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Annual Report Jan 19, 2003

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2002/2003 1. 4. 2002 – 31. 3. 2003

Geschäftsbericht 2002/2003 1. 4. 2002 – 31. 3. 2003

Inhalt

Vorwort des Verwaltungsratspräsidenten 4 Rolf Wägli Faktor Mensch – 6 eine Frage der Wirtschaftsethik? Corporate Governance – 8 –13 Transparenz als Standard 14 – 17 Anlagepolitik 18 – 25 Die Portfolio-Gesellschaften 26 – 39 Finanzen: Konsolidierte Jahresrechnung 40 – 47 Finanzen: Jahresrechnung New Value AG 48 Impressum

Vorwort

Bedürfnisse befriedigen

Zur Zeit der Lancierung der New Value AG sprachen wir von der Erkenntnis, dass die intelligente Kombination von Ethik und Gewinn eine zukunftsträchtige Basis für wirtschaftlichen Erfolg bildet. Bald schon zeichnete sich ab, dass ethische Ansprüche an Investitionen zu einem Trend wurden und die New Value AG als ethisch orientierte Beteiligungsgesellschaft zu einem Mitbegründer dieses Trends wurde.

Die Befürchtungen, dass es sich lediglich um eine modische Zeiterscheinung handeln könnte, wurden zerschlagen. Im Gegenteil, die positive Zuordnung von Ethik bei Anlageentscheidungen hat enorm an Bedeutung zugenommen.

Heute müssen Investitionen einer kritischen Begutachtung durch die Anlegergemeinde standhalten. Einer Begutachtung, welche auf den berechtigten Ansprüchen aller Stakeholder beruht.

Mit anderen Worten heisst dies, dass Investitionen Bedürfnisse befriedigen müssen. Bedürfnisse nach Transparenz, Bedürfnisse nach individuellem Gewinnstreben, Bedürfnisse nach nachhaltigem Wirtschaften, Bedürfnisse nach sinnvollen Produkten und Dienstleistungen, Bedürfnisse nach ethischem Verhalten der verantwortlichen Manager, Bedürfnisse nach volkswirtschaftlich sinnvollen Investitionen usw.

New Value AG hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Die enge, zielgerichtete Begleitung unserer Beteiligungen durch das Team des Investment Advisers EPS Value Plus AG und die hohen Anforderungen an das Management und die Produkte im einzelnen und an die Unternehmen insgesamt, garantieren das Erreichen dieses Zieles.

Unternehmensbeteiligungen – eine eigene Anlagekategorie

Die geringe Korrelation von nicht börsenkotierten Unternehmensbeteiligungen mit traditionellen Anlagen in kotierte Aktien von Grossunternehmen und das überdurchschnittlich hohe Renditepotential haben dazu

Rolf Wägli

geführt, dass immer mehr private und institutionelle Investoren Teile ihrer Vermögen in Private Equity anlegen.

Erlaubt sei mir hier die Aussage, dass es falsch ist, die Unternehmensbeteiligungen den Alternativanlagen oder gar den Hedgefund-Anlagen zuzuordnen. Bei Unternehmensbeteiligungen handelt es sich immer um Aktienkapital oder diesem nahestehende Investitionen. Private Equity Anlagen sind demzufolge der Anlagekategorie «Aktien» zuzuordnen. Je nach Langfristigkeit der Gesamtanlagen und dem allgemeinen Liquiditätsbedarf, kann der Anteil von nichtkotierten Unternehmensbeteiligungen an einem Gesamtportfeuille zwischen wenigen Prozenten und einem gewichtigen Teil variieren.

Private Equity Anlagen, welche den obenerwähnten Bedürfnissen der Anlegerschaft gerecht werden, tragen einerseits zu einer Risikominderung der Gesamtanlage bei und erhöhen andererseits die langfristigen Erfolgschancen.

Dank

Im Namen des gesamten Verwaltungsrates möchte ich dem Team des verantwortlichen Investment Advisers EPS Value Plus AG, Zürich, für seinen pflichtbewussten und unermüdlichen Einsatz zum Wohle und im Interesse der Anleger, als auch der Portfoliogesellschaften, danken. EPS Value Plus ist, noch mehr als ihre Vorgängergesellschaft EPS Finanz AG, klar fokussiert auf die Vermögensverwaltung von ethisch verankerten, nicht börsenkotierten Unternehmensbeteiligungen. Unser Dank gehört natürlich auch all unseren Aktionären, für das in uns gesetzte Vertrauen. Dieses Vertrauen ist gleichzeitig auch unser grösster Ansporn, täglich mit unserer Arbeit unseren Beitrag zum Erreichen der gesetzten wirtschaftlichen und öko-ethischen Ziele zu leisten.

Herzlichst,

Rolf Wägli Präsident des Verwaltungsrates

value Faktor Mensch – eine Frage der Wirtschaftsethik?

Der viel zitierte Zukunftsforscher Matthias Horx, sagt in seinem jüngst erschienenen Weltwoche-Artikel «Die entzauberte Zukunft», ein Zeitalter voraus, welches «normaler, menschlicher und deshalb gefährlicher» sein werde. Die NZZ schreibt in ihrer Ausgabe vom 24./ 25. Mai 2003 über die Gegenwart: «Das wirtschaftliche Umfeld ist so garstig wie lange nicht mehr. Kaum jemand kann sich, wenn er ehrlich ist, für schlechte Leistungen oder Misserfolg – selbst unter Berücksichtigung unterschiedlichster Sensibilität und Elastizität der Märkte – nur auf die Konjunktur berufen. Bestätigt hat sich die Erkenntnis, dass meist das Zusammentreffen einer Kumulation vergangener Fehler mit einer akuten Krise die Ursache ist, die Unternehmen ins Verderben stürzt.»

Die Wirtschaftskrise bewirkt nicht nur eine Sinnkrise der Wirtschaft, sondern führt auch zu einer Sinnkrise der Menschen. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise belasten gleichzeitig das ökonomische Marktumfeld als auch das soziale Umfeld einer Firma. Eine Wirtschaftskrise und die dadurch verursachte Schieflage des Arbeitgebers belasten Mitarbeiter doppelt. Einerseits sind sie dem Stress innerhalb der gefährdeten Firma ausgesetzt, andererseits müssen sie als Bürger und Familienangehörige die Unsicherheiten und Ängste der gesellschaftlich-sozialen Umgebung verkraften. Die mentale Belastung ist umso grösser, je weniger sie den Betroffenen klar ist oder ihnen zuverlässig erklärt werden kann.

Wirtschaftsethik und moderne Organisationsentwicklung

Die Wirtschaftsethik bietet mit dem Konzept der Corporate Social Responsibility Führungskräften normative Ansätze, den Faktor Mensch sozialer und gerechter zu behandeln. Ansätze dieser Art sind zunächst wertneutral, das heisst, sie brauchen keinen negativen Einfluss auf Bilanzen darzustellen. Geschickt eingesetzt belohnen sie Firmen für ihr ethisch-soziales Verhalten. Unternehmen, die diesen Ansatz beherzigen, verbessern ihre zukünftige Kon-

Dr. Alfred Stingelin

kurrenzfähigkeit. Möglich ist dies nur durch eine eigenständige ethische Überzeugung, die vom Management als auch von Mitarbeitern geteilt und getragen wird. Voraussetzung für kollektives Mittragen und Mitwirken ist die Umsetzung ethischer Normen in der Unternehmensethik. Sie soll die kollektive Verantwortung (nicht nur kollektives Verhalten) aller im Unternehmen beteiligten Menschen (Manager, Mitarbeiter, Stakeholder) ansprechen.

Das Konzept der Corporate Social Responsibility spricht die kollektive Verantwortung in der Firma an. Der Arbeitnehmer wird die individuelle Verantwortung (das Bürgerverhalten in der Firma) nicht selbständig und spontan entwickeln wollen, solange das Management nicht die Grundsätze und Spielregeln der eingangs erwähnten Social Responsibility zu definieren, einzuführen und einzuhalten vermag. Veränderungen der kollektiven und individuellen Grundhaltung müssen in erster Linie vom Management gelebt werden. Die Aktivierung der individuellen Verantwortung setzt eine Manager-Ethik und Klarheit darüber voraus, wie Gegenwart und Zukunft der Firma aussehen soll.

Modernes Management führt weg von der Arbeitsteilung, hin zur dialogorientierten Führungsstruktur. Dies nicht aus humanitären Gründen, sondern aus Gründen der (ökonomischen) Effizienz. In Zukunft sind herkömmliche, extrinsische und Anreiz-orientierte Führungssysteme durch intrinsische, auf Einsicht und Motivation beruhende Systeme zu ersetzen. Ethik setzt eine Vertrauenskultur voraus, die bisherige Verkündungsstrategien durch Lernstrategien ersetzen soll. Diese beruhen auf «Zustimmung im Diskurs» (fair play) und gleichzeitig autonome Selbstverpflichtung der Beteiligten (play the game).

Die Ansprüche von New Value an die Unternehmen, in die sie investiert, sind sehr hoch. Der «wahre Wert» eines Unternehmens besteht zu einem bedeutenden Teil aus den sozialen Fähigkeiten seiner Führungskräfte und Mitarbeiter.

Dr. Alfred Stingelin

Corporate Governance -Transparenz als Standard

Einleitung

Für die New Value AG sind Transparenz und Offenheit wichtige Bestandteile ihrer Unternehmenskultur. Sie hat sich deshalb entschieden, auf freiwilliger Basis die Richtlinien betreffend Informationen zur Corporate Governance der SWX Swiss Exchange umzusetzen, die an sich lediglich für, an der SWX börsenkotierte Unternehmen vorgeschrieben ist. Die Corporate Governance Richtlinien sollen Emittenten dazu anhalten, den Investoren bestimmte Schlüsselinformationen in geeigneter Form zugänglich zu machen.

1. Die New Value Gruppe

New Value AG, Zürich

Die New Value AG wurde am 23. Mai 2000 als Holding-Gesellschaft nach Schweizerischem Recht mit Sitz in Zürich gegründet. Als Beteiligungsgesellschaft bietet sie institutionellen und privaten Anlegern Zugang zu einem Portfolio von Private-Equity-Beteiligungen an Wachstumsunternehmen mit ethisch-innovativer Grundhaltung, die für ihre verschiedenen Anspruchsgruppen Werte generieren. New Value AG investiert vor allem in der Schweiz sowie Deutschland und Österreich.

Basierend auf einem professionellen Auswahlverfahren, investiert New Value in innovative, zukunftsorientierte Wachstumsunternehmen. Diese sind in attraktiven Branchen tätig und weisen ein hervorragendes ökonomisches Erfolgspotenzial auf. Die Portfolio-Unternehmen entwickeln und vertreiben innovative Produkte und haben den Marktdurchbruch erreicht oder stehen unmittelbar vor grossen Markterfolgen. Sie werden optimal begleitet und überwacht. Ihre geographische Nähe begünstigt die aktive Begleitung.

New Value kombiniert finanziellen Mehrwert mit ethischem Surplus, indem sie nur in Unternehmen investiert, die gegenüber Kunden, Gesellschaft, Umwelt, Mitarbeiterschaft, Lieferanten und Investoren ihre ethische Verantwortung – orientiert an grundlegenden Werten und Normen – vorbildlich wahrnehmen. Die wichtigsten Kriterien sind Sinnstiftung, soziale Verträglichkeit, Menschenwürde und ökologische Nachhaltigkeit.

New Value (Overseas) Ltd., Cayman Islands

Über die 100%ige Tochtergesellschaft New Value (Overseas) Ltd., Cayman Islands, wurden in den vergangenen knapp drei Jahren der grösste Teil der Investitionen abgewickelt und gehalten. Mit Stichtag 31. März 2003 wurden sämtliche von der New Value (Overseas) Ltd. gehaltenen Positionen durch die New Value AG zum Marktwert übernommen. Die Tochtergesellschaft ist stillgelegt und wird im Verlaufe des Jahres 2003 aufgelöst. Die New Value AG verspricht sich durch diesen Schritt eine Senkung der Verwaltungskosten sowie eine Vereinfachung des Investitionsprozesses.

Der Verwaltungsrat der Gesellschaft:

Der Verwaltungsrat der New Value AG besteht aus maximal sechs Mitgliedern. Diese werden in der Regel von der Generalversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Jährlich finden mindestens vier Sitzungen statt. Der Verwaltungsrat setzt sich per 31. März 2003 aus den folgenden sechs Mitgliedern zusammen:

Rolf Wägli, Präsident und Delegierter

Geb. 6. 9.1951, Nationalität: Schweiz, im Verwaltungsrat seit der Gründung

Rolf Wägli ist Präsident des Verwaltungsrates der EPS Value Plus AG und der R. Wägli & Cie AG Vermögensverwaltungen, beide in Zürich. Er hält Verwaltungsrats- bzw. Aufsichtsratsmandate in Schweizerischen und Deutschen Jungunternehmen. Rolf Wägli erlangte 1976 das Schweizerische Bankfachmann-Diplom. Er verfügt über ein fundiertes Wissen und eine breite Erfahrung im weltweiten Investment- und Private-Banking. Er war für Schweizer und ausländische Banken in der Schweiz und in England tätig. Von 1979 bis zur Gründung seiner eigenen Unternehmung anfangs der Neunziger Jahre war er mit geschäftsleitenden Positionen in diesen Finanzhäusern betraut.

Paul Santner, Vizepräsident

Geb. 2. 5.1950, Nationalität: Österreich, im Verwaltungsrat seit der Gründung

Paul Santner eignete sich bei seiner 23-jährigen Tätigkeit bei der Digital Equipment Corporation eine sehr breite und internationale Managementerfahrung an. Als Vizepräsident (Europe) war er gesamtverantwortlich für die Aktivitäten der Ländergruppe Deutschland, Österreich sowie Zentral- und Osteuropa. Seit 1999 ist Paul Santner als professioneller Verwaltungsrat in Unternehmen diverser Branchen engagiert. In weiteren Mandaten, ehemals als Präsident der Gruppe «Ingenieure für die Schweiz von morgen» sowie als Mitglied des Beirates der GSBA Zürich (Graduate School of Business Administration), nimmt Paul Santner öffentliche Aufgaben war.

Eugen Bartholdi

Geb. 9.5.1955, Nationalität: Schweiz, im Verwaltungsrat seit der Gründung

Eugen Bartholdi ist Inhaber der EcoTrust AG Management Partners, St. Gallen, welche nebst Unternehmensberatung und -planung für KMU hauptsächlich Vermögensverwaltung für Private anbietet. Nach einer kaufmännischen Bankausbildung war er bei in- und ausländischen Banken im Bereich Auditing, Finanzanalyse- und Portfoliomanagement tätig. Nebst verschiedenen Weiterbildungen im Treuhandbereich sowie Umwelt- und Credit Risk Management hat er das eidg. Diplom als Bankfachmann erlangt. Die umfassenden Kenntnisse im Treuhandbereich sowie des Anlage- und Finanzierungsbereiches im Bankwesen setzt er seit 1987 als selbständiger Unternehmer und Berater um.

Jan Larsson

Geb. 4.12.1949, Nationalitäten: Schweden und Schweiz, im Verwaltungsrat seit der Gründung

Jan Larsson schloss 1973 sein Examen an der zahnärztlichen Universität in Göteborg (Schweden) ab. Parallel dazu studierte er Nationalökonomie, Volkswirtschaft, Verwaltungs- und Organisationslehre. 1976 gründete er die Dentina Dental Vertriebsgesellschaft in Konstanz (Europas grösster Dentalfachversandhändler) welche er 1990 an Henry Schein, USA verkaufte. 1990 startete Jan Larsson den Aufbau des HTC Tägerwilen Bodensee. Das High-Tech-Center ist heute der zweitgrösste Technologiepark der Schweiz. Seit dem Beginn sind 86 Mieter im HTC betreut worden. Jan Larsson begleitet und unterstützt Jungunternehmen vor allem im Technologiebereich. Durch diese Arbeit hält er verschiedene Verwaltungsratsmandate. Er ist seit dem Jahr 2000 Präsident der SwissParks.ch (Club der Schweizer Technologieparks und Gründercenter) und arbeitet eng mit den Bundesstellen BBT, Seco und Osec zusammen.

Prof. Dr. Ueli Maurer

Geb. 26.5.1960, Nationalität: Schweiz, im Verwaltungsrat seit der Gründung

Ueli Maurer ist seit 1991 Professor für Informatik an der ETH Zürich und leitet die Forschungsgruppe für Informationssicherheit und Kryptographie. Zuvor war er Research Associate an der Princeton University, USA. Ueli Maurer arbeitet eng mit der Wirtschaft zusammen. Er ist Verwaltungsrat der Tamedia AG und der Start-up Firma Seclutions.

Dr. Alfred Stingelin

Geb. 10.8.1946, Nationalität: Schweiz, im Verwaltungsrat seit der Gründung

Alfred Stingelin ist Inhaber der proa ag Basel. Er ist Mitglied verschiedener Verwaltungsräte im Finanzbereich und in der Industrie, u.a. der Micro Value AG. Die Mandate im Industriebereich sind häufig mit operativer Managementverantwortung verbunden. Alfred Stingelin absolvierte eine Ausbildung als Ingenieur ETH, promovierte mit einem juristischen Thema und hatte während Jahren einen Lehrauftrag an der ETH. Er wechselte später in den Bankbereich und erhielt eine breite Ausbildung im Banking, zuletzt im Corporate Finance und M&A-Bereich. Für die UBS weilte er mehrere Jahre in Asien und Australien. Seit 1993 ist Alfred Stingelin selbständiger Unternehmer mit Schwergewicht in der Begleitung von M&A und Management Projekten in- und ausländischer KMU.

Der Anlageausschuss des Verwaltungsrates

Der Anlageausschuss, welcher als Gremium über die Investitionen der New Value berät und entscheidet, setzt sich aus drei Mitgliedern des Verwaltungsrates zusammen. Per 31. März 2003 sind dies Jan Larsson, Paul Santner und Dr. Alfred Stingelin. Beraten wird der Ausschuss von der EPS Value Plus AG Zürich, dem Investment Adviser der New Value. Die Sitzungen des Anlageausschusses finden alle sechs bis acht Wochen statt.

Geschäftsleitung

Der Verwaltungsrat hat die Geschäftsführung an den Delegierten Rolf Wägli übertragen. Der Delegierte ist insbesondere für die administrative Führung der Gesellschaft sowie die Abwicklung von Kapitaltransaktionen (Kapitalerhöhungen etc.) verantwortlich. Für die Ausübung dieser Tätigkeit steht dem Delegierten ein Mitarbeiter sowie die Ressourcen des Investment Advisers EPS Value Plus AG zur Verfügung.

Der Investment Adviser/Management Verträge

Die EPS Value Plus AG agiert als Investment Adviser der New Value AG. Zwischen den Parteien besteht eine vertragliche Vereinbarung über die Zusammenarbeit. Dieser Vertrag definiert u.a. die zu erbringenden Dienstleistungen und die Entschädigung des Investment Advisers. Der Vertrag kann von beiden Parteien unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten jeweils auf das Ende eines Kalenderjahres gekündigt werden.

Geschäfte mit Nahestehenden/Organmitgliedern

Jan Larsson ist bei der Innoplana Umwelttechnik AG als Vertreter der Alt-Aktionäre Mitglied des Verwaltungsrats. Paul Santner ist bei der Idiag AG und der TheraSTrat AG Mitglied des Verwaltungsrats. Dr. Alfred Stingelin ist bei der Mycosym AG als Mitglied der Geschäftsleitung tätig.

Rolf Wägli ist bei der Bogar AG, der Light Vision Group

AG und der Swiss Sustainable Systems AG Mitglied des Verwaltungsrats, sowie Verwaltungsratspräsident des Investment Advisers EPS Value Plus AG. Für die Ausübung dieser Mandate werden die Organmitglieder von den jeweiligen Unternehmen entlöhnt.

2. Die Aktie New Value AG

Kapitalstruktur

Das Aktienkapital der Gesellschaft beträgt CHF 12'000'000, eingeteilt in 1'200'000 Namenaktien à CHF 10 Nominal. Die Namenaktien (Valor 1'081'986; ISIN CH0010819867, Symbol: NEWN) sind voll einbezahlt. Es besteht der aufgehobene Titeldruck. Das Kapital der Gesellschaft hat sich wie folgt entwickelt:

Stichtag Aktienkapital Eigene Aktien Kapitalreserven Neubewertungs-
reserven
Verlustvortrag Jahreserfolg Total Eigenkapital
31.3.01 5'200'000 – 342'578 4'673'842 747'830 0 – 521'291 CHF 9'757'803
31.3.02 10'250'000 – 1'782'944 8'740'262 2'968'199 – 521'291 – 1'569'508 CHF 18'084'719
31.3.03 12'000'000 – 635'573 10'190'977 2'974'872 – 2'090'799 – 1'122'332 CHF 21'317'145

Genehmigtes Kapital

Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, das Aktienkapital der Gesellschaft bis zum 5. September 2003 um nominal höchstens CHF 3'250'000 zu erhöhen durch die Ausgabe von 325'000 Namenaktien à CHF 10 nominal. Nach dem Bilanzstichtag, am 30. April 2003, wurde das Kapital um nominal CHF 3'160'000 erhöht. Somit verbleiben 9'000 Namenaktien à CHF 10 respektive CHF 90'000 genehmigtes Kapital für eine weitere Kapitalerhöhung.

Bedingtes Kapital für Mitarbeiterbeteiligung

Das Aktienkapital der Gesellschaft kann im Maximalbetrag von CHF 750'000 erhöht werden, durch die Ausgabe von höchstens 75'000 vollständig zu liberierenden Namenaktien à Nominal CHF 10, infolge Ausübung von Options- oder Bezugsrechten, welche Mitarbeitern, einschliesslich Mitgliedern des Verwaltungsrates der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften eingeräumt werden.

Beschränkung der Übertragbarkeit

Der Verwaltungsrat kann die Übertragung von Aktien verweigern, soweit die Anzahl der vom Erwerber gehaltenen Namenaktien 5% der Gesamtzahl übersteigt oder wenn der Erwerber trotz Verlangen der Gesellschaft nicht ausdrücklich erklärt, dass er die Aktien im eigenen Namen und in eigenem Interesse erworben hat und halten wird.

Aktionariat/Eintragung im Aktienbuch und Stimmrecht

Das Aktienbuch der New Value AG wird von der SAG SIS Aktienregister AG Olten geführt. Das Stimmrecht kann ausüben, wer im Aktienregister als Aktionär eingetragen ist. Aktionäre die ihre Aktien über Nominee-Eintragungen halten, haben kein Stimmrecht.

Das Aktionariat der New Value AG zählt rund 80 eingetragene Aktionäre. Die Gesellschaft hat keine dominierenden Aktionäre oder Aktionärsgruppen. Bei den Anlegern handelt es sich um institutionelle und private Anleger, wobei ein Aktionär 8.3% und ein Aktionär 17.5% des gesamten Aktienkapitals hält (Siehe auch «Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung», Seite 31). Zur Generalversammlung werden sämtliche am Datum der Einladung (spätestens 20 Tage vor der Generalversammlung) eingetragenen Aktionäre eingeladen.

In Ausnahmefällen kann auch Aktionären, welche kurzfristig ihre Aktien erworben haben Zulass zur Generalversammlung gewährt werden.

Generalversammlung

Die Generalversammlung wird durch briefliche Einladung an die Aktionäre mindestens 20 Tage vor dem Versammlungstag einberufen. In der Einberufung sind neben Tag, Zeit und Ort der Versammlung die Verhandlungsgegenstände sowie die Anträge des Verwaltungsrates und der Aktionäre bekanntzugeben, welche die Durchführung einer Generalversammlung oder die Traktandierung eines Verhandlungsgegenstandes verlangt haben. Über Gegenstände die nicht in dieser Art und Weise angekündigt worden sind, können unter Vorbehalt der Bestimmung über die Universalversammlung keine Beschlüsse gefasst werden, ausser über einen Antrag einer ausserordentlichen Generalversammlung oder auf Durchführung einer Sonderprüfung.

Die diesjährige Generalversammlung findet am 27. August 2003 in Zürich statt, die Einladung wird spätestens am 7. August 2003 verschickt werden.

Statutarische Quoren

Ein Beschluss der Generalversammlung, der mindestens zwei Drittel der vertretenen Aktienstimmen und die absolute Mehrheit der vertretenen Aktiennennwerte auf sich vereinigt, ist erforderlich für:

  • ø die in Art. 704 Abs.1 OR genannten Fälle;
  • ø die Erleichterung oder Aufhebung der Beschränkung der Übertragbarkeit der Namenaktien;
  • ø die Umwandlung von Namenaktien in Inhaberaktien;
  • ø die Auflösung der Gesellschaft mit Liquidation;
  • ø die Abberufung des Verwaltungsrates gemäss Art. 705 Abs.1 OR;
  • ø die Änderung von Art. 13 der Statuten betreffend Wahl und Amtszeit des Verwaltungsrates;
  • ø die Beseitigung von statutarischen Erschwerungen über die Beschlussfassung in der Generalversammlung, insbesondere solche des Artikels 12.

Börsennotierung

Die Aktien der New Value AG sind seit dem 28. August 2000 an der Berne eXchange (vormals Telefonbörse Bern) notiert. Der Börsenschlusskurs per 31. März 2003 betrug CHF 18.90.

Depotstelle/Bankverbindung

Die Credit Suisse Zürich ist die Depotstelle der New Value AG, über die auch alle weiteren Bankgeschäfte sowie die Kapitalerhöhung im August 2002 abgewickelt wurden.

3. Entschädigung und Aktienbesitz der Organmitglieder

Entschädigung des Verwaltungsrates

Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhalten für ihre Tätigkeit eine fixe jährliche Entschädigung. Der Präsident erhält CHF 20'000, der Vizepräsident CHF 17'500 und die weiteren Mitglieder CHF 15'000. Zusätzlich besteht ein Optionsmodell, dabei werden Optionen mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einer Sperrfrist von 4 Jahren ausgegeben. Die pro Jahr für den Verwaltungsrat maximal ausgegebene Anzahl Optionen darf maximal 1% des Aktienkapitals entsprechen. Die Details zum Optionsmodell sind im «Anhang zum konsolidierten Jahresabschluss» auf Seite 33 unter Punkt 14 «Beteiligungsplan» ersichtlich.

Entschädigung des Anlageausschuss

Die Mitglieder des Anlageausschusses erhalten für ihre Tätigkeit keine fixe Entschädigung, sondern werden nach Aufwand bzw. pro Sitzung mit einem Ansatz von CHF 200 pro Stunde entlöhnt. Die drei Mitglieder des Anlageausschusses erhielten in der Berichtsperiode eine Entschädigung von gesamthaft CHF 34'500.

Entschädigung des Investment Advisers

Dem Investment Advisory Agreement entsprechend zahlt die New Value AG dem Investment Adviser EPS Value Plus AG Zürich vierteljährlich ein Anlageberatungshonorar. Dieses beläuft sich pro Quartal auf 0,5% des geprüften konsolidierten gesamten NAV der Gesellschaft zu Beginn des Geschäftsjahres und ist quartalsweise im voraus bezahlbar.

Am Ende jedes Geschäftsjahres zahlt die New Value AG dem Adviser eine gestaffelte Erfolgsbeteiligung, die auf der Aktienkurssteigerung an der Hauptbörse beruht und zwar nach dem folgenden Schlüssel:

≥ 10% p.a. Wertzuwachs: 10% Erfolgsbeteiligung ≥ 15% p.a. Wertzuwachs: 20% Erfolgsbeteiligung.

In der Berichtsperiode wurde dem Adviser keine Erfolgsbeteiligung vergütet.

Aktienbesitz der Organmitglieder

Per 31. März 2003 sind die Mitglieder des Verwaltungsrats und nahestehende Personen im Besitz von gesamthaft 21'000 Aktien der New Value AG, dies entspricht einem Anteil von 1.75% vom Aktienkapital. Der Verwaltungsrat ist im Besitz von 22'250 Optionen aus dem Beteiligungsplan der New Value AG.

4. Revisionsstelle

Die Generalversammlung wählt für jedes Jahr die Revisionsstelle. Die KPMG Fides Peat Bern amtiert seit der Gründung als Konzernprüfer und Revisionsstelle der Gesellschaft. Als Revisionsleiter agiert Herr Reto Heini, ebenfalls seit der Gründung der New Value AG.

Für die Prüfung des Einzelabschlusses der Gesellschaft und der konsolidierten Jahresrechnung erhielt KPMG Fides Peat im Berichtsjahr CHF 50'000. Gesamthaft stellte die KPMG Fides Peat im Berichtsjahr Rechnung für über CHF 61'435.

5. Informationspolitik

Die Gesellschaft veröffentlicht jährlich einen Jahresbericht, einen Halbjahresbericht und drei Quartalsinformationen (März, Juni und Dezember). Offizielles Publikationsorgan für Bekanntmachungen der Gesellschaft ist das Schweizerische Handelsamtsblatt SHAB. Der innere Wert wird monatlich auf der Internetseite der Gesellschaft (www.newvalue.ch) publiziert. Als weitere Publikationskanäle werden die Informationssysteme von «Bloomberg» und «Reuters», sowie die Zeitung «Finanz und Wirtschaft» verwendet.

Kontaktadresse:

New Value AG Bodmerstrasse 9 Postfach CH-8027 Zürich

Tel. +41 43 344 38 38, Fax +41 43 344 38 39 [email protected] www.newvalue.ch

Anlagepolitik

Die Ethik der Nachhaltigkeit und ihre ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Ziele bilden die Basis für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.

«Credo der EPS Value Plus AG»

1. Anlagestrategie

Die New Value AG investiert vor allem mit Schwergewicht Schweiz, Deutschland und Österreich in Wachstumsunternehmen mit ethisch-innovativer Grundhaltung, welche für ihre verschiedenen Anspruchsgruppen Werte generieren (Grafik siehe S.17). Es wird bewusst ein breiter Branchenansatz gewählt und sowohl in High-Tech wie auch in traditionelle Branchen investiert.

Positivkriterien für Investitionen sind:

  • ø erkennbare Wettbewerbsvorteile, die hohe Marktanteile und ein grosses Wachstumspotenzial ermöglichen;
  • ø grosses existierendes oder potenzielles Marktvolumen;
  • ø im Wesentlichen bestehendes Unternehmerteam mit Bereitschaft zur Ergänzung (falls notwendig);
  • ø Motivation, mit aktivem Investor die gesteckten Ziele zu erreichen;
  • ø Integration ethischer Grundanliegen in die Unternehmenspolitik.

Die zentralen ethischen Kriterien Sinnstiftung, soziale Verträglichkeit, Menschenwürde und ökologische Nachhaltigkeit verstehen sich grundsätzlich als positive Leitideen für eine innovative und konstruktive Unternehmenspolitik; allfällige Negativkriterien leiten sich von diesen ab.

Ethik orientiert sich an grundlegenden Werten und Normen wie Ehrfurcht vor dem Leben, Vermeidung von Schaden, faire Verteilung, Erhaltung der Lebensgrundlagen, Verantwortung für das Gesamtwohl, Solidarität und Würde der Kreatur. Die Politik der New Value AG zielt auf eine positive Korrelation von Ethik und Gewinn, weil die begründete Erwartung besteht, dass Ethik sich als qualitätssteigernd erweist und dies von immer mehr Kunden und Anlegern so wahrgenommen wird.

Die Wissenschaft versteht unter ökologischer Nachhaltigkeit das Verhältnis zwischen Wertschöpfung und Schadschöpfung. Der Ethik-Ansatz der New Value AG zielt u.a. auf die Steigerung des Unternehmenswertes durch Optimierung des Verhältnisses von Wertschöpfung zu Schadschöpfung dank Unternehmenskonzepten, die mit weniger Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung neue Marktpotenziale erschliessen. Ökologische Nachhaltigkeit gilt als essentieller Wettbewerbsfaktor, um sich auf globalen Märkten zu behaupten.

Als Anspruchsgruppen der Portfolio-Unternehmen sowie der New Value AG gelten insbesondere

  • ø die Investorinnen und Investoren
  • ø die Kundinnen und Kunden
  • ø die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • ø die Lieferanten
  • ø die Umwelt
  • ø die Gesellschaft.
  • Investitionen können getätigt werden
  • ø in Private-Equity-Anlagen (nicht kotierte Anlagen von Start-up bis Pre-IPO-Finanzierung);
  • ø in Unternehmen, die an einer beaufsichtigten Börse kotiert sind.

2. Private-Equity-Anlagen

Private Equity ist die direkte Beteiligung am Aktienkapital von erfolgsversprechenden Wachstumsunternehmen, deren Aktien nicht an der Börse gehandelt werden. Vor allem junge Unternehmen brauchen diese Art von Wachstumsfinanzierung. Diese Finanzierungsart zählt zu den ältesten Finanzierungsbeteiligungsformen schlechthin. Sie wurde in den vergangenen Jahren auf Grund der Börsenhysterie völlig falsch eingesetzt.

Nicht alle Wachstumsunternehmen erwirtschaften grosse Renditen und vervielfachen ihren Marktwert. Für Gewinn bringendes Investieren in Unternehmen ist eine sorgfältige Auswahl und deren aktive strategische Begleitung und Kontrolle ein absolutes Muss. Da ist es vorteilhaft, das Wissen und die Erfahrung einer spezialisierten Private-Equity-Gesellschaft zu nutzen. Ihre spezifisch ausgebildeten Kompetenzträger arbeiten unter strenger Kontrolle mit professionellen Methoden und Richtlinien.

Die gleichzeitige Investition in mehrere Unternehmen und in unterschiedliche Branchen diversifiziert Risiken und optimiert den Gewinn. Die Betreuung durch Private-Equity-Spezialisten fördert die Wertsteigerung der Portfoliounternehmen.

3. Anlageziele

Die Gesellschaft strebt unter Berücksichtigung von Risikogesichtspunkten durch Wertsteigerung eine mittel- und langfristige Rendite von 15% pro Jahr an.

Die New Value AG legt die ihr zur Verfügung stehenden Mittel, unter Berücksichtigung der Wirtschaftsund Kapitalmarktgegebenheiten, in einem hohen Ausmass in Beteiligungen an. Die Liquidität soll im Regelfall 10% der verfügbaren Mittel nicht überschreiten.

4. Anlagestil

Der Anlagestil der New Value AG ist geprägt durch den Aufbau von Beteiligungen auf Basis von mittelund langfristigen Perspektiven. Die Investitionen konzentrieren sich auf junge, nicht kotierte Unternehmen, die über zukunftsorientierte Innovationen verfügen.

Investitionen erfolgen in Form von Beteiligungskapital oder eigenkapitalähnlichen Finanzierungsformen (z.B. Wandeldarlehen, Darlehen mit Optionsrechten). Es werden signifikante Minderheitsund Mehrheitsbeteiligungen erworben oder Co-Investitionen mit Venture-Kapitalisten getätigt. In Ausnahmefällen können im Zusammenhang mit Beteiligungsfinanzierungen auch Fremdkapitalfinanzierungen (z.B. Überbrückungsfinanzierungen) erfolgen.

Anzustreben sind Beteiligungen an Unternehmen mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Durch eine aktive Begleitung der Portfolio-Unternehmen sollen Risiken kontrolliert und aktiv zur Wertsteigerung beigetragen werden.

Veräusserungsgewinne, Dividendenerträge und andere Erträge werden reinvestiert.

5. Gewichtung der Anlagen

5.1 Gewichtung der Anlagen nach Branchen Es wird bewusst ein breiter Branchenansatz gewählt und in Wachstumsunternehmen sowohl in High- wie auch in Low-Tech-Bereichen investiert. Es soll nicht mehr als ein Drittel des Net Asset Value in eine einzelne Branche investiert werden.

5.2 Gewichtung der Anlagen nach Regionen

Der Anlageschwerpunkt liegt in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Grundsätzlich kann jedoch gesamteuropäisch und in Ausnahmefällen auch in Unternehmen ausserhalb Europas investiert werden.

5.3 Gewichtung der Anlagen nach Entwicklungsstand der Unternehmen

  • ø bis maximal 100% der Anlagen in Private Equity
  • ø bis maximal 50% der Anlagen in börsenkotierte Unternehmen. Relevant im Falle eines Börsenganges einer Portfoliogesellschaft.

5.4 Gewichtung der Anlagen nach Finanzierungsform

  • ø bis maximal 100% der Anlagen in Beteiligungskapital oder eigenkapitalähnliche Finanzierungsformen
  • ø bis maximal 20% der Anlagen in Fremdkapitalfinanzierungen (kombiniert mit bestehender oder geplanter Eigenkapitalfinanzierung)

6. Auswahl der Anlagen

New Value AG führt ein laufendes Marktscreening durch und identifiziert Unternehmen, welche den Kriterien entsprechen. Eine Evaluation unter Einbezug von Chancen- und Risikoüberlegungen erfolgt unter den Aspekten Produkt, Markt, Management, finanzielle Performance und Ethik.

Folgende Überlegungen sind insbesondere entscheidend für eine Investition:

  • ø Konformität zu Anlagereglementen der New Value
  • ø Entwicklungspotenziale aus technologischer und marktbezogener Sicht
  • ø Festigung von gegenwärtigen strategischen Positionen unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken
  • ø Angemessenheit des Risiko/Nutzen-Verhältnis
  • ø Angemessenheit des Preises
  • ø Berücksichtigung ethischer Auswahlkriterien

7. Risikoverteilung

Eine einzelne Beteiligung soll im Regelfall 20% des inneren Wertes (Net Asset Value) aller Beteiligungen nicht übersteigen. Berechnungsbasis ist der Anschaffungswert der entsprechenden Beteiligung.

New Value generiert Werte

  • Überdurchschnittliche Wertsteigerung eines diversifizierten Portfolios
  • Geringe Korrelation mit traditionellen Anlagen
  • Nachhaltige Investitionsstrategie in Zukunftswerte
  • Börsenkotierung
  • Information und Transparenz
  • Fairness

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Qualitativ hochstehende Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Unternehmen
  • Gerechte Lohnsysteme
  • Förderung von Weiterbildung
  • Verhinderung von Diskriminierung

Gesellschaft

  • Förderung neuer Technologien
  • Nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum in der Region
  • Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
  • Lösung vitaler Probleme
  • Steigerung der Lebensqualität

• Innovative Produkte und Dienstleistungen und Kunden

Kundinnen

  • nachhaltig entwickelt und produziert
  • Sinnstiftende Marktleistungen

Umwelt

  • Bekenntnis zu ethischem Handeln
  • Ökologisch-nachhaltige Innovationen
  • Beitrag zur Erhaltung der Lebensgrundlagen

Lieferantinnen und Lieferanten

  • Fairness und Stabilität in den Beziehungen
  • Verantwortungsvolle Zusammenarbeit

Investment Prozess

• Identifikation der Investment Targets • Evaluation • Produkt • Markt • Management • Financial Performance • Ethik • Due Diligence • Verifikation/ Überarbeitung Businessplan • Milestones • Bewertung • Finanzierung • Frühzeitige Planung des Exits • Aktives Begleiten der Portfolio-Unternehmen • Einsitz im Aufsichtsrat/ Verwaltungsrat • Desinvestition der Portfolio-Unternehmen (Realisierung) durch Verkauf oder IPO innert 3 bis 5 Jahren Transparente Investor Relations Suche/Selektion Strukturierung Begleitung Exit

Aktives und nachhaltiges Wertemanagement

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Beteiligungsportfolio per 31.03.2003

Unternehmen Branche Titel Anzahl
Aktien
Währung Wert je
Aktie per
31.03.2003
+/– gg.
31.03.2002
in %
Investiertes Kapital
CHF
Verkehrswert
CHF
1)Anteil an
Portfolio
in %
Anteil an
Gesellschaft
in %
Bogar Tiergesundheit Aktien 11'725 CHF 360.00 +2.86 3'441'200 4'221'000 19.6 15.4
Colorplaza Online Foto Service Aktien 5'144 CHF 194.40 0.00 999'994 999'994 9.3 13.3
Wandeldarl. CHF 1'000'000 1'000'000
Idiag Medizinaltechnik Aktien 8'055 CHF 600.00 0.00 2'662'500 4'833'000 24.0 38.3
Wandeldarl. CHF 350'000 350'000
Innoplana Umwelttechnik Aktien 32'478 CHF 19.50 0.00 551'725 633'321 2.9 7.6
Light Vision Group Lichttechnik Aktien 22'500 CHF 10.00 –55.0 500'000 225'000 7.3 45.0
Wandeldarl. CHF 750'000 750'000
Darlehen CHF 600'000 600'000
Mycosym Agro/Biotech Aktien 45'040 EUR 35.00 + 2.67 2'325'606 2) 2'321'249 14.5 33.9
Wandeldarl. EUR 807'897 2) 809'875
SAF Software Aktien 339 CHF 1'474.93 0.00 1'000'000 500'000 2.3 2.1
Somaco Neue Werkstoffe Aktien 2'500 CHF 100.00 0.00 250'000 250'000 2.6 18.0
Darlehen CHF 300'000 300'000
Swiss Sustainable Erneuerbare Energien Aktien 50'000 CHF 20.00 0.00 1'000'000 1'000'000 10.2 46.3
Systems Wandeldarl. CHF 1'000'000 1'000'000
Darlehen CHF 200'000 200'000
TheraSTrat Pharma/Wissens-
management
Aktien 40'989 CHF 38.10 + 0.75 1'550'000 1'561'681 7.2 34.3
Total 19'288'922 21'555'120 100
Investitionsgrad 3)82.6%

1) basierend auf dem Verkehrswert (ohne Berücksichtigung der liquiden Mittel) 2) Währungsdifferenz 3) Investiertes Kapital/Einbezahltes Kapital

Bogar AG

www.bogar.com Branche: Tiermedizin

Kurzbeschrieb

Die Bogar AG, gegründet 1998 in Zürich, ist ein innovatives Unternehmen im Bereich Tiermedizin. Bogar entwickelt, produziert und vertreibt qualitativ hochwertige Medikamente sowie Ergänzungsfutterund Pflegemittel auf pflanzlicher Basis. Die Produkte dienen zur Gesunderhaltung, Vorbeugung und Behandlung von Hautkrankheiten, Altersbeschwerden, chronischer Beschwerden, Arthritis sowie zur Verbesserung der allgemeinen Konstitution und Gesundheit von Haus- und Nutztieren.

Das Unternehmen ist weltweiter Pionier mit geprüften und registrierten, qualitativ hochwertigen pflanzlichen Produkten für die Tiermedizin und Tierernährung (Die 1. Registrierung erfolgte im 2001, 2. und 3. Registrierung im Jahr 2002). Die Wirkung der Produkte ist nachgewiesen und mit wissenschaftlichen Publikationen unterlegt.

Die Zielgruppe der Bogar AG sind sowohl Tierärzte und Kleintierhalter als auch die konventionellen und ökologischen landwirtschaftlichen Produktions- und Zuchtbetriebe sowie die Futtermittelindustrie für den Klein- sowie den Nutztiermarkt.

Highlights

Die Bogar AG hat im 3. Quartal 2002 ihr Kapital um CHF 0.86 Mio. und im 1. Quartal 2003 trotz dem schwierigen Umfeld um CHF 6.65 Mio. erhöhen können. Bei der zweiten Kapitalerhöhung zeichnete New Value CHF 0.2 Mio. Aufgrund der bereits substantiellen Gewichtung im Portfolio entschied sich New Value nicht alle Bezugsrechte auszuüben.

Ausblick

Die Hauptaktivitäten liegen momentan in der Fortsetzung der Produktions- und Marktvorbereitungen für die Einführung von Bogadapt N®, Bogamove N® sowie Bogaskin C® im EU-Raum sowie die Weiterführung klinischer Studien neuer Produkte. Die Webseite der Firma wurde neu gestaltet und soll die Produkteeinführung und die breit angelegte Marketingkampagne unterstützen.

Bewertung

Die im 1. Quartal 2003 durchgeführte Kapitalerhöhung zu einem Preis je Aktie von CHF 360.00 liess eine Aufwertung der Beteiligung um CHF 10.– je Aktie zu.

Colorplaza S.A.

www.colorplaza.com Branche: Online Foto Service

Kurzbeschrieb

Die Colorplaza SA wurde im Dezember 1999 gegründet und bietet Internet-Foto-Services einer europaweiten Kundschaft an. Diese Dienstleistung zeichnet sich, parallel zum gegenwärtigen Digital-Kamera-Boom, durch einfache Bedienbarkeit und günstige Preise aus. Benutzer mit Internet-Anschluss können rund um die Uhr kontrastreiche und detailscharfe Prints auf hochwertigem Fotopapier bestellen.

Mit den internationalen Fotoservices «Colormailer Pro» und «Fastlab» hat das Unternehmen im Bereich der Fotografie und des Finishings neue Technologien, auf Basis des Internets, erfolgreich umsetzen können. Colormailer hat sich bereits in kurzer Zeit zum Qualitäts-Label entwickelt, wie europaweite Partnerschaften mit Sony, Agfa, Microsoft und Nokia beweisen. Das Schweizer Unternehmen nimmt in Europa eine führende Rolle im digitalen Foto-Printing via Internet ein. Das Unternehmen bietet E-Commerce Digital Imaging Services in 10 Sprachen und einen weltweiten Versand an.

Highlights

Colorplaza lancierte ab November 2002 eine europaweite Partnerschaft mit der CeWe Gruppe mit dem Ziel, die europaweiten Auftragsvolumen effizienter und kostengünstiger bewältigen zu können. CeWe ist die führende europäische Foto Finishing Gruppe mit 25 Produktionsstandorten in 14 Ländern.

Insgesamt konnte Colorplaza ihren Umsatz im vergangenen Jahr um ca. 90% erhöhen, jedoch die Budgetziele trotzdem nicht erreichen. Gründe dafür liegen in Qualitätsproblemen während den Monaten Dezember bis Februar, die aufgrund einer Produktionsverlegung auftraten, sowie die zunehmende Konkurrenz.

New Value hat vertragsgemäss das Wandeldarlehen über CHF 1.0 Mio. ausbezahlt. Der Wandelpreis ist performanceabhängig.

Ausblick

Durch den steigenden Absatz von Digitalkameras und die zunehmende Verlagerung der analogen zur digitalen Fotografie nimmt das Marktvolumen für Online Foto Services stark zu. Colorplaza hat sich in diesem interessanten Markt eine gute Ausgangslage erarbeitet.

Bewertung

Die Bewertung entspricht dem Einstandspreis.

Idiag AG

www.idiag.ch Branche: Medizinaltechnik

Kurzbeschrieb

Die 1998 gegründete Idiag AG mit Sitz in Volketswil hat sich darauf spezialisiert, innovative Produktideen zur Marktreife weiterzuentwickeln und zu kommerzialisieren. Zentrales Anliegen und typisches Merkmal aller Idiag Produkte ist die menschengerechte, ergonomische Gestaltung. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Die Aktivitäten liegen vor allem im Bereich Medical and Health.

Erster Nachweis für die Kompetenzen von Idiag war die erfolgreiche Markteinführung der «MediMouse» (nicht invasive Wirbelsäuleanalyse). Mit diesem Gerät lassen sich ohne Belastung des Patienten auf einfachste, schnelle und kostengünstige Weise Form und Beweglichkeit der Wirbelsäule ausmessen. Die MediMouse ergänzt herkömmliche Geräte der Rückendiagnostik im Bereich der Früherkennung von Fehlhaltungen und der Therapiekontrolle. Das Gerät wird erfolgreich von Ärzten, Physiotherapeuten und Sportzentren angewendet. Das Atmungstrainingsgerät SpiroTiger wurde im Jahr 2001 im Markt eingeführt. Bisher sind bereits über 1000 Stück verkauft worden. Idiag erreichte in den vergangenen Jahren zwei bis dreistellige Wachstumsraten.

Highlights

Trotz einer Umsatzsteigerung von rund 20% bei den Medtech-Produkten blieben die Wachstumsraten aufgrund der abgeschwächten Konjunktur und des zurückhaltenden Investitionsverhaltens im Geschäftsjahr 2002 unter den gesteckten Zielen. Im ersten Quartal 2003 zeigten die eingeleiteten Kostensenkungsmassnahmen die erwarteten Effekte und die Umsätze entwickelten sich im Rahmen des Budgets. Im März 2003 konnte das dreitägige Idiag-Fachsymposium im Paraplegikerzentrum Nottwil zum zweiten Mal mit grossem Erfolg durchgeführt werden. Die positive Resonanz unterstreicht die wissenschaftliche Kompetenz und Anerkennung bei den Kunden und in der Fachwelt.

Im 4. Quartal 2003 gründete Idiag erfoglreich eine Vertriebstochtergesellschaft in Deutschland, mit dem Ziel den EU-Markt zu erschliessen. New Value finanzierte die Expansion mit einem Wandeldarlehen über CHF 0.35 Mio.

Ausblick

Mit der zunehmenden internationalen Präsenz von Idiag erhöht sich das Absatzpotential der in der Schweiz bereits gut eingeführten Produkte. Ein Schwerpunkt wird insbesondere auf den deutschen Markt gelegt.

Bewertung

Die Bewertung von CHF 600.00 je Aktie entspricht dem Preis der vorletzten massgeblichen Kapitalerhöhung. Idiag erhöhte zwar ihr Kapital im 3. Quartal 2002 zu einem Preis von CHF 750.00 je Aktie um CHF 0.5 Mio., die New Value verzichtete aber aus Gründen der Vorsicht auf eine Aufwertung.

Innoplana Umwelttechnik AG

www.innoplana.com Branche: Umwelttechnik

Kurzbeschrieb

Die 1997 gegründete Innoplana Umwelttechnik AG mit Sitz in Tägerwilen (CH) ist spezialisiert auf die Realisierung von Anlagen zur Trocknung von Klärschlamm und hat dafür ein patentiertes Verfahren entwickelt. Das Unternehmen bietet komplette Problemlösungen zur Schlammtrocknung für kommunale und industrielle Anwendungen an. Das Verfahren hat eine weltweite Exklusivität und bietet einzigartige Produktevorteile.

Highlights

Im November 2002 gab Innoplana bekannt, dass sie mit Ondéo-Degrémont, dem Wasserspezialisten der SUEZ-Gruppe, eine strategische Allianz eingeht. Ondéo-Degrémont erwirbt dabei rund 70% des Innoplana-Aktienkapitals. Das Management behält weiterhin seine Beteiligungen. New Value war zuletzt als Lead-Investor im Besitz von 39% der Gesellschaft. 82% dieser Position wurden per November 2002 zu CHF 19.50 je Aktie (abzüglich Transaktionskosten), also zum aktuell im Portfolio ausgewiesenen Wert veräussert. Dadurch wurde auf der Innoplana Beteiligung eine durchschnittliche Wertsteigerung von rund 14% erzielt. Die verbleibenden Aktien werden bis spätestens Ende 2006 nach einer Performance-Formel von Ondéo-Degrémont fest übernommen.

Ausblick

Die New Value wird bei der Innoplana ihre Rolle als Vertreter der Altaktionäre wahrnehmen und ist zur Überwachung weiterhin im Verwaltungsrat vertreten.

Bewertung

Die Bewertung von CHF 19.50 entspricht dem Preis der Verkaufstransaktion.

Light Vision Group AG

www.lightvisiongroup.com Branche: Lichttechnik

Kurzbeschrieb

Light Vision Group entwickelt, produziert und vertreibt Produkte im Bereich der High-Tech-Elektrolumineszenz Beleuchtung (EL). Das Unternehmen wurde im Dezember 2001 mit Sitz in Dottikon/AG gegründet. Das Light Vision Produkt «Licht ab Band» ist ein Leuchtelement bestehend aus einer 300 µm dünnen, flexiblen Folie. «Licht ab Band» wird in einem kontinuierlichen Roll-Prozess hergestellt und kann als Standardprodukt im Markt günstig angeboten werden. Hauptsächliche Einsatzgebiete sind u.a. Möbel-, Messe- und Ladenbau, oder als innovative Lösung in der Werbewirtschaft. Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet. Die Folie wird standardmässig in einer Breite von maximal 23.5 cm und einer Länge von bis zu 200 Metern produziert. Die maximal beleuchtbare Länge und Fläche ist lediglich von der Leistung der Vorschaltgeräte abhängig.

Den hohen Kundennutzen verdeutlichen unter anderem folgende Produktevorteile: Kompaktheit, Formflexibilität, Lichthomogenität, nachträgliche Schneidbarkeit, Berührbarkeit, Schlagfestigkeit, einfacher Installations- und Konstruktionsaufwand oder der geringe Stromverbrauch. Die meisten der genannten Produktvorteile führen zu erheblichen Kosteneinsparungen gegenüber herkömmlichen Neon-, Leuchtstoffröhren-, LED- oder Glasfaserlösungen.

Highlights

Das Verkaufsvolumen im Jahr 2002 war auf tiefem Niveau und hinter den Erwartungen. Durch entsprechende Massnahmen konnte die Burnrate tief gehalten werden. New Value hat das bestehende Wandeldarlehen im 4. Quartal 2002 um CHF 0.1 Mio. erhöht, sowie zur kurzfristigen Liquiditätssicherung das Darlehen im 1. Quartal 2003 um CHF 0.1 Mio. aufgestockt. Ein weiterer bestehender Investor gewährte ein Darlehen von CHF 0.2 Mio.

Ausblick

Die innovativen Standard- und Speziallösungen auf Elektrolumineszenz-Basis werden auch für die Bereiche Tunnelbau, Sicherheit und Medizin entwickelt. Das Verfahren verspricht hohes Entwicklungspotential.

Bewertung

Die Verkehrswertbewertung wurde bei der Aktienposition von CHF 22.22 auf CHF 10.00 pro Aktie korrigiert, was dem Nominalwert und einer Abwertung von 55% entspricht. Die Darlehenspositionen sind unverändert zu nominal bewertet. Diese Wertkorrektur ist auf die nachhaltig unter Budget liegende Umsatzentwicklung zurückzuführen.

MYCOSYM AG

www.mycosym.com Branche: Agro/Biotech

Kurzbeschrieb

Die MYCOSYM AG (vormals TRITON) ist ein Pflanztechnologie-Unternehmen das symbiotische Wirkungen zur Wertschöpfung für seine Kunden ausnutzt.

MYCOSYM entwickelt, produziert und vermarktet neuartige biologische Bodenhilfsstoffe unter Nutzung von Mykorrhiza (natürliche Symbiose von Pflanzen und Bodenpilzen). Es bestehen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bei landwirtschaftlichen Intensivkulturen, im Gartenbau, im Bereich Rekultivierung und im Hobby Gartenmarkt. Die Bodenhilfsstoffe verbessern das Wachstum der Pflanzen und führen zu Ertragssteigerungen und Qualitätsverbesserungen.

Wissenschaftlich ist der vielfältige Nutzen von Mykorrhiza für das Pflanzenwachstum unbestritten. Qualitativ hochwertige Produkte, welche eine einfache Anwendung ermöglichen, können von MYCOSYM kostengünstig produziert werden. Ausgehend vom Basisprodukt ergeben sich vielzählige Entwicklungsmöglichkeiten. Die Produkte liegen im Trend des steigenden Einsatzes von biologischen Produkten im Pflanzenanbau.

Highlights

Im Rahmen einer genaueren Definition des Geschäftsfeldes und einer internationalen Markenstrategie hat die Gesellschaft entschieden, ihren Firmennamen und den Namen der Produkte in MYCOSYM zu ändern. Dieser Name vereint die zwei Begriffe Mykorrhiza und Symbiose, was gleichzeitig den Effekt des Produktes beschreibt: Die Symbiose mit der Pflanzenwurzel beeinflusst das Pflanzenwachstum bedeutungsvoll.

Aufgrund der Erfahrung des Unternehmens bei der Weiterentwicklung der Produkte und bei der Marktbearbeitung wurde eine intensivere Fokussierung auf den professionellen Agromarkt beschlossen. Das Unternehmen erstellte einen zu diesem Zweck konkretisierten Businessplan. «MYCOSYM – Plant Vitalizing Systems. MYCOSYM is a biological plant technology company harnessing symbiotic effects to create value for its customers».

Die Tochtergesellschaft Triton Umweltschutz GmbH wurde im 3. Quartal 2002 mit dem «Innovationspreis der Region Bitterfeld 2002» ausgezeichnet, ein Sonderpreis der Firma Bayer Bitterfeld GmbH.

Im 3. und 4. Quartal 2002 beteiligte sich die New Value mit EUR 0.52 Mio. an einer ordentlichen Kapitalerhöhung. Die Hauptinvestoren New Value und GAIA Capital GmbH einigten sich auf eine weitere Finanzierung über gesamthaft EUR 1.5 Mio. in Form eines Wandeldarlehens, wovon New Value EUR 0.75 zeichnete.

Ausblick

Seit Anfang April 2003 ist Dr. Michel de Rougemont als neuer CEO der Gesellschaft tätig. Dr. de Rougemont bringt aufgrund seiner langjährigen internationalen Tätigkeit in der Agro-Branche und seiner Management-Erfahrung die idealen Voraussetzungen für diese Aufgabe mit.

Die Markteinführung wird stärker auf einzelne Nutzpflanzen abgestimmt und basiert auf unabhängigen Feldversuchen je Anwendung. Erste solche Feldversuche starteten im 4. Quartal 2002 in Südafrika und wurden im Frühjahr 2003 in Europa fortgesetzt. Mit der systematischen Markteinführung und ersten Volumenverkäufen wird im zweiten Semester 2003 gerechnet.

Bewertung

Der Aktienpreis wurde im 3. Quartal 2002 um +2.7% auf EUR 35.00 aufgewertet, entsprechend dem Zeichnungspreis der Kapitalrunde.

SAF Simulation, Analysis and Forecasting AG

www.saf-ag.com Branche: Software

Kurzbeschrieb

SAF wurde 1996 gegründet und ist Pionier in der Entwicklung und Vermarktung von Softwarelösungen für die automatische Disposition von Gütern und Dienstleistungen in Handel, Industrie und E-Commerce. Den Softwarelösungen liegt das innovative Konzept des Demand Chain Management (DCM) zu Grunde.

Forecasting- und Optimierungssoftware basieren auf modernsten statistischen Methoden. Der Ansatz der DCM wurde von SAF AG kreiert und optimiert die Wertschöpfungskette. Der DCM geht von der Nachfrage resp. vom Kunden aus, im Gegensatz zum traditionellen Supply Chain Management, bei welchem vom Angebot resp. von der Produktion ausgegangen wird.

Zu den Co-Investoren gehören Wellington, Baader Wertpapierbank und Innotech, zu den Kunden Metro, dm-drogeriemarkt, ATU und Teegut.

Highlights

Die Umsätze im Geschäftsjahr 2002 lagen rund 25% unter Budget. Aufgrund von Kostensenkungsmassnahmen ist das Unternehmensergebnis jedoch leicht besser als budgetiert ausgefallen.

SAF und SAP, der börsenkotierte Marktführer aus Walldorf (Deutschland), gehen im Juni 2002 eine strategische Partnerschaft ein. Im Rahmen der dabei getroffenen Vereinbarung, die für SAF in ihren Perspektiven weit über die bisherigen Integrations- und Vertriebspartnerschaften hinausgeht, wird die Prognose- und Replenishment-Software der SAF in die SAP Retail Lösung eingebettet. SAF erhält durch die Kooperation Zugang zu mehreren hundert Retailkunden von SAP.

Mit United Supermarkets hat man einen ersten Kunden in den USA gewonnen. Die Supermarkt-Kette mit 46 Filialen in Texas geht davon aus, mit Hilfe des SAF-Systems ihre Bestandeskosten um 20% und die Präsenzlücken in den Regalen um mehr als die Hälfte zu reduzieren.

Ausblick

Basierend auf weit vorangeschrittenen Leads ist das Management positiv für eine substanzielle Absatzsteigerung im zweiten Halbjahr 2003. Wegen der allgemeinen Investitionszurückhaltung haben sich im ersten Quartal erwartete Lizenzabschlüsse zeitlich verzögert. Die Umsetzung der strategischen Vertriebskooperationen mit SAP AG verläuft planmässig. Für das Jahr 2004 ist der Break-even geplant.

Bewertung

Die Bewertung bleibt unverändert bei CHF 1'474.93 je Aktie und liegt, nach einer Abwertung im Geschäftsjahr 2001/2002, 50% unter dem Anschaffungswert.

Somaco AG

www.somaco.ch Branche: Neue Werkstoffe

Kurzbeschrieb

Die Somaco AG entwickelt, produziert und vertreibt Kunststoff-Speziallösungen, insbesondere im Bereich umweltverträglicher Rezepturentwicklung, für Farb-Masterbatches und Mischen von Compounds.

Highlights und Ausblick

Als Folge des allgemein schwachen wirtschaftlichen Umfeldes ging der Umsatz gegen Jahresende markant zurück und das Budget wurde verfehlt. Im 1. Quartal 2003 wurde die erwartete markante Umsatzsteigerung erreicht. Die Gesellschaft ist wieder auf Kurs und plant im Jahr 2003 ein ausgeglichenes Geschäftsjahr zu erreichen.

Im 4. Quartal wurden erstmals vier faserverstärkte technische Compounds produziert und bemustert. Ebenso wurden Versuche mit einem Granulat zur Herstellung eines neuartigen Bodenbelages erfolgsversprechend durchgeführt. Diese Produkte sollen im Verlaufe des Geschäftsjahres 2003 in den Markt eingeführt werden.

Zur Liquiditätssicherung hat New Value im 1. Quartal 2003 ihr Darlehen um CHF 0.15 Mio. erhöht. Der Gesellschaft ist es gleichzeitig gelungen, einen weiteren bisherigen Investor für ein Darlehen von CHF 0.15 Mio. zu gewinnen.

Bewertung

Die Bewertung entspricht dem Einstandspreis.

Swiss Sustainable Systems AG

www.3-s.ch Branche: Photovoltaik

Kurzbeschrieb

Swiss Sustainable Systems AG (3S) bietet Photovoltaik-Produkte zur Integration in die Gebäudehülle an. 3S verfügt über ein ausgeprägtes technisches Know-how sowie einen mehrjährigen Trackrekord von Produktentwicklungen und anspruchsvollen Referenzprojekten.

Das erste, selbstentwickelte Produkt «MegaSlate», ist ein integriertes Photovoltaik-Dachsystem und wurde im Frühjahr 2003 zum Patent angemeldet (EU, CH).

Konventionelle Baumaterialien, wie zum Beispiel Fassadenplatten werden so modifiziert, dass PV-Module einen integralen Teil eines neuen Elementes bilden. Konventionelle Bauelemente werden gänzlich durch PV-Elemente ersetzt. Diese multifunktionalen Bauelemente bieten Bauherren und Architekten nahezu unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten, funktionale, kostengünstige und gleichzeitig ästhetische Fassaden oder Dächer zu bauen. Bereits nach wenigen Jahren ist die für die Herstellung der Solaranlage aufgewendete Energie zurückgewonnen.

Highlights

Die Investitionszurückhaltung ist auch im Bereich der Photovoltaik spürbar. Gegen Ende des Jahres 2002 hat sich die Ausgangslage allerdings verbessert und die Produktionsanlagen waren gut ausgelastet, die Umsatzzahlen im 1.Quartal 2003 liegen auf Budgetkurs.

New Value erhöhte im 4. Quartal das Wandeldarlehen um CHF 0.35 Mio. und im März 2003 wurde ein kurzfristiges Darlehen von CHF 0.2 Mio. gewährt.

Ausblick

Im 1. Quartal 2003 waren die Umsatzzahlen trotz Investitionszurückhaltung im Budget. Im Bereich Photovoltaik wird für das 2. Quartal 2003, basierend auf dem aktuellen Auftragsbestand, mit einem Umsatzrückgang gerechnet.

Der Bereich Sondermaschinenbau ist durch die Entwicklung und den Bau des bisher weltweit grössten Laminators für einen US-Kunden bis zum 3. Quartal 2003 ausgelastet.

Bewertung

Die Bewertung entspricht dem Einstandspreis.

TheraSTrat AG

www.therastrat.com Branche: Pharma / Wissensmanagement

Kurzbeschrieb

TheraSTrat wurde im Jahr 2000 von einem Team aus hochkompetenten Forschern und Professoren in Allschwil bei Basel gegründet. Das Jungunternehmen ist im Bereich prädikative Arzneimittelsicherheit tätig und entwickelt Datenbanken, die es erlauben, schwere Arzneimittelnebenwirkungen bereits in einem frühen Stadium der Medikamentenentwicklung zu identifizieren.

Medikamente müssen häufig vom Markt zurückgezogen werden oder können nicht lanciert werden, da sie, bei einem oft geringen Anteil der Bevölkerung, lebensbedrohende Nebenwirkungen hervorrufen, obwohl sie für den Rest der Bevölkerung eine effektive Behandlung ermöglichen würden. Die Produkte von TheraSTrat ermöglichen einerseits den pharmazeutischen Unternehmen Medikamente gezielt auf Patientengruppen hin zu entwickeln und andererseits Risikopatienten bereits im Vorfeld der Therapie zu identifizieren. Ein enormer Nutzen ist für die menschliche Gesundheit gegeben, da schwere Nebenwirkungen vermieden und effektivere Medikamente entwickelt werden können.

Neben New Value haben die ErfindungsVerwertungs AG (EVA), Basel, der Novartis Venture Fund, Basel sowie verschiedene Private in TheraSTrat investiert.

Highlights

Im Oktober 2002 konnte die Firma ihr erstes Produkt SafeBase™ Version 1.0 Professional plangemäss fertigstellen und im Markt lancieren. SafeBase™ ist ein auf Java basierendes Knowledge Managementund Entwicklungssystem, auf das der Kunde via Internet oder Intranet zugreifen kann.

Eine Fachjury hat den Businessplan von TheraSTrat mit dem Qualitätslabel von CTI-Startup ausgezeichnet. Das Label, welches vom KTI entwickelt wurde, steht für Wachstumsunternehmen, die für eine Risikokapital-Finanzierung besonders geeignet sind.

New Value hat im Dezember 2002 und März 2003 in zwei Tranchen von je CHF 0.4 Mio. an der beschlossen Kapitalerhöhung partizipiert. Für das 3. Quartal 2003 wird eine Expansionsfinanzierung vorbereitet.

Ausblick

Die Firma Roche ist der erste Pharma-Kunde, der das System SafeBase™ aktiv nutzt. Die aktive Marktbearbeitung ist ein wichtiger Schwerpunkt im kommenden Geschäftsjahr. Es werden im Verlauf des Jahres 2003 weitere Lizenzabschlüsse mit Pharmaunternehmen erwartet.

Bewertung

Die Bewertung entspricht dem Einstandspreis.

Kursentwicklung Aktien New Value AG 28.08.2000 – 31.03.2003

Transaktionen 01.04.2002 – 31.03.2003

Beteiligungen (Erwerb, Kapitalerhöhungen und Veräusserungen)

Unternehmen Währung Preis Kapitalfluss
in CHF
Transaktion
Bogar AG CHF 360.00 199'800 Kapitalerhöhung
Innoplana Umwelttechnik AG CHF 19.50 – 2'594'486 Veräusserung
Mycosym AG EUR 35.00 778'425 Kapitalerhöhung
Therastrat AG CHF 38.10 1) 761'657 Wandlung
Therastrat AG CHF 38.10 800'024 Kapitalerhöhung
Total – 54'580
1) davon Wandlung CHF 11'657.00 aus Zinsen

Wandeldarlehen

Unternehmen Währung Kapitalfluss
in CHF
Transaktion
Colorplaza AG CHF 1'000'000 Wandeldarlehen
Idiag AG CHF 350'000 Wandeldarlehen
Light Vision Group AG CHF 600'000 Wandeldarlehen
Mycosym AG EUR 807'897 Wandeldarlehen
Somaco AG CHF 300'000 Wandeldarlehen
Swiss Sustainable Systems AG CHF 200'000 Darlehen
Swiss Sustainable Systems AG CHF 500'000 Wandeldarlehen
Therastrat AG CHF 450'000 Wandeldarlehen
Therastrat AG CHF – 750'000 Wandlung
Total 3'457'897

Zusagen per 31.03.2003

Unternehmen Währung Kapitalfluss
in CHF
Transaktion
keine
Total 0

Finanzen Konsolidierte Jahresrechnung

New Value investiert in Unternehmen, in denen sich die ethische Verankerung mit optimalen Gewinnaussichten verbindet.

Denn: Eine Investition ist nur dann sinnvoll, wenn sie Gewinn begründet.

Konsolidierte Bilanz

per 31.03.2003 31.03.2002
Bezeichnung Anhang CHF CHF

per 31.03.2003 31.03.2002 Bezeichnung Anhang CHF CHF

Aktiven

Anlagevermögen

Total Anlagevermögen 18'663'159 16'800'504
Langfristige Darlehen 17 2'109'875 0
Beteiligungen 18 16'553'284 16'800'504

Umlaufvermögen

Total Aktiven 21'692'672 18'916'767
Total Umlaufvermögen 3'029'513 2'116'263
Flüssige Mittel 16 5'931 489'954
Aktive Rechnungsabgrenzung 74'732 10'000
Übrige Forderungen 48'850 66'309
Kurzfristige Darlehen 17 2'900'000 1'550'000

Passiven

Eigenkapital

Aktienkapital 19 12'000'000 10'250'000
Eigene Aktien 19 – 635'573 – 1'782'944
Kapitalreserven 19 10'190'977 8'740'262
Neubewertungsreserven 18/22 2'974'872 2'968'199
Verlustvortrag 22/23 – 2'090'799 – 521'291
Konsolidierter Jahresverlust 22/23 – 1'122'332 – 1'569'508

Total Eigenkapital 21'317'145 18'084'718

Fremdkapital

375'527 832'049
60'712 275'734
115'000 40'001
111'153 32'506
88'662 483'808

Konsolidierte Erfolgsrechnung

01.04.2002 01.04.2001
bis bis
31.03.2003 31.03.2002
CHF CHF
Anhang
01.04.2002 01.04.2001
bis bis
pro 31.03.2003 31.03.2002
Bezeichnung Anhang CHF CHF

Ertrag aus Beteiligungen

Total Ertrag aus Beteiligungen 470'275 10'231
Zinsertrag 125'514 10'231
Beteiligungsertrag
18
344'761 0

Finanzergebnis

Verlust je Aktie 23 – 1.04 – 2.06
ausstehende Aktien 1'082'442 763'685
Anzahl durchschnittlich
Konsolidierter Jahresverlust – 1'122'332 – 1'569'508
Ertragssteuern 22 0 0
Ergebnis vor Steuern – 1'122'332 – 1'569'508
Total Finanzergebnis – 2'188 12'615
Finanzaufwand – 59'247 – 35'965
Finanzertrag 57'059 48'580

Aufwand aus Beteiligungen

Total Aufwand aus Beteiligungen
– 275'000
– 500'000
Nicht realisierte Verluste
18
– 275'000
– 500'000

Betriebsaufwand

Anlageberaterhonorar 21 – 448'642 – 321'859
Externer Personalaufwand 21 – 90'384 – 45'192
Übriger Verwaltungsaufwand – 640'200 – 706'398
Kapitalsteuern – 22'200 – 18'905
Periodenfremder Betriebsaufwand – 113'993 0
Total Betriebsaufwand – 1'315'419 – 1'092'354

Konsolidierte Geldflussrechnung

01.04.2002 01.04.2001
bis bis
31.03.2003 31.03.2002
CHF CHF
01.04.2002 01.04.2001
bis bis
pro 31.03.2003 31.03.2002
Bezeichnung Anhang CHF CHF

Geldfluss aus Betriebstätigkeit

Konsolidierter Jahresverlust – 1'122'332 – 1'569'508
Nicht realisierte Verluste
aus Beteiligungen 18 275'000 500'000
Realisierte Gewinne
aus Beteiligungen 18 – 344'761 0
Veränderung
übrige Forderungen 17'459 – 51'707
Veränderung
aktive Rechnungsabgrenzung – 64'732 18'466
Veränderung Verbindlichkeiten
aus Leistungen – 395'146 184'324
Veränderung
übrige Verbindlichkeiten 20/24 78'645 – 1'000
Veränderung
passive Rechnungsabgrenzung 75'000 40'000
Netto Geldabfluss
aus Betriebstätigkeit – 1'480'866 – 879'425

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

19 1'750'000 5'050'000
19 1'618'750 4'545'000
– 168'035 – 478'580
19 1'147'371 – 1'440'366
4'348'086 7'676'054
– 484'024 – 2'794'693
489'954 3'284'647
– 484'024 – 2'794'693
5'931 489'954
Abfluss Kapitalerhöhungskosten 19

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

Investitionstätigkeit – 3'351'244 – 9'591'322
Netto Geldabfluss aus
Verkauf Beteiligungen 18 2'648'537 0
Kauf Beteiligungen 18 – 2'539'906 – 8'069'075
Veränderung langfristige Darlehen 17 – 2'109'875 0
Veränderung kurzfristige Darlehen 17 – 1'350'000 – 1'522'247

Konsolidierter Eigenkapitalnachweis

Geschäftsjahr 2001/2002 Anhang
Aktien-
Kapital
Eigene
Aktien
Kapital-
Reserven
Neube-
wertungs-
reserven
Verlust-
Vortrag
Konsoli-
dierter
Jahres-
Verlust
Total
Eigen
kapital
CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF
Eigenkapital per 01.04.2001 5'200'000 – 342'578 4'673'842 747'830 – 521'291 9'757'803
Kapitalerhöhung 22.08.2001 5'050'000 4'545'000 9'595'000
Erwerb und Veräusserung –1'440'366 –1'440'366
Eigene Aktien
Verkehrswertbewertung 2'220'369 2'220'369
Beteiligungen
Kapitalerhöhungskosten 2001 – 478'580 – 478'580
Konsolidierter Jahresverlust 2001/2002 –1'569'508 –1'569'508
Eigenkapital per 31.03.2002 10'250'000 –1'782'944 8'740'262 2'968'199 – 521'291 –1'569'508 18'084'719
Geschäftsjahr 2002/2003 Anhang Aktien- Eigene Kapital- Neube- Verlust- Konsoli- Total
Kapital Aktien Reserven wertungs- Vortrag dierter Eigen
reserven Jahres- kapital
Verlust
CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF
Eigenkapital per 01.04.2002 19 10'250'000 –1'782'944 8'740'262 2'968'199 – 2'090'799 18'084'718
Kapitalerhöhung 16.08.2002 19 1'750'000 1'618'750 3'368'750
Erwerb und Veräusserung 19 1'147'371 1'147'371
Eigene Aktien
Verkehrswertbewertung 18/22 6'673 6'673
Beteiligungen
Kapitalerhöhungskosten 2002 19 –168'035 –168'035
Konsolidierter Jahresverlust 2002/2003 –1'122'332 –1'122'332
Eigenkapital per 31.03.2003 12'000'000 – 635'573 10'190'977 2'974'872 –2'090'799 –1'122'332 21'317'145

Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung 2002/2003

Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Das Unternehmen

Die New Value AG, Zürich, wurde am 23. 05. 2000 als Holding-Gesellschaft nach schweizerischem Recht gegründet. Als Beteiligungsgesellschaft bietet die New Value AG institutionellen und privaten Anlegern Zugang zu einem Portfolio von Private Equity Investments und börsengängigen Wertpapieren von Wachstumsunternehmen mit ethischinnovativer Grundhaltung, welche für ihre verschiedenen Anspruchsgruppen Werte generieren. Die zentralen ethischen Kriterien sind Sinnstiftung, soziale Verträglichkeit, Menschenwürde und ökologische Nachhaltigkeit. New Value AG investiert vor allem in Europa mit Schwergewicht Schweiz, Deutschland und Österreich.

2. Grundlagen

Die konsolidierte Jahresrechnung der New Value Gruppe basiert auf den einheitlich erstellten Einzelabschlüssen der New Value AG und der New Value (Overseas) Ltd. per 31.03.2003. Die Rechnungslegung erfolgt in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz.

Die Beteiligungen, welche direkt von der Tochtergesellschaft New Value (Overseas) Ltd., Cayman Islands gehalten wurden, sind per 31.03.2003 von der New Value AG käuflich zum Verkehrswert übernommen worden. Dieser Übernahmewert, stellt nun den Anschaffungswert für die New Value AG dar. Die New Value (Overseas) Ltd. wird per Stichtag noch als Beteiligung der New Value AG geführt, soll aber in naher Zukunft aufgelöst oder verkauft werden. Die vorgehend erläuterte Transaktion hat auf die konsolidierte Betrachtungsweise keinen Einfluss. Gründe für diese Vereinfachung der Gesellschaftsstruktur sind Kostenreduktion und die Erhöhung der Effizienz. Die New Value AG wird in einem weiteren Schritt den Status einer steuerprivilegierten Risikokapitalgesellschaft beantragen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die konsolidierte Jahresrechnung umfasst die Jahresrechnungen der New Value AG und die zu 100 % kontrollierte Tochtergesellschaft New Value (Overseas) Ltd. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der angelsächsischen «Purchase Methode». Daher wird das Eigenkapital der Tochtergesellschaft im Zeitpunkt der Gründung nach konzerneinheitlichen Grundsätzen bewertet und mit dem Buchwert der Beteiligung bei der Muttergesellschaft verrechnet. Sämtliche intercompany Transaktionen, Beziehungen und Zwischengewinne werden eliminiert.

Die Beteiligungen werden im Sinn von IFRS als «available for sale» behandelt. Die Bilanzierung erfolgt zum Verkehrswert. Mehrheitlich beherrschte Unternehmen werden voll konsolidiert, es sei denn, es bestand bereits bei Akquisition die Absicht, diese innerhalb eines Jahres wieder zu veräussern.

Beteiligungen mit einer Quote von 50% oder weniger werden nicht gemäss «Equity-Methode» bilanziert. Da die Kapitalstruktur dieser Beteiligungen und somit auch die von der New Value Gruppe gehaltene Beteiligungsquote jederzeit ändern können, werden die Beteiligungen nicht als assoziierte Gesellschaften im Sinne von IFRS 28 betrachtet, auch wenn die Beteiligungsquote am Bilanzstichtag 20% übersteigen sollte.

4. Fremdwährungsumrechnung

Die Buchführung der Konzerngesellschaften erfolgt in Schweizer Franken. Die Fremdwährungstransaktionen werden zum Tageskurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Die per Jahresende in Fremdwährung gehaltenen Aktiven und Passiven werden zum Jahresendkurs umgerechnet. Die aus dieser Umrechnung entstehenden Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

5. Bewertung von Beteiligungen

Die Beteiligungen werden, in Ergänzung zu den IFRS, gemäss den Richtlinien der European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA) bewertet. Wobei dem Grundsatz Rechnung getragen wird, dass die Anschaffungskosten oder der Preis für anschliessende Kapitalerhöhungen als eine Annäherung an den Verkehrswert zum Zeitpunkt der Transaktion angesehen wird. Der Verkehrswert wird vom Management bestimmt und vom Bewertungsausschuss geprüft.

Börsengängige Wertpapiere werden nach dem letzten Abschlusskurs der betreffenden Börse am Bewertungsstichtag bewertet.

Nicht börsengängige Wertpapiere werden gemäss den folgenden Grundsätzen bewertet:

  • ø Startup-Kapital: Technologiebewertung, Verhandlungen mit dem Management, vergleichbare Unternehmen in der Branche und Gebote von Wettbewerbern bilden die Hauptfaktoren, welche die Bewertung beeinflussen. Net Asset Value Berechnungen (NAV) erfolgen zu Anschaffungskosten abzüglich der für notwendig gehaltenen Abschreibungen, wenn die anschliessende Performance hinter dem Geschäftsplan zurückbleibt.
  • ø Kapitalerhöhungen: Neuevaluation der Technologiebeurteilung, Verhandlungen mit dem Management, vergleichbare Unternehmen aus der Branche und Gebote von Wettbewerbern, Erreichen von Meilensteinen und Leitlinien des Geschäftsplans. Die Berechnung des Net Asset Value (NAV) beruht im Prinzip auf dem Preis der Kapitalerhöhung, abzüglich eines Abschlags in Höhe von 10% bis 20%, sofern dieser aufgrund der nachfolgend genannten Bewertungsfaktoren für notwendig erachtet wird.
  • ø Abwertung: Eine Abwertung wird vorgenommen, wenn sich der Geschäftsgang beziehungsweise die geplante Entwicklung signifikant negativ im Vergleich zum Geschäftsplan entwickelt oder, wenn allfällige andere nachhaltige negative Veränderungen eintreten.
  • ø Höherbewertung: Eine Höherbewertung (Verkehrswert) über den Anschaffungswert wird anerkannt, wenn ein signifikantes Ereignis eintritt, wie beispielsweise die Erteilung eines Patents, eine Unternehmenspartnerschaft, eine höhere Rentabilität, die Erreichung von Meilensteinen usw. Eine Höherbewertung wird ebenfalls anerkannt, wenn eine massgebliche Kapitalerhöhung durch Dritte zu einem signifikant höheren Preis durchgeführt wird.

Die entstehenden Wertdifferenzen aus der Neubewertung werden erfolgsneutral direkt im Eigenkapital in den Neubewertungsreserven erfasst. Abwertungen unter den Anschaffungswert werden im Sinne eines Impairments erfolgswirksam über die Erfolgsrechnung verbucht. Beim Verkauf eines Investments werden die Neubewertungsreserven analog zur Bildung wieder aufgelöst und der realisierte Erfolg wird über die Erfolgsrechnung verbucht.

Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass die Private Equity Investments keinem externen Bewertungsverfahren (durch Dritte) unterworfen sind, und dass der innere Wert schwierig zu ermitteln ist.

Weitere Bewertungsfaktoren sind:

  • ø die Art der Geschäftstätigkeit und die Geschichte des Unternehmens,
  • ø die Wirtschafts- und Branchenaussichten,
  • ø der innere Wert der Aktie und die finanzielle Situation der Gesellschaft,
  • ø die Ertragskraft der Gesellschaft,
  • ø ob die Gesellschaft einen Goodwill oder immaterielle Vermögenswerte besitzt,
  • ø Aktienverkäufe und der Umfang des zu bewertenden Aktienblocks,
  • ø der Marktpreis von Aktien von Unternehmen, die im gleichen Geschäftsbereich tätig sind und deren Aktien aktiv an einer anerkannten Börse gehandelt werden.

6. Darlehen/Wandeldarlehen

Darlehen und Wandeldarlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung allfälliger Wertverminderungen bilanziert.

Der derivate Teil bei Wandeldarlehen, d.h. das Wandelrecht, wird als separates Aktivum (Split) bewertet und bilanziert, sofern eine Bewertung möglich ist. Mehrwerte aus Wandelrechten werden erfolgswirksam erfasst.

7. Kapitalerhöhungskosten

Kapitalerhöhungskosten werden direkt mit dem zugeflossenen Agio verrechnet.

8. Flüssige Mittel

Flüssige Mittel beinhalten Bankguthaben und Callgelder mit einer Verfallszeit von 3 Monaten oder weniger. Die Bilanzierung erfolgt zu Nominalwerten.

9. Forderungen/Verbindlichkeiten

Forderungen werden zu Nominalwerten abzüglich allfälliger Wertberichtigungen bilanziert. Verbindlichkeiten werden zu Nominalwerten bilanziert. Diese Bilanzierung entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.

10. Ertrags- und Kapitalsteuern, latente Steuern:

Für die Zürcher Staats- und Gemeindesteuern kann die Gesellschaft das Holdingprivileg beanspruchen. Die Gesellschaft ist somit auf kantonaler und kommunaler Ebene von der Ertragssteuer befreit und muss lediglich eine reduzierte Kapitalsteuer von rund 0,075% auf dem Eigenkapital (Aktienkapital zuzüglich offene und versteuerte stille Reserven) entrichten.

Die direkte Bundessteuer (auf dem Gewinn nach Steuern) beträgt grundsätzlich 8,5% (proportionale Steuer), die Erträge aus in- und ausländischen Beteiligungen der Gesellschaft sind aber von der Ertragssteuer ausgenommen (Beteiligungsabzug), sofern die Kapitalquote der Beteiligung mindestens 20% oder deren Verkehrswert mindestens CHF 2 Mio. beträgt. Kapitalgewinne auf Beteiligungen werden vom Beteiligungsprivileg erfasst, wenn die Beteiligung mindestens 20% beträgt und während mindestens eines Jahres im Besitz der Gesellschaft war. Eine Kapitalsteuer wird auf Bundesebene nicht erhoben.

Die New Value AG wird den Status einer steuerprivilegierten Risikokapitalgesellschaft gemäss Bundesgesetz für Risikokapitalgesellschaften beantragen.

Die Gewinne der Tochtergesellschaft unterliegen in Cayman Islands, B.W.I. keiner Ertragssteuer. Eine eigentliche Kapitalsteuer wird ebenfalls nicht erhoben.

Die laufenden Ertragssteuern werden aufgrund des Jahresergebnisses zurückgestellt. Die latenten Steuern auf den temporären Wertdifferenzen (aus der Bewertung der Beteiligungen) werden passiviert und direkt den Neubewertungsreserven belastet. Eine Aktivierung von latenten Steuern aus dem Verlustvortrag wird nur vorgenommen, wenn die Verrechenbarkeit mit zukünftigen Gewinnen wahrscheinlich ist.

11. Segmentberichterstattung

Der einzige Geschäftszweig der New Value AG sind Investitionen in Private Equity Beteiligungen. Eine Segmentberichterstattung nach IFRS 14 ist daher nicht erforderlich.

12. Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden nur im Umfang der ordentlichen Geschäftstätigkeit eingesetzt (z.B. Wandelrechte).

13. Beziehungen zu nahestehenden Gesellschaften oder Personen

Geschäftliche Beziehungen zu Nahestehenden (Investment Adviser, Verwaltungsrat) basieren auf handelsüblichen Vertragsformen zu marktkonformen Konditionen.

14. Beteiligungsplan

Am 14.09.2001 ist der Beteiligungsplan für den Verwaltungsrat in Kraft getreten. Dieser Plan regelt die Bedingungen für den Bezug von Optionen, die den Mitgliedern des Verwaltungsrates, die Möglichkeit geben, Aktien zu einem bestimmten Wert zu beziehen. Die Gesamtzahl der Aktien, welche gemäss diesem Plan erworben werden kann, beträgt pro Jahr 1% der ausstehenden Aktien (max. 25'000 Aktien).

Die Ausgabe und die Ausübung der Optionen werden erfolgsneutral erfasst.

Die Ausübung der Optionen erfolgt gemäss folgenden Bedingungen:

  • ø Eine Option räumt dem Bezugsberechtigten das Recht auf den Kauf einer Namenaktie zum Nennwert von CHF 10.00 ein.
  • ø Die Option hat eine Laufzeit von 5 Jahren, beginnend am Erwerbstermin.
  • ø Der Ausübungspreis («Strike») einer Option beträgt 0,82 x (durchschnittlicher Börsenwert der Schlusskurse der Aktie zwischen dem 25. und dem 5. Handelstag vor dem Erwerbstermin der Option) x 1,153.
  • ø Während einer Sperrfrist von 4 Jahren, beginnend am Erwerbstermin, kann die Option weder ausgeübt, noch veräussert werden.
  • ø Der Bezugsberechtigte kann die Option frühestens nach Beendigung der Sperrfrist und spätestens fünf Jahre (Ende der Laufzeit) nach dem Erwerb ausüben.
  • ø Wird die Option während der Ausübungsperiode nicht ausgeübt oder wird der Kaufpreis nicht innerhalb von 10 Tagen nach Ausübung der Option auf das Konto der Gesellschaft überwiesen, verfällt die Option entschädigungslos.

15. Risikomanagement

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und des damit verbundenen hohen Anteils an Beteiligungen an Wachstumsunternehmen, ist die Gesellschaft den Schwankungen der Finanzmärkte und konjunkturellen Einflüssen ausgesetzt. Das Risikomanagement wird laufend durch den Verwaltungsrat überprüft und allenfalls angepasst.

Die Investments (Beteiligungen und Darlehen) beinhalten naturgemäss überdurchschnittlich hohe Risiken, welche jedoch durch gründliche Analysen vor dem Erwerb und einer permanenten Überwachung minimiert werden. Das maximale Verlustrisiko ergibt sich aus dem Buchwert zuzüglich allfälliger Kapitalzusagen.

Erläuterungen zur Konzernrechnung 2002/2003

16. Flüssige Mittel 31.03.2003 31.03.2002
CHF CHF
Bankguthaben 5'931 489'954

17. Darlehen/Wandeldarlehen

17.1. Kurzfristige Darlehen

Kurzfristige Darlehen 200'000 0
Swiss Sustainable Systems AG 1) 200'000 0
CHF CHF
In der Berichtsperiode wurden folgende kurzfristigen Darlehen gewährt: 31.03.2003 31.03.2002

17.2. Konditionen kurzfristige Darlehen

Die kurzfristigen Darlehen wurden zu folgenden Konditionen gewährt:

Betrag Laufzeit
Zinssatz
CHF %
1) 200'000 21.03.03 – 30.05.03
6

17.3. Kurzfristige Wandeldarlehen

In der Berichtsperiode wurden folgende kurzfristigen Wandeldarlehen gewährt: 31.03.2003 31.03.2002
CHF
CHF
Idiag AG 1) 350'000 0
Light Vision Group AG 2) 750'000 750'000
Light Vision Group AG 3) 600'000 0
Swiss Sustainable Systems AG 4) 1'000'000 500'000
Kurzfristige Wandeldarlehen 2'700'000 1'250'000

17.4. Konditionen kurzfristige Wandeldarlehen

Die kurzfristigen Wandeldarlehen wurden zu folgenden Konditionen gewährt:

Betrag davon Rangrücktritt Laufzeit Zinssatz Wandelpreis Anzahl
CHF CHF % CHF Aktien
1) 350'000 0 25.10.02 – 31.12.03 4 variabel variabel
2) 750'000 550'000 15.03.02 – 28.02.04 3 30.00 25'000
3) 600'000 0 01.01.03 – 31.12.03 5 variabel variabel
4) 1'000'000 360'000 fällig 12 22.22 45'000

Bei sämtlichen kurzfristigen Wandeldarlehen besteht keine Wandelpflicht, die New Value verfügt über ein Wandelrecht, d.h. sie kann am Ende der Laufzeit auch die Rückzahlung der Wandeldarlehen verlangen. Die Wandelrechte wurden nicht aktiviert, da aufgrund von Unsicherheiten eine Bewertung schwer möglich ist.

17.5. Langfristige Wandeldarlehen

In der Berichtsperiode wurden folgende langfristigen Wandeldarlehen gewährt:

31.03.2003
CHF
31. 03. 2002
CHF
Colorplaza AG 1) 1'000'000 0
Mycosym AG 2) 809'875 0
Somaco AG 3) 300'000 0
Langfristige Wandeldarlehen 2'109'875 0

17.6. Konditionen langfristige Wandeldarlehen

Die langfristigen Wandeldarlehen wurden zu folgenden Konditionen gewährt:

Betrag davon Rangrücktritt Laufzeit Zinssatz Wandelpreis Anzahl
CHF CHF % CHF Aktien
1) 1'000'000 1'000'000 21.06.02 – 31.12.05 2 variabel variabel
2) 809'875 809'875 21.12.02 – 31.12.05 variabel variabel variabel
3) 300'000 300'000 01.09.02 – 30.06.04 5 variabel variabel

Bei sämtlichen langfristigen Wandeldarlehen besteht keine Wandelpflicht, die New Value verfügt über ein Wandelrecht, d.h. sie kann am Ende der Laufzeit auch die Rückzahlung der Wandeldarlehen verlangen. Die Wandelrechte wurden nicht aktiviert, da aufgrund von Unsicherheiten eine Bewertung schwer möglich ist.

18. Beteiligungen

18.1. Anschaffungswerte der Beteiligungen

31.03.2003 31.03.2002 Anschaf
Kapitalanteil Aktien- 1) Anschaf- Kapitalanteil Aktien-
in % am Kapital kapital fungswert in % am Kapital kapital fungswert
CHF CHF CHF CHF
Bogar AG, Zürich 15.4% 759'710 3'441'200 21.4% 522'000 3'241'400
Colorplaza AG, Vevey 13.3% 387'820 999'994 13.3% 387'820 999'994
Idiag AG, Volketswil 38.3% 2'101'000 2'662'500 39.6% 2'034'200 2'662'500
Innoplana Umwelttechnik AG, Tägerwilen 7.6% 4'294'220 551'720 38.9% 4'294'220 2'855'496
Light Vision Group AG, Dottikon 45.0% 500'000 500'000 45.0% 500'000 500'000
Mycosym AG, Bitterfeld 2) 33.9% 196'013 2'325'606 30.0% 154'367 1'547'181
SAF AG, Tägerwilen 2.1% 162'530 1'000'000 2.1% 162'530 1'000'000
Somaco AG, Sins 18.0% 1'390'000 250'000 18.0% 1'390'000 250'000
Swiss Sustainable Systems AG, Bern 46.3% 1'079'420 1'000'000 46.3% 1'079'420 1'000'000
Therastrat AG, Allschwil 34.3% 1'195'200 1'561'681 0.0% 0 0

Total 14'292'701 14'056'571

Der Unternehmenszweck der Beteiligungen wird im vorstehenden Beschrieb der Portfoliogesellschaften erläutert.

1) Die Differenz zwischen Anschaffungswert nach IFRS und nach handelsrechtlichem Einzelabschluss ergibt sich aufgrund des Kaufs der Beteiligungen von New Value (Overseas) Ltd. durch New Value AG zum Verkehrswert.

2) Triton Holding AG, Bitterfeld wurde in Mycosym AG umfirmiert.

18.2. Entwicklung der Beteiligungen

1)Verkehrswert
31.03.2002
CHF
Zugänge
CHF
Abgänge
CHF
anpassungen
CHF
1)Bewertungs- 1)Verkehrswert
31.03.2003
CHF
Kapital
zusagen
CHF
Bogar AG 3'909'500 199'800 0 111'700 4'221'000 0
Colorplaza AG 999'994 0 0 0 999'994 0
Idiag AG 4'833'000 0 0 0 4'833'000 0
Innoplana Umwelttechnik AG 2) 3'260'829 0 – 2'648'537 21'029 633'321 0
Light Vision Group AG 3) 500'000 0 0 – 275'000 225'000 0
Mycosym AG 4) 1'547'181 778'425 0 3'683 2'329'288 0
SAF AG 500'000 0 0 0 500'000 0
Somaco AG 250'000 0 0 0 250'000 0
Swiss Sustainable Systems AG 1'000'000 0 0 0 1'000'000 0
Therastrat AG 5) 0 1'561'681 0 0 1'561'681 0
Total 16'800'504 2'539'906 – 2'648'537 – 138'588 16'553'284 0

1) Die Verkehrswertbewertung basiert auf massgeblichen Kapitalerhöhungen in der Berichtsperiode durch Dritte zu einem signifikant höheren Preis. Diese nicht realisierten Gewinne wurden in der Bilanz per 31.03.2003 als Neubewertungsreserven im Eigenkapital ausgewiesen. Im Falle eines Verkaufs einer Beteiligung, werden die gebildeten Neubewertungsreserven, analog zur Bildung, erfolgsneutral, aufgelöst. Der realisierte Gewinn wird über die Erfolgsrechnung verbucht.

2) Die Beteiligung Innoplana Umwelttechnik AG wurde im November 2002 mit Gewinn an Ondéo-Degrémont, eine Gesellschaft der Suez-Gruppe, verkauft. Es wurden 82.4% der von New Value gehaltenen Aktienposition verkauft. Für den restlichen Anteil besteht eine Abnahmeverpflichtung durch Ondéo-Degrémont bis spätestens per 31.12.2006.

3) Die Beteiligung an der Light Vision Group AG wurde um 55% abgewertet. Diese Wertberichtigung ist auf die nachhaltig unter Budget liegende Umsatzentwicklung zurückzuführen. Der neue Kurs von CHF 10.00 pro Aktie entspricht dem Nominalwert. Die Abwertung erfolgte unter den Anschaffungswert und wurde direkt über die Erfolgsrechnung verbucht.

4) Die Bewertungsanpassung von Mycosym AG setzt sich zusammen aus einer Wertsteigerung der Beteiligung und einem nicht realisierten Währungsverlust. Die Nettobewertungsanpassung wird den Neubewertungsreserven angerechnet.

5) Von den CHF 1'561'681.00 der Beteiligung an Therastrat AG stammen CHF 761'657.10 aus der Wandlung eines Darlehens.

18.3. Entwicklung der Neubewertungsreserven

per 31.03.2003 2'974'872
Neubewertungsreserven (netto)
Latente Steuerverbindlichkeiten – 60'712
per 31.03.2003 3'035'584
Neubewertungsreserven (brutto)
Bildung aufgrund von Bewertungsanpassungen 136'412
Realisierung aus Verkauf Beteiligungen – 344'761
Neubewertungsreserven (brutto) per 01.04.2002 3'243'933
CHF

19. Eigenkapital und Net Asset Value (NAV)

19.1. An der ordentlichen Generalversammlung vom 05.09.2001 wurden folgende Kapitalerhöhungen beschlossen:

  • ø Eine genehmigte Kapitalerhöhung; der Verwaltungsrat ist ermächtigt bis zum 05.09.2003 das Aktienkapital durch Ausgabe von höchstens 500'000 vollständig zu liberierenden Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF10.00 im Maximalbetrag von CHF 5'000'000.00 zu erhöhen.
  • ø Eine bedingte Kapitalerhöhung; das Aktienkapital der Gesellschaft wird im Maximalbetrag von CHF 750'000.00 erhöht durch die Ausgabe von höchstens 75'000 vollständig zu liberierenden Namenaktien im Nennwert von je CHF10.00 infolge Ausübung von Options- oder Bezugsrechten, welche Mitarbeitern, einschliesslich Mitgliedern des Verwaltungsrates der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften eingeräumt werden. Das Bezugsrecht der AktionärInnen ist bezüglich dieser Namenaktien ausgeschlossen. Die Ausgabe dieser neuen Namenaktien kann zu einem unter dem Börsenkurs liegenden Preis erfolgen. Der Verwaltungsrat regelt die Einzelheiten der Ausgabebedingungen.

19.2. Basierend auf dem Beschluss der ordentlichen Generalversammlung vom 05.09.2001 betreffend der genehmigten Kapitalerhöhung wurde das Kapital am 16.08.2002 durch die Ausgabe von 175'000 neuen Namenaktien zu je CHF10.00, liberiert durch Bareinlage, erhöht. Der Ausgabepreis je Aktie betrug CHF19.25. Die Agioeinzahlung belief sich auf 1'618'750.00. Der Gesellschaft flossen total CHF 3'368'750.00 neue Mittel zu.

19.3. Die Kapitalerhöhungskosten, beinhaltend Kommissionen, Emissionsabgaben, Rechtsberatungskosten und übrige direkte Kosten, beliefen sich in der Berichtsperiode auf CHF 168'035. Diese wurden direkt mit dem einbezahlten Agio verrechnet. Die Kapitalerhöhungskosten im Vorjahr beliefen sich auf CHF 478'580.

19.4. Per Bilanzstichtag bestehen total 34'386 Stk. eigene Aktien (entspricht einer Quote von 2.87%), welche zu einem Durchschnittspreis von CHF 18.48 erworben wurden. Bei diesen Aktien handelt es sich um eine Handelsposition. Die Kursgewinne/-verluste wurden direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben/ belastet. Am 31.03.2002 betrug die Anzahl gehaltene eigene Aktien 98'700 Stk.

19.5. Per Bilanzstichtag sind folgende bedeutende Aktionäre bekannt: Personalvorsorgekasse der Stadt Bern, Schwanengasse 14, 3011 Bern mit einem Bestand von 210'000 Aktien (entspricht einer Quote von 17.45%) sowie der Pensions- und Hilfsfonds des Opernhaus Zürich, Falkenstrasse 1, 8001 Zürich mit einem Bestand von 100'000 Aktien (entspricht einer Quote von 8.33%).

19.6. Der konsolidierte Net Asset Value (NAV) der New Value Gruppe wird berechnet, indem man den Wert des gesamten Vermögens der New Value Gruppe bestimmt und davon die gesamten konsolidierten Verbindlichkeiten der New Value Gruppe abzieht. Der NAV je Aktie wird ermittelt, indem man den konsolidierten NAV der New Value Gruppe durch die Anzahl ausstehender Aktien teilt.

19.7. Berechnung NAV

31.03.2003 31.03.2002
CHF CHF
Anschaffungskosten Beteiligungen 14'292'701 14'056'570
Erfolgsneutrale Aufwertungen, brutto 3'035'584 3'243'933
Abwertung Beteiligungen – 775'000 – 500'000
Bilanzwert Beteiligungen 16'553'285 16'800'503
Bilanzwert Darlehen 5'009'875 1'550'000
Flüssige Mittel 5'931 489'954
Forderungen 48'850 66'309
Aktive Rechnungsabgrenzung 74'732 10'000
Abzüglich Verbindlichkeiten
(inkl. Latente Steuerverbindl.) – 375'527 – 832'048
Net Asset Value der
New Value Gruppe 21'317'145 18'084'718
Anzahl ausstehende Aktien 1'165'614 926'300
Net Asset Value pro Aktie 18.29 19.52

20. Übrige Verbindlichkeiten

31.03.2003 31.03.2002
CHF CHF
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten – 96'146 0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten – 15'007 – 32'506
Total übrige Verbindlichkeiten – 111'153 – 32'506

21. Beratungshonorare und Auslagen

Dem Investment Advisory Agreement entsprechend zahlt New Value AG dem Adviser quartalsweise ein Anlageberatungshonorar, das sich auf 0,5% pro Quartal des geprüften konsolidierten gesamten NAV der Gesellschaft zu Beginn des Geschäftsjahres beläuft, und ist quartalsweise im voraus zahlbar, zuzüglich gegebenenfalls anfallender MWST. Allfällige temporäre Differenzen aufgrund des noch nicht verfügbaren geprüften NAV im ersten Quartal werden im folgenden Quartal entsprechend ausgeglichen. Alle Kapitaltransaktionen, die während des Geschäftsjahres durchgeführt werden, sind pro rata zu ihrem Nettogeldwert zu berücksichtigen.

In der Berichtsperiode wurde der Adviser Vertrag mit EPS Finanz AG aufgelöst. Neuer Adivser ist die EPS Value Plus AG, Bodmerstrasse 9, 8027 Zürich. Die Konditionen bleiben unverändert. Das Anlageberaterhonorar belief sich in diesem Geschäftsjahr auf CHF 448'642.00 und betrug im Geschäftsjahr 2001/2002 CHF 321'859.00.

Am Ende des Geschäftsjahres zahlt die New Value AG dem Adviser eine gestaffelte Erfolgsbeteiligung, die auf der Aktienkurssteigerung an der Hauptbörse beruht (zur Zeit sind die Aktien der New Value AG an der Berne eXchange BX kotiert) und zwar nach folgendem Schlüssel:

≥ 10% p.a. Wertzuwachs: 10% Erfolgsbeteiligung ≥ 15% p.a. Wertzuwachs: 20% Erfolgsbeteiligung

Für die Aktienkursberechnung wird der Durchschnitt der Schlusskurse der letzten zehn Handelstage zugrundegelegt.

Diese Erfolgsbeteiligung wird einmal pro Jahr gezahlt, wobei eventuelle frühere Wertverminderungen vor der Zahlung einer solchen Erfolgsbeteiligung wettgemacht werden müssen («High Water Mark»). Die Erfolgsbeteiligung wird zeit- und kapitalbezogen gewichtet.

In der Berichtsperiode sowie im Vorjahr sind keine Erfolgsbeteiligungen ausbezahlt worden.

Gemäss separater Vereinbarung zwischen der Gesellschaft und dem Adviser, bezahlt die Gesellschaft für den Gebrauch der Büroräumlichkeiten und der Büroinfrastruktur monatlich CHF 2'500 (zuzüglich MWST). Des weiteren stellt der Adviser einen qualifizierten Mitarbeiter für die administrative Führung der Gesellschaft zur Verfügung, die Gesellschaft bezahlt dafür ein monatliches Honorar von CHF 7'000 (zuzüglich MWST).

22. Steuern

Für das laufende Geschäftsjahr, endend am 31. 03. 2003, waren aufgrund der bestehenden Verlustvorträge keine Ertragssteuerrückstellungen notwendig.

Auf eine Aktivierung der latenten Steuerforderungen aus dem Verlustvortrag wurde aufgrund der Unsicherheit der Verrechenbarkeit mit zukünftigen Gewinnen verzichtet. Die passivierten latenten Steuern, berechnet auf der erfolgsneutralen Verkehrswertbewertung der Beteiligungen, wurden direkt den Neubewertungsreserven im Eigenkapital belastet, da es sich um nicht realisierte Gewinne handelt.

22.1. Entwicklung latente Steuern und Auswirkungen auf die Neubewertungsreserven

31.03.2003
CHF
31.03.2002
CHF
Verkehrswertbewertung Beteiligungen
(Neubewertungsreserven brutto) 3'035'584 3'243'933
Angewandter Steuersatz 1) 2.00% 8.50%
Latente Steuerverbindlichkeiten 60'712 275'734
Neubewertungsreserven netto 2'974'872 2'968'199

1) Aufgrund des auf Bundesebene geltenden Beteiligungsabzugs bzw. des Holdingprivilegs auf kantonaler und kommunaler Ebene werden latente Steuerverbindlichkeiten mit dem Steuersatz der direkten Bundessteuer von 7.8% nur für Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von weniger als 20% berücksichtigt. Deshalb werden latente Steuerverbindlichkeiten mit einem reduzierten Steuersatz von 2% berechnet.

22.2. Nicht aktivierte Verlustvorträge

CHF Verfall im Jahr
Steuerlicher Verlustvortrag – 133'023 2008
Steuerlicher Verlustvortrag – 425'931 2009
Steuerlicher Verlustvortrag 0 2010

23. Ergebnis pro Aktie

Das Ergebnis pro Aktie wird berechnet, indem man den konsolidierten Jahresverlust durch die Anzahl durchschnittlich ausstehender Aktien teilt.

31.03.2003
CHF
31.03.2002
CHF
Konsolidierter Jahresverlust – 1'122'332 – 1'569'508
Anzahl durchschnittlich
ausstehende Aktien 1'082'442 763'685
Verlust pro Aktie – 1.04 – 2.06

24. Beziehungen zu nahestehenden Gesellschaften und Personen

Grundsätzlich bestehen Beziehungen zum Investment Adviser der Gesellschaft (EPS Value Plus AG). Die Honorierung und Auslagenregelung werden in der Ziffer 21 erläutert. In den übrigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber dem Verwaltungsrat von CHF 15'006 ausgewiesen. Weitere Angaben zu nahestehenden Gesellschaften und Personen werden im Corporate Governance Bericht erläutert.

25. Beteiligungsplan

Am 16.09.2002 wurden zum zweiten Mal, basierend auf dem Beteiligungsplan vom 14.09.2001, Optionen zu den unter Ziffer 14 beschriebenen Bedingungen ausgegeben:

Zuteilungstag Gültig bis Ausübung ab Optionen Zugeteilte Aus-
übungs-
preis
Kapital
einlage
bei voll
ständiger
Ausübung
Anzahl CHF CHF
17.10.2001 30.09.2006 01.10.2005 10'250 22.43 229'908
16.09.2002 30.09.2007 01.10.2006 12'000 23.87 286'440

26. Eventualverbindlichkeiten

Bürgschaften per 31.03.2003

Zweck
Kreditsicherung
Schadlosstellung

27. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Seit dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die konsolidierte Jahresrechnung haben.

28. Genehmigung der konsolidierten Jahresrechnung durch den Verwaltungsrat

Am 18.07.2003 hat der Verwaltungsrat beschlossen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zur Veröffentlichung freizugeben. Die Jahresrechnung unterliegt der Genehmigung durch die Generalversammlung.

Wirtschaftsprüfung

KPMG Fides Peat Hofqut CH-3073 Gümligen-Bern

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Bericht des Konzernprüfers an die Generalversammlung der

New Value AG, Zürich

Als Konzernprüfer haben wir die konsolidierte Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung, Eigenkapitalnachweis, Geldflussrechnung und Anhang, Seiten 27 bis 38) der New Value AG für das am 31. März 2003 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die konsolidierte Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des schweizerischen Berufsstandes sowie nach den International Standards on Auditing (ISA), wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der konsolidierten Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der konsolidierten Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der konsolidierten Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz. Ohne unseren Bericht einzuschränken, weisen wir auf die Erläuterungen 5 und 18 im Anhang der konsolidierten Jahresrechnung hin, welche die Venture Capital-Beteiligungen der Gesellschaft beschreiben. Die Bewertung der Beteiligungen in Höhe von CHF 16,553,284 (76 % der Gesamtaktiven) per 31. März 2003 und in Höhe von CHF 16,800,504 (89 % der Gesamtaktiven) per 31. März 2002 wurde durch den Investment Advisor unter der Verantwortung des Verwaltungsrates zu Verkehrswerten geschätzt. Wir haben die dabei angewandten Bewertungsverfahren beurteilt und die zugrunde liegende Dokumentation durchgesehen; obwohl diese Verfahren und die Dokumentation den Umständen angemessen erscheinen, unterliegt die Ermittlung der Verkehrswerte subjektiven Einschätzungen, die nicht durch unabhängige Prüfungsverfahren erhärtet werden können.

Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.

KPMG Fides Peat

Dieter Widmer Reto Heini dipl. Wirtschaftsprüfer dipl. Wirtschaftsprüfer Leitende Revisoren

Gümligen-Bern, 18. Juli 2003

Finanzen Jahresrechnung New Value AG

Bilanz

per 31.03.2003 31.03.2002
Bezeichnung CHF CHF

Aktiven

Anlagevermögen

2'109'875 0
16'487'902 13'497'181
per 31.03.2003 31.03.2002
Bezeichnung CHF CHF

Passiven

Eigenkapital

Total Eigenkapital 21'932'575 18'431'308
Jahresgewinn/-verlust 300'552 – 425'931
Verlustvortrag – 558'954 – 133'023
Reserven für eigene Aktien 635'573 1'782'944
Allg. Reserven 9'555'404 6'957'318
Aktienkapital 12'000'000 10'250'000

Umlaufvermögen

Total Umlaufvermögen 3'679'409 5'037'582
Flüssige Mittel 0 456'328
Eigene Aktien 649'895 1'924'650
Aktive Rechnungsabgrenzung 74'732 624
gegenüber Konzerngesellschaften 0 312'670
Übrige Forderungen
gegenüber Dritten 54'782 66'310
Übrige Forderungen
gegenüber Konzerngesellschaften 0 2'277'000
Kurzfristige Darlehen
gegenüber Dritten 2'900'000 0
Kurzfristige Darlehen

Total Aktiven 22'277'186 18'534'763

Fremdkapital

Total Fremdkapital 344'610 103'455
Passive Rechnungsabgrenzung 115'000 40'000
gegenüber Konzerngesellschaften 50'000 0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Dritten 111'152 32'506
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Leistungen 68'458 30'948

Total Passiven 22'277'186 18'534'763

Erfolgsrechnung

01.04.2002 01.04.2001
bis bis
pro 31.03.2003 31.03.2002
Bezeichnung Anhang CHF CHF
01.04.2002 01.04.2001
bis bis
pro 31.03.2003 31.03.2002
Bezeichnung Anhang CHF CHF

Ergebnis aus Beteiligungen

Beteiligungen 1'036'113 0
Total Ergebnis aus
Nicht realisierte Verluste – 275'000 0
Beteiligungsaufwand – 12'260'000 0
Beteiligungsertrag 13'571'113 0

Finanzergebnis

Jahresgewinn/-verlust 300'552 – 425'931
Kapitalsteuern – 22'200 – 18'905
Ergebnis vor Steuern 322'752 – 407'026
Total Finanzergebnis – 27'207 273'576
Finanzaufwand – 169'270 – 52'884
Finanzertrag 142'063 326'460

Betriebsaufwand

Total Betriebsaufwand – 686'154 – 680'602
Periodenfremder Betriebsaufwand – 113'993 0
Übriger Verwaltungsaufwand – 481'777 – 635'410
Externer Personalaufwand – 90'384 – 45'192

Anhang zur Jahresrechnung

Gesetzliche vorgeschriebene Angaben

Eventualverbindlichkeiten

Bürgschaften per 31.03.2003

Betrag in CHF Zweck
60'000 Kreditsicherung
30'000 Schadlosstellung

Eigene Aktien

Per Bilanzstichtag bestehen total 34'386 Stk. eigene Aktien, welche zu einem durchschnittlichen Anschaffungspreis von CHF 18.48 erworben wurden. Die Bewertung erfolgte zum Schlusskurs von CHF18.90 vom 31.03.2003 an der Berne eXchange (BX).

CHF
Anschaffungspreis (Wert für die Bildung der Reserven für eigene Aktien) 635'573
Kurswert per 31.03. 2003 649'895

Anteil eigene Aktien im Verhältnis zum gesamten Aktienkapital

Aktienkapital total Anzahl Aktien 1'200'000
Eigene Aktien Anzahl Aktien 34'386
Eigene Aktien in % des Aktienkapitals 2.87%

Bedeutende Beteiligungen

31.03.2003 31.03.2002
Kapitalanteil Aktien- Anschaf- Kapitalanteil Aktien- Anschaf
in % der kapital fungswert in % der kapital fungswert
Gesellschaft CHF CHF Gesellschaft CHF CHF
Bogar AG, Zürich (CH)
Medikamente, Ergänzungsfutter- und Pflegemittel
auf pflanzlicher Basis für Haus- und Nutztiere 15.4 759'710 4'109'300
Colorplaza AG, Vevey (CH)
Online-Foto-Services 13.3 387'820 999'994
Idiag AG, Volketswil (CH)
Innovative Medizinaltechnik-Produkte 38.3 2'101'000 4'833'000
Innoplana Umwelttechnik AG, Tägerwilen (CH)
Herstellung von Anlagen zur Trocknung
von Klärschlamm 7.6 4'294'220 633'321
Light Vision Group AG, Dottikon (CH)
Produkte im Bereich der
High-Tech-Elektrolumineszenz-Beleuchtung 45.0 500'000 225'000
Mycosym AG, Bitterfeld (D)
Pflanzentechnologieunternehmen 1) 33.9 196'013 2'325'606 30.0 154'367 1'547'181
SAF AG, Tägerwilen (CH)
Softwarelösungen für die automatische
Disposition von Gütern und Dienstleistungen 2.1 162'530 500'000
Somaco AG, Sins (CH)
Kunststoff-Speziallösungen im Bereich
umweltverträglicher Rezepturentwicklung 18.0 1'390'000 250'000
Swiss Sustainable Systems AG, Bern (CH)
Photovoltaik-Produkte zur Integration
in die Gebäudehülle 46.3 1'079'420 1'000'000
Therastrat AG, Allschwil (CH)
Wissensmanagement-Systeme für prädiktive
Arzneimittelsicherheit 34.3 1'195'200 1'561'681
New Value (Overseas) Ldt.
Cayman Islands B.W.I; Investmentgesellschaft 2) 100.0 50'000 50'000 100.00 50'000 11'950'000
Total 16'487'902 13'497'181

1) Triton Holding AG, Bitterfeld wurde in Mycosym AG umfirmiert.

2) Der Anschaffungswert von New Value (Overseas) Ltd. wurde aufgrund der Ausschüttung einer Substanzdividende (Agio-Reserve) reduziert.

Bedeutende Aktionäre

Per Bilanzstichtag sind folgende bedeutende Aktionäre bekannt: Personalvorsorgekasse der Stadt Bern, Schwanengasse 14, 3011 Bern mit einem Bestand von 210'000 Aktien (entspricht einer Quote von 17.45%) sowie der Pensions- und Hilfsfonds des Opernhaus Zürich, Falkenstrasse 1, 8001 Zürich mit einem Bestand von 100'000 Aktien (entspricht einer Quote von 8.33%).

Kapitalerhöhungen

An der ordentlichen Generalversammlung vom 05.09.2001 wurden folgende Kapitalerhöhungen beschlossen:

  • ø Eine genehmigte Kapitalerhöhung; der Verwaltungsrat ist ermächtigt bis zum 05.09.2003 das Aktienkapital durch Ausgabe von höchstens 500'000 vollständig zu liberierenden Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 10.00 im Maximalbetrag von CHF 5'000'000.00 zu erhöhen.
  • ø Eine bedingte Kapitalerhöhung; das Aktienkapital der Gesellschaft wird im Maximalbetrag von CHF 750'000.00 erhöht durch die Ausgabe von höchstens

75'000 vollständig zu liberierenden Namenaktien im Nennwert von je CHF 10.00 infolge Ausübung von Options- oder Bezugsrechten, welche Mitarbeitern, einschliesslich Mitgliedern des Verwaltungsrates der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften eingeräumt werden. Das Bezugsrecht der AktionärInnen ist bezüglich dieser Namenaktien ausgeschlossen. Die Ausgabe dieser neuen Namenaktien kann zu einem unter dem Börsenkurs liegenden Preis erfolgen. Der Verwaltungsrat regelt die Einzelheiten der Ausgabebedingungen.

Basierend auf dem Beschluss der ordentlichen Generalversammlung vom 05.09.2001 betreffend der genehmigten Kapitalerhöhung wurde das Kapital am 16.08.2002 durch die Ausgabe von 175'000 neuen Namenaktien zu je CHF 10.00, liberiert durch Bareinlage, erhöht. Der Ausgabepreis je Aktie betrug CHF 19.25. Die Agioeinzahlung belief sich auf 1'618'750.00. Der Gesellschaft flossen total CHF 3'368'750.00 neue Mittel zu.

Es bestehen keine weiteren, nach Art. 663b OR gesetzlich vorgeschriebene ausweispflichtige Angaben.

Gesetzliche nicht vorgeschriebene Angaben

Entwicklung Allg. Reserven

CHF
Bestand per 01.04.2002 6'957'318
Einzahlung Agio aus Kapitalerhöhung 16.08.2002 1'618'750
Zuführung aus Reserven für eigene Aktien 1'147'371
Gemäss Art. 659a Abs. 2 OR sind im Umfang des Anschaffungspreises für eigene Aktien separate Reserven zu bilden.
Belastung Kapitalerhöhungskosten 2002 – 168'035
Bestand per 31.03.2003 9'555'404

Antrag über die Verwendung des Bilanzverlustes

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, den Bilanzverlust wie folgt zu verwenden:

Bezeichnung CHF
Verlustvortrag Vorjahr – 558'954
Jahresgewinn Geschäftsjahr 2002/2003 300'552
Bilanzverlust – 258'402
Vortrag auf neue Rechnung – 258'402

Wirtschaftsprüfung

KPMG Fides Peat Hofaut CH-3073 Gümligen-Bern

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Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung der

New Value AG , Zürich

Als Revisionsstelle haben wir die Buchführung und die Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang, Seiten 41 bis 46) der New Value AG für das am 31. März 2003 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des schweizerischen Berufsstandes, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.

Ohne unseren Bericht einzuschränken, verweisen wir auf die Erläuterung im Anhang zu den Beteiligungen. In der Bilanz per 31. März 2003 werden Venture Capital-Beteiligungen mit einem Buchwert in der Höhe von CHF 16.487.902 zum Anschaffungswert resp. tieferen Verkehrswert aktiviert. Die Bewertung der Beteiligungen wurde durch den Investment Advisor unter der Verantwortung des Verwaltungsrates geschätzt. Wir haben die dabei angewandten Bewertungsverfahren beurteilt und die zugrunde liegende Dokumentation durchgesehen; obwohl diese Verfahren und die Dokumentation den Umständen angemessen erscheinen, unterliegt die Ermittlung der Verkehrswerte subjektiven Einschätzungen, die nicht durch unabhängige Prüfungsverfahren erhärtet werden können.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

KPMG Fides Peat Dieter Widmer

Reto Heini dipl. Wirtschaftsprüfer dipl. Wirtschaftsprüfer Leitende Revisoren

Gümligen-Bern, 18. Juli 2003

Impressum ew

Herausgeber NEW VALUE AG Bodmerstrasse 9 Postfach CH-8027 Zürich

Telefon +41 43 344 38 38 Fax +41 43 344 38 39

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Generalversammlung 2003 27. August 2003, 16.00 Uhr, Hotel Ascot, 8002 Zürich

Konzept /Gestaltung: Michael Schaepe Werbung AG, Zürich Typografie: Satz für Satz, Adriano Ackermann, Zürich Druck: Anton Schöb, Buchdruck-Offsetdruck, Zürich

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