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Symrise AG — Audit Report / Information 2015
Apr 18, 2016
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Audit Report / Information
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Symrise AG
Holzminden
Jahresabschluß zum 31.12.2015 (HGB)
Bilanz zum 31.12.2015
der Symrise AG, Holzminden
Aktiva
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 165.591.278,99 | 176.014.110,21 | ||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 3.625.210,14 | 169.216.489,13 | 5.058.548,35 | 181.072.658,56 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 129.649.454,66 | 131.566.167,48 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 97.428.526,98 | 88.779.799,56 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 17.068.930,51 | 17.385.221,97 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 42.632.447,49 | 286.779.359,64 | 26.776.078,41 | 264.507.267,42 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.325.923.976,73 | 2.128.458.711,28 | ||
| 2. Beteiligungen | 2.238.062,32 | 2.085.276,76 | ||
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 602.156.308,54 | 610.619.693,68 | ||
| 4. Rückdeckungsversicherungen | 82.091,40 | 2.930.400.438,99 | 79.679,90 | 2.741.243.361,62 |
| 3.386.396.287,76 | 3.186.823.287,60 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 82.908.678,05 | 74.850.053,39 | ||
| 2. Fertige und unfertige Erzeugnisse und Waren | 130.569.088,00 | 116.380.207,00 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 5.687.557,00 | 219.165.323,05 | 3.457.563,61 | 194.687.824,00 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 132.421.065,22 | 124.863.699,16 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 66.731.743,49 | 159.825.526,64 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 13.117.066,91 | 212.269.875,62 | 6.315.984,10 | 291.005.209,90 |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 95.107.198,55 | 26.544.342,77 | ||
| 526.542.397,22 | 512.237.376,67 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 7.595.061,57 | 12.215.201,82 | ||
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 0,00 | 77.742,60 | ||
| 3.920.533.746,55 | 3.711.353.608,69 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 129.812.574,00 | 129.812.574,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 1.255.026.506,86 | 1.255.026.506,86 | ||
| III. Gewinnvortrag | 94.409.916,92 | 82.852.755,35 | ||
| IV. Jahresüberschuss | 147.751.521,72 | 108.916.592,07 | ||
| 1.627.000.519,50 | 1.576.608.428,28 | |||
| B. Sonderposten für Investitonszuschüsse | 207.934,60 | 231.259,40 | ||
| C. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 270.140.584,00 | 236.000.209,00 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 5.552.194,88 | 37.964.724,99 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 47.314.121,87 | 44.358.206,19 | ||
| 323.006.900,75 | 318.323.140,18 | |||
| D. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Anleihen | 806.425.204,92 | 806.442.808,22 | ||
| - davon konvertibel EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) - | ||||
| 2. Schuldscheindarlehen | 178.500.000,00 | 0,00 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 255.677.867,86 | 407.886.691,13 | ||
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 60.018.515,87 | 57.678.889,21 | ||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 467.829.032,04 | 343.137.673,00 | ||
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 170.744.926,68 | 151.616.978,85 | ||
| - davon aus Steuern EUR 3.434.947,51 (i. Vj. EUR 3.198.215,13) - | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 892.036,09 (i. Vj. EUR 745.603,24) - | ||||
| 1.939.195.547,37 | 1.766.763.040,41 | |||
| E. Passive latente Steuern | 31.122.844,33 | 49.427.740,42 | ||
| 3.920.533.746,55 | 3.711.353.608,69 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar - 31. Dezember 2015
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| 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 976.756.952,37 | 930.653.985,64 | |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 14.188.881,00 | 6.806.439,86 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 42.733.890,35 | 41.601.533,65 | |
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogen Waren | -438.365.517,55 | -400.789.555,80 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -21.259.130,86 | -459.624.648,41 | -23.501.498,27 |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -130.416.171,01 | -126.685.478,97 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -55.849.153,40 | -186.265.324,41 | -41.843.664,78 |
| - davon für Altersversorgung EUR 33.661.944,38 (i. Vj. EUR 21.835.216,18) - | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -44.150.762,70 | -41.565.369,92 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -292.281.900,72 | -271.443.364,58 | |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 32.329.154,82 | 27.507.769,72 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 32.324.940,08 (i. Vj. EUR 27.503.229,98) - | |||
| 9. Erträge aus Gewinnübernahme | 161.519.943,22 | 76.857.918,93 | |
| 10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 21.372.009,40 | 20.760.690,41 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 21.371.861,40 (i. Vj. EUR 20.760.260,03) - | |||
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -52.602.639,30 | -223.967,96 | |
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 256.892,10 | 302.984,15 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 254.006,67 (i. Vj. EUR 168.768,50) - | |||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -46.900.970,21 | -48.328.330,44 | |
| - davon an verbundene Unternehmen EUR 346.399,60 (i. Vj. EUR 230.464,21) - | |||
| 14. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -2.056.466,90 | -1.047.627,52 | |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 165.275.010,61 | 149.062.464,12 | |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -17.276.609,96 | -39.664.851,15 | |
| 17. Sonstige Steuern | -246.878,93 | -481.020,90 | |
| 18. Jahresüberschuss | 147.751.521,72 | 108.916.592,07 | |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 94.409.916,92 | 82.852.755,35 | |
| 20. Bilanzgewinn | 242.161.438,64 | 191.769.347,42 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2015
ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss der Symrise AG wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.
Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 50 Jahren.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,89 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % und erwartete Steigerungen der Lebenshaltungskosten mit 1,75 % berücksichtigt. Für die Fluktuation wurde, in Abhängigkeit vom Alter, eine Rate von bis zu 10 % berücksichtigt.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2015 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen | Zuschreibung EUR |
31.12.2015 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 259.685.463,05 | 6.394.971,08 | 444.788,73 | 3.410.461,79 | 0,00 | 269.046.107,19 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 5.058.548,35 | 1.977.123,58 | 0,00 | -3.410.461,79 | 0,00 | 3.625.210,14 |
| 264.744.011,40 | 8.372.094,66 | 444.788,73 | 0,00 | 0,00 | 272.671.317,33 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 152.456.002,78 | 2.833.731,18 | 2.805.468,70 | 3.771.247,51 | 416.254,93 | 156.671.767,70 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 130.285.939,10 | 10.400.257,60 | 611.067,72 | 11.265.677,11 | 665.213,16 | 152.006.019,25 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 34.351.972,72 | 3.446.730,06 | 784.464,52 | 1.301.437,50 | 0,00 | 38.315.675,76 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 26.776.078,41 | 32.194.731,20 | 0,00 | -16.338.362,12 | 0,00 | 42.632.447,49 |
| 343.869.993,01 | 48.875.450,04 | 4.201.000,94 | 0,00 | 1.081.468,09 | 389.625.910,20 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.143.583.795,40 | 199.871.431,45 | 17.463.193,37 | 0,00 | 0,00 | 2.325.992.033,48 |
| 2. Beteiligungen | 2.085.276,76 | 152.785,56 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.238.062,32 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 610.619.693,68 | 35.040.134,34 | 43.503.519,48 | 0,00 | 0,00 | 602.156.308,54 |
| 4. Rückdeckungs- versicherungen |
79.679,90 | 2.411,50 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 82.091,40 |
| 2.756.368.445,74 | 235.066.762,85 | 60.966.712,85 | 0,00 | 0,00 | 2.930.468.495,74 | |
| 3.364.982.450,15 | 292.314.307,55 | 65.612.502,52 | 0,00 | 1.081.468,09 | 3.592.765.723,27 |
scroll
| Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2015 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Zuschreibung1) EUR |
31.12.2015 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 83.671.352,84 | 20.228.264,09 | 444.788,73 | 0,00 | 0,00 | 103.454.828,20 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 83.671.352,84 | 20.228.264,09 | 444.788,73 | 0,00 | 0,00 | 103.454.828,20 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 20.889.835,30 | 5.988.758,06 | 297.267,10 | 24.731,85 | 416.254,93 | 27.022.313,04 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 41.506.139,54 | 12.930.441,41 | 512.954,72 | -11.347,12 | 665.213,16 | 54.577.492,27 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16.966.750,75 | 5.003.299,14 | 709.919,91 | -13.384,73 | 0,00 | 21.246.745,25 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 79.362.725,59 | 23.922.498,61 | 1.520.141,73 | 0,00 | 1.081.468,09 | 102.846.550,56 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 15.125.084,12 | 0,00 | 15.057.027,37 | 0,00 | 0,00 | 68.056,75 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Rückdeckungs- versicherungen |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 15.125.084,12 | 0,00 | 15.057.027,37 | 0,00 | 0,00 | 68.056,75 | |
| 178.159.162,55 | 44.150.762,70 | 17.021.957,83 | 0,00 | 1.081.468,09 | 206.369.435,51 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 165.591.278,99 | 176.014 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 3.625.210,14 | 5.059 |
| 169.216.489,13 | 181.073 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 129.649.454,66 | 131.566 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 97.428.526,98 | 88.780 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 17.068.930,51 | 17.385 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 42.632.447,49 | 26.776 |
| 286.779.359,64 | 264.507 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.325.923.976,73 | 2.128.459 |
| 2. Beteiligungen | 2.238.062,32 | 2.085 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 602.156.308,54 | 610.620 |
| 4. Rückdeckungs- versicherungen |
82.091,40 | 79 |
| 2.930.400.438,99 | 2.741.243 | |
| 3.386.396.287,76 | 3.186.823 |
1) Anpassung der historischen Werte nach erfolgter Anlageninventur
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten handelt es sich im Wesentlichen um Rezepturen (TEUR 133.521 / Vorjahr: TEUR 147.288).
2. Entwicklung des Anlagevermögens
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 4 und 5 gesondert dargestellt.
3. Anteile an verbundenen Unternehmen
Im Geschäftsjahr 2015 erhöhte die Symrise AG ihren Anteil an der Probi AB, Lund, Schweden, auf 50,02 % und weist die Gesellschaft aufgrund des beherrschenden Einflusses wie auch im Vorjahr als verbundenes Unternehmen aus.
Bezüglich der Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Gliederungspunkt 27. Der wesentliche Anteilsbesitz besteht aus den Beteiligungen an der Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die als Holdinggesellschaft wiederum Anteile an in- und ausländischen Gruppengesellschaften hält, und an der Kerisper SAS, Frankreich , der Holdinggesellschaft der Diana Gruppe.
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Diana Gruppe. Gemäß Unternehmenskaufvertrag übernahm die Symrise AG neben sämtlichen Anteilen der Diana Gruppe auch deren Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.
5. Vorräte
Auf die Vorräte wurden Bewertungsabschläge vorgenommen, die in Höhe von TEUR 1.406 (Vorjahr: TEUR 642) Wertberichtigungen von unfertigen und fertigen Erzeugnissen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (absatzmarktorientiert), in Höhe von TEUR 1.625 (Vorjahr: TEUR 1.050) Abwertungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten und in Höhe von TEUR 5.839 (Vorjahr: TEUR 3.404) Abschläge aufgrund des Reichweitenrisikos und weiterer Mengenrisiken betreffen.
Aufgrund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie werden unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren zusammen ausgewiesen.
6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Auf den Bruttoforderungsbestand wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 7.493 (Vorjahr: TEUR 6.135) gebildet. Darüber hinaus wurden auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand pauschale Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.887 (Vorjahr: TEUR 1.753) vorgenommen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
7. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Der Bilanzposten enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 41.849 (Vorjahr: TEUR 37.189).
In dem Posten sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
8. Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
9. Rechnungsabgrenzungsposten
In Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB sind hierin Disagien in Höhe von TEUR 2.869 (Vorjahr: TEUR 3.813) aus der Ausgabe von Anleihen enthalten. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der Anleihen.
10. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (Vorjahr: TEUR 78) besteht nicht mehr. Im Vorjahr wurde die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen (Vorjahr: TEUR 84) mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) (Vorjahr: TEUR 162) verrechnet. Zum 31. Dezember 2015 bestehen keine Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen.
Vor dem Hintergrund des 2009 in Kraft getretenen "Gesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen (Flexi-II-Gesetz) wird den Mitarbeitern seit 2014 die Möglichkeit gegeben, Zeiten in Form bezahlter Freistellungen in sogenannten Zeitwertkonten anzusparen und zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen, in der Regel zum vorzeitigen Beenden der aktiven Berufstätigkeit. Diese Zeitwertkonten unterliegen dem gesetzlichen Insolvenzschutz. Die daraus bestehenden Verpflichtungen in Höhe von TEUR 234 wurden mit auf einem Treuhandkonto hinterlegten Vermögensgegenständen in gleicher Höhe verrechnet.
11. Eigenkapital
Entwicklung des Eigenkapitals in 2015
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| Angaben in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 129.813 | 1.255.026 | 191.769 | 1.576.608 |
| Kapitalerhöhung | - | - | - | - |
| Ausschüttung | - | - | -97.359 | -97.359 |
| Jahresüberschuss | - | - | 147.752 | 147.752 |
| Stand 31. Dezember | 129.813 | 1.255.026 | 242.162 | 1.627.001 |
Entwicklung des Eigenkapitals in 2014
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| Angaben in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 118.173 | 845.656 | 165.574 | 1.129.403 |
| Kapitalerhöhung | 11.640 | 409.370 | - | 421.010 |
| Ausschüttung | - | - | -82.721 | -82.721 |
| Jahresüberschuss | - | - | 108.916 | 108.916 |
| Stand 31. Dezember | 129.813 | 1.255.026 | 191.769 | 1.576.608 |
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der Symrise Aktiengesellschaft beträgt 129.812.574 € (31. Dezember 2014: 129.812.574 €) und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 129.812.574 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € pro Stück.
Genehmigtes Kapital
Das von der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 beschlossene und bisher nicht ausgenutzte genehmigte Kapital wurde von der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 aufgehoben und es wurde ein neues genehmigtes Kapital in Höhe von knapp 20 Prozent des derzeitigen Grundkapitals geschaffen.
Die Hauptversammlung hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 25.000.000 zu erhöhen.
Wird das Grundkapital gegen Bareinlagen erhöht, ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Das gesetzliche Bezugsrecht kann jedoch durch den Vorstand in folgenden Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden:
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften; |
| ― | soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde; |
| ― | um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind. |
Erwerb eigener Aktien
Die von der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien lief am 10. Mai 2015 aus. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wird der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben.
―
Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
―
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.
―
Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
| ― | Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten. |
| ― | Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, bzw. sofern im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten wegen einer Volumenbegrenzung nicht sämtliche angenommen werden können, erfolgt die Annahme nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. Ebenfalls vorgesehen werden kann eine Rundung nach kaufmännischen Gesichtspunkten zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien. |
―
Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:
| ― | Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. |
| ― | Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien zusammen mit neuen Aktien, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. |
| ― | Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen. |
―
Die Ermächtigungen erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71d Satz 5 AktG erworben wurden.
―
Die Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, zum Teil auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
―
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung verwendet werden.
―
Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, zum Ausschluss des Bezugsrechts sowie zur Schaffung eines Bedingten Kapitals
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 23.000.000,00 € zu gewähren.
Die Schuldverschreibungen sind gegen Barleistung auszugeben. Sie können auch durch Gesellschaften mit Sitz im In- und Ausland begeben werden, an denen die Symrise AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist (nachstehend "Konzerngesellschaften"). Für den Fall der Begebung über eine Konzerngesellschaft wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, für die Symrise AG die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren sowie weitere für eine erfolgreiche Ausgabe erforderliche Erklärungen abzugeben sowie Handlungen vorzunehmen. Die Schuldverschreibungen können in Euro oder - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert - in US-Dollar oder Schweizer Franken begeben werden.
Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen,
| ― | sofern der Ausgabepreis für eine Schuldverschreibung deren nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet; |
| ― | soweit dies für Spitzenbeträge erforderlich ist, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben; |
| ― | um den Inhabern von Options- bzw. Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Inhabern von mit einer Verpflichtung zur Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte ausgestatteten Schuldverschreibung zum Ausgleich von Verwässerungen Bezugsrechte in dem Umfang zu gewähren, wie sie ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach der Erfüllung der Pflichten zur Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte als Aktionär zustünden. |
Von den vorstehend erteilten Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 20 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung.
Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options-/Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung ausgegeben werden, wird das Grundkapital um bis zu 23.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs-/Optionsrecht Gebrauch machen bzw. ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options/Wandlungsrechts erfüllen bzw. die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Andienungsrecht Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu jeweils zu bestimmenden Wandlungs-/Optionspreisen.
12. Sonderposten für Investitionszuschüsse
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 231) besteht im Wesentlichen für einen in den Jahren 1997 bis 1999 durch die vormalige Dragoco Gerberding &Co. AG erhaltenen Investitionszuschuss. Im Geschäftsjahr 2015 erhielt die Symrise AG zusätzlich einen Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 3 für den Umbau eines behindertengerechten Arbeitsplatzes. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. In 2015 betrug die Auflösung TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 26).
13. Latente Steuern
Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
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| 31.12.2015 TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|
|---|---|---|
| Latente Steuerschulden auf Differenzen | ||
| bilanzieller Wertansätze für Immaterielle Vermögensgegenstände | 35.080 | 37.141 |
| Sachanlagevermögen | 26.470 | 28.027 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.083 | 4.044 |
| Übrige | 642 | 1.950 |
| 66.275 | 71.162 | |
| Latente Steueransprüche auf Differenzen | ||
| bilanzieller Wertansätze für Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 21.556 | 13.484 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.629 | 3.109 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 9.156 | 4.315 |
| Übrige | 811 | 826 |
| 35.152 | 21.734 | |
| Latente Steuerschulden netto | 31.123 | 49.428 |
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29 % (16 % Körperschaftsteuer / 13 % Gewerbesteuer) zugrunde gelegt.
14. Rückstellungen
Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält im Wesentlichen die Rückstellung für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zum 1. April 2003 wurde die Altersvorsorge neu geregelt. Leistungsarten und Leistungsumfang sind in der "Versorgungsordnung A" (Grundrente), der "Versorgungsordnung B" (Zusatzrente) und der 2003 neu konzipierten Symrise-Versorgungsordnung geregelt. Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2003 noch keine Zusage über die Gewährung einer betrieblichen Altersvorsorge erhalten hatten, konnten an einer zum 31. Dezember 2010 für Neuzugänge geschlossenen Versorgungsordnung teilnehmen. Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die keiner Versorgungsordnung angehören, konnten mit Wirkung 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis bis zum 30. September 2010 ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung wird keine Pensionsrückstellung gebildet. Die Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter der Dragoco Gerberding &Co. AG basieren auf der Pensionsordnung vom 16. Dezember 1975 mit nachfolgenden Ergänzungen, die zum 1. Januar 1982 für Neuzugänge geschlossen wurde.
Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Jahre nach 2004.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
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| Angaben in Mio. EUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 25,1 | 23,3 |
| davon | ||
| Jahresprämien und Boni | (15,4) | (12,2) |
| Arbeitnehmerjubiläen | (6,5) | (6,2) |
| Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben | (1,6) | (1,3) |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | (0,7) | (0,5) |
| Abfindungen für Aufhebungsverträge | (0,4) | (2,7) |
| Erfindervergütung | (0,3) | (0,3) |
| Pauschale Lohnsteuer | (0,2) | (0,1) |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 5,8 | 6,3 |
| Bonusverpflichtungen | 4,7 | 4,1 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 2,6 | 1,9 |
| Vertreterprovisionen für noch nicht bezahlte | ||
| Kundenrechnungen Gewährleistungsverpflichtungen | 1,6 | 2,0 |
15. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
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| in TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Art der Verbindlichkeit | bis 1 Jahr | 2 - 5 Jahre | über 5 Jahre | gesamt | bis 1 Jahr | 2 - 5 Jahre | über 5 Jahre | gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anleihe | 6.425 | 800.000 | 0 | 806.425 | 6.443 | 800.000 | 0 | 806.443 |
| 2. Schuldscheindarlehen | 0 | 15.500 | 163.000 | 178.500 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 23.877 | 231.801 | 0 | 255.678 | 109.736 | 291.506 | 6.645 | 407.887 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 60.019 | 0 | 0 | 60.019 | 57.679 | 0 | 0 | 57.679 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 467.829 | 0 | 0 | 467.829 | 343.138 | 0 | 0 | 343.138 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 10.076 | 160.669 | 0 | 170.745 | 7.643 | 0 | 143.973 | 151.616 |
| 568.226 | 1.207.970 | 163.000 | 1.939.196 | 524.639 | 1.091.506 | 150.618 | 1.766.763 |
In 2010 hat die Symrise AG eine im Oktober 2017 endfällige Anleihe in Höhe von EUR 300 Mio. ausgegeben. Eine weitere im Juli 2019 endfällige Anleihe in Höhe von EUR 500 Mio. wurde in 2014 platziert.
In 2015 wurde die Aufnahme von Schuldscheindarlehen von insgesamt EUR 500,0 Mio. mit einer Laufzeit bis maximal 2025 vereinbart. Davon wurden in 2015 bereits EUR 178,5 Mio. an die Gesellschaft ausgezahlt.
Finanzverbindlichkeiten bestehen bei mehreren Kreditinstituten. Im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von EUR 300 Mio., die bis 2020 zur Verfügung steht, wurden EUR 5 Mio. (Vorjahr: EUR 92.5 Mio.) in Anspruch genommen. Weiterhin bestehen Verpflichtungen in Höhe von
EUR 170 Mio. (Vorjahr EUR 225 Mio.) bei mehreren Kreditinstituten. Im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms für neue Investitionen besteht eine mittelfristige Verbindlichkeit in Höhe von EUR 12,6 Mio. (Vorjahr: EUR 15,9 Mio.). Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Mittel in Höhe von USD 73.6 Mio. (Vorjahr: USD 90,0 Mio.) zur Verfügung gestellt.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten USD 175 Mio., die im Rahmen einer Privatplatzierung 2010 bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden und 2020 zurückzuzahlen sind.
Die Verbindlichkeiten der Symrise AG sind nicht gesichert, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche teilweise durch Eigentumsvorbehalt gesichert sind.
16. Haftungsverhältnisse
Die Symrise AG hat zwei Bürgschaften in Höhe von zusammen USD 25 Mio. zugunsten der Deutschen Bank AG, New York zur Sicherung von Bankverbindlichkeiten der Symrise Inc., USA abgegeben. Darüber hinaus bestehen Bürgschaften zur Sicherung der Bankverbindlichkeiten der Symrise Vertriebs GmbH, Österreich, über TEUR 450 sowie der Proteinas del Ecuador Ecuaprotein SA, Ecuador, über TUSD 500.
Darüber hinaus hat die Symrise AG eine Bürgschaft über USD 1,2 Mio. für die Symrise Inc., USA, zur Besicherung eines langfristigen Mietvertrags, abgegeben.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten und Kreditkartenunternehmen sowie aus langfristigen Mietverträgen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 234). Dieser ergibt sich aus einer Unterdeckung der Haarmann &Reimer Unterstützungskasse GmbH, für die die Symrise AG, als Träger der Unterstützungskasse, vollumfänglich haftet.
17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen u. a. für folgende Sachverhalte:
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| TEUR | |
|---|---|
| Bestellobligo aus abgeschlossenen Verträgen | 114.906 |
| Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Erbbaurechtsverträgen | 4.317 |
| Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen | 29.470 |
| Beratungs- und Serviceverträge | 2.216 |
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2016 und 2025. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Ausgliederung des Bereichs Informatik mit einem Dienstleister ein Auslagerungsvertrag geschlossen, der bis zum 30. September 2019 läuft. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus diesem Vertrag betragen EUR 25,1 Mio. (Vorjahr: EUR 40,4 Mio.).
Insgesamt hat die Symrise AG sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 199,5 Mio. (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 49).
Aus dem in 2015 vereinbarten Schuldscheindarlehen von insgesamt EUR 500,0 Mio. sind in 2015 EUR 178,5 Mio. und EUR 321,5 Mio. Anfang 2016 an die Gesellschaft ausgezahlt worden.
18. Bewertungseinheiten
Symrise ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften.
Die globale Ausrichtung der Symrise AG führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch mittels Liquiditätsplänen erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden Devisenterminkontrakte zur Sicherung von USD eingesetzt. Dabei werden mittels Forwards ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus bereits in der Bilanz angesetzten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken im operativen Bereich abgesichert. Die Sicherung des Währungsrisikos erfolgt rollierend über einen Zeitraum von bis zu neun Monaten bis zu einer maximalen Sicherungsquote von 75 % der offenen Währungsposition in einer Gesellschaft.
Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzerneigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus wurden üblicherweise nicht gesichert.
Am Bilanzstichtag sind folgende Devisentermingeschäfte zur Reduzierung des Währungsrisikos von zum Stichtag bestehender sowie ausgewählter erwarteter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen in USD eingesetzt.
Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) - jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen).
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| Fair Values | Fälligkeitstermine | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | Nominalvolumen IN TUSD |
Finanzielle Vermögenswerte IN TEUR |
Finanzielle Verbindlichkeiten IN TEUR |
Bis 1 Monat IN TEUR |
Über 1 Monat bis 3 Monate IN TEUR |
Über 3 Monate bis 6 Monate IN TEUR |
Über 6 bis 9 Monate IN TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | |||||||
| mit Hedge-Beziehung | 25.367 | 46,0 | -376 | 0 | -100 | -186 | -44 |
| ohne Hedge-Beziehung | 15.299 | 0,2 | -292 | -126 | -128 | -4 | -35 |
| SUMME | 41.666 | 46,2 | -668 | -126 | -228 | -190 | -79 |
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| Fair Values | Fälligkeitstermine | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | Nominalvolumen IN TUSD |
Finanzielle Vermögenswerte IN TEUR |
Finanzielle Verbindlichkeiten IN TEUR |
Bis 1 Monat IN TEUR |
Über 1 Monat bis 3 Monate IN TEUR |
Über 3 Monate bis 6 Monate IN TEUR |
Über 6 bis 9 Monate IN TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | |||||||
| mit Hedge-Beziehung | 14.253 | 64 | -542 | 0 | -251 | 227 | 0 |
| ohne Hedge-Beziehung | 18.030 | 680 | -566 | -129 | 10 | 233 | 0 |
| SUMME | 32.283 | 744 | -1.108 | -129 | -241 | 6 | 0 |
Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen in Höhe von USD 27,0 Mio. zur Sicherung von EUR/USD, mit einem Nominalvolumen in Höhe von USD 9,0 Mio. zur Sicherung von JPY/USD, mit einem Nominalvolumen in Höhe von USD 3,5 Mio. zur Sicherung von SGD/USD sowie mit einem Nominalvolumen in Höhe von USD 2,2 Mio. zur Sicherung von USD/AUD.
Die Devisentermingeschäfte haben in der Regel eine Laufzeit von rund sechs Monaten.
Zu den Devisentermingeschäften in JPY, SGD und AUD gibt es korrespondierende Geschäfte der jeweiligen ausländischen Tochtergesellschaften, d. h. die Effekte aus den Sicherungen verbleiben nicht in der Symrise AG, sondern werden vollständig an die Tochtergesellschaften weitergeleitet, die damit ihre Zahlungsströme absichern.
Bei allen Geschäften handelt es sich um Macro Hedges.
Um die Sicherungsgeschäfte für das Hedge Accounting zu qualifizieren, wird bei Abschluss des Geschäfts eine formale Dokumentation erstellt. Diese beinhaltet u. a. eine Effektivitätsmessung. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch den Nachweis, dass die wesentlichen Parameter (critical terms) des Sicherungsinstruments mit den critical terms eines hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, übereinstimmen.
Die critical terms des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, sind identisch, da die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
| ― | die Nominalbeträge des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmen überein, |
| ― | die Fälligkeit des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmt überein, |
| ― | der Fair Value des Sicherungsinstruments bei Beginn der Hedge Beziehung ist Null. |
Die Veränderungen des Fair Values des Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments werden auf Basis der Forward Kurse ermittelt.
Da die critical terms von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bei Designation übereinstimmen, wird der Hedge als "highly effective" eingeschätzt.
Zur retrospektiven Effektivitätsmessung wird die kumulierte Dollar Offset Methode angewandt. Dabei wird die Fair Value Veränderung des Devisentermingeschäfts ins Verhältnis zur Fair Value Veränderung der Cashflow Veränderung aus dem Grundgeschäft (hypothetisches Derivat) gesetzt. Die o. a. relevanten Parameter/Spezifikationen werden laufend auf Übereinstimmung überprüft.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
19. Umsatzerlöse
Regionale Aufteilung
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| Angaben in TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Europa inkl. Afrika | 726.378 | 708.325 |
| Nordamerika | 81.445 | 74.256 |
| Asien und Pazifikraum | 127.656 | 113.728 |
| Südamerika | 41.278 | 34.345 |
| 976.757 | 930.654 |
Divisionale Aufteilung
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| Angaben in TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Flavor & Nutrition | 396.789 | 375.099 |
| Scent & Care | 579.968 | 555.555 |
| 976.757 | 930.654 |
Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von TEUR 968.465 (Vorjahr: TEUR 922.222). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 8.292 (Vorjahr: TEUR 8.432).
20. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 42.734 (Vorjahr: TEUR 41.602) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Nebengeschäften, wie die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von TEUR 26.324 (Vorjahr: TEUR 29.169) und um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 12.747 (Vorjahr: TEUR 9.157).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von TEUR 63.146 (Vorjahr: TEUR 59.068), Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 46.231 (Vorjahr: TEUR 30.723), Aufwendungen für Fracht und Handlingkosten in Höhe von TEUR 38.790 (Vorjahr: TEUR 36.938), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 35.614 (Vorjahr: TEUR 35.954) und Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von TEUR 19.965 (Vorjahr: TEUR 21.856) zusammen.
21. Personalaufwand
Der Anstieg des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus höheren Zuführungen zur Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen - aufgrund des gesunkenen Diskontierungssatzes - und einer gestiegenen Mitarbeiterzahl sowie den allgemeinen Gehaltssteigerungen.
22. Abschreibungen
In 2015 wurden Anteile an der Symrise Inc., USA von der Symrise US Beteiligungs GmbH zum Zeitwert übernommen, die zu einem vertraglich vereinbarten geringeren Preis an die Symrise Holding Inc., USA weiter gegeben werden mussten. Daher wurden hierauf Abschreibungen in Höhe von TEUR 52.603 vorgenommen. Da bei der Symrise US Beteiligungs GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, ein entsprechender Gewinn aus dem Abgang der Beteiligung erzielt wurde, ergibt sich durch die Abschreibung keine Auswirkung auf das Ergebnis der Symrise AG. Auf die Anteile an verbundenen Unternehmen im Finanzanlagevermögen wurden in 2015 keine außerplanmäßigen Wertberichtigungen vorgenommen (Vorjahr: TEUR 224).
23. Periodenfremdes Ergebnis
Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 778 (Vorjahr: TEUR 601) angefallen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Personalrückstellungen und von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen resultieren.
24. Ergebnisabführungsverträge
Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Erträge in Höhe von TEUR 161.520 (Vorjahr: TEUR 76.858) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.056 (Vorjahr: TEUR 1.048) übernommen.
25. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 46.901 (Vorjahr: TEUR 48.328) resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für die im Rahmen der Konzernfinanzierung aufgenommenen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 32.577 (Vorjahr: TEUR 25.878) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.929 (Vorjahr: TEUR 10.742).
26. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 3.083 (Vorjahr: TEUR 4.367) und einen Steueraufwand in Höhe von TEUR 2.350 (Vorjahr: TEUR 20.067) für Vorjahre. Im Gesamtbetrag sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 18.305 (Vorjahr: TEUR 13.746) sowie laufende Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 36.314 (Vorjahr: TEUR 37.711) enthalten.
SONSTIGE ANGABEN
27. Anteilsbesitzliste
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| Name der Beteiligungsgesellschaft | Eigenkapital TEUR2 |
Anteil am Kapital % |
Ergebnis1 der Beteiligungsgesellschaften 2015 TEUR3 |
|---|---|---|---|
| Unmittelbare Beteiligungen | |||
| Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden | 1.125.214 | 100,00% | 51.7256 |
| Haarmann &Reimer-Unterstützungskasse Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden | 237 | 100,00% | -85 |
| Kerisper SAS, Saint Nolff / Frankreich | 259.372 | 100,00% | -1.198 |
| Probi AB, Lund / Schweden | 20.037 | 50,02% | 5.228 |
| Schimmel &Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden | 766 | 100,00% | 82 |
| Symotion GmbH, Holzminden | 204 | 100,00% | -4796 |
| Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden | 3.540 | 100,00% | 20.428 |
| Symrise Ltda., Bogota / Kolumbien | 19.192 | 99,99% | 6.092 |
| Symrise S.A., Santiago de Chile / Chile | 4.248 | 99,50% | 1.555 |
| Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden | 153.759 | 100,00% | 109.7956 |
| Tesium GmbH, Holzminden | 25 | 100,00% | -5276 |
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| Aquasea Costa Rica, Canas / Costa Rica | -5.597 | 55,00% | -1.562 |
| Aromatics SAS, Clichy-la-Garenne / Frankreich | 458 | 100,00% | -12 |
| Arôme de Chacé SAS, Chacé / Frankreich | 1.850 | 100,00% | 472 |
| Confoco SA, Machala / Ecuador | 11.807 | 100,00% | 938 |
| Confoco USA, Elisabeth NJ / USA | 3.006 | 100,00% | 1.235 |
| Diana Aquasea Inc., Wilmington / USA | -339 | 100,00% | -237 |
| Diana Food Limited, Spalding / Großbritannien | 6.668 | 100,00% | 2.198 |
| Diana Group Pte Ltd, Singapore / Singapur | -141 | 100,00% | -55 |
| Diana Natural Inc., Silverton / USA | 7.386 | 100,00% | -2.207 |
| Diana Naturals Chile Ltda, Buin / Chile | 1.503 | 100,00% | -95 |
| Diana Naturals Chile SpA, Buin / Chile | 13.851 | 100,00% | -1.352 |
| Diana Naturals Private Ltd, Mumbai / Indien | 0 | 100,00% | 0 |
| Diana Naturals SAS, Antrain / Frankreich | 19.612 | 100,00% | 7.920 |
| Diana SAS, Saint Nolff / Frankreich | 62.126 | 100,00% | 33.480 |
| Diana Trans, Saint Nolff / Frankreich | -119 | 100,00% | -190 |
| Diana US Inc., Wilmington / USA | -6 | 100,00% | 0 |
| DianaPlantSciences Inc., Portland / USA | -13.449 | 100,00% | -6.538 |
| DianaPlantSciences SAS, Rennes / Frankreich | -10.948 | 100,00% | -2.164 |
| DrinkStar GmbH, Rosenheim | 440 | 100,00% | 10.7776 |
| Ecuaprotein SA, Durán / Ecuador | 652 | 53,00% | -185 |
| Futura Labs International S.A.E., 6th of October City / Ägypten | 5.581 | 100,00% | 1.370 |
| OOO Symrise Rogovo, Rogovo / Russland | 3.824 | 100,00% | 5.369 |
| Origines Madagascar S.a.r.L., Antananarivo / Madagaskar | 8.173 | 100,00% | 4.439 |
| Probi Asia-Pacific Pte. Ltd., Singapur / Singapur | 32 | 50,02% | 0 |
| P.T.Symrise, Jakarta / Indonesien | 13.395 | 100,00% | 1.115 |
| Roseland Flavors and Fragrances Corp., Dubai / VAE | 3.701 | 100,00% | 2.055 |
| Société de Protéines Industrielles SNC, Berric / Frankreich | 6.362 | 100,00% | 1.312 |
| Spécialités Pet Food SAS, Elven / Frankreich | 43.185 | 100,00% | 5.187 |
| SPF Argentina, Buenos Aires / Argentinien | 5.102 | 99,97% | 4.491 |
| SPF Canada - Group Diana Inc., Québec / Kanada | 1.114 | 100,00% | 1.054 |
| SPF Diana Australia PTY Ltd, Beresfield / Australien | 3.821 | 100,00% | 1.467 |
| SPF DIANA Espana SL, Lleida / Spanien | 2.097 | 100,00% | 2.048 |
| SPF Do Brasil Ltd, Sao Paulo / Brasilien | 12.814 | 99,99% | 7.071 |
| SPF Hungary Kft, Beled / Ungarn | 2.648 | 99,67% | 2.016 |
| SPF Mexico SA de CV, El Marqués queretato / Mexiko | 3.524 | 99,99% | 3.048 |
| SPF North America Inc., South Washington / USA | 38.682 | 100,00% | 7.687 |
| SPF RUS, Shebekino / Russland | -2.408 | 100,00% | -1.705 |
| SPF South Africa, Cape Town / Südafrika | -557 | 100,00% | 170 |
| SPF Thailand, Bangkok / Thailand | 8.161 | 51,60% | 6.641 |
| SPF UK Ltd, Doncaster / Großbritannien | 1.292 | 60,00% | 2.008 |
| SPF USA Inc., Wilmington / USA | 2.065 | 100,00% | 200 |
| SPF, Qingdao Trading Co., Ltd, Qingdao City / China | 188 | 100,00% | 323 |
| Symrise (Pty) Limited, Isando / Südafrika | 5.343 | 100,00% | 2.000 |
| Symrise Aromas e Fragrancias Ltda., Sao Paulo / Brasilien | 47.807 | 100,00% | 2.470 |
| Symrise Asia Pacific Ltd., Singapur / Singapur | 27.198 | 100,00% | 232.719 |
| Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden | 95.303 | 100,00% | 2.114 |
| Symrise BioActives GmbH, Hamburg | -2.101 | 100,00% | 1.910 |
| Symrise C.A., Caracas / Venezuela | 1.685 | 100,00% | 712 |
| Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Brüssel / Belgien | -1 | 100,00%4 | -18 |
| Symrise Group Finance Holding 2 CV, Brüssel / Belgien | 93.643 | 100,00% | 2.348 |
| Symrise Holding Inc., Wilmington / USA | 334.636 | 100,00% | -1.813 |
| Symrise Holding Limited, Marlow Bucks / Großbritannien | 38 | 100,00% | 0 |
| Symrise Holding Pte. Limited, Singapur / Singapur | 17.998 | 100,00% | 3.951 |
| Symrise Holding II Inc.,Wilmington / USA | 229.067 | 100,00% | 3.567 |
| Symrise Iberica S.L., Parets de Valles / Spanien | 33.537 | 100,00% | 4.710 |
| Symrise Inc., Manila / Philippinen | 438 | 100,00% | -182 |
| Symrise Inc., Teterboro / USA | 340.307 | 100,00% | 24.374 |
| Symrise IP-Holding GCV, Brüssel / Belgien | 1.893 | 100,00% | -343 |
| Symrise K.K., Tokio / Japan | 7.112 | 100,00% | -1.150 |
| Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd., Sirketi / Türkei | 2.590 | 100,00% | 487 |
| Symrise Ltd., Bangkok / Thailand | 11.672 | 100,00% | 1.969 |
| Symrise Limited, Marlow Bucks / Großbritannien | 20 | 100,00% | 6 |
| Symrise Limited, Seoul / Südkorea | 562 | 100,00% | -61 |
| Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxembourg / Luxemburg | 145 | 100,00% | -1 |
| Symrise Madagascar S.a.r.L., Antananarivo / Madagaskar | 6.912 | 100,00% | 2.881 |
| Symrise Nigeria Limited, Lagos / Nigeria | 55 | 100,00% | 0 |
| Symrise Pte Ltd, Singapur / Singapur | 12.105 | 100,00% | 4.075 |
| Symrise Pty. Ltd., Dee Why / Australien | 9.576 | 100,00% | 73 |
| Symrise Private Limited, Chennai / Indien | 24.398 | 100,00% | 5.309 |
| Symrise S. de R.L. de C.V., San Nicolas de los Garza / Mexiko | 24.352 | 100,00% | 7.876 |
| Symrise S.A.E., 6th of October City / Ägypten | 22.743 | 100,00% | 7.805 |
| Symrise SAS, Clichy-la-Garenne / Frankreich | 53.028 | 100,00% | 3.836 |
| Symrise SDN BHD., Petaling / Malaysia | 1.018 | 100,00% | -304 |
| Symrise Spolka z ograniczona odpoeiedzialnoscia, Warschau /Polen | 262 | 100,00% | 0 |
| Symrise S.r.l., Milano / Italien | 8.961 | 100,00% | 2.620 |
| Symrise S.R.L., Tortuguitas / Argentinien | 11.716 | 100,00% | 4.228 |
| Symrise Shanghai Limited, Shanghai / China | 95.191 | 100,00%5 | 17.426 |
| Symrise US Holding B.V., Halle / Niederlande | 226.355 | 100,00% | 0 |
| Symrise US LLC / Teteboro / USA | 229.067 | 99,90% | 3.567 |
| Symrise Vertriebs GmbH, Wien / Österreich | 6.688 | 100,00% | 2.235 |
| Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge / USA | 582 | 20,00% | 14 |
| Villers SAS, Villers Les Pôts / Frankreich | 6.210 | 100,00% | 492 |
1 ermittelt nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen - überwiegend noch ungeprüft
2 zu Stichtagskursen per 31.12.2015 umgerechnet
3 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres 2015 umgerechnet
4 davon 1% unmittelbar durch Symrise AG und 99% mittelbar durch die Busiris Vermögensverwaltung GmbH gehalten
5 davon 20,9% unmittelbar durch Symrise AG und 79,1% mittelbar durch ausländische Holdinggesellschaften gehalten
6 vor Ausgleich aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages / Verrechnung auf Gesellschafterkonten
28. Mitarbeiter
Der durchschnittliche Personalbestand beträgt 2.321 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.228 Mitarbeiter). Darin enthalten sind 107 Auszubildende (Vorjahr: 99 Auszubildende).
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Produktion | 1.122 | 1.066 |
| Vertrieb | 447 | 437 |
| Forschung und Entwicklung | 491 | 470 |
| Verwaltung incl. Auszubildende | 261 | 255 |
| 2.321 | 2.228 |
29. Konzernverhältnisse
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Symrise AG stellt ihren Konzernabschluss gemäß § 315a Abs. 1 HGB auf. Die Aufstellung erfolgt unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS).
30. Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 12. Mai 2015 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt.
Die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare sind in der entsprechenden Angabe im Konzernabschluss der Symrise AG enthalten.
31. Deutscher Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 3. Dezember 2015 vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht.
32. Anteilsbesitz an der Symrise AG
Der Symrise AG gingen folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:
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| Gesellschaft | Sitz | Mitteilung am | Zeitpunkt zum | % Schwelle über- bzw. unterschritten | Anteilbesitz in % nachher |
Stimmrechte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Allianz Global Investors Europe GmbH | Frankfurt | 24.02.2015 | 23.02.2015 | 3,00% | 2,96% | 3.841.733 |
| APG Asset Management N.V. | Amsterdam/Niederlande | 14.08.2015 | 12.08.2015 | 3,00% | 3,01% | 3.909.723 |
| APG Groep N.V. | Heerlen/Niederlande | 14.08.2015 | 12.08.2015 | 3,00% | 3,01% | 3.909.723 |
| Stichting Pensioenfonds ABP | Heerlen/Niederlande | 14.08.2015 | 12.08.2015 | 3,00% | 3,01% | 3.909.723 |
| Atlantic Value General Partner Limited | London/UK | 28.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 2,81% | 3.321.219 |
| Altantic Value Investment Partnership LP | Wilmington/USA | 28.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 2,81% | 3.321.219 |
| Altrinsic Global Advisors LLC | Stamford/USA | 18.12.2009 | 20.11.2009 | 3,00% | 2,95% | 3.489.577 |
| Ameriprise Financial Inc. | Minneapolis/USA | 08.09.2014 | 03.09.2014 | 3,00% | 2,93% | 3.806.901 |
| BlackRock Financial Management Inc. | New York/USA | 01.12.2014 | 27.11.2014 | 3,00% | 4,66% | 6.052.498 |
| BlackRock Financial Management Inc. | Wilmington/USA | 19.05.2015 | 15.05.2015 | 5,00% | 5,01% | 6.504.400 |
| BlackRock Holdco 2, Inc. | Wilmington/USA | 19.05.2015 | 15.05.2015 | 5,00% | 5,01% | 6.504.400 |
| BlackRock Holdco 4, LLC | Wilmington/USA | 24.06.2015 | 22.06.2015 | 3,00% | 3,06% | 3.970.658 |
| BlackRock Holdco 6, LLC | Wilmington/USA | 24.06.2015 | 22.06.2015 | 3,00% | 3,06% | 3.970.658 |
| BlackRock Inc. | New York/USA | 01.12.2014 | 27.11.2014 | 3,00% | 4,80% | 6.234.015 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 19.05.2015 | 15.05.2015 | 5,00% | 5,09% | 6.611.055 |
| BlackRock Delaware Holdings Inc. | Wilmington/USA | 24.06.2015 | 22.06.2015 | 3,00% | 3,06% | 3.970.658 |
| BNY Mellon International Limited | London/UK | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00% | 2,71% | 3.198.784 |
| Capital Income Builder, Inc. | Los Angeles/USA | 07.06.2010 | 02.06.2010 | 3,00% | 2,99% | 3.538.936 |
| Capital Research and Management Company | Los Angeles/USA | 14.06.2010 | 10.06.2010 | 3,00% | 2,38% | 2.807.585 |
| Deutsche Bank AG | Frankfurt | 31.07.2008 | 25.07.2008 | 3,00% | 2,90% | 3.428.355 |
| Deutsche Bank AG /Taunus Corp. | Frankfurt/Wilmington /USA | 28.07.2008 | 22.07.2008 | 3,00% | 2,93% | 3.458.490 |
| Deutsche Bank Americas Holding Corp. | Wilmington/USA | 28.07.2008 | 22.07.2008 | 3,00% | 2,87% | 3.393.317 |
| Deutsche Bank Investment Management Americas Inc. | New York/USA | 28.07.2008 | 22.07.2008 | 3,00% | 2,87% | 3.393.317 |
| DWS Investment GmbH | Frankfurt | 07.05.2008 | 06.05.2008 | 3,00% | 2,97% | 3.511.300 |
| Egerton Capital Limited Partnership | London/UK | 22.02.2008 | 13.02.2008 | 3,00% | 2,98% | 3.521.323 |
| Fidelity Management & Research Company | Boston/USA | 22.06.2010 | 16.06.2010 | 3,00% | 2,82% | 3.335.977 |
| FIL Limited | Hamilton/Bermuda | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00% | 2,99% | 3.534.523 |
| FIL Investments International | Kent/UK | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00% | 2,99% | 3.534.523 |
| FMR LLC | Boston/USA | 22.06.2010 | 16.06.2010 | 3,00% | 2,90% | 3.429.477 |
| Franklin Tempelton Institutional, LLC | Wilmington/USA | 26.08.2013 | 07.08.2013 | 3,00% | 2,93% | 3.465.508 |
| Gerberding Vermögensverwaltung GmbH | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | |||
| Gerberding Vermögensverwaltung GmbH & Co KG | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | 10,00% | 5,86% | 6.928.087 |
| Herr Horst-Otto Gerberding | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | |||
| Jahr Assetmanagement GmbH | Hamburg | 08.04.2014 | 08.04.2014 | 3,00% | 0,00% | 0 |
| Jahr GmbH | Hamburg | 08.04.2014 | 08.04.2014 | 3,00% | 0,00% | 0 |
| Jahr Holdings GmbH & Co KG | Hamburg | 08.04.2014 | 08.04.2014 | 3,00% | 0,00% | 0 |
| John Armitage | London/UK | 22.02.2008 | 13.02.2008 | 3,00% | 2,98% | 3.521.323 |
| JPMorgan Asset Management Holdings Inc. | New York/USA | 01.12.2009 | 26.11.2009 | 3,00% | 3,02% | 3.570.582 |
| JPMorgan Asset Management Holdings (UK) Limited | London/UK | 17.03.2009 | 22.01.2009 | 3,00% | 2,94% | 3.474.305 |
| JPMorgan Asset Management International Limited | London/UK | 17.03.2009 | 22.01.2009 | 3,00% | 2,94% | 3.474.305 |
| JPMorgan Asset Management (Taiwan) Limited | Tapei/Taiwan | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00% | 2,87% | 3.386.401 |
| JPMorgan Asset Management UK Limited | London/UK | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00% | 2,87% | 3.386.401 |
| JPMorgan Chase &Co. | New York/USA | 17.03.2009 | 11.03.2009 | 3,00% | 2,93% | 3.456.859 |
| JPMorgan Investment Management Inc. | New York/USA | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00% | 2,87% | 3.386.401 |
| Lazard Asset Management LLC | New York/USA | 30.09.2008 | 25.09.2008 | 3,00% | 2,75% | 3.246.887 |
| M&G Group Limited | London/UK | 13.11.2014 | 10.11.2014 | 3,00% | 2,94% | 3.823.000 |
| M&G Investment Funds (1) | London/UK | 29.10.2014 | 28.10.2014 | 3,00% | 2,98% | 3.873.000 |
| M&G Investment Management Limited | London/UK | 13.11.2014 | 10.11.2014 | 3,00% | 2,94% | 3.823.000 |
| M&G Limited | London/UK | 13.11.2014 | 10.11.2014 | 3,00% | 2,94% | 3.823.000 |
| M&G Securities Limited | London/UK | 13.11.2014 | 10.11.2014 | 3,00% | 2,94% | 3.823.000 |
| Massachussetts Financial Services Company (MFS) | Boston/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00% | 10,62% | 13.785.512 |
| MBC Investment Corp. | Greenville/USA | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00% | 2,71% | 3.208.273 |
| Mellon International Holdings S.a.r.L. | Luxemburg/Luxemburg | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00% | 2,71% | 3.198.784 |
| MFS International Value Fund | Boston/USA | 14.10.2014 | 14.10.2014 | 3,00% | 3,00% | 3.895.375 |
| MIPL Group Limited | London/UK | 28.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 2,81% | 3.321.219 |
| MIPL Holdings Limited | London/UK | 24.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 2,81% | 3.321.219 |
| Mondrian Investment Partners Limited | London/UK | 24.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 2,81% | 3.321.219 |
| New Star Asset Management Ltd. | London/UK | 17.12.2008 | 12.12.2008 | 3,00% | 2,92% | 3.453.794 |
| Neptune LLC | Pittsburgh, PE/USA | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00% | 2,71% | 3.198.784 |
| Newton Investment Management Ltd. | London/UK | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00% | 2,71% | 3.198.784 |
| Newton Management Ltd. | London/UK | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00% | 2,71% | 3.198.784 |
| Prudential plc. | London/UK | 13.11.2014 | 10.11.2014 | 3,00% | 2,97% | 3.856.709 |
| Schroder Administration Limited | London/UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00% | 2,96% | 3.495.642 |
| Schroder International Selection Fund | Sennigerberg/Luxemburg | 02.06.2010 | 29.04.2010 | 3,00% | 2,91% | 3.441.370 |
| Schroder Investment Management Limited | London/UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00% | 2,96% | 3.495.642 |
| Schroders plc. | London/UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00% | 2,96% | 3.495.642 |
| Standard Life Investments Limited | Edinburgh/UK | 30.03.2015 | 06.02.2015 | 3,00% | 2,99% | 3.874.210 |
| Sun Life Assurance Company of Canada - US Operations Holdings Inc. | Wellesley Hills, MA/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00% | 10,62% | 13.785.512 |
| Sun Life Financial Corp. | Ontario/Kanada | 02.08.2007 | 29.06.2007 | 3,00% | 3,03% | 3.577.909 |
| Sun Life Financial (U.S.) Holdings Inc. | Wellesley Hills, MA/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00% | 10,62% | 13.785.512 |
| Sun Life Financial Inc. | Toronto/Kanada | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00% | 10,62% | 13.785.512 |
| Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC | Wellesley Hills, MA/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00% | 10,62% | 13.785.512 |
| Sun Life Global Investments Inc. | Toronto/Kanada | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00% | 10,62% | 13.785.512 |
| Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings Inc. | Bosten, MS/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00% | 10,62% | 13.785.512 |
| TAM UK Holdings Limited | London/UK | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00% | 2,98% | 3.872.647 |
| TC Financing Limited | London/UK | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00% | 2,98% | 3.872.647 |
| The Bank of New York Mellon Corporation | New York/USA | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00% | 2,71% | 3.208.338 |
| Threadneedle Asset Management Holdings Limited | London/UK | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00% | 2,98% | 3.872.647 |
| Threadneedle Asset Management Holdings SARL | Luxemburg/Luxemburg | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00% | 2,98% | 3.872.647 |
| Threadneedle Asset Management Limited | London/UK | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00% | 2,98% | 3.872.647 |
| Threadneedle Asset Management UK Ltd. | London/UK | 29.08.2014 | 19.11.2013 | 3,00% | 3,03% | 3.578.301 |
| Threadneedle Holdings Limited | London/UK | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00% | 2,98% | 3.872.647 |
| Threadneedle Investment Funds ICVC | London/UK | 24.06.2014 | 19.06.2014 | 3,00% | 2,99% | 3.868.608 |
| Threadneedle Investment Services Limited | London/UK | 01.07.2014 | 25.06.2014 | 3,00% | 2,98% | 3.852.699 |
| William Bollinger | London/UK | 22.02.2008 | 13.02.2008 | 3,00% | 2,98% | 3.521.323 |
33. Bezüge der Organmitglieder
Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt TEUR 922 (Vorjahr: TEUR 937).
Die Gesamtbezüge des Vorstands der Symrise AG betragen TEUR 4.404 (Vorjahr: TEUR 5.745). Die individualisierte Vergütung der Vorstandmitglieder ist im Lagebericht dargestellt.
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Der variable Anteil an der Gesamtvergütung besteht aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, EPS) sowie einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Bonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett. Damit weichen wir von der allgemein im Unternehmen geltenden Mindestzielerreichung von 60% deutlich zur Leistungsorientierung der Vorstandsmitglieder ab.
Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2015 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese variable jährliche Vergütung für das Kalenderjahr 2015 wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2015 im Folgejahr 2016 ausgezahlt.
Neben der Grundvergütung und dem Jahresbonus besteht ein langfristiger Incentive-Plan für den Vorstand. Das langfristige, aktienkursbasierte Vergütungsprogramm (Long Term Incentive Plan/LTIP) ist eine variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.
Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2013-2015, 2014-2016 sowie 2015-2017 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt.
In allen drei laufenden Incentive Plänen wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50 % der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag) entspräche dem 60sten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielen würde, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Die Bezüge der ehemaligen Organmitglieder betrugen TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 303).
Die Pensionsrückstellungen für die ehemaligen nicht aktiven Vorstände und Geschäftsführer betragen TEUR 8.106 (Vorjahr: TEUR 6.654).
34. Namen der Organmitglieder
Aufsichtsrat
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe* | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG | Arvato AG, Gütersloh Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Management SE | Bertelsmann Digital Media Investments S.A., Luxemburg Mitglied des Aufsichtsrats | |
| Bertelsmann Inc., Wilmington, USA Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| RTL Group S.A., Luxemburg Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| Penguin Random House LLC, Vereinigtes Königreich Mitglied des Aufsichtsrats | ||
| Arist Education Systems, Littleton, USA Mitglied des Aufsichtsrats | ||
| Bertelsmann Learning LLC., New York, USA Mitglied des Aufsichtsrats | ||
| Relias Learning LLC, Cary, USA Mitglied des Aufsichtsrats | ||
| Regina Hufnagel | Stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats der Symrise AG | |
| Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG | ||
| Dr. Michael Becker* | im Ruhestand; | Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz |
| Harald Feist | Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats und stellv. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG | Mitglied des Verwaltungsrats |
| Horst-Otto Gerberding* | Geschäftsführender Gesellschafter der Gottfried Friedrichs KG | |
| Dr. Peter Grafoner* | Selbstständiger Unternehmensberater | Coperion GmbH, Stuttgart Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| SKF AB, Göteborg, Schweden Mitglied des Aufsichtsrats | ||
| SCANIA Schweiz AG, Kloten, Schweiz Präsident des Verwaltungsrats | ||
| Christiane Jarke | Director F&N Strategic Regulatory Affairs EAME der Symrise AG | |
| Gerd Lösing | Vice President Quality Control EAME der Symrise AG | |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer* | Chief Executive Officer der AC Immune S.A., Lausanne, Schweiz | Bio MedInvest AG, Basel, Schweiz Vorsitzende des Board of Directors |
| AB2 Bio S.A., Lausanne, Schweiz Vorsitzende des Boards of Directors | ||
| Dr. Winfried Steeger* | Geschäftsführer der Jahr Holding GmbH &Co. KG, Hamburg | Verwaltungsgesellschaft Otto mbH (mitbestimmte GmbH des Otto Konzerns), Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats |
| Eurokai GmbH &Co. KGaA, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| Otto Dörner GmbH &Co. KG, Hamburg Mitglied des Beirats | ||
| EUROGATE Geschäftsführungs- GmbH &Co. KGaA, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats | ||
| Helmut Tacke | Mitglied des Betriebsrats der Symrise AG | |
| Peter Winkelmann | Bezirksleiter der IG BCE Bezirk Alfeld | amedes Holding GmbH, Hamburg, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Aenova Holding GmbH, Starnberg, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
* Anteilseignervertreter
Vorstand
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram Chemiker Holzminden | Vorsitzender des Vorstands Vorstand Flavor & Nutrition | Rockwool A/S, Hedehusene, Dänemark Mitglied des Aufsichtsrats Novozymes A/S, Bagsvaerd, Dänemark, Mitglied des Aufsichtsrats |
| Olaf Klinger Kaufmann Darmstadt | Vorstand Finanzen (ab 1. Januar 2016) | |
| Bernd Hirsch Kaufmann Neuler | Vorstand Finanzen (bis 31. Dezember 2015) | Evotec AG, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats |
| Achim Daub Kaufmann New York, U.S.A. | Vorstand Scent &Care |
Holzminden, 18. Februar 2016
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Achim Daub
Olaf Klinger
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015
1. Überblick zum Geschäftsjahr 2015
Das globale Wirtschaftswachstum hat sich im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr verlangsamt. Für Symrise war 2015 dennoch ein erfolgreiches Jahr. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 2.602 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 23 % beziehungsweise währungsbereinigt um 18 %. Ohne Berücksichtigung des Portfolio-Effekts aus der Akquisition der Diana Gruppe im Juli 2014 beträgt das währungsbereinigte Umsatzwachstum 6 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 46 % und lag leicht unter dem Vorjahreswert von 47 %. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) des Symrise Konzerns erhöhte sich um 23 %, von 465 Mio. € (normalisiert)1 auf 572 Mio. €. Die auf den Umsatz bezogene EBITDA-Marge verbesserte sich von normalisiert 21,9 % auf 22,0 %.
Das Segment Scent &Care erzielte 2015 einen Umsatz von 1.074 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 10 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 4 %. Das EBITDA lag mit 231 Mio. € um 4 % über dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge belief sich 2015 auf 21,5 %, gegenüber 22,7 % im Jahr 2014. Flavor &Nutrition steigerte seinen Umsatz bedingt durch die Diana Akquisition um 34 % auf 1.528 Mio. €. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 31 %. Das EBITDA des Segments lag 2015 mit 341 Mio. € ebenfalls deutlich über dem normalisierten Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge betrug 22,3 %, nach normalisiert 21,2 % im Vorjahr.
Der Jahresüberschuss des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem normalisierten Vorjahr um 17 % auf 247 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von normalisiert 1,69 € im Vorjahr auf 1,90 € im Berichtsjahr. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 vor, die Dividende von 0,75 € auf 0,80 € je Aktie anzuheben.
Der operative Cashflow konnte um 9 % gesteigert werden und lag 2015 mit 375 Mio. € um 32 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 343 Mio. €. Wesentlicher Grund hierfür ist das verbesserte operative Ergebnis sowie der ganzjährige Einbezug der Diana Gesellschaften. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember um 79 Mio. € auf 278 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) reduzierte sich zum Bilanzstichtag 2015 um 64 Mio. € auf 1.576 Mio. €. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDA auf Jahresbasis belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf 2,8 und liegt infolge der Diana Akquisition temporär oberhalb der von Symrise angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.
1 Im Geschäftsjahr 2014 wurden die Ergebnisse (EBITN/EBITDAN) infolge der Diana Akquisition um einmalige, nicht wiederkehrende Sondereinflüsse bereinigt dargestellt. Eine detaillierte Übersicht ist auf Seite 77 dieses Berichts zu finden.
2. Grundlagen des Symrise Konzerns
2.1. Struktur und Geschäftstätigkeit
2.1.1. Unternehmensprofil
Symrise entwickelt, produziert und vertreibt Duft- und Geschmackstoffe sowie aktive Wirkstoffe für die kosmetische Industrie. Zu den Kundenbranchen zählen die Parfüm-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie sowie Anbieter von Haushaltsprodukten. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Lösungen in den Anwendungsgebieten Gesundheit und Körperpflege durch biofunktionale und bioaktive Inhalts- und Wirkstoffe tätig. Mit dem Erwerb der französischen Diana Gruppe wurden neue attraktive Marktsegmente, wie beispielsweise das für Heimtiernahrung, erschlossen. Im Jahr 2015 erzielte Symrise einen Umsatz von 2,6 Mrd. € und ist eines der größten Unternehmen im Markt für Geschmack- und Duftstoffe weltweit. Die Produkte von Symrise finden Abnehmer in 160 Ländern, wobei 2015 54 % der Umsätze auf Industrieländer in Westeuropa, Nordamerika und in Teilen Asiens entfielen. Die Zahl der Kunden, für die Symrise tätig ist, belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf rund 6.000. Das Geschäftsmodell baut auf langfristigen Beziehungen mit unseren Kunden auf. Die Auftragslage ist branchenüblich allerdings von kurzfristigen Bestellungen geprägt, was sich in einem Auftragsbestand von durchschnittlich etwa einem Monatsumsatz niederschlägt. Einen Umsatzanteil von 46 % erwirtschaftet Symrise in den sogenannten Emerging Markets in Asien, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Osteuropa. Infolge der Diana Akquisition hat sich dieser Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt verringert, da die Umsätze des Geschäftsbereichs Diana vorwiegend in den entwickelten Märkten erzielt werden. Im Symrise Konzern einschließlich der Diana Gruppe sind insgesamt 8.301 Mitarbeiter tätig. Die Standorte des Unternehmens verteilen sich auf mehr als 40 Länder, wodurch Symrise auf seinen wichtigen Absatzmärkten vor Ort vertreten ist. Das Wachstum aus eigener Kraft ergänzt Symrise mit strategischen Akquisitionen, wie der Anfang 2016 abgeschlossene Erwerb der Pinova Holdings Inc., wenn diese eine stärkere Marktposition bieten oder Zugang zu wichtigen Schlüsselrohstoffen beziehungsweise neuen Marktsegmenten ermöglichen.
Der Symrise Konzern entstand ursprünglich aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann &Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2015 von rund 8,0 Mrd. € zu den im MDAX® geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf rund 94 %.
Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den beiden Segmenten Scent &Care und Flavor &Nutrition. Sie verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.
Das Segment Flavor &Nutrition besteht aus den beiden Geschäftsbereichen Flavors und Diana. Das Segment Scent &Care umfasst die Geschäftsbereiche Fragrances, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules. Die Geschäftsbereiche selbst sind jeweils nach Anwendungsbereichen beziehungsweise Regionen organisiert: Europa, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten (EAME), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika.
Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Group Compliance und Interne Revision wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik - auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.
Der Firmensitz der Symrise AG befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.234 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb sowie im Corporate Center. Regionale Hauptsitze unterhält Symrise in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo), Singapur und Frankreich (Rennes, Bretagne). Wichtige Produktionsanlagen befinden sich in Deutschland, Frankreich, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Entwicklungszentren finden sich insbesondere in Deutschland, Frankreich, Brasilien, China, Singapur und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 40 Ländern.
2.1.2. Leitung und Kontrolle
Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.
Den Vorstand bildeten bis zum 31. Dezember 2015 drei Mitglieder. Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstand Flavor &Nutrition und Vorsitzender des Vorstands), Achim Daub (Vorstand Scent &Care) und Bernd Hirsch (Vorstand Finanzen). Herr Hirsch hat dem Aufsichtsrat im März 2015 mitgeteilt, dass er für eine Verlängerung seines Ende Dezember 2015 auslaufenden Vorstandsvertrags aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung steht. Sein Vorstandsmandat endete aus diesem Grund mit Ablauf des 31. Dezember 2015. Zum 1. Januar 2016 wurde Herr Olaf Klinger als Nachfolger von Herrn Hirsch zum Vorstand Finanzen bestellt. Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.
Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.
Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt.
Geschäftstätigkeit und Produkte
2.1.2.1. Wertschöpfungskette von Symrise
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| Rohstoffe | Produktentwicklung | Herstellungsverfahren | Kunden | Konsumenten |
|---|---|---|---|---|
| Natürliche Inhaltsstoffe Petro-basierte Rohstoffe | Natürliche Extrakte Funktionale Inhaltsstoffe Kompositionen | Extraktion Destillation Chemische Prozesse Verkapselungstechnologien Mischungen | Hersteller von: Lebensmitteln Getränken Parfüms Kosmetika Mundpflegeprodukten Haushaltsprodukten Heimtiernahrung Techn. Anwendungen | Marktvolumen 22,3 Mrd. € |
Symrise stellt rund 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette beider Segmente erstreckt sich über die Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmackstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung &Entwicklung (F&E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F&E-Aktivitäten.
Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Heimtiernahrung, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln.
Die Produktion der Geschmack- und Duftstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.
2.1.2.2. Scent &Care
Die rund 15.000 Produkte des Segments werden in 124 Ländern vertrieben. Zum Leistungsportfolio zählen Duftkompositionen, kosmetische Inhaltsstoffe, Aromachemikalien sowie Mintprodukte. Standorte bestehen in mehr als 30 Ländern. Das Segment unterteilt sich in die Geschäftsbereiche Fragrances, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules, in denen unsere Produkte in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:
Fragrances:
Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Personal Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Household) eingesetzt. Darüber hinaus bietet Symrise die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an (Anwendungsbereich Oral Care).
Cosmetic Ingredients:
Die hier hergestellten Produkte werden in Hautpflegeprodukten, Haarpflegeprodukten, Sonnencremes, Aftershave-Balsams, Duschgels, Waschlotionen, AntiSchuppen-Shampoos oder Deodorants eingesetzt. Einen wichtigen Teil dieses Geschäftsbereichs bilden die Produkte mit pflegenden Eigenschaften. Alternative Konservierungsstoffe sind ein weiterer Schwerpunkt. Der Geschäftsbereich unterteilt sich in die Anwendungsbereiche Cosmetic Ingredients und UV-Filter.
Aroma Molecules:
Der Geschäftsbereich umfasst die Anwendungsbereiche Menthols, Special Fragrance &Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals. Im Anwendungsbereich Menthols wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance &Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals umfassen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität. Die erzeugten Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen verwandt als auch an die Unternehmen der Konsumgüterindustrie vertrieben, die daraus Parfümöle herstellen.
Mit dem Erwerb der Pinova Holdings Inc. wird Aroma Molecules ab dem Geschäftsjahr 2016 in zwei Anwendungsbereiche unterteilt, Fragrance &Sensory Ingredients und Performance Specialties. Der Anwendungsbereich Fragrance & Sensory Ingredients umfasst Duftstoffe und sensorische Inhaltsstoffe, die vor allem in der Riech- und Geschmackstoffindustrie verkauft werden. Die Integration der Pinova Holdings Inc. ergänzt das bestehende Symrise Portfolio in diesem Anwendungsbereich vor allem durch Produkte aus natürlichen und erneuerbaren Rohstoffen und um Kühlwirkstoffe. Der Anwendungsbereich Performance Specialties umfasst Veredelungsspezialitäten für technische Anwendungen, die beispielsweise in Klebstoffen, der Reifenindustrie, der Landwirtschaft, der Erdgasversorgung und im Straßenbau eingesetzt werden.
2.1.2.3. Flavor &Nutrition
Das Produktspektrum von Flavor &Nutrition besteht aus rund 15.000 Produkten, die in 145 Ländern verkauft werden. Die produzierten Geschmackstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln, Getränken und Heimtiernahrung genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmackstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Inhaltsstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Die Standorte des Segments, das sich in die beiden Geschäftsbereiche Flavors und Diana unterteilt, befinden sich in mehr als 40 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika.
Die Geschmack- und Inhaltsstoffe des Geschäftsbereichs Flavors kommen in drei Anwendungsbereichen zum Einsatz:
Beverages:
Mit der globalen Getränkekompetenz bei alkoholischen, nicht-alkoholischen sowie Trocken- und Instant-Getränken setzt Symrise mit authentischen und innovativen Geschmackserlebnissen neue Standards und Trends für die nationale und internationale Getränkeindustrie. Jahrelange Expertise, begleitende Technologien und ein umfangreiches Markt- und Verbraucherverständnis eröffnen der Getränkeindustrie völlig neue Perspektiven und erfüllen damit die individuellen Bedürfnisse der Kunden.
Savory:
Die würzigen Aromen kommen in zwei Kategorien zur Anwendung: In der Kategorie "Culinary" mit Geschmackslösungen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte, Instant-Nudeln und Fleischprodukte sowie in der Kategorie "Snackfood" mit Aufstreuwürzungen - sogenannte Seasonings - für Knabberartikel. Für beide Gebiete gilt es, die ständig wachsenden Verbraucherwünsche vor allem nach authentischem Geschmack, Natürlichkeit und "Convenience" in erfolgreiche Konzepte für die Kunden umzusetzen. Dabei setzt Symrise insbesondere auf seine nachhaltigen Kernkompetenzen Fleisch und Gemüse sowie auf Lebensmitteltechnologie und -forschung auf höchstem Niveau.
Sweet:
Im Anwendungsbereich der süßen Aromen kreiert Symrise innovative Geschmackslösungen basierend auf einem umfassenden Markt- und Konsumentenverständnis für die Produktbereiche Zucker- und Schokoladenwaren, Kaugummi, Backwaren, Cerealien, Eiscreme und Milchprodukte sowie für den Bereich Health Care. Interdisziplinäre Teams erfüllen mit hoher Kreativität die spezifischen Anforderungen der Kunden. Ein diversifiziertes Produktportfolio bietet den Konsumenten aufregende und einzigartige Geschmackserlebnisse.
Die Produktpalette des Geschäftsbereichs Diana teilt sich in drei Anwendungsbereiche auf:
Food:
Der Bereich mit seinen Food Ingredients umfasst natürliche, sensorische Produktlösungen wie Geschmack, Textur, Farbe und Funktionalität bei Lebensmitteln und Getränken. Weiterhin bietet der Bereich Produkte für Babynahrung an. Dabei verfügt Diana über eine umfangreiche Rückwärtsintegration bei Gemüse, Früchten, Fleisch und Meeresfrüchten. Im Vordergrund stehen die Aspekte Qualität, Nachverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit.
Pet Food:
Hierzu gehören geschmacks- und akzeptanzverbessernde natürliche Produktlösungen für Heimtiernahrung. Zur Weiterentwicklung der sensorischen Produkteigenschaften unterhält der Anwendungsbereich eigene Hunde- und Katzenpanel.
Ferner bilden Lösungen für eine verbesserte Produktakzeptanz der Tierhalter einen Entwicklungsschwerpunkt.
Nova:
Dieser Anwendungsbereich fungiert als Inkubator für innovative Anwendungen wie Aquakulturen. Darüber hinaus werden alle Consumer Health Aktivitäten, wie Probiotika, zukünftig unter dem Dach von Nova gebündelt.
2.2. Markt und Wettbewerb
2.2.1. Marktstruktur
Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmack- und Duftstoffe (F&F-Markt/Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2015 nach aktuellen Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants (9. Ausgabe, November 2014) auf 17,1 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsbereichen Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach neuesten Berichten von TechNavio/Infiniti und Global Industry Analysts (GIA) ein Umsatzvolumen von circa 5,2 Mrd. € aufwies. Die Märkte sind in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt weist damit insgesamt eine Größe von 22,3 Mrd. € auf und wächst langfristig durchschnittlich um 2 bis 3 % pro Jahr.
Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter -inklusive Symrise - zusammen einen Marktanteil von etwa 54 % erreichen.
Für den F&F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt.
Neben den unterschiedlichen lokalen Konsumentenvorlieben und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst: Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmackstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den Emerging Markets durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Convenience und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden.
2.2.2. Marktposition von Symrise
Symrise ist eines der größten Unternehmen der F&F-Branche. Bezogen auf den relevanten Markt von 22,3 Mrd. € beträgt der Marktanteil von Symrise, gemessen am Umsatz des Jahres 2015, rund 12 %. Symrise hat die klassischen Geschäftssegmente um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent &Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Flavor &Nutrition um Heimtiernahrung und Food Ingredients innerhalb des Geschäftsbereichs Diana. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Segmenten dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F&F-Branche gehören.
In einzelnen Marktbereichen nimmt Symrise eine weltweit führende Stellung ein, wie beispielsweise bei der Synthese von naturidentischem L-Menthol, dessen Derivaten und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter und durch Diana bei Baby- und Heimtiernahrung.
2.3. Ziele und Strategie
2.3.1. Ziele
Wir wollen langfristig unsere Marktposition stärken und die Unabhängigkeit von Symrise sichern. Zugleich sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst. Indem wir unsere Nachhaltigkeitsleistung in den Themenfeldern "Footprint", "Innovation", "Sourcing" und "Care" steigern, verringern wir Risiken und fördern den wirtschaftlichen Erfolg von Symrise.
| ― | Marktposition: Unser Umsatz soll währungsbereinigt langfristig mit 5 bis 7 % im Jahr (CAGR) schneller wachsen als der Markt, der im Durchschnitt jährlich um etwa 2 bis 3 % zulegt. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen. |
| ― | Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von 19 bis 22 % an. |
Die Zielerreichung wird im Kapitel Unternehmensentwicklung näher dargelegt. Wir beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Konzerns.
2.3.2. Strategie
Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Säulen Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.
| ― | Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum. |
| ― | Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Durch die Rückwärtsintegration bei Schlüsselrohstoffen sichern wir uns gleichbleibend hohe Qualitäten in ausreichender Menge und zu fest verhandelten Lieferbedingungen. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität. |
| ― | Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise in den Bereichen Duftstoffe und funktionale Inhaltsstoffe aus erneuerbaren Ressourcen weiter aus. So sichern wir unsere einzigartige Marktposition. |
Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.
2.4. Wertorientierte Steuerung
Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen strategischen durchschnittlichen Zielwert von 19 bis 22 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Wichtige Kennzahlen sind das Umsatzwachstum in Prozent und die Relation Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA.
Der Fokus der Unternehmenssteuerung liegt auf diesen finanziellen Steuerungsgrößen. Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen nehmen einen immer größeren Stellenwert ein.
2.5. Forschung und Entwicklung
2.5.1. Leitlinien und Schwerpunkte
Unsere Strategie in der Forschung &Entwicklung (F&E) zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, F&E sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden-, markt- und nachhaltigkeitsorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F&E an Marketing und Vertrieb, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung und Fragestellungen im regulatorischen Bereich auf Umsetzbarkeit und Rentabilität geprüft. In erheblichem Maße bringen externe Kooperationen und Netzwerke (Open Innovation) zusätzliche Ansätze und Ideen in den Entwicklungsprozess ein. Neben Ideen aus der Open Innovation unterhält Symrise ein enges, globales Projektnetzwerk mit industriellen und akademischen Partnern, das alle Entwicklungsstadien des Innovationsprozesses einschließt. Des Weiteren sind alle F&E-Aktivitäten an den Leitlinien Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet. Die Aktivierungsquote bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen bleibt wie im Vorjahr unwesentlich.
Das Segment Scent &Care konzentriert sich bei seiner F&E-Strategie auf fünf Forschungsplattformen in den Bereichen kosmetische Inhaltsstoffe, molekulare Freisetzungssysteme, Überdeckung von Schlechtgerüchen, Trägersysteme und Mundpflege. Unterstützende Plattformen in den Bereichen sensorische Naturwissenschaft, analytische Forschung, Natürlichkeit, Performance und Rezeptorenforschung bilden die Basis für unsere Leistungsfähigkeit und einen kontinuierlichen Innovationsprozess.
Im Segment Flavor &Nutrition werden auf der Basis verschiedener Technologieplattformen folgende Themenschwerpunkte mit besonderem Nachhaltigkeitsfokus bearbeitet:
| ― | Aromentechnologien mit verringertem Energieverbrauch und verbessertem Leistungsprofil. |
| ― | Optimierte Entwicklungs- und Fertigungsrezepturen für die Produktion von nachhaltigen Produkten. |
| ― | Verbesserte Verfahren zur Nutzung von wertvollen natürlichen Ressourcen unter Einbeziehung von Biokatalyse und Fermentationstechnologien bei gleichzeitiger Reduktion von Abfall- und Nebenströmen. |
Einen weiteren Schwerpunkt bildet das nachhaltige Design von natürlichen und deklarationsfreundlichen Produktlösungen mit exzellenten sensorischen Eigenschaften. Zur Stärkung der Kreationskompetenz wurde die IT gestützte SymCreate® Plattform im letzten Jahr durch ein weiteres Werkzeug für die automatische Ausmischung von Rezepturen erweitert. Parallel dazu findet eine systematische Weiterentwicklung landwirtschaftlich basierter Rohstoffe im Anwendungsbereich Diana Food statt.
Gemeinsam mit Diana Pet Food werden umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Entwicklung und Optimierung von Aromasystemen und -technologien für Futterbausteine zur Erhöhung der Akzeptanz durch Heimtiere durchgeführt.
Diese Arbeiten werden durch die Entwicklung von Aromasystemen zur Optimierung des Geschmacks von Proteinen für den Food Bereich unterstützt. Dabei spielt die Erhöhung des gesundheitlichen Mehrwerts von Lebensmitteln, zum Beispiel proteinreiche Lebensmittel, Lebensmittel mit reduziertem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt, Lebensmittel mit sättigenden Eigenschaften (Symslim®) eine große Rolle.
Der erfolgreiche Verbund von klassischen Werkzeugen der Analytik, Sensorik, Synthese, Lebensmitteltechnologie und Prozesstechnik mit neuen biologischen und biotechnologischen Methoden und Verfahren (Rezeptorbiologie, Biotransformation, neue Enzyme, DNA-Fingerprinting) wird immer mehr der Schlüssel zum Erfolg. Eine wesentliche Rolle spielt auch die rechnergestützte Planung, Analyse und Auswertung der vorhandenen oder neu generierten Daten, beispielsweise "in silico screening" und Struktur-Wirkungsbeziehungen (TasteCycle®), statistische Versuchsplanung zur Optimierung von Prozessen und Aromenentwicklungen, Vorhersage und Identifizierung von sensorischen Präferenztreibern.
2.5.2. Organisation
Die beiden Segmente von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F&E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für beide Segmente verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Weltweit bestehen mehrere F&E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten beider Segmente optimal zu unterstützen. Die Aktivitäten in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf die Erforschung von Duft-, Aroma- und Geschmackstoffen sowie die Umsetzung der Prinzipien aus der grünen Chemie in der Entwicklung von Duft- und Aromastoffen sowie kosmetischen Inhaltsstoffen. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für die Anwendung in Lebensmitteln. In Frankreich ist der Hauptteil der F&E-Aktivitäten für den Geschäftsbereich Diana (Pet Food und Food) angesiedelt. Entwicklung und Anwendungstechnik für die Segmente befinden sich außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich) und São Paulo (Brasilien).
Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen sind hier beispielsweise die Präsentation zu neuesten Ergebnissen zur Bioaktivität von Aromastoffen auf der AChemS-Konferenz in Florida (USA), der wichtigsten Konferenz zum Thema Biologie und Physiologie der Geschmacks- und Geruchswahrnehmung. Der Beitrag von Symrise zum Thema kosmetische Inhaltsstoffe zum Schutz der Haut vor vorzeitiger Alterung durch Luftverschmutzungen wurde auf dem 23. IFSCC (International Federation of Societies of Cosmetic Chemists) in Zürich mit dem IFSCC Poster Award 2015 ausgezeichnet. Des Weiteren fördert Symrise das Monell Chemical Senses Center, Philadelphia ein weltweit führendes Forschungsinstitut im Bereich Geruchs- und Geschmackssinn. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern von Monell identifizierten Forscher von Symrise neue analytische und sensorische Eigenschaften des menschlichen Körpergeruchs und präsentierten ihre Ergebnisse auf einem vielbeachteten Symposium im Monell Institut.
Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die NBank (Förderbank für Niedersachsen) oder andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden. Dabei spielen Themen im Bereich Nachhaltigkeit, Rohstoffsourcing, Verbesserung sowie gesundheitlicher Mehrwert von Lebensmittelinhaltsstoffen eine wesentliche Rolle. Zudem ist Symrise assoziierter Partner in dem vom BMBF im Jahr 2015 genehmigten Cluster-Projekt "Nutriact" der Region Berlin-Brandenburg, das sich mit modernen wissenschaftlichen Ernährungskonzepten beschäftigt. Im Rahmen einer Förderung des Forschungskreises der Ernährungsindustrie ist Symrise führender Partner in einem Projekt zur Identifizierung und Verminderung des Schlechtgeschmacks von pflanzlichen Proteinen. Weiterhin konnten im Rahmen des seit 2011 zu gleichen Teilen von der österreichischen Christian-Doppler-Gesellschaft und der Symrise AG geförderten Kooperation an der Universität Wien Aromastoffe identifiziert und validiert werden, die durch Einsatz in Lebensmittelkonzepten zur Vermeidung von Übergewicht wertvolle Beiträge liefern können (Symslim®).
Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert und unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten und des Ressourceneinsatzes enthält. Darüber hinaus wurde im Jahr 2015 ein Bewertungssystem zur Ermittlung der Nachhaltigkeit von Projekten und daraus resultierenden Produkten und Prozessen erarbeitet und eingeführt.
Zur Messung der Innovationsergebnisse und -qualität ließ Symrise 2015 ein IP- (Intellectual Property) Benchmarking durchführen. Der Patent Asset Index™ von Patentsight® dient der Evaluierung der globalen Abdeckung und Wettbewerbskraft. Das IP-Portfolio von Symrise ist demnach das wettbewerbsfähigste der gesamten Branche, mit einem Anteil von 25 % am IP-Index liegt Symrise weit über seinem Marktanteil.
2.5.3. Forschungs- und Entwicklungsaufwand
Die Gesamtaufwendungen für F&E beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 170 Mio. € (Vorjahr: 139 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,5 % am Umsatz (Vorjahr: 6,6 %). Die Ausgaben für F&E sollen sich auch zukünftig auf diesem Niveau bewegen, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken.
2.6. Mitarbeiter
2.6.1. Struktur der Belegschaft
Der Symrise Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2015 weltweit 8.301 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Trainees und Auszubildende). Im Vergleich zum Vorjahresultimo (31. Dezember 2014: 8.160) entspricht dies einem Anstieg um 141 Mitarbeiter. Am größten war die Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Segment Scent &Care (+126 Mitarbeiter), in dem 28 % aller Beschäftigten im Konzern arbeiten. 62 % der Mitarbeiter entfallen auf das Segment Flavor &Nutrition. Hier hat sich die Zahl der Beschäftigten 2015 um 18 Mitarbeiter erhöht. Rund 11 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt, die auch in geringem Umfang Dienstleistungen für Dritte erbringen, beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit, Umwelt und Logistik. Die Zahl der Auszubildenden und Trainees lag mit 147 jungen Menschen (Vorjahr: 141 Auszubildende und Trainees) 5 % über dem Vorjahreswert. Sie werden insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Industriekaufmann und Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriemechaniker ausgebildet.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH SEGMENTEN
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| 31.Dezember 2014 | 31.Dezember 2015 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Flavor & Nutrition | 5.094 | 5.112 | +0 |
| Scent & Care | 2.173 | 2.299 | +6 |
| Corporate Funktionen und Services | 893 | 890 | -0 |
| Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) | 8.160 | 8.301 | +2 |
| Trainees und Auszubildende | 141 | 147 | +4 |
| Gesamt | 8.301 | 8.448 | +2 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer
Gegliedert nach Funktionen, ist mit 47 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion &Technologie tätig. 22 % der Mitarbeiter sind den Funktionen im Vertrieb & Marketing zuzuordnen; hier fand 2015 mit einem Plus von 92 Beschäftigten auch der größte Zuwachs der Mitarbeiterzahl statt. 19 % der Beschäftigten sind im Bereich Forschung & Entwicklung tätig.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN
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| 31.Dezember 2014 | 31.Dezember 2015 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Produktion & Technologie | 3.945 | 3.895 | -1 |
| Vertrieb & Marketing | 1.747 | 1.839 | +5 |
| Forschung & Entwicklung | 1.457 | 1.538 | +6 |
| Verwaltung | 629 | 641 | +2 |
| Servicegesellschaften | 382 | 388 | +2 |
| Gesamt | 8.160 | 8.301 | +2 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende
Von den 8.301 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 30 % an Standorten in Deutschland tätig, in der Region EAME sind es damit insgesamt 52 %. 20 % der Konzernbelegschaft entfallen auf die Region Lateinamerika, 16 % auf Asien/Pazifik und 12 % auf Nordamerika.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN
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| 31.Dezember 2014 | 31.Dezember 2015 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Deutschland | 2.462 | 2.528 | +3 |
| EAME ohne Deutschland | 1.829 | 1.782 | -3 |
| Nordamerika | 922 | 952 | +3 |
| Asien / Pazifik | 1.333 | 1.361 | +2 |
| Lateinamerika | 1.614 | 1.678 | +4 |
| Gesamt | 8.160 | 8.301 | +2 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende
In der Altersstruktur der Belegschaft im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 59 %. Die demografische Entwicklung unserer Belegschaft wird von uns regelmäßig beobachtet. Sie wird sich in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 bei etwa 1 bis 2 % der Belegschaft.
40 % der Mitarbeiter des Symrise Konzerns sind bereits zehn Jahre oder länger für das Unternehmen tätig, in Deutschland sind es sogar 67 %. Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2015 mit 1,1 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 5,1 %.
2.6.2. Personalstrategie
Die strategischen Schwerpunkte im Bereich Personal lagen im Jahr 2015 auf der Personal- und Führungskräfteentwicklung sowie der Integration von Diana. Darüber hinaus haben wir unsere Aktivitäten in den Bereichen Gesundheitsmanagement, Work-Life-Balance und demografischer Wandel verstärkt.
Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung
Talentmanagement und Personalentwicklung sind und bleiben zentrale Eckpfeiler der Personalstrategie von Symrise. Der Fokus im Jahr 2015 lag auf drei Themen:
| ― | Fortsetzung des globalen Nachwuchsführungskräfte-Entwicklungsprogramms "Future Generation" |
| ― | Start von lokalen Programmen für das operative Management wie "Management Practice" |
| ― | Start eines globalen Programms für Senior Leader und Global Account Directors zum Thema "Strategisches Verhandeln" |
Das Programm "Future Generation", das aus drei Modulen besteht, wurde für die erste, 2014 gestartete Trainingsgruppe sehr erfolgreich abgeschlossen. Im Schluss-Modul präsentierten die Teilnehmer die Ergebnisse ihrer Projektarbeit, an der sie im Rahmen des Programms gearbeitet hatten. Jedes Projekt wurde von einer Senior Führungskraft begleitet und beinhaltete ein für die Strategie und die Zukunft von Symrise relevantes Thema wie zum Beispiel künftige Konsumententrends und deren Relevanz für die Geschäftsbereiche oder der Umgang mit unserem Rohstoff-Portfolio in Anbetracht der Verknappung bestimmter natürlicher Rohstoffe. Auch ging es um neue Business-Modelle und Zugangswege zum Markt und zu unseren Kunden. Alle Themen sind in exzellenter Weise bearbeitet worden und werden Einfluss auf die Strategie und Ausrichtung der entsprechenden Bereiche und Abteilungen haben. In den nächsten Jahren werden die Teilnehmer eng durch einen Mentor auf ihrem weiteren beruflichen Entwicklungsweg begleitet.
Das "Future Generation Leadership Development Program" wurde 2015 mit einer neuen, zweiten Trainingsgruppe fortgeführt, die das gleiche Trainingskonzept durchlaufen hat. Im Sinne einer gezielten Integration der Diana Gruppe war der Teilnehmerkreis diesmal zur Hälfte mit jungen Talenten von Diana besetzt. Gleichzeitig wurde wieder unter Gesichtspunkten der Diversity darauf geachtet, dass etwa die Hälfte der Teilnehmer Frauen waren.
Darüber hinaus organisiert das Unternehmen in jeder Region Leadership-Programme für das operative und das mittlere Management. So startete zum Beispiel im Oktober 2015 in Deutschland das Programm "Management Practice" mit vier Modulen, das sich an Team- und Gruppenleiter richtet, die entweder am Beginn ihrer Führungsverantwortung stehen oder sich eine Auffrischung ihres Führungs-Know-hows wünschen.
Neu im Angebot der Führungskräfte-Entwicklung ist das Thema "Strategisches Verhandeln", das sich an Führungskräfte mit umfangreicher Kundenverantwortung wendet. Ziel des Seminars ist, die Kundenschnittstelle weiter zu entwickeln und für einen guten, kooperativen Dialog mit dem Kunden zu sorgen. Verhandeln ist ein Geben und Nehmen und soll im Idealfall einen Beitrag zu einem partnerschaftlichen Verhältnis zu unseren Kunden leisten.
Darüber hinaus hat Symrise im Jahr 2015 die Einführung einer globalen Software einschließlich eines Workflows vorbereitet, über die sämtliche Seminare und Trainings des Unternehmens weltweit organisiert werden. Einführungstermin war der 1. Januar 2016. Mit dieser IT-Lösung verfügt Symrise über einen integrierten Ansatz für die drei Themen Zielvereinbarung / Mitarbeitergespräch, Nachfolgeplanung und Seminarmanagement.
Alle anderen fachbezogenen Schulungen und Seminare zum Themenkreis Kommunikation und Vertrieb wurden erfolgreich fortgesetzt.
Die Flavoristen-, Produkt-Applikations- und die Parfümeurs-Schulen setzten ihre Ausbildungsgänge ebenfalls erfolgreich fort. Eine Reihe von Abschluss-Prüfungen stehen für das Jahr 2016 an.
Ausbildung
Eine Stärke von Symrise liegt in der Aus- und Weiterbildung unseres technischen Personals, vor allem im Kreativbereich. Die Flavoristen- und die Parfümeurs-Schule bilden Spitzenkräfte aus, die schnell und sehr erfolgreich eingesetzt werden können. Daneben bleibt die technische Weiterbildung der Mitarbeiter in der Produktion ein fester Bestandteil der Symrise Weiterbildungsprogramme, beispielsweise mit Ausbildungsgängen zur Produktionsfachkraft Chemie (hier wurde 2015 erstmalig eine Umschulungsmaßnahme für Erwerbslose initiiert), zum Prozess-Chemikanten sowie zum Fachlageristen bei der Symotion GmbH. Ebenfalls fortgesetzt und ausgebaut wird die Weiterbildung des Vertriebspersonals (High Performance Sales Training).
Darüber hinaus bestehen in Kooperation mit Hochschulen, Akademien, Instituten etc. für unsere Mitarbeiter vielfältige Möglichkeiten, berufsbegleitend einen Bachelor- oder Masterstudiengang bis zur Promotion zu absolvieren. Diese Maßnahmen werden regelmäßig von Symrise unterstützt.
Symrise hat in erheblichem Maße in die Fortsetzung und Ausweitung der Ausbildung am Standort Holzminden investiert. Jedes Jahr stellen wir rund 45 neue Auszubildende in den verschiedenen Ausbildungsberufen ein. Damit bereiten wir uns auf den demografischen Wandel vor.
Eröffnung Betriebskindergarten
Symrise hat gemeinsam mit anderen Unternehmen an seinem Standort Holzminden die Initiative ergriffen und in Kooperation mit einem externen Betreiber einen Betriebskindergarten gegründet: die "Grashüpfer". Dieser Kindergarten konnte im November 2015 in seinen eigenen Räumen in Unternehmensnähe offiziell eingeweiht werden und wird bis zu etwa 30 Kinder beherbergen können. Mit dieser personalpolitisch signalgebenden Initiative wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei Symrise weiter verbessert.
Gesundheitsmanagement und demografischer Wandel
Schwerpunkt im Gesundheitsmanagement 2015 waren die Themen "psychische Belastungen" sowie Demografie. Psychische Belastungen werden künftig im Rahmen der Arbeitssicherheit und des Arbeitsschutzes mit untersucht. Hierfür hat Symrise ein eigenes Verfahren entwickelt, das optimal auf die Bedürfnisse des Unternehmens ausgerichtet ist. Mittels einer unternehmenseigenen Checkliste können psychische Belastungen analysiert und gemeinsam mit den Mitarbeitern Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden. Darüber hinaus steht ein Workshop-Format zur Verfügung.
Der demografische Wandel und die besonderen Herausforderungen im Schichtbetrieb und in der Produktion sind Gegenstand eines weiteren Projekts, das durch eine Masterarbeit wissenschaftlich begleitet und 2016 fortgesetzt wird. Ziel ist die "demografie-taugliche" Gestaltung der Arbeitsbedingungen und die Entwicklung von Programmen zum Gesundheitsschutz von Mitarbeitern im Produktionsbereich. Ein erstes Ergebnis zeigt, dass es hier nicht nur um Themen wie Ergonomie und Vermeidung körperlicher Belastungen geht, sondern dass Führung, Motivation und gegenseitige Wertschätzung zentrale Faktoren für "gesunde Arbeit" sind.
2.6.3. Personalmaßnahmen
2.6.3.1. Vergütung und Tarifverträge
In der Vergütungspolitik folgt Symrise weltweit der Logik, dass dort, wo tarifliche Regelungen bestehen, diese angewendet werden. Für rund 65 % unserer Mitarbeiter weltweit bestehen Tarifverträge. Wo keine tariflichen Regelungen bestehen, also auch im außertariflichen Bereich, wenden wir unser weltweites Job Grade-Konzept an. Damit stellen wir eine marktgerechte, faire Vergütung für alle Mitarbeiter sicher.
In Deutschland wendet Symrise die Entgelttarife der chemischen Industrie an. Entsprechend wurden die Entgelte zum 1. April 2015 um 2,1% angehoben. Bei der Umsetzung dieser Erhöhung für Symrise haben wir unsere wegweisende Standortsicherungs-Vereinbarung berücksichtigt, die mit einer Gültigkeit bis in das Jahr 2020 Abschläge im Entgelt von 0,7 Prozentpunkten gegenüber dem Flächentarifvertrag vorsieht.
Darüber hinaus wurde für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tarifbereich in Deutschland erstmalig eine Beteiligung am Unternehmenserfolg ausgelobt. Leistung soll sich lohnen. Mit dieser Erfolgsbeteiligung wird die überzeugende Leistung am Standort Deutschland honoriert.
In allen Regionen gilt das Symrise Vergütungsmodell, das sogenannte Job Grade-Konzept. Es gliedert sich funktionsbezogen nach der jeweiligen Verantwortung, die im Rahmen eines Aufgabenbereichs übernommen wird, und beinhaltet zudem ein Bonuskonzept. Job Grades machen zum einen Vergütung transparent und nachvollziehbar und zeigen zum anderen Karrieremöglichkeiten im Unternehmen auf. Das Symrise Job Grade-Konzept umfasst eine Fach- und eine Führungslaufbahn und fördert vor allem auch den Wechsel zwischen beiden Entwicklungswegen.
Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter sogenannter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt.
2.6.3.2. Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von rund 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie mit fest definierten Abschlägen von 0,7 Prozentpunkten pro Jahr bis 2020. Die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen und damit die Sicherung der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eine wesentliche Säule unserer Personalpolitik. Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung ist dabei die Rückführung dieser wettbewerbssteigernden Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt. Zu einem geeigneten Zeitpunkt werden wir Gespräche zu einer Weiterführung dieser Vereinbarung über das Jahr 2020 hinaus aufnehmen.
3. Wirtschaftsbericht
3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
3.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das globale Wirtschaftswachstum hat sich im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr verlangsamt. Nach der Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2016 hat sich die Wirtschaftsleistung insgesamt um 3,1 % (Vorjahr: 3,4%) erhöht. Zu der Wachstumsabschwächung haben zum einen die anhaltenden politischen und militärischen Auseinandersetzungen - vor allem im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und in der Ukraine - beigetragen. Zum anderen wirkte sich das auf 4,0 % deutlich verringerte Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern aus. In den Industrieländern blieb die Wirtschaftsdynamik mit einer Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von insgesamt 1,9 % gering. Die US-Wirtschaft verzeichnete dabei eine Steigerung der Wirtschaftsleistung um 2,5 %, Japan überwand mit 0,6 % Wachstum die Stagnation des Vorjahres. Im Euroraum, der ein gesamtwirtschaftliches Wachstum von 1,5 % erreichte, wirkte sich vor allem die bessere Entwicklung in Spanien, Italien und Frankreich aus. Die deutsche Wirtschaft wuchs 2015 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 1,7 %, nach 1,6 % im Vorjahr.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:
| ― | In den entwickelten Märkten haben konjunkturelle Schwankungen kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse - beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt - abdecken. |
| ― | Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care (etwa 10 bis 15 % unseres Produktportfolios). |
| ― | In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmack- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung. |
| ― | Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte. |
Im Geschäftsjahr 2015 profitierte Symrise von der bereits erreichten guten Marktposition in den Emerging Markets und einem breit diversifizierten Kundenportfolio.
3.1.2. Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte
Der für den Symrise Konzern relevante Markt wächst langfristig um 2 bis 3 % im Jahr. 2015 lag das globale Marktvolumen bei 22,3 Mrd. €. In den Marktbereichen Geschmack- und Duftstoffe sowie Aromachemikalien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ähnliche Entwicklungen verzeichnet.
3.1.3. Preisentwicklung und Verfügbarkeit der Rohstoffe
Symrise setzt in der Produktion rund 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von Bedeutung sind beispielsweise natürliche Vanille und Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette ihren Einsatz finden. Generell entfallen jedoch auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen sind die Beschaffungskosten im Jahr 2015 zwar moderat gesunken, diese Kostenreduktion wurde allerdings durch die insbesondere für die Region EAME unvorteilhafte Entwicklung des USD/EUR-Wechselkurses sowie unvorhersehbare signifikante Preissteigerungen bei Vanille und zitrus-basierten Rohstoffen wie Saftkonzentraten und Schalenextrakten überkompensiert. Auch bei wichtigen natürlichen Ölen, die bei der Herstellung von Duftkompositionen und Mundpflegeprodukten eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und Kostensituation 2015 verschärft. Für den Großteil der Basischemikalien, zum Beispiel Lösungsmittel, hat sich die Versorgungssituation gegenüber dem Vorjahr dagegen etwas entspannt.
Insgesamt sind die Preise für chemische Rohstoffe im Geschäftsjahr 2015 geringfügig gestiegen. Bei natürlichen Rohstoffen ergaben sich durch das wechselhafte Marktumfeld sowie Witterungseinflüsse auf die Ernten deutliche Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration, das heißt unter Einbeziehung der lokalen Bauern in Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille.
Im Rahmen der Integration der Diana Gruppe im Jahresverlauf 2015 wurden auch die Einkaufsaktivitäten durch mehrere Aktionen wie den gemeinsamen Einkauf von Rohstoffen und gegenseitiges Insourcing optimiert. Dadurch konnten Kostenvorteile in der Rohstoffbeschaffung realisiert werden.
3.1.4. Politische und regulatorische Rahmenbedingungen
Im Segment Flavor &Nutrition kommen die Produkte des Geschäftsbereichs Flavors insbesondere in Nahrungsmitteln, in Getränken sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die Produkte der Anwendungsbereiche Food und Nova im Geschäftsbereich Diana werden in den gleichen Bereichen eingesetzt. Darüber hinaus liefert der Anwendungsbereich Pet Food Produkte für den Heimtier-Futtermarkt. Laut einer EU-Richtlinie müssen ArzneimittelherstelIer bis März 2016 ihre Hilfsstoffhersteller einer Risikobewertung unterziehen. In die Bewertung fließt neben der Verwendung des Hilfsstoffs auch das Qualitätsmanagement des Herstellers ein. Als Ergebnis wird ein angepasstes GMP (Good Manufacturing Practise) formuliert. Davon sind auch Aromen in pharmazeutischen Anwendungen betroffen. Des Weiteren hat die EU-Kommission Ende 2014 eine Richtlinie zur Unterscheidung von Aromastoffen mit geschmacksmodifizierenden Eigenschaften und geschmacksverstärkenden Zusatzstoffen herausgegeben. Symrise hat basierend darauf das Rohstoffportfolio im Aromenbereich geprüft und entsprechend dieser Vorschriften eingestuft, um Kunden in technischen Datenblättern eine korrekte Deklaration für ihre Endprodukte vorzugeben. 2015 wurden sieben Substanzen von der Unionsliste der Aromastoffe gestrichen. Symrise hat im Vorfeld das betroffene Produktportfolio überarbeitet, um Kunden frühzeitig geschmacklich gleichwertige Alternativen bieten zu können.
Im Jahr 2015 wurden zahlreiche Änderungen des Lebensmittelrechts in China und anderen Emerging Markets vollzogen. In China gelten für bestimmte Aromastoffe Reinheitskriterien, die von den EU-Vorgaben abweichen. Symrise hat sich bereits frühzeitig mit diesen Änderungen auseinandergesetzt und kann daher die neuen Kriterien erfüllen.
Im Zuge verstärkter Auditierungen der Lebensmittelindustrie durch die US-Behörde FDA (Food and Drug Administration) auch außerhalb der USA wurde im Jahr 2013 die Symrise AG in Holzminden erfolgreich auditiert. Darüber hinaus wird in den USA der Food Safety Modernization Act sukzessive erweitert. Unter anderem sind dazu Erneuerungen der Registrierungen von Produktionsstätten außerhalb der USA nötig, die von Symrise entsprechend umgesetzt wurden.
Auch im Segment Scent &Care bildete die Überwachung der behördlichen Vorgaben im Jahr 2015 einen Tätigkeitsschwerpunkt zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen. Die Aktivitäten im Bereich Regulatory Affairs von Symrise wurden insbesondere durch die Zunahme regionen- oder länderspezifischer Vorschriften bestimmt.
Im Jahr 2015 wurde das Übereinkommen zum Nagoya-Protokoll über den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile in europäisches Recht umgesetzt. Damit hat eine neue Dimension der Compliance Einzug in unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gehalten. Die regulatorischen Umsetzungen in Brasilien, Indien und Südafrika sind so unterschiedlich, dass sie keinen standardisierten Ansatz erlauben, sondern ein individuelles Management erfordern.
Darüber hinaus wurden 2015 regulatorische Dokumentationen und Prozesse vereinheitlicht, um die Projektpriorisierung effizienter zu gestalten. Im Bereich Global Regulatory wurde eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung implementiert, um die Herausforderung zu bewältigen, unseren globalen Kunden einen immer besseren Service zu bieten.
Das Umfeld der weltweiten Registrierung und Regulierung von Chemikalien verändert sich signifikant. Schwellenländer führen eigene Gesetzgebungen ein, die sich an der europäischen REACH-Verordnung orientieren. Dadurch nimmt die Komplexität für unsere globalen Kunden zu, die an weltweit anwendbaren Formeln interessiert sind. Die direkte und indirekte Einflussnahme über Handelskammern auf die Umsetzung solcher Programme in diesen Regionen bleibt daher von hoher Bedeutung.
Im Segment Scent &Care werden Parfümöle und Wirkstoffe hauptsächlich für die kosmetische Industrie und für Haushaltsprodukte hergestellt. Eine Hauptaktivität bestand im Jahr 2015 für Symrise in der neuen Registrierung oder der Aktualisierung registrierter Stoffe wichtiger Produkte beziehungsweise Rohstoffe gemäß der Europäischen Chemikalienverordnung REACH: Insgesamt wurden für mehr als zwanzig Stoffe neue und aktualisierte Dossiers bei der Europäischen Chemikalien-Agentur (ECHA) eingereicht. Für weitere circa 80 Stoffe sind die Registrierungsdossiers in der Vorbereitung und werden bis Mai 2018 eingereicht.
3.1.5. Differenzierte Auswirkungen auf Symrise
Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung grundsätzlich eine große Rolle. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung. Die große Zahl von Ländermärkten, in denen Symrise tätig ist, und die unterschiedlichen Produktmärkte wirken sich allerdings im Konzern risikomindernd aus.
Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.
Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln bis hin zu Baby- und Heimtiernahrung, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik, durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.
3.2. Unternehmensentwicklung
3.2.1. Aktuelle Entwicklungen im Konzern
Veränderungen im Portfolio
Symrise gab im Juni 2015 die Übernahme der kalifornischen Flavor Infusion LLC im Rahmen eines Asset Deals bekannt. Mit dem Erwerb hat Symrise das Produktangebot für Anwendungen im Bereich Getränke ausgebaut und stößt weiter in den schnell wachsenden Markt für aromatisiertes Mineralwasser vor. Durch die Akquisition sichert sich Symrise direkten Zugang zum umfangreichen Know-how des Unternehmens sowie zu etablierten Produkten am Markt und einer namhaften Kundenbasis. Flavor Infusion LLC hat seit der Gründung 2004 eine nachgewiesene Expertise in der Entwicklung und Prozesstechnologie für Anwendungen im Bereich natürliche Getränke aufgebaut. Seither hat das Unternehmen von der Dynamik im US-amerikanischen Getränkemarkt profitiert, der insbesondere bei aromatisiertem Wasser, Tees, Sport- und Energy-Drinks stark expandiert. Die jüngste Akquisition ist daher als nächster strategischer Schritt zu sehen, um das wachsende Kundenbewusstsein für gesunde Ernährung bestmöglich zu nutzen. Symrise hat die Aktivitäten der Flavor Infusion LLC im dritten Quartal 2015 in sein US-amerikanisches Flavor &Nutrition Geschäft integriert. Im Geschäftsjahr 2015 trug Flavor Infusion rund 3 Mio. € zum Konzernumsatz bei.
Im Rahmen der Fokussierung auf die strategischen Kernkompetenzen der Diana Food wurde die Diana CAP (Compagnie Alimentaire Pleucadeucienne) am 29. Juni 2015 an die Jean Floc'h-Gruppe veräußert. Diana CAP ist spezialisiert auf Lösungen für landesspezifische französische Fleischgerichte sowie Soßen und erzielte einen Jahresumsatz von rund 29 Mio. €.
Ende 2015 wurde bekanntgegeben, den Standort Diana Plant Science (DPS) zur Erforschung von Zellkulturen in Portland (Oregon, USA) zu schließen. Die wissenschaftlichen Aktivitäten werden im Wesentlichen in die Symrise Grundlagenforschung im Stammhaus in Holzminden integriert.
Im Zuge des weiteren Ausbaus des Geschäfts in der Region Asien, und insbesondere in China, hat Symrise mit der Planung einer weiteren Produktionsstätte begonnen. Die derzeitigen Kapazitäten reichen aufgrund der dynamischen Geschäftsentwicklung langfristig nicht mehr aus.
Strategische Partnerschaft mit der BRAIN AG zur Erforschung der Geschmackssensorik bei Katzen
Das Biotechnologie-Unternehmen BRAIN AG und Diana Pet Food haben im April 2015 eine strategische Partnerschaft auf dem Gebiet der Geschmacksforschung bei Katzen bekanntgegeben. Innerhalb der auf fünf Jahre angelegten Kooperation werden die Partner in verschiedenen Programmen die Mechanismen der Geschmackswahrnehmung bei Katzen untersuchen. Das gemeinsame Ziel des ersten Programms ist es, in der Forschung wachstumsstarke Katzen-Geschmackszellen ("Cat Taste Cells", CTC) zu verwenden, um nach neuen Inhaltsstoffen zu suchen, die den Geschmack von Katzenfutter verbessern. Im Bereich Heimtierfutter gibt es einen großen Bedarf für Geschmacksverbesserungen, die insbesondere vom sensorischen Empfinden des Haustiers, den individuellen Vorlieben und den spezifischen Geschmackseigenschaften der Tiernahrung abhängig sind. Durch die Realisierung des gemeinsamen Programms von Diana Pet Food und der BRAIN AG werden neue Zugangswege zur Geschmacksverbesserung geschaffen, um die Hersteller von Heimtierfutter dabei zu unterstützen, hochwertige und wohlschmeckende Produkte zu erzeugen.
Ausweitung der Produktionskapazitäten von Cosmetic Ingredients
Symrise hat im September am Standort Holzminden seine Produktionskapazitäten für kosmetische Inhaltsstoffe durch eine neue Anlage erweitert und damit den Grundstein für weitere Ausbaustufen in Deutschland und den USA gelegt. Mit der Investition von 15 Mio. € wurde insbesondere die Flexibilität in der Produktion deutlich erhöht und gleichzeitig die Rückwärtsintegration gefördert, da wichtige Schlüsselrohstoffe in Zukunft selbst am Standort hergestellt werden können. Eine Verminderung des Energieverbrauchs durch Rückführung der Abwärme unterstützt zudem gezielt den Nachhaltigkeitsaspekt. Durch diese strategische Maßnahme baut Symrise seine führende Rolle bei der Entwicklung und Produktion innovativer Kosmetikrohstoffe weiter aus.
3.2.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Der Symrise Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 2.602 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 23 % in Berichtswährung beziehungsweise 18 % währungsbereinigt. Ohne Berücksichtigung des Portfolio-Effekts aus der Akquisition der Diana Gruppe im Juli 2014 beträgt das währungsbereinigte Umsatzwachstum 6 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 46 %. Infolge der Diana Akquisition hat sich dieser Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt verringert, da die Umsätze des Geschäftsbereichs Diana vorwiegend in den entwickelten Märkten erzielt werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) auf Konzernebene erhöhte sich um 23 %, von 465 Mio. € (normalisiert) auf 572 Mio. €. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 22,0 % (normalisierte EBITDA-Marge Vorjahr: 21,9 %).
Der Jahresüberschuss 2015 stieg gegenüber dem normalisierten Vorjahreswert um 35 Mio. € auf 247 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,90 € (2014 normalisiert: 1,69 €). Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 vorschlagen, die Dividende von 0,75 € auf 0,80 € je Aktie anzuheben.
3.2.3. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 hatten wir die Erwartung geäußert, dass beide Segmente ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktwachstum (2 bis 3 %) anstreben.
Unter den Annahmen, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2014 verharren und sich die Währungsrelationen im Vergleich zu 2014 nicht deutlich verändern, erwarteten wir für 2015 eine EBITDA-Marge von rund 20 %.
Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA, sollte infolge der Diana Akquisition im Jahr 2015 unter 3,0 liegen. Mittelfristig streben wir eine Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.
Zielerreichung 2015
Mit einem Umsatzanstieg von währungsbereinigt 18 %, beziehungsweise 6 % ohne Berücksichtigung der Diana Akquisition, haben wir unser Umsatzziel deutlich übertroffen. Die EBITDA-Marge von 22,0 % liegt über dem für 2015 erwarteten Wert. Die Nettoverschuldung erfüllt mit dem 2,8-fachen EBITDA ebenfalls unsere Prognose.
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| Ziel zu Beginn des Geschäftsjahres | Erreichter Wert | |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum (währungsbereinigt) | merklich über dem Marktwachstum von 2 bis 3 % | 18 % (ohne Diana 6 %) |
| EBITDA-Marge | rund 20,0 % | 22,0 % |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) / EBITDA | unter 3,0 | 2,8 |
3.2.4. Ertragslage
3.2.4.1. Umsatz im Konzern
Im Gesamtjahr 2015 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 2.602 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz damit um 23 % in Berichtswährung und um 18 % währungsbereinigt erhöht. Ohne Berücksichtigung des Portfolio-Effekts aus der Akquisition der Diana Gruppe im Juli 2014 beträgt das währungsbereinigte Umsatzwachstum 6 %.
Segmente:
Scent &Care konnte den Umsatz währungsbereinigt um 4 % auf 1.074 Mio. € steigern. Der Umsatz des Segments Flavor &Nutrition erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.528 Mio. €. Dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 31 %, der vor allem aus der Diana Akquisition resultiert. Ohne Diana beträgt das währungsbereinigte Wachstum des Segments Flavor &Nutrition 8 %.
Regionen:
Der Umsatz in der Region EAME nahm um 14 % zu (währungsbereinigt: 16 %). Die Region Nordamerika entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 ebenso erfreulich und erzielte einen Umsatzzuwachs von 40 % gegenüber Vorjahr (währungsbereinigt: 19 %). Das Geschäft in der Region Asien/Pazifik verlief ebenfalls positiv; das Umsatzplus belief sich auf 26 % (währungsbereinigt: 14 %). In der Region Lateinamerika erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 22 % (währungsbereinigt: 36 %).
Umsätze nach Regionen
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| in Mio. € | 2014 | 2015 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| währungsbereinigt | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EAME | 989,0 | 1.131,0 | 14 | 16 |
| Nordamerika | 408,6 | 571,8 | 40 | 19 |
| Asien/Pazifik | 452,6 | 570,8 | 26 | 14 |
| Lateinamerika | 269,8 | 328,1 | 22 | 36 |
| Gesamt | 2.120,1 | 2.601,7 | 23 | 18 |
Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 21 %. Der Anteil dieser Ländergruppe am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2015 bei 46 %. Infolge der Diana Akquisition hat sich dieser Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt verringert, da die Umsätze des Geschäftsbereichs Diana vorwiegend in den entwickelten Märkten erzielt werden.
3.2.4.2. Umsatz Scent &Care
Im Geschäftsjahr 2015 erzielte das Segment Scent &Care einen Umsatz von 1.074 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 10 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 4 %.
Alle Geschäftsbereiche verzeichneten im abgelaufenen Jahr eine positive Geschäftsentwicklung. Am stärksten expandierte der Geschäftsbereich Aroma Molecules mit einem hohen, prozentual einstelligen währungsbereinigten Wachstum. Die Regionen Lateinamerika, EAME und Asien/Pazifik erzielten hier hohe Zuwächse, insbesondere bei Menthol und Special Fragrance Ingredients.
Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients erzielte im Jahr 2015 ein gutes, prozentual einstelliges währungsbereinigtes Wachstum, vor allem im Anwendungsbereich der kosmetischen Wirkstoffe mit globalen und regionalen Kunden insbesondere in den Ländermärkten China, Brasilien, Frankreich und Japan.
Der Geschäftsbereich Fragrances, der mehr als die Hälfte des Umsatzes des Segments Scent &Care bestreitet, verzeichnete im Geschäftsjahr 2015 ein moderates, prozentual einstelliges währungsbereinigtes Umsatzwachstum. In der Region Lateinamerika konnten alle Anwendungsbereiche ihre Umsätze deutlich ausweiten. Hohe Zuwächse erzielten die Ländermärkte Brasilien, Mexiko und Kolumbien. In der Region Asien/Pazifik weiteten insbesondere die Anwendungsbereiche Personal Care und Household ihre Umsätze aus. Die Region Nordamerika zeigte in Berichtswährung zwar gute Zuwächse, währungsbereinigt blieben die Umsätze allerdings hinter dem Vorjahr zurück, vor allem in den Anwendungsbereichen Fine Fragrances und Household.
3.2.4.3. Umsatz Flavor &Nutrition
Im Geschäftsjahr 2015 erzielte das Segment Flavor &Nutrition einen Umsatz von 1.528 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 34 %; währungsbereinigt betrug der Anstieg 31 %. Ohne Berücksichtigung des Portfolio-Effekts aus der Akquisition der Diana Gruppe im Juli 2014 belief sich das währungsbereinigte Umsatzwachstum auf 8 %.
Im Geschäftsbereich Flavors konnten alle Regionen die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich steigern. Allen voran steht die Region Lateinamerika. Wesentliche Wachstumsimpulse kamen hier aus den Ländermärkten Brasilien, Argentinien und Mexiko, wo hohe Zuwächse bei globalen und regionalen Kunden in den Anwendungsbereichen Beverages und Savory erzielt wurden. Des Weiteren stiegen die Umsätze in den Ländermärkten Russland, USA, Deutschland und Schweden deutlich. In Russland verzeichnete insbesondere der Anwendungsbereich Savory hohe Zuwächse mit Gewürzmischungen für globale Kunden. In den USA erwiesen sich erneut Vanillearomatisierungen als Wachstumstreiber. In Deutschland erzielten die Anwendungsbereiche Beverages und Sweet hohe Zuwächse, insbesondere bei regionalen und globalen Kunden. Besonders erfreulich ist die Umsatzentwicklung in Schweden. Hier hat Symrise in Kooperation mit IKEA eine neue geschmackliche Grundlage für Erfrischungsgetränke entwickelt, die an den Trinkstationen in den Bistros der Möbelhäuser weltweit verkauft werden. Acht Mischungen aus natürlichen Aromen und Extrakten sorgen bei 50 % weniger Zucker für gesunden Genuss, neuartigen Geschmack und weniger Kalorien.
Im Geschäftsbereich Diana konnten alle vier Regionen ihre Umsätze deutlich steigern. Das stärkste Wachstum erzielte die Region Asien/Pazifik, insbesondere in den Ländermärkten Thailand und Australien durch eine positive Entwicklung des Geschäfts mit Produktlösungen für Aquakulturen. In Lateinamerika verzeichnete insbesondere der Anwendungsbereich Pet Food gute Zuwächse in Argentinien und Mexiko. Die Region Nordamerika zeigte vor allem in den Anwendungsbereichen Food und Pet Food eine erfreuliche Entwicklung, insbesondere durch Ausweitung unseres Kundenportfolios.
3.2.4.4. Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Herstellungskosten nahmen 2015 um 272 Mio. € beziehungsweise 22 % auf 1.490 Mio. € zu (2014: 1.218,1 Mio. €)2 . Der Anstieg ist vor allem auf die Akquisition der Diana Gruppe zurückzuführen, die im Geschäftsjahr 2014 erst ab Juli im Konzernabschluss berücksichtigt wurde, im Geschäftsjahr 2015 aber für den gesamten Berichtszeitraum. Des Weiteren haben der Aufwand für die Schließung der DPS und die Rückstellung für die Reorganisation der Produktion in China zum Anstieg der Herstellungskosten im Vorjahresvergleich beigetragen. Das Bruttoergebnis stieg um 23 % und erreichte 1.112 Mio. € (2014: 902 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 42,7 % und war damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr (42,5 %). Die Vertriebskosten lagen 25 % über dem Vorjahr und beliefen sich auf 427 Mio. € (2014: 340 Mio. €). Dies entspricht einem Anteil von 16,4 % am Konzernumsatz (2014: 16,1 %). Die F&E-Aufwendungen stiegen um 22 % auf 170 Mio. € (2014: 139 Mio. €). Die F&E-Quote lag damit bei 6,5 % (Vorjahr: 6,6 %). Die Verwaltungskosten erhöhten sich um 36 % auf 149 Mio. € (Vorjahr: 109 Mio. €). Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz lag im Berichtsjahr bei 5,7 % (Vorjahr: 5,2 %). Der Anstieg der Vertriebs-, Forschungs- und Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahr ist zu großen Teilen auf die Einbeziehung der Diana Gruppe in den Konzernabschluss zurückzuführen. Darüber hinaus haben einmalige Transaktionskosten für die Akquisition der Pinova Holdings Inc. die Verwaltungskosten erhöht.
Kurzfassung Gewinn- und Verlustrechnung
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| in Mio. € | 2014 Normalisiert | 2015 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.120,1 | 2.601,7 | 23 |
| Herstellungskosten | -1.218,1 | -1.490,1 | 22 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 902,0 | 1.111,6 | 23 |
| Bruttomarge in % | 42,5 | 42,7 | |
| Vertriebskosten | -340,4 | -426,9 | 25 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -138,9 | -169,6 | 22 |
| Verwaltungskosten | -109,4 | -148,5 | 36 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 29,1 | 32,8 | 13 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4,6 | -4,2 | -9 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 337,9 | 395,2 | 17 |
2 Im Geschäftsjahr 2014 haben Akquisitions- und Integrationskosten infolge des Erwerbs der Diana Gruppe in Höhe von 20 Mio. € das operative Ergebnis belastet. Im Rahmen der Kaufpreisallokation der Diana Akquisition mussten einmalig die erworbenen Bestände auf den beizulegenden Zeitwert aufgewertet werden. Diese wurden bis zum Jahresende 2014 verbraucht. Der durch den Verbrauch dieser aufgewerteten Bestände erhöhte Materialaufwand minderte das operative Ergebnis des Jahres 2014 einmalig um 10 Mio. €. Im Folgenden weisen wir für das Geschäftsjahr 2014 normalisierte Ergebnisse (EBITN/EBITDAN) aus, die um diese einmaligen, nicht wiederkehrenden Sondereinflüsse bereinigt sind. Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse ist auf Seite 77 dieses Berichts zu finden.
3.2.4.5. Ergebnissituation
Konzern:
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) erhöhte sich 2015 um 23 % auf 572 Mio. € (2014 EBITDAN: 465 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich vor allem die Diana Akquisition sowie das verbesserte Bruttoergebnis positiv auf das Ergebnis aus. Die EBITDA-Marge erreichte im Berichtsjahr 22,0 %, gegenüber der normalisierten Marge von 21,9 % im Vorjahr.
Ergebnisübersicht
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| in Mio. € | 2014 normalisiert | 2015 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Währungsbereinigt | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBITDA | 464,5 | 572,2 | 23,2 | 24,7 |
| EBITDA-Marge in % | 21,9 | 22,0 | ||
| EBIT | 337,9 | 395,2 | 17,0 | 21,0 |
| EBIT-Marge in % | 15,9 | 15,2 |
Scent & Care:
Scent & Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2015 ein EBITDA von 231,2 Mio. €. Es lag damit 4 % über dem normalisierten Vorjahreswert von 222,9 Mio. €. Die EBITDA-Marge belief sich auf 21,5 %, gegenüber 22,7 % im Jahr 2014, vor allem aufgrund gestiegener operativer Kosten bei den Vertriebskosten durch Marketinginitiativen im Bereich Fragrances sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen.
Flavor & Nutrition:
Das EBITDA des Segments Flavor & Nutrition lag 2015 - unter anderem bedingt durch die Diana Akquisition im zweiten Halbjahr 2014 - deutlich über dem Vorjahreswert (2014: 241,6 Mio. €) und erreichte 341,0 Mio. €. Die EBITDA-Marge betrug 22,3 % und lag damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahr (2014 EBITDAN-Marge: 21,2 %).
Finanzergebnis:
Das Finanzergebnis 2015 in Höhe von -44,3 Mio. € hat sich gegenüber dem Ergebnis des Jahres 2014 um 4,1 Mio. € verbessert. Gegenüber dem um Sondereffekte in Höhe von 7,8 Mio. € bereinigten Finanzergebnis 2014 ergibt sich eine Verschlechterung von -3,7 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen begründet durch den vollständigen Einbezug der Zinsen für 2015 aus dem Eurobond und dem langfristigen Konsortialdarlehen. Das Zinsergebnis verschlechterte sich um 2,8 Mio. € von -41,7 Mio. € auf -44,5 Mio. €. Gestiegenen Zinsaufwendungen für Bond und Konsortialdarlehen stehen erhöhte Zinserträge gegenüber, vor allem aus den Schwellenländern.
Steuern:
Im Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die Ertragsteueraufwendungen auf 98,5 Mio. € (2014: 72,9 Mio. €). Der sich ergebende Steuersatz von 28,1 % ist gegenüber dem Vorjahr (28,1 %) unverändert. Einer ausreichenden Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen.
Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie:
Der Jahresüberschuss beträgt 247 Mio. € und liegt damit 35 Mio. € oder 17 % über dem normalisierten Wert des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 0,21 € auf 1,90 € (2014: 1,69 €).
Dividendenvorschlag 2015:
Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 vorschlagen, eine Dividende von 0,80 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2015 auszuschütten. Symrise strebt an, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und sie mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
3.2.5. Finanzlage
3.2.5.1. Finanzmanagement
Grundzüge und Ziele:
Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.
Gemäß den Treasury Richtlinien wird die Finanzierung des Symrise Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Konzerntöchter wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern auf lokaler Ebene externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese bei Bedarf durch Garantien von Banken oder der Symrise AG abgesichert. Die externen Finanzverbindlichkeiten der Symrise AG sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu allen Konsortialbanken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.
Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäfts abgeschlossen werden dürfen.
Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management System implementiert, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow-Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden fallweise gegen Schwankungen abgesichert.
Mit einer Eigenkapitalquote von 37,5 % zum 31. Dezember 2015 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.
Finanzierungsstruktur:
Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Diese bestehen weiterhin aus den Elementen börsennotierte Anleihen, US Private Placement, KfW Darlehen und einem Tilgungsdarlehen sowie der im Mai 2015 neu arrangierten Revolving Credit Facility. Darüber hinaus hat sich der Konzern zur Finanzierung der Akquisition der Pinova Holdings Inc. Liquidität durch die Ausgabe von Schuldscheinen gesichert. Diese haben ein Volumen von insgesamt 500 Mio. € und sind aufgeteilt in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Die erste Zuteilung mit 178 Mio. € ist noch im Jahr 2015 erfolgt.
Symrise hat alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) im Geschäftsjahr 2015 eingehalten.
Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit bestehen bilaterale Kreditlinien mit Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 40 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken soll. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf marktüblichem Niveau.
Daneben dienen die Pensionsrückstellungen der Finanzierung.
3.2.5.2. Cashflow- und Liquiditätsanalyse
Übersicht Cashflow
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| in Mio. € | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 343,2 | 375,2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -476,8 | -151,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 195,4 | -115,3 |
| Liquide Mittel (31.12.) | 199,2 | 278,2 |
Der operative Cashflow lag mit 375,2 Mio. € rund 32 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 343,2 Mio. €. Hauptsächliche Ursache ist ein verbessertes operatives Ergebnis. Die Cashflow-Quote bezogen auf den Umsatz lag bei rund 14 %.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit verringerte sich um rund 325,4 Mio. € auf -151,4 Mio. €.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich 2015 auf 115,3 Mio. €; im Vorjahr war hier ein Mittelzufluss von 195,4 Mio. € zu verzeichnen. Wesentliche Bestandteile des Mittelabflusses 2015 sind die ausgezahlte Dividende an die Aktionäre in Höhe von 97,4 Mio. € und saldierte Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 32,6 Mio. € (Vorjahr: 63,1 Mio. €). Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch in der Zukunft nicht absehbar. Der Gesellschaft stehen ausreichend Linien zur Verfügung, zum Beispiel im Rahmen der Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €, die bis zum Mai 2020 zugesagt und zum 31. Dezember 2015 nur in geringem Maße in Anspruch genommen ist.
3.2.5.3. Investitionen und Akquisitionen
Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 177 Mio. €, nach 101 Mio. € im Vorjahr. In den 177 Mio. € sind die von der amerikanischen Flavor Infusion LLC akquirierten Vermögenswerte in Höhe von vorläufig 29,4 Mio. € enthalten. Die Transaktion wurde im Juni 2015 erfolgreich abgeschlossen.
Für immaterielle Vermögenswerte wurden 47 Mio. € (2014: 11 Mio. €) aufgewendet. Schwerpunkte bildeten hier, neben den von der Flavor Infusion LLC akquirierten Vermögenswerten, Investitionen im Bereich Software, Patente und die Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von rund 129 Mio. € getätigt (Vorjahr: 91 Mio. €). Die größten Investitionsprojekte umfassten das noch im Bau befindliche neue Kraftwerk in Holzminden und Kapazitätserweiterungen, vor allem in der chemischen Produktion im Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients des Segments Scent &Care sowie der Sprühtrocknung und Naturstoffverarbeitung im Segment Flavor &Nutrition. Alle Projekte wurden aus laufenden Mitteln finanziert. Des Weiteren ist der Anstieg der Investitionen im Vergleich zum Vorjahr auch auf die ganzjährige Berücksichtigung der Diana Gruppe im Konzernabschluss 2015 zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2015 hat der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 43,9 Mio. € (31. Dezember 2014: 25,9 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen, Hardware und Büroausstattung. Diese sind im größtenteils im Laufe des Jahres 2016 fällig.
Im Rahmen der Fokussierung auf die strategischen Kernkompetenzen der Diana Food wurde die Diana CAP (Compagnie Alimentaire Pleucadeucienne) am 29. Juni 2015 an die Jean Floc'h-Gruppe zu einem Verkaufspreis von 12,2 Mio. € veräußert. Diana CAP ist spezialisiert auf Lösungen für landesspezifische französische Fleischgerichte sowie Soßen.
3.2.6. Vermögenslage
3.2.6.1. Ausgewählte Bilanzposten
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2015 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 184 Mio. € auf 4.184 Mio. € (31. Dezember 2014: 4.000 Mio. €). Dies resultiert vor allem aus einem weiteren Ausbau des Working Capital sowie der Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten zur Finanzierung der Akquisition der Pinova Holdings Inc. Anfang Januar 2016.
Immaterielle Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag 2015 auf 2.005 Mio. € und lagen damit leicht unter Vorjahresniveau (31. Dezember 2014: 2.034 Mio. €); sie entsprachen 48 % der Vermögenswerte. In den immateriellen Vermögenswerten sind Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 1.124 Mio. € (31. Dezember 2014: 1.091 Mio. €) sowie Rezepturen und Technologien, Kundenstämme, Handelsmarken, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 881 Mio. € (31. Dezember 2014: 943 Mio. €) enthalten. Die Sachanlagen betrugen zum Jahresende 2015 690 Mio. € (31. Dezember 2014: 640 Mio. €) und enthalten im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen. Die Vorräte sind im Vergleich zum Bilanzstichtag 2014 um 46 Mio. € auf 531 Mio. € angestiegen (31. Dezember 2014: 485 Mio. €). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde in erster Linie durch den weiteren Umsatzanstieg getrieben, der auch zu höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (462 Mio. €, 31. Dezember 2014: 421 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (235 Mio. €, 31. Dezember 2014: 214 Mio. €) zum Bilanzstichtag führte. Das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz beträgt unverändert 29 %. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 278 Mio. € (31. Dezember 2014: 199 Mio. €). Darin enthalten ist ein als Termingeld angelegter Teilbetrag der Ende 2015 aufgenommenen Schuldscheindarlehen zur Finanzierung des Anfang 2016 fälligen Kaufpreises für die Pinova Holdings Inc.
Vor allem aufgrund der Rückführung der Inanspruchnahme der kurzfristigen Kreditlinie und der Neuaufnahme der Schuldscheindarlehen ergab sich eine Verschiebung innerhalb der Verbindlichkeiten: Die kurzfristigen Verbindlichkeiten liegen unter Vorjahresniveau (501 Mio. €, 31. Dezember 2014: 560 Mio. €), wohingegen sich die langfristigen Verbindlichkeiten entsprechend erhöhten (2.094 Mio. €, 31. Dezember 2014: 2.008 Mio. €). Aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Zinsniveaus haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 474 Mio. € auf 445 Mio. € verringert (Zinssatz für Deutschland: 2,4 %, 31. Dezember 2014: 1,9 %).
Das zum 31. Dezember 2015 auf die Aktionäre der Symrise AG entfallende Eigenkapital erreichte 1.568 Mio. € (31. Dezember 2014: 1.414 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2014 wurde im Jahr 2015 eine Dividende von 97 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 2015 bei 37,5 % (31. Dezember 2014: 35,4 %).
3.2.6.1. Nettoverschuldung
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| in Mio. € | 2014 | 2015 |
|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 1.365,0 | 1.409,3 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | -199,2 | -278,2 |
| Nettoverschuldung | 1.165,8 | 1.131,1 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 474,3 | 444,6 |
| Nettoverschuldung inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.640,1 | 1.575,7 |
Die Überprüfung der Einhaltung der Leverage Covenants für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der Vorgaben in den verschiedenen Kreditverträgen. Zur Ermittlung der Leverage Covenants wird die Nettoverschuldung beziehungsweise die Nettoverschuldung einschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf das EBITDA der letzten 12 Monate bezogen. Danach ergibt sich eine Nettoverschuldung/EBITDA von 2,0 und eine Nettoverschuldung einschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen/EBITDA von 2,8.
Wir streben eine Kapitalstruktur an, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten. Unsere ergebnisorientierte Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Daneben wollen wir für attraktive Akquisitionsvorhaben stets über die erforderlichen Finanzierungsinstrumente verfügen.
Kapitalstruktur
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| 2014 | 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % der Bilanzsumme | in % der Bilanzsumme | Veränderrung in % |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | 1.432,2 | 36 | 1.588,2 | 38 | 11 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 559,5 | 14 | 501,4 | 12 | -10 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.008,1 | 50 | 2.094,2 | 50 | 4 |
| Verbindlichkeiten | 2.567,6 | 64 | 2.595,6 | 62 | 1 |
| Bilanzsumme | 3.999,8 | 100 | 4.183,3 | 100 | 5 |
An wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge in Höhe von 138,5 Mio. € (2014: 127,2 Mio. €) und Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 43,9 Mio. € (2014: 25,9 Mio. €). Die Symrise AG hat mit der Atos Origin GmbH einen Servicevertrag zur Auslagerung der internen Informationstechnologie mit einer Laufzeit bis 2019 geschlossen. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber Atos beträgt unter Berücksichtigung von Sonderkündigungsrechten 22,7 Mio. € (2014: 40,4 Mio. €).
3.2.7. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Muttergesellschaft
Der Jahresabschluss der Symrise AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. In den Lagebericht der Symrise AG wird der Lagebericht des Symrise-Konzerns übernommen, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind. Ergänzend dient die Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung.
Die Symrise AG produziert und vertreibt Duft- und Geschmacksstoffe und darüber hinaus übernimmt sie als Obergesellschaft des Symrise-Konzerns klassische Aufgaben einer Holding, wie die strategische Unternehmensentwicklung, die Corporate Funktionen Rechtsabteilung, Konzernrechnungslegung und -controlling, Steuern, Treasury, IT, internationales Personalwesen, interne Revision, Corporate Communications und Investor Relations.
Die meisten in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden von der Busiris Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Holzminden und der in 2014 erworbenen Kerisper SAS (Diana Gruppe) mit Sitz in Saint Nolff, Frankreich, gehalten. Alleinige Gesellschafterin der Busiris Vermögensverwaltung GmbH und der Kerisper SAS ist die Symrise AG, die darüber hinaus direkt Anteile an weiteren in- und ausländischen Tochtergesellschaften hält. Zwischen der Symrise AG und der Busiris Vermögensverwaltung GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Symrise AG als herrschendem Unternehmen.
3.2.7.1. Überblick zum Geschäftsjahr
Die Symrise AG hatte auch in 2015 eine stabile Geschäftsentwicklung. Insbesondere konnte der Umsatz in der Golf Region, West Europa und China ausgebaut werden. Der Krisenherd in der Ukraine und die Folgeauswirkungen in Russland, haben in 2015 zu keinen weiteren Umsatzrückgängen geführt. Insgesamt hat sich der Bruttowarenumsatz um 50 Mio. € erhöht. Die Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern hat sich nicht negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Die Gesellschaft erzielte in 2015 Umsatzerlöse in Höhe von 977 Mio. €.
Die Fertigungskapazitäten der Symrise AG waren 2015 wiederum gut ausgelastet. Die Rohstoffpreise entwickelten sich im Geschäftsjahr 2015 unterschiedlich, sind aber im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leicht gestiegen, welches im Wesentlichen auf den schwächeren EURO im Vergleich zum USD zurückzuführen ist. Preiserhöhungen auf der Rohstoffseite konnten partiell an Kunden weitergegeben werden.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte gegenüber dem Vorjahr um 16 Mio. € auf 165 Mio. € verbessert werden. Die Symrise AG blieb, gemäß ihrer Prognose im Vorjahr, beim Umsatz etwas unter dem Wachstum im Konzern. Das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für 2015, ohne Erträge aus Beteiligungen sowie aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen und Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens, wurde um ca. 40 Mio. € unterschritten. Ausschlaggebend dafür waren ein durch die Entwicklung des Dollarkurses bedingter Anstieg der Kursverluste um ca. 16 Mio. € und durch den weiter gesunkenen Abzinsungszinssatz bedingte im Vergleich zum Vorjahr angestiegene Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von ca. 12 Mio. €. Daneben haben sich höhere Materialkosten und verstärkte Aktivitäten in den Bereichen Sales und Marketing sowie Forschung und Entwicklung ausgewirkt.
Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stieg in 2015 um 93 Mitarbeiter auf 2.321 an. In der Symrise AG waren durchschnittlich 107 Auszubildende beschäftigt.
3.2.7.2. Geschäftsverlauf der Symrise AG
Das Segment Flavor & Nutrion verbesserte seinen Bruttowarenumsatz um 22 Mio. € auf 401 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 41 % entspricht. Das Umsatzwachstum wurde hauptsächlich in den Anwendungsbereichen Getränke und Sweet erzielt.
Das Segment Scent & Care erhöhte den Bruttowarenumsatz um 28 Mio. € auf 584 Mio. €. Der Umsatzanstieg wurde im Wesentlichen durch Wachstum in den Anwendungsbereichen Aroma Molekules und Cosmetic Ingredients erzielt.
Insgesamt konnten die Umsatzerlöse von 931 Mio. € im Vorjahr deutlich um 5% auf 977 Mio. € gesteigert werden.
Die Region EAME ist nach wie vor der größte Absatzmarkt für die Symrise AG. Rund 75 % der Umsätze werden in dieser Region erzielt. In Asien wurden 13 %, in Nordamerika 8 % und in Lateinamerika 4 % abgesetzt.
3.2.7.3. Vermögens- und Finanzlage der Symrise AG
AKTIVA
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| 31.12.2015 T€ |
31.12.2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 455.996 | 445.580 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.325.924 | 2.128.459 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 602.156 | 610.620 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 66.732 | 159.825 |
| Vorratsvermögen | 219.165 | 194.688 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 132.421 | 124.864 |
| Sonstige Vermögenswerte | 15.438 | 8.480 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 95.107 | 26.544 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 7.595 | 12.215 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 0 | 78 |
| 3.920.534 | 3.711.353 |
PASSIVA
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| 31.12.2015 T€ |
31.12.2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.627.000 | 1.576.608 |
| Sonderposten für Investitionszuschüsse | 208 | 231 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 270.141 | 236.000 |
| Steuerrückstellungen | 5.552 | 37.965 |
| Sonstige Rückstellungen | 47.314 | 44.358 |
| Rückstellungen | 323.007 | 318.323 |
| Anleihen | 806.425 | 806.443 |
| Schuldscheindarlehen | 178.500 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 255.678 | 407.887 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 60.019 | 57.679 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 467.829 | 343.138 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 170.745 | 151.616 |
| Verbindlichkeiten | 1.939.196 | 1.766.763 |
| Passive latente Steuern | 31.123 | 49.428 |
| 3.920.534 | 3.711.353 |
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
Das Anlagevermögen entfällt in Höhe von 169.217 T€ (Vorjahr: 181.073 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 286.779 T€ auf Sachanlagevermögen (Vorjahr: 264.507 T€).
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Anteile in Höhe von 2.325.924 T€ (Vorjahr: 2.128.459 T€) entfallen im Wesentlichen auf die Busiris Vermögensverwaltung GmbH und die Kerisper SAS, Frankreich, die Holdinggesellschaft der 2014 erworbenen Diana Gruppe.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen weiterhin hauptsächlich die Diana Gruppe.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus dem von der Gesellschaft gehaltenen Cash-Pool.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum Bilanzstichtag hat die Symrise AG Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 141.801 T€ (Vorjahr: 132.752 T€) und Wertberichtigungen in Höhe von 9.380 T€ (Vorjahr: 7.888 T€) gebildet.
Guthaben bei Kreditinstituten
Das Bankguthaben resultiert im Wesentlichen aus dem durch die Symrise AG durchgeführten Cash Pooling. Darüber hinaus hatte die Symrise AG Liquidität in Höhe von 70 Mio. € aus der bereits teilweise erfolgten Auszahlung der Schuldscheindarlehen zur Verfügung, die zur Finanzierung der Akquisition Pinova Anfang 2016 benötigt wurden.
Verbindlichkeiten aus Anleihen
Die Verbindlichkeiten aus Anleihen resultieren aus einer im Jahr 2010 emittierten und im Oktober 2017 endfälligen Anleihe in Höhe von 300.000 T€ (Vorjahr: 300.000 T€) sowie einer im Jahr 2014 emittierten und im Juli 2019 endfälligen Anleihe in Höhe von 500.000 T€ zuzüglich bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Zinsen in Höhe von 6.425 T€ (Vorjahr: 6.443 T€).
Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen
2015 wurden Schuldscheindarlehen in Höhe von 500,0 Mio. €, mit einer Laufzeit bis maximal 2025 aufgenommen. Davon sind in 2015 bereits 178,5 Mio. € zugeflossen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
In Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300 Mio. €, die bis 2020 zur Verfügung steht, wurden 5 Mio. € (Vorjahr: 92,6 Mio. €) in Anspruch genommen. Weiterhin bestehen Verpflichtungen in Höhe von 170 Mio. € (Vorjahr 225 Mio. €) bei mehreren Kreditinstituten. Im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms für neue Investitionen besteht eine mittelfristige Verbindlichkeit in Höhe von 12,6 Mio. € (Vorjahr: 15,9 Mio. €). Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Mittel in Höhe von 73,6 Mio. USD (Vorjahr: 90,0 Mio. USD) zur Verfügung gestellt.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert fast ausschließlich aus der Veränderung des Cash-Pools.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen in 2020 rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 175 Mio. USD (160,7 Mio. €; Vorjahr: 144,0 Mio. €), die bei Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden.
Außerdem bestehen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 3.435 T€ (Vorjahr: 3.198 T€).
3.2.7.4. Ertragslage der Symrise AG
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| 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 976.757 | 930.654 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 56.923 | 48.408 |
| Materialaufwand | -459.625 | -424.291 |
| Personalaufwand | -186.265 | -168.529 |
| Abschreibungen | -96.754 | -41.789 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -292.282 | -271.443 |
| Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen und Ausleihung des Finanzanlagevermögens | 213.165 | 124.078 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 257 | 303 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -46.901 | -48.328 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 165.275 | 149.062 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -17.277 | -39.665 |
| Sonstige Steuern | -247 | -481 |
| Jahresüberschuss | 147.751 | 108.916 |
| Gewinnvortrag | 94.410 | 82.853 |
| Bilanzgewinn | 242.161 | 191.769 |
Umsatzerlöse
Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von 968.465 T€ (Vorjahr: 922.222 T€). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von 8.292 T€ (Vorjahr: 8.432 T€).
Sonstige betriebliche Erträge
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 42.734 T€ (Vorjahr: 41.602 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Nebengeschäften, wie die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von 26.324 T€ (Vorjahr: 29.169 T€) und um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 12.747 T€ (Vorjahr: 9.157 T€).
Materialaufwand
Der Materialaufwand ist aufgrund teilweise gestiegener Rohstoffkosten und höherer Bestandsveränderungen bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen prozentual etwas stärker gestiegen als die erzielten Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Erzeugnissen und Waren.
Personalaufwand
Der Anstieg des Personalaufwands ist wiederum im Wesentlichen auf höhere Zuführungen zur Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen - aufgrund des weiter gesunkenen Diskontierungssatzes - zurückzuführen. Darüber hinaus wirken sich die allgemeinen Gehaltssteigerungen und eine gestiegenen Mitarbeiterzahl aus.
Abschreibungen
Die Abschreibungen entfallen in Höhe von 20.228 T€ (Vorjahr: 19.982 T€) auf immateriellen Vermögensgegenstände und in Höhe von 23.922 T€ (Vorjahr: 21.583 T€) auf Sachanlagen. Außerdem wurden im Geschäftsjahr Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 52.603 T€ auf von der Symrise US Beteiligungs GmbH übernommenen Anteile an der Symrise Inc., USA vorgenommen, die für einen festen Wert an die Symrise Holding Inc., USA übertragen wurde. Die Symrise US Beteiligungs GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht hat einen entsprechenden Gewinn aus dem Beteiligungsabgang realisiert, der diese Abschreibung überkompensiert.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen und Vertreterkosten in Höhe von 63.154 T€ (Vorjahr: 60.501 T€), Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 46.231 T€ (Vorjahr: 30.723 T€), Aufwendungen für Fracht und Handlingkosten in Höhe von 38.790 T€ (Vorjahr: 36.938T€), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von 35.614 T€ (Vorjahr: 35.954 T€), Aufwendungen für Reparaturen und technische Dienstleistungen in Höhe von 22.620 T€ (Vorjahr: 21.978 T€) und Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von 19.965 T€ (Vorjahr: 21.856 T€) zusammen.
Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Gewinne in Höhe von 161.520 T€ (Vorjahr: 76.858 T€) und Verluste in Höhe von 2.055 T€ (Vorjahr: 1.048 T€) übernommen. Der Anstieg der Gewinne gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 84,7 Mio. € resultiert hauptsächlich aus der Symrise US Beteiligungs GmbH, im Wesentlichen bedingt durch den Gewinn aus dem Verkauf von Anteilen der Symrise Inc. an die Symrise AG.
Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um von in- und ausländischen Beteiligungen erhaltene Dividenden in Höhe von 32.329 T€ (Vorjahr: 27.508 T€)
Die Erträge aus Ausleihungen in Höhe von 21.372 T€ (Vorjahr: 20.760 T€) wurden vorwiegend von der Diana Gruppe vereinnahmt.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 46.901 T€ (Vorjahr: 48.328 T€) resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für die im Rahmen der Finanzierung aufgenommenen Verbindlichkeiten in Höhe von 32.577 T€ (Vorjahr: 25.876 T€) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 10.929 T€ (Vorjahr: 10.742 T€).
3.2.7.5. Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG
Wir sind zuversichtlich, auch im Jahr 2016 schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt beträgt nach eigener Schätzung und Unternehmensdaten für das laufende Jahr 2 % bis 3 % weltweit. Dabei streben beide Geschäftsbereiche, Scent &Care und Flavor &Nutrition wie bereits in der Vergangenheit, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs an.
Wir erwarten für die Symrise AG ein ähnlich dynamisches Wachstum wie im Konzern.
Der Mitarbeiterbestand wird aufgrund der stetig steigenden Produktion leicht steigen. Die Personalkosten werden voraussichtlich um rund 4 % ansteigen. Unsere Anstrengungen bei der Erstausbildung werden wir beibehalten, um weiterhin qualifizierte Mitarbeiter in ausreichender Zahl zur Verfügung zu haben.
Die Investitionsaktivitäten am Standort Holzminden sollen weiter verstärkt werden, um zusätzliche Produktionskapazitäten und die zugehörige Infrastruktur für anhaltendes Wachstum bereitzustellen.
Die Initiativen zur kontinuierlichen Steigerung unseres Ergebnisses werden wir mit Konsequenz fortführen. Dazu gehört die enge Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden, um Wachstumspotentiale zu nutzen, Kostenoptimierung, Preismanagement sowie Portfoliooptimierung und der Fokus auf innovative Produkte und Technologien werden auch künftig positive Ergebnisbeiträge liefern.
Unter der Annahme, dass sich die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2015 bewegen und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2015 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2016, ohne Erträge aus Beteiligungen sowie aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen, ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mindestens auf dem Niveau von 2015.
Unsere ergebnisorientierte Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.
3.3. Nachhaltigkeit
> Illustrierung des Abschnitts durch die vier Icons
Unsere Nachhaltigkeitsagenda
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| Footprints | Innovation | Sourcing | Care |
|---|---|---|---|
| Minimierung unseres ökologischen Fußabdrucks entlang der gesamten Wertschöpfungskette | Maximierung des sozialen und ökologischen Mehrwerts unserer Produkt | Maximierung der Nachhaltigkeit in unserer Lieferkette und bei der Beschaffung von Rohstoffen | Schaffen bleibender Werte für unsere Mitarbeiter und unsere Standortgemeinden |
Für Symrise sind wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht deshalb auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir deren Erwartungen und Anforderungen auf und beziehen sie auf allen Wertschöpfungsstufen mit ein, um überzeugende Lösungen zu entwickeln. So schaffen wir Werte für alle unsere Stakeholder.
Die Grundlage unseres Denkens und Handelns bildet der Symrise Wertekanon, der auch unsere Unternehmenskultur bestimmt. "Because we care" ist das Leitmotiv unserer Selbstverpflichtung zu einem ganzheitlichen Verständnis unternehmerischer Tätigkeit. Unser Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.
Die sukzessive, strategische Integration von Nachhaltigkeit in unsere Kern- und Unterstützungsprozesse verantwortet ein globales, geschäftsbereichsübergreifendes Gremium - das Symrise Sustainability Board. Es setzt sich aus Vertretern des Top-Managements zusammen und stellt sowohl die Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen in der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette als auch die Berücksichtigung der Belange wichtiger Anspruchsgruppen sicher. Die Umsetzung der vom Sustainability Board beschlossenen Nachhaltigkeitsziele erfolgt direkt in den Segmenten. Zu diesem Zweck haben Vorstand und Sustainability Board Nachhaltigkeitsverantwortliche für die Segmente Flavor &Nutrition und Scent &Care benannt. Das Corporate Center koordiniert die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie; die direkte Verantwortung für die Strategie liegt beim Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Symrise entspricht den Anforderungen der Anwendungsebene A der Global Reporting Initiative™ (GRI) und erfüllt die Richtlinie G4. Im Jahr 2015 erhielt Symrise erneut externe Anerkennung für sein Nachhaltigkeitsengagement.
Für den Unternehmensbericht 2014 hatten wir erstmals unsere Nachhaltigkeitsinformationen sowie die Nachhaltigkeitsleistungen gemäß dem AA 1000 Assurance Standard einer externen betriebswirtschaftlichen Prüfung unterzogen. Die Prüfung bezieht sich auf alle quantitativen und qualitativen Nachhaltigkeitsinformationen.
Im September 2015 ist die Symrise AG mit dem Sustainable Leadership Preis der DQS GmbH ausgezeichnet worden.
Anfang November 2015 wurde die Symrise AG von der CDP (Carbon Disclosure Project) in die "2015 Klima 100A Liste" aufgenommen. Die Symrise AG hat mit einem Wert von 100A in der Berichterstattung 2015 zum Klimawandel den Status Sector Leader Energy &Materials in der Deutschland-Österreich-Schweiz-Region erreicht. Symrise beweist somit im Vergleich mit anderen Unternehmen aus der Branche ein hohes Maß an Transparenz in Verbindung mit tatsächlich erbrachten Klimaschutzleistungen.
4. Chancen- und Risikobericht
4.1. Grundsätze
Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanent Risiken. Chancen bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können. Entsprechend bezeichnen Risiken künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- und Zielabweichung führen können. Die Nutzung von Chancen und die frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Risiken sind auch aufgrund der gestiegenen Größe und Komplexität durch die Akquisitionen in den letzten Jahren sehr bedeutsam für die weitere Entwicklung von Symrise. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen des Vorstands berücksichtigt werden. Symrise verwendet eigene Anweisungen und Vorlagen, um die Prozesse des Risikomanagements zu regeln und für die Mitarbeiter eine verbindliche Grundlage für den Umgang mit Risiken vorzugeben.
Im Rahmen unseres Risikomanagements prüfen Konzerngesellschaften ihre Risiken periodisch. Das Risikoberichtswesen dokumentiert diese Risiken entsprechend, einschließlich ihrer Bewertung, Eintrittswahrscheinlichkeit und der vorgesehenen Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben.
Im Zuge der internen Revisionsaudits werden die eingeleiteten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.
Im Folgenden werden die Chancen und Risiken näher beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Symrise Konzerns haben können.
Sofern kein Segment explizit hervorgehoben wird, gilt die Berichterstattung über Chancen und Risiken für beide Segmente gemeinsam.
4.2. Chancenmanagement
Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher neben dem Vorstand auch allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. Strategische Chancen werden in den beiden Segmenten sowie durch das Corporate Center identifiziert. Diese werden bewertet und Pläne zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern. Das seit einigen Jahren in Gesellschaften des Symrise Konzerns etablierte Risikomanagement wird derzeit zu einem Risiko- und Chancenmanagement ausgebaut. Damit werden die in verschiedenen Bereichen des Konzerns schon heute erfolgreich beobachteten und in strategisches Handeln integrierten Chancen gemeinsam mit den Risiken des Unternehmens systematisch analysiert. Der Nutzung von und die Berichterstattung über Chancen dient dann das Netzwerk von Funktionsträgern im Konzern, die schon seit Jahren die Chancen und Risiken ihrer Bereiche in das Chancen- und Risikomanagement des Konzerns einbringen.
4.3. Chancen im Einzelnen
Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften reichen zum Beispiel im Rahmen des Ideenmanagements, das auch Bestandteil des TPM (Total Productive Maintenance) ist, Vorschläge zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und Verfahren ein. Im Rahmen des Know-how-Transfers zwischen allen Geschäftsbereichen entstehen Chancen, zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen und Vorteile durch Synergien klar erkennen.
Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Lebenserwartung in diesen Ländern zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Endverbraucher stetig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend, beispielsweise mit neuen Geschäfts- oder Anwendungsbereichen. Intensive Marktforschung und umfangreiche Forschungsarbeit bilden die Grundlage für Eigenentwicklungen zur Verbesserung von Produkten oder zur Einführung neuer Produkte. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach Endprodukten, die Geschmack- und Duftstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen weiterhin erfolgreich zu nutzen, werden die Aktivitäten von Symrise in diesen Ländern kontinuierlich ausgebaut.
Ebenso wie die Ertragsseite enthält auch die Kostenseite der Gesellschaften des Symrise Konzerns mögliche Chancen durch Einsparungen, die dem Unternehmen zwar grundsätzlich bekannt sind, aber bislang in der Budgetierung und Planung des Konzerns nicht vollumfänglich berücksichtigt wurden. Auch können durch die Zusammenlegung von Märkten und Produkten und die weitere Optimierung von Herstellungs-, Lagerungs- und Lieferverfahren zusätzliche Kostenvorteile entstehen.
Daneben können Maßnahmen der Risikokontrolle in Einzelfällen über die vollständige Kompensation der betreffenden Risiken hinaus zu Erträgen führen, die in aktuellen Planungen aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht nicht berücksichtigt sind. Auch Maßnahmen gegen Risiken des geschäftlichen Ausfalls enthalten Chancen. In den Businessplänen der Gesellschaften des Symrise Konzerns sind drohende Verluste von Geschäften mit Bestandskunden berücksichtigt. Ebenso enthalten die Businesspläne Neugeschäfte, die solche Verluste kompensieren sollen. Tritt der erwartete Verlust nicht ein, ist die Geschäftsanbahnung eine Chance, die über das ursprünglich geplante Geschäftsvolumen hinausgeht.
Unternehmensstrategische Chancen erwachsen beispielsweise auch aus der Akquisition und Integration von Diana und Pinova Holdings Inc. und dem Erschließen neuer, attraktiver Anwendungsbereiche aus der Zusammenarbeit mit der Probi AB. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir kontinuierlich auf der Suche nach geeigneten Partnern. Auch in Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann zum Beispiel die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.
4.4. Risikomanagement
Das Risikomanagement von Symrise basiert auf den Grundzügen allgemein anerkannter Standards (ISO 31000) und erstreckt sich über alle Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten.
Die konzernweite Koordination der Risikoerfassung erfolgt im Corporate Center durch die Stabsfunktion "Risikomanagement". Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr dem Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG vorgelegt und erläutert. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung (Nettomethode) sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert.
Die Einstufung aller Einzelrisiken der jeweiligen Gesellschaft nach ihrer Auswirkung auf den Umsatz beziehungsweise "Impact" ("niedrig", "mittel", "hoch" oder "sehr hoch") zusammen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beziehungsweise "Likelihood" (ebenfalls "niedrig", "mittel", "hoch" oder "sehr hoch") wird dazu herangezogen, zu bestimmen, ob ein Risiko insgesamt als "niedrig", "mittel" oder "hoch" anzusehen ist. Dabei werden die Klassen für den "Impact" mit unter 10 % des Jahresumsatzes einer berichtenden Einheit als "niedrig", 10 bis unter 20 % dieses Umsatzes als "mittel", 20 bis unter 40 % dieses Umsatzes als "hoch" und ab 40 % dieses Umsatzes als "sehr hoch" eingeordnet. Daneben werden sie mit 0 bis 24 % ihrer "Likelihood" als "niedrig", bei 25 bis 49 % als "mittel", bei 50 bis 74 % als "hoch" und ab 75 % als "sehr hoch" eingeordnet.
Das Schaubild zeigt, auf welche Weise die Kombination aus "Impact" und "Likelihood" Risiken insgesamt als "niedrig", "mittel" oder "hoch" ausweist. Als Beispiel ist ein im Feld (2) aufgeführtes Risiko insgesamt "niedrig", da sein Impact unter 10 % des Umsatzes und die Likelihood unter 25 % liegt. Ein im Feld (2) erfasstes Risiko ist insgesamt "mittel" und hat einen Impact zwischen 10 und unter 20 % des Umsatzes und eine Likelihood von 25 bis 49 %. Dagegen ist ein im Feld (3) aufgeführtes Risiko insgesamt "hoch", denn es weist einen Impact zwischen 20 und unter 40 % des Umsatzes und eine Likelihood von 50 bis 74 % auf. Das Schaubild zeugt von hohem Risikobewusstsein und kaufmännischer Vorsicht, da hohe Risiken die Mehrheit der bezeichneten Felder ausmachen. Der aktuelle Risikobericht enthält konzernweit anzahlmäßig nur in Höhe von 1,6 % solche Risiken, die auf Ebene der Einzelgesellschaften als insgesamt "hoch", und nur in Höhe von 7,7 % solche Risiken, die auf Ebene der Einzelgesellschaften als insgesamt "mittel" eingestuft werden.
Neben der rein rechnerischen Einordnung werden die identifizierten Risiken auch qualitativ nach ihrem Risikotyp sowie der Unternehmenseinheit und der betroffenen Geschäftsaktivität klassifiziert. Des Weiteren werden geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung aufgeführt. Damit bildet das Risikoberichtswesen zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung, die auch von der Internen Revision des Konzerns geprüft wird. Zusätzlich findet über die Risikobewertung ein Abgleich mit der Strategie des Unternehmens und den daraus abgeleiteten Zielen statt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Dabei handelt es sich um ein plötzlich auftretendes Risiko, das mit mindestens mittlerer oder hoher Wahrscheinlichkeit das Unternehmensergebnis einer Konzerngesellschaft in Höhe von mindestens 5 Mio. € beeinträchtigen oder den Jahresumsatz der betreffenden Gesellschaft um wenigstens 20 % reduzieren könnte. Ebenfalls wird ein solcher "Hazard Alert" vorgetragen, wenn zum Beispiel ein Rechtsrisiko oder ein Compliance-Risiko eintritt, das bislang nicht in periodischen Risikoberichten an den Vorstand der Symrise AG enthalten war.
4.5. Risiken im Einzelnen
4.5.1. Umfeld- und Branchenrisiken
In den von Symrise bedienten Branchen ist weiterhin ein intensiver Wettbewerb zu beobachten. Demtenstprechend wird eine Fortsetzung des Konsolidierungstrends des Abnehmerkreises für Produkte von Symrise wird für möglich gehalten. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit auch Marktanteile zu verlieren. Als Gegenmaßnahme wird vor allem die Vermarktung von Innovationen und Produkten der Geschäftsbereiche weiter vorangetrieben, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Wettbewerber aufweisen. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene der Zulieferer bestehen ebenfalls, da durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf Beziehungen zu Kunden ausgehen können. Symrise ist politischen Risiken in der Form von Handelsembargos in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen Rohstoffe bezogen oder in die Produkte exportiert werden. Behinderungen des Handels können durch ein Ausweichen auf andere Regionen nur teilweise kompensiert werden. In einzelnen Ländern wird kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls beobachtet. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient zur Eingrenzung dieses Risikos. Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, beziehen sich überwiegend auf Forderungsausfälle und werden daher durch entsprechende Finanzkontrollen gemindert. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise vertreten ist, werden mit großer Aufmerksamkeit beobachtet, um die Sicherheit der Belegschaft zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.
4.5.2. Unternehmensstrategische Risiken
Unternehmensstrategische Risiken können sich beispielsweise durch Akquisitionen ergeben. Die Akquisitionen der vergangenen Jahre haben erfolgreich zum Wachstum des Konzerns beigetragen und sind mittlerweile integriert. Akquisitionen sind grundsätzlich mit Risiken behaftet, denn im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Risiken dieser Art wird durch einen klar definierten Integrationsprozess und entsprechende Verantwortlichkeiten begegnet. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens könnten sich beispielsweise aus Fehleinschätzungen zu Wachstum, Profitabilität, Liefersicherheit von Rohstoffen und Produktportfolio ergeben. Der Ausfall von Rohstofflieferungen, insbesondere jener von Exklusivlieferanten, oder die Beeinträchtigung von Rohstofflieferungen durch Naturkatastrophen, stellen grundsätzlich ein hohes Risiko dar. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit neuer Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit von Entwicklungen gewährleisten.
Die mögliche Streichung von der sogenannten Core List bedeutender Kunden oder die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken, denen durch engen Kontakt zu den betreffenden Kunden entgegengewirkt wird. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität, Innovationskraft und Produktqualität. Hier wird stets angestrebt, zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören und mit dieser Qualität auch industrieweit bekannt zu bleiben.
4.5.3. Leistungswirtschaftliche Risiken
Produktrisiken:
Die Duft-, Geschmack- und Zusatzstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnehmen oder an Haut und Haaren anwenden. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich die Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit der Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft.
Veränderungen in der Technologie von Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber bestehen Risiken für unsere Produkte, die durch eine angemessene Patentverwaltung kontrolliert werden.
Beschaffungsrisiken:
Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken ungeplanter Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Die Hauptlieferanten von Symrise sind durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Darüber hinaus werden Beschaffungsalternativen - zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten - erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Ferner wird auch die finanzielle Bonität der Lieferanten kontinuierlich geprüft. Nicht zuletzt tragen die Initiativen im Bereich der Rückwärtsintegration zur Stabilisierung und Risikominderung bei der Rohstoffversorgung bei. Unsere Lieferanten sind gehalten, den Verhaltenskodex, der für Symrise gilt, stets einzuhalten. Es wird erwartet, dass die von Symrise selbst auferlegten hohen ethischen Anforderungen zur Steigerung des Geschäftserfolgs unter Berücksichtigung verfügbarer Ressourcen, aller Mitarbeiter und der Gesellschaft respektiert werden.
Risiken zu Produktsicherheit, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt sowie Integrität unserer Hauptlieferanten, basierend auf international anerkannten Standards, werden in regelmäßigen Abständen untersucht. Die Zahl der Lieferanten, die mit diesem Risikoprofil untersucht werden, wird kontinuierlich erweitert. Daneben werden Lieferantenaudits durchgeführt und entsprechende Geschäftsbeziehungen werden, soweit dies zur Minderung von Risiken notwendig erscheint, eingestellt.
Betriebsrisiken:
Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der Sicherheit der Energieversorgung, der Einrichtungen, der Prozesse, des Brandschutzes, der Qualität und Sicherheit von Materialien und deren Klassifizierung sowie der Qualifikation des operativen Personals liegen. Daneben können steigende Anforderungen, länderspezifische Arbeits- und Umweltschutzauflagen sowie Naturkatastrophen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken werden durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit, Versicherung und entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen unter Kontrolle gehalten. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund wird die regulatorische Entwicklung in den Ländern, in denen Symise tätig ist, fortlaufend beobachtet. Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art werden durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), robuste Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe gemindert.
4.5.4. Finanzwirtschaftliche Risiken
Kreditrisiko:
Das Risiko des Kreditausfalls besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen können und dadurch ein Vermögensschaden für Symrise entsteht. Konzernweit entfallen hierauf weniger als 2 % der Gesamtrisiken. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer pauschalen Wertberichtigungskomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanziellen Krisen in Exportländern begegnet Symrise durch eine entsprechende Finanzkontrolle.
Liquiditätsrisiko:
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht und entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen ebenfalls. So wird sichergestellt, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.
Zins- und Währungsrisiken:
Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise USD) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Eine Schwankung des USD kann insoweit zu entsprechenden Veränderungen unserer Materialpreise führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch Verhandlung von Korridoren in den Verträgen, außerhalb derer nachverhandelt werden kann. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro denominiert ein. Das verbleibende Währungsrisiko wurde 2015 durch Devisentermingeschäfte reduziert.
Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von:
| ― | 27,0 Mio. USD (31. Dezember 2014: 21,1 Mio. USD) zur Sicherung von EUR/USD, |
| ― | 9,0 Mio. USD (31. Dezember 2014: 7,5 Mio. USD) zur Sicherung von USD/JPY, |
| ― | 2,1 Mio. USD (31. Dezember 2014: 0,9 Mio. USD) zur Sicherung von USD/INR, |
| ― | 3,5 Mio. USD (31. Dezember 2014: 5,7 Mio. USD) zur Sicherung von SGD/USD, |
| ― | 2,2 Mio. USD (31. Dezember 2014: 1,6 Mio. USD) zur Sicherung von USD/AUD, |
| ― | 0,0 Mio. GBP (31. Dezember 2014: 0,05 Mio. GBP) zur Sicherung von EUR/GBP. |
Um Schwankungen im Finanzergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cashflow Hedge klassifiziert.
Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Symrise hat dieses Risiko im Rahmen der Finanzierung der Pinova Holdings Inc. niedrig gehalten, rund 83 % der Schuldscheine sind vor dem Hintergrund des günstigen Zinsumfelds mit fixen Zinssätzen aufgenommen. Insgesamt beträgt die Quote der fixen Verschuldung zum 31. Dezember 2015 86 % der Gesamtverschuldung. Dem verbleibenden Zinsänderungsrisiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften.
Steuerrisiko:
Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.
4.5.5. Personalrisiken
Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Anreizsysteme, Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme sowie eine zielgerichtete Nachfolgeplanung entgegen.
Risiken, die von Mitarbeitern ausgehen, können im Wesentlichen im Austritt und dem damit verbundenen Kompetenzverlust, der Nichteinhaltung von unternehmensweit geltenden Richtlinien sowie gesetzlichen oder mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossenen Vereinbarungen bestehen. Die Einhaltung lokaler Gesetze sowie unternehmensweiter Richtlinien wird durch interne Audits sichergestellt. Ferner wird die Einhaltung dieser Vorgaben, die auf international anerkannten Standards beruhen, regelmäßig durch externe Auditoren überprüft. Durch das erstmalige Einweisen neuer Mitarbeiter und durch spätere Schulungen wird sichergestellt, dass unternehmensweite Richtlinien wie zum Beispiel der Code of Conduct von allen Mitarbeitern beachtet werden. Karriereentwicklungsmöglichkeiten und regelmäßige Nachfolgeplanung beugen der Abwanderung gerade in Schlüsselfunktionen ebenfalls vor. Der stetige Kontakt zu Arbeitnehmervertretungen dient unter anderem der Vermeidung von Arbeitsniederlegungen und den damit verbundenen Betriebsunterbrechungen.
4.5.6. Rechtliche Risiken
Derzeit sieht sich der Konzern nur in relativ geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich Umweltrecht. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, werden potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung der Rechtsabteilung und, soweit erforderlich, auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten analysiert. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften überhaupt von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle wird daher nur auf einen Verfahrenstypus hingewiesen: In den USA wird der Konzerngesellschaft "Symrise, Inc.", wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung gesundheitsschädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern bestimmte Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine konkrete Geldforderung benannt worden. Symrise geht davon aus, die Beschuldigungen auch weiterhin entkräften zu können. Außerdem wird nicht erwartet, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.
4.5.7. Compliance-Risiken
Risiken dieser Kategorie beschreiben die fehlende Übereinstimmung von Abläufen mit Vereinbarungen und regulierenden, vor allem gesetzlichen Vorgaben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Risiken der Produkt-Compliance wie zum Beispiel einem möglichen Verstoß gegen die Europäische Chemieverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals). Risiken der Produkt-Compliance sind wertmäßig mit 33 % aller Compliance-Risiken angegeben. Die Einrichtung der REACH-Organisation des Konzerns und der dazugehörigen Überwachungssysteme dient der Minimierung dieses Risikos.
Seit Jahren wird eine Integrity Hotline betrieben, die es den Mitarbeitern erlaubt, anonym per Telefon oder Internet Fehlverhalten anderer Mitarbeiter an das Compliance Office zu melden. Alle eingehenden Meldungen werden untersucht und gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet, die in Einzelfällen bis zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen führen können.
4.5.8. IT-Risiken
Risiken der IT bestehen in der Schädigung des Konzerns durch Datenmissbrauch, in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Daten, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten. Trotz dieser Schutzmaßnahmen besteht allerdings immer ein Restrisiko, dass Angriffe auf unser Datennetz von Behörden oder anderen Dritten unbemerkt bleiben.
4.6. Gesamtbewertung der Chancen- und Risikolage
Das Geschäftsmodell von Symrise und der in den vergangenen Geschäftsjahren erworbenen Gesellschaften, zeichnet sich durch ein im Vergleich zu anderen Industriezweigen und Unternehmen überdurchschnittlich hohes Chancenpotenzial aus, insbesondere auch aufgrund des weltweit steigenden Privatkonsums und wachsenden Wohlstands. Viele Produkte dienen der Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie "Gesundheit" und "jugendlichem Aussehen", die weltweit bestehen. Das dynamische Wachstum und die hohe Rentabilität von Symrise belegen, dass diese Chancen bislang erfolgreich genutzt wurden. Diese Strategie soll auch künftig fortgesetzt werden.
Alle relevanten Risiken und Chancen werden konzernweit einheitlich aus quantitativer und qualitativer Perspektive in den Dimensionen Grad der Auswirkung auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.
Die Bewertung und die Handhabung der Risiken erfolgt auf Ebene der Einzelgesellschaften, da dies dem dezentralen Geschäfts- und Führungsmodell des Symrise Konzerns entspricht. Wir haben bei der Konzern-Risikobewertung jeweils aggregiert auf der Ebene der Kategorien der Qualifizierung als "niedrig", "mittel" und "hoch" die folgenden Größenordnungen zugeordnet (jeweils Auswirkung auf das Ergebnis nach Ertragsteuern):
| ― | "niedrig" entspricht einem Betrag von bis zu 20 Mio. € |
| ― | "mittel" entspricht einem Betrag von über 20 Mio. € bis zu 100 Mio. € |
| ― | "hoch" entspricht einem Betrag von über 100 Mio. € |
Diese Bandbreiten verstehen sich jeweils als das Produkt aus Umsatzauswirkung, Eintrittswahrscheinlichkeit und EBITDA-Marge von Risiken, was auch der im Abschnitt Risikomanagement mit Geltung für Risiken auf Ebene der Einzelgesellschaften beschriebenen Methode entspricht.
Aus dem bestehenden Risikoberichtswesen wurde für 2015 entsprechend der beschriebenen Methodik das folgende Risikoprofil für den Symrise Konzern ermittelt:
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| Risikoprofil | Konzern-Risikobewertung |
|---|---|
| Umfeld- und Branchenrisiken | niedrig |
| Unternehmensstrategische Risiken | niedrig |
| Leistungswirtschaftliche Risiken | niedrig |
| Produktrisiken | niedrig |
| Beschaffungsrisiken | niedrig |
| Betriebsrisiken | niedrig |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | niedrig |
| Kreditrisiko | niedrig |
| Liquiditätsrisiko | niedrig |
| Zins- und Währungsrisiken | niedrig |
| Steuerrisiko | niedrig |
| Personalrisiken | niedrig |
| Rechtliche Risiken | niedrig |
| Compliance-Risiken | niedrig |
| IT-Risiken | niedrig |
Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden. Da das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch ein System integrierter interner Kontrollen und Wirksamkeitsprüfungen ergänzt wurden, wird davon ausgegangen, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen erfüllen zu können.
5. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
5.1. Grundzüge und Ziele
Nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des Internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gewährleisten. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung ebenfalls dokumentiert. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.
Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Zudem sorgen Mitarbeiterschulungen sowie Erfahrungsaustausche dafür, dass Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.
5.2. Organisation und Prozess
Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Bereiche des Unternehmens, orientiert sich an ISO 31000 und basiert auf dem Rahmenkonzept COSO II. Basierend auf Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter Konzern-Risikobericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat beziehungsweise dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist. |
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichprobenprüfungen der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte |
Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der aus den Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns möglicherweise resultierenden Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft.
6. Nachtragsbericht
Im September 2015 hat Symrise bekanntgegeben, das Unternehmen Pinova Holdings Inc. mit Standorten in Brunswick, Colonel's Island (Georgia, USA) und in Jacksonville (Florida, USA) mit einem Transaktionsvolumen von 416 Mio. USD zu erwerben. Die Pinova Holdings Inc. ist ein führender Anbieter von Inhaltsstoffen aus natürlichen und erneuerbaren Rohmaterialien, die vor allem in der Herstellung von Parfüms und Duftstoffen sowie von Mundpflegeprodukten eingesetzt werden. Mit dem Erwerb baut Symrise seine Rohstoffpalette bei Duftstoffen aus und stärkt damit insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit bei der Kreation von Parfümkompositionen. Zudem erweitert das Unternehmen die Vorwärtsintegration bei Menthol um sogenannte Kühlsubstanzen, die verstärkt in Kombination mit mentholbasierten Produkten eingesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Pinova Holdings Inc. einen Umsatz von 273 Mio. USD. Der Abschluss der Transaktion fand wie erwartet am 7. Januar 2016 statt. Symrise strebt eine zügige Integration der Pinova Holdings Inc. an, um die erwarteten Synergien möglichst schnell zu heben.
Im November 2015 hat Diana Naturals SAS, Frankreich, einen Kaufvertrag über den Erwerb von 60 % der Anteile an der Scelta Umami Holding BV, die Muttergesellschaft der operativen Gesellschaft Scelta Umami BV, beide mit Sitz in den Niederlanden, geschlossen. Der Abschluss dieser Transaktion war am 6. Januar 2016. Scelta Umami ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von Pilzkonzentraten und ergänzt damit das Produktportfolio in dem Segment Flavor &Nutrition. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Scelta Umami einen Umsatz von 4,1 Mio. €. Der Kaufpreis beläuft sich auf 8,2 Mio. €
7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2015 konnte der Konzern seinen Umsatz und seine Profitabilität erneut deutlich steigern. Die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert, und das auch unter Einbeziehung der jüngsten Akquisition der amerikanischen Pinova Holdings Inc. im Januar 2016. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.
8. Prognosebericht
8.1. Künftige Rahmenbedingungen
Von der künftigen Entwicklung der Weltwirtschaft werden 2016 voraussichtlich weder größere positive noch negative Effekte auf den Geschäftsverlauf von Symrise ausgehen. Der IWF prognostiziert für das laufende Jahr einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,4 % - kaum höher als das Plus des Vorjahres von 3,1 %. Dabei geht der IWF von einer weiteren Verlangsamung des Wachstumstempos in China auf 6,3 % aus, was sich auch auf die Handelspartner dieser größten asiatischen Volkswirtschaft auswirken dürfte. In den USA soll sich das Wachstum lediglich geringfügig auf 2,6 % erhöhen. Auch im Euroraum wird weiterhin nur ein verhaltenes Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Leistung von 1,7 % erwartet. Zudem ist dieses globale Bild mit Risiken behaftet:
Zahlreiche politische Krisen sind nicht gelöst, dem Euroraum drohen weiterhin Herausforderungen durch die anhaltende Verschuldungsproblematik einiger Länder. Das Ausmaß der Flüchtlingskrise ist derzeit nicht abschätzbar. Der stark gesunkene Ölpreis kann zu Verwerfungen in der Weltwirtschaft führen.
Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2015 ein Volumen von 22,3 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut aktueller Schätzung der IAL Consultants (9. Auflage, Nov. 2014) - circa 17,1 Mrd. € auf den Teilmarkt der Geschmack- und Duftstoffe und - laut neuesten Berichten von TechNavio/Infiniti und Global Industry Analysts - circa 5,2 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe. Symrise geht in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 2 bis 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus. Trotz der etwas zurückgehenden Wirtschaftsleistung einiger Länder in Südamerika wird nach eigener Einschätzung die Nachfrage nach Aromen und Duftstoffen in dieser Region am stärksten steigen - gefolgt von Nordamerika, Europa und Asien. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Symrise eher geringe Schwankungen bei den Rohstoffkosten. Das Umfeld der einzelnen Rohstoffe deutet allerdings auf sehr unterschiedliche Entwicklungen hin. Symrise unterscheidet im Wesentlichen zum einen in natürliche agro-basierte und zum anderen in petro-basierte Rohstoffe. So erwartet der Konzern leicht steigende Kosten bei den natürlichen Rohstoffen aufgrund von zunehmendem Bedarf und teilweise geringen Ernteausbeuten. Auf der anderen Seite sorgt der gefallene Ölpreis für Entspannung bei den synthetischen Rohstoffen. Der strategische Fokus des Unternehmens liegt auf den natürlichen und erneuerbaren Rohmaterialien. Dieser Entwicklung trägt der Erwerb der Pinova Holdings Inc. Rechnung und stellt einen weiteren Meilenstein zum weiteren Ausbau einer eigenen Rohstoffbasis dar. Im Bereich Menthol nutzt Symrise seine führende Marktposition und langjährige Liefertreue bei den multinationalen Markenherstellern.
Für das Geschäftsjahr 2016 ist mit einer moderaten Entwicklung der Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind der bereits im zweiten Jahr fallende Ölpreis, dessen Abwärtstrend sich im Jahr 2016 aber vermutlich stabilisieren wird. Beim Strompreis ist durch gefallene Beschaffungspreise an der Strombörse EEX einerseits, aber durch eine steigende EEG-Abgabe andererseits nicht mit einer Entspannung zu rechnen. Durch Kombination aus unterschiedlichen Maßnahmen bei der Energiebeschaffung und einem etablierten Energiemanagement ist Symrise bestrebt, die Energiekosten des Unternehmens positiv zu beeinflussen. Dazu gehört auch die Inbetriebnahme eines neuen Kraftwerks am Standort Holzminden Mitte 2016. Das Kraftwerk bietet über die Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung die Möglichkeit der teilweisen Eigenstromversorgung. Weiterhin wird auf erneuerbare Energiequellen umgestellt, was wiederum den CO2 -Ausstoß erheblich reduziert.
8.2. Künftige Unternehmensentwicklung
Für das Jahr 2016 bekräftigt Symrise seine langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele. Der Konzern geht weiterhin davon aus, schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt beträgt nach eigener Schätzung und Unternehmensdaten für das laufende Jahr 2 bis 3 % weltweit. Dabei erwarten beide Segmente, Scent &Care und Flavor &Nutrition, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum über dem Marktzuwachs.
Zur weiteren Steigerung des Ergebnisses werden ein strenges Kostenmanagement und der Fokus auf margenstarke Geschäfte beibehalten. Dazu gehören Initiativen zur Reduzierung der Komplexität und die Entwicklung innovativer, nachhaltiger Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass sich die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2015 bewegen und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2015 nicht deutlich verändern, geht der Konzern für 2016 erneut von einer EBITDA-Marge von rund 20 % für beide Segmente aus. Der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA soll 2016, vor allem durch die Akquisition der Pinova Holdings Inc., bei etwa 3,0 liegen. Mittelfristig strebt das Unternehmen die Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.
Der Konzern wird die ergebnisorientierte Dividendenpolitik fortsetzen und seine Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.
8.3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens
Der Vorstand der Symrise AG sieht das Unternehmen bestens aufgestellt, um das Geschäft in allen Geschäftsbereichen und Wachstumsregionen weiter auszubauen. Das Erreichen der gesteckten Ziele beruht auf einer bewährten Strategie. Die drei Eckpfeiler unserer Strategie sind unverändert. Sie stehen für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts:
| ― | Wachstum: Eine enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Kunden, insbesondere um den Umsatzanteil in Schwellenländern weiter auszubauen. |
| ― | Effizienz: Die fortlaufende Verbesserung der Prozesse sowie der Ausbau der Rückwärtsintegration bei erneuerbaren Rohstoffen. |
| ― | Portfolio: Das Erschließen neuer Märkte und Marktsegmente außerhalb von Duftstoffen und Aromen mit Unterstützung der dazugewonnenen Kompetenzen der Diana Gruppe und von Pinova Holdings Inc.. |
Mit Beginn des Jahres 2016 hat Symrise mit der Akquisition der Pinova Holdings Inc. neue Kompetenzen und Produkte erworben, die insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit bei der Kreation von Parfümkompositionen stärken. Grundsätzlich will Symrise jedoch vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigt der Konzern Akquisitionen oder geht strategische Partnerschaften ein, um sich Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen - oder die eigene Versorgung mit erneuerbaren nachhaltigen Rohstoffen zu sichern.
9. Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht erläutert die Grundsätze, die für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder gelten, und stellt die Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung dar. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beschrieben.
9.1. Vergütung der Vorstandsmitglieder
Gemäß dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und entsprechend §1(3) der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Symrise AG berät und entscheidet bei Symrise das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Das aktuelle Vergütungssystem wurde zuletzt auf der Hauptversammlung 2015 von den Anteilseignern mehrheitlich gebilligt. Es erfüllt sämtliche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015.
Die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Die letzte Überprüfung hat in der Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember 2014 stattgefunden, in der Anpassungen mit Wirkung zum 1. Januar 2015 definiert wurden.
9.1.1. Angemessenheit der Vorstandsbezüge
Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Darüber hinaus wird die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Symrise internen Vergütungsstruktur herangezogen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder angemessen und die Zielsetzungen ambitioniert sein sollen.
Das durchschnittliche Entgelt eines Vorstandsmitglieds, bestehend aus der Festvergütung, dem jährlichen variablen Anteil sowie dem langfristig variablen Anteil, entspricht dem rund 26-fachen der durchschnittlichen Vergütung der Symrise Mitarbeiter in Deutschland und dem rund 28-fachen der Vergütung der Symrise Mitarbeiter weltweit.
Bei der variablen Vergütung sind die Ziele und die Kriterien zur Bewertung der Zielerreichung für den Vorstand ambitionierter ausgestaltet als bei den Führungskräften im Allgemeinen. So entfällt eine Bonuszahlung vollständig, wenn weniger als 85 % des gesetzten Ziels erreicht werden ("Threshold"). Bei den Führungskräften liegt dieser Wert bei weniger als 60 % Zielerreichung.
Ferner müssen Vorstandsmitglieder grundsätzlich ihre Altersvorsorge aus ihrer eigenen Vergütung im Wege einer Deferred Compensation bilden. Einen Unternehmenszuschuss gibt es aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand nicht.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst ein festes Jahresgehalt (Festvergütung) zuzüglich Nebenleistungen (Sachbezüge), eine einjährige variable Vergütung, eine mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/ LTIP) und eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Deferred Compensation.
9.1.2. Festvergütung und Nebenleistungen
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre jährliche Festvergütung in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt. Die Nebenleistungen enthalten im Wesentlichen Sachbezüge in Form geldwerter Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie die Kosten für Versicherungen wie zum Beispiel für eine Gruppenunfallversicherung.
9.1.3. Einjährige variable Vergütung (Bonus)
Die einjährige variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der vom Unternehmenserfolg im abgelaufenen Geschäftsjahr, speziell von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, EPS) sowie je einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Jahresbonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.
Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2015 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Entsprechende Ziele finden auch auf den Ebenen unterhalb des Vorstands nebst anderen Zielen Anwendung. Dadurch wird innerhalb des Unternehmens das durchgängige Verfolgen der Geschäftsziele sichergestellt. Die variable einjährige Vergütung für das Kalenderjahr 2015 wird je nach Zielerreichungsgrad auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2015 im Folgejahr 2016 ausgezahlt.
9.1.4. Mehrjährige variable Vergütung (Long Term Incentive Plan)
Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/ LTIP) ist eine revolvierende variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.
Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2013-2015 und 2014-2016 sowie 20152017 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt.
In allen drei laufenden Incentive Plänen wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50 % der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag) entspräche dem 60sten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Bei Herrn Dr. Heinz-Jürgen Bertram beträgt die mehrjährige variable Vergütung bei 100 % Zielerreichung 665.000 €, bei den Herren Achim Daub und Bernd Hirsch jeweils 455.000 €.
Scheidet ein Vorstandsmitglied auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Performance Periode aus dem Unternehmen aus, besteht kein Anspruch aus den noch laufenden Long Term Incentive Programmen, auch kein Anspruch auf anteilige Auszahlung. Diese Regelung greift im Jahre 2015 für die Festlegung des Rückstellungsaufwands für den zum 31. Dezember 2015 ausgeschiedenen Herrn Bernd Hirsch.
Für die LTIP-Programme 2013-2015, 2014-2016 sowie 2015-2017 wurden zum Bilanzstichtag für Herrn Dr. Bertram Rückstellungen in Höhe von 1.342.146 € (Vorjahr: 1.291.000 €) (Aufwand 2015: 798.146 €), für Herrn Daub in Höhe von 790.648 € (Vorjahr: 738.022 €) (Aufwand 2015: 479.661 €) sowie für Herrn Hirsch in Höhe von 361.293 € (Vorjahr: 738.022 €) (Aufwand 2015: 50.307 €) gebildet.
Die im Geschäftsjahr 2015 geflossenen Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Bertram, Daub und Hirsch entsprechen denjenigen, die durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 4. Dezember 2014 festgesetzt wurden. Danach erhält Herr Dr. Bertram eine Festvergütung von 665.000 € sowie einen Jahresbonus - bei 100 % Zielerreichung - von 570.000 €. Bei den Herren Daub und Hirsch beträgt die Festvergütung 455.000 € und der Jahresbonus -bei 100 % Zielerreichung - 390.000 €. Die Festsetzung der Vorstandsvergütung erfolgt vor dem Hintergrund der Aufgaben und Leistung der Vorstandsmitglieder sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung von Symrise. Ferner wurde ganz wesentlich die erweiterte Geschäftsverantwortung durch die Akquisition der Diana Gruppe einbezogen.
9.1.5. Individuelle Vergütung nach Maßgabe der Empfehlung der Ziffer 4.2.5 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex
Tabellarische Darstellung der im Geschäftsjahr 2015 gewährten Zuwendungen
Der nachfolgende tabellarische Ausweis der im Geschäftsjahr 2015 gewährten Zuwendungen basiert auf den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015. Dabei werden auch die Werte angegeben, die im Minimum und im Maximum an Vergütung erreicht werden können.
Im Geschäftsjahr 2015 amtierende Vorstandsmitglieder (Angaben in €)
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| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | Achim Daub | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewählte Zuwendungen | Vorsitzender des Vorstandes | Vorstandsmitglied Scent & Care | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| seit 2009 | seit 2006 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| GJ 2014 | GJ 2015 | GJ 2015 (Min) | GJ 2015 (Max) | GJ2014 | GJ 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen | 600.000 | 665.000 | 665.000 | 665.000 | 400.000 | 455.000 |
| Nebenleistungen* | 19.890 | 20.150 | 20.150 | 20.150 | 19.221 | 19.980 |
| Summe | 619.890 | 685.150 | 685.150 | 685.150 | 419.221 | 474.980 |
| Einjährige variable Vergütung** | 515.000 | 570.000 | 0 | 855.000 | 400.000 | 390.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** | 600.000 | 665.000 | 0 | 1.330.000 | 343.000 | 455.000 |
| LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 2016) | 600.000 | - | - | - | 343.000 | - |
| LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) | - | 665.000 | 0 | 1.330.000 | - | 455.000 |
| Summe | 1.734.890 | 1.920.150 | 685.150 | 2.870.150 | 1.162.221 | 1.319.980 |
| Versorgungsaufwand**** | 24.173 | 33.903 | 33.903 | 33.903 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK)***** | 1.759.063 | 1.954.053 | 719.053 | 2.904.053 | 1.162.221 | 1.319.980 |
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| Achim Daub | Bernd Hirsch | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewählte Zuwendungen | Vorstandsmitglied Scent & Care | Vorstandsmitglied Finanzen | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| seit 2006 | von 2009 bis 31. Dezember 2015 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| GJ 2015 (Min) | GJ 2015 (Max) | GJ 2014 | GJ 2015 | GJ 2015 (Min) | GJ 2015 (Max) | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen | 455.000 | 455.000 | 400.000 | 455.000 | 455.000 | 455.000 |
| Nebenleistungen* | 19.980 | 19.980 | 20.740 | 21.000 | 21.000 | 21.000 |
| Summe | 474.980 | 474.980 | 420.740 | 476.000 | 476.000 | 476.000 |
| Einjährige variable Vergütung** | 0 | 585.000 | 400.000 | 390.000 | 0 | 585.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** | 0 | 910.000 | 343.000 | 455.000 | 0 | 910.000 |
| LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 2016) | - | - | 343.000 | - | - | - |
| LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) | 0 | 910.000 | - | 455.000 | 0 | 910.000 |
| Summe | 474.980 | 1.969.980 | 1.163.740 | 1.321.000 | 476.000 | 1.971.000 |
| Versorgungsaufwand**** | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK)***** | 474.980 | 1.969.980 | 1.163.740 | 1.321.000 | 476.000 | 1.971.000 |
* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung
** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Wert bei einer Zielerreichung von 100 %. Die in der Spalte "GJ 2015 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 150% dar.
*** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweiligen Geschäftsjahr vom Aufsichtsrat gewährte Leistung für das Long-Term-Incentive-Program mit dem 100% Zielwert. Die in der Spalte "GJ 2015 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 200% dar.
**** Versorgungsaufwand (Service Cost) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Tabellarische Darstellung der im Geschäftsjahr 2015 zugeflossenen Leistungen
Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss der Vergütung im beziehungsweise für das Geschäftsjahr 2015 aus, die sich aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung, differenziert nach den jeweiligen Bezugsjahren, und dem Versorgungsaufwand (Service Costs) zusammensetzt. Abweichend von der vorstehenden Tabelle beinhaltet diese Tabelle den tatsächlichen Wert aus in Vorjahren gewährten und im Geschäftsjahr 2015 zugeflossenen, mehrjährigen variablen Vergütungen.
Im Geschäftsjahr 2015 amtierende Vorstandsmitglieder sowie ehemalige Vorstandsmitglieder mit Zufluss in 2015 (Angaben in €)
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| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | Achim Daub | Bernd Hirsch | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss | Vorsitzender des Vorstandes | Vorstandsmitglied Scent & Care | Vorstandsmitglied Finanzen | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| seit 2009 | seit 2006 | von 2009 bis 31.12.2015 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| GJ 2014 | GJ 2015 | GJ 2014 | GJ 2015 | GJ 2014 | GJ 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen | 600.000 | 665.000 | 400.000 | 455.000 | 400.000 | 455.000 |
| Nebenleistungen* | 19.890 | 20.150 | 19.221 | 19.980 | 20.740 | 21.000 |
| Summe | 619.890 | 685.150 | 419.221 | 474.980 | 420.740 | 476.000 |
| Einjährige variable Vergütung** | 538.742 | 594.681 | 421.560 | 397.098 | 426.080 | 421.317 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** | 763.000 | 632.000 | 436.182 | 361.293 | 436.182 | 361.293 |
| LTIP 2012 (Laufzeit 2012 bis 2014) | 763.000 | 0 | 436.182 | 0 | 436.182 | 0 |
| LTIP 2013 (Laufzeit 2013 bis 2015) | 0 | 632.000 | 0 | 361.293 | 0 | 361.293 |
| LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 2016) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 1.921.632 | 1.911.831 | 1.276.963 | 1.233.371 | 1.283.002 | 1.258.610 |
| Versorgungsaufwand**** | 24.173 | 33.903 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.945.805 | 1.945.734 | 1.276.963 | 1.233.371 | 1.283.002 | 1.258.610 |
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| Holger Gliewe | ||
|---|---|---|
| Zufluss | Vorstandsmitglied Flavor & Nutrition | |
| --- | --- | --- |
| bis 31.12.2014 | ||
| --- | --- | --- |
| GJ 2014 | GJ 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Festvergütungen | 400.000 | 0 |
| Nebenleistungen* | 20.944 | 0 |
| Summe | 420.944 | 0 |
| Einjährige variable Vergütung** | 406.680 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** | 436.182 | 393.973 |
| LTIP 2012 (Laufzeit 2012 bis 2014) | 436.182 | 0 |
| LTIP 2013 (Laufzeit 2013 bis 2015) | 0 | 240.862 |
| LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 2016) | 0 | 153.111 |
| Sonstiges | 0 | 0 |
| Summe | 1.263.806 | 393.973 |
| Versorgungsaufwand**** | 24.739 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.288.545 | 393.973 |
* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung
** injährige variable Vergütung beinhaltet den Zufluss für den Bonus entsprechend dem jeweils angegebenen Geschäftsjahr.
*** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweils angegebenen Geschäftsjahr zugeflossene Leistung aus dem jeweiligen Long-Term-Incentive-Program basierend auf der tatsächlichen Zielerreichung.
**** Versorgungsaufwand (Service Cost) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.
9.1.6. Angaben nach § 315a HGB
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| in € | Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsbezogene Komponenten | Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | Nebenleistungen* | Einjährige variable Vergütung ohne langfristige Anreizwirkung** | Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger nicht aktienbasierter Anreizwirkung*** | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | |||||
| 2015 | 665.000 | 20.150 | 594.681 | 632.000 | 1.911.831 |
| 2014 | 600.000 | 19.890 | 538.742 | 763.000 | 1.921.632 |
| Achim Daub | |||||
| 2015 | 455.000 | 19.980 | 397.098 | 361.293 | 1.233.371 |
| 2014 | 400.000 | 19.221 | 421.560 | 436.182 | 1.276.963 |
| Bernd Hirsch | |||||
| 2015 | 455.000 | 21.000 | 421.317 | 361.293 | 1.258.610 |
| 2014 | 400.000 | 20.740 | 426.080 | 436.182 | 1.283.002 |
* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie Gruppenunfallversicherung
** Einjährige variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht.
*** Mehrjährige variable Vergütungen beinhalten die Rückstellungen per 31.12.2015 für das LTIP-Programm 2013-2015 und per 31.12.2014 für das LTIP-Programm 2012-2014.
9.1.7. Altersversorgung
Eine unternehmensfinanzierte Altersversorgung wird von Symrise bei neu abzuschließenden Vorstandsverträgen nicht gewährt. Allerdings können alle Vorstandsmitglieder aus ihrer Festvergütung im Rahmen eines Gehaltsverzichts Altersversorgungsansprüche aufbauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2015 haben die Herren Dr. Bertram und Hirsch davon Gebrauch gemacht. Einen Unternehmenszuschuss gibt es analog der geltenden Regelung für außertarifliche Mitarbeiter und Führungskräfte in diesem Zusammenhang nicht.
Um künftige Ansprüche der Vorstandsmitglieder im Rahmen einer Deferred Compensation (Gehaltsverzicht zum Aufbau von Altersversorgungsbezügen) zu bedienen, hat Symrise aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens im Jahr 2015 Zuführungen zu den Rückstellungen für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 23.134 € (Vorjahr: 384.310 €) und für Herrn Hirsch in Höhe von 40.483 € (Vorjahr: 355.170 €) vorgenommen.
Seit seiner Bestellung zum Vorstandsmitglied macht Herr Dr. Bertram vom Aufbau einer Altersversorgung in Form einer Deferred Compensation Gebrauch. Aufgrund seines früheren Arbeitsverhältnisses mit Symrise besteht eine Altersversorgungszusage, die damals allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann &Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurde. Für diese Versorgungszusagen wurden im Geschäftsjahr 2015 bei Herrn Dr. Bertram 33.903 € (Vorjahr: 24.173 €) an Versorgungsaufwand (Dienstzeitaufwand nach IAS 19) den Rückstellungen zugeführt.
Zum 31. Dezember 2015 beläuft sich der Barwert der Pensionszusagen für Herrn Dr. Bertram auf 1.741.686 € (Vorjahr: 1.746.739 €) und für Herrn Hirsch auf 719.490 € (Vorjahr: 679.007 €). Für Herrn Daub besteht keine Pensionszusage.
9.1.8. Change of Control
Die Anstellungsverträge, die allen derzeitigen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen gleichlautende Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor.
Im Falle eines Kontrollwechsels hat jedes Vorstandsmitglied das Recht, seinen Anstellungsvertrag zu kündigen.
Alle Vorstandsmitglieder bekommen im Falle einer aufgrund eines Kontrollwechsels ausgesprochenen Kündigung oder einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat die Restlaufzeit ihrer Verträge abgegolten, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei für alle Vorstände auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.
Ferner enthalten alle Long Term Incentive Pläne (LTIP) eine Sonderklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Wird im Zuge eines Kontrollwechsels ein Mitglied des Vorstands abberufen, werden diesem Vorstandsmitglied alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen mehrjährigen variablen Vergütungen auf Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt.
9.1.9. Vorzeitige Beendigung und zeitliches Auslaufen der Dienstverträge
Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen. Ferner erfolgt keine Abfindungszahlung, wenn die Beendigung der Vorstandstätigkeit einvernehmlich auf Wunsch eines Vorstandsmitglieds erfolgt oder ein wichtiger Grund zur Kündigung des Anstellungsverhältnisses durch die Gesellschaft besteht.
Mit allen Vorstandsmitgliedern kann ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart werden. In diesem Falle erhält das jeweilige Vorstandsmitglied als Entschädigung hierfür 50 % seiner Festvergütung für diese zwölf Monate.
9.1.10. D & O-Versicherung
Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D &O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 Aktiengesetz abgeschlossen.
9.2. Vergütung des Aufsichtsrats
9.2.1. Vergütung des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten seit dem Geschäftsjahr 2013 eine jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine zusätzliche jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhalten eine zusätzliche jährliche Vergütung von jeweils 30.000 €.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.000 €, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt entsprechend für Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen.
Die Vergütung ist zahlbar nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsratsmitglieds für das jeweilige Geschäftsjahr entscheidet, für das die Vergütung zu zahlen ist.
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern auf Nachweis angemessene Auslagen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben. Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt.
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| in € | Vergütung | Sitzungsgelder | Gesamtvergütung per 31.Dezember 2015 | Gesamtvergütung per 31.Dezember 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender) | 120.000 | 6.000 | 126.000 | 127.500 |
| Regina Hufnagel (stellv. Vorsitzende) | 90.000 | 8.500 | 98.500 | 100.000 |
| Dr. Michael Becker | 90.000 | 8.500 | 98.500 | 99.000 |
| Harald Feist | 60.000 | 6.000 | 66.000 | 66.500 |
| Horst-Otto Gerberding | 60.000 | 6.000 | 66.000 | 67.500 |
| Dr. Peter Grafoner | 60.000 | 8.500 | 68.500 | 67.000 |
| Francesco Grioli (bis Mai 2014) | 0 | 0 | 0 | 29.000 |
| Christiane Jarke | 60.000 | 3.500 | 63.500 | 66.500 |
| Gerd Lösing | 60.000 | 5.000 | 65.000 | 66.000 |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer | 60.000 | 5.000 | 65.000 | 66.000 |
| Dr. Winfried Steeger | 60.000 | 8.500 | 68.500 | 69.000 |
| Helmut Tacke | 60.000 | 7.500 | 67.500 | 69.000 |
| Peter Winkelmann | 60.000 | 8.500 | 68.500 | 44.000 |
| 840.000 | 81.500 | 921.500 | 937.000 |
9.2.2. D &O-Versicherung
In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D &O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen worden.
10. Angaben gemäß Paragraph 315 Abs. 4 HGB
| ― | Das Grundkapital der Symrise AG ist unverändert und beläuft sich auf 129.812.574 €. Das Grundkapital ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht. |
| ― | Die Sun Life Financial Inc., Toronto, Kanada, hat uns auch im Namen ihrer Tochtergesellschaften im Mai 2015 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 10 % Schwelle wieder überschritten hat und mit 10,62 % weiterhin über der 10 % Schwelle liegt. |
| ― | Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes. |
| ― | Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000.000 € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften; c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde; d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen; e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. |
| ― | Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- beziehungsweise Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 23.000.000,00 € nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Zur Erfüllung der gewährten Bezugsrechte ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 23.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 13. Mai 2018 begeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital). Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. 6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel/Optionsschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Wandlungs/Optionsfristen. |
| ― | Ferner ist der Vorstand bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots. aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten. bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden: aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen. d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden. e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden. f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden. g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen. |
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control Regelung. Diese sieht vor, dass ein Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrags hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 nicht überschreiten.
Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.
11. Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com/de/investoren/corporategovernance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht
12. Konzerngewinn- und Verlustrechnung mit separater Darstellung der Sondereffekte aus M&A und PPA
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| In T€ | 2014 | Sondereffekte M&A* | Sondereffe kte PPA** | 2014 normalisiert | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.120.107 | 0 | 0 | 2.120.107 | 2.601.730 |
| Herstellungskosten | -1.231.704 | -3.816 | -9.795 | -1.218.093 | -1.490.141 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 888.403 | -3.816 | -9.795 | 902.014 | 1.111.589 |
| Vertriebskosten | -345.203 | -4.800 | 0 | -340.403 | -426.912 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -139.350 | -462 | 0 | -138.888 | -169.640 |
| Verwaltungskosten | -120.280 | -10.911 | 0 | -109.369 | -148.484 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 29.064 | 0 | 0 | 29.064 | 32.818 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.554 | 0 | 0 | -4.554 | -4.159 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 308.080 | -19.989 | -9.795 | 337.864 | 395.212 |
| Finanzerträge | 2.746 | 0 | 0 | 2.746 | 4.541 |
| Finanzaufwendungen | -51.116 | -7.826 | 0 | -43.290 | -48.860 |
| Finanzergebnis | -48.370 | -7.826 | 0 | -40.544 | -44.319 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 259.710 | -27.815 | -9.795 | 297.320 | 350.893 |
| Ertragsteuern | -72.943 | 7.698 | 3.267 | -83.908 | -98.504 |
| Jahresüberschuss | 186.767 | -20.117 | -6.528 | 213.412 | 252.389 |
| davon entfällt auf die Aktionäre der Symrise AG | 185.000 | -20.117 | -6.528 | 211.645 | 246.778 |
| davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile | 1.767 | 0 | 0 | 1.767 | 5.611 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | |||||
| - verwässert und unverwässert | 1,48 | 1,69 | 1,90 |
* In den Sondereffekten M&A sind einmalige, nicht wiederkehrende Sondereinflüsse aus Transaktions- und Integrationskosten sowie einmalige Bewertungseffekte im Zusammenhang mit den Unternehmenskäufen Diana und Probi berücksichtigt.
** Im Rahmen der Kaufpreisallokation von Diana waren die erworbenen Vorräte mit ihren beizulegenden Zeitwerten anzusetzen. Diese Aufdeckung der stillen Reserven kehrte sich im Geschäftsjahr 2014 um.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Symrise AG, Holzminden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Symrise AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 19. Februar 2016
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Ufer, Wirtschaftsprüfer
Papenberg, Wirtschaftsprüfer
ERKLÄRUNG DES VORSTANDS
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Holzminden, den 18. Februar 2016
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Olaf Klinger
Achim Daub
Bericht des Aufsichtsrats
der Symrise AG
Sehr geehrte Aktionäre,
das Jahr 2015 war ereignisreich und von Entwicklungen geprägt, die uns auch künftig beschäftigen werden: Die Verschuldungs- und Bankenkrise in Griechenland testete die Belastbarkeit des Euroraums und seiner Institutionen. Der militärische Konflikt in Syrien eskalierte und führte zu einem Anschwellen des Flüchtlingsstroms nach Europa, der wirtschaftlichen und politischen Sprengstoff in sich birgt. Die wirtschaftliche Dynamik in einigen wichtigen Schwellenländern ließ nach - in China - oder wurde von einer Rezession abgelöst - in Brasilien und Russland - und dämpfte damit die internationale Wirtschaftsentwicklung. Vor diesem Hintergrund konnte unser Unternehmen dennoch erneut deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielen. Dies ist zum Teil dem 2014 getätigten Erwerb der französischen Diana Gruppe und deren erfolgreicher Integration in den Symrise Konzern zuzuschreiben. Aber auch ohne diesen Niveaueffekt wuchs unser Unternehmen 2015 kräftig und hoch profitabel. Symrise gehört zu den erfolgreichsten Unternehmen seiner Branche.
Im nachfolgenden Bericht möchten wir Sie über die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats in diesem herausfordernden Umfeld informieren. Auch im Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen wiederum zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Diskussion und Entscheidung an.
Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns umfassend erörtert und abgestimmt. Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren, haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2015 eine eigene Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens abgehalten.
Wir haben sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Hierzu zählten vor allem die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, laufende und geplante Investitionen, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und -planung, die Risikosituation und das Risikomanagement sowie das Compliance Management System. Über Angelegenheiten, die nach Gesetz oder Satzung zustimmungspflichtig sind, hat uns der Vorstand frühzeitig unterrichtet und uns diese rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu diesen Beschlussvorschlägen und den Berichten des Vorstands haben wir, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch schriftlich oder telefonisch.
Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden uns vom Vorstand monatlich berichtet. Soweit es zu Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planungen und Zielen kam, haben wir ausführliche Erläuterungen in schriftlicher und mündlicher Form erhalten, sodass wir mit dem Vorstand über die Gründe für die Abweichungen und zielführende Korrekturmaßnahmen diskutieren konnten.
Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand in engem und kontinuierlichem Dialog. Das verhaltene Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung und die daraus für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen sowie der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der beiden Segmente waren wiederholt Gegenstand unserer Gespräche mit dem Vorstand.
Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung hinsichtlich der den Interessenkonflikten zugrunde liegenden Sachverhalte und dem Umgang mit ihnen zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2015 nicht aufgetreten.
DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, haben wir in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz.
Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen, so dass der Aufsichtsrat immer über eine umfassende Informationsbasis für seine Beratungen verfügt.
Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene und im Gesamtkonzern gehört zu seinen Aufgaben. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems sowie mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Harald Feist, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Regina Hufnagel, Frau Christiane Jarke und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer.
Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2015 dreimal, davon wurde eine Sitzung als Telefonkonferenz abgehalten. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Bewertung der Leistungen der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2014, die Vereinbarung der Ziele für das Geschäftsjahr 2015, die Überprüfung der Vergütung der Vorstandsmitglieder mit dem Schwerpunkt der mehrjährigen Vergütung (LTIP) und die Organisation der Selbstevaluierung des Aufsichtsrats. Weiter befasste sich der Personalausschuss mit der Nachfolgesuche für die Neubesetzung des Vorstandsressorts "Finanzen" und bereitete die Beschlussfassung des Aufsichtsrats für die Festlegung einer Zielgröße für die Erhöhung des Frauenanteils im Vorstand bis zum 30. Juni 2017 vor. Auch die Nachfolgeplanung im Gesamtkonzern unterhalb des Vorstands bildete einen Beratungsschwerpunkt. An den Sitzungen des Personalausschusses konnte ein Mitglied an einer Sitzung nicht teilnehmen.
Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem, der Abschlussprüfung und dem Compliance Management System. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt.
Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Group Compliance-Office und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Michael Becker (Vorsitzender), Herr Dr. Peter Grafoner, Frau Regina Hufnagel, Herr Dr. Winfried Steeger, Herr Helmut Tacke und Herr Peter Winkelmann. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2015 fünfmal. Ein Mitglied des Prüfungsausschusses konnte an einer Sitzung und ein weiteres Mitglied des Prüfungsausschusses konnte an zwei Sitzungen nicht teilnehmen. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen regelmäßig der Finanzvorstand und im Bedarfsfall der Abschlussprüfer, der Vorstandsvorsitzende und weitere Gäste zu einzelnen Tagesordnungspunkten teil. Der Prüfungsausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- sowie dem Konzernabschluss 2015, den Zwischenabschlüssen, den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers sowie mit der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und des Compliance Management Systems. Auch die Erstkonsolidierung der im Sommer 2014 akquirierten Diana Gruppe bildete einen Gegenstand der Beratungen des Prüfungsausschusses. Daneben hat der Prüfungsausschuss die ohne Beanstandungen gebliebene Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) begleitet und sich mit Fragen der turnusmäßig anstehenden Refinanzierung des Konzerns beschäftigt. Breiten Raum nahm auch die Befassung des Prüfungsausschusses mit der Qualifizierung der weltweiten Symrise Standorte unter Risikogesichtspunkten ein. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung beziehungsweise des Reviews des Zwischenabschlusses nach Ablauf des ersten Halbjahres ergeben haben.
Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, erneut zum Abschlussprüfer zu wählen. Ferner hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für einen risikoorientierten Prüfungsansatz und legte einzelne Prüfungsschwerpunkte fest. Weiter hat er die Beschlussfassung des Aufsichtsrats hinsichtlich des Honorars des Abschlussprüfers vorbereitet.
Der Vermittlungsausschuss gemäß §27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herrn Dr. Peter Grafoner, Frau Regina Hufnagel und Herrn Peter Winkelmann vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 nicht einberufen werden.
Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 einmal. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder teilgenommen.
THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM
Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit und Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die Auswirkungen der internationalen Krisenherde, des nur verhaltenen Wachstums der Weltwirtschaft, der weiterhin volatilen Rohstoffkosten, der anhaltenden Staatsschuldenkrise in Europa und der hohen Energiekosten auf Symrise und der trotz gesunkener Rohölpreise weiterhin steigenden Energiekosten. Vor diesem Hintergrund haben wir die vom Vorstand ergriffenen und für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen ausführlich mit dem Vorstand diskutiert.
Gegenstand regelmäßiger Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Unternehmens und seiner beiden Segmente in den jeweiligen Regionen unter den dort gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanz- und Liquiditätslage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und deren Entwicklung gemessen an den Planzielen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 sechs ordentliche Sitzungen, davon zwei Schwerpunktsitzungen und eine außerordentliche Sitzung als Telefonkonferenz abgehalten. Die erste Schwerpunktsitzung befasste sich mit der Strategie des Unternehmens, ihrer Überprüfung angesichts des sich verändernden wirtschaftlichen Umfelds und dem Stand ihrer Umsetzung, während die Jahresplanung 2016 im Mittelpunkt der zweiten Schwerpunktsitzung stand. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse teilgenommen.
In unserer Sitzung am 5. März 2015 haben wir uns mit dem Vorstand über die Feststellung des Jahresabschlusses 2014 und die Billigung des Konzernabschlusses 2014, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2015, die Erklärung zur Unternehmensführung und den Corporate Governance-Bericht beraten und abgestimmt. Der Vorstand stellte dem Aufsichtsrat die wesentlichen Eckpunkte der laufenden Investitionsprojekte vor. An der Sitzung hat neben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats auch der Abschlussprüfer teilgenommen.
In unserer Sitzung am 11. Mai 2015 standen vor allem der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2015 und zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 sowie die bevorstehende Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratungen. Auch der Stand der Integration des operativen Geschäfts der Diana Gruppe wurde erörtert. An dieser Sitzung haben mit einer Ausnahme alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
In unserer im Wege einer Telefonkonferenz abgehaltenen außerordentlichen Sitzung am 10. Juli 2015 hat der Personalausschuss den Aufsichtsrat über den Stand der Nachfolgesuche für die Neubesetzung des Vorstandsressorts "Finanzen" informiert. Der Aufsichtsrat hat daraufhin dem Personalausschuss den Auftrag erteilt, mit einem Kandidaten in finale Vertragsverhandlungen für einen Anstellungsvertrag einzutreten. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
In der Sitzung am 4. August 2015 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des zweiten Quartals und des ersten Halbjahrs 2015 und der Aktualisierung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2015, dem Risikobericht sowie dem Bericht des Prüfungsausschusses. Unter Bezugnahme auf die vorbereitenden Arbeiten des Personalausschusses hat der Aufsichtsrat Herrn Olaf Klinger zum Mitglied des Vorstands mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 bestellt und einen entsprechenden Dienstvertrag beschlossen. An dieser Sitzung haben mit einer Ausnahme alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
Im Rahmen der Sitzung am 17. September 2015 wurde die Unternehmensstrategie mit einem Rückblick auf das Jahr 2014 und die im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Strategie erreichten Ziele vom Vorstand erläutert und mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Vorstand erläuterte dem Aufsichtsrat die derzeitige Position von Symrise in einem sich schnell verändernden Wettbewerbsumfeld und die sich hieraus ergebenden Notwendigkeiten. Dazu gehöre auch der Geschäftsausbau im Kundensegment "Private Label". Angesichts der sich verändernden Konsumentenerwartungen im Bereich Gesundheit und der stetig steigenden Bedeutung einer gesunden Ernährung haben wir gemeinsam mit dem Vorstand die Veränderung des Wettbewerbsumfelds von Symrise diskutiert und neue Wachstumschancen analysiert. In dieser Sitzung haben uns beide Segmente detaillierte Einblicke in ihre strategischen Aktivitäten und deren Umsetzung gewährt und ihre wesentlichen Investitionsvorhaben dargestellt. Insbesondere hat der Vorstand mit dem Aufsichtsrat die Chancen und Risiken der Akquisition der Pinova Holding Inc. diskutiert und erörtert. Nach ausführlicher Diskussion erteilte der Aufsichtsrat seine Zustimmung zum Erwerb der Pinova Holding Inc., zum Abschluss eines entsprechenden Kaufvertrags im Rahmen der vorgestellten Parameter sowie entsprechender Finanzierungsmaßnahmen. Auch die wesentlichen Eckpunkte der Managemententwicklung und die Nachfolgeplanung bei Symrise wurden dem Aufsichtsrat in dieser Sitzung erläutert. Dabei wurde auch vertieft auf den Frauenanteil auf den verschiedenen Unternehmensebenen und die Altersstruktur auf den ersten drei Führungsebenen im Gesamtkonzern eingegangen.
Dabei hat uns der Vorstand ausführlich die Anstrengungen dargestellt, die das Unternehmen auf den Führungsebenen unterhalb des Vorstands unternimmt, um den Anteil an Frauen auch auf diesen Führungsebenen zu erhöhen. In diesem Zusammenhang ist dem Aufsichtsrat das globale Führungskräfte-Entwicklungsprogramm, das Future Generation Leadership Development Programm, eingehend vorgestellt worden. Vor dem Hintergrund der konkreten Situation bei Symrise und insbesondere der sehr kurzen Restlaufzeit der bestehenden Dienstverträge der Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat als Zielgröße für den bis zum 30. Juni 2017 zu erreichenden Frauenanteil im Vorstand die Zielgröße "Null" beschlossen. Bis zum Jahr 2020 soll der Frauenanteil im Vorstand dann 20 % erreichen. Hinsichtlich der gesetzlich zwingenden Geschlechterquote im Aufsichtsrat haben sowohl die Vertreter der Anteilseigner als auch die Vertreter der Arbeitnehmer dem so genannten "Prinzip der Gesamterfüllung" widersprochen. Sowohl die Gruppe der Anteilseignervertreter als auch die Gruppe der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat werden die feste Geschlechterquote von 30 % jeweils getrennt für ihre Gruppe erfüllen. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
Die Sitzung am 3. Dezember 2015 stand im Zeichen der Unternehmensplanung für das bevorstehende Geschäftsjahr 2016. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2016 genehmigt. Wir haben gemeinsam mit dem Vorstand die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und die Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats unverändert bestätigt, soweit dies nicht aufgrund des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 obsolet geworden ist. In diesem Zusammenhang haben wir auch eine Regelobergrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat beschlossen und gemeinsam mit dem Vorstand den Stand der Corporate Governance bei Symrise erörtert und die Inhalte der Corporate Governance Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung abgestimmt. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2015
Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 und der Lagebericht der Symrise AG wurden vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Konzernabschluss der Symrise AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, versah auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Bericht des Abschlussprüfers hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 11. Februar und 2. März 2016 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 3. März 2016 intensiv diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen des Jahres- und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil. Dabei berichteten sie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte uneingeschränkt zur Verfügung.
Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 3. März 2016 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.
CORPORATE GOVERNANCE
Über die Corporate Governance bei der Symrise AG berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") einmal im Jahr im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a des Handelsgesetzbuchs. Die Erklärung zur Unternehmensführung umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Nach der derzeit aktuellen Fassung der Ziffer 3.10 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 5. Mai 2015 ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) nunmehr im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen. Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK in die Erklärung zur Unternehmensführung zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach der derzeitigen Fassung der Ziffer 4.2.5 des DCGK vom 5. Mai 2015 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 43 bis 49 dieses Finanzberichts enthalten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist in diesem Finanzbericht auf den Seiten 138 bis 145 zu finden. Sie ist auch auf der Internetseite der Symrise AG unter http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht öffentlich zugänglich gemacht. Die Umsetzung des Kodexes haben wir im Aufsichtsrat in der Sitzung am 3. Dezember 2015 intensiv diskutiert. Wir haben die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2015 aufmerksam beobachtet und werden dies auch weiterhin tun.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 3. Dezember 2015 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft und als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht.
Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 5. Mai 2015 entsprochen und wird dies auch zukünftig tun.
VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Im Vorstand gab es im Berichtsjahr keine personelle Veränderung.
Eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung wird in allererster Linie von den Menschen vorangetrieben, die sich mit dem Unternehmen und seinen Zielen identifizieren, die sich segment- und länderübergreifend engagieren, ihre Ideen und ihre Kreativität einbringen. Für dieses Engagement und die im Geschäftsjahr 2015 geleistete Arbeit dankt der Aufsichtsrat den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland sowie allen Arbeitnehmervertretern. Symrise verfügt über ein hervorragendes Team.
Holzminden, 3. März 2016
Für den Aufsichtsrat
Dr. Thomas Rabe, Vorsitzender