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Symrise AG — Annual Report 2017
Apr 18, 2018
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Annual Report
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Symrise AG
Holzminden
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
Lagebericht 1. Januar bis 31.Dezember 2017
Highlights 2017
Zwölf Jahre Umsatzwachstum bei hoher Profitabilität
ENTWICKLUNG UMSATZERLÖSE/EBITDA Umsatz und EBITDA in Mio. €, Marge in %

* EBITDA bereinigt um Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen
UMSATZ NACH REGIONEN In % vom Konzernumsatz bzw. Umsatzwachstum in % (in Berichtswährung)

€ 2,08 Ergebnis je Aktie
€ 0,88 Vorgeschlagene Dividende
Vorgeschlagene Dividende
UMSATZ IN SCHWELLENLANDERN Anteil in % vom Konzernumsatz

KURSENTWICKLUNG der Symrise Aktie 2017

Überblick zum Geschäftsjahr 2017
Das Wachstum der Weltwirtschaft beschleunigte sich im Jahr 2017 leicht. Für Symrise war 2017 ein erfolgreiches Jahr. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 2.996 Mio. € (2016: 2.903 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse organisch um 6 %. Unter Berücksichtigung von Portfolioeffekten - insbesondere dem Verkauf der Industrieaktivitäten von Pinova im Dezember 2016 und den Akquisitionen Nutraceutix und Cobell - sowie von Wechselkurseffekten stieg der Umsatz um 3 %.
Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 44 % und lag damit geringfügig über dem Vorjahreswert von 43 %. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) des Symrise Konzerns erhöhte sich um 1 % auf 630 Mio. € (2016 EBITDAN1 : 625 Mio. €). Die auf den Umsatz bezogene EBITDA-Marge lag mit 21,0 % unter dem normalisierten Vorjahreswert von 21,5 %, vor allem durch gestiegene Rohstoffkosten.
Das Segment Scent &Care erzielte 2017 einen Umsatz von 1.263 Mio. €. Im Vorjahresvergleich stiegen die Umsätze organisch um 4 %. Unter Berücksichtigung des Verkaufs der Pinova Inc. lag der Umsatz des Segments erwartungsgemäß 4 % unter dem Wert des Vorjahres (2016: 1.311 Mio. €). Das EBITDA erreichte 248 Mio. €, was einem Rückgang um 4 % gegenüber dem normalisierten Wert des Vorjahres entspricht. Die EBITDA-Marge belief sich 2017 auf 19,6 %, gegenüber 19,7 % im Jahr 2016. Flavor steigerte seinen Umsatz auf 1.102 Mio. € und erzielte ein organisches Wachstum von 9 %. Das EBITDA des Segments lag 2017 mit 243 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert (2016: 234 Mio. €). Die EBITDA-Marge betrug 22,0 %, nach 23,0 % im Vorjahr. Im Segment Nutrition stiegen die Umsätze auf 631 Mio. €. Organisch betrug der Anstieg 7 %. Das Segment erzielte 2017 ein EBITDA von 139 Mio. €; das Ergebnis lag damit 5 Mio. € über dem Vorjahr (2016: 134 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte 22,1 %, nach 23,2 % im Jahr 2016.
Der Jahresüberschuss des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem normalisierten Vorjahr um 2 % auf 270 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von normalisiert 2,05 € im Vorjahr auf 2,08 € im Berichtsjahr. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 vor, die Dividende von 0,85 € auf 0,88 € je Aktie anzuheben.
Der operative Cashflow lag 2017 mit 396 Mio. € um 57 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 339 Mio. €. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns reduzierten sich zum 31. Dezember um 72 Mio. € auf 230 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) verringerte sich zum Bilanzstichtag 2017 um 49 Mio. € auf 1.922 Mio. €. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDA auf Jahresbasis belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2017 auf 3,0 und liegt infolge der getätigten Akquisitionen temporär oberhalb der von Symrise angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.
Grundlagen des Symrise Konzerns
STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
UNTERNEHMENSPROFIL
Symrise ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen sowie funktionalen Inhaltsstoffen. Zu den Kunden gehören Parfüm-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkehersteller, die pharmazeutische Industrie sowie Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln und Heimtiernahrung. Mit einem Umsatz von 3,0 Mrd. € im Geschäftsjahr 2017 und einem Marktanteil von 11 % gehört das Unternehmen zu den weltweit führenden Anbietern im Markt für Düfte und Aromen. Der Konzern mit Sitz in Holzminden ist mit mehr als 90 Niederlassungen in Europa, Afrika und dem Nahen sowie Mittleren Osten, in Asien, den USA sowie in Lateinamerika vertreten. Der Symrise Konzern entstand ursprünglich aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann &Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2017 von rund 9,3 Mrd. € zu den im MDAX® geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf rund 94 %.
Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den Segmenten Flavor, Nutrition sowie Scent &Care. Alle Segmente verfügen über Bereiche wie Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.
1 Im Geschäftsjahr 2016 sind im Rahmen des Erwerbs der Pinova Gruppe Akquisitions- und Integrationskosten in Höhe von 18,7 Mio. € angefallen. Des Weiteren entstand aus der Veräußerung der Pinova Inc. am 9. Dezember 2016 ein Gewinn in Höhe von 3,5 Mio. €. Im Folgenden weisen wir für das Geschäftsjahr 2016 normalisierte Ergebnisse (EBITN/EBITDAN) aus, die um diese einmaligen, nicht wiederkehrenden Sondereinflüsse bereinigt sind. Ferner wurden die Vorjahreszahlen aufgrund der finalisierten Kaufpreisallokation für Nutraceutix angepasst. Weitere Informationen dazu siehe Anhang Textziffer 2.1.
Das Segment Flavor beinhaltet die Anwendungsbereiche Beverages, Savory und Sweet. Das Segment Nutrition besteht aus dem Geschäftsbereich Diana mit den Anwendungsbereichen Food, Pet Food, Aqua und Probi. Das Segment Scent &Care umfasst die Geschäftsbereiche Fragrance, Cosmetic Ingre-dients und Aroma Molecules.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist zudem jeweils nach vier Regionen organisiert: Europa, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten (EAME), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika.
Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Accounting, Controlling, Steuern, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Group Compliance, Interne Revision und Information Technology (IT) wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik sind in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt. Diese unterhalten auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns.
Der Firmensitz der Symrise AG befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.360 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb sowie im Corporate Center. Regionale Hauptsitze unterhält Symrise in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (Säo Paulo), Singapur und Frankreich (Rennes, Bretagne). Wichtige Standorte für Produktionsanlagen und Entwicklungszentren befinden sich in Deutschland, Frankreich, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 40 Ländern.
LEITUNG UND KONTROLLE
Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.
Dem Vorstand der Symrise AG gehören fünf Mitglieder an:
Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorsitzender des Vorstands), Achim Daub (Vorstand Scent &Care), Olaf Klinger (Vorstand Finanzen), Dr. Jean-Yves Parisot (Vorstand Nutrition) und Heinrich Schaper (Vorstand Flavor). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.
STANDORTE WELTWEIT 2017

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören zwölf Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.
Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt.
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND PRODUKTE
WERTSCHÖPFUNGSKETTE VON SYMRISE
Symrise stellt rund 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette der drei Segmente erstreckt sich über die Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmacksstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung &Entwicklung (F &E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F &E-Aktivitäten.
WERTSCHÖPFUNGSKETTE VON SYMRISE

SYMRISE
Segmente

Geschäftsbereiche

Anwendungsbereiche

Unternehmensstruktur, Stand: Dezember 2017
UNTERNEHMENSSTRUKTUR
Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Heimtiernahrung, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln.
Die Produktion der Geschmacks- und Duftstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.
FLAVOR
Das Produktspektrum von Flavor besteht aus rund 13.000 Produkten, die in 146 Ländern verkauft werden. Die produzierten Geschmacksstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmacksstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Inhaltsstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Die Standorte des Segments befinden sich in mehr als 40 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika.
Die Geschmacks- und Inhaltsstoffe des Geschäftsbereichs Flavor kommen in drei Anwendungsbereichen zum Einsatz:
Beverages: Mit der globalen Getränkekompetenz bei nichtalkoholischen, alkoholischen sowie Trocken- und Instant-Getränken setzt Symrise mit authentischen und innovativen Geschmackserlebnissen neue Standards und Trends für die nationale und internationale Getränkeindustrie. Jahrelange Expertise, begleitende Technologien und ein umfangreiches Markt- und Verbraucherverständnis eröffnen der Getränkeindustrie völlig neue Perspektiven und erfüllen damit die individuellen Bedürfnisse der Kunden.
Savory: Die würzigen Aromen kommen in zwei Kategorien zur Anwendung: In der Kategorie "Culinary" mit Geschmackslösungen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte, Instant-Nudeln und Fleischprodukte sowie in der Kategorie "Snackfood" mit Aufstreuwürzungen - sogenannte Seasonings - für Knabberartikel. Für beide Gebiete gilt es, die ständig wachsenden Verbraucherwünsche vor allem nach authentischem Geschmack, Natürlichkeit und "Convenience" in erfolgreiche Konzepte für die Kunden umzusetzen. Dabei setzt Symrise insbesondere auf seine nachhaltigen Kernkompetenzen Fleisch und Gemüse sowie auf Lebensmitteltechnologie und -forschung auf höchstem Niveau.
Sweet: Im Anwendungsbereich der süßen Aromen kreiert Symrise innovative Geschmackslösungen basierend auf einem umfassenden Markt- und Konsumentenverständnis für die Produktbereiche Zucker- und Schokoladenwaren, Kaugummi, Backwaren, Cerealien, Eiscreme und Milchprodukte sowie für den Bereich Health Care. Interdisziplinäre Teams erfüllen mit hoher Kreativität die spezifischen Anforderungen der Kunden. Ein diversifiziertes Produktportfolio bietet den Konsumenten aufregende und einzigartige Geschmackserlebnisse.
NUTRITION
Das Segment Nutrition unterhält 39 Standorte in 25 Ländern. Die Produktpalette des Segments Nutrition teilt sich in vier Anwendungsbereiche auf:
Food: Der Bereich mit seinen Food Ingredients umfasst natürliche, sensorische Produktlösungen wie Geschmack, Textur, Farbe und Funktionalität bei Lebensmitteln und Getränken. Weiterhin bietet der Bereich Produkte für Babynahrung an. Dabei verfügt Diana über eine umfangreiche Rückwärtsintegration bei Gemüse, Früchten, Fleisch und Meeresfrüchten.
Im Vordergrund stehen die Aspekte Qualität, Nachverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit.
Pet Food: Hierzu gehören geschmacks- und akzeptanzverbessernde natürliche Produktlösungen für Heimtiernahrung. Zur Weiterentwicklung der sensorischen Produkteigenschaften unterhält der Anwendungsbereich eigene Hunde- und Katzenpanel. Ferner bilden Lösungen für eine verbesserte Produktakzeptanz der Tierhalter einen Entwicklungsschwerpunkt.
Aqua: Der Anwendungsbereich Aqua entwickelt und produziert nachhaltige Meeresinhaltsstoffe für Aquakulturen, wobei Ernährungsphysiologie und Tiergesundheit im Vordergrund stehen.
Probi: In diesem Anwendungsbereich sind alle probiotisch geprägten Aktivitäten gebündelt, für die vor allem die schwedische Symrise Beteiligung Probi zuständig ist. Probi entwickelt Probiotika für Lebensmittel, Getränke sowie Nahrungsergänzungsmittel mit einem gesundheitsfördernden Zusatznutzen.
SCENT &CARE
Das Segment Scent &Care verfügt über Standorte in mehr als 30 Ländern und vertreibt seine rund 15.000 Produkte in 124 Ländern. Scent &Care unterteilt sich in die drei globalen Geschäftsbereiche Fragrance, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules, in denen die Produkte in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:
Fragrance: Unser Kreativ- und Kompositionsgeschäft umfasst die vier globalen Anwendungsbereiche Fine Fragrances, Beauty Care, Home Care und Oral Care. Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Beauty Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Home Care) eingesetzt. Darüber hinaus bietet Symrise die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an (Anwendungsbereich Oral Care). Die Zielsetzung des Geschäftsbereichs ist es, allen Menschen, die sich mit unseren Fragrance-Aktivitäten beschäftigen, "ein besseres Leben durch Duft" zu vermitteln. Der Geschäftsbereich beschäftigt mehr als 70 hochtalentierte und anerkannte Parfümeure mit 14 verschiedenen Nationalitäten, die in 11 Kreativzentren auf der ganzen Welt arbeiten. Ihre kombinierte Erfahrung addiert sich zu mehr als 1.300 Jahren in der Parfümerie.
Cosmetic Ingredients: Symrise ist ein führendes Unternehmen auf den internationalen Märkten der kosmetischen Premium-Wirkstoffe, von Kosmetikprodukten mit multifunktionalem Nutzen sowie für Sonnenschutz. Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients ist ein anerkannter Innovationsführer, der in den letzten zehn Jahren mit 31 Innovationspreisen für neue Wirkstoffe ausgezeichnet wurde. Im gleichen Zeitraum wurden Patentanmeldungen für zahlreiche neue Wirkstoffe eingereicht. Allein im Jahr 2017 erfolgten sieben neue Patentanmeldungen. Die bei Cosmetic Ingredients hergestellten Produkte werden in Haut- und Haarpflegeprodukten, Sonnenschutzmitteln, Herrenpflegemitteln, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos und Deodorants verwendet. Produkte mit pflegenden Eigenschaften sowie alternative Konservierungsmittel und Farben sind weitere Schwerpunkte des Geschäftsbereichs.
Aroma Molecules: Der Geschäftsbereich umfasst die Anwendungsgebiete Menthols, Special Fragrance &Flavor Ingredients, Sensory &Terpene Ingredients und Fine Aroma Chemicals.
Im Anwendungsgebiet Menthols wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance &Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals stellen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität her. Diese Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen eingesetzt als auch an Unternehmen der Konsumgüterindustrie und andere Unternehmen der Duft- und Geschmacksstoffindustrie vertrieben. Das Anwendungsgebiet Sensory &Terpene Ingredients umfasst das 2016 erworbene und integrierte US-Unternehmen Renessenz LLC mit seinen terpenbasierten Produkten, die aus erneuerbaren und nachhaltigen Rohstoffen gewonnen werden.
MARKT UND WETTBEWERB
MARKTSTRUKTUR
Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmacks- und Duftstoffe (F &F-Markt/Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2017 nach neuesten Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants (10. Ausgabe aus Dezember 2016) auf 23,3 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsbereichen Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach Berichten von TechNavio/Infiniti (Ausgabe Dezember 2016) und Global Industry Analysts (GIA) (Ausgabe 2015) ein Umsatzvolumen von circa 5,2 Mrd. € aufwies. Die Märkte sind in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt weist damit insgesamt eine Größe von 28,5 Mrd. € auf und wächst nach eigenen Schätzungen langfristig durchschnittlich zwischen 3 und 4 % pro Jahr.
Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter - inklusive Symrise - zusammen einen Marktanteil von annähernd 50 % erreichen.
Für den F &F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt.
MARKTGROSSE RELEVANTER AFF-MARKT 2017
in Mrd. € (insgesamt etwa 28,5 Mrd. €)

Quellen: IAL (10. Ausgabe, Dezember 2016), TechNavio/Infiniti (2016), GIA (2015)
MARKTANTEILE AFF-MARKT 2017
in % (Marktvolumen etwa 28,5 Mrd. €)

Quelle: Unternehmensdaten und eigene Schätzungen
Neben den unterschiedlichen lokalen Konsumentenvorlieben und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst: Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmacksstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den sich entwickelnden Märkten durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind.
In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Bequemlichkeit und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden.
MARKTPOSITION VON SYMRISE
Symrise ist eines der größten Unternehmen der F &F-Branche. Bezogen auf den relevanten Markt von 28,5 Mrd. € beträgt der Marktanteil von Symrise, gemessen am Umsatz des Jahres 2017, rund 11 %. Symrise hat die klassischen Geschäftssegmente um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent &Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Nutrition um Heimtiernahrung und Food Ingredients innerhalb des Geschäftsbereichs Diana. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Produktbereichen dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F &F-Branche gehören.
In einzelnen Marktbereichen nimmt Symrise eine weltweit führende Stellung ein, wie beispielsweise bei der Herstellung von naturidentischem L-Menthol und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter und bei Baby- und Heimtiernahrung.
ZIELE UND STRATEGIE
ZIELE
Wir wollen langfristig unsere Marktposition stärken und die Unabhängigkeit von Symrise sichern. Zugleich sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst. Indem wir unsere Nachhaltigkeitsleistung in den Themenfeldern "Footprint", "Innovation", "Sourcing" und "Care" steigern, verringern wir Risiken und fördern den wirtschaftlichen Erfolg von Symrise.
| ― | Marktposition: Unser Umsatz soll währungsbereinigt langfristig mit 5 bis 7 % im Jahr (CAGR) schneller wachsen als der Markt, der im Durchschnitt jährlich zwischen 3 und 4 % zulegt. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen. |
| ― | Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von 19 bis 22 % an. |
Die Zielerreichung wird im Kapitel Unternehmensentwicklung näher dargelegt. Wir beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Konzerns.
STRATEGIE
Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Säulen Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.
| ― | Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum. |
| ― | Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Durch die Rückwärtsintegration bei Schlüsselrohstoffen sichern wir uns gleichbleibend hohe Qualitäten in ausreichender Menge und zu fest verhandelten Lieferbedingungen. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität. |
| ― | Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise außerhalb des traditionellen Geschäfts mit Aromen und Duftstoffen weiter aus. So sichern wir unsere herausragende Marktposition. |
Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.
ZIELE 2020

WERTORIENTIERTE STEUERUNG
Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen strategischen Zielwert von durchschnittlich 19 bis 22 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Der Fokus der Unternehmenssteuerung liegt auf diesen finanziellen Steuerungsgrößen. Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen in den Bereichen Umwelt, Beschaffung, Mitarbeiter und Innovation weisen wir in unserem Unternehmensbericht gesondert aus.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
LEITLINIEN UND SCHWERPUNKTE
In der Forschung &Entwicklung (F &E) verfolgt Symrise das strategische Ziel, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, F &E sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F &E an Marketing und Anwendungsbereiche, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung und Fragestellungen im regulatorischen Bereich auf Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeitsaspekte und Rentabilität geprüft. Externe Kooperationen und Netzwerke (Open Innovation) bringen in erheblichem Maße zusätzliche Ansätze und Ideen in den Entwicklungsprozess ein. Neben Ideen aus der Open Innovation unterhält Symrise ein enges, globales Projektnetzwerk mit industriellen und akademischen Partnern, das alle Stufen des Innovationsprozesses einschließt. Des Weiteren sind alle F &E-Aktivitäten an den Leitlinien globale Megatrends, Konsumentenbedarf, Kundenanforderungen, Natürlichkeit und Authentizität, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet. Die Aktivierungsquote bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen blieb 2017 wie im Vorjahr unwesentlich, da die Bedingungen für eine Aktivierung in der Regel erst zum Ende eines Projekts erfüllt sind, sodass ein Großteil der angefallenen Entwicklungsaufwendungen ergebniswirksam erfasst wird.
Das Segment Scent &Care konzentriert sich bei seiner F &E-Strategie auf fünf Forschungsplattformen in den Bereichen kosmetische Inhaltsstoffe, Verkapselungs- und Freisetzungssysteme, Grüne Chemie, Schlechtgeruchsmanagement und Mundpflege. Unterstützende Plattformen in den Bereichen sensorischer und analytischer Forschung, natürliche Rohstoffe und Seitenströme, Performance und Rezeptorforschung bilden die Basis für unsere Leistungsfähigkeit und für einen kontinuierlichen Innovationsprozess.
Beispielhafte Forschungsprogramme und Produkteinführungen sind unsere Rückwärtsintegrationsprojekte auf Madagaskar und im brasilianischen Amazonasgebiet mit dem Ziel, qualitativ hochwertige, natürliche Produkte aus nachhaltigem Anbau und unter "Community Development" zu etablieren. Die dort hergestellten Produkte werden entweder direkt vermarktet, finden Einsatz in neuen Duft- und Wirkstoffkompositionen mit verbessertem Wirksamkeitsprofil oder dienen als natürliche Ausgangsstoffe für die Herstellung neuer, nachhaltiger Produkte. Daneben hat Symrise mit EVERTRAIL ein neues, einzigartiges Olfaktometer für die Erfassung der Duftentfaltung von Parfümölen und -rohstoffen entwickelt. Neben umfangreichen Forschungsprogrammen, die auf die spezifischen Innovationsanforderungen der jeweiligen Anwendungsbereiche der Segmente ausgerichtet sind, bestehen bei Symrise ergänzende Programme, die durch die Erweiterung des Kompetenzportfolios Wettbewerbsvorteile generieren. Ein Beispiel dafür ist Beauty+, das durch systematische synergetische Entwicklung einen Mehrwert bei aktiven kosmetischen Inhaltsstoffen und Düften oder Mundpflegelösungen schafft. Ein weiteres Beispiel ist die Haarpflege: Unser Hair Care Innovation Centre in Säo Paulo, Brasilien, stellte 2017 auf der In Cosmetics Brasil zwei neue Produkte für die Haarpflege vor, die einerseits dem Schutz der äußeren Haarschicht und andererseits dem Schutz des Haarkeratins dienen. Aus der Kooperation mit Probi wird an neuen Anwendungen von Probiotika in Mundpflegeprodukten gearbeitet. Durch die Akquisition von Renessenz kann die Riechstoffforschung auf neue Rohstoffe aus nachwachsenden Quellen zurückgreifen.

Durch die intelligente und sich gegenseitig ergänzende Kombination von technischen Innovationen mit der sensorischen Forschung in enger Kooperation mit Diana konnte die Akzeptanz von Produktlösungen zur Überdeckung von Schlechtgerüchen bei Heimtierfutter verbessert werden.
Im Segment Flavor werden auf der Basis verschiedener Technologieplattformen folgende Themenschwerpunkte mit besonderem Nachhaltigkeitsfokus bearbeitet:
| ― | Entwicklung von neuartigen Produktplattformen zur Unterstützung von deklarationsfreundlichen Lebensmittelkonzepten. |
| ― | Formulierungstechnologien zur Trägerung und Stabilisierung von Aromen mit verringertem Energieverbrauch, optimierter stoffbezogener Beladung und gezielter Freisetzung. Zusätzlich werden diese Technologien an neuen, lebensmittelartigen Trägerstoffen evaluiert und systematisch adaptiert. |
| ― | Entwicklung neuer und verbesserter Verfahren zur Nutzung von wertvollen natürlichen Ressourcen unter Einbeziehung gezielter Biokatalyse und Fermentationstechnologien. Gleichzeitig werden Abfall- und Nebenströme mit Unterstützung durch Lebenszyklusanalysen reduziert. Die Arbeiten werden durch verbrauchernahe Verarbeitungstechnologien ergänzt. |
| ― | Entwicklung und Validierung von innovativen Methoden zum Nachweis der Authentizität und Herkunft von natürlichen Rohstoffen. Ein Beispiel ist die Genotypisierung durch DNA-Profilierung aus botanischen Rohmaterialien oder verarbeiteten Produkten. |
| ― | Wissenschaftlich fundierte Selektion sowie analytisch gestützte Kultivierung geeigneter Sorten ausgewählter botanischer Rohstoffe (Vanille, Zwiebel, Rote Beete) auf eigenen Flächen oder bei Kooperationspartnern. Hierbei wird ein tiefes Verständnis der Zusammensetzung und des Gehalts der qualitätsbestimmenden Inhaltsstoffe anhand von nicht-invasiven analytischen Methoden (Phänotypisierung) und statistischen Datenanalysen angestrebt. |
| ― | Versuche zur Kultivierung von bisher nicht im Feldanbau befindlichen Pflanzen zur Gewinnung innovativer Rohstoffe für die Entwicklung von Aromenlösungen zur Optimierung des süßen Geschmacks. |
KERNFUNKTIONEN DER FORSCHUNG &ENTWICKLUNG BEI SYMRISE

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das nachhaltige Design von natürlichen und deklarationsfreundlichen Produktlösungen mit exzellenten sensorischen Eigenschaften. Im Berichtsjahr wurde die Kreationskompetenz durch neu erarbeitete, statistisch basierte Modellrechnungen zur Optimierung von aroma-profil-fokussierten Rezepturen auf der Grundlage von analytischen Daten und sensorischen Ergebnissen wesentlich erweitert. Dabei ist diese Methode vor allem für die Kombination und Optimierung von sensorisch komplexen natürlichen Rohstoffen (zum Beispiel von etherischen Ölen und Extrakten) zur Erhöhung der sensorischen Präferenz geeignet.
Im Fokus der Forschungsaktivitäten stehen darüber hinaus seit vielen Jahren Aromasysteme und Technologien zur Erhöhung des gesundheitlichen Mehrwerts von Lebensmitteln, zum Beispiel proteinreiche Lebensmittel sowie Lebensmittel mit reduziertem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt. Insbesondere im Bereich der Technologien zur Verbesserung des Geschmacks zucker-reduzierter Getränke konnten signifikante Fortschritte erzielt werden. Sie beruhen auf der Entwicklung von neuartigen, den süßen Geschmack optimierenden Aromastoffen, die natürlichen Ursprungs sind beziehungsweise auf natürlichen Rohstoffen basieren.
Der erfolgreiche Verbund von weiterentwickelten klassischen Werkzeugen der Analytik, Sensorik, Synthese, Lebensmitteltechnologie und Prozesstechnik mit neuen und erweiterten instrumentellen, biologischen und biotechnologischen Methoden und Verfahren (Rezeptorbiologie, Biotransformation, neue Enzyme, Metabolomics, Phänotypisierung, DNA-Profi-lierung) sowie von Verfahren, die sich auf rechnergestützte, semantische/ontologische Suchalgorithmen sowie Methoden der Chemoinformatik/Bioinformatik stützen, ist wichtiger Faktor für die erfolgreiche Umsetzung der Forschungsstrategie des Geschäftsbereichs Flavor. Hierbei konnten beispielsweise durch "in silico screening" und Struktur-Wirkungsbeziehungen (TasteCycle®) neue Strukturen im Bereich der Aromastoffe mit geschmacksmodulierenden Eigenschaften identifiziert werden. In der agrikulturellen Praxis und der Prozesstechnik spielt auch die statistische Analyse in Kombination mit robusten produktions- oder feld-tauglichen Schnellanalyseverfahren eine tragende Rolle sowie deren Auswertung und die Planung von Experimenten zur Entwicklung und Optimierung von nachhaltigen Prozessen und Aromakompositionen ("Design of Experiments", DoE).
Das Segment Nutrition umfasst die Anwendungsbereiche Diana Food, Diana Pet Food, Diana Aqua, Probi sowie den Inkubator Diana Nova. Der Anwendungsbereich Food konzentriert sich bei seiner F &E-Strategie auf Plattformen, die ihre wissenschaftliche Expertise auf Produktattribute lenken, die für die Verbraucher auf der ganzen Welt einen echten Unterschied machen. Dazu zählen:
| ― | Kulinarische Lebensmittelzutaten mit hoher Geschmacksintensität, Authentizität und Komplexität |
| ― | Hochpigmente natürliche Farben und färbende Lebensmittel für eine breite Palette von Anwendungen |
| ― | Funktionelle Extrakte mit nachgewiesenen gesundheitlichen Vorteilen, unterstützt durch ein tiefes Verständnis ihrer Wirkmechanismen |
Verbraucher suchen zunehmend nach Produkten, denen sie vertrauen können und die auf verantwortungsvolle Weise aus einfachen, nachvollziehbaren Zutaten hergestellt werden. Dies erfordert auch neue Wege bei der Verwendung natürlicher Rohstoffe. In Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Symrise Anwendungsbereichen werden neue Technologien entwickelt und implementiert, die wichtige Herstellungsprozesse transformieren, wie sie beispielsweise in der neuen Produktionsstätte für Fleischprodukte in den USA zum Einsatz kommen.
Ein weiterer wichtiger Forschungsschwerpunkt ist das Themengebiet Darmgesundheit. Sowohl in der Wissenschaft als auch bei den Konsumenten wächst die Erkenntnis, dass die Darmgesundheit für die allgemeine Gesundheit von zentraler Bedeutung ist. Daher forscht der Anwendungsbereich Food mit Forschern von Probi an den Interaktionen zwischen natürlichen Extrakten und Probiotika. Die Food F &E-Teams profitieren nicht nur von der großen wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit des Symrise Konzerns, sondern arbeiten auch in externen Partnerschaften wie beispielsweise mit dem King's College, London, oder dem Institute of Nutraceuticals and Functional Foods (INAF) in Kanada.
Der Anwendungsbereich Pet Food legt die Forschungsschwerpunkte vor allem auf geschmacks- und akzeptanzverbessernde Produktlösungen für Heimtiernahrung. Zur Weiterentwicklung der sensorischen Produkteigenschaften unterhält der Anwendungsbereich eigene Hunde- und Katzenpanels. Ferner bilden Lösungen für eine verbesserte Produktakzeptanz der Tierhalter einen Forschungsschwerpunkt.
In der Grundlagenforschung des Anwendungsbereichs Pet Food besteht eines der Hauptziele darin, in-vitro-Werkzeuge zu schaffen, die Nase und/oder die Zunge des Tieres nachahmen. Dadurch werden die Testmöglichkeiten für Moleküle deutlich erhöht und gleichzeitig die Produktentwicklungszeiten reduziert. Viele der Forschungsprojekte werden mit akademischen oder Unternehmenspartnern durchgeführt. So hat der Anwendungsbereich Pet Food in diesem Jahr beispielsweise mit seinem Partner B.R.A.I.N. durch den Zugang zu Hochdurchsatz-Screening-Technologien mehrere neuartige Moleküle entdeckt. Mit akademischen Partnern wurde ein neues Programm für Hunde aufgelegt, das an Olfactory Recep-tors (OR) und Olfactory Binding Protein (OBP) für Hunde arbeitet, um eine Screening-Plattform für die Auswahl von Duftstoffen zu entwickeln, die von Hunden bevorzugt werden.
Der Anwendungsbereich Pet Food verfügt über ein weitverzweigtes weltweites wissenschaftliches Netzwerk mit mehr als 50 aktiven Forschungskooperationen. Im Fokus der Forschungsaktivitäten steht stets auch der Aspekt der Nachhaltigkeit. Die F &E-Teams konzentrieren sich dabei auf die Beschaffung von alternativen Rohstoffen und der nachhaltigen Prozessoptimierung, um Öko-Design-Produkte zu entwickeln. Hier wurden einige explorative Studien mit Insekten und Algen durchgeführt und eine erste Ökobilanz erstellt. Die Innovationen von Pet Food führten im Jahr 2017 zu drei neuen Patentfamilien und zu zwölf neuen Patenten.
Der Anwendungsbereich Aqua konzentriert seine F &E-Aktivitäten auf drei Plattformen, die alle zur Entwicklung einer nachhaltigen Aquakultur und Nutzung der Meeresressourcen beitragen:
| ― | Anwendung der enzymatischen Hydrolyse auf marine Co-Produkte zur Steigerung der Ausbeute aus den Rohmaterialien |
| ― | Verbesserung der Wachstumsrate, der Futterverwertung und der Überlebensrate |
| ― | Charakterisierung der Wirkungsmechanismen unserer Produkte durch Analyse bestimmter Biomarker im Tierstoffwechsel |
Der Bereich Nova dient als Inkubator innerhalb der Diana Gruppe, um organisatorische Hürden zu beseitigen, Fachwissen und -kompetenzen bereichsübergreifend verfügbar zu machen und Entwicklungsprozesse zu beschleunigen. Die Aktivitäten sind in drei Plattformen gebündelt:
| ― | Die Plattform Ernährungsgesundheit entwickelt neue oder verbesserte Angebote zur Förderung der Gesundheit auf natürliche und nachhaltige Weise. In klinischen Versuchen und wissenschaftlichen Studien werden kundenspezifische Produkte und Dienstleistungen erforscht. |
| ― | Im Bereich der Nahrungsmittelkonservierung werden neuartige Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit von Nahrungsmitteln auf natürlichem Wege entwickelt. |
| ― | Die Plattform Mikrobiotische Lösungen befasst sich mit der mikrobiotischen Anpassung von Nahrungsmitteln für Menschen und Tiere zur Verbesserung der Gesundheit. |
ORGANISATION
Die drei Segmente von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F &E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für alle Segmente verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Weltweit bestehen mehrere F &E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten der Segmente optimal zu unterstützen. Die Aktivitäten der Forschung des Segments Scent &Care in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf die Erforschung von Duft- und Kosmetikwirkstoffen und Produkten für die Mundhygiene sowie auf die Umsetzung der Prinzipien aus der Grünen Chemie in der Entwicklung von Duftstoffen sowie kosmetischen Inhaltsstoffen. Die Forschung des Segments Flavor in Holzminden setzt die Schwerpunkte auf die Entwicklung neuartiger Konzepte zur geschmacklichen Optimierung von zuckerreduzierten Lebensmitteln und Getränken. Ein weiterer Fokus liegt auf der Entwicklung natürlicher Stoffe und Zubereitungen mit aromatisierenden Eigenschaften. In diesem Zusammenhang sind natürliche und biotechnologische Prozesse zur Generierung wertgebender Stoffe, die nachhaltige, rückwärtsintegrierte Rohstoffbeschaffung sowie auch effektive und energieeffiziente Formulierungstechnologien von größter Bedeutung. Darüber hinaus liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für die Anwendung in Lebensmitteln. Entwicklung und Anwendungstechnik für die Segmente befinden sich außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich) und Säo Paulo (Brasilien). Im Segment Nutrition sind die F &E-Aktivitäten entsprechend der Anwendungsbereiche Food, Pet Food, Aqua und Probi organisiert. Der größte Teil der F &E-Aktivitäten des Segments ist in Frankreich angesiedelt. Entwicklungsschwerpunkte im Segment Nutrition sind unter anderem die Entwicklung von Produktlösungen für Lebensmittel und Getränke zur bewussten Ernährung sowie die Akzeptanzverbesserung von Heimtiernahrung, insbesondere bei der Ernährung von Katzen.
Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen ist hier beispielsweise eine Präsentation von Vertretern des Segments Scent &Care auf der "National Beauty Science Institute" Konferenz in New York vor rund 400 Studenten sowie Repräsentanten der Kosmetikindustrie zu den Themen nachhaltige Chemie ("Grüne Chemie") sowie neue Erkenntnisse und Produktlösungen im Zusammenhang mit dem Einfluss von Umweltfaktoren wie Sonnenstrahlung und Umweltverschmutzung auf die Hautalterung. Im Rahmen weiterer wissenschaftlicher Kongresse wie beispielsweise der IFSCC (International Federation of the Society of Cosmetic Chemists) Konferenz in Seoul/Korea, der ESDR (European Society of Dermatology Research) Konferenz in Salzburg sowie der Hairs'2017 Konferenz in Dresden wurden neue Ergebnisse aus der Kosmetikforschung präsentiert. Der Vortrag der Symrise Haarforscher aus Säo Paulo bei der Hairs'2017 Konferenz wurde aufgrund seiner hohen wissenschaftlichen Qualität mit dem "Best Lecture Award" ausgezeichnet. Auf der FoChin in Münster und der Summer School on Sustainable Chemistry in Lüneburg wurden Vorträge zu nachhaltiger Chemie aus nachwachsenden Rohstoffen und Grüner Chemie gehalten. Auf dem weltweit renommierten Weurman-Symposium für Aromaforschung in Graz, Österreich, sowie bei der Herbsttagung der American Chemical Society in Washington, D.C., USA, wurden die neuesten Ergebnisse im Bereich der Identifizierung und Authentifizierung von natürlichen Aroma- und Inhaltsstoffen vorgestellt.
2017 wurde die Symrise Forschung erneut bei internationalen Messen für ihre hohe Innovationskraft mit fünf Preisen bedacht. Gleich zwei Preise erhielt Symrise bei der PCHI China für ein neues Produkt zum Schutz der Haut vor den schädlichen Einflüssen der Umweltverschmutzung sowie für ein neues Produkt, das einen wärmenden Effekt auf der Haut erzeugt. Des Weiteren erhielt die Symrise Kosmetikforschung bei der In Cosmetics Messe, London, und bei der Cosmetorium Messe, Barcelona, Innovationspreise, unter anderem für einen neuen, natürlichen hautaufhellenden Wirkstoff.
Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) oder andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden. Dabei spielen Themen im Bereich Nachhaltigkeit, gezielte Erschließung von Informationsquellen über die Wirkung pflanzlicher Rohstoffe, Rohstoffsourcing und biotechnologische Prozessierung, Verbesserung sowie gesundheitlicher Mehrwert von Lebensmittelinhaltsstoffen eine wesentliche Rolle. Im Rahmen einer Förderung des Forschungskreises der Ernährungsindustrie (FEI) über den Arbeitskreis der industriellen Forschung (AiF) ist Symrise führender Partner in einer Reihe von Projekten, beispielsweise zur Identifizierung und Verminderung des Schlechtgeschmacks von pflanzlichen Proteinen oder der Wertschöpfung aus Nebenströmen der brasilianischen Fruchtindustrie.
Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert und unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten, Nachhaltigkeitsparameter und des Ressourceneinsatzes enthält. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden anhand von Kriterien aus den vier Säulen der Nachhaltigkeitsstrategie (FISC) regelmäßig bewertet und entsprechend priorisiert.
Neben einer hohen Zahl eingereichter Patente - 42 Neuanmeldungen im Jahr 2017 - wird zur Messung der Innovationsergebnisse und -qualität eine externe IP- (Intellectual Property) Bewertung mit einbezogen. Der Patent Asset Index™ von Patentsight® dient der Evaluierung der globalen Abdeckung und Wettbewerbskraft. Das IP-Portfolio von Symrise ist weiterhin das wettbewerbsfähigste der gesamten Branche. Mit einem Anteil von rund 34 % am IP-Index liegt Symrise deutlich über seinem Marktanteil.
F &E-AUFWAND in Mio. €

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWAND
Die Gesamtaufwendungen für F &E beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 196 Mio. € (Vorjahr: 186 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,6 % am Umsatz (Vorjahr: 6,4 %). Die Ausgaben für F &E sollen sich auch zukünftig auf diesem Niveau bewegen, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken.
MITARBEITER
STRUKTUR DER BELEGSCHAFT
Der Symrise Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2017 weltweit 9.247 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Trainees und Auszubildende). Im Vergleich zum Vorjahresultimo (31. Dezember 2016: 8.944) entspricht dies einem Anstieg um 303 Mitarbeiter. Am größten war die Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Segment Flavor, in dem 36 % aller Beschäftigten im Konzern arbeiten (+ 129 Mitarbeiter), unter anderem bedingt durch die Akquisition der britischen Cobell. 28 % der Mitarbeiter entfallen auf das Segment Scent &Care und 26 % auf das Segment Nutrition. Rund 10 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt, die auch in geringem Umfang Dienstleistungen für Dritte erbringen, beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit, Umwelt und Logistik. Die Zahl der Auszubildenden und Trainees lag mit 140 jungen Menschen (Vorjahr: 148 Auszubildende und Trainees) leicht unter dem Vorjahreswert. Sie werden insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Industriekaufmann und Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriemechaniker ausgebildet.
Gegliedert nach Funktionen, ist mit 46 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion &Technologie tätig. 23 % der Mitarbeiter sind den Funktionen im Vertrieb &Marketing zuzuordnen; hier fand 2017 mit einem Plus von 110 Beschäftigten auch der größte Zuwachs der Mitarbeiterzahl statt. 18 % der Beschäftigten sind im Bereich Forschung &Entwicklung tätig.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH SEGMENTEN
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| 31. Dezember 2016 | 31. Dezember 2017 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Flavor | 3.164 | 3.293 | + 4 |
| Nutrition | 2.295 | 2.374 | + 3 |
| Scent &Care | 2.562 | 2.613 | + 2 |
| Corporate Funktionen und Services | 923 | 967 | + 5 |
| Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) | 8.944 | 9.247 | + 3 |
| Trainees und Auszubildende | 148 | 140 | - 5 |
| Gesamt | 9.092 | 9.387 | + 3 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer
ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN
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| 31. Dezember 2016 | 31. Dezember 2017 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Produktion &Technologie | 4.164 | 4.216 | + 1 |
| Vertrieb &Marketing | 2.053 | 2.163 | + 5 |
| Forschung &Entwicklung | 1.577 | 1.659 | + 5 |
| Verwaltung | 748 | 786 | + 5 |
| Servicegesellschaften | 402 | 423 | + 5 |
| Gesamt | 8.944 | 9.247 | + 3 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende
ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN
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| 31. Dezember 2016 | 31. Dezember 2017 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Deutschland | 2.586 | 2.669 | + 3 |
| EAME ohne Deutschland | 1.876 | 2.063 | + 10 |
| Nordamerika | 1.339 | 1.358 | + 1 |
| Asien/Pazifik | 1.424 | 1.441 | + 1 |
| Lateinamerika | 1.719 | 1.716 | - 0 |
| Gesamt | 8.944 | 9.247 | + 3 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende
Von den 9.247 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 29 % an Standorten in Deutschland tätig, in der Region EAME sind es damit insgesamt 51 %. 18 % der Konzernbelegschaft entfallen auf die Region Lateinamerika, 16 % auf Asien/Pazifik und 15 % auf Nordamerika.
In der Altersstruktur der Belegschaft im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 58 %. Die demografische Entwicklung unserer Belegschaft wird von uns kontinuierlich beobachtet. Sie wird sich in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2022 bei etwa 1 bis 2 % der Belegschaft.
ALTERSSTRUKTUR DER BELEGSCHAFT 2017 in %

39 % der Mitarbeiter des Symrise Konzerns sind bereits zehn Jahre oder länger für das Unternehmen tätig, in Deutschland sind es sogar 65 %. Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2017 mit 1,6 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 5,0 %.
PERSONALSTRATEGIE
Personalentwicklungs- und Karriereziele
Symrise sensibilisiert seine Führungskräfte, mit ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstärkt Personalentwicklungs- und Karriereziele in jährlichem Turnus zu vereinbaren. Die Diskussion von Leistungs- beziehungsweise Performancezielen und von Zielen für die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter sollen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Ein wachsendes Unternehmen braucht Mitarbeiter mit wachsenden Kompetenzen. Dazu gehört die Reflexion der eigenen Stärken und Entwicklungsthemen sowie des Karrierewegs. Darauf basierend werden konkrete Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt.
Unser Grundsatz lautet: Der erste Verantwortliche für die Karriereplanung ist der Mitarbeiter selbst: Wie möchte ich mich weiterentwickeln, was sind meine Karriereziele? Der zweite Verantwortliche ist die Führungskraft: Was empfehle ich dem Mitarbeiter und welche Mitarbeiter mit welchen Kompetenzen brauche ich in der Zukunft, um mit meiner Organisation erfolgreich zu sein? Auf der dritten Ebene liegt bei Human Resources die Aufgabe, die notwendigen Instrumente und Methoden der Personalentwicklung zur Verfügung zu stellen und in beratender Rolle an der Seite der Führungskräfte und der Mitarbeiter zu stehen. Ziel ist, dass alle Mitarbeiter in Schlüsselpositionen einen klaren Karriereplan vor Augen haben.
Weiterer Ausbau der Karrierechancen im Vertrieb
Für den Vertriebsbereich entwickelte Symrise ein neues Karrierekonzept entlang der Übernahme von Kunden- und von Führungs-Verantwortung: Vom Junior Account Manager über den Key Account Manager bis zur Übernahme von Führungs-Verantwortung für ein Vertriebs-Team in der Rolle eines Sales Di-rectors oder der Steuerung eines globalen Kunden als Global Account Director. Für den Vertriebsmitarbeiter stehen verschiedene Karriereoptionen offen. Es kommt uns darauf an, die jeweiligen Potenziale und Stärken zu fördern. Für einige ist die Übernahme einer Führungsrolle sehr reizvoll, für andere ist es eher die Internationalität einer Kundenverantwortung, für andere wiederum spielen beide Aspekte eine Rolle. So bieten wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vertrieb klare Perspektiven.
Karriere im Bereich Regulatory und in der Forschung
Auch im Bereich Regulatory und in der Forschung entwickelte Symrise für Mitarbeiter mit einem Masterabschluss oder Promotion Karrierewege nach Senioritätsstufen: Junior -Expert - Senior - Master. Das Spezialisten-Know-How im Bereich Regulatory und in der Forschung ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg des Unternehmens. Die Anforderungen im regulatorischen Bereich steigen kontinuierlich. Es ist uns ein wesentliches Anliegen, Fachkräfte zu binden und ihre persönliche Weiterentwicklung im Unternehmen zu ermöglichen.
Ausbildung
Symrise baut bei seiner Personalpolitik auf die Stärke seiner internen Aus- und Weiterbildung. Zum 31. Dezember 2017 waren an unseren deutschen Standorten insgesamt 140 Auszubildende und Trainees beschäftigt. Das entspricht einer Ausbildungsquote von rund 5,2 %.
Die Ausbildung dauert je nach Ausbildungsgang etwa 2 bis 3 Jahre. Alle Auszubildenden werden nach Abschluss der Ausbildung zumindest zeitweise übernommen, wenn sie unsere Mindestanforderungen an den erlernten Stoff erfüllen. Mit unserem Investment in die Ausbildung decken wir den Bedarf an zukünftigen Fachkräften sowohl in der chemischen Produktion und in den Laboren als auch in den kaufmännischen Funktionen, im Marketing und im Vertrieb.
Jährlich beginnen etwa 46 junge Menschen ihre Ausbildung bei Symrise; 24 davon werden für die chemisch-technischen Berufe ausgebildet, weitere etwa 10 für technische Berufe und Berufe in der Logistik sowie 12 junge Menschen für die kaufmännischen Berufe. Über die Erstausbildung hinaus eröffnen wir Perspektiven durch ein duales Studium sowohl im kaufmännischen (5 Mitarbeiter auf dem Weg zum Bachelor of Business Administration) wie auch im chemisch-technischen Bereich (3 Mitarbeiter auf dem Weg zum Bachelor of Science). Damit begleiten wir konsequent den demografischen Wandel in unserem Unternehmen.
Zusätzlich qualifizieren wir unsere Mitarbeiter durch umfangreiche Trainingsmaßnahmen. Lebenslanges Lernen ist bei uns eine Selbstverständlichkeit. So bieten wir Englischkurse für unsere Produktionsmitarbeiter an, damit sie internationale Arbeitsanweisungen nutzen können. Im internationalen Schulungsangebot nahmen Arbeitssicherheitsschulungen und der Umgang mit Gefahrstoffen einen breiten Raum ein. Darüber hinaus werden in allen Regionen Führungskräfteschulungen angeboten. Im Jahr 2017 wurden rund 1.600 Mitarbeiter in internen und externen Trainings qualifiziert; weltweit belief sich die Gesamtstundenzahl für Trainings auf rund 6.700 Stunden (beide Angaben ohne Diana Gruppe). Neben den traditionellen Trainingsinhalten qualifizieren wir unsere Mitarbeiter auch durch Auslandsentsendungen - derzeit sind 125 Mitarbeiter außerhalb ihres Heimatlandes eingesetzt - sowie durch Trainings on the Job, die durch Coaches und Mentoren begleitet werden.
Jährlich wenden wir weltweit rund 2,8 Mio. € für Trainings- und Personalentwicklungsmaßnahmen auf.
In unserer Flavoristen- und Parfümeurs-Schule bilden wir kontinuierlich Experten aus, die schnell und sehr erfolgreich in unserer Produktentwicklung eingesetzt werden können. Darüber hinaus bestehen in Kooperation mit Hochschulen, Akademien und Instituten für unsere Mitarbeiter vielfältige Möglichkeiten, berufsbegleitend einen Bachelor- oder Masterstudiengang bis hin zur Promotion zu absolvieren. Im Jahr 2017 wurden 29 Mitarbeiter von Symrise bei derartigen Weiterqualifizierungsmaßnahmen unterstützt.
Gesundheitsmanagement und demografischer Wandel
Über die gesetzlich geforderten Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und zum Umweltschutz hinaus ist die Fürsorge für die Gesundheit unserer Mitarbeiter Teil unserer Strategie als "Bevorzugter Arbeitgeber" und wichtiges Element unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Speziell für unsere Schichtmitarbeiter bieten wir im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements Kurse mit Entspannungsübungen und besonderen Massagen an. Darüber hinaus stehen Themen wie "gesunde Ernährung", Wirbelsäulenscreening, "gesunde Führung" und Zeitmanagement auf der Agenda unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Dem vorbeugenden Gesundheitsschutz dienen die Grippeschutzimpfungen, die wir weltweit an den meisten Standorten unseres Unternehmens anbieten. Wir sind der Überzeugung, dass zwar ein betriebliches Gesundheitsmanagement keine Krankheiten verhindern, aber einen wertvollen Beitrag dazu leisten kann, dass die physische und psychische Belastung der Mitarbeiter durch die Arbeit gemildert wird.
PERSONALMASSNAHMEN
Vergütung und Tarifverträge
In der Vergütungspolitik folgt Symrise weltweit der Logik, dass dort, wo tarifliche Regelungen bestehen, diese angewendet werden. Für rund 65 % unserer Mitarbeiter weltweit bestehen Tarifverträge. Wo keine tariflichen Regelungen gelten, also auch im außertariflichen Bereich, wenden wir unser weltweites Job Grade-Konzept an. Damit stellen wir eine marktgerechte, faire Vergütung für alle Mitarbeiter sicher.
In Deutschland wendet Symrise die Entgelttarife der chemischen Industrie an. Entsprechend wurden die Entgelte zum 1. Oktober 2017 um 1,6 % angehoben. Bei der Umsetzung dieser Erhöhung für Symrise haben wir unsere wegweisende Standortsicherungs-Vereinbarung berücksichtigt, die mit einer Gültigkeit bis in das Jahr 2020 Abschläge im Entgelt von 0,7 Prozentpunkten gegenüber dem Flächentarifvertrag vorsieht.
Darüber hinaus konnten wir 2017 unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Tarifbereich in Deutschland eine Beteiligung am Unternehmenserfolg in Höhe von 1.400 € bei Vollzeitarbeit (anteilig bei Teilzeitarbeit) gewähren. Leistung soll sich lohnen. Mit dieser Erfolgsbeteiligung wurde die überzeugende Leistung am Standort Deutschland honoriert.
In allen Regionen haben wir in den letzten Jahren unser Symrise Vergütungsmodell, das sogenannte Job Grade-Konzept, eingeführt. Es gliedert sich funktionsbezogen nach dem jeweiligen Wertbeitrag, den ein Mitarbeiter im Rahmen seiner Funktion erbringt, und umfasst zudem ein Bonuskonzept. Job Grades machen zum einen Vergütung transparent und nachvollziehbar und zeigen zum anderen Karrieremöglichkeiten im Unternehmen auf. Das Symrise Job Grade-Konzept umfasst eine Fach- und eine Führungslaufbahn und lässt vor allem auch den Wechsel zwischen beiden Entwicklungswegen zu. Im Jahr 2017 haben wir durch umfangreiche Schulungen unsere Führungskräfte in der Kommunikation von Eingruppierungs- und Vergütungsentscheidungen geschult.
Darüber hinaus gilt für etwa 80 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter sogenannter Global Performance Bonus-Plan, der das Erreichen der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt. Außerdem werden unsere Mitarbeiter im Bereich der Kreation ebenfalls in dieses Führungs- und Incentive-System einbezogen.
Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von rund 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie mit fest definierten Abschlägen von derzeit 0,7 Prozentpunkten pro Jahr bis 2020. Die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen und damit die Sicherung der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eine wesentliche Säule unserer Personalpolitik. Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung ist dabei die Rückführung dieser Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.
Wirtschaftsbericht
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Das Wachstum der Weltwirtschaft beschleunigte sich 2017. Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2018 erhöhte sich die globale Wirtschaftsleistung um 3,7 %, nach 3,2 % im Vorjahr. Wesentliche Schubkraft erhielt der Aufschwung von den Industrieländern, deren durchschnittliche Wachstumsrate von 1,7 % 2016 auf 2,3 % 2017 zunahm. Vor allem die Volkswirtschaften des Euroraums legten mit 2,4 % deutlich kräftiger zu als im Vorjahr (1,8 %). Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich 2017 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 2,2 %, wobei der private Konsum und die Investitionen die kräftigsten Wachstumsbeiträge leisteten. Auch das Wirtschaftswachstum in den USA (2,3 %), Kanada (3,0 %) und Japan (1,8 %) erreichte 2017 höhere Werte als im Jahr zuvor.
Das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern zog von 4,4 % 2016 auf 4,7 % im Jahr 2017 an. Asien wies mit 6,5 % einmal mehr das höchste Wachstumstempo aller Weltregionen auf, wobei China mit 6,8 % und Indien mit 6,7 % herausragten. Russland (1,8 %) und Brasilien (1,1 %) konnten 2017 ihre Wirtschaftsleistung wieder etwas steigern, nachdem sie im Vorjahr noch einen Rückgang des BIP hinnehmen mussten. Insgesamt verzeichneten rund 120 Volkswirtschaften weltweit, die für etwa drei Viertel der globalen Wirtschaftsleistung stehen, im Jahr 2017 eine Beschleunigung ihres Wirtschaftswachstums.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:
| ― | In den entwickelten Märkten haben konjunkturelle Schwankungen kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse - beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt - abdecken. |
| ― | Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care. |
| ― | In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmacks- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung. |
| ― | Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte. |
Im Geschäftsjahr 2017 profitierte Symrise von der bereits erreichten guten Marktposition in den Emerging Markets und einem breit diversifizierten Kundenportfolio.
BIP-ENTWICKLUNG 2016 /2017 in %

Quelle: IWF
ENTWICKLUNG WESENTLICHER ABSATZMÄRKTE
Der für den Symrise Konzern relevante Markt wächst nach eigenen Schätzungen langfristig zwischen 3 und 4 % im Jahr. 2017 lag das globale Marktvolumen bei 28,5 Mrd. €. In den Marktbereichen Geschmacks- und Duftstoffe sowie Aromachemikalien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ähnliche Entwicklungen verzeichnet.
PREISENTWICKLUNG UND VERFÜGBARKEIT DER ROHSTOFFE
Symrise setzt in der Produktion rund 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von Bedeutung sind beispielsweise natürliche Vanille und Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette Einsatz finden. Im Rahmen der Integration der Renessenz LLC wurde der Rohstoffpalette für Fragrance im Jahr 2016 eine hohe Anzahl neuer, nachhaltig produzierter Rohstoffe auf Basis von Crude Sulphate Turpentinen (CST) und Gum Turpentinen (GT) hinzugefügt. Generell entfallen auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen sind die Beschaffungskosten im Berichtszeitraum relativ stabil geblieben - auch unterstützt durch die für die Region EAME vorteilhafte Entwicklung des USD/EUR-Wechselkurses. Bei Vanille und zitrus-basierten Rohstoffen wie Saftkonzentraten und Schalenextrakten ergaben sich jedoch signifikante Preissteigerungen. Auch bei wichtigen natürlichen Ölen, die bei der Herstellung von Duftkompositionen und Mundpflegeprodukten eingesetzt werden, blieb die Versorgungs- und Kostensituation 2017 angespannt. Für den Großteil der Basischemikalien, zum Beispiel Lösungsmittel, hat sich die Versorgungssituation im letzten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr verschärft. Die REACH-Verordnung für die EU verursacht für eine Vielzahl chemischer Rohstoffe sowohl eine geringere Verfügbarkeit als auch steigende Preise aufgrund der Knappheit sowie der Kosten für Tests, die im Rahmen der Stoffregistrierung von den Produzenten durchzuführen sind.
Insgesamt sind die Preise für Rohstoffe im Geschäftsjahr 2017 für alle drei Segmente angestiegen. Seit dem zweiten Halbjahr 2017 wird die Versorgung mit kritischen Rohstoffen für das Segment Scent &Care zusätzlich durch mehrere Faktoren beeinträchtigt: Aufgrund neuer Umweltauflagen der Regierung mussten sich chinesische Produzenten in größerem Umfang aus dem Rohstoffmarkt der Parfüminhaltsstoffe und deren chemischer Vorprodukte zurückziehen. Die dadurch im Markt entstandene Knappheit wird durch einen brandbedingten Ausfall eines der Hauptlieferanten für die Duftstoffindustrie in großem Ausmaß verschärft. Die Belieferung mit Fragrance Ingredients und chemischen Vorprodukten ist damit in Teilen beeinträchtigt. Generell sind die Auswirkungen dieser Rohstoffkrise auf die gesamte Parfümindustrie derzeit noch nicht abzuschätzen. Ein Teil der benötigten Rohstoffe wird mittlerweile bei Symrise selbst hergestellt. Hier hat sich unsere Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Renessenz (jetzt Symrise Jacksonville) als sehr vorteilhaft erwiesen. Bei natürlichen Rohstoffen ergaben sich durch das wechselhafte Marktumfeld, regulatorische Anforderungen wie beispielsweise die EU-Richtlinie zu natürlichen Materialien sowie Witterungseinflüsse auf die Ernten wie zum Beispiel die Hurrikane in Florida und auf Madagaskar deutliche Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Ebenso hatte die eingeschränkte Verfügbarkeit adäquater Qualitäten und Quantitäten von Vanilleschoten, auch außerhalb von Madagaskar, einen starken Einfluss auf die Kostensituation des Segments Flavor. Symrise verfolgt schon seit Jahren bei wichtigen Produkten eine Strategie, die Versorgungssicherheit durch langfristige Kooperationen zu gewährleisten. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Rückwärtsintegration bei Vanille durch die Einbeziehung der lokalen Bauern auf Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille.
Im Rahmen der fortlaufenden Prozessoptimierungen der Diana Gruppe wurden 2017 die Einkaufsaktivitäten durch den gemeinsamen Einkauf von Rohstoffen und gegenseitige Beschaffung optimiert. Dadurch konnten sowohl die Liefersicherheit dauerhaft erhöht als auch Kostenvorteile in der Rohstoffbeschaffung realisiert werden.
POLITISCHE UND REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
Das Umfeld der weltweiten Registrierung und Regulierung von Chemikalien verändert sich signifikant. Schwellenländer führen eigene Gesetzgebungen ein, die sich an der europäischen REACH-Verordnung orientieren. Dadurch nimmt die Komplexität für unsere globalen Kunden zu, die an weltweit anwendbaren Formeln interessiert sind. Die direkte und indirekte Einflussnahme über Handelskammern auf die Umsetzung solcher Programme in diesen Regionen bleibt daher von hoher Bedeutung. Die regulatorischen Umsetzungen beispielsweise in Brasilien, Indien und Südafrika sind so unterschiedlich, dass sie keinen standardisierten Ansatz erlauben, sondern ein individuelles Management und eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden in den jeweiligen Ländern erfordern.
Im Bereich Global Regulatory wurde die Implementierung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung auch 2017 fortgeführt, um die Herausforderung zu bewältigen, unseren globalen Kunden einen immer besseren Service zu bieten.
Produkte des Segments Flavor kommen insbesondere in Nahrungsmitteln, in Getränken sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die Produkte der Anwendungsbereiche Food und Probi des Segments Nutrition werden in den gleichen Bereichen eingesetzt. Darüber hinaus liefert der im Segment Nutrition angesiedelte Anwendungsbereich Pet Food Produkte für den Markt der Heimtiernahrung. Im Segment Scent &Care werden Parfümöle und Wirkstoffe hauptsächlich für die kosmetische Industrie und für Haushaltsprodukte hergestellt. Die kontinuierliche Überwachung der regulatorischen Anforderungen bildete hier auch im Jahr 2017 einen Schwerpunkt der Aktivitäten, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Das Tempo der Veränderungen hat sich sogar noch beschleunigt, da weitere Länder Ergänzungen ihrer chemischen Inventare vorgenommen haben und die Kontrollmaßnahmen besondere Sorgfalt erfordern, um die Erfüllung der Anforderungen auf allen Ebenen des Entwicklungsprozesses sicherzustellen. Bei der Implementierung der entsprechenden Kontrollmechanismen ist besondere Sorgfalt erforderlich, damit die Einhaltung der Anforderungen entlang des gesamten Entwicklungsprozesses und der Lieferkette gewährleistet ist. Das sich permanent verändernde regulatorische Umfeld und steigende Kundenanforderungen bringen für das Regulatory Affairs Team Herausforderungen und auch Chancen mit sich.
Im Jahr 2015 wurde das Übereinkommen zum Nagoya-Protokoll über den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile in europäisches Recht umgesetzt. Damit hat eine neue Dimension der Compliance Einzug in unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gehalten. Symrise verfolgt die Entwicklungen in diesem Bereich aufmerksam und arbeitet mit Nicht-Regierungs-Organisationen zusammen, die auf diesem Gebiet über praktisches Know-how verfügen, um die fortdauernde Einhaltung der Anforderungen zu gewährleisten.
In der EU wurden Änderungen in der Liste der Aromastoffe wirksam. Für 20 Aromastoffe wurden Anwendungsbeschränkungen nach der Verordnung (EU) 2017/378 erlassen und ein Stoff (4,5-Epoxydec-2(trans)-enal) wurde durch die Verordnung (EU) 2017/1250 von der Liste gestrichen. Symrise hat diese Änderungen fristgerecht umgesetzt und die Kunden umfassend informiert.
Im Rahmen der Bewertung von Tierfutterzusatzstoffen wurden die ersten etwa 150 Aromastoffe in die neue Positivliste der EU aufgenommen. Die bis zum August 2017 vorgeschriebene Kennzeichnung von Stoffen, die die empfohlene Höchstdosierung in Futtermitteln überschreiten, wurde ebenfalls fristgerecht in den internen regulatorischen Systemen implementiert, sodass Kunden diese Informationen auf Etiketten und Dokumenten erhalten.
Die Meldepflichten im Zusammenhang mit der Reform des amerikanischen Toxic Substances Control Act (TSCA), die die Europäische Chemikalienverordnung REACH zum Vorbild nehmen, sind ein Beispiel für die weltweite, starke Zunahme der Chemikalienkontrollregelungen. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, da immer mehr Länder und Regionen Kontrollregelungen für den sicheren Umgang mit Chemikalien einführen.
Im Jahr 2017 hat die Kundennachfrage nach Transparenzinitiativen zugenommen. Von unseren Kunden wird erwartet, dass sie die Inhaltsstoffe ihrer Produkte offenlegen. Dies zwingt die Duftstoffindustrie, die traditionell ihre Rezepturen geheim hält, zu einem Umdenken. Symrise hat dabei sowohl auf Verbandsebene als auch direkt bei den Kunden eine Vorreiterrolle eingenommen. Mit ihrer proaktiven, im Jahr 2015 eingeführten Politik der Transparenz hat Symrise eine führende Position bei Kunden erreicht. Durch unseren anpassungsfähigen sowie wirtschaftlich und ökologisch sensitiven Ansatz im Hinblick auf Rezepturen und Prozesstransparenz haben wir die Partnerschaft mit unseren Kunden gestärkt.
Das Regulatory Affairs Team von Symrise passt sich kontinuierlich an Veränderungen im regulatorischen Umfeld und bei den Kunden an. Dabei suchen wir effiziente Wege, um unsere Kunden zu unterstützen und gleichzeitig die globalen Anforderungen zu erfüllen.
DIFFERENZIERTE AUSWIRKUNGEN AUF SYMRISE
Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung grundsätzlich eine große Rolle. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung. Die große Zahl von Ländermärkten, in denen Symrise tätig ist, und die unterschiedlichen Produktmärkte wirken sich allerdings im Konzern risikomindernd aus.
Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich größere Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.
Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln bis hin zu Baby- und Heimtiernahrung, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesund-heits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.
UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
AKTUELLE ENTWICKLUNGEN IM KONZERN
Veränderungen im Portfolio
Im Mai 2017 hat Symrise die Übernahme des britischen Unternehmens Cobell bekanntgegeben. Cobell wurde im Jahr 1999 gegründet und ist der größte Lieferant für Obst- und Gemüsesäfte in Großbritannien. Mit dieser strategischen Akquisition stärkt Symrise seine lokale Präsenz auf dem britischen Getränkemarkt und vertieft somit die Kundennähe. Cobell erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 50 Mio. GBP (58 Mio. €). Zur Produktpalette von Cobell gehören Säfte, Pürees, Sirups und Konzentrate für alkoholfreie und alkoholische Getränke. Die Transaktion wurde am 1. Juli 2017 erfolgreich abgeschlossen.
Im November 2017 hat Symrise mit dem Eigentümer von Citratus eine Vereinbarung zum Erwerb aller Anteile der Citratus Fragrancias geschlossen. Citratus ist ein Hersteller von Parfümölen mit einem Entwicklungs- und Produktionsstandort in Vinhedo nahe Säo Paulo sowie Vertriebszentren in ganz Brasilien. Durch den Erwerb von Citratus kann Symrise seine Präsenz in den Schwellenländern weiter stärken und wird zum Marktführer für kleinere und mittelgroße Kunden in Brasilien. Im Jahr 2016 erwirtschaftete Citratus einen Umsatz von rund 12 Mio. USD (10 Mio. €) und beschäftigte 86 Mitarbeiter. Die Transaktion wurde am 17. Januar 2018 abgeschlossen.
Neue Innovationszentren in Singapur und Mumbai
Am 23. Mai 2017 hat Symrise sein neues Innovations- und Technologiezentrum für Aromen in Singapur eröffnet und schließt damit die erste Ausbauphase des regionalen Zentrums ab, in die etwa 30 Mio. SGD (20 Mio. €) investiert wurden. Mithilfe des Innovations- und Technologiezentrums will Symrise die Potenziale regionaler und lokaler Lebensmittelhersteller heben und Singapurs Vision unterstützen, Asiens Drehscheibe für regionale Nahrungsmittel und Ernährung zu werden. Im Rahmen der nächsten Ausbaustufe soll ein neues Zentrum für Konsumentenforschung im Bereich Duft und Pflege entstehen, um so wirtschaftlich erfolgreiche Markenkampagnen zu entwickeln.
Im Juni 2017 hat Symrise in Mumbai, Indien, sein zweites Kreativ- und Entwicklungszentrum eröffnet. Es beherbergt ein modernes Entwicklungslabor für Düfte und kosmetische Inhaltsstoffe mit fortschrittlichsten Technologien zur Analyse und Auswertung von Marktforschungsdaten. Mithilfe dieser strategischen Investition kann Symrise seine Beziehungen zu Partnern, Verbrauchern und Kunden vor Ort stärken und gleichzeitig von der dynamischen Entwicklung der indischen Wirtschaft profitieren.
Ausgezeichnet nachhaltig
Am 17. Mai 2017 wurde die Symrise AG mit dem "German Award for Excellence" für internationales gesellschaftliches Engagement im Rahmen der DQS Nachhaltigkeitskonferenz in Düsseldorf ausgezeichnet. Symrise beeindruckte die Juroren vor allem durch sein soziales Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Madagaskar und Ecuador. In Kooperationen mit internationalen und regionalen Hilfsorganisationen, anderen Unternehmen und Regierungsstellen fördert Symrise stabile Lebensbedingungen, Bildung und Gesundheit für die Menschen und den Erhalt der biologischen Vielfalt vor Ort. Die Preise werden für gesellschaftlich und ökologisch verantwortliches unternehmerisches Handeln in 15 unterschiedlichen Kategorien vergeben. Ziel ist, das Engagement für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft weiter anzuspornen.
Im September 2017 wurde Symrise erneut von der DQS CFS GmbH (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit) als "grünes Unternehmen" zertifiziert. Symrise darf nun die kommenden drei Jahre das Gütesiegel "Green Company" weiter tragen. Als "Green Company" zeichnet die DQS Unternehmen aus, die die Auswirkungen ihres wirtschaftlichen Handelns auf die Umwelt aktiv und nachweislich minimieren. Im Jahr 2013 hatte die DQS das Gütesiegel "Green Company" zum ersten Mal an Symrise verliehen.
ZIELERREICHUNG 2017
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| Ziel zu Beginn des Geschäftsjahres | Erreichter Wert | |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum (währungsbereinigt) | merklich über dem Marktwachstum von 2 bis 3 % | 6,3 % (ohne Portfolio- und Währungseffekte) |
| EBITDA-Marge | rund 20,0 % | 21,0 % |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) / EBITDA | zwischen 2,5 und 2,8 | 3,0 |
Symotion nimmt neues Logistikzentrum in Betrieb
Im Sommer 2017 hat Symrise sein neues Logistikzentrum im Güterverkehrszentrum (GVZ) Altenwerder fertiggestellt und seit Oktober 2017 den Lagerbetrieb in der angemieteten 7.100 m2 großen Einheit aufgenommen. Die moderne Anlage verfügt über eine hochwertige Logistikfläche, eine große Anzahl an Ladetoren sowie Büro- und Sozialflächen. Beim Gebäudedesign wurden auch höchste Nachhaltigkeitsstandards berücksichtigt, wie beispielsweise das Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Neben der modernen Ausstattung der Logistikimmobilie profitiert Symrise von der gut entwickelten logistischen Infrastruktur des GVZ Altenwerder. Durch die Nutzung der neuen Lagerfläche konnten bereits andere Lager entlastet und Kostenvorteile generiert werden. Im Laufe des Jahres 2018 soll die Nutzung weiter ausgebaut werden.
GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Der Symrise Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 2.996 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 3,2 % in Berichtswährung. Ohne Berücksichtigung von Portfolio-Effekten beträgt das organische Umsatzwachstum 6,3 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 43,5 % und lag damit geringfügig über dem Vorjahreswert von 43,0 %. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) erhöhte sich auf Konzernebene um 1 %, von 625 Mio. € (normalisiert)2 auf 630 Mio. €. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 21,0 % (normalisierte EBITDA-Marge Vorjahr: 21,5 %).
Der Jahresüberschuss 2017 stieg gegenüber dem normalisierten Vorjahreswert um 5 Mio. € auf 270 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 2,08 € (2016 normalisiert: 2,05 €). Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 vorschlagen, die Dividende von 0,85 € im Vorjahr auf 0,88 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 anzuheben.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 hatten wir die Erwartung geäußert, dass alle drei Segmente, Flavor, Nutrition und Scent & Care, ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktwachstum (etwa 3 %) anstreben.
Für 2017 hatten wir eine EBITDA-Marge von rund 20 % unter den Annahmen erwartet, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2016 verharren und sich die Währungsrelationen im Vergleich zu 2016 nicht deutlich verändern. Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA, sollte zwischen 2,5 und 2,8 liegen. Mittelfristig streben wir eine Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.
Zielerreichung 2017
Mit einem Umsatzanstieg von 6,3 % (ohne Berücksichtigung von Portfolio- und Währungseffekten) haben wir unser Umsatzziel deutlich übertroffen. Die EBITDA-Marge von 21,0 % liegt über dem für 2017 erwarteten Wert. Die Nettoverschuldung liegt mit dem 3,0-fachen EBITDA leicht über unserer Prognose.
ERTRAGSLAGE
Umsatz im Konzern
Im Gesamtjahr 2017 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 2.996 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Umsatz damit um 3,2 % in Berichtswährung. Bereinigt um Portfolioeffekte (Zugänge von NutraCanada, NutraCeutix und Cobell sowie Verkauf der Pinova Inc.) und Wechselkurseffekte stieg der Konzernumsatz im Berichtsjahr organisch um 6,3 %.
2 Im Geschäftsjahr 2016 sind im Rahmen des Erwerbs der Pinova Gruppe Akquisitions- und Integrationskosten in Höhe von 18,7 Mio. € angefallen. Des Weiteren entstand aus der Veräußerung der Pinova Inc.am 9. Dezember 2016 ein Gewinn in Höhe von 3,5 Mio. €. Im Folgenden weisen wir für das Geschäftsjahr 2016 normalisierte Ergebnisse (EBITN/EBITDAN) aus, die um diese einmaligen, nicht wiederkehrenden Sondereinflüsse bereinigt sind. Ferner wurden die Vorjahreszahlen aufgrund der finalisierten Kaufpreisallokation für Nutraceutix angepasst. Weitere Informationen dazu siehe Anhang Textziffer 2.1.
Regionen: Das Geschäft in der Region EAME entwickelte sich erfreulich und nahm im Vorjahresvergleich um 7,4 % zu. In der Region Nordamerika lag der Umsatz bedingt durch den 2016 getätigten Verkauf der Pinova Inc. um 4,1 % unter dem Vorjahr. Die Region Asien/Pazifik erreichte im Vorjahresvergleich ein moderates Umsatzwachstum von 1,4 %. Die Umsatzentwicklung in Lateinamerika verlief dynamisch und verzeichne-te einen Zuwachs von 7,6 % im Vergleich zum Vorjahr.
Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert um 4,3 %. Der Anteil dieser Ländergruppe am Gesamtumsatz stieg von 43,0 % im Vorjahr auf 43,5 % im Geschäftsjahr 2017.
Umsatz Flavor
Das Segment Flavor erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 1.102 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 8,5 % in Berichtswährung. Bereinigt um den Portfolioeffekt aus der Cobell Akquisition und um Wechselkurseffekte betrug das organische Wachstum 9,3 %. Alle Regionen und Anwendungsbereiche konnten die Umsätze im abgelaufen Geschäftsjahr deutlich ausweiten.
Insbesondere in der Region EAME war das Wachstum stark ausgeprägt. Das Segment erzielte hier prozentual zweistellige organische Zuwächse, vor allem aus Anwendungen für süße und würzige Produkte in Westeuropa, Nordafrika und im Nahen und Mittleren Osten. Der Anwendungsbereich Getränke entwickelte sich hier ebenfalls positiv und verzeichnete ein solides organisches Wachstum, vor allem in Deutschland, Irland, Österreich sowie im Nahen und Mittleren Osten. In der Region Asien/Pazifik zeigten sich insbesondere die Ländermärkte Japan, Vietnam und Australien sehr dynamisch, mit einem deutlichen Anstieg in den Anwendungsbereichen Sweet und Savory. Die Umsatzentwicklung in Nordamerika verlief ebenfalls erfreulich. Hier konnte das Segment Flavor hohe Zuwächse in den Anwendungsbereichen Sweet und Beverages generieren.
In der Region Lateinamerika setzte das Segment die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre fort und erzielte prozentual zweistellige Zuwächse. Insbesondere der Anwendungsbereich Beverages verzeichnete aufgrund von Neugeschäften mit Vanille-Aromatisierungen hohe Zuwächse. Der brasilianische Markt hingegen konnte an die starke Dynamik des Vorjahres nicht ganz anknüpfen.
Umsatz Nutrition
Im Geschäftsjahr 2017 erzielte das Segment Nutrition einen Umsatz von 631 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 9,6 %. Ohne Berücksichtigung von Portfolio- und Währungseffekten belief sich das organische Umsatzwachstum auf 6,5 %.
Die größten Wachstumsimpulse kamen dabei aus dem Anwendungsbereich Pet Food, der in allen vier Regionen in lokaler Währung ein prozentual hohes einstelliges oder sogar zweistelliges Umsatzwachstum erzielte. Auch der Anwendungsbereich Food verzeichnete starke Zuwächse. Besonders expansiv entwickelten sich dabei die Regionen Lateinamerika und Asien/Pazifik.
UMSÄTZE NACH REGIONEN in Mio. €

Im Anwendungsbereich Probi stiegen die Umsätze durch die Akquisition der amerikanischen Nutraceutix ebenfalls deutlich. Bereinigt um den Akquisitionseffekt konnte das Vorjahresniveau aufgrund einer temporär reduzierten Nachfrage eines Großkunden nicht erreicht werden.
Umsatz Scent &Care
Das Segment Scent &Care verbuchte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 1.263 Mio. €, der aufgrund des im Dezember 2016 getätigten Verkaufs der Pinova Inc. um 3,7 % unter dem Wert des Vorjahres lag. Bereinigt um den Portfolioeffekt der Pinova Veräußerung und um Wechselkurseffekte wuchs das Segment organisch um 3,9 %.
Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients weitete seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich aus. Vor allem die Regionen Asien/Pazifik und EAME zeigten eine hohe Nachfrage. Insbesondere in den Ländermärkten China, Japan und Südkorea sowie in Deutschland, Italien und Polen stiegen die Umsätze deutlich.
Im Geschäftsbereich Aroma Molecules wurde - bereinigt um den Pinova Portfolioeffekt - ebenfalls ein gutes Wachstum erzielt. Positive Impulse kamen vor allem aus den Ländermärkten USA, Japan und China. Die Integration des Pinova Duftstoffgeschäfts stärkte den Bereich durch ein verbreitertes Portfolio an einzigartigen, natürlichen Inhaltsstoffen.
Der Geschäftsbereich Fragrance hingegen verzeichnete moderate Zuwächse mit einer spürbaren Belebung in der zweiten Jahreshälfte. Ländermärkte wie Großbritannien, die Philippinen, Argentinien oder Italien zeigten eine sehr gute Geschäftsdynamik. Im Anwendungsbereich Home Care erzielte die Region Lateinamerika hohe Zuwächse in lokalen Währungen, vor allem in Kolumbien und Brasilien. Der Anwendungsbereich Beauty Care profitierte in der zweiten Jahreshälfte von einer steigenden Nachfrage. Das hohe Umsatzniveau des Vorjahres konnte allerdings nicht ganz erreicht werden. Im Anwendungsbereich Oral Care wurde ein moderates Wachstum erzielt. Die Umsätze wurden vor allem in EAME und Nordamerika deutlich ausgeweitet. In Asien/Pazifik und Lateinamerika lag das Geschäft mit Mundpflegeprodukten noch unter Vorjahresniveau. Der Anwendungsbereich Fine Fragrance wuchs insbesondere in Lateinamerika dynamisch. Hier stiegen die Umsätze in Brasilien und Argentinien in lokalen Währungen im zweistelligen Prozentbereich. Darüber hinaus wurde das Geschäft in der Region Asien/Pazifik in Indonesien, China sowie Indien weiter ausgebaut.
Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2017 verlief insgesamt erfreulich. Die Herstellungskosten nahmen 2017 um 4 % auf 1.772 Mio. € zu und erhöhten sich damit, vor allem bedingt durch gestiegene Rohstoffkosten, leicht überproportional zum Umsatz. Das Bruttoergebnis nahm um 2 % zu und erreichte 1.224 Mio. € (2016: 1.196 Mio. €)4 . Die Bruttomarge betrug 40,9 % und lag damit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahr (41,2 %). Die Vertriebskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2 % und beliefen sich auf 478 Mio. € (2016: 467 Mio. €). Der Anteil der Vertriebskosten am Konzernumsatz betrug 16,0 %, nach 16,1 % im Vorjahr. Die F &E-Aufwendungen erhöhten sich um 6 % auf 196 Mio. € (2016: 186 Mio. €). Die F &E-Quote erreichte damit 6,6 % (Vorjahr: 6,4 %) des Umsatzes. Die Verwaltungskosten lagen mit 155 Mio. € 4 % über dem Vorjahreswert von 149 Mio. €. Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz belief sich im Berichtsjahr auf 5,2 %, geringfügig über dem Vorjahreswert von 5,1 %.
KURZFASSUNG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| In Mio. € | 2016 normalisiert und angepasst3 | 2017 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.903,2 | 2.996,3 | 3 |
| Herstellungskosten | - 1.707,4 | - 1.771,8 | 4 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.195,8 | 1.224,5 | 2 |
| Bruttomarge | in % 41,2 | 40,9 | |
| Vertriebskosten | - 467,3 | - 478,1 | 2 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | - 186,0 | - 196,4 | 6 |
| Verwaltungskosten | - 149,3 | - 154,7 | 4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 31,6 | 38,4 | 22 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 2,5 | - 2,1 | - 16 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 422,3 | 431,6 | 2 |
3 Im Geschäftsjahr 2016 sind im Rahmen des Erwerbs der Pinova Gruppe Akquisitions- und Integrationskosten in Höhe von 18,7 Mio. € angefallen. Des Weiteren entstand aus der Veräußerung der Pinova Inc. am 9. Dezember 2016 ein Gewinn in Höhe von 3,5 Mio. €. Im Folgenden weisen wir für das Geschäftsjahr 2016 normalisierte Ergebnisse (EBITN/EBITDAN) aus, die um diese einmaligen, nicht wiederkehrenden Sondereinflüsse bereinigt sind. Ferner wurden die Vorjahreszahlen aufgrund der finalisierten Kaufpreisallokation für Nutraceutix angepasst. Weitere Informationen dazu siehe Anhang Textziffer 2.1
Ergebnissituation
Konzern: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) erhöhte sich 2017 um 1 % auf 630 Mio. € (2016 EBITDAN: 625 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte im Berichtsjahr 21,0 %, gegenüber einer normalisierten EBITDA-Marge von 21,5 % im Vorjahr.
Scent &Care: Scent &Care erwirtschaftete 2017 ein EBITDA von 248,1 Mio. €, das vor allem bedingt durch den Verkauf der Pinova Inc. sowie höhere Rohstoff- und Forschungskosten unter dem normalisierten Vorjahreswert von 257,8 Mio. € (- 4 %) lag. Die EBITDA-Marge belief sich auf 19,6 %, gegenüber normalisiert 19,7 % im Jahr 2016.
Flavor: Das EBITDA des Segments Flavor betrug 2017 242,9 Mio. €, was einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (2016: 233,8 Mio. €) entspricht. Die EBITDA-Marge in Höhe von 22,0 % lag vor allem durch die Einbeziehung von Cobell unter dem hohen Niveau des Vorjahres (2016 EBITDA-Marge: 23,0%).
Nutrition: Das Segment Nutrition erzielte 2017 ein EBITDA von 139,4 Mio. €, was einer Steigerung um 4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (2016: 133,7 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte mit 22,1 % ein hervorragendes Niveau, lag allerdings leicht unter dem hohen Wert des Vorjahres (2016 EBITDA-Marge: 23,2 %).
Finanzergebnis: Das Finanzergebnis 2017 in Höhe von -56,1 Mio. € liegt um 10,2 Mio. € unter dem Ergebnis des Jahres 2016. Während sich das Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahr von - 49,4 Mio. € um 0,9 Mio. € auf - 48,5 Mio. € verbesserte, ist das übrige Finanzergebnis von 3,5 Mio. € auf - 7,6 Mio. € gesunken, vor allem aufgrund von negativen Währungseffekten in Höhe von - 7,3 Mio. € (Vorjahr: positive Währungseffekte von 8,8 Mio. €).
Steuern: Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 99,8 Mio. € (2016: 97,2 Mio. €). Der sich ergebende Steuersatz von 26,6 % ist gegenüber dem Vorjahr (27,2 %) leicht gesunken. Einer ausreichenden steuerlichen Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen.
4 Im Geschäftsjahr 2016 sind im Rahmen des Erwerbs der Pinova Gruppe Akquisitions- und Integrationskosten in Höhe von 18,7 Mio. € angefallen. Des Weiteren entstand aus der Veräußerung der Pinova Inc. am 9. Dezember 2016 ein Gewinn in Höhe von 3,5 Mio. €. Im Folgenden weisen wir für das Geschäftsjahr 2016 normalisierte Ergebnisse (EBITN/EBITDAN) aus, die um diese einmaligen, nicht wiederkehrenden Sondereinflüsse bereinigt sind. Ferner wurden die Vorjahreszahlen aufgrund der finalisierten Kaufpreisallokation für Nutraceutix angepasst. Weitere Informationen dazu siehe Anhang Textziffer 2.1.
ERGEBNISÜBERSICHT in Mio. € / in %

Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie: Der Jahresüberschuss beträgt 270 Mio. € und liegt damit 5 Mio. € oder 2 % über dem um Sondereinflüsse bereinigten Wert des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 0,03 € auf 2,08 € (2016 normalisiert: 2,05 €).
Dividendenvorschlag 2017: Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 vorschlagen, eine Dividende von 0,88 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 auszuschütten. Symrise strebt an, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und sie mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
FINANZLAGE
Finanzmanagement
Grundzüge und Ziele: Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.
Gemäß den Symrise Treasury-Richtlinien wird die Finanzierung des Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Tochtergesellschaften wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, sodass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu einer großen Anzahl an Banken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.
Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäfts abgeschlossen werden dürfen.
Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management-System implementiert, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow-Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden fallweise gegen Schwankungen abgesichert.
Mit einer Eigenkapitalquote von 38 % zum 31. Dezember 2017 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.
Finanzierungsstruktur: Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Zusätzlich zu den bestehenden Finanzierungen hat Symrise im Juni 2017 eine Wandelanleihe in Höhe von 400 Mio. € begeben, die hauptsächlich zur Rückzahlung des im Oktober 2017 fälligen Eurobonds (300 Mio. €) und des bilateralen Kredits (60 Mio. €) genutzt wurde. Die Wandelanleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren bis zum 20. Juni 2024, einen fixen Zinssatz von 0,2375 % und kann regulär nach frühestens fünf Jahren mit einem Wandlungspreis von derzeit 91,8595 € in Aktien der Symrise AG gewandelt werden. Erfolgt keine Wandlung, wird die Anleihe zu 100 % an die Investoren zurückgezahlt.
Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2017 eingehalten worden.
Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit bestehen im Konzern bilaterale Kreditlinien in Höhe von 41 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken sollen. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf marktüblichem Niveau.
Cashflow- und Liquiditätsanalyse
ÜBERSICHT CASHFLOW
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| In Mio. € | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 338,8 | 396,2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 311,0 | - 219,3 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1,8 | - 219,1 |
| Liquide Mittel (31.12.) | 301,6 | 229,5 |
Der operative Cashflow lag mit 396,2 Mio. € um 57,4 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 338,8 Mio. €. Ein höheres Ergebnis und ein geringerer Aufbau von Working Capital sind die Hauptursachen für diese Verbesserung. Die operative Cashflow-Quote bezogen auf den Umsatz lag bei 13,2 %.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich um 91,7 Mio. € auf - 219,3 Mio. € und wurde im Wesentlichen für Investitionen in Sachanlagen verwendet. Darüber hinaus entfallen 10 Mio. € auf die Akquisition der Cobell Ltd. Im Geschäftsjahr 2017 fand per Saldo ein Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 219,1 Mio. € statt. Im Vorjahr war ein Mittelzufluss von 1,8 Mio. € zu verzeichnen. Wesentliche Bestandteile sind die 2017 an die Aktionäre ausgezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 113,4 Mio. €, saldierte Tilgungen von Bankkrediten und Kapitalmarktverbindlichkeiten in Höhe von 65,6 Mio. € sowie Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 38,4 Mio. € (Vorjahr: 38,4 Mio. €).
Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch in der Zukunft nicht absehbar. Dem Unternehmen stehen ausreichend Linien zur Verfügung, zum Beispiel im Rahmen der Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €, die im Mai 2016 um ein Jahr prolongiert wurde und Symrise nun bis zum Mai 2021 zugesagt ist. Zum 31. Dezember 2017 war diese Linie mit 45 Mio. € in Anspruch genommen.
Investitionen und Akquisitionen
Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 205 Mio. €, nach 168 Mio. € im Vorjahr.
Für immaterielle Vermögenswerte wurden 19 Mio. € (2016: 17 Mio. €) aufgewendet. Schwerpunkte bildeten hier die Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung (REACH) sowie Investitionen im Bereich Software und Patente. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von rund 186 Mio. € getätigt (Vorjahr: 151 Mio. €). Die größten Investitionsprojekte umfassten Kapazitätserweiterungen in der Produktion in allen Geschäftsbereichen sowie das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum in Singapur. Alle Projekte wurden aus laufenden Mitteln finanziert. Zum 31. Dezember 2017 hatte der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 58,1 Mio. € (31. Dezember 2016: 65,5 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen, Hardware und Büroausstattung. Diese sind größtenteils im Laufe des Jahres 2018 fällig.
Im Mai 2017 hat Symrise die Übernahme des britischen Unternehmens Cobell bekanntgegeben. Cobell wurde im Jahr 1999 gegründet und ist der größte Lieferant für Obst- und Gemüsesäfte in Großbritannien. Mit dieser strategischen Akquisition stärkt Symrise seine lokale Präsenz auf dem britischen Getränkemarkt und vertieft somit die Kundennähe. Cobell erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 50 Mio. GBP (58 Mio. €). Zur Produktpalette von Cobell gehören Säfte, Pürees, Sirups und Konzentrate für alkoholfreie und alkoholische Getränke. Die Transaktion wurde am 1. Juli 2017 erfolgreich abgeschlossen.
INVESTITIONEN 2017 BIS 2019
Im November 2017 hat Symrise mit dem Eigentümer von Citratus eine Vereinbarung zum Erwerb aller Anteile der Citratus Fragrancias geschlossen. Citratus ist ein Hersteller von Parfümölen mit Entwicklungs- und Produktionsstandort in Vinhedo nahe Säo Paulo und Vertriebszentren in ganz Brasilien. Durch den Erwerb von Citratus kann Symrise seine Präsenz in den Schwellenländern weiter stärken und wird zum Marktführer für kleinere und mittelgroße Kunden in Brasilien. Im Jahr 2016 erwirtschaftete Citratus einen Umsatz von rund 12 Mio. USD (10 Mio. €) und beschäftigte 86 Mitarbeiter. Die Transaktion wurde am 17. Januar 2018 abgeschlossen.
VERMÖGENSLAGE
Ausgewählte Bilanzposten5
Die Bilanzsumme verringerte sich zum 31. Dezember 2017 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 78 Mio. € auf 4.675 Mio. € (31. Dezember 2016: 4.753 Mio. €).
Auf der Vermögensseite resultierte der Rückgang aus den durch planmäßige Abschreibungen niedrigeren immateriellen Vermögenswerten (31. Dezember 2017: 1.966 Mio. €; 31. Dezember 2016: 2.112 Mio. €) sowie aus einem geringeren Bestand an Zahlungsmitteln und kurzfristigen Einlagen (31. Dezember 2017: 230 Mio. €; 31. Dezember 2016: 302 Mio. €), die im Vorjahr aufgrund des Verkaufs der Pinova Inc. im Dezember 2016 deutlich erhöht waren. Diese Entwicklung wurde teilweise kompensiert durch einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2017: 557 Mio. €; 31. Dezember 2016: 528 Mio. €), der Vorräte (31. Dezember 2017: 752 Mio. €; 31. Dezember 2016: 680 Mio. €) sowie der Sachanlagen (31. Dezember 2017: 902 Mio. €; 31. Dezember 2016: 857 Mio. €).
5 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der finalisierten Kaufpreisallokation für Nutraceutix angepasst. Weitere Informationen dazu siehe Anhang Textziffer 2.1.
BILANZSTRUKTUR ZUM 31. DEZEMBER 2017 in Mio. € (Veränderung gegenüber Vorjahresstichtag in %)5
5 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der finalisierten Kaufpreisallokation für Nutraceutix angepasst. Weitere Informationen dazu siehe Anhang Textziffer 2.1.
Die immateriellen Vermögenswerte stellen mit 42 % einen großen Teil der Vermögenswerte dar und setzen sich aus Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von 1.183 Mio. € (31. Dezember 2016: 1.222 Mio. €) sowie aus Rezepturen und Technologien, Kundenstämmen, Handelsmarken, Software, Patenten und sonstigen Rechten in Höhe von 783 Mio. € (31. Dezember 2016: 891 Mio. €) zusammen. Sie resultierten nahezu vollständig aus Unternehmenserwerben.
Der Rückgang der Verbindlichkeiten war vor allem durch die Rückführung der Finanzverbindlichkeiten bedingt, da dem Zufluss aus der Begebung der Wandelanleihe höhere Tilgungen der bisherigen Finanzierung gegenüberstanden (31. Dezember 2017: 1.628 Mio. €; 31. Dezember 2016: 1.750 Mio. €). Gegenläufig dazu haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr entwickelt (31. Dezember 2017: 276 Mio. €; 31. Dezember 2016: 254 Mio. €). Aufgrund des lediglich leicht von 1,6 % im Jahr 2016 auf 1,7 % im Jahr 2017 erhöhten Zinsniveaus für die in Deutschland gewährten Pensionszusagen belaufen sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wie im Vorjahr auf 523 Mio. €. Insgesamt sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich zurückgegangen (31. Dezember 2017: 603 Mio. €; 31. Dezember 2016: 1.028 Mio. €), wohingegen sich die langfristigen Verbindlichkeiten leicht erhöht haben (31. Dezember 2017: 2.302 Mio. €; 31. Dezember 2016: 1.993 Mio. €).
Das zum 31. Dezember 2017 auf die Aktionäre der Symrise AG entfallende Eigenkapital erreichte 1.713 Mio. € (31. Dezember 2016: 1.672 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2016 wurde im Jahr 2017 eine Dividende von 110 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote inkl. Minderheiten lag zum 31. Dezember 2017 bei 37,8 % (31. Dezember 2016: 36,4 %).
Nettoverschuldung
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| In Mio. € | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 1.749,8 | 1.627,7 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | - 301,6 | - 229,5 |
| Nettoverschuldung | 1.448,2 | 1.398,2 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 522,6 | 523,4 |
| Nettoverschuldung inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.970,8 | 1.921,6 |
Die Überprüfung der Einhaltung der Kreditvereinbarungen (Leverage Covenants) für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der Vorgaben in den verschiedenen Kreditverträgen. Hierfür wird zur Ermittlung der Leverage Covenants die Nettoverschuldung auf das EBITDAN der letzten 12 Monate bezogen. Danach ergibt sich eine für die Kreditverträge relevante Relation Nettoverschuldung/ EBITDAN von 2,2. Der Verschuldungsgrad "Nettoverschuldung einschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen/EBITDAN" beträgt 3,0.
Wir streben eine Kapitalstruktur an, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten. Unsere ergebnisorientierte Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Daneben soll sichergestellt sein, dass Akquisitionsvorhaben durch eine solide Finanzierungsstruktur begleitet werden können.
KAPITALSTRUKTUR
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| 2016 | 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. € | in % der Bilanzsumme | in % der Bilanzsumme | Veränderung in % |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | 1.731,5 | 36 | 1.769,3 | 38 | + 2 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.028,0 | 22 | 603,4 | 13 | - 41 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 1.993,3 | 42 | 2.301,9 | 49 | + 15 |
| Verbindlichkeiten | 3.021,3 | 64 | 2.905,3 | 62 | - 4 |
| Bilanzsumme | 4.752,7 | 100 | 4.674,6 | 100 | - 2 |
An wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge in Höhe von 147,4 Mio. € (2016: 150,0 Mio. €) und Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 58,1 Mio. € (2016: 65,5 Mio. €).
Die Symrise AG hat mit verschiedenen Dienstleistern Serviceverträge zur Auslagerung der internen Informationstechnologie geschlossen. Die Serviceverträge bestanden teilweise bereits in den Vorjahren. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber diesen Dienstleistern beträgt unter Berücksichtigung von Sonderkündigungsrechten 34,7 Mio. € (31. Dezember 2016: 55,5 Mio. €).
Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich am 31. Dezember 2017 auf 21,1 Mio. € (31. Dezember 2016: 16,6 Mio. €) und betrafen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Berater-, Dienstleistungs- und Kooperationsverträgen (13,6 Mio. €; 31. Dezember 2016: 8,0 Mio. €).
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER MUTTERGESELLSCHAFT
Der Jahresabschluss der Symrise AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. In den Lagebericht der Symrise AG wird der Lagebericht des Symrise-Konzerns übernommen, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind und die Lage und der Geschäftsverlauf der Symrise AG stark durch die Tochtergesellschaften geprägt werden. Ergänzend dient die Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung.
Die Symrise AG produziert und vertreibt Duft- und Geschmacksstoffe und darüber hinaus übernimmt sie als Obergesellschaft des Symrise-Konzerns klassische Aufgaben einer Holding, wie die strategische Unternehmensentwicklung, die Corporate Funktionen Rechtsabteilung, Konzernrechnungslegung und -controlling, Steuern, Treasury, IT, internationales Personalwesen, interne Revision, Corporate Communications und Investor Relations.
Die meisten in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden von der Busiris Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Holzminden und der Diana SAS (Diana Gruppe) mit Sitz in Saint Nolff, Frankreich, gehalten. Alleinige Gesellschafterin der Busiris Vermögensverwaltung GmbH und der Diana SAS ist die Symrise AG, die darüber hinaus direkt Anteile an weiteren in- und ausländischen Tochtergesellschaften hält. Zwischen der Symrise AG und der Busiris Vermögensverwaltung GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Symrise AG als herrschendem Unternehmen.
Überblick und Geschäftsverlauf zum Geschäftsjahr der Symrise AG
Die Symrise AG hatte auch in 2017 eine stabile Geschäftsentwicklung. Insbesondere konnte der Umsatz in den Regionen Nordamerika und EAME ausgebaut werden.
Die geringeren Erträge aus Gewinnabführungen konnten durch höhere Dividenden und ein positives Ergebnis aus Währungsumrechnung nur teilweise kompensiert werden, so-dass der Jahresüberschuss deutlich niedriger als im Vorjahr ausfiel. Das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungen konnte aber deutlich übertroffen werden.
Im Jahr 2017 erwirtschaftete die Symrise AG einen Umsatz in Höhe von 1.181 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr (1.060 Mio. €) hat sich der Umsatz damit um 11,4 % erhöht und liegt damit, wie im Vorjahr prognostiziert, merklich über dem Marktwachstum.
Die Region EAME ist nach wie vor der größte Absatzmarkt für die Symrise AG. Rund 72 % der Umsätze werden in dieser Region erzielt. In Asien wurden 14 %, in Nordamerika 10 % und in Lateinamerika 4 % abgesetzt.
Das Segment Flavor erwirtschaftete mit 481 Mio. € einen Umsatzanteil von 41 %, mit einem hauptsächlichen Umsatzanstieg in dem Anwendungsbereich Sweet, während das Segment Scent &Care mit 665 Mio. € einen Umsatzanteil von 56 % aufweist. Hier ist der Anwendungsbereich Aroma Molecules der wesentliche Umsatztreiber.
Die Rohstoffpreise stiegen insgesamt im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr. Im Segment Flavor waren die Vanille Produkte der Hauptpreistreiber. Auch bei zitrusbasierten Rostoffen sowie bei Saftkonzentraten und Schalenextrakten ergaben sich signifikante Preissteigerungen. Die Preiseffekte konnten zu großen Teilen an die Abnehmer weiter gegeben werden.
Seit dem zweiten Halbjahr 2017 wird die Versorgung mit kritischen Rohstoffen für das Segment Scent &Care zusätzlich durch mehrere Faktoren beeinträchtigt: Aufgrund neuer Umweltauflagen der Regierung mussten sich chinesische Produzenten in größerem Umfang aus dem Rohstoffmarkt der Parfüminhaltsstoffe und deren chemischer Vorprodukte zurückziehen. Die dadurch im Markt entstandene Knappheit wird durch einen brandbedingten Ausfall eines der Hauptlieferanten für die Duftstoffindustrie in großem Ausmaß verschärft. Auch die REACH-Verordnung verursacht für eine Vielzahl chemischer Rohstoffe eine geringere Verfügbarkeit und steigende Preise. Die Preiserhöhungen konnten auch durch die für uns vorteilhafte Entwicklung des USD/EUR Wechselkurses nicht vollständig kompensiert werden.
Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stieg in 2017 um 57 Mitarbeiter auf 2.428 an. In der Symrise AG waren durchschnittlich 101 Auszubildende beschäftigt.
Vermögens- und Finanzlage der Symrise AG
AKTIVA
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| in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 458.135 | 446.848 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.277.576 | 3.277.618 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 46.101 | 52.712 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 57.845 | 82.696 |
| Vorratsvermögen | 295.845 | 322.288 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 149.655 | 157.539 |
| Sonstige Vermögenswerte | 19.350 | 20.692 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 26.238 | 34.512 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 10.540 | 27.527 |
| 4.341.285 | 4.422.432 |
PASSIVA
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| in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.679.984 | 1.706.534 |
| Sonderposten für Investitionszuschüsse | 181 | 154 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 268.331 | 289.728 |
| Steuerrückstellungen | 29 | 37 |
| Sonstige Rückstellungen | 48.886 | 48.346 |
| Rückstellungen | 317.246 | 338.111 |
| Anleihen | 806.443 | 904.673 |
| Schuldscheindarlehen | 500.000 | 500.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 249.146 | 85.596 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 62.923 | 71.737 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 518.760 | 630.032 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 176.534 | 156.520 |
| Verbindlichkeiten | 2.313.806 | 2.348.558 |
| Passive latente Steuern | 30.068 | 29.075 |
| 4.341.285 | 4.422.432 |
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
Das Anlagevermögen entfällt in Höhe von 140.522 T€ (Vorjahr: 153.933 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 306.325 T€ (Vorjahr: 304.202 T€) auf Sachanlagevermögen.
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen in Höhe von 3.277.618 T€ (Vorjahr: 3.277.576 T€) entfallen im Wesentlichen auf die Busiris Vermögensverwaltung GmbH und die Diana SAS, Frankreich, die Holdinggesellschaft der 2014 erworbenen Diana Gruppe.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen weiterhin hauptsächlich die Diana Gruppe.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum Bilanzstichtag hat die Symrise AG Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 169.334 T€ (Vorjahr: 162.347 T€) und hat darauf Wertberichtigungen in Höhe von 11.795 T€ (Vorjahr: 12.693 T€) gebildet.
Guthaben bei Kreditinstituten
Die Symrise AG verfügt über Bankguthaben in Höhe von 34.512 T€ (Vorjahr 26.210 T€).
Verbindlichkeiten aus Anleihen
Die Verbindlichkeiten aus Anleihen resultieren aus einer im Jahr 2014 emittierten und im Juli 2019 endfälligen Anleihe in Höhe von 500.000 T€. Ferner wurde im Wege einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren zum 20. Juni 2017 eine Wandelanleihe mit einem Gesamtnennwert von 400.000 T€, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nicht-Wandlungsfrist von fünf Jahren emittiert. Die im Jahr 2010 emittierte Anleihe in Höhe von 300.000 T€ wurde im Oktober 2017 vollständig zurückgezahlt. Darüber hinaus enthalten sind die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Zinsen in Höhe von 4.673 T€ (Vorjahr: 6.443 T€).
Schuldscheindarlehen
Die Verpflichtung resultiert aus einem in 2015 und 2016 ausgezahlten Schuldscheindarlehen über 500 Mio. €, das weitestgehend festverzinslich und in Teilbeträgen in den Jahren 2020 bis 2025 rückzahlbar ist.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300 Mio. €, die bis 2020 zur Verfügung steht, wurden 45 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) in Anspruch genommen. Im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms für neue Investitionen besteht eine mittelfristige Verbindlichkeit in Höhe von 5,9 Mio. € (Vorjahr: 9,2 Mio. €). Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Mittel in Höhe von 40,9 Mio. USD (Vorjahr: 57,2 Mio. USD) zur Verfügung gestellt.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist im Wesentlichen auf die Veränderung des Cash-Pools sowie auf einen Anstieg der Verrechnungskonten, begründet durch noch nicht ausgezahlte Ergebnisübernahmen zurückzuführen.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen in 2020 rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 175 Mio. USD « 146,0 Mio. € (Vorjahr: « 165,7 Mio. €), die bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden.
Außerdem bestehen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 4.069 T€ (Vorjahr: 5.222 T€).
Zur weiteren Darstellung der Finanzlage der Symrise AG wird auf die Ausführungen zur Finanzlage des Konzerns verwiesen.
Ertragslage der Symrise AG
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| In T€ | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.060.182 | 1.181.328 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 31.698 | 58.764 |
| Materialaufwand | - 494.337 | - 570.825 |
| Personalaufwand | - 155.188 | - 185.372 |
| Abschreibungen | - 47.682 | - 48.011 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 272.208 | - 298.586 |
| Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen und Ausleihung des Finanzanlagevermögens sowie Aufwendungen aus Verlustübernahme | 120.439 | 76.246 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 183 | 1.050 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 50.954 | - 53.551 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 34.801 | - 40.384 |
| Ergebnis nach Steuern | 157.332 | 120.659 |
| Sonstige Steuern | - 499 | - 938 |
| Jahresüberschuss | 156.833 | 119.721 |
| Gewinnvortrag | 138.312 | 184.804 |
| Bilanzgewinn | 295.145 | 304.525 |
Umsatzerlöse
Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von 1.133.363 T€ (Vorjahr: 1.018.277 T€). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten und Serviceleistungen, vorwiegend an andere Konzerngesellschaften, in Höhe von 47.965 T€ (Vorjahr: 41.906 T€).
Sonstige betriebliche Erträge
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 41.497 T€ (Vorjahr: 14.985 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 36.026 T€ (Vorjahr: 11.828 T€), Auflösung nicht benötigter Rückstellungen aus Vorjahren in Höhe von 1.768 T€ (Vorjahr: 919 T€) sowie Erträge aus Zuschüssen in Höhe von 1.066 T€ (Vorjahr: 118 T€).
Materialaufwand
Der Materialaufwand ist hauptsächlich aufgrund teilweise gestiegener Rohstoffkosten prozentual etwas stärker gestiegen als die erzielten Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Erzeugnissen und Waren.
Personalaufwand
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| In T€ | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 134.445 | 139.463 |
| Soziale Abgaben | 22.029 | 23.594 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | - 1.286 | 22.315 |
| Personalaufwand | 155.188 | 185.372 |
Im Wesentlichen bedingt durch die Tariferhöhung um 1,6 % in 2017 und die gestiegene Mitarbeiterzahl, stieg der Personalaufwand ohne Aufwendungen für Altersversorgung um rund 4,2 %. Durch die Umstellung der Berechnungsmethode für die Pensionsrückstellungen auf den Durchschnitt der letzten 10 statt 7 Jahre ergab sich im Vorjahr einmalig eine um 45,6 Mio. € geringere Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Aufgrund der veränderten Berechnungsmethode und des genannten Einmaleffekts sind die Aufwendungen für Altersversorgung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Für 2018 erwarten wir wieder Aufwendungen auf dem gleichen Niveau wie 2017.
Abschreibungen
Die Abschreibungen entfallen in Höhe von 19.576 T€ (Vorjahr: 20.373 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 27.826 T€ (Vorjahr: 25.085 T€) auf Sachanlagen. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden in Höhe von 609 T€ vorgenommen (Vorjahr 2.224 T€).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für
| ― | Provisionen und Vertreterkosten in Höhe von 72.274 T€ (Vorjahr: 64.559 T€) |
| ― | Verwaltungskosten in Höhe von 46.586 T€ (Vorjahr: 39.820 T€) |
| ― | Fracht und Handlingkosten in Höhe von 41.744 T€ (Vorjahr: 39.030 T€) |
| ― | Reparaturen und technische Dienstleistungen in Höhe von 26.346 T€ (Vorjahr: 23.624 T€) |
| ― | Informatikkosten in Höhe von 24.931 T€ (Vorjahr: 21.680 T€) und |
| ― | Fremdwährungseffekten in Höhe von 18.291 T€ (Vorjahr: 15.599 T€) |
zusammen.
Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträgen und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Gewinne in Höhe von 52.291 T€ (Vorjahr: 103.895 T€) übernommen. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betrugen im Jahr 2017 71 T€ (Vorjahr: 0 T€).
Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um von in- und ausländischen Beteiligungen erhaltene Dividenden in Höhe von 21.259 T€ (Vorjahr: 6.702 T€).
Die Erträge aus Ausleihungen in Höhe von 2.767 T€ (Vorjahr: 9.842 T€) wurden vorwiegend von der Diana Gruppe vereinnahmt.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 53.551 T€ (Vorjahr: 50.954 T€) resultieren in erster Linie aus Zinsen für die im Rahmen der Finanzierung aufgenommenen Verbindlichkeiten in Höhe von 36.051 T€ (Vorjahr: 36.732 T€) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 10.771 T€ (Vorjahr: 10.640 T€).
Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG
Wir sind zuversichtlich, auch im Jahr 2018 schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt liegt nach unserer Einschätzung zwischen 3 und 4 % weltweit. Dabei erwarten die Segmente, Scent &Care und Flavor, ähnlich dem Wachstum im Konzern, jeweils ein Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs.
Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet Symrise insgesamt deutlich steigende Rohstoffkosten. Im Wesentlichen unterscheidet das Unternehmen zwischen natürlichen, agro-basierten und petro-basierten Rohstoffen. Bei den natürlichen Rohstoffen erwartet Symrise aufgrund des zunehmenden Bedarfs höhere Kosten. Der gestiegene Ölpreis und die aktuell zur Verfügung stehenden geringeren Kapazitäten bei einigen Produktgruppen werden ebenfalls zu teils deutlich steigenden Kosten bei petro-basierten, synthetischen Rohstoffen führen.
Für das Geschäftsjahr 2018 ist mit einer weiterhin moderaten Entwicklung der Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind niedrige Gasbeschaffungskosten und die Tatsache, dass am Standort Holzminden eine Eigenstromversorgung über eine Kraft-Wärmekopplungs-Anlage erfolgt, die einen großen Teil des Strombedarfs abdeckt.
Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir den Jahresüberschuss des Vorjahres entsprechend unserer Wachstumserwartung zu übertreffen.
Unsere ergebnisorientierte Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmensergebnis beteiligen.
NACHHALTIGKEIT
Für Symrise sind wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht deshalb auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir deren Erwartungen und Anforderungen auf und beziehen sie auf allen Wertschöpfungsstufen mit ein, um überzeugende Lösungen zu entwickeln. So schaffen wir Werte für alle unsere Stakeholder.
Die Grundlage unseres Denkens und Handelns bildet der Symrise Wertekanon, der auch unsere Unternehmenskultur bestimmt. Unser Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie. Um diesem Ziel noch mehr Nachdruck zu verleihen, wurde 2016 der neue Verantwortungsbereich des "Chief Sustainability Officers" (CSO) für die Symrise AG geschaffen. Der Vorstand trägt damit der zunehmenden strategischen Bedeutung der Nachhaltigkeitsthemen Rechnung. Diese strategische Bedeutung umfasst sowohl die interne Koordination und innovationsbezogene Ausrichtung der Nachhaltigkeitsziele von Symrise wie auch deren zunehmende Kommunikation nach außen gegenüber Kunden und mit Nachhaltigkeit befassten Institutionen. Weiterhin besteht die Aufgabe des CSO in der Implementierung der Strategie über alle Geschäftsbereiche und Unternehmenseinheiten sowie das zukunftsbezogene Monitoring der Aktivitäten, um eine konsistente Positionierung von Nachhaltigkeitsthemen nach innen und außen sicherzustellen. Der CSO berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.
Die sukzessive, strategische Integration von Nachhaltigkeit in unsere Kern- und Unterstützungsprozesse verantwortet ein globales, geschäftsbereichsübergreifendes Gremium - das Symrise Sustainability Board. Es setzt sich aus Vertretern des Top-Managements zusammen, definiert gemeinsame Ziele und stellt sowohl die Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen in der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette als auch die Berücksichtigung der Belange wichtiger Anspruchsgruppen sicher. Die Umsetzung der vom Sustainability Board beschlossenen Nachhaltigkeitsziele erfolgt direkt in den Segmenten. Zu diesem Zweck haben Vorstand und Sustainability Board Nachhaltigkeitsverantwortliche für die Segmente Flavor, Nutrition sowie Scent &Care benannt. Die direkte Verantwortung für die Strategie liegt beim Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG. Nachhaltigkeit in den Unternehmensprozessen steuern wir über unser integriertes Managementsystem. Es basiert auf den internationalen Standards zu Qualität (ISO 9001), Umwelt (ISO 14001), Arbeitsschutz (OHSAS 18001), Nachhaltigkeit (ISO 26000), Energie (ISO 50001), sozialer Verantwortung (SA 8000), den allgemein anerkannten Auditstandards der Global Food Safety Initiative (GFSI) sowie weiteren lokal anerkannten Standards.
UNSERE NACHHALTIGKEITSAGENDA
Im Jahr 2017 erhielt Symrise erneut externe Anerkennungen für sein Nachhaltigkeitsengagement. Im Berichtszeitraum wurde Symrise zum ersten Mal und als einziges Unternehmen der Duft- &Geschmacksstoff-Industrie mit einem dreifach Leadership des CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) ausgezeichnet. In den Kategorien Wald und Wasser wurde Symrise in die Liste der Besten aufgenommen und erhielt dort mit A- sehr gute Bewertungen. In der Kategorie Klima wurde Symrise bereits zum dritten Mal in Folge mit der Bestbewertung A in die Climate Change A-Liste aufgenommen. Ebenfalls bestätigt wurde die Aufnahme im Ethibel Sustainability Index (ESI) Excellence Global, dem Symrise nun zum vierten Mal in Folge angehört. Darüber hinaus verlieh die Ratingagentur EcoVadis Symrise zum dritten Mal den Gold-Status für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln. Seit mehr als vier Jahren in Folge erhält Symrise nun die externe Anerkennung für seinen Nachhaltigkeitsbericht, der mit der "Green Company"-Zertifizierung von DQS 2017 ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus wurde Symrise mit dem DQS Excellence Award 2017 zweimal ausgezeichnet: Für Society Engagement International und mit dem Publikumspreis für den überzeugendsten Nachhaltigkeitsfilm. In unserer Berichterstattung zum Thema Nachhaltigkeit erfüllen wir die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) in der Fassung der "GRI Standards" (2016). Wir folgen dabei dem höchsten Anwendungs-level "In Übereinstimmung - Umfassend" und legen damit zu allen wesentlichen Themen vollständig Rechenschaft ab. Alle Informationen wurden gemäß dem AA1000 Assurance Standard einer externen Prüfung unterzogen. Weitergehende Informationen finden sich in unserem gesonderten nichtfinanziellen Bericht im Unternehmensbericht. Dieser gesonderte nichtfinanzielle Bericht gemäß § 289b HGB ist auf der Internetseite der Symrise AG veröffentlicht. Die Adresse lautet: http://ub2017.symrise.de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit-und-verantwortung.
Chancen- und Risikobericht
GRUNDSÄTZE
Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanent Risiken. Chancen bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können. Entsprechend bezeichnen Risiken künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- und Zielabweichung führen können. Die Nutzung von Chancen und die frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Risiken sind auch aufgrund der gestiegenen Größe und Komplexität durch die Akquisitionen in den vergangenen Jahren sehr bedeutsam für die weitere Entwicklung von Symrise. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen des Vorstands berücksichtigt werden. Symrise verwendet eigene Anweisungen und Vorlagen, um die Prozesse des Risikomanagements zu regeln und für die Mitarbeiter eine verbindliche Grundlage für den Umgang mit Risiken vorzugeben.
Im Rahmen unseres Risikomanagements prüfen Konzerngesellschaften ihre Risiken periodisch. Das Risikoberichtswesen dokumentiert diese Risiken entsprechend, einschließlich ihrer Bewertung, Eintrittswahrscheinlichkeit und der vorgesehenen Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben.
Im Zuge der internen Revisionsaudits werden die eingeleiteten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.
Im Folgenden werden die Chancen und Risiken näher beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Symrise Konzerns haben können. Sofern kein Segment explizit hervorgehoben wird, gilt die Berichterstattung über Chancen und Risiken für alle drei Segmente gemeinsam.
CHANCENMANAGEMENT
Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher neben dem Vorstand auch allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. Strategische Chancen werden in allen Segmenten sowie durch das Corporate Center identifiziert. Diese werden bewertet und Pläne zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern. Mit dem etablierten Risiko- und Chancenmanagement werden die in den verschiedenen Bereichen des Konzerns beobachteten und in strategisches Handeln integrierten Chancen gemeinsam mit den Risiken des Unternehmens systematisch analysiert. Der Nutzung von und der Berichterstattung über Chancen dient dann das Netzwerk von Funktionsträgern im Konzern, die schon seit Jahren die Chancen und Risiken ihrer Bereiche in das Chancen- und Risikomanagement des Konzerns einbringen.
CHANCEN IM EINZELNEN
Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften reichen zum Beispiel im Rahmen des Ideenmanagements, das auch Bestandteil des TPM (Total Productive Maintenance) ist, Vorschläge zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und Verfahren ein. Im Rahmen des Know-how-Transfers zwischen allen Geschäftsbereichen entstehen Chancen, zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen und Vorteile durch Synergien klar erkennen.
Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Lebenserwartung in diesen Ländern zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Endverbraucher stetig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend, beispielsweise mit neuen Geschäfts- oder Anwendungsbereichen. Intensive Marktforschung und umfangreiche Forschungsarbeit bilden die Grundlage für Eigenentwicklungen zur Verbesserung von Produkten oder zur Einführung neuer Produkte. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach Endprodukten, die Geschmacks- und Duftstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen weiterhin erfolgreich zu nutzen, werden die Aktivitäten von Symrise in diesen Ländern kontinuierlich ausgebaut.
Ebenso wie die Ertragsseite enthält auch die Kostenseite der Gesellschaften des Symrise Konzerns mögliche Chancen durch Einsparungen, die dem Unternehmen zwar grundsätzlich bekannt sind, aber bislang in der Budgetierung und Planung des Konzerns nicht vollumfänglich berücksichtigt wurden. Auch können durch die Zusammenlegung von Märkten und Produkten und die weitere Optimierung von Herstellungs-, Lagerungs- und Lieferverfahren zusätzliche Kostenvorteile entstehen.
Daneben können Maßnahmen der Risikokontrolle in Einzelfällen über die vollständige Kompensation der betreffenden Risiken hinaus zu Erträgen führen, die in aktuellen Planungen aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht nicht berücksichtigt sind. Auch Maßnahmen gegen Risiken des geschäftlichen Ausfalls enthalten Chancen. In den Businessplänen der Gesellschaften des Symrise Konzerns sind drohende Verluste von Geschäften mit Bestandskunden berücksichtigt. Ebenso enthalten die Businesspläne Neugeschäfte, die solche Verluste kompensieren sollen. Tritt der erwartete Verlust nicht ein, ist die Geschäftsanbahnung eine Chance, die über das ursprünglich geplante Geschäftsvolumen hinausgeht.
Unternehmensstrategische Chancen erwachsen beispielsweise auch aus den getätigten Akquisitionen und dem Erschließen neuer, attraktiver Anwendungsbereiche aus der Zusammenarbeit mit der Probi AB. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir kontinuierlich auf der Suche nach geeigneten Partnern. Auch in Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann zum Beispiel die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.
RISIKOMANAGEMENT
Das Risikomanagement von Symrise basiert auf den Grundzügen allgemein anerkannter Standards (ISO 31000) und erstreckt sich über alle Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten.
Die konzernweite Koordination der Risikoerfassung erfolgt im Corporate Center durch die Stabsfunktion "Risikomanagement". Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Symrise AG vorgelegt und erläutert. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung (Nettomethode) sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert.
Die Einstufung aller Einzelrisiken der jeweiligen Gesellschaft nach ihrer Auswirkung auf den Umsatz beziehungsweise "Impact" ("niedrig", "mittel", "hoch" oder "sehr hoch") zusammen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beziehungsweise "Like-lihood" (ebenfalls "niedrig", "mittel", "hoch" oder "sehr hoch") wird dazu herangezogen, zu bestimmen, ob ein Risiko insgesamt als "niedrig", "mittel" oder "hoch" anzusehen ist. Dabei werden die Klassen für den "Impact" mit unter 10 % des Jahresumsatzes einer berichtenden Einheit als "niedrig", 10 bis unter 20 % dieses Umsatzes als "mittel", 20 bis unter 40 % dieses Umsatzes als "hoch" und ab 40 % dieses Umsatzes als "sehr hoch" eingeordnet. Daneben werden sie mit 0 bis 24 % ihrer "Likelihood" als "niedrig", bei 25 bis 49 % als "mittel", bei 50 bis 74 % als "hoch" und ab 75 % als "sehr hoch" eingeordnet.
Das Schaubild zeigt, auf welche Weise die Kombination aus "Impact" und "Likelihood" Risiken insgesamt als "niedrig", "mittel" oder "hoch" ausweist. Als Beispiel ist ein im Feld 1 aufgeführtes Risiko insgesamt "niedrig", da sein Impact unter 10 % des Umsatzes und die Likelihood unter 25 % liegt. Ein im Feld 2 erfasstes Risiko ist insgesamt "mittel" und hat einen Impact zwischen 10 und unter 20 % des Umsatzes und eine Likelihood von 25 bis 49 %. Dagegen ist ein im Feld 3 aufgeführtes Risiko insgesamt "hoch", denn es weist einen Impact zwischen 20 und unter 40 % des Umsatzes und eine Likelihood von 50 bis 74 % auf. Das Schaubild zeugt von hohem Risikobewusstsein und kaufmännischer Vorsicht, da hohe Risiken die Mehrheit der bezeichneten Felder ausmachen. Der aktuelle Risikobericht enthält konzernweit anzahlmäßig nur in Höhe von 0,5 % solche Risiken, die auf Ebene der Einzelgesellschaften als insgesamt "hoch", und nur in Höhe von 5,0 % solche Risiken, die auf Ebene der Einzelgesellschaften als insgesamt "mittel" eingestuft werden.
Neben der rein rechnerischen Einordnung werden die identifizierten Risiken auch qualitativ nach ihrem Risikotyp sowie der Unternehmenseinheit und der betroffenen Geschäftsaktivität klassifiziert. Des Weiteren werden geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung aufgeführt. Damit bildet das Risikoberichtswesen zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung, die auch von der Internen Revision des Konzerns geprüft wird. Zusätzlich findet über die Risikobewertung ein Abgleich mit der Strategie des Unternehmens und den daraus abgeleiteten Zielen statt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Dabei handelt es sich um ein plötzlich auftretendes Risiko, das mit mindestens mittlerer oder hoher Wahrscheinlichkeit das Unternehmensergebnis einer Konzerngesellschaft in Höhe von mindestens 5 Mio. € beeinträchtigen oder den Jahresumsatz der betreffenden Gesellschaft um wenigstens 20 % reduzieren könnte. Ebenfalls wird ein solcher "Hazard Alert" vorgetragen, wenn zum Beispiel ein Rechtsrisiko oder ein Compliance-Risiko eintritt, das bislang nicht in periodischen Risikoberichten an den Vorstand der Symrise AG enthalten war.
RISIKEN IM EINZELNEN
UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN
In den von Symrise bedienten Branchen ist weiterhin ein intensiver Wettbewerb zu beobachten. Dementsprechend wird eine Fortsetzung des Konsolidierungstrends des Abnehmerkreises für Produkte von Symrise für möglich gehalten. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit auch Marktanteile zu verlieren. Als Gegenmaßnahme wird vor allem die Vermarktung von Innovationen und Produkten der Geschäftsbereiche weiter vorangetrieben, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Wettbewerber aufweisen. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene der Zulieferer bestehen ebenfalls, da durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf Beziehungen zu Kunden ausgehen können. Symrise ist politischen Risiken in der Form von Handelsembargos in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen Rohstoffe bezogen oder in die Produkte exportiert werden. Behinderungen des Handels können durch ein Ausweichen auf andere Regionen nur teilweise kompensiert werden. In einzelnen Ländern wird kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls beobachtet. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient der Eingrenzung dieses Risikos. Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, beziehen sich überwiegend auf Forderungsausfälle und werden daher durch entsprechende Finanzkontrollen gemindert. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise vertreten ist, werden mit großer Aufmerksamkeit beobachtet, um die Sicherheit der Belegschaft zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.
UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN
Unternehmensstrategische Risiken können sich beispielsweise durch Akquisitionen ergeben. Die Akquisitionen der vergangenen Jahre haben erfolgreich zum Wachstum des Konzerns beigetragen und sind mittlerweile integriert. Akquisitionen sind grundsätzlich mit Risiken behaftet, denn im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Risiken dieser Art wird durch einen klar definierten Integrationsprozess und entsprechende Verantwortlichkeiten begegnet. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens könnten sich beispielsweise aus Fehleinschätzungen zu Wachstum, Profitabilität, Liefersicherheit von Rohstoffen und Produktportfolio ergeben. Der Ausfall von Rohstofflieferungen, insbesondere jener von Exklusivlieferanten, oder die Beeinträchtigung von Rohstofflieferungen durch Naturkatastrophen, stellen grundsätzlich ein hohes Risiko dar. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit neuer Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit von Entwicklungen gewährleisten.
Die mögliche Streichung von der sogenannten Core List bedeutender Kunden oder die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken, denen durch engen Kontakt zu den betreffenden Kunden entgegengewirkt wird. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität, Innovationskraft und Produktqualität. Hier wird stets angestrebt, zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören und mit dieser Qualität auch industrieweit bekannt zu bleiben.
LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Produktrisiken: Die Duft-, Geschmacks- und Zusatzstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnehmen oder an Haut und Haaren anwenden. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich die Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit der Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft.
Veränderungen in der Technologie von Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber bestehen Risiken für unsere Produkte, die durch eine angemessene Patentverwaltung kontrolliert werden.
Beschaffungsrisiken: Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken ungeplanter Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Die Hauptlieferanten von Symrise sind durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Darüber hinaus werden Beschaffungsalternativen - zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten - erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Ferner wird auch die finanzielle Bonität der Lieferanten kontinuierlich geprüft. Nicht zuletzt tragen die Initiativen im Bereich der Rückwärtsintegration zur Stabilisierung und Risikominderung bei der Rohstoffversorgung bei. Unsere Lieferanten sind gehalten, den Verhaltenskodex, der für Symrise gilt, stets einzuhalten. Es wird erwartet, dass die von Symrise selbst auferlegten hohen ethischen Anforderungen zur Steigerung des Geschäftserfolgs unter Berücksichtigung verfügbarer Ressourcen, aller Mitarbeiter und der Gesellschaft respektiert werden.
Risiken zu Produktsicherheit, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt sowie Integrität unserer Hauptlieferanten, basierend auf international anerkannten Standards, werden in regelmäßigen Abständen untersucht. Die Zahl der Lieferanten, die mit diesem Risikoprofil untersucht werden, wird kontinuierlich erweitert. Daneben werden Lieferantenaudits durchgeführt und entsprechende Geschäftsbeziehungen werden, soweit dies zur Minderung von Risiken notwendig erscheint, eingestellt.
Seit dem zweiten Halbjahr 2017 wird die Versorgung mit kritischen Rohstoffen für das Segment Scent &Care durch mehrere Faktoren beeinträchtigt: Aufgrund neuer Umweltauflagen der Regierung mussten sich chinesische Produzenten in größerem Umfang aus dem Rohstoffmarkt der Parfüminhaltsstoffe und deren chemischer Vorprodukte zurückziehen. Die dadurch im Markt entstandene Knappheit wird durch einen brandbedingten Ausfall eines der Hauptlieferanten für die Duftstoffindustrie in großem Ausmaß verschärft. Die Belieferung mit Fragrance Ingredients und chemischen Vorprodukten ist damit in Teilen beeinträchtigt. Generell sind die Auswirkungen dieser Rohstoffkrise auf die gesamte Parfümindustrie derzeit noch nicht abzuschätzen. Symrise hat für den Anteil der benötigten Rohstoffe, für die ein Risiko besteht, dass sie nicht in ausreichendem Maße durch etablierte und alternative Lieferanten geliefert werden können, ein Krisenteam etabliert, um das Vorgehen in enger Abstimmung mit den Kunden zu beraten. Ein Teil der benötigten Rohstoffe wird mittlerweile bei Symrise selbst hergestellt. Hier hat sich unsere Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Renessenz (jetzt Symrise Jacksonville) als sehr vorteilhaft erwiesen. Des Weiteren wird im Rahmen regulatorischer und olfaktorischer Möglichkeiten, in enger Absprache mit unseren Kunden, eine Strategie des teilweisen oder vollständigen Ersatzes kritischer Rohstoffe angewandt.
Betriebsrisiken: Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der Sicherheit der Energieversorgung, der Einrichtungen, der Prozesse, des Brandschutzes, der Qualität und Sicherheit von Materialien und deren Klassifizierung sowie der Qualifikation des operativen Personals liegen. Daneben können steigende Anforderungen, länderspezifische Ar-beits- und Umweltschutzauflagen sowie Naturkatastrophen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken werden durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit, Versicherung und entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen unter Kontrolle gehalten. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund wird die regulatorische Entwicklung in den Ländern, in denen Symrise tätig ist, fortlaufend beobachtet. Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art werden durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), robuste Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe gemindert.
Die an der Ostküste der USA in der Vergangenheit in regelmäßigen Abständen auftretenden Hurrikans sind als Risiken in der Risikoberichterstattung berücksichtigt und erhöhen die Betriebsrisiken. Für die betreffenden Gesellschaften des Symrise Konzerns führte dies während der vergangenen zwei Jahre in Teilen zu temporären Betriebsausfällen, die in Tagen zu messen waren, sich in ihrem Einfluss auf das Betriebsergebnis aber nicht existenzgefährdend darstellten. Innerhalb des Symrise Konzerns existieren für Extremfälle Notfallpläne, die eine Versorgung durch andere Symrise Gesellschaften vorsehen.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Kreditrisiko: Das Risiko des Kreditausfalls besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen können und dadurch ein Vermögensschaden für Symrise entsteht. Konzernweit entfallen hierauf weniger als 2 % der Gesamtrisiken. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer pauschalen Wertberichtigungskomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanziellen Krisen in Exportländern begegnet Symrise durch eine entsprechende Finanzkontrolle.
Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht und entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen ebenfalls. So wird sichergestellt, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.
Zins- und Währungsrisiken: Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise USD) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Eine Schwankung im Wert des USD kann insoweit zu entsprechenden Veränderungen unserer Materialpreise führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch Verhandlung von Korridoren in den Verträgen, außerhalb derer nachverhandelt werden kann. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro denominiert ein. Das verbleibende Währungsrisiko wurde 2017 durch Devisentermingeschäfte reduziert.
Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von:
| ― | 1,1 Mio. USD (31. Dezember 2016: 42,1 Mio. USD) zur Sicherung von USD/SEK, |
| ― | 38,2 Mio. USD (31. Dezember 2016: 21,0 Mio. USD) zur Sicherung von EUR/USD, |
| ― | 3.0 Mio. USD (31. Dezember 2016: 6,0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/JPY, |
| ― | 6.1 Mio. AUD (31. Dezember 2016: 2,1 Mio. AUD) zur Sicherung von EUR/AUD, |
| ― | 75,0 Mio. CNY (31. Dezember 2016: 0,0 Mio. CNY) zur Sicherung von EUR/CNY, |
| ― | 6,7 Mio. GBP (31. Dezember 2016: 0,0 Mio. GBP) zur Sicherung von EUR/GBP, |
| ― | 1,5 Mio. USD (31. Dezember 2016: 0,0 Mio. USD) zur Sicherung von AUD/USD, |
| ― | 0,9 Mio. USD (31. Dezember 2016: 0,0 Mio. USD) zur Sicherung von GBP/USD, |
| ― | 1.311 Mio. JPY (31. Dezember 2016: 0,0 Mio. JPY) zur Sicherung von EUR/JPY. |
Um Schwankungen im Finanzergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cashflow Hedge klassifiziert.
Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Insgesamt beträgt die Quote der zu fixen Konditionen eingegangenen Verschuldung zum 31. Dezember 2017 91 % der Gesamtverschuldung. Dem verbleibenden Zinsrisiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften.
Steuerrisiko: Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.
PERSONALRISIKEN
Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Anreizsysteme, Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme sowie eine zielgerichtete Nachfolgeplanung entgegen.
Risiken, die von Mitarbeitern ausgehen, können im Wesentlichen im Austritt und dem damit verbundenen Kompetenzverlust, der Nichteinhaltung von unternehmensweit geltenden Richtlinien sowie gesetzlichen oder mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossenen Vereinbarungen bestehen. Die Einhaltung lokaler Gesetze sowie unternehmensweiter Richtlinien wird durch interne Audits geprüft. Ferner wird die Einhaltung dieser Vorgaben, die auf international anerkannten Standards beruhen, regelmäßig durch externe Auditoren überprüft. Durch das erstmalige Einweisen neuer Mitarbeiter und durch spätere Schulungen wird sichergestellt, dass unternehmensweite Richtlinien wie zum Beispiel der Code of Conduct von allen Mitarbeitern beachtet werden. Karriereentwicklungsmöglichkeiten und regelmäßige Nachfolgeplanung beugen der Abwanderung gerade in Schlüsselfunktionen ebenfalls vor. Der stetige Kontakt zu Arbeitnehmervertretungen dient unter anderem der Vermeidung von Arbeitsniederlegungen und den damit verbundenen Betriebsunterbrechungen.
RECHTLICHE RISIKEN
Derzeit sieht sich der Konzern nur in relativ geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich Umweltrecht. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, werden potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung der Rechtsabteilung und, soweit erforderlich, auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten analysiert. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften überhaupt von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle wird daher nur auf einen Verfahrenstypus hingewiesen: In den USA wird der Konzerngesellschaft "Symrise, Inc.", wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung gesundheitsschädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern bestimmte Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine konkrete Geldforderung benannt worden. Symrise geht davon aus, die Beschuldigungen auch weiterhin entkräften zu können. Außerdem wird nicht erwartet, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.
COMPLIANCE-RISIKEN
Im Rahmen unseres Compliance Management-Systems unterscheiden wir zwischen der sogenannten "Technischen Compliance" und der "Legal Compliance". Die Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten im Rahmen der "Technischen Compliance" liegen in den Bereichen Qualität, Umweltschutz, Gesundheit, Arbeitssicherheit, Energie, Produktsicherheit und Lebensmittelsicherheit. In nahezu allen diesen Bereichen unterliegt Symrise mit seinen Produkten weltweit einer strengen staatlichen Aufsicht. Es ist eine Selbstverständlichkeit für uns, dass unsere Produkte und Prozesse überall auf der Welt den dort geltenden Bestimmungen entsprechen. Die Compliance-Aktivitäten im Rahmen der "Legal Compliance" konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruptionsbekämpfung, Geldwäscheprävention und Exportkontrolle. Hier liegt der Schwerpunkt der Tätigkeiten auf den Bereichen Aufklärung und Prävention. Auch die Implementierung und Weiterentwicklung von Konzernrichtlinien zu diesen Themen gehört hierher.
Bereits seit Sommer 2008 hat Symrise durch das Group Com-pliance-Office eine Integrity Hotline eingerichtet, um sicherzustellen, dass Symrise Mitarbeiter weltweit anonym Verstöße gegen Rechtsvorschriften und konzerninterne Richtlinien melden können. Gegebenenfalls werden daraufhin Untersuchungen eingeleitet und fallspezifisch auf der Grundlage der jeweils geltenden Rechtsordnung und konzerninterner Vorschriften Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Diese können bis zu arbeitsrechtlichen Disziplinarmaßnahmen reichen.
IT-RISIKEN
Risiken der IT bestehen in der Schädigung des Konzerns durch Datenmissbrauch, in potenziellen Unterbrechungen des Aus-tauschs sowie der Verarbeitung von Daten, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten. Trotz dieser Schutzmaßnahmen besteht allerdings immer ein Restrisiko, dass Angriffe auf unser Datennetz von Behörden oder anderen Dritten unbemerkt bleiben.
GESAMTBEWERTUNG DER CHANCEN- UND RISIKOLAGE
Das Geschäftsmodell von Symrise und der in den vergangenen Geschäftsjahren erworbenen Gesellschaften zeichnet sich durch ein im Vergleich zu anderen Industriezweigen und Unternehmen überdurchschnittlich hohes Chancenpotenzial aus, insbesondere auch aufgrund des weltweit steigenden Privatkonsums und wachsenden Wohlstands. Viele Produkte dienen der Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie "Gesundheit" und "jugendlichem Aussehen", die weltweit bestehen. Das dynamische Wachstum und die hohe Rentabilität von Symrise belegen, dass diese Chancen bislang erfolgreich genutzt wurden. Diese Strategie soll auch künftig fortgesetzt werden.
Alle relevanten Risiken und Chancen werden konzernweit einheitlich aus quantitativer und qualitativer Perspektive in den Dimensionen Grad der Auswirkung auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.
Die Bewertung und die Handhabung der Risiken erfolgt auf Ebene der Einzelgesellschaften, da dies dem dezentralen Geschäfts- und Führungsmodell des Symrise Konzerns entspricht. Wir haben bei der Konzern-Risikobewertung jeweils aggregiert auf der Ebene der Kategorien der Qualifizierung als "niedrig", "mittel" und "hoch" die folgenden Größenordnungen zugeordnet:
| ― | "niedrig" entspricht einem Betrag von bis zu 20 Mio. € |
| ― | "mittel" entspricht einem Betrag von über 20 Mio. € bis zu 100 Mio. € |
| ― | "hoch" entspricht einem Betrag von über 100 Mio. € |
Diese Bandbreiten verstehen sich jeweils als das Produkt aus Umsatzauswirkung, Eintrittswahrscheinlichkeit und EBITDA-Marge von Risiken, was auch der im Abschnitt Risikomanagement mit Geltung für Risiken auf Ebene der Einzelgesellschaften beschriebenen Methode entspricht.
Aus dem bestehenden Risikoberichtswesen wurde für 2017 entsprechend der beschriebenen Methodik das folgende Risikoprofil für den Symrise Konzern ermittelt:
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| Risikoprofil | Konzern-Risikobewertung |
|---|---|
| Umfeld- und Branchenrisiken | niedrig |
| Unternehmensstrategische Risiken | niedrig |
| Leistungswirtschaftliche Risiken | mittel |
| Produktrisiken | niedrig |
| Beschaffungsrisiken | mittel |
| Betriebsrisiken | niedrig |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | niedrig |
| Kreditrisiko | niedrig |
| Liquiditätsrisiko | niedrig |
| Zins- und Währungsrisiken | niedrig |
| Steuerrisiko | niedrig |
| Personalrisiken | niedrig |
| Rechtliche Risiken | niedrig |
| Compliance-Risiken | niedrig |
| IT-Risiken | niedrig |
Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden. Da das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch ein System integrierter interner Kontrollen und Wirksamkeitsprüfungen ergänzt wurden, wird davon ausgegangen, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen erfüllen zu können.
Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
GRUNDZÜGE UND ZIELE
Nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des Internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gewährleisten. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung ebenfalls dokumentiert. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.
Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontroll-system und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Zudem sorgen Mitarbeiterschulungen sowie Erfahrungsaustausche dafür, dass Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.
ORGANISATION UND PROZESS
Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Bereiche des Unternehmens, orientiert sich an ISO 31000 und basiert auf dem Rahmenkonzept COSO II. Auf der Grundlage von Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter Konzern-Risikobericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat beziehungsweise dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist. |
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichprobenprüfungen der Internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der aus den Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns möglicherweise resultierenden Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft. |
Nachtragsbericht
Im November 2017 hat Symrise mit dem Eigentümer von Citra-tus eine Vereinbarung zum Erwerb aller Anteile der Citratus Fragrancias geschlossen. Citratus ist ein Hersteller von Parfümölen mit einem Entwicklungs- und Produktionsstandort in Vinhedo nahe Säo Paulo sowie Vertriebszentren in ganz Brasilien. Durch den Erwerb von Citratus kann Symrise seine Präsenz in den Schwellenländern weiter stärken und wird zum Marktführer für kleinere und mittelgroße Kunden in Brasilien. Im Jahr 2016 erwirtschaftete Citratus einen Umsatz von rund 12 Mio. USD (10 Mio. €) und beschäftigte 86 Mitarbeiter. Die Transaktion wurde am 17. Januar 2018 abgeschlossen.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2017 konnte der Konzern seinen Umsatz bei anhaltend hoher Profitabilität erneut deutlich steigern. Die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.
Prognosebericht
KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2018 die Fortsetzung der globalen Konjunkturbelebung. Von dieser Entwicklung könnten auch positive Effekte auf den Geschäftsverlauf von Symrise ausgehen. Das internationale Wirtschaftswachstum soll sich von 3,7 % im Vorjahr auf 3,9 % 2018 erhöhen. Die Konjunktur soll vor allem von einer höheren Dynamik in den Industrieländern getragen werden. Hier wird erwartet, dass die Investitionstätigkeit von der Nachfragebelebung und den derzeit günstigen Finanzierungsbedingungen profitieren wird. Davon werden exportstarke Länder besonders begünstigt. Vor diesem Hintergrund hat der IWF die Schätzung für das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf 2,3 % angehoben. Daneben werden von der Steuerreform in den USA positive Impulse erwartet, die sich auch auf benachbarte Staaten auswirken sollen.
Das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern wird 2018 voraussichtlich mit 4,9 % ebenfalls höher ausfallen als 2017 (+ 4,7 %). Die höchsten Zuwachsraten weisen hier weiterhin Indien (+ 7,4 %) und China (+ 6,6 %) auf. Für die Region Naher Osten, Nordafrika, Afghanistan und Pakistan wird nach der relativ schwachen Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2017 wieder ein höheres Wachstum erwartet, das insbesondere von der Erholung der Ölpreise getragen wird. Darüber hinaus sollte sich die wirtschaftliche Lage in einer Reihe größerer Länder wie Brasilien, Mexiko oder Nigeria wieder verbessern. Entgegen dem allgemeinen Trend erwartet der IWF für Venezuela eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation.
Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2017 ein Volumen von 28,5 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut neuester Schätzung der IAL Consultants (10. Auflage, Dezember 2016) - circa 23,3 Mrd. € auf den Teilmarkt der Geschmacks- und Duftstoffe und - laut aktuellen Berichten von TechNavio/Infiniti und Global Industry Analysts - circa 5,2 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe.
Symrise geht in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate zwischen 3 und 4 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmacksstoffe aus. Angesichts der starken Wirtschaftsleistung einiger Länder im Raum Asien/Pazifik wird laut Einschätzung von IAL (10. Ausgabe, Dezember 2016) die Nachfrage nach Aromen und Duftstoffen in dieser Region am stärksten steigen - gefolgt von Lateinamerika, Nordamerika und der Region EAME.
BIP-ENTWICKLUNG 2017 /2018 in %
Quelle: IWF
Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet Symrise insgesamt deutlich steigende Rohstoffkosten. Im Wesentlichen unterscheidet das Unternehmen zwischen natürlichen, agro-basierten und petro-basierten Rohstoffen. Bei den natürlichen Rohstoffen erwartet Symrise aufgrund des zunehmenden Bedarfs höhere Kosten. Der gestiegene Ölpreis und die aktuell zur Verfügung stehenden geringeren Kapazitäten bei einigen Produktgruppen werden ebenfalls zu teils deutlich steigenden Kosten bei petro-basierten, synthetischen Rohstoffen führen. Der strategische Fokus des Unternehmens liegt auf den natürlichen und erneuerbaren Rohmaterialien. Bei den wichtigen natürlichen Rohstoffen verfolgt der Konzern den Ansatz der Rückwärtsintegration. Das heißt, Symrise kooperiert bei den agro-basierten Schlüsselprodukten wie Vanille, Zwiebel, Rote Beete oder Früchte eng mit den Erzeugern. Ziel ist, durch langfristige Verträge eine gleichbleibend hohe Qualität und eine hohe Planungssicherheit zu erreichen. Der Erwerb der Renessenz LLC ist ein weiterer Meilenstein zum Ausbau der Rohstoffbasis durch Rückwärtsintegration. Im Bereich Menthol nutzt Symrise seine führende Marktposition und langjährige Liefertreue bei den multinationalen Markenherstellern.
Für das Geschäftsjahr 2018 ist mit einer weiterhin moderaten Entwicklung der Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind niedrige Gasbeschaffungskosten und die Tatsache, dass am Standort Holzminden eine Eigenstromversorgung über eine Kraft-Wärmekopplungs-Anlage erfolgt, die einen großen Teil des Strombedarfs abdeckt. Durch diese Maßnahme konnte der Ölverbrauch deutlich reduziert werden und somit auch der CO2 -Ausstoß. Ferner führt die Eigenstromversorgung zu einer Verringerung der Netzkosten. Bei der Ölpreisentwicklung wurde die Talsohle bereits zum Jahresende 2016 durchschritten. Der Preisanstieg hält an, ein spürbarer Preisrückgang im Jahr 2018 ist derzeit nicht zu erwarten.
Beim Strompreis ist für die noch verbleibende Bezugsmenge durch leicht ansteigende Beschaffungspreise an der Strombörse EEX einerseits und durch eine weiterhin steigende EEG-Abgabe andererseits ebenfalls mit einer Erhöhung zu rechnen.
Symrise ist bestrebt, die Energiekosten des Unternehmens durch unterschiedliche Maßnahmen bei der Energiebeschaffung und ein etabliertes Energiemanagement positiv zu beeinflussen.
Auswirkungen des Brexit-Referendums
Symrise erwartet durch den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union keine wesentlichen Auswirkungen auf den Gesamtkonzern, da die dort ansässigen Konzerngesellschaften über eigene Produktionsstätten verfügen und ihre Produkte vornehmlich an lokale Kunden vertreiben.
Darüber hinaus hat Symrise durch die Akquisition der Cobell Gruppe seine Präsenz auf dem britischen Getränkemarkt gestärkt und sich somit ein größeres Potenzial an britischen Kunden erschlossen.
Alle zentralen Finanzierungsverträge bestehen mit der Symrise AG und unterliegen nicht britischem Recht.
Auswirkungen der Steuerreform in den USA
Vor dem Hintergrund der Steuerreform in den USA geht Symrise aktuell von moderat positiven Steuereffekten aus.
KÜNFTIGE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
Für das Jahr 2018 bekräftigt Symrise seine langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele. Der Konzern geht weiterhin davon aus, schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmacksstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt liegt nach eigener Schätzung und Unternehmensdaten für das laufende Jahr zwischen 3 und 4 % weltweit. Dabei erwarten alle Segmente, Scent &Care, Flavor und Nutrition, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs.
Zur weiteren Steigerung des Ergebnisses werden ein diszipliniertes Kostenmanagement und der Fokus auf margenstarke Geschäfte fortgeführt. Dazu gehören beispielsweise Initiativen zur Reduzierung der Komplexität von Prozessen und Abläufen und die Entwicklung innovativer, nachhaltiger Produkte und Technologien. Unter der Annahme von steigenden Rohstoffkosten und einer aktuellen Euro-Stärke gegenüber dem US-Dollar geht der Konzern für 2018 erneut von einer EBITDA-Marge von rund 20 % in allen Segmenten aus. Ohne die Effekte aus möglichen Akquisitionen soll der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA Ende 2018 zwischen 2,5 und 2,8 liegen. Mittelfristig strebt das Unternehmen die Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.
Der Konzern wird die ergebnisorientierte Dividendenpolitik fortsetzen und seine Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS
Der Vorstand der Symrise AG sieht das Unternehmen bestens aufgestellt, um das Geschäft in allen Geschäftsbereichen und Wachstumsregionen weiter auszubauen. Das Erreichen der gesteckten Ziele beruht auf einer bewährten Strategie. Die drei Eckpfeiler unserer Strategie sind unverändert. Sie stehen für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts:
| ― | Wachstum: Eine enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Kunden, insbesondere um den Umsatzanteil in Schwellenländern weiter auszubauen. |
| ― | Effizienz: Die fortlaufende Verbesserung der Prozesse sowie der Ausbau der Rückwärtsintegration bei nachwachsenden Rohstoffen. |
| ― | Portfolio: Das Erschließen neuer Märkte und Marktsegmente außerhalb von Duftstoffen und Aromen. |
Im Juli 2017 hat Symrise das Unternehmen Cobell, einen britischen Hersteller von Grundstoffen für die Getränkeindustrie, erworben. Mit der Akquisition stärkt Symrise seine Präsenz in Großbritannien. Durch den Erwerb der brasilianischen Citra-tus im Januar 2018 kann Symrise seine Position im Geschäftsbereich Fragrance ausbauen und seine Präsenz in den Schwellenländern weiter stärken. Grundsätzlich will Symrise jedoch vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigt der Konzern Akquisitionen oder geht strategische Partnerschaften ein, um sich Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen oder die nachhaltige Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen zu sichern.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht erläutert die Grundsätze, die für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder gelten, und stellt die Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung dar. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beschrieben.
VERGÜTUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER
Gemäß Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und entsprechend §1(3) der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Symrise AG berät und entscheidet bei Symrise das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Das aktuelle Vergütungssystem wurde zuletzt auf der Hauptversammlung 2015 von den Anteilseignern mehrheitlich gebilligt. Es erfüllt sämtliche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.
Die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Die letzte Überprüfung hat in der Sitzung des Aufsichtsrats im März 2017 stattgefunden.
ZIELE 2020
ANGEMESSENHEIT DER VORSTANDSBEZÜGE
Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Darüber hinaus wird die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Symrise internen Vergütungsstruktur herangezogen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder angemessen und die Zielsetzungen ambitioniert sein sollen.
Das durchschnittliche Entgelt eines Vorstandsmitglieds, bestehend aus der Festvergütung, dem jährlichen variablen Anteil sowie dem langfristig variablen Anteil, entspricht dem rund 22-fachen der durchschnittlichen Vergütung der Symrise Mitarbeiter in Deutschland beziehungsweise weltweit und dem rund 19-fachen der höchsten Tarifentgeltgruppe in Deutschland.
Bei der variablen Vergütung sind die Ziele und die Kriterien zur Bewertung der Zielerreichung für den Vorstand ambitionierter ausgestaltet als bei den Führungskräften im Allgemeinen. So entfällt eine Bonuszahlung vollständig, wenn weniger als 85 % des gesetzten Ziels erreicht werden ("Threshold"). Bei den Führungskräften liegt dieser Wert bei weniger als 60 % Zielerreichung.
FESTVERGÜTUNG UND NEBENLEISTUNGEN
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre jährliche Festvergütung in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt. Die Nebenleistungen enthalten im Wesentlichen Sachbezüge in Form geldwerter Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie die Kosten für Versicherungen wie zum Beispiel für eine Gruppenunfallversicherung.
EINJÄHRIGE VARIABLE VERGÜTUNG (BONUS)
Die einjährige variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der vom Unternehmenserfolg im abgelaufenen Geschäftsjahr, überwiegend von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, der EBITDA-Marge sowie EPS), sowie je einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Jahresbonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.
Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2017 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Entsprechende Ziele finden auch auf den Ebenen unterhalb des Vorstands nebst anderen Zielen Anwendung. Dadurch wird innerhalb des Unternehmens das durchgängige Verfolgen der im Aufsichtsrat verabschiedeten Geschäftsziele sichergestellt. Die einjährige variable Vergütung für das Kalenderjahr 2017 wird je nach Zielerreichungsgrad auf Basis des gebilligten Konzernjahresabschlusses 2017 im Folgejahr 2018 ausgezahlt. Der Aufsichtsrat kann nach pflichtgemäßem Ermessen bei der Bewertung der Zielerreichung außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen berücksichtigen. Dabei darf die Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 150 % nicht überschritten werden.
MEHRJÄHRIGE VARIABLE VERGÜTUNG (LONG TERM INCENTIVE PLAN)
Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP) ist eine revolvierende variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.
Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2015 - 2017 und 2016 - 2018 sowie 2017 - 2019 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt.
In allen drei laufenden Incentive Plänen wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50 % der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank bezogen auf die Peer-Group). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag) entspräche dem 60sten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Für das im Jahr 2017 angebotene LTIP betrug bei Dr. Heinz-Jürgen Bertram die mehrjährig variable Vergütung bei 100 % Zielerreichung 665.000 €, bei Achim Daub und Olaf Klinger gleichermaßen 455.000 €, bei Dr. Jean-Yves Parisot und Heinrich Schaper gleichermaßen 400.000 €.
Scheidet ein Vorstandsmitglied auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Performance-Periode aus dem Unternehmen aus, besteht kein Anspruch aus den noch laufenden Long Term Incentive-Programmen, auch kein Anspruch auf anteilige Auszahlung.
Für die LTIP-Programme 2015 - 2017 und 2016 - 2018 wurden aufgrund der Unterschreitung des unteren Performance-Grenzwertes ("Threshold") die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Herrn Dr. Heinz-Jürgen Bertram in Höhe von 334.347 € sowie für Herrn Daub in Höhe von 228.764 € zum Bilanzstichtag aufgelöst. Für das LTIP-Programm 2017 - 2019 wurden aus dem gleichen Grund keine Rückstellungen gebildet.
Für Heinrich Schaper bestand eine Zusage aus dem Jahr 2015 und damit vor Bestellung als Vorstandsmitglied auf Auszahlung eines Long Term Incentive-Bonus in Höhe von 276.000 € (= 100 %). Die Performancekriterien hierfür entsprechen denen eines Vorstandsmitglieds. Aufgrund Unterschreitens der Mindestzielerreichung kommt dieses jedoch nicht zur Auszahlung.
Für Dr. Jean-Yves Parisot bestand eine Zusage aus dem Jahr 2015 und damit ebenfalls vor Bestellung als Vorstandsmitglied auf Auszahlung eines Diana Long Term Incentive-Programms in Höhe von 150.000 € (= 100 %) bei Erreichen der Geschäftsziele aus der Diana Mittelfristplanung 2015 - 2017. Diese Ziele wurden zu 100 % erreicht.
INDIVIDUELLE VERGÜTUNG NACH MASSGABE DER EMPFEHLUNG DER ZIFFER 4.2.5 ABS. 3 DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die für das Geschäftsjahr 2017 geflossenen Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Bertram, Daub, Klinger, Dr. Parisot und Schaper sind jeweils durch einen Beschluss des Aufsichtsrats festgesetzt worden und wurden zuletzt in der Sitzung vom 9. März 2017 insgesamt überprüft. Dabei erfolgt die Festsetzung der Vorstandsvergütung vor dem Hintergrund der Aufgaben und Leistung der Vorstandsmitglieder sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und Entwicklung von Symrise.
Die Bezüge von Herrn Dr. Bertram wurden im Rahmen der Folgebestellung für weitere 5 Jahre mit Wirkung zum 1. November 2017 auf ein jährliches Festgehalt von 735.000 € und einen Jahresbonus von 630.000 € (Beschluss des Aufsichtsrats in der Sitzung vom 6. Dezember 2016) angehoben. Die Bezüge von Herrn Olaf Klinger wurden mit Wirkung zum 1. April 2017 auf ein jährliches Festgehalt von 455.000 € und einen Jahresbonus von 390.000 € (Beschluss des Aufsichtsrats in der Sitzung vom 9. März 2017) neu festgesetzt.
Tabellarische Darstellung der für das Geschäftsjahr 2017 gewährten Zuwendungen
Der nachfolgende tabellarische Ausweis der im Geschäftsjahr 2017 gewährten Zuwendungen basiert auf den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Dabei werden auch die Werte angegeben, die im Minimum und im Maximum an Vergütung erreicht werden können.
IM GESCHÄFTSJAHR 2017 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER
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| Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 | Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen In € | GJ 2016 | GJ 2017 | GJ 2017 (Min) | GJ 2017 (Max) | GJ 2016 | GJ 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen* | 665.000 | 676.670 | 676.670 | 676.670 | 400.000 | 441.255 |
| Nebenleistungen** | 21.013 | 21.813 | 21.813 | 21.813 | 21.359 | 21.713 |
| Summe | 686.013 | 698.483 | 698.483 | 698.483 | 421.359 | 462.968 |
| Einjährige variable Vergütung*** | 570.000 | 630.000 | 0 | 945.000 | 300.000 | 390.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** | 665.000 | 665.000 | 0 | 1.330.000 | 400.000 | 455.000 |
| LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) | 665.000 | - | - | - | 400.000 | - |
| LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019) | - | 665.000 | 0 | 1.330.000 | 455.000 | |
| Summe | 1.921.013 | 1.993.483 | 698.483 | 2.973.483 | 1.121.359 | 1.307.968 |
| Versorgungsaufwand** *** | 31.017 | 35.330 | 35.330 | 35.330 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.952.030 | 2.028.813 | 733.813 | 3.008.813 | 1.121.359 | 1.307.968 |
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| Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 | ||
|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen In € | GJ 2017 (Min) | GJ 2017 (Max) |
| --- | --- | --- |
| Festvergütungen* | 441.255 | 441.255 |
| Nebenleistungen** | 21.713 | 21.713 |
| Summe | 462.968 | 462.968 |
| Einjährige variable Vergütung*** | 0 | 585.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** | 0 | 910.000 |
| LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) | ||
| LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019) | 0 | 910.000 |
| Summe | 462.968 | 1.957.968 |
| Versorgungsaufwand***** | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 462.968 | 1.957.968 |
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| Achim Daub Vorstandsmitglied Scent &Care seit 2006 | Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Diana seit Oktober 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen In € | GJ 2016 | GJ 2017 | GJ 2017 (Min) | GJ 2017 (Max) | GJ 2016 | GJ 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen* | 455.000 | 455.000 | 455.000 | 455.000 | 100.000 | 400.000 |
| Nebenleistungen** | 20.610 | 24.377 | 24.377 | 24.377 | 5.057 | 137.707 |
| Summe | 475.610 | 479.377 | 479.377 | 479.377 | 105.057 | 537.707 |
| Einjährige variable Vergütung*** | 390.000 | 390.000 | 0 | 585.000 | 75.000 | 300.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** | 455.000 | 455.000 | 0 | 910.000 | 0 | 400.000 |
| LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) | 455.000 | - | - | - | - | - |
| LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019) | - | 455.000 | 0 | 910.000 | - | 400.000 |
| Summe | 1.320.610 | 1.324.377 | 479.377 | 1.974.377 | 180.057 | 1.237.707 |
| Versorgungsaufwand** *** | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.320.610 | 1.324.377 | 479.377 | 1.974.377 | 180.057 | 1.237.707 |
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| Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Diana seit Oktober 2016 | ||
|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen In € | GJ 2017 (Min) | GJ 2017 (Max) |
| --- | --- | --- |
| Festvergütungen* | 400.000 | 400.000 |
| Nebenleistungen** | 137.707 | 137.707 |
| Summe | 537.707 | 537.707 |
| Einjährige variable Vergütung*** | 0 | 450.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** | 0 | 800.000 |
| LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) | ||
| LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019) | 0 | 800.000 |
| Summe | 537.707 | 1.787.707 |
| Versorgungsaufwand** *** | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 537.707 | 1.787.707 |
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| Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavor seit Oktober 2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen In € | GJ 2016 | GJ 2017 | GJ 2017 (Min) | GJ 2017 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen* | 100.000 | 400.000 | 400.000 | 400.000 |
| Nebenleistungen** | 5.448 | 22.630 | 22.630 | 22.630 |
| Summe | 105.448 | 422.630 | 422.630 | 422.630 |
| Einjährige variable Vergütung*** | 75.000 | 300.000 | 0 | 450.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** | 0 | 400.000 | 0 | 800.000 |
| LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) | - | - | ||
| LTIP 2017 (Laufzeit 2017 bis 2019) | 0 | 400.000 | 0 | 800.000 |
| Summe | 180.448 | 1.122.630 | 422.630 | 1.672.630 |
| Versorgungsaufwand** *** | 20.471 | 22.868 | 22.868 | 22.868 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 200.919 | 1.145.498 | 445.498 | 1.695.498 |
* Anhebung der Festvergütung bei Dr. Heinz-Jürgen Bertram mit Wirkung zum 1. November 2017 sowie bei Herrn Olaf Klinger mit Wirkung zum 1. April 2017 aufgrund Aufsichtsratsbeschluss vom 6. Dezember 2016 beziehungsweise 9. März 2017.
** Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung. Bei Herrn Dr. Jean-Yves Parisot enthält der entsprechende Betrag die gesetzlich erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeberbeiträge) zur französischen Sozialversicherung.
*** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Wert bei einer Zielerreichung von 100 %. Die in der Spalte "GJ 2016 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 150 % dar. Bei Dr. Jean-Yves Parisot und Heinrich Schaper geben die Vorjahreswerte den pro rata Bonusanspruch wieder.
**** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweiligen Geschäftsjahr vom Aufsichtsrat gewährte Leistung für das Long-Term-Incentive-Program mit dem 100 % Zielwert. Die in der Spalte "GJ 2017 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 200 % dar.
***** Versorgungsaufwand (Service Cost) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Tabellarische Darstellung der für das Geschäftsjahr 2017 zugeflossenen Leistungen
Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss der Vergütung im beziehungsweise für das Geschäftsjahr 2017 aus, die sich aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung, differenziert nach den jeweiligen Bezugsjahren und dem Versorgungsaufwand (Service Cost) zusammensetzt. Abweichend von der vorstehenden Tabelle beinhaltet diese Tabelle den tatsächlichen Wert aus in Vorjahren gewährten und im Geschäftsjahr 2017 zugeflossenen, mehrjährigen variablen Vergütungen aus Vorstandstätigkeit.
IM GESCHÄFTSJAHR 2017 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER
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| Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 | Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 | Achim Daub Vorstandsmitglied Scent &Care seit 2006 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss In € | GJ 2016 | GJ 2017 | GJ 2016 | GJ 2017 | GJ 2016 | GJ 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen* | 665.000 | 676.670 | 400.000 | 441.255 | 455.000 | 455.000 |
| Nebenleistungen** | 21.013 | 21.813 | 21.359 | 21.713 | 20.610 | 24.377 |
| Summe | 686.013 | 698.483 | 421.359 | 462.968 | 475.610 | 479.377 |
| Einjährige variable Vergütung*** | 601.578 | 855.000 | 324.390 | 561.000 | 397.137 | 450.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** | 643.500 | 0 | 0 | 0 | 367.868 | 0 |
| LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 2016) | 643.500 | 0 | 0 | 0 | 367.868 | 0 |
| LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges** *** | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 1.931.091 | 1.553.483 | 745.749 | 1.023.968 | 1.240.615 | 929.377 |
| Versorgungsaufwand**** ** | 31.017 | 35.330 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.962.108 | 1.588.813 | 745.749 | 1.023.968 | 1.240.615 | 929.377 |
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| Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Diana seit Oktober 2016 | Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavor seit Oktober 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Zufluss In € | GJ 2016 | GJ 2017 | GJ 2016 | GJ 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen* | 100.000 | 400.000 | 100.000 | 400.000 |
| Nebenleistungen** | 5.057 | 137.707 | 5.448 | 22.630 |
| Summe | 105.057 | 537.707 | 105.448 | 422.630 |
| Einjährige variable Vergütung*** | 77.700 | 297.390 | 79.553 | 450.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)**** | 0 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 2016) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges** *** | 0 | 150.000 | 0 | 50.000 |
| Summe | 182.757 | 985.097 | 185.001 | 922.630 |
| Versorgungsaufwand**** ** | 0 | 0 | 20.471 | 22.868 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 182.757 | 985.097 | 205.472 | 945.498 |
* Anhebung der Festvergütung bei Dr. Heinz-Jürgen Bertram mit Wirkung zum 1. November 2017 sowie bei Herrn Olaf Klinger mit Wirkung zum 1. April 2017 aufgrund Aufsichtsratsbeschluss vom 6. Dezember 2016 beziehungsweise 9. März 2017.
** Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung. Bei Herrn Dr. Jean-Yves Parisot enthält der entsprechende Betrag die gesetzlich erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber) zur französischen Sozialversicherung.
*** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Zufluss für den Bonus entsprechend dem jeweils angegebenen Geschäftsjahr.
**** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweils angegebenen Geschäftsjahr zugeflossene Leistung aus dem jeweiligen Long-Term-Incentive-Program basierend auf der tatsächlichen Zielerreichung.
***** Diese Zeile enthält den Zufluss aus dem Diana Long-Term-Incentive Plan, wie im Vergütungsbericht dargestellt. Ferner enthält die Zeile einen Sonderbonus für den Abschluss eines bedeutenden Kundenkontrakts.
****** Versorgungsaufwand (Service Cost) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.
ANGABEN NACH § 315E HGB
IM GESCHÄFTSJAHR 2017 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER
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| Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsbezogene Komponenten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| In € | Festvergütung | Nebenleistungen* | Einjährige variable Vergütung ohne langfristige Anreizwirkung ** | Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger nicht aktienbasierter Anreizwirkung*** | Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | |||||
| 2017 | 676.670 | 21.813 | 855.000 | 0 | 1.553.483 |
| 2016 | 665.000 | 21.013 | 601.578 | 643.500 | 1.931.091 |
| Olaf Klinger | |||||
| 2017 | 441.255 | 21.713 | 561.000 | 0 | 1.023.968 |
| 2016 | 400.000 | 21.359 | 324.390 | 0 | 745.749 |
| Achim Daub | |||||
| 2017 | 455.000 | 24.377 | 450.000 | 0 | 929.377 |
| 2016 | 455.000 | 20.610 | 397.137 | 367.868 | 1.240.615 |
| Dr. Jean-Yves Parisot | |||||
| 2017 | 400.000 | 137.707 | 297.390 | 150.000 | 985.097 |
| Okt. bis Dez. 2016 | 100.000 | 5.057 | 77.700 | 0 | 182.757 |
| Heinrich Schaper | |||||
| 2017 | 400.000 | 22.630 | 500.000 | 0 | 922.630 |
| Okt. bis Dez. 2016 | 100.000 | 5.488 | 79.553 | 0 | 185.041 |
* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie Gruppenunfallversicherung. Bei Herrn Dr. Jean-Yves Parisot enthält der entsprechende Betrag die gesetzlich erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber) zur französischen Sozialversicherung.
** Einjährige variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht sowie bei Herrn Heinrich Schaper die Gewährung eines Sonderbonus für den Abschluss eines bedeutenden Kundenkontrakts.
*** Mehrjährige variable Vergütungen beinhalten die Rückstellungen per 31. Dezember 2017 für das LTIP-Programm 2015-2017 und per 31. Dezember 2016 für das LTIP-Programm 2014-2016 sowie das Diana LTIP.
ALTERSVERSORGUNG
Eine unternehmensfinanzierte Altersversorgung wird von Symrise bei neu abzuschließenden Vorstandsverträgen nicht gewährt. Allerdings können alle Vorstandsmitglieder aus ihrer Festvergütung im Rahmen eines Gehaltsverzichts Altersversorgungsansprüche aufbauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2017 haben die Herren Dr. Bertram, Klinger und Schaper davon Gebrauch gemacht. Einen Unternehmenszuschuss gibt es in diesem Zusammenhang nicht - entsprechend der geltenden Regelung für außertarifliche Mitarbeiter und Führungskräfte.
Um künftige Ansprüche der Vorstandsmitglieder im Rahmen einer Deferred Compensation zu bedienen, hat Symrise aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens im Jahr 2017 Zuführungen zu den Rückstellungen für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 128.909 € (Vorjahr: 336.456 €), für Herrn Klinger in Höhe von 139.638 € (Vorjahr: 145.829 €), und für Herrn Schaper in Höhe von 118.550 € (Vorjahr: 103.488 €), vorgenommen.
Aufgrund ihrer früheren Arbeitsverhältnisse mit Symrise bestehen bei den Herren Dr. Bertram und Schaper Altersversorgungszusagen, die damals allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann &Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurden. Für diese Versorgungszusagen wurden im Geschäftsjahr 2017 bei Herrn Dr. Bertram 35.330 € (Vorjahr: 31.017 €) und für Herrn Schaper 22.868 € (Vorjahr: 20.471 €) an Versorgungsaufwand (Dienstzeitaufwand nach IAS 19) den Rückstellungen zugeführt.
Zum 31. Dezember 2017 beläuft sich der Barwert der Pensionszusagen beziehungsweise der Altersversorgungsansprüche aus Gehaltsverzicht (Deferred Compensation) für Herrn Dr. Bertram auf 2.363.788 € (Vorjahr: 2.211.907 €), für Herrn Klinger auf 285.467 € (Vorjahr: 145.829 €) und für Herrn Schaper auf 1.206.715 € (Vorjahr: 1.054.496 €).
Für die Herren Daub und Dr. Parisot bestehen weder Pensionszusagen noch Altersversorgungsansprüche aus Gehaltsverzicht (Deferred Compensation).
CHANGE OF CONTROL
Die Anstellungsverträge, die allen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen gleichlautende Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor.
Im Falle eines Kontrollwechsels hat jedes Vorstandsmitglied das Recht, seinen Anstellungsvertrag zu kündigen.
Alle Vorstandsmitglieder bekommen im Falle einer aufgrund eines Kontrollwechsels ausgesprochenen unternehmensseitigen Kündigung oder einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat die Restlaufzeit ihrer Verträge abgegolten, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei für alle Vorstände auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.
Ferner enthalten alle Long Term Incentive-Pläne (LTIP) eine Sonderklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Wird im Zuge eines Kontrollwechsels ein Mitglied des Vorstands abberufen, werden diesem Vorstandsmitglied alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen, mehrjährigen variablen Vergütungen auf Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt.
VORZEITIGE BEENDIGUNG UND ZEITLICHES AUSLAUFEN DER DIENSTVERTRÄGE
Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen. Die im Zeitpunkt des Ausscheidens laufenden Long Term Incentive-Programme werden im Falle eines Ausscheidens aufgrund Pensionierung oder dauerhafter Erwerbsunfähigkeit auf pro rata Basis abgerechnet.
Wird die Vorstandstätigkeit vorzeitig auf Wunsch eines Vorstandsmitglieds einvernehmlich beendet, erfolgt keine Abfindungszahlung.
Mit allen Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart, auf das das Unternehmen verzichten kann. Im Falle seiner Inanspruchnahme erhält das jeweilige Vorstandsmitglied als Entschädigung hierfür 50 % seiner Festvergütung für diese zwölf Monate.
D &O-VERSICHERUNG
Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D &O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 Aktiengesetz abgeschlossen.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten seit dem Geschäftsjahr 2013 eine jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine zusätzliche jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhalten eine zusätzliche jährliche Vergütung von jeweils 30.000 €.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.000 €, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt entsprechend für Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen.
Die Vergütung ist zahlbar nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsratsmitglieds für das jeweilige Geschäftsjahr entscheidet, für das die Vergütung zu zahlen ist.
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern auf Nachweis angemessene Auslagen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben. Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt.
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| In € | Vergütung | Sitzungsgelder | Gesamtvergütung per 31. Dezember 2017 | Gesamtvergütung per 31. Dezember 2016 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender) | 120.000 | 6.000 | 126.000 | 127.500 |
| Regina Hufnagel (stellv. Vorsitzende) | 90.000 | 9.500 | 99.500 | 102.000 |
| Dr. Michael Becker | 90.000 | 8.500 | 98.500 | 100.500 |
| Ursula Buck (ab 11. Mai 2016) | 60.000 | 8.500 | 68.500 | 46.500 |
| Harald Feist | 60.000 | 9.500 | 69.500 | 70.000 |
| Horst-Otto Gerberding | 60.000 | 6.000 | 66.000 | 67.500 |
| Dr. Peter Grafoner (bis 11. Mai 2016) | 0 | 0 | 0 | 28.000 |
| Jeannette Kurtgil (ab 11. Mai 2016) | 60.000 | 5.000 | 65.000 | 44.000 |
| Christiane Jarke (bis 11. Mai 2016) | 0 | 0 | 0 | 27.500 |
| Andre Kirchhoff (ab 11. Mai 2016) | 60.000 | 5.000 | 65.000 | 44.000 |
| Gerd Lösing (bis 11. Mai 2016) | 0 | 0 | 0 | 27.000 |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer | 60.000 | 6.000 | 66.000 | 66.000 |
| Dr. Winfried Steeger | 60.000 | 7.500 | 67.500 | 70.500 |
| Helmut Tacke (bis 11. Mai 2016) | 0 | 0 | 0 | 27.000 |
| Dr. Ludwig Tumbrink (ab 11. Mai 2016) | 60.000 | 5.000 | 65.000 | 44.000 |
| Peter Winkelmann | 60.000 | 9.500 | 69.500 | 71.500 |
| 840.000 | 86.000 | 926.000 | 963.500 |
D &O-VERSICHERUNG
In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D &O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen worden.
Angaben gemäß Paragraph 315a HGB
| ― | Das Grundkapital der Symrise AG ist unverändert und beläuft sich auf 129.812.574 €. Das Grundkapital ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontroll-befugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht. |
| ― | Die Mitteilung vom 27. März 2017 wurde im Zusammenhang mit der von der Sun Life Financial Inc., Toronto, Kanada, im eigenen Namen und im Namen ihrer Tochterunternehmen abgegebenen Erklärung bezüglich der Unabhängigkeit der Massachusetts Financial Services Company (MFS) und deren Tochterunternehmen abgegeben. Die Massachusetts Financial Services Company (MFS) und deren Tochterunternehmen verwalten weiterhin eine Beteiligung an der Symrise AG. |
| ― | Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes. |
| ― | Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000.000 € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: |
a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 20.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 20.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 17. Mai 2017 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 16. Mai 2022 begeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital 2017). Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. (6) der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-/Optionsschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Wandlungs-/Optionsfristen.
| ― | Ferner ist der Vorstand bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. |
a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.
b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handels-system (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.
bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:
aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem
Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.
d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.
e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.
g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
| ― | Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control-Regelung. Diese sieht vor, dass ein Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontroll-wechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrags hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 und mit Berichtigungen vom 19. Mai 2017 erneut bekannt gemachten aktuellen Fassung vom 7. Februar 2017 nicht überschreiten. |
| ― | Ein Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots hätte unter Umständen Auswirkungen auf einige der langfristigen Finanzierungsverträge der Symrise AG, in denen Vereinbarungen über einen Kontrollwechsel enthalten sind. Es handelt sich um marktübliche Change of Control-Klauseln, die den Gläubigern bei einem Kontrollwechsel das Recht zur vorzeitigen Kündigung einräumen können. |
Andere zu berichtende Angaben nach § 315a HGB bestehen nicht.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht.
Konzerngewinn- und -verlustrechnung des Geschäftsjahres 2017 im Vergleich zum angepassten und normalisierten Vorjahr
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| In T€ | 2016 angepasst6 | 2016 normalisiert7 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.903.187 | 2.903.187 | 2.996.294 |
| Herstellungskosten | - 1.718.170 | - 1.707.396 | - 1.771.825 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.185.017 | 1.195.791 | 1.224.469 |
| Vertriebskosten | - 469.555 | - 467.294 | - 478.129 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | - 186.152 | - 185.980 | - 196.432 |
| Verwaltungskosten | - 158.312 | - 149.322 | - 154.658 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 35.090 | 31.568 | 38.408 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 2.475 | - 2.475 | - 2.072 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 403.613 | 422.287 | 431.586 |
| Finanzerträge | 4.186 | 4.186 | 6.843 |
| Finanzaufwendungen | - 50.059 | - 47.835 | - 62.981 |
| Finanzergebnis | - 45.873 | - 43.649 | - 56.138 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 357.740 | 378.638 | 375.448 |
| Ertragsteuern | - 97.160 | - 104.901 | - 99.799 |
| Jahresüberschuss | 260.580 | 273.737 | 275.649 |
| davon entfällt auf die Aktionäre der Symrise AG | 252.363 | 265.520 | 270.270 |
| davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile | 8.217 | 8.217 | 5.379 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 1,94 | 2,05 | 2,08 |
6 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der finalisierten Kaufpreisallokation für Nutraceutix angepasst. Weitere Informationen dazu siehe Anhang Textziffer 2.1.
7 Im Geschäftsjahr 2016 wurden einmalige, nicht wiederkehrende Sondereinflüsse aus Transaktions- und Integrationskosten sowie einmalige Bewertungseffekte im Zusammenhang mit der Pinova Akquisition normalisiert. Des Weiteren wurde eine Abschreibung auf eine Finanzbeteiligung in den Finanzaufwendungen normalisiert. Die Sondereinflüsse betrafen das Segment Scent &Care in Höhe von 18.674 T€ und das Segment Nutrition in Höhe von 2.224 T€.
Jahresabschluss 1. Januar bis 31.Dezember 2017
Bilanz zum 31. Dezember 2017
AKTIVA
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| in EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||
|---|---|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 136.714.338,19 | 148.735.514,67 | ||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 3.808.077,64 | 140.522.415,83 | 5.197.670,13 | 153.933.184,80 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 131.879.505,66 | 132.834.136,55 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 122.742.515,03 | 110.847.846,12 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 20.115.778,39 | 19.444.895,24 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 31.587.558,53 | 306.325.357,61 | 41.075.462,11 | 304.202.340,02 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.277.617.657,83 | 3.277.575.657,83 | ||
| 2. Beteiligungen | 13.393,61 | 13.393,61 | ||
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 52.712.128,23 | 46.100.961,98 | ||
| 4. Rückdeckungsversicherungen | 86.918,10 | 3.330.430.097,77 | 83.564,10 | 3.323.773.577,52 |
| 3.777.277.871,21 | 3.781.909.102,34 | |||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 142.847.138,22 | 127.856.360,89 | ||
| 2. Fertige und unfertige Erzeugnisse und Waren | 169.914.389,52 | 155.474.576,00 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 9.526.865,78 | 322.288.393,52 | 12.514.043,20 | 295.844.980,09 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 157.538.986,76 | 149.654.693,65 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 82.696.103,50 | 57.845.210,34 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 20.592.186,84 | 260.827.277,10 | 19.254.002,33 | 226.753.906,32 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 34.512.350,17 | 26.237.599,06 | ||
| 617.628.020,79 | 548.836.485,47 | |||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 27.526.525,74 | 10.539.836,45 | ||
| 4.422.432.417,74 | 4.341.285.424,26 | |||
| PASSIVA | ||||
| in EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||
| A. EIGENKAPITAL | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 129.812.574,00 | 129.812.574,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 1.272.196.589,86 | 1.255.026.506,86 | ||
| III. Gewinnvortrag | 184.803.853,32 | 138.311.379,44 | ||
| IV. Jahresüberschuss | 119.720.698,49 | 156.833.161,78 | ||
| 1.706.533.715,67 | 1.679.983.622,08 | |||
| B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE | 154.222,88 | 181.078,73 | ||
| C. RÜCKSTELLUNGEN | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 289.728.115,00 | 268.331.489,00 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 37.371,44 | 29.540,25 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 48.345.827,91 | 48.884.681,23 | ||
| 338.111.314,35 | 317.245.710,48 | |||
| D. VERBINDLICHKEITEN | ||||
| 1. Anleihen | ||||
| - davon konvertibel EUR 400.000.000,00 (i. Vj. EUR 0,00) | 904.672.621,77 | 806.442.808,22 | ||
| 2. Schuldscheindarlehen | 500.000.000,00 | 500.000.000,00 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 85.596.336,39 | 249.145.754,08 | ||
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 71.736.861,27 | 62.923.005,75 | ||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 630.031.912,83 | 518.760.647,76 | ||
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| - davon aus Steuern EUR 4.068.575,14 (i. Vj. EUR 5.222.216,05) | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 938.512,03 (i. Vj. EUR 581.276,35) | 156.520.160,00 | 176.534.206,29 | ||
| 2.348.557.892,26 | 2.313.806.422,10 | |||
| E. PASSIVE LATENTE STEUERN | 29.075.272,58 | 30.068.590,87 | ||
| 4.422.432.417,74 | 4.341.285.424,26 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
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| In EUR | 2017 | 2016 | |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 1.181.328.009,97 | 1.060.182.251,06 | |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 17.267.166,50 | 16.713.039,00 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 41.496.736,74 | 14.984.520,98 | |
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 551.182.209,45 | - 474.694.583,46 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | - 19.642.724,83 | - 570.824.934,28 | - 19.642.724,83 |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | - 139.462.412,67 | - 134.445.354,64 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | |||
| - davon für Altersversorgung EUR 22.315.097,16 (i. Vj. EUR -1.286.296,20) | - 45.909.172,25 | - 185.371.584,92 | - 20.742.258,30 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | - 47.402.006,84 | - 45.457.984,63 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 298.585.513,72 | - 272.207.843,10 | |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | |||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 21.254.322,08 (i. Vj. EUR 6.698.583,51) | 21.258.527,75 | 6.702.126,67 | |
| 9. Erträge aus Gewinnübernahme | 52.291.233,96 | 103.895.076,35 | |
| 10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | |||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.766.830,54 (i. Vj. EUR 9.842.094,08) | 2.767.022,23 | 9.842.127,00 | |
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | - 608.802,16 | - 2.224.668,71 | |
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | |||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 24.363,36 (i. Vj. EUR 38.109,17) | 1.049.530,35 | 183.023,79 | |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | |||
| - davon an verbundene Unternehmen EUR 1.821.448,48 (i. Vj. EUR 1.052.063,19) | - 53.551.282,21 | - 50.953.618,54 | |
| 14. Aufwendungen aus Verlustübernahme | - 70.912,36 | 0,00 | |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 40.383.917,38 | - 34.800.687,57 | |
| 16. Ergebnis nach Steuern | 120.659.273,63 | 157.332.441,07 | |
| 17. Sonstige Steuern | - 938.575,14 | - 499.279,29 | |
| 18. Jahresüberschuss | 119.720.698,49 | 156.833.161,78 | |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 184.803.853,32 | 138.311.379,44 | |
| 20. Bilanzgewinn | 304.524.551,81 | 295.144.541,22 |
ALLGEMEINE ANGABEN
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| Firma: | Symrise AG |
| Sitz: | Mühlenfeldstraße 1, 37603 Holzminden |
| Registergericht: | Amtsgericht Hildesheim |
| Handelsregisternummer: | HRB 200436 |
Der Jahresabschluss der Symrise AG wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.
Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 50 Jahren.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Darüber hinaus ist die Differenz zwischen dem Rückzahlungsbetrag und dem rechnerischen Ausgabebetrag der Wandelanleihe enthalten.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Die mittelbaren und unmittelbaren Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % und erwartete Steigerungen der Lebenshaltungskosten mit 1,70 % berücksichtigt. Für die Fluktuation wurde, in Abhängigkeit vom Alter, eine Rate von bis zu 10 % berücksichtigt. Der Zinssatz zum Stichtag beträgt 3,68 %.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.
Erläuterungen zur Bilanz
1. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄND E
Bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten handelt es sich im Wesentlichen um Rezepturen (TEUR 109.676/Vorjahr: TEUR 120.844).
2. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
Hinsichtlich der Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf deren gesonderte Darstellung im Anlagenspiegel.
3. ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Die Symrise AG hält 51,40 % der Anteile an der Probi AB, Lund, Schweden, und weist die Gesellschaft aufgrund des beherrschenden Einflusses wie auch im Vorjahr als verbundenes Unternehmen aus.
Bezüglich der Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Kapitel 28. Der wesentliche Anteilsbesitz besteht aus den Beteiligungen an der Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die als Holdinggesellschaft wiederum Anteile an in- und ausländischen Gruppengesellschaften hält, und an der Diana SAS, Frankreich, der Holdinggesellschaft der Diana Gruppe.
4. AUSLEIHUNGEN AN VERBUNDENE UNTERNEHMEN
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Diana Gruppe.
5. VORRÄTE
Auf die Vorräte wurden Bewertungsabschläge vorgenommen, die in Höhe von TEUR 2.836 (Vorjahr: TEUR 2.748) Wertberichtigungen von unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren auf den niedrigeren beizulegenden Wert (absatzmarktorientiert), in Höhe von TEUR 945 (Vorjahr: TEUR 1.313) Abwertungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten und in Höhe von TEUR 4.860 (Vorjahr: TEUR 4.709) Abschläge aufgrund des Reichweitenrisikos und weiterer Mengenrisiken betreffen.
Aufgrund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie werden unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren zusammen ausgewiesen.
6. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Auf den Bruttoforderungsbestand wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 10.090 (Vorjahr: TEUR 11.136) gebildet. Darüber hinaus wurden auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand pauschale Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.705 (Vorjahr: TEUR 1.557) vorgenommen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
7. FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN
Der Bilanzposten enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 56.424 (Vorjahr: TEUR 47.839).
In dem Posten sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
8. SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
9. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
In Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB sind hierin Disagien in Höhe von TEUR 1.029 (Vorjahr: TEUR 1.925) aus der Ausgabe von Anleihen enthalten. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der Anleihen. Hinsichtlich des Unterschiedsbetrags in Höhe von TEUR 15.358 aus der Wandelanleihe verweisen wir auf unsere Ausführungen in Kapitel 14.
10. VERPFLICHTUNGEN AUS ZEITWERTKONTEN
Vor dem Hintergrund des 2009 in Kraft getretenen "Gesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen (Flexi-II-Gesetz)" wird den Mitarbeitern seit 2014 die Möglichkeit gegeben, Zeiten in Form bezahlter Freistellungen in sogenannten Zeitwertkonten anzusparen und zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen, in der Regel zum vorzeitigen Beenden der aktiven Berufstätigkeit. Diese Zeitwertkonten unterliegen dem gesetzlichen Insolvenzschutz. Die daraus bestehenden Verpflichtungen in Höhe von TEUR 592 wurden mit auf einem Treuhandkonto hinterlegten Vermögensgegenständen in gleicher Höhe verrechnet.
11. EIGENKAPITAL
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS IN 2017
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| In TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 129.813 | 1.255.026 | 295.145 | 1.679.984 |
| Wandelanleihe | - | 17.170 | - | 17.170 |
| Ausschüttung | - | - | - 110.341 | - 110.341 |
| Jahresüberschuss | - | - | 119.721 | 119.721 |
| Stand 31. Dezember | 129.813 | 1.272.196 | 304.525 | 1.706.534 |
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS IN 2016
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| In TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 129.813 | 1.255.026 | 242.162 | 1.627.001 |
| Ausschüttung | - | - | - 103.850 | - 103.850 |
| Jahresüberschuss | - | - | 156.833 | 156.833 |
| Stand 31. Dezember | 129.813 | 1.255.026 | 295.145 | 1.679.984 |
GEZEICHNETES KAPITAL
Das gezeichnete Kapital der Symrise Aktiengesellschaft beträgt unverändert EUR 129.812.574 und ist voll eingezahlt.
Es ist eingeteilt in 129.812.574 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 pro Stück.
KAPITALRÜCKLAGE
Die Erhöhung der Kapitalrücklage ist bedingt durch die Wandelanleihe und die darauf entfallenden Steuern.
Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter Kapitel 14.
GENEHMIGTES KAPITAL
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000.000 € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften; |
| ― | soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde; |
| ― | um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind. |
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
ERWERB EIGENER AKTIEN
Der Vorstand ist bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
―
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.
―
Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
| ― | Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handels-system (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten. |
| ― | Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. |
―
Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:
| ― | Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. |
| ― | Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. |
| ― | Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen. |
―
Die Ermächtigungen erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71d Satz 5 AktG erworben wurden.
―
Die Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, zum Teil auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
―
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung verwendet werden.
Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu Euro 20.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 20.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 17. Mai 2017 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 16. Mai 2022 begeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen bzw. ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen bzw. die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital 2017). Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. (6) der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-/Optionsschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Auflauf sämtlicher Wandlungs-/Optionsfristen.
12. SONDERPOSTEN FÜR I NVESTITIONSZUSCHÜSSE
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 181) besteht im Wesentlichen für einen in den Jahren 1997 bis 1999 durch die vormalige Dragoco Gerberding &Co. AG erhaltenen Investitionszuschuss. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. In 2017 betrug die Auflösung TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 27).
13. RÜCKSTELLUNGEN
Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält im Wesentlichen die Rückstellung für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zum 1. April 2003 wurde die Altersvorsorge neu geregelt. Leistungsarten und Leistungsumfang sind in der "Versorgungsordnung A" (Grundrente), der "Versorgungsordnung B" (Zusatzrente) und der 2003 neu konzipierten Symrise-Versorgungsordnung geregelt. Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2003 noch keine Zusage über die Gewährung einer betrieblichen Altersvorsorge erhalten hatten, konnten an einer zum 31. Dezember 2010 für Neuzugänge geschlossenen Versorgungsordnung teilnehmen. Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Bereits im Unternehmen beschäftigt e Mitarbeiter, die keiner Versorgungsordnung angehören, konnten mit Wirkung 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis bis zum 30. September 2010 ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung wird keine Pensionsrückstellung gebildet. Die Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter der Dragoco Gerberding &Co. AG basieren auf der Pensionsordnung vom 16. Dezember 1975 mit nachfolgenden Ergänzungen, die zum 1. Januar 1982 für Neuzugänge geschlossen wurde.
Der bilanzierte Wert für die unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen von TEUR 289.728 wurde auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ermittelt. Auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes beträgt der Erfüllungsbetrag TEUR 350.650. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 61.189 unterliegt unter Berücksichtigung von latenten Steuern einer Ausschüttungssperre von TEUR 43.444, die aufgrund ausreichender Gewinnvorträge zum Stichtag nicht greift.
Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Jahre nach 2004.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
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| In Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 21,4 | 24,9 |
| Davon | ||
| Jahresprämien und Boni | (10,3) | (14,0) |
| Arbeitnehmerjubiläen | (7,6) | (7,3) |
| Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben | (1,7) | (1,5) |
| Abfindungen für Aufhebungsverträge | (1,0) | (0,8) |
| Erfindervergütung | (0,4) | (0,4) |
| Pauschale Lohnsteuer | (0,3) | (0,4) |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | (0,1) | (0,5) |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 7,1 | 7,4 |
| Bonusverpflichtungen | 6,1 | 5,1 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 2,6 | 3,2 |
| Vertreterprovisionen für noch nicht bezahlte Kundenrechnungen | 1,6 | 1,7 |
14. WANDELANLEIHE
Symrise hat im Wege einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren zum 20. Juni 2017 eine Wandelanleihe mit einem Gesamtnennwert von 400,0 Mio. €, einer Verzinsung von 0,2375 % und einer Laufzeit von sieben Jahren emittiert. Eine erstmalige Wandlung ist grundsätzlich nach fünf Jahren vorgesehen. Unter bestimmten Voraussetzungen, die nicht im Ermessen des Emittenten und des Wandelschuldinhabers liegen, ist eine vorzeitige Wandlung der Anleihe möglich.
Effekte aus der Begebung dieser Anleihe ergeben sich sowohl in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten als auch im Eigenkapital.
Die Bestandteile des von der Gesellschaft emittierten zusammengesetzten Instruments (Wandelanleihe) werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung und den Definitionen getrennt als Finanzverbindlichkeit (Anleihekomponente) und als Eigenkapitalinstrument (Optionskomponente) erfasst.
Die Anleihekomponente ist bis zum Wandlungszeitpunkt als Fremdkapital zu werten und damit als Verbindlichkeit mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. In Höhe der Differenz zwischen dem Rückzahlungsbetrag und dem rechnerischen Ausgabebetrag wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet und ratierlich bis zum frühestmöglichen Wandlungszeitpunkt aufwandswirksam aufgelöst.
Die Optionskomponente stellt wertmäßig den Zinsvorteil dar, der sich aus der Unterverzinsung der Anleihe im Vergleich zu einer marktüblichen Verzinsung vergleichbarer Anleihen ohne Wandlungsoption bis zum Zeitpunkt der frühestmöglichen Wandlung ergibt. Dieser Betrag wird in Höhe von TEUR 17.170 in die Kapitalrücklage dotiert.
In Höhe der Differenz zwischen dem Rückzahlungsbetrag und dem rechnerischen Ausgabebetrag wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 17.170 TEUR gebildet, der bis zum frühestmöglichen Wandlungszeitpunkt ratierlich aufgelöst wird. Zum Stichtag beläuft sich der Rechnungsabgrenzungsposten auf TEUR 15.358. Der Bewertung des Zinsvorteils liegt ein Effektivzins von 1,1252 % zugrunde.
Die im Zusammenhang mit der Wandelanleihe entstehenden Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst.
Wird das Wandlungsrecht nicht ausgeübt, wird die Wandelanleihe am 20. Juni 2024 zurückgezahlt. Die Zinszahlung erfolgt jährlich zum 20. Juni bis das Wandlungsrecht ausgeübt oder die Finanzverbindlichkeit zurückgezahlt wird.
15. VERBINDLICHKEITEN
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
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| In TEUR | 31.12.2017 Restlaufzeit | 31.12.2016 Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | über 5 Jahre | gesamt | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anleihen | 4.673 | 500.000 | 400.000 | 904.673 | 306.443 | 500.000 |
| 2. Schuldscheindarlehen | 0 | 422.500 | 77.500 | 500.000 | - | 161.000 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 62.607 | 22.989 | - | 85.596 | 204.539 | 44.607 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 71.737 | - | - | 71.737 | 62.923 | - |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 630.032 | - | - | 630.032 | 518.761 | - |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 10.541 | 145.979 | - | 156.520 | 10.813 | 165.720 |
| 779.590 | 1.091.468 | 477.500 | 2.348.558 | 1.103.479 | 871.327 |
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| In TEUR | 31.12.2016 Restlaufzeit | |
|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | über 5 Jahre | gesamt |
| --- | --- | --- |
| 1. Anleihen | 806.443 | |
| 2. Schuldscheindarlehen | 339.000 | 500.000 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 249.146 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 62.923 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | - | 518.761 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | - | 176.533 |
| 339.000 | 2.313.806 |
In 2014 hat die Symrise AG eine im Juli 2019 endfällige Anleihe in Höhe von EUR 500 Mio. platziert.
Hinsichtlich der Wandelanleihe verweisen wir auf unsere Ausführungen in Kapitel 14.
Im Oktober 2017 hat die Symrise AG eine endfällige Anleihe in Höhe von EUR 300 Mio. zurückgezahlt.
Finanzverbindlichkeiten bestehen bei mehreren Kreditinstituten. Im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von EUR 300 Mio., die bis 2020 zur Verfügung steht, wurden EUR 45 Mio. (Vorjahr: EUR 5 Mio.) in Anspruch genommen. Die im Vorjahr ausgewiesenen Verpflichtungen gegenüber anderen Kreditinstituten in Höhe von EUR 180 Mio. wurden im Jahr 2017 vollständig zurückgezahlt. Im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms für neue Investitionen besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von EUR 5,9 Mio. (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.). Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden von der Europäischen Investitionsbank (EIB) Mittel in Höhe von USD 40,9 Mio. (Vorjahr: USD 57,2 Mio.) zur Verfügung gestellt.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen USD 175 Mio., die im Rahmen einer Privatplatzierung 2010 bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden und 2020 zurückzuzahlen sind.
Die Verbindlichkeiten der Symrise AG sind nicht gesichert, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche teilweise durch Eigentumsvorbehalt gesichert sind.
16. LATENTE STEUERN
Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
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| In TEUR | 31.12.2017 | Veränderung | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 30.710 | 1.757 | 32.467 |
| Sachanlagevermögen | 24.906 | 1.202 | 26.108 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.083 | 0 | 4.083 |
| Übrige | - 285 | 1.341 | 1.056 |
| 59.414 | 4.300 | 63.714 | |
| Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für | |||
| Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 23.379 | 4.702 | 18.677 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 825 | - 2.204 | 3.029 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.897 | - 5.724 | 10.621 |
| Übrige | 1.238 | - 80 | 1.318 |
| 30.339 | - 3.306 | 33.645 | |
| Latente Steuerschulden netto | 29.075 | - 994 | 30.069 |
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29 % (16 % Körperschaftsteuer/13 % Gewerbesteuer) zugrunde gelegt.
17. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Die Symrise AG hat zwei Bürgschaften in Höhe von zusammen USD 25 Mio. zugunsten der Deutschen Bank AG, New York zur Sicherung von Bankverbindlichkeiten der Symrise Inc., USA, abgegeben.
Weitere Bürgschaften bestehen in Höhe von TEUR 450 zur Sicherung einer Kreditlinie der Symrise Vertriebs GmbH, Österreich, und über TUSD 700 für Kreditverpflichtungen der Ecuaprotein SA, Ecuador.
Darüber hinaus hat die Symrise AG eine Bürgschaft über USD 1,0 Mio. für die Symrise Inc., USA, zur Besicherung eines langfristigen Mietvertrags, abgegeben. Für die Diana US Inc., USA, besteht eine Bürgschaft über TUSD 995 zur Besicherung eines Darlehens aus dem Erwerb von Anteilen an der Aquasea Costa Rica.
Zugunsten der Symrise Rogovo OOO, Russland, besteht eine Bürgschaft über TEUR 102 zur Besicherung von Rohstoffeinkäufen bei einem deutschen Lieferanten.
Für die Abwicklung von Reisekosten hat die Symrise AG Firmenkreditkarten an Mitarbeiter ausgegeben, die über die privaten Konten der Mitarbeiter abgerechnet werden. Symrise haftet jedoch gegenüber dem Kreditkartenunternehmen mit einem Betrag in Höhe von bis zu TEUR 13 pro Kreditkarte. Das Gesamtvolumen der Haftung hieraus beträgt EUR 2,5 Mio.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten und Kreditkartenunternehmen sowie aus langfristigen Mietverträgen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 284). Dieser ergibt sich aus einer Unterdeckung der Haarmann &Reimer Unterstützungskasse GmbH, für die die Symrise AG, als Träger der Unterstützungskasse, vollumfänglich haftet.
18. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen u.a. für folgende Sachverhalte:
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| In TEUR | |
|---|---|
| Bestellobligo aus abgeschlossenen Verträgen | 107.117 |
| Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Erbbaurechtsverträgen | 13.229 |
| Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen | 17.386 |
| Beratungs- und Serviceverträge | 3.979 |
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2018 und 2029.
Darüber hinaus wurden im Bereich Informatik mit mehreren Dienstleistern Serviceverträge geschlossen. Die Verträge enden zwischen 2019 und 2022. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus diesen Verträgen betragen EUR 34,7 Mio. (Vorjahr: EUR 55,5 Mio.).
Insgesamt hat die Symrise AG sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 176,4 Mio. (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 49).
19. BEWERTUNGSEINHEITEN
Die globale Ausrichtung der Symrise AG führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch mittels Liquiditätsplänen erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden Devisenterminkontrakte zur Sicherung von USD eingesetzt. Dabei werden mittels Forwards ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus bereits in der Bilanz angesetzten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken im operativen Bereich abgesichert. Die Sicherung des Währungsrisikos erfolgt rollie-rend über einen Zeitraum von bis zu neun Monaten bis zu einer maximalen Sicherungsquote von 75 % der offenen Währungsposition in einer Gesellschaft.
Am Bilanzstichtag sind folgende Devisentermingeschäfte zur Reduzierung des Währungsrisikos von zum Stichtag bestehender sowie ausgewählter erwarteter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in USD als auch von internen Darlehen in JPY, CNY, GBP, AUD und USD eingesetzt.
Des Weiteren dient ein Zins- und Währungsswap zur Reduzierung des Zins- und Währungsrisikos eines internen Darlehens in CNY. Der Zins- und Währungsswap ist auf die gesamte Laufzeit des internen Darlehens und dessen vollen Nominalbetrags abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag besteht ein Zins- und Währungsswap mit einem Nominalvolumen in Höhe von CNY 150,0 Mio. zur Sicherung von EUR/CNY.
Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) - jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen).
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| Beizulegender Zeitwert | Fälligkeitstermine | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2017 In TEUR | Nominalvolumen | Finanzielle Vermögenwerte | Finanzielle Verbindlichkeiten | bis zu 1 Jahr | über 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | |||||
| mit Hedge-Beziehung | 19.186 | 543 | - | 543 | - |
| ohne Hedge-Beziehung | 47.201 | 1.438 | - 178 | 1.284 | - 25 |
| Summe | 66.387 | 1.980 | - 178 | 1.827 | - |
| Zins- und Währungsswaps | |||||
| mit Hedge-Beziehung | - | - | - | - | - |
| ohne Hedge-Beziehung | 19.150 | - | - 848 | - 848 | - |
| Summe | 19.150 | - | - 848 | - 848 | - |
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| Beizulegender Zeitwert | Fälligkeitstermine | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2016 In TEUR | Nominalvolumen | Finanzielle Vermögenwerte | Finanzielle Verbindlichkeiten | bis zu 1 Jahr | über 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | |||||
| mit Hedge-Beziehung | 16.572 | 115 | - 741 | - 626 | - |
| ohne Hedge-Beziehung | 12.793 | 602 | - 334 | 228 | - |
| Summe | 29.365 | 717 | - 1.075 | - 398 | - |
| Zins- und Währungsswaps | |||||
| mit Hedge-Beziehung | - | - | - | - | - |
| ohne Hedge-Beziehung | 30.716 | - | 624 | 9 | 615 |
| Summe | 30.716 | - | 624 | 9 | 615 |
Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit Banken über ein Nominalvolumen in Höhe von CNY 225 Mio., JPY 1.311 Mio., GBP 4,1 Mio., USD 36,5,0 Mio. zur Sicherung von EUR/USD, AUD 6,1 Mio. zur Sicherung von EUR/AUD, mit einem Nominalvolumen in Höhe von USD 3,0 Mio. zur Sicherung von JPY/USD sowie mit einem Nominalvolumen in Höhe von USD 1,5 Mio. zur Sicherung von AUD/USD.
Zu den Devisentermingeschäften in Fremdwährung gegen USD gibt es korrespondierende Geschäfte der jeweiligen ausländischen Tochtergesellschaften, d.h. die Effekte aus den Sicherungen verbleiben nicht in der Symrise AG, sondern werden vollständig an die Tochtergesellschaften weitergeleitet, die damit ihre Zahlungsströme absichern.
Bei allen Geschäften handelt es sich um Macro Hedges.
Um die Sicherungsgeschäfte für das Hedge Accounting zu qualifizieren, wird bei Abschluss des Geschäfts eine formale Dokumentation erstellt. Diese beinhaltet u.a. eine Effektivitätsmessung. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch den Nachweis, dass die wesentlichen Parameter (Critical Terms) des Sicherungsinstruments mit den Critical Terms eines hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, übereinstimmen.
Die Critical Terms des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, sind identisch, da die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
| ― | die Nominalbeträge des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmen überein, |
| ― | die Fälligkeit des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmt überein, |
| ― | der Fair Value des Sicherungsinstruments bei Beginn der Hedge Beziehung ist Null. |
Die Veränderungen des Fair Values des Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments werden auf Basis der Forward-Kurse ermittelt.
Da die Critical Terms von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bei Designation übereinstimmen, wird der Hedge als "highly effective" eingeschätzt.
Zur retrospektiven Effektivitätsmessung wird die kumulierte Dollar Offset Methode angewandt. Dabei wird die Fair Value Veränderung des Devisentermingeschäfts ins Verhältnis zur Fair Value Veränderung der Cashflow Veränderung aus dem Grundgeschäft (hypothetisches Derivat) gesetzt. Die o.a. relevanten Parameter/Spezifikationen werden laufend auf Übereinstimmung überprüft.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
20. UMSATZERLÖSE
Regionale Aufteilung
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| In TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Europa inkl. Afrika | 854.805 | 770.641 |
| Nordamerika | 117.458 | 93.798 |
| Asien und Pazifikraum | 159.488 | 149.956 |
| Südamerika | 49.577 | 45.787 |
| 1.181.328 | 1.060.182 |
Divisionale Aufteilung
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| In TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Flavor | 481.348 | 424.886 |
| Nutrition | 3.153 | 0 |
| Scent &Care | 665.181 | 605.304 |
| Serviceleistungen | 31.646 | 29.992 |
| 1.181.328 | 1.060.182 |
Aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren erzielte die Symrise AG Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.133.363 (Vorjahr: TEUR 1.018.277).
21. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 41.497 (Vorjahr: TEUR 14.985) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 36.026 (Vorjahr: TEUR 11.828), um Erträge aus Zuschüssen in Höhe von TEUR 1.066 (Vorjahr: TEUR 118) und um Erträge aus Zuschreibung von Forderungen in Höhe von TEUR 994 (Vorjahr: TEUR 1.688).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von TEUR 72.235 (Vorjahr: TEUR 63.963), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 46.586 (Vorjahr: TEUR 39.820), Aufwendungen für Fracht und Handlingkosten in Höhe von TEUR 41.744 (Vorjahr: TEUR 39.030), Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von TEUR 24.931 (Vorjahr: TEUR 21.680) und Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 18.291 (Vorjahr: TEUR 15.599) zusammen.
22. PERSONALAUFWAND
Der Anstieg der Löhne und Gehälter resultiert aus der Tariferhöhung und einem geringfügigen Anstieg des Personalbestandes.
23. ABSCHREIBUNGEN
Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr: TEUR 13).
24. PERIODENFREMDES ERGEBNIS
Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.768 (Vorjahr: TEUR 919) angefallen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und der Auflösung von Personalrückstellungen resultieren.
25. ERGEBNISABFÜHRUNGSVERTRÄGE
Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Erträge in Höhe von TEUR 52.291 (Vorjahr: TEUR 103.895) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 0) übernommen.
26. ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 53.551 (Vorjahr: TEUR 50.954) resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für die im Rahmen der Konzernfinanzierung aufgenommenen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 36.051 (Vorjahr: TEUR 36.732) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.771 (Vorjahr: TEUR 10.640).
27. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 2.813 (Vorjahr: TEUR 44) und einen Steueraufwand in Höhe von TEUR 10.311 (Vorjahr: TEUR 784) für Vorjahre. Im Gesamtbetrag sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 993 (Vorjahr: TEUR 1.054) sowie laufende Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 33.879 (Vorjahr: TEUR 35.115) enthalten.
Sonstige Angaben
28. ANTEILSBESITZLISTE
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| Eigenkapital131.12.2017 | Anteil am Kapital | Ergebnis1der Beteiligungsgesellschaften 2017 | |
|---|---|---|---|
| Name der Beteiligungsgesellschaft | TEUR2 | % | TEUR3 |
| --- | --- | --- | --- |
| Unmittelbare Beteiligungen | |||
| Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden | 2.046.209 | 100,00 % | 51.7997 |
| Haarmann &Reimer-Unterstützungskasse Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden | 156 | 100,00 % | 1 |
| Diana SAS, Saint Nolff/Frankreich | 294.521 | 100,00 % | - 25.768 |
| Probi AB, Lund/Schweden | 95.723 | 51,40 % | 7.385 |
| Schimmel &Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden | 819 | 100,00 % | 28 |
| Symotion GmbH, Holzminden | 204 | 100,00 % | 1607 |
| Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden | 30.167 | 100,00 % | 22.149 |
| Symrise Ltda., Bogota/Kolumbien | 23.465 | 100,00 % | 5.185 |
| Symrise S.A., Santiago de Chile/Chile | 4.741 | 99,50 % | 431 |
| Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden | 153.761 | 100,00 % | 1567 |
| Tesium GmbH, Holzminden | 25 | 100,00 % | - 717 |
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| Aquasea Costa Rica, Canas/Costa Rica | - 7.177 | 100,00 % | - 1.867 |
| Aromatics SAS, Clichy-la-Garenne/Frankreich | 450 | 100,00 % | - 11 |
| Arome de Chace SAS, Chace/Frankreich | 1.969 | 100,00 % | 661 |
| Cobell International Limited, Exeter/Großbritannien | 0 | 100,00 % | - 1 |
| Cobell Limited, Exeter/Großbritannien | 7 | 100,00 % | 1 |
| Confoco SA, Machala/Ecuador | 10.888 | 100,00 % | 151 |
| Diana Food Limited, Spalding/Großbritannien | 5.636 | 100,00 % | 1.831 |
| Diana Group Pte Ltd, Singapore/Singapur | - 250 | 100,00 % | 62 |
| Diana Natural Inc., Silverton/USA | 10.250 | 100,00 % | - 306 |
| Diana Food Chile SpA, Buin/Chile | 12.390 | 100,00 % | - 1.361 |
| Diana Naturals Private Ltd., Mumbai/Indien | 0 | 100,00 % | 0 |
| Diana Food SAS, Antrain/Frankreich | 18.171 | 100,00 % | 7.058 |
| Diana Pet Food Colombia S.A., Buenos Aires/Kolumbien | 0 | 100,00 % | - 183 |
| Diana Trans, Saint Nolff/Frankreich | - 180 | 100,00 % | - 128 |
| Diana US Inc., Wilmington/USA | - 14.071 | 100,00 % | - 837 |
| DianaNova SAS, Rennes/Frankreich | 1.835 | 100,00 % | 852 |
| DrinkStar GmbH, Rosenheim | 440 | 100,00 % | 07 |
| Ecuaprotein SA, Duran/Ecuador | 2.411 | 53,00 % | 2.025 |
| Futura Labs International S.A.E., 6th of October City/Ägypten | 4.667 | 100,00 % | 1.240 |
| Frut Drinks Limited, Exeter/Großbritannien | 0 | 100,00 % | 0 |
| Diana Food Canada Inc., Champlain (Quebec)/Kanada | 3.908 | 100,00 % | - 397 |
| Octopepper SAS, Bordeaux/Frankreich | 680 | 57,93 % | - 272 |
| OOO Symrise Rogovo, Rogovo/Russland | 21.769 | 100,00 % | 4.036 |
| Origines S.a.r.L., Antananarivo/Madagaskar | 14.312 | 100,00 % | 1.172 |
| Probi Asia-Pacific Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 71 | 51,40 % | 21 |
| Probi Feed AB, Lund/Schweden | 400 | 51,40 % | 0 |
| Probi Food AB, Lund/Schweden | 10 | 51,40 % | 0 |
| Probi US Inc., Seattle/USA | 72.309 | 51,40 % | - 196 |
| P.T.Symrise, Jakarta/Indonesien | 10.534 | 100,00 % | - 359 |
| Scelta Umami BV, Venlo/Niederlande | 2.358 | 60,00 % | 770 |
| Societe de Proteines Industrielles SNC, Berric/Frankreich | 7.105 | 100,00 % | 1.602 |
| Specialites Pet Food SA de CV, El Marques queretato/Mexiko | 4.225 | 100,00 % | 3.684 |
| Specialites Pet Food SAS, Elven/Frankreich | 64.247 | 100,00 % | 38.271 |
| Specialites Pet Food South Africa (RSA), Cape Town/Südafrika | 1.202 | 100,00 % | 876 |
| SPF Argentina, Buenos Aires/Argentinien | 7.626 | 99,97 % | 5.070 |
| SPF Canada - Group Diana Inc., Chemin (Quebec)/Kanada | 3.615 | 100,00 % | 938 |
| SPF Diana Australia PTY Ltd, Beresfield/Australien | 3.682 | 100,00 % | 1.526 |
| SPF DIANA Espana SLU, Lleida/Spanien | 3.250 | 100,00 % | 3.201 |
| SPF Do Brasil Ltd, Sao Paulo/Brasilien | 12.936 | 99,99 % | 6.607 |
| SPF Hungary Kft, Beled/Ungarn | 6.094 | 99,67 % | 3.024 |
| SPF North America Inc., South Washington/USA | 47.818 | 100,00 % | 8.916 |
| SPF RUS, Shebekino/Russland | - 4.715 | 100,00 % | - 876 |
| SPF Diana (Thailand), Bangkok/Thailand | 8.952 | 51,00 % | 5.038 |
| SPF UK Ltd., Doncaster/Großbritannien | 1.168 | 60,00 % | 1.760 |
| SPF USA Inc., Wilmington/USA | 2.246 | 100,00 % | 196 |
| SPF (Chuzhou) Pet Food Co., Ltd., Chuzhou/China | 287 | 100,00 % | - 1.333 |
| SPF (Qingdao) Trading Co., Ltd, Qingdao City/China | - 224 | 100,00 % | 329 |
| Symrise (China) Investment Co. Ltd, Nantong/China | 4.223 | 100,00 % | 0 |
| Symrise (Pty) Ltd., Isando/Südafrika | 7.973 | 100,00 % | 227 |
| Symrise Aromas e Fragrancias Ltda., Sao Paulo/Brasilien | 34.144 | 100,00 % | 2.582 |
| Symrise Asia Pacific Ltd., Singapur/Singapur | 234.421 | 100,00 % | 33.091 |
| Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden | 643.090 | 100,00 % | 10.274 |
| Symrise BioActives GmbH, Hamburg | - 2.034 | 100,00 % | 8 |
| Symrise C.A., Caracas/Venezuela | 76 | 100,00 % | 68 |
| Symrise Flavors &Fragrances (Nantong) Co. Ltd., Nantong/China | 5.929 | 100,00 % | - 670 |
| Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Brüssel/Belgien | 58 | 100,00 %4 | 5 |
| Symrise Group Finance Holding 2 CV, Brüssel/Belgien | 661.917 | 100,00 % | 11.399 |
| Symrise Holding Inc., Wilmington/USA | 699.299 | 100,00 % | 8.957 |
| Symrise Holding Limited, Marlow Bucks/Großbritannien | 37 | 100,00 % | 0 |
| Symrise Holding Pte. Limited, Singapur/Singapur | 19.409 | 100,00 % | 8.818 |
| Symrise Holding II Inc., Wilmington/USA | 245.752 | 100,00 % | 18.930 |
| Symrise Iberica S.L., Parets de Valles/Spanien | 22.427 | 100,00 % | 2.468 |
| Symrise Inc., Manila/Philippinen | 613 | 100,00 % | 322 |
| Symrise Inc., Teterboro/USA | 646.885 | 100,00 % | 27.383 |
| Symrise IP-Holding GCV, Brüssel/Belgien | 2.744 | 100,00 % | 99 |
| Symrise K.K., Tokio/Japan | 2.244 | 100,00 % | - 2.155 |
| Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd., Sirketi/Türkei | 3.193 | 100,00 % | 826 |
| Symrise Limited, Marlow Bucks/Großbritannien | 27 | 100,00 % | 5 |
| Symrise Limited, Seoul/Süd-Korea | 237 | 100,00 % | - 214 |
| Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxembourg/Luxemburg | 144 | 100,00 % | 0 |
| Symrise Ltd., Bangkok/Thailand | 7.203 | 100,00 % | 1.410 |
| Symrise Middle East Ltd., Dubai/VAE | 3.534 | 100,00 % | 301 |
| Symrise Nigeria Limited, Lagos/Nigeria | 50 | 100,00 % | 0 |
| Symrise Parsian, Teheran/Iran | 86 | 100,00 %5 | 60 |
| Symrise Pte Ltd, Singapur/Singapur | 14.090 | 100,00 % | 7.570 |
| Symrise Pty. Ltd., Dee Why/Australien | 7.731 | 100,00 % | - 356 |
| Symrise Private Limited, Chennai/Indien | 24.029 | 100,00 % | 5.866 |
| Symrise S. de R.L. de C.V., San Nicolas de los Garza/Mexiko | 33.734 | 100,00 % | 8.350 |
| Symrise S.A.E., 6th of October City/Ägypten | 18.419 | 100,00 % | 5.882 |
| Symrise S.a.r.L., Antananarivo/Madagaskar | 12.097 | 100,00 % | 3.096 |
| Symrise SAS, Clichy-la-Garenne/Frankreich | 66.573 | 100,00 % | 5.975 |
| Symrise SDN BHD., Petaling/Malaysia | 1.972 | 100,00 % | 711 |
| Symrise Spolka z ograniczona odpoeiedzialnoscia, Warschau/Polen | 843 | 100,00 % | 478 |
| Symrise S.r.l., Milano/Italien | 4.810 | 100,00 % | 4.810 |
| Symrise S.R.L., Tortuguitas/Argentinien | 11.487 | 100,00 % | 3.699 |
| Symrise Shanghai Limited, Shanghai/China | 100.264 | 100,00 %6 | 15.079 |
| Symrise US Holding B.V., Halle/Niederlande | 226.339 | 100,00 % | - 15 |
| Symrise US LLC/Teteboro/USA | 282.187 | 99,90 % | 53.292 |
| Symrise Vertriebs GmbH, Wien/Österreich | 7.672 | 100,00 % | 2.919 |
| Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge/USA | 437 | 20,00 % | 0 |
| Villers SAS, Villers Les Pots/Frankreich | 7.480 | 100,00 % | 449 |
1 ermittelt nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen - überwiegend noch ungeprüft
2 zu Stichtagskursen per 31.12.2017 umgerechnet
3 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres 2017 umgerechnet
4 davon 1 % unmittelbar durch Symrise AG und 99 % mittelbar durch die Busiris Vermögensverwaltung GmbH gehalten
5 davon 40,0 % unmittelbar durch Symrise AG und 60,0 % mittelbar durch inländische Holdinggesellschaften gehalten
6 davon 20,9 % unmittelbar durch Symrise AG und 79,1 % mittelbar durch ausländische Holdinggesellschaften gehalten
7 vor Ausgleich aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages/Verrechnung auf Gesellschafterkonten
29. MITARBEITER
Der durchschnittliche Personalbestand beträgt 2.428 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.371 Mitarbeiter). Darin enthalten sind 101 Auszubildende (Vorjahr: 105 Auszubildende).
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Produktion | 1.172 | 1.142 |
| Vertrieb | 471 | 461 |
| Forschung und Entwicklung | 516 | 505 |
| Verwaltung inkl. Auszubildende | 269 | 263 |
| 2.428 | 2.371 |
30. KONZERNVERHÄLTNISSE
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Symrise AG stellt ihren Konzernabschluss gemäß § 315e Abs. 1 HGB auf. Die Aufstellung erfolgt unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS).
31. ABSCHLUSSPRÜFUNG
Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 17. Mai 2017 die Ernst &Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt.
Die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare sind in der entsprechenden Angabe im Konzernabschluss der Symrise AG enthalten.
32. DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 6. Dezember 2017 vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht.
33. ANTEILSBESITZ AN DER SYMRISE AG
Der Symrise AG gingen folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:
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| Gesellschaft | Sitz | Mitteilung am | Zeitpunkt zum | % Schwelle über- bzw. unterschritten | Anteilbesitz in % nachher | Stimmrechte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Allianz Global Investors GmbH | Frankfurt | 24.02.2015 | 23.02.2015 | 3,00 % | 2,96 % | 3.841.733 |
| Allianz Global Investors GmbH | Frankfurt | 16.03.2016 | 10.03.2016 | 3,00 % | 3,03 % | 3.929.101 |
| APG Asset Management N.V. | Amsterdam/Niederlande | 14.08.2015 | 12.08.2015 | 3,00 % | 3,01 % | 3.909.723 |
| APG Groep N.V. | Heerlen/Niederlande | 14.08.2015 | 12.08.2015 | 3,00 % | 3,01 % | 3.909.723 |
| Stichting Pensioenfonds ABP | Heerlen/Niederlande | 14.08.2015 | 12.08.2015 | 3,00 % | 3,01 % | 3.909.723 |
| Atlantic Value General Partner Limited | London/UK | 28.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00 % | 2,81 % | 3.321.219 |
| Altantic Value Investment Partnership LP | Wilmington/USA | 28.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00 % | 2,81 % | 3.321.219 |
| Altrinsic Global Advisors LLC | Stamford/USA | 18.12.2009 | 20.11.2009 | 3,00 % | 2,95 % | 3.489.577 |
| Ameriprise Financial Inc. | Minneapolis/USA | 08.09.2014 | 03.09.2014 | 3,00 % | 2,93 % | 3.806.901 |
| BlackRock Financial Management Inc. | New York/USA | 01.12.2014 | 27.11.2014 | 3,00 % | 4,66 % | 6.052.498 |
| BlackRock Financial Management Inc. | Wilmington/USA | 19.05.2015 | 15.05.2015 | 5,00 % | 5,01 % | 6.504.400 |
| BlackRock Holdco 2, Inc. | Wilmington/USA | 19.05.2015 | 15.05.2015 | 5,00 % | 5,01 % | 6.504.400 |
| BlackRock Holdco 4, LLC | Wilmington/USA | 24.06.2015 | 22.06.2015 | 3,00 % | 3,06 % | 3.970.658 |
| BlackRock Holdco 6, LLC | Wilmington/USA | 24.06.2015 | 22.06.2015 | 3,00 % | 3,06 % | 3.970.658 |
| BlackRock Inc. | New York/USA | 01.12.2014 | 27.11.2014 | 3,00 % | 4,80 % | 6.234.015 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 19.05.2015 | 15.05.2015 | 5,00 % | 5,09 % | 6.611.055 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 08.09.2016 | 05.09.2016 | 5,00 % | 5,02 % | 6.511.407 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 14.09.2017 | 11.09.2017 | 5,00 % | 4,99 % | 6.480.091 |
| BlackRock Inc. | Wilmington/USA | 23.10.2017 | 18.10.2017 | 5,00 % | 5,01 % | 6.509.064 |
| BlackRock Delaware Holdings Inc. | Wilmington/USA | 24.06.2015 | 22.06.2015 | 3,00 % | 3,06 % | 3.970.658 |
| BNY Mellon International Limited | London/UK | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00 % | 2,71 % | 3.198.784 |
| Capital Income Builder, Inc. | Los Angeles/USA | 07.06.2010 | 02.06.2010 | 3,00 % | 2,99 % | 3.538.936 |
| Capital Research and Management Company | Los Angeles/USA | 14.06.2010 | 10.06.2010 | 3,00 % | 2,38 % | 2.807.585 |
| Deutsche Bank AG | Frankfurt | 31.07.2008 | 25.07.2008 | 3,00 % | 2,90 % | 3.428.355 |
| Deutsche Bank AG/ Taunus Corp. | Frankfurt/ Wilmington/USA | 28.07.2008 | 22.07.2008 | 3,00 % | 2,93 % | 3.458.490 |
| Deutsche Bank Americas Holding Corp. | Wilmington/USA | 28.07.2008 | 22.07.2008 | 3,00 % | 2,87 % | 3.393.317 |
| Deutsche Bank Investment Management Americas Inc. | New York/USA | 28.07.2008 | 22.07.2008 | 3,00 % | 2,87 % | 3.393.317 |
| DWS Investment GmbH | Frankfurt | 07.05.2008 | 06.05.2008 | 3,00 % | 2,97 % | 3.511.300 |
| Egerton Capital Limited Partnership | London/UK | 22.02.2008 | 13.02.2008 | 3,00 % | 2,98 % | 3.521.323 |
| Fidelity Management &Research Company | Boston/USA | 22.06.2010 | 16.06.2010 | 3,00 % | 2,82 % | 3.335.977 |
| FIL Limited | Hamilton/Bermuda | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00 % | 2,99 % | 3.534.523 |
| FIL Investments International | Kent/UK | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00 % | 2,99 % | 3.534.523 |
| FIL Holdings Limited | Kent/UK | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00 % | 2,99 % | 3.534.523 |
| FMR LLC | Boston/USA | 22.06.2010 | 16.06.2010 | 3,00 % | 2,90 % | 3.429.477 |
| Franklin Tempelton Institutional, LLC | Wilmington/USA | 26.08.2013 | 07.08.2013 | 3,00 % | 2,93 % | 3.465.508 |
| Gerberding Vermögensver-waltungs GmbH &Co KG | Holzminden | 28.12.2006 | 11.12.2006 | 10,00 % | 5,86 % | 6.929.087 |
| Drago Invest GmbH &Co KG | Holzminden | 13.05.2015 | 13.05.2015 | 3,00 % | 0,67 % | 871.294 |
| Harding Loevner LP | Wilmington/USA | 14.07.2017 | 10.07.2017 | 3,00 % | 3,00 % | 3.894.816 |
| Jahr Assetmanagement GmbH | Hamburg | 08.04.2014 | 08.04.2014 | 3,00 % | 0,00 % | 0 |
| Jahr GmbH | Hamburg | 08.04.2014 | 08.04.2014 | 3,00 % | 0,00 % | 0 |
| Jahr Holdings GmbH &Co KG | Hamburg | 08.04.2014 | 08.04.2014 | 3,00 % | 3,05 % | 3.600.000 |
| John Armitage | London/UK | 22.02.2008 | 13.02.2008 | 3,00 % | 2,98 % | 3.521.323 |
| JPMorgan Asset Management Holdings Inc. | New York/USA | 01.12.2009 | 26.11.2009 | 3,00 % | 3,02 % | 3.570.582 |
| JPMorgan Asset Management Holdings (UK) Limited | London/UK | 17.03.2009 | 22.01.2009 | 3,00 % | 2,94 % | 3.474.305 |
| JPMorgan Asset Management International Limited | London/UK | 17.03.2009 | 22.01.2009 | 3,00 % | 2,94 % | 3.474.305 |
| JPMorgan Asset Management (Taiwan) Limited | Tapei/Taiwan | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00 % | 2,87 % | 3.386.401 |
| JPMorgan Asset Management UK Limited | London/UK | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00 % | 2,87 % | 3.386.401 |
| JPMorgan Chase &Co. | New York/USA | 17.03.2009 | 11.03.2009 | 3,00 % | 2,93 % | 3.456.859 |
| JPMorgan Investment Management Inc. | New York/USA | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00 % | 2,87 % | 3.386.401 |
| Lazard Asset Management LLC | New York/USA | 30.09.2008 | 25.09.2008 | 3,00 % | 2,75 % | 3.246.887 |
| M&G Group Limited | London/UK | 13.11.2014 | 10.11.2014 | 3,00 % | 2,94 % | 3.823.000 |
| M&G Investment Funds (1) | London/UK | 29.10.2014 | 28.10.2014 | 3,00 % | 2,98 % | 3.873.000 |
| M&G Investment Management Limited | London/UK | 13.11.2014 | 10.11.2014 | 3,00 % | 2,94 % | 3.823.000 |
| M&G Limited | London/UK | 13.11.2014 | 10.11.2014 | 3,00 % | 2,94 % | 3.823.000 |
| M&G Securities Limited | London/UK | 13.11.2014 | 10.11.2014 | 3,00 % | 2,94 % | 3.823.000 |
| Massachussetts Financial Services Company (MFS) | Boston/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00 % | 10,62 % | 13.785.512 |
| MBC Investment Corp. | Greenville/USA | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00 % | 2,71% | 3.208.273 |
| Mellon International Holdings S.a.r.L. | Luxemburg/Luxemburg | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00 % | 2,71% | 3.198.784 |
| MFS International Value Fund | Boston/USA | 14.10.2014 | 14.10.2014 | 3,00 % | 3,00 % | 3.895.375 |
| MIPL Group Limited | London/UK | 28.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00 % | 2,81% | 3.321.219 |
| MIPL Holdings Limited | London/UK | 24.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00 % | 2,81% | 3.321.219 |
| Mondrian Investment Partners Limited | London/UK | 24.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00 % | 2,81% | 3.321.219 |
| New Star Asset Management Ltd. | London/UK | 17.12.2008 | 12.12.2008 | 3,00 % | 2,92 % | 3.453.794 |
| Neptune LLC | Pittsburgh, PE/USA | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00 % | 2,71% | 3.198.784 |
| Newton Investment Management Ltd. | London/UK | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00 % | 2,71% | 3.198.784 |
| Newton Management Ltd. | London/UK | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00 % | 2,71% | 3.198.784 |
| Prudential plc. | London/UK | 13.11.2014 | 10.11.2014 | 3,00 % | 2,97 % | 3.856.709 |
| Schroder Administration Limited | London/UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00 % | 2,96 % | 3.495.642 |
| Schroder International Selection Fund | Sennigerberg/ Luxemburg | 02.06.2010 | 29.04.2010 | 3,00 % | 2,91 % | 3.441.370 |
| Schroder Investment Management Limited | London/UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00 % | 2,96 % | 3.495.642 |
| Schroders plc. | London/UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00 % | 2,96 % | 3.495.642 |
| Standard Life Investments Limited | Edinburgh/UK | 30.03.2015 | 06.02.2015 | 3,00 % | 2,99 % | 3.874.210 |
| Sun Life Assurance Company of Canada - US Operations Holdings Inc. | Wellesley Hills, MA/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00 % | 10,62 % | 13.785.512 |
| Sun Life Financial Corp. | Ontario/Kanada | 02.08.2007 | 29.06.2007 | 3,00 % | 3,03 % | 3.577.909 |
| Sun Life Financial (U.S.) Holdings Inc. | Wellesley Hills, MA/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00 % | 10,62 % | 13.785.512 |
| Sun Life Financial Inc. | Toronto/Kanada | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00 % | 10,62 % | 13.785.512 |
| Sun Life Financial Inc. | Toronto/Kanada | 27.03.2017 | 24.03.2017 | 10,00 % | 0,00 % | 0*) |
| Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC | Wellesley Hills, MA/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00 % | 10,62 % | 13.785.512 |
| Sun Life Global Investments Inc. | Toronto/Kanada | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00 % | 10,62 % | 13.785.512 |
| Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings Inc. | Bosten, MS/USA | 26.05.2015 | 21.05.2015 | 10,00 % | 10,62 % | 13.785.512 |
| TAM UK Holdings Limited | London/UK | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00 % | 2,98 % | 3.872.647 |
| TC Financing Limited | London/UK | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00 % | 2,98 % | 3.872.647 |
| The Bank of New York Mellon Corporation | New York/USA | 24.02.2009 | 05.02.2009 | 3,00 % | 2,71 % | 3.208.338 |
| Threadneedle Asset Management Holdings Limited | London/UK | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00 % | 2,98 % | 3.872.647 |
| Threadneedle Asset Management Holdings SARL | Luxemburg/Luxemburg | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00 % | 2,98 % | 3.872.647 |
| Threadneedle Asset Management Limited | London/UK | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00 % | 2,98 % | 3.872.647 |
| Threadneedle Asset Management UK Ltd. | London/UK | 29.08.2014 | 19.11.2013 | 3,00 % | 3,03 % | 3.578.301 |
| Threadneedle Holdings Limited | London/UK | 02.09.2014 | 25.08.2014 | 3,00 % | 2,98 % | 3.872.647 |
| Threadneedle Investment Funds ICVC | London/UK | 24.06.2014 | 19.06.2014 | 3,00 % | 2,99 % | 3.868.608 |
| Threadneedle Investment Services Limited | London/UK | 01.07.2014 | 25.06.2014 | 3,00 % | 2,98 % | 3.852.699 |
| William Bollinger | London/UK | 22.02.2008 | 13.02.2008 | 3,00 % | 2,98 % | 3.521.323 |
*) wegen Wegfall der Zurechnung infolge einer Unabhängigkeitserklärung gemäß § 22a WpHG
34. NACHTRAGSBERICHT
Mit Vertrag vom 24. November 2017 hat die Symrise Aromas e Fragrancias Ltda., Brasilien, einen Kaufvertrag über den Erwerb sämtlicher Anteile an der ebenfalls brasilianischen Citratus Fragrancias Industria e Comercio Ltda. geschlossen. Der Abschluss dieser Transaktion (Closing) und damit die Erlangung der Beherrschung war am 17. Januar 2018.
35. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG
Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 vorschlagen, eine Dividende von 0,88 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von TEUR 114.235. Der verbleibende Betrag des Bilanzgewinns soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
36. BEZÜGE DER ORGANMITGLIEDER
Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt TEUR 926 (Vorjahr: TEUR 964).
Die Gesamtbezüge des Vorstands der Symrise AG betragen TEUR 5.415 (Vorjahr: TEUR 4.285). Die individualisierte Vergütung der Vorstandmitglieder ist im Lagebericht dargestellt.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst ein festes Jahresgehalt (Festvergütung) zuzüglich Nebenleistungen (Sachbezüge), eine einjährig variable Vergütung, eine mehrjährig variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP) und eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Deferred Compensation.
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt.
Die einjährige variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, EPS) sowie einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Bonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.
Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2017 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Entsprechende Ziele finden auch auf den Ebenen unterhalb des Vorstands nebst anderen Zielen Anwendung. Dadurch wird innerhalb des Unternehmens das durchgängige Verfolgen der im Aufsichtsrat verabschiedeten Geschäftsziele sichergestellt. Die einjährige variable Vergütung für das Kalenderjahr 2017 wird je nach Zielerreichungsgrad auf Basis des gebilligten Konzernabschlusses 2017 im Folgejahr 2018 ausgezahlt. Der Aufsichtsrat kann nach pflichtgemäßem Ermessen bei der Bewertung der Zielerreichung außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen berücksichtigen. Dabei darf die Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 150 % nicht überschritten werden. Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP) ist eine revolvierende, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.
Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2015-2017 und 2016-2018 sowie 2017-2019 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt.
In allen drei laufenden Incentive Plänen wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50 % der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag) entspräche dem 60sten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Die Bezüge der ehemaligen Organmitglieder betrugen TEUR 314 (Vorjahr: TEUR 306).
Die Pensionsrückstellungen für die ehemaligen nicht aktiven Vorstände und Geschäftsführer betragen TEUR 8.875 (Vorjahr: TEUR 8.203).
37. NAMEN DER ORGANMITGLIEDER
AUFSICHTSRAT
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe* | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Management SE | Bertelsmann Inc., Wilmington, USA Vorsitzender des Aufsichtsrats RTL Group S.A., Luxemburg Vorsitzender des Aufsichtsrats Penguin Random House LLC, UK Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 1. Januar 2018) Bertelsmann Learning LLC., New York, USA Mitglied des Aufsichtsrats Relias Learning LLC, Cary, USA Mitglied des Aufsichtsrats |
| Regina Hufnagel | Stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats der Symrise AG Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG | |
| Dr. Michael Becker* | im Ruhestand | |
| Ursula Buck* | Geschäftsführerin der Top Managementberatung Buck-Consult, München | |
| Harald Feist | Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats und stellv. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG | |
| Horst-Otto Gerberding* | Geschäftsführender Gesellschafter der Gottfried Friedrichs (GmbH &Co.) KG | |
| Jeanette Kurtgil | IG BCE Gewerkschaftssekretärin im Landbezirk Nord | Esco GmbH, Hannover, Mitglied des Beirats |
| Andre Kirchhoff | Freigestellter Betriebsrat der Symrise AG | |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer* | Vorsitzende des Vorstands der AC Immune S.A., Lausanne, Schweiz | Bio MedInvest AG, Basel, Schweiz Vorsitzende des Verwaltungsrats AB2 Bio S.A., Lausanne, Schweiz Vorsitzende des Verwaltungsrats |
| Dr. Winfried Steeger* | Geschäftsführer der Jahr Holding GmbH &Co. KG, Hamburg | Verwaltungsgesellschaft Otto mbH (mitbestimmte GmbH des Otto Konzerns), Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats EUROKAI GmbH &Co. KGaA, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats Blue Elephant Energy AG, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats EUROGATE Geschäftsführungs- GmbH &Co. KGaA, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats |
| Dr. Ludwig Tumbrink | Vice President Compounding Flavor EAME der Symrise AG | |
| Peter Winkelmann | Bezirksleiter der IG BCE Bezirk Alfeld | amedes Holding GmbH, Hamburg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats aenova Holding GmbH, Starnberg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
* Anteilseignervertreter
VORSTAND
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram Chemiker Holzminden | Vorsitzender des Vorstands | |
| Olaf Klinger Kaufmann Holzminden | Vorstand Finanzen | |
| Heinrich Schaper Kaufmann Holzminden | Vorstand Flavor | |
| Dr. Jean-Yves Parisot Veterinärmediziner Paris, Frankreich | Vorstand Nutrition (Diana) | Probi AB, Lund, Schweden Vorsitzender des Aufsichtsrats VetAgroSup, Lyon, Frankreich Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Achim Daub Kaufmann New York, U.S.A. | Vorstand Scent &Care |
Holzminden, den 15. Februar 2018
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Achim Daub
Olaf Klinger
Dr. Jean-Yves Parisot
Heinrich Schaper
ANLAGENSPIEGEL
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2017
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| Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| In EUR | 1.1.2017 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.17 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 271.913.149,72 | 4.576.104,57 | 3.804,00 | 2.979.073,22 | 279.464.523,51 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 5.197.670,13 | 1.589.480,73 | 0,00 | - 2.979.073,22 | 3.808.077,64 |
| 277.110.819,85 | 6.165.585,30 | 3.804,00 | 0,00 | 283.272.601,15 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 165.890.684,28 | 1.439.427,54 | 74.528,50 | 4.393.464,66 | 171.649.047,98 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 178.272.323,63 | 7.563.142,77 | 724.263,48 | 19.809.024,43 | 204.920.227,35 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 45.753.078,95 | 4.022.429,52 | 1.958.668,81 | 2.501.303,49 | 50.318.143,15 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 41.075.462,11 | 17.215.889,00 | 0,00 | - 26.703.792,58 | 31.587.558,53 |
| 430.991.548,97 | 30.240.888,83 | 2.757.460,79 | 0,00 | 458.474.977,01 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.277.643.714,58 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.277.643.714,58 |
| 2. Beteiligungen | 2.238.062,32 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.238.062,32 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 46.100.961,98 | 10.592.393,69 | 3.372.425,28 | 53.320.930,39 | |
| 4. Rückdeckungsversicherungen | 83.564,10 | 3.354,00 | 0,00 | 0,00 | 86.918,10 |
| 3.326.066.302,98 | 10.595.747,69 | 3.372.425,28 | 0,00 | 3.333.289.625,39 | |
| 4.034.168.671,80 | 47.002.221,82 | 6.133.690,07 | 0,00 | 4.075.037.203,55 |
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| Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In EUR | 1.1.2017 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Zuschreibungen | 31.12.17 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 123.177.635,05 | 19.575.682,07 | 3.131,80 | 0,00 | 0,00 | 142.750.185,32 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 123.177.635,05 | 19.575.682,07 | 3.131,80 | 0,00 | 0,00 | 142.750.185,32 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 33.056.547,73 | 6.822.025,98 | 69.837,61 | - 39.193,78 | 0,00 | 39.769.542,32 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 67.424.477,51 | 15.284.019,94 | 529.185,27 | - 1.599,86 | 0,00 | 82.177.712,32 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 26.308.183,71 | 5.720.278,85 | 1.866.891,44 | 40.793,64 | 0,00 | 30.202.364,76 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 126.789.208,95 | 27.826.324,77 | 2.465.914,32 | 0,00 | 0,00 | 152.149.619,40 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 68.056,75 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 42.000,00 | 26.056,75 |
| 2. Beteiligungen | 2.224.668,71 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.224.668,71 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 608.802,16 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 608.802,16 |
| 4. Rückdeckungsversicherungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.292.725,46 | 608.802,16 | 0,00 | 0,00 | 42.000,00 | 2.859.527,62 | |
| 252.259.569,46 | 48.010.809,00 | 2.469.046,12 | 0,00 | 42.000,00 | 297.759.332,34 |
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| Buchwerte | Abschreibungen | Buchwerte | |
|---|---|---|---|
| In EUR | 31.12.17 | 1.1.2017 | 31.12.16 in TEUR |
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 136.714.338,19 | 123.177.635,05 | 148.735 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 3.808.077,64 | 0,00 | 5.198 |
| 140.522.415,83 | 123.177.635,05 | 153.933 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 131.879.505,66 | 33.056.547,73 | 132.834 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 122.742.515,03 | 67.424.477,51 | 110.848 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 20.115.778,39 | 26.308.183,71 | 19.445 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 31.587.558,53 | 0,00 | 41.075 |
| 306.325.357,61 | 126.789.208,95 | 304.202 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.277.617.657,83 | 68.056,75 | 3.277.576 |
| 2. Beteiligungen | 13.393,61 | 2.224.668,71 | 13 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 52.712.128,23 | 0,00 | 46.101 |
| 4. Rückdeckungsversicherungen | 86.918,10 | 0,00 | 84 |
| 3.330.430.097,77 | 2.292.725,46 | 3.323.774 | |
| 3.777.277.871,21 | 252.259.569,46 | 3.781.909 |
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Symrise AG
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Jahresabschluss der Symrise AG, Holzminden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Symrise AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
1) Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
GRÜNDE FÜR DIE BESTIMMUNG ALS BESONDERS WICHTIGER PRÜFUNGSSACHVERHALT
Die Symrise AG hält Anteile an verbundenen Unternehmen, die einen Großteil der Bilanzsumme ausmachen.
Gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB sind bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen vorzunehmen. Die Gesellschaft überprüft jährlich anhand der Planungsrechnungen der Tochtergesellschaften, ob sich Hinweise auf eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eines bilanzierten Anteils an einem verbundenen Unternehmen ergeben. Das Ergebnis dieser Überprüfung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftige Entwicklung des Geschäfts der jeweiligen Beteiligung einschätzen.
Vor dem Hintergrund der Wesentlichkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen in Relation zur Bilanzsumme, der der Bewertung zugrundeliegenden Komplexität sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume war die Prüfung der Werthaltigkeit der bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Überprüfung der Werthaltigkeit nachvollzogen im Hinblick auf die Eignung zur Identifizierung von außerplanmäßigem Wertminderungsbedarf der bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen nach handelsrechtlichen Grundsätzen. Grundsätzlich erfolgt eine Überprüfung auf außerplanmäßigen Wertminderungsbedarf anhand der Planungen der einzelnen Gesellschaften. Wir haben den Planungsprozess analysiert und die im Planungsprozess implementierten Kontrollen hinsichtlich ihrer Effektivität beurteilt. Die wesentlichen Prämissen der Planung haben wir mit den gesetzlichen Vertretern hinsichtlich der unterstellten Marktentwicklung besprochen sowie einen Abgleich mit den in der Vergangenheit realisierten Ergebnissen durchgeführt. Im Hinblick auf die Überleitung der Mittelfristplanung in die Langfristplanung haben wir uns insbesondere mit den Annahmen zur Wachstumsrate befasst. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen der verwendeten Diskontierungszinssätze teilweise wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten Beteiligungsbuchwertes haben können, haben wir die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogenen Parameter analysiert und die Berechnung im Hinblick auf die sich dafür ergebenden handelsrechtlichen Anforderungen nachvollzogen. Ferner haben wir Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer der wesentlichen Annahmen der Bewertung einschätzen zu können.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen keine Einwendungen ergeben.
VERWEIS AUF ZUGEHÖRIGE ANGABEN
Zu den bezüglich der Anteile an verbundenen Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" zu den Finanzanlagen.
2) Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Produkten
GRÜNDE FÜR DIE BESTIMMUNG ALS BESONDERS WICHTIGER PRÜFUNGSSACHVERHALT
Im Jahresabschluss der Symrise AG werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten dann realisiert, wenn die mit dem Eigentum an den veräußerten Produkten verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übertragen wurden und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelbar ist. Dies ist regelmäßig dann der Fall, wenn der Gefahrenübergang auf der Grundlage der vereinbarten INCOTERMs stattgefunden hat.
Die Symrise AG verfügt über eine Vielzahl an Kunden sowie ein umfangreiches Produktsortiment. Durch die daraus resultierende große Anzahl unterschiedlicher vertraglicher Vereinbarungen ist hinsichtlich der sachgerechten Abbildung der Geschäftsvorfälle insbesondere in Bezug auf eine korrekte Periodenabgrenzung eine besondere Sorgfalt geboten. Vor diesem Hintergrund war die Umsatzrealisierung im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Die gesetzlichen Vertreter der Symrise AG haben für die Realisierung von Umsatzerlösen aus Produktverkäufen detaillierte Bilanzierungsanweisungen erlassen und Prozesse implementiert. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die im Jahresabschluss der Symrise AG angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben für die Realisierung von Umsatzerlösen anhand der handelsrechtlichen Vorgaben gewürdigt. Unser prüferisches Vorgehen erstreckte sich u.a. auf die Frage, ob die wesentlichen Chancen und Risiken im Rahmen des Verkaufs der Produkte auf die Käufer übergegangen sind. Wir haben die von den gesetzlichen Vertretern der Symrise AG implementierten Prozesse sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben für die Realisierung von Produktverkäufen hinsichtlich der handelsrechtlichen Bestimmungen analysiert. Wir haben die Effektivität der Kontrollen hinsichtlich der Umsatzrealisierung sowie der korrekten Abgrenzung von Umsätzen getestet. Wir haben die wesentlichen Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2017 unter anderem auf eine Korrelation mit den dazugehörigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit Zahlungseingängen untersucht und Analysen der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2017 im Hinblick auf die Periodenabgrenzung auf Basis analytischer Prüfungshandlungen durchgeführt. Wir haben die Umsatzrealisierung anhand der Vereinbarungen in Verträgen stichprobenhaft im Hinblick auf die handelsrechtlichen Anforderungen analysiert. Darüber hinaus haben wir Saldenbestätigungen von Kunden eingeholt.
Insgesamt haben sich aus unseren Prüfungshandlungen hinsichtlich der Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Produkten keine Einwendungen ergeben.
VERWEIS AUF ZUGEHÖRIGE ANGABEN
Zu den bezüglich Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Produkten angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" Textziffer 20 "Umsatzerlöse".
3) Ausgabe einer Wandelanleihe
GRÜNDE FÜR DIE BESTIMMUNG ALS BESONDERS WICHTIGER PRÜFUNGSSACHVERHALT
Die Symrise AG hat mit Datum vom 20. Juni 2017 eine Wandelanleihe mit einem Nennwert von MEUR 400 mit einer Stückelung von MEUR 0,1 begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren, eine Wandlung kann grundsätzlich frühestens nach fünf Jahren erfolgen. Unter bestimmten Bedingungen sind die Inhaber der Wandelanleihe zu einer vorzeitigen Wandlung berechtigt. Die Inhaber der Anleihe erhalten eine jährliche Kuponzahlung von 0,2375 %. Unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Vorgaben wurde die Wandelanleihe anteilig in Eigenkapital und Fremdkapital aufgeteilt, zudem wurde in Ausübung des in § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB kodifizierten Wahlrechts ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe der Differenz zwischen dem Ausgabebetrag und dem rechnerischen Rückzahlungsbetrag gebildet.
Aufgrund der Wesentlichkeit der Transaktion für den Jahresabschluss, der Ermessensbehaftung und der Komplexität der Bilanzierung erachten wir die Ausgabe der Wandelanleihe für einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt im Geschäftsjahr 2017.
PRÜFERISCHES VORGEHEN
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die im Jahresabschluss der Symrise AG angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben für die Behandlung der Wandelanleihe anhand der handelsrechtlichen Vorgaben sowie die damit verbundenen ermessensbehafteten Annahmen gewürdigt. Unser prüferisches Vorgehen erstreckte sich im Wesentlichen auf die Frage, ob die handelsrechtlichen Kriterien hinsichtlich der vorgenommenen Aufteilung in Fremdkapital und Eigenkapital erfüllt sind. Insbesondere haben wir die Annahmen der Gesellschaft hinsichtlich des Wandlungszeitpunktes nachvollzogen. Daran anschließend haben wir die rechnerische Ermittlung der jeweils angesetzten Beträge überprüft. Wir haben zudem die bilanzielle Berücksichtigung der im Zusammenhang mit der Begebung der Anleihe entstandenen Transaktionskosten gewürdigt.
Insgesamt haben sich aus unseren Prüfungshandlungen hinsichtlich der bilanzielle Abbildung der Wandelanleihe keine Einwendungen ergeben.
VERWEIS AUF ZUGEHÖRIGE ANGABEN
Zu den bezüglich Ausgabe einer Wandelanleihe angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz" Textziffer 14 "Wandelanleihe".
SONSTIGE INFORMATIONEN
Für den Bericht des Aufsichtsrats ist der Aufsichtsrat, für die übrigen sonstigen Informationen sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks
| ― | im Kapitel "Erklärung des Vorstands" des Berichts Jahresabschluss 2017 (HGB) enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB, sowie die in den übrigen Teilen des Berichts des Jahresabschlusses der Symrise AG erlangten Informationen, mit Ausnahme des Jahresabschlusses, des Lageberichtes sowie unseres dazugehörigen Bestätigungsvermerks. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus -
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontroll-system, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Symrise AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christian Janze.
Hannover 16. Februar 2018
**Ernst &Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Ludwig, Wirtschaftsprüfer
Dr. Janze, Wirtschaftsprüfer
Erklärung des Vorstands
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Holzminden, 15. Februar 2018
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Achim Daub
Olaf Klinger
Bericht des Aufsichtsrats der Symrise AG
Sehr geehrte Aktionäre,
die Weltwirtschaft befindet sich insgesamt in einer guten Verfassung und wuchs 2017 stärker als in den Vorjahren. Auch die Aussichten für 2018 sind günstig. Zugleich haben sich politische Spannungen in und zwischen verschiedenen Ländern aufgebaut, bewährte internationale Handelsabkommen werden in Frage gestellt, separatistische und populistische Strömungen gewinnen an Boden. Aufgrund seiner breiten internationalen Aufstellung und eines exzellenten Produktportfolios ist unser Unternehmen einerseits bestens positioniert, um die sich bietenden Wachstumspotenziale zu nutzen, andererseits kann Symrise so Risiken in einzelnen Ländern durch seine Aktivitäten in anderen Absatzmärkten kompensieren.
2017 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für unser Unternehmen. Auch im laufenden und in den kommenden Jahren wird Symrise seine bewährte Strategie konsequent fortsetzen.
Im nachfolgenden Bericht möchte ich Sie über die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats in diesem erneut herausfordernden Umfeld informieren. Auch im Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen wiederum zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Diskussion und Entscheidung an.
Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns umfassend erörtert und abgestimmt. Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2017 eine eigene Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens abgehalten.
Wir haben sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Hierzu zählten vor allem die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, laufende und geplante Investitionen, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und -planung, die Risikosituation und das Risikomanagement sowie das Compliance Management-System. Über Angelegenheiten, die nach Gesetz oder Satzung zustimmungspflichtig sind, hat uns der Vorstand frühzeitig unterrichtet und uns diese rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu diesen Beschlussvorschlägen und den Berichten des Vorstands haben wir, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch schriftlich oder telefonisch.
Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden uns vom Vorstand monatlich berichtet. Soweit es überhaupt zu Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planungen und Zielen kam, haben wir ausführliche Erläuterungen in schriftlicher und mündlicher Form erhalten, sodass wir mit dem Vorstand über die Gründe für die Abweichungen und zielführende Korrekturmaßnahmen diskutieren konnten.
Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand in engem und kontinuierlichem Dialog. Das immer noch vergleichsweise verhaltene Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung, die andauernde Niedrigzinsphase, die politischen Krisen insbesondere in Venezuela, Brasilien und der Türkei und die daraus für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen sowie der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der drei Segmente waren wiederholt Gegenstand unserer Gespräche mit dem Vorstand. Das gilt auch für mögliche Auswirkungen des Brexit und anderer separatistischer Bewegungen, wie zum Beispiel in Spanien, auf die zukünftige Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens.
Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung hinsichtlich der den Interessenkonflikten zugrunde liegenden Sachverhalte und dem Umgang mit ihnen zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2017 nicht aufgetreten.
DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, haben wir in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz.
Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen, so dass der Aufsichtsrat immer über eine umfassende Informationsbasis für seine Beratungen verfügt.
Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört zu seinen Aufgaben. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems, mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung samt Zielvereinbarungen und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Bis zum Jahr 2020 soll mindestens ein Mitglied des Vorstands weiblich sein. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Harald Feist, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Regina Hufnagel, Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer und Herr Peter Winkelmann.
Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2017 zweimal. An beiden Sitzungen nahmen alle Mitglieder teil. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Bewertung der Leistungen der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2016, die Vereinbarung der Ziele für das Geschäftsjahr 2017 und die Überprüfung der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Der Schwerpunkt der Überprüfung lag dabei auf der mehrjährigen Vergütung (LTIP). Weiter hat der Personalausschuss ein Kompetenzprofil für den gesamten Aufsichtsrat erarbeitet und diesem zur Beschlussfassung vorgelegt.
Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem, der Abschlussprüfung und dem Compliance Management-System. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Soweit der Abschlussprüfer auch Steuerberatungsleistungen für Gesellschaften des Symrise Konzerns erbringt, sind diese vorab vom Prüfungsausschuss ausdrücklich zu genehmigen. Insgesamt hat der Prüfungsausschuss für derartige Steuerberatungsleistungen des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2017 ein Budget von 250.000 € genehmigt. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Die für das Geschäftsjahr 2017 erstmals zu erstellende nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b HGB ist nicht gesondert vom Prüfungsausschuss behandelt worden. Hiermit hat sich das Aufsichtsratsplenum befasst. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Group Compliance-Officers und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an.
Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Michael Becker (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Herr Harald Feist, Frau Regina Hufnagel, Herr Dr. Winfried Steeger und Herr Peter Winkelmann. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2017 fünfmal, davon wurde eine Sitzung als Telefonkonferenz abgehalten. Je ein Mitglied des Prüfungsausschusses konnte an je einer Sitzung nicht teilnehmen. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen regelmäßig der Finanzvorstand und im Bedarfsfall der Abschlussprüfer, der Vorstandsvorsitzende und weitere Gäste zu einzelnen Tagesordnungspunkten teil. Der Prüfungsausschuss hat sich unter anderem mit Fragen der turnusmäßig anstehenden Refinanzierung des Konzerns beschäftigt. Im Mittelpunkt stand dabei insbesondere die erstmalige Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung durch die Symrise AG. Breiten Raum nahm erneut die Befassung des Prüfungsausschusses mit der Qualifizierung der weltweiten Symrise Standorte unter Risikogesichtspunkten ein. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung beziehungsweise des Reviews des Zwischenabschlusses nach Ablauf des ersten Halbjahres ergeben haben.
Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die Ernst &Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum neuen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 zu wählen. Ferner hat der Prüfungsausschuss die entsprechenden Unabhängigkeitserklärungen des neuen Abschlussprüfers Ernst &Young eingeholt. Der Prüfungsausschuss erteilte dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag, vereinbarte mit diesem einen risikoorientierten Prüfungsansatz und legte einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie das Honorar für das Geschäftsjahr 2017 fest.
Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Frau Regina Hufnagel und Herrn Dr. Ludwig Tumbrink vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 nicht einberufen werden.
Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 nicht einberufen werden.
THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM
Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit und Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren erneut die Auswirkungen der verschiedenen internationalen Krisenherde, des immer noch vergleichsweise verhaltenen Wachstums der Weltwirtschaft, der andauernden Niedrigzinsphase, der weiterhin volatilen Rohstoffkosten, der anhaltenden Staatsschuldenkrise in Europa und der weiterhin hohen Energiekosten. Vor diesem Hintergrund haben wir die vom Vorstand ergriffenen und für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen ausführlich mit dem Vorstand diskutiert. Gegenstand regelmäßiger Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Unternehmens und seiner drei Segmente in den jeweiligen Regionen unter den dort gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanz- und Liquiditätslage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und deren Entwicklung gemessen an den Planzielen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 fünf ordentliche Sitzungen, davon zwei Schwerpunktsitzungen, abgehalten. Die erste Schwerpunktsitzung befasste sich mit der Strategie des Unternehmens, ihrer Überprüfung angesichts des sich verändernden wirtschaftlichen Umfelds und dem Stand ihrer Umsetzung, während die Jahresplanung 2018 im Mittelpunkt der zweiten Schwerpunktsitzung stand. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilgenommen.
In unserer Sitzung am 9. März 2017 haben wir uns mit dem Vorstand über die Feststellung des Jahresabschlusses 2016 und die Billigung des Konzernabschlusses 2016, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2017, die Erklärung zur Unternehmensführung und den Corporate Governance-Bericht beraten und abgestimmt. Der Vorstand gab unter anderem Auskunft zum Stand der Umsetzung der Strategie des Unternehmens und stellte dem Aufsichtsrat die Eckpunkte der laufenden Investitionsprojekte vor. Auch die Auswirkungen möglicher Handelsbeschränkungen haben wir am Beispiel des Vereinigten Königreiches, der USA und Mexikos intensiv diskutiert. Durch die globale Aufstellung des Konzerns mit dem Fokus auf lokale Produktionen sind die möglichen Risiken als gering anzusehen. Der Aufsichtsrat befasste sich auch mit der Umsetzung der Richtlinie 2014/95/EU, der sogenannten CSR-Richt-linie zur Offenlegung von nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen. Die neue Berichtspflicht betrifft zwei Kernthemen. Zum einen ist der Lagebericht um eine "nichtfinanzielle Erklärung", die Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Korruptionsbekämpfung enthält, zu ergänzen. Zum anderen müssen Unternehmen zukünftig in ihrer Erklärung zur Unternehmensführung Angaben zum Diversitäts-konzept machen. An dieser Sitzung hat neben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats auch der Abschlussprüfer teilgenommen.
In unserer Sitzung am 16. Mai 2017 standen vor allem der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2017 und zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 sowie die bevorstehende Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratungen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat ebenfalls über den Stand der laufenden Investitionsprojekte. In dieser Sitzung hat der Aufsichtsrat auch seine Zustimmung zu einem Akquisitionsvorhaben in Brasilien erteilt. Weiter haben wir mit dem Vorstand den Abschluss eines langfristigen Liefervertrags zum Ausbau unseres Mentholgeschäfts mit unserem Hauptlieferanten bis zum Jahre 2028 beraten. Nach ausführlicher Diskussion sämtlicher Aspekte einer solch langfristigen Partnerschaft haben wir dem Abschluss dieses Liefervertrags unsere Zustimmung erteilt. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
In der Sitzung am 8. August 2017 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des zweiten Quartals und des ersten Halbjahrs 2017 und der Aktualisierung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2017, dem Risikobericht sowie dem Bericht des Prüfungsausschusses. Wir haben uns vom Vorstand ausführlich den Stand der Integration des im Rahmen der Übernahme der US-amerikanischen Pinova Holdings Inc. erworbenen Geschäfts erläutern lassen. Dabei stand auch ein Abgleich der mit der Übernahme verfolgten Erwartungen mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf im Mittelpunkt unserer Erörterungen. Ferner informierte der Prüfungsausschuss den Aufsichtsrat in dieser Sitzung über die wesentlichen Feststellungen einer seitens des Vorstands vorsorglich und gesondert beauftragten IT-Prüfung. Diese IT-Prüfung wurde von Ernst &Young durchgeführt. Soweit diese IT-Prüfung Schwachstellen aufgezeigt hat, haben sich diese nicht ausgewirkt. Dennoch hat der Vorstand mit Wirkung vom 1. Dezember 2017 eine eigens hierfür neu geschaffene Position "IT-Security und Compliance" besetzt. Von dort aus wird die Abarbeitung der identifizierten Schwachstellen gewährleistet und nachgehalten. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
Die Sitzung am 19. September 2017 wurde wie auch in den Jahren zuvor ganz der Unternehmensstrategie gewidmet. Der Vorstand erläuterte dem Aufsichtsrat die im Rahmen der verfolgten Strategie bisher erreichten Ergebnisse und gab einen strategischen Ausblick auf die Zukunft. Dass sich die konsequente Umsetzung unserer Strategie ausgezahlt hat, lässt sich anhand der erfreulichen Entwicklung von Umsatz und EBITDA belegen. Symrise konnte Marktanteile bei gleichbleibend guter Profitabilität gewinnen. In allen Segmenten ist Nachhaltigkeit elementarer Bestandteil der strategischen Entwicklung. Die bisher getätigten Rückwärtsintegrationen haben sich erfolgreich ausgezahlt. Nachhaltige und zurückverfolgbare Rohstoffe sind von immer größerer Bedeutung für unsere Kunden. Der Aufsichtsrat hat sich in dieser Sitzung aber auch mit dem Investitionsprozess, dessen Details und Funktionsweise beschäftigt. Alle Investitionsprojekte werden in einer Datenbank geführt. Erforderliche Genehmigungsprozesse können direkt aus dieser Datenbank gestartet werden. Eine Übersicht der genehmigten Projekte stellt sicher, dass der hierfür jeweils vorgesehene Budgetrahmen eingehalten wird. Die mittelfristige Planung für die Jahre 2018-2022 haben wir anhand der Finanzkennzahlen Umsatz, EBIT, EBITDA, Umsatzwachstum und EBIT-/EBITDA-Marge eingehend mit dem Vorstand erörtert und betrachtet. In eigener Sache haben wir in dieser Sitzung -basierend auf einem durchgeführten Benchmarking - eine maßvolle Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung ab dem Geschäftsjahr 2018 beraten. Aufgrund des wegen des Erreichens der Altersgrenze mit Ablauf der Hauptversammlung 2018 aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Herrn Dr. Becker, wird unter anderem der Vorsitz im Prüfungsausschuss vakant. Diesbezüglich hat sich der Aufsichtsrat über die Nachfolge ausgetauscht und ein Anforderungsprofil erarbeitet und abgestimmt. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
Die Sitzung am 6. Dezember 2017 stand im Zeichen der Unternehmensplanung für das bevorstehende Geschäftsjahr 2018. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2018 genehmigt. Wir haben gemeinsam mit dem Vorstand die jährliche Entsprechenser-klärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und die Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats unverändert zum Vorjahr bestätigt. Dies umfasst auch das gemäß Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 des DCGK zu erarbeitende Kompetenzprofil des Gesamtaufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand den Stand der Corporate Gover-nance bei Symrise erörtert und die Inhalte der Corporate Gover-nance-Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung abgestimmt. Aufgrund der neuen gesetzlichen Bestimmung des § 289b Abs. 1 HGB ist Symrise erstmals für das Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, eine sogenannte "nichtfinanzielle Erklärung" als Teil des Lageberichts zu veröffentlichen. Symrise macht dabei von der in § 289b Abs. 3 HGB vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch und erstellt für das Geschäftsjahr 2017 einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht außerhalb des Lageberichts. Dieser wird zeitgleich mit dem Jahresabschluss 2017 veröffentlicht, ist im Unternehmensbericht 2017 enthalten und findet sich auch auf der Internetseite von Symrise unter -und-">http://ub2017.symrise.de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit-und-verantwortung. Gemäß § 171 AktG obliegt es dem Aufsichtsrat auch zu überprüfen, ob der gesonderte nichtfinanzielle Bericht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Der Aufsichtsrat hat diesbezüglich von der in § 111 Abs. 2 S. 4 AktG vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch gemacht und als externen Sachverständigen die DQS CFS GmbH mit der inhaltlichen Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Berichts 2017 der Symrise AG beauftragt. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2017
Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und der Lagebericht der Symrise AG wurden vom Abschlussprüfer Ernst &Young GmbH geprüft. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2017 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Konzernabschluss der Symrise AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer Ernst &Young GmbH versah auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Bericht des Abschlussprüfers hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 14. Februar und 6. März 2018 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 7. März 2018 intensiv diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen des Jahres- und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil. Dabei berichteten sie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte uneingeschränkt zur Verfügung.
Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 7. März 2018 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.
Der erstmals für das Geschäftsjahr 2017 aufgestellte gesonderte nichtfinanzielle Bericht wurde inhaltlich durch die DQS CFS GmbH geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Beanstandungen geführt. Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht ist auf der Internetseite von Symrise unter http://ub2017.symrise.de/ nachhaltigkeit/nachhaltigkeit-und-verantwortung veröffentlicht.
CORPORATE GOVERNANCE
Über die Corporate Governance bei der Symrise AG berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") einmal im Jahr im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d des Handelsgesetzbuchs. Die Erklärung zur Unternehmensführung beinhaltet (i) die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, (ii) relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, (iii) eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen, (iv) Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands nebst Umsetzungsfristen und (v) eine Beschreibung des Diversitätskonzepts im Hinblick auf die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat. Nach der derzeit gültigen Fassung der Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 und mit Berichtigungen vom 19. Mai 2017 erneut bekannt gemachten aktuellen Fassung vom 7. Februar 2017 ("DCGK 2017") ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen.
Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns auch dieses Jahr wieder entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK 2017 in die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach Ziffer 4.2.5 des DCGK 2017 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 46 bis 53 des Finanzberichts 2017 enthalten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d des Handelsgesetzbuches ist nebst des darin integrierten Corporate Governance-Berichts von Vorstand und Aufsichtsrat auch auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/de/ investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unter-nehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht. Wir haben die Weiterentwicklung der Corporate Governance-Standards im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2017 aufmerksam beobachtet und werden dies auch weiterhin tun.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 6. Dezember 2017 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft und als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht.
Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 und mit Berichtigungen vom 19. Mai 2017 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 7. Februar 2017 entsprochen und wird dies auch zukünftig tun.
VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Im Berichtsjahr gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat.
Die mittlerweile weltweit fast 9.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Symrise Konzerns tragen ganz wesentlich zum Erfolg unseres Unternehmens bei. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland sowie allen Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement, für ihre konstruktive und kreative Zusammenarbeit im Dienste der Kunden des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2017 geleistete hervorragende Arbeit.
Holzminden, 7. März 2018
Für den Aufsichtsrat
Dr. Thomas Rabe, Vorsitzender
Impressum
Herausgeber
Symrise AG
Mühlenfeldstraße 1
Konzernkommunikation
37603 Holzminden
Deutschland
Telefon: + 49 55 31. 90 - 0
Fax: + 49 55 31. 90 - 16 49
Text und Redaktion
PvF Investor Relations, Oberursel
Konzept, Design &Umsetzung
3st kommunikation, Mainz
Fotografie (Titel)
3st kommunikation, Mainz
Satz
BG media design GmbH, Darmstadt
Druck
caPRI Print + Medien GmbH, Wiesbaden
Veröffentlichungsdatum dieses Berichts
14. März 2018
Symrise online
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www.symrise.com/de/nachhaltigkeit
www.symrise.com/de/investoren
ub2017.symrise.de
Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieser Finanzbericht beinhaltet zukunftsgerichtete Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Prognosen der Symrise AG beruhen. Der zukünftige Geschäftsverlauf und die Ergebnisse, die durch die Symrise AG und ihre verbundenen Unternehmen tatsächlich erzielt werden, sind einer Vielzahl von Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt und können daher wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Symrise AG und können im Voraus nicht genau eingeschätzt werden. Bei diesen Faktoren handelt es sich zum Beispiel um eine ungünstige Entwicklung der Weltwirtschaft, eine Veränderung des Konsumentenverhaltens, Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien. Sollte einer dieser genannten oder ungenannten Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend herausstellen, können die tatsächlich erzielten Ergebnisse signifikant von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Symrise übernimmt keinerlei Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen laufend zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
© 2018 Symrise AG
Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach §21 EntgTranspG
1. Angaben zur durchschnittlichen Gesamtzahl der Beschäftigten nach Geschlecht sowie zur durchschnittlichen Zahl der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten
Im Symrise Konzern waren in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2016 2.697 Mitarbeiter beschäftigt . Nach Geschlecht unterteilt, arbeiteten 904 Frauen im Jahresdurchschnitt für Symrise, was 33,5% aller Mitarbeiter entsprach, sowie 1.793 Männer.
Von den für Symrise tätigen 904 Frauen waren 358 in Teilzeit beschäftigt (39,6%), die anderen Frauen arbeiteten in Vollzeit (60,4%).
Von den für Symrise tätigen 1.793 Männern waren 55 in Teilzeit beschäftigt (3,1%).
Insgesamt betrug das Verhältnis von Teilzeit arbeitenden Mitarbeitern zu Vollzeit-Mitarbeitern 15,3% (=412 Mitarbeiter in Teilzeit; 2.285 in Vollzeit).
2. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkung
Die Gleichstellung von Frauen und Männern beginnt für uns mit den gleichen Zugangschancen zum Arbeitsmarkt im Rahmen von Einstellungen.
Unter den jungen Auszubildenden in Deutschland belief sich der Anteil von Frauen im Jahr 2016 auf 33%. In den typischen „Frauenberufen“ wie den kaufmännischen Berufen sowie bei den Chemielaboranten betrug der Frauenanteil 50%, während er bei den handwerklich-technischen Berufen sowie dem mit Schichtarbeit verbundenen Chemikanten Beruf weit unterdurchschnittlich ist.
Unter allen Mitarbeitern von Symrise weltweit beträgt der Anteil der Frauen unter allen im Jahr 2016 neu eingestellten Mitarbeitern 43%.
Im Rahmen unserer Talententwicklung, dem sogenannten Future Generation Leadership Development Programm, stellen wir sicher, dass unter den Teilnehmern mindestens 40% Frauen sind. Dadurch fördern wir bewusst die Vorbereitung junger Frauen auf die Übernahme einer größeren Führungsverantwortung in unserem Unternehmen.
Der Anteil von Frauen auf unseren Führungsebenen im Symrise Konzern weltweit beträgt rund 40%.
3. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer
In unserem Unternehmen ist in Deutschland wie auch in vielen anderen Ländern die Vergütung durch Tarifverträge geregelt. Die tarifliche Eingruppierung erfolgt unabhängig vom Geschlecht nach den durch den Tarifvertrag vorgesehenen Qualifizierungskriterien. Darüber hinaus nimmt der Betriebsrat bei der Einstellung und bei späteren Entgeltveränderungen seine Kontrollfunktion wahr, so dass auch von daher eine diskriminierende Vergütung ausgeschlossen ist.
Dennoch kann die absolute Einkommenshöhe zwischen Männern und Frauen dadurch bestimmt sein, dass nahezu ausschließlich Männer in Schicht arbeiten und damit über entsprechende Schichtzulagen mehr verdienen als Frauen. Außerdem ist der Anteil in Teilzeit arbeitender Mitarbeiter unter Frauen deutlich höher als bei Männern, was sich bei Frauen in einem niedrigeren Einkommen in absoluter Höhe auswirkt.