Management Reports • May 11, 2011
Management Reports
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Im folgenden Lagebericht wird die Lage des Syzygy Konzerns (im Folgenden „Syzygy“, „Konzern“ oder „Gruppe“) dargestellt. Der dem Lagebericht zugrunde liegende Konzernabschluss wurde nach den Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Syzygy ist eine europäische Agenturgruppe für interaktives Marketing mit rund 250 Mitarbeitern. Der Konzern besteht aus der Syzygy Aktiengesellschaft sowie ihren sechs Tochtergesellschaften: der Syzygy Deutschland GmbH, der Syzygy UK Ltd., der uniquedigital GmbH, der Unique Digital Marketing Ltd., dem Designstudio Hi-ReS! London Ltd. sowie der Mediopoly Ltd.
Mit Niederlassungen in Bad Homburg bei Frankfurt am Main, Hamburg und London bieten die operativen Einheiten des Konzerns Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum rund um unternehmensrelevante Internet-Lösungen: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung („Design & Build“).
Suchmaschinenmarketing und Online Media Planung komplettieren das Serviceangebot. So ermöglicht es Syzygy ihren Kunden, das Internet als leistungsstarkes Kommunikations- und Vertriebsmedium zu nutzen und die Interaktion mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern zu verbessern und zu vertiefen. Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobile, Telekommunikation / IT, Handel und Konsumgüter, Finanzdienstleistungen sowie Medien und Unterhaltung.
Das Jahr eins nach dem Wirtschaftseinbruch 2009 überraschte mit einer beispiellosen Aufholjagd. Viel schneller und dynamischer als noch zu Beginn 2010 von den meisten Ökonomen erwartet, erholten sich die Konjunkturkennzahlen und Stimmungsbarometer in weiten Teilen der Welt und beschrieben in ihrem Jahresverlauf vielerorts ein perfektes „V“.
In der Eurozone entwickelten sich die Volkswirtschaften heterogen und drifteten weiter auseinander: Die Schuldenkrise mehrerer Mitgliedsstaaten sorgte am Finanzmarkt weiterhin für Unsicherheit und führte in Politik und Wirtschaft zu Diskussionen über die Zukunft der Gemeinschaftswährung.
Die deutsche Wirtschaft, die in 2009 die stärkste Rezession der Nachkriegszeit erlebt hatte, erwies sich als europäisches Zugpferd und machte vor allem im Frühjahr und Sommer deutlich an Boden gut. Das seit der Wiedervereinigung höchste Jahresplus von 3,6 Prozent lag deutlich über den ursprünglichen Prognosen, die sich zwischen 1,4 Prozent (Bundesregierung) und 1,7 Prozent (DIW Berlin) bewegt hatten. Neben der starken Auslandsnachfrage machten sich ab dem zweiten Halbjahr auch Impulse aus dem Inland positiv bemerkbar, die von einer optimistischen Stimmung der deutschen Verbraucher und Unternehmen zeugten.
Das von der Krise besonders hart getroffene Großbritannien erlebte in den ersten drei Quartalen zunächst einen moderaten Konjunkturaufschwung, musste in den Wintermonaten jedoch erneut einen Rückgang hinnehmen: Das BIP sank im vierten Quartal um 0,5 Prozent und beeinträchtigte damit auch die Entwicklung des Gesamtjahres, das mit einem Zuwachs von 1,4 Prozent abgeschlossen wurde. Zu dieser negativen Entwicklung trugen nicht nur witterungsabhängige Wirtschaftszweige wie die Bau- oder Logistikbranche bei, die unter dem frühen Wintereinbruch zu leiden hatten; auch der Finanz- und Dienstleistungssektor musste Einbußen hinnehmen. Insofern ist der Konjunkturaufschwung bei Weitem nicht so dynamisch wie in Deutschland.
Parallel zur allgemeinen Konjunktur erholte sich 2010 auch die Werbewirtschaft. Zwar divergieren die Werte je nach Erhebungsmethode, doch zeugen die unterschiedlichen Statistiken von einem übergreifenden Trend: Der Paradigmenwechsel in der Werbewelt hält an. Die digitalen Kanäle vereinen immer größere Budgetanteile auf sich und bringen insbesondere Zeitungen und Zeitschriften langsam aber sicher in Bedrängnis.
Die Mediaagentur ZenithOptimedia schätzt die weltweiten Werbeausgaben für das vergangene Jahr auf rund USD 450 Mrd., das sind knapp 5 Prozent mehr als in 2009. Wie bereits in der Vergangenheit entwickelte sich das Internet weit überdurchschnittlich und verzeichnete zum Jahresende ein Umsatz-Wachstum von 14 Prozent auf USD 62 Mrd. Damit verbesserte sich sein Anteil am gesamten Werbebudget um 1,2 Prozentpunkte auf nunmehr 14 Prozent.
In Deutschland beliefen sich die Investitionen in klassische Medien (inkl. Internet) laut der Nielsen-Werbestatistik auf EUR 25 Mrd., das sind rund 11 Prozent mehr als in 2009. Das Internet (hier: Banner-Werbung) ließ alle anderen Medien weit hinter sich und verbuchte zum Jahresende ein Plus von überragenden 34,7 Prozent auf insgesamt EUR 2,4 Mrd.
Der Online-Vermarkterkreis im Bundesverband Digitale Wirtschaft (OVK), der die Nielsen-Statistik auf 100 Prozent hochrechnet und um Affiliate- und Suchmaschinenmarketing ergänzt, musste seine Statistik für 2010 deutlich nach oben korrigieren: War der OVK zur Jahresmitte 2010 noch von einer Steigerung der Bruttowerbeinvestitionen um 19 Prozent ausgegangen, meldete er im OVK Online-Report 2011/01 ein Wachstum von 26 Prozent auf rund EUR 5,4 Mrd. Damit hat das Internet seinen Anteil am gesamten deutschen Werbebudget weiter von 16,5 Prozent auf 19,2 Prozent erhöht. Basierend auf Werten der ersten drei Quartale 2010 errechnete die Advertising Association für Großbritannien eine Erhöhung der gesamten Werbeausgaben um 6,6 Prozent, was dem stärksten Anstieg seit 2004 entspricht. Neben TV und Außenwerbung gehörte Online mit einem Umsatzwachstum von 11 Prozent im dritten Quartal zu den Top Performern. Etwas konservativer fallen die Schätzungen von ZenithOptimedia aus, die dem Internet in UK ein Werbeplus von 6,9 Prozent voraussagen.
Absolute Zahlen liefern das Internet Advertising Bureau (IAB) und eMarketer: Das IAB ermittelte für das erste Halbjahr 2010 Online-Werbeumsätze in Höhe von GBP 2,0 Mrd., eMarketer kommt für das Gesamtjahr auf GBP 3,31 Mrd. Dabei entsprechen beide Werte einer Steigerungsrate von 10 Prozent. Deutlich überproportional profitierten dabei die sozialen Netzwerke, die Werbeeinnahmen in Höhe von GBP 130 Mio. auf sich vereinen konnten, das sind 44 Prozent mehr als noch im Vorjahr.
Die Syzygy Gruppe weist in der Finanzberichterstattung Brutto- und Netto-Umsatzerlöse aus. Die Netto-Umsatzerlöse ergeben sich aus den Brutto-Umsatzerlösen abzüglich der Mediakosten, die in den Online Marketing Gesellschaften als durchlaufende Posten bei der Verwaltung von Kundenbudgets anfallen.
Ein besonders positiver Geschäftsverlauf bei uniquedigital Hamburg, der sowohl Neukundengewinne als auch die Entwicklung von Bestandskunden umfasste, führte zu einem Wachstum der Konzern-Brutto-Umsatzerlöse um 8 Prozent auf EUR 87,1 Mio. Nach Abzug der Mediakosten in Höhe von EUR 59,8 Mio. verblieben Netto-Umsatzerlöse von EUR 27,2 Mio., was einem Rückgang von 5,5 Prozent entspricht. Ursache für diese Diskrepanz ist vornehmlich das nach wie vor schwierige wirtschaftliche Umfeld in Großbritannien, das nicht nur von einer allgemein unsicheren Konjunkturlage, sondern zusätzlich von einem hohen Wettbewerbs- und Margendruck in der Agenturlandschaft geprägt ist.
Die ungünstigeren Rahmenbedingungen in Großbritannienwerden in der Betrachtung nach Regionen besonders deutlich: Während sich die deutschen Gesellschaften sehr dynamisch entwickeln und ihre Netto-Umsatzerlöse um 11 Prozent auf EUR 17,9 Mio. steigern konnten, verringerten sich die Umsätze in Großbritannien um ein Viertel auf EUR 10,2 Mio. Besonders belastend wirkten sich die andauernde Investitionszurückhaltung von Automotive-Kunden im Design & Build-Geschäft sowie der Verlust eines Online Marketing-Kunden aus, der die zuvor eingekauften Dienstleistungen nun inhouse erbringt. In der Folge ging die EBIT-Marge der britischen Gesellschaften von 15,7 Prozent auf 7,6 Prozent zurück, die deutschen Agenturen erzielten eine Umsatzrendite von 24 Prozent (Vorjahr: 18,6%) und konnten damit ihre Profitabilität im Berichtsjahr deutlich steigern.
Während die Umsätze mit Kunden aus der Automobilindustrie im Berichtsjahr rückläufig waren, konnte die Syzygy Gruppe vor allem in den beiden Sektoren „Finanzdienstleitungen“ und „Sonstige“ neue Umsatzströme erschließen. Die Umsatzverteilung nach Branchen hat sich daher im Vergleich zum Vorjahr leicht verändert. Auf Automotive-Kunden entfielen 28 Prozent der Netto-Umsatzerlöse (Vorjahr: 30%), gefolgt von Unternehmen aus dem Bereich Handel & Konsumgüter, mit denen genau ein Fünftel der Umsätze erwirtschaftet wurde (Vorjahr: 25%). Mit einem Anteil von 16 Prozent blieb das Umsatzvolumen im Bereich Telekommunikation / IT nahezu konstant. Ein Zuwachs von jeweils drei Prozent verzeichneten die Bereiche Finanzdienstleistungen und Sonstige, die 15 bzw. 16 Prozent zum Gesamtumsatz beitrugen.
Der mit den zehn größten Kunden erwirtschaftete Umsatzanteil von 59 Prozent lag exakt auf Vorjahresniveau.
Das operative Ergebnis wurde durch die schwache Entwicklung des britischen Segments sowie damit verbundenen Umstrukturierungsmaßnahmen beeinträchtigt. Das EBIT sank um rund EUR 400.000 oder elf Prozent auf EUR 3,2 Mio., was einer EBIT-Marge von zwölf Prozent entspricht. Vor dem Hintergrund der schwierigen Situation in Großbritannien ist die Profitabilität der Syzygy Gruppe damit nach wie vor gut.
Die Rohmarge stieg leicht um 1 Prozentpunkt auf 33 Prozent, da die Herstellungskosten relativ etwas stärker zurückgingen als die Nettoumsatzerlöse.
Die Vertriebs- und Marketingkosten beliefen sich auf EUR 2,4 Mio., das sind 7 Prozent bzw. EUR 0,2 Mio. mehr als im Vergleichszeitraum. Dies ist in erster Linie auf die Stärkung der Vertriebsaktivitäten, den Aufbau von Strategie-Teams in Deutschland und UK sowie der Weiterentwicklung der Corporate Identity der Syzygy Gruppe zurückzuführen.
Die allgemeinen Verwaltungskosten sowie die sonstigen Erträge liegen auf gleichem Niveau wie im Vorjahr, während die Abschreibungen leicht zugenommen haben.
Die Syzygy Gruppe konnte in 2010 wiederum ein sehr gutes Finanzergebnis in Höhe von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.) erzielen. Dies entspricht einer Rendite auf die durchschnittlich vorhandenen Liquiditätsreserven von 5,2 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent), bzw. einem Rückgang um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die kurzfristigen Zinsen haben sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau bewegt und damit das Finanzergebnis belastet. Ebenso waren bei Anleihen längerer Laufzeiten die Zinsen leicht rückläufig. Die Realisierung von Kursgewinnen erfolgte in Höhe von EUR 0,3 Mio. gegenüber EUR 0,4 Mio. im Vorjahr.
Die Anlagestrategie ist auch weiterhin auf eine langfristige Ertragsentwicklung ausgerichtet, wobei die durchschnittliche Restlaufzeit aller Wertpapiere auf fünf Jahre (Vorjahr: vier Jahre) erhöht wurde. Die liquiden Mittel sind risikodiversifiziert mit einer starken Gewichtung auf Unternehmensanleihen guter Bonität investiert.
Die Anlagestruktur der liquiden Mittel und Wertpapiere setzt sich zum Jahresende aus 25 Prozent Tagesgelder und Bankguthaben und 75 Prozent Unternehmensanleihen zusammen.
Insgesamt war das Ergebnis vor Steuern mit EUR 4,3 Mio. gegenüber EUR 4,9 Mio. im Vorjahr rückläufig. Hierzu haben sowohl ein niedrigeres Finanzergebnis als auch ein Rückgang des operativen Ergebnisses beigetragen.
Der Steueraufwand belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf EUR 0,5 Mio. gegenüber EUR 1,6 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang ist auf eine bislang strittige steuerliche Teilwertabschreibung auf ausländische Beteiligungen aus dem Jahr 2002 zurückzuführen, die nunmehr durch den Europäischen Gerichtshof und Bundesfinanzhof entschieden wurde. Die entsprechende Rechtsanwendung wurde im Jahresabschluss der Syzygy AG umgesetzt und führt in Summe zu einem Steuerertrag von EUR 0,9 Mio. Das Konzernergebnis erreicht damit EUR 3,8 Mio. und der Gewinn pro Aktie EUR 0,30.
Der operative Cashflow entwickelte sich in allen Quartalen sehr erfreulich und belief sich in 2010 auf EUR 8,2 Mio. gegenüber EUR -0,2 Mio. im Vorjahr.
Die wesentlichen positiven Effekte waren ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 6,1 Mio. sowie das Konzernergebnis von EUR 3,8 Mio. Darüber hinaus haben höhere Kundenanzahlungen mit EUR 0,7 Mio. zu diesem starken Mittelzufluss beigetragen. Dieser wurde lediglich durch den Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 3,2 Mio. belastet. Der Rückgang der Forderungen und Verbindlichkeiten ist auf ein rückläufiges Online Marketing Geschäft in UK zurückzuführen, wobei der Forderungsbestand im Vorjahr auf Grund von Stichtagseffekten erhöht war.
Die Bilanzsumme der Syzygy AG betrug zum Stichtag EUR 58,5 Mio. und lag damit leicht unter dem Vorjahresniveau von EUR 61,7 Mio.
Relevante Veränderungen in den Aktiva gab es bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Rückgang um EUR 6,1 Mio. und bei den Wertpapieren mit einem Anstieg um EUR 3,3 Mio.
Die langfristigen Verbindlichkeiten sowie sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Kaufpreisverpflichtungen im Rahmen von Unternehmenskäufen. Ein Teil dieser Verpflichtungen wurde im Geschäftsjahr aus den langfristigen Verbindlichkeiten in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert, da er in 2011 fällig wird. Ferner sind in 2010 Kaufpreiszahlungen geleistet worden. Weitere Veränderungen ergeben sich aufgrund der Neuberechnung der ausstehenden Kaufpreiszahlungen in Form von Earn-Outs und Optionen.
In Summe haben sich dadurch die langfristigen Verbindlichkeiten um EUR 1,0 Mio. und die sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 4,2 Mio. reduziert.
Analog zu den Forderungen auf der Aktivseite verminderten sich auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 3,2 Mio. auf EUR 9,2 Mio. Das Eigenkapital der Syzygy AG ist im Berichtsjahr um EUR 4,6 Mio. angestiegen. Im Wesentlichen haben zu dieser Entwicklung eine Kapitalerhöhung mit einem Mittelzufluss von EUR 2,6 Mio., ein Rückgang der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen um EUR 0,8 Mio. und der Bilanzgewinn von EUR 1,2 Mio. beigetragen. Die ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen enthalten erfolgsneutrale Wertänderungen aufgrund der Wertänderungen bei Wertpapieren sowie bei Fremdwährungspositionen.
Durch den Anstieg des Eigenkapitals im Vergleich zur Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 58 Prozent in 2009 auf nunmehr 69 Prozent.
Zusammenfassend werden gem. DRS 15 die wesentlichen Finanzkennzahlen in einem mehrjährigen Vergleich aufgeführt:
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| 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse, netto, in TEUR | 20.313 | 27.351 | 31.707 | 28.833 | 27.247 |
| EBIT in TEUR | 1.404 | 3.372 | 5.163 | 3.556 | 3.168 |
| EBIT-Marge | 7% | 12% | 16% | 12% | 12% |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,19 | 0,21 | 0,30 | 0,28 | 0,30 |
Am 31. Dezember 2010 beschäftigte die Syzygy Gruppe insgesamt 242 feste Mitarbeiter, das sind rund 4 Prozent weniger als zum Bilanzstichtag des Vorjahres.
162 Personen waren bei den drei deutschen Gesellschaften Syzygy AG (16), Syzygy Deutschland GmbH (100) und uniquedigital GmbH (46) angestellt, die drei britischen Agenturen Syzygy UK Ltd. (39), Unique Digital Marketing Ltd. (26) und Hi-ReS! London Ltd. (15) beschäftigten insgesamt 80 Personen.
Um Auftragsspitzen abzufedern und die Auslastung zu optimieren, waren darüber hinaus durchschnittlich 15 Freelancer für die Gruppe tätig.
Basierend auf Jahresmittelwerten betrug der Pro-Kopf-Umsatz EUR 106.000.
Der Mitarbeiterverteilung nach Funktionen blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert: Mit einem Anteil von 24 Prozent bildeten die im Bereich Online Marketing beschäftigten Personen die größte Mitarbeitergruppe, 20 Prozent der Angestellten waren in technologieorientierten Funktionen tätig. 17 Prozent der Belegschaft kümmerten sich um die Kreation, 16 Prozent arbeiteten im Projektmanagement. 8 Prozent waren mit der strategischen Beratung unserer Kunden betraut, während 15 Prozent der Mitarbeiter der Verwaltung zuzuordnen waren.
Der Vergütungsbericht ist ein wesentlicher Bestandteil des Corporate Governance Berichts. Er erläutert die Grundlagen der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Syzygy AG.
Das Vergütungssystem des Vorstands wird vom Aufsichtsrat der Syzygy AG festgelegt. Die Gesamt- vergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
| ― | erfolgsunabhängige Vergütung |
| ― | erfolgsbezogene Vergütung |
| ― | sonstige Leistungen |
Die erfolgsunabhängige Vergütung wird monatlich als Grundgehalt ausgezahlt. Die erfolgsbezogene Vergütung enthält zwei Komponenten: Zum einen wird ein erfolgsabhängiger Bonus gewährt, wenn in den Quartalen Finanzziele erreicht werden, die in der Jahresplanung festgelegt und vom Aufsichtsrat beschlossen worden sind. Darüber hinaus werden den Vorständen bei Erreichung langfristiger Ziele Aktien mit einer Haltedauer von mindestens zwei Jahren gewährt.
Sonstige Leistungen erhalten die Vorstandsmitglieder in Form von Beitragszahlungen zur Renten- und Unfallversicherung sowie der privaten Nutzung eines Dienstwagens bzw. einer Car Allowance von bis zu 15.000 Euro im Jahr. Die auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallenden Beträge sind aus dem Anhang ersichtlich.
Dem Vorstand der Syzygy AG ist bisher keine Altersversorgung zugesagt worden. Bei vorzeitiger Beendigung des Arbeitsvertrages wird eine Abfindung im Rahmen der rechtlichen Verpflichtungen gezahlt, und zwar in Höhe des noch ausstehenden, angemessenen Zielgehalts für die Restlaufzeit des Vertrags.
Falls nötig, kann mit dem frühzeitigen Ausscheiden ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von 12 Monaten festgelegt werden. In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent seiner zuletzt bezogenen durchschnittlichen vertragsgemäßen Leistungen.
Eine individualisierte Darstellung der Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2010 findet sich im Konzernanhang.
Die Vergütung des Aufsichtsrats der Syzygy AG ist in § 6 (8) der Satzung der Syzygy AG geregelt und geht auf einen Beschluss der Hauptversammlung vom 04. Juni 2003 zurück. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine Vergütung, die aus einem festen und einem variablen Vergütungsbestandteil besteht. Die feste Vergütung beträgt EUR 15.000. Die feste Vergütung erhöht sich um EUR 5.000, wenn der Börsenpreis der Gesellschaft in dem betreffenden Geschäftsjahr um mindestens 20 Prozent gestiegen ist. Die für den Vergleich maßgeblichen Börsenpreise werden ermittelt aus dem Mittelwert der Schlusskurse für die Aktie im Xetra-Handelssystem an der Frankfurter Wertpapierbörse während der ersten fünf Börsentage eines Geschäftsjahres sowie während der ersten fünf Börsentage des Folgegeschäftsjahres. Aufsichtsratsmitglieder, die nicht während des gesamten Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten eine anteilige Vergütung.
Eine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge für das Geschäftsjahr 2010 findet sich im Anhang der Syzygy AG.
| ― | Das Grundkapital der Syzygy AG beträgt Euro 12.828.450 und ist eingeteilt in 12.828.450 nennwertlose Stammaktien, die auf den Inhaber lauten. Unterschiedliche Aktiengattungen wurden nicht gebildet. |
| ― | Die Syzygy Aktien sind nicht vinkuliert. Der Syzygy AG sind keine Beschränkungen in Bezug auf die Ausübung der Stimmrechte oder in Bezug auf die Übertragung von Syzygy Aktien bekannt. |
| ― | Die Syzygy AG hält zum Bilanzstichtag 25.000 eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Stimmrechte oder andere Rechte zustehen. |
| ― | Die WPP-Gruppe hatte der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie insgesamt 27,88 Prozent der Anteile hält. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass der Vorstandsvorsitzende 4,86 Prozent und der Chief Operating Officer COO der Syzygy AG 2,93 Prozent der Anteile hält. |
| ― | Keine der ausgegebenen Aktien der Syzygy AG sind mit Sonderrechten ausgestattet. |
| ― | Eine Stimmrechtskontrolle für am Kapital beteiligte Arbeitnehmer wird von der Syzygy AG nicht vorgenommen. |
| ― | Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach § 84 AktG. Die Satzung der Syzygy AG sieht darüber hinaus vor, dass der Vorstand aus mindestens zwei Personen besteht. Änderungen der Satzung obliegen nach § 119 AktG der Hauptversammlung. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat gemäß der Satzung i. V. m. § 179 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. |
| ― | Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Syzygy AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Juni 2011 durch Ausgabe neuer nennwertloser Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage um insgesamt bis zu EUR 6.000.000 zu erhöhen. Davon haben Vorstand und Aufsichtsrat zum Teil Gebrauch gemacht, so dass zum 31.12.2010 ein genehmigtes Kapital von EUR 5.250.000 besteht. Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Mai 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Syzygy AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 28. Mai 2014 durch Ausgabe von insgesamt 1.200.000 Optionsrechten auf jeweils eine nennwertlose Stückaktie der Syzygy AG bedingt um EUR 1.200.000 zu erhöhen. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2010 ist der Vorstand berechtigt, innerhalb von 5 Jahren eigene Aktien bis zu einem Gesamtbestand von insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot zurückzukaufen. |
| ― | Wesentliche Vereinbarungen der Syzygy AG, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels entstehen, sind nicht vorhanden. |
| ― | Für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern keine Entschädigungsvereinbarungen getroffen worden. |
Die Syzygy AG unterliegt einer Vielzahl von Risiken, deren Eintreten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen kann. Sowohl in den operativen Bereichen als auch auf zentraler Ebene analysiert das Management der Syzygy AG regelmäßig die Chancen und Risiken.
Die Identifizierung von Einzelrisiken wird in verschiedene Risikobereiche untergliedert. Risiken werden über ein einheitliches, konzernweit angewandtes Management-, Planungs- und Berichtswesen identifiziert, quantifiziert und qualitativ bewertet.
Nachfolgend wird über die Risiken berichtet, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können.
Die Ertragslage der Syzygy AG ist neben den auch zukünftig zu erwartenden Zinserträgen von der Entwicklung der Tochtergesellschaften und deren Fähigkeit, die bei der Muttergesellschaft entstehenden Kosten zu decken, bestimmt. Die Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Syzygy AG stehen daher in engem wirtschaftlichem Zusammenhang mit den Risiken der operativen Konzerngesellschaften. Die Ertragslage der Syzygy AG wird maßgeblich von der Ertragslage der Tochtergesellschaften abhängen.
Auf Grundlage der gegenwärtig verfügbaren Informationen sind keine Risiken feststellbar, die den Fortbestand der Syzygy AG und deren Tochtergesellschaften gefährden würden. Risikofaktoren beziehen sich auf die konjunkturelle Entwicklung im Allgemeinen, die Art des Dienstleistungsgeschäftes und die Dynamik des Marktes für Internet-Dienstleistungen.
Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Syzygy AG ist verschiedenen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken können die Finanzlage sowie die Ertragslage negativ beeinflussen und somit auch dazu führen, dass die Syzygy AG ihre geplanten Geschäftsziele nicht erreicht. Durch den Vorstand der Syzygy AG werden diese Risiken auch in Zukunft kontinuierlich ermittelt und mögliche Maßnahmen zu deren Verringerung definiert. Die Risikoabschätzung bezieht sich hierbei sowohl auf den Umfang einer möglichen Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage, als auch auf die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Risikofaktor Auswirkungen haben kann.
Die Bereitschaft von Unternehmen, in Werbe- und Marketingmaßnahmen zu investieren, wird maßgeblich von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung beeinflusst. Ein Nachlassen der Konjunktur kann daher zu einem verminderten Auftragsvolumen und damit zu entsprechenden Umsatzeinbußen führen. Gegebenenfalls notwendige Kapazitätsanpassungen entfalten ihre Wirkung nicht unmittelbar und verursachen Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen.
Rund 59 Prozent des Umsatzes der Syzygy Gruppe werden durch das Geschäft mit den zehn größten Kunden generiert. Der Ausfall eines dieser Kunden kann, wenn überhaupt, nur mit zeitlichen Verzögerungen kompensiert werden. In einer solchen Phase ist eine entsprechende kurzfristige Verringerung der Kosten meist nicht möglich.
Die Umsätze von Syzygy sind nicht durch lange Vertragslaufzeiten abgesichert. Umsätze werden meist auf Grundlage von Einzelverträgen mit einem begrenzten zeitlichen Umfang erwirtschaftet. Alle Planungen, die sich auf die Entwicklung des Umsatzes beziehen, beinhalten deshalb zwangsläufig eine große Unsicherheit.
Dem überwiegenden Teil der Umsätze liegen feste Preisvereinbarungen zugrunde. Nicht vorhersehbare Verluste sind daher möglich, wenn die kalkulierten Projektkosten unerwartet überschritten werden. Syzygy übernimmt darüber hinaus projektbezogen die gängigen Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen. Dies kann zu Folgekosten pro Projekt führen.
Die von Syzygy erbrachte Dienstleistung besitzt eine Öffentlichkeitswirkung. Daher kann ein breitenwirksamer Imageschaden entstehen, wenn es bei einer Projektabwicklung zu Qualitätsmängeln in der Ausführung kommt. Ein solcher Imageschaden kann die weitere Geschäftsentwicklung spürbar negativ beeinflussen.
Die Leistungsfähigkeit des Konzerns beruht maßgeblich auf der Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter. Einzelnen Personen kommt hierbei aufgrund ihrer hohen Qualifikation eine besonders große Bedeutung zu. Sollte es nicht gelingen, diese Mitarbeiter im Unternehmen zu halten bzw. fortlaufend neue hoch qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, kann der Erfolg von Syzygy darunter leiden.
Syzygy erzielt rund ein Drittel der Netto-Umsatzerlöse in Großbritannien. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfunds zum Euro können die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss, je nach Kursentwicklung gegenüber der Planung, sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Syzygy schließt keine Kurssicherungsgeschäfte ab, weil sowohl die Erlöse als auch die Kosten in der Regel in Britischen Pfund berechnet werden. Daher besteht für Syzygy ein Währungsrisiko lediglich in der Höhe des Jahresüberschusses.
Die Anlagestrategie der liquiden Mittel ist grundsätzlich auf eine langfristige Ertragsentwicklung ausgerichtet. Dabei werden die liquiden Mittel risikodiversifiziert in Unternehmensanleihen und anderen festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Bei allen festverzinslichen Wertpapieren bestehen Zinsänderungs- und Ausfallrisiken. Ein Anstieg der langfristigen Zinsen wirkt sich grundsätzlich negativ, ein Rückgang der Zinsen positiv auf die Kursentwicklung der Wertpapiere aus. Syzygy reduziert die Ausfallrisiken durch die diversifizierte Anlage in Titel mit guter Bonität, d.h. grundsätzlich Investment Grade. Dem Zinsänderungsrisiko soll durch die Wahl unterschiedlicher Laufzeiten Rechnung getragen werden.
Unternehmensakquisitionen waren und sind ein Teil der Wachstumspolitik von Syzygy. Der wirtschaftliche Erfolg von Übernahmen ist davon abhängig, wie gut die erworbene Unternehmung in die bestehende Struktur eingegliedert werden kann und wie gut es gelingt, die angestrebten Synergie- Effekte zu erzielen. Sollten die Bemühungen einer erfolgreichen Integration misslingen, so kann sich der Wert des übernommenen Unternehmens deutlich verringern. Dies würde einen außerordentlichen Abschreibungsbedarf auf Firmenwerte nach sich ziehen.
Das Internet ist in den vergangenen Jahren für große Teile der Bevölkerung zum wichtigsten Medium avanciert, auf das sie privat und beruflich nicht mehr verzichten wollen. Gefördert wird diese Entwicklung unter anderem durch den sich immer stärker ins Web verlagernden Konsum von TV-und Videoinhalten sowie den immensen Erfolg sozialer Netzwerke, welche die Bindung der Nutzer an das Internet weiter erhöhen. Die zunehmende Verbreitung von Tablet PCs und immer leistungsfähigeren Smartphones hat der Integration digitaler Inhalte in den Alltag zusätzlich Vorschub geleistet und eröffnet Werbungtreibenden ganz neue Möglichkeiten der mobilen Zielgruppenansprache und des Abverkaufs.
Das Internet hat die Spielregeln des Marketings fundamental verändert, der Werbemarkt ist fragmentierter und komplexer denn je. Agenturen müssen Wege finden, diese vielschichtige Welt strategisch, kreativ und technologisch zu beherrschen, um einerseits der immer anspruchsvolleren Always-On-Gesellschaft gerecht zu werden, andererseits Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Vertriebs- und Reputationsziele zu erreichen. Dabei ist das Potenzial des Internet als Marketingkanal noch lange nicht ausgereizt, sondern wächst mit jeder technologischen Innovation.
Syzygy ist eine Internet-Agentur der ersten Stunde und verfügt über langjährige und umfassende Online-Kompetenz. Durch den Aufbau von unternehmensübergreifenden Einheiten zur digitalen Strategie- und Markenführung trägt der Konzern der fortschreitenden Verschmelzung von on- und offline-Kommunikation Rechnung. So aufgestellt ist es Syzygy möglich, sich als erster Ansprechpartner für die immer neuen Herausforderungen des Marketings zu positionieren und sich zunehmend auch als Lead-Agentur bei führenden Marken zu empfehlen.
Die verwendeten Risikofrüherkennungssysteme basieren auf dem monatlich wiederkehrenden Berichtswesen, das neben einem Finanzreporting (Budget, aktualisierter Forecast und Ist-Zahlen) die Neugeschäftsaktivitäten und die qualitative Entwicklung der Gesellschaften umfasst. In das Finanzreporting ist ein Risikomanagement-System integriert, das monatlich wiederkehrend die Risikoidentifikation, Risikokommunikation und -überwachung operativer Risiken sicherstellt. Die Aggregation und Steuerung der Risiken erfolgt dann auf der Ebene der Holding, bzw. wird von der Holding initiiert. Darüber hinaus werden alle Tochtergesellschaften einem monatlichen Review unterzogen.
Gem. §289 Abs. 5 HGB werden die Rechnungslegungsanforderungen durch die Syzygy AG in den Tochtergesellschaften u.a. dadurch umgesetzt, dass in der Syzygy Gruppe grundsätzlich ein einheitliches Buchhaltungssystem mit einem einheitlichen Kontenrahmen verwendet wird. Alle Gesellschaften unterliegen mindestens einmal im Quartal einer internen Revision durch die Zentralabteilung Finanzen der Syzygy AG. In einem Review werden die Einhaltung der Bilanzierungsvorschriften sowie die Prozesse zur Datenaufbereitung analysiert, überprüft und sichergestellt. Das interne Kontrollsystem wird dabei u.a. bei Finanztransaktionen durch Genehmigungsprozesse ergänzt (Vier-Augen-Prinzip).
Ergänzt werden die internen Kontrollsysteme durch externe Prüfungsorgane wie den Jahresabschlussprüfer sowie steuerliche Außenprüfungen.
Der Quartalsbericht der Syzygy Gruppe unterliegt jeweils nach Aufstellung der Durchsicht und Genehmigung durch den Aufsichtsrat der Syzygy AG.
Ferner werden die Mitarbeiter in den Finanzbereichen in regelmäßigen internen wie auch externen Schulungen immer auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Anforderungen gebracht.
Wie jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt die Syzygy Gruppe Faktoren, auf die sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Wachstum des Konzerns auswirken.
Prognosen über die künftige Wirtschaftsentwicklung beruhen auf einer sich kontinuierlich verändernden Datenbasis und sind daher mit Unsicherheiten verbunden. Alle Aussagen über die weitere Entwicklung der Agenturgruppe beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts bekannt waren. Die tatsächlichen Ergebnisse können hiervon jedoch abweichen.
Die Syzygy Gruppe erstellt ihre Prognosen auf Basis ihrer organischen Entwicklung. Daher können Akquisitionen das künftige Wachstum des Konzerns positiv beeinflussen.
Ferner kann die Geschäftsentwicklung positive Impulse aus der Akquisition bedeutender Neukunden erhalten, ebenso wie aus der Weiterentwicklung bestehender Kundenbeziehungen, wenn über die geplanten Projekte hinaus weitere Budgets gewonnen werden können.
Die unerwartet rasante Erholung der weltweiten Konjunktur lässt die internationale Management-Elite positiv in die Zukunft blicken. Laut der von PricewaterhouseCoopers durchgeführten „Global Annual CEO Survey“, beurteilen die befragten Vorstände die Wachstumsperspektiven für die kommenden Jahre so optimistisch wie zuletzt in 2007. Besonders euphorisch zeigten sich die deutschen CEOs, von denen drei Viertel mit Umsatzsteigerungen in den kommenden drei Jahren rechnen. Weltweit teilt jeder zweite Wirtschaftsführer diese Einschätzung.
In der Euro-Zone dürfte sich die heterogene Konjunkturentwicklung in 2011 weiter fortsetzen. Das vom statistischen Dienst der Europäischen Union (Eurostat) vorausgesagte durchschnittliche BIP-Wachstum von 1,4 Prozent umfasst so unterschiedliche Werte wie -3,0 Prozent für Griechenland und +4,4 Prozent für Estland. In 2012 werden nach Einschätzung von Eurostat die Peripherieländer jedoch wieder Anschluss finden, so dass sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedern der Währungsunion verringern und gemeinsam ein Wachstum von 1,8 Prozent erzielt werden kann. Konjunkturprognosen für 2011 liegen für Deutschland zwischen 2,0 Prozent (Bundesbank) und 2,5 Prozent (u. a. OECD), wobei die optimistischeren Schätzungen deutlich überwiegen. Erste Voraussagen für 2012 bewegen sich zwischen 1,3 Prozent (DIW) und 2,2 Prozent (OECD), so dass von einer nachlassenden Dynamik des Aufschwungs ausgegangen werden kann.
Die Vorhersagen für 2011 belaufen sich für Großbritannien im Mittel auf ein Konjunkturplus von 2,0 Prozent, schwanken jedoch stark zwischen 1,1 und 3,1 Prozent. Unsicherheiten ergeben sich aus den drastischen Haushaltskürzungen, der Mehrwertsteuererhöhung um 2,5 Prozent als auch aus der Finanzmisere Irlands, das Großbritanniens fünftgrößten Exportmarkt darstellt. Für das Jahr 2012 traut Eurostat dem britischen Inselstaat ein Wachstum von 2,5 Prozent zu, die Britische Handelskammer urteilt mit 1,8 bis 2,1 Prozent etwas vorsichtiger.
Das Internet hat sich längst als einer der wichtigsten Werbekanäle etabliert und wird auch weiterhin überproportionales Wachstum verzeichnen können. Das World Advertising Research Center (WARC) etwa sagt dem globalen Werbemarkt für 2011 eine Umsatz-Steigerung von 4,5 Prozent, dem Internet dagegen von 13 Prozent voraus. ZenithOptimedia ermittelte mit 4,5 Prozent bzw. 14 Prozent vergleichbare Werte.
Auf Länderebene zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, wobei Prognosen für den sehr reifen Online-Werbemarkt in UK mit einem Plus von 6,2 Prozent (WARC) bzw. 5,9 Prozent (ZenithOptimedia) verhaltener ausfallen. Mit diesen Werten übertrifft das Web aber noch immer deutlich jene 2,7 bzw. 2,5 Prozent Wachstum, die WARC und ZenithOptimedia dem britischen Werbemarkt als Ganzes voraussagen.
Für Deutschland erwartet PricewaterhouseCoopers bis 2014 ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Online-Werbung um 12,5 Prozent, verglichen mit einer Steigerung der gesamten Werbeausgaben um 4,8 Prozent.
Der Online-Vermarkterkreis traut dem Online-Werbemarkt in 2011 ein Wachstum von 16 Prozent auf insgesamt EUR 6,2 Mrd. zu.
Besonders dynamisch wird sich in beiden Ländern die mobile Onlinewerbung entwickeln, die bislang noch in ihren Kinderschuhen steckt, ihr Potenzial und ihre Attraktivität in den kommenden Jahren jedoch immer mehr entfalten wird. In Deutschland rechnet PwC bis 2014 mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von rund 33 Prozent, Enders Analysis hält in Großbritannien sogar ein jährliches Wachstum der Mobile-Werbung von 45 Prozent bis 2015 für realistisch.
Die allgemeine Konjunkturbelebung vor allem in Deutschland und die zunehmende Verlagerung von Marketingaktivitäten ins Internet bieten der Syzygy Gruppe gute Rahmenbedingungen, um sich in den kommenden Jahren weiterhin positiv zu entwickeln.
Der Syzygy Konzern sieht sich hervorragend aufgestellt, um führende Marken dabei zu unterstützen, die Herausforderungen einer sich immer stärker digitalisierenden Welt zu meistern. Mit der Gründung von Hi-ReS! New York zu Beginn des Geschäftsjahres 2011hat Syzygy einen wichtigen Schritt unternommen, um die Internationalisierung der Gruppe voranzutreiben, neue Kundenpotenziale in den USA zu erschließen und die Attraktivität unseres Unternehmens für hoch qualifizierte Mitarbeiter weiter zu erhöhen.
Exakte Prognosen über die Entwicklung der Gruppe sind schwer zu treffen. Große Bestandskunden haben für das laufende Geschäftsjahr jedoch eine Erhöhung ihrer Budgets im Vergleich zu 2010 angekündigt, und die verstärkte Teilnahme an Agenturwettbewerben im vergangenen Jahr wirkt sich positiv auf die Neugeschäftsentwicklung aus.
Für 2011 und 2012 erwartet Syzygy daher zweistellige Wachstumsraten bei den Netto-Umsatzerlösen und im operativen Ergebnis. In den beiden Geschäftssegmenten werden jeweils zweistellige Wachstumsraten im Umsatz prognostiziert. Das operative Ergebnis im Segment Großbritannien wird in 2011 und 2012 ein höheres Wachstum aufweisen können als in Deutschland.
Die Syzygy AG hat im Januar 2011 eine neue Gesellschaft in New York gegründet. Hi-ReS! New York Inc. wird im ersten Quartal 2011 ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen und Kunden aus dem US-amerikanischen Raum bedienen.
Ferner haben im Februar 2011 die Syzygy AG und Ars Thanea s.c., Warschau, Polen, eine Absichtserklärung abgegeben, ihre bisherige Kooperation zu intensivieren. Im Zuge dessen plant die Syzygy AG 26 Prozent der Anteile an Ars Thanea zu erwerben.
Weitere wesentliche Ereignisse mit nennenswertem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft sind nicht eingetreten.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 14.12.2010 eine aktualisierte Erklärung zum Corporate Governance Kodex abgegeben und veröffentlicht.
Ferner wird im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben.
Beide Erklärungen können auf der Website im Bereich „Investor Relations“ eingesehen werden, erreichbar über http://www.syzygy.net.
Bad Homburg v.d.H., den 28. März 2011
SYZYGY AG
Der Vorstand
AKTIVA
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| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Langfristige Aktiva | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 19.401 | 19.249 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 1.750 | 2.182 |
| Sonstige Vermögenswerte | 487 | 462 |
| Wertpapiere | 0 | 2.578 |
| Aktive latente Steuern | 57 | 68 |
| Summe langfristige Aktiva | 21.695 | 24.539 |
| Kurzfristige Aktiva | ||
| Liquide Mittel | 5.839 | 5.747 |
| Wertpapiere | 18.042 | 12.211 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10.675 | 16.788 |
| Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten | 2.215 | 2.430 |
| Summe kurzfristige Aktiva | 36.771 | 37.176 |
| Summe Aktiva | 58.466 | 61.715 |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital* | 12.828 | 12.078 |
| Kapitalrücklage | 20.207 | 18.385 |
| Eigene Aktien | -116 | -116 |
| Übriges Konzernergebnis | -2.107 | -2.936 |
| Bilanzgewinn | 9.601 | 8.444 |
| Summe Eigenkapital | 40.413 | 35.855 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Langfristige Verbindlichkeiten | 249 | 1.226 |
| Passive latente Steuern | 55 | 67 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 304 | 1.293 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten | 2.874 | 2.545 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.439 | 1.838 |
| Erhaltene Anzahlungen | 2.399 | 1.721 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.205 | 12.450 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.832 | 6.013 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 17.749 | 24.567 |
| Summe Passiva | 58.466 | 61.715 |
* Bedingtes Kapital TEUR 1.200 (Vorjahr: TEUR 1.200). Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
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| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
Vorjahr | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse, brutto | 87.096 | 80.487 | 8% |
| Mediakosten | -59.849 | -51.654 | 16% |
| Umsatzerlöse, netto | 27.247 | 28.833 | -6% |
| Einstandskosten der erbrachten Leistungen | -18.170 | -19.718 | -8% |
| Vertriebs- und Marketingkosten | -2.415 | -2.251 | 7% |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -3.810 | -3.776 | 1% |
| Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto | 316 | 468 | -32% |
| Operatives Ergebnis | 3.168 | 3.556 | -11% |
| Finanzergebnis | 1.107 | 1.338 | -17% |
| Ergebnis vor Steuern | 4.275 | 4.894 | -13% |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -479 | -1.563 | -69% |
| Konzernergebnis | 3.796 | 3.331 | 14% |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Syzygy AG | 3.796 | 3.331 | 14% |
| Konzernergebnis der Periode | 3.796 | 3.331 | 14% |
| Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung | 524 | 334 | 57% |
| Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus Wertpapieren | 347 | 2.112 | -84% |
| Steuereffekt | -42 | 0 | |
| Übriges Gesamtergebnis der Periode | 829 | 2.446 | -66% |
| Gesamtergebnis | 4.625 | 5.777 | -20% |
| Ergebnis je Aktie aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (verwässert und unverwässert in EUR) | 0,30 | 0,28 | 7% |
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
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| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Konzernergebnis der Periode | 3.796 | 3.331 |
| Anpassungen um nicht liquiditäts wirksame Effekte: | ||
| - Abschreibung auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 237 | 0 |
| - Abschreibungen auf Anlagevermögen | 773 | 710 |
| - Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren | -301 | -322 |
| - sonstige nicht zahlungswirksame Erträge | -1.178 | 0 |
| Veränderungen der: | ||
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 7.416 | -5.414 |
| - erhaltenen Anzahlungen | 678 | -432 |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | -3.579 | 2.498 |
| Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | ||
| - Steuerschulden und latente Steuern | 328 | -533 |
| Cashflow aus der operativen Tätigkeit | 8.170 | -162 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögensgegenständen | 158 | 5 |
| Veränderung der langfristigen Aktiva | -26 | -26 |
| Investitionen in immaterielle | -314 | -6.127 |
| Vermögensgegenstände und Sachanlagen | ||
| Erwerb von Wertpapieren des Umlaufvermögens | -19.117 | -5.515 |
| Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens | 16.275 | 8.383 |
| Erwerb von konsolidierten Unternehmen | -2.488 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -5.512 | -3.280 |
| Dividende | -2.561 | -1.808 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.561 | -1.808 |
| Cashflow gesamt | 97 | -5.250 |
| Liquide Mittel zum Jahresanfang | 5.747 | 10.991 |
| Veränderung aus Konsolidierungskreisänderung | 0 | 0 |
| Währungsveränderungen | -5 | 6 |
| Liquide Mittel zum Periodenende | 5.839 | 5.747 |
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
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| zum 31. Dezember 2010 | Anzahl Aktien in 1000 Stück | Grundkapital TEUR |
Kapitalrücklage TEUR |
Eigene Aktien TEUR |
Bilanzgewinn TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| 01. Januar 2009 | 12.078 | 12.078 | 18.385 | -116 | 6.921 |
| Gesamtergebnis | 3.331 | ||||
| Dividende | -1.808 | ||||
| 31. Dezember 2009 | 12.078 | 12.078 | 18.385 | -116 | 8.444 |
| 01. Januar 2010 | 12.078 | 12.078 | 18.385 | -116 | 8.444 |
| Gesamtergebnis | 3.796 | ||||
| Dividende | -2.561 | ||||
| Kapitalerhöhung | 750 | 750 | 1.822 | ||
| Transfer in Bilanzgewinn | -78 | ||||
| 31. Dezember 2010 | 12.828 | 12.828 | 20.207 | -116 | 9.601 |
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| zum 31. Dezember 2010 | Übriges Konzernergebnis | ||
|---|---|---|---|
| Währungsumrechnung TEUR |
Unrealisierte Gewinne und Verluste TEUR |
Summe Eigenkapital TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| 01. Januar 2009 | -2.925 | -2.457 | 31.886 |
| Gesamtergebnis | 334 | 2.112 | 5.777 |
| Dividende | -1.808 | ||
| 31. Dezember 2009 | -2.591 | -345 | 35.855 |
| 01. Januar 2010 | -2.591 | -345 | 35.855 |
| Gesamtergebnis | 524 | 305 | 4.625 |
| Dividende | -2.561 | ||
| Kapitalerhöhung | 2.572 | ||
| Transfer in Bilanzgewinn | -78 | ||
| 31. Dezember 2010 | -2.067 | -40 | 40.413 |
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Der Konzernabschluss der Syzygy AG (im Folgenden „Syzygy“, „Syzygy Gruppe“ oder „Gesellschaft“ genannt) für das Geschäftsjahr 2010 wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der gültigen Fassung zum 31. Dezember 2010 – wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzenden Vorschriften des § 315a HGB entsprechen – erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Die Gesellschaft wurde am 01. Mai 2000 unter der Firma Syzygy AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Homburg (HRB 6877) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bad Homburg, Deutschland. Die Anschrift lautet: Syzygy AG, Im Atzelnest 3, 61352 Bad Homburg v. d. H.
Syzygy ist eine europäische Agenturgruppe für interaktives Marketing. Die Syzygy AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr, während die Tochtergesellschaften als operative Einheiten das Beratungs- und Dienstleistungsgeschäft ausüben. Mit Niederlassungen in Frankfurt am Main, Hamburg und London bieten die Töchter europäischen Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum rund um unternehmensrelevante Internet-Lösungen: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung. Suchmaschinenmarketing und Online Media Planung komplettieren das Serviceangebot. So ermöglicht es Syzygy ihren Kunden, das Internet als leistungsstarkes Kommunikations- und Vertriebsmedium zu nutzen und die Interaktion mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern zu verbessern und zu vertiefen. Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobile, Finanzdienstleistungen, Telekommunikation / IT, Handel und Konsumgüter sowie Media und Unterhaltung.
Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach den IFRS entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die Bilanzstichtage dieser Unternehmen entsprechen dem Konzernabschlussstichtag.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurden neben der Syzygy AG als oberstes Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen vollkonsolidiert, da der Syzygy AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie über die Finanz- und Geschäftspolitik dieser Gesellschaften bestimmen kann:
| (1) | Hi-ReS! London Ltd., London, Großbritannien (kurz: Hi-ReS!) |
| (2) | Mediopoly Limited, Jersey, Großbritannien (kurz: Mediopoly) |
| (3) | Syzygy Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H., Deutschland (kurz: Syzygy Deutschland) |
| (4) | Syzygy UK Limited, London, Großbritannien (kurz: Syzygy UK) |
| (5) | uniquedigital GmbH, Hamburg, Deutschland (kurz: uniquedigital) |
| (6) | Unique Digital Marketing Ltd., London, Großbritannien (kurz: Unique Digital UK) |
Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden sind nach der für Syzygy einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie nach IFRS angesetzt und bewertet worden.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode. Die Beteiligungsbuchwerte werden mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Hierbei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen Zeitwerten angesetzt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Vorhandene und erworbene Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich bzw. bei dem Vorliegen von Anhaltspunkten für Wertminderungen entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines einstufigen Testverfahrens überprüft.
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verrechnet. Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Differenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Innenumsätze der einbezogenen Tochterunternehmen mit den darauf entfallenden Aufwendungen verrechnet. Soweit in Einzelabschlüssen Wertberichtigungen auf Anteile einbezogener Gesellschaften oder konzerninterner Forderungen gebildet wurden, werden diese im Rahmen der Konsolidierung zurückgenommen.
Aufgrund der Art des Geschäfts und der Struktur im Konzern entfällt die Ermittlung und Eliminierung von Zwischenergebnissen.
Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Insbesondere bei der Bewertung der Rückstellungen, der Forderungen aus unfertigen Projekten und bei bedingten Kaufpreiszahlungen sowie korrespondierend beim Goodwill waren diese erforderlich. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Annahmen und Schätzungen beruhen immer auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand. Sollte die tatsächliche Entwicklung dennoch von der erwarteten abweichen, werden, falls erforderlich, die entsprechenden Positionen angepasst.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die ausländischen Gesellschaften wirtschaftlich selbstständig arbeiten, ist die Landeswährung identisch mit der funktionalen Währung dieser Unternehmen. Aus diesem Grund werden gemäß IAS 21 die Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtagskurs und die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Translationsdifferenzen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung gezeigt. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Positionen zu Durchschnittskursen umgerechnet. Ein sich ergebener Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- und Herstellkosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Zeile als Kursdifferenz gezeigt.
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs am Jahresende bewertet; daraus resultierende Währungsgewinne und -verluste werden unmittelbar ergebniswirksam.
Nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB herausgegeben und in EU-Recht übernommen, sind für die Syzygy AG jedoch erst in der Folgeperiode anzuwenden. Die Syzygy AG hat auch keinen Gebrauch von einer vorzeitigen Anwendung gemacht.
| ― | Amendments to IFRS 1 „Limited Exemption from Comparative IFRS 7 Disclosures for First-Time Adopters“ |
| ― | Revised IAS 24 „Related Party Disclosures“ |
| ― | Amendment to IAS 32 „Classification of Rights Issues“ |
| ― | Amendment to IFRIC 14 „Prepayments of a Minimum Funding Requirement“ |
| ― | IFRIC 19 „Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments“ |
Die erstmalige Anwendung der genannten Vorschriften wird voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Syzygy Gruppe haben.
Die „Improvements to IFRS (issued May 2010)“ waren bis zum Stichtag nicht endorsed und wurden auch nicht vorzeitig angewendet. Die erstmalige Anwendung dieser Improvements wird voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Syzygy Gruppe haben.
Die Syzygy AG hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmalig angewendet:
| ― | IFRS 3 „Business Combinations“ |
| ― | IFRIC 12 „Service Concession Arrangements“ |
| ― | Amendments to IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement – Eligible Hedged Items“ |
| ― | IFRIC 17 „Distributions of Non-Cash Assets to Owners“ |
| ― | IFRIC 18 „Transfers of Assets from Customers“ |
| ― | Amendment to IAS 32 „Classification of Rights Issues“ |
Die erstmalige Anwendung der oben genannten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird, soweit nicht anders angegeben, in TEUR dargestellt. Die Bilanzierung erfolgt unter der Grundannahme einer bestehenden, positiven Fortführungsprognose.
Die Bilanz ist in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Unabhängig von ihrer Fälligkeit werden Vorräte sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auch dann als kurzfristig angesehen, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres, jedoch innerhalb des normalen Verlaufs des Geschäftszyklus verkauft, verbraucht oder fällig werden.
Die Gesamtergebnisrechnung ist im Bereich der erfolgswirksam im Periodenergebnis auszuweisenden Aufwendungen und Erträge gemäß IAS 1.103 nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die grundsätzlich den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden können.
Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- und Firmenwerte, Markenrechte und Software.
Die Bilanzierung und Erstbewertung immaterieller Vermögenswerte erfolgt gemäß IAS 38. Demnach werden einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte zu ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über drei Jahre abgeschrieben, sofern sie eine bestimmte Nutzungsdauer haben. Anderenfalls entfällt diese Abschreibung. Der planmäßige Aufwand aus Abschreibungen wird je nach Zuordnung der Vermögenswerte zu den Funktionsbereichen des Unternehmens unter den Funktionskosten in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.
Immaterielle Vermögenswerte, die im Zuge eines Unternehmenskaufs übernommen wurden, werden gemäß IFRS 3 mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Spätere Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei steigenden Zeitwerten von zuvor außerplanmäßig abgeschriebenen Vermögenswerten wird die Erhöhung als Wertaufholung erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, wie Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenserwerben, werden gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 sowie 38 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit überprüft (impairment test). Im Rahmen des impairment tests werden jeweils zum 31. Dezember die Buchwerte des Eigenkapitals der den Geschäfts- und Firmenwerten zugrunde liegenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating units, CGU) einschließlich des Buchwertes des der jeweiligen CGU zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes mit den erzielbaren Werten (recoverable amount) dieser CGU verglichen. Der erzielbare Wert ergibt sich aus dem höheren der beiden Werte (Nutzungswert und Netto-Veräußerungswert). Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden bei Syzygy die Einzelgesellschaften definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt. In diese Planung fließen die Erfahrungen aus der Vergangenheit, Erkenntnisse über aktuelle operative Ergebnisse sowie Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen ein. Dabei finden regelmäßig auch Markt- und Branchenprognosen von führenden Branchenanalysten wie Nielsen ihre Berücksichtigung. Auf die Ausführungen im Lagebericht sei diesbezüglich verwiesen. Insbesondere die Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen wie z. B. die Umsatzentwicklung sind mit Unsicherheiten behaftet. Übersteigt der zu testende Buchwert den nach dem DCF-Verfahren ermittelten erzielbaren Betrag, liegt eine Wertminderung vor und es ist auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben.
Das Sachanlagevermögen enthält Mietereinbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattungen und wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Mietereinbauten werden linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über die kürzere Laufzeit des jeweiligen Mietvertrages abgeschrieben. Die Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear, in der Regel über drei bis zu dreizehn Jahre, abgeschrieben.
Stellen sich bei immateriellen oder materiellen Vermögenswerten des Anlagevermögens Anzeichen für außerplanmäßige Wertminderungen ein, so wird gemäß IAS 36 beurteilt, ob die betroffenen Vermögenswerte auf ihre beizulegenden Zeitwerte abzuschreiben sind. Dies ist dann der Fall, wenn der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert. Sollten die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen im Bereich des Anlagevermögens – bis auf Geschäfts- oder Firmenwerte – nicht mehr bestehen, werden Wertaufholungen vorgenommen.
Zu den relevanten Finanzinstrumenten gehören bei Syzygy Wertpapiere und derivative Finanzinstrumente.
Wertpapiere, die gemäß IAS 39 als zum Verkauf verfügbar („available-for-sale“) klassifiziert werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu ihren Anschaffungskosten, die in der Regel dem Fair Value entsprechen, bewertet, anschließend mit ihren beizulegenden Zeitwerten, die in der Regel den Markt- oder Börsenwerten an den Finanzmärkten entsprechen. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im Eigenkapital unter der Position „Übriges Konzernergebnis“ und in der Gesamtergebnisrechnung im Posten „Ergebnisneutrale Änderung der unrealisierten Gewinne und Verluste aus Wertpapieren“ ausgewiesen. Ausgenommen hiervon sind Verluste aus nicht nur vorübergehenden Wertminderungen, sowie Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten, welche in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst werden. Wird ein Wertpapier der Kategorie „available-for-sale“ veräußert oder wird eine außerplanmäßige Wertminderung festgestellt, werden die bis dahin in der Neubewertungsrücklage angesammelten Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst. In der Vergangenheit erfolgswirksam erfasste Wertminderungen von Wertpapieren werden bei Eigenkapitalinstrumenten nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht. Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten werden hingegen erfolgswirksam erfasst.
Bei bestimmten Finanzinvestitionen ist sowohl beabsichtigt als auch wirtschaftlich mit hinreichender Sicherheit zu erwarten, dass diese bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte erfolgt im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten, die Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Zinsänderungen führen bei festverzinslichen Wertpapieren in Abhängigkeit von der Duration zu Kursschwankungen. Hierfür werden keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Derivative Finanzinstrumente werden zum Marktwert bilanziert. Änderungen der Marktwerte werden erfolgswirksam erfasst.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung bzw. der übergebenen Leistung erfasst. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Soweit keine Abwertungen aufgrund von Ausfallrisiken erforderlich sind, erfolgt die Bilanzierung zum Nennwert. Forderungen mit einer Fälligkeit, die über ein Jahr hinausgeht, werden marktüblich abgezinst. Erbrachte Leistungen aus Festpreisprojekten, die entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad nach der POC-Methode (percentage of completion) realisiert werden, sind ebenfalls in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen (siehe auch Abschnitt 2.9 Umsatzrealisierung).
Eigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Insofern vermindert der Umfang des Aktienrückkaufs das Eigenkapital. Die gesamten Anschaffungskosten aus dem Erwerb eigener Aktien werden in einer Position als Abzugsposten vom Eigenkapital ausgewiesen.
Gewinne aus der Veräußerung eigener Aktien werden erfolgsneutral den Kapitalrücklagen zugerechnet.
Syzygy hat ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm aufgelegt. Ziel dieses Programms ist die Rekrutierung und die Bindung der Mitarbeiter sowie die Steigerung des Unternehmenserfolgs durch die Möglichkeit des Aktienerwerbs durch die Mitarbeiter. Gemäß IFRS 2 sind die Aufwendungen aus Aktienoptionsplänen mit dem Marktwert (fair value) zum Gewährungszeitpunkt zu erfassen. Hierzu wird der Marktwert der im Rahmen der aktienorientierten Vergütungsprogramme ausgegebenen Optionen zum Gewährungszeitpunkt auf Basis des Black-Scholes-Optionspreismodells bestimmt.
Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz nach IFRS und der Steuerbilanz angesetzt.
Aktive und passive latente Steuern sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen, sofern sie nicht aufrechenbar gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt zu den Steuersätzen, die nach geltender Rechtslage in den jeweiligen Ländern zum Zeitpunkt der Realisierung (Umkehrung der Steuerlatenzen) voraussichtlich gelten werden.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz oder der ertragsteuerliche Verlustvortrag verwendet werden kann.
Gemäß IAS 39 werden kurzfristige Verbindlichkeiten im Zugangszeitpunkt mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der im Wesentlichen ihrem Marktwert entspricht. Bei langfristigen Verbindlichkeiten erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Diese werden nach Maßgabe der Effektivzinsmethode durch eine Abzinsung des Erfüllungsbetrages ermittelt und bis zur Fälligkeit fortgeführt.
Nach IAS 37 werden sonstige Rückstellungen nur gebildet, sofern eine entsprechende rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. In die Berechnung der sonstigen Rückstellungen fließen alle zu berücksichtigenden Kostenbestandteile ein.
Die sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bilanziert. Etwaige Wertminderungen bei den sonstigen Vermögenswerten werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Syzygy erzielt Umsatzerlöse aus Beratungs- und Entwicklungsleistungen sowie aus der Durchführung von Werbekampagnen.
Umsätze aus Beratungsleistungen und durch Produktion von Inhalten für digitale Medien werden realisiert, wenn die Leistung in Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen erbracht wurde, eine Zahlung seitens des Kunden wahrscheinlich ist und der Rechnungsbetrag feststeht bzw. bestimmbar ist.
Beratungsleistungen auf Festpreisbasis werden nach der PoC-Methode (percentage of completion) realisiert. Der Fertigstellungsgrad der Projekte wird anhand des Vergleichs der bereits erbrachten Zeiteinheiten zu den gesamten zur Fertigstellung des Projektes geplanten Zeiteinheiten ermittelt. Anpassungen aufgrund einer veränderten Planung werden regelmäßig durchgeführt. Für drohende Verluste aus derartigen Projekten werden Wertberichtigungen oder Rückstellungen in vollem Umfang in der Periode gebildet, in der sie erkennbar werden.
In manchen Projektverträgen sind Teilleistungen („milestones“) vereinbart. In diesen Fällen wird eine Teilrealisierung der Umsatzerlöse nach Erbringung der jeweiligen Teilleistung sowie der Abnahme der Teilleistung durch den Kunden vorgenommen.
Die Durchführung von Werbemaßnahmen umfasst Dienstleistungen im Bereich Online-Media oder Suchmaschinenmarketing. Hierbei fallen in erheblichem Umfang Kosten für die Platzierung der Werbekampagnen auf Online-Portalen an. Als „Umsatzerlöse, brutto“, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Rechnungsbeträge inklusive der Media-Einkäufe ausgewiesen. Die Position „Umsatzerlöse, netto“ zeigt entsprechend die Umsatzerlöse, brutto, abzüglich der direkten Kosten für den Einkauf von Werbeplätzen. Die Realisierung dieser Umsatzerlöse erfolgt mit dem Erscheinen der jeweiligen Kampagne.
Erträge in Form von Zinsen u. Ä. werden periodengerecht abgegrenzt.
Ausgaben für Werbemaßnahmen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.
Die tatsächlichen Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder ermittelt, in denen die betroffenen Gesellschaften tätig sind. Die Berechnung der latenten Ertragsteuern nach IAS 12 beinhaltet die Berechnung von Steuerabgrenzungen auf unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva in Handelsbilanz (IFRS) und Steuerbilanz. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, deren Wertänderungen direkt im Eigenkapital berücksichtigt wurden. In diesem Fall wird die latente Steuer ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst.
Das Ergebnis je Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33 ermittelt. Dabei entspricht der unverwässerte Wert dem Konzernergebnis, geteilt durch die gewichtete, durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien. Der Erwerb eigener Aktien vermindert entsprechend die Anzahl ausgegebener Aktien.
Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses werden neben den ausstehenden Aktien auch alle ausstehenden, noch nicht ausgeübten Optionen berücksichtigt, deren innerer Wert während der Berichtsperiode positiv war. Der innere Wert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Ausübungspreis einer Option. Die Anzahl der hieraus zusätzlich zu berücksichtigenden Aktien berechnet sich aus dem Vergleich der aus der Ausübung erzielbaren Erlöse mit dem Marktwert dieser Aktien. Die verbleibende Differenz, ausgedrückt in Anzahl der Aktien zum Marktwert, entspricht dem Verwässerungseffekt, der durch die fiktive Ausübung dieser Optionen entstanden wäre.
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 19.401 (Vorjahr: TEUR 19.249) ist im Rahmen der Akquisitionen der uniquedigital in Hamburg, der Unique Digital in London und der Hi-ReS! entstanden. Im Ausweis des Geschäfts- oder Firmenwertes sind die Ausübung einer Option auf die ausstehenden 20 Prozent der Anteile an der Hi-ReS! sowie die zum 31. Dezember 2010 ermittelten Earn-Out-Verpflichtungen an die Gesellschafter der Hi-ReS! berücksichtigt.
Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden bei Syzygy die Einzelgesellschaften definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt. Im Zuge der Feststellung der Höhe der EBIT-Zahlen wurden die zugrunde liegenden Planungen entsprechend angepasst. Die Anpassungen der Earn-Out-Zahlungen und des Optionsrechts führten zu einem Abgang beim Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 284 im Geschäftsjahr 2010. In 2009 führten die Anpassungen zu einem Zugang von TEUR 1.122.
Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating units, CGU) zugeordnet:
| • | uniquedigital GmbH |
| • | Unique Digital Marketing Ltd. |
| • | Hi-ReS! London Ltd. |
In der folgenden Tabelle sind die den CGUs zugeordneten Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer dargestellt.
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| In TEUR | uniquedigital GmbH | Unique Digital Marketing Ltd. | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2008 | 2010 | 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| GoF | 8.841 | 8.841 | 8.842 | 8.308 | 7.963 | 6.278 |
| Imm. Vw. (unbest. ND) | 0 | 0 | 0 | 127 | 121 | 114 |
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| In TEUR | Hi-ReS! London Ltd. | ||
|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- | --- |
| GoF | 2.252 | 2.445 | 3.007 |
| Imm. Vw. (unbest. ND) | 174 | 164 | 156 |
Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde durch einen Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2010 nachgewiesen, so dass keine Abschreibungen erforderlich waren. Die Berechnung des erzielbaren Betrags der CGU wurde auf Basis des Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen zum 31. Dezember ermittelt. Die Prognosen basieren auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigten Finanzplänen, die jährlich aktualisiert werden. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruht, gehören Annahmen zu Wachstumsraten, Margenentwicklung und Diskontierungssatz.
Für die CGUs Unique Digital Marketing und Hi-ReS! wurde in England ein Zinssatz für risikofreie 30-jährige Staatsanleihen von 3,99 Prozent (Vorjahr: 4,4 Prozent), ein unveränderter Risikozuschlag von 5,0 Prozent und ein Branchen-Beta von 0,539 (Vorjahr: 0,8) zugrunde gelegt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 6,7 Prozent (Vorjahr: 8,4 Prozent) nach Steuern bzw. 9,3 Prozent (Vorjahr: 11,7 Prozent) vor Steuern ergab. Hierbei fand ein unveränderter durchschnittlicher Steuersatz von 28 Prozent Berücksichtigung. Den entsprechenden Geschäftsplanungen ist ein erwartetes Umsatzwachstum bei Hi-ReS! von jeweils 8 Prozent p. a. (Vorjahr 10 Prozent) für 2011 bzw. 5 Prozent p. a. (Vorjahr: 10 Prozent) für die Jahre 2012 bis 2015 sowie 0 Prozent als Terminal Value unterlegt. Bei der Unique Digital UK ist im Rahmen der Geschäftsplanung für 2011 ein erwarteter Umsatzrückgang von 38,5 Prozent p. a. (Vorjahr: 10 Prozent Umsatzwachstum) und ab 2012 bis 2015 ein Umsatzwachstum von 15 Prozent p. a. (Vorjahr: 10 Prozent) sowie 0 Prozent als Terminal Value zugrunde gelegt.
Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2011 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von 6 Prozent in Großbritannien aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse Wertminderungsbedarf weder für Unique Digital UK noch für Hi-ReS!. Ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.308 (Vorjahr: TEUR 7.963) für Unique Digital UK und TEUR 2.252 (Vorjahr: TEUR 2.445) für Hi-ReS! ist den jeweiligen CGUs zugeordnet.
Für uniquedigital in Deutschland wurde ein Zinssatz für risikofreie 30-jährige Staatsanleihen von 3,52 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent), ein unveränderter Risikozuschlag von 5,0 Prozent und ein Branchen-Beta von 0,539 (Vorjahr: 0,8) unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 6,2 Prozent (Vorjahr: 8,1 Prozent) nach Steuern bzw. von 8,9 Prozent (Vorjahr: 11,6 Prozent) vor Steuern ergab. Hierbei fand ein unveränderter durchschnittlicher Steuersatz von 30 Prozent Berücksichtigung. Der Geschäftsplan sieht einen Umsatzrückgang von 8 Prozent p. a. (Vorjahr: Umsatzwachstum von 20 Prozent) für das Jahr 2011 und 15 Prozent p. a. Umsatzwachstum (Vorjahr: 10 Prozent) für die Jahre 2012 bis 2015 sowie 0 Prozent als Terminal Value vor. Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2011 von einer Wachstumsrate von 13 Prozent in Deutschland aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse keinen Wertminderungsbedarf für uniquedigital, der ein unveränderter Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.841 zugeordnet ist.
Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu Zinssatz, Wachstumsraten und Margenentwicklung verändern, so ergeben sich andere Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Ein Anstieg des Zinssatzes für 30-jährige Staatsanleihen um 1 Prozent würde in Deutschland zu einem Anstieg des WACC um 0,9 Prozentpunkte und in der Folge zu einem Rückgang der Nutzungswerte um 15 Prozent aufgrund des höheren Diskontierungsfaktors führen. Vergleichbar wären die Auswirkungen bei den Nutzungswerten in England.
Das Anlagevermögen hat sich im Vorjahr wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | Geschäfts- oder Firmenwert | Immaterielle Vermögenswerte | Mietereinbauten | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 18.127 | 838 | 643 | 4.370 | 23.978 |
| 1. Jan. 2009 | |||||
| Zugänge | 914 | 99 | 90 | 539 | 1.642 |
| Abgänge | 0 | -119 | 0 | -362 | -481 |
| Währungskursänderungen | 208 | 26 | 5 | 74 | -313 |
| Anschaffungskosten | 19.249 | 844 | 738 | 4.621 | 25.452 |
| 31. Dez. 2009 | |||||
| Kumulierte Abschreibungen | 0 | 483 | 419 | 2.844 | 3.747 |
| 1. Jan. 2009 | |||||
| Zugänge | 0 | 64 | 65 | 581 | 710 |
| Abgänge | 0 | -119 | 0 | -357 | -476 |
| Währungskursänderungen | 0 | 8 | 1 | 32 | 41 |
| Kumulierte Abschreibungen | 0 | 436 | 485 | 3.100 | 4.021 |
| 31. Dez. 2009 | |||||
| Buchwert 31. Dez. 2008 | 18.127 | 355 | 224 | 1.524 | 20.230 |
| Buchwert 31. Dez. 2009 | 19.249 | 408 | 253 | 1.521 | 21.431 |
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist wie folgt:
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| in TEUR | Geschäfts- oder Firmenwert | Immaterielle Vermögenswerte | Mietereinbauten | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 19.249 | 844 | 738 | 4.621 | 25.452 |
| 1. Jan. 2010 | |||||
| Zugänge | 0 | 36 | 2 | 278 | 316 |
| Abgänge | -284 | 0 | -12 | -313 | -609 |
| Währungskursänderungen | 436 | 21 | 5 | 64 | 526 |
| Anschaffungskosten | 19.401 | 901 | 733 | 4.650 | 25.685 |
| 31. Dez. 2010 | |||||
| Kumulierte Abschreibungen | 0 | 436 | 485 | 3.100 | 4.021 |
| 1. Jan. 2010 | |||||
| Zugänge | 0 | 66 | 72 | 635 | 773 |
| Abgänge | 0 | 0 | -4 | -288 | -292 |
| Währungskursänderungen | 0 | 3 | 1 | 28 | 32 |
| Kumulierte Abschreibungen | 0 | 505 | 554 | 3.475 | 4.534 |
| 31. Dez. 2010 | |||||
| Buchwert 31. Dez. 2009 | 19.249 | 408 | 253 | 1.521 | 21.431 |
| Buchwert 31. Dez. 2010 | 19.401 | 396 | 179 | 1.175 | 21.151 |
Die immateriellen Vermögenswerte enthalten, unter Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten, Markenwerte in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 286), die im Rahmen der Erstkonsolidierung der Hi-ReS! und der Unique Digital UK entstanden und in voller Höhe dem Segment Großbritannien zuzuordnen sind. Die Markenwerte unterliegen jeweils einer unbegrenzten Nutzungsdauer. Die Betriebs- und Geschäftsausstattungen beinhalten im Wesentlichen Hardware und Büroeinrichtung. Im Geschäftsjahr lagen keine Anhaltspunkte für außerplanmäßige Abschreibungen vor.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte betreffen Mietkautionen in Höhe von TEUR 487 (Vorjahr: TEUR 462), die fast vollständig auf Syzygy UK entfallen. Wertpapiere der Kategorie „held-to-maturity“ sind nun als „available-for-sale“ umklassifiziert worden. Im Vorjahr waren die Wertpapiere in Höhe von TEUR 2.578 als sonstiger langfristiger Vermögenswert bilanziert.
In 2010 hat die Syzygy AG Wertpapiere mit einem Nennwert von TEUR 3.000 von „held-to-maturity“ in „available-for-sale“ umklassifiziert, da sie nicht mehr beabsichtigt, diese Wertpapiere bis zum Ende ihrer jeweiligen Laufzeit zu halten. Im Zeitpunkt des Übergangs von der Bewertung nach fortgeführten Anschaffungskosten (held-to-maturity) zur Bewertung „available-for-sale“ ist der beizulegende Zeitwert maßgeblich für die Bewertung der Wertpapiere. Verluste zwischen Marktwert und den fortgeführten Anschaffungskosten wurden in Höhe von TEUR 237 erfolgswirksam erfasst.
Für die Kategorie „held-to-maturity“ besteht nun eine 2-jährige Sperrfrist, in der keine Werpapiere dieser Kategorie zugeordnet werden können.
Aufgrund von Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen bei der Syzygy Deutschland GmbH sowie durch Rückstellungen für Investor Relations bei der Syzygy AG werden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 68) ausgewiesen. Die Zusammensetzung der aktiven latenten Steuern ist unter Abschnitt 5.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag dargestellt.
Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten sind in folgender Tabelle dargestellt:
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| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 5.839 | 5.747 |
Die liquiden Mittel werden zu jedem Stichtag erfolgswirksam mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Der in der Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich die in dieser Bilanzposition genannten Beträge. Verfügungsbeschränkungen über die hier angegebenen Vermögenswerte bestehen nicht.
In der Position Wertpapiere werden von Unternehmen öffentlich begebene Schuldtitel ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag gehören alle Wertpapiere der Kategorie „available-for-sale“ an und werden somit mit ihrem Marktwert bilanziert. Wie in der folgenden Tabelle dargestellt, lag der Marktwert der gesamten Wertpapiere zum 31. Dezember 2010 insgesamt um TEUR 235 unter den Anschaffungskosten (Vorjahr: TEUR 345), wobei TEUR 237 aus der Umklassifizierung von „held-to-maturity“ in „available-for-sale“ als nicht nur vorübergehende Wertminderung angesehen werden. Im Vorjahr entfielen TEUR 55 auf unrealisierte Kursgewinne und TEUR 400 auf unrealisierte Kursverluste.
Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt anhand von notierten Marktpreisen gemäß Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie. Die unrealisierten Kursverluste sind unter dem Posten „Erfolgsneutrale Änderung der unrealisierten Gewinne und Verluste aus Wertpapieren“ in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, die nicht nur vorübergehenden Wertminderungen sind erfolgswirksam erfasst.
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| in TEUR | Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne | Unrealisierte Verluste | Dauernde Wertminderung | 31.12.2009 Buchwert/ Marktwert |
|---|---|---|---|---|---|
| Available-for-sale | 10.226 | 55 | -43 | 0 | 10.238 |
| Held-to-maturity | 4.908 | 0 | -357 | 0 | 4.551 |
| Wertpapiere | 15.134 | 55 | -400 | 0 | 14.789 |
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| in TEUR | Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne | Unrealisierte Verluste | Dauernde Wertminderung | 31.12.2010 Buchwert/ Marktwert |
|---|---|---|---|---|---|
| Available-for-sale | 18.277 | 347 | -345 | -237 | 18.042 |
| Held-to-maturity | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertpapiere | 18.277 | 347 | -345 | -237 | 18.042 |
Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum 31. Dezember 2009:
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| in TEUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | 5-10 Jahre | Unbefristet | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Available-for-sale | 2.512 | 2.121 | 5.606 | 0 | 10.239 |
| Held-to-maturity | 1.972 | 971 | 1.607 | 0 | 4.550 |
| Wertpapiere | 4.484 | 3.092 | 7.213 | 0 | 14.789 |
Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum 31. Dezember 2010:
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| in TEUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | 5-10 Jahre | Unbefristet | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Available-for-sale | 976 | 9.197 | 7.869 | 0 | 18.042 |
| Held-to-maturity | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertpapiere | 976 | 9.197 | 7.869 | 0 | 18.042 |
Die Wertentwicklung des Wertpapierportfolios hängt grundsätzlich von der Entwicklung der Zinsen und der Entwicklung der credit spreads ab. Im Durchschnitt weist das Portfolio eine Duration von rund 5,3 auf, so dass eine Veränderung der Bewertungsparameter um 1 Prozent eine entsprechende Veränderung des Wertpapierportfolios um 5,3 Prozent verursacht. Erhöhen sich also die Credit Spreads um 100 Basispunkte bei gleichbleibendem Zinsniveau, reduziert sich der Wert des Wertpapierportfolios um rund 5,3 Prozent.
Bei den Wertpapieren reduziert Syzygy Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB-(sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet und die Investment-Entscheidung überprüft. Grundsätzlich wird von einem Emittenten maximal eine Position von EUR 2,0 Mio. eingegangen. Bei Neuanlagen mit Rating BBB-betragen die Positionen maximal EUR 1,0 Mio. Alle Wertpapiere unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads kombiniert mit der Restlaufzeit.
Diese Position setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Forderungen | 10.476 | 16.300 |
| Forderungen aus PoC | 199 | 488 |
| 10.675 | 16.788 |
Für noch nicht berechnete Leistungen werden TEUR 199 (Vorjahr TEUR 488) Forderungen und Umsatzerlöse unter analoger Anwendung der PoC-Methode ausgewiesen. Für die im Rahmen der PoC-Methode realisierten Projekte sind Kosten in Höhe von TEUR 177 angefallen. Hieraus ergibt sich eine Marge von TEUR 22.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fallen in die Bewertungskategorie Loans und Receivables nach IAS 39.
Die Altersstruktur der Forderungen stellt sich wie folgt dar:
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| Davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (nach Wertberichtigungen) in TEUR |
0-90 Tage | 91–180 Tage | 181–360 Tage | mehr als–360 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| zum 31.12.2010 | 10.608 | 38 | 6 | 23 |
| zum 31.12.2009 | 16.511 | 232 | 35 | 10 |
Für erkennbare Ausfallrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Ebenso wie im Vorjahr wurden in 2010 keine Einzelwertberichtigungen gebildet.
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich zum 31. Dezember 2010 und 2009 jeweils wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Steuererstattungsansprüche | 1.141 | 1.220 |
| Zinsforderungen | 542 | 452 |
| Rechnungsabgrenzungen | 473 | 514 |
| Übrige | 59 | 244 |
| 2.215 | 2.430 |
Alle sonstigen Vermögenswerte werden innerhalb von 12 Monaten fällig. Die Zinsforderungen, die in die Bewertungskategorie Loans und Receivables nach IAS 39 fallen, stellen verwertbare Finanzinstrumente dar und werden in folgender Fälligkeitsstruktur abgebildet:
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| in TEUR Zinsforderungen | 0-90 Tage | 91–180 Tage | 181–360 Tage |
|---|---|---|---|
| zum 31.12.2010 | 329 | 110 | 103 |
| zum 31.12.2009 | 345 | 59 | 48 |
Die Rechnungsabgrenzungen beinhalten Vorauszahlungen für Mieten, Internetverbindungen und Versicherungen.
Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 wurde mit Wirkung zum 20. Mai 2010 um EUR 750.000 auf EUR 12.828.450 erhöht und ist eingeteilt in 12.828.450 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. Davon befanden sich 25.000 Stückaktien im eigenen Bestand.
Zum Stichtag wurden die Anteile wie folgt gehalten:
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| Aktien (in Tsd.) | in Prozent | |
|---|---|---|
| WPP Group (UK) Ltd. (direkt und indirekt) | 3.570 | 27,83 |
| Marco Seiler | 622 | 4,85 |
| Andrew Stevens | 375 | 2,92 |
| Streubesitz | 8.236 | 64,20 |
| Eigene Aktien | 25 | 0,20 |
| 12.828 | 100 |
Im Rahmen der Hauptversammlung am 30. Juni 2006 wurde der Beschluss zur möglichen Erhöhung des Grundkapitals erneuert. Demnach ist der Vorstand unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtrats ermächtigt, zusätzliche auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien bis zum 30. Juni 2011 auszugeben.
Von dieser Ermächtigung haben Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010 Gebrauch gemacht und eine Kapitalerhöhung von TEUR 750 beschlossen.
Das genehmigte Kapital beträgt EUR 5.250.000. Außerdem wurde der Vorstand im Rahmen der Hauptversammlung am 29. Mai 2009 im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zu einer bedingten Kapitalerhöhung ermächtigt, in deren Rahmen bis zu 1.200.000 zusätzliche Aktien ausgegeben werden können. Im Geschäftsjahr 2010 wurden ebenso wie im Vorjahr keine Optionen ausgeübt.
Aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung hat sich die Kapitalrücklage um TEUR 1.822 erhöht, da die neuen Aktien zu Marktpreisen emittiert wurden. Der den rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 übersteigende Betrag wird gem. § 272 Abs. 2 HGB als Agio in der Kapitalrücklage erfasst.
Am 28. Mai 2010 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 27. Mai 2015 insgesamt bis zu 10 Prozent der ausstehenden Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Der Gesellschaft stehen aus eigenen Aktien keine Dividenden- oder Stimmrechte zu. Syzygy ist berechtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen, Mitarbeitern des Unternehmens als Kompensation oder Dritten eigene Aktien im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. Zum 31. Dezember 2010 befanden sich 25.000 eigene Aktien im Bestand des Unternehmens.
Die im übrigen Konzernergebnis zusammengefassten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 829 (Stand zum 31. Dezember 2009: TEUR 2.446) und sind im Wesentlichen auf Kursgewinne aus Währungsumrechnungen (TEUR 482) und nicht realisierte Gewinne bzw. Verluste aus Wertpapieren (TEUR 347) zurückzuführen.
Grundlage für Dividendenausschüttungen ist das im deutschen handelsrechtlichen Einzelabschluss ausgewiesene ausschüttungsfähige Eigenkapital. Die Hauptversammlung beschloss am 28. Mai 2010 eine Dividende in Höhe von EUR 0,20 je Aktie, die ab dem 31. Mai 2010 ausgeschüttet wurde. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.320 wurde auf neue Rechnung vorgetragen und führt zu einem entsprechenden Ausweis im Einzelabschluss der Syzygy AG.
Zum 31. Dezember 2010 wies der Einzelabschluss der Gesellschaft einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 10.781 aus.
Im Konzernabschluss wird zum 31. Dezember 2010 ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 9.601 ausgewiesen.
Am 29. Mai 2009 haben die Aktionäre der Gesellschaft einen Aktienoptionsplan für die Mitarbeiter beschlossen. Gemäß diesem Plan kann jede Aktienoption über einen noch festzulegenden Zeitraum und unter Einhaltung einer Sperrfrist von zwei Jahren in eine Aktie der Syzygy AG umgewandelt werden.
Im Berichtszeitraum wurden keine Optionsrechte gewährt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31. Dezember 2010 und 2009 jeweils wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Rückstellungen: | 9.205 | 12.450 |
| - Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten | 715 | 1.056 |
| - Personalbezogene Rückstellungen | 487 | 582 |
| - Investor Relations und Jahresabschluss | 237 | 200 |
| 10.644 | 14.288 |
Die Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen und Kundenboni, die personalbezogenen Rückstellungen für Mitarbeiterboni und Urlaub. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig und der Bewertungskategorie Financial Liabilities at Amortized Costs zuzuordnen.
Rückstellungsspiegel zum 31.12.2009
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| in TEUR | Buchwert 1.1.2009 | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | Buchwert 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten | 1.961 | -1.690 | -272 | 1.057 | 1.056 |
| Personalbezogene Rückstellungen | 538 | -404 | 0 | 448 | 582 |
| Investor Relations und Jahresabschluss | 331 | -320 | 0 | 189 | 200 |
| 2.830 | -2.414 | -272 | 1.694 | 1.838 |
Rückstellungsspiegel zum 31.12.2010
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| in TEUR | Buchwert 1.1.2010 | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | Buchwert 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten | 1.056 | -976 | -40 | 673 | 715 |
| Personalbezogene Rückstellungen | 582 | -554 | -9 | 466 | 487 |
| Investor Relations und Jahresabschluss | 200 | -200 | 0 | 237 | 237 |
| 1.838 | -1.730 | -49 | 1.376 | 1.439 |
Die Aufgliederung der Steuerverbindlichkeiten ist in folgender Tabelle dargestellt:
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| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Deutsche Umsatzsteuer | 1.568 | 294 |
| Deutsche Ertragsteuer | 672 | 640 |
| Englische Umsatzsteuer | 466 | 1.275 |
| Englische Ertragsteuer | 168 | 336 |
| 2.874 | 2.545 |
Die zum Vorjahresstichtag gebildeten Verbindlichkeiten aus den o. g. Steuersachverhalten wurden im Geschäftsjahr mit TEUR 2.545 vollständig getilgt.
Im Folgenden sind die Bestandteile der sonstigen Verbindlichkeiten aufgeführt:
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| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Earn-out Zahlungen | 776 | 5.236 |
| Sozialversicherung, Lohn- und Kirchensteuer | 334 | 341 |
| Verpflichtungen aus Optionsausübung | 249 | 1.226 |
| Verbindlichkeiten aus noch nicht erbrachten Leistungen | 0 | 0 |
| Sonstige | 722 | 436 |
| 2.081 | 7.239 |
Die Verpflichtung aus Earn-out Zahlungen hinsichtlich des Erwerbs der Hi-ReS! London Ltd. wird in 2011 fällig. Diese Verpflichtung ist abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2011. Hinsichtlich Hi-ReS! London Ltd. besteht auch eine gegenseitige Option hinsichtlich des Erwerbs der ausstehenden 20 Prozent der Anteile, die spätestens in 2015 fällig wird. Aufgrund der langen Fristigkeit wird die gegenseitige Option als langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen.
Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten und der langfristigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2010:
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| in TEUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | 5-10 Jahre | Unbefristet | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.832 | 0 | 0 | 0 | 1.832 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 249 | 0 | 0 | 249 |
Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten und der langfristigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2009:
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| in TEUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | 5-10 Jahre | Unbefristet | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.013 | 0 | 0 | 0 | 6.013 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 954 | 272 | 0 | 1.226 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind nach der Bewertungskategorie Financial Liabilities at Amortized Costs bewertet worden.
Die Anwendung des IFRS 8 fordert eine Segmentberichterstattung entsprechend der internen Steuerung (Management-Approach) des Konzerns. Vor diesem Hintergrund berichtet Syzygy die Segmente nach geographischen Kriterien.
Die Syzygy AG als Holdinggesellschaft erbringt Serviceleistungen an die operativen Einheiten und ist deshalb von diesen getrennt zu betrachten. Das Segment Großbritannien umfasst Syzygy UK, Unique Digital UK, Hi-ReS! und Mediopoly. Das Segment Deutschland enthält Syzygy Deutschland und uniquedigital. Die einzelnen Segmente wenden dieselben Rechnungslegungsgrundsätze wie der Gesamtkonzern an.
Die Syzygy AG beurteilt die Leistungen der Segmente unter anderem anhand des Umsatzes und des EBITs. Die Zuordnung der Umsatzerlöse gegenüber Dritten erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Unternehmenseinheit. Die Transaktionen, die grundsätzlich zu Marktpreisen verrechnet werden, wurden innerhalb der Segmente eliminiert.
Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller Aktiva zuzüglich des auf das jeweilige Segment entfallenden Goodwills, gemindert um die Forderungen, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen.
Die Segmentinvestitionen umfassen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Segmentschulden entsprechen der Summe aller Passiva ohne Eigenkapital zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Anteile der Minderheiten und gemindert um die Verbindlichkeiten, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen.
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| 31.12.2010 [TEUR] |
Deutschland | Großbritannien | Zentralfunktionen und Konsolidierung | Summe Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse, brutto | 53.311 | 34.692 | -907 | 87.096 |
| Mediakosten | -35.398 | -24.451 | 0 | -59.849 |
| Umsatzerlöse, netto | 17.913 | 10.241 | -907 | 27.247 |
| Innenumsätze | 101 | 49 | -150 | 0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 4.330 | 777 | -1.939 | 3.168 |
| Finanzergebnis | 74 | -5 | 1.038 | 1.107 |
| Vermögenswerte | 18.987 | 21.844 | 17.635 | 58.466 |
| Davon Geschäfts- und Firmenwerte | 8.841 | 10.560 | 0 | 19.401 |
| Investitionen | 271 | 33 | 12 | 316 |
| Abschreibungen | 540 | 226 | 7 | 773 |
| Segmentschulden | 9.810 | 8.588 | -345 | 18.053 |
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| 31.12.2009 [TEUR] |
Deutschland | Großbritannien | Zentralfunktionen und Konsolidierung | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse, brutto | 36.655 | 44.747 | -915 | 80.487 |
| Mediakosten | 20.492 | 31.162 | 0 | 51.654 |
| Umsatzerlöse, netto | 16.163 | 13.585 | -915 | 28.833 |
| Innenumsätze | 303 | 461 | -764 | 0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 3.005 | 2.133 | -1.582 | 3.556 |
| Finanzergebnis | 48 | 51 | 1.239 | 1.338 |
| Vermögenswerte | 17.655 | 27.591 | 16.469 | 61.715 |
| Davon Geschäfts- und Firmenwerte | 8.841 | 10.408 | 0 | 19.249 |
| Investitionen | 573 | 1.065 | 5 | 1.643 |
| Abschreibungen | 464 | 239 | 7 | 710 |
| Segmentschulden | 8.391 | 19.494 | -2.025 | 25.860 |
Syzygy hat im Segment Deutschland und im Segment Großbritannien mit jeweils einem Kunden mehr als 10 Prozent der konsolidierten Brutto-Umsatzerlöse des Konzerns erzielt.
In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus den Produktbereichen Online Marketing und Design & Build enthalten. Syzygy weist in der Finanzberichterstattung Brutto- und Netto-Umsatzerlöse aus. Netto-Umsatzerlöse ergeben sich aus Bruttoumsätzen abzüglich Mediakosten, die bei den Online Marketing-Gesellschaften als durchlaufende Posten anfallen. In 2010 erzielte die Syzygy Gruppe Brutto-Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 19.576 im Bereich Design & Build (Vorjahr: TEUR 21.473) und TEUR 67.744 (Vorjahr: TEUR 59.095) im Bereich Online Marketing. Der Bereich Online Marketing enthält Mediakosten in Höhe von TEUR 59.849 (Vorjahr: TEUR 51.654), so dass sich dort Netto-Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 7.895 (Vorjahr: TEUR 7.441) ergeben. Zwischen den Produktbereichen gab es Innenumsätze in Höhe von TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 81).
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Währungskurseffekte | 78 | -64 |
| Erträge aus der KFZ-Nutzung von Arbeitnehmern | 63 | 45 |
| Auflösung von Rückstellungen | 49 | 272 |
| Sonstige | 126 | 215 |
| 316 | 468 |
Der Materialaufwand enthält überwiegend Aufwendungen für freie Mitarbeiter und extern vergebene Dienstleistungen:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 4.842 | 4.294 |
Der Personalaufwand, welcher in den verschiedenen Posten innerhalb der Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthalten ist, setzt sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 12.421 | 13.614 |
| Sozialabgaben | 1.806 | 1.866 |
| 14.227 | 15.480 |
Im Jahr 2010 betrug die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der Syzygy Gruppe 241 Mitarbeiter (Vorjahr: 262 Mitarbeiter).
Zum Geschäftsjahresende 2010 hat sich die Gesamtzahl der Syzygy Mitarbeiter auf insgesamt 242 reduziert. Die Mitarbeiter verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche im Unternehmen:
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| Anzahl in Personen | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Strategie / Beratung / Projektmanagement | 58 | 60 |
| Online Marketing / Online Media | 58 | 54 |
| Technologie | 49 | 52 |
| Kreation | 40 | 47 |
| Administration | 37 | 37 |
| 242 | 250 |
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 66 | 64 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 707 | 646 |
| 773 | 710 |
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 1.049 | 1.196 |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren, saldiert | 303 | 322 |
| Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen | -245 | -180 |
| 1.107 | 1.338 |
Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Nachforderungszinsen aus Steuererstattungen in Höhe von TEUR 222. Die Zinserträge enthalten eingegangene Zinszahlungen in Höhe von TEUR 827 (Vorjahr: TEUR 1.196).
Das Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren setzt sich aus Gewinnen in Höhe von TEUR 327 und Verlusten von TEUR 24 zusammen. Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthielten im Vorjahr Erträge aus einem Zinsswap in Höhe von TEUR 90. Die Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen enthalten Abschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von TEUR 237.
Nach IFRS 7.20 sind die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien darzustellen:
Die Zinsen und ähnliche Erträge, Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen sowie das Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren resultieren in voller Höhe aus der Bewertungskategorie available-for-sale. Der Vorjahres-Ertrag aus dem Zinsswap war der Bewertungskategorie financial liabilities at fair value through profit or loss zuzuordnen. In den Zinsaufwendungen enthalten sind Zinszahlungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 23).
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Inländische Steuern | 300 | 972 |
| Ausländische Steuern | 226 | 624 |
| Latente Steuern | -47 | -33 |
| 479 | 1.563 |
In Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2008 ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent zur Körperschaftsteuer ergibt sich ein Steuersatz von 15,8 Prozent. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer beträgt unverändert 14,9 Prozent bei einem Gewerbesteuerhebesatz von 350 Prozent am Sitz der Gesellschaft. Daraus ergibt sich eine Ertragsteuerbelastung von 30,7 Prozent in Deutschland. In Großbritannien gilt ein allgemeiner Steuersatz von 28 Prozent.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden TEUR 446 (Vorjahr: TEUR 953) Ertragsteuern gezahlt.
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| - Rückstellungen | 31 | 0 |
| - Anlagevermögen | 84 | 68 |
| - Wertpapiere Umlaufvermögen | -58 | 0 |
| 57 | 68 | |
| Passive latente Steuern | ||
| - Effekte aus Erstkonsolidierung Hi-ReS! | 55 | 50 |
| - Umlaufvermögen (Wertpapiere) | 0 | 17 |
| 55 | 67 |
Bei der Syzygy AG als Organträger sind die aktiven latenten Steuern auf unterschiedliche Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen IFRS und Steuerbilanz zurückzuführen sowie auf die unterschiedliche Bewertung bei der Rückstellung für Investor Relations.
Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Erstkonsolidierung der Hi-ReS! sowie aus unrealisierten Kursgewinnen und -verlusten bei Wertpapieren, die steuerlich nicht berücksichtigt werden. Die passiven latenten Steuern, die der Syzygy AG zuzurechnen sind, wurden mit den aktiven latenten Steuern der deutschen Gesellschaften saldiert.
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4.275 | 4.894 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 171 | 244 |
| Steuerpflichtiges Ergebnis | 4.446 | 5.138 |
| Erwarteter Steueraufwand | 1.366 | 1.579 |
| Unterschiede aus Steuersätzen | 5 | -63 |
| Steuererstattungen | -929 | -42 |
| Steuereffekt aus der Nutzung von Verlustvorträgen, für die bislang keine latenten Steuern erfasst wurden | 0 | -564 |
| Steuereffekt auf Wertschwankungen bei Wertpapieren des Umlaufvermögens | 107 | 649 |
| Sonstige | -70 | 4 |
| Steuerbelastung | 479 | 1.563 |
Die Unterschiede aus Steuersätzen ergeben sich insbesondere aus höheren Gewerbesteuersätzen in Hamburg, während der allgemeine Steuersatz in England 28 Prozent beträgt.
Gemäß IAS 21.52 in Verbindung mit IAS 39.9 wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 524 erfolgsneutral in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Das Ergebnis je Aktie – verwässert und unverwässert – berechnet sich gemäß IAS 33 wie folgt:
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Aktienanzahl (in Tsd.) | 12.530 | 12.053 |
| Konzernergebnis in TEUR | 3.796 | 3.331 |
| Anzahl ausgegebener Optionen | 0 | 0 |
| Ergebnis je Aktie – unverwässert und verwässert (in EUR) | 0,30 | 0,28 |
Die Kapitalflussrechnung wird gemäß IAS 7 nach der indirekten Methode erstellt. Der operative Cashflow des Geschäftsjahres 2010 beträgt EUR 8,2 Mio. gegenüber EUR -0,2 Mio. im Vorjahr. Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich die liquiden Mittel. Weitere Erläuterungen zum Cashflow sind im Konzernlagebericht aufgeführt. Zahlungsunwirksame Transaktionen, die sich nicht in der Kapitalflussrechnung niedergeschlagen haben, bestehen im Wesentlichen aus der Veränderung von bedingten Kaufpreiszahlungen in Höhe von TEUR -197 (im Vorjahr: TEUR 914).
Syzygy unterliegt hinsichtlich der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Risiken aus der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen sowie der Bonität von Wertpapieremittenten.
Syzygy erzielt rund 40 Prozent der Umsatzerlöse in Großbritannien. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfunds zum Euro können die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss je nach Kursentwicklung gegenüber der Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Die Vermögenswerte und Schulden der operativen englischen Gesellschaften werden zum Stichtag jeweils in die Berichtswährung umgerechnet und unterliegen daher einem Translationsrisiko. Solche Risiken werden im Syzygy Konzern nicht abgesichert. Im operativen Bereich wickeln die Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Daher schließt Syzygy keine Kurssicherungsgeschäfte ab, weil ein Währungsrisiko grundsätzlich in der Höhe des Jahresüberschusses, bzw. der Cashflows zur Syzygy AG besteht. Auch für diese Cashflows hat sich Syzygy gegen eine Kursabsicherung entschieden, da Kosten und Nutzen solcher Cashflow Hedges als nicht angemessen erscheinen und das Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als unwesentlich zu betrachten ist.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag als repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Die wesentlichen originären Finanzinstrumente (liquide Mittel, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten) sind unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Wechselkursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis und Eigenkapital.
Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls direkt in funktionaler Währung erfasst. Insofern bestehen keine Währungsrisiken.
Syzygy ist insofern lediglich hinsichtlich des in ausländischer denominierter Währung erzielten Jahresüberschusses und damit verbundenen Ausschüttungen einem Währungsrisiko ausgesetzt.
Syzygy unterliegt Zinsrisiken ausschließlich hinsichtlich der Wertpapiere, dagegen bestehen keine Finanzverbindlichkeiten, die ein Zinsrisiko verursachen können, und die liquiden Mittel waren zu Tagesgeldkonditionen variabel angelegt.
Sensitivitätsanalysen hinsichtlich der Zinsänderungen sind gemäß IFRS 7 darzustellen. Da Syzygy Wertpapiere gemäß IAS 39 als zum Verkauf verfügbar („available-for-sale“) klassifiziert, haben Zinsänderungen keine unmittelbare Auswirkung auf die Ertragslage der Gesellschaft. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im Eigenkapital unter dem Posten „Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungen“ erfasst, welcher als separate Eigenkapitalposition ausgewiesen wird.
Zum Bilanzstichtag waren rund EUR 18,0 Mio. in einem Wertpapierportfolio angelegt, das eine Duration von rund 5,3 aufweist. Eine Zinsänderung um 100 Basispunkte hinsichtlich der Anlagen hätte dann eine Änderung des Zeitwertes des Portfolios um rund 5,3 Prozent zur Folge. Dies würde zu einer Veränderung des Zeitwertes um TEUR 954 führen. Zinserhöhungen wirken sich hierbei negativ und Zinsrückgänge positiv auf die Wertentwicklung des Portfolios aus.
Syzygy ist aus dem operativen Geschäft und hinsichtlich der Wertpapieranlagen Bonitäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Bei den Wertpapieren reduziert Syzygy Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB-(sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Grundsätzlich wird von einem Emittenten maximal eine Position von EUR 2,0 Mio. eingegangen. Bei Neuanlagen mit Rating BBB-betragen die Positionen maximal EUR 1,0 Mio. Alle Wertpapiere unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads kombiniert mit der Restlaufzeit. Eine Ausweitung der Credit Spreads in einer Risikoklasse führt dann in Abhängigkeit zur Duration eines Wertpapiers zu einem entsprechenden Kursrückgang. Bei einer Duration des Wertpapierportfolios von 5,3 und einer Ausweitung der durchschnittlichen Credit Spreads um 100 Basispunkte würde der Wert des Portfolios um 5,3 Prozent sinken. Dies würde dann bei Syzygy zu einer Veränderung des Zeitwertes um TEUR 954 führen.
Im operativen Geschäft werden die Ausfallrisiken auf der Ebene der Gesellschaften fortlaufend dezentral überwacht. Syzygy arbeitet überwiegend für Großkunden hervorragender Bonität und hatte daher keine Forderungsausfälle zu verbuchen. Auch ist das Forderungsvolumen mit einzelnen Kunden nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden.
Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.
Im Geschäftsjahr 2010 setzte Syzygy keine derivativen Finanzinstrumente zur Risikodiversifizierung und Portfoliostrukturierung ein, um entsprechend der Marktentwicklung neben festverzinslichen Wertpapieren variable Verzinsungen einzubinden. Im Vorjahr ergab sich aus einem Zinsswap ein Ertrag in Höhe von TEUR 90.
Das Kapitalmanagement von Syzygy verfolgt primär das Ziel, organisches als auch anorganisches Wachstum zu finanzieren sowie die Unternehmensfortführung in den operativen Gesellschaften sicherzustellen. Dabei strebt Syzygy eine hohe Eigenkapitalquote im Zielkorridor zwischen 60-80 Prozent an, da dies die Wettbewerbsfähigkeit eines Dienstleistungsunternehmens wie Syzygy stärkt. Darüber hinaus ist es das Ziel des Kapitalmanagements, die Eigenkapitalrendite nachhaltig auf über 10 Prozent zu heben.
Die Kennzahlen zum Kapitalmanagement setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapital laut Bilanz | 40.413 | 35.855 |
| Fremdkapital | 18.053 | 25.860 |
| Gesamtkapital | 58.466 | 61.715 |
| Eigenkapitalquote | 69% | 58% |
| Konzernergebnis der Periode | 3.796 | 3.331 |
| Eigenkapitalrendite | 9% | 9% |
Syzygy hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, so dass das Fremdkapital primär von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zukünftigen Verpflichtungen aus Unternehmenserwerben und Steuerverbindlichkeiten geprägt ist.
In 2008 hat Syzygy im Rahmen der Neuanmietung von Büroflächen in Hamburg und Bad Homburg Bürgschaften in Höhe von TEUR 250 gewährt. Diese Bürgschaft besteht unverändert. Darüber hinaus hat Syzygy in 2010 eine Kundenbürgschaft in Höhe von TEUR 500 gewährt.
Die Konzerngesellschaften haben Miet- und Leasingverträge für verschiedene Büroräume und Fahrzeuge abgeschlossen. Die zukünftigen jährlichen finanziellen Verpflichtungen hieraus betragen mindestens:
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| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Innerhalb eines Jahres | 1.104 | 1.149 |
| 1-5 Jahre | 2.912 | 2.981 |
| Mehr als 5 Jahre | 138 | 654 |
| Gesamt | 4.154 | 4.784 |
Der gesamte Mietaufwand des Jahres 2010 belief sich auf TEUR 1.661 (Vorjahr: TEUR 1.542). Im Jahr 2010 wurden Erträge in Höhe von TEUR 15 aus Untervermietung erzielt (Vorjahr: TEUR 0). Für Leasingverpflichtungen wurden in 2010 TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 111) aufgewendet.
Die Syzygy AG hält direkte oder indirekte Anteile an den folgenden Unternehmen:
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| Anteil | Eigenkapital (TEUR) | Jahresergebnis (TEUR) | |
|---|---|---|---|
| Hi-ReS! London Ltd., London, UK | 80% | 340 | 189 |
| mediopoly Ltd., Jersey, UK1 | 100% | 787 | 8 |
| Syzygy Deutschland GmbH, Bad Homburg, Deutschland2 | 100% | 383 | 0 |
| Syzygy UK Ltd., London, UK | 100% | 851 | -72 |
| Unique Digital Marketing Ltd., London, UK | 100% | 1.253 | 432 |
| uniquedigital GmbH, Hamburg, Deutschland3 | 100% | 40 | 0 |
Mediopoly hält 100 Prozent der Anteile an Syzygy UK Ltd., welche in England operativ tätig ist. Daher besteht zur Syzygy UK eine indirekte Beteiligung.
Zwischen der Syzygy Deutschland GmbH und der Syzygy AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zu Gunsten der Syzygy AG.
Zwischen der uniquedigital GmbH und der Syzygy AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zu Gunsten der Syzygy AG.
Für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens erhält die BDO AG insgesamt ein Honorar von TEUR 78. Darüber hinaus sind keine weiteren Aufträge an die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vergeben worden.
Zu den nahe stehenden Personen zählen die Organe der Syzygy AG. Ein Vorstandsmitglied hat im Rahmen der im Jahre 2007 erfolgten Anteilsveräußerung die Hälfte des ausstehenden Kaufpreises in Höhe von TEUR 5.159 im abgelaufenen Geschäftsjahr erhalten. Der Kaufpreis wurde in Höhe von TEUR 2.572 durch eigene Aktien und TEUR 2.587 in bar abgegolten. In den Jahren 2010 und 2009 haben ansonsten mit Ausnahme der Bezüge an Vorstände und der Vergütung an den Aufsichtsrat keine Transaktionen mit nahe stehenden Personen stattgefunden, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden.
Die Syzygy Deutschland GmbH sowie die uniquedigital GmbH machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.
Die Syzygy AG hat im Januar 2011 eine neue Gesellschaft in New York gegründet. Hi-ReS! New York Inc. wird im ersten Quartal 2011 ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen und Kunden aus dem US-amerikanischen Raum bedienen.
Ferner haben im Februar 2011 die Syzygy AG und Ars Thanea s.c., Warschau, Polen, eine Absichtserklärung abgegeben, ihre bisherige Kooperation zu intensivieren. Im Zuge dessen will die Syzygy AG 26 Prozent der Anteile an Ars Thanea erwerben.
Des Weiteren sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.
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| Marco Seiler | Vorsitzender Geschäftsführung Syzygy Deutschland GmbH |
| Frank Wolfram | Vorstand Geschäftsführung Syzygy Deutschland GmbH |
| Andrew Stevens | Vorstand Geschäftsführung Unique Digital Marketing Ltd. und Syzygy UK Ltd. |
Die Vorstandsmitglieder sind in keinem Aufsichtsrat oder vergleichbarem Gremium Mitglied.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Jahr 2010 auf TEUR 726. Marco Seiler bezog ein Grundgehalt von TEUR 250 sowie ein variables Gehalt von TEUR 12. Frank Wolfram hatte ein Grundgehalt von TEUR 225 und einen variablen Anteil von TEUR 11. Andrew Stevens bezog ein Grundgehalt von TEUR 218 und einen variablen Anteil von TEUR 10.
Die Vorstände haben in 2010 keine Optionen erhalten und halten auch keine Optionen.
Eine detaillierte Erläuterung zu den Vergütungen des Vorstands erfolgt im Vergütungsbericht. Dieser wird auf der Firmenwebsite der Syzygy AG im Bereich Investor Relations dauerhaft veröffentlicht.
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| Michael Mädel | Vorsitzender President J. Walter Thompson Europa, Asien und Afrika |
| Adriaan Rietveld | stellv. Vorsitzender General Managing Partner EsNet, Ltd. Aufsichtsrat UbiQ b.v. Rotterdam |
| Wilfried Beeck | CEO ePages Software GmbH |
Der Aufsichtsrat erhält eine Vergütung von insgesamt TEUR 45 für das Geschäftsjahr 2010. Dies entspricht einer Vergütung von TEUR 15 je Aufsichtsratsmitglied. Die Vergütung ist in 2010 ausschließlich fix. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben keine Optionen auf Syzygy Aktien. Weitere Informationen zu den Vergütungen des Aufsichtsrats befinden sich ebenfalls im Vergütungsbericht.
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| Vorstände: Aktien [Stückzahl] | Marco Seiler | Frank Wolfram | Andrew Stevens | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 | 622.279 | 5.500 | 0 | 627.779 |
| Käufe | 0 | 0 | 375.000 | 375.000 |
| Verkäufe | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 622.279 | 5.500 | 375.000 | 1.002.779 |
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| Aufsichtsräte: Aktien [Stückzahl] | Michael Mädel | Adriaan Rietveld | Wilfried Beeck | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 | 0 | 10.000 | 120.000 | 130.000 |
| Käufe | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verkäufe | 0 | 0 | 0 | 0 |
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Herr Marco Seiler, Bundesrepublik Deutschland, hat uns am 28. Mai 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Syzygy AG am 20. Mai die Schwelle von 5 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 4,85 Prozent beträgt (entspricht 622.279 Stimmrechten).
Die Entsprechungserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß §161 AktG wurde am 14. Dezember 2010 abgegeben und den Aktionären über die Website der Gesellschaft zugänglich gemacht.
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat den Konzernabschluss am 28. März 2011 zur Genehmigung vorlegen.
„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“
Bad Homburg v. d. H., den 28. März 2011
Syzygy AG
Der Vorstand
Marco Seiler
Frank Wolfram
Andrew Stevens
Wir haben den von der Syzygy AG, Bad Homburg v.d. Höhe, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 28. März 2011
**BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. Dr. Rosien, Wirtschaftsprüfer
gez. ppa. Werner, Wirtschaftsprüfer
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