Die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital ist zum Stichtag in 6.568.820 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital à EUR 1,00 eingeteilt. Bei allen Aktien handelt es sich um Stammaktien mit je einem Stimmrecht.
Im Geschäftsjahr 2024 erfolgte aus dem Aktienoptionsprogramm eine Ausgabe von 12.500 neuen Aktien. Der Ausgabebetrag dieser sämtlichen neuen Aktien betrug insgesamt TEUR 206. Das Grundkapital stieg um TEUR 13 auf TEUR 6.569, die Differenz zum Gesamtausgabebetrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen von Mitgliedern des Vorstands, Arbeitnehmern der Gesellschaft sowie Mitgliedern des Vorstands/Geschäftsführern und Arbeitnehmern von verbundenen Unternehmen.
Genehmigtes Kapital/Bedingtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. Juli 2024 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 1. Juli 2029 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien um bis zu insgesamt TEUR 1.311 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2024/I). Das Genehmigte Kapital 2022/I wurde aufgehoben.
Das Grundkapital war durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2014 um bis zu TEUR 479 zur Gewährung von Bezugsrechten an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens erhöht worden (Bedingtes Kapital 2014/I).
Nach teilweiser Ausschöpfung in den Geschäftsjahren 2020, 2021 und 2022 von insgesamt TEUR 238 betrug das Bedingte Kapital 2014/I noch TEUR 241. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2023 wurde das Bedingte Kapital 2014/I um TEUR 118 auf TEUR 123 herabgesetzt.
Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2023 um bis zu TEUR 530, eingeteilt in bis zu 529.632 auf den Inhaber lautenden Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2023/I).
Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. Juli 2024 um bis zu TEUR 1.311, durch Ausgabe von bis zu 1.311.264 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2024/I).
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beinhaltet Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurden (Agio).
Konzernbilanzgewinn
Der Konzernbilanzgewinn resultiert aus dem Gewinnvortrag (TEUR 50.778) zzgl. des Konzernergebnisses nach Steuern (TEUR -270) und abzgl. Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter (TEUR 373).
8.11 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.503 | 4.774 |
| Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 | 10.980 | 12.918 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 28 | 37 |
| Summe: | 13.511 | 17.729 |
Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten Darlehen gegenüber Banken aufgrund der Finanzierung der Erwerbe von Anteilen an Gesellschaften. Diese werden im Wesentlichen besichert durch Schuldbeitritte sowie Gewährung von Garantien einzelner Tochtergesellschaften.
8.12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
In diesen kurzfristigen Posten sind enthalten:
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.069 | 8.338 |
8.13 Sonstige Rückstellungen
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Sonstige Rückstellungen | 3.061 | 2.728 |
Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus absatzbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.253 (Vj. TEUR 1.953), aus beschaffungsbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 64 (Vj. TEUR 13) und übrigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 744 (Vj. TEUR 844).
8.14 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
In diesen Posten sind enthalten:
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.205 | 6.996 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.209 | 2.603 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.444 | 4.520 |
| Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 | 3.026 | 2.639 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 2.935 | 1.858 |
| Summe: | 15.819 | 18.616 |
Die Verbindlichkeiten aus Steuern beinhalten die Verbindlichkeiten aus Lohn-, Kirchen- und Umsatzsteuern als auch aus Ertragsteuern.
9 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
9.1 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2023 um TEUR -15.570 bzw. -13% auf TEUR 102.415 reduziert.
Aufgliederung der Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Clean Tech | 68.657 | 76.391 |
| Life Science | 13.130 | 17.064 |
| Green Tech | 20.628 | 24.530 |
| Summe: | 102.415 | 117.985 |
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Absatzregionen wie folgt:
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Deutschland, Europa und übrige Länder | 61.594 | 67.661 |
| Amerika | 23.774 | 28.491 |
| Asien | 17.047 | 21.833 |
| Summe: | 102.415 | 117.985 |
9.2 Andere aktivierte Eigenleistungen
Die anderen aktivierten Eigenleistungen wurden mit den Selbstkosten bewertet und beinhalten im Wesentlichen die Personal- sowie die Materialeinzelkosten, die im Wesentlichen bei der Herstellung von selbsterstellter Software angefallen sind.
9.3 Materialaufwand
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für RHB und bezogene Waren | 35.679 | 42.320 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.136 | 3.398 |
| Summe: | 36.815 | 45.718 |
Die Reduzierung des Materialaufwandes ist auf die Umsatzentwicklung zurückzuführen.
9.4 Personalaufwand
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 35.285 | 33.654 |
| Soziale Abgaben | 6.662 | 5.847 |
| Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung | 732 | 707 |
| Summe: | 42.679 | 40.208 |
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 583 | 535 |
Der Anstieg der Personalkosten ergibt sich im Wesentlichen aus der Integration des neuen Tochterunternehmens art photonics GmbH sowie aus den allgemein marktüblichen Gehaltsanpassungen. In Verbindung mit der mittelfristigen Wachstumsperspektive wurde die Mitarbeiteranzahl in einzelnen Tochterunternehmen darüber hinaus gezielt erhöht.
9.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 13% reduziert. Die Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Marketing-/ Reisekosten | 3.436 | 3.979 |
| Kosten externer Dienstleister | 1.673 | 1.756 |
| Raumkosten | 1.247 | 1.096 |
| Beratungskosten | 983 | 1.235 |
| KFZ-Kosten | 816 | 622 |
| Vertriebskosten | 703 | 1.130 |
| Instandhaltung | 641 | 491 |
| Sonstige Aufwendungen | 4.486 | 5.844 |
| Summe: | 13.985 | 16.153 |
Die sonstigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen unternehmens-/organisationsbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.948, personalbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.218 und produkt-/absatzbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 321.
9.6 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 825 bzw. 68% auf TEUR 2.042 gestiegen. Der Posten setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Sonstige Zuschüsse/Corona-Zuschüsse | 477 | 301 |
| Erträge aus Sachbezügen | 182 | 273 |
| Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz | 172 | 109 |
| Versicherungsentschädigungen | 76 | 23 |
| Sonstige Erträge | 1.135 | 511 |
| Summe: | 2.042 | 1.217 |
9.7 Finanzerträge und Finanzaufwendungen
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 97 | 263 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -950 | -1.077 |
| Summe: | -853 | -814 |
9.8 Ertragsteuern
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 3.228 | 4.038 |
| Latente Steuern | -774 | -10 |
| Summe Ertragsteuern: | 2.454 | 4.028 |
Zum Bilanzstichtag verfügt der Konzern über folgende nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen:
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | 14.683 | 16.761 |
| Gewerbesteuer | 15.464 | 16.718 |
| Summe: | 30.147 | 33.479* |
* Die Verlustvorträge vom Vorjahr wurden nach finaler Berechnung in den Steuererklärungen angepasst.
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 6.184 | 14.560 |
| Periodenergebnis vor Steuern | 6.184 | 14.560 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | ||
| in Höhe von 30% (Vj. 30%) | 1.855 | 4.368 |
| Im Wesentlichen: | ||
| Sonstige steuerrechtliche Effekte | 599 | -340 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | ||
| (effektiver Steuersatz: 40%; Vj. 28%) | 2.454 | 4.028 |
| Ergebniswirksam ausgewiesener | ||
| Ertragsteueraufwand | 2.454 | 4.028 |
10 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst den Bilanzposten Zahlungsmittel, der sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von nicht mehr als drei Monaten zusammensetzt.
Die Konzernkapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel des Nynomic Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzernkapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.
Die Veränderungen der Bilanzposten, die für die Entwicklung der Konzernkapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt.
Betriebliche Tätigkeit
Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und -abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital, in den Rückstellungen und in den übrigen operativen Bilanzposten ergibt sich der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit.
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 7.797 (Vj. TEUR 3.166). Ursächlich für die Erhöhung zum Vorjahr war insbesondere der starke Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die niedrigeren Ertragsteuerzahlungen.
Investitionstätigkeit
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung und der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzanlagen, die nicht Bestandteil der Zahlungsmittel sind.
Des Weiteren wird von dem Wahlrecht gem. IAS 7.33 Gebrauch gemacht, die erhaltenen Zinsen als Teil des investiven Cashflows auszuweisen.
Im Berichtszeitraum betrug der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR -5.031. Dabei enthält der Cashflow aus Investitionstätigkeit Zahlungsvorgänge für Neu- und Ersatzinvestitionen und geleistete Anzahlungen für Anteile an einem assoziierten Unternehmen des Anlagevermögens.
Finanzierungstätigkeit
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern.
Gezahlte Zinsen werden entsprechend des Wahlrechtes nach IAS 7.33 als Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Im Berichtszeitraum betrug der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -8.522. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert neben der Eigenkapitalerhöhung im Wesentlichen aus Zahlungen für die Tilgung von Krediten und Leasingverbindlichkeiten.
11 Sonstige Angaben
11.1 Anteilsbasierte Vergütung
Originäres Aktienoptionsprogramm
Die Abbildung des originären Aktienoptionsprogrammes erfolgt auf Ebene der Anteilseigner und führt daher im Zeitpunkt der Gewährung nicht zum Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Auf der Ebene der Nynomic AG führt die Ausübung dieser Aktienoptionsprogramme lediglich zur Eigenkapitalstärkung und Erhöhung der liquiden Mittel.
In 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, bis Juni 2028, Bezugsrechte auf Aktien der Nynomic AG nach Maßgabe der Bedingungen laut dem Aktienoptionsplan 2023 auszugeben. Per Ende 2024 bestehen die Optionen unverändert, eine mögliche Ausgabe von Optionen wird jedes Berichtsjahr neu evaluiert. Für 2024 erfolgte keine Zielerreichung.
Entwicklung während des Geschäftsjahres
Nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Anzahl und die gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreise (GDAP) sowie die Entwicklung der Aktienoptionen während des Geschäftsjahres:
| 2024 Anzahl |
2024 GDAP in EUR |
||
|---|---|---|---|
| Zu Beginn der Berichtsperiode ausstehend | 87.500 | 20,94 | |
| In der Berichtsperiode gewährt | 0 | 0,00 | |
| In der Berichtsperiode ausgeübt | 12.500 | * | 16,46 |
| In der Berichtsperiode verfallen | 0 | 0,00 | |
| Zum Ende der Berichtsperiode ausstehend | 75.000 | 21,68 | |
| Zum Ende der Berichtsperiode ausübbar | 75.000 |
* Der gewichtete durchschnittliche Aktienkurs zum Zeitpunkt der Optionsausübung in 2024 betrug EUR 27,25.
Die gewichtete durchschnittliche Vertragsrestlaufzeit für die zum 31. Dezember 2024 ausstehenden Aktienoptionen beträgt ca. 1,5 Jahre. Die Ausübungspreise für zum Ende der Berichtsperiode ausstehende Optionen liegen bei EUR 6,60, EUR 14,45 und EUR 23,40.
Virtuelles Aktienoptionsprogramm
Der Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ausübungskurs und dem für die Option geltenden Basiskurs, max. begrenzt auf EUR 20 pro Aktie. Der sich daraus ergebene Wert wird anteilig über die Wartezeit von vier Jahren der Rückstellung (TEUR 935; Vj. TEUR 815) auf Ebene der Nynomic AG und auf Ebene des Nynomic Konzerns als sonstige Verbindlichkeit zugeführt. Die Ausgabe der Optionen erfolgt in jedem Kalenderjahr nach Feststellung der individuellen Zielerreichung auf den Optionsberechtigten.
11.2 Haftungsverhältnisse
Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.
11.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Wesentliche sonstige finanziellen Verpflichtungen außerhalb der nach IFRS 16 erfassten Sachverhalte bestehen nicht.
12 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem 31. Dezember 2024 gab es nicht.
13 Pflichtangaben und ergänzende Angaben nach HGB
13.1 Pflichtangaben nach § 315e HGB und § 264 Abs. 3 HGB
Der Konzernabschluss der Nynomic AG ist gemäß § 315e HGB mit befreiender Wirkung für einen Konzernabschluss nach HGB in Übereinstimmung mit den Richtlinien des IASB erstellt. Gleichzeitig stehen Konzernabschluss und Konzernlagebericht im Einklang mit der Richtlinie der Europäischen Union zur Konzernrechnungslegung (2013/34/EU). Um die Gleichwertigkeit mit einem nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss zu erreichen, werden alle Angaben und Erläuterungen veröffentlicht, die vom HGB gefordert werden und über die nach IFRS notwendigen Angabepflichten hinausgehen.
Durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Nynomic AG haben die tec5 AG und die LayTec AG als vollkonsolidierte verbundene deutsche Unternehmen von den Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Des Weiteren wird auch für die Avantes UK Ltd. von den lokalen Regelungen der Erleichterungen analog § 264 Abs. 3 HGB durch Einbeziehung in den Konzernabschluss Gebrauch gemacht.
13.2 Anzahl der Beschäftigten
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten teilt sich wie folgt auf:
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 471 | 439 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 104 | 92 |
| Studenten/Praktikanten | 4 | 1 |
| Auszubildende | 4 | 3 |
| Summe: | 583 | 535 |
13.3 Honorare des Abschlussprüfers
Die Honorare für die erhaltenen Dienstleistungen des Abschlussprüfers sowie der mit diesen verbundenen Unternehmen bzw. Netzwerkgesellschaften betragen:
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistung | 141 | 110 |
| Steuerberaterleistung | 58 | 51 |
| Betriebswirtschaftliche Beratung | 38 | 26 |
| Sonstige prüferische Leistungen | 69 | 36 |
| Summe: | 306 | 223 |
Die Honorare für die Abschlussprüfungsleistungen betreffen Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses der Nynomic AG sowie die vorgeschriebenen Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Mutter- und Tochterunternehmen.
13.4 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24
Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“ gelten Unternehmen bzw. Personen, die den Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie Unternehmen und Personen, die kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzen, die Finanz- und Geschäftspolitik des Managements der Nynomic AG maßgeblich zu steuern oder an der gemeinsamen Führung der Nynomic AG beteiligt sind. Beherrschung liegt hierbei dann vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Nynomic AG hält.
Als nahestehende Personen der Nynomic AG gelten ferner die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Im Berichtszeitraum gab es keine Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern beider Gremien bzw. wurden wie unter fremden Dritten im geringen Umfang abgewickelt.
Im Berichtsjahr wurden keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gewährt.
Als Mitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr 2024 folgende Personen bestellt:
- Herr Fabian Peters, Hamburg
- Herr Maik Müller, Kronberg im Taunus
Die Vorstandsmitglieder sind jeweils mit einem weiteren Vorstandsmitglied in Gemeinschaft zur Vertretung berechtigt.
Gesamtbezüge des Vorstands
Die Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.
Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2024 folgende Personen bestellt:
| Tätig als | |
|---|---|
| Herr Hans Wörmcke (Vorsitzender), Heist | Unternehmer |
| Herr Dr. Sven Claussen (stellv. Vorsitzender), Hamburg | Rechtsanwalt bei Weiland Rechtsanwälte |
| Herr Hartmut Harbeck, Wedel | Unternehmer |
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf TEUR 83 (Vj. TEUR 68).
14 Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2024 schließt die Nynomic AG als Mutterunternehmen mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 507 ab. Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
15 Erklärung des Vorstands
Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 und der Konzernlagebericht wurden am 28. März 2025 von den gesetzlichen Vertretern der Nynomic AG aufgestellt, die für die Vollständigkeit und Richtigkeit der darin enthaltenen Informationen verantwortlich sind. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden. Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht und weitere nach § 315e HGB erforderliche Erläuterungen ergänzt.
Wedel, den 28. März 2025
Fabian Peters, Vorstand der Nynomic AG
Maik Müller, Vorstand der Nynomic AG
Zusammensetzung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2024 in TEUR |
Zugänge in TEUR |
Umbuchungen in TEUR |
Abgänge in TEUR |
Stand 31.12.2024 in TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | |||||
| I. Geschäfts- oder Firmenwert | 45.857 | 2.610 | 0 | 0 | 48.467 |
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte und Werte | 386 | 26 | 0 | 0 | 412 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6.142 | 68 | 0 | 25 | 6.185 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 1.806 | 1.549 | 4 | 0 | 3.359 |
| 8.334 | 1.643 | 4 | 25 | 9.956 | |
| III. Sachanlagevermögen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.437 | 27 | 0 | 0 | 1.464 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.637 | 673 | 64 | 41 | 3.333 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.702 | 1.212 | 187 | 161 | 11.940 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 748 | 697 | -255 | 0 | 1.190 |
| 15.524 | 2.609 | -4 | 202 | 17.927 | |
| IV. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 | 25.763 | 1.588 | 0 | 123 | 27.228 |
| V. Beteiligungen | |||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 1.303 | 1.250 | 0 | 348 | 2.205 |
| 2. Sonstige Beteiligungen | 3.711 | 0 | 0 | 3.711 | 0 |
| 5.014 | 1.250 | 0 | 4.059 | 2.205 | |
| Summe Anlagevermögen | 100.492 | 9.700 | 0 | 4.409 | 105.783 |
| KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2024 in TEUR |
Zugänge in TEUR |
Umbuchungen in TEUR |
Abgänge in TEUR |
Zuschreibungen in TEUR |
Stand 31.12.2024 in TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||||||
| I. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.164 | 4.000 | 0 | 0 | 0 | 5.164 |
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte und Werte | 386 | 22 | 0 | 0 | 0 | 408 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.399 | 633 | 0 | 25 | 0 | 5.007 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4.785 | 655 | 0 | 25 | 0 | 5.415 | |
| III. Sachanlagevermögen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 165 | 40 | 0 | 0 | 0 | 205 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.297 | 293 | 0 | 110 | 0 | 2.480 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.828 | 1.051 | 0 | 68 | 0 | 8.811 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 10.290 | 1.384 | 0 | 178 | 0 | 11.496 | |
| IV. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 | 10.515 | 3.080 | 0 | 0 | 0 | 13.595 |
| V. Beteiligungen | ||||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Sonstige Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe Anlagevermögen | 26.754 | 9.119 | 0 | 203 | 0 | 35.670 |
| BUCHWERTE | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2024 in TEUR |
Stand 31.12.2023 in TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||
| I. Geschäfts- oder Firmenwert | 43.303 | 44.693 |
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte und Werte | 4 | 0 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.178 | 1.743 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 3.359 | 1.806 |
| 4.541 | 3.549 | |
| III. Sachanlagevermögen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.259 | 1.272 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 853 | 340 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.129 | 2.874 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.190 | 748 |
| 6.431 | 5.234 | |
| IV. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 | 13.633 | 15.248 |
| V. Beteiligungen | ||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 2.205 | 1.303 |
| 2. Sonstige Beteiligungen | 0 | 3.711 |
| 2.205 | 5.014 | |
| Summe Anlagevermögen | 70.113 | 73.738 |
| Wertminderung beim aufgegebenen Geschäftsbereich (siehe Anhang Nr. 6) |
Zusammensetzung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2023 in TEUR |
Zugänge in TEUR |
Umbuchungen in TEUR |
Abgänge in TEUR |
Stand 31.12.2023 in TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | |||||
| I. Geschäfts- oder Firmenwert | 45.857 | 0 | 0 | 0 | 45.857 |
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 386 | 0 | 0 | 0 | 386 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.893 | 527 | 400 | 678 | 6.142 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 524 | 1.682 | -400 | 0 | 1.806 |
| 6.803 | 2.209 | 0 | 678 | 8.334 | |
| III. Sachanlagevermögen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.412 | 25 | 0 | 0 | 1.437 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.539 | 112 | 0 | 14 | 2.637 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.597 | 1.524 | -226 | 2.193 | 10.702 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 56 | 692 | 226 | 226 | 748 |
| 15.604 | 2.353 | 0 | 2.433 | 15.524 | |
| IV. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 | 22.437 | 3.405 | 0 | 79 | 25.763 |
| V. Beteiligungen | |||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 1.361 | 0 | 58 | 1.303 |
| 2. Sonstige Beteiligungen | 0 | 3.711 | 0 | 0 | 3.711 |
| 0 | 5.072 | 0 | 58 | 5.014 | |
| Summe Anlagevermögen | 90.701 | 13.039 | 0 | 3.248 | 100.492 |
| KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2023 in TEUR |
Zugänge in TEUR |
Umbuchungen in TEUR |
Abgänge in TEUR |
Zuschreibungen in TEUR |
Stand 31.12.2023 in TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||||||
| I. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.164 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.164 |
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 371 | 15 | 0 | 0 | 0 | 386 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.226 | 850 | 0 | 677 | 0 | 4.399 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4.597 | 865 | 0 | 677 | 0 | 4.785 | |
| III. Sachanlagevermögen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 132 | 33 | 0 | 0 | 0 | 165 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.201 | 109 | 0 | 13 | 0 | 2.297 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.014 | 974 | 0 | 2.160 | 0 | 7.828 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 11.347 | 1.116 | 0 | 2.173 | 0 | 10.290 | |
| IV. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 | 7.713 | 2.802 | 0 | 0 | 0 | 10.515 |
| V. Beteiligungen | ||||||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Sonstige Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe Anlagevermögen | 24.821 | 4.783 | 0 | 2.850 | 0 | 26.754 |
| BUCHWERTE | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 in TEUR |
Stand 31.12.2022 in TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||
| I. Geschäfts- oder Firmenwert | 44.693 | 44.693 |
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 15 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.743 | 1.667 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 1.806 | 524 |
| 3.549 | 2.206 | |
| III. Sachanlagevermögen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.272 | 1.280 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 340 | 338 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.874 | 2.583 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 748 | 56 |
| 5.234 | 4.257 | |
| IV. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 | 15.248 | 14.724 |
| V. Beteiligungen | ||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 1.303 | 0 |
| 2. Sonstige Beteiligungen | 3.711 | 0 |
| 5.014 | 0 | |
| Summe Anlagevermögen | 73.738 | 65.880 |
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2024
| Erläuterungen im Anhang, Nr. | in TEUR 2024 | in TEUR 2023 | |
|---|---|---|---|
| 1. Konzernergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche | 3.730 | 10.531 | |
| 2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 5.119 | 4.783 | |
| 3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 319 | 82 | |
| 4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 148 | 209 | |
| 5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 4.146 | -9.946 | |
| 6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -8.836 | -1.978 | |
| 7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 25 | 369 | |
| 8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge | 854 | 814 | |
| 9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag | 3.228 | 4.028 | |
| 10. -/+ Ertragsteuerzahlungen | -936 | -5.726 | |
| 11. = Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 10. | 7.797 | 3.166 |
| 12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -1.580 | -6.362 | |
| 13. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -2.299 | -2.353 | |
| 14. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -1.250 | -5.072 | |
| 15. + Einzahlungen aus Zugängen zum Konsolidierungskreis | 1 | 0 | |
| 16. + Erhaltene Zinsen | 97 | 263 | |
| 17. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 10. | -5.031 | -13.524 |
| 18. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens | 206 | 18.979 | |
| 19. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten | 0 | 4.000 | |
| 20. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten | -4.347 | -11.410 | |
| 21. - Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit IFRS 16 | -3.024 | -2.604 | |
| 22. - Gezahlte Zinsen | -536 | -1.077 | |
| 23. - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter | -821 | -2.060 | |
| 24. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 10. | -8.522 | 5.828 |
| 25. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -5.756 | -4.530 | |
| 26. +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 200 | -209 | |
| 27. +/- Konsolidierungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 1 | 0 | |
| 28. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 21.864 | 26.603 | |
| 29. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 16.309 | 21.864 |
Zusammensetzung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2024 sowie im Vorjahr
| Mutterunternehmen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes | Kapitalrücklage | Erwirtschaftetes | Kumuliertes übriges Konzernergebnis | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kapital in TEUR |
in TEUR | Konzerneigenkapital in TEUR |
Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung in TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2023 | 5.931 | 22.098 | 41.878 | 1.130 |
| Kapitalerhöhung* | 625 | 0 | 0 | 0 |
| Einstellung in Rücklagen** | 0 | 18.354 | 0 | 0 |
| Anteilserwerbe von Minderheitsgesellschaftern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 0 | 0 | 9.305 | 0 |
| Übriges Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | -58 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 9.305 | -58 |
| Stand 31.12.2023 | 6.556 | 40.452 | 51.183 | 1.072 |
| Kapitalerhöhung* | 13 | 193 | 0 | 0 |
| Einstellung in Rücklagen** | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | -643 | 0 |
| Übriges Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | -664 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | -643 | -664 |
| Stand 31.12.2024 | 6.569 | 40.645 | 50.540 | 408 |
| Kumuliertes übriges Konzernergebnis | Eigenkapital | |
| --- | --- | --- |
| Andere neutrale Transaktionen in TEUR |
Mutterunternehmen in TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2023 | -404 | 70.633 |
| Kapitalerhöhung* | 0 | 625 |
| Einstellung in Rücklagen** | 0 | 18.354 |
| Anteilserwerbe von Minderheitsgesellschaftern | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 0 | 9.305 |
| Übriges Konzernergebnis | -1 | -59 |
| Konzerngesamtergebnis | -1 | 9.246 |
| Stand 31.12.2023 | -405 | 98.858 |
| Kapitalerhöhung* | 0 | 206 |
| Einstellung in Rücklagen** | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | -643 |
| Übriges Konzernergebnis | 0 | -664 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | -1.307 |
| Stand 31.12.2024 | -405 | 97.757 |
| Minderheitsgesellschafter | ||||
|---|---|---|---|---|
| Konzerneigenkapital | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Minderheitenkapital | Kumuliertes übriges Konzernergebnis | Eigenkapital Minderheitsgesellschafter | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung in TEUR |
in TEUR | in TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2023 | 5.989 | 405 | 6.394 | 77.027 |
| Kapitalerhöhung* | 0 | 0 | 0 | 625 |
| Einstellung in Rücklagen** | 0 | 0 | 0 | 18.354 |
| Anteilserwerbe von Minderheitsgesellschaftern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | -2.528 | 0 | -2.528 | -2.528 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 1.227 | 0 | 1.227 | 10.532 |
| Übriges Konzernergebnis | 0 | -17 | -17 | -76 |
| Konzerngesamtergebnis | 1.227 | -17 | 1.210 | 10.456 |
| Stand 31.12.2023 | 4.688 | 388 | 5.076 | 103.934 |
| Kapitalerhöhung* | 0 | 0 | 0 | 206 |
| Einstellung in Rücklagen** | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 707 | 0 | 707 | 707 |
| Gezahlte Dividenden | -821 | 0 | -821 | -821 |
| Konzernergebnis | 373 | 0 | 373 | -270 |
| Übriges Konzernergebnis | 0 | -115 | -115 | -779 |
| Konzerngesamtergebnis | 373 | -115 | 258 | -1.049 |
| Stand 31.12.2024 | 4.947 | 273 | 5.220 | 102.977 |
* davon aus der Gewährung von neuen Anteilen an Dritte TEUR 0 (Vj. TEUR 590) und aus der Ausübung von Aktienoptionsprogrammen gem. IFRS 2 TEUR 13 (Vj. TEUR 35).
** Einstellung in die Rücklagen ausschließlich aus Gewährung von neuen Anteilen aus der Ausübung von Aktienoptionen.
Vom zum Stichtag erwirtschafteten Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens
- stehen zur Ausschüttung an die Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung TEUR 37.624 (Vj. TEUR 37.117),
- unterliegen gesetzlichen Ausschüttungssperren TEUR 0 (Vj. TEUR 0),
- unterliegen gemäß Satzung einer Ausschüttungssperre TEUR 0 (Vj. TEUR 0).
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Nynomic AG, Wedel
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Konzernabschluss der Nynomic AG, Wedel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Informationen zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nynomic AG, Wedel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den vom International Accounting Standards Board herausgegebenen IFRS Accounting Standards (im Folgenden „IFRS Accounting Standards“), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024
und
- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
SONSTIGE INFORMATIONEN
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
- den Bericht des Aufsichtsrats
- die übrigen Teile des „Geschäftsberichts“
- aber nicht den Konzernabschluss, nicht den Konzernlagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 23. April 2025
**Clauß Paal & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Felix Hövelbernd, Wirtschaftsprüfer
Stefan Evers, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
2024 war ein sehr anspruchsvolles Jahr, in dem die Nynomic Gruppe ihren Wachstumstrend der letzten Jahre unter schwierigen globalen Rahmenbedingungen nicht wie gewohnt fortsetzen konnte.
Trotz dieser Herausforderungen ist Nynomic als photonischer Komplettanbieter mit einem breit diversifizierten Lösungsspektrum gut aufgestellt und verfügt mit seiner führenden Innovationskraft über eine starke Grundlage für weiteres profitables Wachstum.
Auch im Jahr 2024 führten Vorstand und Aufsichtsrat ihre bewährte und vertrauensvolle Zusammenarbeit fort. Dabei standen weiterhin die verantwortungsbewusste, qualifizierte und transparente Unternehmenssteuerung sowie die langfristige Wertsteigerung der Nynomic Gruppe im Mittelpunkt.
Der Aufsichtsrat hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand fortlaufend bei der Leitung des Unternehmens beraten und überwacht.
Überwachung und Beratung des Vorstands bei der Führung der Geschäfte
Der Vorstand ist seinen Informationspflichten jederzeit nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet.
Zusätzlich wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand der Gesellschaft bei allen wichtigen Entscheidungen, insbesondere im Hinblick auf die weitere Ertrags- und Wachstumsstrategie, detailliert über die Inhalte und deren Grundlagen informiert. Der Aufsichtsrat wurde kontinuierlich über den Fortschritt der Integration der jüngst erworbenen Tochtergesellschaften NLIR ApS, Photecture Inc. und art photonics GmbH in die Nynomic Gruppe unterrichtet. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Entwicklungen des Konzerns und der Einzelunternehmen in entsprechenden turnusmäßigen Berichten, gab Ausblicke auf das laufende Geschäftsjahr und ermöglichte Vergleiche mit vorangegangenen Perioden. Angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Herausforderungen im Geschäftsjahr 2024 wurden regelmäßig die Auswirkungen, Reaktionen und strategischen Implikationen für die Nynomic Gruppe analysiert und erörtert. Somit war der Aufsichtsrat stets mit aktuellen Informationen und Daten ausgestattet.
Neben dem wirtschaftlichen Erfolg fokussiert sich die Unternehmensgruppe auch auf die Bereiche Umwelt, soziale und gesellschaftliche Aspekte sowie eine verantwortungsvolle Unternehmensführung (Environment, Social, Governance). Daher fand ein intensiver Austausch über die Nachhaltigkeitsagenda der Nynomic Gruppe statt, um die Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategie weiter zu fördern und Entwicklungen bei wichtigen ESG-Themen voranzutreiben.
Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle legte der Vorstand zeitnah zur Beschlussfassung vor. Zu diesen hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben seine Entscheidungen zeitnah mitgeteilt.
Der Aufsichtsrat hat seine jeweilige Zustimmung jederzeit zeitnah herbeigeführt, zum Teil mit Beschlüssen im Umlaufverfahren, die nach Gesetz und Satzung der Nynomic AG zulässig sind.
Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat fortlaufend und angemessen über Risikopositionen im Konzern informiert. Operative und strategische Anpassungen wurden dabei jeweils vorgelegt und eingehend zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erörtert. In diesem Zusammenhang wurde auch über Cybersecurity-Strategien beraten.
Im Geschäftsjahr 2024 tagte der Aufsichtsrat insgesamt zweimal, und zwar am 7. Mai 2024 und am 11. Dezember 2024. Damit hat der Aufsichtsrat die aktienrechtlichen Vorgaben im Hinblick auf den Turnus von Aufsichtsratssitzungen eingehalten, da der Aufsichtsrat mit Beschluss vom 28. Juli 2016 einstimmig beschlossen hatte, nur mindestens eine Sitzung pro Kalenderhalbjahr abzuhalten. Auf die Bildung von Ausschüssen wurde auch im Geschäftsjahr 2024 verzichtet.
Prüfung und Billigung von Jahres- und Konzernabschluss nebst Jahres- und Konzernlagebericht sowie Prüfung durch den Abschluss- und Konzernabschlussprüfer
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nynomic AG für das Geschäftsjahr 2024, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, den vom Vorstand gemäß § 315e Absatz 3 HGB nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht des Nynomic Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung am 6. Mai 2025 erhalten und zur Kenntnis genommen.
Der von der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2024 gewählte Abschluss- und Konzernabschlussprüfer, die Clauß Paal & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Münster, hat den Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie den erstellten Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht geprüft und erklärt, dass die Rechnungslegungsvorschriften und -grundsätze vollumfänglich eingehalten wurden. Sie hat jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
In der Bilanzaufsichtsratssitzung am 6. Mai 2025 wurden sämtliche vorgenannten Unterlagen zusammen mit dem bei der Sitzung anwesenden Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Stefan Evers von der Clauß Paal & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Münster, in seiner Funktion als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer und in Anwesenheit des Vorstands eingehend erörtert. Herr Evers informierte in der Sitzung über den Verlauf und die Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Hinweise von Herrn Evers wurden mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat eingehend diskutiert. Vorstand und Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat sämtliche Fragen vollumfänglich beantwortet. Darüber hinaus erklärte der Abschlussprüfer, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess bestehen.
Die eigene, vom Aufsichtsrat vorgenommene, eingehende Überprüfung des von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Clauß Paal & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Münster, geprüften und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2024 ergab keine Einwände. Den Ergebnissen des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zugestimmt.
Auch die eigene, vom Aufsichtsrat vorgenommene, eingehende Überprüfung des von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Clauß Paal & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Münster, geprüften und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2024 ergab ebenfalls keine Einwände. Den Ergebnissen des Konzernabschlussprüfers hat der Aufsichtsrat auch hier zugestimmt.
Inhaltlich stimmen die vom Vorstand im Lagebericht und Konzernlagebericht getroffenen Einschätzungen mit den unterjährigen Berichten an den Aufsichtsrat überein. Auf Basis einer eigenen Beurteilung der Lage der Nynomic AG bzw. des Konzerns und einer eigenen Prognose für die zukünftige Entwicklung kommt der Aufsichtsrat zu den gleichen Einschätzungen wie der Vorstand. Aus Sicht des Aufsichtsrats zeichnen der Lagebericht und Konzernlagebericht ein realistisches Bild der Lage der Nynomic AG bzw. des Konzerns und deren Perspektiven.
Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Nynomic AG für das Geschäftsjahr 2024, des Vorschlags des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen diese erhoben.
Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024 in seiner Bilanzaufsichtsratssitzung vom 6. Mai 2025 gebilligt. Der Jahresabschluss der Nynomic AG für das Geschäftsjahr 2024 ist damit festgestellt.
Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand
Im Aufsichtsrat und Vorstand hat es im Geschäftsjahr 2024 keine personellen Veränderungen gegeben.
Der Aufsichtsrat spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Nynomic Konzerns seinen herzlichen Dank für ihren engagierten Einsatz und ihren Beitrag im vergangenen Geschäftsjahr aus. Ebenso danken wir unseren Aktionärinnen und Aktionären für das fortwährende Interesse.
Wedel, im Mai 2025
Für den Aufsichtsrat
Hans Wörmcke, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Sonstiger Berichtsteil
Der Konzernabschluss ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 6. Mai 2025 gebilligt worden.