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Symrise AG Interim / Quarterly Report 2016

Apr 21, 2017

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Interim / Quarterly Report

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Symrise AG

Holzminden

Jahresabschluss 2016 (HGB) der Symrise AG, Holzminden

Inhaltsverzeichnis

1. Bilanz zum 31. Dezember 2016

2. Gewinn- u. Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2016

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

5. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

6. Erklärung des Vorstands

7. Bericht des Aufsichtsrats

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

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31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148.735.514,67 165.591.278,99
2. Geleistete Anzahlungen 5.197.670,13 153.933.184,80 3.625.210,14 169.216.489,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 132.834.136,55 129.649.454,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 110.847.846,12 97.428.526,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.444.895,24 17.068.930,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.075.462,11 304.202.340,02 42.632.447,49 286.779.359,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.277.575.657,83 2.325.923.976,73
2. Beteiligungen 13.393,61 2.238.062,32
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 46.100.961,98 602.156.308,54
4. Rückdeckungsversicherungen 83.564,10 3.323.773.577,52 82.091,40 2.930.400.438,99
3.781.909.102,34 3.386.396.287,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 127.856.360,89 82.908.678,05
2. Fertige und unfertige Erzeugnisse und Waren 155.474.576,00 130.569.088,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 12.514.043,20 295.844.980,09 5.687.557,00 219.165.323,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 149.654.693,65 132.421.065,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 57.845.210,34 66.731.743,49
3. Sonstige Vermögensgegenstände 19.254.002,33 226.753.906,32 13.117.066,91 212.269.875,62
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 26.237.599,06 95.107.198,55
548.836.485,47 526.542.397,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.539.836,45 7.595.061,57
4.341.285.424,26 3.920.533.746,55
Passiva
31.12.2016

EUR
31.12.2015

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 129.812.574,00 129.812.574,00
II. Kapitalrücklage 1.255.026.506,86 1.255.026.506,86
III. Gewinnvortrag 138.311.379,44 94.409.916,92
IV. Jahresüberschuss 156.833.161,78 147.751.521,72
1.679.983.622,08 1.627.000.519,50
B. Sonderposten für Investitonszuschüsse 181.078,73 207.934,60
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 268.331.489,00 270.140.584,00
2. Steuerrückstellungen 29.540,25 5.552.194,88
3. Sonstige Rückstellungen 48.884.681,23 47.314.121,87
317.245.710,48 323.006.900,75
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 806.442.808,22 806.425.204,92
-davon konvertibel EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)-
2. Schuldscheindarlehen 500.000.000,00 178.500.000,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 249.145.754,08 255.677.867,86
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 62.923.005,75 60.018.515,87
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 518.760.647,76 467.829.032,04
6. Sonstige Verbindlichkeiten 176.534.206,29 170.744.926,68
-davon aus Steuern EUR 5.222.216,05 (i. Vj. EUR 3.434.947,51)-
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 581.276,35 (i. Vj. EUR 892.036,09)- 2.313.806.422,10 1.939.195.547,37
E. Passive latente Steuern 30.068.590,87 31.122.844,33
4.341.285.424,26 3.920.533.746,55

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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2016 2015
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 1.060.182.251,06 976.756.952,37
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 16.713.039,00 14.188.881,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 14.984.520,98 42.733.890,35
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -474.694.583,46 -438.365.517,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -19.642.724,83 -494.337.308,29 -21.259.130,86
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -134.445.354,64 -130.416.171,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -20.742.258,30 -155.187.612,94 -55.849.153,40
-davon für Altersversorgung EUR -1.286.296,20 (i. Vj. EUR 33.661.944,38)-
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -45.457.984,63 -44.150.762,70
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -272.207.843,10 -292.281.900,72
8. Erträge aus Beteiligungen 6.702.126,67 32.329.154,82
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 6.688.583,51 (i. Vj. EUR 32.324.940,08)-
9. Erträge aus Gewinnübernahme 103.895.076,35 161.519.943,22
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9.842.127,00 21.372.009,40
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 9.842.094,08 (i. Vj. EUR 21.371.861,40)-
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -2.224.668,71 -52.602.639,30
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 183.023,79 256.892,10
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 38.109,17 (i. Vj. EUR254.006,67)-
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -50.953.618,54 -46.900.970,21
-davon an verbundene Unternehmen EUR 1.052.063,19 (i. Vj. EUR 346.399,60)-
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 -2.056.466,90
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -34.800.687,57 -17.276.609,96
16. Ergebnis nach Steuern 157.332.441,07 147.998.400,65
17. Sonstige Steuern -499.279,29 -246.878,93
18. Jahresüberschuss 156.833.161,78 147.751.521,72
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 138.311.379,44 94.409.916,92
20. Bilanzgewinn 295.144.541,22 242.161.438,64

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der Symrise AG wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Holzminden und ist beim Amtsgericht Hildesheim unter der Nummer HRB 200436 registriert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 50 Jahren.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Die mittelbaren und unmittelbaren Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde aufgrund einer Gesetzesänderung erstmalig der 10-Jahres-Durchschnitt des Marktzinssatzes bei einer pauschalen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,01 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Im Vorjahr erfolgte die Berechnung aufgrund des 7-Jahres-Durchschnitts. Der Einfluss der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen beläuft sich auf TEUR 45.554. Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand ausgewiesen.

Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % und erwartete Steigerungen der Lebenshaltungskosten mit 1,50 % berücksichtigt. Für die Fluktuation wurde, in Abhängigkeit vom Alter, eine Rate von bis zu 10 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

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Anschaffungskosten
1.1.2016

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 269.046.107,19 1.774.682,68 649.959,74 1.742.319,59 271.913.149,72
2. Geleistete Anzahlungen 3.625.210,14 3.314.779,58 0,00 -1.742.319,59 5.197.670,13
272.671.317,33 5.089.462,26 649.959,74 0,00 277.110.819,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 156.671.767,70 2.898.657,98 227.956,69 6.548.215,29 165.890.684,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 152.006.019,25 10.311.173,15 761.020,80 16.716.152,03 178.272.323,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.315.675,76 5.052.467,05 411.053,18 2.795.989,32 45.753.078,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.632.447,49 24.503.371,26 0,00 -26.060.356,64 41.075.462,11
389.625.910,20 42.765.669,44 1.400.030,67 0,00 430.991.548,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.325.992.033,48 953.613.598,10 1.961.917,00 0,00 3.277.643.714,58
2. Beteiligungen 2.238.062,32 0,00 0,00 0,00 2.238.062,32
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 602.156.308,54 4.162.232,33 560.217.578,89 0,00 46.100.961,98
4. Rückdeckungsversicherungen 82.091,40 1.472,70 0,00 0,00 83.564,10
2.930.468.495,74 957.777.303,13 562.179.495,89 0,00 3.326.066.302,98
3.592.765.723,27 1.005.632.434,83 564.229.486,30 0,00 4.034.168.671,80

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Abschreibungen
1.1.2016

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 103.454.828,20 20.372.766,59 649.959,74 0,00 123.177.635,05
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
103.454.828,20 20.372.766,59 649.959,74 0,00 123.177.635,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.022.313,04 6.139.790,86 57.854,52 -47.701,65 33.056.547,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.577.492,27 13.550.739,90 733.443,48 29.688,82 67.424.477,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.246.745,25 5.394.687,28 351.261,65 18.012,83 26.308.183,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
102.846.550,56 25.085.218,04 1.142.559,65 0,00 126.789.208,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 68.056,75 0,00 0,00 0,00 68.056,75
2. Beteiligungen 0,00 2.224.668,71 0,00 0,00 2.224.668,71
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
68.056,75 2.224.668,71 0,00 0,00 2.292.725,46
206.369.435,51 47.682.653,34 1.792.519,39 0,00 252.259.569,46

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Buchwerte
31.12.2016

EUR
31.12.2015

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148.735.514,67 165.591
2. Geleistete Anzahlungen 5.197.670,13 3.625
153.933.184,80 169.216
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 132.834.136,55 129.649
2. Technische Anlagen und Maschinen 110.847.846,12 97.429
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.444.895,24 17.069
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.075.462,11 42.632
304.202.340,02 286.779
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.277.575.657,83 2.325.924
2. Beteiligungen 13.393,61 2.238
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 46.100.961,98 602.156
4. Rückdeckungsversicherungen 83.564,10 82
3.323.773.577,52 2.930.400
3.781.909.102,34 3.386.395

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten handelt es sich im Wesentlichen um Rezepturen (TEUR 120.844 / Vorjahr: TEUR 133.521).

2. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 4 und 5 gesondert dargestellt.

3. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Symrise AG hält 51,40 % der Anteile an der Probi AB, Lund, Schweden, und weist die Gesellschaft aufgrund des beherrschenden Einflusses wie auch im Vorjahr als verbundenes Unternehmen aus.

Bezüglich der Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Gliederungspunkt 27. Der wesentliche Anteilsbesitz besteht aus den Beteiligungen an der Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die als Holdinggesellschaft wiederum Anteile an in- und ausländischen Gruppengesellschaften hält, und an der Kerisper SAS, Frankreich, der Holdinggesellschaft der Diana Gruppe.

4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Diana Gruppe. Gemäß Unternehmenskaufvertrag übernahm die Symrise AG neben sämtlichen Anteilen der Diana Gruppe auch deren Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.

5. Vorräte

Auf die Vorräte wurden Bewertungsabschläge vorgenommen, die in Höhe von TEUR 2.748 (Vorjahr: TEUR 1.406) Wertberichtigungen von unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren auf den niedrigeren beizulegenden Wert (absatzmarktorientiert), in Höhe von TEUR 1.313 (Vorjahr: TEUR 1.625) Abwertungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten und in Höhe von TEUR 4.709 (Vorjahr: TEUR 5.839) Abschläge aufgrund des Reichweitenrisikos und weiterer Mengenrisiken betreffen.

Aufgrund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie werden unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren zusammen ausgewiesen.

6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Auf den Bruttoforderungsbestand wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 11.136 (Vorjahr: TEUR 7.493) gebildet. Darüber hinaus wurden auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand pauschale Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.557 (Vorjahr: TEUR 1.887) vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

7. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Bilanzposten enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 47.839 (Vorjahr: TEUR 41.849).

In dem Posten sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

8. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

9. Rechnungsabgrenzungsposten

In Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB sind hierin Disagien in Höhe von TEUR 1.925 (Vorjahr: TEUR 2.869) aus der Ausgabe von Anleihen enthalten. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der Anleihen.

10. Verpflichtungen aus Zeitwertkonten

Vor dem Hintergrund des 2009 in Kraft getretenen "Gesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen (Flexi-II-Gesetz)" wird den Mitarbeitern seit 2014 die Möglichkeit gegeben, Zeiten in Form bezahlter Freistellungen in sogenannten Zeitwertkonten anzusparen und zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen, in der Regel zum vorzeitigen Beenden der aktiven Berufstätigkeit. Diese Zeitwertkonten unterliegen dem gesetzlichen Insolvenzschutz. Die daraus bestehenden Verpflichtungen in Höhe von TEUR 387 wurden mit auf einem Treuhandkonto hinterlegten Vermögensgegenständen in gleicher Höhe verrechnet.

11. Eigenkapital

Entwicklung des Eigenkapitals in 2016

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Angaben

in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Summe
Stand 1. Januar 129.813 1.255.026 242.162 1.627.001
Kapitalerhöhung - - - -
Ausschüttung - - -103.850 -103.850
Jahresüberschuss - - 156.833 156.833
Stand 31. Dezember 129.813 1.255.026 295.145 1.679.984

Entwicklung des Eigenkapitals in 2015

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Angaben

in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Summe
Stand 1. Januar 129.813 1.255.026 191.769 1.576.608
Kapitalerhöhung - - - -
Ausschüttung - - -97.359 -97.359
Jahresüberschuss - - 147.752 147.752
Stand 31. Dezember 129.813 1.255.026 242.162 1.627.001

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Symrise Aktiengesellschaft beträgt EUR 129.812.574 (31. Dezember 2015: EUR 129.812.574) und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 129.812.574 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 pro Stück.

Genehmigtes Kapital

Das von der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 beschlossene und bisher nicht ausgenutzte genehmigte Kapital wurde von der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 aufgehoben und es wurde ein neues genehmigtes Kapital in Höhe von knapp 20 Prozent des derzeitigen Grundkapitals geschaffen.

Die Hauptversammlung hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 25.000.000,00 zu erhöhen.

Wird das Grundkapital gegen Bareinlagen erhöht, ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Das gesetzliche Bezugsrecht kann jedoch durch den Vorstand in folgenden Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden:

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind.

Erwerb eigener Aktien

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wird der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben.

Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.

Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, bzw. sofern im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten wegen einer Volumenbegrenzung nicht sämtliche angenommen werden können, erfolgt die Annahme nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. Ebenfalls vorgesehen werden kann eine Rundung nach kaufmännischen Gesichtspunkten zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien.

Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:

Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien zusammen mit neuen Aktien, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten.
Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.

Die Ermächtigungen erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die aufgrund von § 71d Satz 5 AktG erworben wurden.

Die Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, zum Teil auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung verwendet werden.

Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands aufgrund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.

Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, zum Ausschluss des Bezugsrechts sowie zur Schaffung eines Bedingten Kapitals

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 1.000.000.000,00 zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 23.000.000,00 zu gewähren.

Die Schuldverschreibungen sind gegen Barleistung auszugeben. Sie können auch durch Gesellschaften mit Sitz im In- und Ausland begeben werden, an denen die Symrise AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist (nachstehend "Konzerngesellschaften"). Für den Fall der Begebung über eine Konzerngesellschaft wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, für die Symrise AG die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren sowie weitere für eine erfolgreiche Ausgabe erforderliche Erklärungen abzugeben sowie Handlungen vorzunehmen. Die Schuldverschreibungen können in Euro oder - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert - in US-Dollar oder Schweizer Franken begeben werden.

Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen,

sofern der Ausgabepreis für eine Schuldverschreibung deren nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet;
soweit dies für Spitzenbeträge erforderlich ist, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;

um den Inhabern von Options- bzw. Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Inhabern von mit einer Verpflichtung zur Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte ausgestatteten Schuldverschreibung zum Ausgleich von Verwässerungen Bezugsrechte in dem Umfang zu gewähren, wie sie ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach der Erfüllung der Pflichten zur Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte als Aktionär zustünden.

Von den vorstehend erteilten Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 20 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung.

Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- /Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung ausgegeben werden, wird das Grundkapital um bis zu EUR 23.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs-/Optionsrecht Gebrauch machen bzw. ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options/Wandlungsrechts erfüllen bzw. die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Andienungsrecht Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu jeweils zu bestimmenden Wandlungs-/Optionspreisen.

12. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 181 (Vorjahr: TEUR 208) besteht im Wesentlichen für einen in den Jahren 1997 bis 1999 durch die vormalige Dragoco Gerberding & Co. AG erhaltenen Investitionszuschuss. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. In 2016 betrug die Auflösung TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 27).

13. Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält im Wesentlichen die Rückstellung für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zum 1. April 2003 wurde die Altersvorsorge neu geregelt. Leistungsarten und Leistungsumfang sind in der "Versorgungsordnung A" (Grundrente), der "Versorgungsordnung B" (Zusatzrente) und der 2003 neu konzipierten Symrise-Versorgungsordnung geregelt. Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2003 noch keine Zusage über die Gewährung einer betrieblichen Altersvorsorge erhalten hatten, konnten an einer zum 31. Dezember 2010 für Neuzugänge geschlossenen Versorgungsordnung teilnehmen. Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die keiner Versorgungsordnung angehören, konnten mit Wirkung 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis bis zum 30. September 2010 ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung wird keine Pensionsrückstellung gebildet. Die Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter der Dragoco Gerberding & Co. AG basieren auf der Pensionsordnung vom 16. Dezember 1975 mit nachfolgenden Ergänzungen, die zum 1. Januar 1982 für Neuzugänge geschlossen wurde.

Der bilanzierte Wert für die unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen von TEUR 267.284 wurde auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ermittelt. Auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes beträgt der Erfüllungsbetrag TEUR 312.838. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 45.554 unterliegt unter Berücksichtigung von latenten Steuern einer Ausschüttungssperre von TEUR 32.343.

Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Jahre nach 2004.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

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Angaben

in Mio. EUR
31.12.2016 31.12.2015
Personalrückstellungen 24,9 25,1
davon
Jahresprämien und Boni (14,0) (15,4)
Arbeitnehmerjubiläen (7,3) (6,5)
Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben (1,5) (1,6)
Abfindungen für Aufhebungsverträge (0,8) (0,4)
Berufsgenossenschaftsbeiträge (0,5) (0,7)
Erfindervergütung (0,4) (0,3)
Pauschale Lohnsteuer (0,4) (0,2)
Ausstehende Eingangsrechnungen 7,4 5,8
Bonusverpflichtungen 5,1 4,7
Gewährleistungsverpflichtungen 3,2 2,6
Vertreterprovisionen für noch nicht bezahlte Kundenrechnungen Gewährleistungsverpflichtungen 1,7 1,6

14. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

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in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Restlaufzeit Restlaufzeit
--- --- --- --- --- --- ---
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre gesamt bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
1. Anleihe 306.443 500.000 - 806.443 6.425 800.000
2. Schuldscheindarlehen - 161.000 339.000 500.000 - 15.500
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 204.539 44.607 - 249.146 23.877 231.801
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 62.923 - - 62.923 60.019 -
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 518.761 - - 518.761 467.829 -
6. Sonstige Verbindlichkeiten 10.813 165.720 - 176.533 10.076 160.669
1.103.479 871.327 339.000 2.313.806 568.226 1.207.970

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in TEUR 31.12.2015
Restlaufzeit
--- --- ---
Art der Verbindlichkeit über 5 Jahre gesamt
--- --- ---
1. Anleihe - 806.425
2. Schuldscheindarlehen 163.000 178.500
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 255.678
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 60.019
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - 467.829
6. Sonstige Verbindlichkeiten - 170.745
163.000 1.939.196

In 2010 hat die Symrise AG eine im Oktober 2017 endfällige Anleihe in Höhe von EUR 300 Mio. ausgegeben. Eine weitere im Juli 2019 endfällige Anleihe in Höhe von EUR 500 Mio. wurde in 2014 platziert.

In 2015 wurde die Aufnahme von Schuldscheindarlehen von insgesamt EUR 500,0 Mio. mit einer Laufzeit bis maximal 2025 vereinbart. Davon wurden in 2016 die restlichen EUR 321,5 Mio. an die Gesellschaft ausgezahlt.

Finanzverbindlichkeiten bestehen bei mehreren Kreditinstituten. Im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von EUR 300 Mio., die bis 2020 zur Verfügung steht, wurden EUR 5 Mio. (Vorjahr: EUR 5 Mio.) in Anspruch genommen. Weiterhin bestehen Verpflichtungen in Höhe von EUR 180 Mio. (Vorjahr EUR 170 Mio.) bei mehreren Kreditinstituten. Im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms für neue Investitionen besteht eine mittelfristige Verbindlichkeit in Höhe von EUR 9,2 Mio. (Vorjahr: EUR 12,6 Mio.). Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Mittel in Höhe von USD 57,2 Mio. (Vorjahr: USD 73,6 Mio.) zur Verfügung gestellt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten USD 175 Mio., die im Rahmen einer Privatplatzierung 2010 bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden und 2020 zurückzuzahlen sind.

Die Verbindlichkeiten der Symrise AG sind nicht gesichert, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche teilweise durch Eigentumsvorbehalt gesichert sind.

15. Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

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31.12.2016

TEUR
Veränderung

TEUR
31.12.2015

TEUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
Immaterielle Vermögensgegenstände 32.467 2.613 35.080
Sachanlagevermögen 26.108 362 26.470
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.083 0 4.083
Übrige 1.056 -414 642
63.714 2.561 66.275
Latente Steueransprüche auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 18.677 -2.879 21.556
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.029 -600 3.629
Sonstige Verbindlichkeiten 10.621 1.465 9.156
Übrige 1.318 507 811
33.645 -1.507 35.152
Latente Steuerschulden netto 30.069 1.054 31.123

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29 % (16 % Körperschaftsteuer / 13 % Gewerbesteuer) zugrunde gelegt.

16. Haftungsverhältnisse

Die Symrise AG hat zwei Bürgschaften in Höhe von zusammen USD 25 Mio. zugunsten der Deutschen Bank AG, New York zur Sicherung von Bankverbindlichkeiten der Symrise Inc., USA abgegeben.

Weitere Bürgschaften bestehen in Höhe von TEUR 450 zur Sicherung einer Kreditlinie der Symrise Vertriebs GmbH, Österreich, und über TUSD 700 für Kreditverpflichtungen der Ecuaprotein SA.

Darüber hinaus hat die Symrise AG eine Bürgschaft über USD 1,0 Mio. für die Symrise Inc., USA, zur Besicherung eines langfristigen Mietvertrags, abgegeben. Für die Diana US Inc., USA, besteht eine Bürgschaft über TUSD 1.595 zur Besicherung eines Darlehens aus dem Erwerb von Anteilen an der Aquasea Costa Rica.

Zugunsten der Symrise Rogovo OOO, Russland, besteht eine Bürgschaft über TEUR 102 zur Besicherung von Rohstoffeinkäufen bei einem deutschen Lieferanten.

Für die Abwicklung von Reisekosten hat die Symrise AG Firmenkreditkarten an Mitarbeiter ausgegeben, die über die privaten Konten der Mitarbeiter abgerechnet werden. Symrise haftet jedoch gegenüber dem Kreditkartenunternehmen mit einem Betrag in Höhe von bis zu TEUR 10 pro Kreditkarte. Das Gesamtvolumen der Haftung hieraus beträgt EUR 2,7 Mio.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten und Kreditkartenunternehmen sowie aus langfristigen Mietverträgen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt.

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 252). Dieser ergibt sich aus einer Unterdeckung der Haarmann & Reimer Unterstützungskasse GmbH, für die die Symrise AG, als Träger der Unterstützungskasse, vollumfänglich haftet.

17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen u. a. für folgende Sachverhalte:

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TEUR
Bestellobligo aus abgeschlossenen Verträgen 115.881
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Erbbaurechtsverträgen 12.730
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 25.768
Beratungs- und Serviceverträge 2.440

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2017 und 2029.

Darüber hinaus wurden im Bereich Informatik mit mehreren Dienstleistern Serviceverträge geschlossen. Die Verträge enden zwischen 2019 und 2022. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus diesen Verträgen betragen EUR 55,5 Mio. (Vorjahr: EUR 25,1 Mio.).

Insgesamt hat die Symrise AG sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 214,3 Mio. (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 49).

18. Bewertungseinheiten

Die globale Ausrichtung der Symrise AG führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch mittels Liquiditätsplänen erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden Devisenterminkontrakte zur Sicherung von USD eingesetzt. Dabei werden mittels Forwards ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus bereits in der Bilanz angesetzten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken im operativen Bereich abgesichert. Die Sicherung des Währungsrisikos erfolgt rollierend über einen Zeitraum von bis zu neun Monaten bis zu einer maximalen Sicherungsquote von 75 % der offenen Währungsposition in einer Gesellschaft.

Am Bilanzstichtag sind folgende Devisentermingeschäfte zur Reduzierung des Währungsrisikos von zum Stichtag bestehender sowie ausgewählter erwarteter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in USD als auch von internen Darlehen in AUD eingesetzt.

Des Weiteren sind Zins- und Währungsswaps zur Reduzierung des Zins- und Währungsrisikos von internen Darlehen in CNY eingesetzt. Die Zins- und Währungsswaps sind auf die gesamte Laufzeit der internen Darlehen und auf die vollen nominalen Beträge abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen Zins- und Währungsswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von CNY 225,0 Mio. zur Sicherung von EUR/CNY.

Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) - jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen).

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Fair Values Fälligkeitstermine
2016 Werte

in TEUR
Nominalvolumen Finanzielle Vermögenwerte Finanzielle Verbindlichkeiten bis zu 1 Jahr über 1 Jahr
--- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte
mit Hedge-Beziehung 16.572 115 -741 -626 -
ohne Hedge-Beziehung 12.793 602 -334 228 -
Summe 29.365 717 -1.075 -398 -
Zins- und Währungsswaps
mit Hedge-Beziehung - - - - -
ohne Hedge-Beziehung 30.716 - 624 9 615
Summe 30.716 - 624 9 615

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Fair Values Fälligkeitstermine
2015 Werte

in TEUR
Nominalvolumen Finanzielle Vermögenwerte Finanzielle Verbindlichkeiten bis zu 1 Jahr über 1 Jahr
--- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte
mit Hedge-Beziehung 23.290 46,0 -376,0 -330,0 -
ohne Hedge-Beziehung 14.046 0,2 -292,0 -291,8 -
Summe 37.336 46,2 -668,0 -621,8 -
Zins- und Währungsswaps
mit Hedge-Beziehung - - - - -
ohne Hedge-Beziehung - - - - -
Summe - - - - -

Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen in Höhe von USD 21,0 Mio. zur Sicherung von EUR/USD, mit einem Nominalvolumen in Höhe von USD 6,0 Mio. zur Sicherung von JPY/USD, mit einem Nominalvolumen in Höhe von USD 2,5 Mio. zur Sicherung von SGD/USD sowie mit einem Nominalvolumen in Höhe von AUD 2,1 Mio. zur Sicherung von EUR/AUD.

Die Devisentermingeschäfte haben in der Regel eine Laufzeit von rund sechs Monaten.

Zu den Devisentermingeschäften in JPY, SGD und AUD gibt es korrespondierende Geschäfte der jeweiligen ausländischen Tochtergesellschaften, d. h. die Effekte aus den Sicherungen verbleiben nicht in der Symrise AG, sondern werden vollständig an die Tochtergesellschaften weitergeleitet, die damit ihre Zahlungsströme absichern.

Bei allen Geschäften handelt es sich um Macro Hedges.

Um die Sicherungsgeschäfte für das Hedge Accounting zu qualifizieren, wird bei Abschluss des Geschäfts eine formale Dokumentation erstellt. Diese beinhaltet u. a. eine Effektivitätsmessung. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch den Nachweis, dass die wesentlichen Parameter (Critical Terms) des Sicherungsinstruments mit den Critical Terms eines hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, übereinstimmen.

Die Critical Terms des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, sind identisch, da die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

die Nominalbeträge des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmen überein,
die Fälligkeit des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmt überein,
der Fair Value des Sicherungsinstruments bei Beginn der Hedge Beziehung ist Null.

Die Veränderungen des Fair Values des Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments werden auf Basis der Forward Kurse ermittelt.

Da die Critical Terms von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bei Designation übereinstimmen, wird der Hedge als "highly effective" eingeschätzt.

Zur retrospektiven Effektivitätsmessung wird die kumulierte Dollar Offset Methode angewandt. Dabei wird die Fair Value Veränderung des Devisentermingeschäfts ins Verhältnis zur Fair Value Veränderung der Cashflow Veränderung aus dem Grundgeschäft (hypothetisches Derivat) gesetzt. Die o. a. relevanten Parameter/Spezifikationen werden laufend auf Übereinstimmung überprüft.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

19. Umsatzerlöse

Regionale Aufteilung

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Angaben

in TEUR
2016 2015
Europa inkl. Afrika 770.641 726.378
Nordamerika 93.798 81.445
Asien und Pazifikraum 149.956 127.656
Südamerika 45.787 41.278
1.060.182 976.757

Divisionale Aufteilung

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Angaben

in TEUR
2016 2015
Flavor 424.886 396.789
Scent & Care 605.304 579.968
Serviceleistungen 29.992 -
1.060.182 976.757

Durch die Neudefinition des Begriffs der Umsatzerlöse in § 277 Abs. 1 HGB wurden im Jahr 2016 erstmals Serviceleistungen und sonstigen Nebengeschäften in Höhe von TEUR 29.992 in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Symrise AG erzielte somit Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.060.182. Die Umsatzerlöse 2015 betragen bei Beachtung der Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung der Serviceleistungen (TEUR 26.324) insgesamt TEUR 1.003.081. Die Serviceleistungen wurden 2015 gemäß der alten Definition noch in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren erzielte die Symrise AG Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.018.277 (Vorjahr: TEUR 968.465). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft, neben den obengenannten Serviceleistungen und sonstigen Nebengeschäften, Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 11.913 (Vorjahr: TEUR 8.292).

20. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 14.985 (Vorjahr: TEUR 42.734) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 11.828 (Vorjahr: TEUR 12.747) und um Erträge aus Zuschreibung von Forderungen in Höhe von TEUR 1.688 (Vorjahr: TEUR 1.724). Die Erträge aus Nebengeschäften und Serviceleistungen an verbundene Unternehmen, in Höhe von TEUR 29.992 (Vorjahr: TEUR 26.324) werden im Jahr 2016 unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von TEUR 63.963 (Vorjahr: TEUR 63.146), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 39.820 (Vorjahr: TEUR 35.614), Aufwendungen für Fracht und Handlungkosten in Höhe von TEUR 39.030 (Vorjahr: TEUR 38.790), Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von TEUR 21.680 (Vorjahr: TEUR 19.965) und Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 15.599 (Vorjahr: TEUR 46.231) zusammen.

21. Personalaufwand

Im Personalaufwand wirkt sich insbesondere der einmalige Effekt aus dem Anstieg des Zinssatzes für die Bewertung der Pensionsrückstellungen vom 7-Jahresdurchschnitt auf den 10-Jahresdurchschnitt aus. Der Anstieg der Löhne und Gehälter resultiert aus der Tariferhöhung und einem geringfügigen Anstieg des Personalbestandes.

22. Abschreibungen

In 2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Grundstücke in Höhe von TEUR 13 vorgenommen (Vorjahr: TEUR 0).

23. Periodenfremdes Ergebnis

Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 919 (Vorjahr: TEUR 778) angefallen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und der Auflösung von Personalrückstellungen resultieren.

24. Ergebnisabführungsverträge

Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Erträge in Höhe von TEUR 103.895 (Vorjahr: TEUR 161.520) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.056) übernommen.

25. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 50.954 (Vorjahr: TEUR 46.901) resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für die im Rahmen der Konzernfinanzierung aufgenommenen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 36.732 (Vorjahr: TEUR 32.577) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.640 (Vorjahr: TEUR 10.929).

26. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 3.083) und einen Steueraufwand in Höhe von TEUR 784 (Vorjahr: TEUR 2.350) für Vorjahre. Im Gesamtbetrag sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 1.054 (Vorjahr: TEUR 18.305) sowie laufende Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 35.115 (Vorjahr: TEUR 36.314) enthalten.

SONSTIGE ANGABEN

27. Anteilsbesitzliste

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Name der Beteiligungsgesellschaft Eigenkapital131.12.2016

TEUR2
Anteil am Kapital

%
Ergebnis1der Beteiligungsgesellschaften 2016

TEUR3
Unmittelbare Beteiligungen
Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden 2.046.209 100,00% 101.1547
Haarmann & Reimer-Unterstützungskasse Gesellschaft mit 154 100,00% -82
beschränkter Haftung, Holzminden
Kerisper SAS, Saint Nolff / Frankreich 323.653 100,00% 54.530
Probi AB, Lund / Schweden 92.168 51,40% 12.267
Schimmel & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden 799 100,00% 21
Symotion GmbH, Holzminden 204 100,00% 8897
Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden 28.163 100,00% 23.643
Symrise Ltda., Bogota / Kolumbien 21.656 99,99% 5.416
Symrise S.A., Santiago de Chile / Chile 4.515 99,50% 1.201
Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden 153.759 100,00% 1687
Tesium GmbH, Holzminden 25 100,00% 1.6847
Mittelbare Beteiligungen
Aquasea Costa Rica, Canas / Costa Rica -6.151 100,00% -361
Aromatics SAS, Clichy-la-Garenne / Frankreich 461 100,00% 2
Arôme de Chacé SAS, Chacé / Frankreich 1.969 100,00% 591
Confoco SA, Machala / Ecuador 12.199 100,00% 31
Diana Food Limited, Spalding / Großbritannien 5.986 100,00% 3.043
Diana Food Canada Inc., Saint Blaise sur Richelieu (Québec) / Kanada 4.396 100,00% 1
Diana Group Pte Ltd, Singapore / Singapur -199 100,00% -56
Diana Natural Inc., Silverton / USA 11.964 100,00% 1.694
Diana Naturals Chile SpA, Buin / Chile 14.385 100,00% -754
Diana Naturals Private Ltd., Mumbai / Indien 0 100,00% 0
Diana Naturals SAS, Antrain / Frankreich 21.313 100,00% 6.745
Diana SAS, Saint Nolff / Frankreich 32.867 100,00% 61.219
Diana Trans, Saint Nolff / Frankreich 83 100,00% 171
Diana US Inc., Wilmington / USA -15.078 100,00% -754
DianaNova SAS, Rennes / Frankreich -8.787 100,00% 2.160
DrinkStar GmbH, Rosenheim 440 100,00% 12.0367
Ecuaprotein SA, Durán / Ecuador -854 53,00% 908
Futura Labs International S.A.E., 6th of October City / Ägypten 3.646 100,00% 2.619
Nutra Canada Inc., Champlain (Québec) / Kanada 1.571 100,00% 541
Octopepper SAS, Bordeaux / Frankreich 179 26,28% -510
OOO Symrise Rogovo, Rogovo / Russland 24.286 100,00% 4.129
Origines S.a.r.L., Antananarivo / Madagaskar 14.615 100,00% 6.531
Probi Asia-Pacific Pte. Ltd., Singapur / Singapur 53 51,42% 18
Probi Feed AB, Lund /Schweden 411 51,40% 0
Probi Food AB, Lund / Schweden 10 51,40% 0
Probi US Inc., Seattle / USA 41.667 51,40% -764
P.T.Symrise, Jakarta / Indonesien 13.407 100,00% 1.548
Scelta Umami BV, Venlo / Niederlande 1.490 60,00% 423
Scelta Umami Holding BV, Venlo / Niederlande 2.115 60,00% 493
Société de Protéines Industrielles SNC, Berric / Frankreich 6.132 100,00% 1.016
Spécialités Pet Food SA de CV, El Marqués queretato / Mexiko 3.464 100,00% 3.112
Spécialités Pet Food SAS, Elven / Frankreich 26.039 100,00% -17.146
Spécialités Pet Food South Africa (RSA), Cape Town / Südafrika 314 100,00% 858
SPF Argentina, Buenos Aires / Argentinien 4.780 99,97% 4.860
SPF Canada - Group Diana Inc., Chemin (Québec) / Kanada 2.852 100,00% 594
SPF Diana Australia PTY Ltd, Beresfield / Australien 3.502 100,00% 1.886
SPF DIANA Espana SLU, Lleida / Spanien 3.154 100,00% 3.105
SPF Do Brasil Ltd, Sao Paulo / Brasilien 15.871 99,99% 6.295
SPF Hungary Kft, Beled / Ungarn 3.080 99,67% 2.858
SPF North America Inc., South Washington / USA 44.746 100,00% 4.625
SPF RUS, Shebekino / Russland -4.184 100,00% -931
SPF Diana (Thailand), Bangkok / Thailand 6.982 51,00% 5.319
SPF UK Ltd., Doncaster / Großbritannien 1.633 60,00% 1.773
SPF USA Inc., Wilmington / USA 2.340 100,00% 200
SPF (Chuzhou) Pet Food Co., Ltd., Chuzhou / China 1.694 100,00% -216
SPF (Qingdao) Trading Co., Ltd, Qingdao City / China -581 100,00% -491
Symrise (Pty) Ltd., Isando / Südafrika 7.889 100,00% 1.451
Symrise Aromas e Fragrancias Ltda., Sao Paulo / Brasilien 38.505 100,00% 8.717
Symrise Asia Pacific Ltd., Singapur / Singapur 249.583 100,00% 36.462
Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden 632.816 100,00% 6.637
Symrise BioActives GmbH, Hamburg -2.042 100,00% 58
Symrise C.A., Caracas / Venezuela 330 100,00% 214
Symrise Flavors & Fragrances (Nantong) Co. Ltd., Nantong / China 7.037 100,00% -273
Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Brüssel / Belgien 62 100,00%4 63
Symrise Group Finance Holding 2 CV, Brüssel / Belgien 661.214 100,00% 7.869
Symrise Holding Inc., Wilmington / USA 826.895 100,00% 100.794
Symrise Holding Limited, Marlow Bucks / Großbritannien 38 100,00% 0
Symrise Holding Pte. Limited, Singapur / Singapur 19.091 100,00% 6.626
Symrise Holding II Inc., Wilmington / USA 226.822 100,00% 467
Symrise Iberica S.L., Parets de Valles / Spanien 18.096 100,00% 4.061
Symrise Inc., Manila / Philippinen 336 100,00% -87
Symrise Inc., Teterboro / USA 726.159 100,00% 83.412
Symrise IP-Holding GCV, Brüssel / Belgien 2.644 100,00% 628
Symrise K.K., Tokio / Japan 4.542 100,00% -2.977
Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd., Sirketi / Türkei 2.972 100,00% 847
Symrise Limited, Marlow Bucks / Großbritannien 22 100,00% 5
Symrise Limited, Seoul / Süd-Korea 965 100,00% 373
Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxembourg / Luxemburg 144 100,00% 0
Symrise Ltd., Bangkok / Thailand 8.342 100,00% 2.719
Symrise Middle East Ltd., Dubai / VAE 3.691 100,00% 1.233
Symrise Nigeria Limited, Lagos / Nigeria 57 100,00% 0
Symrise Parsian, Teheran / Iran 33 100,00%5 -2
Symrise Pte Ltd, Singapur / Singapur 12.215 100,00% 8.263
Symrise Pty. Ltd., Dee Why / Australien 9.013 100,00% -733
Symrise Private Limited, Chennai / Indien 25.911 100,00% 6.236
Symrise S. de R.L. de C.V., San Nicolas de los Garza / Mexiko 28.438 100,00% 10.011
Symrise S.A.E., 6th of October City / Ägypten 14.311 100,00% 14.743
Symrise S.a.r.L., Antananarivo / Madagaskar 10.252 100,00% 3.406
Symrise SAS, Clichy-la-Garenne / Frankreich 60.429 100,00% 7.447
Symrise SDN BHD., Petaling / Malaysia 1.291 100,00% 623
Symrise Spolka z ograniczona odpoeiedzialnoscia, Warschau / Polen 590 100,00% 321
Symrise S.r.l., Milano / Italien 11.766 100,00% 2.770
Symrise S.R.L., Tortuguitas / Argentinien 13.665 100,00% 4.575
Symrise Shanghai Limited, Shanghai / China 108.551 100,00%6 15.889
Symrise US Holding B.V., Halle / Niederlande 226.354 100,00% -1
Symrise US LLC / Teteboro / USA 228.895 99,90% -172
Symrise Vertriebs GmbH, Wien / Österreich 4.722 100,00% 599
Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge / USA 583 20,00% -31
Villers SAS, Villers Les Pôts / Frankreich 7.031 100,00% 821

1 ermittelt nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen - überwiegend noch ungeprüft

2 zu Stichtagskursen per 31.12.2016 umgerechnet

3 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres 2016 umgerechnet

4 davon 1% unmittelbar durch Symrise AG und 99% mittelbar durch die Busiris Vermögensverwaltung GmbH gehalten

5 davon 40,0% unmittelbar durch Symrise AG und 60,0% mittelbar durch inländische Holdinggesellschaften gehalten

6 davon 20,9% unmittelbar durch Symrise AG und 79,1% mittelbar durch ausländische Holdinggesellschaften gehalten

7 vor Ausgleich aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages / Verrechnung auf Gesellschafterkonten

28. Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalbestand beträgt 2.371 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.321 Mitarbeiter). Darin enthalten sind 105 Auszubildende (Vorjahr: 107 Auszubildende).

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2016 2015
Produktion 1.142 1.122
Vertrieb 461 447
Forschung und Entwicklung 505 491
Verwaltung inkl. Auszubildende 263 261
2.371 2.321

29. Konzernverhältnisse

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Symrise AG stellt ihren Konzernabschluss gemäß § 315a Abs. 1 HGB auf. Die Aufstellung erfolgt unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS).

30. Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 11. Mai 2016 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt.

Die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare sind in der entsprechenden Angabe im Konzernabschluss der Symrise AG enthalten.

31. Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 6. Dezember 2016 vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht.

32. Anteilsbesitz an der Symrise AG

Der Symrise AG gingen folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:

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Gesellschaft Sitz Mitteilung am Zeitpunkt zum % Schwelle über- bzw. unterschritten Anteilbesitz in % nachher Stimmrechte
Allianz Global Investors GmbH Frankfurt 24.02.2015 23.02.2015 3,00% 2,96% 3.841.733
Allianz Global Investors GmbH Frankfurt 16.03.2016 10.03.2016 3,00% 3,03% 3.929.101
APG Asset Management N.V. Amsterdam/Niederlande 14.08.2015 12.08.2015 3,00% 3,01% 3.909.723
APG Groep N.V. Heerlen/Niederlande 14.08.2015 12.08.2015 3,00% 3,01% 3.909.723
Stichting Pensioen-fonds ABP Heerlen/Niederlande 14.08.2015 12.08.2015 3,00% 3,01% 3.909.723
Atlantic Value General Partner Limited London/UK 28.01.2014 23.01.2014 3,00% 2,81% 3.321.219
Altantic Value Investment Partnership LP Wilmington/USA 28.01.2014 23.01.2014 3,00% 2,81% 3.321.219
Altrinsic Global Advisors LLC Stamford/USA 18.12.2009 20.11.2009 3,00% 2,95% 3.489.577
Ameriprise Financial Inc. Minneapolis/USA 08.09.2014 03.09.2014 3,00% 2,93% 3.806.901
BlackRock Financial Management Inc. New York/USA 01.12.2014 27.11.2014 3,00% 4,66% 6.052.498
BlackRock Financial Management Inc. Wilmington/USA 19.05.2015 15.05.2015 5,00% 5,01% 6.504.400
BlackRock Holdco 2, Inc. Wilmington/USA 19.05.2015 15.05.2015 5,00% 5,01% 6.504.400
BlackRock Holdco 4, LLC Wilmington/USA 24.06.2015 22.06.2015 3,00% 3,06% 3.970.658
BlackRock Holdco 6, LLC Wilmington/USA 24.06.2015 22.06.2015 3,00% 3,06% 3.970.658
BlackRock Inc. New York/USA 01.12.2014 27.11.2014 3,00% 4,80% 6.234.015
BlackRock Inc. Wilmington/USA 19.05.2015 15.05.2015 5,00% 5,09% 6.611.055
BlackRock Inc. Wilmington/USA 08.09.2016 05.09.2016 5,00% 5,02% 6.511.407
BlackRock Delaware Holdings Inc. Wilmington/USA 24.06.2015 22.06.2015 3,00% 3,06% 3.970.658
BNY Mellon International Limited London/UK 24.02.2009 05.02.2009 3,00% 2,71% 3.198.784
Capital Income Builder, Inc. Los Angeles/USA 07.06.2010 02.06.2010 3,00% 2,99% 3.538.936
Capital Research and Management Company Los Angeles/USA 14.06.2010 10.06.2010 3,00% 2,38% 2.807.585
Deutsche Bank AG Frankfurt 31.07.2008 25.07.2008 3,00% 2,90% 3.428.355
Deutsche Bank AG /Taunus Corp. Frankfurt/Wilmington/USA 28.07.2008 22.07.2008 3,00% 2,93% 3.458.490
Deutsche Bank Americas Holding Corp. Wilmington/USA 28.07.2008 22.07.2008 3,00% 2,87% 3.393.317
Deutsche Bank Investment Management Americas Inc. New York/USA 28.07.2008 22.07.2008 3,00% 2,87% 3.393.317
DWS Investment GmbH Frankfurt 07.05.2008 06.05.2008 3,00% 2,97% 3.511.300
Egerton Capital Limited Partnership London/UK 22.02.2008 13.02.2008 3,00% 2,98% 3.521.323
Fidelity Management & Research Company Boston /USA 22.06.2010 16.06.2010 3,00% 2,82% 3.335.977
FIL Limited Hamilton/Bermuda 15.09.2011 13.09.2011 3,00% 2,99% 3.534.523
FIL Investments International Kent/UK 15.09.2011 13.09.2011 3,00% 2,99% 3.534.523
FIL Holdings Limited Kent/UK 15.09.2011 13.09.2011 3,00% 2,99% 3.534.523
FMR LLC Boston/USA 22.06.2010 16.06.2010 3,00% 2,90% 3.429.477
Franklin Tempelton Institutional, LLC Wilmington/USA 26.08.2013 07.08.2013 3,00% 2,93% 3.465.508
Gerberding Vermögensverwaltung GmbH & Co KG Holzminden 28.12.2006 13.12.2006 10,00% 6,01% 7.800.381
Drago Invest GmbH & Co. KG Holzminden 13.05.2015 13.05.2015 10,00% 6,01% 7.800.381
Jahr Assetmanagement GmbH Hamburg 08.04.2014 08.04.2014 3,00% 0,00% 0
Jahr GmbH Hamburg 08.04.2014 08.04.2014 3,00% 0,00% 0
Jahr Holdings GmbH & Co KG Hamburg 08.04.2014 08.04.2014 3,00% 3,05% 3.600.000
John Armitage London/UK 22.02.2008 13.02.2008 3,00% 2,98% 3.521.323
JPMorgan Asset Management Holdings Inc. New York/USA 01.12.2009 26.11.2009 3,00% 3,02% 3.570.582
JPMorgan Asset Management Holdings (UK) Limited London/UK 17.03.2009 22.01.2009 3,00% 2,94% 3.474.305
JPMorgan Asset Management International Limited London/UK 17.03.2009 22.01.2009 3,00% 2,94% 3.474.305
JPMorgan Asset Management (Taiwan) Limited Tapei/Taiwan 08.11.2010 03.11.2010 3,00% 2,87% 3.386.401
JPMorgan Asset Management UK Limited London/UK 08.11.2010 03.11.2010 3,00% 2,87% 3.386.401
JPMorgan Chase & Co. New York/USA 17.03.2009 11.03.2009 3,00% 2,93% 3.456.859
JPMorgan Investment Management Inc. New York/USA 08.11.2010 03.11.2010 3,00% 2,87% 3.386.401
Lazard Asset Management LLC New York/USA 30.09.2008 25.09.2008 3,00% 2,75% 3.246.887
M&G Group Limited London/UK 13.11.2014 10.11.2014 3,00% 2,94% 3.823.000
M&G Investment Funds (1) London/UK 29.10.2014 28.10.2014 3,00% 2,98% 3.873.000
M&G Investment Management Limited London/UK 13.11.2014 10.11.2014 3,00% 2,94% 3.823.000
M&G Limited London/UK 13.11.2014 10.11.2014 3,00% 2,94% 3.823.000
M&G Securities Limited London/UK 13.11.2014 10.11.2014 3,00% 2,94% 3.823.000
Massachussetts Financial Services Company (MFS) Boston/USA 26.05.2015 21.05.2015 10,00% 10,62% 13.785.512
MBC Investment Corp. Greenville/USA 24.02.2009 05.02.2009 3,00% 2,71% 3.208.273
Mellon International Holdings S.a.r.L. Luxemburg/Luxemburg 24.02.2009 05.02.2009 3,00% 2,71% 3.198.784
MFS International Value Fund Boston/USA 14.10.2014 14.10.2014 3,00% 3,00% 3.895.375
MIPL Group Limited London/UK 28.01.2014 23.01.2014 3,00% 2,81% 3.321.219
MIPL Holdings Limited London/UK 24.01.2014 23.01.2014 3,00% 2,81% 3.321.219
Mondrian Investment Partners Limited London/UK 24.01.2014 23.01.2014 3,00% 2,81% 3.321.219
New Star Asset Management Ltd. London/UK 17.12.2008 12.12.2008 3,00% 2,92% 3.453.794
Neptune LLC Pittsburgh, PE/USA 24.02.2009 05.02.2009 3,00% 2,71% 3.198.784
Newton Investment Management Ltd. London/UK 24.02.2009 05.02.2009 3,00% 2,71% 3.198.784
Newton Management Ltd. London/UK 24.02.2009 05.02.2009 3,00% 2,71% 3.198.784
Prudential plc. London/UK 13.11.2014 10.11.2014 3,00% 2,97% 3.856.709
Schroder Administration Limited London/UK 23.03.2012 22.03.2012 3,00% 2,96% 3.495.642
Schroder International Selection Fund Sennigerberg/Luxemburg 02.06.2010 29.04.2010 3,00% 2,91% 3.441.370
Schroder Investment Management Limited London/UK 23.03.2012 22.03.2012 3,00% 2,96% 3.495.642
Schroders plc. London/UK 23.03.2012 22.03.2012 3,00% 2,96% 3.495.642
Standard Life Investments Limited Edinburgh/UK 30.03.2015 06.02.2015 3,00% 2,99% 3.874.210
Sun Life Assurance Company of Canada -US Operations Holdings Inc. Wellesley Hills, MA/USA 26.05.2015 21.05.2015 10,00% 10,62% 13.785.512
Sun Life Financial Corp. Ontario/Kanada 02.08.2007 29.06.2007 3,00% 3,03% 3.577.909
Sun Life Financial (U.S.) Holdings Inc. Wellesley Hills, MA/USA 26.05.2015 21.05.2015 10,00% 10,62% 13.785.512
Sun Life Financial Inc. Toronto/Kanada 26.05.2015 21.05.2015 10,00% 10,62% 13.785.512
Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC Wellesley Hills, MA/USA 26.05.2015 21.05.2015 10,00% 10,62% 13.785.512
Sun Life Global Investments Inc. Toronto/Kanada 26.05.2015 21.05.2015 10,00% 10,62% 13.785.512
Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings Inc. Bosten, MS/USA 26.05.2015 21.05.2015 10,00% 10,62% 13.785.512
TAM UK Holdings Limited London/UK 02.09.2014 25.08.2014 3,00% 2,98% 3.872.647
TC Financing Limited London/UK 02.09.2014 25.08.2014 3,00% 2,98% 3.872.647
The Bank of New York Mellon Corporation New York/USA 24.02.2009 05.02.2009 3,00% 2,71% 3.208.338
Threadneedle Asset Management Holdings Limited London/UK 02.09.2014 25.08.2014 3,00% 2,98% 3.872.647
Threadneedle Asset Management Holdings SARL Luxemburg/Luxemburg 02.09.2014 25.08.2014 3,00% 2,98% 3.872.647
Threadneedle Asset Management Limited London/UK 02.09.2014 25.08.2014 3,00% 2,98% 3.872.647
Threadneedle Asset Management UK Ltd. London/UK 29.08.2014 19.11.2013 3,00% 3,03% 3.578.301
Threadneedle Holdings Limited London/UK 02.09.2014 25.08.2014 3,00% 2,98% 3.872.647
Threadneedle Investment Funds ICVC London/UK 24.06.2014 19.06.2014 3,00% 2,99% 3.868.608
Threadneedle Investment Services Limited London/UK 01.07.2014 25.06.2014 3,00% 2,98% 3.852.699
William Bollinger London/UK 22.02.2008 13.02.2008 3,00% 2,98% 3.521.323

33. Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die Symrise AG zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.

34. Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 vorschlagen, eine Dividende von 0,85 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Der verbleibende Betrag des Jahresüberschusses soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

35. Bezüge der Organmitglieder

Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt TEUR 964 (Vorjahr: TEUR 922).

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Symrise AG betragen TEUR 4.285 (Vorjahr: TEUR 4.404). Die individualisierte Vergütung der Vorstandmitglieder ist im Lagebericht dargestellt.

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst ein festes Jahresgehalt (Festvergütung) zuzüglich Nebenleistungen (Sachbezüge), eine einjährig variable Vergütung, eine mehrjährig variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/ LTIP) und eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Deferred Compensation.

Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt.

Die einjährige variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, EPS) sowie einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Bonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett. Damit weichen wir von der allgemein im Unternehmen geltenden Mindestzielerreichung von 60 % deutlich zur Leistungsorientierung der Vorstandsmitglieder ab.

Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2016 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese variable einjährige Vergütung für das Kalenderjahr 2016 wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2016 im Folgejahr 2017 ausgezahlt.

Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan / LTIP) ist eine revolvierende, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.

Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2014-2016, 2015-2017 sowie 2016-2018 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt.

In allen drei laufenden Incentive Plänen wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50 % der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 1000 % Zielerreichung (Zielbetrag) entspräche dem 60sten Percentile Rank.

Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.

Die Bezüge der ehemaligen Organmitglieder betrugen TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 700).

Die Pensionsrückstellungen für die ehemaligen nicht aktiven Vorstände und Geschäftsführer betragen TEUR 8.203 (Vorjahr: TEUR 8.106).

36. Namen der Organmitglieder Aufsichtsrat

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Name Tätigkeit Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Thomas Rabe* Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG Arvato AG, Gütersloh
Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Management SE Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 03.08.2016)
Bertelsmann Inc., Wilmington, USA
Vorsitzender des Aufsichtsrats
RTL Group S.A., Luxemburg
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Penguin Random House LLC, Vereinigtes Königreich
Mitglied des Aufsichtsrats
Arist Education Systems, Littleton, Denver, USA
Mitglied des Aufsichtsrats (bis 01.01.2016)
Bertelsmann Learning LLC., New York, USA
Mitglied des Aufsichtsrats
Relias Learning LLC, Cary, USA
Mitglied des Aufsichtsrats
Regina Hufnagel Stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats der Symrise AG
Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise
Dr. Michael Becker* im Ruhestand Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz
Mitglied des Verwaltungsrats
Ursula Buck* Geschäftsführerin der Top Management Consulting, München
(seit 11.05.2016)
Harald Feist Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats und stellv. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG
Horst-Otto Gerberding* Geschäftsführender Gesellschafter der Gottfried Friedrichs (GmbH & Co.) KG
Dr. Peter Grafoner* Selbstständiger Unternehmensberater Coperion GmbH, Stuttgart
(bis 11.05.2016) Vorsitzender des Aufsichtsrats
SKF AB, Göteborg, Schweden
Mitglied des Aufsichtsrats
SCANIA Schweiz AG, Kloten, Schweiz
Präsident des Verwaltungsrats
Jeanette Härtling IG BCE Gewerkschaftssekretärin im Landbezirk Nord
(seit 11.05.2016)
Christiane Jarke Director Strategic
(bis 11.05.2016) Regulatory Affairs Flavor
EAME der Symrise AG
André Kirchhoff Freigestellter Betriebsrat der Symrise AG
(seit 11.05.2016)
Gerd Lösing Vice President Global Quality
(bis 11.05.2016) Control der Symrise AG
Prof. Dr. Andrea Pfeifer* Vorsitzende des Vorstands der AC Immune S.A., Lausanne, Schweiz Bio MedInvest AG, Basel, Schweiz
Vorsitzende des Verwaltungsrats
AB2 Bio S.A., Lausanne, Schweiz
Vorsitzende des Verwaltungsrats
Dr. Winfried Steeger* Geschäftsführer der Jahr Holding GmbH & Co. KG, Hamburg Verwaltungsgesellschaft Otto mbH (mitbestimmte GmbH des Otto Konzerns), Hamburg
Mitglied des Aufsichtsrats
Eurokai GmbH & Co. KGaA, Hamburg
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Blue Elephant Energy AG, Hamburg,
Mitglied des Aufsichtsrats
August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Otto Dörner GmbH & Co. KG, Hamburg
Mitglied des Beirats
EUROGATE Geschäftsführungs- GmbH & Co. KGaA, Bremen,
Mitglied des Aufsichtsrats
Helmut Tacke Mitglied des Betriebsrats der Symrise AG (bis 31.07.2016)
(bis 11.05.2016)
Dr. Ludwig Tumbrink Vice President Compounding
(seit 11.05.2016) Flavor EAME der Symrise AG
Peter Winkelmann Bezirksleiter der IG BCE amedes Holding GmbH, Hamburg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bezirk Alfeld aenova Holding GmbH, Starnberg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

* Anteilseignervertreter

Vorstand

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Name Tätigkeit Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands Rockwool A/S, Hedehusene, Dänemark
Chemiker Vorstand Flavor & Nutrition Mitglied des Aufsichtsrats (bis Februar 2016)
Holzminden (bis 1. Oktober 2016) Novozymes A/S, Bagsvaerd, Dänemark,
Mitglied des Aufsichtsrats
Olaf Klinger Vorstand Finanzen
Kaufmann (seit 1. Januar 2016)
Holzminden
Heinrich Schaper Vorstand Flavor
Kaufmann (seit 1. Oktober 2016)
Holzminden
Dr. Jean-Yves Parisot Vorstand Nutrition (Diana) Probi AB, Lund, Schweden
Veterinärmediziner Paris, Frankreich (seit 1. Oktober 2016) Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit April 2015)
VetAgroSup, Lyon, Frankreich
Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit November 2016)
Achim Daub Vorstand Scent & Care
Kaufmann
New York, U.S.A.

Holzminden, 20. Februar 2017

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Olaf Klinger

Heinrich Schaper

Dr. Jean-Yves Parisot

Achim Daub

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

1. Überblick zum Geschäftsjahr 2016

Das Wachstum der Weltwirtschaft war im Jahr 2016 insgesamt verhalten. Für Symrise war 2016 dennoch ein erfolgreiches Jahr. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 2.903 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 12 % beziehungsweise währungsbereinigt um 16 %. Ohne Berücksichtigung von Portfolio-Effekten (Akquisition der Pinova Gruppe, Scelta Umami, Nutra Canada, Nutraceutix sowie Veräußerung der Pinova Inc. und CAP Schweinefleischspezialitäten (2015))1 beträgt das währungsbereinigte Umsatzwachstum 8 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 43 % und lag, vor allem durch die getätigten Akquisitionen, 3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 46 %. Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDAN2 ) des Symrise Konzerns erhöhte sich um 9 % auf 625 Mio. € (EBITDA 2015: 572 Mio. €). Die auf den Umsatz bezogene EBITDAN-Marge lag mit 21,5 % unter dem Vorjahreswert von 22,0 %, vor allem durch die erstmalige Einbeziehung der Pinova Gruppe in den Konzernabschluss.

Das Segment Scent & Care erzielte 2016 einen Umsatz von 1.311 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 22 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 25 %. Ohne Berücksichtigung der Pinova Akquisition beträgt das währungsbereinigte organische Wachstum 5 %. Das EBITDAN lag mit 258 Mio. € um 12 % über dem Vorjahr. Die EBITDAN-Marge belief sich 2016 auf 19,7 %, gegenüber 21,5 % im Jahr 2015. Flavor steigerte seinen Umsatz um 4 % auf 1.016 Mio. €. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 10 %. Das EBITDA des Segments lag 2016 mit 234 Mio. € ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert (2015: 219 Mio. €). Die EBITDA-Marge betrug 23,0 %, nach 22,3 % im Vorjahr. Im Segment Nutrition stiegen die Umsätze um 5 % auf 576 Mio. €. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 9 %. Das Segment erzielte 2016 ein EBITDA von 134 Mio. €; das Ergebnis lag damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahr (2015: 122 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte 23,2 %, nach 22,3 % im Jahr 2015.

Der normalisierte Jahresüberschuss des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 266 Mio. €. Das um einmalige Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 1,90 € im Vorjahr auf 2,05 € im Berichtsjahr. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 vor, die Dividende von 0,80 € auf 0,85 € je Aktie anzuheben.

Der operative Cashflow lag 2016 mit 339 Mio. € um 36 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres von 375 Mio. €. Wesentlicher Grund hierfür ist ein Anstieg des Vorratsvermögens, insbesondere durch gestiegene Preise bei natürlichen Rohstoffen. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember um 23 Mio. € auf 302 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) stieg zum Bilanzstichtag 2016, insbesondere durch die Akquisition der Pinova Gruppe, um 395 Mio. € auf 1.971 Mio. €. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDAN auf Jahresbasis belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf 3,1 und liegt infolge der getätigten Akquisitionen temporär oberhalb der von Symrise angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.

1 Detailierte Informationen zu den Portfolioveränderungen sind auf den Seiten 30-31 dieses Berichts dargestellt.

2 Im Geschäftsjahr 2016 wurden die Ergebnisse (EBITN/EBITDAN) infolge der Pinova Akquisition um einmalige Sondereinflüsse bereinigt dargestellt. Eine detaillierte Übersicht ist auf Seite 84 dieses Berichts zu finden.

2. Grundlagen des Symrise Konzerns

2.1. Struktur und Geschäftstätigkeit

2.1.1. Unternehmensprofil

Symrise ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen sowie funktionalen Inhaltsstoffen. Zu den Kunden gehören Parfüm-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkehersteller, die pharmazeutische Industrie sowie Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln und Heimtiernahrung.

Mit einem Umsatz von 2,9 Mrd. € im Geschäftsjahr 2016 und einem Marktanteil von 11 % gehört das Unternehmen zu den weltweit führenden Anbietern im Markt für Düfte und Aromen. Der Konzern mit Sitz in Holzminden ist mit Standorten in mehr als 40 Ländern in Europa, Afrika und dem Nahen sowie Mittleren Osten, in Asien, den USA sowie in Lateinamerika vertreten. Der Symrise Konzern entstand ursprünglich aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2016 von rund 7,5 Mrd. € zu den im MDAX® geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf rund 94 %.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den Segmenten Flavor, Nutrition sowie Scent & Care. Das frühere Segment Flavor & Nutrition wurde im Rahmen einer neuen Organisations- und Berichtsstruktur aufgrund der Berufung von zwei weiteren Vorstandsmitgliedern mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 in die zwei neuen Segmente Flavor und Nutrition aufgespalten. Alle Segmente verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.

Das Segment Flavor beinhaltet die Anwendungsbereiche Beverages, Savory und Sweet. Das Segment Nutrition besteht aus dem Geschäftsbereich Diana mit den Anwendungsbereichen Food, Pet Food, Aqua und Probi. Das Segment Scent & Care umfasst die Geschäftsbereiche Fragrance, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules.

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist zudem jeweils nach vier Regionen organisiert: Europa, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten (EAME), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika.

Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Group Compliance und Interne Revision wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind maßgeblich auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik - auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.

Der Firmensitz der Symrise AG befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.284 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb sowie im Corporate Center. Regionale Hauptsitze unterhält Symrise in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo), Singapur und Frankreich (Rennes, Bretagne). Wichtige Standorte für Produktionsanlagen und Entwicklungszentren befinden sich in Deutschland, Frankreich, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 40 Ländern.

Standorte weltweit 2016

2.1.2. Leitung und Kontrolle

Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.

Dem Vorstand gehörten bis zum 30. September 2016 drei Mitglieder an: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstand Flavor & Nutrition und Vorsitzender des Vorstands), Achim Daub (Vorstand Scent & Care) und Olaf Klinger (Vorstand Finanzen). Zum 1. Oktober 2016 wurden zwei weitere Vorstandsmitglieder bestellt. Den Vorstand bildeten ab diesem Zeitpunkt bis zum 31. Dezember 2016 nun fünf Mitglieder: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorsitzender des Vorstands), Achim Daub (Vorstand Scent & Care), Olaf Klinger (Vorstand Finanzen), Dr. Jean-Yves Parisot (Vorstand Nutrition) und Heinrich Schaper (Vorstand Flavor). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.

Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt.

2.1.3. Geschäftstätigkeit und Produkte

2.1.3.1. Wertschöpfungskette von Symrise

Symrise stellt rund 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette der drei Segmente erstreckt sich über die Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmacksstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F&E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F&E-Aktivitäten.

Unternehmensstruktur

Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Heimtiernahrung, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln.

Die Produktion der Geschmacks- und Duftstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.

2.1.3.2. Flavor

Das Produktspektrum von Flavor besteht aus rund 13.000 Produkten, die in 145 Ländern verkauft werden. Die produzierten Geschmacksstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmacksstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Inhaltsstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Die Standorte des Segments befinden sich in mehr als 40 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika.

Die Geschmacks- und Inhaltsstoffe des Geschäftsbereichs Flavor kommen in drei Anwendungsbereichen zum Einsatz:

Beverages:

Mit der globalen Getränkekompetenz bei alkoholischen, nicht-alkoholischen sowie Trocken- und Instant-Getränken setzt Symrise mit authentischen und innovativen Geschmackserlebnissen neue Standards und Trends für die nationale und internationale Getränkeindustrie. Jahrelange Expertise, begleitende Technologien und ein umfangreiches Markt- und Verbraucherverständnis eröffnen der Getränkeindustrie völlig neue Perspektiven und erfüllen damit die individuellen Bedürfnisse der Kunden.

Savory:

Die würzigen Aromen kommen in zwei Kategorien zur Anwendung: In der Kategorie "Culinary" mit Geschmackslösungen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte, Instant-Nudeln und Fleischprodukte sowie in der Kategorie "Snackfood" mit Aufstreuwürzungen - sogenannte Seasonings - für Knabberartikel. Für beide Gebiete gilt es, die ständig wachsenden Verbraucherwünsche vor allem nach authentischem Geschmack, Natürlichkeit und "Convenience" in erfolgreiche Konzepte für die Kunden umzusetzen. Dabei setzt Symrise insbesondere auf seine nachhaltigen Kernkompetenzen Fleisch und Gemüse sowie auf Lebensmitteltechnologie und -forschung auf höchstem Niveau.

Sweet:

Im Anwendungsbereich der süßen Aromen kreiert Symrise innovative Geschmackslösungen basierend auf einem umfassenden Markt- und Konsumentenverständnis für die Produktbereiche Zucker- und Schokoladenwaren, Kaugummi, Backwaren, Cerealien, Eiscreme und Milchprodukte sowie für den Bereich Health Care. Interdisziplinäre Teams erfüllen mit hoher Kreativität die spezifischen Anforderungen der Kunden. Ein diversifiziertes Produktportfolio bietet den Konsumenten aufregende und einzigartige Geschmackserlebnisse.

2.1.3.3. Nutrition

Das Segment Nutrition besitzt Standorte in 23 Ländern und vertreibt seine rund 2.000 Produkte in 89 Ländern. Die Produktpalette des Segments Nutrition teilt sich in vier Anwendungsbereiche auf:

Food:

Der Bereich mit seinen Food Ingredients umfasst natürliche, sensorische Produktlösungen wie Geschmack, Textur, Farbe und Funktionalität bei Lebensmitteln und Getränken. Weiterhin bietet der Bereich Produkte für Babynahrung an. Dabei verfügt Diana über eine umfangreiche Rückwärtsintegration bei Gemüse, Früchten, Fleisch und Meeresfrüchten. Im Vordergrund stehen die Aspekte Qualität, Nachverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit.

Pet Food:

Hierzu gehören geschmacks- und akzeptanzverbessernde natürliche Produktlösungen für Heimtiernahrung. Zur Weiterentwicklung der sensorischen Produkteigenschaften unterhält der Anwendungsbereich eigene Hunde- und Katzenpanel. Ferner bilden Lösungen für eine verbesserte Produktakzeptanz der Tierhalter einen Entwicklungsschwerpunkt.

Aqua:

Im Segment Nutrition wurde der Anwendungsbereich Aqua organisatorisch als eigenständige Business Unit eingegliedert. Aqua entwickelt und produziert nachhaltige Meeresinhaltsstoffe für Aquakulturen in Bezug auf Ernährungsphysiologie und Tiergesundheit.

Probi:

In diesem Anwendungsbereich werden künftig alle probiotisch geprägten Aktivitäten gebündelt, die vor allem von der schwedischen Symrise Beteiligung Probi getätigt werden. Probi entwickelt Probiotika für Lebensmittel, Getränke sowie Nahrungsergänzungsmittel mit einem gesundheitsfördernden Zusatznutzen.

2.1.3.4. Scent & Care

Das Segment Scent & Care besitzt Standorte in mehr als 30 Ländern und vertreibt seine rund 15.000 Produkte in 135 Ländern. Scent & Care unterteilt sich in die drei globalen Geschäftsbereiche Fragrance, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules, in denen die Produkte in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:

Fragrance:

Unser Kreativ- und Kompositionsgeschäft umfasst die vier globalen Anwendungsbereiche Fine Fragrances, Beauty Care, Home Care und Oral Care. Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Beauty Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Home Care) eingesetzt. Darüber hinaus bietet Symrise die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an (Anwendungsbereich Oral Care). Die Zielsetzung des Geschäftsbereichs ist es, allen Menschen, die sich mit unseren Fragrance-Aktivitäten beschäftigen, "ein besseres Leben durch Duft" zu vermitteln. Der Geschäftsbereich beschäftigt mehr als 70 hochtalentierte und anerkannte Parfümeure mit 14 verschiedenen Nationalitäten, die in 11 Kreativzentren auf der ganzen Welt arbeiten. Ihre kombinierte Erfahrung addiert sich zu mehr als 1.300 Jahren in der Parfümerie.

Cosmetic Ingredients:

Symrise ist ein Weltmarktführer auf dem Markt der kosmetischen Premium-Wirkstoffe, von Kosmetikprodukten mit multifunktionalem Nutzen sowie für Sonnenschutz. Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients ist ein anerkannter Innovationsführer, der in den letzten zehn Jahren mit 36 Innovationspreisen für neue Wirkstoffe ausgezeichnet wurde. Im gleichen Zeitraum wurden Patentanmeldungen für zahlreiche neue Wirkstoffe eingereicht. Allein im Jahr 2016 erfolgten 17 neue Patentanmeldungen. Die bei Cosmetic Ingredients hergestellten Produkte werden in Haut- und Haarpflegeprodukten, Sonnenschutzmitteln, Herrenpflegemitteln, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos und Deodorants verwendet. Produkte mit pflegenden Eigenschaften sowie alternative Konservierungsmittel und Farben sind weitere Schwerpunkte des Geschäftsbereichs.

Aroma Molecules:

Der Geschäftsbereich umfasst die Anwendungsgebiete Menthols, Special Fragrance & Flavor Ingredients, Sensory & Terpene Ingredients und Fine Aroma Chemicals. Im Anwendungsgebiet Menthols wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals stellen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität her. Diese Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen eingesetzt als auch an Unternehmen der Konsumgüterindustrie und andere Unternehmen der Duft- und Geschmacksstoffindustrie vertrieben. Das Anwendungsgebiet Sensory & Terpene Ingredients umfasst das 2016 erworbene und integrierte US-Unternehmen Renessenz LLC mit seinen terpen-basierten Produkten, die aus erneuerbaren und nachhaltigen Rohstoffen gewonnen werden.

Mit der Veräußerung der Pinova Inc. wird sich der Geschäftsbereich Aroma Molecules auf seine Kernkompetenzen Fragrance und Sensory Ingredients konzentrieren, die vor allem in der Duft- und Geschmacksstoffindustrie eingesetzt werden. Die Integration des verbleibenden Renessenz Geschäfts erweitert das bestehende Symrise Portfolio, vor allem mit Kühlsubstanzen und Produkten aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen.

2.2. Markt und Wettbewerb

2.2.1. Marktstruktur

Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmacks- und Duftstoffe (F&F-Markt/ Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2016 nach neuesten Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants (10. Ausgabe aus Dezember 2016) auf 22,3 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsbereichen Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach aktuellen Berichten von TechNavio/Infiniti (Ausgabe Dezember 2016) und Global Industry Analysts (GIA) (Ausgabe 2015) ein Umsatzvolumen von circa 5,2 Mrd. € aufwies. Die Märkte sind in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt weist damit insgesamt eine Größe von 27,5 Mrd. € auf und wächst nach eigenen Schätzungen langfristig durchschnittlich um etwa 3 % pro Jahr.

Marktgröße relevanter AFF-Markt 2016 (in Mrd. €) (insgesamt etwa 27,5 Mrd. €)

Quellen: IAL (10. Ausgabe, Dezember 2016), TechNavio/Infiniti (2016), GIA (2015)

Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter - inklusive Symrise - zusammen einen Marktanteil von etwa 50 % erreichen.

Für den F&F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt.

Neben den unterschiedlichen lokalen Konsumentenvorlieben und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst: Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmacksstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den sich entwickelnden Märkten durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Bequemlichkeit und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden.

2.2.2. Marktposition von Symrise

Symrise ist eines der größten Unternehmen der F&F-Branche. Bezogen auf den relevanten Markt von 27,5 Mrd. € beträgt der Marktanteil von Symrise, gemessen am Umsatz des Jahres 2016, rund 11 %. Symrise hat die klassischen Geschäftssegmente um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent & Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Nutrition um Heimtiernahrung und Food Ingredients innerhalb des Geschäftsbereichs Diana. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Produktbereichen dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F&F-Branche gehören.

Marktanteile AFF-Markt 2016 (in %) (Marktvolumen etwa 27,5 Mrd. €)

Quelle: Unternehmensdaten und eigene Schätzungen

In einzelnen Marktbereichen nimmt Symrise eine weltweit führende Stellung ein, wie beispielsweise bei der Herstellung von naturidentischem L-Menthol und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter und bei Baby- und Heimtiernahrung.

2.3. Ziele und Strategie

2.3.1. Ziele

Langfristige Ziele 2020

Wir wollen langfristig unsere Marktposition stärken und die Unabhängigkeit von Symrise sichern. Zugleich sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst. Indem wir unsere Nachhaltigkeitsleistung in den Themenfeldern "Footprint", "Innovation", "Sourcing" und "Care" steigern, verringern wir Risiken und fördern den wirtschaftlichen Erfolg von Symrise.

Marktposition: Unser Umsatz soll währungsbereinigt langfristig mit 5 bis 7 % im Jahr (CAGR) schneller wachsen als der Markt, der im Durchschnitt jährlich um etwa 3 % zulegt. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen.
Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von 19 bis 22 % an.

Die Zielerreichung wird im Kapitel Unternehmensentwicklung näher dargelegt. Wir beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Konzerns.

2.3.2. Strategie

Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Säulen Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.

Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum.
Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Durch die Rückwärtsintegration bei Schlüsselrohstoffen sichern wir uns gleichbleibend hohe Qualitäten in ausreichender Menge und zu fest verhandelten Lieferbedingungen. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität.
Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise außerhalb des traditionellen Geschäfts mit Aromen und Duftstoffen weiter aus. So sichern wir unsere herausragende Marktposition.

Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.

2.4. Wertorientierte Steuerung

Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen strategischen Zielwert von durchschnittlich 19 bis 22 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Der Fokus der Unternehmenssteuerung liegt auf diesen finanziellen Steuerungsgrößen. Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen, insbesondere in den Bereichen Umwelt, Beschaffung, Mitarbeiter und Innovation, nehmen einen immer größeren Stellenwert ein.

2.5. Forschung und Entwicklung

2.5.1. Leitlinien und Schwerpunkte

Unsere Strategie in der Forschung & Entwicklung (F&E) zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, F&E sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden-, markt- und nachhaltigkeitsorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F&E an Marketing und Anwendungsbereiche, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung und Fragestellungen im regulatorischen Bereich auf Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeitsaspekte und Rentabilität geprüft. In erheblichem Maße bringen externe Kooperationen und Netzwerke (Open Innovation) zusätzliche Ansätze und Ideen in den Entwicklungsprozess ein. Neben Ideen aus der Open Innovation unterhält Symrise ein enges, globales Projektnetzwerk mit industriellen und akademischen Partnern, das alle Entwicklungsstadien des Innovationsprozesses einschließt. Des Weiteren sind alle F&E-Aktivitäten an den Leitlinien globale Megatrends, Konsumentenbedarf, Kundenanforderungen, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet. Die Aktivierungsquote bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen blieb wie im Vorjahr unwesentlich.

Das Segment Scent & Care konzentriert sich bei seiner F&E-Strategie auf fünf Forschungsplattformen in den Bereichen kosmetische Inhaltsstoffe, Verkapselungs- und Freisetzungssysteme, Grüne Chemie, Schlechtgeruchsmanagement und Mundpflege. Unterstützende Plattformen in den Bereichen sensorischer und analytischer Forschung, natürliche Rohstoffe und Seitenströme, Performance und Rezeptorforschung bilden die Basis für unsere Leistungsfähigkeit und für einen kontinuierlichen Innovationsprozess.

Beispielhafte Forschungsprogramme und Produkteinführungen sind unsere Rückwärtsintegrationsprojekte auf Madagaskar und im brasilianischen Amazonasgebiet mit dem Ziel, qualitativ hochwertige, natürliche Produkte aus nachhaltigem Anbau und unter "Community Development" zu etablieren. So wurden aus Madagaskar qualitativ hochwertige, ätherische Öle auf dem World Perfumery Congress in Orlando vorgestellt, die viel Beachtung und Anerkennung fanden. Weitere Produkteinführungen sind neue Verkapselungstechnologien wie beispielsweise Ambrostar®, das eine neue Benchmark bei der Langlebigkeit setzt, oder SymCap® G2, ein in zweiter Generation formaldehydfreies Produkt mit hervorragender Stabilität, erweiterten Einsatzmöglichkeiten und verbesserter Duftfreisetzung, das den Kundennutzen steigert. Darüber hinaus wurde eine Produktserie fetter Öle bei der InCosmetics in Paris präsentiert, die im brasilianischen Amazonasgebiet nachhaltig produziert wurde.

Neben umfangreichen Forschungsprogrammen, die auf die spezifischen Innovationsanforderungen der jeweiligen Anwendungsbereiche der Segmente ausgerichtet sind, bestehen bei Symrise ergänzende Programme, die durch die Erweiterung des Kompetenzportfolios Wettbewerbsvorteile generieren. Ein Beispiel dafür ist Beauty+, das durch systematische synergetische Entwicklung einen Mehrwert bei aktiven kosmetischen Inhaltsstoffen und Düften oder Mundpflegelösungen schafft. Ein weiteres Beispiel ist die ethnische Haarpflege: Unser kürzlich in São Paulo, Brasilien, eröffnetes Hair Care Innovation Centre stellte 2016 auf der In Cosmetics Brasil erste Produkte für die ethnische Haarpflege und zum Schutz der Haare vor Luftverschmutzung vor.

Durch die intelligente und sich gegenseitig ergänzende Kombination von technischen Innovationen mit der sensorischen Forschung in enger Kooperation mit Diana konnte die Akzeptanz von Produktlösungen zur Überdeckung von Schlechtgerüchen bei Heimtierfutter verbessert werden.

Kernfunktionen der Forschung & Entwicklung bei Symrise

In den Segmenten Flavor und Nutrition werden auf der Basis verschiedener Technologieplattformen folgende Themenschwerpunkte mit besonderem Nachhaltigkeitsfokus bearbeitet:

Formulierungstechnologien für Aromen mit verringertem Energieverbrauch, höherer Verwendungssicherheit und verbessertem Leistungsprofil.
Durch Datenanalyse und Rechenmodelle gestützte Entwicklungs- und Fertigungsrezepturen für die Produktion von Aromenlösungen mit optimierter Rohstoffauswahl und verringertem ökologischen Fußabdruck.
Entwicklung neuer und verbesserter Verfahren zur Nutzung von wertvollen natürlichen Ressourcen unter Einbeziehung von Biokatalyse und Fermentationstechnologien bei gleichzeitiger Reduktion von Abfall- und Nebenströmen mit Unterstützung durch Lebenszyklusanalysen.
Untersuchung und Verbesserung ausgewählter nachwachsender Rohstoffströme wie zum Beispiel Vanille oder Zwiebeln durch Optimierung der Kultivierung, der Ernte, des Transports und der Lagerung. Auswahl überlegener Sorten, unterstützt durch chemische und biologische Analysemethoden sowie zeit- und ortsnahe Bestimmung von Qualitätsparametern zur Vermeidung von Verlusten.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das nachhaltige Design von natürlichen und deklarationsfreundlichen Produktlösungen mit exzellenten sensorischen Eigenschaften. Im Berichtsjahr wurde die Kreationskompetenz durch neu erarbeitete, statistisch basierte Modellrechnungen zur Optimierung von Rezepturen auf der Grundlage von analytischen Daten und sensorischen Ergebnissen wesentlich erweitert. Dabei ist diese Methode vor allem für die Kombination und Optimierung von sensorisch komplexen natürlichen Rohstoffen zur Erhöhung der sensorischen Präferenz geeignet. Parallel dazu findet eine systematische Weiterentwicklung landwirtschaftlich basierter Rohstoffe im Anwendungsbereich Diana Food statt.

Gemeinsam mit Diana Pet Food werden umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Entwicklung und Optimierung von Aromasystemen und -technologien für Futterbausteine zur Erhöhung der Akzeptanz durch Heimtiere durchgeführt. Hierbei konnte in Kooperation mit der Firma B.R.A.I.N. AG in Zwingenberg, Deutschland, erstmals ein neues, patentgeschütztes Zellmodell zur Identifizierung von spezifischen, die Präferenz von Katzen erhöhenden Stoffen entwickelt werden.

Im Fokus der Forschungsaktivitäten stehen darüber hinaus Aromasysteme und Technologien zur Erhöhung des gesundheitlichen Mehrwerts von Lebensmitteln, zum Beispiel proteinreiche Lebensmittel sowie Lebensmittel mit reduziertem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt. So konnten im vergangenen Jahr neue oder neuartige Aromenlösungen zur Verbesserung zucker-reduzierter Getränke eingeführt werden. Zusätzlich wurde die Plattform für Aromastoffe und Lösungen erweitert, die den unangenehmen Geschmack bestimmter Lebensmittelinhaltsstoffe, wie zum Beispiel pflanzlicher Proteine, reduzieren können.

Der erfolgreiche Verbund von klassischen Werkzeugen der Analytik, Sensorik, Synthese, Lebensmitteltechnologie und Prozesstechnik mit neuen und erweiterten instrumentellen, biologischen und biotechnologischen Methoden und Verfahren (Rezeptorbiologie, Biotransformation, neue Enzyme, Metabolomics, DNA-Fingerprinting) sowie von Verfahren, die sich auf Chemoinformatik/Bioinformatik stützen, wird immer mehr der Schlüssel zum Erfolg. Hierbei konnten beispielsweise durch "in silico screening" und Struktur-Wirkungsbeziehungen (TasteCycle®) neue Strukturen im Bereich der Aromastoffe mit geschmacksmodulierenden Eigenschaften identifiziert werden. Eine tragende Rolle spielt auch die statistische Analyse, Auswertung und Planung von Experimenten zur Entwicklung und Optimierung von nachhaltigen Prozessen und Aromakompositionen ("Design of Experiments", DoE).

2.5.2. Organisation

Die drei Segmente von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F&E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für alle Segmente verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Weltweit bestehen mehrere F&E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten der Segmente optimal zu unterstützen. Die Aktivitäten der Forschung des Segments Scent & Care in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf die Erforschung von Duft- und Kosmetikwirkstoffen sowie auf die Umsetzung der Prinzipien aus der grünen Chemie in der Entwicklung von Duftstoffen sowie kosmetischen Inhaltsstoffen. Die Forschung des Segments Flavor in Holzminden setzt die Schwerpunkte auf die Entwicklung natürlicher Aromastoffe beziehungsweise natürlicher - inklusive biotechnologischer - Prozesse zur Generierung dieser Stoffe, auf nachhaltige Rohstoffbeschaffung sowie effektive Formulierungstechnologien. Darüber hinaus liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für die Anwendung in Lebensmitteln. Entwicklung und Anwendungstechnik für die Segmente befinden sich außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich) und São Paulo (Brasilien). Der Hauptteil der F&E-Aktivitäten für das Segment Nutrition (Pet Food und Food) ist in Frankreich angesiedelt. Entwicklungsschwerpunkte im Segment Nutrition sind unter anderem die Entwicklung von Produktlösungen für Lebensmittel und Getränke zur bewussten Ernährung sowie die Akzeptanzverbesserung von Heimtiernahrung, insbesondere bei der Ernährung von Katzen.

Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen ist hier beispielsweise die Präsentation zu nachhaltiger Chemie ("Grüne Chemie") auf der Green and Sustainable Conference, Berlin, und der 6th International IUPAC Conference on Green Chemistry in Mestre, Italien. Symrise war der "No1 Player" auf dem World Perfumery Congress 2016 in Miami, USA, und belegte durch Plenumsvorträge das zentrale Thema Nachhaltigkeit klar als Industrieführer. Ergebnisse aus angewandter und kosmetischer Forschung wurden durch mehrere Beiträge bei der 24. IFSCC (International Federation of Societies of Cosmetic Chemists) Tagung in Orlando, Florida, USA, vorgestellt, wobei zwei Beiträge in der Top10 Award List ausgezeichnet wurden. Weitere Forschungsbeiträge bei der International Anti-Aging Conference in London und beim renommierten Jean-Paul Marty Symposium in Paris zum Einfluss der Umweltverschmutzung auf die Hautalterung und den Schutz durch neue Symrise Produktkonzepte stießen auf hohes Interesse bei den wissenschaftlichen Experten. Auf der wichtigen Wartburg-Konferenz für Aromaforschung wurden die neuesten Ergebnisse zu natürlichen, Umami-Geschmack erzeugenden Stoffen vorgestellt. Im Rahmen der FEMA-Konferenz zur Nachhaltigkeit im Oktober 2016 wurde unsere langjährige Kooperationspartnerin im Bereich Bioaktivität von Aromastoffen, Frau Prof. Dr. V. Somoza von der Universität Wien, mit dem FEMA-Preis "Excellence in Flavor Research" ausgezeichnet.

Auch 2016 wurde die Symrise Forschung bei internationalen Messen für seine hohe Innovationskraft mit Preisen bedacht. Gleich zwei Preise erhielt Symrise bei der PCHI China für neue Produkte für die empfindliche Haut. Bei der In Cosmetics Paris wurde die Symrise Kosmetikforschung ebenfalls mit zwei Preisen für einen nachhaltig aus Seitenströmen hergestellten antimikrobiellen Wirkstoff sowie für ein neues Produktkonzept zur Verhinderung von Hautalterung, verursacht durch Umweltverschmutzung, ausgezeichnet.

Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die NBank (Förderbank für Niedersachsen) oder andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden. Dabei spielen Themen im Bereich Nachhaltigkeit, Rohstoffsourcing, Verbesserung sowie gesundheitlicher Mehrwert von Lebensmittelinhaltsstoffen eine wesentliche Rolle. Zudem ist Symrise assoziierter Partner in dem vom BMBF im Jahr 2015 genehmigten Cluster-Projekt "Nutriact" der Region Berlin-Brandenburg, das sich mit modernen wissenschaftlichen Ernährungskonzepten beschäftigt. Im Rahmen einer Förderung des Forschungskreises der Ernährungsindustrie ist Symrise führender Partner in einem Projekt zur Identifizierung und Verminderung des Schlechtgeschmacks von pflanzlichen Proteinen. Weiterhin konnten im Rahmen des seit 2011 zu gleichen Teilen von der österreichischen Christian-Doppler-Gesellschaft und der Symrise AG geförderten Kooperation an der Universität Wien Aromastoffe identifiziert und validiert werden, die durch Einsatz in Lebensmittelkonzepten zur Vermeidung von Übergewicht wertvolle Beiträge liefern können (Symslim®).

Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert und unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten, Nachhaltigkeitsparameter und des Ressourceneinsatzes enthält. Darüber hinaus wurde im Jahr 2015 ein Bewertungssystem zur Ermittlung der Nachhaltigkeit von Projekten und daraus resultierenden Produkten und Prozessen erarbeitet und eingeführt.

Neben einer hohen Zahl eingereichter Patente - im Jahr 2016 wurde mit 48 neuen Anmeldungen die bislang höchste Anzahl in der Unternehmensgeschichte erreicht - wird zur Messung der Innovationsergebnisse und -qualität eine externe IP- (Intellectual Property) Bewertung mit einbezogen. Der Patent Asset Index™ von Patentsight® dient der Evaluierung der globalen Abdeckung und Wettbewerbskraft. Das IP-Portfolio von Symrise ist weiterhin das wettbewerbsfähigste der gesamten Branche. Mit einem Anteil von rund 25 % am IP-Index liegt Symrise deutlich über seinem Marktanteil.

2.5.3. Forschungs- und Entwicklungsaufwand

Die Gesamtaufwendungen für F&E beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 186 Mio. € (Vorjahr: 170 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,4 % am Umsatz (Vorjahr: 6,5 %). Die Ausgaben für F&E sollen sich auch zukünftig auf diesem Niveau bewegen, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken.

F&E-Aufwand, in Mio. €

2.6. Mitarbeiter

2.6.1. Struktur der Belegschaft

Der Symrise Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2016 weltweit 8.944 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Trainees und Auszubildende). Im Vergleich zum Vorjahresultimo (31. Dezember 2015: 8.301) entspricht dies einem Anstieg um 643 Mitarbeiter. Am größten war die Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Segment Scent & Care, in dem 29 % aller Beschäftigten im Konzern arbeiten (+263 Mitarbeiter), vor allem bedingt durch die Akquisition der Renessenz LLC als Teil der Pinova Gruppe in den USA. 35 % der Mitarbeiter entfallen auf das Segment Flavor, 26% auf das Segment Nutrition. Hier hat sich die Zahl der Beschäftigten 2016 ebenfalls deutlich erhöht (+252 Mitarbeiter), vor allem bedingt durch die Akquisition der Nutraceutix Inc. durch die schwedische Probi AB. Rund 10 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt, die auch in geringem Umfang Dienstleistungen für Dritte erbringen, beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit, Umwelt und Logistik. Die Zahl der Auszubildenden und Trainees entsprach mit 148 jungen Menschen (Vorjahr: 147 Auszubildende und Trainees) nahezu dem Vorjahreswert. Sie werden insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Industriekaufmann und Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriemechaniker ausgebildet.

ANZAHL DER MITARBEITER NACH SEGMENTEN

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31. Dezember 2015 31. Dezember 2016 Veränderung

in %
Flavor 3.069 3.164 + 3
Nutrition 2.043 2.295 + 12
Scent & Care 2.299 2.562 + 11
Corporate Funktionen und Services 890 923 + 4
Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) 8.301 8.944 + 8
Trainees und Auszubildende 147 148 + 1
Gesamt 8.448 9.092 + 8

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer

Gegliedert nach Funktionen, ist mit 47 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion & Technologie tätig; hier fand 2016 mit einem Plus von 269 Beschäftigten auch der größte Zuwachs der Mitarbeiterzahl statt. 23 % der Mitarbeiter sind den Funktionen im Vertrieb & Marketing zuzuordnen; 18 % der Beschäftigten sind im Bereich Forschung & Entwicklung tätig.

ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN

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31. Dezember 2015 31. Dezember 2016 Veränderung

in %
Produktion & Technologie 3.895 4.164 +7
Vertrieb & Marketing 1.839 2.053 +12
Forschung & Entwicklung 1.538 1.577 +3
Verwaltung 641 748 +17
Servicegesellschaften 388 402 +4
Gesamt 8.301 8.944 +8

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende

Von den 8.944 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 29 % an Standorten in Deutschland tätig, in der Region EAME sind es damit insgesamt 50 %. 19 % der Konzernbelegschaft entfallen auf die Region Lateinamerika, 16 % auf Asien/Pazifik und 15 % auf Nordamerika.

ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN

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31. Dezember 2015 31. Dezember 2016 Veränderung

in %
Deutschland 2.528 2.586 +2
EAME ohne Deutschland 1.782 1.876 +5
Nordamerika 952 1.339 +41
Asien / Pazifik 1.361 1.424 +5
Lateinamerika 1.678 1.719 +2
Gesamt 8.301 8.944 +8

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende

In der Altersstruktur der Belegschaft im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 58 %. Die demografische Entwicklung unserer Belegschaft wird von uns regelmäßig beobachtet. Sie wird sich in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 bei etwa 1 bis 2 % der Belegschaft.

Altersstruktur der Belegschaft 2016, in %

39 % der Mitarbeiter des Symrise Konzerns sind bereits zehn Jahre oder länger für das Unternehmen tätig, in Deutschland sind es sogar 68 %. Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2016 mit 1,1 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 4,8 %.

2.6.2. Personalstrategie

Im Jahr 2016 haben wir mit der Durchführung einer Mitarbeiterbefragung einen neuen Impuls für die Weiterentwicklung unserer Personalpolitik gesetzt. An der Befragung beteiligten sich rund 5.400 Mitarbeiter in 10 verschiedenen Ländern - und damit 80 % der Belegschaft. Diese ausgezeichnete Teilnahmequote deutet auf eine hohe Akzeptanz der Mitarbeiterbefragung als unternehmensinternes Kommunikations- und Gestaltungsinstrument hin. Mit dem statistisch aussagefähigen Feedback entwickeln wir unsere Unternehmenskultur weiter.

Der Mitarbeiter-Commitment Index

Ein wichtiges, zentrales Feedback unserer Mitarbeiter kommt in Form des Mitarbeiter-Commitment Index zum Ausdruck.

Dieser Wert spiegelt wider

die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem Arbeitsverhältnis (Zufriedenheit, Wiederbewerbung, Weiterempfehlung),
die Motivation, für Symrise zu arbeiten (Eigenmotivation und Teammotivation), sich mit dem Unternehmen zu identifizieren und für seine Ziele einzusetzen, sowie
das Vertrauen in die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und damit das Vertrauen in die Führung des Unternehmens.

Das Mitarbeiter-Commitment wird als Indexwert auf einer Skala zwischen 0 und 100 statistisch berechnet - ein hoher Indexwert bedeutet auch ein hohes Commitment.

Mit einem Indexwert von 67 hat sich das Mitarbeiter-Commitment gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2012 um 4 Indexpunkte verbessert. Das zeigt: Die Mitarbeiter sind zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens als bevorzugtem Arbeitgeber. Sie haben Vertrauen in die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und schöpfen daraus viel an Motivation für ihre tägliche Arbeit.

Verbesserungspotenziale wurden in folgenden Bereichen identifiziert:

Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung

2017 werden wir die beruflichen Entwicklungs- und Aufstiegschancen bei Symrise gezielt weiterentwickeln. Denn berufliches Weiterkommen, das Lernen und das - bei entsprechender Leistung und Befähigung - Befördert-Werden ist unseren Mitarbeitern besonders wichtig.

Transparenz in der Vergütung

Ein weiteres Schwerpunktthema wird die Stärkung der Transparenz in unseren Vergütungsstrukturen sein. In vielen Ländern sind wir an Tarifverträge gebunden; über die Tarifverträge hinausgehend sorgen unsere Job Grade-Konzepte in den verschiedenen Ländern für eine Struktur der außertariflichen Vergütung. Bonussysteme mit einer leistungs- und erfolgsbezogenen variablen Vergütungskomponente runden die Teilhabe am Unternehmenserfolg ab.

Durch Schulung der Führungskräfte wollen wir die Kenntnis unserer Vergütungssysteme fördern und die Führungskräfte in die Lage versetzten, den Mitarbeitern Vergütungsentscheidungen besser zu erläutern.

Ausbildung

Eine Stärke von Symrise liegt in der Aus- und Weiterbildung; jährlich wenden wir weltweit rund 3 Mio.€ für Trainings- und Personalentwicklungsmaßnahmen auf.

Im Jahr 2016 wurden rund 350 - davon 160 interne und 190 externe - Trainings organisiert, an denen 1.516 Mitarbeiter teilnahmen. Weltweit belief sich die Gesamtstundenzahl für Trainings auf rund 48.450 Stunden. Zu den Trainingsinhalten zählten auch praxisnahe Workshops für Führungskräfte, die die gewonnenen Erkenntnisse an ihre Teams weitergeben. Einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt bildete dabei das Thema Nachhaltigkeit.

Darüber hinaus haben wir in Deutschland verstärkt in die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte investiert. Zum einen haben wir 46 junge Menschen zur Ausbildung eingestellt; zum anderen haben wir in einer gemeinsamen Initiative mit der Agentur für Arbeit fachfremde Arbeitslose zur Produktionsfachkraft Chemie ausgebildet. Diese Ausbildung erstreckt sich über etwa zwei Jahre. Im Juni 2016 haben 16 Personen die Ausbildung mit einer Prüfung abgeschlossen, weitere 15 Personen sind noch in der Ausbildung und werden diese 2017 abschließen. Damit bereiten wir uns konsequent auf den demografischen Wandel vor. Daneben bieten wir Englischkurse für unsere Produktionsmitarbeiter an, um sie mit internationalen Arbeitsanweisungen vertraut zu machen. Zum 31. Dezember 2016 waren an unseren deutschen Standorten insgesamt 147 Auszubildende und Trainees beschäftigt. Das entspricht einer Ausbildungsquote von rund 5,5 %.

In unserer Flavoristen- und Parfümeurs-Schule bilden wir Spitzenkräfte aus, die schnell und sehr erfolgreich in unserer Produktentwicklung eingesetzt werden können. Darüber hinaus bestehen in Kooperation mit Hochschulen, Akademien und Instituten für unsere Mitarbeiter vielfältige Möglichkeiten, berufsbegleitend einen Bachelor- oder Masterstudiengang bis hin zur Promotion zu absolvieren. Diese Maßnahmen werden regelmäßig von Symrise unterstützt.

Gesundheitsmanagement und demografischer Wandel

Das Gesundheitsmanagement hat sich 2016 weiterhin intensiv mit der im Arbeitsschutzgesetz verankerten Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen beschäftigt. Nachdem 2015 zunächst die operativen Bereiche und anschließend die Laboratorien einbezogen wurden, lag der Fokus 2016 hauptsächlich auf der Beurteilung der Bürotätigkeiten bei Symrise.

Mit Hilfe einer Checkliste wurden die Mitarbeiter zu den Themenfeldern "Handlungsspielraum, Zeitdruck, konfliktäre Anforderungen, Zusammenarbeit und Führung, Arbeitsumgebung und demografische Aspekte" befragt. Die Abteilung Arbeitssicherheit begleitete den Prozess und unterstützte die Führungskräfte dabei, gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zu entwickeln und entsprechend umzusetzen. Da bei den Terminen viele Arbeitsprozesse kritisch hinterfragt und analysiert wurden, leistete die Gefährdungsanalyse zudem einen Beitrag zum Lean Management im Unternehmen.

2.6.3. Personalmaßnahmen

2.6.3.1. Vergütung und Tarifverträge

In der Vergütungspolitik folgt Symrise weltweit der Logik, dass dort, wo tarifliche Regelungen bestehen, diese angewendet werden. Für rund 65 % unserer Mitarbeiter weltweit bestehen Tarifverträge. Wo keine tariflichen Regelungen bestehen, also auch im außertariflichen Bereich, wenden wir unser weltweites Job Grade-Konzept an. Damit stellen wir eine marktgerechte, faire Vergütung für alle Mitarbeiter sicher.

In Deutschland wendet Symrise die Entgelttarife der chemischen Industrie an. Entsprechend wurden die Entgelte zum 1. September 2016 um 2,3% angehoben. Bei der Umsetzung dieser Erhöhung für Symrise haben wir unsere wegweisende Standortsicherungs-Vereinbarung berücksichtigt, die mit einer Gültigkeit bis in das Jahr 2020 Abschläge im Entgelt von 0,7 Prozentpunkten gegenüber dem Flächentarifvertrag vorsieht. Im Oktober 2017 werden die Entgelte nochmals um weitere 1,6% angepasst.

Darüber hinaus wurde für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tarifbereich in Deutschland eine Beteiligung am Unternehmenserfolg ausgelobt. Leistung soll sich lohnen. Mit dieser Erfolgsbeteiligung wird die überzeugende Leistung am Standort Deutschland honoriert.

In allen Regionen gilt das Symrise Vergütungsmodell, das sogenannte Job Grade-Konzept. Es gliedert sich funktionsbezogen nach der jeweiligen Verantwortung, die im Rahmen eines Aufgabenbereichs übernommen wird, und beinhaltet zudem ein Bonuskonzept. Job Grades machen zum einen Vergütung transparent und nachvollziehbar und zeigen zum anderen Karrieremöglichkeiten im Unternehmen auf. Das Symrise Job Grade-Konzept umfasst eine Fach- und eine Führungslaufbahn und fördert vor allem auch den Wechsel zwischen beiden Entwicklungswegen. Im Jahr 2016 haben wir unser Job Grade-Konzept mit einem Kreis von Experten überarbeitet und werden 2017 unsere Führungskräfte und Mitarbeiter mit einer breit angelegten Kommunikationskampagne und Trainingsmaßnahmen informieren.

Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter sogenannter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt.

2.6.3.2. Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von rund 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie mit fest definierten Abschlägen von 0,7 Prozentpunkten pro Jahr bis 2020. Die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen und damit die Sicherung der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eine wesentliche Säule unserer Personalpolitik. Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung ist dabei die Rückführung dieser wettbewerbssteigernden Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.

3. Wirtschaftsbericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

3.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft war 2016 insgesamt verhalten. Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2017 erhöhte sich die globale Wirtschaftsleistung um 3,1 %, nach einem Plus von 3,2 % im Vorjahr. Der Zuwachs in den Industrieländern verlangsamte sich von 2,1 % im Jahr 2015 spürbar auf 1,6 % im Jahr 2016, wobei nach einer schwachen ersten Jahreshälfte vielfach ein Anziehen der Konjunktur im zweiten Halbjahr - vor allem in den USA - zu beobachten war. Die Entscheidung Großbritanniens im Juni 2016, aus der Europäischen Union (EU) auszuscheiden, führte bislang noch nicht zu der erwarteten wirtschaftlichen Abschwächung. Trotz einer extrem expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) blieben die Wachstumskräfte im Euroraum wenig ausgeprägt (+1,6 %). Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm 2016 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % zu, angetrieben vor allem durch die Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates.

Das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern belief sich 2016 - wie schon im Vorjahr - auf durchschnittlich 4,1 %. Mit einer Zuwachsrate der Wirtschaftsleistung von 6,3 % blieb Asien die weltweit expansivste Region, insbesondere China (+6,7 %) und Indien (+6,6 %). Demgegenüber befinden sich Argentinien und Brasilien in der Rezession. Russland wird weiterhin von dem Embargo belastet, das aufgrund der Ereignisse auf der Krim und in der Ostukraine ausgesprochen wurde. Die türkische Wirtschaft leidet unter den Auswirkungen der politischen Turbulenzen im Lande, was beispielsweise den Tourismus fast vollständig zum Erliegen brachte.

BIP-Entwicklung 2015/2016, in %

Quelle: IWF

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:

In den entwickelten Märkten haben konjunkturelle Schwankungen kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse - beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt - abdecken.
Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care.
In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmacks- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung.
Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte.

Im Geschäftsjahr 2016 profitierte Symrise von der bereits erreichten guten Marktposition in den Emerging Markets und einem breit diversifizierten Kundenportfolio.

3.1.2. Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte

Der für den Symrise Konzern relevante Markt wächst nach eigenen Schätzungen langfristig um 3 % im Jahr. 2016 lag das globale Marktvolumen bei 27,5 Mrd. €. In den Marktbereichen Geschmacks- und Duftstoffe sowie Aromachemikalien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ähnliche Entwicklungen verzeichnet.

3.1.3. Preisentwicklung und Verfügbarkeit der Rohstoffe

Symrise setzt in der Produktion rund 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von Bedeutung sind beispielsweise natürliche Vanille und Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette ihren Einsatz finden. Im Rahmen der Integration der Renessenz LLC wurden der Rohstoffpalette für Fragrance im Jahr 2016 eine hohe Anzahl neuer, nachhaltig produzierter Rohstoffe auf Basis von Crude Sulphate Turpentinen (CST) und Gum Turpentinen (GT) hinzugefügt. Generell entfallen jedoch auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen sind die Beschaffungskosten im Berichtszeitraum weiter moderat gesunken. Gegenläufig wirkten sich jedoch die für die Region EAME anhaltend unvorteilhafte Entwicklung des USD/EUR-Wechselkurses sowie signifikante Preissteigerungen bei Vanille und zitrus-basierten Rohstoffen wie Saftkonzentraten und Schalenextrakten aus. Auch bei wichtigen natürlichen Ölen, die bei der Herstellung von Duftkompositionen und Mundpflegeprodukten eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und Kostensituation 2016 verschärft. Für den Großteil der Basischemikalien, zum Beispiel Lösungsmittel, hat sich die Versorgungssituation gegenüber dem Vorjahr dagegen weiter entspannt.

Insgesamt sind die Preise für chemische Rohstoffe im Geschäftsjahr 2016 für das Segment Scent & Care geringfügig gesunken, für die Segmente Flavor und Nutrition dagegen deutlich gestiegen. Bei natürlichen Rohstoffen ergaben sich durch das wechselhafte Marktumfeld, regulatorische Anforderungen, wie beispielsweise die EU-Richtlinie zu natürlichen Materialien, sowie Witterungseinflüsse auf die Ernten deutliche Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Die Versorgungssicherheit bei wichtigen Produkten wird zum einen durch die Integration der Produkte von Renessenz LLC erhöht, zum anderen betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration, das heißt unter Einbeziehung der lokalen Bauern auf Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille.

Im Rahmen der fortgesetzten Integrationsaktivitäten der Diana Gruppe im Jahresverlauf 2016 wurden auch die Einkaufsaktivitäten durch mehrere Aktionen wie den gemeinsamen Einkauf von Rohstoffen und gegenseitigem Insourcing optimiert. Dadurch konnten sowohl die Liefersicherheit dauerhaft erhöht als auch Kostenvorteile in der Rohstoffbeschaffung realisiert werden.

3.1.4. Politische und regulatorische Rahmenbedingungen

Produkte des Segments Flavor kommen insbesondere in Nahrungsmitteln, in Getränken sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die Produkte der Anwendungsbereiche Food und Probi des Segments Nutrition werden in den gleichen Bereichen eingesetzt. Darüber hinaus liefert der im Segment Nutrition angesiedelte Anwendungsbereich Pet Food Produkte für den Heimtier-Futtermarkt.

Laut einer EU-Richtlinie mussten Arzneimittelhersteller bis März 2016 ihre Hilfsstoffhersteller einer Risikobewertung unterziehen. In die Bewertung floss neben der Verwendung des Hilfsstoffs auch das Qualitätsmanagement des Herstellers ein. Als Ergebnis wurde ein angepasstes GMP (Good Manufacturing Practise) formuliert. Davon waren auch Aromen in pharmazeutischen Anwendungen betroffen. Die notwendigen Maßnahmen zur Umsetzung der Richtlinie wurden von Symrise fristgerecht durchgeführt.

Zum 14. Dezember 2016 wurde in der EU die Nährwertkennzeichnung für Lebensmittel verpflichtend. Auch wenn für Symrise im B2B-Geschäft diese Anforderung nicht bindend ist, hat Symrise seine Datenbanken frühzeitig angepasst, um entsprechende Kundenanfragen beantworten zu können. Ferner ist in Thailand eine Zutatendeklaration auf den Etiketten ab dem 4. November 2016 erforderlich. Auch diese Neuerung wurde fristgerecht in den IT-Systemen von Symrise umgesetzt. Darüber hinaus wurde in den USA der Food Safety Modernization Act sukzessive erweitert. Unter anderem sind dazu Erneuerungen der Registrierungen von Produktionsstätten außerhalb der USA nötig, die Symrise entsprechend vorgenommen hat. Schließlich hat Symrise im Zuge eines optimierten Energiemanagements Energieaudits in verschiedenen europäischen Gesellschaften gemäß der Richtlinie ISO 50001 erfolgreich absolviert.

Die Überwachung der behördlichen Vorgaben bildete auch im Jahr 2016 einen Tätigkeitsschwerpunkt zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen im Segment Scent & Care. Das Tempo der Veränderungen hat sich sogar noch beschleunigt, da weitere Länder Ergänzungen ihrer chemischen Inventare vorgenommen haben und die Kontrollmaßnahmen besondere Sorgfalt erfordern, um die Erfüllung der Anforderungen auf allen Ebenen des Entwicklungsprozesses sicherzustellen.

Im Jahr 2015 wurde das Übereinkommen zum Nagoya-Protokoll über den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile in europäisches Recht umgesetzt. Damit hat eine neue Dimension der Compliance Einzug in unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gehalten. Symrise verfolgt die Entwicklungen in diesem Bereich aufmerksam und arbeitet mit Nicht-Regierungs-Organisationen zusammen, die auf diesem Gebiet über praktisches Knowhow verfügen, um die fortdauernde Einhaltung der Anforderungen zu gewährleisten.

Im Bereich Global Regulatory wurde die Implementierung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung auch 2016 fortgeführt, um die Herausforderung zu bewältigen, unseren globalen Kunden einen immer besseren Service zu bieten.

Das Umfeld der weltweiten Registrierung und Regulierung von Chemikalien verändert sich signifikant. Schwellenländer führen eigene Gesetzgebungen ein, die sich an der europäischen REACH-Verordnung orientieren. Dadurch nimmt die Komplexität für unsere globalen Kunden zu, die an weltweit anwendbaren Formeln interessiert sind. Die direkte und indirekte Einflussnahme über Handelskammern auf die Umsetzung solcher Programme in diesen Regionen bleibt daher von hoher Bedeutung. Die regulatorischen Umsetzungen beispielsweise in Brasilien, Indien und Südafrika sind so unterschiedlich, dass sie keinen standardisierten Ansatz erlauben, sondern ein individuelles Management und eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden in den jeweiligen Ländern erfordern.

Im Segment Scent & Care werden Parfümöle und Wirkstoffe hauptsächlich für die kosmetische Industrie und für Haushaltsprodukte hergestellt. Eine Hauptaktivität bestand im Jahr 2016 für Symrise in der neuen Registrierung oder der Aktualisierung registrierter Stoffe wichtiger Produkte beziehungsweise Rohstoffe gemäß der Europäischen Chemikalienverordnung REACH: Insgesamt wurden für mehr als 30 Stoffe neue und aktualisierte Dossiers bei der Europäischen Chemikalien-Agentur (ECHA) eingereicht. Für weitere circa 100 Stoffe sind die Registrierungsdossiers in der Vorbereitung und werden bis Mai 2018 eingereicht.

3.1.5. Differenzierte Auswirkungen auf Symrise

Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung grundsätzlich eine große Rolle. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung. Die große Zahl von Ländermärkten, in denen Symrise tätig ist, und die unterschiedlichen Produktmärkte wirken sich allerdings im Konzern risikomindernd aus.

Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.

Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln bis hin zu Baby- und Heimtiernahrung, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik, durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.

3.2. Unternehmensentwicklung

3.2.1. Aktuelle Entwicklungen im Konzern

Veränderungen im Portfolio

Am 7. Januar 2016 hat Symrise die bereits im Vorjahr bekanntgegebene Akquisition der Pinova Gruppe, USA, mit einem Transaktionsvolumen von 412 Mio. USD erfolgreich abgeschlossen. Die Pinova Gruppe ist ein führender Anbieter von Inhaltsstoffen aus natürlichen und erneuerbaren Rohmaterialien, die vor allem in der Herstellung von Parfüms und Duftstoffen sowie von Mundpflegeprodukten eingesetzt werden. Mit dem Erwerb hat Symrise seine Rohstoffpalette bei Duftstoffen substantiell ausgebaut und damit insbesondere seine Wettbewerbsfähigkeit bei der Kreation von Parfümkompositionen gestärkt. Zudem erweitert das Unternehmen die Vorwärtsintegration bei Menthol um sogenannte Kühlsubstanzen, die verstärkt in Kombination mit mentholbasierten Produkten eingesetzt werden.

Bereits am 6. Januar 2016 hat Diana Naturals SAS, Frankreich, die ebenfalls im Vorjahr angekündigte Transaktion über den Erwerb von 60 % der Anteile an der Scelta Umami Holding BV, der Muttergesellschaft der operativen Gesellschaft Scelta Umami BV, beide mit Sitz in den Niederlanden, erfolgreich abgeschlossen. Scelta Umami ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von Pilzkonzentraten und ergänzt damit das Produktportfolio im Segment Nutrition. Der Kaufpreis belief sich auf 8,2 Mio. €.

Im Mai 2016 hat der Geschäftsbereich Diana das Unternehmen Nutra Canada übernommen. Die aus der Provinz Quebec stammende Firma ist spezialisiert auf die Herstellung von Frucht- und Pflanzenextrakten mit einem funktionalen Zusatznutzen. Der Kaufpreis belief sich auf 4,3 Mio. €.

Die Symrise Beteiligung Probi AB, ein Entwickler und Hersteller von Probiotika mit Sitz in Schweden, hat im Juni 2016 durch ihre amerikanische Tochtergesellschaft Probi USA Inc. eine Vereinbarung über den Erwerb des Probiotika-Herstellers Nutraceutix unterzeichnet. Der vorläufige Kaufpreis beläuft sich auf 106,5 Mio. USD. Die Transaktion wurde planmäßig am 3. Oktober 2016 abgeschlossen. Mit dieser Akquisition baut Probi seinen Marktanteil in Nordamerika, dem größten und am schnellsten wachsenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel, weiter aus.

Im Zuge der kontinuierlichen Portfoliooptimierung hat sich Symrise im vierten Quartal 2016 entschlossen, die Industriesparte der erworbenen Pinova Gruppe wieder zu veräußern. Die unter der gleichnamigen Marke Pinova operierende Einheit mit Produktlösungen für technische Anwendungen wie Klebstoffe, Farben, Lacke, Reifen- und Bauindustrie wurde von DRT (Dérivés Résiniques et Terpéniques), ein auf die Weiterverarbeitung von aus Pinienholz gewonnenem Harz und Terpentin spezialisiertes französisches Unternehmen, übernommen. Der vorläufige Verkaufspreis beläuft sich auf 140,5 Mio. USD. Der anteilige Umsatz für 2016 betrug 99,9 Mio. USD. Die Transaktion wurde am 9. Dezember 2016 abgeschlossen. Die Industrieanwendungen weisen nur bedingt Anknüpfungspunkte zum Kerngeschäft von Symrise auf. Auf spezifische Rohstoffe aus erneuerbaren Quellen hat sich Symrise weiterhin Zugriff gesichert. Im Rahmen einer Lieferkooperation werden DRT und Symrise künftig eng zusammenarbeiten.

Die einstigen Renessenz Aktivitäten aus der Übernahme der Pinova Gruppe führt Symrise unverändert fort. Diese wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig in den Geschäftsbereich Aroma Molecules integriert.

Ausgezeichnet nachhaltig

Am 25. November 2016 wurde Symrise im Rahmen des neunten deutschen Nachhaltigkeitstages als eines der fünf nachhaltigsten Großunternehmen in Deutschland ausgezeichnet. Das Unternehmen beeindruckte die Juroren vor allem mit seinem systematischen Nachhaltigkeitsmanagement, fortlaufenden Verbesserungen sowohl in der Lieferkette als auch im eigenen Betrieb, sowie seinen Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität. Die Nachhaltigkeitspreise wurden in insgesamt elf Kategorien an Unternehmen unterschiedlicher Größen sowie Kommunen und Forscher verliehen. Die Auszeichnung ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Die Jury ist unter anderem mit Wissenschaftlern und Vertretern des NABU - Naturschutzbund Deutschland e. V. - und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) e. V. prominent besetzt.

Symrise, Unilever und GIZ schließen Partnerschaft mit Save the Children

Im vierten Quartal 2016 haben Symrise, Unilever und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH eine Partnerschaft mit Save the Children geschlossen und wollen damit die Lebensgrundlage für die Vanillebauern in der Region Sava, Madagaskar, verbessern. Die Entwicklungspartnerschaft wird zum Teil von develoPPP.de, einem Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), finanziert.

Die Initiative ist auf drei Jahre angelegt und zielt darauf ab, einige der komplexen sozialen und wirtschaftlichen Zwänge aufzulösen, die die in der Vanille-Lieferkette beschäftigten Menschen und ihre Familien von Generation zu Generation in einem Zyklus der Armut gefangen halten. Die Initiative unterstützt die Bauern und ihre Gemeinschaften direkt, um ihre Lebensgrundlage zu verbessern, mehr integrative Gemeinschaften zu schaffen und den Kindern der Bauern bessere Chancen geben.

Das Programm soll in über 70 Dörfern 50.000 Menschen in 10.000 Haushalten erreichen. Schätzungsweise 70 % der Menschen in diesen Gemeinden leben unterhalb der Armutsgrenze und leben von sehr instabilen Einkommen.

Verringerung der Umwelteinflüsse durch neues Kraftwerk in Holzminden

Im November 2016 hat Symrise sein neues Kraftwerk in Holzminden nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit in Betrieb genommen und damit einen Meilenstein in der Symrise Energieversorgung gelegt. Das neue Kraftwerk arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und stellt durch die Umstellung von schwefelhaltigem Schweröl auf Erdgas ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Modell dar. Das neue Kraftwerk stößt 35% weniger CO2 , 80% weniger Schwefel und 22% weniger Stickoxide aus. Darüber hinaus wird Symrise über eine Gasturbine ab sofort etwa zwei Drittel des im Werk Holzminden benötigten Stroms selbst erzeugen.

3.2.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Symrise Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 2.903 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 12 % in Berichtswährung beziehungsweise 16 % währungsbereinigt. Ohne Berücksichtigung der vorgenannten Portfolio-Effekte beträgt das währungsbereinigte Umsatzwachstum 8 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 43 %. Infolge der Akquisitionen im Geschäftsjahr 2016 hat sich dieser Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte verringert, da die Umsätze der akquirierten Unternehmen vorwiegend in den entwickelten Märkten erzielt werden. Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDAN)3 auf Konzernebene erhöhte sich um 9 %, von 572 Mio. € (nicht normalisiert) auf 625 Mio. €. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 21,5 % (nicht normalisierte EBITDA-Marge Vorjahr: 22,0 %).

Der normalisierte Jahresüberschuss 2016 stieg gegenüber dem Vorjahreswert um 19 Mio. € auf 266 Mio. €. Das normalisierte Ergebnis je Aktie beträgt 2,05 € (2015 nicht normalisiert: 1,90 €). Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 vorschlagen, die Dividende von 0,80 € auf 0,85 € je Aktie anzuheben.

3.2.3. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 hatten wir die Erwartung geäußert, dass die zu dieser Zeit bestehenden beiden Segmente Flavor & Nutrition und Scent & Care ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktwachstum (etwa 3 %) anstreben.

Für 2016 hatten wir eine EBITDA-Marge von rund 20 % unter den Annahmen erwartet, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2015 verharren und sich die Währungsrelationen im Vergleich zu 2015 nicht deutlich verändern. Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA, sollte infolge der Pinova Akquisition im Jahr 2016 bei etwa 3,0 liegen. Mittelfristig streben wir eine Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.

Zielerreichung 2016

Mit einem Umsatzanstieg von währungsbereinigt 16 %, beziehungsweise 8 % ohne Berücksichtigung der vorgenannten Portfolioeffekte, haben wir unser Umsatzziel deutlich übertroffen. Die EBITDA-Marge von 21,5 % liegt über dem für 2016 erwarteten Wert. Die Nettoverschuldung liegt mit dem 3,1-fachen EBITDA leicht über unserer Prognose.

3 Im Geschäftsjahr 2016 haben Akquisitions- und Integrationskosten infolge des Erwerbs der Pinova Gruppe das operative Ergebnis beeinflusst. Im Folgenden weisen wir für das Geschäftsjahr 2016 normalisierte Ergebnisse (EBITN, EBITDAN, Jahresüberschuss) aus, die um diese einmaligen Sondereinflüsse bereinigt sind. Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse ist auf Seite 84 dieses Berichts zu finden.

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Ziel zu Beginn des Geschäftsjahres Erreichter Wert
Umsatzwachstum (währungsbereinigt) merklich über dem Marktwachstum von 2 bis 3 % 16% (ohne Portfolioeffekte 8 %)
EBITDAN-Marge rund 20,0 % 21,5%
Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) / EBITDAN bei etwa 3,0 3,1

3.2.4. Ertragslage

3.2.4.1. Umsatz im Konzern

Im Gesamtjahr 2016 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 2.903 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz damit um 12 % in Berichtswährung und um 16 % währungsbereinigt erhöht. Ohne Berücksichtigung von Portfolio-Effekten beträgt das währungsbereinigte Umsatzwachstum 8 %.

Segmente:

Der Umsatz des Segments Scent & Care erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.311 Mio. €. Dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 25 %, der vor allem aus der Akquisition der Pinova Gruppe resultiert. Ohne Pinova beträgt das währungsbereinigte organische Wachstum des Segments Scent & Care 5 %. Das Segment Flavor konnte den Umsatz währungsbereinigt um 10 % auf 1.016 Mio. € steigern. Der Umsatz des Segments Nutrition erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 576 Mio. €, was einem währungsbereinigten Anstieg um 9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zusätzlich bereinigt um die Portfolioeffekte beträgt das organische Wachstum des Segments 10 %.

Regionen:

Der Umsatz in der Region EAME nahm um 6 % (währungsbereinigt: 8 %) zu. Die Region Nordamerika erzielte vor allem durch die Akquisition der Pinova Gruppe einen Umsatzzuwachs von 28 % gegenüber Vorjahr (währungsbereinigt: 28 %). Das Geschäft in der Region Asien/Pazifik entwickelte sich ebenfalls positiv; das Umsatzplus belief sich auf 9 % (währungsbereinigt: 11 %). In der Region Lateinamerika erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 7 % (währungsbereinigt: 29 %).

Umsätze nach Regionen

* währungsbereinigt

Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 15 %. Der Anteil dieser Ländergruppe am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2016 bei 43 %. Infolge der Akquisitionen im Geschäftsjahr 2016 hat sich dieser Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte verringert, da die Umsätze der akquirierten Unternehmen vorwiegend in den entwickelten Märkten erzielt werden.

3.2.4.2. Umsatz Flavor

Das Segment Flavor erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 1.016 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 4 %; währungsbereinigt betrug der Anstieg 10 %. Alle Regionen konnten die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich ausweiten. Allen voran steht die Region Lateinamerika, in der wesentliche Wachstumsimpulse aus den Anwendungsbereichen Sweet und Savory in den Ländermärkten Argentinien und Mexiko kamen.

In der Region Asien/Pazifik zeigten sich insbesondere die Ländermärkte Indonesien, Thailand und Vietnam sehr dynamisch, mit einem deutlichen Anstieg in den Anwendungsbereichen Beverages und Savory. Die Region EAME verzeichnete einen starken Umsatzanstieg in den Ländermärkten Russland, Schweden, Türkei und Spanien. Hier zeichneten sich insbesondere die Anwendungsbereiche Beverages und Sweet durch eine hohe Dynamik aus. In den USA erwiesen sich ebenfalls die Anwendungsbereiche Sweet und Beverages als Wachstumstreiber.

3.2.4.3. Umsatz Nutrition

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte das Segment Nutrition einen Umsatz von 576 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 5 %; währungsbereinigt betrug der Anstieg 9 %. Ohne Berücksichtigung der Portfolio-Effekte belief sich das währungsbereinigte organische Umsatzwachstum auf 10 %.

Die größten Wachstumsimpulse im Geschäftsbereich Diana gingen vom Anwendungsbereich Pet Food aus, in dem alle Regionen ihre Umsätze deutlich steigern konnten. Das stärkste Wachstum wurde in Lateinamerika in den Ländermärkten Argentinien, Brasilien und Kolumbien erzielt. Ebenso erfreulich entwickelte sich die Region EAME, vor allem in den Ländermärkten Polen, Frankreich, Italien und der Türkei. Die Umsatzentwicklung im Anwendungsbereich Food hingegen verlief verhalten, vor allem bedingt durch die Veräußerung der CAP (Compagnie Alimentaire Pleucadeucienne) Schweinefleischspezialitäten im vergangenen Jahr. Den größten Anstieg im Anwendungsbereich Food erzielte die Region Nordamerika mit hohen Zuwächsen bei regionalen Kunden.

Der Anwendungsbereich Probi erzielte ebenfalls hohe Wachstumsraten, unter anderem bedingt durch die Akquisition der amerikanischen Nutraceutix durch die schwedische Probi AB.

3.2.4.1. Umsatz Scent & Care

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte das Segment Scent & Care einen Umsatz von 1.311 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 22 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 25 %. Darin enthalten ist der Umsatz der Pinova Gruppe mit 208 Mio. €. Ohne den Pinova Beitrag hätte das währungsbereinigte organische Wachstum des Segments 5 % betragen.

Alle Geschäftsbereiche des Segments verzeichneten im abgelaufenen Jahr eine positive Geschäftsentwicklung. Am stärksten expandierte der Geschäftsbereich Aroma Molecules, vor allem bedingt durch die Akquisition der Pinova Gruppe. Darüber hinaus erzielte der Geschäftsbereich hohe Zuwächse in den Regionen EAME und Asien/Pazifik, insbesondere bei Menthol und Fine Aroma Chemicals.

Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients erzielte im Jahr 2016 ein gutes, prozentual einstelliges währungsbereinigtes Wachstum, vor allem im Anwendungsgebiet der kosmetischen Wirkstoffe mit globalen und regionalen Kunden insbesondere in den Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika. Besonders ausgeprägt war das Umsatzwachstum in den Ländermärkten China, Japan, Südkorea, Mexiko und Brasilien.

Der Geschäftsbereich Fragrance verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 ebenfalls ein gutes, prozentual einstelliges währungsbereinigtes Umsatzwachstum. Die höchsten Zuwächse erzielte die Region Lateinamerika. Hier konnten alle Anwendungsbereiche ihre Umsätze deutlich ausweiten, vor allem in den Ländermärkten Brasilien, Mexiko, Kolumbien und Argentinien. In den Regionen Asien/Pazifik und EAME zeigten vor allem die Anwendungsbereiche Household und Oral Care eine dynamische Entwicklung. Die höchsten Zuwächse wurden in den Ländermärkten China, Indien, Indonesien und Südkorea beziehungsweise für EAME in Israel, Spanien und Nigeria erzielt.

3.2.4.2. Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2016 verlief insgesamt erfreulich. Im Rahmen des Erwerbs der Pinova Gruppe sind 2016 Akquisitions- und Integrationskosten in Höhe von 18,7 Mio. € angefallen. Des Weiteren entstand aus der Veräußerung der Pinova Inc. am 9. Dezember 2016 ein Gewinn in Höhe von 3,5 Mio. €. Zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr wird im Folgenden ein um diese einmaligen Effekte bereinigtes Ergebnis (EBITN/EBITDAN) ausgewiesen.

Überleitung Sondereffekte der Pinova Akquisition EBITN/EBIT bzw. EBITDAN/EBITDA

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in Mio. € EBIT 2015 EBIT 2016 EBITDA 2015 EBITDA 2016
Normalisierte Darstellung (vor Sondereffekten aus Pinova Akquisition) 395,2 423,3 572,2 625,2
Wertberichtigungen Vorräte - -4,2 - -4,2
Integrationskosten - -14,5 - -14,5
Summe Sondereffekte - -18,7 - -18,7
davon Herstellungskosten - -10,8 - -10,8
davon Vertriebskosten - -2,3 - -2,3
davon Forschungskosten - -0,2 - -0,2
davon Verwaltungskosten - -9,0 - -9,0
davon sonstige betriebliche Erträge 3,5 3,5
Nach Sondereffekten aus Pinova Akquisition 395,2 404,6 572,2 606,6

Die Herstellungskosten nahmen 2016 um 15 % auf 1.707 Mio. € zu und stiegen damit, vor allem bedingt durch den höheren Herstellungskostenanteil der Pinova Gruppe, überproportional zum Umsatz. Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 8 % und erreichte 1.196 Mio. € (2015: 1.112 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 41,2 % und lag damit um 1,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahr (42,7 %). Die Vertriebskosten lagen 9 % über dem Vorjahr und beliefen sich auf 467 Mio. € (2015: 427 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist zu großen Teilen auf die Einbeziehung der Pinova Gruppe in den Konzernabschluss zurückzuführen. Der Anteil der Vertriebskosten am Konzernumsatz betrug 16,1 %, nach 16,4 % im Vorjahr. Die F&E-Aufwendungen stiegen um 10 % auf 186 Mio. € (2015: 170 Mio. €). Die F&E-Quote lag damit bei 6,4 % (Vorjahr: 6,5 %) des Umsatzes. Die Verwaltungskosten bewegten sich mit 150 Mio. € nahezu auf dem Vorjahresniveau von 149 Mio. €. Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz lag im Berichtsjahr bei 5,1 % und damit unter dem Vorjahreswert von 5,7 %.

Kurzfassung Gewinn- und Verlustrechnung

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in Mio. € 2015 2016 Normalisiert Veränderung

in %
Umsatzerlöse 2.601,7 2.903,2 12
Herstellungskosten -1.490,1 -1.706,9 15
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.111,6 1.196,2 8
Bruttomarge in % 42,7 41,2
Vertriebskosten -426,9 -466,5 9
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -169,6 -186,0 10
Verwaltungskosten -148,5 -149,5 1
Sonstige betriebliche Erträge 32,8 31,6 -4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4,2 -2,5 -40
Betriebsergebnis/EBIT 395,2 423,3 7

3.2.4.3. Ergebnissituation

Konzern: Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDAN) erhöhte sich 2016 um 9 % auf 625 Mio. € (2015 EBITDA: 572 Mio. €). Die EBITDAN-Marge erreichte im Berichtsjahr 21,5 %, gegenüber einer EBITDA-Marge von 22,0 % im Vorjahr.

Scent & Care:

Scent & Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2016 ein EBITDAN von 257,8 Mio. €, das vor allem durch die Einbeziehung der Pinova Gruppe deutlich über dem Vorjahreswert von 231,2 Mio. € (+12%) lag. Die EBITDAN-Marge belief sich auf 19,7 %, gegenüber 21,5 % im Jahr 2015.

Flavor:

Das EBITDA des Segments Flavor lag 2016 mit 233,8 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert (2015: 218,9 Mio. €). Die EBITDA-Marge bewegte sich mit 23,0 % auf einem hohem Niveau und ebenfalls deutlich über dem Vorjahr (2015 EBITDA-Marge: 22,3 %).

Nutrition:

Das Segment Nutrition erzielte 2016 ein EBITDA von 133,7 Mio. €, was einer Steigerung um 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (2015: 122,0 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte mit 23,2 % ein hervorragendes Niveau und lag damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahr (2015 EBITDA-Marge: 22,3 %).

Finanzergebnis:

Das Finanzergebnis 2016 in Höhe von -45,9 Mio. € hat sich gegenüber dem Ergebnis des Jahres 2015 um 1,6 Mio. € verschlechtert. Einem deutlich positiven Anstieg im Währungsergebnis (+7,3 Mio. €) stehen unter anderem eine Abschreibung auf eine Beteiligung im Segment Nutrition in Höhe von 2,2 Mio. € und Zinszahlungen für das Schuldscheindarlehen (5,8 Mio. €) gegenüber. Das Zinsergebnis sank um 4,9 Mio. € von -44,5 Mio. € auf -49,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr.

Steuern:

Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 97,5 Mio. € (2015: 98,5 Mio. €). Der sich ergebende Steuersatz von 27,2% ist gegenüber dem Vorjahr (28,1%) leicht gesunken. Einer ausreichenden steuerlichen Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen.

Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie:

Der um Sondereinflüsse bereinigte Jahresüberschuss beträgt 266 Mio. € und liegt damit 19 Mio. € oder 8 % über dem Wert des Vorjahres. Das normalisierte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 0,15 € auf 2,05 € (2015: 1,90 €). Der Jahresüberschuss 2016 inklusive Sondereinflüsse beträgt 253 Mio. €, was einem Ergebnis je Aktie von 1,95 € entspricht.

Dividendenvorschlag 2016:

Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 vorschlagen, eine Dividende von 0,85 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Symrise strebt an, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und sie mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.

3.2.5. Finanzlage

3.2.5.1. Finanzmanagement

Grundzüge und Ziele:

Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.

Gemäß den Symrise Treasury-Richtlinien wird die Finanzierung des Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Tochtergesellschaften wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu einer großen Anzahl an Banken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.

Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäftes abgeschlossen werden dürfen.

Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management-System implementiert, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow-Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden fallweise gegen Schwankungen abgesichert.

Mit einer Eigenkapitalquote von 36% zum 31. Dezember 2016 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Finanzierungsstruktur:

Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Diese bestehen weiterhin aus den Elementen börsennotierte Anleihen, US Private Placement, KfW Darlehen, Tilgungsdarlehen, bilateralen Bankkrediten sowie der im Mai 2015 neu arrangierten Revolving Credit Facility. Darüber hinaus hat sich der Konzern zur Finanzierung der Akquisition der Pinova Gruppe Liquidität durch die Ausgabe von Schuldscheinen gesichert. Diese haben ein Volumen von insgesamt 500 Mio. € und sind aufgeteilt in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Die erste Zuteilung mit 178 Mio. € ist noch im Jahr 2015 erfolgt, der Restbetrag in Höhe von 322 Mio. € wurde Anfang 2016 ausgezahlt.

Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2016 eingehalten worden.

Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit bestehen bilaterale Kreditlinien in Höhe von 40 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken sollen. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf marktüblichem Niveau.

3.2.5.2. Cashflow- und Liquiditätsanalyse

Übersicht Cashflow

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in Mio. € 2015 2016
Operativer Cashflow 375,2 338,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit -151,4 -311,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -115,3 1,8
Liquide Mittel (31.12.) 278,2 301,6

Der operative Cashflow lag mit 338,8 Mio. € 36,4 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres von 375,2 Mio. €. Hauptursache war ein Anstieg des Working Capitals, unter anderem durch den Kauf der Pinova Gruppe. Die operative Cashflow-Quote bezogen auf den Umsatz lag bei rund 12 %.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich um 159,6 Mio. € auf -311,0 Mio. €, dies vor allem durch die Akquisition der Pinova Gruppe, abzüglich des Verkaufserlöses der Pinova Inc. Darüber hinaus beinhaltet der Cashflow aus Investitionstätigkeit die weiteren Akquisitionen Scelta Umami BV, Nutra Canada Inc. und Nutraceutix.

Im Geschäftsjahr 2016 fand per Saldo ein Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 1,8 Mio. € statt. Im Vorjahr war ein Mittelabfluss von -115,3 Mio. € zu verzeichnen. Wesentliche Bestandteile sind die Auszahlung des verbleibenden Teils des Schuldscheindarlehens in Höhe von 321,5 Mio. € sowie übernommene und sofort getilgte Darlehen in Höhe vom 154,5 Mio. € im Rahmen der Akquisition der Pinova Gruppe. Ebenso enthalten ist die 2016 ausgezahlte Dividende für 2015 an die Aktionäre in Höhe von 108,2 Mio. €, reguläre Tilgungen von kurzfristigen Bankkrediten in Höhe von 43,8 Mio. € und saldierte Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 38,4 Mio. € (Vorjahr: 32,6 Mio. €). Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch in der Zukunft nicht absehbar. Dem Unternehmen stehen ausreichend Linien zur Verfügung, zum Beispiel im Rahmen der Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €, die im Mai 2016 um ein Jahr prolongiert wurde und Symrise nun bis zum Mai 2021 zugesagt ist. Zum 31.Dezember 2016 war diese Linie mit 5 Mio. € in Anspruch genommen.

3.2.5.3. Investitionen und Akquisitionen

INVESTITIONEN 2015 BIS 2017

Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 168 Mio. €, nach 177 Mio. € im Vorjahr.

Für immaterielle Vermögenswerte wurden 17 Mio. € (2015: 47 Mio. €) aufgewendet. Schwerpunkte bildeten hier die Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung (REACH), Investitionen im Bereich Software und Patente sowie die von der Nutraceutix akquirierten Vermögenswerte. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von rund 151 Mio. € getätigt (Vorjahr: 129 Mio. €). Die größten Investitionsprojekte umfassten das neue Kraftwerk in Holzminden, ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Singapur sowie Kapazitätserweiterungen in der Produktion in allen Geschäftsbereichen. Alle Projekte wurden aus laufenden Mitteln finanziert. Zum 31. Dezember 2016 hatte der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 65,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 43,9 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen, Hardware und Büroausstattung. Diese sind größtenteils im Laufe des Jahres 2017 fällig.

Im Januar 2016 hat Symrise die Pinova Gruppe mit Standorten in Brunswick, Colonel's Island (Georgia, USA) und in Jacksonville (Florida, USA) mit einem Transaktionsvolumen von 412 Mio. USD erworben. Die Pinova Gruppe ist ein führender Anbieter von Inhaltsstoffen aus natürlichen und erneuerbaren Rohmaterialien, die vor allem in der Herstellung von Parfüms und Duftstoffen sowie von Mundpflegeprodukten eingesetzt werden.

Ebenfalls im Januar 2016 hat Diana Naturals SAS, Frankreich, einen Kaufvertrag über den Erwerb von 60 % der Anteile an der Scelta Umami Holding BV, die Muttergesellschaft der operativen Gesellschaft Scelta Umami BV, beide mit Sitz in den Niederlanden, geschlossen. Scelta Umami ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von Pilzkonzentraten und ergänzt damit das Produktportfolio in dem Segment Nutrition. Der Kaufpreis belief sich auf 8,2 Mio. €.

Im Mai 2016 hat Diana Food Canada Inc. (Kanada), eine Tochter der Diana Naturals SAS (Frankreich), einen Kaufvertrag über den Erwerb sämtlicher Anteile an der Nutra Canada Inc. (Kanada) geschlossen. Nutra Canada Inc. ist spezialisiert auf Frucht- und Pflanzenextrakte aus natürlichen Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Cranberry oder Spinat. Die Gesellschaft produziert, fördert und vermarktet Trockenpulver und Pflanzenextrakte und ergänzt damit das Portfolio an natürlichen, gesundheitsfördernden Wirkstoffen im Bereich Consumer Health als Teil des Segments Nutrition. Der Kaufpreis belief sich auf 4,3 Mio. €.

Im Oktober 2016 hat Probi USA Inc. (nachfolgend: Probi) im Wege des Erwerbs von Vermögenswerten (sogenannter Asset Deal) den bisher unter dem Namen Nutraceutix geführten Geschäftsbetrieb von TnTGamble, Inc., USA, erworben. Nutraceutix ist mit zwei Standorten in Washington und Colorado, beide USA, einer der größten Produzenten und Zulieferer von Probiotika in Nordamerika mit sowohl US- als auch globalen Kunden (Endkunden und B2B-Kunden). Die Akquisition ermöglicht Probi, mit erheblich vergrößerten Kapazitäten und einer verbesserten Präsenz im Markt beträchtlich zu wachsen. Darüber hinaus hat Probi nun Zugriff auf wichtige neue Technologien und schafft sich so eine starke Plattform für künftiges Wachstum im Segment Nutrition. Der vorläufige Kaufpreis beläuft sich auf 106,5 Mio. €.

Im Zuge der kontinuierlichen Portfoliooptimierung hat sich Symrise im dritten Quartal 2016 entschlossen, die Industriesparte der erworbenen Pinova Gruppe wieder zu veräußern. Die unter der gleichnamigen Marke Pinova operierende Einheit mit Produktlösungen für technische Anwendungen wie Klebstoffe, Farben, Lacke, Reifen- und Bauindustrie wurde von DRT (Dérivés Résiniques et Terpéniques), einem auf die Weiterverarbeitung von aus Pinienholz gewonnenem Harz und Terpentin spezialisiertes französisches Unternehmen, übernommen. Der vorläufige Verkaufspreis beläuft sich auf 140,5 Mio. USD. Die Transaktion wurde am 9. Dezember 2016 abgeschlossen.

Die einstigen Renessenz Aktivitäten aus der Übernahme der Pinova Gruppe führt Symrise unverändert fort. Diese wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig in den Geschäftsbereich Aroma Molecules integriert.

3.2.6. Vermögenslage

3.2.6.1. Ausgewählte Bilanzposten

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 569 Mio. € auf 4.753 Mio. € (31. Dezember 2015: 4.184 Mio. €). Dies resultiert vor allem aus den mit der Akquisition der Pinova Gruppe zugegangenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie aus einem weiteren Ausbau des Working Capitals.

Immaterielle Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag 2016 auf 2.113 Mio. € und lagen damit leicht über Vorjahresniveau (31. Dezember 2015: 2.005 Mio. €); sie entsprachen 44 % der Vermögenswerte. In den immateriellen Vermögenswerten sind Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 1.273 Mio. € (31. Dezember 2015: 1.124 Mio. €) sowie Rezepturen und Technologien, Kundenstämme, Handelsmarken, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 840 Mio. € (31. Dezember 2015: 881 Mio. €) enthalten. Die Sachanlagen betrugen zum Jahresende 2016 857 Mio. € (31. Dezember 2015: 690 Mio. €) und enthalten im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen. Die Vorräte sind im Vergleich zum Bilanzstichtag 2015 um 149 Mio. € auf 680 Mio. € angestiegen (31. Dezember 2015: 531 Mio. €). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde durch die bereits erwähnte Akquisition der Pinova Gruppe und vor allem durch einen weiteren Umsatzanstieg getrieben, der auch zu höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (528 Mio. €, 31. Dezember 2015: 462 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (254 Mio. €, 31. Dezember 2015: 235 Mio. €) zum Bilanzstichtag führte. Die Relation Working Capital zum Umsatz ist gegenüber dem Vorjahresstichtag um 4 %-Punkte auf 33 % gestiegen. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 302 Mio. € (31. Dezember 2015: 278 Mio. €). In Folge des Verkaufs der Pinova Inc. im Dezember 2016 standen am Bilanzstichtag höhere liquide Mittel zur Verfügung, die im Rahmen eines Termingeldes zinstragend angelegt wurden.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist vor allem durch eine weitere Auszahlung des Schuldscheindarlehens und der damit verbundenen Zunahme der Finanzverbindlichkeiten bedingt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten liegen über Vorjahresniveau (1.028 Mio. €, 31. Dezember 2015: 501 Mio. €), wohingegen sich die langfristigen Verbindlichkeiten verringerten (1.993 Mio. €, 31. Dezember 2015: 2.094 Mio. €). Aufgrund des vergleichsweise niedrigeren Zinsniveaus haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 445 Mio. € auf 523 Mio. € erhöht (Zinssatz für Deutschland: 1,6 %, 31. Dezember 2015: 2,4 %).

Das zum 31. Dezember 2016 auf die Aktionäre der Symrise AG entfallende Eigenkapital erreichte 1.672 Mio. € (31. Dezember 2015: 1.568 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2015 wurde im Jahr 2016 eine Dividende von 104 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote inkl. Minderheiten lag zum Stichtag 2016 bei 36,4 % (31. Dezember 2015: 38,0 %).

Bilanzstruktur zum 31. Dezember 2016, in Mio. € (Veränderung gegenüber Vorjahresstichtag, in %)

3.2.6.1. Nettoverschuldung

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in Mio. € 2015 2016
Finanzverbindlichkeiten 1.409,3 1.749,8
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen -278,2 -301,6
Nettoverschuldung 1.131,1 1.448,2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 444,6 522,6
Nettoverschuldung inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.575,7 1.970,8

Die Überprüfung der Einhaltung der Kreditvereinbarungen (Leverage Covenants) für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der Vorgaben in den verschiedenen Kreditverträgen. Hierfür wird zur Ermittlung der Leverage Covenants die Nettoverschuldung auf das EBITDAN der letzten 12 Monate bezogen. Danach ergibt sich eine für die Kreditverträge relevante Nettoverschuldung/EBITDAN von 2,3. Der Verschuldungsgrad "Nettoverschuldung einschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen/EBITDAN" beträgt 3,1.

Wir streben eine Kapitalstruktur an, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten. Unsere ergebnisorientierte Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Daneben soll sichergestellt sein, dass bei passenden Akquisitionsgelegenheiten diese durch eine solide Finanzierungsstruktur begleitet werden könn

Kapitalstruktur

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2015 2016
in Mio. € in % der Bilanzsumme in % der Bilanzsumme Veränderrung

in %
--- --- --- --- --- ---
Eigenkapital 1.588,2 38 1.732,2 36 +9
Kurzfristige Verbindlichkeiten 501,4 12 1.027,9 22 +105
Langfristige Verbindlichkeiten 2.094,2 50 1.992,7 42 -5
Verbindlichkeiten 2.595,6 62 3.020,6 64 + 16
Bilanzsumme 4.183,8 100 4.752,8 100 +14

An wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge in Höhe von 150,0 Mio. € (2015: 138,5 Mio. €) und Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 65,5 Mio. € (2015: 43,9 Mio. €). Die Symrise AG hat mit verschiedenen Dienstleistern Serviceverträge zur Auslagerung der internen Informationstechnologie geschlossen. Diese Serviceverträge bestanden teilweise bereits in Vorjahren und wurden im Jahr 2016 erweitert. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber diesen Dienstleistern beträgt unter Berücksichtigung von Sonderkündigungsrechten 55,5 Mio. € (2015: 22,7 Mio. €).

3.2.7. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Muttergesellschaft

Der Jahresabschluss der Symrise AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. In den Lagebericht der Symrise AG wird der Lagebericht des Symrise-Konzerns übernommen, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind und die Lage und der Geschäftsverlauf der Symrise AG stark durch die Tochtergesellschaften geprägt werden. Ergänzend dient die Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung.

Die Symrise AG produziert und vertreibt Duft- und Geschmacksstoffe und darüber hinaus übernimmt sie als Obergesellschaft des Symrise-Konzerns klassische Aufgaben einer Holding, wie die strategische Unternehmensentwicklung, die Corporate Funktionen Rechtsabteilung, Konzernrechnungslegung und -controlling, Steuern, Treasury, IT, internationales Personalwesen, interne Revision, Corporate Communications und Investor Relations.

Die meisten in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden von der Busiris Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Holzminden und der in 2014 erworbenen Kerisper SAS (Diana Gruppe) mit Sitz in Saint Nolff, Frankreich, gehalten. Alleinige Gesellschafterin der Busiris Vermögensverwaltung GmbH und der Kerisper SAS ist die Symrise AG, die darüber hinaus direkt Anteile an weiteren in- und ausländischen Tochtergesellschaften hält. Zwischen der Symrise AG und der Busiris Vermögensverwaltung GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Symrise AG als herrschendem Unternehmen.

3.2.7.1. Überblick und Geschäftsverlauf zum Geschäftsjahr der Symrise AG

Die Symrise AG hatte auch in 2016 eine stabile Geschäftsentwicklung. Insbesondere konnte der Umsatz in der Region Asien, in den Ländern Japan, Korea, China und Singapur, sowie in der Golf Region ausgebaut werden.

Der Jahresüberschuss des Vorjahres konnte in 2016 übertroffen werden. Das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis konnte auch ohne Berücksichtigung des Einmaleffektes aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen übertroffen werden.

Im Jahr 2016 erwirtschaftete die Symrise AG einen Umsatz in Höhe von 1.060 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr (977 Mio. €) hat sich der Umsatz damit um 8,5 % erhöht. Bereinigt um die erstmalig in den Umsatzerlösen ausgewiesenen Erträge aus sonstigen Dienstleistungen beträgt das Umsatzwachstum 5,4 % und liegt damit, wie im Vorjahr prognostiziert, merklich über dem Marktwachstum.

Die Region EAME ist nach wie vor der größte Absatzmarkt für die Symrise AG. Rund 73 % der Umsätze werden in dieser Region erzielt. In Asien wurden 14 %, in Nordamerika 9 % und in Lateinamerika 4 % abgesetzt.

Das Segment Flavor erwirtschaftet mit 425 Mio. € einen Umsatzanteil von 40 %, mit einem hauptsächlichen Umsatzanstieg in dem Anwendungsbereich Sweet, während das Segment Scent & Care mit 605 Mio. € einen Umsatzanteil von 57 % aufweist. Hier sind die Anwendungsbereiche Aroma Molecules und Cosmetics Ingredients die wesentlichen Umsatztreiber.

Die Rohstoffpreise entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016 leicht über dem Vorjahresniveau (+0,1%). Den Preisanstiegen bei natürlichen Rohstoffen (Citrusfrüchte, Vanille) standen Einsparungen bei den ölpreisbasierten Rohstoffen gegenüber.

Dem Rückgang in dem Personalaufwand liegt ein einmaliger Effekt in Höhe von 45,6 Mio. € durch die Umstellung auf den 10-Jahresdurchschnitt für den Zinssatz zur Berechnung der Pensionsrückstellungen von bisher 7 Jahren, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, zugrunde.

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigt en Mitarbeiter stieg in 2016 um 50 Mitarbeiter auf 2.371 an. In der Symrise AG waren durchschnittlich 105 Auszubildende beschäftigt.

3.2.7.2. Vermögens- und Finanzlage der Symrise AG

AKTIVA

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31.12.2016

T €
31.12.2015

T €
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 458.135 455.996
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.277.576 2.325.924
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 46.101 602.156
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 57.845 66.732
Vorratsvermögen 295.845 219.165
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 149.655 132.421
Sonstige Vermögenswerte 19.350 15.438
Guthaben bei Kreditinstituten 26.238 95.107
Rechnungsabgrenzungsposten 10.540 7.595
4.341.285 3.920.534

PASSIVA

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31.12.2016

T €
31.12.2015

T €
Eigenkapital 1.679.984 1.627.000
Sonderposten für Investitionszuschüsse 181 208
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 268.331 270.141
Steuerrückstellungen 29 5.552
Sonstige Rückstellungen 48.886 47.314
Rückstellungen 317.246 323.007
Anleihen 806.443 806.425
Schuldscheindarlehen 500.000 178.500
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 249.146 255.678
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 62.923 60.019
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 518.760 467.829
Sonstige Verbindlichkeiten 176.534 170.745
Verbindlichkeiten 2.313.806 1.939.196
Passive latente Steuern 30.068 31.123
4.341.285 3.920.534

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Das Anlagevermögen entfällt in Höhe von 153.933 T€ (Vorjahr: 169.217 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 304.202 T€ (Vorjahr: 286.779 T€) auf Sachanlagevermögen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen in Höhe von 3.277.576 T€ (Vorjahr: 2.325.924 T€) entfallen im Wesentlichen auf die Busiris Vermögensverwaltung GmbH und die Kerisper SAS, Frankreich, die Holdinggesellschaft der 2014 erworbenen Diana Gruppe. Die Erhöhung der Buchwerte resultiert in erster Linie aus der Einbringung von Darlehnsforderungen an Konzerngesellschaften in die Busiris Vermögensverwaltung GmbH.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen weiterhin hauptsächlich die Diana Gruppe.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum Bilanzstichtag hat die Symrise AG Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 162.347 T€ (Vorjahr: 141.801 T€) und hat darauf Wertberichtigungen in Höhe von 12.693 T€ (Vorjahr: 9.380 T€) gebildet.

Guthaben bei Kreditinstituten

Die Symrise AG verfügt über Bankguthaben in Höhe von 26.210 T€ (Vorjahr 95.101 T€).

Verbindlichkeiten aus Anleihen

Die Verbindlichkeiten aus Anleihen resultieren aus einer im Jahr 2010 emittierten und im Oktober 2017 endfälligen Anleihe in Höhe von 300.000 T€ (Vorjahr: 300.000 T€), sowie einer im Jahr 2014 emittierten und im Juli 2019 endfälligen Anleihe in Höhe von 500.000 T€, zuzüglich bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Zinsen in Höhe von 6.443 T€ (Vorjahr: 6.425 T€).

Schuldscheindarlehen

2015 wurde ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 500 Mio. € mit einer Laufzeit bis maximal 2025 aufgenommen. Nach der ersten Auszahlung im Vorjahr in Höhe von 178,5 Mio. € wurde der restliche Betrag in Höhe von 321,5 Mio. € in 2016 ausgezahlt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300 Mio. €, die bis 2020 zur Verfügung steht, wurden 5 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) in Anspruch genommen. Weiterhin bestehen Verpflichtungen in Höhe von 120 Mio. € (Vorjahr 170 Mio. €) bei mehreren Kreditinstituten. Im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms für neue Investitionen besteht eine mittelfristige Verbindlichkeit in Höhe von 9,2 Mio. € (Vorjahr: 12,6 Mio. €). Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Mittel in Höhe von 57,2 Mio. USD (Vorjahr: 73,6 Mio. USD) zur Verfügung gestellt. In 2016 wurde ein weiteres Bankdarlehen in Höhe von 60 Mio. € mit einer Laufzeit von einem Jahr neu aufgenommen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Aufnahme von Krediten von Konzerngesellschaften und der Veränderung des Cash-Pools zurückzuführen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen in 2020 rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 175 Mio. USD ≈ 165,7 Mio. € (Vorjahr: 160,7 Mio. €), die bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden.

Außerdem bestehen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 5.222 T€ (Vorjahr: 3.435 T€).

Zur weiteren Darstellung der Finanzlage der Symrise AG wird auf die Ausführungen zur Finanzlage des Konzerns verwiesen.

3.2.7.3. Ertragslage der Symrise AG

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2016

T €
2015

T €
Umsatzerlöse 1.060.182 976.757
Sonstige betriebliche Erträge und Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 31.698 56.923
Materialaufwand -494.337 -459.625
Personalaufwand -155.188 -186.265
Abschreibungen -47.682 -96.754
Sonstige betriebliche Aufwendungen -272.208 -292.282
Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen und Ausleihung des Finanzanlagevermögens 120.439 213.165
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 183 257
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -50.954 -46.901
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -34.801 -17.277
Ergebnis nach Steuern 157.332 147.998
Sonstige Steuern -499 -247
Jahresüberschuss 156.833 147.751
Gewinnvortrag 138.312 94.410
Bilanzgewinn 295.145 242.161

Umsatzerlöse

Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von 1.018.277 T€ (Vorjahr: 968.465 T€). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von 11.914 T€ (Vorjahr: 8.292 T€). Aufgrund geänderter Ansatzvorschriften gem. § 277 Abs. 1 HGB (BilRUG) werden 2016 Erlöse aus Serviceleistungen in Höhe von 29.992 T€, die bisher in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten waren, erstmalig in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 14.985 T€ (Vorjahr: 42.734 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 11.828 T€ (Vorjahr: 12.747 T€). Im Vorjahr waren noch Erträge aus Nebengeschäften, u. a. die Weiterbelastung von Serviceleistungen an verbundene Unternehmen, in Höhe von 26.324 T€ enthalten, die ab 2016 in den Umsatzerlösen gezeigt werden.

Materialaufwand

Der Materialaufwand ist hauptsächlich aufgrund teilweise gestiegener Rohstoffkosten prozentual etwas stärker gestiegen als die erzielten Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Erzeugnissen und Waren.

Personalaufwand

Im Wesentlichen, bedingt durch die Tariferhöhung um 2,3 % in 2016 und die gestiegene Mitarbeiterzahl, stieg der entgeltbezogene Personalaufwand um rund 3 %. Durch die Umstellung auf den 10-Jahresdurchschnitt für den Zinssatz zur Berechnung der Pensionsrückstellungen ergibt sich, im Vergleich zum bisherigen 7-Jahresdurchschnitt, einmalig eine um 45,6 Mio. € geringere Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen.

Abschreibungen

Die Abschreibungen entfallen in Höhe von 20.373 T€ (Vorjahr: 20.228 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 25.085 T€ (Vorjahr: 23.922 T€) auf Sachanlagen. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden in Höhe von TEUR 2.224 vorgenommen (Vorjahr 52.603 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für

Provisionen und Vertreterkosten in Höhe von 64.559 T€ (Vorjahr: 63.154 T€)
Verwaltungskosten in Höhe von 39.820 T€ (Vorjahr: 35.614 T€)
Fracht und Handlungkosten in Höhe von 39.030 T€ (Vorjahr: 38.790 T€)
Reparaturen und technische Dienstleistungen in Höhe von 23.624 T€ (Vorjahr: 22.620 T€)
Informatikkosten in Höhe von 21.680 T€ (Vorjahr: 19.965 T€) und
Fremdwährungseffekten in Höhe von 15.599 T€ (Vorjahr: 46.231 T€)

zusammen.

Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträgen und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Gewinne in Höhe von 103.895 T€ (Vorjahr: 161.520 T€) übernommen. Verluste sind 2016 nicht angefallen (Vorjahr: 2.056 T€).

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um von in- und ausländischen Beteiligungen erhaltene Dividenden in Höhe von 6.702 T€ (Vorjahr: 32.329 T€).

Die Erträge aus Ausleihungen in Höhe von 9.842 T€ (Vorjahr: 21.372 T€) wurden vorwiegend von der Diana Gruppe vereinnahmt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 50.954 T€ (Vorjahr: 46.901 T€) resultieren in erster Linie aus Zinsen für die im Rahmen der Finanzierung aufgenommenen Verbindlichkeiten in Höhe von 36.732 T€ (Vorjahr: 32.577 T€) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 10.640 T€ (Vorjahr: 10.929 T€).

3.2.7.4. Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG

Wir sind zuversichtlich, auch im Jahr 2017 schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt liegt nach unserer Einschätzung bei etwa 3 % weltweit. Dabei erwarten die Geschäftsbereiche, Scent & Care und Flavor, ähnlich dem Wachstum im Konzern, jeweils ein Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs.

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet Symrise für die Summe seiner Rohstoffkosten moderate Schwankungen. Im Wesentlichen unterscheidet das Unternehmen zum einen in natürliche agro-basierte und zum anderen in petro-basierte Rohstoffe. So erwartet Symrise leicht steigende Kosten bei den natürlichen Rohstoffen aufgrund von zunehmendem Bedarf und teilweise geringeren Ernteausbeuten. Der gestiegene Ölpreis kann ebenfalls zu moderat steigenden Kosten bei synthetischen Rohstoffen führen.

Für das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungen erwarten wir, dass wir in 2017 das um den Einmaleffekt in dem Pensionsaufwand bereinigte Vorjahr leicht übertreffen.

Unsere ergebnisorientierte Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmensergebnis beteiligen.

3.3. Nachhaltigkeit

Unsere Nachhaltigkeitsagenda

Für Symrise sind wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht deshalb auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir deren Erwartungen und Anforderungen auf und beziehen sie auf allen Wertschöpfungsstufen mit ein, um überzeugende Lösungen zu entwickeln. So schaffen wir Werte für alle unsere Stakeholder.

Die Grundlage unseres Denkens und Handelns bildet der Symrise Wertekanon, der auch unsere Unternehmenskultur bestimmt. Unser Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie. Um diesem Ziel noch mehr Nachdruck zu verleihen, wurde 2016 der neue Verantwortungsbereich des "Chief Sustainability Officers" (CSO) für die Symrise AG geschaffen. Der Vorstand trägt damit der zunehmenden strategischen Bedeutung der Nachhaltigkeitsthemen Rechnung. Diese strategische Bedeutung umfasst sowohl die interne Koordination und innovationsbezogene Ausrichtung der Nachhaltigkeitsziele von Symrise wie auch deren zunehmende Kommunikation nach außen gegenüber Kunden und mit Nachhaltigkeit befassten Institutionen. Weiterhin besteht die Aufgabe des CSO in der Implementierung der Strategie über alle Geschäftsbereiche und Unternehmenseinheiten sowie das zukunftsbezogene Monitoring der Aktivitäten, um eine konsistente Positionierung von Nachhaltigkeitsthemen nach innen und außen sicherzustellen. Der CSO berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.

Die sukzessive, strategische Integration von Nachhaltigkeit in unsere Kern- und Unterstützungsprozesse verantwortet ein globales, geschäftsbereichsübergreifendes Gremium - das Symrise Sustainability Board. Es setzt sich aus Vertretern des Top-Managements zusammen, definiert gemeinsame Ziele und stellt sowohl die Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen in der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette als auch die Berücksichtigung der Belange wichtiger Anspruchsgruppen sicher. Die Umsetzung der vom Sustainability Board beschlossenen Nachhaltigkeitsziele erfolgt direkt in den Segmenten. Zu diesem Zweck haben Vorstand und Sustainability Board Nachhaltigkeitsverantwortliche für die Segmente Flavor, Nutrition sowie Scent & Care benannt. Die direkte Verantwortung für die Strategie liegt beim Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.

Im Jahr 2016 erhielt Symrise erneut externe Anerkennungen für sein Nachhaltigkeitsengagement. Für den Unternehmensbericht 2014 hatten wir erstmals unsere Nachhaltigkeitsinformationen sowie die Nachhaltigkeitsleistungen gemäß dem AA 1000 Assurance Standard einer externen betriebswirtschaftlichen Prüfung unterzogen. Die Prüfung bezieht sich auf alle quantitativen und qualitativen Nachhaltigkeitsinformationen. Im September 2015 ist die Symrise AG mit dem Sustainable Leadership-Preis der DQS GmbH ausgezeichnet worden. 2016 folgten dann gleich zwei Excellence Awards durch die DQS zu Responsible Sourcing und LifeCycle Assessment. Anfang November 2015 wurde die Symrise AG von der CDP (Carbon Disclosure Project) in die "2015 Klima 100A Liste" aufgenommen. Die Symrise AG hat mit einem Wert von 100A in der Berichterstattung 2015 zum Klimawandel den Status Sector Leader Energy & Materials in der Deutschland-Österreich-Schweiz-Region erreicht. 2016 wurde die Zugehörigkeit von Symrise zur Climate A List bestätigt. Symrise beweist somit im Vergleich mit anderen Unternehmen aus der Branche ein hohes Maß an Transparenz in Verbindung mit tatsächlich erbrachten Klimaschutzleistungen. Ebenfalls bestätigt wurde im Oktober 2016 die Mitgliedschaft von Symrise im ETHIBEL Sustainability Index (ESI) Excellence Europe. Darüber hinaus verlieh die Ratingagentur EcoVadis Symrise zum zweiten Mal in Folge den Gold-Status für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln. Beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2016 wurde Symrise als eines der fünf nachhaltigsten Großunternehmen in Deutschland ausgezeichnet. Dabei hob die Jury das systematische Nachhaltigkeitsmanagement bei Symrise, die fortlaufenden Verbesserungen sowohl in der Lieferkette als auch im eigenen Betrieb sowie die Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität besonders hervor.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Grundsätze

Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanent Risiken. Chancen bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können. Entsprechend bezeichnen Risiken künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- und Zielabweichung führen können. Die Nutzung von Chancen und die frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Risiken sind auch aufgrund der gestiegenen Größe und Komplexität durch die Akquisitionen in den vergangenen Jahren sehr bedeutsam für die weitere Entwicklung von Symrise. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen des Vorstands berücksichtigt werden. Symrise verwendet eigene Anweisungen und Vorlagen, um die Prozesse des Risikomanagements zu regeln und für die Mitarbeiter eine verbindliche Grundlage für den Umgang mit Risiken vorzugeben.

Im Rahmen unseres Risikomanagements prüfen Konzerngesellschaften ihre Risiken periodisch. Das Risikoberichtswesen dokumentiert diese Risiken entsprechend, einschließlich ihrer Bewertung, Eintrittswahrscheinlichkeit und der vorgesehenen Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben.

Im Zuge der internen Revisionsaudits werden die eingeleiteten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.

Im Folgenden werden die Chancen und Risiken näher beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Symrise Konzerns haben können. Sofern kein Segment explizit hervorgehoben wird, gilt die Berichterstattung über Chancen und Risiken für alle drei Segmente gemeinsam.

4.2. Chancenmanagement

Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher neben dem Vorstand auch allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. Strategische Chancen werden in allen Segmenten sowie durch das Corporate Center identifiziert. Diese werden bewertet und Pläne zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern. Mit dem etablierten Risiko- und Chancenmanagement werden die in den verschiedenen Bereichen des Konzerns beobachteten und in strategisches Handeln integrierten Chancen gemeinsam mit den Risiken des Unternehmens systematisch analysiert. Der Nutzung von und der Berichterstattung über Chancen dient dann das Netzwerk von Funktionsträgern im Konzern, die schon seit Jahren die Chancen und Risiken ihrer Bereiche in das Chancen- und Risikomanagement des Konzerns einbringen.

4.3. Chancen im Einzelnen

Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften reichen zum Beispiel im Rahmen des Ideenmanagements, das auch Bestandteil des TPM (Total Productive Maintenance) ist, Vorschläge zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und Verfahren ein. Im Rahmen des Know-how-Transfers zwischen allen Geschäftsbereichen entstehen Chancen, zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen und Vorteile durch Synergien klar erkennen.

Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Lebenserwartung in diesen Ländern zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Endverbraucher stetig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend, beispielsweise mit neuen Geschäfts- oder Anwendungsbereichen. Intensive Marktforschung und umfangreiche Forschungsarbeit bilden die Grundlage für Eigenentwicklungen zur Verbesserung von Produkten oder zur Einführung neuer Produkte. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach Endprodukten, die Geschmacks- und Duftstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen weiterhin erfolgreich zu nutzen, werden die Aktivitäten von Symrise in diesen Ländern kontinuierlich ausgebaut.

Ebenso wie die Ertragsseite enthält auch die Kostenseite der Gesellschaften des Symrise Konzerns mögliche Chancen durch Einsparungen, die dem Unternehmen zwar grundsätzlich bekannt sind, aber bislang in der Budgetierung und Planung des Konzerns nicht vollumfänglich berücksichtigt wurden. Auch können durch die Zusammenlegung von Märkten und Produkten und die weitere Optimierung von Herstellungs-, Lagerungs- und Lieferverfahren zusätzliche Kostenvorteile entstehen.

Daneben können Maßnahmen der Risikokontrolle in Einzelfällen über die vollständige Kompensation der betreffenden Risiken hinaus zu Erträgen führen, die in aktuellen Planungen aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht nicht berücksichtigt sind. Auch Maßnahmen gegen Risiken des geschäftlichen Ausfalls enthalten Chancen. In den Businessplänen der Gesellschaften des Symrise Konzerns sind drohende Verluste von Geschäften mit Bestandskunden berücksichtigt. Ebenso enthalten die Businesspläne Neugeschäfte, die solche Verluste kompensieren sollen. Tritt der erwartete Verlust nicht ein, ist die Geschäftsanbahnung eine Chance, die über das ursprünglich geplante Geschäftsvolumen hinausgeht.

Unternehmensstrategische Chancen erwachsen beispielsweise auch aus den getätigten Akquisitionen und dem Erschließen neuer, attraktiver Anwendungsbereiche aus der Zusammenarbeit mit der Probi AB. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir kontinuierlich auf der Suche nach geeigneten Partnern. Auch in Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann zum Beispiel die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.

4.4. Risikomanagement

Das Risikomanagement von Symrise basiert auf den Grundzügen allgemein anerkannter Standards (ISO 31000) und erstreckt sich über alle Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten.

Die konzernweite Koordination der Risikoerfassung erfolgt im Corporate Center durch die Stabsfunktion "Risikomanagement". Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr dem Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG vorgelegt und erläutert. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung (Nettomethode) sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert.

Die Einstufung aller Einzelrisiken der jeweiligen Gesellschaft nach ihrer Auswirkung auf den Umsatz beziehungsweise "Impact" ("niedrig", "mittel", "hoch" oder "sehr hoch") zusammen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beziehungsweise "Likelihood" (ebenfalls "niedrig", "mittel", "hoch" oder "sehr hoch") wird dazu herangezogen, zu bestimmen, ob ein Risiko insgesamt als "niedrig", "mittel" oder "hoch" anzusehen ist. Dabei werden die Klassen für den "Impact" mit unter 10 % des Jahresumsatzes einer berichtenden Einheit als "niedrig", 10 bis unter 20 % dieses Umsatzes als "mittel", 20 bis unter 40 % dieses Umsatzes als "hoch" und ab 40 % dieses Umsatzes als "sehr hoch" eingeordnet. Daneben werden sie mit 0 bis 24 % ihrer "Likelihood" als "niedrig", bei 25 bis 49 % als "mittel", bei 50 bis 74 % als "hoch" und ab 75 % als "sehr hoch" eingeordnet.

Impact

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I - niedrig < 10% des Umsatzes
II - mittel 10 - <20% des Umsatzes
III - hoch 20 - <40% des Umsatzes
IV - sehr hoch ab 40% des Umsatzes

Likelihood

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1 - niedrig 0 bis 24%
2 - mittel 25 bis 49%
3 - hoch 50 bis 74%
4 - sehr hoch 75 bis 100%

Das Schaubild zeigt, auf welche Weise die Kombination aus "Impact" und "Likelihood" Risiken insgesamt als "niedrig", "mittel" oder "hoch" ausweist. Als Beispiel ist ein im Feld 1 aufgeführtes Risiko insgesamt "niedrig", da sein Impact unter 10 % des Umsatzes und die Likelihood unter 25 % liegt. Ein im Feld 2 erfasstes Risiko ist insgesamt "mittel" und hat einen Impact zwischen 10 und unter 20 % des Umsatzes und eine Likelihood von 25 bis 49 %. Dagegen ist ein im Feld 3 aufgeführtes Risiko insgesamt "hoch", denn es weist einen Impact zwischen 20 und unter 40 % des Umsatzes und eine Likelihood von 50 bis 74 % auf. Das Schaubild zeugt von hohem Risikobewusstsein und kaufmännischer Vorsicht, da hohe Risiken die Mehrheit der bezeichneten Felder ausmachen. Der aktuelle Risikobericht enthält konzernweit anzahlmäßig nur in Höhe von 0,9 % solche Risiken, die auf Ebene der Einzelgesellschaften als insgesamt "hoch", und nur in Höhe von 7,4 % solche Risiken, die auf Ebene der Einzelgesellschaften als insgesamt "mittel" eingestuft werden.

Neben der rein rechnerischen Einordnung werden die identifizierten Risiken auch qualitativ nach ihrem Risikotyp sowie der Unternehmenseinheit und der betroffenen Geschäftsaktivität klassifiziert. Des Weiteren werden geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung aufgeführt. Damit bildet das Risikoberichtswesen zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung, die auch von der Internen Revision des Konzerns geprüft wird. Zusätzlich findet über die Risikobewertung ein Abgleich mit der Strategie des Unternehmens und den daraus abgeleiteten Zielen statt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Dabei handelt es sich um ein plötzlich auftretendes Risiko, das mit mindestens mittlerer oder hoher Wahrscheinlichkeit das Unternehmensergebnis einer Konzerngesellschaft in Höhe von mindestens 5 Mio. € beeinträchtigen oder den Jahresumsatz der betreffenden Gesellschaft um wenigstens 20 % reduzieren könnte. Ebenfalls wird ein solcher "Hazard Alert" vorgetragen, wenn zum Beispiel ein Rechtsrisiko oder ein Compliance-Risiko eintritt, das bislang nicht in periodischen Risikoberichten an den Vorstand der Symrise AG enthalten war.

4.5. Risiken im Einzelnen

4.5.1. Umfeld- und Branchenrisiken

In den von Symrise bedienten Branchen ist weiterhin ein intensiver Wettbewerb zu beobachten. Dementsprechend wird eine Fortsetzung des Konsolidierungstrends des Abnehmerkreises für Produkte von Symrise für möglich gehalten. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit auch Marktanteile zu verlieren. Als Gegenmaßnahme wird vor allem die Vermarktung von Innovationen und Produkten der Geschäftsbereiche weiter vorangetrieben, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Wettbewerber aufweisen. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene der Zulieferer bestehen ebenfalls, da durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf Beziehungen zu Kunden ausgehen können. Symrise ist politischen Risiken in der Form von Handelsembargos in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen Rohstoffe bezogen oder in die Produkte exportiert werden. Behinderungen des Handels können durch ein Ausweichen auf andere Regionen nur teilweise kompensiert werden. In einzelnen Ländern wird kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls beobachtet. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient der Eingrenzung dieses Risikos. Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, beziehen sich überwiegend auf Forderungsausfälle und werden daher durch entsprechende Finanzkontrollen gemindert. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise vertreten ist, werden mit großer Aufmerksamkeit beobachtet, um die Sicherheit der Belegschaft zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.

4.5.2. Unternehmensstrategische Risiken

Unternehmensstrategische Risiken können sich beispielsweise durch Akquisitionen ergeben. Die Akquisitionen der vergangenen Jahre haben erfolgreich zum Wachstum des Konzerns beigetragen und sind mittlerweile integriert. Akquisitionen sind grundsätzlich mit Risiken behaftet, denn im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Risiken dieser Art wird durch einen klar definierten Integrationsprozess und entsprechende Verantwortlichkeiten begegnet. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens könnten sich beispielsweise aus Fehleinschätzungen zu Wachstum, Profitabilität, Liefersicherheit von Rohstoffen und Produktportfolio ergeben. Der Ausfall von Rohstofflieferungen, insbesondere jener von Exklusivlieferanten, oder die Beeinträchtigung von Rohstofflieferungen durch Naturkatastrophen, stellen grundsätzlich ein hohes Risiko dar. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit neuer Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit von Entwicklungen gewährleisten.

Die mögliche Streichung von der sogenannten Core List bedeutender Kunden oder die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken, denen durch engen Kontakt zu den betreffenden Kunden entgegengewirkt wird. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität, Innovationskraft und Produktqualität. Hier wird stets angestrebt, zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören und mit dieser Qualität auch industrieweit bekannt zu bleiben.

4.5.3. Leistungswirtschaftliche Risiken

Produktrisiken:

Die Duft-, Geschmack- und Zusatzstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnehmen oder an Haut und Haaren anwenden. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich die Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit der Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft.

Veränderungen in der Technologie von Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber bestehen Risiken für unsere Produkte, die durch eine angemessene Patentverwaltung kontrolliert werden.

Beschaffungsrisiken:

Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken ungeplanter Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Die Hauptlieferanten von Symrise sind durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Darüber hinaus werden Beschaffungsalternativen - zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten - erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Ferner wird auch die finanzielle Bonität der Lieferanten kontinuierlich geprüft. Nicht zuletzt tragen die Initiativen im Bereich der Rückwärtsintegration zur Stabilisierung und Risikominderung bei der Rohstoffversorgung bei. Unsere Lieferanten sind gehalten, den Verhaltenskodex, der für Symrise gilt, stets einzuhalten. Es wird erwartet, dass die von Symrise selbst auferlegten hohen ethischen Anforderungen zur Steigerung des Geschäftserfolgs unter Berücksichtigung verfügbarer Ressourcen, aller Mitarbeiter und der Gesellschaft respektiert werden.

Risiken zu Produktsicherheit, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt sowie Integrität unserer Hauptlieferanten, basierend auf international anerkannten Standards, werden in regelmäßigen Abständen untersucht. Die Zahl der Lieferanten, die mit diesem Risikoprofil untersucht werden, wird kontinuierlich erweitert. Daneben werden Lieferantenaudits durchgeführt und entsprechende Geschäftsbeziehungen werden, soweit dies zur Minderung von Risiken notwendig erscheint, eingestellt.

Betriebsrisiken:

Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der Sicherheit der Energieversorgung, der Einrichtungen, der Prozesse, des Brandschutzes, der Qualität und Sicherheit von Materialien und deren Klassifizierung sowie der Qualifikation des operativen Personals liegen. Daneben können steigende Anforderungen, länderspezifische Arbeits- und Umweltschutzauflagen sowie Naturkatastrophen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken werden durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit, Versicherung und entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen unter Kontrolle gehalten. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund wird die regulatorische Entwicklung in den Ländern, in denen Symise tätig ist, fortlaufend beobachtet. Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art werden durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), robuste Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe gemindert.

4.5.4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Kreditrisiko:

Das Risiko des Kreditausfalls besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen können und dadurch ein Vermögensschaden für Symrise entsteht. Konzernweit entfallen hierauf weniger als 2 % der Gesamtrisiken. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer pauschalen Wertberichtigungskomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanziellen Krisen in Exportländern begegnet Symrise durch eine entsprechende Finanzkontrolle.

Liquiditätsrisiko:

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht und entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen ebenfalls. So wird sichergestellt, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.

Zins- und Währungsrisiken:

Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise USD) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Eine Schwankung des USD kann insoweit zu entsprechenden Veränderungen unserer Materialpreise führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch Verhandlung von Korridoren in den Verträgen, außerhalb derer nachverhandelt werden kann. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro denominiert ein. Das verbleibende Währungsrisiko wurde 2016 durch Devisentermingeschäfte reduziert.

Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von:

42,1 Mio. USD (31. Dezember 2015: 0,0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/SEK,
21,0 Mio. USD (31. Dezember 2015: 27,0 Mio. USD) zur Sicherung von EUR/USD,
6,0 Mio. USD (31. Dezember 2015: 9,0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/JPY,
2,5 Mio. USD (31. Dezember 2015: 3,5 Mio. USD) zur Sicherung von USD/SGD,
2,1 Mio. AUD (31. Dezember 2015: 0,0 Mio. AUD) zur Sicherung von EUR/AUD,
0,7 Mio. USD (31. Dezember 2015: 2,1 Mio. USD) zur Sicherung von USD/INR.

Um Schwankungen im Finanzergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cashflow Hedge klassifiziert.

Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Insgesamt beträgt die Quote der zu fixen Konditionen eingegangenen Verschuldung zum 31. Dezember 2016 86 % der Gesamtverschuldung. Dem verbleibenden Zinsrisiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften.

Steuerrisiko:

Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.

4.5.5. Personalrisiken

Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Anreizsysteme, Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme sowie eine zielgerichtete Nachfolgeplanung entgegen.

Risiken, die von Mitarbeitern ausgehen, können im Wesentlichen im Austritt und dem damit verbundenen Kompetenzverlust, der Nichteinhaltung von unternehmensweit geltenden Richtlinien sowie gesetzlichen oder mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossenen Vereinbarungen bestehen. Die Einhaltung lokaler Gesetze sowie unternehmensweiter Richtlinien wird durch interne Audits geprüft. Ferner wird die Einhaltung dieser Vorgaben, die auf international anerkannten Standards beruhen, regelmäßig durch externe Auditoren überprüft. Durch das erstmalige Einweisen neuer Mitarbeiter und durch spätere Schulungen wird sichergestellt, dass unternehmensweite Richtlinien wie zum Beispiel der Code Conduct von allen Mitarbeitern beachtet werden. Karriereentwicklungsmöglichkeiten und regelmäßige Nachfolgeplanung beugen der Abwanderung gerade in Schlüsselfunktionen ebenfalls vor. Der stetige Kontakt zu Arbeitnehmervertretungen dient unter anderem der Vermeidung von Arbeitsniederlegungen und den damit verbundenen Betriebsunterbrechungen.

4.5.6. Rechtliche Risiken

Derzeit sieht sich der Konzern nur in relativ geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich Umweltrecht. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, werden potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung der Rechtsabteilung und, soweit erforderlich, auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten analysiert. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften überhaupt von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle wird daher nur auf einen Verfahrenstypus hingewiesen: In den USA wird der Konzerngesellschaft "Symrise, Inc.", wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung gesundheitsschädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern bestimmte Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine konkrete Geldforderung benannt worden. Symrise geht davon aus, die Beschuldigungen auch weiterhin entkräften zu können. Außerdem wird nicht erwartet, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.

4.5.7. Compliance-Risiken

Risiken dieser Kategorie beschreiben die fehlende Übereinstimmung von Abläufen mit Vereinbarungen und regulierenden, vor allem gesetzlichen Vorgaben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Risiken der Produkt-Compliance wie zum Beispiel einem möglichen Verstoß gegen die Europäische Chemieverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals). Risiken der Produkt-Compliance sind wertmäßig mit 33 % aller Compliance-Risiken angegeben. Die Einrichtung der REACH-Organisation des Konzerns und der dazugehörigen Überwachungssysteme dient der Minimierung dieses Risikos.

Seit Jahren wird eine Integrity Hotline betrieben, die es den Mitarbeitern erlaubt, anonym per Telefon oder Internet Fehlverhalten anderer Mitarbeiter an das Compliance Office zu melden. Alle eingehenden Meldungen werden untersucht und gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet, die in Einzelfällen bis zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen führen können.

4.5.8. IT-Risiken

Risiken der IT bestehen in der Schädigung des Konzerns durch Datenmissbrauch, in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Daten, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten. Trotz dieser Schutzmaßnahmen besteht allerdings immer ein Restrisiko, dass Angriffe auf unser Datennetz von Behörden oder anderen Dritten unbemerkt bleiben.

4.6. Gesamtbewertung der Chancen- und Risikolage

Das Geschäftsmodell von Symrise und der in den vergangenen Geschäftsjahren erworbenen Gesellschaften zeichnet sich durch ein im Vergleich zu anderen Industriezweigen und Unternehmen überdurchschnittlich hohes Chancenpotenzial aus, insbesondere auch aufgrund des weltweit steigenden Privatkonsums und wachsenden Wohlstands. Viele Produkte dienen der Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie "Gesundheit" und "jugendlichem Aussehen", die weltweit bestehen. Das dynamische Wachstum und die hohe Rentabilität von Symrise belegen, dass diese Chancen bislang erfolgreich genutzt wurden. Diese Strategie soll auch künftig fortgesetzt werden.

Alle relevanten Risiken und Chancen werden konzernweit einheitlich aus quantitativer und qualitativer Perspektive in den Dimensionen Grad der Auswirkung auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

Die Bewertung und die Handhabung der Risiken erfolgt auf Ebene der Einzelgesellschaften, da dies dem dezentralen Geschäfts- und Führungsmodell des Symrise Konzerns entspricht. Wir haben bei der Konzern-Risikobewertung jeweils aggregiert auf der Ebene der Kategorien der Qualifizierung als "niedrig", "mittel" und "hoch" die folgenden Größenordnungen zugeordnet (jeweils Auswirkung auf das Ergebnis nach Ertragsteuern):

"niedrig" entspricht einem Betrag von bis zu 20 Mio. €
"mittel" entspricht einem Betrag von über 20 Mio. € bis zu 100 Mio. €
"hoch" entspricht einem Betrag von über 100 Mio. €

Diese Bandbreiten verstehen sich jeweils als das Produkt aus Umsatzauswirkung, Eintrittswahrscheinlichkeit und EBITDA-Marge von Risiken, was auch der im Abschnitt Risikomanagement mit Geltung für Risiken auf Ebene der Einzelgesellschaften beschriebenen Methode entspricht.

Aus dem bestehenden Risikoberichtswesen wurde für 2016 entsprechend der beschriebenen Methodik das folgende Risikoprofil für den Symrise Konzern ermittelt:

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Risikoprofil Konzern-Risikobewertung
Umfeld- und Branchenrisiken niedrig
Unternehmensstrategische Risiken niedrig
Leistungswirtschaftliche Risiken niedrig
Produktrisiken niedrig
Beschaffungsrisiken niedrig
Betriebsrisiken niedrig
Finanzwirtschaftliche Risiken niedrig
Kreditrisiko niedrig
Liquiditätsrisiko niedrig
Zins- und Währungsrisiken niedrig
Steuerrisiko niedrig
Personalrisiken niedrig
Rechtliche Risiken niedrig
Compliance-Risiken niedrig
IT-Risiken niedrig

Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden. Da das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch ein System integrierter interner Kontrollen und Wirksamkeitsprüfungen ergänzt wurden, wird davon ausgegangen, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen erfüllen zu können.

5. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

5.1. Grundzüge und Ziele

Nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des Internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gewährleisten. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung ebenfalls dokumentiert. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.

Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Zudem sorgen Mitarbeiterschulungen sowie Erfahrungsaustausche dafür, dass Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.

5.2. Organisation und Prozess

Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Bereiche des Unternehmens, orientiert sich an ISO 31000 und basiert auf dem Rahmenkonzept COSO II. Basierend auf Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter Konzern-Risikobericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat beziehungsweise dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist.
Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichprobenprüfungen der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der aus den Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns möglicherweise resultierenden Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des

Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft.

6. Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für den Symrise Konzern zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.

7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2016 konnte der Konzern seinen Umsatz bei anhaltend hoher Profitabilität erneut deutlich steigern. Die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert, und das auch unter Einbeziehung der Akquisition der amerikanischen Pinova Gruppe im Januar 2016 und des Teilverkaufs der Pinova Inc. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.

8. Prognosebericht

8.1. Künftige Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2017 eine Konjunkturbelebung auf breiter Basis. Von dieser Entwicklung könnten auch positive Effekte auf den Geschäftsverlauf von Symrise ausgehen. Das globale Wirtschaftswachstum soll sich von 3,1 % im Vorjahr auf 3,4 % 2017 beschleunigen. Der IWF geht bei allen Unwägbarkeiten davon aus, dass die neue US-Administration der größten Volkswirtschaft der Welt kurzfristig spürbare finanzpolitische Impulse verleihen wird. Auch für Deutschland, Japan, Spanien und Großbritannien ist der Fonds optimistischer als noch vor wenigen Monaten. Das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern wird sich laut IWF-Prognose von 1,6 % im Vorjahr auf 1,9 % 2017 erhöhen.

Das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern wird 2017 voraussichtlich mit 4,5 % ebenfalls höher ausfallen als 2016 (+4,1%). Insbesondere die Aussichten für China (+6,5 %) haben sich aufgrund einer anhaltend expansiven Wirtschaftspolitik verbessert. Darüber hinaus sollte sich die wirtschaftliche Lage in einer Reihe größerer Länder (Brasilien, Nigeria, Russland), die 2016 durch Sonderfaktoren belastet war, wieder etwas entspannen. Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation erwartet der IWF hingegen unter anderem in Mexiko und Venezuela.

BIP-Entwicklung 2016/2017, in %

Quelle: IWF

Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2016 ein Volumen von 27,5 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut neuester Schätzung der IAL Consultants (10. Auflage, Dezember 2016) -circa 22,3 Mrd. € auf den Teilmarkt der Geschmack- und Duftstoffe und - laut aktuellen Berichten von TechNavio/Infiniti und Global Industry Analysts - circa 5,2 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe.

Symrise geht in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmacksstoffe aus. Angesichts der starken Wirtschaftsleistung einiger Länder im Raum Asien/Pazifik wird laut Einschätzung von IAL (10. Ausgabe, Dezember 2016) die Nachfrage nach Aromen und Duftstoffen in dieser Region am stärksten steigen - gefolgt von Lateinamerika, Nordamerika und der Region EAME.

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet Symrise für die Summe seiner Rohstoffkosten moderate Schwankungen. Im Wesentlichen unterscheidet das Unternehmen zum einen in natürliche agro-basierte und zum anderen in petro-basierte Rohstoffe. So erwartet Symrise leicht steigende Kosten bei den natürlichen Rohstoffen aufgrund von zunehmendem Bedarf und teilweise geringen Ernteausbeuten. Der gestiegene Ölpreis kann ebenfalls zu moderat steigenden Kosten bei synthetischen Rohstoffen führen. Der strategische Fokus des Unternehmens liegt auf den natürlichen und erneuerbaren Rohmaterialien. Bei den wichtigen natürlichen Rohstoffen verfolgt der Konzern den Ansatz der Rückwärtsintegration. Das heißt, Symrise kooperiert bei den agro-basierten Schlüsselprodukten wie Vanille, Zwiebel, Rote Beete oder Früchte eng mit den Erzeugern. Ziel ist, durch langfristige Verträge eine gleichbleibend hohe Qualität und eine hohe Planungssicherheit zu erreichen. Der Erwerb der Renessenz LLC ist ein weiterer Meilenstein zum Ausbau der Rohstoffbasis durch Rückwärtsintegration. Im Bereich Menthol nutzt Symrise seine führende Marktposition und langjährige Liefertreue bei den multinationalen Markenherstellern.

Für das Geschäftsjahr 2017 ist mit einer weiterhin moderaten Entwicklung der Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind niedrige Gasbeschaffungskosten und die Tatsache, dass eine Eigenstromversorgung, die einen großen Teil des Strombedarfs abdeckt, durch die Inbetriebnahme einer Kraft-Wärmekopplungs-Anlage in Holzminden im vierten Quartal 2016 erfolgte. Durch diese Maßnahme konnte der Ölverbrauch deutlich reduziert werden und somit auch der CO2 -Ausstoß. Ferner führt die Eigenstromversorgung zu einer Verringerung der Netzkosten. Wie jedoch bereits im Jahr 2016 absehbar, wurde zum Jahresende 2016 die Talsohle des Ölpreises durchschritten. Der Preisanstieg hält an, eine nochmalige Entspannung kann im Jahr 2017 nicht erwartet werden.

Beim Strompreis ist für die noch verbleibende Bezugsmenge durch leicht ansteigende Beschaffungspreise an der Strombörse EEX einerseits und durch eine steigende EEG-Abgabe andererseits ebenfalls nicht mit einer Entspannung zu rechnen.

Durch Kombination aus unterschiedlichen Maßnahmen bei der Energiebeschaffung und einem etablierten Energiemanagement ist Symrise bestrebt, die Energiekosten des Unternehmens positiv zu beeinflussen.

Auswirkungen des Brexit Referendums

Symrise erwartet keine wesentlichen Auswirkungen aus einem eventuellen Austritt Großbritanniens aus der EU. Sollten die Austrittsverhandlungen ein insgesamt negatives Ergebnis für den internationalen Handel hervorbringen, ergäbe sich ein operatives Risiko. Aufgrund des Umfangs des Geschäfts mit Großbritannien sind hier keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf den Gesamtkonzern zu erwarten. Auch unsere in Großbritannien ansässige Gesellschaft ist gut aufgestellt, um unter für sie eventuell ungünstigeren Rahmenbedingungen ihrer Geschäftstätigkeit weiter nachgehen zu können.

Alle zentralen Finanzierungsverträge sind mit der Symrise AG geschlossen und unterliegen nicht britischem Recht. Die Gesellschaft selber ist in den europäischen Cash Pool einbezogen und trägt über Forderungen in EUR positiv zur Konzernfinanzierung bei. Diese Forderungen werden regelmäßig zum Beispiel gegen Dividenden verrechnet, sodass sich hier kein wesentliches Risiko ergibt.

8.2. Künftige Unternehmensentwicklung

Für das Jahr 2017 bekräftigt Symrise seine langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele. Der Konzern geht weiterhin davon aus, schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmacksstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt beträgt nach eigener Schätzung und Unternehmensdaten für das laufende Jahr etwa 3 % weltweit. Dabei erwarten alle Segmente, Scent & Care, Flavor und Nutrition, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs.

Zur weiteren Steigerung des Ergebnisses werden ein strenges Kostenmanagement und der Fokus auf margenstarke Geschäfte beibehalten. Dazu gehören Initiativen zur Reduzierung der Komplexität und die Entwicklung innovativer, nachhaltiger Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass sich die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2016 bewegen und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2016 nicht deutlich verändern, geht der Konzern für 2017 erneut von einer EBITDA-Marge von rund 20 % in allen Segmenten aus.

Ohne die Effekte aus möglichen Akquisitionen soll der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA 2017 zwischen 2,5 und 2,8 liegen. Mittelfristig strebt das Unternehmen die Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.

Langfristige Ziele 2020

Der Konzern wird die ergebnisorientierte Dividendenpolitik fortsetzen und seine Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.

8.3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens

Der Vorstand der Symrise AG sieht das Unternehmen bestens aufgestellt, um das Geschäft in allen Geschäftsbereichen und Wachstumsregionen weiter auszubauen. Das Erreichen der gesteckten Ziele beruht auf einer bewährten Strategie. Die drei Eckpfeiler unserer Strategie sind unverändert. Sie stehen für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts:

Wachstum: Eine enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Kunden, insbesondere um den Umsatzanteil in Schwellenländern weiter auszubauen.
Effizienz: Die fortlaufende Verbesserung der Prozesse sowie der Ausbau der Rückwärtsintegration bei nachwachsenden Rohstoffen.
Portfolio: Das Erschließen neuer Märkte und Marktsegmente außerhalb von Duftstoffen und Aromen.

Mit Beginn des Jahres 2016 hat Symrise mit den aus der Akquisition der Pinova Gruppe erworbenen Sensory und Terpene Ingredients neue Kompetenzen und Produkte dazugewonnen, die insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit bei der Kreation von Parfümkompositionen stärken. Grundsätzlich will Symrise jedoch vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigt der Konzern Akquisitionen oder geht strategische Partnerschaften ein, um sich Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen oder die nachhaltige Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen zu sichern.

9. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht erläutert die Grundsätze, die für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder gelten, und stellt die Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung dar. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beschrieben.

9.1. Vergütung der Vorstandsmitglieder

Gemäß Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und entsprechend §1(3) der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Symrise AG berät und entscheidet bei Symrise das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Das aktuelle Vergütungssystem wurde zuletzt auf der Hauptversammlung 2015 von den Anteilseignern mehrheitlich gebilligt. Es erfüllt sämtliche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015.

Die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Die letzte Überprüfung hat in der Sitzung des Aufsichtsrats im September 2016 im Zusammenhang mit der Berufung neuer Vorstandsmitglieder stattgefunden.

9.1.1. Angemessenheit der Vorstandsbezüge

Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Darüber hinaus wird die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Symrise internen Vergütungsstruktur herangezogen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder angemessen und die Zielsetzungen ambitioniert sein sollen.

Das durchschnittliche Entgelt eines Vorstandsmitglieds, bestehend aus der Festvergütung, dem jährlichen variablen Anteil sowie dem langfristig variablen Anteil, entspricht dem rund 23-fachen der durchschnittlichen Vergütung der Symrise Mitarbeiter in Deutschland und dem rund 24-fachen der Vergütung der Symrise Mitarbeiter weltweit.

Bei der variablen Vergütung sind die Ziele und die Kriterien zur Bewertung der Zielerreichung für den Vorstand ambitionierter ausgestaltet als bei den Führungskräften im Allgemeinen. So entfällt eine Bonuszahlung vollständig, wenn weniger als 85 % des gesetzten Ziels erreicht werden ("Threshold"). Bei den Führungskräften liegt dieser Wert bei weniger als 60 % Zielerreichung.

9.1.2. Festvergütung und Nebenleistungen

Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre jährliche Festvergütung in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt. Die Nebenleistungen enthalten im Wesentlichen Sachbezüge in Form geldwerter Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie die Kosten für Versicherungen wie zum Beispiel für eine Gruppenunfallversicherung.

9.1.3. Einjährige variable Vergütung (Bonus)

Die einjährige variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der vom Unternehmenserfolg im abgelaufenen Geschäftsjahr, speziell von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, EPS), sowie je einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Jahresbonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.

Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2016 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Entsprechende Ziele finden auch auf den Ebenen unterhalb des Vorstands nebst anderen Zielen Anwendung. Dadurch wird innerhalb des Unternehmens das durchgängige Verfolgen der im Aufsichtsrat verabschiedeten Geschäftsziele sichergestellt. Die variable einjährige Vergütung für das Kalenderjahr 2016 wird je nach Zielerreichungsgrad auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2016 im Folgejahr 2017 ausgezahlt.

9.1.4. Mehrjährige variable Vergütung (Long Term Incentive Plan)

Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan / LTIP) ist eine revolvierende variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.

Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2014-2016 und 2015-2017 sowie 20162018 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt.

In allen drei laufenden Incentive Plänen wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50 % der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag) entspräche dem 60sten Percentile Rank.

Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.

Bei Dr. Heinz-Jürgen Bertram beträgt die mehrjährig variable Vergütung bei 100 % Zielerreichung 665.000 €, bei Achim Daub 455.000 € sowie bei Olaf Klinger 400.000 €. Die Herren Dr. Jean-Yves Parisot und Heinrich Schaper haben aufgrund der unterjährigen Vorstandsbestellung in 2016 keine mehrjährige variable Vergütung angeboten bekommen.

Scheidet ein Vorstandsmitglied auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Performance-Periode aus dem Unternehmen aus, besteht kein Anspruch aus den noch laufenden Long Term Incentive-Programmen, auch kein Anspruch auf anteilige Auszahlung.

Für die LTIP-Programme 2014-2016, 2015-2017 sowie 2016-2018 wurden zum Bilanzstichtag für Herrn Dr. Bertram Rückstellungen in Höhe von 977.847 € (Vorjahr: 1.342.146 €) (Aufwand 2016: 267.701 €) und für Herrn Daub in Höhe von 596.631 € (Vorjahr: 790.648 €) (Aufwand 2016: 167.276 €) gebildet.

9.1.5. Individuelle Vergütung nach Maßgabe der Empfehlung der Ziffer 4.2.5 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die im Geschäftsjahr 2016 geflossenen Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Bertram, Daub und Klinger entsprechen denjenigen, die durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 4. Dezember 2014 sowie vom 10. Juli 2015 festgesetzt wurden. Dabei erfolgt die Festsetzung der Vorstandsvergütung vor dem Hintergrund der Aufgaben und Leistung der Vorstandsmitglieder sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und Entwicklung von Symrise.

In der Aufsichtsratssitzung vom 20. September 2016 hat der Aufsichtsrat die Herren Dr. Jean-Yves Parisot und Heinrich Schaper zu Mitgliedern des Vorstands mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 bestellt und entsprechend der unterjährigen Vorstandsbestellung eine Pro rata-Vergütung auf der Jahresbasis von 400.000 € Festgehalt sowie 300.000 € Bonus beschlossen.

Tabellarische Darstellung der im Geschäftsjahr 2016 gewährten Zuwendungen

Der nachfolgende tabellarische Ausweis der im Geschäftsjahr 2016 gewährten Zuwendungen basiert auf den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015. Dabei werden auch die Werte angegeben, die im Minimum und im Maximum an Vergütung erreicht werden können.

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Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016
Gewährte Zuwendungen In € GJ 2015 GJ 2016 GJ 2016 (Min) GJ 2016 (Max) GJ 2015 GJ 2016
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Festvergütungen 665.000 665.000 665.000 665.000 - 400.000
Nebenleistungen* 20.150 21.013 21.013 21.013 - 21.359
Summe 685.150 686.013 686.013 686.013 - 421.359
Einjährige variable Vergütung** 570.000 570.000 0 855.000 - 300.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** 665.000 665.000 0 1.330.000 - 400.000
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) 665.000 - - - - -
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) - 665.000 0 1.330.000 - 400.000
Summe 1.920.150 1.921.013 686.013 2.871.013 - 1.121.359
Versorgungsaufwand**** 33.903 31.017 31.017 31.017 - 0
Gesamtvergütung (DCGK) 1.954.053 1.952.030 717.030 2.902.030 - 1.121.359

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Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 Achim Daub Vorstandsmitglied Scent&Care seit 2006
Gewährte Zuwendungen In € GJ 2016 (Min) GJ 2016 (Max) GJ 2015 GJ 2016 GJ 2016 (Min) GJ 2016 (Max)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütungen 400.000 400.000 455.000 455.000 455.000 455.000
Nebenleistungen* 21.359 21.359 19.980 20.610 20.610 20.610
Summe 421.359 421.359 474.980 475.610 475.610 475.610
Einjährige variable Vergütung** 0 450.000 390.000 390.000 0 585.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** 0 800.000 455.000 455.000 0 910.000
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) - - 455.000 - - -
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) 0 800.000 - 455.000 0 910.000
Summe 421.359 1.671.359 1.319.980 1.320.610 475.610 1.970.610
Versorgungsaufwand**** 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) 421.359 1.671.359 1.319.980 1.320.610 475.610 1.970.610

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Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Nutrition seit Oktober 2016 Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavor seit Oktober 2016
Gewährte Zuwendungen In € GJ 2015 GJ 2016 GJ 2016 (Min) GJ 2016 (Max) GJ 2015 GJ 2016
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Festvergütungen - 100.000 100.000 100.000 - 100.000
Nebenleistungen* - 5.057 5.057 5.057 - 5.448
Summe - 105.057 105.057 105.057 - 105.448
Einjährige variable Vergütung** - 75.000 0 112.500 - 75.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** - 0 0 0 - 0
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) - - - - - -
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) - 0 0 0 - 0
Summe - 180.057 105.057 217.557 - 180.448
Versorgungsaufwand**** - 0 0 0 - 20.471
Gesamtvergütung (DCGK) - 180.057 105.057 217.557 - 200.919

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Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavor seit Oktober 2016
Gewährte Zuwendungen In € GJ 2016 (Min) GJ 2016 (Max)
--- --- ---
Festvergütungen 100.000 100.000
Nebenleistungen* 5.448 5.448
Summe 105.448 105.448
Einjährige variable Vergütung** 0 112.500
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** 0 0
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) - -
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) 0 0
Summe 105.448 217.948
Versorgungsaufwand**** 20.471 20.471
Gesamtvergütung (DCGK) 125.919 238.419

* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung.

** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Wert bei einer Zielerreichung von 100 %. Die in der Spalte "GJ 2016 (Max)' enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 150% dar.

*** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweiligen Geschäftsjahr vom Aufsichtsrat gewährte Leistung für das Long Term Incentive Program mit dem 100 % Zielwert. Die in der Spalte "GJ 2016 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 200% dar.

**** Versorgungsaufwand (Service Costs) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Tabellarische Darstellung der im Geschäftsjahr 2016 zugeflossenen Leistungen

Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss der Vergütung im beziehungsweise für das Geschäftsjahr 2016 aus, die sich aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung, differenziert nach den jeweiligen Bezugsjahren und dem Versorgungsaufwand (Service Costs) zusammensetzt. Abweichend von der vorstehenden Tabelle beinhaltet diese Tabelle den tatsächlichen Wert aus in Vorjahren gewährten und im Geschäftsjahr 2016 zugeflossenen, mehrjährigen variablen Vergütungen aus Vorstandstätigkeit.

IM GESCHÄFTSJAHR 2016 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER

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Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 Achim Daub Vorstandsmitglied Scent&Care seit 2006
Zufluss

ln €
GJ 2015 GJ 2016 GJ 2015 GJ 2016 GJ 2015 GJ 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütungen 665.000 665.000 0 400.000 455.000 455.000
Nebenleistungen* 20.150 21.013 0 21.359 19.980 20.610
Summe 685.150 686.013 0 421.359 474.980 475.610
Einjährige variable Vergütung** 594.681 601.578 0 324.390 397.098 397.137
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** 632.000 643.500 0 0 361.293 367.868
LTIP 2013 (Laufzeit 2013 bis 2015) 632.000 0 0 0 361.293 0
LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 2016) 0 643.500 0 0 0 367.868
Summe 1.911.831 1.931.091 0 745.749 1.233.371 1.240.615
Versorgungsaufwand 33.903 31.017 0 0 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) 1.945.734 1.962.108 0 745.749 1.233.371 1.240.615

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Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Nutrition seit Oktober 2016 Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavor seit Oktober 2016
Zufluss

ln €
GJ 2015 GJ 2016 GJ 2015 GJ 2016
--- --- --- --- ---
Festvergütungen 0 100.000 0 100.000
Nebenleistungen* 0 5.057 0 5.448
Summe 0 105.057 0 105.448
Einjährige variable Vergütung** 0 77.700 0 79.553
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** 0 0 0 0
LTIP 2013 (Laufzeit 2013 bis 2015) 0 0 0 0
LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 2016) 0 0 0 0
Summe 0 182.757 0 185.001
Versorgungsaufwand 0 0 0 20.471
Gesamtvergütung (DCGK) 0 182.757 0 205.472

* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung.

** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Zufluss für den Bonus entsprechend dem jeweils angegebenen Geschäftsjahr.

*** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweils angegebenen Geschäftsjahr zugeflossene Leistung aus dem jeweiligen Long Term Incentive Program Basierend auf der tatsächlichen Zielerreicnung.

**** Versorgungsaufwand (Service Costs) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.

9.1.6. Angaben nach § 315a HGB

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Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsbezogene Komponenten
In € Festvergütung Nebenleistungen* Einjährige variable Vergütung ohne langfristige Anreizwirkung** Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger nicht aktienbasierter Anreizwirkung*** Gesamtbezüge nach §314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB
--- --- --- --- --- ---
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
2016 665.000 21.013 601.578 643.500 1.931.091
2015 665.000 20.150 594.681 632.000 1.911.831
Olaf Klinger
2016 400.000 21.359 324.390 0 745.749
2015 - - - - -
Achim Daub
2016 455.000 20.610 397.137 367.868 1.240.615
2015 455.000 19.980 397.098 361.293 1.233.371
Dr. Jean-Yves Parisot
Okt. bis Dez. 2016 100.000 5.057 77.700 0 182.757
2015 - - - - -
Heinrich Schaper
Okt. bis Dez. 2016 100.000 5.488 79.553 0 185.041
2015 - - - - -

* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie Gruppenunfallversicherung.

** Einjährige variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rockstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht.

*** Mehrjährige variable Vergütungen beinhalten die Rückstellungen per 31. Dezember 2016 für das LTIP-Programm 2014- 2016 und per 31. Dezember 2015 für das LTIP-Programm 2013-2015.

9.1.7. Altersversorgung

Eine unternehmensfinanzierte Altersversorgung wird von Symrise bei neu abzuschließenden Vorstandsverträgen nicht gewährt. Allerdings können alle Vorstandsmitglieder aus ihrer Festvergütung im Rahmen eines Gehaltsverzichts Altersversorgungsansprüche aufbauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2016 haben die Herren Dr. Bertram, Klinger und Schaper davon Gebrauch gemacht. Einen Unternehmenszuschuss gibt es in diesem Zusammenhang nicht - entsprechend der geltenden Regelung für außertarifliche Mitarbeiter und Führungskräfte.

Um künftige Ansprüche der Vorstandsmitglieder im Rahmen einer Deferred Compensation zu bedienen, hat Symrise aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens im Jahr 2016 Zuführungen zu den Rückstellungen für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 336.456 € (Vorjahr: 23.134 €), für Herrn Klinger (Eintritt 1. Januar 2016) in Höhe von 145.829 € und für Herrn Schaper in Höhe von 103.488 € vorgenommen.

Aufgrund ihrer früheren Arbeitsverhältnisse mit Symrise bestehen bei den Herren Dr. Bertram und Schaper Altersversorgungszusagen, die damals allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurden. Für diese Versorgungszusagen wurden im Geschäftsjahr 2016 bei Herrn Dr. Bertram 31.017 € (Vorjahr: 33.903 €) und für Herrn Schaper 20.471 € an Versorgungsaufwand (Dienstzeitaufwand nach IAS 19) den Rückstellungen zugeführt.

Zum 31. Dezember 2016 beläuft sich der Barwert der Pensionszusagen beziehungsweise der Altersversorgungsansprüche aus Gehaltsverzicht (Deferred Compensation) für Herrn Dr. Bertram auf 2.211.907 € (Vorjahr: 1.741.686 €), für Herrn Klinger auf 145.829 € und für Herrn Schaper auf 1.054.496 €.

Für die Herren Daub und Dr. Parisot bestehen weder Pensionszusagen noch Altersversorgungsansprüche aus Gehaltsverzicht (Deferred Compensation).

9.1.8. Change of Control

Die Anstellungsverträge, die allen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen gleichlautende Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor.

Im Falle eines Kontrollwechsels hat jedes Vorstandsmitglied das Recht, seinen Anstellungsvertrag zu kündigen.

Alle Vorstandsmitglieder bekommen im Falle einer aufgrund eines Kontrollwechsels ausgesprochenen unternehmensseitigen Kündigung oder einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat die Restlaufzeit ihrer Verträge abgegolten, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei für alle Vorstände auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.

Ferner enthalten alle Long Term Incentive-Pläne (LTIP) eine Sonderklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Wird im Zuge eines Kontrollwechsels ein Mitglied des Vorstands abberufen, werden diesem Vorstandsmitglied alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen, mehrjährigen variablen Vergütungen auf Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt.

9.1.9. Vorzeitige Beendigung und zeitliches Auslaufen der Dienstverträge

Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen. Ferner erfolgt keine Abfindungszahlung, wenn die Beendigung der Vorstandstätigkeit einvernehmlich auf Wunsch eines Vorstandsmitglieds erfolgt oder ein wichtiger Grund zur Kündigung des Anstellungsverhältnisses durch die Gesellschaft besteht.

Mit allen Vorstandsmitgliedern kann ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart werden. In diesem Falle erhält das jeweilige Vorstandsmitglied als Entschädigung hierfür 50 % seiner Festvergütung für diese zwölf Monate.

9.1.10. D & O-Versicherung

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D & O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 Aktiengesetz abgeschlossen.

9.2. Vergütung des Aufsichtsrats

9.2.1. Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten seit dem Geschäftsjahr 2013 eine jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine zusätzliche jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhalten eine zusätzliche jährliche Vergütung von jeweils 30.000 €.

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.000 €, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt entsprechend für Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen.

Die Vergütung ist zahlbar nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsratsmitglieds für das jeweilige Geschäftsjahr entscheidet, für das die Vergütung zu zahlen ist.

Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern auf Nachweis angemessene Auslagen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben. Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt.

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in € Vergütung Sitzungsgelder Gesamtvergütung per 31. Dezember 2016 Gesamtvergütung per 31. Dezember 2015
Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender) 120.000 7.500 127.500 126.000
Regina Hufnagel (stellv. Vorsitzende) 90.000 12.000 102.000 98.500
Dr. Michael Becker 90.000 10.500 100.500 98.500
Ursula Buck (ab 11. Mai 2016) 40.000 6.500 46.500 0
Harald Feist 60.000 10.000 70.000 66.000
Horst-Otto Gerberding 60.000 7.500 67.500 66.000
Dr. Peter Grafoner (bis 11. Mai 2016) 25.000 3.000 28.000 68.500
Jeannette Härtling (ab 11. Mai 2016) 40.000 4.000 44.000 0
Christiane Jarke (bis 11. Mai 2016) 25.000 2.500 27.500 63.500
André Kirchhoff (ab 11. Mai 2016) 40.000 4.000 44.000 0
Gerd Lösing (bis 11. Mai 2016) 25.000 2.000 27.000 65.000
Prof. Dr. Andrea Pfeifer 60.000 6.000 66.000 65.000
Dr. Winfried Steeger 60.000 10.500 70.500 68.500
Helmut Tacke (bis 11. Mai 2016) 25.000 2.000 27.000 67.500
Dr. Ludwig Tumbrink (ab 11. Mai 2016) 40.000 4.000 44.000 0
Peter Winkelmann 60.000 11.500 71.500 68.500
860.000 103.500 963.500 921.500

9.2.2. D & O-Versicherung

In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen worden.

10. Angaben gemäß Paragraph 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Symrise AG ist unverändert und beläuft sich auf 129.812.574 €. Das Grundkapital ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht.
Die Sun Life Financial Inc., Toronto, Kanada, hat uns auch im Namen ihrer Tochtergesellschaften im Mai 2015 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 10 %-Schwelle wieder überschritten hat und mit 10,62 % weiterhin über der 10 %-Schwelle liegt.
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000.000 € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;

b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;

c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;

d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;

e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- beziehungsweise Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 23.000.000,00 € nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren.

Zur Erfüllung der gewährten Bezugsrechte ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 23.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 13. Mai 2018 begeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital). Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. 6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel/Optionsschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Wandlungs/Optionsfristen.
Ferner ist der Vorstand bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.

b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.

bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:

aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.

d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.

e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.

f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.

g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control-Regelung. Diese sieht vor, dass ein Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrags hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 nicht überschreiten.

Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.

11. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht.

12. Konzerngewinn- und Verlustrechnung mit separater Darstellung der Sondereffekte des Geschäftsjahres 2016

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In T€ 2015 2016 Normalisiert Sondereffekte 2016
Umsatzerlöse 2.601.730 2.903.187 0 2.903.187
Herstellungskosten -1.490.141 -1.706.944 -10.774 -1.717.718
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.111.589 1.196.243 -10.774 1.185.469
Vertriebskosten -426.912 -466.530 -2.261 -468.791
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -169.640 -185.980 -1 72 -186.152
Verwaltungskosten -148.484 -149.502 -8.990 -158.492
Sonstige betriebliche 32.818 31.568 3.522 35.090
Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.159 -2.475 0 -2.475
Betriebsergebnis/EBIT 395.212 423.322 -18.674 404.649
Finanzerträge 4.541 4.186 4.186
Finanzaufwendungen -48.860 -47.835 -2.224 -50.059
Finanzergebnis -44.319 -43.649 -2.224 -45.873
Ergebnis vor Ertragsteuern 350.893 379.673 -20.898 358.776
Ertragsteuern -98.504 -105.263 7.741 -97.522
Jahresüberschuss 252.389 274.411 -13.157 261.254
davon entfällt auf die Aktionäre der Symrise AG 246.778 265.867 -13.157 252.710
davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile 5.611 8.544 0 8.544
Ergebnis je Aktie (in €)
- verwässert und unverwässert 1,90 2,05 1,95

* In den Sondereffekten sind einmalige, nicht wiederkehrende Sondereinflüsse aus Transaktions- und Integrationskosten sowie einmalige Bewertungseffekte im Zusammenhang mit der Pinova Akquisition berücksichtigt. Des Weiteren ist die Abschreibung auf eine Finanzbeteiligung in den Finanzaufwendungen enthalten. Die Sondereffekte betreffen das Segment Scent & Care in Höhe von 18.674 T€ und das Segment Nutrition in Höhe von 2.224 T€.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Symrise AG, Holzminden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Symrise AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 22. Februar 2017

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Ufer, Wirtschaftsprüfer

Papenberg, Wirtschaftsprüfer

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Holzminden, 21. Februar 2017

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Olaf Klinger

Achim Daub

Dr. Jean-Yves Parisot

Heinrich Schaper

Bericht des Aufsichtsrats

der Symrise AG

Sehr geehrte Aktionäre,

die internationale Wirtschaftsentwicklung war im Jahr 2016 von einem moderaten Wachstumstrend geprägt. Wirtschaftliche Turbulenzen größeren Ausmaßes blieben aus. Allerdings sind die Folgewirkungen der Ende Juni 2016 gefallenen britischen Entscheidung für einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union noch nicht abzusehen. Das gilt auch für den zukünftigen außen- und wirtschaftspolitischen Kurs der neuen US-Regierung. Vor diesem Hintergrund konnte unser Unternehmen einmal mehr kräftige Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielen. Die Akquisitionen der vergangenen Jahre haben hierzu einen wesentlichen Beitrag geleistet. Symrise verfügt über ein exzellentes Produktportfolio, das weit über die angestammten Tätigkeitsfelder der Branche hinausreicht und erhebliches Potenzial für weiteres ertragreiches Wachstum bietet.

Im nachfolgenden Bericht möchte ich Sie über die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats in diesem erneut herausfordernden Umfeld informieren. Auch im Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen wiederum zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Diskussion und Entscheidung an.

Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns umfassend erörtert und abgestimmt. Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren, haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2016 eine eigene Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens abgehalten.

Wir haben sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Hierzu zählten vor allem die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, laufende und geplante Investitionen, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und -planung, die Risikosituation und das Risikomanagement sowie das Compliance Management System. Über Angelegenheiten, die nach Gesetz oder Satzung zustimmungspflichtig sind, hat uns der Vorstand frühzeitig unterrichtet und uns diese rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu diesen Beschlussvorschlägen und den Berichten des Vorstands haben wir, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch schriftlich oder telefonisch.

Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden uns vom Vorstand monatlich berichtet. Soweit es zu Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planungen und Zielen kam, haben wir ausführliche Erläuterungen in schriftlicher und mündlicher Form erhalten, sodass wir mit dem Vorstand über die Gründe für die Abweichungen und zielführende Korrekturmaßnahmen diskutieren konnten.

Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand in engem und kontinuierlichem Dialog. Das verhaltene Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung, die andauernde Niedrigzinsphase, die politischen Krisen insbesondere in Syrien und der Türkei und die daraus für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen sowie der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der beiden Segmente waren wiederholt Gegenstand unserer Gespräche mit dem Vorstand.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung hinsichtlich der den Interessenkonflikten zugrunde liegenden Sachverhalte und dem Umgang mit ihnen zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2016 nicht aufgetreten.

DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, haben wir in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsaus-schuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz.

Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen, so dass der Aufsichtsrat immer über eine umfassende Informationsbasis für seine Beratungen verfügt.

Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört zu seinen Aufgaben. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems sowie mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Harald Feist, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Regina Hufnagel, Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer und Herr Peter Winkelmann.

Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016 dreimal. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Bewertung der Leistungen der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2015, die Vereinbarung der Ziele für das Geschäftsjahr 2016 und die Überprüfung der Vergütung der Vorstandsmitglieder mit dem Schwerpunkt der mehrjährigen Vergütung (LTIP). Angesichts des erfreulichen Wachstums unseres Unternehmens war ein weiteres Thema die zukünftige Struktur und Ressortverteilung eines vergrößerten Vorstands. Vor dem Hintergrund der (Rest-) Laufzeiten der aktuellen Vorstandsmandate hat sich der Personalausschuss perspektivisch erneut intensiv mit der Nachfolgeplanung beschäftigt und potentielle Kandidaten identifiziert, die mittelfristig als mögliche Kandidaten für die Übernahme eines Vorstandsmandats aufgebaut werden können.

Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem, der Abschlussprüfung und dem Compliance Management System. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Group Compliance-Officers und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Michael Becker (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Frau Regina Hufnagel, Herr Harald Feist, Herr Dr. Winfried Steeger und Herr Peter Winkelmann. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016 sechsmal, davon wurde eine Sitzung als Telefonkonferenz abgehalten. Ein Mitglied des Prüfungsausschusses konnte an einer Sitzung nicht teilnehmen. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen regelmäßig der Finanzvorstand und im Bedarfsfall der Abschlussprüfer, der Vorstandsvorsitzende und weitere Gäste zu einzelnen Tagesordnungspunkten teil. Der Prüfungsausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- sowie dem Konzernabschluss 2016, den Zwischenabschlüssen, der Finanz- und Liquiditätslage, den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers sowie mit der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und des Compliance Management Systems. Der Prüfungsausschuss hat das Auswahlverfahren für den Abschlussprüfer der Symrise AG unter Beachtung der Anforderungen der geänderten Europäischen Abschlussprüferrichtlinie 2014/56/EU, der EU-Verordnung Nr. 537/2014 und deren nationalen Umsetzungsgesetzen durchgeführt und gegenüber dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2, Unterabsatz 1 der EU-Verordnung Nr. 537/2014). Die Empfehlung war begründet und enthielt drei Vorschläge für das Prüfungsmandat, sowie eine begründete Präferenz des Prüfungsausschusses für einen der unterbreiteten Vorschläge. Weiterhin hat sich der Prüfungsausschuss mit Fragen der turnusmäßig anstehenden Refinanzierung des Konzerns beschäftigt. Breiten Raum nahm auch die Befassung des Prüfungsausschusses mit der Qualifizierung der weltweiten Symrise Standorte unter Risikogesichtspunkten ein. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung beziehungsweise des Reviews des Zwischenabschlusses nach Ablauf des ersten Halbjahres ergeben haben.

Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum neuen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 zu wählen. Ferner hat der Prüfungsausschuss die entsprechenden Unabhängigkeitserklärungen des bisherigen Abschlussprüfers KPMG und des neuen Abschlussprüfers Ernst & Young eingeholt. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den bisherigen Abschlussprüfer KPMG für einen risikoorientierten Prüfungsansatz und legte einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie das Honorar für das Geschäftsjahr 2016 fest.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Frau Regina Hufnagel und Herrn Dr. Ludwig Tumbrink vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 nicht einberufen werden.

Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsaus-schuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 nicht einberufen werden.

THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM

Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit und Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die Auswirkungen der internationalen Krisenherde, des nur verhaltenen Wachstums der Weltwirtschaft, der andauernden Niedrigzinsphase, der weiterhin volatilen Rohstoffkosten, der anhaltenden Staatsschuldenkrise in Europa und der trotz gesunkener Rohölpreise weiterhin hohen Energiekosten. Vor diesem Hintergrund haben wir die vom Vorstand ergriffenen und für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen ausführlich mit dem Vorstand diskutiert. Gegenstand regelmäßiger Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Unternehmens und seiner beiden Segmente in den jeweiligen Regionen unter den dort gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanz- und Liquiditätslage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und deren Entwicklung gemessen an den Planzielen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 sechs ordentliche Sitzungen, davon zwei Schwerpunktsitzungen abgehalten. Die erste Schwerpunktsitzung befasste sich mit der Strategie des Unternehmens, ihrer Überprüfung angesichts des sich verändernden wirtschaftlichen Umfelds und dem Stand ihrer Umsetzung, während die Jahresplanung 2017 im Mittelpunkt der zweiten Schwerpunktsitzung stand. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilgenommen.

In unserer Sitzung am 3. März 2016 haben wir uns mit dem Vorstand über die Feststellung des Jahresabschlusses 2015 und die Billigung des Konzernabschlusses 2015, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2016, die Erklärung zur Unternehmensführung und den Corporate Governance-Bericht beraten und abgestimmt. Der Vorstand gab unter anderem Auskunft zum Stand der Umsetzung der Strategie des Unternehmens und stellte dem Aufsichtsrat die Eckpunkte der laufenden Investitionsprojekte vor. Ein weiteres Thema dieser Sitzung war die zukünftige Struktur und Ressortverteilung des Vorstands angesichts eines erfreulich wachsenden Unternehmens. Neben der Zielstruktur war dabei auch die zeitliche Dimension für die erforderliche Besetzung des Vorstands Teil der Überlegungen. In dieser Sitzung hat der Aufsichtsrat auch die Wiederbestellung von Herrn Achim Daub als Mitglied des Vorstands ab dem 1. Januar 2017 für weitere fünf Jahre beschlossen und einen entsprechenden Dienstvertrag mit Herrn Daub abgeschlossen. An der Sitzung hat neben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats auch der Abschlussprüfer teilgenommen.

In unserer Sitzung am 10. Mai 2016 standen vor allem der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2016 und zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016 sowie die bevorstehende Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratungen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über den Stand der Integration von Pinova. Auch die am 3. Juli 2016 in Kraft getretene EU-Marktmissbrauchsverordnung war hinsichtlich der Neuregelung der Directors' Dealings und der damit einhergehenden Änderungen, auch für den Mitgliedern des Aufsichtsrats nahestehenden juristischen und/ oder natürlichen Personen, Gegenstand dieser Sitzung. An dieser Sitzung haben mit zwei Ausnahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

In der konstituierenden Sitzung am 11. Mai 2016 wurden der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter gewählt. Weiter wurde die Einrichtung der verschiedenen Ausschüsse des Aufsichtsrats und deren Besetzung beschlossen. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

In der Sitzung am 5. August 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des zweiten Quartals und des ersten Halbjahrs 2016 und der Aktualisierung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2016, dem Risikobericht sowie dem Bericht des Prüfungsausschusses. In seinem Bericht erläuterte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die ausführliche Darstellung des Systems der Technischen Compliance in den Segmenten Flavor, Nutrition und Scent & Care und deren Funktionsweise im Prüfungsausschuss. Im Mittelpunkt dieser Sitzung standen die wesentlichen Eckpunkte und Inhalte des bisherigen Ausschreibungsprozesses für den Jahresabschlussprüfer durch den Prüfungsausschuss. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung nach eingehender Prüfung und Diskussion die Aufnahme einer neuen bilateralen Kreditlinie mit einem Kreditinstitut in einer Höhe von bis zu 75 Mio. € genehmigt. An dieser Sitzung haben mit einer Ausnahme alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Die Sitzung am 20. September 2016 wurde ganz der Unternehmensstrategie gewidmet. Der Vorstand erläuterte mit einem Rückblick auf das Jahr 2015 die im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Strategie erreichten Ziele. Dabei wurden auch die unterschiedlichen Strategien anderer Unternehmen hinsichtlich deren Merkmale und deren Qualität zum Vergleich herangezogen. Neben der Diversifizierung des Portfolios haben wir auch die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit im Wettbewerb mit dem Vorstand diskutiert. Auch die bis zum Jahre 2030 erwarteten Megatrends und deren Einfluss auf die Duftstoff- und Aromenindustrie und ein stark wachsendes Umwelt- und Sicherheitsbewußtsein der Verbraucher haben bei unseren strategischen Überlegungen eine große Rolle gespielt. Wir haben uns vom Vorstand neue Technologieplattformen vorstellen lassen, mit deren Hilfe die effiziente Nutzung von bevorzugt erneuerbaren Einsatzstoffen, die Eliminierung von Abfall und die Vermeidung von toxischen und/oder gefährlichen Reagenzien und Lösungsmitteln in der Herstellung und Anwendung von chemischen Produkten möglich ist. Die sich abzeichnenden signifikanten Veränderungen des Konsumentenverhaltens bedeuten zukünftig neue und veränderte Innovationsbedürfnisse der Kunden von Symrise. Das Unternehmen wird zunehmend zum Anbieter komplexer Produktlösungen, die authentisch sein müssen, um erfolgreich zu sein. Dies bedingt das Verstehen natürlicher Prozesse, um dem Kunden das Beste aus Natur und Wissenschaft kombiniert, anbieten zu können. Natürliche Geschmackslösungen müssen zukünftig vom Konsumenten akzeptierte Inhaltsstoffe aufweisen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Technologien für eine nachhaltige und mobile Rückgewinnung natürlicher Aromen zunehmend an Bedeutung. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Die Sitzung am 6. Dezember 2016 stand im Zeichen der Unternehmensplanung für das bevorstehende Geschäftsjahr 2017. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2017 genehmigt. Wir haben gemeinsam mit dem Vorstand die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und die Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats unverändert zum Vorjahr bestätigt. Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand den Stand der Corporate Governance bei Symrise erörtert und die Inhalte der Corporate Governance Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung abgestimmt. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung wurden dem Aufsichtsrat ebenfalls in dieser Sitzung vorgestellt und erläutert. Unter Bezugnahme auf das in der August-Sitzung vorgestellte Auswahlverfahren für den Abschlussprüfer der Symrise AG und die begründete und mit einer Präferenz versehene Empfehlung des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung zu empfehlen, die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, als Abschlussprüfer der Symrise AG für das Geschäftsjahr 2017 zu wählen. Weiter hat der Aufsichtsrat die Folgebestellung von Herrn Dr. Heinz-Jürgen Bertram als Vorsitzenden des Vorstands für die Dauer von weiteren fünf Jahren mit Wirkung ab dem 1. November 2017 beschlossen. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2016

Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 und der Lagebericht der Symrise AG wurden vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2016 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Konzernabschluss der Symrise AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, versah auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Bericht des Abschlussprüfers hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 14. Februar und 8. März 2017 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 9. März 2017 intensiv diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen des Jahres- und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil. Dabei berichteten sie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte uneingeschränkt zur Verfügung.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 9. März 2017 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

CORPORATE GOVERNANCE

Über die Corporate Governance bei der Symrise AG berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") einmal im Jahr im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a des Handelsgesetzbuchs. Die Erklärung zur Unternehmensführung umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von dessen Ausschüssen. Nach der derzeit aktuellen Fassung der Ziffer 3.10 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 5. Mai 2015 ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) nunmehr im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen. Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK in die Erklärung zur Unternehmensführung zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach der derzeitigen Fassung der Ziffer 4.2.5 des DCGK vom 5. Mai 2015 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 45 bis 51 dieses Finanzberichts enthalten.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist in diesem Finanzbericht auf den Seiten 148 bis 155 zu finden. Sie ist auch auf der Internetseite der Symrise AG unter http:// www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/ erklaerung-zur-unternehmensfuehrung- und-corporate-governance-bericht öffentlich zugänglich gemacht. Die Umsetzung des Kodex haben wir im Aufsichtsrat in der Sitzung am 6. Dezember 2016 intensiv diskutiert. Wir haben die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2016 aufmerksam beobachtet und werden dies auch weiterhin tun.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 6. Dezember 2016 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft und als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 5. Mai 2015 entsprochen und wird dies auch zukünftig tun.

VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Vorstand gab es im Berichtsjahr fünf personelle Veränderungen hinsichtlich der zukünftigen Größe, Zusammensetzung und Struktur des Vorstands.

Aufgrund des bisherigen und auch weiterhin angestrebten Wachstums des Unternehmens ist die Notwendigkeit einer Erweiterung des Vorstands insbesondere mit Blick auf die beiden Segmente Flavor und Nutrition gegeben. Daher wurde die seit Ende 2014 vakante vierte Vorstandsposition wieder besetzt und eine zusätzliche fünfte Vorstandsposition neu geschaffen. Hierzu wurden zwei interne Kandidaten, die Herren Heinrich Schaper und Dr. Jean-Yves Parisot mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 für drei Jahre zu weiteren Mitgliedern des Vorstands bestellt. Herrn Schaper wurde die Leitung des Segments Flavor und Herrn Dr. Jean-Yves Parisot wurde die Leitung des Segments Nutrition übertragen.

Als Vorstand Finanzen wurde Herr Olaf Klinger zum Mitglied des Vorstands mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 bestellt.

Herr Dr. Heinz-Jürgen Bertram wurde für die Dauer von weiteren fünf Jahren mit Wirkung ab dem 1. November 2017 zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt.

Ebenso wurde Herr Achim Daub mit Wirkung ab dem 1. Januar 2017 für weitere fünf Jahre zum Mitglied des Vorstands bestellt.

Im Aufsichtsrat ergaben sich aus der turnusmäßigen Wahl der Aufsichtsratsmitglieder folgende Änderungen:

Auf Seite der Anteilseigner wurden in der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Dr. Michael Becker, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer und Herr Dr. Winfried Steeger wieder und Frau Ursula Buck neu gewählt.

Die sechs Vertreter der Arbeitnehmer wurden von den deutschen Belegschaften am 24. Februar 2016 nach dem hierfür gesetzlich vorgesehenen Wahlverfahren gewählt. Dies sind: Frau Regina Hufnagel (stellv. Aufsichtsratsvorsitzende), Herr Harald Feist, Frau Jeannette Härtling, Herr Andre Kirchhoff, Herr Dr. Ludwig Tumbrink und Herr Peter Winkelmann.

Weitere Angaben zu den wieder oder neu gewählten Mitgliedern finden Sie auf Seite 154 in der Erklärung zur Unternehmensführung.

Für den Symrise Konzern sind mittlerweile weltweit mehr als 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg unseres Unternehmens. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland sowie allen Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement und für die im Geschäftsjahr 2016 geleistete hervorragende Arbeit.

Holzminden, 9. März 2017

Für den Aufsichtsrat

Dr. Thomas Rabe, Vorsitzender