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Symrise AG — Annual Report 2019
Apr 30, 2020
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Annual Report
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Symrise AG
Holzminden
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
SHARING VALUES
Starke Wurzeln, neue Wege
FINANZBERICHT 2019
DER SYMRISE AG
Kurzporträt Symrise
always inspiring more ...
ANWENDUNGSBEREICHE

Symrise schafft begeisternde Geschmacks- und Dufterlebnisse und bietet nachhaltige Lösungen für die Nahrungsmittelherstellung auf Basis natürlicher Ausgangsstoffe. Das ist unsere Mission. Mit Engagement und innovativer Kraft entwickeln wir die bestmöglichen Konzepte für die Produkte unserer Kunden. Damit die Konsumenten weltweit mit besonderer Freude auch die alltäglichsten Dinge genießen können, die vielfach zusätzlich gesundheitsfördernde oder pflegende Eigenschaften besitzen. Mit Einfallsreichtum und unternehmerischem Schwung erschließt sich Symrise darüber hinaus zusätzliche Potenziale: Auf kosmetische Grund- und Wirkstoffe, funktionale Inhaltsstoffe, Heimtiernahrung, Aquakulturen oder Probiotika entfällt bereits ein Drittel des Geschäfts. Die Spannbreite unserer Aktivitäten eröffnet neue Wachstumschancen, stabilisiert den Geschäftsverlauf und verleiht Symrise ein unverwechselbares Profil.
Dynamisches Umsatzwachstum
2006 - 2019 CAGR 8,2%
Hochprofitabel
EBITDA-Marge 2006 - 2019 zwischen 20 % und 22 %
Über 10.000 Mitarbeiter
in über 40 Ländern
Über 6.000 Kunden
in rund 160 Ländern
WERTSCHÖPFUNGSKETTE VON SYMRISE

Highlights 2019
Starkes organisches Wachstum bei gestiegener Profitabilität
UMSATZ NACH SEGMENTEN
in % vom Konzernumsatz bzw. organisches Umsatzwachstum in %

UMSATZ NACH REGIONEN
in % vom Konzernumsatz bzw. organisches Umsatzwachstum in %

EBITDA(N) (-MARGEN) SEGMENTE
in Mio. € bzw. % vom Umsatz

KURSENTWICKLUNG
der Symrise Aktie 2019

Umsatz
3.408 Mio. €
Organisches Wachstum 5,7 %
EBITDA(N)
707 Mio. €
EBITDA(N)-Marge 20,8 %
EBIT(N)
481 Mio. €
EBIT(N)-Marge 14,1 %
normalisierter Konzernjahresüberschuss
304 Mio. €
normalisiertes Ergebnis je Aktie
2,25 €
Dividendenvorschlag
0,95 €
je Aktie
Marktkapitalisierung
12,7 Mrd. €
per 31.12.2019
Lagebericht
SYMRISE AG, HOLZMINDEN 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2019
Grundlagen des Symrise Konzerns
Sharing values: Starke Wurzeln, neue Wege
SEGMENTE
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| Flavor | Nutrition | Scent & Care | ||||
| Flavor | Diana | ADF/IDF | Probi | Fragrance | Cosmetic Ingredients | Aroma Molecules |
GESCHÄFTSBEREICHE
ZIELE

STRATEGIE

STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
UNTERNEHMENSPROFIL
Symrise ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen, funktionalen Inhaltsstoffen sowie von Lösungen für die Nahrungsmittelherstellung auf Basis natürlicher Ausgangsstoffe. Zu den Kunden gehören Parfüm-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkehersteller, die pharmazeutische Industrie sowie Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln und Heimtiernahrung.
Mit einem Umsatz von 3,4 Mrd. € im Geschäftsjahr 2019 und einem Marktanteil von rund 10 % gehört das Unternehmen zu den weltweit führenden Anbietern im Markt für Düfte und Aromen. Der Konzern mit Sitz in Holzminden ist mit mehr als 100 Standorten in Europa, Afrika und dem Nahen sowie Mittleren Osten, in Asien, den USA sowie in Lateinamerika vertreten. Der Symrise Konzern entstand ursprünglich aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2019 von rund 12,7 Mrd. € zu den im MDAX(r) geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf rund 95 %.
Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den Segmenten Flavor, Nutrition sowie Scent & Care. Alle Segmente verfügen über Bereiche wie Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.
Das Segment Flavor beinhaltet die Anwendungsbereiche Beverages, Savory und Sweet. Das Segment Nutrition besteht aus dem Geschäftsbereich Diana mit den Anwendungsbereichen Food, Pet Food, Aqua und Probi sowie dem im November 2019 erworbenen US-amerikanischen Unternehmen ADF/IDF. Das Segment Scent & Care umfasst die Geschäftsbereiche Fragrance, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist zudem jeweils nach vier Regionen organisiert: Europa, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten (EAME), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika.
Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Accounting, Controlling, Steuern, Trea sury, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Group Compliance, Interne Revision und Information Technology (IT) wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik sind in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt. Diese unterhalten auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns.
Der Firmensitz der Symrise AG befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.448 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb sowie im Corporate Center. Regionale Hauptsitze unterhält Symrise in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (Säo Paulo), Singapur und Frankreich (Rennes, Bretagne). Wichtige Standorte für Produktionsanlagen und Entwicklungszentren befinden sich in Deutschland, Frankreich, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 40 Ländern.
Standorte weltweit 2019

LEITUNG UND KONTROLLE
Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.
Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören zwölf Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.
Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt.
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| Aufsichtsrat Vorsitzender: Dr. Winfried Steeger | ||||
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Scent&Care | Vorstand Finanzen | Vorstand Nutrition | Vorstand Flavor |
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | Achim Daub | Olaf Klinger | Dr. Jean-Yves Parisot | Heinrich Schaper |
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND PRODUKTE
Wertschöpfungskette von Symrise
Symrise stellt rund 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette der drei Segmente erstreckt sich über die Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die natürlichen Lebensmittelzutaten, Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmacksstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt.
Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F & E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F & E-Aktivitäten.
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| Flavor | Nutrition | Scent & Care | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Flavor | Diana ADF/IDF | Probi * | Fragrance | Cosmetic Ingredients | Aroma Molecules |
| Beverages | Food | Probiotics | Fine Fragrances | Active Ingredients | Fragrance Ingredients |
| Sweet | Pet Food | Consumer Fragrances | Sun Protection | Menthol | |
| Savory | Aqua | Oral Care | Botanicals | ||
| ADF/IDF | Colors |
* Mehrheitsbeteiligung an dem schwedischen Unternehmen Probi AB
UNTERNEHMENSSTRUKTUR
Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Heimtiernahrung, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln.
Die Produktion der Geschmacks- und Duftstoffe sowie Lösungen für die Nahrungsmittelherstellung erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.
Flavor
Das Angebot des Segments Flavor umfasst mehr als 13.000 Produkte für authentische Geschmackserlebnisse. Die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie in 143 Ländern weltweit nutzt diese zur Herstellung von führenden Verbraucherprodukten. In enger Zusammenarbeit mit Lebensmittelproduzenten entwickelt Symrise differenzierende Aromen, die dem Konsumentenbedürfnis nach Natürlichkeit gerecht werden und den jeweiligen Produkten individuelle Geschmacksnoten verleihen. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Tonalitäten als auch Komplettlösungen für die Verwendung im Endprodukt, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Inhaltsstoffe oder verkapselte Produktkomponenten zum Geschmacksschutz enthalten können. Mit Standorten in über 40 Ländern Europas, Asiens, Nord- und Lateinamerikas sowie Afrikas ermöglicht die weltweite Präsenz und Kundennähe ein stets aktuelles Angebot selbst in dynamischen Märkten.
Die Geschmacks- und Inhaltsstoffe des Segments Flavor kommen in drei Anwendungsbereichen zum Einsatz:
Beverages: Mit der globalen Expertise für sowohl nicht-alkoholische als auch alkoholische Getränke berät und unterstützt Symrise die internationale Getränkeindustrie. Die authentischen und innovativen Geschmackslösungen von Symrise setzen dabei neue Standards für Soft Drinks, saftbasierte Getränke, Tee- sowie Kaffeeprodukte, Spirituosen und fermentierte Getränke inklusive Brauereiprodukten. Zudem bietet das Segment Flavor hauseigene Technologien zur ressourcenschonenden Aromengewinnung sowie nachhaltige Beschaffung von Zitrusaromen an.
Sweet: Im Anwendungsbereich der süßen Aromen kreiert Symrise innovative Geschmackslösungen für Zucker- und Schokoladenwaren, Kaugummi, Backwaren, Cerealien, Eiscreme und Milchprodukte sowie für den Bereich Health Care.
Savory: Würzige Aromen von Symrise finden in zwei bedeutenden Kategorien Anwendung: Im "Culinary"-Bereich bei Suppen, Saucen, Fertiggerichten, Instant-Nudeln und Fleischprodukten sowie in der "Snackfood"-Kategorie durch Aufstreuwürzungen - sogenannte "Seasonings" - für Knabberartikel. Für beide Bereiche werden die immer anspruchsvoller werdenden Verbraucherwünsche nach authentischem Geschmack und Natürlichkeit in erfolgreiche Kundenkonzepte umgesetzt. Dabei nutzt Symrise insbesondere seine Geschmacks-Kernkompetenz für Fleisch und Gemüse, die sich durch Lebensmittelforschung auf höchstem Niveau sowie Nachhaltigkeit auszeichnet. Auch für Produkte auf pflanzlicher Proteinbasis bietet Symrise vielfältige Lösungen an.
Allen Produktbereichen gemein ist, dass die Geschmackslösungen auf umfassendem Markt- und Verbraucherverständnis basieren. Trendforschung wird mit hausinterner Expertise kombiniert, um mit schonenden Verfahren relevante Aromen zu entwickeln, die den Verbraucherbedürfnissen gerecht werden, im Einklang mit den jeweiligen Markenwerten stehen und die lokalen gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Interdisziplinäre Teams beraten dabei die Kundenunternehmen im engen Dialog. Zudem hebt sich Symrise durch die nachhaltige Rückwärtsintegration seiner Wertschöpfungskette ab, unter anderem für Vanille- und Gemüseextrakte. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit über 7.000 Kleinbauern sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) spielt dabei eine große Rolle. Darüber hinaus leistet Flavor einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung eines nachhaltigen Nahrungssystems: So lassen natürliche Aromen gesunde Produkte mit niedrigem Zucker-, Salz- und Fettgehalt wohlschmecken. Auch alternative Proteinprodukte für Konsumenten, die ihren Fleisch- oder Milchkonsum reduzieren möchten, werden durch Geschmackslösungen von Symrise noch köstlicher gemacht.
Seitdem die Firmengründer 1874 durch ihre Vanillin-Synthese den Grundstein der Aromenindustrie legten, hat Symrise Flavor seine Geschmackskompetenz kontinuierlich weiterentwickelt. Umfangreiche Ausbildung, internationaler Austausch sowie umfassende Investitionen in neueste Technologien zeugen auch 2019 weiterhin davon. Somit bietet der Aromenbereich ein diversifiziertes Produktportfolio verbraucherrelevanter, nachhaltiger Geschmackserlebnisse, das ständig weiterentwickelt wird.
Nutrition
Das Segment Nutrition ist mit mehr als 40 Standorten in 25 Ländern vertreten. Die rund 3.000 Mitarbeiter bedienen Kunden in mehr als 100 Ländern.
Die Produktpalette des Segments Nutrition umfasst natürliche, sensorische Produktlösungen wie Geschmack, Textur, Farbe und Funktionalität und teilt sich in fünf Anwendungsbereiche auf:
Food: Der Anwendungsbereich bietet Lösungen für das Wohlbefinden der Konsumenten für Nahrungsmittel- und Getränkehersteller sowie Produkte für Babynahrung an. Im Anwendungsbereich werden sorgfältig ausgewählte, nachhaltige Rohmaterialien wie Gemüse, Früchte, Fleisch und Meeresfrüchte verarbeitet. Daraus werden hochwertige Erzeugnisse mit Clean-Label-Inhaltsstoffen sowie standardisierte Nahrungsmittelinhaltsstoffe mit definierten Eigenschaften hinsichtlich Geschmack, Textur oder Farbe hergestellt, die wirkungsvolle und sensorisch interessante Endprodukte schaffen.
Pet Food: Der Anwendungsbereich bietet zahlreiche Produktlösungen und Dienstleistungen für die Geschmacks- und Akzeptanzverbesserung, die Nahrungsmittelsicherheit von Heimtiernahrung sowie für die Tiergesundheit an. Darüber hinaus werden innovative Duft- und Pflegestoffe für die Haustierpflege entwickelt. Zur Erforschung der Futterakzeptanz, des Fressverhaltens und der Wechselbeziehungen zwischen Tierhalter und Haustier unterhält der Anwendungsbereich eigene Hunde- und Katzenpanele.
Aqua: Der Anwendungsbereich entwickelt und produziert fortschrittliche natürliche und nachhaltige Meeresinhaltsstoffe für Aquakulturen zur Verbesserung der Ernährung und Tiergesundheit in Fisch- und Garnelenfarmen.
ADF/IDF: Mit der Akquisition von ADF/IDF hat das Segment Nutrition im Jahr 2019 seine Position im nordamerikanischen Markt gestärkt und sein Angebot im schnell wachsenden Bereich der Heimtiernahrung sowie bei Geschmacksstoffen und Nahrungsmitteln deutlich ausgeweitet. ADF/IDF ist ein führender Anbieter von Proteinspezialitäten auf Basis von Huhn- und Ei-Produkten für Kunden aus der Heimtiernahrungs- und Lebensmittelbranche sowie für Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln.
Probi: In diesem Bereich sind alle probiotischen Aktivitäten gebündelt, für die vor allem die schwedische Symrise Beteiligung Probi zuständig ist. Probi entwickelt, produziert und vermarktet wirksame Probiotika für Lebensmittel, Getränke sowie Nahrungsergänzungsmittel mit einem gesundheitsfördernden Zusatznutzen.
Darüber hinaus betreibt das Segment Nutrition mit Nova einen Inkubator für innovative Anwendungen in den Bereichen Gesundheit und Ernährung.
Scent & Care
Das Segment Scent & Care verfügt über Standorte in mehr als 30 Ländern und vertreibt seine mehr als 15.000 Produkte in 126 Ländern. Scent & Care unterteilt sich in die drei globalen Geschäftsbereiche Fragrance, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules, in denen die Produkte in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:
Fragrance: Die Zielsetzung des Geschäftsbereichs Fragrance ist es, allen Menschen, die sich mit unseren Fragrance-Aktivitäten beschäftigen, "ein besseres Leben durch Duft" zu vermitteln. Der Geschäftsbereich beschäftigt mehr als 70 hochtalentierte und anerkannte Parfümeure mit 14 verschiedenen Nationalitäten, die in 11 Kreativzentren auf der ganzen Welt arbeiten. Ihre kombinierte Berufserfahrung addiert sich zu mehr als 1.300 Jahren in der Parfümerie. Sie kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Unser Kreativ- und Kompositionsgeschäft umfasst die drei globalen Anwendungsbereiche Fine Fragrances, Consumer Fragrances und Oral Care:
Fine Fragrances: In den Kreativzentren des Anwendungsbereichs Fine Fragrances in Paris, New York, Mexiko City, Shanghai, Dubai, Sao Paulo, Barcelona, Singapur und Mumbai wird moderne Parfümerie gestaltet. Mit einer reichhaltigen Pipeline eigener Duftstoffe schafft Symrise neue, aufregende Dufterfahrungen.
Consumer Fragrances: Der Anwendungsbereich Consumer Fragrances umfasst Produkte für die Körperpflege und den Haushalt. Mithilfe modernster Technologien verbindet Symrise Funktion und Dufterlebnis.
Oral Care: Der Anwendungsbereich Oral Care deckt ein breites Produktspektrum von Zahnpasta über Mundspülungen bis hin zu Kaugummi ab. Symrise bietet hierfür die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten an.
Cosmetic Ingredients: Das Portfolio des Geschäftsbereichs Cosmetic Ingredients umfasst aktive Wirkstoffe, moderne Lösungen für die Produktkonservierung, wegweisenden Schutz gegen Sonnenstrahlung und negative Umwelteinflüsse, innovative Inhaltsstoffe für die Haarpflege, inspirierende Pflanzenextrakte, leistungsstarke Functionals und maßgeschneiderte Kosmetikfarben. Der einzigartige Ansatz des Geschäftsbereichs basiert auf mehr als 100 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Vermarktung kosmetischer Rohstoffe. Hinzu kommt seine Fähigkeit, das Beste aus Natur, Wissenschaft, Chemie sowie Haut- und Haarbiologie miteinander zu verbinden. Basierend auf intensiver Konsumentenforschung versteht der Geschäftsbereich die Bedürfnisse von modernen Konsumenten. Die Forschungszentren in Holzminden und im brasilianischen Sao Paulo arbeiten eng mit den jeweiligen regionalen Teams in Verkauf und Anwendungstechnik zusammen, um den Kunden und Konsumenten passgenaue Lösungen und Produkte für die unterschiedlichen regionalen Anforderungen anzubieten. Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients ist ein anerkannter Innovationsführer, der in den vergangenen zehn Jahren mit 33 Innovationspreisen für neue Wirkstoffe ausgezeichnet wurde. Im gleichen Zeitraum wurden 99 Patentanmeldungen eingereicht, davon allein 12 im Jahr 2019.
Aroma Molecules: Der Geschäftsbereich umfasst die Anwendungsgebiete Menthol und Fragrance Ingredients. Im Anwendungsgebiet Menthol wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Fragrance Ingredients stellt Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität her. Diese Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen eingesetzt als auch an Unternehmen der Konsumgüterindustrie und andere Unternehmen der Duft- und Geschmacksstoffindustrie vertrieben. Des Weiteren werden in diesem Anwendungsgebiet die Aktivitäten des 2016 erworbenen US-Unternehmens Renessenz LLC mit seinen terpenbasierten Produkten geführt, die aus erneuerbaren und nachhaltigen Rohstoffen gewonnen werden.
MARKT UND WETTBEWERB
MARKTSTRUKTUR
Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmacks- und Duftstoffe (F & F-Markt/Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2019 nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants (11. Ausgabe, Juli 2018) auf 27,6 Mrd. € belaufen sollte. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsbereichen Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach Berichten von IAL (1. Ausgabe, Dezember 2018) im Berichtsjahr ein Umsatzvolumen von circa 7,4 Mrd. € aufweisen sollte. Die Märkte sind in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt weist damit insgesamt eine Größe von 35,0 Mrd. € auf. Er wächst nach eigenen Schätzungen langfristig durchschnittlich um circa 4 % pro Jahr.
Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter - inklusive Symrise - zusammen einen Marktanteil von 49 % erreichen.
Für den F & F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt.
Neben den unterschiedlichen lokalen Konsumentenvorlieben und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst: Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmacksstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den sich entwickelnden Märkten durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Bequemlichkeit und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden.
MARKTPOSITION VON SYMRISE
Symrise ist eines der größten Unternehmen der AFF-Branche. Bezogen auf den relevanten Markt von 35,0 Mrd. € beträgt der Marktanteil von Symrise, gemessen am Umsatz des Jahres 2019, rund 10 %. Symrise hat die klassischen Geschäftssegmente um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent & Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Nutrition um Heimtiernahrung und Food Ingredients innerhalb des Geschäftsbereichs Diana. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Produktbereichen dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen AFF-Branche gehören.
In einzelnen Marktbereichen nimmt Symrise eine weltweit führende Stellung ein, wie beispielsweise bei der Herstellung von naturidentischem L-Menthol sowie der Komposition von Mint- und Vanillearomen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter, der Fragrance Ingredients und bei Baby- und Heimtiernahrung.
Marktgröße relevanter AFF-Markt 2019
in Mrd. € (insgesamt etwa 35,0 Mrd. €)

Quellen: IAL (11. Ausgabe, FLA & FRA, Juli 2018), IAL (1. Ausgabe, AC/AM und CI, Dezember 2018)
Marktanteile AFF-Markt 2019
in % (Marktvolumen etwa 35,0 Mrd. €)

Quellen: Unternehmensdaten und eigene Schätzungen
Ziele bis 2025
Umsatz in Mrd. €

ZIELE UND STRATEGIE
ZIELE
Wir wollen langfristig unsere Marktposition stärken und die Unabhängigkeit von Symrise sichern. Zugleich sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst. Indem wir unsere Nachhaltigkeitsleistung in den Themenfeldern "Footprint", "Innovation", "Sourcing" und "Care" steigern, verringern wir Risiken und fördern den wirtschaftlichen Erfolg von Symrise.
| ― | Marktposition: Unser Umsatz soll organisch langfristig mit 5 bis 7 % im Jahr (CAGR) 1 wachsen, und damit schneller als der Markt, der im Durchschnitt jährlich circa 4 % zulegt. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen. |
| ― | Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine durchschnittliche EBITDA-Marge von 19 bis 22 % (bis 2020) beziehungsweise von 20 bis 23 % (bis 2025) an. |
Die Zielerreichung wird im Kapitel Unternehmensentwicklung näher dargelegt. Wir beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Konzerns.
1 CAGR: Compound Annual Growth Rate = durchschnittliche jährliche Wachstumsrate
STRATEGIE
Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Säulen Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren.
So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.
| ― | Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum. |
| ― | Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Durch die Rückwärtsintegration bei Schlüsselrohstoffen sichern wir uns gleichbleibend hohe Qualitäten in ausreichender Menge und zu fest verhandelten Lieferbedingungen. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität. |
| ― | Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise außerhalb des traditionellen Geschäfts mit Aromen und Duftstoffen weiter aus. So sichern wir unsere herausragende Marktposition. |
Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.
WERTORIENTIERTE STEUERUNG
Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen strategischen Zielwert von durchschnittlich 19 bis 22 % (bis 2020) beziehungsweise 20 bis 23 % (bis 2025) definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. Darüber hinaus hat das Unternehmen den Business Free Cashflow als primäre interne Steuerungsgröße zur Performance-Beurteilung im Jahr 2018 eingeführt, um die Cashflow-Ausrichtung des Unternehmens zu stärken. Wir streben an, den Business Free Cashflow, der sich aus EBITDA, Investitionen und Veränderungen im Working Capital zusammensetzt, kontinuierlich zu steigern. Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Der Fokus der Unternehmenssteuerung liegt auf diesen finanziellen Steuerungsgrößen. Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen in den Bereichen Umwelt, Beschaffung, Mitarbeiter und Innovation weisen wir in unserem Unternehmensbericht gesondert aus. Weitere Informationen zu den nicht-finanziellen Steuerungsgrößen finden sich im Kapitel Nachhaltigkeit ab Seite 22 sowie im gesonderten nicht-finanziellen Bericht gemäß § 289b HGB, der auf der Internetseite der Symrise AG veröffentlicht ist. Die Adresse lautet: https://ub2019. symrise.de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsbilanz.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
LEITLINIEN
In der Forschung & Entwicklung (F & E) verfolgt Symrise das strategische Ziel, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, F & E sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F & E an Marketing und Anwendungsbereiche, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung und Fragestellungen im regulatorischen Bereich auf Umsetzbarkeit, Digitalisierung, Nachhaltigkeitsaspekte und Rentabilität geprüft. Strategische Forschungsfelder wie Taste Modulation oder die geschmackliche Optimierung von Zubereitungen auf der Basis von pflanzlichem Protein werden durch ein stringentes IP-Management, wie beispielsweise Schutzrechte, abgesichert. Des Weiteren sind alle F & E-Aktivitäten an den Leitlinien globale Megatrends, Konsumentenbedarf, Kundenanforderungen, Natürlichkeit und Authentizität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet.
ORGANISATION
Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert und unternehmensweit etabliert. Dabei werden mehr und mehr Elemente des agilen Projektmanagements genutzt. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten und des Ressourceneinsatzes enthält. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden auch anhand von Kriterien aus den vier Säulen der Nachhaltigkeitsstrategie (FISC) 1 regelmäßig bewertet und entsprechend priorisiert. Dabei wurde im Jahr 2019 vor allem auch der Bereich faire Nutzung von Biodiversität gemäß den Regeln des Nagoya-Protokolls weiterentwickelt. Die drei Segmente von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F & E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für alle Segmente verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Weltweit bestehen mehrere F & E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten der Segmente optimal zu unterstützen. Die Forschung der Segmente Scent & Care und Flavor, insbesondere die Zentren für die Entwicklung und die Anwendungstechnik, befinden sich in Holzminden (Deutschland), Teterboro (USA), Singapur, Shanghai (China), Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich), Antananarivo (Madagaskar), Sao Paulo (Brasilien) und Cuautitlan (Mexiko). Des Weiteren wurde am Standort in Sao Paulo ein Haarforschungszentrum eingerichtet. Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients seine Kernkompetenzen durch die Akquisition der Firma Cutech, Padua, Italien, um hochinnovative Hautmodelle für die hautbiologische Grundlagenforschung und für die Entwicklung neuer kosmetischer Aktivstoffe erweitert. Im Segment Nutrition sind die F & E-Aktivitäten entsprechend der Anwendungsbereiche Food, Pet Food, Aqua und Probi organisiert. Der größte Teil der F & E-Aktivitäten des Segments ist in Frankreich angesiedelt.
EXTERNE KOOPERATIONEN
Externe Kooperationen und Netzwerke (Open Innovation) bringen in erheblichem Maße zusätzliche Ansätze und Ideen in den Entwicklungsprozess ein. Neben Ideen aus der Open Innovation unterhält Symrise ein enges, globales Projektnetzwerk mit industriellen, institutionellen und akademischen Partnern, das alle Stufen des Innovationsprozesses von der Grundlagenforschung bis zu Marketingkonzepten einschließt.
1 Weitere Informationen zu den vier Säulen der Nachhaltigkeitsstrategie finden sich im Kapitel Nachhaltigkeit ab Seite 22.
Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) - über den Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI)/Arbeitskreis der industriellen Forschung (AiF) -, die Europäische Union (EC, Horizont 2020), das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das französische Credit impot recherche (CIR) oder andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden. Dabei spielen Themen in folgenden Bereichen eine wesentliche Rolle: Nachhaltigkeit, gezielte Erschließung von Informationsquellen über die Wirkung pflanzlicher Rohstoffe, Aufbau von Kulturen und Züchtung von Pflanzen mit besonderen geschmacklichen Eigenschaften, Rohstoffsourcing und biotechnologische Prozessierung, Verbesserung sowie gesundheitlicher Mehrwert von Lebensmittelinhaltsstoffen. Zudem nehmen Vertreter von Symrise an zahlreichen internationalen, wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentieren aktuelle Forschungsarbeiten, um das Netzwerk des Unternehmens innerhalb der Scientific Community weiter auszubauen und neueste wissenschaftliche Anregungen und Informationen aufzunehmen. So haben Forscher aus dem Segment Flavor ihre Ergebnisse bei dem internationalen Flavor-Symposium zu Datamining und zum geschmacklichen Rebalancing von zuckerreduzierten Produkten vorgestellt.
Wesentliche Forschungskooperationen
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| Partner | Ziel der Kooperation |
|---|---|
| CDL for Taste Research/Universität Wien | Systematische Untersuchung von physikochemischen und physiologischen Eigenschaften von süßen Stoffen |
| SweeTea (Universität Bonn, Hochschule Osnabrück, Fachhochschule Erfurt) | Inkulturnahme und Züchtung von pflanzlichen Rohstoffen für den Bereich süßmodulierender Geschmacks- und Aromenlösungen, gefördert durch das BMEL |
| SimLeap (Charite, Berlin; Bicoll, München; Universität Wien) | Identifizierung von neuen Geschmacksmodulierern durch Data Mining aus alten chinesischen Rezepten in Kombination mit Mitteln der zellkultur- und sensorik-getriebenen Geschmacksanalyse, gefördert durch das BMBF |
| SynBio4Flav (div. Partner, u.a. Universität Greifswald) | Entwicklung von Co-Fermentationsprozessen zur Gewinnung von Flavonoiden |
| RapeQ (div. Partner, u.a. Technische Universität München) | Verbesserung des Geschmacks von Rapsprotein durch Züchtung, Prozessierung und gezielte Maskierung (gefördert durch das BMBF) |
| King's College, London, UK | Erforschung der Regulierung des Glukose-Stoffwechsels beim Menschen durch den von Diana entwickelten Apfelextrakt Polyphenol (Applin(tm)) in Zusammenarbeit mit dem Institut Diabetes & Nutritional Sciences am King's College |
| Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT), Rostock | Entwicklung einer biobasierten Variante von Pentylenglykol (Hydrolite(r) 5) basierend auf natürlichen Seitenströmen, die bei der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr anfallen |
| Institut Charles Violette, Universität Lille, Frankreich | Untersuchung des Potenzials von Fisch-Hydrolysaten für die Regulierung des energetischen Gleichgewichts der physiologischen Körperfunktionen (Homöostase) |
| Arbeitsgemeinschaft Booster (LEMAR, Institut Europeen de la Mer, Nutrineuro, INRA, Abyss ingredients und Chancerelle) | Entwicklung bioaktiver Substanzen aus Fisch-Nebenprodukten für ein gesundes Altern von Menschen und Heimtieren |
| ONIRIS Flaveur | Entwicklung innovativer Analysemethoden für volatile Komponenten zur Akzeptanzverbesserung von Hundefutter |
| Institute for Food and Agricultural Research and Technology (IRTA), Barcelona, Spanien | Erforschung der Wirkung dietätischer Proteinhydrolysate auf den Energie-, Fett- und Protein-Stoffwechsel des europäischen Wolfsbarschs |
| Laval University/ Institute of Nutrition & Functional Foods, Quebec, Kanada | Untersuchung des probiotischen Einflusses von Polyphenolen aus Früchten und Gemüse, Entwicklung synergetischer Kombinationen probiotischer Polyphenole und Bakterien zur Modulierung der Biozönose der inneren Organe |
SCHWERPUNKTE
Das Segment Scent & Care konzentriert sich bei seiner F & E-Strategie auf fünf Forschungsplattformen in den Bereichen kosmetische Inhaltsstoffe, Verkapselungs- und Freisetzungssysteme für die Parfümerie, Grüne Chemie für nachhaltige Produkte, Schlechtgeruchsmanagement und Mundpflege. Unterstützende Plattformen in den Bereichen sensorischer und analytischer Forschung, Rohstoffe und Seitenströme aus nachwachsenden Quellen, Performance und Rezeptorforschung bilden die Basis für unsere Leistungsfähigkeit und für einen kontinuierlichen Innovationsprozess. Neu entwickelte Technologien unterstützen das Verständnis von Parfümölen im Hinblick auf langanhaltende Dufterlebnisse und Blooming Effekte. Bei der Entwicklung von Pet Care Produkten profitieren wir von der Zusammenarbeit zwischen der Sensorik innerhalb des Schlechtgeruchsmanagements und dem Segment Nutrition. Durch die wachsende Bevölkerung in großen Städten spielt das Thema Anti-Pollution eine immer bedeutendere Rolle. Auch hier profitieren wir durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Gruppen in der Fragrance und Cosmetic Ingredients Forschung. Für bestimmte kulturelle Eigenheiten werden neue Anforderungen an Parfümöle gestellt, wie beispielsweise der Bedarf an alkoholfreien Parfümölen für Fine Fragrances. Die Aroma Molecules Forschung hat Canapur(r) für pharmazeutische Anwendungen entwickelt. Der maßgebliche Vorteil der synthetischen Herstellung von Cannabidiol (CBD) liegt in der konstanten Produktqualität im Vergleich zu CBD aus nachwachsenden Quellen. Im Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients wurde eine interdisziplinäre Forschergruppe, bestehend aus Zell-, Molekular- und Mikrobiologen, neu etabliert, die sich mit dem menschlichen Mikrobiom befasst. Dieser neue Forschungsbereich dient dem tieferen Verständnis von Nutzen und Risiken der Wechselwirkung zwischen Mensch und Mikroorganismen und wird bereichsübergreifend bei der Entwicklung neuer Produkte nicht nur für die Haut- und Kopfhautpflege, sondern auch für die Mundpflege oder im Bereich Ernährung wissenschaftlich unterstützen.
Im Segment Flavor wird auf der Basis verschiedener Technologieplattformen und mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekten eine große Zahl von Themenschwerpunkten bearbeitet. Beispielhaft sind zu nennen: die Entwicklung von neuen Trenntechnologien und die Erweiterung der Rohstoffquellen für nachhaltige und natürliche Produktlösungen für die Symrise Code of Nature (r) Plattform, die vor allem für gesunde Lebensmittelkonzepte eingesetzt werden, natürliche und nachhaltige Rohstoffe für Geschmackslösungen, die zur sensorisch bevorzugten Reformulierung von zucker-, salz- und fettreduzierten Lebensmittelkonzepten führen, sowie die Entwicklung von energieeffizienten und lösungsmittelarmen Methoden zur Aufkonzentration, ausgehend von pflanzlichen Rohstoffen. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungsarbeiten im Segment Flavor liegt auf der Entwicklung und Anwendung moderner digitaler Werkzeuge für die schnelle und zielgerichtete Entwicklung von Aromenlösungen für ausgewählte Lebensmittelanwendungen. Daneben arbeitet Flavor an der kontinuierlichen Erhöhung der Sicherheit und der positiven gesundheitlichen Wirkung von Aromalösungen.
Das Segment Nutrition ist ebenfalls stark wissenschaftsgetrieben und innovationsorientiert. Rund 10 % der Mitarbeiter des Segments sind in der Forschung und Entwicklung tätig und befassen sich im Wesentlichen mit dem Aspekt der Gesundheitsförderung durch die Ernährung. Verbraucher suchen zunehmend nach Produkten, denen sie vertrauen können und die auf verantwortungsvolle Weise aus einfachen, nachvollziehbaren Zutaten hergestellt werden. Dies erfordert auch neue Wege bei der Verwendung natürlicher Rohstoffe. In Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Symrise Anwendungsbereichen werden neue Technologien entwickelt und implementiert, die wichtige Herstellungsprozesse transformieren.
Kernfunktionen der Forschung & Entwicklung bei Symrise
Nachhaltigkeitsaspekte
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| Grundlagenforschung: | Angewandte Innovationen: | Anwendungs- und / Prozesstechnik: |
|---|---|---|
| • Produkte | • Ganzheitliche Produktlösungen | • Pilotmaßstab |
| • Technologien |
PATENTE UND AUSZEICHNUNGEN
Neben einer hohen Zahl eingereichter Patente - 45 Neuanmeldungen im Jahr 2019 - wird zur Messung der Innovationsergebnisse und -qualität eine externe IP-(Intellectual Property) Bewertung mit einbezogen. Der Patent Asset Index(tm) von Patentsight (r) dient der Evaluierung der globalen Abdeckung und Wettbewerbskraft.
Auch 2019 wurde die Symrise Forschung wie bereits in den vergangenen Jahren bei internationalen Messen für ihre hohe Innovationskraft mit Preisen bedacht. So erhielt Symrise einen europäischen BSB Oskar und einen Innovationspreis bei der lateinamerikanischen In Cosmetics in Sao Paulo, Brasilien, für "SymReboot(tm) L19". Hierbei handelt es sich um ein neues, nachhaltiges, probiotikabasiertes Produkt zur Pflege von empfindlicher Haut, das in enger Zusammenarbeit mit Probi entwickelt wurde. Daneben wurde Hydrolite(r) 5 Green, ein nachhaltig produzierter, multifunktionaler Inhaltsstoff, bei der diesjährigen PCHi Kosmetikmesse in Guangzhou, China, mit einem Innovationspreis bedacht.
FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWAN D
Die Gesamtaufwendungen für F & E beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 213 Mio. € (Vorjahr: 200 Mio. €); dies entspricht einem Anteil von 6,3 % am Umsatz (Vorjahr: 6,4 %). Die Ausgaben für F & E sollen sich auch zukünftig auf diesem Niveau bewegen, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken.
Die Aktivierungsquote bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen blieb 2019 wie im Vorjahr unwesentlich, da die Bedingungen für eine Aktivierung in der Regel erst zum Ende eines Projekts erfüllt sind, sodass ein Großteil der angefallenen Entwicklungsaufwendungen ergebniswirksam erfasst wird.
F & E-Aufwand 2019 nach Segmenten in Mio. €


MITARBEITER
STRUKTUR DER BELEGSCHAFT
Der Symrise Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2019 weltweit 10.264 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Trainees und Auszubildende). Im Vergleich zum Vorjahresultimo (31. Dezember 2018: 9.647 Mitarbeiter) entspricht dies einem Anstieg um 617 Mitarbeiter. Am größten war die Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Segment Nutrition (+ 488 Mitarbeiter), vor allem bedingt durch die Akquisition von ADF/IDF. Die Zahl der Auszubildenden und Trainees lag mit 137 jungen Menschen leicht unter dem Vorjahreswert von 140.
Die demografische Entwicklung unserer Belegschaft wird von uns kontinuierlich beobachtet. Sie wird sich in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2022 bei etwa 1 bis 2 % der Belegschaft. 37 % der Mitarbeiter des Symrise Konzerns sind bereits zehn Jahre oder länger für das Unternehmen tätig, in Deutschland sind es sogar 60 %. Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2019 mit 2,2 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 5,6 %.
Anzahl der Mitarbeiter nach Segmenten

Anzahl der Mitarbeiter nach Regionen

Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen

Altersstruktur der Belegschaft 2019 in %

PERSONALSTRATEGIE
Mit unserer Personalstrategie unterstützen wir gleichzeitig das Wachstum von Symrise, stellen sicher, dass die benötigten Kompetenzen für unsere Segmente zur Verfügung stehen, und bilden unsere Kernprozesse des Personalmanagements auf einer effizienten digitalen Basis weltweit ab.
Führung und Führungskräfte-Entwicklung
Das Jahr 2019 war durch die Einführung eines weltweit standardisierten, digitalen Ergebnis- und Leistungsbeurteilungsprozesses sowie durch die Vorbereitung der Neueinführung unseres Tools zur Unterstützung des Karriereentwicklungs- und Nachfolgeplanungsprozesses geprägt.
Karriereentwicklung und Nachfolgeplanung
Weltweit haben wir rund 370 Schlüsselpositionen definiert, die für eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung kritisch sind. Um auf unerwartete Ereignisse vorbereitet zu sein, führen wir einmal jährlich eine Nachfolgeplanung speziell für diese Positionen durch. Dabei verknüpfen wir diese mit den Karriereentwicklungswünschen unserer Mitarbeiter, um ihnen Perspektiven zu bieten. Symrise verfolgt damit das Prinzip der Besetzung von Schlüsselpositionen von innen. Um den Prozess bei Symrise gruppenübergreifend und weltweit standardisiert zu implementieren, bedienen wir uns einer geeigneten Softwarelösung, die wir 2019 neu gestaltet und in einem Pilotprojekt ausgerollt haben.
Vergütungsgerechtigkeit für Frauen und Männer bei Symrise
Symrise vergütet seine Mitarbeiter auf der Basis von Entgelttarifverträgen, die mit der jeweils zuständigen Gewerkschaft abgeschlossen wurden. Jede erstmalige Eingruppierung oder spätere Umgruppierung unterliegt der Überprüfung durch den Betriebsrat. So stellen wir nach dem Vier-Augen-Prinzip sicher, dass Geschlechtsunterschiede keine Rolle bei der Festlegung der Vergütung spielen. Im Jahr 2019 haben wir an unseren großen Standorten eine geschlechtsspezifische Analyse der Entgelte von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vorgenommen. Am Beispiel unseres Standorts Deutschland mit den meisten Mitarbeitern zeigt sich, dass die durchschnittliche Vergütung der Frauen von der durchschnittlichen Vergütung von Männern nicht signifikant abweicht (statistisch nicht signifikante Unterschiede von weniger als 2 %). Dabei haben wir die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen, in Teilzeit zu arbeiten, rechnerisch bereinigt. Die verbleibenden, nicht signifikanten Unterschiede beruhen auf produktionsspezifischen Entgeltbestandteilen wie Erschwerniszulagen, auf tätigkeitsbezogenen Entgelten wie Vorarbeiter- oder Meisterzulagen oder sind durch unterschiedliche, tarifliche Entgeltniveaus für kaufmännische oder technische Berufe vorgegeben. Insgesamt haben wir zwei Anfragen von Mitarbeiterinnen zur Überprüfung ihrer Vergütung nach dem Entgelttransparenzgesetz erhalten. In keinem Fall lag eine geschlechtsspezifische Diskriminierung vor.
Führung & Unternehmenskultur

Aus- und Weiterbildung
Für Symrise besitzt die Ausbildung junger Menschen einen besonderen Stellenwert. Zum einen rekrutieren wir auf diese Weise qualifizierte junge Menschen, die wir zielgerichtet vor dem Hintergrund unserer Unternehmensbedarfe ausbilden. Zum anderen erfüllen wir damit einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag gegenüber der nachfolgenden Generation. Zum 31. Dezember 2019 waren an unseren deutschen Standorten insgesamt 137 Auszubildende und Trainees beschäftigt. Das entspricht einer Ausbildungsquote von rund 5,0 %.
Die Ausbildung dauert je nach Berufsbild etwa zwei bis drei Jahre. Alle Auszubildenden werden nach Abschluss der Ausbildung zumindest zeitweise übernommen, wenn sie unsere Mindestanforderungen an den Ausbildungserfolg erfüllen. Mit unserem Investment in die Ausbildung decken wir den Bedarf an zukünftigen Fachkräften sowohl in der chemischen Produktion und in den Laboren als auch in den kaufmännischen Funktionen, im Marketing und im Vertrieb.
Unsere Ausbildungskapazitäten haben wir so ausgerichtet, dass jährlich etwa 46 junge Menschen ihre Ausbildung bei Symrise beginnen können. 24 davon werden für die chemisch-technischen Berufe ausgebildet, weitere etwa zehn für technische Berufe und Berufe in der Logistik sowie zwölf junge Menschen für die kaufmännischen Berufe. Über die Erstausbildung hinaus eröffnen wir Perspektiven durch ein duales Studium sowohl im kaufmännischen (fünf Mitarbeiter auf dem Weg zum Bachelor of Business Administration) wie auch im chemischtechnischen Bereich (zwei Mitarbeiter auf dem Weg zum Bachelor of Science). Durch unsere Ausbildungsaktivitäten wirken wir konsequent dem demografischen Wandel in unserem Unternehmen entgegen.
Darüber hinaus existieren in allen Regionen umfangreiche Schulungsprogramme. Im Jahr 2019 nahmen rund 7.200 Teilnehmer an internen und externen Trainings teil; weltweit belief sich die Gesamtstundenzahl für Trainings auf rund 37.400 Stunden, sodass jeder Teilnehmer im Durchschnitt 5,2 Stunden Training erhielt. Neben den traditionellen Trainingsinhalten qualifizieren wir unsere Mitarbeiter auch durch Auslandsentsendungen. 2019 lag die Anzahl an Auslandsentsendungen mit 122 Mitarbeitern, die außerhalb ihres Heimatlandes eingesetzt wurden, auf unverändert hohem Niveau.
In unserer Flavoristen- und Parfümeurs-Schule bilden wir kontinuierlich Experten aus, die in einem Zeitraum von rund drei Jahren Rohmaterialen und deren Anwendungsmöglichkeiten in unseren Produkten erlernen und danach sehr erfolgreich in unserer Produktentwicklung eingesetzt werden können. Darüber hinaus bestehen für unsere Mitarbeiter vielfältige Möglichkeiten, in Kooperation mit Hochschulen, Akademien und Instituten berufsbegleitend einen Bachelor- oder Masterstudiengang bis hin zur Promotion zu absolvieren. Im Jahr 2019 wurden 17 Mitarbeiter von Symrise bei derartigen Weiterqualifizierungsmaßnahmen unterstützt.
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| Kennzahlen zur Vielfalt | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Anteil Frauen an der Gesamtbelegschaft in % | 39 | 39 |
| Anteil Frauen im gesamten Management in % | 42 | 42 |
| Nationalitäten | > 60 | > 60 |
PERSONALMASSNAHMEN
Vergütung und Tarifverträge
In der Vergütungspolitik folgt Symrise weltweit der Logik, dass dort, wo tarifliche Regelungen bestehen, diese angewendet werden. Für rund 60 % unserer Mitarbeiter weltweit bestehen Tarifverträge. Wo keine tariflichen Regelungen gelten, also im außertariflichen Bereich, wenden wir unser weltweites Job Grade-Konzept an. Damit stellen wir eine marktgerechte, faire Vergütung für alle Mitarbeiter sicher.
In Deutschland wendet Symrise die Entgelttarife der chemischen Industrie an. Dementsprechend erhalten unsere Mitarbeiter ihre nächste Entgelterhöhung im Juli 2020. 2019 wurden die Entgelte nicht angepasst. Bei der Umsetzung dieser Erhöhung für Symrise haben wir unsere wegweisende Standortsicherungs-Vereinbarung berücksichtigt, die mit einer Gültigkeit bis in das Jahr 2020 Abschläge im Entgelt von 0,7 Prozentpunkten gegenüber dem Flächentarifvertrag vorsieht.
Darüber hinaus konnten wir 2019 unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Tarifbereich in Deutschland eine Beteiligung am Unternehmenserfolg in Höhe von 300 € bei Vollzeitarbeit (anteilig bei Teilzeitarbeit) gewähren. Leistung soll sich lohnen. Mit dieser Erfolgsbeteiligung wurde die überzeugende Leistung am Standort Deutschland honoriert.
Im außertariflichen Bereich gilt für etwa 120 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter sogenannter Global Performance Bonus-Plan, der das Erreichen der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt. Außerdem werden unsere Mitarbeiter im Bereich der Kreation ebenfalls in dieses Führungs- und Incentive-System einbezogen.
Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von über 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie mit fest definierten Abschlägen von derzeit 0,7 Prozentpunkten pro Jahr bis 2020. Die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen und damit die Sicherung der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eine wesentliche Säule unserer Personalpolitik. Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung ist dabei die Rückführung dieser Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.
NACHHALTIGKEIT
Für Symrise sind wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht deshalb auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir kontinuierlich deren Erwartungen und Anforderungen auf und beziehen sie auf allen Wertschöpfungsstufen mit ein, um überzeugende Lösungen zu entwickeln. So schaffen wir Werte für alle unsere Stakeholder.
Die Grundlage unseres Denkens und Handelns bildet der Symrise Wertekanon, der auch unsere Unternehmenskultur bestimmt. Unser Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie. Um diesem Ziel noch mehr Nachdruck zu verleihen, wurde 2016 der neue Verantwortungsbereich des "Chief Sustainability Officers" (CSO) für die Symrise AG geschaffen. Der Vorstand trägt damit der zunehmenden strategischen Bedeutung der Nachhaltigkeitsthemen Rechnung. Diese strategische Bedeutung umfasst sowohl die interne Koordination und innovationsbezogene Ausrichtung der Nachhaltigkeitsziele von Symrise wie auch deren zunehmende Kommunikation nach außen gegenüber Kunden und mit Nachhaltigkeit befassten Institutionen. Weiterhin besteht die Aufgabe des CSO in der Implementierung der Strategie über alle Geschäftsbereiche und Unternehmenseinheiten sowie das zukunftsbezogene Monitoring der Aktivitäten, um eine konsistente Positionierung von Nachhaltigkeitsthemen nach innen und außen sicherzustellen. Der CSO berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.

Die sukzessive, strategische Integration von Nachhaltigkeit in unsere Kern- und Unterstützungsprozesse verantwortet ein globales, geschäftsbereichsübergreifendes Gremium - das Symrise Sustainability Board. Es definiert gemeinsame Ziele und stellt sowohl die Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen in der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette als auch die Berücksichtigung der Belange wichtiger Anspruchsgruppen sicher. Nachhaltigkeit in den Unternehmensprozessen steuern wir über unser integriertes Managementsystem. Es basiert auf den internationalen Standards zu Qualität (ISO 9001), Umwelt (ISO 14001), Arbeitsschutz (OHSAS 18001), Nachhaltigkeit (ISO 26000), Energie (ISO 50001), sozialer Verantwortung (SA 8000), den allgemein anerkannten Auditstandards der Global Food Safety Initiative (GFSI) sowie weiteren lokal anerkannten Standards. Im Jahr 2019 erhielt Symrise erneut zahlreiche externe Anerkennungen für sein Nachhaltigkeitsengagement. Im Berichtszeitraum überzeugte Symrise ebenfalls erneut im CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) Rating. Trotz erheblich gestiegener Anforderungen an die CDP Rating Teilnehmer gehörte Symrise auch im Jahr 2019 mit der Bewertung "A" sowohl in der Kategorie "Klima" als auch in der Kategorie "Wasser" erneut zur Spitzengruppe. Auch in der Kategorie "Wald" konnte mit sehr guten Bewertungen für "Palmöl" "A-" sowie für "Holz" ebenfalls "A-" eine Position weit vor anderen namhaften Unternehmen erreicht werden. In unserer Berichterstattung zum Thema Nachhaltigkeit erfüllen wir die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) in der Fassung der "GRI Standards" (2016) und haben uns umgehend den neu hinzugekommenen Indikatoren Water and Effluents (GRI 303) und Occupational Health and Safety (GRI 403) angenommen, um unsere Leistungen im Bereich Environment, Health and Safety zu verbessern. Wir folgen dabei dem höchsten Anwendungslevel "In Übereinstimmung - Umfassend" und legen damit zu allen wesentlichen Themen vollständig Rechenschaft ab. Alle Informationen wurden gemäß dem AA1000 Assurance Standard einer externen Prüfung unterzogen. Weitergehende Informationen finden sich in unserem Unternehmensbericht. Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht gemäß § 289b HGB ist auf der Internetseite der Symrise AG veröffentlicht. Die Adresse lautet: https://ub2019.symrise.de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsbilanz.
Unsere Nachhaltigkeitsagenda
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| FOOTPRINT | INNOVATION | SOURCING | CARE |
|---|---|---|---|
| Minimierung unseres ökologischen Fußabdrucks entlang der gesamten Wertschöpfungskette | Maximierung des sozialen und ökologischen Mehrwerts unserer Produkte | Maximierung der Nachhaltigkeit in unserer Lieferkette und bei der Beschaffung von Rohstoffen | Schaffen bleibender Werte für unsere Mitarbeiter und unsere Standortgemeinden |
Wirtschaftsbericht
KONZERN Umsatz in Mio. €

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| In Mio. € | GJ 2018 | GJ 20191 | GJ 2019 normalisiert1,2 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.241,5 | 1.367,1 | 1.367,1 | 10,1 |
| EBITDA | 630,5 | 690,9 | 707,2 | 12,2 |
| EBITDA-Marge in % | 20,0 | 20,3 | 20,8 | |
| EBIT | 434,0 | 464,2 | 480,5 | 10,7 |
| EBIT-Marge in % | 13,8 | 13,6 | 14,1 | |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 92,4 | 123,5 | 123,5 | 33,6 |
| Abschreibungen auf immat. VG | 104,1 | 103,2 | 103,2 | -0,9 |
| Finanzergebnis | - 44,9 | - 45,8 | - 55,7 | 24,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 389,0 | 418,4 | 424,8 | 9,2 |
| Jahresüberschuss 3 | 275,3 | 298,3 | 303,5 | 10,2 |
| Ergebnis je Aktie 4 in € | 2,12 | 2,21 | 2,25 | 6,1 |
| Forschungs- & Entwicklungsaufw. | 200,4 | 213,3 | 213,3 | 6,4 |
| Investitionen 5 | 226,1 | 181,6 | 181,6 | - 19,7 |
| Business Free Cashflow | ||||
| in % vom Umsatz 6 | 9,9 | 14,1 |
FLAVOR Umsatz in Mio. €

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| In Mio. € | GJ 2018 | GJ 20191 | GJ 2019 normalisiert1,2 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| EBITDA | 243,9 | 268,5 | 10,1 | |
| EBITDA-Marge in % | 20,5 | 21,4 | ||
| EBIT | 193,2 | 209,4 | 8,4 | |
| EBIT-Marge in % | 16,2 | 16,7 |
NUTRITION Umsatz in Mio. €

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| In Mio. € | GJ 2018 | GJ 20191 | GJ 2019 normalisiert1,2 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| EBITDA | 132,3 | 144,4 | 160,7 | 21,5 |
| EBITDA-Marge in % | 20,7 | 19,7 | 22,0 | |
| EBIT | 49,0 | 51,5 | 67,7 | 38,2 |
| EBIT-Marge in % | 7,7 | 7,0 | 9,3 |
SCENT & CARE Umsatz in Mio. €

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| In Mio. € | GJ 2018 | GJ 20191 | GJ 2019 normalisiert1,2 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| EBITDA | 254,4 | 278,0 | 9,3 | |
| EBITDA-Marge in % | 19,2 | 19,6 | ||
| EBIT | 191,7 | 203,3 | 6,0 | |
| EBIT-Marge in % | 14,5 | 14,3 |
1 2019 Zahlen inklusive IFRS 16 Effekt
2 Bereinigt um Transaktions- & Integrationskosten
3 entfällt auf die Aktionäre der Symrise AG
4 unverwässert
5 ohne neue Leasingverträge
6 Bereinigt um Akquisitions- & IFRS 16 Effekte im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Das Wachstum der Weltwirtschaft belief sich 2019 nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2020 auf 2,9 %. Damit hat sich die globale wirtschaftliche Expansion gegenüber dem Vorjahr (3,6 %) spürbar verlangsamt. Die Ursachen für die Wachstumsabschwächung lagen vor allem auf politischer Ebene: Die Handelsstreitigkeiten der USA mit China und der EU, Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU und drohende militärische Konflikte im Nahen und Mittleren Osten. So ging das Wachstumstempo in den USA von 2,9 % im Vorjahr auf 2,3 % im Berichtsjahr zurück. Im Euroraum wuchs die Wirtschaftsleistung lediglich um 1,2 %, nach 1,9 % im Jahr zuvor. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt lag 2019 nur noch um 0,5 % über dem Vorjahreswert. Hier wirkten die strukturellen Probleme der gesamtwirtschaftlich bedeutenden Automobilindustrie zusätzlich belastend. Auch in den übrigen Ländern der Eurozone fiel das Wachstum durchweg geringer aus als 2018. Italien verzeichnete sogar eine wirtschaftliche Stagnation. In Summe erzielten die Industrieländer 2019 nur noch eine Steigerung der Wirtschaftsleistung um 1,7 %, nach 2,2 % im Vorjahr.
Auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum deutlich von 4,5 % im Jahr 2018 auf 3,7 % im Berichtsjahr. In Asien - der weltweit seit Jahren wachstumsstärksten Region - verringerte sich die Wachstumsrate von 6,4 % (2018) auf 5,6 % im Jahr 2019. Dazu trug nicht zuletzt das mit 6,1 % (Vorjahr: 6,6 %) geringere Wachstum Chinas bei, aber auch die indische Volkswirtschaft verzeichnete eine spürbare Abschwächung der wirtschaftlichen Expansion auf 4,8 %, nach 6,8 % im Vorjahr. Generell wiesen die großen Schwellenländer 2019 ein für ihre Verhältnisse geringes Wirtschaftswachstum auf; dies gilt vor allem für Brasilien (1,2 %), Mexiko (0,0 %) und Südafrika (0,4 %) ebenso wie für Russland (1,1 %). Lediglich in Nigeria (2,3 %) lag die gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate über dem Vorjahr.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:
| ― | In den entwickelten Märkten haben konjunkturelle Schwankungen kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse - beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt - abdecken. |
| ― | Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care. |
| ― | In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmacks- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung. |
| ― | Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte. |
Im Geschäftsjahr 2019 profitierte Symrise von der bereits erreichten guten Marktposition in den Emerging Markets und einem breit diversifizierten Produkt- und Kundenportfolio.
BIP-Entwicklung 2018/2019 in %

Quelle: IWF
ENTWICKLUNG WESENTLICHER ABSATZMÄRKTE
Der für den Symrise Konzern relevante Markt wächst nach eigenen Schätzungen langfristig um circa 4 % im Jahr. 2019 lag das globale Marktvolumen bei 35,0 Mrd. €. In den Marktbereichen Geschmacks- und Duftstoffe sowie Aromachemikalien waren im abgelaufenen Geschäftsjahr jeweils ähnliche Entwicklungen zu verzeichnen.
PREISENTWICKLUNG UND VERFÜGBARKEIT DER ROHSTOFFE
Symrise setzt in der Produktion rund 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von Bedeutung sind beispielsweise natürliche Vanille und Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette Einsatz finden. Im Rahmen der Integration der Renessenz LLC wurde der Rohstoffpalette für Fragrance im Jahr 2016 eine große Anzahl neuer, nachhaltig produzierter Rohstoffe auf Basis von Crude Sulphate Turpentinen (CST) und Gum Turpentinen (GT) hinzugefügt. Generell entfallen auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen sind die Beschaffungskosten im Berichtsjahr für zwei von drei Segmenten angestiegen.
Bei natürlichen Rohstoffen führten das wechselhafte Marktumfeld, regulatorische Anforderungen wie beispielsweise die EU-Richtlinie zu natürlichen Materialien sowie negative Witterungseinflüsse zu erheblichen Schwankungen der Ernteerträge und Qualitäten und dadurch auch zu Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Während sich bei zitrusbasierten Rohstoffen wie Saftkonzentraten und Schalenextrakten der Markt momentan etwas beruhigt hat und das Preisniveau vorteilhaft reagiert, bewegten sich die Preise bei Vanille weiterhin auf hohem Niveau. Die eingeschränkte Verfügbarkeit adäquater Quantitäten von Vanilleschoten hat, auch bei gestiegenem Qualitätsniveau, weiterhin einen starken Einfluss auf die Kostensituation des Segments Flavor.
Bei zitrusbasierten Produkten ist die Verfügbarkeit durch die Ausbreitung der Zitruspest (Citrus Greening Disease) weiterhin eingeschränkt. Auch bei wichtigen natürlichen Ölen, die bei der Herstellung von Duftkompositionen und Mundpflegeprodukten eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und Kostensituation insbesondere im zweiten Halbjahr 2019 etwas entspannt. Für den Großteil der Basischemikalien, speziell Lösungsmittel, für den Bereich Fragrance hat sich die Preis- und Versorgungssituation 2019 verbessert. Aufgrund neuer Umweltauflagen der Regierung mussten sich einige chinesische Produzenten - teilweise nach Bränden oder Unfällen -aus dem Rohstoffmarkt der Parfüminhaltsstoffe und deren chemischer Vorprodukte zurückziehen. Die im Jahr 2018 durch die brandbedingten Ausfälle mehrerer Hauptlieferanten entstandene Knappheit hat sich dagegen zwischenzeitlich nahezu normalisiert. Die REACH-Verordnung für die EU verursacht für eine Vielzahl chemischer Rohstoffe weiterhin sowohl eine geringere Verfügbarkeit als auch teilweise steigende Preise aufgrund der Knappheit sowie der Kosten für Prüfungen und Registrierungen, die von den Produzenten durchzuführen sind.
Einen Teil der benötigten Rohstoffe stellt Symrise mittlerweile selbst her. Hier hat sich die Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Renessenz/Pinova (jetzt Symrise Jacksonville) im Jahr 2016 als sehr vorteilhaft erwiesen. Symrise verfolgt schon seit Jahren bei wichtigen Produkten eine Strategie, die Versorgungssicherheit durch langfristige Kooperationen zu gewährleisten. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Rückwärtsintegration bei Vanille durch die Einbeziehung der lokalen Bauern auf Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille. Symrise arbeitet im Rahmen der Programme zur Rückwärtsintegration seit mehreren Jahren gemeinsam mit den Erzeugern an der Optimierung des regionalen Zwiebelanbaus im Weserbergland. Dabei fordert und fördert das Unternehmen nachhaltige und umweltschonende Anbaumethoden, Respekt und fairen Umgang mit den Erzeugern sowie ökonomische Stabilität in der Lieferkette. Die enge Zusammenarbeit mit den Landwirten erhöht die Liefersicherheit und Rohwarenqualität zu wettbewerbsfähigen Rohstoffkosten.
Im Rahmen der fortlaufenden Prozessoptimierungen der Diana Gruppe wurden auch 2019 die Einkaufsaktivitäten durch den gemeinsamen Einkauf von Rohstoffen und gegenseitige Beschaffung weiter optimiert. Dadurch konnten sowohl die Liefersicherheit dauerhaft erhöht als auch Kostenvorteile in der Rohstoffbeschaffung realisiert werden.
POLITISCHE UND REGULATORISCH E RAHMENBEDINGUNGEN
Das Umfeld der weltweiten Registrierung und Regulierung von Chemikalien verändert sich kontinuierlich. Schwellenländer führen eigene Gesetzgebungen ein, die sich an der europäischen REACH-Verordnung orientieren. Dadurch nimmt die Komplexität für unsere globalen Kunden zu, die an weltweit anwendbaren Formeln interessiert sind. Die direkte und indirekte Einflussnahme über lokale Handelskammern auf die Umsetzung solcher Programme in diesen Regionen bleibt daher von hoher Bedeutung. Die regulatorischen Umsetzungen beispielsweise in Brasilien, Indien und Südafrika sind so unterschiedlich, dass sie keinen standardisierten Ansatz erlauben, sondern ein individuelles Management und eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden in den jeweiligen Ländern erfordern.
Im Bereich Global Regulatory von Symrise wurde die Kultur der kontinuierlichen Verbesserung 2019 fortgeführt, um unseren globalen Kunden einen optimalen Service zu bieten. Im Segment Scent & Care wurden neue Servicemodelle angeboten, mit denen große Chancen priorisiert werden können, ohne dabei mögliche zukünftige große Marktteilnehmer aus dem Blick zu verlieren. Durch die weitere Verfeinerung unseres Servicemodells konnten die Effizienz und die Vielfältigkeit für unsere Kunden erneut gesteigert werden. Daneben wurden die IT-Systeme von Symrise für die regulatorische Compliance durch die regelmäßige Ergänzung um neue Module für neue Anforderungen weiter automatisiert. Ein Beispiel hierfür ist das neue bereichsübergreifende "Supplier-Document-Management-System" (S-DMS), das regulatorische Informationen von den Zulieferern sammelt und automatisch in das SAPSystem von Symrise übernimmt.
In der Region EAME hat das Regulatory Team des Segments Flavor die Entwicklungen bezüglich der Sicherheitsbewertung von Aromastoffen durch die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Im Zuge dessen wurden interne und externe Stakeholder regelmäßig über aktuelle Entwicklungen informiert.
Im Rahmen der Bewertung von Tierfutterzusatzstoffen wurden nochmals rund 60 Aromastoffe in die neue Positivliste der EU aufgenommen. Die Kennzeichnungspflicht für Stoffe, die die empfohlene Höchstdosierung im Futter überschreiten, wurde ebenfalls fristgerecht in unseren internen regulatorischen Systemen implementiert, sodass unsere Kunden die entsprechenden Informationen zukünftig auf Etiketten und in Dokumentationen erhalten.
Der Fokus des Global Substance Registration Teams liegt auf den kontinuierlichen Veränderungen lokaler und regionaler Anforderungen in speziellen Ländern. So erforderte das Inkrafttreten der koreanischen REACH-Verordnung (K-REACH) eine große Zahl von Vorregistrierungen, um sicherzustellen, dass Symrise und seine Kunden den Anforderungen gerecht werden. Durch eine intensive Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche und Regionen wurden eine "eingebaute" Compliance und das uneingeschränkte Angebot unserer Einsatzstoffe und Öle gewährleistet. Derartige Aktivitäten werden zukünftig vor dem Hintergrund der zunehmenden regionalen und lokalen Regulierungen chemischer Stoffe an Bedeutung gewinnen. Die stetige Verbesserung unseres Global Substance Registration Teams stellt sicher, dass wir auch künftig die Anforderungen der globalen Registrierungssysteme erfüllen.
Symrise Global Operations Quality & Regulatory
Quality *
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| Global Quality Control (QC) | Global Complaint Management (CM) | Global Process Management (GPM) |
| EAME Quality Organization (QC/CM/GPM) | ||
| APAC Quality Organization (QC/CM/GPM) | ||
| LATAM Quality Organization (QC/CM/GPM) | ||
| NA Quality Organization (QC/CM/GPM) |
Regulatory *
Global Regulatory Affairs
EAME Regulatory Organization
APAC Regulatory Organization
LATAM Regulatory Organization
NA Regulatory Organization
* Global Operations / Q&R deckt die Aufgabengebiete Quality und Regulatory für die Segmente Flavor und Scent & Care ab. Die Expertise für Q & R für das Segment Nutrition liegt direkt im Geschäftsbereich DIANA
Dieser Trend wird auch in den kommenden Jahren anhalten, da mehr und mehr Länder und Regionen Kontrollsysteme, die sich an der REACH-Verordnung orientieren, für den sicheren Umgang mit Chemikalien einführen. Dabei ist eine hohe Transparenz für unsere Kunden sehr wichtig. Daneben verlangen zunehmend gebildete Konsumenten Produkte, deren Inhaltsstoffe sie nachvollziehen können und die ihren ethischen Anforderungen gerecht werden. So werden Eigenschaften wie vegan und "nicht an Tieren getestet" neben den Kriterien Nachhaltigkeit und Natürlichkeit immer wichtiger. Im Jahr 2019 hat sich Symrise mit der Humane Society International und einigen multinationalen Kunden wie Unilever, P & G, L'Oreal und Avon in einer Initiative zusammengeschlossen. Sie verfolgt zwei Ziele: Erstens die Erweiterung einer neuen Generation der Risikobeurteilung zur Gewährleistung der Zutaten- und Produktsicherheit ohne Tierversuche. Zweites Ziel ist die Reform der Regulierung, die eine Zunahme von Tierversuchen vermeidet, wie sie durch Regulierungsagenturen wie die European Chemicals Agency verursacht wird. Dies ist ein wichtiger Schritt nach vorne und eng mit unserem Engagement in der European Partnership to Alternatives to Animal Testing (EPAA) verzahnt.
Alle Segmente des Symrise Konzerns verfolgen die Weiterentwicklung des im Jahr 2015 in europäisches Recht umgesetzten Nagoya-Protokolls aufmerksam. Die Übereinkunft regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile. Symrise begleitet diese Entwicklung permanent und arbeitet mit Nicht-Regierungs-Organisationen zusammen, die auf diesem Gebiet über praktisches Know-how verfügen, um die fortdauernde Einhaltung der Anforderungen zu gewährleisten.
DIFFERENZIERTE BETRACHTUNG DER AUSWIRKUNGEN AUF SYMRISE
Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung grundsätzlich eine große Rolle. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung. Die große Zahl von Ländermärkten, in denen Symrise tätig ist, und die unterschiedlichen Produktmärkte wirken sich allerdings im Konzern risikomindernd aus.
Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich größere Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.
Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln bis hin zu Baby- und Heimtiernahrung, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.
UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
WICHTIGE EREIGNISSE
Am 1. November 2019 hat Symrise die Unternehmensgruppe ADF/IDF, Springfield, Missouri/USA, übernommen. Die Unternehmensgruppe ist ein führender Anbieter von natürlichen Inhaltsstoffen insbesondere für Heimtiernahrung und Lebensmittel auf Basis von Huhn- und Ei-Produkten. Mit der Akquisition will Symrise seine führende Position bei Heimtiernahrung und sein Know-how mit Produkten, die zur vollwertigen Ernährung beitragen, ausbauen und damit die Aktivitäten im Segment Nutrition erweitern. Im Geschäftsjahr 2019 trug ADF/IDF mit 32 Mio. € zum Konzernumsatz bei.
GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Der Symrise Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 3.408 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 8,0 % in Berichtswährung. Ohne Berücksichtigung von Portfolio-Effekten beträgt das organische Umsatzwachstum 5,7 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 44,3 % und lag damit geringfügig über dem Vorjahreswert von 43,2 %. Das um Einmaleffekte aus der Akquisition von ADF/IDF bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA(N)) belief sich auf 707 Mio. € und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 631 Mio. € (EBITDA). Dies entspricht einer normalisierten Marge bezogen auf den Umsatz von 20,8 % (Vorjahr EBITDA-Marge: 20,0 %).
Der um Einmaleffekte aus der ADF/IDF Akquisition bereinigte Jahresüberschuss beträgt 304 Mio. € und liegt damit 28 Mio. € oder 10 % über dem Wert des Vorjahres. Das normalisierte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 0,13 € auf 2,25 € (2018: 2,12 €). Der Jahresüberschuss 2019 inklusive Sondereinflüsse beträgt 298 Mio. €, was einem Ergebnis je Aktie von 2,21 € entspricht.
Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 6. Mai 2020 vorschlagen, die Dividende von 0,90 € im Vorjahr auf 0,95 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 anzuheben.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 hatten wir die Erwartung geäußert, dass alle drei Segmente - Flavor, Nutrition und Scent & Care - ein organisches Umsatzwachstum merklich über dem Marktwachstum (von rund 4 %) anstreben. Im Laufe des Geschäftsjahres hatten wir die Umsatzerwartung auf 5 % bis 7 % präzisiert.
Für 2019 hatten wir eine EBITDA-Marge von rund 20 % erwartet, unter der Annahme von steigenden Rohstoffkosten und einer Euro-Stärke gegenüber dem US-Dollar. Im Laufe des Geschäftsjahres hatten wir unsere Erwartung zur EBITDA-Marge auf rund 21 % angepasst. Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie seit dem Jahr 2019 einschließlich Leasingverbindlichkeiten) zu EBITDA, sollte ohne Akquisitionen zwischen 2,5 und 2,8 liegen. Mittelfristig streben wir eine Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.
Mit einem Umsatzanstieg von 5,7 % (ohne Berücksichtigung von Portfolio- und Währungseffekten) haben wir unser Umsatzziel erreicht. Die EBITDA-Marge von 20,8 % liegt deutlich über dem für 2019 erwarteten Wert. Die Nettoverschuldung übersteigt mit dem 3,1-fachen EBITDA vor allem aufgrund der Akquisition von ADF/IDF unseren Prognosewert. Die Einbeziehung der Leasingverbindlichkeiten hat die Kennzahl um 0,1 erhöht.
Zielerreichung 2019

* organisches Wachstum ohne ADF / IDF
ENTWICKLUNG IN DEN SEGMENTEN
Segment Flavor
Umsatz Flavor in Mio. €

Das Segment Flavor erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 1.257 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 5,6 % in Berichtswährung. Bereinigt um Wechselkurseffekte betrug das organische Wachstum 3,8 %. Alle Regionen und Anwendungsbereiche konnten die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr steigern.
In der Region Asien/Pazifik war das Wachstum besonders stark ausgeprägt. Hier erzielte das Segment prozentual hohe einstellige organische Zuwächse, vor allem aus Anwendungen für süße Produkte und Aromatisierungen für Getränke. Besonders expansiv zeigten sich die Ländermärkte Indonesien, Malaysia und China.
Die Region EAME erzielte ein solides prozentual einstelliges organisches Wachstum mit starken Impulsen aus den Anwendungsbereichen Savory und Beverages. Vor allem die Ländermärkte Russland, Deutschland sowie die Länder des Nahen und Mittleren Ostens zeigten eine hohe Dynamik mit deutlichen, teilweise prozentual zweistelligen Wachstumsraten.
Die Umsatzentwicklung in Nordamerika verlief hingegen verhalten. Währungsbereinigt konnte ein leichtes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Auch in Nordamerika konnten die Anwendungsbereiche für würzige Produkte und für Getränkearomatisierungen zulegen, wohingegen der Anwendungsbereich für süße Produkte nicht an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpfen konnte.
EBITDA Flavor in Mio. €

In der Region Lateinamerika konnte ein moderates organisches Wachstum im einstelligen Prozentbereich erreicht werden. Die im Vergleich zu den Vorjahren schwächere Entwicklung in dieser Region ist vor allem auf den Volumenrückgang eines größeren Geschäfts bei Softdrinks im Anwendungsbereich Beverages zurückzuführen.
Die Anwendungsbereiche Sweet und Savory hingegen erzielten gute, prozentual zweistellige organische Wachstumsraten. In den Ländermärkten Brasilien, Argentinien und Mexiko war das Wachstum besonders ausgeprägt.
EBITDA Flavor: Das EBITDA des Segments Flavor betrug im Berichtsjahr 268 Mio. € und übertraf damit den Wert des Vorjahres (2018: 244 Mio. €) deutlich. Die EBITDA-Marge in Höhe von 21,4 % lag ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2018 EBITDA-Marge: 20,5 %). Bereinigt um den IFRS 16 Effekt 1 beträgt die EBITDA-Marge im Jahr 2019 20,7 %.
1 Weitere Informationen zum IFRS 16-Effekt finden sich im Kapitel Ertragslage ab Seite 34
Segment Nutrition
Umsatz Nutrition in Mio. €

Im Geschäftsjahr 2019 erzielte das Segment Nutrition einen Umsatz von 732 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 14,5 %. Ohne Berücksichtigung von Portfolio- und Währungseffekten belief sich das organische Umsatzwachstum auf 9,3 %.
Die Akquisition von ADF/IDF trug mit 32 Mio. € zum Umsatz des Segments bei.
Die größten organischen Wachstumsimpulse kamen aus dem Anwendungsbereich Pet Food, der vor allem in den Regionen Nord- und Lateinamerika ein prozentual zweistelliges Wachstum erreichte. Wesentlicher Wachstumstreiber waren hier unsere globalen und regionalen Kunden.
Erfreulich entwickelte sich auch der Anwendungsbereich Aqua mit prozentual zweistelligen Zuwachsraten, vor allem getrieben durch eine dynamische Entwicklung in der Region EAME.
In den Anwendungsbereichen Food und Probi hingegen verzeichneten wir eine etwas schwächere Nachfrage. Hier entsprachen die Umsätze im Geschäftsjahr 2019 in etwa dem Vorjahreswert.
EBITDA(N) Nutrition in Mio. €

EBITDA Nutrition: Im Rahmen des Erwerbs der ADF/IDF-Gruppe sind 2019 einmalige Akquisitions- und Integrationskosten in Höhe von 16,3 Mio. € angefallen. Zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr wird im Folgenden ein um diese einmaligen Effekte bereinigtes Ergebnis (EBITDA(N)) ausgewiesen. Das Segment Nutrition erzielte 2019 ein EBITDA(N) in Höhe von 161 Mio. € und übertraf damit den Wert des Vorjahres (2018: EBITDA 132 Mio. €) deutlich. Die EBITDA(N)-Marge in Höhe von 22,0 % lag ebenfalls erheblich über dem Niveau des Vorjahres (2018 EBITDA-Marge: 20,7 %). Bereinigt um den IFRS 16 Effekt 1 beträgt die EBITDA(N)-Marge im Jahr 2019 21,3 %.
1 Weitere Informationen zum IFRS 16-Effekt finden sich im Kapitel Ertragslage ab Seite 34
Segment Scent & Care
Umsatz Scent & Care in Mio. €

Das Segment Scent & Care verbuchte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 1.419 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 7,2 % in Berichtswährung. Bereinigt um Wechselkurseffekte wuchs das Segment organisch um 5,6 %.
Der Geschäftsbereich Fragrance weitete seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich aus und erzielte ein hohes prozentual einstelliges organisches Wachstum. Am stärksten expandierte der Anwendungsbereich Fine Fragrances mit prozentual zweistelligen organischen Zuwächsen, vor allem in den Regionen EAME und Lateinamerika. Auch der Anwendungsbereich Consumer Fragrances konnte stark zulegen und erzielte hohe prozentual einstellige Wachstumsraten, ebenfalls vor allem in den Regionen EAME und Lateinamerika. Im Anwendungsbereich Oral Care konnte eine solide organische Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich erzielt werden. Dynamisch entwickelte sich die Region Asien/Pazifik mit hohen Zuwächsen in den Ländermärkten China und Vietnam.
Im Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients wurde ein gutes, prozentual einstelliges organisches Wachstum erzielt. Die Regionen Lateinamerika, Asien/Pazifik und auch Nordamerika verzeichneten hohe Zuwächse. Insbesondere in den Ländermärkten Kolumbien, China und den USA stiegen die Umsätze deutlich.
EBITDA Scent & Care in Mio. €

Im Geschäftsbereich Aroma Molecules wurde ein moderates organisches Wachstum erzielt. Positive Impulse kamen vor allem aus dem Anwendungsbereich Menthol, der seine Umsätze in allen Regionen ausweitete. Der Anwendungsbereich Fragrance Ingredients hingegen konnte nicht an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpfen. Im Vorjahr hatte der Anwendungsbereich durch seine Rückwärtsintegration und die konstante Lieferfähigkeit von der Rohstoffknappheit bei Parfümrohstoffen profitiert.
EBITDA Scent & Care: Scent & Care erwirtschaftete 2019 ein EBITDA von 278 Mio. € und verzeichnete damit einen deutlichen Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 254 Mio. € (+9,3 %). Die EBITDA-Marge belief sich auf 19,6 %, nach 19,2 % im Jahr 2018. Bereinigt um den IFRS 16 Effekt 1 beträgt die EBITDA-Marge im Jahr 2019 19,1 %.
ENTWICKLUNG IN DEN REGIONEN
Das Geschäft in der Region EAME entwickelte sich erfreulich und nahm im Vorjahresvergleich organisch um 3,6 % zu. In der Region Nordamerika konnte der Umsatz organisch um 4,2 % gesteigert werden. Die Region Asien/Pazifik erreichte im Vorjahresvergleich ein hohes organisches Umsatzwachstum von 7,4 %. Die Umsatzentwicklung in Lateinamerika verlief dynamisch und verzeichnete einen organischen Zuwachs von 12,8 % im Vergleich zum Vorjahr.
1 Weitere Informationen zum IFRS 16-Effekt finden sich im Kapitel Ertragslage ab Seite 34
Entwicklung in den Regionen
(organisches Umsatzwachstum)

Kurzfassung Gewinn- und Verlustrechnung
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| In Mio. € | 2018 | 2019 normalisiert* | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.154 | 3.408 | 8,0 | |
| Herstellungskosten | - 1.913 | - 2.041 | 6,7 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.241 | 1.367 | 10,1 | |
| Bruttomarge | in % | 39,4 | 40,1 | |
| Vertriebskosten | - 490 | - 530 | 8,3 | |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | - 200 | - 213 | 6,4 | |
| Verwaltungskosten | - 165 | - 186 | 12,8 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 51 | 46 | - 10,3 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 3 | - 2 | - 28,1 | |
| Betriebsergebnis / EBIT(N) | 434 | 481 | 10,7 | |
| Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände | 104 | 103 | - 0,9 | |
| Abschreibung auf Sachanlagen | 92 | 124 | 33,6 | |
| EBITDA(N) | 631 | 707 | 12,2 |
* Bereinigt um einmalige, nicht wiederkehrende Akquisitions- und Integrationskosten im Zusammenhang mit dem Erwerb von ADF/IDF
ERTRAGSLAGE
Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2019 war insgesamt gut. Die Herstellungskosten erhöhten sich unterproportional zum Umsatz. Hierzu trug vor allem eine sich normalisierende Situation an den Rohstoffmärkten bei. Im Vorjahr hatte der Ausfall einzelner Lieferanten von Schlüsselrohstoffen vor allem im Segment Scent & Care zu einer Rohstoffknappheit und in der Folge stark steigenden Rohstoffkosten geführt. Die Bruttomarge betrug im Berichtsjahr 40,1 % und lag damit um 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (39,4 %). Der Anteil der Vertriebskosten am Konzernumsatz belief sich nahezu unverändert auf 15,6 %, nach 15,5 % im Vorjahr. Die F & E-Quote erreichte 6,3 % (Vorjahr: 6,4 %) des Umsatzes. Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz belief sich auf 5,5 %, nach 5,2 % im Vorjahr. Der Rückgang in den sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Wesentlichen auf eine im Vorjahr gebuchte Steuererstattung in Brasilien sowie geringere erhaltene Subventionen im Berichtsjahr zurückzuführen.
Im Rahmen des Erwerbs der ADF/IDF-Gruppe sind 2019 einmalige Akquisitions- und Integrationskosten in Höhe von 16,3 Mio. € angefallen. Zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr weisen wir für 2019 ein um diese einmaligen Effekte bereinigtes Ergebnis (EBITDA(N)) aus. Im Rahmen der Akquisition von ADF/IDF hat die US-amerikanische Wettbewerbsbehörde den Verkauf des in den Jahren 2018/19 neu errichteten Nutrition Standortes Banks County verlangt. Aus den bis dahin entstandenen Anlaufkosten im Jahr 2019 und der Transaktion im Oktober 2019 ist dem Symrise Konzern kein nennenswerter finanzieller Gewinn oder Verlust entstanden. Die jeweiligen Effekte sind nicht in die Normalisierung eingegangen.
Die Erstanwendung von IFRS 16 wirkte sich in Höhe von 20 Mio. € positiv auf das EBITDA aus.
Die EBITDA(N)-Marge lag mit 20,8 % deutlich über dem Vorjahreswert (EBITDA-Marge 2018: 20,0 %). Ohne den IFRS 16-Erst-anwendungseffekt hätte die EBITDA(N)-Marge 20,2 % betragen.
ÜBERSICHT EBITDA - NORMALISIERT UND BEREINIGT UM IFRS 16-EFFEKT
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| Konzern | Flavor | Nutrition | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. € | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EBITDA | 630,5 | 690,9 | 243,9 | 268,5 | 132,3 | 144,4 |
| einmalige Akquisitions- und Integrationskosten | 16,3 | 16,3 | ||||
| davon Beratungskosten | 9,6 | 9,6 | ||||
| davon Abfindungen | 1,1 | 1,1 | ||||
| davon sonstige Akquisitions- und Integrationskosten | 5,7 | 5,7 | ||||
| EBITDA(N) | 630,5 | 707,2 | 243,9 | 268,5 | 132,3 | 160,7 |
| EBITDA(N)-Marge | 20,0 % | 20,8 % | 20,5 % | 21,4 % | 20,7 % | 22,0 % |
| Erstanwendung IFRS 16 | 20,0 | 8,1 | 4,7 | |||
| EBITDA(N) bereinigt um IFRS 16-Effekt | 630,5 | 687,1 | 243,9 | 260,4 | 132,3 | 155,9 |
| EBITDA(N)-Marge bereinigt um IFRS 16-Effekt | 20,0 % | 20,2 % | 20,5 % | 20,7 % | 20,7 % | 21,3 % |
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| Scent & Care | ||
|---|---|---|
| In Mio. € | 2018 | 2019 |
| --- | --- | --- |
| EBITDA | 254,4 | 278,0 |
| einmalige Akquisitions- und Integrationskosten | ||
| davon Beratungskosten | ||
| davon Abfindungen | ||
| davon sonstige Akquisitions- und Integrationskosten | ||
| EBITDA(N) | 254,4 | 278,0 |
| EBITDA(N)-Marge | 19,2 % | 19,6 % |
| Erstanwendung IFRS 16 | 7,2 | |
| EBITDA(N) bereinigt um IFRS 16-Effekt | 254,4 | 270,8 |
| EBITDA(N)-Marge bereinigt um IFRS 16-Effekt | 19,2 % | 19,1% |
Finanzergebnis: Das Finanzergebnis in Höhe von - 46 Mio. € liegt mit 1 Mio. € leicht unter dem Vorjahresergebnis von - 45 Mio. €. Dabei wurde ein positiver Sondereffekt aus der Absicherung zum Kauf von US-Dollar im Zusammenhang mit der Akquisition von ADF/IDF in Höhe von 10 Mio. € teilweise kompensiert durch Finanzaufwendungen aus Wechselkursveränderungen, besonders in Lateinamerika. Darüber hinaus sind erstmals Zinsaufwendungen in Höhe von 3 Mio. € für Leasing im Rahmen von IFRS 16 gebucht worden. Zusätzlich sind Zinsen für die Emission des Schuldscheindarlehens im ersten Quartal und für die vorzeitige Refinanzierung des im Juli fällig gewordenen Eurobonds in Höhe von 2 Mio. € angefallen. Des Weiteren hat sich der Zinsaufwand für Pensionen gegenüber dem Vorjahr um 1 Mio. € erhöht.
Steuern: Im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 113 Mio. € (2018: 109 Mio. €). Der sich ergebende Steuersatz von 27,1 % liegt vor allem durch niedrigere Steuersätze und geänderte Abschreibungsregeln unter dem Wert aus 2018 (28,1 %). Einer ausreichenden steuerlichen Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, im Konzern Rechnung getragen.
Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie: Der auf die Aktionäre der Symrise AG entfallende Jahresüberschuss beträgt 298 Mio. € und liegt damit 23 Mio. € oder 8,4 % über dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 0,09 €
auf 2,21 € (2018: 2,12 €). Bereinigt um die Einmaleffekte aus dem Erwerb von ADF/IDF beträgt der normalisierte Jahresüberschuss 304 Mio. € und das normalisierte Ergebnis je Aktie 2,25 €.
Dividendenvorschlag 2019: Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 6. Mai 2020 vorschlagen, eine Dividende von 0,95 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten.
FINANZLAGE
Finanzmanagement
Grundzüge und Ziele: Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.
Gemäß den Symrise Treasury-Richtlinien wird die Finanzierung des Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Tochtergesellschaften wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, sodass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese gegebenenfalls durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und teilweise mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die halbjährlich überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu einer großen Anzahl an Banken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.
Ergebnisübersicht in Mio. € / in %

Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäfts abgeschlossen werden dürfen.
Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management-System implementiert, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow-Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden fallweise gegen Schwankungen abgesichert.
Mit einer Eigenkapitalquote (einschließlich nicht beherrschender Anteile) von 41,4 % zum 31. Dezember 2019 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.
Finanzierungsstruktur: Zur Finanzierung der Akquisition der ADF/IDF Gruppe hat Symrise im Januar 2019 einen Vertrag über eine Brückenfinanzierung mit zwei Banken abgeschlossen. Diese Brückenfinanzierung gliederte sich in drei Tranchen, die sukzessive durch langfristige Finanzierungen abgelöst wurden. So gelang es Symrise, am 8. Februar 2019 eine Kapitalerhöhung im Volumen von rund 400 Mio. € im Rahmen eines Accelerated Bookbuilding-Verfahrens auf dem Kapitalmarkt zu platzieren. Darüber hinaus wurde am 29. März 2019 erfolgreich ein Schuldschein mit Laufzeiten von 5, 7 und 10 Jahren über 250 Mio. € emittiert, in dem hauptsächlich Banken und Sparkassen investiert sind. Der letzte Baustein der Brückenfinanzierung wurde zum Abschluss der Akquisition am 30. Oktober 2019 im Rahmen eines syndizierten Term Loans über 200 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren ausgezahlt. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres hat Symrise erfolgreich einen Eurobond bei institutionellen Investoren am Kapitalmarkt platziert. Er hat ein Volumen von 500 Mio. €, eine Laufzeit von 6,5 Jahren, trägt einen Kupon von 1,25 % und dient der Refinanzierung des im Juli 2019 fällig gewordenen Eurobonds aus dem Jahr 2014. Insgesamt deckt der Symrise Konzern seinen Kapitalbedarf aus dem guten operativen Cashflow sowie über kurz- und langfristige Finanzierungen.
Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2019 eingehalten worden.
Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit in Höhe von 300 Mio. € bestehen im Konzern bilaterale, fest zugesagte Kreditlinien in Höhe von 82 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken sollen. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf marktüblichem Niveau.
Cashflow- und Liquiditätsanalyse
Übersicht Cashflow
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| In Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 442 | 547 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 239 | - 882 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 152 | 498 |
| Liquide Mittel (31.12.) | 280 | 446 |
| Business Free Cashflow | 312 | 476 |
Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch in der Zukunft nicht absehbar. Dem Unternehmen stehen ausreichende Linien zur Verfügung, zum Beispiel im Rahmen einer Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €, die zum 31. Dezember 2019 nicht in Anspruch genommen war.
Der operative Cashflow lag über dem Niveau des Vorjahres. Ein geringerer Aufbau von Working Capital sowie ein deutlich gestiegenes Ergebnis sind die Hauptursachen für diese Verbesserung. Darüber hinaus führte die Erstanwendung von IFRS 16 zu einer Umklassifizierung von Leasingaufwendungen in Höhe von 16 Mio. € in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Die operative Cashflow-Quote bezogen auf den Umsatz belief sich auf 16,0 %.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich um 643 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die Kaufpreiszahlung für die Akquisition von ADF/IDF. Im Geschäftsjahr 2019 fand per Saldo ein Zufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 498 Mio. € statt. Wesentliche Bestandteile sind die 2019 im Zuge der Akquisitionsfinanzierung erfolgte Kapitalerhöhung in Höhe von 400 Mio. € und die Aufnahme des Schuldscheindarlehens in Höhe von 250 Mio. €. Außerdem ist die an die Aktionäre ausgezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 122 Mio. € Bestandteil des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit.
Darüber hinaus hat das Unternehmen den Business Free Cashflow als primär interne Steuerungsgröße zur Performance-Beurteilung eingeführt, um die Cashflow-Ausrichtung des Unternehmens zu stärken. Der Business Free Cashflow, der sich aus EBITDA, Investitionen und Veränderungen im Working Capital zusammensetzt, betrug im Geschäftsjahr 2019 476 Mio. € 1 und konnte gegenüber dem Vorjahr um 53 % gesteigert werden.
1 Bereinigt um Einmaleffekte aus Akquisitionen und IFRS 16
Business Free Cashflow in % vom Umsatz

Investitionen und Akquisitionen
Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 182 Mio. €, nach 226 Mio. € im Vorjahr.
Für immaterielle Vermögenswerte wurden 26 Mio. € (2018: 15 Mio. €) aufgewendet. Schwerpunkte bildeten hier Investitionen im Bereich Software, vor allem die Vorbereitung der Einführung einer ERP-Software im Segment Nutrition sowie Patente. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von rund 156 Mio. € getätigt (Vorjahr: 211 Mio. €). Die größten Investitionsprojekte umfassten die Errichtung des neuen Standorts zur Produktion von Duft- und Geschmacksstoffen in Nan-tong (China), die Erweiterung der Produktionskapazitäten für Menthol in Charleston (USA), die Modernisierung der Produktion für Terpene Ingredients im Geschäftsbereich Aroma Molecules in Jacksonville (USA), die Erweiterung der Flavor Sprühtrocknungskapazitäten in Branchburg (USA) sowie die Errichtung eines Logistikzentrums in Holzminden.
Alle Projekte wurden aus laufenden Mitteln finanziert. Zum 31. Dezember 2019 hatte der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 41 Mio. € (31. Dezember 2018: 72 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen sowie Labor- und Büroausstattung. Die Verpflichtungen sind größtenteils im Laufe des Jahres 2020 fällig.
Investitionen nach Segmenten in Mio. €

Investitionen nach Regionen in Mio. €

VERMÖGENSLAGE
Ausgewählte Bilanzposten
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1.037 Mio. € beziehungsweise 21,1 % auf 5.957 Mio. €. Dies resultiert vor allem aus dem mit der Akquisition der ADF/IDF Gruppe erworbenen Nettovermögen einschließlich des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts. Zum Bilanzstichtag sind aufgrund der zeitlichen Nähe der Transaktion zum Abschlussstichtag die Buchwerte als vorläufige Zeitwerte angesetzt worden.
Auf der Aktivseite ist der Anstieg vorwiegend auf einen höheren Bestand an Zahlungsmitteln, eine investitionsbedingte Zunahme der Sachanlagen sowie auf höhere immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der ADF/IDF Gruppe zurückzuführen.
Die Zunahme des Zahlungsmittelbestands ist im Wesentlichen mit einer verbesserten Working Capital Performance sowie dem Zufluss von Zahlungsmitteln aus einem Desinvestment zu erklären.
Die Zugänge bei den Sachanlagen beinhalten Investitionen in Kapazitätserweiterungen in Nantong (China), Charleston und Branchburg (USA) sowie in die Modernisierung der Produktion in Jacksonville (USA).
Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte ist vor allem auf den vorläufig ermittelten Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb der ADF/IDF Gruppe zurückzuführen. Neben den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den immateriellen Vermögenswerten Kundenstämme, Markenrechte, Software, Patente und sonstige Rechte sowie Rezepturen und Technologien enthalten. Diese Vermögenswerte resultierten nahezu vollständig aus Unternehmenserwerben.
Bilanzstruktur zum 31. Dezember 2019 in Mio. €

Fälligkeitsprofil zum 31. Dezember 2019

Der Anstieg der Bilanzsumme ist auf der Passivseite durch höhere Finanzverbindlichkeiten und Pensionsverpflichtungen sowie höheres Eigenkapital bedingt.
Der Tilgung des Eurobonds aus dem Jahr 2014 (500 Mio. €) stehen Zuflüsse aus dem im Geschäftsjahr abgeschlossenen Schuldscheindarlehen (250 Mio. €) und dem im Geschäftsjahr ausgegebenen Bond (500 Mio. €) gegenüber.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind aufgrund des um 0,8 Prozentpunkte auf 1,2 % zurückgegangenen Abzinsungssatzes für die in Deutschland gewährten Pensionszusagen gestiegen.
Das Eigenkapital (einschließlich nicht beherrschender Anteile) beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf 2.464 Mio. € (31. Dezember 2018: 1.944 Mio. €). Es hat sich vor allem aufgrund der im Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung um 400 Mio. € (vor Transaktionskosten) erhöht. Die Eigenkapitalquote ist infolgedessen von 39,5 % auf 41,4 % angestiegen. Für das Geschäftsjahr 2018 wurde im Jahr 2019 eine Dividende von 122 Mio. € ausgeschüttet.
Nettoverschuldung
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| In Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 1.659 | 1.966 |
| Leasingverbindlichkeiten (nach IFRS 16) | - | 96 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | - 280 | - 446 |
| Nettoverschuldung | 1.380 | 1.617 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 513 | 605 |
| Nettoverschuldung inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.893 | 2.222 |
Insgesamt stiegen die Finanzverbindlichkeiten um 307 Mio. € auf 1.966 Mio. €, vor allem im Zusammenhang mit dem Erwerb von ADF/IDF. Unter Berücksichtigung der Erhöhung der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen sowie der erstmaligen Berücksichtigung der Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 führte dies im Vergleich zum 31. Dezember 2018 zu einer Erhöhung der Nettoverschuldung um 237 Mio. € auf 1.617 Mio. €. Die Nettoverschuldung ergibt sich durch Abzug der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen von den Finanzverbindlichkeiten. Als bestandsorientierte, auf Bilanzgrößen basierende Kennzahl gibt sie Auskunft über die effektive Verschuldung des Unternehmens. Zur Berechnung der Kennzahl Nettoverschuldung/EBITDA wird die Nettoverschuldung sowohl mit als auch ohne Pensionsrückstellungen und seit dem Jahr 2019 jeweils einschließlich der Leasingverbindlichkeiten auf das normalisierte EBITDA der letzten zwölf Monate bezogen. Danach ergibt sich für die Relation Nettoverschuldung/EBITDA(N) eine Kennzahl von 2,3 (2018: 2,2).
Aufgrund gestiegener Rückstellungen für Pensionen erhöhte sich der Verschuldungsgrad "Nettoverschuldung einschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen/EBITDA(N)" von 3,0 auf 3,1. Die Einbeziehung der Leasingverbindlichkeiten in die Ermittlung der Nettoverschuldungs-Kennzahlen hat beide Kennzahlen jeweils um 0,1 erhöht.
Symrise strebt eine Kapitalstruktur an, die es dem Unternehmen ermöglicht, seinen künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch kann Symrise ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten. Die ergebnisorientierte Dividendenpolitik des Unternehmens wird fortgesetzt, um die Aktionäre auch in Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen zu können. Daneben soll sichergestellt sein, dass Akquisitionsvorhaben durch eine solide Finanzierungsstruktur begleitet werden können.
An wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge in Höhe von 174 Mio. € (2018: 192 Mio. €) und Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 41 Mio. € (2018: 72 Mio. €).
Die Symrise AG hat mit verschiedenen Dienstleistern Serviceverträge zur Auslagerung der internen Informationstechnologie geschlossen. Die Serviceverträge bestanden teilweise bereits in den Vorjahren. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber diesen Dienstleistern beträgt unter Berücksichtigung von Sonderkündigungsrechten 9 Mio. € (31. Dezember 2018: 25 Mio. €).
Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich am 31. Dezember 2019 auf 12 Mio. € (31. Dezember 2018: 15 Mio. €) und betrafen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Berater-, Dienstleistungs- und Kooperationsverträgen (8 Mio. €; 31. Dezember 2018: 8 Mio. €).
KAPITALSTRUKTUR
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| 2018 | 2019 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. € | in % der Bilanzsumme | in % der Bilanzsumme | Veränderung in % |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | 1.944 | 40 | 2.464 | 41 | + 26,7 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.218 | 25 | 1.143 | 19 | - 6,2 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 1.758 | 35 | 2.350 | 39 | + 33,7 |
| Verbindlichkeiten | 2.976 | 60 | 3.493 | 59 | + 17,4 |
| Bilanzsumme | 4.920 | 100 | 5.957 | 100 | + 21,1 |
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER MUTTERGESELLSCHAFT
Der Jahresabschluss der Symrise AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. In den Lagebericht der Symrise AG wird der Lagebericht des Symrise-Konzerns übernommen, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind und die Lage und der Geschäftsverlauf der Symrise AG stark durch die Tochtergesellschaften geprägt werden. Ergänzend dient die Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung.
Die Symrise AG produziert und vertreibt Duft- und Geschmacksstoffe und darüber hinaus übernimmt sie als Obergesellschaft des Symrise-Konzerns klassische Aufgaben einer Holding, wie die strategische Unternehmensentwicklung, die Corporate Funktionen Rechtsabteilung, Konzernrechnungslegung, Konzerncontrolling, Steuern, Treasury, IT, internationales Personalwesen, interne Revision, Corporate Communications und Investor Relations.
Die meisten in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden von der Busiris Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Holzminden und der Diana SAS (Diana Gruppe) mit Sitz in Saint Nolff, Frankreich, gehalten. Alleinige Gesellschafterin der Busiris Vermögensverwaltung GmbH und der Diana SAS ist die Symrise AG, die darüber hinaus direkt Anteile an weiteren in- und ausländischen Tochtergesellschaften hält. Zwischen der Symrise AG und der Busiris Vermögensverwaltung GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Symrise AG als herrschendem Unternehmen.
Überblick und Geschäftsverlauf zum Geschäftsjahr der Symrise AG
Die Symrise AG hatte auch in 2019 eine stabile Geschäftsentwicklung. Wachstumsmärkte waren insbesondere die Regionen EAME und Nordamerika.
Im Vergleich zu den Umsatzerlösen ist der Materialaufwand prozentual weniger stark gestiegen. Der Personalaufwand hingegen ist stärker gestiegen als die Umsatzerlöse. Dies war im Wesentlichen bedingt durch eine Tariferhöhung sowie Zuführungen zum Long Term Incentive Plan. Der durch die stabilen Materialaufwendungen erzielte Margenzuwachs wird somit durch die gestiegenen Personalaufwendungen teilweise kompensiert. Der im Vergleich zum Vorjahr geringere Jahresüberschuss resultierte zum größten Teil aus einem geringeren Beteiligungsergebnis sowie aus höherem Steueraufwand.
Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Symrise AG einen Umsatz in Höhe von 1.272.149 T€. Im Vergleich zum Vorjahr (1.231.084 T€) konnte der Umsatz damit entsprechend unserer Erwartung um 3,34 % gesteigert werden. Das Wachstum des relevanten Marktes für Duft- und Geschmackstoffe, das wir weltweit auf ca. 4 % schätzen, wurde damit nahezu erreicht.
Die Region EAME ist nach wie vor der größte Absatzmarkt für die Symrise AG. Rund 73 % der Umsätze werden in dieser Region erzielt. In Asien wurden 14 %, in Nordamerika 9 % und in Lateinamerika 4 % abgesetzt.
Das Segment Flavor erwirtschaftete mit 508.353 T€ einen Umsatzanteil von 40 %, mit den wesentlichen Anwendungsbereichen Sweet und Beverages, während das Segment Scent & Care mit 714.020 T€ einen Umsatzanteil von 56 % aufweist. Hier ist der Anwendungsbereich Fragrance der wesentliche Umsatztreiber. Serviceleistungen erreichten einen Umsatzanteil von 4 %.
Insgesamt sind die Kosten für Rohstoffe im Geschäftsjahr 2019 für alle Segmente im Wesentlichen stabil geblieben.
Bei natürlichen Rohstoffen führten das wechselhafte Marktumfeld, regulatorische Anforderungen wie beispielsweise die EU-Richtlinie zu natürlichen Materialien sowie Witterungseinflüsse zu erheblichen Schwankungen der Ernteerträge und Qualitäten und dadurch auch zu Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Bei zitrusbasierten Rohstoffen wie Saftkonzentraten und Schalenextrakten hat sich der Markt etwas beruhigt, was sich vorteilhaft auf das Preisniveau auswirkte. Die verfügbaren Mengen auf dem Markt für Vanille waren unverändert knapp, somit bewegten sich die Preise weiterhin auf hohem Niveau.
Die im Vorjahr beeinträchtigte Versorgung mit kritischen Rohstoffen im Segment Scent & Care hat sich im Berichtsjahr etwas entspannt. Die Versorgungs- und Kostensituation hat sich im Berichtsjahr auf dem Markt für Basischemikalien verbessert. Dagegen verursacht die REACH-Verordnung für eine Vielzahl chemischer Rohstoffe sowohl eine geringere Verfügbarkeit als auch steigende Preise aufgrund der Knappheit sowie der Kosten für Prüfungen und Registrierungen, die von den Produzenten durchzuführen sind.
Wir verfolgen schon seit Jahren bei wichtigen Produkten eine Strategie, die Versorgungssicherheit durch langfristige Kooperationen zu gewährleisten. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Rückwärtsintegration bei Vanille durch die Einbeziehung der lokalen Bauern auf Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille. Im Rahmen unserer Programme zur Rückwärtsintegration arbeiten wir seit mehreren Jahren gemeinsam mit den Erzeugern an der Optimierung des regionalen Zwiebelanbaus im Weserbergland. Wir fordern und fördern nachhaltige und umweltschonende Anbaumethoden, Respekt und fairen Umgang mit den Erzeugern sowie ökonomische Stabilität in der Lieferkette. Die enge Zusammenarbeit mit den Landwirten erhöht die Liefersicherheit und Rohwarenqualität zu wettbewerbsfähigen Rohstoffkosten.
Die in 2018 stark angestiegenen Energiekosten haben sich in 2019 wieder normalisiert. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Energiekosten um ca. 2.009 T€ gesunken.
Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stieg in 2019 um 47 Mitarbeiter auf 2.534 an. In der Symrise AG waren durchschnittlich 103 Auszubildende beschäftigt.
Vermögens- und Finanzlage
der Symrise AG
Aktiva
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| in T€ | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 435.866 | 440.881 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.306.754 | 4.105.942 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 64.146 | 62.692 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 164.252 | 181.148 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 1.784 |
| Vorratsvermögen | 354.233 | 344.015 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 164.323 | 160.984 |
| Übrige Aktiva | 16.738 | 10.209 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 45.531 | 40.443 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 26.824 | 22.898 |
| 4.578.667 | 5.370.996 |
PASSIVA
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| in T€ | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.769.438 | 2.177.861 |
| Sonderposten für Investitionszuschüsse | 170 | 139 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 325.815 | 357.422 |
| Steuerrückstellungen | 18 | 2.502 |
| Sonstige Rückstellungen | 46.990 | 53.185 |
| Rückstellungen | 372.823 | 413.109 |
| Anleihen | 904.673 | 901.047 |
| Schuldscheindarlehen | 500.000 | 752.544 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 111.674 | 157.323 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 87.943 | 97.821 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 650.550 | 698.906 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 164.467 | 165.926 |
| Verbindlichkeiten | 2.419.307 | 2.773.567 |
| Passive latente Steuern | 16.929 | 6.320 |
| 4.578.667 | 5.370.996 |
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
Das Anlagevermögen entfällt in Höhe von 138.363T€ (Vorjahr: 133.124 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 302.518 T€ (Vorjahr: 302.742 T€) auf Sachanlagevermögen.
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen in Höhe von 4.105.942 T€ (Vorjahr: 3.306.754 T€) entfallen im Wesentlichen auf die Busiris Vermögensverwaltung GmbH, deren Beteiligungsbuchwert sich aufgrund einer Kapitalerhöhung in Höhe von 900.000 TUSD, unter Berücksichtigung der Währungsabsicherung um 798.765 T€ erhöht hat und die Diana SAS, Frankreich, die Holdinggesellschaft der 2014 erworbenen Diana Gruppe.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen weiterhin hauptsächlich die Diana Gruppe.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen in Höhe von 88.942 T€ (Vorjahr: 98.648 T€) und aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 47.431 T€ (Vorjahr: 54.981 T€).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum Bilanzstichtag hat die Symrise AG Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 167.735 T€ (Vorjahr: 173.164 T€) und hat darauf Wertberichtigungen in Höhe von 6.511 T€ (Vorjahr: 8.841 T€) gebildet.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Die Symrise AG verfügt über Bankguthaben in Höhe von 40.439 T€ (Vorjahr 45.520 T€).
Verbindlichkeiten aus Anleihen
Im Jahr 2019 hat die Symrise AG eine im Jahr 2014 platzierte Anleihe in Höhe von 500.000 T€ € zurückgezahlt. Gleichzeitig wurde im Mai 2019 eine neue Anleihe in Höhe von 500.000 T€ platziert, die im November 2025 endfällig ist. Ferner wurde im Wege einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren zum 20. Juni 2017 eine Wandelanleihe mit einem Gesamtnennwert von 400.000 T€, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nicht-Wandlungsfrist von fünf Jahren emittiert. Darüber hinaus enthalten sind die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen in Höhe von 1.048 T€ (Vorjahr: 4.673 T€).
Schuldscheindarlehen
Die Verpflichtung resultiert im Wesentlichen aus einem in 2015 und 2016 ausgezahlten Schuldscheindarlehen über 500.000 T€, das weitestgehend festverzinslich und in Teilbeträgen in den Jahren 2020 bis 2025 rückzahlbar ist. Außerdem wurde ein neues Schuldscheindarlehen in Höhe von 250.000 T€ aufgenommen, welches in Teilbeträgen in den Jahren 2021 bis 2029 rückzahlbar ist.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Aus der revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300.000 T€, die bis 2020 zur Verfügung steht, wurden keine Mittel in Anspruch genommen (Vorjahr: 30.000 T€ und 34.000 TUSD). Ferner hat die Symrise AG ein Tilgungsdarlehen in Höhe von 150.000 T€ aufgenommen, das bis 2024 zur Verfügung steht.
Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Mittel in Höhe von 8.182 TUSD (Vorjahr: 24.545 TUSD) zur Verfügung gestellt.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen für Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool, in dem die Liquidität der europäischen Tochtergesellschaften gebündelt werden, in Höhe von 679.472 T€ (Vorjahr: 618.213 T€). Außerdem sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15.137 T€ (Vorjahr: 24.875 T€) enthalten.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen in 2020 rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 175.000 TUSD " 155.902 T€ (Vorjahr: " 152.798 T€), die bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden.
Außerdem bestehen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 4.503 T€ (Vorjahr: 5.607 T€).
Zur weiteren Darstellung der Finanzlage der Symrise AG wird auf die Ausführungen zur Finanzlage des Konzerns verwiesen.
Ertragslage der Symrise AG
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| In T€ | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.231.084 | 1.272.149 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 41.391 | 29.256 |
| Bestandsveränderung | 10.506 | 16.901 |
| andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 111 |
| Materialaufwand | -618.823 | -620.993 |
| Personalaufwand | -210.847 | -221.942 |
| Abschreibungen inkl. Finanzanlagen | -42.495 | -43.286 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -314.246 | -334.716 |
| Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen und Ausleihung des Finanzanlagevermögens sowie Aufwendungen aus Verlustübernahme | 143.091 | 114.013 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.078 | 299 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -40.406 | -46.464 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -23.086 | -32.478 |
| Ergebnis nach Steuern | 178.247 | 132.850 |
| Sonstige Steuern | -1.108 | -1.102 |
| Jahresüberschuss | 177.139 | 131.748 |
| Gewinnvortrag | 190.290 | 245.545 |
| Bilanzgewinn | 367.429 | 377.293 |
Umsatzerlöse
Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von 1.205.011 T€ (Vorjahr: 1.172.106 T€). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten und Serviceleistungen, vorwiegend an andere Konzerngesellschaften, in Höhe von 66.964 T€ (Vorjahr: 58.977 T€).
Sonstige betriebliche Erträge
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 29.256 T€ (Vorjahr: 41.391 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 20.893 T€ (Vorjahr: 22.383 T€), erhaltene Schadenersatzleistungen für im Geschäftsjahr angefallene Schäden in Höhe von 3.001 T€ (Vorjahr: 12.985 T€), Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen in Höhe von 1.806 T€ (Vorjahr 3.075 T€) sowie Erträge aus der Auflösung nicht benötigter Rückstellungen aus Vorjahren in Höhe von 1.352 T€ (Vorjahr: 1.599 T€).
Materialaufwand
Der Materialaufwand ist aufgrund gesunkener Rohstoffkosten prozentual im Wesentlichen unverändert geblieben, bei um 3,34 % gestiegenen Umsatzerlösen aus der Veräußerung von Erzeugnissen und Waren.
Personalaufwand
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| In T€ | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 148.139 | 161.752 |
| Soziale Abgaben | 25.372 | 26.929 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 37.336 | 33.261 |
| Personalaufwand | 210.847 | 221.942 |
Bedingt durch die Tariferhöhung um 2,9 % ab Dezember 2018, die gestiegene Mitarbeiterzahl und die Zuführung zum Long Term Incentive Plan/LTIP, stieg der Personalaufwand ohne Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung um rund 9,19 %.
Abschreibungen
Die Abschreibungen entfallen in Höhe von 13.857 T€ (Vorjahr: 14.445 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 28.977 T€ (Vorjahr: 28.050 T€) auf Sachanlagen. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden in Höhe von 452 T€ vorgenommen (Vorjahr: 0 T€).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für
| ― | Provisionen und Vertreterkosten in Höhe von 87.008 T€ (Vorjahr: 71.497 T€) |
| ― | Verwaltungskosten in Höhe von 40.737 T€ (Vorjahr: 47.947 T€) |
| ― | Fracht und Handlingkosten in Höhe von 41.118 T€ (Vorjahr: 46.125 T€) |
| ― | Informatikkosten in Höhe von 28.217 T€ (Vorjahr: 28.646 T€), |
| ― | Fremdwährungseffekten in Höhe von 28.712 T€ (Vorjahr: 28.333 T€) und |
| ― | Reparaturen und technische Dienstleistungen in Höhe von 29.805 T€ (Vorjahr: 27.409 T€) |
zusammen.
Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträgen und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Gewinne in Höhe von 110.035 T€ (Vorjahr: 134.407 T€) übernommen. Die Gewinne resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnis der Busiris Vermögensverwaltungs GmbH, das sich hauptsächlich aus Beteiligungserträgen von Konzerngesellschaften, Zinserträgen aus an Konzerngesellschaften gegebenen Darlehen und aus Kurseffekten aus der Bewertung dieser Darlehen ergibt.
Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betrugen 5.122 T€ (Vorjahr: 2.845 T€).
Im Jahr 2019 wurden von in- und ausländischen Beteiligungen Dividenden in Höhe von 5 T€ ausgeschüttet (Vorjahr: 5.209 T€).
Die Erträge aus Ausleihungen in Höhe von 9.095 T€ (Vorjahr: 6.321 T€) wurden vorwiegend von der Diana Gruppe vereinnahmt.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 46.464 T€ (Vorjahr: 40.406 T€) resultieren in erster Linie aus Zinsen in Höhe von 30.194 T€ (Vorjahr: 27.515 T€) für die im Rahmen der Finanzierung aufgenommenen Verbindlichkeiten und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 10.597 T€ (Vorjahr: 10.733 T€).
Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG
Wir sind zuversichtlich, im Jahr 2020 schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt liegt nach unserer Einschätzung bei ca. 4 % weltweit. Dabei erwarten beide Segmente, Scent & Care und Flavor, ähnlich dem Wachstum im Konzern, jeweils ein Umsatzwachstum über dem Marktzuwachs.
Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Symrise ein weitgehend stabiles Rohstoffkostenniveau sowohl im Segment Scent & Care als auch im Segment Flavor.
Für das Geschäftsjahr 2020 ist weiterhin mit einer insgesamt moderaten Entwicklung der Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind niedrige Gasbeschaffungskosten und die Tatsache, dass am Standort Holzminden eine Eigenstromversorgung über eine Kraft-Wärmekopplungs-Anlage erfolgt, die einen großen Teil des Strombedarfs abdeckt. Durch diese Maßnahme konnte der Ölverbrauch deutlich reduziert werden und somit auch der CO2-Ausstoß. Ferner führt die Eigenstromversorgung zu einer Verringerung der Netzkosten.
Beim Strompreis rechnen wir für die noch verbleibende Bezugsmenge durch leicht ansteigende Beschaffungspreise an der Strombörse EEX einerseits und durch eine weiterhin steigende EEG-Abgabe andererseits ebenfalls mit einer Erhöhung.
Unter der Annahme einer stabilen Wechselkursentwicklung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020 das operative Ergebnis des Vorjahres entsprechend unserer Wachstumserwartung zu übertreffen.
Unsere ergebnisorientierte Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmensergebnis beteiligen.
Chancen- und Risikobericht
RISIKOMANAGEMENT

RISIKOMANAGEMENT-STUFEN

ÜBERSICHT CHANCEN UND RISIKEN

MANAGEMENT VON CHANCEN UND RISIKEN
Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanent Risiken.
Chancen bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können. Entsprechend bezeichnen Risiken künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- und Zielabweichung führen können. Die Nutzung von Chancen und die frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Risiken sind auch aufgrund der gestiegenen Größe und Komplexität des Konzerns durch die Akquisitionen in den vergangenen Jahren sehr bedeutsam für die weitere Entwicklung von Symrise. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen des Vorstands berücksichtigt werden. Symrise verwendet eigene Anweisungen und Vorlagen, um die Prozesse des Risikomanagements zu regeln und für die Mitarbeiter eine verbindliche Grundlage für den Umgang mit Risiken vorzugeben.
Im Rahmen unseres Risikomanagements prüfen Konzerngesellschaften ihre Risiken periodisch. Das Risikoberichtswesen dokumentiert diese Risiken entsprechend, einschließlich ihrer Bewertung, Eintrittswahrscheinlichkeit und der vorgesehenen Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben.
Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher neben dem Vorstand auch allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. Strategische Chancen werden in allen Segmenten sowie durch das Corporate Center identifiziert. Diese werden bewertet und Pläne zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern. Mit dem etablierten Risiko- und Chancenmanagement werden die in den verschiedenen Bereichen des Konzerns beobachteten und in strategisches Handeln integrierten Chancen gemeinsam mit den Risiken des Unternehmens systematisch analysiert.
ANSATZ ZUR EVALUIERUNG VON RISIKEN
Das Risikomanagement von Symrise basiert auf den Grundzügen allgemein anerkannter Standards (ISO 31000) und erstreckt sich über alle Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten.
Die konzernweite Koordination der Risikoerfassung erfolgt im Corporate Center durch die Stabsfunktion "Risikomanagement". Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Symrise AG vorgelegt und erläutert, letztmals im Oktober 2019, vor der Akquisition von ADF/IDF. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung (Nettomethode) sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert.
Das Produkt aus Ergebniseffekt und der dem Risiko zugeordneten Eintrittswahrscheinlichkeit beziehungsweise "Wahrscheinlichkeit" (Likelihood) bestimmt die Höhe des jeweiligen Risikos. Das Schaubild zeigt, auf welche Weise die Kombination aus "Effekt" und "Wahrscheinlichkeit" sich insgesamt auf die Höhe des Risikos auswirkt. So liegen die Kombinationen mit relativ geringem EBIT-Effekt und geringer Wahrscheinlichkeit tendenziell links unten; Kombinationen mit einem relativ hohen Produkt beider Variablen finden sich rechts oben in dem Schaubild und beschreiben damit ein größeres Risiko.
Das Risikoberichtswesen führt des Weiteren geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung auf. Damit bildet es zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung, die auch von der Internen Revision des Konzerns geprüft wird. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken.
Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Dabei handelt es sich um ein plötzlich auftretendes Risiko, welches das EBIT der betreffenden Gesellschaft um wenigstens 20 % reduzieren könnte, mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von wenigstens 25 %. Im Falle von plötzlich auftretenden Risiken, die wesentliche Auswirkung auf die Weiterführung der Geschäfte und die Entwicklung der Ergebnisse und/oder "Health and Safety" haben, muss eine solche Benachrichtigung auch unabhängig von den oben genannten finanziellen Auswirkungen vorgetragen werden.
Im Folgenden werden die Chancen und Risiken detailliert beschrieben, die einen materiellen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Symrise Konzerns haben könnten. Sofern dabei kein Segment des Konzerns individuell adressiert wird, betreffen die dargestellten Chancen und Risiken alle drei Unternehmenssegmente gleichermaßen. Die Reihenfolge, in der die einzelnen Chancen und Risiken erläutert werden, stellt keine Wertung hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Symrise Konzern dar.

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| Impact (Effekt auf das EBIT des Konzerns) | ||
|---|---|---|
| I | - niedrig | bis 10 Mio. € |
| II | - mittel | >10-20 Mio. € |
| III | - hoch | >20-30 Mio. € |
| IV | - sehr hoch | > 30 Mio. € |
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| Likelihood (Wahrscheinlichkeit) | ||
|---|---|---|
| 1 | - niedrig | 0-24% |
| 2 | - mittel | 25-49% |
| 3 | - hoch | 50-74% |
| 4 | - sehr hoch | 75-100% |
CHANCEN UND RISIKEN IM EINZELNEN
VERKAUFSMÄRKTE
In den von Symrise bedienten Branchen herrscht weiterhin ein intensiver Wettbewerb. Dementsprechend wird eine Fortsetzung des Konsolidierungstrends des Abnehmerkreises für Produkte von Symrise für möglich gehalten. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit auch Marktanteile zu verlieren. Als Gegenmaßnahme wird vor allem die Vermarktung von Innovationen und Produkten der Geschäftsbereiche weiter vorangetrieben, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Wettbewerber aufweisen.
Die gestiegene Volatilität der gesamten Weltwirtschaft und insbesondere einiger größerer Volkswirtschaften (zum Beispiel Brasilien, China, Türkei, Argentinien, Iran, Kolumbien) begegnet Symrise mit einer zeitnahen Analyse der Effekte auf das operative Geschäft und mit gegebenenfalls schnellen Korrekturen am jeweiligen Geschäftsmodell oder lokalen Marktauftritt.
Aus möglichen Handelsbeschränkungen ergeben sich aufgrund der globalen Aufstellung von Symrise mit Produktionsstätten in allen Kontinenten grundsätzlich nicht nur Risiken, sondern oft auch Chancen. Dies gilt besonders im Hinblick auf das Handelsdreieck USA, China, EU oder im Zusammenhang mit dem Brexit. Kurzfristig können jedoch negative Effekte nicht ausgeschlossen werden. In einzelnen Ländern wird kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls beobachtet. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient der Eingrenzung dieses Risikos. Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, beziehen sich überwiegend auf Forderungsausfälle und werden daher durch entsprechende Finanzkontrollen gemindert.
Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise vertreten ist, werden mit großer Aufmerksamkeit beobachtet, um die Sicherheit der dort tätigen Belegschaft zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.
BESCHAFFUNGSMÄRKTE
Symrise bezieht seine Rohmaterialien auf globaler Ebene und muss somit auch die Chancen und Risiken einer teilweise komplexen Wertschöpfungskette managen.
Die Beschaffung von natürlichen Rohstoffen aus verschiedenen Regionen der Welt beinhaltet das Ernterisiko, politische und währungsbezogene Risiken in den Anbauländern sowie das Weltmarktrisiko für die jeweilige Rohware (zum Beispiel Vanille). Auch für die chemische Produktion müssen verschiedene Vorprodukte global beschafft werden.
Eine zeitnahe Analyse sowie flexibles und schnelles Handeln ermöglichen zum Beispiel die Ausschöpfung von kurzfristigen Chancen oder die Vermeidung von mittelfristigen Risiken.
Eine dynamische Bedarfs- und Beschaffungsplanung unter Berücksichtigung des jeweiligen Chancen- und Risikoprofils ist eines der wichtigsten Instrumente der Symrise Supply Chain.
Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene der Zulieferer bestehen ebenfalls, da durch den Wegfall von Lieferanten die Verfügbarkeit von Vorprodukten gefährdet oder die Profitabilität von Endprodukten betroffen sein könnte.
Die Rückwärtsintegration bei einigen Rohstoffen sowie die Möglichkeit zur Produktion von Vorstufen chemischer Produkte reduzieren deutlich Marktrisiken für Rohmaterialen für Symrise; dies gilt in Bezug auf die Verfügbarkeit als auch in Bezug auf die Einsatzkosten.
Aufgrund neuer Umweltauflagen der Regierung mussten sich seit 2017 chinesische Produzenten in größerem Umfang aus dem Rohstoffmarkt der Parfüminhaltsstoffe und deren chemischer Vorprodukte zurückziehen. Hier hat sich unsere Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Renessenz (jetzt Symrise Jacksonville) als sehr vorteilhaft erwiesen. Des Weiteren wird im Rahmen regulatorischer und olfaktorischer Möglichkeiten, in enger Absprache mit unseren Kunden, eine Strategie des teilweisen oder vollständigen Ersatzes kritischer Rohstoffe angewandt. Auch in diesem konkreten Fall liegen Chance und Risiko für Symrise nahe beieinander; zum Beispiel besteht einerseits das Risiko des Lieferausfalls seitens Symrise an seine Kunden, andererseits kann Symrise bei erfolgreicher Rückwärtsintegration zusätzliche Ertragspotenziale in einem knappen Markt ausschöpfen.
Ähnlich wie für die Verkaufsmärkte gilt auch für die Beschaffungsmärkte, dass sich aus möglichen Handelsbeschränkungen aufgrund der globalen Aufstellung von Symrise mit Produktionsstätten in allen Kontinenten grundsätzlich nicht nur Risiken, sondern oft auch Chancen (Dreieck USA, China, EU oder im Zusammenhang mit dem Brexit) ergeben können. Kurzfristig können jedoch negative Effekte nicht ausgeschlossen werden.
FINANZMÄRKTE
Symrise nutzt zur Finanzierung des laufenden Geschäfts die internationalen Finanzmärkte. Hier ist Symrise verschiedenen Risiken ausgesetzt. Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen.
Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Durch die kontinuierliche Überwachung der kurz- und mittelfristigen Liquidität können Liquiditätsprobleme vermieden werden und gleichzeitig durch ein proaktives Management der Finanzierungsinstrumente die Refinanzierungskosten minimiert werden. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.
Währungsrisiken sind eine inhärente Herausforderung einer globalisierten Wertschöpfungskette. Aufgrund der vielfältigen gegenläufigen Zahlungsströme in verschiedenen Währungen reduzieren sich die Risiken deutlich. Zudem benutzt Symrise die üblichen Instrumente der Währungssicherung, um die Auswirkungen auf das operative Geschäft möglichst zu reduzieren. Ein stringentes und dynamisches Management von Währungsveränderungen im operativen Geschäft dient der Reduzierung von Währungsrisiken. Dies gilt für Einkaufs- als auch Verkaufsmärkte. Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte im Wert von rund 221 Mio. €. 1 Um Schwankungen im Finanzergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cashflow Hedge klassifiziert.
Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass bei variablen Finanzierungsinstrumenten steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Insgesamt beträgt die Quote der zu fixen Konditionen eingegangenen Verschuldung zum 31. Dezember 2019 86 % der Gesamtverschuldung. Dem verbleibenden Zinsrisiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften. Finanzielle Chancen und Risiken, die mit betrieblichen Pensionszusagen verbunden sind, sind bei Symrise aufgrund der langfristig fixierten Parameter begrenzt.
1 Vgl. dazu auch Konzernanhang TZ 32
PRODUKTION
Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der mangelnden Sicherheit der Energieversorgung, der Einrichtungen, der Prozesse, des Brandschutzes, der Qualität und Sicherheit von Materialien und deren Klassifizierung sowie der Qualifikation des operativen Personals liegen. Daneben können steigende Anforderungen, länderspezifische Arbeits- und Umweltschutzauflagen sowie Naturkatastrophen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken werden durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit, Versicherung und entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen unter Kontrolle gehalten. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund wird die regulatorische Entwicklung in den Ländern, in denen Symrise tätig ist, fortlaufend beobachtet. Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art werden durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), robuste Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe gemindert. Fehler in betrieblichen Abläufen können auch Folgestufen und -produkte negativ beeinflussen. Im ungünstigsten Fall können derartige Fehler auch zu Produktrückrufen von eigenen oder Kundenprodukten führen. Gegen diese Schäden ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich vertretbaren Maße versichert, sodass die wirtschaftlichen Folgen von möglicherweise eintretenden Produktionsrisiken weitgehend abgesichert werden.
Die an der Ostküste der USA in der Vergangenheit in regelmäßigen Abständen auftretenden Hurrikans sind als Risiken in der Risikoberichterstattung berücksichtigt und erhöhen die Betriebsrisiken. Für die betreffenden Gesellschaften des Symrise Konzerns führte dies während der vergangenen zwei Jahre in Teilen zu temporären Betriebsausfällen, die in Tagen zu messen waren, sich in ihrem Einfluss auf das Betriebsergebnis aber nicht existenzgefährdend darstellten. Innerhalb des Symrise Konzerns existieren für Extremfälle Notfallpläne, die eine Versorgung durch andere Symrise Gesellschaften vorsehen.
INVESTITIONEN
Die Umsetzung von Wachstumsprojekten mithilfe von Investitionen in neue Produktionskapazitäten beinhaltet das Risiko, dass die Umsetzung nicht im gesetzten Kosten- und Zeitrahmen gelingt, als auch das Risiko, dass die vorgesehene Technologie nicht wie geplant umgesetzt werden kann.
Der technische und finanzielle Planungsprozess für größere Projekte ist umfangreich und durchläuft diszipliniert mehrere Evaluierungsstufen. Dabei werden nicht nur neue Risiken identifiziert, sondern es können auch mögliche Chancen erkannt werden. Diese Reviews stützen sich auch auf eine systematische Nachbereitung früherer Projekte.
Symrise hat in den vergangenen Jahren einige größere Investitionsprojekte erfolgreich umgesetzt. Bei einigen im Jahr 2019 realisierten Projekten ergaben sich Verzögerungen, die jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns hatten.
PERSONAL
Risiken, die von Mitarbeitern ausgehen, können im Wesentlichen im Austritt und dem damit verbundenen Kompetenzverlust und der Nichteinhaltung von unternehmensweit geltenden Richtlinien sowie gesetzlichen oder mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossenen Vereinbarungen bestehen. Die Einhaltung lokaler Gesetze sowie unternehmensweiter Richtlinien wird durch interne Audits geprüft. Ferner wird die Einhaltung dieser Vorgaben, die auf international anerkannten Standards beruhen, regelmäßig durch externe Auditoren überprüft. Durch das erstmalige Einweisen neuer Mitarbeiter und durch spätere Schulungen wird sichergestellt, dass unternehmensweite Richtlinien wie zum Beispiel der Code of Conduct von allen Mitarbeitern beachtet werden. Der stetige Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen dient dem Austausch der Interessen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern sowie einer kooperativen Firmenkultur. Letztendlich unterstützt dies auch die Vermeidung von Arbeitsniederlegungen und damit verbundenen Betriebsunterbrechungen.
MERGERS & ACQUISITIONS
Aktives Portfolio Management hat eine hohe Priorität bei Symrise und ist ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der Strategie. Symrise verfügt über einen systematischen Prozess zur Identifikation potenzieller Übernahmeziele, der Bewertung von möglichen Transaktionen als auch der Umsetzung der gesetzten Ziele nach einer getätigten Akquisition. Wichtigste Kriterien sind, dass die Transaktion zur Strategie passt, ergebnisverbessernd wirkt und Zukunftspotenzial auf der einen Seite und Compliance bezüglich Legal, Umwelt und Financial auf der anderen Seite aufweist.
Im Einklang mit der Unternehmensstrategie hat Symrise im Jahr 2019 mehrere Unternehmen zur Erweiterung der Geschäftstätigkeit seiner Segmente erworben: Im Segment Flavor wurde zusammen mit anderen Partnern die Califormulation LLC, Columbus, Georgia, gegründet. Im Segment Scent & Care wurde die Cutech, Padua, Italien, und im Segment Nutrition die ADF/IDF, Springfield, Missouri, USA erworben. Trotz gründlicher und intensiver Due Diligence können sich bei Akquisitionen im Nachgang unvorhergesehene und unerwartete Verpflichtungen ergeben. Auch bei wertschaffenden Akquisitionen und übereinstimmenden Einschätzungen bezüglich der zukünftigen Geschäftsentwicklung können Integrationsprozesse länger dauern und mehr Ressourcen erfordern, als ursprünglich geplant.
Neue Konzerngesellschaften werden umgehend in die firmenweite Risikoanalyse integriert.
Grundsätzlich besteht bei allen Akquisitionen das Risiko, dass die gesetzten Ziele nicht umgesetzt werden können und dass signifikante Wertberichtigungen notwendig sind. Die kontinuierliche Kontrolle der Umsetzung der Akquisitionsziele soll eventuelle Probleme rechtzeitig erkennen und notwendige Korrekturen ermöglichen.
FORSCHUNG & ENTWICKLUNG
Chancen für Symrise ergeben sich häufig aus unserer marktorientierten Forschung & Entwicklung; wir sehen sie als einen der wichtigsten Treiber für profitables Wachstum. Symrise verfügt über eine gut gefüllte Innovationspipeline mit einer ausbalancierten Mischung aus kurz-, mittel- und langfristigen Projekten. Auf der einen Seite wird kontinuierlich nach Prozessverbesserungen gestrebt, um die Effizienz zu erhöhen, auf der anderen Seite ist Symrise auf der Suche nach neuen Märkten und Technologien. Das Projektportfolio wird permanent hinsichtlich seiner Übereinstimmung mit der Strategie überprüft. Auch Aspekte der Digitalisierung werden immer wichtiger (IBM Research Projekt zur Entwicklung von Düften mithilfe Künstlicher Intelligenz).
Symrise beobachtet intensiv die sogenannten Megatrends, wie zum Beispiel Natürlichkeit der Lebensmittel und Body Care-Produkte oder Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette. In Zusammenarbeit mit seinen Kunden und Lieferanten arbeitet Symrise permanent an der Erfüllung der Anforderungen beziehungsweise an der Umsetzung der selbst gesetzten Ziele. Hierbei können sich Chancen und Risiken ergeben; wie zum Beispiel höhere Kosten durch die Verwendung neuer Einsatzstoffe; oder Ausnutzung eines Wettbewerbsvorteils durch eine zeitliche Alleinstellung im Markt mit einem natürlichen Konservierungsmittel für Körperpflegeprodukte.
Chancen und Risiken im Bereich Forschung & Entwicklung sind verbunden mit der Realisierbarkeit von geplanten Produkt- und Prozessentwicklungen und ihrer zeitgerechten Umsetzung. Symrise sieht zahlreiche weitere Chancen im bestehenden Produktportfolio ebenso wie in angrenzenden Bereichen.
COMPLIANCE, RECHT UND REGULATORISCHER RAHMEN
Im Rahmen unseres Compliance Management-Systems unterscheiden wir zwischen der sogenannten "Technischen Compliance" und der "Legal Compliance". Die Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten im Rahmen der "Technischen Compliance" liegen in den Bereichen Qualität, Umweltschutz, Gesundheit, Arbeitssicherheit, Energie, Produktsicherheit und Lebensmittelsicherheit.
In nahezu allen diesen Bereichen unterliegt Symrise mit seinen Produkten weltweit einer strengen staatlichen Aufsicht. Es ist eine Selbstverständlichkeit für uns, dass unsere Produkte und Prozesse überall auf der Welt den dort geltenden Bestimmungen entsprechen.
Das umfangreiche Know-how im produktbezogenen regulatorischen Bereich erlaubt es Symrise, auch Kunden bei ihren regulatorischen Problemen zu unterstützen und zusätzliche Leistungen zu verkaufen. Weiterhin eröffnet dieses Know-how - auch in Kombination mit Anwendungen von Künstlicher Intelligenz - weitere Chancen im Bereich der Rezepturoptimierung und Komplexitätsreduzierung.
Die Compliance-Aktivitäten im Rahmen der "Legal Compliance" konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruptionsbekämpfung, Geldwäscheprävention und Exportkontrolle. Hier liegt der Schwerpunkt der Tätigkeiten auf den Bereichen Aufklärung und Prävention. Auch die Implementierung und Weiterentwicklung von Konzernrichtlinien zu diesen Themen ist der "Legal Compliance" zuzuordnen.
Bereits seit 2008 hat Symrise durch das Group Compliance-Office eine Integrity Hotline eingerichtet, um sicherzustellen, dass Symrise Mitarbeiter weltweit anonym Verstöße gegen Rechtsvorschriften und konzerninterne Richtlinien melden können. Gegebenenfalls werden daraufhin Untersuchungen eingeleitet und fallspezifisch auf der Grundlage der jeweils geltenden Rechtsordnung und konzerninterner Vorschriften Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Diese können bis zu arbeitsrechtlichen Disziplinarmaßnahmen reichen.
Derzeit sieht sich der Konzern nur in relativ geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich Umweltrecht. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, werden potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung der Rechtsabteilung und, soweit erforderlich, auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten analysiert. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften überhaupt von laufenden Gerichtsverfahren betroffen.
IT-SICHERHEIT
Risiken der IT bestehen in der Schädigung des Konzerns durch Datenmissbrauch und in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Daten, was zu einer Störung von Betriebsabläufen führen kann. Symrise unterhält eine Reihe von integrierten IT- und Telekommunikationssystemen, deren Programme und Daten auf unterschiedlichen Speichermedien gehalten und ständig weiterentwickelt werden. Vorhandene, etablierte Schutzmaßnahmen werden ebenfalls fortlaufend aktualisiert und erweitert, um die Integrität und Sicherheit der IT-Prozesse und den Schutz der Daten zu gewährleisten. Trotz hochentwickelter Schutzmaßnahmen besteht jedoch immer ein Restrisiko, dass Angriffe von Institutionen oder Dritten auf unsere IT-Landschaft unbemerkt bleiben oder Betriebsabläufe negativ beeinflussen. Weitere IT-Risiken bestehen bei mangelnder Einhaltung der Regeln zur Software-Lizenzierung und bei der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur.
STEUERN
Die Einhaltung von lokalen und globalen Regelungen und gesetzlichen Vorgaben im Bereich der Steuern hat bei Symrise höchste Priorität. Die Optimierung der Steuerbelastung liegt im ständigen Fokus, ohne eine übermäßige Komplexität für das operative Geschäft zu verursachen.
Aufgrund der komplexen Geschäftsmodelle und der globalen Aufstellung von Symrise gibt es fortlaufende ertragsteuerlich relevante Sachverhalte, die noch nicht von den betreffen den örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen sind Rückstellungen gebildet worden, um auf eine mögliche Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.
UMWELT (SICHERHEIT, GESUNDHEIT, ÖKOLOGIE UND QUALITÄT)
Symrise hat sich selbst auferlegt, hohe ethische Anforderungen zur Steigerung des Geschäftserfolgs unter Berücksichtigung verfügbarer Ressourcen, aller Mitarbeiter und der Gesellschaft zu respektieren. Die Einhaltung von lokalen gesetzlichen Regeln ist für Symrise selbstverständlich. Diese Auflagen gelten auch für alle Lieferanten.
Symrise hat sich verpflichtet, an allen Standorten international anerkannte Standards zur Produktsicherheit, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt zu erfüllen. Die Einhaltung wird regelmäßig von internen und externen Experten geprüft. Dies gilt auch für Lieferanten im Rahmen von regelmäßigen Audits.
Die Duft-, Geschmacks- und Zusatzstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnehmen oder an Haut und Haaren anwenden. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich die Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit der Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft.
Veränderungen in der Technologie von Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Produktportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber bestehen Risiken für unsere Produkte, die durch eine angemessene Patentverwaltung kontrolliert werden.
PROZESS UND ORGANISATION BEZOGENE RISIKEN
Symrise verkauft mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen verschiedenste Produkte in zahlreichen geographischen Märkten. Die Dynamik der Verkaufs- und auch der Beschaffungsmärkte kann auch Anpassungen der internen Prozesse oder der Organisationsstruktur erfordern. Die möglichen Anpassungen interner Strukturen können verschiedene Chancen und Risiken mit sich bringen. Neben einem Effizienzgewinn durch schlankere Strukturen oder schnellere Entscheidungsfindung besteht auch das Risiko, dass die beabsichtigte Verbesserung technisch nicht umgesetzt werden kann oder dass die Strukturveränderung einen negativen Effekt auf die Motivation der Belegschaft haben kann. Symrise versucht permanent die Effizienz seiner Organisation und seiner Prozesse zu verbessern.
ÖKOLOGISCHE CHANCEN UND RISIKEN
Umweltbezogene Chancen und Risiken in den Bereichen Klima, Wasser und Wald werden jährlich im Rahmen der Berichterstattung gegenüber der britischen Nichtregierungsorganisation CDP analysiert, bewertet und öffentlich gegenüber Kunden und Investoren berichtet. Globale Herausforderungen im Bereich der Umwelt wie Klimawandel, Wasserknappheit, Bodenerosion oder der Verlust von biologischer Vielfalt können sich dabei nachteilig auf die Produktivität und Funktionstüchtigkeit der von uns oder von unseren Lieferanten und Vorlieferanten bewirtschafteten Ökosysteme auswirken. Dies wiederum kann zu sinkenden Rohstoffverfügbarkeiten oder ansteigenden Rohstoffpreisen innerhalb unseres Portfolios führen. Durch die systematische Analyse und Bewertung entsprechender Umweltrisiken und deren konsequente Berücksichtigung in Forschung, Produktentwicklung, Einkauf und Supply Chain Management kann Symrise frühzeitig Maßnahmen zur Risikominimierung einleiten: Angefangen bei der Entwicklung von Substitutionslösungen für kritische Rohstoffe über die Reformulierung von Rezepturen in Zusammenarbeit mit unseren Kunden bis hin zur Identifizierung alternativer Lieferanten und Beschaffungsländer.
GESAMTBEWERTUNG DER CHANCEN- UND RISIKOLAGE
Das Geschäftsmodell von Symrise zeichnet sich durch ein - im Vergleich zu anderen Industriezweigen und Unternehmen -überdurchschnittlich hohes Chancenpotenzial aus. Die Nachfrage nach Produkten von Symrise wird insbesondere durch den weltweit steigenden Privatkonsum und wachsenden Wohlstand getrieben. Viele Produkte dienen der Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie "Gesundheit" und "jugendlichem Aussehen", die weltweit bestehen. Das dynamische Wachstum und die hohe Rentabilität von Symrise belegen, dass diese Chancen bislang erfolgreich genutzt wurden. Die Akquisitionen der vergangenen Jahre haben die Kategorie- und Technologiebasis von Symrise erweitert und die Rückwärtsintegration vertieft. Überdurchschnittliches Wachstum, steigende Margen und zusätzliche Innovationen sind Ergebnisse des erweiterten Footprint der Gruppe. Diese Strategie soll auch künftig fortgesetzt werden. Symrise ist davon überzeugt, dass die proaktive und systematische Überwachung potenzieller Risiken und Chancen ein wichtiger Baustein der erfolgreichen Unternehmensführung ist.
Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
GRUNDZÜGE UND ZIELE
Nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des Internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gewährleisten. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung ebenfalls dokumentiert. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Interne Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.
Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Zudem sorgen Mitarbeiterschulungen sowie Erfahrungsaustausche dafür, dass Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.
ORGANISATION UND PROZESS
Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Bereiche des Unternehmens, orientiert sich an ISO 31000 und basiert auf dem Rahmenkonzept COSO II. Auf der Grundlage von Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter Konzern-Risikobericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat beziehungsweise dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist. |
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichprobenprüfungen der Internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der aus den Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns möglicherweise resultierenden Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. |
Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2019 konnte der Konzern seinen Umsatz bei anhaltend hoher Profitabilität erneut deutlich steigern. Die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.
Prognosebericht
GRUNDLAGEN
Globales Wirtschaftswachstum
3,3 %
Marktwachstum
4 %
Rohstoffpreise stabil auf dem derzeitigen Niveau
EBITDA(N)-MARGE

1 Bereinigt um Transaktions- und Integrationskosten im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen.
ORGANISCHES UMSATZWACHSTUM
in Mio. €

ERWARTUNGEN
Business Free Cashflow % vom Umsatz
> 14 %
Nettoverschuldung/ (inkl. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Leasingverbindlichkeiten)
EBITDA
2,5 - 2,7
Investitionen % vom Umsatz
5 - 6 %
KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2020 eine Beschleunigung des globalen Wirtschaftswachstums von 2,9 % im Vorjahr auf 3,3 %. Positive Impulse gehen dabei von den Schwellen- und Entwicklungsländern aus, deren Wirtschaftsleistung 2020 um 4,4 % zunehmen soll, nach einem Plus von 3,7 % im Vorjahr. Während die Dynamik in Asien noch relativ gering bleibt (5,8 %) und für China sogar eine weitere Wachstumsverlangsamung auf 6,0 % prognostiziert wird, dürfte sich die Wirtschaftsaktivität insbesondere in Indien (+5,8 %) spürbar beleben. Auch für Lateinamerika wird mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,6 % wieder eine höhere Dynamik erwartet. Demgegenüber rechnet der Internationale Währungsfonds in den Industrieländern für 2020 in Summe mit einem geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres liegenden Wirtschaftswachstum (+ 1,6 %). Im Euroraum soll die gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate auf 1,3 % ansteigen. Diese Erwartung gründet auf einer Belebung der Auslandsnachfrage, vor allem aus den wachstumsstarken Schwellenländern, sowie auf einer Entspannung im Bereich der politischen Risiken, beispielsweise bei den handelspolitischen Auseinandersetzungen. Dabei fällt die Erholung in Deutschland mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,1 % zwar am stärksten aus, das Wirtschaftswachstum bleibt allerdings unter dem Durchschnitt des Euroraums. Für die USA wird ein weiterer Rückgang des Wachstums auf 2,0 % prognostiziert.
Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2019 ein Volumen von 35,0 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL - circa 27,6 Mrd. € auf den Teilmarkt der Geschmacks- und Duftstoffe und circa 7,4 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe.
Symrise geht in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate des relevanten AFF-Marktes von circa 4 % aus. Angesichts der starken Wirtschaftsleistung einiger Länder im Raum Asien/Pazifik wird laut Einschätzung von IAL die Nachfrage nach Aromen und Duftstoffen sowie Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffen in dieser Region am stärksten steigen - gefolgt von Lateinamerika, der Region EAME und Nordamerika.
Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Symrise eine stabile Rohstoffkostensituation auf dem derzeitigen Niveau. Im Wesentlichen unterscheidet das Unternehmen zwischen natürlichen, agrobasierten und petrobasierten Rohstoffen. Der strategische Fokus des Unternehmens liegt auf den natürlichen und aus erneuerbaren Quellen stammenden Rohmaterialien. Bei den wichtigen natürlichen Rohstoffen verfolgt der Konzern den Ansatz der Rückwärtsintegration. Das heißt, Symrise kooperiert bei den agrobasierten Schlüsselprodukten wie Vanille, Zwiebel, Rote Beete oder Früchten eng mit den Erzeugern. Ziel ist, durch langfristige Verträge eine gleichbleibend hohe Qualität und eine hohe Planungssicherheit zu erreichen. Der Erwerb der Renessenz LLC war ein weiterer Meilenstein zum Ausbau der Rohstoffbasis durch Rückwärtsintegration. Im Bereich Menthol nutzt Symrise seine führende Marktposition und langjährige Liefertreue bei den multinationalen Markenherstellern.
BIP-Entwicklung 2019/2020 in %

Quelle: IWF
Bei den Energiekosten ist für das Geschäftsjahr 2020 mit einer weiterhin moderaten Entwicklung zu rechnen. Gründe hierfür sind niedrige Gasbeschaffungskosten und die Tatsache, dass am Standort Holzminden eine Eigenstromversorgung über eine Kraft-Wärmekopplungs-Anlage erfolgt, die einen großen Teil des Strombedarfs abdeckt. Durch diese Maßnahme konnte der Ölverbrauch deutlich reduziert werden und somit auch der CO2-Ausstoß. Ferner führt die Eigenstromversorgung zu einer Verringerung der Netzkosten.
Beim Strompreis ist für die noch verbleibende Bezugsmenge durch leicht ansteigende Beschaffungspreise an der Strombörse EEX einerseits und durch eine weiter steigende EEG-Abgabe sowie erhöhte Netzkosten aus dem vorgelagerten Netz andererseits ebenfalls mit einer Erhöhung zu rechnen.
Symrise ist bestrebt, die Energiekosten des Unternehmens durch unterschiedliche Maßnahmen bei der Energiebeschaffung und ein etabliertes Energiemanagement positiv zu beeinflussen.
AUSWIRKUNGEN DES BREXIT-REFERENDUMS
Symrise erwartet durch den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union keine wesentlichen Auswirkungen auf den Gesamtkonzern, da die dort ansässigen Konzerngesellschaften über eigene Produktionsstätten verfügen und ihre Produkte vornehmlich an lokale Kunden vertreiben.
Darüber hinaus hat Symrise durch die Akquisition der Cobell Gruppe seine Präsenz auf dem britischen Getränkemarkt gestärkt und sich somit ein größeres Potenzial an britischen Kunden erschlossen. Da das Austrittsabkommen des Vereinigten Königreichs mit der EU ratifiziert wurde, gilt seit Anfang Februar 2020 die geordnete Übergangsphase. Symrise arbeitet aktiv an mitigierenden Maßnahmen, die den Fortbestand des Geschäfts im Vereinigten Königreich sichern.
Alle zentralen Finanzierungsverträge bestehen mit der Symrise AG und unterliegen nicht britischem Recht.
AUSWIRKUNGEN AUS HYPERINFLATIONSLÄNDERN
Die derzeit in Venezuela und Argentinien zu verzeichnende Hyperinflation ist für das Konzernergebnis von untergeordneter Bedeutung.
KÜNFTIGE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
Für das Jahr 2020 bekräftigt Symrise seine langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele. Der Konzern geht weiterhin davon aus, schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmacksstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt liegt nach eigener Schätzung und Unternehmensdaten für das laufende Jahr bei circa 4 % weltweit. Dabei erwarten alle Segmente, Scent & Care, Flavor und Nutrition, jeweils ein organisches Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs. Für den Konzern gilt unverändert die langfristige Wachstumserwartung von 5-7 % (CAGR).
Zur weiteren Steigerung des Ergebnisses werden ein diszipliniertes Kostenmanagement und der Fokus auf margenstarke Geschäfte fortgeführt. Dazu gehören beispielsweise Initiativen zur Reduzierung der Komplexität von Prozessen und Abläufen und die Entwicklung innovativer, nachhaltiger Produkte und Technologien. Unter der Annahme von Rohstoffkosten auf dem gegenwärtigen Niveau und einer konstanten Euro/US-Dollar-Relation geht der Konzern für 2020 aktuell von einer EBITDA-Marge von über 20 % in allen Segmenten aus. Ohne die Effekte aus möglichen Akquisitionen soll der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Leasingverbindlichkeiten) zu EBITDA Ende 2020 zwischen 2,5 und 2,7 liegen. Mittelfristig strebt das Unternehmen die Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.
Der Konzern wird die ergebnisorientierte Dividendenpolitik fortsetzen und seine Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS
Der Vorstand der Symrise AG sieht das Unternehmen bestens aufgestellt, um das Geschäft in allen Geschäftsbereichen und Wachstumsregionen weiter auszubauen. Das Erreichen der gesteckten Ziele beruht auf einer bewährten Strategie. Die drei Eckpfeiler unserer Strategie sind unverändert. Sie stehen für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts:
| ― | Wachstum: Eine enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Kunden, insbesondere um den Umsatzanteil in Schwellenländern weiter auszubauen. |
| ― | Effizienz: Die fortlaufende Verbesserung der Prozesse sowie der Ausbau der Rückwärtsintegration bei nachwachsenden Rohstoffen. |
| ― | Portfolio: Das Erschließen neuer Märkte und Marktsegmente außerhalb von Duftstoffen und Aromen. |
Grundsätzlich will Symrise vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigt der Konzern Akquisitionen oder geht strategische Partnerschaften ein, um sich Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen oder die nachhaltige Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen zu sichern.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht erläutert die Grundsätze, die für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder gelten, und stellt die Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung dar. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beschrieben.
VERGÜTUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER
Gemäß Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und entsprechend §1(3) der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Symrise AG berät und entscheidet bei Symrise das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Das aktuelle Vergütungssystem wurde zuletzt auf der Hauptversammlung 2015 von den Anteilseignern mehrheitlich gebilligt. Es erfüllt sämtliche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.
Die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat in seiner ersten Sitzung des Jahres mit Unterstützung durch den gebildeten Personalausschuss überprüft. Die letzte Überprüfung hat in der Sitzung des Aufsichtsrats im März 2019 stattgefunden.
ZIEL-GESAMTVERGÜTUNG DES VORSTANDS MIT FAKTOR 27 ANGEMESSEN
Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Darüber hinaus wird die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Symrise internen Vergütungsstruktur herangezogen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder angemessen und die Zielsetzungen ambitioniert sein sollen.
Alle Vorstandsmitglieder erhalten eine Ziel-Gesamtvergütung. Diese setzt sich zusammen aus einer Festvergütung, dem jährlichen variablen Anteil sowie dem langfristig variablen Anteil, jeweils bei 100 %iger Zielerreichung. Diese Ziel-Gesamtvergütung wird durch eine Maximalvergütung beim Jahresbonus sowie beim Long Term Incentive ergänzt (sogenannter Cap). Der Anteil von Festvergütung, Jahresbonus und langfristig variablem Anteil an der Ziel-Gesamtjahresvergütung beträgt jeweils 33 %.
Bei der Festlegung der Ziel-Gesamtvergütung berücksichtigt der Aufsichtsrat die globale Ausrichtung, das Marktumfeld sowie den kurz- und langfristigen Erfolg des Unternehmens. Er zieht dabei das nationale und internationale Vergleichsumfeld intern (Führungskräfte und Mitarbeiter) wie extern (Marktumfeld) heran. Die Ziel-Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder entspricht im vertikalen Vergütungsvergleich dem rund 28-fachen der durchschnittlichen Vergütung der Symrise Mitarbeiter in Deutschland beziehungsweise weltweit und dem rund 27-fachen der höchsten Tarifentgeltgruppe in Deutschland.
Bei der variablen Vergütung sind die Ziele und die Kriterien zur Bewertung der Zielerreichung für den Vorstand ambitioniert ausgestaltet. So entfällt eine Bonuszahlung vollständig, wenn weniger als 85 % bei den EBITDA-Zielen, weniger als 60 % bei den Umsatzzielen und weniger als 96 % bei den Margenzielen erreicht werden ("Threshold").
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| Ziel-Gesamtvergütung | Vergütungskomponenten | Maximalvergütung |
|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Vergütung | Festvergütung | |
| Nebenleistungen | ||
| Erfolgsabhängige Vergütung (100 % Zielerreichung) | Einjährige variable Vergütung (sogenannter Jahresbonus) | 150 % des Jahresbonus |
| Mehrjährige variable Vergütung (sogenannter LTIP) | 200 % des LTIP Bonus |
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| Finanzielle Ziele (80 %) | Strategische/qualitative Ziele (20 %) |
|---|---|
| 50 % EBITDA/EBITDA-Marge/EPS 15 % Umsatzwachstum 15 % Business Free Cashflow | 10 % Strategische Wachtstumsprojekte 10 % Sustainability Projekte |
| Zielerreichung je Ziel 85 % bis max. 150 % bei EBITDA 60 % bis max. 150 % bei Umsatzwachstum 96 % bis 105 % bei Margenzielen | Zielerreichung je Ziel 50 % bis max. 100 % |
| Gesamt-Zielerreichung Sogenannter "Total Performance Indicator" in % | |
| Auszahlungsbetrag "Jahresbonus" "Total Performance Indicator" in % * 100 % Ziel-Jahresbonus in € |
FESTVERGÜTUNG UND NEBENLEISTUNGEN
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre jährliche Festvergütung (entspricht 33 % der Ziel-Gesamtvergütung) in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt. Die Nebenleistungen enthalten im Wesentlichen Sachbezüge in Form geldwerter Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie die Kosten für Versicherungen wie zum Beispiel für eine Gruppenunfallversicherung.
EINJÄHRIGE VARIABLE VERGÜTUNG (BONUS)
Die einjährige variable Vergütung (entspricht 33 % der Ziel-Gesamtvergütung) besteht aus einem Jahresbonus, der auf operativen Kennziffern des jeweiligen Geschäftsjahres beruht.
Der Jahresbonus ist von der Erreichung bestimmter gewinn- und ergebnisorientierter Zielgrößen (EBITDA, EBITDA-Marge, EPS), von umsatzorientierten Kennzahlen (Umsatz, Umsatzwachstum) sowie Cash-orientierter Kennzahlen (Business Free Cash Flow) abhängig. Darüber hinaus hat jedes Vorstandsmitglied ein das nachhaltige Wirtschaften fokussierendes Ziel. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Jahresbonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % bei den EBITDA-Zielen, von 60 % bei den Umsatzzielen oder 96 % bei den Margenzielen entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.
Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2019 durch den Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Jahresgeschäftsplanung und des jeweiligen Vorstandsbereichs individuell festgelegt. Entsprechende Ziele finden auch auf den Ebenen unterhalb des Vorstands nebst anderen Zielen Anwendung. Dadurch wird innerhalb des Unternehmens das durchgängige Verfolgen der im Aufsichtsrat verabschiedeten Unternehmensziele sichergestellt. Die einjährige variable Vergütung für das Kalenderjahr 2019 wird je nach Zielerreichungsgrad auf Basis des gebilligten Konzernjahresabschlusses 2019 im Folgejahr 2020 in bar ausgezahlt. Der Aufsichtsrat kann nach pflichtgemäßem Ermessen bei der Bewertung der Zielerreichung außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen berücksichtigen. Dabei darf die Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 150 % nicht überschritten werden.
MEHRJÄHRIGE VARIABLE VERGÜTUNG (LONG TERM INCENTIVE PLAN)
Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP; entspricht 33 % der Ziel-Gesamtvergütung) ist eine revolvierende variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg - ausgedrückt in der Entwicklung des Symrise Aktienkurses - bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt. Sie dient der langfristigen Ausrichtung des Handelns der Vorstandsmitglieder an der Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zu Wettbewerbern und Markt-Vergleichsunternehmen (sogenannte "Peer Group").
Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2017 - 2019 und 2018 - 2020 sowie 2019 - 2021 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt. Der Index wird dabei börsentäglich berechnet. Bei Veränderungen in der Peer Group (beispielsweise Akquisition eines gelisteten Unternehmens) nimmt der Aufsichtsrat Anpassungen auf Empfehlung des externen Beraters vor.
In dem Incentive Plan 2017 - 2019 wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50 % der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank bezogen auf die Peer Group). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag des Gesamteinkommens eines Vorstandsmitglieds) entspräche dem 60sten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert als bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 % des Zielbetrags.
Bei den Incentive Plänen 2018 - 2020 und 2019 - 2021 wird ein Bonus bereits dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 25 % der Vergleichswerte (mindestens 25ster Percentile Rank bezogen auf die Peer Group). Unterhalb des 25sten Percentile entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag des Gesamteinkommens eines Vorstandsmitglieds) entspräche dem 50sten Percentile Rank. Zwischen dem 50sten und dem 75sten Percentile verläuft die Bonusberechnung linear. Das heißt, wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte und Symrise über drei Jahre jeweils den 75sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert als bei 100 % Zielerreichung honoriert. Auch hier existiert die Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Für das im Jahr 2019 angebotene LTIP betrug bei Dr. Heinz-Jürgen Bertram die mehrjährig variable Vergütung bei 100 % Zielerreichung 800.000 €, bei Achim Daub, Olaf Klinger, Dr. Jean-Yves Parisot und Heinrich Schaper gleichermaßen 500.000 €. Dies entspricht rund 33 % ihrer jeweiligen Ziel-Gesamtvergütung.
Mehrjährige variable Vergütung (sogenannter "Long Term Incentive Plan"; "LTIP")
Bemessung Kursentwicklung der Symrise Aktie (Berechnung sogenannter "Total Investor Return" im Vergleich zur Peer Group (ausgedrückt in Percentile))
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| LTIP 2017 - 2019 | Unterhalb 50ster Percentile = 0 % Bonus 50ster Percentile = 75 % Bonus 60ster Percentile = 100 % Bonus 100ster Percentile = 200 % Bonus maximal |
| LTIP 2018 - 2020 | Unterhalb 25ster Percentile = 0 % Bonus 25ster Percentile = 25 % Bonus 50ster Percentile = 100 % Bonus 75ster Percentile = 200 % Bonus maximal |
| LTIP 2019 - 2021 | Unterhalb 25ster Percentile = 0 % Bonus 25ster Percentile = 25 % Bonus 50ster Percentile = 100 % Bonus 75ster Percentile = 200 % Bonus maximal |
| Berechnung des LTIP Bonus (Brutto Barauszahlung in €) | |
| Erreichen des durchschnittlichen Percentile Werts für den jeweils auslaufenden LTIP unter Berücksichtigung der drei Performance-Jahre (= durchschnittlicher Percentile Wert) * 100 % Ziel LTIP Bonus |
Scheidet ein Vorstandsmitglied auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Performance-Periode aus dem Unternehmen aus, besteht grundsätzlich kein Anspruch aus den noch laufenden Long Term Incentive Programmen, auch kein Anspruch auf anteilige Auszahlung. Eine Ausnahme gilt bei Ausscheiden aufgrund Pensionierung, Invalidität oder Versterbens (siehe Abschnitt "Vorzeitige Beendigung und zeitliches Auslaufen der Dienstverträge").
Für das LTIP-Programm 2017 - 2019 wurden für Dr. Heinz-Jürgen Bertram Rückstellungen in Höhe von 636.738 €, für Olaf Klinger und Achim Daub jeweils 435.663 € sowie für Heinrich Schaper und Dr. Jean-Yves Parisot jeweils in Höhe von 383.000 € zum Bilanzstichtag gebildet. Für das LTIP-Programm 2018 - 2020 wurden für Dr. Heinz-Jürgen Bertram Rückstellungen in Höhe von 841.244 €, für Olaf Klinger, Achim Daub, Heinrich Schaper und Dr. Jean-Yves Parisot jeweils in Höhe von 525.778 € zum Bilanzstichtag gebildet. Für das LTIP-Programm 2019 - 2021 wurden für Dr. Heinz-Jürgen Bertram Rückstellungen in Höhe von 362.311 €, für Olaf Klinger, Achim Daub, Heinrich Schaper und Dr. Jean-Yves Parisot jeweils in Höhe von 226.444 € zum Bilanzstichtag gebildet.
INDIVIDUELLE VERGÜTUNG NACH MASSGABE DER EMPFEHLUNG DER ZIFFER 4.2.5 ABS. 3 DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die für das Geschäftsjahr 2019 geflossenen Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Bertram, Daub, Klinger, Dr. Parisot und Schaper sind jeweils durch einen Beschluss des Aufsichtsrats festgesetzt worden und wurden zuletzt in der Sitzung vom 6. März 2019 insgesamt überprüft. Dabei erfolgt die Festsetzung der Vorstandsvergütung vor dem Hintergrund der Aufgaben und Leistung der Vorstandsmitglieder sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und Entwicklung von Symrise.
Tabellarische Darstellung der für das Geschäftsjahr 2019 gewährten Zuwendungen
Der nachfolgende tabellarische Ausweis der im Geschäftsjahr 2019 gewährten Zuwendungen basiert auf den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Dabei werden auch die Werte angegeben, die im Minimum und im Maximum an Vergütung erreicht werden können.
IM GESCHÄFTSJAHR 2019 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER
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| Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 | Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen In € |
GJ 2018 | GJ 2019 | GJ 2019 (Min) | GJ 2019 (Max) | GJ 2018 | GJ 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen * | 800.000 | 800.000 | 800.000 | 800.000 | 500.000 | 500.000 |
| Nebenleistungen ** | 22.019 | 22.739 | 22.739 | 22.739 | 22.139 | 22.859 |
| Summe | 822.019 | 822.739 | 822.739 | 822.739 | 522.139 | 522.859 |
| Einjährige variable Vergütung *** | 800.000 | 800.000 | 0 | 1.200.000 | 500.000 | 500.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe) **** | 800.000 | 800.000 | 0 | 1.600.000 | 500.000 | 500.000 |
| LTIP 2018 (Laufzeit 2018 bis 2020) | 800.000 | - | - | - | 500.000 | - |
| LTIP 2019 (Laufzeit 2019 bis 2021) | - | 800.000 | 0 | 1.600.000 | - | 500.000 |
| Summe | 2.422.019 | 2.422.739 | 822.739 | 3.622.739 | 1.522.139 | 1.522.859 |
| Versorgungsaufwand ***** | 34.648 | 34.056 | 34.056 | 34.056 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 2.456.667 | 2.456.795 | 856.795 | 3.656.795 | 1.522.139 | 1.522.859 |
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| Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 | ||
|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen In € |
GJ 2019 (Min) | GJ 2019 (Max) |
| --- | --- | --- |
| Festvergütungen * | 500.000 | 500.000 |
| Nebenleistungen ** | 22.859 | 22.859 |
| Summe | 522.859 | 522.859 |
| Einjährige variable Vergütung *** | 0 | 750.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe) **** | 500.000 | 1.000.000 |
| LTIP 2018 (Laufzeit 2018 bis 2020) | - | - |
| LTIP 2019 (Laufzeit 2019 bis 2021) | 500.000 | 1.000.000 |
| Summe | 1.022.859 | 2.272.859 |
| Versorgungsaufwand ***** | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.022.859 | 2.272.859 |
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| Achim Daub Vorstandsmitglied Scent & Care seit 2006 | Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Nutrition seit Oktober 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen In € |
GJ 2018 | GJ 2019 | GJ 2019 (Min) | GJ 2019 (Max) | GJ 2018 | GJ 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen * | 500.000 | 500.000 | 500.000 | 500.000 | 500.000 | 500.000 |
| Nebenleistungen ** | 19.464 | 24.285 | 24.285 | 24.285 | 225.146 | 287.000 |
| Summe | 519.464 | 524.285 | 524.285 | 524.285 | 725.146 | 787.000 |
| Einjährige variable Vergütung *** | 500.000 | 500.000 | 0 | 750.000 | 500.000 | 500.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe) **** | 500.000 | 500.000 | 0 | 1.000.000 | 500.000 | 500.000 |
| LTIP 2018 (Laufzeit 2018 bis 2020) | 500.000 | - | - | - | 500.000 | - |
| LTIP 2019 (Laufzeit 2019 bis 2021) | - | 500.000 | 0 | 1.000.000 | - | 500.000 |
| Summe | 1.519.464 | 1.524.285 | 524.285 | 2.274.285 | 1.725.146 | 1.787.000 |
| Versorgungsaufwand ***** | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.519.464 | 1.524.285 | 524.285 | 2.274.285 | 1.725.146 | 1.787.000 |
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| Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Nutrition seit Oktober 2016 | ||
|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen In € |
GJ 2019 (Min) | GJ 2019 (Max) |
| --- | --- | --- |
| Festvergütungen * | 500.000 | 500.000 |
| Nebenleistungen ** | 287.000 | 287.000 |
| Summe | 787.000 | 787.000 |
| Einjährige variable Vergütung *** | 0 | 750.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe) **** | 0 | 1.000.000 |
| LTIP 2018 (Laufzeit 2018 bis 2020) | - | - |
| LTIP 2019 (Laufzeit 2019 bis 2021) | 0 | 1.000.000 |
| Summe | 787.000 | 2.537.000 |
| Versorgungsaufwand ***** | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 787.000 | 2.537.000 |
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| Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavors seit Oktober 2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen In € |
GJ 2018 | GJ 2019 | GJ 2019 (Min) | GJ 2019 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen * | 500.000 | 500.000 | 500.000 | 500.000 |
| Nebenleistungen ** | 24.299 | 25.019 | 25.019 | 25.019 |
| Summe | 524.299 | 525.019 | 525.019 | 525.019 |
| Einjährige variable Vergütung *** | 500.000 | 500.000 | 0 | 750.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe) **** | 500.000 | 500.000 | 0 | 1.000.000 |
| LTIP 2018 (Laufzeit 2018 bis 2020) | 500.000 | - | - | - |
| LTIP 2019 (Laufzeit 2019 bis 2021) | - | 500.000 | 0 | 1.000.000 |
| Summe | 1.524.299 | 1.525.019 | 525.019 | 2.275.019 |
| Versorgungsaufwand ***** | 23.113 | 23.571 | 23.571 | 23.571 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.547.412 | 1.548.590 | 548.590 | 2.298.590 |
* Anhebung der Bezüge aller Vorstandsmitglieder durch Aufsichtsratsbeschluss vom 7. März 2018
** Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung. Bei Herrn Dr. Jean-Yves Parisot enthält der entsprechende Betrag die gesetzlich erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeberbeiträge) zur französischen Sozialversicherung.
*** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Wert bei einer Zielerreichung von 100 %. Die in der Spalte "GJ 2019 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 150 % dar.
**** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweiligen Geschäftsjahr vom Aufsichtsrat gewährte Leistung für das Long-Term-Incentive-Program mit dem 100 % Zielwert. Die in der Spalte "GJ 2019 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 200 % dar.
***** Versorgungsaufwand (Service Cost) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Tabellarische Darstellung der für das Geschäftsjahr 2019 zugeflossenen Leistungen
Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss der Vergütung im beziehungsweise für das Geschäftsjahr 2019 aus, die sich aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung, differenziert nach den jeweiligen Bezugsjahren und dem Versorgungsaufwand (Service Costs), zusammensetzt. Abweichend von der vorstehenden Tabelle beinhaltet diese Tabelle den tatsächlichen Wert aus in Vorjahren gewährten und im Geschäftsjahr 2019 zugeflossenen, mehrjährigen variablen Vergütungen aus Vorstandstätigkeit.
IM GESCHÄFTSJAHR 2019 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER
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| Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 | Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 | Achim Daub Vorstandsmitglied Scent & Care seit 2006 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss In € |
GJ 2018 | GJ 2019 | GJ 2018 | GJ 2019 | GJ 2018 | GJ 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen * | 800.000 | 800.000 | 500.000 | 500.000 | 500.000 | 500.000 |
| Nebenleistungen ** | 22.019 | 22.739 | 22.139 | 22.859 | 19.464 | 24.285 |
| Summe | 822.019 | 822.739 | 522.139 | 522.859 | 519.464 | 524.285 |
| Einjährige variable Vergütung *** | 1.159.120 | 809.840 | 726.150 | 510.800 | 677.300 | 448.200 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe) **** | 0 | 636.738 | 0 | 435.663 | 0 | 435.663 |
| LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019) | 0 | 636.738 | 0 | 435.663 | 0 | 435.663 |
| Summe | 1.981.139 | 2.269.317 | 1.248.289 | 1.469.322 | 1.196.764 | 1.408.148 |
| Versorgungsaufwand ***** | 34.648 | 34.056 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 2.015.787 | 2.303.373 | 1.248.289 | 1.469.322 | 1.196.764 | 1.408.148 |
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| Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Nutrition seit Oktober 2016 | Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavor seit Oktober 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Zufluss In € |
GJ 2018 | GJ 2019 | GJ 2018 | GJ 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen * | 500.000 | 500.000 | 500.000 | 500.000 |
| Nebenleistungen ** | 225.146 | 287.000 | 24.299 | 25.019 |
| Summe | 725.146 | 787.000 | 524.299 | 525.019 |
| Einjährige variable Vergütung *** | 750.000 | 498.100 | 681.800 | 510.900 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe) **** | 0 | 383.000 | 0 | 383.000 |
| LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019) | 0 | 383.000 | 0 | 383.000 |
| Summe | 1.475.146 | 1.668.100 | 1.206.099 | 1.418.919 |
| Versorgungsaufwand ***** | 0 | 0 | 23.113 | 23.571 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.475.146 | 1.668.100 | 1.229.212 | 1.442.490 |
** Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung. Bei Herrn Dr. Jean-Yves Parisot enthält der entsprechende Betrag die gesetzlich erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber) zur französischen Sozialversicherung.
*** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Zufluss für den Bonus entsprechend dem jeweils angegebenen Geschäftsjahr.
**** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweils angegebenen Geschäftsjahr zugeflossene Leistung aus dem jeweiligen Long-Term-Incentive-Program basierend auf der tatsächlichen Zielerreichung.
***** Versorgungsaufwand (Service Cost) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.
ANGABEN NACH § 315A HGB
IM GESCHÄFTSJAHR 2019 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER
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| Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsbezogene Komponenten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| In € | Festvergütung | Nebenleistungen* | Einjährige variable Vergütung ohne langfristige Anreizwirkung** | Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger nicht aktienbasierter Anreizwirkung*** | Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | |||||
| 2019 | 800.000 | 22.739 | 809.840 | 636.738 | 2.269.317 |
| 2018 | 800.000 | 22.019 | 1.159.120 | 0 | 1.981.139 |
| Olaf Klinger | |||||
| 2019 | 500.000 | 22.859 | 510.800 | 435.663 | 1.469.322 |
| 2018 | 500.000 | 22.139 | 726.150 | 0 | 1.248.289 |
| Achim Daub | |||||
| 2019 | 500.000 | 24.285 | 448.200 | 435.663 | 1.408.148 |
| 2018 | 500.000 | 19.464 | 677.300 | 0 | 1.196.764 |
| Dr. Jean-Yves Parisot | |||||
| 2019 | 500.000 | 287.000 | 498.100 | 383.000 | 1.668.100 |
| 2018 | 500.000 | 225.146 | 750.000 | 0 | 1.475.146 |
| Heinrich Schaper | |||||
| 2019 | 500.000 | 25.019 | 510.900 | 383.000 | 1.418.919 |
| 2018 | 500.000 | 24.299 | 681.800 | 0 | 1.206.099 |
* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie Gruppenunfallversicherung. Bei Herrn Dr. Jean-Yves Parisot enthält der entsprechende Betrag die gesetzlich erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber) zur französischen Sozialversicherung.
** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Zufluss für den Bonus entsprechend dem jeweils angegebenen Geschäftsjahr.
*** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweils angegebenen Geschäftsjahr zugeflossene Leistung aus dem jeweiligen Long-Term-Incentive-Program basierend auf der tatsächlichen Zielerreichung.
AUFBAU DER ALTERSVERSORGUNG DURCH EIGENBEITRÄGE
Eine unternehmensfinanzierte Altersversorgung wird von Symrise bei neu abzuschließenden Vorstandsverträgen nicht gewährt. Allerdings können alle Vorstandsmitglieder aus ihrer Festvergütung im Rahmen eines Gehaltsverzichts Altersversorgungsansprüche aufbauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2019 haben die Herren Dr. Bertram, Klinger und Schaper davon Gebrauch gemacht. Einen Unternehmenszuschuss gibt es in diesem Zusammenhang nicht - entsprechend der geltenden Regelung für außertarifliche Mitarbeiter und Führungskräfte.
Um künftige Ansprüche der Vorstandsmitglieder im Rahmen einer Deferred Compensation zu bedienen, hat Symrise aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens im Jahr 2019 Zuführungen zu den Rückstellungen für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 423.439 € (Vorjahr: 87.038 €), für Herrn Klinger in Höhe von 166.664 € (Vorjahr: 61.157 €) und für Herrn Schaper in Höhe von 188.870 € (Vorjahr: 93.338 €) vorgenommen.
Aufgrund ihrer früheren Arbeitsverhältnisse mit Symrise bestehen bei den Herren Dr. Bertram und Schaper Altersversorgungszusagen, die damals allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurden. Für diese Versorgungszusagen wurden im Geschäftsjahr 2019 bei Herrn Dr. Bertram 34.056 € (Vorjahr: 34.648 €) und für Herrn Schaper 23.571 € (Vorjahr: 23.113 €) an Versorgungsaufwand den Rückstellungen zugeführt.
Zum 31. Dezember 2019 beläuft sich der Barwert der Pensionszusagen beziehungsweise der Altersversorgungsansprüche aus Gehaltsverzicht (Deferred Compensation) für Herrn Dr. Bertram auf 3.036.985 € (Vorjahr: 2.458.075 €), für Herrn Klinger auf 513.288 € (Vorjahr: 346.624 €) und für Herrn Schaper auf 1.609.204 € (Vorjahr: 1.314.022 €).
Für die Herren Daub und Dr. Parisot bestehen weder Pensionszusagen noch Altersversorgungsansprüche aus Gehaltsverzicht (Deferred Compensation).
CHANGE OF CONTROL
Die Anstellungsverträge, die allen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen gleichlautende Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor.
Im Falle eines Kontrollwechsels hat jedes Vorstandsmitglied das Recht, seinen Anstellungsvertrag zu kündigen.
Alle Vorstandsmitglieder bekommen im Falle einer aufgrund eines Kontrollwechsels ausgesprochenen unternehmensseitigen Kündigung oder einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat die Restlaufzeit ihrer Verträge abgegolten, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei für alle Vorstände auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.
Ferner enthalten alle Long Term Incentive Pläne (LTIP) eine Sonderklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Wird im Zuge eines Kontrollwechsels ein Mitglied des Vorstands abberufen, werden diesem Vorstandsmitglied alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen, mehrjährigen variablen Vergütungen auf Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt.
VORZEITIGE BEENDIGUNG UND ZEITLICHES AUSLAUFEN DER DIENSTVERTRÄGE
Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen. Die im Zeitpunkt des Ausscheidens laufenden Long Term Incentive Programme werden im Falle eines Ausscheidens aufgrund Pensionierung oder dauerhafter Erwerbsunfähigkeit auf pro rata Basis abgerechnet.
Wird die Vorstandstätigkeit vorzeitig auf Wunsch eines Vorstandsmitglieds einvernehmlich beendet, erfolgt keine Abfindungszahlung.
Mit allen Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart, auf das das Unternehmen verzichten kann. Im Falle seiner Inanspruchnahme erhält das jeweilige Vorstandsmitglied als Entschädigung hierfür 50 % seiner Festvergütung für diese zwölf Monate.
D & O-VERSICHERUNG
Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D & O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 Aktiengesetz abgeschlossen.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten seit dem Geschäftsjahr 2018 eine jährliche Vergütung in Höhe von 70.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine zusätzliche jährliche Vergütung in Höhe von 70.000 €. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhalten eine zusätzliche jährliche Vergütung von jeweils 35.000 €.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.000 €, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt entsprechend für Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen.
Die Vergütung ist zahlbar nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsratsmitglieds für das jeweilige Geschäftsjahr entscheidet, für das die Vergütung zu zahlen ist.
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern auf Nachweis angemessene Auslagen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben. Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt.
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| In € | Vergütung | Sitzungsgelder | Gesamtvergütung per 31. Dezember 2019 | Gesamtvergütung per 31. Dezember 2018 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender bis 7. August 2019) | 116.667 | 4.500 | 121.167 | 146.000 |
| Dr. Winfried Steeger (Vorsitzender ab 8. August 2019) | 99.167 | 10.000 | 109.167 | 77.500 |
| Harald Feist (stellv. Vorsitzender) | 105.000 | 10.500 | 115.500 | 91.167 |
| Ursula Buck | 70.000 | 9.500 | 79.500 | 78.500 |
| Horst-Otto Gerberding | 70.000 | 7.000 | 77.000 | 76.000 |
| Bernd Hirsch | 105.000 | 9.500 | 114.500 | 74.500 |
| Andre Kirchhoff | 70.000 | 6.000 | 76.000 | 75.000 |
| Jeannette Kurtgil | 70.000 | 8.500 | 78.500 | 76.000 |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer | 70.000 | 7.000 | 77.000 | 75.000 |
| Andrea Püttcher | 70.000 | 6.000 | 76.000 | 25.333 |
| Dr. Ludwig Tumbrink | 70.000 | 7.000 | 77.000 | 75.500 |
| Peter Winkelmann | 70.000 | 9.500 | 79.500 | 79.500 |
| 985.833 | 95.000 | 1.080.833 | 950.000 |
D & O-VERSICHERUNG
In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen worden.
Angaben gemäß Paragraph 315a HGB
| ― | Das Grundkapital der Symrise AG beläuft sich auf 135.426.610 €. Das Grundkapital ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht. |
| ― | Die Mitteilung vom 27. März 2017 wurde im Zusammenhang mit der von der Sun Life Financial Inc., Toronto, Kanada, im eigenen Namen und im Namen ihrer Tochterunternehmen abgegebenen Erklärung bezüglich der Unabhängigkeit der Massachusetts Financial Services Company (MFS) und deren Tochterunternehmen abgegeben. Die Massachusetts Financial Services Company (MFS) und deren Tochterunternehmen verwalten weiterhin eine Beteiligung an der Symrise AG. |
| ― | Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes. |
| ― | Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 21. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000.000,00 € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für einen Betrag von insgesamt bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft in folgenden Fällen auszuschließen: |
a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheinen und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Options- beziehungsweise Wandlungspflichten zustehen würde;
d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
| ― | Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 4.354.476,00 € durch Ausgabe von bis zu 4.354.476 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der am 13. Juni 2017 gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs- beziehungsweise Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach den Anleihebedingungen jeweils maßgeblichen Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt. |
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. (6) der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der Bezugsaktien anzupassen sowie alle sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. Entsprechendes gilt im Falle der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf der Fristen für die Ausübung des Wandlungsrechts der am 13. Juni 2017 begebenen Wandelschuldverschreibungen.
| ― | Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 15.650.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 15.650.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2019). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 22. Mai 2019 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 21. Mai 2024 begeben werden, von ihrem Options- beziehungsweise Wandlungsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt. |
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. (7) der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Options- beziehungsweise Wandlungsfristen.
| ― | Ferner ist der Vorstand bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals (bei Ermächtigung) zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des bei der Beschlussfassung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. |
a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.
b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.
bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:
aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.
d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.
e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.
g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
| ― | Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control-Regelung. Diese sieht vor, dass ein Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrags hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 und mit Berichtigungen vom 19. Mai 2017 erneut bekannt gemachten aktuellen Fassung vom 7. Februar 2017 nicht überschreiten. |
Ein Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots hätte unter Umständen Auswirkungen auf einige der langfristigen Finanzierungsverträge der Symrise AG, in denen Vereinbarungen über einen Kontrollwechsel enthalten sind. Es handelt sich um marktübliche Change of Control-Klauseln, die den Gläubigern bei einem Kontrollwechsel das Recht zur vorzeitigen Kündigung einräumen können.
Andere zu berichtende Angaben nach § 315a HGB bestehen nicht.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: https://www.symrise.com/de/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.
Jahresabschluss 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2019
Bilanz zum 31. Dezember 2019
SYMRISE AG, HOLZMINDEN
Aktiva
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| In € | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ||
|---|---|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 125.397.894,70 | 118.478.632,06 | ||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 7.725.711,49 | 133.123.606,19 | 19.884.589,71 | 138.363.221,77 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 129.078.974,97 | 131.531.052,73 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 119.888.058,61 | 126.365.979,51 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 17.573.244,91 | 18.244.563,52 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 36.201.947,79 | 302.742.226,28 | 26.376.242,41 | 302.517.838,17 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.306.754.246,02 | 4.105.942.247,37 | ||
| 2. Beteiligungen | 13.393,61 | 13.393,61 | ||
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 64.146.318,36 | 62.691.885,97 | ||
| 4. Rückdeckungsversicherungen | 39.414,10 | 3.370.953.372,09 | 40.610,50 | 4.168.688.137,45 |
| 3.806.819.204,56 | 4.609.569.197,39 | |||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 169.706.825,89 | 129.164.400,23 | ||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 53.865.249,83 | 67.921.453,40 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 129.319.154,91 | 142.141.087,88 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 1.342.172,11 | 354.233.402,74 | 4.787.583,39 | 344.014.524,90 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 164.323.392,62 | 160.984.060,54 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 164.251.881,59 | 181.147.677,01 | ||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 1.784.406,21 | ||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 16.683.700,25 | 345.258.974,46 | 10.154.734,47 | 354.070.878,23 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 45.531.274,32 | 40.443.372,71 | ||
| 745.023.651,52 | 738.528.775,84 | |||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 26.824.402,45 | 22.897.611,01 | ||
| 4.578.667.258,53 | 5.370.995.584,24 | |||
| PASSIVA | ||||
| In € | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ||
| A. EIGENKAPITAL | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 129.812.574,00 | 135.426.610,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 1.272.196.589,86 | 1.665.141.318,62 | ||
| III. Gewinnvortrag | 190.289.486,69 | 245.545.331,51 | ||
| IV. Jahresüberschuss | 177.139.793,82 | 131.747.487,16 | ||
| 1.769.438.444,37 | 2.177.860.747,29 | |||
| B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE | 169.890,23 | 138.520,58 | ||
| C. RÜCKSTELLUNGEN | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 325.814.611,00 | 357.422.360,00 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 17.831,19 | 2.502.131,42 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 46.990.393,36 | 53.184.967,55 | ||
| 372.822.835,55 | 413.109.458,97 | |||
| D. VERBINDLICHKEITEN | ||||
| 1. Anleihen | ||||
| - davon konvertibel 400.000.000,00 € (i. Vj. 400.000.000,00 €) | 904.672.621,77 | 901.047.836,98 | ||
| 2. Schuldscheindarlehen | 500.000.000,00 | 752.543.534,44 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 111.674.440,03 | 157.323.155,24 | ||
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 87.943.002,83 | 97.820.657,08 | ||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 650.550.349,45 | 698.905.671,05 | ||
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| - davon aus Steuern 4.502.952,12 € (i. Vj. 5.606.838,34 €) | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 810.583,75 € (i. Vj. 657.211,01 €) | 164.466.226,01 | 165.926.471,56 | ||
| 2.419.306.640,09 | 2.773.567.326,35 | |||
| E. PASSIVE LATENTE STEUERN | 16.929.448,29 | 6.319.531,05 | ||
| 4.578.667.258,53 | 5.370.995.584,24 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
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| In € | 2018 | 2019 | |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 1.231.083.822,93 | 1.272.149.218,94 | |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 10.505.569,24 | 16.900.829,01 | |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,00 | 111.250,00 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 41.391.966,97 | 29.255.604,81 | |
| 5. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 593.981.884,43 | -598.160.279,13 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | - 24.841.064,81 | -22.832.320,94 | - 620.992.600,07 |
| 6. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | - 148.139.437,01 | -161.752.356,85 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | |||
| - davon für Altersversorgung 33.260.308,87 € (i. Vj. 37.335.864,72 €) | - 62.707.897,43 | - 60.189.151,91 | - 221.941.508,76 |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | - 42.494.924,12 | - 42.834.240,70 | |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 314.246.254,33 | - 334.715.767,34 | |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | |||
| - davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 € (i. Vj. 5.204.087,05 €) | 5.208.830,21 | 4.718,16 | |
| 10. Erträge aus Gewinnübernahme | 134.406.511,72 | 110.035.105,85 | |
| 11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 6.320.813,28 | 9.094.739,27 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen 9.094.578,07 € (i. Vj. 6.242.316,97 €) | |||
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,00 | - 452.312,44 | |
| 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | |||
| - davon aus verbundenen Unternehmen 243.727,17 € (i. Vj. 22.052,04 €) | 2.078.072,07 | 299.122,39 | |
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | |||
| - davon an verbundene Unternehmen 721.012,84 € (i. Vj. 1.610.105,01 €) | - 40.405.551,48 | - 46.464.064,38 | |
| 15. Aufwendungen aus Verlustübernahme | - 2.845.010,12 | - 5.122.051,22 | |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 23.085.528,32 | - 32.477.937,30 | |
| 17. Ergebnis nach Steuern | 178.248.034,37 | 132.850.106,22 | |
| 18. Sonstige Steuern | - 1.108.240,55 | - 1.102.619,06 | |
| 19. Jahresüberschuss | 177.139.793,82 | 131.747.487,16 | |
| 20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 190.289.486,69 | 245.545.331,51 | |
| 21. Bilanzgewinn | 367.429.280,51 | 377.292.818,67 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2019
ALLGEMEINE ANGABEN
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| Firma: | Symrise AG |
| Sitz: | Mühlenfeldstraße 1, 37603 Holzminden |
| Registergericht: | Amtsgericht Hildesheim |
| Handelsregisternummer: | HRB 200436 |
Der Jahresabschluss der Symrise AG wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
BILANZIERUNGS- UND BE WERTUNGSGRUNDSÄTZ E
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 250 € bis 1.000 € werden analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen .
Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 50 Jahren.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei dauerhafter Wertminderung erfolgt der Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Darüber hinaus ist die Differenz zwischen dem Rückzahlungsbetrag und dem rechnerischen Ausgabebetrag der Wandelanleihe enthalten.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Die mittelbaren und unmittelbaren Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % und erwartete Steigerungen der Lebenshaltungskosten mit 1,50 % berücksichtigt. Für die Fluktuation wurde, in Abhängigkeit vom Alter, eine Rate von bis zu 10 % berücksichtigt. Der Zinssatz zum Stichtag beträgt 2,71 % (Vorjahr: 3,21 %).
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. Entwicklung des Anlagevermögens
Hinsichtlich der Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Darstellung im Anlagenspiegel.
2. Immaterielle Vermögensgegenstände
Bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten handelt es sich im Wesentlichen um Rezepturen (96.689 T€/ Vorjahr: 103.097 T€).
3. Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Symrise AG hält nach Erwerb weiterer Anteile in 2019 57,79 % (Vorjahr: 57,65 %) der Anteile an der Probi AB, Lund/Schweden, und weist die Gesellschaft aufgrund des beherrschenden Einflusses wie auch im Vorjahr als verbundenes Unternehmen aus.
Außerdem erhöhte sich der Beteiligungsbuchwert an der Busiris Vermögensverwaltung GmbH aufgrund einer Kapitalerhöhung von 900 Mio. USD. Unter Berücksichtigung der Währungskursabsicherung ergibt sich umgerechnet eine Erhöhung des Beteiligungsbuchwerts von 799 Mio. €. Die Kapitalerhöhung der Busiris Vermögensverwaltung GmbH steht im Zusammenhang mit der Finanzierung des Erwerbs von ADF/IDF. Die Unternehmensgruppe ist ein führender Anbieter von natürlichen Inhaltsstoffen insbesondere für Heimtiernahrung und Lebensmittel auf Basis von Fleisch- und Ei-Produkten und wurde am 1. November 2019 von einer Tochtergesellschaft der Busiris Vermögensverwaltung GmbH erworben.
Bezüglich der Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Kapitel 28. Der wesentliche Anteilsbesitz besteht aus den Beteiligungen an der Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die als Holdinggesellschaft wiederum Anteile an in- und ausländischen Gruppengesellschaften hält, und an der Diana SAS, Frankreich, der Holdinggesellschaft der Diana Gruppe.
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Diana Gruppe.
5. Vorräte
Auf die Vorräte wurden Bewertungsabschläge vorgenommen, die in Höhe von 1.604 T€ (Vorjahr: 3.191 T€) Wertberichtigungen von unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren auf den niedrigeren beizulegenden Wert (absatzmarktorientiert), in Höhe von 886 T€ (Vorjahr: 1.107 T€) Abwertungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten und in Höhe von 6.101 T€ (Vorjahr: 4.688 T€) Abschläge aufgrund des Reichweitenrisikos und weiterer Mengenrisiken betreffen.
6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Auf den Bruttoforderungsbestand wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 4.868 T€ (Vorjahr : 7.109 T€) gebildet. Darüber hinaus wurden auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand pauschale Wertberichtigungen in Höhe von 1.643 T€ (Vorjahr: 1.732 T€) vorgenommen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
7. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Der Bilanzposten enthält im Wesentlichen kurzfristige Darlehensforderungen in Höhe von 88.942 T€ (Vorjahr: 98.648 T€) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 47.431 T€ (Vorjahr: 54.981 T€).
In dem Posten sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
8. Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
9. Rechnungsabgrenzungsposten
In Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB sind hierin Disagien in Höhe von 3.759 T€ (Vorjahr: 343 T€) aus der Ausgabe von Anleihen enthalten. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der Anleihen. Ferner enthalten ist der Unterschiedsbetrag in Höhe von 8.490 T€ (Vorjahr: 11.924 T€) aus der Begebung der Wandelanleihe. Dieser wurde in Höhe der Differenz zwischen dem Rückzahlungsbetrag und dem rechnerischen Ausgabebetrag gebildet und wird bis zum frühestmöglichen Wandlungszeitpunkt ratierlich aufgelöst.
10. Verpflichtungen aus Zeitwertkonten
Vor dem Hintergrund des 2009 in Kraft getretenen "Gesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen (Flexi-II-Gesetz)" wird den Mitarbeitern seit 2014 die Möglichkeit gegeben, Zeiten in Form bezahlter Freistellungen in sogenannten Zeitwertkonten anzusparen und zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen, in der Regel zum vorzeitigen Beenden der aktiven Berufstätigkeit. Diese Zeitwertkonten unterliegen dem gesetzlichen Insolvenzschutz. Die daraus bestehenden Verpflichtungen in Höhe von 1.067 T€ wurden mit auf einem Treuhandkonto hinterlegten Vermögensgegenständen in gleicher Höhe verrechnet.
11. Eigenkapital
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS IN 2018
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| In T€ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 129.813 | 1.272.196 | 304.525 | 1.706.534 |
| Ausschüttung | - | - | - 114.235 | - 114.235 |
| Jahresüberschuss | - | - | 177.139 | 177.139 |
| Stand 31. Dezember | 129.813 | 1.272.196 | 367.429 | 1.769.438 |
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS IN 2019
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| In T€ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 129.813 | 1.272.196 | 367.429 | 1.769.438 |
| Kapitalerhöhung | 5.614 | 392.945 | - | 398.559 |
| Ausschüttung | - | - | - 121.883 | - 121.883 |
| Jahresüberschuss | - | - | 131.747 | 131.747 |
| Stand 31. Dezember | 135.427 | 1.665.141 | 377.293 | 2.177.861 |
GEZEICHNETES KAPITAL
Das gezeichnete Kapital der Symrise AG beträgt 135.426.610 € (Vorjahr: 129.812.574 €) und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 135.426.610 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € pro Stück. Die Symrise AG hat im ersten Quartal 2019 eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals und Ausschluss des Bezugsrechts durchgeführt. Es wurden 5.614.036 neue Aktien zu einem Ausgabepreis von 71,25 € emittiert. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 8. Februar 2019.
KAPITALRÜCKLAGE
Die Erhöhung der Kapitalrücklage war bedingt durch die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen. Wir verweisen auf die Ausführungen zum gezeichneten Kapital.
GENEHMIGTES KAPITAL
Das durch die im Jahr 2019 durchgeführte Kapitalerhöhung verbleibende genehmigte Kapital in Höhe von 19.385.964 € wäre am 11. Mai 2020 ausgelaufen. In der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 wurde beschlossen, dieses noch bestehende genehmigte Kapital aufzuheben und ein neues genehmigtes Kapital zu schaffen. Der Vorstand ist nun ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 21. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000.000 € zu erhöhen.
Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für einen Betrag von insgesamt bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft in folgenden Fällen auszuschließen:
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften; |
| ― | soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten zustehen würde; |
| ― | um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind. |
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu Euro 4.354.476,00 durch Ausgabe von bis zu 4.354.476 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der am 13. Juni 2017 gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen bzw. ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts erfüllen bzw. die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach den Anleihebedingungen jeweils maßgeblichen Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. (6) der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der Bezugsaktien anzupassen sowie alle sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. Entsprechendes gilt im Falle der Nichtausnutzung des bedingten Kapitals nach Ablauf der Fristen für die Ausübung des Wandlungsrechts der am 13. Juni 2017 begebenen Wandelschuldverschreibungen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu Euro 15.650.000,00 durch Ausgabe von bis zu 15.650.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2019). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 22. Mai 2019 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 21. Mai 2024 begeben werden, von ihrem Options- bzw. Wandlungsrecht Gebrauch machen bzw. ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts erfüllen bzw. die Gesellschaft von einem eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. (7) der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen.
ERWERB EIGENER AKTIEN
Ferner ist der Vorstand bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals (bei Ermächtigung) zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
―
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.
―
Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
| ― | Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten. |
| ― | Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. |
―
Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:
| ― | Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. |
| ― | Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. |
| ― | Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen. |
―
Die Ermächtigungen erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71d Satz 5 AktG erworben wurden.
―
Die Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, zum Teil auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
―
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung verwendet werden.
Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
BEDINGTES KAPITAL
Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, von der vorgenannten Ermächtigung teilweise Gebrauch zu machen und eine nachrangige, unbesicherte Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtvolumen von 400.000.000,00 €, einer Stückelung von 100.000,00 € und einem Kupon von 0,2375 % pro Jahr unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu begeben. Die ausgegebenen Teilschuldverschreibungen sind erstmalig nach Ablauf von fünf Jahren nach dem Ausgabetag der Wandelschuldverschreibung in neue und/oder bestehende auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien der Gesellschaft wandelbar. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf 91,8595 € und das Wandlungsverhältnis der neuen Wandelschuldverschreibung wurde auf 1.088,6190 Aktien je Teilschuldverschreibung festgelegt. Die Begebung der Wandelschuldverschreibung erfolgte am 20. Juni 2017.
Die Teilschuldverschreibungen sind wandelbar in bis zu insgesamt 4.600.000 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 1,00 €. Würden alle Teilschuldverschreibungen gewandelt, würde sich das Grundkapital der Gesellschaft bezogen auf den 31. Dezember 2019 von 135.426.610,00 € um 4.600.000,00 € auf 140.026.610,00 € erhöhen. Die Summe der den Teilschuldverschreibungen zugeordneten Wandlungsrechten in Stammaktien (4.600.000 Stück) beträgt dabei etwa 3,3 % des so erhöhten Grundkapitals der Gesellschaft und liegt damit unter 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft.
Die Teilschuldverschreibungen haben eine Laufzeit von sieben Jahren (sofern sie nicht bereits zuvor zurückgekauft, gewandelt oder entwertet worden sind). Die Gesellschaft hat gemäß den Bedingungen der Wandelschuldverschreibung die Möglichkeit, die Teilschuldverschreibungen zum Nennwert (zuzüglich aufgelaufener, aber nicht gezahlter Zinsen) jederzeit (i) am oder nach dem 11. Juli 2021 zurückzuzahlen, wenn der Kurs der Stammaktien während eines bestimmten Zeitraums 130 % des dann gültigen Wandlungspreises übersteigt oder (ii) wenn nur noch höchstens 20 % des ursprünglichen Gesamtnennwerts der Wandelschuldverschreibung ausstehen. Sofern die Teilschuldverschreibungen nicht vorzeitig fällig, zurückgekauft oder eingezogen worden sind, haben die Inhaber nach Ablauf des 20. Juni 2022 erstmalig das Recht, sie in Stammaktien der Gesellschaft zu wandeln. Eine Rückzahlung erfolgt ansonsten bei Endfälligkeit, also am 20. Juni 2024.
12. Sonderposten für Investitionszuschüsse
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von 139 T€ (Vorjahr: 170 T€) besteht im Wesentlichen für einen in den Jahren 1997 bis 1999 durch die vormalige Dragoco Gerberding & Co. AG erhaltenen Investitionszuschuss. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. In 2019 betrug die Auflösung 31 T€ (Vorjahr: 27 T€).
13. Rückstellungen
Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält im Wesentlichen die Rückstellung für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zum 1. April 2003 wurde die Altersvorsorge neu geregelt. Leistungsarten und Leistungsumfang sind in der "Versorgungsordnung A" (Grundrente), der "Versorgungsordnung B" (Zusatzrente) und der 2003 neu konzipierten Symrise-Versorgungsordnung geregelt. Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2003 noch keine Zusage über die Gewährung einer betrieblichen Altersvorsorge erhalten hatten, konnten an einer zum 31. Dezember 2010 für Neuzugänge geschlossenen Versorgungsordnung teilnehmen. Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die keiner Versorgungsordnung angehören, konnten mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis bis zum 30. September 2010 ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung wird keine Pensionsrückstellung gebildet. Die Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter der Dragoco Gerberding & Co. AG basieren auf der Pensionsordnung vom 16. Dezember 1975 mit nachfolgenden Ergänzungen, die zum 1. Januar 1982 für Neuzugänge geschlossen wurde.
Der bilanzierte Wert für die unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen von 357.144 T€ wurde auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ermittelt. Auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes beträgt der Erfüllungsbetrag 408.514 T€. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von 51.370 T€ unterliegt unter Berücksichtigung von latenten Steuern einer Ausschüttungssperre von 36.473 T€, die aufgrund ausreichender Gewinnvorträge zum Stichtag nicht greift.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
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| In Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 23,8 | 30,6 |
| davon | ||
| Jahresprämien und Boni | (11,6) | (18,8) |
| Arbeitnehmerjubiläen | (8,5) | (8,5) |
| Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben | (1,6) | (1,8) |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | (0,5) | (0,0) |
| Abfindungen für Aufhebungsverträge | (0,4) | (0,2) |
| Erfindervergütung | (0,4) | (0,4) |
| Pauschale Lohnsteuer | (0,2) | (0,2) |
| sonstige Personalrückstellungen | (0,6) | (0,7) |
| Bonusverpflichtungen | 7,5 | 7,2 |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 6,4 | 5,6 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 1,6 | 1,7 |
| Vertreterprovisionen für noch nicht bezahlte Kundenrechnungen | 1,4 | 1,2 |
14. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
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| In T€ | 31.12.2018 Restlaufzeit | 31.12.2019 Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | über 5 Jahre | gesamt | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anleihe | 504.673 | 400.000 | - | 904.673 | 1.047 | 400.000 |
| 2. Schuldscheindarlehen | 0 | 422.500 | 77.500 | 500.000 | 163.544 | 355.000 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 104.530 | 7.144 | - | 111.674 | 157.323 | - |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 87.943 | - | - | 87.943 | 97.821 | - |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 650.550 | - | - | 650.550 | 698.906 | - |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 11.668 | 152.798 | - | 164.466 | 165.926 | - |
| 1.359.364 | 982.442 | 77.500 | 2.419.306 | 1.284.567 | 755.000 |
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| In T€ | 31.12.2019 Restlaufzeit | |
|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | über 5 Jahre | gesamt |
| --- | --- | --- |
| 1. Anleihe | 500.000 | 901.047 |
| 2. Schuldscheindarlehen | 234.000 | 752.544 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 157.323 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 97.821 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | - | 698.906 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | - | 165.926 |
| 734.000 | 2.773.567 |
Im Jahr 2019 hat die Symrise AG eine im Jahr 2014 platzierte Anleihe in Höhe von 500 Mio. € zurückgezahlt. Gleichzeitig wurde eine neue Anleihe in Höhe von 500 Mio. € platziert, die im November 2025 endfällig ist. Ebenso wurde ein neues Schuldscheindarlehen in Höhe von 250 Mio. € aufgenommen, welches im Jahr 2029 vollständig zurückgezahlt sein wird.
Finanzverbindlichkeiten bestehen bei mehreren Kreditinstituten. Von den im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300 Mio. € zur Verfügung stehenden Mitteln wurde nichts in Anspruch genommen (Vorjahr: 30 Mio. € und 34 Mio. USD). Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Mittel in Höhe von 8,2 Mio. USD (Vorjahr: 24,5 Mio. USD) zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde ein weiteres syndiziertes Bankdarlehn in Höhe von 150 Mio. € aufgenommen. Dieses Tilgungsdarlehen steht uns bis 2024 zur Verfügung, kann aber monatlich komplett oder teilweise zurückgezahlt werden. Das kurzfristige Darlehen in Höhe von 30 Mio. € aus dem Vorjahr wurde vollständig zurückgezahlt.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen 175 Mio. USD, die im Rahmen einer Privatplatzierung 2010 bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden und 2020 zurückzuzahlen sind.
Die Verbindlichkeiten der Symrise AG sind nicht gesichert, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche teilweise durch Eigentumsvorbehalt gesichert sind.
15. Latente Steuern
Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
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| In T€ | 31.12.2018 | 31.12.2019 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 27.612 | 22.180 | -5.432 |
| Sachanlagevermögen | 25.047 | 27.645 | 2.598 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.085 | 4.084 | -1 |
| Übrige | 606 | 117 | -489 |
| 57.350 | 54.026 | -3.324 | |
| Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für | |||
| Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 31.581 | 38.171 | 6.590 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 783 | 300 | -483 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.830 | 7.716 | 886 |
| Übrige | 1.227 | 1.519 | 292 |
| 40.421 | 47.706 | 7.285 | |
| Latente Steuerschulden netto | 16.929 | 6.320 | -10.609 |
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29 % (16 % Körperschaftsteuer/13 % Gewerbesteuer) zugrunde gelegt.
16. Haftungsverhältnisse
Die Symrise AG hat eine Bürgschaft in Höhe von 30 Mio. € sowie eine weitere Bürgschaft in Höhe von 6 Mio. € zugunsten der BFV Societe Generale zur Sicherung von Kreditlinien der Symrise S.a.r.L und der Origines S.a.r.L, beide Madagaskar, abgegeben. Ferner bestehen Bürgschaften in Höhe von zusammen 25 Mio. USD zugunsten der Deutschen Bank AG, New York, zur Sicherung von Bankverbindlichkeiten der Symrise Inc., USA.
Darüber hinaus hat die Symrise AG eine Bürgschaft über 0,9 Mio. USD für die Symrise Inc., USA, zur Besicherung eines langfristigen Mietvertrags, abgegeben.
Für die Abwicklung von Reisekosten hat die Symrise AG Firmenkreditkarten an Mitarbeiter ausgegeben, die über die privaten Konten der Mitarbeiter abgerechnet werden. Symrise haftet jedoch gegenüber dem Kreditkartenunternehmen mit einem Betrag in Höhe von bis zu 15 T€ pro Kreditkarte. Das Gesamtvolumen der Haftung hieraus beträgt 2,7 Mio. €.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten und Kreditkartenunternehmen sowie aus langfristigen Mietverträgen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 172 T€ (Vorjahr: 208 T€). Dieser ergibt sich aus einer Unterdeckung der Haarmann & Reimer Unterstützungskasse GmbH, für die die Symrise AG, als Träger der Unterstützungskasse, vollumfänglich haftet.
17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen u.a. für folgende Sachverhalte:
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| In T€ | |
|---|---|
| Bestellobligo aus abgeschlossenen Verträgen | 123.179 |
| Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen | 30.452 |
| Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | 10.304 |
| Beratungs- und Serviceverträge | 2.172 |
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2020 und 2029.
Darüber hinaus wurden im Bereich Informatik mit mehreren Dienstleistern Serviceverträge geschlossen. Die Verträge enden zwischen 2020 und 2022. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus diesen Verträgen betragen 7,9 Mio. € (Vorjahr: 25,3 Mio. €).
Insgesamt hat die Symrise AG sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 174,0 Mio. €.
18. Bewertungseinheiten
Die globale Ausrichtung der Symrise AG führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch mittels Liquiditätsplänen erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden Devisenterminkontrakte zur Sicherung von Fremdwährungspositionen eingesetzt. Dabei werden mittels Devisentermingeschäften ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus bereits in der Bilanz angesetzten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken im operativen Bereich abgesichert.
Am Bilanzstichtag sind Devisentermingeschäfte zur Reduzierung des Währungsrisikos von zum Stichtag bestehender sowie ausgewählter erwarteter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in USD als auch von internen Darlehen in AUD, BRL, CNY, GBP, JPY, TRY, USD, ZAR, und CAD eingesetzt.
Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) - jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen).
Zur Absicherung der Kaufpreiszahlung für die ADF/IDF-Akquisition wurden im Geschäftsjahr 2019 Absicherungsgeschäfte in Form von Deal-Contingent-Forwards in Gesamthöhe von 450 Mio. USD abgeschlossen. Im Unterschied zu klassischen Devisentermingeschäften ist die Erfüllung von Deal-Contingent-Forwards bei der festgelegten Fälligkeit an ein definiertes Grundgeschäft gebunden.
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| Beizulegender Zeitwert | Fälligkeitstermine | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2018 In T€ |
Nominalvolumen | Finanzielle Vermögenwerte | Finanzielle Verbindlichkeiten | bis zu 1 Jahr | über 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | |||||
| mit Sicherungsbeziehung | 19.569 | 32 | - 306 | - 275 | - |
| ohne Sicherungsbeziehung | 109.354 | 406 | - 2.068 | - 1.663 | - |
| Summe | 128.923 | 437 | - 2.375 | - 1.937 | - |
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| Beizulegender Zeitwert | Fälligkeitstermine | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2019 In T€ |
Nominalvolumen | Finanzielle Vermögenwerte | Finanzielle Verbindlichkeiten | bis zu 1 Jahr | über 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | |||||
| mit Sicherungsbeziehung | 11.483 | 71 | - 34 | 37 | - |
| ohne Sicherungsbeziehung | 122.462 | 1.256 | - 490 | 766 | - |
| Summe | 133.945 | 1.327 | - 524 | 803 | - |
Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von
| ― | 6,0 Mio. AUD zu Sicherung von EUR/AUD, |
| ― | 24,1 Mio. BRL zur Sicherung von EUR/BRL, |
| ― | 130,6 Mio. CNY zur Sicherung von EUR/CNY, |
| ― | 2.611,2 Mio. JPY zur Sicherung von EUR/JPY, |
| ― | 13,3 Mio. TRY zur Sicherung von EUR/TRY, |
| ― | 86,6 Mio. USD zur Sicherung von EUR/USD, |
| ― | 56,0 Mio. ZAR zur Sicherung von EUR/ZAR, |
| ― | 1,5 Mio. USD zur Sicherung von USD/CAD. |
Zu den Devisentermingeschäften in Fremdwährung gegen USD gibt es korrespondierende Geschäfte der jeweiligen ausländischen Tochtergesellschaften, d.h. die Effekte aus den Sicherungen verbleiben nicht in der Symrise AG, sondern werden vollständig an die Tochtergesellschaften weitergeleitet, die damit ihre Zahlungsströme absichern.
Bei den operativen Absicherungsgeschäften handelt es sich um Makro-Absicherungen. Die Absicherungsgeschäfte von Finanzinstrumenten beziehen sich auf einzelne Verträge.
Um die Sicherungsgeschäfte für die Bildung von Bewertungseinheiten zu qualifizieren, wird bei Abschluss des Geschäfts eine formale Dokumentation erstellt. Diese beinhaltet u.a. eine Effektivitätsmessung. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch den Nachweis, dass die wesentlichen Parameter des Sicherungsinstruments mit denen des hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, übereinstimmen.
Die wesentlichen Parameter des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, sind identisch, da die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
| ― | die Nominalbeträge des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmen überein, |
| ― | die Fälligkeit des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmt überein, |
| ― | der Marktwert des Sicherungsinstruments bei Beginn der Sicherungsbeziehung ist Null. |
Die Veränderungen des Marktwertes des Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments werden auf Basis der Terminkurse ermittelt.
Da die wesentlichen Parameter von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bei der Bestimmung übereinstimmen, wird die Absicherung als "hoch effizient" eingeschätzt.
Zur retrospektiven Effektivitätsmessung wird die "kumulierte Offset Methode" angewandt. Dabei wird die Marktwertveränderung des Devisentermingeschäfts ins Verhältnis zur Fair Value Veränderung der Cashflow Veränderung aus dem Grundgeschäft (hypothetisches Derivat) gesetzt. Die o.a. relevanten Parameter/Spezifikationen werden laufend auf Übereinstimmung überprüft.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
19. Umsatzerlöse
Regionale Aufteilung
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| In T€ | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Europa inkl. Afrika | 905.091 | 932.116 |
| Nordamerika | 103.823 | 120.110 |
| Asien und Pazifikraum | 170.939 | 173.231 |
| Südamerika | 51.231 | 46.692 |
| 1.231.084 | 1.272.149 |
Divisionale Aufteilung
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| In T€ | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Flavor | 492.730 | 508.353 |
| Nutrition | 3.902 | 5.137 |
| Scent & Care | 693.885 | 714.020 |
| Serviceleistungen | 40.567 | 44.639 |
| 1.231.084 | 1.272.149 |
Aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren erzielte die Symrise AG Umsatzerlöse in Höhe von 1.205.011 T€ (Vorjahr: 1.172.106 T€).
20. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 29.256 T€ (Vorjahr: 41.392 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 20.893 T€ (Vorjahr: 22.383 T€), erhaltene Schadenersatzleistungen in Höhe von 3.001 T€ (Vorjahr 12.985 T€) für im Geschäftsjahr eingetretene Schäden, um Erträge aus Zuschreibung von Forderungen in Höhe von 1.806 T€ (Vorjahr: 3.075 T€), um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus Vorjahren in Höhe von 1.352 T€ (Vorjahr: 1.599 T€) und um Erträge aus Zuschüssen in Höhe von 1.435 T€ (Vorjahr: 318 T€).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von 87.008 T€ (Vorjahr: 71.497 T€), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von 40.737 T€ (Vorjahr: 47.947 T€), Aufwendungen für Fracht und Handlingkosten in Höhe von 41.118 T€ (Vorjahr: 46.125 T€), Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von 28.217 T€ (Vorjahr: 28.646 T€) und Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 28.712 T€ (Vorjahr: 28.333 T€) zusammen.
21. Materialaufwand
Der Materialaufwand ist aufgrund gesunkener Rohstoffkosten prozentual im Wesentlichen unverändert geblieben, bei um 3,34 % gestiegenen Umsatzerlösen aus der Veräußerung von Erzeugnissen und Waren.
22. Personalaufwand
Der Anstieg der Löhne und Gehälter resultiert im Wesentlichen aus einer Zuführung zu Bonusrückstellungen sowie aus einer Tariferhöhung, verbunden mit einem Anstieg des Personalbestandes.
23. Abschreibungen
Im Geschäftsjahr 2019 wurden außerplanmäßige Abschreibungen nur in unwesentlichem Maße vorgenommen. Im Jahr 2018 wurden ebenfalls keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
24. Periodenfremdes Ergebnis
Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.352 T€ (Vorjahr: 1.599 T€) angefallen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und der Auflösung von Personalrückstellungen resultieren. Ferner sind Erträge aus der Zuschreibung von Forderungen in Höhe von 1.806 T€ (Vorjahr: 3.075 T€) angefallen.
25. Ergebnisabführungsverträge
Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Erträge in Höhe von 110.035 T€ (Vorjahr: 134.407 T€) übernommen. Die Gewinne resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnis der Busiris Vermögensverwaltungs GmbH, das sich hauptsächlich aus Beteiligungserträgen von Konzerngesellschaften, Zinserträgen aus an Konzerngesellschaften gegebenen Darlehen und aus Kurseffekten aus der Bewertung dieser Darlehen ergibt. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betrugen 5.122 T€ (Vorjahr: 2.845 T€).
26. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 46.464 T€ (Vorjahr: 40.406 T€) resultieren im Wesentlichen aus für die im Rahmen der Konzernfinanzierung aufgenommenen Finanzverbindlichkeiten angefallenen Zinsen in Höhe von 30.194 T€ (Vorjahr: 27.515 T€) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 10.597 T€ (Vorjahr: 10.733 T€).
27. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steuerertrag in Höhe von 650 T€ (Vorjahr: 3.874 T€) und einen Steueraufwand in Höhe von 7.300 T€ (Vorjahr: 594 T€) für Vorjahre. Im Gesamtbetrag sind latente Steuererträge in Höhe von 10.609 T€ (Vorjahr: 12.146 T€) sowie laufende Steueraufwendungen in Höhe von 36.438 T€ (Vorjahr: 38.511 T€) enthalten.
SONSTIGE ANGABEN
28. Anteilsbesitzliste
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| Name der Beteiligungsgesellschaft | Eigenkapital131.12.2019 T€ 2 |
Anteil am Kapital % |
Ergebnis1 der Beteiligungsgesellschaften 2019 T€ 3 |
|---|---|---|---|
| Unmittelbare Beteiligungen | |||
| Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden | 2.853.690 | 100,00 % | 109.881 7 |
| Haarmann & Reimer-Unterstützungskasse Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden | 154 | 100,00 % | 0 |
| Diana SAS, Saint Nolff/Frankreich | 407.687 | 100,00 % | 511 |
| Probi AB, Lund/Schweden | 106.189 | 57,79 % | 9.571 |
| Schimmel & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden | 857 | 100,00 % | 20 |
| Symotion GmbH, Holzminden | 25 | 100,00 % | -2.120 7 |
| Symrise Ltda., Bogota/Kolumbien | 33.880 | 100,00 % | 7.248 |
| Symrise S.A., Santiago de Chile/Chile | 8.156 | 100,00 % | 1.654 |
| Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden | 153.761 | 100,00 % | 154 7 |
| Tesium GmbH, Holzminden | 25 | 100,00 % | 153 7 |
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| American Dehydrated Foods Inc., Springfield/USA | 21.243 | 100,00 % | 12.030 |
| Aquasea Costa Rica, Canas/Costa Rica | 2.985 | 100,00 % | 744 |
| Aromatics SAS, Clichy-la-Garenne/Frankreich | 12.714 | 100,00 % | 12.275 |
| Arome de Chace SAS, Chace/Frankreich | 1.866 | 100,00 % | 488 |
| Citratus Fragräncias Ltda, Vinhedo/Brasilien | 7.027 | 100,00 % | 1.131 |
| Califormulations, LLC, Los Angeles / USA | 3.214 | 34,00 % | 1.506 |
| Cobell International Limited, Exeter/Großbritannien | 95 | 100,00 % | 612 |
| Diana-Food Ecuador SA, Machala/Ecuador | 12.292 | 100,00 % | -257 |
| Diana Food Limited, Spalding/Großbritannien | 8.736 | 100,00 % | 3.134 |
| Diana Group Pte Ltd, Singapure/Singapur | -235 | 100,00 % | 37 |
| Diana Natural Inc., Silverton/USA | 1.057 | 100,00 % | -5.910 |
| Diana Food Canada Inc., Champlain (Quebec)/Kanada | 3.355 | 100,00 % | -873 |
| Diana Food Chile SpA, Buin/Chile | 17.709 | 100,00 % | 4.046 |
| Diana Naturals Private Ltd., Mumbai/Indien | 2 | 100,00 % | 0 |
| Diana Food SAS, Antrain/Frankreich | 21.026 | 100,00 % | 7.311 |
| Diana Pet Food Colombia S.A., Buenos Aires/Kolumbien | -818 | 100,00 % | -3.652 |
| Diana Trans, Saint Nolff/Frankreich | -277 | 100,00 % | -206 |
| Diana US Inc., Wilmington/USA | -17.525 | 100,00 % | -1.685 |
| DianaNova SAS, Rennes/Frankreich | 0 | 100,00 % | 0 |
| DrinkStar GmbH, Rosenheim | 440 | 100,00 % | 13.339 7 |
| Ecuaprotein SA, Duran/Ecuador | -3.198 | 67,70 % | 173 |
| Food Ingredients Technology Company, LLC, Springfield/USA | 24.936 | 50,00 % | 7.060 |
| International Dehydrated Foods Inc., Springfield/USA | 49.064 | 100,00 % | 11.592 |
| IsoNova Technologies LLC, Springfield/USA | 33.750 | 100,00 % | 83.998 |
| Octopepper SAS, Bordeaux/Frankreich | -3.362 | 57,93 % | -410 |
| OOO Symrise Rogovo, Rogovo/Russland | -19.630 | 100,00 % | -1.768 |
| Origines S.a.r.L., Antananarivo/Madagaskar | 5.204 | 100,00 % | 1.076 |
| Probi Asia-Pacific Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 212 | 57,79 % | 81 |
| Probi Feed AB, Lund/Schweden | 10 | 57,79 % | 0 |
| Probi Food AB, Lund/Schweden | 377 | 57,79 % | 0 |
| Probi US Inc., Seattle/USA | 90.321 | 57,79 % | -1.528 |
| P.T.Symrise, Jakarta/Indonesien | 13.076 | 100,00 % | 2.582 |
| Scelta Umami BV, Venlo/Niederlande | 2.945 | 60,00 % | 666 |
| Societe de Proteines Industrielles SNC, Berric/Frankreich | 6.731 | 100,00 % | 1.413 |
| Specialites Pet Food SA de CV, El Marques queretato/Mexiko | - 5.408 | 100,00 % | -4.924 |
| Specialites Pet Food SAS, Elven/Frankreich | 53.920 | 100,00 % | 45.360 |
| Specialites Pet Food South Africa (RSA), Cape Town/Südafrika | 3.783 | 100,00 % | 1.710 |
| SPF Argentina, Buenos Aires/Argentinien | 11.770 | 100,00 % | 2.540 |
| SPF Canada - Group Diana Inc., Chemin (Quebec)/Kanada | 5.650 | 100,00 % | 1.701 |
| SPF Diana Australia PTY Ltd, Beresfield/Australien | 5.182 | 100,00 % | 1.084 |
| SPF DIANA Espana SLU, Lleida/Spanien | 7.458 | 100,00 % | 2.224 |
| SPF Do Brasil Ltd, Sao Paulo/Brasilien | 23.461 | 100,00 % | 7.351 |
| SPF Hungary Kft, Beled/Ungarn | 3.618 | 100,00 % | 3.584 |
| SPF North America Inc., South Washington/USA | 67.256 | 100,00 % | 9.594 |
| SPF RUS, Shebekino/Russland | 5.099 | 100,00 % | -77 |
| SPF Diana (Thailand), Bangkok/Thailand | 12.508 | 51,00 % | 6.448 |
| SPF UK Ltd., Doncaster/Großbritannien | 1.898 | 60,00 % | 1.366 |
| SPF USA Inc., Wilmington/USA | 2.794 | 100,00 % | 198 |
| SPF (Chuzhou) Pet Food Co., Ltd., Chuzhou/China | - 66 | 100,00 % | 356 |
| SPF (Qingdao) Trading Co., Ltd, Qingdao City/China | 293 | 100,00 % | 352 |
| Symrise (China) Investment Co. Ltd, Nantong/China | 16.149 | 100,00 % | -178 |
| Symrise (Pty) Ltd., Isando/Südafrika | 8.912 | 100,00 % | 404 |
| Symrise Aromas e Fragrancias Ltda., Sao Paulo/Brasilien | 40.358 | 100,00 % | 7.923 |
| Symrise Asia Pacific Ltd., Singapur/Singapur | 274.544 | 100,00 % | 45.602 |
| Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden | 729.208 | 100,00 % | 39.206 |
| Symrise BioActives GmbH, Hamburg | - 2.029 | 100,00 % | 20 |
| Symrise C.A., Caracas/Venezuela | 183 | 100,00 % | 162 |
| Symrise Financial Services GmbH, Holzminden | 25 | 100,00 % | -3 |
| Symrise Flavors & Fragrances (Nantong) Co. Ltd., Nantong/China | 15.033 | 100,00 % | 291 |
| Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Brüssel/Belgien | 65 | 100,00% 4 | -1 |
| Symrise Group Finance Holding 2 CV, Brüssel/Belgien | 0 | 100,00 % | 0 |
| Symrise Holding Inc., Wilmington/USA | 1.519.319 | 100,00 % | -140 |
| Symrise Holding Limited, Marlow Bucks/Großbritannien | 0 | 100,00 % | -440 |
| Symrise Holding Pte. Limited, Singapur/Singapur | 15.004 | 100,00 % | 4.581 |
| Symrise Holding II Inc., Wilmington/USA | 1.071.639 | 100,00 % | 0 |
| Symrise Iberica S.L., Parets de Valles/Spanien | 37.942 | 100,00 % | 8.157 |
| Symrise Inc., Manila/Philippinen | 1.403 | 100,00 % | 663 |
| Symrise Inc., Teterboro/USA | 728.005 | 100,00 % | 36.142 |
| Symrise IP-Holding GCV, Brüssel/Belgien | 4.976 | 100,00 % | 2.013 |
| Symrise K.K., Tokio/Japan | 2.794 | 100,00 % | 378 |
| Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd., Sirketi/Türkei | 3.418 | 100,00 % | 815 |
| Symrise Limited, Marlow Bucks/Großbritannien | 32.844 | 100,00 % | 4.941 |
| Symrise Limited, Seoul/Süd-Korea | 996 | 100,00 % | 357 |
| Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxembourg/Luxemburg | 136 | 100,00 % | -1 |
| Symrise Ltd., Bangkok/Thailand | 10.268 | 100,00 % | 2.675 |
| Symrise Middle East Ltd., Dubai/VAE | 1.358 | 100,00 % | 1.404 |
| Symrise Middle East FZ LLC, Dubai/VAE | 964 | 100,00 % | 1.104 |
| Symrise Nigeria Limited, Lagos/Nigeria | 53 | 100,00 % | 0 |
| Symrise Parsian, Teheran/Iran | 1.850 | 100,00% 5 | 1.667 |
| Symrise Pte Ltd, Singapur/Singapur | 14.932 | 100,00 % | 3.658 |
| Symrise Pty. Ltd., Dee Why/Australien | 8.331 | 100,00 % | 836 |
| Symrise Private Limited, Chennai/Indien | 32.050 | 100,00 % | 8.113 |
| Symrise S. de R.L. de C.V., San Nicolas de los Garza/Mexiko | 54.319 | 100,00 % | 8.574 |
| Symrise S.A.E., 6th of October City/Ägypten | 28.907 | 100,00 % | 6.184 |
| Symrise S.a.r.L., Antananarivo/Madagaskar | 15.474 | 100,00 % | 1.183 |
| Symrise SAS, Clichy-la-Garenne/Frankreich | 80.581 | 100,00 % | 9.574 |
| Symrise SDN BHD., Petaling/Malaysia | 2.075 | 100,00 % | 314 |
| Symrise Spolka z ograniczona odpoeiedzialnoscia, Warschau/Polen | 2.430 | 100,00 % | 1.568 |
| Symrise S.r.l., Milano/Italien | 11.668 | 100,00 % | 3.050 |
| Symrise S.R.L., Tortuguitas/Argentinien | 6.220 | 100,00 % | - 676 |
| Symrise Shanghai Limited, Shanghai/China | 117.420 | 100,00% 6 | 9.694 |
| Symrise US Holding B.V., Halle/Niederlande | 1.035.421 | 100,00 % | 25 |
| Symrise US LLC/Teterboro/USA | 1.066.803 | 100,00 % | - 6.916 |
| Symrise Vertriebs GmbH, Wien/Österreich | 12.424 | 100,00 % | 1.707 |
| Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge/USA | 400 | 20,00 % | - 109 |
| Villers SAS, Villers Les Pots/Frankreich | 8.504 | 100,00 % | 221 |
| VIDEKA LLC, Kalamazoo / USA | 1.484 | 49,00 % | - 299 |
1 ermittelt nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen - überwiegend noch ungeprüft
2 zu Stichtagskursen per 31.12.2019 umgerechnet
3 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres 2019 umgerechnet
4 davon 1 % unmittelbar durch Symrise AG und 99 % mittelbar durch die Busiris Vermögensverwaltung GmbH gehalten
5 davon 40,0 % unmittelbar durch Symrise AG und 60,0 % mittelbar durch inländische Holdinggesellschaften gehalten
6 davon 20,9 % unmittelbar durch Symrise AG und 79,1 % mittelbar durch ausländische Holdinggesellschaften gehalten
7 vor Ausgleich aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages/Verrechnung auf Gesellschafterkonten
29. Mitarbeiter
Der durchschnittliche Personalbestand beträgt 2.534 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.487 Mitarbeiter). Darin enthalten sind 103 Auszubildende (Vorjahr: 103 Auszubildende).
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| 2018 | 2019 | |
|---|---|---|
| Produktion | 1.184 | 1.200 |
| Forschung und Entwicklung | 531 | 550 |
| Vertrieb | 495 | 499 |
| Verwaltung inkl. Auszubildende | 277 | 285 |
| 2.487 | 2.534 |
30. Konzernverhältnisse
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Symrise AG stellt ihren Konzernabschluss gemäß § 315e Abs. 1 HGB auf. Die Aufstellung erfolgt unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS).
31. Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 22. Mai 2019 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt.
Die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare sind in der entsprechenden Angabe im Konzernabschluss der Symrise AG enthalten.
32. Deutscher Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 17. September 2019 vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht.
33. Anteilsbesitz an der Symrise AG
Der Symrise AG gingen folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:
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| Gesellschaft | Sitz | Mitteilung am | Zeitpunkt zum | % Schwelle über- bzw. unterschritten | Anteilbesitz in % nachher | Stimmrechte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Allianz Global Investors GmbH | Frankfurt | 16.03.2016 | 10.03.2016 | 3,00 % | 3,03 % | 3.929.101 |
| APG Asset Management N.V. | Amsterdam/Niederlande | 14.08.2015 | 12.08.2015 | 3,00 % | 3,01 % | 3.909.723 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 23.10.2017 | 18.10.2017 | 5,00 % | 5,01 % | 6.509.064 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 04.10.2018 | 28.09.2018 | 5,00 % | 4,96 % | 6.437.100 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 05.10.2018 | 02.10.2018 | 5,00 % | 5,02 % | 6.522.445 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 06.11.2018 | 01.11.2018 | 5,00 % | 4,97 % | 6.452.098 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 19.11.2018 | 14.11.2018 | 5,00 % | 5,03 % | 6.533.307 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 20.11.2018 | 15.11.2018 | 5,00 % | 4,98 % | 6.463.347 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 22.11.2018 | 19.11.2018 | 5,00 % | 5,04 % | 6.538.670 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 23.11.2018 | 20.11.2018 | 5,00 % | 4,98 % | 6.458.940 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 28.11.2018 | 23.11.2018 | 5,00 % | 5,03 % | 6.531.831 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 19.12.2018 | 14.12.2018 | 5,00 % | 4,71 % | 6.120.634 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 24.12.2018 | 19.12.2018 | 5,00 % | 5,08 % | 6.591.757 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 27.12.2018 | 20.12.2018 | 5,00 % | 4,98 % | 6.468.538 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 03.01.2019 | 28.12.2018 | 5,00 % | 5,002 % | 6.493.738 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 16.06.2019 | 11.06.2019 | 5,00 % | 5,780 % | 7.827.143 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 23.09.2019 | 18.09.2019 | 5,00 % | 5,40 % | 7.306.505 |
| BlackRock, Inc. | Wilmington/USA | 17.10.2019 | 14.10.2019 | 5,00 % | 5,69 % | 7.704.855 |
| BlackRock, Inc. | Wilmington/USA | 10.12.2019 | 05.12.2019 | 5,00 % | 5,62 % | 7.611.340 |
| Canada Pension Plan Investment Board | Toronto, Kanada | 13.12.2018 | 11.12.2018 | 3,00 % | 3,010 % | 3.910.105 |
| Constanze GmbH & Co. KG | Hamburg | 19.12.2019 | 27.07.2017 | 3,00 % | 3,387 % | 4.397.000 |
| Constanze GmbH & Co. KG | Hamburg | 19.12.2019 | 15.08.2017 | 3,00 % | 3,387 % | 4.397.000 |
| Constanze GmbH & Co. KG | Hamburg | 03.01.2020 | 03.01.2020 | 3,00 % | 2,9939 % | 4.054.569 |
| Gerberding | Holzminden | 27.08.2019 | 16.08.2019 | 5,00 % | 5,24 % | 7.090.381 |
| Harding Loevner LP | Wilmington/USA | 14.07.2017 | 10.07.2017 | 3,00 % | 3,00 % | 3.894.816 |
| Jahr GmbH | Hamburg | 19.12.2019 | 15.08.2017 | 3,00 % | 0,00 % | 0 |
| Jahr Holding GmbH | Hamburg | 08.04.2014 | 08.04.2014 | 3,00 % | 3,05 % | 3.600.000 |
| Massachussetts Financial Services Company (MFS) | Boston/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00 % | 10,62 % | 13.785.512 |
| Massachussetts Financial Services Company (MFS) | Boston/USA | 12.11.2019 | 06.11.2019 | 10,00 % | 9,96 % | 13.492.530 |
| Ministry of Finance on behalf of the State of Norway (Norges Bank) | Oslo, Norway | 18.02.2019 | 15. Feb.2019 | 3,00 % | 3,08 % | 4.175.913 |
| Ministry of Finance on behalf of the State of Norway (Norges Bank) | Oslo, Norway | 26.04.2019 | 25.04.2019 | 3,00 % | 2,98 % | 4.039.163 |
| Ministry of Finance on behalf of the State of Norway (Norges Bank) | Oslo, Norway | 06.05.2019 | 02.05.2019 | 3,00 % | 3,05 % | 4.133.372 |
| Ministry of Finance on behalf of the State of Norway (Norges Bank) | Oslo, Norway | 17.05.2019 | 16.05.2019 | 3,00 % | 2,87 % | 3.892.963 |
| Ministry of Finance on behalf of the State of Norway (Norges Bank) | Oslo, Norway | 22.05.2019 | 21.05.2019 | 3,00 % | 3,01% | 4.078.404 |
| Ministry of Finance on behalf of the State of Norway (Norges Bank) | Oslo, Norway | 10.06.2019 | 07.06.2019 | 3,00 % | 2,96 % | 4.009.735 |
| Ministry of Finance on behalf of the State of Norway (Norges Bank) | Oslo, Norway | 12.06.2019 | 11.06.2019 | 3,00 % | 3,01% | 4,077.805 |
| Ministry of Finance on behalf of the State of Norway (Norges Bank) | Oslo, Norway | 13.06.2019 | 12.06.2019 | 3,00 % | 2,98 % | 4.039.778 |
| Ministry of Finance on behalf of the State of Norway (Norges Bank) | Oslo, Norway | 26.06.2019 | 25.06.2019 | 3,00 % | 3,14 % | 4.255.976 |
| Ministry of Finance on behalf of the State of Norway (Norges Bank) | Oslo, Norway | 31.07.2019 | 30.07.2019 | 3,00 % | 2,97 % | 4.025.543 |
34. Nachtragsbericht
Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die Symrise AG zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.
35. Gewinnverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 6. Mai 2020 vorschlagen, eine Dividende von 0,95 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten und den verbleibenden Betrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen.
36. Bezüge der Organmitglieder
Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt 1.081 T€ (Vorjahr: 1.074 T€). Die Bezüge werden im Lagebericht detailliert dargestellt.
Die Gesamtbezüge des Vorstands der Symrise AG betragen 8.234 T€ (Vorjahr: 7.108 T€). Die individualisierte Vergütung der Vorstandmitglieder ist im Lagebericht dargestellt.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst ein festes Jahresgehalt (Festvergütung) zuzüglich Nebenleistungen (Sachbezüge), eine einjährig variable Vergütung, eine mehrjährig variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/ LTIP) und eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Deferred Compensation.
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt.
Die einjährige variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (sogenannte "Key Performance Indicators" wie EBITDA, EBITDA-Marge, Business Free Cash Flow sowie EPS) sowie qualitativen Unternehmenszielen abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Bonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.
Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2019 durch den Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Jahresgeschäftsplanung und des jeweiligen Vorstandsbereichs individuell festgelegt. Entsprechende Ziele finden auch auf den Ebenen unterhalb des Vorstands nebst anderen Zielen Anwendung. Dadurch wird innerhalb des Unternehmens das durchgängige Verfolgen der im Aufsichtsrat verabschiedeten Unternehmensziele sichergestellt. Die einjährige variable Vergütung für das Kalenderjahr 2019 wird je nach Zielerreichungsgrad auf Basis des gebilligten Konzernjahresabschlusses 2019 im Folgejahr 2020 in bar ausgezahlt. Der Aufsichtsrat kann nach pflichtgemäßem Ermessen bei der Bewertung der Zielerreichung außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen berücksichtigen. Dabei darf die Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 150 % nicht überschritten werden.
Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP) ist eine revolvierende variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg - ausgedrückt in der Entwicklung des Symrise Aktienkurses - bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt. Sie dient der langfristigen Ausrichtung des Handelns der Vorstandsmitglieder an der Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zu Wettbewerbern und Markt-Vergleichsunternehmen (sogenannte "Peer Group").
Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2017 - 2019 und 2018 - 2020 sowie 2019 - 2021 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt. Der Index wird dabei börsentäglich berechnet. Bei Veränderungen in der Peer Group (beispielsweise Akquisition eines gelisteten Unternehmens) nimmt der Aufsichtsrat Anpassungen auf Empfehlung des externen Beraters vor.
In dem Incentive Plan 2017 - 2019 wird ein Bonus dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50 % der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank bezogen auf die Peer Group). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag des Gesamteinkommens eines Vorstandsmitglieds) entspräche dem 60sten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert als bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 % des Zielbetrags.
Bei den Incentive Plänen 2018 - 2020 und 2019 - 2021 wird ein Bonus dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 25 % der Vergleichswerte (mindestens 25ster Percentile Rank bezogen auf die Peer Group). Unterhalb des 25sten Percentile entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag des Gesamteinkommens eines Vorstandsmitglieds) entspräche dem 50sten Percentile Rank. Zwischen dem 50sten und dem 75sten Percentile verläuft die Bonusberechnung linear. Das heißt, wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte und Symrise über drei Jahre jeweils den 75sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert als bei 100 % Zielerreichung honoriert. Auch hier existiert die Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Die Bezüge der ehemaligen Organmitglieder betrugen 343 T€ (Vorjahr: 342 T€).
Die Pensionsrückstellungen für die ehemaligen nicht aktiven Vorstände und Geschäftsführer betragen 10.163 T€ (Vorjahr: 9.408 T€).
37. Namen der Organmitglieder
AUFSICHTSRAT
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe * | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG (bis 7.August 2019) und ordentliches Mitglied bis einschließlich 31.12.2019 | Majorel Group Luxembourg S.A./Luxemburg (seit 4. Januar 2019) Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Management SE | RTL Group S.A./Luxemburg Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 31.03.2019) | |
| CEO der RTL Group S.A./Luxemburg (ab 1. April 2019) | Penguin Random House LLC/UK Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 1. Januar 2018) | |
| Penguin Random House LLC/UK Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| Adidas AG, Herzogenaurach Mitglied des Aufsichtsrats (ab 9. Mai 2019) | ||
| Dr. Winfried Steeger * | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG (ab 8. August 2019) | Verwaltungsgesellschaft Otto mbH (mitbestimmte GmbH des Otto Konzerns), Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats |
| Geschäftsführer der Constanze GmbH & Co. KG | EUROKAI GmbH & Co. KGaA, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats | |
| Blue Elephant Energy AG, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats | ||
| August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats | ||
| Familie Thomas Eckelmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrats | ||
| Kurt F.W.A. Eckelmann GmbH, Hamburg, stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrats | ||
| Familie Thomas Eckelmann GmbH & Co. KG, Hamburg, stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrats | ||
| Ursula Buck * | Geschäftsführerin der Top Managementberatung Buck-Consult, München | |
| Harald Feist | Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG | |
| Vorsitzender des Betriebsrats und Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG | ||
| Horst-Otto Gerberding * | Geschäftsführender Gesellschafter der Gottfried Friedrichs (GmbH & Co.) KG, Hamburg | |
| Bernd Hirsch * | Finanzvorstand der Bertelsmann Management SE | Evotec AG, Hamburg Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 19. Juni 2019) |
| Bertelsmann Inc., Wilmington/USA, Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| Penguin Random House LLC/UK, Mitglied des Aufsichtsrats | ||
| RTL Group S.A./Luxemburg, Mitglied des Aufsichtsrats | ||
| Jeanette Kurtgil | IG BCE Gewerkschaftssekretärin im Landbezirk Nord | Esco GmbH, Hannover, Mitglied des Beirats |
| Andre Kirchhoff | Freigestellter Betriebsrat der Symrise AG | |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer * | Vorsitzende des Vorstands der AC Immune S.A., Lausanne/Schweiz | Bio MedInvest AG, Basel/Schweiz Vorsitzende des Verwaltungsrats |
| AB2 Bio S.A., Lausanne/Schweiz Vorsitzende des Verwaltungsrats | ||
| Andrea Püttcher | Stellv. Vorsitzende des Betriebsrats und stellv. Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG | |
| Dr. Ludwig Tumbrink | Vice President Special Projects, Supply Chain Flavor EAME der Symrise AG | |
| Peter Winkelmann | Bezirksleiter der IG BCE Bezirk Alfeld | amedes Holding GmbH, Hamburg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| aenova Holding GmbH, Starnberg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
* Anteilseignervertreter
VORSTAND
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram Chemiker Holzminden | Vorsitzender des Vorstands | |
| Olaf Klinger Kaufmann Holzminden | Vorstand Finanzen | |
| Heinrich Schaper Kaufmann Holzminden | Vorstand Flavor | |
| Dr. Jean-Yves Parisot Veterinärmediziner Paris/Frankreich | Vorstand Nutrition (Diana) | Probi AB, Lund/Schweden Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| VetAgroSup, Lyon/Frankreich Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| Achim Daub Kaufmann New York/USA | Vorstand Scent & Care | Phlur Inc., Austin/USA Mitglied des Aufsichtsrats |
Holzminden, 18. Februar 2020
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Olaf Klinger
Achim Daub
Dr.' Jean-Yves Parisot
Heinrich Schaper
ANLAGENSPIEGEL
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2019
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| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| In € | 1.1.2019 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 280.878.424,39 | 5.347.200,52 | 6.521.491,72 | 1.607.277,75 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 7.725.711,49 | 13.766.155,97 | 0,00 | - 1.607.277,75 |
| 288.604.135,88 | 19.113.356,49 | 6.521.491,72 | 0,00 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 175.790.803,95 | 1.806.696,40 | 105.305,78 | 7.905.048,10 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 216.789.887,55 | 7.100.958,91 | 1.267.407,56 | 15.879.391,68 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 51.150.212,93 | 4.080.535,49 | 3.942.143,33 | 1.954.149,84 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 36.201.947,79 | 15.912.884,24 | 0,00 | -25.738.589,62 |
| 479.932.852,22 | 28.901.075,04 | 5.314.856,67 | 0,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.306.780.302,77 | 799.328.701,35 | 28.500,00 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 2.238.062,32 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 64.676.723,70 | 3.339.841,49 | 4.454.161,44 | 0,00 |
| 4. Rückdeckungsversicherungen | 39.414,10 | 1.196,40 | 0,00 | 0,00 |
| 3.373.734.502,89 | 802.669.739,24 | 4.482.661,44 | 0,00 | |
| 4.142.271.490,99 | 850.684.170,77 | 16.319.009,83 | 0,00 |
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| Anschaffungskosten | Abschreibungen | |
|---|---|---|
| In € | 31.12.19 | 1.1.2019 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 281.311.410,94 | 155.480.529,69 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 19.884.589,71 | 0,00 |
| 301.196.000,65 | 155.480.529,69 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 185.397.242,67 | 46.711.828,98 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 238.502.830,58 | 96.901.828,94 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 53.242.754,93 | 33.576.968,02 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 26.376.242,41 | 0,00 |
| 503.519.070,59 | 177.190.625,94 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.106.080.504,12 | 26.056,75 |
| 2. Beteiligungen | 2.238.062,32 | 2.224.668,71 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 63.562.403,75 | 530.405,34 |
| 4. Rückdeckungsversicherungen | 40.610,50 | 0,00 |
| 4.171.921.580,69 | 2.781.130,80 | |
| 4.976.636.651,93 | 335.452.286,43 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| In € | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.19 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 13.857.468,42 | 6.505.219,23 | 0,00 | 162.832.778,88 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 13.857.468,42 | 6.505.219,23 | 0,00 | 162.832.778,88 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 7.259.588,70 | 105.305,78 | 78,04 | 53.866.189,94 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 16.370.628,93 | 1.135.606,80 | 0,00 | 112.136.851,07 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.346.554,65 | 3.925.253,22 | - 78,04 | 34.998.191,41 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 28.976.772,28 | 5.166.165,80 | 0,00 | 201.001.232,42 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 112.200,00 | 0,00 | 0,00 | 138.256,75 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.224.668,71 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 340.112,44 | 0,00 | 0,00 | 870.517,78 |
| 4. Rückdeckungsversicherungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 452.312,44 | 0,00 | 0,00 | 3.233.443,24 | |
| 43.286.553,14 | 11.671.385,03 | 0,00 | 367.067.454,54 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| In € | 31.12.19 | 31.12.18 in T€ |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 118.478.632,06 | 125.398 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 19.884.589,71 | 7.726 |
| 138.363.221,77 | 133.124 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 131.531.052,73 | 129.079 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 126.365.979,51 | 119.888 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.244.563,52 | 17.573 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 26.376.242,41 | 36.202 |
| 302.517.838,17 | 302.742 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.105.942.247,37 | 3.306.755 |
| 2. Beteiligungen | 13.393,61 | 13 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 62.691.885,97 | 64.146 |
| 4. Rückdeckungsversicherungen | 40.610,50 | 39 |
| 4.168.688.137,45 | 3.370.953 | |
| 4.609.569.197,39 | 3.806.819 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Symrise AG
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Jahresabschluss der Symrise AG, Holzminden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Symrise AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die auf der im Lagebericht angegebenen Internetseite veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung, die Bestandteil des Lageberichts ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
1) WERTHALTIGKEIT DER ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die Symrise AG hält Anteile an verbundenen Unternehmen, die einen Großteil der Bilanzsumme ausmachen.
Gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB sind bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf die Anteile an verbundenen Unternehmen vorzunehmen. Die Gesellschaft überprüft jährlich anhand der Planungsrechnungen ihrer Tochtergesellschaften, ob sich Hinweise auf eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eines bilanzierten Anteils an einem verbundenen Unternehmen ergeben. Das Ergebnis dieser Überprüfung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftige Entwicklung des Geschäfts des jeweiligen verbundenen Unternehmens einschätzen.
Vor dem Hintergrund der Wesentlichkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen in Relation zur Bilanzsumme, der der Bewertung zugrundeliegenden Komplexität sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume war die Prüfung der Werthaltigkeit der bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.
Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Überprüfung der Werthaltigkeit nachvollzogen im Hinblick auf die Eignung zur Identifizierung von außerplanmäßigem Wertminderungsbedarf der bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen nach handelsrechtlichen Grundsätzen. Grundsätzlich erfolgt eine Überprüfung auf außerplanmäßigen Wertminderungsbedarf anhand der Planungen der einzelnen Tochtergesellschaften. Wir haben den Planungsprozess analysiert und die im Planungsprozess implementierten Kontrollen hinsichtlich ihrer Effektivität beurteilt. Die wesentlichen Prämissen der Planung haben wir mit den gesetzlichen Vertretern hinsichtlich der unterstellten Marktentwicklung besprochen sowie einen Abgleich mit den in der Vergangenheit realisierten Ergebnissen durchgeführt. Im Hinblick auf die Überleitung der Mittelfristplanung in die Langfristplanung haben wir uns insbesondere mit den Annahmen zur Wachstumsrate befasst. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen der verwendeten Diskontierungszinssätze teilweise wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten Beteiligungsbuchwertes haben können, haben wir die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogenen Parameter analysiert und die Berechnung im Hinblick auf die sich dafür ergebenden handelsrechtlichen Anforderungen nachvollzogen. Ferner haben wir Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer der wesentlichen Annahmen der Bewertung einschätzen zu können.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen keine Einwendungen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Zu den bezüglich der Anteile an verbundenen Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" zu den Finanzanlagen.
2) UMSATZREALISIERUNG AUS DEM VERKAUF VON PRODUKTEN
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Im Jahresabschluss der Symrise AG werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten dann realisiert, wenn die mit dem Eigentum an den veräußerten Produkten verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übertragen wurden und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelbar ist. Dies ist regelmäßig dann der Fall, wenn der Gefahrenübergang auf der Grundlage der vereinbarten Incoterms stattgefunden hat.
Die Symrise AG verfügt über eine Vielzahl an Kunden sowie ein umfangreiches Produktsortiment. Durch die daraus resultierende große Anzahl unterschiedlicher vertraglicher Vereinbarungen ist hinsichtlich der sachgerechten Abbildung der Geschäftsvorfälle insbesondere in Bezug auf eine korrekte Periodenabgrenzung eine besondere Sorgfalt geboten. Vor diesem Hintergrund war die Umsatzrealisierung im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.
Prüferisches Vorgehen
Die gesetzlichen Vertreter der Symrise AG haben für die Realisierung von Umsatzerlösen aus Produktverkäufen detaillierte Bilanzierungsanweisungen erlassen und Prozesse implementiert. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die im Jahresabschluss der Symrise AG angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben für die Realisierung von Umsatzerlösen anhand der handelsrechtlichen Vorgaben gewürdigt. Unser prüferisches Vorgehen erstreckte sich unter anderem auf die Frage, ob die wesentlichen Chancen und Risiken im Rahmen des Verkaufs der Produkte auf die Käufer übergegangen sind. Wir haben die von den gesetzlichen Vertretern der Symrise AG implementierten Prozesse sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben für die Realisierung von Produktverkäufen hinsichtlich der handelsrechtlichen Bestimmungen analysiert. Wir haben die Effektivität der Kontrollen hinsichtlich der Umsatzrealisierung sowie der korrekten Abgrenzung von Umsätzen getestet. Zum Nachweis der Existenz der Umsatzerlöse haben wir diese unter anderem daraufhin untersucht, ob sie zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geführt haben und ob diese wiederum durch Zahlungseingänge ausgeglichen wurden. Zudem haben wir Analysen der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2019 im Hinblick auf die Periodenabgrenzung auf Basis analytischer Prüfungshandlungen durchgeführt. Wir haben die Umsatzrealisierung anhand der Vereinbarungen in Verträgen stichprobenhaft im Hinblick auf die handelsrechtlichen Anforderungen analysiert.
Insgesamt haben sich aus unseren Prüfungshandlungen hinsichtlich der Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Produkten keine Einwendungen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Zu den bezüglich der Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Produkten angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" Textziffer 19 "Umsatzerlöse".
SONSTIGE INFORMATIONEN
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
| ― | die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung, |
| ― | das im Bericht "Jahresabschluss 2019" (HGB) enthaltenen Kapitel "Bericht des Aufsichtsrats", |
| ― | die im Kapitel "Erklärung des Vorstands" des Berichts "Jahresabschluss 2019" (HGB) enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB, |
sowie die in den übrigen Teilen des Berichts "Jahresabschluss 2019" der Symrise AG erlangten Informationen, mit Ausnahme des Jahresabschlusses, des Lageberichtes sowie unseres dazugehörigen Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. Dezember 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Symrise AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christian Janze.
Hannover, 19. Februar 2020
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Ludwig, Wirtschaftsprüfer
Dr. Janze, Wirtschaftsprüfer
Erklärung des Vorstands
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Holzminden, 19. Februar 2020
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Olaf Klinger
Achim Daub
Dr. Jean-Yves Parisot
Heinrich Schaper
Bericht des Aufsichtsrats
der Symrise AG
Sehr geehrte Aktionäre,
die internationale Wirtschaftsentwicklung war 2019 von einem nur verhaltenen Wachstum geprägt. Die globale Wirtschaftsleistung nahm um schätzungsweise 3,0 % zu, nach 3,6 % und 3,8 % in den beiden Vorjahren. Ursachen der Wachstumsverlangsamung lagen vor allem auf politischer Ebene: Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU und die auf einen militärischen Konflikt zulaufenden Spannungen im Nahen und Mittleren Osten. Auch die Wirtschaftsaussichten werden von diesen und weiteren Risikofaktoren belastet. Vor diesem Hintergrund verlief die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens im Berichtsjahr sehr gut. Symrise verfügt über eine breite internationale Aufstellung mit eigenen Produktionsstandorten in den wichtigsten Absatzmärkten. Das Produktportfolio ist diversifiziert und reicht deutlich über die Welt von Duft und Aroma hinaus. Die Kundenstruktur ist ausgewogen, der Bezug wichtiger Rohstoffe in weiten Bereichen abgesichert. Das Unternehmen befindet sich mit klaren Zielen auf Kurs.
Im nachfolgenden Bericht möchte ich Sie über die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats informieren. Der Aufsichtsrat der Symrise AG hat im Geschäftsjahr 2019 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen wiederum zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Diskussion und Entscheidung an. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns umfassend erörtert und abgestimmt. Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2019 eine eigene Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens abgehalten.
Wir haben sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Hierzu zählten vor allem die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, laufende und geplante Investitionen, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und -planung, die Risikosituation und das Risikomanagement sowie das Compliance Management-System. Über Angelegenheiten, die nach Gesetz oder Satzung zustimmungspflichtig sind, hat uns der Vorstand frühzeitig unterrichtet und uns diese rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu diesen Beschlussvorschlägen und den Berichten des Vorstands haben wir, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch schriftlich oder telefonisch.
Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden uns vom Vorstand monatlich berichtet. Soweit es überhaupt zu Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planungen und Zielen kam, haben wir ausführliche Erläuterungen in schriftlicher und mündlicher Form erhalten, sodass wir mit dem Vorstand über die Gründe für die Abweichungen und zielführende Korrekturmaßnahmen diskutieren konnten.
Auch außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand in engem und kontinuierlichem Dialog. Das immer noch vergleichsweise verhaltene Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung, die andauernde Niedrigzinsphase, die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU und die auf einen militärischen Konflikt zulaufenden Spannungen im Nahen und Mittleren Osten und die daraus für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen sowie der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der drei Segmente waren wiederholt Gegenstand unserer Gespräche mit dem Vorstand.
Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung hinsichtlich der den Interessenkonflikten zugrunde liegenden Sachverhalte und dem Umgang mit ihnen zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2019 nicht aufgetreten.
DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, haben wir in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz.
Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen, so dass der Aufsichtsrat immer über eine umfassende Informationsbasis für seine Beratungen verfügt.
Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört zu seinen Aufgaben. Dabei durchlaufen Kandidaten, die das Potenzial zur Übernahme einer Vorstandstätigkeit mitbringen, ein Assessment, welches mit Hilfe eines externen Dienstleisters von der individuellen Analyse unmittelbar in einen individuellen Entwicklungsplan mündet. Bereits in diesem frühen Stadium werden die Ziele zur zukünftigen Zusammensetzung des Vorstands angemessen berücksichtigt. Ziel ist es, sämtliche Vorstandspositionen auch kurzfristig und intern nachbesetzen zu können. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems, mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung samt Zielvereinbarungen und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Langfristig soll der Frauenanteil im Vorstand 20 % erreichen. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Winfried Steeger (Vorsitzender), Herr Harald Feist, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer, Herr Dr. Ludwig Tumbrink und Herr Peter Winkelmann.
Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2019 zweimal. An beiden Sitzungen nahmen alle Mitglieder teil. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Bewertung der Leistungen der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2018, die Vereinbarung der Ziele für das Geschäftsjahr 2019 und die Überprüfung der Angemessenheit der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Der Schwerpunkt der Überprüfung lag dabei auf der mehrjährigen Vergütung (LTIP) und der Perfomancebewertung. Weitere Themen waren die Führungskräfteentwicklung der Führungsebene unterhalb des Vorstands und die langfristige Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene.
Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem, der Abschlussprüfung und dem Compliance Management-System. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses.
Soweit der Abschlussprüfer auch Steuerberatungsleistungen für Gesellschaften des Symrise Konzerns erbringt, sind diese vorab vom Prüfungsausschuss ausdrücklich zu genehmigen. Der Prüfungsausschuss hat für derartige Steuerberatungsleistungen des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2019 ein generelles Budget von 250.000 € genehmigt. Jede Überschreitung dieses Budgets würde eine weitere Genehmigung durch den Prüfungsausschuss erforderlich machen. Ferner wurden die Quartalsmitteilungen und der Halbjahresbericht vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Die für das Geschäftsjahr 2019 zu erstellende nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b HGB ist nicht gesondert vom Prüfungsausschuss behandelt worden. Hiermit hat sich das Aufsichtsratsplenum befasst. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Group Compliance-Officers und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Bernd Hirsch (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Herr Harald Feist, Frau Jeannette Kurtgil, Herr Dr. Winfried Steeger und Herr Peter Winkelmann. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2019 fünfmal, davon wurde eine Sitzung als Telefonkonferenz abgehalten. Ein Mitglied des Prüfungsausschusses konnte an einer Sitzung nicht teilnehmen.
An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen regelmäßig der Finanzvorstand und im Bedarfsfall der Abschlussprüfer, der Vorstandsvorsitzende und weitere Gäste, wie zum Beispiel die Leitung der Innenrevision oder der Compliance Officer, zu einzelnen Tagesordnungspunkten teil. Der Prüfungsausschuss hat sich in diesem Jahr ausführlich mit den im Konzern etablierten Kontrollsystemen, deren Zusammenspiel und Wirkweise befasst. Auch das Fälligkeitsprofil der einzelnen Finanzierungselemente und der Umgang mit einzelnen Währungsrisiken bildete einen Schwerpunkt der Beratungen. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung beziehungsweise des Reviews des Zwischenabschlusses nach Ablauf des ersten Halbjahres ergeben haben.
Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 zu wählen. Ferner hat der Prüfungsausschuss die entsprechenden Unabhängigkeitserklärungen des Abschlussprüfers Ernst & Young eingeholt. Der Prüfungsausschuss erteilte dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag, vereinbarte mit diesem einen risikoorientierten Prüfungsansatz und legte einzelne Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2019 fest. Weiter bereitete er die Beschlussfassung des Aufsichtsrats zum Abschlussprüferhonorar vor.
Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören mit Herrn Dr. Winfried Steeger (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Herrn Harald Feist und Herrn Dr. Ludwig Tumbrink vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 nicht einberufen werden.
Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören die drei Mitglieder Herr Dr. Winfried Steeger (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 einmal.
THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM
Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit und Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren erneut das immer noch vergleichsweise verhaltene Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung, die andauernde Niedrigzinsphase, die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU und die auf einen militärischen Konflikt zulaufenden Spannungen im Nahen und Mittleren Osten und die daraus für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen sowie der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der drei Segmente. Auch die anhaltend hohe Volatilität der Energie- und Rohstoffpreise, von der auch unsere Branche betroffen ist, sowie die andauernden Staatsschuldenkrisen in Europa und deren mögliche Auswirkungen auf unser Unternehmen, bildeten einen Gegenstand unserer Beratungen.
Vor diesem Hintergrund haben wir die vom Vorstand ergriffenen und für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen ausführlich mit dem Vorstand diskutiert. Gegenstand regelmäßiger Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Unternehmens und seiner drei Segmente in den jeweiligen Regionen unter den dort gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanz- und Liquiditätslage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und deren Entwicklung gemessen an den Planzielen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 fünf ordentliche Sitzungen und eine außerordentliche Sitzung, davon zwei Schwerpunktsitzungen, abgehalten. Die erste Schwerpunktsitzung befasste sich mit der Strategie des Unternehmens, ihrer Überprüfung angesichts des sich verändernden wirtschaftlichen Umfelds und dem Stand ihrer Umsetzung, während die Jahresplanung 2020 im Mittelpunkt der zweiten Schwerpunktsitzung stand. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilgenommen.
In unserer außerordentlichen Sitzung am 15. Januar 2019 haben wir ausführlich die Akquisition von American Dehydrated Foods Inc. (ADF)/International Dehydrated Foods Inc. (IDF) besprochen und unsere Zustimmung hierzu erteilt. Weiter haben wir intensiv die Finanzierung dieser Akquisition diskutiert und unsere Zustimmung für die hierzu erforderlichen Finanzierungs- und Refinanzierungsinstrumente erteilt.
In unserer Sitzung am 5. März 2019 haben wir uns mit dem Vorstand über die Feststellung des Jahresabschlusses 2018 und die Billigung des Konzernabschlusses 2018, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2019, die Erklärung zur Unternehmensführung und den Corporate Governance-Bericht beraten und abgestimmt. In dieser Sitzung sind auch die Ergebnisse der Effizienzprüfung 2019 ausführlich diskutiert worden. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit in Form einer Selbstevaluierung. Themenfelder waren dabei u.a. der Ablauf der Aufsichtsratssitzungen, das Zusammenwirken mit dem Vorstand, die Informationsversorgung des Aufsichtsrats sowie die Setzung von Prioritäten der einzelnen Schwerpunktthemen. Auch die im Auftrag des Aufsichtsrats durchgeführte Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Berichts nach § 289b HGB durch die DQS CFS GmbH und deren Ergebnisse wurden in dieser Sitzung eingehend erörtert. An dieser Sitzung hat neben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats auch der Abschlussprüfer teilgenommen.
In unserer Sitzung am 21. Mai 2019 standen vor allem der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2019 und zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019 sowie die bevorstehende Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratungen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat ebenfalls über den Stand laufender Investitionsprojekte. Außerdem haben wir in dieser Sitzung unsere Zustimmung zur Refinanzierung der am 10. Juli 2019 fällig werdenden Unternehmensanleihe in Höhe von 500 Mio. € erteilt. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
Die Sitzung am 7. August 2019 war hauptsächlich geprägt vom Geschäftsverlauf des zweiten Quartals und des ersten Halbjahrs 2019 und der Aktualisierung des Ausblicks für das gesamte Jahr 2019. Der Aufsichtsrat befasste sich in dieser Sitzung auch mit dem Status Quo mehrerer Akquisitionsprojekte und wählte Herrn Dr. Winfried Steeger zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
In der Strategiesitzung am 17. September 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat den Stand der Umsetzung und die Weiterentwicklung unserer Unternehmensstrategie intensiv besprochen. In diesem Zusammenhang wurden auch ein möglicher Korrekturbedarf und gegebenenfalls eine Neupositionierung wesentlicher Elemente hinsichtlich Kundenfokus, Nachhaltigkeit und Endkonsumentenverhalten diskutiert. Erstmals wurden in dieser Sitzung neue und disruptive Technologien und Geschäftsmodelle mit Implikationen für das geschäftliche Umfeld von Symrise vorgestellt.
Dazu zählen z.B. der erfolgreiche Einsatz von künstlicher Intelligenz im Rahmen der Komposition von Parfümölen und der Einsatz von digitalen Technologien für ein personalisiertes Pet-Care Geschäft, das dem Kunden die Möglichkeit geben soll, die Gesundheit seines Haustieres im täglichen Miteinander zu beurteilen. Daneben wurden auch neue Technologien für die Durchführung chemischer Reaktionen und den Bau von hierfür benötigten Reaktoren mittels 3D-Drucktechnik vorgestellt und demonstriert. Die Verwertung von Seitenströmen aus konventionellen Produktionsabläufen wurde ebenfalls an konkreten Beispielen veranschaulicht. Hierdurch werden sich weitere Möglichkeiten zur Generierung von zusätzlichen Werten bieten. Weitere Diskussionsthemen waren das jährliche Investitionsvolumen bis einschließlich des Jahres 2024 für neue Technologien, die Umsetzung der IT-Strategie und die Einführung von SAP S4 Hana, aber auch die allgemeine Instandhaltung und der Kapazitätsausbau bestehender Anlagen. Diese Investitionen sollen das Wachstum profitabler Produkte bei gleichzeitiger Ausweitung der Rückwärtsintegration sichern. Ebenfalls in dieser Sitzung haben wir gemeinsam mit dem Vorstand die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben. An dieser Sitzung hat ein Mitglied des Aufsichtsrats nicht teilgenommen.
Die Sitzung am 4. Dezember 2019 stand im Zeichen der Unternehmensplanung für das bevorstehende Geschäftsjahr 2020. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2020 genehmigt. Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand den Stand der Corporate Governance bei Symrise erörtert und die Inhalte der Corporate Governance-Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung abgestimmt. Wir haben die Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats unverändert zum Vorjahr bestätigt. Dies umfasst auch das gemäß Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 des DCGK zu erarbeitende Kompetenzprofil des Gesamtaufsichtsrats. Aufgrund der Bestimmung des § 289b Abs. 1 HGB ist Symrise auch für das Geschäftsjahr 2019 verpflichtet, eine sogenannte "nichtfinanzielle Erklärung" als Teil des Lageberichts zu veröffentlichen. Symrise macht dabei von der in § 289b Abs. 3 HGB vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch und erstellt auch für das Geschäftsjahr 2019 wieder einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht außerhalb des Lageberichts. Dieser wird zeitgleich mit dem Jahresabschluss 2019 veröffentlicht und findet sich auch auf der Internetseite von Symrise unter https://ub2019.symrise.de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsbilanz.
Gemäß § 171 AktG obliegt es dem Aufsichtsrat auch zu überprüfen, ob der gesonderte nichtfinanzielle Bericht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Der Aufsichtsrat hat diesbezüglich von der in § 111 Abs. 2 S. 4 AktG vorgesehenen Möglichkeit wie auch im Vorjahr Gebrauch gemacht und als externen Sachverständigen die DQS CFS GmbH mit der inhaltlichen Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Berichts 2019 der Symrise AG beauftragt. Weiterhin stellte der Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat den Stand der Kandidatensuche für die Nachfolge der Aufsichtsratsmitglieder Dr. Thomas Rabe und Dr. Winfried Steeger vor. An dieser Sitzung hat ein Mitglied des Aufsichtsrats nicht teilgenommen.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2019
Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und der Lagebericht der Symrise AG wurden vom Abschlussprüfer Ernst & Young geprüft. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2019 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Konzernabschluss der Symrise AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft versah auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Bericht des Abschlussprüfers hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 12. Februar und 3. März 2020 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 4. März 2020 intensiv diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen des Jahres- und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil.
Dabei berichteten sie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte uneingeschränkt zur Verfügung.
Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 4. März 2020 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.
Der für das Geschäftsjahr 2019 aufgestellte gesonderte nichtfinanzielle Bericht wurde inhaltlich durch die DQS CFS GmbH geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Beanstandungen geführt.
Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht ist auf der Internetseite von Symrise unter https://ub2019.symrise.de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsbilanz veröffentlicht.
CORPORATE GOVERNANCE
Über die Corporate Governance bei der Symrise AG berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") einmal im Jahr im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d des Handelsgesetzbuchs. Die Erklärung zur Unternehmensführung beinhaltet (i) die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, (ii) relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, (iii) eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen, (iv) Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands nebst Umsetzungsfristen und (v) eine Beschreibung des Diversitätskonzepts im Hinblick auf die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat. Nach der für Symrise gültigen Fassung der Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 und mit Berichtigungen vom 19. Mai 2017 erneut bekannt gemachten aktuellen Fassung vom 7. Februar 2017 ("DCGK 2017") ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen.
Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns auch dieses Jahr wieder entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK 2017 in die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach Ziffer 4.2.5 des DCGK 2017 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 58 bis 66 des Finanzberichts 2019 enthalten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d des Handelsgesetzbuchs ist nebst des darin integrierten Corporate Governance-Berichts von Vorstand und Aufsichtsrat auch auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht.
Die Adresse lautet: https://www.symrise.com/de/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.
Wir haben die Weiterentwicklung der Corporate Governance-Standards im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2019 aufmerksam beobachtet und werden dies auch weiterhin tun.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 17. September 2019 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft und als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht.
Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 und mit Berichtigungen vom 19. Mai 2017 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 7. Februar 2017 entsprochen und wird dies auch zukünftig tun.
VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Im Berichtsjahr gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand. Herr Dr. Thomas Rabe hat sein Aufsichtsratsmandat auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2019 niedergelegt. Das Amtsgericht Hildesheim hat Herrn Michael König mit Wirkung zum 15. Januar 2020 zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Er wird sich auf der Hauptversammlung am 6. Mai 2020 den Aktionären zur Wahl stellen.
Die mittlerweile weltweit über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Symrise Konzerns tragen ganz wesentlich zum Erfolg unseres Unternehmens bei. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland sowie allen Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement, für ihre konstruktive und kreative Zusammenarbeit im Dienste der Kunden des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2019 geleistete hervorragende Arbeit.
Holzminden, 4. März 2020
Für den Aufsichtsrat
Dr. Winfried Steeger, Vorsitzender
Impressum
Herausgeber
Symrise AG
Mühlenfeldstraße 1
Konzernkommunikation
37603 Holzminden
Deutschland
Telefon: + 49 55 31. 90 - 0
Fax: + 49 55 31. 90 - 16 49
Text und Redaktion
PvF Investor Relations, Oberursel
Konzept, Design & Umsetzung
3st kommunikation, Mainz
Fotografie (Titel)
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Satz
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Druck
AC medienhaus GmbH, Wiesbaden-Nordenstadt
Veröffentlichungsdatum dieses Berichts
10. März 2020
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Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieser Finanzbericht beinhaltet zukunftsgerichtete Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Prognosen der Symrise AG beruhen. Der zukünftige Geschäftsverlauf und die Ergebnisse, die durch die Symrise AG und ihre verbundenen Unternehmen tatsächlich erzielt werden, sind einer Vielzahl von Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt und können daher wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Symrise AG und können im Voraus nicht genau eingeschätzt werden. Bei diesen Faktoren handelt es sich zum Beispiel um eine ungünstige Entwicklung der Weltwirtschaft, eine Veränderung des Konsumentenverhaltens, Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien. Sollte einer dieser genannten oder ungenannten Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend herausstellen, können die tatsächlich erzielten Ergebnisse signifikant von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Symrise übernimmt keinerlei Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen laufend zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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