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Syzygy AG

Annual Report Apr 24, 2018

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Annual Report

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Syzygy AG

Bad Homburg v. d. Höhe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Geschäftsbericht 2017

"Die Fähigkeit zu Kollaboration und Unternehmergeist sind die wichtigsten Fähigkeiten der Zukunft."

Peter Drucker, "Innovation and Entrepreneurship"

ir.syzygy.net

Finanzkennzahlen

Umsatzerlöse (in TEUR)

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2013 35.030
2014 47.075
2015 57.311
2016 1 64.273
2017 60.669

Operatives Ergebnis (in TEUR)

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2013 2.023
2014 3.843
2015 5.268
2016 5.596
2017 4.096

Finanzergebnis (in TEUR)

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2013 2.124
2014 2.157
2015 1.975
2016 1.336
2017 1.440

Ergebnis vor Steuern (in TEUR)

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2013 4.147
2014 6.000
2015 7.243
2016 6.932
2017 5.536

Konzernergebnis (in TEUR)

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2013 3.361
2014 4.739
2015 4.864
2016 5.097
2017 4.235

Ergebnis je Aktie unverwässert (in EUR)

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2013 0,26
2014 0,35
2015 0,37
2016 0,39
2017 0,39

Operativer Cashflow (in TEUR)

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2013 1.294
2014 14.410
2015 -2.421
2016 5.930
2017 4.778

Umsatz pro Mitarbeiter (in TEUR)

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2013 100
2014 103
2015 108
2016 108
2017 95

Bilanzstruktur

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Umlaufvermögen 36%
Anlagevermögen 64%
Eigenkapital 53%
Fremdkapital 47%

Umsatzerlöse nach Segmenten

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Deutschland 64%
Großbritannien 23%
USA 8%
Sonstige 5%

Umsatzverteilung nach Kundengröße

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Top 5 35%
Top 6-10 14%
Sonstige 51%

Umsatzverteilung nach Branchen

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Automobil 29%
Konsumgüter 27%
Finanzdienstleistung 12%
Telekommunikation/IT 11%
Sonstige 21%

Anlagestruktur der liquiden Mittel und Wertpapiere

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Unternehmens- und Staatsanleihen 56%
Bankguthaben 44%

Mitarbeitersplit nach Funktionen

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Online-Marketing 22%
Strategieberatung 17%
Technologie 17%
Kreation 15%
Projektmanagement 15%
Verwaltung 14%

Aktionärsstruktur

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WPP plc. 50,07%
Eigenbesitz 0,55%
Streubesitz 49,38%

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen Sehr geehrte Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2017 war eines der schwierigsten in der Geschichte der Gruppe. Marktkonsolidierung, zunehmende Dominanz der großen Beratungsunternehmen und vor allem der Verlust unseres Großkunden BMW Digital in Berlin haben das Geschäftsjahr gekennzeichnet und belastet.

60,7 Mio. EUR Umsatzerlöse

1,4 Mio. EUR Finanzergebnis

0,39 EUR Dividende (vorgeschlagen)

Gingen wir noch im Sommer des vergangenen Jahres davon aus, dass wir etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres von 2016 werden abschließen können, so hat uns der Verlauf des 2. Halbjahres einige unvorhergesehene Verluste beschert. Aber wir haben diese Herausforderungen genutzt, um die Gruppe aktiv umzubauen, zu restrukturieren und damit auf stabilere, diversifizierte Füße zu stellen. Neben der Straffung und Neuausrichtung des bestehenden Portfolios konnten wir erfolgreich zwei Unternehmen akquirieren, die zentrale Bausteine dafür sind, uns richtig für die Zukunft aufzustellen.

Der Umsatz lag mit EUR 60,7 Mio. 6 Prozent unter dem Vorjahreswert und auch das mit Sonderfaktoren belastete operative Ergebnis lag mit EUR 4,1 Mio. um deutliche 27 Prozent unter dem Ergebnis des Vergleichszeitraumes. Trotz dieser erheblichen Belastungen und beflügelt durch ein außerordentlich gutes Finanzergebnis von EUR 1,4 Mio., betrug der Jahresüberschuss EUR 4,2 Mio. Das Ergebnis je Aktie steigt auf EUR 0,39 - dies aufgrund der Zurechnung von Verlusten auf Minderheitsanteile, die sich erhöhend auf den Gewinn je Aktie ausgewirkt haben. Dank einer weiterhin gesunden und stabilen Liquidität haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von EUR 0,39 je Aktie vorzuschlagen. Dies entspricht einer erneuten Erhöhung der Dividende. Die SYZYGY Aktie bleibt damit auch im neunten Jahr in Folge ein stabiler und attraktiver Dividendenwert.

Bevor wir in den Jahresrückblick starten, ist es mir ein persönliches Anliegen, mich im Namen des gesamten Vorstandes bei unseren mittlerweile knapp 700 weltweiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bedanken, die uns in turbulenten Zeiten einmal mehr bewiesen haben, wie großartig und belastbar das SYZYGY Team ist. Veränderungsprozesse sind kein einfaches Unterfangen - darüber gibt es ganze Lehrbücher. Das SYZYGY Team hat uns durch Vertrauen, Begeisterung und Motivation immer wieder darin bestärkt, die richtigen Entscheidungen zu treffen und den richtigen Weg zu gehen. Bedanken möchte ich mich ebenfalls ausdrücklich beim Aufsichtsrat, der uns in 2017 jederzeit und vorbehaltlos ein tatkräftiger und motivierender Ratgeber war.

An dieser Stelle möchte ich an unseren Aufsichtsratsvorsitzenden Ralf Hering erinnern, der am 16.02.2018 völlig überraschend an Herzversagen verstorben ist. Diese Nachricht hat uns alle sehr erschüttert. Mit Ralf Hering verlässt einer der letzten Gentleman dieser Branche die Bühne. Ralf war uns stets ein brillanter Sparringspartner, ein kluger Berater, gerade in turbulenten Zeiten ein Fels in der Brandung und ein Freund, dem wir jederzeit vertrauen konnten. Wir vermissen ihn sehr. Im Namen des Vorstands und aller Mitarbeiter bedanken wir uns bei Ralf Hering für seine herausragende Arbeit im Aufsichtsrat der SYZYGY AG.

Bei der Vielzahl der Veränderungen des vergangenen Jahres haben wir gemeinsam beschlossen, Ihnen einen möglichst detaillierten und transparenten Rückblick zu geben. Beginnen wir - anders als in den Vorjahren - zunächst auf Gruppenebene:

Im März des vergangenen Jahres haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, die Gruppe wesentlich stärker auf den Kernmarkt Deutschland zu fokussieren. Wir wollen ein deutsches, digitales Powerhouse bauen, das die deutsche und Industrie substanziell dabei unterstützen kann, in der digitalen Welt von morgen erfolgreich zu sein. Dafür helfen wir unseren Kunden mit maßgeschneiderten Transformations- und Kommunikationslösungen, die wir zukünftig entlang von drei Dimensionen anbieten: Strategie - die richtigen Grundsatzentscheidungen für Erfolg in der digitalen Welt, Produkt - die Konzeption und Entwicklung digitaler Produkte, Services und Plattformen und Marketing - die effektive Aktivierung der richtigen Zielgruppen.

Damit schaffen wir ein in dieser Tiefe im deutschen Markt einzigartiges Angebot und können noch umfassender mit unseren Kunden zusammenarbeiten.

Als Konsequenz unseres verstärkten Fokus auf den deutschen Markt hat der Aufsichtsrat beschlossen, das Mandat von Andy Stevens, der hauptsächlich die internationalen Geschäftsfelder verantwortete, nicht zu verlängern. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat dem Wunsch des Vorstandes entsprochen und den Bereich Technologie im Vorstand verankert. Frank Ladner wurde im Rahmen dieser Veränderung zum 1. Januar 2018 zum Technologievorstand berufen.

Betrachten wir im Folgenden unsere Regionen und Segmente:

Kernmarkt Deutschland

Die deutschen Gesellschaften konnten das Umsatzniveau des Vorjahres trotz des Verlustes von BMW halten. Allerdings wurde der Verlust hauptsächlich durch anorganisches Wachstum kompensiert, während die Bestandsgesellschaften nur verhalten zulegten. Im April des vergangenen Jahres übernahm SYZYGY die Mehrheit am Performance Marketing Dienstleister Catbird Seat in München, der unter der Marke SYZYGY firmieren wird. Gemeinsam mit den Hamburger Kollegen gehört die SYZYGY Gruppe damit nun zu den drei größten Anbietern für Performance Marketing in Deutschland.

"Wir wollen ein deutsches, digitales Powerhouse bauen, das die deutsche Industrie substanziell dabei unterstützen kann, in der digitalen Welt von morgen erfolgreich zu sein."

"Wir haben uns im Geschäftsjahr 2018 ganz der Integration, der Konsolidierung und der Kollaboration verschrieben."

Im Oktober übernahm die SYZYGY Gruppe die Mehrheit am Berliner Strategie- und Beratungsdienstleister diffferent. Durch diffferent ist SYZYGY die erste Agenturgruppe, die mit knapp 100 Beratern ein starkes Gegengewicht zur Übermacht der Unternehmensberater aufweisen kann. Diffferent wird der Gruppe Kundenzugang auf Entscheiderebene garantieren und gemeinsam mit den anderen Agenturen Kundenprojekte von der Idee über den Prototypen bis zur Implementierung realisieren. Beratung endet jetzt nicht mehr bei der Ergebnispräsentation, sondern wird direkt umgesetzt und optimiert.

Nach dem Verlust des Plattformgeschäfts von BMW Digital konnte sich die Berliner Agentur Hi-ReS! mangels nachhaltiger Geschäftsaussichten nicht wieder stabilisieren. Neben dem Abbau von rund 80 Mitarbeitern hat diese Operation die Gruppe in 2017 mit einem Umsatzrückgang von ca. Euro 6,0 Mio. und einem deutlich 7-stelligen operativen Verlust belastet.

Das Technologiegeschäft am Standort Bad Homburg war auch in 2017 sehr stabil und übernimmt zunehmend Aufgaben für die gesamte SYZYGY Gruppe. Besonders hervorzuheben ist die neue deutsche Führungs- und Implementierungsrolle des Bad Homburger Teams für den internationalen Kunden Mazda Motor Europe, der seinen Hauptsitz in Leverkusen hat. Das neue Gebäude in Bad Homburg, das gleichzeitig auch Hauptsitz der SYZYGY AG ist, wird großartig angenommen und bietet eine attraktive und moderne Bürofläche für unsere Mitarbeiter und Kunden.

Internationales Geschäft

Das internationale Geschäft ist tendenziell rückläufig. Während SYZYGY UK seine Umsätze stabil hält, sind bei den Niederlassungen in Nordamerika und Polen geringere Erlöse zu verzeichnen. Die Kreativproduktion Ars Thanea in Polen hat Ihre Umsatzziele nicht erreicht und der Hauptkunde Avis Budget Group in Nordamerika hat seine Investments auf Grund einer extrem angespannten Marktsituation reduziert. Es darf aber positiv erwähnt werden, dass sowohl die US- als auch UK-Niederlassung erfolgreich organisches Geschäft gewonnen haben, das es in 2018 auszubauen gilt. Hervorzuheben ist ebenfalls die hervorragende Kooperation zwischen SYZYGY New York und SYZYGY London. Darüber hinaus haben unsere amerikanischen Kollegen zum zweiten Mal in Folge den renommierten "The Drum Award" in der Kategorie "Best Use of Paid Search" mit dem Kunden Avis Budget Group gewonnen. Eine beachtliche Leistung für ein so kleines Team im nordamerikanischen Markt.

Die zunehmende Komplexität des Marktes auf der einen Seite und die steigende Vielfalt unserer Angebote auf der anderen Seite hat uns wie schon zuvor erwähnt dazu bewogen, unser Serviceportfolio neu zu sortieren. Sprachen wir in der Vergangenheit von Media, Technologie und Kreation bzw. Design, reden wir nun von Leistungen und Services entlang der Kette Strategie, Produkt und Marketing. Vieles von dem, was wir unseren Kunden heute schon anbieten und was uns durch unsere Zukäufe massiv vom Wettbewerb unterscheidet, lässt sich nicht mehr in die alten Schubladen legen. Wir sind deutlich breiter aufgestellt, haben das Portfolio erweitert und liefern vor allem mit der Strategieberatung diffferent Dienstleistungen, die wir bisher nicht anbieten konnten. Im weiteren Verlauf dieses Geschäftsberichtes werden Sie einen detaillierten Einblick in unser aktuelles Angebotsportfolio und Arbeitsbeispiele bekommen.

Ausblick

Wir versprachen Ihnen im vergangenen Geschäftsbericht, uns auf drei wesentliche Dinge zu konzentrieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Erstens den Ausbau des Kerngeschäfts, der uns mit dem Erwerb von Catbird Seat eindrucksvoll gelungen ist. Zweitens der Auf- und Ausbau der Beratungs- und Strategiekompetenz der Gruppe - die Akquisition von diffferent hat uns hier in eine völlig neue Liga katapultiert. Drittens die lückenlose Abbildung der digitalen Wertschöpfungskette, um Kunden ganzheitliche Lösungen anbieten zu können. Beide Akquisitionen haben hier geholfen, aber die Lücke im Bereich e-Commerce und Technologieberatung noch nicht ganz geschlossen. In 2018 haben diese Bereiche bei organischen wie auch anorganischen Investitionen oberste Priorität.

Wir haben uns im Geschäftsjahr 2018 ganz der Integration, der Konsolidierung und der Kollaboration verschrieben. Akquisitionen sind nur so gut und erfolgreich wie ihre Integration gelingt. Hier bedarf es eines besonderen Augenmerks des Managements, um positive Wachstumseffekte möglich zu machen. Darüber hinaus werden wir das Markenportfolio weiter bereinigen und unsere Services entlang des Dreiklangs von Strategie, Produkt und Marketing auf- und ausbauen. Unser Bekenntnis zu maximaler Kollaboration und Offenheit haben wir mit dem Titel dieses Geschäftsberichts klar zum Ausdruck gebracht. Das gilt intern wie extern, vor allem in Hinblick auf starke, nachhaltige Partnerschaften innerhalb des WPP-Netzwerkes. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir nur als ein starkes, geeintes SYZYGY Team mit belastbaren externen Partnerschaften den sich ständig ändernden Marktgegebenheiten erfolgreich gegenübertreten können. Diese Fähigkeiten sind der Schlüssel zum Erfolg in einem hyperdynamischen Markt.

"Die Gruppe ist stärker und enger verzahnt als je zuvor."

Als digitaler Business Partner für deutsche und internationale Unternehmen stehen wir für maßgeschneiderte Lösungen, Substanz, viel Empathie und klare Verantwortungsübernahme. Unser Ziel ist es, bereichernde Markenerlebnisse zu generieren und unseren Kunden Sicherheit und Stärke in einem ungewissen Umfeld zu geben. Oder mit anderen Worten - We create Happiness ;-)

Dr. Paul Marsden wird Ihnen im weiteren Verlauf des Geschäftsberichts anhand von zwei Studien der SYZYGY Gruppe aus dem vergangenen Jahr darlegen, was wir unter Empathie und Verantwortung verstehen und wie wir unsere Kunden mit einzigartigen Erkenntnissen inspirieren und leiten.

Das Jahr 2017 hat uns herausgefordert und geeint. Die Gruppe ist stärker und enger verzahnt als je zuvor. Teamgeist hat höchste Priorität und wir haben gelernt, wie wertvoll, bereichernd und erfolgreich team- und länderübergreifendes Arbeiten ist. Und wenn wir von Team sprechen, möchte ich Ihnen nachfolgend gerne das erweiterte Management Board vorstellen. Auch hier hat es Veränderungen und Erweiterungen gegeben, wobei anzumerken ist, dass von nun an ALLE Mitglieder des erweiterten Management Boards hauptsächlich eine operative, produktive Verantwortung im Business tragen und darüber hinaus auf Grund ihrer inhaltlichen Qualifikation eine additive, themenspezifische Rolle für die Gruppe übernehmen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und auf die neuen Gesichter.

2018 wird wieder ein Jahr mit zweistelligem Umsatzwachstum sein. Das operative Ergebnis (EBIT) wird proportional zu den Umsatzerlösen steigen. Die Aussichten sind positiv und wir schauen motiviert und gestärkt auf die kommenden 12 Monate.

Im Namen des gesamten Management Teams, herzlichst

Ihr Lars Lehne, Vorstandsvorsitzender / CEO

Strategie

Alexander Kiock

Chief Strategy Officer / CSO diffferent GmbH, Berlin

Dr. Paul Marsden

Chief Consumer Psychologist SYZYGY Group, London

Produkt

Dirk Jehmlich

Chief Innovation Officer / CIO diffferent GmbH, Berlin

Ron Hofer

Chief Experience Officer / CXO USEEDS° GmbH, Berlin

Marketing

Florian Schmitt

Chief Creative Officer / CCO SYZYGY Group, London

Phil Stelter

Chief Media Officer / CMO Unique Digital Marketing Ltd., London

Hallo! Wir sind SYZYGY

700+ Talente

200+ Awards

1995 gegründet

Als digitaler Business Partner für deutsche und internationale Unternehmen übernehmen wir Verantwortung: Wir begleiten unsere Kunden von der ersten Idee bis zum Erfolg im Markt - mit Substanz, viel Empathie und stets maßgeschneiderten Transformations- und Kommunikationslösungen.

Unser Dienstleistungsangebot umfasst alle drei zentralen Dimensionen für Erfolg in der digitalen Welt:

Strategie - die individuell passenden Grundsatzentscheidungen

Produkt - die Konzeption und Entwicklung digitaler Produkte, Services und Plattformen

Marketing - die effektive Aktivierung der richtigen Zielgruppen.

Unser Ziel dabei: Wir geben unseren Kunden Sicherheit und Stärke in einem ungewissen Umfeld und unterstützen sie, bereichernde Markenerlebnisse zu entwickeln.

Oder mit anderen Worten: We create happiness!

Business Consulting

Research & Innovation

Data Science

Technology

Content & Media

Brand & Purpose

Team Enablement

Strategie

Mit unserer Strategie-Arbeit legen wir die Basis dafür, dass Produkte, Dienstleistungen und Kampagnen entstehen, die Nutzer begeistern und Unternehmen zum Erfolg führen.

Dabei vereinen wir Perspektiven -vom Nutzer bis zur Technologie, von der Marke bis zum Business - und brechen altes Silo-Denken auf.

Experience Design

Service Design

Frontend Technology

UI Architecture & Build

Backend Technology

Platform Architecture & Build

Produkt

Wir gestalten Kundenerlebnisse und erwecken digitales Business zum Leben.

Ob als Plattform, als Service oder als individuelle Softwarelösung - unsere digitalen Produkte entsprechen den höchsten Standards für Qualität, Sicherheit und Skalierbarkeit.

Campaigns

Creative Production

SEO

Paid Media

Social Media

Creative Technology

AR & VR

Marketing

Durch kreative Inhalte und optimierte Ergebnisse über das gesamte Marketing-Ökosystem zahlen wir auf Business-Ziele ein und verhelfen Marken zu ihrem vollen Potential.

Wir maximieren Relevanz und minimieren Ineffizienzen, indem wir Zielkunden effektiver erreichen, Aufmerksamkeit im Markt erhöhen und Nutzer zu erwünschten Handlungen führen.

Was Menschen von Künstlicher Intelligenz halten

Von Dr. Paul Marsden

Die Agenturgruppe SYZYGY hat im Rahmen einer Thought-Leadership-Studie untersucht, wie die Bevölkerung zu Künstlicher Intelligenz (KI) steht. Dazu wurden 6.000 Erwachsene in Deutschland, Großbritannien und den USA befragt. Die überraschenden Umfrageergebnisse sind in der Studie "Sex, Lies and AI" (Sex, Lügen und KI) zusammengefasst. Sie helfen, das emotionale Verhältnis der Menschen zur KI-Technologie besser zu verstehen.

Wenn wir im vergangenen Jahr mit Kunden über Technologietrends gesprochen haben, ging es fast immer um KI. Sie ermöglicht die Automatisierung von Prozessen und Funktionen - auch und vor allem im Marketing. Grundlage ist eine Technologie, die durch Nachbildung von Fähigkeiten menschlicher Intelligenz selbst entsprechend intelligent agiert. Da KI überdies erkennen, lernen, Schlüsse ziehen und steuern kann, gehört sie bei vielen unserer Kunden zu den Kernelementen ihrer Digitalisierungsstrategie.

Während unseren Kunden bergeweise Whitepaper zu den Vorteilen von KI-Technologie zur Verfügung stehen, gibt es nur wenig Material über die Einstellung der Menschen dazu. Was empfinden sie in Bezug auf KI in ihrem Alltag - zu Hause, im Beruf und allgemein in der Gesellschaft? Genau das ist aber eine Schlüsselfrage nicht nur für Agenturen, die ihren Kunden KI-Systeme anbieten, sondern auch für Unternehmen, die diese Technologie im Endkundengeschäft einsetzen. Wer KI positiv einschätzt, wird eher bereit sein, sie im Alltag zu akzeptieren. Eine negative Einstellung führt zur Ablehnung.

Die öffentliche Diskussion wird von Hype und Hysterie beherrscht. Technologieanbieter sehen KI meist positiv, viele preisen sie mit fast religiösem Eifer als das "nächste große Ding". Die Mainstream-Medien sind weniger begeistert und präsentieren gern Sensationsmeldungen über die negativen Folgen von KI oder ihren böswilligen Einsatz: Massenüberwachung, Datenschutzverletzung, soziale Manipulation, Fake News, Media Bias, Cyberkriminalität, Job-Automatisierung, Killer-Autos und KillerDrohnen - all das wurde im letzten Jahr mit KI in Verbindung gebracht.

Was denken Menschen heute zwischen Tech-Hype und Media-Hysterie über KI? Unsere internationale Umfrage bringt überraschende Ergebnisse.

KI? Mir egal.

Das vielleicht erstaunlichste Resultat: Die meisten Leute lässt das Thema ziemlich kalt. Zwar ist vielen bewusst, dass sie Geräte verwenden, auf denen KI eingesetzt wird, und dass Unternehmen damit arbeiten. Aber die Technologie weckt keine starken Gefühle, weder positive noch negative. Nur jeder Zehnte hat eine klare Meinung zu KI, ob ablehnend oder zustimmend. Die typische emotionale Reaktion auf KI ist neutral.

So haben wir beispielsweise festgestellt, dass der Einsatz von KI im Marketing weder Begeisterung noch Beunruhigung auslöst.

Auf die Frage, wie sie reagieren würden, wenn ihre Lieblingsmarke KI-Technologie einsetzen würde, um sie automatisch zu tracken, Profile von ihnen anzulegen und ihnen personalisierte Werbung zu zeigen, gibt nur ein Viertel der Befragten an, dass sie das stören würde. Selbst in Deutschland, wo man in Bezug auf Überwachungstechnologie traditionsgemäß skeptisch eingestellt ist, zeigt sich die Mehrheit der Befragten unbeeindruckt vom Einsatz der Hypertargeting-Technologie. Es wird spannend zu beobachten sein, ob diese hypothetische Sorglosigkeit auch real bestehen bleibt, wenn Digitalagenturen zunehmend Hypertargeting-Lösungen auf den Markt bringen.

Sex, Lügen und KI

Um latente oder verborgene Empfindungen über KI an die Oberfläche zu bringen und emotionale Antworten zu erhalten, haben wir zudem eine Reihe von moralischen Fragen in Verbindung mit KI gestellt: Was halten Sie von dem Einsatz von Killer-Drohnen in der Kriegsführung? (Antwort: Einverstanden.) Sollten selbstfahrende Autos so programmiert werden, dass sie Fahrzeuginsassen opfern, wenn dadurch bei einem Unfall der Gesamtschaden reduziert wird? (Antwort: Ja, ich würde aber nicht in einem solchen Auto mitfahren.) Wie stehen Sie zum Einsatz von KI am Arbeitsplatz? (Antwort: Ich fühle mich bedroht. In den kommenden fünf Jahren könnte mein Job durch KI zu 30 Prozent automatisiert werden.) Was halten Sie von KI-Agenten wie zum Beispiel Chatbots, die sich als Menschen ausgeben? (Antwort: Nicht gut, das müsste verboten werden.) Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin mit einem Sexrobotor schlafen würde? (Antwort: Nicht gut, und ich würde das als Fremdgehen werten, wenn es mir verheimlicht wird.)

Diese Fragen lassen potenzielle Ängste gegenüber KI erkennen, vor allem dann, wenn sie als Bedrohung für die menschliche Autonomie (Szenarien mit selbstfahrenden Autos), menschliche Beziehungen (Sexroboter-Problematik) und menschliche Kompetenz (Job-Automatisierung) gesehen wird. Dies sind insofern wichtige Erkenntnisse, als Autonomie, Beziehungen und Kompetenz entscheidende Treiber für das menschliche Wohlbefinden sind (wir sprechen deshalb bei diesem Dreiklang vom "ABK des Glücks"). Wir sehen also, dass die meisten Menschen der Technologie neutral gegenüberstehen beziehungsweise keine ausgeprägte Meinung dazu haben. Gleichzeitig zeigen aber die emotionaleren Fragen, dass die Einstellung stark ins Negative umschlagen kann, wenn KI als Bedrohung für Autonomie, Beziehungen und Kompetenz empfunden wird.

Positives Potenzial nutzen

KI kann, wie jede Technik, sowohl nützlich als auch gefährlich sein. Wir bei SYZYGY glauben an die positive Kraft der Digitaltechnik, die für mehr Glück und Wohlbefinden sorgen kann. Unsere Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass KI dieses positive Potenzial nur dann ausschöpfen kann, wenn sie menschliche Autonomie, Beziehungen und Kompetenz nicht unterminiert, sondern fördert. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, genau das zu erreichen.

Die Öffentlichkeit ist offen dafür, dass Unternehmen mit Hilfe von KI ihre Produkte und Dienstleistungen vermarkten

1 von 3

Deutschen Erwachsenen wären daran interessiert einen KI-Sex-Roboter auszuprobieren

68%

der deutschen Öffentlichkeit lehnen die Nutzung von KI für vorhersagbare Polizeiarbeit ab

31%

der Anteil des Jobs der laut Studie in den nächsten 5 Jahren durch KI ersetzt werden kann

Wie man Millennials anspricht

Von Dr. Paul Marsden

Viele unserer Kunden stehen vor der Herausforderung, die Millennials als Konsumenten zu gewinnen. Um dabei Unterstützung zu leisten, haben wir im Rahmen ihres Thought-Leadership-Programms eine internationale Umfrage durchgeführt - mit äußerst interessanten Resultaten.

Millennials, Menschen im Alter von Anfang 20 bis Ende 30, stellen für viele Unternehmen die wichtigste Zielgruppe dar. Diese Generation nutzt intensiv Finanz- und Online-Dienstleistungen und ist in vielen Regionen die wachstumsstärkste Gruppe der Autokäufer. Allein in Deutschland verfügen Millennials über eine jährliche Kaufkraft von rund 400 Milliarden Euro, die sie für Konsumgüter, Dienstleistungen und Kapitalanlagen ausgeben können.

Als erste Generation der sogenannten "Digital Natives" sind Millennials allerdings für viele Marketeers keine einfachen Adressaten. Sie meiden klassische Medien wie lineares Fernsehen und Print. Sie nutzen ihre gut trainierten digitalen Kompetenzen, um sich selbstständig im Internet zu informieren, Werbung zu blockieren, bewusst Banner zu ignorieren und generell eine frustrierende Immunität gegenüber digitalem Marketing an den Tag zu legen. Und sie können erstaunlich illoyal sein gegenüber Marken, die ihren hohen Erwartungen - optimaler Komfort, sofortige Verfügbarkeit und günstiger Preis - nicht entsprechen.

Alles dreht sich um mich

Um unsere Kunden im Marketing für Millennials zu unterstützen, haben wir 2017 eine innovative Online-Studie durchgeführt. Das Ziel: verstehen, was die Zielgruppe will. Natürlich sind die Bedürfnisse einer weltweit 1,8 Milliarden Menschen zählenden Gruppe nicht identisch. Doch genau wie jeder Mensch zeichnet sich auch jede Generation durch bestimmte Persönlichkeitsmerkmale aus. Diese weichen zwar innerhalb einer Generation genauso stark von einander ab wie zwischen verschiedenen Generationen. Und selbstverständlich gibt es auch innerhalb einer Generation kulturelle und regionale Unterschiede. Dennoch werden Millennials im Zeitalter der Globalisierung durch Faktoren beeinflusst, die sie international verbinden: die Lebensphase, globale Medien, neue Technologien und das gemeinsame Erleben wichtiger Trends und Ereignisse.

Diese Erkenntnis ist Grundlage des "Generationenmarketings", mit dem man Millennials oder auch andere Generationen anhand der spezifischen Wesensmerkmale anspricht, die sie teilen.

Ein Merkmal, das man bekanntlich am häufigsten mit Millennials in Verbindung bringt, ist der Narzissmus mit seinem ausgeprägten Selbstwertgefühl. Die Kombination aus kindzentrierter Erziehung, nutzerzentrierter, personalisierter Technologie und Selfie-zentrierten sozialen Medien hat eine sehr selbstbezogene Generation hervorgebracht - die "Generation Ich". Persönlichkeitstests bestätigen: Zwar ist Narzissmus in gewissem Maß bei allen Menschen ausgeprägt, bei Millennials aber besonders stark. Für das Jugendmarketing ist diese Erkenntnis bereits seit zwei Jahrzehnten von unschätzbarem Wert. Wer die Herzen, die Aufmerksamkeit und die Geldbörsen junger Millennials erobern will, muss ihr starkes Ego ansprechen.

Für unsere Kunden stellt sich allerdings die Frage, ob das womöglich nur für die Jugendjahre der Millennials gilt - die darauf basierenden Strategien könnten darüber hinaus nicht funktionieren. Persönlichkeiten entwickeln sich weiter, daher wäre es gut vorstellbar, dass sich der für diese Generation typische Narzissmus mit dem Älterwerden verliert. Die ich-zentrierten Marketingkampagnen der Vergangenheit würden mit der Zeit immer weniger greifen.

Ego-Tech

Um diese Frage zu beantworten und die Persönlichkeit der Millennials genauer zu verstehen, führten wir im Zeitraum 2016 bis 2017 eine Studie mit Persönlichkeitstests bei 3.000 erwachsenen Millennials in Deutschland und den USA durch. Sie zeigt, dass der Narzissmus auch bei erwachsenen Millennials stark ausgeprägt ist. So sind Millennials in Deutschland und den USA durchschnittlich rund 10 Prozent narzisstischer veranlagt als der Durchschnitt der Bevölkerung. Zudem bestätigt unsere Studie den empirischen Zusammenhang zwischen digitaler Technologie und Narzissmus. Je häufiger soziale Medien, On-Demand-Apps oder Self-Tracking-Tools wie etwa Fitness-Armbänder benutzt werden, desto stärker ist in der Regel die narzisstische Ausprägung. Das ist nach unserem Wissen mit der Studie erstmals belegt worden.

Für unsere Kunden, die Millennials als Zielgruppe adressieren, ist das erfreulich. Denn wir können darauf basierend Empfehlungen für Kampagnen geben, die das Ego von Millennials aufladen, ihr Selbstwertgefühl bestätigen und ihre Selbstverwirklichung fördern. Zudem haben wir sieben MarketingBotschaften identifiziert, die weltweit für Millennials attraktiv sein dürften - ausgehend von den sieben Einzelmerkmalen, über die wie bei den Persönlichkeitstests Narzissmus gemessen haben.

1. Anspruch: Für mich nur das Beste!

2. Überlegenheit: Schmeichle meinem Ego!

3. Eitelkeit: Spiegle meine Schönheit!

4. Exhibitionismus: Hilf mir, mich zu inszenieren!

5. Instrumentalisierung: Gib mir Macht!

6. Autorität: Erweitere meinen Einfluss!

7. Unabhängigkeit: Hilf mir, mir selbst zu helfen!

Diese sieben Botschaften bilden zusammen das, was wir bei SYZYGY als "MVPs" bezeichnen: "Millennial Value Propositions".

Monetarisierung der Millennials

In der Arbeit mit unseren Kunden setzen wir den MVP-Rahmen immer häufiger für Millennial-Briefings ein. Damit geben wir ihnen einen frischen, erkenntnisbasierten Ansatz für nutzerzentrierte Konzepte an die Hand, was uns von unseren Wettbewerbern abhebt. Da viele unserer Kunden zudem selbst der Millennial-Generation angehören, nutzen wir den MVP-Rahmen überdies bei Pitches - so können wir uns über das schriftliche Briefing hinaus auf die Bedürfnisse des Kunden einstellen. Hier zeigt sich einmal mehr, durch avanciertes Wissen einen Mehrwert zu schaffen - und in den eigenen Geschäftserfolg zu investieren.

Digital Transformation

Deutsche Telekom

Digitalisierung bietet viele Chancen. Wir unterstützen die Deutsche Telekom dabei, interessante Geschäftsfelder zu erschließen und neue Arbeitsmethoden zu entwickeln.

Digitalisierung beginnt im Kopf. Wie alle großen Konzerne steht die Deutsche Telekom vor der Herausforderung, auf breiter Ebene Führungskräfte und Mitarbeiter fit zu machen für neue Denk- und Arbeitsweisen. In diesem Mind-Shift-Prozess leisten wir Beratung und Unterstützung. Wir haben Enablement- und Learning-Projekte konzipiert, über die sich neue Arbeitsmethoden wie Design Thinking, Agile Management und Digital Collaboration vermitteln lassen. Wir zeigen auch, wie man diese im Arbeitsalltag probt.

Gemeinsam mit der die Deutschen Telekom entwickeln wir auch Ideen für interessante Produkt- und Service-Innovationen. Dieser Prozess reicht vom Opportunity Mapping über die Produktion von Prototypen bis zum Check eines möglichen Business Cases. Ein Schwerpunkt unserer gemeinsamen Arbeit liegt in Smart-Home-Anwendungen:

Welche Technologien können dafür sorgen, dass wir uns zu Hause wohler fühlen? Wie kann man älteren Menschen helfen, den Alltag in den eigenen vier Wänden zu meistern?

Darüber hinaus begleiten wir die Deutsche Telekom in strategischen Zukunftsprojekten bei der Erschließung von Geschäftsfeldern und Geschäftsmodellen, um die Digitale Transformation zu ermöglichen.

Mit unkonventionellen Herangehensweisen interessante Denkanstöße geben, die Dinge aus ungewohnter Perspektive betrachten - das ist bei allen Projekten oberstes Gebot. Resultat sind immer neue, inspirierende Ideen, die das Leben der Menschen verbessern und den Unternehmenserfolg unterstützen.

Computer Generated Imagery (CGI)

Ford

Lebensechte Bilder durch modernste Technik: Wir haben den neuen Ford Everest für den chinesischen Markt in Szene gesetzt.

Der Ford Everest entfaltet seine Kraft und Wendigkeit vor allem da, wo die regulären Straßen enden, off-road. Zur Einführung in China bekamen wir den Auftrag, das SUV in seiner ureigenen Umgebung zu zeigen, in packenden, emotionalen Bildern.

Also haben wir uns in die Bergwelt Chinas aufgemacht. Während unsere Schwesteragentur GTB Shanghai dort den TV-Spot für den Ford Everest drehte, haben wir die Szenen fotografiert. An vier Orten entstanden so reale Aufnahmen der Landschaft, in der sich der Geländewagen am wohlsten fühlt. Für uns stellte der Trip eine besondere Herausforderung dar, weil wir auf einer Höhe von 4.950 Metern gearbeitet haben. Unser Team war die dünne Luft nicht gewohnt, und wir hatten nicht viel Zeit, uns zu akklimatisieren. Aber wir wollten auf jeden Fall authentische Motive. Die Extremerfahrung hat sich gelohnt. Im Anschluss an den Trip haben wir auf Basis von Computer Generated Imagery (CGI) ein virtuelles Modell des Ford Everest entwickelt. Wir kombinierten die 3D-Motive mit dem Fotomaterial aus China und optimierten die Bilder per Retouch. So entwickelten wir eine Serie von Key Visuals, die nicht nur in China, sondern im gesamten asiatischen Markt und in Australien in Printanzeigen und Online-Ads zu sehen sind. Sie zeigen den Ford Everest in lebensechter Umgebung, aber gleichzeitig optisch perfekt.

Sowohl Ford als auch GTB Shanghai waren begeistert vom Ergebnis. Unsere Kooperation wird fortgesetzt. Ein neues Projekt läuft bereits.

Performance Marketing

comdirect

Daten besser nutzen: Mit einer ausschließlich programmatischen Kampagne haben wir comdirect geholfen, effizienter um Neukunden zu werben.

Die comdirect gewinnt neue Kunden seit Jahren vor allem über Performance-Kampagnen im Internet. Genauso hält es aber auch die Konkurrenz im Online-Banking - der Wettbewerb um den Klick wird deshalb schärfer. Gleichzeitig bringen die Kunden für Finanzprodukte nur "low interest" auf. Die Banken stehen daher vor der Herausforderung, die Akquise-Effizienz ständig zu verbessern. Aber wie geht das am besten?

Wir haben vorgeschlagen, für das kostenlose Girokonto eine komplett programmatische Kampagne aufzusetzen. Sowohl der Media-Einkauf als auch die Aussteuerung der Werbemittel liefen ausschließlich automatisiert. Um den Erfolg unverfälscht messen zu können, wurde für den Zeitraum von drei Monaten keine anderweitigen Online-Media eingekauft.

Voraussetzung war ein übergreifendes, datenschutzkonformes Tracking potenzieller Neukunden über alle Touchpoints. So konnten wir neue Erkenntnisse zu Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Kanälen nutzen. Über unsere Demand-Side-Platform (DSP) haben wir datengestützt und in real-time kontinuierlich optimiert. Dabei kamen Third-Party-Daten und Retargeting auf Basis früherer Kampagnen zum Einsatz.

Das Ergebnis: Trotz zusätzlicher Technologiekosten erzielte die Kampagne effizientere Ergebnisse beim Cost-per-Lead und Cost-per-Order. Auch lag die Klickrate (CTR) bei den datenangereicherten Display-Impressions deutlich höher, und die Umwandlung in Neukunden gelang besser. Programmatic Advertising ist mittlerweile das präferierte Modell der comdirect.

User Experience (UX)

Miele

Konsequent vom Nutzer aus denken: Wir arbeiten mit Miele an Produkt- und Service-Innovationen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Mit beeindruckender Technikkompetenz sichert Miele immer wieder seinen Status als verlässliche Marke für höchste Ansprüche. Um erfolgreich zu bleiben, ist es aber genauso wichtig, den Kunden und seine Bedürfnisse sehr genau zu verstehen. Daher haben wir mit Miele einen Human-Centred Innovation Process aufgesetzt, der es ermöglicht, Anforderungen an neue Produkte mit den Augen des Kunden zu sehen.

Gemeinsam mit dem Miele Design Center arbeiten wir daran, Produkt- und Service-Innovationen konsequent aus dieser Perspektive zu entwickeln. Mehr als vielleicht erwartet, hat die nutzer- und kundenzentrierte Sichtweise weit reichende Folgen für Abteilungen wie Design, Entwicklung und Marketing. Daher vermitteln wir nicht nur die Methodik und die passenden Werkzeuge. Wir geben auch Impulse für eine völlig neue Haltung im Unternehmen, ein Human-Centred Mindset, das es künftig erleichtert, ganzheitliche Kundenerlebnisse zu schaffen und die Customer Experience zu optimieren.

Erlebbar wurde dieser Ansatz unter anderem im Rahmen des Innovationsprojekts "Robotsauger der Zukunft". Gemeinsam mit den Teilnehmern aus dem Unternehmen sowie mit Kunden haben wir den Staubsaugerroboter der Zukunft erarbeitet. Dabei kam eine Vielzahl von relevanten Methoden wie Ideation, Research und Testing zur Anwendung, zudem wurde ein speziell für Miele individuelles Design Thinking Schulungskonzept aufgesetzt und durchgeführt. Das Projekt hat dazu beigetragen, dass Human-Centred Innovation bei Miele mittlerweile unternehmensweit gelebt wird.

Technology

Samsung Electronics

Enger Draht zum Handel: Wir haben die neue Samsung Partner Lounge entwickelt, die sämtliche Prozesse vereinfacht und damit viel Zeit und Aufwand spart.

Eine perfekte Schnittstelle zum Handel ist für Samsung Electronics unverzichtbar. Über die Samsung Partner Lounge stellt das deutsche Headquarter seinen Partnern Produktinformationen, Downloads, Materialien, Verkaufsunterstützung sowie Tools für Marketing- und Vertrieb zur Verfügung - unkompliziert und direkt abrufbar.

Um die Prozesse weiter zu optimieren, haben wir die Samsung Partner Lounge 2017 rundum erneuert. Die klare und übersichtliche Struktur erlaubt eine noch bessere Orientierung. Inhalte werden nun deutlich schneller ausgespielt. Für Distributoren gibt es einen eigenen Bereich, über den sie kleinere Projektanfragen direkt und automatisch genehmigen lassen können. Und in der neuen Event Lounge finden sie Infos, Videos und Artikel zu Veranstaltungen von Samsung.

Die neue Plattform ist in die zentralen Backend-Systeme integriert. So werden Produktseiten automatisch in der Partner Lounge sichtbar. Eine Serviceorientierte Architektur stellt zudem sicher, dass kontinuierlich weitere Systeme und Schnittstellen ergänzt werden können. Technisch wurde die Samsung Partner Lounge komplett mit neuester Microsoft-Technologie umgesetzt. Im Frontend setzen wir auf das REACT Framework.

Die neue Samsung Partner Lounge stößt auf sehr gute Resonanz, weil sie sämtliche Prozesse vereinfacht. In den Fachabteilungen der Zentrale fallen viele manuelle Schritte weg. Und der Händler kann sich auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren: Beratung und Verkauf.

Platform

Techniker Krankenkasse

Wir haben mit der Techniker Krankenkasse eine nutzerorientierte Anlaufstelle für alle Menschen geschaffen, die sich im Netz mit Gesundheitsfragen beschäftigen.

Menschen sind heute permanent und überall online, Informationen und Services ständig zugänglich. Das erhöht die Anforderungen an Krankenkassen, die sich als relevante Gesundheitspartner positionieren wollen. Als digitale Lead-Agentur verantworten wir für die Techniker Krankenkasse (TK) die Bereiche Plattformstrategie, Customer Experience Design und Frontend-Technologie, wobei wir eng mit der Techniker IT zusammenarbeiten. Die TK hat uns mit dem Relaunch der Website tk.de beauftragt, die den Start für die Etablierung einer attraktiven und relevanten Gesundheitsplattform darstellt.

Dabei sollten drei Grundbedürfnisse von Kunden und Interessenten im Fokus stehen: effizienter Self-Service, Information und Inspiration. Diese Bedürfnisse haben wir mit intuitiven Service-Tools, unkomplizierten Prozessen und hochwertigem, relevantem Content bedient. Besonders wichtig war dabei einfache Zugänglichkeit und Bedienung, selbstverständlich mit responsivem Design.

Die neue tk.de ist klar und aufgeräumt, auf überflüssige Deko-Elemente wird verzichtet. Sie gliedert sich in zwei deutlich differenzierte Bereiche: Service und das Magazin "Gesund leben" - interessant für Menschen, die entweder zielgerichtet etwas suchen oder sich abwechslungsreich und anregend mit Gesundheitsthemen beschäftigen wollen. Das begeisterte Feedback der Nutzer inspiriert uns für den weiteren Ausbau

Die Aktie

Entwicklung der SYZYGY Aktie und wichtiger Branchenindizes

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2017 2016 Veränderung
XETRA-Schlusskurs (in EUR) 11,27 11,61 -3%
Gesamtperformance inkl. Dividende 0,3% 36% n.a.
Höchster XETRA-Schlusskurs (in EUR) 12,13 12,90 -6%
Niedrigster XETRA-Schlusskurs (in EUR) 10,12 8,68 17%
DAX 12.918 11.481 13%
TecDAX 2.529 1.812 40%
DAXSubsector IT 4.574 2.465 86%
SDAX 11.887 9.519 25%

Kennzahlen der Aktie

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2017

EUR
2016

EUR
Veränderung
Dividende je Aktie 0,38 0,37 3%
Ergebnis je Aktie 0,39 0,39 0%
Buchwert je Aktie 4,14 3,88 7%
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) 28,90 29,76 -3%
Dividenden-Rendite 3,4% 3,3% n.a.
Eigenkapital-Rendite 7,6% 10,2% n.a.
Anzahl der Aktien in Tsd. (auf Inhaber lautende Stückaktien) 13.500 12.828 5%
davon eigene Aktien in Tsd. 74 74 0%
Marktkapitalisierung, Basis XETRA-Schlusskurs (in Mio. EUR) 152,15 148,87 2%
Freefloat in % 49,39 47,60 n.a.
Freefloat-Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) 83,40 70,89 18%
Durchschnittlicher Tagesumsatz:
in Stück (davon XETRA 5.998) 7.040 9.337 -25%
in EUR (davon XETRA 66.985) 78.722 96.132 -18%

Aktiendaten

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ISIN DE0005104806
WKN 510480
Symbol SYZ
Reuters SYZG.DE
Bloomberg SYZ:GR
Gründung 1995
Gelistet seit 6. Oktober 2000
Zulassungssegment Regulierter Markt, Prime Standard
Handelsplätze XETRA, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart
Sektor IT-Services
Designated Sponsor equinet Bank AG
Analysten GBC AG (Cosmin Filker), equinet Bank AG (Simon Heilmann), WARBURG RESEARCH (Felix Ellmann), GSC Research (Thorsten Renner)

Der Aktienmarkt

Mit einer Vielzahl an Bedenken waren die Finanzmärkte angesichts der vielen politischen Unwägbarkeiten in das Börsenjahr 2017 gestartet - für die Finanzmärkte war es jedoch insgesamt ein erfolgreiches Jahr. Die Märkte haben die politischen Risiken, wie die Umsetzung der politischen Ziele des US-Präsidenten, den Nordkorea-Konflikt, die Parlamentswahlen in Großbritannien oder eine deutsche Bundestagswahl ohne stabile Regierung, ausgeblendet.

Die Weltwirtschaft verzeichnete ein robustes Wachstum und synchron expandierende Volkswirtschaften in den USA, Europa und Japan. Die europäischen Aktien profitierten ebenso von steigenden Unternehmensgewinnen, gestützt von geringen Inflationsraten, einer expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und niedrigen Zinsen.

Stabiles Jahr an den Weltbörsen

Das erste Halbjahr verlief an den Aktienmärkten ungewohnt stabil bei steigenden Aktienmärkten. Europäische Aktien waren besonders gefragt und die großen Leitindizes kletterten auf neue Rekordhochs. Anfang des Jahres hatten viele Finanzexperten noch vor großen politischen Risiken und unruhigeren Zeiten gewarnt, so dass eine volatile Entwicklung der Märkte erwartet wurde.

Kurzfristige Unsicherheiten am Aktienmarkt gab es, als die US-Notenbank zum zweiten Mal im laufenden Jahr die Zinsen anhob. Technologietitel waren die großen Verlierer. In den Folgemonaten erholten sich die Aktienmärkte wieder mit deutlichen Aufschlägen. Kurzfristig sorgte der Korea-Konflikt und Hurrikan "Irma" für negative Auswirkungen auf die Aktienkurse.

Die Börsen profitierten weiterhin von der gut laufenden Weltwirtschaft. Bruttoinlandsprodukt und wirtschaftliche Stimmungsbarometer erreichten 2017 in weiten Teilen der Erde neue Rekordwerte. Vor Jahresende wurde in den Vereinigten Staaten die Steuerreform des amerikanischen Präsidenten Donald Trump vom Kongress genehmigt. Die daraus resultierenden Steuererleichterungen für die in Amerika tätigen Unternehmen beflügelten nochmals die Aktienmärkte in diesem Jahr.

Allgemein betrachtet sind die technologieorientierten Indizes stärker gestiegen als der brachen-übergreifende DAX. Der Spitzenreiter der deutschen Indizes war eindeutig der TecDAX mit einem Aufschlag von 40 Prozent, während er im vorangegangene Börsenjahr mit einem Verlust von einem Prozent endete. Gefolgt wurde er vom SDAX mit einer Jahresperformance von 25 Prozent. Auf Jahressicht erreichte der DAX ein beachtliches Plus von 13 Prozent, wobei er Anfang November mit 13.525 Punkten ein neues Allzeithoch markierte. Zu dieser positiven Entwicklung der Aktienmärkte hat die anhaltend lockere Geldpolitik der Notenbanken weltweit beigetragen. Auch an der Wall Street lagen Technologiewerte vorne und der Nasdaq Composite beendete das Börsenjahr mit einem Plus von 28 Prozent, während der Dow Jones mit einem Plus von 25 Prozent schloss.

Entwicklung der SYZYGY Aktie

Die SYZYGY Aktie bewegte sich im Jahresverlauf seitwärts und verlor gegenüber dem Schlusskurs des Vorjahres drei Prozent. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2017 blieb die SYZYGY Aktie gemessen am jeweiligen XETRA-Schlusskurs von EUR 11,26 zu Beginn des neuen Börsenjahres am 02.01.2017 und mit EUR 11,27 am 29.12.2017 stabil. Betrachtet über zwei Jahre stieg der Kurs der SYZYGY Aktie um rund 28 Prozent.

Gestützt von der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen mit einer zweistelligen Wachstumsrate für das Jahr 2017 sowie der Ankündigung, die Dividende von EUR 0,37 auf EUR 0,38 anzuheben, bewegte sich die SYZYGY Aktie bei rund EUR 11,50. Ab Anfang Februar tendierte die SYZYGY Aktie bis Anfang Juni 2017, bei einem schwächeren Kursverlauf im Mai, weitgehend seitwärts. Danach bewegte sie sich nach Auszahlung der Dividende in Höhe von EUR 0,38 am 3. Juli 2017 in einem Korridor zwischen EUR 10,90 und EUR 11,40 bis Ende August. Im weiteren Verlauf von Anfang September bis Mitte Oktober tendierte die Aktie seitwärts bei leicht niedrigeren Kursniveau von rund EUR 10,60. Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen zum Neunmonatszeitraum sowie die Bekanntgabe der Schließung von Hi-ReS! Berlin gaben der Aktie starke Unterstützung. Der Kurs entwickelte sich bis Ende November auf rund EUR 12,00. Mit einem Plus von acht Prozent erreichte die SYZYGY Aktie ihren höchsten Schlusskurs am 29. November 2017 mit EUR 12,13. Nach einer folgenden leichten Abwärtsbewegung beendete die Aktie das Börsenjahr 2017 mit einem Schlusskurs von EUR 11,27 oder einem Minus von rund 3 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Börsenjahres 2016.

Die Entwicklung der SYZYGY Aktie lag in 2017 unterhalb von DAX, TecDAX und DAX Subsector IT. Betrachtet man jedoch die Entwicklung über die vergangenen drei Jahre, so übertrifft sie weiterhin deutlich die Vergleichsindizes DAX, SDAX und TecDAX.

Die SYZYGY Aktie ist weiterhin ein attraktiver Dividendenwert. Gemessen am Aktienkurs erreicht sie eine Dividendenrendite von 3,4 Prozent. Zum Vergleich: Der deutsche Leitindex Dax kommt auf eine Dividendenrendite von 2,4 Prozent, der SDAX liegt gerade mal bei 1,4 Prozent und der TecDax bei 1,5 Prozent.

Unter Berücksichtigung der Dividendenzahlung von EUR 0,38 belief sich die Gesamtperformance der Aktie auf 0,3 Prozent. Die Liquidität der SYZYGY Aktie nahm mit durchschnittlich 7.000 an allen deutschen Börsen gehandelten Stücken pro Tag im Vorjahresvergleich (Vorjahr: 9.300 Stk./Tag) ab.

Nach Einschätzung verschiedener Analysten und der Finanzpresse sehen sie die SYZYGY Aktie derzeit nur auf "Wachstumspause", die durch eine umfassend notwendige Restrukturierung der Gruppe gekennzeichnet war. Trotz erfolgreichem Neugeschäft konnte der Verlust des Kunden BMW in Berlin nicht vollständig kompensiert werden. Durch die anhaltend starke Nachfrage im Neugeschäft, die Konzentration auf den Wachstumsmarkt Deutschland und die Vertiefung der Integration der Geschäftsfelder werden sich die Veränderungen in 2018 positiv auszahlen und voraussichtlich ein deutliches zweistelliges Wachstum generieren.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Juni 2018 die Anhebung der Dividende auf EUR 0,39 (Vorjahr: EUR 0,38) vor. Dies ist die siebte Dividendenanhebung in Folge.

Hauptversammlung

Am 30. Juni 2017 fand in Frankfurt die ordentliche Hauptversammlung der SYZYGY AG statt. Rund 58 Prozent des stimmberechtigten Kapitals nahmen daran teil. Alle zur Abstimmung gestellten Beschlussvorschläge der Verwaltung - darunter der Vorschlag zur Ausschüttung einer Dividende von

3,4% Dividendenrendite

0,38 EUR Dividende

152,2 TEUR Marktkapitalisierung

EUR 0,38 je dividendenberechtigter Aktie - wurden nahezu einstimmig angenommen. Die auf dem XETRA-Schlusskurs am Tag der Hauptversammlung basierende Dividendenrendite lag mit 3,4 Prozent weiterhin auf einem gleich hohen Niveau wie im Vorjahr. Insgesamt wurden rund EUR 4,9 Mio. an unsere Aktionäre ausgeschüttet.

Aktionärsstruktur

Die Gesamtzahl der Aktien betrug am Bilanzstichtag 13.500.026 Stücke. Die Aktionärsstruktur hat sich in der Berichtsperiode wie folgt verändert: Größter Anteilseigner ist weiterhin die WPP. Nach der im September und Oktober 2017 durchgeführten Kapitalerhöhungen hält die WPP Gruppe insgesamt 50,07 Prozent der SYZYGY Aktien.

Die Hauptversammlung vom 08. Juli 2016 hatte ein genehmigtes Kapital von EUR 6.000.000 beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat haben von der Ermächtigung Gebrauch gemacht und das Grundkapital der Gesellschaft im Rahmen von zwei Kapitalerhöhungen insgesamt um EUR 671.576 erhöht, indem 671.576 neue Aktien ausgegeben wurden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgte jeweils gegen Sacheinlage von Gesellschaftsanteilen an der Catbird Seat GmbH und der diffferent GmbH.

Der Freefloat gemäß der Definition der Deutschen Börse belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 49,39 Prozent.

Investor Relations

Die SYZYGY AG verfolgt eine transparente, aktuelle Informationspolitik und legt großen Wert auf einen nachhaltigen und umfassenden Dialog mit Interessenten wie Aktionären, Investoren, Analysten, Finanzjournalisten und der Öffentlichkeit. Dabei hatten auch im Geschäftsjahr 2017 die prägnanten Darstellungen zur Geschäftsentwicklung und Prognosen im Geschäftsbericht, Quartalsberichten, Unternehmensnachrichten und die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts eine besondere Bedeutung.

Das breit gefächerte Informationsangebot zu kapitalmarktrelevanten Themen, Nachhaltigkeit innerhalb der SYZYGY Gruppe und der SYZYGY Aktie sind jederzeit auf unserer Investor Relations Website www.syzygy.net abrufbar. Interessenten haben hier jederzeit die Möglichkeit, sich in deutscher und englischer Sprache zu informieren.

Die SYZYGY AG hat mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) eine nichtfinanzielle Erklärung für das Berichtsjahr 2016 erstellt und erstmals zur Hauptversammlung am 30. Juni 2017 veröffentlicht.

Neben den schriftlichen Informationen haben Vertreter des Vorstands im Berichtsjahr vor Investoren auf Kapitalmarktkonferenzen und Roadshows präsentiert, um das Geschäftsmodell vorzustellen und regelmäßig über die Strategie und die Entwicklung der Agenturgruppe zu berichten. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand am Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt und an der Zürcher Kapitalmarkt Konferenz (ZKK) teilgenommen und darüber hinaus zahlreiche institutionelle Investoren im Rahmen von Einzelgesprächen oder Round-Table-Veranstal-tungen besucht. Zudem fand eine Roadshow mit der equinet Bank AG in Frankfurt statt.

Darüber hinaus stand das Management Team Analysten, Investoren und Vertretern der Wirtschafts- und Finanzpresse für Einzelgespräche zur Verfügung.

Inzwischen geben vier Analysten regelmäßig aktuelle Einschätzungen und Prognosen über die Performance und die weitere Entwicklung der Agenturgruppe ab. Dies sind die GBC AG, die GSC Research GmbH, die Warburg Bank und die equinet Bank AG, wobei diese auch das Designated Sponsoring-Mandat hält.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Maßgeblich für die Kontrolle waren Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich oder mündlich über aktuelle Entwicklungen sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Konzerns und der Tochtergesellschaften. Bei Entscheidungen, die für die SYZYGY Gruppe von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat stets einbezogen.

Der Vorstand ist seinen Informationspflichten vollständig nachgekommen. Die Berichte des Vorstands wurden hinsichtlich ihrer Gegenstände als auch ihres Umfangs den gesetzlichen Anforderungen und den Informationsbedürfnissen des Aufsichtsrates vollumfänglich gerecht. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat ergänzende Informationen und Auskünfte erteilen. Der Aufsichtsrat hat die ihm erteilten Auskünfte und Berichte kritisch gewürdigt und auf Plausibilität geprüft.

Sitzungen und Teilnahme des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2017 fanden im Beisein des Vorstands insgesamt acht ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt: am 24. Januar, am 30. März, am 26. April, am 11./12. Mai, am 29. Juni, am 20. Juli 2017, am 20. Oktober und am 18. Dezember 2017. Ferner kamen Aufsichtsrat und Vorstand zu einer außerordentlichen Sitzung am 27. November 2017 zusammen.

Im Rahmen der Sitzungen, bei denen alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder entweder persönlich anwesend oder telefonisch zugeschaltet waren, wurden alle wichtigen Vorkommnisse besprochen und die erforderlichen Entscheidungen getroffen.

Besondere Themenschwerpunkte, die in den einzelnen Sitzungen behandelt wurden, sind im Folgenden aufgeführt:

Der Fokus der Sitzung vom 24. Januar 2017 lag auf der Besprechung der vorläufigen Jahreszahlen 2016. Ferner wurde die Finanzlage der Gesellschaft erörtert. Abschließend beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,38 vorzuschlagen.

In der Sitzung vom 30. März 2017 fand die Bilanzsitzung unter Anwesenheit der Abschlussprüfer statt. Nach kritischer Prüfung sämtlicher Vorlagen ließ sich der Aufsichtsrat die Abschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2016 detailliert von den Mitgliedern des Vorstands erläutern. Die Abschlussprüfer legten die Schwerpunkte und Ergebnisse ihrer Prüfungen dar. Fragen beantworteten der Vorstand und die Abschlussprüfer zur vollsten Zufriedenheit. Der Aufsichtsrat konnte sich so von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und Prüfungsberichte überzeugen. Im Anschluss an die Ausführungen wurden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss gebilligt und festgestellt. Zudem erörterte der Aufsichtsrat Details zum Ausschreibungsverfahren über eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2017. Hierbei wurden die Angebote gemäß definierter Kriterien bewertet und diskutiert. Schließlich wurden vier Wirtschaftsprüfungsgesellschaften festgelegt, die sich vorstellen sollten.

In der Aufsichtsratssitzung vom 26. April 2017 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung. In diesem Rahmen wurden die Zahlen für das erste Quartal 2017 erörtert und anschließend genehmigt. Einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung bildete die Entscheidung über den Vorschlag des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers zur Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat hat nach eingehender Diskussion die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Wahl vorgeschlagen.

Desweiteren wurde in der Sitzung die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 30. Juni 2017 verabschiedet. Ferner war M&A ein zentrales Thema, worüber der Vorstand über laufende Gespräche berichtet hat.

Der Vorstand informierte in der Sitzung vom 11. Mai und 12. Mai 2017 über den aktuellen Geschäftsverlauf, den Ausblick auf das zweite Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2017. Schwerpunkt des zweitägigen Treffens war die strategische Ausrichtung der SYZYGY Gruppe. Es wurde beschlossen, das Kerngeschäft in Deutschland zu stärken und auszubauen sowie das Beratungsgeschäft als wesentlichen Teil der Dienstleistungen zu etablieren. Entsprechend sollten Akquisitionen vorrangig im deutschen Markt realisiert werden. International sollte die Möglichkeit von strategischen Partnerschaften innerhalb des WPP Netzwerks analysiert werden.

Im Rahmen der Sitzung vom 29. Juni 2017 erörterte der Vorstand die aktuelle Situation der Niederlassung Hi-ReS! Berlin. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zum aktuellen Geschäftsverlauf und gab einen Ausblick auf das weitere Geschäftsjahr. Des Weiteren informierte er über den Stand bei M&A. Ferner wurde die Nachhaltigkeitsberichterstattung der SYZYGY Gruppe vor dem Aufsichtsrat erörtert und genehmigt.

Gegenstand der ordentlichen Sitzung am 20. Juli 2017 waren die Erörterung und Genehmigung der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2017. Der Vorstand stellte den Ausblick auf restliche Geschäftsjahr ausführlich dar. Ferner informierte er über den Status der Gespräche mit dem M&A Kandidaten diffferent.

In der ordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 20. Oktober 2017 wurden zunächst die 9-Monats-Zahlen erörtert und genehmigt. In diesem Zusammenhang gab der Vorstand erneut einen aktuellen Ausblick auf das verbleibende Jahr. Zudem wurde die derzeitige Situation der Hi-ReS! Berlin GmbH intensiv diskutiert. Nachfolgend stimmte der Aufsichtsrat der Schließung des Geschäftsbetriebs zu.

In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 27. November 2017 wurde Herr Andrew Stevens als Vorstandsmitglied mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 abberufen und Herr Frank Ladner als neues Vorstandsmitglied zum 1. Januar 2018 bestellt.

Die letzte Sitzung des Jahres fand am 18. Dezember 2017 statt und befasste sich mit dem aktuellen Geschäftsverlauf und dem Ausblick für das Jahr 2018. Der Vorstand hat das Budget der SYZYGY Gesellschaften präsentiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Die Verabschiedung des Budgets 2018 wurde auf die nächste Sitzung in 2018 verlegt. Ferner haben die Mitglieder des Aufsichtsrats sich mit der Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Vorstand und Aufsichtsrat gaben eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab, die auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung steht.

Die erste Aufsichtsratssitzung im laufenden Geschäftsjahr 2018 fand am 1. Februar 2018 statt. Hier wurden die vorläufigen Geschäftszahlen 2017 präsentiert und die Finanzlage der Gesellschaft erörtert. Nach ausführlicher Diskussion und anschließender Genehmigung der vorläufigen Zahlen wurde beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,39 vorzuschlagen. Ferner wurde das Budget 2018 erörtert und vom Aufsichtsrat genehmigt.

Zwischen diesen Terminen standen Vorstand und Aufsichtsrat im kontinuierlichen Dialog. Insbesondere hat der Vorstand regelmäßig über die Geschäftsentwicklung sowie weitere wichtige Ereignisse schriftlich berichtet.

Besetzung des Aufsichtsrats und Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der SYZYGY AG bestand im Geschäftsjahr 2017 mit den Herren Ralf Hering in der Funktion als Aufsichtsratsvorsitzendem, Wilfried Beeck und Rupert Day weiterhin aus drei unabhängigen Mitgliedern, die ausschließlich Aktionärsinteressen vertreten.

"Unser Dank gilt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement, das die wesentliche Grundlage für die Entwicklung der SYZYGY Gruppe ist."

Die Amtsperiode aller Aufsichtsratsmitglieder umfasst die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 beschließt.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe auch im Berichtsjahr auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Herr Wilfried Beeck, der als Finanzexperte über umfassende Kenntnisse in der Rechnungslegung und internen Kontrollverfahren verfügt, begleitete die Themen Jahresabschluss, Prüfung und die Wahl des Wirtschaftsprüfers besonders intensiv.

Die Hauptversammlung erteilte den Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern am 30. Juni 2017 die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016.

Aufgrund des unerwarteten Todes von Ralf Hering haben Vorstand und Aufsichtsrat dem Amtsgericht Bad Homburg Herrn Andrew Payne als Kandidaten bis zur Hauptversammlung am 15. Juni 2018 vorgeschlagen. Herr Andrew Payne ist Finanzexperte bei WPP und kennt die Gesellschaft aus der Betreuung als assoziiertes Unternehmen seit rund 10 Jahren. Das Amtsgericht Bad Homburg hat dem Vorschlag am 22. März 2018 stattgegeben. Am 27. März 2018 hat der Aufsichtsrat Herrn Wilfried Beeck als Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt und Herrn Rupert Day zu seinem Stellvertreter ernannt.

Besetzung des Vorstands

Der Vorstand der SYZYGY AG bestand bis zum 31. Dezember 2017 aus den Herren Lars Lehne, in der Funktion als Vorstandsvorsitzenden, Erwin Greiner als Finanzvorstand und Andrew P. Stevens als weiteres Vorstandsmitglied.

Herr Andrew Stevens schied mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 aus dem Vorstand der SYZYGY AG aus.

Frank Ladner, Chief Technology Officer, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2018 in den Vorstand berufen. Das Ressort Technologie wird damit auf Vorstandsebene angesiedelt und ausgebaut.

Corporate Governance

Am 18. Dezember 2017 veröffentlichte der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gemäß § 161 AktG als Teil der umfassenderen Erklärung zur Unternehmensführung. Die Corporate Governance Erklärung basiert auf dem Kodex in der zu diesem Zeitpunkt gültigen Fassung vom 7. Februar 2017.

Die SYZYGY AG entspricht mit wenigen Ausnahmen den im DCGK formulierten Prinzipien. Die Ausnahmen werden in der entsprechenden Erklärung dargelegt und begründet.

Der Vergütungsbericht, der die Höhe und die Struktur der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates offenlegt, ist gemäß dem DCGK im Lagebericht oder im Konzernanhang anhand der dem Kodex angehängten Mustertabellen abzugeben. Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates finden sich im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2017.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung, Verwendung des Bilanzgewinns

Die Hauptversammlung hat am 30. Juni 2017 auf Vorschlag des Aufsichtsrates die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, als Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 bestellt. Der Aufsichtsrat hat keine Umstände festgestellt, die eine Befangenheit des Wirtschaftsprüfers begründet hätten. Der Wirtschaftsprüfer selbst hat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Neben den Abschlussprüfungen sind keine prüfungsnahen Dienstleistungen von der BDO AG erbracht worden.

Die BDO AG hat im Auftrag des Aufsichtsrates den Jahresabschluss und Lagebericht, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die vollständigen Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte und der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Beschlussfassung zugeleitet. Ferner informierte der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat über die Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagements, bei der keine Schwächen festgestellt wurden.

Nach kritischer Prüfung sämtlicher Vorlagen ließ sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzung vom 27. März 2018 die Abschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2017 ausführlich von den Mitgliedern des Vorstands erörtern. Die ebenfalls anwesenden Abschlussprüfer legten die Schwerpunkte und Ergebnisse ihrer Prüfungen dar. Fragen wurden vom Vorstand und von den Abschlussprüfern zur vollsten Zufriedenheit beantwortet. Der Aufsichtsrat konnte sich so von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und Prüfungsberichte überzeugen.

Auf Basis der eigenen Prüfungen und unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte sah der Aufsichtsrat keinen Grund zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss und Lagebericht der SYZYGY AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht gebilligt und festgestellt. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu.

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Um die Ausrichtung der SYZYGY Gruppe auf Nachhaltigkeit zu dokumentieren, hat sich SYZYGY dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) verpflichtet. Für das Berichtsjahr 2016 wurde bereits eine nichtfinanzielle Erklärung mit der Entsprechenserklärung des DNK abgegeben, die formell geprüft und durch den DNK mit dem DNK-Anwender-Signet versehen wurde.

Die Entsprechenserklärung ist auf der Investor Relationsseite unter ir.syzygy.net abrufbar.

Für das Berichtsjahr 2017 wird SYZYGY erneut eine Entsprechenserklärung abgeben, um das Nachhaltigkeitsengagement der SYZYGY Gruppe transparent und vergleichbar für Kunden, Mitarbeiter und weitere Interessenten darzustellen.

Dank

Der Aufsichtsrat trauert um seinen Aufsichtsratsvorsitzenden Ralf Hering, der am 16. Februar 2018 im Alter von nur 61 Jahren völlig unerwartet verstorben ist. Ralf Hering wurde im Mai 2015 in den Aufsichtsrat berufen und war seit Juli 2016 Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft. Mit Ralf Hering verlieren wir einen äußerst erfahrenen Unternehmer der Kommunikationsindustrie. Er bereicherte die Organe der Gesellschaft mit seiner Expertise in wichtigen Phasen der Unternehmensentwicklung der SYZYGY Gruppe.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands ebenso wie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SYZYGY Gruppe seinen Dank für ihr Engagement aus. Wir freuen uns auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen für das laufende Geschäftsjahr viel Erfolg.

Bad Homburg, den 27. März 2018

Der Aufsichtsrat

Wilfried Beeck, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat berichten in dieser Erklärung gemäß § 289a HGB über die Unternehmensführung sowie gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (nachfolgend "DCGK") über die Corporate Governance der SYZYGY AG. Der DCGK umschreibt international anerkannte Grundsätze zur verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -überwachung und wurde seit seiner erstmaligen Verabschiedung im Jahre 2002 mehrfach modifiziert und erweitert, zuletzt am 7. Februar 2017.

Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich einer auf Nachhaltigkeit angelegten Unternehmensführung verpflichtet und identifizieren sich mit dem Ziel des DCGK, eine vertrauensvolle, am Nutzen von Anteilseignern, Mitarbeitern und Kunden orientierte Unternehmensführung zu fördern.

Der DCGK beinhaltet Verhaltensempfehlungen, von denen die Unternehmen abweichen können. Sie müssen dies jedoch im Rahmen einer jährlichen Entsprechenserklärung nach §161 AktG offenlegen und begründen.

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB umfasst daher im Detail:

1. die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß §161 des Aktiengesetzes;

2. relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden;

3. eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise ihrer Ausschüsse;

4. Angaben zu den festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungspositionen sowie zu deren Erreichung.

1. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der SYZYGY AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der SYZYGY AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der geltenden Fassung vom 7. Februar 2017 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 19. Oktober 2016 entsprochen haben. Die SYZYGY AG plant diesen Empfehlungen auch weiterhin mit den folgenden Ausnahmen zu entsprechen:

(1) Vielfalt bei der Besetzung von Führungspositionen unter besonderer Berücksichtigung von Frauen (Ziffer 4.1.5):

Der Vorstand hat sich bereits in der Vergangenheit mit den Anforderungen des DCGK nach verstärkter Vielfalt (Diversity) und insbesondere einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen in Führungspositionen befasst.

Im Interesse des Unternehmens entscheidet sich das Management der SYZYGY AG bei der Besetzung von Führungspositionen für diejenige Person, die dem Anforderungsprofil aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation und persönlichen Eignung am besten entspricht. Das Geschlecht ist dabei kein vorrangiges Entscheidungskriterium. Sollten für eine zu besetzende Position mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung stehen, entscheidet sich der Vorstand für die Person, die zur Vielfalt der Führungsmannschaft beiträgt.

(2) Vielfalt bei der Besetzung von Vorstandspositionen unter besonderer Berücksichtigung von Frauen (Ziffer 5.1.2):

Auch bei der Besetzung von Vorstandspositionen erfolgt die Entscheidung für eine Kandidatin bzw. einen Kandidaten ausschließlich aufgrund fachlicher Qualifikation und persönlicher Eignung. Sollten für eine zu besetzende Position mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung stehen, bestellt der Aufsichtsrat diejenige Person, die zur Diversity im Vorstand beiträgt.

(3) Einrichtung von fachlich qualifizierten Ausschüssen des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.3.1, eines Prüfungsausschusses gemäß Ziffer 5.3.2 sowie eines Nominierungsausschusses gemäß Ziffer 5.3.3:

Der Aufsichtsrat der SYZYGY AG hat aufgrund seiner derzeitigen Größe von drei Mitgliedern keine Ausschüsse gebildet. Diese Größe hat sich als sehr effektiv erwiesen, da sowohl übergeordnete strategische Themen als auch Detailfragen intensiv im Gesamtaufsichtsrat erörtert und entschieden werden können.

(4) Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrates, Altersgrenze und Diversity im Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.1)

Seit Gründung der SYZYGY AG ist es gelebte Praxis, im Sinne der Aktionäre, Mitarbeiter, und Kunden nach der größtmöglichen unternehmens- und branchenspezifischen Fachkompetenz im Aufsichtsrat zu streben, unabhängig von Merkmalen wie Alter oder Geschlecht.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einer tief greifenden Kenntnis der Kommunikations- und Digitalbranche, Internationalität sowie auf umfassendem Wissen in der Rechnungslegung und interner Kontrollverfahren. Diesen Ansprüchen wird der Aufsichtsrat in seiner derzeitigen Zusammensetzung vollumfassend gerecht.

Auf eine schriftliche Fixierung detaillierter Anforderungen wurde aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrates verzichtet. Auch sieht der Aufsichtsrat von der Festlegung einer Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer ab, da sie fachlich als nicht sinnvoll erachtet wird. Ebenso wurde bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern im Unternehmensinteresse vorrangig auf die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen abgestellt. Der Aufsichtsrat wird zukünftig bei seinen Vorschlägen unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation Diversity-Gesichtspunkte, insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen, berücksichtigen.

(5) Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6):

Alle Aufsichtsratsmitglieder erhalten einvernehmlich die gleiche Vergütung, da alle Mitglieder vergleichbare Arbeitsaufwände haben.

2. Praktiken der Unternehmensführung

Der Vorstand der SYZYGY AG führt die Geschäfte mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns unter Beachtung der gesetzlichen Anforderungen, der Bestimmungen ihrer Satzung sowie des DCGK, dem die SYZYGY AG gemäß § 161 AktG mit den in einer Erklärung angegebenen Ausnahmen entspricht. Relevante Unternehmensführungspraktiken, die über diese Vorgaben hinausgehen, bestehen bei der SYZYGY AG nicht.

3. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Duales Führungssystem

Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend, verfügt die SYZYGY AG über ein duales Führungssystem, in dem der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft eigenständig führt, während dem Aufsichtsrat die Überwachung der Vorstandstätigkeit obliegt. Die beiden Organe sind sowohl hinsichtlich ihrer personellen Besetzung als auch ihrer Kompetenzen streng voneinander getrennt.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand der SYZYGY AG besteht aus drei Personen: Chief Executive Officer, Chief Operating Officer und ein Chief Financial Officer. Da dem Vorstand nur drei Mitglieder angehören, wurden und werden keine Ausschüsse gebildet.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze und der Satzung. Er legt für den Konzern und seine Tochtergesellschaften langfristige Ziele zum Wohle und zum nachhaltigen Wachstum des Unternehmens fest und leitet daraus Strategien ab. Dabei arbeitet er mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft eng und vertrauensvoll zusammen.

Jedem Vorstandsmitglied obliegen Geschäftsbereiche, die er in eigener Verantwortung führt. In Erfüllung ihrer Funktionen wirken die Mitglieder kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig über wichtige Maßnahmen und Geschäfte in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung obliegt allen Vorstandsmitgliedern gemeinsam.

Vorstandssitzungen können von jedem Mitglied des Vorstands einberufen werden. Sie finden in regelmäßigen Abständen und zusätzlich nach Bedarf statt. Der Vorstand beschließt mit einfacher Mehrheit, sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist. Vorstandsbeschlüsse werden dokumentiert und aufbewahrt.

Sprecher des Vorstands ist sein Vorsitzender. Er koordiniert die verschiedenen Geschäftsbereiche und repräsentiert die Gesellschaft nach außen.

Die SYZYGY AG hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung abgeschlossen, die in Übereinstimmung mit dem aktuellen DCGK einen Selbstbehalt in gesetzlich vorgeschriebener Höhe vorsieht.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrates

Dem Aufsichtsrat der SYZYGY AG gehören drei Mitglieder an, von denen eines - den gesetzlichen Vorgaben entsprechend - als Finanzexperte über umfassende Kenntnisse in der Rechnungslegung und interner Kontrollverfahren verfügt. Der Aufsichtsrat arbeitet bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben mit den übrigen Organen der Gesellschaft zum Wohle des Unternehmens zusammen. Er überwacht und begleitet die Arbeit des Vorstands im Hinblick auf Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich oder mündlich über aktuelle Entwicklungen sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Konzerns und der Tochtergesellschaften. Bei Entscheidungen, die für die SYZYGY Gruppe von wesentlicher Bedeutung sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Aufsichtsratssitzungen finden regelmäßig einmal im Quartal und zusätzlich nach Bedarf statt. Die Sitzungen werden durch den Vorsitzenden mit einer Frist von vierzehn Tagen schriftlich einberufen. Vor jeder Aufsichtsratssitzung wird eine schriftliche Tagesordnung sowie eine Präsentation an die Mitglieder des Aufsichtsrats verteilt. Beschlüsse bedürfen der Mehrheit der abgegebenen Stimmen bzw. werden einstimmig getroffen.

Eine Erörterung der Geschäftsentwicklung wird in jeder Sitzung des Aufsichtsrats vorgenommen. Darüber hinaus lässt sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen und Auskünfte erteilen. Der Aufsichtsrat befasst sich u. a. regelmäßig mit den Quartalsberichten, bespricht diese mit dem Vorstand und genehmigt sie. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit des Gremiums und leitet die Sitzungen. Er erläutert jährlich die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre und in der Hauptversammlung. Detailliertere Informationen über die Arbeit des Aufsichtsrates im Gesamtjahr 2017 finden sich im Bericht des Aufsichtsrates im Geschäftsbericht 2017 der SYZYGY AG, der ab dem 29. März 2018 auf der Website der Agenturgruppe unter www.syzygy.net zugänglich sein wird.

4. Gesamtbesitz der Aktien von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aktienbesitz wird jeweils in den Quartals- und Jahresberichten dargestellt. Die langfristigen Anreizmodelle basieren auf der Kursentwicklung der SYZYGY Aktie. Bei Ausübung von Optionen oder aktienbasierten Vergütungsprogrammen (Phantom Stocks) kommt es nicht zur Ausgabe von neuen Aktien, sondern zur Vergütung der Differenz zwischen dem Basis- und Ausübungskurs in bar.

Die Vergütung des Vorstands ist Teil des Lageberichts, eine entsprechende Veröffentlichung für das Geschäftsjahr ist daher im Geschäftsbericht 2016 erfolgt.

Für das Geschäftsjahr 2017 wird diese am 29. März 2018 im Geschäftsbericht 2017 erfolgen.

5. Zielgrößen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männer in Führungspositionen

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich bereits in der Vergangenheit mit den Anforderungen des DCGK nach verstärkter Diversity (Vielfalt) und insbesondere einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen in Führungspositionen, im Vorstand und im Aufsichtsrat befasst. Da sich die SYZYGY AG bei der Besetzung von Führungspositionen ebenso wie bei der Berufung von Vorstandsmitgliedern und bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats primär den Interessen des Unternehmens verpflichtet sieht, muss bei der Besetzung offener Positionen an erster Stelle die Qualifikation und persönliche Eignung für die jeweilige Aufgabe stehen. Diversity definiert sich nicht allein über Geschlecht oder Nationalität, sondern auch und gerade über eine fachliche Vielfalt und eine wohlausgewogene Mischung von Expertise aus unterschiedlichen Fachgebieten.

Das am 1. Mai 2015 in Kraft getretene "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" verlangt die Definition von Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den beiden obersten Führungsebenen unterhalb des Vorstands. Die Festlegung der Zielgrößen für Aufsichtsrat und Vorstand erfolgt durch den Aufsichtsrat, die der für die beiden obersten Führungsebenen erfolgt durch den Vorstand. Die Festlegungen sind erstmals bis zum 30. September 2015 erfolgt.

Aktuell besteht der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern mit jeweils umfangreichen Erfahrungen in der Kommunikations- und Softwarebranche, sowie internationalen Kunden- und Agenturbeziehungen. Der Aufsichtsrat ist bis zur Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2018 beschließt, gewählt. Daher werden die nächsten Aufsichtsratswahlen voraussichtlich im Jahr 2019 stattfinden. Sofern alle Aufsichtsratsmitglieder ihre Amtszeit erfüllen, wird der Aufsichtsrat ausschließlich aus männlichen Mitgliedern bestehen.

Grundsätzlich strebt die SYZYGY AG an, Frauen zu fördern und der Hauptversammlung bei den nächsten Aufsichtsratswahlen eine weibliche Kandidatin vorzuschlagen, so dass bei den nächsten Aufsichtsratswahlen eine Zielquote von mindestens 30 Prozent angestrebt wird.

Der Vorstand der SYZYGY AG besteht aus drei männlichen Mitgliedern mit jeweils umfangreichen Erfahrungen in der Kommunikations- und Softwarebranche oder langjährigen Finanzkenntnissen. Die bestehenden Vorstandsverträge sind jeweils für die Dauer von drei Jahren abgeschlossen worden und enden bei dem Finanzvorstand zum 31. Dezember 2020, beim Chief Operating Officer zum 30. Juni 2018 und beim Chief Executive Officer zum 31. März 2019. Sofern alle Vorstandsmitglieder ihre Amtszeit erfüllen und keine weiteren Vorstandsmitglieder bestellt werden, besteht der Vorstand ausschließlich aus männlichen Mitgliedern.

Grundsätzlich strebt die SYZYGY AG an, Frauen zu fördern und wird bei zukünftigen Vorstandsbestellungen oder einer möglichen Erweiterung des Vorstands neben der fachlichen Qualifikation und persönlichen Eignung die Person berücksichtigen, die zu einer höheren Vielfalt im Vorstand beiträgt. Der gegenwärtige Frauenanteil blieb im vergangenen Jahr unverändert.

Perspektivisch wird eine Zielquote von mindestens 30 Prozent weiblicher Vorstandsmitglieder angestrebt.

In der ersten und zweiten Führungsebene der SYZYGY AG unterhalb des Vorstands wird ein definierter Frauenanteil von 30 Prozent übertroffen. Grundsätzlich strebt die SYZYGY AG an, Frauen zu fördern und wird bei der zukünftigen Mitarbeiterentwicklung und Nominierung von Führungskräften auch die Diversity (Vielfalt) hinsichtlich des Geschlechts berücksichtigen.

6. Angaben zum Diversitätskonzept

Beschreibung und Ziele des Diversitätskonzepts

Mit dem Diversitätskonzept für Aufsichtsrat und Vorstand wird jeweils angestrebt, die Zusammensetzung dieser beiden Organe in Bezug auf die Aspekte Hintergrund, Alter, Herkunft und Geschlecht vielfältig zu gestalten. Das Ziel des Diversitätskonzeptes ist, unterschiedliche Herkunfts- und Erfahrungsfelder im Aufsichtsrat und Vorstand und die StärkungderWettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.

Umsetzung der Diversitätskonzepte

Die Diversitätskonzepte für Aufsichtsrat und Vorstand werden anhand der definierten Aspekte in die Besetzungsziele umgesetzt, die der Aufsichtsrat bei seiner Entscheidung zu Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung bzw. zu Vorstandsbestellungen einfließen lässt.

Diversitätsrelevante Besetzungsziele für den Vorstand

Für eine Nachfolgeplanung für den Vorstand sorgt der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand.

Bei der Besetzung des Vorstands soll darauf geachtet werden, ein möglichst breites Spektrum an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen (Diversität) abzubilden, um folgende Ziele des Diversitätskonzeptes zu gewährleisten:

Ein besonderer Fokus bei Bildungs- und Berufshintergrund liegt auf jeweils umfangreichen Erfahrungen in der Kommunikations- und IT-/Softwarebranche oder langjährigen Finanzkenntnissen.

Bei zukünftigen Vorstandsbestellungen oder einer möglichen Erweiterung des Vorstands sind Frauen zu berücksichtigen, die zu einer höheren Vielfalt im Vorstand beitragen. Perspektivisch wird eine Zielquote von mindestens 30 Prozent weiblicher Vorstandsmitglieder bis Ende 2021 angestrebt.

Für die Mitglieder des Vorstandes gilt keine Altersgrenze.

Diversitätsrelevante Besetzungsziele für den Aufsichtsrat

Die SYZYGY AG sieht eine größtmögliche unternehmens- und branchenspezifische Fachkompetenz im Aufsichtsrat vor, unabhängig von Merkmalen wie Alter oder Geschlecht.

Der Aufsichtsrat unterstützt jedoch eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat. Der gesetzliche Mindestanteil von 30 Prozent wird als grundsätzlich angemessen betrachtet. Es wird angestrebt, bei anstehenden Neuwahlen oder Ergänzungswahlen einen höheren Frauenanteil zu erreichen.

Ein besonderer Fokus bei Bildungs- und Berufshintergrund liegt dabei auf tiefgreifenden Kenntnissen der Kommunikations- und Digitalbranche, sowie auf umfassendem Wissen in der Rechnungslegung und interner Kontrollverfahren.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der SYZYGY Gruppe sollen bei der Besetzung des Aufsichtsrates auch Mitglieder mit internationalem Hintergrund berücksichtig werden.

Ergebnisse im Geschäftsjahr

Die Ziele des Diversitätskonzeptes für Vorstand und Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2017 lediglich bezüglich der Beteiligung von Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat nicht erfüllt.

Bei der Entscheidung zu Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung bzw. zu Vorstandsbestellungen ist der Aufsichtsrat bestrebt das Diversitätskonzept vollumfänglich umzusetzen.

Bad Homburg v. d. H., 18. Dezember 2017

SYZYGY AG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat

Finanzinformationen

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017

1. Allgemein

Im folgenden Konzernlagebericht wird die Lage des SYZYGY Konzerns (im Folgenden "SYZYGY", "Konzern" oder "Gruppe") dargestellt. Darin wird die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gruppe im Geschäftsjahr 2017 aufgezeigt und auf die voraussichtliche zukünftige Entwicklung des Geschäftes sowie die wesentlichen Risiken und Chancen eingegangen.

Der dem Konzernlagebericht zugrunde liegende Konzernabschluss wurde nach i 315 HGB i. V. m. i 315e Abs. 1 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Des Weiteren ist die SYZYGY AG seit November 2015 ein aufgrund von Beherrschung vollkonsolidiertes Unternehmen der WPP plc., St. Helier, Jersey.

2. Grundlagen des Konzerns

2.1 Geschäftstätigkeit und Struktur

Die SYZYGY Gruppe ist ein international tätiger Kreativ-, Technologie- und Mediadienstleister rund um digitales Marketing. Insgesamt beschäftigte der Konzern zum Bilanzstichtag rund 620 Personen (Vorjahr: 580) an Standorten in Deutschland, Großbritannien, Polen und den USA.

Zum Konzern gehören neben der SYZYGY AG als Holding elf Tochtergesellschaften: Ars Thanea S.A., Catbird Seat GmbH, diffferent GmbH, Hi-ReS! London Ltd., SYZYGY Berlin GmbH (ehemals Hi-ReS! Berlin GmbH), SYZYGY Deutschland GmbH, SYZYGY Digital Marketing Inc., SYZYGY UK Ltd., SYZYGY Media GmbH (ehemals uniquedigital GmbH), Unique Digital Marketing Ltd. sowie USEEDS° GmbH. Im Juni 2017 erwarb die SYZYGY AG 51 Prozent der Anteile an der Catbird Seat GmbH. Der digitale Performance Marketing Dienstleister mit Standorten in München und Berlin ist spezialisiert auf maßgeschneiderte Lösungen in den Bereichen Analytics, Search Engine Optimization (SEO), Search Engine Advertising (SEA), Real Time Advertising (RTA), Content Marketing sowie Social Media Marketing. Im September 2017 hat die SYZYGY AG 70 Prozent der Anteile an der diffferent GmbH erworben und verstärkt sich durch die Beteiligung im Bereich Strategie. Im Zuge der Vereinheitlichung und Zusammenführung der einzelnen Marken wurden Hi-ReS! Berlin GmbH und die uniquedigital GmbH im vergangenen Jahr umbenannt: Hi-ReS! Berlin GmbH firmiert fortan unter SYZYGY Berlin GmbH und uniquedigital GmbH heißt nun SYZYGY Media GmbH.

Die operativen Einheiten der SYZYGY Gruppe decken die komplette Wertschöpfungskette im digitalen Marketing ab: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business Applikationen, Websites, Hosting, digitalen Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Performance Marketing und Online Marketing-Services wie Mediaplanung, Suchmaschinenmarketing und -optimierung sowie Affiliate Programme dar. Überdies unterstützt SYZYGY Kunden im Bereich Customer Experience und Usability und begleitet sie durch alle Phasen des User Centered Design Prozesses. Digitale Illustrationen und Animationen komplettieren das Serviceangebot.

Die Schwerpunkte liegen in den Branchen Automobil, Telekommunikation/IT, Konsumgüter und Finanzdienstleistungen.

2.2 Konzernsteuerung

Die Organisationsstruktur der SYZYGY Gruppe ist dezentral, wobei die SYZYGY AG als Management Holding die Tochtergesellschaften anhand von Finanz- und Unternehmenszielen (management by objectives) führt. Die Geschäftsführungen der einzelnen Gesellschaften operieren im Rahmen ihrer Zielvorgaben und Budgets weitgehend selbstständig. Zur Steuerung und Kontrolle des Konzerns besteht ein Controlling- und Berichtssystem, in dem die Finanzzahlen den Planwerten auf monatlicher Basis gegenübergestellt werden, und welches die wesentlichen Chancen und Risiken abbildet.

Gemäß DRS 20 sind in die Berichterstattung finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren aufzunehmen, sofern sie auch zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der SYZYGY Konzern gesteuert wird, sind Umsatzerlöse sowie der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT). Diese werden im nachfolgenden Konzernlagebericht ausführlich dargestellt und erläutert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

SYZYGY zieht zur Steuerung des Konzerns und für Managemententscheidungen keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren heran.

Im Einklang mit der auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Unternehmensführung hat SYZYGY jedoch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren identifiziert, die für den langfristigen Erfolg der Gruppe grundsätzlich als bedeutsam erachtet werden. Einige davon - wenn auch nicht explizit als Steuerungsgröße genutzt - werden im Folgenden aufgeführt.

Mitarbeiter

Als Dienstleistungsunternehmen beruht die Leistungsfähigkeit des Konzerns maßgeblich auf der Kompetenz und dem Engagement seiner Mitarbeiter. Um sie zu halten und neue Talente zu gewinnen, ist SYZYGY bestrebt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein interessantes, abwechslungsreiches und angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten. Hierzu gehören unter anderem regelmäßige interne und externe Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, attraktive Standorte, die eine inspirierende Arbeitsumgebung und attraktive Büroflächen mit Raum für Kreativität, Austausch und Begegnung bieten, eine offene, kommunikative Führungskultur, flexible Arbeitszeitmodelle, Hochschulkooperationen zur Förderung des Nachwuchses und Firmen-Events. Darüber hinaus hat SYZYGY eine standardisierte Maßnahme zur Altersvorsorge in Form einer Direktversicherung eingeführt, die vom Unternehmen bezuschusst wird.

Awards

Auszeichnungen bei renommierten Kreativ- und Effizienz-Awards sind ein wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit der Gruppe und erhöhen ihre Attraktivität für (potenzielle) Kunden und Mitarbeiter. SYZYGY nimmt regelmäßig an nationalen und internationalen Wettbewerben teil und hat in der Berichtsperiode bei 14 unterschiedlichen Ausschreibungen insgesamt 19 Preise mit 9 verschiedenen Projekten gewonnen, darunter der Max Award, Performance Marketing Awards und die MiiAwards. Für den Kunden Mazda konnte SYZYGY auf nationaler Ebene in verschiedenen Awards Auszeichnungen entgegennehmen, darunter verschiedene Silber Auszeichnungen des Autovision / Otto Car Awards und als Winner mit zwei Projekten in den Kategorien Cross-Devise Marketing und Online Video bei den MiiAwards. Silber im Bereich Website - Fahrzeuge konnte SYZYGY mit einem Projekt für den Kunden BMW in der Sparte Motorrad für sich verbuchen. Auf internationaler Ebene haben insbesondere Projekte des Kunden Addison Lee sehr gute Ergebnisse erzielt; gleich zweimal wurde SYZYGY mit der Bewertung Winner bei den Performance Marketing Awards und den Biddable Media Awards ausgezeichnet. Die Arbeiten von SYZYGY Digital Marketing in den USA wurden mit gleich zwei Drum Awards gewürdigt: für den Kunden Avis wurde ein Projekt mit dem The Drum Search Award USA in der Kategorie Best Attribution Solution und The Drum Digital Trading Award USA in der Kategorie "Best Use of Paid Search as part of a Programmatic Strategy" ausgezeichnet.

Innovationsfähigkeit

Digitales Marketing unterliegt einem permanenten Wandel. Innovative Technologien und Veränderungen im Nutzerverhalten erfordern eine fortlaufende Anpassung des Dienstleistungsspektrums und die Weiterentwicklung der internen Kompetenzen.

Auf operativer Ebene sorgen regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Softwareentwicklung, IT-Management, Design, Informationsarchitektur, Beratung und Projektmanagement stets mit den neuesten Technologien, Gestaltungsprinzipien und Methoden vertraut sind.

Die SYZYGY Gruppe hat unterhalb des Vorstands gesellschaftsübergreifende Fachverantwortungen für Media, Innovation, Strategie und Kreation eingeführt, um einzelne Fachbereiche durch Vertreter der operativen Einheiten in der Gruppe und bei den Schwestergesellschaften zu etablieren. Hierzu werden im Rahmen von Workshops, internen Fachveranstaltungen, Vorträgen oder Schulungen Innovationsthemen diskutiert und den Mitarbeitern präsentiert. Die jeweiligen Fachverantwortlichen sind auf Seite 11 des Geschäftsberichts vorgestellt.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Die Weltwirtschaft stand auch im Jahr 2017 im Zeichen der Expansion und des Wachstums. Entgegen den Erwartungen der meisten Analysten haben politische Risiken und Unsicherheiten weder das Wirtschaftswachstum noch die Finanzmärkte beeinträchtigen können. Die Experten des ifo Institutes bestätigten, dass das ifo Klima für die Weltwirtschaft Ende 2017 mit 17,1 Punkten auf den höchsten Wert seit 2011 gestiegen ist. Sie sehen dabei eine positive Entwicklung in nahezu allen Regionen, bis auf den Nahen Osten und Nordafrika. Für Schwellen- und Entwicklungsländer wird weiteres Wachstum erwartet, bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften war der Ausblick weniger optimistisch. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) erreichte in 2017 mit rund USD 79,3 Billionen einen neuen Rekordwert.

Die Wirtschaft in der Eurozone zeigte sich im Jahr 2017 ebenfalls robust und wuchs dank anhaltendem privaten Konsums, eines höheren Wachstums der Weltwirtschaft und sinkender Arbeitslosigkeit um 2,5 Prozent. Damit entwickelte sie sich im vergangenen Jahr deutlich stärker als noch in 2016, wo das Wachstum bei 1,7 Prozent lag. Besonders im zweiten Halbjahr 2017 legte die Wirtschaftsleistung mit 0,7 Prozent im dritten und 0,6 Prozent im vierten Quartal zu. Auch die Ökonomen der EU-Kommission attestieren Europa, dass die Jahre der Krise mit schwacher Konjunktur und teilweise schrumpfenden Volkswirtschaften vorüber sind. Für die Euro-Länder als auch EU-weit erwarten sie für 2017 eine Zunahme des BIP um 2,4 Prozent. Diesen positiven Trend bestätigt der IHS Markit Composite Index Eurozone - Finaldaten des Einkaufsmanager Index: der Wert liegt seit 55 Monaten ununterbrochen bei einer Marke von über 50 Punkten, ab der Wachstum angezeigt wird. Nach dieser Auswertung trugen insbesondere die Volkswirtschaften von Frankreich, Deutschland, Italien und Irland dazu bei. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich beim IHS Markit Eurozone Service-Index beobachten. Demnach liefen die Geschäfte im deutschen und französischen Servicesektor besonders gut und erreichten höchste Werte seit 2011. Die Inflationsrate lag im Euroraum im Jahresdurchschnitt bei 1,5 Prozent und damit unter der Marke von 2 Prozent, die die Europäische Zentralbank als ideal für die Konjunkturentwicklung betrachtet. Die Arbeitslosenquote lag im vergangenen Jahr mit 9,1 Prozent in der Euro-Zone und 7,7 Prozent in der EU so niedrig wie seit 2009 nicht mehr, die damit einhergehende Verbesserung am Arbeitsmarkt bleibt die Grundlage für die Erholung und stützt den privaten Konsum.

Auch die deutsche Wirtschaft befand sich 2017 in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung und verzeichnete ein größeres Wachstum als in den vergangenen Jahren. Gleich im ersten Quartal wuchs die Wirtschaft um 0,9 Prozent, dies pendelte sich dann auf einem weiter hohen Niveau zwischen 0,6 (Q2 und Q4) und 0,7 Prozent (Q3) ein. Demnach ist das deutsche BIP um 2,2 Prozent gewachsen. Dies ist das höchste Wachstum seit 2011. Während in den Vorjahren der Konsum die treibende Kraft für die Konjunktur war, wurden in 2017 vermehrt außenwirtschaftliche Impulse in einem insgesamt verbesserten weltwirtschaftlichen Umfeld gesetzt. Dies stützte die deutschen Ausfuhren. Die Industriekonjunktur zeigte sich ebenfalls recht dynamisch und wuchs vor allem in den ersten beiden Quartalen 2017 kräftig. Die privaten Konsumausgaben stiegen in 2017 kräftig um 2,0 Prozent, diese Entwicklung wurde durch die steigende Erwerbstätigkeit und höhere Löhne unterstützt. Die Stimmung im Handel ist und bleibt ausgesprochen gut, so belegt der ifo Konjunkturtest, dass die Erwartungen der Einzelhändler im Schlussquartal auf dem höchsten Niveau seit 1991 lagen. Der ifo-Geschäftsklimaindex zeigte bis auf wenige Dellen einen Aufwärtstrend. Lag der Wert im Januar 2017 noch bei 109,8, kletterte er bis Juli auf 116,2 Punkte. Nach einem leichten Rückgang im September auf 115,4 Punkte setzte er seine Rallye bis Dezember auf 117,2 Punkte fort. Auch der Arbeitsmarkt zeigt sich robust und entwickelte sich in 2017 positiv. Im Jahresdurchschnitt stieg die Beschäftigung in Deutschland um 1,5 Prozent auf 44,3 Mio. Erwerbstätige und liegt damit auf Rekordniveau. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2017 bei 5,3 Prozent, dies ist 1 Prozentpunkt unter dem Wert von 6,3 Prozent zu Jahresbeginn. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 5 Jahren. Im Dezember lag die Inflationsrate bei 1,7 Prozent, in den einzelnen Monaten schwankte sie zwischen 1,5 und 2,2 Prozent. Verantwortlich dafür seien gestiegene Energie- und Nahrungsmittelpreise sowie höhere Mieten.

Die wirtschaftliche Entwicklung in den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt, konnte mit der Eurozone zwar nicht ganz mithalten, erfuhr aber mit einem Wachstum von 2,3 Prozent im Vergleich zu 2016 (1,5 Prozent) eine kräftige Steigerung. Der private Konsum ist bedingt durch eine niedrige Arbeitslosigkeit und leicht steigende Einkommen weiterhin der größte Wachstumstreiber, aber auch Unternehmen investieren mehr, da die Gewinne gegenüber dem Vorjahr höher ausgefallen sind. Amerikas Handelsbilanz wies auch in 2017 ein Defizit aus, da die Importe noch stärker als die Exporte wuchsen. Im Dezember lag der Wert bei knapp USD 64 Mrd. Die Arbeitslosenquote lag in 2017 bei 4,1 Prozent, damit gilt die Vollbeschäftigung als nahezu erreicht. Die durchschnittliche Inflation lag in den USA im vergangenen Jahr bei 2,1 Prozent.

Die britische Wirtschaft wies im Jahr nach dem Referendum für den Austritt aus der Europäischen Union ein Wachstum von 1,5 Prozent aus und übertrifft damit die Erwartungen von 1,4 Prozent leicht. Laut dem nationalen Statistikamt wuchs die Wirtschaftsleistung im letzten Quartal 2017 um 0,5 Prozent und lag damit leicht über den Werten im Sommer und über den Erwartungen. Der Dienstleistungssektor trägt die Konjunktur in Großbritannien und hat einen Anteil von fast 80 Prozent am BIP. Der Kursrückgang des Pfund Sterling resultiert in steigenden Preisen - die Inflation stieg auf 3 Prozent und beeinträchtigt die Kaufkraft der Verbraucher. Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,4 Prozent zwar historisch niedrig, Experten befürchten aber, dass dies bei einem schwächeren Wachstum nicht so bleiben dürfte.

In Polen lag das reale BIP-Wachstum bei 3,8 Prozent, die Inflation der Verbraucherpreise bei 1,9 Prozent und die Arbeitslosenquote bei 4,8 Prozent. Ökonomen gehen davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum verfestigt, aber etwas verlangsamt. In 2017 war das seit 2008 stärkste Konsumwachstum für die gute Konjunktur verantwortlich.

3.2 Entwicklung des Werbemarktes

Statistiken des Werbemarktes haben als Vergleichswert für die Entwicklung der SYZYGY Gruppe nur eine bedingte Aussagekraft. Zum einen sind die Ergebnisse aufgrund unterschiedlicher, oftmals nicht nachvollziehbarer Erhebungsmethoden kaum vergleichbar und fallen teilweise sogar widersprüchlich aus; zum anderen erlauben Bruttowerbedaten keine Erkenntnisse über tatsächlich erfolgte Geldflüsse, da sie anhand von Listenpreisen ermittelt werden und insofern Rabatte und Sonderkonditionen unberücksichtigt lassen.

Darüber hinaus generiert die SYZYGY Gruppe lediglich einen Teil ihrer Umsätze mit der von den Statistiken erfassten digitalen Werbung, wie etwa der Schaltung von Bannern und Video Ads, Suchmaschinenmarketing und -optimierung oder Affiliate Programmen. Budgets, die z. B. für die kreative und technologische Entwicklung von Markenplattformen, Business Applikationen oder Mobile Apps zur Verfügung stehen, werden indes nicht von den Erhebungen abgedeckt. Veränderungen in den reinen Mediabudgets liefern insofern zwar Anhaltspunkte für generelle Verschiebungen in der Mediastrategie von Werbetreibenden; sie können jedoch nicht direkt auf sämtliche Entwicklungen in der vielschichtigen Digitalbranche übertragen werden.

Wie bereits in den Vorjahren haben Werbetreibende in 2017 ihre Budgets für Werbung generell und für digitale Werbung im Besonderen deutlich erhöht. Die vom Forschungsinstitut WARC ermittelte Budgeterhöhung um weltweit 3 Prozent berücksichtigt auch die digitalen Medien. In diesem Segment ist auch in 2017 besonders der Bereich Mobile der eindeutige Wachstumsgewinner und verbucht nach dieser Erhebung ein Wachstum von 5,9 Prozent und vereinte im vergangenen Jahr 20,6 Prozent alle globalen Werbeausgaben auf sich. Der aktuelle Ad Spend Report von Dentsu Aegis Network (DAN) berichtet ebenfalls von einem Wachstum der globalen Werbeausgaben von 3,1 Prozent in 2017, die Spendings für digitales Marketing erhöhten sich um 15 Prozent.

In Deutschland stiegen die Gesamtwerbebudgets moderat im unteren einstelligen Bereich, etwas schwächer als im Vorjahr. Eine aktuelle Bilanz zu den Nettowerbespendings des Dentsu Aegis Network weist eine Erhöhung im Jahr 2017 um 2,2 Prozent aus, während Nielsen einen Zuwachs der Bruttowerbeinvestitionen von 1,9 Prozent ermittelt hat. Trotz starker Konjunktur, niedrigen Arbeitslosenzahlen und konsumfreudigen Verbrauchern agieren die Unternehmen bei den Werbeinvestitionen verhalten. Wie auch im globalen Trend setzt die Sparte Mobile mit einem Wachstum von 39,3 Prozent ihren Höhenflug fort. Während die Nielsen-Erhebungen für das 1. Halbjahr 2017 ausweisen, dass das Online-Geschäft um 3,3 Prozent geschrumpft ist, zeigen die Auswertungen für das Gesamtjahr 2017 ein Wachstum von 2,3 Prozent für das Medium Internet. Der Rückgang besagt nicht, dass die digitalen Kanäle an Relevanz verlieren, vielmehr zeigt sich eine Verlagerung in digitale Kanäle jenseits von Display, etwa Search, Programmatic oder Social Media. Experten von Zenith prognostizieren in ihrem Advertising Expenditure Forecasts im Dezember 2017, dass die digitalen Werbeausgaben in Deutschland 34 Prozent Marktanteil für sich verbuchen können. Eine von der Unternehmensberatung Schickler exklusiv für HORIZONT vorgestellte Analyse weist ein Umsatzwachstum von netto 9 Prozent für den Bereich Online aus. Zudem erwarten die Berater einen starken Anstieg des Anteils der via Apps ausgelieferten Werbung, in 2017 lag er bei 37 Prozent und soll im laufenden Jahr schon bei 50 Prozent liegen.

Die Werbekonjunktur in den USA und Großbritannien hat sich laut einer Gartner Umfrage deutlich abgekühlt. Sie erwartet stagnierende Umsätze für 2017. Der Anteil der Werbebudgets an den Unternehmensumsätzen sank in 2017 auf 11,3 Prozent (Vorjahr: 12,1%). Auch hier zeigt sich der Trend weiterhin deutlich, dass Budgets sich weg von traditionellen hin zu digitalen Medien verschieben und so die veränderten Mediennutzungsgewohnheiten der Zielgruppen widerspiegeln. Darüber hinaus haben Budgeterhöhungen in der Vergangenheit die hohen Erwartungen mit denen sie einhergingen bis heute nicht oder nur teilweise erfüllt. Für die Vereinigten Staaten von Amerika erwartet der aktuelle Ad Spend Report von Dentsu Aegis Network ein Wachstum in 2017 von 2,6 Prozent, die Erwartung lag im Juni noch bei 3,6 Prozent. Die USA sind und bleiben die Nummer 1 der weltweiten Werbemärkte und werden in 2018 voraussichtlich einen Anteil von 37 Prozent am Gesamtwerbemarkt ausmachen.

Die Analysten der Advertising Association/WARC hingegen veröffentlichen in ihrem im Januar 2018 veröffentlichten AA/WARC Expenditure Report ein Wachstum der britischen Werbeausgaben in den ersten drei Quartalen 2017 von 3,5 Prozent oder GBP 551 Mio. Die Schätzung für das Gesamtjahr 2017 liegt bei einem Anstieg von 3,4 Prozent und damit um 0,3 Prozent über der Annahme von Oktober 2017 für das Gesamtjahr. Die Wachstumstreiber sind auch hier Mobile mit 30,7 und Internet mit 9,9 Prozent. Gemäß WARC erlebte Großbritannien ein Rekordhoch im dritten Quartal und damit das 17. Wachstumsquartal in Folge. Für das Vereinigte Königreich erwartet der aktuelle Ad Spend Report von Dentsu Aegis Network ein Wachstum in 2017 von 3,2 Prozent, die Erwartung lag im Juni noch bei 4,0 Prozent.

Die Verbraucher in Polen sind in Konsumlaune, dies wirkt sich positiv auf die Werbeetats aus. Insbesondere das Internet profitiert davon, in den ersten beiden Quartalen 2017 entfielen fast ein Drittel der Werbeausgaben auf dieses Segment. Die Medienagentur Starcom erwartet für das vergangene Jahr einen Anstieg der Werbeausgaben von 2,0 bis 2,5 Prozent. Wie in den anderen Märkten auch verschiebt sich die Werbetätigkeit ins Internet, die Online-Ausgaben stiegen allein im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10 Prozent.

Insgesamt bewegte sich die SYZYGY Gruppe damit in einem positiven Marktumfeld. Die europäische Wirtschaft befindet sich weiterhin auf einem Expansionskurs, zeigte eine robuste Entwicklung im Kernmarkt der Gruppe Deutschland und war von Wachstum und einer über weite Teile hinweg positiven Stimmung geprägt. Der Trend, Budgets für digitale Werbung zu erhöhen, hielt derweil an, wobei insbesondere mobile Formate weit überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten erzielen konnten.

3.3 Mitarbeiter

Der Personalbestand der SYZYGY Gruppe ist während der Berichtsperiode erneut angestiegen: Zum 31. Dezember 2017 beschäftigte der Konzern 621 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das sind 43 Personen oder 7 Prozent mehr als am Stichtag des Vorjahres. Durch die Übernahme der Gesellschaften Catbird Seat und diffferent im Laufe des Geschäftsjahres wuchs die Gruppe um ca. 100 Personen. Bei SYZYGY Berlin musste aufgrund des Etatverlustes von BMW die Belegschaft um ca. 65 Prozent reduziert werden. Die Zahl der Freelancer blieb mit 54 Personen (Vorjahr: 56 Personen) stabil.

422 Personen oder 68 Prozent (Vorjahr: 352 Personen) gemessen am gesamten Personalbestand zum Stichtag waren in den sieben deutschen Gesellschaften tätig sowie 117 oder 19 Prozent (Vorjahr: 133 Personen) in den britischen Agenturen. Für Ars Thanea arbeiteten zum Jahresende 67 Personen oder 11 Prozent (Vorjahr: 76 Personen), die Zahl der Beschäftigten der SYZYGY Digital Marketing in New York verringerte sich um 12 Prozent auf 15 Mitarbeiter (Vorjahr: 17 Personen).

In der Betrachtung der Belegschaft nach Funktionen haben sich in der Berichtsperiode nur geringe Veränderungen ergeben. Die Bereiche Technologie, Kreation und Projektmanagement verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr jeweils einen leichten Rückgang: der Anteil von Technologie reduzierte sich von 21 auf 17 Prozent, Kreation verringerte sich um 24 Mitarbeiter auf 15 Prozent und der Anteil im Projektmanagement liegt um 2 Prozent niedriger als im Geschäftsjahr 2016 mit 15 Prozent. Durch die Übernahme von diffferent wuchs der Bereich Strategieberatung um 7 auf 17 Prozent. Auch in der Verwaltung und im Online Marketing erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Gesamtentwicklung, prozentual gesehen veränderte sich der Anteil im Online Marketing gegenüber dem Vorjahr von 21 auf 22 Prozent und in der Verwaltung um 3 Prozent auf 14 Prozent. Im Jahresdurchschnitt waren 591 Personen (Vorjahr: 540 Personen) für die SYZYGY Gruppe tätig. Unter Berücksichtigung von durchschnittlich 47 freien Mitarbeitern ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Pro-Kopf-Umsatz von rund TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 108).

3.4 Investitionen, Forschung und Entwicklung

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich deutlich auf EUR 7,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,2 Mio.). Insbesondere durch den Bezug neuer Mietflächen in Bad Homburg, London und Berlin ergaben sich Zugänge in den Mietereinbauten von EUR 3,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) und Betriebs- und Geschäftsausstattung von EUR 1,7 Mio. sowie EUR 0,4 Mio. durch die Erstkonsolidierung von Catbird Seat und diffferent. Im Berichtszeitraum wurden keine Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung getätigt.

3.5 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe

3.5.1 Ertragslage

Im Konzernlagebericht 2016 hat die SYZYGY Gruppe prognostiziert, die Umsatzerlöse im laufenden Geschäftsjahr 2017 erneut zu steigern, ging aber aufgrund der Unsicherheiten in Großbritannien durch die noch unklaren Umsetzungsdetails des Austritts aus der EU (Brexit) und der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in den USA nur von einer moderaten Steigerung der Umsätze im unteren einstelligen Bereich aus. Im operativen Ergebnis (EBIT) erwartete SYZYGY eine zu den Umsatzerlösen leicht überproportionale Steigerung.

Mit Umsatzerlösen von EUR 60,7 Mio. (Rückgang um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr) blieb SYZYGY damit hinter den Prognosen zurück. Das EBIT liegt mit EUR 4,1 Mio. und einem Minus von 27 Prozent ebenfalls unter den Erwartungen. Das Ergebnis je Aktie von EUR 0,39 blieb gegenüber dem Vorjahr stabil.

Die folgende Tabelle zeigt die mehrjährige Entwicklung der wesentlichen Finanzkennzahlen:

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2013 2014 2015 2016 2017
Umsatzerlöse in TEUR 35.030 47.075 57.311 64.273 60.669
EBIT in TEUR 2.023 3.843 5.268 5.596 4.096
EBIT-Marge in % 5,8 8,2 9,2 8,7 6,8
Ergebnis je Aktie in EUR 0,26 0,35 0,37 0,39 0,39

3.5.2 Umsatzerlöse

Die SYZYGY Gruppe berichtet Billings und Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse ergeben sich, indem die Billings um Mediakosten reduziert werden, die in den Online Marketing-Gesellschaften als durchlaufende Posten einnahme- und ausgabeseitig anfallen.

Während sich die Billings um 7 Prozent auf EUR 152,2 Mio. erhöhten, gingen die Umsatzerlöse mit EUR 60,7 Mio. um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Der Etat-Verlust vom BMW bei SYZYGY Berlin, aber auch rückläufiges Geschäft sind für diese Entwicklung verantwortlich.

Das Segment Deutschland ist erneut das stärkste in der Gruppe und stieg von 62 auf 65 Prozent an. Sowohl das Segment Großbritannien mit 22 Prozent als auch die sonstigen Segmente mit 5 Prozent blieben in der Umsatzentwicklung des Berichtsjahres stabil. Die Vereinigten Staaten stehen nunmehr für 8 Prozent (Vorjahr: 11%) der Umsatzerlöse. Oben genannte Werte betrachten die Ergebnisse vor Konsolidierung.

29 Prozent der Umsatzerlöse erwirtschaftete SYZYGY mit Kunden aus der Automobilbranche, das sind 6 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Auf den Bereich Konsumgüter entfielen wie im Vorjahr rund 27 Prozent der Erlöse, 12 Prozent wurden mit Unternehmen aus der Finanzbranche generiert (Vorjahr: 11%). Der Umsatzanteil von Kunden aus der IT und Telekommunikation erhöhte sich leicht von 10 auf 11 Prozent. Rund 21 Prozent (Vorjahr: 17%) entfielen auf Unternehmen, die keiner dieser vier Kernbranchen zugeordnet werden können.

Der Bereich Automobile verlor nicht nur Anteile, sondern wies auch in absoluten Zahlen kein Wachstum aus. Dafür entwickelten sich die Umsätze mit Unternehmen, die nicht in die vier Kategorien eingeordnet wurden, positiv sowohl prozentual als auch in absoluten Zahlen.

Mit den zehn größten Kunden erwirtschaftete SYZYGY 49 Prozent des Gesamtumsatzes, dieser Wert liegt 5 Prozentpunkte unter Vorjahreswert.

3.5.3 Betriebsausgaben und Abschreibungen

Die Einstandskosten der erbrachten Leistungen summierten sich auf EUR 46,2 Mio., womit sie im Vergleich zum Vorjahr leicht unterproportional um 3 Prozent gesunken sind. Dadurch sank die Rohmarge leicht um 2 Prozentpunkte auf 24 Prozent.

Die Vertriebs- und Marketingkosten sind mit EUR 6,3 Mio. stabil. Neben Personalkosten enthält der Posten unter anderem auch die Aufwendungen für die Markenzusammenführung innerhalb der SYZYGY Gruppe. Das Media-Geschäft von uniquedigital in Hamburg und Unique Digital Marketing in London wurden im Berichtszeitraum in die Marke SYZYGY überführt.

Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich um 9 Prozent auf EUR 7,4 Mio. Darin enthalten sind Rechtsberatungs-, Notar- und Kapitalerhöhungskosten im Rahmen der M&A-Aktivitäten in Höhe von EUR 0,4 Mio.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte liegen mit EUR 2,1 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 1,8 Mio. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

3.5.4 Operatives Ergebnis (EBIT) und EBIT-Marge

Das operative Ergebnis (EBIT) ging im Verhältnis zu den Umsatzerlösen überproportional stark um 27 Prozent von EUR 5,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 4,1 Mio. im Berichtsjahr zurück. In der Folge sank auch die Profitabilität des Konzerns, so dass sich die EBIT-Marge von 8,7 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 6,8 Prozent im Geschäftsjahr 2017 reduzierte. Die Abnahme der Profitabilität ist im Wesentlichen auf Restrukturierungsmaßnahmen bei SYZYGY Berlin zurückzuführen. Im Jahresverlauf wurde der Personalbestand um rund 65 Prozent reduziert. Zudem sind Sonderbelastungen durch den Vorstandswechsel sowie Kosten im Zusammenhang mit den Akquisitionen und der Markenzusammenführung entstanden.

3.5.5 Finanzergebnis

Durch das aktive Management der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hat SYZYGY in der Berichtsperiode erneut ein hohes Finanzergebnis von EUR 1,4 Mio. erwirtschaftet, das mit 8 Prozent über dem Vorjahresniveau (2016: EUR 1,3 Mio.) liegt. Das Ergebnis entspricht einer Rendite von 8,8 Prozent (Vorjahr: 6,0%) auf die durchschnittlich vorhandenen Liquiditätsreserven, sowie von 12,8 Prozent (Vorjahr: 7,8%) auf den durchschnittlichen Marktwert des Wertpapierportfolios. Zu dem guten Ergebnis haben primär Zinserträge aus Unternehmensanleihen sowie die Realisierung von Gewinnen aus dem Verkauf von Wertpapieren beigetragen.

3.5.6 Steueraufwand, Konzernergebnis, Ergebnis je Aktie

Während sich das Vorsteuerergebnis im Berichtszeitraum um 20 Prozent auf EUR 5,5 Mio. (Vorjahr: EUR 6,9 Mio.) verringert hat, ging auch das Konzernergebnis nach Abzug der Steueraufwendungen um 17 Prozent auf EUR 4,2 Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.) zurück. Die Steuerquote fiel im Geschäftsjahr auf 24 Prozent (Vorjahr: 26%). Der leichte Rückgang ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr erhebliche Gewinnanteile in New York angefallen sind, das deutlich höhere Steuersätze als andere Länder aufweist, und zusätzlich in Großbritannien der Steuersatz in 2017 gesenkt wurde.

Auf Basis der durchschnittlich vorhandenen 12.920 (in Tsd.) gewinnberechtigten Aktien und nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von EUR -0,8 Mio. beträgt das unverwässerte Ergebnis je Aktie EUR 0,39 und liegt somit auf dem Niveau des Vorjahres.

Da die Gesellschaft den Beschluss gefasst hat, bei Ausübung ausstehender Aktienoptionen die Differenz zwischen Ausübungspreis und Aktienkurs in bar zu vergüten, beträgt das verwässerte Ergebnis je Aktie analog EUR 0,39 (Vorjahr: EUR 0,39).

3.5.7 Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8, der auf den Management-Approach abstellt, berichtet SYZYGY Segmente nach geografischen Kriterien und unterscheidet dabei zwischen Deutschland, Großbritannien, den Vereinigten Staaten sowie den Sonstigen Segmenten. Letzteres enthält die Gesellschaft Ars Thanea, die gemäß IFRS 8.13 nicht groß genug ist, um als geografisch eigenständiges Segment berichtet zu werden.

Alle Segmente mussten im Berichtszeitraum Umsatzrückgänge vermelden, nur die polnische Agentur Ars Thanea, die in den Sonstigen Segmenten berichtet wird, kann ein Plus von 8 Prozent aufweisen. Die deutschen Gesellschaften blieben in den Umsatzerlösen mit EUR 40,3 Mio. in etwa auf Vorjahresniveau und gaben leicht um 2 Prozent nach (Vorjahr: EUR 41,2 Mio.). Das anorganische Wachstum durch den Erwerb von Catbird Seat und diffferent konnten das fehlende Geschäft bei SYZYGY Berlin nicht gänzlich ausgleichen. Das EBIT reduzierte sich überproportional um 38 Prozent auf EUR 3,3 Mio. (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.). Die EBIT-Marge fiel somit auf 8 Prozent (Vorjahr: 13%). Die britischen Gesellschaften generierten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 14,6 Mio. und liegen damit ebenfalls 3 Prozent unter dem Vorjahresniveau von EUR 15,0 Mio. Der Rückgang des Britischen Pfundes von durchschnittlich GBP/EUR 1,22 in 2016 auf GBP/EUR 1,14 im Berichtsjahr hat bei dem Umsatzvolumen einen negativen Währungseffekt von rund EUR 1,0 Mio. verursacht und entsprechend zu dem Umsatzrückgang geführt. Das operative Ergebnis der britischen Gesellschaften lag in 2017 bei EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) und damit 55 Prozent unter Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge lag bei 6 Prozent (Vorjahr: 13%).

Das Segment Vereinigte Staaten musste im Berichtszeitraum ebenfalls Umsatzrückgänge ausweisen. In 2017 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von EUR 5,3 Mio. (Vorjahr: EUR 7,4 Mio.). Das EBIT hingegen entwickelte sich deutlich positiver und belief sich auf EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.), was einer EBIT-Marge von 17 Prozent (Vorjahr: 11 %) entspricht.

Die polnische Agentur Ars Thanea, die unter Sonstige Segmente berichtet wird, erhöhte ihre Umsätze leicht um EUR 0,2 Mio. auf EUR 3,4 Mio. Das operative Ergebnis lag in der Berichtsperiode bei EUR -0,2 Mio.

In der Gesamtbetrachtung entfielen 65 Prozent der Umsatzerlöse (jeweils Anteil an den Konzernumsatzerlösen vor Konsolidierung) auf das Segment Deutschland (Vorjahr: 62%), 22 Prozent auf Großbritannien (Vorjahr: 22%), 8 Prozent auf die Vereinigten Staaten (Vorjahr: 11%) und 5 Prozent auf die Sonstigen Segmente (Vorjahr: 5%). Beim operativen Ergebnis liegen die entsprechenden Anteile bei 59 Prozent (Vorjahr: 62%), 22 Prozent (Vorjahr: 23%), 22 Prozent (Vorjahr: 10%) und -3 Prozent (Vorjahr: 5%).

3.5.8 Finanzlage

Die SYZYGY Gruppe weist zum 31. Dezember 2017 eine Gesamtliquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Wertpapieren) von EUR 16,0 Mio. aus. Dies entspricht einem Rückgang von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 22,2 Mio. Diese Entwicklung ist zum großen Teil auf den Erwerb der Anteile an Catbird Seat und diffferent zurückzuführen. Die Erwerbe wurden in etwa zur Hälfte in Cash und zur Hälfte mit Aktien vergütet. Die neuen Aktien stammen jeweils aus Kapitalerhöhungen des genehmigten Kapitals gegen Sacheinlagen. Darüber hinaus wurde aus dem erwartungsgemäßen positiven operativen Cashflow von EUR 4,8 Mio. eine Dividende von EUR 4,8 Mio. finanziert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stellten mit EUR 7,0 Mio. etwa 44 Prozent der Liquiditätsreserven (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.), um kurzfristig fällig werdende Verpflichtungen erfüllen zu können. Der Anteil der Wertpapiere verringerte sich auf 56 Prozent, deren Bestand in der Berichtsperiode um 42 Prozent auf EUR 9,0 Mio. gesunken ist. Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit der Anleihen lag bei 7,3 Jahren (Vorjahr: 7,3 Jahre). Nähere Informationen zur Anlagestrategie finden sich im Konzernanhang im Abschnitt 6.

Zudem hat die SYZYGY AG ein Bankdarlehen in Höhe von EUR 5,0 Mio. aufgenommen, das über 5 Jahre getilgt wird.

Der Gesamt-Cashflow der SYZYGY Gruppe summierte sich unter Berücksichtigung von Währungsveränderungen zum Jahresende auf EUR 0,4 Mio (Vorjahr: EUR 2,7 Mio.). Dieser Betrag setzt sich aus einem positiven operativen Cashflow in Höhe von EUR 4,8 Mio., einem Cashflow aus Investitionstätigkeit von EUR -3,9 Mio. und einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von EUR -0,3 Mio. zusammen. Das Konzernergebnis in Höhe von EUR 4,2 Mio., gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR -0,4 Mio.) sowie um EUR 2,3 Mio. höhere erhaltene Anzahlungen führen im wesentlichen zu diesem positiven operativen Cashflow.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit EUR -3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.) negativ und ergibt sich primär aus dem aktiven Management der Liquiditätsreserven: Dem Verkauf von Wertpapieren im Volumen von EUR 19,3 Mio. standen Käufe im Gesamtwert von EUR 11,8 Mio. gegenüber. Darüber hinaus tragen die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen in Höhe von EUR 6,6 Mio. und Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 5,3 Mio. zu dieser Entwicklung bei.

Den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beeinflussen sowohl die Zahlung der ordentlichen Dividende in Höhe von EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio.) als auch die Aufnahme von Darlehen bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 4,8 Mio. und gleichen sich damit fast aus.

Ferner besteht gegenüber der Commerzbank AG eine Kreditlinie in Höhe von EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.), welche zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde.

3.5.9 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtszeitraum um 29 Prozent auf EUR 104,6 Mio.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Berichtszeitraum um 75 Prozent auf EUR 66,5 Mio., dies resultiert aus dem Erwerb von 70 Prozent der Anteile an diffferent sowie von 51 Prozent der Anteile an Catbird Seat im Geschäftsjahr 2017. Der Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhte sich im Jahr 2017 von EUR 6,6 Mio. auf EUR 7,0 Mio., demgegenüber reduzierte sich der Anteil der Wertpapiere um 42 Prozent auf EUR 9,0. Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich um 10 Prozent auf EUR 20,3 Mio. (Vorjahr: EUR 18,5 Mio.). Die sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich im Geschäftsjahr leicht um EUR 0,2 Mio. auf EUR 1,9 Mio. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um insgesamt EUR 4,6 Mio. auf EUR 38,1 Mio. (11%) reduziert.

Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf EUR 55,9 Mio. und entspricht 53 Prozent der Bilanzsumme. Der Anstieg ist auf die Erhöhung der Kapitalrücklage um EUR 6,5 Mio. oder 32 Prozent auf EUR 27,1 Mio. zurückzuführen. Das übrige Konzernergebnis war mit EUR -1,8 Mio. leicht rückläufig (Vorjahr: EUR -1,5 Mio.). Sowohl der Wert eigener Aktien als auch die Gewinnrücklagen blieben auf Vorjahresniveau, das gezeichnete Kapital erhöhte sich leicht um 5 Prozent auf EUR 13,5 Mio.

Die langfristigen Verbindlichkeiten verzeichneten einen Anstieg um EUR 15 Mio. auf EUR 21,9 Mio. vor allem aufgrund von Verpflichtungen aus Termin- und Optionsgeschäften für den Erwerb der Anteile an Catbird Seat und diffferent sowie einer Neubewertung der zukünftig zu erwerbenden Anteile von USEEDS und des Earn-Outs im Bezug auf den Erwerb von Ars Thanea.

Die kurzfristigen Schulden und Rückstellungen erhöhten sich um EUR 2,4 Mio. auf EUR 26,4 Mio. nur leicht. Maßgeblich für diese Entwicklung war der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen von EUR 4,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 6,4 Mio. zum Stichtag. Innerhalb der anderen Posten gab es nur leichte Verschiebungen, so stiegen die Steuerverbindlichkeiten von EUR 0,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,3 Mio. im Berichtsjahr und die sonstigen Rückstellungen um 6 Prozent auf EUR 9,2 Mio. an. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten, die im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten enthielten, ergab sich ein leichter Rückgang um EUR 0,2 Mio. auf EUR 2,8 Mio.

4. Prognosebericht

4.1 Prognoseannahmen

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt auch die SYZYGY Gruppe externen Einflüssen, auf die sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen tatsächlichen oder wahrgenommenen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Wachstum der Gruppe auswirken.

Alle Aussagen über die Zukunft der Gruppe beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts bekannt und verfügbar waren. Da diese Daten kontinuierlichen Änderungen unterliegen, sind Prognosen stets mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse in den Folgeperioden können daher abweichen.

Die SYZYGY Gruppe erstellt ihre Prognosen auf Basis ihrer organischen Entwicklung. Akquisitionen können das künftige Wachstum des Konzerns positiv oder negativ beeinflussen.

Ferner können positive Impulse für die Geschäftsentwicklung aus der Akquisition bedeutender Neukunden kommen, ebenso wie aus der Ausweitung bestehender Kundenbeziehungen, wenn über die geplanten Projekte hinaus zusätzliche Budgets gewonnen werden können.

4.2 Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung in den Hauptmärkten der SYZYGY Gruppe

Die Einschätzung von Experten für das Wirtschaftsklima ist einstimmig positiv: Wie das Ifo-Institut mitteilt, hat sich das Weltwirtschaftsklima stark verbessert. Im ersten Quartal 2018 stiegt der Indikator von 17,1 auf 26,0 Punkte, dies ist der höchste Wert seit Herbst 2007. Die Ökonomen beurteilen die aktuelle Wirtschaftslage deutlich positiv, die Konjunkturaussichten verbesserten sich ebenfalls außerordentlich und der weltweite Aufschwung verfestigt sich. Insbesondere in den USA, in der Europäischen Union und in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern stiegen die Erwartungen stark an. Diesem Trend folgend erhöhte auch der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose. Der IWF geht davon aus, dass sich die Weltwirtschaft in diesem und im kommenden Jahr stark beschleunigt und rechnet mit Wachstumsraten von jeweils 3,9 Prozent für 2018 und 2019 und korrigiert damit die Prognose aus Oktober 2017, die noch bei 3,7 Prozent lag. Experten rechnen im laufenden Jahr mit einem Preisanstieg in der Weltwirtschaft. Die robuste Konjunktur in Europa und Asien und nicht zuletzt die Steuerreform in den USA sind verantwortlich für die boomende Weltwirtschaft.

Ein ähnliches Stimmungsbild zeigt sich auch in Europa. Die EU-Kommission erwartet ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum, denn nach Jahren der Krise nimmt die Wirtschaft in Europa deutlich Fahrt auf. Die EU-Kommission hat ihre Prognosen für die Eurozone und für die gesamte EU noch einmal deutlich angehoben, die Lage sei so gut wie schon seit 10 Jahren nicht mehr. Sie erwartet, dass die Wirtschaft in 2018 in den Euro-Ländern um 2,3 Prozent wächst und übertrifft damit die Herbstprognose von 2,1 Prozent. Für die gesamte EU nimmt die Kommission Wachstumswerte von 2,3 Prozent für 2018 und 2,1 Prozent für 2019 (ohne Großbritannien, das die EU voraussichtlich im März 2019 verlassen wird) an. Die Auswertungen des IHS Markit Composite Index Eurozone zeigen, dass sich das Wachstum in der Eurozone im Januar 2018 einem 12-Jahreshoch genähert hat. Der Chefökonom bei IHS Markit Chris Williamson erwartet, dass die Eurozone mit viel Schwung ins neue Jahr startet, eine starke Belebung auf breiter Basis stattfindet, die anziehende Nachfrage den Stellenaufbau ankurbelt und die Kapazitäten nahezu vollständig auslastet.

Auch die deutsche Konjunktur befindet sich im Höhenflug. Zu Jahresbeginn ist das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) auf den höchsten Stand seit sieben Jahren gestiegen. Der DIW-Index liegt für das Q1 nun bei 118 Punkten und damit knapp 4 Punkte höher als noch im letzten Quartal 2017. Damit dürfte sich die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres kräftig zulegen und um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal wachsen. Sowohl Industrieunternehmen als auch Dienstleister blicken aufgrund von hohen Auftragsbeständen und reger Nachfrage aus dem In- und Ausland optimistisch in die Zukunft und lassen Unternehmen wieder mehr investieren. Auch der private Konsum sorgt angesichts von Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen für Nachfrage und stützt das Wachstum. Der kräftige weltweite Aufschwung, der mittlerweile auch den Euroraum erfasst hat, beeinflusst die deutsche Konjunktur positiv. Ein steigender Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar verteuert die Exporte aus der Währungsunion und könnte das Tempo drosseln. China vollzieht einen Strukturwandel hin zu mehr Konsumausgaben und könnte so rückläufige Exporterwartungen bewirken. Die Experten des Ifo-Instituts und die des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) teilen die positive Einschätzung und hoben ihre Prognosen für das deutsche BIP-Wachstum von 2,0 auf 2,6 Prozent (ifo) und von 2,2 auf 2,5 Prozent (IfW) an. Als Folge der starken Konjunktur wird eine steigende Inflation erwartet, das Ifo-Institut rechnet für 2019 mit einer Teuerungsrate von 2,2 Prozent und wird erstmals seit Jahren wieder über einem Wert 2 Prozent liegen, bei dem die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen spricht. Auch auf den Arbeitsmarkt wirkt sich der Wirtschaftsboom positiv aus, in 2019 soll die Beschäftigungszahl mit 45,2 Mio. Menschen so hoch sein wie noch nie. Die deutsche Wirtschaft bewegt sich mit ausgelasteten Kapazitäten und Knappheiten am Arbeitsmarkt auf eine Hochkonjunktur zu. Experten warnen jedoch vor der Gefahr einer Überhitzung.

Auch die US-amerikanische Wirtschaft startet robust in das neue Jahr. Die wichtigsten Indikatoren deuten auf ein Wirtschaftswachstum hin. Das US BIP-Wachstum soll in 2018 bei 2,5 Prozent liegen und in 2019 wird eine Steigerung von 2,1 und 2020 von 2,0 Prozent erwartet. Die Arbeitslosigkeit wird in 2018 und 2019 auf 3,9 Prozent fallen, bevor sie 2020 wieder auf 4,0 Prozent steigen wird. Damit sind die Prognosen unter den Werten von 2016 mit 4,7 und 2017 mit 4,1 Prozent und liegen deutlich unter der Zielmarke der US-Notenbank von 6,7 Prozent. Verbraucher und Unternehmen blicken zuversichtlich auf die künftige Entwicklung des Landes, dies führt zu einem robusten Privatkonsum und einem Anstieg der Unternehmensinvestitionen. Das von US-Präsident Donald Trump angekündigte Infrastrukturprogramm soll zusätzliche Impulse bringen und zu Investitionen in Höhe von USD 1 Billion führen.

Die Ökonomen der EU-Kommission in Brüssel erwarten in ihrem Wirtschaftsausblick für die Entwicklung in Großbritannien ein vermindertes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von nur noch 1,4 Prozent in diesem Jahr und 1,1 Prozent für 2019 und schreiben dies der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit, die aus dem Brexit und den laufenden Verhandlungen darüber entsteht, zu. Der UK Economic Outlook von PwC bestätigt die Einschätzung der EU-Kommission und sieht für 2018 ebenso ein Wachstum von 1,4 Prozent voraus. Die Inflation soll mit 2,7 Prozent stabil aber verhältnismäßig hoch bleiben. Demgegenüber stehen schwache Lohnentwicklungen, obwohl auch im Vereinigten Königreich die Arbeitslosigkeit auf einem historisch niedrigen Wert liegt. Daraus resultiert, dass die Verbraucherausgaben von 1,6 Prozent in 2017 auf 1,1 Prozent zurückgehen werden.

4.3 Werbemarkt

Die folgenden Ausführungen zur prognostizierten Entwicklung der Werbeausgaben unterliegen denselben Vorbehalten, wie sie bereits in Absatz 3.2 erörtert wurden. Sie liefern Anhaltspunkte für allgemeine Trends und Verschiebungen in Mediabudgets, eignen sich jedoch nur sehr bedingt als Beurteilungsmaßstab für die voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY Gruppe.

Getrieben durch die immer größere Bedeutung von Smartphones und Tablets sowie Nachholeffekte in Schwellenländern wird das überdurchschnittliche Wachstum digitaler Werbebudgets weiterhin anhalten.

Das Forschungsinstitut WARC geht in seinem Ausblick für die Entwicklung der globalen Werbewirtschaft davon aus, dass der Werbemarkt in diesem Jahr um 4,7 Prozent auf USD 572 Mrd. wachsen wird. Die Prognosen von Zenith mit einem Anstieg von 4,1 Prozent auf USD 578 Mrd. liegen damit nahezu auf einer Linie. Die Olympischen Winterspiele, die Fußball-Weltmeisterschaft und Wahlen zum US-Repräsentantenhaus im Herbst sind wesentliche Faktoren für diese optimistischen Ausblicke. WARC-Analysten erwarten, dass 2018 ein hervorragendes Jahr für die globale Werbung wird, die Anzeigeninvestitionen werden so stark wie zuletzt 2010 und 2011 wachsen und Mobile ist und bleibt ein Schlüsselfaktor für globales Wachstum. In ihrem Global Ad Spending Forecast gehen die Marktforscher von Dentsu Aegis Network von einem Wachstum für den Gesamtwerbemarkt in 2018 von 3,6 Prozent aus und passten damit ihre Einschätzung aus Juni 2017, die bei 4,3 Prozent lag, an.

Die Werbebranche in den USA blickt ebenfalls positiv in die Zukunft. Dentsu Aegis hält ein Wachstum von 3,2 Prozent für wahrscheinlich.

Die Prognosen für Deutschland fallen niedriger aus, sind aber insgesamt optimistisch. Der deutsche Werbemarkt soll gemäß dem Global Ad Spend Forecast von Dentsu Aegis im laufenden Jahr um 2,6 Prozent auf EUR 16,2 Mrd. wachsen. Für 2019 hält das Netzwerk eine Steigerung von 3 Prozent für möglich. Die digitalen Medien werden in 2018 Spitzenreiter und hängen mit einem Marktanteil von 36,3 Prozent die Sparte TV ab. Werbung im Fernsehen wird nur noch 32 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen. Die Wachstumstreiber in den digitalen Medien werden vor allem Mobile und Social Media sein, diese Segmente werden um 38,2 bzw. 22,0 Prozent wachsen. Der Mobile Advertising Forecast von Zenith prognostiziert der mobilen Werbung erneut ein immenses Wachstum, denn in diesem Jahr werden erst mal mehr Werbe-Euro für Mobile als für Desktop-Werbung ausgegeben. Die Analyse der Schickler Unternehmensberatung sagt dem digitalen Werbemarkt ebenfalls ein ungebrochenes Wachstum voraus, demnach werden 9 Prozent mehr oder EUR 9,2 Mrd. in Online Werbung fließen.

In Großbritannien wird der Gesamtmarkt 2018 laut Dentsu Aegis Global Ad Spend Forecast um 2,9 Prozent wachsen und nimmt damit eine Prognose von 5,9 Prozent zurück, die im Sommer 2017 getroffen wurde. Der Expenditure Report der Advertising Association/WARC ist mit einer Wachstumsschätzung für 2018 von 2,8 Prozent etwas pessimistischer. Das Wachstum wird auch hier durch die digitale Sparte getrieben, welche um voraussichtlich 7,3 Prozent und darin Mobile mit 20,7 Prozent wachsen wird.

4.4 Voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY Gruppe

Sowohl die insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Aussichten für Deutschland und die anderen relevanten Märkte als auch die nachhaltige Verschiebung von Marketingbudgets auf den digitalen Kanal bieten der SYZYGY Gruppe sehr gute Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum. Reine Onlinewerbung, auf die sich die oben aufgeführten Statistiken beziehen, stellt dabei lediglich eine Facette des komplexen Digital-Marketings dar und repräsentiert nur einen Teil des Leistungsspektrums der Gruppe.

Klassische Marketinginstrumente wie Print- und Rundfunkwerbung, Mailings und Außenwerbung beginnen angesichts einer durch das Internet hervorragend informierten, immer anspruchsvolleren und ungeduldigeren Kundschaft an Wirksamkeit und Reichweite zu verlieren. Konsumgüterhersteller sehen sich zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, über den reinen Produktnutzen hinaus weitere Mehrwerte für ihre Kunden zu schaffen.

Technologie kann Unternehmen dabei helfen, ihre Produkte begehrenswerter zu machen und damit ihre Relevanz zu steigern. Webpräsenzen, sogenannte Markenplattformen, sind dabei zur zentralen Schaltzentrale für die Akquisition und Loyalisierung von Kunden geworden. Marketingverantwortliche haben die Bedeutung und Komplexität der Plattformen erkannt - und damit auch die Notwendigkeit, entsprechende Etats für die Entwicklung und Pflege bereitzustellen. Höhere Budgets und längere Projektlaufzeiten sind die Folge.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets wird die Markenwahrnehmung auch immer stärker von Apps geprägt, die dem Nutzer einen Mehrwert liefern: sei es, indem sie ihn unterhalten; oder sei es, indem sie ihm Services der unterschiedlichsten Art bieten, die sein privates und berufliches Leben erleichtern. Mit der Unterstützung erfahrener und technologisch versierter Markenspezialisten wie SYZYGY stellt digitales Marketing für Unternehmen ein großes Potenzial dar, um Serviceinnovationen, neue Kundenbindungskonzepte oder überzeugende und unterhaltsame Einkaufserlebnisse zu schaffen.

Der Vorstand der SYZYGY AG geht von einem zweistelligen Umsatzwachstum im laufenden Geschäftsjahr aus und erwartet eine Steigerung der EBIT-Marge im oberen einstelligen Bereich. Das Wachstum wird vor allem in Deutschland erwartet, alle anderen Segmente werden in ihrer Entwicklung stabil bleiben.

Mögliche Akquisitionen, die zur Wachstumsstrategie der SYZYGY Gruppe gehören, können diese Prognosen sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Die Ertragslage der SYZYGY Gruppe wird von der Entwicklung der operativen Einheiten und von den zukünftigen Zinserträgen der SYZYGY AG bestimmt.

5. Risiken und Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung

Wesentliche Risikofaktoren beziehen sich auf die Konjunktur der Werbewirtschaft in den für SYZYGY relevanten Märkten sowie auf die technologische Dynamik der Märkte für Internetdienstleistungen im Besonderen.

Durch den Vorstand der SYZYGY AG werden Risiken kontinuierlich überwacht, um negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage frühzeitig entgegenwirken zu können. Die Risikoeinschätzung bezieht sich hierbei sowohl auf den Umfang einer möglichen Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage als auch auf die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Risikofaktor Auswirkungen haben kann.

Genauso wichtig ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Ein funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist daher ein wichtiges Element einer nachhaltigen Unternehmensführung.

Auf Grundlage der gegenwärtig verfügbaren Informationen sind keine Risiken feststellbar, die den Fortbestand der SYZYGY AG und ihrer Tochtergesellschaften gefährden würden.

5.1 Wesentliche Einzelrisiken Operative Risiken

Rund 49 Prozent des Umsatzes der SYZYGY Gruppe werden durch das Geschäft mit den zehn größten Kunden generiert. Die Konzentration auf die zehn größten Kunden hat sich von 54 im Vorjahr auf 49 Prozent verringert, der größte Einzelkunde generierte 9 Prozent der Umsätze. Während im Vorjahr die Top 3 Kunden noch 28 Prozent der Konzernumsätze generierten, ging der Wert in 2017 auf 24 Prozent noch einmal zurück.

Die Umsätze von SYZYGY sind nicht durch lange Vertragslaufzeiten abgesichert. Umsätze werden in der Regel auf Grundlage von Einzelverträgen mit einem begrenzten zeitlichen Umfang erwirtschaftet. Alle Planungen, die sich auf die Entwicklung des Umsatzes beziehen, beinhalten deshalb zwangsläufig eine große Unsicherheit.

Dem überwiegenden Teil der Umsätze liegen feste Preisvereinbarungen zugrunde. Nicht vorhersehbare Verluste sind daher möglich, wenn die kalkulierten Projektkosten unerwartet überschritten werden. SYZYGY übernimmt darüber hinaus projektbezogen die gängigen Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen. Dies kann zu Folgekosten in den Projekten führen.

Die von SYZYGY erbrachten Dienstleistungen besitzen eine Öffentlichkeitswirkung. Daher kann ein breitenwirksamer Imageschaden entstehen, wenn es bei einer Projektabwicklung zu Qualitätsmängeln in der Ausführung kommt. Ein solcher Imageschaden kann die weitere Geschäftsentwicklung spürbar negativ beeinflussen.

Aufgrund sehr stabiler und langjähriger Kundenbeziehungen, insbesondere bei den Top 10-Kunden, wird das Risiko als gering angesehen.

Anlagerisiken

Vorhandene Liquiditätsreserven werden bei der SYZYGY AG aktiv durch den Finanzvorstand gemanagt. Die Anlagestrategie der liquiden Mittel ist grundsätzlich auf eine langfristige Ertragsentwicklung ausgerichtet. Dabei werden die liquiden Mittel risikodiversifiziert in Unternehmensanleihen und anderen festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Bei allen festverzinslichen Wertpapieren bestehen Zinsänderungs- und Ausfallrisiken. Ein Anstieg der langfristigen Zinsen wirkt sich grundsätzlich negativ, ein Rückgang der Zinsen positiv auf die Kursentwicklung der Wertpapiere aus.

SYZYGY reduziert die Ausfallrisiken durch eine diversifizierte Anlage in Titel mit guter Bonität, d.h. weitgehend im Bereich des Investment Grade. Das Risiko einer signifikanten Belastung des Finanzergebnisses wird insgesamt als gering eingestuft.

Konjunkturelle Risiken

Die grundsätzliche Bereitschaft von Unternehmen, in Werbe- und Marketingmaßnahmen zu investieren, kann von der allgemeinen konjunkturellen Lage beeinflusst werden. Ein Nachlassen der Konjunktur kann für SYZYGY daher zu einem verminderten Auftragsvolumen und damit zu entsprechenden Umsatzeinbußen führen. Gegebenenfalls notwendige Kapazitätsanpassungen entfalten ihre Wirkung zeitverzögert und können Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen zur Folge haben.

Das Risiko wird als gering eingestuft.

Währungsrisiken

SYZYGY erzielt knapp ein Viertel der Umsatzerlöse in Großbritannien. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfunds sowie des US-Dollars gegenüber dem Euro können die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss, je nach Kursentwicklung, im Vergleich zur Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Dennoch schließt SYZYGY keine Kurssicherungsgeschäfte ab, weil den Erlösen auf dem britischen Markt auch Kosten in Britischen Pfund gegenüberstehen. Daher besteht für SYZYGY ein Währungsrisiko lediglich in Höhe des Jahresüberschusses der jeweiligen Landesgesellschaft.

Dieses gilt gleichermaßen für die Gesellschaften in den USA und Polen, die insgesamt etwa 8 und 5 Prozent der Gruppenumsätze erwirtschaften.

Die SYZYGY AG hält einen Teil ihrer Vermögenswerte in fremden Währungen, insbesondere Vermögenswerte ausländischer Tochtergesellschaften und in Fremdwährung dominierte Wertpapiere. Ferner bestehen Verpflichtungen aus Unternehmenserwerben jeweils in der Währung des Verkäufers. SYZYGY schließt auch hier keine direkt zuordenbaren Kurssicherungsgeschäfte ab, weil die Risiken für die Ertragslage der SYZYGY AG aus den Fremdwährungsposten aufgrund deren Umfangs als gering eingestuft werden.

Das Risiko durch Währungsschwankungen wird als gering eingestuft.

Brexit-Risiken

Durch den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union entstehen Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der britischen Wirtschaft, aber auch der gesamten europäischen Wirtschaft. Da die Verhandlungen über den Austritt noch nicht abgeschlossen wurden, sind die konkreten Auswirkungen derzeit nicht absehbar. Daher sind außer der bestehenden Unsicherheit noch keine genauen Prognosen möglich. Der britische Markt ist jedoch für die SYZYGY Gruppe ein wichtiger Markt. Risikomildernd sollte wirken, dass SYZYGY in vor allem in Deutschland tätig ist. Daher können die möglicherweise aus dem Vereinigten Königreich abwandernden Finanzunternehmen von Agenturen in Deutschland bedient werden.

Das Risiko wird als gering eingestuft.

Personelle Risiken

Die Leistungsfähigkeit des Konzerns beruht im Dienstleistungsgeschäft maßgeblich auf der Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter. Einzelnen Personen kommt hierbei aufgrund ihrer hohen Qualifikation eine große Bedeutung zu. Sollte es nicht gelingen, diese Mitarbeiter im Unternehmen zu halten bzw. fortlaufend neue und hoch qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, kann der Erfolg von SYZYGY darunter leiden.

Das Risiko wird als gering eingestuft.

Risiken aus Akquisitionen

Unternehmensakquisitionen waren und sind ein Teil der Wachstumspolitik von SYZYGY. Der wirtschaftliche Erfolg von Übernahmen ist davon abhängig, wie gut die erworbene Unternehmung in die bestehende Struktur eingegliedert werden kann und wie es gelingt, die angestrebten Synergieeffekte tatsächlich zu erzielen. Sollten die Bemühungen einer erfolgreichen Integration misslingen, so kann sich der Wert des übernommenen Unternehmens deutlich verringern. Dies könnte einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf bzw. Wertminderungsbedarf auf Beteiligungsbuchwerte die im Rahmen des Unternehmenserwerbs erworbenen Vermögenswerte bzw. auf erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte nach sich ziehen.

Das Risiko wird als gering eingestuft.

5.2 Chancen

Die zunehmende Anzahl von Produkten und Kanälen hat traditionelle Marketinginstrumente an ihre Grenzen geführt. Zugleich nimmt die Markenbindung nachweislich ab. Das Internet eröffnet Marken die Möglichkeit, direkt mit Kunden in Kontakt zu treten, und ihnen über die reine Werbebotschaft hinaus echte Mehrwerte zu liefern.

Webpräsenzen kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Sie werden im immer komplexeren Marketingmix großer Unternehmen zunehmend zum Dreh- und Angelpunkt, was in steigenden Projektvolumina und Laufzeiten zum Ausdruck kommt.

Mit intelligentem Content Marketing können deutlich größere eigene Reichweiten aufgebaut werden, als es mit klassischer Unternehmenskommunikation gelingt. Aktuelle Inhalte und Angebote, die einen hohen Relevanzgrad für Menschen haben, bieten eine große Chance, die Kundenbindung zu festigen. Mobile Endgeräte spielen bei dieser Entwicklung eine entscheidende Rolle, denn sie sind für viele Menschen zu einem zentralen Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden. Apps, die dem Nutzer helfen, ihn unterhalten oder informieren, können entscheidend zu einer positiven Wahrnehmung der Marke beitragen. So bietet digitale Kommunikation Marken ein schier unerschöpfliches Potenzial, um Serviceinnovationen, neue Kundenbindungskonzepte oder überzeugende Einkaufserlebnisse zu entwickeln.

SYZYGY gehört zu den führenden Digitalagenturen in Deutschland und Großbritannien und verfügt über eine mehr als 20-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung digitaler Kommunikation. Mit einem starken Technologiebereich und einer international ausgezeichneten Kreation ist es SYZYGY möglich, sich als erster Ansprechpartner für die immer neuen Herausforderungen des digitalen Marketings zu empfehlen.

Wurden Digitalagenturen lange Zeit als Spezialisten einer Nische wahrgenommen, werden sie zunehmend auch mit der strategischen Markenführung betraut. Die anhaltende Verschiebung von Marketing-Etats auf digitale Kanäle zeugt davon, dass Unternehmen bei der Kommunikation immer stärker auf digitales Marketing setzen. SYZYGY geht davon aus, dass diese Entwicklung anhalten wird.

Zusätzliche Geschäftschancen könnten sich durch die stärkere Anbindung an den WPP Konzern ergeben und die internationale Expansion der SYZYGY Gruppe könnte durch WPP unterstützt werden.

6. Internes Kontrollsystem

Die verwendeten Risikofrüherkennungssysteme basieren auf dem monatlichen Berichtswesen, das neben einem Finanzreporting (Budget, aktualisierter Forecast und Ist-Zahlen) die Neugeschäftsaktivitäten und die qualitative Entwicklung der Gesellschaften umfasst. In das Finanzreporting ist ein Risikomanagement-System integriert, das quartalsweise wiederkehrend die Risikoidentifikation, Risikokommunikation und -überwachung operativer Risiken sicherstellt. Die Aggregation und Steuerung der Risiken erfolgt dann auf Ebene der SYZYGY AG bzw. wird von der SYZYGY AG initiiert. Das interne Kontrollsystem wird bei Finanztransaktionen durch Genehmigungsprozesse ergänzt (Vier-Augen-Prinzip) sowie durch Funktionstrennung und Zugriffsregelungen im IT-System unterstützt.

Der Quartalsbericht der SYZYGY Gruppe unterliegt jeweils nach Aufstellung der Durchsicht und Genehmigung durch den Aufsichtsrat der SYZYGY AG.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Hierbei sind der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der SYZYGY Gruppe nach IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzenden Angaben nach § 315e Abs. 1 HGB, aufzustellen.

Die Zentralabteilung Finanzen der SYZYGY AG steuert die Prozesse zur Erstellung der Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses sowie zur Aufstellung des Konzernlageberichts für den SYZYGY Konzern. Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich auf ihre Auswirkungen auf die Rechnungslegung der SYZYGY Gruppe analysiert. Durch ein konzernweites Jahresabschluss-Reporting und einen konzernweit gültigen Finanzkalender wird ein zeitnaher und standardisierter Rechnungslegungsprozess verfolgt.

Gemäß § 315 Abs. 4 HGB werden die Rechnungslegungsanforderungen durch die SYZYGY AG in den Tochtergesellschaften u. a. dadurch umgesetzt, dass in der SYZYGY Gruppe weitgehend ein einheitliches Buchhaltungssystem mit einem einheitlichen Kontenrahmen verwendet wird. Alle Gesellschaften unterliegen einmal im Quartal einem Review durch die Zentralabteilung Finanzen der SYZYGY AG. Hierbei werden die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften sowie die Prozesse zur Datenaufbereitung analysiert, überprüft und sichergestellt.

Ferner werden die Mitarbeiter in den Finanzbereichen in regelmäßigen internen wie auch externen Schulungen immer auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Anforderungen gebracht.

7. Vergütungsbericht

7.1 Vergütungssystem für den Vorstand

Das Vergütungssystem des Vorstands wird vom Aufsichtsrat der SYZYGY AG festgelegt. Die Gesamtvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

erfolgsunabhängige Vergütung
erfolgsbezogene Vergütung
sonstige Leistungen.

Die erfolgsunabhängige Vergütung wird monatlich als Grundgehalt ausgezahlt.

Die erfolgsbezogene Vergütung enthält zwei Komponenten:

Eine kurzfristige Erfolgsbeteiligung, die sich an Jahreszielen - sowohl Finanz- als auch qualitative Ziele - des Geschäftsjahres orientiert, und nach Prüfung des Jahres und Konzernabschlusses zur Auszahlung kommt.

Ferner wurden dem Vorstand langfristige variable Vergütungsbestandteile gewährt, die sich an der Entwicklung des Aktienkurses orientieren. Diese aktienkursorientierten Tantiemevereinbarungen sehen vor, dass nach zwei Jahren bis zu 40 Prozent, und nach drei Jahren weitere 60 Prozent der zugeteilten Optionen oder Phantom Stocks ausgeübt werden können. Beide langfristigen Programme sehen dabei vor, dass die Differenz zwischen einem Basiskurs bei Ausgabe der Optionen oder Phantom Stocks, und dem Aktienkurs bei Ausübung der Optionen oder Phantom Stocks zur Auszahlung kommt.

Sonstige Leistungen erhalten die Vorstandsmitglieder in Form von Beitragszahlungen zur Renten-, Kranken- und Unfallversicherung sowie der privaten Nutzung eines Dienstwagens bzw. einer Car Allowance.

Die Vergütung des Vorstands wird gemäß § 4.2.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 tabellarisch in Form der gewährten Vergütungen wie folgt dargestellt:

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Lars Lehne, CEO
Gewährte Zuwendungen 2017

TEUR
2016

TEUR
2017 Minimum

TEUR
2017 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 300 225 300 300
Nebenleistungen 14 10 14 14
Summe 314 235 314 314
Einjährige variable Vergütung 99 74 0 99
Phantom Stock Programm 0 365 0 0
Summe 99 439 0 99
Versorgungsaufwand 21 16 21 21
Gesamtvergütung 434 690 335 434

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Andrew P. Stevens, COO
Gewährte Zuwendungen 2017

TEUR
2016

TEUR
2017 Minimum

TEUR
2017 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 251 268 251 251
Nebenleistungen 15 16 15 15
Summe 266 284 266 266
Einjährige variable Vergütung 38 40 0 225
Phantom Stock Programm 0 147 0 0
Summe 38 187 0 225
Versorgungsaufwand 13 13 13 13
Gesamtvergütung 317 484 279 504

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Erwin Greiner, CFO
Gewährte Zuwendungen 2017

TEUR
2016

TEUR
2017 Minimum

TEUR
2017 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 180 168 180 180
Nebenleistungen 12 12 12 12
Summe 192 180 192 192
Einjährige variable Vergütung 54 25 0 54
Phantom Stock Programm 0 77 0 0
Summe 54 102 0 54
Versorgungsaufwand 16 11 16 16
Gesamtvergütung 262 293 208 262

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Marco Seiler, CEO (Austritt: 31.08.2016)
Gewährte Zuwendungen 2017

TEUR
2016

TEUR
2017 Minimum

TEUR
2017 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 0 183 0 0
Nebenleistungen 0 10 0 0
Summe 0 193 0 0
Einjährige variable Vergütung 0 28 0 0
Phantom Stock Programm 0 0 0 0
Summe 0 28 0 0
Versorgungsaufwand 0 8 0 0
Gesamtvergütung 0 229 0 0

Ferner wird gemäß § 4.2.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 die Vergütung des Vorstands tabellarisch in Form der geflossenen Vergütungen dargestellt. Die gezahlten Vergütungen enthalten hierbei bei den mehrjährigen variablen Vergütungsbestandteilen Zahlungen, die über mehrere Jahre kumuliert erzielt wurden.

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Lars Lehne, CEO Andrew P. Stevens, COO Erwin Greiner, CFO
Zufluss 2017

TEUR
2016

TEUR
2017

TEUR
2016

TEUR
2017

TEUR
2016

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 300 225 251 268 180 168
Nebenleistungen 14 10 15 16 12 12
Summe 314 235 266 284 192 180
Einjährige variable Vergütung 74 0 19 41 34 25
Phantom Stock Programm 0 0 112 0 76 0
Optionsprogramm 2012 0 0 0 0 79 224
Summe 74 0 131 41 189 249
Versorgungsaufwand 21 16 13 13 16 11
Gesamtvergütung 409 251 410 338 397 440

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Marco SeiLer (Austritt: 31.08.2016)
Zufluss 2017

TEUR
2016

TEUR
--- --- ---
Festvergütung 0 183
Nebenleistungen 0 10
Summe 0 193
Einjährige variable Vergütung 0 67
Phantom Stock Programm 0 0
Optionsprogramm 2012 0 0
Summe 0 67
Versorgungsaufwand 0 8
Gesamtvergütung 0 268

Zusagen bei Tätigkeitsbeendigung

Dem Vorstand der SYZYGY AG ist keine Altersversorgung zugesagt worden. Bei vorzeitiger Beendigung des Arbeitsvertrages wird eine Abfindung im Rahmen der rechtlichen Verpflichtungen gezahlt, und zwar in Höhe des noch ausstehenden, angemessenen Zielgehalts für die Restlaufzeit des Vertrags.

Die Vorstandsverträge sehen grundsätzlich ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von 12 Monaten vor. Das Vorstandsmitglied erhält hierfür eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent seiner zuletzt bezogenen durchschnittlichen vertragsgemäßen Vergütungen der letzten 24 Monate.

7.2 Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrates der SYZYGY AG ist in § 6 (8) der Satzung der SYZYGY AG geregelt und geht auf einen Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2014 zurück. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine Vergütung, die aus einem festen und einem variablen Vergütungsbestandteil besteht. Die feste Vergütung beträgt EUR 20.000 pro Jahr. Die Vergütung erhöht sich um einen variablen Vergütungsbestandteil in Höhe von EUR 5.000, wenn der Börsenpreis der Gesellschaft in dem betreffenden Geschäftsjahr um mindestens 20 Prozent gestiegen ist.

Die für den Vergleich maßgeblichen Börsenpreise werden ermittelt aus dem Mittelwert der Schlusskurse für die Aktie im Xetra-Handelssystem an der Frankfurter Wertpapierbörse während der ersten fünf Börsentage eines Geschäftsjahres sowie während der ersten fünf Börsentage des Folgegeschäftsjahres. Aufsichtsratsmitglieder, die nicht während des gesamten Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Eine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge für das Geschäftsjahr 2017 ist im Anhang des handelsrechtlichen Einzelabschlusses der SYZYGY AG enthalten.

8. Übernahmerelevante Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB mit Erläuterungen

Das Grundkapital der SYZYGY AG beträgt EUR 13.500.026 und ist eingeteilt in 13.500.026 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten. Unterschiedliche Aktiengattungen wurden nicht gebildet.

Die SYZYGY Aktien sind nicht vinkuliert. Der SYZYGY AG sind keine Beschränkungen in Bezug auf die Ausübung der Stimmrechte oder in Bezug auf die Übertragung von SYZYGY Aktien bekannt.

Die SYZYGY AG hält zum Bilanzstichtag 73.528 eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Stimmrechte oder andere Rechte zustehen.

Die WPP-Gruppe hält nach wie vor die Mehrheit der Anteile und ist zum Stichtag mit 50,07 Prozent an der SYZYGY AG beteiligt.

Keine der ausgegebenen Aktien der SYZYGY AG sind mit Sonderrechten ausgestattet.

Eine Stimmrechtskontrolle für am Kapital beteiligte Arbeitnehmer wird von der SYZYGY AG nicht vorgenommen.

Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach § 84 AktG. Die Satzung der SYZYGY AG sieht darüber hinaus vor, dass der Vorstand aus mindestens zwei Personen besteht. Änderungen der Satzung obliegen nach § 119 AktG der Hauptversammlung. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat gemäß der Satzung i. V. m. § 179 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Mai 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der SYZYGY AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 28. Mai 2014 durch Ausgabe von insgesamt 1.200.000 Optionsrechten auf jeweils eine nennwertlose Stückaktie der SYZYGY AG bedingt um EUR 1.200.000 zu erhöhen (bedingtes Kapital 2009). Das bedingte Kapital 2009 wurde mit Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Juni 2014 um EUR 900.000 auf EUR 300.000 reduziert.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Juni 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der SYZYGY AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 5. Juni 2019 durch Ausgabe von insgesamt 900.000 Optionsrechten auf jeweils eine nennwertlose Stückaktie der SYZYGY AG bedingt um EUR 900.000 zu erhöhen (bedingtes Kapital 2014).

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Mai 2015 ist der Vorstand berechtigt, innerhalb von 5 Jahren eigene Aktien bis zu einem Gesamtbestand von insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot zurückzukaufen.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 8. Juli 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 8. Juli 2021 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 6.000.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Im Geschäftsjahr 2017 wurden zwei Kapitalerhöhungen im Umfang von EUR 671.576 durchgeführt. Das noch ausstehende genehmigte Kapital zum 31. Dezember 2017 beträgt daher EUR 5.328.424. Wesentliche Vereinbarungen der SYZYGY AG, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels stehen, sind nicht vorhanden.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern keine Entschädigungsvereinbarungen getroffen worden. Allerdings können Inhaber von Aktienoptionen oder Phantom Stocks innerhalb von 6 Wochen nach Beendigung des Übernahmeangebots ihre Optionen oder Phantom Stocks zu dem dann bestehenden inneren Wert oder einem Mindestpreis von EUR 1,- je Option ausüben.

9. Erklärung des Vorstands zu § 312 AktG

Die WPP plc hält seit November 2015 die Mehrheit der Anteile an der SYZYGY AG und ist daher herrschendes Unternehmen i. S. v. § 17 Abs. 2 AktG. SYZYGY ist daher zur Erstellung eines Abhängigkeitsberichts gemäß § 312 AktG verpflichtet. Die SYZYGY AG hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden.

10. Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB i.V.m. § 289f HGB

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 18. Dezember 2017 eine aktualisierte Erklärung zum Corporate Governance Kodex abgegeben und veröffentlicht. Ferner wird im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben.

Beide Erklärungen können auf unserer Unternehmenswebsite im Bereich "Corporate Governance" eingesehen werden, die über https://www.syzygy.net/germany/de/investor-relations/corporate-governance/2017 erreichbar ist.

11. Nichtfinanzielle Erklärung nach § 315c HGB

Die SYZYGY AG ist von der Aufstellung einer nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 315b Abs. 2 Satz 2 HGB befreit. Das Mutterunternehmen, die WPP plc., St. Helier, Jersey, macht auf der Homepage unter http://www.wpp.com/wpp/sustainability/ die nicht finanzielle Erklärung der Öffentlichkeit zugänglich.

Bad Homburg v.d.H., den 27. März 2018

SYZYGY AG

Der Vorstand

Lars Lehne

Frank Ladner

Erwin Greiner

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

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Anhang 31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte (3.1) 58.165 33.797
Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (3.2) 7.834 3.231
Finanzinvestitionen (3.3) 200 0
Sonstige Vermögenswerte (3.4) 219 625
Aktive latente Steuern (3.5) 35 469
Summe langfristige Vermögenswerte 66.453 38.122
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (3.6) 7.017 6.571
Wertpapiere (3.6) 8.964 15.581
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3.7) 20.279 18.525
Sonstige Vermögenswerte (3.8) 1.865 2.062
Summe kurzfristige Vermögenswerte 38.125 42.739
Summe Aktiva 104.578 80.861
Passiva
Anhang 31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital* (3.9.1) 13.500 12.828
Kapitalrücklage (3.9.3) 27.069 20.537
Eigene Aktien (3.9.4) -407 -407
Übriges Konzernergebnis (3.9.5) -1.815 -1.537
Gewinnrücklagen (3.9.6) 18.033 18.071
Eigenkapital der Aktionäre der SYZYGY AG 56.380 49.492
nicht beherrschende Anteile -447 293
Summe Eigenkapital 55.933 49.785
Langfristige Schulden
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (3.13) 21.871 6.879
Passive latente Steuern (5.7) 411 238
Summe langfristige Schulden 22.282 7.117
Kurzfristige Schulden
Steuerverbindlichkeiten (3.12) 255 203
Sonstige Rückstellungen (3.11) 9.216 8.668
Erhaltene Anzahlungen 6.376 4.632
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3.11) 7.754 7.434
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (3.13) 2.762 3.022
Summe kurzfristige Schulden 26.363 23.959
Summe Passiva 104.578 80.861

* Bedingtes Kapital TEUR 1.200 (Vorjahr: TEUR 1.200).

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzerngesamtergebnisrechnung zum 31. Dezember 2017

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Januar-Dezember
Anhang 2017

TEUR
2016

TEUR
Veränd.
--- --- --- --- ---
Billings (5.1) 152.165 142.804 7%
Mediakosten (5.1) -91.496 -78.531 17%
Umsatzerlöse (5.1) 60.669 64.273 -6%
Einstandskosten der erbrachten Leistungen -46.150 -47.434 -3%
Vertriebs- und Marketingkosten -6.271 -6.341 -1%
Allgemeine Verwaltungskosten -7.389 -6.787 9%
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto (5.2) 3.237 1.885 72%
Operatives Ergebnis (EBIT) 4.096 5.596 -27%
Finanzergebnis (5.6) 1.440 1.336 8%
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 5.536 6.932 -20%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.7) -1.301 -1.835 -29%
Konzernergebnis der Periode 4.235 5.097 -17%
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile -754 115 n.a.
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der SYZYGY AG 4.989 4.982 0%
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 0 0 n.a.
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe (5.8) -149 -2.412 n.a.
Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren nach Steuern (3.6) -115 207 n.a.
Übriges Konzernergebnis der Periode -264 -2.205 -88%
Gesamtergebnis 3.971 2.892 37%
davon Gesamtergebnisanteil nicht beherrschender Anteile -740 121 n.a.
davon Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der SYZYGY AG 4.711 2.771 70%
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (unverwässert und verwässert in EUR) (6.1) 0,39 0,39 0%

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2017

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Übriges Konzernergebnis
Anzahl Aktien (in 1.000) Stück Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Eigene Aktien

TEUR
Gewinnrücklage

TEUR
Währungsumrechnung

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
1. Januar 2016 12.828 12.828 20.306 -739 17.806 591
Konzernergebnis der Periode 4.982
Übriges Konzernergebnis der Periode -2.418
Gesamtergebnis 4.982 -2.418
Dividende -4.717
Verkauf eigener Anteile 231 332
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile
31. Dezember 2016 12.828 12.828 20.537 -407 18.071 -1.827
1. Januar 2017 12.828 12.828 20.537 -407 18.071 -1.827
Konzernergebnis der Periode 4.989
Übriges Konzernergebnis der Periode -163
Gesamtergebnis 4.989 -163
Kapitalerhöhung 672 672 6.532
Dividende -4.847
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile -180
31. Dezember 2017 13.500 13.500 27.069 -407 18.033 -1.990

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Übriges Konzernergebnis
Unrealisierte Gewinne und Verluste

TEUR
Anteile der Aktionäre der SYZYGY AG

TEUR
nicht beherrschende Anteile

TEUR
Summe Eigenkapital

TEUR
--- --- --- --- ---
1. Januar 2016 83 50.875 312 51.187
Konzernergebnis der Periode 4.982 115 5.097
Übriges Konzernergebnis der Periode 207 -2.211 6 -2.205
Gesamtergebnis 207 2.771 121 2.892
Dividende -4.717 0 -4.717
Verkauf eigener Anteile 563 0 563
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile 0 -140 -140
31. Dezember 2016 290 49.492 293 49.785
1. Januar 2017 290 49.492 293 49.785
Konzernergebnis der Periode 4.989 -754 4.235
Übriges Konzernergebnis der Periode -115 -278 14 -264
Gesamtergebnis -115 4.711 -740 3.971
Kapitalerhöhung 7.204 0 7.204
Dividende -4.847 0 -4.847
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile -180 0 -180
31. Dezember 2017 175 56.380 -447 55.933

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2017

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2017

TEUR
2016

TEUR
Konzernergebnis der Periode 4.235 5.097
Anpassungen um nicht liquiditätswirksame Effekte:
- Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 2.083 1.778
- Gewinne (-) und Verluste (+) aus dem Verkauf von Wertpapieren -1.254 -504
- Gewinne (-) und Verluste (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten 87 8
- Änderung der Kaufpreis-Verbindlichkeiten -3.175 -1.011
- Gewinne (-) und Verluste (+) aus Abgängen von Finanzanlagen -106 0
- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 349 458
Veränderungen der:
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.623 -440
- erhaltenen Anzahlungen 1.547 -792
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.512 1.892
- Steuerschulden und latente Steuern -99 -556
Cashflow aus der operativen Tätigkeit 4.778 5.930
Veränderung der langfristigen Vermögenswerte 468 -16
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -5.263 -1.167
Erwerb von Wertpapieren des Umlaufvermögens -11.809 -12.151
Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens 19.256 20.110
Veränderungen der Finanzanlagen 80 0
Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener flüssiger Mittel -6.598 -4.655
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.866 2.121
Veränderung der Kredite bei Finanzinstituten 4.762 0
gezahlte Dividende an Minderheitsgesellschafter -180 -140
gezahlte Dividende an Aktionäre der SYZYGY AG -4.847 -4.717
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -265 -4.857
Cashflow gesamt 647 3.194
Zahlungsmittel und Zahlungsmittelequivalente zum Periodenanfang 6.571 3.841
Währungsveränderungen -201 -464
Zahlungsmittel und Zahlungsmittelequivalente zum Periodenende 7.017 6.571

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Im operativem Cashflow sind gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 27), erhaltene Zinsen in Höhe von TEUR 822 (Vorjahr: TEUR 1.076) sowie Steuererstattungen in Höhe von TEUR 352 (Vorjahr: TEUR 42) und gezahlte Steuern in Höhe von TEUR 1.201 (Vorjahr: TEUR 1.987) enthalten.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

1. Grundlagen der Rechnungslegung

1.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der SYZYGY AG (im Folgenden "SYZYGY", "Gruppe" oder "Konzern" genannt) für das Geschäftsjahr 2017 wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der gültigen Fassung zum 31. Dezember 2017 - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzenden Vorschriften des § 315e Abs. 1 HGB entsprechen - erstellt. Dabei wurde der Konzernabschluss auf der Grundlage der historischen Anschaffungs- und oder Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind bestimmte Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft wurde am 1. Mai 2000 unter der Firma SYZYGY AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Homburg (HRB 6877) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bad Homburg v. d. H., Deutschland. Die Anschrift lautet: SYZYGY AG, Horexstraße 28, 61352 Bad Homburg v. d. H.

1.2 Geschäftstätigkeit der Gruppe

Die SYZYGY Gruppe ist ein international tätiger Kreativ-, Technologie- und Mediadienstleister rund um digitales Marketing.

Die SYZYGY AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr, indem sie zentrale Dienstleistungen im Bereich Strategie, Kreation, Planung, Technologieentwicklung, Rechnungswesen, IT-Infrastruktur und Finanzierung für ihre Tochtergesellschaften erbringt. Ferner unterstützt die SYZYGY AG die Tochtergesellschaften bei Neugeschäftsaktivitäten.

Die Tochtergesellschaften üben als operative Einheiten das Beratungs- und Dienstleistungsgeschäft aus. Mit Niederlassungen in Bad Homburg v. d. H., Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, London, München, New York und Warschau bieten sie Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business Applikationen, Websites, Hosting, Online-Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Online Media-Services wie Mediaplanung, Suchmaschinenmarketing und -optimierung sowie Affiliate Programme dar. Überdies unterstützt SYZYGY Kunden im Bereich Customer Experience sowie Usability und begleitet sie durch alle Phasen des User Centered Design Prozesses. Digitale Illustrationen und Animationen komplettieren das Serviceangebot.

Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobil, Telekommunikation/IT, Konsumgüter sowie Finanzdienstleistungen.

1.3 Konsolidierungskreis

Grundlage für den Konzernabschluss sind die Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Diese wurden nach den IFRS entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Bilanzstichtage dieser Unternehmen entsprechen dem Konzernabschlussstichtag.

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurden neben der SYZYGY AG als oberstes Mutterunternehmen folgende Tochtergesellschaften vollkonsolidiert, bei denen die SYZYGY AG die Verfügungsmacht ausüben kann, schwankenden Renditen aus den Tochtergesellschaften ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann:

Ars Thanea S.A., Warschau, Polen (kurz: Ars Thanea)
Catbird Seat GmbH, München, Deutschland (kurz: Catbird Seat)
diffferent GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: diffferent)
Hi-ReS! London Ltd., London, Großbritannien (kurz: Hi-ReS! LON)
SYZYGY Berlin GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: SYZYGY Berlin, vormals Hi-ReS! Berlin GmbH)
SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. H., Deutschland (kurz: SYZYGY Deutschland)
SYZYGY Digital Marketing Inc., New York City, Vereinigte Staaten von Amerika (kurz: SYZYGY NY)
SYZYGY Media GmbH, Hamburg, Deutschland (kurz: SYZYGY Media, vormals uniquedigital GmbH)
SYZYGY UK Ltd., London, Großbritannien (kurz: SYZYGY UK)
Unique Digital Marketing Ltd., London, Großbritannien (kurz: Unique Digital UK)
USEEDS° GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: USEEDS)

Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die SYZYGY AG die Beherrschung über die Tochtergesellschaften erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochtergesellschaften entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung und im übrigen Konzernergebnis erfasst.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des übrigen Gesamtergebnisses sind den Aktionären der SYZYGY AG und den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen. Dies erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass nicht beherrschende Anteile einen negativen Saldo ausweisen.

Zum 1. Juni 2017 hat die SYZYGY AG 51 Prozent der Anteile an Catbird Seat übernommen, um das Dienstleistungsangebot zu erweitern und insbesondere den Bereich Performance Marketing zu stärken. Der Übergang der Kontrolle erfolgte am 1. Juni 2017. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 3.940 wurde durch TEUR 1.970 mit Barmitteln beglichen sowie TEUR 1.970 durch Übertragung von 181.576 neuen Aktien der SYZYGY AG.

Gemäß IFRS 3.62 ergibt sich durch die Akquisition im Einzelnen ein Zugang an Zahlungsmitteln in Höhe von TEUR 612, ein Erwerb von kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 1.560 (davon Forderungen in Höhe von TEUR 1.438) sowie von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 77. In den übernommenen Forderungen sind keine Forderungen enthalten die voraussichtlich uneinbringlich sein werden. Ferner wurden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.077 erworben, so dass sich ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 172 ergibt.

Darüber hinaus hat SYZYGY den Erwerb von weiteren 19 Prozent der Anteile an Catbird Seat für das erste Quartal 2020 vereinbart, so dass sich bereits zum Erwerbszeitpunkt eine "present ownership" für SYZYGY auch in Hinblick auf die zusätzlichen Anteile ergibt. Der Preis für die weiteren Anteile ist von der zukünftigen Geschäftsentwicklung von Catbird Seat in den Jahren 2017 bis 2019 abhängig.

Zusätzlich besteht eine gegenseitige Put-/Call-Option über die ausstehenden 30 Prozent der Anteile, die frühestens im ersten Quartal 2023, spätestens jedoch in 2027 ausgeübt werden kann. Der Kaufpreis bemisst sich anhand der Geschäftsentwicklung der sechs vorangegangenen Jahre vor dem Ausübungszeitpunkt.

Aufgrund der Ausgestaltung als gegenseitige Put-/Call-Option geht SYZYGY davon aus, dass die Ausübung durch mindestens eine Vertragspartei aus heutiger Sicht sehr wahrscheinlich ist, so dass sich auch für diese Anteile bereits zum Erwerbszeitpunkt eine "present ownership" für SYZYGY ergibt. Dadurch wird die Erstkonsolidierung bereits im Geschäftsjahr 2017 auf Basis eines 100%-Anteils vorgenommen. Die aus der antizipierten Ausübung des Terminkaufes sowie der Option resultierenden finanziellen Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 4.920 bilanziert und in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dieser Wert basiert auf der Annahme, dass die Optionen zu Beginn des Ausübungszeitraums ausgeübt werden. Im Fall einer Ausübung zum Ende des Ausübungszeitraums im Jahr 2027 würde insgesamt ein Betrag von TEUR 8.530 anfallen.

Ein sich ergebener Unterschiedsbetrag von rund TEUR 8.688 wurde auf den beizulegenden Zeitwert der Marke in Höhe von TEUR 285 sowie den beizulegenden Zeitwert des Auftragsbestands in Höhe von TEUR 70, hieraus resultieren gegenläufige passive latente Steuern in Höhe von TEUR 110 allokiert. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert, der unter anderem durch das Know-how der Mitarbeiter und erzielbaren Synergien begründet ist, in Höhe von TEUR 8.443 im Segment Deutschland ausgewiesen, denominiert in EUR. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.

Im Rahmen der Akquisition sind Nebenkosten in Höhe von TEUR 126 angefallen, die in der Gesamtergebnisrechnung in der Position "Allgemeine Verwaltungskosten" ausgewiesen werden.

Seit dem Erwerbszeitpunkt am 1. Juni 2017 hat Catbird Seat Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.742 zu den in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen des Konzerns beigetragen. Für das gesamte Geschäftsjahr hätte der Beitrag zu den Konzernumsatzerlösen TEUR 4.616 betragen. Der Anteil am Konzernjahresergebnis für den Zeitraum seit dem Erwerbszeitpunkt betrug TEUR 496; für das gesamte Geschäftsjahr wären es TEUR 414 gewesen.

Des Weiteren hat die SYZYGY AG zum 25. September 2017 70 Prozent der Anteile an diffferent übernommen, um das Dienstleistungsangebot zu erweitern und insbesondere den Bereich Strategie und Beratung zu stärken. Der Übergang der Kontrolle erfolgte ebenfalls am 25. September 2017, wobei aus Vereinfachungsgründen die Einbeziehung in den Konzernabschluss erst ab dem 1. Oktober erfolgte. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 11.097 wurde durch TEUR 5.863 mit Barmitteln beglichen sowie TEUR 5.234 durch Übertragung von 490.000 neuen Aktien der SYZYGY AG.

Gemäß IFRS 3.62 ergibt sich durch die Akquisition im Einzelnen ein Zugang an Zahlungsmitteln in Höhe von TEUR 623, ein Erwerb von kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 2.965 (davon Forderungen in Höhe von TEUR 1.715) sowie von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 508. In den übernommenen Forderungen sind keine Forderungen enthalten die voraussichtlich uneinbringlich sein werden. Ferner wurden kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.012 sowie langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 427 erworben, so dass sich ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.657 ergibt.

Zusätzlich besteht eine gegenseitige Put-/Call-Option über die ausstehenden 30 Prozent der Anteile, die frühestens im ersten Quartal 2022, spätestens jedoch in 2027 ausgeübt werden kann. Der Kaufpreis bemisst sich anhand der Geschäftsentwicklung der vier vorangegangenen Jahre vor dem Ausübungszeitpunkt.

Aufgrund der Ausgestaltung als gegenseitige Put-/Call-Option geht SYZYGY davon aus, dass die Ausübung durch mindestens eine Vertragspartei aus heutiger Sicht sehr wahrscheinlich ist, so dass sich auch für diese Anteile bereits zum Erwerbszeitpunkt eine "present ownership" für SYZYGY ergibt. Dadurch wird die Erstkonsolidierung bereits im Geschäftsjahr 2017 auf Basis eines 100%-Anteils vorgenommen. Die aus der antizipierten Ausübung des Terminkaufes sowie der Option resultierenden finanziellen Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 7.737 bilanziert und in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Betrag hängt vom Ausübungszeitpunkt der Option ab und liegt in einer Bandbreite zwischen TEUR 6.427 bei kompletter Ausübung im Jahr 2022 und TEUR 13.708 falls die Optionen erst zum letztmöglichen Zeitpunkt, im Jahr 2027 ausgeübt werden.

Ein sich ergebener Unterschiedsbetrag von rund TEUR 16.177 wurde auf den beizulegenden Zeitwert des Auftragsbestands in Höhe von TEUR 171 sowie gegenläufige passive latente Steuern in Höhe von TEUR 53 und einen Markenwert in Höhe von TEUR 560 sowie gegenläufige passive latente Steuern in Höhe von TEUR 174 allokiert. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert, der unter anderem durch das Know-how der Mitarbeiter und erzielbaren Synergien begründet ist, in Höhe von TEUR 15.673 im Segment Deutschland ausgewiesen, denominiert in EUR. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.

Im Rahmen der Akquisition sind Nebenkosten in Höhe von TEUR 175 angefallen, die in der Gesamtergebnisrechnung in der Position "Allgemeine Verwaltungskosten" ausgewiesen werden.

Seit dem Zeitpunkt der Vollkonsolidierung am 1. Oktober 2017 hat diffferent Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.431 zu den in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen des Konzerns beigetragen. Für das gesamte Geschäftsjahr hätte der Beitrag zu den Konzernumsatzerlösen TEUR 7.796 betragen. Der Anteil am Konzernjahresergebnis für den Zeitraum seit dem Erwerbszeitpunkt betrug TEUR 168; für das gesamte Geschäftsjahr wären es TEUR -233 gewesen.

Neue Erkenntnisse über die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft Ars Thanea führten sowohl im Vorjahr als auch im aktuellen Geschäftsjahr zu Anpassungen der prognostizierten Gewinne für den verbleibenden Earn-Out-Zeitraum. Aufgrund dessen reduzierten sich die erwarteten Zahlungsverpflichtungen von TEUR 1.331 im Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 499 im Geschäftsjahr 2017. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts der finanziellen Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 832 (Vorjahr: TEUR 1.011) wurde in der Gesamtergebnisrechnung im Posten "Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto" im Berichtsjahr ergebniswirksam erfasst.

1.4 Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden werden nach der für SYZYGY einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und -bewertungsrichtlinie nach IFRS angesetzt und bewertet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode. Die Beteiligungsbuchwerte werden mit dem neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Hierbei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen Zeitwerten angesetzt. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ergibt sich dagegen ein negativer Unterschiedsbetrag, so wird dieser nach einer nochmaligen Überprüfung (remeasurement) erfolgswirksam erfasst. Transaktionskosten werden direkt erfolgswirksam erfasst.

Vorhandene und erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich bzw. bei dem Vorliegen von Anhaltspunkten für Wertminderungen entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines einstufigen Testverfahrens überprüft.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Differenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt und in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen Aufwendungen, netto ausgewiesen.

Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Innenumsätze der einbezogenen Tochterunternehmen mit den darauf entfallenden Aufwendungen verrechnet. Soweit in Einzelabschlüssen Wertminderungen auf Anteile einbezogener Gesellschaften oder Wertberichtigungen konzerninterner Forderungen gebildet wurden, werden diese im Rahmen der Konsolidierung zurückgenommen.

Sachverhalte, die im Konzernabschluss zu einer Zwischengewinneliminierung führen würden, liegen nicht vor.

Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.

Jede bedingte Gegenleistungsverpflichtung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wird die bedingte Gegenleistung als Eigenkapital eingestuft, wird sie nicht neu bewertet und eine Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Ansonsten werden spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen im Gewinn oder Verlust erfasst.

Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

1.5 Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können.

Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn diese im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer dieser Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten basiert auf Beurteilungen des Managements.

Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung der erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Wenn die tatsächlichen erwarteten künftigen Cashflows geringer als geschätzt ausfallen, kann sich eine wesentliche Wertminderung ergeben. Näheres dazu ist unter 3.1 Geschäfts- oder Firmenwert erläutert.

Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen des Zahlungsverhaltens. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Die SYZYGY Gruppe bilanziert langfristige Dienstleistungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Method. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Abschätzung des Fertigstellungsgrades an. Die wesentlichen relevanten Schätzgrößen sind dabei die kalkulierten Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, der Gesamtauftragserlös und die Auftragsrisiken.

Ferner ist bei der Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Dabei sind die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sowie die zukünftige Verwertbarkeit steuerlicher Verlustvorträge zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung der aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern - entsprechend der ursprünglichen Bildung - erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. sind wertberichtigte aktive latente Steuern erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu aktivieren.

Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen des Managements verbunden. Die Beurteilung, dass eine finanzielle Schuld entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung, beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation durch das Management. Für drohende Verluste werden Rückstellungen gebildet, wenn Leistung und Gegenleistung aus diesem Geschäft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ausgeglichen gegenüberstehen und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann.

Einige Vermögenswerte und Schulden des Konzerns werden für Zwecke dieses Konzernabschlusses zum beizulegenden Zeitwert bilanziert (insbesondere Wertpapiere sowie bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten). Der Vorstand legt dazu die angemessenen Bewertungsverfahren und Eingangsparameter für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert fest. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden verwendet der Konzern so weit wie möglich beobachtbare Marktdaten. Sind solche Eingangsparameter der Stufe 1 nicht verfügbar, werden andere geeignete Bewertungstechniken gewählt und Schätzungen vorgenommen. Einzelheiten zu den verwendeten Bewertungstechniken und Eingangsparametern bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte können Kapitel 6.6 entnommen werden.

Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Annahmen und Schätzungen beruhen immer auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand. Sollte die tatsächliche Entwicklung dennoch von der erwarteten abweichen, werden, falls erforderlich, die entsprechenden Posten angepasst.

Hinsichtlich der Buchwerte der von Schätzungsunsicherheiten betroffenen Vermögenswerte und Schulden am Abschlussstichtag wird auf die Darstellung der einzelnen Konzernabschlussposten verwiesen.

1.6 Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die ausländischen Gesellschaften wirtschaftlich selbstständig arbeiten, ist die Landeswährung identisch mit der funktionalen Währung dieser Unternehmen. Aus diesem Grund werden gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode nach IAS 21.38 ff. die Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im übrigen Konzernergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst und im sonstigen Konzernergebnis innerhalb des Eigenkapitals angesammelt. Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebes werden alle angesammelten Umrechnungsdifferenzen, die dem Konzern aus diesem Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind, ergebniswirksam in die Gesamtergebnisrechnung um gegliedert. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet, die übrigen Posten zu Durchschnittskursen. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- oder Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Zeile als Kursdifferenz gezeigt.

Bei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs am Jahresende bewertet. Nicht monetäre Posten in fremder Währung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit den Wechselkursen umgerechnet, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Daraus resultierende Währungsgewinne und -verluste werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst.

Im Berichtsjahr ging SYZYGY von folgenden Wechselkursen aus:

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2G17 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
GBP/EUR 1,14 1,13
2G16 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
GBP/EUR 1,22 1,17
2G17 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
EUR/USD 1,13 1,20
2G16 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
EUR/USD 1,11 1,05
2G17 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
EUR/PLN 4,26 4,18
2G16 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
EUR/PLN 4,36 4,41

1.7 Anwendung von veröffentlichten Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC)

IFRS und Änderungen an IFRS, die zum 31. Dezember 2017 erstmalig verpflichtend anzuwenden sind.

Gemäß IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (hier Paragraf 28) haben Unternehmen die Effekte aus der Erstanwendung neuer Standards und Interpretationen bzw. deren Änderungen zu erläutern.

Folgende Angaben sind in diesem Zusammenhang erforderlich:

a) der Titel des Standards bzw. der Interpretation;

b) falls zutreffend, der Hinweis, dass die Rechnungslegungsmethode in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften geändert wird;

c) die Art der Änderung der Rechnungslegungsmethoden;

d) falls zutreffend, eine Beschreibung der Übergangsvorschriften;

e) falls zutreffend, die Übergangsvorschriften, die eventuell eine Auswirkung auf zukünftige Perioden haben könnten;

f) der Korrekturbetrag für die Berichtsperiode sowie, soweit durchführbar, für jede frühere dargestellte Periode:

(i) für jeden einzelnen betroffenen Posten des Abschlusses; und

(ii) sofern IAS 33 Ergebnis je Aktie auf das Unternehmen anwendbar ist, für das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie;

g) der Korrekturbetrag, sofern durchführbar, im Hinblick auf Perioden vor denjenigen, die ausgewiesen werden; und

h) sofern eine rückwirkende Anwendung nach IAS 8.19 (a) oder (b) für eine bestimmte frühere Periode, oder aber für Perioden, die vor den ausgewiesenen Perioden liegen, undurchführbar ist, die Umstände, die zu jenem Zustand geführt haben, unter Angabe wie und ab wann die Änderung der Rechnungslegungsmethode angewandt wurde.

Folgende (neue bzw.) geänderte Standards (und Interpretationen) sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 31. Dezember 2017 enden:

Die SYZYGY AG hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmalig beachtet:

• Änderungen zu IAS 12: Ertragssteuern

Mit den Änderungen Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste werden folgende Sachverhalte klargestellt:

Nicht realisierte Verluste bei schuldrechtlichen Instrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren steuerliche Basis aber die Anschaffungskosten sind, führen zu abzugsfähigen temporären Differenzen. Dies gilt unabhängig davon, ob der Halter erwartet, den Buchwert des Vermögenswerts dadurch wiederzuerlangen, dass er diesen bis zur Fälligkeit hält und sämtliche vertraglichen Zahlungen vereinnahmt, oder ob er ihn zu veräußern beabsichtigt. Der Buchwert eines Vermögenswerts stellt nicht die Obergrenze für die Schätzung wahrscheinlicher, zukünftig zu versteuernder Gewinne dar. Bei der Schätzung zukünftig zu versteuernder Gewinne sind Steuerabzüge aus der Umkehrung abzugsfähiger temporärer Differenzen herauszurechnen. Ein Unternehmen hat einen latenten Steueranspruch in Kombination mit anderen latenten Steueransprüchen zu beurteilen. Wenn das Steuerrecht die Realisierung steuerlicher Verluste beschränkt, hat ein Unternehmen einen latenten Steueranspruch in Kombination mit anderen latenten Steueransprüchen der gleichen (zulässigen) Art zu beurteilen.

Diese Änderungen des IAS 12 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

• Änderungen zu IAS 7: Kapitalflussrechnungen

Die Änderungen in Angabeninitiative (Änderungen an IAS 7) folgen der Zielsetzung, dass ein Unternehmen Angaben zu leisten hat, die Adressaten von Abschlüssen in die Lage setzen, Veränderungen in den Finanzschulden zu beurteilen.

Um diese Zielsetzung zu erreichen, fordert der IASB, dass die folgenden Veränderungen im Fremdkapital als Ergebnis von Finanzierungstätigkeiten anzugeben sind (im erforderlichen Ausmaß): (i) Veränderungen bei den Cashflows aus Finanzierungstätigkeit; (ii) Veränderungen als Ergebnis der Erlangung bzw. des Verlusts von Beherrschung über Tochter- oder andere Unternehmen; (iii) Auswirkungen von Wechselkursänderungen; (iv) Änderungen von beizulegenden Zeitwerten; und (v) sonstige Änderungen.

Der IASB definiert Finanzschulden als solche, "deren Zahlungsvorgänge in der Kapitalflussrechnung als Cashflows aus Finanzierungstätigkeit klassifiziert wurden oder werden". Er hält auch fest, dass die neuen Angabevorschriften auch für Veränderungen im Finanzvermögen gelten, wenn diese dieselbe Definition erfüllen.

In den nun bewirkten Änderungen wird festgehalten, dass eine Überleitung der Eröffnungs- auf die Schlussbilanzwerte in Bezug auf Finanzschulden eine Möglichkeit darstellt, die neuen Angabevorschriften zu erfüllen. Dies stellt eine Abweichung gegenüber dem Entwurf vom Dezember 2014 dar, wo vorgeschlagen worden war, eine solche Überleitung verpflichtend zu fordern.

Schließlich wird in den Änderungen noch festgehalten, dass Veränderungen in den Finanzschulden getrennt von Veränderungen anderer Vermögenswerten und Schulden anzugeben sind.

Diese Änderungen des IAS 7 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, die zusätzlichen Anforderungen an die Anhangangaben hat SYZYGY im Konzernabschluss 2017 umgesetzt.

Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP) -Zyklus 2014-2016

• IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards

Die befristeten Ausnahmen in den Paragrafen E3-E7 von IFRS 1 wurden gestrichen, weil sie jetzt ihren beabsichtigten Zweck erfüllt haben.

Diese Änderungen des IFRS 1 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

• IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen

Es wurde im Anwendungsbereichs des Standards durch Präzisierung klargestellt, dass die Angabevorschriften im Standard mit Ausnahme derjenigen in den Paragrafen B10-B16 auf die in Paragraf 5 genannten Beteiligungen eines Unternehmens anzuwenden sind, die als zu Veräußerungszwecken gehalten, als zu Ausschüttungszwecken gehalten oder als aufgegebene Geschäftsbereiche nach IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert sind.

Diese Änderungen des IFRS 12 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

• IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures

Es wurde klargestellt, dass das Wahlrecht, eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture, die von einem Unternehmen gehalten wird, das eine Wagniskapitalgesellschaft oder ein anderes qualifizierendes Unternehmen ist, zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Veränderungen erfolgswirksam in der Gesamtergebnisrechnung zu bewerten, bei erstmaligem Ansatz für jede Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture auf Einzelbeteiligungsgrundlage zur Verfügung steht.

Diese Änderungen des IAS 28 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Veröffentlichte und in EU-Recht übernommene, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Nachfolgende Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB herausgegeben und in EU-Recht übernommen, sind für die SYZYGY AG jedoch erst in der Folgeperiode anzuwenden. Die SYZYGY AG hat keinen Gebrauch von einer vorzeitigen Anwendung gemacht.

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des geänderten IFRS 9 auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe wurde geprüft. SYZYGY investiert grundsätzlich in Wertpapiere, in denen Zahlungsströme, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, vertraglich zugesichert werden und hält diese sowohl mit Halte- als auch Veräußerungsabsicht. Daher geht SYZYGY nicht von Änderungen der Bilanzierung aus.

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des geänderten IFRS 15 auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe wurde geprüft und SYZYGY geht davon aus, dass sich keine materiellen bilanziellen Auswirkungen aus der Änderung des IFRS 15 ergeben. SYZYGY geht jedoch von einer Erweiterung der Anhangangaben aus. Die Umsatzerlöse von SYZYGY werden mehrheitlich aus Verträgen mit Kunden generiert, die als sog. Time and Material-Vereinbarungen über die Erbringung von Dienstleistungen ausgestaltet sind. Dabei werden voneinander abgrenzbar separate Leistungsverpflichtungen gegenüber den Kunden vereinbart. Zudem gibt es eine begrenzte Anzahl von Festpreisverträgen bei denen eine zeitraumbezogene Erbringung der Dienstleistung an den jeweiligen Kunden erfolgt (IFRS 15.35(a)). Folglich geht SYZYGY davon aus, bei diesen Verträgen auch weiterhin eine Umsatzrealisierung nach dem Leistungsfortschritt vorzunehmen.

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des geänderten IFRS 16 auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe wurde geprüft und SYZYGY geht davon aus, dass sich die Bilanzsumme um circa 30 Millionen Euro erhöhen wird. Da diese Erhöhung sowohl in Vermögenswerten wie auch den Verbindlichkeiten, nicht jedoch im Eigenkapital wiederfindet, wird die Eigenkapitalquote sinken. Bei derzeitigen Zinsniveau geht SYZYGY davon aus, dass nur marginale Effekte im operativen Ergebnis (EBIT) wie auch dem Finanzergebnis erwartet werden. Grundsätzlich wird der Right-of-Use Asset Wert (Barwert zuzüglich anfängliche direkte Kosten abzüglich Lease inventive) der Leasing- oder Mietzahlungen als Vermögenswert erfasst und über die vertragliche Laufzeit abgeschrieben. In gleicher Höhe wird des Vermögenswertes wird eine Miet- oder Leasing-Verbindlichkeit passiviert. Die Differenz aus Zahlungsstrom und Abschreibung wird als Aufwand im Finanzergebnis erfasst und ist abhängig vom zugrunde liegenden Zinssatz.

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Änderung/Standard Datum der Veröffentlichung Datum der Übernahme in EU-Recht Anwendungszeitpunkt (EU)
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (inklusive Änderungen an IFRS 15 Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 15) 11. September 2015 22. September 2016 1. Januar 2018
IFRS 9 Finanzinstrumente 24. Juli 2014 22. November 2016 1. Januar 2018
IFRS 16 Leasingverhältnisse 13. Januar 2016 31. Oktober 2017 1. Januar 2019
Klarstellung zu IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 12. April 2016 31. Oktober 2017 1. Januar 2018
Änderungen an IFRS 4: Anwendung von IFRS 9 'Finanzinstrumente' gemeinsam mit IFRS 4 'Versicherungsverträge' 12. September 2016 3. November 2017 1. Januar 2018

Veröffentlichte, aber noch nicht in EU-Recht übernommene und noch nicht anzuwendende Standards und Interpretationen

Nachfolgende Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB herausgegeben, aber noch nicht in EU-Recht übernommen. Sie werden von der SYZYGY AG auch noch nicht angewendet.

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Änderung/Standard Datum der Veröffentlichung Erwartete Übernahme in EU-Recht Anwendungszeitpunkt (EU)
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 30. Januar 2014 Die Europäische Kommission hat beschlossen, das Übernahmeverfahren dieses Zwischenstandards auszulassen und stattdessen den finalen Standard abzuwarten.
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28: Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture 11. September 2014 Verschoben Auf unbestimmte Zeit verschoben
Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung 20. Juni 2016 Q1/2018 1. Januar 2018
Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP) - Zyklus 2014-2016 8. Dezember 2016 Q1/2018 1. Januar 2018/1. Januar 2017
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlter Gegenleistungen 8. Dezember 2016 Q1/2018 1. Januar 2018
Änderungen an IAS 40: Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 8. Dezember 2016 Q1/2018 1. Januar 2018
IFRS 17 Versicherungsverträge 18. Mai 2017 n.a. 1. Januar 2021
IFRIC 23 Unsicherheiten bezüglich der ertragssteuerlichen Behandlung 7. Juni 2017 2018 1. Januar 2019
Änderungen an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 12. Oktober 2017 2018 1. Januar 2019
Änderungen an IAS 28: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 12. Oktober 2017 2018 1. Januar 2019
Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP) - Zyklus 2015-2017 12. Dezember 2017 2018 1. Januar 2019

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der genannten Vorschriften auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe werden derzeit noch geprüft.

1.8 Sonstige Angaben

Der Konzernabschluss der SYZYGY wird, soweit nicht anders angegeben, in TEUR dargestellt. Die Bilanzierung erfolgt unter der Grundannahme einer bestehenden, positiven Fortführungsprognose.

Die Bilanz ist in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Unabhängig von ihrer Fälligkeit werden Vorräte sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auch dann als kurzfristig angesehen, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres, jedoch innerhalb des normalen Verlaufs des Geschäftszyklus verkauft, verbraucht oder fällig werden. Latente Steueransprüche bzw. Steuerschulden sind stets den langfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden zugeordnet.

Die Gesamtergebnisrechnung ist im Bereich der erfolgswirksam im Periodenergebnis auszuweisenden Aufwendungen und Erträge gemäß IAS 1.103 nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die grundsätzlich den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden können.

2. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

2.1 Immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, Auftragsbestände, Markenrechte und Software.

Die Bilanzierung und Erstbewertung immaterieller Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenskaufs erworben werden, erfolgt gemäß IAS 38. Demnach werden einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte zu ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben. Markennamen werden in der Regel linear über fünf Jahre amortisiert, sofern deren Nutzungsdauer bestimmbar ist. Auftragsbestände werden innerhalb eines Jahres amortisiert. Der Aufwand aus planmäßigen Abschreibungen und gegebenenfalls aus Wertminderungen wird, je nach Zuordnung der Vermögenswerte, zu den Funktionsbereichen des Unternehmens, unter den Funktionskosten, in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte, die keinen Geschäfts- oder Firmenwert darstellen, und im Zuge eines Unternehmenskaufs übernommen wurden, werden gemäß IFRS 3 mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. In den Folgeperioden werden diese immateriellen Vermögenswerte genauso wie einzeln erworbene immateriellen Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaigen kumulierten außerplanmäßiger Abschreibungen (Wertminderungen) bewertet. Bei steigenden Zeitwerten von zuvor außerplanmäßig abgeschriebenen Vermögenswerten, wird die Erhöhung als Wertaufholung bis zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten erfasst. Der aus einem Unternehmenskauf resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich ggf. erforderliche Wertminderungen bilanziert und ist gesondert in der Konzernbilanz ausgewiesen. Für Zwecke des Impairment Tests wird der Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aufgeteilt, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben, werden gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 sowie 38 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft (Impairment Test). Im Rahmen des Impairment Tests werden jeweils zum 31. Dezember die Buchwerte des Eigenkapitals der den Geschäfts- oder Firmenwerten zugrunde liegenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGU) einschließlich des Buchwertes des der jeweiligen CGU zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes mit den erzielbaren Werten (recoverable amount) dieser CGU verglichen. Der erzielbare Wert ergibt sich aus dem höheren der beiden Werte (Nutzungswert und Netto-Veräußerungswert). Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden bei SYZYGY die Einzelgesellschaften definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt. In diese Planung fließen die Erfahrungen aus der Vergangenheit, Erkenntnisse über aktuelle operative Ergebnisse sowie Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen ein. Dabei finden regelmäßig auch Markt- und Branchenprognosen von führenden Branchenanalysten ihre Berücksichtigung. Insbesondere die Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen, wie z. B. die Umsatzentwicklung, sind mit Unsicherheiten behaftet. Übersteigt der zu testende Buchwert den nach dem DCF-Verfahren ermittelten erzielbaren Betrag, liegt eine Wertminderung vor und es wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen enthält Mietereinbauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen und wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungen, angesetzt. Mietereinbauten werden linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über die kürzere Laufzeit des jeweiligen Mietvertrages abgeschrieben. Die Mieteinbauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear, in der Regel über drei bis zu 14 Jahre, abgeschrieben.

Stellen sich bei langfristigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Anzeichen für Wertminderungen ein, so wird gemäß IAS 36 beurteilt, ob die betroffenen Vermögenswerte auf ihre beizulegenden Zeitwerte abzuschreiben sind. Dies ist dann der Fall, wenn der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Sollten die Gründe für Wertminderungen im Bereich der langfristigen immateriellen Vermögenswerte - bis auf Geschäfts- oder Firmenwerte - und den Sachanlagen nicht mehr bestehen, werden Wertaufholungen bis zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen.

Die erwarteten Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt.

2.2 Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gemäß IAS 32 ist ein vertraglich vereinbarter Anspruch oder eine vertraglich vereinbarte Verpflichtung, aus dem bzw. aus der ein Zu- bzw. Abfluss von finanziellen Vermögenswerten oder die Ausgabe von Eigenkapitalrechten resultiert. Sie umfassen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Wertpapiere und andererseits Finanzforderungen, Finanzschulden und sonstige Finanzverbindlichkeiten.

Originäre Finanzinstrumente

Die Bilanzierung von originären Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungszeitpunkt, d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert an oder durch SYZYGY geliefert wird. Originäre Finanzinstrumente werden ihrer jeweiligen Zwecksetzung entsprechend einer der folgenden vier Kategorien zugeordnet. Die Einordnung wird zum Bilanzstichtag überprüft und beeinflusst den Ausweis als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte und entscheidet über eine Bewertung zu Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert.

Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten" (at fair value through profit and loss) - die entweder beim ersten Ansatz entsprechend kategorisiert (Fair Value-Option) oder als "zu Handelszwecken gehalten" (held for trading) eingestuft sind - werden sofort erfolgswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Ferner werden sie als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden sollen. Die Fair Value-Option wird im SYZYGY Konzern nicht angewendet.
"Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte" (held to maturity) - die zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes fixe oder bestimmbare Zahlungen beinhalten sowie eine feste Endfälligkeit besitzen und bis dahin gehalten werden sollen - werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderung bilanziert und entsprechend ihrer Fristigkeit als lang- oder kurzfristige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen. Wertminderungen (impairment losses) werden in der Gesamtergebnisrechnung ergebniswirksam ausgewiesen. Zurzeit werden keine finanziellen Vermögenswerte als "bis zur Endfälligkeit gehalten" klassifiziert.
"Kredite und Forderungen" (loans and receivables) - die fixe oder bestimmbare Zahlungen haben und nicht an einem aktiven Markt notiert sind - werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderung bewertet.

Sie werden in der Bilanz entsprechend ihrer Fristigkeit als lang- oder kurzfristige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen.
"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (available-for-sale) - die zum Zeitpunkt ihres erstmaligen Ansatzes als zur Veräußerung verfügbar designiert worden und nicht den anderen Kategorien zugeordnet worden sind - werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und entsprechend der erwarteten Veräußerbarkeit als lang- oder kurzfristige finanzielle Vermögenswerte bilanziert. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden bis zur Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts unter Berücksichtigung von Steuereffekten erfolgsneutral im Übrigen Konzernergebnis berücksichtigt. Im Falle eines signifikanten oder länger anhaltenden Rückgangs des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten wird der Aufwand sofort erfolgswirksam erfasst. Wertaufholungen von Eigenkapitalinstrumenten werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten werden erfolgswirksam berücksichtigt. Wenn kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden die finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" (at fair value through profit and loss) angesetzt werden. SYZYGY bewertet grundsätzlich sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme langfristiger bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten, mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Diese entsprechen den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Rückzahlungen, Emissionskosten und der Amortisation eines Agios oder Disagios. Die finanziellen Verpflichtungen mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die keinen Finanzschulden oder derivativen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen und nicht an einem Markt notiert sind, werden in der Bilanz als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder den Sonstigen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit ausgewiesen.

Bezüglich der Angaben nach IFRS 7 erfolgt eine Klassenbildung entsprechend der in der Bilanz ausgewiesenen Posten bzw. der nach IAS 39 genutzten Bewertungskategorie.

Im SYZYGY Konzern bestehen keine hybriden oder derivativen Finanzinstrumente.

Wertpapiere, die gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden (available-for-sale), werden bei der erstmaligen Erfassung zu ihren Anschaffungskosten, die in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entsprechen, bewertet und anschließend an die veränderten beizulegenden Zeitwerte am jeweiligen Bewertungsstichtag angepasst. Diese entsprechen in der Regel den Markt- oder Börsenwerten an den Finanzmärkten. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im Eigenkapital unter dem Posten "Übriges Konzernergebnis" und in der Gesamtergebnisrechnung im Posten "Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren" ausgewiesen. Ausgenommen hiervon sind Verluste aus nicht nur vorübergehenden Wertminderungen sowie Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten, welche in der Gesamtergebnisrechnung erfolgswirksam erfasst werden. Wird ein Wertpapier der Kategorie "available-for-sale" veräußert, oder wird eine lang andauernde oder signifikante Wertminderung festgestellt, werden die bis dahin im Übrigen Konzernergebnis angesammelten Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst. In der Vergangenheit erfolgswirksam erfasste Wertminderungen werden bei Eigenkapitalinstrumenten nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht. Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten werden hingegen erfolgswirksam erfasst.

Zinsänderungen führen bei festverzinslichen Wertpapieren in Abhängigkeit von der Duration zu Kursschwankungen. Hierfür werden keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

2.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung, d. h. der Erbringung der Leistung an den Kunden, erfasst. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen über separate Wertberichtigungskonten berücksichtigt. Soweit keine Abwertungen aufgrund von Ausfallrisiken erforderlich sind, erfolgt die Bilanzierung zum Nennwert. Forderungen mit einer Fälligkeit, die über ein Jahr hinausgeht, werden marktüblich abgezinst. Erbrachte Leistungen aus Festpreisprojekten, die entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad nach der PoC-Methode (percentage of completion) im Sinne des IAS 18.20 ff. i. V. m. IAS 11 realisiert werden, sind ebenfalls in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen (siehe auch Abschnitt 2.9 Umsatz- und Ertragsrealisierung).

2.4 Eigene Aktien

Eigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Die gesamten Anschaffungskosten aus dem Erwerb eigener Aktien werden in einer Position als Abzugsposten vom Eigenkapital ausgewiesen.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eigener Aktien werden erfolgsneutral den Kapitalrücklagen zugerechnet.

2.5 Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz nach IFRS und der Steuerbilanz sowie aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen angesetzt; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Aktive und passive latente Steuern sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen, sofern sie nicht aufrechenbar gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt zu den Steuersätzen, die nach geltender Rechtslage in den jeweiligen Ländern zum Zeitpunkt der Realisierung (Umkehrung der Steuerlatenzen) voraussichtlich gelten werden.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz oder der ertragsteuerliche Verlustvortrag verwendet werden kann.

2.6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Rückstellungen

Gemäß IAS 39 werden kurzfristige Verbindlichkeiten im Zugangszeitpunkt mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der im Wesentlichen ihrem Marktwert entspricht. Bei langfristigen Verbindlichkeiten erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Diese werden nach Maßgabe der Effektivzinsmethode durch eine Abzinsung des Erfüllungsbetrages ermittelt und bis zur Fälligkeit fortgeführt.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem vergangenen Ereignis besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. In die Berechnung der sonstigen Rückstellungen fließen alle zu berücksichtigenden Kostenbestandteile ein.

2.7 Eventualschulden

Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Konzerns stehen. Eventualschulden sind zudem gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist, oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Nicht im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene Eventualschulden werden nicht angesetzt.

2.8 Sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Etwaige Wertminderungen bei den sonstigen Vermögenswerten werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

2.9 Umsatz- und Ertragsrealisierung

SYZYGY erzielt Umsatzerlöse aus Beratungs- und Entwicklungsleistungen sowie aus der Durchführung von Werbekampagnen.

Umsätze aus Beratungsleistungen und durch Produktion von Inhalten für digitale Medien werden realisiert, wenn die Leistung in Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden vertraglichen ("Time and Material") Vereinbarungen erbracht wurde, eine Zahlung seitens des Kunden wahrscheinlich ist und der Rechnungsbetrag feststeht bzw. bestimmbar ist.

Beratungsleistungen auf Festpreisbasis werden analog der PoC-Methode (percentage of completion) realisiert. Der Fertigstellungsgrad der Projekte wird anhand des Vergleichs der bereits erbrachten Zeiteinheiten zu den gesamten zur Fertigstellung des Projektes geplanten Zeiteinheiten ermittelt. Anpassungen aufgrund einer veränderten Planung werden regelmäßig durchgeführt. Für drohende Verluste aus derartigen Projekten werden Wertberichtigungen oder Rückstellungen in vollem Umfang in der Periode gebildet, in der sie erkennbar werden.

In manchen Projektverträgen sind Teilleistungen ("Milestones") vereinbart. In diesen Fällen wird eine Teilrealisierung der Umsatzerlöse nach Erbringung der jeweiligen selbstständigen Teilleistung sowie der Abnahme der Teilleistung durch den Kunden vorgenommen.

Ferner werden Leistungen zur Planung und Durchführung von Werbekampagnen im Internet (Mediadienstleistungen) erbracht. Hierbei werden zum Teil auf eigene Rechnung Werbeplätze eingekauft und im Rahmen der Leistungserbringung abgerechnet. Die Kosten für den Einkauf der Werbeplätze ("Mediakosten") werden im Zuge der Abrechnung der Mediadienstleistungen an den Kunden zusammen mit einer festen Vergütung oder einer Vergütung, die sich im Verhältnis zu den tatsächlichen Mediakosten rechnet, weiter gereicht. Umsätze für Mediadienstleistungen werden grundsätzlich mit bzw. nach dem Erscheinen der Werbung realisiert. Dabei wird der gesamte den Kunden zu berechnende Betrag als Billings, sowie der um die durchlaufenden Posten, bzw. die Mediakosten verringerte Betrag als Umsatzerlöse erfasst.

Erträge in Form von Zinsen u. Ä. werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrages mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt und periodengerecht erfasst.

2.10 Aufwendungen aus Operating Lease-Verträgen

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Gegenständen wird nach den gegenwärtig geltenden Regelungen der IFRS demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasing-Gegenstand verbunden sind.

Bei einem Operating Lease trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken, so dass der Leasing-Gegenstand in der Bilanz des Leasinggebers angesetzt wird. Beim Leasingnehmer werden während des Zeitraums des Leasingverhältnisses die gezahlten Leasingraten erfolgswirksam erfasst.

2.11 Werbeaufwendungen

Ausgaben für Werbemaßnahmen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

2.12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die tatsächlichen Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder ermittelt, in denen die betroffenen Gesellschaften tätig sind. Die Berechnung der latenten Ertragsteuern nach IAS 12 beinhaltet die Berechnung von Steuerabgrenzungen auf unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva in Handelsbilanz (IFRS) und Steuerbilanz. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, deren Wertänderungen direkt im Eigenkapital berücksichtigt wurden. In diesem Fall wird die latente Steuer ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst.

2.13 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33 ermittelt. Dabei entspricht der unverwässerte Wert dem Konzernergebnis, geteilt durch die gewichtete, durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien. Der Erwerb eigener Aktien vermindert dementsprechend die Anzahl ausgegebener Aktien.

Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses werden neben den ausstehenden Aktien auch alle ausstehenden, noch nicht ausgeübten Optionen berücksichtigt, deren innerer Wert während der Berichtsperiode positiv war.

2.14 Aktienbasierte Vergütungsprogramme

Aktienoptionsprogramm 2012

Die Kosten aus der Ausgabe von Aktienoptionen sind gemäß IFRS 2 ergebniswirksam als Personalaufwand zu erfassen (aktienkursorientierte Tantiemevereinbarung). Aufsichtsrat und Vorstand haben in 2015 beschlossen, dass eine Erfüllung in bar erfolgen soll.

Dabei wird der Marktwert der Option zum Bilanzstichtag ermittelt und der entsprechende Aufwand zeitanteilig bis zum Ausübungszeitpunkt erfasst. Die Verpflichtung der Gruppe wurde als Rückstellung ausgewiesen.

Aktien-Beteiligungsprogramm 2013

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Aktien-Beteiligungsprogramm aufgelegt. Danach verpflichtet sich die Gruppe, Mitarbeitern eine bestimmte Anzahl an Aktien nach drei Jahren zu übertragen. Sollte der Mitarbeiter die SYZYGY Gruppe vor Ablauf der Frist verlassen, verfallen sämtliche Ansprüche aus dem Aktienprogramm entschädigungslos. Alternativ hat der Mitarbeiter das Recht, anstatt der Aktien den zum Übertragungsstichtag gültigen Marktwert in bar vergütet zu erhalten. Diese anteilsbasierte Vergütung mit Wahlfreiheit der Gegenpartei über die Auszahlungsmodalität, ist so strukturiert, dass beide Erfüllungsalternativen den gleichen beizulegenden Zeitwert haben. Nach IFRS 2.37 ist daher der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalkomponente gleich Null und somit entspricht der beizulegende Zeitwert des zusammengesetzten Finanzinstruments der Schuldkomponente. SYZYGY erfasst demzufolge die Aufwendungen pro rata temporis ab Aktienzusage als Rückstellung.

Phantom Stock Programm

Ferner wurde in 2015 ein Phantom Stock Programm aufgelegt und im Geschäftsjahr 2016 angepasst. Hierbei erhält der Berechtigte die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Gewährung und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks als Sonderzahlung. 40 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 1) können frühestens nach 2 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 3 Jahren, 60 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 2) können frühestens nach 3 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 4 Jahren. Die maximale Kurssteigerung (Cap) ist bei der Tranche 1 auf 60 Prozent, und bei der Tranche 2 auf 90 Prozent begrenzt. Ferner gibt es bei diesem Programm eine Change of Control-Klausel, nach der innerhalb einer Frist von 6 Wochen nach Abschluss eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Ausübung erfolgen kann. Es handelt sich dabei, genauso wie das Aktienoptionsprogramm 2012, um eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich im Sinne des IFRS 2 und daher erfolgt die Bilanzierung nach den oben beschriebenen Grundsätzen.

2.15 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Eine bedingungslose Zuwendung der öffentlichen Hand wird als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, sobald ein Anspruch auf die Zuwendung entsteht. Sonstige Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zunächst als passivische Abgrenzungsposten zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass sie gewährt werden und der Konzern die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird. Anschließend werden diese Zuwendungen der öffentlichen Hand planmäßig über den Zeitraum der Nutzungsdauer des Vermögenswertes als Ertrag erfasst.

Zuwendungen, die dem Konzern angefallenen Aufwendungen kompensieren, werden passivisch abgegrenzt und planmäßig in den Perioden, in denen die Aufwendungen erfasst werden, ertragswirksam vereinnahmt.

3. Erläuterungen zur Konzernbilanz

3.1 Geschäfts- oder Firmenwert

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 58.165 (Vorjahr: TEUR 33.797) ist im Rahmen der Akquisitionen von SYZYGY Media, Unique Digital UK, Hi-ReS! LON, Ars Thanea und USEEDS sowie Catbird Seat und diffferent entstanden.

Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden bei SYZYGY die Einzelgesellschaften definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt.

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte (GoF) wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zugeordnet:

SYZYGY Media
Unique Digital UK
Hi-ReS! LON
Ars Thanea
USEEDS
Catbird Seat
diffferent

In der folgenden Tabelle sind die den CGU zugeordneten Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die erzielbaren Beträge dargestellt.

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2G17

in TEUR
GoF Erzielbarer Betrag
diffferent 15.723 59.312
USEEDS 10.178 35.409
SYZYGY Media 8.841 29.004
Catbird Seat 8.686 43.861
Unique Digital UK 8.024 29.113
Ars Thanea 6.713 11.595
Hi-ReS! LON 0 0
Gesamt 58.165 208.294

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2G16

in TEUR
GoF Erzielbarer Betrag
USEEDS 10.285 40.295
SYZYGY Media 8.841 14.822
Unique Digital UK 8.308 15.066
Ars Thanea 6.363 13.703
Hi-ReS! LON 0 0
Gesamt 33.797 83.886

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer wurde durch einen Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2017 überprüft. Die Berechnung des erzielbaren Betrags der CGU wurde auf Basis des Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen zum 31. Dezember 2017 ermittelt. Die Prognosen basieren auf jährlich aktualisierten Finanzplänen, die vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Weiterhin erfolgt eine Fortschreibung der Geschäftsplanung über 5 Jahre, die von der Geschäftsführung zusammen mit dem Vorstand entwickelt wird.

Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des Nutzungswerts beruht, gehören Annahmen zu Wachstumsraten, Margenentwicklung und Diskontierungssatz sowie eine ewige Rente in Höhe von 1 Prozent. Dies entspricht in etwa dem langfristigen Inflationsziel der europäischen Zentralbank. Grundsätzlich geht SYZYGY davon aus, dass die Digital-Branche in Zukunft stärker wachsen wird.

Für die CGU Unique Digital UK und Hi-ReS! LON wurde in Großbritannien ein risikoloser Zinssatz von 1,82 Prozent (Vorjahr: 1,97%), ein Risikozuschlag von 6,25 Prozent (Vorjahr: 6,25%) und ein Branchen-Beta von 0,33 (Vorjahr: 0,53) zugrunde gelegt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 3,9 Prozent nach Steuern (Vorjahr: 5,3%) bzw. 4,8 Prozent vor Steuern (Vorjahr: 6,6%) ergab. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 19 Prozent Berücksichtigung (Vorjahr: 20%). Den entsprechenden Geschäftsplanungen liegt kein Umsatz mehr bei Hi-ReS! LON ab 2016 zugrunde. Bei der Unique Digital UK ist im Rahmen der Geschäftsplanung für 2018 ein erwartetes Umsatzwachstum von 2 Prozent (Vorjahr: 17%), für 2019 bis 2022 ein Umsatzwachstum von 9bis 10 Prozent p. a. (Vorjahr: 8 bis 10%) sowie 1 Prozent im Terminal Value (Vorjahr: 0%) zugrunde gelegt. Für 2018 entspricht die Wachstumsrate den genauen Planzahlen der CGU, wohingegen die weitere Entwicklung mit der allgemeinen Marktentwicklung des jeweiligen Landes einhergeht.

Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2018 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von rund 7 Prozent in Großbritannien (Vorjahr: 12%) aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse keinen Wertminderungsbedarf für Unique Digital UK, der ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.024 zugeordnet ist.

Für Hi-ReS! LON identifizierte das Management in den Vorjahren einen vollständigen Wertminderungsbedarf, der in der Gesamtergebnisrechnung im Posten "Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto" ausgewiesen und im Segment Großbritannien erfasst wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert dieser CGU beträgt daher TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Für SYZYGY Media, USEEDS, Catbird Seat und diffferent wurden in Deutschland ein risikoloser Zinssatz von 1,25 Prozent (Vorjahr: 1,04%), ein Risikozuschlag von 6,25 Prozent (Vorjahr: 6,25%) und ein Branchen-Beta von 0,33 (Vorjahr: 0,53) unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 3,3 Prozent nach Steuern (Vorjahr: 4,4%) bzw. von 4,8 Prozent (Vorjahr: 6,2%) vor Steuern ergab. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 31 Prozent (Vorjahr: 31%) Berücksichtigung.

Der Geschäftsplan von SYZYGY Media sieht ein Umsatzwachstum von 10 Prozent (Vorjahr: 7%) für das Jahr 2018 und 3 bis 4 Prozent p. a. Umsatzwachstum (Vorjahr: 7 bis 9%) für die Jahre 2019 bis 2022 vor. Im Terminal Value werden 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 0%) berücksichtigt.

Für USEEDS sieht der Geschäftsplan ein Umsatzwachstum von 9 Prozent für das Jahr 2018 (Vorjahr: 4%) sowie 15 Prozent p. a. Umsatzwachstum (Vorjahr: 15%) für die Jahre 2019 bis 2022 vor. Im Terminal Value werden 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 0%) berücksichtigt.

Der Geschäftsplan von Catbird Seat sieht ein Umsatzwachstum von 8 Prozent für das Jahr 2018, 19 Prozent p. a. für das Jahr 2019 sowie 15 Prozent p.a. für die Jahre 2020 bis 2022 vor. Im Terminal Value werden 1 Prozent Wachstum berücksichtigt.

Für diffferent sieht der Geschäftsplan ein Umsatzwachstum von 32 Prozent für das Jahr 2018 sowie 13 Prozent p. a. Umsatzwachstum für die Jahre 2019 bis 2022 vor. Im Terminal Value werden 1 Prozent Wachstum berücksichtigt.

Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2018 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von rund 9 Prozent (Vorjahr: 10%) in Deutschland aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse weder einen Wertminderungsbedarf für SYZYGY Media, der ein unveränderter Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.841 zugeordnet ist, noch für USEEDS, der ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 10.178 zugeordnet ist. Auch bei den neu erworbenen Gesellschaften wurde kein Wertminderungsbedarf identifiziert, so dass Catbird Seat ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.686 sowie diffferent ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 15.723 zugeordnet ist.

Für Ars Thanea in Polen wurde ein risikoloser Zinssatz von 1,25 Prozent (Vorjahr: 1,04%), ein Risikozuschlag von 6,25 Prozent (Vorjahr: 6,25%), ein Branchen-Beta von 0,33 (Vorjahr: 0,53), ein länderspezifischer Risikozuschlag von 0,98 Prozent (Vorjahr: 1,21%) sowie ein Inflationsdifferenzial von 100,45 Prozent (Vorjahr: 100,21%) unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 4,8 Prozent (Vorjahr: 5,8%) nach Steuern bzw. von 5,9 Prozent vor Steuern (Vorjahr: 7,1 %) ergab. Hierbei fand ein unveränderter, durchschnittlicher Steuersatz von 19 Prozent Berücksichtigung.

Der Geschäftsplan sieht ein Umsatzwachstum von 14 Prozent für das Jahr 2018 (Vorjahr: 38%), sowie 10 Prozent p. a. für 2019 bis 2022 (Vorjahr: 10%) vor. Im Terminal Value werden 1 Prozent (Vorjahr: 0%) Wachstum berücksichtigt.

Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2018 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von 9 Prozent (Vorjahr: 17%) in Polen aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der Analyse keinen Wertminderungsbedarf für Ars Thanea, der ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 6.713 zugeordnet ist.

Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu Zinssatz, Wachstumsraten und Margenentwicklung verändern, so ergeben sich andere Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Ein Anstieg des Zinssatzes für 30-jährige Staatsanleihen um 100 Basispunkte würde in Deutschland zu einem gleich hohen Anstieg des WACC vor Steuern und in der Folge zu einem Rückgang der Nutzungswerte um rund 30 Prozent (Vorjahr: 20%) aufgrund des höheren Diskontierungsfaktors führen. Vergleichbar wären die Auswirkungen bei den Nutzungswerten in Großbritannien. Dies würde jedoch bei keiner CGU zu einem Impairment führen. Sollten sich die Umsatzwachstumsraten bei den Gesellschaften ab 2019 um die Hälfte verringern, bestünde weiterhin kein Wertminderungsbedarf.

In Polen würde ein Anstieg des Zinssatzes für 30-jährige Staatsanleihen um 100 Basispunkte zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 506 führen.

3.2 Geschäfts- oder Firmenwert, sonstige Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Entwicklung ist im Geschäftsjahr wie folgt:

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2017

in TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Immaterielle Vermögenswerte Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1. Januar 2017 35.861 2.017 2.724 7.063 47.665
Zugänge 366 145 3.426 1.667 5.604
Abgänge -180 -367 -968 -3.249 -4.764
Zugang aus Erstkonsolidierung 24.116 1.090 137 341 25.684
Währungskursänderungen -2 26 -67 -51 -94
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 31. Dezember 2017 60.161 2.911 5.252 5.771 74.095
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1. Januar 2017 2.064 1.242 1.711 5.620 10.637
Zugänge 0 664 494 925 2.083
Abgänge 0 -367 -935 -3.195 -4.497
Währungskursänderungen -68 -1 -25 -33 -127
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2017 1.996 1.538 1.245 3.317 8.096
Buchwert 31. Dezember 2017 58.165 1.373 4.007 2.454 65.999

Die Entwicklung ist im Vorjahr wie folgt:

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2016

in TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Immaterielle Vermögenswerte Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1. Januar 2016 27.468 1.516 2.424 6.741 38.149
Zugänge 229 113 262 786 1.390
Abgänge 0 -36 0 -318 -354
Zugang aus Erstkonsolidierung 10.056 488 43 67 10.654
Währungskursänderungen -1.892 -64 -5 -213 -2.174
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 31. Dezember 2016 35.861 2.017 2.724 7.063 47.665
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1.Januar 2016 2.388 985 1.176 5.175 9.724
Zugänge 0 304 543 931 1.778
Abgänge 0 -36 0 -310 -346
Währungskursänderungen -324 -11 -8 -176 -519
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2016 2.064 1.242 1.711 5.620 10.637
Buchwert 31. Dezember 2016 33.797 775 1.013 1.443 37.028

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten, unter Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten, Markennamen in Höhe von TEUR 1.181 (Vorjahr: TEUR 630), die im Rahmen der Erstkonsolidierung von Hi-ReS! LON, Unique Digital UK, Ars Thanea, USEEDS, Catbird Seat und diffferent entstanden sind. Sie sind in der Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 127) dem Segment Großbritannien sowie in Höhe von TEUR 0 dem Segment Deutschland (Vorjahr: TEUR 174) zuzuordnen und unterliegen jeweils einer unbestimmbaren Nutzungsdauer, da ein Ende der wirtschaftlichen Nutzung dieser Marken nicht abzusehen ist. Des Weiteren sind Markennamen von Ars Thanea in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 48) enthalten, die ebenfalls im Rahmen des Unternehmenserwerbs zugegangen sind und auf 5 Jahre linear abgeschrieben werden. Diese sind dem Segment "Sonstige Segmente" zugeordnet. Außerdem sind Markennamen von USEEDS, Catbird Seat und diffferent in Höhe von TEUR 1.032 (Vorjahr: TEUR 281) enthalten, die ebenfalls im Rahmen des Unternehmenserwerbs zugegangen sind und auf 5 Jahre linear abgeschrieben werden. Diese sind dem Segment Deutschland zugeordnet.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattungen beinhalten im Wesentlichen Hardware und Büroeinrichtung. Im Geschäftsjahr lagen keine Anhaltspunkte für Wertminderungen vor.

3.3 Finanzinvestitionen

SYZYGY hat sich im Geschäftsjahr 2017 an der next media accelerator 2 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, mit einer Kommanditeinlage in Höhe von TEUR 200 beteiligt, die derzeit 2 Prozent des Kommanditkapitals entspricht. Die Kaufpreisverbindlichkeit wird bis 2021 jährlich durch Tranchen in Höhe von TEUR 40 getilgt. SYZYGY geht davon aus, dass die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert annähernd entsprechen.

Wie im Vorjahr bestanden keine At-Equity bewerteten Finanzinvestitionen.

3.4 Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte stellen finanzielle Vermögenswerte der Bewertungskategorie Loans and Receivables dar und sind in Höhe von TEUR 219 (Vorjahr: TEUR 625) bilanziert. Sie betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Mietkautionen.

3.5 Aktive latente Steuern

Im Geschäftsjahr kommt es zu einem Ausweis aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 469). Davon entfallen TEUR 96 auf Verlustvorträge bei der SYZYGY AG (Vorjahr: TEUR 626). Ferner ergeben sich passive Steuerlatenzen aus Bewertungsunterschieden bei den Wertpapieren in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 225), die verrechnet wurden. Steuerlich nicht abzugsfähige Rückstellungen bei der SYZYGY AG führen zu aktiven latenten Steuern von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 62).

Bei der SYZYGY Deutschland wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 6) aus Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen gebildet.

Bei Ars Thanea entfallen, bei insgesamt aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 26, TEUR 16 auf Verlustvorträge. Die Zusammensetzung der aktiven latenten Steuern ist unter Abschnitt 5.7 "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" dargestellt.

3.6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Wertpapiere

Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Festgeldanlagen mit einer Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von weniger als drei Monaten sind in folgender Tabelle dargestellt:

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.017 6.571

Der in der Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich die in dieser Bilanzposition genannten Beträge. Verfügungsbeschränkungen über die hier angegebenen Vermögenswerte bestehen nicht.

Im Posten Wertpapiere werden von Staaten oder Unternehmen öffentlich begebene Schuldtitel ausgewiesen.

Wie im Vorjahr gehören zum Bilanzstichtag alle Wertpapiere als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "available-for-sale" an und werden daher mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Wertänderungen werden erfolgsneutral im Übrigen Konzernergebnis erfasst. Wie in der folgenden Tabelle dargestellt, lag der Marktwert der gesamten Wertpapiere zum 31. Dezember 2017 insgesamt um TEUR 179 über den Anschaffungskosten (Vorjahr: TEUR 564). Es entfielen TEUR 299 (Vorjahr: TEUR 879) auf unrealisierte Kursgewinne und TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 315) auf unrealisierte Kursverluste. Wertpapierkäufe und -verkäufe werden jeweils mit Valuta erfasst. Von den bisher erfolgsneutral im Übrigen Konzernergebnis erfassten unrealisierten Gewinne und Verluste vom 31. Dezember 2016 wurden in 2017 in Höhe von TEUR 612 Bewertungsgewinne (Vorjahr: TEUR 734) sowie TEUR 28 Bewertungsverluste (Vorjahr: TEUR 535) realisiert.

Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt anhand von notierten Marktpreisen. Die unrealisierten Kursgewinne und Kursverluste sind im Posten "Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren nach Steuern" in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

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31.12.2017

in TEUR
Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Buchwert/Marktwert
Wertpapiere (available-for-sale) 8.785 299 -120 8.964

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31.12.2016

in TEUR
Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Buchwert/Marktwert
Wertpapiere (available-for-sale) 15.017 879 -315 15.581

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum 31. Dezember 2017:

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in TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
Wertpapiere (available-for-sale) 0 2.730 6.234 0 8.964

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum 31. Dezember 2016:

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in TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
Wertpapiere (available-for-sale) 0 3.824 11.757 0 15.581

Die Wertentwicklung des Wertpapierportfolios hängt grundsätzlich von der Entwicklung der Zinsen und der Entwicklung der Credit Spreads ab. Im Durchschnitt weist das Portfolio eine Duration von rund 5,4 (Vorjahr: 7,3) auf. Erhöhen sich also die Credit Spreads um 100 Basispunkte bei gleichbleibendem Zinsniveau, reduziert sich der Wert des Wertpapierportfolios um rund 5,4 Prozent.

Bei den Wertpapieren reduziert SYZYGY Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB- (sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Grundsätzlich wird von einem Emittenten maximal eine Position von EUR 2,0 Mio. eingegangen. Bei Neuanlagen mit Rating BBB- betragen die Positionen maximal EUR 1,0 Mio. Alle Wertpapiere mit einer bestimmten Fristigkeit unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads, kombiniert mit der Restlaufzeit. Zudem unterliegt ein Teil der Wertpapiere auch Währungsschwankungen. Hauptsächlich investiert SYZYGY in EUR, aber auch in USD, PLN und GBP denominierte Wertpapiere.

Die dazugehörigen Risiken und Sensitivitätsanalysen sind unter Abschnitt 6.3 Risiko- und Kapitalmanagement dargestellt.

3.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Dieser Posten setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Forderungen 18.058 17.023
Forderungen aus PoC-Anwendung 2.221 1.502
Gesamt 20.279 18.525

Für noch nicht endabgerechnete Leistungen werden TEUR 2.221 (Vorjahr: TEUR 1.502) Forderungen und Umsatzerlöse unter Anwendung der PoC-Methode ausgewiesen. Für die im Rahmen der PoC-Methode realisierten Projekte sind Kosten in Höhe von TEUR 2.071 (Vorjahr: TEUR 1.371) angefallen. Hieraus ergibt sich eine Marge von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 131).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fallen als finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie Loans and Receivables nach IAS 39. Die Altersstruktur der Forderungen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Für erkennbare Ausfallrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Wie im Vorjahr gab es in diesem Geschäftsjahr keine Einzelwertberichtigungen.

Davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in TEUR
0-30 Tage 31-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage 121-180 Tage 181 Tage - 1 Jahr
zum 31.12.2017 16.603 2.566 358 238 204 310
zum 31.12.2016 15.446 2.238 344 284 5 208

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in TEUR
mehr als 1 Jahr Gesamt
zum 31.12.2017 0 20.279
zum 31.12.2016 0 18.525

3.8 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich zum 31. Dezember 2017 und 2016 jeweils wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Steuererstattungsansprüche 758 524
Rechnungsabgrenzungen 685 948
Zinsforderungen 47 358
Übrige 375 232
Gesamt 1.865 2.062

Alle sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden innerhalb von 12 Monaten fällig. Die Zinsforderungen, die als finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie Loans and Receivables nach IAS 39 fallen, stellen verwertbare Finanzinstrumente dar und werden in folgender Fälligkeitsstruktur abgebildet:

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Zinsforderungen

in TEUR
0-90 Tage 91-180 Tage 181-360 Tage Gesamt
zum 31.12.2017 10 36 1 47
zum 31.12.2016 98 71 189 358

3.9 Eigenkapital

3.9.1 Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der SYZYGY AG zum 31. Dezember 2017 beläuft sich auf EUR 13.500.026 (Vorjahr: 12.828.450) und ist eingeteilt in 13.500.026 (Vorjahr: 12.828.450) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00.

SYZYGY hat im Geschäftsjahr 2017 zwei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage aus dem genehmigten Kapital durchgeführt.

Am 30. Juni 2017 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 181.576 auf EUR 13.010.026 gegen Sacheinlage von 51 Prozent der Geschäftsanteile an der Catbird Seat GmbH, München, zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen und die Inhaber der einzubringenden Geschäftsanteile wurden zur Zeichnung der neuen Aktien zugelassen. Die Kapitalerhöhung wurde vollständig gezeichnet und am 15. August 2017 in das Handelsregister eingetragen.

Am 19. September 2017 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 21. September 2017 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 490.000 auf EUR 13.500.026 gegen Sacheinlage von 70 Prozent der Geschäftsanteile an der diffferent GmbH, Berlin, zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen und die Inhaber der einzubringenden Geschäftsanteile wurden zur Zeichnung der neuen Aktien zugelassen. Die Kapitalerhöhung wurde vollständig gezeichnet und am 27. Oktober 2017 in das Handelsregister eingetragen.

Das genehmigte Kapital beträgt nach beiden Kapitalerhöhungen noch EUR 5.328.424.

Am 31. Dezember 2017 befanden sich 73.528 Stückaktien (Vorjahr: 73.528 Stückaktien) im eigenen Bestand.

Zum Stichtag wurden die Anteile wie folgt gehalten:

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in Tsd. Aktien in Prozent
WPP plc, St. Helier 6.760 50,07
Streubesitz 6.666 49,38
Eigene Aktien 74 0,55
Gesamt 13.500 100,00

3.9.2 Genehmigtes und bedingtes Kapital

Am 8. Juli 2016 hat die Hauptversammlung ein genehmigtes Kapital in Höhe von TEUR 6.000 beschlossen, das den Vorstand ermächtigt, unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates, zusätzliche auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien bis zum 8. Juli 2021 auszugeben. Im Rahmen dieser Ermächtigung haben Vorstand und Aufsichtsrat in 2017 zwei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen durchgeführt, so dass das verbliebene genehmigte Kapital nunmehr EUR 5.328.424 beträgt.

Das am 27. Mai 2011 von der Hauptversammlung genehmigte Kapital in Höhe von TEUR 6.000 ist am 27. Mai 2016 ausgelaufen. Vorstand und Aufsichtsrat haben von der Ermächtigung, neue Aktien auszugeben, hinsichtlich dieses genehmigten Kapitals im Vorjahr keinen Gebrauch gemacht.

Außerdem wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 zu einer bedingten Kapitalerhöhung ermächtigt, in dessen Rahmen bis zu 1.200.000 zusätzliche Aktien im Zusammenhang mit der Auflage eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegeben werden können (bedingtes Kapital 2009). Dieses bedingte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 6. Juni 2014 von EUR 1.200.000 auf EUR 300.000 reduziert. Ferner wurde auf der Hauptversammlung vom 6. Juni 2014 ein bedingtes Kapital 2014 in Höhe von EUR 900.000 beschlossen (bedingtes Kapital 2014).

Im Geschäftsjahr 2012 wurden mit Wirkung zum 27. Juni 2012 insgesamt 300.000 Optionen zum Ausübungspreis von EUR 3,11 ausgegeben, die sich auf das bedingte Kapital 2009 beziehen. Einzelheiten zum Aktienoptionsprogramm sind in Abschnitt 3.10 ausgeführt.

Das bedingte Kapital 2014 wurde bislang nicht in Anspruch genommen.

3.9.3 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien durch die SYZYGY AG.

Durch die beiden im Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhungen hat sich die Kapitalrücklage um insgesamt TEUR 6.532 erhöht.

In 2016 wurden Gewinne aus dem Verkauf eigener Aktien in Höhe von TEUR 231 realisiert und in die Kapitalrücklage eingestellt.

3.9.4 Eigene Aktien

SYZYGY ist berechtigt, eigene Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen oder sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. SYZYGY stehen aus eigenen Aktien keine Dividenden- oder Stimmrechte zu. Der Umfang des Aktienrückkaufs wird als Abzugsposten vom Eigenkapital in einem eigenen Posten ausgewiesen.

Am 29. Mai 2015 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 28. Mai 2020 insgesamt bis zu 10 Prozent der ausstehenden Aktien der SYZYGY zu erwerben. SYZYGY ist berechtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen, Mitarbeitern des Unternehmens als Kompensation oder Dritten eigene Aktien im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten.

In 2016 wurden 54.910 eigene Aktien im Rahmen der Akquisition von USEEDS an den Verkäufer übertragen sowie 5.000 eigene Aktien im Rahmen des Aktien-Beteiligungsprogramms an einen Mitarbeiter ausgegeben. Der entstandene Ertrag in Höhe von TEUR 231 wurde erfolgsneutral den Kapitalrücklagen zugerechnet.

Zum 31. Dezember 2017 befanden sich wie im Vorjahr 73.528 eigene Aktien zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von EUR 5,54 im Bestand des Unternehmens.

3.9.5 Übriges Konzernergebnis

Die im übrigen Konzernergebnis zusammengefassten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen nach Steuern belaufen sich im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR -278 (Vorjahr: TEUR -2.211) und sind auf nicht realisierte Verluste aus Wertpapieren nach Steuern (TEUR 115; Vorjahr: Gewinne in Höhe von TEUR 207) sowie Kursverluste aus Währungsumrechnungen ausländischer Geschäftsbetriebe (TEUR 163; Vorjahr: TEUR 2.418) zurückzuführen. Alle Veränderungen sind recyclingfähig und somit nur vorübergehend im übrigen Konzernergebnis erfasst. Sie werden möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt in die Gesamtergebnisrechnung umgegliedert.

3.9.6 Gewinnrücklage

Im Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2017 Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 18.033 (Vorjahr: TEUR 18.071) ausgewiesen. Die Veränderung der Gewinnrücklagen im Geschäftsjahr entspricht dem auf die Aktionäre der SYZYGY AG entfallenen Konzernergebnis in Höhe von TEUR 4.989 (Vorjahr: TEUR 4.982) abzüglich der ausgeschütteten Dividende in Höhe von TEUR 4.847 (Vorjahr: TEUR 4.717) sowie Ausschüttungen an Minderheitsgesellschaftern von Tochterunternehmen, die aufgrund der present ownership zu 100 Prozent, das heißt ohne Ausweis von nicht-beherrschenden Anteilen, konsolidiert sind, in Höhe von TEUR 18G (Vorjahr: TEUR 0).

Grundlage für Dividendenausschüttungen ist der im deutschen handelsrechtlichen Einzelabschluss ausgewiesene und ausschüttungsfähige Teil des Bilanzgewinns der SYZYGY AG. Die Hauptversammlung der SYZYGY AG beschloss am 30. Juni 2017 eine Dividende in Höhe von EUR 0,38 je dividendenberechtigter Aktie (Vorjahr: EUR 0,37), die ab dem 5. Juli 2017 ausgeschüttet wurde. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.976 (Vorjahr: TEUR 6.726) wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Vorjahr wurde der Bilanzgewinn wegen des Verkaufs eigener Anteile in Höhe von TEUR 332 angepasst.

Zum 31. Dezember 2017 wies der Einzelabschluss der SYZYGY AG einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 8.007 (Vorjahr: TEUR 11.823) aus.

3.10 Aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Optionsplan 2012

Im Geschäftsjahr 2012 wurde der "Aktienoptionsplan 2012" beschlossen, der die Ausgabe von insgesamt 1.200.000 Optionen an Mitarbeiter vorsieht.

Am 27. Juni 2012 wurden insgesamt 300.000 Optionen zum Ausübungspreis von EUR 3,11 ausgegeben. Davon können 40 Prozent nach zwei Jahren sowie weitere 60 Prozent nach drei Jahren ausgeübt werden, sofern der Aktienkurs wenigstens 20 Prozent gegenüber dem Ausübungspreis angestiegen ist. Die Optionen verfallen nach fünf Jahren, so dass der letzte mögliche Ausübungstag der 27. Juni 2017 war. Alle ausstehenden Optionen sind bis zum Ablaufdatum 27. Juni 2017 ausgeübt worden, sodass sich zum 31. Dezember 2017 keine Optionen mehr im Bestand befinden. Da die Gesellschaft die Differenz zwischen Ausübungspreis und Aktienkurs in bar vergütet, sind die Verpflichtungen im Vorjahr zeitanteilig in einer Rückstellung erfasst worden. Zum 31. Dezember 2017 bestehen keine Verpflichtungen aus dem Optionsprogramm 2012.

Die Parameter im Vorjahr zur Bewertung der ausgegebenen Optionen auf Basis des Binomialmodells waren wie folgt:

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31.12.2016
Erwartete Optionslaufzeit bis zu 0,5 Jahre
Risikofreier Zinssatz 0,0%
Erwartete Dividendenrendite 3,3%
Erwartete Volatilität 30%
Ausübungskurs EUR 3,11
Kurs zum Bilanzstichtag EUR 11,61

Veränderung der ausgegebenen Optionen:

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in EUR Anzahl (in Stück) Ausübungspreis beizulegender Zeitwert
Stand: 31.12.2016 10.000 3,11 8,50
Neuzuteilung 0 - -
Ausübung 10.000 3,11 7,91
Verfall 0 - -
Stand: 31.12.2017 0 - -

Von den 300.000 Optionen sind in 2014 insgesamt 48.000, in 2015 insgesamt 216.000 Optionen, in 2016 insgesamt 26.000 Optionen und ausgeübt worden, davon 18.000 am 19. Mai 2016 und 8.000 am 19. Oktober 2016. In 2017 sind die restlichen 10.000 Optionen am 21. April 2017 ausgeübt worden. In 2017 erfolgte eine Auszahlung in Höhe von TEUR 79 durch die Ausübung von Optionen, unter Berücksichtigung eines beizulegenden Zeitwertes von EUR 7,91 je Option. Die Rückstellungen für die Optionsausübung betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 85). Entsprechend erfolgte in 2017 ein Verbrauch der im Vorjahr gebildeten Rückstellungen im Umfang von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 145) sowie ein Ertrag aus der Auflösung von TEUR 6 (Vorjahr: Aufwand TEUR 79).

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine weiteren Optionen ausgegeben. Es gab auch keine Optionen, die verwirkt oder erloschen sind.

Aktien-Beteiligungsprogramm 2013

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Aktien-Beteiligungsprogramm aufgelegt. Danach verpflichtet sich die Gruppe, Mitarbeitern eine bestimmte Anzahl an Aktien nach 3 Jahren zu übertragen. Sollte der Mitarbeiter die SYZYGY Gruppe vor Ablauf der Frist verlassen, verfallen sämtliche Ansprüche aus dem Aktienprogramm entschädigungslos. Alternativ hat der Mitarbeiter das Recht, anstatt der Aktien den zum Übertragungsstichtag gültigen Marktwert in bar vergütet zu erhalten. Zum Stichtag sind Zusagen über insgesamt 100.000 Aktien ausstehend, davon 50.000 aus 2015, weitere 20.000 aus 2016 und 30.000 aus 2017. Die Aufwendungen werden pro rata temporis ab Aktienzusage erfasst, so dass zum Stichtag eine Rückstellung für Ansprüche aus dem Aktienprogramm in Höhe von TEUR 560 (Vorjahr: TEUR 471) bilanziert wurde. Die erfolgswirksame Zuführung im Geschäftsjahr beträgt TEUR 338 (Vorjahr: TEUR 518).

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in TEUR Anzahl (in Stück) beizulegender Zeitwert
Stand: 31.12.2016 90.000 1.045
Neuzuteilung 30.000 338
Ausübung -20.000 -219
Verfall 0 -
Bewertungsänderungen 0 -37
Stand: 31.12.2017 100.000 1.127

Phantom Stock Programm 2015

Das Phantom Stock Programm wurde in 2015 aufgelegt. Hierbei erhält der Berechtigte die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Gewährung und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks als Sonderzahlung. 40 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 1) können frühestens nach 2 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 3 Jahren, 60 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 2) können frühestens nach 3 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 4 Jahren. Die maximale Kurssteigerung (Cap) ist bei der Tranche 1 auf 60 Prozent und bei der Tranche 2 auf 90 Prozent begrenzt.

Andrew P. Stevens hielt zum 31. Dezember 2016 insgesamt 120.000 Phantom Stocks, davon hat er 48.000 im Geschäftsjahr 2017 ausgeübt, so dass 72.000 Phantom Stocks ausstehend sind. Erwin Greiner hielt 75.000 Phantom Stocks, davon wurden 30.000 im Geschäftsjahr 2017 ausgeübt, so dass 45.000 ausstehend sind. Der Ausübungspreis beträgt bei den Phantom Stocks von Andrew P. Stevens und Erwin Greiner jeweils EUR 9,00. Der Vorstandsvorsitzende Lars Lehne erhielt zum 1. April 2016 insgesamt 240.000 Phantom Stocks mit einem Ausübungspreis von EUR 9,13, die noch vollständig ausstehend sind. Durch die Ausübung der Phantom Stocks kam es im Geschäftsjahr 2017 zu Auszahlungen in Höhe von TEUR 188. Die Höhe der Rückstellungen zum 31. Dezember 2017 beträgt TEUR 624, so dass im Berichtsjahr durch die Zuführung zu den Rückstellungen Aufwendungen von TEUR 206 entstanden sind.

Ferner wurden am 6. Februar 2018 Erwin Greiner 80.000 Phantom Stocks und Frank Ladner 55.000 Phantom Stocks, jeweils mit Laufzeitbeginn ab 29. Dezember 2017 zu einem Ausübungspreis von EUR 11,25 zugeteilt.

Der beizulegende Zeitwert der Phantom Stocks am 31.12.2017 ergibt sich als volumengewichteter Durchschnittswert der Differenz der Ausübungspreise und dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2017.

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in EUR Anzahl (in Stück) Ausübungspreis beizulegender Zeitwert
Stand: 31.12.2016 435.000 - 2,54
Ausübung I -48.000 11,34 2,34
Ausübung II -30.000 11,54 2,54
Verfall 0 - -
Stand: 31.12.2017 357.000 - 2,44

3.11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31. Dezember 2017 und 2016 jeweils wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.754 7.434
Sonstige Rückstellungen:
- Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 6.131 5.291
- Personalbezogene Rückstellungen 2.840 3.019
- Übrige 245 358
Sonstige Rückstellungen gesamt 9.216 8.668

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und als finanzielle Verbindlichkeit der Bewertungskategorie Financial Liabilities at Amortized Costs zuzuordnen. Die personalbezogenen Rückstellungen enthalten hauptsächlich die in Abschnitt 3.10 beschriebenen Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, Mitarbeiterboni und Urlaub.

Die Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen und Kundenboni.

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Rückstellungsspiegel zum 31.12.2017

in TEUR
Buchwert 01.01.2017 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2017
Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 5.291 -5.110 -6 5.956 6.131
Personalbezogene Rückstellungen 3.019 -2.209 -6 2.036 2.840
Übrige Rückstellungen 358 -352 0 239 245
Sonstige Rückstellungen gesamt 8.668 -7.671 -12 8.231 9.216

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Rückstellungsspiegel zum 31.12.2016

in TEUR
Buchwert 01.01.2016 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2016
Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 4.684 -4.018 -270 4.895 5.291
Personalbezogene Rückstellungen 2.068 -973 -23 1.947 3.019
Übrige Rückstellungen 373 -373 0 358 358
Sonstige Rückstellungen gesamt 7.125 -5.364 -293 7.200 8.668

3.12 Ertragssteuerverbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Ertragssteuerverbindlichkeiten ist in folgender Tabelle dargestellt:

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Deutsche Ertragssteuer 246 32
Polnische Ertragsteuer 12 11
Englische Ertragsteuer -3 160
Gesamt 255 203

3.13 Sonstige Verbindlichkeiten

Im Folgenden sind die Bestandteile der sonstigen Verbindlichkeiten aufgeführt:

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Finanzielle Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 16.292 6.650
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.164 0
Deutsche Umsatzsteuer 1.822 1.761
Sozialversicherung, Lohn- und Kirchensteuer 708 674
Verbindlichkeiten durch zukünftige Gewinnausschüttungen an Minderheiten 415 229
Englische Umsatzsteuer 55 380
Polnische Umsatzsteuer -208 -61
Sonstige 385 268
Gesamt 24.633 9.901

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017:

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Sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR
< 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
2017 2.762 12.808 9.063 0 24.633

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016:

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Sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR
< 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
2016 3.022 2.451 4.428 0 9.901

Die Verpflichtungen aus bedingten Kaufpreiszahlungen stellen finanzielle Verbindlichkeiten dar und sind der Bewertungskategorie Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss zugehörig. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ohne Steuerverbindlichkeiten sind der Bewertungskategorie Financial Liabilities at Amortized Costs zugeordnet.

4. Segmentberichterstattung

Die Anwendung des IFRS 8 fordert eine Segmentberichterstattung entsprechend der internen Steuerung (Management-Approach) des Konzerns. Vor diesem Hintergrund berichtet SYZYGY die Segmente nach einer geografischen Abgrenzung.

Die SYZYGY AG als Holdinggesellschaft erbringt hauptsächlich Serviceleistungen an die operativen Einheiten und ist deshalb von diesen getrennt im Bereich Zentralfunktion zu betrachten. Das Segment Großbritannien umfasst SYZYGY UK, Unique Digital UK sowie Hi-ReS! LON. Das Segment Deutschland setzt sich aus Catbird Seat, diffferent, SYZYGY Berlin, SYZYGY Deutschland, SYZYGY Media und USEEDS zusammen. SYZYGY NY stellt seit 2015 das eigene Segment Vereinigte Staaten dar. Ars Thanea erfüllt nicht die Größenkriterien, um als geografisch eigenständiges Segment berichtet werden zu müssen und ist daher im Bereich "Sonstige Segmente" dargestellt.

Alle Segmente bieten Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum rund um unternehmensrelevante Internet-Lösungen: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung. Suchmaschinenmarketing und Online Media Planung komplettieren das Serviceangebot.

Die einzelnen Segmente wenden dieselben Rechnungslegungsgrundsätze wie der Gesamtkonzern an. Die SYZYGY AG beurteilt die Leistungen der Segmente vorrangig anhand des Umsatzes und des EBIT. Die Zuordnung der Umsatzerlöse gegenüber Dritten erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Unternehmenseinheit. Die Angaben zu den geografischen Gebieten in Bezug auf die Segmentumsatzerlöse sowie die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich aus den unten zusammengefassten Segmentangaben. Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich aus Umsatzerlösen gegenüber externen Kunden und intersegmentären Umsätzen zusammen. Die Transaktionen innerhalb der Segmente, die grundsätzlich zu Marktpreisen verrechnet werden, wurden eliminiert.

Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller Aktiva zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte, gemindert um die Forderungen, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen.

Die Segmentinvestitionen umfassen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Segmentschulden entsprechen der Summe aller Passiva ohne Eigenkapital, zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Anteile der Minderheiten, und gemindert um die Verbindlichkeiten, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen.

SYZYGY hat nicht mehr mit einem Kunden mehr als 10 Prozent der konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns erzielt (Vorjahr: EUR 6,5 Mio. im Segment Deutschland).

Für die Angabe der Umsatzerlöse von externen Kunden für jede Gruppe vergleichbarer Dienstleistungen verweisen wir auf die Ausführungen unter 5.1 Umsatzerlöse.

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31.12.2017

in TEUR
Deutschland Großbritannien Vereinigte Staaten Sonstige Segmente Zentralfunktion Konsolidierung
Billings 75.110 45.364 31.244 3.418 2.450 -5.421
Mediakosten -34.811 -30.720 -25.965 0 0 0
Umsatzerlöse 40.299 14.644 5.279 3.418 2.450 -5.421
davon Innenumsätze 3.344 140 120 1.817 0 -5.421
Operatives Ergebnis (EBIT) 3.309 898 921 -159 -873 0
Finanzergebnis 135 -1 6 -5 7.565 -6.260
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.444 897 927 -164 6.692 -6.260
Vermögenswerte 69.975 20.314 3.176 7.994 90.476 -87.357
davon Langfristige Vermögenswerte 47.675 10.103 226 6.928 1.067 0
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 43.428 8.024 0 6.713 0 0
Investitionen 2.359 1.923 1 135 1.186 0
Abschreibungen 1.514 216 94 101 158 0
Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
Segmentschulden 22.402 7.332 2.437 463 31.497 -15.486
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 398 117 15 67 24 0

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31.12.2017

in TEUR
Summe
Billings 152165
Mediakosten -91.496
Umsatzerlöse 60.669
davon Innenumsätze 0
Operatives Ergebnis (EBIT) 4.096
Finanzergebnis 1.440
Ergebnis vor Steuern (EBT) 5.536
Vermögenswerte 104.578
davon Langfristige Vermögenswerte 65.999
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 58.165
Investitionen 5.604
Abschreibungen 2.083
Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 0
Segmentschulden 48.645
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 621

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31.12.2016

in TEUR
Deutschland Großbritannien Vereinigte Staaten Sonstige Segmente Zentralfunktion Konsolidierung
Billings 72.629 35.603 33.933 3.175 600 -3.136
Mediakosten -31.411 -20.630 -26.490 0 0 0
Umsatzerlöse 41.218 14.973 7.443 3.175 600 -3.136
davon Innenumsätze 1.234 634 0 1.268 0 -3.136
Operatives Ergebnis (EBIT) 5.279 1.950 805 435 -2.875 2
Finanzergebnis 95 1 0 -10 8.971 -7.721
Ergebnis vor Steuern (EBT) 5.374 1.951 805 425 6.096 -7.719
Vermögenswerte 41.071 17.540 4.007 7.723 65.512 -54.992
davon Langfristige Vermögenswerte 21.386 8.709 363 6.533 37 0
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 19.126 8.308 0 6.363 0 0
Investitionen 991 251 57 69 22 0
Abschreibungen 1.325 231 100 105 17 0
Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
Segmentschulden 14.822 4.842 3.199 455 14.522 -6.764
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 330 133 17 76 22 0

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31.12.2016

in TEUR
Summe
Billings 142.804
Mediakosten -78.531
Umsatzerlöse 64.273
davon Innenumsätze 0
Operatives Ergebnis (EBIT) 5.596
Finanzergebnis 1.336
Ergebnis vor Steuern (EBT) 6.932
Vermögenswerte 80.861
davon Langfristige Vermögenswerte 37.028
davon Geschäfts- oder Firmenwerte 33.797
Investitionen 1.390
Abschreibungen 1.778
Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 0
Segmentschulden 31.076
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 578

5.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus den Produktbereichen Online Marketing und Design & Build enthalten. Die Umsatzerlöse ergeben sich aus den Billings abzüglich der Mediakosten, die bei den Online Marketing Gesellschaften als durchlaufende Posten anfallen. Billings enthalten alle Abrechnungen an Dritte, d. h. sowohl eigene (im Produktbereich Design & Build) als auch solche auf eigenen Namen und für fremde Rechnung (Online Marketing). In 2017 erzielte die SYZYGY Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 44.944 im Bereich Design & Build (Vorjahr: TEUR 48.112) und Billings in Höhe von TEUR 110.573 (Vorjahr: TEUR 96.006) im Bereich Online Marketing. Der Bereich Online Marketing enthält Mediakosten in Höhe von TEUR 91.497 (Vorjahr: TEUR 78.531), so dass dort Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 19.076 (Vorjahr: TEUR 17.475) erzielt wurden. Zwischen den Produktbereichen gab es Innenumsätze in Höhe von TEUR 455 (Vorjahr: TEUR 195) sowie Umsätze von oder mit dem Mutterunternehmen in Höhe von TEUR 2.897 (Vorjahr: TEUR 1.115), die im Konzernabschluss vollständig eliminiert wurden.

5.2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2017 2016
Zeitwertbewertung Earn-Out und Options- Verbindlichkeiten 3.053 1.011
Erträge aus der KFZ-Nutzung von Arbeitnehmern 156 122
Untervermietung 139 13
Währungskurseffekte 131 502
Nebenkostenerstattung 31 12
Erstattung Krankenkassen 23 37
Auflösung von Rückstellungen 12 287
Amortisation Corporate Assets -554 -208
Sonstige 246 109
Gesamt 3.237 1.885

5.3 Materialaufwand

Der Materialaufwand, welcher im Posten Einstandskosten der erbrachten Leistungen in der Gesamtergebnisrechnung enthalten ist, besteht überwiegend aus Aufwendungen für freie Mitarbeiter und extern vergebene Dienstleistungen:

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in TEUR 2017 2016
Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.281 11.342

5.4 Personalaufwand

Der Personalaufwand, welcher in den verschiedenen Posten innerhalb der Gesamtergebnisrechnung enthalten ist, setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2017 2016
Löhne und Gehälter 31.935 29.693
Sozialabgaben 4.752 4.384
Gesamt 36.687 34.077

Im Jahr 2017 betrug die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der SYZYGY Gruppe 591 Mitarbeiter (Vorjahr: 540 Mitarbeiter).

Zum Geschäftsjahresende 2017 hat sich die Gesamtzahl der SYZYGY Mitarbeiter auf insgesamt 621 (Vorjahr: 578 Mitarbeiter) erhöht. Die Mitarbeiter verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche im Unternehmen:

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Anzahl in Personen 31.12.2017 31.12.2016 Durchschnitt 2017 Durchschnitt 2016
Strategie/Beratung/Projektmanagement 199 157 167 149
Online Marketing/ Online Media 137 121 129 109
Technologie 103 120 113 111
Kreation 94 118 108 112
Administration 88 62 74 59
Gesamt 621 578 591 540

5.5 Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen, welche in verschiedenen Posten innerhalb der Gesamtergebnisrechnung enthalten sind, setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2017 2016
Amortisation immaterieller Vermögenswerte 664 304
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.419 1.474
Gesamt 2.083 1.778

Das Geschäftsjahr 2017 beinhaltet eine Wertminderung auf die Marke Hi-ReS! in Höhe von TEUR 196. Im Vorjahr waren keine Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte enthalten.

5.6 Finanzergebnis

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in TEUR 2017 2016
Zinsen und ähnliche Erträge 667 880
Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren, saldiert 820 504
Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen -46 -48
Gesamt 1.441 1.336

Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten eingegangene Zinszahlungen in Höhe von TEUR 822 (Vorjahr: TEUR 1.076).

Das Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren enthält Gewinne in Höhe von TEUR 1.381 (Vorjahr: TEUR 834) sowie Verluste in Höhe von TEUR 561 (Vorjahr: TEUR 330).

Die Zinsen und ähnliche Erträge, Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen sowie das Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren resultieren hauptsächlich aus der Bewertungskategorie available-for-sale. In den Zinsaufwendungen sind auch Zinsaufwendungen nach § 233a AO enthalten.

5.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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in TEUR 2017 2016
Inländische laufende Steuern 645 562
Ausländische laufende Steuern 327 639
Zwischensumme laufende Steuern 972 1.201
Latente Steuern 329 634
Gesamt 1.301 1.835

In Deutschland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent zur Körperschaftsteuer ergibt sich ein Steuersatz von 15,8 Prozent. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer hat sich für den Organkreis der SYZYGY AG gegenüber dem Vorjahr marginal verändert. Die Gewerbesteuerzerlegung zwischen den Standorten Bad Homburg v.d.H., Frankfurt am Main, Hamburg und München ist gewichtet nach der Gehaltssumme der jeweiligen Standorte bei unveränderten Gewerbesteuerhebesätzen. Der anzuwendende Steuersatz für die Konzernmutter beträgt daher wie im Vorjahr 31 Prozent.

In Großbritannien galt seit dem 1. April 2016 ein allgemeiner Steuersatz von 20 Prozent, seit 1. April 2017 ein allgemeiner Steuersatz von 19 Prozent.

In den Vereinigten Staaten gilt eine Federal Tax in Höhe von 34 Prozent zuzüglich lokaler Steuern für die SYZYGY NY in Höhe von circa 2 Prozent.

In Polen ist seit dem 1. Januar 2015 ein einheitlicher Steuersatz von 19 Prozent auf die Gewinne der Gesellschaft anzuwenden.

Im Geschäftsjahr 2017 hat SYZYGY Ertragsteuern in Höhe von netto TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 83) erstattet bekommen. Aufgrund der Nutzung von Verlustvorträgen ergab sich eine Minderung des Steueraufwands in Höhe von TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 616). Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2017 2016
Aktive latente Steuern
Verlustvorträge der SYZYGY AG 96 626
Rückstellungen 16 62
Verlustvorträge Ars Thanea 16 0
Anlagevermögen 5 6
Wertpapiere Umlaufvermögen -108 -225
Sonstige 10 0
Gesamt 35 469

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in TEUR 2017 2016
Passive latente Steuern
Marke diffferent 164 0
Marke Catbird Seat 88 0
Marke USEEDS 67 87
Anlagevermögen 43 19
Marke Unique Digital 30 32
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14 29
Marke Ars Thanea 5 10
Marke Hi-ReS 0 61
Gesamt 411 238

Bei der SYZYGY AG als Organträger sind die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und auf die unterschiedliche Bewertung von Rückstellungen erfasst; diese wurden saldiert mit passiven latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden der Wertpapiere.

Weitere aktive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und der Steuerbilanz bei der SYZYGY Deutschland GmbH.

Die SYZYGY AG hat steuerlich nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 0 bei der Körperschaftsteuer (Vorjahr: TEUR 1.252) und TEUR 636 bei der Gewerbesteuer (Vorjahr: TEUR 2.844), die in den nächsten fünf Jahren verbraucht werden und für die in voller Höhe aktive latente Steuern gebildet worden sind.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 355 (Vorjahr: TEUR 189) sowie in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 48) durch unterschiedliche Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und der Steuerbilanz bei SYZYGY UK und Unique Digital UK sowie durch unterschiedliche Wertansätze der Forderungen aus Lieferung und Leistung bei Ars Thanea.

Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden:

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in TEUR 2017 2016
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.536 6.932
Ertragssteueraufwand bei einem Steuersatz von 31% (Vorjahr: 31 %) 1.716 2.149
Erwarteter Steuerwert steuerlich nicht anzusetzender Erträge/nicht abzugsfähiger Aufwendungen -975 77
Unterschiede in den Steuersätzen -97 -152
Steuereffekt auf Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden 701 0
Steuernachzahlung aus Vorjahren 0 102
Steuererstattungen aus Vorjahren -121 -185
Sonstige 77 -156
Tatsächlicher Steueraufwand 1.301 1.835

Die Unterschiede aus Steuersätzen ergeben sich aus einem durchschnittlichen Steuersatz von 31 Prozent in Deutschland gegenüber rund 36 Prozent in den Vereinigten Staaten, 19,3 Prozent in Großbritannien und 19 Prozent in Polen. In Großbritannien gilt ab dem 1. April 2017 ein Steuersatz von 19 Prozent. Die latenten Steuern wurden unter Berücksichtigung zukünftiger Steuersätze gerechnet. Im Geschäftsjahr 2017 entfallen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 144) auf Posten, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet worden sind. Die Veränderung der Bewertungsunterschiede in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 106) werden im Übrigen Gesamtergebnis erfasst. Die Beträge resultieren im Wesentlichen aus der erfolgsneutralen Berücksichtigung von Kursgewinnen und -verlusten auf die Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Zum Bilanzstichtag bestehen steuerpflichtige temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 138), auf welche keine latenten Steuern passiviert worden sind.

5.8 Angaben zur Währungsumrechnung

Gemäß IAS 21.52 in Verbindung mit IAS 39.9 wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR -149 (Vorjahr: TEUR -2.412) erfolgsneutral im Übrigen Gesamtergebnis erfasst und im Übrigen Konzernergebnis der Periode angesammelt.

6. Sonstige Angaben

6.1 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen - verwässert und unverwässert - berechnet sich gemäß IAS 33 wie folgt:

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2017 2016
Durchschnittliche Aktienanzahl (in Tsd.) verwässert und unverwässert 12.920 12.734
Konzernergebnis der Aktionäre der SYZYGY AG (in TEUR) 4.989 4.982
Ergebnis je Aktie - verwässert und unverwässert (in EUR) 0,39 0,39

6.2 Kapitalflussrechnung

Bei der Aufstellung der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 wird der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode und der Cashflow aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt. Der operative Cashflow des Geschäftsjahres 2017 beträgt TEUR 4.778 gegenüber TEUR 5.930 im Vorjahr. Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer vertraglichen Restlaufzeit von weniger als 3 Monaten.

Während des aktuellen Geschäftsjahres hat der Konzern die folgenden nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten durchgeführt, die entsprechend ihren Niederschlag als Korrekturposten in der Kapitalflussrechnung finden:

Der Konzern hat Erträge in Höhe von TEUR 832 aus der Reduktion der Earn-Out-Verbindlichkeit im Rahmen des Erwerbs von Ars Thanea erzielt (Vorjahr: TEUR 1.011). Der Konzern hat Erträge in Höhe von TEUR 2.343 aus der Reduktion der Options-Verbindlichkeit zum Erwerb der ausstehenden Anteile von USEEDS erzielt (Vorjahr: TEUR 0).

Die Bewegung der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten kann wie folgt übergeleitet werden:

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^ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

TEUR
Finanzverbindlichkeiten

TEUR
Gesamt

TEUR
31.12.2016 0 6.879 6.879
Zahlungswirksame Veränderung Mittelzufluss 5.000 0 5.000
(Netto-) Neuaufnahem von finanziellen Verbindlichkeiten 5.000 0 5.000
Mittelabfluss -238 -180 -418
(Netto-) Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -238 -180 -418
(Netto-) Effekte aus Erstkonsolidierung 0 13.059 13.059
Nicht zahlungswirksame Veränderung Neubewertung Earn-Outs 0 -832 -832
Neubewertung Call Options 0 -2.343 -2.343
abzuführendes Ergebnis an vollkonsolidierten Gesellschaften 0 366 366
ausstehende Einlagen für Beteiligungen 0 160 160
31.12.2017 4.762 19.053 23.815
Gesamtveränderung 4.762 10.230 14.992

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Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

TEUR
Finanzverbindlichkeiten

TEUR
Gesamt

TEUR
31.12.2015 0 2.342 2.342
Zahlungswirksame Veränderung Mittelzufluss 0 0
(Netto-) Neuaufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 0 0
Mittelabfluss 0 0
(Netto-) Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten 0 0 0
(Netto-) Effekte aus Erstkonsolidierung 0 5.319 5.319
Nicht zahlungswirksame Veränderung Neubewertung Earn-Outs 0 -1.011 -1.011
Neubewertung Call Options 0 0 0
abzuführendes Ergebnis an vollkonsolidierten Gesellschaften 0 229 229
ausstehende Einlagen für Beteiligungen 0 0 0
31.12.2016 0 6.879 6.879
Gesamtveränderung 0 4.537 4.537

6.3 Risiko- und Kapitalmanagement

SYZYGY unterliegt hinsichtlich der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Risiken aus der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen sowie der Bonität von Wertpapieremittenten.

6.3.1 Währungsrisiken

SYZYGY erzielt rund ein Drittel der Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfunds, des US-Dollars und des Polnischen Zloty zum Euro können Wertpapiere und Verbindlichkeiten, denominiert in diesen Währungen, sowie Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss je nach Kursentwicklung gegenüber der Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Die Vermögenswerte und Schulden der operativen ausländischen Gesellschaften werden zum Stichtag jeweils in die Berichtswährung umgerechnet und unterliegen daher einem Translationsrisiko. Währungsrisiken werden derzeit im SYZYGY Konzern nicht mittels Kurssicherungsgeschäften abgesichert. Im operativen Bereich wickeln die Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Auch für diese Cashflows hat sich SYZYGY gegen eine Kursabsicherung entschieden, da Kosten und Nutzen solcher Cashflow-Hedges als nicht angemessen erscheinen und das Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns als unwesentlich zu betrachten ist.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag als repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Die meisten Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unmittelbar in Euro, der funktionalen Währung der SYZYGY AG, denominiert.

Die Earn-Out Verpflichtung an die Altgesellschafter der Ars Thanea ist dagegen (im Jahr 2019) in polnischen Zloty fällig. Das Währungsrisiko bei dieser Verbindlichkeit wurde weitgehend durch den Ankauf von ebenfalls in Zloty denominierten polnischen Staatsanleihen kompensiert. Bei einer Abwertung des polnischen Zloty von ca. 10 Prozent entstünde ein zusätzlicher Aufwand von TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 48).

SYZYGY hält als Teil des Portfolios auch Anleihen, die in US Dollar ausgegeben wurden. Sollte der US-Dollar gegenüber dem Euro 10 Prozent an Wert verlieren, so müsste SYZYGY beim Verkauf oder bei einer erneuten Marktbewertung dieser Anleihen Währungsverluste in Höhe von TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 454) tragen.

Schließlich erhält SYZYGY regelmäßig in ausländischer Währung Gewinnausschüttungen seiner ausländischen Teilbereiche, im Wesentlichen aus Großbritannien. Diese Ausschüttungen werden im Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung in Euro umgetauscht.

6.3.2 Zinsrisiken

SYZYGY unterliegt Zinsrisiken ausschließlich hinsichtlich der Wertpapiere, dagegen bestehen keine wesentlichen Finanzverbindlichkeiten, die ein Zinsrisiko verursachen können. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente waren zu Tagesgeldkonditionen variabel angelegt.

Sensitivitätsanalysen hinsichtlich der Zinsänderungen sind gemäß IFRS 7 darzustellen. Da bei SYZYGY Wertpapiere gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbar ("available-for-sale") klassifiziert werden, haben Zinsänderungen keine unmittelbare Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im übrigen Gesamtergebnis erfasst und im Eigenkapital unter dem Posten "Übriges Konzernergebnis" angesammelt.

Zum Bilanzstichtag waren EUR 9,0 Mio. (Vorjahr: EUR 15,6 Mio.) in einem Wertpapierportfolio angelegt, das eine Duration von rund 5,4 Jahren (Vorjahr: 7,3 Jahre) aufweist. Eine Zinsänderung um 100 Basispunkte hinsichtlich der Anlagen hätte dann eine Änderung des Zeitwertes des Portfolios um rund 5,4 Prozent (Vorjahr: 7,3%) zur Folge. Dies würde zu einer Veränderung des Zeitwertes um TEUR 484 (Vorjahr: TEUR 1.122) führen. Zinserhöhungen wirken sich hierbei negativ und Zinsrückgänge positiv auf die Wertentwicklung des Portfolios aus.

6.3.3 Bonitäts- und Ausfallrisiken, Risiko der Veränderung von Credit Spreads

SYZYGY ist aus dem operativen Geschäft und hinsichtlich der Wertpapieranlagen Bonitäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Bei den Wertpapieren reduziert SYZYGY Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB- (sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet, und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Grundsätzlich wird von einem Emittenten maximal eine Position von EUR 2,0 Mio. eingegangen. Alle Wertpapiere unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads, kombiniert mit der Restlaufzeit. Eine Ausweitung der Credit Spreads in einer Risikoklasse führt dann in Abhängigkeit zur Duration eines Wertpapiers zu einem entsprechenden Kursrückgang. Bei einer Duration des Wertpapierportfolios von 5,4 Jahren (Vorjahr: 7,3 Jahre) und einer Ausweitung der durchschnittlichen Credit Spreads um 100 Basispunkte würde der Wert des Portfolios um 5,4 Prozent (Vorjahr: 7,3%) sinken. Dies würde bei SYZYGY zu einer Veränderung des Zeitwertes um TEUR 484 (Vorjahr: TEUR 1.122) führen.

Im operativen Geschäft werden die Ausfallrisiken auf der Ebene der Gesellschaften fortlaufend dezentral überwacht. SYZYGY arbeitet überwiegend für Großkunden hervorragender Bonität und hat daher in der Regel keine Forderungsausfälle zu verzeichnen. Auch ist das Forderungsvolumen mit einzelnen Kunden nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.

6.3.4 Derivative Finanzinstrumente

Ebenso wie im Vorjahr setzte SYZYGY auch im Geschäftsjahr 2017 keine derivativen Finanzinstrumente zur Risikodiversifizierung und Portfoliostrukturierung ein.

6.3.5 Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement von SYZYGY verfolgt primär das Ziel, sowohl organisches als auch anorganisches Wachstum zu finanzieren sowie die Unternehmensfortführung in den operativen Gesellschaften sicherzustellen. Dabei strebt SYZYGY eine hohe Eigenkapitalquote an, da dies die Wettbewerbsfähigkeit eines Dienstleistungsunternehmens wie SYZYGY stärkt. Durch die Wirksamkeit des IFRS 16 ab 2019 und daraus resultierende Erhöhung der Bilanzsumme um circa 30 Millionen EUR, kann SYZYGY die alte Zielgröße von 60-80 Prozent nicht mehr erreichen.

Darüber hinaus ist es das mittelfristige Ziel des Kapitalmanagements, die Eigenkapitalrendite nachhaltig auf über 10 Prozent zu heben. Zur Zielerreichung strebt SYZYGY organisches und anorganisches Wachstum sowie eine Steigerung der Profitabilität an.

Die Kennzahlen zum Kapitalmanagement setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2017 2016
Eigenkapital laut Bilanz 55.933 49.785
Fremdkapital 48.645 31.076
Gesamtkapital 104.578 80.861
Eigenkapitalquote 53% 62%
Konzernergebnis der Periode 4.235 5.097
Eigenkapitalrendite 8% 10%

SYZYGY hat am Ende des Geschäftsjahres 2017 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lediglich in Höhe von TEUR 5.164 (Vorjahr: TEUR 0), so dass das Fremdkapital primär von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zukünftigen Verpflichtungen aus Unternehmenserwerben und Steuerverbindlichkeiten geprägt ist.

6.3.6 Liquiditätsrisiko

SYZYGY hat ein Liquiditäts-Management implementiert. Damit die finanzielle Flexibilität gewährleistet ist und jederzeit Zahlungsfähigkeit gesichert ist, hält SYZYGY eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und jederzeit liquidierbaren Wertpapieren vor.

6.4 Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse der Gruppe bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 546 (Vorjahr: TEUR 362) aus der Übernahme von Mietbürgschaften für die Mietflächen in Bad Homburg v. d. H., Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und München. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften hängt von der Fähigkeit der in den Mietflächen ansässigen Gesellschaften ab, ihre Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis und ihrem Geschäftsbetrieb bedienen zu können. Die Bürgschaft aus dem operativen Geschäftsverkehr gegenüber einem Kunden einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 175 besteht nicht mehr. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Tochtergesellschaften ihre Verträge nicht erfüllen könnten. SYZYGY hat zwei unbefristete Avalkredite in Höhe von TEUR 546 (Vorjahr: TEUR 537) bei zwei Kreditinstituten abgeschlossen, für die jährlich eine Provision in Höhe von 0,3 bzw. 0,5 Prozent berechnet wird. Als Sicherheit für einen Avalkredit dient ein Festgeld in Höhe des Avalkredits von TEUR 82. Im Vorjahr war dieser Avalkredit durch ein Wertpapierdepot von SYZYGY gesichert, das einen Buchwert in Höhe von TEUR 2.670 hatte.

6.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Konzerngesellschaften haben Miet- und Leasingverträge für verschiedene Büroräume und Fahrzeuge abgeschlossen. Die zukünftigen jährlichen finanziellen Verpflichtungen hieraus betragen mindestens:

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in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Innerhalb eines Jahres 3.329 2.224
1-5 Jahre 13.438 3.817
Mehr als 5 Jahre 14.444 2.288
Gesamt 31.211 8.329

Der gesamte Mietaufwand des Jahres 2017 belief sich auf TEUR 4.052 (Vorjahr: TEUR 3.095). Im Jahr 2017 wurden Erträge in Höhe von TEUR 139 aus Untervermietung erzielt (Vorjahr: TEUR 13). Für Leasingverpflichtungen wurden in 2017 TEUR 157 (Vorjahr: TEUR 143) aufgewendet.

6.6 Bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen

In der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die Bewertungsstufen sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1:

Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2:

Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3:

Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt auf Basis beobachtbarer Notierung der einzelnen Anleihen. Der Bewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten liegen Ergebnisprognosen der Tochtergesellschaft Ars Thanea sowie für USEEDS für den Earn-Out-Zeitraum zugrunde.

Die nachstehende Tabelle stellt weitere finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gruppe dar. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, da in allen Fällen der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Schulden, die regelmäßig zum Zeitwert bewertet werden:

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31.12.2017

in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Wertpapiere 8.964 - - 8.964
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 8.964 - - 8.964
bedingte Kaufpreisverpflichtung - - 17.109 17.109
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt - - 17.109 17.109

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31.12.2016

in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Wertpapiere 15.581 - - 15.581
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 15.581 - - 15.581
bedingte Kaufpreisverpflichtung - - 6.650 6.650
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt - - 6.650 6.650

Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bei denen der beizulegende Zeitwert aber anzugeben ist:

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2017 2016
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

in TEUR
Loans and Receivables Financial Liabilities at Amortized Costs Loans and Receivables Financial Liabilities at Amortized Costs
--- --- --- --- ---
Sonstige langfristige Vermögenswerte 219 - 625 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.017 - 6.571 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.279 - 18.525 -
Zinsforderungen in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten 47 - 358 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 7.754 - 7.434
Darlehen gegenüber Kreditinstituten - 5.164 - -
Gesamt 27.562 12.918 26.079 7.434

6.7 Aufstellung der Beteiligungen der SYZYGY AG

Die SYZYGY AG hält direkte oder indirekte Anteile an den folgenden Unternehmen:

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Anteil

%
Eigenkapital

TEUR
Jahresergebnis

TEUR
Ars Thanea S.A., Warschau, Polen 70 792 -111
Catbird Seat GmbH, München, Deutschland 51 668 414
diffferent GmbH, Berlin, Deutschland 70 2.825 -233
Hi-ReS! London Ltd., London, UK 100 0 499
SYZYGY Berlin GmbH, Berlin, Deutschland 99 -1.202 -2.262
SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. H., Deutschland2 100 130 -66
SYZYGY Digital Marketing Inc., New York City, USA 100 596 630
SYZYGY UK Ltd., London, UK1 100 1.912 33
Unique Digital Marketing Ltd., London, UK1 100 6.617 691
SYZYGY Media GmbH, Hamburg, Deutschland3 100 40 0
USEEDS° GmbH, Berlin, Deutschland 70 731 243

1 - Unique Digital Marketing Ltd. hält 100 Prozent der Anteile an SYZYGY UK Ltd., welche in Großbritannien operativ tätig ist. Daher besteht zur SYZYGY UK Ltd.. eine indirekte Beteiligung.

2 - Zwischen der SYZYGY Deutschland GmbH und der SYZYGY AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu Gunsten der SYZYGY AG.

3 - Zwischen der SYZYGY Media GmbH und der SYZYGY AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zu Gunsten der SYZYGY AG.

6.8 Honorar des Abschlussprüfers

Für Abschlussprüferleistungen bezogen auf den Konzernabschluss sowie den Jahresabschlusses des Mutterunternehmens berechnet die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft insgesamt ein Honorar inklusive Auslagen von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 112). Wie im Vorjahr sind keine anderen Bestätigungsleistungen oder Nichtprüfungsleistungen durch die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbracht worden.

6.9 Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Personen zählen die Organe der SYZYGY AG sowie Unternehmen, auf die SYZYGY einen wesentlichen Einfluss ausüben kann. Seit November 2015 ist die SYZYGY AG ein beherrschtes und vollkonsolidiertes Unternehmen der WPP plc., St. Helier, Jersey, nachdem die WPP Gruppe im Rahmen eines freiwilligen Übernahmeangebots ihre Anteile von knapp unter 30 Prozent auf über 50 Prozent an der SYZYGY AG erhöht hat. Daher sind alle Unternehmen der WPP Gruppe ebenfalls als nahestehende Person und Unternehmen zu qualifizieren.

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der SYZYGY AG und ihren Tochtergesellschaften, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Einzelheiten zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben. Grundsätzlich werden alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

2017 hat SYZYGY mit der WPP Gruppe für Kundenprojekte Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 617 (Vorjahr: TEUR 668) erzielt, davon waren Forderungen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 0) am Bilanzstichtag noch offen. Darüber hinaus nahm SYZYGY im Geschäftsjahr administrative und operative Leistungen des WPP Konzerns mit einem Wert von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 13) in Anspruch. Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2 waren am Bilanzstichtag noch offen.

In den Jahren 2017 und 2016 haben ansonsten mit Ausnahme der Bezüge an Vorstände sowie deren Transaktionen mit SYZYGY Aktien (siehe Abschnitt 6.12.1 und 6.13) und der Vergütung an den Aufsichtsrat sowie deren Transaktionen mit SYZYGY Aktien (siehe Abschnitt 6.12.2 und 6.13) keine Transaktionen mit nahestehenden Personen stattgefunden, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

6.10 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Die SYZYGY Deutschland GmbH und die SYZYGY Media GmbH machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

6.11 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe haben könnten.

6.12 Organe des Mutterunternehmens

6.12.1 Vorstand

Lars Lehne, Hamburg

Vorstandsvorsitzender

Geschäftsführung SYZYGY Deutschland GmbH

Geschäftsführung SYZYGY Berlin GmbH

Geschäftsführung Catbird Seat GmbH

Geschäftsführung diffferent GmbH

Direktor SYZYGY Digital Marketing Inc.

Andrew P. Stevens, London

Vorstand

bis 31. Dezember 2017

Director Unique Digital Marketing Ltd.

Director SYZYGY UK Ltd.

Director SYZYGY Digital Marketing Inc.

Aufsichtsrat Ars Thanea S.A.

Erwin Greiner, Bad Nauheim

Finanzvorstand Director SYZYGY UK Ltd.

Director Unique Digital Marketing Ltd.

Director Hi-ReS! London Ltd.

Director SYZYGY Digital Marketing Inc.

Aufsichtsrat Ars Thanea S.A.

Frank Ladner, Frankfurt am Main

Vorstand

ab 1. Januar 2018

Außerhalb der SYZYGY Gruppe waren die Vorstandsmitglieder 2017 in keinem Aufsichtsrat oder vergleichbarem Kontrollgremium Mitglied.

Die im Geschäftsjahr zugeflossenen Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Jahr 2017 auf TEUR 1.216 (Vorjahr: TEUR 1.297). Lars Lehne bezog ein Grundgehalt von TEUR 300, Nebenleistungen von TEUR 14 sowie ein variables Gehalt von TEUR 74. Andrew P. Stevens bezog ein Grundgehalt von TEUR 251, Nebenleistungen von TEUR 15 sowie ein variables Gehalt von TEUR 131. Erwin Greiner bezog ein Grundgehalt von TEUR 180, Nebenleistungen von TEUR 12 sowie ein variables Gehalt von TEUR 189.

Erwin Greiner hat in 2017 insgesamt 10.000 Optionen (Vorjahr: 26.000) ausgeübt und hält zum Bilanzstichtag ebenso wie die anderen Vorstandsmitglieder keine Optionen mehr.

Die im Geschäftsjahr 2016 zugeflossenen Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 1.302. Lars Lehne bezog ein Grundgehalt von TEUR 225, Nebenleistungen von TEUR 10 sowie ein variables Gehalt von TEUR 0. Andrew P. Stevens bezog ein Grundgehalt von TEUR 268, Nebenleistungen von TEUR 16 sowie ein variables Gehalt von TEUR 41. Erwin Greiner bezog ein Grundgehalt von TEUR 168, Nebenleistungen von TEUR 12 sowie ein variables Gehalt von TEUR 249. Marco Seiler ist am 31. August 2016 aus dem Unternehmen ausgeschieden und bezog in diesem Zeitraum ein Grundgehalt von TEUR 183, Nebenleistungen von TEUR 10 sowie ein variables Gehalt von TEUR 67. Aufgrund eines Wettbewerbsverbots bezog Marco Seiler zudem eine Karenzentschädigungszahlung in Höhe von TEUR 94.

Das variable Gehalt beinhaltet den Zufluss aus der Ausübung des Optionsprogrammes 2012 sowie des Phantom Stock Programm.

Ferner wurde ein Phantom Stock Programm in 2015 neu aufgelegt. Hierbei erhält der Berechtigte die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Gewährung und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks als Sonderzahlung. 40 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 1) können frühestens nach 2 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 3 Jahren, 60 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 2) können frühestens nach 3 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 4 Jahren. Die maximale Kurssteigerung ist bei der Tranche 1 auf 60 Prozent, und bei der Tranche 2 auf 90 Prozent begrenzt.

Andrew P. Stevens hielt zum 31. Dezember 2016 insgesamt 120.000 Phantom Stocks, davon hat er 48.000 im Geschäftsjahr 2017 ausgeübt, so dass zum Stichtag 72.000 Phantom Stocks ausstehend sind. Erwin Greiner hielt 75.000 Phantom Stocks, davon wurden 30.000 im Geschäftsjahr ausgeübt, so dass zum Stichtag 45.000 ausstehend sind. Der Ausübungspreis beträgt bei den Phantom Stocks von Andrew P. Stevens und Erwin Greiner jeweils EUR 9,00. Der Vorstandsvorsitzende Lars Lehne erhielt am 1. April 2016 insgesamt 240.000 Phantom Stocks mit einem Ausübungspreis von EUR 9,13, die noch vollständig ausstehend sind.

Tabellarisch stellen sich die im Geschäftsjahr gewährten Zuwendungen wie folgt dar:

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Lars Lehne, CEO
Gewährte Zuwendungen 2017

TEUR
2016

TEUR
2017 Minimum

TEUR
2017 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 300 225 300 300
Nebenleistungen 14 10 14 14
Summe 314 235 314 314
Einjährige variable Vergütung 99 74 0 99
Phantom Stock Programm 0 365 0 0
Summe 99 439 0 99
Versorgungsaufwand 21 16 21 21
Gesamtvergütung 434 690 335 434

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Andrew P. Stevens, COO
Gewährte Zuwendungen 2017

TEUR
2016

TEUR
2017 Minimum

TEUR
2017 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 251 268 251 251
Nebenleistungen 15 16 15 15
Summe 266 284 266 266
Einjährige variable Vergütung 38 40 0 225
Phantom Stock Programm 0 147 0 0
Summe 38 187 0 225
Versorgungsaufwand 13 13 13 13
Gesamtvergütung 317 484 279 504

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Erwin Greiner, CFO
Gewährte Zuwendungen 2017

TEUR
2016

TEUR
2017 Minimum

TEUR
2017 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 180 168 180 180
Nebenleistungen 12 12 12 12
Summe 192 180 192 192
Einjährige variable Vergütung 54 25 0 54
Phantom Stock Programm 0 77 0 0
Summe 54 102 0 54
Versorgungsaufwand 16 11 16 16
Gesamtvergütung 262 293 208 262

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Marco Seiler, CEO (Austritt: 31.08.2016)
Gewährte Zuwendungen 2017

TEUR
2016

TEUR
2017 Minimum

TEUR
2017 Maximum

TEUR
--- --- --- --- ---
Festvergütung 0 183 0 0
Nebenleistungen 0 10 0 0
Summe 0 193 0 0
Einjährige variable Vergütung 0 28 0 0
Phantom stock program 0 0 0 0
Summe 0 28 0 0
Versorgungsaufwand 0 8 0 0
Gesamtvergütung 0 229 0 0

6.12.2 Aufsichtsrat

Ralf Hering

Aufsichtsratsvorsitzender

verstorben am 16. Februar 2018

Principal Partner, Hering Schuppener

Unternehmensberatung für Kommunikation GmbH, Düsseldorf

Wilfried Beeck

Aufsichtsratsvorsitzender

ab 27. März 2018

CEO, ePages Software GmbH, Hamburg

Rupert Day

Aufsichtsrat

CEO, tenthavenue Ltd., London

Andrew Robertson Payne

Aufsichtsrat

ab 22. März 2018

Group Associates Controller, WPP 2005 Ltd., London

Die Aufsichtsräte erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017 eine fixe Vergütung von jeweils TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20), Im Vorjahr erhielten die Aufsichtsratsmitglieder zudem eine variable Vergütung in Höhe TEUR 5.

6.13 Wertpapiergeschäfte der Organe (Directors' Dealings)

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Vorstände: Aktien [Stückzahl] Lars Lehne Andrew P. Stevens Erwin Greiner Summe
Stand: 31.12.2016 10.000 0 0 10.000
Käufe 0 0 0 0
Verkäufe 0 0 0 0
Stand: 31.12.2017 10.000 0 0 10.000

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Vorstände: Phantom Stocks [Stückzahl] Lars Lehne Andrew P. Stevens Erwin Greiner Summe
Stand: 31.12.2016 240.000 120.000 75.000 435.000
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 -48.000 -30.000 -78.000
Stand: 31.12.2017 240.000 72.000 45.000 357.000

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Vorstände: Optionen [Stückzahl] Lars Lehne Andrew P. Stevens Erwin Greiner Summe
Stand: 31.12.2016 0 0 10.000 10.000
Käufe 0 0 0 0
Abgänge 0 0 -10.000 -10.000
Stand: 31.12.2017 0 0 0 0

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Vorstände: Aktien [Stückzahl] Lars Lehne Andrew P. Stevens Erwin Greiner Marco Seiler Summe
Stand: 31.12.2015 0 0 0 0 0
Käufe 10.000 0 0 0 10.000
Verkäufe 0 0 0 0 0
Stand: 31.12.2016 10.000 0 0 0 10.000

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Vorstände: Phantom Stocks Stückzahl Lars Lehne Andrew P. Stevens Erwin Greiner Summe
Stand: 31.12.2015 0 120.000 75.000 195.000
Zugänge 240.000 0 0 240.000
Abgänge 0 0 0 0
Stand: 31.12.2016 240.000 120.000 75.000 435.000

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Vorstände: Optionen [Stückzahl] Lars Lehne Andrew P. Stevens Erwin Greiner Marco Seiler Summe
Stand: 31.12.2015 0 0 36.000 0 36.000
Käufe 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 -26.000 0 -26.000
Stand: 31.12.2016 0 0 10.000 0 10.000

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Aufsichtsräte: Aktien [Stückzahl] Ralf Hering Wilfried Beeck Rupert Day Summe
Stand: 31.12.2016 0 10.000 0 10.000
Käufe 0 0 0 0
Verkäufe 0 0 0 0
Stand: 31.12.2017 0 10.000 0 10.000

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Aufsichtsrat: Aktien [Stückzahl] Ralf Hering Wilfried Beeck Rupert Day Michael Mädel Summe
Stand: 31.12.2015 0 0 0 0 0
Käufe 0 10.000 0 0 10.000
Verkäufe 0 0 0 0 0
Stand: 31.12.2016 0 10.000 0 0 10.000

Die Aufsichtsräte halten weder Optionen noch Phantom Stocks. Marco Seiler ist am 31. August 2016 aus dem Vorstand ausgeschieden. Michael Mädel ist nach der Hauptversammlung am 8. Juli 2016 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Rupert Day wurde am 8. Juli 2016 in den Aufsichtsrat gewählt.

6.14 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

In 2017 fanden keine Mitteilungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG statt.

6.15 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Die Entsprechungserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde am 18. Dezember 2017 abgegeben und den Aktionären über die Website der Gruppe (https://www.syzygy. net/germany/de/investor-relations/corporate-governance/2017) zugänglich gemacht.

6.16 Zeitpunkt und Freigabe der Veröffentlichung

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 27. März 2018 genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Bad Homburg v. d. H., den 27. März 2018

SYZYGY AG

Der Vorstand

Lars Lehne

Frank Ladner

Erwin Greiner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SYZYGY AG, Bad Homburg v. d. Höhe

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der SYZYGY AG, Bad Homburg v. d. Höhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SYZYGY AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben folgende Sachverhalte als besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:

1. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

2. Bilanzielle Abbildung von Unternehmenserwerben

1. Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte

Sachverhalt

Im Konzernabschluss der SYZYGY AG werden unter dem Bilanzposten "Langfristige Vermögenswerte" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 58,2 Mio. ausgewiesen, die 55,6% der Konzernbilanzsumme ausmachen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet.

Zahlungsmittelgenerierende Einheiten mit Geschäfts- oder Firmenwerten werden mindestens einmal jährlich sowie ergänzend bei Anhaltspunkten für eine Wertminderung von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest (sog. Impairment Test) unterzogen. Die Bewertung erfolgt dabei mittels eines Bewertungsmodells nach dem sog. Discounted-Cash-Flow-Verfahren. Liegt der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit über dem erzielbaren Betrag, wird in Höhe des Unterschiedsbetrags eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und erfordert zahlreiche Schätzungen und Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter, vor allem hinsichtlich der Höhe der zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse, der Wachstumsrate für die Prognose der über den Detailplanungszeitraum hinausgehenden Cashflows und des zu verwendenden Diskontierungszinssatzes. Aufgrund der betragsmäßigen Bedeutung der Geschäfts- oder Firmenwerte für den Konzernabschluss der SYZYGY AG und den mit der Bewertung verbundenen erheblichen Unsicherheiten liegt ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt vor.

Die Angaben der SYZYGY AG zu Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den Abschnitten 2.1 und 3.1 sowie 3.2 auf den Seiten 21 bis 22 und 29 bis 36 des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und ermessensbehafteten Parameter sowie der Berechnungsmethode der Werthaltigkeitstests unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Dafür haben wir zunächst ein Verständnis der Planungssystematik und des Planungsprozesses sowie der wesentlichen von den gesetzlichen Vertretern in der Planung getroffenen Annahmen erlangt. Die Prognose der zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse im Detailplanungszeitraum haben wir mit der von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Unternehmensplanung abgestimmt und uns anhand einer Analyse von Plan-Ist-Abweichungen in der Vergangenheit sowie im Geschäftsjahr 2017 von der Planungstreue der Gesellschaft überzeugt. Wir haben die der Planung zugrunde liegenden Annahmen und die bei der Prognose unterstellten Wachstumsraten durch Abgleich mit vergangenen Entwicklungen und unter Berücksichtigung der aktuellen branchenspezifischen Markterwartungen sowie der unternehmensspezifischen Situation nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die verwendeten Diskontierungszinssätze anhand der durchschnittlichen Kapitalkosten einer Peer Group kritisch hinterfragt.

Unsere Prüfung umfasste auch die von der SYZYGY AG vorgenommenen Sensitivitätsanalysen. Hinsichtlich der Auswirkungen möglicher Veränderungen der Kapitalkosten und der unterstellten Wachstumsraten haben wir zusätzlich eigene Sensitivitätsanalysen vorgenommen.

2. Bilanzielle Abbildung von Unternehmenserwerben

Sachverhalt

Im Geschäftsjahr 2017 hat die Gesellschaft mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 25. September 2017 70% der Geschäftsanteile an der diffferent GmbH mit Sitz in Berlin erworben. Für die verbleibenden 30% der Geschäftsanteile wurden erstmals im Jahr 2022 ausübbare, gegenseitige Call- und Put-Optionen vereinbart, bei denen sich der Ausübungspreis nach der zukünftigen Ertragslage der diffferent GmbH, Berlin, berechnet.

Des Weiteren hat die Gesellschaft mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 1. Juni 2017 51% der Geschäftsanteile an der Catbird Seat GmbH mit Sitz in München erworben. Weitere 19% der Geschäftsanteile an der Catbird Seat GmbH sind mit einem im März 2020 abzuschließenden Geschäftsanteilskauf- und Übertragungsvertrag an die SYZYGY AG zu verkaufen und zu übertragen. Für die verbleibenden 30% der Geschäftsanteile wurden gegenseitige Call- und Put-Optionen vereinbart, die erstmals im Jahr 2023 ausgeübt werden können. Die Kaufpreise für die 19% bzw. 30% der Geschäftsanteile an der Catbird Seat GmbH sind nach vertraglich festgelegten Formeln zu ermitteln, die jeweils abhängig von der zukünftigen Ertragslage der Catbird Seat GmbH sind.

In beiden Fällen erfolgte aufgrund der vereinbarten Call- und Put-Optionen jeweils eine Vollkonsolidierung der erworbenen Unternehmen ohne den Ausweis von nicht beherrschenden Anteilen. Die Kaufpreisbestandteile für die Unternehmenserwerbe, die in bar sowie durch Ausgabe und Übertragung neuer Aktien beglichen wurden, betrugen EUR 15,0 Mio. Dazu kommen die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewerteten bedingten Kaufpreiszahlungen für die Ausübung der Call- bzw. Put-Optionen in Höhe von EUR 12,7 Mio., die zum Bilanzstichtag als Teil der Anschaffungskosten berücksichtigt und korrespondierend als finanzielle Verbindlichkeiten passiviert wurden.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert am Tag des Erwerbs angesetzt. Unter Berücksichtigung eines der SYZYGY AG zuzurechnenden erworbenen Nettovermögens von EUR 2,8 Mio. sowie aktivierter sonstiger immaterieller Vermögenswerte in Höhe von EUR 0,8 Mio. nach latenten Steuern ergaben sich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte von EUR 24,1 Mio.

Aufgrund der insgesamt wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen der Unternehmenserwerbe auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des SYZYGY-Konzerns und der Komplexität der bilanziellen Beurteilung der Call- und Put-Optionen sowie der Ermessensspielräume bei der Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden stellten diese Unternehmenserwerbe im Rahmen unserer Prüfung besonders wichtige Prüfungssachverhalte dar.

Die Angaben der SYZYGY AG zu den Unternehmenserwerben sind in dem Abschnitt 1.3 auf den Seiten 6 bis 9 des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion

Im Rahmen unserer Prüfung der bilanziellen Abbildung der Unternehmenserwerbe haben wir zunächst die jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen der Unternehmenserwerbe eingesehen und nachvollzogen. Wir haben beurteilt, ob der Zeitpunkt des Erwerbs im vorliegenden Konzernabschluss zutreffend berücksichtigt worden ist.

Sodann haben wir die Auswirkungen der Vereinbarung der Call- und Put-Optionen in Hinblick auf den Ausweis nicht beherrschender Anteile sowie die Bilanzierung der damit im Zusammenhang stehenden bedingten Kaufpreiszahlungen beurteilt. Bei der Beurteilung der Bewertung dieser in der Zukunft liegenden bedingten Zahlungen als Teil der Anschaffungskosten haben wir ein Verständnis der Systematik und des Prozesses der diesen Zahlungen zugrunde liegenden Planungsrechnungen erlangt und die getroffenen Annahmen einschließlich der erwarteten Wachstumsraten hinsichtlich ihrer Plausibilität unter Berücksichtigung branchenspezifischer Markterwartungen nachvollzogen. Die verwendeten Diskontierungssätze haben wir mit den verfügbaren Marktdaten abgestimmt.

Ferner haben wir für die genannten Unternehmenserwerbe die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beurteilt. Soweit dabei angesetzte beizulegende Zeitwerte auf der Basis von Bewertungsmodellen ermittelt wurden, haben wir die Angemessenheit und zutreffende Anwendung der Modelle, die Plausibilität der dabei vorgenommenen Annahmen über die zugrunde gelegten Parameter, insbesondere über zukünftige Zahlungsströme, Zinssätze und Wachstumsraten gewürdigt. Des Weiteren haben wir die Allokation von Geschäfts- und Firmenwerten auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten geprüft.

Darüber hinaus haben wir die Vollständigkeit und Richtigkeit der nach IFRS 3 geforderten Anhangangaben nachvollzogen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den in Abschnitt 11. des Konzernlageberichts erhaltenen Verweis auf die gesondert veröffentlichte nichtfinanzielle Konzernerklärung,
den in Abschnitt 10. des Konzernlageberichts enthaltenen Verweis auf die gesondert veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung,
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 30. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2004 als Konzernabschlussprüfer der SYZYGY AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Alexander Gebhardt.

Frankfurt am Main, 27. März 2018

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Wendt, Wirtschaftsprüfer

gez. Gebhardt, Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender 2018

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Zwischenbericht zum 31. März 04.05. Jahreshauptversammlung, Frankfurt 15.06. Zwischenbericht zum 30. Juni 03.08.
Zwischenbericht zum 30. September 02.11. Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt 26.-28.11. MKK - Münchner Kapitalmarkt-Konferenz 11.-12.12.

Bei allen Terminen Änderungen vorbehalten.

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VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATES: WILFRIED BEECK

VORSTAND: LARS LEHNE, ERWIN GREINER, FRANK LADNER

TEXTIREDAKTION: SYZYGY AG

DESIGN: OLIVER NICOLAY

DRUCK: JD DRUCK

FOTOGRAFIE: SYZYGY, SHUTTERSTOCK, WIKIMEDIA COMMONS

ILLUSTRATIONEN: CHRISTOPH NIEMANN

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