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Syzygy AG

Annual Report May 9, 2019

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Annual Report

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Syzygy AG

Bad Homburg v. d. Höhe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Geschäftsbericht 2018

"We don't create experiences to make money, we make money by creating better experiences."

ir.syzygy.de

Finanzkennzahlen

Umsatzerlöse (in TEUR)

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2014 47.075
2015 57.311
2016 64.273
2017 60.669
2018 65.816

Operatives Ergebnis (in TEUR)

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2014 3.843
2015 5.268
2016 5.596
2017 4.096
2018 6.067

Finanzergebnis (in TEUR)

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2014 2.157
2015 1.975
2016 1.336
2017 1.440
2018 470

Ergebnis vor Steuern (in TEUR)

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2014 6.000
2015 7.243
2016 6.932
2017 5.536
2018 6.537

Konzernergebnis (in TEUR)

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2014 4.739
2015 4.864
2016 5.097
2017 4.235
2018 4.890

Ergebnis je Aktie unverwässert (in EUR)

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2014 0,35
2015 0,37
2016 0,39
2017 0,39
2018 0,35

Operativer Cashflow (in TEUR)

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2014 14.410
2015 -2.421
2016 5.930
2017 4.778
2018 16.357

Umsatz pro Mitarbeiter (in TEUR)

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2014 103
2015 108
2016 108
2017 95
2018 105

Bilanzstruktur

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Umlaufvermögen 40%
Anlagevermögen 60%
Eigenkapital 49%
Fremdkapital 51%

Umsatzerlöse nach Segmenten

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Deutschland 68%
Großbritannien 21%
Sonstige 11%

Umsatzverteilung nach Kundengröße

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Top 5 24%
Top 6-10 15%
Sonstige 61%

Umsatzverteilung nach Branchen

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Automobil 30%
Dienstleistungen 24%
Finanzen/Versicherungen 17%
Konsumgüter 17%
Telekommunikation/IT 8%
Sonstige 4%

Anlagestruktur der liquiden Mittel und Wertpapiere

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Bankguthaben 52%
Unternehmens- und Staatsanleihen 48%

Mitarbeitersplit nach Funktionen

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Media 22%
Strategieberatung 21%
Technologie 18%
Verwaltung 14%
Kreation 13%
Projektmanagement 12%

Aktionärsstruktur

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WPP plc. 50,33%
Hauck & Aufhäuser 3,09%
HANSAINVEST 3,03%
Eigenbesitz 0,54%
Streubesitz 43,01%

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen,

Sehr geehrte Aktionäre,

erinnern Sie sich noch an den Letzten Absatz meines Aktionärsbriefes des vergangenen Jahres?

"2018 wird wieder ein Jahr mit zweistelligem Umsatzwachstum sein. Das operative Ergebnis (EBIT) wird proportional zu den Umsatzerlösen steigen. Die Aussichten sind positiv und wir schauen motiviert und gestärkt auf die kommenden zwölf Monate."

Nun, rückblickend haben wir allen Grund, stolz auf das Ergebnis zu sein. Auch wenn wir das Umsatzwachstum - bedingt durch niedrigere Wechselkurse des britischen Pfundes - knapp verfehlt haben, so konnten wir das operative Ergebnis deutlich überproportional steigern und haben 2018 das beste operative Ergebnis in der 24-jährigen Geschichte der SYZYGY Gruppe erzielt.

Der Umsatz lag mit Euro 65,8 Mio. 8 Prozent über dem Vorjahr und das operative Ergebnis von Euro 6,1 Mio. übertraf das Vorjahr um 48 Prozent. Unser Optimismus hat sich somit bestätigt und ausgezahlt. Die Integration der neuen Gesellschaften hat große Fortschritte gemacht, so dass die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gesellschaften der SYZYGY Gruppe immer erfolgreicher verläuft. Im deutschen Kernmarkt konnten wir so ein Umsatzplus von 16 Prozent bei einer EBIT-Marge von 14 Prozent erzielen. Damit bestätigt sich eindrucksvoll die Richtigkeit unserer Strategie, den Fokus auf unseren Kernmarkt zu legen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben daher auf Basis der weiterhin sehr starken Kapitalausstattung der SYZYGY Gruppe beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividende von Euro 0,40 je Aktie vorzuschlagen. Wir halten dies für das richtige Signal, auch wenn das Ergebnis je Aktie bei EUR 0,35 liegt. Dies spiegelt damit auch die Zuversicht des Vorstands wider, in den Folgejahren die Ergebnisse weiter steigern zu können. Die SYZYGY Aktie ist damit ein verlässlicher Dividendenwert, der seit mehr als zehn Jahren konstante oder steigende Dividenden aufweist.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihre Ausdauer und Geduld bedanken - Sie haben auch im Umbau und der Neuausrichtung zu uns gehalten. Ein ganz besonderer Dank geht natürlich an die über 600 Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und deren Familien, die uns auf dem neuen Weg tatkräftig unterstützten und hochmotiviert an der Zukunft der SYZYGY Gruppe arbeiten. Auch dem Aufsichtsrat sei an dieser Stelle ausdrücklich für seine zielführende, ruhige und besonnene Arbeit gedankt. Und natürlich wäre dieses gute Jahresergebnis nicht ohne unsere vielen langjährigen und neuen Kunden möglich, für die wir täglich unser Bestes geben - vielen Dank für das in uns gesetzte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Deutscher Kernmarkt

Mittlerweile sind wir an fünf Standorten mit acht Gesellschaften vertreten. Drei dieser Gesellschaften sind erst in den vergangenen drei Jahren zur SYZYGY Familie hinzugekommen. Dabei ist es uns sehr gut gelungen, fast 150 neue Mitarbeiter, Kulturen, Geschäftsmodelle und Abläufe zu integrieren, Vertrauen aufzubauen und das Miteinander zu fördern. Die Ergebnisse im deutschen Kernmarkt bezeugen dies klar: Die neuen Einheiten sind erfolgreich, profitabel, stabil im Management und mittlerweile sehr gut integriert. Der gemeinsame Aufbau von Kundenbeziehungen über mehrere Einheiten hinweg hat sich deutlich verstärkt und das Neugeschäft belebt. In Deutschland konnte so der Umsatz um 16 Prozent auf EUR 46,6 Mio. gesteigert werden. Alle deutschen Gesellschaften haben operativ gleichermaßen gute Ergebnisse erzielt, so dass die EBIT-Marge mit 14 Prozent deutlich über dem Vorjahr von 8 Prozent liegt.

Das deutsche Managementteam ist weiter die treibende Kraft hinter großen übergeordneten Themen wie Positionierung, Außendarstellung, Produktportfolio und Marketing, was diesem Team zusätzliche Stärke und Überzeugungskraft nach außen verleiht. Auch Innovationsprojekte und "Thought Leadership" als Differenzierungsmerkmal der SYZYGY Gruppe werden aus Deutschland, in enger Zusammenarbeit mit den UK Kollegen, vorangetrieben. Im weiteren Verlauf des Geschäftsberichts geben wir Ihnen einen detaillierten Einblick in eines der erfolgreichsten Projekte in diesem Bereich - das Business Festival "Hans & Marie", zu dem wir im vergangenen Sommer unter der Federführung unserer Beratung diffferent nach Berlin eingeladen haben.

"Wir haben 2018 das bester operative Ergebnis in unserer 24-jährigen Geschichte erzielt."

Internationales Geschäft

Auch unsere polnischen Kollegen hatten nach einem schwierigen Jahr 2017 ein hervorragendes Jahr 2018 und haben ein Umsatzwachstum von 34 Prozent erreicht. SYZYGY Warschau hat seine Technologiekompetenzen und Kapazitäten deutlich ausgebaut und ist damit - neben Bad Homburg - nun der zweite zentrale Technologiestandort in der SYZYGY Gruppe. Auch das lokale SYZYGY Agenturgeschäft wächst deutlich und verzeichnete mit dem polnischen Fußballverband den größten Etatgewinn der Firmengeschichte. Ars Thanea, die als Produktionsgesellschaft für computergenerierte Bilder und Filme positioniert sind, wachsen ebenso stetig. In diesem Bereich hat die Partnerschaft von Ars Thanea mit Ogilvy & Mather, der größten und erfolgreichsten Werbeagentur innerhalb des WPP Netzwerkes, für zusätzliche Produktionsprojekte gesorgt. Darüber hinaus haben wir in 2018 konsequent in Know-how und Kapazität in den Bereichen Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) investiert und konnten im vierten Quartal mit Danwood einen ersten großen Referenzkunden in diesem Bereich gewinnen.

Weniger erfreulich ist die Entwicklung unserer amerikanischen und englischen Gesellschaften. New York hat zwar einige neue Etats gewonnen, allerdings konnten diese Gewinne das schrumpfende Volumen des Hauptkunden AVIS nicht kompensieren. Daher waren die Umsätze rückläufig und auch ein Margenrückgang war zu verzeichnen. Als Konsequenz haben wir das Team modifiziert, verkleinert und werden in 2019 verstärkt aus der Zentrale operativ Einfluss nehmen. Auch London war in 2018 nicht ausreichend erfolgreich im Neugeschäft und hatte Umsatzrückgänge bei Bestandskunden zu verzeichnen. Darüber hinaus war die Umsatzentwicklung durch einen schwächeren Wechselkurs um rund EUR 1,0 Mio. belastet.

"Unsere Servicebereiche: Strategie, Produkt und Aktivierung bleiben weiterhin unsere Alleinstellungsmerkmale."

Ungeachtet dieser Herausforderungen sind wir auch weiterhin überzeugt, dass die amerikanischen und englischen Gesellschaften einen wichtigen Beitrag leisten können. Daher sind wir auch weiterhin gewillt, in diese Märkte zu investieren, zumal das neue Geschäftsjahr unserem Londoner Standort einige große, globale Etatgewinne beschert hat. Diese Gewinne werden sich dabei auch positiv auf den amerikanischen Markt auswirken. Darüber hinaus haben wir für die englischen Gesellschaften mit Ita Murphy als neuer Geschäftsführerin eine starke und vor allem erfahrene und gut vernetzte Führungspersönlichkeit gewinnen können. Aktuell gehen wir davon aus, dass beide Märkte nach einer Phase der Restrukturierung im zweiten Halbjahr 2019 wieder positive Ergebnisse beitragen werden.

Trotz dieser internationalen Investitionen behalten wir auch weiterhin den Fokus auf den deutschen Kernmarkt. Die Integration der neuen Einheiten ist weit fortgeschritten, wobei wir weiterhin die Kollaboration und Integration der Dienstleistungen forcieren werden. Dies wird durch die räumliche Zusammenführung an einzelnen Standorten unterstützt, um noch besser ganzheitlich für unsere Kunden arbeiten zu können. So entsteht im März in München unser erster SYZYGY Campus.

Dort werden erstmals Mitarbeiter aus allen Servicebereichen der SYZYGY Gruppe räumlich vereint und gesellschaftsübergreifend zusammenarbeiten.

Zum Service Portfolio der Gruppe gehören Leistungen in den Bereichen Strategie, Produkt und Aktivierung. Im weiteren Verlauf des Geschäftsberichts haben wir führende SYZYGY Protagonisten der einzelnen Bereiche gebeten, ihre Dienstleistungen genauer zu beschreiben und einige Arbeitsbeispiele zu geben.

Ihnen wird sicherlich nicht verborgen geblieben sein, dass wir im vergangenen Jahr noch von Marketing und nicht von Aktivierung gesprochen haben. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Positionierung und Außendarstellung haben wir uns einstimmig auf Aktivierung geeinigt, beschreibt es doch die Leistung dieses Bereiches umfänglicher und damit besser.

Ausblick

Unser Marktumfeld ist weiterhin sehr dynamisch und die Konsolidierung der Agenturen schreitet weiter voran. Aus der Akquisition von Sinner-Schrader durch Accenture oder dem geplanten Zusammenschluss aus PIA und UDG werden im deutschen Markt zwei sehr große Agenturgruppen mit deutlich mehr als 1.000 Mitarbeitern entstehen, die in vielen Services direkt mit der SYZYGY Gruppe konkurrieren.

Nach wie vor bleibt aber unser starkes Alleinstellungsmerkmal, die drei Servicebereiche Strategie, Produkt und Aktivierung in Deutschland ganzheitlich und aus einer Hand bedienen zu können. Darüber hinaus haben wir in Warschau einen sehr gut integrierten und in seiner Qualität herausragenden Technologie-, Kreativ- und Produktionsstandort, der unser Dienstleistungsangebot erweitert.

Im nächsten Jahr werden wir unsere beraterische Kompetenz weiter organisch ausbauen und unsere Partnerschaften mit Unternehmensberatungen und Technologiedienstleistern verstärken. Akquisitionen werden weiterhin Teil der Strategie von SYZYGY bleiben, sofern dies unser Dienstleistungsangebot erweitert oder eine deutliche Verstärkung ermöglicht. Durch unsere Integration in das WPP Netzwerk können wir jederzeit global skalieren. So können wir unsere Kunden auch über die Ländergrenzen unserer Standorte verlässlich und kontinuierlich bedienen.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, wir werden uns nicht auf den guten Ergebnissen von 2018 ausruhen. Der Markt ist in Bewegung und verlangt, dass wir uns immer wieder in Frage stellen und schnelle Entscheidungen treffen. Mit dem Vertrauen und der Erfahrung, die wir als Managementteam über die letzten Jahre gewonnen haben, sowie mit der Flexibilität, die wir bei der Integration unserer neuen Gesellschaften gezeigt haben, sind wir für das nächste Jahr gut gerüstet. Die Erfolge der vergangenen Monate lassen uns positiv in das Jahr 2019 blicken.

Mit neuen Kunden wie z.B. Lufthansa oder PayPal haben wir große Etats gegen namhafte Konkurrenz gewonnen. Wir haben uns gut aufgestellt und wir werden auch weiterhin nach dem Motto des Geschäftsberichts arbeiten - "We don't create experiences to make money, we make money by creating better experiences."

In diesem Sinne - auf ein erfolgreiches 2019!

Im Namen des gesamten Managementteams der SYZYGY Gruppe

Herzlichst

Ihr Lars Lehne

Willkommen bei SYZYGY

600+ Talente

200+ Awards

1995 gegründet

Wir sind ein Team von über 600 Strategen, Designern, Technologen, Daten- und Media-Profis, Marketingspezialisten und Kommunikationsexperten. An acht Standorten arbeiten wir mit ambitionierten Partnern an unterschiedlichsten Projekten und einem gemeinsamen Ziel: wir wollen positiven Impact erzeugen, der den Menschen dient und durch Technologie skaliert werden kann.

Wir unterstützen unsere Partner dabei, außergewöhnliche Erlebnisse für Menschen zu erschaffen und dadurch am Markt erfolgreich zu sein. Dafür entwickeln wir Strategien, Produkte und Aktivierungslösungen und helfen, diese umzusetzen und stetig zu verbessern.

Wir haben viele Stärken und eine große Schwäche für Menschen. Darauf sind wir stolz. Wir sind ganz nah dran an den Kunden unserer Partner, um sie wirklich zu verstehen und Lösungen zu entwickeln, die für sie echte Bedeutung haben.

Unsere Arbeit basiert auf vier Prinzipien:

1 Die stärksten Marken und besten Produkte sind ein Erlebnis.

Und zwar nicht nur einmal, sondern jedesmal wenn Menschen damit in Kontakt kommen.

2 Erlebnisse müssen einen echten Mehrwert für Menschen liefern.

Ansonsten braucht sie nämlich auch kein Mensch.

3 Gute Erlebnisse nutzen Daten und Technologie meisterhaft.

Aber Daten und Technologie stehen dabei niemals im Mittelpunkt.

4 Das mit dem Geld ist so eine Sache.

Wir kreieren keine Erlebnisse um Geld zu verdienen. Wir verdienen Geld weil wir Erlebnisse für Menschen besser machen.

Herzlich Willkommen bei der Human Experience Company

Strategie

Mit unserer Strategiearbeit legen wir die Basis dafür, dass Produkte, Dienstleistungen und Kampagnen entstehen, die Nutzer begeistern und Unternehmen zum Erfolg führen.

Dabei vereinen wir Perspektiven - vom Nutzer bis zur Technologie, von der Marke bis zum Business - und brechen altes Silo-Denken auf.

Stimmen unserer Mitarbeiter Kristina Häusler und Brenya Adjei zum Servicebereich "Strategie":

Strategieprojekte sind immer Weichenstellungen. Ganz gleich ob es dabei um neue Geschäftsfelder, um Markenpositionierung, Technologiefragen oder digitale Innovationen geht: Wir sind dafür da, unseren Kunden zu helfen, weitreichende und große Entscheidungen zu treffen. Dabei geht es für uns häufig gar nicht darum, eine völlig unerwartete Idee aus dem Hut zu zaubern oder das Rad neu zu erfinden. Zugegeben, das kommt auch manchmal vor.

Aber in der Regel verstehen wir unsere Aufgabe vor allem darin, unseren Kunden einen Aneignungs-Prozess zu ermöglichen. Wir schaffen für sie den Raum, um mutige Gedanken auszuprobieren; Insights zu sammeln und anzuwenden; Thesen zu verfeinern und zu verwerfen; die Konsequenz von Entscheidungen nicht nur rational zu verstehen, sondern mit allen Sinnen zu spüren. Deshalb sind unsere Strategie-Projekte nie nur Sachfragen, sondern immer im Kern eine menschliche Transformation und Erfahrung. Denn das schafft die Basis für wirklich nachhaltige Lösungen und Ergebnisse.

Business Innovation
Brand & Communication
Content & Media
Technology & Data
Team Enablement

Brand Management & Transformation Strategy

Mediengruppe RTL Deutschland: Digitalisierung verändert alles

Wir unterstützen die Mediengruppe RTL dabei, ein neues Verständnis für die Bedeutung und Funktion einer Medienmarken-Familie im digitalen Zeitalter zu definieren und anzuwenden. Digitalisierung verändert nicht nur die Art und Weise, wie Menschen im "on demand Zeitalter" Medien und Entertainment konsumieren. Sie verändert natürlich auch die Art und Weise, wie ein Medienkonzern wie RTL mit seinen Angeboten und Contents für die Menschen relevant bleibt. So haben wir gemeinsam mit der Mediengruppe RTL die Guidelines und Spielregeln für Brand Management & Architecture neu gedacht. Eine der Schlüsselfragen dabei ist: Welche Bedeutung haben Marken generell und die vorhandenen Sender- und Sendungsmarken in einer nicht linearen TV-Landschaft überhaupt noch? Wie kann die Markenstrategie die weit fortgeschrittene Transformationsstrategie des Hauses und des Geschäftsmodells effizient unterstützen? Unter den neuen Prämissen zeitgemäßer Medienmarkenführung und einem geteilten Verständnis für Rolle und Funktion der Marken wurde kokreativ mit den Verantwortlichen eine progressive Brand Purpose & Positioning Strategy für alle relevanten Marken entwickelt. Dem zugrunde lag eine konsequente Kundenorientierung, die in Form lebendiger Zielgruppenpersonas nicht nur der charismatischen Positionierungsarbeit im Hier und Jetzt, sondern auch der innovativen Content- und Formatentwicklung als Leitstern und Leitplanke dient. Da jede Strategie nur so gut ist wie ihre Umsetzung, werden die gemeinsam definierten Handlungsfelder für Brand Innovation und Transformation Strategy in einem Pilotprojekt für eine ausgewählte Marke konkretisiert.

Strategische Beratung

MTU Maintenance: Innovative Unternehmenskultur aus der Box

Mit der InnoBox als Kern einer Multilayer-Strategie entwickeln wir gemeinsam mit der MTU Maintenance Hannover GmbH konkrete Innovationsideen und eine nachhaltige Innovationskultur.

Innovative Ideen entstehen nicht nur in der F&E-Abteilung, sondern auch im Arbeitsalltag - häufig fehlen jedoch Ressourcen für die Umsetzung. Und: Das Mindset von Mitarbeitern und Führungskräften entscheidet, ob aus Ideen auch Innovationen werden.

Mit der InnoBox stellen wir im ersten Durchgang 20 interessierten Mitarbeitern der MTU einen maßgeschneiderten Methodenkoffer zur Verfügung. Die Box enthält ein komplettes Toolkit zum Selbststudium: vom Design-Thinking-Workbook bis zum Prototyping-Material. Ein zweitägiges Innovationstraining und regelmäßige Coachings bereiten die Mitarbeiter darauf vor, ihre eigenen Ideen zu realisieren.

Neben der Methodenvermittlung liegt ein Fokus dabei auf der individuellen Reflexion. Die Teilnehmer lernen, dass auch Rückschläge und Frustrationsmomente dazugehören.

Viele Ideen scheitern aber nicht am Können, sondern am Dürfen. Im Sinne eines Nudging-Ansatzes entwickelten wir "Erlauber" in Form von "Action Cards" - wie etwa ein flexibel einsetzbares Zeitguthaben oder ein kurzfristiger Termin beim Geschäftsführer ohne formale Berichtswege.

18 konkrete Ideen werden bereits weiterverfolgt und die InnoBox geht in Serie. Denn hoch motivierte Teilnehmer sind Multiplikatoren für eine innovative Unternehmenskultur: Start small, but start. Mut zum Scheitern. Gelebte Kollaboration. Konsequente Nutzerorientierung.

Produkt

Wir gestalten Kundenerlebnisse und erwecken digitales Business zum Leben. Ob als Plattform, als Service oder als individuelle Softwarelösung - unsere digitalen Produkte entsprechen den höchsten Standards für Qualität, Sicherheit und Skalierbarkeit.

Stimmen unserer Mitarbeiter Benjamin Ringwald und Dominik Waghorn zum Servicebereich "Produkt":

Digitale Produkte, Services und Plattformen zu entwickeln und weiterzudenken ist immer eine große Team-Leistung. Erfolg ist dabei stets der Verdienst gut organisierter Vielfalt - in keinem anderen Bereich bei SYZYGY arbeiten Menschen mit so unterschiedlichen Kompetenzen am gleichen Projekt: vom Service- und Experience Designer bis zum Developer, vom Kreativen bis zum Datenspezialisten, vom Program-Manager bis zur Quality Assurance und viele mehr. Unser Alltag ist geprägt von Multidisziplinarität.

Das ist gleichermaßen inspirierend und immer eine große Herausforderung: Wie bringt man auf agile Art und Weise all diese Perspektiven so zusammen, dass alle im Bilde sind, auf das gleiche Ziel hinarbeiten und das Projekt pünktlich zum bestmöglichen Ergebnis kommt? Aber die Mühe ist es jedesmal wert, wenn am Ende aus einer Aufgabe ein Produkt entsteht, das nicht nur auf Klick funktioniert, sondern tatsächlich das Leben ein bisschen leichter, schöner oder schlicht besser macht.

Product & Service Design
Experience Design & Creative Technology
Software Engineering & Technical Implementation
Maintenance & Operations

Entwicklung einer modernen, kundenorientierten Erlebnisplattform

Kyocera Document Solutions: Customer Experience auf neuem Level

Wie wir Kyocera Document Solutions dabei halfen, Technologie-Investitionen zu maximieren und Kundenbeziehungen zu intensivieren.

Technologische Innovationen und sich ändernde Kundenbedürfnisse sind Treiber für einen Branchen übergreifenden Wandel - auch im Dokumenten-Management-Sektor. Hier beeinflussen Künstliche Intelligenz (KI), hohe Sicherheitsanforderungen und das papierlose Büro den Einsatz von Dokumentenlösungen in Unternehmen.

Der multinationale Konzern Kyocera Document Solutions geht gezielt darauf ein und verlagert seinen Fokus weg von der Hardware hin zu "Software as a Service" (SaaS). Dies bedeutet auch ein Umdenken in Sachen Kundenerlebnis. Bei dieser Transformation unterstützen wir das Kyocera Document Solutions Europe Headquarter in den Niederlanden mit seinen mehr als 16 Tochtergesellschaften und drei Partnern. Unsere Aufgabe: Das digitale Erleben auf ein neues Niveau zu heben, das die Kundenbedürfnisse spiegelt und bestehende Investments in Adobe Experience Manager, Target und Analytics nutzt.

So entwickelten unsere Experten in London und Warschau eine Plattform, mit der Kyocera seine Produkte schneller in den Markt bringen kann. Die Inhalte lassen sich in den 20 Märkten anpassen und die Ansprache zur aktiven Neukundengewinnung personalisieren. Online unterstützen vielfältige Möglichkeiten Kunden bei der Recherche, dem Produktvergleich und dem Kauf. Die Plattform kann in zahlreiche Systeme via LDAP (Authentifizierung) und in Salesforce und Pardot (Vertriebs- und Marketingautomatisierung) integriert werden.

Dank dieses 360-Grad-Blicks kann Kyocera seinen Kunden ein perfektes Cross-Channel-Erlebnis bieten.

Mithilfe von Virtual Reality (VR) eröffnen wir Danwood S.A. eine völlig neue Möglichkeit des Verkaufs.

Danwood S.A. ist einer der führenden Anbieter von Fertighäusern auf dem europäischen Markt. Um seine neue Premiumhaus-Serie "Vision" potenziellen Käufern erlebbar zu machen, setzte der Hersteller auf unser Know-how.

Die Herausforderung bestand darin, Interessenten davon zu überzeugen, ein Haus zu kaufen, das noch nicht gebaut ist und das sie in der Realität nicht sehen können. Danwood gefiel unser innovativer Ansatz und wir gingen gemeinsam den Schritt in die virtuelle Realität.

Wir entwickelten eine spezielle Software und veränderten damit den kompletten Sales-Prozess einer ganzen Branche. Vertriebsmitarbeiter in Deutschland oder in anderen Ländern der Welt können die Premiumhäuser nun auf eine ganz neue Art präsentieren: Mit einer VR-Brille betreten die Käufer ein imaginäres Haus und erleben dies als absolut authentisch. Wie das möglich ist? Indem wir alle 3D-Simulationen der Häuser mit absolut detailgetreu und mit realistischen Lichtverhältnissen erstellten.

Das neue Verkaufstool erlaubt außerdem ein Multi-User-Erlebnis. Die virtuelle Besichtigung zusammen mit dem Verkäufer gleicht einer realen Beratung. Dabei kann das Haus auch direkt den individuellen Käufer-Wünschen angepasst werden.

In der Immobilienbranche ist diese Agilität bislang einzigartig. Sie eröffnet dem Hauskäufer neue Erlebnis-Dimensionen, stärkt den Vertrieb und fördert den Verkauf der Vision-Serie, die in Zusammenarbeit mit dänischen Architekten entworfen wurde.

Aktivierung

Durch kreative Inhalte und optimierte Ergebnisse über das gesamte Marketing-Ökosystem zahlen wir auf Business-Ziele ein und verhelfen Marken zu ihrem vollen Potential.

Wir maximieren Relevanz und minimieren Ineffizienzen, indem wir Zielkunden effektiver erreichen, Aufmerksamkeit im Markt erhöhen und Nutzer zu erwünschten Handlungen führen.

Stimmen unserer Mitarbeiter Jörn Sorge und Elfriede Schmidt zum Servicebereich "Aktivierung":

Aktivierung hat für uns immer ein klares Ziel: erwünschte Handlungen auszulösen und diese erfolgreich zu skalieren. Der Weg dahin ist in der digitalen Marketing-Realität von heute allerdings ein ziemlich komplexes Puzzle-Spiel. Dafür braucht es natürlich sauberes Handwerk und Erfahrung, ein umfassendes Datenverständnis und große Analysefähigkeit. Aber den entscheidenden Unterschied macht für uns dabei das Zusammenspiel von menschlicher Intuition und kluger Automatisierung.

Nur dann entsteht auf effiziente Art und Weise gute und oft dynamische Kreation über alle Kanäle und eine wirklich passende, aktivierende und natürlich auch konvertierende Ansprache. Faszinierend und einzigartig ist dabei das unmittelbare Feedback und die direkte Optimierungsmöglichkeit: Egal ob bei Search oder Social, einem Call-to-Action in einer Email oder einer schlichten Anzeige auf einer Website: Wir sehen immer sofort, wie gut unsere jeweils letzte Aktivierung funktioniert hat - und haben dadurch immer die unmittelbare Chance, gemeinsam mit unseren Kunden beim nächsten Mal die Dinge noch ein bisschen besser zu machen.

Campaigns & Storytelling
Creative Production & Editorial Planning
Performance Marketing & Media

Digital-Out-of-Home und Mobile Hyperlocal Targeting

comdirect: Lokale Kampagne für effiziente Aktivierung

Für die comdirect bank AG setzten wir zum Jahreswechsel eine integrierte Kampagne auf der Reeperbahn um. Ziel dabei war es, wechselwillige Bankkunden in Hamburg anzusprechen.

Zum Jahresstart ist die Zahl der Kontowechsler am höchsten - insbesondere, wenn Banken die Kosten für ihre Girokonten erhöhen, so wie eine Mitbewerberbank in Hamburg. Dieses Momentum wollte die comdirect nutzen und beauftragte uns mit einer lokalen Kampagne, um zu Silvester die Aufmerksamkeit auf ihr kostenloses Girokonto zu lenken.

Eine Digital-Out-of-Home-Maßnahme (DOOH) auf dem stark frequentierten Spielbudenplatz war der Kern unseres Konzeptes. Wir platzierten die Botschaften der comdirect und einen gebrandeten Silvester-Countdown großflächig auf der Medienfassade des "Klubhaus St. Pauli".

Der Clou: Direkt gegenüber befindet sich Deutschlands meist frequentierter Geldautomat einer konkurrierenden Bank, die ihre Gebühren zum Jahresanfang anhob. Parallel zur DOOH startete ein Mobile Hyperlocal Targeting auf alle Endgeräte der User rund um das Klubhaus auf der Reeperbahn. Damit überführten wir das onlineaffine Silvester-Publikum in eine Display-Performance-Kampagne. Per mobilem Banner gelangten wechselwillige Kunden auf die comdirect Webseite, um dort ein Konto zu eröffnen. Das Mobile Hyperlocal Targeting wurde auch an den Folgetagen rund um Geldautomaten oder Filialen des Mitbewerbers fortgesetzt. Klassische Display-Anzeigen auf den regionalen Websites hamburg.de, abendblatt.de und mopo.de rundeten die Kampagne ab.

Dabei hat sich wieder einmal gezeigt, wie effizient ein strategischer Maßnahmen-Mix auch auf lokaler Ebene sein kann. Die comdirect bank war begeistert von der überproportional hohen Aufmerksamkeit und Reichweite der Kampagne.

Thought Leadership

Mit mutigen Gedanken vorangehen, die richtigen Menschen und Themen zusammenbringen, nach innen und außen eine Vorbildfunktion einnehmen: Es gibt viele gute Gründe, warum SYZYGY in Thought Leadership investiert.

BRIDGING THE DEATH VALLEY OF INNOVATION

Als zentraler Baustein unserer eigenen MarketingAktivitäten hilft uns Thought Leadership darüber hinaus, unsere Markenbekanntheit und Reichweite auszubauen und auch jenseits unserer oftmals vertraulichen Arbeit für Kunden unsere Kompetenz öffentlichkeitswirksam unter Beweis zu stellen.

Die zentralen Säulen dieses Content-orientierten Marketing-Programms sind PR, unser 2018 ins Leben gerufene jährliche Business-Festival Hans & Marie, Eigenveröffentlichungen und interne Programme.

1 PR-Aktivitäten

Wir schreiben eine regelmäßige Kolumne für das Wirtschaftsmagazin Bilanz und die Tageszeitung Welt und nutzen ein breites Netzwerk zu Journalisten, um aktuelle Entwicklungen und Trends in der digitalen Welt und kommentieren und einzuordnen.

2 Hans & Marie

Die zentrale Event-Plattform für alle Firmen der SYZYGY Gruppe startete 2018 aufsehenerregend in Berlin mit über 400 geladenen Gästen und geht 2019 in die nächste Runde. Die Veranstaltung zeichnet sich durch inspirierende Sprecher und außergewöhnliche Formate aus und beschäftigt sich mit Themen an der Schnittstelle von Zeitgeist und Wirtschaft.

3 Eigenveröffentlichungen

SYZYGY produziert pro Jahr 2-3 Studien zu Themen mit einer hohen strategischen Relevanz für unsere Kunden. In der Vergangenheit entstanden so auch in den Medien vielzitierte Publikationen zu Themen wie Artificial Intelligence oder Digital Wellbeing. Zusätzlich veröffentlicht SYZYGY seit 2018 im Nachgang des Hans & Marie Festivals ein eigenes Magazin, in dem die Themen der Konferenz weiterentwickelt werden.

4 Interne Programme

Mit unterschiedlichen Formaten wie z.B. dem Work & Travel Programm, bei dem Mitarbeiter an einem Herzensthema mit Innovationspotential arbeiten können, investieren die Firmen der SYZYGY Gruppe in das Potential ihrer eigenen Mitarbeiter. Im Rahmen einer firmenweiten Innovations-Challenge werden zudem ab 2019 Spezialisten aus allen Firmen gemeinsame Antworten auf Themen entwickeln, die in Zukunft eine zentrale Rolle für unsere Kunden spielen werden.

Hans & Marie

Gibt es heute eigentlich überhaupt noch so etwas wie Mainstream? Wenn alles automatisiert und seamless ist: woher kommt Kante? Warum verlieren wir als Gesellschaft immer mehr Vertrauen in etablierte Institutionen und Systeme? Müssen Marken Position beziehen und heutzutage politisch sein? Brauchen wir wirklich mehr Wahrheit in der Welt oder einfach bessere Geschichten? Und was macht uns eigentlich menschlich in immer digitaleren Zeiten?

Das 2018 von der SYZYGY Gruppe ins Leben gerufene Business-Festival Hans & Marie scheut sich nicht vor großen Fragen. Mit inspirierenden Vorträgen, in speziellen Erlebniswelten und durch ungewöhnliche Formate versucht die Veranstaltung, dem Zeitgeist nachzuspüren. Jedes Jahr kommen dafür über 400 geladene Gäste in Berlin zusammen - darunter zahlreiche Marketing-, Strategie- und Innovations-Entscheider aus deutschen Konzernen, aber auch viele Kreative, Designer und internationale Gäste. Neben vielen neuen Kontakten und einem in Deutschland einzigartigen Festival-Erlebnis bietet Hans & Marie ihnen vor allem unerwartete Denkanstöße und Reflektionsmöglichkeiten für die eigene Arbeit. Mit einer explizit humanistischen Perspektive stellt Hans & Marie seinen Teilnehmern dabei vor allem eine herausfordernde Frage: Was könnt ihr tun, um Menschen in Zukunft glücklicher zu machen?

Im Nachgang der Event-Premiere im Juni 2018 erschien das Print-Magazin Hans & Marie. Der nachfolgende Artikel aus diesem Magazin vermittelt einen beispielhaften Eindruck von den Themen der Veranstaltung.

Beautiful Business

Ein Beispiel unserer Thought Leadership Themen:

Der Autor Tim Leberecht beschreibt bei "Hans & Marie" das Zielbild einer zutiefst menschzentrierten Wirtschaft im digitalen Zeitalter.

Tim Leberecht war viele Jahre als Markting-Executive in den USA aktiv, bevor er nach Berlin übersiedelte. 2015 erschien sein Bestseller-Buch "The Business Romantic", in dem er einen fundamentalen WertewandeL in der Wirtschaft vorausdenkt. Er ist Mit-Initiator des "House of Beautiful Business" und Co-Founder des Unternehmens "The Business Romantic Society".

Tim Leberecht spricht über die Digitalisierung, aber es klingt anders, als man das von den großen Technologie-Konferenzen gewohnt ist. Er spricht nicht von Nutzerfreundlichkeit und Personalisierung, sondern von Leidenschaft und Intimität. "Wir erleben aktuell eine Krise der Einsamkeit, der sozialen Isolation", sagt der deutsch-amerikanische Vordenker für einen neuen Humanismus in der Wirtschaft. Verantwortlich dafür sind auch die sozialen Medien: US-Amerikaner haben laut einer Umfrage im Schnitt nur einen einzigen Freund, obwohl sie täglich und fast ohne Pause ihre Kommunikationskanäle bespielen. "Das Gegenteil von Einsamkeit ist also nicht Konnektivität, sondern Intimität." Gerade in einer immer stärker digitalisierten Lebenswelt sehnen wir uns danach, wie einzigartige Individuen behandelt zu werden.

"Das Gegenteil von Einsamkeit ist also nicht Konnektivität, sondern Intimität."

Je länger Tim Leberecht spricht, desto tiefer tauchen seine Zuhörer ein in eine Welt voller Ideen und Initiativen, die sich zum Ziel gesetzt haben, eine humanere Form des Wirtschaftens zu entwickeln. "Beautiful Business" nennt das Tim Leberecht. "Wenn alles, was effizient gemacht werden kann, von Maschinen noch effizienter gemacht werden wird, dann wird die wichtigste Arbeit für uns Menschen die sein, die schön gemacht werden muss - mit Einfühlungsvermögen, Fantasie und Hingabe. Wenn Technologie alles erklärt, alles entzaubert, müssen Unternehmen neue Mehrdeutigkeiten, neue Geheimnisse schaffen. Wenn alles hypereffizient ist, müssen Unternehmer den empfindlichen Einschnitten in unsere menschliche Autonomie eine neue Empfindsamkeit entgegensetzen.

Die Aktie

Entwicklung der SYZYGY Aktie und wichtiger Branchenindizes

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2018 2017 Veränderung
XETRA-Schlusskurs (in EUR) 8,04 11,27 -29%
Gesamtperformance inkl. Dividende -24% 0,3% n.a.
Höchster XETRA-Schlusskurs (in EUR) 11,40 12,13 -6%
Niedrigster XETRA-Schlusskurs (in EUR) 8,02 10,12 -21%
DAX 10.559 12.918 -18%
TecDAX 2.450 2.529 -3%
DAXsubsector IT-Services 4.914 4.574 7%
SDAX 9.509 11.887 -20%

Kennzahlen der Aktie

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2018

EUR
2017

EUR
Veränderung
Dividende je Aktie 0,39 0,38 3%
Ergebnis je Aktie 0,35 0,39 -10%
Buchwert je Aktie 3,98 4,14 -4%
KGV (Kurs/Gewinn) 23,8 28,9 -18%
Dividenden-Rendite 4,8% 3,3% 1,5 pp.
Eigenkapital-Rendite 9,0% 7,6% 1,4 pp.
Anzahl der Aktien in Tsd. (auf Inhaber lautende Stückaktien) 13.500 13.500 0%
davon eigene Aktien in Tsd. (in Stück) 74 74 0%
Marktkapitalisierung, Basis XETRA-Schlusskurs (in Mio. EUR) 108,54 152,15 -29%
Freefloat in % (gemäß Definition Deutscher Börse) 49,38 49,38 n.a.
Durchschnittlicher Tagesumsatz:
in Stück (davon XETRA 4.069) 4.574 7.040 -35%
in EUR (davon XETRA 40.041) 44.732 78.722 -43%

Aktiendaten

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ISIN DE0005104806
WKN 510480
Symbol SYZ
Reuters SYZG.DE
Bloomberg SYZ:GR
Gründung 1995
Gelistet seit 6. Oktober 2000
Zulassungssegment Regulierter Markt, Prime Standard
Handelsplätze XETRA, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart
Sektor IT-Services
Designated Sponsor Pareto Securities AS
Analysten GBC AG (Cosmin Filker), Pareto Securities AS (Christian Bruns), WARBURG RESEARCH (Felix Ellmann), GSC (Thorsten Renner)

Der Aktienmarkt

Das Börsenjahr 2018 war durch die politischen Rahmenbedingungen sehr turbulent, führte bei Anlegern zu Nervosität und in der Folge am Aktienmarkt zu volatilen Kursbewegungen. Konflikte wie der von der US-Regierung ausgelöste Handelsstreit mit China, die Brexit-Verhandlungen, die Verschuldungsdebatte in Italien oder die Wahlen in Brasilien, der Türkei und Italien waren wesentliche Ereignisse, die die Entwicklung am Aktienmarkt beeinflussten. Die steigenden Leitzinsen in den USA, der starke US-Dollar sowie die wachsende Konjunkturskepsis trübten das Kapitalmarktumfeld merklich ein. Außerdem signalisierten die Notenbanken im Allgemeinen eine Rückkehr zur Normalität mit der Folge geringerer Anleihenkäufe und dem Entzug von Liquidität.

Signale der Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China bescherten im Frühjahr eine vorübergehende Erholung, während die Abwärtstendenzen ab Mitte Juni wieder zunahmen. Der US-chinesische Handelskrieg verschärfte sich wieder und die Konjunktur zeigte Anzeichen der Ermüdung, vor allem in China. In der zweiten Jahreshälfte offenbarten sich zunehmend die Risiken rund um die schleppenden Brexit-Verhandlungen und zeitweise sorgte die italienische Schuldenkrise für Turbulenzen an den Aktienmärkten. Der Abwärtstrend verstärkte sich nochmals zum Jahresende.

Die Gründe und Risiken wurden im Jahresverlauf zunehmend wahrgenommen und eingepreist, insgesamt lagen diese in der fortschreitenden Straffung der Geldpolitik der großen Notenbanken, der Eintrübung der Konjunkturdaten, den zähen Brexit-Verhandlungen und den überraschend zurückhaltenden Ausblicken der Unternehmen.

Die Bilanz der großen Indizes fiel im Börsenjahr 2018 sehr enttäuschend aus. Das Schlusslicht bildete der SDAX mit einer negativen Jahresperformance von 20 Prozent gefolgt vom DAX mit einem Minus von 18 Prozent. Selbst die Technologietitel mussten sich der schlechten Stimmung an den Aktienmärkten beugen und schlossen im TecDAX mit einem Minus von 3 Prozent, obwohl zur Jahresmitte noch ein zweistelliger Gewinn ausgewiesen wurde. An der Wall Street hatten sich die Aktienmärkte im Jahresverlauf besser gehalten als ihre europäischen Pendants, jedoch beschleunigte sich zum Jahresende der Abwärtstrend. Der Nasdaq Composite beendete das Börsenjahr mit einem Minus von 4 Prozent sowie der Dow Jones mit einem Verlust von fast 6 Prozent.

Entwicklung der SYZYGY Aktie

Die SYZYGY Aktie bewegte sich im Jahresverlauf bis Mitte September 2018 seitwärts und tendierte im 4. Quartal abwärts. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 verlor die SYZYGY Aktie 28 Prozent, ausgehend von einem XETRA-Schlusskurs von EUR 11,15 zu Beginn des neuen Börsenjahres am 2. Januar 2018 und dem Schlusskurs am 28. Dezember 2018 von EUR 8,04.

Gestützt von der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen sowie der Ankündigung, die Dividende von EUR 0,38 auf EUR 0,39 anzuheben, bewegte sich die SYZYGY Aktie bei rund EUR 11,00 in der ersten Jahreshälfte seitwärts. Nach Auszahlung der Dividende in Höhe von EUR 0,39 am 20. Juni 2018 fiel die Aktie und bewegte sich in einem Korridor zwischen EUR 10,10 und EUR 9,50 bis Mitte September. Im weiteren Verlauf bis Ende des Börsenjahres tendierte die Aktie abwärts bei einem Kursniveau von unter EUR 9,00. Die Aktie beendete das Börsenjahr 2018 mit einem Schlusskurs von EUR 8,04, das einem Minus von rund 29 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Börsenjahres 2017 entspricht. Ihren höchsten Schlusskurs erreichte sie am 5. Januar 2018 mit EUR 11,40. Die Entwicklung der SYZYGY Aktie lag in 2018 unterhalb von DAX, TecDAX und DAX Subsector IT.

Die SYZYGY Aktie ist weiterhin ein attraktiver Dividendenwert. Gemessen am Aktienkurs erreicht sie eine Dividendenrendite von rund 5 Prozent. Zum Vergleich: Der deutsche Leitindex DAX kommt auf eine Dividendenrendite von 3,3 Prozent, der SDAX liegt gerade mal bei 2,0 Prozent und der TecDAX bei 1,7 Prozent.

Unter Berücksichtigung der Dividendenzahlung von EUR 0,39 belief sich die Gesamtperformance der Aktie auf minus 24 Prozent. Die Liquidität der SYZYGY Aktie nahm mit durchschnittlich 4.600 an allen deutschen Börsen gehandelten Stücken pro Tag im Vorjahresvergleich (Vorjahr: 7.000 Stk./Tag) ab.

Vorstand und Aufsichtsrat haben aufgrund der guten Liquiditätsausstattung beschlossen, der Hauptversammlung am 7. Juni 2019 eine Dividende in Höhe von EUR 0,40 je Aktie für das Geschäftsjahr 2018 vorzuschlagen. SYZYGY hat damit das 12. Jahr in Folge die Ausschüttung konstant gehalten oder angehoben.

Hauptversammlung

Am 15. Juni 2018 fand in Frankfurt die ordentliche Hauptversammlung der SYZYGY AG statt. Rund 60 Prozent des stimmberechtigten Kapitals nahm daran teil. Alle zur Abstimmung gestellten Beschlussvorschläge der Verwaltung - darunter der Vorschlag zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,39 je dividendenberechtigter Aktie - wurden nahezu einstimmig angenommen. Die auf dem XETRA-Schlusskurs am Tag der Hauptversammlung basierende Dividendenrendite lag mit 3,6 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent) weiterhin auf einem nahezu gleich hohen Niveau wie im Vorjahr. Insgesamt wurden rund EUR 5,2 Mio. an unsere Aktionäre ausgeschüttet.

Aktionärsstruktur

Die Gesamtzahl der Aktien betrug am Bilanzstichtag 13.500.026 Stücke. Die Aktionärsstruktur hat sich in der Berichtsperiode wie folgt verändert: Größter Anteilseigner ist weiterhin die WPP, die insgesamt 50,33 Prozent der SYZYGY Aktien hält. Der Anteil der Investoren, die Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 40 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz gemacht haben, hat sich erhöht. Im Berichtszeitraum erhöhten sich die Anteile der Hauck & Aufhäuser Fund Service S.A. Luxemburg auf 3,09 Prozent und die Anteile der HANSA-INVEST Hanseatische Investment GmbH, Hamburg auf 3,03 Prozent.

4,8% Dividendenrendite

0,39 EUR Dividende

108,5 Mio. EUR Marktkapitalisierung

Der Freefloat gemäß der Definition der Deutschen Börse belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 49,38 Prozent.

Investor Relations

Die SYZYGY AG verfolgt eine transparente, aktuelle Informationspolitik und legt großen Wert auf einen nachhaltigen und umfassenden Dialog mit Interessenten wie Aktionären, Investoren, Analysten, Finanzjournalisten und der Öffentlichkeit. Dabei hatten auch im Geschäftsjahr 2018 die prägnanten Darstellungen zur Geschäftsentwicklung und Prognosen im Geschäftsbericht, Quartalsberichten, Unternehmensnachrichten und die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts eine besondere Bedeutung.

Das breit gefächerte Informationsangebot zu kapitalmarktrelevanten Themen ist jederzeit auf unserer Investor Relations Website syzygy.de abrufbar. Interessenten haben jederzeit die Möglichkeit, sich in deutscher und englischer Sprache zu informieren.

Die SYZYGY AG hat erneut mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) eine nichtfinanzielle Erklärung für das Berichtsjahr 2017 erstellt, die formell geprüft und durch den DNK mit dem DNK-Anwender-Signet versehen wurde. Zudem zählt SYZYGY zu den TOP 20 Unternehmen, die den größten ökologischen, sozialen und ökonomischen Mehrwert für unsere Gesellschaft liefert, lt. einer Studie der dpa-Tochter News Aktuell und Faktenkontor.

Neben den schriftlichen Informationen haben Vertreter des Vorstands vor Investoren auf Kapitalmarktkonferenzen und Roadshows präsentiert, um das Geschäftsmodell vorzustellen und regelmäßig über die Strategie und die Entwicklung der Agenturgruppe zu berichten. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand am Deutschen Eigenkapitalforum und an der Solventis Roadshow in Frankfurt sowie an der Münchner Kapitalmarkt Konferenz (MKK) teilgenommen. Darüber hinaus besuchte er zahlreiche institutionelle Investoren im Rahmen von Einzelgesprächen oder Round-Table-Veranstaltungen. Zudem stand das Management Team Analysten, Investoren und Vertretern der Wirtschafts- und Finanzpresse für Einzelgespräche zur Verfügung.

Inzwischen geben vier Analysten regelmäßig aktuelle Einschätzungen und Prognosen über die Performance und die weitere Entwicklung der Agenturgruppe ab. Dies sind die GBC AG, die GSC Research GmbH, die Warburg Bank und die Pareto Securities AS (ehemals equinet Bank AG), wobei diese auch das Designated Sponsoring-Mandat hält.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Maßgeblich für die Kontrolle waren Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich oder mündlich über aktuelle Entwicklungen sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Konzerns und der Tochtergesellschaften. Bei Entscheidungen, die für die SYZYGY Gruppe von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat stets einbezogen.

Der Vorstand ist seinen Informationspflichten vollständig nachgekommen. Die Berichte des Vorstands wurden hinsichtlich ihrer Gegenstände als auch ihres Umfangs den gesetzlichen Anforderungen und den Informationsbedürfnissen des Aufsichtsrats vollumfänglich gerecht. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat ergänzende Informationen und Auskünfte erteilen. Der Aufsichtsrat hat die ihm erteilten Auskünfte und Berichte kritisch gewürdigt und auf Plausibilität geprüft.

Sitzungen und Teilnahme des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2018 fanden im Beisein des Vorstands insgesamt sieben ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt: am 1. Februar, am 27. März, am 19. April, am 14. Juni, am 20. Juli, am 29. Oktober und am 14. Dezember 2018. Ferner kamen Aufsichtsrat und Vorstand zu einer außerordentlichen Sitzung am 27. September 2018 zusammen.

Im Rahmen der Sitzungen, bei denen alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder entweder persönlich anwesend oder telefonisch zugeschaltet waren, wurden alle wichtigen Vorkommnisse besprochen und die erforderlichen Entscheidungen getroffen.

Besondere Themenschwerpunkte, die in den einzelnen Sitzungen behandelt wurden, sind im Folgenden aufgeführt:

Der Fokus der Sitzung vom 1. Februar 2018 lag auf der Besprechung der vorläufigen Jahreszahlen 2018. Ferner wurde die Finanzlage der Gesellschaft erörtert. Abschließend beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,39 vorzuschlagen.

In der Sitzung vom 27. März 2018 wurde Herr Wilfried Beeck als Vorsitzender des Aufsichtsrats gewählt und Herr Rupert Day zu seinem Stellvertreter ernannt. Des Weiteren fand die Bilanzsitzung unter Anwesenheit der Abschlussprüfer statt. Nach kritischer Prüfung sämtlicher Vorlagen ließ sich der Aufsichtsrat die Abschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2017 detailliert von den Mitgliedern des Vorstands erläutern. Die Abschlussprüfer legten die Schwerpunkte und Ergebnisse ihrer Prüfungen dar. Fragen beantworteten der Vorstand und die Abschlussprüfer zur vollsten Zufriedenheit. Der Aufsichtsrat konnte sich so von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und Prüfungsberichte überzeugen. Im Anschluss an die Ausführungen wurden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss gebilligt und festgestellt.

In der Aufsichtsratssitzung vom 19. April 2018 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung. In diesem Rahmen wurden die Zahlen für das erste Quartal 2018 erörtert und anschließend genehmigt. Des Weiteren wurde in der Sitzung die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 15. Juni 2018 verabschiedet. Zudem sollten international und national die Möglichkeit von strategischen Partnerschaften innerhalb des WPP Netzwerks analysiert werden.

Im Rahmen der Sitzung vom 14. Juni 2018 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat zum aktuellen Geschäftsverlauf und gab einen Ausblick auf das weitere Geschäftsjahr. Des Weiteren informierte er über den Stand von M&A Aktivitäten. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten das Talentförderprogramm "SYZYGY Bootcamp" sowie die Ende Juni 2018 geplante Kundenveranstaltung "Hans & Marie".

Gegenstand der ordentlichen Sitzung am 20. Juli 2018 waren die Erörterung und Genehmigung der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2018. Der Vorstand stellte den Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr ausführlich dar. Ferner informierte er über den Status der Gespräche bezüglich strategischen Partnerschaften innerhalb des WPP Netzwerks.

In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 27. September 2018 beschloss der Aufsichtsrat, den Vorstandsvertrag von Lars Lehne als Vorstandsvorsitzenden um ein Jahr bis zum 31. März 2020 zu verlängern.

In der ordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 29. Oktober 2018 wurden zunächst die 9-Monats-Zahlen erörtert und genehmigt. In diesem Zusammenhang gab der Vorstand erneut einen aktuellen Ausblick auf das verbleibende Jahr. Zudem informierte er über den Stand von M&A Aktivitäten.

Ferner haben die Mitglieder des Aufsichtsrats sich mit der Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Vorstand und Aufsichtsrat gaben eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab, die auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung steht.

Die letzte Sitzung des Jahres fand am 14. Dezember 2018 statt und befasste sich mit dem aktuellen Geschäftsverlauf und dem Ausblick für das Jahr 2019. Der Vorstand hat das Budget der SYZYGY Gesellschaften präsentiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Die Verabschiedung des Budgets 2019 wurde auf die nächste Sitzung in 2019 verlegt. Ferner informierte er über den aktuellen Status von M&A Aktivitäten.

"Unser Dank gilt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement, das die wesentliche Grundlage für die Entwicklung der SYZYGY Gruppe ist."

Die erste Aufsichtsratssitzung im laufenden Geschäftsjahr 2019 fand am 14. Januar 2019 statt. Hier wurden die vorläufigen Geschäftszahlen 2018 präsentiert und die Finanzlage der Gesellschaft erörtert. Nach ausführlicher Diskussion und anschließender Genehmigung der vorläufigen Zahlen wurde beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,40 vorzuschlagen. Ferner wurde das Budget 2019 erörtert und vom Aufsichtsrat genehmigt.

Zwischen diesen Terminen standen Vorstand und Aufsichtsrat im kontinuierlichen Dialog. Insbesondere hat der Vorstand regelmäßig über die Geschäftsentwicklung sowie weitere wichtige Ereignisse schriftlich berichtet.

Besetzung des Aufsichtsrats und Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der SYZYGY AG bestand seit dem 22. März 2018 aus den Herren Wilfried Beeck, Rupert Day und Andrew Payne und besteht aus einer angemessenen Zahl unabhängiger Mitglieder.

Aufgrund des unerwarteten Todes von Ralf Hering im Februar 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat dem Amtsgericht Bad Homburg Herrn Andrew Payne als Kandidaten bis zur Hauptversammlung am 15. Juni 2018 vorgeschlagen. Das Amtsgericht Bad Homburg hatte dem Vorschlag am 22. März 2018 stattgegeben. Herr Andrew Payne wurde in der Hauptversammlung am 15. Juni 2018 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt.

Die Amtsperiode aller Aufsichtsratsmitglieder umfasst die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 beschließt.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe auch im Berichtsjahr auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Herr Wilfried Beeck, der als Finanzexperte über umfassende Kenntnisse in der Rechnungslegung und internen Kontrollverfahren verfügt, begleitete die Themen Jahresabschluss, Prüfung und die Wahl des Wirtschaftsprüfers besonders intensiv.

Die Hauptversammlung erteilte den Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern am 15. Juni 2018 die Entlastung für das Geschäftsjahr 2017.

Besetzung des Vorstands

Der Vorstand der SYZYGY AG bestand bis zum 31. Dezember 2018 aus den Herren Lars Lehne, in der Funktion als Vorstandsvorsitzenden, Erwin Greiner als Finanzvorstand und Frank Ladner als Technikvorstand.

Corporate Governance

Am 29. Oktober 2018 veröffentlichte der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gemäß § 161 AktG als Teil der umfassenderen Erklärung zur Unternehmensführung. Die Corporate Governance Erklärung basiert auf dem Kodex in der zu diesem Zeitpunkt gültigen Fassung vom 7. Februar 2017.

Die SYZYGY AG entspricht mit wenigen Ausnahmen den im DCGK formulierten Prinzipien. Die Ausnahmen werden in der entsprechenden Erklärung dargelegt und begründet.

Der Vergütungsbericht, der die Höhe und die Struktur der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats offenlegt, ist gemäß dem DCGK im Lagebericht oder im Konzernanhang anhand der dem Kodex angehängten Mustertabellen abzugeben. Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2018.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung, Verwendung des Bilanzgewinns

Die Hauptversammlung hat am 15. Juni 2018 auf Vorschlag des Aufsichtsrats die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, als Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 bestellt. Der Aufsichtsrat hat keine Umstände festgestellt, die eine Befangenheit des Wirtschaftsprüfers begründet hätten. Der Wirtschaftsprüfer selbst hat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Neben den Abschlussprüfungen sind keine prüfungsnahen Dienstleistungen von der BDO AG erbracht worden.

Die BDO AG hat im Auftrag des Aufsichtsrats den Jahresabschluss und Lagebericht, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die vollständigen Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte und der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Beschlussfassung zugeleitet. Ferner informierte der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat über die Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagements, bei der keine Schwächen festgestellt wurden.

Nach kritischer Prüfung sämtlicher Vorlagen ließ sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzung vom 29. März 2019 die Abschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2018 ausführlich von den Mitgliedern des Vorstands erörtern. Die ebenfalls anwesenden Abschlussprüfer legten die Schwerpunkte und Ergebnisse ihrer Prüfungen dar. Fragen wurden vom Vorstand und von den Abschlussprüfern zur vollsten Zufriedenheit beantwortet. Der Aufsichtsrat konnte sich so von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und Prüfungsberichte überzeugen.

Auf Basis der eigenen Prüfungen und unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte sah der Aufsichtsrat keinen Grund zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss und Lagebericht der SYZYGY AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht gebilligt und festgestellt. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu.

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Um die Ausrichtung der SYZYGY Gruppe auf Nachhaltigkeit zu dokumentieren, hat sich SYZYGY dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) verpflichtet. Für die Berichtsjahre 2016 und 2017 wurde bereits eine nichtfinanzielle Erklärung mit der Entsprechenserklärung des DNK abgegeben, die formell geprüft und durch den DNK mit dem DNK-Anwender-Signet versehen wurde. Die Entsprechenserklärungen sind auf der Investor Relations Webseite unter ir.syzygy.de abrufbar.

Für das Berichtsjahr 2018 wird SYZYGY erneut eine Entsprechenserklärung abgeben, um das Nachhaltigkeitsengagement der SYZYGY Gruppe transparent und vergleichbar für Kunden, Mitarbeiter und weitere Interessenten darzustellen.

Dank

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands ebenso wie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SYZYGY Gruppe seinen Dank für ihr Engagement aus. Wir freuen uns auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen für das laufende Geschäftsjahr viel Erfolg.

Bad Homburg, den 29. März 2019

Der Aufsichtsrat

Wilfried Beeck, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat berichten in dieser Erklärung gemäß § 289a HGB über die Unternehmensführung sowie gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (nachfolgend "DCGK") über die Corporate Governance der SYZYGY AG. Der DCGK umschreibt international anerkannte Grundsätze zur verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -überwachung und wurde seit seiner erstmaligen Verabschiedung im Jahre 2002 mehrfach modifiziert und erweitert, zuletzt am 7. Februar 2017.

Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich einer auf Nachhaltigkeit angelegten Unternehmensführung verpflichtet und identifizieren sich mit dem Ziel des DCGK, eine vertrauensvolle, am Nutzen von Anteilseignern, Mitarbeitern und Kunden orientierte Unternehmensführung zu fördern.

Der DCGK beinhaltet Verhaltensempfehlungen, von denen die Unternehmen abweichen können. Sie müssen dies jedoch im Rahmen einer jährlichen Entsprechenserklärung nach § 161 AktG offenlegen und begründen.

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB umfasst daher im Detail:

1. die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 des Aktiengesetzes;

2. relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden;

3. eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise ihrer Ausschüsse;

4. Angaben zu den festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungspositionen sowie zu deren Erreichung.

1. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der SYZYGY AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der SYZYGY AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der geltenden Fassung vom 7. Februar 2017 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 18. Dezember 2017 entsprochen haben. Die SYZYGY AG plant diesen Empfehlungen auch weiterhin mit den folgenden Ausnahmen zu entsprechen:

(1) Vielfalt bei der Besetzung von Führungspositionen unter besonderer Berücksichtigung von Frauen (Ziffer 4.1.5):

Der Vorstand hat sich bereits in der Vergangenheit mit den Anforderungen des DCGK nach verstärkter Vielfalt (Diversity) und insbesondere einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen in Führungspositionen befasst. Im Interesse des Unternehmens entscheidet sich das Management der SYZYGY AG bei der Besetzung von Führungspositionen für diejenige Person, die dem Anforderungsprofil aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation und persönlichen Eignung am besten entspricht. Das Geschlecht ist dabei kein vorrangiges Entscheidungskriterium. Sollten für eine zu besetzende Position mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung stehen, entscheidet sich der Vorstand für die Person, die zur Vielfalt der Führungsmannschaft beiträgt.

(2) Vielfalt bei der Besetzung von Vorstandspositionen unter besonderer Berücksichtigung von Frauen (Ziffer 5.1.2):

Auch bei der Besetzung von Vorstandspositionen erfolgt die Entscheidung für eine Kandidatin bzw. einen Kandidaten ausschließlich aufgrund fachlicher Qualifikation und persönlicher Eignung. Sollten für eine zu besetzende Position mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung stehen, bestellt der Aufsichtsrat diejenige Person, die zur Vielfalt im Vorstand beiträgt.

(3) Einrichtung von fachlich qualifizierten Ausschüssen des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.3.1, eines Prüfungsausschusses gemäß Ziffer 5.3.2 sowie eines Nominierungsausschusses gemäß Ziffer 5.3.3:

Der Aufsichtsrat der SYZYGY AG hat aufgrund seiner derzeitigen Größe von drei Mitgliedern keine Ausschüsse gebildet. Diese Größe hat sich als sehr effektiv erwiesen, da sowohl übergeordnete strategische Themen als auch Detailfragen intensiv im Gesamtaufsichtsrat erörtert und entschieden werden können.

(4) Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Altersgrenze und Vielfalt im Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.1):

Seit Gründung der SYZYGY AG ist es gelebte Praxis, im Sinne der Aktionäre, Mitarbeiter, und Kunden nach der größtmöglichen unternehmens- und branchenspezifischen Fachkompetenz im Aufsichtsrat zu streben, unabhängig von Merkmalen wie Alter oder Geschlecht. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einer tief greifenden Kenntnis der Kommunikations- und Digitalbranche, Internationalst sowie auf umfassendem Wissen in der Rechnungslegung und interner Kontrollverfahren. Diesen Ansprüchen wird der Aufsichtsrat in seiner derzeitigen Zusammensetzung vollumfassend gerecht.

Auf eine schriftliche Fixierung detaillierter Anforderungen wurde aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats verzichtet. Auch sieht der Aufsichtsrat von der Festlegung einer Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer ab, da sie fachlich als nicht sinnvoll erachtet wird. Ebenso wurde bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern im Unternehmensinteresse vorrangig auf die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen abgestellt. Der Aufsichtsrat wird zukünftig bei seinen Vorschlägen unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation Diversity-Gesichtspunkte, insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen, berücksichtigen.

(5) Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6):

Alle Aufsichtsratsmitglieder erhalten einvernehmlich die gleiche Vergütung, da alle Mitglieder vergleichbare Arbeitsaufwände haben.

2. Praktiken der Unternehmensführung

Der Vorstand der SYZYGY AG führt die Geschäfte mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns unter Beachtung der gesetzlichen Anforderungen, der Bestimmungen ihrer Satzung sowie des DCGK, dem die SYZYGY AG gemäß § 161 AktG mit den in einer Erklärung angegebenen Ausnahmen entspricht. Relevante Unternehmensführungspraktiken, die über diese Vorgaben hinausgehen, bestehen bei der SYZYGY AG nicht.

3. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Duales Führungssystem

Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend, verfügt die SYZYGY AG über ein duales Führungssystem, in dem der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft eigenständig führt, während dem Aufsichtsrat die Überwachung der Vorstandstätigkeit obliegt. Die beiden Organe sind sowohl hinsichtlich ihrer personellen Besetzung als auch ihrer Kompetenzen streng voneinander getrennt.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand der SYZYGY AG besteht aus drei Personen: Chief Executive Officer, Chief Technology Officer und ein Chief Financial Officer.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung. Er legt für den Konzern und seine Tochtergesellschaften langfristige Ziele zum Wohle und zum nachhaltigen Wachstum des Unternehmens fest und leitet daraus Strategien ab. Dabei arbeitet er mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft eng und vertrauensvoll zusammen.

Jedem Vorstandsmitglied obliegen Geschäftsbereiche, die er in eigener Verantwortung führt. In Erfüllung ihrer Funktionen wirken die Mitglieder kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig über wichtige Maßnahmen und Geschäfte in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung obliegt allen Vorstandsmitgliedern gemeinsam.

Vorstandssitzungen können von jedem Mitglied des Vorstands einberufen werden. Sie finden in regelmäßigen Abständen und zusätzlich nach Bedarf statt. Der Vorstand beschließt mit einfacher Mehrheit, sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist. Vorstandsbeschlüsse werden dokumentiert und aufbewahrt.

Sprecher des Vorstands ist sein Vorsitzender. Er koordiniert die verschiedenen Geschäftsbereiche und repräsentiert die Gesellschaft nach außen.

Die SYZYGY AG hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen, die in Übereinstimmung mit dem aktuellen DCGK einen Selbstbehalt in gesetzlich vorgeschriebener Höhe vorsieht.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Dem Aufsichtsrat der SYZYGY AG gehören drei Mitglieder an, von denen eines - den gesetzlichen Vorgaben entsprechend - als Finanzexperte über umfassende Kenntnisse in der Rechnungslegung und interner Kontrollverfahren verfügt. Da dem Aufsichtsrat nur drei Mitglieder angehören, wurden und werden keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat arbeitet bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben mit den übrigen Organen der Gesellschaft zum Wohle des Unternehmens zusammen. Er überwacht und begleitet die Arbeit des Vorstands im Hinblick auf Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich oder mündlich über aktuelle Entwicklungen sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Konzerns und der Tochtergesellschaften. Bei Entscheidungen, die für die SYZYGY Gruppe von wesentlicher Bedeutung sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Aufsichtsratssitzungen finden regelmäßig einmal im Quartal und zusätzlich nach Bedarf statt. Die Sitzungen werden durch den Vorsitzenden mit einer Frist von vierzehn Tagen schriftlich einberufen. Vor jeder Aufsichtsratssitzung wird eine schriftliche Tagesordnung sowie eine Präsentation an die Mitglieder des Aufsichtsrats verteilt. Beschlüsse bedürfen der Mehrheit der abgegebenen Stimmen bzw. werden einstimmig getroffen.

Eine Erörterung der Geschäftsentwicklung wird in jeder Sitzung des Aufsichtsrats vorgenommen. Darüber hinaus lässt sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen und Auskünfte erteilen. Der Aufsichtsrat befasst sich u. a. regelmäßig mit den Quartalsberichten, bespricht diese mit dem Vorstand und genehmigt sie.

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit des Gremiums und leitet die Sitzungen. Er erläutert jährlich die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre und in der Hauptversammlung.

Detailliertere Informationen über die Arbeit des Aufsichtsrats im Gesamtjahr 2018 finden sich im Bericht des Aufsichtsrats im Geschäftsbericht 2018 der SYZYGY AG, der ab dem 29. März 2019 auf der Website der Agenturgruppe unter syzygy.net zugänglich sein wird.

4. Gesamtbesitz der Aktien von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aktienbesitz wird jeweils in den Quartals- und Jahresberichten dargestellt. Die langfristigen Anreizmodelle basieren auf der Kursentwicklung der SYZYGY Aktie. Bei Ausübung von Optionen oder aktienbasierten Vergütungsprogrammen (Phantom Stocks) kommt es nicht zur Ausgabe von neuen Aktien, sondern zur Vergütung der Differenz zwischen dem Basis- und Ausübungskurs in bar.

Die Vergütung des Vorstands ist Teil des Lageberichts, eine entsprechende Veröffentlichung für das Geschäftsjahr ist daher im Geschäftsbericht 2017 erfolgt. Für das Geschäftsjahr 2018 wird diese am 29. März 2019 im Geschäftsbericht 2018 erfolgen.

5. Zielgrößen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männer in Führungspositionen

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich bereits in der Vergangenheit mit den Anforderungen des DCGK nach verstärkter Diversity (Vielfalt) und insbesondere einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen in Führungspositionen, im Vorstand und im Aufsichtsrat befasst. Da sich die SYZYGY AG bei der Besetzung von Führungspositionen ebenso wie bei der Berufung von Vorstandsmitgliedern und bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats primär den Interessen des Unternehmens verpflichtet sieht, muss bei der Besetzung offener Positionen an erster Stelle die Qualifikation und persönliche Eignung für die jeweilige Aufgabe stehen. Diversity definiert sich nicht allein über Geschlecht oder Nationalität, sondern auch und gerade über eine fachliche Vielfalt und eine wohlausgewogene Mischung von Expertise aus unterschiedlichen Fachgebieten.

Das am 1. Mai 2015 in Kraft getretene "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" verlangt die Definition von Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den beiden obersten Führungsebenen unterhalb des Vorstands. Die Festlegung der Zielgrößen für Aufsichtsrat und Vorstand erfolgt durch den Aufsichtsrat, die der für die beiden obersten Führungsebenen erfolgt durch den Vorstand. Die Festlegungen sind erstmals bis zum 30. September 2015 erfolgt.

Aktuell besteht der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern mit jeweils umfangreichen Erfahrungen in der Kommunikations- und Softwarebranche, sowie internationalen Kunden- und Agenturbeziehungen. Der Aufsichtsrat ist bis zur Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2018 beschließt, gewählt. Daher werden die nächsten Aufsichtsratswahlen voraussichtlich im Jahr 2019 stattfinden. Sofern alle Aufsichtsratsmitglieder ihre Amtszeit erfüllen, wird der Aufsichtsrat ausschließlich aus männlichen Mitgliedern bestehen.

Grundsätzlich strebt die SYZYGY AG an, Frauen zu fördern und der Hauptversammlung bei den nächsten Aufsichtsratswahlen eine weibliche Kandidatin vorzuschlagen, so dass bei den nächsten Aufsichtsratswahlen eine Zielquote von mindestens 30 Prozent angestrebt wird.

Der Vorstand der SYZYGY AG besteht aus drei männlichen Mitgliedern mit jeweils umfangreichen Erfahrungen in der Kommunikations- und Softwarebranche oder langjährigen Finanzkenntnissen. Die bestehenden Vorstandsverträge sind jeweils für die Dauer von drei Jahren abgeschlossen worden und enden bei dem Finanzvorstand zum 31. Dezember 2020, beim Chief Technology Officer zum 31. Dezember 2020 und beim Chief Executive Officer zum 31. März 2020. Sofern alle Vorstandsmitglieder ihre Amtszeit erfüllen und keine weiteren Vorstandsmitglieder bestellt werden, besteht der Vorstand ausschließlich aus männlichen Mitgliedern.

Grundsätzlich strebt die SYZYGY AG an, Frauen zu fördern und wird bei zukünftigen Vorstandsbestellungen oder einer möglichen Erweiterung des Vorstands neben der fachlichen Qualifikation und persönlichen Eignung die Person berücksichtigen, die zu einer höheren Vielfalt im Vorstand beiträgt. Der gegenwärtige Frauenanteil blieb im vergangenen Jahr unverändert.

Perspektivisch wird eine Zielquote von mindestens 30 Prozent weiblicher Vorstandsmitglieder angestrebt.

In der ersten und zweiten Führungsebene der SYZYGY AG unterhalb des Vorstands wird ein definierter Frauenanteil von 30 Prozent übertroffen. Grundsätzlich strebt die SYZYGY AG an, Frauen zu fördern und wird bei der zukünftigen Mitarbeiterentwicklung und Nominierung von Führungskräften auch die Diversity (Vielfalt) hinsichtlich des Geschlechts berücksichtigen.

6. Angaben zum Diversitätskonzept

Beschreibung und Ziele des Diversitätskonzepts

Mit dem Diversitätskonzept für Aufsichtsrat und Vorstand wird jeweils angestrebt, die Zusammensetzung dieser beiden Organe in Bezug auf die Aspekte Hintergrund, Alter, Herkunft und Geschlecht vielfältig zu gestalten. Das Ziel des Diversitätskonzepts ist, unterschiedliche Herkunfts- und Erfahrungsfelder im Aufsichtsrat und Vorstand und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.

Umsetzung der Diversitätskonzepte

Die Diversitätskonzepte für Aufsichtsrat und Vorstand werden anhand der definierten Aspekte in die Besetzungsziele umgesetzt, die der Aufsichtsrat bei seiner Entscheidung zu Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung bzw. zu Vorstandsbestellungen einfließen lässt.

Diversitätsrelevante Besetzungsziele für den Vorstand

Für eine Nachfolgeplanung für den Vorstand sorgt der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand. Bei der Besetzung des Vorstands soll darauf geachtet werden, ein möglichst breites Spektrum an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen (Diversität) abzubilden, um folgende Ziele des Diversitätskonzepts zu gewährleisten:

Ein besonderer Fokus bei Bildungs- und Berufshintergrund liegt auf jeweils umfangreichen Erfahrungen in der Kommunikations- und IT-/Softwarebranche oder langjährigen Finanzkenntnissen.

Bei zukünftigen Vorstandsbestellungen oder einer möglichen Erweiterung des Vorstands sind Frauen zu berücksichtigen, die zu einer höheren Vielfalt im Vorstand beitragen. Perspektivisch wird eine Zielquote von mindestens 30 Prozent weiblicher Vorstandsmitglieder bis Ende 2021 angestrebt. Für die Mitglieder des Vorstands gilt keine Altersgrenze.

Diversitätsrelevante Besetzungsziele für den Aufsichtsrat

Die SYZYGY AG sieht eine größtmögliche unternehmens- und branchenspezifische Fachkompetenz im Aufsichtsrat vor, unabhängig von Merkmalen wie Alter oder Geschlecht.

Der Aufsichtsrat unterstützt jedoch eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat. Der gesetzliche Mindestanteil von 30 Prozent wird als grundsätzlich angemessen betrachtet. Es wird angestrebt, bei anstehenden Neuwahlen oder Ergänzungswahlen einen höheren Frauenanteil zu erreichen.

Ein besonderer Fokus bei Bildungs- und Berufshintergrund liegt dabei auf tiefgreifenden Kenntnissen der Kommunikations- und Digitalbranche, sowie auf umfassendem Wissen in der Rechnungslegung und interner Kontrollverfahren.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der SYZYGY Gruppe sollen bei der Besetzung des Aufsichtsrats auch Mitglieder mit internationalem Hintergrund berücksichtigt werden.

Ergebnisse im Geschäftsjahr

Die Ziele des Diversitätskonzepts für Vorstand und Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2018 lediglich bezüglich der Beteiligung von Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat nicht erfüllt.

Bei der Entscheidung zu Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung bzw. zu Vorstandsbestellungen ist der Aufsichtsrat bestrebt das Diversitätskonzept vollumfänglich umzusetzen.

Bad Homburg v. d. H., 29. Oktober 2018

SYZYGY AG, Bad Homburg v.d.H.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Group

1. Allgemein

Im folgenden Konzernlagebericht wird die Lage des SYZYGY Konzerns (im Folgenden "SYZYGY", "Konzern" oder "Gruppe") dargestellt. Darin wird die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gruppe im Geschäftsjahr 2018 aufgezeigt und auf die voraussichtliche zukünftige Entwicklung des Geschäftes sowie die wesentlichen Risiken und Chancen eingegangen.

Der dem Konzernlagebericht zugrunde liegende Konzernabschluss wurde nach § 315 HGB i. V. m. § 315e Abs. 1 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Des Weiteren ist die SYZYGY AG seit November 2015 ein aufgrund von Beherrschung vollkonsolidiertes Unternehmen der WPP plc., St. Helier, Jersey.

2. Grundlagen des Konzerns

2.1 Geschäftstätigkeit und Struktur

Die SYZYGY Gruppe ist ein international tätiger Kreativ-, Technologie- und Mediadienstleister rund um digitales Marketing. Insgesamt beschäftigte der Konzern zum Bilanzstichtag rund 560 Personen (Vorjahr: 620 Personen) an Standorten in Deutschland, Großbritannien, Polen und den USA.

Zum Konzern gehören neben der SYZYGY AG als Holding 11 Tochtergesellschaften: Ars Thanea S.A., diffferent GmbH, Hi-ReS! London Ltd., SYZYGY Berlin GmbH, SYZYGY Deutschland GmbH, SYZYGY Digital Marketing Inc., SYZYGY Media GmbH, SYZYGY Performance GmbH (ehemals Catbird Seat GmbH), SYZYGY UK Ltd., Unique Digital Marketing Ltd. sowie USEEDS° GmbH. Im Zuge der Vereinheitlichung und Zusammenführung der einzelnen Marken wurde Catbird Seat GmbH im vergangenen Jahr umbenannt und firmiert fortan unter SYZYGY Performance GmbH.

Die operativen Einheiten der SYZYGY Gruppe decken die komplette Wertschöpfungskette im digitalen Marketing ab: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business-Applikationen, Websites, Hosting, digitalen Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Performance Marketing und Online-Marketing-Services wie Mediaplanung, Suchmaschinenmarketing und -optimierung sowie Affiliate-Programme dar. Überdies unterstützt SYZYGY Kunden im Bereich Customer Experience und Usability und begleitet sie durch alle Phasen des User-Centered-Design-Prozesses. Digitale Illustrationen und Animationen komplettieren das Serviceangebot.

Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobil, Telekommunikation/IT, Dienstleistungen, Konsumgüter sowie Finanzen/Versicherungen.

2.2 Konzernsteuerung

Die Organisationsstruktur der SYZYGY Gruppe ist dezentral, wobei die SYZYGY AG als Management Holding die Tochtergesellschaften anhand von Finanz- und Unternehmenszielen (management by objectives) führt. Die Geschäftsführungen der einzelnen Gesellschaften operieren im Rahmen ihrer Zielvorgaben und Budgets weitgehend selbstständig. Zur Steuerung und Kontrolle des Konzerns besteht ein Controlling- und Berichtssystem, in dem die Finanzzahlen den Planwerten auf monatlicher Basis gegenübergestellt werden - und welches die wesentlichen Chancen und Risiken abbildet.

Gemäß DRS 20 sind in die Berichterstattung finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren aufzunehmen, sofern sie auch zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der SYZYGY Konzern gesteuert wird, sind Umsatzerlöse sowie der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT). Diese werden im nachfolgenden Konzernlagebericht ausführlich dargestellt und erläutert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

SYZYGY zieht zur Steuerung des Konzerns und für Managemententscheidungen keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren heran.

Im Einklang mit der auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Unternehmensführung hat SYZYGY jedoch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren identifiziert, die für den langfristigen Erfolg der Gruppe grundsätzlich als bedeutsam erachtet werden. Einige davon - wenn auch nicht explizit als Steuerungsgröße genutzt - werden im Folgenden aufgeführt.

Mitarbeiter

Als Dienstleistungsunternehmen beruht die Leistungsfähigkeit des Konzerns maßgeblich auf der Kompetenz und dem Engagement seiner Mitarbeiter. Um sie zu halten und neue Talente zu gewinnen, ist SYZYGY bestrebt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein interessantes, abwechslungsreiches und angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten. Hierzu gehören unter anderem regelmäßige interne und externe Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, attraktive Standorte, die eine inspirierende Arbeitsumgebung und attraktive Büroflächen mit Raum für Kreativität, Austausch und Begegnung bieten, eine offene, kommunikative Führungskultur, flexible Arbeitszeitmodelle, Hochschulkooperationen zur Förderung des Nachwuchses und Firmen-Events als auch Programme zur betrieblichen Altersvorsorge.

Innovationsfähigkeit

Digitales Marketing unterliegt einem permanenten Wandel. Innovative Technologien und Veränderungen im Nutzerverhalten erfordern eine fortlaufende Anpassung des Dienstleistungsspektrums und die Weiterentwicklung der internen Kompetenzen.

Auf operativer Ebene sorgen regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Softwareentwicklung, IT-Management, Design, Informationsarchitektur, Beratung und Projektmanagement stets mit den neuesten Technologien, Gestaltungsprinzipien und Methoden vertraut sind.

Die SYZYGY Gruppe hat unterhalb des Vorstands gesellschaftsübergreifende Fachverantwortungen für Media, Innovation, Customer Experience, Strategie und Kreation eingeführt, um einzelne Fachbereiche durch Vertreter der operativen Einheiten in der Gruppe und bei den Schwestergesellschaften zu etablieren. Hierzu werden im Rahmen von Workshops, internen Fachveranstaltungen, Vorträgen oder Schulungen Innovationsthemen diskutiert und den Mitarbeitern präsentiert.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Die Weltwirtschaft stand zwar auch im Jahr 2018 im Zeichen der Expansion und des Wachstums, hat aber im Verlauf des Jahres an Schwung verloren und die wirtschaftliche Stimmung trübte sich nahezu überall deutlich ein. Anfang 2018 befanden sich die meisten Frühindikatoren auf einem sehr hohen Niveau und Experten gingen von einer Fortsetzung der starken konjunkturellen Dynamik aus. Doch sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor zeigte sich, dass die Höhepunkte erreicht sind und das Wachstum nicht weiter beschleunigt werden konnte. Im Gegenteil: Die Perspektiven trübten sich in den vergangenen Monaten spürbar ein. Gründe dafür sind u. a. die Verunsicherung durch zunehmende handelspolitische Konflikte, aber auch die Straffung der Geldpolitik in den USA, in deren Folge es zu einem Umschwung der internationalen Kapitalströme kam und das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer damit ausbremste. Die Experten des Instituts für Weltwirtschaft (ifw Kiel) erwarten, dass die Weltproduktion im vergangenen Jahr - wie auch im Jahr davor - um 3,7 Prozent gewachsen ist. Damit liegt das Wachstum 0,2 Prozent unter der Prognose, die zu Beginn des Jahres 2018 abgegeben wurde. Ökonomen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) folgen dieser Einschätzung und sehen in ihrer Analyse aus November 2018 das Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung bei 3,7 Prozent. Die globale Produktion nahm nach einem schwachen Start zum Jahresbeginn im zweiten Quartal zu, büßte im dritten Quartal aber wieder deutlich an Dynamik ein. Dieser Trend dürfte sich im letzten Quartal fortgesetzt haben.

Während das Jahr 2017 durch einen ausgeprägten konjunkturellen Gleichlauf bestimmt war - in nahezu allen wichtigen Volkswirtschaften verstärkte sich die wirtschaftliche Dynamik -, veränderte sich das Konjunkturbild im Laufe des vergangenen Jahres zusehends. Bedingt durch die kräftigen fiskalischen Impulse erhöhte sich das Expansionstempo in den Vereinigten Staaten deutlich, im Euroraum und in Japan hingegen verlor die Konjunktur merklich an Schwung. Ein ähnliches Bild zeigte sich im Welthandel. Im Verlauf des vergangenen Jahres legte er nur schwach - im September überstieg er sein Vorjahresniveau nur um 2,3 Prozent - zu. Zum Jahresende dürfte er hingegen noch einmal zugelegt haben. Dies sei aber nur auf Erholungseffekte und vorgezogene Geschäfte zwischen den USA und China zurückzuführen, die die für 2019 angekündigte Anhebung der Zusatzzölle zu vermeiden versuchen.

Die politischen Entwicklungen der letzten 12 Monate hinterlassen ihre Spuren und sorgen für den wirtschaftlichen Kurswechsel. Die Ankündigung der USA, Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte sowie für Importe aus China einzuführen, Unsicherheit und Diskussionen über den Weg, den Großbritannien gehen wird, um die EU zu verlassen, und weiterhin ungeklärte Probleme in den Schwellenländern haben Auswirkungen auf die Konjunktur.

Die Experten des ifo-Institutes bestätigten, dass das ifo-Klima für die Weltwirtschaft im vierten Quartal 2018 mit -2,2 Punkten das dritte Mal in Folge gesunken ist. Noch im ersten Quartal 2018 stieg der Indikator mit 26,0 Punkten auf den höchsten Wert seit 2011. Sie sehen dabei eine Verschlechterung des Wirtschaftsklimas vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. In Schwellen- und Entwicklungsländern bleibt das Klima weitgehend unverändert, nachdem es in den Vorquartalen rückläufig war. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) erreichte in 2018 mit rund USD 87,5 Billionen einen neuen Rekordwert.

Die Wirtschaft in der Eurozone war zwar im Jahr 2018 noch immer von Wachstum geprägt, schwächte in der zweiten Jahreshälfte aber aufgrund des nachlassenden Welthandels, der abnehmenden Zuversicht, bedingt durch die wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten und Produktionsrückgänge, ab. Infolgedessen stieg das Bruttoinlandsprodukt sowohl im Euroraum als auch in der EU um 1,9 Prozent. In den beiden ersten Quartalen konnte der Euroraum noch ein Wachstum von je 0,4 Prozent ausweisen, wohingegen in den beiden letzten Quartalen ein Wachstum von nur 0,2 Prozent verzeichnet werden konnte.

Die jährliche Inflationsrate lag im Euroraum im Dezember 2018 bei 1,6 Prozent und damit deutlich unter der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Marke von knapp unter 2 Prozent. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 im Euroraum bei 7,9 Prozent und damit 0,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes. Dies markiert den niedrigsten Stand seit Oktober 2008. In der EU lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2018 bei 6,6 Prozent (Dezember 2017: 7,2 Prozent) und ist damit weiterhin die niedrigste Quote, die seit Beginn der monatlichen Reihen zur EU-Arbeitslosigkeit im Januar 2000 in der EU verzeichnet wurde. Die damit einhergehende Verbesserung am Arbeitsmarkt war die Grundlage für das Wachstum und stützte den privaten Konsum.

Auch die ifo-Wirtschaftsklimaindikatoren attestieren dem Euroraum, dass sich das Klima und die Erwartungen eintrüben. Das Wirtschaftsklima lag im vierten Quartal 2018 bei einem Wert von 6,6, zu Beginn des Jahres waren es noch 43,2. Auch die aktuelle Wirtschaftslage hat von 51,3 Punkten im ersten Quartal 2018 auf 29,9 Punkte zum Ende des Jahres nachgelassen.

Die deutsche Wirtschaft befand sich 2018 in einem soliden Aufschwung und verzeichnete mit 1,5 Prozent zwar ein geringeres Wachstum als ursprünglich erwartet, beweist aber, dass sie in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld nach wie vor - das neunte Jahr in Folge - wächst. Im ersten und zweiten Quartal wuchs die Wirtschaft um 0,4 und 0,5 Prozent, in Q3 ging sie zum ersten Mal seit 3 Jahren um 0,2 Prozent zurück und stagnierte im zweiten Halbjahr. Gründe für das geringere Wachstum liegen unter anderen in einer global abgeschwächten Konjunktur, im Niedrigwasser durch die Dürreperiode, den Absatzproblemen der Automobilindustrie und in Sondereffekten wie Streiks. Die Wachstumsimpulse wurden rechnerisch ausschließlich von der Binnenwirtschaft gesetzt. Die Auftragseingänge sind zwar leicht zurückgegangen, befinden sich aber noch immer auf einem hohen Niveau, in der Baubranche herrscht Hochkonjunktur. Die Einkommen steigen, die Erwerbstätigkeit nimmt weiter zu und die Arbeitslosigkeit ab, das kurbelte die Konsumnachfrage der privaten Haushalte um 1,0 Prozent an, aber deutlich geringer als die Entwicklung der real verfügbaren Einkommen, die um 1,8 Prozent zulegten. Die Sparquote der privaten Haushalte stieg im vergangenen Jahr um 0,4 Prozentpunkte an und dämpfte damit leicht die Konsumausgaben. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent. Die Ausfuhren nahmen angesichts der geringeren Dynamik der Weltwirtschaft langsamer zu als im Vorjahr und auch weniger als die von der starken Binnenwirtschaft nachgefragten Einfuhren.

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) fiel in allen 4 Quartalen des vergangenen Jahres von 104,0 Punkten in Q1 auf 98,6 Punkte zum Ende des Jahres. Dabei belasten die Indikatoren aus der Industrie - allen voran die deutlich rückläufigen Umsätze und die Produktionsindizes - das Konjunkturbarometer spürbar. Die Dienstleistungsbereiche hingegen tragen stabil zum Barometerstand bei und spiegeln eine solide Grunddynamik wider. Besonders die Indikatoren der Großhandelsumsätze, die Beschäftigungs- und Umsatzerwartungen in der Dienstleistungsbranche sind positiv.

Der ifo-Geschäftsklimaindex folgt dem Trend der Wirtschaftsentwicklung und zeigte bis auf wenige Ausnahmen einen deutlichen Abwärtstrend. Lag der Wert im Januar 2018 noch bei 117,6, fiel er bis Juli auf 102,1 Punkte. Nach einem leichten Anstieg im August auf 104,0 und im September auf 103,9 Punkte setzte er seinen Sinkflug bis Dezember auf 101,1 Punkte fort.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust und entwickelte sich in 2018 positiv. Im Jahresdurchschnitt stieg die Beschäftigung in Deutschland um 1,3 Prozent auf 44,8 Mio. Erwerbstätige und liegt damit auf Rekordniveau. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 3,3 und im Jahresdurchschnitt bei 5,3 Prozent.

Die Verbraucherpreise erhöhten sich im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2012. Im Dezember ließ der Preisauftrieb angesichts sinkender Ölpreise allerdings nach. Die Inflationsrate lag mit 1,7 Prozent deutlich unter dem Novemberwert von 2,3 Prozent.

Die wirtschaftliche Entwicklung in den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt, legte in 2018 deutlich zu. Im vergangenen Jahr betrug das Wachstum des realen BIP in den USA geschätzt rund 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und beläuft sich auf USD 20,4 Billionen. Gestiegene Unternehmensgewinne führten dazu, dass im ersten Halbjahr wesentlich mehr Geld als im Vorjahr in die Wirtschaft geflossen ist. Aufgrund der geringen Arbeitslosigkeit als auch der steigenden Durchschnittseinkommen boomte der private Konsum und stieg um 2,8 Prozent. Der Preis für das Wachstum ist hoch: Bedingt durch Steuersenkungen und Ausgabensteigerungen, stieg die Staatsverschuldung auf USD 21,8 Billionen. Die Arbeitslosenquote lag in 2018 geschätzt bei 3,9 Prozent und damit unter dem Wert von 2017 (4,4 Prozent). Die durchschnittliche Inflation in den USA stieg von 2,1 Prozent in 2017 auf 2,5 Prozent in 2018.

Die britische Wirtschaft wies im zweiten Jahr nach dem Referendum für den Austritt aus der Europäischen Union ein Wachstum von geschätzt 1,6 Prozent aus und lag damit leicht unter dem Wert von 2017 (1,8 Prozent). Laut dem nationalen Statistikamt ONS wuchs die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2018 um 0,4 Prozent und in Q3 sogar um 0,6 Prozent und wies damit das stärkste Quartalswachstum seit fast 2 Jahren aus. Der private Konsum - beflügelt durch das sonnige Wetter und die Fußballweltmeisterschaft - und der Außenhandel stützten die Konjunktur in Großbritannien. Der Kursrückgang des Pfund Sterling resultiert in steigenden Preisen und teureren Importen - die Inflation stieg auf 2,7 Prozent und beeinträchtigt die Kaufkraft der Verbraucher. Die Arbeitslosenquote lag mit 4 Prozent zwar historisch niedrig, Experten befürchten aber, dass dies bei einem schwächeren Wachstum nicht so bleiben dürfte.

In Polen lag das reale BIP-Wachstum bei 4,4 Prozent, die Inflation der Verbraucherpreise bei 2 Prozent und die Arbeitslosenquote bei 4,9 Prozent. Ökonomen gehen davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum verfestigt, aber etwas verlangsamt.

3.2 Entwicklung des Werbemarktes

Statistiken des Werbemarktes haben als Vergleichswert für die Entwicklung der SYZYGY Gruppe nur eine bedingte Aussagekraft. Zum einen sind die Ergebnisse aufgrund unterschiedlicher, oftmals nicht nachvollziehbarer Erhebungsmethoden kaum vergleichbar und fallen teilweise sogar widersprüchlich aus; zum anderen erlauben Bruttowerbedaten keine Erkenntnisse über tatsächlich erfolgte Geldflüsse, da sie anhand von Listenpreisen ermittelt werden und insofern Rabatte und Sonderkonditionen unberücksichtigt lassen.

Darüber hinaus generiert die SYZYGY Gruppe lediglich einen Teil ihrer Umsätze mit der von den Statistiken erfassten digitalen Werbung, wie etwa der Schaltung von Bannern und Video Ads, Suchmaschinenmarketing und -optimierung oder Affiliate-Programmen. Budgets, die z. B. für die kreative und technologische Entwicklung von Markenplattformen, Business-Applikationen oder Mobile Apps zur Verfügung stehen, werden indes nicht von den Erhebungen abgedeckt. Veränderungen in den reinen Mediabudgets liefern insofern zwar Anhaltspunkte für generelle Verschiebungen in der Mediastrategie von Werbetreibenden; sie können jedoch nicht direkt auf sämtliche Entwicklungen in der vielschichtigen Digitalbranche übertragen werden.

Wie bereits in den Vorjahren haben Werbetreibende in 2018 ihre Budgets für Werbung generell und für digitale Werbung im Besonderen deutlich erhöht. Demnach war das vergangene Jahr für den globalen Werbemarkt so gut, wie schon seit 8 Jahren nicht mehr. Die Mediaforscher von WARC beziffern, dass die weltweiten Werbeausgaben im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent gewachsen sind. Die IPG-Mediabrands-Tochter Magna ermittelte in ihrer Marktanalyse eine Budgeterhöhung um weltweit 7,2 Prozent auf insgesamt USD 552 Milliarden. Wesentlich zu dieser Entwicklung haben das Wachstum in den asiatischen Märkten und ein kontinuierlich stärker werdender digitaler Werbemarkt beigetragen. Mit diesem Report korrigiert Magna seine Halbjahresprognose aus Juni 2018 um 0,8 Prozent nach oben. Die Marktexperten des Agenturnetzwerkes Dentsu Aegis Network passen ihre Prognose in ihrem halbjährlich veröffentlichten Ad Spend Forecast Report leicht nach oben an. Demnach ist der globale Werbemarkt im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent gewachsen und liegt damit leicht über der Schätzung vom Sommer 2018 mit 3,9 Prozent. Auch hier treibt die Sparte Digital mit 37,1 Prozent die Entwicklung maßgeblich.

In Deutschland stiegen die Gesamtwerbebudgets moderat im niedrigen einstelligen Bereich, etwas schwächer als im Vorjahr. Eine aktuelle Bilanz zu den Nettowerbespendings des Dentsu Aegis Network weist eine Erhöhung im Jahr 2018 um 1,0 Prozent aus. Im Sommer 2018 waren die Branchenkenner noch von einem Zuwachs in Höhe von 2,6 Prozent ausgegangen. Trotz stabiler Konjunktur, niedrigen Arbeitslosenzahlen und konsumfreudigen Verbrauchern agieren die Unternehmen bei den Werbeinvestitionen weiterhin verhalten. Das angespannte politische Klima, durch Handelskonflikte und Anti-EU-Stimmungen geprägte internationale Beziehungen sowie unklare Datenschutzbestimmungen und Budgetverschiebungen in der Medienbranche hemmen das Investitionsverhalten deutscher Unternehmen. Werbekanal Nr. 1 sind und bleiben die digitalen Medien, die knapp 40 Prozent der Investitionen für sich verbuchen können und in 2018 mit 9 Prozent gewachsen sind. Die Bereiche Mobile mit 41 Prozent und Programmatic mit 21 Prozent sowie Social Media mit 9 Prozent sind die ausschlaggebenden Wachstumstreiber.

Die Analyse von Nielsen hingegen sieht die Entwicklung im deutschen Werbemarkt verhaltener. Sie attestieren dem Markt mit Werbeinvestitionen in Höhe von EUR 31,66 Mrd. quasi ein Nullwachstum mit 0,3 Prozent. Zum Halbjahr lag das Wachstum bei nur 0,6 Prozent. Digitale Werbung (Online und Mobile) entwickelte sich jedoch weiterhin positiv und ist im Jahr 2018 in Deutschland netto um 7 Prozent auf EUR 2,065 Mrd. gewachsen. Dies geht aus der Werbestatistik des Online-Vermarkterkreises hervor. Besonders stark wurde im letzten Quartal in digitale Werbung investiert. Die Dienstleistungsbranche war auf das Gesamtjahr betrachtet der werbeintensivste Wirtschaftszweig mit EUR 622 Mio., gefolgt von der Automobilindustrie mit EUR 392 Mio. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) veröffentlicht in seiner jährlichen Auswertung, dass das Geschäft der Digitaldienstleister im vergangenen Jahr erneut zweistellig gewachsen ist. Der Gesamtumsatz der teilnehmenden Agenturen beläuft sich auf rund EUR 1,6 Mrd., dies entspricht einem Gesamtwachstum von 12 Prozent.

Die Werbekonjunktur in den USA und Großbritannien hat sich gemäß dem Ad Spend Report von Dentsu Aegis Network aber robust gezeigt. Demnach stiegen die Werbeausgaben in den USA in 2018 um 3,4 und in Großbritannien um 6,5 Prozent. Das Wachstum in den USA bestätigte die Prognose aus dem Sommer 2018 (3,4 Prozent), in Großbritannien konnte die Erwartung jedoch noch um 2,3 Prozent übertroffen werden, lag sie doch im Juni 2018 noch bei 4,2 Prozent.

Insgesamt bewegte sich die SYZYGY Gruppe damit in einem grundsätzlich positiven Marktumfeld, auch wenn sich Rahmenbedingungen ändern oder von Unsicherheit geprägt sind. Die europäische Wirtschaft befindet sich weiterhin auf einem - wenn auch verhaltenen - Expansionskurs, zeigte eine robuste Entwicklung im Kernmarkt der Gruppe Deutschland und war von Wachstum und einer über weite Teile hinweg positiven Stimmung geprägt. Der Trend, Budgets für digitale Werbung zu erhöhen, hielt derweil an, wobei insbesondere mobile Formate weit überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten erzielen konnten.

3.3 Mitarbeiter

Der Personalbestand der SYZYGY Gruppe ist während der Berichtsperiode zurückgegangen: Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte der Konzern 562 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das sind 59 Personen oder 10 Prozent weniger als am Stichtag des Vorjahres. Bei SYZYGY Berlin musste aufgrund des Etatverlustes von BMW die Belegschaft um weitere 26 Personen reduziert werden. Auch bei SYZYGY UK und SYZYGY Deutschland ging die Anzahl der Mitarbeiter um 14 bzw. 12 zurück. Die Zahl der Freelancer blieb mit 51 Personen (Vorjahr: 54 Personen) nahezu stabil.

384 Personen bzw. 68 Prozent (Vorjahr: 422 Personen), gemessen am gesamten Personalbestand zum Stichtag, waren in den sieben deutschen Gesellschaften tätig sowie 94 bzw. 17 Prozent (Vorjahr: 117 Personen) in den britischen Agenturen. Für Ars Thanea arbeiteten zum Jahresende 73 Personen bzw. 13 Prozent (Vorjahr: 67 Personen), die Zahl der Beschäftigten der SYZYGY Digital Marketing in New York verringerte sich auf 11 Mitarbeiter (Vorjahr: 15 Personen).

In der Betrachtung der Belegschaft nach Funktionen haben sich in der Berichtsperiode nur geringe Veränderungen ergeben. Die Bereiche Kreation und Projektmanagement verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr jeweils einen leichten Rückgang: Der Anteil von Kreation verringerte sich um 19 Mitarbeiter auf 13 Prozent und der Anteil im Projektmanagement liegt um 3 Prozent niedriger als im Geschäftsjahr 2017 mit 12 Prozent. Der Bereich Strategieberatung wuchs leicht um 4 auf 21 Prozent. Auch im Bereich Technologie veränderte sich die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Gesamtentwicklung leicht, prozentual gesehen erhöhte sich der Anteil gegenüber dem Vorjahr von 17 auf 18 Prozent. Der Anteil der Personen im Online-Marketing und in der Verwaltung blieb mit 22 bzw. 14 Prozent unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt waren 574 Menschen (Vorjahr: 591 Menschen) für die SYZYGY Gruppe tätig. Unter Berücksichtigung von durchschnittlich 50 freien Mitarbeitern ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Pro-Kopf-Umsatz von rund TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 95).

3.4 Investitionen, Forschung und Entwicklung

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen reduzierten sich um 12 Prozent auf EUR 6,9 Mio. (Vorjahr: EUR 7,8 Mio.). In 2018 fielen Abschreibungen in Höhe von EUR 2,1 Mio. an, während im Geschäftsjahr mit EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 5,2 Mio.) in deutlich geringerem Umfang in die Standorte und Ausstattung der Mitarbeiter investiert wurde. Im Berichtszeitraum wurden keine Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung getätigt.

3.5 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe

3.5.1 Ertragslage

Im Konzernlagebericht 2017 hat die SYZYGY Gruppe prognostiziert, die Umsatzerlöse im laufenden Geschäftsjahr 2018 erneut im zweistelligen Prozentbereich zu steigern bei einer gleichzeitigen Steigerung der EBIT-Marge im oberen einstelligen Prozentbereich.

Mit Umsatzerlösen von EUR 65,8 Mio. (Anstieg um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr) blieb SYZYGY damit leicht hinter den Prognosen zurück. Das EBIT jedoch liegt mit EUR 6,1 Mio. und einem Plus von 48 Prozent deutlich über den Erwartungen. Das Ergebnis je Aktie von EUR 0,35 liegt unter dem des Vorjahres (EUR 0,39).

Die folgende Tabelle zeigt die mehrjährige Entwicklung der wesentlichen Finanzkennzahlen:

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In TEUR 2014 2015 2016 2017 2018
Umsatzerlöse 47.075 57.311 64.273 60.669 65.816
EBIT 3.843 5.268 5.596 4.096 6.067
EBIT-Marge 8,2% 9,2% 8,7% 6,8% 9,2%
Finanzergebnis 2.157 1.975 1.336 1.440 470
Ergebnis vor Steuern 6.000 7.243 6.932 5.536 6.537
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,35 0,37 0,39 0,39 0,35

3.5.2 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse ergeben sich, indem die Billings um Mediakosten reduziert werden, die in den Online-Marketing-Gesellschaften als durchlaufende Posten einnahme- und ausgabeseitig anfallen.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 8 Prozent auf EUR 65,8 Mio. Die Erweiterung unseres Geschäftes mit Bestandskunden ist in erster Linie dafür verantwortlich.

Das Segment Deutschland ist das stärkste in der Gruppe und stieg von 65 auf 68 Prozent an. Das Segment Großbritannien ist mit 21 Prozent (Vorjahr: 22 Prozent) in der Umsatzentwicklung des Berichtsjahres leicht rückläufig. Unter Sonstige Segmente werden im Berichtszeitraum die Vereinigten Staaten und Polen zusammen berichtet. Die Agenturen in Polen und den USA stehen für 11 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent) der Umsatzerlöse. Oben genannte Werte betrachten die Ergebnisse vor Konsolidierung.

30 Prozent der Umsatzerlöse erwirtschaftete SYZYGY mit Kunden aus der Automobilbranche, das ist 1 Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Auf den Bereich Konsumgüter entfielen rund 17 Prozent der Erlöse, das sind 10 Prozent weniger als im Vorjahr. 17 Prozent wurden mit Unternehmen aus der Finanzbranche generiert (Vorjahr: 12 Prozent). Der Umsatzanteil von Kunden aus der IT und Telekommunikation reduzierte sich leicht von 11 auf 8 Prozent. Rund 4 Prozent (Vorjahr: 21 Prozent) entfielen auf Unternehmen, die keiner dieser vier Kernbranchen zugeordnet werden können. Während die Bereiche Automobile und Kunden aus der Finanzbranche nicht nur anteilig, sondern auch in absoluten Zahlen Wachstum (Automobile: EUR +2,4 Mio. und Finanzen: EUR +3,9 Mio.) ausweisen konnten, verlor das Segment Konsumgüter mit EUR -5,5 Mio. deutlich.

Mit den 10 größten Kunden erwirtschaftete SYZYGY 39 Prozent des Gesamtumsatzes, dieser Wert liegt 10 Prozentpunkte unter Vorjahreswert.

3.5.3 Betriebsausgaben und Abschreibungen

Die Einstandskosten der erbrachten Leistungen summierten sich auf EUR 47,9 Mio., womit sie im Vergleich zum Vorjahr unterproportional um 4 Prozent gestiegen sind. Dadurch stieg die Rohmarge um 3 Prozentpunkte auf 27 Prozent.

Die Vertriebs- und Marketingkosten sind um 14 Prozent auf EUR 5,4 Mio. zurückgegangen (Vorjahr: EUR 6,3 Mio.). Der Rückgang ist insbesondere auf die Gesellschaften SYZYGY Berlin und SYZYGY Digital Marketing zurückzuführen, die beide im Vorjahr deutlich höhere Marketing- und Vertriebskosten auswiesen. Neben Personalkosten enthält der Posten unter anderem auch Aufwendungen für die Markenzusammenführung innerhalb der SYZYGY Gruppe. Das Performance-Geschäft von Catbird Seat in München wurde im Berichtszeitraum in die Marke SYZYGY überführt.

Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich um 17 Prozent auf EUR 8,6 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die erstmalige Konsolidierung von diffferent zurückzuführen, der einen höheren Verwaltungsaufwand zuordnen ist.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte blieben mit EUR 2,1 Mio. stabil. Im Geschäftsjahr 2018 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Markenwerte in Höhe von EUR 0,3 Mio. vorgenommen.

3.5.4 Operatives Ergebnis (EBIT) und EBIT-Marge

Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen überproportional stark um 48 Prozent von EUR 4,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 6,1 Mio. im Berichtsjahr. In der Folge stieg auch die Profitabilität des Konzerns, sodass sich die EBIT-Marge von 6,8 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 9,2 Prozent im Geschäftsjahr 2018 erhöhte. Die Steigerung der Profitabilität ist im Wesentlichen auf die Einstellung des Geschäftsbetriebes bei SYZYGY Berlin zurückzuführen, die im Vorjahr erhebliche Verluste auswies, aber auch auf Kosteneinsparungen bei der SYZYGY AG.

3.5.5 Finanzergebnis

Durch das aktive Management der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hat SYZYGY in der Berichtsperiode ein Finanzergebnis von EUR 0,5 Mio. erwirtschaftet, das mit 67 Prozent unter dem Vorjahresniveau (2017: EUR 1,4 Mio.) liegt. Ursächlich für den Rückgang sind im Wesentlichen die reduzierten Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren (EUR 0,1 Mio.; Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). Das Ergebnis entspricht einer Rendite von 2,5 Prozent (Vorjahr: 8,8 Prozent) auf die durchschnittlich vorhandenen Liquiditätsreserven sowie von 4,8 Prozent (Vorjahr: 12,8 Prozent) auf den durchschnittlichen Marktwert des Wertpapierportfolios. Zu dem Ergebnis haben primär Zinserträge aus Unternehmensanleihen beigetragen.

3.5.6 Steueraufwand, Konzernergebnis, Ergebnis je Aktie

Während sich das Vorsteuerergebnis im Berichtszeitraum um 18 Prozent auf EUR 6,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.) erhöht hat, stieg auch das Konzernergebnis nach Abzug der Steueraufwendungen um 15 Prozent auf EUR 4,9 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.). Die Steuerquote erhöhte sich im Geschäftsjahr leicht auf 25 Prozent (Vorjahr: 24 Prozent). Der leichte Anstieg ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass höhere Gewinnanteile in Deutschland, das höhere Steuersätze aufweist, angefallen sind.

Auf Basis der durchschnittlich vorhandenen 14.421 (in Tsd.) gewinnberechtigten Aktien und nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von EUR 0,2 Mio. beträgt das unverwässerte Ergebnis je Aktie EUR 0,35 und liegt somit EUR 0,04 unter dem Wert des Vorjahres.

Da die Gesellschaft den Beschluss gefasst hat, bei Ausübung ausstehender Phantom Shares die Differenz zwischen Ausübungspreis und Aktienkurs in bar zu vergüten, beträgt das verwässerte Ergebnis je Aktie analog EUR 0,35 (Vorjahr: EUR 0,39).

3.5.7 Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8, der auf den Management Approach abstellt, berichtet SYZYGY Segmente nach geografischen Kriterien und unterscheidet dabei zwischen Deutschland, Großbritannien sowie Sonstigen Segmente. Letzteres enthält die Gesellschaften Ars Thanea und SYZYGY Digital Marketing Inc., die gemäß IFRS 8.13 nicht groß genug sind, um als geografisch eigenständiges Segment berichtet zu werden.

Der Kernmarkt Deutschland konnte im Berichtszeitraum ein deutliches Umsatzwachstum vermelden. Die anderen Segmente - sowohl die Gesellschaften in Großbritannien als auch die Agenturen, die in Sonstige Segmente berichtet werden - weisen ein Minus von jeweils 3 bis 4 Prozent aus. Die deutschen Gesellschaften wuchsen mit 16 Prozent stark und erwirtschafteten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 46,6 Mio. (Vorjahr: EUR 40,3 Mio.). Das EBIT stieg überproportional um 99 Prozent auf EUR 6,6 Mio. (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.) sowie die EBIT-Marge auf 14 Prozent (Vorjahr: 8 Prozent). Die britischen Gesellschaften generierten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 14,1 Mio. und liegen damit 3 Prozent unter dem Vorjahresniveau von EUR 14,6 Mio. Das operative Ergebnis der britischen Gesellschaften lag in 2018 bei EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.). Entsprechend beträgt die EBIT-Marge 0 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent).

Sonstige Segmente meldet im Berichtszeitraum ebenfalls Umsatzrückgänge. In 2018 erzielten die beiden Gesellschaften Umsatzerlöse in Höhe von EUR 7,5 Mio. (Vorjahr: EUR 8,7 Mio.). Das EBIT entwickelte sich hingegen positiv und belief sich auf EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.), was einer EBIT-Marge von 12 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) entspricht.

In der Gesamtbetrachtung entfielen rund 68 Prozent der Umsatzerlöse (jeweils Anteil an den Konzernumsatzerlösen vor Konsolidierung) auf das Segment Deutschland (Vorjahr: 65 Prozent), rund 21 Prozent auf Großbritannien (Vorjahr: 22 Prozent), 11 Prozent auf Sonstige Segmente (Vorjahr: 13 Prozent).

3.5.8 Finanzlage

Die SYZYGY Gruppe weist zum 31. Dezember 2018 eine Gesamtliquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Wertpapieren) von EUR 22,1 Mio. aus. Dies entspricht einem Anstieg von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 16,0 Mio. Diese Entwicklung ist zum großen Teil auf den unerwartet hohen positiven operativen Cashflow von EUR 16,4 Mio. zurückzuführen. Dadurch sind Mittelabflüsse für den Erwerb von Wertpapieren von netto EUR 2,5 Mio., die Dividendenausschüttung in Höhe von EUR 5,2 Mio. und Zahlungen aus Akquisitionen in Höhe von insgesamt EUR 1,2 Mio. überkompensiert worden. Dies betraf die Aufstockung der Anteile an der USEEDS° GmbH als auch eine abschließenden Kaufpreiszahlung für Ars Thanea (Earn-Out). Ferner wurden Bankdarlehen um EUR 1,1 Mio. planmäßig reduziert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stellten mit EUR 11,5 Mio. etwa 52 Prozent der Liquiditätsreserven (Vorjahr: EUR 7,0 Mio.), um kurzfristig fällig werdende Verpflichtungen erfüllen zu können. Der Anteil der Wertpapiere verringerte sich auf 48 Prozent, deren Bestand in der Berichtsperiode um 18 Prozent auf EUR 10,6 Mio. gestiegen ist. Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit der Anleihen lag bei 6,7 Jahren (Vorjahr: 6,9 Jahre). Nähere Informationen zur Anlagestrategie finden sich im Konzernanhang in Abschnitt 6.

Der Gesamt-Cashflow der SYZYGY Gruppe summierte sich unter Berücksichtigung von Währungsveränderungen zum Jahresende auf EUR 4,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.). Dieser Betrag setzt sich aus einem positiven operativen Cashflow in Höhe von EUR 16,4 Mio., einem Cashflow aus Investitionstätigkeit von EUR -5,0 Mio. und einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von EUR -7,0 Mio. zusammen. Das Konzernergebnis in Höhe von EUR 4,9 Mio., gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 7,6 Mio. (Vorjahr: EUR -1,5 Mio.) sowie um EUR 2,5 Mio. höhere erhaltene Anzahlungen führen im Wesentlichen zu diesem positiven operativen Cashflow.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit EUR -5,0 Mio. (Vorjahr: EUR -3,9 Mio.) negativ und ergibt sich primär aus dem aktiven Management der Liquiditätsreserven: Dem Verkauf von Wertpapieren im Volumen von EUR 4,8 Mio. standen Käufe im Gesamtwert von EUR 7,2 Mio. gegenüber. Darüber hinaus tragen sowohl Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen als auch der Erwerb von konsolidierten Unternehmen jeweils in Höhe von EUR -1,2 Mio. zu dieser Entwicklung bei.

Den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beeinflussen sowohl die Zahlung der ordentlichen Dividende in Höhe von EUR 5,2 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.) als auch die Tilgung von Darlehen bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.) sowie die gezahlte Dividende an Minderheitsgesellschafter in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.).

Ferner besteht gegenüber der Commerzbank AG eine Kreditlinie in Höhe von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.), welche zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde.

3.5.9 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtszeitraum um 5 Prozent auf EUR 109,6 Mio.

Die langfristigen Vermögenswerte gingen im Berichtszeitraum leicht um 1 Prozent auf EUR 65,9 Mio. zurück. Sowohl der Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhte sich im Jahr 2018 von EUR 7,0 Mio. auf EUR 11,5 Mio. als auch der Anteil der Wertpapiere um 18 Prozent auf EUR 10,6 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben mit EUR 19,9 Mio. nahezu stabil (Vorjahr: EUR 20,3 Mio.). Die sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich im Geschäftsjahr leicht um EUR 0,1 Mio. auf EUR 1,7 Mio. Folglich haben sich die kurzfristigen Vermögenswerte um insgesamt EUR 5,6 Mio. (15 Prozent) auf EUR 43,8 Mio. erhöht.

Auf der Passivseite der Bilanz ging das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr leicht um 3 Prozent auf EUR 54,0 Mio. zurück und entspricht 49 Prozent der Bilanzsumme. Der Rückgang ist auf ein negatives übriges Konzernergebnis in Höhe von EUR -2,7 Mio. (Vorjahr: EUR -1,8 Mio.) und um 7 Prozent gesunkene Gewinnrücklagen auf EUR 16,8 Mio. zurückzuführen. Weder der Wert eigener Aktien, noch das gezeichnete Kapital oder die Kapitalrücklage veränderten sich im Vergleich zum Vorjahr.

Die Sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten verzeichneten einen Rückgang um EUR 5,2 Mio. auf EUR 16,7 Mio., aufgrund der Tilgung von Bankdarlehen, einer Umgliederung von lang- in kurzfristige Verbindlichkeiten aus Ankäufen als auch aus Zahlungen von bedingten Kaufpreisverpflichtungen.

Die kurzfristigen Schulden und Rückstellungen erhöhten sich in Summe um EUR 12,3 Mio. auf EUR 38,7 Mio. deutlich. Maßgeblich für diese Entwicklung waren der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 7,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 15,5 Mio. sowie um 48 Prozent höhere Vertragsverbindlichkeiten auf EUR 9,4 Mio. zum Stichtag. Darüber hinaus stiegen die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten im Wesentlichen aufgrund von Umgliederungen aus den langfristigen Schulden von EUR 2,8 Mio im Vorjahr auf EUR 4,9 Mio. im Berichtszeitraum an. Innerhalb der anderen Posten gab es in absoluten Zahlen nur leichte Verschiebungen, so stiegen die Steuerverbindlichkeiten von EUR 0,3 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,5 Mio. im Berichtsjahr und die sonstigen Rückstellungen gingen um 10 Prozent auf EUR 8,3 Mio. zurück.

4. Prognosebericht

4.1 Prognoseannahmen

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt auch die SYZYGY Gruppe externen Einflüssen, auf die sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen tatsächlichen oder wahrgenommenen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Wachstum der Gruppe auswirken.

Alle Aussagen über die Zukunft der Gruppe beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts bekannt und verfügbar waren. Da diese Daten kontinuierlichen Änderungen unterliegen, sind Prognosen stets mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse in den Folgeperioden können daher abweichen.

Die SYZYGY Gruppe erstellt ihre Prognosen auf Basis ihrer organischen Entwicklung. Akquisitionen können das künftige Wachstum des Konzerns positiv oder negativ beeinflussen.

Ferner können positive Impulse für die Geschäftsentwicklung aus der Akquisition bedeutender Neukunden kommen, ebenso wie aus der Ausweitung bestehender Kundenbeziehungen, wenn über die geplanten Projekte hinaus zusätzliche Budgets gewonnen werden können.

4.2 Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung in den Hauptmärkten der SYZYGY Gruppe

Die Einschätzung von Experten für das Wirtschaftsklima ist zwar noch positiv, aber für das kommende Jahr zurückhaltender: Die OECD erwartet in ihrem Konjunkturausblick, dass das Wachstum der Weltwirtschaft nachlassen und in den beiden Jahren 2019 und 2020 nur noch um je 3,5 Prozent wachsen wird. Der OECD-Chefökonom erwartet, dass das Wachstum vorerst seinen Höhepunkt erreicht hat. Im Kieler Konjunkturbericht zur Weltkonjunktur, der im Dezember 2018 veröffentlicht wurde, gehen die Experten von einem BIP-Wachstum der Weltwirtschaft für 2019 und 2020 von jeweils 3,4 Prozent aus. Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass die handelspolitischen Konflikte nach und nach geklärt und hemmende Wirkungen geringer werden, sodass sich das Tempo der Welthandelsexpansion trotz einer gleichen Zunahme der Weltproduktion im Jahr 2020 wieder erhöht. Die Verbraucherpreise werden nach dieser Einschätzung um 3,7 in 2019 bzw. 3,5 Prozent in 2020 ansteigen. Die konjunkturelle Grunddynamik der Weltwirtschaft wird derzeit als nur mäßig eingestuft. Störfaktoren wie eine Verschärfung der Handelskonflikte, aber auch politische Risiken in Europa und die Unsicherheit über die Ausgestaltung des Brexits können das Umfeld zusätzlich belasten und Konsumenten und Investoren zunehmend verunsichern und Ausgabe- und Investitionsbereitschaft sinken lassen. Wie das ifo-Institut mitteilt, erfährt das Weltwirtschaftsklima abermalig einen Rückschlag und fällt zum vierten Mal in Folge. Im ersten Quartal 2019 fiel der Indikator von -2,2 auf -13,1 Punkte, dies ist der niedrigste Wert seit 2011. Die Lagebeurteilung und Erwartungen verschlechterten sich deutlich. Die Ökonomen schätzen die aktuelle Wirtschaftslage aber immer noch knapp positiv ein. Dabei trüben sich die Aussichten besonders in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ein. Die USA stachen dabei besonders deutlich heraus, aber auch für die EU revidierten die Experten ihre Einschätzungen nach unten. Das schwächere Wachstum betrifft sowohl den privaten Konsum, die Investitionen und den Welthandel.

Dieser Einschätzung folgt auch die Prognose für das Weltwirtschaftswachstum des Internationalen Währungsfonds (IWF), der seine Einschätzung für dieses Jahr auf 3,7 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte reduzierte und mit Handelskonflikten, Unsicherheiten wie dem Brexit, aber auch einem möglichen Ende der Niedrigzinspolitik begründete.

Ein ähnliches Stimmungsbild zeigt sich auch in Europa. Im Euroraum lässt das Expansionstempo allmählich nach. Nach Ansicht der Experten spricht einiges dafür, dass die Konjunktur noch eine Zeit lang aufwärts gerichtet bleibt. Die Finanzierungsbedingungen sind aufgrund der expansiven geldpolitischen Ausrichtung weiterhin günstig und auch vom Außenhandel dürften weiterhin Anregungen ausgehen. Im Kieler Konjunkturbericht erwarten die Ökonomen, dass die Wirtschaftsleistung im Euroraum in den kommenden beiden Jahren mit 1,7 und 1,5 Prozent etwas langsamer zunimmt. Die Erwerbslosenquote wird auf 7,4 Prozent im Jahr 2020 zurückgehen. Der Verbraucherpreisanstieg wird in diesem und nächstem Jahr mit jeweils 1,5 Prozent leicht unter dem Ziel der EZB liegen. Die EU-Kommission erwartet ein weit schwächeres Wirtschaftswachstum in diesem Jahr und rechnet damit, dass das BIP in den 19 Staaten der Eurozone nur um 1,3 statt der im vergangenen Herbst prognostizierten 1,9 Prozent zunimmt. Grund seien vor allem getrübte Ausblicke in den größten europäischen Volkswirtschaften Deutschland, Italien und Frankreich. Zudem sorgen internationale Spannungen und der drohende ungeregelte Brexit für erhebliche Unsicherheiten. Auch die Stimmung der Konjunkturexperten im Euroraum kippt. Erstmals seit 2014 ist das Barometer für das ifo-Wirtschaftsklima wieder unter null gefallen. Der Indikator ist im ersten Quartal von 6,6 auf -11,1 Punkte gesunken und deutet damit eine spürbare Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Euroraum an. Hiebei schätzen die Experten die Lage in Frankreich und Italien schwach ein.

Auch für die deutsche Wirtschaft haben sich die negativen Konjunkturdaten bis zuletzt fortgesetzt. Vor allem die Industrie befindet sich am Rande einer Rezession. Zwar ist die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal nicht noch einmal geschrumpft und konnte so das technische Kriterium einer Rezession vermeiden, aber die Auftragseingänge und Industrieproduktion entwickelten sich weiterhin sehr schwach. Etwas optimistischer hingegen fällt der Ausblick für den staatlichen und privaten Konsum und den Außenhandel aus, wobei Experten von einer Abschwächung der bisher noch zunehmenden Exporte nach China ausgehen. Dies führt zu einer reduzierten BIP-Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 0,7 Prozent. Der IWF sagte im Herbst 2018 für 2019 ein Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent und die führenden deutschen Wirtschaftsforscher in ihrer Herbstprognose von 1,9 Prozent voraus. Die Bundesregierung halbierte ihre Wachstumsprognose von bislang 1,8 auf 1,0 Prozent und erwartet damit das kleinste Plus seit 2013. Sie beabsichtigt mit Forschungsförderung, Bürokratieabbau und Steuersenkungen der deutlichen Konjunkturabkühlung gegenzusteuern, um so die Konjunktur zu stützen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Februar von 99,3 auf 98,5 Punkte gefallen und hat damit den niedrigsten Wert seit Dezember 2014 markiert. Der Pessimismus in deutschen Chefetagen mit Blick auf die nächsten 6 Monate nahm damit weiter zu. Diese Ergebnisse und andere Indikatoren deuten auf ein Wirtschaftswachstum von nur 0,2 Prozent im ersten Vierteljahr hin, damit bleibt die deutsche Konjunktur schwach. Der Index hat sich in den Bereichen verarbeitendes Gewerbe, Dienstleistung und Baugewerbe verschlechtert, nur der Handel blickt weniger pessimistisch auf die Geschäftserwartung. Trotz der Konjunkturschwäche ist der Arbeitsmarkt in Deutschland sehr robust. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte werden in diesem Jahr mit 3,8 und in 2020 mit 3,5 Prozent zulegen und so zu anziehenden privaten Konsumausgaben führen. Die Verbraucherpreise werden laut einer Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft in 2019 um 2,1 und in 2020 um 2,0 Prozent steigen.

Auch die US-amerikanische Wirtschaft startet robust in das neue Jahr. Die wichtigsten Indikatoren deuten auf ein Wirtschaftswachstum hin. Das US-BIP-Wachstum soll in 2019 bei 2,5 Prozent liegen. Die OECD erwartet für 2019 eine Steigerung von 2,7 und 2020 von 2,1 Prozent. Nach Einschätzung der Experten des Kieler Institut für Weltwirtschaft hat die konjunkturelle Dynamik in den USA in 2018 ihren Höhepunkt überschritten. Steigende Einkommen und eine Zunahme der Beschäftigung stützen den privaten Verbrauch und Unternehmen dürften angesichts steuerlicher Anreize und gut ausgelasteter Kapazitäten weiter rege investieren. Eine weniger expansiv wirkende Geldpolitik wird die Expansionsdynamik aber allmählich verringern. Für 2019 gehen die Experten von einem BIP-Wachstum von 2,5 und für 2020 von einem Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion von 1,9 Prozent aus. Die Teuerungsraten werden in den Jahren 2019 und 2020 bei 2,3 bzw. 2,2 Prozent liegen.

Die Unsicherheit über die Ausgestaltung des Brexits bleibt vorerst bestehen und bremst den Produktionsanstieg im Vereinigten Königreich. Die erwarteten negativen Auswirkungen der Entscheidung für einen Austritt aus der EU sind inzwischen spürbar geworden. Unsicherheiten werden selbst dann noch groß bleiben, wenn es noch gelingt, einen Vertrag zur gütlichen Trennung zu schließen. Dies dämpft die Investitionsneigung und übt Druck auf den Wechselkurs des Pfund Sterling aus, sodass die Inflation im laufenden und im nächsten Jahr über dem Ziel der Regierung liegen wird. Dies wiederum dämpft die Einwicklung der Realeinkommen und der Konsumdynamik. Vor diesem Hintergrund wird mit einem mäßigen Wachstum von 1,0 bzw. 1,1 Prozent für 2019 und 2020 gerechnet.

4.3 Werbemarkt

Die folgenden Ausführungen zur prognostizierten Entwicklung der Werbeausgaben unterliegen denselben Vorbehalten, wie sie bereits in Absatz 3.2 erörtert wurden. Sie liefern Anhaltspunkte für allgemeine Trends und Verschiebungen in Mediabudgets, eignen sich jedoch nur sehr bedingt als Beurteilungsmaßstab für die voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY Gruppe.

Getrieben durch die immer größere Bedeutung von Smartphones und Tablets sowie Nachholeffekte in Schwellenländern, wird das überdurchschnittliche Wachstum digitaler Werbebudgets weiterhin anhalten.

Das Forschungsinstitut WARC geht in seinem Ausblick für die Entwicklung der globalen Werbewirtschaft davon aus, dass der Werbemarkt im Jahr 2019 um 4,3 Prozent auf USD 616 Mrd. wachsen wird. Die Prognosen von Magna mit einem Anstieg von 4,7 Prozent liegen damit nahezu auf einer Linie. Die Analysten erwarten für 2019 eine normalisierte Wachstumsrate, da in diesem Jahr sportliche und politische zyklische Großevents fehlen. So trugen die Winterolympiade, die Fußballweltmeisterschaft und die Mid-Term Elections in den USA etwa zu 1,2 Prozentpunkten des globalen Werbewachstums in 2018 bei. Das Verhältnis von digitalen und Offline-Kanälen wird sich immer mehr angleichen. Die Ausgaben für Digitalwerbung werden um 12,1 Prozent auf USD 287,4 Mrd. deutlich zulegen. Die Sparte Mobile ist mit 21,9 Prozent weiterhin Treiber dieser Entwicklung. In diesem Zusammenhang ist aber zu beachten, dass die beiden Technologie-Riesen Google und Facebook davon überdurchschnittlich stark profitieren. Rechnet man den Anteil für die beiden GAFA-Konzerne heraus, werden die weltweiten Digitalspendings in 96 untersuchten Ländern deutlich - und zwar um 7,2 Prozent - zurückgehen. Trifft diese Prognose ein, dann landen mehr als 60 Prozent der weltweiten Online-Spendings bei diesen beiden Konzernen.

Die Werbebranche in den USA blickt ebenfalls positiv in die Zukunft. Dentsu Aegis hält ein Wachstum von 3,0 Prozent für das laufende Jahr 2019 und 3,6 Prozent in 2020 für wahrscheinlich.

Die Prognosen für Deutschland fallen niedriger aus und sind zurückhaltend. Der deutsche Werbemarkt soll gemäß dem Global Ad Spend Forecast von Dentsu Aegis im laufenden Jahr 2019 und kommenden Jahr 2020 um nur 0,5 Prozent wachsen. Davon werden nur die wenigsten Mediengattungen profitieren. Digital soll um 6,5 Prozent wachsen und knapp 40 Prozent der Investitionen auf sich vereinen. Der Schickler-Media-Index erwartet für 2019 ein Wachstum des Gesamtnettoumsatzes in Höhe von 2,2 Prozent auf rund EUR 48,3 Mrd. Die Werbung über Online-Kanäle soll dabei um 6,7 Prozent wachsen. Auch in Deutschland sticht mobile Werbung als Wachstumstreiber hervor und soll um rund 20 Prozent wachsen.

In Großbritannien wird der Gesamtmarkt 2019 laut Dentsu Aegis Global Ad Spend Forecast um 6,1 Prozent wachsen und nimmt damit eine Prognose von 4,7 Prozent zurück, die im Sommer 2018 getroffen wurde. Der IPA-Bellwether-Report ist blickt deutlich pessimistischer in die Werbezukunft Großbritanniens: Das britische Institute of Practitioners in Advertising (IPA) untersucht in vierteljährlichen Umfragen die Stimmung in der Werbebranche und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Befürchtung von Branchenkennern bestätigt, dass Marketing einer der ersten Bereiche ist, in dem Unternehmen als Vorbereitung auf die negativen Folgen eines harten Brexits Einsparungen vornehmen. Sollte Großbritannien die EU ohne formelle Einigung verlassen, dürfte aus der Stagnation eine Rezession werden und die Werbeinvestitionen um 3 Prozent schrumpfen.

Für den polnischen Werbemarkt sagen Prognosen der Agentur Zenithmedia Wachstumswerte von 4,2 Prozent für 2019 voraus.

4.4 Voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY Gruppe

Sowohl die insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Aussichten für Deutschland und die anderen relevanten Märkte als auch die nachhaltige Verschiebung von Marketingbudgets auf den digitalen Kanal bieten der SYZYGY Gruppe gute Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum. Reine Onlinewerbung, auf die sich die oben aufgeführten Statistiken beziehen, stellt dabei lediglich eine Facette des komplexen Digital-Marketings dar und repräsentiert nur einen Teil des Leistungsspektrums der Gruppe.

Klassische Werbe- und Marketinginstrumente wie lineares Fernsehen, Rundfunkwerbung, Mailings oder Außenwerbung haben in einer zunehmend durch das Internet und Soziale Medien dominierten Welt an Bedeutung und Reichweite verloren. Konsumenten erwarten eine Omnipräsenz von Information und Unterhaltung. Hohe Daten-Geschwindigkeit und permanente Verfügbarkeit haben Nutzer ungeduldig und fordernd gemacht. Bekommt der User nicht, was er erwartet oder sucht, sieht er sich augenblicklich nach einer Alternative um. Loyalität und Aufmerksamkeitsspanne sind auf einem Tiefstand. Die kommunikativen und technischen Herausforderungen für Konsumgüterhersteller und Marken nehmen dadurch kontinuierlich zu. Neben dem Schaffen von Mehrwert spielen Bestätigung und Vertrauensbildung eine immer größere Rolle.

Technologie und das Beherrschen digitaler Mechanismen sind für Unternehmen zum Schlüssel des Erfolges geworden. Dabei ist Technologie niemals Selbstzweck, sondern Enabler und Skalierer für ein übergeordnetes Ziel - den Kunden zu erreichen, Begehrlichkeit und Vertrauen zu schaffen und ihn langfristig zu binden. Immer weniger gibt es die eine Lösung für alle, sondern zunehmende Individualisierung und vor allem eine abnehmende Halbwertszeit der Inhalte. Für Marketingverantwortliche bedeutet dies auch eine weiter zunehmende Komplexität, Geschwindigkeit und Agilität. Sie brauchen starke, erfahrende und flexible Partner, die ihnen helfen zu navigieren, zu agieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Reduktion von Komplexität für Marketingentscheider durch weniger vertrauensvolle Partner und mehr ganzheitliche Leistungsangebote. Nur wenige Dienstleister sind in der Lage, diesen Ansprüchen gerecht zu werden und Kunden von der strategischen Fragestellung und Problemdefinition über das technische Produkt bis hin zur Aktivierung der Produkte nahtlos zu beraten. SYZYGY hat sich im Verlauf der vergangenen Jahre ideal aufgestellt, um Kunden zu helfen, das Potenzial digitaler und technischer Lösungen voll auszuschöpfen.

Der Vorstand der SYZYGY AG geht von einem Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich für das laufende Geschäftsjahr aus und erwartet eine Steigerung des EBIT um rund 10 Prozent. Das Wachstum wird vor allem in Deutschland erwartet, alle anderen Segmente werden in ihrer Entwicklung stabil bleiben.

Mögliche Akquisitionen, die zur Wachstumsstrategie der SYZYGY Gruppe gehören, können diese Prognosen sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Die Ertragslage der SYZYGY Gruppe wird von der Entwicklung der operativen Einheiten und von den zukünftigen Zinserträgen der SYZYGY AG bestimmt.

5. Risiken und Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung

Wesentliche Risikofaktoren beziehen sich auf die Konjunktur der Werbewirtschaft in den für SYZYGY relevanten Märkten sowie auf die technologische Dynamik der Märkte für Internetdienstleistungen im Besonderen.

Durch den Vorstand der SYZYGY AG werden Risiken kontinuierlich überwacht, um negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage frühzeitig entgegenwirken zu können. Die Risikoeinschätzung bezieht sich hierbei sowohl auf den Umfang einer möglichen Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage als auch auf die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Risikofaktor Auswirkungen haben kann.

Genauso wichtig ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Ein funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist daher ein wichtiges Element einer nachhaltigen Unternehmensführung.

Auf Grundlage der gegenwärtig verfügbaren Informationen sind keine Risiken wahrscheinlich, die den Fortbestand der SYZYGY AG und ihrer Tochtergesellschaften gefährden würden.

5.1 Wesentliche Einzelrisiken

Operative Risiken

Rund 39 Prozent des Umsatzes der SYZYGY Gruppe werden durch das Geschäft mit den zehn größten Kunden generiert. Die Konzentration auf die zehn größten Kunden hat sich von 49 im Vorjahr auf 39 Prozent verringert, der größte Einzelkunde generierte 6 Prozent der Umsätze. Während im Vorjahr die Top-3-Kunden noch 24 Prozent der Konzernumsätze generierten, ging der Wert in 2018 auf 22 Prozent noch einmal zurück.

Die Umsätze von SYZYGY sind nicht durch lange Vertragslaufzeiten abgesichert. Umsätze werden in der Regel auf Grundlage von Einzelverträgen mit einem begrenzten zeitlichen Umfang erwirtschaftet. Alle Planungen, die sich auf die Entwicklung des Umsatzes beziehen, beinhalten deshalb zwangsläufig eine große Unsicherheit.

Dem überwiegenden Teil der Umsätze liegen feste Preisvereinbarungen zugrunde. Nicht vorhersehbare Verluste sind daher möglich, wenn die kalkulierten Projektkosten unerwartet überschritten werden. SYZYGY übernimmt darüber hinaus projektbezogen die gängigen Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen. Dies kann zu Folgekosten in den Projekten führen. Die von SYZYGY erbrachten Dienstleistungen besitzen eine Öffentlichkeitswirkung. Daher kann ein breitenwirksamer Imageschaden entstehen, wenn es bei einer Projektabwicklung zu Qualitätsmängeln in der Ausführung kommt. Ein solcher Imageschaden kann die weitere Geschäftsentwicklung spürbar negativ beeinflussen.

Aufgrund sehr stabiler und langjähriger Kundenbeziehungen, insbesondere bei den Top-10-Kunden, wird das Risiko als gering angesehen.

Anlagerisiken

Vorhandene Liquiditätsreserven werden bei der SYZYGY AG aktiv durch den Finanzvorstand gemanagt. Die Anlagestrategie der liquiden Mittel ist grundsätzlich auf eine langfristige Ertragsentwicklung ausgerichtet. Dabei werden die liquiden Mittel risikodiversifiziert in Unternehmensanleihen und anderen festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Bei allen festverzinslichen Wertpapieren bestehen Zinsänderungs- und Ausfallrisiken. Ein Anstieg der langfristigen Zinsen wirkt sich grundsätzlich negativ, ein Rückgang der Zinsen positiv auf die Kursentwicklung der Wertpapiere aus.

SYZYGY reduziert die Ausfallrisiken durch eine diversifizierte Anlage in Titel mit guter Bonität, das heißt weitgehend im Bereich des Investment Grade. Das Risiko einer signifikanten Belastung des Finanzergebnisses wird insgesamt als gering eingestuft.

Konjunkturelle Risiken

Die grundsätzliche Bereitschaft von Unternehmen, in Werbe- und Marketingmaßnahmen zu investieren, kann von der allgemeinen konjunkturellen Lage beeinflusst werden. Ein Nachlassen der Konjunktur kann für SYZYGY daher zu einem verminderten Auftragsvolumen und damit zu entsprechenden Umsatzeinbußen führen. Gegebenenfalls notwendige Kapazitätsanpassungen entfalten ihre Wirkung zeitverzögert und können Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen zur Folge haben. Das Risiko wird als gering eingestuft.

Währungsrisiken

SYZYGY erzielt rund ein Drittel der Umsatzerlöse in anderen Währungen. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfunds, des US-Dollars sowie des polnischen Zloty gegenüber dem Euro können die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss, je nach Kursentwicklung, im Vergleich zur Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Insbesondere durch den Brexit besteht ein erhöhtes Risiko weiterer Abwertungen des Britischen Pfundes. Dennoch schließt SYZYGY keine Kurssicherungsgeschäfte ab, weil den Erlösen auf den jeweiligen Märkten auch Kosten in der korrespondierenden Währung gegenüberstehen. Daher besteht für SYZYGY ein Währungsrisiko lediglich in Höhe des Jahresüberschusses der jeweiligen Landesgesellschaft (Translationsrisiko).

Die SYZYGY AG hält einen Teil ihrer Vermögenswerte in fremden Währungen, insbesondere Vermögenswerte ausländischer Tochtergesellschaften und in Fremdwährung denominierte Wertpapiere. SYZYGY schließt auch hier keine direkt zuordenbaren Kurssicherungsgeschäfte ab, weil die Risiken für die Ertragslage der SYZYGY AG aus den Fremdwährungsposten aufgrund deren Umfangs als gering eingestuft werden. Hierbei dürften die Auswirkungen des bevorstehenden Brexits im aktuellen Kurs eingepreist sein.

Das Risiko durch Währungsschwankungen wird insgesamt als gering eingestuft.

Steuerrisiken

SYZYGY ist als Dienstleister im Bereich Online-Marketing tätig und platziert in diesem Zusammenhang Werbemaßnahmen auf Webseiten bei ausländischen Portalbetreibern. Von Teilen der Finanzverwaltung wird seit Kurzem die Auffassung vertreten, dass Dienstleister wie SYZYGY zum Einbehalt und zur Abführung von Quellensteuern zu Lasten des Steuerausländers (beschränkt steuerpflichtig) verpflichtet seien. Gemäß gewichtiger Literaturmeinung und anderer Teile der Finanzverwaltung soll dies in der Regel jedoch nicht der Fall sein.

Entsprechend wurde in der bisherigen Geschäftspraxis (sowohl bei SYZYGY als auch bei uns bekannten Wettbewerbern) bisher keine Quellensteuer einbehalten. Im Rahmen vergangener steuerlicher Außenprüfungen bei SYZYGY wurde dies seitens der Betriebsprüfung nicht beanstandet. Allerdings steht eine bundesweit abgestimmte Stellungnahme der Finanzverwaltung noch aus. Insofern besteht ein Risiko, dass SYZYGY zum Einbehalt von Quellensteuern verpflichtet gewesen sein könnte und für nicht abgeführte Quellensteuern in wesentlichem Umfang in Haftung genommen werden könnte.

Das Risiko wird als gering eingestuft.

Brexit-Risiken

Durch den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union entstehen Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der britischen Wirtschaft, aber auch der gesamten europäischen Wirtschaft. Da die Verhandlungen über den Austritt noch nicht abgeschlossen wurden, sind die konkreten Auswirkungen derzeit nicht absehbar. Daher sind außer der bestehenden Unsicherheit noch keine genauen Prognosen möglich. Mögliche Währungsrisiken, Risiken durch Entsendungen nach oder aus Großbritannien sowie Zollrisiken sind zwar generell denkbar, werden aber aller Voraussicht nach keine großen Auswirkungen auf das Geschäft der SYZYGY Gruppe haben. Der britische Markt ist jedoch für die SYZYGY Gruppe ein wichtiger Markt.

Das Risiko wird als gering eingestuft.

Personelle Risiken

Die Leistungsfähigkeit des Konzerns beruht im Dienstleistungsgeschäft maßgeblich auf der Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter. Einzelnen Personen kommt hierbei aufgrund ihrer hohen Qualifikation eine große Bedeutung zu. Sollte es nicht gelingen, diese Mitarbeiter im Unternehmen zu halten bzw. fortlaufend neue und hoch qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, kann der Erfolg von SYZYGY darunter leiden.

Das Risiko wird als gering eingestuft.

Risiken aus Akquisitionen

Unternehmensakquisitionen waren und sind ein Teil der Wachstumspolitik von SYZYGY. Der wirtschaftliche Erfolg von Übernahmen ist davon abhängig, wie gut die erworbene Unternehmung in die bestehende Struktur eingegliedert werden kann und wie es gelingt, die angestrebten Synergieeffekte tatsächlich zu erzielen. Sollten die Bemühungen einer erfolgreichen Integration misslingen, so kann sich der Wert des übernommenen Unternehmens deutlich verringern. Dies könnte einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf bzw. Wertminderungsbedarf auf Beteiligungsbuchwerte die im Rahmen des Unternehmenserwerbs erworbenen Vermögenswerte bzw. auf erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte nach sich ziehen.

Das Risiko wird als gering eingestuft.

5.2 Chancen

Die Grenzen zwischen digitalem und klassischem Marketing sind heute fließend. Wir erleben eine Zeit, in der man immer weniger von klassischen Medien oder klassischer Kommunikation spricht. Es gibt kaum einen Service, kaum einen Kommunikationskanal, kaum ein Produkt, das nicht digital gesteuert, gestützt oder gemanagt wird. Längst hat die aggregierte Nutzung digitaler Medien klassische Medien überholt. Ein Alltag ohne Smartphone, Computer, Onlineshops oder das Internet im Allgemeinen ist kaum noch vorstellbar. Autos sprechen, Navigation ist intuitiv und das Internet steht dank Amazon Alexa auf Millionen Küchentischen, steuert ganze Haushalte, Einkäufe und Musik. Influencer erreichen in Social Media mehr Menschen, als Fernsehsender dies bei Liveübertragungen schaffen, und der deutsche Onlinehandel setzt mittlerweile mehr als EUR 70 Mrd. im Jahr um. Wir gehen nicht mehr online, wir sind online!

Für Kunden und Marken bedeutet dies vor allem eine immer komplexere und schwieriger zu navigierende Klaviatur an Maßnahmen und Möglichkeiten. Menschen sind zunehmend digitalem Informationsüberfluss ausgeliefert, die Aufmerksamkeitsspanne nimmt kontinuierlich ab - Loyalität und Markentreue sinken. Als Marketer wird es immer wichtiger, das Richtige zu tun, den richtigen Ton zu finden, die richtigen Informationen zu liefern, einen Mehrwert zu schaffen. All das genau dann, wenn es gebraucht oder gewünscht ist. In einer Form, die individuell passt und die Nutzer-Ansprüche übertrifft.

SYZYGY beschäftigt sich seit fast 25 Jahren mit diesen Aufgabenstellungen. SYZYGY ist mit dem Markt gewachsen, kennt seine Bedürfnisse und Anforderungen sehr gut. Die Gruppe gehört zu den führenden Digital-Dienstleistern in Deutschland und Großbritannien und arbeitet seit Jahrzehnten erfolgreich für große internationale Marken. Mit erstklassiger Strategiearbeit, die stets die Basis für erfolgreiches Arbeiten ist, helfen wir Marketingentscheidern, die richtigen Fragen zu stellen, Aufgaben zu definieren und Lösungen zu erarbeiten. Auf dieser Basis kann SYZYGY dank hoher technologischer Kompetenz und erstklassiger Kreation digitale Produkte entwickeln, die Firmen erfolgreich machen und Konsumenten begeistern. SYZYGY ist führend in der Aktivierung von Kampagnen und digitalen Produkten. Damit kann SYZYGY ihre Kunden ganzheitlich und umfassend betreuen und Marketingentscheidern als erfahrener Partner von der Strategie über das Produkt bis zur Aktivierung zur Seite stehen.

6. Internes Kontrollsystem

Die verwendeten Risikofrüherkennungssysteme basieren auf dem monatlichen Berichtswesen, das neben einem Finanzreporting (Budget, aktualisierter Forecast und Ist-Zahlen) die Neugeschäftsaktivitäten und die qualitative Entwicklung der Gesellschaften umfasst. In das Finanzreporting ist ein Risikomanagement-System integriert, das quartalsweise wiederkehrend die Risikoidentifikation, Risikokommunikation und -überwachung operativer Risiken sicherstellt. Die Aggregation und Steuerung der Risiken erfolgt dann auf Ebene der SYZYGY AG bzw. wird von der SYZYGY AG initiiert. Das interne Kontrollsystem wird bei Finanztransaktionen durch Genehmigungsprozesse ergänzt (Vier-Augen-Prinzip) sowie durch Funktionstrennung und Zugriffsregelungen im IT-System unterstützt.

Der Quartalsbericht der SYZYGY Gruppe unterliegt jeweils nach Aufstellung der Durchsicht und Genehmigung durch den Aufsichtsrat der SYZYGY AG.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Hierbei sind der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der SYZYGY Gruppe nach IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzenden Angaben nach § 315e Abs. 1 HGB, aufzustellen.

Die Zentralabteilung Finanzen der SYZYGY AG steuert die Prozesse zur Erstellung der Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses sowie zur Aufstellung des Konzernlageberichts für den SYZYGY Konzern. Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich auf ihre Auswirkungen auf die Rechnungslegung der SYZYGY Gruppe analysiert. Durch ein konzernweites Jahresabschluss-Reporting und einen konzernweit gültigen Finanzkalender wird ein zeitnaher und standardisierter Rechnungslegungsprozess verfolgt.

Gemäß § 315 Abs. 4 HGB werden die Rechnungslegungsanforderungen durch die SYZYGY AG in den Tochtergesellschaften u. a. dadurch umgesetzt, dass in der SYZYGY Gruppe weitgehend ein einheitliches Buchhaltungssystem mit einem einheitlichen Kontenrahmen verwendet wird. Alle Gesellschaften unterliegen einmal im Quartal einem Review durch die Zentralabteilung Finanzen der SYZYGY AG. Hierbei werden die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften sowie die Prozesse zur Datenaufbereitung analysiert, überprüft und sichergestellt.

Ferner werden die Mitarbeiter in den Finanzbereichen in regelmäßigen internen wie auch externen Schulungen immer auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Anforderungen gebracht.

7. Vergütungsbericht

7.1 Vergütungssystem für den Vorstand

Das Vergütungssystem des Vorstands wird vom Aufsichtsrat der SYZYGY AG festgelegt. Die Gesamtvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

erfolgsunabhängige Vergütung,
erfolgsbezogene Vergütung,
sonstige Leistungen.

Die erfolgsunabhängige Vergütung wird monatlich als Grundgehalt ausgezahlt.

Die erfolgsbezogene Vergütung enthält 2 Komponenten:

a) Eine kurzfristige Erfolgsbeteiligung, die sich an Jahreszielen - sowohl Finanz- als auch qualitative Ziele - des Geschäftsjahres orientiert, und nach Prüfung des Jahres und Konzernabschlusses zur Auszahlung kommt.

b) Ferner wurden dem Vorstand langfristige variable Vergütungsbestandteile gewährt, die sich an der Entwicklung des Aktienkurses orientieren. Diese aktienkursorientierten Tantiemevereinbarungen sehen vor, dass nach 2 Jahren bis zu 40 Prozent und nach 3 Jahren weitere 60 Prozent der zugeteilten Phantom Stocks ausgeübt werden können. Das langfristige Programm sieht dabei vor, dass die Differenz zwischen einem Basiskurs bei Ausgabe der Phantom Stocks und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks zur Auszahlung kommt.

Sonstige Leistungen erhalten die Vorstandsmitglieder in Form von Beitragszahlungen zur Renten-, Kranken- und Unfallversicherung sowie der privaten Nutzung eines Dienstwagens bzw. einer Car Allowance.

Die Vergütung des Vorstands wird gemäß § 4.2.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 tabellarisch in Form der gewährten Vergütungen wie folgt dargestellt:

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Lars Lehne, CEO
Gewährte Zuwendungen 2018

TEUR
2017

TEUR
2018 Minimum

TEUR
2018 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 300 300 300 300
Nebenleistungen 14 14 14 14
Summe 314 314 314 314
Einjährige variable Vergütung 99 99 0 99
Mehrjährige variable Vergütung
Phantom Stock Programm 0 0 0 0
Summe 99 99 0 99
Versorgungsaufwand 21 21 21 21
Gesamtvergütung 434 434 335 434

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Andrew P. Stevens, COO (Vorstand bis 31.12.2017)
Gewährte Zuwendungen 2018

TEUR
2017

TEUR
2018 Minimum

TEUR
2018 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 0 251 0 0
Nebenleistungen 0 15 0 0
Summe 0 266 0 0
Einjährige variable Vergütung 0 38 0 0
Mehrjährige variable Vergütung
Phantom Stock Programm 0 0 0 0
Summe 0 13 0 0
Versorgungsaufwand 0 13 0 0
Gesamtvergütung 0 317 0 0

Mit Andrew P. Stevens wurde am 4. Dezember 2017 ein Aufhebungsvertrag geschlossen und er wurde ab dem 1. Dezember 2017 bis zu seinem Ausscheiden zum 30. Juni 2018 von seiner Tätigkeit bei der SYZYGY AG freigestellt. Seine Gehaltsansprüche während der Freistellungsphase wurden bereits zum 31. Dezember 2017 in voller Höhe (TEUR 144) aufwandswirksam zurückgestellt. Aus dem Vorstand schied er zum 31. Dezember 2017 aus. Im Geschäftsjahr 2018 floss Andrew P. Stevens eine Gesamtvergütung von TEUR 213 zu, die sich auf ein Grundgehalt von TEUR 124, Nebenleistungen von TEUR 7, Versorgungsaufwand von TEUR 6 sowie ein variables Gehalt von TEUR 76 aufteilt.

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Erwin Greiner, CFO
Gewährte Zuwendungen 2018

TEUR
2017

TEUR
2018 Minimum

TEUR
2018 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 180 180 180 180
Nebenleistungen 12 12 12 12
Summe 192 192 192 192
Einjährige variable Vergütung 54 54 0 54
Mehrjährige variable Vergütung
Phantom Stock Programm 124 0 0 702
Summe 178 54 0 756
Versorgungsaufwand 16 16 16 16
Gesamtvergütung 386 262 208 964

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Frank Ladner, CTO
Gewährte Zuwendungen 2018

TEUR
2017

TEUR
2018 Minimum

TEUR
2018 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 200 0 200 200
Nebenleistungen 12 0 12 12
Summe 212 0 212 212
Einjährige variable Vergütung 60 0 0 60
Mehrjährige variable Vergütung
Phantom Stock Programm 85 0 0 483
Summe 145 0 0 543
Versorgungsaufwand 16 0 16 16
Gesamtvergütung 373 0 228 771

Ferner wird gemäß § 4.2.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 die Vergütung des Vorstands tabellarisch in Form der geflossenen Vergütungen dargestellt. Die gezahlten Vergütungen enthalten hierbei bei den mehrjährigen variablen Vergütungsbestandteilen Zahlungen, die über mehrere Jahre kumuliert erzielt wurden.

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Lars Lehne, CEO Andrew P. Stevens, COO Erwin Greiner, CFO
Zufluss 2018

TEUR
2017

TEUR
2018

TEUR
2017

TEUR
2018

TEUR
2017

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 300 300 0 251 180 180
Nebenleistungen 14 14 0 15 12 12
Summe 314 314 0 266 192 192
Einjährige variable Vergütung 39 74 0 19 36 34
Mehrjährige variable Vergütung
Phantom Stock Programm 0 0 0 112 0 76
Optionsprogramm 2012 0 0 0 0 0 79
Summe 39 74 0 131 36 189
Versorgungsaufwand 21 21 0 13 16 16
Gesamtvergütung 374 409 0 410 244 397

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Frank Ladner, CTO
Zufluss 2018

TEUR
2017

TEUR
--- --- ---
Festvergütung 200 0
Nebenleistungen 12 0
Summe 212 0
Einjährige variable Vergütung 27 0
Mehrjährige variable Vergütung
Phantom Stock Programm 0 0
Optionsprogramm 2012 0 0
Summe 27 0
Versorgungsaufwand 16 0
Gesamtvergütung 255 0

Zusagen bei Tätigkeitsbeendigung

Dem Vorstand der SYZYGY AG ist keine Altersversorgung zugesagt worden. Bei vorzeitiger Beendigung des Arbeitsvertrages wird eine Abfindung im Rahmen der rechtlichen Verpflichtungen gezahlt, und zwar in Höhe des noch ausstehenden, angemessenen Zielgehalts für die Restlaufzeit des Vertrags.

Die Vorstandsverträge sehen grundsätzlich ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von 12 Monaten vor. Das Vorstandsmitglied erhält hierfür eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent seiner zuletzt bezogenen durchschnittlichen vertragsgemäßen Vergütungen der letzten 24 Monate.

7.2 Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats der SYZYGY AG ist in § 6 (8) der Satzung der SYZYGY AG geregelt und geht auf einen Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2014 zurück. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine Vergütung, die aus einem festen und einem variablen Vergütungsbestandteil besteht. Die feste Vergütung beträgt EUR 20.000 pro Jahr.

Die Vergütung erhöht sich um einen variablen Vergütungsbestandteil in Höhe von EUR 5.000, wenn der Börsenpreis der Gesellschaft in dem betreffenden Geschäftsjahr um mindestens 20 Prozent gestiegen ist.

Die für den Vergleich maßgeblichen Börsenpreise werden ermittelt aus dem Mittelwert der Schlusskurse für die Aktie im Xetra-Handelssystem an der Frankfurter Wertpapierbörse während der ersten 5 Börsentage eines Geschäftsjahres sowie während der ersten 5 Börsentage des Folgegeschäftsjahres. Aufsichtsratsmitglieder, die nicht während des gesamten Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Eine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge für das Geschäftsjahr 2018 ist im Anhang des handelsrechtlichen Einzelabschlusses der SYZYGY AG enthalten.

8. Übernahmerelevante Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB mit Erläuterungen

Das Grundkapital der SYZYGY AG beträgt EUR 13.500.026 und ist eingeteilt in 13.500.026 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten. Unterschiedliche Aktiengattungen wurden nicht gebildet.

Die SYZYGY Aktien sind nicht vinkuliert. Der SYZYGY AG sind keine Beschränkungen in Bezug auf die Ausübung der Stimmrechte oder in Bezug auf die Übertragung von SYZYGY Aktien bekannt.

Die SYZYGY AG hält zum Bilanzstichtag 73.528 eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Stimmrechte oder andere Rechte zustehen.

Die WPP-Gruppe hält nach wie vor die Mehrheit der Anteile und ist zum Stichtag mit 50,33 Prozent an der SYZYGY AG beteiligt.

Keine der ausgegebenen Aktien der SYZYGY AG sind mit Sonderrechten ausgestattet.

Eine Stimmrechtskontrolle für am Kapital beteiligte Arbeitnehmer wird von der SYZYGY AG nicht vorgenommen.

Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach § 84 AktG. Die Satzung der SYZYGY AG sieht darüber hinaus vor, dass der Vorstand aus mindestens 2 Personen besteht. Änderungen der Satzung obliegen nach § 119 AktG der Hauptversammlung. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat gemäß der Satzung i. V. m. § 179 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Mai 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der SYZYGY AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 28. Mai 2014 durch Ausgabe von insgesamt 1.200.000 Optionsrechten auf jeweils eine nennwertlose Stückaktie der SYZYGY AG bedingt um EUR 1.200.000 zu erhöhen (bedingtes Kapital 2009). Das bedingte Kapital 2009 wurde mit Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Juni 2014 um EUR 900.000 auf EUR 300.000 reduziert.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Juni 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der SYZYGY AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Juni 2019 durch Ausgabe von insgesamt 900.000 Optionsrechten auf jeweils eine nennwertlose Stückaktie der SYZYGY AG bedingt um EUR 900.000 zu erhöhen (bedingtes Kapital 2014).

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Mai 2015 ist der Vorstand berechtigt, innerhalb von 5 Jahren eigene Aktien bis zu einem Gesamtbestand von insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot zurückzukaufen.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 8. Juli 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 8. Juli 2021 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 6.000.000 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Im Geschäftsjahr 2017 wurden 2 Kapitalerhöhungen im Umfang von EUR 671.576 durchgeführt. Das noch ausstehende genehmigte Kapital zum 31. Dezember 2017 beträgt daher EUR 5.328.424.

Wesentliche Vereinbarungen der SYZYGY AG, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels stehen, sind nicht vorhanden.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern keine Entschädigungsvereinbarungen getroffen worden. Allerdings können Inhaber von Phantom Stocks innerhalb von 6 Wochen nach Beendigung des Übernahmeangebots ihre Optionen oder Phantom Stocks zu dem dann bestehenden inneren Wert oder einem Mindestpreis von EUR 1,- je Phantom Stock ausüben.

9. Erklärung des Vorstands zu § 312 AktG

Die WPP plc. hält seit November 2015 die Mehrheit der Anteile an der SYZYGY AG und ist daher herrschendes Unternehmen i. S. v. § 17 Abs. 2 AktG. SYZYGY ist daher zur Erstellung eines Abhängigkeitsberichts gemäß § 312 AktG verpflichtet. Die SYZYGY AG hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten.

Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden.

10. Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB i.V.m. § 289f HGB

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 29. Oktober 2018 eine aktualisierte Erklärung zum Corporate Governance Kodex abgegeben und veröffentlicht. Ferner wird im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben.

Beide Erklärungen können auf unserer Unternehmenswebsite im Bereich "Corporate Governance" eingesehen werden, die über www.syzygy.net/ germany/de/investor-relations/corporate-gover-nance/2018 erreichbar ist.

11. Nichtfinanzielle Erklärung nach § 315c HGB

Die SYZYGY AG ist von der Aufstellung einer nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 315b Abs. 2 Satz 2 HGB befreit. Das Mutterunternehmen, die WPP plc., St. Helier, Jersey, macht auf der Homepage unter www.wpp.com/wpp/sustainability/ die nichtfinanzielle Erklärung der Öffentlichkeit zugänglich.

Bad Homburg v.d.H., den 29. März 2019

SYZYGY AG

Der Vorstand

Lars Lehne

Frank Ladner

Erwin Greiner

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

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Anhang 31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte (3.1) 58.116 58.165
Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (3.2) 6.925 7.834
Langfristige finanzielle Vermögenswerte (3.3) 200 200
Sonstige langfristige Vermögenswerte (3.4) 294 219
Aktive latente Steuern (3.5) 347 35
Summe langfristige Vermögenswerte 65.882 66.453
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (3.6) 11.519 7.017
Wertpapiere (3.6) 10.602 8.964
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte (3.7) 19.904 20.279
Sonstige Vermögenswerte (3.8) 1.739 1.865
Summe kurzfristige Vermögenswerte 43.764 38.125
Summe Aktiva 109.646 104.578
Passiva
Anhang 31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital* (3.9.1) 13.500 13.500
Kapitalrücklage (3.9.3) 27.069 27.069
Eigene Aktien (3.9.4) -407 -407
Übriges Konzernergebnis (3.9.5) -2.651 -1.815
Gewinnrücklagen (3.9.6) 16.774 18.033
Eigenkapital der Aktionäre der SYZYGY AG 54.285 56.380
nicht beherrschende Anteile -284 -447
Summe Eigenkapital 54.001 55.933
Langfristige Schulden
Sonstige langfristige Schulden (313) 16.698 21.871
Passive latente Steuern (5.7) 270 411
Summe langfristige Schulden 16.968 22.282
Kurzfristige Schulden
Ertragssteuerverbindlichkeiten (312) 541 255
Sonstige Rückstellungen (3.11) 8.283 9.216
Vertragsverbindlichkeiten (3.7) 9.431 6.376
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3.11) 15.528 7.754
Sonstige kurzfristige Schulden (313) 4.894 2.762
Summe kurzfristige Schulden 38.677 26.363
Summe Passiva 109.646 104.578

* Bedingtes Kapital TEUR 1.200 (Vorjahr: TEUR 1.200).

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzerngesamtergebnisrechnung zum 31. Dezember 2018

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Januar - Dezember
Anhang 2018

TEUR
2017

TEUR
Veränderung
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse (51) 65.816 60.669 8%
Einstandskosten der erbrachten Leistungen -47.929 -46150 4%
Vertriebs- und Marketingkosten -5.396 -6.271 -14%
Allgemeine Verwaltungskosten -8.637 -7.389 17%
Wertminderungsaufwand, netto aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten 7 0 n.a.
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto (5.2) 2.206 3.237 -32%
Operatives Ergebnis (EBIT) 6.067 4.096 48%
Finanzerträge (5.6) 630 2.047 -69%
Finanzaufwendungen (5.6) -160 -607 -74%
Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) 6.537 5.536 18%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.7) -1.647 -1.301 27%
Konzernergebnis der Periode 4.890 4.235 15%
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 171 -754 n.a.
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der SYZYGY AG 4.719 4.989 -5%
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden: 0 0 n.a.
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden:
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe (5.8) -315 -149 n.a.
Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus Wertpapieren der Kategorie FVTOCI nach Steuern (3.6) -579 -115 n.a.
Übriges Konzernergebnis der Periode -894 -264 n.a.
Gesamtergebnis 3.996 3.971 1%,
davon Gesamtergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 163 -740 n.a.
davon Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der SYZYGY AG 3.833 4.711 -19%
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (unverwässert und verwässert in EUR) (61) 0,35 0,39 -10%

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2018

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Übriges Konzernergebnis
Anzahl Aktien (in 1.000) in Stück Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Eigene Aktien

TEUR
Gewinnrücklage

TEUR
Währungsumrechnung

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
1. Januar 2017 12.828 12.828 20.537 -407 18.071 -1.827
Konzernergebnis der Periode 4.989
Übriges Konzernergebnis der Periode -163
Gesamtergebnis 4.989 -163
Kapitalerhöhung 672 672 6.532
Dividende -4.847
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile -180
31. Dezember 2017 13.500 13.500 27.069 -407 18.033 -1.990
1. Januar 2018 13.500 13.500 27.069 -407 18.033 -1.990
Anpassungen aus erstmaliger Anwendung IFRS 9 -70
1. Januar 2018, angepasst 13.500 13.500 27.069 -407 17.963 -1.990
Konzernergebnis der Periode 4.719
Übriges Konzernergebnis der Periode -307
Gesamtergebnis 4.719 -307
Dividende -5.236
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile -672
31. Dezember 2018 13.500 13.500 27.069 -407 16.774 -2.297

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Übriges Konzernergebnis
Unrealisierte Gewinne und Verluste

TEUR
Anteile der Aktionäre der SYZYGY AG

TEUR
Nicht beherrschende Anteile

TEUR
Summe Eigenkapital

TEUR
--- --- --- --- ---
1. Januar 2017 290 49.492 293 49.785
Konzernergebnis der Periode 4.989 -754 4.890
Übriges Konzernergebnis der Periode -115 -278 14 -264
Gesamtergebnis -115 4.711 -740 3.971
Kapitalerhöhung 7.204 0 7.204
Dividende -4.847 0 -4.847
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile -180 0 -180
31. Dezember 2017 175 56.380 -447 55.933
1. Januar 2018 175 56.380 -447 55.933
Anpassungen aus erstmaliger Anwendung IFRS 9 50 -20 0 -20
1. Januar 2018, angepasst 225 56.360 -447 55.913
Konzernergebnis der Periode 4.719 171 4.890
Übriges Konzernergebnis der Periode -579 -886 -8 -894
Gesamtergebnis -579 3.833 163 3.996
Dividende -5.236 0 -5.236
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile -672 0 -672
31. Dezember 2018 -354 54.285 -284 54.001

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2018

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Januar - Dezember
2018

TEUR
2017

TEUR
--- --- ---
Konzernergebnis der Periode 4.890 4.235
Anpassungen um nicht liquiditätswirksame Effekte:
- Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 2.109 2.083
- Gewinne (-) und Verluste (+) aus dem Verkauf von Wertpapieren -14 -1.254
- Gewinne (-) und Verluste (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten 3 87
- Änderung der Kaufpreis-Verbindlichkeiten -964 -3.175
- Gewinne (-) und Verluste (+) aus Abgängen von Finanzanlagen -27 -106
- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -497 349
Veränderungen der:
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 507 2.623
- erhaltenen Anzahlungen 3.051 1.547
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7.117 -1.512
- Steuerschulden und latente Steuern 182 -99
Cashflow aus der operativen Tätigkeit 16.357 4.778
Veränderung der langfristigen Vermögenswerte -72 468
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -1.214 -5.263
Erwerb von Wertpapieren des Umlaufvermögens -7.235 -11.809
Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens 4.770 19.256
Veränderungen der Finanzanlagen -13 80
Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener flüssiger Mittel -1.186 -6.598
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.950 -3.866
Veränderung der Kredite bei Finanzinstituten -1.052 4.762
gezahlte Dividende an Minderheitsgesellschafter -672 -180
gezahlte Dividende an Aktionäre der SYZYGY AG -5.236 -4.847
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.960 -265
Cashflow gesamt 4.447 647
Zahlungsmittel und Zahlungsmittelequivalente zum Periodenanfang 7.017 6.571
Währungsveränderungen 55 -201
Zahlungsmittel und Zahlungsmittelequivalente zum Periodenende 11.519 7.017

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Im operativem Cashflow sind gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 50), erhaltene Zinsen in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 822) sowie Steuererstattungen in Höhe von TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 0) und gezahlte Steuern in Höhe von TEUR 1.374 (Vorjahr: TEUR 1.201) enthalten.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

1. Grundlagen der Rechnungslegung

1.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der SYZYGY AG (im Folgenden "SYZYGY", "Gruppe" oder "Konzern" genannt) für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der gültigen Fassung zum 31. Dezember 2018 - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzenden Vorschriften des § 315e Abs. 1 HGB entsprechen - aufgestellt. Dabei wurde der Konzernabschluss auf der Grundlage der historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind bestimmte Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft wurde am 1. Mai 2000 unter der Firma SYZYGY AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Homburg (HRB 6877) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bad Homburg v. d. H., Deutschland. Die Anschrift lautet: SYZYGY AG, Horexstr. 28, 61352 Bad Homburg v. d. H.

1.2 Geschäftstätigkeit der Gruppe

Die SYZYGY Gruppe ist ein international tätiger Kreativ-, Technologie- und Mediadienstleister rund um digitales Marketing.

Die SYZYGY AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr, indem sie zentrale Dienstleistungen im Bereich Strategie, Kreation, Planung, Technologieentwicklung, Rechnungswesen, IT-Infrastruktur und Finanzierung für ihre Tochtergesellschaften erbringt. Ferner unterstützt die SYZYGY AG die Tochtergesellschaften bei Neugeschäftsaktivitäten.

Die Tochtergesellschaften üben als operative Einheiten das Beratungs- und Dienstleistungsgeschäft aus. Mit Niederlassungen in Bad Homburg v. d. H., Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, London, München, New York und Warschau bieten sie Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business Applikationen, Websites, Hosting, Online-Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Online-Media-Services wie Mediaplanung, Suchmaschinenmarketing und -optimierung sowie Affiliate Programme dar. Überdies unterstützt SYZYGY Kunden im Bereich Customer Experience sowie Usability und begleitet sie durch alle Phasen des User-Centered-Design-Prozesses. Digitale Illustrationen und Animationen komplettieren das Serviceangebot.

Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobil, Telekommunikation/IT, Dienstleistungen, Konsumgüter sowie Finanzen/Versicherungen.

1.3 Konsolidierungskreis

Grundlage für den Konzernabschluss sind die Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Diese wurden nach den IFRS entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzstichtage dieser Unternehmen entsprechen dem Konzernabschlussstichtag.

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurden neben der SYZYGY AG als oberstes Mutterunternehmen folgende Tochtergesellschaften vollkonsolidiert, bei denen die SYZYGY AG die Verfügungsmacht ausüben kann, schwankenden Renditen aus den Tochtergesellschaften ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann:

Ars Thanea S.A., Warschau, Polen (kurz: Ars Thanea)
diffferent GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: diffferent)
Hi-ReS! London Ltd., London, Großbritannien (kurz: Hi-ReS! LON)
SYZYGY Berlin GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: SYZYGY Berlin)
SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. H., Deutschland (kurz: SYZYGY Deutschland)
SYZYGY Digital Marketing Inc., New York City, Vereinigte Staaten von Amerika (kurz: SYZYGY NY)
SYZYGY Media GmbH, Hamburg, Deutschland (kurz: SYZYGY Media)
SYZYGY Performance GmbH, München, Deutschland (kurz: SYZYGY Performance, vormals Catbird Seat GmbH)
SYZYGY UK Ltd., London, Großbritannien (kurz: SYZYGY UK)
Unique Digital Marketing Ltd., London, Großbritannien (kurz: Unique Digital UK)
USEEDS° GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: USEEDS)

Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die SYZYGY AG die Beherrschung über die Tochtergesellschaften erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochtergesellschaften entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung und im übrigen Konzernergebnis erfasst.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des übrigen Gesamtergebnisses sind den Aktionären der SYZYGY AG und den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen. Dies erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass nicht beherrschende Anteile einen negativen Saldo ausweisen.

Am 6. März 2018 hat die SYZYGY AG rückwirkend zum 1. Januar 2018 weitere 10 Prozent an der USEEDS° GmbH erworben und ihre Anteile somit auf 80 Prozent erhöht. Der Kaufpreis von TEUR 415 wurde in bar entrichtet. USEEDS wurde bereits zu 100 Prozent in den Konzernabschluss der SYZYGY einbezogen, da für den Erwerb weiterer Anteile Termingeschäfte für die Jahre 2019 und 2020 abgeschlossen wurden und damit wie bisher eine "present ownership" für SYZYGY vorliegt.

Neue Erkenntnisse über die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaften USEEDS, SYZYGY Performance sowie diffferent führten sowohl im Vorjahr als auch im aktuellen Geschäftsjahr zu Anpassungen der prognostizierten Gewinne, die die Grundlage für den Preis der Put-/Call-Optionen für den weiteren Erwerb von Anteilen an den 3 Gesellschaften bilden. Aufgrund dessen reduzierten sich die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für USEEDS um TEUR 1.664 und für SYZYGY Performance um TEUR 70. Dagegen stiegen die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für diffferent um TEUR 486, Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts der finanziellen Verbindlichkeit wurde in der Gesamtergebnisrechnung im Posten "Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto" im Berichtsjahr ergebniswirksam erfasst.

Die Earnout-Zahlung für den Erwerb von 44 Prozent der Anteile an Ars Thanea, der in 2014 abgeschlossen wurde, wurde am 18. Dezember 2018 in Höhe von TEUR 771 in bar entrichtet. Die Differenz zu der am Ende des vergangenen Jahres erwarteten Zahlungsverpflichtung von TEUR 499 wurde in der Gesamtergebnisrechnung in Höhe von TEUR 272 im Posten "Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto" im Berichtsjahr ergebniswirksam erfasst.

1.4 Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden werden nach der für SYZYGY einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und -bewertungsrichtlinie nach IFRS angesetzt und bewertet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode. Die Beteiligungsbuchwerte werden mit dem neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Hierbei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen Zeitwerten angesetzt. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ergibt sich dagegen ein negativer Unterschiedsbetrag, so wird dieser nach einer nochmaligen Überprüfung (remeasurement) erfolgswirksam erfasst. Transaktionskosten werden direkt erfolgswirksam erfasst. Vorhandene und erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich bzw. bei dem Vorliegen von Anhaltspunkten für Wertminderungen entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines einstufigen Testverfahrens überprüft.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Differenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt und in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen, netto ausgewiesen.

Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Innenumsätze der einbezogenen Tochterunternehmen mit den darauf entfallenden Aufwendungen verrechnet. Soweit in Einzelabschlüssen Wertminderungen auf Anteile einbezogener Gesellschaften oder Wertberichtigungen auf konzerninterne Forderungen gebildet wurden, werden diese im Rahmen der Konsolidierung zurückgenommen.

Sachverhalte, die im Konzernabschluss zu einer Zwischengewinneliminierung führen würden, werden eliminiert.

Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.

Jede bedingte Gegenleistungsverpflichtung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wird die bedingte Gegenleistung als Eigenkapital eingestuft, wird sie nicht neu bewertet und eine Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Ansonsten werden spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen im Gewinn oder Verlust erfasst.

Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

1.5 Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können.

Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn diese im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer dieser Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten basiert auf Beurteilungen des Managements.

Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung der erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Wenn die tatsächlichen erwarteten künftigen Cashflows geringer als geschätzt ausfallen, kann sich eine wesentliche Wertminderung ergeben. Näheres dazu ist unter 3.1 Geschäfts- oder Firmenwert erläutert.

Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Bonität der Kunden sowie Veränderungen des Zahlungsverhaltens. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen. SYZYGY nimmt seit 2018 zusätzlich zur Einzelwertberichtigung eine allgemeine Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach IFRS 9 vor, die dem Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren.

Die SYZYGY Gruppe realisiert den Umsatz für langfristige Dienstleistungsaufträge gemäß IFRS 15 stets zeitraumbezogen. Bei der von SYZYGY angewendeten cost-to-cost-Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Abschätzung des Fertigstellungsgrades an. Die wesentlichen relevanten Schätzgrößen sind dabei die kalkulierten Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, der Gesamtauftragserlös und die Auftragsrisiken.

Ferner ist bei der Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragssteuer zu berechnen. Dabei sind die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sowie die zukünftige Verwertbarkeit steuerlicher Verlustvorträge zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung der aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern - entsprechend der ursprünglichen Bildung -erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. sind wertberichtigte aktive latente Steuern erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu aktivieren.

Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen des Managements verbunden. Die Beurteilung, dass eine finanzielle Schuld entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung, beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation durch das Management. Für drohende Verluste werden Rückstellungen gebildet, wenn Leistung und Gegenleistung aus diesem Geschäft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ausgeglichen gegenüberstehen und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann.

Einige Vermögenswerte und Schulden des Konzerns werden für Zwecke dieses Konzernabschlusses zum beizulegenden Zeitwert bilanziert (insbesondere Wertpapiere sowie bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten). Der Vorstand legt dazu die angemessenen Bewertungsverfahren und Eingangsparameter für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert fest. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden verwendet der Konzern so weit wie möglich beobachtbare Marktdaten. Sind solche Eingangsparameter der Stufe 1 nicht verfügbar, werden andere geeignete Bewertungstechniken gewählt und Schätzungen vorgenommen. Einzelheiten zu den verwendeten Bewertungstechniken und Eingangsparametern bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte können Kapitel 6.6 entnommen werden.

Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Annahmen und Schätzungen beruhen immer auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand. Sollte die tatsächliche Entwicklung dennoch von der erwarteten abweichen, werden, falls erforderlich, die entsprechenden Posten angepasst.

Hinsichtlich der Buchwerte der von Schätzungsunsicherheiten betroffenen Vermögenswerte und Schulden am Abschlussstichtag wird auf die Darstellung der einzelnen Konzernabschlussposten verwiesen.

1.6 Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die ausländischen Gesellschaften wirtschaftlich selbstständig arbeiten, ist die Landeswährung identisch mit der funktionalen Währung dieser Unternehmen. Aus diesem Grund werden gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode nach IAS 21.38 ff. die Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im übrigen Konzernergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst und im übrigen Konzernergebnis innerhalb des Eigenkapitals angesammelt. Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebes werden alle angesammelten Umrechnungsdifferenzen, die dem Konzern aus diesem Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind, ergebniswirksam in die Gesamtergebnisrechnung umgegliedert. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet, die übrigen Posten zu Durchschnittskursen. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- oder Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Zeile als Kursdifferenz gezeigt.

Bei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs am Jahresende bewertet. Nicht monetäre Posten in fremder Währung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit den Wechselkursen umgerechnet, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Daraus resultierende Währungsgewinne und -verluste werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst.

Im Berichtsjahr ging SYZYGY von folgenden Wechselkursen aus:

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2018 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
GBP/EUR 1,13 1,12
2017 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 3112.
GBP/EUR 1,14 1,13
2018 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 3112.
EUR/USD 1,18 1,15
2017 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 3112.
EUR/USD 113 1,20
2018 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 3112.
EUR/PLN 4,26 4,30
2017 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 3112.
EUR/PLN 4,26 418

1.7 Anwendung von veröffentlichten Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC)

IFRS und Änderungen an IFRS, die zum 31. Dezember 2018 erstmalig verpflichtend anzuwenden sind.

Gemäß IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (hier Paragraph 28) haben Unternehmen die Effekte aus der Erstanwendung neuer Standards und Interpretationen bzw. deren Änderungen zu erläutern.

Folgende Angaben sind in diesem Zusammenhang erforderlich:

a. der Titel des Standards bzw. der Interpretation;

b. falls zutreffend, der Hinweis, dass die Rechnungslegungsmethode in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften geändert wird;

c. die Art der Änderung der Rechnungslegungsmethoden;

d. falls zutreffend, eine Beschreibung der Übergangsvorschriften;

e. falls zutreffend, die Übergangsvorschriften, die eventuell eine Auswirkung auf zukünftige Perioden haben könnten;

f. der Korrekturbetrag für die Berichtsperiode sowie, soweit durchführbar, für jede frühere dargestellte Periode:

(i) für jeden einzelnen betroffenen Posten des Abschlusses; und

(ii) sofern IAS 33 Ergebnis je Aktie auf das Unternehmen anwendbar ist, für das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie;

g. der Korrekturbetrag, sofern durchführbar, im Hinblick auf Perioden vor denjenigen, die ausgewiesen werden; und

h. sofern eine rückwirkende Anwendung nach IAS 8.19 (a) oder (b) für eine bestimmte frühere Periode, oder aber für Perioden, die vor den ausgewiesenen Perioden liegen, undurchführbar ist, die Umstände, die zu jenem Zustand geführt haben, unter Angabe wie und ab wann die Änderung der Rechnungslegungsmethode angewandt wurde.

Folgende neue bzw. geänderte Standards (und Interpretationen) sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 31. Dezember 2018 enden:

Die SYZYGY AG hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmalig beachtet:

• IFRS 9: Finanzinstrumente

Der finale Standard IFRS 9 Finanzinstrumente, löst den Standard IAS 39 ab. IFRS 9 enthält geänderte Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Risikovorsorgemodell, das nunmehr erwartete Verluste für die Berechnung der Risikovorsorge berücksichtigt. Des Weiteren wurden die bereits im November 2013 veröffentlichten neuen Regelungen zum Hedge Accounting in den finalen Standard IFRS 9 übernommen.

Die erstmalige Anwendung des IFRS 9 hat geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. SYZYGY nimmt nun zusätzlich zur Einzelwertberichtigung eine allgemeine Wertminderung der der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor, die dem Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren.

Der Konzern ist der Ansicht, dass diese Wertpapiere im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Ziel sowohl durch die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch durch den Verkauf von Wertpapieren erreicht wird. Die Vertragsbedingungen dieser finanziellen Vermögenswerte führen zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Diese Vermögenswerte wurden daher gemäß IFRS 9 als FVTOCI klassifiziert. Bei der Umstellung auf IFRS 9 wurde zum 1. Januar 2018 eine Wertberichtigung in Höhe von 50 TEUR als Verminderung des Eröffnungsbilanzwertes der Gewinnrücklagen und Erhöhung des übrigen Konzernergebnisses erfasst. Zudem wurden latente Steuern berücksichtigt.

Zu Beginn des Geschäftsjahres nahm SYZYGY zudem eine Abwertung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 45 vor. Die Buchung erfolgte unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral gegen die Gewinnrücklagen. Für 2018 resultierten hieraus erfolgswirksame Minderaufwendungen in Höhe von TEUR 7. SYZYGY weist seit dem Geschäftsjahr 2018 Wertminderungen, netto aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten in einem separaten Posten der Gesamtergebnisrechnung aus (bis 2017 in den allgemeinen Verwaltungskosten), wohingegen die Wertminderungen anderer finanzieller Vermögenswerte wie bisher im Finanzergebnis erfasst sind.

Lieferungen und Leistungen in TEUR

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Wertberichtigung zum 31.12.2017 nach IAS 39 55
Zusätzlicher Wertminderungsaufwand zum 1. Januar 2018
Wertpapiere FVTOCI 50
Forderungen Lieferungen und Leistungen 45
Wertberichtigung zum 1.01.2018 nach IFRS 9 150

Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 auf die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte zum 1. Januar 2018 resultieren ausschließlich aus den neuen Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen.

Die nachfolgenden Tabellen sowie die begleitenden Angaben erläutern die ursprüngliche Bewertungskategorie gemäß IAS 39 und die neue Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 zum 1. Januar 2018 für jede vom Konzern gebildete Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten.

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Finanzielle Vermögenswerte

in TEUR
Ursprüngliche Bewertungskategorie gemäß IAS 39 Neue Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 Ursprünglicher Buchwert gemäß IAS 39 Neuer Buchwert gemäß IFRS 9
Wertpapiere Available-for-sale FVTOCI 8.964 8.914
Sonstige langfristige Vermögenswerte Loans and Reveivables Amortised costs 219 219
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Loans and Reveivables Amortised costs 7.017 7.017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten Loans and Reveivables Amortised costs 20.279 20.234
Zinsforderungen in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten Loans and Reveivables Amortised costs 47 47

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Finanzielle Verbindlichkeiten

in TEUR
Ursprüngliche Bewertungskategorie gemäß IAS 39 Neue Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 Ursprünglicher Buchwert gemäß IAS 39 Neuer Buchwert gemäß IFRS 9
Bedingte Kaufpreisverpflichtung At fair value through profit and loss FVTPL 17.109 17.109
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Financial Liabilities at Amortised Costs Amortised costs 7.754 7.754
Darlehen gegenüber Kreditinstituten Financial Liabilities at Amortised Costs Amortised costs 5.164 5.164

Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 auf die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte zum 1. Januar 2018 resultieren ausschließlich aus den neuen Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen.

Die Wertberichtigungen auf Wertpapiere sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden für die Bilanz zum Ende des Geschäftsjahres 2017 berechnet und zum 1. Januar 2018 gegen die Gewinnrücklagen unter der Berücksichtigung latenter Steuern (für Deutschland und UK) eingebucht:

Wertpapiere:

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In TEUR Soll Haben
Übriges Konzernergebnis 50
Gewinnrücklagen 34
Aktive latente Steuern 16

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten:

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In TEUR Soll Haben
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten 45
Gewinnrücklagen 36
Aktive latente Steuern 9

Daraus ergibt sich ein neuer Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten in Höhe von TEUR 20.234 (vorher: TEUR 20.279).

Ab 2018 werden die Wertminderungen auf Forderungen in einem separaten Posten der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen, die Wertminderung auf Wertpapiere sind im Finanzergebnis enthalten.

• IFRS 15: Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

Die Regelungen des IFRS 15 umfassen grundsätzlich alle mit Kunden geschlossenen Verträge, welche die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum Gegenstand haben. Vom Anwendungsbereich ausgeschlossen sind Leasingverträge nach IAS 17 bzw. IFRS 16, Versicherungsverträge nach IFRS 4, Finanzinstrumente, vertragliche Rechte oder Verpflichtungen nach IAS 39/IFRS 9, IFRS 10, IFRS 11, IAS 27 und IAS 28. Zudem sind nicht monetäre Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen derselben Sparte, die Verkäufe an Kunden erleichtern sollen, ausgeschlossen. Der neue Standard sieht ein fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor, das einheitlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. IFRS 15 ersetzt die Standards IAS 18 und IAS 11 sowie die Interpretationen SIC-31, IFRIC 13, IFRIC 15, IFRIC 18.

Die erstmalige Anwendung des IFRS 15 hat nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. SYZYGY weist ab 2018 Vertragsverpflichtungen, z.B. Bonuszahlungen an Kunden, nicht mehr in den Rückstellungen, sondern zusammen mit den erhaltenen Anzahlungen in den Vertragsverbindlichkeiten aus.

• Änderungen zu IAS 40: Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien

Die Änderung zu IAS 40 betreffen eine Klarstellung zu Umwidmungen zwischen den Kategorien des Vorratsvermögens und der Renditeimmobilien in EU-Recht übernommen. Die Änderungen überarbeiten IAS 40.57 und fordern für die Umwidmung einen Beleg (evidence) der Nutzungsänderung. Lediglich eine Änderung der Absichten des Managements zur Nutzung der Immobilie, ist kein Beleg. für eine Nutzungsänderung.

Diese Änderungen des IAS 40 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

• Änderungen zu IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung von aktienbasierten Vergütungstransaktionen

Die Änderungen zu IFRS 2 umfassen Klarstellungen an den Illustrative Examples:

Nach der Neuregelung sind Marktbedingungen und Nicht-Ausübungsbedingungen im beizulegenden Zeitwert zu berücksichtigen. Dienstbedingungen und andere Leistungsbedingungen sind im Mengengerüst zu berücksichtigen (Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen).
Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen: Reduziert ein Unternehmen die ansonsten zu liefernde Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten, weil es verpflichtet ist, die Steuern für den Mitarbeiter einzubehalten und abzuführen, und ist dieser Nettoausgleich im Vertrag vorgesehen, dann ist die Vergütung insgesamt wie anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu bilanzieren.
Die Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist mit ihrem zeitanteiligen Zeitwert im Zeitpunkt der Änderung als Eigenkapitalerhöhung zu erfassen. Differenzen zur Ausbuchung der Schuld sind ergebniswirksam.

Diese Änderungen des IFRS 2 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

• Änderungen zu IFRS 4: Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4 Versicherungsverträge

Durch die Änderungen sollen die unterschiedlichen Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und dem neuen Standard zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen (IFRS 17) synchronisiert werden. Unternehmen, die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 begeben, werden 2 optionale Lösungen zum Übergang auf den Nachfolgestandard IFRS 17 eingeräumt (Aufschuboder Überlagerungsansatz).

Diese Änderungen des IFRS 4 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

• Klarstellung zu IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Die Klarstellungen an IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden umfassen 3 der 5 von der Transition Resource Group for Revenue Recognition (TRG) identifizierten Themen (Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Prinzipal/Agent-Erwägungen und Lizenzen). Die Themen Einbringlichkeit und die Bewertung von unbaren Gegenleistungen sind nach Ansicht des IASB nicht klarzustellen.

Diese Klarstellung des IFRS 15 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

• IFRIC 22 Fremdwährungstransaktion und Vorauszahlungen

IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen.

Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Wechselkurses für den aus einer Transaktion resultierenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem für eine im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistung erstmalig ein nicht-monetärer Vermögenswert bzw. eine nicht-monetäre Verbindlichkeit bilanziert wird.

Diese Klarstellung des IFRIC 22 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

• Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP) -Zyklus 2014-2016

Im Rahmen dieses AIP werden Änderungen an insgesamt 3 Standards vorgenommen:

• IAS 28: Änderung in Bezug auf die Bewertung eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens zum beizulegenden Zeitwert (IAS 28.18, .36A, .45E), in IAS 28.18 werden Ausnahmen von der Anwendung der equity-Methode hinzugefügt.

Wird eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder joint venture i.S. von IFRS 11 direkt oder indirekt durch eine Wagniskapitalgesellschaft oder ein vergleichbares Unternehmen gehalten, besteht ein Wahlrecht die Beteiligungen at fair value through profit or loss (IFRS 9/IAS 39) als Ausnahme zur equity-Methode zu bewerten. Diese Änderungen des IAS 28 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

• IFRS 1: Streichung verschiedener kurzfristiger Befreiungsmöglichkeiten (short-term exemptions) für IFRS-Erstanwender

Die Änderungen an IFRS 1 streichen lediglich befristete Ausnahmen in IFRS 1.E3 bis E7 (u.a. zu Angaben zum Transfer von Finanzinstrumenten), da die betroffenen Berichtsjahre abgelaufen sind.

Diese Änderungen des IFRS 1 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

• IFRS 12: Klarstellung zum Anwendungsbereich des Standards.

Nach den Änderungen an IFRS 12 gelten die Berichtspflichten gemäß IFRS 12 auch auf alle Tochterunternehmen, gemeinsame Vereinbarungen und assoziierten (sowie nicht konsolidierten strukturierten) Unternehmen, die zur Veräußerung oder zu Ausschüttungszwecken gehalten werden oder als aufgegebene Geschäftsbereiche i.S.v. IFRS 5 klassifiziert sind (Ausnahme: Angaben nach IFRS 12.B17).

Diese Änderungen an IFRS 12 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Veröffentlichte und in EU-Recht übernommene, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Nachfolgende Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB herausgegeben und in EU-Recht übernommen, sind für die SYZYGY AG jedoch erst in der Folgeperiode anzuwenden. Die SYZYGY AG hat keinen Gebrauch von einer vorzeitigen Anwendung gemacht.

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Änderung/Standard Datum der Veröffentlichung Datum der Übernahme in EU-Recht Anwendungszeitpunkt (EU)
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung 7. Juni 2017 23. Oktober 2018 1. Januar 2019
Änderungen zu IFRS 9: Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen 12. Oktober 2017 22. März 2018 1. Januar 2019
Vorfälligkeitsentschädigung
IFRS 16 Leasingverhältnisse 13. Januar 2016 31. Oktober 2017 1. Januar 2019

Gemäß IFRS 16 wird das Right-of-Use Asset (Barwert zuzüglich anfänglicher direkter Kosten abzüglich Lease inventive) der Leasing- oder Mietzahlungen als Vermögenswert erfasst und über die vertragliche Laufzeit abgeschrieben. In gleicher Höhe des Vermögenswertes wird eine Miet- oder Leasing-Verbindlichkeit passiviert. Die Differenz aus Zahlungsstrom und Abschreibung wird als Aufwand im Finanzergebnis erfasst und ist abhängig vom zugrundeliegenden Zinssatz.

SYZYGY wendet IFRS 16 ab dem 1. Januar 2019 mit der modifizierten retrospektiven Erstanwendung an. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe wurde geprüft und SYZYGY geht davon aus, dass sich die Bilanzsumme um circa 22 Millionen Euro erhöhen wird. Da sich diese Erhöhung sowohl in Vermögenswerten wie auch den Verbindlichkeiten, nicht jedoch im Eigenkapital wiederfindet, wird die Eigenkapitalquote sinken. Momentan schätzt SYZYGY, dass sich das operative Ergebnis (EBIT) um ca. TEUR 300 erhöhen wird, bei gleichzeitiger Erhöhung der Abschreibungen um rund TEUR 2.900. Laut aktuellen Planungen wird das Finanzergebnis mit zusätzlichen Zinsaufwendungen in Höhe von rund TEUR 550 belastet werden. Die Tilgung der Leasingverbindlichkeit wird voraussichtlich ca. TEUR 2.600 im Geschäftsjahr 2019 betragen.

Veröffentlichte, aber noch nicht in EU-Recht übernommene und noch nicht anzuwendende Standards und Interpretationen

Nachfolgende Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB herausgegeben, aber noch nicht in EU-Recht übernommen. Sie werden von der SYZYGY AG auch noch nicht angewendet.

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der genannten Vorschriften auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe werden derzeit noch geprüft.

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Änderung/Standard Datum der Veröffentlichung Erwartete Übernahme in EU-Recht Anwendungszeitpunkt (EU)
IFRS 17 Versicherungsverträge 18. Mai 2017 n.a. 1. Januar 2021
Änderungen an IAS 28: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 12. Oktober 2017 2019 1. Januar 2019
Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP) -Zyklus 2015-2017 12. Dezember 2017 2019 1. Januar 2019
Änderungen an IAS 19: Planänderung, -kürzung oder -abgeltung 7. Februar 2018 2019 1. Januar 2019
Änderung der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards 29. März 2018 2019 1. Januar 2020
Änderungen an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Definition eines Geschäftsbetriebs 22. Oktober 2018 2019 1. Januar 2020
Änderungen zu IAS 1 und IAS 8: Definition von wesentlich 31. Oktober 2018 2019 1. Januar 2020

1.8 Sonstige Angaben

Der Konzernabschluss der SYZYGY wird, soweit nicht anders angegeben, in TEUR dargestellt. Die Bilanzierung erfolgt unter der Grundannahme einer bestehenden, positiven Fortführungsprognose.

Die Bilanz ist in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Unabhängig von ihrer Fälligkeit werden Vorräte sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte auch dann als kurzfristig angesehen, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres, jedoch innerhalb des normalen Verlaufs des Geschäftszyklus verkauft, verbraucht oder fällig werden. Latente Steueransprüche bzw. Steuerschulden sind stets den langfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden zugeordnet.

Die Gesamtergebnisrechnung ist im Bereich der erfolgswirksam im Periodenergebnis auszuweisenden Aufwendungen und Erträge gemäß IAS 1.103 nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die grundsätzlich den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden können.

2. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

2.1 Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, Auftragsbestände, Markenrechte und Software.

Die Bilanzierung und Erstbewertung immaterieller Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenskaufs erworben werden, erfolgt gemäß IAS 38. Demnach werdeneinzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte zu ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre erwartete Nutzungsdauer amortisiert, sofern sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben. Markennamen werden in der Regel linear über 5 Jahre amortisiert, sofern deren Nutzungsdauer bestimmbar ist. Auftragsbestände werden innerhalb eines Jahres amortisiert. Der Aufwand aus planmäßigen Amortisationen und gegebenenfalls aus Wertminderungen wird, je nach Zuordnung der Vermögenswerte, zu den Funktionsbereichen des Unternehmens, unter den Funktionskosten, in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte, die keinen Geschäfts- oder Firmenwert darstellen, und im Zuge eines Unternehmenskaufs übernommen wurden, werden gemäß IFRS 3 mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. In den Folgeperioden werden diese immateriellen Vermögenswerte genauso wie einzeln erworbene immateriellen Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und etwaigen kumulierten außerplanmäßiger Amortisationen (Wertminderungen) bewertet. Bei steigenden Zeitwerten von zuvor außerplanmäßig amortisierten Vermögenswerten, wird die Erhöhung als Wertaufholung bis zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten erfasst. Der aus einem Unternehmenskauf resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich ggf. erforderlicher Wertminderungen bilanziert und ist gesondert in der Konzernbilanz ausgewiesen.

Für Zwecke des Impairment Tests wird der Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aufgeteilt, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben, werden gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 sowie 38 nicht planmäßig amortisiert, sondern mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft (Impairment Test). Im Rahmen des Impairment Tests werden jeweils zum 31. Dezember die Buchwerte des Eigenkapitals der den Geschäfts- oder Firmenwerten zugrundeliegenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGU) einschließlich des Buchwertes des der jeweiligen CGU zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes mit den erzielbaren Werten (recoverable amount) dieser CGU verglichen. Der erzielbare Wert ergibt sich aus dem höheren der beiden Werte (Nutzungswert und Netto-Veräußerungswert). Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden bei SYZYGY die Einzelgesellschaften definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt. In diese Planung fließen die Erfahrungen aus der Vergangenheit, Erkenntnisse über aktuelle operative Ergebnisse sowie Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen ein. Dabei finden regelmäßig auch Markt- und Branchenprognosen von führenden Branchenanalysten ihre Berücksichtigung. Insbesondere die Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen, wie z. B. die Umsatzentwicklung, sind mit Unsicherheiten behaftet. Übersteigt der zu testende Buchwert den nach dem DCF-Verfahren ermittelten erzielbaren Betrag, liegt eine Wertminderung vor und es wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen enthält Mietereinbauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen und wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungen, angesetzt. Mietereinbauten werden linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über die kürzere Laufzeit des jeweiligen Mietvertrages abgeschrieben. Die Mietereinbauten sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear, in der Regel über 3 bis zu vierzehn Jahre, abgeschrieben.

Stellen sich bei langfristigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Anzeichen für Wertminderungen ein, so wird gemäß IAS 36 beurteilt, ob die betroffenen Vermögenswerte auf ihre beizulegenden Zeitwerte abzuschreiben sind. Dies ist dann der Fall, wenn der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Sollten die Gründe für Wertminderungen im Bereich der langfristigen immateriellen Vermögenswerte - bis auf Geschäfts- oder Firmenwerte - und den Sachanlagen nicht mehr bestehen, werden Wertaufholungen bis zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen.

Die erwarteten Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt.

2.2 Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gemäß IFRS 9 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Instrument führt. Finanzinstrumente umfassen flüssige Mittel; als Aktivum gehaltene Eigenkapitalinstrumente eines anderen Unternehmens; ein vertragliches Recht, flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einem anderen Unternehmen zu erhalten; oder finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten mit einem anderen Unternehmen zu potenziell vorteilhaften Bedingungen auszutauschen; oder einen Vertrag, der in eigenen Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens erfüllt werden wird oder kann und bei dem es sich um Folgendes handelt:

ein nicht derivatives Finanzinstrument, das eine vertragliche Verpflichtung des Unternehmens beinhaltet oder beinhalten kann, eine variable Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu erhalten; ein derivatives Finanzinstrument, das nicht durch Austausch eines festen Betrags an Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten gegen eine feste Anzahl von eigenen Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens erfüllt wird oder werden kann (es gelten Einschränkungen in Bezug darauf, welche Instrumente in diesem Zusammenhang als eigene Eigenkapitalinstrumente nach IFRS 9 klassifiziert werden),
alle finanziellen Vermögenswerte in 2 Klassifizierungskategorien aufgeteilt - diejenigen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Wenn finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, so können Aufwendungen und Erträge entweder vollständig im Periodenergebnis (at fair value through profit or loss, FVTPL) oder im sonstigen Ergebnis (at fair value through other comprehensive income, FVTOCI) zu erfassen sein.

Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 erfolgt auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme. IFRS 9 eliminiert die bisherigen Kategorien des IAS 39: bis zur Endfälligkeit zu halten, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbar. Nach IFRS 9 werden Derivate, die in Verträge eingebettet sind, bei denen die Basis ein finanzieller Vermögenswert im Anwendungsbereich des Standards ist, niemals getrennt bilanziert. Stattdessen wird das hybride Finanzinstrument insgesamt im Hinblick auf die Klassifizierung beurteilt.

Für einige Schuldinstrumente kann eine Klassifizierung als FVTOCI verpflichtend sein, sofern nicht die Fair-Value-Option ausgeübt wird. Hingegen erfolgt die Zuordnung von Eigenkapitalinstrumenten zu FVTOCI auf freiwilliger Basis. Darüber hinaus unterscheiden sich auch die Regelungen zur Umklassifizierung von im sonstigen Ergebnis erfassten Beträgen für Schuldinstrumente und Eigenkapitalinstrumente. SYZYGY macht von der Fair-Value-Option keinen Gebrauch.

Die Klassifizierung wird festgelegt, wenn der finanzielle Vermögenswert erstmalig angesetzt wird, wenn also das Unternehmen Gegenpartei der vertraglichen Vereinbarungen des Instruments wird. In bestimmten Fällen kann jedoch eine spätere Umklassifizierung finanzieller Vermögenswerte notwendig sein.

SYZYGY hat die Staats- und Unternehmensanleihen in ihrem Wertpapierportfolio von der Bewertungskategorie "available-for-sale" gemäß IAS 39 zu "financial assets measured as fair value through other comprehensive income (FVTOCI)" nach IFRS 9 überführt. Das Wertpapierdepot wird von SYZYGY zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung gehalten. Die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme beruhen lediglich auf der Rückzahlung des Nominalbetrags sowie eine Verzinsung des noch ausstehenden Nominalbetrags zu festgelegten Zeitpunkten.

Daher werden die Wertpapiere, die gemäß IFRS 9 dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" zugeordnet (FVTOCI), und bei der erstmaligen Erfassung zu ihren Anschaffungskosten, die in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entsprechen, bewertet und anschließend an die veränderten beizulegenden Zeitwerte am jeweiligen Bewertungsstichtag angepasst. Diese entsprechen in der Regel den Marktoder Börsenwerten an den Finanzmärkten. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im Eigenkapital unter dem Posten "Übriges Konzernergebnis" und in der Gesamtergebnisrechnung im Posten "Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste ausgewiesen. Ausgenommen hiervon sind Verluste aus nicht nur vorübergehenden Wertminderungen sowie Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten, welche in der Gesamtergebnisrechnung erfolgswirksam erfasst werden. Wird ein Wertpapier der Kategorie "FVTOCI" veräußert, werden die bis dahin im Übrigen Konzernergebnis angesammelten Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst. In der Vergangenheit erfolgswirksam erfasste Wertminderungen werden bei Eigenkapitalinstrumenten nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht. Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten werden hingegen erfolgswirksam erfasst.

SYZYGY hat die Zahlungsmittel- und äquivalente sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte nebst sonstigen Forderungen von Bewertungskategorie "Loans and Receivables" gemäß IAS 39 zur Kategorie "Amortised Costs" nach IFRS 9 überführt. Diese Finanzinstrumente haben fixe oder bestimmbare Zahlungen und sind nicht an einem aktiven Markt notiert. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderung bewertet. Sie werden in der Bilanz entsprechend ihrer Fristigkeit als lang- oder kurzfristige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" (FVTPL) angesetzt werden. SYZYGY bewertet grundsätzlich sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme langfristiger bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten, mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode und weist sie der Kategorie Amortised Costs zu. Diese entsprechen den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Rückzahlungen, Emissionskosten und der Amortisation eines Agios oder Disagios. Die finanziellen Verpflichtungen mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die keinen Finanzschulden oder derivativen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen und nicht an einem Markt notiert sind, werden in der Bilanz als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder den Sonstigen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit ausgewiesen.

Bezüglich der Angaben nach IFRS 7 erfolgt eine Klassenbildung entsprechend der in der Bilanz ausgewiesenen Posten bzw. der nach IFRS 9 genutzten Bewertungskategorie.

SYZYGY hielt im Geschäftsjahr, ebenso wie im Vorjahr, keine hybriden oder derivativen Finanzinstrumente.

Zinsänderungen führen bei festverzinslichen Wertpapieren in Abhängigkeit von der Duration zu Kursschwankungen. Hierfür werden keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Das Wertminderungsmodell unter IFRS 9 ist auch auf Schuldinstrumente anzuwenden, deren Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst werden ("FVTOCI").

Mit Ausnahme finanzieller Vermögenswerte, die bereits eine Wertminderung bei Zugang aufweisen, müssen erwartete Verluste mit einem Betrag in folgender Höhe erfasst werden:

dem "erwarteten 12-Monats-Verlust" (Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren); oder
den gesamten über die Restlaufzeit des Instruments erwarteten Verlust (Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle infolge aller möglichen Ausfallereignisse über die Restlaufzeit des Finanzinstruments)

Weist ein Instrument am Abschlussstichtag ein "niedriges" Ausfallrisiko auf, so unterstellt SYZYGY im Einklang mit IFRS 9, dass sich das Ausfallrisiko nicht signifikant erhöht hat. Dies gilt für Instrumente, deren Rating mindestens BBB- (sog. Investment Grade) beträgt. SYZYGY berechnet für diese Wertpapiere den "erwarteten 12-Monats-Verlust" und bucht die Veränderung der Wertminderung erfolgswirksam gegen das übrige Konzernergebnis.

Ist ein Finanzinstrument bereits im Zugangszeitpunkt als "credit impaired" anzusehen oder besteht ein signifikanter Anstieg des Ausfallrisikos seit dem Zugangszeitpunkt so mindert SYZYGY den Wert des Finanzinstruments um den "liftetime expected loss".

2.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung, d. h. der Erbringung der Leistung an den Kunden, erfasst. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen über separate Wertberichtigungskonten berücksichtigt. Soweit keine Abwertungen aufgrund von Ausfallrisiken erforderlich sind, erfolgt die Bilanzierung zum Nennwert. Forderungen mit einer Fälligkeit, die über ein Jahr hinausgeht, werden marktüblich abgezinst.

Erbrachte Leistungen werden zeitraumbezogen mittels eines inputorientierten Verfahrens (cost-to-cost-Methode) entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad im Sinne des IFRS 15 realisiert, und sind ebenfalls in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte ausgewiesen (siehe auch Abschnitt 2.9 Umsatz- und Ertragsrealisierung).

Vertragsverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen und werden unter den Vertragsverbindlichkeiten in der Passiva ausgewiesen.

Das Wertminderungsmodell unter IFRS 9 ist auch auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine signifikante Finanzierungskomponente. Daher kommt das vereinfachte Wertberichtigungsmodell gemäß IFRS 9 zu Anwendung, wonach Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte immer in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts ermittelt werden. Die Wertminderungen nach IFRS 9 werden in einem separaten Posten in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

2.4 Eigene Aktien

Eigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Die gesamten Anschaffungskosten aus dem Erwerb eigener Aktien werden in einer Position als Abzugsposten vom Eigenkapital ausgewiesen.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eigener Aktien werden erfolgsneutral den Kapitalrücklagen zugerechnet.

2.5 Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz nach IFRS und der Steuerbilanz sowie aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen angesetzt; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Aktive und passive latente Steuern sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen, sofern sie nicht aufrechenbar gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt zu den Steuersätzen, die nach geltender Rechtslage in den jeweiligen Ländern zum Zeitpunkt der Realisierung (Umkehrung der Steuerlatenzen) voraussichtlich gelten werden.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz oder der Ertragssteuerliche Verlustvortrag verwendet werden kann.

2.6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Rückstellungen

Gemäß IFRS 9 werden kurzfristige Verbindlichkeiten im Zugangszeitpunkt mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der im Wesentlichen ihrem Marktwert entspricht. Bei langfristigen Verbindlichkeiten erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Diese werden nach Maßgabe der Effektivzinsmethode durch eine Abzinsung des Erfüllungsbetrages ermittelt und bis zur Fälligkeit fortgeführt.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem vergangenen Ereignis besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. In die Berechnung der sonstigen Rückstellungen fließen alle zu berücksichtigenden Kostenbestandteile ein.

2.7 Eventualschulden

Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Konzerns stehen. Eventualschulden sind zudem gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist, oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Nicht im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene Eventualschulden werden nicht angesetzt.

2.8 Sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Etwaige Wertminderungen bei den sonstigen Vermögenswerten werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

2.9 Umsatz- und Ertragsrealisierung

SYZYGY erzielt Umsatzerlöse aus Beratungs- und Entwicklungsleistungen sowie aus der Durchführung von Werbekampagnen.

Umsätze aus Beratungsleistungen und durch Produktion von Inhalten für digitale Medien werden realisiert, wenn die Leistung in Übereinstimmung mit den zugrundeliegenden vertraglichen ("Time and Material") Vereinbarungen erbracht wurde, eine Zahlung seitens des Kunden wahrscheinlich ist und der Rechnungsbetrag feststeht bzw. bestimmbar ist.

Beratungsleistungen auf Festpreisbasis werden mittels eines inputorientierten Verfahrens (cost-to-cost-Methode) zeitraumbezogen realisiert. Der Fertigstellungsgrad der Projekte wird anhand des Vergleichs der bereits erbrachten Zeiteinheiten und anderen direkten Kosten zu den gesamten zur Fertigstellung des Projektes geplanten Zeiteinheiten und anderen direkten Kosten ermittelt.

Anpassungen aufgrund einer veränderten Planung werden regelmäßig durchgeführt. Für drohende Verluste aus derartigen Projekten werden Wertberichtigungen oder Rückstellungen in vollem Umfang in der Periode gebildet, in der sie erkennbar werden. SYZYGY räumt ihren Kunden Zahlungsziele zwischen null und 90 Tagen ein.

In manchen Projektverträgen sind Teilleistungen ("Milestones") vereinbart. In diesen Fällen wird eine Teilrealisierung der Umsatzerlöse nach Erbringung der jeweiligen selbstständigen Teilleistung sowie der Abnahme der Teilleistung durch den Kunden vorgenommen.

Ferner werden Leistungen zur Planung und Durchführung von Werbekampagnen im Internet (Mediadienstleistungen) erbracht. Hierbei werden zum Teil auf eigene Rechnung Werbeplätze eingekauft und im Rahmen der Leistungserbringung abgerechnet. Die Kosten für den Einkauf der Werbeplätze ("Mediakosten") werden im Zuge der Abrechnung der Mediadienstleistungen an den Kunden zusammen mit einer festen Vergütung oder einer Vergütung, die sich im Verhältnis zu den tatsächlichen Mediakosten rechnet, weitergereicht. Umsätze für Mediadienstleistungen werden grundsätzlich mit bzw. nach dem Erscheinen der Werbung realisiert. Dabei wird der gesamte den Kunden zu berechnende Betrag als Billings, sowie der um die durchlaufenden Posten, bzw. die Mediakosten verringerte Betrag als Umsatzerlöse erfasst.

Erträge in Form von Zinsen u. Ä. werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrages mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt und periodengerecht erfasst.

2.10 Aufwendungen aus Operating Lease-Verträgen

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Gegenständen wird nach den gegenwärtig geltenden Regelungen der IFRS demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasing-Gegenstand verbunden sind.

Bei einem Operating Lease trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken, so dass der Leasing-Gegenstand in der Bilanz des Leasinggebers angesetzt wird. Beim Leasingnehmer werden während des Zeitraums des Leasingverhältnisses die gezahlten Leasingraten erfolgswirksam erfasst. Leasingverträge, die als Finance Lease klassifiziert werden, lagen bei SYZYGY nicht vor. SYZYGY hat IFRS 16 nicht vorzeitig angewendet.

2.11 Werbeaufwendungen

Ausgaben für Werbemaßnahmen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

2.12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die tatsächlichen Ertragssteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder ermittelt, in denen die betroffenen Gesellschaften tätig sind. Die Berechnung der latenten Ertragssteuern nach IAS 12 beinhaltet die Berechnung von Steuerabgrenzungen auf unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva in Handelsbilanz (IFRS) und Steuerbilanz. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, deren Wertänderungen direkt im Eigenkapital berücksichtigt wurden. In diesem Fall wird die latente Steuer ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst.

2.13 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33 ermittelt. Dabei entspricht der unverwässerte Wert dem Konzernergebnis, geteilt durch die gewichtete, durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien. Der Erwerb eigener Aktien vermindert dementsprechend die Anzahl ausgegebener Aktien.

Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses würden neben den ausstehenden Aktien auch alle ausstehenden, noch nicht ausgeübten Optionen mit positivem innerem Wert berücksichtigt.

2.14 Aktienbasierte Vergütungsprogramme

Aktien-Beteiligungsprogramm 2013

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Aktien-Beteiligungsprogramm aufgelegt. Danach verpflichtet sich die Gruppe, Mitarbeitern eine bestimmte Anzahl an Aktien nach 3 Jahren zu übertragen. Sollte der Mitarbeiter die SYZYGY Gruppe vor Ablauf der Frist verlassen, verfallen sämtliche Ansprüche aus dem Aktienprogramm entschädigungslos. Alternativ hat der Mitarbeiter das Recht, anstatt der Aktien den zum Übertragungsstichtag gültigen Marktwert in bar vergütet zu erhalten. Diese anteilsbasierte Vergütung mit Wahlfreiheit der Gegenpartei über die Auszahlungsmodalität, ist so strukturiert, dass beide Erfüllungsalternativen den gleichen beizulegenden Zeitwert haben. Nach IFRS 2.37 ist daher der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalkomponente gleich Null und somit entspricht der beizulegende Zeitwert des zusammengesetzten Finanzinstruments der Schuldkomponente. SYZYGY erfasst demzufolge die Aufwendungen pro rata temporis ab Aktienzusage als Rückstellung zum beizulegenden Zeitwert.

Phantom Stock Programm

Ferner wurde in 2015 ein Phantom Stock Programm aufgelegt und im Geschäftsjahr 2016 angepasst. Hierbei erhält der Berechtigte die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Gewährung und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks als Sonderzahlung. 40 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 1) können frühestens nach 2 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 3 Jahren, 60 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 2) können frühestens nach 3 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 4 Jahren. Die maximale Kurssteigerung (Cap) ist bei der Tranche 1 auf 60 Prozent, und bei der Tranche 2 auf 90 Prozent begrenzt. Ferner gibt es bei diesem Programm eine Change of Control-Klausel, nach der innerhalb einer Frist von 6 Wochen nach Abschluss eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Ausübung erfolgen kann. Es handelt sich dabei um eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich im Sinne des IFRS 2 und daher erfolgt die Bilanzierung nach den oben beschriebenen Grundsätzen.

2.15 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Eine bedingungslose Zuwendung der öffentlichen Hand wird als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, sobald ein Anspruch auf die Zuwendung entsteht. Sonstige Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zunächst als passivische Abgrenzungsposten zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass sie gewährt werden und der Konzern die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird. Anschließend werden diese Zuwendungen der öffentlichen Hand planmäßig über den Zeitraum der Nutzungsdauer des Vermögenswertes als Ertrag erfasst.

Zuwendungen, die dem Konzern angefallenen Aufwendungen kompensieren, werden passivisch abgegrenzt und planmäßig in den Perioden, in denen die Aufwendungen erfasst werden, ertragswirksam vereinnahmt.

3. Erläuterungen zur Konzernbilanz

3.1 Geschäfts- oder Firmenwert

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 58.116 (Vorjahr: TEUR 58.165) ist im Rahmen der Akquisitionen von SYZYGY Media, Unique Digital UK, Hi-ReS! LON, Ars Thanea und USEEDS sowie SYZYGY Performance und diffferent entstanden.

Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden bei SYZYGY die Einzelgesellschaften definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt.

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte (GoF) wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zugeordnet:

SYZYGY Media
Unique Digital UK
Hi-ReS! LON (vollständig wertgemindert)
Ars Thanea
USEEDS
SYZYGY Performance
diffferent

In der folgenden Tabelle sind die den CGU zugeordneten Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die erzielbaren Beträge dargestellt.

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2018

in TEUR
GoF Erzielbarer Betrag
diffferent 15.913 32.450
USEEDS 10.137 16.505
SYZYGY Media 8.841 26.240
SYZYGY Performance 8.747 18.999
Unique Digital UK 7.953 17.159
Ars Thanea 6.525 13.994
Gesamt 58.116 125.347

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2017

in TEUR
GoF ErzieLbarer Betrag
diffferent 15.723 59.312
USEEDS 10.178 35.409
SYZYGY Media 8.841 29.004
SYZYGY Performance 8.686 43.861
Unique Digital UK 8.024 29.113
Ars Thanea 6.713 11.595
Gesamt 58.165 208.294

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde durch einen Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2018 überprüft. Die Berechnung des erzielbaren Betrags der CGU wurde auf Basis des Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen zum 31. Dezember 2018 ermittelt. Die Prognosen basieren auf jährlich aktualisierten Finanzplänen, die vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Weiterhin erfolgt eine Fortschreibung der Geschäftsplanung über 5 Jahre, die von der Geschäftsführung zusammen mit dem Vorstand entwickelt wird.

Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des Nutzungswerts beruht, gehören Annahmen zu Wachstumsraten, Margenentwicklung und Diskontierungssatz sowie eine ewige Rente in Höhe von 1 Prozent. Dies entspricht in etwa dem langfristigen Inflationsziel der europäischen Zentralbank. Grundsätzlich geht SYZYGY davon aus, dass die Digital-Branche in Zukunft stärker wachsen wird.

Für die CGU Unique Digital UK und Hi-ReS! LON wurde in Großbritannien ein risikoloser Zinssatz von 1,80 Prozent (Vorjahr: 1,82 Prozent), ein Risikozuschlag von 6,25 Prozent (Vorjahr: 6,25 Prozent) und ein Branchen-Beta von 0,73 (Vorjahr: 0,33) zugrunde gelegt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 6,4 Prozent nach Steuern (Vorjahr: 3,9 Prozent) bzw. 7,9 Prozent vor Steuern (Vorjahr: 4,8 Prozent) ergab. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 19 Prozent Berücksichtigung (Vorjahr: 19 Prozent). Bei der Unique Digital UK ist im Rahmen der Geschäftsplanung für 2019 ein erwartetes Umsatzwachstum von 13 Prozent (Vorjahr: 2 Prozent), für 2020 bis 2023 ein Umsatzwachstum von 10 Prozent p. a. (Vorjahr: 9 bis 10 Prozent) sowie 1 Prozent im Terminal Value (Vorjahr: 1 Prozent) zugrunde gelegt. Für 2019 entspricht die Wachstumsrate den genauen Planzahlen der CGU, wohingegen die weitere Entwicklung mit der allgemeinen Marktentwicklung des jeweiligen Landes einhergeht.

Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2019 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von rund 6 Prozent in Großbritannien (Vorjahr: 7 Prozent) aus. Auf Basis der zugrundeliegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse keinen Wertminderungsbedarf für Unique Digital UK, der ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 7.953 zugeordnet ist.

Für SYZYGY Media, USEEDS, SYZYGY Performance und diffferent wurden in Deutschland ein risikoloser Zinssatz von 0,86 Prozent (Vorjahr: 1,25 Prozent), ein Risikozuschlag von 6,25 Prozent (Vorjahr: 6,25 Prozent) und ein Branchen-Beta von 0,73 (Vorjahr: 0,33) unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 5,4 Prozent nach Steuern (Vorjahr: 3,3 Prozent) bzw. von 7,9 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent) vor Steuern ergab. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 31 Prozent (Vorjahr: 31 Prozent) Berücksichtigung.

Der Geschäftsplan von SYZYGY Media sieht ein Umsatzwachstum von 10 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) für das Jahr 2019 und 10 p. a. Umsatzwachstum (Vorjahr: 3 bis 4 Prozent) für die Jahre 2020 bis 2023 vor. Im Terminal Value werden 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt.

Für USEEDS sieht der Geschäftsplan ein Umsatzwachstum von 7 Prozent für das Jahr 2019 (Vorjahr: 9 Prozent), sowie 10 Prozent p. a. Umsatzwachstum (Vorjahr: 15 Prozent) für die Jahre 2020 bis 2023 vor. Im Terminal Value werden 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt.

Der Geschäftsplan von SYZYGY Performance sieht ein Umsatzwachstum von 6 Prozent für das Jahr 2019 (Vorjahr: 8 Prozent), sowie 10 Prozent p.a. für die Jahre 2020 bis 2023 (Vorjahr: 15 bis 19 Prozent) vor. Im Terminal Value werden 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt.

Für diffferent sieht der Geschäftsplan ein Umsatzwachstum von 17 Prozent für das Jahr 2019 (Vorjahr: 32 Prozent) sowie 10 Prozent p. a. Umsatzwachstum für die Jahre 2020 bis 2023 (Vorjahr: 13 Prozent) vor. Im Terminal Value werden 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt.

Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2019 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von rund 7 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent) in Deutschland aus. Auf Basis der zugrundeliegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse keinerlei Wertminderungsbedarf in Deutschland. SYZYGY Media ist ein unveränderter Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.841, USEEDS ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 10.137, SYZYGY Performance ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.747 sowie diffferent ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 15.913 zugeordnet.

Für Ars Thanea in Polen wurde ein risikoloser Zinssatz von 0,86 Prozent (Vorjahr: 1,25 Prozent), ein Risikozuschlag von 6,25 Prozent (Vorjahr: 6,25 Prozent), ein Branchen-Beta von 0,73 (Vorjahr: 0,33), ein länderspezifischer Risikozuschlag von 1,18 Prozent (Vorjahr: 0,98 Prozent) sowie ein Inflationsdifferential von 100,42 Prozent (Vorjahr: 100,45 Prozent) unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 7,1 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent) nach Steuern bzw. von 8,7 Prozent vor Steuern (Vorjahr: 5,9 Prozent) ergab. Hierbei fand ein unveränderter, durchschnittlicher Steuersatz von 19 Prozent Berücksichtigung. Der Geschäftsplan sieht ein Umsatzwachstum von 11 Prozent für das Jahr 2019 (Vorjahr: 14 Prozent), sowie 10 Prozent p. a. für 2020 bis 2023 (Vorjahr: 10 Prozent) vor.

Im Terminal Value werden 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt.

Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2019 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von 4 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent) in Polen aus. Auf Basis der zugrundeliegenden Informationen identifizierte das Management in der Analyse keinen Wertminderungsbedarf für Ars Thanea, der ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 6.525 zugeordnet ist.

Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu Zinssatz, Wachstumsraten und Margenentwicklung verändern, so ergeben sich andere Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Ein Anstieg des Zinssatzes für 30-jährige Staatsanleihen um 100 Basispunkte würde in Deutschland zu einem gleich hohen Anstieg des WACC vor Steuern und in der Folge zu einem Rückgang der Nutzungswerte um rund 11 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent) aufgrund des höheren Diskontierungsfaktors führen. Vergleichbar wären die Auswirkungen bei den Nutzungswerten in Großbritannien und Polen. Dies würde jedoch bei keiner CGU zu einem Impairment führen. Sollten sich die Umsatzwachstumsraten bei den Gesellschaften ab 2019 um die Hälfte verringern, bestünde weiterhin kein Wertminderungsbedarf.

Im Vorjahr hätte in Polen ein Anstieg des Zinssatzes für 30-jährige Staatsanleihen um 100 Basispunkte zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 506 geführt.

3.2 Geschäfts- oder Firmenwerte, sonstige Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Entwicklung ist im Geschäftsjahr wie folgt:

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2018

in TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Immaterielle Vermögenswerte Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1.01.2018 60.161 2.911 5.252 5.771 74.095
Zugänge 625 313 189 714 1.841
Abgänge -415 0 0 -29 -444
Währungskursänderungen -277 -5 1 -8 -289
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 31.12.2018 60.094 3.219 5.442 6.448 75.203
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1.01.2018 1.996 1.538 1.245 3.317 8.096
Zugänge 0 610 537 962 2-109
Abgänge 0 0 0 -26 -26
Währungskursänderungen -18 -3 7 -3 -17
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2018 1.978 2.145 1.789 4.250 10.162
Buchwert: 31.12.2018 58.116 1.074 3.653 2.198 65.041

Die Entwicklung war im Vorjahr wie folgt:

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2017

in TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Immaterielle Vermögenswerte Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1.01.2017 35.861 2.017 2.724 7.063 47.665
Zugänge 366 145 3.426 1.667 5.604
Abgänge -180 -367 -968 -3.249 -4.764
Zugang aus Erstkonsolidierung 24.116 1.090 137 341 25.684
Währungskursänderungen -2 26 -67 -51 -94
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 31.12.2017 60.161 2.911 5.252 5.771 74.095
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1.01.2017 2.064 1.242 1.711 5.620 10.637
Zugänge 0 664 494 925 2.083
Abgänge 0 -367 -935 -3.195 -4.497
Währungskursänderungen -68 -1 -25 -33 -127
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31.12.2017 1.996 1.538 1.245 3.317 8.096
Buchwert: 31.12.2017 58.165 1.373 4.007 2.454 65.999

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte wurden durch einen Werthaltigkeitstest, mit analogen Grundlagen wie beim Geschäfts- oder Firmenwert (3.1), zum 31. Dezember 2018 überprüft.

Sie enthalten, unter Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten, Markennamen in Höhe von TEUR 691 (Vorjahr: TEUR 1.181), die im Rahmen der Erstkonsolidierung von Hi-ReS! LON, Unique Digital UK, Ars Thanea, USEEDS, SYZYGY Performance und diffferent entstanden sind. Sie sind in der Höhe von TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 123) dem Segment Großbritannien zuzuordnen und unterliegen einer unbestimmbaren Nutzungsdauer, da ein Ende der wirtschaftlichen Nutzung dieser Marken nicht abzusehen ist. Markennamen von Ars Thanea sind nicht mehr enthalten (Vorjahr: TEUR 26), da diese nach dem Unternehmenserwerbs auf 5 Jahre linear abgeschrieben wurden.

Diese waren dem Segment "Sonstige Segmente" zugeordnet. Außerdem sind Markennamen von USEEDS und diffferent in Höhe von TEUR 569 (Vorjahr mit Catbird Seat: TEUR 1.032) enthalten, die ebenfalls im Rahmen des Unternehmenserwerbs zugegangen sind und auf 5 Jahre linear abgeschrieben werden. Diese sind dem Segment Deutschland zugeordnet. Im Berichtszeitraum wurde eine vollständige Wertminderung auf die Marke Catbird Seat in Höhe von TEUR 285 vorgenommen.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattungen beinhalten im Wesentlichen Hardware und Büroeinrichtung. Im Geschäftsjahr lagen keine Anhaltspunkte für weiteren Wertminderungen vor.

3.3 Langfristige finanzielle Vermögenswerte

SYZYGY hat sich im Geschäftsjahr 2017 an der next media accelerator 2 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, mit einer Kommanditeinlage in Höhe von TEUR 200 beteiligt, die derzeit 2 Prozent des Kommanditkapitals entspricht. Die Kaufpreisverbindlichkeit wird bis 2021 jährlich durch Tranchen in Höhe von TEUR 40 getilgt. SYZYGY geht davon aus, dass die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert annähernd entsprechen. Sie werden nach der Kategorie FVTPL bilanziert.

Wie im Vorjahr bestanden keine At-Equity bewerteten Finanzinvestitionen.

3.4 Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte stellen finanzielle Vermögenswerte der Bewertungskategorie Amortised Costs dar und sind in Höhe von TEUR 294 (Vorjahr als Loans and Receivables: TEUR 219) bilanziert. Sie betreffen wie im Vorjahr ausschließlich gezahlte Mietkautionen.

3.5 Aktive latente Steuern

Im Geschäftsjahr kommt es zu einem Ausweis aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 347 (Vorjahr: TEUR 35). Davon entfallen keine Beträge mehr auf Verlustvorträge bei der SYZYGY AG (Vorjahr: TEUR 96). Ferner ergeben sich aktive Steuerlatenzen aus Bewertungsunterschieden bei den Wertpapieren in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: Verrechnung mit passiven latenten Steuern i.H. von TEUR 108). Steuerlich nicht abzugsfähige Rückstellungen bei der SYZYGY AG führen zu aktiven latenten Steuern von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 16).

Bei der SYZYGY Deutschland wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 5) aus Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen gebildet.

Bei Ars Thanea entfallen, bei insgesamt aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 26), TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 16) auf Verlustvorträge.

Ferner entfallen aktive latente Steuern auf den ermittelten Wertminderungsbedarf nach IFRS 9 in Höhe von TEUR 26. Die Zusammensetzung der aktiven latenten Steuern ist unter Abschnitt 5.7 "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" dargestellt.

3.6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Wertpapiere

Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Festgeldanlagen mit einer Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von weniger als 3 Monaten sind in folgender Tabelle dargestellt:

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In TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.519 7.017

Der in der Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich die in dieser Bilanzposition genannten Beträge. Verfügungsbeschränkungen über die hier angegebenen Vermögenswerte bestehen nicht.

Im Posten Wertpapiere werden von Staaten oder Unternehmen öffentlich begebene Schuldtitel ausgewiesen.

Im Vorjahr gehörten zum Bilanzstichtag alle Wertpapiere als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "available-for-sale" an. SYZYGY hat die Staats- und Unternehmensanleihen in ihrem Wertpapierportfolio von der Bewertungskategorie "available-for-sale" gemäß IAS 39 zu "FVTOCI" nach IFRS 9 überführt. Das Wertpapierdepot wird von SYZYGY zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung gehalten. Die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme beruhen lediglich auf der Rückzahlung des Nominalbetrags sowie eine Verzinsung des noch ausstehenden Nominalbetrags zu festgelegten Zeitpunkten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden bis zur Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts unter Berücksichtigung von Steuereffekten erfolgsneutral im Übrigen Konzernergebnis berücksichtigt.

Wie in der folgenden Tabelle dargestellt, lag der Marktwert der gesamten Wertpapiere zum 31. Dezember 2018 insgesamt um TEUR 588 unter den Anschaffungskosten (Vorjahr: TEUR 179 über den Anschaffungskosten). Es entfielen TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 299) auf unrealisierte Kursgewinne und TEUR 841 (Vorjahr: TEUR 120) auf unrealisierte Kursverluste. Wertpapierkäufe und -Verkäufe werden jeweils mit Valuta erfasst. Von den bisher erfolgsneutral im Übrigen Konzernergebnis erfassten unrealisierten Gewinne und Verluste vom 31. Dezember 2017 wurden in 2018 in Höhe von TEUR 0 Bewertungsgewinne (Vorjahr: TEUR 612) sowie TEUR 11 Bewertungsverluste (Vorjahr: TEUR 28) realisiert.

Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt anhand von notierten Marktpreisen. Die unrealisierten Kursgewinne und Kursverluste sind im Posten "Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus Wertpapieren der Kategorie FVTOCI nach Steuern" in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die Wertentwicklung des Wertpapierportfolios hängt grundsätzlich von der Entwicklung der Zinsen und der Entwicklung der Credit Spreads ab. Im Durchschnitt weist das Portfolio eine Duration von rund 6,7 Jahren (Vorjahr: 6,9 Jahre) auf. Erhöhen sich also die Credit Spreads um 100 Basispunkte bei gleichbleibendem Zinsniveau, reduziert sich der Wert des Wertpapierportfolios um rund 6,7 Prozent.

Bei den Wertpapieren reduziert SYZYGY Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB- (sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Grundsätzlich wird von einem Emittenten maximal eine Position von EUR 2,0 Mio. eingegangen. Bei Neuanlagen mit Rating BBB- betragen die Positionen maximal EUR 1,0 Mio.

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31.12.2018

in TEUR
Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Buchwert/ Marktwert
Wertpapiere (FVTOCI) 11.190 253 -841 10.602

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31.12.2017

in TEUR
Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Buchwert/ Marktwert
Wertpapiere (avaiable-for-sale) 8.785 299 -120 8.964

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum 31. Dezember 2018:

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in TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
Wertpapiere (FVTOCI) 420 2.437 7.745 0 10.602

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum 31. Dezember 2017:

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in TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
(available-for-sale) 0 2.730 6.234 0 8.964

Alle Wertpapiere mit einer bestimmten Fristigkeit unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads, kombiniert mit der Restlaufzeit. Zudem unterliegt ein Teil der Wertpapiere auch Währungsschwankungen. Hauptsächlich investiert SYZYGY in EUR, aber auch in USD und PLN denominierte Wertpapiere.

Die dazugehörigen Risiken und Sensitivitätsanalysen sind unter Abschnitt 6.3 Risiko- und Kapitalmanagement dargestellt.

3.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten

Dieser Posten setzt sich wie folgt zusammen:

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In TEUR 31.12.2018 3112.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.082 18.058
Vertragsvermögenswerte 2.822 2.221
Summe Vermögenswerte 19.904 20.279
Vertragsverbindlichkeiten 9.431 6.376

Für noch nicht endabgerechnete Leistungen werden TEUR 2.822 (Vorjahr: TEUR 2.221) Vertragsvermögenswerte und Umsatzerlöse mittels eines inputorientierten Verfahrens (cost-to-cost-Methode) zeitraumbezogen ausgewiesen. Für diese Leistungen sind Kosten in Höhe von TEUR 2.562 (Vorjahr: TEUR 2.071) angefallen. Hieraus ergibt sich eine Marge von TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 150).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fallen als finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie "Amortised Costs" nach IFRS 9 (im Vorjahr Loans and Receivables nach IAS 39). Die Altersstruktur der an die Kunden abgerechneten Forderungen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Für erkennbare Ausfallrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Im laufenden Geschäftsjahr gab es Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 129 (Vorjahr TEUR 55).

Gemäß IFRS 9.5.5.15f. wendet SYZYGY erstmalig seit dem Geschäftsjahr 2018 ein vereinfachtes Verfahren des allgemeinen Wertminderungsmodell an. Hierbei werden die kumulierten Ausfallwahrscheinlichkeiten über die Restlaufzeit berücksichtigt. Zu Beginn des Geschäftsjahres wurden Wertminderungen in Höhe von TEUR 45 gegen die Gewinnrücklagen eingebucht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es zu einer Wertaufholung von TEUR 7.

Die Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.431 entfallen im Wesentlichen auf erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 9.342 (Vorjahr: TEUR 6.376). Die im Vorjahr ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten sind im Wesentlichen als Erlöse im Geschäftsjahr 2018 erfasst worden.

Bei Online-Marketing Gesellschaften wurden die im Geschäftsjahr 2017 ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten um die durchlaufenden Posten, bzw. die Mediakosten verringerte Betrag als Umsatzerlöse im Berichtszeitraum erfasst.

3.8 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich zum 31. Dezember 2018 und 2017 jeweils wie folgt zusammen:

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In TEUR 31.12.2018 3112.2017
Steuererstattungsansprüche 745 758
Abgrenzungsposten 637 685
Zinsforderungen 207 47
Übrige 149 375
Gesamt 1.739 1.865

Alle sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden innerhalb von 12 Monaten fällig. Die Zinsforderungen, die als finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie "Amortised Costs" nach IFRS 9 fallen, stellen verwertbare Finanzinstrumente dar und werden in folgender Fälligkeitsstruktur abgebildet:

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Zinsforderungen

in TEUR
0-90 Tage 91-180 Tage 181-360 Tage Gesamt
Zum 31.12.2018 177 30 0 207
Zum 31.12.2017 10 36 1 47

3.9 Eigenkapital

3.9.1 Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der SYZYGY AG zum 31. Dezember 2018 beläuft sich auf EUR 13.500.026 (Vorjahr: 13.500.026) und ist eingeteilt in 13.500.026 (Vorjahr: 13.500.026) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00.

SYZYGY hat im Geschäftsjahr 2018 keine Kapitalerhöhung oder -herabsetzung vorgenommen. Im Vorjahr hat SYZYGY zwei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage aus dem genehmigten Kapital durchgeführt.

Am 30. Juni 2017 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 181.576 auf EUR 13.010.026 gegen Sacheinlage von 51 Prozent der Geschäftsanteile an der SYZYGY Performance GmbH, München, zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen und die Inhaber der einzubringenden Geschäftsanteile wurden zur Zeichnung der neuen Aktien zugelassen. Die Kapitalerhöhung wurde vollständig gezeichnet und am 15. August 2017 in das Handelsregister eingetragen.

Am 19. September 2017 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 21. September 2017 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 490.000 auf EUR 13.500.026 gegen Sacheinlage von 70 Prozent der Geschäftsanteile an der diffferent GmbH, Berlin, zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen und die Inhaber der einzubringenden Geschäftsanteile wurden zur Zeichnung der neuen Aktien zugelassen. Die Kapitalerhöhung wurde vollständig gezeichnet und am 27. Oktober 2017 in das Handelsregister eingetragen.

Das genehmigte Kapital beträgt nach beiden Kapitalerhöhungen noch EUR 5.328.424.

Am 31. Dezember 2018 befanden sich 73.528 Stückaktien (Vorjahr: 73.528 Stückaktien) im eigenen Bestand.

Zum Stichtag wurden die Anteile an der SYZYGY AG wie folgt gehalten:

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In Tsd. Aktien in Prozent
WPP plc., St. Helier 6.795 50,33
Hauck & Aufhäuser Fund Service S.A. 416 3,09
HANSAINVEST Hanseatische Investment GmbH 408 3,03
Streubesitz 5.807 43,01
Eigene Aktien 74 0,54
Gesamt 13.500 100,00

3.9.2 Genehmigtes und bedingtes Kapital

Am 8. Juli 2016 hat die Hauptversammlung ein genehmigtes Kapital in Höhe von TEUR 6.000 beschlossen, das den Vorstand ermächtigt, unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats, zusätzliche auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien bis zum 8. Juli 2021 auszugeben. Im Rahmen dieser Ermächtigung haben Vorstand und Aufsichtsrat in 2017 2 Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen durchgeführt, so dass das verbliebene genehmigte Kapital nunmehr EUR 5.328.424 beträgt.

Außerdem wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 zu einer bedingten Kapitalerhöhung ermächtigt, in dessen Rahmen bis zu 1.200.000 zusätzliche Aktien im Zusammenhang mit der Auflage eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegeben werden können (bedingtes Kapital 2009). Dieses bedingte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 6. Juni 2014 von EUR 1.200.000 auf EUR 300.000 reduziert. Ferner wurde auf der Hauptversammlung vom 6. Juni 2014 ein bedingtes Kapital 2014 in Höhe von EUR 900.000 beschlossen (bedingtes Kapital 2014).

Im Geschäftsjahr 2012 wurden mit Wirkung zum 27. Juni 2012 insgesamt 300.000 Optionen zum Ausübungspreis von EUR 3,11 ausgegeben, die sich auf das bedingte Kapital 2009 beziehen. Einzelheiten zum Aktienoptionsprogramm sind in Abschnitt 3.10 ausgeführt.

Das bedingte Kapital 2014 wurde bislang nicht in Anspruch genommen.

3.9.3 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien durch die SYZYGY AG und beträgt zum 31. Dezember 2018 unverändert TEUR 6.532.

3.9.4 Eigene Aktien

SYZYGY ist berechtigt, eigene Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen oder sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. SYZYGY stehen aus eigenen Aktien keine Dividenden- oder Stimmrechte zu. Der Umfang des Aktienrückkaufs wird als Abzugsposten vom Eigenkapital in einem eigenen Posten ausgewiesen.

Am 29. Mai 2015 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 28. Mai 2020 insgesamt bis zu 10 Prozent der ausstehenden Aktien der SYZYGY zu erwerben. SYZYGY ist berechtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen, Mitarbeitern des Unternehmens als Kompensation oder Dritten eigene Aktien im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten.

Zum 31. Dezember 2018 befanden sich wie im Vorjahr 73.528 eigene Aktien zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von EUR 5,54 im Bestand des Unternehmens.

3.9.5 Übriges Konzernergebnis

Die im übrigen Konzernergebnis zusammengefassten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen nach Steuern belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR -886 (Vorjahr: TEUR -278) und sind auf nicht realisierte Verluste und Wertminderungen aus Wertpapieren der Kategorie "FVTOCI" nach Steuern (TEUR 579, Vorjahr: TEUR 115) sowie Kursverluste aus Währungsumrechnungen ausländischer Geschäftsbetriebe (TEUR 307; Vorjahr: TEUR 163) zurückzuführen. Das übrige Konzernergebnis wurde in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres 2018 um TEUR 50 aufgrund von Anpassungen durch Wertminderungen von Wertpapieren gemäß IFRS 9 erhöht. Alle Veränderungen sind recyclingfähig und somit nur vorübergehend im übrigen Konzernergebnis erfasst. Sie werden möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt in die Gesamtergebnisrechnung umgegliedert.

3.9.6 Gewinnrücklage

Im Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2018 Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 16.774 (Vorjahr: TEUR 18.033) ausgewiesen. Die Veränderung der Gewinnrücklagen im Geschäftsjahr entspricht dem auf die Aktionäre der SYZYGY AG entfallenden Konzernergebnis in Höhe von TEUR 4.719 (Vorjahr: TEUR 4.989), abzüglich der ausgeschütteten Dividende in Höhe von TEUR 5.236 (Vorjahr: TEUR 4.847) und der erfolgsneutralen Anpassung aus erstmaliger Anwendung von IFRS 9 in Höhe von TEUR 70 sowie Ausschüttungen an Minderheitsgesellschaftern von Tochterunternehmen, die aufgrund der present ownership zu 100 Prozent, das heißt ohne Ausweis von nicht-beherrschenden Anteilen, konsolidiert sind, in Höhe von TEUR 672 (Vorjahr: TEUR 180).

Grundlage für Dividendenausschüttungen ist der im deutschen handelsrechtlichen Einzelabschluss ausgewiesene und ausschüttungsfähige Teil des Bilanzgewinns der SYZYGY AG. Die Hauptversammlung der SYZYGY AG beschloss am 15. Juni 2018 eine Dividende in Höhe von EUR 0,39 je dividendenberechtigter Aktie (Vorjahr: EUR 0,38), die ab dem 18. Juni 2018 ausgeschüttet wurde. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 2.771 (Vorjahr: TEUR 6.976) wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2018 wies der Einzelabschluss der SYZYGY AG einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 7.065 (Vorjahr: TEUR 8.007) aus.

3.10 Aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Aktien-Beteiligungsprogramm 2013

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Aktien-Beteiligungsprogramm aufgelegt. Danach verpflichtet sich die Gruppe, Mitarbeitern eine bestimmte Anzahl an Aktien nach 3 Jahren zu übertragen. Sollte der Mitarbeiter die SYZYGY Gruppe vor Ablauf der Frist verlassen, verfallen sämtliche Ansprüche aus dem Aktienprogramm entschädigungslos. Alternativ hat der Mitarbeiter das Recht, anstatt der Aktien den zum Übertragungsstichtag gültigen Marktwert in bar vergütet zu erhalten. Zum Stichtag sind Zusagen über insgesamt 75.000 Aktien ausstehend, davon 20.000 aus 2016, weitere 30.000 aus 2017 und 25.000 aus 2018. Die Aufwendungen werden pro rata temporis ab Aktienzusage erfasst, so dass zum Stichtag eine Rückstellung für Ansprüche aus dem Aktienprogramm in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 560) bilanziert wurde. Die erfolgswirksame Zuführung im Geschäftsjahr beträgt TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 338).

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In TEUR Anzahl (in Stück) beizulegender Zeitwert
Stand: 31.12.2017 100.000 1.127
Neuzuteilung 25.000 201
Ausübung -42.500 -409
Verfall -7.500 -85
Bewertungsänderungen 0 -231
Stand: 31.12.2018 75.000 603

Phantom Stock Programm 2015

Das Phantom Stock Programm wurde in 2015 aufgelegt. Hierbei erhält der Berechtigte die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Gewährung und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks als Sonderzahlung. 40 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 1) können frühestens nach 2 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 3 Jahren, 60 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 2) können frühestens nach 3 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 4 Jahren. Die maximale Kurssteigerung (Cap) ist bei der Tranche 1 auf 60 Prozent, und bei der Tranche 2 auf 90 Prozent begrenzt.

Andrew P. Stevens hielt zum 31. Dezember 2017 insgesamt 72.000 Phantom Stocks, die in 2018 ausgeübt wurden. Erwin Greiner hielt 45.000 Phantom Stocks, die im Geschäftsjahr 2018 vollständig verfallen sind. Der Ausübungspreis betrug bei den Phantom Stocks von Andrew P. Stevens und Erwin Greiner jeweils EUR 9,00. Der Vorstandsvorsitzende Lars Lehne erhielt am 1. April 2016 insgesamt 240.000 Phantom Stocks mit einem Ausübungspreis von EUR 9,13, die noch vollständig ausstehend sind. Ferner wurden am 16. Januar 2018 Frank Ladner 55.000 Phantom Stocks mit Laufzeitbeginn am 29. Dezember 2017 zu einem Ausübungspreis von EUR 11,27 bzw. am 6. Februar 2018 Erwin Greiner 80.000 Phantom Stocks mit Laufzeitbeginn ab 29. Dezember 2017 zu einem Ausübungspreis von EUR 11,25 zugeteilt, die ebenfalls noch vollständig ausstehend sind.

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In EUR Anzahl (in Stück) Ausübungspreis beizulegender Zeitwert
Stand: 31.12.2017 357.000 - 2,44
Ausübung I -72.000 9,00 1,06
Verfall -45.000 9,00 -
Neuzuteilung 135.000 11,25 0,01
Stand: 31.12.2018 375.000 - 0,11

Der beizulegende Zeitwert der Phantom Stocks am 31. Dezember 2018 ergibt sich als volumengewichteter Durchschnittswert der Differenz der Ausübungspreise und dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2018 sowie eines Zeitwerts, der durch Restlaufzeit und Volatilität des Basiswerts berechnet wird.

3.11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31. Dezember 2018 und 2017 jeweils wie folgt zusammen:

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In TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.528 7.754
Sonstige Rückstellungen:
- Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 5.008 6.131
- Personalbezogene Rückstellungen 2.876 2.840
- Übrige 399 245
Sonstige Rückstellungen gesamt 8.283 9.216

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und nach IFRS 9 als finanzielle Verbindlichkeit der Bewertungskategorie Amortised Costs (früher nach IAS 39 Financial Liabilities at Amortised Costs) zuzuordnen. Die personalbezogenen Rückstellungen enthalten hauptsächlich die in Abschnitt 3.10 beschriebenen Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, Mitarbeiterboni und Urlaub.

Die Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen und Kundenboni.

SYZYGY ist als Dienstleister im Bereich Online-Marketing tätig und platziert in diesem Zusammenhang Werbemaßnahmen auf Webseiten bei ausländischen Portalbetreibern. Von Teilen der Finanzverwaltung wird seit Kurzem die Auffassung vertreten, dass Dienstleister wie SYZYGY zum Einbehalt und zur Abführung von Quellensteuern zu Lasten des Steuerausländers (beschränkt steuerpflichtig) verpflichtet seien. Gemäß gewichtiger Literaturmeinung und anderer Teile der Finanzverwaltung soll dies in der Regel jedoch nicht der Fall sein. Entsprechend wurde in der bisherigen Geschäftspraxis (sowohl bei SYZYGY als auch bei uns bekannten Wettbewerbern) bisher keine Quellensteuer einbehalten. Im Rahmen vergangener steuerlicher Außenprüfungen bei SYZYGY wurde dies seitens der Betriebsprüfung nicht beanstandet. Allerdings steht eine bundesweit abgestimmte Stellungnahme der Finanzverwaltung noch aus. Insofern besteht ein Risiko, dass SYZYGY zum Einbehalt von Quellensteuern verpflichtet gewesen sein könnte und für nicht abgeführte Quellensteuern in wesentlichem Umfang in Haftung genommen werden könnte. Das Risiko eines zukünftigen Abflusses von Ressourcen wird derzeit als nicht wahrscheinlich eingestuft und somit werden für diesen Sachverhalt keine Rückstellungen bilanziert. Aufgrund der derzeit unklaren Rechtslage ist eine Schätzung der finanziellen Auswirkungen nicht praktikabel.

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Rückstellungsspiegel zum 31.12.2018

in TEUR
Buchwert 01.01.2018 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2018
Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 6.131 -4.798 -72 3.747 5.008
Personalbezogene Rückstellungen 2.840 -1.924 -549 2.509 2.876
Übrige 245 -239 -6 399 399
Sonstige Rückstellungen gesamt 9.216 -6.961 -627 6.655 8.283

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Rückstellungsspiegel zum 31.12.2017

in TEUR
Buchwert 01.01.2017 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2017
Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 5.291 -5.110 -6 5.956 6131
Personalbezogene Rückstellungen 3.019 -2.209 -6 2.036 2.840
Übrige 358 -352 0 239 245
Sonstige Rückstellungen gesamt 8.668 -7.671 -12 8.231 9.216

3.12 Ertragssteuerverbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Ertragssteuerverbindlichkeiten ist in folgender Tabelle dargestellt:

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In TEUR 31.12.2018 3112.2017
Deutsche Ertragssteuer 541 246
Polnische Ertragssteuer 0 12
Englische Ertragssteuer 0 -3
Gesamt 541 255

3.13 Sonstige Schulden

Im Folgenden sind die Bestandteile der sonstigen Schulden aufgeführt, die in Abhängigkeit ihrer Fristigkeit in den Posten Sonstige langfristige Schulden sowie Sonstige kurzfristige Schulden in der Bilanz dargestellt werden:

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In TEUR 31.12.2018 3112.2017
Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 13.982 16.292
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.113 5.164
Umsatzsteuerverbindlichkeit 1.731 1.669
Verbindlichkeiten durch zukünftige Gewinnausschüttungen an Minderheiten 625 415
Sozialversicherung, Lohn- und Kirchensteuer 591 708
Sonstige 550 385
Gesamt 21.592 24.633

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der sonstigen Schulden zum 31. Dezember 2018:

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In TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
Sonstige Schulden 4.894 13.571 3.127 0 21.592

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der sonstigen Schulden zum 31. Dezember 2017:

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In TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
Sonstige Schulden 2.762 12.808 9.063 0 24.633

Die Verpflichtungen aus bedingten Kaufpreiszahlungen stellen finanzielle Verbindlichkeiten dar und sind nach IFRS 9 der Bewertungskategorie FVTPL (früher nach IAS 39: Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss) zugehörig. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ohne Steuerverbindlichkeiten sind nach IFRS 9 der Bewertungskategorie "Amortised Costs" (früher nach IAS 39: Financial Liabilities at Amortised Costs) zugeordnet.

4. Segmentberichterstattung

Die Anwendung des IFRS 8 erfordert eine Segmentberichterstattung entsprechend der internen Steuerung (Management-Approach) des Konzerns. Vor diesem Hintergrund berichtet SYZYGY über die Segmente nach einer geographischen Abgrenzung.

Die SYZYGY AG als Holdinggesellschaft erbringt hauptsächlich Serviceleistungen an die operativen Einheiten und ist deshalb von diesen getrennt im Bereich Zentralfunktion zu betrachten. Das Segment Großbritannien umfasst SYZYGY UK, Unique Digital UK sowie Hi-ReS! LON. Das Segment Deutschland setzt sich aus diffferent, SYZYGY Berlin, SYZYGY Deutschland, SYZYGY Media, SYZYGY Performance und USEEDS zusammen. Ars Thanea und SYZYGY NY erfüllen seit diesem Geschäftsjahr nicht die Größenkriterien, um als geographisch eigenständiges Segment berichtet werden zu müssen und sind daher seit diesem Geschäftsjahr im Bereich "Sonstige Segmente" dargestellt. Die Vorjahresangaben wurden dementsprechend angepasst.

Alle Segmente bieten Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum rund um unternehmensrelevante Internet-Lösungen: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung. Suchmaschinenmarketing und Online-Media Planung komplettieren das Serviceangebot.

Die einzelnen Segmente wenden dieselben Rechnungslegungsgrundsätze wie der Gesamtkonzern an. Die SYZYGY AG beurteilt die Leistungen der Segmente vorrangig anhand des Umsatzes und des EBIT. Die Zuordnung der Umsatzerlöse gegenüber Dritten erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Unternehmenseinheit. Die Angaben zu den geografischen Gebieten in Bezug auf die Segmentumsatzerlöse sowie die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich aus den unten zusammengefassten Segmentangaben. Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich aus Umsatzerlösen gegenüber externen Kunden und intersegmentären Umsätzen zusammen. Die Transaktionen innerhalb der Segmente, die grundsätzlich zu Marktpreisen verrechnet werden, wurden eliminiert.

Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller Aktiva zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte, gemindert um die Forderungen, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen.

Die Segmentinvestitionen umfassen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Segmentschulden entsprechen der Summe aller Passiva ohne Eigenkapital, zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Anteile der Minderheiten, und gemindert um die Verbindlichkeiten, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen.

SYZYGY hat mit einem Kunden mehr als 10 Prozent der konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns über alle operativen Segmente hinweg erzielt.

Für die Angabe der Umsatzerlöse von externen Kunden für jede Gruppe vergleichbarer Dienstleistungen verweisen wir auf die Ausführungen unter 5.1 Umsatzerlöse.

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31.12.2018

in TEUR
Deutschland Großbritannien Sonstige Segmente Zentralfunktion Konsolidierung Summe
Billings 107.788 33.951 32.754 276 -9.676 165.093
Mediakosten -61.220 -19.808 -25.241 0 6.992 -99.277
Umsatzerlöse 46.568 14.143 7.513 276 -2.684 65.816
davon Innenumsätze 993 213 1.478 0 -2.684 0
Operatives Ergebnis (EBIT) 6.572 -41 873 -1.292 -45 6.067
Finanzergebnis 266 17 -8 7.392 -7.197 470
Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) 6.838 90 865 6.100 -7.356 6.537
Vermögenswerte 78.484 17.526 11.713 93.876 -91.953 109.646
Davon Langfristige Vermögenswerte 47.428 9.653 6.827 1.184 -51 65.041
Davon Geschäfts- oder Firmenwerte 43.638 7.953 6.525 0 0 58.116
Investitionen 1.561 33 62 247 -62 1.841
Abschreibungen 1.396 395 204 131 -17 2.109
Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
Segmentschulden 31.878 5.685 3.660 35.111 -20.689 55.645
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 362 94 84 22 0 562

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31.12.2017

in TEUR
Deutschland Großbritannien Sonstige Segmente Zentralfunktion Konsolidierung Summe
Billings 75.110 45.364 34.662 2.450 -5.421 152.165
Mediakosten -34.811 -30.720 -25.965 0 0 -91.496
Umsatzerlöse 40.299 14.644 7.784 2.450 -4.508 60.669
davon Innenumsätze 3.344 140 1.024 0 -4.508 0
Operatives Ergebnis (EBIT) 3.309 898 762 -873 0 4.096
Finanzergebnis 135 -1 1 7.565 -6.260 1.440
Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) -1.688 897 763 6.692 -1.128 5.536
Vermögenswerte 69.975 20.314 11.008 90.476 -87.195 104.578
Davon Langfristige Vermögenswerte 47.675 10.103 7.154 1.067 0 65.999
Davon Geschäfts- oder Firmenwerte 43.428 8.024 6.713 0 0 58.165
Investitionen 2.359 1.923 136 1186 0 5.604
Abschreibungen 1.514 216 195 158 0 2.083
Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
Segmentschulden 22.402 7.332 2.738 31.497 -15.324 48.645
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 398 117 82 24 0 621

5. Angaben zur Gesamtergebnisrechnung

5.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus den Produktbereichen Online-Marketing und Design & Build enthalten. Die Umsatzerlöse ergeben sich aus den Billings abzüglich der Mediakosten, die bei den Online-Marketing Gesellschaften als durchlaufende Posten anfallen. Billings enthalten alle Abrechnungen an Dritte, d. h. sowohl eigene (im Produktbereich Design & Build) als auch solche auf eigenen Namen und für fremde Rechnung (Online-Marketing). In 2018 erzielte die SYZYGY Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 47.492 im Bereich Design & Build (Vorjahr: TEUR 44.944) und Billings in Höhe von TEUR 118.807 (Vorjahr: TEUR 110.573) im Bereich Online-Marketing. Der Bereich Online-Marketing enthält Mediakosten in Höhe von TEUR 99.517 (Vorjahr: TEUR 91.497), so dass dort Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 19.290 (Vorjahr: TEUR 19.076) erzielt wurden. Zwischen den Produktbereichen gab es Innenumsätze in Höhe von TEUR 645 (Vorjahr: TEUR 455) sowie Umsätze von oder mit dem Mutterunternehmen in Höhe von TEUR 321 (Vorjahr: TEUR 2.897), die im Konzernabschluss vollständig eliminiert wurden.

Ausgliederung von externen Umsatzerlösen nach Produktbereichen und geographischen Kriterien, wobei die SYZYGY AG als Teil des Produktbereichs Design & Build sowie des Segments Deutschland dargestellt wird:

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In TEUR Deutschland Großbritannien Sonstige Segmente Gesamt
Design & Build 35.108 8.727 3.089 46.924
Online-Marketing 10.743 5.203 2.946 18.892
Gesamt 45.851 13.930 6.035 65.816

5.2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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In TEUR 2018 2017
Zeitwertbewertung Earn-Out und Options-Verbindlichkeiten 976 3.053
Untervermietung 655 139
Auflösung von Rückstellungen 626 12
Erträge aus der KFZ-Nutzung von Arbeitnehmern 166 156
Erstattung Krankenkassen 139 23
Währungskurseffekte 89 131
Nebenkostenerstattung 0 31
Amortisation Corporate Assets -488 -554
Sonstige 43 246
Gesamt 2.206 3.237

5.3 Materialaufwand

Der Materialaufwand, welcher im Posten Einstandskosten der erbrachten Leistungen in der Gesamtergebnisrechnung enthalten ist, besteht überwiegend aus Aufwendungen für freie Mitarbeiter und extern vergebene Dienstleistungen:

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In TEUR 2018 2017
Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.139 8.281

5.4 Personalaufwand

Der Personalaufwand, welcher in den verschiedenen Posten innerhalb der Gesamtergebnisrechnung enthalten ist, setzt sich wie folgt zusammen:

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In TEUR 2018 2017
Löhne und Gehälter 31.698 31.935
Sozialabgaben 4.981 4.752
Gesamt 36.680 36.687

Im Jahr 2018 betrug die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der SYZYGY Gruppe 574 Mitarbeiter (Vorjahr: 591 Mitarbeiter).

Zum Geschäftsjahresende 2018 hat sich die Gesamtzahl der SYZYGY Mitarbeiter auf insgesamt 562 (Vorjahr: 621 Mitarbeiter) verringert. Die Mitarbeiter verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche im Unternehmen:

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Anzahl in Personen 31.12.2018 31.12.2017 Durchschnitt 2018 Durchschnitt 2017
Strategie/Beratung 118 106 113 72
Projektmanagement 68 93 75 95
Online-Marketing/ Online-Media 124 137 128 129
Technologie 101 103 100 113
Kreation 75 94 81 108
Administration 76 88 77 74
Gesamt 562 621 574 591

5.5 Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen, welche in verschiedenen Posten innerhalb der Gesamtergebnisrechnung enthalten sind, setzen sich wie folgt zusammen:

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In TEUR 2018 2017
Amortisationen immaterieller Vermögenswerte 610 664
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.499 1.419
Gesamt 2.109 2.083

In den Amortisationen immaterieller Vermögenswerte ist im Geschäftsjahr 2018 eine vollständige Wertminderung auf die Marke Catbird Seat in Höhe von TEUR 285 enthalten. Im Vorjahr war eine vollständige Wertminderung auf die Marke Hi-ReS! in Höhe von TEUR 196 enthalten.

5.6 Finanzergebnis

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In TEUR 2018 2017
Zinsen und ähnliche Erträge 498 666
Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren 132 1.381
Summe Finanzerträge 630 2.047
Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen -90 -46
Aufwendungen aus dem Verkauf von Wertpapieren -67 -561
Wertminderungsaufwand nach IFRS 9, netto -3 0
Summe Finanzaufwendungen -160 -607
Finanzergebnis, gesamt 470 1.440

Die Zinsen und ähnliche Erträge, Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen sowie das Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren resultieren nach IFRS 9 hauptsächlich aus der Bewertungskategorie FVTOCI (Vorjahr: nach IAS 39 available-for-sale). In den Zinsaufwendungen sind auch Zinsaufwendungen nach § 233a AO enthalten.

Im Finanzergebnis ist auch der Wertminderungsaufwand der Wertpapiere nach IFRS 9 in Höhe von TEUR 3 enthalten. Es wurde bei keinem Wertpapier eine Wertminderung bei Zugang oder ein erhöhtes Ausfallrisiko festgestellt und somit die Wertminderung auf Basis der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeiten der nächsten 12 Monate berechnet.

5.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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In TEUR 2018 2017
Inländische laufende Steuern 1.494 645
Ausländische laufende Steuern 320 327
Zwischensumme laufende Steuern 1.814 972
Latente Steuern -167 329
Gesamt 1.647 1.301

In Deutschland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent zur Körperschaftsteuer ergibt sich ein Steuersatz von 15,8 Prozent. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer hat sich für den Organkreis der SYZYGY AG gegenüber dem Vorjahr marginal verändert. Die Gewerbesteuerzerlegung zwischen den Standorten Bad Homburg v.d.H., Frankfurt am Main, Hamburg und München ist gewichtet nach der Gehaltssumme der jeweiligen Standorte bei unveränderten Gewerbesteuerhebesätzen. Der anzuwendende Steuersatz für die Konzernmutter beträgt daher wie im Vorjahr 31 Prozent.

In Großbritannien gilt seit dem 1. April 2017 ein allgemeiner Steuersatz von 19 Prozent.

In den Vereinigten Staaten gilt eine Federal tax in Höhe von 34 Prozent zuzüglich lokaler Steuern für die SYZYGY NY in Höhe von circa 2 Prozent.

In Polen ist seit dem 1. Januar 2015 ein einheitlicher Steuersatz von 19 Prozent auf die Gewinne der Gesellschaft anzuwenden.

Im Geschäftsjahr 2018 hat SYZYGY Ertragssteuern in Höhe von netto TEUR 10 (Vorjahr: Erstattungen von TEUR 121) nachgezahlt. Aufgrund der Nutzung von Verlustvorträgen ergab sich eine Minderung des Steueraufwands in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 530). Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

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In TEUR 2018 2017
Aktive latente Steuern
Wertpapiere Umlaufvermögen 220 -108
Rückstellungen 55 16
Anlagevermögen 21 5
Verlustvorträge Ars Thanea 8 16
Verlustvorträge der SYZYGY AG 0 96
Wertminderungen nach IFRS 9 25 0
Sonstige 18 10
Gesamt 347 35

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In TEUR 2018 2017
Passive latente Steuern
Marke diffferent 130 164
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49 14
Marke USEEDS 46 67
Anlagevermögen 24 43
Marke Unique Digital 21 30
Marke SYZYGY Performance 0 88
Marke Ars Thanea 0 5
Gesamt 270 411

Bei der SYZYGY AG als Organträger sind die aktiven latenten Steuern auf die unterschiedliche Bewertung von Rückstellungen erfasst sowie aus Bewertungsunterschieden der Wertpapiere.

Weitere aktive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und der Steuerbilanz bei der SYZYGY Deutschland GmbH.

Die SYZYGY AG hat wie im Vorjahr keine steuerlich nutzbare Verlustvorträge mehr bei der Körperschaftsteuer und auch die Verlustvorträge bei der Gewerbesteuer vollständig verbraucht (Vorjahr: TEUR 636).

Ars Thanea hat steuerlich nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 42 für die aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 8 gebildet wurden.

Zum 31. Dezember 2018 bestehen im Konzernkreis noch nicht genutzte, unbegrenzt nutzbare steuerliche Verlustvorträge bei SYZYGY Berlin in Höhe von TEUR 2.203 (Vorjahr: TEUR 2.262) bei der Körperschaftssteuer sowie in Höhe von TEUR 2.618 (TEUR: 2.262) bei der Gewerbesteuer, für die aber keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden.

Aus der erstmaligen Anwendung von Wertminderungen gemäß IFRS 9 entstanden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 25, die in die Eröffnungsbilanz gegen die Gewinnrücklagen eingebucht worden sind und deren Veränderungen ab dem Geschäftsjahr 2018 je nach Grundlage erfolgswirksam oder erfolgsneutral erfasst werden.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 355), sowie in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 57) durch unterschiedliche Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und der Steuerbilanz bei SYZYGY UK und Unique Digital UK sowie durch unterschiedliche Wertansätze der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Ars Thanea in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 14).

Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden:

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In TEUR 2018 2017
Ergebnis vor Ertragssteuern 6.537 5.536
Ertragssteueraufwand bei einem Steuersatz von 31 % (Vorjahr: 31 %) 2.026 1.716
Erwarteter Steuerwert steuerlich nicht anzusetzender Erträge/nicht abzugsfähiger Aufwendungen -201 -975
Unterschiede in den Steuersätzen -95 -97
Steuereffekt auf Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden -20 701
Steuernachzahlung aus Vorjahren 32 0
Steuererstattungen aus Vorjahren -22 -121
Sonstige -73 77
Tatsächlicher Steueraufwand 1.647 1.301

Die Unterschiede aus Steuersätzen ergeben sich aus einem durchschnittlichen Steuersatz von 31 Prozent in Deutschland gegenüber rund 36 Prozent in den Vereinigten Staaten, 19 Prozent in Großbritannien und 19 Prozent in Polen. In Großbritannien gilt ab dem 1. April 2017 ein Steuersatz von 19 Prozent. Die latenten Steuern wurden unter Berücksichtigung zukünftiger Steuersätze gerechnet. Im Geschäftsjahr 2018 entfallen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 86) auf Posten, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet worden sind. Die Veränderung der Bewertungsunterschiede in Höhe von TEUR 261 (Vorjahr: TEUR 58) werden im Übrigen Gesamtergebnis erfasst. Die Beträge resultieren im Wesentlichen aus der erfolgsneutralen Berücksichtigung von Kursgewinnen und -verlusten auf die Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Zum Bilanzstichtag bestehen steuerpflichtige temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 125), auf welche keine latenten Steuern passiviert worden sind.

5.8 Angaben zur Währungsumrechnung

Gemäß IAS 21.52 wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 315 (Vorjahr: TEUR -149) erfolgsneutral im Übrigen Konzernergebnis der Periode erfasst und im Übrigen Konzernergebnis angesammelt.

6. Sonstige Angaben

6.1 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen - verwässert und unverwässert - berechnet sich gemäß IAS 33 wie folgt:

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2018 2017
Durchschnittliche Aktienanzahl (in Tsd.) verwässert und unverwässert 13.421 12.920
Konzernergebnis der Aktionäre der SYZYGY AG (in TEUR) 4.719 4.989
Ergebnis je Aktie -verwässert und unverwässert (in EUR) 0,35 0,39

6.2 Kapitalflussrechnung

Bei der Aufstellung der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 wird der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode und der Cashflow aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt. Der operative Cashflow des Geschäftsjahres 2018 beträgt TEUR 16.357 gegenüber TEUR 4.778 im Vorjahr. Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer vertraglichen Restlaufzeit von weniger als 3 Monaten.

Während des Geschäftsjahres 2018 hat der Konzern die folgenden nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten durchgeführt, die entsprechend ihren Niederschlag als Korrekturposten in der Kapitalflussrechnung finden:

Für eine Erhöhung der Earn-Out-Verbindlichkeit im Rahmen des Erwerbs von Ars Thanea fielen Aufwendungen in Höhe von TEUR 272 an (Vorjahr: Erträge von TEUR 832). Der Konzern hat Netto-Erträge in Höhe von TEUR 1.236 aus den Veränderungen der Options- und Termingeschäft-Verbindlichkeiten zum Erwerb der ausstehenden Anteile von USEEDS, SYZYGY Performance und diffferent erzielt (Vorjahr: TEUR 2.343).

Die Bewegung der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten kann wie folgt übergeleitet werden:

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Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

TEUR
FinanzverbindLichkeiten

TEUR
Gesamt

TEUR
31.12.2017 5.164 10.230 15.394
Zahlungswirksame Veränderung Mittelzufluss 0 0 0
(Netto-) Neuaufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 0 0 0
Mittelabfluss -1.051 -1.898 -2.949
(Netto-) Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -1.051 -1.898 -2.949
Nicht zahlungswirksame Veränderung (Netto-) Effekte aus Erstkonsolidierung 0 0 0
Neubewertung Earn-Outs 0 272 272
Neubewertung Call Options 0 -1.236 -1.236
abzuführendes Ergebnis an vollkonsolidierten Gesellschaften 625 625
31.12.2018 4.113 7.993 12.106
Gesamtveränderung -1.051 -2.237 -3.288

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Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

TEUR
Finanzverbindlichkeiten

TEUR
Gesamt

TEUR
31.12.2016 0 6.879 6.879
Zahlungswirksame Veränderung Mittelzufluss 5.000 0 5.000
(Netto-) Neuaufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 5.000 0 5.000
Mittelabfluss -263 -180 -443
(Netto-) Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -263 -180 -443
Nicht zahlungswirksame Veränderung (Netto-) Effekte aus Erstkonsolidierung 427 13.059 13.486
Neubewertung Earn-Outs 0 -832 -832
Neubewertung Call Options 0 -2.343 -2.343
abzuführendes Ergebnis an vollkonsolidierten Gesellsychaften 0 366 366
ausstehende Einlagen für Beteiligungen 0 160 160
31.12.2017 5.164 17.109 22.273
Gesamtveränderung 5.164 10.230 15.394

6.3 Risiko- und Kapitalmanagement

SYZYGY unterliegt hinsichtlich der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Risiken aus der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen sowie der Bonität von Wertpapieremittenten.

6.3.1 Währungsrisiken

SYZYGY erzielt rund ein Drittel der Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfunds, des US-Dollars und des Polnischen Zloty zum Euro können Wertpapiere und Verbindlichkeiten, denominiert in diesen Währungen, sowie Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss je nach Kursentwicklung gegenüber der Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Die Vermögenswerte und Schulden der operativen ausländischen Gesellschaften werden zum Stichtag jeweils in die Berichtswährung umgerechnet und unterliegen daher einem Translationsrisiko. Währungsrisiken werden derzeit im SYZYGY Konzern nicht mittels Kurssicherungsgeschäften abgesichert. Im operativen Bereich wickeln die Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab.

Auch für diese Cashflows hat sich SYZYGY gegen eine Kursabsicherung entschieden, da Kosten und Nutzen solcher Cashflow-Hedges als nicht angemessen erscheinen und das Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns als unwesentlich zu betrachten ist.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag als repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Die meisten Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unmittelbar in Euro, der funktionalen Währung der SYZYGY AG, denominiert.

SYZYGY hält als Teil des Portfolios Anleihen, die in polnischen Zloty ausgegeben wurden. Sollte der Zloty gegenüber dem Euro 10 Prozent an Wert verlieren, so müsste SYZYGY beim Verkauf oder bei einer erneuten Marktbewertung dieser Anleihen Währungsverluste in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 119) tragen.

SYZYGY hält als Teil des Portfolios auch Anleihen, die in US Dollar ausgegeben wurden. Sollte der US-Dollar gegenüber dem Euro 10 Prozent an Wert verlieren, so müsste SYZYGY beim Verkauf oder bei einer erneuten Marktbewertung dieser Anleihen Währungsverluste in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 217) tragen.

Schließlich erhält SYZYGY regelmäßig in ausländischer Währung Gewinnausschüttungen seiner ausländischen Teilbereiche, im Wesentlichen aus Großbritannien. Diese Ausschüttungen werden im Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung in Euro umgetauscht.

6.3.2 Zinsrisiken

SYZYGY unterliegt Zinsrisiken ausschließlich hinsichtlich der Wertpapiere, dagegen bestehen keine wesentlichen Finanzverbindlichkeiten, die ein Zinsrisiko verursachen können. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente waren zu Tagesgeldkonditionen variabel angelegt.

Sensitivitätsanalysen hinsichtlich der Zinsänderungen sind gemäß IFRS 7 darzustellen. Da bei SYZYGY Wertpapiere gemäß IFRS 9 als "FVTOCI" klassifiziert werden, haben Zinsänderungen keine unmittelbare Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im übrigen Gesamtergebnis erfasst und im Eigenkapital unter dem Posten "Übriges Konzernergebnis" angesammelt.

Zum Bilanzstichtag waren EUR 10,6 Mio. (Vorjahr: EUR 9,0 Mio.) in einem Wertpapierportfolio angelegt, das eine Duration von rund 6,7 Jahren (Vorjahr: 6,9 Jahre) aufweist. Eine Zinsänderung um 100 Basispunkte hinsichtlich der Anlagen hätte dann eine Änderung des Zeitwertes des Portfolios um rund 6,7 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent) zur Folge. Dies würde zu einer Veränderung des Zeitwertes um TEUR 710 (Vorjahr: TEUR 616) führen. Zinserhöhungen wirken sich hierbei negativ und Zinsrückgänge positiv auf die Wertentwicklung des Portfolios aus.

6.3.3 Bonitäts- und Ausfallrisiken, Risiko der Veränderung von Credit Spreads

Wertpapiere

SYZYGY ist aus dem operativen Geschäft und hinsichtlich der Wertpapieranlagen Bonitäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Bei den Wertpapieren reduziert SYZYGY Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB- (sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet, und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Zum Bilanzstichtag hielt SYZYGY nur Anleihen mit einem Mindest-Rating von B+. Grundsätzlich wird von einem Emittenten maximal eine Position von EUR 2,0 Mio. eingegangen. Alle Wertpapiere unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads, kombiniert mit der Restlaufzeit. Eine Ausweitung der Credit Spreads in einer Risikoklasse führt dann in Abhängigkeit zur Duration eines Wertpapiers zu einem entsprechenden Kursrückgang. Bei einer Duration des Wertpapierportfolios von 6,7 Jahren (Vorjahr: 6,9 Jahre) und einer Ausweitung der durchschnittlichen Credit Spreads um 100 Basispunkte würde der Wert des Portfolios um 6,7 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent) sinken. Dies würde bei SYZYGY zu einer Veränderung des Zeitwertes um TEUR 710 (Vorjahr: TEUR 616) führen.

Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen 12-Monats-Zeitraum basieren auf historischen Informationen, die von der Ratingagentur Standard & Poors für jedes Kreditrating bereitgestellt worden sind.

Bei den Wertpapieren ist das maximale Ausfallrisiko durch deren Anschaffungskosten begrenzt.

Das Ausfallrisiko für Anleihen FVTOCI zum Stichtag nach Währung ist wie folgt:

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In TEUR 2018 2017
EUR 8.177 5.601
USD 2.005 2.172
PLN 420 1.191
Gesamt 10.602 8.964

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Anleihen zu FVTOCI verlief im Jahresverlauf wie folgt:

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In TEUR 2018
Stand zum 1.01. nach IAS 39 0
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 50
Stand zum 1. Januar nach IFRS 9 50
Nettoneubewertung der Wertberichtigungen 3
Stand zum 31.12. 53

Die zum 31. Dezember 2017 gehaltenen Investments wurden zuvor als zur Veräußerung verfügbar eingestuft. Zu diesem Zeitpunkt oder während 2017 waren keine Wertminderungen erfasst worden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Im operativen Geschäft werden die Ausfallrisiken auf der Ebene der Gesellschaften fortlaufend dezentral überwacht. SYZYGY arbeitet überwiegend für Großkunden hervorragender Bonität und hat daher in der Regel keine Forderungsausfälle zu verzeichnen. Auch ist das Forderungsvolumen mit einzelnen Kunden nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.

Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in folgender Tabelle dargestellt:

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In TEUR Deutschland Großbritannien Sonstige Segmente ZentraLfunktion Gesamt
31.12.2018 11.147 4.909 1.016 10 17.082
31.12.2017 9.952 5.127 2.342 637 18.058

Der Konzern verwendet eine Wertberichtigungsmatrix, um die zu erwartenden Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Vielzahl an Kunden zu messen, da sie eine sehr große Anzahl kleiner Salden umfassen. Die Verlustquoten werden nach der Methode der "Rollraten" berechnet, die auf der Wahrscheinlichkeit basiert, dass eine Forderung durch aufeinanderfolgende Stufen in der Zahlungsverzögerung fortschreitet. Die Rollraten werden für Ausfälle in verschiedenen Segmenten auf Grundlage der folgenden allgemeinen Krediteigenschaft separat berechnet. Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das geschätzte Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2018.

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in TEUR
VerLustrate Bruttobuchwert Wertberichtigung Beinträchtige Bönität
Nicht fällig 0% 7.586 0 Nein
0-30 Tage 0% 6.834 0 Nein
31-60 Tage 0% 1.258 0 Nein
61-90 Tage 0% 699 0 Nein
91-120 Tage 2% 354 7 Nein
121-180 Tage 5% 216 17 Nein
181 Tage - 1 Jahr 10% 261 14 Nein
Mehr als ein Jahr 50% -88 0 Nein
Gesamt 17.120 38

Vergleichsinformationen nach IAS 39

Die Analyse der Werthaltigkeit sowie der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, stellt sich zum 31. Dezember 2017 wie folgt dar:

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in TEUR
Nicht fällig 0-30 Tage 31-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage 121-180 Tage
Zum 31.12.2017 4.300 10.082 2.566 358 238 204

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in TEUR
181 Tage-1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt
Zum 31.12.2017 310 0 18.058

Die Entwicklungen der Wertberichtigung in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte waren wie folgt. Vergleichswerte für 2017 zeigen das Wertberichtigungskonto nach IAS 39.

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In TEUR 2018 2017
EinzeLwertberichtigungen Pauschalwertberichtigung
--- --- --- ---
Stand zum 1.01. nach IAS 39 0 55 0
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 45 0 0
Stand zum 1.01. nach IFRS 9 45 0 0
Nettoneubewertung der Wertberichtigungen -7 74 0
Stand zum 31.12. 38 129 0

6.3.4 Derivative Finanzinstrumente

Ebenso wie im Vorjahr setzte SYZYGY auch im Geschäftsjahr 2018 keine derivativen Finanzinstrumente zur Risikodiversifizierung und Portfoliostrukturierung ein.

6.3.5 Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement von SYZYGY verfolgt primär das Ziel, sowohl organisches als auch anorganisches Wachstum zu finanzieren sowie die Unternehmensfortführung in den operativen Gesellschaften sicherzustellen. Dabei strebt SYZYGY eine hohe Eigenkapitalquote an, da dies die Wettbewerbsfähigkeit eines Dienstleistungsunternehmens wie SYZYGY stärkt. Durch die Erstanwendung des IFRS 16 ab 2019 und daraus resultierende Erhöhung der Bilanzsumme um circa 22 Millionen EUR, kann SYZYGY die alte Zielgröße von 60-80 Prozent zukünftig nicht mehr erreichen.

Darüber hinaus ist es das mittelfristige Ziel des Kapitalmanagements, die Eigenkapitalrendite nachhaltig auf über 10 Prozent zu heben. Zur Zielerreichung strebt SYZYGY organisches und anorganisches Wachstum sowie eine Steigerung der Profitabilität an.

Die Kennzahlen zum Kapitalmanagement setzen sich wie folgt zusammen:

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In TEUR 2018 2017
Eigenkapital laut Bilanz 54.001 55.933
Fremdkapital 55.645 48.645
Gesamtkapital 109.646 104.578
Eigenkapitalquote 49% 53%
Konzernergebnis der Periode 4.890 4.235
Eigenkapitalrendite 9% 8%

SYZYGY hat am Ende des Geschäftsjahres 2018 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lediglich in Höhe von TEUR 4.113 (Vorjahr: TEUR 5.164), so dass das Fremdkapital primär von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zukünftigen Verpflichtungen aus Unternehmenserwerben und Steuerverbindlichkeiten geprägt ist.

6.3.6 Liquiditätsrisiko

SYZYGY hat ein Liquiditäts-Management implementiert. Damit die finanzielle Flexibilität gewährleistet ist und jederzeit Zahlungsfähigkeit gesichert ist, hält SYZYGY eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und jederzeit liquidierbaren Wertpapieren vor.

6.4 Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse der Gruppe bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 546) aus der Übernahme von Mietbürgschaften für die Mietflächen in Bad Homburg v. d. H., Frankfurt am Main, Hamburg und München. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften hängt von der Fähigkeit der in den Mietflächen ansässigen Gesellschaften ab, ihre Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis und ihrem Geschäftsbetrieb bedienen zu können. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Tochtergesellschaften ihre Verträge nicht erfüllen könnten. SYZYGY hat einen unbefristeten Avalkredit in Höhe von TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 546) bei einem Kreditinstitut abgeschlossen, für die jährlich eine Provision in Höhe von 0,5 Prozent berechnet wird.

6.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Konzerngesellschaften haben Miet- und Leasingverträge für verschiedene Büroräume und Fahrzeuge abgeschlossen. Die zukünftigen jährlichen finanziellen Verpflichtungen hieraus betragen mindestens:

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In TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Innerhalb eines Jahres 3.587 3.329
1-5 Jahre 11.994 13.438
Mehr als 5 Jahre 10.836 14.444
Gesamt 26.417 31.211

Der gesamte Mietaufwand des Jahres 2018 belief sich auf TEUR 4.656 (Vorjahr: TEUR 4.052). Im Jahr 2018 wurden Erträge in Höhe von TEUR 655 aus Untervermietung erzielt (Vorjahr: TEUR 139). Für Leasingverpflichtungen wurden in 2018 TEUR 249 (Vorjahr: TEUR 157) aufgewendet.

6.6 Bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen

In der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die Bewertungsstufen sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1:

Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2:

Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3:

Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt auf Basis beobachtbarer Notierung der einzelnen Anleihen. Der Bewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten liegen Ergebnisprognosen der Tochtergesellschaft diffferent und SYZYGY Performance sowie für USEEDS jeweils für den zu betrachtenden Zeitraum zugrunde. Diese werden gemäß Kaufverträgen mit den jeweiligen EBIT-Multiplikatoren für die Zeiträume vor der Options- oder Terminausübung bewertet. Sollten sich die zukünftigen Cashflows der Tochterunternehmen, für die SYZYGY eine bedingte Kaufpreisverpflichtung bilanziert, um 10 Prozent erhöhen, so erhöht sich auch die Verbindlichkeit aus der Kaufpreisverpflichtung um 10 Prozent oder um TEUR 1.398.

Die nachstehende Tabelle stellt weitere finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gruppe dar. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, da in allen Fällen der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die regelmäßig zum Zeitwert bewertet werden:

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31.12.2018

in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Wertpapiere 10.602 - - 10.602
Finanzielle Vermögenswerte, gesamt 10.602 - - 10.602
bedingte Kaufpreisverpflichtung - - 13.982 13.982
Finanzielle Verbindlichkeiten, gesamt - - 13.982 13.982

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31.12.2017

in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Wertpapiere 8.964 - - 8.964
Finanzielle Vermögenswerte, gesamt 8.964 - - 8.964
bedingte Kaufpreisverpflichtung - - 17109 17.109
Finanzielle Verbindlichkeiten, gesamt - - 17.109 17.109

Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bei denen der beizulegende Zeitwert aber anzugeben ist:

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In TEUR 2018 2018 2017 2017
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Forderungen "Amortised Costs" Verbindlichkeiten "Amortised Costs" Forderungen "Amortised Costs" Verbindlichkeiten "Amortised Costs"
--- --- --- --- ---
Sonstige langfristige Vermögenswerte 294 0 219 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.519 0 7.017 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte 19.904 0 20.279 0
Zinsforderungen in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten 207 0 47 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 15.528 0 7.754
Darlehen gegenüber Kreditinstituten 0 4.113 0 5.164
Gesamt 31.924 19.641 27.562 12.918

6.7 Aufstellung der Beteiligungen der SYZYGY AG

Die SYZYGY AG hält direkte oder indirekte Anteile an den folgenden Unternehmen:

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Anteil

%
Eigenkapital

TEUR
Jahresergebnis

TEUR
Ars Thanea S.A., Warschau, Polen 70 1.329 565
diffferent GmbH, Berlin, Deutschland 70 2.425 800
Hi-ReS! London Ltd., London, UK 100 0 0
SYZYGY Berlin GmbH, Berlin, Deutschland 99 -1.136 67
SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. H., Deutschland2 100 166 36
SYZYGY Digital Marketing Inc., New York City, USA 100 199 192
SYZYGY Media GmbH, Hamburg, Deutschland3 100 40 0
SYZYGY Performance GmbH, München, Deutschland 51 844 608
SYZYGY UK Ltd., London, UK1 100 1.655 -130
Unique Digital Marketing Ltd., London, UK1 100 5.809 149
USEEDS° GmbH, Berlin, Deutschland 80 871 405

1 - Unique Digital Marketing Ltd. hält 100 Prozent der Anteile an SYZYGY UK Ltd., welche in Großbritannien operativ tätig ist. Daher besteht zur SYZYGY UK Ltd. eine indirekte Beteiligung.

2 - Zwischen der SYZYGY Deutschland GmbH und der SYZYGY AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu Gunsten der SYZYGY AG.

3 - Zwischen der SYZYGY Media GmbH und der SYZYGY AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zu Gunsten der SYZYGY AG.

6.8 Honorar des Abschlussprüfers

Für Abschlussprüferleistungen bezogen auf den Konzernabschluss sowie den Jahresabschluss des Mutterunternehmens berechnet die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft insgesamt ein Honorar inklusive Auslagen von TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 113). Wie im Vorjahr sind keine anderen Bestätigungsleistungen oder Nichtprüfungsleistungen durch die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbracht worden.

6.9 Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Personen zählen die Organe der SYZYGY AG sowie Unternehmen, auf die SYZYGY einen wesentlichen Einfluss ausüben kann. Seit November 2015 ist die SYZYGY AG ein beherrschtes und vollkonsolidiertes Unternehmen der WPP plc., St. Helier, Jersey, nachdem die WPP Gruppe im Rahmen eines freiwilligen Übernahmeangebots ihre Anteile von knapp unter 30 Prozent auf über 50 Prozent an der SYZYGY AG erhöht hat. Daher sind alle Unternehmen der WPP Gruppe ebenfalls als nahestehende Person und Unternehmen zu qualifizieren.

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der SYZYGY AG und ihren Tochtergesellschaften, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Einzelheiten zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben. Grundsätzlich werden alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

2018 hat SYZYGY mit der WPP Gruppe für Kundenprojekte Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 601 (Vorjahr: TEUR 617) erzielt, davon waren Forderungen in Höhe von TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 22) am Bilanzstichtag noch offen. Darüber hinaus nahm SYZYGY im Geschäftsjahr administrative und operative Leistungen des WPP Konzerns mit einem Wert von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 123) in Anspruch. Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 2) waren am Bilanzstichtag noch offen.

In den Jahren 2018 und 2017 haben ansonsten mit Ausnahme der Bezüge an Vorstände sowie deren Transaktionen mit SYZYGY Aktien (siehe Abschnitt 6.12.1 und 6.13) und der Vergütung an den Aufsichtsrat sowie deren Transaktionen mit SYZYGY Aktien (siehe Abschnitt 6.12.2 und 6.13) keine Transaktionen mit nahestehenden Personen stattgefunden, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden. SYZYGY bilanzierte im Geschäftsjahr 2018 Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 9, die vom Aufsichtsratsvorsitzenden in Rechnung gestellt und von SYZYGY vollständig beglichen wurden.

6.10 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Die SYZYGY Deutschland GmbH und die SYZYGY Media GmbH machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

6.11 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe haben könnten.

6.12 Organe des Mutterunternehmens

6.12.1 Vorstand

Lars Lehne, Hamburg

Vorstandsvorsitzender (CEO)

Geschäftsführung SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.

Geschäftsführung SYZYGY Berlin GmbH, Berlin

Geschäftsführung SYZYGY Performance GmbH, München

Geschäftsführung diffferent GmbH, Berlin

Geschäftsführung USEEDS GmbH, Berlin

Director SYZYGY Digital Marketing Inc., New York, Vereinigte Staaten

Frank Ladner, Heusenstamm

Vorstand (CTO)

Mitglied des Aufsichtsrats, Ars Thanea S.A., Warschau, Polen

Erwin Greiner, Bad Nauheim

Finanzvorstand (CFO)

Director SYZYGY UK Ltd., London, Großbritannien

Director Unique Digital Marketing Ltd., London, Großbritannien

Director Hi-ReS! London Ltd., London, Großbritannien

Director SYZYGY Digital Marketing Inc., New York, Vereinigte Staaten

Mitglied des Aufsichtsrat Ars Thanea S.A., Warschau, Polen

Außerhalb der SYZYGY Gruppe waren die Vorstandsmitglieder 2018 in keinem Aufsichtsrat oder vergleichbarem Kontrollgremium Mitglied.

Die im Geschäftsjahr zugeflossenen Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Jahr 2018 auf TEUR 873 (Vorjahr: TEUR 1.216). Lars Lehne bezog ein Grundgehalt von TEUR 300, Nebenleistungen von TEUR 14, einen Versorgungsaufwand von TEUR 21 sowie ein variables Gehalt von TEUR 39. Frank Ladner bezog ein Grundgehalt von TEUR 200, Nebenleistungen von TEUR 12, einen Versorgungsaufwand von TEUR 16 sowie ein variables Gehalt von TEUR 27. Erwin Greiner bezog ein Grundgehalt von TEUR 180, Nebenleistungen von TEUR 12, einen Versorgungsaufwand von TEUR 16 sowie ein variables Gehalt von TEUR 36. Bei den Versorgungsaufwendungen handelt es sich um Zahlungen an Unterstützungskassen.

Mit Andrew P. Stevens wurde am 4. Dezember 2017 ein Aufhebungsvertrag geschlossen und er wurde ab dem 1. Dezember 2017 bis zu seinem Ausscheiden zum 30. Juni 2018 aus der SYZYGY AG freigestellt und seine Gehaltsansprüche in voller Höhe bereits zum 31. Dezember 2017 zurückgestellt. Aus dem Vorstand schied er zum 31. Dezember 2017 aus. Im Geschäftsjahr 2018 floss Andrew P. Stevens ein Grundgehalt von TEUR 124, Nebenleistungen von TEUR 7, ein Versorgungsaufwand von TEUR 6 sowie ein variables Gehalt von TEUR 76 zu.

Die im Geschäftsjahr 2017 zugeflossenen Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 1.216. Lars Lehne bezog ein Grundgehalt von TEUR 300, Nebenleistungen von TEUR 14, einen Versorgungsaufwand von TEUR 21 sowie ein variables Gehalt von TEUR 74. Andrew P. Stevens bezog ein Grundgehalt von TEUR 251, Nebenleistungen von TEUR 15, einen Versorgungsaufwand von TEUR 13 sowie ein variables Gehalt von TEUR 131. Erwin Greiner bezog ein Grundgehalt von TEUR 180, Nebenleistungen von TEUR 12, einen Versorgungsaufwand von TEUR 16 sowie ein variables Gehalt von TEUR 189. Erwin Greiner hatte in 2017 insgesamt 10.000 Optionen ausgeübt.

Das variable Gehalt beinhaltet den Zufluss aus der Ausübung des Optionsprogrammes 2012 sowie des Phantom Stock Programm.

Ferner wurde ein Phantom Stock Programm in 2015 neu aufgelegt. Hierbei erhält der Berechtigte die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Gewährung und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks als Sonderzahlung. 40 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 1) können frühestens nach 2 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 3 Jahren, 60 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 2) können frühestens nach 3 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 4 Jahren. Die maximale Kurssteigerung ist bei der Tranche 1 auf 60 Prozent, und bei der Tranche 2 auf 90 Prozent begrenzt.

Andrew P. Stevens hielt zum 31. Dezember 2017 insgesamt 72.000 Phantom Stocks, die in 2018 ausgeübt wurden. Erwin Greiner hielt 45.000 Phantom Stocks, die im Geschäftsjahr 2018 vollständig verfallen sind. Der Ausübungspreis betrug bei den Phantom Stocks von Andrew P. Stevens und Erwin Greiner jeweils EUR 9,00. Der Vorstandsvorsitzende Lars Lehne erhielt am 1. April 2016 insgesamt 240.000 Phantom Stocks mit einem Ausübungspreis von EUR 9,13, die noch vollständig ausstehend sind. Ferner wurden am 16. Januar 2018 Frank Ladner 55.000 Phantom Stocks mit Laufzeitbeginn am 29. Dezember 2017 zu einem Ausübungspreis von EUR 11,27 bzw. am 6. Februar 2018 Erwin Greiner 80.000 Phantom Stocks mit Laufzeitbeginn ab 29. Dezember 2017 zu einem Ausübungspreis von EUR 11,25 zugeteilt, die ebenfalls noch vollständig ausstehend sind.

Tabellarisch stellen sich die im Geschäftsjahr gewährten Zuwendungen wie folgt dar:

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Lars Lehne, CEO
Gewährte Zuwendungen 2018

TEUR
2017

TEUR
2018 Minimum

TEUR
2018 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 300 300 300 300
Nebenleistungen 14 14 14 14
Summe 314 314 314 314
Einjährige variable Vergütung 99 99 0 99
Mehrjährige variable Vergütung
Phantom Stock Programm 0 0 0 0
Summe 99 99 0 99
Versorgungsaufwand 21 21 21 21
Gesamtvergütung 434 434 335 434

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Andrew P. Stevens, COO (Vorstand bis 31.12.2017)
Gewährte Zuwendungen 2018

TEUR
2017

TEUR
2018 Minimum

TEUR
2018 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 0 251 0 0
Nebenleistungen 0 15 0 0
Summe 0 266 0 0
Einjährige variable Vergütung 0 38 0 0
Mehrjährige variable Vergütung
Phantom Stock Programm 0 0 0 0
Summe 0 13 0 0
Versorgungsaufwand 0 13 0 0
Gesamtvergütung 0 317 0 0

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Erwin Greiner, CFO
Gewährte Zuwendungen 2018

TEUR
2017

TEUR
2018 Minimum

TEUR
2018 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 180 180 180 180
Nebenleistungen 12 12 12 12
Summe 192 192 192 192
Einjährige variable Vergütung 54 54 0 54
Mehrjährige variable Vergütung
Phantom Stock Programm 124 0 0 702
Summe 178 54 0 756
Versorgungsaufwand 16 16 16 16
Gesamtvergütung 386 262 208 964

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Frank Ladner, CTO
Gewährte Zuwendungen 2018

TEUR
2017

TEUR
2018 Minimum

TEUR
2018 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 200 0 200 200
Nebenleistungen 12 0 12 12
Summe 212 0 212 212
Einjährige variable Vergütung 60 0 0 60
Mehrjährige variable Vergütung
Phantom Stock Programm 85 0 0 483
Summe 145 0 0 543
Versorgungsaufwand 16 0 16 16
Gesamtvergütung 373 0 228 771

6.12.2 Aufsichtsrat

Wilfried Beeck

Aufsichtsratsvorsitzender ab 27. März 2018

CEO, ePages Software GmbH, Hamburg

Rupert Day

Aufsichtsrat

CEO, tenthavenue Ltd., London, Großbritannien

Andrew Payne

Aufsichtsrat ab 22. März 2018

Group Associates Controller, WPP 2005 Ltd., London, Großbritannien

Ralf Hering

(verstorben am 16. Februar 2018)

Aufsichtsratsvorsitzender

Principal Partner, Hering Schuppener Unternehmensberatung für Kommunikation GmbH, Düsseldorf

Die Aufsichtsräte erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 eine Gesamtvergütung in Höhe von TEUR 60. Dies beinhalten eine fixe Vergütung von jeweils TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20). Wie im Vorjahr erhielten die Aufsichtsratsmitglieder keine variable Vergütung. Die Vergütung für Ralf Hering und Andrew Payne wurde hierbei pro rata temporis aufgeteilt.

6.13 Wertpapiergeschäfte der Organe (Directors' Dealings)

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Vorstände: Aktien [Stückzahl] Lars Lehne Frank Ladner Erwin Greiner Summe
Stand: 31.12.2017 10.000 0 0 10.000
Käufe 0 0 0 0
Verkäufe 0 0 0 0
Stand: 31.12.2018 10.000 0 0 10.000

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Vorstände: Phantom Stocks [Stückzahl] Lars Lehne Frank Ladner Erwin Greiner Summe
Stand: 31.12.2017 240.000 0 45.000 285.000
Zugänge 0 55.000 80.000 135.000
Abgänge 0 0 -45.000 -45.000
Stand: 31.12.2018 240.000 55.000 80.000 375.000

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Vorstände: Aktien [Stückzahl] Lars Lehne Andrew P. Stevens Erwin Greiner Summe
Stand: 31.12.2016 10.000 0 0 10.000
Käufe 0 0 0 0
Verkäufe 0 0 0 0
Stand: 31.12.2017 10.000 0 0 10.000

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Vorstände: Phantom Stocks Stückzahl Lars Lehne Andrew P. Stevens Erwin Greiner Summe
Stand: 31.12.2016 240.000 120.000 75.000 435.000
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 -48.000 -30.000 -78.000
Stand: 31.12.2017 240.000 72.000 45.000 357.000

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Vorstände: Optionen [Stückzahl] Lars Lehne Andrew P. Stevens Erwin Greiner Summe
Stand: 31.12.2016 0 0 10.000 10.000
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 -10.000 -10.000
Stand: 31.12.2017 0 0 0 0

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Aufsichtsräte: Aktien [Stückzahl] Ralf Hering Wilfried Beeck Rupert Day Andrew Payne Summe
Stand: 31.12.2017 0 10.000 0 0 10.000
Käufe 0 0 0 0 0
Verkäufe 0 0 0 0 0
Stand: 31.12.2018 0 10.000 0 0 10.000

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Aufsichtsräte: Aktien [Stückzahl] Ralf Hering Wilfried Beeck Rupert Day Andrew Payne Summe
Stand: 31.12.2016 0 10.000 0 0 10.000
Käufe 0 0 0 0 0
Verkäufe 0 0 0 0 0
Stand: 31.12.2017 0 10.000 0 0 10.000

Die Aufsichtsräte halten weder Optionen noch Phantom Shares.

Andrew P. Stevens ist zum 31. Dezember 2017 aus dem Vorstand der SYZYGY AG ausgeschieden. Ralf Hering war bis zu seinem Tod am 16. Februar 2018 Aufsichtsratsvorsitzender. Andrew Payne ist seit dem 22. März 2018 Mitglied des Aufsichtsrats und wurde von der Hauptversammlung am 15. Juni 2018 in den Aufsichtsrat gewählt.

6.14 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel einer europaweiten Verbreitung

Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung am 16. März 2018.

Angaben zum Emittenten

SYZYGY AG, Horexstraße 28, 61352 Bad Homburg v.d.H., Deutschland

Grund der Mitteilung

Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH, Hamburg, Deutschland

Datum der Schwellenberührung

15. März 2018

Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten.

Gesamtstimmrechtsanteile

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ISIN Anteil Stimmrechte Anteil Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl der Stimmrechte des Emittenten
Neu 3,03% 0,00% 3,03% 13500026
Letzte Mitteilung n.a.% n.a.% n.a.% -

Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

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Absolut In Prozent
ISIN direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0005104806 0 408.600 0% 3,03%
Summe 408.600 3,03%

Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel einer europaweiten Verbreitung

Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung am 26. Juni 2018.

Angaben zum Emittenten

SYZYGY AG, Horexstraße 28, 61352 Bad Homburg v.d.H., Deutschland

Grund der Mitteilung

Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten.

Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A., Munsbach, Luxemburg

Datum der Schwellenberührung

21. Juni 2018

Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten.

Gesamtstimmrechtsanteile

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ISIN Anteil Stimmrechte Anteil Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl der Stimmrechte des Emittenten
Neu 3,09% 0,00% 3,09% 13500026
Letzte Mitteilung n.a.% n.a.% n.a.% -

Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

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Absolut In Prozent
ISIN direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0005104806 416.476 0 3,09% 0,00%
Summe 416.476 3,09%

Sonstige Erläuterungen

Die Aktien sind im Bestand der folgenden durch die Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A. verwalteten Fonds enthalten:

Value Opportunity Fund
Alpha Star Dividenden
GREIFF "special situations" Fund

6.15 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Die Entsprechungserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde am 29. Oktober 2018 abgegeben und den Aktionären über die Website der Gruppe (www.syzygy.net/germany/de/investor-relations/corporate-governance/2018) zugänglich gemacht.

6.16 Zeitpunkt und Freigabe der Veröffentlichung

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 29. März 2019 genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Bad Homburg v. d. H., den 29. März 2019

SYZYGY AG

Der Vorstand

Lars Lehne

Frank Ladner

Erwin Greiner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SYZYGY AG, Bad Homburg v. d. Höhe

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der SYZYGY AG, Bad Homburg v. d. Höhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SYZYGY AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchstabe f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben folgenden Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt identifiziert:

Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Sachverhalt

Im Konzernabschluss der SYZYGY AG werden unter dem Bilanzposten "Langfristige Vermögenswerte" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 58,1 Mio. ausgewiesen, die 53 Prozent der Konzernbilanzsumme ausmachen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet.

Zahlungsmittelgenerierende Einheiten mit Geschäfts- oder Firmenwerten werden mindestens einmal jährlich sowie ergänzend bei Anhaltspunkten für eine Wertminderung von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest (sogenannte Impairment-Test) unterzogen.

Die Bewertung erfolgt dabei mittels eines Bewertungsmodells nach dem sog. Discounted-Cash-Flow-Verfahren. Liegt der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit über dem erzielbaren Betrag, wird in Höhe des Unterschiedsbetrags ein Wertminderungsaufwand erfasst.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und erfordert zahlreiche Schätzungen und Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter, vor allem hinsichtlich der Höhe der zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse, der Wachstumsrate für die Prognose der über den Detailplanungszeitraum hinausgehenden Cashflows und des zu verwendenden Diskontierungszinssatzes. Aufgrund der betragsmäßigen Bedeutung der Geschäfts- oder Firmenwerte für den Konzernabschluss der SYZYGY AG und den mit der Bewertung verbundenen erheblichen Unsicherheiten liegt ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt vor.

Die Angaben der SYZYGY AG zu Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den Abschnitten 2.1 und 3.1 sowie 3.2 auf den Seiten 84 bis 85 und 92 bis 95 des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und ermessensbehafteten Parameter sowie der Berechnungsmethode der Werthaltigkeitstests unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Dafür haben wir zunächst ein Verständnis der Planungssystematik und des Planungsprozesses sowie der wesentlichen von den gesetzlichen Vertretern in der Planung getroffenen Annahmen erlangt. Die Prognose der zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse im Detailplanungszeitraum haben wir mit der von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Unternehmensplanung abgestimmt und uns anhand einer Analyse von Plan-Ist-Abweichungen in der Vergangenheit sowie im Geschäftsjahr 2018 von der Planungstreue der Gesellschaft überzeugt. Wir haben die der Planung zugrunde liegenden Annahmen und die bei der Prognose unterstellten Wachstumsraten durch Abgleich mit vergangenen Entwicklungen und unter Berücksichtigung der aktuellen branchenspezifischen Markterwartungen sowie der unternehmensspezifischen Situation nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die verwendeten Diskontierungszinssätze anhand der durchschnittlichen Kapitalkosten einer Peer Group kritisch hinterfragt. Unsere Prüfung umfasste auch die von der SYZYGY AG vorgenommenen Sensitivitätsanalysen. Hinsichtlich der Auswirkungen möglicher Veränderungen der Kapitalkosten und der unterstellten Wachstumsraten haben wir zusätzlich eigene Sensitivitätsanalysen vorgenommen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den in Abschnitt 11. des Konzernlageberichts erhaltenen Verweis auf die gesondert veröffentlichte nichtfinanzielle Konzernerklärung.
den in Abschnitt 10. des Konzernlageberichts enthaltenen Verweis auf die gesondert veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung.
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.

Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäss Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Juni 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2004 als Konzernabschlussprüfer der SYZYGY AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Alexander Gebhardt.

Frankfurt am Main, 29. März 2019

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Dr. Rosien, Wirtschaftsprüfer

gez. Gebhardt, Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender 2019

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Zwischenbericht zum 31. März Jahreshauptversammlung, Frankfurt Zwischenbericht zum 30. Juni
03.05. 07.06. 02.08.
Zwischenbericht zum 30. September Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt MKK - Münchner KapitalmarktKonferenz
01.11. 25.-27.11. 10.-11.12.

Bei allen Terminen Änderungen vorbehalten.

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VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS:

WILFRIED BEECK

VORSTAND:

LARS LEHNE, ERWIN GREINER, FRANK LADNER

TEXT/REDAKTION: SYZYGY AG

DRUCK: JD DRUCK

FOTOGRAFIE: SYZYGY, ADOBE STOCK, FRANZISKA TAFFELT

ILLUSTRATIONEN: CHRISTOPH NIEMANN

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