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Symrise AG Annual Report 2018

Apr 15, 2019

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Annual Report

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Symrise AG

Holzminden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

SHARING VALUES

Ressourcen entwickeln

FINANZBERICHT 2018 DER SYMRISE AG

Lagebericht 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Highlights 2018

Hohes Umsatzwachstum bei guter Profitabilität

ENTWICKLUNG UMSATZERLÖSE/EBITDA

Umsatz und EBITDA in Mio. €, Marge in %

* EBITDA bereinigt um Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen

UMSATZ NACH REGIONEN

in % vom Konzernumsatz bzw. organisches Umsatzwachstum in %

€ 2,12 Ergebnis je Aktie

€ 0,90 Vorgeschlagene Dividende

UMSATZ IN SCHWELLENLÄNDERN

Anteil in % vom Konzernumsatz

KURSENTWICKLUNG

der Symrise Aktie 2018

Überblick zum Geschäftsjahr 2018

Das Wachstum der Weltwirtschaft lag 2018 nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres. Für Symrise war 2018 ein anspruchsvolles, aber dennoch erfolgreiches Jahr. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 3.154 Mio. € (2017: 2.996 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse organisch um 8,8 %. Unter Berücksichtigung von PortfolioEffekten - Akquisitionen von Cobell und Citratus - sowie von Wechselkurseffekten erhöhte sich der Umsatz in Berichtswährung um 5,3 %.

Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 43 %, geringfügig unter dem Vorjahreswert von 44 %. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) des Symrise Konzerns übertraf mit 631 Mio. € leicht den Vorjahreswert (2017: 630 Mio. €). Die auf den Umsatz bezogene EBITDA-Marge lag mit 20,0 % vor allem durch gestiegene Rohstoffkosten unter dem Vorjahreswert von 21,0 %.

Das Segment Scent & Care erzielte 2018 einen Umsatz von 1.324 Mio. €. Im Vorjahresvergleich stiegen die Umsätze organisch um 8,9 %. Das EBITDA erreichte 254 Mio. € und lag 6 Mio. € über dem Wert des Vorjahres (2017: 248 Mio. €). Die EBITDA-Marge belief sich 2018 auf 19,2 %, gegenüber 19,6 % im Jahr 2017. Flavor steigerte seinen Umsatz auf 1.191 Mio. € und erzielte ein organisches Wachstum von 9,5 %. Das EBITDA des Segments lag 2018 mit 244 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert (2017: 243 Mio. €). Die EBITDA-Marge war vor allem durch hohe Rohstoffkosten sowie die ganzjährige Einbeziehung von Cobell in den Konzernabschluss beeinflusst und betrug 20,5 %, nach 22,0 % im Vorjahr. Im Segment Nutrition stiegen die Umsätze auf 639 Mio. €, was einem organischen Wachstum von 7,4 % entspricht. Das Segment erzielte 2018 ein EBITDA von 132 Mio. €; das Ergebnis lag infolge höherer operativer Kosten vor allem durch den Aufbau des neuen Standortes von Diana Food in den USA sowie aufgrund des geringeren Ergebnisbeitrags von Probi um 7 Mio. € unter dem Vorjahr (2017: 139 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte 20,7 %, nach 22,1 % im Jahr 2017.

Der Jahresüberschuss1des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % auf 275 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 2,08 € im Vorjahr auf 2,12 € im Berichtsjahr. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 vor, die Dividende von 0,88 € auf 0,90 € je Aktie anzuheben.

Der operative Cashflow lag 2018 mit 442 Mio. € um 46 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 396 Mio. €. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember um 50 Mio. € auf 280 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) verringerte sich zum Bilanzstichtag 2018 um 29 Mio. € auf 1.893 Mio. €. Der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) und EBITDA auf Jahresbasis belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2018 auf 3,0 und liegt infolge der getätigten Akquisitionen temporär oberhalb der von Symrise angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.

1 Auf die Aktionäre der Symrise AG entfallend, exklusive nicht beherrschender Anteile

Grundlagen des Symrise Konzerns

STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

UNTERNEHMENSPROFIL

Symrise ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen, funktionalen Inhaltsstoffen sowie von Lösungen für die Nahrungsmittelherstellung auf Basis natürlicher Ausgangsstoffe. Zu den Kunden gehören Parfüm-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkehersteller, die pharmazeutische Industrie sowie Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln und Heimtiernahrung.

Mit einem Umsatz von 3,2 Mrd. € im Geschäftsjahr 2018 und einem Marktanteil von rund 10 % gehört das Unternehmen zu den weltweit führenden Anbietern im Markt für Düfte und Aromen. Der Konzern mit Sitz in Holzminden ist mit etwa 100 Standorten in Europa, Afrika und dem Nahen sowie Mittleren Osten, in Asien, den USA sowie in Lateinamerika vertreten. Der Symrise Konzern entstand ursprünglich aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2018 von rund 8,4 Mrd. € zu den im MDAX(r) geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf rund 94 %.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den Segmenten Flavor, Nutrition sowie Scent & Care. Alle Segmente verfügen über Bereiche wie Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.

Das Segment Flavor beinhaltet die Anwendungsbereiche Beverages, Savory und Sweet. Das Segment Nutrition besteht aus dem Geschäftsbereich Diana mit den Anwendungsbereichen Food, Pet Food, Aqua und Probi. Das Segment Scent & Care umfasst die Geschäftsbereiche Fragrance, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules.

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist zudem jeweils nach vier Regionen organisiert: Europa, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten (EAME), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika.

Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Accounting, Controlling, Steuern, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Group Compliance, Interne Revision und Information Technology (IT) wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik sind in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt. Diese unterhalten auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns.

Der Firmensitz der Symrise AG befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.418 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb sowie im Corporate Center. Regionale Hauptsitze unterhält Symrise in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo), Singapur und Frankreich (Rennes, Bretagne). Wichtige Standorte für Produktionsanlagen und Entwicklungszentren befinden sich in Deutschland, Frankreich, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 40 Ländern.

LEITUNG UND KONTROLLE

Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.

Dem Vorstand der Symrise AG gehören fünf Mitglieder an: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorsitzender des Vorstands), Achim Daub (Vorstand Scent & Care), Olaf Klinger (Vorstand Finanzen), Dr. Jean-Yves Parisot (Vorstand Nutrition) und Heinrich Schaper (Vorstand Flavor). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

STANDORTE WELTWEIT 2018

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören zwölf Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.

Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND PRODUKTE

Wertschöpfungskette von Symrise

Symrise stellt rund 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette der drei Segmente erstreckt sich über die Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die natürlichen Lebensmittelzutaten, Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmacksstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F & E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F & E-Aktivitäten.

WERTSCHÖPFUNGSKETTE VON SYMRISE

* Mehrheitsbeteiligung an dem schwedischen Unternehmen Probi AB.

** Ab Januar 2019 sind die Anwendungsbereiche Beauty Care und Home Care im Anwendungsbereich Consumer Fragrances zusammengefasst.

UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Heimtiernahrung, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln.

Die Produktion der Geschmacks- und Duftstoffe sowie Lösungen für die Nahrungsmittelherstellung erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.

Flavor

Das Produktspektrum von Flavor besteht aus rund 13.000 Produkten, die in 146 Ländern verkauft werden. Die produzierten Geschmacksstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmacksstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Inhaltsstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Die Standorte des Segments befinden sich in mehr als 40 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika.

Die Geschmacks- und Inhaltsstoffe des Geschäftsbereichs Flavor kommen in drei Anwendungsbereichen zum Einsatz:

Beverages: Mit der globalen Getränkekompetenz bei nichtalkoholischen, alkoholischen sowie Trocken- und Instant-Getränken setzt Symrise mit authentischen und innovativen Geschmackserlebnissen neue Standards und Trends für die nationale und internationale Getränkeindustrie. Jahrelange Expertise, begleitende Technologien und ein umfangreiches Markt- und Verbraucherverständnis eröffnen der Getränkeindustrie völlig neue Perspektiven und erfüllen damit die individuellen Bedürfnisse der Kunden.

Savory: Die würzigen Aromen kommen in zwei Kategorien zur Anwendung: In der Kategorie "Culinary" mit Geschmackslösungen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte, Instant-Nudeln und Fleischprodukte sowie in der Kategorie "Snackfood" mit Aufstreuwürzungen - sogenannte Seasonings - für Knabberartikel. Für beide Gebiete gilt es, die ständig wachsenden Verbraucherwünsche vor allem nach authentischem Geschmack, Natürlichkeit und "Convenience" in erfolgreiche Konzepte für die Kunden umzusetzen. Dabei setzt Symrise insbesondere auf seine nachhaltigen Kernkompetenzen Fleisch und Gemüse sowie auf Lebensmitteltechnologie und -forschung auf höchstem Niveau.

Sweet: Im Anwendungsbereich der süßen Aromen kreiert Symrise innovative Geschmackslösungen basierend auf einem umfassenden Markt- und Konsumentenverständnis für die Produktbereiche Zucker- und Schokoladenwaren, Kaugummi, Backwaren, Cerealien, Eiscreme und Milchprodukte sowie für den Bereich Health Care. Interdisziplinäre Teams erfüllen mit hoher Kreativität die spezifischen Anforderungen der Kunden. Ein diversifiziertes Produktportfolio bietet den Konsumenten aufregende und einzigartige Geschmackserlebnisse.

Nutrition

Das Segment Nutrition ist weltweit führend bei Lösungen für die Nahrungsmittelherstellung auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe und unterhält mehr als 35 Standorte in 25 Ländern. Die Produktpalette des Segments Nutrition teilt sich in vier Anwendungsbereiche auf:

Food: Der Bereich mit seinen Food Ingredients umfasst natürliche, sensorische Produktlösungen wie Geschmack, Textur, Farbe und Funktionalität für Lebensmittel und Getränke. Des Weiteren bietet der Bereich Produkte für Babynahrung an. Der Anwendungsbereich verarbeitet sorgfältig ausgewählte, nachhaltige Rohmaterialien wie Gemüse, Früchte, Fleisch und Meeresfrüchte und verfügt dabei über eine umfangreiche Rückwärtsintegration. Im Vordergrund stehen die Aspekte Qualität, Nachverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit.

Pet Food: Der Anwendungsbereich bietet zahlreiche Produktlösungen und Dienstleistungen für die Geschmacks- und Akzeptanzverbesserung, die Nahrungsmittelsicherheit von Heimtiernahrung sowie für die Tiergesundheit an. Darüber hinaus werden innovative Duft- und Pflegestoffe für die Haustierpflege entwickelt. Zur Erforschung der Futterakzeptanz, des Fressverhaltens und der Wechselbeziehungen zwischen Tierhalter und Haustier unterhält der Anwendungsbereich eigene Hunde- und Katzenpanel.

Aqua: Der Anwendungsbereich entwickelt und produziert fortschrittliche natürliche und nachhaltige Meeresinhaltsstoffe für Aquakulturen zur Verbesserung der Ernährung und Tiergesundheit in Fisch- und Garnelenfarmen.

Probi: In diesem Anwendungsbereich sind alle probiotisch geprägten Aktivitäten gebündelt, für die vor allem die schwedische Symrise Beteiligung Probi zuständig ist. Probi entwickelt Probiotika für Lebensmittel, Getränke sowie Nahrungsergänzungsmittel mit einem gesundheitsfördernden Zusatznutzen.

Darüber hinaus betreibt das Segment Nutrition mit Nova einen Inkubator für innovative Anwendungen in den Bereichen Gesundheit und Ernährung.

Scent & Care

Das Segment Scent & Care verfügt über Standorte in mehr als 30 Ländern und vertreibt seine rund 15.000 Produkte in 125 Ländern. Scent & Care unterteilt sich in die drei globalen Geschäftsbereiche Fragrance, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules, in denen die Produkte in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:

Fragrance: Unser Kreativ- und Kompositionsgeschäft umfasst die vier globalen Anwendungsbereiche Fine Fragrances, Beauty Care1, Home Care1und Oral Care. Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Beauty Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Home Care) eingesetzt. Darüber hinaus bietet Symrise die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an (Anwendungsbereich Oral Care). Die Zielsetzung des Geschäftsbereichs ist es, allen Menschen, die sich mit unseren Fragrance-Aktivitäten beschäftigen, "ein besseres Leben durch Duft" zu vermitteln. Der Geschäftsbereich beschäftigt mehr als 70 hochtalentierte und anerkannte Parfümeure mit 14 verschiedenen Nationalitäten, die in 11 Kreativzentren auf der ganzen Welt arbeiten. Ihre kombinierte Berufserfahrung addiert sich zu mehr als 1.300 Jahren in der Parfümerie.

Cosmetic Ingredients: Das Portfolio des Geschäftsbereichs Cosmetic Ingredients umfasst aktive Wirkstoffe, moderne Lösungen für die Produktkonservierung, wegweisenden Schutz gegen Sonnenstrahlung und negative Umwelteinflüsse, innovative Inhaltsstoffe für die Haarpflege, inspirierende Pflanzenextrakte, leistungsstarke Functionals und maßgeschneiderte Kosmetikfarben. Der einzigartige Ansatz des Geschäftsbereichs basiert auf mehr als 100 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Vermarktung kosmetischer Rohstoffe. Hinzu kommt seine Fähigkeit, das Beste aus Natur, Wissenschaft, Chemie sowie Haut- und Haarbiologie miteinander zu verbinden. Basierend auf intensiver Konsumentenforschung versteht der Geschäftsbereich die Bedürfnisse von modernen globalen Konsumenten. Die Forschungszentren in Holzminden und im brasilianischen São Paulo arbeiten eng mit den jeweiligen regionalen Teams in Verkauf und Anwendungstechnik zusammen, um den Kunden und Konsumenten passgenaue Lösungen und Produkte für die unterschiedlichen regionalen Anforderungen anzubieten. Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients ist ein anerkannter Innovationsführer, der in den vergangenen zehn Jahren mit 29 Innovationspreisen für neue Wirkstoffe ausgezeichnet wurde. Im gleichen Zeitraum wurden 99 Patentanmeldungen eingereicht, davon allein 14 im Jahr 2018.

Aroma Molecules: Der Geschäftsbereich umfasst die Anwendungsgebiete Menthols, Special Fragrance & Flavor Ingredients, Sensory & Terpene Ingredients und Fine Aroma Chemicals. Im Anwendungsgebiet Menthols wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals stellen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität her. Diese Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen eingesetzt als auch an Unternehmen der Konsumgüterindustrie und andere Unternehmen der Duft- und Geschmacksstoffindustrie vertrieben. Das Anwendungsgebiet Sensory & Terpene Ingredients umfasst das 2016 erworbene und integrierte US-Unternehmen Renessenz LLC mit seinen terpen-basierten Produkten, die aus erneuerbaren und nachhaltigen Rohstoffen gewonnen werden.

1 Ab Januar 2019 sind die Anwendungsbereiche Beauty Care und Home Care im Anwendungsbereich Consumer Fragrances zusammengefasst.

MARKT UND WETTBEWERB

MARKTSTRUKTUR

Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmacks- und Duftstoffe (F & F-Markt/Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2018 nach neuesten Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants (11. Ausgabe, Juli 2018) auf 26,2 Mrd. € belief und der damit um circa 2 Mrd. € größer ist als aufgrund bisheriger Marktstudien angenommen. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsbereichen Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach jüngst erschienenen Berichten von IAL (1. Ausgabe, Dezember 2018) im Berichtsjahr ein Umsatzvolumen von circa 7 Mrd. € aufwies, damit also um circa 1,5 Mrd. € größer ist als im Vorjahr aufgrund früherer Marktstudien angegeben. Die Märkte sind in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt weist damit insgesamt eine Größe von 33,2 Mrd. € auf. Er ist daher um 3,5 Mrd. € größer als noch im Vorjahr - aufgrund anderer Quellen - angenommen und wächst nach eigenen Schätzungen langfristig durchschnittlich um circa 4 % pro Jahr.

MARKTGRÖSSE RELEVANTER AFF-MARKT 2018

in Mrd. € (insgesamt etwa 33,2 Mrd. €)

Quellen: IAL (11. Ausgabe, FLA & FRA, Juli 2018), IAL (1. Ausgabe, AC/AM und CI, Dezember 2018)

MARKTANTEILE AFF-MARKT 2018

in % (Marktvolumen etwa 33,2 Mrd. €)

Quellen: Unternehmensdaten und eigene Schätzungen

1 Pro-forma: Gemeinsame Geschäftstätigkeit des akquirierenden und des akquirierten Unternehmens. Dabei wird unterstellt, dass die Unternehmenszusammenschlüsse bereits am 1. Januar 2018 stattgefunden hätten.

Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter - inklusive Symrise - zusammen einen Marktanteil von 43 % (pro-forma1: 47 %) erreichen.

Für den F & F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt.

Neben den unterschiedlichen lokalen Konsumentenvorlieben und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst: Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmacksstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den sich entwickelnden Märkten durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Bequemlichkeit und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden.

1 Pro-forma: Gemeinsame Geschäftstätigkeit des akquirierenden und des akquirierten Unternehmens. Dabei wird unterstellt, dass die Unternehmenszusammenschlüsse bereits am 1. Januar 2018 stattgefunden hätten.

MARKTPOSITION VON SYMRISE

Symrise ist eines der größten Unternehmen der F & F-Branche. Bezogen auf den relevanten Markt von 33,2 Mrd. € beträgt der Marktanteil von Symrise, gemessen am Umsatz des Jahres 2018, rund 10 %. Symrise hat die klassischen Geschäftssegmente um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent & Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Nutrition um Heimtiernahrung und Food Ingredients innerhalb des Geschäftsbereichs Diana. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Produktbereichen dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F & F-Branche gehören.

In einzelnen Marktbereichen nimmt Symrise eine weltweit führende Stellung ein, wie beispielsweise bei der Herstellung von naturidentischem L-Menthol sowie der Komposition von Mint- und Vanillearomen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter, der Fragrance Ingredients und bei Baby- und Heimtiernahrung.

ZIELE UND STRATEGIE

ZIELE

Wir wollen langfristig unsere Marktposition stärken und die Unabhängigkeit von Symrise sichern. Zugleich sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst. Indem wir unsere Nachhaltigkeitsleistung in den Themenfeldern "Footprint", "Innovation", "Sourcing" und "Care" steigern, verringern wir Risiken und fördern den wirtschaftlichen Erfolg von Symrise.

Marktposition: Unser Umsatz soll währungsbereinigt langfristig mit 5 bis 7 % im Jahr (CAGR) wachsen, und damit schneller als der Markt, der im Durchschnitt jährlich circa 4 % zulegt. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen.
Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige durchschnittliche EBITDA-Marge von 19 bis 22 % (bis 2020) beziehungsweise von 20 bis 23 % (bis 2025) an.

Die Zielerreichung wird im Kapitel Unternehmensentwicklung näher dargelegt. Wir beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Konzerns.

STRATEGIE

Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Säulen Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.

Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum.
Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Durch die Rückwärtsintegration bei Schlüsselrohstoffen sichern wir uns gleichbleibend hohe Qualitäten in ausreichender Menge und zu fest verhandelten Lieferbedingungen. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität.
Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise außerhalb des traditionellen Geschäfts mit Aromen und Duftstoffen weiter aus. So sichern wir unsere herausragende Marktposition.

ZIELE 2025

Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.

WERTORIENTIERTE STEUERUNG

Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen strategischen Zielwert von durchschnittlich 19 bis 22 % (bis 2020) beziehungsweise 20 bis 23 % (bis 2025) definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. Darüber hinaus hat das Unternehmen den Business Free Cashflow als primär interne Steuerungsgröße zur Performance-Beurteilung im Jahr 2018 eingeführt, um die Cashflow-Ausrichtung des Unternehmens zu stärken. Wir streben an, den Business Free Cashflow, der sich aus EBITDA, Investitionen und Veränderungen im Working Capital zusammensetzt, kontinuierlich zu steigern. Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Der Fokus der Unternehmenssteuerung liegt auf diesen finanziellen Steuerungsgrößen. Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen in den Bereichen Umwelt, Beschaffung, Mitarbeiter und Innovation weisen wir in unserem Unternehmensbericht gesondert aus.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

LEITLINIEN UND SCHWERPUNKTE

In der Forschung & Entwicklung (F & E) verfolgt Symrise das strategische Ziel, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, F & E sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F & E an Marketing und Anwendungsbereiche, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung und Fragestellungen im regulatorischen Bereich auf Umsetzbarkeit, Digitalisierung, Nachhaltigkeitsaspekte und Rentabilität geprüft. Externe Kooperationen und Netzwerke (Open Innovation) bringen in erheblichem Maße zusätzliche Ansätze und Ideen in den Entwicklungsprozess ein. Neben Ideen aus der Open Innovation unterhält Symrise ein enges, globales Projektnetzwerk mit industriellen, institutionellen und akademischen Partnern, das alle Stufen des Innovationsprozesses von der Grundlagenforschung bis zu Marketingkonzepten einschließt. Des Weiteren sind alle F & E-Aktivitäten an den Leitlinien globale Megatrends, Konsumentenbedarf, Kundenanforderungen, Natürlichkeit und Authentizität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet. Die Aktivierungsquote bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen blieb 2018 wie im Vorjahr unwesentlich, da die Bedingungen für eine Aktivierung in der Regel erst zum Ende eines Projekts erfüllt sind, sodass ein Großteil der angefallenen Entwicklungsaufwendungen ergebniswirksam erfasst wird.

Das Segment Scent & Care konzentriert sich bei seiner F & E-Strategie auf fünf Forschungsplattformen in den Bereichen kosmetische Inhaltsstoffe, Verkapselungs- und Freisetzungssysteme, Grüne Chemie, Schlechtgeruchsmanagement und Mundpflege. Unterstützende Plattformen in den Bereichen sensorischer und analytischer Forschung, natürliche Rohstoffe und Seitenströme, Performance und Rezeptorforschung bilden die Basis für unsere Leistungsfähigkeit und für einen kontinuierlichen Innovationsprozess.

Beispielhafte Forschungsprogramme und Produkteinführungen sind unsere Rückwärtsintegrationsprojekte auf Madagaskar und im brasilianischen Amazonasgebiet mit dem Ziel, qualitativ hochwertige, natürliche Produkte aus nachhaltigem Anbau und unter "Community Development" zu etablieren. Die dort hergestellten Produkte werden entweder direkt vermarktet, finden Einsatz in neuen Duft- und Wirkstoffkompositionen mit verbessertem Wirksamkeitsprofil oder dienen als natürliche Ausgangsstoffe für die Herstellung neuer, nachhaltiger Produkte. Daneben hat Symrise mit EVERTRAIL ein neues, einzigartiges Olfaktometer für die Erfassung der Duftentfaltung von Parfümölen und -rohstoffen entwickelt. Neben umfangreichen Forschungsprogrammen, die auf die spezifischen Innovationsanforderungen der jeweiligen Anwendungsbereiche der Segmente ausgerichtet sind, bestehen bei Symrise ergänzende Programme, die durch die Erweiterung des Kompetenzportfolios Wettbewerbsvorteile generieren. Ein Beispiel dafür ist Beauty+, das durch systematische synergetische Entwicklung einen Mehrwert bei aktiven kosmetischen Inhaltsstoffen und Düften oder Mundpflegelösungen schafft. Bei der Entwicklung von neuen probiotika-basierten Aktivstoffen für die Anwendungsbereiche Mundpflege sowie von Pflegeprodukten für empfindliche Haut konnten in Zusammenarbeit mit Probi große Fortschritte erzielt werden. Weitere vom Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients 2018 neu im Markt eingeführte, aktive und funktionale Produkte dienen unter anderem der Pflege fettiger Haut, finden im Bereich der Körperhygiene Einsatz, erweitern die Wirkstoff-Palette zum Schutz kosmetischer Produkte vor mikrobiellem Befall oder verbessern die sensorischen Eigenschaften kosmetischer Formulierungen. Im Bereich Haarpflege stellte unser Hair Care Innovation Centre in São Paulo, Brasilien, 2018 auf der In Cosmetics Brasil mit SymHair(r) Shape & Color ein neues multifunktionales Produkt für die Haarpflege vor, das zum Beispiel dem Erhalt der ursprünglichen Form und Sprungkraft von Locken dient. Darüber hinaus schützt es koloriertes Haar vor dem Verblassen, stärkt das Haar und reduziert Haarbruch. Durch die Akquisition von Renessenz kann die Riechstoffforschung auf neue Rohstoffe aus nachwachsenden Quellen zurückgreifen. Im Bereich Parfümkreation hat Symrise 2018 einen Meilenstein gesetzt. Gemeinsam mit IBM Research hat das Unternehmen eine Methode entwickelt, mithilfe künstlicher Intelligenz Parfüms auf Basis von digitalen Duftmodellen zu kreieren.

Durch die intelligente und sich gegenseitig ergänzende Kombination von technischen Innovationen mit der sensorischen Forschung in enger Kooperation mit Diana konnte die Akzeptanz von Produktlösungen zur Überdeckung von Schlechtgerüchen bei Heimtierfutter verbessert werden.

Im Segment Flavor werden auf der Basis verschiedener Technologieplattformen folgende Themenschwerpunkte mit besonderem Nachhaltigkeitsfokus bearbeitet:

Entwicklung von nachhaltigen und natürlichen Produktlösungen für die Symrise Code of Nature(r) Plattform für gesunde Lebensmittelkonzepte mit Zutaten, die von Konsumenten präferiert werden.
Natürliche und nachhaltige Produktplattformen zur sensorisch bevorzugten Reformulierung von zucker-, salz- und fettreduzierten Lebensmittelkonzepten.
Entwicklung von energieeffizienten und lösungsmittelarmen Methoden zur Aufkonzentration von natürlichen pflanzlichen Extrakten.
Analytisches Profiling (Metabolomics) und sensorische Bewertung beispielsweise mittels next level LC/MS und LC Taste(r) von potenziell interessanten Pflanzenextrakten.
Gezielte Entwicklung und Anreicherung von natürlichen high-impact Aromenzubereitungen basierend auf Nahrungsmittelprozessen, Fermentations- sowie Biokatalyse-Systemen aus Nebenströmen der Lebensmittelindustrie.
Umfassende Arbeiten und Initiativen zur Digitalisierung und Automatisierung der Forschungs- und Produktlandschaft in den Bereichen Datamining, Wissenstransfer, statistische Versuchsplanung und -auswertung, Vorhersage von sensorischen und analytischen Eigenschaften, Formelmanagement komplexer natürlicher Rohstoffe, Mischroboter sowie Mikrosensoren für Stabilitätsmessung.
Formulierungstechnologien zur Trägerung und Stabilisierung von Aromen mit verringertem Energieverbrauch, optimierter stoffbezogener Beladung und gezielter Freisetzung. Zusätzlich werden diese Technologien an neuen, lebensmittelartigen Trägerstoffen evaluiert und systematisch adaptiert.
Erweiterung der Methoden zur beschleunigten Stabilitätsmessung von Lebensmitteln und Getränken unter Einbeziehung von Online-Sensormethoden und Vorhersagemodellen.
Ausbau der Methoden zur Charakterisierung verkapselter Aromen und deren Eigenschaften in verschiedenen Lebensmittelapplikationen.
Fortentwicklung und Validierung von innovativen Methoden zum Nachweis der Authentizität und Herkunft von natürlichen Rohstoffen. Ein Beispiel ist die verstärkt eingesetzte kombinierte Metabolom- und Genotypisierung durch DNA-Profilierung aus botanischen Rohmaterialien oder verarbeiteten Produkten.
Wissenschaftlich fundierte Selektion sowie analytisch gestützte Kultivierung geeigneter Sorten ausgewählter botanischer Rohstoffe (Vanille, Zwiebel, Rote Beete). Dabei wird als wesentliches Augenmerk der Einfluss der biotischen und abiotischen Einflussfaktoren systematisch mit statistischen Methoden untersucht und für Anbauempfehlungen umgesetzt.
Versuche zur Züchtung, Vermehrung, in field- oder indoor-Kultivierung, Ernte und Prozessierung von bisher nicht im kommerziellen Anbau befindlichen Pflanzen zur Gewinnung innovativer Rohstoffe für die Entwicklung von Aromenlösungen zur Optimierung des süßen Geschmacks.

KERNFUNKTIONEN DER FORSCHUNG & ENTWICKLUNG BEI SYMRISE

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung nachhaltiger, natürlicher Produktlösungen mit exzellenten sensorischen Eigenschaften sowie der Ersatz von knappen Rohstoffen. Im Berichtsjahr wurden beispielsweise einige durch klimatische Bedingungen absehbar schlecht verfügbare Rohstoffe gegen neu erarbeitete sogenannte Alternativsysteme ausgetauscht. Dabei spielt die auf analytischen und sensorischen Daten beruhende und durch statistische Datenverarbeitungsmethoden vorangetriebene Entwicklung in Kombination mit automatischen Mischsystemen eine immer bedeutendere Rolle.

Im Fokus der Forschungsaktivitäten stehen darüber hinaus weiterhin Aromasysteme und Technologien zur Erhöhung des gesundheitlichen Mehrwerts von Lebensmitteln, zum Beispiel proteinreiche Lebensmittel sowie Lebensmittel mit reduziertem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt. Insbesondere im Bereich der Technologien zur Verbesserung des Geschmacks zuckerreduzierter Getränke konnten mit neu eingeführten Produkten erhebliche Fortschritte erzielt werden. Dabei wird der Fokus, der in den vergangenen Jahren auf der reinen Süßintensität lag, auf die gesamtgeschmackliche Qualität gerichtet. Neben der Erforschung und Einführung neuer natürlicher Produkte wird insbesondere die datengetriebene Kombinatorik aus der vorhandenen und umfassenden Rohstoffbasis von Symrise zur Entwicklung überzeugender Geschmackslösungen genutzt.

Der erfolgreiche Verbund von hoch entwickelten Werkzeugen der Hochleistungsanalytik, Sensorik, biomimetischen Synthese, Bio- und Lebensmitteltechnologie sowie Prozess- und Trenntechnologie mit etablierten oder neuen datenbasierten Verfahren, wie zum Beispiel semantisch/ontologischen Suchalgorithmen, deep learning, neuronalen Netzwerken oder Methoden der Chemo- und Bioinformatik, ist ein immer wichtiger werdender Faktor für die erfolgreiche Umsetzung der Forschungsstrategie des Geschäftsbereichs Flavor. So konnten beispielsweise durch semantische Analyse der Originalschriften alter chinesischer Rezepte mit den Kooperationspartnern Charite, Berlin, und Bicoll GmbH, Martinsried, in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt neue Ansätze für geschmacksmodulierende Extrakte gefunden werden. In einem anderen Projekt zusammen mit der Universität Wien konnte ein auf weitgehend nativen Zellen beruhendes System zur Identifizierung von bittermaskierenden Stoffen entwickelt werden, mit dem im Bereich spezifischer pharmazeutischer Wirkstoffe effiziente Geschmacksmodulatoren vorhergesagt und sensorisch validiert werden konnten.

Im Bereich der agrikulturellen Forschung wurden wichtige Erkenntnisse im Bereich der systematischen Vanille-Kultivierung gewonnen. Erste Erprobungen von in field- und indoor-Anbaumethoden im Bereich von Pflanzen zur Gewinnung innovativer Rohstoffe für die Entwicklung von geschmacksmodulierenden Aromenlösungen zeigen vielversprechende Ergebnisse und wurden 2018 intensiv vorangetrieben.

Symrise unternimmt umfangreiche Anstrengungen, um die Verwendung von pflanzlichen Proteinen, insbesondere in würzigen und auch in milchbasierten Produkten, geschmacklich deutlich zu verbessern. Zum Einsatz kommen neuartige Maskierungssysteme gegen negative Geschmacksnoten sowie innovative Formulierungskonzepte für Aromen in pflanzlichen Lebensmittelmatrizen.

Das Segment Nutrition ist ebenfalls stark wissenschaftsgetrieben und innovationsorientiert. Rund 10 % der Mitarbeiter des Segments sind in der Forschung und Entwicklung tätig und befassen sich im Wesentlichen mit dem Aspekt der Gesundheitsförderung durch die Ernährung in den Anwendungsbereichen Diana Food, Diana Pet Food, Diana Aqua, Probi sowie in dem Inkubator Diana Nova.

Verbraucher suchen zunehmend nach Produkten, denen sie vertrauen können und die auf verantwortungsvolle Weise aus einfachen, nachvollziehbaren Zutaten hergestellt werden. Dies erfordert auch neue Wege bei der Verwendung natürlicher Rohstoffe. In Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Symrise Anwendungsbereichen werden neue Technologien entwickelt und implementiert, die wichtige Herstellungsprozesse transformieren, wie sie beispielsweise in der neuen Produktionsstätte für Fleischprodukte in den USA zum Einsatz kommen.

Der Anwendungsbereich Food konzentriert sich bei seiner F & E-Strategie auf Plattformen, die ihre wissenschaftliche Expertise auf Produktattribute lenken, die für die Verbraucher auf der ganzen Welt einen echten Unterschied machen. Dazu zählen:

Kulinarische Lebensmittelzutaten mit hoher Geschmacksintensität, Authentizität und Komplexität
Natürliche Pflanzenfarbextrakte verschiedener Herkunft für eine breite Palette von Applikationen
Optische Eigenschaften und konsumentenorientierte Beschaffenheit, die den Genuss und die Wahrnehmung von Natürlichkeit verstärken
Funktionelle Extrakte mit nachgewiesenen gesundheitlichen Vorteilen, unterstützt durch ein tiefes Verständnis ihrer Wirkmechanismen

Ein weiterer wichtiger Forschungsschwerpunkt ist das Themengebiet Darmgesundheit. Sowohl in der Wissenschaft als auch bei den Konsumenten wächst die Erkenntnis, dass die Darmgesundheit für die allgemeine Gesundheit von zentraler Bedeutung ist. Daher forscht der Anwendungsbereich Food in enger Zusammenarbeit mit den Mikro-, Zell- und Molekularbiologieexperten des Anwendungsbereichs Cosmetic Ingredients und mit den Forschern des Anwendungsbereichs Probi sowie mit externen akademischen Partnern an den Interaktionen zwischen natürlichen Extrakten und Probiotika. Aufbauend auf langfristigen Erfahrungen und dem Know How im Bereich polyphenolischer Substanzen und mit Unterstützung durch Diana Nova hat Diana Food ein fünfjähriges Forschungsprogramm in Zusammenarbeit mit dem Institute of Nutraceuticals and Functional Food (INAF), Kanada, und der Universität Laval aufgelegt. Dieses #phenobio-Programm untersucht die Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen polyphenolischen Substanzen wie Präbiotika und Probiotika sowie ihre Wirkung auf die Darmflora.

Die Food F & E-Teams profitieren nicht nur von der großen wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit des Symrise Konzerns, sondern auch von externen Partnerschaften, um innovative Produkte für die menschliche Gesundheit in den Bereichen Darmflora, kognitive Gesundheit, Glukosestoffwechsel, Harnwegs- und Mundgesundheit sowie schwache Entzündungen zu entwickeln. Zu unseren wichtigsten Partnern zählen das King's College, London, CRICO, das Institute of Nutraceuticals and Functional Foods (INAF), Inserm und die Universität Laval.

Der Anwendungsbereich Pet Food legt die Forschungsschwerpunkte vor allem auf geschmacks- und akzeptanzverbessernde Produktlösungen für Heimtiernahrung. Dazu unterhält Pet Food fünf Expertenplattformen, um die Eigenschaften von Heimtiernahrung zu verbessern. Zur Weiterentwicklung der sensorischen Produkteigenschaften unterhält der Anwendungsbereich eigene Hunde- und Katzenpanel.

In der Grundlagenforschung des Anwendungsbereichs Pet Food besteht eines der Hauptziele darin, in-vitro-Werkzeuge zu schaffen, die die Nase und/oder die Zunge des Tieres nachahmen. Dadurch werden die Testmöglichkeiten für Moleküle deutlich erhöht und gleichzeitig die Produktentwicklungszeiten reduziert. Viele der Forschungsprojekte werden mit akademischen oder Unternehmenspartnern durchgeführt. So hat der Anwendungsbereich Pet Food im Berichtsjahr beispielsweise mit seinem Partner B.R.A.I.N. durch den Zugang zu Hoch-durchsatz-Screening-Technologien mehrere neuartige Moleküle entdeckt. Mit akademischen Partnern wurde ein neues Programm für Hunde aufgelegt, das an Olfactory Receptors (OR) und Olfactory Binding Protein (OBP) für Hunde arbeitet, um eine Screening-Plattform für die Auswahl von Duftstoffen zu entwickeln, die von Hunden bevorzugt werden.

Daneben entwickelt der Anwendungsbereich Pet Food Lösungen zur Verbesserung der Tiergesundheit und zur Sicherheit von Tiernahrung sowie innovative Duft- und Pflegeprodukte für Heimtiere.

Der Anwendungsbereich Pet Food verfügt über ein weitverzweigtes weltweites wissenschaftliches Netzwerk mit mehr als 50 aktiven Forschungskooperationen. Im Fokus der Forschungsaktivitäten steht stets auch der Aspekt der Nachhaltigkeit. Die F & E-Teams konzentrieren sich dabei auf die Beschaffung von alternativen Rohstoffen und die nachhaltige Prozessoptimierung, um Öko-Design-Produkte zu entwickeln. Hier wurden einige explorative Studien mit Insekten und Algen durchgeführt und eine erste Ökobilanz erstellt. Die Innovationen von Pet Food führten zu drei neuen Patentfamilien.

Der Anwendungsbereich Aqua konzentriert seine F & E-Aktivitäten auf drei Plattformen, die alle zur Entwicklung einer nachhaltigen Aquakultur und Nutzung der Meeresressourcen beitragen:

Anwendung der enzymatischen Hydrolyse auf maritime Co-Produkte zur Entwicklung hochwertiger funktionaler Inhaltsstoffe zur Verbesserung der Eigenschaften von Futtermitteln für Aquakulturen sowie Fisch- und Schrimp-Farmen. Ziel ist die Steigerung der Ausbeute von Proteinen und Fetten aus Meeresrohstoffen bei gleichzeitig ausgewogenem Peptidanteil der Hydrolysate, um definierte Eigenschaften hinsichtlich Schmackhaftigkeit, Ernährung und Gesundheit bei Fisch und Schrimps zu erreichen. Des Weiteren arbeiten unsere Prozessingenieure an der Weiterentwicklung der Hydrolyse.
Beurteilung der Auswirkungen diätetischer funktionaler Hydrolysate auf die Futtereigenschaften. Dies ist besonders wichtig, um die entwickelten Produkte mit Erzeugnissen von Wettbewerbern zu vergleichen. Zu diesem Zweck verfügt Diana Aqua sowohl über eigene Testlabors als auch über ein Netzwerk externer Partner. Dabei werden die Untersuchungsbedingungen soweit wie möglich den Umgebungsbedingungen in Aquakulturfarmen angeglichen. Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der Entwicklung neuer Methoden zur Messung der Produktattraktivität und Schmackhaftigkeit von Schrimps.
Charakterisierung der Wirkungsmechanismen unserer Produkte. Dadurch werden Erkenntnisse über die Wechselbeziehungen zwischen Produkteigenschaften und Tierstoffwechsel gewonnen. 2018 untersuchte Diana Aqua in einer Doktorarbeit die strukturellen und funktionalen Eigenschaften von Hydrolysaten auf Fisch. Dadurch konnten wesentliche Verbesserungen bei Proteinen und Peptiden erreicht werden. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Aktivität der für Ernährung und Immunsystem zuständigen Gene von Fischen bei Fütterung mit diätetischen Hydrolysaten zunahm. Darüber hinaus verbesserte sich die Darmgesundheit von Fischen durch diätetische Schrimp-Hydrolysate. Die Ergebnisse wurden durch zwei Peer-Reviews bekräftigt und zum Patent angemeldet.

Der Bereich Nova dient als Inkubator innerhalb der Diana Gruppe, um organisatorische Hürden zu beseitigen, Fachwissen und -kompetenzen bereichsübergreifend verfügbar zu machen und Entwicklungsprozesse zu beschleunigen. Die Aktivitäten sind in zwei Plattformen gebündelt:

Die Plattform Darmregulierung entwickelt wissenschaftsbasierte natürliche Lösungen, die die Darmflora von Menschen und Tieren positiv beeinflussen.
Im Bereich der Nahrungsmittelkonservierung werden neuartige Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit von Nahrungsmitteln auf natürlichem Wege entwickelt.

ORGANISATION

Die drei Segmente von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F & E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für alle Segmente verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. So wurde 2018 eine neue, interdisziplinäre Plattform geschaffen, die sich die Erforschung des Mikrobioms unter anderem der menschlichen Haut, der Achselhöhle, der Mundhöhle sowie des Darms zur Aufgabe gemacht hat. Weltweit bestehen mehrere F & E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten der Segmente optimal zu unterstützen. Die Aktivitäten der Forschung des Segments Scent & Care in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf die Erforschung von Duft- und Kosmetikwirkstoffen und Produkten für die Mundhygiene sowie auf die Umsetzung der Prinzipien aus der Grünen Chemie in der Entwicklung von Duftstoffen sowie kosmetischen Inhaltsstoffen. Die Forschung des Segments Flavor in Holzminden setzt die Schwerpunkte auf die Entwicklung neuartiger Konzepte zur geschmacklichen Optimierung von zuckerreduzierten Lebensmitteln und Getränken. Ein weiterer Fokus liegt auf der Entwicklung natürlicher Stoffe und Zubereitungen mit aromatisierenden Eigenschaften. In diesem Zusammenhang sind natürliche und biotechnologische Prozesse zur Generierung wertgebender Stoffe, die nachhaltige, rückwärtsintegrierte Rohstoffbeschaffung sowie auch effektive und energieeffiziente Extraktions-, Trenn- und Formulierungstechnologien von größter Bedeutung. Darüber hinaus liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für die Anwendung in Lebensmitteln sowie der verstärkten Digitalisierung von Forschungsarbeiten. Neu aufgebaut wurde ein Fokus im Bereich der agrikulturellen Forschung. Weitere Zentren für die Entwicklung und die Anwendungstechnik der Segmente befinden sich in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich) und São Paulo (Brasilien). Im Segment Nutrition sind die F & E-Aktivitäten entsprechend der Anwendungsbereiche Food, Pet Food, Aqua und Probi organisiert. Der größte Teil der F & E-Aktivitäten des Segments ist in Frankreich angesiedelt. Entwicklungsschwerpunkte im Segment Nutrition sind unter anderem die Entwicklung von Produktlösungen für Lebensmittel und Getränke zur bewussten Ernährung sowie die Akzeptanzverbesserung von Heimtiernahrung.

Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen ist hier beispielsweise die Präsentation von Vertretern des Segments Scent & Care im Rahmen der jährlichen "National Beauty Science Institute" Konferenz, die im Jahr 2018 am berühmten Institute Louis Pasteur in Paris abgehalten wurde und vorrangig dem Zweck diente, rund 500 Studenten sowie Repräsentanten der Kosmetikindustrie aktuelle Kenntnisse zu den Themen nachhaltige Chemie ("Grüne Chemie") sowie neue Erkenntnisse und Produktlösungen zum Schutz vor Umweltfaktoren wie Sonnenstrahlung und Umweltverschmutzung zu vermitteln. Im Rahmen weiterer wissenschaftlicher Kongresse wie beispielsweise der 30. IFSCC (International Federation of the Society of Cosmetic Chemists) Konferenz in München, der 8. International Hair Conference on Applied Hair Science in Princeton (TRI Prince-ton) und der 9. International Conference on Skin Ageing and Challenges in Porto wurden neue Ergebnisse aus der Kosmetikforschung präsentiert. Auf der FoChin in Münster und der Summer School on Sustainable Chemistry in Lüneburg wurden Vorträge zu nachhaltiger Chemie aus nachwachsenden Rohstoffen und Grüner Chemie gehalten. Auf dem weltweit renommierten ACS-Symposium in New Orleans im März 2018 wurden Ergebnisse zu Raucharomen präsentiert. Gemeinsam mit der Universität Wien wurden weiterhin Ergebnisse auf dem ACS-Symposium in Boston im August 2018 zum Thema bioaktive Aromastoffe und Zellsysteme zur Identifizierung von Bittermaskierern vorgestellt. Auf der EuroSense-Konferenz in Verona im September 2018 wurden von Symrise Wissenschaftlern Methoden zur sensorischen Beschreibung komplexer Lebensmittelmatrizen und auf der Bioflavour 2018 in Frankfurt am Main neuartige biotechnologische Zugänge zu wichtigen Geschmacksmodulatoren gezeigt.

Auch 2018 wurde die Symrise Forschung wie bereits in den vergangenen Jahren bei internationalen Messen für ihre hohe Innovationskraft mit Preisen bedacht. Gleich zwei der begehrten BSB-Oscars erhielt Symrise für "SymControl(tm) Care", ein neues, nachhaltig aus Mikroalgen gewonnenes Produkt zurgf Pflege fettiger Haut sowie für "SymGuard(r) CD", einen neuen Wirkstoffkomplex für den Einsatz in Hygieneprodukten wie beispielsweise Seifen. Des Weiteren wurde der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients für den neuen Wirkstoffkomplex SymHair(r) Restore für die Haarpflege mit dem jährlich von "CosmeticsDesign" vergebenen "Beauty Industry Award" ausgezeichnet.

Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) oder andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden. Dabei spielen Themen im Bereich Nachhaltigkeit, gezielte Erschließung von Informationsquellen über die Wirkung pflanzlicher Rohstoffe, Rohstoffsourcing und biotechnologische Prozessierung, Verbesserung sowie gesundheitlicher Mehrwert von Lebensmittelinhaltsstoffen eine wesentliche Rolle. Im Rahmen einer Förderung des Forschungskreises der Ernährungsindustrie (FEI) über den Arbeitskreis der industriellen Forschung (AiF) ist Symrise führender Partner in einer Reihe von Projekten, beispielsweise zur Identifizierung und Verminderung des Schlechtgeschmacks von pflanzlichen Proteinen, der Entwicklung neuartiger Enzymsysteme oder der Wertschöpfung aus Nebenströmen, beispielsweise der brasilianischen Fruchtindustrie. Ein weiteres Projekt befasst sich mit der Entwicklung von Methoden zur Authentizitätsprüfung von Fruchtkonzentraten, Gewürzextrakten sowie proteinhaltigen Lebensmitteln.

Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert und unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten, Nachhaltigkeitsparameter und des Ressourceneinsatzes enthält. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden anhand von Kriterien aus den vier Säulen der Nachhaltigkeitsstrategie (FISC) regelmäßig bewertet und entsprechend priorisiert. Als wichtiges und relevantes Zusatzkriterium wurde 2018 eine Bewertung der Relevanz dem Nagoya-Protokoll unterliegender Rohstoffen und Tätigkeiten eingeführt. In diesem Rahmen wurde 2018 ein erster "discovery permit" für einen traditionellen Rohstoff aus Südafrika erteilt.

Neben einer hohen Zahl eingereichter Patente - 60 Neuanmeldungen im Jahr 2018 - wird zur Messung der Innovationsergebnisse und -qualität eine externe IP- (Intellectual Property) Bewertung mit einbezogen. Der Patent Asset Index(tm) von Patentsight(r) dient der Evaluierung der globalen Abdeckung und Wettbewerbskraft. Das IP-Portfolio von Symrise ist das wettbewerbsfähigste der gesamten Branche. Mit einem Anteil von rund 34 % am IP-Index liegt Symrise deutlich über seinem Marktanteil.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWAND

Die Gesamtaufwendungen für F & E beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 200 Mio. € (Vorjahr: 196 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,4 % am Umsatz (Vorjahr: 6,6 %). Die Ausgaben für F & E sollen sich auch zukünftig auf diesem Niveau bewegen, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken.

MITARBEITER

STRUKTUR DER BELEGSCHAFT

Der Symrise Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2018 weltweit 9.647 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Trainees und Auszubildende). Im Vergleich zum Vorjahresultimo (31. Dezember 2017: 9.247 Mitarbeiter) entspricht dies einem Anstieg um 400 Mitarbeiter. Am größten war die Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Segment Scent & Care (+196 Mitarbeiter), unter anderem bedingt durch die Akquisition von Citratus. In diesem Segment sind 29 % der Beschäftigten des Konzerns tätig. 35 % der Mitarbeiter entfallen auf das Segment Flavor und 26 % auf das Segment Nutrition. Rund 10 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt. Die Zahl der Auszubildenden und Trainees entsprach mit 140 jungen Menschen dem Vorjahreswert. Sie werden insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Industriekaufmann und Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriemechaniker ausgebildet.

F & E-AUFWAND in Mio. €

ANZAHL DER MITARBEITER NACH SEGMENTEN

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31. Dezember 2017 31. Dezember 2018 Veränderung

in %
Flavor 3.293 3.350 + 2
Nutrition 2.374 2.504 + 6
Scent & Care 2.613 2.809 + 8
Corporate Funktionen und Services 967 984 + 2
Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) 9.247 9.647 + 4
Trainees und Auszubildende 140 140 ± 0
Gesamt 9.387 9.787 + 4

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer

Gegliedert nach Funktionen, ist mit 46 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion & Technologie tätig; hier fand 2018 mit einem Plus von 182 Beschäftigten auch der größte Zuwachs der Mitarbeiterzahl statt. 24 % der Mitarbeiter sind den Funktionen im Vertrieb & Marketing zuzuordnen. 18 % der Beschäftigten sind im Bereich Forschung & Entwicklung tätig.

Von den 9.647 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 28 % an Standorten in Deutschland tätig, in der Region EAME sind es damit insgesamt 51 %. 19 % der Konzernbelegschaft entfallen auf Lateinamerika, 15 % auf die Region Asien/Pazifik und 15 % auf Nordamerika.

In der Altersstruktur der Belegschaft im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 58 %. Die demografische Entwicklung unserer Belegschaft wird von uns kontinuierlich beobachtet. Sie wird sich in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2022 bei etwa 1 bis 2 % der Belegschaft.

ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN

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31. Dezember 2017 31. Dezember 2018 Veränderung

in %
Produktion & Technologie 4.216 4.398 + 4
Vertrieb & Marketing 2.163 2.286 + 6
Forschung & Entwicklung 1.659 1.728 + 4
Verwaltung 786 798 + 2
Servicegesellschaften 423 437 + 3
Gesamt 9.247 9.647 + 4

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende

ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN

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31. Dezember 2017 31. Dezember 2018 Veränderung

in %
Deutschland 2.669 2.737 + 3
EAME ohne Deutschland 2.063 2.135 + 4
Nordamerika 1.358 1.458 + 7
Asien/Pazifik 1.441 1.476 + 2
Lateinamerika 1.716 1.841 + 7
Gesamt 9.247 9.647 + 4

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende

39 % der Mitarbeiter des Symrise Konzerns sind bereits zehn Jahre oder länger für das Unternehmen tätig, in Deutschland sind es sogar 64 %. Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2018 mit 2,1 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 5,3 %.

ALTERSSTRUKTUR DER BELEGSCHAFT 2018 in %

PERSONALSTRATEGIE

Mit unserer Personalstrategie unterstützen wir gleichzeitig das Wachstum von Symrise und die Entwicklung seiner Mitarbeiter. Dabei spielen drei Faktoren eine wesentliche Rolle: Führung - persönliche Entwicklung der Mitarbeiter - Rahmenbedingungen wie Vergütung, Benefits etc.

Führung und Führungskräfte-Entwicklung

Im Jahr 2018 haben wir drei Schwerpunkte in der Führungskräfte-Entwicklung gesetzt:

Im Rahmen unserer Nachfolgeplanung für Schlüsselpositionen haben wir gezielt Führungskräfte im Hinblick auf ihre Führungskompetenz evaluiert. Symrise folgt dem Prinzip der Besetzung von "Key Positions" von innen. Zum einen möchten wir das vorhandene Know-how im Unternehmen nutzen, zum anderen sollen unsere Potenzialträger die Möglichkeit erhalten, sich weiter zu entwickeln. Die Einschätzung erfolgte durch ein externes Beratungsunternehmen. Basierend auf einem detaillierten Bericht wurden Stärken, Entwicklungsfelder und Entwicklungsmaßnahmen besprochen und vereinbart sowie der weitere Karriereweg mit der Führungskraft diskutiert.

Im Jahr 2018 haben wir zum dritten Mal unser sogenanntes Symrise "Future Generation Leadership Development Program" für 25 High Potentials, die noch am Anfang ihrer Führungskarriere stehen, gestartet. In dieser Runde sind 14 junge Mitarbeiterinnen und 11 Mitarbeiter dabei. Das Programm dient auch dazu, Diversity bei Symrise zu fördern und den Anteil weiblicher Führungskräfte zu erhöhen. Das Programm begann mit einem Development Center und einem ausführlichen Feedback an die Teilnehmer zu ihren Ergebnissen. Daraus resultierte ein detaillierter Entwicklungsplan für jeden einzelnen Teilnehmer. Ferner fand das erste Modul zum Thema "Transitioning to Leadership" statt. Das Programm sieht ein intensives Training über 18 Monate vor und endet im Frühjahr 2020.

Nach Symrise Selbstverständnis sind Führungskräfte die ersten Personalentwickler und Coaches für ihre Mitarbeiter. So stand im Jahr 2018 einmal mehr das Thema Personalentwicklungsplanung und Feedback im Mittelpunkt. Inhalte waren die zielgerichtete Erstellung von Entwicklungsplänen für einzelne Mitarbeiter und die Regeln eines guten Feedbacks auch in herausfordernden Gesprächssituationen.

Karriereentwicklung

Mit der Entwicklung und Einführung eines Karrierekonzepts im Marketing und in der Produktentwicklung hat Symrise nunmehr die Implementierung von Karrierewegen für alle seine Funktionsbereiche abgeschlossen. Wie bei den bisherigen Konzepten auch, waren die Führungskräfte und einige Mitarbeiter in die Entwicklung des Konzepts einbezogen. Es umfasst mehrere Senioritätslevel (zum Beispiel Junior oder Senior Marketing Manager), die über einen Katalog von Schlüsselkompetenzen definiert sind. Nach der Präsentation des Konzepts nimmt jeder Mitarbeiter eine Selbsteinschätzung vor, diskutiert diese mit seiner Führungskraft, bespricht den weiteren Karriereweg und die gegebenenfalls erforderlichen Trainings- und Coaching-Maßnahmen. Mit diesen Konzepten ist Symrise sehr gut für die Karrierewünsche vor allem der Millenium-Generation aufgestellt.

Vergütungsgerechtigkeit für Frauen und Männer bei Symrise

Symrise vergütet seine Mitarbeiter auf der Basis von Entgelttarifverträgen, die mit der jeweils zuständigen Gewerkschaft abgeschlossen wurden. Jede erstmalige Eingruppierung oder spätere Umgruppierung unterliegt der Überprüfung durch den Betriebsrat. So stellen wir nach dem Vier-Augen-Prinzip sicher, dass Geschlechtsunterschiede keine Rolle bei der Festlegung der Vergütung spielen. Im Jahr 2018 haben wir an unseren großen Standorten eine geschlechtsspezifische Analyse der Entgelte von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vorgenommen. Am Beispiel unseres Standorts Deutschland mit den meisten Mitarbeitern zeigt sich, dass die durchschnittliche Vergütung der Frauen von der durchschnittlichen Vergütung von Männern nicht signifikant abweicht (statistisch nicht signifikante Unterschiede von weniger als 2 %). Dabei haben wir die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen, in Teilzeit zu arbeiten, rechnerisch bereinigt. Die verbleibenden, nicht signifikanten Unterschiede beruhen auf produktionsspezifischen Entgeltbestandteilen wie Erschwerniszulagen, auf tätigkeitsbezogenen Entgelten wie Vorarbeiter- oder Meisterzulagen oder sind durch unterschiedliche, tarifliche Entgeltniveaus für kaufmännische oder technische Berufe vorgegeben. Insgesamt haben wir fünf Anfragen von Mitarbeiterinnen zur Überprüfung ihrer Vergütung nach dem Entgelttransparenzgesetz erhalten. In keinem Fall lag eine geschlechtsspezifische Diskriminierung vor.

Ausbildung

Für Symrise besitzt die Ausbildung junger Menschen einen besonderen Stellenwert. Zum einen rekrutieren wir auf diese Weise qualifizierte junge Menschen, die wir zielgerichtet vor dem Hintergrund unserer Unternehmensbedarfe ausbilden. Zum anderen erfüllen wir damit einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag gegenüber der nachfolgenden Generation. Zum 31. Dezember 2018 waren an unseren deutschen Standorten insgesamt 140 Auszubildende und Trainees beschäftigt. Das entspricht einer Ausbildungsquote von rund 5,1 %.

Die Ausbildung dauert je nach Berufsbild etwa zwei bis drei Jahre. Alle Auszubildenden werden nach Abschluss der Ausbildung zumindest zeitweise übernommen, wenn sie unsere Mindestanforderungen an den Ausbildungserfolg erfüllen. Mit unserem Investment in die Ausbildung decken wir den Bedarf an zukünftigen Fachkräften sowohl in der chemischen Produktion und in den Laboren als auch in den kaufmännischen Funktionen, im Marketing und im Vertrieb. Aufgrund des Fachkräftebedarfs bildet Symrise im Werk Braunschweig seit August 2018 zusätzlich zwei Fachkräfte für Lebensmitteltechnik aus.

Unsere Ausbildungskapazitäten haben wir so ausgerichtet, dass jährlich etwa 46 junge Menschen ihre Ausbildung bei Symrise beginnen können. 24 davon werden für die chemisch-technischen Berufe ausgebildet, weitere etwa zehn für technische Berufe und Berufe in der Logistik sowie zwölf junge Menschen für die kaufmännischen Berufe. Über die Erstausbildung hinaus eröffnen wir Perspektiven durch ein duales Studium sowohl im kaufmännischen (fünf Mitarbeiter auf dem Weg zum Bachelor of Business Administration) wie auch im chemisch-technischen Bereich (zwei Mitarbeiter auf dem Weg zum Bachelor of Science). Durch unsere Ausbildungsaktivitäten wirken wir konsequent dem demografischen Wandel in unserem Unternehmen entgegen.

Zusätzlich qualifizieren wir unsere Mitarbeiter durch umfangreiche Trainingsmaßnahmen. Lebenslanges Lernen ist ein ständiger Begleiter für unsere Mitarbeiter. Eine besondere Bedeutung im Rahmen der Integration von ausländischen Mitarbeitern hat das Angebot von Deutschunterricht eingenommen. Darüber hinaus bieten wir unter anderem Englischkurse für unsere Produktionsmitarbeiter und für Mitarbeiter von Tesium an, damit sie internationale Arbeitsanweisungen nutzen können. Im internationalen Schulungsangebot nehmen Arbeitssicherheitsschulungen und der Umgang mit Gefahrstoffen einen breiten Raum ein. Darüber hinaus werden in allen Regionen Führungskräfteschulungen angeboten, die durch Coaching- und Mentoring-Maßnahmen ergänzt werden. Im Jahr 2018 nahmen rund 8.500 Teilnehmer an internen und externen Trainings teil; weltweit belief sich die Gesamtstundenzahl für Trainings auf rund 66.500 Stunden, sodass jeder Teilnehmer im Durchschnitt 8 Stunden Training erhielt. Neben den traditionellen Trainingsinhalten qualifizieren wir unsere Mitarbeiter auch durch Auslandsentsendungen. 2018 lag die Anzahl an Auslandsentsendungen mit rund 120 Mitarbeitern, die außerhalb ihres Heimatlandes eingesetzt wurden, auf unverändert hohem Niveau.

Jährlich wenden wir weltweit rund 3,5 Mio. € für Trainings- und Personalentwicklungsmaßnahmen auf.

In unserer Flavoristen- und Parfümeurs-Schule bilden wir kontinuierlich Experten aus, die in einem Zeitraum von rund drei Jahren Rohmaterialen und deren Anwendungsmöglichkeiten in unseren Produkten erlernen und danach sehr erfolgreich in unserer Produktentwicklung eingesetzt werden können. Darüber hinaus bestehen für unsere Mitarbeiter vielfältige Möglichkeiten, in Kooperation mit Hochschulen, Akademien und Instituten berufsbegleitend einen Bachelor- oder Masterstudiengang bis hin zur Promotion zu absolvieren. Im Jahr 2018 wurden 20 Mitarbeiter von Symrise bei derartigen Weiterqualifizierungsmaßnahmen unterstützt.

Gesundheitsmanagement und demografischer Wandel

Arbeit und Gesundheit sind kein Gegensatz, sondern ergänzen sich: Gut gestaltete Arbeit stiftet Sinn und gibt Bestätigung. Diese Themen verstärkt Symrise vor allem durch Initiativen rund um die Arbeitsaufgaben- und Prozessgestaltung, die die Stärken der Mitarbeiter einbezieht und unterstützt. Dazu gehören vielfältige Projekte rund um die Themenbereiche Total Productivity Maintenance, die vor allem in der Produktion durchgeführt wird, und Lean Management, bei dem die Aufgaben, die Abläufe, die unterstützenden IT-Tools und Werkzeuge in Workshops im Detail analysiert und gemeinsam im Team Verbesserungsvorschläge entwickelt werden. Darüber hinaus werden mögliche psychische Belastungen, die die moderne Arbeitswelt mit sich bringen kann, regelmäßig von der Arbeitssicherheit anhand von Checklisten und in Gesprächsrunden mit den Mitarbeitern analysiert und es wird gegebenenfalls für Abhilfe gesorgt.

Das betriebsinterne Gesundheitsmanagement organisiert zweimal jährlich Gesundheitstage beziehungsweise Gesundheitswochen, bei denen über die verschiedensten Aspekte von gesunder Ernährung, gesundem Schlaf und Bewegung sowie Körperhaltung und Umgang mit Stress informiert wird, wie zum Beispiel Resilienz- und Achtsamkeits-Trainings.

Dem vorbeugenden Gesundheitsschutz dienen die Grippeschutzimpfungen, die wir weltweit an den meisten Standorten unseres Unternehmens anbieten. Wir sind der Überzeugung, dass zwar ein betriebliches Gesundheitsmanagement keine Krankheiten verhindern, aber einen wertvollen Beitrag dazu leisten kann, dass die physische und psychische Belastung der Mitarbeiter durch die Arbeit gemildert wird.

PERSONALMASSNAHMEN

Vergütung und Tarifverträge

In der Vergütungspolitik folgt Symrise weltweit der Logik, dass dort, wo tarifliche Regelungen bestehen, diese angewendet werden. Für rund 65 % unserer Mitarbeiter weltweit bestehen Tarifverträge. Wo keine tariflichen Regelungen gelten, also im außertariflichen Bereich, wenden wir unser weltweites Job Grade-Konzept an. Damit stellen wir eine marktgerechte, faire Vergütung für alle Mitarbeiter sicher.

In Deutschland wendet Symrise die Entgelttarife der chemischen Industrie an. Entsprechend wurden die Entgelte zum 1. November 2018 um 2,9 % angehoben. Bei der Umsetzung dieser Erhöhung für Symrise haben wir unsere wegweisende Standortsicherungs-Vereinbarung berücksichtigt, die mit einer Gültigkeit bis in das Jahr 2020 Abschläge im Entgelt von 0,7 Prozentpunkten gegenüber dem Flächentarifvertrag vorsieht.

Darüber hinaus konnten wir 2018 unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Tarifbereich in Deutschland eine Beteiligung am Unternehmenserfolg in Höhe von 550 € bei Vollzeitarbeit (anteilig bei Teilzeitarbeit) gewähren. Leistung soll sich lohnen. Mit dieser Erfolgsbeteiligung wurde die überzeugende Leistung am Standort Deutschland honoriert.

In allen Regionen ist unser Symrise Vergütungsmodell, das sogenannte Job Grade-Konzept, eingeführt worden. Es gliedert sich funktionsbezogen nach dem jeweiligen Wertbeitrag, den ein Mitarbeiter im Rahmen seiner Funktion erbringt, und umfasst zudem ein Bonuskonzept. Unser breitbandiges Job Grade-Konzept macht zum einen Vergütung transparent und nachvollziehbar und zeigt zum anderen Karrieremöglichkeiten im Unternehmen auf. Das Symrise Job Grade-Konzept umfasst eine Fach- und eine Führungslaufbahn und lässt vor allem auch den Wechsel zwischen beiden Entwicklungswegen zu.

Darüber hinaus gilt für etwa 120 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter sogenannter Global Performance Bonus-Plan, der das Erreichen der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt. Außerdem werden unsere Mitarbeiter im Bereich der Kreation ebenfalls in dieses Führungs- und Incentive-System einbezogen.

Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von über 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie mit fest definierten Abschlägen von derzeit 0,7 Prozentpunkten pro Jahr bis 2020. Die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen und damit die Sicherung der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eine wesentliche Säule unserer Personalpolitik. Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung ist dabei die Rückführung dieser Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.

NACHHALTIGKEIT

Für Symrise sind wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht deshalb auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir kontinuierlich deren Erwartungen und Anforderungen auf und beziehen sie auf allen Wertschöpfungsstufen mit ein, um überzeugende Lösungen zu entwickeln. So schaffen wir Werte für alle unsere Stakeholder.

Die Grundlage unseres Denkens und Handelns bildet der Symrise Wertekanon, der auch unsere Unternehmenskultur bestimmt. Unser Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie. Um diesem Ziel noch mehr Nachdruck zu verleihen, wurde 2016 der neue Verantwortungsbereich des "Chief Sustainability Officers" (CSO) für die Symrise AG geschaffen. Der Vorstand trägt damit der zunehmenden strategischen Bedeutung der Nachhaltigkeitsthemen Rechnung. Diese strategische Bedeutung umfasst sowohl die interne Koordination und innovationsbezogene Ausrichtung der Nachhaltigkeitsziele von Symrise wie auch deren zunehmende Kommunikation nach außen gegenüber Kunden und mit Nachhaltigkeit befassten Institutionen. Weiterhin besteht die Aufgabe des CSO in der Implementierung der Strategie über alle Geschäftsbereiche und Unternehmenseinheiten sowie das zukunftsbezogene Monitoring der Aktivitäten, um eine konsistente Positionierung von Nachhaltigkeitsthemen nach innen und außen sicherzustellen. Der CSO berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.

Die sukzessive, strategische Integration von Nachhaltigkeit in unsere Kern- und Unterstützungsprozesse verantwortet ein globales, geschäftsbereichsübergreifendes Gremium - das Symrise Sustainability Board. Es setzt sich aus Vertretern der Geschäftssegmente Flavor, Nutrition und Scent & Care sowie je einem Vertreter aus den Bereichen Personal, Investor Relations und Corporate Communication zusammen, definiert gemeinsame Ziele und stellt sowohl die Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen in der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette als auch die Berücksichtigung der Belange wichtiger Anspruchsgruppen sicher. Die Umsetzung der vom Sustainability Board beschlossenen Nachhaltigkeitsziele erfolgt direkt in den Segmenten. Zu diesem Zweck wurden kompetente Nachhaltigkeitsteams für die Segmente Flavor, Nutrition sowie Scent & Care rekrutiert. Nachhaltigkeit in den Unternehmensprozessen steuern wir über unser integriertes Managementsystem. Es basiert auf den internationalen Standards zu Qualität (ISO 9001), Umwelt (ISO 14001), Arbeitsschutz (OHSAS 18001), Nachhaltigkeit (ISO 26000), Energie (ISO 50001), sozialer Verantwortung (SA 8000), den allgemein anerkannten Auditstandards der Global Food Safety Initiative (GFSI) sowie weiteren lokal anerkannten Standards.

UNSERE NACHHALTIGKEITSAGENDA

Im Jahr 2018 erhielt Symrise erneut zahlreiche externe Anerkennungen für sein Nachhaltigkeitsengagement. So wurde Symrise im Dezember 2018 zum wiederholten Male mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis (DNP) in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen 2019" ausgezeichnet, der das Symrise Engagement für Klimaschutz und vor allem den Einsatz zum Erhalt der Biodiversität sowie die Förderung der Lebensbedingungen von Kleinbauern entlang der Lieferkette würdigte. Im Berichtszeitraum konnte Symrise ebenfalls erneut im CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) Rating überzeugen. Trotz erheblich gestiegener Anforderungen an die CDP Rating Teilnehmer gehörte Symrise auch im Jahr 2018 erneut mit der Bewertung "A-" sowohl in der Kategorie Klima als auch in der Kategorie Wald zur Spitzengruppe. Auch in der Kategorie Wasser konnte mit der sehr guten Bewertung "B" eine Position weit vor anderen namhaften Unternehmen erreicht werden. Ebenfalls bestätigt wurde die Aufnahme im Ethibel Sustainability Index (ESI) Excellence Global, dem Symrise nun zum fünften Mal in Folge angehört. Mit einer weiteren Steigerung im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 73 Punkte wurde Symrise nun schon zum sechsten Mal hintereinander mit den Gold-Status für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln der Ratingagentur EcoVadis ausgezeichnet. Bei oekom-research wurde Symrise im Jahr 2018 wieder in den begehrten Prime Status aufgenommen. Die über die Jahre hinweg kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse führte wiederum dazu, dass die für Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz stehende DQS CFS das begehrte "Green Company" Zertifikat nun schon zum fünften Mal in Folge an Symrise verleihen konnte. In unserer Berichterstattung zum Thema Nachhaltigkeit erfüllen wir die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) in der Fassung der "GRI Standards" (2016) und haben uns umgehend den neu hinzugekommenen Indikatoren Water and Effluents (GRI 303) und Occupational Health and Safety (GRI 403) angenommen, um unsere Leistungen im Bereich Environment, Health and Safety zu verbessern. Wir folgen dabei dem höchsten Anwendungslevel "In Übereinstimmung - Umfassend" und legen damit zu allen wesentlichen Themen vollständig Rechenschaft ab. Alle Informationen wurden gemäß dem AA1000 Assurance Standard einer externen Prüfung unterzogen. Die kontinuierliche Ausweitung und Integration des Symrise Risikomanagements in alle Prozesse führte zu einer deutlich besseren Bewertung des Institutional Shareholder Services (ISS) Governance, Environmental and Social Quality Scores. Weitergehende Informationen finden sich in unserem Unternehmensbericht. Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht gemäß § 289b HGB ist auf der Internetseite der Symrise AG veröffentlicht. Die Adresse lautet: http://ub2018.symrise.de/nachhaltigkeit/nachhaltig-keitsbilanz.

Wirtschaftsbericht

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Das Wachstum der Weltwirtschaft belief sich 2018 nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2019 auf 3,7 %, nahezu unverändert zur Expansionsrate von 3,8% im Jahr zuvor. Während das Wachstumstempo der US-Wirtschaft - stimuliert von finanzpolitischen Maßnahmen -noch etwas von 2,2% im Vorjahr auf 2,9% im Berichtsjahr zunahm, flachte sich der Anstieg der Wirtschaftsleistung in Europa spürbar ab. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs 2018 nur noch um 1,4%, nach einem Plus von 2,2% im Vorjahr. Die Probleme der Automobilindustrie hinterließen hier erste Spuren und auch der private Konsum verlor etwas an Schubkraft. Auch in Frankreich, Italien und Spanien ließen die wirtschaftlichen Auftriebskräfte nach. Insgesamt nahm die Wirtschaftsleistung der Industrieländer 2018 um 2,3 % zu, nach einer Zuwachsrate von 2,4 % im Vorjahr.

Das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern blieb mit 4,6 % im Berichtsjahr ebenfalls weitgehend auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (4,7%). In Asien -der weltweit seit Jahren wachstumsstärksten Region - belief sich das Plus 2017 und 2018 auf jeweils 6,5 %. Dabei war der Anstieg der Wirtschaftsleistung in China mit 6,6% (Vorjahr:

6,9%) niedriger als in den Vorjahren. Demgegenüber beschleunigte die indische Volkswirtschaft ihre Expansion von 6,7% auf 7,3%. Generell wiesen die großen Schwellenländer 2018 jedoch ansonsten ein für ihre Verhältnisse moderates Wirtschaftswachstum auf; dies gilt für Brasilien (1,3%), Mexiko (2,1%), Nigeria (1,9 %) und Südafrika (0,8%) ebenso wie für Russland (1,7%).

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:

In den entwickelten Märkten haben konjunkturelle Schwankungen kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse - beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt - abdecken.
Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care.
In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmacks- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung.
Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte.

BIP-ENTWICKLUNG 2017 /2018 in %

Quelle: IWF

Im Geschäftsjahr 2018 profitierte Symrise von der bereits erreichten guten Marktposition in den Emerging Markets und einem breit diversifizierten Produkt- und Kundenportfolio.

ENTWICKLUNG WESENTLICHER ABSATZMÄRKTE

Der für den Symrise Konzern relevante Markt wächst nach eigenen Schätzungen langfristig um circa 4 % im Jahr. 2018 lag das globale Marktvolumen bei 33,2 Mrd. €. In den Marktbereichen Geschmacks- und Duftstoffe sowie Aromachemikalien waren im abgelaufenen Geschäftsjahr jeweils ähnliche Entwicklungen zu verzeichnen.

PREISENTWICKLUNG UND VERFÜGBARKEIT DER ROHSTOFFE

Symrise setzt in der Produktion rund 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von Bedeutung sind beispielsweise natürliche Vanille und Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette Einsatz finden. Im Rahmen der Integration der Renessenz LLC wurde der Rohstoffpalette für Fragrance im Jahr 2016 eine große Anzahl neuer, nachhaltig produzierter Rohstoffe auf Basis von Crude Sulphate Turpentinen (CST) und Gum Turpentinen (GT) hinzugefügt. Generell entfallen auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen sind die Beschaffungskosten im Berichtsjahr für alle drei Segmente angestiegen.

Bei natürlichen Rohstoffen führten das wechselhafte Marktumfeld, regulatorische Anforderungen wie beispielsweise die EU-Richtlinie zu natürlichen Materialien sowie Witterungseinflüsse wie die ausgeprägte Trockenheit in Europa zu erheblichen Schwankungen der Ernteerträge und Qualitäten und dadurch auch zu Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Bei Vanille und zitrusbasierten Rohstoffen wie Saftkonzentraten und Schalenextrakten bewegten sich die Preise weiterhin auf hohem Niveau. Die eingeschränkte Verfügbarkeit adäquater Qualitäten und Quantitäten von Vanilleschoten hatte weiterhin einen starken Einfluss auf die Kostensituation des Segments Flavor. Bei zitrus-basierten Produkten war die Verfügbarkeit durch die Ausbreitung der Zitruspest (Citrus Greening Disease) weiterhin eingeschränkt. Auch bei wichtigen natürlichen Ölen, die bei der Herstellung von Duftkompositionen und Mundpflegeprodukten eingesetzt werden, blieb die Versorgungs- und Kostensituation 2018 angespannt. Für den Großteil der Basischemikalien, speziell Lösungsmittel, hat sich die Preis- und Versorgungssituation seit dem vierten Quartal verschärft. Insbesondere im Segment Scent & Care ist die Versorgung mit kritischen Rohstoffen zusätzlich durch mehrere Faktoren beeinträchtigt: Aufgrund neuer Umweltauflagen der Regierung mussten sich chinesische Produzenten in größerem Umfang aus dem Rohstoffmarkt der Parfüminhaltsstoffe und deren chemischer Vorprodukte zurückziehen. Die dadurch im Markt entstandene Knappheit wird durch die brandbedingten Ausfälle mehrerer Hauptlieferanten für die Duftstoffindustrie in großem Ausmaß verschärft. Die Belieferung mit Fragrance Ingredients und chemischen Vorprodukten ist damit in Teilen beeinträchtigt. Generell sind die Auswirkungen dieser Rohstoffkrise auf die gesamte Parfümindustrie 2018 als relativ hoch einzuschätzen. Die REACH-Verordnung für die EU verursacht für eine Vielzahl chemischer Rohstoffe sowohl eine geringere Verfügbarkeit als auch steigende Preise aufgrund der Knappheit sowie der Kosten für Prüfungen und Registrierungen, die von den Produzenten durchzuführen sind.

Einen Teil der benötigten Rohstoffe stellt Symrise mittlerweile selbst her. Hier hat sich unsere Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Renessenz/Pinova (jetzt Symrise Jacksonville) im Jahr 2016 als sehr vorteilhaft erwiesen. Symrise verfolgt schon seit Jahren bei wichtigen Produkten eine Strategie, die Versorgungssicherheit durch langfristige Kooperationen zu gewährleisten. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Rückwärtsintegration bei Vanille durch die Einbeziehung der lokalen Bauern auf Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille. Im Rahmen unserer Programme zur Rückwärtsintegration arbeiten wir seit mehreren Jahren gemeinsam mit den Erzeugern an der Optimierung des regionalen Zwiebelanbaus im Weserbergland. Wir fordern und fördern nachhaltige und umweltschonende Anbaumethoden, Respekt und fairen Umgang mit den Erzeugern sowie ökonomische Stabilität in der Lieferkette. Dabei schaffen wir Mehrwert durch höchste Liefersicherheit und Rohwarenqualität zu wettbewerbsfähigen Rohstoffkosten, was wir in dem kritischen Erntejahr 2018 dadurch unter Beweis stellen konnten, dass Symrise keinerlei Lieferengpässe oder Qualitätseinbußen bei den verarbeiteten Produkten verzeichnen musste.

Im Rahmen der fortlaufenden Prozessoptimierungen der Diana Gruppe wurden auch 2018 die Einkaufsaktivitäten durch den gemeinsamen Einkauf von Rohstoffen und gegenseitige Beschaffung optimiert. Dadurch konnten sowohl die Liefersicherheit dauerhaft erhöht als auch Kostenvorteile in der Rohstoffbeschaffung realisiert werden.

POLITISCHE UND REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Das Umfeld der weltweiten Registrierung und Regulierung von Chemikalien verändert sich kontinuierlich. Schwellenländer führen eigene Gesetzgebungen ein, die sich an der europäischen REACH-Verordnung orientieren. Dadurch nimmt die Komplexität für unsere globalen Kunden zu, die an weltweit anwendbaren Formeln interessiert sind. Die direkte und indirekte Einflussnahme über Handelskammern auf die Umsetzung solcher Programme in diesen Regionen bleibt daher von hoher Bedeutung. Die regulatorischen Umsetzungen beispielsweise in Brasilien, Indien und Südafrika sind so unterschiedlich, dass sie keinen standardisierten Ansatz erlauben, sondern ein individuelles Management und eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden in den jeweiligen Ländern erfordern.

Im Bereich Global Regulatory wurde die Implementierung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung auch 2018 fortgeführt, um unseren globalen Kunden einen optimalen Service zu bieten. Dabei lag der Schwerpunkt auf der weiteren Verfeinerung unseres Servicemodells, um den zunehmenden Anforderungen unserer Kunden und der steigenden Komplexität noch besser gerecht zu werden. Daneben wurden die IT-Systeme von Symrise für die regulatorische Compliance weiter automatisiert.

Produkte des Segments Flavor kommen insbesondere in Nahrungsmitteln, in Getränken, Tierfutter sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die Produkte der Anwendungsbereiche Food und Probi des Segments Nutrition werden in den gleichen Bereichen eingesetzt. Darüber hinaus liefert der im Segment Nutrition angesiedelte Anwendungsbereich Pet Food Produkte für den Markt der Heimtiernahrung. In der Kategorie der Sonstigen Aromastoffe wurde in der EU nach Ablauf einer Übergangsfrist der Einsatz von zwei Grillaromen und sogenannten Rumäthern verboten beziehungsweise in der Verwendung auf wenige Lebensmittelkategorien eingeschränkt. Symrise hat diese Veränderungen fristgerecht umgesetzt, seine Kunden darüber ausführlich informiert und ihnen passende Ersatzprodukte angeboten.

Im Rahmen der Bewertung von Tierfutterzusatzstoffen wurden mehr als 100 Aromastoffe in eine neue Positivliste der EU aufgenommen. Die Kennzeichnungspflicht für Stoffe, die die empfohlene Höchstdosierung im Futter überschreiten, wurde ebenfalls fristgerecht im September 2018 in unseren internen regulatorischen Systemen implementiert, sodass unsere Kunden die entsprechenden Informationen auf Etiketten und in Dokumentationen erhalten.

Im Segment Scent & Care werden Parfümöle und Wirkstoffe (Aromamoleküle) hauptsächlich für die kosmetische Industrie, für Haushaltsprodukte und für pharmazeutische Anwendungen hergestellt. Die kontinuierliche Überwachung der regulatorischen Anforderungen bildete hier auch im Jahr 2018 einen Schwerpunkt der Aktivitäten, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Das Tempo der Veränderungen hat sich sogar noch beschleunigt, da weitere Länder Ergänzungen ihrer chemischen Inventare vorgenommen haben und die Kontrollmaßnahmen besondere Sorgfalt erfordern, um die Erfüllung der Anforderungen auf allen Ebenen des Entwicklungsprozesses sicherzustellen. Bei der Implementierung der entsprechenden Kontrollmechanismen ist besondere Sorgfalt erforderlich, damit die Einhaltung der Anforderungen entlang des gesamten Entwicklungsprozesses und der Lieferkette gewährleistet ist. Darüber hinaus erfordert die Einführung von IT-gestützten Systemen bei den Regulierungsbehörden - wie beispielsweise der Drug Master Files (DMF) bei der amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde (US FDA) - entsprechende Anpassungsmaßnahmen. So akzeptiert die FDA seit Mai 2018 nur noch eine elektronische Übermittlung der DMFs. Das sich permanent verändernde regulatorische Umfeld und steigende Kundenanforderungen bringen für das Regulatory Affairs Team Herausforderungen und auch Chancen mit sich. Beide Aspekte werden seit 2018 gemäß ISO 9001 und ISO 14001 formal erfasst und müssen für alle relevanten Prozesse durch den Bereich Regulatory eingeschätzt werden.

Ein weiteres Beispiel für den weltweit starken Anstieg der Regulierungen für Chemikalien sind die Meldepflichten im Zusammenhang mit der Reform des US Toxic Substances Control Act (TSCA), der auf der Europäischen Chemikalienverordnung REACH aufsetzt. Aktuell ergeben sich daraus zunehmende Regulierungen für Chemikalien unter anderem in Südkorea, Thailand, Mexiko und Indonesien. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen, da immer mehr Länder Kontrollregelungen für den sicheren Umgang mit Chemikalien einführen, die sich an der REACH-Verordnung orientieren, und darüber hinaus die Granularität durch eine steigende Zahl lokaler Kontrollregime zunimmt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat Symrise ein Global Substance Registration Team gegründet, das eng mit den regionalen Regulierungsbehörden zusammenarbeitet. Darüber hinaus hat Symrise ein Programm für die Zuordnung von Substanzen (substance mapping program) eingeführt, um Risiken vorausschauend zu identifizieren und zu steuern.

Die Ansprüche unserer Kunden sind im Segment Scent & Care im Hinblick auf Transparenzinitiativen 2018 erheblich gestiegen. Unsere Kunden müssen die Inhaltsstoffe ihrer Produkte offenlegen. Mit der bereits 2015 proaktiv eingeführten Transparenzrichtlinie hat Symrise sowohl auf Verbandsebene als auch in der direkten Zusammenarbeit mit unseren Kunden eine Vorreiterrolle übernommen. Diese Führungsposition haben wir durch unseren anpassungsfähigen sowie ökonomisch und ökologisch sensitiven Ansatz im Hinblick auf die Transparenz von Rezepturen und Prozessen weiter ausgebaut. Schließlich ist Symrise in der Branche führend hinsichtlich der Anstrengungen, eine konsistente Industrielösung für die Transparenzanforderungen zu schaffen.

Alle Segmente des Symrise Konzerns verfolgen die Weiterentwicklung des im Jahr 2015 in europäisches Recht umgesetzten Nagoya-Protokolls aufmerksam. Die Übereinkunft regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile. Darüber hinaus haben die Anforderungen in diesem Bereich dadurch zugenommen, dass das brasilianische Gesetz zur Biodiversität die Berücksichtigung olfaktorischer Profile fordert, um zu entscheiden, ob ein Stoff unter den Anwendungsbereich des Gesetzes fällt. Dies stellt für Parfümeure und Kunden gleichermaßen eine zentrale Herausforderung dar. Symrise arbeitet in beiden Themenbereichen mit Nicht-Regierungs-Organisationen zusammen, die auf diesem Gebiet über praktisches Know-how verfügen, um die fortdauernde Einhaltung der Anforderungen zu gewährleisten.

DIFFERENZIERTE AUSWIRKUNGEN AUF SYMRISE

Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatz-seitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung grundsätzlich eine große Rolle. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung. Die große Zahl von Ländermärkten, in denen Symrise tätig ist, und die unterschiedlichen Produktmärkte wirken sich allerdings im Konzern risikomindernd aus.

Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich größere Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.

Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln bis hin zu Baby- und Heimtiernahrung, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.

UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

AKTUELLE ENTWICKLUNGEN IM KONZERN

Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen

Im Dezember 2018 wurde Symrise mit dem ersten Platz in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste Großunternehmen 2019" ausgezeichnet. Ausschlaggebend war neben dem Engagement zum Klimaschutz vor allem der Einsatz zum Erhalt der Biodiversität sowie zur Förderung der Lebensbedingungen von Kleinbauern entlang der Lieferkette, die durchgängig höchsten ökologischen und sozialen Kriterien entspricht. Bei seinen etwa 10.000 Rohstoffen setzt Symrise vorwiegend auf pflanzliche Ausgangsmaterialien. Diese stammen zum Teil aus sensiblen Ökosystemen, wie dem Amazonas-Regenwald, zu dessen Schutz Symrise mit seinem Nachhaltigkeits-Ansatz beiträgt. Hervorzuheben sind Projekte zum nachhaltigen Vanilleanbau auf Madagaskar und zur Gewinnung von biobasierten Kosmetikrohstoffen in der Amazonas-Region Brasiliens, innerhalb derer das Unternehmen 5.500 lokale Kleinbauern fördert. Dort und in anderen Regionen schult Symrise die Bauern in ökologisch effektiven Anbaupraktiken, vergibt Mikrokredite und investiert in Schul- und Berufsbildung, wodurch sich die sozioökonomische Lage der Kleinbauern nachweislich bessert.

Neuer Standort für natürliche Inhaltsstoffe in Georgia, USA, eingeweiht

Am 30. Oktober 2018 hat Symrise ein Werk für hochwertige natürliche Lebensmittelinhaltsstoffe in Banks County - im US-Bundesstaat Georgia in der Nähe von Atlanta - eröffnet. Das Unternehmen hat 50 Mio. € in das Werk investiert, das über modernste Standards für Technologie und Nachhaltigkeit verfügt. Mit diesem Schritt stärkt Symrise seine Vorreiterrolle auf dem US-amerikanischen Markt und unterstreicht seinen Anspruch, weiter in Wachstumsregionen zu expandieren. In dem Werk entstehen Produkte für die Anwendungsbereiche Food Ingredients, Aromen und Heimtiernahrung. Die Kunden von Symrise setzen diese natürlichen Inhaltsstoffe beispielsweise in kulinarischen Gerichten sowie Premium Pet Food ein. Symrise strebt an, auf dem US-Markt für natürliche Lebensmittelinhaltsstoffe weiter zu wachsen und wird den Standort in Georgia bis 2020 sukzessive ausbauen.

Start ins Zeitalter der digitalen Parfümindustrie

Im Oktober 2018 hat Symrise einen neuen Weg der ParfümKreation vorgestellt. Gemeinsam mit IBM Research hat das Unternehmen eine Methode entwickelt, mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) Parfüms auf Basis von digitalen Duftmodellen zu kreieren. "Philyra", so der Name des Projekts, nutzt die von IBM Research entwickelte KI für Produkt-Design-Technologie. "Philyra" bedient sich eines datengesteuerten Ansatzes und greift auf eine riesige Datenbank aus Duftformeln, Daten zu Duftfamilien - wie fruchtig, orientalisch oder blumig - sowie historische Daten zu. Diese nutzt die künstliche Intelligenz und kreiert aus dem Daten-Schatz neue Duftkreationen. Das Projekt vereint menschliche Expertise mit Maschinen-Intelligenz und beschleunigt den kreativen Schaffensprozess der Parfümeure. Diese können sich nun auf das Veredeln der Endprodukte konzentrieren. Die Parfümerie als Kunst besitzt eine lange Tradition von mehreren hundert Jahren. Symrise nutzt diesen Erfahrungs-Schatz. Ende des 19. Jahrhunderts revolutionierten dann die synthetischen Duftstoffe die Branche. Mit der künstlichen Intelligenz überschreitet Symrise jetzt die nächste Schwelle.

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Der Symrise Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 3.154 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 5,3 % in Berichtswährung. Ohne Berücksichtigung von Portfolio-Effekten beträgt das organische Umsatzwachstum 8,8 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 43,2 % und lag damit geringfügig unter dem Vorjahreswert von 43,5 %. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) belief sich auf 631 Mio. € und lag damit leicht über dem Vorjahreswert von 630 Mio. €. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 20,0 % (Vorjahr: 21,0 %).

Der Jahresüberschuss 2018 stieg gegenüber dem Vorjahreswert um 5 Mio. € auf 275 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 2,12 € (2017: 2,08 €). Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 vorschlagen, die Dividende von 0,88 € im Vorjahr auf 0,90 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2018 anzuheben.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 hatten wir die Erwartung geäußert, dass alle drei Segmente - Flavor, Nutrition und Scent & Care - ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktwachstum (von rund 4 %) anstreben. Im Laufe des Geschäftsjahres hatten wir die Umsatzerwartung auf zunächst größer 7 % und dann größer 8 % angepasst.

Für 2018 hatten wir eine EBITDA-Marge von rund 20 % erwartet, unter der Annahme von steigenden Rohstoffkosten und einer Euro-Stärke gegenüber dem US-Dollar. Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA, sollte zwischen 2,5 und 2,8 liegen. Mittelfristig streben wir eine Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.

ZIELERREICHUNG 2018

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Ziel zu Beginn des Geschäftsjahres Erreichter Wert
Umsatzwachstum (währungsbereinigt) merklich über dem Marktwachstum von 3 bis 4 % 8,8 % (ohne Portfolio- und Währungseffekte)
EBITDA-Marge rund 20,0 % 20,0 %
Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen)/EBITDA zwischen 2,5 und 2,8 3,0

Zielerreichung 2018

Mit einem Umsatzanstieg von 8,8 % (ohne Berücksichtigung von Portfolio- und Währungseffekten) haben wir unser Umsatzziel deutlich übertroffen. Die EBITDA-Marge von 20,0 % entspricht dem für 2018 erwarteten Wert. Die Nettoverschuldung liegt mit dem 3,0-fachen EBITDA leicht über unserer Prognose.

ERTRAGSLAGE

Umsatz im Konzern

Im Gesamtjahr 2018 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 3.154 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Umsatz damit um 5,3 % in Berichtswährung. Bereinigt um Portfolioeffekte (Zugänge von Cobell und Citratus) und Wechselkurseffekte stieg der Konzernumsatz im Berichtsjahr organisch um 8,8 %.

Regionen: Das Geschäft in der Region EAME entwickelte sich erfreulich und nahm im Vorjahresvergleich organisch um 6,4 % zu. In der Region Nordamerika konnte der Umsatz organisch um 6,1 % gesteigert werden. Die Region Asien/Pazifik erreichte im Vorjahresvergleich ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum von 12,4 %. Die Umsatzentwicklung in Lateinamerika verlief dynamisch und verzeichnete einen organischen Zuwachs von 16,2 % im Vergleich zum Vorjahr.

Umsatz Flavor

Das Segment Flavor erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 1.191 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 8,1 % in Berichtswährung. Bereinigt um den Portfolioeffekt aus der Cobell Akquisition und um Wechselkurseffekte betrug das organische Wachstum 9,5 %. Alle Regionen und Anwendungsbereiche konnten die Umsätze im abgelaufen Geschäftsjahr deutlich ausweiten.

In der Region EAME war das Wachstum besonders stark ausgeprägt. Hier erzielte das Segment prozentual hohe einstellige organische Zuwächse, vor allem aus Anwendungen für süße und würzige Produkte in West- und Osteuropa. Der Anwendungsbereich Getränke entwickelte sich in dieser Region ebenfalls positiv und verzeichnete ein solides organisches Wachstum insbesondere in West- und Osteuropa sowie in Südafrika.

Die Region Asien/Pazifik zeigte sich ebenfalls sehr dynamisch mit hohen prozentual zweistelligen organischen Zuwächsen, vornehmlich in den Ländermärkten China, Indonesien und Indien. Die Anwendungsbereiche Sweet und Savory verzeichneten hier das stärkste Wachstum.

Die Umsatzentwicklung in Nordamerika verlief ebenfalls erfreulich. Hier konnte das Segment Flavor hohe Zuwächse generieren, vor allem in den Anwendungsbereichen Beverages und Savory mit unseren globalen Kunden.

UMSATZ NACH REGIONEN

in Mio. € (Organisches Wachstum in %)

In der Region Lateinamerika setzte das Segment die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre ebenfalls fort und erzielte prozentual zweistellige Zuwächse. Der Anwendungsbereich Beverages konnte vor allem in den Ländermärkten Uruguay, Brasilien und Mexiko stark zulegen.

Umsatz Nutrition

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte das Segment Nutrition einen Umsatz von 639 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 1,2%. Ohne Berücksichtigung von Portfolio- und Währungseffekten belief sich das organische Umsatzwachstum auf 7,4%.

Die größten Wachstumsimpulse kamen dabei aus dem Anwendungsbereich Pet Food, der vor allem in den Regionen Lateinamerika und Asien/Pazifik ein zweistelliges beziehungsweise hohes einstelliges organisches Wachstum erreichte. Wesentlicher Wachstumstreiber waren hier unsere globalen und regionalen Kunden.

Erfreulich entwickelte sich auch der Anwendungsbereich Food. Hier konnte insbesondere die Region Nordamerika zweistellige Zuwächse verzeichnen.

Der Anwendungsbereich Aqua weitete seine Umsätze ebenfalls deutlich aus und erzielte in den Regionen EAME und Asien/Pazifik ein zweistelliges Wachstum.

Im Anwendungsbereich Probi lagen die Umsätze im Gesamtjahr 2018 aufgrund der temporär reduzierten Nachfrage eines Großkundens noch leicht unter dem Vorjahreswert. Im zweiten Halbjahr 2018 verzeichnete Probi allerdings ein deutliches Wachstum, vor allem in den Regionen Nordamerika und Asien/ Pazifik.

Umsatz Scent & Care

Das Segment Scent & Care verbuchte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 1.324 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 4,8% in Berichtswährung. Bereinigt um den Portfolioeffekt aus der Citratus Akquisition und um Wechselkurseffekte wuchs das Segment organisch um 8,9%.

Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients weitete seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich aus und erzielte ein prozentual zweistelliges organisches Wachstum. Vor allem die Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika verzeichneten hohe Zuwächse. Insbesondere in den Ländermärkten China, Brasilien und Japan stiegen die Umsätze deutlich.

Im Geschäftsbereich Aroma Molecules wurde ein hohes prozentual einstelliges Wachstum erzielt. Positive Impulse kamen vor allem aus den Anwendungsbereichen Fragrance Ingredients und Menthol. Die größten Zuwächse verzeichnete der Geschäftsbereich in den Ländermärkten USA, Mexiko, Indien, Japan und Spanien.

Auch der Geschäftsbereich Fragrance konnte seine Umsätze deutlich steigern und erreichte ein gutes, prozentual einstelliges organisches Wachstum. Am stärksten expandierte der Anwendungsbereich Fine Fragrances mit zweistelligen Zuwächsen, vor allem in den Ländermärkten USA und Brasilien. Der Anwendungsbereich Beauty Care konnte ebenfalls stark zulegen, insbesondere in den Regionen Lateinamerika und Asien/ Pazifik. Im Anwendungsbereich Home Care war das Wachstum aufgrund von Neugeschäften mit wichtigen regionalen Kunden in Lateinamerika, Asien/Pazifik und EAME besonders stark ausgeprägt. Einzig Oral Care verzeichnete eine moderate Umsatzentwicklung und erreichte lediglich das Niveau des Vorjahres.

Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2018 verlief insgesamt zufriedenstellend. Die Herstellungskosten nahmen 2018 um 7,9% auf 1.913 Mio. € zu und erhöhten sich damit, vor allem bedingt durch gestiegene Rohstoffkosten, überproportional zum Umsatz. Das Bruttoergebnis nahm um 1,4% zu und erreichte 1.241 Mio. € (2017: 1.224 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 39,4% und lag damit um 1,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahr (40,9%). Die Vertriebskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,5% und beliefen sich auf 490 Mio. € (2017: 478 Mio. €). Der Anteil der Vertriebskosten am Konzernumsatz betrug 15,5 %, nach 16,0 % im Vorjahr. Die F & E-Aufwendungen erhöhten sich um 2,0% auf 200 Mio. € (2017: 196 Mio. €). Die F & E-Quote erreichte damit 6,4% (Vorjahr: 6,6%) des Umsatzes. Die Verwaltungskosten lagen mit 165 Mio. € um 6,5% über dem Vorjahreswert von 155 Mio. €. Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz belief sich wie im Vorjahr auf 5,2%. Der Anstieg in den sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Wesentlichen auf eine Steuererstattung in Brasilien, staatliche Zuschüsse für Investitionen und Steuergutschriften auf Forschungsausgaben sowie Erstattungen für REACH zurückzuführen.

KURZFASSUNG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in Mio. € 2017 2018 Veränderung

in %
Umsatzerlöse 2.996 3.154 5,3
Herstellungskosten - 1.772 - 1.913 7,9
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.224 1.241 1,4
Bruttomarge in % 40,9 39,4
Vertriebskosten - 478 - 490 2,5
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 196 - 200 2,0
Verwaltungskosten - 155 - 165 6,5
Sonstige betriebliche Erträge 38 51 33,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2 - 3 61,2
Betriebsergebnis/EBIT 432 434 0,6

Ergebnissituation

Konzern: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) betrug im Berichtsjahr 631 Mio. € und lag leicht über dem Vorjahr (2017: 630 Mio. €). Die EBITDA-Marge lag im Berichtsjahr mit 20,0% vor allem durch gestiegene Rohstoffkosten und Anlaufkosten an neuen Standorten unter dem Vorjahreswert von 21,0%.

Scent & Care: Scent & Care erwirtschaftete 2018 ein EBITDA von 254 Mio. € und verzeichnete damit einen Ergebnisanstieg von 6 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 248 Mio. € (+2,6%). Die EBITDA-Marge belief sich auf 19,2%, nach 19,6% im Jahr 2017. Der Margenrückgang gegenüber Vorjahr ist im Wesentlichen durch hohe Rohstoffkosten bedingt.

Flavor: Das EBITDA des Segments Flavor betrug im Berichtsjahr 244 Mio. € und übertraf damit den Wert des Vorjahres (2017: 243 Mio. €) geringfügig. Die EBITDA-Marge in Höhe von 20,5% lag vor allem durch gestiegene Rohstoffkosten und die ganzjährige Einbeziehung von Cobell unter dem Niveau des Vorjahres (2017 EBITDA-Marge: 22,0%).

Nutrition: Das Segment Nutrition erzielte 2018 ein EBITDA in Höhe von 132 Mio. €. Dieses Ergebnis liegt infolge höherer operativer Kosten vor allem durch den Aufbau des neuen Standortes von Diana Food in den USA sowie des geringeren Ergebnisbeitrags von Probi um 7 Mio. € unter dem Vorjahreswert (2017: 139 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte 20,7%, nach 22,1% im Jahr 2017.

ERGEBNISÜBERSICHT

in Mio. €/ in %

Finanzergebnis: Das Finanzergebnis 2018 in Höhe von - 45 Mio. € liegt um 11 Mio. € über dem Ergebnis des Jahres 2017. Dabei verbesserten sich sowohl das Zinsergebnis (- 37 Mio. €; Vorjahr: - 49 Mio. €), bedingt durch die Refinanzierung des Eurobonds mittels der Ausgabe einer Wandelanleihe, als auch das übrige Finanzergebnis (- 7 Mio. €; Vorjahr - 8 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr.

Steuern: Im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 109 Mio. € (2017: 100 Mio. €). Der sich ergebende Steuersatz von 28,1 % liegt vor allem durch die eingegrenzte Abzugsfähigkeit in den USA über dem Vorjahr (26,6%). Einer ausreichenden steuerlichen Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen.

Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie: Der auf die Aktionäre der Symrise AG entfallende Jahresüberschuss beträgt 275 Mio. € und liegt damit 5 Mio. € oder 1,9% über dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 0,04 € auf 2,12 € (2017: 2,08 €).

Dividendenvorschlag 2018: Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 vorschlagen, eine Dividende von 0,90 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2018 auszuschütten.

FINANZLAGE

Finanzmanagement

Grundzüge und Ziele: Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.

Gemäß den Symrise Treasury-Richtlinien wird die Finanzierung des Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Tochtergesellschaften wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, sodass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu einer großen Anzahl an Banken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.

Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäfts abgeschlossen werden dürfen.

Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management-System implementiert, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow-Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden fallweise gegen Schwankungen abgesichert.

Mit einer Eigenkapitalquote (einschließlich nicht beherrschender Anteile) von 39,5% zum 31. Dezember 2018 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Finanzierungsstruktur: Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem guten operativen Cashflow sowie über kurz- und langfristige Finanzierungen.

Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2018 eingehalten worden.

Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit bestehen im Konzern bilaterale, fest zugesagte Kreditlinien in Höhe von 89 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken sollen. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf marktüblichem Niveau.

Cashflow- und Liquiditätsanalyse

ÜBERSICHT CASHFLOW

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in Mio. € 2017 2018
Operativer Cashflow 396 442
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 219 - 239
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 219 - 152
Liquide Mittel (31.12.) 230 280

Der operative Cashflow lag mit 442 Mio. € um 46 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 396 Mio. €. Ein geringerer Aufbau von Working Capital sowie niedrigere Steuerzahlungen sind die Hauptursachen für diese Verbesserung. Die operative Cashflow-Quote bezogen auf den Umsatz lag bei 14,0%.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich um 20 Mio. € auf - 239 Mio. € und wurde im Wesentlichen für Investitionen in Sachanlagen verwendet.

Im Geschäftsjahr 2018 fand per Saldo ein Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 152 Mio. € statt. Im Vorjahr war ein Mittelabfluss von - 219 Mio. € zu verzeichnen gewesen. Wesentliche Bestandteile sind die 2018 an die Aktionäre ausgezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 117 Mio. €, saldierte Tilgungen von Bankkrediten und Kapitalmarktverbindlichkeiten in Höhe von 18 Mio. € sowie Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 22 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €).

Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch in der Zukunft nicht absehbar. Dem Unternehmen stehen ausreichend Linien zur Verfügung, zum Beispiel im Rahmen einer Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €. Zum 31. Dezember 2018 war diese Linie mit 30 Mio. € und 34 Mio. USD in Anspruch genommen.

Investitionen und Akquisitionen

Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 226 Mio. €, nach 205 Mio. € im Vorjahr.

Für immaterielle Vermögenswerte wurden 15 Mio. € (2017: 19 Mio. €) aufgewendet. Schwerpunkte bildeten hier Investitionen im Bereich Software und Patente sowie die Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung (REACH). Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von rund 211 Mio. € getätigt (Vorjahr: 186 Mio. €). Die größten Investitionsprojekte umfassten die Errichtung des neuen Standortes zur Produktion von Duft- und Geschmacksstoffen in Nantong (China), den Aufbau eines neuen Produktionsstandortes von Diana Food in Banks County (USA) sowie die Erweiterung der Produktionskapazitäten für kosmetische Inhaltsstoffe und Menthol in Charleston (USA).

Alle Projekte wurden aus laufenden Mitteln finanziert. Zum 31. Dezember 2018 hatte der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 72 Mio. € (31. Dezember 2017: 58 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen, Hardware und Büroausstattung. Diese sind größtenteils im Laufe des Jahres 2019 fällig.

INVESTITIONEN UNTERMAUERN UNSERE STRATEGIE

VERMÖGENSLAGE

Ausgewählte Bilanzposten

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 246 Mio. € beziehungsweise 5,3% auf 4.920 Mio. € (31. Dezember 2017: 4.675 Mio. €).

Auf der Aktivseite resultierte dies vorwiegend aus einer investitionsbedingten Zunahme der Sachanlagen (1.036 Mio. €; 31. Dezember 2017: 902 Mio. €) und aufgrund des deutlichen Umsatzanstiegs höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (596 Mio. €; 31. Dezember 2017: 557 Mio. €) sowie Vorräten (845 Mio. €; 31. Dezember 2017: 752 Mio. €). Gegenläufig dazu entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte, die im Wesentlichen in Folge planmäßiger Abschreibungen um 53 Mio. € auf 1.912 Mio. € zurückgingen. In den immateriellen Vermögenswerten sind neben Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 1.206 Mio. € (31. Dezember 2017: 1.183 Mio. €) Kundenstämme, Handelsmarken, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 551 Mio. € (31. Dezember 2017: 602 Mio. €) sowie Rezepturen und Technologien in Höhe von 129 Mio. € (31. Dezember 2017: 157 Mio. €) enthalten. Diese Vermögenswerte resultierten nahezu vollständig aus Unternehmenserwerben. Die Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 280 Mio. €, nach 230 Mio. € zum 31. Dezember 2017.

Der Anstieg der Bilanzsumme auf der Passivseite resultierte -neben einem um 175 Mio. € auf 1.944 Mio. € gestiegenen Eigenkapital (einschließlich nicht beherrschender Anteile) - aus leicht höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (316 Mio. €; 31. Dezember 2017: 276 Mio. €) sowie Finanzverbindlichkeiten (1.659 Mio. €; 31. Dezember 2017: 1.628 Mio. €). Aufgrund des von 1,7% auf 2,0% gestiegenen Abzinsungssatzes für die in Deutschland gewährten Pensionszusagen verringerten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 523 Mio. € auf 513 Mio. €.

BILANZSTRUKTUR ZUM 31. DEZEMBER 2018

in Mio. € (Veränderung gegenüber Vorjahresstichtag, in %)

Das Eigenkapital (einschließlich nicht beherrschender Anteile) erreichte zum 31. Dezember 2018 1.944 Mio. € (31. Dezember 2017: 1.769 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2017 wurde im Jahr 2018 eine Dividende von 117 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2018 bei 39,5% (31. Dezember 2017: 37,8%).

Nettoverschuldung

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in Mio. € 2017 2018
Finanzverbindlichkeiten 1.628 1.659
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen - 230 - 280
Nettoverschuldung 1.398 1.380
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 523 513
Nettoverschuldung inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.922 1.893

Die Überprüfung der Einhaltung der Kreditvereinbarungen (Leverage Covenants) für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der Vorgaben in den verschiedenen Kreditverträgen. Hierfür wird zur Ermittlung der Leverage Covenants die Nettoverschuldung auf das EBITDA der letzten zwölf Monate bezogen. Danach ergibt sich eine für die Kreditverträge relevante Relation Nettoverschuldung/ EBITDA von 2,2. Der Verschuldungsgrad "Nettoverschuldung einschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen/EBITDA" belief sich auf 3,0.

Wir streben eine Kapitalstruktur an, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten. Unsere ergebnisorientierte Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Daneben soll sichergestellt sein, dass Akquisitionsvorhaben durch eine solide Finanzierungsstruktur begleitet werden können.

An wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge in Höhe von 192 Mio. € (2017: 147 Mio. €) und Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 72 Mio. € (2017: 58 Mio. €).

Die Symrise AG hat mit verschiedenen Dienstleistern Serviceverträge zur Auslagerung der internen Informationstechnologie geschlossen. Die Serviceverträge bestanden teilweise bereits in den Vorjahren. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber diesen Dienstleistern beträgt unter Berücksichtigung von Sonderkündigungsrechten 25 Mio. € (31. Dezember 2017: 35 Mio. €).

Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich am 31. Dezember 2018 auf 15 Mio. € (31. Dezember 2017: 21 Mio. €) und betrafen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Berater-, Dienstleistungs- und Kooperationsverträgen (8 Mio. €; 31. Dezember 2017: 14 Mio. €).

KAPITALSTRUKTUR

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2017 2018
in Mio. € in % der Bilanzsumme in % der Bilanzsumme Veränderung

in %
--- --- --- --- --- ---
Eigenkapital 1.769 38 1.944 40 + 9,9
Kurzfristige Verbindlichkeiten 603 13 1.218 25 + 101,9
Langfristige Verbindlichkeiten 2.302 49 1.758 35 - 23,6
Verbindlichkeiten 2.905 62 2.976 60 + 2,4
Bilanzsumme 4.675 100 4.920 100 + 5,3

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER MUTTERGESELLSCHAFT

Der Jahresabschluss der Symrise AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. In den Lagebericht der Symrise AG wird der Lagebericht des Symrise-Konzerns übernommen, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind und die Lage und der Geschäftsverlauf der Symrise AG stark durch die Tochtergesellschaften geprägt werden. Ergänzend dient die Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung.

Die Symrise AG produziert und vertreibt Duft- und Geschmacksstoffe und darüber hinaus übernimmt sie als Obergesellschaft des Symrise-Konzerns klassische Aufgaben einer Holding, wie die strategische Unternehmensentwicklung, die Corporate Funktionen Rechtsabteilung, Konzernrechnungslegung, Konzerncontrolling, Steuern, Treasury, IT, internationales Personalwesen, interne Revision, Corporate Communications und Investor Relations.

Die meisten in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden von der Busiris Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Holzminden und der Diana SAS (Diana Gruppe) mit Sitz in Saint Nolff, Frankreich, gehalten. Alleinige Gesellschafterin der Busiris Vermögensverwaltung GmbH und der Diana SAS ist die Symrise AG, die darüber hinaus direkt Anteile an weiteren in- und ausländischen Tochtergesellschaften hält. Zwischen der Symrise AG und der Busiris Vermögensverwaltung GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Symrise AG als herrschendem Unternehmen.

Überblick und Geschäftsverlauf zum Geschäftsjahr der Symrise AG

Die Symrise AG hatte auch in 2018 eine stabile Geschäftsentwicklung. Wachstumsmärkte waren insbesondere die Regionen Asia Pacific und EAME.

Sowohl der Materialaufwand wie auch der Personalaufwand sind stärker gestiegen als die Umsatzerlöse. Ursächlich waren hierfür insbesondere gestiegene Rohstoffkosten und höhere Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen. Der dadurch bedingte Margenverlust konnte aber durch höhere Erträge aus Ergebnisabführungen deutlich kompensiert werden, sodass der Jahresüberschuss des Vorjahres entsprechend unserer Vorjahresprognose deutlich übertroffen werden konnte.

Im Jahr 2018 erwirtschaftete die Symrise AG einen Umsatz in Höhe von 1.231 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr (1.181 Mio. €) konnte der Umsatz damit entsprechend unserer Erwartung um 4,2% gesteigert werden. Das Wachstum des relevanten Marktes für Duft- und Geschmackstoffe, das wir auf weltweit zwischen 3 und 4% schätzen, wurde damit leicht übertroffen.

Die Region EAME ist nach wie vor der größte Absatzmarkt für die Symrise AG. Rund 74% der Umsätze werden in dieser Region erzielt. In Asien wurden 14%, in Nordamerika 8% und in Lateinamerika 4% abgesetzt.

Das Segment Flavor erwirtschaftete mit 493 Mio. € einen Umsatzanteil von 40%, mit einem hauptsächlichen Umsatzanstieg in dem Anwendungsbereich Sweet, während das Segment Scent & Care mit 694 Mio. € einen Umsatzanteil von 56% aufweist. Hier ist der Anwendungsbereich Cosmetic Ingredients der wesentliche Umsatztreiber.

Bei einer Vielzahl von Rohstoffen sind die Beschaffungskosten im Berichtsjahr relativ stabil geblieben - auch unterstützt durch die für uns vorteilhafte Entwicklung des USD/EUR-Wechselkurses. Insgesamt sind die Kosten für Rohstoffe im Geschäftsjahr 2018 jedoch für alle Segmente angestiegen.

Bei natürlichen Rohstoffen führten das wechselhafte Marktumfeld, regulatorische Anforderungen wie beispielsweise die EU-Richtlinie zu natürlichen Materialien sowie Witterungseinflüsse wie die ausgeprägte Trockenheit in Europa zu erheblichen Schwankungen der Ernteerträge und Qualitäten und dadurch auch zu Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Bei Vanille und zitrus-basierten Rohstoffen wie Saftkonzentraten und Schalenextrakten bewegten sich die Preise weiterhin auf hohem Niveau.

Insbesondere im Segment Scent & Care ist die Versorgung mit kritischen Rohstoffen zusätzlich durch mehrere Faktoren beeinträchtigt: Aufgrund neuer Umweltauflagen der Regierung mussten sich chinesische Produzenten in größerem Umfang aus dem Rohstoffmarkt der Parfüminhaltsstoffe und deren chemischer Vorprodukte zurückziehen. Die dadurch im Markt entstandene Knappheit wird durch die brandbedingten Ausfälle mehrerer Hauptlieferanten für die Duftstoffindustrie in großem Ausmaß verschärft. Die Belieferung mit Fragrance Ingredients und chemischen Vorprodukten ist damit in Teilen beeinträchtigt. Die REACH-Verordnung verursacht für eine Vielzahl chemischer Rohstoffe sowohl eine geringere Verfügbarkeit als auch steigende Preise aufgrund der Knappheit sowie der Kosten für Prüfungen und Registrierungen, die von den Produzenten durchzuführen sind.

Wir verfolgen schon seit Jahren bei wichtigen Produkten eine Strategie, die Versorgungssicherheit durch langfristige Kooperationen zu gewährleisten. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Rückwärtsintegration bei Vanille durch die Einbeziehung der lokalen Bauern auf Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille. Im Rahmen unserer Programme zur Rückwärtsintegration arbeiten wir seit mehreren Jahren gemeinsam mit den Erzeugern an der Optimierung des regionalen Zwiebelanbaus im Weserbergland. Wir fordern und fördern nachhaltige und umweltschonende Anbaumethoden, Respekt und fairen Umgang mit den Erzeugern sowie ökonomische Stabilität in der Lieferkette. Dabei schaffen wir Mehrwert durch höchste Liefersicherheit und Rohwarenqualität zu wettbewerbsfähigen Rohstoffkosten, was wir in dem kritischen Erntejahr 2018 dadurch unter Beweis stellen konnten, dass wir keinerlei Lieferengpässe oder Qualitätseinbußen bei den verarbeiteten Produkten verzeichnen mussten.

Entgegen der Erwartung sind die Energiekosten in 2018 deutlich angestiegen. Ursache hierfür waren hauptsächlich gestiegene Stromkosten durch höhere EEG-Umlagen.

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stieg in 2018 um 59 Mitarbeiter auf 2.487 an. In der Symrise AG waren durchschnittlich 103 Auszubildende beschäftigt.

Vermögens- und Finanzlage der Symrise AG

AKTIVA

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in T€ 31.12.2017 31.12.2018
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 446.848 435.866
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.277.618 3.306.754
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 52.712 64.146
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 82.696 164.252
Vorratsvermögen 322.288 354.233
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 157.539 164.323
Sonstige Vermögenswerte 20.692 16.738
Guthaben bei Kreditinstituten 34.512 45.531
Rechnungsabgrenzungsposten 27.527 26.824
4.422.432 4.578.667

PASSIVA

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in T€ 31.12.2017 31.12.2018
Eigenkapital 1.706.534 1.769.438
Sonderposten für Investitionszuschüsse 154 170
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 289.728 325.815
Steuerrückstellungen 37 18
Sonstige Rückstellungen 48.346 46.990
Rückstellungen 338.111 372.823
Anleihen 904.673 904.673
Schuldscheindarlehen 500.000 500.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 85.596 111.674
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.737 87.943
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 630.032 650.550
Sonstige Verbindlichkeiten 156.520 164.467
Verbindlichkeiten 2.348.558 2.419.307
Passive latente Steuern 29.075 16.929
4.422.432 4.578.667

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Das Anlagevermögen entfällt in Höhe von 133.124T€ (Vorjahr: 140.522 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 302.742 T€ (Vorjahr: 306.326 T€) auf Sachanlagevermögen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen in Höhe von 3.306.754 T€ (Vorjahr: 3.277.618 T€) entfallen im Wesentlichen auf die Busiris Vermögensverwaltung GmbH und die Diana SAS, Frankreich, die Holdinggesellschaft der 2014 erworbenen Diana Gruppe.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen weiterhin hauptsächlich die Diana Gruppe.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen in Höhe von 98.648 T€ (Vorjahr: 15.059 T€) und aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 54.981 T€ (Vorjahr: 56.424 T€).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum Bilanzstichtag hat die Symrise AG Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 173.164 T€ (Vorjahr: 169.334 T€) und hat darauf Wertberichtigungen in Höhe von 8.841 T€ (Vorjahr: 11.795 T€) gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Symrise AG verfügt über Bankguthaben in Höhe von 45.520 T€ (Vorjahr 34.496 T€).

Verbindlichkeiten aus Anleihen

Die Verbindlichkeiten aus Anleihen resultieren aus einer im Jahr 2014 emittierten und im Juli 2019 endfälligen Anleihe in Höhe von 500.000 T€. Ferner wurde im Wege einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren zum 20. Juni 2017 eine Wandelanleihe mit einem Gesamtnennwert von 400.000 T€, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nicht-Wandlungsfrist von fünf Jahren emittiert. Darüber hinaus enthalten sind die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen in Höhe von 4.673 T€ (Vorjahr: 4.673 T€).

Schuldscheindarlehen

Die Verpflichtung resultiert aus einem in 2015 und 2016 ausgezahlten Schuldscheindarlehen über 500 Mio. €, das weitestgehend festverzinslich und in Teilbeträgen in den Jahren 2020 bis 2025 rückzahlbar ist.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300 Mio. €, die bis 2020 zur Verfügung steht, wurden 30 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €) und 34 Mio. USD (Vorjahr: 0 Mio. USD) in Anspruch genommen. Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Mittel in Höhe von 24,5 Mio. USD (Vorjahr: 40,9 Mio. USD) zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde ein weiteres kurzfristiges Darlehen in Höhe von 30 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) aufgenommen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen für Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool, im dem die Liquidität der europäischen Tochtergesellschaften gebündelt werden, in Höhe von 618.213 T€ (Vorjahr: 573.630 T€). Außerdem sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 24.875 T€ (Vorjahr: 19.580 T€ enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen in 2020 rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 175 Mio. USD ≈ 153,0 Mio. € (Vorjahr: ≈ 146,0 Mio. €), die bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden.

Außerdem bestehen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 5.607 T€ (Vorjahr: 4.069 T€).

Zur weiteren Darstellung der Finanzlage der Symrise AG wird auf die Ausführungen zur Finanzlage des Konzerns verwiesen.

Ertragslage der Symrise AG

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in T€ 2017 2018
Umsatzerlöse 1.181.328 1.231.084
Sonstige betriebliche Erträge und Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 58.764 51.897
Materialaufwand - 570.825 - 618.823
Personalaufwand - 185.372 - 210.847
Abschreibungen - 48.011 - 42.495
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 298.586 - 314.246
Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen und Ausleihung des Finanzanlagevermögens sowie Aufwendungen aus Verlustübernahme 76.246 143.091
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.050 2.078
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 53.551 - 40.406
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 40.384 - 23.086
Ergebnis nach Steuern 120.659 178.247
Sonstige Steuern - 938 - 1.108
Jahresüberschuss 119.721 177.139
Gewinnvortrag 184.804 190.290
Bilanzgewinn 304.525 367.429

Umsatzerlöse

Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von 1.172.106 T€ (Vorjahr: 1.133.363 T€). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten und Serviceleistungen, vorwiegend an andere Konzerngesellschaften, in Höhe von 58.977 T€ (Vorjahr: 47.965 T€).

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 41.392 T€ (Vorjahr: 41.497 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 22.383 T€ (Vorjahr: 36.026 T€), erhaltene Schadenersatzleistungen für im Geschäftsjahr angefallene Schäden in Höhe von 12.985 T€ (Vorjahr: 331 T€), Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen in Höhe von 3.075 T€ (Vorjahr 994 T€) sowie Erträge aus der Auflösung nicht benötigter Rückstellungen aus Vorjahren in Höhe von 1.599 T€ (Vorjahr: 1.768 T€).

Materialaufwand

Der Materialaufwand ist hauptsächlich aufgrund gestiegener Rohstoffkosten prozentual stärker gestiegen als die erzielten Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Erzeugnissen und Waren.

Personalaufwand

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in T€ 2017 2018
Löhne und Gehälter 139.463 148.139
Soziale Abgaben 23.594 25.372
Aufwendungen für Altersversorgung 22.315 37.336
Personalaufwand 185.372 210.847

Im Wesentlichen bedingt durch die Tariferhöhung um 2,9% in 2018 und die gestiegene Mitarbeiterzahl, stieg der Personalaufwand ohne Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung um rund 6,2%. Die Aufwendungen für Altersversorgung stiegen aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr stärker gesunkenen Abzinsungssatzes und durch die Einführung neuer Sterbetafeln überproportional an.

Abschreibungen

Die Abschreibungen entfallen in Höhe von 14.445 T€ (Vorjahr: 19.576 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 28.050 T€ (Vorjahr: 27.826 T€) auf Sachanlagen. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden nicht vorgenommen (Vorjahr: 609 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für

Provisionen und Vertreterkosten in Höhe von 71.497 T€ (Vorjahr: 72.274 T€)
Verwaltungskosten in Höhe von 47.947 T€ (Vorjahr: 46.586 T€)
Fracht und Handlingkosten in Höhe von 46.125 T€ (Vorjahr: 41.744 T€)
Informatikkosten in Höhe von 28.646 T€ (Vorjahr: 24.931 T€),
Fremdwährungseffekten in Höhe von 28.333 T€ (Vorjahr: 18.291 T€) und
Reparaturen und technische Dienstleistungen in Höhe von 27.409 T€ (Vorjahr: 26.346 T€)

zusammen.

Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträgen und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Gewinne in Höhe von 134.407 T€ (Vorjahr: 52.291 T€) übernommen. Die Gewinne resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnis der Busiris Vermögensverwaltungs GmbH, das sich hauptsächlich aus Beteiligungserträgen von Konzerngesellschaften, Zinserträgen aus an Konzerngesellschaften gegebenen Darlehen und aus Kurseffekten aus der Bewertung dieser Darlehen ergibt.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betrugen 2.845 T€ (Vorjahr: 71 T€).

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um von in- und ausländischen Beteiligungen erhaltene Dividenden in Höhe von 5.209 T€ (Vorjahr: 21.259 T€).

Die Erträge aus Ausleihungen in Höhe von 6.321 T€ (Vorjahr: 2.767 T€) wurden vorwiegend von der Diana Gruppe vereinnahmt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 40.406 T€ (Vorjahr: 53.551 T€) resultieren in erster Linie aus Zinsen für die im Rahmen der Finanzierung aufgenommenen Verbindlichkeiten in Höhe von 27.515 T€ (Vorjahr: 36.051 T€) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 10.733 T€ (Vorjahr: 10.771 T€).

Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG

Wir sind zuversichtlich, auch im Jahr 2019 schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt liegt nach unserer Einschätzung zwischen 3 und 4 % weltweit. Dabei erwarten beide Segmente, Scent & Care und Flavor, ähnlich dem Wachstum im Konzern, jeweils ein Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Symrise ein weiterhin hohes Rohstoffkostenniveau und weiter steigende Rohstoffkosten im Segment S&C.

Für das Geschäftsjahr 2019 ist mit einer insgesamt moderaten Entwicklung der Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind niedrige Gasbeschaffungskosten und die Tatsache, dass am Standort Holzminden eine Eigenstromversorgung über eine Kraft-Wärmekopplungs-Anlage erfolgt, die einen großen Teil des Strombedarfs abdeckt. Durch diese Maßnahme konnte der Ölverbrauch deutlich reduziert werden und somit auch der CO2-Ausstoß. Ferner führt die Eigenstromversorgung zu einer Verringerung der Netzkosten.

Beim Strompreis ist für die noch verbleibende Bezugsmenge durch leicht ansteigende Beschaffungspreise an der Strombörse EEX einerseits und durch eine weiterhin steigende EEG-Abgabe andererseits ebenfalls mit einer Erhöhung zu rechnen.

Unter der Annahme einer stabilen Wechselkursentwicklung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2019 den Jahresüberschuss des Vorjahres entsprechend unserer Wachstumserwartung zu übertreffen.

Unsere ergebnisorientierte Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmensergebnis beteiligen.

Chancen- und Risikobericht

MANAGEMENT VON CHANCEN UND RISIKEN

Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich - wie jede unternehmerische Tätigkeit - permanent Risiken.

Chancen bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können. Entsprechend bezeichnen Risiken künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- und Zielabweichung führen können. Die Nutzung von Chancen und die frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Risiken sind auch aufgrund der gestiegenen Größe und Komplexität des Konzerns durch die Akquisitionen in den vergangenen Jahren sehr bedeutsam für die weitere Entwicklung von Symrise. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen des Vorstands berücksichtigt werden. Symrise verwendet eigene Anweisungen und Vorlagen, um die Prozesse des Risikomanagements zu regeln und für die Mitarbeiter eine verbindliche Grundlage für den Umgang mit Risiken vorzugeben.

Im Rahmen unseres Risikomanagements prüfen Konzerngesellschaften ihre Risiken periodisch. Das Risikoberichtswesen dokumentiert diese Risiken entsprechend, einschließlich ihrer Bewertung, Eintrittswahrscheinlichkeit und der vorgesehenen Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben.

Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher neben dem Vorstand auch allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. Strategische Chancen werden in allen Segmenten sowie durch das Corporate Center identifiziert. Diese werden bewertet und Pläne zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern. Mit dem etablierten Risiko- und Chancenmanagement werden die in den verschiedenen Bereichen des Konzerns beobachteten und in strategisches Handeln integrierten Chancen gemeinsam mit den Risiken des Unternehmens systematisch analysiert. Der Nutzung von und der Berichterstattung über Chancen dient dann das Netzwerk von Funktionsträgern im Konzern, die schon seit Jahren die Chancen und Risiken ihrer Bereiche in das Chancen- und Risikomanagement des Konzerns einbringen.

Im Folgenden werden die Chancen und Risiken näher beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Symrise Konzerns haben können. Sofern kein Segment explizit hervorgehoben wird, gilt die Berichterstattung über Chancen und Risiken für alle drei Segmente gemeinsam.

ANSATZ ZUR EVALUIERUNG VON CHANCEN UND RISIKEN

Das Risikomanagement von Symrise basiert auf den Grundzügen allgemein anerkannter Standards (ISO 31000) und erstreckt sich über alle Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten.

Die konzernweite Koordination der Risikoerfassung erfolgt im Corporate Center durch die Stabsfunktion "Risikomanagement". Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Symrise AG vorgelegt und erläutert. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung (Nettomethode) sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert.

Das Risikomanagementsystem und die Berechnungsweise haben sich im Jahr 2018 geändert. Während zuvor die Risiken auf Gesellschaftsebene im Hinblick auf ihre Umsatzauswirkung berechnet wurden, und der Ergebniseffekt insgesamt auf Konzernebene errechnet wurde, wird nun die Einstufung aller Einzelrisiken auf Gesellschaftsebene direkt nach der Ergebnisauswirkung beziehungsweise dem "Effekt" (Impact) auf Konzernebene bewertet. Das Produkt aus Ergebniseffekt und der dem Risiko zugeordneten Eintrittswahrscheinlichkeit beziehungsweise "Wahrscheinlichkeit" (Likelihood) bestimmt die Höhe des jeweiligen Risikos.

Das Schaubild zeigt, auf welche Weise die Kombination aus "Effekt" und "Wahrscheinlichkeit" sich insgesamt auf die Höhe des Risikos auswirkt. So liegen die Kombinationen mit relativ geringem EBIT-Effekt und geringer Wahrscheinlichkeit tendenziell links unten; Kombinationen mit einem relativ hohen Produkt beider Variablen finden sich rechts oben in dem Schaubild und beschreiben damit ein größeres Risiko.

Das Risikoberichtswesen führt des Weiteren geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung auf. Damit bildet es zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung, die auch von der Internen Revision des Konzerns geprüft wird. Zusätzlich findet über die Risikobewertung ein Abgleich mit der Strategie des Unternehmens und den daraus abgeleiteten Zielen statt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken.

Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Dabei handelt es sich um ein plötzlich auftretendes Risiko, welches das EBIT der betreffenden Gesellschaft um wenigstens 20 % reduzieren könnte, mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von wenigstens 25 %. Im Falle von plötzlich auftretenden Risiken, die wesentliche Auswirkung auf die Weiterführung der Geschäfte und die Entwicklung der Ergebnisse und/oder "Health and Safety" haben, muss eine solche Benachrichtigung auch unabhängig von den oben genannten finanziellen Auswirkungen vorgetragen werden.

MARKT UND WETTBEWERB BEZOGENE CHANCEN UND RISIKEN

VERKAUFSMÄRKTE

In den von Symrise bedienten Branchen herrscht weiterhin ein intensiver Wettbewerb. Dementsprechend wird eine Fortsetzung des Konsolidierungstrends des Abnehmerkreises für Produkte von Symrise für möglich gehalten. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit auch Marktanteile zu verlieren. Als Gegenmaßnahme wird vor allem die Vermarktung von Innovationen und Produkten der Geschäftsbereiche weiter vorangetrieben, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Wettbewerber aufweisen.

Die gestiegene Volatilität der gesamten Weltwirtschaft und insbesondere einiger größerer Volkswirtschaften (zum Beispiel Brasilien, China, Türkei, Argentinien) begegnet Symrise mit einer zeitnahen Analyse der Effekte auf das operative Geschäft und mit gegebenenfalls schnellen Korrekturen am jeweiligen Geschäftsmodell oder lokalen Marktauftritt.

Aus möglichen Handelsbeschränkungen ergeben sich aufgrund der globalen Aufstellung von Symrise mit Produktionsstätten in allen Kontinenten grundsätzlich nicht nur Risiken, sondern oft auch Chancen (Dreieck USA, China, EU oder im Zusammenhang mit dem Brexit). Kurzfristig können jedoch negative Effekte nicht ausgeschlossen werden.

In einzelnen Ländern wird kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls beobachtet. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient der Eingrenzung dieses Risikos. Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, beziehen sich überwiegend auf Forderungsausfälle und werden daher durch entsprechende Finanzkontrollen gemindert. Im abgelaufenen Jahr waren die betroffenen Märkte (zum Beispiel Venezuela) jedoch nicht materiell für das wirtschaftliche Ergebnis von Symrise.

Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise vertreten ist, werden mit großer Aufmerksamkeit beobachtet, um die Sicherheit der dort tätigen Belegschaft zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.

BESCHAFFUNGSMÄRKTE

Symrise bezieht seine Rohmaterialien auf globaler Ebene und muss somit auch die Chancen und Risiken einer teilweise komplexen Wertschöpfungskette managen.

Die Beschaffung von natürlichen Rohstoffen aus verschiedenen Regionen der Welt beinhaltet das Ernterisiko, politische und währungsbezogene Risiken im Anbauland sowie das Weltmarktrisiko für die jeweilige Rohware (zum Beispiel Vanille). Auch für die chemische Produktion müssen verschiedene Vorprodukte global beschafft werden.

Eine zeitnahe Analyse sowie flexibles und schnelles Handeln ermöglichen zum Beispiel die Ausschöpfung von kurzfristigen Chancen oder die Vermeidung von mittelfristigen Risiken.

Eine dynamische Bedarfs- und Beschaffungsplanung unter Berücksichtigung des jeweiligen Chancen- und Risikoprofils ist eines der wichtigsten Instrumente der Symrise Supply Chain.

Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene der Zulieferer bestehen ebenfalls, da durch den Wegfall von Lieferanten die Verfügbarkeit von Vorprodukten gefährdet oder die Profitabilität von Endprodukten betroffen sein könnte.

Die Rückwärtsintegration bei einigen Rohstoffen sowie die Möglichkeit zur Produktion von Vorstufen chemischer Produkte reduzieren deutlich Marktrisiken für Rohmaterialen für Symrise; dies gilt in Bezug auf die Verfügbarkeit als auch in Bezug auf die Einsatzkosten.

Im Jahr 2018 war die Versorgung mit kritischen Rohstoffen für das Segment Scent & Care durch mehrere Faktoren beeinträchtigt: Aufgrund neuer Umweltauflagen der Regierung mussten sich chinesische Produzenten in größerem Umfang aus dem Rohstoffmarkt der Parfüminhaltsstoffe und deren chemischer Vorprodukte zurückziehen. Die dadurch im Markt entstandene Knappheit wurde durch einen brandbedingten Ausfall eines der Hauptlieferanten für die Duftstoffindustrie erheblich verschärft. Hier hat sich unsere Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Renessenz (jetzt Symrise Jacksonville) als sehr vorteilhaft erwiesen. Des Weiteren wird im Rahmen regulatorischer und olfaktorischer Möglichkeiten, in enger Absprache mit unseren Kunden, eine Strategie des teilweisen oder vollständigen Ersatzes kritischer Rohstoffe angewandt. Auch in diesem konkreten Fall liegen Chance und Risiko für Symrise nah beieinander; zum Beispiel besteht einerseits das Risiko des Lieferausfalles seitens Symrise an seine Kunden, andererseits kann Symrise bei erfolgreicher Rückwärtsintegration zusätzliche Ertragspotenziale in einem knappen Markt ausschöpfen.

Ähnlich wie für die Verkaufsmärkte gilt auch für die Beschaffungsmärkte, dass sich aus möglichen Handelsbeschränkungen aufgrund der globalen Aufstellung von Symrise mit Produktionsstätten in allen Kontinenten grundsätzlich nicht nur Risiken, sondern oft auch Chancen (Dreieck USA, China, EU oder im Zusammenhang mit dem Brexit) ergeben können. Kurzfristig können jedoch negative Effekte nicht ausgeschlossen werden.

FINANZMÄRKTE

Symrise bedient sich zur Finanzierung des laufenden Geschäfts der internationalen Finanzmärkte. Hier ist Symrise verschiedenen Risiken ausgesetzt. Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen.

Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Durch die kontinuierliche Überwachung der kurz- und mittelfristigen Liquidität können Liquiditätsprobleme vermieden werden und gleichzeitig durch ein proaktives Management der Finanzierungsinstrumente die Refinanzierungskosten minimiert werden. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.

Währungsrisiken sind eine inhärente Herausforderung einer globalisierten Wertschöpfungskette. Aufgrund der vielfältigen gegenläufigen Zahlungsströme in verschiedenen Währungen reduzieren sich die Risiken deutlich. Zudem benutzt Symrise die üblichen Instrumente der Währungssicherung, um die Auswirkungen auf das operative Geschäft möglichst zu reduzieren. Ein stringentes und dynamisches Management von Währungsveränderungen im operativen Geschäft dient der Reduzierung von Währungsrisiken. Dies gilt für Einkaufs- als auch Verkaufsmärkte.

Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte im Wert von rund 165 Mio. €.1

Um Schwankungen im Finanzergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cashflow Hedge klassifiziert.

Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass bei variablen Finanzierungsinstrumenten steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Insgesamt beträgt die Quote der zu fixen Konditionen eingegangenen Verschuldung zum 31. Dezember 2018 89 % der Gesamtverschuldung. Dem verbleibenden Zinsrisiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften.

Finanzielle Chancen und Risiken, die mit betrieblichen Pensionszusagen verbunden sind, sind bei Symrise aufgrund der langfristig fixierten Parameter begrenzt.

1 vgl. dazu auch Konzernanhang TZ 31

PERSONALMÄRKTE

Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Anreizsysteme, Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme sowie eine zielgerichtete Nachfolgeplanung entgegen. Weiterhin arbeitet Symrise mit verschiedenen Programmen an der Verbesserung der Attraktivität als Arbeitgeber und der externen Kommunikation dieser Stärken; hier liegt der Fokus besonders auf den jüngeren Generationen. Eine ausführliche Beschreibung der Personalstrategie von Symrise befindet sich im Mitarbeiterkapitel des Lageberichts auf Seite 21ff.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN UND RISIKEN

PRODUKTION

Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der mangelnden Sicherheit der Energieversorgung, der Einrichtungen, der Prozesse, des Brandschutzes, der Qualität und Sicherheit von Materialien und deren Klassifizierung sowie der Qualifikation des operativen Personals liegen. Daneben können steigende Anforderungen, länderspezifische Arbeits- und Umweltschutzauflagen sowie Naturkatastrophen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken werden durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit, Versicherung und entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen unter Kontrolle gehalten. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund wird die regulatorische Entwicklung in den Ländern, in denen Symrise tätig ist, fortlaufend beobachtet. Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischenoder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art werden durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), robuste Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe gemindert. Fehler in betrieblichen Abläufen können auch Folgestufen und -produkte negativ beeinflussen. Im ungünstigsten Fall können derartige Fehler auch zu Produktrückrufen von eigenen oder Kundenprodukten führen. Gegen diese Schäden ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich vertretbaren Maße versichert, sodass die wirtschaftlichen Folgen von möglicherweise eintretenden Produktionsrisiken weitgehend abgesichert werden.

Die an der Ostküste der USA in der Vergangenheit in regelmäßigen Abständen auftretenden Hurrikans sind als Risiken in der Risikoberichterstattung berücksichtigt und erhöhen die Betriebsrisiken. Für die betreffenden Gesellschaften des Symrise Konzerns führte dies während der vergangenen zwei Jahre in Teilen zu temporären Betriebsausfällen, die in Tagen zu messen waren, sich in ihrem Einfluss auf das Betriebsergebnis aber nicht existenzgefährdend darstellten. Innerhalb des Symrise Konzerns existieren für Extremfälle Notfallpläne, die eine Versorgung durch andere Symrise Gesellschaften vorsehen.

INVESTITIONEN

Die Umsetzung von Wachstumsprojekten mithilfe von Investitionen in neue Produktionskapazitäten beinhaltet das Risiko, dass die Umsetzung nicht im gesetzten Kosten- und Zeitrahmen gelingt, als auch das Risiko, dass die vorgesehene Technologie nicht wie geplant umgesetzt werden kann.

Der technische und finanzielle Planungsprozess für größere Projekte ist umfangreich und durchläuft sehr diszipliniert mehrere Evaluierungsstufen. Dabei werden nicht nur neue Risiken identifiziert, sondern es können auch mögliche Chancen erkannt werden. Diese Reviews stützen sich auch auf eine systematische Nachbereitung früherer Projekte.

Symrise hat in den vergangenen Jahren einige größere Investitionsprojekte erfolgreich umgesetzt. Für 2019 steht der Startschuss für weitere Wachstumsprojekte auf der Agenda, die neues Umsatzpotenzial erschließen.

PERSONAL

Risiken, die von Mitarbeitern ausgehen, können im Wesentlichen im Austritt und dem damit verbundenen Kompetenzverlust und der Nichteinhaltung von unternehmensweit geltenden Richtlinien sowie gesetzlichen oder mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossenen Vereinbarungen bestehen. Die Einhaltung lokaler Gesetze sowie unternehmensweiter Richtlinien wird durch interne Audits geprüft. Ferner wird die Einhaltung dieser Vorgaben, die auf international anerkannten Standards beruhen, regelmäßig durch externe Auditoren überprüft. Durch das erstmalige Einweisen neuer Mitarbeiter und durch spätere Schulungen wird sichergestellt, dass unternehmensweite Richtlinien wie zum Beispiel der Code of Conduct von allen Mitarbeitern beachtet werden. Der stetige Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen dient dem Austausch der Interessen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern sowie einer kooperativen Firmenkultur. Letztendlich unterstützt dies auch die Vermeidung von Arbeitsniederlegungen und damit verbundenen Betriebsunterbrechungen.

CHANCEN UND RISIKEN BEI MERGERS & ACQUISITIONS

Aktives Portfolio Management hat eine hohe Priorität bei Symrise und ist ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der Strategie. Symrise verfügt über einen systematischen Prozess zur Identifikation potenzieller Übernahmeziele, der Bewertung von möglichen Transaktionen als auch der Umsetzung der gesetzten Ziele nach einer getätigten Akquisition. Wichtigste Kriterien sind, dass die Transaktion zur Strategie passt, ergebnisverbessernd wirkt und Zukunftspotenzial auf der einen Seite und Compliance bezüglich Legal, Umwelt und Financial auf der anderen Seite aufweist. Neue Konzerngesellschaften werden umgehend in die firmenweite Risikoanalyse integriert.

Grundsätzlich besteht bei allen Akquisitionen das Risiko, dass die gesetzten Ziele nicht umgesetzt werden können und dass signifikante Wertberichtigungen notwendig sind. Die kontinuierliche Kontrolle der Umsetzung der Akquisitionsziele soll eventuelle Probleme rechtzeitig erkennen und notwendige Korrekturen ermöglichen.

Falls ein bestehendes Geschäft trotz verschiedener Korrekturmaßnahmen nicht die gewünschte Profitabilität erreicht beziehungsweise nicht in die Unternehmensstrategie passt, evaluiert Symrise externe Optionen. Auch hier besteht grundsätzlich das Risiko, dass ein möglicher Verkauf nicht den gewünschten positiven Effekt hat.

CHANCEN UND RISIKEN IN DER FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Chancen für Symrise ergeben sich häufig aus unserer marktorientierten Forschung & Entwicklung; wir sehen sie als einen der wichtigsten Treiber für profitables Wachstum. Symrise verfügt über eine gut gefüllte Innovationspipeline mit einer ausbalancierten Mischung aus kurz-, mittel- und langfristigen Projekten. Auf der einen Seite wird kontinuierlich nach Prozessverbesserungen gestrebt, um die Effizienz zu erhöhen, auf der anderen Seite ist Symrise auf der Suche nach neuen Märkten und Technologien. Das Projektportfolio wird permanent hinsichtlich seiner Übereinstimmung mit der Strategie überprüft. Auch Aspekte der Digitalisierung werden immer wichtiger (IBM Research Projekt zur Entwicklung von Düften mithilfe künstlicher Intelligenz).

Symrise beobachtet intensiv die sogenannten Megatrends, wie zum Beispiel Natürlichkeit der Lebensmittel und Body Care-Produkte oder Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette. In Zusammenarbeit mit seinen Kunden und Lieferanten arbeitet Symrise permanent an der Erfüllung der Anforderungen beziehungsweise an der Umsetzung der selbst gesetzten Ziele. Hierbei können sich Chancen und Risiken ergeben; wie zum Beispiel höhere Kosten durch den Ersatz von Einsatzstoffen durch neue Einsatzstoffe; oder Schaffung eines Wettbewerbsvorteils durch eine zeitliche Alleinstellung im Markt mit einem natürlichen Konservierungsmittel für Körperpflegeprodukte.

Chancen und Risiken im Bereich Forschung & Entwicklung sind verbunden mit der Realisierbarkeit von geplanten Produkt- und Prozessentwicklungen und ihrer zeitgerechten Umsetzung. Symrise sieht zahlreiche weitere Chancen im bestehenden Produktportfolio ebenso wie in angrenzenden Bereichen.

RECHTLICHE UND COMPLIANCE BEZOGENE CHANCEN UND RISIKEN

COMPLIANCE, RECHT UND REGULATORISCH ER RAHMEN

Im Rahmen unseres Compliance Management-Systems unterscheiden wir zwischen der sogenannten "Technischen Compliance" und der "Legal Compliance". Die Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten im Rahmen der "Technischen Compliance" liegen in den Bereichen Qualität, Umweltschutz, Gesundheit, Arbeitssicherheit, Energie, Produktsicherheit und Lebensmittelsicherheit.

In nahezu allen diesen Bereichen unterliegt Symrise mit seinen Produkten weltweit einer strengen staatlichen Aufsicht. Es ist eine Selbstverständlichkeit für uns, dass unsere Produkte und Prozesse überall auf der Welt den dort geltenden Bestimmungen entsprechen.

Das umfangreiche Know-how im produktbezogenen regulatorischen Bereich erlaubt es Symrise, auch Kunden bei ihren regulatorischen Problemen zu unterstützen und zusätzliche Leistungen zu verkaufen. Weiterhin eröffnet dieses Know-how - auch in Kombination mit Anwendungen von künstlicher Intelligenz - weitere Chancen im Bereich der Rezepturoptimierung und Komplexitätsreduzierung.

Die Compliance-Aktivitäten im Rahmen der "Legal Compliance" konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruptionsbekämpfung, Geldwäscheprävention und Exportkontrolle. Hier liegt der Schwerpunkt der Tätigkeiten auf den Bereichen Aufklärung und Prävention. Auch die Implementierung und Weiterentwicklung von Konzernrichtlinien zu diesen Themen ist der "Legal Compliance" zuzuordnen.

Bereits seit 2008 hat Symrise durch das Group Compliance-Office eine Integrity Hotline eingerichtet, um sicherzustellen, dass Symrise Mitarbeiter weltweit anonym Verstöße gegen Rechtsvorschriften und konzerninterne Richtlinien melden können. Gegebenenfalls werden daraufhin Untersuchungen eingeleitet und fallspezifisch auf der Grundlage der jeweils geltenden Rechtsordnung und konzerninterner Vorschriften Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Diese können bis zu arbeitsrechtlichen Disziplinarmaßnahmen reichen.

Derzeit sieht sich der Konzern nur in relativ geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich Umweltrecht. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, werden potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung der Rechtsabteilung und, soweit erforderlich, auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten analysiert. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften überhaupt von laufenden Gerichtsverfahren betroffen.

An dieser Stelle wird daher nur auf einen Verfahrenstypus hingewiesen: In den USA wird der Konzerngesellschaft "Symrise, Inc.", wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung gesundheitsschädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern bestimmte Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine konkrete Geldforderung benannt worden. Symrise geht davon aus, die Beschuldigungen auch weiterhin entkräften zu können. Außerdem wird nicht erwartet, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.

IT-SICHERHEIT UND SCHUTZ VON GEISTIGEM EIGENTUM/BETRIEBS-KNOW-HOW

Risiken der IT bestehen in der Schädigung des Konzerns durch Datenmissbrauch und in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Daten, was zu einer Störung von Betriebsabläufen führen kann. Symrise unterhält eine Reihe von integrierten IT- und Telekommunikationssystemen, deren Programme und Daten auf unterschiedlichen Speichermedien gehalten und ständig weiterentwickelt werden. Vorhandene, etablierte Schutzmaßnahmen werden ebenfalls fortlaufend aktualisiert und erweitert, um die Integrität und Sicherheit der IT-Prozesse und den Schutz der Daten zu gewährleisten. Trotz hochentwickelter Schutzmaßnahmen besteht jedoch immer ein Restrisiko, dass Angriffe von Institutionen oder Dritten auf unsere IT-Landschaft unbemerkt bleiben oder Betriebsabläufe negativ beeinflussen. Weitere IT-Risiken bestehen bei mangelnder Einhaltung der Regeln zur Software-Lizenzierung und bei der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur.

STEUERN

Die Einhaltung von lokalen und globalen Regelungen und gesetzlichen Vorgaben im Bereich der Steuern hat bei Symrise höchste Priorität. Die Optimierung der Steuerbelastung liegt im ständigen Fokus, ohne eine übermäßige Komplexität für das operative Geschäft zu verursachen.

Aufgrund der komplexen Geschäftsmodelle und der globalen Aufstellung von Symrise gibt es fortlaufende ertragsteuerlich relevante Sachverhalte, die noch nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen sind Rückstellungen gebildet worden, um auf eine mögliche Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.

UMWELT (SICHERHEIT, GESUNDHEIT, UMWELT UND QUALITÄT)

Symrise hat sich selbst auferlegt, hohe ethische Anforderungen zur Steigerung des Geschäftserfolgs unter Berücksichtigung verfügbarer Ressourcen, aller Mitarbeiter und der Gesellschaft zu respektieren. Die Einhaltung von lokalen gesetzlichen Regeln ist für Symrise selbstverständlich. Diese Auflagen gelten auch für alle Lieferanten.

Symrise hat sich verpflichtet, an allen Standorten international anerkannte Standards zur Produktsicherheit, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt zu erfüllen. Die Einhaltung wird regelmäßig von internen und externen Experten geprüft. Dies gilt auch für Lieferanten im Rahmen von regelmäßigen Audits.

Die Duft-, Geschmacks- und Zusatzstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnehmen oder an Haut und Haaren anwenden. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich die Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit der Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft.

Veränderungen in der Technologie von Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Produktportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber bestehen Risiken für unsere Produkte, die durch eine angemessene Patentverwaltung kontrolliert werden.

PROZESS UND ORGANISATION BEZOGENE RISIKEN

Symrise verkauft mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen verschiedenste Produkte in zahlreichen geographischen Märkten. Die Dynamik der Verkaufs- und auch der Beschaffungsmärkte kann auch Anpassungen der internen Prozesse oder der Organisationsstruktur erfordern. Die möglichen Anpassungen interner Strukturen können verschiedene Chancen und Risiken mit sich bringen. Neben einem Effizienzgewinn durch schlankere Strukturen oder schnellere Entscheidungsfindung besteht auch das Risiko, dass die beabsichtigte Verbesserung technisch nicht umgesetzt werden kann oder dass die Strukturveränderung einen negativen Effekt auf die Motivation der Belegschaft haben kann.

Symrise versucht permanent die Effizienz seiner Organisation und seiner Prozesse zu verbessern. Mögliche Organisationsanpassungen werden bei Symrise immer von einem erfahrenen Personalteam und einer umfassenden internen Kommunikation begleitet.

GESAMTBEWERTUNG DER CHANCEN- UND RISIKENLAGE

Das Geschäftsmodell von Symrise zeichnet sich durch ein -im Vergleich zu anderen Industriezweigen und Unternehmen - überdurchschnittlich hohes Chancenpotenzial aus.

Die Nachfrage nach Produkten von Symrise wird insbesondere durch den weltweit steigenden Privatkonsum und wachsenden Wohlstand getrieben. Viele Produkte dienen der Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie "Gesundheit" und "jugendlichem Aussehen", die weltweit bestehen. Das dynamische Wachstum und die hohe Rentabilität von Symrise belegen, dass diese Chancen bislang erfolgreich genutzt wurden. Die Akquisitionen der vergangenen Jahre haben die Kategorie- und Technologiebasis von Symrise erweitert und die Rückwärtsintegration vorangetrieben. Überdurchschnittliches Wachstum, steigende Margen und zusätzliche Innovationen sind Ergebnisse des erweiterten Footprint der Gruppe.

Diese Strategie soll auch künftig fortgesetzt werden.

Symrise ist davon überzeugt, dass die proaktive und systematische Überwachung potenzieller Risiken und Chancen ein wichtiger Baustein der erfolgreichen Unternehmensführung ist. Risiken können somit rechtzeitig minimiert oder kompensiert und Chancen können erfolgreich genutzt werden.

Alle relevanten Risiken und Chancen werden mit Hilfe des Risikomanagementsystems konzernweit einheitlich aus quantitativer und qualitativer Perspektive in den Dimensionen Grad der Auswirkung auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, wobei eine strukturierte Herausarbeitung der Chancen ungleich schwieriger ist.

Die Bewertung und die Handhabung der Risiken erfolgt auf Ebene der Einzelgesellschaften, da dies dem dezentralen Geschäfts- und Führungsmodell des Symrise Konzerns entspricht. Die Konzern-Risikobewertung wird jeweils aggregiert auf der Ebene der Kategorien der Qualifizierung als "niedrig", "mittel", "hoch" und "sehr hoch" den folgenden Größenordnungen zugeordnet:

"niedrig" entspricht einem EBIT-Betrag von bis zu 10 Mio. €
"mittel" entspricht einem EBIT-Betrag von über 10 Mio. € bis 20 Mio. €
"hoch" entspricht einem EBIT-Betrag von über 20 Mio. € bis 30 Mio. €
"sehr hoch" entspricht einem EBIT-Betrag von über 30 Mio. €

Diese Bandbreiten verstehen sich jeweils als das Produkt aus Umsatzauswirkung, Eintrittswahrscheinlichkeit und EBIT-Marge von Risiken, was auch der im Abschnitt Risikomanagement mit Geltung für Risiken auf Ebene der Einzelgesellschaften beschriebenen Methode entspricht.

Aus dem bestehenden Risikoberichtswesen wurde für 2018 entsprechend der beschriebenen Methodik das folgende Risikoprofil für den Symrise Konzern ermittelt:

Für 2019 erwarten wir mehr Chancen als Risiken. Die unverändert hohe Nachfrage nach unseren Produkten wird sich aufgrund unserer starken Ausrichtung auf Güter des täglichen Bedarfs auch bei möglicherweise nachlassendem Wirtschaftswachstum in manchen Regionen der Welt fortsetzen. Zusätzliche Kapazitäten werden 2019 zur Verfügung stehen, um die Nachfrage nach unseren wertschöpfenden Produkten besser zu befriedigen. Die Rohmaterial-Märkte werden weiterhin volatil sein, sowohl in Bezug auf die Preise als auch die Verfügbarkeit bestimmter Einsatzstoffe. Auf der Basis der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren ist Symrise überzeugt, dass es auch diese Herausforderungen aus dem operativen Geschäft positiv bewältigen wird.

Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden. Da das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch ein System integrierter interner Kontrollen und Wirksamkeitsprüfungen ergänzt wurden, gehen wir davon aus, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen erfüllen zu können. Sich ergebende Chancen wird das Unternehmen auch zukünftig konsequent nutzen.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

GRUNDZÜGE UND ZIELE

Nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des Internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.

Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gewährleisten. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung ebenfalls dokumentiert. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.

Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Zudem sorgen Mitarbeiterschulungen sowie Erfahrungsaustausche dafür, dass Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.

ORGANISATION UND PROZESS

Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Bereiche des Unternehmens, orientiert sich an ISO 31000 und basiert auf dem Rahmenkonzept COSO II. Auf der Grundlage von Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter Konzern-Risikobericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat beziehungsweise dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist.
Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichprobenprüfungen der Internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der aus den Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns möglicherweise resultierenden Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft.

Nachtragsbericht

UNTERNEHMENSERWERB

Symrise hat am 31. Januar 2019 mit den Eigentümern der Gesellschaften American Dehydrated Foods LLC, International Dehydrated Foods LLC und IsoNova Technologies LLC, Springfield, Missouri/USA, eine Vereinbarung über den Kauf der Unternehmensgruppe unterzeichnet. Die Unternehmen sind führender Anbieter von natürlichen Inhaltsstoffen insbesondere für Heimtiernahrung und Lebensmittel auf Basis von Fleisch- und Ei-Produkten. Mit der Akquisition will Symrise seine führende Position bei Heimtiernahrung und sein Know-how mit Produkten, die zur vollwertigen Ernährung beitragen, ausbauen und damit die Aktivitäten im Segment Nutrition erweitern. Der Kaufpreis von 900 Mio. USD wird aus Fremd- und Eigenkapital finanziert. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt des Erfüllens üblicher Abschlussbedingungen.

KAPITALERHÖHUNG AUS GENEHMIGTEM KAPITAL

Eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital wurde auf Basis der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 und unter Ausschluss des Bezugsrechts durchgeführt. Sie wurde am 8. Februar 2019 in das Handelsregister eingetragen. Im Rahmen eines beschleunigten Book-Building-Verfahrens platzierte das Unternehmen 5.614.036 neue Aktien bei institutionellen Investoren. Die Aktien wurden zu einem Ausgabepreis von 71,25 € je Aktie begeben. Durch die Kapitalerhöhung steigt das Grundkapital der Symrise AG von 129.812.574 € auf 135.426.610 €. Die neuen Aktien sind für das Jahr 2018 dividendenberechtigt; sie wurden am 11. Februar 2019 zum Handel im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse unter gleichzeitiger Aufnahme in den Prime Standard zugelassen und am 12. Februar 2019 in die bestehende Notierung einbezogen. Nach der teilweisen Inanspruchnahme beträgt das genehmigte Kapital 19.385.964 €.

Aus der Kapitalerhöhung fließt Symrise ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 400 Mio. € zu. Die Nettoerlöse der Kapitalerhöhung werden zur teilweisen Refinanzierung der Brückenfinanzierung für den am 31. Januar 2019 angekündigten Erwerb von ADF/IDF verwendet.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2018 konnte der Konzern seinen Umsatz bei anhaltend hoher Profitabilität erneut deutlich steigern. Die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.

Prognosebericht

KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2019 ein Nachlassen des globalen Wirtschaftswachstums von 3,7 % im Vorjahr auf 3,5 % im laufenden Jahr. Besonders in den Industrieländern wird eine Wachstumsverlangsamung von 2,3 % auf 2,0 % zu spüren sein. Dabei beginnen sich Risiken zu materialisieren: Die internationalen Handelskonflikte dämpfen die Entwicklung der Exporte, das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union belastet die Konjunktur, ungelöste strukturelle Probleme hemmen die Wirtschaft in Frankreich und in Italien. Auch die Prognose für die deutsche Wirtschaft geht von einem auf 1,3% nachlassenden Wachstum aus. Unter den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte vor allem China nochmals eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums von 6,6% 2018 auf 6,2% 2019 hinnehmen müssen. Diese Entwicklung wird voraussichtlich auch auf die chinesischen Handelspartner ausstrahlen. Demgegenüber erwartet der Internationale Währungsfonds für 2019 eine Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten in weiten Teilen Lateinamerikas und Afrikas. Alles in allem wird die Wirtschaftsleistung der Schwellen- und Entwicklungsländer 2019 um 4,5% zunehmen, nach einem Plus von 4,6% im Vorjahr. Trotz weiterhin bestehender Risiken wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2019 eher neutral als bremsend auf den Geschäftsverlauf des Symrise Konzerns wirken.

BIP-ENTWICKLUNG 2018 /2019

in %

Quelle: IWF

Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2018 ein Volumen von 33,2 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut aktuellen Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL - circa 26,2 Mrd. € auf den Teilmarkt der Geschmacks- und Duftstoffe und circa 7,0 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe.

Symrise geht in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate des relevanten AFF-Marktes von circa 4% aus. Angesichts der starken Wirtschaftsleistung einiger Länder im Raum Asien/Pazifik wird laut Einschätzung von IAL die Nachfrage nach Aromen und Duftstoffen sowie Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffen in dieser Region am stärksten steigen - gefolgt von Lateinamerika, der Region EAME und Nordamerika.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Symrise ein weiterhin hohes Rohstoffkostenniveau und weiter steigende Rohstoffkosten im Segment Scent & Care. Im Wesentlichen unterscheidet das Unternehmen zwischen natürlichen, agro-basierten und petro-basierten Rohstoffen. Der strategische Fokus des Unternehmens liegt auf den natürlichen und aus erneuerbaren Quellen stammenden Rohmaterialien. Bei den wichtigen natürlichen Rohstoffen verfolgt der Konzern den Ansatz der Rückwärtsintegration. Das heißt, Symrise kooperiert bei den agro-basierten Schlüsselprodukten wie Vanille, Zwiebel, Rote Beete oder Früchte eng mit den Erzeugern. Ziel ist, durch langfristige Verträge eine gleichbleibend hohe Qualität und eine hohe Planungssicherheit zu erreichen. Der Erwerb der Renessenz LLC war ein weiterer Meilenstein zum Ausbau der Rohstoffbasis durch Rückwärtsintegration. Im Bereich Menthol nutzt Symrise seine führende Marktposition und langjährige Liefertreue bei den multinationalen Markenherstellern.

Für das Geschäftsjahr 2019 ist mit einer weiterhin moderaten Entwicklung der Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind niedrige Gasbeschaffungskosten und die Tatsache, dass am Standort Holzminden eine Eigenstromversorgung über eine Kraft-Wärmekopplungs-Anlage erfolgt, die einen großen Teil des Strombedarfs abdeckt. Durch diese Maßnahme konnte der Ölverbrauch deutlich reduziert werden und somit auch der CO2-Ausstoß. Ferner führt die Eigenstromversorgung zu einer Verringerung der Netzkosten.

Beim Strompreis ist für die noch verbleibende Bezugsmenge durch leicht ansteigende Beschaffungspreise an der Strombörse EEX einerseits und durch eine weiterhin steigende EEG-Abgabe sowie erhöhte Netzkosten aus dem vorgelagerten Netz andererseits ebenfalls mit einer Erhöhung zu rechnen.

Symrise ist bestrebt, die Energiekosten des Unternehmens durch unterschiedliche Maßnahmen bei der Energiebeschaffung und ein etabliertes Energiemanagement positiv zu beeinflussen.

Auswirkungen des Brexit-Referendums

Symrise hat zur Überwachung und Bewertung der Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) eine Task Force eingerichtet. Im Moment erwartet das Unternehmen durch den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union keine wesentlichen Auswirkungen auf den Gesamtkonzern, da die dort ansässigen Konzerngesellschaften über eigene Produktionsstätten verfügen und ihre Produkte vornehmlich an lokale Kunden vertreiben.

Darüber hinaus hat Symrise durch die Akquisition der Cobell Gruppe seine Präsenz auf dem britischen Getränkemarkt gestärkt und sich somit ein größeres Potenzial an britischen Kunden erschlossen. Da das mögliche Stattfinden eines harten Brexit und die Folgen daraus im Moment nicht abschätzbar sind, arbeitet Symrise aktiv an mitigierenden Maßnahmen, zu denen auch der Aufbau von Vorräten gehört.

Alle zentralen Finanzierungsverträge bestehen mit der Symrise AG und unterliegen nicht britischem Recht.

Auswirkungen aus Hyperinflationsländern

Die derzeit in Venezuela und Argentinien stattfindende Hyperinflation ist für das Konzernergebnis von untergeordneter Bedeutung.

KÜNFTIGE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

Für das Jahr 2019 bekräftigt Symrise seine langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele. Der Konzern geht weiterhin davon aus, schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmacksstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt liegt nach eigener Schätzung und Unternehmensdaten für das laufende Jahr bei circa 4% weltweit. Dabei erwarten alle Segmente, Scent & Care, Flavor und Nutrition, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs.

Zur weiteren Steigerung des Ergebnisses werden ein diszipliniertes Kostenmanagement und der Fokus auf margenstarke Geschäfte fortgeführt. Dazu gehören beispielsweise Initiativen zur Reduzierung der Komplexität von Prozessen und Abläufen und die Entwicklung innovativer, nachhaltiger Produkte und Technologien. Unter der Annahme von steigenden Rohstoffkosten und einer aktuellen Euro-Stärke gegenüber dem US-Dollar geht der Konzern für 2019 erneut von einer EBITDA-Marge von rund 20% in allen Segmenten aus. Ohne die Effekte aus möglichen Akquisitionen soll der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA Ende 2019 zwischen 2,5 und 2,8 liegen. Mittelfristig strebt das Unternehmen die Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.

Der Konzern wird die ergebnisorientierte Dividendenpolitik fortsetzen und seine Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS

Der Vorstand der Symrise AG sieht das Unternehmen bestens aufgestellt, um das Geschäft in allen Geschäftsbereichen und Wachstumsregionen weiter auszubauen. Das Erreichen der gesteckten Ziele beruht auf einer bewährten Strategie. Die drei Eckpfeiler unserer Strategie sind unverändert. Sie stehen für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts:

Wachstum: Eine enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Kunden, insbesondere um den Umsatzanteil in Schwellenländern weiter auszubauen.
Effizienz: Die fortlaufende Verbesserung der Prozesse sowie der Ausbau der Rückwärtsintegration bei nachwachsenden Rohstoffen.
Portfolio: Das Erschließen neuer Märkte und Marktsegmente außerhalb von Duftstoffen und Aromen.

Grundsätzlich will Symrise vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigt der Konzern Akquisitionen oder geht strategische Partnerschaften ein, um sich Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen oder die nachhaltige Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen zu sichern.

ZIELE 2025

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht erläutert die Grundsätze, die für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder gelten, und stellt die Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung dar. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beschrieben.

VERGÜTUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER

Gemäß Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und entsprechend §1(3) der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Symrise AG berät und entscheidet bei Symrise das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Das aktuelle Vergütungssystem wurde zuletzt auf der Hauptversammlung 2015 von den Anteilseignern mehrheitlich gebilligt. Es erfüllt sämtliche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.

Die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat in seiner ersten Sitzung des Jahres mit Unterstützung durch den gebildeten Personalausschuss überprüft. Die letzte Überprüfung hat in der Sitzung des Aufsichtsrats im März 2018 stattgefunden.

ZIEL-GESAMTVERGÜTUNG DES VORSTANDS MIT FAKTOR 23 ANGEMESSEN

Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Darüber hinaus wird die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Symrise internen Vergütungsstruktur herangezogen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder angemessen und die Zielsetzungen ambitioniert sein sollen.

Alle Vorstandsmitglieder erhalten eine Ziel-Gesamtvergütung. Diese setzt sich zusammen aus einer Festvergütung, dem jährlichen variablen Anteil sowie dem langfristig variablen Anteil, jeweils bei 100%iger Zielerreichung. Diese Ziel-Gesamtvergütung wird durch eine Maximalvergütung beim Jahresbonus sowie beim Long Term Incentive ergänzt (sogenannter Cap).

Bei der Festlegung der Ziel-Gesamtvergütung berücksichtigt der Aufsichtsrat die globale Ausrichtung, das Marktumfeld sowie den kurz- und langfristigen Erfolg des Unternehmens. Er zieht dabei das nationale und internationale Vergleichsumfeld intern (Führungskräfte und Mitarbeiter) wie extern (Marktumfeld) heran. Die Ziel-Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder entspricht im vertikalen Vergütungsvergleich dem rund 28-fachen der durchschnittlichen Vergütung der Symrise Mitarbeiter in Deutschland beziehungsweise weltweit und dem rund 23-fachen der höchsten Tarifentgeltgruppe in Deutschland.

Bei der variablen Vergütung sind die Ziele und die Kriterien zur Bewertung der Zielerreichung für den Vorstand ambitionierter ausgestaltet als bei den Führungskräften im Allgemeinen. So entfällt eine Bonuszahlung vollständig, wenn weniger als 85 % des gesetzten Ziels erreicht werden ("Threshold").

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Ziel-Gesamtvergütung 100 % Zielerreichung Maximalvergütung
Erfolgsunabhängige Vergütung Festvergütung
Nebenleistungen
Erfolgsabhängige Vergütung Einjährige variable Vergütung (sogenannter Jahresbonus) 150% des Jahresbonus
Mehrjährige variable Vergütung (sogenannter LTIP) 200% des LTIP Bonus

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Finanzielle Ziele (80%) Strategische/qualitative Ziele (20%)
50% EBITDA/EBITDA-Marge 10% Strategische Wachtstumsprojekte
15% Umsatzwachstum 10% Sustainability Projekte
15% Business Free Cashflow
Zielerreichung je Ziel Zielerreichung je Ziel
85% bis max. 150% 50% bis max. 100%
Gesamt-Zielerreichung
Sogenannter "Total Performance Indicator" in %
Auszahlungsbetrag "Jahresbonus"
"Total Performance Indicator" in % x 100% Ziel-Jahresbonus in €

Bei den Führungskräften liegt dieser Wert bei weniger als 60% Zielerreichung.

FESTVERGÜTUNG UND NEBENLEISTUNGEN

Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre jährliche Festvergütung in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt. Die Nebenleistungen enthalten im Wesentlichen Sachbezüge in Form geldwerter Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie die Kosten für Versicherungen, wie zum Beispiel für eine Gruppenunfallversicherung.

EINJÄHRIGE VARIABLE VERGÜTUNG (BONUS)

Die einjährige variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der auf operativen Kennziffern des jeweiligen Geschäftsjahres beruht.

Der Jahresbonus ist überwiegend von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (sogenannte "Key Performance Indicators" wie EBITDA, EBITDA-Marge, Business Free Cashflow sowie EPS) sowie von qualitativen Unternehmenszielen abhängig. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Jahresbonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.

Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2018 durch den Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Jahresgeschäftsplanung und des jeweiligen Vorstandsbereichs individuell festgelegt. Entsprechende Ziele finden auch auf den Ebenen unterhalb des Vorstands nebst anderen Zielen Anwendung. Dadurch wird innerhalb des Unternehmens das durchgängige Verfolgen der im Aufsichtsrat verabschiedeten Unternehmensziele sichergestellt. Die einjährige variable Vergütung für das Kalenderjahr 2018 wird je nach Zielerreichungsgrad auf Basis des gebilligten Konzernjahresabschlusses 2018 im Folgejahr 2019 in bar ausgezahlt. Der Aufsichtsrat kann nach pflichtgemäßem Ermessen bei der Bewertung der Zielerreichung außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen berücksichtigen. Dabei darf die Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 150 % nicht überschritten werden.

MEHRJÄHRIGE VARIABLE VERGÜTUNG (LONG TERM INCENTIVE PLAN)

Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP) ist eine revolvierende variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg - ausgedrückt in der Entwicklung des Symrise Aktienkurses - bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt. Sie dient der langfristigen Ausrichtung des Handelns der Vorstandsmitglieder an der Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zu Wettbewerbern und Markt-Vergleichsunternehmen (soge-nannte "Peer Group").

Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2016 - 2018 und 2017 - 2019 sowie 2018 - 2020 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt. Der Index wird dabei börsentäglich berechnet. Bei Veränderungen in der Peer Group (beispielsweise Akquisition eines gelisteten Unternehmens) nimmt der Aufsichtsrat Anpassungen auf Empfehlung des externen Beraters vor.

Mehrjährige variable Vergütung (sogenannter "Long Term incentive Plan"; "LTiP")

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Bemessung Kursentwicklung der Symrise Aktie (Berechnung sogenannter "Total Investor Return") im Vergleich zur Peer Group (ausgedrückt in Perzentil)
LTIP 2016 - 2018 Unterhalb 50stem Percentile = 0% Bonus
50ster Percentile = 75% Bonus
60ster Percentile = 100% Bonus
100ster Percentile = 200% Bonus maximal
LTIP 2017 - 2019 Unterhalb 50stem Percentile = 0% Bonus
50ster Percentile = 75% Bonus
60ster Percentile = 100% Bonus
100ster Percentile = 200% Bonus maximal
LTIP 2018 - 2020 Unterhalb 25stem Percentile = 0% Bonus
25ster Percentile = 25% Bonus
50ster Percentile = 100% Bonus
75ster Percentile = 200% Bonus maximal
Berechnung des LTIP Bonus (Brutto Barauszahlung in €)
Erreichen des durchschnittlichen Percentile Werts für den jeweils auslaufenden LTIP unter Berücksichtigung der drei Performance-Jahre (= durchschnittlicher Percentile Wert) x Ziel LTIP Bonus

In den Incentive Plänen 2016 - 2018 und 2017 - 2019 wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50% der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank bezogen auf die Peer Group). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag des Gesamteinkommens eines Vorstandsmitglieds) entspräche dem 60sten Percentile Rank.

Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert als bei 100% Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200% des Zielbetrags.

Erstmals mit dem Incentive Plan 2018 - 2020 wird ein Bonus bereits dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 25% der Vergleichswerte (mindestens 25ster Percentile Rank bezogen auf die Peer Group). Unterhalb des 25sten Percentile entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100% Zielerreichung (Zielbetrag des Gesamteinkommens eines Vorstandsmitglieds) entspräche dem 50sten Percentile Rank. Zwischen dem 50sten und dem 75sten Percentile verläuft die Bonusberechnung linear. Das heißt, wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte und Symrise über drei Jahre jeweils den 75sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert als bei 100% Zielerreichung honoriert. Auch hier existiert die Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200%.

Für das im Jahr 2018 angebotene LTIP betrug bei Dr. Heinz Jürgen Bertram die mehrjährig variable Vergütung bei 100% Zielerreichung 800.000 €, bei Achim Daub, Olaf Klinger, Dr. Jean-Yves Parisot und Heinrich Schaper gleichermaßen 500.000 €.

Scheidet ein Vorstandsmitglied auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Performance-Periode aus dem Unternehmen aus, besteht grundsätzlich kein Anspruch aus den noch laufenden Long Term Incentive Programmen, auch kein Anspruch auf anteilige Auszahlung. Eine Ausnahme gilt bei Ausscheiden aufgrund Pensionierung, Invalidität oder Versterbens (siehe Abschnitt "Vorzeitige Beendigung und zeitliches Auslaufen der Dienstverträge").

Für die LTIP-Programme 2016 - 2018 und 2017 - 2019 wurden aufgrund der Unterschreitung des unteren PerformanceGrenzwerts ("Threshold") wie im Vorjahr keine Rückstellungen gebildet. Für das LTIP-Programm 2018 - 2020 wurden für Dr. Heinz-Jürgen Bertram Rückstellungen in Höhe von 324.978 €, für Olaf Klinger, Achim Daub, Heinrich Schaper und Dr. Jean Yves Parisot jeweils in Höhe von 203.111 € zum Bilanzstichtag gebildet.

Für Heinrich Schaper besteht eine Zusage aus dem Jahr 2016 - und damit vor Bestellung als Vorstandsmitglied - auf Auszahlung eines Long-Term-Incentive-Bonus in Höhe von 313.000 € (= 100%). Die Performancekriterien hierfür entsprechen denen eines Vorstandsmitglieds. Aufgrund Unterschreitens der Mindestzielerreichung kommt dieser jedoch nicht zur Auszahlung.

INDIVIDUELLE VERGÜTUNG NACH MASSGABE DER EMPFEHLUNG DER ZIFFER 4.2.5 ABS. 3 DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die für das Geschäftsjahr 2018 geflossenen Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Bertram, Daub, Klinger, Dr. Parisot und Schaper sind jeweils durch einen Beschluss des Aufsichtsrats festgesetzt worden und wurden zuletzt in der Sitzung vom 7. März 2018 insgesamt überprüft. Dabei erfolgt die Festsetzung der Vorstandsvergütung vor dem Hintergrund der Aufgaben und Leistung der Vorstandsmitglieder sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und Entwicklung von Symrise.

Tabellarische Darstellung der für das Geschäftsjahr 2018 gewährten Zuwendungen

Der nachfolgende tabellarische Ausweis der im Geschäftsjahr 2018 gewährten Zuwendungen basiert auf den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Dabei werden auch die Werte angegeben, die im Minimum und im Maximum an Vergütung erreicht werden können.

IM GESCHÄFTSJAHR 2018 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER

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Gewährte Zuwendungen Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016
in € GJ 2017 GJ 2018 GJ 2018 (Min) GJ 2018 (Max) GJ 2017 GJ 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütungen* 676.670 800.000 800.000 800.000 441.255 500.000
Nebenleistungen** 21.813 22.019 22.019 22.019 21.713 22.139
Summe 698.483 822.019 822.019 822.019 462.968 522.139
Einjährige variable Vergütung*** 630.000 800.000 0 1.200.000 390.000 500.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** 665.000 800.000 0 1.600.000 455.000 500.000
LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019) 665.000 - - - 455.000 -
LTIP 2018 (Laufzeit 2018 bis 2020) - 800.000 0 1.600.000 500.000
Summe 1.993.483 2.422.019 822.019 3.622.019 1.307.968 1.522.139
Versorgungsaufwand***** 35.330 34.648 34.648 34.648 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) 2.028.813 2.456.667 856.667 3.656.667 1.307.968 1.522.139

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Gewährte Zuwendungen Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016
in € GJ 2018 (Min) GJ 2018 (Max)
--- --- ---
Festvergütungen* 500.000 500.000
Nebenleistungen** 22.139 22.139
Summe 522.139 522.139
Einjährige variable Vergütung*** 0 750.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** 0 1.000.000
LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019)
LTIP 2018 (Laufzeit 2018 bis 2020) 0 1.000.000
Summe 522.139 2.272.139
Versorgungsaufwand***** 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) 522.139 2.272.139

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Gewährte Zuwendungen Achim Daub Vorstandsmitglied Scent & Care seit 2006 Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Diana seit Oktober 2016
in € GJ 2017 GJ 2018 GJ 2018 (Min) GJ 2018 (Max) GJ 2017 GJ 2018
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Festvergütungen* 455.000 500.000 500.000 500.000 400.000 500.000
Nebenleistungen** 24.377 19.464 19.464 19.464 137.707 225.146
Summe 479.377 519.464 519.464 519.464 537.707 725.146
Einjährige variable Vergütung*** 390.000 500.000 0 750.000 300.000 500.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** 455.000 500.000 0 1.000.000 400.000 500.000
LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019) 455.000 - - - 400.000 -
LTIP 2018 (Laufzeit 2018 bis 2020) - 500.000 0 1.000.000 - 500.000
Summe 1.324.377 1.519.464 519.464 2.269.464 1.237.707 1.725.146
Versorgungsaufwand***** 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) 1.324.377 1.519.464 519.464 2.269.464 1.237.707 1.725.146

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Gewährte Zuwendungen Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Diana seit Oktober 2016
in € GJ 2018 (Min) GJ 2018 (Max)
--- --- ---
Festvergütungen* 500.000 500.000
Nebenleistungen** 225.146 225.146
Summe 725.146 725.146
Einjährige variable Vergütung*** 0 750.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** 0 1.000.000
LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019)
LTIP 2018 (Laufzeit 2018 bis 2020) 0 1.000.000
Summe 725.146 2.475.146
Versorgungsaufwand***** 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) 725.146 2.475.146

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Gewährte Zuwendungen Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavor seit Oktober 2016
in € GJ 2017 GJ 2018 GJ 2018 (Min) GJ 2018 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütungen* 400.000 500.000 500.000 500.000
Nebenleistungen** 22.630 24.299 24.299 24.299
Summe 422.630 524.299 524.299 524.299
Einjährige variable Vergütung*** 300.000 500.000 0 750.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** 400.000 500.000 0 1.000.000
LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019) 400.000 -
LTIP 2018 (Laufzeit 2018 bis 2020) - 500.000 0 1.000.000
Summe 1.122.630 1.524.299 524.299 2.274.299
Versorgungsaufwand***** 22.868 23.113 23.113 23.113
Gesamtvergütung (DCGK) 1.145.498 1.547.412 547.412 2.297.412

* Anhebung der Bezüge aller Vorstandsmitglieder durch Aufsichtsratsbeschluss vom 7. März 2018.

** Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wiez.B. Gruppenunfallversicherung. Bei Herrn Dr. Jean-Yves Parisot enthält der entsprechende Betrag die gesetzlich erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeberbeiträge) zur französischen Sozialversicherung.

*** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Wert bei einer Zielerreichung von 100%. Die in der Spalte "GJ 2018 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 150 % dar.

**** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweiligen Geschäftsjahr vom Aufsichtsrat gewährte Leistung für das Long-Term-Incentive-Program mit dem 100% Zielwert. Die in der Spalte "GJ 2018 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 200 % dar.

***** Versorgungsaufwand (Service Cost) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Tabellarische Darstellung der für das Geschäftsjahr 2018 zugeflossenen Leistungen

Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss der Vergütung im beziehungsweise für das Geschäftsjahr 2018 aus, die sich aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung, differenziert nach den jeweiligen Bezugsjahren und dem Versorgungsaufwand (Service Costs), zusammensetzt. Abweichend von der vorstehenden Tabelle beinhaltet diese Tabelle den tatsächlichen Wert aus in Vorjahren gewährten und im Geschäftsjahr 2018 zugeflossenen, mehrjährigen variablen Vergütungen aus Vorstandstätigkeit.

IM GESCHÄFTSJAHR 2018 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER

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Zufluss Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 Achim Daub Vorstandsmitglied Scent & Care seit 2006
in € GJ 2017 GJ 2018 GJ 2017 GJ 2018 GJ 2017 GJ 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütungen* 676.670 800.000 441.255 500.000 455.000 500.000
Nebenleistungen** 21.813 22.019 21.713 22.139 24.377 19.464
Summe 698.483 822.019 462.968 522.139 479.377 519.464
Einjährige variable Vergütung*** 855.000 1.159.120 561.000 726.150 450.000 677.300
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** 0 0 0 0 0 0
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) 0 0 0 0 0 0
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) 0 0 0 0 0 0
Sonstiges***** 0 0 0 0 0 0
Summe 1.553.483 1.981.139 1.023.968 1.248.289 929.377 1.196.764
Versorgungsaufwand****** 35.330 34.648 0 0 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) 1.588.813 2.015.787 1.023.968 1.248.289 929.377 1.196.764

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Zufluss Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Diana seit Oktober 2016 Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavor seit Oktober 2016
in € GJ 2017 GJ 2018 GJ 2017 GJ 2018
--- --- --- --- ---
Festvergütungen* 400.000 500.000 400.000 500.000
Nebenleistungen** 137.707 225.146 22.630 24.299
Summe 537.707 725.146 422.630 524.299
Einjährige variable Vergütung*** 297.390 750.000 450.000 681.800
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** 0 0 0 0
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) 0 0 0 0
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) 0 0 0 0
Sonstiges***** 150.000 0 50.000 0
Summe 985.097 1.475.146 922.630 1.206.099
Versorgungsaufwand****** 0 0 22.868 23.113
Gesamtvergütung (DCGK) 985.097 1.475.146 945.498 1.229.212

* Anhebung der Bezüge aller Vorstandsmitglieder durch Aufsichtsratsbeschluss vom 7. März 2018.

** Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung. Bei Herrn Dr. Jean-Yves Parisot enthält der entsprechende Betrag die gesetzlich erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber) zur französischen Sozialversicherung.

*** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Zufluss für den Bonus entsprechend dem jeweils angegebenen Geschäftsjahr.

**** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweils angegebenen Geschäftsjahr zugeflossene Leistung aus dem jeweiligen Long-Term-Incentive-Program basierend auf der tatsächlichen Zielerreichung.

***** Diese Zeile enthält den Zufluss aus dem Diana Long-Term-Incentive Plan, wie im Vergütungsbericht dargestellt. Ferner enthält die Zeile einen Sonderbonus für den Abschluss eines bedeutenden Kundenkontraktes.

****** Versorgungsaufwand (Service Cost) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.

ANGABEN NACH § 315A HGB

IM GESCHÄFTSJAHR 2018 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER

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Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsbezogene Komponenten
in € Festvergütung Nebenleistungen* Einjährige variable Vergütung ohne langfristige Anreizwirkung** Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger nicht aktienbasierter Anreizwirkung*** Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB
--- --- --- --- --- ---
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
2018 800.000 22.019 1.159.120 0 1.981.139
2017 676.670 21.813 855.000 0 1.553.483
Olaf Klinger
2018 500.000 22.139 726.150 0 1.248.289
2017 441.255 21.713 561.000 0 1.023.968
Achim Daub
2018 500.000 19.464 677.300 0 1.196.764
2017 455.000 24.377 450.000 0 929.377
Dr. Jean-Yves Parisot
2018 500.000 225.146 750.000 0 1.475.146
2017 400.000 137.707 297.390 150.000 985.097
Heinrich Schaper
2018 500.000 24.299 681.800 0 1.206.099
2017 400.000 22.630 450.000 0 872.630

* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie Gruppenunfallversicherung. Bei Herrn Dr. Jean-Yves Parisot enthält der entsprechende Betrag die gesetzlich erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber) zur französischen Sozialversicherung.

** Einjährige variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht sowie bei Herrn Heinrich Schaper die Gewährung eines Sonderbonus für den Abschluss eines bedeutenden Kundenkontraktes.

*** Mehrjährige variable Vergütungen beinhalten die Rückstellungen per 31. Dezember 2018 für das LTIP-Programm 2016 - 2018 und per 31. Dezember 2017 für das LTIP-Programm 2015 - 2017 sowie bei Herrn Dr. Parisot das Diana LTIP.

AUFBAU DER ALTERSVERSORGUNG DURCH EIGENBEITRÄGE

Eine unternehmensfinanzierte Altersversorgung wird von Symrise bei neu abzuschließenden Vorstandsverträgen nicht gewährt. Allerdings können alle Vorstandsmitglieder aus ihrer Festvergütung im Rahmen eines Gehaltsverzichts Altersversorgungsansprüche aufbauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2018 haben die Herren Dr. Bertram, Klinger und Schaper davon Gebrauch gemacht. Einen Unternehmenszuschuss gibt es in diesem Zusammenhang nicht - entsprechend der geltenden Regelung für außertarifliche Mitarbeiter und Führungskräfte.

Um künftige Ansprüche der Vorstandsmitglieder im Rahmen einer Deferred Compensation zu bedienen, hat Symrise aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens im Jahr 2018 Zuführungen zu den Rückstellungen für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 87.038 € (Vorjahr: 128.909 €), für Herrn Klinger in Höhe von 61.157 € (Vorjahr: 139.638 €) und für Herrn Schaper in Höhe von 93.338 € (Vorjahr: 118.550 €) vorgenommen.

Aufgrund ihrer früheren Arbeitsverhältnisse mit Symrise bestehen bei den Herren Dr. Bertram und Schaper Altersversorgungszusagen, die damals allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurden. Für diese Versorgungszusagen wurden im Geschäftsjahr 2018 bei Herrn Dr. Bertram 34.648 € (Vorjahr: 35.330 €) und für Herrn Schaper 23.113 € (Vorjahr: 22.868 €) an Versorgungsaufwand den Rückstellungen zugeführt.

Zum 31. Dezember 2018 beläuft sich der Barwert der Pensionszusagen beziehungsweise der Altersversorgungsansprüche aus Gehaltsverzicht (Deferred Compensation) für Herrn Dr. Bertram auf 2.458.075 € (Vorjahr: 2.363.788 €), für Herrn Klinger auf 346.624 € (Vorjahr: 285.467 €) und für Herrn Schaper auf 1.314.022 € (Vorjahr: 1.206.715 €).

Für die Herren Daub und Dr. Parisot bestehen weder Pensionszusagen noch Altersversorgungsansprüche aus Gehaltsverzicht (Deferred Compensation).

CHANGE OF CONTROL

Die Anstellungsverträge, die allen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen gleichlautende Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor.

Im Falle eines Kontrollwechsels hat jedes Vorstandsmitglied das Recht, seinen Anstellungsvertrag zu kündigen.

Alle Vorstandsmitglieder bekommen im Falle einer aufgrund eines Kontrollwechsels ausgesprochenen unternehmensseitigen Kündigung oder einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat die Restlaufzeit ihrer Verträge abgegolten, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei für alle Vorstände auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.

Ferner enthalten alle Long Term Incentive Pläne (LTIP) eine Sonderklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Wird im Zuge eines Kontrollwechsels ein Mitglied des Vorstands abberufen, werden diesem Vorstandsmitglied alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen, mehrjährigen variablen Vergütungen auf Basis einer Zielerreichung von 100% ausbezahlt.

VORZEITIGE BEENDIGUNG UND ZEITLICHES AUSLAUFEN DER DIENSTVERTRÄGE

Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen. Die im Zeitpunkt des Ausscheidens laufenden Long Term Incentive Programme werden im Falle eines Ausscheidens aufgrund Pensionierung oder dauerhafter Erwerbsunfähigkeit auf pro rata Basis abgerechnet.

Wird die Vorstandstätigkeit vorzeitig auf Wunsch eines Vorstandsmitglieds einvernehmlich beendet, erfolgt keine Abfindungszahlung.

Mit allen Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart, auf das das Unternehmen verzichten kann. Im Falle seiner Inanspruchnahme erhält das jeweilige Vorstandsmitglied als Entschädigung hierfür 50% seiner Festvergütung für diese zwölf Monate.

D & O-VERSICHERUNG

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D & O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 Aktiengesetz abgeschlossen.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist 2018 erstmals nach fünf Jahren angepasst worden. In dieser Zeit hat sich die Marktkapitalisierung der Symrise AG mehr als verdoppelt, der Umsatz ist von 1,8 Mrd. € auf rund 3 Mrd. € gestiegen und die Mitarbeiterzahl hat sich von rund 6.000 auf rund 9.400 erhöht. Damit einhergegangen sind für den Aufsichtsrat eine erhöhte Verantwortung und ein deutlich gestiegenes Arbeitspensum, nicht zuletzt durch die aktive M & A-Arbeit von Symrise.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten seit dem Geschäftsjahr 2018 eine jährliche Vergütung in Höhe von 70.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine zusätzliche jährliche Vergütung in Höhe von 70.000 €. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhalten eine zusätzliche jährliche Vergütung von jeweils 35.000 €.

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.000 €, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt entsprechend für Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen.

Die Vergütung ist zahlbar nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsratsmitglieds für das jeweilige Geschäftsjahr entscheidet, für das die Vergütung zu zahlen ist.

Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern auf Nachweis angemessene Auslagen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben. Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt.

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in € Vergütung Sitzungsgelder Gesamtvergütung per 31. Dezember 2018 Gesamtvergütung per 31. Dezember 2017
Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender) 140.000 6.000 146.000 126.000
Regina Hufnagel (stellv. Vorsitzende bis 31. August 2018) 70.000 6.000 76.000 99.500
Harald Feist (stellv. Vorsitzender ab 20. September 2018) 81.667 9.500 91.167 69.500
Dr. Michael Becker (bis 16. Mai 2018) 43.750 4.000 47.750 98.500
Ursula Buck 70.000 8.500 78.500 68.500
Horst-Otto Gerberding 70.000 6.000 76.000 66.000
Bernd Hirsch (ab 16. Mai 2018) 70.000 4.500 74.500 0
Andre Kirchhoff 70.000 5.000 75.000 65.000
Jeanette Kurtgil 70.000 6.000 76.000 65.000
Prof. Dr. Andrea Pfeifer 70.000 5.000 75.000 66.000
Andrea Püttcher (ab 20. September 2018) 23.333 2.000 25.333 0
Dr. Winfried Steeger 70.000 7.500 77.500 67.500
Dr. Ludwig Tumbrink 70.000 5.500 75.500 65.000
Peter Winkelmann 70.000 9.500 79.500 69.500
988.750 85.000 1.073.750 926.000

D & O-VERSICHERUNG

In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen worden.

Angaben gemäß Paragraph 315a HGB

Das Grundkapital der Symrise AG ist unverändert und beläuft sich auf 129.812.574 €. Das Grundkapital ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht.
Die Mitteilung vom 27. März 2017 wurde im Zusammenhang mit der von der Sun Life Financial Inc., Toronto, Kanada, im eigenen Namen und im Namen ihrer Tochterunternehmen abgegebenen Erklärung bezüglich der Unabhängigkeit der Massachusetts Financial Services Company (MFS) und deren Tochterunternehmen abgegeben. Die Massachusetts Financial Services Company (MFS) und deren Tochterunternehmen verwalten weiterhin eine Beteiligung an der Symrise AG.
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000.000 € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;

b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;

c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;

d)um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;

e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 20.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 20.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 17. Mai 2017 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 16. Mai 2022 begeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital 2017). Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. (6) der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-/Optionsschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Wandlungs-/Optionsfristen.

Ferner ist der Vorstand bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.

b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5% über- oder unterschreiten.

bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:

aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.

d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.

e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.

f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.

g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control-Regelung. Diese sieht vor, dass ein Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrags hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 und mit Berichtigungen vom 19. Mai 2017 erneut bekannt gemachten aktuellen Fassung vom 7. Februar 2017 nicht überschreiten.
Ein Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots hätte unter Umständen Auswirkungen auf einige der langfristigen Finanzierungsverträge der Symrise AG, in denen Vereinbarungen über einen Kontrollwechsel enthalten sind. Es handelt sich um marktübliche Change of Control-Klauseln, die den Gläubigern bei einem Kontrollwechsel das Recht zur vorzeitigen Kündigung einräumen können.

Andere zu berichtende Angaben nach § 315a HGB bestehen nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.

Jahresabschluss

1. Januar bis 31. Dezember 2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

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In € 31.12.2017 31.12.2018
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.714.338,19 125.397.894,70
2. Geleistete Anzahlungen 3.808.077,64 140.522.415,83 7.725.711,49 133.123.606,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 131.879.505,66 129.078.974,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 122.742.515,03 119.888.058,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.115.778,39 17.573.244,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.587.558,53 306.325.357,61 36.201.947,79 302.742.226,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.277.617.657,83 3.306.754.246,02
2. Beteiligungen 13.393,61 13.393,61
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 52.712.128,23 64.146.318,36
4. Rückdeckungsversicherungen 86.918,10 3.330.430.097,77 39.414,10 3.370.953.372,09
3.777.277.871,21 3.806.819.204,56
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 142.847.138,22 169.706.825,89
2. Fertige und unfertige Erzeugnisse und Waren 169.914.389,52 183.184.404,74
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 9.526.865,78 322.288.393,52 1.342.172,11 354.233.402,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 157.538.986,76 164.323.392,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 82.696.103,50 164.251.881,59
3. Sonstige Vermögensgegenstände 20.592.186,84 260.827.277,10 16.683.700,25 345.258.974,46
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 34.512.350,17 45.531.274,32
617.628.020,79 745.023.651,52
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 27.526.525,74 26.824.402,45
4.422.432.417,74 4.578.667.258,53
PASSIVA
in € 31.12.2017 31.12.2018
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 129.812.574,00 129.812.574,00
II. Kapitalrücklage 1.272.196.589,86 1.272.196.589,86
III. Gewinnvortrag 184.803.853,32 190.289.486,69
IV. Jahresüberschuss 119.720.698,49 177.139.793,82
1.706.533.715,67 1.769.438.444,37
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 154.222,88 169.890,23
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 289.728.115,00 325.814.611,00
2. Steuerrückstellungen 37.371,44 17.831,19
3. Sonstige Rückstellungen 48.345.827,91 46.990.393,36
338.111.314,35 372.822.835,55
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Anleihen
- davon konvertibel 400.000.000,00 € (i. Vj. 400.000.000,00 €) 904.672.621,77 904.672.621,77
2. Schuldscheindarlehen 500.000.000,00 500.000.000,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 85.596.336,39 111.674.440,03
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.736.861,27 87.943.002,83
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 630.031.912,83 650.550.349,45
6. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern 5.606.838,34 € (i. Vj. 4.068.575,14 €)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 657.211,01 € (i. Vj. 938.512,03 €) 156.520.160,00 164.466.226,01
2.348.557.892,26 2.419.306.640,09
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 29.075.272,58 16.929.448,29
4.422.432.417,74 4.578.667.258,53

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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2017 2018
In €
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1. Umsatzerlöse 1.181.328.009,97 1.231.083.822,93
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 17.267.166,50 10.505.569,24
3. Sonstige betriebliche Erträge 41.496.736,74 41.391.966,97
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 551.182.209,45 - 593.981.884,43
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 19.642.724,83 - 24.841.064,81 - 618.822.949,24
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 139.462.412,67 - 148.139.437,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 45.909.172,25 - 62.707.897,43 - 210.847.334,44
- davon für Altersversorgung 37.335.864,72 € (i. Vj. 22.315.097,16 €)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 47.402.006,84 - 42.494.924,12
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 298.585.513,72 - 314.246.254,33
8. Erträge aus Beteiligungen 21.258.527,75 5.208.830,21
- davon aus verbundenen Unternehmen 5.204.087,05 € (i. Vj. 21.254.322,08 €)
9. Erträge aus Gewinnübernahme 52.291.233,96 134.406.511,72
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.767.022,23 6.320.813,28
- davon aus verbundenen Unternehmen 6.242.316,97 € (i. Vj. 2.766.830,54 €)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - 608.802,16 0,00
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.049.530,35 2.078.072,07
- davon aus verbundenen Unternehmen 22.052,04 € (i. Vj. 24.363,36 €)
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 53.551.282,21 - 40.405.551,48
- davon an verbundene Unternehmen 1.610.105,01 € (i. Vj. 1.821.448,48 €)
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme - 70.912,36 - 2.845.010,12
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 40.383.917,38 - 23.085.528,32
16. Ergebnis nach Steuern 120.659.273,63 178.248.034,37
17. Sonstige Steuern - 938.575,14 - 1.108.240,55
18. Jahresüberschuss 119.720.698,49 177.139.793,82
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 184.803.853,32 190.289.486,69
20. Bilanzgewinn 304.524.551,81 367.429.280,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

ALLGEMEINE ANGABEN

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Firma: Symrise AG
Sitz: Mühlenfeldstraße 1, 37603 Holzminden
Registergericht: Amtsgericht Hildesheim
Handelsregisternummer: HRB 200436

Der Jahresabschluss der Symrise AG wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZ E

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 250 € bis 1.000 € werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 50 Jahren.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Darüber hinaus ist die Differenz zwischen dem Rückzahlungsbetrag und dem rechnerischen Ausgabebetrag der Wandelanleihe enthalten.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Die mittelbaren und unmittelbaren Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25% und erwartete Steigerungen der Lebenshaltungskosten mit 1,70% berücksichtigt. Für die Fluktuation wurde, in Abhängigkeit vom Alter, eine Rate von bis zu 10% berücksichtigt. Der Zinssatz zum Stichtag beträgt 3,21%.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten handelt es sich im Wesentlichen um Rezepturen (103.097 T€/ Vorjahr: 109.676 T€).

2. Entwicklung des Anlagevermögens

Hinsichtlich der Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf deren gesonderte Darstellung im Anlagenspiegel.

3. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Symrise AG hält nach Erwerb weiterer Anteile in 2018 57,65% (Vorjahr: 51,40%) der Anteile an der Probi AB, Lund/Schweden, und weist die Gesellschaft aufgrund des beherrschenden Einflusses wie auch im Vorjahr als verbundenes Unternehmen aus.

Bezüglich der Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Kapitel 28. Der wesentliche Anteilsbesitz besteht aus den Beteiligungen an der Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die als Holdinggesellschaft wiederum Anteile an in- und ausländischen Gruppengesellschaften hält, und an der Diana SAS, Frankreich, der Holdinggesellschaft der Diana Gruppe.

4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Diana Gruppe.

5. Vorräte

Auf die Vorräte wurden Bewertungsabschläge vorgenommen, die in Höhe von 3.191 T€ (Vorjahr: 2.836 T€) Wertberichtigungen von unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren auf den niedrigeren beizulegenden Wert (absatzmarktorientiert), in Höhe von 1.107 T€ (Vorjahr: 945 T€) Abwertungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten und in Höhe von 4.688 T€ (Vorjahr: 4.860 T€) Abschläge aufgrund des Reichweitenrisikos und weiterer Mengenrisiken betreffen.

Aufgrund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie werden unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren zusammen ausgewiesen.

6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Auf den Bruttoforderungsbestand wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 7.109 T€ (Vorjahr: 10.090 T€) gebildet. Darüber hinaus wurden auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand pauschale Wertberichtigungen in Höhe von 1.732 T€ (Vorjahr: 1.705 T€) vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

7. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Bilanzposten enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 54.981 T€ (Vorjahr: 56.424 T€).

In dem Posten sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

8. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

9. Rechnungsabgrenzungsposten

In Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB sind hierin Disagien in Höhe von 343 T€ (Vorjahr: 1.029 T€) aus der Ausgabe von Anleihen enthalten. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der Anleihen. Hinsichtlich des Unterschiedsbetrags in Höhe von 11.924 T€ (Vorjahr: 15.358 T€) aus der Wandelanleihe verweisen wir auf unsere Ausführungen in Kapitel 14.

10. Verpflichtungen aus Zeitwertkonten

Vor dem Hintergrund des 2009 in Kraft getretenen "Gesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen (Flexi-II-Gesetz)" wird den Mitarbeitern seit 2014 die Möglichkeit gegeben, Zeiten in Form bezahlter Freistellungen in sogenannten Zeitwertkonten anzusparen und zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen, in der Regel zum vorzeitigen Beenden der aktiven Berufstätigkeit. Diese Zeitwertkonten unterliegen dem gesetzlichen Insolvenzschutz. Die daraus bestehenden Verpflichtungen in Höhe von 592 T€ wurden mit auf einem Treuhandkonto hinterlegten Vermögensgegenständen in gleicher Höhe verrechnet.

11. Eigenkapital

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS IN 2017

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In TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Summe
Stand 1. Januar 129.813 1.255.026 295.145 1.679.984
Wandelanleihe - 17.170 - 17.170
Ausschüttung - - - 110.341 - 110.341
Jahresüberschuss - - 119.721 119.721
Stand 31. Dezember 129.813 1.272.196 304.525 1.706.534

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS IN 2018

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In TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Summe
Stand 1. Januar 129.813 1.272.196 304.525 1.706.534
Ausschüttung - - - 114.235 - 114.235
Jahresüberschuss - - 177.139 177.139
Stand 31. Dezember 129.813 1.272.196 367.429 1.769.438

GEZEICHNETES KAPITAL

Das gezeichnete Kapital der Symrise Aktiengesellschaft beträgt unverändert 129.812.574 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 129.812.574 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € pro Stück.

KAPITALRÜCKLAGE

Die Erhöhung der Kapitalrücklage im Vorjahr war bedingt durch die Begebnung der Wandelanleihe und die darauf entfallenden Steuern. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter Kapitel 14.

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000.000 € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10% des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

ERWERB EIGENER AKTIEN

Der Vorstand ist bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.
Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

-Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5% über- oder unterschreiten.

-Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:

-Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

-Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

-Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.

Die Ermächtigungen erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71d Satz 5 AktG erworben wurden.
Die Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, zum Teil auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung verwendet werden.

Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.

BEDINGTES KAPITAL

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 20.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 20.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 17. Mai 2017 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 16. Mai 2022 begeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital 2017). Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. 6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-/Optionsschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Wandlungs-/Optionsfristen.

Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, von der vorgenannten Ermächtigung teilweise Gebrauch zu machen und eine nachrangige, unbesicherte Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtvolumen von 400.000.000,00 €, einer Stückelung von 100.000,00 € und einem Kupon von 0,2375 % pro Jahr unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu begeben. Die ausgegebenen Teilschuldverschreibungen sind erstmalig nach Ablauf von fünf Jahren nach dem Ausgabetag der Wandelschuldverschreibung in neue und/oder bestehende auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien der Gesellschaft wandelbar. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf 91,8595 € und das Wandlungsverhältnis der neuen Wandelschuldverschreibung wurde auf 1.088,6190 Aktien je Teilschuldverschreibung festgelegt. Die Begebung der Wandelschuldverschreibung erfolgte am 20. Juni 2017.

Die Teilschuldverschreibungen sind wandelbar in bis zu insgesamt 4.600.000 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 1,00 €. Würden alle Teilschuldverschreibungen gewandelt, würde sich das Grundkapital der Gesellschaft bezogen auf den 31. Dezember 2018 von 129.812.574,00 € um 4.600.000,00 € auf 134.412.574,00 € erhöhen. Die Summe der den Teilschuldverschreibungen zugeordneten Wandlungsrechten in Stammaktien (4.600.000 Stück) beträgt dabei etwa 3,4% des so erhöhten Grundkapitals der Gesellschaft und liegt damit unter 10% des Grundkapitals der Gesellschaft.

Die Teilschuldverschreibungen haben eine Laufzeit von sieben Jahren (sofern sie nicht bereits zuvor zurückgekauft, gewandelt oder entwertet worden sind). Die Gesellschaft hat gemäß den Bedingungen der Wandelschuldverschreibung die Möglichkeit, die Teilschuldverschreibungen zum Nennwert (zuzüglich aufgelaufener, aber nicht gezahlter Zinsen) jederzeit (i) am oder nach dem 11. Juli 2021 zurückzuzahlen, wenn der Kurs der Stammaktien während eines bestimmten Zeitraums 130 % des dann gültigen Wandlungspreises übersteigt oder (ii) wenn nur noch höchstens 20% des ursprünglichen Gesamtnennwerts der Wandelschuldverschreibung ausstehen. Sofern die Teilschuldverschreibungen nicht vorzeitig fällig, zurückgekauft oder eingezogen worden sind, haben die Inhaber nach Ablauf des 20. Juni 2022 erstmalig das Recht, sie in Stammaktien der Gesellschaft zu wandeln. Eine Rückzahlung erfolgt ansonsten bei Endfälligkeit, also am 20. Juni 2024.

12. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von 170 T€ (Vorjahr: 154 T€) besteht im Wesentlichen für einen in den Jahren 1997 bis 1999 durch die vormalige Dragoco Gerberding & Co. AG erhaltenen Investitionszuschuss. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. In 2018 betrug die Auflösung 27 T€ (Vorjahr: 27 T€), darüber hinaus wurden weitere Investitionen mit insgesamt 43 T€ bezuschusst.

13. Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält im Wesentlichen die Rückstellung für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zum 1. April 2003 wurde die Altersvorsorge neu geregelt. Leistungsarten und Leistungsumfang sind in der "Versorgungsordnung A" (Grundrente), der "Versorgungsordnung B" (Zusatzrente) und der 2003 neu konzipierten Symrise-Versorgungsordnung geregelt. Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2003 noch keine Zusage über die Gewährung einer betrieblichen Altersvorsorge erhalten hatten, konnten an einer zum 31. Dezember 2010 für Neuzugänge geschlossenen Versorgungsordnung teilnehmen. Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die keiner Versorgungsordnung angehören, konnten mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis bis zum 30. September 2010 ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung wird keine Pensionsrückstellung gebildet. Die Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter der Dragoco Gerberding & Co. AG basieren auf der Pensionsordnung vom 16. Dezember 1975 mit nachfolgenden Ergänzungen, die zum 1. Januar 1982 für Neuzugänge geschlossen wurde.

Der bilanzierte Wert für die unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen von 325.815 T€ wurde auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ermittelt. Auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes beträgt der Erfüllungsbetrag 381.946 T€. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von 56.131 T€ unterliegt unter Berücksichtigung von latenten Steuern einer Ausschüttungssperre von 39.853 T€, die aufgrund ausreichender Gewinnvorträge zum Stichtag nicht greift.

Aus der in 2018 erstmaligen Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ergibt sich ein einmaliger Umstellungsaufwand in Höhe von 2.881 T€.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

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In Mio. € 31.12.2017 31.12.2018
Personalrückstellungen 21,4 23,8
davon
Jahresprämien und Boni (10,3) (11,6)
Arbeitnehmerjubiläen (7,6) (8,5)
Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben (1,7) (1,6)
sonstige Personalrückstellungen (0,0) (0,6)
Berufsgenossenschaftsbeiträge (0,1) (0,5)
Abfindungen für Aufhebungsverträge (1,0) (0,4)
Erfindervergütung (0,4) (0,4)
Pauschale Lohnsteuer (0,3) (0,2)
Bonusverpflichtungen 6,1 7,5
Ausstehende Eingangsrechnungen 7,1 6,4
Gewährleistungsverpflichtungen 2,6 1,6
Vertreterprovisionen für noch nicht bezahlte Kundenrechnungen 1,6 1,4

14. Wandelanleihe

Symrise hat im Wege einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren zum 20. Juni 2017 eine Wandelanleihe mit einem Gesamtnennwert von 400,0 Mio. €, einer Verzinsung von 0,2375 % und einer Laufzeit von sieben Jahren emittiert. Eine erstmalige Wandlung ist grundsätzlich nach fünf Jahren vorgesehen. Unter bestimmten Voraussetzungen, die nicht im Ermessen des Emittenten und des Wandelschuldinhabers liegen, ist eine vorzeitige Wandlung der Anleihe möglich.

Effekte aus der Begebung dieser Anleihe ergeben sich sowohl in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten als auch im Eigenkapital.

Die Bestandteile des von der Gesellschaft emittierten zusammengesetzten Instruments (Wandelanleihe) wurden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung und den Definitionen getrennt als Finanzverbindlichkeit (Anleihekomponente) und als Eigenkapitalinstrument (Optionskomponente) erfasst.

Die Anleihekomponente ist bis zum Wandlungszeitpunkt als Fremdkapital zu werten und damit als Verbindlichkeit mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Die Optionskomponente stellt wertmäßig den Zinsvorteil dar, der sich aus der Unterverzinsung der Anleihe im Vergleich zu einer marktüblichen Verzinsung vergleichbarer Anleihen ohne Wandlungsoption bis zum Zeitpunkt der frühestmöglichen Wandlung ergibt. Dieser Betrag wurde in Höhe von 17.170 T€ in die Kapitalrücklage dotiert.

In Höhe der Differenz zwischen dem Rückzahlungsbetrag und dem rechnerischen Ausgabebetrag wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, der bis zum frühestmöglichen Wandlungszeitpunkt ratierlich aufgelöst wird. Zum Stichtag beläuft sich der Rechnungsabgrenzungsposten auf 11.924 T€ (Vorjahr: 15.358 T€).

Wird das Wandlungsrecht nicht ausgeübt, wird die Wandelanleihe am 20. Juni 2024 zurückgezahlt. Die Zinszahlung erfolgt jährlich zum 20. Juni bis das Wandlungsrecht ausgeübt oder die Finanzverbindlichkeit zurückgezahlt wird.

15. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

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31.12.2017 31.12.2018
In T€ Restlaufzeit Restlaufzeit
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Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
1. Anleihen 4.673 500.000 400.000 904.673 504.673 400.000
2. Schuldscheindarlehen 0 422.500 77.500 500.000 - 422.500
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62.607 22.989 - 85.596 104.530 7.144
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.737 - - 71.737 87.943 -
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 630.032 - - 630.032 650.550 -
6. Sonstige Verbindlichkeiten 10.541 145.979 - 156.520 11.668 152.798
779.590 1.091.468 477.500 2.348.558 1.359.364 982.442

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31.12.2018
In T€ Restlaufzeit
--- --- ---
Art der Verbindlichkeit über 5 Jahre gesamt
--- --- ---
1. Anleihen 904.673
2. Schuldscheindarlehen 77.500 500.000
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 111.674
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 87.943
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - 650.550
6. Sonstige Verbindlichkeiten - 164.466
77.500 2.419.306

Im Jahr 2014 hat die Symrise AG eine im Juli 2019 endfällige Anleihe in Höhe von 500 Mio. € platziert.

Hinsichtlich der Wandelanleihe verweisen wir auf unsere Ausführungen in Kapitel 14.

Finanzverbindlichkeiten bestehen bei mehreren Kreditinstituten. Im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300 Mio. €, die bis 2020 zur Verfügung steht, wurden 30 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €) und 34 Mio. USD (Vorjahr: 0 Mio. USD) in Anspruch genommen. Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Mittel in Höhe von 24,5 Mio. USD (Vorjahr: 40,9 Mio. USD) zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde ein weiteres kurzfristiges Darlehen in Höhe von 30 Mio. €(Vorjahr: 0 Mio. €) aufgenommen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen 175 Mio. USD, die im Rahmen einer Privatplatzierung 2010 bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden und 2020 zurückzuzahlen sind.

Die Verbindlichkeiten der Symrise AG sind nicht gesichert, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche teilweise durch Eigentumsvorbehalt gesichert sind.

16. Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

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In T€ 31.12.2017 31.12.2018 Veränderung
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
Immaterielle Vermögensgegenstände 30.710 27.612 - 3.098
Sachanlagevermögen 24.906 25.047 141
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.083 4.085 2
Übrige - 285 606 891
59.414 57.350 - 2.064
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 23.379 31.581 8.202
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 825 783 - 42
Sonstige Verbindlichkeiten 4.897 6.830 1.933
Übrige 1.238 1.227 - 11
30.339 40.421 10.082
Latente Steuerschulden netto 29.075 16.929 - 12.146

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29% (16% Körperschaftsteuer/13% Gewerbesteuer) zugrunde gelegt.

17. Haftungsverhältnisse

Die Symrise AG hat eine Bürgschaft in Höhe von 44 Mio. € sowie eine weitere Bürgschaft in Höhe von 6 Mio. € zugunsten der BFV Societe Generale zur Sicherung von Kreditlinien der Symrise S.a.r.L und der Origines S.a.r.L, beide Madagaskar, abgegeben. Ferner bestehen Bürgschaften in Höhe von zusammen 25 Mio. USD zugunsten der Deutschen Bank AG, New York, zur Sicherung von Bankverbindlichkeiten der Symrise Inc., USA.

Weitere Bürgschaften bestehen in Höhe von 8,5 Mio. € gegenüber der Banco Santander Brasil S.A. zur Absicherung eines Darlehens der Symrise Aromas e Frangrancias Ltda., Brasilien, sowie in Höhe von 700 TUSD gegenüber der Banco Bolivariano C.A. für Kreditverpflichtungen der Ecuaprotein SA, Ecuador.

Darüber hinaus hat die Symrise AG eine Bürgschaft über 0,9 Mio. USD für die Symrise Inc., USA, zur Besicherung eines langfristigen Mietvertrags, abgegeben. Für die Diana US Inc., USA, besteht eine Bürgschaft über 395 TUSD zur Besicherung eines Darlehens aus dem Erwerb von Anteilen an der Aquasea Costa Rica.

Für die Abwicklung von Reisekosten hat die Symrise AG Firmenkreditkarten an Mitarbeiter ausgegeben, die über die privaten Konten der Mitarbeiter abgerechnet werden. Symrise haftet jedoch gegenüber dem Kreditkartenunternehmen mit einem Betrag in Höhe von bis zu 15 T€ pro Kreditkarte. Das Gesamtvolumen der Haftung hieraus beträgt 2,6 Mio. €.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten und Kreditkartenunternehmen sowie aus langfristigen Mietverträgen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt.

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 208 T€ (Vorjahr: 253 T€). Dieser ergibt sich aus einer Unterdeckung der Haarmann & Reimer Unterstützungskasse GmbH, für die die Symrise AG, als Träger der Unterstützungskasse, vollumfänglich haftet.

18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen u.a. für folgende Sachverhalte:

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In TEUR
Bestellobligo aus abgeschlossenen Verträgen 136.732
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Erbbaurechtsverträgen 11.305
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 36.165
Beratungs- und Serviceverträge 4.530

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2019 und 2029.

Darüber hinaus wurden im Bereich Informatik mit mehreren Dienstleistern Serviceverträge geschlossen. Die Verträge enden zwischen 2019 und 2022. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus diesen Verträgen betragen 25,3 Mio. € (Vorjahr: 34,7 Mio. €).

Insgesamt hat die Symrise AG sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 214,2 Mio. € (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 23 T€).

19. Bewertungseinheiten

Die globale Ausrichtung der Symrise AG führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch mittels Liquiditätsplänen erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden Devisenterminkontrakte zur Sicherung von Fremdwährungspositionen eingesetzt. Dabei werden mittels Forwards ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus bereits in der Bilanz angesetzten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken im operativen Bereich abgesichert.

Am Bilanzstichtag sind folgende Devisentermingeschäfte zur Reduzierung des Währungsrisikos von zum Stichtag bestehender sowie ausgewählter erwarteter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in USD als auch von internen Darlehen in JPY, CNY, GBP , AUD und USD eingesetzt.

Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) - jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen).

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2017 Beizulegender Zeitwert Fälligkeitstermine
In T€ Nominalvolumen Finanzielle Vermögenwerte Finanzielle Verbindlichkeiten bis zu 1 Jahr über 1 Jahr
--- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte
mit Hedge-Beziehung 19.186 543 - 543 -
ohne Hedge-Beziehung 47.201 1.438 - 178 1.284 - 25
Summe 66.387 1.980 - 178 1.827 -
Zins- und Währungsswaps
mit Hedge-Beziehung - - - - -
ohne Hedge-Beziehung 19.150 - - 848 - 848 -
Summe 19.150 - - 848 - 848 -

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2018 Beizulegender Zeitwert Fälligkeitstermine
In T€ Nominalvolumen Finanzielle Vermögenwerte Finanzielle Verbindlichkeiten bis zu 1 Jahr über 1 Jahr
--- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte
mit Hedge-Beziehung 19.569 32 - 306 - 275 -
ohne Hedge-Beziehung 109.354 406 - 2.068 - 1.663 -
Summe 128.923 437 - 2.375 - 1.937 -
Zins- und Währungsswaps
mit Hedge-Beziehung - - - - -
ohne Hedge-Beziehung - - - - -
Summe - - - - -

Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von

8,0 Mio. AUD zu Sicherung von EUR/AUD,
7,0 Mio. BRL zur Sicherung von EUR/BRL,
63,6 Mio. CNY zur Sicherung von EUR/CNY,
3,3 Mio. GBP zur Sicherung von EUR/GBP,
1.311,2 Mio. JPY zur Sicherung von EUR/JPY,
14,4 Mio. TRY zur Sicherung von EUR/TRY,
103,8 Mio. USD zur Sicherung von EUR/USD,
20,0 Mio. ZAR zur Sicherung von EUR/ZAR,
2,0 Mio. USD zur Sicherung von USD/CAD,
4,0 Mio. USD zur Sicherung von USD/JPY,
4,0 Mio. USD zur Absicherung von USD/SGD.

Zu den Devisentermingeschäften in Fremdwährung gegen USD gibt es korrespondierende Geschäfte der jeweiligen ausländischen Tochtergesellschaften, d.h. die Effekte aus den Sicherungen verbleiben nicht in der Symrise AG, sondern werden vollständig an die Tochtergesellschaften weitergeleitet, die damit ihre Zahlungsströme absichern.

Bei den operativen Absicherungsgeschäften handelt es sich um Macro Hedges. Die Absicherungsgeschäfte von Finanzinstrumenten beziehen sich auf einzelne Verträge.

Um die Sicherungsgeschäfte für das Hedge Accounting zu qualifizieren, wird bei Abschluss des Geschäfts eine formale Dokumentation erstellt. Diese beinhaltet u.a. eine Effektivitätsmessung. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch den Nachweis, dass die wesentlichen Parameter (Critical Terms) des Sicherungsinstruments mit den Critical Terms eines hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, übereinstimmen.

Die Critical Terms des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, sind identisch, da die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

die Nominalbeträge des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmen überein,
die Fälligkeit des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmt überein,
der Fair Value des Sicherungsinstruments bei Beginn der Hedge Beziehung ist Null.

Die Veränderungen des Fair Values des Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments werden auf Basis der Forward-Kurse ermittelt.

Da die Critical Terms von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bei Designation übereinstimmen, wird der Hedge als "highly effective" eingeschätzt.

Zur retrospektiven Effektivitätsmessung wird die kumulierte Offset Methode angewandt. Dabei wird die Fair Value Veränderung des Devisentermingeschäfts ins Verhältnis zur Fair Value Veränderung der Cashflow Veränderung aus dem Grundgeschäft (hypothetisches Derivat) gesetzt. Die o.a. relevanten Parameter/Spezifikationen werden laufend auf Übereinstimmung überprüft.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

20. Umsatzerlöse

Regionale Aufteilung

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In T€ 2017 2018
Europa inkl. Afrika 854.805 905.091
Nordamerika 117.458 103.823
Asien und Pazifikraum 159.488 170.939
Südamerika 49.577 51.231
1.181.328 1.231.084

Divisionale Aufteilung

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In T€ 2017 2018
Flavor 481.348 492.730
Nutrition 3.153 3.902
Scent & Care 665.181 693.885
Serviceleistungen 31.646 40.567
1.181.328 1.231.084

Aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren erzielte die Symrise AG Umsatzerlöse in Höhe von 1.172.106 T€ (Vorjahr: 1.133.363 T€).

21. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 41.392 T€ (Vorjahr: 41.497 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 22.383 T€ (Vorjahr: 36.026 T€), erhaltene Schadenersatzleistungen in Höhe von 12.985 T€ (Vorjahr 331 T€) für im Geschäftsjahr eingetretene Schäden, um Erträge aus Zuschreibung von Forderungen in Höhe von 3.075 T€ (Vorjahr: 994 T€), um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus Vorjahren in Höhe von 1.599 T€ (Vorjahr: 1.678 T€) und um Erträge aus Zuschüssen in Höhe von 318 T€ (Vorjahr: 1.066 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von 71.497 T€ (Vorjahr: 72.235 T€), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von 47.947 T€ (Vorjahr: 46.586 T€), Aufwendungen für Fracht und Handlingkosten in Höhe von 46.125 T€ (Vorjahr: 41.744 T€), Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von 28.646 T€ (Vorjahr: 24.931 T€) und Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 28.333 T€ (Vorjahr: 18.291 T€) zusammen.

22. Personalaufwand

Der Anstieg der Löhne und Gehälter resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen sowie aus der Tariferhöhung und einem geringfügigen Anstieg des Personalbestandes.

23. Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2018 wurden, wie im Vorjahr, keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

24. Periodenfremdes Ergebnis

Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.599 T€ (Vorjahr: 1.768 T€) angefallen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und der Auflösung von Personalrückstellungen resultieren.

25. Ergebnisabführungsverträge

Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Erträge in Höhe von 134.407 T€ (Vorjahr: 52.291 T€) übernommen. Die Gewinne resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnis der Busiris Vermögensverwaltungs GmbH, das sich hauptsächlich aus Beteiligungserträgen von Konzerngesellschaften, Zinserträgen aus an Konzerngesellschaften gegebenen Darlehen und aus Kurseffekten aus der Bewertung dieser Darlehen ergibt. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betragen 2.845 T€ (Vorjahr: 71 T€).

26. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 40.406 T€ (Vorjahr: 53.551 T€) resultieren im Wesentlichen aus für die im Rahmen der Konzernfinanzierung aufgenommenen Finanzverbindlichkeiten angefallenen Zinsen in Höhe von 27.515 T€ (Vorjahr: 36.051 T€) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 10.733 T€ (Vorjahr: 10.771 T€).

27. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steuerertrag in Höhe von 3.874 T€ (Vorjahr: 2.813 T€) und einen Steueraufwand in Höhe von 594 T€ (Vorjahr: 10.311 T€) für Vorjahre. Im Gesamtbetrag sind latente Steuererträge in Höhe von 12.146 T€ (Vorjahr: 933 T€) sowie laufende Steueraufwendungen in Höhe von 38.511 T€ (Vorjahr: 33.879 T€) enthalten.

SONSTIGE ANGABEN

28. Anteilsbesitzliste

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Name der Beteiligungsgesellschaft Eigenkapital131.12.2018 T€2 Anteil am Kapital

%
Ergebnis1der Beteiligungsgesellschaften 2018 T€3
Unmittelbare Beteiligungen
Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden 2.180.460 100,00 % 134.2517
Haarmann & Reimer-Unterstützungskasse Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden 154 100,00 % 0
Diana SAS, Saint Nolff/Frankreich 399.579 100,00 % 45.993
Probi AB, Lund/Schweden 102.394 57,65 % 6.354
Schimmel & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden 837 100,00 % 18
Symotion GmbH, Holzminden - 1.247 100,00 % - 1.2727
Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden 54.327 100,00 % 24.159
Symrise Ltda., Bogota/Kolumbien 27.393 100,00 % 5.464
Symrise S.A., Santiago de Chile/Chile 7.573 99,50 % 2.758
Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden 153.761 100,00 % 07
Tesium GmbH, Holzminden - 1.548 100,00 % - 1.5737
Mittelbare Beteiligungen
Aquasea Costa Rica, Canas/Costa Rica - 8.203 100,00 % - 1.033
Aromatics SAS, Clichy-la-Garenne/Frankreich 440 100,00 % - 21
Arome de Chacé SAS, Chacé/Frankreich 2.200 100,00 % 822
Citratus Fragräncias Ltda, Vinhedo/Brasilien 2.657 100,00 % 91
Cobell Limited, Exeter/Großbritannien 9.569 100,00 % 2.566
Diana-Food Ecuador SA, Machala/Ecuador 11.679 100,00 % 837
Diana Food Limited, Spalding/Großbritannien 6.633 100,00 % 2.511
Diana Group Pte Ltd, Singapore/Singapur - 256 100,00 % - 7
Diana Natural Inc., Silverton/USA 7.480 100,00 % 3.796
Diana Food Canada Inc., Champlain (Québec)/Kanada 4.114 100,00 % 202
Diana Food Chile SpA, Buin/Chile 15.957 100,00 % 2.593
Diana Naturals Private Ltd., Mumbai/Indien 2 100,00 % 0
Diana Food SAS, Antrain/Frankreich 24.054 100,00 % 10.339
Diana Pet Food Colombia S.A., Buenos Aires/Kolumbien 2.965 100,00 % - 766
Diana Trans, Saint Nolff/Frankreich - 185 100,00 % - 15
Diana US Inc., Wilmington/USA - 14.811 100,00 % 1.033
DianaNova SAS, Rennes/Frankreich - 3.007 100,00 % - 1.210
DrinkStar GmbH, Rosenheim 440 100,00 % 12.4817
Ecuaprotein SA, Duran/ Ecuador - 3.156 53,00 % - 1.643
Octopepper SAS, Bordeaux/Frankreich - 109 57,93 % - 690
000 Symrise Rogovo, Rogovo/Russland 20.951 100,00 % 5.833
Origines S.a.r.L., Antananarivo/Madagaskar 17.422 100,00 % 3.072
Probi Asia-Pacific Pte. Ltd., Singapur/Singapur 123 57,65 % 52
Probi Feed AB, Lund/Schweden 10 57,65 % 0
Probi Food AB, Lund/Schweden 400 57,65 % 0
Probi US Inc., Seattle/USA 85.834 57,65 % 1.027
P.T.Symrise, Jakarta/Indonesien 11.412 100,00 % 989
Scelta Umami BV, Venlo/Niederlande 2.279 60,00 % 423
Societe de Proteines Industrielles SNC, Berric/Frankreich 8.251 100,00 % 2.932
Specialités Pet Food SA de CV, El Marques queretato/Mexiko 4.306 100,00 % 4.191
Specialités Pet Food SAS, Elven/ Frankreich 37.912 100,00 % 30.225
Specialités Pet Food South Africa (RSA), Cape Town/Südafrika 2.176 100,00 % 961
SPF Argentina, Buenos Aires/Argentinien 19.150 99,97 % 3.372
SPF Canada - Group Diana Inc., Chemin (Quebec)/ Kanada 4.668 100,00 % 1.034
SPF Diana Australia PTY Ltd, Beresfield/Australien 5.031 100,00 % 1.432
SPF DIANA Espana SLU, Lleida/ Spanien 5.233 100,00 % 1.983
SPF Do Brasil Ltd, Sao Paulo/Brasilien 18.507 99,99 % 5.139
SPF Hungary Kft, Beled/Ungarn 5.543 99,67 % 3.322
SPF North America Inc., South Washington/USA 54.015 100,00 % 6.291
SPF RUS, Shebekino/Russland 5.215 100,00 % 465
SPF Diana (Thailand), Bangkok/Thailand 9.460 51,00 % 4.572
SPF UK Ltd., Doncaster/ Großbritannien 1.899 60,00 % 1.525
SPF USA Inc., Wilmington/USA 2.431 100,00 % 188
SPF (Chuzhou) Pet Food Co., Ltd., Chuzhou/China - 416 100,00 % - 706
SPF (Qingdao) Trading Co., Ltd, Qingdao City/ China - 64 100,00 % 161
Symrise (China) Investment Co. Ltd, Nantong/China 9.228 100,00 % - 253
Symrise (Pty) Ltd., Isando/Südafrika 9.040 100,00 % 1.008
Symrise Aromas e Fragrancias Ltda., Sao Paulo/Brasilien 39.118 100,00 % 8.677
Symrise Asia Pacific Ltd., Singapur/Singapur 135.293 100,00 % 35.960
Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden 635.675 100,00 % 9.485
Symrise BioActives GmbH, Hamburg - 2.029 100,00 % 5
Symrise C.A., Caracas/Venezuela 0 100,00 % 40
Symrise Financial Services GmbH, Holzminden 22 100,00 % - 3
Symrise Flavors & Fragrances (Nantong) Co. Ltd., Nantong/China 14.557 100,00 % - 868
Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Brüssel/Belgien 66 100,00 %4 8
Symrise Group Finance Holding 2 CV, Brüssel/Belgien 664.789 100,00 % 12.120
Symrise Holding Inc., Wilmington/USA 687.096 100,00 % 19.949
Symrise Holding Limited, Marlow Bucks/ Großbritannien 41.373 100,00 % 4.393
Symrise Holding Pte. Limited, Singapur/Singapur 13.271 100,00 % 14.691
Symrise Holding II Inc., Wilmington/USA 262.505 100,00 % 16.753
Symrise Iberica S.L., Parets de Valles/Spanien 32.238 100,00 % 9.811
Symrise Inc., Manila/Philippinen 935 100,00 % 286
Symrise Inc., Teterboro/USA 672.060 100,00 % 49.960
Symrise IP-Holding GCV, Brüssel/Belgien 2.989 100,00 % 299
Symrise K.K., Tokio/Japan 2.368 100,00 % - 338
Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd., Sirketi/Türkei 3.834 100,00 % 509
Symrise Limited, Marlow Bucks/ Großbritannien 28.415 100,00 % 1.975
Symrise Limited, Seoul/Süd-Korea 1.560 100,00 % 380
Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxembourg/Luxemburg 137 100,00 % - 6
Symrise Ltd., Bangkok/Thailand 6.461 100,00 % 635
Symrise Middle East Ltd., Dubai/VAE 1.327 100,00 % - 40
Symrise Middle East FZ LLC, Dubai/VAE - 129 100,00 % - 143
Symrise Nigeria Limited, Lagos/Nigeria 50 100,00 % 0
Symrise Parsian, Teheran/Iran 210 100,00 %5 89
Symrise Pte Ltd, Singapur/Singapur 55.933 100,00 % 13.994
Symrise Pty. Ltd., Dee Why/Australien 7.959 100,00 % 220
Symrise Private Limited, Chennai/Indien 27.643 100,00 % 5.669
Symrise S. de R.L. de C.V., San Nicolas de los Garza/Mexiko 40.946 100,00 % 11.056
Symrise S.A.E., 6th of October City/Ägypten 24.850 100,00 % 8.257
Symrise S.a.r.L., Antananarivo/Madagaskar 15.229 100,00 % 3.082
Symrise SAS, Clichy-la-Garenne/Frankreich 71.363 100,00 % 4.533
Symrise SDN BHD., Petaling/Malaysia 2.185 100,00 % 532
Symrise Spolka z ograniczona odpoeiedzialnoscia, Warschau/Polen 806 100,00 % 393
Symrise S.r.l., Milano/Italien 8.611 100,00 % 3.890
Symrise S.R.L., Tortuguitas/Argentinien 23.256 100,00 % 879
Symrise Shanghai Limited, Shanghai/China 103.305 100,00 %6 12.418
Symrise US Holding B.V., Halle/Niederlande 226.312 100,00 % - 27
Symrise US LLC/Teterboro/USA 264.585 99,90 % - 17.602
Symrise Vertriebs GmbH, Wien/Österreich 10.750 100,00 % 3.244
Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge/USA 576 20,00 % 74
Villers SAS, Villers Les Pôts/Frankreich 8.397 100,00 % 917

1 ermittelt nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen - überwiegend noch ungeprüft

2 zu Stichtagskursen per 31.12.2018 umgerechnet

3 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres 2018 umgerechnet

4 davon 1 % unmittelbar durch Symrise AG und 99 % mittelbar durch die Busiris Vermögensverwaltung GmbH gehalten

5 davon 40,0 % unmittelbar durch Symrise AG und 60,0 % mittelbar durch inländische Holdinggesellschaften gehalten

6 davon 20,9 % unmittelbar durch Symrise AG und 79,1 % mittelbar durch ausländische Holdinggesellschaften gehalten

7 vor Ausgleich aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages / Verrechnung auf Gesellschafterkonten

29. Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalbestand beträgt 2.487 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.428 Mitarbeiter). Darin enthalten sind 103 Auszubildende (Vorjahr: 101 Auszubildende).

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2017 2018
Produktion 1.172 1.184
Vertrieb 471 531
Forschung und Entwicklung 516 495
Verwaltung inkl. Auszubildende 269 277
2.428 2.487

30. Konzernverhältnisse

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Symrise AG stellt ihren Konzernabschluss gemäß § 315e Abs. 1 HGB auf. Die Aufstellung erfolgt unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS).

31. Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 16. Mai 2018 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt.

Die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare sind in der entsprechenden Angabe im Konzernabschluss der Symrise AG enthalten.

32. Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 5. Dezember 2018 vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht.

33. Anteilsbesitz an der Symrise AG

Der Symrise AG gingen folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:

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Gesellschaft Sitz Mitteilung am Zeitpunkt zum % Schwelle über- bzw. unterschritten Anteilbesitz in % nachher Stimmrechte
Allianz Global Investors Europe GmbH Frankfurt 17.04.2014 15.04.2014 3,00 % 3,02 % 3.568.179
Allianz Global Investors GmbH Frankfurt 16.03.2016 10.03.2016 3,00 % 3,03 % 3.929.101
APG Asset Management N.V. Amsterdam/Niederlande 14.08.2015 12.08.2015 3,00 % 3,01% 3.909.723
BlackRock Inc. Wilmington/USA 23.10.2017 18.10.2017 5,00 % 5,01% 6.509.064
BlackRock Inc. Wilmington/USA 04.10.2018 28.09.2018 5,00 % 4,96 % 6.437.100
BlackRock Inc. Wilmington/USA 05.10.2018 02.10.2018 5,00 % 5,02 % 6.522.445
BlackRock Inc. Wilmington/USA 06.11.2018 01.11.2018 5,00 % 4,97 % 6.452.098
BlackRock Inc. Wilmington/USA 19.11.2018 14.11.2018 5,00 % 5,03 % 6.533.307
BlackRock Inc. Wilmington/USA 20.11.2018 15.11.2018 5,00 % 4,98 % 6.463.347
BlackRock Inc. Wilmington/USA 22.11.2018 19.11.2018 5,00 % 5,04 % 6.538.670
BlackRock Inc. Wilmington/USA 23.11.2018 20.11.2018 5,00 % 4,98 % 6.458.940
BlackRock Inc. Wilmington/USA 28.11.2018 23.11.2018 5,00 % 5,03 % 6.531.831
BlackRock Inc. Wilmington/USA 19.12.2018 14.12.2018 5,00 % 4,71% 6.120.634
BlackRock Inc. Wilmington/USA 24.12.2018 19.12.2018 5,00 % 5,08 % 6.591.757
BlackRock Inc. Wilmington/USA 27.12.2018 20.12.2018 5,00 % 4,98 % 6.468.538
BlackRock Inc. Wilmington/USA 03.01.2019 28.12.2018 5,00 % 5,002 % 6.493.562
Canada Pension Plan Investment Board Toronto/Kanada 13.12.2018 11.12.2018 3,00 % 3,010 % 3.910.105
Gerberding Holzminden 28.12.2006 11.12.2006 10,00 % 6,01% 7.800.381
Harding Loevner LP Wilmington/USA 14.07.2017 10.07.2017 3,00 % 3,0003 3.894.816
Jahr Holdings GmbH & Co KG Hamburg 08.04.2014 08.04.2014 3,00 % 3,05 % 3.600.000
JPMorgan Asset Management Holdings Inc. New York/USA 01.12.2009 26.11.2009 3,00 % 3,02 % 3.570.582
Massachussetts Financial Services Company (MFS) Boston/USA 26.05.2015 21.05.2015 10,00 % 10,62 % 13.785.512

34. Nachtragsbericht

UNTERNEHMENSERWERB

Symrise hat am 31. Januar 2019 mit den Eigentümern von den Gesellschaften American Dehydrated Foods LLC, International Dehydrated Foods LLC und IsoNova Technologies LLC, Springfield, Missouri/USA eine Vereinbarung über den Kauf der Unternehmensgruppe unterzeichnet. Die Unternehmen sind führender Anbieter von natürlichen Inhaltsstoffen insbesondere für Heimtiernahrung und Lebensmittel auf Basis von Fleisch- und Ei-Produkten. Mit der Akquisition will Symrise seine führende Position bei Heimtiernahrung und sein Know-how mit Produkten, die zur vollwertigen Ernährung beitragen, ausbauen und damit die Aktivitäten im Segment Nutrition erweitern. Der Kaufpreis von 900 Mio. USD wird aus Fremd- und Eigenkapital finanziert. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt des Erfüllens üblicher Abschlussbedingungen.

KAPITALERHÖHUNG AUS GENEHMIGTEM KAPITAL

Eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital wurde auf Basis der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 und unter Ausschluss des Bezugsrechts durchgeführt. Sie wurde am 8. Februar 2019 in das Handelsregister eingetragen. Im Rahmen eines beschleunigten Book-Building-Verfahrens platzierte das Unternehmen 5.614.036 neue Aktien bei institutionellen Investoren. Die Aktien wurden zu einem Ausgabepreis von 71,25 € je Aktie ausgegeben. Durch die Kapitalerhöhung steigt das Grundkapital der Symrise AG von 129.812.574 € auf 135.426.610 €. Die neuen Aktien sind für das Jahr 2018 dividendenberechtigt; sie wurden am 11. Februar 2019 zum Handel im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse unter gleichzeitiger Aufnahme in den Prime Standard zugelassen und am 12. Februar 2019 in die bestehende Notierung einbezogen. Nach der teilweisen Inanspruchnahme beträgt das genehmigte Kapital 19.385.964 €.

Aus der Kapitalerhöhung fließt Symrise ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 400 Mio. € zu. Die Nettoerlöse der Kapitalerhöhung werden zur teilweisen Refinanzierung der Brückenfinanzierung für den am 31. Januar 2019 angekündigten Erwerb von ADF/IDF verwendet.

35. Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 vorschlagen, eine Dividende von 0,90 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2018 auszuschütten und den verbleibenden Betrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen.

36. Bezüge der Organmitglieder

Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt 1.074 T€ (Vorjahr: 926 T€).

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Symrise AG betragen 7.108 T€ (Vorjahr: 5.415 T€). Die individualisierte Vergütung der Vorstandmitglieder ist im Lagebericht dargestellt.

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst ein festes Jahresgehalt (Festvergütung) zuzüglich Nebenleistungen (Sachbezüge), eine einjährig variable Vergütung, eine mehrjährig variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP) und eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Deferred Compensation.

Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt.

Die einjährige variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (sogenannte "Key Performance Indicators" wie EBITDA, EBITDA-Marge, Business Free Cash Flow sowie EPS) sowie qualitativen Unternehmenszielen abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150% des vertraglich vereinbarten Bonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85% eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.

Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2018 durch den Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Jahresgeschäftsplanung und des jeweiligen Vorstandsbereichs individuell festgelegt. Entsprechende Ziele finden auch auf den Ebenen unterhalb des Vorstands nebst anderen Zielen Anwendung. Dadurch wird innerhalb des Unternehmens das durchgängige Verfolgen der im Aufsichtsrat verabschiedeten Unternehmensziele sichergestellt. Die einjährige variable Vergütung für das Kalenderjahr 2018 wird je nach Zielerreichungsgrad auf Basis des gebilligten Konzernjahresabschlusses 2018 im Folgejahr 2019 in bar ausgezahlt. Der Aufsichtsrat kann nach pflichtgemäßem Ermessen bei der Bewertung der Zielerreichung außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen berücksichtigen. Dabei darf die Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 150% nicht überschritten werden.

Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP) ist eine revolvierende variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg - ausgedrückt in der Entwicklung des Symrise Aktienkurses - bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt. Sie dient der langfristigen Ausrichtung des Handelns der Vorstandsmitglieder an der Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zu Wettbewerbern und Markt-Vergleichsunternehmen (sogenannte "Peer Group").

Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2016-2018 und 2017-2019 sowie 2018-2020 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt. Der Index wird dabei börsentäglich berechnet. Bei Veränderungen in der Peer Group (beispielsweise Akquisition eines gelisteten Unternehmens) nimmt der Aufsichtsrat Anpassungen auf Empfehlung des externen Beraters vor.

In den Incentive Plänen 2016-2018 und 2017-2019 wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50% der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank bezogen auf die Peer Group). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100% Zielerreichung (Zielbetrag des Gesamteinkommens eines Vorstandsmitglieds) entspräche dem 60sten Percentile Rank.

Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert als bei 100% Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200% des Zielbetrags.

Erstmals mit dem Incentive Plan 2018-2020 wird ein Bonus bereits dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 25% der Vergleichswerte (mindestens 25ster Percentile Rank bezogen auf die Peer Group). Unterhalb des 25sten Percentile entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100% Zielerreichung (Zielbetrag des Gesamteinkommens eines Vorstandsmitglieds) entspräche dem 50sten Percentile Rank. Zwischen dem 50sten und dem 75sten Percentile verläuft die Bonusberechnung linear. Das heißt, wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte und Symrise über drei Jahre jeweils den 75sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert als bei 100% Zielerreichung honoriert. Auch hier existiert die Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200%.

Die Bezüge der ehemaligen Organmitglieder betrugen 342 T€ (Vorjahr: 314 T€).

Die Pensionsrückstellungen für die ehemaligen nicht aktiven Vorstände und Geschäftsführer betragen 9.408 T€ (Vorjahr: 8.875 T€).

37. Namen der Organmitglieder

AUFSICHTSRAT

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Name Tätigkeit Sonstige Verwaltungs, Management oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Thomas Rabe* Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG alle Bertelsmann-intern:
Bertelsmann Inc., Wilmington/USA Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 30. November 2018)
RTL Group S.A./Luxemburg Vorsitzender des Aufsichtsrats
Penguin Random House LLC/UK Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 1. Januar 2018)
Bertelsmann Learning LLC, New York/USA Mitglied des Aufsichtsrats (bis 30. November 2018)
Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Management SE Relias Learning LLC, Cary/USA Mitglied des Aufsichtsrats (bis 30. November 2018)
Regina Hufnagel (bis 31. August 2018) Stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats der Symrise AG
Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG
Dr. Michael Becker (bis 16. Mai 2018)* im Ruhestand
Ursula Buck* Geschäftsführerin der Top Managementberatung Buck-Consult, München
Harald Feist Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG (ab 20. September 2018)
Vorsitzender des Betriebsrats und Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG (ab 31. August 2018)
Horst-Otto Gerberding* Geschäftsführender Gesellschafter der Gottfried Friedrichs (GmbH & Co.) KG
Bernd Hirsch (ab 16. Mai 2018) Finanzvorstand der Bertelsmann Management SE Evotec AG, Hamburg Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bertelsmann Inc., Wilmington/USA Mitglied des Aufsichtsrats
Penguin Random House LLC/UK Mitglied des Aufsichtsrats
RTL Group S.A./Luxemburg Mitglied des Aufsichtsrats
Jeanette Kurtgil IG BCE Gewerkschaftssekretärin im Landbezirk Nord Esco GmbH, Hannover, Mitglied des Beirats
Andre Kirchhoff Freigestellter Betriebsrat der Symrise AG
Prof. Dr. Andrea Pfeifer* Vorsitzende des Vorstands der AC Immune S.A., Lausanne/Schweiz Bio MedInvest AG, Basel/Schweiz Vorsitzende des Verwaltungsrats
AB2 Bio S.A., Lausanne/Schweiz Vorsitzende des Verwaltungsrats
Andrea Püttcher (ab 1. September 2018) Stellv. Vorsitzende des Betriebsrats und stellv. Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG
Dr. Winfried Steeger* Geschäftsführer der Unternehmen der Jahr-Gruppe, Hamburg Verwaltungsgesellschaft Otto mbH (mitbestimmte GmbH des Otto Konzerns), Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats
EUROKAI GmbH & Co. KGaA, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats
Blue Elephant Energy AG, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats
August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats
EUROGATE Geschäftsführungs- GmbH & Co. KGaA, Bremen Mitglied des Aufsichtsrats
Familie Thomas Eckelmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrats
Kurt F.W.A. Eckelmann GmbH, Hamburg stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrats
Familie Thomas Eckelmann GmbH & Co. KG, Hamburg stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrats
Dr. Ludwig Tumbrink Vice President Compounding Flavor EAME der Symrise AG
Peter Winkelmann Bezirksleiter der IG BCE Bezirk Alfeld amedes Holding GmbH, Hamburg stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
aenova Holding GmbH, Starnberg stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

* Anteilseignervertreter

VORSTAND

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Name Tätigkeit Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Heinz-Jürgen Bertram Chemiker Holzminden Vorsitzender des Vorstands
Olaf Klinger Kaufmann Holzminden Vorstand Finanzen
Heinrich Schaper Kaufmann Holzminden Vorstand Flavor
Dr. Jean-Yves Parisot Veterinärmediziner Paris/Frankreich Vorstand Nutrition (Diana) Probi AB, Lund/Schweden Vorsitzender des Aufsichtsrats
VetAgroSup, Lyon/Frankreich V orsitzender des Aufsichtsrats
Achim Daub Kaufmann New York/USA Vorstand Scent & Care Phlur, Inc., Austin/Texas, USA Mitglied des Aufsichtsrats

Holzminden, 14. Februar 2019

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Dr.' Jean-Yves Parisot

Olaf Klinger

Heinrich Schaper

Achim Daub

ANLAGENSPIEGEL

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2018

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Anschaffungskosten
In EUR 1.1.2018 Zugänge Abgänge
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 279.464.523,51 1.204.899,77 1.714.991,92
2. Geleistete Anzahlungen 3.808.077,64 5.841.626,88 0,00
283.272.601,15 7.046.526,65 1.714.991,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 171.649.047,98 1.192.042,27 43.573,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 204.920.227,35 4.853.612,73 1.208.785,56
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.318.143,15 3.270.167,18 3.986.993,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.587.558,53 17.381.406,20 0,00
458.474.977,01 26.697.228,38 5.239.353,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.277.643.714,58 29.136.588,19 0,00
2. Beteiligungen 2.238.062,32 0,00 0,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 53.320.930,39 16.491.477,42 5.135.684,11
4. Rückdeckungsversicherungen 86.918,10 0,00 47.504,00
3.333.289.625,39 45.628.065,61 5.183.188,11
4.075.037.203,55 79.371.820,64 12.137.533,20

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Anschaffungskosten Abschreibungen
In EUR Umbuchungen 31.12.18 1.1.2018
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.923.993,03 280.878.424,39 142.750.185,32
2. Geleistete Anzahlungen - 1.923.993,03 7.725.711,49 0,00
0,00 288.604.135,88 142.750.185,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.993.287,58 175.790.803,95 39.769.542,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.224.833,03 216.789.887,55 82.177.712,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.548.896,33 51.150.212,93 30.202.364,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 12.767.016,94 36.201.947,79 0,00
0,00 479.932.852,22 152.149.619,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.306.780.302,77 26.056,75
2. Beteiligungen 0,00 2.238.062,32 2.224.668,71
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 64.676.723,70 608.802,16
4. Rückdeckungsversicherungen 0,00 39.414,10 0,00
0,00 3.373.734.502,89 2.859.527,62
0,00 4.142.271.490,99 297.759.332,34

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Abschreibungen Buchwerte
In EUR Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen 31.12.18 31.12.18
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.445.336,29 1.714.991,92 0,00 0,00 155.480.529,69 125.397.894,70
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 7.725.711,49
14.445.336,29 1.714.991,92 0,00 0,00 155.480.529,69 133.123.606,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.996.837,97 43.573,88 - 10.977,43 0,00 46.711.828,98 129.078.974,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.730.073,23 1.008.514,83 2.558,22 0,00 96.901.828,94 119.888.058,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.322.676,63 1.956.492,58 8.419,21 0,00 33.576.968,02 17.573.244,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 36.201.947,79
28.049.587,83 3.008.581,29 0,00 0,00 177.190.625,94 302.742.226,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 26.056,75 3.306.754.246,02
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.224.668,71 13.393,61
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 78.396,82 530.405,34 64.146.318,36
4. Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 39.414,10
0,00 0,00 0,00 78.396,82 2.781.130,80 3.370.953.372,09
42.494.924,12 4.723.573,21 0,00 78.396,82 335.452.286,43 3.806.819.204,56

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Buchwerte
In EUR 31.12.17

in TEUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.714
2. Geleistete Anzahlungen 3.808
140.522
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 131.879
2. Technische Anlagen und Maschinen 122.743
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.116
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.588
306.326
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.277.618
2. Beteiligungen 13
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 52.712
4. Rückdeckungsversicherungen 87
3.330.430
3.777.278

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Symrise AG

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Symrise AG, Holzminden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Symrise AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

1) WERTHALTIGKEIT DER ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Die Symrise AG hält Anteile an verbundenen Unternehmen, die einen Großteil der Bilanzsumme ausmachen.

Gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB sind bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf die Anteile an verbundenen Unternehmen vorzunehmen. Die Gesellschaft überprüft jährlich anhand der Planungsrechnungen ihrer Tochtergesellschaften, ob sich Hinweise auf eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eines bilanzierten Anteils an einem verbundenen Unternehmen ergeben. Das Ergebnis dieser Überprüfung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftige Entwicklung des Geschäfts des jeweiligen verbundenen Unternehmens einschätzen.

Vor dem Hintergrund der Wesentlichkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen in Relation zur Bilanzsumme, der der Bewertung zugrundeliegenden Komplexität sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume war die Prüfung der Werthaltigkeit der bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Überprüfung der Werthaltigkeit nachvollzogen im Hinblick auf die Eignung zur Identifizierung von außerplanmäßigem Wertminderungsbedarf der bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen nach handelsrechtlichen Grundsätzen. Grundsätzlich erfolgt eine Überprüfung auf außerplanmäßigen Wertminderungsbedarf anhand der Planungen der einzelnen Tochtergesellschaften. Wir haben den Planungsprozess analysiert und die im Planungsprozess implementierten Kontrollen hinsichtlich ihrer Effektivität beurteilt. Die wesentlichen Prämissen der Planung haben wir mit den gesetzlichen Vertretern hinsichtlich der unterstellten Marktentwicklung besprochen sowie einen Abgleich mit den in der Vergangenheit realisierten Ergebnissen durchgeführt. Im Hinblick auf die Überleitung der Mittelfristplanung in die Langfristplanung haben wir uns insbesondere mit den Annahmen zur Wachstumsrate befasst. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen der verwendeten Diskontierungszinssätze teilweise wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten Beteiligungsbuchwertes haben können, haben wir die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogenen Parameter analysiert und die Berechnung im Hinblick auf die sich dafür ergebenden handelsrechtlichen Anforderungen nachvollzogen. Ferner haben wir Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer der wesentlichen Annahmen der Bewertung einschätzen zu können.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen keine Einwendungen ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Zu den bezüglich der Anteile an verbundenen Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" zu den Finanzanlagen.

2) UMSATZREALISIERUNG AUS DEM VERKAUF VON PRODUKTEN

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Im Jahresabschluss der Symrise AG werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten dann realisiert, wenn die mit dem Eigentum an den veräußerten Produkten verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übertragen wurden und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelbar ist. Dies ist regelmäßig dann der Fall, wenn der Gefahrenübergang auf der Grundlage der vereinbarten INCOTERMs stattgefunden hat.

Die Symrise AG verfügt über eine Vielzahl an Kunden sowie ein umfangreiches Produktsortiment. Durch die daraus resultierende große Anzahl unterschiedlicher vertraglicher Vereinbarungen ist hinsichtlich der sachgerechten Abbildung der Geschäftsvorfälle insbesondere in Bezug auf eine korrekte Periodenabgrenzung eine besondere Sorgfalt geboten. Vor diesem Hintergrund war die Umsatzrealisierung im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.

Prüferisches Vorgehen

Die gesetzlichen Vertreter der Symrise AG haben für die Realisierung von Umsatzerlösen aus Produktverkäufen detaillierte Bilanzierungsanweisungen erlassen und Prozesse implementiert. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die im Jahresabschluss der Symrise AG angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben für die Realisierung von Umsatzerlösen anhand der handelsrechtlichen Vorgaben gewürdigt. Unser prüferisches Vorgehen erstreckte sich unter anderem auf die Frage, ob die wesentlichen Chancen und Risiken im Rahmen des Verkaufs der Produkte auf die Käufer übergegangen sind. Wir haben die von den gesetzlichen Vertretern der Symrise AG implementierten Prozesse sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben für die Realisierung von Produktverkäufen hinsichtlich der handelsrechtlichen Bestimmungen analysiert. Wir haben die Effektivität der Kontrollen hinsichtlich der Umsatzrealisierung sowie der korrekten Abgrenzung von Umsätzen getestet. Wir haben die wesentlichen Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2018 unter anderem auf eine Korrelation mit den dazugehörigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit Zahlungseingängen untersucht und Analysen der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2018 im Hinblick auf die Periodenabgrenzung auf Basis analytischer Prüfungshandlungen durchgeführt. Wir haben die Umsatzrealisierung anhand der Vereinbarungen in Verträgen stichprobenhaft im Hinblick auf die handelsrechtlichen Anforderungen analysiert.

Insgesamt haben sich aus unseren Prüfungshandlungen hinsichtlich der Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Produkten keine Einwendungen ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Zu den bezüglich Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Produkten angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" Textziffer 20 "Umsatzerlöse".

3) LAUFENDE UND LATENTE ERTRAGSTEUERN

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Der Symrise-Konzern betreibt seine Geschäftstätigkeit in verschiedenen Rechtsordnungen mit der hiermit einhergehenden Komplexität der Sachverhalte, die sich auch auf die Symrise AG auswirken und der Bilanzierung laufender und latenter Ertragsteuern zugrunde liegen, namentlich die verwendeten Verrechnungspreise, sich ändernde Steuergesetze und konzerninterne Finanzierungen. Die Ermittlung der Rückstellungen für ertragsteuerliche Verpflichtungen und die Ermittlung latenter Steuerpositionen erfordert, dass die gesetzlichen Vertreter der Symrise AG Ermessen bei der Beurteilung von Steuersachverhalten, der Schätzung bezüglich der steuerlichen Risiken sowie der Realisierung der latenten Steuern ausüben.

Prüferisches Vorgehen

Die gesetzlichen Vertreter der Symrise AG beauftragen regelmäßig externe Steuerexperten, um ihre eigene Risikoeinschätzung zu validieren. Wir haben unsere Steuerspezialisten eingebunden, um diese steuerlichen Beurteilungen zu würdigen. Unsere Spezialisten haben auch die Korrespondenz mit den zuständigen Steuerbehörden und die Annahmen zur Ermittlung der laufenden Steuerrückstellungen sowie der latenten Steuern insbesondere unter Berücksichtigung der geltenden Verrechnungspreise auf der Grundlage ihrer Kenntnisse und ihrer Erfahrungen über die derzeitige Anwendung der einschlägigen Rechtsvorschriften durch Behörden und Gerichte analysiert. Die Berechnung der latenten Steuerpositionen haben wir hinsichtlich der Vorgaben des § 274 HGB nachvollzogen. Weiterhin haben wir insbesondere die Annahmen der Symrise AG hinsichtlich der Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern analysiert. Darüber hinaus erstreckte sich unser prüferisches Vorgehen auch auf die Angaben im Anhang der Symrise AG über die laufenden und die latenten Ertragsteuern.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Bilanzierung laufender und latenter Ertragsteuern keine Einwendungen ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Zu den bezüglich laufender und latenter Ertragsteuern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz" Textziffer 16 "Latente Steuern" sowie im Abschnitt "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" Textziffer 27 "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".

SONSTIGE INFORMATIONEN

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die

im Kapitel "Erklärung des Vorstands" des Berichts Jahresabschluss 2018 (HGB) enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB,

sowie die in den übrigen Teilen des Berichts des Jahresabschlusses der Symrise AG erlangten Informationen, mit Ausnahme des Jahresabschlusses, des Lageberichtes sowie unseres dazugehörigen Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Symrise AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christian Janze.

Hannover, 15. Februar 2019

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Ludwig, Wirtschaftsprüfer

Dr. Janze, Wirtschaftsprüfer

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Holzminden, 14. Februar 2019

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Dr. Jean-Yves Parisot

Olaf Klinger

Heinrich Schaper

Achim Daub

Bericht des Aufsichtsrats

der Symrise AG

Sehr geehrte Aktionäre,

die internationale Wirtschaftsentwicklung bildete 2018 eine stabile Grundlage für die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens. Die globale Wirtschaftsleistung nahm ebenso wie 2017 um 3,7 % zu; auch für das laufende Jahr wird mit dieser Wachstumsrate gerechnet. Wichtige konjunkturelle Impulse gingen in vielen Industrie- und Schwellenändern vom privaten Konsum aus, begünstigt von einer hohen Beschäftigung und steigenden privaten Einkommen. Symrise profitiert mit seinem attraktiven und diversifizierten Produktportfolio in besonderem Maße von diesem international verbreiteten Konjunkturmuster. Allerdings haben auch die Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten spürbar zugenommen. Die seit Jahrzehnten unbestrittenen Leitlinien eines freien Welthandels zum Nutzen aller und einer konstruktiven politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg werden zunehmend - auch von wichtigen Akteuren - in Frage gestellt. Ein weiteres Feld der Unsicherheit ist die anhaltend hohe Volatilität der Energie- und Rohstoffpreise, von der auch die Duft- und Geschmackstoffbranche betroffen ist. Symrise wirkt diesem Risiko durch eine gezielte Rückwärtsintegration und langfristige Partnerschaften in der Beschaffung entgegen. Das Geschäftsmodell und die Strategie unseres Unternehmens haben sich seit dem Börsengang im Jahr 2006 eindrucksvoll bewährt. Das gilt auch für das Geschäftsjahr 2018.

Im nachfolgenden Bericht möchte ich Sie über die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats informieren. Auch im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen wiederum zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Diskussion und Entscheidung an. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns umfassend erörtert und abgestimmt. Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2018 eine eigene Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens abgehalten.

Wir haben sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Hierzu zählten vor allem die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, laufende und geplante Investitionen, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und -planung, die Risikosituation und das Risikomanagement sowie das Compliance Management-System. Über Angelegenheiten, die nach Gesetz oder Satzung zustimmungspflichtig sind, hat uns der Vorstand frühzeitig unterrichtet und uns diese rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu diesen Beschlussvorschlägen und den Berichten des Vorstands haben wir, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch schriftlich oder telefonisch.

Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden uns vom Vorstand monatlich berichtet. Soweit es überhaupt zu Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planungen und Zielen kam, haben wir ausführliche Erläuterungen in schriftlicher und mündlicher Form erhalten, sodass wir mit dem Vorstand über die Gründe für die Abweichungen und zielführende Korrekturmaßnahmen diskutieren konnten.

Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand in engem und kontinuierlichem Dialog. Das immer noch vergleichsweise verhaltene Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung, die andauernde Niedrigzinsphase, die politischen Krisen insbesondere in Brasilien und der Türkei und die daraus für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen sowie der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der drei Segmente waren wiederholt Gegenstand unserer Gespräche mit dem Vorstand. Das gilt auch für mögliche Risiken aus sogenannten Handelskriegen, insbesondere im Verhältnis der USA zu Europa, beziehungsweise im Verhältnis der USA zu China oder auch im Verhältnis zu Russland. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ausscheidens des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union und separatistischer Bewegungen, wie zum Beispiel in Spanien, auf die zukünftige Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens wurden immer wieder thematisiert.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung hinsichtlich der den Interessenkonflikten zugrunde liegenden Sachverhalte und dem Umgang mit ihnen zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2018 nicht aufgetreten.

DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, haben wir in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz.

Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen, so dass der Aufsichtsrat immer über eine umfassende Informationsbasis für seine Beratungen verfügt.

Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört zu seinen Aufgaben. Dabei durchlaufen Kandidaten, die das Potenzial zur Übernahme einer Vorstandstätigkeit mitbringen, ein Assessment, welches mit Hilfe eines externen Dienstleisters von der individuellen Analyse unmittelbar in einen individuellen Entwicklungsplan mündet. Bereits in diesem frühen Stadium werden die Ziele zur zukünftigen Zusammensetzung des Vorstands angemessen berücksichtigt. Ziel ist es, sämtliche Vorstandspositionen auch kurzfristig und intern nachbesetzen zu können. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems, mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung samt Zielvereinbarungen und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Langfristig soll der Frauenanteil im Vorstand 20 % erreichen. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Harald Feist, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer, Herr Dr. Ludwig Tumbrink und Herr Peter Winkelmann.

Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018 zweimal. An beiden Sitzungen nahmen alle Mitglieder teil. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Bewertung der Leistungen der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2017, die Vereinbarung der Ziele für das Geschäftsjahr 2018 und die Überprüfung der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Der Schwerpunkt der Überprüfung lag dabei auf der mehrjährigen Vergütung (LTIP) und deren Wirkmechanismus. Auch die zukünftige Entwicklung der Organisation auf Vorstandsebene vor dem Hintergrund unseres schnell wachsenden Unternehmens war Gegenstand der Beratungen.

Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem, der Abschlussprüfung und dem Compliance Management-System. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Soweit der Abschlussprüfer auch Steuerberatungsleistungen für Gesellschaften des Symrise Konzerns erbringt, sind diese vorab vom Prüfungsausschuss ausdrücklich zu genehmigen. Insgesamt hat der Prüfungsausschuss für derartige Steuerberatungsleistungen des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2018 ein Budget von 250.000 € genehmigt. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Die für das Geschäftsjahr 2018 zu erstellende nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b HGB ist nicht gesondert vom Prüfungsausschuss behandelt worden. Hiermit hat sich das Aufsichtsratsplenum befasst. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Group Compliance-Officers und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Bernd Hirsch (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Herr Harald Feist, Frau Jeannette Kurtgil, Herr Dr. Winfried Steeger und Herr Peter Winkelmann. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018 fünfmal, davon wurde eine Sitzung als Telefonkonferenz abgehalten. Ein Mitglied des Prüfungsausschusses konnte an einer Sitzung nicht teilnehmen.

An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen regelmäßig der Finanzvorstand und im Bedarfsfall der Abschlussprüfer, der Vorstandsvorsitzende und weitere Gäste, wie zum Beispiel die Leitung der Innenrevision oder der Compliance Officer, zu einzelnen Tagesordnungspunkten teil. Der Prüfungsausschuss hat sich auch in diesem Jahr wieder detailliert mit der Risikoberichterstattung beschäftigt. Breiten Raum nahm dabei die Qualifizierung der weltweiten Symrise Standorte unter Risikogesichtspunkten ein. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung beziehungsweise des Reviews des Zwischenabschlusses nach Ablauf des ersten Halbjahres ergeben haben.

Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 zu wählen. Ferner hat der Prüfungsausschuss die entsprechenden Unabhängigkeitserklärungen des Abschlussprüfers Ernst & Young eingeholt. Der Prüfungsausschuss erteilte dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag, vereinbarte mit diesem einen risikoorientierten Prüfungsansatz und legte einzelne Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2018 fest. Weiter bereitete er die Beschlussfassung des Aufsichtsrats zum Abschlussprüferhonorar vor.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Herr Harald Feist und Herrn Dr. Ludwig Tumbrink vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 nicht einberufen werden.

Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 nicht einberufen werden.

THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM

Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit und Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren erneut die Auswirkungen der verschiedenen internationalen Krisenherde, des immer noch vergleichsweise verhaltenen Wachstums der Weltwirtschaft, der andauernden Niedrigzinsphase und die anhaltend hohe Volatilität der Energie- und Rohstoffpreise, von der auch unsere Branche betroffen ist. Die anhaltenden Staatsschuldenkrisen in Europa, drohende Handelskriege und das Ausscheiden des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union und deren mögliche Auswirkungen auf unser Unternehmen bildeten ebenfalls einen Gegenstand unserer Beratungen. Vor diesem Hintergrund haben wir die vom Vorstand ergriffenen und für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen ausführlich mit dem Vorstand diskutiert.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Unternehmens und seiner drei Segmente in den jeweiligen Regionen unter den dort gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanz- und Liquiditätslage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und deren Entwicklung gemessen an den Planzielen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 fünf ordentliche Sitzungen, davon zwei Schwerpunktsitzungen, abgehalten. Die erste Schwerpunktsitzung befasste sich mit der Strategie des Unternehmens, ihrer Überprüfung angesichts des sich verändernden wirtschaftlichen Umfelds und dem Stand ihrer Umsetzung, während die Jahresplanung 2019 im Mittelpunkt der zweiten Schwerpunktsitzung stand. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilgenommen.

In unserer Sitzung am 7. März 2018 haben wir uns mit dem Vorstand über die Feststellung des Jahresabschlusses 2017 und die Billigung des Konzernabschlusses 2017, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2018, die Erklärung zur Unternehmensführung und den Corporate Governance-Bericht beraten und abgestimmt. Der Vorstand erläuterte Einzelheiten zur aktuellen Rohstoffkrise. Hiervon sind viele wichtige Ausgangsstoffe für die Duftstoffproduktion betroffen. Lieferanten vorwiegend aus dem asiatischen Raum sind aufgrund verschärfter Umweltauflagen vom Markt verschwunden. Brände bei Lieferanten aus Europa und Asien haben zu einer weiteren Verknappung wichtiger Rohstoffe geführt. Wir haben mit dem Vorstand ausführlich über geeignete Vorsorgemaßnahmen beraten. Langfristige Partnerschaften im Bereich der Beschaffung und die fortschreitende Rückwärtsintegration bezüglich wichtiger Rohstoffe waren wiederholt Schwerpunkte unserer Arbeit. In dieser Sitzung haben wir angesichts der veränderten Marktbedingungen auch über eine Anpassung der Vorstandsvergütung gesprochen. Eine marktgerechte Vergütung des Vorstands ist für die Gewährleistung der Leistungsbereitschaft und Stabilität im Vorstand unabdingbar. Hierbei haben wir sowohl auf eine Vergütungsstudie eines externen Vergütungsberaters für die Vergütungen in DAX- und MDAX-Unternehmen zurückgegriffen, als auch die Entwicklung der tariflichen und außertariflichen Gehälter im Symrise Konzern zum Vergleich herangezogen. Der Aufsichtsrat befasste sich auch mit der Offenlegung von nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen. Diese Berichtspflicht betrifft zwei Kernthemen. Zum einen ist der Lagebericht um eine "nichtfinanzielle Erklärung", die Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer und Sozialbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Korruptionsbekämpfung enthält, zu ergänzen. Zum anderen müssen Unternehmen in ihrer Erklärung zur Unternehmensführung Angaben zum Diversitätskonzept machen. An dieser Sitzung hat neben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats auch der Abschlussprüfer teilgenommen.

In unserer Sitzung am 15. Mai 2018 standen vor allem der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2018 und zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 sowie die bevorstehende Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratungen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat ebenfalls über den Stand laufender Investitionsprojekte. Der Stand der Umsetzung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) war ein weiteres Thema. An dieser Sitzung hat ein Mitglied des Aufsichtsrats nicht teilgenommen.

In der Sitzung am 7. August 2018 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des zweiten Quartals und des ersten Halbjahrs 2018 und der Aktualisierung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2018, dem Risikobericht sowie dem Bericht des Prüfungsausschusses. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Die Sitzung am 20. September 2018 wurde, wie auch in den Jahren zuvor, ganz der Unternehmensstrategie gewidmet. Wir haben uns von einem unabhängigen Dritten eine detaillierte Analyse unseres Unternehmens und seiner Strategie von außen präsentieren lassen. Denknotwendig ist eine solche Analyse unvollständig und in Teilen auch unrichtig. Trotzdem bildete sie eine sehr gute Basis für unsere Diskussion mit dem Vorstand. Der Vorstand erläuterte mit einem Rückblick auf das Jahr 2018 die im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Strategie erreichten Ziele. Dabei wurden auch die unterschiedlichen Strategien anderer Unternehmen hinsichtlich deren Merkmale und deren Qualität zum Vergleich herangezogen. Neben der Diversifizierung des Portfolios haben wir auch die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit im Wettbewerb mit dem Vorstand diskutiert. Auch die in Zukunft zu erwartenden Megatrends und deren Einfluss auf die Duftstoff- und Aromenindustrie und ein stark wachsendes Umwelt- und Sicherheitsbewusstsein der Verbraucher haben bei unseren strategischen Überlegungen eine große Rolle gespielt. Die sich abzeichnenden signifikanten Veränderungen des Konsumentenverhaltens bedeuten zukünftig neue und veränderte Innovationsbedürfnisse der Kunden von Symrise. Das Unternehmen wird zunehmend zum Anbieter komplexer Produktlösungen, die authentisch sein müssen, um erfolgreich zu sein. Dies bedingt das Verstehen natürlicher Prozesse, um dem Kunden das Beste aus Natur und Wissenschaft kombiniert anbieten zu können. Natürliche Geschmackslösungen müssen zukünftig vom Konsumenten akzeptierte Inhaltsstoffe aufweisen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Technologien für eine nachhaltige Rückgewinnung natürlicher Aromen zunehmend an Bedeutung. Ergänzend zu diesen Überlegungen haben wir mit dem Vorstand die mittelfristige Planung und die hierin vorgesehenen Investitionsprojekte und deren Volumen diskutiert. An dieser Sitzung hat ein Mitglied des Aufsichtsrats nicht teilgenommen.

Die Sitzung am 5. Dezember 2018 stand im Zeichen der Unternehmensplanung für das bevorstehende Geschäftsjahr 2019. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2019 genehmigt. Wir haben gemeinsam mit dem Vorstand die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und die Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats unverändert zum Vorjahr bestätigt. Dies umfasst auch das gemäß Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 des DCGK zu erarbeitende Kompetenzprofil des Gesamtaufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand den Stand der Corporate Gover-nance bei Symrise erörtert und die Inhalte der Corporate Governance-Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung abgestimmt. Aufgrund der Bestimmung des § 289b Abs. 1 HGB ist Symrise auch für das Geschäftsjahr 2018 verpflichtet, eine sogenannte "nichtfinanzielle Erklärung" als Teil des Lageberichts zu veröffentlichen. Symrise macht dabei von der in § 289b Abs. 3 HGB vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch und erstellt für das Geschäftsjahr 2018 einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht außerhalb des Lageberichts. Dieser wird zeitgleich mit dem Jahresabschluss 2018 veröffentlicht und findet sich auch auf der Internetseite von Symrise unter http://ub2018.symrise.de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsbilanz.

Gemäß § 171 AktG obliegt es dem Aufsichtsrat auch zu überprüfen, ob der gesonderte nichtfinanzielle Bericht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Der Aufsichtsrat hat diesbezüglich von der in § 111 Abs. 2 S. 4 AktG vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch gemacht und als externen Sachverständigen die DQS CFS GmbH mit der inhaltlichen Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Berichts 2018 der Symrise AG beauftragt. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2018

Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und der Lagebericht der Symrise AG wurden vom Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH geprüft. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2018 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Konzernabschluss der Symrise AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH versah auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Bericht des Abschlussprüfers hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 13. Februar und 5. März 2019 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 6. März 2019 intensiv diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen des Jahres- und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil. Dabei berichteten sie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte uneingeschränkt zur Verfügung.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 6. März 2019 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

Der für das Geschäftsjahr 2018 aufgestellte gesonderte nichtfinanzielle Bericht wurde inhaltlich durch die DQS CFS GmbH geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Beanstandungen geführt.

Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht ist auf der Internetseite von Symrise unter http://ub2018.symrise.de/nachhaltigkeit/ nachhaltigkeitsbilanz veröffentlicht.

CORPORATE GOVERNANCE

Über die Corporate Governance bei der Symrise AG berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") einmal im Jahr im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d des Handelsgesetzbuchs. Die Erklärung zur Unternehmensführung beinhaltet (i) die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, (ii) relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, (iii) eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen, (iv) Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands nebst Umsetzungsfristen und (v) eine Beschreibung des Diversitätskonzepts im Hinblick auf die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat. Nach der derzeit gültigen Fassung der Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 und mit Berichtigungen vom 19. Mai 2017 erneut bekannt gemachten aktuellen Fassung vom 7. Februar 2017 ("DCGK 2017") ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen.

Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns auch dieses Jahr wieder entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK 2017 in die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach Ziffer 4.2.5 des DCGK 2017 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 48 bis 56 des Finanzberichts 2018 enthalten.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d des Handelsgesetzbuches ist nebst des darin integrierten Corporate Governance-Berichts von Vorstand und Aufsichtsrat auch auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht.

Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.

Wir haben die Weiterentwicklung der Corporate Governance-Standards im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2018 aufmerksam beobachtet und werden dies auch weiterhin tun.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 5. Dezember 2018 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft und als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht. Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 und mit Berichtigungen vom 19. Mai 2017 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 7. Februar 2017 entsprochen und wird dies auch zukünftig tun.

VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Berichtsjahr gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand.

Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Frau Regina Hufnagel ist mit Ablauf des 31. August 2018 in den Ruhestand getreten. Frau Andrea Püttcher ist als gewähltes Ersatzmitglied auf der Arbeitnehmerseite nachgerückt. Zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden hat der Aufsichtsrat Herrn Harald Feist gewählt.

Herr Dr. Becker ist mit Ablauf der Hauptversammlung vom 16. Mai 2018 wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Die Hauptversammlung vom selben Tage hat Herrn Bernd Hirsch als Nachfolger auf der Anteilseignerseite gewählt.

Die mittlerweile weltweit fast 9.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Symrise Konzerns tragen ganz wesentlich zum Erfolg unseres Unternehmens bei. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland sowie allen Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement, für ihre konstruktive und kreative Zusammenarbeit im Dienste der Kunden des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2018 geleistete hervorragende Arbeit.

Holzminden, 5. März 2019

Für den Aufsichtsrat

Dr. Thomas Rabe, Vorsitzender

Impressum

Herausgeber

Symrise AG

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Konzernkommunikation

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Text und Redaktion

PvF Investor Relations, Oberursel

Konzept, Design & Umsetzung

3st kommunikation, Mainz

Fotografie (Titel)

Raphael Sprenger, Brilon

Satz

BG media design GmbH, Darmstadt

Druck

AC medienhaus GmbH, Wiesbaden-Nordenstadt

Veröffentlichungsdatum dieses Berichts

13. März 2019

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Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Finanzbericht beinhaltet zukunftsgerichtete Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Prognosen der Symrise AG beruhen. Der zukünftige Geschäftsverlauf und die Ergebnisse, die durch die Symrise AG und ihre verbundenen Unternehmen tatsächlich erzielt werden, sind einer Vielzahl von Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt und können daher wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Symrise AG und können im Voraus nicht genau eingeschätzt werden. Bei diesen Faktoren handelt es sich zum Beispiel um eine ungünstige Entwicklung der Weltwirtschaft, eine Veränderung des Konsumentenverhaltens, Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien. Sollte einer dieser genannten oder ungenannten Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend herausstellen, können die tatsächlich erzielten Ergebnisse signifikant von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Symrise übernimmt keinerlei Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen laufend zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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