Annual Report (ESEF) • Jun 5, 2023
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Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 1. Allgemeines Im folgenden Konzernlagebericht wird die Lage des SYZYGY Konzerns (im Folgenden „SYZYGY“, „Konzern“ oder „SYZYGY GROUP“) dargestellt. Darin wird die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SYZYGY GROUP im Geschäftsjahr 2022 aufgezeigt und auf die voraussichtliche zukünftige Entwicklung des Geschäftes sowie die wesentlichen Risiken und Chancen eingegangen. Der dem Konzernlagebericht zugrunde liegende Konzernabschluss wurde nach § 315 HGB i. V. m. § 315e Abs. 1 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Des Weiteren ist die SYZYGY AG seit November 2015 ein aufgrund von Beherrschung vollkonsolidiertes Unternehmen der WPP plc., St. Helier, Jersey. 2. Grundlagen des Konzerns 2.1 Geschäftstätigkeit und Struktur Die SYZYGY GROUP ist einer der führenden Beratungs- und Umsetzungspartner für Digitalisierung, Transformation und Strategie in Marketing und Vertrieb und gehört zu den Top-Agenturen im jährlichen Internetagentur-Ranking des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. (2022: Platz 13). Die SYZYGY GROUP kreiert, orchestriert und gestaltet digitale Erlebnisse und Produkte, die einen Unterschied machen - für Marken, Unternehmen und Menschen. Mit ihren Geschäftsfeldern bietet SYZYGY alle Services an, die ihren Kunden erfolgreiche Projekte ermöglichen. Dazu gehören Human- und Brand Experiences, Consulting, Design, Technologie und digitales Marketing. Die 1995 gegründete SYZYGY GROUP beschäftigt rund 600 Mitarbeitende (Vorjahr: 540) sowie rund 50 freie Mitarbeitende (Vorjahr: 40) in vier Ländern. Sie ist mit Niederlassungen in Bad Homburg v. d. Höhe, Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, London, New York und Warschau vertreten. Zur SYZYGY GROUP gehören neben der SYZYGY AG als Holding sieben Tochtergesellschaften: • Ars Thanea S.A. • diffferent GmbH • SYZYGY Deutschland GmbH • SYZYGY Digital Marketing Inc. • SYZYGY Performance Marketing GmbH • SYZYGY UK Ltd. • Unique Digital Marketing Ltd. Am 13. September 2022 wurden mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 die ausstehenden 22,5 Prozent der Anteile an der diffferent GmbH erworben, sodass die SYZYGY AG nunmehr 100 Prozent der Anteile an dieser Gesellschaft besitzt. Im Geschäftsjahr 2021 hatte die SYZYGY AG jeweils 100 Prozent der Anteile an der SYZYGY Media GmbH und der SYZYGY Performance GmbH in die SYZYGY Performance Marketing GmbH eingebracht und die beiden Gesellschaften auf die SYZYGY Performance Marketing GmbH verschmolzen. Der Verschmelzungsvertrag wurde am 15. April 2021 geschlossen und am 7. Mai 2021 in das Handelsregister eingetragen. Die Verschmelzungen erfolgten mit Wirkung zum 2. Januar 2021 (Verschmelzungsstichtag), so dass die SYZYGY Media GmbH und die SYZYGY Performance GmbH rückwirkend in der SYZYGY Performance Marketing GmbH aufgegangen sind. Zu den Kunden zählen renommierte Marken wie Beiersdorf, BMW, Bosch, Continental, Deutsche Bahn, Deliveroo, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, eBay, Kyocera, Lufthansa Group, Mazda, Mercedes-Benz, Miles & More, O2, PayPal, Porsche, Techniker Krankenkasse, Viega und Volkswagen. 2.2 Konzernsteuerung Die Organisationsstruktur der SYZYGY GROUP ist dezentral, wobei die SYZYGY AG als Management Holding die Tochtergesellschaften anhand von Finanz- und Unternehmenszielen (management by objectives) führt. Die Geschäftsführungen der einzelnen Gesellschaften operieren im Rahmen ihrer Zielvorgaben und Budgets weitgehend selbstständig. Zur Steuerung und Überwachung des Konzerns besteht ein Controlling- und Berichtssystem, das auf monatlicher Basis die Finanzzahlen den Plan- und Vorjahreswerten gegenüberstellt, Leistungsindikatoren zu Mitarbeitenden und Kunden analysiert und die wesentlichen Chancen und Risiken abbildet. Gemäß DRS 20 sind in die Berichterstattung finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren aufzunehmen, sofern sie auch zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen werden. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der SYZYGY-Konzern gesteuert wird, sind Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT). Diese werden im nachfolgenden Konzernlagebericht ausführlich dargestellt und erläutert. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Einklang mit, der auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Unternehmensführung, hat SYZYGY nichtfinanzielle Leistungsindikatoren identifiziert, die für den langfristigen Erfolg der SYZYGY GROUP als bedeutsam erachtet werden. Einige davon – wenn auch nicht explizit als Steuerungsgröße genutzt – werden im Folgenden aufgeführt. Mitarbeitende Als Dienstleistungsunternehmen beruht die Leistungsfähigkeit des Konzerns maßgeblich auf der Kompetenz und dem Engagement seiner Beschäftigten. Um sie zu halten und neue Talente zu gewinnen, ist SYZYGY bestrebt, allen Beschäftigten ein interessantes, abwechslungsreiches und angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten. Hierzu gehören unter anderem regelmäßige interne und externe Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, attraktive Standorte, die eine inspirierende Arbeitsumgebung und attraktive Büroflächen mit Raum für Kreativität, Austausch und Begegnung bieten, eine offene, kommunikative Führungskultur, flexible Arbeitszeitmodelle, Hochschulkooperationen zur Förderung des Nachwuchses und Firmen-Events, als auch Programme zur betrieblichen Altersvorsorge. Ferner verfolgt die SYZYGY GROUP das Ziel der Diversität in der Struktur der Mitarbeitenden unter Beachtung aller ethischen Grundsätze, um Vielfalt in jeder Hinsicht zu fördern. Awards Auszeichnungen bei renommierten Kreativ- und Effizienz-Awards sind ein wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit der SYZYGY GROUP und erhöhen ihre Attraktivität für (potenzielle) Kunden und Mitarbeitende. Im Jahr 2022 konnte die SYZYGY Performance Marketing GmbH zwei nationale Auszeichnungen beim German Brand Award 2022 entgegennehmen: einen Gold Award in der Kategorie Excellence in Brand Strategy and Creation Brand Communication - Influencer Marketing sowie einen Effie in Bronze vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA für den Kunden EnBW mit der Kampagne #WirladenDeutschland. Darüber hinaus erhielt Ars Thanea S.A. insgesamt vier internationale Auszeichnungen, darunter für das Projekt NEW YORK PHILHARMONICS mit der Partneragentur OGILVY, New York, jeweils Bronze bei den Cannes Lions (Kategorie Industry Craft), den London International Awards (Kategorie Art Directions, Brand Identity) und den Spikes Asia für den Kunden Mercedes-Benz (G-Klasse) in der Kategorie Outdoor - Consumer Goods. Innovationsfähigkeit Digitales Marketing unterliegt einem permanenten Wandel. Innovative Technologien und Veränderungen im Nutzerverhalten erfordern eine fortlaufende Anpassung des Dienstleistungsspektrums und die Weiterentwicklung der internen Kompetenzen. Auf operativer Ebene sorgen regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen dafür, dass die Mitarbeitenden in den Bereichen Softwareentwicklung, IT-Management, Design, Informationsarchitektur, Beratung und Projektmanagement stets mit den neuesten Technologien, Gestaltungsprinzipien und Methoden vertraut sind. Der Vorstand der SYZYGY AG fördert die Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften, um das Leistungsangebot integriert über die Leistungsspektren Strategie, Performance Marketing, Customer Experience, Kreation und Technologie anzubieten und den Austausch einzelner Fachbereiche gesellschaftsübergreifend sicherzustellen. Vertreter der operativen Einheiten in der SYZYGY GROUP werden daher regelmäßig auf verschiedenen Ebenen zusammengeführt, um den Austausch zu fördern, u.a. im Rahmen von Workshops, internen Fachveranstaltungen, Vorträgen oder Schulungen. 3. Wirtschaftsbericht 3.1 Allgemeine Wirtschaftsentwicklung Das Jahr 2022 war ein turbulentes Jahr. Die anfänglich vielversprechenden Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft wurden durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine schnell getrübt. Die rasch ansteigende und anhaltende Inflation, insbesondere bei Preisen für Nahrungsmittel und für Energie, belastete das Wachstum und dämpfte die Prognosen. Die globale Wirtschaftsleistung ist 2022 im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 4,5 Billionen US-Dollar auf insgesamt 101,56 Billionen US-Dollar deutlich gestiegen. Die vier größten Volkswirtschaften der Welt, die USA, China, Japan und Deutschland, tragen maßgeblich zu diesem Anstieg bei und vereinen die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung auf sich. Das globale Wachstum wird sich laut dem World Economic Outlook (WEO) des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf 3,4 Prozent im Jahr 2022 belaufen, bleibt aber unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 Prozent zwischen 2000 und 2019. Die Erhöhung der Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation sowie der Krieg in der Ukraine belasteten die Wirtschaftstätigkeit. Der rasche Ausbruch von COVID-19 in China hat das Wachstum im Jahr 2022 gedämpft, aber die jüngste Wiedereröffnung hat den Weg für eine schneller als erwartete Erholung geebnet. Die globale Inflation wird bei 8,8 Prozent liegen. Der Euroraum konnte in den letzten drei Monaten des Jahres noch Wachstum verzeichnen und damit eine Rezession vermeiden, obwohl hohe Energiekosten, sinkendes Vertrauen und steigende Zinsen ihre Spuren im Wirtschaftssystem hinterlassen haben. Laut Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union sowie dem Internationalen Währungsfonds (IWF), stieg das BIP im Euroraum um 3,5 Prozent und in der Europäischen Union um 3,6 Prozent. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie zunehmender Lieferkettenprobleme und damit einhergehenden Materialengpässen, steigenden Preisen und Fachkräftemangel konnte sich die deutsche Wirtschaft insgesamt gut behaupten. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 Prozent höher als im Vorjahr. Gründe für die positive Entwicklung waren vor allem Nachholeffekte beim privaten Konsum und der Produktion nach dem Einbruch durch die COVID-19-Pandemie sowie die im Jahresverlauf nachlassenden Lieferengpässe. Der ifo-Geschäftsklimaindex folgte dem Trend der wirtschaftlichen Entwicklung. Ausgehend von einem Wert von 95,7 im Januar und 98,8 im Februar 2022 sank er im Jahresverlauf um 7,5 Punkte. Im Dezember schloss der ifo-Geschäftsklimaindex bei 88,6 Punkten. Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin startete im ersten Quartal mit 105,1 Punkten und lag im zweiten Quartal bei 100,1. Danach rutschte es mit 92 Punkten im dritten und 82,8 Punkten im vierten Quartal deutlich unter die 100-Punkte-Marke. Eine Unterschreitung des Wertes von 100 bedeutet eine unterdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung. Grund für den Rückgang der Indizes in den Vormonaten waren die Belastungen der Weltwirtschaft durch den Krieg in der Ukraine und die zunehmende Unsicherheit im Energiesektor durch hohe Energiepreise und drohende Gasknappheit. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wird die Wirtschaftsleistung im Jahresdurchschnitt 2022 von 45,57 Mio. Erwerbstätigen (Vorjahr: 44,9 Mio.) erbracht, die aufgrund der steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften kontinuierlich zunehmen wird. Die Arbeitslosenquote in Deutschland wird nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Jahresdurchschnitt 2022 bei rund 5,3 Prozent (Vorjahr: 5,7 Prozent) liegen. Die Verbraucherpreise stiegen in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber 2021 um 7,9 Prozent (Vorjahr: 3,1 Prozent). Die Inflation erreichte im Dezember 8,6 Prozent und im Oktober 2022 mit 10,4 Prozent ihren Höchststand. Die historisch hohe Jahresteuerungsrate ist vor allem auf die extremen Preissteigerungen bei Energieprodukten und Nahrungsmitteln seit Beginn des Krieges in der Ukraine zurückzuführen. Für das gesamte Jahr 2022 beträgt das BIP-Wachstum nach dem Commons Library Research Briefing im Vereinigten Königreich 4 Prozent. Die hohe Wachstumsrate im Jahr 2022 ist vor allem auf die anhaltende Erholung von der pandemiebedingten Schwäche Anfang 2021 zurückzuführen. Die jährliche Inflationsrate erreichte im Oktober 2022 mit 11,1 Prozent den höchsten Stand seit 41 Jahren, bis sie im Dezember auf 10,5 Prozent zurückging. Die US-Wirtschaft ist im Jahr 2022 laut dem Bericht des Bureau of Economic Analysis um 2,1 Prozent gewachsen und hat damit im dritten und vierten Quartal ein solides Wachstum verzeichnet - trotz der weit verbreiteten Befürchtungen, das Land befinde sich am Rande einer Rezession. Nach zwei Jahren mit starken Schwankungen kehren die BIP-Zahlen für 2022 wieder zu den Wachstumsraten vor der Pandemie zurück. Trotz erheblicher Gegenwinde bleibt die polnische Wirtschaft 2022 auf einem starken Wachstumspfad, unterstützt von einer expansiven Fiskalpolitik, einer günstigen Arbeitsmarktlage und einem starken Zustrom von Vertriebenen aus der Ukraine. Das reale BIP-Wachstum beträgt 4,9 Prozent. 3.2 Entwicklung des Werbemarktes Werbemarktstatistiken sind als Vergleichsgröße für die Entwicklung der SYZYGY GROUP nur bedingt aussagekräftig. Zum einen sind die Ergebnisse aufgrund unterschiedlicher, oft nicht nachvollziehbarer Erhebungsmethoden kaum vergleichbar und teilweise sogar widersprüchlich, zum anderen lassen Bruttowerbedaten keine Rückschlüsse auf die tatsächlich erfolgten Geldflüsse zu, da sie auf Basis von Listenpreisen ermittelt werden und somit Rabatte und Sonderkonditionen unberücksichtigt bleiben. Darüber hinaus generiert die SYZYGY GROUP nur einen Teil ihrer Umsätze mit der in der Statistik erfassten digitalen Werbung, wie z.B. der Schaltung von Bannern und Video-Ads, Suchmaschinenmarketing und -optimierung oder Affiliate-Programmen. Budgets, die beispielsweise für die kreative und technologische Entwicklung von Markenplattformen, Business-Applikationen oder Mobile Apps zur Verfügung stehen, werden von den Erhebungen hingegen nicht erfasst. Insofern geben Veränderungen der reinen Mediabudgets zwar Hinweise auf generelle Verschiebungen in der Mediastrategie der Werbungtreibenden, können aber nicht direkt auf alle Entwicklungen in der vielschichtigen Digitalbranche übertragen werden. Entsprechend der Entwicklung der Weltwirtschaft haben sich auch die Marketingaktivitäten und Werbeausgaben in den meisten Märkten angepasst. Während der Markt zu Beginn des Jahres stark wuchs, verlangsamte sich das Wachstum im weiteren Verlauf des Jahres aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit. Vor diesem Hintergrund wurden die Prognosen für die Gesamtwerbeausgaben bis 2022 nach unten korrigiert, obwohl die Werbeausgaben weiterhin steigen. Nachdem globale Medienriesen wie Alphabet, Meta, Spotify und Snap bereits schlechtere Ergebnisse als erwartet erzielt haben, geht die Branche davon aus, dass sich dieser Trend bis 2023 fortsetzen wird. Einige Plattformen wie TikTok verzeichnen Wachstum, und auch die relativ neue Kategorie Retail Media - Werbung auf Handelsplattformen wie Amazon - wächst. Laut Dentsu World Advertising Spending Report wird der globale Werbemarkt im Jahr 2022 um 8,0 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 713,6 Milliarden US-Dollar wachsen, was einem Plus von 53 Milliarden US-Dollar entspricht. Insbesondere die Märkte Amerika mit 13,2 Prozent, Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) mit 4,3 Prozent und Asien-Pazifik (APAC) mit 3,9 Prozent verzeichnen ein positives Wachstum. Ähnlich prognostiziert MAGNA in seinem Global Advertising Forecast ein Wachstum von knapp 7 Prozent auf 795 Milliarden US-Dollar, unterstützt durch Rekordwerte bei zyklischen Ausgaben wie den Wahlen in Brasilien und den USA, den Olympischen Winterspielen und der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft. Die digitalen Werbeumsätze stiegen um knapp 9 Prozent auf 514 Milliarden US-Dollar und machten damit 65 Prozent der gesamten Werbeumsätze aus. Search verzeichnet Wachstumsraten von 13 Prozent, gefolgt von Digital Video mit 11 Prozent und Social mit 4 Prozent. Die deutsche Werbewirtschaft ist laut Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) im Jahr 2022 um 2,8 Prozent auf einen Wert von 48,66 Milliarden Euro gewachsen. Damit liegt sie nach drei Jahren wieder auf dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Grund für das Plus ist das weiterhin überproportionale Wachstum der digitalen Werbung. Laut dem Werbe- und Marktforschungsunternehmen Nielsen sind die gesamten Werbeausgaben der Unternehmen in Deutschland im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro gesunken. Auch das Medium Online-Werbung verzeichnete einen Rückgang um 3,9 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2022 wuchs der britische Werbemarkt laut Dentsu Global AdSpend Forecast 2023 um 6,4 Prozent, wobei die Online-Werbung um 7,3 Prozent zulegte. Das Wachstum verlangsamte sich im Laufe des Jahres, beginnend mit 19,6 Prozent im ersten Quartal, 8,0 Prozent im zweiten Quartal, 2,1 Prozent im dritten Quartal und endend mit einem Rückgang von -0,9 Prozent im vierten Quartal. Insgesamt verzeichnete der US-Werbemarkt im Jahr 2022 ein Wachstum von 13,8 Prozent. Die wichtigsten Wachstumstreiber kamen alle aus den Bereichen Digital, OTT, Digital Audio, Social Search und Retail Media. Nach Schätzungen von GroupM stiegen die Werbeausgaben in Polen im Jahr 2022 auf Złoty-Basis nominal um 3,4 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Euro. Rund die Hälfte der Werbeausgaben in Polen entfallen bereits auf das Internet, gefolgt von Fernsehwerbung mit 37 Prozent. Insgesamt bewegte sich die SYZYGY GROUP in einem positiven Marktumfeld, auch wenn die Rahmenbedingungen sich verändern bzw. von Unsicherheit geprägt sind. Die Pandemie und die daraus resultierenden Veränderungen haben den Beratungsbedarf für die digitale Transformation in Marketing und Vertrieb weiter forciert. Die digitalen Medien gehörten in den letzten Jahren zu den Gewinnern im Werbemarkt und behaupten sich gerade in Krisenzeiten als starkes Medium. Der Trend zu steigenden Budgets für digitale Werbung hält an. Die digitalen Medien bestätigen, dass die durch die Pandemie beschleunigte Digitalisierung zur Lösung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen beiträgt. 3.3 Mitarbeitende Der Personalbestand der SYZYGY GROUP ist während der Berichtsperiode gestiegen: Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte der Konzern 604 Festangestellte, das sind 69 Beschäftigte oder 13 Prozent mehr als am Stichtag des Vorjahres. Die Zahl der Freien Mitarbeitenden erhöhte sich von 37 (im Vorjahr) auf 47 Personen im Berichtsjahr. 462 Beschäftigte bzw. 76 Prozent (Vorjahr: 335 Beschäftigte) gemessen am gesamten Personalbestand zum Stichtag waren in den vier deutschen Gesellschaften tätig sowie 55 Personen bzw. 9 Prozent (Vorjahr: 58 Personen) in den britischen Agenturen. Für Ars Thanea arbeiteten zum Jahresende 79 Personen bzw. 13 Prozent (Vorjahr: 63 Personen), die Zahl der Beschäftigten der SYZYGY Digital Marketing in New York erhöhte sich auf 8 Mitarbeitende (Vorjahr: 5 Mitarbeitende). In der Betrachtung der Belegschaft nach Funktionen gab es in der Berichtsperiode nur leichte Veränderungen. Der Bereich der Technologie nahm um 2 Prozentpunkte auf einen Anteil von 19 Prozent zu, gleichzeitig stieg auch der Anteil der Kreation um 1 Prozentpunkt auf 16 Prozent. Rückläufig waren der Anteil der Mitarbeitenden im Performance Marketing, der Strategieberatung und dem Projektmanagement. Während der Anteil der Mitarbeitenden im Performance Marketing um 2 Prozentpunkte auf 18 Prozent rückläufig war, sind die Anteile der Mitarbeitenden in der Strategieberatung und dem Projektmanagement um jeweils 1 Prozentpunkt auf 18 bzw. 16 Prozent rückläufig. Der Anteil der Verwaltung blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant. Im Jahresdurchschnitt waren 577 Beschäftigte (Vorjahr: 515) für die SYZYGY GROUP tätig. Unter Berücksichtigung von durchschnittlich 50 freien Mitarbeitenden (Vorjahr: 40) ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Pro-Kopf-Umsatz von rund TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 108). 3.4 Investitionen, Forschung und Entwicklung Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind abschreibungsbedingt niedriger mit EUR 26,9 Mio. (Vorjahr: EUR 29,7 Mio.). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfassen Markennamen, Software und Lizenzen, die im Rahmen der Leistungserbringung eingesetzt werden. Die Sachanlagen beinhalten die nach IFRS 16 bilanzierten Nutzungsrechte in Höhe von EUR 20,4 Mio. (Vorjahr: EUR 22,2 Mio.) sowie Mietereinbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 7,1 Mio.).SYZYGY bilanziert seit dem 1. Januar 2019 als Leasingnehmer alle Leasingverhältnisse auf der Aktivseite als Vermögenswerte für Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen, während auf der Passivseite Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen über den Zeitraum des Vertragsverhältnisses zu Barwerten ausgewiesen werden. Im Geschäftsjahr 2022 fielen Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von EUR 16,8 Mio. (Vorjahr: EUR 8,2 Mio.) an. Der Anstieg und zugleich der Großteil dieser Abschreibungen und Wertminderungen betrifft Wertminderungen in Höhe von EUR 11,4 Mio. (Vorjahr: EUR 2,8 Mio.) auf die im Rahmen der Unternehmenserwerbe aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte gem. IFRS 16 betragen EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 3,6 Mio.), auf Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) und auf Mietereinbauten EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). Im Berichtszeitraum wurden wie im Vorjahr keine Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung getätigt. 3.5 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY GROUP 3.5.1 Ertragslage Im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 hat die SYZYGY GROUP prognostiziert, dass sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 um rund 10 Prozent erhöhen, bei einer Profitabilität definiert als EBIT-Marge (Quotient aus EBIT und Umsatzerlösen) von 10 Prozent. Dies entspricht einem EBIT der SYZYGY GROUP von rund EUR 6,7 Mio. Mit Konzernumsatzerlösen von EUR 70,6 Mio. (Steigerung um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr) wurde die Umsatzprognose deutlich übertroffen. Im Segment Deutschland, auf das 78 Prozent der Gesamtumsätze entfallen, konnte ein Umsatzzuwachs von 14 Prozent verzeichnet werden. Die internationalen Segmente weisen ebenfalls zweistellige Wachstumsraten auf, wobei das Segment Polen mit einem Wachstum von rund 25 Prozent besonders stark zulegen konnte. Das bereinigte EBIT vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte war gegenüber dem Vorjahr rückläufig auf EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.), so dass die bereinigte EBIT-Marge auf 9 Prozent rückläufig war. Ferner wurden Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 11,4 Mio. vorgenommen, da sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere der risikolose Zinssatz von 0,1 Prozent auf 2,0 Prozent erhöht hat und das EBIT auf einen negativen Wert von EUR -5,2 Mio. reduzierte (Vorjahr: EUR 6,4 Mio). Die Prognose über die Profitabilität der SYZYGY GROUP mit angestrebten 10 Prozent wurde damit nicht erreicht. Das Ergebnis je Aktie von EUR -0,56 ist durch den Effekt der Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte negativ. Auf die Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen hierbei rund EUR 0,85 je Aktie, so dass sich rechnerisch aus der operativen Tätigkeit ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,29 (Vorjahr: EUR 0,30) ergibt. Der Vorstand der SYZYGY AG ist mit dem Geschäftsverlauf sowie der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY GROUP im Geschäftsjahr 2022 insgesamt nicht zufrieden. Insbesondere die Verwässerung der EBIT-Marge und damit einhergehend die Entwicklung des operativen Gewinns ist nicht zufriedenstellend, während das Umsatzwachstum und die Entwicklung in den Gesellschaften über den Erwartungen liegen. Die folgende Tabelle zeigt die mehrjährige Entwicklung der wesentlichen Konzern-Finanzkennzahlen einschließlich der internen finanziellen Steuerungsgrößen Umsatzerlöse und EBIT: In TEUR 2018 2019 2020 2021 2022 Umsatzerlöse 65.816 64.243 55.521 60.124 70.612 EBIT 6.067 5.497 3.999 6.379 - 5.205 EBIT-Marge 9% 9% 7% 11% -7% Finanzergebnis 470 - 303 - 697 - 985 - 848 EBT 6.537 5.194 3.302 5.394 - 6.053 Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,35 0,26 0,15 0,30 -0,56 3.5.2 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der SYZYGY GROUP werden berechnet, indem die Billings um Mediakosten reduziert werden, die in den Performance Marketing-Gesellschaften als durchlaufende Posten einnahme- und ausgabeseitig anfallen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 17 Prozent auf EUR 70,6 Mio. Das Segment Deutschland ist das stärkste in der Gruppe und bleibt auch im Umsatzanteil konstant bei 78 Prozent (Vorjahr: 78 Prozent). Das Segment Großbritannien ist seit 2022 erweitert worden um die Agentur aus den USA, da diese aus Großbritannien geleitet wird. Das neue Segment Großbritannien & US ist mit 14 Prozent (angepasstest Vorjahr: 14 Prozent) ebenfalls konstant. Im vormaligen Sonstigen Segment wird nunmehr nur Polen berichtet. Die Agentur in Polen steht wie im Vorjahr für 8 Prozent (angepasstes Vorjahr: 8 Prozent) der Umsatzerlöse. Damit konnte das starke Umsatzwachstum der Gruppe über alle Segmente realisiert werden. Oben genannte Werte betrachten die Ergebnisse vor Konsolidierung. Die Automobilbranche ist weiterhin die umsatzstärkste Kundengruppe mit 25 Prozent der Umsatzerlöse, allerdings ist dies ein Rückgang um 6 Prozentpunkte. Der Anteil von Unternehmen aus der Finanzbranche ging um einen Prozentpunkt zurück auf 20 Prozent (Vorjahr: 21 Prozent), während Kunden aus dem Dienstleistungsbereich mit 24 Prozent (Vorjahr: 18 Prozent) der Umsätze einen deutlichen Zuwachs erzielten. Auf den Bereich Konsumgüter entfielen rund 15 Prozent der Erlöse (Vorjahr: 14 Prozent) und Kunden aus der IT und Telekommunikation verzeichneten 6 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent) der Erlöse. Umsatzerlöse von gerundet 10 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent) entfielen auf Unternehmen, die keiner dieser fünf Kernbranchen zugeordnet werden können. Mit den zehn größten Kunden erwirtschaftete SYZYGY wie im Vorjahr 45 Prozent des Gesamtumsatzes. 3.5.3 Betriebsausgaben und Abschreibungen Die Einstandskosten der erbrachten Leistungen summieren sich auf EUR 53,5 Mio., womit sie im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch einen erhöhten Personal- und Materialaufwand, um 30 Prozent gestiegen sind. Da die Einstandskosten der erbrachten Leistungen weitgehend überproportional zu den Umsatzerlösen (17 Prozent Wachstum) gestiegen sind, verringert sich die Rohmarge im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozentpunkte auf 24 Prozent. Die Vertriebs- und Marketingkosten haben sich um 4 Prozent auf EUR 4,4 Mio. erhöht (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.). Die Kostenerhöhung ist auf einen leichten Anstieg des Personals im Vertriebs- und Marketingbereich zurückzuführen. Die allgemeinen Verwaltungskosten konnten hingegen um 8 Prozent auf EUR 9,8 Mio. gesenkt werden. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte liegen wie im Vorjahr bei EUR 5,3 Mio., davon entfallen EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 3,6 Mio.) auf Abschreibungen von Nutzungsrechten gemäß IFRS 16. 3.5.4 Operatives Ergebnis (EBIT) und EBIT-Marge Das operative Ergebnis (EBIT) ist im Verhältnis zu den Umsatzerlösen auf EUR -5,2 Mio. im Berichtsjahr gesunken, gegenüber EUR 6,4 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang ist primär durch Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 11,4 Mio. (Vorjahr: EUR 2,8 Mio.) verursacht. Entsprechend lag die EBIT-Marge im Konzern bei -7,4 Prozent im Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr 10,6 Prozent). Das um Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte bereinigte EBIT beträgt demnach EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.), was einem Rückgang von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer bereinigten EBIT-Marge von 8,8 Prozent entspricht. Der Rückgang der Profitabilität ist darauf zurückzuführen, dass die Umsatzkosten überproportional zum Umsatzwachstum angestiegen sind. Das starke Wachstum hat an einigen Standorten zu erheblichen Investitionen in die Organisationsanpassung und den Personalaufbau geführt. Mittelfristig mussten vakante Positionen mit freien Mitarbeitenden besetzt werden, die zu einem zusätzlichen Kostenanstieg führten. Die internationalen Segmente konnten in 2022 wie im Vorjahr ein sehr positives Ergebnis erzielen. Die Agenturen in London haben nachhaltig mit zweistelligen Wachstumsraten und EBIT-Margen abgeschlossen. Die SYZYGY Digital Marketing ist seit 2021 unter die Führung des englischen Managements aus London gestellt worden und hat sich profitabel weiterentwickelt. Die polnische Gesellschaft konnte ihre Umsatzerlöse signifikant um 25 Prozent steigern, während das operative Ergebnis unterproportional um 8 Prozent zulegte. Auch in Polen führten Investitionen in die Anpassung der Organisation zu zusätzlichen Kosten. Im Ergebnis konnte die SYZYGY GROUP das Geschäftsjahr 2022 mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von EUR -5,2 Mio. und einer EBIT-Marge von -7,4 Prozent bzw. einem bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) von EUR 6,2 Mio. und einer bereinigten EBIT-Marge von 8,8 Prozent abschließen, was unterhalb der Prognosen aus März 2022 liegt, als ein EBIT von rund EUR 6,7 Mio. und eine EBIT-Marge von 10 Prozent prognostiziert wurde. 3.5.5 Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält bei SYZYGY zwei wesentliche Bereiche, einerseits Zinsaufwendungen in Zusammenhang mit IFRS 16 und andererseits Erträge und Aufwendungen aus Wertpapieranlagen wie aus der Finanzierung der SYZYGY GROUP. Insgesamt war das Finanzergebnis um EUR 0,2 Mio. verbessert gegenüber dem Geschäftsjahr 2021. Es entstanden insgesamt Aufwendungen von EUR -0,8 Mio. gegenüber EUR -1,0 Mio. im Vorjahr. Die Zinsaufwendungen, die durch den Bilanzierungsstandard IFRS 16 induziert wurden, sind konstant und belaufen sich auf EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.). Faktisch werden bei langfristigen Mietverträgen als auch anderen Leasingverhältnissen mit einer Laufzeit größer ein Jahr, Zinsaufwendungen auf Basis der ausgewiesenen Verbindlichkeiten ermittelt. Dabei werden Mietzahlungen aufgeteilt in Abschreibungen auf Nutzungsrechte und Zinszahlungen über die Gesamtlaufzeit der Verträge. Ferner enthält das Finanzergebnis – wie in Vorjahren – Zinserträge und Zinsaufwendungen aus dem Management der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie auch der Unternehmensfinanzierung. In der Berichtsperiode sind hier wie im Vorjahr insgesamt Aufwendungen von EUR 0,4 Mio. zu verzeichnen. Die Erträge aus dem Wertpapierportfolio in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.) konnten die Zinsaufwendungen im Rahmen der Unternehmensfinanzierung in Höhe von EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.) nicht kompensieren. 3.5.6 Steueraufwand, Konzernergebnis, Ergebnis je Aktie Während sich das Vorsteuerergebnis im Berichtszeitraum auf EUR -6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 5,4 Mio.) verringert hat, sank auch das Konzernergebnis nach Abzug der Steueraufwendungen auf EUR -7,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.). Die Steuerquote des bereinigten Konzernergebnisses – unter Berücksichtigung der Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, die steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen darstellen - erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 auf 25 Prozent auf Basis eines Gewinns vor Ertragssteuern in Höhe von EUR 5,4 Mio. (Vorjahr: Steuerquote von 23 Prozent). Auf Basis der durchschnittlich vorhandenen 13.500 (in Tsd.) gewinnberechtigten Aktien und nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von EUR 0,12 Mio. beträgt das unverwässerte Ergebnis je Aktie EUR -0,56 und liegt somit EUR 0,86 unter dem Wert des Vorjahres. Da die Gesellschaft den Beschluss gefasst hat, bei Ausübung ausstehender Phantom Stocks die Differenz zwischen Ausübungspreis und Aktienkurs in bar zu vergüten, beträgt das verwässerte Ergebnis je Aktie analog EUR -0,56 (Vorjahr: EUR 0,30). 3.5.7 Segmentberichterstattung Gemäß IFRS 8, der auf den Management-Approach abstellt, berichtet SYZYGY Segmente nach geographischen Kriterien und unterscheidet dabei zwischen Deutschland, Großbritannien & US sowie dem Segment Polen. Dem Management-Approach gem. IFRS 8 wurden die Segmente in 2022 neu zugeschnitten, indem die SYZYGY Digital Marketing Inc. dem Segment Großbritannien zugeordnet wurde, da diese Gesellschaft von dort aus geführt wird. Das Segment Polen enthält die verbleibende Gesellschaft Ars Thanea. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden im Folgenden die Vorjahreszahlen auf die neue Zuordnung angepasst. Die internationalen Segmente haben im Berichtsjahr alle einen Umsatz- und Ergebniszuwachs zu berichten. Im Segment Großbritannien & US stiegen die Umsatzerlöse um rund 16 Prozent, in Polen konnten die Umsatzerlöse um rund 25 Prozent gesteigert werden. Der Kernmarkt Deutschland verzeichnet im Berichtszeitraum ein Umsatzwachstum in Höhe von 14 Prozent. Die deutschen Gesellschaften erwirtschafteten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 55,0 Mio. (Vorjahr: EUR 48,1 Mio.) und ein bereinigtes EBIT von EUR 5,6 Mio. vor Berücksichtigung des Wertminderungsaufwands auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 11,4 Mio., welches einer bereinigten EBIT-Marge von 10 Prozent entspräche. Das EBIT unter Berücksichtigung des Wertminderungsaufwands auf Geschäfts- oder Firmenwerte betrug EUR -5,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,9 Mio.), bei einer EBIT-Marge von -11 Prozent (Vorjahr: 8 Prozent). Das Segment Großbritannien & US generierte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 9,9 Mio. bei einem operativen Ergebnis (EBIT) von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.). Entsprechend beträgt die EBIT-Marge 14 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent). Das Segment Polen verzeichnet im Berichtszeitraum einen besonders starken Umsatzzuwachs. In 2022 erzielten Ars Thanea Umsatzerlöse in Höhe von EUR 6,0 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.), bzw. einen Anstieg um 25 Prozent. Das EBIT entwickelte sich aufgrund der gestiegenen Umsätze und leicht gesunkenen EBIT-Marge positiv und belief sich auf EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.), was einer EBIT-Marge von 13 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent) entspricht. In der Gesamtbetrachtung entfielen rund 78 Prozent der Umsatzerlöse (jeweils Anteil an den Konzernumsatzerlösen vor Konsolidierung) auf das Segment Deutschland (Vorjahr: 78 Prozent), rund 14 Prozent auf Großbritannien & US (Vorjahr: 14 Prozent) und 8 Prozent auf das Segment Polen (Vorjahr: 8 Prozent). 3.5.8 Finanzlage Die SYZYGY GROUP weist zum 31. Dezember 2022 eine Gesamtliquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Wertpapieren) von EUR 8,9 Mio. aus. Dies entspricht einem Anstieg von EUR 5,2 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 3,7 Mio. Diese Entwicklung ist insbesondere auf einen starken positiven Cashflow aus der operativen Tätigkeit zurückzuführen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stellten mit EUR 7,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.) etwa 88 Prozent der Liquiditätsreserven, um kurzfristig fällig werdende Verpflichtungen erfüllen zu können. Im Gegensatz zum Vorjahr sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 16,2 Mio. (Vorjahr: EUR 20,8 Mio.) gesunken. Dies wirkt sich positiv auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus. Der Anteil der Wertpapiere verringerte sich auf 12 Prozent der Gesamtliquidität, da der Bestand von EUR 1,1 Mio. im Gegensatz zum Vorjahr gesunken ist und dementsprechend im Verhältnis zu den stark angestiegenen Liquiditätsreserven einen hohen Rückgang verzeichnet. Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit der Anleihen lag bei 9,6 Jahren (Vorjahr: 14,6 Jahre). Nähere Informationen zur Anlagestrategie finden sich im Konzernanhang in Abschnitt 6. Der Gesamt-Cashflow der SYZYGY GROUP summierte sich unter Berücksichtigung von Währungsveränderungen zum Jahresende auf EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR -3,5 Mio.). Dieser Betrag setzt sich aus einem positiven operativen Cashflow in Höhe von EUR 12,6 Mio., einem negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit von EUR -1,2 Mio. und einem negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von EUR -5,8 Mio. zusammen. Der hohe Cashflow aus operativer Tätigkeit ist insbesondere auf Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte in Höhe von EUR 16,8 Mio. sowie rückläufige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Umfang von EUR 4,6 Mio. und angestiegene erhaltene Anzahlungen im Umfang von EUR 0,9 Mio. zurückzuführen. Dem stehen negative Effekte gegenüber durch verringerte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Umfang von EUR 0,9 Mio. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit EUR -1,2 Mio. negativ (Vorjahr: EUR -4,5 Mio.). Insbesondere die nach IFRS 16 aktivierte Vertragsverlängerung eines Mietvertrags am Standort München sowie die laufenden Zinszahlungen für Leasingverpflichtungen führen zu diesem Ergebnis. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wurde durch den Erwerb der verbleibenden Anteile an der diffferent GmbH in Höhe von EUR -3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.), dem Rückgang von Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von EUR -3,6 Mio. (Vorjahr: EUR -3,4 Mio.) und der gezahlten Dividende in Höhe von EUR -2,7 Mio. (Vorjahr: EUR -2,0 Mio.) belastet. Durch die Aufnahme und Tilgung von Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten sind EUR 4,6 Mio. zugeflossen (Vorjahr: EUR -1,6 Mio.). Ferner besteht gegenüber der Commerzbank AG eine Kreditlinie in Höhe von EUR 12,0 Mio. (Vorjahr: EUR 9,0 Mio.), welche zum Bilanzstichtag mit rund EUR 8,0 Mio. in Anspruch genommen wurde. Unter Berücksichtigung der Liquiditätsreserven und der vorhandenen Kreditlinie war die Liquidität der SYZYGY GROUP jederzeit im Geschäftsjahr 2022 gesichert und allen Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit nachgekommen werden. 3.5.9 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist mit EUR 99,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr gesunken (Vorjahr: EUR 113,3 Mio.). Die langfristigen Vermögenswerte sanken im Berichtszeitraum um 18 Prozent auf EUR 71,6 Mio. Im Wesentlichen ist dieser Rückgang auf Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 11,4 Mio. sowie planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von EUR 5,2 Mio. zurückzuführen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich im Jahr 2022 von EUR 2,1 Mio. auf EUR 7,8 Mio., während die Wertpapiere des Umlaufvermögens auf EUR 1,1 Mio. rückläufig waren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte waren ebenfalls rückläufig auf EUR 16,2 Mio. (Vorjahr: EUR 20,8 Mio.). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 leicht auf EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.). Folglich haben sich die kurzfristigen Vermögenswerte um insgesamt EUR 1,2 Mio. auf EUR 27,6 Mio. erhöht. Auf der Passivseite der Bilanz ging das Eigenkapital von EUR 56,2 Mio. um 20 Prozent auf EUR 45,1 Mio. zurück und entspricht 45 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent) der Bilanzsumme. Der Rückgang der Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 7,3 Mio. (Vorjahr: EUR: 17,6 Mio.) ist vor allem auf das negative Konzernergebnis der Periode zurückzuführen. Das Gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage blieben wie im Vorjahr unverändert. Die langfristigen Schulden verzeichneten einen Rückgang um EUR 4,3 Mio. auf EUR 20,4 Mio. Die Reduzierung ist insbesondere auf die Umqualifizierung von langfristigen in kurzfristige Verbindlichkeiten im Rahmen von IFRS 16 zurückzuführen. Weiterhin wurden die Verbindlichkeiten aus ausstehenden Optionen in Höhe von EUR 1,9 Mio. mit dem vorzeitigen Erwerb der verbleibenden Anteile an der diffferent GmbH vollständig getilgt. Die kurzfristigen Schulden stiegen in Summe um EUR 1,3 Mio. auf EUR 33,7 Mio. an. Maßgeblich für diese Entwicklung war der Zuwachs der Bankverbindlichkeiten um EUR 4,6 Mio. Demgegenüber stand in den langfristigen Schulden die Tilgung der Verbindlichkeiten aus ausstehenden Optionen in Höhe von EUR 2,3 Mio. durch den Erwerb der verbleibenden Anteile an der diffferent GmbH und ein Rückgang der Umsatzsteuerverbindlichkeiten um EUR 0,6 Mio. 4. Prognosebericht 4.1 Prognoseannahmen Wie jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt auch die SYZYGY GROUP externen Einflüssen, auf die sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen tatsächlichen oder wahrgenommenen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Wachstum der SYZYGY GROUP auswirken. Alle Aussagen über die Zukunft der SYZYGY GROUP beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernlageberichts bekannt und verfügbar waren. Da diese Daten kontinuierlichen Änderungen unterliegen, sind Prognosen stets mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse in den Folgeperioden können daher abweichen. Die SYZYGY GROUP erstellt ihre Prognosen auf Basis ihrer organischen Entwicklung. Akquisitionen können das künftige Wachstum des Konzerns positiv oder negativ beeinflussen. Ferner können positive Impulse für die Geschäftsentwicklung aus der Akquisition bedeutender Neukunden kommen, ebenso wie aus der Ausweitung bestehender Beziehungen mit Kunden, wenn über die geplanten Projekte hinaus zusätzliche Budgets gewonnen werden können. 4.2 Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung in den Hauptmärkten der SYZYGY GROUP Die Weltwirtschaft wird die Folgen des Krieges in der Ukraine und die anhaltend hohe Inflation besser verkraften als zunächst befürchtet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) blickt aufgrund der Entwicklungen in China und der Abkehr von der strikten Null-COVID-19-Politik optimistisch auf das globale Wachstum im Jahr 2023. In seiner Prognose für die Weltwirtschaft sagt der IWF für 2023 ein Wachstum von 2,9 Prozent voraus. Damit liegt es jedoch noch immer unter dem „historischen Durchschnitt" der vergangenen zwei Jahrzehnte. Für 2024 prognostiziert der IWF eine leichte Beschleunigung des globalen Wachstums auf 3,1 Prozent und beziffert die globale Inflation im Jahr 2023 auf 6,6 Prozent und 2024 auf 4,3 Prozent. Der prognostizierte Inflationsrückgang spiegelt zum Teil den Rückgang der internationalen Preise für Brennstoffe und andere Rohstoffe infolge der schwächeren weltweiten Nachfrage wider. Trotzdem könnten zahlreiche Abwärtsrisiken weiterhin die globalen Aussichten belasten, das Wachstum dämpfen und in einigen Fällen zu einem weiteren Anstieg der Inflation beitragen. Laut IWF hat sich Europa schneller als erwartet an die gestiegenen Energiekosten und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine angepasst und sich als widerstandsfähig erwiesen. Er prognostiziert für 2023 ein Wachstum von 0,7 Prozent in der Eurozone. Die Europäische Kommission geht in ihrer Winterprognose 2023 von einem jährlichen BIP-Wachstum in der EU von 0,8 Prozent im Jahr 2023 (Eurozone: 0,9 Prozent) und von 1,6 Prozent im Jahr 2024 (Eurozone: 1,5 Prozent) aus. Insgesamt dürfte die EU-Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres stagnieren. Im Frühjahr dürfte sich das Wachstum leicht beschleunigen, da die Inflation allmählich sinken wird. Die Schere zwischen Lohn- und Preiswachstum dürfte sich schließen, so dass sich der Rückgang der real verfügbaren Einkommen verlangsamt, auch wenn dies durch die allmähliche Rücknahme der fiskalpolitischen Stützungsmaßnahmen teilweise kompensiert werden dürfte. Die Bundesregierung geht in ihrer Jahresprojektion für Deutschland davon aus, dass die wirtschaftliche Dynamik nach einem schwachen ersten Halbjahr im Verlauf des Jahres 2023 aufgrund einer stabilen Energieversorgung, staatlicher Stützungsmaßnahmen und einer erwarteten Erholung der Weltwirtschaft zunehmen wird. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2023 um 0,2 Prozent (IWF-Schätzung: 0,1 Prozent) zulegen. Zudem erwartet sie, dass die Inflationsentwicklung durch Faktoren wie Gas-, Strom- und Wärmepreisbremsen, abnehmende Lieferengpässe, sinkende Rohstoff- und Energiepreise sowie politische Maßnahmen wie das 49-Euro-Ticket, abgedämpft wird. Dennoch werden die weiter steigenden Produktionskosten laut Winterprognose 2023 der Europäischen Kommission die Inflation mit voraussichtlich 6,3 Prozent im Jahr 2023 hochhalten. Der Arbeitsmarkt bleibt angespannt, aber das Lohnwachstum ist bisher hinter der Inflation zurückgeblieben. Auch die Auswirkungen der laufenden und anstehenden Tarifverhandlungen dürften sich in Grenzen halten. Im Jahr 2024 dürfte sich die Inflation aufgrund sinkender Energiekosten auf 2,4 Prozent abschwächen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für die britische Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von -0,6 Prozent, was einer nach unten revidierten Prognose von 0,9 Prozentpunkten im Vergleich zum Oktober entspricht. Dies ist auf die verschärften monetären Finanzbedingungen sowie auf die noch hohen Energieeinzelhandelspreise zurückzuführen, die auf das Haushaltsbudget drücken. Für die Vereinigten Staaten wird ein Rückgang des Wachstums auf 1,4 Prozent im Jahr 2023 und auf 1,0 Prozent im Jahr 2024 erwartet. Trotz einer Wachstumserholung in der zweiten Jahreshälfte 2024 wird das Wachstum im Jahr 2024 geringer ausfallen als im Jahr 2023. Die Prognose für 2023 wurde aufgrund der robusten Inlandsnachfrage im Jahr 2022 um 0,4 Prozentpunkte nach oben korrigiert, während die Wachstumsprognose für 2024 aufgrund der höheren Zinserhöhungen der US-Notenbank um 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert wurde. Die hohe Inflation und das geringe Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen dürften das Wirtschaftswachstum in Polen auch in den kommenden Quartalen belasten. Die Europäische Kommission geht in ihrer Winterprognose 2023 davon aus, dass es nach einer Verlangsamung des BIP-Wachstums auf 0,4 Prozent im Jahr 2023 im Folgejahr 2024 zu einer Erholung auf 2,5 Prozent kommen wird, da die Inflation zurückgeht und das Weltwirtschaftswachstum an Fahrt gewinnt. Während die Kerninflation durch ein kräftiges Lohnwachstum und eine expansive Finanzpolitik angeheizt werden dürfte, sollten sinkende Energiegroßhandelspreise und eine gewisse Entspannung am Arbeitsmarkt den Inflationsdruck insbesondere gegen Ende des Prognosehorizonts allmählich dämpfen. Infolgedessen dürfte die Inflation, die im ersten Quartal 2023 mit fast 17,0 Prozent ihren Höchststand erreicht, bis zum letzten Quartal 2024 auf 4,2 Prozent zurückgehen, so dass im Jahr 2023 die Inflation 11,7 Prozent und im Jahr 2024 4,4 Prozent betragen wird. 4.3 Voraussichtliche Entwicklung des Werbemarktes Die folgenden Ausführungen zur prognostizierten Entwicklung der Werbeausgaben stehen unter den gleichen Vorbehalten, wie sie bereits in Abschnitt 3.2 erörtert wurden. Sie geben Hinweise auf allgemeine Trends und Verschiebungen der Media-Budgets, eignen sich aber nur sehr bedingt als Beurteilungsmaßstab für die voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY GROUP. Die globalen und nationalen Werbemärkte können sehr volatil sein. Unvorhergesehene Ereignisse, wie z.B. die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 oder der Krieg in der Ukraine im Jahr 2022, können erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit auch auf den Werbemarkt haben. Darüber hinaus können neue Werbemöglichkeiten, insbesondere in den digitalen Medien, die Verteilung der Werbeausgaben beeinflussen. Aufgrund der Einschätzung der Werbeinvestitionen werden die Prognosen laufend angepasst. Die Pandemie hat den Trend zu digitalen Medien beschleunigt, was sich auch in den steigenden Werbeausgaben für digitale Medien in den letzten Jahren widerspiegelt. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Online-Video, Social Media und Suchmaschinenwerbung. Unmittelbare Faktoren wie steigende Inflation, höhere Zinsen, Marktrezessionen, anhaltende politische Unsicherheiten und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Ausgaben von Unternehmen und Konsument:innen führen zu geringeren Erwartungen für das Jahr 2023. Sportliche Großereignisse wie die bevorstehende FIFA-Fußballweltmeisterschaft der Frauen und die Rugby-Weltmeisterschaft der Männer unterstützen jedoch eine positive Entwicklung. Laut dem aktuellen Dentsu Global Ad Spend Forecasts Report werden die Werbeinvestitionen im Jahr 2023 weltweit um 3,8 Prozent steigen (Vorjahr: 8,0 Prozent). Für 2024 wird ein Anstieg der Werbeausgaben um 4,8 Prozent erwartet, gefolgt von einem weiteren Wachstum von 4,5 Prozent im Jahr 2025. Der Anteil der digitalen Ausgaben an den globalen Werbeausgaben wird voraussichtlich auf 57 Prozent steigen, getragen von Video (+7,1 Prozent), Paid Social (+13,5 Prozent), Search (+7,2 Prozent) und Retail Media (+22,0 Prozent). Die Mediaexperten von GroupM gehen von weltweiten Werbeausgaben von einem Plus von 5,9 Prozent aus. So sollen laut WARC die weltweiten Ausgaben für Online Display, Social Media, Search, E-Commerce und Rubrikenmärkte zusammengenommen in diesem Jahr nur um 5,5 Prozent auf 523 Milliarden US-Dollar steigen. Die Werbebranche entwickelt sich trotz des Konflikts in der Ukraine und seiner politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen weltweit positiv. In Deutschland wirken sich jedoch die hohen Energiepreise und die steigende Inflation besonders stark auf das Konsumklima und damit auch auf den Werbemarkt aus. Dentsu sieht in ihrem Global Ad Spend Forecast für das Jahr 2023 die Situation in Deutschland mit -0,1 Prozent stabil. Die Ausgaben für digitale Werbung sollen bis 2023 um 1,5 Prozent steigen und einen Anteil von 62 Prozent erreichen. Auch nach der Prognose der Mediaagentur GroupM soll der deutsche Werbemarkt 2023 weiterhin von der dynamischen Onlinewerbung profitieren. Die Prognose für das Wachstum der Werbespendings im deutschen Markt beträgt 6,7 Prozent, was einem Gesamtwert von 33,65 Milliarden Euro entspricht. Digitalwerbung wird als stärkster Treiber im Markt angesehen, mit einem erwarteten Wachstum von 11 Prozent. Innerhalb der digitalen Werbung wird Retail Media eine bedeutende Rolle spielen, mit einem Plus von 12,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für Großbritannien schätzt der Dentsu Global Ad Spend Forecast das Gesamtwachstum der Werbeausgaben auf 3,6 Prozent und das Wachstum der digitalen Medien auf 6,0 Prozent, die rund 73 Prozent der Investitionen im britischen Markt ausmachen. Für den US-amerikanischen Werbemarkt prognostiziert Dentsu ein moderates Wachstum von 3,8 Prozent. Die wichtigsten Wachstumstreiber sind alle im digitalen Bereich zu finden, einschließlich OTT, Digital Audio, Social Search und Retail Media. Es wird erwartet, dass Digital um 7,3 Prozent wachsen und 2023 einen Anteil von 55 Prozent erreichen wird. Im polnischen Markt sieht die Publicis Groupe für das Jahr 2023 ein Marktwachstum von 2,3 Prozent voraus. Dies ist vor dem Hintergrund eines sehr unsicheren wirtschaftlichen Umfelds zu sehen. 4.4 Voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY GROUP Die nachhaltige Verschiebung von Marketingbudgets auf den digitalen Kanal und die fortgesetzten Investitionen in die Digitalisierung von Prozessen in Vertrieb und Marketing, bieten der SYZYGY GROUP grundsätzlich gute Rahmenbedingungen. Reine Onlinewerbung, auf die sich die oben aufgeführten Statistiken beziehen, stellt dabei lediglich eine Facette des komplexen Digital-Marketings dar und repräsentiert nur einen Teil des Leistungsspektrums der SYZYGY GROUP. Auf Basis der vorliegenden Erkenntnisse rechnet die SYZYGY AG im Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatzwachstum von zwischen 6 bis 8 Prozent sowie einer EBIT-Marge zwischen 9 bis 10 Prozent. Die EBIT-Marge ist hierbei definiert als das Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen. Dies entspricht einem EBIT der SYZYGY GROUP zwischen EUR 6,8 Mio. bis EUR 7,6 Mio. Mögliche Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind in der prognostizierten EBIT-Größe nicht enthalten und werden nicht erwartet. Die Ertragslage der SYZYGY GROUP wird von der Entwicklung der operativen Einheiten bestimmt, während die zukünftigen Zinserträge der SYZYGY AG von untergeordneter Bedeutung sein werden. 5. Internes Kontrollsystem Die verwendeten Risikofrüherkennungssysteme basieren auf dem monatlichen Berichtswesen, das neben einem Finanzreporting (Budget und Ist-Zahlen) die Neugeschäftsaktivitäten sowie Personalkennzahlen der Gesellschaften umfasst. Ferner wird jeweils einmal im Quartal ein Business Review, Forecast oder Budget Meeting durchgeführt, in dem der Vorstand der SYZYGY AG mit der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften die Lage der Gesellschaft, Neugeschäft, Personalthemen und den Ausblick bespricht. In das Finanzreporting ist ein Risikomanagement-System integriert, das quartalsweise wiederkehrend die Risikoidentifikation, Risikokommunikation und -überwachung operativer Risiken sicherstellt. Die Aggregation und Steuerung der Risiken erfolgt auf Ebene der SYZYGY AG bzw. wird von der SYZYGY AG initiiert. Das interne Kontrollsystem wird bei Finanztransaktionen durch Genehmigungsprozesse ergänzt (Vier-Augen-Prinzip) sowie durch Funktionstrennung und Zugriffsregelungen im IT-System unterstützt. Der Quartalsbericht der SYZYGY GROUP unterliegt jeweils nach Aufstellung der Durchsicht und Genehmigung durch den Aufsichtsrat der SYZYGY AG. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung für den Jahresabschluss wie auch für den Konzernabschluss sicherzustellen. Hierbei sind der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der SYZYGY GROUP nach IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzenden Angaben nach § 315e Abs. 1 HGB aufzustellen. Die Zentralabteilung Finanzen der SYZYGY AG steuert die Prozesse zur Aufstellung der Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses sowie zur Aufstellung des Lageberichts der SYZYGY AG und des Konzernlageberichts für die SYZYGY GROUP. Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich auf ihre Auswirkungen auf die Rechnungslegung der SYZYGY GROUP analysiert. Durch ein konzernweites Jahresabschluss-Reporting und einen konzernweit gültigen Finanzkalender wird ein zeitnaher und standardisierter Rechnungslegungsprozess verfolgt. Gemäß § 289 Abs. 4 HGB / § 315 Abs. 4 HGB werden die Rechnungslegungsanforderungen durch die SYZYGY AG in den Tochtergesellschaften u. a. dadurch umgesetzt, dass in der SYZYGY GROUP weitgehend ein einheitliches Buchhaltungssystem mit einem einheitlichen Kontenrahmen verwendet wird. Alle Gesellschaften unterliegen einmal im Quartal einem Review durch die Zentralabteilung Finanzen der SYZYGY AG. Hierbei werden die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften sowie die Prozesse zur Datenaufbereitung analysiert, überprüft und sichergestellt. Ferner nehmen die Beschäftigten in den Finanzbereichen an regelmäßigen internen wie auch externen Schulungen teil, um den aktuellen gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. 6. Risikomanagementsystem1 Unter Risiken versteht die SYZYGY GROUP eine mögliche negative Abweichung gegenüber den Prognosen bzw. anderen qualitativen und quantitativen Zielen aufgrund künftiger Ereignisse oder Entwicklungen. In Erweiterung dieser Perspektive um Nachhaltigkeitsaspekte umfasst unsere überarbeitete ganzheitliche Risikoidentifikation jetzt auch mögliche negative Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte wie Personalkennzahlen oder Umwelt und Klima. Das Risikomanagement umfasst nach unserer Ansicht alle Maßnahmen eines systematischen und transparenten Umgangs mit Risiken. Aus Sicht des Vorstands der SYZYGY AG liegen aus heutiger Sicht unverändert keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Risikostrategie ist darauf ausgerichtet, den Bestand und das nachhaltige Wachstum des Unternehmens langfristig zu sichern. Wenn das Unternehmen erfolgreich sein soll, setzt das voraus, dass Risiken erkannt und bewertet werden und dass die verantwortlichen Entscheidungsträger diese Risiken bestmöglich steuern. Bestandsgefährdende Risiken sind grundsätzlich zu vermeiden. In der Risk Management Guidance hat die SYZYGY GROUP die Grundlagen für die Unternehmensführung und Risikosteuerung definiert. Das Risikomanagementsystem der SYZYGY GROUP wird kontinuierlich weiterentwickelt und ist mit dem Internen Kontrollsystem sowie dem Standardreporting verzahnt. Details zu einzelnen Verantwortlichkeiten im Risikomanagement-Prozess sind in der Risiko-Kontrollmatrix festgehalten. Die verschiedenen Risikomanagement-Instrumente sind so ausgestaltet, dass die Teilprozesse in einen kontinuierlichen Risikomanagement-Kreislauf integriert und alle Risikoverantwortlichen in den Prozess eingebunden sind. Die Risiko-Kontrollmatrix ist strukturiert in die Teilbereiche Finanzen / Umsätze, Marktentwicklungen und Strategie / Personalbezogene Risiken / IT-Risiken sowie sonstige Risiken, in der Umwelt- und Sozialbasierte Risiken eingebunden werden. Die Risiko-Kontrollmatrix wird in einem quartalsweisen Prozess vom Vorstand der Gruppe in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der Einheiten und dem Corporate Controlling analysiert und aktualisiert. Die Verknüpfung mit der Berichterstattung im Controlling und den Einschätzungen der Geschäftsführer ermöglicht es, basierend auf den aktuellen Finanz- und Unternehmensdaten Risiken zu identifizieren und gegebenenfalls Maßnahmen abzuleiten bzw. bisherige Maßnahmen zu bewerten. Die nicht in der monatlich aktualisierten Hochrechnung bzw. in der Budgetplanung berücksichtigten operativen Chancen und Risiken sind Teil der Standardberichterstattung der Geschäftseinheiten. Die regelmäßige Diskussion über Chancen und Risiken in den etablierten Business Reviews zwischen dem Vorstand und den Geschäftsführern trägt wesentlich zur integrierten unterjährigen Geschäftssteuerung und zur Unternehmensplanung bei. Dabei werden die Bandbreiten bei der Kernsteuerungsgröße bezogen auf das aktuelle und das folgende Geschäftsjahr definiert. Mit der regelmäßigen Erhebung und Aktualisierung der Risiken vor Ort stellen wir darüber hinaus sicher, dass das Risikobewusstsein in der Gruppe flächendeckend auf einem hohen Niveau bleibt. Unser internes Kontrollsystem ist darauf ausgerichtet, Risiken in den Geschäftsabläufen zu verringern. Risiken, die erkannt wurden, werden einheitlich auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen, gemessen an der Kernsteuerungsgröße bewertet. Die wesentlichen Einzelrisiken bündeln wir in definierten Risikokategorien, welche in die folgenden Risikoklassen eingestuft werden: „bestandsgefährdend“, „hoch“, „mittel“ oder „gering“. Mögliche negative Auswirkungen unseres eigenen Handelns auf nichtfinanzielle Aspekte wie Umwelt und Klima werden unter Berücksichtigung der gesetzten Nachhaltigkeitsziele der SYZYGY GROUP bewertet. Die für die SYZYGY GROUP relevanten Risiken wurden in folgende Kategorien gegliedert: Finanzwirtschaftliche Risiken Risiken aus operativer Tätigkeit Personalspezifische Risiken IT-spezifische Risiken Umwelt- und gesellschaftsbezogene Risiken Aus der Befassung mit dem internen Kontroll und Risikomanagement sind dem Vorstand keine Umstände bekannt, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Systeme sprechen. 7. Risiken und Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung Die Brutto-Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der SYZYGY AG stehen in engem wirtschaftlichem Zusammenhang mit den operativ tätigen Konzerngesellschaften. Daher bezieht sich der Chancen- und Risikobericht vorrangig auf den SYZYGY Konzern. In Bezug auf die Geschäftsfelder und -entwicklung der SYZYGY GROUP werden die allgemeinen Risiken der Konjunktur der Werbewirtschaft in den für SYZYGY relevanten Märkten sowie insbesondere die technologische Dynamik der Märkte für Internetdienstleistungen betrachtet. Die Kriegshandlungen in der Ukraine und die damit einhergehenden Risiken für die Weltwirtschaft, die Konjunktur und Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise hatten in 2022 nur geringen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der SYZYGY GROUP. Trotzdem führen diese externen Einflussfaktoren zu Unsicherheit der Wirtschaftsteilnehmer und sind nicht abschließend abschätzbar. Die SYZYGY GROUP hat nur geringe Geschäftsbeziehungen mit Dienstleister:innen aus den Krisengebieten. Die COVID-19-Pandemie hat sich rückwirkend nicht stark ausgewirkt und ist daher zukünftig weder als relevantes Risiko noch als Chance zu bewerten. Letztlich hat die Pandemie den Trend zur Digitalisierung beschleunigt und damit zukünftige Chancen eröffnet. Insgesamt überwiegen hieraus die Chancen. Durch den Vorstand der SYZYGY AG werden Risiken kontinuierlich überwacht, um negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage frühzeitig entgegenwirken zu können. Die Risikoeinschätzung bezieht sich hierbei sowohl auf den Umfang einer möglichen Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage als auch auf die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Risikofaktor Auswirkungen haben kann. Genauso wichtig ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Ein funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist daher ein wichtiges Element einer nachhaltigen Unternehmensführung. Auf Grundlage der gegenwärtig verfügbaren Informationen sind keine Risiken wahrscheinlich, die den Fortbestand der SYZYGY AG und ihrer Tochtergesellschaften gefährden würden. Die Risiken wurden brutto beurteilt, das heißt ohne Berücksichtigung von Gegenmaßnahmen. 7.1 Wesentliche Einzelrisiken Risiken durch den Krieg in der Ukraine Die weiteren Auswirkungen der Kriegshandlungen in der Ukraine können nicht abschließend bewertet werden. Insgesamt kam es zu einer Schwächung der weltweiten Konjunktur und einer beschleunigten Inflation durch zusätzlich steigende Energie- und Rohstoffpreise. Diese Effekte werden auch in 2023 fortbestehen und damit das weltweite Wirtschaftswachstum weiterhin dämpfen. Die SYZYGY GROUP betreut keine Kunden in den Krisengebieten. Allerdings arbeitet die SYZYGY GROUP in geringem Umfang mit Unternehmen aus der Ukraine zusammen, die in einzelnen Projekten als Dienstleister genutzt werden, primär im Bereich der Software-Entwicklung. Diese Leistungsbeziehungen könnten durch den Krieg nachhaltig gestört werden. Der Umfang dieser Leistungsbeziehungen ist sehr gering und kann gegebenenfalls durch andere Dienstleister außerhalb des Krisengebiets kompensiert werden. Ein Übergreifen der Kriegshandlungen auf weitere Länder kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die SYZYGY GROUP ist mit einer Gesellschaft in Polen tätig, die rund 8 Prozent der Umsatzerlöse und des Ertrags zum Konzernergebnis beiträgt. Für die SYZYGY AG könnte daraus eine geringere Gewinnausschüttung resultieren. Das Risiko wesentlicher Leistungsstörungen oder wesentlicher Auswirkungen auf das Geschäft in Polen wird allerdings zurzeit als gering eingestuft. Operative Risiken Rund 45 Prozent des Umsatzes der SYZYGY GROUP werden durch das Geschäft mit den zehn größten Kunden generiert. Die Konzentration auf die zehn größten Kunden hat sich nicht verändert. Auf die Top 3 Kunden entfallen mit 19 Prozent der Gesamtumsätze ein etwas erhöhter Anteil gegenüber dem Vorjahr mit 18 Prozent, und der größte Einzelkunde macht weiterhin 7 Prozent der Konzernumsätze aus. Die Umsätze von SYZYGY sind nicht durch lange Vertragslaufzeiten abgesichert. Umsätze werden in der Regel auf Grundlage von Einzelverträgen mit einem begrenzten zeitlichen Umfang erwirtschaftet. Alle Planungen, die sich auf die Entwicklung des Umsatzes beziehen, beinhalten deshalb zwangsläufig eine große Unsicherheit. Einem erheblichen Teil der Umsätze liegen feste Preisvereinbarungen zugrunde. Ungefähr 40 Prozent der Verträge mit Kunden der SYZYGY-Einheiten basieren auf Festpreis-Projekten, während ein Anteil von rund 60 Prozent der Umsatzerlöse auf Verträgen für Maintenance-Projekte basiert, die nach Aufwand abgerechnet werden. Nicht vorhersehbare Verluste sind daher möglich, wenn die kalkulierten Projektkosten unerwartet überschritten werden. SYZYGY übernimmt darüber hinaus projektbezogen die gängigen Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen. Dies kann zu Folgekosten in den Projekten führen. Die von SYZYGY erbrachten Dienstleistungen besitzen eine Öffentlichkeitswirkung. Daher kann ein breitenwirksamer Imageschaden entstehen, wenn es bei einer Projektabwicklung zu Qualitätsmängeln in der Ausführung kommt. Ein solcher Imageschaden kann die weitere Geschäftsentwicklung spürbar negativ beeinflussen. Aufgrund sehr stabiler und langjähriger Beziehungen mit Kunden, insbesondere bei den Top 10-Kunden, wird das Risiko als gering angesehen. Mit drei der Top 10-Kunden arbeitet die SYZYGY GROUP schon mehr als 15 Jahre zusammen, mit sechs weiteren schon mehr als 5 Jahre. Anlagerisiken Vorhandene Liquiditätsreserven werden bei der SYZYGY AG aktiv durch den Finanzvorstand gemanagt. Die Anlagestrategie der liquiden Mittel ist grundsätzlich auf eine langfristige Ertragsentwicklung ausgerichtet. Dabei werden die liquiden Mittel risikodiversifiziert in Unternehmensanleihen und anderen festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Grundsätzlich bestehen bei festverzinslichen Wertpapieren Währungs- und Ausfallrisiken. Ein Anstieg der langfristigen Zinsen wirkt sich grundsätzlich negativ, ein Rückgang der Zinsen positiv auf die Kursentwicklung der Wertpapiere aus. SYZYGY reduziert die Ausfallrisiken durch eine diversifizierte Anlage in Titeln mit guter Bonität. Das Risiko einer signifikanten Belastung des Finanzergebnisses wird insgesamt als gering eingestuft, zumal der Umfang der Wertpapiere nur noch einen geringen Umfang im Verhältnis zum Gesamtvermögen ausweist. Konjunkturelle Risiken Die grundsätzliche Bereitschaft von Unternehmen, in Werbe- und Marketingmaßnahmen zu investieren, kann von der allgemeinen konjunkturellen Lage beeinflusst werden. Ein Nachlassen der Konjunktur kann für SYZYGY daher zu einem verminderten Auftragsvolumen und damit zu entsprechenden Umsatzeinbußen führen. Gegebenenfalls notwendige Kapazitätsanpassungen entfalten ihre Wirkung zeitverzögert und können Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen zur Folge haben. Das Risiko wird aufgrund der Kriegshandlungen und einer nachfolgenden Krise als hoch eingestuft. Währungsrisiken SYZYGY erzielt rund ein Fünftel der Umsatzerlöse in anderen Währungen als dem Euro. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfundes, des US-Dollars sowie des Polnischen Zloty gegenüber dem Euro können die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss, je nach Kursentwicklung, im Vergleich zur Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Dennoch schließt SYZYGY keine Kurssicherungsgeschäfte ab, weil den Erlösen auf den jeweiligen Märkten auch Kosten in der korrespondierenden Währung gegenüberstehen. Daher besteht für SYZYGY ein Währungsrisiko lediglich in Höhe des Jahresüberschusses der jeweiligen Landesgesellschaft (sog. Translationsrisiko). Die SYZYGY AG hält einen Teil ihrer Vermögenswerte in fremden Währungen, insbesondere Vermögenswerte ausländischer Tochtergesellschaften. SYZYGY schließt auch hier keine direkt zuordenbaren Kurssicherungsgeschäfte ab, weil die Risiken für die Ertragslage der SYZYGY AG aus den Fremdwährungsposten aufgrund deren Umfangs als gering eingestuft werden. Das Risiko durch Währungsschwankungen wird insgesamt als gering eingestuft. Personelle Risiken Die Leistungsfähigkeit des Konzerns beruht im Dienstleistungsgeschäft maßgeblich auf der Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeitenden. Einzelnen Personen kommt hierbei aufgrund ihrer hohen Qualifikation eine große Bedeutung zu. Sollte es nicht gelingen, diese beschäftigten Personen im Unternehmen zu halten bzw. fortlaufend neue und hoch qualifizierte Mitarbeitende an das Unternehmen zu binden, kann der Erfolg von SYZYGY darunter leiden. Das Risiko wird als gering eingestuft. Risiken aus Akquisitionen Unternehmensakquisitionen waren und sind ein Teil der Wachstumspolitik von SYZYGY. Der wirtschaftliche Erfolg von Übernahmen ist davon abhängig, wie gut die erworbene Unternehmung in die bestehende Struktur eingegliedert werden kann und wie es gelingt, die angestrebten Synergieeffekte tatsächlich zu erzielen. Sollten die Bemühungen einer erfolgreichen Integration misslingen, so kann sich der Wert des übernommenen Unternehmens deutlich verringern. Dies könnte einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf bzw. Wertminderungsbedarf auf Beteiligungsbuchwerte ergeben, die im Rahmen des Unternehmenserwerbs auf die erworbenen Vermögenswerte bzw. auf erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte gebildet wurden. Das Risiko wird als gering eingestuft. 7.2 Chancen Die SYZYGY GROUP erwartet weiterhin eine steigende Nachfrage nach Beratungs- und Implementierungs-Dienstleistungen rund um die Digitalisierung. Die COVID-19-Pandemie hatte die Dringlichkeit und den Beratungsbedarf verstärkt. Die Grenzen zwischen digitalem und klassischem Marketing sind heute fließend und die aggregierte Nutzung digitaler Medien hat die klassischen Medien überholt. Dies wird im täglichen Nutzerverhalten sichtbar, das von der Anwendung digitaler Medien dominiert wird. SYZYGY unterstützt und berät Kunden bei der Transformation von Vertriebs- und Marketingprozessen. In diesem Markt ist die SYZYGY GROUP seit über 25 Jahren mit diesen Aufgabenstellungen beschäftigt und kennt die Bedürfnisse und Anforderungen sehr gut. Die SYZYGY GROUP gehört zu den führenden Digital-Dienstleistern in Deutschland und Großbritannien und arbeitet seit Jahrzehnten erfolgreich für große internationale Marken. Mit ausgezeichneter Strategieberatung, die stets die Basis für erfolgreiches Arbeiten ist, helfen wir Marketingentscheidern die richtigen Fragen zu stellen, Aufgaben zu definieren und Lösungen zu erarbeiten. Auf dieser Basis kann SYZYGY dank hoher technologischer Kompetenz und ausgezeichneter Kreation digitale Produkte entwickeln, die Firmen erfolgreich machen und Konsumenten begeistern. SYZYGY ist führend in der Aktivierung von Kampagnen und digitalen Produkten. Damit kann SYZYGY ihre Kunden ganzheitlich und umfassend betreuen und Marketingentscheidern als erfahrener Partner von der Strategie über das Produkt bis zur Aktivierung zur Seite stehen. 8. Übernahmerelevante Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB mit Erläuterungen • Das Grundkapital der SYZYGY AG beträgt EUR 13.500.026 und ist eingeteilt in 13.500.026 nennwertlose Stammaktien, die auf den Inhaber lauten. Unterschiedliche Aktiengattungen wurden nicht gebildet. • Die SYZYGY-Aktien sind nicht vinkuliert. Der SYZYGY AG sind keine Beschränkungen in Bezug auf die Ausübung der Stimmrechte oder in Bezug auf die Übertragung von SYZYGY-Aktien bekannt. • Die WPP Gruppe hält die Mehrheit der Anteile und ist zum Stichtag mit 50,33 Prozent an der SYZYGY AG beteiligt. • Keine der ausgegebenen Aktien der SYZYGY AG sind mit Sonderrechten ausgestattet. • Eine Stimmrechtskontrolle für am Kapital beteiligte Beschäftigte wird von der SYZYGY AG nicht vorgenommen. • Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach § 84 AktG. Die Satzung der SYZYGY AG sieht darüber hinaus vor, dass der Vorstand aus mindestens zwei Personen besteht. Änderungen der Satzung obliegen nach § 119 AktG der Hauptversammlung. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat gemäß der Satzung i. V. m. § 179 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. • Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Oktober 2020 ist der Vorstand berechtigt, innerhalb von 5 Jahren eigene Aktien bis zu einem Gesamtbestand von insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals über die Börse oder über ein an alle Aktionär:innen gerichtetes öffentliches Kaufangebot zurückzukaufen. • Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 27. Mai 2026 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 6.750.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Das noch ausstehende genehmigte Kapital zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 6.750.000,00. • Wesentliche Vereinbarungen der SYZYGY AG, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels stehen, sind nicht vorhanden. • Für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit Mitgliedern des Vorstands oder Beschäftigten keine Entschädigungsvereinbarungen getroffen worden. Allerdings können Inhaber von Phantom Stocks innerhalb von 6 Wochen nach Beendigung des Übernahmeangebots ihre Phantom Stocks zu dem dann bestehenden inneren Wert oder einem Mindestpreis von EUR 1,00 – je Phantom Stock ausüben. 9. Erklärung des Vorstands zu § 312 AktG Die WPP plc hält seit November 2015 die Mehrheit der Anteile an der SYZYGY AG und ist daher herrschendes Unternehmen i. S. v. § 17 Abs. 2 AktG. SYZYGY ist daher zur Erstellung eines Abhängigkeitsberichts gemäß § 312 AktG verpflichtet. Die SYZYGY AG hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden. 10. Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB i.V.m § 289f HGB Vorstand und Aufsichtsrat haben am 26. Oktober 2022 eine aktualisierte Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und veröffentlicht. Ferner wird im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben. Beide Erklärungen können auf unserer Unternehmenswebsite im Bereich „Corporate Governance“ eingesehen werden, die über https://syzygy-group.net/Corporate-Governance/ erreichbar ist. 11. Nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315c HGB2 11.1 Strategie und Management Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist für die SYZYGY GROUP ein wesentliches Grundprinzip der Unternehmensführung sowie Eckpfeiler der Strategie zur kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswertes und zur verantwortungsvollen Zukunftsgestaltung. Die Leistungen der SYZYGY GROUP sollen nicht nur für Kunden, Mitarbeitenden und Stakeholder von Nutzen sein, sondern auch eine positive gesellschaftliche und ökologische Wirkung entfalten. SYZYGY ist davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit entscheidend für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist. Im Folgenden berichtet die SYZYGY GROUP gemäß der CSR-Berichterstattungsgesetzgebung über Nachhaltigkeitsthemen, die für ein besseres Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Umfelds und der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens förderlich sind. SYZYGY verweist gemäß § 315b Abs. 1 Satz 3 HGB zu einzelnen Aspekten auf die an anderer Stelle des Konzernlageberichts enthaltenen nichtfinanziellen Informationen. Diese nichtfinanzielle Berichterstattung orientiert sich an dem international anerkannten Leitfaden der Global Reporting Initiative (GRI), den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen sowie den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, die zugleich Maßstab für die Beurteilung der Relevanz der Maßnahmen sind. Die dafür relevanten Daten werden quartalsweise im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses der WPP Gruppe erhoben. In diesem Rahmen erhebt die SYZYGY GROUP gruppenweit speziell definierte Daten und liefert entsprechende Daten an die WPP Gruppe. Darüber hinaus erfüllt SYZYGY die Anforderungen des Kapitalmarktes. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung informiert über nichtfinanzielle Themen des Geschäftsjahres 2022 und wurde vom Aufsichtsrat der SYZYGY AG gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft und gebilligt. Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell der SYZYGY GROUP im Sinne des § 315c Abs. 1 in Verbindung mit § 289c Abs. 1 HGB ist in diesem Konzernlagebericht im Abschnitt 2 beschrieben. Nachhaltigkeitsrisiken Ein verbindendes Werteverständnis und einheitliche ethische Standards bei Kunden, Mitarbeitenden, Zulieferer:innen, Management und Investor:innen sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen schützen die Reputation der SYZYGY GROUP. Dadurch werden Kosten sowie finanzielle, rechtliche und operative Risiken reduziert. Das Image der SYZYGY GROUP wird zudem durch die Unterstützung gemeinnütziger Zwecke positiv beeinflusst. Ein funktionierendes Risiko- und Chancenmanagementsystem ist daher ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensführung. Die Identifikation und Bewertung potenzieller nichtfinanzieller Risiken erfolgt auf Konzernebene im Rahmen des bestehenden Risikomanagements. Mögliche Nachhaltigkeitsrisiken werden quartalsweise durch das Controlling identifiziert und bei Bedarf ergänzt. Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen nichtfinanziellen Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit, den Beziehungen zu Kunden und den Dienstleistungen identifiziert, die voraussichtlich negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte oder die Geschäftstätigkeit der SYZYGY GROUP haben oder haben werden. Über unsere Chancen und Risiken berichten wir in Abschnitt 5 dieses Konzernlageberichts. Wesentlichkeit Nachhaltigkeitsaspekte haben eine hohe Relevanz für unsere Geschäftstätigkeit. Es ist eine zunehmende Sensibilität für Nachhaltigkeitsthemen zu beobachten, daher werden die Themen hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Unternehmen, für Umwelt und Gesellschaft, aber auch für unsere Stakeholder bewertet. Zudem ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ein zunehmender Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte zu beobachten. Darüber hinaus nehmen die Themen Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und Diversität einen hohen Stellenwert bei der Bewertung der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte ein. Wesentlichkeitsanalyse Ziel der nichtfinanziellen Konzernerklärung ist die transparente Kommunikation der wesentlichen und relevanten nichtfinanziellen Aspekte gegenüber unseren Stakeholdern. Im Berichtsjahr 2022 beschränken sich die wesentlichen Themen auf die Wesentlichkeitsdefinition des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG) in Verbindung mit den §§ 289b bis 289e HGB. Diese sind relevant für den Geschäftsprozess und das Geschäftsergebnis sowie für die Geschäftstätigkeit mit Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte. Umweltbelange Klimaschutz Abfallwirtschaft Belange der Mitarbeitenden Diversität und Inklusion Arbeitsbedingungen Entwicklung der Mitarbeitenden Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz Sozialbelange Beziehungen zu Kunden Gesellschaftliches Engagement Menschenrechte Bekämpfung von Korruption und Bestechung Compliance Datensicherheit Nachhaltigkeitsziele Responsibility, Togetherness und Innovation sind die drei Unternehmenswerte, die die SYZYGY GROUP auszeichnen, die Mitarbeitenden zusammenhalten, die tägliche Arbeit prägen und als Kompass für Entscheidungen und Handlungen dienen. Verantwortung zu übernehmen bedeutet für die Gruppe insbesondere, für die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten und Entscheidungen auf die verschiedenen Aspekte ihres Umfelds, wie ihre Mitarbeitenden, Kunden, Liefernden, die Gesellschaft und die Umwelt, verantwortlich zu sein. Dies bedeutet, dass die Gruppe ethische Standards einhält, Gesetze und Vorschriften befolgt und sich für die Gesellschaft und die Umwelt engagiert. Darüber hinaus werden langfristige Ziele und die Auswirkungen von Entscheidungen auf die Zukunft berücksichtigt und transparent kommuniziert. Dazu gehört auch die Verpflichtung, Umweltstandards einzuhalten und sich für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Die SYZYGY GROUP richtet ihre Handlungsfelder, Ziele und Tätigkeiten auf eine nachhaltige Entwicklung aus, die aus der Wesentlichkeitsanalyse abgeleitet wurden. Richtungsgeber sind dabei drei der Sustainable Development Goals (SDGs). Die aktuellen globalen Ziele der Vereinten Nationen (UN) für eine nachhaltige Entwicklung: Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13) Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5) Hochwertige Bildung (SDG 4) Für ein besseres Klima Der Klimawandel hat weitreichende Auswirkungen auf unsere Welt und beeinflusst sowohl die Wirtschaft als auch den Alltag jedes Einzelnen. Digitalisierung und Green IT sind dabei wichtige Treiber für eine klimafreundlichere Wirtschaft und Gesellschaft. Auch die SYZYGY GROUP arbeitet daran, ihre eigenen Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren und zu kompensieren und ist bestrebt, digitale, klimapositive Systeme zu entwickeln. Für mehr Chancengleichheit Chancengleichheit ist ein grundlegendes Menschenrecht und eine notwendige Basis für eine friedliche und nachhaltige Welt. SYZYGY bietet allen Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich zu entwickeln und ihre Fähigkeiten und Talente einzusetzen und setzt sich für eine gleichberechtigte Teilhabe aller Kolleg:innen ein. Dies beinhaltet die Gleichstellung in Bezug auf gleiche Bezahlung und Entwicklungsmöglichkeiten sowie die Förderung von Vielfalt und Inklusion im Arbeitsumfeld. Für mehr Bildung Die Welt entwickelt sich rasant, innovative Technologien und verändertes Nutzer:innenverhalten erfordern die Weiterentwicklung interner Kompetenzen. Umso wichtiger ist es, dass SYZYGY seine Mitarbeitenden dabei unterstützt, sich ständig weiterzubilden - fachlich, aber auch persönlich. Der Zugang zu inklusiver Bildung für alle Kolleg:innen ist ein wichtiger Baustein, damit sie ihr Potenzial voll entfalten und von Gleichberechtigung und Chancengleichheit profitieren können. Darüber hinaus ist die Motivation der SYZYGY GROUP die Möglichkeit, durch Wissen und Fähigkeiten einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Nachhaltigkeitsmanagement Im Vorstand der SYZYGY AG ist der Chief Financial Officer (CFO) Erwin Greiner für das Thema Nachhaltigkeit verantwortlich. Gemeinsam mit dem Vorstand und dem Nachhaltigkeitsteam legt er die Strategie fest. Der Bereich Finance überwacht die Ergebnisse und Fortschritte in den Bereichen Umwelt, Mitarbeitende und Soziales anhand von Kennzahlen, die quartalsweise innerhalb der SYZYGY GROUP und der WPP Group erhoben werden, und steht den Tochtergesellschaften in allen Nachhaltigkeitsfragen zur Verfügung. Darüber hinaus ist hier auch der Verantwortungsbereich Compliance und Datensicherheit angesiedelt. Vorstand und Aufsichtsrat prüfen die Fortschritte und Ergebnisse des Nachhaltigkeitsmanagements, die in der nichtfinanziellen Berichterstattung veröffentlicht werden. 11.2 Umweltbelange Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein wichtiges Ziel, wenn auch für einen Dienstleister im Vergleich zu produzierenden Unternehmen von untergeordneter Bedeutung. Klimastrategie Die Folgen des Klimawandels erstrecken sich weit über unsere Welt und beeinflussen sowohl die Wirtschaft als auch den Alltag jedes Individuums. Um eine klimafreundlichere Gesellschaft und Wirtschaft zu erreichen, sind Digitalisierung und Green IT bedeutende Faktoren. Die SYZYGY GROUP leistet ihren Beitrag, indem sie ihre Emissionen ermittelt, Vermeidungs- und Reduktionspotenziale erkennt, Reduktionsziele festlegt sowie entsprechende Maßnahmen und Initiativen entwickelt und fördert. Zudem setzt jede operative Einheit eigenständig Umweltschutzmaßnahmen um, um die gruppenweiten Ziele zu unterstützen und SYZYGY zu einem klimafreundlichen Konzern zu machen und einen effizienten Umgang mit Ressourcen zu gewährleisten. Transparenz zu Treibhausemissionen Der Corporate Carbon Footprint (CCF) der SYZYGY AG wurde in Zusammenarbeit mit ClimatePartner für das Jahr 2021 und 2022 berechnet. Dabei wurden die CO₂-Emissionen der einzelnen Standorte und Tochtergesellschaften in Bad Homburg, Berlin, Frankfurt, Hamburg, London, München, New York und Warschau zusammengefasst. Die Ergebnisse für das Jahr 2021 wurden nochmals verifiziert und auf das Basisjahr 2021 korrigiert, womit eine Grundlage für konkrete Maßnahmen geschaffen wurde. Die Berechnung des CCF erfolgte nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard (GHG Protocol) und berücksichtigt dabei Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionsquellen. Die Erfassung und Berichterstattung von Scope 3-Emissionen im GHG-Protokoll ist optional, aber zugleich ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz und Verantwortung. Dies hilft der SYZYYG GROUP, ihr Bewusstsein für Umwelt- und Klimafragen zu stärken, indem sie den ökologischen Fußabdruck ihrer Aktivitäten erfasst und analysiert. Durch die Ermittlung des CCF wurden Vermeidungs- und Reduktionspotenziale aufgezeigt, die in Reduktionsziele münden. Daraufhin wurden verschiedene Maßnahmen und Initiativen entwickelt, um die Erreichung dieser Ziele sicherzustellen. größten Einsparpotenziale von Emissionen Reduktionsziele (Maßnahmen & Initiativen) Scope 1 Unternehmenseigener Fuhrpark (Firmenfahrzeuge) Reduzierung der Fahrzeugflottenemissionen durch Elektrifizierung der Fahrzeugflotte bis 2025 (Klimaneutralität in Scope 1) Scope 2 Zugekaufte Energie wie Strom und Heizung (Energiebedarf von Gebäuden) Nutzung erneuerbarer Energien (seit 2021 Klimaneutralität in Scope 2) Reduktion der Gebäudeemissionen durch Förderung von nachhaltigen Verhaltensweisen in den täglichen Aktivitäten der Mitarbeitenden Scope3 Anfahrt Mitarbeitende Reduktion der CO₂-Emissionen beim Arbeitsweg durch Förderung der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad oder E-Bike sowie der Homeoffice-Tätigkeit Eingekaufte elektronische Geräte Reduktion von CO₂-Emissionen durch lange Nutzungsintervalle für elektronische Geräte Geschäftsreisen Reduktion von CO₂-Emissionen durch Geschäftsreisen verstärkte Nutzung der Bahn und Videokonferenzen Flugmeilen im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 50 % zu reduzieren durch Nutzung von Bahn und Videokonferenzen Die SYZYGY GROUP hat Maßnahmen ergriffen, um die Kohlenstoffdioxidemissionen zu senken, und somit ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Im Jahr 2022 erhöhte sich die Gesamtmenge an CO₂-Emissionen aufgrund eines Anstiegs der Mitarbeitendenzahl um 12 Prozent auf 1.003 Tonnen CO₂e (Vorjahr: 914 Tonnen CO₂). Werden diese pro Mitarbeitenden betrachtet, so beliefen sich diese auf 1,74 Tonnen CO₂e (Vorjahr: 1,77 Tonnen CO₂) und konnten im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent reduziert werden. CO₂ (in Tonnen) 2022 2021 Veränd. CO₂-Ausstoß in Tonnen pro Kopf – gesamt 1,74 1,77 -1,7% Abs. CO2-Ausstoß in Tonnen – gesamt 1.003,27 913,67 +9,8% * GHG-Protokoll Reduzierung der Scope 1 Emissionen Firmenfahrzeuge Durch die Umstellung der Firmenfahrzeuge auf Elektro- und Hybridfahrzeuge wird die SYZYGY GROUP ihre Emissionen weiter reduzieren. Ziel ist es, bis 2025 ausschließlich Elektrofahrzeuge einzusetzen. Die Scope-1-Emissionen belaufen sich in 2022 auf 49,35 t CO₂e (Reduktion von 48 Prozent), wovon 48,47 t CO₂e auf die Emissionen der Fahrzeugflotte entfallen, die durch die Umstellung auf Elektrofahrzeuge um 49 Prozent reduziert wurden. Direkte klimarelevante Emissionen (Scope 1) In Scope 1 sind alle Emissionen enthalten, die direkt durch die Firmenfahrzeuge und eigenerzeugte Wärme verursacht werden. CO₂ (in Tonnen) 2022 2021 Veränd. CO2-Emission (Scope 1) in tCO2eq – market-based 49,35 94,74 -48% * GHG-Protokoll Reduzierung der Scope 2 Emissionen Wärme und Strom Durch die Reduzierung der Gesamtzahl der Büros innerhalb der SYZYGY GROUP konnte der Strom- und Wärmeverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent gesenkt werden. Der Hauptsitz der SYZYGY GROUP in Bad Homburg v.d.H. trägt zur Reduzierung klimarelevanter Emissionen bei, indem er dem GreenBuilding-Standard und dem internationalen Standard LEED in Gold entspricht und hohe ökologische Standards erfüllt. Auch wenn die SYZYGY GROUP keine direkten Maßnahmen zur Gebäude-Energieeffizienz in den einzelnen Tochtergesellschaften ergreifen kann, da sie nicht Eigentümer der Gebäude ist, in denen sie ihre Tätigkeiten ausübt, will sie durch ihre Maßnahmen und Ziele nach ihren Möglichkeiten alles unternehmen, um nachhaltige Verhaltensweisen im Unternehmen zu integrieren. Im Jahr 2022 wurden neue Ökostrom-Lieferverträge unterzeichnet, die es SYZYGY ermöglichen, das Ziel von 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien an allen nationalen Standorten zu erreichen. Aufgrund von Renewable Energy Certificate (RECs), die über die WPP Gruppe bezogen werden, ist SYZYGY auch an allen internationalen Standorten seit 2020 treibhausgasneutral bei den Strom-CO₂-Emissionen (in Scope 2). Indirekte klimarelevante Emissionen (Scope 2) Scope 2 erfasst Emissionen, die durch zugekaufte Energie wie Strom und Fernwärme entstehen. CO₂ (in Tonnen) 2022 2021 Veränd. CO2-Emission (Scope 2) in tCO2eq, Grüner Strom, Strom aus erneuerbaren Quellen – market-based 0 0 0% CO2-Emission (Scope 2) in tCO2eq – Heizung und Dampf 109,40 132,36 -17% CO2-Emission (Scope 2) in tCO2eq – eingekaufter Strom für Eigenbedarf (Fuhrpark) 3,35 0,69 n.a. * GHG-Protokoll Energierverbrauch (in kWh) 2022 2021 Veränd. Heizung 565.111 689.102 -18% Strom 669.141 795.030 -16% Im Jahr 2022 betrugen die CO₂-Emissionen pro Kopf (Scope 1 und 2) 0,28 Tonnen CO₂e, eine Reduktion um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (0,44 t CO₂e). CO₂ (in Tonnen) 2022 2021 Veränd. CO₂-Emissionen (Scope 1 + 2) in Tonnen pro Kopf – gesamt 0,28 0,44 -36% Abs. CO2-Emissionen (Scope 1 + 2) in Tonnen – gesamt 162,10 227,79 -29% * GHG-Protokoll Reduzierung der Scope 3 Emissionen Die Lieferkette der SYZYGY GROUP steht für 84 Prozent der gesamten Emissionen in Scope 3 mit 841 Tonnen CO₂eq-Emissionen (pro Mitarbeitenden: 1,5 t CO₂e). Ziel ist es, diese massiv zu senken anhand von Maßnahmen und Initiativen im Bereich des Pendelverkehrs und Homeoffice der Mitarbeitenden, Nutzung von elektronischen Geräten sowie der Geschäftsreisen. Die Datenerfassung ist bei Scope 3-Emissionen besonders schwierig, da sie sich der direkten Kontrolle von SYZYGY entzieht. SYZYGY arbeitet daran, die Datenerfassung und -qualität zu verbessern. Anfahrt Mitarbeitende Die CO2-Emissionen aus Mitarbeitermobilität zu reduzieren, besteht darin, den öffentlichen Nahverkehr zu fördern. Dies unterstützt SYZYGY mit finanziellen Zuschüssen zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und fördert eine Kultur der Nachhaltigkeit, indem sie Anreize schafft, auf alternative Transportmöglichkeiten wie Fahrräder oder Elektro-Fahrräder umzusteigen. Ein weiterer Ansatz ist die Förderung von Homeoffice und anderen flexiblen Arrangements, die den Bedarf an Pendelzeiten reduzieren. SYZYGY führte eine Umfrage durch, um die CO2-Emissionen im Bereich des Pendelverkehrs der Mitarbeitenden zu ermitteln. Diese bezifferten sich auf 423 Tonnen CO₂e-Emissionen (pro Mitarbeitenden: 0,7 t CO₂e). Es wurden die verwendeten Verkehrsmittel, die zurückgelegte Distanz, die Anzahl der Monate im zu bilanzierenden Jahr, die Anzahl der Tage pro Woche, die durchschnittlich gearbeitet werden, sowie der Homeoffice Anteil als Datengrundlage herangezogen. Eingekaufte elektronische Geräte Elektronische Geräte mit einem langen Nutzungsintervall tragen dazu bei, Emissionen zu reduzieren. Sie werden nur im Jahr der Anschaffung in die CO₂-Bilanz aufgenommen. Dies bedeutet, dass jedes Jahr, in dem die Geräte wiederholt verwendet werden, die Menge an Emissionen, die von den Geräten produziert werden, nicht bilanziert werden. Daher wählt SYZYGY lange Nutzungsintervalle von etwa 4 Jahren, um den Energie- und Ressourcenverbrauch zu minimieren und somit die Gesamtemissionen zu reduzieren. In 2022 entfielen auf eingekaufte elektronische Geräte CO₂-Emissionen von 156 Tonnen (pro Mitarbeitenden: 0,3 t CO₂e). Geschäftsreisen Die SYZYGY GROUP ist bestrebt, die Umweltbelastung durch Geschäftsreisen (gesamt: 146 t CO₂e/ pro Mitarbeitenden: 0,3 t CO₂e) zu reduzieren und hat sich das Ziel gesetzt, bis 2022 die Flugmeilen im Vergleich zum Basisjahr 2019 (1.121.389 Meilen) um 50 Prozent zu senken. Um dies zu erreichen, fördert das Unternehmen die Nutzung von Bahn und Videokonferenzen, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Die SYZYGY GROUP hat durch pandemiebedingte Mobilitätseinschränkungen im Vergleich zu 2019 ihre Flugmeilen um 68 Prozent reduziert. Dadurch wurde die Zielvorgabe, die geschäftlichen Flugmeilen bis 2022 um 50 Prozent zu senken, erfolgreich erfüllt. Allerdings stiegen die Emissionen des Flugverkehrs im Jahr 2022 durch den Wegfall der Mobilitätseinschränkungen um 85 Prozent an und belaufen sich auf 112,4 t CO2e, was einer pro Kopf Emission von 0,2t CO2e entspricht. Die SYZYGY GROUP ist dazu verpflichtet, Flugreisen zu minimieren und sie nur dann zu nutzen, wenn es dienstlich erforderlich ist, oder wenn sie die Dauer der Reise erheblich verkürzt. Auch sollen Flüge grundsätzlich vermieden werden, wenn es nicht unbedingt nötig ist und die Angelegenheiten per Videokonferenz erledigt werden können. indirekte klimarelevante Emissionen (Scope 3) Scope 3 umfasst alle Emissionen wie Pendelverkehr der Mitarbeitenden, Geschäftsreisen, Einkauf von IT-Equipment, externe Rechenzentren oder Büropapier. Zu den Emissionen aus Geschäftsreisen gehörten Emissionen aus Flugreisen, Bahnreisen oder Hotelaufenthalten. CO₂ (in Tonnen) 2022 2021 Veränd. CO₂-Emissionen (Scope 3), aus Pendelverkehr der Mitarbeitenden) in tCO2eq 422,88 340,29 +24% CO₂-Emissionen (Scope 3), aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen) in tCO2eq 157,67 150,24 5% CO₂-Emissionen (Scope 3), Brennstoff- und energiebezogenen Emissionen) in tCO2eq 107,65 130,10 -17% CO₂-Emissionen (Scope 3), aus Geschäftsreisen) in tCO2eq 145,62 65,25 +123% * GHG-Protokoll Flugreisen Dienstreisen mit dem Flugzeug (in Meilen) CO₂-Emissionen (Scope 3), aus geschäftl. Flugreisen) in tCO2eq 363.524 112,40 212.706 60,59 +71% +85% Einsatz von erneuerbaren und nicht erneuerbaren Materialien Als dienstleistungsorientiertes Unternehmen ist die Menge an Abfall nicht wesentlich. Dennoch ist SYZYGY bestrebt, mit den vorhandenen Ressourcen sorgsam umzugehen, Abfall zu reduzieren und zu recyceln, um eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Geschäftspraktik zu gewährleisten. Die wichtigsten Abfallarten der SYZYGY GROUP sind Elektronik-Schrott und Büroverbrauchsmaterialien wie Papier, Karton, Drucker- und Tonerkartuschen sowie Computer-Equipment. In den Geschäftsprozessen wird zudem auf die Verwendung von Umweltpapier (Recycling, FSC) geachtet und auf Ausdrucke, soweit möglich, verzichtet. Papierverbrauch 2022 2021 Veränd. CO₂-Emissionen (Scope 3), Büropapier) in tCO2eq 0,12 0,27 -56% Reduzierung des Müllverbrauchs und Mülltrennung Auch wenn die Abfallentsorgung bereits sehr gut geregelt ist, hat das Thema für SYZYGY weiterhin eine hohe Umweltrelevanz. Ziel ist es, Abfälle so weit wie möglich zu vermeiden. Abfall (in kg) 2022 2021 Veränd. Mobiltelefone 12 13 -8% Drucker- und Tonerpatronen 39 138 -72% Papier und Pappe 3.475 3.473 0% Computer-Equipment 898 1.070 -16% Gelbe Tonne/Grüner Punkt und Restmüll 6.356 7.265 -13% Der Elektronikschrott wird dem Recycling zugeführt. Um die Abfallmengen im Bereich Mobiltelefone und EDV-Geräte zu reduzieren, wird den Mitarbeitenden der Kauf von Altgeräten über einen Online-Shop angeboten. Alle gängigen Druckerpatronen und Tonerkartuschen werden in den deutschen Gesellschaften in einer Sammelbox der Caritas oder der European Recycling Platform gesammelt und in einem zertifizierten Fachbetrieb aufbereitet und wieder befüllt. So wird die Umwelt entlastet und zusätzlich Geld für Projekte gesammelt, die Menschen in Not unterstützen. Ausgleich von CO₂-Emissionen Die SYZYGY GROUP übernimmt Verantwortung für die von ihr verursachten Emissionen und arbeitet kontinuierlich an deren Reduzierung. Zum Ausgleich der unvermeidbaren Treibhausgasemissionen von 1.100 Tonnen hat die SYZYGY GROUP ihren CO₂-Fußabdruck mit Carbon Credits von KLIM in Höhe von 55.000 EUR kompensiert. Damit unterstützt SYZYGY den Klimaschutz in Deutschland und investiert in die regenerative Landwirtschaft. Regenerative Landwirtschaft (auch Carbon Farming genannt) ist eine Form der Landwirtschaft, die CO₂ im Boden speichert bzw. bindet und diesen regeneriert. Erreicht wird dies durch Maßnahmen, die die Bodengesundheit verbessern und damit die CO₂-Speicherkapazität des Bodens erhöhen und gleichzeitig die Wasserspeicherkapazität und Resilienz gegenüber Klimakatastrophen verbessern. Risiken der Umweltbelange Generell zielt SYZYGY darauf ab, die Energieeffizienz zu erhöhen und den Energieverbrauch zu senken. Einzelne Aspekte, wie z.B. Energiepreissteigerungen, liegen weitgehend außerhalb des Einflussbereichs von SYZYGY und können nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. Die möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Geschäftsbeziehungen werden als gering eingeschätzt. Daher wird in der Gesamtbewertung das Risiko dieser Umweltaspekte als gering eingestuft. Entsprechung mit den Transparenzvorgaben der EU-Taxonomie Die Taxonomie-Verordnung der Europäischen Union (2020/852, EU-Taxonomie oder Taxonomie-Verordnung) und insbesondere ihre delegierten Verordnungen bilden die Grundlage für verschiedene zukünftige und bereits laufende Initiativen der Europäischen Union im Bereich der nachhaltigen Finanzberichterstattung. Gemäß der Taxonomie-Verordnung muss SYZYGY Informationen darüber offenlegen, wie und in welchem Umfang die Aktivitäten mit wirtschaftlichen Tätigkeiten verbunden sind, die gemäß der EU-Gesetzgebung zur Taxonomie als ökologisch nachhaltige wirtschaftliche Tätigkeiten zu klassifizieren sind. Die ersten Taxonomie-Umweltziele „Klimaschutz“ und „Anpassung an den Klimawandel mit Kriterien“ wurden Mitte 2021 im EU-Recht hinterlegt. Seit 2022 müssen berichtspflichtige Unternehmen zusätzlich zur Analyse der Taxonomiefähigkeit auch die Taxonomiekonformität der ausgewiesenen taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten feststellen. Dabei wird überprüft, ob eine Wirtschaftsaktivität einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem der sechs Umweltziele leistet, keinem der Umweltziele signifikant schadet und soziale Mindeststandards erfüllt. Im Geschäftsjahr 2022 sind bei der SYZYGY GROUP keine Umsätze oder wesentlichen Aufwände mit den in den delegierten Rechtsakten für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel genannten Wirtschaftsaktivitäten entstanden. Hinsichtlich der Aktivitäten „6.5 Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen“ und „7.7 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden“ liegt bisher keine ausreichende Dokumentation einer Klimarisikoanalyse vor, sodass diese nicht als taxonomiekonform eingestuft werden können. Die SYZYGY GROUP wird die Erkenntnisse der durchgeführten Analysen zur Vorbereitung und Verbesserung einzelner Berichtsprozesse der Taxonomiekonformität von taxonomiefähigen Aktivitäten für das kommende Berichtsjahr nutzen. Ausweis der Taxonomie-Kennzahlen In der nachfolgenden Übersicht ist der Anteil der taxonomie-fähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten für das Umweltziel „Klimaschutz“ an den Umsatzerlösen, sowie an den Investitionsausgaben und den Betriebsausgaben dargestellt: Umsätze aus taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftstätigkeiten Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") Taxonomiekonformer Umsatz Anteil Jahr N Taxonomiekonformer Umsatz Anteil Jahr N-1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Wirtschaftstätigkeiten Nummer Umsatz Gesamt Anteil Umsatz Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Soziale Mindeststandards 2022 2021 "Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten)" "Kategorie (Übergangstätigkeiten)" A. Taxonomiefähige Tätigkeiten tEUR % % % % % % % J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % % E T A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0% 0% 0% N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A 0% N/A N/A N/A A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 0% Gesamt A1 + A2 0 0 0% B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 70.612 100% Gesamt A + B 70.612 100% Kennzahlen CapEx Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") Taxonomiekonformer CapEx Anteil Jahr N Taxonomiekonformer CapEx Anteil Jahr N-1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Wirtschaftstätigkeiten Nummer CapEx Gesamt Anteil CapEx Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Soziale Mindeststandards 2022 2021 "Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten)" "Kategorie (Übergangstätigkeiten)" A. Taxonomiefähige Tätigkeiten tEUR % % % % % % % J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % % E T A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0% 0% 0% N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A N/A 0% N/A N/A N/A A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen 6.5 283 10% Erwerb von und Eigentum an Gebäuden 7.7 1.778 60% CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 2.061 70% Gesamt A1 + A2 2.061 70% 0% B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 903 30% Gesamt A + B 2.964 100% Kennzahlen OpEx Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") Taxonomiekonformer OpEx Anteil Jahr N Taxonomiekonformer OpEx Anteil Jahr N-1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Wirtschaftstätigkeiten Nummer OpEx Gesamt Anteil OpEx Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser- und Meeresressourcen Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biodiversität Soziale Mindeststandards 2022 2021 "Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten)" "Kategorie (Übergangstätigkeiten)" A. Taxonomiefähige Tätigkeiten tEUR % % % % % % % J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % % E T A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0% 0% 0% N/A N/A N/A N/A 0% A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 0% Gesamt A1 + A2 0 0 0% B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) -447 100% Gesamt A + B -447 100% 11.3 Belange der Mitarbeitenden Die SYZYGY GROUP ist davon überzeugt, dass die Leistungen und Fähigkeiten ihrer Mitarbeitenden der Grundstein für den Unternehmenserfolg sind. SYZYGY schafft ein Arbeitsumfeld, das sich durch Partizipation, Fairness und Vielfalt auszeichnet, und fördert flexible und partizipative Arbeitsmodelle. Darüber hinaus engagiert sich die SYZYGY GROUP für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, was ein wesentlicher Teil des verantwortungsvollen Arbeitgebertums ist. Um die tägliche Arbeit zu prägen und als Kompass für alle Entscheidungen und Handlungen zu dienen, hat das Unternehmen drei Unternehmenswerte definiert: Responsibility, Togetherness und Innovation. Diese Werte werden durch gemeinsame Events und Erlebnisse, Weiterbildungsworkshops und flexible Arbeitsmodelle zum Leben erweckt und die Mitarbeitenden inspiriert und gefördert. Diversität und Inklusion Vielfalt und Chancengleichheit Die SYZYGY GROUP legt großen Wert auf Förderung der bestmöglichen Kultur in ihrem Unternehmen. Diversity, Equality und Inclusion (DE&I) stehen dabei im Mittelpunkt aller Aktivitäten und unterstützt die Chancengleichheit aller Menschen und positioniert sich klar gegen Diskriminierung jeglicher Art. Diversity bedeutet die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt und Individualität. Ziel ist es, die Vielfalt der Mitarbeitenden zu fördern. Die Einzigartigkeit und Unterschiedlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt einen Wert dar. Nur wenn alle Mitarbeitenden ihre Talente entfalten können, entstehen vielfältige neue Ideen und damit nachhaltiger Erfolg. Voraussetzung dafür ist ein Arbeitsumfeld, das frei von Vorurteilen ist und alle Mitarbeitenden gleichbehandelt, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Alter und sexueller Identität. Jede operative Einheit und die SYZYGY Holding legen Wert auf Chancengleichheit und Vielfalt bei der Auswahl und Entwicklung der Mitarbeitenden. Darüber hinaus werden auch flexible Arbeitsmodelle gefördert, um ein konstruktives und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen. SYZYGY führte im vergangenen Jahr eine Umfrage unter allen Mitarbeitenden durch, wie sie die Themen Inklusion, Geschlechtergleichstellung und -gerechtigkeit an ihrem Arbeitsplatz wahrnehmen. Die Mitarbeitenden bestätigten mit einer hohen Zustimmungsquote, dass SYZYGY ein Ort ist, an dem alle Positionen für alle Menschen realistisch erreichbar sind, einen „Safe Space“ bietet, in dem sich alle Menschen gesehen und anerkannt fühlen und die interne als auch externe Kommunikation so gestaltet ist, dass sich alle Menschen angesprochen und verstanden fühlen. Geschlechtervielfalt Die SYZYGY GROUP legt großen Wert auf die Förderung einer Geschlechterparität auf allen Ebenen des Unternehmens. Im Jahr 2022 waren 49 Prozent der Mitarbeitenden weiblich, unverändert zu 2021. Der Anteil der Frauen in Führungspositionen liegt bei 35 Prozent und auf Vorstands- und Aufsichtsratsebene 30 Prozent. Dies zeigt, dass sich das Unternehmen aktiv dafür einsetzt, die Geschlechterparität in allen Bereichen zu fördern und ein inklusives und flexibles Arbeitsumfeld zu schaffen. Geschlechterparität Geschlecht 2022 2021 Veränd. Frauen 49% 49% 0pp Männer 51% 51% 0pp Frauenanteil in Führungspositionen Geschlecht 2022 2021 Veränd. Aufsichtsrat 33% 33% 0pp Vorstand 33% 33% 0pp Mitarbeitende Frauen in Führungspositionen 35% 34% +1pp SYZYGY beschäftigt 0,7 Prozent (Vorjahr: 1,1 Prozent) Menschen mit Einschränkungen oder Behinderungen, denen die SYZYGY GROUP auch in Zukunft eine gleichberechtigte berufliche Perspektive bieten wird. Altersverteilung Die Altersverteilung der Belegschaft ist - mit Blick auf den demografischen Wandel - von besonderer Bedeutung. SYZYGY profitiert von einer gesunden Altersstruktur, die sich durch Erfahrung, Kreativität und Dynamik auszeichnet. 76 Prozent (Vorjahr: 80 Prozent) der Mitarbeitenden sind jünger als 40 Jahre. Altersstruktur 2022 Veränd. 19 Jahre und jünger – – – 20-29 Jahre 35% 40% -5pp 30-39 Jahre 41% 40% +1pp 40-49 Jahre 19% 16% +3pp 50-59 Jahre 4% 4% 0pp Älter als 60 Jahre 1% – +1pp Weitere Angaben zum Diversitätskonzept von Vorstand und Aufsichtsrat beinhaltet die Corporate Governance-Erklärung, auf die im Abschnitt 9 hingewiesen wird. 2022 2021 Kontrollorgane Vorstand Aufsichtsrat Vorstand Aufsichtsrat Unter 30 Jahre 0% 0% 0% 0% 30-50 Jahre 0% 0% 33,3% 0% Über 50 Jahre 100% 100% 66,7% 100% Geschlechtsspezifisches Lohngefälle (Gender Pay Gap) Die SYZYGY GROUP wendet den Grundsatz der Gleichbehandlung an und gewährt Frauen und Männern in vergleichbaren Positionen die gleiche Entlohnung. Sie verfügt über Verfahren, die eine faire und einheitliche Entlohnung der Mitarbeitenden entsprechend der Art ihrer Tätigkeit, ihrer Position und Karrierestufe sowie ihres regionalen Standorts gewährleisten. Im Jahr 2022 beträgt der Lohnkostenunterschied zwischen Frauen und Männern 0 Prozent in der Holding und allen operativen Einheiten. Flexible Arbeitsmodelle Die Mitarbeitenden erwarten flexible Arbeitsmodelle: Homeoffice, Büro, Hybrid oder auch Teilzeit - alles ist möglich, denn die SYZYGY GROUP hat verschiedene Modelle der Arbeitsorganisation eingeführt. Modelle, die jeweils gemeinsam mit den Teams an allen Standorten des Unternehmens entwickelt und etabliert wurden. So kann das Arbeitsmodell gewählt werden, das den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeitenden am besten entspricht. Sie sind flexibel, lebendig, nachhaltig und werden ständig weiterentwickelt. Die Kolleg:innen bei SYZYGY Techsolutions haben die Möglichkeit, zwischen drei Arbeitsmodellen zu wählen: full remote, hybrid oder im Büro. Im Jahr 2022 haben 40 Prozent der Beschäftigten vollständig ortsungebunden, 40 Prozent hybrid und 20 Prozent im Büro gearbeitet. Bei einem full remote Arbeitsmodell haben die Spezialist:innen die Möglichkeit, von überall auf der Welt aus zu arbeiten, während SYZYGY Frankfurt und München sowie SYZYGY Performance hybride Modelle und das Büro als kreativen Treffpunkt und Ort der gemeinsamen Lösungsfindung nutzen. SYZYGY Warschau setzt auf ein transparentes und eigenverantwortliches Führungskonzept, bei dem die Rollen auf die Fähigkeiten und Stärken der einzelnen Teammitglieder zugeschnitten sind. Dies stärkt die Effizienz der Entscheidungsfindung und das Gefühl der Sicherheit und des Mutes bei der Arbeit. Die SYZYGY GROUP ist davon überzeugt, dass eine Arbeitsorganisation zur jeweiligen Kultur und zum Geschäftsmodell passen muss. Ziel ist es, eine Vertrauenskultur zu schaffen, die den Mitarbeitenden unabhängig vom Arbeitsort ein Zugehörigkeitsgefühl vermittelt, Flexibilität bietet und gleichzeitig effizientes Arbeiten fördert. Vollzeit, Teilzeit, Auszeit. SYZYGY setzt auf Ausgleich, Auszeiten und bietet den Mitarbeitenden mit weiteren individuellen Arbeitszeitmodellen ein Maximum an Flexibilität wie Teilzeitverträge. Flexible, tägliche Start- und Endzeiten und Sabbatical-Vereinbarungen 2022 2021 Veränd. Teilzeitverträge 15% 13% +2pp Die Details der flexiblen Arbeitszeitmodelle werden individuell zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten vereinbart. Die betrieblichen Leistungen stehen den Teilzeitarbeitenden anteilsmäßig zu. Mitarbeitendenengagement und Feedback Partizipation und Feedback sind wichtige Themen für engagierte und motivierte Mitarbeitende und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Um den Erfolg der Initiativen und Maßnahmen für unsere Mitarbeitenden zu messen, wird seit 2019 die Zufriedenheit der Mitarbeitenden im Rahmen einer Befragung auf Basis des eNPS (Employee-Net-Promoter-Score) erfasst, um seine Leistungen zu reflektieren, zu bewerten und zu verbessern. In diesem Jahr wurde ein Wert von +32 (Vorjahr: + 29) ermittelt und SYZYGY liegt damit in der Spitzengruppe von Unternehmen wie Amazon, Accenture und Google. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Bewertung um 3 Punkte gesteigert werden. Die Ergebnisse und das Feedback dieser Umfrage ermöglichen eine Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Um die Offenheit und Transparenz im Konzern zu fördern, finden regelmäßig konzernweite (internationale) Mitarbeitendenversammlungen (All Hands Meeting) oder gesellschafts- und abteilungsübergreifende Informationsvideokonferenzen statt, um die Mitarbeitenden regelmäßig über strategische und operative Themen auf dem Laufenden zu halten sowie auf aktuelle Fragen von Mitarbeitenden einzugehen. Entwicklung der Mitarbeitenden Bei SYZYGY ist es zudem gelebte Praxis, dass jeder Mitarbeitende seine Ideen frei einbringen kann - unabhängig von Titel und Hierarchiestufe, sowie sich durch Fort- und Weiterbildungen persönlich wie auch innerhalb des Aufgabegebietes weiterentwickeln kann. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit zwischen den Standorten gestärkt und Talente gefördert. Die SYZYGY GROUP fördert die persönliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden durch das jährliche Bootcamp, bei dem sich 30 Kolleg:innen zu einer Woche der Reflexion, Neuerfindung und der persönlichen Weiterentwicklung treffen. Workshops zu den Themen Strategie, digitales Wohlbefinden und persönliche Stärken und Entwicklung schaffen Raum, in dem sich die Teilnehmenden persönlich und innerhalb der SYZYGY GROUP entwickeln können. Zudem organisiert SYZYGY zweimal im Jahr eine Directors Lodge, bei der die Führungskräfte aus allen Standorten an einem Ort zusammenkommen, um sich gegenseitig zu inspirieren und untereinander zu lernen. Durch diese Veranstaltungen wird das Bewusstsein und Verständnis für das Gemeinsame gestärkt und die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, sich selbst kennenzulernen und zu wachsen. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sorgen dafür, dass die Mitarbeitenden in den Bereichen Softwareentwicklung, IT-Management, Design, Informationsarchitektur, Beratung und Projektmanagement stets die neuesten Technologien, Gestaltungsprinzipien und Methoden kennen. SYZYGY setzt dabei nicht nur auf Trainings durch externe Anbieter, sondern auch stark auf die Informationsweitergabe durch Wissensträger:innen in den eigenen Reihen. Auch das Selbststudium und Online-Trainings haben einen hohen Stellenwert. Zudem wird die Online-Trainingsplattform LinkedIn Learning allen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt, um Management-, Kreativ- oder Softskill-Kompetenzen zu erwerben und persönliche und berufliche Ziele zu erreichen. Die persönliche Entwicklung wird je nach Bedarf auch durch Softskill-Trainings und Coaching unterstützt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ermutigt, sich an Weiterbildungsmaßnahmen zu beteiligen. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Die SYZYGY GROUP setzt sich für die Erhaltung der körperlichen und geistigen Gesundheit sowie für die Arbeitssicherheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Die Einhaltung aller geltenden Arbeitsschutz- und Sicherheitsstandards wird gewährleistet. Belange der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes werden bei Bedarf von der Abteilung People & Culture per E-Mail oder im Rahmen von Videokonferenzen an die Mitarbeitenden kommuniziert. Diese finden nach Bedarf statt und die Informationen sind im Intranet abrufbar. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützen wir Initiativen wie die Teilnahme an Body-Fit- und Yoga-Kursen oder Firmenläufen. Eine schnelle Erstversorgung bei Unfällen am Arbeitsplatz wird durch eine große Anzahl an Ersthelfer:innen unter den Mitarbeitenden gewährleistet. Zudem können die Mitarbeitenden täglich auf eine reichhaltige Obstauswahl zurückgreifen. Darüber hinaus wird allen Mitarbeitenden eine Grippeschutzimpfung sowie eine arbeitsmedizinische Augenvorsorgeuntersuchung für Bildschirmarbeitsplätze (G37) angeboten. Für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und ihrer Angehörigen bietet SYZYGY eine Beratungsstelle für persönliche, berufliche, gesundheitliche oder familiäre Fragen (Employee Assistance Program, EAP). Das EAP bietet allen Mitarbeitenden eine kostenlose und vertrauliche psychologische Beratung in Form eines persönlichen oder virtuellen Gesprächs. Als international tätiges Unternehmen mit Standorten in Deutschland, Großbritannien, Polen und den USA unterliegen wir den arbeitsrechtlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes. Negative Auswirkungen auf die Rechte der Arbeitnehmer:innen konnten nicht identifiziert werden. Umgang mit Diskriminierungsvorfällen SYZYGY fördert eine Kultur der Integrität und Transparenz. Mitarbeitende, Partner:innen und Stakeholder sollen darauf vertrauen können, ihre Bedenken ohne Vorbehalte anonym äußern zu können. Sie duldet keine Diskriminierung aufgrund von nationaler oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Familienstand, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sozialer Herkunft. Der SYZYGY Code of Conduct definiert diese Werte und ist für alle Mitarbeitenden verbindlich. Hinweise auf Verstöße gegen den SYZYGY Verhaltenskodex und sonstiges Fehlverhalten können über die kostenlose und vertrauliche Hotline „Right to Speak“, die von einem unabhängigen Drittanbieter betrieben wird, gemeldet werden. Im Berichtsjahr 2022 wurden bei der SYZYGY GROUP keine Vorfälle registriert. Die Umsetzung der Initiativen und die Überwachung der Fortschritte im Bereich Mitarbeiterbelange werden durch den Vorstand, die Geschäftsführung und die Verantwortlichen für People & Culture in den operativen Einheiten aktiv begleitet. Personelle Risiken Im Dienstleistungsgeschäft hängt die Leistungsfähigkeit der Gruppe wesentlich von der Leistung ihrer Mitarbeitenden ab. Dabei kommt den einzelnen Personen aufgrund ihrer hohen Qualifikation eine besondere Bedeutung zu. Sollte es nicht gelingen, diese Mitarbeitenden im Unternehmen zu halten bzw. kontinuierlich neue, hoch qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen, könnte der Erfolg von SYZYGY beeinträchtigt werden. Auch Fälle von Diskriminierung könnten die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Die möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie auf die Geschäftsbeziehungen werden als gering eingeschätzt. In der Gesamtbewertung werden die Risiken aus diesen Personalbelangen daher als gering eingestuft. 11.4 Sozialbelange Im Mittelpunkt der sozialen Belange stehen die Beziehungen zu den Kunden und das soziale Engagement. Unternehmerische Verantwortung bedeutet für SYZYGY, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Wir unterstützen soziale und gemeinnützige Organisationen aus eigener Initiative mit Geldspenden und pro bono-Arbeit. Beziehungen zu Kunden Eine langfristige, vertrauensvolle Beziehung zu den Kunden ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Geschäftstätigkeit der SYZYGY GROUP und stellt ein wichtiges Ziel dar. Der offene Austausch mit Kunden wird gepflegt, um die Qualität der Zusammenarbeit permanent im Blick zu haben. Die Zufriedenheit von Kunden spiegelt sich u.a. in der Dauer der Beziehungen zu Kunden wider. Dauer und Umsatzanteil der 80 größten Kunden, die 93 Prozent, wie auch in Vorjahr, der gesamten Umsatzerlöse entsprechen, verteilten sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt: Dauer und Umsatzanteil 2022 2021 Veränd. bis 5 Jahre 31% 41% -10pp 6-10 Jahre 32% 22% +10pp Länger als 10 Jahre 37% 37% 0pp Informationssicherheit und Datenschutz haben innerhalb der SYZYGY GROUP einen hohen Stellenwert. Gerade bei der Verarbeitung von Informationen der Kunden und Daten im Projekt- und Rechenzentrumsbetrieb obliegt eine besondere Beachtung. Dies wird durch eine übergreifende Informationssicherheitsorganisation mit einem oder einer zertifizierten Informationssicherheitsbeauftragten (ISB), einem Lead Implementer Informationssicherheit und entsprechenden Informationssicherheits-Koordinator:innen an den unterschiedlichen Standorten ausgedrückt. Diese Organisation stellt die Einhaltung der Schutzziele „Vertraulichkeit“, „Integrität“ und „Verfügbarkeit“ sicher. Ergänzt wird die Informationssicherheitsorganisation durch eine/n zertifizierte/n Datenschutzbeauftragte/n (DSB). Zum Aufbau einer sicherheitsorientierten Organisation werden die Mitarbeitenden in den einzelnen Themenbereichen durch interne Schulungsmaßnahmen sensibilisiert. Der Erfolg dieser Maßnahmen wird durch erfolgreiche Audits (z.B. TISAX-Label) nachgewiesen. Neben der konzernweiten Überprüfung der Einhaltung der Standards durch die WPP Revision können Anfragen von Kunden, Lieferanten oder anderen externen Stellen jederzeit positiv beantwortet werden. Gesellschaftliches Engagement Die Unterstützung von SYZYGY hilft NGOs und Wohltätigkeitsorganisationen, die wichtige Arbeit und Unterstützung in so unterschiedlichen Bereichen wie der Verbesserung der Gesundheit, der Bildung und dem Schutz der Menschenrechte zu leisten. Die SYZYGY GROUP ist bestrebt, das soziale Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern, die soziale Verantwortung zu übernehmen und sich aus eigenem Antrieb in verschiedenen Projekten zu engagieren. Dafür hat die SYZYGY GROUP im Jahr 2022 rund EUR 26.400 (Vorjahr: EUR 30.800) gespendet, was einem Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In EUR 2022 Anteil in % 2021 Veränd. In % Bildung - 0% 20.400 -100% Kunst - 0% 789 -100% Gemeinwesen 4.454 17% 3.649 +22% Gesundheit 2.457 9% - +100% Umwelt 3.500 13% 6.000 -42% Human Rights 13.449 51% - +100% Diversity, Equity & Inclusion 2.516 10% - +100% Gesamt 26.375 30.838 -14% Mit Spenden an Hilfsorganisationen (Human Rights) hilft SYZYGY notleidenden Menschen weltweit. Über 50 Prozent der Spenden, etwa EUR 13.500, gingen an Hilfsorganisationen für die Ukraine sowie deren Flüchtlinge, als auch für ein Projekt in Afrika oder für Ärzte ohne Grenzen. Zudem wurden in Projekte oder Organisationen im lokalen Bereich wie bspw. die Tafel e.v. oder Projekte, durch die Kinder - ob mit oder ohne Behinderung - kreativ gefördert werden und Integration in Kindertagesstätten erfahren, investiert. Pro-Bono-Arbeit SYZYGY unterstützte 2022 mit EUR 1.550 (Vorjahr: EUR 14.300) im Bereich Umwelt das britische Projekt Clean-Up Sea Life Brighton. Risiken der Sozialbelange Die von SYZYGY erbrachten Dienstleistungen haben Öffentlichkeitswirkung. Daher kann es zu einem weitreichenden Imageschaden kommen, wenn es bei der Projektabwicklung zu Qualitätsmängeln in der Ausführung kommt. Ein solcher Imageschaden kann die weitere Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Aufgrund der sehr stabilen und langjährigen Beziehungen zu Kunden, insbesondere bei den Top-10-Kunden, wird das Risiko als gering angesehen. Das gesellschaftliche Engagement birgt Risiken durch fehlgeleitete Förderungen. Die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen beider Faktoren auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage werden als gering eingeschätzt. Daher werden in der Gesamtbewertung die Risiken dieser gesellschaftlichen Aspekte als gering eingestuft. 11.5 Einhaltung der Menschenrechte Als verantwortungsbewusstes internationales Unternehmen respektiert SYZYGY alle internationalen Standards zum Schutz der Menschenrechte, insbesondere das Recht auf faire Arbeitsbedingungen, Meinungsfreiheit und Schutz vor Zwangs- und Kinderarbeit, und setzt sich im Rahmen seines Einflussbereichs für deren Einhaltung ein. SYZYGY orientiert sich an der veröffentlichten Grundsatzerklärung zu den Menschenrechten. Das WPP-Human-Rights-Policy-Statement bezieht sich auf internationale Standards und Prinzipien wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation. Das Human-Rights-Policy-Statement ist Teil des WPP-Policy-Book, dessen Bestimmungen alle WPP-Unternehmen und auch SYZYGY übernommen haben. Die Verpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte ist auch im SYZYGY Code of Conduct verankert, der für alle Mitarbeitenden, SYZYGY Gesellschaften und Lieferanten gilt. Dieser beinhaltet sowohl Bestimmungen hinsichtlich unserer eigenen potenziellen Beeinträchtigung von Menschenrechten in Bereichen wie Nichtdiskriminierung und Arbeitspraktiken als auch mögliche Beeinträchtigungen im Rahmen der Arbeit für Kunden. Bisher wurde noch kein Standort der SYZYGY GROUP auf die Einhaltung der Menschenrechte überprüft und es wurden noch keine konkreten Ziele zur Einhaltung der Menschenrechte in diesem Bereich formuliert. Unsere aufgestellten Grundsätze (Code of Conduct) zielen darauf ab, mögliche Verstöße zu vermeiden und entsprechende Risiken frühzeitig zu erkennen. Risiken bei der Einhaltung von Menschenrechten Verdachtsfälle von Menschenrechtsverletzungen sind bisher nicht bekannt geworden, so dass keine wesentlichen Risiken aus der Geschäftstätigkeit und den Geschäftsbeziehungen gesehen werden. Darüber hinaus ist die Verpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte im Verhaltenskodex verankert, der für alle Gesellschaften der SYZYGY GROUP gilt. Die möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Geschäftsbeziehungen werden als gering eingeschätzt. In der Gesamtbewertung werden die Risiken dieser sozialen Belange daher als gering eingestuft. 11.6 Bekämpfung von Korruption und Bestechung Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verpflichtet sich die SYZYGY GROUP zur Einhaltung der geltenden Gesetze und Richtlinien. Für SYZYGY sind alle Gesetzgebungsverfahren im Bereich des Kapitalmarktes, des Arbeitsrechtes sowie der Kommunikationsbranche relevant. Der WPP-Verhaltenskodex beschreibt die Werte und ethischen Standards, die für alle WPP-Unternehmen gelten und von ihnen umgesetzt werden müssen. Der Kodex wird ergänzt durch die Corporate Responsibility-Richtlinien, das WPP Human Rights Policy Statement sowie detaillierte Grundsätze zu Anti-Bestechungs- und Anti-Korruptionsmaßnahmen, Geschenken und Bewirtung sowie zum Einsatz von Berater:innen Dritter. Unsere Führungskräfte sowie unsere Geschäftspartner:innen und Zulieferer sind angehalten, den WPP-Verhaltenskodex jährlich zu unterzeichnen und damit zu bestätigen, dass sie sich an dessen Prinzipien halten. Die Unternehmen der WPP Gruppe müssen alle im Verhaltenskodex festgelegten Standards einhalten, haben aber darüber hinaus die Möglichkeit, eigene Richtlinien und Prozesse zu entwickeln, die auf ihr spezifisches Geschäfts- und Tätigkeitsumfeld zugeschnitten sind. Darüber hinaus wurden keine weiteren Ziele formuliert. Die Mitarbeitenden werden ermutigt, Online-Trainings zu den Themen Datensicherheit, Anti-Bestechungs- und Anti-Korruptionsmaßnahmen sowie zum Verhaltenskodex zu absolvieren. Die Trainings werden jährlich aktualisiert und sind für alle Mitarbeitenden verpflichtend. Alle Mitarbeitenden haben jährlich diese genannten Schulungen zu absolvieren. Darüber hinaus haben unsere Mitarbeitenden die Möglichkeit, über die kostenlose und vertrauliche Helpline „Right to Speak“, ein Whistleblower-System, anonym und vertraulich ihre Meinung, Beobachtungen, Verstöße und Bedenken zu äußern. Die SYZYGY GROUP unterstützt keine Parteien, Politiker:innen oder Lobbyist:innen, weder durch Dienstleistungen noch durch Spenden und hat daher im Jahr 2022 keine politischen Spenden getätigt. Bußgelder wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften Die BaFin hat am 10. Januar 2022 gegen die SYZYGY AG ein Bußgeld in Höhe von 57.000 Euro festgesetzt. Der Sanktion liegt ein Verstoß gegen § 114 Absatz 1 Satz 2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zugrunde. Die SYZYGY AG hatte es versäumt, bekannt zu machen, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse die in § 114 Absatz 2 WpHG genannten Rechnungslegungsunterlagen für das Geschäftsjahr 2020 zusätzlich zu ihrer Verfügbarkeit im Unternehmensregister öffentlich zugänglich sind. Informations- und Datensicherheit Informationen und Daten sind ein wertvolles Gut und ein wichtiger Bestandteil der Geschäftstätigkeit. Sie ermöglichen es, partnerschaftliche Beziehungen aufzubauen, Kommunikationsmaßnahmen zielgruppenspezifisch zu gestalten, Inhalte zu personalisieren, Erkenntnisse zu gewinnen und risikobewusste Entscheidungen zu treffen. SYZYGY befasst sich mit seiner Informationssicherheitsorganisation mit der Frage, wie Informationen und Daten gesammelt, gespeichert, verarbeitet und zugänglich gemacht werden. Die Informationen und Daten können sich auf die Geschäftstätigkeiten der einzelnen SYZYGY Gesellschaften, ihre Mitarbeitenden, Kunden und Liefernden und manchmal auch auf Verbraucher:innen beziehen. Alle Gesellschaften sind verpflichtet, die geltenden Informations-, Daten- und Sicherheitsrichtlinien der Gruppe sowie den entsprechenden Verhaltenskodex einzuhalten. Um die Mitarbeitenden noch stärker zu sensibilisieren, bietet WPP zum Thema Safer Data eine Aufklärungskampagne und eine Online-Plattform mit Informationen und Handlungsempfehlungen rund um die Themen Verhalten, Privatsphäre, Sicherheit und Datenschutz an. SYZYGY verfügt über eine agile Informationssicherheits- und aktive Datenschutzorganisation, die alle Mitarbeitenden regelmäßig schult und durch kontinuierliche Kommunikation und interne Audits auf relevante Verhaltensweisen im Arbeitsalltag hinweist. Die Umsetzung der Initiativen und die Überwachung der Belange zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden durch den Vorstand, die Geschäftsführung und die Verantwortlichen für People & Culture in den operativen Einheiten aktiv begleitet. Risiken bei der Bekämpfung von Korruption und Bestechung Korruptionsfälle können die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Geschäftsbeziehungen erheblich beeinträchtigen. Es werden große Anstrengungen unternommen, um Integrität und Fairness im Geschäftsbetrieb zu verankern. Anfragen, Anregungen und Bedenken wird nachgegangen. Insgesamt wird der Eintritt von Compliance-Risiken und damit die mögliche Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Geschäftsbeziehungen als gering eingeschätzt. Die Risiken im Bereich der Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden daher in der Gesamtbewertung als gering eingestuft. Bad Homburg v.d.H., den 30. März 2023 SYZYGY AG Der Vorstand SYZYGY AG, Bad Homburg v.d.H. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 Aktiva 31.12.2022 31.12.2021 Anhang TEUR TEUR Langfristige Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte (3.1) 43.037 55.021 Sonstige Immaterielle Vermögenswerte (3.2) 211 328 Sachanlagen (3.2) 26.640 29.344 Langfristige finanzielle Vermögenswerte (3.3) 269 380 Sonstige langfristige Vermögenswerte (3.4) 259 287 Aktive latente Steuern (3.5) 1.221 1.575 Summe langfristige Vermögenswerte 71.637 86.935 Kurzfristige Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (3.6) 7.814 2.115 Wertpapiere (3.6) 1.088 1.633 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte (3.7) 16.163 20.757 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (3.8) 2.509 1.892 Summe kurzfristige Vermögenswerte 27.574 26.397 Summe Aktiva 99.211 113.332 Passiva 31.12.2022 31.12.2021 Anhang TEUR TEUR Eigenkapital Gezeichnetes Kapital (3.9.1) 13.500 13.500 Kapitalrücklage (3.9.3) 27.058 27.058 Eigene Aktien (3.9.4) 0 0 Übriges Konzernergebnis (3.9.5) -3.080 -2.191 Gewinnrücklagen (3.9.6) 7.338 17.605 Eigenkapital der Aktionär:innen der SYZYGY AG 44.816 55.972 nicht beherrschende Anteile 279 277 Summe Eigenkapital 45.095 56.249 Langfristige Schulden Langfristige Verbindlichkeiten (3.13) 19.870 23.744 Langfristige sonstige Rückstellungen (3.11) 267 345 Passive latente Steuern (5.7) 265 615 Summe langfristige Schulden 20.402 24.704 Kurzfristige Schulden Ertragssteuerschulden (3.12) 363 470 Sonstige Rückstellungen (3.11) 4.435 4.580 Vertragsverbindlichkeiten (3.7) 6.078 5.218 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3.11) 8.810 9.722 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (3.13) 14.028 12.389 Summe kurzfristige Schulden 33.714 32.379 Summe Passiva 99.211 113.332 Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. SYZYGY AG, Bad Homburg v.d.H. Konzerngesamtergebnisrechnung Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 Januar - Dezember 2022 2021 Veränd. Anhang TEUR TEUR Umsatzerlöse (5.1) 70.612 60.124 17% Einstandskosten der erbrachten Leistungen -53.492 -41.178 30% Vertriebs- und Marketingkosten -4.394 -4.217 4% Allgemeine Verwaltungskosten -9.757 -10.658 -8% Wertminderungsaufwand, netto aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten -34 -4 750% Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto (5.2) -8.140 2.312 -452% Operatives Ergebnis (EBIT) -5.205 6.379 -182% Finanzerträge (5.6) 188 81 132% Finanzaufwendungen (5.6) -1.036 -1.066 -3% Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) -6.053 5.394 -212% Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.7) -1.328 -1.261 5% Konzernergebnis der Periode -7.381 4.133 -279% davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 118 111 6% davon Ergebnisanteil der Aktionär:innen der SYZYGY AG -7.499 4.022 -286% Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 0 0 n.a. Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe (5.8) -613 608 -201% Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus Wertpapieren der Kategorie FVTOCI nach Steuern -280 35 -900% Übriges Konzernergebnis der Periode -893 643 -239% Gesamtergebnis -8.274 4.776 -273% davon Gesamtergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 114 109 5% davon Gesamtergebnisanteil der Aktionär:innen der SYZYGY AG -8.388 4.667 -280% Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (unverwässert und verwässert in EUR) (6.1) -0,56 0,30 -286% Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. SYZYGY AG, Bad Homburg v.d.H. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2022 Übriges Konzernergebnis Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Unrealisierte Gewinne und Verluste Anteile der Aktionär:innen der SYZYGY AG nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR 01.01.2021 13.500 27.058 15.675 -2.822 -14 53.397 190 53.587 Konzernergebnis der Periode 4.022 4.022 111 4.133 Übriges Konzern- ergebnis der Periode 610 35 645 -2 643 Gesamtergebnis 4.022 610 35 4.667 109 4.776 Dividende -2.025 -2.025 0 -2.025 Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile -67 -67 -22 -89 31.12.2021 13.500 27.058 17.605 -2.212 21 55.972 277 56.249 01.01.2022 13.500 27.058 17.605 -2.212 21 55.972 277 56.249 Konzernergebnis der Periode -7.499 -7.499 118 -7.381 Übriges Konzern- ergebnis der Periode -609 -280 -889 -4 -893 Gesamtergebnis -7.499 -609 -280 -8.388 114 -8.274 Dividende -2.700 -2.700 0 -2.700 Auszahlung aus Ausschüttung -68 -68 -68 Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile 0 0 -112 -112 31.12.2022 13.500 27.058 7.338 -2.821 -259 44.816 279 45.095 Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. SYZYGY AG, Bad Homburg v.d.H. Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2022 Januar - Dezember 2022 2021 TEUR TEUR Konzernergebnis der Periode -7.381 4.133 Anpassungen um nicht liquiditätswirksame Effekte: - Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 16.758 8.189 - Gewinne (-) und Verluste (+) aus dem Verkauf von Wertpapieren 236 47 - Gewinne (-) und Verluste (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten -78 7 - Änderung der Kaufpreis-Verbindlichkeiten -241 -3.004 - Gewinne (-) und Verluste (+) aus Abgängen von Finanzanlagen -13 0 - Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -35 137 Veränderungen der: - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.390 -5.086 - Erhaltenen Anzahlungen 890 1.729 - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.652 3.755 - Steuerschulden und latente Steuern -311 -1.767 Cashflow aus der operativen Tätigkeit 12.563 8.140 Veränderung der langfristigen Vermögenswerte 21 75 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -632 -2.083 Erwerb von Wertpapieren -2.162 -7.873 Verkauf von Wertpapieren 2.131 6.309 Veränderungen der Finanzanlagen 13 -340 Auszahlung für den Zinsanteil der Leasingverpflichtungen -570 -600 Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.199 -4.512 Veränderung der Kredite bei Finanzinstituten 4.582 -1.592 Tilgungszahlungen Leasing-Verpflichtungen -3.566 -3.383 Gezahlte Dividende an Minderheitsgesellschafter -180 -89 Gezahlte Dividende an Aktionär:innen der SYZYGY AG -2.700 -2.025 Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener flüssiger Mittel -3.930 0 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.794 -7.089 Cashflow gesamt 5.570 -3.461 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenanfang 2.115 5.631 Währungsveränderungen 129 -55 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende 7.814 2.115 Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. SYZYGY AG, Bad Homburg v.d.H. Geänderter Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022 1. Grundlagen der Rechnungslegung 1.1 Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der SYZYGY AG (im Folgenden „SYZYGY“, „SYZYGY GROUP“ oder „Konzern“ genannt) für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der gültigen Fassung zum 31. Dezember 2022 – wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzenden Vorschriften des § 315e Abs. 1 HGB entsprechen – aufgestellt. Dabei wurde der Konzernabschluss auf der Grundlage der historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind bestimmte Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der Darstellung der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft wurde am 1. Mai 2000 unter der Firma SYZYGY AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Homburg v.d.H. (HRB 6877) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bad Homburg v. d. H., Deutschland. Die Anschrift lautet: SYZYGY AG, Horexstraße 28, 61352 Bad Homburg v. d. H. Die SYZYGY AG wird unter der Rechtsform der Aktiengesellschaft seit 10. November 2015 in den Konzernabschluss der WPP plc., St. Helier, Jersey, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Unmittelbares Mutterunternehmen ist die WPP Jubilee Ltd., London, Großbritannien. Der Geschäftsbericht ist auf der Internetseite der WPP Gruppe (www.wpp.com) erhältlich. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Gesellschaft selbst aufgestellt und auf der Internetseite der SYZYGY AG (https://ir.syzygy.net/germany/de/investors) veröffentlicht. Dieser geänderte Konzernanhang enthält Ergänzungen in Kapitel 6.10. Im Vergleich zu dem am 30. März 2023 aufgestellten Konzernanhang wurden in dem genannten Kapitel die diffferent GmbH und die Syzygy Performance Marketing GmbH zu den zu befreienden Gesellschaften nach § 264 Abs. 3 HGB hinzugefügt. 1.2 Geschäftstätigkeit der Gruppe Die SYZYGY GROUP ist einer der führenden Beratungs- und Umsetzungspartner für Digitalisierung, Transformation sowie Strategie in Marketing und Vertrieb – digitalisiert Strukturen und Organisationen und entwickelt neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle. Die SYZYGY AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr, indem sie zentrale Dienstleistungen im Bereich Strategie, Kreation, Planung, Rechnungswesen, IT-Infrastruktur und Finanzierung für ihre Tochtergesellschaften erbringt. Ferner unterstützt die SYZYGY AG die Tochtergesellschaften bei Neugeschäftsaktivitäten. Die Tochtergesellschaften üben als operative Einheiten das Beratungs- und Dienstleistungsgeschäft aus. Mit Niederlassungen in Bad Homburg v. d. H., Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, London, München, New York und Warschau bieten sie Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business-Applikationen, Websites, Hosting, Online-Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Performance Marketing-Services wie Beratung und Analyse von Daten sowie Suchmaschinenmarketing und -optimierung dar. Überdies unterstützt SYZYGY Kunden im Bereich Customer Experience sowie Usability und begleitet sie durch alle Phasen des User Centered Design Prozesses. Digitale Illustrationen, Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sowie Animationen komplettieren das Serviceangebot. Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobil, Dienstleistungen, Finanzen/Versicherungen, Konsumgüter sowie Telekommunikation/IT. 1.3 Konsolidierungskreis Grundlage für den Konzernabschluss sind die Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Diese wurden nach den IFRS Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzenden Vorschriften des § 315e Abs. 1 HGB entsprechen. Die Bilanzstichtage dieser Unternehmen entsprechen dem Konzernabschlussstichtag. In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurden neben der SYZYGY AG als oberstes Mutterunternehmen folgende Tochtergesellschaften vollkonsolidiert, bei denen die SYZYGY AG die Verfügungsmacht ausüben kann, schwankenden Renditen aus den Tochtergesellschaften ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann: Ars Thanea S.A., Warschau, Polen (kurz: Ars Thanea) diffferent GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: diffferent) SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. H., Deutschland (kurz: SYZYGY Deutschland) SYZYGY Digital Marketing Inc., New York City, Vereinigte Staaten von Amerika (kurz: SYZYGY NY) SYZYGY Performance Marketing GmbH, Bad Homburg v. d. H., Deutschland (kurz: SYZYGY Performance) SYZYGY UK Ltd., London, Großbritannien (kurz: SYZYGY UK) Unique Digital Marketing Ltd., London, Großbritannien (kurz: Unique Digital UK) Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die SYZYGY AG die Beherrschung über die Tochtergesellschaft erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochtergesellschaften entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung und im übrigen Konzernergebnis erfasst. Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des übrigen Gesamtergebnisses sind den Aktionär:innen der SYZYGY AG und den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen. Dies erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass nicht beherrschende Anteile einen negativen Saldo ausweisen. Änderungen des Anteilsbesitzes Die SYZYGY AG hat im Geschäftsjahr 2022 die restlichen 22,5 Prozent der Anteile an der diffferent GmbH erworben, sodass der Anteilsbestand an der diffferent zum Bilanzstichtag nun 100 Prozent beträgt. Der Erwerb erfolgte am 13. September 2022 mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 3.929 wurde in voller Höhe im Geschäftsjahr in bar entrichtet. Aufgrund des Kaufvertrags reduzierten sich die erwarteten Zahlungsverpflichtungen um TEUR 241. Die Änderung wurde in der Konzerngesamtergebnisrechnung im Posten „Sonstige betrieblichen Erträge/Aufwendungen, netto“ ergebniswirksam erfasst. Diffferent wurde bereits zu 100 Prozent in den Konzernabschluss der SYZYGY einbezogen, da für den Erwerb weiterer Anteile gegenläufige Put-/Call-Geschäfte für die Jahre nach der Akquisition im Jahr 2017 abgeschlossen wurden und damit wie bisher eine „present ownership“ für SYZYGY vorliegt. Im Rahmen der jährlichen Impairment-Tests identifizierte das Management für diffferent eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 7.486 (Vorjahr: TEUR 2.843) und für SYZYGY Performance eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 3.927 (Vorjahr: TEUR 0), da sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere der risikolose Zinssatz von 0,1 Prozent auf 2,0 Prozent erhöht hat. Diese wurde in der Konzerngesamtergebnisrechnung im Posten „Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto“ im Berichtsjahr ergebniswirksam erfasst. 1.4 Konsolidierungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden werden nach der für SYZYGY einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und -bewertungsrichtlinie nach IFRS angesetzt und bewertet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode. Die Beteiligungsbuchwerte werden mit dem neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Hierbei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen Zeitwerten angesetzt. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ergibt sich dagegen ein negativer Unterschiedsbetrag, so wird dieser nach einer nochmaligen Überprüfung (reassessment) erfolgswirksam erfasst. Transaktionskosten werden direkt erfolgswirksam erfasst. Vorhandene und erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich bzw. bei dem Vorliegen von Anhaltspunkten für Wertminderungen entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines einstufigen Testverfahrens überprüft. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Differenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt und in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter dem Posten „Allgemeine Verwaltungskosten“ ausgewiesen. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Innenumsätze der einbezogenen Tochterunternehmen mit den darauf entfallenden Aufwendungen verrechnet. Soweit in Einzelabschlüssen Wertminderungen auf Anteile einbezogener Gesellschaften oder Wertberichtigungen auf konzerninterne Forderungen gebildet wurden, werden diese im Rahmen der Konsolidierung zurückgenommen. Die im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung aufgetretenen Differenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt und seit dem Geschäftsjahr 2022 in der Konzerngesamtergebnisrechnung im Posten „Umsatzerlöse“ ausgewiesen (bis zum Geschäftsjahr 2021 im Posten „Einstandskosten der erbrachten Leistungen“). Aufgrund der Unwesentlichkeit wurde das Vorjahr nicht angepasst. Sachverhalte, die im Konzernabschluss zu konzerninternen Zwischengewinnen führen würden, werden eliminiert. Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Jede bedingte Gegenleistungsverpflichtung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wird die bedingte Gegenleistung als Eigenkapital eingestuft, wird sie nicht neu bewertet und eine Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Ansonsten werden spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen im Gewinn oder Verlust erfasst. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. 1.5 Schätzungen und Annahmen Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn diese im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer dieser Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten basiert auf Beurteilungen des Managements. Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung der erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Wenn die tatsächlichen erwarteten künftigen Cashflows geringer als geschätzt ausfallen, kann sich eine wesentliche Wertminderung ergeben. Näheres dazu ist unter 3.1 Geschäfts- oder Firmenwert erläutert. Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Bonität der Kunden sowie Veränderungen des Zahlungsverhaltens. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen. SYZYGY nimmt seit 2018 zusätzlich zur Einzelwertberichtigung eine allgemeine Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach IFRS 9 vor, die dem Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle entspricht, die aus möglichen Ausfallereignissen nach dem Abschlussstichtag resultieren. Die SYZYGY GROUP realisiert den Umsatz für langfristige Dienstleistungsaufträge gemäß IFRS 15 stets zeitraumbezogen. Bei der von SYZYGY angewendeten cost-to-cost-Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Abschätzung des Fertigstellungsgrades an. Die wesentlichen relevanten Schätzgrößen sind dabei die kalkulierten Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, der Gesamtauftragserlös und die Auftragsrisiken. Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird im wesentlichen Ausmaß durch die Einschätzung zur Ausübung von Optionen beeinflusst. Seit 2019 nimmt SYZYGY auch Schätzungen bei Leasingverträgen nach IFRS 16 hinsichtlich vertraglich bestehender Optionen vor. Verlängerungs- sowie Kündigungsoptionen können Auswirkungen auf die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten und damit indirekt auch die Bewertung der Nutzungsrechte haben. Ferner ist bei der Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragssteuer zu berechnen. Dabei sind die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sowie die zukünftige Verwertbarkeit steuerlicher Verlustvorträge zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges, zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung steht, gegen das die temporären Differenzen und noch nicht genutzte Verlustvorträge verrechnet werden können. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung der aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern – entsprechend der ursprünglichen Bildung – erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. sind wertberichtigte aktive latente Steuern erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu aktivieren. Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen des Managements verbunden. Die Beurteilung, dass eine finanzielle Schuld entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung, beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation durch das Management. Für drohende Verluste werden Rückstellungen gebildet, wenn Leistung und Gegenleistung aus diesem Geschäft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ausgeglichen gegenüberstehen und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann. Einige Vermögenswerte und Schulden des Konzerns werden für Zwecke dieses Konzernabschlusses zum beizulegenden Zeitwert bilanziert (insbesondere Wertpapiere sowie bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten). Der Vorstand legt dazu die angemessenen Bewertungsverfahren und Eingangsparameter für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert fest. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden verwendet der Konzern so weit wie möglich beobachtbare Marktdaten. Sind solche Eingangsparameter der Stufe 1 nicht verfügbar, werden andere geeignete Bewertungstechniken gewählt und Schätzungen vorgenommen. Einzelheiten zu den verwendeten Bewertungstechniken und Eingangsparametern bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte können Kapitel 6.6 entnommen werden. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Annahmen und Schätzungen beruhen immer auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand. Sollte die tatsächliche Entwicklung dennoch von der erwarteten abweichen, werden, falls erforderlich, die entsprechenden Posten angepasst. Hinsichtlich der Buchwerte der von Schätzungsunsicherheiten betroffenen Vermögenswerte und Schulden am Abschlussstichtag wird auf die Darstellung der einzelnen Konzernabschlussposten verwiesen. 1.6 Währungsumrechnung Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die ausländischen Gesellschaften wirtschaftlich selbstständig arbeiten, ist die Landeswährung identisch mit der funktionalen Währung dieser Unternehmen. Aus diesem Grund werden gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode nach IAS 21.38 ff. die Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im übrigen Konzernergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst und im übrigen Konzernergebnis innerhalb des Eigenkapitals angesammelt. Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebes werden alle angesammelten Umrechnungsdifferenzen, die dem Konzern aus diesem Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind, ergebniswirksam in die Gesamtergebnisrechnung umgegliedert. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet, die übrigen Posten zu Durchschnittskursen. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- oder Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Zeile als Kursdifferenz gezeigt. Bei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung des Konzernunternehmens lauten, mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs am Jahresende bewertet. Nicht monetäre Posten in fremder Währung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit den Wechselkursen umgerechnet, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Daraus resultierende Währungsgewinne und -verluste werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Im Berichtsjahr ging SYZYGY von folgenden Wechselkursen aus: 2022 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. GBP/EUR 1,17 1,13 2021 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. GBP/EUR 1,16 1,19 2022 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. EUR/USD 1,05 1,07 2021 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. EUR/USD 1,18 1,13 2022 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. EUR/PLN 4,69 4,68 2021 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12. EUR/PLN 4,58 4,60 1.7 Anwendung von veröffentlichten Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC) Gemäß IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (hier § 28) haben Unternehmen die Effekte aus der Erstanwendung neuer Standards und Interpretationen bzw. deren Änderungen zu erläutern. Folgende Angaben sind in diesem Zusammenhang erforderlich: a. der Titel des Standards bzw. der Interpretation; b. falls zutreffend, der Hinweis, dass die Rechnungslegungsmethode in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften geändert wird; c. die Art der Änderung der Rechnungslegungsmethoden; d. falls zutreffend, eine Beschreibung der Übergangsvorschriften; e. falls zutreffend, die Übergangsvorschriften, die eventuell eine Auswirkung auf zukünftige Perioden haben könnten; f. der Korrekturbetrag für die Berichtsperiode sowie, soweit durchführbar, für jede frühere dargestellte Periode: (i) für jeden einzelnen betroffenen Posten des Abschlusses und (ii) sofern IAS 33 Ergebnis je Aktie auf das Unternehmen anwendbar ist, für das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie; g. der Korrekturbetrag, sofern durchführbar, im Hinblick auf Perioden vor denjenigen, die ausgewiesen werden und h. sofern eine rückwirkende Anwendung nach IAS 8.19 (a) oder (b) für eine bestimmte frühere Periode oder aber für Perioden, die vor den ausgewiesenen Perioden liegen, undurchführbar ist, die Umstände, die zu jenem Zustand geführt haben, unter Angabe wie und ab wann die Änderung der Rechnungslegungsmethode angewandt wurde. Folgende (neue bzw.) geänderte Standards (und Interpretationen) sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 31. Dezember 2022 enden: 1. Änderung an IFRS 16: Covid-19-bezogene Mietkonzessionen über den 30. Juni 2021 hinaus 2. Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Annual Improvements, AIP) Zyklus 2018-2020 3. Begrenzte Änderungen an • IFRS 3: Querverweise auf das Rahmenkonzept • IAS 16: Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung • IAS 37: Kosten der Vertragserfüllung 1. Änderung an IFRS 16: Covid-19-bezogene Mietkonzessionen über den 30. Juni 2021 hinaus Durch die Änderung werden die temporären Erleichterungen zur Abbildung von Mietkonzessionen für Leasingnehmer verlängert. Die Erleichterungsvorschrift ist auf Covid-19-bedingte reduzierte Mietzahlungen anzuwenden, die am oder vor dem 30. Juni 2022 fällig waren (und nicht nur Zahlungen, die ursprünglich am oder vor dem 30. Juni 2021 fällig waren). Die Erleichterung erlaubt bestimmte Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit Covid-19 nicht als bilanzielle Mietvertragsänderung (lease modification) darzustellen. Die Änderung gilt für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. April 2021 beginnen. Eine frühere Anwendung war zulässig (IFRS 16.C1C). Diese Änderung an IFRS 16 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. 2. Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Annual Improvements, AIP) Zyklus 2018-2020 Die Änderungen infolge des neuen AIP 2018-2020 umfassen: • Änderungen an IFRS 1: Stellt ein Tochterunternehmen zeitlich nach dem Mutterunternehmen erstmalig auf die IFRS um, kann es wahlrechtsweise (IFRS 1.D16(a)) unverändert die bisher in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens eingebrachten Bilanzwerte weiterführen. Das Wahlrecht gilt aber nicht für das Eigenkapital somit auch nicht für die (kumulierte) Währungsumrechnungsdifferenz aus Beteiligungen der Tochter an ausländischen Enkelunternehmen. Durch die Änderungen werden die kumulierten Umrechnungsdifferenzen des Tochterunternehmens mit in die Ausnahmeregelung des IFRS 1.D16(a) einbezogen (aber nur diese), basierend auf dem Datum des Übergangs des Mutterunternehmens auf IFRS. • Änderungen an IFRS 9: Die Änderung stellt klar, welche Gebühren ein Unternehmen einbezieht, wenn es den "10 Prozent"-Test in IFRS 9.B3.3.6 anwendet. Bei der Bemessung des 10-Prozent-Tests sind nur solche Gebühren einzubeziehen, die zwischen dem Unternehmen (als Kreditnehmer) und dem Kreditgeber gezahlt bzw. erhalten werden, einschließlich der Gebühren, die entweder vom Unternehmen oder vom Kreditgeber im Namen des jeweils anderen gezahlt oder erhalten werden. • Änderungen an IFRS 16: Es wird das illustrative example Nummer 13 des IFRS 16 um eine Aussage zu Leasinganreizen gekürzt. Das Beispiel enthält u. a. Aussagen zu Zahlungen des Leasinggebers an den Leasingnehmer zur Erstattung von Ausgaben für Mietereinbauten, die – unbegründet - aber nicht als Leasinganreiz nach IFRS 16.24(b) qualifiziert werden. • Änderungen an IAS 41: Die Änderung des IAS 41.22 sieht eine Angleichung an die Regelungen von IFRS 13 vor, wonach das derzeit noch bestehende Erfordernis der Nichtberücksichtigung von Zahlungsströmen für Steuern nun bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes gestrichen werden soll. Diese Änderungen im Rahmen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS (AIP)-Zyklus 2018-2020 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns. 3. Begrenzte Änderungen an IFRS 3, IAS 16 und IAS 37 IAS 16: Betroffen ist die Erfassung von Erlösen aus Verkäufen während der Phase in der die Sachanlage noch getestet wird. Nach der Änderung ist eine Verrechnung solcher Erlöse mit den Kosten der Herstellung/Errichtung gestrichen (Erfassung im Betriebsergebnis). IAS 37: Die Änderungen betreffen Kosten, die ein Unternehmen als Kosten für die Erfüllung eines Vertrages aufnehmen sollte, wenn es beurteilt, ob ein Vertrag belastend ist. Festgelegt wurde, dass diese „Kosten der Vertragserfüllung“ sich aus den „Kosten, die sich direkt auf den Vertrag beziehen“ zusammensetzen. Bei direkten vertragsbezogenen Kosten muss es sich nicht um zusätzliche (inkrementale) Kosten handeln. IFRS 3: Es wurde ein Verweis auf das neue Rahmenkonzept in IFRS 3 aktualisiert. Weiterhin wurde eine Ausnahmeregelung konkretisiert. Ein Erwerber hat demnach für separat erfasste Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IAS 37 und IFRIC 21 auch die diesbzgl. Standards anzuwenden (nicht das Rahmenkonzept). Ebenso wurde ein ausdrückliches Ansatzverbot für die Erfassung von Eventualforderungen in IFRS 3 aufgenommen. Diese begrenzten Änderungen an IFRS 3, IAS 16 und IAS 37 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Veröffentlichte und in EU-Recht übernommene, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen Nachfolgende Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2022 vom IASB herausgegeben und in EU-Recht übernommen. Diese sind für die SYZYGY AG jedoch erst in der Folgeperiode anzuwenden. Die SYZYGY AG hat keinen Gebrauch von einer vorzeitigen Anwendung gemacht. Änderung/Standard Datum der Veröffentlichung Datum der Übernahme in EU Recht Anwendungs- zeitpunkt (EU) IFRS 17 Versicherungsverträge sowie Änderungen an IFRS 17 18. Mai 2017 / 25. Juni 2020 19. November 2021 1. Juni 2023 Änderungen an IFRS 17: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen 9. Dezember 2021 8. September 2022 1. Januar 2023 Änderungen an IAS 12: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen 7. Mai 2021 11. August 2022 1. Januar 2023 Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2: Erläuterung von Rechnungslegungsgrundsätzen 12. Februar 2021 2. März 2022 1. Januar 2023 Änderungen an IAS 8: Definition von Bilanzierungsschätzungen 12. Februar 2021 2. März 2022 1. Januar 2023 Bezieht sich auf den Beginn des ersten Geschäftsjahres, das am genannten Datum oder danach beginnt. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der genannten Vorschriften auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY GROUP werden derzeit noch geprüft. SYZYGY geht zurzeit von keinen großen Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung aus. Veröffentlichte, aber noch nicht in EU-Recht übernommene und noch nicht anzuwendende Standards und Interpretationen Nachfolgende Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 vom IASB herausgegeben, aber noch nicht in EU-Recht übernommen. Sie werden von der SYZYGY AG auch noch nicht angewendet. Änderung/Standard/Interpretation Datum der Veröffentlichung Datum der Übernahme in EU Recht Anwendungs- zeitpunkt (IASB) Änderungen an IAS 1: • Klassifizierung von Schulden als lang oder kurzfristig • Klassifizierung von Schulden als lang oder kurzfristig - Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkt • Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants 23. Januar 2020/ 15. Juli 2020 / 31. Oktober 2022 offen 1. Januar 2024 Änderungen an IFRS 16: Leasingverbindlichkeit bei Sale-and-Leaseback 22. September 2022 offen 1. Januar 2024 * Bezieht sich auf den Beginn des ersten Geschäftsjahres, das am genannten Datum oder danach beginnt. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der genannten Vorschriften auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY GROUP werden derzeit noch geprüft. 1.8 Sonstige Angaben Der Konzernabschluss der SYZYGY wird, soweit nicht anders angegeben, in TEUR dargestellt. Die in diesem Anhang aufgeführten Zahlen sind kaufmännisch gerundet, was dazu führen kann, dass sich Einzelbeträge nicht exakt zur angegebenen Gesamtsumme aufaddieren lassen und sich Prozentangaben nicht aus den dargestellten Werten ergeben. Die Bilanzierung erfolgt unter der Grundannahme einer bestehenden, positiven Fortführungsprognose. Die Bilanz ist in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Unabhängig von ihrer Fälligkeit werden Vorräte sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte auch dann als kurzfristig angesehen, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres, jedoch innerhalb des normalen Verlaufs des Geschäftszyklus verkauft, verbraucht oder fällig werden. Latente Steueransprüche bzw. Steuerschulden sind stets den langfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden zugeordnet. Die Gesamtergebnisrechnung ist im Bereich der erfolgswirksam im Periodenergebnis auszuweisenden Aufwendungen und Erträge gemäß IAS 1.103 nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die grundsätzlich den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden können. 2. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze 2.1 Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, Auftragsbestände, Markenrechte, Software und Nutzungsrechte. Die Bilanzierung und Erstbewertung immaterieller Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenskaufs erworben werden, erfolgt gemäß IAS 38. Demnach werden einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte zu ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre erwartete Nutzungsdauer amortisiert, sofern sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben. Markennamen werden in der Regel linear über fünf Jahre amortisiert, sofern deren Nutzungsdauer bestimmbar ist. Auftragsbestände werden innerhalb eines Jahres amortisiert. Der Aufwand aus planmäßigen Amortisationen und gegebenenfalls aus Wertminderungen wird, je nach Zuordnung der Vermögenswerte, zu den Funktionsbereichen des Unternehmens, unter den Funktionskosten, in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Immaterielle Vermögenswerte, die keinen Geschäfts- oder Firmenwert darstellen, und im Zuge eines Unternehmenskaufs übernommen wurden, werden gemäß IFRS 3 mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. In den Folgeperioden werden diese immateriellen Vermögenswerte genauso wie einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und etwaigen kumulierten außerplanmäßiger Amortisationen (Wertminderungen) bewertet. Bei steigenden Zeitwerten von zuvor außerplanmäßig amortisierten Vermögenswerten, wird die Erhöhung als Wertaufholung bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Der aus einem Unternehmenskauf resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich ggf. erforderlicher Wertminderungen bilanziert und ist gesondert in der Konzernbilanz ausgewiesen. Für Zwecke des Wertminderungstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugerechnet, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können. Auswirkungen von IFRS 16 werden bei der Durchführung des Wertminderungstests berücksichtigt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben, werden gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 sowie 38 nicht planmäßig amortisiert, sondern mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft (Wertminderungstests). Im Rahmen des Wertminderungstests werden jeweils zum 31. Dezember die Buchwerte des Eigenkapitals der den Geschäfts- oder Firmenwerten zugrunde liegenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGU) einschließlich des Buchwertes des der jeweiligen CGU zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes mit dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) dieser CGU verglichen. Der erzielbare Betrag ergibt sich aus dem höheren der beiden Werte (Nutzungswert und Netto-Veräußerungswert). Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden bei SYZYGY die Einzelgesellschaften definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt. In diese Planung fließen die Erfahrungen aus der Vergangenheit, Erkenntnisse über aktuelle operative Ergebnisse sowie Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen ein. Dabei finden regelmäßig auch Markt- und Branchenprognosen von führenden Branchenanalysten ihre Berücksichtigung. Insbesondere die Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen, wie z. B. die Umsatzentwicklung, sind mit Unsicherheiten behaftet. Übersteigt der zu testende Buchwert den nach dem DCF-Verfahren ermittelten erzielbaren Betrag, liegt eine Wertminderung vor und es wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen enthält Mietereinbauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen und wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungen, angesetzt. Mietereinbauten werden linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über die kürzere Laufzeit des jeweiligen Mietvertrages abgeschrieben. Die Mietereinbauten sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear, in der Regel über drei bis zu vierzehn Jahre, abgeschrieben. Stellen sich bei langfristigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Anzeichen für Wertminderungen ein, so wird gemäß IAS 36 beurteilt, ob die betroffenen Vermögenswerte auf ihre beizulegenden Zeitwerte abzuschreiben sind. Dies ist dann der Fall, wenn der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Sollten die Gründe für Wertminderungen im Bereich der langfristigen immateriellen Vermögenswerte – bis auf Geschäfts- oder Firmenwerte – und den Sachanlagen nicht mehr bestehen, werden Wertaufholungen bis zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen. Die erwarteten Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. 2.2 Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument gemäß IFRS 9 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Instrument führt. Finanzinstrumente umfassen flüssige Mittel; als Aktivum gehaltene Eigenkapitalinstrumente eines anderen Unternehmens; ein vertragliches Recht, flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einem anderen Unternehmen zu erhalten; oder finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten mit einem anderen Unternehmen zu potenziell vorteilhaften Bedingungen auszutauschen; oder einen Vertrag, der in eigenen Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens erfüllt werden wird oder kann und bei dem es sich um Folgendes handelt: ein nicht derivatives Finanzinstrument, das eine vertragliche Verpflichtung des Unternehmens beinhaltet oder beinhalten kann, eine variable Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu erhalten; ein derivatives Finanzinstrument, das nicht durch Austausch eines festen Betrags an Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten gegen eine feste Anzahl von eigenen Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens erfüllt wird oder werden kann (es gelten Einschränkungen in Bezug darauf, welche Instrumente in diesem Zusammenhang als eigene Eigenkapitalinstrumente nach IFRS 9 klassifiziert werden). Alle finanziellen Vermögenswerte werden in zwei Klassifizierungskategorien aufgeteilt: diejenigen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten und diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Wenn finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, so können Aufwendungen und Erträge entweder vollständig im Periodenergebnis (at fair value through profit or loss, FVTPL) oder im sonstigen Ergebnis (at fair value through other comprehensive income, FVTOCI) zu erfassen sein. Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 erfolgt auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme. Nach IFRS 9 werden Derivate, die in Verträge eingebettet sind, bei denen die Basis ein finanzieller Vermögenswert im Anwendungsbereich des Standards ist, niemals getrennt bilanziert. Stattdessen wird das hybride Finanzinstrument insgesamt im Hinblick auf die Klassifizierung beurteilt. Für einige Schuldinstrumente kann eine Klassifizierung als FVTOCI verpflichtend sein, sofern nicht die Fair-Value-Option ausgeübt wird. Hingegen erfolgt die Zuordnung von Eigenkapitalinstrumenten zu FVTOCI auf freiwilliger Basis. Darüber hinaus unterscheiden sich auch die Regelungen zur Umklassifizierung von im sonstigen Ergebnis erfassten Beträgen für Schuldinstrumente und Eigenkapitalinstrumente. SYZYGY macht von der Fair-Value-Option keinen Gebrauch. Die Klassifizierung wird festgelegt, wenn der finanzielle Vermögenswert erstmalig angesetzt wird, also das Unternehmen Gegenpartei der vertraglichen Vereinbarungen des Instruments wird. In bestimmten Fällen kann jedoch eine spätere Umklassifizierung finanzieller Vermögenswerte notwendig sein. SYZYGY hat die Staats- und Unternehmensanleihen in ihrem Wertpapierportfolio in die Kategorie „financial assets measured as fair value through other comprehensive income (FVTOCI)“ nach IFRS 9 klassifiziert. Das Wertpapierdepot wird von SYZYGY zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung gehalten. Die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme beruhen lediglich auf der Rückzahlung des Nominalbetrags sowie einer Verzinsung des noch ausstehenden Nominalbetrags zu festgelegten Zeitpunkten. Daher werden die Wertpapiere, die gemäß IFRS 9 dem Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“ zugeordnet (FVTOCI) sind, und bei der erstmaligen Erfassung zu ihren Anschaffungskosten, die in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entsprechen, bewertet und anschließend an die veränderten beizulegenden Zeitwerte am jeweiligen Bewertungsstichtag angepasst. Diese entsprechen in der Regel den Markt- oder Börsenwerten an den Finanzmärkten. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im Eigenkapital unter dem Posten „Übriges Konzernergebnis“ und in der Gesamtergebnisrechnung im Posten „Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste“ ausgewiesen. Ausgenommen hiervon sind Verluste aus nicht nur vorübergehenden Wertminderungen sowie Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten, welche in der Gesamtergebnisrechnung erfolgswirksam erfasst werden. Wird ein Wertpapier der Kategorie „FVTOCI“ veräußert, werden die bis dahin im Übrigen Konzernergebnis angesammelten Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst. In der Vergangenheit erfolgswirksam erfasste Wertminderungen werden bei Eigenkapitalinstrumenten nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht. Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten werden hingegen erfolgswirksam erfasst. SYZYGY hat die Zahlungsmittel und -äquivalente sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte und sonstige Forderungen in die Kategorie „Amortised Costs“ nach IFRS 9 eingeordnet. Diese Finanzinstrumente haben fixe oder bestimmbare Zahlungen und sind nicht an einem aktiven Markt notiert. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderung bewertet. Sie werden in der Bilanz entsprechend ihrer Fristigkeit als lang- oder kurzfristige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ (FVTPL) angesetzt werden. SYZYGY bewertet grundsätzlich sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme langfristiger bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten, mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode und weist sie der Kategorie Amortised Costs zu. Diese entsprechen den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Rückzahlungen, Emissionskosten und der Amortisation eines Agios oder Disagios. Die finanziellen Verpflichtungen mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die keinen Finanzschulden oder derivativen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen und nicht an einem Markt notiert sind, werden in der Bilanz als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder den Sonstigen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit ausgewiesen. Bezüglich der Angaben nach IFRS 7 erfolgt eine Klassenbildung entsprechend der in der Bilanz ausgewiesenen Posten bzw. der nach IFRS 9 genutzten Bewertungskategorie. SYZYGY hielt im Geschäftsjahr, ebenso wie im Vorjahr, keine hybriden oder derivativen Finanzinstrumente. Zinsänderungen führen bei festverzinslichen Wertpapieren in Abhängigkeit von der Duration zu Kursschwankungen. Hierfür werden keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Das Wertminderungsmodell unter IFRS 9 ist auch auf Schuldinstrumente anzuwenden, deren Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst werden („FVTOCI“). Mit Ausnahme finanzieller Vermögenswerte, die bereits eine Wertminderung bei Zugang aufweisen, müssen erwartete Verluste mit einem Betrag in folgender Höhe erfasst werden: dem „erwarteten 12-Monats-Verlust" (Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren) oder den gesamten über die Restlaufzeit des Instruments erwarteten Verlust (Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle infolge aller möglichen Ausfallereignisse über die Restlaufzeit des Finanzinstruments). Weist ein Instrument am Abschlussstichtag ein „niedriges“ Ausfallrisiko auf, so überprüft SYZYGY im Einklang mit IFRS 9, dass sich das Ausfallrisiko zum Bewertungsstichtag nicht signifikant erhöht hat. Dies gilt für Instrumente, deren Rating mindestens BBB– (sog. Investment Grade) beträgt. SYZYGY berechnet für diese Wertpapiere den „erwarteten 12-Monats-Verlust" und bucht die Veränderung der Wertminderung erfolgswirksam gegen das übrige Konzernergebnis. Ist ein Finanzinstrument bereits im Zugangszeitpunkt als „credit impaired“ anzusehen oder besteht ein signifikanter Anstieg des Ausfallrisikos seit dem Zugangszeitpunkt so mindert SYZYGY den Wert des Finanzinstruments um den „lifetime expected loss“. 2.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung, d. h. der Erbringung der Leistung an den Kunden, erfasst. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen über separate Wertberichtigungskonten berücksichtigt. Soweit keine Abwertungen aufgrund von Ausfallrisiken erforderlich sind, erfolgt die Bilanzierung zum Nennwert. Forderungen mit einer Fälligkeit, die über ein Jahr hinausgeht, werden marktüblich abgezinst. Erbrachte Leistungen werden zeitraumbezogen mittels eines inputorientierten Verfahrens (cost-to-cost-Methode) entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad im Sinne des IFRS 15 realisiert, und sind ebenfalls in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte ausgewiesen (siehe auch Abschnitt 2.10 Umsatz- und Ertragsrealisierung). Vertragsverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen und werden unter den Vertragsverbindlichkeiten in den Passiva ausgewiesen. Das Wertminderungsmodell unter IFRS 9 ist auch auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine signifikante Finanzierungskomponente. Daher kommt das vereinfachte Wertberichtigungsmodell gemäß IFRS 9 zur Anwendung, wonach Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte immer in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts ermittelt werden. Die Wertminderungen nach IFRS 9 werden in einem separaten Posten in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. 2.4 Eigene Aktien Eigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Die gesamten Anschaffungskosten aus dem Erwerb eigener Aktien werden in einem gesonderten Posten als Abzugsposten vom Eigenkapital ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eigener Aktien werden erfolgsneutral den Kapitalrücklagen zugerechnet. 2.5 Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz nach IFRS und der lokalen Steuerbilanz, sowie aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen angesetzt; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Aktive und passive latente Steuern sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen, sofern sie nicht aufrechenbar gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt zu den Steuersätzen, die nach geltender Rechtslage in den jeweiligen Ländern zum Zeitpunkt der Realisierung (Umkehrung der Steuerlatenzen) voraussichtlich gelten werden. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz oder der ertragssteuerliche Verlustvortrag verwendet werden kann. 2.6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Rückstellungen Gemäß IFRS 9 werden kurzfristige Verbindlichkeiten im Zugangszeitpunkt mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der im Wesentlichen ihrem Marktwert entspricht. Bei langfristigen Verbindlichkeiten erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Diese werden nach Maßgabe der Effektivzinsmethode durch eine Abzinsung des Erfüllungsbetrages ermittelt und bis zur Fälligkeit fortgeführt. Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem vergangenen Ereignis besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. In die Berechnung der sonstigen Rückstellungen fließen alle zu berücksichtigenden Kostenbestandteile ein. Verpflichtungen für Beiträge zu beitragsorientierten Plänen werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Vorausgezahlte Beiträge werden als Vermögenswert erfasst, soweit ein Anrecht auf Rückerstattung oder Verringerung künftiger Zahlungen besteht. 2.7 Eventualschulden Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Konzerns stehen. Eventualschulden sind zudem gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist, oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Nicht im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene Eventualschulden werden nicht angesetzt. 2.8 Sonstige Vermögenswerte und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen Vermögenswerte und sonstige kurzfristigen Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Etwaige Wertminderungen bei den sonstigen Vermögenswerten werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. 2.9 Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16 Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf Nutzung eines Vermögenswertes (des Leasinggegenstands) für einen vereinbarten Zeitraum gegen Entgelt überträgt. Seit dem 1. Januar 2019 bilanziert SYZYGY nach IFRS 16 als Leasingnehmer grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz im Posten Sachanlagen Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu Barwerten. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten folgende Leasingzahlungen: Feste Leasingzahlungen Index- oder ratenbasierte Zahlungen „Quasi“-fixe Zahlungen Ausübungspreise einer Kaufoption, deren Ausübung hinreichend sicher eingeschätzt wurde Strafzahlungen aus einer Kündigungsoption, wenn in der Laufzeit des Leasingverhältnisses berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird Erwartete Inanspruchnahme aus Restwertgarantien Leasingzahlungen werden mit dem Zinssatz abgezinst, der dem Leasingverhältnis implizit zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers. Nutzungsrechte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen: Leasingverbindlichkeit Bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize Anfänglich direkte Kosten Rückbauverpflichtungen Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Amortisation der Nutzungsrechte wird linear über den Zeitraum des Vertragsverhältnisses vorgenommen. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) wird von der Anwendungserleichterung Gebrauch gemacht und die Zahlung linear als Aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Leasingkomponenten und Nicht-Leasingkomponenten werden bei SYZYGY nicht zusammengefasst, sondern getrennt bilanziert. Daneben werden konzerninterne Leasingverhältnisse gemäß IFRS 8 in der Segmentberichterstattung grundsätzlich wie operative Mietverhältnisse nach IAS 17 dargestellt. Einige Leasingverträge enthalten Verlängerungsoptionen, da sie SYZYGY eine größere betriebliche Flexibilität bieten. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung oder Nicht-Ausübung von Verlängerungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. SYZYGY ist kein Leasinggeber in einem Miet- oder Finanzierungsleasing. 2.10 Umsatz- und Ertragsrealisierung SYZYGY erzielt Umsatzerlöse aus Beratungs- und Entwicklungsleistungen sowie aus der Planung und Durchführung von Werbekampagnen. Umsätze aus Beratungsleistungen und durch Produktion von Inhalten für digitale Medien werden realisiert, wenn die Leistung in Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden vertraglichen („Time and Material“) Vereinbarungen erbracht wurde, eine Zahlung seitens des Kunden wahrscheinlich ist und der Rechnungsbetrag feststeht bzw. bestimmbar ist. Beratungsleistungen auf Festpreisbasis werden mittels eines inputorientierten Verfahrens (cost-to-cost-Methode) zeitraumbezogen realisiert. Der Fertigstellungsgrad der Projekte wird anhand des Vergleichs der bereits erbrachten Zeiteinheiten und anderen direkten Kosten zu den gesamten zur Fertigstellung des Projektes geplanten Zeiteinheiten und anderen direkten Kosten ermittelt. Anpassungen aufgrund einer veränderten Planung werden regelmäßig durchgeführt. Für drohende Verluste aus derartigen Projekten werden Wertberichtigungen oder Rückstellungen in vollem Umfang in der Periode gebildet, in der sie erkennbar werden. SYZYGY räumt ihren Kunden Zahlungsziele zwischen 0 und 90 Tagen ein. In manchen Projektverträgen sind Teilleistungen („Milestones“) vereinbart. In diesen Fällen wird eine Teilrealisierung der Umsatzerlöse nach Erbringung der jeweiligen selbstständigen Teilleistung sowie der Abnahme der Teilleistung durch den/die Kund:in vorgenommen. Ferner werden Leistungen zur Planung und Durchführung von Werbekampagnen im Internet (Mediadienstleistungen) erbracht. Hierbei werden zum Teil auf eigene Rechnung Werbeplätze eingekauft und im Rahmen der Leistungserbringung abgerechnet. Die Kosten für den Einkauf der Werbeplätze („Mediakosten“) werden im Zuge der Abrechnung der Mediadienstleistungen an den/die Kund:in zusammen mit einer festen Vergütung oder einer Vergütung, die sich im Verhältnis zu den tatsächlichen Mediakosten rechnet, weitergereicht. Umsätze für Mediadienstleistungen werden grundsätzlich mit bzw. nach dem Erscheinen der Werbung realisiert. Dabei wird der gesamte den Kunden zu berechnende Betrag als Billings, sowie der um die durchlaufenden Posten, bzw. die Mediakosten verringerte Betrag als Umsatzerlöse erfasst. Erträge in Form von Zinsen u. Ä. werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrages mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt und periodengerecht erfasst. 2.11 Werbeaufwendungen Ausgaben für Werbemaßnahmen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam im Posten Vertriebs- und Marketingkosten in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. 2.12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die tatsächlichen Ertragssteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder ermittelt, in denen die betroffenen Gesellschaften tätig sind. Die Berechnung der latenten Ertragssteuern nach IAS 12 beinhaltet die Berechnung von Steuerabgrenzungen auf unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva in Bilanz nach IFRS und Steuerbilanz. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, deren Wertänderungen direkt im Eigenkapital berücksichtigt wurden. In diesem Fall wird die latente Steuer ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. 2.13 Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33 ermittelt. Dabei entspricht der unverwässerte Wert dem Konzernergebnis, geteilt durch die gewichtete, durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien. Der Erwerb eigener Aktien vermindert dementsprechend die Anzahl ausgegebener Aktien. Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses würden neben den ausstehenden Aktien auch alle ausstehenden, noch nicht ausgeübten Optionen mit positivem inneren Wert berücksichtigt. 2.14 Aktienbasierte Vergütungsprogramme Aktien-Beteiligungsprogramm 2013 Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Aktien-Beteiligungsprogramm aufgelegt. Danach verpflichtet sich die Gruppe, Beschäftigten eine bestimmte Anzahl an Aktien nach drei Jahren zu übertragen. Sollten die Mitarbeitenden die SYZYGY GROUP vor Ablauf der Frist verlassen, verfallen sämtliche Ansprüche aus dem Aktienprogramm entschädigungslos. Alternativ haben die Beschäftigten wie auch die Gesellschaft das Recht, anstatt der Aktien den zum Übertragungsstichtag gültigen Marktwert in bar vergütet zu erhalten bzw. zu vergüten. Diese anteilsbasierte Vergütung mit Wahlfreiheit der Gegenpartei über die Auszahlungsmodalität, ist so strukturiert, dass beide Erfüllungsalternativen den gleichen beizulegenden Zeitwert haben. Nach IFRS 2.37 ist daher der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalkomponente gleich null und somit entspricht der beizulegende Zeitwert des zusammengesetzten Finanzinstruments der Schuldkomponente. SYZYGY erfasst demzufolge die Aufwendungen pro rata temporis ab Aktienzusage als Rückstellung zum beizulegenden Zeitwert. Phantom Stock Programm Ferner wurde in 2015 ein Phantom Stock Programm aufgelegt und im Geschäftsjahr 2016 angepasst. Hierbei erhält der Berechtigte die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Gewährung und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks als Sonderzahlung. 40 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 1) können frühestens nach 2 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 3 Jahren, 60 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 2) können frühestens nach 3 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 4 Jahren. Die maximale Kurssteigerung (Cap) ist bei der Tranche 1 auf 60 Prozent und bei der Tranche 2 auf 90 Prozent begrenzt. Ferner gibt es bei diesem Programm eine Change of Control-Klausel, nach der innerhalb einer Frist von 6 Wochen nach Abschluss eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Ausübung erfolgen kann. Es handelt sich dabei um eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich im Sinne des IFRS 2 und daher erfolgt die Bilanzierung nach den oben beschriebenen Grundsätzen. 2.15 Zuwendungen der öffentlichen Hand Eine bedingungslose Zuwendung der öffentlichen Hand wird als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, sobald ein Anspruch auf die Zuwendung entsteht. Sonstige Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zunächst als passivische Abgrenzungsposten zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass sie gewährt werden und der Konzern die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird. Anschließend werden diese Zuwendungen der öffentlichen Hand planmäßig über den Zeitraum der Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswertes als Ertrag im Periodenergebnis erfasst. Zuwendungen, die dem Konzern angefallene Aufwendungen kompensieren, werden passivisch abgegrenzt und planmäßig in den Perioden, in denen die Aufwendungen erfasst werden, ertragswirksam vereinnahmt. 3. Erläuterungen zur Konzernbilanz 3.1 Geschäfts- oder Firmenwert Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 43.037 (Vorjahr: TEUR 55.021) ist im Rahmen der Akquisitionen von Ars Thanea, diffferent, SYZYGY Performance und Unique Digital UK entstanden. Der im Rahmen der SYZYGY Media GmbH und SYZYGY Performance GmbH-Akquisitionen entstandene Goodwill wurde durch die Verschmelzung auf die SYZYGY Performance Marketing GmbH im Jahr 2021 auch dieser Gesellschaft als zahlungsmittelgenerierender Einheit zugerechnet. Grundsätzlich werden bei SYZYGY die Einzelgesellschaften als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte (GoF) wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zugeordnet: diffferent SYZYGY Performance Unique Digital UK Ars Thanea In der folgenden Tabelle sind die den CGU zugeordneten Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte dargestellt. 2022 (in TEUR) GoF diffferent 15.400 SYZYGY Performance 13.357 Unique Digital UK 8.024 Ars Thanea 6.256 Gesamt 43.037 2021 (in TEUR) GoF diffferent 22.927 SYZYGY Performance 17.284 Unique Digital UK 8.450 Ars Thanea 6.360 Gesamt 55.021 Die Werthaltigkeit der einzelnen Geschäfts- oder Firmenwerte wurde durch Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2022 überprüft. Die Berechnung des erzielbaren Betrags der CGU wurde auf Basis des Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen zum 31. Dezember 2022 ermittelt. Die Prognosen basieren auf jährlich aktualisierten Finanzplänen, die vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Weiterhin erfolgt eine Fortschreibung der Geschäftsplanung über 5 Jahre, die von der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften zusammen mit dem Vorstand der SYZYGY AG entwickelt wird. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des Nutzungswerts beruht, gehören Annahmen zu Wachstumsraten, Margenentwicklung und Diskontierungssatz sowie eine Wachstumsrate in der ewigen Rente in Höhe von 1 Prozent. Dies entspricht dem hälftigen langfristigen Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent. Grundsätzlich geht SYZYGY davon aus, dass die Digitalbranche in Zukunft stärker wachsen wird. Für die CGU Unique Digital UK in Großbritannien wurde ein risikoloser Zinssatz von 2,03 Prozent, ein Risikozuschlag von 7,00 Prozent und ein Branchen-Beta von 1,10, ein länderspezifischer Risikozuschlag von 1,03 Prozent sowie ein Inflationsdifferential von 99,45 Prozent zugrunde gelegt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 10,2 Prozent nach Steuern bzw. 12,9 Prozent vor Steuern ergab. Im Vorjahr wurde für die CGU Unique Digital UK ein risikoloser Zinssatz von 0,10 Prozent, ein Risikozuschlag von 7,00 Prozent und ein Branchen-Beta von 1,08 zugrunde gelegt, so dass sich ein WACC von 8,5 Prozent nach Steuern bzw. 9,5 Prozent vor Steuern ergab. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 25 Prozent Berücksichtigung (Vorjahr: 19 Prozent). Bei der Unique Digital UK ist im Rahmen der Geschäftsplanung für 2023 ein erwarteter Umsatzstrückgang von 1 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent), für 2024 bis 2027 ein Umsatzwachstum von 10 Prozent p. a. (Vorjahr: 10 Prozent) sowie 1 Prozent im Terminal Value (Vorjahr: 1 Prozent) zugrunde gelegt. Für 2023 entspricht die Wachstumsrate den genauen Planzahlen der CGU, wohingegen die weitere Entwicklung mit der allgemeinen Marktentwicklung des jeweiligen Landes einhergeht. Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2023 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von rund 4 Prozent in Großbritannien (Vorjahr: 10 Prozent) aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse keinen Wertminderungsbedarf für Unique Digital UK, der ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.024 zugeordnet ist. Für SYZYGY Performance und diffferent wurden in Deutschland ein risikoloser Zinssatz von 2,03 Prozent (Vorjahr: 0,10 Prozent), ein Risikozuschlag von 7,00 Prozent (Vorjahr: 7,00 Prozent) und ein Branchen-Beta von 1,10 (Vorjahr: 1,08) unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 9,7 Prozent nach Steuern (Vorjahr: 7,6 Prozent) bzw. von 12,9 Prozent vor Steuern (Vorjahr: 9,7 Prozent) ergab. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 30 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent) Berücksichtigung. Der Geschäftsplan von SYZYGY Performance sieht ein Umsatzwachstum von 4 Prozent für das Jahr 2023 (Vorjahr: 10 Prozent) sowie ein Umsatzwachstum von 10 Prozent p.a. für die Jahre 2024 bis 2027 (Vorjahr 2023 bis 2026: 10 Prozent) vor. Im Terminal Value wird 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt. Für diffferent sieht der Geschäftsplan ein Umsatzwachstum von 15 Prozent für das Jahr 2023 (Vorjahr: 10 Prozent) sowie 10 Prozent p. a. für die Jahre 2024 bis 2027 (Vorjahr 2023 bis 2026: 7 Prozent) vor. Im Terminal Value wird 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt. Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2023 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von rund 7 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent) in Deutschland aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse einen Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 11.413 in Deutschland, davon entfallen TEUR 7.486 auf die diffferent (Vorjahr: TEUR 2.843) sowie TEUR 3.927 auf die SYZYGY Performance (Vorjahr: TEUR 0). Diffferent ist nun ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 15.400 und SYZYGY Performance ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 13.357 zugeordnet. Für Ars Thanea in Polen wurde ein risikoloser Zinssatz von 2,03 Prozent (Vorjahr: 0,10 Prozent), ein Risikozuschlag von 7,00 Prozent (Vorjahr: 7,00 Prozent ), ein Branchen-Beta von 1,10 (Vorjahr: 1,08), ein länderspezifischer Risikozuschlag von 1,46 Prozent (Vorjahr: 0,84 Prozent) sowie ein Inflationsdifferential von 100,63 Prozent (Vorjahr: 101,30 Prozent) unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 11,9 Prozent nach Steuern (Vorjahr: 9,9 Prozent) bzw. von 14,3 Prozent vor Steuern (Vorjahr: 11,3 Prozent) ergab. Hierbei fand ein unveränderter, durchschnittlicher Steuersatz von 19 Prozent Berücksichtigung. Der Geschäftsplan sieht ein Umsatzwachstum von 13 Prozent für das Jahr 2023 (Vorjahr: 21 Prozent), sowie 10 Prozent p. a. für 2024 bis 2027 (Vorjahr: 10 Prozent) vor. Im Terminal Value wird 1 Prozent Wachstum (Vorjahr: 1 Prozent) berücksichtigt. Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2023 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von 2 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) in Polen aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der Analyse keinen Wertminderungsbedarf für Ars Thanea, der ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 6.256 zugeordnet ist. Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu Zinssatz, Wachstumsraten und Margenentwicklung verändern, so ergeben sich andere Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Ein Anstieg des Zinssatzes für 30-jährige Staatsanleihen um 100 Basispunkte würde für die diffferent zu einem gleich hohen Anstieg des WACC vor Steuern und in der Folge zu einem Rückgang der Nutzungswerte um rund 10 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent) aufgrund des höheren Diskontierungsfaktors führen. Vergleichbar wären die Auswirkungen bei den Nutzungswerten in Großbritannien und Polen. Dies würde bei der CGU Ars Thanea zu einer Wertminderung sowie bei SYZYGY Performance und diffferent zu weiteren Wertminderungen führen. Sollten sich die Umsatzwachstumsraten bei den Gesellschaften ab 2024 um die Hälfte verringern, würde dies bei der CGU Ars Thanea zu einer Wertminderung sowie bei SYZYGY Performance und diffferent zu weiteren Wertminderungen führen. Die geschätzten erzielbaren Beträge der CGUs Ars Thanea und Unique Digital UK übersteigen deren Buchwerte um EUR 3,8 Mio. 3.2 Geschäfts- oder Firmenwert, sonstige Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Die Entwicklung ist im Geschäftsjahr wie folgt: 2022 (in TEUR) Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Immaterielle Vermögens- werte Nutzungs- rechte aus Leasing- Verhält- nissen Mieter- einbauten Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Summe Anschaffungskosten 1. Januar 2022 57.880 2.871 31.252 7.578 5.354 104.935 Zugänge 0 38 2.061 102 754 2.955 Abgänge -41 0 -707 -151 -99 -998 Anpassungen 0 0 -54 0 0 -54 Währungskursänderungen -530 -12 -397 -73 -32 -1.044 Anschaffungskosten 31. Dezember 2022 57.309 2.897 32.155 7.456 5.977 105.794 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1. Januar 2022 2.859 2.543 9.049 2.580 3.211 20.242 Zugänge 11.413 148 3.542 805 850 16.758 Abgänge 0 0 -707 -78 -95 -880 Anpassungen 0 0 0 0 0 0 Währungskursänderungen 0 -5 -164 -24 -21 -214 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2022 14.272 2.686 11.720 3.283 3.945 35.906 Buchwert 31. Dezember 2022 43.037 211 20.435 4.173 2.032 69.888 Die Entwicklung war im Vorjahr wie folgt: 2021 (in TEUR) Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Immaterielle Vermögens- werte Nutzungs- rechte aus Leasing- Verhält- nissen Mieter- einbauten Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Summe Anschaffungskosten 1. Januar 2021 57.365 2.935 29.634 6.207 6.445 102.586 Zugänge 41 88 1.800 1.156 867 3.952 Abgänge -40 -138 -667 -202 -2.361 -3.408 Anpassungen 0 -28 0 258 366 596 Währungskursänderungen 514 14 485 159 37 1.209 Anschaffungskosten 31. Dezember 2021 57.880 2.871 31.252 7.578 5.354 104.935 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1. Januar 2021 16 2.442 6.017 1.746 4.317 14.538 Zugänge 2.843 263 3.563 671 849 8.189 Abgänge 0 -138 -667 -202 -2.354 -3.361 Anpassungen 0 -28 0 285 366 623 Währungskursänderungen 0 4 136 80 33 253 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31. Dezember 2021 2.859 2.543 9.049 2.580 3.211 20.242 Buchwert 31. Dezember 2021 55.021 328 22.203 4.998 2.143 84.693 Die sonstigen Immateriellen Vermögenswerte wurden durch einen Werthaltigkeitstest, mit analogen Grundlagen wie beim Geschäfts- oder Firmenwert (3.1), zum 31. Dezember 2022 überprüft. Sie enthalten, unter Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten, Markennamen in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 214), die im Rahmen der Erstkonsolidierung von Unique Digital UK, Ars Thanea, USEEDS, SYZYGY Performance und diffferent entstanden sind. Sie sind in der Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 130) dem Segment Großbritannien zuzuordnen und unterliegen einer unbestimmbaren Nutzungsdauer, da ein Ende der wirtschaftlichen Nutzung dieser Marken nicht abzusehen ist. Der Markenname von diffferent ist nun mehr vollständig abgeschrieben. Er war ebenfalls im Rahmen des Unternehmenserwerbs zugegangen und wurde über 5 Jahre linear abgeschrieben. Dieser wurde im Vorjahr in Höhe von TEUR 84 bilanziert und war dem Segment Deutschland zugeordnet. Seit 1. Januar 2019 enthalten die Sachanlagen auch die Nutzungsrechte aus Leasingverträgen. Im Jahr 2022 entstanden aus der Anwendung von IFRS 16 Zugänge in Höhe von TEUR 1.778 für Nutzungsrechte für Immobilien (Vorjahr: TEUR 1.726) sowie in Höhe von TEUR 283 für Firmenwagen (Vorjahr: TEUR 73). Insgesamt gingen im Geschäftsjahr Nutzungsrechte an Leasinggegenständen mit einem Buchwert von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) ab. Die Abschreibung auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen betrug TEUR 3.542 (Vorjahr: TEUR 3.563). Die Buchwerte der Nutzungsrechte für Immobilien betragen zum Abschlussstichtag TEUR 20.175 (Vorjahr: TEUR 22.078) und für Firmenwagen TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 125). Die Betriebs- und Geschäftsausstattungen beinhalten im Wesentlichen Hardware und Büroeinrichtung. Im Geschäftsjahr lagen keine Anhaltspunkte für Wertminderungen vor. 3.3 Langfristige finanzielle Vermögenswerte SYZYGY hat sich im Geschäftsjahr 2017 an der next media accelerator 2 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, mit einer Kommanditeinlage in Höhe von TEUR 200 beteiligt, die ursprünglich 3 Prozent des Kommanditkapitals entsprach. Die Kaufpreisverbindlichkeit wurde bis 2021 jährlich durch Tranchen in Höhe von TEUR 40 getilgt. Aufgrund der Bekanntmachung im Bundesanzeiger vom 12. Januar 2022, dass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 aufgelöst wurde, hat SYZYGY für diesen finanziellen Vermögenswert im Geschäftsjahr 2021 eine vollständige Wertminderung in Höhe von TEUR 200 vorgenommen. Die Gesellschaft ist mit der Eintragung ins Handelsregister vom 8. Dezember 2022 erloschen. SYZYGY hat aus der Liquidation einen Ertrag in Höhe von TEUR 13 erzielt. Zudem hat SYZYGY TEUR 300 in einen Investmentfonds investiert, der zur Absicherung von Altersteilzeit-Vereinbarungen dient. Er wird nicht zur Erfüllung der Verpflichtungen verwendet. Am Bilanzstichtag hatte der Fonds einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 269. Bislang wurden alle langfristigen finanziellen Vermögenswerte nach der Kategorie FVTPL bilanziert. Wie im Vorjahr bestanden keine At-Equity bewerteten Finanzinvestitionen. 3.4 Sonstige langfristige Vermögenswerte Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte stellen finanzielle Vermögenswerte der Bewertungskategorie Amortised Costs dar und sind in Höhe von TEUR 259 (Vorjahr: TEUR 287) bilanziert. Sie enthalten vor allem Mietkautionen in Höhe TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 113) sowie eine Abgrenzung mietfreier Zeit von Untermietern in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 72). Im Vorjahr war ein noch ausstehendes verzinsliches Darlehen an Dritte in Höhe von TEUR 100 enthalten, das im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig zurückgezahlt worden ist. 3.5 Aktive latente Steuern Im abgelaufenen Geschäftsjahr kommt es zu einem Ausweis aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 1.221 (Vorjahr: TEUR 1.575). Bei der SYZYGY AG als Organträger sind die aktiven latenten Steuern vor allem auf die unterschiedliche Bewertung von Leasingverpflichtungen und Anlagevermögen erfasst. Weitere aktive latente Steuern ergeben sich auch bei Tochterunternehmen aus unterschiedlichen Bewertungen von Leasingverpflichtungen und aus unterschiedlichen Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und der lokalen Steuerbilanz. Für Leasingverbindlichkeiten wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 6.638 (Vorjahr: TEUR 6.745) bilanziert. SYZYGY Performance hat steuerliche Verlustvorträge für die Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 1.321) sowie für die Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 519 (Vorjahr: TEUR 1.739), für die insgesamt TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 499) als aktive latente Steuer bilanziert wurden. Diffferent hat keinen gewerbesteuerlich nutzbaren Verlustvortrag mehr (Vorjahr: TEUR 21, für den aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 3 ausgewiesen wurden). Die Gesellschaften in Großbritannien sind in einem Steuerverbund und haben keine aktiven latenten Steuern (Vorjahr: TEUR 53) mehr für steuerlich nutzbare Verlustvorträge (Vorjahr: TEUR 278) angesetzt. SYZYGY US hat für steuerlich nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 300) insgesamt TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 116) als aktive latente Steuern angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden aktive latente Steuern für Wertminderungen gemäß IFRS 9 in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 5) bilanziert. Insgesamt wurden aktive und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 6.291 (Vorjahr: TEUR 6.115) verrechnet. Dies erfolgte unter der Anwendung der Saldierungsvorschriften gemäß IAS 12.71 ff. Die Zusammensetzung der aktiven und passiven latenten Steuern ist unter Abschnitt 5.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag dargestellt. 3.6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Wertpapiere Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Festgeldanlagen mit einer Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von weniger als drei Monaten sind in folgender Tabelle dargestellt: In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.814 2.115 Der in der Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich die in diesem Bilanzposten genannten Beträge.Verfügungsbeschränkungen über die hier angegebenen Vermögenswerte bestehen nicht. Im Posten Wertpapiere werden von Staaten oder Unternehmen öffentlich begebene Schuldtitel ausgewiesen sowie Fonds. Zum Bilanzstichtag gehören alle Wertpapiere als finanzielle Vermögenswerte nach IFRS 9 der Kategorie „FVTOCI“ an. Das Wertpapierdepot wird von SYZYGY zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung gehalten. Die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme beruhen lediglich auf der Rückzahlung des Nominalbetrags sowie einer Verzinsung des noch ausstehenden Nominalbetrags zu festgelegten Zeitpunkten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden bis zur Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts unter Berücksichtigung von Steuereffekten erfolgsneutral im Posten „Übriges Konzernergebnis“ berücksichtigt. Wie in der folgenden Tabelle dargestellt, lag der Marktwert der gesamten Wertpapiere zum 31. Dezember 2022 insgesamt um TEUR 352 unter den Anschaffungskosten (Vorjahr: TEUR 41 unter den Anschaffungskosten). Es entfielen TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 0) auf unrealisierte Kursgewinne und TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 41) auf unrealisierte Kursverluste. Wertpapierkäufe und -verkäufe werden jeweils mit Valuta erfasst. Von den bisher erfolgsneutral im Posten „Übriges Konzernergebnis“ erfassten unrealisierten Gewinnen und Verlusten vom 31. Dezember 2021 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 0 Bewertungsgewinne (Vorjahr: TEUR 3) sowie TEUR 19 Bewertungsverluste (Vorjahr: TEUR 0) realisiert. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt anhand von notierten Marktpreisen. Die unrealisierten Kursgewinne und Kursverluste sind im Posten „Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus Wertpapieren der Kategorie FVTOCI nach Steuern“ in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. 31. Dezember 2022 (in TEUR) Anschaffungs- kosten Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Buchwert/ Marktwert Wertpapiere (FVTOCI) 1.440 28 - 380 1.088 31. Dezember 2021 (in TEUR) Anschaffungs- kosten Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Buchwert/ Marktwert Wertpapiere (FVTOCI) 1.674 - - 41 1.633 Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum Bilanzstichtag: In TEUR < 1 Jahr 1 - 5 Jahre 5 - 10 Jahre > 10 Jahre Gesamt Wertpapiere (FVTOCI) - 737 - 351 1.088 Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum Bilanzstichtag des Vorjahres: In TEUR < 1 Jahr 1 - 5 Jahre 5 - 10 Jahre > 10 Jahre Gesamt Wertpapiere (FVTOCI) - - 675 958 1.633 Die Wertentwicklung des Wertpapierportfolios hängt grundsätzlich von der Entwicklung der Zinsen und der Entwicklung der Credit Spreads ab. Im Durchschnitt weist das Portfolio eine Duration von rund 9,6 Jahren (Vorjahr: 14,6 Jahre) auf. Erhöhen sich also die Credit Spreads um 100 Basispunkte bei gleichbleibendem Zinsniveau, reduziert sich der Wert des Wertpapierportfolios um rund 9,6 Prozent (Vorjahr: 14,6 Prozent). Bei den Wertpapieren reduziert SYZYGY Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB– (sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Grundsätzlich wird von einem Emittenten maximal eine Position mit einem Nennwert von EUR 2,0 Mio. eingegangen. Bei Neuanlagen mit Rating BBB– betragen die Positionen maximal EUR 1,0 Mio. Alle Wertpapiere mit einer bestimmten Fristigkeit unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads, kombiniert mit der Restlaufzeit. Zudem unterliegt ein Teil der Wertpapiere auch Währungsschwankungen. Hauptsächlich investiert SYZYGY in EUR, aber auch in USD und PLN denominierte Wertpapiere. Die dazugehörigen Risiken und Sensitivitätsanalysen sind unter Abschnitt 6.3 Risiko- und Kapitalmanagement dargestellt. 3.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten Dieser Posten setzt sich wie folgt zusammen: In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.538 17.145 Vertragsvermögenswerte 1.625 3.612 Summe Vermögenswerte 16.163 20.757 Vertragsverbindlichkeiten 6.078 5.218 Für noch nicht endabgerechnete Leistungen werden TEUR 1.625 (Vorjahr: TEUR 3.612) Vertragsvermögenswerte und Umsatzerlöse mittels eines inputorientierten Verfahrens (cost-to-cost-Methode) zeitraumbezogen ausgewiesen. Für diese Leistungen sind Kosten in Höhe von TEUR 1.481 (Vorjahr: TEUR 3.228) angefallen. Hieraus ergibt sich eine Marge von TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 384). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fallen als finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie „Amortised Costs“ nach IFRS 9. Die Altersstruktur der an die Kunden abgerechneten Forderungen ist im Abschnitt 6.3.3 in einer Tabelle dargestellt. Für erkennbare Ausfallrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 6). Gemäß IFRS 9.5.5.15 f. wendet SYZYGY seit dem Geschäftsjahr 2018 ein vereinfachtes Verfahren des allgemeinen Wertminderungsmodells an. Hierbei werden die kumulierten Ausfallwahrscheinlichkeiten über die Restlaufzeit berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine Abschreibung der Forderungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: Wertminderung TEUR 4), so dass zum Bilanzstichtag Wertminderungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 18) ausgewiesen werden. Die Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.078 (Vorjahr: TEUR 5.218) entfallen größtenteils auf erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 5.777 (Vorjahr: TEUR 5.139). Die im Vorjahr ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten sind im Wesentlichen als Erlöse im Geschäftsjahr 2022 erfasst worden. Bei Performance Marketing Gesellschaften wurden die im Geschäftsjahr 2021 ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten um die durchlaufenden Posten bzw. die Mediakosten verringerten Beträge als Umsatzerlöse im Berichtszeitraum erfasst. 3.8 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich zum 31. Dezember 2022 und 2021 jeweils wie folgt zusammen: In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 Abgrenzungsposten 1.155 1.095 Steuererstattungsansprüche 915 608 Kautionen 38 36 Zinsforderungen 22 6 Übrige 379 147 Gesamt 2.509 1.892 Alle sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden innerhalb von 12 Monaten fällig. Die Zinsforderungen, die als finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie „Amortised Costs“ nach IFRS 9 fallen, stellen verwertbare Finanzinstrumente dar und werden in folgender Fälligkeitsstruktur abgebildet: Zinsforderungen in TEUR 0-90 Tage 91-180 Tage 181-360 Tage Gesamt Zum 31.12.2022 - 10 12 22 Zum 31.12.2021 3 3 - 6 3.9 Eigenkapital 3.9.1 Gezeichnetes Kapital Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der SYZYGY AG zum 31. Dezember 2022 beläuft sich auf EUR 13.500.026 (Vorjahr: EUR 13.500.026) und ist wie im Vorjahr eingeteilt in 13.500.026 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. SYZYGY hat im Geschäftsjahr 2022 – wie im Vorjahr – keine Kapitalerhöhung oder -herabsetzung vorgenommen. Zum Stichtag wurden die Anteile an der SYZYGY AG wie folgt gehalten: In Tsd. Aktien Prozent WPP plc., St. Helier, Jersey 6.795 50,33 Streubesitz 4.693 34,77 Institutionelle Anleger 1.176 8,71 HANSAINVEST Hanseatische Investment GmbH, Hamburg 836 6,19 Gesamt 13.500 100,00 3.9.2 Genehmigtes und bedingtes Kapital Am 28. Mai 2021 hat die Hauptversammlung ein genehmigtes Kapital in Höhe von TEUR 6.750 beschlossen, das den Vorstand ermächtigt, unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates, zusätzliche auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien bis zum 27. Mai 2026 auszugeben. Vorstand und Aufsichtsrat haben von der Ermächtigung, neue Aktien auszugeben, hinsichtlich dieses genehmigten Kapitals bislang keinen Gebrauch gemacht. Ein bedingtes Kapital besteht wie im Vorjahr nicht. 3.9.3 Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien durch die SYZYGY AG. Sie beträgt TEUR 27.058 (Vorjahr: TEUR 27.058). 3.9.4 Eigene Aktien SYZYGY ist berechtigt, eigene Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen oder sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. SYZYGY stehen aus eigenen Aktien keine Dividenden- oder Stimmrechte zu. Der Umfang des Aktienrückkaufs wird als Abzugsposten vom Eigenkapital in einem eigenen Posten ausgewiesen. Am 27. Oktober 2020 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 26. Oktober 2025 insgesamt bis zu 10 Prozent der ausstehenden Aktien der SYZYGY zu erwerben. SYZYGY ist berechtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen, Beschäftigten des Unternehmens als Kompensation oder Dritten eigene Aktien im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. Zum 31. Dezember 2022 befanden sich wie im Vorjahr keine eigenen Aktien im Bestand des Unternehmens. 3.9.5 Übriges Konzernergebnis Die im übrigen Konzernergebnis auf die Aktionär:innen der SYZYGY AG entfallenden zusammengefassten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen nach Steuern belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR -889 (Vorjahr: TEUR 645) und sind auf nicht realisierte Verluste aus Wertpapieren der Kategorie „FVTOCI" nach Steuern in Höhe von TEUR 280 (Vorjahr: Gewinne in Höhe von TEUR 35) sowie Kursverluste aus Währungsumrechnungen ausländischer Geschäftsbetriebe in Höhe von TEUR 609 (Vorjahr: Kursgewinne in Höhe von TEUR 610) zurückzuführen. Alle Veränderungen sind recyclingfähig und somit nur vorübergehend im übrigen Konzernergebnis erfasst. Sie werden möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. 3.9.6 Gewinnrücklagen Im Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2022 Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 7.338 (Vorjahr: TEUR 17.605) ausgewiesen. Die Veränderung der Gewinnrücklagen im Geschäftsjahr entspricht dem auf die Aktionär:innen der SYZYGY AG entfallenden Konzernergebnis in Höhe von TEUR -7.499 (Vorjahr: TEUR 4.022), abzüglich der ausgeschütteten Dividende in Höhe von TEUR 2.700 (Vorjahr: TEUR 2.025) und der Ausschüttungen an Minderheitsgesellschaftern von Tochterunternehmen, die aufgrund der present ownership zu 100 Prozent, das heißt ohne Ausweis von nicht-beherrschenden Anteilen, konsolidiert waren, in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 67). Grundlage für Dividendenausschüttungen ist der im deutschen handelsrechtlichen Einzelabschluss ausgewiesene und ausschüttungsfähige Teil des Bilanzgewinns der SYZYGY AG.Die Hauptversammlung der SYZYGY AG beschloss am 5. Juli 2022 eine Dividende von EUR 0,20 (Vorjahr: EUR 0,15) je dividendenberechtigter Aktie, die ab dem 6. Juli 2022 ausgeschüttet wurde. Zum 31. Dezember 2022 wies der Einzelabschluss der SYZYGY AG einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 4.850 (Vorjahr: TEUR 10.025) aus. 3.10 Aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligungsprogramme Aktien-Beteiligungsprogramm 2013 Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Aktien–Beteiligungsprogramm aufgelegt. Danach verpflichtet sich die SYZYGY GROUP, Mitarbeitenden eine bestimmte Anzahl an Aktien nach 3 Jahren zu übertragen. Sollte die beschäftigte Person die SYZYGY GROUP vor Ablauf der Frist verlassen, verfallen sämtliche Ansprüche aus dem Aktienprogramm entschädigungslos. Alternativ haben sowohl die Gesellschaft wie auch die Mitarbeitenden das Recht, anstatt der Aktien den zum Übertragungsstichtag gültigen Marktwert in bar zu vergüten bzw. vergütet zu erhalten. Zum Stichtag sind Zusagen über insgesamt 50.000 Aktien ausstehend, davon 15.000 aus 2020, weitere 15.000 aus 2021 und 20.000 aus 2022. Die Aufwendungen werden pro rata temporis ab Aktienzusage erfasst, so dass zum Stichtag eine Rückstellung für Ansprüche aus dem Aktienprogramm in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 103) bilanziert wurde. Die erfolgswirksame Zuführung im Geschäftsjahr beträgt TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 97). Der beizulegende Zeitwert zum Stichtag ist im Wesentlichen vom Aktienkurs abhängig. In TEUR Anzahl (in Stück) beizulegender Zeitwert Stand: 31.12.2021 45.000 285 Neuzuteilung 20.000 54 Ausübung -15.000 -72 Verfall 0 0 Bewertungsänderungen 0 -4 Stand: 31.12.2022 50.000 263 Phantom Stock Programm 2015 Das Phantom Stock Programm wurde in 2015 aufgelegt. Hierbei erhält der Berechtigte die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Gewährung und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks als Sonderzahlung. 40 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 1) können frühestens nach 2 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 3 Jahren, 60 Prozent der gewährten Phantom Stocks (Tranche 2) können frühestens nach 3 Jahren ausgeübt werden und verfallen spätestens nach 4 Jahren. Die maximale Kurssteigerung (Cap) ist bei der Tranche 1 auf 60 Prozent und bei der Tranche 2 auf 90 Prozent begrenzt. Der Bestand des Vorjahres ist spätestens mit Ablauf des Jahres 2021 vollständig verfallen. Franziska von Lewinski erhielt am 1. Januar 2021 insgesamt 250.000 Phantom Stocks mit einem Ausübungspreis von EUR 5,68. Ferner wurden Frank Ladner sowie Erwin Greiner am 1. Januar 2021 jeweils insgesamt 100.000 Phantom Stocks mit einem Ausübungspreis von EUR 5,68 zugeteilt. Am Bilanzstichtag waren sämtliche Phantom Stocks noch im Bestand. Die erste Tranche konnte frühestens am 31. Dezember 2022 ausgeübt werden. In EUR Anzahl (in Stück) beizulegender Zeitwert Stand: 31.12.2021 450.000 0,62 Ausübung 0 0,00 Verfall 0 0,00 Neuzuteilung 0 0,00 Stand: 31.12.2022 450.000 0,41 Der beizulegende Zeitwert der Phantom Stocks am 31. Dezember 2022 ergibt sich als volumengewichteter Durchschnittswert der Differenz der Ausübungspreise und dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2022 sowie eines Zeitwerts, der anhand des Black-Scholes-Modells unter Berücksichtigung der Restlaufzeit, der erwarteten Dividende, eines risikolosen Zinssatzes und der historischen Volatilität des Aktienkurses berechnet wird. 3.11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Rückstellungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31. Dezember 2022 und 2021 jeweils wie folgt zusammen: In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.810 9.722 Sonstige Rückstellungen: - Personalbezogene Rückstellungen 2.379 2.226 - Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 1.879 2.273 - Übrige 444 426 Sonstige Rückstellungen gesamt 4.702 4.925 Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und nach IFRS 9 als finanzielle Verbindlichkeit der Bewertungskategorie Amortised Costs (früher nach IAS 39 Financial Liabilities at Amortised Costs) zuzuordnen. Die personalbezogenen Rückstellungen enthalten hauptsächlich die in Abschnitt 3.10 beschriebenen Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, Boni und Urlaub für Mitarbeitende. Die Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen. Rückstellungsspiegel zum 31. Dezember 2022 (in TEUR) Buchwert 01.01.2022 Inanspruch- nahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2022 Personalbezogene Rückstellungen 2.226 - 1.554 - 196 1.903 2.379 Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 2.273 - 2.085 - 92 1.783 1.879 Übrige 426 - 413 -13 444 444 Sonstige Rückstellungen gesamt 4.925 - 4.052 - 301 4.130 4.702 Rückstellungsspiegel zum 31. Dezember 2021 (in TEUR) Buchwert 01.01.2021 Inanspruch- nahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2021 Personalbezogene Rückstellungen 1.337 - 1.081 - 58 2.028 2.226 Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 2.735 - 847 - 181 566 2.273 Übrige 436 - 428 0 418 426 Sonstige Rückstellungen gesamt 4.508 - 2.356 - 239 3.012 4.925 3.12 Ertragssteuerschulden Die Aufgliederung der Ertragssteuerschulden ist in folgender Tabelle dargestellt: In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 Deutsche Ertragssteuer 186 463 Englische Ertragssteuer 167 - Polnische Ertragssteuer 10 7 Gesamt 363 470 3.13 Sonstige Verbindlichkeiten Im Folgenden sind die Bestandteile der sonstigen Verbindlichkeiten aufgeführt, die in Abhängigkeit ihrer Fristigkeit in den Posten Langfristige Verbindlichkeiten sowie Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten in der Bilanz dargestellt werden: In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 Leasingverbindlichkeiten 22.895 24.776 Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten 8.000 3.418 Umsatzsteuer- verbindlichkeit 1.485 2.133 Sozialversicherung, Lohn- und Kirchensteuer 642 906 Finanzielle Verbindlich- keiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen 0 4.170 Verbindlichkeiten durch zukünftige Gewinn- ausschüttungen an Minderheiten 0 40 Sonstige 875 690 Gesamt 33.897 36.133 Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der sonstigen Schulden zum 31. Dezember 2022: In TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 6-10 Jahre > 10 Jahre Gesamt Sonstige Verbindlichkeiten 14.027 13.594 5.425 851 33.897 Davon Leasing- verbindlichkeiten 3.588 13.031 5.425 851 22.895 Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der sonstigen Schulden zum 31. Dezember 2021: In TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 6-10 Jahre > 10 Jahre Gesamt Sonstige Verbindlichkeiten 12.389 15.668 6.868 1.208 36.133 Davon Leasing- verbindlichkeiten 3.514 13.346 6.708 1.208 24.776 Die Verpflichtungen aus bedingten Kaufpreiszahlungen stellten finanzielle Verbindlichkeiten dar und waren nach IFRS 9 der Bewertungskategorie FVTPL zugehörig. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ohne Steuerverbindlichkeiten sind nach IFRS 9 der Bewertungskategorie „Amortised Costs“ zugeordnet. 4. Segmentberichterstattung Die Anwendung des IFRS 8 erfordert eine Segmentberichterstattung entsprechend der internen Steuerung (Management-Approach) des Konzerns. Vor diesem Hintergrund berichtet SYZYGY über die Segmente nach einer geographischen Abgrenzung. Die SYZYGY AG als Holdinggesellschaft erbringt hauptsächlich Serviceleistungen an die operativen Einheiten und ist deshalb von diesen getrennt im Bereich Zentralfunktion zu betrachten. Das Segment Großbritannien und US umfasst SYZYGY UK, Unique Digital UK sowie SYZYGY NY. Das Segment Deutschland setzt sich aus diffferent, SYZYGY Deutschland und SYZYGY Performance zusammen. Ars Thanea stellt das Segment Polen dar. Die Vorjahreswerte wurde für den neuen Zuschnitt der Segmente angepasst. Im Vorjahr waren Ars Thanea und SYZYGY NY im Bereich „Sonstige Segmente“ dargestellt, das Segment Großbritannien bestand nur aus SYZYGY UK und Unique Digital UK. Die einzelnen Segmente wenden dieselben Rechnungslegungsgrundsätze wie der Gesamtkonzern an. Die SYZYGY AG beurteilt die Leistungen der Segmente vorrangig anhand des Umsatzes und des EBIT. Die Zuordnung der Umsatzerlöse gegenüber Dritten erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Unternehmenseinheit. Die Angaben zu den geographischen Gebieten in Bezug auf die Segmentumsatzerlöse sowie die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich aus den unten zusammengefassten Segmentangaben. Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich aus Umsatzerlösen gegenüber externen Kunden und intersegmentären Umsätzen zusammen. Die Transaktionen innerhalb der Segmente, die grundsätzlich zu Marktpreisen verrechnet werden, wurden eliminiert. Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller Aktiva zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte, gemindert um die Forderungen, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen. Die Segmentinvestitionen umfassen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Segmentschulden entsprechen der Summe aller Passiva ohne Eigenkapital, zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Anteile der Minderheiten und gemindert um die Verbindlichkeiten, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen. SYZYGY hat wie im Vorjahr mit keiner/m Kund:in mehr als 10 Prozent der konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns über alle operativen Segmente hinweg erzielt. 31.12.2022 (in TEUR) Deutschland Großbritannien & US Polen Zentralfunktion Konsolidierung Summe Billings 92.900 12.424 5.951 -9 -537 110.729 Mediakosten -37.939 -2.523 0 0 345 -40.117 Umsatzerlöse 54.961 9.901 5.951 -9 -192 70.612 davon Innenumsätze -269 -310 872 -101 -192 0 Operatives Ergebnis (EBIT) -5.805 1.350 768 -1.518 0 -5.205 Finanzergebnis -4.270 -192 -8 5.254 -1.632 -848 Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) -10.075 1.158 760 3.736 -1.632 -6.053 Vermögenswerte 68.471 17.221 9.289 88.224 -83.994 99.211 davon Anlagevermögen 44.842 12.693 7.774 4.454 125 69.888 davon Geschäfts- oder Firmenwerte 28.757 8.024 6.256 0 0 43.037 Investitionen 2.416 137 143 259 0 2.955 Abschreibungen 14.118 1.148 354 1.138 0 16.758 Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 11.413 0 0 0 0 11.413 Segmentschulden 35.999 7.951 1.628 21.047 -12.509 54.116 Mitarbeitende am Bilanzstichtag 413 63 79 49 0 604 Für die Angabe der Umsatzerlöse von externen Kunden für jede Gruppe vergleichbarer Dienstleistungen verweisen wir auf die Ausführungen unter 5.1 Umsatzerlöse. 31.12.2021 (in TEUR) Deutschland Großbritannien & US Polen Zentralfunktion Konsolidierung Summe Billings 82.268 30.290 4.769 228 -1.854 115.701 Mediakosten -34.179 -21.772 0 0 374 -55.577 Umsatzerlöse 48.089 8.518 4.769 228 -1.480 60.124 davon Innenumsätze 425 323 1.966 109 -2.823 0 Operatives Ergebnis (EBIT) 3.919 1.196 708 553 3 6.379 Finanzergebnis -5.106 -210 -27 5.849 -1.491 -985 Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) -1.187 986 681 6.402 -1.488 5.394 Vermögenswerte 78.572 22.552 9.419 85.023 -82.234 113.332 davon Anlagevermögen 56.752 14.396 8.073 5.254 218 84.693 davon Geschäfts- oder Firmenwerte 40.211 8.450 6.360 0 0 55.021 Investitionen 929 161 1.616 1.246 0 3.952 Abschreibungen 5.699 1.151 367 977 -5 8.189 Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 2.843 0 0 0 0 2.843 Segmentschulden 35.163 12.627 1.656 18.341 -10.704 57.083 Mitarbeitende am Bilanzstichtag 371 63 63 38 0 535 5. Angaben zur Gesamtergebnisrechnung 5.1 Umsatzerlöse In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus den Produktbereichen Performance Marketing und Design & Build enthalten. Die Umsatzerlöse ergeben sich aus den Billings abzüglich der Mediakosten, die bei den Performance Marketing Gesellschaften als durchlaufende Posten anfallen. Billings enthalten alle Abrechnungen an Dritte, d. h. sowohl eigene (im Produktbereich Design & Build) als auch solche auf eigenen Namen und für fremde Rechnung (Performance Marketing). In 2022 erzielte die SYZYGY GROUP Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 53.466 im Bereich Design & Build (Vorjahr: TEUR 45.487) und Billings in Höhe von TEUR 60.132 (Vorjahr: TEUR 71.857) im Bereich Performance Marketing. Der Bereich Performance Marketing enthält Mediakosten in Höhe von TEUR 41.755 (Vorjahr: TEUR 55.577), so dass dort Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 18.377 (Vorjahr: TEUR 16.280) erzielt wurden. Zwischen den Produktbereichen gab es Innenumsätze in Höhe von TEUR 798 (Vorjahr: TEUR 1.188) sowie Umsätze von oder mit dem Mutterunternehmen in Höhe von TEUR 433 (Vorjahr: TEUR 454), die im Konzernabschluss vollständig eliminiert wurden. Ausgliederung von externen Umsatzerlösen nach Produktbereichen und geographischen Kriterien, wobei die SYZYGY AG als Teil des Produktbereichs Design & Build sowie des Segments Deutschland dargestellt wird: In TEUR Deutschland Großbritannien & US Polen Gesamt Design & Build 47.257 - 5.079 52.336 Performance Marketing 8.039 10.237 - 18.276 Gesamt 55.296 10.237 5.079 70.612 5.2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: In TEUR 2022 2021 Untervermietung 1.243 1.223 Währungskurseffekte 821 348 Auflösung von Rückstellungen 301 239 Zeitwertbewertung Earn-Out und Options-Verbindlichkeiten 241 3.004 Erträge aus Sachleistungen an Arbeitnehmer 160 156 Erstattung Krankenkassen 111 172 Nebenkostenerstattung 40 6 Erträge aus IFRS 16 Ausbuchungen 9 - Amortisation Corporate Assets - 84 - 107 Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte - 11.413 - 2.843 Sonstige 431 114 Gesamt - 8.140 2.312 5.3 Materialaufwand Der Materialaufwand, welcher im Posten Einstandskosten der erbrachten Leistungen in der Gesamtergebnisrechnung enthalten ist, besteht überwiegend aus Aufwendungen für freie Beschäftigte und extern vergebene Dienstleistungen: In TEUR 2022 2021 Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.825 6.904 5.4 Personalaufwand Der Personalaufwand, welcher in den verschiedenen Posten innerhalb der Gesamt-ergebnisrechnung enthalten ist, setzt sich wie folgt zusammen: In TEUR 2022 2021 Löhne und Gehälter 32.274 28.837 Sozialabgaben 5.640 5.209 Gesamt 37.914 34.046 Für Altersversorgungen hat SYZYGY im Geschäftsjahr 2022 TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 225) aufgewendet, davon entfallen TEUR 24 (Vorjahr: 41 TEUR) auf beitragsorientierte Altersversorgungen. Im Jahr 2022 betrug die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der SYZYGY GROUP 577 Mitarbeitende (Vorjahr: 515 Mitarbeitende). Zum Geschäftsjahresende 2022 hat sich die Gesamtzahl der Beschäftigten bei SYZYGY auf insgesamt 604 (Vorjahr: 535 Beschäftigten) erhöht. Die Mitarbeitenden verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche im Unternehmen: Anzahl in Personen 31.12.2022 31.12.2021 Durchschnitt 2022 Durchschnitt 2021 Technologie 115 91 107 91 Strategieberatung 111 102 109 109 Performance Marketing 108 105 107 98 Projektmanagement 95 90 95 80 Kreation 94 78 85 67 Administration 81 69 74 70 Gesamt 604 535 577 515 5.5 Abschreibungen und Wertminderungen Die Abschreibungen, welche in verschiedenen Posten innerhalb der Gesamtergebnisrechnung enthalten sind, setzen sich wie folgt zusammen: In TEUR 2022 2021 Wertminderung auf Goodwill 11.413 2.843 Amortisationen von Nutzungsrechten 3.542 3.563 Abschreibungen auf Sachanlagen 1.655 1.520 Amortisationen anderer sonstiger immaterieller Vermögenswerte 148 263 Gesamt 16.758 8.189 In den Amortisationen von Nutzungsrechten sind Amortisationen von Nutzungsrechten für Immobilien in Höhe von TEUR 3.394 (Vorjahr: TEUR 3.402) sowie in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 161) für Firmenwagen enthalten. 5.6 Finanzergebnis In TEUR 2022 2021 Zinsen und ähnliche Erträge 96 47 Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren 92 34 Summe Finanzerträge 188 81 Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen - 688 - 778 Aufwendungen aus dem Verkauf von Wertpapieren - 300 - 81 Wertminderungsaufwand langfristige finanzielle Vermögenswerte - 32 - 200 Wertminderungsaufwand nach IFRS 9, netto - 16 - 7 Summe Finanzaufwendungen - 1.036 - 1.066 Finanzergebnis, gesamt - 848 - 985 Die Zinsen und ähnliche Erträge, Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen sowie das Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren resultieren nach IFRS 9 hauptsächlich aus der Bewertungskategorie FVTOCI. Der Zinsaufwand aus der Bilanzierung von Leasingverträgen nach IFRS 16 beträgt TEUR 570 (Vorjahr: TEUR 600). In den Zinsaufwendungen ist auch der Saldo aus Zinserträgen und -aufwendungen nach § 233a AO enthalten. Das Finanzergebnis enthält den Aufwand aus Wertminderung eines langfristigen finanziellen Vermögenswertes in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 200). Im Finanzergebnis ist auch die Wertminderung der Wertpapiere nach IFRS 9 in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: Wertminderungsaufwand von TEUR 7) enthalten. Die im Vorjahr wertgeminderten Wertpapiere wurden vollumfänglich im Berichtsjahr 2022 veräußert. Es wurde bei keinem Wertpapier eine Wertminderung bei Zugang oder ein erhöhtes Ausfallrisiko festgestellt und somit die Wertminderung auf Basis der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeiten der nächsten 12 Monate berechnet. 5.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In TEUR 2022 2021 Inländische laufende Steuern 749 898 Ausländische laufende Steuern 453 255 Zwischensumme laufende Steuern 1.202 1.153 Latente Steuern 126 108 Gesamt 1.328 1.261 In Deutschland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent zur Körperschaftsteuer ergibt sich ein Steuersatz von 15,8 Prozent. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer hat sich für den Organkreis der SYZYGY AG gegenüber dem Vorjahr marginal verändert. Die Gewerbesteuerzerlegung zwischen den Standorten Bad Homburg v.d.H., Frankfurt am Main, Hamburg und München ist gewichtet nach der Gehaltssumme der jeweiligen Standorte bei unveränderten Gewerbesteuerhebesätzen. Der anzuwendende Steuersatz für die Konzernmutter beträgt daher wie im Vorjahr 31 Prozent. In Großbritannien gilt seit dem 1. April 2017 ein allgemeiner Steuersatz von 19 Prozent. Dieser wird voraussichtlich am 1. April 2023 auf 25 Prozent steigen. In den Vereinigten Staaten gilt eine Federal tax in Höhe von 21 Prozent (Vorjahr: 36,4 Prozent) zuzüglich lokaler Steuern für die SYZYGY NY in Höhe von circa 0,8 Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent). In Polen ist seit dem 1. Januar 2015 ein einheitlicher Steuersatz von 19 Prozent auf die Gewinne der Gesellschaft anzuwenden. Insgesamt beruht ein latenter Steuerertrag in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 0) auf Änderungen der Steuersätze. Im Geschäftsjahr 2022 hat SYZYGY Ertragssteuern in Höhe von netto TEUR 143 erstattet bekommen (Vorjahr: Nachzahlungen von TEUR 181). Aufgrund der Nutzung von nicht bilanzierten Verlustvorträgen ergab sich eine Minderung des Steueraufwands in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 801). Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: In TEUR 2022 2021 Aktive latente Steuern Leasingverbindlichkeiten 6.638 6.745 Anderes Anlagevermögen 460 151 Verlustvorträge 151 671 Wertpapiere Umlaufvermögen 125 16 Rückstellungen 70 70 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25 5 Sonstige 43 32 Verrechnung mit passiven latenten Steuern -6.291 -6.115 Gesamt 1.221 1.575 In TEUR 2022 2021 Passive latente Steuern Nutzungsrechte 5.988 6.427 Anderes Anlagevermögen 209 225 Marke Unique Digital 31 25 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 2 Marke diffferent 0 26 Wertpapiere Umlaufvermögen 0 25 Sonstige 327 0 Verrechnung mit aktiven latenten Steuern -6.291 -6.115 Gesamt 265 615 Bei der SYZYGY AG als Organträger sind die aktiven latenten Steuern vor allem auf die unterschiedliche Bewertung von Leasingverpflichtungen und Anlagevermögen erfasst. Weitere aktive latente Steuern ergeben sich auch bei Tochterunternehmen aus unterschiedlichen Bewertungen von Leasingverpflichtungen und aus unterschiedlichen Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und der lokalen Steuerbilanz. Für Leasingverbindlichkeiten wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 6.638 (Vorjahr: TEUR 6.745) bilanziert. SYZYGY Performance hat steuerliche Verlustvorträge für die Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 1.321) sowie für die Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 519 (Vorjahr: TEUR 1.739), für die insgesamt TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 499) als aktive latente Steuer bilanziert wurden. Diffferent hat keinen gewerbesteuerlich nutzbaren Verlustvortrag mehr (Vorjahr: TEUR 21, für den aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 3 ausgewiesen wurden). Die Gesellschaften in Großbritannien sind in einem Steuerverbund und haben keine aktiven latenten Steuern (Vorjahr: TEUR 53) mehr für steuerlich nutzbare Verlustvorträge (Vorjahr: TEUR 278) angesetzt. SYZYGY US hat für steuerlich nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 300) insgesamt TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 116) als aktive latente Steuern angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden aktive latente Steuern für Wertminderungen gemäß IFRS 9 in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 5) bilanziert. Insgesamt wurden aktive und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 6.291 (Vorjahr: TEUR 6.115) verrechnet. Dies erfolgte unter der Anwendung der Saldierungsvorschriften gemäß IAS 12.71 ff. Aufgrund der Aktivierung von Nutzungsrechten an geleasten Vermögenswerten nach IFRS 16 wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 5.988 (Vorjahr: TEUR 6.427) erfasst. Weitere passive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Wertansätzen beim Anlagevermögen (TEUR 209; Vorjahr: TEUR 225) sowie den immateriellen Vermögenswerten von Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 51). Unterschiedliche Bewertungen von Wertpapieren führten zu einer passiven latenten Steuer in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 25). Bei Ars Thanea wurden, aufgrund unterschiedlicher Wertansätze der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2) bilanziert. Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden: In TEUR 2022 2021 Ergebnis vor Ertragssteuern -6.053 5.394 Ertragssteueraufwand bei einem Steuersatz von 31 % (Vorjahr: 31 %) -1.877 1.672 steuerfreie Erträge/nicht abzugsfähige Aufwendungen 3.612 54 Unterschiede in den Steuersätzen -207 -151 Steuernachzahlung aus Vorjahren 0 193 Steuererstattungen aus Vorjahren -143 -12 Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern 58 64 Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und Veränderung Wertberichtigung aktiver latenter Steuern 0 -951 latente Steuern aus Vorjahren -81 361 Sonstige -34 31 Tatsächlicher Steueraufwand 1.328 1.261 Die Unterschiede aus Steuersätzen ergeben sich aus einem durchschnittlichen Steuersatz von 31 Prozent in Deutschland gegenüber rund 22 Prozent in den Vereinigten Staaten, 19 Prozent in Großbritannien und 19 Prozent in Polen. Die latenten Steuern wurden unter Berücksichtigung zukünftig geltender Steuersätze berechnet. Steuersatzänderungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr für die in der SYZYGY GROUP enthaltenen Gesellschaften nicht anwendbar. Im Geschäftsjahr 2022 entfallen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 15) sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 19) auf Posten, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet worden sind. Die Veränderung der Bewertungsunterschiede in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR -11) werden im Übrigen Konzernergebnis erfasst. Die Beträge resultieren im Wesentlichen aus der erfolgsneutralen Berücksichtigung von Kursgewinnen und -verlusten auf die Wertpapiere des Umlaufvermögens. Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine steuerpflichtigen temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften. 5.8 Angaben zur Währungsumrechnung Gemäß IAS 21.52 wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR -613 (Vorjahr: TEUR 608) erfolgsneutral im Übrigen Konzernergebnis der Periode erfasst und im Übrigen Konzernergebnis angesammelt. 6. Sonstige Angaben 6.1 Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen – verwässert und unverwässert – berechnet sich gemäß IAS 33 wie folgt: 2022 2021 Durchschnittliche Aktienanzahl (in Tsd.) verwässert und unverwässert 13.500 13.500 Konzernergebnis der Aktionäre der SYZYGY AG (in TEUR) - 7.499 4.022 Ergebnis je Aktie – verwässert und unverwässert (in EUR) -0,56 0,30 Der Hauptversammlung wird eine Dividende in Höhe von EUR 0,22 je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, so dass die Ausschüttungssumme TEUR 2.970 betragen wird. Die Dividenden wurden bilanziell nicht erfasst, steuerliche Konsequenzen entstehen nicht. 6.2 Konzernkapitalflussrechnung Bei der Aufstellung der Konzernkapitalflussrechnung gemäß IAS 7 wird der Cashflow aus operativer Tätigkeit nach der indirekten Methode und der Cashflow aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt. Der operative Cashflow des Geschäftsjahres 2022 beträgt TEUR 12.563 gegenüber TEUR 8.140 im Vorjahr. Im operativem Cashflow sind gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 727 (Vorjahr: TEUR 738), erhaltene Zinsen in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 41) sowie Steuererstattungen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 0) und gezahlte Steuern in Höhe von TEUR 1.513 (Vorjahr: TEUR 2.961) enthalten. Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer vertraglichen Restlaufzeit von weniger als 3 Monaten. Während des Geschäftsjahres 2022 hat der Konzern die folgenden nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten durchgeführt, die entsprechend ihren Niederschlag als Korrekturposten in der Kapitalflussrechnung finden: Der Konzern hat Netto-Erträge in Höhe von TEUR 241 aus den Veränderungen der Options- und Termingeschäft-Verbindlichkeiten zum Erwerb der ausstehenden Anteile von diffferent erzielt (Vorjahr: TEUR 3.004). Die Bewegung der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeit kann wie folgt übergeleitet werden: Verbindlich- keiten ggü. Kreditinstituten Finanz- verbindlich- keiten Leasing- verbindlich- keiten (IFRS 16) Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR 31. Dezember 2021 3.418 4.210 24.776 32.404 Zahlungswirksame Veränderung Mittelzufluss 29.500 0 0 29.500 Mittelabfluss -24.918 -3.996 -3.566 -32.480 (Netto-) Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten 4.582 -3.996 -3.566 -2.980 Nicht zahlungswirksame Veränderung Neubewertung Call Options 0 -241 0 -241 Netto-Zugänge Leasingverbindlichkeiten 0 0 260 260 Sonstige Bewertung 0 27 1.425 1.452 31. Dezember 2022 8.000 0 22.895 30.895 Gesamtveränderung 4.582 -4.210 -1.881 -1.509 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Finanz- verbindlich- keiten Leasing-verbindlich- keiten (IFRS 16) Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR 31. Dezember 2020 5.010 7.244 25.921 38.175 Zahlungswirksame Veränderung Mittelzufluss 8.465 0 0 8.465 Mittelabfluss -10.057 -80 -3.383 -13.520 (Netto-) Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -1.592 -80 -3.383 -5.055 Nicht zahlungswirksame Veränderung Neubewertung Call Options 0 -3.004 0 -3.004 Netto-Zugänge Leasingverbindlichkeiten 0 0 1.470 1.470 Sonstige Bewertung 0 10 768 778 abzuführendes Ergebnis von vollkonsolidierten Gesellschaften 0 40 0 40 31. Dezember 2021 3.418 4.210 24.776 32.404 Gesamtveränderung -1.592 -3.034 -1.145 -5.771 6.3 Risiko- und Kapitalmanagement SYZYGY unterliegt hinsichtlich der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Risiken aus der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen sowie der Bonität von Wertpapieremittenten. 6.3.1 Währungsrisiken SYZYGY erzielt rund ein Fünftel der Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfunds, des US-Dollars und des Polnischen Zloty zum Euro können Wertpapiere und Verbindlichkeiten, denominiert in diesen Währungen, sowie Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss je nach Kursentwicklung gegenüber der Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Die Vermögenswerte und Schulden der operativen ausländischen Gesellschaften werden zum Stichtag jeweils in die Berichtswährung umgerechnet und unterliegen daher einem Translationsrisiko. Währungsrisiken werden derzeit in der SYZYGY GROUP nicht mittels Kurssicherungsgeschäften abgesichert. Im operativen Bereich wickeln die Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Auch für diese Cashflows hat sich SYZYGY gegen eine Kursabsicherung entschieden, da Kosten und Nutzen solcher Cashflow-Hedges als nicht angemessen erscheinen und das Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns als unwesentlich zu betrachten ist. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag als repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Die meisten Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unmittelbar in Euro, der funktionalen Währung der SYZYGY AG, denominiert. Wie im Vorjahr hält SYZYGY zum Bilanzstichtag als Teil des Portfolios auch eine Anleihe, die in US-Dollar ausgegeben worden ist. Hätte der US-Dollar gegenüber dem Euro 10 Prozent an Wert verloren, so hätte SYZYGY beim Verkauf oder bei einer erneuten Marktbewertung dieser Anleihe einen Währungsverlust in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 18) zu tragen gehabt. Schließlich erhält SYZYGY regelmäßig in ausländischer Währung Gewinnausschüttungen seiner ausländischen Tochtergesellschaften. Diese Ausschüttungen werden im Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung in Euro umgetauscht. 6.3.2 Zinsrisiken SYZYGY unterliegt Zinsrisiken ausschließlich hinsichtlich der Wertpapiere, dagegen bestehen keine wesentlichen Finanzverbindlichkeiten, die ein Zinsrisiko verursachen können. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente waren zu Tagesgeldkonditionen variabel angelegt. Sensitivitätsanalysen hinsichtlich der Zinsänderungen sind gemäß IFRS 7 darzustellen. Da bei SYZYGY Wertpapiere gemäß IFRS 9 als „FVTOCI“ klassifiziert werden, haben Zinsänderungen keine unmittelbare Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im übrigen Gesamtergebnis erfasst und im Eigenkapital unter dem Posten „Übriges Konzernergebnis“ angesammelt. Zum Bilanzstichtag waren Anleihen in Höhe von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.) in einem Wertpapierportfolio angelegt, das eine Duration von rund 9,6 Jahren (Vorjahr: 14,6 Jahre) aufweist. Eine Zinsänderung um 100 Basispunkte hinsichtlich der Anlagen hätte dann eine Änderung des Zeitwertes des Portfolios um rund 9,6 Prozent (Vorjahr: 14,6 Prozent) zur Folge. Dies würde zu einer Veränderung des Zeitwertes um TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 238) führen. Zinserhöhungen wirken sich hierbei negativ und Zinsrückgänge positiv auf die Wertentwicklung des Portfolios aus. 6.3.3 Bonitäts- und Ausfallrisiken, Risiko der Veränderung von Credit Spreads Wertpapiere SYZYGY ist aus dem operativen Geschäft und hinsichtlich der Wertpapieranlagen Bonitäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Bei den Wertpapieren reduziert SYZYGY Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB– (sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet, und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Zum Bilanzstichtag hielt SYZYGY nur Anleihen mit einem Mindest-Rating von B+. Grundsätzlich wird von einem Emittenten ein Nennwert von maximal EUR 2,0 Mio. eingegangen. Alle Wertpapiere unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads, kombiniert mit der Restlaufzeit. Eine Ausweitung der Credit Spreads in einer Risikoklasse führt dann in Abhängigkeit zur Duration eines Wertpapiers zu einem entsprechenden Kursrückgang. Bei einer Duration des Wertpapierportfolios von 9,6 Jahren (Vorjahr: 14,6 Jahre) und einer Ausweitung der durchschnittlichen Credit Spreads um 100 Basispunkte würde der Wert des Portfolios um 9,6 Prozent (Vorjahr: 14,6 Prozent) sinken. Dies würde bei SYZYGY zu einer Veränderung des Zeitwertes um TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 238) führen. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen 12-Monats-Zeitraum basieren auf historischen Informationen, die von der Ratingagentur Standard & Poors für jedes Kreditrating bereitgestellt worden sind. Bei den Wertpapieren ist das maximale Ausfallrisiko durch deren Anschaffungskosten begrenzt. Das Ausfallrisiko für Anleihen FVTOCI zum Stichtag nach Währung ist wie folgt: In TEUR 2022 2021 EUR 785 1.450 USD 303 183 Gesamt 1.088 1.633 Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Anleihen zu FVTOCI verlief im Jahresverlauf wie folgt: In TEUR 2022 2021 Stand: 1. Januar nach IFRS 9 9 1 Nettoneubewertung der Wertberichtigungen 16 8 Stand: 31. Dezember 25 9 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Im operativen Geschäft werden die Ausfallrisiken auf der Ebene der Gesellschaften fortlaufend dezentral überwacht. SYZYGY arbeitet überwiegend für Großkunden hervorragender Bonität und hat daher in der Regel keine Forderungsausfälle zu verzeichnen. Auch ist das Forderungsvolumen mit einzelnen Kunden nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in folgender Tabelle dargestellt: In TEUR Deutschland Großbritannien & US Polen Zentralfunktion Gesamt 31. Dezember 2022 12.632 1.012 882 12 14.538 31. Dezember 2021 12.403 4.148 562 32 17.145 Der Konzern verwendet eine Wertberichtigungsmatrix, um die zu erwartenden Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Vielzahl an Kunden zu messen, da sie eine sehr große Anzahl kleiner Salden umfassen. Die Verlustquoten werden nach der Methode der „Rollraten“ berechnet, die auf der Wahrscheinlichkeit basiert, dass eine Forderung durch aufeinanderfolgende Stufen in der Zahlungsverzögerung fortschreitet. Die Rollraten werden für Ausfälle in verschiedenen Segmenten auf Grundlage der folgenden allgemeinen Krediteigenschaft separat berechnet. Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das geschätzte Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2022 sowie zum Vorjahreszeitpunkt: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2022 Verlustrate Bruttobuchwert Wertberichtigung Beeinträchtigte Bonität Nicht fällig 0% 10.028 - Nein 0-30 Tage 0% 2.500 - Nein 31-60 Tage 0% 548 - Nein 61-90 Tage 0% 644 - Nein 91-120 Tage 2% 367 7 Nein 121-180 Tage 5% 153 7 Nein 181 Tage – 1 Jahr 10% 342 34 Nein Mehr als ein Jahr 50% 8 4 Nein Gesamt 14.590 52 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2021 Verlustrate Bruttobuchwert Wertberichtigung Beeinträchtigte Bonität Nicht fällig 0% 10.520 0 Nein 0-30 Tage 0% 4.846 0 Nein 31-60 Tage 0% 1.321 0 Nein 61-90 Tage 0% 197 0 Nein 91-120 Tage 2% 61 1 Nein 121-180 Tage 5% 177 9 Nein 181 Tage – 1 Jahr 10% 31 3 Nein Mehr als ein Jahr 50% 10 5 Nein Gesamt 17.163 18 Die Entwicklungen der Wertberichtigung in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte waren wie folgt: In TEUR 2022 2021 Einzelwert- berichtigungen Einzelwert- berichtigungen Stand: 1. Januar 18 384 14 378 Nettoneubewertung der Wertberichtigungen 34 182 4 6 Stand: 31. Dezember 52 566 18 384 6.3.4 Derivative Finanzinstrumente Ebenso wie im Vorjahr setzte SYZYGY auch im Geschäftsjahr 2022 keine derivativen Finanzinstrumente zur Risikodiversifizierung und Portfoliostrukturierung ein. 6.3.5 Kapitalmanagement Das Kapitalmanagement von SYZYGY verfolgt primär das Ziel, sowohl organisches als auch anorganisches Wachstum zu finanzieren sowie die Unternehmensfortführung in den operativen Gesellschaften sicherzustellen. Dabei strebt SYZYGY eine hohe Eigenkapitalquote an, da dies die Wettbewerbsfähigkeit eines Dienstleistungsunternehmens wie SYZYGY stärkt. Durch die Erstanwendung des IFRS 16 seit dem Berichtsjahr 2019 und daraus resultierende Erhöhung der Bilanzsumme um über EUR 20 Mio., kann SYZYGY die alte Zielgröße von 60-80 Prozent zukünftig nicht mehr erreichen und strebt daher eine neue Zielgröße von 40-60 Prozent an. Darüber hinaus ist es das mittelfristige Ziel des Kapitalmanagements, die Eigenkapitalrendite nachhaltig auf über 10 Prozent zu heben. Zur Zielerreichung strebt SYZYGY organisches und anorganisches Wachstum sowie eine Steigerung der Profitabilität an. Die Kennzahlen zum Kapitalmanagement setzen sich wie folgt zusammen: In TEUR 2022 2021 Eigenkapital laut Bilanz 45.095 56.249 Fremdkapital 54.116 57.083 Gesamtkapital 99.211 113.332 Eigenkapitalquote 45% 50% Konzernergebnis der Periode -7.381 4.133 Eigenkapitalrendite -16% 7% SYZYGY hat am Ende des Geschäftsjahres 2022 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 8.000 (Vorjahr: TEUR 3.418), so dass das Fremdkapital vor allem von Leasingverbindlichkeiten, aber auch von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten geprägt ist. 6.3.6 Liquiditätsrisiko SYZYGY hat ein Liquiditäts-Management implementiert. Damit die finanzielle Flexibilität gewährleistet ist und jederzeit Zahlungsfähigkeit gesichert ist, hält SYZYGY eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und jederzeit liquidierbaren Wertpapieren vor. 6.4 Haftungsverhältnisse Angabepflichtige Haftungsverhältnisse der Gruppe bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.012 (Vorjahr: TEUR 1.012) aus der Übernahme von Mietbürgschaften für die Mietflächen in Bad Homburg v. d. H., Frankfurt am Main, Hamburg und München. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften hängt von der Fähigkeit der in den Mietflächen ansässigen Gesellschaften ab, ihre Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis und ihrem Geschäftsbetrieb bedienen zu können. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Tochtergesellschaften ihre Verträge nicht erfüllen könnten. SYZYGY hat einen unbefristeten Avalkredit in Höhe von TEUR 1.012 (Vorjahr: TEUR 1.012) bei einem Kreditinstitut abgeschlossen, für die jährlich eine Provision in Höhe von 0,5 Prozent berechnet wird. 6.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Konzerngesellschaften haben Miet- und Leasingverträge für verschiedene Büroräume und Fahrzeuge abgeschlossen. Die zukünftigen jährlichen finanziellen Verpflichtungen hieraus betragen mindestens: In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 Innerhalb eines Jahres 34 54 1-5 Jahre 38 93 Mehr als 5 Jahre 0 0 Gesamt 72 147 Der gesamte Mietaufwand des Jahres 2022 belief sich auf TEUR 4.469 (Vorjahr: TEUR 4.300). Im Jahr 2022 wurden Erträge in Höhe von TEUR 1.243 aus Untervermietung erzielt (Vorjahr: TEUR 1.223). Für Leasingverpflichtungen, die außerbilanziell behandelt wurden, sind im Jahr 2022 insgesamt TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 47) direkt im Aufwand erfasst worden. Es entfielen hierbei TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) auf Aufwendungen für kurzfristige Leasingverbindlichkeiten (Ausnahme < 1 Monat) und TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 47) auf Aufwendungen für Leasinggegenstände von geringem Wert. 6.6 Bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen In der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die Bewertungsstufen sind dabei folgendermaßen definiert: Stufe 1: Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden. Stufe 2: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Stufe 3: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt auf Basis beobachtbarer Notierung der einzelnen Anleihen. Die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr realisiert. Im Vorjahr lagen der Bewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten Ergebnisprognosen der Tochtergesellschaft diffferent für den zu betrachtenden Zeitraum zugrunde. Diese wurden gemäß Kaufverträgen mit den jeweiligen EBIT-Multiplikatoren für die Zeiträume vor der Options- oder Terminausübung bewertet. Erhöhten sich die zukünftigen Cashflows des Tochterunternehmens, für das SYZYGY eine bedingte Kaufpreisverpflichtung bilanzierte, um 10 Prozent, so hätte sich auch die Verbindlichkeit aus der Kaufpreisverpflichtung um 10 Prozent oder um TEUR 417 erhöht. Die nachstehende Tabelle stellt weitere finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gruppe dar. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, da in allen Fällen der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die regelmäßig zum Zeitwert bewertet werden: 31. Dezember 2022 (in TEUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Langfristige finanzielle Vermögenswerte 269 - - 269 Wertpapiere 1.088 - - 1.088 Finanzielle Vermögenswerte, gesamt 1.357 - - 1.357 Bedingte Kaufpreisverpflichtung - - - - Finanzielle Verbindlichkeiten, gesamt - - - - 31. Dezember 2021 (in TEUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Langfristige finanzielle Vermögenswerte 380 - - 380 Wertpapiere 1.633 - - 1.633 Finanzielle Vermögenswerte, gesamt 2.013 - - 2.013 Bedingte Kaufpreisverpflichtung - - 4.170 4.170 Finanzielle Verbindlichkeiten, gesamt - - 4.170 4.170 Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bei denen der beizulegende Zeitwert aber anzugeben ist: 2022 2021 Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (in TEUR) Forderungen „Amortised Costs” Verbindlich- keiten „Amortised Costs” Forderungen „Amortised Costs” Verbindlich- keiten „Amortised Costs” Sonstige langfristige Vermögenswerte 259 287 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.814 2.115 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte 16.163 20.757 Zinsforderungen in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten 22 6 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 22.895 24.776 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.810 9.722 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.000 3.418 Gesamt 24.258 39.705 23.165 37.916 6.7 Aufstellung der Beteiligungen der SYZYGY AG Die SYZYGY AG hält direkte oder indirekte Anteile an den folgenden Unternehmen: Anteil Eigenkapital Jahresergebnis % TEUR TEUR Ars Thanea S.A., Warschau, Polen 80 1.395 591 diffferent GmbH, Berlin, Deutschland 100 1.947 110 SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. H., Deutschland2 100 -76 -51 SYZYGY Digital Marketing Inc., New York City, USA 100 -201 13 SYZYGY Performance Marketing GmbH, Bad Homburg v. d. H., Deutschland 100 1.723 1.295 SYZYGY UK Ltd., London, UK1 100 -82 -44 Unique Digital Marketing Ltd., London, UK1 100 1.312 928 1 – Unique Digital Marketing Ltd. hält 100 Prozent der Anteile an SYZYGY UK Ltd., welche in Großbritannien operativ tätig ist. Daher besteht zur SYZYGY UK Ltd. eine indirekte Beteiligung. 2 – Zwischen der SYZYGY Deutschland GmbH und der SYZYGY AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu Gunsten der SYZYGY AG. 6.8 Honorar des Abschlussprüfers Für Abschlussprüferleistungen bezogen auf den Konzernabschluss sowie den Jahresabschluss des Mutterunternehmens berechnet die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft insgesamt ein Honorar inklusive Auslagen von TEUR 205 (Vorjahr: TEUR 160). Wie im Vorjahr sind keine anderen Bestätigungsleistungen oder Nichtprüfungsleistungen durch die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbracht worden. 6.9 Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen Zu den nahestehenden Personen zählen die Organe der SYZYGY AG sowie Unternehmen, auf die SYZYGY einen wesentlichen Einfluss ausüben kann. Seit November 2015 ist die SYZYGY AG ein beherrschtes und vollkonsolidiertes Unternehmen der WPP plc., St. Helier, Jersey, nachdem die WPP Gruppe im Rahmen eines freiwilligen Übernahmeangebots ihre Anteile von knapp unter 30 Prozent auf über 50 Prozent an der SYZYGY AG erhöht hat. Daher sind alle Unternehmen der WPP Gruppe ebenfalls als nahestehende Person und Unternehmen zu qualifizieren. Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der SYZYGY AG und ihren Tochtergesellschaften, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Einzelheiten zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben. Grundsätzlich werden alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. 2022 hat SYZYGY mit der WPP Gruppe für Projekte mit Kunden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.582 (Vorjahr: TEUR 1.649) erzielt, davon waren Forderungen in Höhe von TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 746) am Bilanzstichtag noch offen. Darüber hinaus nahm SYZYGY im Geschäftsjahr administrative und operative Leistungen des WPP Konzerns mit einem Wert von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 86) in Anspruch. Am Bilanzstichtag waren TEUR 0 Verbindlichkeiten offen (Vorjahr: TEUR 0). In den Jahren 2022 und 2021 haben ansonsten mit Ausnahme der Bezüge an Vorstände sowie deren Transaktionen mit SYZYGY Aktien (siehe Abschnitt 6.12.1 und 6.13) und der Vergütung an den Aufsichtsrat sowie deren Transaktionen mit SYZYGY Aktien (siehe Abschnitt 6.12.2 und 6.13) keine Transaktionen mit nahestehenden Personen stattgefunden, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden. SYZYGY bilanzierte im Geschäftsjahr 2021 Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 6, die vom ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Wilfried Beeck in Rechnung gestellt und von SYZYGY vollständig beglichen wurden. 6.10 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Die diffferent GmbH, die syzygy Deutschland GmbH und die Syzygy Performance Marketing GmbH machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. 6.11 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die SYZYGY AG hält in einem Portfolio Wertpapiere mit einem Marktwert zum Stichtag 31. Dezember 2022 von EUR 1,1 Mio. Im Zeitraum nach dem Bilanzstichtag kam es zu einem Ausfall eines Wertpapiers, das einen negativen Effekt auf das Finanzergebnis in Höhe von EUR 0,4 Mio. im Geschäftsjahr 2023 haben wird. Darüber hinaus gab es in dem Zeitraum nach dem 31. Dezember 2022 und vor der Freigabe des Konzernabschlusses keine weiteren Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für den Konzernabschluss. 6.12 Organe des Mutterunternehmens 6.12.1 Vorstand Franziska von Lewinski, Hamburg Vorstandsvorsitzende (CEO) Geschäftsführung SYZYGY Performance Marketing GmbH, Bad Homburg v.d.H. Frank Ladner, Heusenstamm Technikvorstand (CTO) Geschäftsführung SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H. Mitglied des Aufsichtsrates, Ars Thanea S.A., Warschau, Polen Erwin Greiner, Bad Nauheim Finanzvorstand (CFO) Geschäftsführung diffferent GmbH, Berlin Geschäftsführung SYZYGY Performance Marketing GmbH, Bad Homburg v.d.H. Director Unique Digital Marketing Ltd., London, Großbritannien Director SYZYGY UK Ltd., London, Großbritannien Director SYZYGY Digital Marketing Inc., New York, Vereinigte Staaten Mitglied des Aufsichtsrats, Ars Thanea S.A., Warschau, Polen Die im Geschäftsjahr zugeflossenen Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 985 (Vorjahr: TEUR 878). Franziska von Lewinski bezog ein Grundgehalt von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 300), Nebenleistungen von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12), einen Versorgungsaufwand von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) sowie ein variables Gehalt von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 0). Frank Ladner bezog ein Grundgehalt von TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 220), Nebenleistungen von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12), einen Versorgungsaufwand von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 21) sowie ein variables Gehalt von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 33). Erwin Greiner bezog ein Grundgehalt von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 210), Nebenleistungen von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12), einen Versorgungsaufwand von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 21) sowie ein variables Gehalt von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 32). Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für einen Firmenwagen bzw. eine Car Allowance als Ersatz, wenn kein Firmenwagen in Anspruch genommen wird. Bei den Versorgungsaufwendungen handelt es sich um Zahlungen für Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen. Als mehrjährige variable Vergütung haben die Vorstände Phantom Stocks erhalten. Diese aktienkursorientierten Tantiemenvereinbarungen sehen vor, dass zwei Jahre nach Zuteilung 40 Prozent (1. Tranche), und drei Jahre nach Zuteilung 60 Prozent (2. Tranche) der zugeteilten Phantom Stocks ausgeübt werden können. Dabei kommt es jeweils zur Auszahlung der Differenz zwischen einem Basiskurs bei Zuteilung der Phantom Stocks und dem Aktienkurs bei Ausübung der Phantom Stocks. Der Aktienkurs bei Ausübung wird als Durchschnittswert der letzten 10 Handelstage vor dem Ausübungstag ermittelt, jeweils Schlusskurse in XETRA, um kurzfristige Kursschwankungen zu eliminieren. Ebenso wird bei Ausgabe der Phantom Stocks der Durchschnitt der letzten 10 Handelstage vor Zuteilung herangezogen, um den Basiskurs zu ermitteln. Die erste und zweite Tranche können jeweils in einem Zeitfenster von 12 Monaten ab erstmaligen Ausübungsbeginn nach Ermessen des Vorstands ausgeübt werden. Daraus folgt, dass die erste Tranche zwischen 24 bis 36 Monaten nach Zuteilung, und die 2. Tranche innerhalb von 36 bis 48 Monaten nach Zuteilung ausgeübt werden kann. Der maximale Auszahlungsbetrag der langfristigen Erfolgsbeteiligung ist bei der ersten Tranche bei 60 Prozent Kurssteigerung ausgehend vom Basiskurs und bei der zweiten Tranche bei 90 Prozent Kurssteigerung ausgehend vom Basiskurs gedeckelt (Cap). Die Vorstandsmitglieder der SYZYGY AG halten zum 31. Dezember 2022 insgesamt 450.000 Phantom Stocks aus dem Phantom Stock Programm 2021, das zum 1. Januar 2021 gewährt wurde. Erwin Greiner, Frank Ladner und Lars Lehne hielten insgesamt 225.000 Phantom Stocks aus dem Phantom Stock Programm 2018, die im Jahr 2021 vollständig und ersatzlos verfallen sind. Aus dem Phantom Stock Programm 2018 sind im Jahr 2021 keine Zahlungen erfolgt. Die wesentlichen Parameter aus dem Phantom Stock Programm 2021 sind in folgender Tabelle dargestellt: Phantom Stocks 2022 (Anzahl) Franziska von Lewinski Frank Ladner Erwin Greiner Lars Lehne (bis 31.03.2020) Summe Stand: 31.12.2020 0 33.000 48.000 144.000 225.000 Zugänge 250.000 100.000 100.000 0 450.000 Abgänge 0 -33.000 -48.000 -144.000 -225.000 Stand: 31.12.2021 250.000 100.000 100.000 0 450.000 Zugänge 0 0 0 0 0 Abgänge 0 0 0 0 0 Stand: 31.12.2022 250.000 100.000 100.000 0 450.000 Basiskurs bei Gewährung (in EUR) 5,68 5,68 5,68 Fälligkeitsdatum 1. Tranche 2. Tranche 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 6.12.2 Aufsichtsrat Antje Neubauer Aufsichtsratsvorsitzende Geschäftsführerin WohnPlus Building GmbH, Düsseldorf Geschäftsführende Gesellschafterin Antje Neubauer GmbH, Düsseldorf Andrew Payne Aufsichtsrat Group Associates Controller, WPP 2005 Ltd., London, Großbritannien Dominic Grainger Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender CEO, WPP Specialist Communication, London, Großbritannien CEO, WPP Sports Practice, London, Großbritannien Wilfried Beeck Aufsichtsratsvorsitzender (bis 30. Juni 2021) CEO, ePages Software GmbH, Hamburg Die Aufsichtsräte haben für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022 einen Anspruch auf eine Gesamtvergütung in Höhe von TEUR 70. Die Vergütung beinhaltet eine fixe Vergütung von jeweils TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) für jeden Aufsichtsrat sowie TEUR 30 für die Aufsichtsratsvorsitzende (Vorjahr: TEUR 20). Wie im Vorjahr erhielten die Aufsichtsratsmitglieder keine variable Vergütung. Dominic Grainger hat im Geschäftsjahr 2022 auf seine Vergütung für das Geschäftsjahr 2021 verzichtet, so dass im Geschäftsjahr 2022 lediglich eine Auszahlung von insgesamt TEUR 40 an Antje Neubauer und Wilfried Beeck (pro rata temporis) sowie Andrew Payne erfolgte. 6.13 Wertpapiergeschäfte der Organe (Directors’ Dealings) Vorstände: Aktien Franziska von Lewinski Frank Ladner Erwin Greiner Summe (Stückzahl) Stand: 31.12.2021 0 0 0 0 Käufe 0 0 0 0 Verkäufe 0 0 0 0 Stand: 31.12.2022 0 0 0 0 Vorstände: Aktien Franziska von Lewinski Frank Ladner Erwin Greiner Summe (Stückzahl) Stand: 31.12.2020 0 0 0 0 Käufe 0 0 0 0 Verkäufe 0 0 0 0 Stand: 31.12.2021 0 0 0 0 Aufsichtsräte: Aktien Antje Neubauer Dominic Grainger Andrew Payne Summe (Stückzahl) Stand: 31.12.2021 0 0 0 0 Käufe 0 0 0 0 Verkäufe 0 0 0 0 Stand: 31.12.2022 0 0 0 0 Aufsichtsräte: Aktien Antje Neubauer Dominic Grainger Andrew Payne Wilfried Beeck (bis 30. Juni 2021) Summe (Stückzahl) Stand: 31.12.2020 0 0 0 15.000 15.000 Käufe - 0 0 0 0 Verkäufe 0 0 0 0 0 Stand: 31.12.2021 0 0 0 15.000 15.000 Die Aufsichtsräte halten keine Optionen. 6.14 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG In 2022 fanden keine Mitteilungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG statt. Im Übrigen wird auf die diesbezüglichen Angaben im Jahresabschluss der SYZYGY AG verwiesen. 6.15 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG Die Entsprechungserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde am 26. Oktober 2022 abgegeben und den Aktionär:innen über die Website der Gruppe (https://www.syzygy-group.net/corporate-governance/) zugänglich gemacht. 6.16 Zeitpunkt und Freigabe der Veröffentlichung Der Vorstand hat den geänderten Konzernabschluss am 31. Mai 2023 genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben. Bad Homburg v. d. H., den 31. Mai 2023 SYZYGY AG 1 ungeprüft 2 ungeprüft
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