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Syzygy AG

Annual Report (ESEF) Apr 12, 2024

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Report 391200XUREIZNGEH1A972023-01-012023-12-31391200XUREIZNGEH1A972023-12-31iso4217:EUR391200XUREIZNGEH1A972022-12-31391200XUREIZNGEH1A972021-12-31391200XUREIZNGEH1A972022-01-012022-12-31iso4217:EURxbrli:shares391200XUREIZNGEH1A972021-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember391200XUREIZNGEH1A972021-12-31ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember391200XUREIZNGEH1A972021-12-31ifrs-full:RetainedEarningsMember391200XUREIZNGEH1A972021-12-31ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember391200XUREIZNGEH1A972021-12-31ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember391200XUREIZNGEH1A972021-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember391200XUREIZNGEH1A972021-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember391200XUREIZNGEH1A972022-01-012022-12-31ifrs-full:RetainedEarningsMember391200XUREIZNGEH1A972022-01-012022-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember391200XUREIZNGEH1A972022-01-012022-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember391200XUREIZNGEH1A972022-01-012022-12-31ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember391200XUREIZNGEH1A972022-01-012022-12-31ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember391200XUREIZNGEH1A972022-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember391200XUREIZNGEH1A972022-12-31ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember391200XUREIZNGEH1A972022-12-31ifrs-full:RetainedEarningsMember391200XUREIZNGEH1A972022-12-31ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember391200XUREIZNGEH1A972022-12-31ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember391200XUREIZNGEH1A972022-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember391200XUREIZNGEH1A972022-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember391200XUREIZNGEH1A972023-01-012023-12-31ifrs-full:RetainedEarningsMember391200XUREIZNGEH1A972023-01-012023-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember391200XUREIZNGEH1A972023-01-012023-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember391200XUREIZNGEH1A972023-01-012023-12-31ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember391200XUREIZNGEH1A972023-01-012023-12-31ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember391200XUREIZNGEH1A972023-01-012023-12-31ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember391200XUREIZNGEH1A972023-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember391200XUREIZNGEH1A972023-12-31ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember391200XUREIZNGEH1A972023-12-31ifrs-full:RetainedEarningsMember391200XUREIZNGEH1A972023-12-31ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember391200XUREIZNGEH1A972023-12-31ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember391200XUREIZNGEH1A972023-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember391200XUREIZNGEH1A972023-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember Syzygy AG, Bad Homburg v. d. Höhe Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 1. Allgemeines Im folgenden Konzernlagebericht wird die Lage des SYZYGY Konzerns (im Folgenden „SYZYGY“, „Konzern“ oder „SYZYGY GROUP“) dargestellt. Darin wird die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SYZYGY GROUP im Geschäftsjahr 2023 aufgezeigt und auf die voraussichtliche zukünftige Entwicklung des Geschäftes sowie die wesentlichen Risiken und Chancen eingegangen. Der dem Konzernlagebericht zugrunde liegende Konzernabschluss wurde nach § 315 HGB i. V. m. § 315e Abs. 1 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Des Weiteren ist die Syzygy AG seit November 2015 ein aufgrund von Beherrschung vollkonsolidiertes Unternehmen der WPP plc., St. Helier, Jersey. 2. Grundlagen des Konzerns 2.1 Geschäftstätigkeit und Struktur Die SYZYGY GROUP ist einer der führenden Beratungs- und Umsetzungspartner für Digitalisierung, Transformation und Strategie in Marketing und Vertrieb und gehört zu den Top-Agenturen im jährlichen Internetagentur-Ranking des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. (2023: Platz 15). Die SYZYGY GROUP kreiert, orchestriert und gestaltet digitale Erlebnisse und Produkte, die einen Unterschied machen - für Marken, Unternehmen und Menschen. Mit ihren Geschäftsfeldern bietet SYZYGY alle Services an, die ihren Kunden erfolgreiche Projekte ermöglichen. Dazu gehören Dienstleistungen rund um Beratung, Design und Technologie zur Gestaltung und Schaffung von Erlebnis- und Erfahrungswelten für Menschen und Marken in digitalen Medien. Die 1995 gegründete SYZYGY GROUP beschäftigt wie im Vorjahr rund 600 Mitarbeitende sowie rund 50 freie Mitarbeitende in vier Ländern. Sie ist mit Niederlassungen in Bad Homburg v. d. Höhe, Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, London, New York und Warschau vertreten. Zur SYZYGY GROUP gehören neben der Syzygy AG als Holding sieben Tochtergesellschaften: • Ars Thanea S.A. • diffferent GmbH • syzygy Deutschland GmbH • SYZYGY Digital Marketing Inc. • Syzygy Performance Marketing GmbH • SYZYGY UK Ltd. • Unique Digital Marketing Ltd. Zu den Kunden zählen renommierte Marken wie Audi, Beiersdorf, BMW, Bosch, Condor, Continental, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Hilti, Kyocera, Lufthansa Group, Mazda, Mercedes-Benz, Miles & More, O2, PayPal, Porsche, Sennheiser, Techniker Krankenkasse und Volkswagen. 2.2 Konzernsteuerung Die Organisationsstruktur der SYZYGY GROUP ist dezentral, wobei die Syzygy AG als Management Holding die Tochtergesellschaften anhand von Finanz- und Unternehmenszielen (management by objectives) führt. Die Geschäftsführungen der einzelnen Gesellschaften operieren im Rahmen ihrer Zielvorgaben und Budgets weitgehend selbstständig. Zur Steuerung und Überwachung des Konzerns besteht ein Controlling- und Berichtssystem, das auf monatlicher Basis die Finanzzahlen den Plan- und Vorjahreswerten gegenüberstellt, Leistungsindikatoren zu Mitarbeitenden und Kunden analysiert und die wesentlichen Chancen und Risiken abbildet. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der SYZYGY-Konzern gesteuert wird, sind Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis. Das operative Ergebnis ist das EBIT vor Firmenwertabschreibungen. Im Geschäftsjahr 2023 und 2022 sind in erheblichem Umfang Abschreibungen auf Firmenwerte angefallen, die separat ausgewiesen werden, um den operativen Geschäftsverlauf des Konzerns transparenter darzustellen. Entsprechend wurde der finanzielle Leistungsindikator EBIT auf das operative Ergebnis geändert. 3. Wirtschaftsbericht 3.1 Allgemeine Wirtschaftsentwicklung Trotz widriger Umstände - Kriege, steigende Inflation und der stärkste Zinsanstieg seit 40 Jahren - hat die Weltwirtschaft 2023 keinen signifikanten Abschwung erlebt. Das Wachstum hat sich lediglich verlangsamt. Die Erholung der Weltwirtschaft nach der COVID-19-Pandemie und der russischen Invasion in der Ukraine verläuft langsam und uneinheitlich. Trotz der anfänglichen wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit zu Beginn des Jahres, mit einer leichten Erholung der Konjunktur und Fortschritten bei der Senkung der Inflation von den Höchstständen des letzten Jahres, liegt die wirtschaftliche Aktivität immer noch unter dem Niveau vor der Pandemie. Mehrere Faktoren bremsen die Erholung. Einige spiegeln die langfristigen Auswirkungen der Pandemie, des Krieges in der Ukraine und der zunehmenden geoökonomischen Fragmentierung wider. Andere sind zyklischer Natur, darunter die Auswirkungen der zur Inflationsbekämpfung notwendigen Straffung der Geldpolitik, die Rücknahme der fiskalischen Unterstützung bei hoher Verschuldung und extreme Wetterereignisse. Laut dem World Economic Outlook (WEO) des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird sich das globale Wachstum bis 2023 auf 3,1 Prozent verlangsamen. Die Gesamtinflation verlangsamt sich weiter auf 6,8 Prozent im Jahr 2023 (Vorjahr: 9,2 Prozent). Laut dem World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF), stieg das BIP im Euroraum um 0,5 Prozent und in der Europäischen Union um 0,6 Prozent.12 Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 in Deutschland um -0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung auf -0,1 %. 2023 stagnierte die Wirtschaft in einem weiterhin von Krisen geprägten Umfeld. Das anhaltend hohe Preisniveau auf allen Wirtschaftsstufen wirkte sich dämpfend auf die Konjunktur aus. Erschwerend kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund gestiegener Zinsen und eine schwächere Nachfrage aus dem In- und Ausland hinzu. Auch im Jahr 2023 bleibt die Inflationsrate mit 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent) laut ifo-Institut auf hohem Niveau.34 Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin startete im Januar 2023 mit 95,4 Punkten und lag im April mit 101,5 Punkten erstmals wieder über der 100-Punkte-Marke. Danach rutschte es bis zum Jahresende deutlich darunter und bewegte sich in einem Korridor von 85,3 - 91 Punkten. Ein Wert unter 100 Punkten bedeutet ein unterdurchschnittliches wirtschaftliches Wachstum. Die Kaufkraftverluste durch die hohe Inflation in den Jahren 2022 und 2023 belasten weiterhin die privaten Haushalte und damit den für die deutsche Wirtschaft wichtigen Konsum.5 Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wird die Wirtschaftsleistung im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 Mio. Erwerbstätigen erbracht und erreichte damit einen neuen historischen Höchststand. Die Arbeitslosenquote in Deutschland wird nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Jahresdurchschnitt 2023 bei rund 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent) liegen.67 Der IWF geht davon aus, dass das britische BIP bis 2023 um 0,5 Prozent wachsen wird. Die langsame Erholung zeigt, dass die britische Wirtschaft immer noch unter dem Inflationsanstieg des letzten Jahres und den hohen Zinssätzen leidet, die die Bank of England mit 14 Zinserhöhungen in Folge festgelegt hat. Die jährliche Inflationsrate liegt bei 7,3 Prozent.8 Besser als erwartet entwickelte sich die Konjunktur in den USA, wo sowohl der private Konsum als auch die Anlageinvestitionen deutlich zulegten. Das diesjährige Wachstum der USA sieht die OECD und der IWF nun bei 2,5 Prozent.9 Das polnische BIP-Wachstum lag mit 0,3 Prozent im Jahr 2023 nahe am Durchschnitt der 27 EU-Länder, der von der Europäischen Kommission auf 0,6 Prozent geschätzt wird. Die durchschnittliche Inflationsrate in Polen lag 2023 bei 11,6 % (laut dem Bericht "Economic Review PEI: Winter 2023", herausgegeben vom Polnischen Wirtschaftsinstitut).10 3.2 Entwicklung des Marktes für Digital Experience in Deutschland Im Jahr 2023 haben der Trend zur Digitalisierung und der anhaltende Transformationsdruck immer mehr Unternehmen dazu veranlasst, ihre Geschäftsmodelle zu digitalisieren. Zudem führen veränderte Kundenbedürfnisse zur Entwicklung von Wettbewerbsvorteilen, was wiederum die Ausgaben für Digital- und IT-Projekte erhöht und die Nachfrage nach externen Dienstleistern fördert. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben der Unternehmen, getrieben durch die veränderten Kundenbedürfnisse und den zunehmenden Wettbewerb. Dieser positive Trend wurde jedoch durch steigende Honorare aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels und der Inflation gebremst, was zu Preiserhöhungen seitens der Unternehmen führte. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten wie Rezession und Inflation blicken die Anbieter von Digital Experience Services in der Lünendonk-Studie 2023 optimistisch in die Zukunft. Die aktuellen Nachholeffekte bei der digitalen Transformation und die verstärkte Fokussierung auf Customer Centricity lassen sie trotz der Herausforderungen positiv in die Zukunft blicken. Für 2023 wird ein konjunkturbedingt verlangsamtes Wachstum von 12,5 Prozent erwartet.11 Die Studie zeigt, dass die DX-Dienstleister im Geschäftsjahr 2023 eine besonders hohe Nachfrage nach Plattform- und Anwendungsentwicklung verzeichnen. Auch Data & Technology Consulting wird mit 88 Prozent als sehr relevant angegeben. CX Consulting (85 Prozent) und Business Consulting (81%) sind im laufenden Jahr ebenfalls stark im Fokus, wenngleich die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. Der Betrieb von Web-Portalen und Plattformen sowie Business Model Execution haben leicht an Relevanz verloren (78% bzw. leichter Rückgang). Usability Services sind mit 75 Prozent stabil, während sich die Nachfrage nach Marketing Consulting (66%) und Advertising & Performance Services (57%) kaum verändert hat. Media Services und Visual Services bleiben Nischenthemen, wobei der Umsatzanteil der Visual Services im Vergleich zu 2022 stark zurückgeht. Communication & Content Services gewinnen aufgrund der Zunahme digitaler Marketing- und Vertriebskampagnen sowie des Digital Commerce stark an Bedeutung. 3.3 Entwicklung des Werbemarktes Die Aussagekraft von Werbemarktstatistiken als Vergleichsindikator für die Entwicklung der SYZYGY GROUP ist begrenzt. Zum einen sind die Ergebnisse aufgrund unterschiedlicher, oft nicht nachvollziehbarer Erhebungsmethoden kaum vergleichbar und teilweise sogar widersprüchlich, zum anderen lassen Bruttowerbedaten keine Rückschlüsse auf die tatsächlich erfolgten Geldflüsse zu, da sie auf Basis von Listenpreisen ermittelt werden und somit Rabatte und Sonderkonditionen unberücksichtigt bleiben. Darüber hinaus generiert die SYZYGY GROUP nur einen Teil ihrer Umsätze mit der in der Statistik erfassten digitalen Werbung, wie z.B. der Schaltung von Bannern und Video-Ads, Suchmaschinenmarketing und -optimierung oder Affiliate-Programmen. Budgets, die beispielsweise für die kreative und technologische Entwicklung von Markenplattformen, Business-Applikationen oder Mobile Apps zur Verfügung stehen, werden von den Erhebungen hingegen nicht erfasst. Insofern geben Veränderungen der reinen Mediabudgets zwar Hinweise auf generelle Verschiebungen in der Mediastrategie der Werbetreibenden, können aber nicht direkt auf alle Entwicklungen in der vielschichtigen Digitalbranche übertragen werden. Im Jahr 2023 befindet sich die Welt weiterhin im Krisenmodus, geprägt von Kriegen, Inflation und makroökonomischen Ungleichgewichten. Angesichts dieser globalen Entwicklungen haben sich die Marketingaktivitäten und Werbeausgaben in den meisten Märkten entsprechend angepasst. So wird der globale Werbemarkt nach den Ergebnissen des „This Year Next Year Report 2023“ von GroupM weiterhin ein jährliches Wachstum von 5,8 Prozent verzeichnen. Laut Dentsu World Advertising Spending Report wird der globale Werbemarkt im Jahr 2023 um 2,7 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 719,8 Milliarden US-Dollar wachsen. Mit einem Anteil von 57,7 Prozent an den weltweiten Werbeausgaben (415,5 Mrd. USD) bleibt Digital auch 2023 das führende Medium mit einer Wachstumsrate von 6,3 Prozent. In Bezug auf die digitalen Medien berichtet Magna, dass die Stichwortsuche im Jahr 2023 weiterhin beliebt ist und fast 300 Milliarden US-Dollar an Werbeausgaben weltweit generiert. Soziale Medien, angeführt von Meta und TikTok, werden um 15,2 Prozent auf 182 Milliarden US-Dollar wachsen. Kurzvideo-Plattformen wie YouTube und Twitch wuchsen um 9 Prozent auf 70 Mrd. USD.121314 Der deutsche Werbemarkt wird 2023 voraussichtlich mit einem Minus von rund 1,5 Prozent abschließen. Davon gehen zumindest die Expert:innen der Agenturgruppe JOM aus. Dentsu hingegen sieht für das laufende Jahr noch ein leichtes Wachstum von 0,6 Prozent und nach Angaben des Werbe- und Marktforschungsinstituts Nielsen haben Unternehmen in Deutschland 33,8 Milliarden Euro brutto in Werbung investiert. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen diese Bruttowerbeausgaben um rund 100 Millionen Euro, was einem minimalen Wachstum von 0,3 Prozent entspricht. Für das Gesamtjahr weist Nielsen für Online ein Plus von 3,8 Prozent aus.1516 Der WARC Expenditure Report zeigt, dass die Werbeausgaben in Großbritannien im dritten Quartal 2023 um 15,9 Prozent gestiegen sind. Dieser Anstieg ist vor allem auf das starke Wachstum der Online-Werbung zurückzuführen. Für das Gesamtjahr 2023 wird nun ein Wachstum des britischen Werbemarktes von 6,4 Prozent erwartet. Im dritten Quartal übertrafen die Ausgaben für Suchmaschinenwerbung und Online-Display-Werbung (einschließlich Social Media) trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Marktbedingungen die Erwartungen. Die Suche verzeichnete mit einem Plus von 23,7 Prozent das stärkste Wachstum seit 18 Monaten, während die Online-Display-Werbung mit einem Plus von 24,8 Prozent ebenfalls das stärkste Wachstum in diesem Zeitraum verzeichnete. Im Vergleich dazu lag das Online-Wachstum in Frankreich bei rund 5 Prozent im Quartal, während es in Großbritannien mit 22,3 Prozent 4,6 Mal so hoch war. Die Ausgaben der Online-Händler für Online-Werbung auf dem britischen Markt stiegen im dritten Quartal um 156 Prozent, was auf den verstärkten Wettbewerb um die Budgets der Haushalte zurückzuführen ist.17 Die Vereinigten Staaten sind der größte Werbemarkt. Für 2023 prognostiziert Magna ein Wachstum von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 338 Milliarden US-Dollar. Bei nicht-zyklischen Ereignissen (Wahlen, globale Sportereignisse) stiegen die Werbeeinnahmen in den USA gegenüber 2022 um 5,4 Prozent. Die Prognose für die Werbeausgaben für den US-amerikanischen Markt hat dentsu von 5,4 Prozent auf 5,8 Prozent nach oben korrigiert. Das Wachstum der Werbeausgaben im Jahr 2023 kommt aus den digitalen Medien: Social Media mit 14 Prozent und Suche/Commerce mit 10 Prozent. Der polnische Werbemarkt ist im Jahr 2023 um 6,6 Prozent gewachsen. Das Wachstum der Online-Werbeausgaben beschleunigte sich deutlich und stieg um 8,1 Prozent - getrieben von Social Media (+9,6 Prozent), Suchmaschinen (+8,6 Prozent) und Videoformaten (+8,5 Prozent), berichtet MAGNA (IPG Mediabrands) in der Ausgabe ihres Global Ad Forecasts Reports.18 Insgesamt bewegte sich die SYZYGY GROUP in einem positiven Marktumfeld, auch wenn die Rahmenbedingungen sich verändern bzw. von Unsicherheit geprägt sind. Die Pandemie und die daraus resultierenden Veränderungen haben den Beratungsbedarf für die digitale Transformation in Marketing und Vertrieb weiter forciert. Die digitalen Medien gehörten in den letzten Jahren zu den Gewinnern im Werbemarkt und behaupten sich gerade in Krisenzeiten als starkes Medium. Der Trend zu steigenden Budgets für digitale Werbung hält an. Die digitalen Medien bestätigen, dass die durch die Pandemie beschleunigte Digitalisierung zur Lösung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen beiträgt. 3.4 Mitarbeitende Der Personalbestand der SYZYGY GROUP ist während der Berichtsperiode zurückgegangen: Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte der Konzern 589 Festangestellte, das sind 15 Beschäftigte oder 2 Prozent weniger als am Stichtag des Vorjahres. Die Zahl der Freien Mitarbeitenden verringerte sich von 47 (im Vorjahr) auf 46 Personen im Berichtsjahr. 478 Beschäftigte bzw. 81 Prozent (Vorjahr: 462 Beschäftigte) gemessen am gesamten Personalbestand zum Stichtag waren in den vier deutschen Gesellschaften tätig sowie 39 Personen bzw. 7 Prozent (Vorjahr: 55 Personen) in den britischen Agenturen. Für Ars Thanea arbeiteten zum Jahresende 68 Personen bzw. 12 Prozent (Vorjahr: 79 Personen), die Zahl der Beschäftigten der SYZYGY Digital Marketing in New York verringerte sich auf 4 Mitarbeitende (Vorjahr: 8 Mitarbeitende). In der Betrachtung der Belegschaft nach Funktionen gab es in der Berichtsperiode nur leichte Veränderungen. Der Bereich der Technologie nahm um 2 Prozentpunkte auf einen Anteil von 21 Prozent zu, während der Anteil des Projektmanagements mit 16 Prozent konstant war. Rückläufig waren der Anteil der Mitarbeitenden im Performance Marketing um 2 Prozentpunkte und der Strategieberatung um einen Prozentpunkt. Der Anteil der Mitarbeitenden in der Kreation blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant, während in der Verwaltung ein Anstieg um einen Prozentpunkt verzeichnet wurde. Im Jahresdurchschnitt waren 615 Beschäftigte (Vorjahr: 577) für die SYZYGY GROUP tätig. Unter Berücksichtigung von durchschnittlich 43 freien Mitarbeitenden (Vorjahr: 50) ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Pro-Kopf-Umsatz von rund TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 113). 3.5 Geschäftsverlauf Im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 hat die SYZYGY GROUP prognostiziert, dass sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 um rund 6-8 Prozent erhöhen, bei einer Profitabilität definiert als EBIT-Marge (Quotient aus EBIT und Umsatzerlösen) von 9-10 Prozent. Dies entspricht einem EBIT der SYZYGY GROUP zwischen EUR 6,8 bis EUR 7,6 Mio. Mögliche Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte sind in der prognostizierten EBIT-Größe nicht enthalten und werden nicht erwartet. Mit Konzernumsatzerlösen von EUR 71,7 Mio. (Steigerung um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr) wurde die Umsatzprognose verfehlt. Im Segment Deutschland, auf das 81 Prozent der Gesamtumsätze entfallen, konnte ein Umsatzzuwachs von 4 Prozent verzeichnet werden. Die internationalen Segmente weisen unterschiedliche Entwicklungen auf. Das Segment UK / US hat aufgrund eines schwierigen ökonomischen Umfelds signifikante Budget-Kürzungen erfahren und weist zum Jahresende einen Umsatzrückgang um 16 Prozent auf EUR 8,4 Mio. aus. Demgegenüber konnte die polnische Gesellschaft ein Wachstum von 3 Prozent realisieren. In Deutschland hat sich das Kerngeschäft im Bereich der digitalen Experience sehr gut entwickelt, während der Bereich Beratung und Transformation das Wachstum gehemmt hatte. Der Rückgang der Erlöse in UK / US war bedingt durch eine Investitionszurückhaltung und Budgetkürzungen bei mehreren Großkunden in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld sowie einer unter den Erwartungen gebliebenen Neugeschäftsentwicklung. Ebenso hat sich die polnische Gesellschaft schwächer als erwartet entwickelt, primär auf Grund eines schwächeren wirtschaftlichen Umfelds und einigen Budgetkürzungen bei Kunden. Das operative Ergebnis war gegenüber dem Vorjahr rückläufig auf EUR 4,1 Mio. (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.), so dass die operative Ergebnis-Marge mit 6 Prozent ebenso niedriger ausfiel. Ferner wurden Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 4,7 Mio. vorgenommen, da die Geschäftsentwicklung bei der diffferent GmbH zu einer Anpassung des Geschäftsplans und entsprechend zu einer Abwertung führte. Das EBIT beträgt daher EUR -0,7 Mio. (Vorjahr: EUR -5,2 Mio.). Die Prognose über die Profitabilität der SYZYGY GROUP mit angestrebten 9-10 Prozent wurde damit nicht erreicht. Das Ergebnis je Aktie von EUR -0,22 ist durch den Effekt der Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte negativ. Auf die Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen hierbei rund EUR 0,35 je Aktie, so dass sich rechnerisch aus der operativen Tätigkeit ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,13 (Vorjahr: EUR 0,29) ergibt. Der Vorstand der Syzygy AG ist mit dem Geschäftsverlauf sowie der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY GROUP im Geschäftsjahr 2023 nicht zufrieden. Sowohl die Umsatzentwicklung als auch die Profitabilität der SYZYGY GROUP liegt unter den Erwartungen. Die folgende Tabelle zeigt die mehrjährige Entwicklung der wesentlichen Konzern-Finanzkennzahlen einschließlich der internen finanziellen Steuerungsgrößen Umsatzerlöse und EBIT: In TEUR 2019 2020 2021 2022 2023 Umsatzerlöse 64.243 55.521 60.124 70.612 71.742 Operatives Ergebnis 5.497 3.999 6.379 6.208 4.080 Operative Ergebnis-Marge 9% 7% 11% 9% 6% EBIT 5.497 3.999 6.379 - 5.205 - 656 EBIT-Marge 9% 7% 11% -7% -1% Finanzergebnis - 303 - 697 - 985 - 848 - 1.293 EBT 5.194 3.302 5.394 - 6.053 - 1.949 Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,26 0,15 0,30 0,56 -0,22 3.6 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY GROUP 3.6.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist mit EUR 87,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr um EUR 11,9 Mio. gesunken (Vorjahr: EUR 99,2 Mio.). Die Geschäfts- und Firmenwerte sind die größte Position innerhalb des Anlagevermögens in Höhe von EUR 38,9 Mio. (Vorjahr: EUR 43,0 Mio.), wobei im Geschäftsjahr im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit Wertminderungen in Höhe von EUR 4,7 Mio. (Vorjahr EUR 11,4 Mio.) verbucht wurden. Die langfristigen Vermögenswerte sanken im Berichtszeitraum um 12 Prozent auf EUR 63,1 Mio. Im Wesentlichen ist dieser Rückgang auf Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 4,7 Mio. (Vorjahr: EUR 11,4 Mio.) sowie Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von EUR 5,2 Mio. zurückzuführen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind abschreibungsbedingt niedriger mit EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: EUR 6,4 Mio.). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfassen Markennamen, Software und Lizenzen, die im Rahmen der Leistungserbringung eingesetzt werden. Die Sachanlagen beinhalten Mietereinbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.) Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) und auf Mietereinbauten in Höhe von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) abgeschrieben. Der Umfang der nach IFRS 16 bilanzierten Nutzungsrechte beträgt EUR 15,0 Mio. (Vorjahr: EUR 20,4 Mio.). Der Rückgang ist auf die Abschreibung der Nutzungsrechte in Höhe von EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) zurückzuführen sowie auf die Umgliederung in Höhe von EUR 3,6 Mio. eines Mietvertrages in die sonstigen finanziellen Vermögenswerte. Die Umgliederung erfolgte auf Grund der Untervermietung der Mietflächen in London, da der Mietvertrag nunmehr als Finance Lease klassifiziert wurde. Folglich enthalten die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Ansprüche gegenüber Untermietern sowie Kautionen. Im Vorjahr waren im Wesentlichen Kautionen enthalten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente reduzierten sich im Jahr 2023 von EUR 7,8 Mio. auf EUR 4,0 Mio. und der Wertpapierbestand des Umlaufvermögens wurde vollständig liquidiert (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte waren ebenfalls leicht rückläufig auf EUR 15,8 Mio. (Vorjahr: EUR 16,2 Mio.). Die kurzfristigen sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.) aufgrund von Steuererstattungsansprüchen in Höhe von EUR 1,6 Mio. Ferner werden sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.) aufgrund der Unterviermietung von Mietflächen an Dritte ausgewiesen. Insgesamt haben sich die kurzfristigen Vermögenswerte um EUR 3,4 Mio. auf EUR 24,2 Mio. reduziert. Auf der Passivseite der Bilanz ging das Eigenkapital von EUR 45,1 Mio. um 11 Prozent auf EUR 40,2 Mio. zurück; dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 46 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent). Die Kapitalrücklage hat sich um EUR 6,3 Mio. reduziert, da die Syzygy AG im Einzelabschluss einen Jahresfehlbetrag durch Entnahme aus der Kapitalrücklage ausgeglichen hat. Die Gewinnrücklagen betragen EUR 7,8 Mio. und haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um EUR 0,4 Mio. erhöht. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Gewinnausschüttung in Höhe von EUR -3,0 Mio. sowie das negative Konzernergebnis von EUR -2,8 Mio. durch eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 6,3 Mio. weitgehend ausgeglichen. Die langfristigen Schulden verzeichneten einen Rückgang um EUR 2,9 Mio. auf EUR 17,5 Mio. Die Reduzierung ist insbesondere auf die Reduzierung von Leasingverbindlichkeiten zurückzuführen, von welchen ein Teil nun kurzfristig ist. Die kurzfristigen Schulden sind um EUR 4,1 Mio. zurückgegangen. Maßgeblich für diese Entwicklung waren die Reduzierungen der Bankverbindlichkeiten um EUR 3,5 Mio. auf EUR 4,5 Mio. sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,1 Mio. 3.6.2 Finanzlage Die SYZYGY GROUP weist zum 31. Dezember 2023 eine Gesamtliquidität (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) von EUR 4,0 Mio. aus. Dies entspricht einem Rückgang um EUR 4,9 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 8,9 Mio (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Wertpapieren). Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Tilgung von Geldmarktkrediten im Umfang von EUR 3,5 Mio. sowie die Zahlung einer Dividende in Höhe von EUR 3,0 Mio. zurückzuführen, während der positive Cashflow aus der operativen Tätigkeit den Mittelabfluss nur teilweise ausgleichen konnte. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stellen mit EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,8 Mio.) 100 Prozent der Liquiditätsreserven, um kurzfristig fällig werdende Verpflichtungen erfüllen zu können. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr geringfügig auf EUR 15,8 Mio. (Vorjahr: EUR 16,2 Mio.) gesunken. Dies wirkt sich positiv auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus. Die Wertpapiere sind vollständig veräußert worden (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.). Der Gesamt-Cashflow der SYZYGY GROUP war negativ und summierte sich unter Berücksichtigung von Währungsveränderungen zum Jahresende auf EUR -3,7 Mio. (Vorjahr: EUR 5,6 Mio.). Dieser Betrag setzt sich aus einem positiven operativen Cashflow in Höhe von EUR 7,1 Mio., einem positiven Cashflow aus Investitionstätigkeit von EUR 0,2 Mio. und einem negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von EUR -10,9 Mio. zusammen. Der positive Cashflow aus operativer Tätigkeit ist insbesondere auf Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte in Höhe von EUR 5,2 Mio. (Vorjahr EUR 5,3 Mio.) sowie Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von EUR 4,7 Mio. (Vorjahr 11,4 Mio.) zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit EUR 0,2 Mio. positiv (Vorjahr: EUR -1,2 Mio.). Innerhalb von diesem werden Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von EUR 0,8 Mio. durch Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 0,7 Mio. kompensiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wurde durch Tilgungen von Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von EUR -3,8 Mio. (Vorjahr: EUR -3,6 Mio.), gezahlte Zinsen für Leasingverbindlichkeiten EUR -0,5 Mio. (Vorjahr: EUR -0,6 Mio.), der gezahlten Dividende in Höhe von EUR -3,0 Mio. (Vorjahr: EUR -2,7 Mio.) sowie durch die Rückführung der Geldmarktkredite um EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: Zuführung um EUR 4,6 Mio.) belastet. Dadurch weist der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit einen negativen Saldo von EUR -10,9 Mio. (Vorjahr: EUR -6,4 Mio.) aus. Ferner besteht gegenüber der Commerzbank AG eine Kreditlinie in Höhe von EUR 9,0 Mio. (Vorjahr: EUR 12,0 Mio.), welche zum Bilanzstichtag mit EUR 4,5 Mio. in Anspruch genommen wurde. Unter Berücksichtigung der Liquiditätsreserven und der vorhandenen Kreditlinie war die Liquidität der SYZYGY GROUP jederzeit im Geschäftsjahr 2023 gesichert und allen Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit nachgekommen werden. 3.6.3 Ertragslage 3.6.3.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der SYZYGY GROUP werden berechnet, indem die Billings um Mediakosten reduziert werden, die in den Performance Marketing-Gesellschaften als durchlaufende Posten einnahme- und ausgabeseitig anfallen. Die SYZYGY stuft sich entsprechend als Agent im Sinne des IFRS 15 ein. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 2 Prozent auf EUR 71,7 Mio (Vorjahr: EUR 70,6 Mio.). Das Segment Deutschland ist das stärkste in der Gruppe und hat seinen Umsatzanteil auf 80 Prozent erhöht (Vorjahr: 78 Prozent). Im Segment Großbritannien und US ist der Umsatzanteil auf 11 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent) rückläufig, während das Segment Polen wie im Vorjahr für 9 Prozent (Vorjahr: 8 Prozent) der Umsatzerlöse steht. Damit ergibt sich ein geringes Wachstum, welches durch das starke Kerngeschäft in Deutschland realisiert wurde. Kunden aus dem Dienstleistungsbereich haben sich mit 32 Prozent (Vorjahr: 24 Prozent) der Umsätze zur stärksten Kundengruppe entwickelt. Weiterhin ist die Automobilbranche mit 21 Prozent (Vorjahr: 25 Prozent) eine wichtige Branche, wobei der Anteil der Umsatzerlöse seit mehreren Jahren rückläufig ist. Ebenso bedeutsam sind Kunden aus dem Bereich Finanzen und Versicherungen mit 20 Prozent (Vorjahr: 20 Prozent) der Umsatzerlöse. Auf dem Bereich Konsumgüter entfielen rund 16 Prozent der Erlöse (Vorjahr: 15 Prozent) und Kunden aus der IT und Telekommunikation verzeichneten 5 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent) der Erlöse. Umsatzerlöse von gerundet 6 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) entfielen auf Unternehmen, die keiner dieser fünf Kernbranchen zugeordnet werden können. Mit den zehn größten Kunden erwirtschaftete SYZYGY 50 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent) des Gesamtumsatzes. 3.6.3.2 Betriebsausgaben und Abschreibungen Die Einstandskosten der erbrachten Leistungen summieren sich auf EUR 57,4 Mio., womit sie im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch einen erhöhten Personal- und Materialaufwand, um 7 Prozent gestiegen sind. Da die Einstandskosten der erbrachten Leistungen weitgehend überproportional zu den Umsatzerlösen (2 Prozent Wachstum) gestiegen sind, verringert sich die Rohmarge im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozentpunkte auf 20 Prozent. Die Vertriebs- und Marketingkosten haben sich um 8 Prozent auf EUR 4,8 Mio. erhöht (Vorjahr: EUR 4,4 Mio.). Die Kostenerhöhung ist auf einen leichten Anstieg des Personals im Vertriebs- und Marketingbereich zurückzuführen. Die allgemeinen Verwaltungskosten konnten hingegen um 9 Prozent auf EUR 8,8 Mio. reduziert werden. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte liegen mit EUR 5,2 Mio. etwas niedriger als im Vorjahr (EUR 5,3 Mio.), davon entfallen EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) auf Abschreibungen von Nutzungsrechten. 3.6.3.3 Operatives Ergebnis, EBIT und Margenentwicklung Das operative Ergebnis ist im Verhältnis zu den Umsatzerlösen auf EUR 4,1 Mio. im Berichtsjahr gesunken, gegenüber EUR 6,2 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang ist primär auf Restrukturierungsaufwendungen im Beratungsgeschäft zurückzuführen, die rund EUR 1,2 Mio. betragen. Ferner sind Kostenanpassungen in den allgemeinen Gemeinkosten zeitverzögert erfolgt und haben das operative Ergebnis belastet. Dadurch ist die operative Ergebnis-Marge von 9 Prozent auf 6 Prozent gefallen. Das EBIT inklusive der Wertminderungen auf Firmenwerte in Höhe von EUR 4,7 Mio. (Vorjahr EUR 11,4 Mio.) ist im Geschäftsjahr negativ mit EUR -0,7 Mio. (Vorjahr: EUR -5,2 Mio.), wobei die Verbesserung auf geringere Wertminderungen auf Firmenwerte zurückzuführen ist. Entsprechend lag die EBIT-Marge im Konzern bei -0,9 Prozent im Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr -7,4 Prozent). Die internationalen Segmente konnten in 2023 wie im Vorjahr ein positives Ergebnis erzielen. Die Agenturen in London konnten trotz rückläufiger Umsatzerlöse um 16 Prozent mit einer zweistelligen EBIT-Marge von 10 Prozent abschließen. Die polnische Gesellschaft konnte ihre Umsatzerlöse leicht um 3 Prozent steigern, während die operative Ergebnis-Marge überproportional von 13 Prozent auf 16 Prozent gesteigert werden konnte. Im Ergebnis konnte die SYZYGY GROUP das Geschäftsjahr 2023 mit einem operativen Ergebnis von EUR 4,1 Mio. und einer operativen Ergebnis-Marge von 5,7 Prozent abschließen, was unterhalb der Prognosen aus März 2023 liegt, als ein EBIT von rund EUR 6,8 bis 7,6 Mio. und eine operative Marge von 9-10 Prozent prognostiziert wurde, welches ohne die Firmenwertabschreibungen geplant wurde und entsprechend dem operativen Ergebnis entsprach. 3.6.3.4 Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält bei SYZYGY im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der kurzfristigen Finanzierung mit Geldmarktkrediten und Zinsaufwendungen in Zusammenhang mit IFRS 16. Auf Grund der höheren Zinsen zur kurzfristigen Finanzierung wurde das Wertpapierdepot liquidiert, um dadurch den Finanzbedarf möglichst niedrig zu halten. Entsprechend wurden nur noch in geringem Umfang Erträge aus Wertpapieren oder Tagesgeldern generiert. Insgesamt war das Finanzergebnis negativ mit EUR -1,3 Mio. (Vorjahr: EUR -0,8 Mio.). Die Zinsaufwendungen, die durch den Bilanzierungsstandard IFRS 16 induziert wurden, sind leicht abnehmend und belaufen sich auf EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.). Faktisch werden bei langfristigen Mietverträgen als auch anderen Leasingverhältnissen mit einer Laufzeit größer als ein Jahr, Zinsaufwendungen auf Basis der ausgewiesenen Verbindlichkeiten ermittelt. Dabei werden Mietzahlungen aufgeteilt in Abschreibungen auf Nutzungsrechte und Zinszahlungen über die Gesamtlaufzeit der Verträge. Ferner enthält das Finanzergebnis – wie in Vorjahren – Zinserträge und Zinsaufwendungen aus dem Management der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie auch der Unternehmensfinanzierung. In der Berichtsperiode sind insgesamt Aufwendungen von EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) zu verzeichnen. Die Erträge aus dem Wertpapierportfolio in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.) konnten die Aufwendungen im Rahmen der Unternehmensfinanzierung in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.) nicht kompensieren. 3.6.3.5 Steueraufwand, Konzernergebnis, Ergebnis je Aktie Während sich das Vorsteuerergebnis im Berichtszeitraum auf EUR -1,9 Mio. (Vorjahr: EUR -6,0 Mio.) verbessert hat, hat auch das Konzernergebnis nach Abzug der Steueraufwendungen mit EUR -2,8 Mio. (Vorjahr: EUR -7,4 Mio.) eine entsprechende Verbesserung verzeichnet. Die Steuerquote des bereinigten Konzernergebnisses – unter Berücksichtigung der Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, die steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen darstellen - erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 29 Prozent auf Basis eines Gewinns vor Ertragssteuern in Höhe von EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: Steuerquote von 25 Prozent). Auf Basis der durchschnittlich vorhandenen 13.500 (in Tsd.) gewinnberechtigten Aktien und nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von EUR 0,15 Mio. beträgt das unverwässerte Ergebnis je Aktie EUR -0,22 (Vorjahr: EUR -0,56). Da die Gesellschaft den Beschluss gefasst hat, bei Ausübung ausstehender Phantom Stocks die Differenz zwischen Ausübungspreis und Aktienkurs in bar zu vergüten, beträgt das verwässerte Ergebnis je Aktie analog EUR -0,22 (Vorjahr: EUR -0,56). 3.6.4 Segmentberichterstattung Gemäß IFRS 8, der auf den Management-Approach abstellt, berichtet SYZYGY Segmente nach geographischen Kriterien und unterscheidet dabei zwischen Deutschland, Großbritannien & US sowie dem Segment Polen. Der Kernmarkt Deutschland verzeichnet im Berichtszeitraum ein Umsatzwachstum in Höhe von 4 Prozent. Die deutschen Gesellschaften erwirtschafteten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 57,4 Mio. (Vorjahr: EUR 55,0 Mio.) und ein operatives Ergebnis von EUR 4,4 Mio. vor Berücksichtigung des Wertminderungsaufwands auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 4,7 Mio., welches einer operativen Ergebnis-Marge von 8 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) entspräche. Das EBIT unter Berücksichtigung des Wertminderungsaufwands auf Geschäfts- oder Firmenwerte war negativ und betrug EUR -0,4 Mio. (Vorjahr: EUR -5,8 Mio.), bei einer EBIT-Marge von -1 Prozent (Vorjahr: -11 Prozent). Die internationalen Segmente haben sich im Berichtsjahr sehr unterschiedlich entwickelt. Während das Segment Großbritannien & US einen Rückgang der Umsatzerlöse um rund 16 Prozent verzeichnete, konnte Polen ein Wachstum von 3 Prozent realisieren. Das Segment Großbritannien & US generierte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 8,4 Mio. bei einem operativen Ergebnis von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). Entsprechend beträgt die EBIT-Marge 9 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent). Das Segment Polen verzeichnet im Berichtszeitraum einen leichten Umsatzzuwachs mit Erlösen von EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.), bzw. einen Anstieg um 3 Prozent. Das EBIT entwickelte sich aufgrund der gestiegenen Umsätze und EBIT-Marge positiv und belief sich auf EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.), was einer EBIT-Marge von 16 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent) entspricht. In der Gesamtbetrachtung entfielen rund 80 Prozent der Umsatzerlöse (jeweils Anteil an den Konzernumsatzerlösen vor Konsolidierung) auf das Segment Deutschland (Vorjahr: 78 Prozent), rund 11 Prozent auf Großbritannien & US (Vorjahr: 14 Prozent) und 9 Prozent auf das Segment Polen (Vorjahr: 8 Prozent). 4. Prognosebericht 4.1 Prognoseannahmen Die SYZYGY GROUP unterliegt externen Einflüssen, auf die sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen tatsächlichen oder wahrgenommenen Wirtschaftslage und Wirtschaftsstimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Wachstum der SYZYGY GROUP auswirken. Alle Aussagen über die Zukunft der SYZYGY GROUP beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernlageberichts bekannt und verfügbar waren. Da diese Daten kontinuierlichen Änderungen unterliegen, sind Prognosen stets mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse in den Folgeperioden können daher abweichen. Die SYZYGY GROUP erstellt ihre Prognosen auf Basis ihrer organischen Entwicklung. Akquisitionen können das künftige Wachstum des Konzerns positiv oder negativ beeinflussen. Ferner können positive Impulse für die Geschäftsentwicklung aus der Akquisition bedeutender Neukunden kommen, ebenso wie aus der Ausweitung bestehender Beziehungen mit Kunden, wenn über die geplanten Projekte hinaus zusätzliche Budgets gewonnen werden können. 4.2 Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung in den Hauptmärkten der SYZYGY GROUP Trotz der hohen Inflation der letzten beiden Jahre und der notwendigen geldpolitischen Straffung hat sich die Weltwirtschaft als erstaunlich widerstandsfähig erwiesen, steht aber auch 2024 vor zahlreichen Herausforderungen. Die geopolitischen Spannungen bleiben ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor und haben sich durch die Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten weiter verschärft. Die Bedrohung der Schifffahrt im Roten Meer führt zu steigenden Frachtkosten und längeren Lieferzeiten. Bei einer Eskalation besteht die Gefahr, dass diese Faktoren zu einem weiteren Anstieg der Güterpreise führen und den erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung gefährden. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert in ihrem aktuellen Interim Economic Outlook ein globales Wachstum von durchschnittlich 2,9 Prozent im Jahr 2024. Die Gesamtinflation in den G20-Staaten soll laut OECD von 6,6 Prozent im Jahr 2024 auf 3,8 Prozent im Jahr 2025 sinken.19 Der IWF prognostiziert ein globales Wachstum von 3,1 Prozent im Jahr 2024 und 3,2 Prozent im Jahr 2025. Die Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, die Verringerung der fiskalischen Unterstützung aufgrund der hohen Verschuldung und das geringe zugrunde liegende Produktivitätswachstum belasten die Wirtschaft. In den meisten Regionen geht die Inflation schneller zurück als erwartet, da Angebotsengpässe überwunden sind und eine restriktive Geldpolitik umgesetzt wurde. Die globale Gesamtinflation dürfte bis 2024 auf 5,8 Prozent und bis 2025 auf 4,4 Prozent sinken.20 Die OECD prognostiziert für den Euroraum ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,6 Prozent im Jahr 2024 und 1,3 Prozent im Jahr 2025, wobei die Wirtschaftstätigkeit zunächst durch restriktive Kreditbedingungen gedämpft wird, bevor sie sich mit steigenden Realeinkommen wieder erholt. Die Prognosen der OECD stimmen weitgehend mit denen des Internationalen Währungsfonds (IWF) überein, der für den Euroraum einen Anstieg des Wachstums von 0,5 Prozent im Jahr 2023 auf 0,9 Prozent im Jahr 2024 und 1,7 Prozent im Jahr 2025 erwartet. Dieser Aufschwung wird voraussichtlich von einem Anstieg des Konsums der privaten Haushalte getragen, da die Auswirkungen des Energiepreisschocks nachlassen und die Inflation sinkt, was das Wachstum der Realeinkommen stützt. Die OECD prognostiziert für Deutschland aufgrund der Energiekrise und der erhöhten Unsicherheit durch die Haushaltskrise nur noch ein Wachstum von 0,3 Prozent im Jahr 2024, nach 0,6 Prozent im November. Der IWF ist optimistischer und erwartet ein Wachstum von 0,5 Prozent. Auch das ifo-Institut senkte seine Wachstumsprognose aufgrund der aktuellen Sparmaßnahmen der Bundesregierung. Die pessimistischere Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung führt zu einer erwarteten Wachstumsrate von nur noch 0,7 Prozent, wobei der Vertrauensverlust der Unternehmen in die Bundesregierung eine entscheidende Rolle spielt. Für das laufende Jahr erwarten die Experten eine deutliche Abschwächung der Inflation. Das ifo-Institut prognostiziert eine Inflationsrate von 2,2 Prozent, die Bundesbank geht von einer Halbierung auf 2,7 Prozent aus. Die Inflationsprognosen lösen Diskussionen über die Zinspolitik der Notenbanken aus. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen plant die Europäische Zentralbank in diesem Jahr vier Zinssenkungen, da die Inflation schneller sinkt als bisher angenommen.21 Das Wachstum in Großbritannien wird sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) moderat von schätzungsweise 0,5 Prozent im Jahr 2023 auf 0,6 Prozent im Jahr 2024 und 1,6 Prozent im Jahr 2025 erhöhen, wenn die negativen Nachwirkungen der hohen Energiepreise nachlassen. Für die USA erwarten IWF und OECD eine Abschwächung des Wachstums auf 2,1 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent) im Jahr 2024 und 1,7 Prozent im Jahr 2025, bedingt durch eine abnehmende Sparquote der privaten Haushalte, hohe Zinsen und einen sich abschwächenden Arbeitsmarkt.2223 Polens Wirtschaft erholt sich langsam von der Rezession. Für 2024 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent gerechnet. Auch die Inflation verlangsamt sich stetig und wird auf 5,1 Prozent sinken (Vorjahr: 11,6 Prozent). Hauptwachstumstreiber wird der Konsum der privaten Haushalte sein. Die Investitionen werden 2024 etwas schwächer ausfallen. Ab 2025 werden sie wieder kräftig zulegen - neben einer verbesserten Weltkonjunktur stützen auch die Programme des nationalen Konjunkturprogramms das Wachstum. So ist für 2025 mit einer Beschleunigung des BIP-Wachstums auf 3,5 Prozent zu rechnen. Dies geht aus dem Bericht Wirtschaftsüberblick PEI: Winter 2023" hervor, den das Polnische Wirtschaftsinstitut veröffentlicht hat. 24 4.3 Voraussichtliche Entwicklung des Marktes für Digital Experience in Deutschland Wie die Lünendonk-Studie zu Digital Experience Services in Deutschland zeigt, haben viele Unternehmen ihre Digitalangebote verbessert, investieren aber weiterhin stark in Digital Experience. Die Studie zeigt, dass trotz der bereits erzielten Fortschritte der Fokus auf Investitionen in Kundenzentrierung, Digital Experience-Projekte und Technologieplattformen liegt. Technologietrends, die diesen Trend vorantreiben, sind Composable Enterprise, Data & Analytics und Generative Künstliche Intelligenz. Ein optimistischer Blick auf das Jahr 2024 zeigt eine durchschnittliche Wachstumsrate von 14,7 Prozent. In den Jahren 2024 und 2025 planen 94 Prozent der Unternehmen in die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen zu investieren. Zudem wollen 84 Prozent ihre Marketingstrategie optimieren, insbesondere durch Data-Driven Marketing und effiziente Lead- und Conversion-Entwicklung. Für 2024 bleibt die Nachfrage in den Bereichen Plattform- und Anwendungsentwicklung sowie Data & Technology Consulting hoch. CX Consulting (85%) und Business Consulting (81%) behalten eine hohe Relevanz, auch wenn die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgeht. Web-Portale und -Plattformen sowie Business Model Execution verzeichnen einen minimalen Rückgang (78%). Usability Services bleiben stabil bei 75 Prozent, während die Nachfrage nach Marketing Consulting (66 Prozent) und Advertising & Performance Services (57%) kaum merklich schwankt.25 4.4 Voraussichtliche Entwicklung des Werbemarktes Die folgenden Ausführungen zur prognostizierten Entwicklung der Werbeausgaben stehen unter den gleichen Vorbehalten, wie sie bereits in Abschnitt 3.2 erörtert wurden. Sie geben Hinweise auf allgemeine Trends und Verschiebungen der Media-Budgets, eignen sich aber nur sehr bedingt als Beurteilungsmaßstab für die voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY GROUP. Die globalen und nationalen Werbemärkte können sehr volatil sein. Unvorhergesehene Ereignisse, wie z.B. die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020, der Krieg in der Ukraine im Jahr 2022, hohe Inflationsraten sowie gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, können erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit auch auf den Werbemarkt haben. Darüber hinaus können neue Werbemöglichkeiten, insbesondere in den digitalen Medien, die Verteilung der Werbeausgaben beeinflussen. Aufgrund der Einschätzung der Werbeinvestitionen werden die Prognosen laufend angepasst. Die Mediaunternehmen wie Dentsu, GroupM oder IPGs Magna sehen in ihren Werbeprognosen und -schätzungen für 2024 ein Wachstum im Bereich von 4 bis 7 Prozent. Gemäß dem aktuellen Dentsu Global Ad Spend Forecasts Report wird erwartet, dass die weltweiten Werbeinvestitionen im Jahr 2024 vor dem Hintergrund eines anspruchsvollen makroökonomischen Umfelds um 4,6 Prozent steigen werden, im Vergleich zu 3,8 Prozent im Vorjahr. Trotz dieser Herausforderungen wird 2024 durch bedeutende Medienereignisse geprägt sein, darunter die Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris sowie die US-Präsidentschaftswahl, die die Investitionen ankurbeln werden.26 Die Ausgaben im digitalen Bereich sollen weiter ansteigen und im Jahr 2024 die Marke von 442,6 Milliarden US-Dollar erreichen, was einem Anteil von 58,8 Prozent der weltweiten Werbeausgaben entspricht. Die Verlangsamung des Wachstums auf ein einstelliges Niveau wird sich laut Prognosen im Jahr 2024 mit 6,5 Prozent fortsetzen (Vorjahr: 6,3 Prozent) und bis 2026 zur Norm werden, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6,3 Prozent. Trotz dieser Verlangsamung wird erwartet, dass die digitalen Medien weiterhin die Haupttreiber des weltweiten Werbeausgabenwachstums bleiben. Die Media-Analysten von GroupM prognostizieren eine weltweite Steigerung der Werbeausgaben um 5,3 Prozent und gehen davon aus, dass "Pure Play Digital" – ohne digitales Out-of-Home und CTV, jedoch unter Einbeziehung von YouTube und TikTok – die gesamte Werbeindustrie aus 2022 übertreffen wird. Im Winter-Update der globalen Werbeprognose für 2024 von IPG's Magna wurde ein Wachstum von 7,2 Prozent veröffentlicht. Die JOM-Agenturgruppe prognostiziert ein erwartetes Wachstum von 1,2 Prozent im deutschen Werbemarkt für das Jahr 2024, was zu einem Gesamtvolumen von 26 Milliarden Euro führen könnte. Die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land wird als potenzieller Wachstumsfaktor betrachtet, insbesondere für die Online-Bewegtbildwerbung. Dentsu teilt die optimistische Aussicht und erwartet ebenfalls ein positives Wachstum von 1,8 Prozent im Werbemarkt für 2024. Trotz der aktuellen globalen Unsicherheiten und wirtschaftlichen Herausforderungen deuten sowohl JOM als auch Dentsu auf signifikante positive Einflüsse durch politische und sportliche Großereignisse im Jahr 2024 hin. In diesem Kontext werden zwei maßgebliche Kräfte im Markt identifiziert: einerseits eine weiterhin anspruchsvolle gesamtwirtschaftliche Situation, die in vielen Unternehmen eher zu Kostenreduktionen als zu steigenden Marketingbudgets führt, und andererseits ein zunehmend vernetztes, datenangereichertes digitales Medienangebot, das unvorhergesehene Chancen für Messbarkeit und Effizienz bietet, wenn es gezielt genutzt wird. Die digitale Werbelandschaft in Deutschland erlebt einen robusten Aufschwung, angetrieben durch die verstärkte Nutzung von sozialen Medien und den Anstieg des Online-Shoppings. Daten von Statista Market Insights zeigen, dass Video, Banner, Social Media und Suchmaschinenwerbung besonders stark wachsen werden. Die Prognose für die Gesamtausgaben im Werbemarkt liegt bei etwa 16,5 Milliarden Euro (+7,3%).27 Großbritannien bleibt nach wie vor der größte Werbemarkt in Europa. Der Dentsu Global Ad Spend Forecast schätzt das Gesamtwachstum der Werbeausgaben auf 3,5 Prozent und das Wachstum der digitalen Medien auf 4,0 Prozent, die rund 70 Prozent der Investitionen im britischen Markt ausmachen. Für 2025 wird ein Wachstum von 2,8 Prozent erwartet, wobei der britische Werbemarkt voraussichtlich 45,1 Milliarden US-Dollar erreichen wird. 28 Für den US-amerikanischen Werbemarkt prognostiziert Dentsu ein Wachstum von 5,8 Prozent. Die Präsidentschaftswahl und der Super Bowl bleiben die wichtigsten Treiber in diesem Jahr. Für 2025 wird erwartet, dass sich der US-Werbemarkt mit einem Wachstum von 4,4 Prozent neu ausrichtet. Die Ausgaben für digitale Werbung sollen nach den Statista Market Insights 272,8 Milliarden Euro (+9,5%) im Jahr 2024 erreichen. Der Haupttreiber dieses Wachstums ist die Suchmaschinenwerbung, die einen Marktanteil von 56 Prozent im Jahr 2024 haben wird. 29 Im polnischen Werbemarkt wird für das Jahr 2024 ein bedeutendes Wachstum von 3,6 Prozent prognostiziert. Des Weiteren zeichnet sich ab, dass das Segment Digitale Werbung bis 2028 stark in Richtung programmatische Werbung tendieren wird, und zwar mit einem Anteil von 73 Prozent am Gesamtumsatz. Digitale Kanäle werden weiterhin maßgeblich den Markt beeinflussen und voraussichtlich im Jahr 2024 etwa 60 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen. 4.5 Voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY GROUP Die nachhaltige Verschiebung von Marketingbudgets auf den digitalen Kanal und die fortgesetzten Investitionen in die Digitalisierung von Prozessen in Vertrieb und Marketing bieten der SYZYGY GROUP grundsätzlich gute Rahmenbedingungen. Reine Onlinewerbung, auf die sich die oben aufgeführten Statistiken beziehen, stellt dabei lediglich eine Facette des komplexen Digital-Marketings dar und repräsentiert nur einen Teil des Leistungsspektrums der SYZYGY GROUP. Auf Basis der bisher vorliegenden Erkenntnisse rechnet die SYZYGY GROUP im Geschäftsjahr 2024 mit Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau sowie einer EBIT-Marge von rund 10 Prozent vor Firmenwertabschreibungen. Die EBIT-Marge ist hierbei definiert als das Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen. Dies entspricht einem operativen Ergebnis der SYZYGY GROUP von voraussichtlich rund EUR 7,2 Mio. Mögliche Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind in der prognostizierten EBIT-Größe nicht enthalten und werden nicht erwartet. Die Verbesserung des operativen Ergebnisses soll im Wesentlichen, durch die in 2023 durchgeführten Einsparmaßnahmen von Kosten generiert werden, deren Effekt sich im Wesentlichen im Folgejahr zeigen wird. 5. Internes Kontrollsystem Die verwendeten Risikofrüherkennungssysteme basieren auf dem monatlichen Berichtswesen, das neben einem Finanzreporting (Budget und Ist-Zahlen) die Neugeschäftsaktivitäten sowie Personalkennzahlen der Gesellschaften umfasst. Ferner wird jeweils einmal im Quartal ein Business Review, Forecast oder Budget Meeting durchgeführt, in dem der Vorstand der Syzygy AG mit der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften die Lage der Gesellschaft, Neugeschäft, Personalthemen und den Ausblick bespricht. In das Finanzreporting ist ein Risikomanagement-System integriert, das quartalsweise wiederkehrend die Risikoidentifikation, Risikokommunikation und -überwachung operativer Risiken sicherstellt. Die Aggregation und Steuerung der Risiken erfolgt auf Ebene der Syzygy AG bzw. wird von der Syzygy AG initiiert. Das interne Kontrollsystem wird bei Finanztransaktionen durch Genehmigungsprozesse ergänzt (Vier-Augen-Prinzip) sowie durch Funktionstrennung und Zugriffsregelungen im IT-System unterstützt. Der Quartalsbericht der SYZYGY GROUP unterliegt jeweils nach Aufstellung der Durchsicht und Genehmigung durch den Aufsichtsrat der Syzygy AG. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung für den Jahresabschluss wie auch für den Konzernabschluss sicherzustellen. Hierbei sind der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der SYZYGY GROUP nach IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzenden Angaben nach 315e Abs. 1 HGB aufzustellen. Die Zentralabteilung Finanzen der Syzygy AG steuert die Prozesse zur Aufstellung der Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses sowie zur Aufstellung des Lageberichts der Syzygy AG und des Konzernlageberichts für die SYZYGY Group. Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden auf ihre Auswirkungen auf die Rechnungslegung der SYZYGY GROUP analysiert. Durch ein konzernweites Jahresabschluss-Reporting und einen konzernweit gültigen Finanzkalender wird ein zeitnaher und standardisierter Rechnungslegungsprozess verfolgt. Gemäß § 289 Abs. 4 HGB / § 315 Abs. 4 HGB werden die Rechnungslegungsanforderungen durch die Syzygy AG in den Tochtergesellschaften u. a. dadurch umgesetzt, dass in der SYZYGY GROUP weitgehend ein einheitliches Buchhaltungssystem mit einem einheitlichen Kontenrahmen verwendet wird. Hierbei werden die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften sowie die Prozesse zur Datenaufbereitung analysiert, überprüft und sichergestellt. Ferner nehmen die Beschäftigten in den Finanzbereichen an regelmäßigen internen wie auch externen Schulungen teil, um den aktuellen gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. 6. Risikomanagementsystem30 Unter Risiken versteht die SYZYGY GROUP eine mögliche negative Abweichung gegenüber den Prognosen bzw. anderen qualitativen und quantitativen Zielen aufgrund künftiger Ereignisse oder Entwicklungen. In Erweiterung dieser Perspektive um Nachhaltigkeitsaspekte umfasst unsere überarbeitete ganzheitliche Risikoidentifikation jetzt auch mögliche negative Auswirkungen auf nicht-finanzielle Aspekte wie Personalkennzahlen oder Umwelt und Klima. Das Risikomanagement umfasst nach unserer Ansicht alle Maßnahmen eines systematischen und transparenten Umgangs mit Risiken. Aus Sicht des Vorstands der Syzygy AG liegen aus heutiger Sicht unverändert keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Risikostrategie ist darauf ausgerichtet, den Bestand und das nachhaltige Wachstum des Unternehmens langfristig zu sichern. Wenn das Unternehmen erfolgreich sein soll, setzt das voraus, dass Risiken erkannt und bewertet werden und dass die verantwortlichen Entscheidungsträger diese Risiken bestmöglich steuern. Bestandsgefährdende Risiken sind grundsätzlich zu vermeiden. In der Risk Management Guidance hat die SYZYGY GROUP die Grundlagen für die Unternehmensführung und Risikosteuerung definiert. Das Risikomanagementsystem der SYZYGY GROUP wird kontinuierlich weiterentwickelt und ist mit dem Internen Kontrollsystem sowie dem Standard-Reporting verzahnt. Details zu einzelnen Verantwortlichkeiten im Risikomanagement-Prozess sind in der Risiko-Kontrollmatrix festgehalten. Die verschiedenen Risikomanagement-Instrumente sind so ausgestaltet, dass die Teilprozesse in einen kontinuierlichen Risikomanagement-Kreislauf integriert und alle Risikoverantwortlichen in den Prozess eingebunden sind. Die Risiko-Kontrollmatrix ist strukturiert in die Teilbereiche Finanzen / Umsatz, Marktentwicklungen und Strategie / Personalbezogene Risiken / IT-Risiken sowie sonstige Risiken, in der Umwelt- und Sozialbasierte Risiken eingebunden werden. Die Risiko-Kontrollmatrix wird in einem quartalsweisen Prozess vom Vorstand der Gruppe in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der Einheiten und dem Corporate Controlling analysiert und aktualisiert. Die Verknüpfung mit der Berichterstattung im Controlling und den Einschätzungen der Geschäftsführer ermöglicht es, basierend auf den aktuellen Finanz- und Unternehmensdaten Risiken zu identifizieren und gegebenenfalls Maßnahmen abzuleiten bzw. bisherige Maßnahmen zu bewerten. Die nicht in der monatlich aktualisierten Hochrechnung bzw. in der Budgetplanung berücksichtigten operativen Chancen und Risiken sind Teil der Standardberichterstattung der Geschäftseinheiten. Die regelmäßige Diskussion über Chancen und Risiken in den etablierten Business Reviews zwischen dem Vorstand und den Geschäftsführern trägt wesentlich zur integrierten unterjährigen Geschäftssteuerung und zur Unternehmensplanung bei. Dabei werden die Bandbreiten bei der Kernsteuerungsgröße bezogen auf das aktuelle und das folgende Geschäftsjahr definiert. Mit der regelmäßigen Erhebung und Aktualisierung der Risiken vor Ort stellen wir darüber hinaus sicher, dass das Risikobewusstsein in der Gruppe flächendeckend auf einem hohen Niveau bleibt. Unser internes Kontrollsystem ist darauf ausgerichtet, Risiken in den Geschäftsabläufen zu verringern. Risiken, die erkannt wurden, werden einheitlich auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen, gemessen an der Kernsteuerungsgröße, bewertet. Die wesentlichen Einzelrisiken bündeln wir in definierten Risikokategorien, welche in die folgenden Risikoklassen eingestuft werden: „bestandsgefährdend“, „hoch“, „mittel“ oder „gering“. Mögliche negative Auswirkungen unseres eigenen Handelns auf nichtfinanzielle Aspekte wie Umwelt und Klima werden unter Berücksichtigung der gesetzten Nachhaltigkeitsziele der SYZYGY GROUP bewertet. Die für die SYZYGY GROUP relevanten Risiken wurden in folgende Kategorien gegliedert: Finanzwirtschaftliche Risiken Risiken aus operativer Tätigkeit Personalspezifische Risiken IT-spezifische Risiken Umwelt- und gesellschaftsbezogene Risiken Aus der Befassung mit dem internen Kontroll- und Risikomanagement sind dem Vorstand keine Umstände bekannt, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Systeme sprechen. 7. Risiken und Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung Die Brutto-Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der SYZYGY AG stehen in engem wirtschaftlichem Zusammenhang mit den operativ tätigen Konzerngesellschaften. Daher bezieht sich der Chancen- und Risikobericht vorrangig auf den SYZYGY Konzern. In Bezug auf die Geschäftsfelder und -entwicklung der SYZYGY GROUP werden die allgemeinen Risiken der Konjunktur sowie des Marktes für Digital Experience Services in den für SYZYGY relevanten Märkten sowie insbesondere die technologische Dynamik der Märkte für Internetdienstleistungen betrachtet. Die Kriegshandlungen in der Ukraine und die damit einhergehenden Risiken für die Weltwirtschaft, die Konjunktur und Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise hatten in 2023 wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der SYZYGY GROUP. Diese externen Einflussfaktoren führen zu Unsicherheit der Wirtschaftsteilnehmer und Budgetkürzungen in einigen Fällen, allerdings sind die Effekte nicht abschließend abschätzbar. Die SYZYGY GROUP hat nur geringe Geschäftsbeziehungen mit Dienstleister:innen aus den Krisengebieten. Die COVID-19-Pandemie hat sich rückwirkend nicht stark ausgewirkt und ist daher zukünftig weder als relevantes Risiko noch als Chance zu bewerten. Letztlich hat die Pandemie den Trend zur Digitalisierung beschleunigt und damit zukünftige Chancen eröffnet. Insgesamt überwiegen hieraus die Chancen. Durch den Vorstand der Syzygy AG werden Risiken überwacht, um negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage frühzeitig entgegenwirken zu können. Die Risikoeinschätzung bezieht sich hierbei sowohl auf den Umfang einer möglichen Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage als auch auf die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Risikofaktor Auswirkungen haben kann. Genauso wichtig ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Ein funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist daher ein wichtiges Element einer nachhaltigen Unternehmensführung. Auf Grundlage der gegenwärtig verfügbaren Informationen sind keine Risiken wahrscheinlich, die den Fortbestand der Syzygy AG und ihrer Tochtergesellschaften gefährden würden. Die Risiken wurden brutto beurteilt, das heißt ohne Berücksichtigung von Gegenmaßnahmen. 7.1 Wesentliche Einzelrisiken Risiken durch den Krieg in der Ukraine Die weiteren Auswirkungen der Kriegshandlungen in der Ukraine können nicht abschließend bewertet werden. Insgesamt kam es zu einer Schwächung der weltweiten Konjunktur und einer beschleunigten Inflation durch zusätzlich steigende Energie- und Rohstoffpreise. Diese Effekte werden auch in 2024 fortbestehen und damit das weltweite Wirtschaftswachstum weiterhin dämpfen. Die SYZYGY GROUP betreut keine Kunden in den Krisengebieten. Allerdings arbeitet die SYZYGY GROUP in geringem Umfang mit Unternehmen aus der Ukraine zusammen, die in einzelnen Projekten als Dienstleister genutzt werden, primär im Bereich der Software-Entwicklung. Diese Leistungsbeziehungen könnten durch den Krieg nachhaltig gestört werden. Der Umfang dieser Leistungsbeziehungen ist sehr gering und kann gegebenenfalls durch andere Dienstleister außerhalb des Krisengebiets kompensiert werden. Ein Übergreifen der Kriegshandlungen auf weitere Länder kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die SYZYGY GROUP ist mit einer Gesellschaft in Polen tätig, die rund 8 Prozent der Umsatzerlöse und rund 12 Prozent des Ertrags zum Konzernergebnis beiträgt. Für die Syzygy AG könnte daraus eine geringere Gewinnausschüttung resultieren. Das Risiko wesentlicher Leistungsstörungen oder wesentlicher Auswirkungen auf das Geschäft in Polen wird als gering eingestuft. Operative Risiken Rund 50 Prozent des Umsatzes der SYZYGY GROUP werden durch das Geschäft mit den zehn größten Kunden generiert. Damit hat sich die Konzentration auf die zehn größten Kunden von 45 Prozent auf 50 Prozent erhöht. Auf die Top 3 Kunden entfallen mit 22 Prozent der Gesamtumsätze, und somit ein etwas erhöhter Anteil gegenüber dem Vorjahr mit 19 Prozent. Der größte Einzelkunde macht einen leicht erhöhten Anteil von 8 Prozent der Konzernumsätze gegenüber dem Vorjahr mit 7 Prozent aus. Die Umsätze von SYZYGY sind nicht durch lange Vertragslaufzeiten abgesichert. Umsätze werden in der Regel auf Grundlage von Einzelverträgen mit einem begrenzten zeitlichen Umfang erwirtschaftet. Alle Planungen, die sich auf die Entwicklung des Umsatzes beziehen, beinhalten deshalb zwangsläufig eine große Unsicherheit. Einem erheblichen Teil der Umsätze liegen feste Preisvereinbarungen zugrunde. Ungefähr 40 Prozent der Verträge mit Kunden der SYZYGY-Einheiten basieren auf Festpreis-Projekten, während ein Anteil von rund 60 Prozent der Umsatzerlöse auf Verträgen für Maintenance-Projekte basiert, die nach Aufwand abgerechnet werden. Verluste sind daher möglich, wenn die kalkulierten Projektkosten unerwartet überschritten werden. SYZYGY übernimmt darüber hinaus projektbezogen die gängigen Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen. Dies kann zu Folgekosten in den Projekten führen. Die von SYZYGY erbrachten Dienstleistungen besitzen eine Öffentlichkeitswirkung. Daher kann ein breitenwirksamer Imageschaden entstehen, wenn es bei einer Projektabwicklung zu Qualitätsmängeln in der Ausführung kommt. Ein solcher Imageschaden kann die weitere Geschäftsentwicklung spürbar negativ beeinflussen. Aufgrund sehr stabiler und langjähriger Beziehungen mit Kund:innen, insbesondere bei den Top 10-Kunden, wird das Risiko von finanziellen Verlusten auf Projekten oder aus dem operativen Geschäft als gering eingestuft. Das Risiko von größeren Kundenverlusten wird als mittel eingestuft. Konjunkturelle Risiken Die grundsätzliche Bereitschaft von Unternehmen, in Werbe- und Marketingmaßnahmen zu investieren, kann von der allgemeinen konjunkturellen Lage beeinflusst werden. Ein Nachlassen der Konjunktur kann für SYZYGY daher zu einem verminderten Auftragsvolumen und damit zu entsprechenden Umsatzeinbußen führen. Gegebenenfalls notwendige Kapazitätsanpassungen entfalten ihre Wirkung zeitverzögert und können Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen zur Folge haben. Das Risiko wird aufgrund der Kriegshandlungen und einem schwachen konjunkturellem Umfeld als mittel eingestuft. Währungsrisiken SYZYGY erzielt rund ein Fünftel der Umsatzerlöse in anderen Währungen als dem Euro. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfundes, des US-Dollars sowie des Polnischen Zloty gegenüber dem Euro können die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss, je nach Kursentwicklung, im Vergleich zur Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Dennoch schließt SYZYGY keine Kurssicherungsgeschäfte ab, weil den Erlösen auf den jeweiligen Märkten auch Kosten in der korrespondierenden Währung gegenüberstehen. Daher besteht für SYZYGY ein Währungsrisiko lediglich in Höhe des Jahresüberschusses der jeweiligen Landesgesellschaft (sog. Translationsrisiko). Die Syzygy AG hält einen Teil ihrer Vermögenswerte in fremden Währungen, insbesondere Vermögenswerte ausländischer Tochtergesellschaften. SYZYGY schließt auch hier keine direkt zuordenbaren Kurssicherungsgeschäfte ab, weil die Risiken für die Ertragslage der Syzygy AG aus den Fremdwährungsposten aufgrund deren Umfangs als gering eingestuft werden. Das Risiko durch Währungsschwankungen wird insgesamt als gering eingestuft. Personelle Risiken Die Leistungsfähigkeit des Konzerns beruht im Dienstleistungsgeschäft maßgeblich auf der Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeitenden. Einzelnen Personen kommt hierbei aufgrund ihrer hohen Qualifikation eine große Bedeutung zu. Sollte es nicht gelingen, diese beschäftigten Personen im Unternehmen zu halten bzw. fortlaufend neue und hoch qualifizierte Mitarbeitende an das Unternehmen zu binden, kann der Erfolg von SYZYGY darunter leiden. Das Risiko wird als mittel eingestuft. Risiken aus Akquisitionen Unternehmensakquisitionen waren und sind ein Teil der Wachstumspolitik von SYZYGY. Der wirtschaftliche Erfolg von Übernahmen ist davon abhängig, wie gut die erworbene Unternehmung in die bestehende Struktur eingegliedert werden kann und wie es gelingt, die angestrebten Synergieeffekte tatsächlich zu erzielen. Sollten die Bemühungen einer erfolgreichen Integration misslingen, so kann sich der Wert des übernommenen Unternehmens deutlich verringern. Dies könnte einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf bzw. Wertminderungsbedarf auf Beteiligungsbuchwerte ergeben, die im Rahmen des Unternehmenserwerbs auf die erworbenen Vermögenswerte bzw. auf erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte gebildet wurden. Das Risiko wird als mittel eingestuft. Liquiditätsrisiko Durch einen internen und externen Zahlungseinzugsprozess wird das Kundenausfallrisiko minimiert. Dadurch wird nicht zuletzt sichergestellt, dass dem Konzern ausreichende liquide Mittel zur Verfügung stehen, um operative Kosten und Kapitaldienste fristgerecht bedienen zu können. Im Rahmen des konzernweiten Liquiditätsmanagements erfolgt die Absicherung gegen Liquiditätsengpässe. Die Liquiditätsreserven werden im Rahmen der Planung überwacht. Die aktuell negative Entwicklung der Zinsen kann sich negativ auf die Finanzlage des Konzerns auswirken. 7.2 Chancen Digitalisierung Die SYZYGY GROUP erwartet weiterhin eine steigende Nachfrage nach Beratungs- und Implementierungs-Dienstleistungen rund um die Digitalisierung. Die Grenzen zwischen digitalem und klassischem Marketing sind heute fließend und die aggregierte Nutzung digitaler Medien hat die klassischen Medien überholt. Dies wird im täglichen Nutzerverhalten sichtbar, das von der Anwendung digitaler Medien dominiert wird. Langjährige Erfahrung SYZYGY unterstützt und berät Kunden bei der Transformation von Vertriebs- und Marketingprozessen. In diesem Markt ist die SYZYGY GROUP seit über 25 Jahren mit diesen Aufgabenstellungen beschäftigt und kennt die Bedürfnisse und Anforderungen sehr gut. Die SYZYGY GROUP gehört zu den führenden Digital-Dienstleistern in Deutschland und Großbritannien und arbeitet seit Jahrzehnten erfolgreich für große internationale Marken. Mit ausgezeichneter Strategieberatung, die stets die Basis für erfolgreiches Arbeiten ist, helfen wir Marketingentscheidern die richtigen Fragen zu stellen, Aufgaben zu definieren und Lösungen zu erarbeiten. Auf dieser Basis kann SYZYGY dank hoher technologischer Kompetenz und ausgezeichneter Kreation digitale Produkte entwickeln, die Firmen erfolgreich machen und Konsumenten begeistern. Ganzheitliches Serviceangebot SYZYGY ist führend in der Aktivierung von Kampagnen und digitalen Produkten. Damit kann SYZYGY ihre Kunden ganzheitlich und umfassend betreuen und Marketingentscheidern als erfahrener Partner von der Strategie über das Produkt bis zur Aktivierung zur Seite stehen. 8. Übernahmerelevante Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB mit Erläuterungen • Das Grundkapital der Syzygy AG beträgt EUR 13.500.026 und ist eingeteilt in 13.500.026 nennwertlose Stammaktien, die auf den Inhaber lauten. Unterschiedliche Aktiengattungen wurden nicht gebildet. • Die SYZYGY-Aktien sind nicht vinkuliert. Der Syzygy AG sind keine Beschränkungen in Bezug auf die Ausübung der Stimmrechte oder in Bezug auf die Übertragung von SYZYGY-Aktien bekannt. • Die WPP Gruppe hält die Mehrheit der Anteile und ist zum Stichtag mit 50,33 Prozent an der Syzygy AG beteiligt. • Keine der ausgegebenen Aktien der Syzygy AG sind mit Sonderrechten ausgestattet. • Eine Stimmrechtskontrolle für am Kapital beteiligte Beschäftigte wird von der Syzygy AG nicht vorgenommen. • Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach § 84 AktG. Die Satzung der Syzygy AG sieht darüber hinaus vor, dass der Vorstand aus mindestens zwei Personen besteht. Änderungen der Satzung obliegen nach § 119 AktG der Hauptversammlung. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat gemäß der Satzung i. V. m. § 179 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. • Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Oktober 2020 ist der Vorstand berechtigt, innerhalb von 5 Jahren eigene Aktien bis zu einem Gesamtbestand von insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals über die Börse oder über ein an alle Aktionär:innen gerichtetes öffentliches Kaufangebot zurückzukaufen. • Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 27. Mai 2026 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 6.750.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Das noch ausstehende genehmigte Kapital zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 6.750.000,00. • Wesentliche Vereinbarungen der Syzygy AG, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels stehen, sind nicht vorhanden. • Für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit Mitgliedern des Vorstands oder Beschäftigten keine Entschädigungsvereinbarungen getroffen worden. Allerdings können Inhaber von Phantom Stocks innerhalb von 6 Wochen nach Beendigung des Übernahmeangebots ihre Phantom Stocks zu dem dann bestehenden inneren Wert oder einem Mindestpreis von EUR 1,00 – je Phantom Stock ausüben. 9. Erklärung des Vorstands zu § 312 AktG Die WPP plc hält seit November 2015 die Mehrheit der Anteile an der Syzygy AG und ist daher herrschendes Unternehmen i. S. v. § 17 Abs. 2 AktG. SYZYGY ist daher zur Erstellung eines Abhängigkeitsberichts gemäß § 312 AktG verpflichtet. Die Syzygy AG hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden. 10. Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB i.V.m § 289f HGB Vorstand und Aufsichtsrat haben am 31. Oktober 2023 eine aktualisierte Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und veröffentlicht. Ferner wird im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben. Beide Erklärungen können auf unserer Unternehmenswebsite im Bereich „Corporate Governance“ eingesehen werden, die über https://syzygy-group.net/Corporate-Governance/ erreichbar ist. 11. Nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315c HGB31 11.1 Strategie und Management Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist für die SYZYGY GROUP ein wesentliches Grundprinzip der Unternehmensführung sowie Eckpfeiler der Strategie zur kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswertes und zur verantwortungsvollen Zukunftsgestaltung. Die Leistungen der SYZYGY GROUP sollen nicht nur für Kunden, Mitarbeitende und Stakeholder von Nutzen sein, sondern auch eine positive gesellschaftliche und ökologische Wirkung entfalten. Sie ist davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit entscheidend für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist. In dieser nichtfinanziellen Erklärung (NFE) berichtet die SYZYGY GROUP entsprechend den gesetzlichen Vorgaben nach § 289 c-e HGB und §315c HGB sowie Artikel 8 der Taxonomieverordnung über die Entwicklung und Fortschritte der Nachhaltigkeitshandlungsfelder der SYZYGY GROUP im Geschäftsjahr 2023. Diese NFE orientiert sich an den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen sowie den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, die zugleich Maßstab für die Beurteilung der Relevanz der Maßnahmen sind. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung wurde vom Aufsichtsrat der SYZYGY AG gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft und gebilligt. Nachhaltigkeitsmanagement Im Vorstand der SYZYGY AG ist der Chief Financial Officer (CFO) Erwin Greiner für das Thema Nachhaltigkeit verantwortlich. Gemeinsam mit dem Vorstand und dem Nachhaltigkeitsteam legt er die Strategie fest. Der Bereich Finance überwacht die Ergebnisse und Fortschritte in den Bereichen Umwelt, Mitarbeitende und Soziales anhand von Kennzahlen, die quartalsweise innerhalb der SYZYGY GROUP und der WPP Group erhoben werden, und steht den Tochtergesellschaften in allen Nachhaltigkeitsfragen zur Verfügung. Darüber hinaus ist hier auch der Verantwortungsbereich Compliance, Informationssicherheit und Datenschutz angesiedelt. Vorstand und Aufsichtsrat prüfen die Fortschritte und Ergebnisse des Nachhaltigkeitsmanagements, die in der nichtfinanziellen Berichterstattung veröffentlicht werden. Kennzahlenerfassung Die relevanten Daten in allen Handlungsfeldern werden quartalsweise erhoben und verifiziert, um die Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten zu gewährleisten. In diesem Rahmen erhebt die SYZYGY GROUP gruppenweit speziell definierte Daten und liefert diese an die WPP-Gruppe. Die Umweltkennzahlen wurden von ClimatePartner erfasst und ausgewertet. Darüber hinaus erfüllt die SYZYGY GROUP die Anforderungen des Kapitalmarktes. Die GROUP verweist gemäß § 315b Abs. 1 Satz 3 HGB zu einzelnen Aspekten auf die an anderer Stelle des Konzernlageberichts enthaltenen nichtfinanziellen Informationen. Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell der SYZYGY GROUP im Sinne des § 315c Abs. 1 in Verbindung mit § 289c Abs. 1 HGB ist in diesem Konzernlagebericht im Abschnitt 2 beschrieben. Die SYZYGY GROUP ist davon überzeugt, dass wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte in Einklang gebracht werden müssen, um nachhaltig zu sein. Das Ziel ist es, auf allen Stufen der Wertschöpfungskette einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Nichtfinanzielle Risiken Ein verbindendes Werteverständnis und einheitliche ethische Standards bei Kunden, Mitarbeitenden, Zuliefernden, Management und Investor:innen sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen schützen die Reputation der SYZYGY GROUP. Dadurch werden Kosten sowie finanzielle, rechtliche und operative Risiken reduziert. Das Image der SYZYGY GROUP wird zudem durch die Unterstützung gemeinnütziger Zwecke positiv beeinflusst. Ein funktionierendes Risiko- und Chancenmanagementsystem ist daher ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensführung. Die Identifikation und Bewertung potenzieller nichtfinanzieller Risiken erfolgt auf Konzernebene im Rahmen des bestehenden Risikomanagements. Mögliche Nachhaltigkeitsrisiken werden quartalsweise durch das Controlling identifiziert und bei Bedarf ergänzt. Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen nichtfinanziellen Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit, den Beziehungen zu Kunden und den Dienstleistungen identifiziert, die voraussichtlich negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte oder die Geschäftstätigkeit der SYZYGY GROUP haben oder haben werden. Über unsere Chancen und Risiken berichten wir in Abschnitt 5 dieses Konzernlageberichts. Wesentlichkeit Nachhaltigkeitsaspekte haben eine hohe Relevanz für unsere Geschäftstätigkeit. Im Zuge der zunehmenden Sensibilisierung für Nachhaltigkeitsthemen werden diese hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Unternehmen, für Umwelt und Gesellschaft, aber auch für unsere Stakeholder bewertet. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist ein zunehmender Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte zu beobachten. Darüber hinaus nehmen die Themen Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und Diversität sowie Compliance einen hohen Stellenwert bei der Bewertung der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte ein. Wesentlichkeitsanalyse Ziel der nichtfinanziellen Konzernerklärung ist die transparente Kommunikation der wesentlichen und relevanten nichtfinanziellen Aspekte gegenüber unseren Stakeholdern. Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsaspekten haben sich 2023 keine Änderungen ergeben. Aufgrund der neuen regulatorischen Anforderung, der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), wird die SYZYGY GROUP für 2024 eine Erneuerung der Wesentlichkeitsanalyse vornehmen. Im Berichtsjahr 2023 beschränken sich die wesentlichen Themen auf die Wesentlichkeitsdefinition des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG) in Verbindung mit den §§ 289b bis 289e HGB. Diese sind relevant für den Geschäftsprozess und das Geschäftsergebnis sowie für die Geschäftstätigkeit mit Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte. Umweltbelange Elektrifizierung des Fuhrparks Nutzung regenerativer Energiequellen Anfahrt der Mitarbeitenden und Homeoffice-Nutzung Nutzungsdauer von elektronischen Geräten Geschäftsreisen Belange der Mitarbeitenden Diversität und Inklusion Arbeitsbedingungen Entwicklung der Mitarbeitenden Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz Sozialbelange Beziehungen zu Kunden Gesellschaftliches Engagement Unternehmensführung / Compliance Menschenrechte Informationssicherheit und Datenschutz Bekämpfung von Korruption und Bestechung Verantwortungsvoller Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) Nachhaltigkeitsziele Responsibility, Togetherness und Innovation sind die drei Unternehmenswerte, die die SYZYGY GROUP auszeichnen, die Mitarbeitenden zusammenhalten, die tägliche Arbeit prägen und als Kompass für Entscheidungen und Handlungen dienen. Die SYZYGY GROUP übernimmt Verantwortung, indem sie die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten und Entscheidungen auf verschiedene Aspekte ihres Umfelds wie Mitarbeitende, Kunden, Liefernde, die Gesellschaft und die Umwelt in den Fokus nimmt. Dabei legt die Gruppe besonderen Wert darauf, ethische Standards einzuhalten, Gesetze und Vorschriften zu befolgen sowie sich aktiv für die Gesellschaft und die Umwelt zu engagieren. Langfristige Ziele und die Auswirkungen von Entscheidungen auf die Zukunft werden sorgfältig berücksichtigt und transparent kommuniziert. Die SYZYGY GROUP verpflichtet sich zudem dazu, Umweltstandards einzuhalten und sich für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Die SYZYGY GROUP richtet ihre Handlungsfelder, Ziele und Tätigkeiten auf eine nachhaltige Entwicklung aus, die aus der Wesentlichkeitsanalyse abgeleitet wurden. Richtungsgeber sind dabei vier der Sustainable Development Goals (SDGs). Die aktuellen globalen Ziele der Vereinten Nationen (UN) für eine nachhaltige Entwicklung: Hochwertige Bildung (SDG 4) Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5) Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG 8) Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13) Für mehr Bildung Innovative Technologien und veränderte Nutzer:innenverhalten erfordern die Weiterentwicklung interner Kompetenzen. Umso wichtiger ist es, dass die Mitarbeitenden dabei unterstützt werden, sich ständig weiterzubilden – fachlich, aber auch persönlich. Der Zugang zu inklusiver Bildung für alle Kolleg:innen ist ein wichtiger Baustein, damit sie ihr Potenzial voll entfalten und von Gleichberechtigung und Chancengleichheit profitieren können. Darüber hinaus ist die Motivation der SYZYGY GROUP die Möglichkeit, durch Wissen und Fähigkeiten einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Für mehr Chancengleichheit Chancengleichheit ist ein grundlegendes Menschenrecht und eine notwendige Basis für eine friedliche und nachhaltige Welt. Diversity, Equity und Inklusion (DE&I) sind Schlüsselkomponenten der Unternehmensphilosophie. Die SYZYGY GROUP engagiert sich aktiv für die Förderung von Chancengleichheit. Die Gruppe strebt ein integratives und flexibles Arbeitsumfeld an, das es allen Mitarbeitenden ermöglicht, ihr volles Potenzial zu entfalten. Konkrete Maßnahmen, wie die Beseitigung von Gehaltsunterschieden zwischen den Geschlechtern und die Auswahl der am besten geeigneten Kandidat:innen unabhängig von deren Geschlecht, werden umgesetzt, um die Chancengleichheit zu stärken. Für ein besseres Klima Die SYZYGY GROUP setzt sich aktiv für ein positives Klima ein. Digitalisierung und Green IT werden von der Gruppe als bedeutende Treiber für eine umweltfreundlichere Unternehmens- und Gesellschaftslandschaft betrachtet. Vor diesem Hintergrund ist die SYZYGY GROUP bestrebt, ihre eigenen Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren und auszugleichen und gleichzeitig digitale Systeme zu entwickeln, die einen positiven Beitrag zum Klima leisten. Für inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum Als börsennotiertes Unternehmen trägt die SYZYGY GROUP die Verantwortung für ein wirtschaftlich nachhaltiges Wachstum als auch wettbewerbsfähige Geschäftsfähigkeit. Dies beinhaltet die Förderung des wirtschaftlichen Wachstums durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die Entwicklung der Mitarbeitenden sowie die Förderung von Diversität und Inklusion. 11.2 Umweltbelange Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein wichtiges Ziel, wenn auch für einen Dienstleister im Vergleich zu produzierenden Unternehmen von untergeordneter Bedeutung. Klimastrategie Die Folgen des Klimawandels erstrecken sich weit über unsere Welt und beeinflussen sowohl die Wirtschaft als auch den Alltag jedes Individuums. Um eine klimafreundlichere Gesellschaft und Wirtschaft zu erreichen, sind Digitalisierung und Green IT bedeutende Faktoren. Die SYZYGY GROUP leistet ihren Beitrag, indem sie ihre Emissionen ermittelt, Vermeidungs- und Reduktionspotenziale identifiziert, Reduktionsziele festlegt sowie entsprechende Maßnahmen und Initiativen entwickelt und fördert. Zudem setzt jede operative Einheit eigenständig Umweltschutzmaßnahmen um, um die gruppenweiten Ziele zu unterstützen und die Gruppe zu einem klimafreundlichen Konzern zu machen und einen effizienten Umgang mit Ressourcen zu gewährleisten. Transparenz zu Treibhausemissionen Der Corporate Carbon Footprint (CCF) der SYZYGY AG wird in Zusammenarbeit mit ClimatePartner seit 2021 berechnet. Dabei werden die CO₂-Emissionen der einzelnen Standorte und Tochtergesellschaften in Bad Homburg, Berlin, Frankfurt, Hamburg, London, München, New York und Warschau zusammengefasst. Die Berechnung des CCF erfolgte nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard (GHG Protocol) und berücksichtigt dabei Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionsquellen. Die Erfassung und Berichterstattung von Scope 3-Emissionen im GHG-Protokoll ist optional, aber zugleich ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz und Verantwortung. Dies hilft der SYZYGY GROUP, ihr Bewusstsein für Umwelt- und Klimafragen zu stärken, indem sie den ökologischen Fußabdruck ihrer Aktivitäten umfassend erfasst und analysiert. Gesamtergebnis der Emissionsberechnung für die Geschäftsaktivitäten Die SYZYGY GROUP hat Maßnahmen ergriffen, um die CO₂-Emissionen zu senken, und somit ihren ökologischen Fußabdruck (CCF) zu verringern. Im Jahr 2023 wurden die gesamten CO₂-Emissionen um 25 Prozent auf 753,43 Tonnen CO₂ (Vorjahr: 1.003 Tonnen CO₂) reduziert. Bezogen auf die Mitarbeitenden betrugen sie 1,23 Tonnen CO₂ (Vorjahr: 1,74 Tonnen CO₂) und konnten gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent gesenkt werden. CO₂ (in Tonnen) 2023 2022 Veränd. CO₂-Emissionen in Tonnen pro Mitarbeitenden – gesamt 1,23 1,74 -29% Abs. CO2-Emissionen in Tonnen – gesamt 735,42 1.003,27 -25% * GHG-Protokoll / Die CO₂-Emissionen pro Mitarbeitenden basieren auf der durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten von 616 im Berichtsjahr bzw. 577 im Vorjahr. Durch die Ermittlung des CCF wurden Vermeidungs- und Reduktionspotenziale aufgezeigt, die in Reduktionsziele münden. Um diese Ziele zu erreichen, wurden verschiedene Maßnahmen und Initiativen entwickelt. Die Zielerreichung im Berichtsjahr ist in der folgenden Tabelle dargestellt: Größte Einsparpotenziale von Emissionen Reduktionsziele (Maßnahmen & Initiativen) Zielerreichung gegenüber Vorjahr Scope 1 Unternehmenseigener Fuhrpark (Firmenfahrzeuge) Reduzierung der Emissionen durch Elektrifizierung der Fahrzeugflotte bis 2025 (Klimaneutralität in Scope 1) Reduktion der direkten Emissionen des Firmenfuhrparks: Gesamt: -15 Prozent pro Mitarbeitenden: -13 Prozent 52 Prozent der Firmenfahrzeuge sind Elektro- oder Hybridfahrzeuge 24 Prozent davon sind reine Elektrofahrzeuge Scope 2 Zugekaufte Energie wie Strom und Heizung (Energiebedarf von Gebäuden) Nutzung erneuerbarer Energien (seit 2021 Klimaneutralität in Scope 2) Reduktion der Gebäudeemissionen durch Förderung von nachhaltigen Verhaltensweisen in den täglichen Aktivitäten der Mitarbeitenden Reduktion CO₂-Emissionen der eingekauften Wärme und Strom für den Eigenbedarf: Gesamt: +4 Prozent pro Mitarbeitenden: 0 Prozent 100% Treibhausgas-neutralität bei den Strom-CO₂-Emissionen an allen Standorten Scope 1 + 2 Reduktion der unternehmensweiten Scope-1- und Scope-2-Emissionen: gesamt: -4 Prozent pro Mitarbeitenden: -11 Prozent Scope3 Anfahrt Mitarbeitende Reduktion der CO₂-Emissionen beim Arbeitsweg durch Förderung der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad oder E-Bike sowie der Homeoffice-Tätigkeit Reduktion der CO₂-Emissionen bei der Anfahrt der Mitarbeitenden und Home-Office: gesamt: -22 Prozent pro Mitarbeitenden: -26 Prozent Eingekaufte elektronische Geräte Reduktion von CO₂-Emissionen durch längere Nutzungsintervalle von elektronischen Geräten Reduktion der CO₂-Emissionen von eingekauften elektronischen Geräten durch längere Nutzungsdauer: gesamt: -56 Prozent pro Mitarbeitenden: -67 Prozent Geschäftsreisen Reduktion von CO₂-Emissionen bei Geschäftsreisen durch verstärkte Nutzung der Bahn und Videokonferenzen der Flugmeilen im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 50 Prozent Reduktion der CO₂-Emissionen von Geschäftsreisen gesamt: gesamt: -27 Prozent pro Mitarbeitenden: -33 Prozent Flugmeilen: gesamt: -24 Prozent pro Mitarbeitenden: -29 Prozent Produkte und Dienstleistungen Beratung der Kunden zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes im digitalen Ökosystem bei Projekten und Kampagnen Durchführung einer umfassenden Portfolioanalyse, zur Reduktion von CO₂-Emissionen im Digitalen Ökosystem. Veröffentlichung eines Whitepapers mit konkreten nachhaltigen Maßnahmen, um klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen für Kunden anzubieten Reduzierung der Scope 1 Emissionen Firmenfahrzeuge Die SYZYGY GROUP unterstützt eine umweltfreundliche Zukunft, indem sie ihre Firmenfahrzeuge auf Elektro- und Hybridmodelle umstellt. Dieser Schritt wird dazu beitragen, die Emissionen weiter zu reduzieren. Das Ziel ist es, bis 2025 ausschließlich Elektro- und Hybridfahrzeuge als Firmenwagen einzusetzen. Derzeit sind bereits 52 Prozent der Fahrzeuge Elektro- oder Hybridfahrzeuge, wobei 24 Prozent davon reine Elektrofahrzeuge sind. Diese Maßnahme trägt nicht nur zur Nachhaltigkeit bei, sondern zeigt auch das Engagement der SYZYGY GROUP für eine umweltbewusste Mobilität. Im Jahr 2023 betrugen die Scope-1-Emissionen 42,02 Tonnen CO₂. Diese Emissionen sind ausschließlich auf die Fahrzeugflotte zurückzuführen, die durch die Umstellung auf Elektro- und Hybridfahrzeuge um weitere 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert wurde. Direkte klimarelevante Emissionen (Scope 1) In Scope 1 sind alle Emissionen enthalten, die direkt durch die Firmenfahrzeuge verursacht werden. CO₂ (in Tonnen) 2023 2022 Veränd. CO2-Emission (Scope 1) in tCO2e – marketbased 42,02 49,35 -15% * GHG-Protokoll Reduzierung der Scope 2 Emissionen Wärme und Strom Im Jahr 2023 betrugen die CO₂-Emissionen für eingekaufte Wärme 113,78 Tonnen. Pro Mitarbeitenden hat sich im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderung ergeben. Der Hauptsitz der SYZYGY GROUP in Bad Homburg v.d.H. trägt zur Reduzierung klimarelevanter Emissionen bei, indem er dem GreenBuilding-Standard und dem internationalen LEED-Standard in Gold entspricht und hohe ökologische Standards erfüllt. Obwohl die SYZYGY GROUP nicht direkt Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäude ihrer Tochtergesellschaften ergreifen kann, da sie nicht die Eigentümerin dieser Gebäude ist, beabsichtigt sie dennoch, durch ihre Initiativen und festgelegten Ziele nachhaltige Praktiken innerhalb des Unternehmens zu fördern und zu integrieren. Seit 2021 bezieht die SYZYGY GROUP an all ihren Standorten in Deutschland Strom aus 100 % erneuerbaren Energiequellen, nachdem sie Ökostromlieferverträge abgeschlossen hat. Dieser Schritt unterstreicht das Engagement des Unternehmens für eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieversorgung. Darüber hinaus ist die Gruppe dank der über die WPP-Gruppe bezogenen Renewable Energy Certificates (RECs) auch an allen internationalen Standorten treibhausgasneutral bei den Strom-CO₂-Emissionen (in Scope 2). Indirekte klimarelevante Emissionen (Scope 2) Scope 2 erfasst Emissionen, die durch zugekaufte Energie wie Strom und Fernwärme entstehen. CO₂ (in Tonnen) 2023 2022 Veränd. CO2-Emission (Scope 2) in tCO2e, Grüner Strom, Strom aus erneuerbaren Quellen – marketbased 0 0 0% CO2-Emission (Scope 2) in tCO2e – Wärme 113,78 109,40 +4% CO2-Emission (Scope 2) in tCO2e – eingekaufter Strom für Eigenbedarf (Fuhrpark) 0 3,35 -100% * GHG-Protokoll Energieverbrauch (in kWh) 2023 2022 Veränd. Heizung 569.264 565.111 +6% Strom 666.765 669.141 0% Reduzierung von direkten und indirekten klimarelevanten Emissionen (Scope 1 und Scope 2) Im Jahr 2023 betrugen die CO₂-Emissionen pro Kopf (Scope 1 und 2) 0,25 Tonnen CO₂, eine Reduktion um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (0,28 t CO₂). CO₂ (in Tonnen) 2023 2022 Veränd. CO₂-Emissionen (Scope 1 + 2) in tCO2e pro Kopf – gesamt 0,25 0,28 -11% Abs. CO2-Emissionen (Scope 1 + 2) in tCO2e – gesamt 155,80 162,10 -4% * GHG-Protokoll Reduzierung der Scope 3 Emissionen In den kommenden Jahren werden insbesondere die indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope 3) entscheidend für die Reduktion der Gesamtemissionen des Unternehmens sein. Dazu gehören auch die CO₂-Emissionen, die durch eingekaufte Geräte, Geschäftsreisen und Pendeln der Mitarbeitenden entstehen. Die Lieferkette der SYZYGY GROUP verursacht 79 Prozent (Vorjahr: 84 Prozent) der Gesamtemissionen in Scope 3 mit 598 Tonnen CO₂-Emissionen (pro Mitarbeitenden: 0,97 t CO₂). Dies entspricht einer Reduktion von 29 Prozent. Ziel ist es, diese Emissionen durch Maßnahmen und Initiativen in den Bereichen Pendlerverkehr und Home-Office der Mitarbeitenden, Nutzung elektronischer Geräte sowie Geschäftsreisen zu reduzieren. Die Datenerfassung der Scope-3-Emissionen ist besonders anspruchsvoll, da sie sich der direkten Kontrolle der SYZYGY GROUP entziehen. Sie setzt sich jedoch aktiv für die Verbesserung der Datenerfassung und -qualität ein. Eingekaufte elektronische Geräte Die SYZYGY GROUP hat sich für eine längere Nutzungsdauer von ca. 4 Jahren bei elektronischen Geräten entschieden, um den Energie- und Ressourcenverbrauch und damit die Gesamtemissionen zu minimieren. Sie werden in der CO₂-Bilanz nur im Jahr der Anschaffung berücksichtigt. Das bedeutet, dass jedes Jahr, in dem die Geräte wiederverwendet werden, die Menge der Emissionen, die von den Geräten erzeugt werden, nicht in die Bilanz aufgenommen wird. Im Jahr 2023 verursachten die eingekauften elektronischen Geräte CO₂-Emissionen von 68 Tonnen (pro Mitarbeitenden: 0,1 t CO₂). Damit konnten die CO₂-Emissionen um 56 Prozent reduziert werden. Geschäftsreisen Die SYZYGY GROUP ist bestrebt, die Umweltbelastung durch Geschäftsreisen (insgesamt: 106 t CO₂ bzw. 0,17 t CO₂ pro Mitarbeitenden) wie Flugreisen und Hotelübernachtungen zu reduzieren. Das Unternehmen fördert die Nutzung von Bahn und Videokonferenzen zur Minimierung der Umweltbelastung, was auch in einer für alle Mitarbeitenden verbindlichen Reiserichtlinie verankert ist. Die SYZYGY GROUP hat sich verpflichtet, ihre Flugreisen auf ein Minimum zu beschränken und nur dann zu nutzen, wenn es geschäftlich notwendig ist oder die Reisezeit dadurch erheblich verkürzt wird. Im Jahr 2023 betragen die Emissionen aus Flugreisen 65,7 t CO₂, was einer Pro-Kopf-Emission von 0,1 t CO₂ entspricht (Reduktion gegenüber Vorjahr: insgesamt 42 Prozent bzw. 50 Prozent pro Mitarbeitenden). Pendelverkehr Mitarbeitende Die Reduzierung der CO₂-Emissionen durch die Mobilität der Mitarbeitenden erfolgt durch die Förderung des öffentlichen Verkehrs. Die SYZYGY GROUP unterstützt dies durch finanzielle Zuschüsse für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und fördert eine Kultur der Nachhaltigkeit, indem sie Anreize für den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel wie Fahrräder oder Elektrofahrräder schafft. Ein weiterer Ansatz ist die Förderung flexibler Arbeitsmodelle wie Home-Office und andere Regelungen, die die Notwendigkeit des Pendelns reduzieren. Auf Basis einer jährlichen Mitarbeiterbefragung werden die CO₂-Emissionen des Arbeitsweges der Mitarbeitenden ermittelt, die im Berichtsjahr um 22 Prozent reduziert werden konnten. Diese belaufen sich auf insgesamt 331 Tonnen CO₂-Emissionen (pro Mitarbeitenden: 0,5 t CO₂). Als Datengrundlage dienten das benutzte Verkehrsmittel, die zurückgelegte Distanz, die Anzahl Monate im zu bilanzierenden Jahr, die durchschnittliche Anzahl Arbeitstage pro Woche sowie der Home-Office-Anteil. Indirekte klimarelevante Emissionen (Scope 3) Scope 3 umfasst Emissionen wie Pendelverkehr der Mitarbeitenden, Geschäftsreisen, Einkauf von IT-Equipment, externe Rechenzentren oder Büropapier. Zu den Emissionen aus Geschäftsreisen werden Emissionen aus Flugreisen, Bahnreisen oder Hotelaufenthalten zugeordnet. CO₂ (in Tonnen) 2023 2022 Veränd. CO₂-Emissionen (Scope 3), aus Pendelverkehr der Mitarbeitenden) in tCO2e 330,59 422,88 -22% CO₂-Emissionen (Scope 3), aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen) in tCO2e 69,06 150,24 -56% CO₂-Emissionen (Scope 3), aus Brennstoff- und energiebezogenen Emissionen) in tCO2e 82,86 107,65 -23% CO₂-Emissionen (Scope 3), aus Geschäftsreisen in tCO2e 106,92 145,62 -27% * GHG-Protokoll Flugreisen 2023 2022 Veränd. Dienstreisen mit dem Flugzeug (in Meilen) CO₂-Emissionen (Scope 3), aus geschäftl. Flugreisen) in tCO2e 274.973 65,70 363.524 112,40 -24% -42% Einsatz von erneuerbaren und nicht erneuerbaren Materialien Als dienstleistungsorientiertes Unternehmen ist die Abfallmenge von untergeordneter Bedeutung. Dennoch ist die SYZYGY GROUP bestrebt, mit den vorhandenen Ressourcen sorgsam umzugehen, Abfälle zu reduzieren und zu recyceln, um eine verantwortungsvolle und nachhaltige Geschäftspraxis zu gewährleisten. Die wichtigsten Abfallarten sind Elektronikschrott und Büroverbrauchsmaterialien wie Papier, Karton, Drucker- und Tonerkartuschen sowie Computerausrüstung. Darüber hinaus wird in den Geschäftsprozessen auf die Verwendung von umweltfreundlichem Papier (Recycling, FSC) geachtet und auf Ausdrucke weitestgehend verzichtet. Druckprodukte 2023 2022 Veränd. CO₂-Emissionen (Scope 3), Druckprodukte) in tCO2e 1,15 0,67 +72% Reduzierung des Müllverbrauchs und Mülltrennung Obwohl die Abfallentsorgung bereits sehr gut geregelt ist, hat die Abfallvermeidung weiterhin eine hohe Umweltrelevanz. Ziel ist es, Abfälle so weit wie möglich zu vermeiden. Abfall (in kg) 2023 2022 Veränd. Mobiltelefone 2 12 -83% Drucker- und Tonerpatronen 30 39 -23% Papier und Pappe 4.082 3.475 +17% Computer-Equipment 389 898 -57% Gelbe Tonne/Grüner Punkt und Restmüll 4.690 6.356 -26% Elektronikschrott wird dem Recycling zugeführt. Um die Abfallmengen im Bereich Mobiltelefone und EDV-Geräte zu reduzieren, wird den Mitarbeitenden der Kauf von Altgeräten über einen Online-Shop angeboten. Alle gängigen Druckerpatronen und Tonerkartuschen werden in den deutschen Gesellschaften in einer Sammelbox der Caritas oder der European Recycling Plattform gesammelt und in einem zertifizierten Fachbetrieb aufbereitet und wieder befüllt. So wird die Umwelt entlastet und zusätzlich Geld für Projekte gesammelt, die Menschen in Not unterstützen. Reduzierung von CO₂-Emissionen im Digitalen Ökosystem Die SYZYGY GROUP beschäftigt sich intensiv mit dem Product Carbon Footprint (PCF), einer Methode zur ganzheitlichen Berechnung der Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Dieser Lebenszyklus umfasst die Herstellung, den Transport, die Nutzung und die Entsorgung. Die Anwendbarkeit des PCF erstreckt sich über verschiedene Bereiche, von der Digitalisierung bis zur Customer Journey. Durch die Anwendung dieser Methode können die Umweltauswirkungen des gesamten digitalen Ökosystems analysiert und minimiert werden. Die SYZYGY GROUP hat ihr Portfolio genau unter die Lupe genommen, um zu ermitteln, welche Maßnahmen und Lösungen für Kunden dazu beitragen können, klimafreundliche Produkte oder Dienstleistungen anzubieten. Sie präsentiert in ihrem Point of View (POV) den aktuellen Stand der Nachhaltigkeit in der Digital-Branche. Es wird erörtert, wie Emissionen von Anfang an reduziert werden können, anstatt sie erst am Ende auszugleichen. Dabei werden verschiedene Bereiche von Strategie und Business Design über Bild- und Videoproduktion, Design, IT und Hosting bis hin zu Marketing und Mediaplanung abgedeckt. Das POV kann von der Website der SYZYGY GROUP (https://www.syzygy-group.net/klima-und-umwelt/) heruntergeladen werden. Ausgleich von CO₂-Emissionen Die SYZYGY GROUP übernimmt Verantwortung für die von ihr verursachten Emissionen in Höhe von 753 Tonnen und arbeitet kontinuierlich an deren Reduzierung. Dabei setzt die Gruppe auf verschiedene Maßnahmen, um die CO₂-Emissionen zu reduzieren. Trotz dieser Anstrengungen bleiben unvermeidbare Treibhausgasemissionen bestehen. Aus diesem Grund hat die SYZYGY GROUP ihren CO₂-Fußabdruck in Höhe von 850 Tonnen mit Carbon Credits von KLIM kompensiert. Damit unterstützt die SYZYGY GROUP den Klimaschutz in Deutschland und investiert in die regenerative Landwirtschaft. Regenerative Landwirtschaft (auch Carbon Farming genannt) ist eine Form der Landwirtschaft, die CO₂ im Boden speichert bzw. bindet und diesen regeneriert. Dies wird durch Maßnahmen erreicht, die die Bodengesundheit und damit die CO₂-Speicherkapazität des Bodens verbessern und gleichzeitig die Wasserspeicherkapazität und Resilienz gegenüber Klimakatastrophen erhöhen. Risiken der Umweltbelange Generell ist es das Ziel der SYZYGY GROUP, die Energieeffizienz zu steigern und den Energieverbrauch zu senken. Einzelne finanzielle Aspekte, wie z.B. Energiepreissteigerungen, liegen weitgehend außerhalb des Einflussbereichs der SYZYGY GROUP und können nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. Die möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Geschäftsbeziehungen werden als gering eingeschätzt. Daher wird das Risiko dieser Umweltaspekte in der Gesamtbewertung als gering eingestuft. Entsprechung mit den Transparenzvorgaben der EU-Taxonomie In der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 zu Artikel 8 der Taxonomie sind Inhalt, Methodik und Darstellung der von Finanz- sowie Nicht-Finanzunternehmen offenzulegenden Informationen über den Anteil ökologisch nachhaltiger Wirtschaftstätigkeiten an ihren Geschäfts-, Investitions- oder Kreditvergabeaktivitäten festgelegt. Mit der Einführung der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Jahr 2021 und deren Ergänzung im Jahr 2023 (Delegierte Verordnung (EU) 2023/2485) hat die EU die Voraussetzungen festgelegt, anhand derer bestimmt wird, ob eine Wirtschaftstätigkeit einen wesentlichen Beitrag zum „Klimaschutz“ und „Anpassung an den Klimawandel mit Kriterien“ leistet und ob diese Wirtschaftstätigkeit keines der anderen Umweltziele erheblich beeinträchtigt. Darüber hinaus hat die EU im Jahr 2023 die Delegierte Verordnung (EU) 2023/2486 erlassen, in der die Kriterien für die Taxonomiefähigkeit und -konformität von Wirtschaftstätigkeiten für weitere vier Umweltziele festgelegt sind. Diese umfassen die Berichtspflicht zur Taxonomiefähigkeit auf die Umweltziele „Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen“, „Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft“, „Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung“ und „Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme“ Taxonomiekonformität auf Umweltziele 1 und 2 Im Geschäftsjahr 2023 sind bei der SYZYGY GROUP keine Umsätze oder wesentlichen Aufwände mit den in den Delegierten Rechtsakten für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel genannten Wirtschaftsaktivitäten entstanden. Hinsichtlich der Aktivitäten „6.5 Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen“ und „7.7 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden“ liegt bisher keine ausreichende Dokumentation einer Klimarisikoanalyse vor, so dass diese nicht als taxonomiekonform eingestuft werden können. Die SYZYGY GROUP wird die Erkenntnisse der durchgeführten Analysen zur Vorbereitung und Verbesserung einzelner Berichtsprozesse der Taxonomiekonformität von taxonomiefähigen Aktivitäten für das kommende Berichtsjahr nutzen. Taxonomiefähigkeit der Umweltziele 3-6 Im Geschäftsjahr 2023 sind bei der SYZYGY GROUP keine Umsätze oder wesentlichen Aufwände mit den in den Delegierten Rechtsakten für Wasser- und Meeresressourcen, Kreislaufwirtschaft, Umweltverschmutzung und Biodiversität genannten Wirtschaftsaktivitäten entstanden. Ausweis der Taxonomie-Kennzahlen In der nachfolgenden Übersicht ist der Anteil der taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten für die Umweltziele an den Umsatzerlösen, sowie an den Investitionsausgaben und den Betriebsausgaben dargestellt: Umsätze aus taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) Umsatz 2022 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Wirtschaftstätigkeiten Nummer Umsatz Gesamt Anteil Umsatz Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Soziale Mindeststandards "Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten)" "Kategorie (Übergangstätigkeiten)" A. Taxonomiefähige Tätigkeiten tEUR % % % % % % % J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0% 0% 0% N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A 0% N/A N/A A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 0% Gesamt A1 + A2 0 0 0% B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 71.742 100% Gesamt A + B 71.742 100% Kennzahlen CapEx 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) CapEx2022 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Wirtschaftstätigkeiten Nummer CapEx Gesamt Anteil CapEx Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Soziale Mindeststandards "Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten)" "Kategorie (Übergangstätigkeiten)" A. Taxonomiefähige Tätigkeiten tEUR % % % % % % % J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0% N N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A 0% N/A N/A A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen 6.5 96 5% Erwerb von und Eigentum an Gebäuden 7.7 851 45% CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 946 50% Gesamt A1 + A2 946 50% 0% B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 941 50% Gesamt A + B 1.887 100% Kennzahlen OpEx Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) OpEx2022 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 20 21 Wirtschaftstätigkeiten Nummer OpEx Gesamt Anteil OpEx Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Soziale Mindeststandards 2022 "Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten)" "Kategorie (Übergangstätigkeiten)" A. Taxonomiefähige Tätigkeiten tEUR % % % % % % % J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0% 0% 0% N/A N/A N/A N/A 0% A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 0% Gesamt A1 + A2 0 0 0% B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) -428 100% Gesamt A + B -428 100% Umsatzanteil aus taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten Umsatzanteil / Gesamtumsatz Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Klimaschutz (CCM) 0% 0% Anpassung an den Klimawandel (CCA) 0% 0% Wasser (WTR) 0% 0% Kreislaufwirtschaft (CE) 0% 0% Umweltverscmutzung (PPC) 0% 0% Biologische Vielfalt (BIO) 0% 0% CapEx-Anteil aus taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten Investitionsausgaben (CapEx) Anteil / Gesamt-Investiionsausgaben (CapEx) Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Klimaschutz (CCM) 0% 50% Anpassung an den Klimawandel (CCA) 0% 0% Wasser (WTR) 0% 0% Kreislaufwirtschaft (CE) 0% 0% Umweltverscmutzung (PPC) 0% 0% Biologische Vielfalt (BIO) 0% 0% OpEx-Anteil aus taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten OpEx-Anteil / Gesamt-OpEx Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Klimaschutz (CCM) 0% 0% Anpassung an den Klimawandel (CCA) 0% 0% Wasser (WTR) 0% 0% Kreislaufwirtschaft (CE) 0% 0% Umweltverscmutzung (PPC) 0% 0% Biologische Vielfalt (BIO) 0% 0% Gemäß der Delegierten Verordnung (EU) 2022/1214 ist die SYZYGY GROUP darüber hinaus verpflichtet, spezifische Angaben zu wirtschaftlichen Aktivitäten in den Bereichen Kernenergie und fossile Brennstoffe zu machen. Die detaillierten Offenlegungsanforderungen gemäß Anhang XII der Delegierten Verordnung sind auf die SYZYGY GROUP nicht anwendbar. Tätigkeiten im Bereich Kernenergie und fossiles Gas Tätigkeiten im Bereich Kernenergie Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. nein Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. nein Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. nein Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. nein Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. nein Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. nein 11.3 Belange der Mitarbeitenden Die SYZYGY GROUP ist davon überzeugt, dass die Leistungen und Fähigkeiten ihrer Mitarbeitenden die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens bilden. Daher ist es besonders wichtig, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sich durch Partizipation, Fairness und Vielfalt auszeichnet und flexible und partizipative Arbeitsmodelle fördert. Darüber hinaus engagiert sich die SYZYGY GROUP im Bereich der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes, was ein wesentlicher Bestandteil einer verantwortungsvollen Arbeitgebertätigkeit ist. Um die tägliche Arbeit zu prägen und als Kompass für alle Entscheidungen und Handlungen zu dienen, hat das Unternehmen drei Unternehmenswerte definiert: Responsibility, Togetherness und Innovation. Durch gemeinsame Events und Erlebnisse, Weiterbildungsworkshops und flexible Arbeitsmodelle werden diese Werte mit Leben gefüllt und die Mitarbeitenden inspiriert und gefördert. Diversität und Inklusion Vielfalt und Chancengleichheit Die SYZYGY GROUP legt großen Wert auf die Förderung der bestmöglichen Kultur in ihrem Unternehmen. Diversity, Equality und Inclusion (DE&I) stehen dabei im Mittelpunkt aller Aktivitäten und unterstützt die Chancengleichheit aller Menschen und positioniert sich klar gegen Diskriminierung jeglicher Art. Diversity bedeutet die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt und Individualität. Ziel ist es, die Vielfalt der Mitarbeitenden zu fördern. Nur wenn alle Mitarbeitenden ihre Talente entfalten können, entstehen vielfältige neue Ideen und damit nachhaltiger Erfolg. Voraussetzung dafür ist ein Arbeitsumfeld, das frei von Vorurteilen ist und alle Mitarbeitenden gleichbehandelt, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Alter und sexueller Identität. Aus diesem Grund hat sich auch die SYZYGY GROUP entschieden, die "Charta der Vielfalt" zu unterzeichnen. Ziel der Initiative ist es, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt in Deutschland zu fördern. Als internationales Unternehmen ist die SYZYGY GROUP bestrebt, den Wandel voranzutreiben und aktiv mitzugestalten und erkennt, dass neben technologischem Fachwissen und Erfahrung auch Soft Skills wie Kreativität eine hohe Bedeutung haben. Dieses Engagement unterstützt die SYZYGY GROUP mit der Kampagne "Women in Digital" anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2023. Die Frage, wie Frauen ermutigt werden können, in die Digitalbranche einzusteigen oder die Branche zu wechseln, wurde von Kolleginnen und Kollegen auf LinkedIn und in unserem Blog diskutiert. Auf diesen Plattformen wurden verschiedene Wege in die Digitalbranche vorgestellt und bei internen virtuellen "Lunchtime Inspiration"-Meetings intensive Diskussionen geführt. Jede operative Einheit und die SYZYGY Holding legen Wert auf Chancengleichheit und Vielfalt bei der Auswahl und Entwicklung der Mitarbeitenden. Darüber hinaus werden auch flexible Arbeitsmodelle gefördert, um ein konstruktives und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen. Geschlechtervielfalt Die SYZYGY GROUP legt großen Wert auf die Förderung der Geschlechterparität auf allen Ebenen des Unternehmens. Im Jahr 2023 waren 51 Prozent der Mitarbeitenden weiblich. Der Anteil der Frauen in Führungspositionen lag bei 35 Prozent und auf Vorstands- und Aufsichtsratsebene bei 33 Prozent. Dies zeigt, dass sich das Unternehmen aktiv dafür einsetzt, die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen zu fördern und ein integratives und flexibles Arbeitsumfeld zu schaffen. Geschlechterparität Geschlecht 2023 2022 Veränd. Frauen 51% 49% +2pp Männer 49% 51% -2pp Frauenanteil in Führungspositionen Geschlecht 2023 2022 Veränd. Aufsichtsrat 33% 33% 0pp Vorstand 33% 33% 0pp Mitarbeitende Frauen in Führungspositionen 35% 35% 0pp Die SYZYGY GROUP ist bestrebt, für Beschäftigte, die im Laufe ihrer Tätigkeit eine Behinderung entwickeln, zeitnah und in Zusammenarbeit mit ihnen Anpassungen der Arbeitsumgebung oder andere Beschäftigungsvereinbarungen vorzunehmen, soweit dies möglich ist. Die Gruppe beschäftigt derzeit 0,7 Prozent (Vorjahr: 0,7 Prozent) Menschen mit Einschränkungen oder Behinderungen, denen die SYZYGY GROUP auch in Zukunft eine gleichberechtigte berufliche Perspektive bieten wird. Altersverteilung Die Altersverteilung der Belegschaft ist – mit Blick auf den demografischen Wandel – von besonderer Bedeutung. Die SYZYGY GROUP profitiert von einer gesunden Altersstruktur, die sich durch Erfahrung, Kreativität und Dynamik auszeichnet. 76 Prozent (Vorjahr: 76 Prozent) der Mitarbeitenden sind jünger als 40 Jahre. Im aktuellen Berichtszeitraum ist das Durchschnittsalter in der SYZYGY GROUP 34,5 Jahre. Altersstruktur 2023 2022 Veränd. 19 Jahre und jünger – – – 20-29 Jahre 38% 35% +3pp 30-39 Jahre 38% 41% -2pp 40-49 Jahre 20% 19% -1pp 50-59 Jahre 4% 4% 0pp Älter als 60 Jahre 0% 0% 0pp Weitere Angaben zum Diversitätskonzept von Vorstand und Aufsichtsrat beinhaltet die Corporate Governance-Erklärung. 2023 2022 Vorstand Aufsichtsrat Vorstand Aufsichtsrat Unter 30 Jahre 0% 0% 0% 0% 30-50 Jahre 0% 0% 33,3% 0% Über 50 Jahre 100% 100% 66,7% 100% Faire Vergütung Die SYZYGY GROUP stellt sicher, dass ihre Beschäftigten eine wettbewerbsfähige Vergütung erhalten, die auf ihrer Leistung basiert und den Standards des jeweiligen nationalen Arbeitsmarktes entspricht. Die Vergütung honoriert die Arbeitsleistung aller Mitarbeitenden in gleicher Weise und vergütet sie ohne Diskriminierung. Im Einklang mit dem Prinzip der Gleichbehandlung wird Männern und Frauen in ähnlichen Positionen das gleiche Gehalt gezahlt. Die Gruppe hat Verfahren eingeführt, die eine gerechte und einheitliche Bezahlung der Mitarbeitenden gewährleisten, abhängig von der Art ihrer Arbeit, ihrer beruflichen Erfahrung, ihrer Position und Karrierestufe sowie ihrem regionalen Standort. Darüber hinaus bietet die SYZYGY GROUP ihren Mitarbeitenden zusätzliche Leistungen wie Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge, zu vermögenswirksamen Leistungen, zu ÖPVN sowie Company Bikes. Des Weiteren wurden zur Abmilderung von Inflationseffekten zusätzliche Einmalzahlungen für die Beschäftigten vereinbart, die in zwei Teilbeträgen (November 2022 / März 2023) ausbezahlt wurden. Flexible Arbeitsmodelle Die Mitarbeitenden erwarten flexible Arbeitsmodelle: Homeoffice, Büro, Hybrid oder auch Teilzeit – alles ist möglich, denn die SYZYGY GROUP hat verschiedene Modelle der Arbeitsorganisation eingeführt. Modelle, die jeweils gemeinsam mit den Teams an allen Standorten des Unternehmens entwickelt und etabliert wurden. So kann das Arbeitsmodell gewählt werden, das den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeitenden am besten entspricht. Die SYZYGY GROUP legt großen Wert auf attraktive Arbeitsmodelle und entwickelt diese weiter, insbesondere im Hinblick auf Flexibilität und Nachhaltigkeit. Die Kolleg:innen bei SYZYGY Techsolutions haben die Möglichkeit, zwischen drei Arbeitsmodellen zu wählen: full-remote, hybrid oder im Büro. Im Jahr 2023 arbeiten 50 Prozent der Beschäftigten full-remote, 40 Prozent hybrid und 10 Prozent im Büro. Bei einem full-remote Arbeitsmodell haben die Spezialist:innen die Möglichkeit, von überall auf der Welt aus zu arbeiten, während SYZYGY Frankfurt und München sowie SYZYGY Performance hybride Modelle und das Büro als kreativen Treffpunkt und Ort der gemeinsamen Lösungsfindung nutzen. SYZYGY Warschau setzt auf ein transparentes und eigenverantwortliches Führungskonzept, bei dem die Rollen auf die Fähigkeiten und Stärken der einzelnen Teammitglieder zugeschnitten sind. Dies erhöht die Effizienz der Entscheidungsfindung und stärkt das Gefühl von Sicherheit und Mut bei der Arbeit. Die SYZYGY GROUP ist davon überzeugt, dass eine Arbeitsorganisation zur jeweiligen Kultur und zum Geschäftsmodell passen muss. Ziel ist es, eine Vertrauenskultur zu schaffen, die den Mitarbeitenden unabhängig vom Arbeitsort ein Zugehörigkeitsgefühl vermittelt, Flexibilität ermöglicht und gleichzeitig effizientes und vertrauensvolles Arbeiten fördert. Entwicklung der Zahlen der Mitarbeitenden Im Vergleich zum Vorjahresende verzeichnete die Gruppe einen Rückgang des Personalbestands um insgesamt -3 Prozent. Anzahl 2023 2022 Veränd. Deutschland 478 462 +4% Großbritannien & USA 43 63 -32% Polen 68 79 -14% Gesamt 589 604 -3% Vollzeit, Teilzeit, Auszeit. Die Gruppe legt großen Wert darauf allen Mitarbeitenden flexible und lebensphasenorientierte Arbeitsbedingungen zu bieten. Dazu gehört auch die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten. Dieses Angebot wird insbesondere von jungen Eltern genutzt, um den Berufseinstieg mit den Herausforderungen des Familienlebens in Einklang zu bringen. Die SYZYGY GROUP setzt auf Ausgleich, Auszeiten und bietet den Mitarbeitenden und individuellen Arbeitszeitmodellen ein Höchstmaß an Flexibilität, wie zum Beispiel: Teilzeitverträge Flexible tägliche Start- und Endzeiten und Sabbatical-Vereinbarungen 2023 2022 Veränd. Teilzeitverträge 19% 15% +4pp Die Details der flexiblen Arbeitszeitmodelle werden individuell zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten vereinbart. Die betrieblichen Leistungen stehen Teilzeitbeschäftigten anteilsmäßig zu. Ausbildungs- und Praktikumsstellen Praktika und Ausbildungsplätze bieten jungen Menschen wertvolle Erfahrungen und ermöglichen der SYZYGY GROUP den Zugang zu einem zusätzlichen Talentpool. Alle Praktika und Ausbildungen sind bezahlte Stellen, die für Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen zugänglich sind. Im Jahr 2023 hat die Gruppe 16 Ausbildungsplätze und 82 Praktikumsplätze besetzt. 2023 2022 Veränd. Ausbildungsstellen 16 15 +7% Praktikumsstellen 82 91 -10% Mitarbeitenden-Engagement und Feedback Partizipation und Feedback sind wichtige Themen für engagierte und motivierte Mitarbeitende und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Um den Erfolg der Initiativen und Maßnahmen für die Mitarbeitenden zu messen, wird seit 2019 die Zufriedenheit der Mitarbeitenden im Rahmen einer Befragung auf Basis des eNPS (Employee-Net-Promoter-Score) erfasst, um die eigenen Leistungen zu reflektieren, zu bewerten und zu verbessern. Es ist wichtig zu beachten, dass der eNPS nur eine Momentaufnahme der Zufriedenheit darstellt. Daher ist eine kontinuierliche Erfassung von entscheidender Bedeutung, um Trends frühzeitig zu erkennen und proaktiv auf Schwankungen und mögliche Probleme reagieren zu können. Im Berichtsjahr wurde ein Wert von +23 (Vorjahr: +32) ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bewertung um -9 Punkte gesunken. Die SYZYGY GROUP liegt mit ihren Bewertungsergebnissen nach wie vor in der Spitzengruppe von Unternehmen wie Amazon, Accenture und Google. Der Rückgang der Zufriedenheit ist auf kritische Beurteilungen der Mitarbeitenden der Tochtergesellschaften diffferent und SYZYGY London zurückzuführen, bei denen Restrukturierungsmaßnahmen die Bewertungen negativ beeinflusst haben. Darüber hinaus führt jede Einheit weitere Zufriedenheitsumfragen bei ihren Mitarbeitenden durch. Die SYZYGY GROUP und jede einzelne Einheit werden daher die zugrunde liegenden Ursachen genauer untersuchen und gezielte Maßnahmen ergreifen, um die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu verbessern. Offenheit und Transparenz werden bei der SYZYGY GROUP gefördert. Es finden regelmäßig konzernweite (internationale) Mitarbeitenden-Versammlungen (All Hands Meeting) oder gesellschafts- und abteilungsübergreifende Informationsvideokonferenzen statt, um die Mitarbeitenden regelmäßig über strategische und operative Themen auf dem Laufenden zu halten sowie auf aktuelle Fragen einzugehen. Entwicklung der Mitarbeitenden Bei der SYZYGY GROUP ist es zudem gelebte Praxis, dass jeder Mitarbeitende - unabhängig von Titel und Hierarchiestufe - seine Ideen frei einbringen und sich durch Fort- und Weiterbildungen persönlich und fachlich weiterentwickeln kann. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit zwischen den Standorten gestärkt und Talente gefördert. Die SYZYGY GROUP veranstaltet zweimal jährlich für rund 30 Mitarbeitende aus allen Gesellschaften das SYZYGY GROUP Self-Growth Retreat, das auf dem Konzept der "Total Fitness" basiert. In gemeinsamen Workshops stehen die Persönlichkeitsentwicklung, Selbstreflexion der bisherigen (Berufs-) Erfahrungen, das Setzen und Erreichen von Zielen, das Annehmen und Meistern von Herausforderungen und das lebenslange Lernen im Vordergrund. Seit 2023 findet das Retreat aus Gründen der Nachhaltigkeit im Süddeutschland statt, das für die meisten eine klimafreundliche Anreise ermöglichte. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sorgen dafür, dass die Mitarbeitenden in den Bereichen Softwareentwicklung, IT-Management, Design, Informationsarchitektur, Beratung und Projektmanagement stets die neuesten Technologien, Gestaltungsprinzipien und Methoden kennen. Die SYZYGY GROUP setzt dabei nicht nur auf Trainings durch externe Anbieter, sondern auch stark auf die Informationsweitergabe durch Wissensträger:innen in den eigenen Reihen. Auch das Selbststudium und Online-Trainings haben einen hohen Stellenwert. Die persönliche Entwicklung wird je nach Bedarf auch durch Softskill-Trainings und Coaching unterstützt. Die Beschäftigten werden ermutigt, sich an Weiterbildungsmaßnahmen zu beteiligen. Zudem wird die Online-Trainingsplattform LinkedIn Learning interessierten Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt, um Management-, Kreativ- oder Softskill-Kompetenzen zu erwerben und persönliche und berufliche Ziele zu erreichen. Beispiele für Entwicklungsmaßnahmen in den einzelnen Gesellschaften hierfür sind das Tech Camp 2023, ein Generative-AI-Hackathon, bei dem 22 Kolleginnen und Kollegen innerhalb von zwei Tagen ein HR-Tool mit Generativer Künstlicher Intelligenz (Generative KI) für die Personalbeschaffung entwickelten. Ein weiteres Entwicklungsprogramm, der SYZYGY Warp Drive, umfasst den Warp Day für neue Mitarbeitende und Warp 5 für ein fachliches Deep Dive, bei denen Wissenswertes vorgestellt wird. Des Weiteren konzentriert sich ein Mentoring Programm, ein Softskill Training, auf gewaltfreie Kommunikation und den Umgang mit Emotionen am Arbeitsplatz. Arbeitssicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeitenden Die SYZYGY GROUP setzt sich für die Erhaltung der körperlichen und geistigen Gesundheit sowie für die Arbeitssicherheit aller Mitarbeitenden ein. Die Einhaltung aller geltenden Arbeitsschutz- und Sicherheitsstandards wird gewährleistet. Die gesetzlichen Vorschriften zum Arbeitsschutz stellen Mindestanforderungen dar. Sensibilisierung, Prävention und Eigenverantwortung sind besonders wichtig. Die verpflichtenden Unterweisungen zur Arbeitssicherheit (ASU) und zum Gesundheitsschutz werden jährlich von der Abteilung People & Culture und den jeweiligen Arbeitssicherheitsbeauftragten in den jeweiligen Einheiten per E-Mail oder im Rahmen von Videokonferenzen an die Mitarbeitenden kommuniziert. Das begleitende Informationsmaterial zu wissenswerten Sicherheitshinweisen und Anforderungen ist im Intranet abrufbar. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützt die Gruppe Initiativen wie die Teilnahme an Body-Fit- und Yoga-Kursen, Massageangeboten oder Firmenläufen. Eine schnelle Erstversorgung bei Unfällen am Arbeitsplatz wird durch eine große Anzahl an Ersthelfer:innen unter den Mitarbeitenden gewährleistet. Zudem können die Mitarbeitenden täglich auf eine reichhaltige Obstauswahl zurückgreifen. Darüber hinaus wird allen Mitarbeitenden eine Grippeschutzimpfung sowie eine arbeitsmedizinische Augenvorsorgeuntersuchung für Bildschirmarbeitsplätze (G37) angeboten. Für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und ihrer Angehörigen bietet die SYZYGY GROUP eine Beratungsstelle für persönliche, berufliche, gesundheitliche oder familiäre Fragen (Employee Assistance Program, EAP). Das EAP bietet allen Mitarbeitenden eine kostenlose und vertrauliche psychologische, finanzielle oder rechtliche Beratung in Form eines persönlichen oder virtuellen Gesprächs. Als international tätiges Unternehmen mit Standorten in Deutschland, Großbritannien, Polen und den USA unterliegen wir den arbeitsrechtlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes. Negative Auswirkungen auf die Rechte der Beschäftigten konnten nicht identifiziert werden. Umgang mit Diskriminierungsvorfällen Die SYZYGY GROUP fördert eine Kultur der Integrität und Transparenz. Mitarbeitende, Partner:innen und Stakeholder sollen darauf vertrauen können, ihre Bedenken ohne Vorbehalte anonym äußern zu können. Sie duldet keine Diskriminierung aufgrund von nationaler oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Familienstand, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sozialer Herkunft. Der WPP-Code of Conduct (Verhaltenskodex) definiert diese Werte und ist für alle Mitarbeitenden verbindlich. Hinweise auf Verstöße gegen den Verhaltenskodex und sonstiges Fehlverhalten können über die kostenlose und vertrauliche Hotline „Right to Speak“, die von einem unabhängigen Drittanbieter betrieben wird, gemeldet werden. Informationen zur „Right to Speak“-Hotline sind auf der Website der SYZYGY GROUP und der einzelnen Gesellschaften sowie im Intranet abrufbar. Im Berichtsjahr 2023 wurde bei der SYZYGY GROUP ein Vorfall registriert, der nachverfolgt und gelöst wurde. Die Umsetzung der Initiativen und die Überwachung der Fortschritte im Bereich Belange der Mitarbeitenden werden durch den Vorstand, die Geschäftsführung und die Verantwortlichen für People & Culture in den operativen Einheiten aktiv begleitet. Personelle Risiken Im Dienstleistungsgeschäft hängt die Leistungsfähigkeit der Gruppe wesentlich von der Leistung ihrer Mitarbeitenden ab. Dabei kommt den einzelnen Personen aufgrund ihrer hohen Qualifikation eine besondere Bedeutung zu. Sollte es nicht gelingen, diese Mitarbeitenden im Unternehmen zu halten bzw. kontinuierlich neue, hoch qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen, könnte der Erfolg der SYZYGY GROUP beeinträchtigt werden. Auch Fälle von Diskriminierung könnten die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Die möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie auf die Geschäftsbeziehungen werden als gering eingeschätzt. In der Gesamtbewertung werden die Risiken aus diesen Personalbelangen daher als gering eingestuft. 11.4 Sozialbelange Im Mittelpunkt der sozialen Belange stehen die Beziehungen zu den Kunden und das soziale Engagement. Unternehmerische Verantwortung bedeutet für die SYZYGY GROUP, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Wir unterstützen soziale und gemeinnützige Organisationen aus eigener Initiative mit Geldspenden. Beziehungen zu Kunden Eine langfristige und vertrauensvolle Kundenbeziehung ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Geschäftstätigkeit der SYZYGY GROUP und stellt ein wichtiges Ziel dar. Der offene Austausch mit den Kunden wird gepflegt, um die Qualität der Zusammenarbeit ständig im Blick zu haben. Die Kundenzufriedenheit spiegelt sich unter anderem in der Dauer der Kundenbeziehungen wider. Die Dauer und der Umsatzanteil der 80 größten Kunden, die 96 Prozent (Vorjahr: 93 Prozent) des Gesamtumsatzes ausmachen, verteilen sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt: Dauer und Umsatzanteil 2023 2022 Veränd. bis 5 Jahre 38% 31% +7pp 6-10 Jahre 36% 32% +4pp Länger als 10 Jahre 26% 37% -11pp Informationssicherheit und Datenschutz haben in der Geschäftsbeziehung mit Kunden einen hohen Stellenwert. Insbesondere bei der Verarbeitung von Kundeninformationen und -daten im Projekt- und Rechenzentrumsbetrieb ist besondere Sorgfalt geboten. Dies stellt die SYZYGY GROUP durch eine übergreifende Informationssicherheitsorganisation mit einem oder einer zertifizierten Informationssicherheitsbeauftragten (ISB), einem Lead Implementer Informationssicherheit und entsprechenden Informationssicherheitskoordinator:innen an den unterschiedlichen Standorten sicher. Unterstützt wird der Bereich Informationssicherheit durch einen zertifizierten Datenschutzbeauftragten (DSB). Zum Aufbau einer sicherheitsorientierten Organisation werden die Mitarbeitenden in den einzelnen Themenbereichen durch interne Schulungsmaßnahmen sensibilisiert. Der Erfolg dieser Maßnahmen wird durch erfolgreiche Audits (z.B. TISAX-Label) nachgewiesen. Neben der konzernweiten Überprüfung der Einhaltung der Standards durch die WPP-Revision können Anfragen von Kunden, Liefernden oder anderen externen Stellen jederzeit positiv beantwortet werden. Gesellschaftliches Engagement Die Unterstützung hilft NGOs und Wohltätigkeitsorganisationen die wichtige Arbeit und Unterstützung in so unterschiedlichen Bereichen wie der Verbesserung der Gesundheit, der Bildung und dem Schutz der Menschenrechte zu leisten. Dafür hat die SYZYGY GROUP im Jahr 2023 rund EUR 12.800 (Vorjahr: EUR 26.400) gespendet, was einem Rückgang von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In EUR 2023 Anteil in % 2022 Veränd. In % Bildung - 0% - - Kunst - 0% - - Gemeinwesen 9.168 71% 4.453 +106% Gesundheit - 0% 2.457 -100% Umwelt 3.040 24% 3.500 -13% Human Rights 632 5% 13.445 -95% Diversity, Equity & Inclusion - 0% 2.516 -100% Gesamt 12.840 100% 26.375 -51% Die SYZYGY GROUP unterstützt weltweit Hilfsorganisationen (Human Rights) und Umweltorganisationen sowie lokale Einrichtungen mit Spenden. Über 70 Prozent der Spenden gehen an lokale Hilfsorganisationen, die wiederum lokale und überregionale Hilfsprojekte zur Förderung von Kindern und Jugendlichen unterstützen. Darüber hinaus ist die SYZYGY GROUP bestrebt, das soziale Engagement ihrer Mitarbeitenden zu fördern, soziale Verantwortung zu übernehmen und sich aus eigenem Antrieb in verschiedenen Projekten zu engagieren. Soziales Engagement leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, stärkt den Teamgeist und hilft Menschen ganz konkret. Die SYZYGY GROUP ermöglicht ihren Mitarbeitenden, sich innerhalb eines Jahres an bis zu zwei Social Days in Projekten ihrer Wahl sozial zu engagieren. Risiken der Sozialbelange Die von der Gruppe erbrachten Dienstleistungen haben Öffentlichkeitswirkung. Daher kann es zu einem weitreichenden Imageschaden kommen, wenn es bei der Projektabwicklung zu Qualitätsmängeln in der Ausführung kommt. Ein solcher Imageschaden kann die weitere Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Aufgrund der sehr stabilen und langjährigen Beziehungen zu Kunden, insbesondere bei den Top-10-Kunden, wird das Risiko als gering angesehen. Das gesellschaftliche Engagement birgt Risiken durch fehlgeleitete Förderungen. Die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen beider Faktoren auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage werden als gering eingeschätzt. Daher werden in der Gesamtbewertung die Risiken dieser gesellschaftlichen Aspekte als gering eingestuft. 11.5 Unternehmensführung / Compliance Die SYZYGY GROUP betrachtet verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln als Grundvoraussetzung für ihren unternehmerischen Erfolg. Die Aufrechterhaltung einer effektiven Governance-Struktur ist für das Unternehmen von zentraler Bedeutung. Dazu gehören die Einhaltung aller relevanten Rechts- und Gesetzesgrundlagen durch ein effizientes Compliance-Management, die Gewährleistung von Datenschutz und Informationssicherheit sowie die Schaffung einer Unternehmenskultur, die die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele sicherstellt. Die Unternehmensbereiche Legal und Compliance sowie Datenschutz und Informationssicherheit leisten spezifische Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung der SYZYGY GROUP. Die gute Reputation des Unternehmens basiert auf dem konsequenten Bekenntnis zu verantwortungsvollem und rechtskonformem Handeln. Ziele der Compliance-Arbeit: Früherkennung, Analyse und Bewertung von Compliance-Risiken Integration präventiver Maßnahmen in die Geschäftsprozesse zur Vermeidung von Compliance-Verstößen Haftungsrisiken für das Unternehmen minimieren Wahrnehmung als verlässlicher Partner bei Kunden und Geschäftspartnern Konsequentes Vorbeugen, Erkennen und Reagieren auf Compliance-Herausforderungen Förderung einer starken Compliance-Kultur und ethischer Verhaltensstandards in der Organisation Einhaltung der Menschenrechte Als verantwortungsbewusstes internationales Unternehmen respektiert die SYZYGY GROUP alle internationalen Standards zum Schutz der Menschenrechte, insbesondere das Recht auf faire Arbeitsbedingungen, Meinungsfreiheit und Schutz vor Zwangs- und Kinderarbeit, und setzt sich im Rahmen seines Einflussbereichs für deren Einhaltung ein. Die Gruppe orientiert sich an der veröffentlichten Grundsatzerklärung zu den Menschenrechten. Das WPP-Human-Rights-Policy-Statement bezieht sich auf internationale Standards und Prinzipien wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (IlO). Das Human-Rights-Policy-Statement ist Teil des WPP-Policy-Book, dessen Bestimmungen alle WPP-Unternehmen und somit auch die SYZYGY GROUP übernommen haben. Die Verpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte ist auch im Verhaltenskodex der SYZYGY GROUP verankert, der für alle Mitarbeitenden und Lieferanten gilt. Dieser enthält sowohl Bestimmungen zu möglichen eigenen Menschenrechtsverletzungen in Bereichen wie Nichtdiskriminierung und Arbeitspraktiken als auch zu möglichen Menschenrechtsverletzungen im Rahmen der Arbeit für Kunden. Bisher wurde noch kein Standort der SYZYGY GROUP auf die Einhaltung der Menschenrechte überprüft und es wurden noch keine konkreten Ziele zur Einhaltung der Menschenrechte in diesem Bereich formuliert. Die darin aufgestellten Grundsätze (Code of Conduct) zielen darauf ab, mögliche Verstöße zu vermeiden und entsprechende Risiken frühzeitig zu erkennen. Risiken bei der Einhaltung von Menschenrechten Verdachtsfälle von Menschenrechtsverletzungen sind bisher nicht bekannt geworden, so dass keine wesentlichen Risiken aus der Geschäftstätigkeit und den Geschäftsbeziehungen gesehen werden. Darüber hinaus ist die Verpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte im Verhaltenskodex verankert, der für alle Gesellschaften der SYZYGY GROUP gilt. Die möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Geschäftsbeziehungen werden als gering eingeschätzt. In der Gesamtbewertung werden die Risiken dieser sozialen Belange daher als gering eingestuft. Informationsicherheit und Datenschutz Informationen und Daten sind ein wertvolles Gut und ein wichtiger Bestandteil der Geschäftstätigkeit. Sie ermöglichen es, partnerschaftliche Beziehungen aufzubauen, Kommunikationsmaßnahmen zielgruppenspezifisch zu gestalten, Inhalte zu personalisieren, Erkenntnisse zu gewinnen und risikobewusste Entscheidungen zu treffen. Die SYZYGY GROUP befasst sich mit seiner Informationssicherheitsorganisation mit der Frage, wie Informationen und Daten gesammelt, gespeichert, verarbeitet und zugänglich gemacht werden. Die Informationen und Daten können sich auf die Geschäftstätigkeiten der einzelnen SYZYGY Gesellschaften, ihre Mitarbeitenden, Kunden und Liefernden und manchmal auch auf Verbraucher:innen beziehen. Alle Gesellschaften sind verpflichtet, die geltenden Informations-, Daten- und Sicherheitsrichtlinien der Gruppe sowie den entsprechenden Verhaltenskodex einzuhalten. Um die Mitarbeitenden noch stärker zu sensibilisieren, bietet WPP zum Thema Safer Data eine Aufklärungsschulung und eine Online-Plattform mit Informationen und Handlungsempfehlungen rund um die Themen Verhalten, Privatsphäre, Sicherheit und Datenschutz an. Die Gruppe verfügt über eine agile Informationssicherheits- und aktive Datenschutzorganisation, die alle Mitarbeitenden regelmäßig schult und durch kontinuierliche Kommunikation und interne Audits auf relevante Verhaltensweisen im Arbeitsalltag hinweist. Die Umsetzung der Initiativen und die Überwachung der Belange zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden durch den Vorstand, die Geschäftsführung und die Verantwortlichen für People & Culture in den operativen Einheiten aktiv begleitet. Bekämpfung von Korruption und Bestechung Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verpflichtet sich die SYZYGY GROUP zur Einhaltung der geltenden Gesetze und Richtlinien. Für sie sind alle Gesetzgebungsverfahren im Bereich des Kapitalmarktes, des Arbeitsrechtes sowie der Kommunikationsbranche relevant. Der WPP-Verhaltenskodex beschreibt die Werte und ethischen Standards, die für alle WPP-Unternehmen gelten und von ihnen umgesetzt werden müssen. Der Kodex wird ergänzt durch die Corporate Responsibility-Richtlinien, das WPP-Human-Rights-Policy-Statement sowie detaillierte Grundsätze zu Anti-Bestechungs- und Anti-Korruptionsmaßnahmen, Geschenken und Bewirtung sowie zum Einsatz von Berater:innen. Unsere Führungskräfte sowie unsere Business-Partner und Zuliefernde sind angehalten, den WPP-Verhaltenskodex jährlich zu unterzeichnen und damit zu bestätigen, dass sie sich an dessen Prinzipien halten. Die Unternehmen der WPP-Gruppe müssen alle im Verhaltenskodex festgelegten Standards einhalten, haben aber darüber hinaus die Möglichkeit, eigene Richtlinien und Prozesse zu entwickeln, die auf ihr spezifisches Geschäfts- und Tätigkeitsumfeld zugeschnitten sind. Darüber hinaus wurden keine weiteren Ziele formuliert. Die Mitarbeitenden werden aufgefordert, Online-Trainings zu den Themen Datensicherheit, Anti-Bestechungs- und Anti-Korruptionsmaßnahmen sowie zum Verhaltenskodex zu absolvieren. Die Trainings werden jährlich aktualisiert und sind für alle Mitarbeitenden verpflichtend. Darüber hinaus haben unsere Mitarbeitenden, Liefernden und Business Partner die Möglichkeit, über die kostenlose und vertrauliche Helpline „Right to Speak“, ein Hinweisgebenden-System, anonym und vertraulich ihre Meinung, Beobachtungen, Verstöße und Bedenken zu äußern. Die SYZYGY GROUP unterstützt keine Parteien, Politiker:innen oder Lobbyist:innen, weder durch Dienstleistungen noch durch Spenden und hat daher im Jahr 2023 keine politischen Spenden getätigt. Bußgelder wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften Die SYZYGY GROUP hat im Jahr 2023 keine Bußgelder oder nicht monetäre Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften erhalten. Risiken bei der Bekämpfung von Korruption und Bestechung Korruptionsfälle können die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Geschäftsbeziehungen erheblich beeinträchtigen. Es werden große Anstrengungen unternommen, um Integrität und Fairness im Geschäftsbetrieb zu verankern. Anfragen, Anregungen und Bedenken wird nachgegangen. Insgesamt wird der Eintritt von Compliance-Risiken und damit die mögliche Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Geschäftsbeziehungen als gering eingeschätzt. Die Risiken im Bereich der Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden daher in der Gesamtbewertung als gering eingestuft. Verantwortungsvoller Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) Künstliche Intelligenz darf in ihren positiven und negativen Auswirkungen nicht unterschätzt werden. Die SYZYGY GROUP erkennt die Notwendigkeit klarer Regeln für den Einsatz von KI und übernimmt als Unternehmen die Verantwortung für einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser kreativen Technologie. Aus diesem Grund gibt sich die SYZYGY GROUP selbstverpflichtende Richtlinien zur Nutzung sowie Leitlinien für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Unabhängig von der Europäischen KI-Regulierung ("AI Act") der Europäischen Union, die einen klaren rechtlichen Rahmen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz schaffen soll, hat die SYZYGY GROUP eigene Regeln aufgestellt. Das Hauptziel ist die Optimierung und Verbesserung der Arbeitsprozesse für die Nutzung von Generativer Künstlicher Intelligenz (Generative KI). Die Grundsätze, die die SYZYGY GROUP in diesem Zusammenhang befolgt, lauten wie folgt: Generative KI unterstützt die Arbeitsprozesse und trägt dazu bei, sie zu verbessern. die Anwendung von Generative KI erfordert menschliche Kontrolle. die Nutzung von Generative KI erfolgt zielgerichtet und professionell. der Einsatz von Generative KI erfolgt transparent. die durch Generative KI generierten Ergebnisse müssen kontinuierlich objektiv bewertet werden. die SYZYGY GROUP strebt ein kontinuierliches Lernen in Bezug auf Generative KI an. Die Leitlinien für den Einsatz von Generativer Künstlicher Intelligenz ist für die gesamte SYZYGY GROUP verpflichtend, die Richtlinien für den Einsatz von GKI ist für die deutschen Einheiten verbindlich. Die Anpassung der internationalen Gesellschaften erfolgt entsprechend der nationalen Gesetzgebung. Die Informationen wurden allen Gesellschaften per E-Mail zur Verfügung gestellt und sind im Intranet verfügbar. Bad Homburg v.d.H., den 26. März 2024 Syzygy AG Der Vorstand Syzygy AG, Bad Homburg v.d.H. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 Aktiva 31.12.2023 31.12.2022 01.01.2022 Rückwirkend angepasst Rückwirkend angepasst Anhang TEUR TEUR TEUR Langfristige Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte (3.2) 38.913 43.037 55.021 Sonstige Immaterielle Vermögenswerte (3.2) 173 211 328 Sachanlagen (3.3) 4.801 6.205 7.141 Nutzungsrechte (3.4) 14.953 20.435 22.203 Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (3.5) 3.352 269 380 Langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte - 259 287 Aktive latente Steuern (3.6) 928 1.221 1.575 Summe langfristige Vermögenswerte 63.120 71.637 86.935 Kurzfristige Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (3.7) 4.007 7.814 2.115 Wertpapiere - 1.088 1.633 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3.8) 13.868 14.538 17.145 Vertragsvermögenswerte (3.8) 1.894 1.625 3.612 Sonstige nichtfinazielle Vermögenswerte (3.10) 3.453 2.509 1.892 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (3.9) 960 - - Summe kurzfristige Vermögenswerte 24.182 27.574 26.397 Summe Aktiva 87.302 99.211 113.332 Passiva 31.12.2023 31.12.2022 01.01.2022 Rückwirkend angepasst Rückwirkend angepasst Anhang TEUR TEUR TEUR Eigenkapital Gezeichnetes Kapital (3.10.1) 13.500 13.500 13.500 Kapitalrücklage (3.10.3) 20.728 27.058 27.058 Sonstige Rücklagen (3.10.5) -2.123 -3.080 -2.191 Gewinnrücklagen (3.10.6) 7.783 7.338 17.605 Eigenkapital der Aktionär:innen der Syzygy AG 39.888 44.816 55.972 nicht beherrschende Anteile 331 279 277 Summe Eigenkapital 40.219 45.095 56.249 Langfristige Schulden Langfristige Leasingverbindlichkeiten (3.4) 16.157 19.307 21.262 Langfristige sonstige Rückstellungen (3.13) 624 553 646 Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (3.17) 429 277 2.181 Passive latente Steuern (5.7) 267 265 615 Summe langfristige Schulden 17.477 20.402 24.704 Kurzfristige Schulden Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (3.16) 4.500 8.000 3.418 Leasingverbindlichkeiten (3.4) 3.791 3.588 3.514 Ertragssteuerschulden (3.15) 730 363 470 Sonstige Rückstellungen (3.14) 498 766 890 Vertragsverbindlichkeiten (3.8) 6.624 6.078 5.218 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3.13) 9.667 10.659 11.941 Kurzfristige sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten (3.18) 3.796 4.260 4.612 Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (3.17) 0 0 2.316 Summe kurzfristige Schulden 29.606 33.714 32.379 Summe Passiva 87.302 99.211 113.332 Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. *Geänderte Darstellung siehe Anhangangabe 1.8 über die rückwirkende Änderung infolge von Fehlern Syzygy AG, Bad Homburg v.d.H. Konzerngesamtergebnisrechnung Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Januar - Dezember 2023 2022 Veränd. Anhang TEUR TEUR Umsatzerlöse (5.1) 71.742 70.612 2% Einstandskosten der erbrachten Leistungen (5.3) -57.353 -53.492 7% Vertriebs- und Marketingkosten (5.4) -4.762 -4.394 8% Allgemeine Verwaltungskosten (5.5) -8.842 -9.757 -9% Sonstige betriebliche Erträge (5.2) 3.295 3.357 -2% Sonstige betriebliche Aufwendungen (5.2) 0 -118 -100% Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (5.6) -4.736 -11.413 -59% EBIT -656 -5.205 -87% Finanzerträge (5.7) 141 188 -25% Finanzaufwendungen (5.7) -1.434 -1.036 38% Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -1.949 -6.053 -68% Ertragsteuern (5.8) -814 -1.328 -39% Konzernergebnis der Periode -2.763 -7.381 -63% davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 152 118 29% davon Ergebnisanteil der Aktionär:innen der Syzygy AG -2.915 -7.499 -61% Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe (5.9) 737 -613 -220% Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus Wertpapieren der Kategorie FVTOCI nach Steuern 240 -280 -186% Übriges Konzernergebnis der Periode 977 -893 -209% Gesamtergebnis -1.786 -8.274 -78% davon Gesamtergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 172 114 51% davon Gesamtergebnisanteil der Aktionär:innen der Syzygy AG -1.958 -8.388 -77% Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (unverwässert und verwässert in EUR) (6.1) -0,22 -0,56 -61% Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Syzygy AG, Bad Homburg v.d.H. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Sonstiges Konzernergebnis Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Unrealisierte Gewinne und Verluste Anteile der Aktionär:innen der Syzygy AG nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR 01.01.2022 13.500 27.058 17.605 -2.212 21 55.972 277 56.249 Konzernergebnis der Periode -7.499 -7.499 118 -7.381 Sonstiges Konzern- ergebnis der Periode -609 -280 -889 -4 -893 Gesamtergebnis -7.499 -609 -280 -8.388 114 -8.274 Dividende -2.700 -2.700 0 -2.700 Auszahlung aus Ausschüttung -68 -68 -68 Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile 0 0 -112 -112 31.12.2022 13.500 27.058 7.338 -2.821 -259 44.816 279 45.095 01.01.2023 13.500 27.058 7.338 -2.821 -259 44.816 279 45.095 Konzernergebnis der Periode -2.915 -2.915 152 -2.763 Sonstiges Konzern- ergebnis der Periode 717 240 957 20 977 Gesamtergebnis -2.915 717 240 -1.958 172 -1.786 Entnahme aus der Kapitalrücklage -6.330 6.330 0 0 Dividende -2.970 -2.970 0 -2.970 Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile 0 0 -120 -120 31.12.2023 13.500 20.728 7.783 -2.104 -19 39.888 331 40.219 Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Syzygy AG, Bad Homburg v.d.H. Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Januar - Dezember 2023 2022 TEUR TEUR Konzernergebnis der Periode -2.763 -7.381 - Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 5.244 5.345 - Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 4.736 11.413 - Gewinne (-) und Verluste (+) aus dem Verkauf von Wertpapieren 633 236 - Gewinne (-) und Verluste (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten -287 -78 - Änderung der Kaufpreis-Verbindlichkeiten 0 -241 - Gewinne (-) und Verluste (+) aus Abgängen von Finanzanlagen 0 -13 - Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 21 -35 Veränderungen der: - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 375 4.390 - Erhaltenen Anzahlungen 560 890 - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderen Passiva, die nicht im Zusammenhang mit Aufnahme und Tilgung stehen -1.050 -1.652 - Gezahlte Steuern -402 -311 Cashflow aus der operativen Tätigkeit 7.067 12.563 Veränderung der langfristigen Vermögenswerte -12 21 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -695 -632 Erwerb von Wertpapieren 0 -2.162 Verkauf von Wertpapieren 835 2.131 Veränderungen der Finanzanlagen 51 13 Cashflow aus der Investitionstätigkeit 179 -629 Einzahlungen aus der Inanspruchnahme der Kredite bei Finanzinstuten 24.000 29.500 Tilgungszahlungen der Kredite bei Finanzinstituten -27.500 -24.918 Tilgungszahlungen Leasing-Verpflichtungen -3.778 -3.566 Auszahlung für den Zinsanteil der Leasingverpflichtungen -531 -570 Gezahlte Dividende an Minderheitsgesellschafter -120 -180 Gezahlte Dividende an Aktionär:innen der Syzygy AG -2.970 -2.700 Bezahlung einer Kaufpreisverbindlichkeit für bereits erworbene Unternehmen 0 -3.930 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -10.899 -6.364 Cashflow gesamt -3.653 5.570 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenanfang 7.814 2.115 Währungsveränderungen -154 129 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende 4.007 7.814 Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Syzygy AG, Bad Homburg v.d.H. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023 1. Grundlagen der Rechnungslegung 1.1 Allgemeine Angaben Die Syzygy AG (im Folgenden „SYZYGY“ oder „die Gesellschaft“) ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Homburg v.d.H. unter der HRB 6877 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bad Homburg v.d.H., Deutschland. Die Anschrift lautet: Syzygy AG, Horexstraße 28, 61352 Bad Homburg v. d. H. in Deutschland. Die Syzygy AG wird unter der Rechtsform der Aktiengesellschaft in den Konzernabschluss der WPP plc., St. Helier, Jersey, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist auf der Website der Gesellschaft verfügbar (https://www.wpp.com/). Unmittelbares Mutterunternehmen ist die WPP Jubilee Ltd., London, Großbritannien. Der Geschäftsbericht ist auf der Internetseite der WPP Gruppe (www.wpp.com) erhältlich. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Gesellschaft selbst aufgestellt und auf der Internetseite der Syzygy AG (https://ir.syzygy.net/germany/de/investors) veröffentlicht. Der Konzernabschluss der Syzygy AG und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden „SYZYGY“, „SYZYGY GROUP“ oder „Konzern“ genannt) wurde gem. § 315e Abs. 1 HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS-IC), wie sie in der Europäischen Union für Geschäftsjahre mit Beginn am oder nach dem 1. Januar 2023 anzuwenden sind, aufgestellt. Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene IFRS werden nicht vorzeitig angewendet. Die Darstellungswährung des Konzernabschlusses ist der Euro (EUR). Dies entspricht ebenfalls der funktionalen Währung der Gesellschaft. Soweit nicht anders angegeben ist, werden sämtliche Werte auf volle TEUR auf- oder abgerundet. Aus diesem Grund kann es bei Änderungen zwischen Berichtszeiträumen und ausgewiesenen Prozentangaben zu unbedeutenden Rundungsdifferenzen kommen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesamtergebnisrechnung ist im Bereich der erfolgswirksam im Periodenergebnis auszuweisenden Aufwendungen und Erträge gemäß IAS 1.103 nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die grundsätzlich den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden können. Die Bilanz ist unter Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb von zwölf Monaten ab dem Berichtsstichtag realisiert werden. Unabhängig von ihrer Fälligkeit werden Vorräte sowie Vermögenswerte und Schulden auch dann als kurzfristig angesehen, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres, jedoch innerhalb des normalen Verlaufs des Geschäftszyklus verkauft, verbraucht, fällig oder primär zu Handelszwecken gehalten werden. Eine Schuld ist weiterhin als kurzfristig einzustufen, wenn der Konzern kein uneingeschränktes Recht zur Verschiebung der Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag hat. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden als kurzfristige eingestuft, es sei denn, der Tausch oder die Nutzung des Vermögenswerts zur Erfüllung einer Verpflichtung ist für einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag eingeschränkt. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden werden als langfristig eingestuft. Latente Steueransprüche bzw. Steuerschulden sind stets den langfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden zugeordnet. Die Bilanzierung erfolgt wie im Vorjahr unter der Grundannahme einer bestehenden, positiven Fortführungsprognose (Going Concern). 1.2 Geschäftstätigkeit der Gruppe Die SYZYGY GROUP ist einer der führenden Beratungs- und Umsetzungspartner für Digitalisierung, Transformation sowie Strategie in Marketing und Vertrieb – digitalisiert Strukturen und Organisationen und entwickelt neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle. Die Syzygy AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr, indem sie zentrale Dienstleistungen im Bereich Strategie, Kreation, Planung, Rechnungswesen, IT-Infrastruktur und Finanzierung für ihre Tochtergesellschaften erbringt. Ferner unterstützt die Syzygy AG die Tochtergesellschaften bei Neugeschäftsaktivitäten. Die Tochtergesellschaften üben als operative Einheiten das Beratungs- und Dienstleistungsgeschäft aus. Mit Niederlassungen in Bad Homburg v. d. H., Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, London, München, New York und Warschau bieten sie Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business-Applikationen, Websites, Hosting, Online-Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Performance Marketing-Services wie Beratung und Analyse von Daten sowie Suchmaschinenmarketing und -optimierung dar. Überdies unterstützt SYZYGY Kunden im Bereich Customer Experience sowie Usability und begleitet sie durch alle Phasen des User Centered Design Prozesses. Digitale Illustrationen, Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sowie Animationen komplettieren das Serviceangebot. Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobil, Dienstleistungen, Finanzen/Versicherungen, Konsumgüter sowie Telekommunikation/IT. 1.3 Konsolidierungskreis Grundlage für den Konzernabschluss sind die Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Diese wurden nach den IFRS Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzenden Vorschriften des § 315e Abs. 1 HGB entsprechen. Die Bilanzstichtage dieser Unternehmen entsprechen dem Konzernabschlussstichtag. In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden neben der Syzygy AG als Mutterunternehmen sämtliche Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind sämtliche Unternehmen, über die der Konzern Beherrschung ausübt. Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsmacht zu beeinflussen. Die Syzygy AG bezieht folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss ein: Ars Thanea S.A., Warschau, Polen (kurz: Ars Thanea) diffferent GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: diffferent) syzygy Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. H., Deutschland (kurz: SYZYGY Deutschland) SYZYGY Digital Marketing Inc., New York City, Vereinigte Staaten von Amerika (kurz: SYZYGY NY) Syzygy Performance Marketing GmbH, Bad Homburg v. d. H., Deutschland (kurz: SYZYGY Performance) SYZYGY UK Ltd., London, Großbritannien (kurz: SYZYGY UK) Unique Digital Marketing Ltd., London, Großbritannien (kurz: Unique Digital UK) Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Syzygy AG die Beherrschung über die Tochtergesellschaft erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochtergesellschaften entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung und im übrigen Konzernergebnis erfasst. Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des übrigen Gesamtergebnisses sind den Aktionär:innen der Syzygy AG und den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen. Dies erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass nicht beherrschende Anteile einen negativen Saldo ausweisen. 1.4 Konsolidierungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden werden nach der für SYZYGY einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und -bewertungsrichtlinie nach IFRS angesetzt und bewertet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode. Die Beteiligungsbuchwerte werden mit dem neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Hierbei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen Zeitwerten angesetzt. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ergibt sich dagegen ein negativer Unterschiedsbetrag, so wird dieser nach einer nochmaligen Überprüfung (reassessment) erfolgswirksam erfasst. Transaktionskosten werden direkt erfolgswirksam erfasst. Vorhandene und erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich bzw. bei dem Vorliegen von Anhaltspunkten für Wertminderungen entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines einstufigen Testverfahrens überprüft. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Differenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt und in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter dem Posten „Allgemeine Verwaltungskosten“ ausgewiesen. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Innenumsätze der einbezogenen Tochterunternehmen mit den darauf entfallenden Aufwendungen verrechnet. Soweit in Einzelabschlüssen Wertminderungen auf Anteile einbezogener Gesellschaften oder Wertberichtigungen auf konzerninterne Forderungen gebildet wurden, werden diese im Rahmen der Konsolidierung zurückgenommen. Die im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung aufgetretenen Differenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt und in der Konzerngesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Sachverhalte, die im Konzernabschluss zu konzerninternen Zwischengewinnen führen würden, werden eliminiert. Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Jede bedingte Gegenleistungsverpflichtung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wird die bedingte Gegenleistung als Eigenkapital eingestuft, wird sie nicht neu bewertet und eine Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Ansonsten werden spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen im Gewinn oder Verlust erfasst. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. 1.5 Wesentliche Schätzungen und Ermessensentscheidungen Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie den in der Berichtsperiode erfassten Erträge und Aufwendungen auswirken. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erkenntnissen und Planungen in die Zukunft sowie Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten die tatsächlichen Ergebnisse in zukünftigen Perioden jedoch zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Die Beurteilungen und Schätzungen werden überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. Schätzungen Die folgenden Schätzungen basieren auf Annahmen, die sich im nächsten Geschäftsjahr ändern können und die zum Abschlussstichtag erfassten Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erheblich beeinflussen können. Wirtschaftliche Nutzungsdauern Die in der Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden in Anhangangabe 2.1 und 2.2 angegebenen wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden einmal jährlich anhand der aktuellsten verfügbaren Informationen überprüft. Das Management ist der Auffassung, dass die derzeit zugrunde gelegten Nutzungsdauern weiterhin angemessen sind. Angaben zu den Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen für das laufende Geschäftsjahr sind in Anhangangabe 5.6 „Abschreibungen und Wertminderungen“ enthalten. Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie Nutzungsrechten Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn diese im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer dieser Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten basiert auf Beurteilungen des Managements. Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung der erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Wenn die tatsächlichen erwarteten künftigen Cashflows geringer als geschätzt ausfallen, kann sich eine wesentliche Wertminderung ergeben. Näheres dazu ist unter 3.2 Geschäfts- oder Firmenwert erläutert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Umsatzrealisierung Das Management bildet Wertberichtigungen auf Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Bonität der Kunden sowie Veränderungen des Zahlungsverhaltens. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen. SYZYGY nimmt Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach IFRS 9 vor, die dem Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle entsprechen, die aus möglichen Ausfallereignissen nach dem Abschlussstichtag resultieren. Die SYZYGY GROUP realisiert den Umsatz für langfristige Dienstleistungsaufträge gemäß IFRS 15 stets zeitraumbezogen. Bei der von SYZYGY angewendeten cost-to-cost-Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Abschätzung des Fertigstellungsgrades an. Die wesentlichen relevanten Schätzgrößen sind dabei die kalkulierten Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, der Gesamtauftragserlös und die Auftragsrisiken. Die Erlöse aus diesen Leistungen werden in Höhe des im Vertrag festgelegten Preises – abzüglich der geschätzten Volumenrabatte erfasst. Die Schätzung der Verpflichtung basiert auf Erfahrungswerten (Erwartungswertmethode). Umsatzerlöse werden nur in dem Umfang erfasst, in dem es hochwahrscheinlich ist, dass eine signifikante Stornierung der Umsätze nicht notwendig wird, sofern die damit verbundene Unsicherheit nicht mehr besteht. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit wird für voraussichtlich an den Kunden zu zahlende Volumenrabatte für bis zum Ende der Berichtsperiode getätigte Verkäufe erfasst. Leasingverhältnisse – Schätzung des Grenzfremdkapitalzinssatzes Der Konzern kann den dem einzelnen Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz im Regelfall nicht ohne Weiteres bestimmen. Daher verwendet er zur Bewertung von Leasingverbindlichkeiten seinen Grenzfremdkapitalzinssatz. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist der Zinssatz, den der Konzern zahlen müsste, wenn er für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die er in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Der Grenzfremdkapitalzinssatz spiegelt somit die Zinsen wider, die der Konzern „zu zahlen hätte“. Wenn keine beobachtbaren Zinssätze verfügbar sind (z. B. bei Tochterunternehmen, die keine Finanzierungsgeschäfte abschließen) oder wenn der Zinssatz angepasst werden muss, um die Bedingungen des Leasingverhältnisses abzubilden (z. B. bei strukturierter Tilgung vs. endfälliger Tilgung), muss der Grenzfremdkapitalzinssatz geschätzt werden. Der Konzern schätzt den Grenzfremdkapitalzinssatz anhand beobachtbarer Inputfaktoren (z. B. Marktzinssätze), sofern diese verfügbar sind, und muss bestimmte unternehmensspezifische Schätzungen vornehmen. Ermessensentscheidungen Bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden des Konzerns hat das Management folgende Ermessensentscheidungen getroffen, die die Beträge im Konzernabschluss wesentlich beeinflussen. Der Konzern bestimmt die Laufzeit des Leasingverhältnisses unter Zugrundelegung der unkündbaren Grundlaufzeit des Leasingverhältnisses sowie unter Einbeziehung der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass er diese Option ausüben wird, oder der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Kündigung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass er diese Option nicht ausüben wird. Der Konzern hat mehrere Leasingverträge abgeschlossen, die Verlängerungs- und Kündigungsoptionen enthalten. Er trifft bei der Beurteilung, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option zur Verlängerung bzw. zur Kündigung des Leasingverhältnisses ausgeübt oder nicht ausgeübt wird, Ermessensentscheidungen. Das heißt, er zieht alle relevanten Faktoren in Betracht, die für ihn einen wirtschaftlichen Anreiz darstellen, die Verlängerungs- oder die Kündigungsoption auszuüben. Nach dem Bereitstellungsdatum bestimmt der Konzern die Laufzeit des Leasingverhältnisses erneut, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine Änderung von Umständen eintritt, das bzw. die innerhalb seiner Kontrolle liegt und sich darauf auswirkt, ob er die Option zur Verlängerung bzw. zur Kündigung des Leasingverhältnisses ausüben wird oder nicht. Verlängerungs- sowie Kündigungsoptionen können Auswirkungen auf die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten und damit indirekt auch die Bewertung der Nutzungsrechte haben. Für das Berichtsjahr und das Vorjahr ergaben sich aus Modifikationen von Mietverhältnissen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Steuern Ferner ist bei der Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Dabei sind die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sowie die zukünftige Verwertbarkeit steuerlicher Verlustvorträge zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges, zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung steht, gegen das die temporären Differenzen und noch nicht genutzte Verlustvorträge verrechnet werden können. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung der aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern – entsprechend der ursprünglichen Bildung – erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. sind wertberichtigte aktive latente Steuern erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu aktivieren. Rückstellungen Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen des Managements verbunden. Die Beurteilung, dass eine finanzielle Schuld entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung, beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation durch das Management. Für drohende Verluste werden Rückstellungen gebildet, wenn Leistung und Gegenleistung aus diesem Geschäft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ausgeglichen gegenüberstehen und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann. Einige Vermögenswerte und Schulden des Konzerns werden für Zwecke dieses Konzernabschlusses zum beizulegenden Zeitwert bilanziert (insbesondere Wertpapiere sowie bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten). Der Vorstand legt dazu die angemessenen Bewertungsverfahren und Eingangsparameter für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert fest. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden verwendet der Konzern so weit wie möglich beobachtbare Marktdaten. Sind solche Eingangsparameter der Stufe 1 nicht verfügbar, werden andere geeignete Bewertungstechniken gewählt und Schätzungen vorgenommen. Einzelheiten zu den verwendeten Bewertungstechniken und Eingangsparametern bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte können Kapitel 6.5 entnommen werden. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Annahmen und Schätzungen beruhen immer auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand. Sollte die tatsächliche Entwicklung dennoch von der erwarteten abweichen, werden, falls erforderlich, die entsprechenden Posten angepasst. Hinsichtlich der Buchwerte der von Schätzungsunsicherheiten betroffenen Vermögenswerte und Schulden am Abschlussstichtag wird auf die Darstellung der einzelnen Konzernabschlussposten verwiesen. 1.6 Währungsumrechnung Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die ausländischen Gesellschaften wirtschaftlich selbstständig arbeiten, ist die Landeswährung identisch mit der funktionalen Währung dieser Unternehmen. Aus diesem Grund werden gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode nach IAS 21.38 ff. die Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im übrigen Konzernergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst und im übrigen Konzernergebnis innerhalb des Eigenkapitals angesammelt. Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebes werden alle angesammelten Umrechnungsdifferenzen, die dem Konzern aus diesem Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind, ergebniswirksam in die Gesamtergebnisrechnung umgegliedert. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet, die übrigen Posten zu Durchschnittskursen. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- oder Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Zeile als Kursdifferenz gezeigt. Bei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung des Konzernunternehmens (EUR) lauten, mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs am Jahresende bewertet. Nicht monetäre Posten in fremder Währung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit den Wechselkursen umgerechnet, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Daraus resultierende Währungsgewinne und -verluste werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Im Berichtsjahr ging SYZYGY von folgenden Wechselkursen aus: 2023 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. GBP/EUR 1,15 1,15 2022 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. GBP/EUR 1,17 1,13 2023 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. EUR/USD 1,08 1,11 2022 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. EUR/USD 1,05 1,07 2023 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. EUR/PLN 4,54 4,34 2022 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. EUR/PLN 4,69 4,68 1.7 Änderungen in der Rechnungslegung nach IFRS Im Geschäftsjahr 2023 erstmals anzuwendende Standards und Interpretationen: Standard / Interpretation erstmals verpflichtend anzuwenden ab1 Übernahme durch EU-Kommission Voraus- sichtliche Auswirkungen Änderungen an IAS 1 und IAS 8 Änderungen an IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Verbesserungen der Angaben zu Rechnungsmethoden und entsprechende Anpassung der Guidance im Practice Statement 2 und IAS 8 Rechnungslegungsmethoden: Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler: Klarstellung zur Unterscheidung von Änderungen der Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen. 01.01.2023 Ja Keine Änderungen an IAS 12 Änderungen an IAS 12 Ertragsteuern bezüglich bestehender Unsicherheiten bei der Bilanzierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen („decommissioning obligations"). 01.01.2023 Ja Keine Änderungen an IAS 12 Änderungen an IAS 12 Ertragsteuern: Die Änderungen betreffen eine vorübergehende Ausnahme von der Bilanzierung latenter Steuern, die sich aus der Einführung der globalen Mindestbesteuerung ergeben, sowie gezielte Anhangangaben für betroffene Unternehmen. 01.01.2023 Ja Keine IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2023 Ja Keine Änderung an IFRS 17 Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge - Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen; Geringfügige Änderung an IFRS 17 („narrow scope amendment“) führt die Möglichkeit ein, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen einen „classification overlay approach“ anzuwenden. Damit können die Vergleichsinformationen zu den Finanzinstrumenten im Jahr vor der erstmaligen Anwendung des IFRS 17, d.h. für das Jahr 2022, aussagekräftiger gemacht werden, da bei der Erstanwendung von IFRS 9 keine rückwirkende Anwendung notwendig ist und damit ggf. die Vergleichsbasis für die Kapitalanlagen fehlt. 01.01.2023 Ja Keine 1 Für Geschäftsjahre, die ab diesem Zeitpunkt oder später beginnen. Bei dem Zeitpunkt der Übernahme wurde auf den von der EU angegebenen Zeitpunkt Bezug genommen. Die im Geschäftsjahr 2023 erstmals anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. In künftigen Geschäftsjahren erstmals anzuwendende Standards/Interpretationen Standard / Interpretation erstmals verpflichtend anzuwenden ab1 Übernahme durch EU-Kommission Voraus- sichtliche Auswirkungen Änderungen an IAS 1 Änderung an IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Klassifizierung von Schulden als kurzfristig hängt von den Rechten des Unternehmens zum Abschlussstichtag ab: Ist die Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach Ende des Berichtszeitraums zu verschieben, klassifiziert sich die Schuld bei Vorliegen solcher Rechte als langfristig. 01.01.2024 Ja Keine Änderungen an IFRS 16 Änderung an IFRS 16 Leasingverhältnisse: Betreffen die Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen. Ein Leasingnehmer hat im Anschluss an einen Verkauf die Leasingverbindlichkeit so zu bewerten, dass er keinen Betrag im Gewinn oder Verlust erfasst, der sich auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht bezieht. 01.01.2024 Ja Keine 1 Für Geschäftsjahre, die ab diesem Zeitpunkt oder später beginnen. Bei dem Zeitpunkt der Übernahme wurde auf den von der EU angegebenen Zeitpunkt Bezug genommen. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der genannten Vorschriften auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY GROUP werden derzeit noch geprüft. SYZYGY geht zurzeit von keinen großen Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung aus. Noch nicht von der EU-Kommission verabschiedete Standards und Interpretationen Standard / Interpretation Voraussichtliche Auswirkungen Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnung und IFRS 7 Finanzinstrumente: Die Änderungen betreffen Offenlegungsvorschriften im Zusammenhang mit Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen - auch als Lieferkettenfinanzierung, Finanzierung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder Reverse-Factoring-Vereinbarungen bekannt. Keine Änderungen an IAS 21 Änderung an IAS 21 Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse: Ergänzung der Regelungen zur Bestimmung des Wechselkurses bei langfristig fehlender Umtauschbarkeit, da IAS 21 keine expliziten Vorschriften zum Wechselkurs enthält, den ein Unternehmen verwendet, wenn der Stichtagskurs nicht beobachtbar ist. Keine Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der genannten Vorschriften auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY GROUP werden derzeit noch geprüft. 1.8 Fehlerkorrektur nach IAS 8 Im Berichtsjahr erfolgten Fehlerkorrekturen rückwirkend für das Vorjahr nach IAS 8.42, welche zu einer Umgliederung von Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern aus Urlaubs-. Überstunden- sowie Bonus- und Abfindungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.829 aus den sontigen Rückstellungen in die sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten sowie Zahlungsverpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen in Höhe von TEUR 1.849 aus den sonstigen in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geführt haben. Da die Höhe dieser Verpflichtungen bereits feststeht, ist es sachgerecht, diese gemäß IAS 37 unter den sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten bzw. den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auszuweisen. Weiterhin erfolgte der Ausweis einer Rückbauverpflichtung in Höhe von TEUR 286 bisher in den langfristigen Verbindlichkeiten. Diese sind aufgrund der unsicheren Höhe unter den langfristigen sonstigen Rückstellungen auszuweisen. Um die Transparenz für den Leser zu verbessern, wurden die Leasingverbindlichkeiten aus dem Posten „Langfristge Verbindlichkeiten“ gelöst und werden nun separat dargestellt. Aus dem Posten „Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten“ wurden die Finanzverbindlichkeiten, Leasingverbindlichkeiten sowie sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten, gelöst und werden ab diesem Geschäftsjahr separat ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend den aufgeführten Änderungen angepasst. in TEUR 31.12.2022 Erhöhung / Verminderung 31.12.2022 Rückwirkend angepasst 31.12.2021 Erhöhung / Verminderung 1.1.2022 Rückwirkend angepasst BILANZ AUSZUG Sonstige Rückstellungen (langfristig) 267 286 553 345 301 646 Langfristige Verbindlichkeiten 19.870 -19.870 0 23.744 -23.744 0 Leasingverbindlichkeiten 0 19.307 19.307 0 21.262 21.262 Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 277 277 0 2.181 2.181 Sonstige Rückstellungen (kurzfristig) 4.435 -3.669 766 4.580 -3.690 890 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 14.028 -14.028 0 12.389 -12.389 0 Finanzverbindlichkeiten 0 8.000 8.000 0 3.418 3.418 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.810 1.849 10.659 9.722 2.219 11.941 Leasingverbindlichkeiten (Kurzfristig) 0 3.588 3.588 0 3.514 3.514 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Kurzfristig) 0 0 0 0 2.316 2.316 Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 0 4.260 4.260 0 4.612 4.612 Gesamt 47.410 0 47.410 50.780 0 50.780 Auf der Aktivseite werden ab diesem Geschäftsjahr bestimmte Posten separat dargestellt, um die Transparenz für den Leser zu verbessern. Aus dem Sachanlagevermögen wurden die Nutzungsrechte gelöst und werden im Geschäftsjahr als separater Posten dargestellt. Weiterhin wurden die Vertragsvermögenswerte aus dem Posten „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte“ gelöst und werden separat in der Bilanz ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend den aufgeführten Änderungen angepasst. in TEUR 31.12.2022 Erhöhung / Verminderung 31.12.2022 Rückwirkend angepasst 31.12.2021 Erhöhung / Verminderung 1.1.2022 Rückwirkend angepasst BILANZ AUSZUG Sachanlagen 26.640 -20.435 6.205 29.344 -22.203 7.141 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte 16.163 -16.163 0 20.757 -20.757 0 Nutzungsrechte 0 20.435 20.435 0 22.203 22.203 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 14.538 14.538 0 17.145 17.145 Vertragsvermögenswerte 0 1.625 1.625 0 3.612 3.612 Gesamt 42.803 0 42.803 50.101 0 50.101 2. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze 2.1 Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, Markenrechte und Software. Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwerte Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, die mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet wird, und der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs entspricht den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte, der durch den Konzern ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der von den früheren Eigentümern des erworbenen Tochterunternehmens übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Außerdem enthält sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzten Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Der zum Erwerbszeitpunkt geltende beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung wird als Teil der für das erworbene Unternehmen übertragenen Gegenleistung bilanziert. Erwerbsbezogene Nebenkosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen, und als Verwaltungsaufwand ausgewiesen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Gemäß IFRS 3 besteht bei jedem Unternehmenszusammenschluss ein Wahlrecht, alle nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert, d. h. inklusive des auf diese Anteile entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerts (sog. „Full Goodwill Method") anzusetzen oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens zu bewerten. Der Konzern nimmt dieses Wahlrecht „Full Goodwill Method" in Anspruch. Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, so beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der übernommenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und zum Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Eine als Eigenkapital klassifizierte bedingte Gegenleistung wird nicht neu bewertet und die spätere Erfüllung wird im Eigenkapital erfasst. Eine als Vermögenswert oder Schuld klassifizierte bedingte Gegenleistung in Form eines in den Anwendungsbereich von IFRS 9 Finanzinstrumente fallenden Finanzinstruments wird gemäß IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Alle übrigen bedingten Gegenleistungen, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, werden zu jedem Abschlussstichtag erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der übertragenen Gegenleistung des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum, an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergibt. Ist die übertragene Gegenleistung geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung der Kaufpreisallokation, unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss den Erwartungen zufolge profitieren werden. Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Die Bilanzierung und Erstbewertung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenskaufs erworben wurden, erfolgt gemäß IAS 38. Demnach werden entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende jeder Berichtsperiode überprüft. Bei Wertaufholung zuvor außerplanmäßig amortisierter Vermögenswerte erfolgt eine Erhöhung des Buchwerts bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode oder der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Markennamen werden in der Regel linear über fünf Jahre amortisiert, sofern deren Nutzungsdauer bestimmbar ist. Software und Lizenzen werden in der Regel über drei Jahre amortisiert. 2.2 Sachanlagen Sämtliche Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie möglicher außerplanmäßiger Wertminderungen, angesetzt. In den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die dem Erwerb oder der Herstellung der Sachanlage direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten enthalten. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde: Nutzungsdauer Mietereinbauten (analog Nutzungsrechte aus Miet-, Leasing- oder Pachtverträgen) 3- bis 14 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre EDV-Ausstattung 3 Jahre Mietereinbauten werden linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über die kürzere Laufzeit des jeweiligen Mietvertrages abgeschrieben. Sachanlagen werden entweder bei Abgang (d. h. zu dem Zeitpunkt, zu dem der Empfänger die Verfügungsgewalt erlangt) ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des angesetzten Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Gewinne oder Verluste aus Abgängen werden als Unterschiedsbetrag zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen erfasst. Der Restwert und die Angemessenheit der Abschreibungssätze bzw. geschätzte Nutzungsdauer werden jeweils zum Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Jegliche Änderungen der geschätzten Nutzungsdauer oder des Restwerts werden anhand der Abschreibungssätze prospektiv angepasst. 2.3 Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument gemäß IFRS 9 ist ein Vertrag, der einen finanziellen Vermögenswert bei einem Unternehmen und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einem anderen begründet. Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt grundsätzlich dann, wenn die SYZYGY Vertragspartei bezüglich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. In der SYZYGY erfolgt die Bilanzierung regulärer Kassakäufe und –verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang zum Handelstag. Finanzinstrumente umfassen flüssige Mittel; als Aktivum gehaltene Eigenkapitalinstrumente eines anderen Unternehmens; ein vertragliches Recht, flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einem anderen Unternehmen zu erhalten; oder finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten mit einem anderen Unternehmen zu potenziell vorteilhaften Bedingungen auszutauschen; oder einen Vertrag, der in eigenen Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens erfüllt werden wird oder kann und bei dem es sich um Folgendes handelt: ein nicht derivatives Finanzinstrument, das eine vertragliche Verpflichtung des Unternehmens beinhaltet oder beinhalten kann, eine variable Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu erhalten; ein derivatives Finanzinstrument, das nicht durch Austausch eines festen Betrags an Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten gegen eine feste Anzahl von eigenen Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens erfüllt wird oder werden kann (es gelten Einschränkungen in Bezug darauf, welche Instrumente in diesem Zusammenhang als eigene Eigenkapitalinstrumente nach IFRS 9 klassifiziert werden). Finanzielle Vermögenswerte Beim erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte für die Folgebewertung entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten, als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (at fair value through other comprehensive income, FVTOCI) oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (at fair value through profit or loss, FVTPL), klassifiziert. Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 erfolgt auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme. Nach IFRS 9 werden Derivate, die in Verträge eingebettet sind, bei denen die Basis ein finanzieller Vermögenswert im Anwendungsbereich des Standards ist, niemals getrennt bilanziert. Stattdessen wird das hybride Finanzinstrument insgesamt im Hinblick auf die Klassifizierung beurteilt. Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 als Schuldinstrumente bei der erstmaligen Erfassung hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab. Finanzielle Vermögenswerte werden im Zugangszeitpunkt zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden zuzüglich der Transaktionskosten im Zugangszeitpunkt erfasst. Folgebewertung Für die Folgebewertung klassifiziert der Konzern finanzielle Vermögenswerte derzeit in drei Kategorien: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte: Zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert werden finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells mit dem Ziel gehalten werden, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen und deren Zahlungsströme ausschließlich als Zins und Rückzahlung des investierten Kapitals zu beurteilen sind (Geschäftsmodell „Halten“). Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte: Finanzielle Vermögenswerte werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert, wenn sie entweder im sonstigen Geschäftsmodell gehalten werden oder wenn sie die Kriterien für die Geschäftsmodelle Halten oder Halten und Verkaufen nicht erfüllen. Ebenso befinden sich in dieser Klasse finanzielle Vermögenswerte, welche die Kriterien für die Geschäftsmodelle Halten oder Halten und Verkaufen erfüllen, aber entweder die SPPI-Kriterien verfehlen oder als zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte designiert werden. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeiwert bewertete finanzielle Vermögenswerte: Ein Schuldinstrument, das in einem Geschäftsmodell gehalten wird, in dem sowohl die vertraglichen Zahlungsströme finanzieller Vermögenswerte vereinnahmt als auch finanzielle Vermögenswerte veräußert werden und bei dem die vertraglichen Cashflows ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen beinhalten (Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“), wird erfolgsneutral zum Fair Value bewertet, sofern nicht bei Zugang die Fair-Value-Option ausgeübt wird. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in Folgeperioden nach der erstmaligen Erfassung unter Anwendung der Effektivzinsmethode und unter Abzug von Wertminderungen vom Buchwert bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns enthalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Veränderungen der Buchwerte von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden im sonstigen Konzernergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der bonitätsbedingten Wertminderungserträge oder -aufwendungen, Zinserträge und Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung, die direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter dem Posten „Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste“ erfasst werden. Bei Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts wird der im sonstigen Ergebnis angesetzte kumulierte Gewinn oder Verlust aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung umgegliedert. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in den Finanzerträgen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen / Aufwendungen ausgewiesen. SYZYGY hat die Staats- und Unternehmensanleihen in ihrem Wertpapierportfolio in die Kategorie „financial assets measured as fair value through other comprehensive income (FVTOCI)“ nach IFRS 9 klassifiziert. Das Wertpapierdepot wird von SYZYGY zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung gehalten. Die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme beruhen lediglich auf der Rückzahlung des Nominalbetrags sowie einer Verzinsung des noch ausstehenden Nominalbetrags zu festgelegten Zeitpunkten. Ausbuchung Die SYZYGY bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn ihr vertragliches Anrecht auf Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert ausläuft oder sie ihr Anrecht auf den Bezug von vertraglichen Zahlungsströmen in einer Transaktion überträgt, in der entweder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden oder wenn die SYZYGY im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und sie nicht die Verfügungsmacht über den übertragenen Vermögenswert behält. In diesen Fällen werden die übertragenen Vermögenswerte nicht ausgebucht. Wird der finanzielle Vermögenswert an eine dritte Partei übergeben, erfolgt die Ausbuchung auch nur dann, wenn das Anrecht auf damit verbundene Zahlungsströme gleichfalls auf die dritte Partei übertragen wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder der finanzielle Vermögenswert auf einen Dritten übertragen wird. Forderungen, einschließlich der damit verbundenen Wertminderungsaufwendungen, werden ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden. SYZYGY hat Zahlungsmittel und -äquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen in die Kategorie „Amortised Costs“ nach IFRS 9 eingeordnet. Diese Finanzinstrumente haben fixe oder bestimmbare Zahlungen und sind nicht an einem aktiven Markt notiert. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderung bewertet. Sie werden in der Bilanz entsprechend ihrer Fristigkeit als lang- oder kurzfristige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten Erstmaliger Ansatz und Bewertung Mit Ausnahme der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen werden finanzielle Verpflichtungen nach IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Folgebewertung Für die Folgebewertung klassifiziert der Konzern finanzielle Verbindlichkeiten derzeit ausschließlich als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verpflichtungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert bewertet, welcher dem erhaltenen Gegenwert abzüglich der entstandenen Transaktionskosten entspricht. Nach der erstmaligen Erfassung werden verzinsliche Darlehen unter Anwendung der Effektivzins-methode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden, außerdem im Rahmen von Amortisationen mittels der Effektivzinsmethode. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung eines Agios oder Disagios bei Akquisition sowie von Gebühren oder Kosten berechnet, die einen integralen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen. Die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Gesamtergebnisrechnung als Teil der Finanzaufwendungen enthalten. In diese Kategorie fallen in der Regel verzinsliche Darlehen. Ausbuchung Eine Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die mit ihr verbundene Verpflichtung beglichen oder aufgehoben wird, sowie bei Fälligkeit. Falls eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine Verbindlichkeit gegenüber demselben Gläubiger mit wesentlich abweichenden Vertragsbedingungen ersetzt wird oder die Vertragsbedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert werden, dann wird ein solcher Austausch oder eine solche Modifikation als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den beiden Buchwerten wird ergebniswirksam erfasst. Modifikationen Werden Vertragsbedingungen finanzieller Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten neu verhandelt oder modifiziert, wobei die Modifikation nicht zu einer Ausbuchung führt, wird ein Gewinn oder Verlust in Höhe der Differenz zwischen den ursprünglichen vertraglichen Zahlungsstrom und den modifizierten, mit dem ursprünglichen Effektivzins abgezinsten Zahlungsstrom, ergebniswirksam erfasst. Signifikante Modifikationen bzw. Neuverhandlungen führen zu einer Ausbuchung der bilanzierten ursprünglichen Vereinbarung und der Erfassung eines neuen finanziellen Vermögenswerts und einer neuen finanziellen Verbindlichkeit entsprechend den neuverhandelten Vertragsbedingungen. Für kreditrisikodeterminierte Modifikationen stellt die SYZYGY GROUP fest, ob die modifizierten Vertragsbedingungen zu einem wesentlich modifizierten finanziellen Vermögenswert führen und somit auszubuchen sind. Diese Beurteilung beinhaltet eine quantitative Bewertung der Auswirkungen der Zahlungsstromänderungen durch die modifizierten Vertragsbedingungen, ggf. unter der Berücksichtigung qualitativer Aspekte der Auswirkungen modifizierter Vertragsbedingungen. Modifikationen, die zur Ausbuchung des ursprünglichen finanziellen Vermögenswerts führen und es Anzeichen einer Wertminderung des neuen finanziellen Vermögenswerts bei Ersterfassung gibt, wird der neue finanzielle Vermögenswert als ausfallgefährdeter finanzieller Vermögenswert in Stufe 3 klassifiziert. Wesentliche Änderung der Vertragsbedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit kann zu einer Ausbuchung der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit führen. Ein quantitatives Kriterium, das zu einer substanziellen Änderung der Vertragsbedingungen führt, liegt vor, wenn der abgezinste Barwert der Zahlungsströme nach den neuen Vertragsbedingungen um mindestens 10 % vom abgezinsten Barwert der verbleibenden Zahlungsströme des ursprünglichen Schuldinstruments abweicht. SYZYGY bewertet sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode und weist sie der Kategorie Amortised Costs zu. Zinsänderungen führen bei festverzinslichen Wertpapieren in Abhängigkeit von der Duration zu Kursschwankungen. Hierfür werden keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. 2.4 Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert Der beizulegende Zeitwert ist nach IFRS 13 als ein Veräußerungspreis definiert und ein Preis, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten oder bei der Übertragung einer Schuld zahlen. Bei einem beizulegenden Zeitwert handelt es sich um einen an einem aktiven Markt festgestellten Preis (mark-to-market) oder um einen mittels eines Bewertungsmodells ermittelten Wert (mark-to-model), wobei die Inputparameter direkt am Markt beobachtet oder, falls nicht am Markt beobachtbar, aufgrund einer Expertenschätzung festgelegt werden. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwertes eines nicht-finanziellen Vermögenswertes wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die wirtschaftlich sinnvollste und beste Verwendung des Vermögenswertes oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die wirtschaftlich sinnvollste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen. Die SYZYGY GROUP wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder angegeben wird, werden in die nachfolgend beschriebene Hierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet, basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist: Stufe 1: In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht bereinigte) Preise. Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen die Inputfaktoren auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar sind. Stufe 3: Bewertungsverfahren, bei denen der Inputfaktor der niedrigsten Stufe auf dem Markt nicht beobachtbar ist. Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der am Bewertungsstichtag in einer Transaktion zwischen unabhängigen Marktteilnehmern bei Verkauf eines Vermögenswerts erzielt oder bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlt werden würde. Der beizulegende Zeitwert von in aktiven Märkten notierten Finanzinstrumenten wird auf Grundlage der Preisnotierungen ermittelt, sofern diese im Rahmen von regelmäßigen und aktuellen Transaktionen verwendete Preise darstellen. Sind keine in aktiven Märkten notierten Preise verfügbar, werden Bewertungsverfahren für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten eingesetzt. In den Bewertungsverfahren werden Eingangsparameter verwendet, die, wenn möglich, auf beobachtbaren Daten, die von Preisen relevanter, in aktiven Märkten gehandelter Finanzinstrumente abgeleitet werden. Der Einsatz von Bewertungsverfahren erfordert Annahmen und Einschätzungen des Managements, die insbesondere von Informations- und Preistransparenz sowie Komplexität der Instrumente und Märkte determiniert werden. Hierzu werden bei Bedarf externe Experten bzw. Berater bzgl. deren Ermittlung hinzugezogen. Nach IFRS 13 sind die zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen nach den für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Eingangsparametern der Bewertungsmethode zu klassifizieren (anhand von notierten Preisen in einem aktiven Markt (Level 1), Bewertungsmethoden, die auf beobachtbaren Parametern basieren (Level 2), sowie Bewertungsmethoden, die signifikante nicht beobachtbare Parameter verwenden (Level 3)). 2.5 Wertminderung finanzieller und nichtfinanzieller Vermögenswerte Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte Die Wertminderungsvorschriften gemäß IFRS 9 gelten für alle finanziellen Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, als auch für außerbilanzielle Kreditzusagen und Finanzgarantien. IFRS 9 ermöglicht die Anwendung eines vereinfachten Wertminderungsmodells, welches für alle finanziellen Vermögenswerte eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit bedingt. Die Restlaufzeit kurzfristiger Forderungen beträgt bis zu einem Jahr und der erwartete Verlust wird damit auf der Basis des erwarteten Verlustes für 1 Jahr ermittelt. Es bestehen in 2023 wie im Vorjahr keine langfristigen Forderungen mit Laufzeit über einem Jahr unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, zudem beinhalten diese Forderungen ein sehr geringes Adressausfallrisiko. Auf Basis historischer Forderungsausfälle werden für verschiedene Laufzeitbänder Ausfallraten ermittelt und anschließend auf den jeweiligen offenen Forderungsbestand der Laufzeitbänder angewendet. Diese Ausfallrate wird um zukunftsgerichtete Informationen wie z. B. makroökonomische und geschäftliche Entwicklungen sowie Veränderungen in der Struktur der Kunden angepasst. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte ist wertgemindert und eine entsprechende Wertminderung ist zu erfassen, wenn es objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung als Ergebnis eines oder mehrerer Ereignisse nach dem erstmaligen Erfassungszeitpunkt des finanziellen Vermögenswertes gibt. Diese Einschätzung wird zu jedem Bilanzstichtag vorgenommen. Es erfolgt eine Gruppierung nach Kundengruppen, welche das gleiche Ausfallrisiko haben. Wertminderung nichtfinanzieller Vermögenswerte Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer Für Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer ist bei Vorliegen von Anzeichen einer möglichen Wertminderung ein Wertminderungstest durchzuführen. Bei entsprechenden Anhaltspunkten wird dem fortgeführten Buchwert des Vermögenswerts der erzielbare Betrag, der den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert repräsentiert, gegenübergestellt. Der Nutzungswert entspricht dabei dem Barwert der künftigen Zahlungsströme, die durch die fortlaufende Nutzung des Vermögenswerts erwartet werden. Im Falle einer eingetretenen Wertminderung wird der Differenzbetrag zwischen dem fortgeführten Buchwert und dem niedrigeren erzielbaren Betrag aufwandswirksam erfasst. Sobald Hinweise bestehen, dass die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr vorliegen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Diese dürfen die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigen. Geschäfts- oder Firmenwerte und Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer Darüber hinaus ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung sonstiger immaterieller Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer (Marke „Unique Digital“) sowie erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte (sog. „triggering-events“) vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, so nimmt er eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten bzw. zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) sind. In diesen Fällen erfolgt die Überprüfung der Werthaltigkeit auf der relevanten Ebene zahlungsmittelgenerierender Einheiten, denen der Vermögenswert zuzuordnen ist. Im Regelfall erzielt kein einzelner Vermögenswert im Konzern eigene zurechenbare Mittelzuflüsse. Ein im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Erwerbszeitpunkt der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitiert. Diese repräsentiert zudem die unterste Ebene, auf welcher der Geschäfts- oder Firmenwert für die interne Unternehmenssteuerung überwacht wird. Die Einzelgesellschaften bilden jeweils die kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit. Folglich erfolgt der Wertminderungstest auf dieser Ebene. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes nach Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des Nutzungswertes werden kürzlich erfolgte Markttransaktionen berücksichtigt. Sind keine derartigen Transaktionen identifizierbar, wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dieses stützt sich auf Bewertungsmultiplikatoren, Börsenkurse von börsengehandelten Anteilen an Unternehmen oder andere zur Verfügung stehende Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert. In der Gruppe kommt im Regelfall die Bewertung auf Basis des Nutzungswertes zur Anwendung. Der Konzern legt seiner Wertminderungsbeurteilung die jüngsten Budget- und Prognoserechnungen zugrunde, die für jede der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen einzelne Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden. Die Annahmen beruhen auf den Erwartungen des Managements bezüglich der zukünftigen Marktentwicklungen. Dabei finden regelmäßig auch Markt- und Branchenprognosen von führenden Branchenanalysten ihre Berücksichtigung. Insbesondere die Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen, wie z. B. die Umsatzentwicklung, sind mit Unsicherheiten behaftet. Die Budget- und Prognoserechnungen erstrecken sich in der Regel über fünf Jahre. Nach dem fünften Jahr wird eine Wachstumsrate bestimmt und zur Prognose der künftigen Cashflows angewandt. Die Annahmen beruhen auf den Erwartungen des Managements bezüglich der zukünftigen Marktentwicklungen. Die Wertminderung eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) bestimmt, der (denen) der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Der Wertminderungsaufwand wird zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und daraufhin den weiteren Vermögenswerten im Verhältnis ihrer Buchwerte. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Sobald Hinweise bestehen, dass die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr vorliegen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Zuschreibungen dürfen die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigen. Eine Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst, es sei denn, der Vermögenswert wird nach der Neubewertungsmethode bilanziert. In diesem Fall wird die Wertaufholung als Wertsteigerung aus der Neubewertung behandelt. 2.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung, d. h. der Erbringung der Leistung an den Kunden, erfasst. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen über separate Wertberichtigungskonten berücksichtigt. Soweit keine Abwertungen aufgrund von Ausfallrisiken erforderlich sind, erfolgt die Bilanzierung zum Nennwert. Forderungen mit einer Fälligkeit, die über ein Jahr hinausgeht, werden marktüblich abgezinst. Beratungsleistungen auf Festpreisbasis werden zeitraumbezogen mittels eines inputorientierten Verfahrens (cost-to-cost-Methode) entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad im Sinne des IFRS 15 realisiert, und wurden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. Vertragsvermögenswerten erfasst. Weitere Informationen sind in Abschnitt 2.12 Umsatz- und Ertragsrealisierung enthalten. Für den Verkauf von Beratungsleistungen wird einigen Kunden eine individuell vereinbarte Rückvergütung gewährt, welche sich auf den Gesamtzeitraum eines Kalenderjahres bezieht. Die Rückvergütungen errechnen sich nach einer im Vertrag festgelegten Rabattierungsstaffel und werden nicht direkt ausgezahlt, sondern mit zukünftigen Projekten verrechnet. Vertragsverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen und werden unter den Vertragsverbindlichkeiten in den Passiva ausgewiesen. Das Wertminderungsmodell unter IFRS 9 ist auch auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine signifikante Finanzierungskomponente. Daher kommt das vereinfachte Wertberichtigungsmodell gemäß IFRS 9 zur Anwendung, wonach Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte immer in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts ermittelt werden. Die Wertminderungen nach IFRS 9 werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. 2.7 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Gemäß IFRS 9 werden kurzfristige Verbindlichkeiten im Zugangszeitpunkt mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der im Wesentlichen ihrem Marktwert entspricht. Bei langfristigen Verbindlichkeiten erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Diese werden nach Maßgabe der Effektivzinsmethode durch eine Abzinsung des Erfüllungsbetrages ermittelt und bis zur Fälligkeit fortgeführt. 2.8 Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem vergangenen Ereignis besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. In die Berechnung der sonstigen Rückstellungen fließen alle zu berücksichtigenden Kostenbestandteile ein. Sofern der Effekt wesentlich ist, wird die Verpflichtung mit einem Zinssatz vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts widerspiegelt, auf den Barwert abgezinst. Wurden die Cashflows bereits an das Risiko angepasst, wird ein risikoloser Zinssatz verwendet. Im Fall einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwand erfasst. 2.9 Sonstige Vermögenswerte und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen Vermögenswerte und sonstige kurzfristigen Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Etwaige Wertminderungen bei den sonstigen Vermögenswerten werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Verpflichtungen für Beiträge zu beitragsorientierten Plänen werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Vorausgezahlte Beiträge werden als Vermögenswert erfasst, soweit ein Anrecht auf Rückerstattung oder Verringerung künftiger Zahlungen besteht. 2.10 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Der Posten „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ in der Bilanz umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige hochliquide Einlagen mit einer Laufzeit von maximal drei Monaten, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentkredite, da diese integraler Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns sind. 2.11 Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16 Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierbaren Vermögenswertes (den Leasinggegenstand) für einen vereinbarten Zeitraum gegen Entgelt zu kontrollieren. Der Konzern hat für verschiedene Gebäude und Fahrzeuge Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasingverträge für Gebäude haben im Allgemeinen eine unkündbare Laufzeit von 3 bis 15 Jahren, während die Leasingverträge für Fahrzeuge eine Laufzeit von 3 bis 3 1/2 Jahren haben. Es besteht die Möglichkeit zur Ausübung von Verlängerungsoptionen wie in vi) ausgeführt wird. Konzern als Leasingnehmer Der Konzern erfasst und bewertet alle Leasingverhältnisse (mit Ausnahme von kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverhältnissen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist) nach einem einzigen Modell (nähere Einzelheiten siehe unten). Er erfasst Verbindlichkeiten zur Leistung von Leasingzahlungen und Nutzungsrechte für das Recht auf Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts. i) Nutzungsrechte Der Konzern erfasst Nutzungsrechte zum Bereitstellungsdatum (d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der zugrunde liegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereitsteht). Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet und um jede Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten berichtigt. Die Kosten von Nutzungsrechten beinhalten die erfassten Leasingverbindlichkeiten, die entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie die bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize. Nutzungsrechte werden planmäßig linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit und erwarteter Nutzungsdauer der Leasinggegenstände abgeschrieben. Wenn das Eigentum an dem Leasinggegenstand am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern übergeht oder in den Kosten die Ausübung einer Kaufoption berücksichtigt ist, werden die Abschreibungen anhand der erwarteten Nutzungsdauer des Leasinggegenstands ermittelt. Die Nutzungsrechte werden ebenfalls auf Wertminderung überprüft. ii) Leasingverbindlichkeiten Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern die Leasingverbindlichkeiten zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingzahlungen beinhalten feste Zahlungen (einschließlich de facto feste Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasing-anreize, variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und Beträge, die voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien entrichtet werden müssen. Die Leasingzahlungen umfassen ferner den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn hinreichend sicher ist, dass der Konzern sie auch tatsächlich wahrnehmen wird, und Strafzahlungen für eine Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Konzern die Kündigungsoption wahrnehmen wird. Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, werden in der Periode, in der das Ereignis oder die Bedingung, das bzw. die diese Zahlung auslöst, eingetreten ist, aufwandswirksam erfasst (es sei denn, sie werden durch die Herstellung von Vorräten verursacht). Bei der Berechnung des Barwerts der Leasingzahlungen verwendet der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz zum Bereitstellungsdatum, da der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann. Nach dem Bereitstellungsdatum wird der Betrag der Leasingverbindlichkeiten erhöht, um dem höheren Zinsaufwand Rechnung zu tragen, und verringert, um den geleisteten Leasingzahlungen Rechnung zu tragen. Zudem wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeiten bei Änderungen des Leasingverhältnisses, Änderungen der Laufzeit des Leasingverhältnisses, Änderungen der Leasingzahlungen (z. B. Änderungen künftiger Leasingzahlungen infolge einer Veränderung des zur Bestimmung dieser Zahlungen verwendeten Index oder Zinssatzes) oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrunde liegenden Vermögenswert neu bewertet. iii) Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) wird von der Anwendungserleichterung Gebrauch gemacht und die Zahlung linear als Aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. iv) Nichtleasingkomponenten Verträge sehen häufig mehrere unterschiedliche Arten von Verpflichtungen für den Lieferanten gleichzeitig vor. Dabei kann es sich um eine Kombination verschiedener Leasingkomponenten oder um eine Kombination von Leasing- und Nichtleasingkomponenten handeln wie z. B. die Anmietung eines Vermögenswerts und die Erbringung von Wartungsleistungen. Leasingkomponenten und Nicht-Leasingkomponenten werden bei SYZYGY nicht zusammengefasst, sondern getrennt bilanziert. v) Konzerninterne Leasingverhältnisse Daneben werden konzerninterne Leasingverhältnisse gemäß IFRS 8 in der Segmentberichterstattung grundsätzlich wie operative Mietverhältnisse nach IFRS 16 dargestellt. vi) Wesentliche Ermessensentscheidungen bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen mit Verlängerungsoptionen Der Konzern bestimmt die Laufzeit des Leasingverhältnisses unter Zugrundelegung der unkündbaren Grundlaufzeit des Leasingverhältnisses sowie unter Einbeziehung der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass er diese Option ausüben wird, oder der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Kündigung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass er diese Option nicht ausüben wird. Einige Leasingverträge enthalten Verlängerungsoptionen. Der Konzern trifft bei der Beurteilung, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ausgeübt wird, Ermessensentscheidungen. Das heißt, bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung oder Nicht-Ausübung von Verlängerungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. Nach dem Bereitstellungsdatum bestimmt der Konzern die Laufzeit des Leasingverhältnisses erneut, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine Änderung von Umständen eintritt, das bzw. die innerhalb seiner Kontrolle liegt und sich darauf auswirkt, ob er die Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ausüben wird oder nicht (z. B. eine Änderung der Geschäftsstrategie). 2.12 Umsatz- und Ertragsrealisierung SYZYGY erzielt Umsatzerlöse aus Beratungs- und Entwicklungsleistungen sowie aus der Planung und Durchführung von Werbekampagnen. Umsätze aus Beratungsleistungen und durch Produktion von Inhalten für digitale Medien werden realisiert, wenn die Leistung in Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen („Time and Material“) erbracht wurde, eine Zahlung seitens des Kunden wahrscheinlich ist und der Rechnungsbetrag feststeht bzw. bestimmbar ist. Leistungen im Bereich Strategieberatung und Medialeistungen werden pro angefallene bzw. erbrachte Stunde realisiert. Beratungsleistungen auf Festpreisbasis werden mittels eines inputorientierten Verfahrens (cost-to-cost-Methode) zeitraumbezogen realisiert. Der Fertigstellungsgrad der Projekte wird anhand des Vergleichs der bereits erbrachten Zeiteinheiten und anderen direkten Kosten zu den gesamten zur Fertigstellung des Projektes geplanten Zeiteinheiten und anderen direkten Kosten ermittelt. Anpassungen aufgrund einer veränderten Planung werden regelmäßig durchgeführt. Überschreiten die von SYZYGY erbrachten Dienstleistungen den Zahlungsbetrag, wird ein Vertragsvermögenswert erfasst. Sind die Zahlungen höher als die erbrachten Dienstleistungen, wird eine Vertragsverbindlichkeit ausgewiesen. Für drohende Verluste aus derartigen Projekten werden Wertberichtigungen oder Rückstellungen in vollem Umfang in der Periode gebildet, in der sie erkennbar werden. SYZYGY räumt ihren Kunden Zahlungsziele zwischen 0 und 90 Tagen ein. In manchen Projektverträgen sind Teilleistungen („Milestones“) vereinbart. In diesen Fällen wird eine Teilrealisierung der Umsatzerlöse nach Erbringung der jeweiligen selbstständigen Teilleistung sowie der Abnahme der Teilleistung durch den/die Kund:in vorgenommen (Outputorientierte Verfahren). Ferner werden Leistungen zur Planung und Durchführung von Werbekampagnen im Internet (Mediadienstleistungen) erbracht. Hierbei werden zum Teil auf eigene Rechnung Werbeplätze eingekauft und im Rahmen der Leistungserbringung abgerechnet. Die Kosten für den Einkauf der Werbeplätze („Mediakosten“) werden im Zuge der Abrechnung der Mediadienstleistungen an den/die Kund:in zusammen mit einer festen Vergütung oder einer Vergütung, die sich im Verhältnis zu den tatsächlichen Mediakosten rechnet, weitergereicht. Umsätze für Mediadienstleistungen werden grundsätzlich mit bzw. nach dem Erscheinen der Werbung realisiert. Dabei wird der gesamte den Kunden zu berechnende Betrag als Billings, sowie der um die durchlaufenden Posten, bzw. die Mediakosten verringerte Betrag als Umsatzerlöse erfasst. Erträge in Form von Zinsen u. Ä. werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrages mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt und periodengerecht erfasst. 2.13 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand setzt sich aus den laufenden Unternehmenssteuern (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag) sowie den latenten Steuern zusammen. Ertragsteuern Die tatsächlichen Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder ermittelt, in denen die betroffenen Gesellschaften tätig sind. Die tatsächlichen Steueransprüche und Steuerschulden für die laufenden und früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden. Tatsächliche Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital verbucht werden, werden nicht in der Gesamtergebnisrechnung, sondern im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital erfasst. Das Management beurteilt regelmäßig einzelne Steuersachverhalte dahingehend, ob in Anbetracht geltender steuerlicher Regelungen ein Interpretationsspielraum vorhanden ist. Bei Bedarf werden Steuerrückstellungen angesetzt. Latente Steuern Die Bildung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der Bilanzmethode auf bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert zum Abschlussstichtag. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme von: latenten Steuerschulden aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und latenten Steuerschulden aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen vom Mutterunternehmen, Anteilseigner oder Partnerunternehmen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen, noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von: latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erst-maligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden oder kein ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Einkommen die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten oder gesetzlich angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital verbucht werden, werden nicht in der Gesamtergebnisrechnung, sondern im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und -schulden werden nur dann saldiert, wenn der Konzern ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde entweder für dasselbe Steuersubjekt oder für unterschiedliche Steuersubjekte erhoben werden, die beabsichtigen, in jeder künftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. -ansprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene latente Steuervorteile, die die Kriterien für einen gesonderten Ansatz zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht erfüllen, werden in Folge-perioden angesetzt, sofern sich dies aus neuen Informationen über Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden, ergibt. Die Anpassung wird entweder als Minderung des Geschäfts- oder Firmenwerts behandelt (solange sie den Geschäfts- oder Firmenwert nicht übersteigt), sofern sie während des Bewertungszeitraums entsteht, oder im Periodenergebnis und im sonstigen Ergebnis erfasst, sofern sie außerhalb des Bewertungszeitraums entsteht. 2.14 Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33 ermittelt. Dabei entspricht das unverwässerte Ergebnis der Aktie dem den Stammaktionären des Mutterunternehmens zustehende Periodenergebnis (Konzern-Jahresergebnis der Aktionäre der Syzygy AG), geteilt durch die gewichtete, durchschnittliche Anzahl der innerhalb der Berichtsperiode im Umlauf gewesenen Stammaktien. Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Stammaktionären des Mutternunternehmens zurechenbare Periodenergebnis und der gewichtete Durchschnitt der in Umlauf befindlichen Stammaktien um alle Verwässerungseffekte potentieller Stammaktien bereinigt. 2.15 Aktienbasierte Vergütungsprogramme Aktien-Beteiligungsprogramm 2013 Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Aktien-Beteiligungsprogramm aufgelegt. Danach verpflichtet sich die Gruppe, Beschäftigten eine bestimmte Anzahl an Aktien nach drei Jahren zu übertragen. Sollten die Mitarbeitenden die SYZYGY GROUP vor Ablauf der Frist verlassen, verfallen sämtliche Ansprüche aus dem Aktienprogramm entschädigungslos. Alternativ haben die Beschäftigten wie auch die Gesellschaft das Recht, anstatt der Aktien den zum Übertragungsstichtag gültigen Marktwert in bar vergütet zu erhalten bzw. zu vergüten. Diese anteilsbasierte Vergütung mit Wahlfreiheit der Gegenpartei über die Auszahlungsmodalität ist so strukturiert, dass beide Erfüllungsalternativen den gleichen beizulegenden Zeitwert haben. Nach IFRS 2.37 ist daher der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalkomponente gleich null und somit entspricht der beizulegende Zeitwert des zusammengesetzten Finanzinstruments der Schuldkomponente. SYZYGY erfasst demzufolge die Aufwendungen pro rata temporis ab Aktienzusage als Rückstellung zum beizulegenden Zeitwert. Phantom Stock Programm Ferner wurde in 2015 ein Phantom Stock Programm aufgelegt und im Geschäftsjahr 2016 angepasst. Hierbei erhält der Berechtigte die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Gewährung und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks als Sonderzahlung. 40 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 1) können frühestens nach 2 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 3 Jahren, 60 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 2) können frühestens nach 3 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 4 Jahren. Die maximale Kurssteigerung (Cap) ist bei der Tranche 1 auf 60 Prozent und bei der Tranche 2 auf 90 Prozent begrenzt. Ferner gibt es bei diesem Programm eine Change of Control-Klausel, nach der innerhalb einer Frist von 6 Wochen nach Abschluss eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Ausübung erfolgen kann. Es handelt sich dabei um eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich im Sinne des IFRS 2 und daher erfolgt die Bilanzierung nach den oben beschriebenen Grundsätzen. 3. Erläuterungen zur Konzernbilanz 3.1 Anlagespiegel Die Entwicklung ist im Geschäftsjahr wie folgt: 2023 (in TEUR) Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Immaterielle Vermögens- werte Nutzungs- rechte aus Leasing- Verhält- nissen Mieter- einbauten Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Summe Anschaffungskosten 1. Januar 2023 57.309 2.897 32.155 7.456 5.977 105.794 Zugänge 0 3 946 200 568 1.717 Abgänge 0 0 -4.115 -1.626 -152 -5.893 Währungskursänderungen 612 16 254 22 65 969 Anschaffungskosten 31. Dezember 2023 57.921 2.916 29.240 6.052 6.458 102.587 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1. Januar 2023 14.272 2.686 11.720 3.283 3.945 35.906 Zugänge 0 44 3.009 1.434 757 5.244 Abgänge 0 0 -545 -1.626 -129 -2.300 Wertminderungen 4.736 0 0 0 0 4.736 Währungskursänderungen 0 13 103 3 42 161 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2023 19.008 2.743 14.287 3.094 4.615 43.747 Buchwert 31. Dezember 2023 38.913 173 14.953 2.958 1.843 58.840 Die Entwicklung war im Vorjahr wie folgt: 2022 (in TEUR) Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Immaterielle Vermögens- werte Nutzungs- rechte aus Leasing- Verhält- nissen Mieter- einbauten Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Summe Anschaffungskosten 1. Januar 2022 57.880 2.871 31.252 7.578 5.354 104.935 Zugänge 0 38 2.061 102 754 2.955 Abgänge -41 0 -761 -151 -99 -1.052 Währungskursänderungen -530 -12 -397 -73 -32 -1.044 Anschaffungskosten 31. Dezember 2022 57.309 2.897 32.155 7.456 5.977 105.794 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1. Januar 2022 2.859 2.543 9.049 2.580 3.211 20.242 Zugänge 0 148 3.542 805 850 5.345 Abgänge 0 0 -707 -78 -95 -880 Wertminderungen 11.413 0 0 0 0 11.413 Währungskursänderungen 0 -5 -164 -24 -21 -214 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2022 14.272 2.686 11.720 3.283 3.945 35.906 Buchwert 31. Dezember 2022 43.037 211 20.435 4.173 2.032 69.888 3.2 Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 2023 (in TEUR) Geschäfts- oder Firmenwert Markennamen Lizenzen, Software und Sonstiges Summe Anschaffungskosten 1. Januar 2023 57.309 2.088 809 60.206 Zugänge 0 0 3 3 Währungskursänderungen 612 11 5 628 Anschaffungskosten 31. Dezember 2023 57.921 2.099 817 60.837 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1. Januar 2023 14.272 1.965 721 16.958 Zugänge 0 0 43 43 Wertminderungen 4.736 0 0 4.736 Währungskursänderungen 0 9 5 14 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2023 19.008 1.974 769 21.751 Buchwert 31. Dezember 2023 38.913 125 48 39.086 2022 (in TEUR) Geschäfts- oder Firmenwert Markennamen Lizenzen, Software und Sonstiges Summe Anschaffungskosten 1. Januar 2022 57.880 2.096 775 60.751 Zugänge 0 0 38 38 Abgänge -41 0 0 -41 Währungskursänderungen -530 -8 -4 -542 Anschaffungskosten 31. Dezember 2022 57.309 2.088 809 60.206 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1. Januar 2022 2.859 1.883 660 5.402 Zugänge 0 84 64 148 Wertminderungen 11.413 0 0 11.413 Währungskursänderungen 0 -2 -3 -5 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2022 14.272 1.965 721 16.958 Buchwert 31. Dezember 2022 43.037 123 88 43.248 Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 38.913 (Vorjahr: TEUR 43.037) ist im Rahmen der Akquisitionen von Ars Thanea, diffferent, SYZYGY Performance und Unique Digital UK entstanden. Grundsätzlich werden bei SYZYGY die Einzelgesellschaften als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte (GoF) wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zugeordnet: diffferent SYZYGY Performance Unique Digital UK Ars Thanea In der folgenden Tabelle sind die den CGU zugeordneten Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte dargestellt. 2023 (in TEUR) GoF diffferent 10.664 SYZYGY Performance 13.357 Unique Digital UK 8.166 Ars Thanea 6.726 Gesamt 38.913 2022 (in TEUR) GoF diffferent 15.400 SYZYGY Performance 13.357 Unique Digital UK 8.024 Ars Thanea 6.256 Gesamt 43.037 Die Werthaltigkeit der einzelnen Geschäfts- oder Firmenwerte wurde durch Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2023 überprüft. Die Berechnung des erzielbaren Betrags der CGU wurde auf Basis des Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen zum 31. Dezember 2023 ermittelt. Die Prognosen basieren auf jährlich aktualisierten Finanzplänen, die vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Weiterhin erfolgt eine Fortschreibung der Geschäftsplanung über 5 Jahre, die von der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften zusammen mit dem Vorstand der Syzygy AG entwickelt wird. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des Nutzungswerts beruht, gehören Annahmen zu Wachstumsraten, Margenentwicklung und Diskontierungssatz sowie eine Wachstumsrate in der ewigen Rente in Höhe von 1 Prozent. Dies entspricht dem hälftigen langfristigen Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent. Grundsätzlich geht SYZYGY davon aus, dass die Digitalbranche in Zukunft stärker wachsen wird. Für die CGU Unique Digital UK in Großbritannien wurde ein risikoloser Zinssatz von 2,75 Prozent, ein Risikozuschlag von 7,00 Prozent und ein Branchen-Beta von 1,04, ein länderspezifischer Risikozuschlag von 0,91 Prozent sowie ein Inflationsdifferential von 99,91 Prozent zugrunde gelegt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 10,8 Prozent nach Steuern bzw. 13,7 Prozent vor Steuern ergab. Im Vorjahr wurde für die CGU Unique Digital UK ein risikoloser Zinssatz von 2,03 Prozent, ein Risikozuschlag von 7,00 Prozent und ein Branchen-Beta von 1,10 zugrunde gelegt, so dass sich ein WACC von 10,2 Prozent nach Steuern bzw. 12,9 Prozent vor Steuern ergab. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 25 Prozent Berücksichtigung (Vorjahr: 25 Prozent). Bei der Unique Digital UK ist im Rahmen der Geschäftsplanung für 2024 ein erwarteter Umsatzstrückgang von 23 Prozent (Vorjahr: 1 Prozent), für 2025 bis 2028 ein Umsatzwachstum von 10 Prozent p. a. (Vorjahr: 10 Prozent) sowie 1 Prozent im Terminal Value (Vorjahr: 1 Prozent) zugrunde gelegt. Für 2023 entspricht die Wachstumsrate den genauen Planzahlen der CGU, wohingegen die weitere Entwicklung mit der allgemeinen Marktentwicklung des jeweiligen Landes einhergeht. Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2024 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von rund 4 Prozent in Großbritannien (Vorjahr: 4 Prozent) aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse keinen Wertminderungsbedarf für Unique Digital UK, der ein Geschäfts- oder Firmenwert in 10.664von TEUR 8.166 zugeordnet ist. Bei der CGU Unique Digital UK besteht bei einem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.166 ein “headroom“ von TEUR 1.135 (Vorjahr: TEUR 3.688). Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse der CGU Unique Digital UK werden für möglich gehaltene Änderungen der Schlüsselannahmen berücksichtigt. Die Sensitivitätsanalyse wurde für alle wesentlichen Einflussfaktoren isoliert vorgenommen, d.h. eine Änderung des beizulegenden Zeitwerts bei einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit nur durch die Reduktion oder Erhöhung des jeweiligen Einflussfaktors hervorgerufen. Bei der CGU Unique Digital UK ergab die Sensitivitätsanalyse, dass ein ausreichender „headroom“ zwischen dem erzielbaren Betrag der CGU und dem Buchwert besteht. Die Geschäftsführung hat festgestellt, dass eine für möglich gehaltene Änderung bis zu 100 Basispunkten von zwei wesentlichen Annahmen isoliert nicht dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Für SYZYGY Performance und diffferent wurden in Deutschland ein risikoloser Zinssatz von 2,75 Prozent (Vorjahr: 2,03 Prozent), ein Risikozuschlag von 7,00 Prozent (Vorjahr: 7,00 Prozent) und ein Branchen-Beta von 1,04 (Vorjahr: 1,10) unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 10,0 Prozent nach Steuern (Vorjahr: 9,7 Prozent) bzw. von 13,3 Prozent vor Steuern (Vorjahr: 12,9 Prozent) ergab. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 30 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent) Berücksichtigung. Der Geschäftsplan von SYZYGY Performance sieht ein Umsatzwachstum von 13 Prozent für das Jahr 2024 (Vorjahr: 4 Prozent) sowie ein Umsatzwachstum von 10 Prozent p.a. für die Jahre 2025 bis 2028 (Vorjahr 2024 bis 2027: 10 Prozent) vor. Im Terminal Value wird 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt. Für diffferent sieht der Geschäftsplan einen Umsatzrückgang von 2 Prozent für das Jahr 2024 (Vorjahr: 15 Prozent Umsatzwachstum) sowie 6 Prozent p. a. für die Jahre 2025 bis 2028 (Vorjahr 2024 bis 2027: 10 Prozent) vor. Im Terminal Value wird 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt. Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2024 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von rund 2 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent) in Deutschland aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse einen Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 4.736 in Deutschland, davon entfallen TEUR 4.736 auf die diffferent (Vorjahr: TEUR 7.486) sowie TEUR 0 auf die SYZYGY Performance (Vorjahr: TEUR 3.927). Der CGU diffferent ist nun ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 10.664 und SYZYGY Performance ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 13.357 zugeordnet. Der Nutzungswert des Geschäfts- oder Firmenwerts der diffferent beläuft sich auf TEUR 10.664. Die Sensitivitätsanalyse ergab bei folgenden Veränderungen einen zusätzlichen Wertminderungsbedarf: •Eine Erhöhung des risikolosen Zinssatzes um 1 Prozentpunkt würde zu einer weiteren Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von TEUR 1.339 führen. •Eine Verringerung der prognostizierten Zahlungsströme um 10 Prozent würde zu einer zusätzlichen Wertminderung in Höhe von TEUR 1.360 führen. •Eine Verringerung der Wachstumsrate um 25 Prozent würde zu einer weiteren Wertminderung in Höhe von TEUR 265 führen. Bei der CGU Syzygy Performance besteht bei einem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 13.357 ein “headroom“ von TEUR 10.174. Bei der Syzygy Performance ergab die Sensitivitätsanalyse, dass ein ausreichender „headroom“ zwischen dem erzielbaren Betrag der CGU und dem Buchwert besteht. Die Geschäftsführung hat festgestellt, dass eine für möglich gehaltene Änderung bis zu 100 Basispunkten von zwei wesentlichen Annahmen isoliert nicht dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Für Ars Thanea in Polen wurde ein risikoloser Zinssatz von 2,75 Prozent (Vorjahr: 2,03 Prozent), ein Risikozuschlag von 7,00 Prozent (Vorjahr: 7,00 Prozent), ein Branchen-Beta von 1,04 (Vorjahr: 1,10), ein länderspezifischer Risikozuschlag von 1,28 Prozent (Vorjahr: 1,46 Prozent) sowie ein Inflationsdifferential von 101,51 Prozent (Vorjahr: 100,63 Prozent) unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 13,0 Prozent nach Steuern (Vorjahr: 11,9 Prozent) bzw. von 15,4 Prozent vor Steuern (Vorjahr: 14,3 Prozent) ergab. Hierbei fand ein unveränderter, durchschnittlicher Steuersatz von 19 Prozent Berücksichtigung. Der Geschäftsplan sieht ein Umsatzwachstum von 13 Prozent für das Jahr 2024 (Vorjahr: 13 Prozent), sowie 10 Prozent p. a. für 2025 bis 2028 (Vorjahr: 10 Prozent) vor. Im Terminal Value wird 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt. Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2024 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von 4 Prozent (Vorjahr: 2 Prozent) in Polen aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der Analyse keinen Wertminderungsbedarf für Ars Thanea, der ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 6.726 zugeordnet ist. Bei der CGU Ars Thanea besteht bei einem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 6.726 ein “headroom“ von TEUR 1.923 (Vorjahr: TEUR 3.688). Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse der CGU Ars Thanea werden für möglich gehaltene Änderungen der Schlüsselannahmen berücksichtigt. Die Sensitivitätsanalyse wurde für alle wesentlichen Einflussfaktoren isoliert vorgenommen, d.h. eine Änderung des beizulegenden Zeitwerts bei einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde nur durch die Reduktion oder Erhöhung des jeweiligen Einflussfaktors hervorgerufen. Bei der CGU Ars Thanea ergab die Sensitivitätsanalyse, dass ein ausreichender „headroom“ zwischen dem erzielbaren Betrag der CGU und dem Buchwert besteht. Die Geschäftsführung hat festgestellt, dass eine für möglich gehaltene Änderung bis zu 100 Basispunkten von zwei wesentlichen Annahmen isoliert nicht dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte wurden durch einen Werthaltigkeitstest mit analogen Grundlagen wie beim Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2023 überprüft. Sie enthalten, unter Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten, einen Markennamen in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 123), der im Rahmen der Erstkonsolidierung von Unique Digital UK entstanden ist. Er ist dem Segment Großbritannien & USA zuzuordnen und unterliegt einer unbestimmbaren Nutzungsdauer, da ein Ende der wirtschaftlichen Nutzung dieser Marken nicht abzusehen ist. 3.3 Sachanlagen Die Betriebs- und Geschäftsausstattungen beinhalten im Wesentlichen Hardware und Büroeinrichtung. Im Geschäftsjahr lagen keine Anhaltspunkte für Wertminderungen vor. 3.4 Leasingverhältnisse Im Jahr 2023 entstanden aus der Anwendung von IFRS 16 Zugänge in Höhe von TEUR 851 Nutzungsrechte für Immobilien (Vorjahr: TEUR 1.778) sowie in Höhe von TEUR 96 für Firmenwagen (Vorjahr: TEUR 283). Insgesamt gingen im Geschäftsjahr Nutzungsrechte an Leasinggegenständen mit einem Buchwert von TEUR 3.494 (Vorjahr: TEUR 0) ab, da diese im Rahmen eines im Geschäftsjahr begründeten Untermietverhältnisses als Finanzierungsleasing umklassifiziert und als lang- und kurzfristige Leasingforderung unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Daraus hat sich ein Veräußerungsertrag in Höhe von TEUR 359 ergeben. Die Abschreibung auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen betrug TEUR 3.009 (Vorjahr: TEUR 3.542). Die Buchwerte der Nutzungsrechte für Immobilien betragen zum Abschlussstichtag TEUR 14.730 (Vorjahr: TEUR 20.175) und für Firmenwagen TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 260). 2023 (in TEUR) Gebäude Andere Anlagen, betriebs- und Geschäfts-ausstattung Summe Anschaffungskosten 1. Januar 2023 31.742 413 32.155 Zugänge 851 96 947 Abgänge -3.968 -72 -4.040 Anpassungen -77 1 -76 Währungskursänderungen 249 5 254 Anschaffungskosten 31. Dezember 2023 28.797 443 29.240 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1. Januar 2023 11.567 153 11.720 Zugänge 2.872 137 3.009 Abgänge -474 -72 -546 Währungskursänderungen 102 2 104 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2023 14.067 220 14.287 Buchwert 31. Dezember 2023 14.730 223 14.953 2022 (in TEUR) Gebäude Andere Anlagen, betriebs- und Geschäfts-ausstattung Summe Anschaffungskosten 1. Januar 2022 30.826 426 31.252 Zugänge 1.778 283 2.061 Abgänge -412 -295 -707 Anpassungen -54 0 -54 Währungskursänderungen -396 -1 -397 Anschaffungskosten 31. Dezember 2022 31.742 413 32.155 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1. Januar 2022 8.748 301 9.049 Zugänge 3.394 148 3.542 Abgänge -412 -295 -707 Währungskursänderungen -163 -1 -164 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2022 11.567 153 11.720 Buchwert 31. Dezember 2022 20.175 260 20.435 Im Berichtsjahr und analog im Vorjahr ergaben sich keine Veränderungen hinsichtlich des Brutto-Wertes der Nutzungsrechte, die auf Schätzungsänderungen hinsichtlich der Ausübung von Optionen beruhen. Die Zugänge beziehen sich auf neu abgeschlossene Verträge oder aber auf Vertragsverlängerungen/-anpassungen, die nicht im ursprünglichen Vertrag vorgesehen waren. Wie im Vorjahr ist der Konzern im Berichtsjahr keine vertraglichen Leasingverhältnisse eingegangen, die eine Laufzeit von kleiner als einem Jahr („short-term“) aufweisen und die unter die Wesentlich-keitsgrenze (EUR 5.000) von IFRS 16 („small-ticket“) fallen. Die Leasingverbindlichkeit für geleaste Vermögenswerte je Vermögensklasse stellt sich wie folgt dar: 2023 2022 Leasingverbindlichkeiten TEUR TEUR Gebäude 19.739 22.654 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 209 241 Leasingverbindlichkeiten gesamt 19.948 22.895 Fälligkeit der Leasingverbindlichkeiten: 2023 2022 Leasingverbindlichkeiten TEUR TEUR Kurzfristig (< 1 Jahr) 3.791 3.588 Langfristig (> 1 Jahr) 16.157 19.307 Leasingverbindlichkeiten gesamt 19.948 22.895 Die Leasingverbindlichkeit zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung wurde unter Verwendung eines durchschnittlichen Grenzfremdkapitalzinssatzes von 1,8 % berechnet. Neuverträge und Vertrags-anpassungen werden je nach Laufzeit mit einem Kapitalzins um die 7,5 % erfasst. Die folgende Tabelle zeigt die erfolgswirksam erfassten Beträge: 2023 2022 Aufwendungen aus Nutzungsrechten TEUR TEUR Abschreibung von Nutzungsrechten 3.009 -3.542 Zinsaufwand für Leasingverbindlichkeiten -531 -570 Gesamt 2.478 -4.112 Der Konzern hatte im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse von insgesamt 3.778 TEUR (VJ: 3.566 TEUR). Im Geschäftsjahr hat die Unique Digital UK einen neuen, sechsjährigen Mietvertrag abgeschlossen, der im Februar 2024 beginnt. Die monatliche Netto-Kaltmiete beträgt umgerechnet ca. TEUR 24. 3.5 Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte SYZYGY hat langfristige Mietforderungen in Höhe von TEUR 2.806 (Vorjahr: TEUR 142) aus Untermietverträgen sowie erhaltene Kautionen in Höhe von TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 115), die finanzielle Vermögenswerte der Bewertungskategorie Amortised Costs darstellen. Zudem hat SYZYGY TEUR 300 in einen Investmentfonds investiert, der zur Absicherung von Altersteilzeit-Vereinbarungen dient. Er wird nicht zur Erfüllung der Verpflichtungen verwendet. Am Bilanzstichtag hatte der Fonds einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 269). Und wird nach der Kategorie FVTPL bilanziert. Die Forderungen in Höhe der Mindestleasingzahlen aus diesen Leasingverhältnissen stellen sich wie folgt dar: 2023 Mindestleasingzahlungen in TEUR TEUR Bis zu 1 Jahr 1.079.865 1-2 Jahre 1.036.455 2-3 Jahre 1.086.848 3-4 Jahre 683.395 3.6 Aktive latente Steuern Im abgelaufenen Geschäftsjahr kommt es zu einem Ausweis aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 928 (Vorjahr: TEUR 1.221). Bei der Syzygy AG als Organträger sind die aktiven latenten Steuern vor allem auf die unterschiedliche Bewertung von Leasingverpflichtungen und Anlagevermögen zurückzuführen. Weitere aktive latente Steuern ergeben sich auch bei Tochterunternehmen aus unterschiedlichen Bewertungen von Leasingverpflichtungen und aus unterschiedlichen Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und der lokalen Steuerbilanz. Für Leasingverbindlichkeiten wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 5.735 (Vorjahr: TEUR 6.638) bilanziert. SYZYGY Performance hat keine steuerlichen Verlustvorträge für die Körperschaftsteuer (Vorjahr: TEUR 119) sowie für die Gewerbesteuer (Vorjahr: TEUR 519) mehr, entsprechend werden keine aktiven latenten Steuern mehr bilanziert (Vorjahr: TEUR 106). SYZYGY US hat keine steuerlich nutzbaren Verlustvorträge mehr (Vorjahr: TEUR 211). Im Vorjahr wurden TEUR 46 als aktive latente Steuern angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden aktive latente Steuern für Wertminderungen gemäß IFRS 9 in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 25) bilanziert. Insgesamt wurden aktive und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 5.488 (Vorjahr: TEUR 6.291) verrechnet. Dies erfolgte unter der Anwendung der Saldierungsvorschriften gemäß IAS 12.71 ff. Die Zusammensetzung der aktiven und passiven latenten Steuern ist unter Abschnitt 5.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag dargestellt. 3.7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Wertpapiere Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Festgeldanlagen mit einer Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von weniger als drei Monaten sind in folgender Tabelle dargestellt: In TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.007 7.814 Der in der Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich die in diesem Bilanzposten genannten Beträge.Verfügungsbeschränkungen über die hier angegebenen Vermögenswerte bestehen nicht. Im Posten Wertpapiere wurden von Staaten oder Unternehmen öffentlich begebene Schuldtitel ausgewiesen sowie Fonds. Im Vorjahr gehörten alle Wertpapiere als finanzielle Vermögenswerte nach IFRS 9 der Kategorie „FVTOCI“ an. Das Wertpapierdepot wird von SYZYGY zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung gehalten. Die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme beruhen lediglich auf der Rückzahlung des Nominalbetrags sowie einer Verzinsung des noch ausstehenden Nominalbetrags zu festgelegten Zeitpunkten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden bis zur Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts unter Berücksichtigung von Steuereffekten erfolgsneutral im Posten „Übriges Konzernergebnis“ berücksichtigt. Wie in der folgenden Tabelle dargestellt, lag der Marktwert der gesamten Wertpapiere im Vorjahr mit TEUR 352 unter den Anschaffungskosten. Es entfielen im Vorjahr TEUR 28 auf unrealisierte Kursgewinne und TEUR 380 auf unrealisierte Kursverluste. Wertpapierkäufe und -verkäufe werden jeweils mit Valuta erfasst. Von den bisher erfolgsneutral im Posten „Übriges Konzernergebnis“ erfassten unrealisierten Verlusten vom 31. Dezember 2022 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 380 als Bewertungsverluste (Vorjahr: TEUR 19) realisiert. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt anhand von notierten Marktpreisen. Die unrealisierten Kursgewinne und Kursverluste sind im Posten „Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus Wertpapieren der Kategorie FVTOCI nach Steuern“ in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. 31. Dezember 2022 (in TEUR) Anschaffungs- kosten Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Buchwert/ Marktwert Wertpapiere (FVTOCI) 1.440 28 - 380 1.088 Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum Bilanzstichtag des Vorjahres: In TEUR 1 - 5 Jahre > 10 Jahre Gesamt Wertpapiere (FVTOCI) 737 351 1.088 Die Wertentwicklung des Wertpapierportfolios hängt grundsätzlich von der Entwicklung der Zinsen und der Entwicklung der Credit Spreads ab. Im Durchschnitt wies das Portfolio im Vorjahr eine Duration von rund 9,6 Jahren auf. Hätten sich also die Credit Spreads um 100 Basispunkte bei gleichbleibendem Zinsniveau erhöht, hätte sich der Wert des Wertpapierportfolios um rund 9,6 Prozent reduziert. Bei den Wertpapieren reduziert SYZYGY Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB– (sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Grundsätzlich wird von einem Emittenten maximal eine Position mit einem Nennwert von EUR 2,0 Mio. eingegangen. Bei Neuanlagen mit Rating BBB– betragen die Positionen maximal EUR 1,0 Mio. Alle Wertpapiere mit einer bestimmten Fristigkeit unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads, kombiniert mit der Restlaufzeit. Zudem unterliegt ein Teil der Wertpapiere auch Währungsschwankungen. Hauptsächlich investiert SYZYGY in EUR, aber auch in USD und PLN denominierte Wertpapiere. Die dazugehörigen Risiken und Sensitivitätsanalysen sind unter Abschnitt 6.3 Risiko- und Kapitalmanagement dargestellt. 3.8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten Dieser Posten setzt sich wie folgt zusammen: In TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.868 14.538 Vertragsvermögenswerte 1.894 1.625 Summe Vermögenswerte 15.762 16.163 Vertragsverbindlichkeiten 6.624 6.078 Für noch nicht endabgerechnete Leistungen werden TEUR 1.894 (Vorjahr: TEUR 1.625) Vertragsvermögenswerte und Umsatzerlöse mittels eines inputorientierten Verfahrens (cost-to-cost-Methode) zeitraumbezogen ausgewiesen. Für diese Leistungen sind Kosten in Höhe von TEUR 1.786 (Vorjahr: TEUR 1.481) angefallen. Hieraus ergibt sich eine Marge von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 144). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fallen als finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie „Amortised Costs“ nach IFRS 9. Die Altersstruktur der an die Kunden abgerechneten Forderungen ist im Abschnitt 6.3.3 in einer Tabelle dargestellt. Für erwartete Ausfallrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 182). Gemäß IFRS 9.5.5.15 f. wendet SYZYGY seit dem Geschäftsjahr 2018 ein vereinfachtes Verfahren des allgemeinen Wertminderungsmodells an. Hierbei werden die kumulierten Ausfallwahrscheinlichkeiten über die Restlaufzeit berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Wertaufholung der Forderungen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: Wertminderung TEUR 34), so dass zum Bilanzstichtag Wertminderungen in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 52) ausgewiesen werden. Die Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.624 (Vorjahr: TEUR 6.078) entfallen größtenteils auf erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 6.357 (Vorjahr: TEUR 5.777). Die im Vorjahr ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten sind im Wesentlichen als Erlöse im Geschäftsjahr 2023 erfasst worden. Bei Performance Marketing Gesellschaften wurden die im Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten um die durchlaufenden Posten bzw. die Mediakosten verringerten Beträge als Umsatzerlöse im Berichtszeitraum erfasst. 3.9 Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich zum 31. Dezember 2023 und 2022 jeweils wie folgt zusammen: In TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Mietforderungen 841 0 Kautionen 5 38 Zinsforderungen 0 22 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 114 0 Gesamt 960 60 Alle sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden innerhalb von 12 Monaten fällig. Die Zinsforderungen, die als finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie „Amortised Costs“ nach IFRS 9 fallen, stellen verwertbare Finanzinstrumente dar und werden in folgender Fälligkeitsstruktur abgebildet: Zinsforderungen in TEUR 0-90 Tage 91-180 Tage 181-360 Tage Gesamt Zum 31.12.2023 - - - - Zum 31.12.2022 - 10 12 22 3.10 Kurzfristige sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte Die kurzfristigen sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte setzen sich zum 31. Dezember 2023 und 2022 jeweils wie folgt zusammen: In TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Abgrenzungsposten 1.297 1.155 Steuererstattungsansprüche 1.859 915 Übrige 297 379 Gesamt 3.453 2.449 3.11 Eigenkapital 3.11.1 Gezeichnetes Kapital Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der Syzygy AG zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf EUR 13.500.026 (Vorjahr: EUR 13.500.026) und ist wie im Vorjahr eingeteilt in 13.500.026 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. SYZYGY hat im Geschäftsjahr 2023 – wie im Vorjahr – keine Kapitalerhöhung oder -herabsetzung vorgenommen. Zum Stichtag wurden die Anteile an der Syzygy AG wie folgt gehalten: In Tsd. Aktien Prozent WPP plc., St. Helier, Jersey 6.795 50,33 Streubesitz 4.739 35,11 Institutionelle Anleger 1.300 9,63 HANSAINVEST Hanseatische Investment GmbH, Hamburg 666 4,93 Gesamt 13.500 100,00 3.11.2 Genehmigtes Kapital Am 28. Mai 2021 hat die Hauptversammlung ein genehmigtes Kapital in Höhe von TEUR 6.750 beschlossen, das den Vorstand ermächtigt, unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates, zusätzliche auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien bis zum 27. Mai 2026 auszugeben. Vorstand und Aufsichtsrat haben von der Ermächtigung, neue Aktien auszugeben, hinsichtlich dieses genehmigten Kapitals bislang keinen Gebrauch gemacht. 3.11.3 Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien durch die Syzygy AG. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 6.330 aus der Kapitalrücklage entnommen und in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 20.728 (Vorjahr: TEUR 27.058). 3.10.4 Eigene Aktien SYZYGY ist berechtigt, eigene Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen oder sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. SYZYGY stehen aus eigenen Aktien keine Dividenden- oder Stimmrechte zu. Der Umfang des Aktienrückkaufs wird als Abzugsposten vom Eigenkapital in einem eigenen Posten ausgewiesen. Am 27. Oktober 2020 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 26. Oktober 2025 insgesamt bis zu 10 Prozent der ausstehenden Aktien der SYZYGY zu erwerben. SYZYGY ist berechtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen, Beschäftigten des Unternehmens als Kompensation oder Dritten eigene Aktien im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. 3.11.5 Sonstige Rücklagen Die im sonstigen Konzernergebnis auf die Aktionär:innen der Syzygy AG entfallenden zusammengefassten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen nach Steuern belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 957 (Vorjahr: TEUR -889) und sind auf nicht realisierte Gewinne aus Wertpapieren der Kategorie „FVTOCI" nach Steuern in Höhe von TEUR 240 (Vorjahr: Verluste in Höhe von TEUR 280) sowie Kursgewinne aus Währungsumrechnungen ausländischer Geschäftsbetriebe in Höhe von TEUR 717 (Vorjahr: Kursverluste in Höhe von TEUR 609) zurückzuführen. Alle Veränderungen sind recyclingfähig und somit nur vorübergehend in der sonstigen Rücklage erfasst. Sie werden möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. 3.11.6 Gewinnrücklagen Im Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2023 Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 7.783 (Vorjahr: TEUR 7.338) ausgewiesen. Die Veränderung der Gewinnrücklagen im Geschäftsjahr entspricht dem auf die Aktionär:innen der Syzygy AG entfallenden Konzernergebnis in Höhe von TEUR  -2.915 (Vorjahr: TEUR -7.499), abzüglich der ausgeschütteten Dividende in Höhe von TEUR 2.970 (Vorjahr: TEUR 2.700) und nebst einer Entnahme aus der Kaptialrücklage im Einzelabschluss der Syzygy AG in Höhe von TEUR 6.330 (Vorjahr: TEUR 0). Im Vorjahr gab es zudem Ausschüttungen an Minderheitsgesellschaftern von Tochterunternehmen, die aufgrund der present ownership zu 100 Prozent, das heißt ohne Ausweis von nicht-beherrschenden Anteilen, konsolidiert waren, in Höhe von TEUR 68. Grundlage für Dividendenausschüttungen ist der im deutschen handelsrechtlichen Einzelabschluss ausgewiesene und ausschüttungsfähige Teil des Bilanzgewinns der Syzygy AG.Die Hauptversammlung der Syzygy AG beschloss am 11. Juli 2023 eine Dividende von EUR 0,22 (Vorjahr: EUR 0,20) je dividendenberechtigter Aktie, die ab dem 12. Juli 2022 ausgeschüttet wurde. Zum 31. Dezember 2023 wies der Einzelabschluss der Syzygy AG einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4.850) aus. 3.12 Aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligungsprogramme Aktien-Beteiligungsprogramm 2013 Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Aktien–Beteiligungsprogramm aufgelegt. Danach verpflichtet sich die SYZYGY GROUP, Mitarbeitenden eine bestimmte Anzahl an Aktien nach 3 Jahren zu übertragen. Sollte die beschäftigte Person die SYZYGY GROUP vor Ablauf der Frist verlassen, verfallen sämtliche Ansprüche aus dem Aktienprogramm entschädigungslos. Alternativ haben sowohl die Gesellschaft wie auch die Mitarbeitenden das Recht, anstatt der Aktien den zum Übertragungsstichtag gültigen Marktwert in bar zu vergüten bzw. vergütet zu erhalten. Zum Stichtag sind Zusagen über insgesamt 55.000 Aktien ausstehend, davon 15.000 aus 2020, weitere 15.000 aus 2021, 20.000 aus 2022 und 5.000 aus 2023. Die Aufwendungen werden pro rata temporis ab Aktienzusage erfasst, so dass zum Stichtag eine Rückstellung für Ansprüche aus dem Aktienprogramm in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 85) bilanziert wurde. Die erfolgswirksame Zuführung im Geschäftsjahr beträgt TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 105). Der beizulegende Zeitwert zum Stichtag ist im Wesentlichen vom Aktienkurs abhängig. In TEUR Anzahl (in Stück) beizulegender Zeitwert Stand: 31.12.2022 50.000 263 Neuzuteilung 20.000 49 Ausübung -10.000 -29 Verfall -5.000 -15 Bewertungsänderungen 0 -102 Stand: 31.12.2023 55.000 166 Phantom Stock Programm 2015 Das Phantom Stock Programm wurde in 2015 aufgelegt. Hierbei erhält der Berechtigte die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Gewährung und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks als Sonderzahlung. 40 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 1) können frühestens nach 2 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 3 Jahren, 60 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 2) können frühestens nach 3 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 4 Jahren. Die maximale Kurssteigerung (Cap) ist bei der Tranche 1 auf 60 Prozent und bei der Tranche 2 auf 90 Prozent begrenzt. Der Bestand des Vorjahres ist spätestens mit Ablauf des Jahres 2021 vollständig verfallen. Franziska von Lewinski erhielt am 1. Januar 2021 insgesamt 250.000 Phantom Stocks mit einem Ausübungspreis von EUR 5,68. Ferner wurden Frank Ladner sowie Erwin Greiner am 1. Januar 2021 jeweils insgesamt 100.000 Phantom Stocks mit einem Ausübungspreis von EUR 5,68 zugeteilt. Am Bilanzstichtag waren 270.000 Phantom Stocks noch im Bestand. 180.000 sind im Geschäftsjahr verfallen. In EUR Anzahl (in Stück) beizulegender Zeitwert Stand: 31.12.2022 450.000 0,41 Ausübung 0 0,00 Verfall -180.000 0,00 Neuzuteilung 0 0,00 Stand: 31.12.2023 270.000 0,00 Der beizulegende Zeitwert der Phantom Stocks am 31. Dezember 2023 ergibt sich anhand des Black-Scholes-Modells unter Berücksichtigung der Restlaufzeit, der erwarteten Dividende, eines risikolosen Zinssatzes und der historischen Volatilität des Aktienkurses. 3.13 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum 31. Dezember 2023 und 2022 jeweils wie folgt zusammen: In TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.667 10.659 Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und nach IFRS 9 als finanzielle Verbindlichkeit der Bewertungskategorie Amortised Costs (früher nach IAS 39 Financial Liabilities at Amortised Costs) zuzuordnen. 3.14 Sonstige Rückstellungen Die personalbezogenen Rückstellungen enthalten hauptsächlich die in Abschnitt 3.12 beschriebenen Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: Rückstellungsspiegel zum 31. Dezember 2023 (in TEUR) Buchwert 01.01.2023 Inanspruch- nahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2023 Personalbezogene Rückstellungen 621 - 230 - 235 233 389 Rückstellung für Rückbauverpflichtungen 296 - - 15 311 Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 205 - 106 - 22 147 224 Übrige 197 - 92 - 107 200 198 Sonstige Rückstellungen gesamt 1.319 - 428 - 364 595 1.122 Rückstellungsspiegel zum 31. Dezember 2022 (in TEUR) Buchwert 01.01.2022 Inanspruch- nahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2022 Personalbezogene Rückstellungen 806 - 266 - 96 177 621 Rückstellung für Rückbauverpflichtungen 301 - - 6 - 296 Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 260 - 229 - 11 186 205 Übrige 199 - 199 - 197 197 Sonstige Rückstellungen gesamt 1.566 - 694 - 113 560 1.319 2023 2022 TEUR TEUR Personalbezogene Rückstellungen 389 621 Rückstellung für Rückbauverpflichtungen 311 296 Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 224 205 Übrige 198 197 Sonstige Rückstellungen gesamt 1.122 1.319 Davon: Kurzfristiger Teil der Rückstellungen (< 1 Jahr) 498 766 Langfristiger Teil der Rückstellungen (> 1 Jahr) 624 553 Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen beziehen sich auf die geschätzten Kosten für die Rückversetzung der geleasten Objekte in ihren ursprünglichen Zustand am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Mit einer Inanspruchnahme wird im Jahr 2027 gerechnet. 3.15 Ertragsteuerschulden Die Aufgliederung der Ertragsteuerschulden ist in folgender Tabelle dargestellt: In TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Deutsche Ertragsteuer 538 186 Englische Ertragsteuer 38 167 Polnische Ertragsteuer 122 10 Amerikanische Ertragsteuer 32 - Gesamt 730 363 3.16 Finanzverbindlichkeiten Im Folgenden sind die Bestandteile der Finanzverbindlichkeiten aufgeführt: Diese beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: In TEUR Zinssatz Fälligkeit 31.12.2023 31.12.2022 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3,373% - 5,734% - 4.500 8.000 Gesamt 4.500 8.000 Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023: In TEUR < 1 Jahr Gesamt Finanzverbindlichkeiten 4.500 4.500 Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022: In TEUR < 1 Jahr Gesamt Finanzverbindlichkeiten 8.000 8.000 3.17 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen geleistete Kautionen und haben im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3.18 Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten In TEUR 31.12.2023 31.12.2022 Umsatzsteuer- verbindlichkeit 1.048 1.485 Verbindlichkeit aus Lohn und Gehalt, Urlaub/Überstunden, kurzfristige Bonuszahlungen, Sozialversicherung, Lohn- und Kirchensteuer 2.676 2.584 Sonstige 72 191 Gesamt 3.796 4.260 Alle sonstigen Verbindlichkeiten ohne Steuerverbindlichkeiten sind nach IFRS 9 der Bewertungskategorie „Amortised Costs“ zugeordnet. 4. Segmentberichterstattung Die Anwendung des IFRS 8 erfordert eine Segmentberichterstattung entsprechend der internen Steuerung (Management-Approach) des Konzerns. Vor diesem Hintergrund berichtet SYZYGY über die Segmente nach einer geographischen Abgrenzung. Die Syzygy AG als Holdinggesellschaft erbringt hauptsächlich Serviceleistungen an die operativen Einheiten und ist deshalb von diesen getrennt im Bereich Zentralfunktion zu betrachten. Das Segment Großbritannien und US umfasst SYZYGY UK, Unique Digital UK sowie SYZYGY NY. Das Segment Deutschland setzt sich aus diffferent, SYZYGY Deutschland und SYZYGY Performance zusammen. Ars Thanea stellt das Segment Polen dar. Die einzelnen Segmente wenden dieselben Rechnungslegungsgrundsätze wie der Gesamtkonzern an. Die Syzygy AG beurteilt die Leistungen der Segmente vorrangig anhand des Umsatzes und des EBIT. Die Zuordnung der Umsatzerlöse gegenüber Dritten erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Unternehmenseinheit. Die Angaben zu den geographischen Gebieten in Bezug auf die Segmentumsatzerlöse sowie die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich aus den unten zusammengefassten Segmentangaben. Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich aus Umsatzerlösen gegenüber externen Kunden und intersegmentären Umsätzen zusammen. Die Transaktionen innerhalb der Segmente, die grundsätzlich zu Marktpreisen verrechnet werden, wurden eliminiert. Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller Aktiva zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Segmentinvestitionen umfassen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Segmentschulden entsprechen der Summe aller Passiva ohne Eigenkapital, zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Anteile der Minderheiten und gemindert um die Verbindlichkeiten, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen. SYZYGY hat wie im Vorjahr mit keiner/m Kund:in mehr als 10 Prozent der konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns über alle operativen Segmente hinweg erzielt. 31.12.2023 (in TEUR) Deutschland Großbritannien & US Polen Zentralfunktion Konsolidierung Summe Umsatzerlöse 57.367 8.350 6.114 38 -127 71.742 davon Innenumsätze -898 -31 1.016 38 -125 0 Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwerte -4.736 0 0 0 0 -4.736 EBIT -375 741 955 -1.977 0 -656 Finanzerträge 3.081 88 9 7.641 -10.678 141 Finanzaufwendungen -5.716 -154 -28 -4.058 8.522 -1.434 Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -3.010 675 936 1.606 -2.156 -1.949 Ertragsteuern -586 -99 -197 68 0 -814 Ergebnis nach Ertragsteuern (PAT) -3.596 576 739 1.674 -2.156 -2.763 Vermögenswerte 64.055 16.144 10.957 85.706 -89.560 87.302 davon Anlagevermögen 38.156 8.245 8.824 3.286 329 58.840 davon Geschäfts- oder Firmenwerte 24.022 8.166 6.725 0 0 38.913 Investitionen 744 172 858 -75 0 1.699 Abschreibungen 7.213 1.172 370 1.225 0 9.980 Segmentschulden 36.180 6.697 2.589 16.591 -15.382 46.675 Mitarbeitende am Bilanzstichtag 430 43 68 48 0 589 Ausgliederung von externen Umsatzerlösen nach Produktbereichen und geographischen Kriterien, wobei die Syzygy AG als Teil des Produktbereichs Design & Build sowie des Segments Deutschland dargestellt wird: In TEUR Deutschland Großbritannien & US Polen Gesamt Design & Build 49.867 - 5.098 54.965 Performance Marketing 8.404 8.373 - 16.777 Gesamt 58.271 8.373 5.098 71.742 31.12.2022 (in TEUR) Deutschland Großbritannien & US Polen Zentralfunktion Konsolidierung Summe Umsatzerlöse 54.961 9.901 5.951 -9 -192 70.612 davon Innenumsätze -269 -310 872 -101 -192 0 Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwerte 11.413 0 0 0 0 11.413 EBIT -5.805 1.350 768 -1.518 0 -5.205 Finanzerträge 107 1 10 5.822 -5.753 187 Finanzaufwendungen -4.377 -193 -18 -568 4.121 -1.035 Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -10.075 1.158 760 3.736 -1.632 -6.053 Ertragsteuern -462 -369 -181 -315 0 -1.327 Ergebnis nach Ertragsteuern (PAT) -10.537 789 579 3.421 -1.632 -7.380 Vermögenswerte 68.471 17.221 9.289 88.224 -83.994 99.211 davon Anlagevermögen 44.842 12.693 7.774 4.454 125 69.888 davon Geschäfts- oder Firmenwerte 28.757 8.024 6.256 0 0 43.037 Investitionen 2.416 137 143 259 0 2.955 Abschreibungen 14.118 1.148 354 1.138 0 16.758 5. Angaben zur Gesamtergebnisrechnung 5.1 Umsatzerlöse In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus den Produktbereichen Performance Marketing und Design & Build enthalten. Die Umsatzerlöse ergeben sich aus den Billings abzüglich der Mediakosten, die bei den Performance Marketing Gesellschaften als durchlaufende Posten anfallen. Billings enthalten alle Abrechnungen an Dritte, d. h. sowohl eigene (im Produktbereich Design & Build) als auch solche auf eigenen Namen und für fremde Rechnung (Performance Marketing). Alle Leistungen betreffen Zeiträume von höchstens einem Jahr oder werden mit festem Tagessatz abgerechnet. Wie nach IFRS 15 zulässig, wird der Transaktionspreis, der diesen nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wird, nicht offengelegt. 5.2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: In TEUR 2023 2022 Untervermietung 1.162 1.243 Währungskurseffekte 378 821 Auflösung von Rückstellungen 364 113 Auflösung von Verbindlichkeiten 206 188 Zeitwertbewertung Earn-Out und Options-Verbindlichkeiten - 241 Erträge aus Sachleistungen an Arbeitnehmer 144 160 Erstattung Krankenkassen 144 111 Nebenkostenerstattung 13 40 Erträge aus IFRS 16 Ausbuchungen 475 9 Sonstige 409 431 Gesamt 3.295 3.357 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: In TEUR 2023 2022 Amortisation Corporate Assets - 84 Sonstige - 34 Gesamt - 118 5.3 Einstandskosten Der Materialaufwand, welcher im Posten Einstandskosten der erbrachten Leistungen in der Gesamtergebnisrechnung enthalten ist, besteht überwiegend aus Aufwendungen für freie Beschäftigte und extern vergebene Dienstleistungen: In TEUR 2023 2022 Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.227 11.825 Weitere Aufwendungen werden über eine Headcount-Umlage den Einstandskosten zugeschlüsselt. In Deutschland unterhält die Gesellschaft beitragsorientierte Pensionspläne, bei denen sie ent-sprechend den gesetzlichen Bestimmungen Beiträge an den jeweils zuständigen Rentenversicherungsträger zahlt. Neben den Beitragszahlungen entstehen der Gesellschaft keine weiteren Leistungsverpflichtungen aus den Plänen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand des jeweiligen Geschäftsjahres ausgewiesen. Weitere Information zu den Umsatzkosten finden sich im Lagebericht unter Abschnitt 3.5.3. 5.4 Vertriebs- und Marketingkosten Die Vertriebs- und Marketingkosten enthalten direkt zuordnenbare Aufwendungen in folgender Höhe: In TEUR 2023 2022 Direkte Aufwendungen für Vertriebs- und Marketingkosten 1.253 1.208 Weitere Aufwendungen werden über eine Headcount-Umlage den Vertiebs- und Marketingkosten zugeschlüsselt. 5.5 Allgemeine Vertriebskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten direkt zuordnenbare Aufwendungen in folgender Höhe: In TEUR 2023 2022 Direkte Aufwendungen für Allgmeine Verwaltungskosten 1.382 1.979 Weitere Aufwendungen werden über eine Headcount-Umlage den allgemeinen Verwaltungskosten zugeschlüsselt. Für Altersversorgungen hat SYZYGY im Geschäftsjahr 2023 TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 220) aufgewendet, davon entfallen TEUR 19 (Vorjahr: 24 TEUR) auf beitragsorientierte Altersversorgungen. Im Jahr 2023 betrug die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der SYZYGY GROUP 615 Mitarbeitende (Vorjahr: 577 Mitarbeitende). Bei allen handelt es sich um Angestellte. Zum Geschäftsjahresende 2023 hat sich die Gesamtzahl der Beschäftigten bei SYZYGY auf insgesamt 589 (Vorjahr: 604 Beschäftigten) verringert. Die Mitarbeitenden verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche im Unternehmen: Anzahl in Personen 31.12.2023 31.12.2022 Durchschnitt 2023 Durchschnitt 2022 Technologie 123 115 119 107 Strategieberatung 99 111 110 109 Performance Marketing 96 108 108 107 Projektmanagement 96 95 98 95 Kreation 94 94 97 85 Administration 81 81 83 74 Gesamt 589 604 615 577 5.6 Abschreibungen und Wertminderungen Die Abschreibungen, welche in den Posten Einstandskosten, Vertriebs- und Marketingskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten über einen Verteilungsschlüssen innerhalb der Gesamtergebnisrechnung enthalten sind, setzen sich wie folgt zusammen: In TEUR 2023 2022 Wertminderung auf Goodwill 4.736 11.413 Abschreibungen von Nutzungsrechten 3.009 3.542 Abschreibungen auf Sachanlagen 2.191 1.655 Abschreibungen sonstiger immaterieller Vermögenswerte 44 148 Gesamt 9.980 16.758 In den Amortisationen von Nutzungsrechten sind Amortisationen von Nutzungsrechten für Immobilien in Höhe von TEUR 2.872 (Vorjahr: TEUR 3.394) sowie in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 148) für Firmenwagen enthalten. 5.7 Finanzergebnis In TEUR 2023 2022 Zinsen und ähnliche Erträge 122 96 Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren 19 92 Summe Finanzerträge 141 188 Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen - 298 - 118 Zinaufwendungen aus Leasing - 531 - 570 Aufwendungen aus dem Verkauf von Wertpapieren - 630 - 300 Wertminderungsaufwand langfristige finanzielle Vermögenswerte - - 32 Wertminderungsaufwand nach IFRS 9, netto 25 - 16 Summe Finanzaufwendungen - 1.434 - 1.036 Finanzergebnis, gesamt - 1.293 - 848 Die Zinsen und ähnliche Erträge, Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen sowie das Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren resultieren nach IFRS 9 hauptsächlich aus der Bewertungskategorie FVTOCI. Der Zinsaufwand aus der Bilanzierung von Leasingverträgen nach IFRS 16 beträgt TEUR 526 (Vorjahr: TEUR 570). In den Zinsaufwendungen ist auch der Saldo aus Zinserträgen und -aufwendungen nach § 233a AO enthalten. Im Finanzergebnis ist auch die Wertaufholung der Wertpapiere nach IFRS 9 in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: Wertminderungsaufwand von TEUR 16) enthalten. Die im Vorjahr wertgeminderten Wertpapiere wurden vollumfänglich im Berichtsjahr 2023 veräußert. Es wurde bei keinem Wertpapier eine Wertminderung bei Zugang oder ein erhöhtes Ausfallrisiko festgestellt und somit die Wertminderung auf Basis der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeiten der nächsten 12 Monate berechnet. 5.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In TEUR 2023 2022 Inländische laufende Steuern 524 749 Ausländische laufende Steuern 102 453 Zwischensumme laufende Steuern 626 1.202 Latente Steuern 188 126 Gesamt 814 1.328 In Deutschland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent zur Körperschaftsteuer ergibt sich ein Steuersatz von 15,8 Prozent. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer hat sich für den Organkreis der SYZYGY AG gegenüber dem Vorjahr marginal verändert. Die Gewerbesteuerzerlegung zwischen den Standorten Bad Homburg v.d.H., Frankfurt am Main, Hamburg und München ist gewichtet nach der Gehaltssumme der jeweiligen Standorte bei unveränderten Gewerbesteuerhebesätzen. Der anzuwendende Steuersatz für die Konzernmutter beträgt daher wie im Vorjahr 31 Prozent. In Großbritannien galt seit dem 1. April 2017 ein allgemeiner Steuersatz von 19 Prozent. Dieser stieg am 1. April 2023 auf 25 Prozent. Für die Ermittlung der Ertragsteuern wurde ein gewichteter Steuersatz von 23,5 Prozent angewendet. In den Vereinigten Staaten gilt eine Federal tax in Höhe von 21 Prozent (Vorjahr: 21 Prozent) zuzüglich lokaler Steuern für die SYZYGY NY in Höhe von circa 0,8 Prozent (Vorjahr: 0,8 Prozent). In Polen ist seit dem 1. Januar 2015 ein einheitlicher Steuersatz von 19 Prozent auf die Gewinne der Gesellschaft anzuwenden. Insgesamt beruht ein latenter Steuerertrag in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8) auf Änderungen der Steuersätze. Im Geschäftsjahr 2023 hat SYZYGY Ertragsteuern in Höhe von netto TEUR 235 erstattet bekommen (Vorjahr: Erstattungen von TEUR 143). Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: In TEUR 2023 2022 Aktive latente Steuern Leasingverbindlichkeiten 5.735 6.638 Anderes Anlagevermögen 493 460 Verlustvorträge 0 151 Wertpapiere Umlaufvermögen 0 125 Rückstellungen 94 70 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 25 Sonstige 85 43 Verrechnung mit passiven latenten Steuern -5.488 -6.291 Gesamt 928 1.221 In TEUR 2023 2022 Passive latente Steuern Nutzungsrechte 4.453 5.988 Anderes Anlagevermögen 168 209 Marke Unique Digital 31 31 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 1 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 797 0 Sonstige 305 327 Verrechnung mit aktiven latenten Steuern -5.488 -6.291 Gesamt 267 265 Bei der Syzygy AG als Organträger sind die aktiven latenten Steuern vor allem auf die unterschiedliche Bewertung von Leasingverpflichtungen und Anlagevermögen zurückzuführen. Weitere aktive latente Steuern ergeben sich auch bei Tochterunternehmen aus unterschiedlichen Bewertungen von Leasingverpflichtungen und aus unterschiedlichen Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und der lokalen Steuerbilanz. Für Leasingverbindlichkeiten wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 5.735 (Vorjahr: TEUR 6.638) bilanziert. SYZYGY Performance hat keine steuerlichen Verlustvorträge für die Körperschaftsteuer (Vorjahr: TEUR 119) sowie für die Gewerbesteuer (Vorjahr: TEUR 519) mehr. Im Vorjahr wurden insgesamt TEUR 106 als aktive latente Steuer bilanziert, die im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig genutzt wurden. SYZYGY US hat die steuerlich nutzbaren Verlustvorträge (Vorjahr TEUR 211), für die insgesamt TEUR 46 als aktive latente Steuern angesetzt worden waren, ebenfalls vollständig verbraucht. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden aktive latente Steuern für Wertminderungen gemäß IFRS 9 in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 25) bilanziert. Insgesamt wurden aktive und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 5.488 (Vorjahr: TEUR 6.291) verrechnet. Dies erfolgte unter der Anwendung der Saldierungsvorschriften gemäß IAS 12.71 ff. Aufgrund der Aktivierung von Nutzungsrechten an geleasten Vermögenswerten nach IFRS 16 wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 4.453 (Vorjahr: TEUR 5.988) erfasst. Auf die bestehenden Mietforderungen aus dem Untermietverhältnis wurden ebenfalls passive latente Steuern in Höhe von TEUR 618 erfasst. Weitere passive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Wertansätzen beim Anlagevermögen (TEUR 168; Vorjahr: TEUR 209) sowie den immateriellen Vermögenswerten von Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 31). Bei Ars Thanea wurden, aufgrund unterschiedlicher Wertansätze der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) bilanziert. Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden: In TEUR 2023 2022 Ergebnis vor Ertragsteuern -1.949 -6.053 Ertragsteueraufwand bei einem Steuersatz von 31 % (Vorjahr: 31 %) -604 -1.877 steuerfreie Erträge/nicht abzugsfähige Aufwendungen 1.605 3.612 Unterschiede in den Steuersätzen -30 -207 Steuererstattungen aus Vorjahren -235 -143 Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern 64 58 latente Steuern aus Vorjahren 0 -81 Sonstige 14 -34 Tatsächlicher Steueraufwand 814 1.328 Die Unterschiede aus Steuersätzen ergeben sich aus einem durchschnittlichen Steuersatz von 31 Prozent in Deutschland gegenüber rund 22 Prozent in den Vereinigten Staaten, 19 Prozent in Großbritannien und 19 Prozent in Polen. Die latenten Steuern wurden unter Berücksichtigung zukünftig geltender Steuersätze berechnet. Steuersatzänderungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr für die in der SYZYGY GROUP enthaltenen Gesellschaften nicht anwendbar. Im Geschäftsjahr 2023 entfallen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 115) sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) auf Posten, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet worden sind. Die Veränderung der Bewertungsunterschiede in Höhe von TEUR -116 (Vorjahr: TEUR 128) werden im Übrigen Konzernergebnis erfasst. Die Beträge resultieren im Wesentlichen aus der erfolgsneutralen Berücksichtigung von Kursgewinnen und -verlusten auf die Wertpapiere des Umlaufvermögens. 5.9 Angaben zur Währungsumrechnung Gemäß IAS 21.52 wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 737 (Vorjahr: TEUR -613) erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis der Periode erfasst und in der sonstigen Rücklage bilanziert. 6. Sonstige Angaben 6.1 Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen – verwässert und unverwässert – berechnet sich gemäß IAS 33 wie folgt: 2023 2022 Durchschnittliche Aktienanzahl (in Tsd.) verwässert und unverwässert 13.500 13.500 Konzernergebnis der Aktionäre der Syzygy AG (in TEUR) - 2.915 - 7.499 Ergebnis je Aktie – verwässert und unverwässert (in EUR) -0,22 -0,56 Für das Geschäftsjahr wird keine Dividende beschlossen. 6.2 Konzernkapitalflussrechnung Bei der Aufstellung der Konzernkapitalflussrechnung gemäß IAS 7 wird der Cashflow aus operativer Tätigkeit nach der indirekten Methode und der Cashflow aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt. Der operative Cashflow des Geschäftsjahres 2023 beträgt TEUR 7.067 gegenüber TEUR 12.563 im Vorjahr. Im operativen Cashflow sind gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 813 (Vorjahr: TEUR 727), erhaltene Zinsen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 66) sowie Steuererstattungen in Höhe von TEUR 451 (Vorjahr: TEUR 26) und gezahlte Steuern in Höhe von TEUR 1.171 (Vorjahr: TEUR 1.513) enthalten. Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer vertraglichen Restlaufzeit von weniger als 3 Monaten. Während des Geschäftsjahres 2023 hat der Konzern die folgenden nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten durchgeführt, die entsprechend ihren Niederschlag als Korrekturposten in der Kapitalflussrechnung finden: Der Konzern hat keine Netto-Erträge aus den Veränderungen der Options- und Termingeschäft-Verbindlichkeiten zum Erwerb der ausstehenden Anteile von diffferent erzielt (Vorjahr: TEUR 241). Die Bewegung der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeit kann wie folgt übergeleitet werden: Finanzverbindlihckeiten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Leasing- verbindlich- keiten (IFRS 16) Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR 31. Dezember 2022 8.000 279 22.895 31.174 Zahlungswirksame Veränderung Mittelzufluss 24.000 429 0 24.429 Mittelabfluss -27.500 -279 -3.778 -31.557 (Netto-) Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -3.500 150 -3.778 -7.128 Nicht zahlungswirksame Veränderung Netto-Zugänge Leasingverbindlichkeiten 0 0 84 84 Sonstige Bewertung 0 0 748 748 31. Dezember 2023 4.500 429 19.949 24.878 Gesamtveränderung -3.500 150 -2.946 -6.296 Finanz- verbindlich- keiten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Leasing-verbindlich- keiten (IFRS 16) Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR 31. Dezember 2021 3.418 4.210 24.776 32.404 Zahlungswirksame Veränderung Mittelzufluss 29.500 0 0 29.500 Mittelabfluss -24.918 -3.996 -3.566 -32.480 (Netto-) Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten 4.582 -3.996 -3.566 -2.980 Nicht zahlungswirksame Veränderung Neubewertung Call Options 0 -241 0 -241 Netto-Zugänge Leasingverbindlichkeiten 0 0 260 260 Sonstige Bewertung 0 27 1.425 1.452 31. Dezember 2022 8.000 0 22.895 30.895 Gesamtveränderung 4.582 -4.210 -1.881 -1.509 6.3 Risiko- und Kapitalmanagement SYZYGY unterliegt hinsichtlich der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Risiken aus der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen sowie der Bonität von Wertpapieremittenten. 6.3.1 Währungsrisiken SYZYGY erzielt rund ein Fünftel der Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfunds, des US-Dollars und des Polnischen Zloty zum Euro können Wertpapiere und Verbindlichkeiten, denominiert in diesen Währungen, sowie Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss je nach Kursentwicklung gegenüber der Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Die Vermögenswerte und Schulden der operativen ausländischen Gesellschaften werden zum Stichtag jeweils in die Berichtswährung umgerechnet und unterliegen daher einem Translationsrisiko. Währungsrisiken werden derzeit in der SYZYGY GROUP nicht mittels Kurssicherungsgeschäften abgesichert. Im operativen Bereich wickeln die Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Auch für diese Cashflows hat sich SYZYGY gegen eine Kursabsicherung entschieden, da Kosten und Nutzen solcher Cashflow-Hedges als nicht angemessen erscheinen und das Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns als unwesentlich zu betrachten ist. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag als repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Die meisten Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unmittelbar in Euro, der funktionalen Währung der Syzygy AG, denominiert. Die Szyzygy AG erhält regelmäßig in ausländischer Währung Gewinnausschüttungen seiner ausländischen Tochtergesellschaften. Diese Ausschüttungen werden im Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung in Euro umgetauscht. 6.3.2 Zinsrisiken SYZYGY unterliegt Zinsrisiken ausschließlich hinsichtlich der Wertpapiere, dagegen bestehen keine wesentlichen Finanzverbindlichkeiten, die ein Zinsrisiko verursachen können. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente waren zu Tagesgeldkonditionen variabel angelegt. Sensitivitätsanalysen hinsichtlich der Zinsänderungen sind gemäß IFRS 7 darzustellen. Da bei SYZYGY Wertpapiere gemäß IFRS 9 als „FVTOCI“ klassifiziert werden, haben Zinsänderungen keine unmittelbare Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im übrigen Gesamtergebnis erfasst und im Eigenkapital unter dem Posten „Übriges Konzernergebnis“ angesammelt. Zum Bilanzstichtag waren keine Wertpapiere in einem Wertpapierportfolio angelegt. 6.3.3 Bonitäts- und Ausfallrisiken, Risiko der Veränderung von Credit Spreads Wertpapiere SYZYGY war aus dem operativen Geschäft und hinsichtlich der Wertpapieranlagen Bonitäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Bei den Wertpapieren reduziert SYZYGY Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB– (sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Zum Bilanzstichtag hielt SYZYGY keine. Grundsätzlich wird von einem Emittenten ein Nennwert von maximal EUR 2,0 Mio. eingegangen. Alle Wertpapiere unterlagen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads, kombiniert mit der Restlaufzeit. Eine Ausweitung der Credit Spreads in einer Risikoklasse führt dann in Abhängigkeit zur Duration eines Wertpapiers zu einem entsprechenden Kursrückgang. Im Geschäftsjahr wurden alle Wertpapiere veräußert. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen 12-Monats-Zeitraum basieren auf historischen Informationen, die von der Ratingagentur Standard & Poors für jedes Kreditrating bereitgestellt worden sind. Bei den Wertpapieren ist das maximale Ausfallrisiko durch deren Anschaffungskosten begrenzt. Das Ausfallrisiko für Anleihen FVTOCI zum Stichtag nach Währung ist wie folgt: In TEUR 2023 2022 EUR - 785 USD - 303 Gesamt - 1.088 Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Anleihen zu FVTOCI verlief im Jahresverlauf wie folgt: In TEUR 2023 2022 Stand: 1. Januar nach IFRS 9 25 9 Nettoneubewertung der Wertberichtigungen -25 16 Stand: 31. Dezember 0 25 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Im operativen Geschäft werden die Ausfallrisiken auf der Ebene der Gesellschaften fortlaufend dezentral überwacht. SYZYGY arbeitet überwiegend für Großkunden hervorragender Bonität und hat daher in der Regel keine Forderungsausfälle zu verzeichnen, SYZYGY hatte hier in der Vergangenheit wenige bis gar keine Zahlungsausfälle bei Kunden zu verzeichnen und schätzt daher die Bonität als hervorragend ein. Auch ist das Forderungsvolumen mit einzelnen Kunden nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in folgender Tabelle dargestellt: In TEUR Deutschland Großbritannien & US Polen Zentralfunktion Gesamt 31. Dezember 2023 11.604 988 1.276 0 13.868 31. Dezember 2022 12.632 1.012 882 12 14.538 Der Konzern verwendet eine Wertberichtigungsmatrix, um die zu erwartenden Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Vielzahl an Kunden zu messen, da sie eine sehr große Anzahl kleiner Salden umfassen. Die Verlustquoten werden nach der Methode der „Rollraten“ berechnet, die auf der Wahrscheinlichkeit basiert, dass eine Forderung durch aufeinanderfolgende Stufen in der Zahlungsverzögerung fortschreitet. Die Rollraten werden für Ausfälle auf Grundlage der folgenden allgemeinen Krediteigenschaft berechnet. Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das geschätzte Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 sowie zum Vorjahreszeitpunkt: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 Verlustrate Bruttobuchwert Wertberichtigung Beeinträchtigte Bonität Nicht fällig 0% 9.923 - Nein 0-30 Tage 0% 2.648 - Nein 31-60 Tage 0% 277 - Nein 61-90 Tage 0% 958 - Nein 91-120 Tage 2% 35 - 0 Nein 121-180 Tage 5% 203 10 Nein 181 Tage – 1 Jahr 10% 203 20 Nein Mehr als ein Jahr 50% - - Nein Gesamt 14.247 30 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2022 Verlustrate Bruttobuchwert Wertberichtigung Beeinträchtigte Bonität Nicht fällig 0% 10.028 0 Nein 0-30 Tage 0% 2.500 0 Nein 31-60 Tage 0% 548 0 Nein 61-90 Tage 0% 644 0 Nein 91-120 Tage 2% 367 7 Nein 121-180 Tage 5% 153 7 Nein 181 Tage – 1 Jahr 10% 342 34 Nein Mehr als ein Jahr 50% 8 4 Nein Gesamt 14.590 53 Die Entwicklungen der Wertberichtigung in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte waren wie folgt: In TEUR 2023 2022 Einzelwert- berichtigungen Einzelwert- berichtigungen Stand: 1. Januar 52 566 18 384 Nettoneubewertung der Wertberichtigungen -22 -217 34 182 Stand: 31. Dezember 30 349 52 566 6.3.4 Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement Die vertraglichen Laufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten des Berichts- und des Vorjahres werden unter 3.16 Finanzverbindlichkeiten sowie 3.17 sonstige finanzielle Verbindlichkeiten angegeben. 6.3.5 Kapitalmanagement Das Kapitalmanagement von SYZYGY verfolgt primär das Ziel, sowohl organisches als auch anorganisches Wachstum zu finanzieren sowie die Unternehmensfortführung in den operativen Gesellschaften sicherzustellen. Dabei strebt SYZYGY eine hohe Eigenkapitalquote an, da dies die Wettbewerbsfähigkeit eines Dienstleistungsunternehmens wie SYZYGY stärkt. Durch die Erstanwendung des IFRS 16 seit dem Berichtsjahr 2019 und daraus resultierende Erhöhung der Bilanzsumme um über EUR 20 Mio., kann SYZYGY die alte Zielgröße von 60-80 Prozent zukünftig nicht mehr erreichen und strebt daher eine neue Zielgröße von 40-60 Prozent an. Darüber hinaus ist es das mittelfristige Ziel des Kapitalmanagements, die Eigenkapitalrendite nachhaltig auf über 10 Prozent zu heben. Zur Zielerreichung strebt SYZYGY organisches und anorganisches Wachstum sowie eine Steigerung der Profitabilität an. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus finanziellen Verbindlichkeiten, Leasingverbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Rücklagen. Die Kennzahlen zum Kapitalmanagement setzen sich wie folgt zusammen: In TEUR 2023 2022 Eigenkapital laut Bilanz 40.219 45.095 Fremdkapital 47.083 54.116 Gesamtkapital 87.302 99.211 Eigenkapitalquote 46% 45% Konzernergebnis der Periode -2.763 -7.381 Eigenkapitalrendite -7% -16% Ohne die Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 4.736 (Vorjahr: TEUR 11.413) Mio. beträgt die Eigenkapitalrendite jeweils 5% (Vorjahr: 9%). Das Fremdkapital ist im wesentlichen geprägt von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.500 (Vorjahr: TEUR 8.000), Leasingverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 19.948 (Vorjahr: TEUR 22.895), Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.624 (Vorjahr: TEUR 6.078) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.667 (Vorjahr: TEUR 10.659). 6.3.6 Liquiditätsrisiko SYZYGY hat ein zentrales Liquiditäts-Management implementiert. Damit die finanzielle Flexibilität gewährleistet ist und jederzeit Zahlungsfähigkeit gegeben ist, hält SYZYGY eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln vor. Cash-Inflows sind eher schwierig planbar, da es keine langfristigen Verträge gibt. Weitere Angaben hinsichtlich des Liquiditätsrisikos werden unter „7.1 Risikobericht“ innerhalb des Lageberichts gemacht. 6.4 Haftungsverhältnisse Angabepflichtige Haftungsverhältnisse der Gruppe bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 957 (Vorjahr: TEUR 1.012) aus der Übernahme von Mietbürgschaften für die Mietflächen in Bad Homburg v. d. H., Frankfurt am Main, Hamburg und München. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften hängt von der Fähigkeit der in den Mietflächen ansässigen Gesellschaften ab, ihre Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis und ihrem Geschäftsbetrieb bedienen zu können. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Tochtergesellschaften ihre Verträge nicht erfüllen könnten. SYZYGY hat einen unbefristeten Avalkredit in Höhe von TEUR 957 (Vorjahr: TEUR 1.012) bei einem Kreditinstitut abgeschlossen, für die jährlich eine Provision in Höhe von 0,5 Prozent berechnet wird. 6.5 Bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurde die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29a. 6.6 Aufstellung der Beteiligungen der Syzygy AG Die Syzygy AG hält direkte oder indirekte Anteile an den folgenden Unternehmen: Anteil Eigenkapital Jahresergebnis % TEUR TEUR Ars Thanea S.A., Warschau/Polen 80 1.653 758 diffferent GmbH, Berlin, Deutschland3 100 1.142 -2.638 syzygy Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. H.2 100 368 5.371 SYZYGY Digital Marketing Inc., New York City/USA 100 318 526 Syzygy Performance Marketing GmbH, Bad Homburg v. d. H. 100 3.017 1.229 SYZYGY UK Ltd., London/Großbritannien1 100 145 228 Unique Digital Marketing Ltd., London/Großbritannien1 100 630 -14 1 – Unique Digital Marketing Ltd. hält 100 Prozent der Anteile an SYZYGY UK Ltd., welche in Großbritannien operativ tätig ist. Daher besteht zur SYZYGY UK Ltd. eine mittelbare Beteiligung. 2 – Zwischen der syzygy Deutschland GmbH und der Syzygy AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu Gunsten der Syzygy AG. 3 – Zwischen der diffferent GmbH und der Syzygy AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu Gunsten der Syzygy AG. 6.7 Honorar des Abschlussprüfers Für Abschlussprüferleistungen bezogen auf den Konzernabschluss sowie den Jahresabschluss des Mutterunternehmens berechnet die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft insgesamt ein Honorar inklusive Auslagen von TEUR 219. Im Vorjahr berechnete die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft TEUR 205. 6.8 Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen zählen die Mitglieder der Organe der Syzygy AG, die im Management Schlüsselpositionen bekleiden, und Unternehmen, die der gleichen Unternehmensgruppe angehören sowie Unternehmen, die von Personen, die im Managament Schlüsselpositionen bekleiden, beherrscht werden. Seit November 2015 ist die Syzygy AG ein beherrschtes und vollkonsolidiertes Unternehmen der WPP plc., St. Helier, Jersey, nachdem die WPP Gruppe im Rahmen eines freiwilligen Übernahmeangebots ihre Anteile von knapp unter 30 Prozent auf über 50 Prozent an der Syzygy AG erhöht hat. Daher sind alle Unternehmen der WPP Gruppe ebenfalls als nahestehende Person und Unternehmen zu qualifizieren. Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der Syzygy AG und ihren Tochtergesellschaften, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Einzelheiten zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben. Grundsätzlich werden alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. 2023 hat SYZYGY mit der WPP Gruppe für Projekte mit Kunden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.127 (Vorjahr: TEUR 1.582) erzielt, davon waren Forderungen in Höhe von TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 182) am Bilanzstichtag noch offen. Darüber hinaus nahm SYZYGY im Geschäftsjahr administrative und operative Leistungen des WPP Konzerns mit einem Wert von TEUR 562 (Vorjahr: TEUR 158) in Anspruch. Am Bilanzstichtag waren TEUR 349 Verbindlichkeiten offen (Vorjahr: TEUR 0). In den Jahren 2023 und 2022 haben ansonsten, mit Ausnahme der Bezüge an Vorstände sowie deren Transaktionen mit SYZYGY-Aktien (siehe Abschnitt 6.12.1 und 6.13) und der Vergütung an den Aufsichtsrat sowie deren Transaktionen mit SYZYGY-Aktien (siehe Abschnitt 6.12.2 und 6.13), keine Transaktionen mit nahestehenden Personen stattgefunden, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden. 6.9 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Die diffferent GmbH, die syzygy Deutschland GmbH und die Syzygy Performance Marketing GmbH machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. 6.10 Organe des Mutterunternehmens 6.10.1 Vorstand Franziska von Lewinski, Hamburg Vorstandsvorsitzende (CEO; bis zum 31. Detember 2023) Geschäftsführung Syzygy Performance Marketing GmbH, Bad Homburg v.d.H. Frank Ladner, Heusenstamm Technikvorstand (CTO) Geschäftsführung syzygy Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H. Mitglied des Aufsichtsrates, Ars Thanea S.A., Warschau, Polen Erwin Greiner, Bad Nauheim Finanzvorstand (CFO) Geschäftsführung diffferent GmbH, Berlin Geschäftsführung Syzygy Performance Marketing GmbH, Bad Homburg v.d.H. Director Unique Digital Marketing Ltd., London, Großbritannien Director SYZYGY UK Ltd., London, Großbritannien Director SYZYGY Digital Marketing Inc., New York, Vereinigte Staaten Mitglied des Aufsichtsrats, Ars Thanea S.A., Warschau, Polen Die im Geschäftsjahr zugeflossenen Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 928 (Vorjahr: TEUR 985). Franziska von Lewinski bezog ein Grundgehalt von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 300), Nebenleistungen von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12), einen Versorgungsaufwand von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) sowie ein variables Gehalt von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 75). Frank Ladner bezog ein Grundgehalt von TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 220), Nebenleistungen von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12), einen Versorgungsaufwand von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 21) sowie ein variables Gehalt von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 50). Erwin Greiner bezog ein Grundgehalt von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 210), Nebenleistungen von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12), einen Versorgungsaufwand von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 21) sowie ein variables Gehalt von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 47). Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für einen Firmenwagen bzw. eine Car Allowance als Ersatz, wenn kein Firmenwagen in Anspruch genommen wird. Bei den Versorgungsaufwendungen handelt es sich um Zahlungen für Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen. Als mehrjährige variable Vergütung haben die Vorstände Phantom Stocks erhalten. Diese aktienkursorientierten Tantiemenvereinbarungen sehen vor, dass zwei Jahre nach Zuteilung 40 Prozent (1. Tranche), und drei Jahre nach Zuteilung 60 Prozent (2. Tranche) der zugeteilten Phantom Stocks ausgeübt werden können. Dabei kommt es jeweils zur Auszahlung der Differenz zwischen einem Basiskurs bei Zuteilung der Phantom Stocks und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks. Der Aktienkurs bei Ausübung wird als Durchschnittswert der letzten 10 Handelstage vor dem Ausübungstag ermittelt, jeweils Schlusskurse in XETRA, um kurzfristige Kursschwankungen zu eliminieren. Ebenso wird bei Ausgabe der Phantom Stocks der Durchschnitt der letzten 10 Handelstage vor Zuteilung herangezogen, um den Basiskurs zu ermitteln. Die erste und zweite Tranche können jeweils in einem Zeitfenster von 12 Monaten ab erstmaligen Ausübungsbeginn nach Ermessen des Vorstands ausgeübt werden. Daraus folgt, dass die erste Tranche zwischen 24 bis 36 Monaten nach Zuteilung, und die 2. Tranche innerhalb von 36 bis 48 Monaten nach Zuteilung ausgeübt werden kann. Der maximale Auszahlungsbetrag der langfristigen Erfolgsbeteiligung ist bei der ersten Tranche bei 60 Prozent Kurssteigerung ausgehend vom Basiskurs und bei der zweiten Tranche bei 90 Prozent Kurssteigerung ausgehend vom Basiskurs gedeckelt (Cap). Die Vorstandsmitglieder der Syzygy AG halten zum 31. Dezember 2023 insgesamt 270.000 Phantom Stocks aus dem Phantom Stock Programm 2021, das zum 1. Januar 2021 gewährt wurde. 180.000 Phantom Stocks sind mit Ablauf des Geschäftsjahres verfallen. Die wesentlichen Parameter aus dem Phantom Stock Programm 2021 sind in folgender Tabelle dargestellt: Phantom Stocks 2022 (Anzahl) Franziska von Lewinski Frank Ladner Erwin Greiner Summe Stand: 31.12.2021 250.000 100.000 100.000 450.000 Zugänge 0 0 0 0 Abgänge 0 0 0 0 Stand: 31.12.2022 250.000 100.000 100.000 450.000 Zugänge 0 0 0 0 Abgänge -100.000 -40.000 -40.000 -180.000 Stand: 31.12.2023 150.000 60.000 60.000 270.000 Basiskurs bei Gewährung (in EUR) 5,68 5,68 5,68 Fälligkeitsdatum 1. Tranche 2. Tranche 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 6.10.2 Aufsichtsrat Antje Neubauer Aufsichtsratsvorsitzende Geschäftsführerin WohnPlus Building GmbH, Düsseldorf Geschäftsführende Gesellschafterin Antje Neubauer GmbH, Düsseldorf Dominic Grainger Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender CEO, WPP Specialist Communication, London, Großbritannien CEO, WPP Sports Practice, London, Großbritannien Andrew Payne Mitglied des Aufsichtsrates (bis 11. Juli 2023) Group Associates Controller, WPP 2005 Ltd., London, Großbritannien Shahid Sadiq Mitglied des Aufsichtsrates (seit dem 11. Juli 2023) Global CFO WPP Specialist Communications and Public Relations, London, Großbritannien Die Aufsichtsräte haben für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 einen Anspruch auf eine Gesamtvergütung in Höhe von TEUR 70. Die Vergütung beinhaltet eine fixe Vergütung von jeweils TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) für jeden Aufsichtsrat sowie TEUR 30 für die Aufsichtsratsvorsitzende (Vorjahr: TEUR 20). Wie im Vorjahr erhielten die Aufsichtsratsmitglieder keine variable Vergütung. Dominic Grainger hat im Geschäftsjahr 2023 auf seine Vergütung für das Geschäftsjahr 2022 verzichtet, so dass im Geschäftsjahr 2023 lediglich eine Auszahlung von insgesamt TEUR 50 an Antje Neubauer und Andrew Payne erfolgte. 6.11 Wertpapiergeschäfte der Organe (Directors’ Dealings) Vorstände: Aktien Franziska von Lewinski Frank Ladner Erwin Greiner Summe (Stückzahl) Stand: 31.12.2022 0 0 0 0 Käufe 0 0 20.000 20.000 Verkäufe 0 0 0 0 Stand: 31.12.2023 0 0 20.000 20.000 6.12 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG 1. Angaben zum Emittenten NameSyzygy AG Legal Entity Identifier (LEI)391200XUREIZNGEH1A97 Straße, Hausnr.Horexstraße 28 PLZ61352 OrtBad Homburg v.d. Höhe 2. Grund der Mitteilung (mehrere Angaben möglich) Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen Juristische Person Name inkl. Rechtsform (Firma) HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH Registrierter Sitz Hamburg StaatDeutschland 4. Namen der Aktionäre mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3. Keine 5. Datum der Schwellenberührung29.11.2023 6. Gesamtstimmrechtsanteile Anteil Stimmrechte (Summe 7.a) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1 + 7.b.2) Summe Anteile (Summe 7.a + 7.b) Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG neu 4,93 % 0,00 % 4,93 % 13.500.026 Letzte Mitteilung 5,97 % 0,00 % 5,97 % - 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) DE0005104806 0 664.996 0,00 % 4,93 % Summe 664.996 4,93 % 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. 9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG Nicht anwendbar 10. Sonstige Informationen Im Jahr 2023 fanden keine Mitteilungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG statt. Im Übrigen wird auf die diesbezüglichen Angaben im Jahresabschluss der Syzygy AG verwiesen. 6.13 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG Die Entsprechungserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde am 31. Oktober 2023 abgegeben und den Aktionär:innen über die Website der Gruppe (https://www.syzygy-group.net/corporate-governance/) zugänglich gemacht. 6.14 Zeitpunkt und Freigabe der Veröffentlichung Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 26. März 2024 genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben. Bad Homburg v. d. H., den 26. März 2024 Syzygy AG 1 Vgl. Internationaler Währungsfonds (World Economic Outlook), Full Report vom Oktober 2023; abrufbar unter https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/10/10/world-economic-outlook-october-2023; abgerufen am 05.03.2024. 2 Vgl. Internationaler Währungsfonds (World Economic Outlook), Full Report vom Januar 2024; abrufbar unter https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024; abgerufen am 05.03.2024. 3 Vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis); Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024, abrufbar unter https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html; abgerufen am 05.03.2024. 4 Vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis); Prognose des ifo-Instituts zur Entwicklung der Inflationsrate in Deutschland bis 2025, abrufbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1298570/umfrage/prognose-des-ifo-zur-entwicklung-der-inflationsrate-in-deutschland/; abgerufen am 05.03.2024. 5 Vgl. DIW Berlin; Konjunkturbarometer, abrufbar unter https://www.diw.de/de/diw_01.c.623308.de/konjunkturprognosen.html; abgerufen am 05.03.2024 6 Vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis); Pressemitteilung Nr. 001 vom 02. Januar 2024, abrufbar unter https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_001_13321.html; abgerufen am 05.03.2024. 7 Vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis); Arbeitslosenquote in Deutschland bis 2024, abrufbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/; abgerufen am 05.03.2024. 8 Vgl. Internationaler Währungsfonds (World Economic Outlook), Full Report vom Januar 2024; abrufbar unter https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024; abgerufen am 05.03.2024. 9 Vgl. OECD Economic Outlook, Interim Report February 2024; abrufbar unter https://www.oecd-ilibrary.org/sites/0fd73462-en/index.html?itemId=/content/publication/0fd73462-en; abgerufen am 05.03.2024. 10 Vgl. Polish Economic Institute, abrufbar unter https://pie.net.pl/en/forecasts/; abgerufen am 05.03.2024. 11 Vgl. Lünendonk-Studie 2023, abrufbar unter https://www.luenendonk.de/produkte/studien-publikationen/luenendonk-studie-2023-der-markt-fuer-digital-experience-services-in-deutschland/; abgerufen am 05.03.2024. 12 Vgl. GroupM, This Year Next Year Report 2023, abrufbar unter https://www.groupm.com/mid-year-advertising-forecast-2023/; abgerufen am 05.03.2024. 13 Vgl. Dentsu Global, News Release vom 06.12.2023, abrufbar unter https://www.dentsu.com/news-releases/dentsu-forecasts-2024-global-ad-spend-to-grow; abgerufen am 05.03.2024. 14 Vgl. Magna Forecasts, abrufbar unter https://magnaglobal.com/globally-in-2024-magna-forecasts-ad-spending-to-grow-7-2/; abgerufen am 05.03.2024. 15 Vgl. JOM Group, Werbemarktprognose, abrufbar unter https://www.jom-group.com/deutscher-werbemarkt-kann-2024-wieder-leicht-wachsen/; abgerufen am 05.03.2024. 16 Vgl. Horizont, Bericht vom 16.01.2024, abrufbar unter https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/bilanz-fuer-2023-deutscher-werbemarkt-dreht-dank-mega-dezember-doch-noch-ins-plus-217227; abgerufen am 05.03.2024. 17 Vgl. WARC Expenditure Report, abrufbar unter https://lp.warc.com/expenditure-report-q3-2023.html; abgerufen am 05.03.2024. 18 Vgl. Magna Forecasts, abrufbar unter https://magnaglobal.com/globally-in-2024-magna-forecasts-ad-spending-to-grow-7-2/; abgerufen am 05.03.2024. 19 Vgl. OECD, Interim Report February 2024, abrufbar unter https://www.oecd.org/economic-outlook/february-2024/; abgerufen am 05.03.2024 20 Vgl. Internationaler Währungsfonds (World Economic Outlook), Full Report vom Januar 2024; abrufbar unter https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024; abgerufen am 05.03.2024. 21 Vgl. T-Online, Meldung vom 31.01.2024, abrufbar unter https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/inflation/id_100333786/inflationsrate-und-energiepreise-in-deutschland-im-januar-deutlich-gesunken.html; abgerufen am 05.03.2024. 22 Vgl. OECD, Interim Report February 2024, abrufbar unter https://www.oecd.org/economic-outlook/february-2024/; abgerufen am 05.03.2024. 23 Vgl. Internationaler Währungsfonds (World Economic Outlook), Full Report vom Januar 2024; abrufbar unter https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024; abgerufen am 05.03.2024. 24 Vgl. Polish Economic Institute, Report vom 22.01.2024, abrufbar unter https://pie.net.pl/en/polands-gdp-growth-in-2024-to-reach-2-3/; abgerufen am 05.03.2024. 25 Vgl. Lünendonk-Studie 2023, abrufbar unter https://www.luenendonk.de/produkte/studien-publikationen/luenendonk-studie-2023-der-markt-fuer-digital-experience-services-in-deutschland/; abgerufen am 05.03.2024. 26 Vgl. Harro, abrufbar unter https://harro.com/2023/12/08/a-look-at-holding-company-2024-ad-spending-forecasts/; abgerufen am 05.03.2024. 27 Vgl. Adzine, Bericht vom 11.12.2023, abrufbar unter https://www.adzine.de/2023/12/agenturwelt-blickt-optimistisch-auf-den-deutschen-werbemarkt-2024/; abgerufen am 05.03.2024. 28 Vgl. Dentsu, Global Ad Spend Forecasts, Dezember 2023, abrufbar unter https://insight.dentsu.com/ad-spend-dec-2023/#block-eca75210-465c-410f-b50d-381ef77a8c7e; abgerufen am 05.03.2024. 29 Vgl. Statista, Digital Advertising, abrufbar unter https://www.statista.com/outlook/dmo/digital-advertising/worldwide#ad-spending; abgerufen am 06.02.24. 30 Die Einschätzung des Vorstands zur Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems erfolgt in Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex („DCGK“) und geht über die gesetzlichen Anforderungen an den Lagebericht hinaus. Insofern ist die Angabe von der inhaltlichen Prüfung des Lageberichts durch den Abschlussprüfer ausgenommen. 31 ungeprüft

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