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Symrise AG Annual Report 2016

Apr 27, 2017

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Annual Report

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Symrise AG

Holzminden

Finanzbericht 2016

SHARING VALUES

erfolgreich anders

5-Jahresübersicht

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In Mio. € 2012 2013 2014 2015 2016
Konzern-Ertragslage
Umsatz 1.734,9 1.830,4 2.120,1 2.601,7 2.903,2
Umsatzanteil Emerging Markets in % 48 48 47 46 43
EBITDA1 338,9 373,1 464,5 572,2 625,2
EBITDA-Marge1 in % 19,5 20,4 21,9 22,0 21,5
Jahresüberschuss1 157,5 172,3 211,6 246,8 265,9
Ergebnis je Aktie1 in € 1,33 1,46 1,69 1,90 2,05
Ausschüttung 76,8 82,7 97,4 103,9 110,32
Dividende je Aktie in € 0,65 0,70 0,75 0,80 0,852
Konzern-Finanz- und Vermögenslage
Operativer Cashflow 219,5 274,8 343,2 375,2 338,8
Investitionen (ohne M & A) 70,3 70,7 101,3 147,2 168,4
Bilanzsumme (31.12.) 2.150,23 2.210,4 3.999,8 4.183,8 4.752,8
Eigenkapitalquote (31.12.) in % 40,93 43,0 35,8 38,0 36,4
Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (31.12.)) 808,03 744,8 1.640,1 1.575,7 1.970,8
Mitarbeiter (31.12.) FTE4 5.669 5.959 8.160 8.301 8.944
Scent&Care
Umsatz 882,8 960,4 980,4 1.073,7 1.311,3
EBITDA5 161,1 194,5 222,9 231,2 257,8
EBITDA-Marge5 in % 18,2 20,3 22,7 21,5 19,7
Flavor
Umsatz 852,1 869,9 1.139,7 980,2 1.015,9
EBITDA6 177,8 178,6 241,6 218,9 233,8
EBITDA-Marge6 in % 20,9 20,5 21,2 22,3 23,0
Nutrition
Umsatz 547,8 576,0
EBITDA 122,0 133,7
EBITDA-Marge in % 22,3 23,2

1 Zahlen für 2014 und 2016 bereinigt um Transaktions-, Integrationskosten sowie einmalige Bewertungseffekte im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen

2 Vorschlag

3 Angepasst aufgrund von Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahr 2012

4 ohne Auszubildende und Trainees; FTE = Full Time Equivalent (Vollzeitmitarbeiter)

5 Zahlen für 2016 bereinigt um Transaktions-, Integrationskosten sowie einmalige Bewertungseffekte im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen

6 Zahlen für 2014 inkl. sechs Monate Diana und bereinigt um Transaktions-, Integrationskosten sowie einmalige Bewertungseffekte im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen

Über diesen Bericht

Der vorliegende Finanzbericht 2016 enthält den vollständigen Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und alle weiteren gesetzlich vorgeschriebenen Elemente. Daneben bietet ein separater Unternehmensbericht eine ganzheitliche Darstellung der Leistungen von Symrise im Jahr 2016 - in wirtschaftlicher Hinsicht wie auch unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit. Der Unternehmensbericht kann unter www.symrise.com/de/investoren eingesehen beziehungsweise in gedruckter Form bestellt werden.

Der Finanzbericht 2016 wurde zeitgleich mit dem Unternehmensbericht 2016 am 14. März 2017 veröffentlicht und ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Der Veröffentlichungstermin des Finanzberichts für das Geschäftsjahr 2017 ist März 2018. Auf www.symrise.com finden sich zusätzliche Informationen über die Aktivitäten unseres Unternehmens.

Konzernlagebericht 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Highlights 2016

Profitables Wachstum in allen Regionen und Geschäftsbereichen

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2,05 € Bereinigtes Ergebnis je Aktie
0,85 € Vorgeschlagene Dividende

Überblick zum Geschäftsjahr 2016

Das Wachstum der Weltwirtschaft war im Jahr 2016 insgesamt verhalten. Für Symrise war 2016 dennoch ein erfolgreiches Jahr. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 2.903 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 12 % beziehungsweise währungsbereinigt um 16 %. Ohne Berücksichtigung von Portfolio-Effekten (Akquisition der Pinova Gruppe, Scelta Umami, Nutra Canada, Nutraceutix sowie Veräußerung der Pinova Inc. und CAP Schweinefleischspezialitäten (2015))1 beträgt das währungsbereinigte Umsatzwachstum 8 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 43 % und lag, vor allem durch die getätigten Akquisitionen, 3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 46 %. Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDAN)2 des Symrise Konzerns erhöhte sich um 9 % auf 625 Mio. € (EBITDA 2015: 572 Mio. €). Die auf den Umsatz bezogene EBITDAN-Marge lag mit 21,5 % unter dem Vorjahreswert von 22,0 %, vor allem durch die erstmalige Einbeziehung der Pinova Gruppe in den Konzernabschluss.

Das Segment Scent & Care erzielte 2016 einen Umsatz von 1.311 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 22 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 25 %. Ohne Berücksichtigung der Pinova Akquisition beträgt das währungsbereinigte organische Wachstum 5 %. Das EBITDAN lag mit 258 Mio. € um 12 % über dem Vorjahr. Die EBITDAN-Marge belief sich 2016 auf 19,7 %, gegenüber 21,5 % im Jahr 2015. Flavor steigerte seinen Umsatz um 4 % auf 1.016 Mio. €. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 10 %. Das EBITDA des Segments lag 2016 mit 234 Mio. € ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert (2015: 219 Mio. €). Die EBITDA-Marge betrug 23,0 %, nach 22,3 % im Vorjahr. Im Segment Nutrition stiegen die Umsätze um 5 % auf 576 Mio. €. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 9 %. Das Segment erzielte 2016 ein EBITDA von 134 Mio. €; das Ergebnis lag damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahr (2015: 122 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte 23,2 %, nach 22,3 % im Jahr 2015.

Der normalisierte Jahresüberschuss des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 266 Mio. €. Das um einmalige Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 1,90 € im Vorjahr auf 2,05 € im Berichtsjahr. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 vor, die Dividende von 0,80 € auf 0,85 € je Aktie anzuheben.

Der operative Cashflow lag 2016 mit 339 Mio. € um 36 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres von 375 Mio. €. Wesentlicher Grund hierfür ist ein Anstieg des Vorratsvermögens, insbesondere durch gestiegene Preise bei natürlichen Rohstoffen. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember um 23 Mio. € auf 302 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) stieg zum Bilanzstichtag 2016, insbesondere durch die Akquisition der Pinova Gruppe, um 395 Mio. € auf 1.971 Mio. €. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDAN auf Jahresbasis belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf 3,1 und liegt infolge der getätigten Akquisitionen temporär oberhalb der von Symrise angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.

1 Detailierte Informationen zu den Portfolioveränderungen sind auf den Seiten 23-24 dieses Berichts dargestellt.

2 Im Geschäftsjahr 2016 wurden die Ergebnisse (EBITN/EBITDAN) infolge der Pinova Akquisition um einmalige Sondereinflüsse bereinigt dargestellt. Eine detaillierte Übersicht ist auf Seite 55 dieses Berichts zu finden.

Grundlagen des Symrise Konzerns

STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

UNTERNEHMENSPROFIL

Symrise ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen sowie funktionalen Inhaltsstoffen. Zu den Kunden gehören Parfüm-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkehersteller, die pharmazeutische Industrie sowie Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln und Heimtiernahrung.

Mit einem Umsatz von 2,9 Mrd. € im Geschäftsjahr 2016 und einem Marktanteil von 11 % gehört das Unternehmen zu den weltweit führenden Anbietern im Markt für Düfte und Aromen. Der Konzern mit Sitz in Holzminden ist mit Standorten in mehr als 40 Ländern in Europa, Afrika und dem Nahen sowie Mittleren Osten, in Asien, den USA sowie in Lateinamerika vertreten. Der Symrise Konzern entstand ursprünglich aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2016 von rund 7,5 Mrd. € zu den im MDAX® geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf rund 94 %.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den Segmenten Flavor, Nutrition sowie Scent & Care. Das frühere Segment Flavor & Nutrition wurde im Rahmen einer neuen Organisations- und Berichtsstruktur aufgrund der Berufung von zwei weiteren Vorstandsmitgliedern mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 in die zwei neuen Segmente Flavor und Nutrition aufgespalten. Alle Segmente verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.

Das Segment Flavor beinhaltet die Anwendungsbereiche Beverages, Savory und Sweet. Das Segment Nutrition besteht aus dem Geschäftsbereich Diana mit den Anwendungsbereichen Food, Pet Food, Aqua und Probi. Das Segment Scent & Care umfasst die Geschäftsbereiche Fragrance, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules.

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist zudem jeweils nach vier Regionen organisiert: Europa, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten (EAME), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika.

Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Group Compliance und Interne Revision wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind maßgeblich auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik - auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.

Der Firmensitz der Symrise AG befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.284 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb sowie im Corporate Center. Regionale Hauptsitze unterhält Symrise in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo), Singapur und Frankreich (Rennes, Bretagne). Wichtige Standorte für Produktionsanlagen und Entwicklungszentren befinden sich in Deutschland, Frankreich, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 40 Ländern.

LEITUNG UND KONTROLLE

Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.

Dem Vorstand gehörten bis zum 30. September 2016 drei Mitglieder an: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstand Flavor & Nutrition und Vorsitzender des Vorstands), Achim Daub (Vorstand Scent & Care) und Olaf Klinger (Vorstand Finanzen). Zum 1. Oktober 2016 wurden zwei weitere Vorstandsmitglieder bestellt. Den Vorstand bildeten ab diesem Zeitpunkt bis zum 31. Dezember 2016 nun fünf Mitglieder: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorsitzender des Vorstands), Achim Daub (Vorstand Scent & Care), Olaf Klinger (Vorstand Finanzen), Dr. Jean-Yves Parisot (Vorstand Nutrition) und Heinrich Schaper (Vorstand Flavor). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.

Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND PRODUKTE

WERTSCHÖPFUNGSKETTE VON SYMRISE

Symrise stellt rund 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette der drei Segmente erstreckt sich über die Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmacksstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F & E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F & E-Aktivitäten.

WERTSCHÖPFUNGSKETTE VON SYMRISE

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Rohstoffe Produktentwicklung Herstellungsverfahren Kunden Konsumenten
• Natürliche Inhaltsstoffe • Natürliche Extrakte • Extraktion Hersteller von:
• Petro-basierte Rohstoffe • Funktionale Inhaltsstoffe • Destillation • Lebensmitteln
• Kompositionen • Chemische Prozesse • Getränken
• Verkapselungstechnologien • Parfüms
• Mischungen • Kosmetika
• Mundpflegeprodukten
• Haushaltsprodukten
• Heimtiernahrung
• Techn. Anwendungen
Marktvolumen 27,5 Mrd. €

UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Heimtiernahrung, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln.

Die Produktion der Geschmacks- und Duftstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.

FLAVOR

Das Produktspektrum von Flavor besteht aus rund 13.000 Produkten, die in 145 Ländern verkauft werden. Die produzierten Geschmacksstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmacksstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Inhaltsstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Die Standorte des Segments befinden sich in mehr als 40 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika.

Die Geschmacks- und Inhaltsstoffe des Geschäftsbereichs Flavor kommen in drei Anwendungsbereichen zum Einsatz:

Beverages

Mit der globalen Getränkekompetenz bei alkoholischen, nicht-alkoholischen sowie Trocken- und Instant-Getränken setzt Symrise mit authentischen und innovativen Geschmackserlebnissen neue Standards und Trends für die nationale und internationale Getränkeindustrie. Jahrelange Expertise, begleitende Technologien und ein umfangreiches Markt- und Verbraucherverständnis eröffnen der Getränkeindustrie völlig neue Perspektiven und erfüllen damit die individuellen Bedürfnisse der Kunden.

Savory

Die würzigen Aromen kommen in zwei Kategorien zur Anwendung: In der Kategorie "Culinary" mit Geschmackslösungen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte, Instant-Nudeln und Fleischprodukte sowie in der Kategorie "Snackfood" mit Aufstreuwürzungen - sogenannte Seasonings - für Knabberartikel. Für beide Gebiete gilt es, die ständig wachsenden Verbraucherwünsche vor allem nach authentischem Geschmack, Natürlichkeit und "Convenience" in erfolgreiche Konzepte für die Kunden umzusetzen. Dabei setzt Symrise insbesondere auf seine nachhaltigen Kernkompetenzen Fleisch und Gemüse sowie auf Lebensmitteltechnologie und -forschung auf höchstem Niveau.

Sweet

Im Anwendungsbereich der süßen Aromen kreiert Symrise innovative Geschmackslösungen basierend auf einem umfassenden Markt- und Konsumentenverständnis für die Produktbereiche Zucker- und Schokoladenwaren, Kaugummi, Backwaren, Cerealien, Eiscreme und Milchprodukte sowie für den Bereich Health Care. Interdisziplinäre Teams erfüllen mit hoher Kreativität die spezifischen Anforderungen der Kunden. Ein diversifiziertes Produktportfolio bietet den Konsumenten aufregende und einzigartige Geschmackserlebnisse.

NUTRITION

Das Segment Nutrition besitzt Standorte in 23 Ländern und vertreibt seine rund 2.000 Produkte in 89 Ländern. Die Produktpalette des Segments Nutrition teilt sich in vier Anwendungsbereiche auf:

Food

Der Bereich mit seinen Food Ingredients umfasst natürliche, sensorische Produktlösungen wie Geschmack, Textur, Farbe und Funktionalität bei Lebensmitteln und Getränken. Weiterhin bietet der Bereich Produkte für Babynahrung an. Dabei verfügt Diana über eine umfangreiche Rückwärtsintegration bei Gemüse, Früchten, Fleisch und Meeresfrüchten. Im Vordergrund stehen die Aspekte Qualität, Nachverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit.

Pet Food

Hierzu gehören geschmacks- und akzeptanzverbessernde natürliche Produktlösungen für Heimtiernahrung. Zur Weiterentwicklung der sensorischen Produkteigenschaften unterhält der Anwendungsbereich eigene Hunde- und Katzenpanel. Ferner bilden Lösungen für eine verbesserte Produktakzeptanz der Tierhalter einen Entwicklungsschwerpunkt.

Aqua

Im Segment Nutrition wurde der Anwendungsbereich Aqua organisatorisch als eigenständige Business Unit eingegliedert. Aqua entwickelt und produziert nachhaltige Meeresinhaltsstoffe für Aquakulturen in Bezug auf Ernährungsphysiologie und Tiergesundheit.

Probi

In diesem Anwendungsbereich werden künftig alle probiotisch geprägten Aktivitäten gebündelt, die vor allem von der schwedischen Symrise Beteiligung Probi getätigt werden. Probi entwickelt Probiotika für Lebensmittel, Getränke sowie Nahrungsergänzungsmittel mit einem gesundheitsfördernden Zusatznutzen.

SCENT & CARE

Das Segment Scent & Care besitzt Standorte in mehr als 30 Ländern und vertreibt seine rund 15.000 Produkte in 135 Ländern. Scent & Care unterteilt sich in die drei globalen Geschäftsbereiche Fragrance, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules, in denen die Produkte in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:

Fragrance

Unser Kreativ- und Kompositionsgeschäft umfasst die vier globalen Anwendungsbereiche Fine Fragrances, Beauty Care, Home Care und Oral Care. Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Beauty Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Home Care) eingesetzt. Darüber hinaus bietet Symrise die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an (Anwendungsbereich Oral Care). Die Zielsetzung des Geschäftsbereichs ist es, allen Menschen, die sich mit unseren Fragrance-Aktivitäten beschäftigen, "ein besseres Leben durch Duft" zu vermitteln. Der Geschäftsbereich beschäftigt mehr als 70 hochtalentierte und anerkannte Parfümeure mit 14 verschiedenen Nationalitäten, die in 11 Kreativzentren auf der ganzen Welt arbeiten. Ihre kombinierte Erfahrung addiert sich zu mehr als 1.300 Jahren in der Parfümerie.

Cosmetic Ingredients

Symrise ist ein Weltmarktführer auf dem Markt der kosmetischen Premium-Wirkstoffe, von Kosmetikprodukten mit multifunktionalem Nutzen sowie für Sonnenschutz. Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients ist ein anerkannter Innovationsführer, der in den letzten zehn Jahren mit 36 Innovationspreisen für neue Wirkstoffe ausgezeichnet wurde. Im gleichen Zeitraum wurden Patentanmeldungen für zahlreiche neue Wirkstoffe eingereicht. Allein im Jahr 2016 erfolgten 17 neue Patentanmeldungen. Die bei Cosmetic Ingredients hergestellten Produkte werden in Haut- und Haarpflegeprodukten, Sonnenschutzmitteln, Herrenpflegemitteln, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos und Deodorants verwendet. Produkte mit pflegenden Eigenschaften sowie alternative Konservierungsmittel und Farben sind weitere Schwerpunkte des Geschäftsbereichs.

Aroma Molecules

Der Geschäftsbereich umfasst die Anwendungsgebiete Menthols, Special Fragrance & Flavor Ingredients, Sensory & Terpene Ingredients und Fine Aroma Chemicals. Im Anwendungsgebiet Menthols wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals stellen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität her. Diese Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen eingesetzt als auch an Unternehmen der Konsumgüterindustrie und andere Unternehmen der Duft- und Geschmacksstoffindustrie vertrieben. Das Anwendungsgebiet Sensory & Terpene Ingredients umfasst das 2016 erworbene und integrierte US-Unternehmen Renessenz LLC mit seinen terpen-basierten Produkten, die aus erneuerbaren und nachhaltigen Rohstoffen gewonnen werden.

Mit der Veräußerung der Pinova Inc. wird sich der Geschäftsbereich Aroma Molecules auf seine Kernkompetenzen Fragrance und Sensory Ingredients konzentrieren, die vor allem in der Duft- und Geschmacksstoffindustrie eingesetzt werden. Die Integration des verbleibenden Renessenz Geschäfts erweitert das bestehende Symrise Portfolio, vor allem mit Kühlsubstanzen und Produkten aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen.

MARKT UND WETTBEWERB

MARKTSTRUKTUR

Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmacks- und Duftstoffe (F & F-Markt/ Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2016 nach neuesten Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants (10. Ausgabe aus Dezember 2016) auf 22,3 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsbereichen Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach aktuellen Berichten von TechNavio/Infiniti (Ausgabe Dezember 2016) und Global Industry Analysts (GIA) (Ausgabe 2015) ein Umsatzvolumen von circa 5,2 Mrd. € aufwies. Die Märkte sind in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt weist damit insgesamt eine Größe von 27,5 Mrd. € auf und wächst nach eigenen Schätzungen langfristig durchschnittlich um etwa 3 % pro Jahr.

Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter - inklusive Symrise - zusammen einen Marktanteil von etwa 50 % erreichen.

Für den F & F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt.

Neben den unterschiedlichen lokalen Konsumentenvorlieben und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst: Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmacksstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den sich entwickelnden Märkten durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Bequemlichkeit und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden.

MARKTPOSITION VON SYMRISE

Symrise ist eines der größten Unternehmen der F & F-Branche. Bezogen auf den relevanten Markt von 27,5 Mrd. € beträgt der Marktanteil von Symrise, gemessen am Umsatz des Jahres 2016, rund 11 %. Symrise hat die klassischen Geschäftssegmente um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent & Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Nutrition um Heimtiernahrung und Food Ingredients innerhalb des Geschäftsbereichs Diana. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Produktbereichen dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F & F-Branche gehören.

In einzelnen Marktbereichen nimmt Symrise eine weltweit führende Stellung ein, wie beispielsweise bei der Herstellung von naturidentischem L-Menthol und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter und bei Baby- und Heimtiernahrung.

ZIELE UND STRATEGIE

ZIELE

Wir wollen langfristig unsere Marktposition stärken und die Unabhängigkeit von Symrise sichern. Zugleich sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst. Indem wir unsere Nachhaltigkeitsleistung in den Themenfeldern "Footprint", "Innovation", "Sourcing" und "Care" steigern, verringern wir Risiken und fördern den wirtschaftlichen Erfolg von Symrise.

Marktposition: Unser Umsatz soll währungsbereinigt langfristig mit 5 bis 7 % im Jahr (CAGR) schneller wachsen als der Markt, der im Durchschnitt jährlich um etwa 3 % zulegt. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen.
Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von 19 bis 22 % an.

Die Zielerreichung wird im Kapitel Unternehmensentwicklung näher dargelegt. Wir beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Konzerns.

STRATEGIE

Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Säulen Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.

Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum.
Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Durch die Rückwärtsintegration bei Schlüsselrohstoffen sichern wir uns gleichbleibend hohe Qualitäten in ausreichender Menge und zu fest verhandelten Lieferbedingungen. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität.
Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise außerhalb des traditionellen Geschäfts mit Aromen und Duftstoffen weiter aus. So sichern wir unsere herausragende Marktposition.

Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.

WERTORIENTIERTE STEUERUNG

Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen strategischen Zielwert von durchschnittlich 19 bis 22 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Der Fokus der Unternehmenssteuerung liegt auf diesen finanziellen Steuerungsgrößen. Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen, insbesondere in den Bereichen Umwelt, Beschaffung, Mitarbeiter und Innovation, nehmen einen immer größeren Stellenwert ein.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

LEITLINIEN UND SCHWERPUNKTE

Unsere Strategie in der Forschung & Entwicklung (F & E) zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, F & E sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden-, markt- und nachhaltigkeitsorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F & E an Marketing und Anwendungsbereiche, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung und Fragestellungen im regulatorischen Bereich auf Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeitsaspekte und Rentabilität geprüft. In erheblichem Maße bringen externe Kooperationen und Netzwerke (Open Innovation) zusätzliche Ansätze und Ideen in den Entwicklungsprozess ein. Neben Ideen aus der Open Innovation unterhält Symrise ein enges, globales Projektnetzwerk mit industriellen und akademischen Partnern, das alle Entwicklungsstadien des Innovationsprozesses einschließt. Des Weiteren sind alle F & E-Aktivitäten an den Leitlinien globale Megatrends, Konsumentenbedarf, Kundenanforderungen, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet. Die Aktivierungsquote bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen blieb wie im Vorjahr unwesentlich.

Das Segment Scent & Care konzentriert sich bei seiner F & E-Strategie auf fünf Forschungsplattformen in den Bereichen kosmetische Inhaltsstoffe, Verkapselungs- und Freisetzungssysteme, Grüne Chemie, Schlechtgeruchsmanagement und Mundpflege. Unterstützende Plattformen in den Bereichen sensorischer und analytischer Forschung, natürliche Rohstoffe und Seitenströme, Performance und Rezeptorforschung bilden die Basis für unsere Leistungsfähigkeit und für einen kontinuierlichen Innovationsprozess.

Beispielhafte Forschungsprogramme und Produkteinführungen sind unsere Rückwärtsintegrationsprojekte auf Madagaskar und im brasilianischen Amazonasgebiet mit dem Ziel, qualitativ hochwertige, natürliche Produkte aus nachhaltigem Anbau und unter "Community Development" zu etablieren. So wurden aus Madagaskar qualitativ hochwertige, ätherische Öle auf dem World Perfumery Congress in Orlando vorgestellt, die viel Beachtung und Anerkennung fanden. Weitere Produkteinführungen sind neue Verkapselungstechnologien wie beispielsweise Ambrostar®, das eine neue Benchmark bei der Langlebigkeit setzt, oder SymCap® G2, ein in zweiter Generation formaldehydfreies Produkt mit hervorragender Stabilität, erweiterten Einsatzmöglichkeiten und verbesserter Duftfreisetzung, das den Kundennutzen steigert. Darüber hinaus wurde eine Produktserie fetter Öle bei der In Cosmetics in Paris präsentiert, die im brasilianischen Amazonasgebiet nachhaltig produziert wurde.

Neben umfangreichen Forschungsprogrammen, die auf die spezifischen Innovationsanforderungen der jeweiligen Anwendungsbereiche der Segmente ausgerichtet sind, bestehen bei Symrise ergänzende Programme, die durch die Erweiterung des Kompetenzportfolios Wettbewerbsvorteile generieren. Ein Beispiel dafür ist Beauty+, das durch systematische synergetische Entwicklung einen Mehrwert bei aktiven kosmetischen Inhaltsstoffen und Düften oder Mundpflegelösungen schafft. Ein weiteres Beispiel ist die ethnische Haarpflege: Unser kürzlich in São Paulo, Brasilien, eröffnetes Hair Care Innovation Centre stellte 2016 auf der In Cosmetics Brasil erste Produkte für die ethnische Haarpflege und zum Schutz der Haare vor Luftverschmutzung vor.

Durch die intelligente und sich gegenseitig ergänzende Kombination von technischen Innovationen mit der sensorischen Forschung in enger Kooperation mit Diana konnte die Akzeptanz von Produktlösungen zur Überdeckung von Schlechtgerüchen bei Heimtierfutter verbessert werden.

In den Segmenten Flavor und Nutrition werden auf der Basis verschiedener Technologieplattformen folgende Themenschwerpunkte mit besonderem Nachhaltigkeitsfokus bearbeitet:

Formulierungstechnologien für Aromen mit verringertem Energieverbrauch, höherer Verwendungssicherheit und verbessertem Leistungsprofil.
Durch Datenanalyse und Rechenmodelle gestützte Entwicklungs- und Fertigungsrezepturen für die Produktion von Aromenlösungen mit optimierter Rohstoffauswahl und verringertem ökologischen Fußabdruck.
Entwicklung neuer und verbesserter Verfahren zur Nutzung von wertvollen natürlichen Ressourcen unter Einbeziehung von Biokatalyse und Fermentationstechnologien bei gleichzeitiger Reduktion von Abfall- und Nebenströmen mit Unterstützung durch Lebenszyklusanalysen.
Untersuchung und Verbesserung ausgewählter nachwachsender Rohstoffströme wie zum Beispiel Vanille oder Zwiebeln durch Optimierung der Kultivierung, der Ernte, des Transports und der Lagerung. Auswahl überlegener Sorten, unterstützt durch chemische und biologische Analysemethoden sowie zeit- und ortsnahe Bestimmung von Qualitätsparametern zur Vermeidung von Verlusten.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das nachhaltige Design von natürlichen und deklarationsfreundlichen Produktlösungen mit exzellenten sensorischen Eigenschaften. Im Berichtsjahr wurde die Kreationskompetenz durch neu erarbeitete, statistisch basierte Modellrechnungen zur Optimierung von Rezepturen auf der Grundlage von analytischen Daten und sensorischen Ergebnissen wesentlich erweitert. Dabei ist diese Methode vor allem für die Kombination und Optimierung von sensorisch komplexen natürlichen Rohstoffen zur Erhöhung der sensorischen Präferenz geeignet. Parallel dazu findet eine systematische Weiterentwicklung landwirtschaftlich basierter Rohstoffe im Anwendungsbereich Diana Food statt.

Gemeinsam mit Diana Pet Food werden umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Entwicklung und Optimierung von Aromasystemen und -technologien für Futterbausteine zur Erhöhung der Akzeptanz durch Heimtiere durchgeführt. Hierbei konnte in Kooperation mit der Firma B.R.A.I.N. AG in Zwingenberg, Deutschland, erstmals ein neues, patentgeschütztes Zellmodell zur Identifizierung von spezifischen, die Präferenz von Katzen erhöhenden Stoffen entwickelt werden.

Im Fokus der Forschungsaktivitäten stehen darüber hinaus Aromasysteme und Technologien zur Erhöhung des gesundheitlichen Mehrwerts von Lebensmitteln, zum Beispiel proteinreiche Lebensmittel sowie Lebensmittel mit reduziertem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt. So konnten im vergangenen Jahr neue oder neuartige Aromenlösungen zur Verbesserung zucker-reduzierter Getränke eingeführt werden. Zusätzlich wurde die Plattform für Aromastoffe und Lösungen erweitert, die den unangenehmen Geschmack bestimmter Lebensmittelinhaltsstoffe, wie zum Beispiel pflanzlicher Proteine, reduzieren können.

Der erfolgreiche Verbund von klassischen Werkzeugen der Analytik, Sensorik, Synthese, Lebensmitteltechnologie und Prozesstechnik mit neuen und erweiterten instrumentellen, biologischen und biotechnologischen Methoden und Verfahren (Rezeptorbiologie, Biotransformation, neue Enzyme, Metabolomics, DNA-Fingerprinting) sowie von Verfahren, die sich auf Chemoinformatik/Bioinformatik stützen, wird immer mehr der Schlüssel zum Erfolg. Hierbei konnten beispielsweise durch "in silico screening" und Struktur-Wirkungsbeziehungen (TasteCycle® ) neue Strukturen im Bereich der Aromastoffe mit geschmacksmodulierenden Eigenschaften identifiziert werden. Eine tragende Rolle spielt auch die statistische Analyse, Auswertung und Planung von Experimenten zur Entwicklung und Optimierung von nachhaltigen Prozessen und Aromakompositionen ("Design of Experiments", DoE).

ORGANISATION

Die drei Segmente von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F & E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für alle Segmente verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Weltweit bestehen mehrere F & E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten der Segmente optimal zu unterstützen. Die Aktivitäten der Forschung des Segments Scent & Care in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf die Erforschung von Duft- und Kosmetikwirkstoffen sowie auf die Umsetzung der Prinzipien aus der grünen Chemie in der Entwicklung von Duftstoffen sowie kosmetischen Inhaltsstoffen. Die Forschung des Segments Flavor in Holzminden setzt die Schwerpunkte auf die Entwicklung natürlicher Aromastoffe beziehungsweise natürlicher - inklusive biotechnologischer - Prozesse zur Generierung dieser Stoffe, auf nachhaltige Rohstoffbeschaffung sowie effektive Formulierungstechnologien. Darüber hinaus liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für die Anwendung in Lebensmitteln. Entwicklung und Anwendungstechnik für die Segmente befinden sich außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich) und São Paulo (Brasilien). Der Hauptteil der F & E-Aktivitäten für das Segment Nutrition (Pet Food und Food) ist in Frankreich angesiedelt. Entwicklungsschwerpunkte im Segment Nutrition sind unter anderem die Entwicklung von Produktlösungen für Lebensmittel und Getränke zur bewussten Ernährung sowie die Akzeptanzverbesserung von Heimtiernahrung, insbesondere bei der Ernährung von Katzen.

Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen ist hier beispielsweise die Präsentation zu nachhaltiger Chemie ("Grüne Chemie") auf der Green and Sustainable Conference, Berlin, und der 6th International IUPAC Conference on Green Chemistry in Mestre, Italien. Symrise war der "No1 Player" auf dem World Perfumery Congress 2016 in Miami, USA, und belegte durch Plenumsvorträge das zentrale Thema Nachhaltigkeit klar als Industrieführer. Ergebnisse aus angewandter und kosmetischer Forschung wurden durch mehrere Beiträge bei der 24. IFSCC (International Federation of Societies of Cosmetic Chemists) Tagung in Orlando, Florida, USA, vorgestellt, wobei zwei Beiträge in der Top10 Award List ausgezeichnet wurden. Weitere Forschungsbeiträge bei der International Anti-Aging Conference in London und beim renommierten Jean-Paul Marty Symposium in Paris zum Einfluss der Umweltverschmutzung auf die Hautalterung und den Schutz durch neue Symrise Produktkonzepte stießen auf hohes Interesse bei den wissenschaftlichen Experten. Auf der wichtigen Wartburg-Konferenz für Aromaforschung wurden die neuesten Ergebnisse zu natürlichen, Umami-Geschmack erzeugenden Stoffen vorgestellt. Im Rahmen der FEMA-Konferenz zur Nachhaltigkeit im Oktober 2016 wurde unsere langjährige Kooperationspartnerin im Bereich Bioaktivität von Aromastoffen, Frau Prof. Dr. V. Somoza von der Universität Wien, mit dem FEMA-Preis "Excellence in Flavor Research" ausgezeichnet.

Auch 2016 wurde die Symrise Forschung bei internationalen Messen für seine hohe Innovationskraft mit Preisen bedacht. Gleich zwei Preise erhielt Symrise bei der PCHI China für neue Produkte für die empfindliche Haut. Bei der In Cosmetics Paris wurde die Symrise Kosmetikforschung ebenfalls mit zwei Preisen für einen nachhaltig aus Seitenströmen hergestellten antimikrobiellen Wirkstoff sowie für ein neues Produktkonzept zur Verhinderung von Hautalterung, verursacht durch Umweltverschmutzung, ausgezeichnet.

Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die NBank (Förderbank für Niedersachsen) oder andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden. Dabei spielen Themen im Bereich Nachhaltigkeit, Rohstoffsourcing, Verbesserung sowie gesundheitlicher Mehrwert von Lebensmittelinhaltsstoffen eine wesentliche Rolle. Zudem ist Symrise assoziierter Partner in dem vom BMBF im Jahr 2015 genehmigten Cluster-Projekt "Nutriact" der Region Berlin-Brandenburg, das sich mit modernen wissenschaftlichen Ernährungskonzepten beschäftigt. Im Rahmen einer Förderung des Forschungskreises der Ernährungsindustrie ist Symrise führender Partner in einem Projekt zur Identifizierung und Verminderung des Schlechtgeschmacks von pflanzlichen Proteinen. Weiterhin konnten im Rahmen des seit 2011 zu gleichen Teilen von der österreichischen Christian-Doppler-Gesellschaft und der Symrise AG geförderten Kooperation an der Universität Wien Aromastoffe identifiziert und validiert werden, die durch Einsatz in Lebensmittelkonzepten zur Vermeidung von Übergewicht wertvolle Beiträge liefern können (Symslim®).

Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert und unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten, Nachhaltigkeitsparameter und des Ressourceneinsatzes enthält. Darüber hinaus wurde im Jahr 2015 ein Bewertungssystem zur Ermittlung der Nachhaltigkeit von Projekten und daraus resultierenden Produkten und Prozessen erarbeitet und eingeführt.

Neben einer hohen Zahl eingereichter Patente - im Jahr 2016 wurde mit 48 neuen Anmeldungen die bislang höchste Anzahl in der Unternehmensgeschichte erreicht - wird zur Messung der Innovationsergebnisse und -qualität eine externe IP- (Intellectual Property) Bewertung mit einbezogen. Der Patent Asset Index™ von Patentsight® dient der Evaluierung der globalen Abdeckung und Wettbewerbskraft. Das IP-Portfolio von Symrise ist weiterhin das wettbewerbsfähigste der gesamten Branche. Mit einem Anteil von rund 25 % am IP-Index liegt Symrise deutlich über seinem Marktanteil.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWAND

Die Gesamtaufwendungen für F & E beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 186 Mio. € (Vorjahr: 170 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,4 % am Umsatz (Vorjahr: 6,5 %). Die Ausgaben für F & E sollen sich auch zukünftig auf diesem Niveau bewegen, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken.

ANZAHL DER MITARBEITER NACH SEGMENTEN

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31. Dezember 2015 31. Dezember 2016 Veränderung

in %
Flavor 3.069 3.164 + 3
Nutrition 2.043 2.295 + 12
Scent & Care 2.299 2.562 + 11
Corporate Funktionen und Services 890 923 + 4
Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) 8.301 8.944 + 8
Trainees und Auszubildende 147 148 + 1
Gesamt 8.448 9.092 + 8

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer

ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN

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31. Dezember 2015 31. Dezember 2016 Veränderung

in %
Produktion & Technologie 3.895 4.164 + 7
Vertrieb & Marketing 1.839 2.053 + 12
Forschung & Entwicklung 1.538 1.577 + 3
Verwaltung 641 748 + 17
Servicegesellschaften 388 402 + 4
Gesamt 8.301 8.944 + 8

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende

MITARBEITER

STRUKTUR DER BELEGSCHAFT

Der Symrise Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2016 weltweit 8.944 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Trainees und Auszubildende). Im Vergleich zum Vorjahresultimo (31. Dezember 2015: 8.301) entspricht dies einem Anstieg um 643 Mitarbeiter. Am größten war die Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Segment Scent & Care, in dem 29 % aller Beschäftigten im Konzern arbeiten (+ 263 Mitarbeiter), vor allem bedingt durch die Akquisition der Renessenz LLC als Teil der Pinova Gruppe in den USA. 35 % der Mitarbeiter entfallen auf das Segment Flavor, 26 % auf das Segment Nutrition. Hier hat sich die Zahl der Beschäftigten 2016 ebenfalls deutlich erhöht (+ 252 Mitarbeiter), vor allem bedingt durch die Akquisition der Nutraceutix Inc. durch die schwedische Probi AB. Rund 10 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt, die auch in geringem Umfang Dienstleistungen für Dritte erbringen, beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit, Umwelt und Logistik. Die Zahl der Auszubildenden und Trainees entsprach mit 148 jungen Menschen (Vorjahr: 147 Auszubildende und Trainees) nahezu dem Vorjahreswert. Sie werden insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Industriekaufmann und Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriemechaniker ausgebildet.

Gegliedert nach Funktionen, ist mit 47 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion & Technologie tätig; hier fand 2016 mit einem Plus von 269 Beschäftigten auch der größte Zuwachs der Mitarbeiterzahl statt. 23 % der Mitarbeiter sind den Funktionen im Vertrieb & Marketing zuzuordnen; 18 % der Beschäftigten sind im Bereich Forschung & Entwicklung tätig.

Von den 8.944 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 29 % an Standorten in Deutschland tätig, in der Region EAME sind es damit insgesamt 50 %. 19 % der Konzernbelegschaft entfallen auf die Region Lateinamerika, 16 % auf Asien/Pazifik und 15 % auf Nordamerika.

In der Altersstruktur der Belegschaft im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 58 %. Die demografische Entwicklung unserer Belegschaft wird von uns regelmäßig beobachtet. Sie wird sich in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 bei etwa 1 bis 2 % der Belegschaft.

39 % der Mitarbeiter des Symrise Konzerns sind bereits zehn Jahre oder länger für das Unternehmen tätig, in Deutschland sind es sogar 68 %. Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2016 mit 1,1 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 4,8 %.

ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN

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31. Dezember 2015 31. Dezember 2016 Veränderung

in %
Deutschland 2.528 2.586 + 2
EAME ohne Deutschland 1.782 1.876 + 5
Nordamerika 952 1.339 + 41
Asien/Pazifik 1.361 1.424 + 5
Lateinamerika 1.678 1.719 + 2
Gesamt 8.301 8.944 + 8

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende

PERSONALSTRATEGIE

Im Jahr 2016 haben wir mit der Durchführung einer Mitarbeiterbefragung einen neuen Impuls für die Weiterentwicklung unserer Personalpolitik gesetzt. An der Befragung beteiligten sich rund 5.400 Mitarbeiter in 10 verschiedenen Ländern - und damit 80 % der Belegschaft. Diese ausgezeichnete Teilnahmequote deutet auf eine hohe Akzeptanz der Mitarbeiterbefragung als unternehmensinternes Kommunikations- und Gestaltungsinstrument hin. Mit dem statistisch aussagefähigen Feedback entwickeln wir unsere Unternehmenskultur weiter.

Der Mitarbeiter-Commitment Index

Ein wichtiges, zentrales Feedback unserer Mitarbeiter kommt in Form des Mitarbeiter-Commitment Index zum Ausdruck.

Dieser Wert spiegelt wider

die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem Arbeitsverhältnis (Zufriedenheit, Wiederbewerbung, Weiterempfehlung)
die Motivation, für Symrise zu arbeiten (Eigenmotivation und Teammotivation), sich mit dem Unternehmen zu identifizieren und für seine Ziele einzusetzen, sowie
das Vertrauen in die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und damit das Vertrauen in die Führung des Unternehmens.

Das Mitarbeiter-Commitment wird als Indexwert auf einer Skala zwischen 0 und 100 statistisch berechnet - ein hoher Indexwert bedeutet auch ein hohes Commitment.

Mit einem Indexwert von 67 hat sich das Mitarbeiter-Commitment gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2012 um 4 Indexpunkte verbessert. Das zeigt: Die Mitarbeiter sind zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens als bevorzugtem Arbeitgeber. Sie haben Vertrauen in die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und schöpfen daraus viel an Motivation für ihre tägliche Arbeit.

Verbesserungspotenziale wurden in folgenden Bereichen identifiziert:

Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung

2017 werden wir die beruflichen Entwicklungs- und Aufstiegschancen bei Symrise gezielt weiterentwickeln. Denn berufliches Weiterkommen, das Lernen und das - bei entsprechender Leistung und Befähigung - Befördert-Werden ist unseren Mitarbeitern besonders wichtig.

Transparenz in der Vergütung

Ein weiteres Schwerpunktthema wird die Stärkung der Transparenz in unseren Vergütungsstrukturen sein. In vielen Ländern sind wir an Tarifverträge gebunden; über die Tarifverträge hinausgehend sorgen unsere Job Grade-Konzepte in den verschiedenen Ländern für eine Struktur der außertariflichen Vergütung. Bonussysteme mit einer leistungs- und erfolgsbezogenen variablen Vergütungskomponente runden die Teilhabe am Unternehmenserfolg ab.

Durch Schulung der Führungskräfte wollen wir die Kenntnis unserer Vergütungssysteme fördern und die Führungskräfte in die Lage versetzten, den Mitarbeitern Vergütungsentscheidungen besser zu erläutern.

Ausbildung

Eine Stärke von Symrise liegt in der Aus- und Weiterbildung; jährlich wenden wir weltweit rund 3 Mio. € für Trainings- und Personalentwicklungsmaßnahmen auf.

Im Jahr 2016 wurden rund 350 - davon 160 interne und 190 externe - Trainings organisiert, an denen 1.516 Mitarbeiter teilnahmen. Weltweit belief sich die Gesamtstundenzahl für Trainings auf rund 48.450 Stunden. Zu den Trainingsinhalten zählten auch praxisnahe Workshops für Führungskräfte, die die gewonnenen Erkenntnisse an ihre Teams weitergeben. Einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt bildete dabei das Thema Nachhaltigkeit.

Darüber hinaus haben wir in Deutschland verstärkt in die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte investiert. Zum einen haben wir 46 junge Menschen zur Ausbildung eingestellt; zum anderen haben wir in einer gemeinsamen Initiative mit der Agentur für Arbeit fachfremde Arbeitslose zur Produktionsfachkraft Chemie ausgebildet. Diese Ausbildung erstreckt sich über etwa zwei Jahre. Im Juni 2016 haben 16 Personen die Ausbildung mit einer Prüfung abgeschlossen, weitere 15 Personen sind noch in der Ausbildung und werden diese 2017 abschließen. Damit bereiten wir uns konsequent auf den demografischen Wandel vor. Daneben bieten wir Englischkurse für unsere Produktionsmitarbeiter an, um sie mit internationalen Arbeitsanweisungen vertraut zu machen. Zum 31. Dezember 2016 waren an unseren deutschen Standorten insgesamt 147 Auszubildende und Trainees beschäftigt. Das entspricht einer Ausbildungsquote von rund 5,5 %.

In unserer Flavoristen- und Parfümeurs-Schule bilden wir Spitzenkräfte aus, die schnell und sehr erfolgreich in unserer Produktentwicklung eingesetzt werden können. Darüber hinaus bestehen in Kooperation mit Hochschulen, Akademien und Instituten für unsere Mitarbeiter vielfältige Möglichkeiten, berufsbegleitend einen Bachelor- oder Masterstudiengang bis hin zur Promotion zu absolvieren. Diese Maßnahmen werden regelmäßig von Symrise unterstützt.

Gesundheitsmanagement und demografischer Wandel

Das Gesundheitsmanagement hat sich 2016 weiterhin intensiv mit der im Arbeitsschutzgesetz verankerten Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen beschäftigt. Nachdem 2015 zunächst die operativen Bereiche und anschließend die Laboratorien einbezogen wurden, lag der Fokus 2016 hauptsächlich auf der Beurteilung der Bürotätigkeiten bei Symrise.

Mit Hilfe einer Checkliste wurden die Mitarbeiter zu den Themenfeldern "Handlungsspielraum, Zeitdruck, konfliktäre Anforderungen, Zusammenarbeit und Führung, Arbeitsumgebung und demografische Aspekte" befragt. Die Abteilung Arbeitssicherheit begleitete den Prozess und unterstützte die Führungskräfte dabei, gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zu entwickeln und entsprechend umzusetzen. Da bei den Terminen viele Arbeitsprozesse kritisch hinterfragt und analysiert wurden, leistete die Gefährdungsanalyse zudem einen Beitrag zum Lean Management im Unternehmen.

PERSONALMASSNAHMEN

Vergütung und Tarifverträge

In der Vergütungspolitik folgt Symrise weltweit der Logik, dass dort, wo tarifliche Regelungen bestehen, diese angewendet werden. Für rund 65 % unserer Mitarbeiter weltweit bestehen Tarifverträge. Wo keine tariflichen Regelungen bestehen, also auch im außertariflichen Bereich, wenden wir unser weltweites Job Grade-Konzept an. Damit stellen wir eine marktgerechte, faire Vergütung für alle Mitarbeiter sicher.

In Deutschland wendet Symrise die Entgelttarife der chemischen Industrie an. Entsprechend wurden die Entgelte zum 1. September 2016 um 2,3 % angehoben. Bei der Umsetzung dieser Erhöhung für Symrise haben wir unsere wegweisende Standortsicherungs-Vereinbarung berücksichtigt, die mit einer Gültigkeit bis in das Jahr 2020 Abschläge im Entgelt von 0,7 Prozentpunkten gegenüber dem Flächentarifvertrag vorsieht. Im Oktober 2017 werden die Entgelte nochmals um weitere 1,6 % angepasst.

Darüber hinaus wurde für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tarifbereich in Deutschland eine Beteiligung am Unternehmenserfolg ausgelobt. Leistung soll sich lohnen. Mit dieser Erfolgsbeteiligung wird die überzeugende Leistung am Standort Deutschland honoriert.

In allen Regionen gilt das Symrise Vergütungsmodell, das sogenannte Job Grade-Konzept. Es gliedert sich funktionsbezogen nach der jeweiligen Verantwortung, die im Rahmen eines Aufgabenbereichs übernommen wird, und beinhaltet zudem ein Bonuskonzept. Job Grades machen zum einen Vergütung transparent und nachvollziehbar und zeigen zum anderen Karrieremöglichkeiten im Unternehmen auf. Das Symrise Job Grade-Konzept umfasst eine Fach- und eine Führungslaufbahn und fördert vor allem auch den Wechsel zwischen beiden Entwicklungswegen. Im Jahr 2016 haben wir unser Job GradeKonzept mit einem Kreis von Experten überarbeitet und werden 2017 unsere Führungskräfte und Mitarbeiter mit einer breit angelegten Kommunikationskampagne und Trainingsmaßnahmen informieren.

Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter sogenannter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt.

Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von rund 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie mit fest definierten Abschlägen von 0,7 Prozentpunkten pro Jahr bis 2020. Die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen und damit die Sicherung der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eine wesentliche Säule unserer Personalpolitik. Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung ist dabei die Rückführung dieser wettbewerbssteigernden Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.

Wirtschaftsbericht

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Das Wachstum der Weltwirtschaft war 2016 insgesamt verhalten. Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2017 erhöhte sich die globale Wirtschaftsleistung um 3,1 %, nach einem Plus von 3,2 % im Vorjahr. Der Zuwachs in den Industrieländern verlangsamte sich von 2,1 % im Jahr 2015 spürbar auf 1,6 % im Jahr 2016, wobei nach einer schwachen ersten Jahreshälfte vielfach ein Anziehen der Konjunktur im zweiten Halbjahr - vor allem in den USA -zu beobachten war. Die Entscheidung Großbritanniens im Juni 2016, aus der Europäischen Union (EU) auszuscheiden, führte bislang noch nicht zu der erwarteten wirtschaftlichen Abschwächung. Trotz einer extrem expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) blieben die Wachstumskräfte im Euroraum wenig ausgeprägt (+ 1,6 %). Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm 2016 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % zu, angetrieben vor allem durch die Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates.

Das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern belief sich 2016 - wie schon im Vorjahr - auf durchschnittlich 4,1 %. Mit einer Zuwachsrate der Wirtschaftsleistung von 6,3 % blieb Asien die weltweit expansivste Region, insbesondere China (+ 6,7 %) und Indien (+ 6,6 %). Demgegenüber befinden sich Argentinien und Brasilien in der Rezession. Russland wird weiterhin von dem Embargo belastet, das aufgrund der Ereignisse auf der Krim und in der Ostukraine ausgesprochen wurde. Die türkische Wirtschaft leidet unter den Auswirkungen der politischen Turbulenzen im Lande, was beispielsweise den Tourismus fast vollständig zum Erliegen brachte.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:

In den entwickelten Märkten haben konjunkturelle Schwankungen kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse - beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt - abdecken.
Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care.
In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmacks- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung.
Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte.

Im Geschäftsjahr 2016 profitierte Symrise von der bereits erreichten guten Marktposition in den Emerging Markets und einem breit diversifizierten Kundenportfolio.

ENTWICKLUNG WESENTLICHER ABSATZMÄRKTE

Der für den Symrise Konzern relevante Markt wächst nach eigenen Schätzungen langfristig um 3 % im Jahr. 2016 lag das globale Marktvolumen bei 27,5 Mrd. €. In den Marktbereichen Geschmacks- und Duftstoffe sowie Aromachemikalien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ähnliche Entwicklungen verzeichnet.

PREISENTWICKLUNG UND VERFÜGBARKEIT DER ROHSTOFFE

Symrise setzt in der Produktion rund 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von Bedeutung sind beispielsweise natürliche Vanille und Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral -und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette ihren Einsatz finden. Im Rahmen der Integration der Renessenz LLC wurden der Rohstoffpalette für Fragrance im Jahr 2016 eine hohe Anzahl neuer, nachhaltig produzierter Rohstoffe auf Basis von Crude Sulphate Turpentinen (CST) und Gum Turpentinen (GT) hinzugefügt. Generell entfallen jedoch auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen sind die Beschaffungskosten im Berichtszeitraum weiter moderat gesunken. Gegenläufig wirkten sich jedoch die für die Region EAME anhaltend unvorteilhafte Entwicklung des USD/EUR-Wechselkurses sowie signifikante Preissteigerungen bei Vanille und zitrus-basierten Rohstoffen wie Saftkonzentraten und Schalenextrakten aus. Auch bei wichtigen natürlichen Ölen, die bei der Herstellung von Duftkompositionen und Mundpflegeprodukten eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und Kostensituation 2016 verschärft. Für den Großteil der Basischemikalien, zum Beispiel Lösungsmittel, hat sich die Versorgungssituation gegenüber dem Vorjahr dagegen weiter entspannt.

Insgesamt sind die Preise für chemische Rohstoffe im Geschäftsjahr 2016 für das Segment Scent & Care geringfügig gesunken, für die Segmente Flavor und Nutrition dagegen deutlich gestiegen. Bei natürlichen Rohstoffen ergaben sich durch das wechselhafte Marktumfeld, regulatorische Anforderungen, wie beispielsweise die EU-Richtlinie zu natürlichen Materialien, sowie Witterungseinflüsse auf die Ernten deutliche Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Die Versorgungssicherheit bei wichtigen Produkten wird zum einen durch die Integration der Produkte von Renessenz LLC erhöht, zum anderen betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration, das heißt unter Einbeziehung der lokalen Bauern auf Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille.

Im Rahmen der fortgesetzten Integrationsaktivitäten der Diana Gruppe im Jahresverlauf 2016 wurden auch die Einkaufsaktivitäten durch mehrere Aktionen wie den gemeinsamen Einkauf von Rohstoffen und gegenseitigem Insourcing optimiert. Dadurch konnten sowohl die Liefersicherheit dauerhaft erhöht als auch Kostenvorteile in der Rohstoffbeschaffung realisiert werden.

POLITISCHE UND REGULATORISCH E RAHMENBEDINGUNGEN

Produkte des Segments Flavor kommen insbesondere in Nahrungsmitteln, in Getränken sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die Produkte der Anwendungsbereiche Food und Probi des Segments Nutrition werden in den gleichen Bereichen eingesetzt. Darüber hinaus liefert der im Segment Nutrition angesiedelte Anwendungsbereich Pet Food Produkte für den Heimtier-Futtermarkt.

Laut einer EU-Richtlinie mussten ArzneimittelherstelIer bis März 2016 ihre Hilfsstoffhersteller einer Risikobewertung unterziehen. In die Bewertung floss neben der Verwendung des Hilfsstoffs auch das Qualitätsmanagement des Herstellers ein. Als Ergebnis wurde ein angepasstes GMP (Good Manufacturing Practise) formuliert. Davon waren auch Aromen in pharmazeutischen Anwendungen betroffen. Die notwendigen Maßnahmen zur Umsetzung der Richtlinie wurden von Symrise fristgerecht durchgeführt.

Zum 14. Dezember 2016 wurde in der EU die Nährwertkennzeichnung für Lebensmittel verpflichtend. Auch wenn für Symrise im B2B-Geschäft diese Anforderung nicht bindend ist, hat Symrise seine Datenbanken frühzeitig angepasst, um entsprechende Kundenanfragen beantworten zu können. Ferner ist in Thailand eine Zutatendeklaration auf den Etiketten ab dem 4. November 2016 erforderlich. Auch diese Neuerung wurde fristgerecht in den IT-Systemen von Symrise umgesetzt. Darüber hinaus wurde in den USA der Food Safety Modernization Act sukzessive erweitert. Unter anderem sind dazu Erneuerungen der Registrierungen von Produktionsstätten außerhalb der USA nötig, die Symrise entsprechend vorgenommen hat. Schließlich hat Symrise im Zuge eines optimierten Energiemanagements Energieaudits in verschiedenen europäischen Gesellschaften gemäß der Richtlinie ISO 50001 erfolgreich absolviert.

Die Überwachung der behördlichen Vorgaben bildete auch im Jahr 2016 einen Tätigkeitsschwerpunkt zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen im Segment Scent & Care. Das Tempo der Veränderungen hat sich sogar noch beschleunigt, da weitere Länder Ergänzungen ihrer chemischen Inventare vorgenommen haben und die Kontrollmaßnahmen besondere Sorgfalt erfordern, um die Erfüllung der Anforderungen auf allen Ebenen des Entwicklungsprozesses sicherzustellen.

Im Jahr 2015 wurde das Übereinkommen zum Nagoya-Protokoll über den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile in europäisches Recht umgesetzt. Damit hat eine neue Dimension der Compliance Einzug in unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gehalten. Symrise verfolgt die Entwicklungen in diesem Bereich aufmerksam und arbeitet mit Nicht-Regierungs-Organisationen zusammen, die auf diesem Gebiet über praktisches Know-how verfügen, um die fortdauernde Einhaltung der Anforderungen zu gewährleisten.

Im Bereich Global Regulatory wurde die Implementierung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung auch 2016 fortgeführt, um die Herausforderung zu bewältigen, unseren globalen Kunden einen immer besseren Service zu bieten.

Das Umfeld der weltweiten Registrierung und Regulierung von Chemikalien verändert sich signifikant. Schwellenländer führen eigene Gesetzgebungen ein, die sich an der europäischen REACH-Verordnung orientieren. Dadurch nimmt die Komplexität für unsere globalen Kunden zu, die an weltweit anwendbaren Formeln interessiert sind. Die direkte und indirekte Einflussnahme über Handelskammern auf die Umsetzung solcher Programme in diesen Regionen bleibt daher von hoher Bedeutung. Die regulatorischen Umsetzungen beispielsweise in Brasilien, Indien und Südafrika sind so unterschiedlich, dass sie keinen standardisierten Ansatz erlauben, sondern ein individuelles Management und eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden in den jeweiligen Ländern erfordern.

Im Segment Scent & Care werden Parfümöle und Wirkstoffe hauptsächlich für die kosmetische Industrie und für Haushaltsprodukte hergestellt. Eine Hauptaktivität bestand im Jahr 2016 für Symrise in der neuen Registrierung oder der Aktualisierung registrierter Stoffe wichtiger Produkte beziehungsweise Rohstoffe gemäß der Europäischen Chemikalienverordnung REACH: Insgesamt wurden für mehr als 30 Stoffe neue und aktualisierte Dossiers bei der Europäischen Chemikalien-Agentur (ECHA) eingereicht. Für weitere circa 100 Stoffe sind die Registrierungsdossiers in der Vorbereitung und werden bis Mai 2018 eingereicht.

DIFFERENZIERTE AUSWIRKUNGEN AUF SYMRISE

Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung grundsätzlich eine große Rolle. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung. Die große Zahl von Ländermärkten, in denen Symrise tätig ist, und die unterschiedlichen Produktmärkte wirken sich allerdings im Konzern risikomindernd aus.

Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.

Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln bis hin zu Baby- und Heimtiernahrung, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik, durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.

UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

AKTUELLE ENTWICKLUNGEN IM KONZERN

Veränderungen im Portfolio

Am 7. Januar 2016 hat Symrise die bereits im Vorjahr bekanntgegebene Akquisition der Pinova Gruppe, USA, mit einem Transaktionsvolumen von 412 Mio. USD erfolgreich abgeschlossen. Die Pinova Gruppe ist ein führender Anbieter von Inhaltsstoffen aus natürlichen und erneuerbaren Rohmaterialien, die vor allem in der Herstellung von Parfüms und Duftstoffen sowie von Mundpflegeprodukten eingesetzt werden. Mit dem Erwerb hat Symrise seine Rohstoffpalette bei Duftstoffen substantiell ausgebaut und damit insbesondere seine Wettbewerbsfähigkeit bei der Kreation von Parfümkompositionen gestärkt. Zudem erweitert das Unternehmen die Vorwärtsintegration bei Menthol um sogenannte Kühlsubstanzen, die verstärkt in Kombination mit mentholbasierten Produkten eingesetzt werden.

Bereits am 6. Januar 2016 hat Diana Naturals SAS, Frankreich, die ebenfalls im Vorjahr angekündigte Transaktion über den Erwerb von 60 % der Anteile an der Scelta Umami Holding BV, der Muttergesellschaft der operativen Gesellschaft Scelta Umami BV, beide mit Sitz in den Niederlanden, erfolgreich abgeschlossen. Scelta Umami ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von Pilzkonzentraten und ergänzt damit das Produktportfolio im Segment Nutrition. Der Kaufpreis belief sich auf 8,2 Mio. €.

Im Mai 2016 hat der Geschäftsbereich Diana das Unternehmen Nutra Canada übernommen. Die aus der Provinz Quebec stammende Firma ist spezialisiert auf die Herstellung von Frucht- und Pflanzenextrakten mit einem funktionalen Zusatznutzen. Der Kaufpreis belief sich auf 4,3 Mio. €.

Die Symrise Beteiligung Probi AB, ein Entwickler und Hersteller von Probiotika mit Sitz in Schweden, hat im Juni 2016 durch ihre amerikanische Tochtergesellschaft Probi USA Inc. eine Vereinbarung über den Erwerb des Probiotika-Herstellers Nutraceutix unterzeichnet. Der vorläufige Kaufpreis beläuft sich auf 106,5 Mio. USD. Die Transaktion wurde planmäßig am 3. Oktober 2016 abgeschlossen. Mit dieser Akquisition baut Probi seinen Marktanteil in Nordamerika, dem größten und am schnellsten wachsenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel, weiter aus.

Im Zuge der kontinuierlichen Portfoliooptimierung hat sich Symrise im vierten Quartal 2016 entschlossen, die Industriesparte der erworbenen Pinova Gruppe wieder zu veräußern. Die unter der gleichnamigen Marke Pinova operierende Einheit mit Produktlösungen für technische Anwendungen wie Klebstoffe, Farben, Lacke, Reifen- und Bauindustrie wurde von DRT (Dérivés Résiniques et Terpéniques), ein auf die Weiterverarbeitung von aus Pinienholz gewonnenem Harz und Terpentin spezialisiertes französisches Unternehmen, übernommen. Der vorläufige Verkaufspreis beläuft sich auf 140,5 Mio. USD. Der anteilige Umsatz für 2016 betrug 99,9 Mio. USD. Die Transaktion wurde am 9. Dezember 2016 abgeschlossen. Die Industrieanwendungen weisen nur bedingt Anknüpfungspunkte zum Kerngeschäft von Symrise auf. Auf spezifische Rohstoffe aus erneuerbaren Quellen hat sich Symrise weiterhin Zugriff gesichert. Im Rahmen einer Lieferkooperation werden DRT und Symrise künftig eng zusammenarbeiten.

Die einstigen Renessenz Aktivitäten aus der Übernahme der Pinova Gruppe führt Symrise unverändert fort. Diese wurden im abgelaufenden Geschäftsjahr vollständig in den Geschäftsbereich Aroma Molecules integriert.

Ausgezeichnet nachhaltig

Am 25. November 2016 wurde Symrise im Rahmen des neunten deutschen Nachhaltigkeitstages als eines der fünf nachhaltigsten Großunternehmen in Deutschland ausgezeichnet. Das Unternehmen beeindruckte die Juroren vor allem mit seinem systematischen Nachhaltigkeitsmanagement, fortlaufenden Verbesserungen sowohl in der Lieferkette als auch im eigenen Betrieb, sowie seinen Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität. Die Nachhaltigkeitspreise wurden in insgesamt elf Kategorien an Unternehmen unterschiedlicher Größen sowie Kommunen und Forscher verliehen. Die Auszeichnung ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Die Jury ist unter anderem mit Wissenschaftlern und Vertretern des NABU - Naturschutzbund Deutschland e. V. - und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) e. V. prominent besetzt.

Symrise, Unilever und GIZ schließen Partnerschaft mit Save the Children

Im vierten Quartal 2016 haben Symrise, Unilever und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH eine Partnerschaft mit Save the Children geschlossen und wollen damit die Lebensgrundlage für die Vanillebauern in der Region Sava, Madagaskar, verbessern. Die Entwicklungspartnerschaft wird zum Teil von develoPPP.de, einem Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), finanziert.

Die Initiative ist auf drei Jahre angelegt und zielt darauf ab, einige der komplexen sozialen und wirtschaftlichen Zwänge aufzulösen, die die in der Vanille-Lieferkette beschäftigten Menschen und ihre Familien von Generation zu Generation in einem Zyklus der Armut gefangen halten. Die Initiative unterstützt die Bauern und ihre Gemeinschaften direkt, um ihre Lebensgrundlage zu verbessern, mehr integrative Gemeinschaften zu schaffen und den Kindern der Bauern bessere Chancen geben.

Das Programm soll in über 70 Dörfern 50.000 Menschen in 10.000 Haushalten erreichen. Schätzungsweise 70 % der Menschen in diesen Gemeinden leben unterhalb der Armutsgrenze und leben von sehr instabilen Einkommen.

Verringerung der Umwelteinflüsse durch neues Kraftwerk in Holzminden

Im November 2016 hat Symrise sein neues Kraftwerk in Holzminden nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit in Betrieb genommen und damit einen Meilenstein in der Symrise Energieversorgung gelegt. Das neue Kraftwerk arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und stellt durch die Umstellung von schwefelhaltigem Schweröl auf Erdgas ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Modell dar. Das neue Kraftwerk stößt 35 % weniger CO2 , 80 % weniger Schwefel und 22 % weniger Stickoxide aus. Darüber hinaus wird Symrise über eine Gasturbine ab sofort etwa zwei Drittel des im Werk Holzminden benötigten Stroms selbst erzeugen.

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Der Symrise Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 2.903 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 12 % in Berichtswährung beziehungsweise 16 % währungsbereinigt. Ohne Berücksichtigung der vorgenannten Portfolio-Effekte beträgt das währungsbereinigte Umsatzwachstum 8 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 43 %. Infolge der Akquisitionen im Geschäftsjahr 2016 hat sich dieser Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte verringert, da die Umsätze der akquirierten Unternehmen vorwiegend in den entwickelten Märkten erzielt werden. Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDAN)3 auf Konzernebene erhöhte sich um 9 %, von 572 Mio. € (nicht normalisiert) auf 625 Mio. €. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 21,5 % (nicht normalisierte EBITDA-Marge Vorjahr: 22,0 %).

Der normalisierte Jahresüberschuss 2016 stieg gegenüber dem Vorjahreswert um 19 Mio. € auf 266 Mio. €. Das normalisierte Ergebnis je Aktie beträgt 2,05 € (2015 nicht normalisiert: 1,90 €). Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 vorschlagen, die Dividende von 0,80 € auf 0,85 € je Aktie anzuheben.

3 Im Geschäftsjahr 2016 haben Akquisitions- und Integrationskosten infolge des Erwerbs der Pinova Gruppe das operative Ergebnis beeinflusst. Im Folgenden weisen wir für das Geschäftsjahr 2016 normalisierte Ergebnisse (EBITN, EBITDAN, Jahresüberschuss) aus, die um diese einmaligen Sondereinflüsse bereinigt sind. Eine detaillierte Übersicht der Sondereinflüsse ist auf Seite 55 dieses Berichts zu finden.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 hatten wir die Erwartung geäußert, dass die zu dieser Zeit bestehenden beiden Segmente Flavor & Nutrition und Scent & Care ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktwachstum (etwa 3 %) anstreben.

Für 2016 hatten wir eine EBITDA-Marge von rund 20 % unter den Annahmen erwartet, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2015 verharren und sich die Währungsrelationen im Vergleich zu 2015 nicht deutlich verändern. Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA, sollte infolge der Pinova Akquisition im Jahr 2016 bei etwa 3,0 liegen. Mittelfristig streben wir eine Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.

Zielerreichung 2016

Mit einem Umsatzanstieg von währungsbereinigt 16 %, beziehungsweise 8 % ohne Berücksichtigung der vorgenannten Portfolioeffekte, haben wir unser Umsatzziel deutlich übertroffen. Die EBITDA-Marge von 21,5 % liegt über dem für 2016 erwarteten Wert. Die Nettoverschuldung liegt mit dem 3,1-fachen EBITDA leicht über unserer Prognose.

ERTRAGSLAGE

Umsatz im Konzern

Im Gesamtjahr 2016 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 2.903 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz damit um 12 % in Berichtswährung und um 16 % währungsbereinigt erhöht. Ohne Berücksichtigung von Portfolio-Effekten beträgt das währungsbereinigte Umsatzwachstum 8 %.

Segmente:

Der Umsatz des Segments Scent & Care erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.311 Mio. €. Dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 25 %, der vor allem aus der Akquisition der Pinova Gruppe resultiert. Ohne Pinova beträgt das währungsbereinigte organische Wachstum des Segments Scent & Care 5 %. Das Segment Flavor konnte den Umsatz währungsbereinigt um 10 % auf 1.016 Mio. € steigern. Der Umsatz des Segments Nutrition erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 576 Mio. €, was einem währungsbereinigten Anstieg um 9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zusätzlich bereinigt um die Portfolioeffekte beträgt das organische Wachstum des Segments 10 %.

Regionen:

Der Umsatz in der Region EAME nahm um 6 % (währungsbereinigt: 8 %) zu. Die Region Nordamerika erzielte vor allem durch die Akquisition der Pinova Gruppe einen Umsatzzuwachs von 28 % gegenüber Vorjahr (währungsbereinigt: 28 %). Das Geschäft in der Region Asien/Pazifik entwickelte sich ebenfalls positiv; das Umsatzplus belief sich auf 9 % (währungsbereinigt: 11 %). In der Region Lateinamerika erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 7 % (währungsbereinigt: 29 %).

Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 15 %. Der Anteil dieser Ländergruppe am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2016 bei 43 %. Infolge der Akquisitionen im Geschäftsjahr 2016 hat sich dieser Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte verringert, da die Umsätze der akquirierten Unternehmen vorwiegend in den entwickelten Märkten erzielt werden.

Umsatz Flavor

Das Segment Flavor erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 1.016 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 4 %; währungsbereinigt betrug der Anstieg 10 %. Alle Regionen konnten die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich ausweiten. Allen voran steht die Region Lateinamerika, in der wesentliche Wachstumsimpulse aus den Anwendungsbereichen Sweet und Savory in den Ländermärkten Argentinien und Mexiko kamen.

In der Region Asien/Pazifik zeigten sich insbesondere die Ländermärkte Indonesien, Thailand und Vietnam sehr dynamisch, mit einem deutlichen Anstieg in den Anwendungsbereichen Beverages und Savory. Die Region EAME verzeichnete einen starken Umsatzanstieg in den Ländermärkten Russland, Schweden, Türkei und Spanien. Hier zeichneten sich insbesondere die Anwendungsbereiche Beverages und Sweet durch eine hohe Dynamik aus. In den USA erwiesen sich ebenfalls die Anwendungsbereiche Sweet und Beverages als Wachstumstreiber.

ZIELERREICHUNG 2016

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Ziel zu Beginn des Geschäftsjahres Erreichter Wert
Umsatzwachstum (währungsbereinigt) merklich über dem Marktwachstum von 2 bis 3 % 16 % (ohne Portfolioeffekte 8 %)
EBITDAN-Marge rund 20,0 % 21,5 %
Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen)/EBITDAN bei etwa 3,0 3,1

UMSÄTZE NACH REGIONEN in Mio. €

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in Mio.€ 2015 2016 Veränderung

in %
Veränderung in % währungsbedingt
Lateinamerika 328,1 350,0 7 29
Asien/Pazifik 570,8 622,6 9 11
Nordamerika 571,8 732,3 28 28
EAME 1.131,0 1.198,3 6 8

Umsatz Nutrition

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte das Segment Nutrition einen Umsatz von 576 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 5 %; währungsbereinigt betrug der Anstieg 9 %. Ohne Berücksichtigung der Portfolio-Effekte belief sich das währungsbereinigte organische Umsatzwachstum auf 10 %.

Die größten Wachstumsimpulse im Geschäftsbereich Diana gingen vom Anwendungsbereich Pet Food aus, in dem alle Regionen ihre Umsätze deutlich steigern konnten. Das stärkste Wachstum wurde in Lateinamerika in den Ländermärkten Argentinien, Brasilien und Kolumbien erzielt. Ebenso erfreulich entwickelte sich die Region EAME, vor allem in den Ländermärkten Polen, Frankreich, Italien und der Türkei. Die Umsatzentwicklung im Anwendungsbereich Food hingegen verlief verhalten, vor allem bedingt durch die Veräußerung der CAP (Compagnie Alimentaire Pleucadeucienne) Schweinefleischspezialitäten im vergangenen Jahr. Den größten Anstieg im Anwendungsbereich Food erzielte die Region Nordamerika mit hohen Zuwächsen bei regionalen Kunden.

Der Anwendungsbereich Probi erzielte ebenfalls hohe Wachstumsraten, unter anderem bedingt durch die Akquisition der amerikanischen Nutraceutix durch die schwedische Probi AB.

Umsatz Scent & Care

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte das Segment Scent & Care einen Umsatz von 1.311 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 22 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 25 %. Darin enthalten ist der Umsatz der Pinova Gruppe mit 208 Mio. €. Ohne den Pinova Beitrag hätte das währungsbereinigte organische Wachstum des Segments 5 % betragen.

Alle Geschäftsbereiche des Segments verzeichneten im abgelaufenen Jahr eine positive Geschäftsentwicklung. Am stärksten expandierte der Geschäftsbereich Aroma Molecules, vor allem bedingt durch die Akquisition der Pinova Gruppe. Darüber hinaus erzielte der Geschäftsbereich hohe Zuwächse in den Regionen EAME und Asien/Pazifik, insbesondere bei Menthol und Fine Aroma Chemicals.

Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients erzielte im Jahr 2016 ein gutes, prozentual einstelliges währungsbereinigtes Wachstum, vor allem im Anwendungsgebiet der kosmetischen Wirkstoffe mit globalen und regionalen Kunden insbesondere in den Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika. Besonders ausgeprägt war das Umsatzwachstum in den Ländermärkten China, Japan, Südkorea, Mexiko und Brasilien.

ÜBERLEITUNG SONDEREFFEKTE DER PINOVA AKQUISITION EBITN/EBIT BZW. EBITDAN/EBITDA

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In Mio. € EBIT 2015 EBIT 2016 EBITDA 2015 EBITDA 2016
Normalisierte Darstellung (vor Sondereffekten aus Pinova Akquisition) 395,2 423,3 572,2 625,2
Wertberichtigungen Vorräte - - 4,2 - - 4,2
Integrationskosten - - 14,5 - - 14,5
Summe Sondereffekte - - 18,7 - - 18,7
davon Herstellungskosten - - 10,8 - - 10,8
davon Vertriebskosten - - 2,3 - - 2,3
davon Forschungskosten - - 0,2 - - 0,2
davon Verwaltungskosten - - 9,0 - - 9,0
davon sonstige betriebliche Erträge - 3,5 - 3,5
Nach Sondereffekten aus Pinova Akquisition 395,2 404,6 572,2 606,6

Der Geschäftsbereich Fragrance verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 ebenfalls ein gutes, prozentual einstelliges währungsbereinigtes Umsatzwachstum. Die höchsten Zuwächse erzielte die Region Lateinamerika. Hier konnten alle Anwendungsbereiche ihre Umsätze deutlich ausweiten, vor allem in den Ländermärkten Brasilien, Mexiko, Kolumbien und Argentinien. In den Regionen Asien/Pazifik und EAME zeigten vor allem die Anwendungsbereiche Household und Oral Care eine dynamische Entwicklung. Die höchsten Zuwächse wurden in den Ländermärkten China, Indien, Indonesien und Südkorea beziehungsweise für EAME in Israel, Spanien und Nigeria erzielt.

Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2016 verlief insgesamt erfreulich. Im Rahmen des Erwerbs der Pinova Gruppe sind 2016 Akquisitions- und Integrationskosten in Höhe von 18,7 Mio. € angefallen. Des Weiteren entstand aus der Veräußerung der Pinova Inc. am 9. Dezember 2016 ein Gewinn in Höhe von 3,5 Mio. €. Zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr wird im Folgenden ein um diese einmaligen Effekte bereinigtes Ergebnis (EBITN/EBITDAN) ausgewiesen.

Die Herstellungskosten nahmen 2016 um 15 % auf 1.707 Mio. € zu und stiegen damit, vor allem bedingt durch den höheren Herstellungskostenanteil der Pinova Gruppe, überproportional zum Umsatz. Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 8 % und erreichte 1.196 Mio. € (2015: 1.112 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 41,2 % und lag damit um 1,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahr (42,7 %). Die Vertriebskosten lagen 9 % über dem Vorjahr und beliefen sich auf 467 Mio. € (2015: 427 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist zu großen Teilen auf die Einbeziehung der Pinova Gruppe in den Konzernabschluss zurückzuführen.

KURZFASSUNG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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In Mio. € 2015 2016 normalisiert Veränderung

in %
Umsatzerlöse 2.601,7 2.903,2 12
Herstellungskosten - 1.490,1 - 1.706,9 15
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.111,6 1.196,2 8
Bruttomarge in % 42,7 41,2
Vertriebskosten - 426,9 - 466,5 9
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 169,6 - 186,0 10
Verwaltungskosten - 148,5 - 149,5 1
Sonstige betriebliche Erträge 32,8 31,6 - 4
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 4,2 - 2,5 - 40
Betriebsergebnis/EBIT 395,2 423,3 7

Der Anteil der Vertriebskosten am Konzernumsatz betrug 16,1 %, nach 16,4 % im Vorjahr. Die F & E-Aufwendungen stiegen um 10 % auf 186 Mio. € (2015: 170 Mio. €). Die F & E-Quote lag damit bei 6,4 % (Vorjahr: 6,5 %) des Umsatzes. Die Verwaltungskosten bewegten sich mit 150 Mio. € nahezu auf dem Vorjahresniveau von 149 Mio. €. Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz lag im Berichtsjahr bei 5,1 % und damit unter dem Vorjahreswert von 5,7 %.

Ergebnissituation

Konzern

Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDAN) erhöhte sich 2016 um 9 % auf 625 Mio. € (2015 EBITDA: 572 Mio. €). Die EBITDAN-Marge erreichte im Berichtsjahr 21,5 %, gegenüber einer EBITDA-Marge von 22,0 % im Vorjahr.

Scent & Care

Scent & Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2016 ein EBITDAN von 257,8 Mio. €, das vor allem durch die Einbeziehung der Pinova Gruppe deutlich über dem Vorjahreswert von 231,2 Mio. € (+ 12 %) lag. Die EBITDAN-Marge belief sich auf 19,7 %, gegenüber 21,5 % im Jahr 2015.

Flavor

Das EBITDA des Segments Flavor lag 2016 mit 233,8 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert (2015: 218,9 Mio. €). Die EBITDA-Marge bewegte sich mit 23,0 % auf einem hohem Niveau und ebenfalls deutlich über dem Vorjahr (2015 EBITDA-Marge: 22,3 %).

Nutrition

Das Segment Nutrition erzielte 2016 ein EBITDA von 133,7 Mio. €, was einer Steigerung um 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (2015: 122,0 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte mit 23,2 % ein hervorragendes Niveau und lag damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahr (2015 EBITDA-Marge: 22,3 %).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis 2016 in Höhe von - 45,9 Mio. € hat sich gegenüber dem Ergebnis des Jahres 2015 um 1,6 Mio. € verschlechtert. Einem deutlich positiven Anstieg im Währungsergebnis (+ 7,3 Mio. €) stehen unter anderem eine Abschreibung auf eine Beteiligung im Segment Nutrition in Höhe von 2,2 Mio. € und Zinszahlungen für das Schuldscheindarlehen (5,8 Mio. €) gegenüber. Das Zinsergebnis sank um 4,9 Mio. € von - 44,5 Mio. € auf - 49,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr.

Steuern

Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 97,5 Mio. € (2015: 98,5 Mio. €). Der sich ergebende Steuersatz von 27,2 % ist gegenüber dem Vorjahr (28,1 %) leicht gesunken. Einer ausreichenden steuerlichen Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen.

Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie

Der um Sondereinflüsse bereinigte Jahresüberschuss beträgt 266 Mio. € und liegt damit 19 Mio. € oder 8 % über dem Wert des Vorjahres. Das normalisierte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 0,15 € auf 2,05 € (2015: 1,90 €). Der Jahresüberschuss 2016 inklusive Sondereinflüsse beträgt 253 Mio. €, was einem Ergebnis je Aktie von 1,95 € entspricht.

Dividendenvorschlag 2016

Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 vorschlagen, eine Dividende von 0,85 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Symrise strebt an, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und sie mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.

FINANZLAGE

Finanzmanagement

Grundzüge und Ziele: Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.

Gemäß den Symrise Treasury-Richtlinien wird die Finanzierung des Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Tochtergesellschaften wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu einer großen Anzahl an Banken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.

Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäftes abgeschlossen werden dürfen.

Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management-System implementiert, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow-Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden fallweise gegen Schwankungen abgesichert.

Mit einer Eigenkapitalquote von 36 % zum 31. Dezember 2016 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Finanzierungsstruktur

Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Diese bestehen weiterhin aus den Elementen börsennotierte Anleihen, US Private Placement, KfW Darlehen, Tilgungsdarlehen, bilateralen Bankkrediten sowie der im Mai 2015 neu arrangierten Revolving Credit Facility. Darüber hinaus hat sich der Konzern zur Finanzierung der Akquisition der Pinova Gruppe Liquidität durch die Ausgabe von Schuldscheinen gesichert. Diese haben ein Volumen von insgesamt 500 Mio. € und sind aufgeteilt in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Die erste Zuteilung mit 178 Mio. € ist noch im Jahr 2015 erfolgt, der Restbetrag in Höhe von 322 Mio. € wurde Anfang 2016 ausgezahlt.

Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2016 eingehalten worden.

Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit bestehen bilaterale Kreditlinien in Höhe von 40 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken sollen. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf marktüblichem Niveau.

Cashflow- und Liquiditätsanalyse

ÜBERSICHT CASHFLOW

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In Mio. € 2015 2016
Operativer Cashflow 375,2 338,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 151,4 - 311,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 115,3 1,8
Liquide Mittel (31.12.) 278,2 301,6

Der operative Cashflow lag mit 338,8 Mio. € 36,4 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres von 375,2 Mio. €. Hauptursache war ein Anstieg des Working Capitals, unter anderem durch den Kauf der Pinova Gruppe. Die operative Cashflow-Quote bezogen auf den Umsatz lag bei rund 12 %.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich um 159,6 Mio. € auf - 311,0 Mio. €, dies vor allem durch die Akquisition der Pinova Gruppe, abzüglich des Verkaufserlöses der Pinova Inc. Darüber hinaus beinhaltet der Cashflow aus Investitionstätigkeit die weiteren Akquisitionen Scelta Umami BV, Nutra Canada Inc. und Nutraceutix.

Im Geschäftsjahr 2016 fand per saldo ein Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 1,8 Mio. € statt. Im Vorjahr war ein Mittelabfluss von - 115,3 Mio. € zu verzeichnen. Wesentliche Bestandteile sind die Auszahlung des verbleibenden Teils des Schuldscheindarlehens in Höhe von 321,5 Mio. € sowie übernommene und sofort getilgte Darlehen in Höhe von 154,5 Mio. € im Rahmen der Akquisition der Pinova Gruppe. Ebenso enthalten ist die 2016 ausgezahlte Dividende für 2015 an die Aktionäre in Höhe von 108,2 Mio. €, reguläre Tilgungen von kurzfristigen Bankkrediten in Höhe von 43,8 Mio. € und saldierte Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 38,4 Mio. € (Vorjahr: 32,6 Mio. €). Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch in der Zukunft nicht absehbar. Dem Unternehmen stehen ausreichend Linien zur Verfügung, zum Beispiel im Rahmen der Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €, die im Mai 2016 um ein Jahr prolongiert wurde und Symrise nun bis zum Mai 2021 zugesagt ist. Zum 31.Dezember 2016 war diese Linie mit 5 Mio. € in Anspruch genommen.

Investitionen und Akquisitionen

Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 168 Mio. €, nach 177 Mio. € im Vorjahr.

Für immaterielle Vermögenswerte wurden 17 Mio. € (2015: 47 Mio. €) aufgewendet. Schwerpunkte bildeten hier die Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung (REACH), Investitionen im Bereich Software und Patente sowie die von der Nutraceutix akquirierten Vermögenswerte. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von rund 151 Mio. € getätigt (Vorjahr: 129 Mio. €). Die größten Investitionsprojekte umfassten das neue Kraftwerk in Holzminden, ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Singapur sowie Kapazitätserweiterungen in der Produktion in allen Geschäftsbereichen. Alle Projekte wurden aus laufenden Mitteln finanziert. Zum 31. Dezember 2016 hatte der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 65,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 43,9 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen, Hardware und Büroausstattung. Diese sind größtenteils im Laufe des Jahres 2017 fällig.

Im Januar 2016 hat Symrise die Pinova Gruppe mit Standorten in Brunswick, Colonel's Island (Georgia, USA) und in Jacksonville (Florida, USA) mit einem Transaktionsvolumen von 412 Mio. USD erworben. Die Pinova Gruppe ist ein führender Anbieter von Inhaltsstoffen aus natürlichen und erneuerbaren Rohmaterialien, die vor allem in der Herstellung von Parfüms und Duftstoffen sowie von Mundpflegeprodukten eingesetzt werden.

Ebenfalls im Januar 2016 hat Diana Naturals SAS, Frankreich, einen Kaufvertrag über den Erwerb von 60 % der Anteile an der Scelta Umami Holding BV, die Muttergesellschaft der operativen Gesellschaft Scelta Umami BV, beide mit Sitz in den Niederlanden, geschlossen. Scelta Umami ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von Pilzkonzentraten und ergänzt damit das Produktportfolio in dem Segment Nutrition. Der Kaufpreis belief sich auf 8,2 Mio. €.

Im Mai 2016 hat Diana Food Canada Inc. (Kanada), eine Tochter der Diana Naturals SAS (Frankreich), einen Kaufvertrag über den Erwerb sämtlicher Anteile an der Nutra Canada Inc. (Kanada) geschlossen. Nutra Canada Inc. ist spezialisiert auf Frucht- und Pflanzenextrakte aus natürlichen Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Cranberry oder Spinat. Die Gesellschaft produziert, fördert und vermarktet Trockenpulver und Pflanzenextrakte und ergänzt damit das Portfolio an natürlichen, gesundheitsfördernden Wirkstoffen im Bereich Consumer Health als Teil des Segments Nutrition. Der Kaufpreis belief sich auf 4,3 Mio. €.

Im Oktober 2016 hat Probi USA Inc. (nachfolgend: Probi) im Wege des Erwerbs von Vermögenswerten (sogenannter Asset Deal) den bisher unter dem Namen Nutraceutix geführten Geschäftsbetrieb von TnTGamble, Inc., USA, erworben. Nutraceutix ist mit zwei Standorten in Washington und Colorado, beide USA, einer der größten Produzenten und Zulieferer von Probiotika in Nordamerika mit sowohl US- als auch globalen Kunden (Endkunden und B2B-Kunden). Die Akquisition ermöglicht Probi, mit erheblich vergrößerten Kapazitäten und einer verbesserten Präsenz im Markt beträchtlich zu wachsen. Darüber hinaus hat Probi nun Zugriff auf wichtige neue Technologien und schafft sich so eine starke Plattform für künftiges Wachstum im Segment Nutrition. Der vorläufige Kaufpreis beläuft sich auf 106,5 Mio. €.

Im Zuge der kontinuierlichen Portfoliooptimierung hat sich Symrise im dritten Quartal 2016 entschlossen, die Industriesparte der erworbenen Pinova Gruppe wieder zu veräußern. Die unter der gleichnamigen Marke Pinova operierende Einheit mit Produktlösungen für technische Anwendungen wie Klebstoffe, Farben, Lacke, Reifen- und Bauindustrie wurde von DRT (Dérivés Résiniques et Terpéniques), einem auf die Weiterverarbeitung von aus Pinienholz gewonnenem Harz und Terpentin spezialisiertes französisches Unternehmen, übernommen. Der vorläufige Verkaufspreis beläuft sich auf 140,5 Mio. USD. Die Transaktion wurde am 9. Dezember 2016 abgeschlossen.

Die einstigen Renessenz Aktivitäten aus der Übernahme der Pinova Gruppe führt Symrise unverändert fort. Diese wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig in den Geschäftsbereich Aroma Molecules integriert.

VERMÖGENSLAGE

Ausgewählte Bilanzposten

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 569 Mio. € auf 4.753 Mio. € (31. Dezember 2015: 4.184 Mio. €). Dies resultiert vor allem aus den mit der Akquisition der Pinova Gruppe zugegangenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie aus einem weiteren Ausbau des Working Capitals.

Immaterielle Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag 2016 auf 2.113 Mio. € und lagen damit leicht über Vorjahresniveau (31. Dezember 2015: 2.005 Mio. €); sie entsprachen 44 % der Vermögenswerte. In den immateriellen Vermögenswerten sind Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 1.273 Mio. € (31. Dezember 2015: 1.124 Mio. €) sowie Rezepturen und Technologien, Kundenstämme, Handelsmarken, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 840 Mio. € (31. Dezember 2015: 881 Mio. €) enthalten. Die Sachanlagen betrugen zum Jahresende 2016 857 Mio. € (31. Dezember 2015: 690 Mio. €) und enthalten im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen. Die Vorräte sind im Vergleich zum Bilanzstichtag 2015 um 149 Mio. € auf 680 Mio. € angestiegen (31. Dezember 2015: 531 Mio. €). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde durch die bereits erwähnte Akquisition der Pinova Gruppe und vor allem durch einen weiteren Umsatzanstieg getrieben, der auch zu höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (528 Mio. €, 31. Dezember 2015: 462 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (254 Mio. €, 31. Dezember 2015: 235 Mio. €) zum Bilanzstichtag führte. Die Relation Working Capital zum Umsatz ist gegenüber dem Vorjahresstichtag um 4 %-Punkte auf 33 % gestiegen. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 302 Mio. € (31. Dezember 2015: 278 Mio. €). In Folge des Verkaufs der Pinova Inc. im Dezember 2016 standen am Bilanzstichtag höhere liquide Mittel zur Verfügung, die im Rahmen eines Termingeldes zinstragend angelegt wurden.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist vor allem durch eine weitere Auszahlung des Schuldscheindarlehens und der damit verbundenen Zunahme der Finanzverbindlichkeiten bedingt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten liegen über Vorjahresniveau (1.028 Mio. €, 31. Dezember 2015: 501 Mio. €), wohingegen sich die langfristigen Verbindlichkeiten verringerten (1.993 Mio. €, 31. Dezember 2015: 2.094 Mio. €). Aufgrund des vergleichsweise niedrigeren Zinsniveaus haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 445 Mio. € auf 523 Mio. € erhöht (Zinssatz für Deutschland: 1,6 %, 31. Dezember 2015: 2,4 %).

Das zum 31. Dezember 2016 auf die Aktionäre der Symrise AG entfallende Eigenkapital erreichte 1.672 Mio. € (31. Dezember 2015: 1.568 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2015 wurde im Jahr 2016 eine Dividende von 104 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote inkl. Minderheiten lag zum Stichtag 2016 bei 36,4 % (31. Dezember 2015: 38,0 %).

Nettoverschuldung

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In Mio. € 2015 2016
Finanzverbindlichkeiten 1.409,3 1.749,8
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen - 278,2 - 301,6
Nettoverschuldung 1.131,1 1.448,2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 444,6 522,6
Nettoverschuldung inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.575,7 1.970,8

Die Überprüfung der Einhaltung der Kreditvereinbarungen (Leverage Covenants) für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der Vorgaben in den verschiedenen Kreditverträgen. Hierfür wird zur Ermittlung der Leverage Covenants die Nettoverschuldung auf das EBITDAN der letzten 12 Monate bezogen. Danach ergibt sich eine für die Kreditverträge relevante Nettoverschuldung/EBITDAN von 2,3. Der Verschuldungsgrad "Nettoverschuldung einschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen/ EBITDAN" beträgt 3,1.

KAPITALSTRUKTUR

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2015 2016
In Mio. € in % der Bilanzsumme in % der Bilanzsumme Veränderung

in %
--- --- --- --- --- ---
Eigenkapital 1.588,2 38 1.732,2 36 + 9
Kurzfristige Verbindlichkeiten 501,4 12 1.027,9 22 + 105
Langfristige Verbindlichkeiten 2.094,2 50 1.992,7 42 - 5
Verbindlichkeiten 2.595,6 62 3.020,6 64 + 16
Bilanzsumme 4.183,8 100 4.752,8 100 + 14

Wir streben eine Kapitalstruktur an, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten. Unsere ergebnisorientierte Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Daneben soll sichergestellt sein, dass bei passenden Akquisitionsgelegenheiten diese durch eine solide Finanzierungsstruktur begleitet werden können.

An wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge in Höhe von 150,0 Mio. € (2015: 138,5 Mio. €) und Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 65,5 Mio. € (2015: 43,9 Mio. €). Die Symrise AG hat mit verschiedenen Dienstleistern Serviceverträge zur Auslagerung der internen Informationstechnologie geschlossen. Diese Serviceverträge bestanden teilweise bereits in Vorjahren und wurden im Jahr 2016 erweitert. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber diesen Dienstleistern beträgt unter Berücksichtigung von Sonderkündigungsrechten 55,5 Mio. € (2015: 22,7 Mio. €).

NACHHALTIGKEIT

Für Symrise sind wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht deshalb auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir deren Erwartungen und Anforderungen auf und beziehen sie auf allen Wertschöpfungsstufen mit ein, um überzeugende Lösungen zu entwickeln. So schaffen wir Werte für alle unsere Stakeholder.

Die Grundlage unseres Denkens und Handelns bildet der Symrise Wertekanon, der auch unsere Unternehmenskultur bestimmt. Unser Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie. Um diesem Ziel noch mehr Nachdruck zu verleihen, wurde 2016 der neue Verantwortungsbereich des "Chief Sustainability Officers" (CSO) für die Symrise AG geschaffen. Der Vorstand trägt damit der zunehmenden strategischen Bedeutung der Nachhaltigkeitsthemen Rechnung. Diese strategische Bedeutung umfasst sowohl die interne Koordination und innovationsbezogene Ausrichtung der Nachhaltigkeitsziele von Symrise wie auch deren zunehmende Kommunikation nach außen gegenüber Kunden und mit Nachhaltigkeit befassten Institutionen. Weiterhin besteht die Aufgabe des CSO in der Implementierung der Strategie über alle Geschäftsbereiche und Unternehmenseinheiten sowie das zukunftsbezogene Monitoring der Aktivitäten, um eine konsistente Positionierung von Nachhaltigkeitsthemen nach innen und außen sicherzustellen. Der CSO berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.

UNSERE NACHHALTIGKEITSAGENDA

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Footprint Innovation Sourcing Care
Minimierung unseres ökologischen Fußabdrucks entlang der gesamten Wertschöpfungskette Maximierung des sozialen und ökologischen Mehrwerts unserer Produkte Maximierung der Nachhaltigkeit in unserer Lieferkette und bei der Beschaffung von Rohstoffen Schaffen bleibender Werte für unsere Mitarbeiter und unsere Standortgemeinden

Die sukzessive, strategische Integration von Nachhaltigkeit in unsere Kern- und Unterstützungsprozesse verantwortet ein globales, geschäftsbereichsübergreifendes Gremium - das Symrise Sustainability Board. Es setzt sich aus Vertretern des Top-Managements zusammen, definiert gemeinsame Ziele und stellt sowohl die Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen in der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette als auch die Berücksichtigung der Belange wichtiger Anspruchsgruppen sicher. Die Umsetzung der vom Sustainability Board beschlossenen Nachhaltigkeitsziele erfolgt direkt in den Segmenten. Zu diesem Zweck haben Vorstand und Sustainability Board Nachhaltigkeitsverantwortliche für die Segmente Flavor, Nutrition sowie Scent & Care benannt. Die direkte Verantwortung für die Strategie liegt beim Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.

Im Jahr 2016 erhielt Symrise erneut externe Anerkennungen für sein Nachhaltigkeitsengagement. Für den Unternehmensbericht 2014 hatten wir erstmals unsere Nachhaltigkeitsinformationen sowie die Nachhaltigkeitsleistungen gemäß dem AA 1000 Assurance Standard einer externen betriebswirtschaftlichen Prüfung unterzogen. Die Prüfung bezieht sich auf alle quantitativen und qualitativen Nachhaltigkeitsinformationen. Im September 2015 ist die Symrise AG mit dem Sustainable Leadership-Preis der DQS GmbH ausgezeichnet worden. 2016 folgten dann gleich zwei Excellence Awards durch die DQS zu Responsible Sourcing und LifeCycle Assessment. Anfang November 2015 wurde die Symrise AG von der CDP (Carbon Disclosure Project) in die "2015 Klima 100A Liste" aufgenommen. Die Symrise AG hat mit einem Wert von 100A in der Berichterstattung 2015 zum Klimawandel den Status Sector Leader Energy & Materials in der Deutschland-Österreich-Schweiz-Region erreicht. 2016 wurde die Zugehörigkeit von Symrise zur Climate A List bestätigt. Symrise beweist somit im Vergleich mit anderen Unternehmen aus der Branche ein hohes Maß an Transparenz in Verbindung mit tatsächlich erbrachten Klimaschutzleistungen. Ebenfalls bestätigt wurde im Oktober 2016 die Mitgliedschaft von Symrise im ETHIBEL Sustainability Index (ESI) Excellence Europe. Darüber hinaus verlieh die Ratingagentur EcoVadis Symrise zum zweiten Mal in Folge den Gold-Status für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln. Beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2016 wurde Symrise als eines der fünf nachhaltigsten Großunternehmen in Deutschland ausgezeichnet. Dabei hob die Jury das systematische Nachhaltigkeitsmanagement bei Symrise, die fortlaufenden Verbesserungen sowohl in der Lieferkette als auch im eigenen Betrieb sowie die Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität besonders hervor.

Chancen- und Risikobericht

GRUNDSÄTZE

Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanent Risiken. Chancen bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können. Entsprechend bezeichnen Risiken künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- und Zielabweichung führen können. Die Nutzung von Chancen und die frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Risiken sind auch aufgrund der gestiegenen Größe und Komplexität durch die Akquisitionen in den vergangenen Jahren sehr bedeutsam für die weitere Entwicklung von Symrise. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen des Vorstands berücksichtigt werden. Symrise verwendet eigene Anweisungen und Vorlagen, um die Prozesse des Risikomanagements zu regeln und für die Mitarbeiter eine verbindliche Grundlage für den Umgang mit Risiken vorzugeben.

Im Rahmen unseres Risikomanagements prüfen Konzerngesellschaften ihre Risiken periodisch. Das Risikoberichtswesen dokumentiert diese Risiken entsprechend, einschließlich ihrer Bewertung, Eintrittswahrscheinlichkeit und der vorgesehenen Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben.

Im Zuge der internen Revisionsaudits werden die eingeleiteten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.

Im Folgenden werden die Chancen und Risiken näher beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Symrise Konzerns haben können. Sofern kein Segment explizit hervorgehoben wird, gilt die Berichterstattung über Chancen und Risiken für alle drei Segmente gemeinsam.

CHANCENMANAGEMENT

Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher neben dem Vorstand auch allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. Strategische Chancen werden in allen Segmenten sowie durch das Corporate Center identifiziert. Diese werden bewertet und Pläne zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern. Mit dem etablierten Risiko- und Chancenmanagement werden die in den verschiedenen Bereichen des Konzerns beobachteten und in strategisches Handeln integrierten Chancen gemeinsam mit den Risiken des Unternehmens systematisch analysiert. Der Nutzung von und der Berichterstattung über Chancen dient dann das Netzwerk von Funktionsträgern im Konzern, die schon seit Jahren die Chancen und Risiken ihrer Bereiche in das Chancen- und Risikomanagement des Konzerns einbringen.

CHANCEN IM EINZELNEN

Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften reichen zum Beispiel im Rahmen des Ideenmanagements, das auch Bestandteil des TPM (Total Productive Maintenance) ist, Vorschläge zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und Verfahren ein. Im Rahmen des Know-how-Transfers zwischen allen Geschäftsbereichen entstehen Chancen, zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen und Vorteile durch Synergien klar erkennen.

Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Lebenserwartung in diesen Ländern zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Endverbraucher stetig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend, beispielsweise mit neuen Geschäfts oder Anwendungsbereichen. Intensive Marktforschung und umfangreiche Forschungsarbeit bilden die Grundlage für Eigenentwicklungen zur Verbesserung von Produkten oder zur Einführung neuer Produkte. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach Endprodukten, die Geschmacks- und Duftstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen weiterhin erfolgreich zu nutzen, werden die Aktivitäten von Symrise in diesen Ländern kontinuierlich ausgebaut.

Ebenso wie die Ertragsseite enthält auch die Kostenseite der Gesellschaften des Symrise Konzerns mögliche Chancen durch Einsparungen, die dem Unternehmen zwar grundsätzlich bekannt sind, aber bislang in der Budgetierung und Planung des Konzerns nicht vollumfänglich berücksichtigt wurden. Auch können durch die Zusammenlegung von Märkten und Produkten und die weitere Optimierung von Herstellungs-, Lagerungs- und Lieferverfahren zusätzliche Kostenvorteile entstehen.

Daneben können Maßnahmen der Risikokontrolle in Einzelfällen über die vollständige Kompensation der betreffenden Risiken hinaus zu Erträgen führen, die in aktuellen Planungen aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht nicht berücksichtigt sind. Auch Maßnahmen gegen Risiken des geschäftlichen Ausfalls enthalten Chancen. In den Businessplänen der Gesellschaften des Symrise Konzerns sind drohende Verluste von Geschäften mit Bestandskunden berücksichtigt. Ebenso enthalten die Businesspläne Neugeschäfte, die solche Verluste kompensieren sollen. Tritt der erwartete Verlust nicht ein, ist die Geschäftsanbahnung eine Chance, die über das ursprünglich geplante Geschäftsvolumen hinausgeht.

Unternehmensstrategische Chancen erwachsen beispielsweise auch aus den getätigten Akquisitionen und dem Erschließen neuer, attraktiver Anwendungsbereiche aus der Zusammenarbeit mit der Probi AB. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir kontinuierlich auf der Suche nach geeigneten Partnern. Auch in Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann zum Beispiel die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.

RISIKOMANAGEMENT

Das Risikomanagement von Symrise basiert auf den Grundzügen allgemein anerkannter Standards (ISO 31000) und erstreckt sich über alle Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten.

Die konzernweite Koordination der Risikoerfassung erfolgt im Corporate Center durch die Stabsfunktion "Risikomanagement". Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr dem Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG vorgelegt und erläutert. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung (Nettomethode) sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert.

Die Einstufung aller Einzelrisiken der jeweiligen Gesellschaft nach ihrer Auswirkung auf den Umsatz beziehungsweise "Impact" ("niedrig", "mittel", "hoch" oder "sehr hoch") zusammen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beziehungsweise "Likelihood" (ebenfalls "niedrig", "mittel", "hoch" oder "sehr hoch") wird dazu herangezogen, zu bestimmen, ob ein Risiko insgesamt als "niedrig", "mittel" oder "hoch" anzusehen ist. Dabei werden die Klassen für den "Impact" mit unter 10 % des Jahresumsatzes einer berichtenden Einheit als "niedrig", 10 bis unter 20 % dieses Umsatzes als "mittel", 20 bis unter 40 % dieses Umsatzes als "hoch" und ab 40 % dieses Umsatzes als "sehr hoch" eingeordnet. Daneben werden sie mit 0 bis 24 % ihrer "Likelihood" als "niedrig", bei 25 bis 49 % als "mittel", bei 50 bis 74 % als "hoch" und ab 75 % als "sehr hoch" eingeordnet.

Das Schaubild zeigt, auf welche Weise die Kombination aus "Impact" und "Likelihood" Risiken insgesamt als "niedrig", "mittel" oder "hoch" ausweist. Als Beispiel ist ein im Feld 1 aufgeführtes Risiko insgesamt "niedrig", da sein Impact unter 10 % des Umsatzes und die Likelihood unter 25 % liegt. Ein im Feld 2 erfasstes Risiko ist insgesamt "mittel" und hat einen Impact zwischen 10 und unter 20 % des Umsatzes und eine Likelihood von 25 bis 49 %. Dagegen ist ein im Feld 3 aufgeführtes Risiko insgesamt "hoch", denn es weist einen Impact zwischen 20 und unter 40 % des Umsatzes und eine Likelihood von 50 bis 74 % auf. Das Schaubild zeugt von hohem Risikobewusstsein und kaufmännischer Vorsicht, da hohe Risiken die Mehrheit der bezeichneten Felder ausmachen. Der aktuelle Risikobericht enthält konzernweit anzahlmäßig nur in Höhe von 0,9 % solche Risiken, die auf Ebene der Einzelgesellschaften als insgesamt "hoch", und nur in Höhe von 7,4 % solche Risiken, die auf Ebene der Einzelgesellschaften als insgesamt "mittel" eingestuft werden.

Neben der rein rechnerischen Einordnung werden die identifizierten Risiken auch qualitativ nach ihrem Risikotyp sowie der Unternehmenseinheit und der betroffenen Geschäftsaktivität klassifiziert. Des Weiteren werden geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -verminderung aufgeführt. Damit bildet das Risikoberichtswesen zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung, die auch von der Internen Revision des Konzerns geprüft wird. Zusätzlich findet über die Risikobewertung ein Abgleich mit der Strategie des Unternehmens und den daraus abgeleiteten Zielen statt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Dabei handelt es sich um ein plötzlich auftretendes Risiko, das mit mindestens mittlerer oder hoher Wahrscheinlichkeit das Unternehmensergebnis einer Konzerngesellschaft in Höhe von mindestens 5 Mio. € beeinträchtigen oder den Jahresumsatz der betreffenden Gesellschaft um wenigstens 20 % reduzieren könnte. Ebenfalls wird ein solcher "Hazard Alert" vorgetragen, wenn zum Beispiel ein Rechtsrisiko oder ein Compliance-Risiko eintritt, das bislang nicht in periodischen Risikoberichten an den Vorstand der Symrise AG enthalten war.

RISIKEN IM EINZELNEN

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN

In den von Symrise bedienten Branchen ist weiterhin ein intensiver Wettbewerb zu beobachten. Dementsprechend wird eine Fortsetzung des Konsolidierungstrends des Abnehmerkreises für Produkte von Symrise für möglich gehalten. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit auch Marktanteile zu verlieren. Als Gegenmaßnahme wird vor allem die Vermarktung von Innovationen und Produkten der Geschäftsbereiche weiter vorangetrieben, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Wettbewerber aufweisen. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene der Zulieferer bestehen ebenfalls, da durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf Beziehungen zu Kunden ausgehen können. Symrise ist politischen Risiken in der Form von Handelsembargos in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen Rohstoffe bezogen oder in die Produkte exportiert werden. Behinderungen des Handels können durch ein Ausweichen auf andere Regionen nur teilweise kompensiert werden. In einzelnen Ländern wird kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls beobachtet. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient der Eingrenzung dieses Risikos. Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, beziehen sich überwiegend auf Forderungsausfälle und werden daher durch entsprechende Finanzkontrollen gemindert. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise vertreten ist, werden mit großer Aufmerksamkeit beobachtet, um die Sicherheit der Belegschaft zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Unternehmensstrategische Risiken können sich beispielsweise durch Akquisitionen ergeben. Die Akquisitionen der vergangenen Jahre haben erfolgreich zum Wachstum des Konzerns beigetragen und sind mittlerweile integriert. Akquisitionen sind grundsätzlich mit Risiken behaftet, denn im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Risiken dieser Art wird durch einen klar definierten Integrationsprozess und entsprechende Verantwortlichkeiten begegnet. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens könnten sich beispielsweise aus Fehleinschätzungen zu Wachstum, Profitabilität, Liefersicherheit von Rohstoffen und Produktportfolio ergeben. Der Ausfall von Rohstofflieferungen, insbesondere jener von Exklusivlieferanten, oder die Beeinträchtigung von Rohstofflieferungen durch Naturkatastrophen, stellen grundsätzlich ein hohes Risiko dar. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit neuer Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit von Entwicklungen gewährleisten.

Die mögliche Streichung von der sogenannten Core List bedeutender Kunden oder die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken, denen durch engen Kontakt zu den betreffenden Kunden entgegengewirkt wird. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität, Innovationskraft und Produktqualität. Hier wird stets angestrebt, zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören und mit dieser Qualität auch industrieweit bekannt zu bleiben.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Produktrisiken

Die Duft-, Geschmacks- und Zusatzstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnehmen oder an Haut und Haaren anwenden. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich die Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit der Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft.

Veränderungen in der Technologie von Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber bestehen Risiken für unsere Produkte, die durch eine angemessene Patentverwaltung kontrolliert werden.

Beschaffungsrisiken

Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken ungeplanter Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Die Hauptlieferanten von Symrise sind durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Darüber hinaus werden Beschaffungsalternativen - zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten - erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Ferner wird auch die finanzielle Bonität der Lieferanten kontinuierlich geprüft. Nicht zuletzt tragen die Initiativen im Bereich der Rückwärtsintegration zur Stabilisierung und Risikominderung bei der Rohstoffversorgung bei. Unsere Lieferanten sind gehalten, den Verhaltenskodex, der für Symrise gilt, stets einzuhalten. Es wird erwartet, dass die von Symrise selbst auferlegten hohen ethischen Anforderungen zur Steigerung des Geschäftserfolgs unter Berücksichtigung verfügbarer Ressourcen, aller Mitarbeiter und der Gesellschaft respektiert werden.

Risiken zu Produktsicherheit, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt sowie Integrität unserer Hauptlieferanten, basierend auf international anerkannten Standards, werden in regelmäßigen Abständen untersucht. Die Zahl der Lieferanten, die mit diesem Risikoprofil untersucht werden, wird kontinuierlich erweitert. Daneben werden Lieferantenaudits durchgeführt und entsprechende Geschäftsbeziehungen werden, soweit dies zur Minderung von Risiken notwendig erscheint, eingestellt.

Betriebsrisiken

Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der Sicherheit der Energieversorgung, der Einrichtungen, der Prozesse, des Brandschutzes, der Qualität und Sicherheit von Materialien und deren Klassifizierung sowie der Qualifikation des operativen Personals liegen. Daneben können steigende Anforderungen, länderspezifische Arbeits- und Umweltschutzauflagen sowie Naturkatastrophen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken werden durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit, Versicherung und entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen unter Kontrolle gehalten. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund wird die regulatorische Entwicklung in den Ländern, in denen Symise tätig ist, fortlaufend beobachtet. Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art werden durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), robuste Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe gemindert.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Kreditrisiko

Das Risiko des Kreditausfalls besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen können und dadurch ein Vermögensschaden für Symrise entsteht. Konzernweit entfallen hierauf weniger als 2 % der Gesamtrisiken. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer pauschalen Wertberichtigungskomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanziellen Krisen in Exportländern begegnet Symrise durch eine entsprechende Finanzkontrolle.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht und entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen ebenfalls. So wird sichergestellt, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.

Zins- und Währungsrisiken

Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise USD) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Eine Schwankung des USD kann insoweit zu entsprechenden Veränderungen unserer Materialpreise führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch Verhandlung von Korridoren in den Verträgen, außerhalb derer nachverhandelt werden kann. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro denominiert ein. Das verbleibende Währungsrisiko wurde 2016 durch Devisentermingeschäfte reduziert.

Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von:

42,1 Mio. USD (31. Dezember 2015: 0,0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/SEK,
21,0 Mio. USD (31. Dezember 2015: 27,0 Mio. USD) zur Sicherung von EUR/USD,
6,0 Mio. USD (31. Dezember 2015: 9,0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/JPY,
2,5 Mio. USD (31. Dezember 2015: 3,5 Mio. USD) zur Sicherung von USD/SGD,
2,1 Mio. AUD (31. Dezember 2015: 0,0 Mio. AUD) zur Sicherung von EUR/AUD,
0,7 Mio. USD (31. Dezember 2015: 2,1 Mio. USD) zur Sicherung von USD/INR.

Um Schwankungen im Finanzergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cashflow Hedge klassifiziert.

Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Insgesamt beträgt die Quote der zu fixen Konditionen eingegangenen Verschuldung zum 31. Dezember 2016 86 % der Gesamtverschuldung. Dem verbleibenden Zinsrisiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften.

Steuerrisiko

Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.

PERSONALRISIKEN

Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Anreizsysteme, Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme sowie eine zielgerichtete Nachfolgeplanung entgegen.

Risiken, die von Mitarbeitern ausgehen, können im Wesentlichen im Austritt und dem damit verbundenen Kompetenzverlust, der Nichteinhaltung von unternehmensweit geltenden Richtlinien sowie gesetzlichen oder mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossenen Vereinbarungen bestehen. Die Einhaltung lokaler Gesetze sowie unternehmensweiter Richtlinien wird durch interne Audits geprüft. Ferner wird die Einhaltung dieser Vorgaben, die auf international anerkannten Standards beruhen, regelmäßig durch externe Auditoren überprüft. Durch das erstmalige Einweisen neuer Mitarbeiter und durch spätere Schulungen wird sichergestellt, dass unternehmensweite Richtlinien wie zum Beispiel der Code of Conduct von allen Mitarbeitern beachtet werden. Karriereentwicklungsmöglichkeiten und regelmäßige Nachfolgeplanung beugen der Abwanderung gerade in Schlüsselfunktionen ebenfalls vor. Der stetige Kontakt zu Arbeitnehmervertretungen dient unter anderem der Vermeidung von Arbeitsniederlegungen und den damit verbundenen Betriebsunterbrechungen.

RECHTLICHE RISIKEN

Derzeit sieht sich der Konzern nur in relativ geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich Umweltrecht. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, werden potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung der Rechtsabteilung und, soweit erforderlich, auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten analysiert. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften überhaupt von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle wird daher nur auf einen Verfahrenstypus hingewiesen: In den USA wird der Konzerngesellschaft "Symrise, Inc.", wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung gesundheitsschädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern bestimmte Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine konkrete Geldforderung benannt worden. Symrise geht davon aus, die Beschuldigungen auch weiterhin entkräften zu können. Außerdem wird nicht erwartet, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.

COMPLIANCE-RISIKEN

Risiken dieser Kategorie beschreiben die fehlende Übereinstimmung von Abläufen mit Vereinbarungen und regulierenden, vor allem gesetzlichen Vorgaben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Risiken der Produkt-Compliance wie zum Beispiel einem möglichen Verstoß gegen die Europäische Chemieverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals). Risiken der Produkt-Compliance sind wertmäßig mit 33 % aller Compliance-Risiken angegeben. Die Einrichtung der REACH-Organisation des Konzerns und der dazugehörigen Überwachungssysteme dient der Minimierung dieses Risikos.

Seit Jahren wird eine Integrity Hotline betrieben, die es den Mitarbeitern erlaubt, anonym per Telefon oder Internet Fehlverhalten anderer Mitarbeiter an das Compliance Office zu melden. Alle eingehenden Meldungen werden untersucht und gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet, die in Einzelfällen bis zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen führen können.

IT-RISIKEN

Risiken der IT bestehen in der Schädigung des Konzerns durch Datenmissbrauch, in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Daten, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten. Trotz dieser Schutzmaßnahmen besteht allerdings immer ein Restrisiko, dass Angriffe auf unser Datennetz von Behörden oder anderen Dritten unbemerkt bleiben.

GESAMTBEWERTUNG DER CHANCEN- UND RISIKOLAGE

Das Geschäftsmodell von Symrise und der in den vergangenen Geschäftsjahren erworbenen Gesellschaften zeichnet sich durch ein im Vergleich zu anderen Industriezweigen und Unternehmen überdurchschnittlich hohes Chancenpotenzial aus, insbesondere auch aufgrund des weltweit steigenden Privatkonsums und wachsenden Wohlstands. Viele Produkte dienen der Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie "Gesundheit" und "jugendlichem Aussehen", die weltweit bestehen. Das dynamische Wachstum und die hohe Rentabilität von Symrise belegen, dass diese Chancen bislang erfolgreich genutzt wurden. Diese Strategie soll auch künftig fortgesetzt werden.

Alle relevanten Risiken und Chancen werden konzernweit einheitlich aus quantitativer und qualitativer Perspektive in den Dimensionen Grad der Auswirkung auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

Die Bewertung und die Handhabung der Risiken erfolgt auf Ebene der Einzelgesellschaften, da dies dem dezentralen Geschäfts- und Führungsmodell des Symrise Konzerns entspricht. Wir haben bei der Konzern-Risikobewertung jeweils aggregiert auf der Ebene der Kategorien der Qualifizierung als "niedrig", "mittel" und "hoch" die folgenden Größenordnungen zugeordnet (jeweils Auswirkung auf das Ergebnis nach Ertragsteuern):

"niedrig" entspricht einem Betrag von bis zu 20 Mio. €
"mittel" entspricht einem Betrag von über 20 Mio. € bis zu 100 Mio. €
"hoch" entspricht einem Betrag von über 100 Mio. €

Diese Bandbreiten verstehen sich jeweils als das Produkt aus Umsatzauswirkung, Eintrittswahrscheinlichkeit und EBITDA-Marge von Risiken, was auch der im Abschnitt Risikomanagement mit Geltung für Risiken auf Ebene der Einzelgesellschaften beschriebenen Methode entspricht.

Aus dem bestehenden Risikoberichtswesen wurde für 2016 entsprechend der beschriebenen Methodik das folgende Risikoprofil für den Symrise Konzern ermittelt:

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Risikoprofil Konzern-Risikobewertung
Umfeld- und Branchenrisiken niedrig
Unternehmensstrategische Risiken niedrig
Leistungswirtschaftliche Risiken niedrig
Produktrisiken niedrig
Beschaffungsrisiken niedrig
Betriebsrisiken niedrig
Finanzwirtschaftliche Risiken niedrig
Kreditrisiko niedrig
Liquiditätsrisiko niedrig
Zins- und Währungsrisiken niedrig
Steuerrisiko niedrig
Personalrisiken niedrig
Rechtliche Risiken niedrig
Compliance-Risiken niedrig
IT-Risiken niedrig

Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden. Da das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch ein System integrierter interner Kontrollen und Wirksamkeitsprüfungen ergänzt wurden, wird davon ausgegangen, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen erfüllen zu können.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

GRUNDZÜGE UND ZIELE

Nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des Internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.

Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gewährleisten. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung ebenfalls dokumentiert. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.

Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Zudem sorgen Mitarbeiterschulungen sowie Erfahrungsaustausche dafür, dass Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.

ORGANISATION UND PROZESS

Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Bereiche des Unternehmens, orientiert sich an ISO 31000 und basiert auf dem Rahmenkonzept COSO II. Basierend auf Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter Konzern-Risikobericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat beziehungsweise dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist.
Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichprobenprüfungen der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der aus den Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns möglicherweise resultierenden Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für den Symrise Konzern zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2016 konnte der Konzern seinen Umsatz bei anhaltend hoher Profitabilität erneut deutlich steigern. Die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert, und das auch unter Einbeziehung der Akquisition der amerikanischen Pinova Gruppe im Januar 2016 und des Teilverkaufs der Pinova Inc. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.

Prognosebericht

KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2017 eine Konjunkturbelebung auf breiter Basis. Von dieser Entwicklung könnten auch positive Effekte auf den Geschäftsverlauf von Symrise ausgehen. Das globale Wirtschaftswachstum soll sich von 3,1 % im Vorjahr auf 3,4 % 2017 beschleunigen. Der IWF geht bei allen Unwägbarkeiten davon aus, dass die neue US-Administration der größten Volkswirtschaft der Welt kurzfristig spürbare finanzpolitische Impulse verleihen wird. Auch für Deutschland, Japan, Spanien und Großbritannien ist der Fonds optimistischer als noch vor wenigen Monaten. Das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern wird sich laut IWF-Prognose von 1,6 % im Vorjahr auf 1,9 % 2017 erhöhen.

Das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern wird 2017 voraussichtlich mit 4,5 % ebenfalls höher ausfallen als 2016 (+ 4,1 %). Insbesondere die Aussichten für China (+ 6,5 %) haben sich aufgrund einer anhaltend expansiven Wirtschaftspolitik verbessert. Darüber hinaus sollte sich die wirtschaftliche Lage in einer Reihe größerer Länder (Brasilien, Nigeria, Russland), die 2016 durch Sonderfaktoren belastet war, wieder etwas entspannen. Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation erwartet der IWF hingegen unter anderem in Mexiko und Venezuela.

Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2016 ein Volumen von 27,5 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut neuester Schätzung der IAL Consultants (10. Auflage, Dezember 2016) - circa 22,3 Mrd. € auf den Teilmarkt der Geschmacks- und Duftstoffe und - laut aktuellen Berichten von TechNavio/Infiniti und Global Industry Analysts - circa 5,2 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe.

Symrise geht in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmacksstoffe aus. Angesichts der starken Wirtschaftsleistung einiger Länder im Raum Asien/ Pazifik wird laut Einschätzung von IAL (10. Ausgabe, Dezember 2016) die Nachfrage nach Aromen und Duftstoffen in dieser Region am stärksten steigen - gefolgt von Lateinamerika, Nordamerika und der Region EAME.

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet Symrise für die Summe seiner Rohstoffkosten moderate Schwankungen. Im Wesentlichen unterscheidet das Unternehmen zum einen in natürliche agro-basierte und zum anderen in petro-basierte Rohstoffe. So erwartet Symrise leicht steigende Kosten bei den natürlichen Rohstoffen aufgrund von zunehmendem Bedarf und teilweise geringen Ernteausbeuten. Der gestiegene Ölpreis kann ebenfalls zu moderat steigenden Kosten bei synthetischen Rohstoffen führen. Der strategische Fokus des Unternehmens liegt auf den natürlichen und erneuerbaren Rohmaterialien. Bei den wichtigen natürlichen Rohstoffen verfolgt der Konzern den Ansatz der Rückwärtsintegration. Das heißt, Symrise kooperiert bei den agro-basierten Schlüsselprodukten wie Vanille, Zwiebel, Rote Beete oder Früchte eng mit den Erzeugern. Ziel ist, durch langfristige Verträge eine gleichbleibend hohe Qualität und eine hohe Planungssicherheit zu erreichen. Der Erwerb der Renessenz LLC ist ein weiterer Meilenstein zum Ausbau der Rohstoffbasis durch Rückwärtsintegration. Im Bereich Menthol nutzt Symrise seine führende Marktposition und langjährige Liefertreue bei den multinationalen Markenherstellern.

Für das Geschäftsjahr 2017 ist mit einer weiterhin moderaten Entwicklung der Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind niedrige Gasbeschaffungskosten und die Tatsache, dass eine Eigenstromversorgung, die einen großen Teil des Strombedarfs abdeckt, durch die Inbetriebnahme einer Kraft-Wärmekopplungs-Anlage in Holzminden im vierten Quartal 2016 erfolgte. Durch diese Maßnahme konnte der Ölverbrauch deutlich reduziert werden und somit auch der CO2 -Ausstoß. Ferner führt die Eigenstromversorgung zu einer Verringerung der Netzkosten. Wie jedoch bereits im Jahr 2016 absehbar, wurde zum Jahresende 2016 die Talsohle des Ölpreises durchschritten. Der Preisanstieg hält an, eine nochmalige Entspannung kann im Jahr 2017 nicht erwartet werden.

Beim Strompreis ist für die noch verbleibende Bezugsmenge durch leicht ansteigende Beschaffungspreise an der Strombörse EEX einerseits und durch eine steigende EEG-Abgabe andererseits ebenfalls nicht mit einer Entspannung zu rechnen.

Durch Kombination aus unterschiedlichen Maßnahmen bei der Energiebeschaffung und einem etablierten Energiemanagement ist Symrise bestrebt, die Energiekosten des Unternehmens positiv zu beeinflussen.

Auswirkungen des Brexit Referendums

Symrise erwartet keine wesentlichen Auswirkungen aus einem eventuellen Austritt Großbritanniens aus der EU. Sollten die Austrittsverhandlungen ein insgesamt negatives Ergebnis für den internationalen Handel hervorbringen, ergäbe sich ein operatives Risiko. Aufgrund des Umfangs des Geschäfts mit Großbritannien sind hier keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf den Gesamtkonzern zu erwarten. Auch unsere in Großbritannien ansässige Gesellschaft ist gut aufgestellt, um unter für sie eventuell ungünstigeren Rahmenbedingungen ihrer Geschäftstätigkeit weiter nachgehen zu können.

Alle zentralen Finanzierungsverträge sind mit der Symrise AG geschlossen und unterliegen nicht britischem Recht. Die Gesellschaft selber ist in den europäischen Cash Pool einbezogen und trägt über Forderungen in EUR positiv zur Konzernfinanzierung bei. Diese Forderungen werden regelmäßig zum Beispiel gegen Dividenden verrechnet, sodass sich hier kein wesentliches Risiko ergibt.

KÜNFTIGE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

Für das Jahr 2017 bekräftigt Symrise seine langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele. Der Konzern geht weiterhin davon aus, schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmacksstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt beträgt nach eigener Schätzung und Unternehmensdaten für das laufende Jahr etwa 3 % weltweit. Dabei erwarten alle Segmente, Scent & Care, Flavor und Nutrition, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs.

Zur weiteren Steigerung des Ergebnisses werden ein strenges Kostenmanagement und der Fokus auf margenstarke Geschäfte beibehalten. Dazu gehören Initiativen zur Reduzierung der Komplexität und die Entwicklung innovativer, nachhaltiger Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass sich die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2016 bewegen und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2016 nicht deutlich verändern, geht der Konzern für 2017 erneut von einer EBITDA-Marge von rund 20 % in allen Segmenten aus. Ohne die Effekte aus möglichen Akquisitionen soll der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA 2017 zwischen 2,5 und 2,8 liegen. Mittelfristig strebt das Unternehmen die Rückkehr in die Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.

Der Konzern wird die ergebnisorientierte Dividendenpolitik fortsetzen und seine Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS

Der Vorstand der Symrise AG sieht das Unternehmen bestens aufgestellt, um das Geschäft in allen Geschäftsbereichen und Wachstumsregionen weiter auszubauen. Das Erreichen der gesteckten Ziele beruht auf einer bewährten Strategie. Die drei Eckpfeiler unserer Strategie sind unverändert. Sie stehen für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts:

Wachstum: Eine enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Kunden, insbesondere um den Umsatzanteil in Schwellenländern weiter auszubauen.
Effizienz: Die fortlaufende Verbesserung der Prozesse sowie der Ausbau der Rückwärtsintegration bei nachwachsenden Rohstoffen.
Portfolio: Das Erschließen neuer Märkte und Marktsegmente außerhalb von Duftstoffen und Aromen.

Mit Beginn des Jahres 2016 hat Symrise mit den aus der Akquisition der Pinova Gruppe erworbenen Sensory und Terpene Ingredients neue Kompetenzen und Produkte dazugewonnen, die insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit bei der Kreation von Parfümkompositionen stärken. Grundsätzlich will Symrise jedoch vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigt der Konzern Akquisitionen oder geht strategische Partnerschaften ein, um sich Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen oder die nachhaltige Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen zu sichern.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht erläutert die Grundsätze, die für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder gelten, und stellt die Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung dar. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beschrieben.

VERGÜTUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER

Gemäß Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und entsprechend §1(3) der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Symrise AG berät und entscheidet bei Symrise das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Das aktuelle Vergütungssystem wurde zuletzt auf der Hauptversammlung 2015 von den Anteilseignern mehrheitlich gebilligt. Es erfüllt sämtliche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015.

Die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Die letzte Überprüfung hat in der Sitzung des Aufsichtsrats im September 2016 im Zusammenhang mit der Berufung neuer Vorstandsmitglieder stattgefunden.

ANGEMESSENHEIT DER VORSTANDSBEZÜGE

Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Darüber hinaus wird die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Symrise internen Vergütungsstruktur herangezogen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder angemessen und die Zielsetzungen ambitioniert sein sollen.

Das durchschnittliche Entgelt eines Vorstandsmitglieds, bestehend aus der Festvergütung, dem jährlichen variablen Anteil sowie dem langfristig variablen Anteil, entspricht dem rund 23-fachen der durchschnittlichen Vergütung der Symrise Mitarbeiter in Deutschland und dem rund 24-fachen der Vergütung der Symrise Mitarbeiter weltweit.

Bei der variablen Vergütung sind die Ziele und die Kriterien zur Bewertung der Zielerreichung für den Vorstand ambitionierter ausgestaltet als bei den Führungskräften im Allgemeinen. So entfällt eine Bonuszahlung vollständig, wenn weniger als 85 % des gesetzten Ziels erreicht werden ("Threshold"). Bei den Führungskräften liegt dieser Wert bei weniger als 60 % Zielerreichung.

FESTVERGÜTUNG UND NEBENLEISTUNGEN

Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre jährliche Festvergütung in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt. Die Nebenleistungen enthalten im Wesentlichen Sachbezüge in Form geldwerter Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie die Kosten für Versicherungen wie zum Beispiel für eine Gruppenunfallversicherung.

EINJÄHRIGE VARIABLE VERGÜTUNG (BONUS)

Die einjährige variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der vom Unternehmenserfolg im abgelaufenen Geschäftsjahr, speziell von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, EPS), sowie je einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Jahresbonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.

Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2016 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Entsprechende Ziele finden auch auf den Ebenen unterhalb des Vorstands nebst anderen Zielen Anwendung. Dadurch wird innerhalb des Unternehmens das durchgängige Verfolgen der im Aufsichtsrat verabschiedeten Geschäftsziele sichergestellt. Die variable einjährige Vergütung für das Kalenderjahr 2016 wird je nach Zielerreichungsgrad auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2016 im Folgejahr 2017 ausgezahlt.

MEHRJÄHRIGE VARIABLE VERGÜTUNG (LONG TERM INCENTIVE PLAN)

Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP) ist eine revolvierende variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.

Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2014-2016 und 2015-2017 sowie 2016-2018 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt.

In allen drei laufenden Incentive Plänen wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50 % der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag) entspräche dem 60sten Percentile Rank.

Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.

Bei Dr. Heinz-Jürgen Bertram beträgt die mehrjährig variable Vergütung bei 100 % Zielerreichung 665.000 €, bei Achim Daub 455.000 € sowie bei Olaf Klinger 400.000 €. Die Herren Dr. Jean-Yves Parisot und Heinrich Schaper haben aufgrund der unterjährigen Vorstandsbestellung im Jahr 2016 keine mehrjährige variable Vergütung angeboten bekommen.

Scheidet ein Vorstandsmitglied auf eigenen Wunsch vor Ablauf der Performance-Periode aus dem Unternehmen aus, besteht kein Anspruch aus den noch laufenden Long Term Incentive-Programmen, auch kein Anspruch auf anteilige Auszahlung.

Für die LTIP-Programme 2014-2016, 2015-2017 sowie 2016-2018 wurden zum Bilanzstichtag für Herrn Dr. Bertram Rückstellungen in Höhe von 977.847 € (Vorjahr: 1.342.146 €) im Jahr (Aufwand 2016: 267.701 €) und für Herrn Daub in Höhe von 596.631 € (Vorjahr: 790.648 €) (Aufwand 2016: 167.276 €) gebildet.

INDIVIDUELLE VERGÜTUNG NACH MASSGABE DER EMPFEHLUNG DER ZIFFER 4.2.5 ABS. 3 DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die im Geschäftsjahr 2016 geflossenen Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Bertram, Daub und Klinger entsprechen denjenigen, die durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 4. Dezember 2014 sowie vom 10. Juli 2015 festgesetzt wurden. Dabei erfolgt die Festsetzung der Vorstandsvergütung vor dem Hintergrund der Aufgaben und Leistung der Vorstandsmitglieder sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und Entwicklung von Symrise.

In der Aufsichtsratssitzung vom 20. September 2016 hat der Aufsichtsrat die Herren Dr. Jean-Yves Parisot und Heinrich Schaper zu Mitgliedern des Vorstands mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 bestellt und entsprechend der unterjährigen Vorstandsbestellung eine Pro rata-Vergütung auf der Jahresbasis von 400.000 € Festgehalt sowie 300.000 € Bonus beschlossen.

Tabellarische Darstellung der im Geschäftsjahr 2016 gewährten Zuwendungen

Der nachfolgende tabellarische Ausweis der im Geschäftsjahr 2016 gewährten Zuwendungen basiert auf den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015. Dabei werden auch die Werte angegeben, die im Minimum und im Maximum an Vergütung erreicht werden können.

IM GESCHÄFTSJAHR 2016 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER

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Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009
Gewährte Zuwendungen

In €
GJ 2015 GJ 2016 GJ 2016 (Min) GJ 2016 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütungen 665.000 665.000 665.000 665.000
Nebenleistungen* 20.150 21.013 21.013 21.013
Summe 685.150 686.013 686.013 686.013
Einjährige variable Vergütung** 570.000 570.000 0 855.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** 665.000 665.000 0 1.330.000
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) 665.000 - - -
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) - 665.000 0 1.330.000
Summe 1.920.150 1.921.013 686.013 2.871.013
Versorgungsaufwand**** 33.903 31.017 31.017 31.017
Gesamtvergütung (DCGK) 1.954.053 1.952.030 717.030 2.902.030

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Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016
Gewährte Zuwendungen

In €
GJ 2015 GJ 2016 GJ 2016 (Min) GJ 2016 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütungen - 400.000 400.000 400.000
Nebenleistungen* - 21.359 21.359 21.359
Summe - 421.359 421.359 421.359
Einjährige variable Vergütung** - 300.000 0 450.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** - 400.000 0 800.000
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) - - - -
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) - 400.000 0 800.000
Summe - 1.121.359 421.359 1.671.359
Versorgungsaufwand**** - 0 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) - 1.121.359 421.359 1.671.359

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Achim Daub Vorstandsmitglied Scent & Care seit 2006
Gewährte Zuwendungen

In €
GJ 2015 GJ 2016 GJ 2016 (Min) GJ 2016 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütungen 455.000 455.000 455.000 455.000
Nebenleistungen* 19.980 20.610 20.610 20.610
Summe 474.980 475.610 475.610 475.610
Einjährige variable Vergütung** 390.000 390.000 0 585.000
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** 455.000 455.000 0 910.000
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) 455.000 - - -
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) - 455.000 0 910.000
Summe 1.319.980 1.320.610 475.610 1.970.610
Versorgungsaufwand**** 0 0 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) 1.319.980 1.320.610 475.610 1.970.610

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Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Nutrition seit Oktober 2016 Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Nutrition seit Oktober 2016
Gewährte Zuwendungen

In €
GJ 2015 GJ 2016 GJ 2016 (Min) GJ 2016 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütungen - 100.000 100.000 100.000
Nebenleistungen* - 5.057 5.057 5.057
Summe - 105.057 105.057 105.057
Einjährige variable Vergütung** - 75.000 0 112.500
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** - 0 0 0
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) - - - -
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) - 0 0 0
Summe - 180.057 105.057 217.557
Versorgungsaufwand**** - 0 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) - 180.057 105.057 217.557

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Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavor seit Oktober 2016
Gewährte Zuwendungen

In €
GJ 2015 GJ 2016 GJ 2016 (Min) GJ 2016 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütungen - 100.000 100.000 100.000
Nebenleistungen* - 5.448 5.448 5.448
Summe - 105.448 105.448 105.448
Einjährige variable Vergütung** - 75.000 0 112.500
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** - 0 0 0
LTIP 2015 (Laufzeit 2015 bis 2017) - - - -
LTIP 2016 (Laufzeit 2016 bis 2018) - 0 0 0
Summe - 180.448 105.448 217.948
Versorgungsaufwand**** - 20.471 20.471 20.471
Gesamtvergütung (DCGK) - 200.919 125.919 238.419

* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung.

** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Wert bei einer Zielerreichung von 100 %. Die in der Spalte "GJ 2016 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 150 % dar.

*** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweiligen Geschäftsjahr vom Aufsichtsrat gewährte Leistung für das Long Term Incentive Program mit dem 100 % Zielwert. Die in der Spalte "GJ 2016 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 200 % dar.

**** Versorgungsaufwand (Service Costs) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Tabellarische Darstellung der im Geschäftsjahr 2016 zugeflossenen Leistungen

Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss der Vergütung im beziehungsweise für das Geschäftsjahr 2016 aus, die sich aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung, differenziert nach den jeweiligen Bezugsjahren und dem Versorgungsaufwand (Service Costs) zusammensetzt. Abweichend von der vorstehenden Tabelle beinhaltet diese Tabelle den tatsächlichen Wert aus in Vorjahren gewährten und im Geschäftsjahr 2016 zugeflossenen, mehrjährigen variablen Vergütungen aus Vorstandstätigkeit.

IM GESCHÄFTSJAHR 2016 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER

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Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 Olaf Klinger Vorstandsmitglied Finanzen seit Januar 2016 Achim Daub Vorstandsmitglied Scent & Care seit 2006
Zufluss

In €
GJ 2015 GJ 2016 GJ 2015 GJ 2016 GJ 2015 GJ 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütungen 665.000 665.000 0 400.000 455.000 455.000
Nebenleistungen* 20.150 21.013 0 21.359 19.980 20.610
Summe 685.150 686.013 0 421.359 474.980 475.610
Einjährige variable Vergütung** 594.681 601.578 0 324.390 397.098 397.137
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** 632.000 643.500 0 0 361.293 367.868
LTIP 2013 (Laufzeit 2013 bis 2015) 632.000 0 0 0 361.293 0
LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 2016) 0 643.500 0 0 0 367.868
Summe 1.911.831 1.931.091 0 745.749 1.233.371 1.240.615
Versorgungsaufwand**** 33.903 31.017 0 0 0 0
Gesamtvergütung (DCGK) 1.945.734 1.962.108 0 745.749 1.233.371 1.240.615

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Dr. Jean-Yves Parisot Vorstandsmitglied Nutrition seit Oktober 2016 Heinrich Schaper Vorstandsmitglied Flavor seit Oktober 2016
Zufluss

In €
GJ 2015 GJ 2016 GJ 2015 GJ 2016
--- --- --- --- ---
Festvergütungen 0 100.000 0 100.000
Nebenleistungen* 0 5.057 0 5.448
Summe 0 105.057 0 105.448
Einjährige variable Vergütung** 0 77.700 0 79.553
Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** 0 0 0 0
LTIP 2013 (Laufzeit 2013 bis 2015) 0 0 0 0
LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 2016) 0 0 0 0
Summe 0 182.757 0 185.001
Versorgungsaufwand**** 0 0 0 20.471
Gesamtvergütung (DCGK) 0 182.757 0 205.472

* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung.

** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Zufluss für den Bonus entsprechend dem jeweils angegebenen Geschäftsjahr.

*** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweils angegebenen Geschäftsjahr zugeflossene Leistung aus dem jeweiligen Long Term Incentive Program basierend auf der tatsächlichen Zielerreichung.

**** Versorgungsaufwand (Service Costs) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.

ANGABEN NACH § 315A HGB

IM GESCHÄFTSJAHR 2016 AMTIERENDE VORSTANDSMITGLIEDER

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Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsbezogene Komponenten
In € Festvergütung Nebenleistungen* Einjährige variable Vergütung ohne langfristige Anreizwirkung** Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger nicht aktienbasierter Anreizwirkung*** Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB
--- --- --- --- --- ---
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
2016 665.000 21.013 601.578 643.500 1.931.091
2015 665.000 20.150 594.681 632.000 1.911.831
Olaf Klinger
2016 400.000 21.359 324.390 0 745.749
2015 - - - - -
Achim Daub
2016 455.000 20.610 397.137 367.868 1.240.615
2015 455.000 19.980 397.098 361.293 1.233.371
Dr. Jean-Yves Parisot
Okt. bis Dez. 2016 100.000 5.057 77.700 0 182.757
2015 - - - - -
Heinrich Schaper
Okt. bis Dez. 2016 100.000 5.488 79.553 0 185.041
2015 - - - - -

* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie Gruppenunfallversicherung.

** Einjährige variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht.

*** Mehrjährige variable Vergütungen beinhalten die Rückstellungen per 31. Dezember 2016 für das LTIP-Programm 2014-2016 und per 31. Dezember 2015 für das LTIP-Programm 2013-2015.

ALTERSVERSORGUNG

Eine unternehmensfinanzierte Altersversorgung wird von Symrise bei neu abzuschließenden Vorstandsverträgen nicht gewährt. Allerdings können alle Vorstandsmitglieder aus ihrer Festvergütung im Rahmen eines Gehaltsverzichts Altersversorgungsansprüche aufbauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2016 haben die Herren Dr. Bertram, Klinger und Schaper davon Gebrauch gemacht. Einen Unternehmenszuschuss gibt es in diesem Zusammenhang nicht - entsprechend der geltenden Regelung für außertarifliche Mitarbeiter und Führungskräfte.

Um künftige Ansprüche der Vorstandsmitglieder im Rahmen einer Deferred Compensation zu bedienen, hat Symrise aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens im Jahr 2016 Zuführungen zu den Rückstellungen für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 336.456 € (Vorjahr: 23.134 €), für Herrn Klinger (Eintritt 1. Januar 2016) in Höhe von 145.829 € und für Herrn Schaper in Höhe von 103.488 € vorgenommen.

Aufgrund ihrer früheren Arbeitsverhältnisse mit Symrise bestehen bei den Herren Dr. Bertram und Schaper Altersversorgungszusagen, die damals allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurden. Für diese Versorgungszusagen wurden im Geschäftsjahr 2016 bei Herrn Dr. Bertram 31.017 € (Vorjahr: 33.903 €) und für Herrn Schaper 20.471 € an Versorgungsaufwand (Dienstzeitaufwand nach IAS 19) den Rückstellungen zugeführt.

Zum 31. Dezember 2016 beläuft sich der Barwert der Pensionszusagen beziehungsweise der Altersversorgungsansprüche aus Gehaltsverzicht (Deferred Compensation) für Herrn Dr. Bertram auf 2.211.907 € (Vorjahr: 1.741.686 €), für Herrn Klinger auf 145.829 € und für Herrn Schaper auf 1.054.496 €.

Für die Herren Daub und Dr. Parisot bestehen weder Pensionszusagen noch Altersversorgungsansprüche aus Gehaltsverzicht (Deferred Compensation).

CHANGE OF CONTROL

Die Anstellungsverträge, die allen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen gleichlautende Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor.

Im Falle eines Kontrollwechsels hat jedes Vorstandsmitglied das Recht, seinen Anstellungsvertrag zu kündigen.

Alle Vorstandsmitglieder bekommen im Falle einer aufgrund eines Kontrollwechsels ausgesprochenen unternehmensseitigen Kündigung oder einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat die Restlaufzeit ihrer Verträge abgegolten, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei für alle Vorstände auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.

Ferner enthalten alle Long Term Incentive-Pläne (LTIP) eine Sonderklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Wird im Zuge eines Kontrollwechsels ein Mitglied des Vorstands abberufen, werden diesem Vorstandsmitglied alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen, mehrjährigen variablen Vergütungen auf Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt.

VORZEITIGE BEENDIGUNG UND ZEITLICHES AUSLAUFEN DER DIENSTVERTRÄGE

Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen. Ferner erfolgt keine Abfindungszahlung, wenn die Beendigung der Vorstandstätigkeit einvernehmlich auf Wunsch eines Vorstandsmitglieds erfolgt oder ein wichtiger Grund zur Kündigung des Anstellungsverhältnisses durch die Gesellschaft besteht.

Mit allen Vorstandsmitgliedern kann ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart werden. In diesem Falle erhält das jeweilige Vorstandsmitglied als Entschädigung hierfür 50 % seiner Festvergütung für diese zwölf Monate.

D & O-VERSICHERUNG

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D & O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 Aktiengesetz abgeschlossen.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten seit dem Geschäftsjahr 2013 eine jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine zusätzliche jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhalten eine zusätzliche jährliche Vergütung von jeweils 30.000 €.

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.000 €, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt entsprechend für Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen.

Die Vergütung ist zahlbar nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsratsmitglieds für das jeweilige Geschäftsjahr entscheidet, für das die Vergütung zu zahlen ist.

Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern auf Nachweis angemessene Auslagen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben. Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt.

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In € Vergütung Sitzungsgelder Gesamtvergütung per 31. Dezember 2016 Gesamtvergütung per 31. Dezember 2015
Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender) 120.000 7.500 127.500 126.000
Regina Hufnagel (stellv. Vorsitzende) 90.000 12.000 102.000 98.500
Dr. Michael Becker 90.000 10.500 100.500 98.500
Ursula Buck (ab 11. Mai 2016) 40.000 6.500 46.500 0
Harald Feist 60.000 10.000 70.000 66.000
Horst-Otto Gerberding 60.000 7.500 67.500 66.000
Dr. Peter Grafoner (bis 11. Mai 2016) 25.000 3.000 28.000 68.500
Jeanette Härtling (ab 11. Mai 2016) 40.000 4.000 44.000 0
Christiane Jarke (bis 11. Mai 2016) 25.000 2.500 27.500 63.500
Andre Kirchhoff (ab 11. Mai 2016) 40.000 4.000 44.000 0
Gerd Lösing (bis 11. Mai 2016) 25.000 2.000 27.000 65.000
Prof. Dr. Andrea Pfeifer 60.000 6.000 66.000 65.000
Dr. Winfried Steeger 60.000 10.500 70.500 68.500
Helmut Tacke (bis 11. Mai 2016) 25.000 2.000 27.000 67.500
Dr. Ludwig Tumbrink (ab 11. Mai 2016) 40.000 4.000 44.000 0
Peter Winkelmann 60.000 11.500 71.500 68.500
860.000 103.500 963.500 921.500

D & O-VERSICHERUNG

In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen worden.

Angaben gemäß Paragraph 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Symrise AG ist unverändert und beläuft sich auf 129.812.574 €. Das Grundkapital ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht.
Die Sun Life Financial Inc., Toronto, Kanada, hat uns auch im Namen ihrer Tochtergesellschaften im Mai 2015 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 10 %-Schwelle wieder überschritten hat und mit 10,62 % weiterhin über der 10 %-Schwelle liegt.
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000.000 € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;

b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;

c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;

d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;

e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- beziehungsweise Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 23.000.000,00 € nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren.

Zur Erfüllung der gewährten Bezugsrechte ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 23.00 0.00 0,00 € durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 13. Mai 2018 begeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital). Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. 6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-/Optionsschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Wandlungs-/Optionsfristen.
Ferner ist der Vorstand bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.

b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.

bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:

aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.

d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.

e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.

f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.

g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control-Regelung. Diese sieht vor, dass ein Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrags hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 nicht überschreiten.

Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung- und-corporate-governance-bericht.

Konzerngewinn- und -verlustrechnung mit separater Darstellung der Sondereffekte des Geschäftsjahres 2016

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In T€ 2015 2016 Normalisiert Sondereffekte* 2016
Umsatzerlöse 2.601.730 2.903.187 0 2.903.187
Herstellungskosten - 1.490.141 - 1.706.944 - 10.774 - 1.717.718
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.111.589 1.196.243 - 10.774 1.185.469
Vertriebskosten - 426.912 - 466.530 - 2.261 - 468.791
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 169.640 - 185.980 - 172 - 186.152
Verwaltungskosten - 148.484 - 149.502 - 8.990 - 158.492
Sonstige betriebliche Erträge 32.818 31.568 3.522 35.090
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 4.159 - 2.475 0 - 2.475
Betriebsergebnis/EBIT 395.212 423.322 - 18.674 404.649
Finanzerträge 4.541 4.186 4.186
Finanzaufwendungen - 48.860 - 47.835 - 2.224 - 50.059
Finanzergebnis - 44.319 - 43.649 - 2.224 - 45.873
Ergebnis vor Ertragsteuern 350.893 379.673 - 20.898 358.776
Ertragsteuern - 98.504 - 105.263 7.741 - 97.522
Jahresüberschuss 252.389 274.411 - 13.157 261.254
davon entfällt auf die Aktionäre der Symrise AG 246.778 265.867 - 13.157 252.710
davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile 5.611 8.544 0 8.544
Ergebnis je Aktie (in €)
- verwässert und unverwässert 1,90 2,05 1,95

* In den Sondereffekten sind einmalige, nicht wiederkehrende Sondereinflüsse aus Transaktions- und Integrationskosten sowie einmalige Bewertungseffekte im Zusammenhang mit der Pinova Akquisition berücksichtigt. Des Weiteren ist die Abschreibung auf eine Finanzbeteiligung in den Finanzaufwendungen enthalten. Die Sondereffekte betreffen das Segment Scent & Care in Höhe von 18.674 T€ und das Segment Nutrition in Höhe von 2.224 T€.

Konzernabschluss 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Konzerngewinn- und -verlustrechnung - 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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In T€ Anhang 2015 2016
Umsatzerlöse 4 2.601.730 2.903.187
Herstellungskosten 5 - 1.490.141 - 1.717.718
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.111.589 1.185.469
Vertriebskosten 7 - 426.912 - 468.791
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 8 - 169.640 - 186.152
Verwaltungskosten 9 - 148.484 - 158.492
Sonstige betriebliche Erträge 10 32.818 35.090
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 4.159 - 2.475
Betriebsergebnis/EBIT 395.212 404.649
Finanzerträge 4.541 4.186
Finanzaufwendungen - 48.860 - 50.059
Finanzergebnis 11 - 44.319 - 45.873
Ergebnis vor Ertragsteuern 350.893 358.776
Ertragsteuern 12 - 98.504 - 97.522
Jahresüberschuss 252.389 261.254
davon entfällt auf Aktionäre der Symrise AG 246.778 252.710
davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile 5.611 8.544
Ergebnis je Aktie (in €) verwässert und unverwässert 14 1,90 1,95

Konzerngesamtergebnisrechnung

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In T€ Anhang 2015 2016
Jahresüberschuss 252.389 261.254
davon entfällt auf Aktionäre der Symrise AG 246.778 252.710
davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile 5.611 8.544
Posten des sonstigen Ergebnisses, bei denen eine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung möglich ist
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 2.5
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind -16.747 - 3.813
Gewinne/Verluste aus Nettoinvestitionen -10.619 5.679
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag - 1.554 1.878
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 74 5
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) 34
Während des Geschäftsjahres erfasste Gewinne/Verluste - 1.815 - 1.553
Gegen den Geschäfts- oder Firmenwert umgegliederter Betrag 0 507
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag 1.832 882
Auf diese Bestandteile entfallende Ertragsteuern 3.526 - 2.830
Posten des sonstigen Ergebnisses, bei denen keine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung möglich ist
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen und ähnlichen Verpflichtungen 32 46.471 -63.869
Auf diese Bestandteile entfallende Ertragsteuern 12 -13.789 18.625
Sonstiges Ergebnis 7.231 -44.489
Konzerngesamtergebnis 259.620 216.765
davon entfällt auf Aktionäre der Symrise AG 253.838 207.895
davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile 5.782 8.870

Konzernbilanz

AKTIVA

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In T€ Anhang 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
VERMÖGENSWERTE
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 15 278.178 301.648
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 461.505 528.298
Vorräte 17 531.446 680.431
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 18 74.027 71.797
Finanzielle Vermögenswerte 19 9.088 29.147
Tatsächliche Ertragsteuerforderungen 23.252 23.567
1.377.496 1.634.888
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 20 2.005.489 2.113.200
Sachanlagen 21 690.135 857.378
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 22 16.808 19.001
Finanzielle Vermögenswerte 23 15.694 23.575
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 2.000
Latente Steueransprüche 24 78.210 102.805
2.806.336 3.117.959
4.183.832 4.752.847
PASSIVA
in T€ Anhang 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
VERBINDLICHKEITEN
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25 234.702 254.383
Finanzverbindlichkeiten 26 35.995 536.336
Sonstige Verbindlichkeiten 27 152.223 153.276
Sonstige Rückstellungen 28 7.064 14.394
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 29 5.573 11.968
Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten 30 65.869 57.553
501.426 1.027.910
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 26 1.373.260 1.213.545
Sonstige Verbindlichkeiten 5.180 6.932
Sonstige Rückstellungen 31 22.208 22.462
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 32 444.652 522.552
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 33 7.094 11.349
Latente Steuerverbindlichkeiten 24 227.848 203.956
Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten 13.929 11.967
2.094.171 1.992.763
SUMME VERBINDLICHKEITEN 2.595.597 3.020.673
EIGENKAPITAL 34
Gezeichnetes Kapital 129.813 129.813
Kapitalrücklage 1.375.957 1.375.957
Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) - 136.389 - 181.633
Kumulierte Währungskursdifferenzen - 62.707 - 62.520
Bilanzgewinn 259.210 408.111
Sonstige Rücklagen 2.448 2.316
Eigenkapital der Aktionäre der Symrise AG 1.568.332 1.672.044
Nicht beherrschende Anteile 35 19.903 60.130
SUMME EIGENKAPITAL 1.588.235 1.732.174
4.183.832 4.752.847

Konzernkapitalflussrechnung

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in T€ Anhang 2015 2016
Jahresüberschuss 252.389 261.254
Ertragsteuern 12 98.504 97.522
Zinsergebnis 11 44.458 49.362
Abschreibungen und Wertminderungen des Anlagevermögens 20, 21 176.969 201.903
Zunahme der langfristigen Verbindlichkeiten 9.032 347
Veränderung der langfristigen Vermögenswerte 14.664 - 2.944
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 1.091 - 13.398
Cashflow vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens 597.107 594.046
Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer kurzfristiger Vermögenswerte - 66.800 - 51.117
Zunahme der Vorräte - 49.333 - 88.043
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer kurzfristiger Verbindlichkeiten 31.919 4.158
Gezahlte Ertragsteuern -137.714 -120.273
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 375.179 338.771
Auszahlungen für Unternehmenserwerbe, zuzüglich erworbener liquider Mittel, für nachträglich bedingte Kaufpreiskomponenten sowie für Anteile an assoziierten Unternehmen 37 - 36.063 -261.870
Einzahlungen aus dem Verkauf eines Tochterunternehmens, abzüglich verkaufter liquider Mittel 37 11.566 114.049
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 14.507 - 12.696
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -118.208 -152.920
Auszahlungen für Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte - 821 - 593
Zuflüsse aus Anlagenabgängen 6.648 2.990
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -151.385 -311.040
Aufnahme (+)/Tilgung (-) von Bankkrediten -155.437 - 43.779
Aufnahme (+)/Tilgung (-) von sonstigen Finanzverbindlichkeiten 177.399 162.306
Gezahlte Zinsen - 32.602 - 39.640
Erhaltene Zinsen 43 1.242
Ausgeschüttete Dividenden 37 -100.717 -108.118
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen - 2.841 0
Einzahlung von Minderheiten aus Kapitalerhöhungen nach Transaktionskosten und Steuern 37 0 30.664
Auszahlungen für Finanzierungsleasingverbindlichkeiten - 1.175 - 921
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -115.330 1.754
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen 108.464 29.485
Wechselkursbedingte Veränderungen - 29.514 - 6.015
Summe der Veränderungen 78.950 23.470
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 1. Januar 199.228 278.178
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 31. Dezember 15 278.178 301.648

Die Konzernkapitalflussrechnung wird im Anhang unter TZ 37 erläutert.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

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In T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) Kumulierte Währungskursdifferenzen Bilanzgewinn
1. Januar 2015 129.813 1.375.957 - 169.159 - 37.075 112.169
Jahresüberschuss 0 0 0 0 246.778
Sonstiges Ergebnis 0 0 32.714 - 25.614 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 32.714 - 25.614 246.778
Entkonsolidierung 0 0 56 0 - 56
Ausgeschüttete Dividenden 0 0 0 0 - 97.359
Anteilsveränderungen an Tochterunternehmen 0 0 0 - 18 - 2.322
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 0 0 56 - 18 - 99.737
31. Dezember 2015 129.813 1.375.957 - 136.389 - 62.707 259.210

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In T€ Sonstige Rücklagen Summe Eigenkapital der Aktionäre der Symrise AG Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
1. Januar 2015 2.488 1.414.193 17.980 1.432.173
Jahresüberschuss 0 246.778 5.611 252.389
Sonstiges Ergebnis - 40 7.060 171 7.231
Konzerngesamtergebnis - 40 253.838 5.782 259.620
Entkonsolidierung 0 0 0 0
Ausgeschüttete Dividenden 0 - 97.359 - 3.358 - 100.717
Anteilsveränderungen an Tochterunternehmen 0 - 2.340 - 501 - 2.841
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 0 - 99.699 - 3.859 - 103.558
31. Dezember 2015 2.448 1.568.332 19.903 1.588.235

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In T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) Kumulierte Währungskursdifferenzen Bilanzgewinn
1. Januar 2016 129.813 1.375.957 - 136.389 - 62.707 259.210
Jahresüberschuss 0 0 0 0 252.710
Sonstiges Ergebnis 0 0 - 45.244 561 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 - 45.244 561 252.710
Unternehmenserwerbe 0 0 0 0 0
Entkonsolidierung 0 0 0 0 1.878
Ausgeschüttete Dividenden 0 0 0 0 - 103.850
Anteilsveränderungen an Tochterunternehmen 0 0 0 - 374 - 1.837
Erhöhung von Minderheiten aus Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 0 0 0 - 374 - 103.809
31. Dezember 2016 129.813 1.375.957 - 181.633 - 62.520 408.111

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In T€ Sonstige Rücklagen Summe Eigenkapital der Aktionäre der Symrise AG Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
1. Januar 2016 2.448 1.568.332 19.903 1.588.235
Jahresüberschuss 0 252.710 8.544 261.254
Sonstiges Ergebnis - 132 - 44.815 326 - 44.489
Konzerngesamtergebnis - 132 207.895 8.870 216.765
Unternehmenserwerbe 0 0 2.750 2.750
Entkonsolidierung 0 1.878 0 1.878
Ausgeschüttete Dividenden 0 - 103.850 - 4.268 - 108.118
Anteilsveränderungen an Tochterunternehmen 0 - 2.211 2.211 0
Erhöhung von Minderheiten aus Kapitalerhöhungen 0 0 30.664 30.664
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 0 - 104.183 31.357 - 72.826
31. Dezember 2016 2.316 1.672.044 60.130 1.732.174

Die Eigenkapitalentwicklung wird im Anhang unter TZ 34 erläutert.

Konzernanhang

1. ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die Symrise Aktiengesellschaft (Symrise AG, nachstehend auch bezeichnet als "Symrise" oder "wir") ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts und Muttergesellschaft des Symrise Konzerns mit Sitz in 37603 Holzminden, Mühlenfeldstraße 1, Deutschland und im Handelsregister des Amtsgerichts Hildesheim unter der Registernummer HRB 200436 eingetragen. Symrise ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmackstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen, funktionalen Inhaltsstoffen sowie von Produktlösungen für verbesserte Sensorik und Ernährung.

Die Aktien der Symrise AG sind zum Handel am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard zugelassen und im MDAX geführt.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 wurden am 8. März 2017 durch Beschluss des Vorstands zur Vorlage an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats sowie zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben.

Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Symrise AG wurden nach den zum Bilanzstichtag geltenden Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und den ergänzenden, nach § 315a Abs. 1 des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) anzuwendenden, handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Konzernkapitalflussrechnung sowie der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung als Konzernanhang in den Konzernabschluss aufzunehmen und damit integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses sind.

Zur übersichtlicheren Darstellung haben wir in der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und -verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen dargestellt. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Anwendung des historischen Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert, und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt und auf volle Tausend Euro (T€) gerundet; dabei können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Abweichende Angaben werden explizit genannt. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen wurden auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Die im Geschäftsjahr 2016 neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkungen.

Die nachfolgenden, vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsstandards sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden von Symrise auch nicht vorzeitig angewandt:

Die "Änderungen an IAS 7 - Angabeninitiative" haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (zum Beispiel Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften). Anzugeben sind zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Änderungen. Das IASB schlägt vor, die Angaben in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz darzustellen, lässt aber auch andere Darstellungen zu. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Um den neuen Angabepflichten zu genügen, beabsichtigen wir die Darstellung einer Überleitungsrechnung zwischen dem Anfangs- und Endbestand für Verbindlichkeiten, die Veränderungen im Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit aufweisen.
Die "Änderungen an IAS 12 - Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste" verdeutlichen die Bilanzierung der latenten Steueransprüche für nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich durch diese Anpassung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.
IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS 39 ersetzen. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Wertminderungsmodell, basierend auf den erwarteten Kreditausfällen, ein. Der Standard enthält weiterhin neue Regelungen zur Anwendung des Hedge Accountings. IFRS 9 wurde mit der Verordnung (EU) 2016/2067 vom 22. November 2016 in europäisches Recht übernommen und ist erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig. Symrise plant den Standard erstmalig auf das Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2018 anzuwenden.

Die genauen Auswirkungen der erstmaligen Anwendung auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 sind heute noch nicht bekannt und können auch nicht verlässlich geschätzt werden, da sie unter anderem davon abhängen, welche Finanzinstrumente zu diesem Stichtag gehalten werden, wie die wirtschaftlichen Bedingungen sein werden und wie Bilanzierungswahlrechte und Entscheidungen in Zukunft getroffen werden.

Symrise hat bereits begonnen, die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 auf Basis der heute bilanzierten Geschäfte zu untersuchen. Die bisherige Beurteilung basiert auf den uns im Konzern vorliegenden Informationen und kann sich durch tiefergehende Analysen oder weitere künftig vorliegende Informationen ändern.

Auf Basis der uns heute vorliegenden Informationen gehen wir davon aus, dass die mit dem Standard einhergehenden Änderungen im Bereich der Klassifizierung und Bewertung sowie des künftigen Hedge Accountings keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Symrise AG erwarten lassen:

a) Klassifizierung und Bewertung

IFRS 9 beinhaltet eine neue Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte. Die Klassifizierung beruht zum einen auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens für die Verwaltung der finanziellen Vermögenswerte (Geschäftsmodellbedingung) und zum anderen auf den Charakteristika der mit finanziellen Vermögenswerten einhergehenden Cashflows (Zahlungsstrombedingung). IFRS 9 unterscheidet zur Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte folgende Bewertungskategorien: Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) und erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI). Die bestehenden Bewertungskategorien des IAS 39 werden dadurch ersetzt.

Alle in IAS 39 enthaltenen Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten werden dagegen unverändert in IFRS 9 übernommen. Die einzige unter IFRS 9 eingeführte Änderung für finanzielle Verbindlichkeiten bezieht sich auf Verbindlichkeiten, die unter Anwendung der Fair Value-Option in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVTPL) eingestuft werden. Derzeit gibt es im Symrise Konzern keine finanziellen Verbindlichkeiten, auf die die Fair Value-Option angewendet wird.

Ausgehend von den vorliegenden Untersuchungsergebnissen der Auswirkungen von IFRS 9 auf den Symrise Konzern erwarten wir, dass die neuen Klassifizierungsvorschriften keine wesentlichen Auswirkungen hätten, wenn der neue Standard auf die am 31. Dezember 2016 vorhandenen Geschäftsvorfälle anzuwenden wäre.

b) Wertminderungen

Mit der Einführung des neuen Wertminderungsmodells in IFRS 9 wird das bisherige Incurred Losses-Modell des IAS 39 abgelöst. Den neuen Wertminderungsvorschriften liegt ein stärker auf die Zukunft ausgerichtetes Expected Losses-Modell zugrunde. Das Modell findet auf zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie auf vertragliche Vermögenswerte nach IFRS 15 Anwendung. Davon ausgenommen sind erfolgsneutral zum Fair Value bewertete Eigenkapitalinstrumente.

Symrise plant, den nach IFRS 9 zulässigen, vereinfachten Ansatz für die Ermittlung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anzuwenden. Aufgrund der kurzen Laufzeiten und der hohen Qualität der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gehen wir heute davon aus, dass die Auswirkungen der Implementierung des neuen Wertminderungsmodells eher gering ausfallen werden.

c) Hedge Accounting

Aufgrund der noch ausstehenden Entwicklungen zu den Regelungen des Macro Hedgings besteht im Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 bezüglich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen das einmalige Wahlrecht, die Regelungen des IAS 39 statt von IFRS 9 bis auf weiteres anzuwenden. Symrise plant derzeit, die neuen Regelungen des IFRS 9 anzuwenden.

Die zum Bilanzstichtag im Hedge Accounting designierten Sicherungsgeschäfte würden auch die Voraussetzung für das Hedge Accounting nach IFRS 9 erfüllen. Bestimmte Wertkomponenten von Sicherungsinstrumenten sind nach IFRS 9 bewertungstechnisch genauer zu betrachten. Die sich hieraus ergebenden Änderungen werden derzeit noch untersucht. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Effekte nicht wesentlich sein werden.

Darüber hinaus erfordert IFRS 9 umfangreiche neue Angaben, insbesondere zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, und zum Kreditrisiko. Die Analyse zur Identifizierung, inwieweit eine Erweiterung der bisherigen Berichterstattung erforderlich ist, ist noch nicht abgeschlossen. In Bezug auf die in IFRS 9 definierten Übergangsvorschriften haben wir über das zuvor Genannte hinaus noch keine Wahl getroffen.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wird die Erfassung von Umsatzerlösen regeln und IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Umsatzerlöse" ersetzen. IFRS 15 wurde mit der Verordnung (EU) 2016/1905 vom 22. September 2016 in europäisches Recht übernommen und ist erstmals in den Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig. Symrise plant, den Standard erstmalig auf das Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2018 anzuwenden. Die Entscheidung, welche der zur Verfügung stehenden Übergangsmethoden und Vereinfachungen in Anspruch genommen werden sollen, haben wir noch nicht abschließend getroffen.

Die Umsatzrealisierung erfolgt derzeit, wenn die Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen werden. Der Umsatz wird also dann erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft Symrise zufließt und bei Symrise kein weiter bestehendes Verfügungsrecht oder eine wirksame Verfügungsgewalt verbleibt. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse regelmäßig dann realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter/Dienstleistungen erhält. Bei Symrise ist dies grundsätzlich der Zeitpunkt des Gefahrenübergangs, der nach den mit den Kunden vertraglich vereinbarten INCOTERMs (International Commercial Terms) bestimmt wird.

Gemäß IFRS 15 werden Umsatzerlöse aus der Übertragung der vereinbarten Güter beziehungsweise Dienstleistungen mit dem Betrag abgebildet, der der Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen für die gelieferten Güter beziehungsweise erbrachten Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. IFRS 15 enthält Vorgaben zum Ausweis der aus Verträgen mit Kunden resultierenden Leistungsüberschüsse und -verpflichtungen, das heißt für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die sich aus der vom Unternehmen erbrachten Leistung beziehungsweise aus der Zahlung des Kunden ergeben. Der neue Standard fordert zudem zusätzliche Anhangangaben zu Art, Höhe, zeitlichem Anfall sowie den Unsicherheiten von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen.

Symrise hat eine erste Einschätzung der möglichen Auswirkungen aus der Einführung von IFRS 15 vorgenommen:

Basierend auf den bislang durchgeführten Analysen erwarten wir derzeit keine wesentlichen Änderungen des Gesamtbetrags der erfassten Umsatzerlöse. Leistungsverpflichtungen, die über einen Zeitraum erfüllt werden, werden gegenwärtig von Symrise nicht erbracht. Aus den darüber hinaus in IFRS 15 geregelten diversen Sonderthemen wie zum Beispiel die Behandlung von Aufwendungen zur Erlangung und Erfüllung eines Vertrags, Rückgaberechte oder Kundenbindungsprogramme erwarten wir nach unserem derzeitigen Kenntnisstand keine wesentlichen Änderungen.

Auf Basis der uns heute vorliegenden Informationen über bestehende Geschäfte gehen wir somit davon aus, dass sich aus der Anwendung des IFRS 15 neben zusätzlichen quantitativen und qualitativen Anhangangaben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Symrise ergeben werden. Nichtsdestotrotz setzen wir unsere im vergangenen Jahr aufgenommene Projektarbeit fort, um weiter detailliert die Auswirkungen auszuwerten.
IFRIC 22 "Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen" adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert beziehungsweise die resultierende Verbindlichkeit erstmals erfasst wird. Die Interpretation ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.
IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ersetzt den bisherigen IAS 17 und die zugehörigen Interpretationen und führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse grundsätzlich in der Bilanz des Leasing-nehmers zu erfassen sind. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard. Da Symrise gegenwärtig nicht als Leasinggeber auftritt, gehen wir auf die Auswirkungen für Leasinggeber durch IFRS 16 nicht weiter ein. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist unter der Voraussetzung der gleichzeitigen Anwendung von IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" möglich. Vorbehaltlich eines entsprechenden EU-Endorsements wird Symrise den Standard erstmalig für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2019 verpflichtend anwenden.

Die Bilanzierung beim Leasingnehmer nach IFRS 16 erfolgt auf der Basis eines Nutzungsrechtsmodells (Right-of-Use Model). Demnach besteht ein Leasingverhältnis, wenn ein Vertrag das Recht einräumt, den Nutzen eines bestimmten Vermögenswerts über einen festgelegten Zeitraum gegen Entgelt zu kontrollieren. Dabei sind in der Bilanz des Leasingnehmers Vermögenswerte für die Nutzungsrechte (Right-of-Use Asset) an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen anzusetzen. Darüber hinaus existiert ein Wahlrecht, bei kurzfristigen Leasingverhältnissen mit einer Gesamtlaufzeit von maximal zwölf Monaten und bei Leasingverhältnissen geringwertiger Vermögenswerte mit einem Neuwert von höchstens 5.000 USD (Low-Value Assets) den Right-of-Use Ansatz nicht anzuwenden. Low-Value Assets sind hierbei Bestandteile von Leasingverhältnissen, die einzeln betrachtet unwesentlich für die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens sind. Bei Inanspruchnahme dieses Wahlrechts wird der Leasingvertrag vergleichbar zu den bislang geltenden Regelungen des IAS 17 zu operativen Leasingverhältnissen bilanziert. Darüber hinaus sind künftig umfangreichere qualitative und quantitative Angaben vorzunehmen.

Wir haben mit einer ersten Beurteilung der möglichen Auswirkungen auf den Symrise Konzernabschluss begonnen:

Für alle operativen Leasingverhältnisse sind mit Ausnahme der genannten Vereinfachungsregelungen neue Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu erfassen. Darüber hinaus wird sich die Art der Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, ändern, da IFRS 16 die linearen Aufwendungen für operative Leasingverhältnisse durch einen Abschreibungsaufwand für Nutzungsrechte, der Right-of-Use Assets, und Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten aus dem Leasingverhältnis ersetzt. Es werden gegenwärtig keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzierungsleasingverhältnisse des Konzerns erwartet. In IFRS 16 sind zudem besondere Übergangsvorschriften für bei Erstanwendung bereits bestehende Leasingverträge sowie für den Übergangsansatz von IFRS 16 (retrospektiv oder modifiziert retrospektiv mit optionalen praktischen Vereinfachungsregeln) definiert, über deren Ausübung wir aber noch nicht entschieden haben. Wir können die Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf die berichteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten noch nicht beziffern. Ohne derzeit konkrete quantitative Angaben machen zu können, wird sich bei Erstanwendung die Bilanzsumme infolge neuer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhöhen und damit die Eigenkapitalquote vermindern. Die quantitativen Auswirkungen hängen unter anderem von der gewählten Übergangsmethode, dem Umfang, in dem die praktischen Vereinfachungsregeln und Ausnahmeregelungen für die Erfassung angewendet werden, und allen zusätzlichen Leasingverhältnissen, die der Konzern noch eingehen wird, ab.

Die übrigen veröffentlichten, zum Teil von der EU noch nicht übernommenen, geänderten Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Bei Anerkennung dieser Standards durch die EU, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, ist von Symrise keine vorzeitige Anwendung dieser Standards vorgesehen.

2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen sowie Quellen von Schätzungsunsicherheiten

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS macht es erforderlich, dass der Vorstand Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen vornimmt, die die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und den Wert der ausgewiesenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag, Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Unsere Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Informationen und Plandaten sowie Informationen über wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den Branchen oder Regionen, in denen wir oder unsere Kunden tätig sind. Deren Veränderung könnte sich nachteilig auf unsere Schätzungen auswirken. Unsere Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere Schätzungen über die künftige Entwicklung der zugrunde liegenden Ungewissheiten angemessen sind, können die tatsächlichen Ergebnisse von den ursprünglich von uns getroffenen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Die hieraus resultierenden Wertänderungen werden in der Berichtsperiode berücksichtigt, in der die Änderung vorgenommen wird, sowie in den hiervon betroffenen künftigen Berichtsperioden.

Nachfolgend führen wir die häufigsten Ermessensentscheidungen und von Schätzungen und Annahmen betroffenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen und daher für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entscheidend sind.

PRÜFUNG VON WERTMINDERUNGEN DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS, ANDERER IMMATERIELLER VERMÖGENSWERTE UND DES SACHANLAGEVERMÖGENS SOWIE BESTIMMUNG DER NUTZUNGSDAUER

Symrise überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert einer Wertminderung unterliegt. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Zur Schätzung des erzielbaren Betrags muss der Symrise Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Dazu werden Annahmen und Schätzungen über zukünftige Cashflows verwendet, die komplexer Natur und mit erheblichen Ermessensausübungen und Annahmen hinsichtlich künftiger Entwicklungen verbunden sind. Sie können durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel durch Änderungen unserer internen Prognosen oder der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Daher können die tatsächlichen Cashflows und Werte erheblich von den prognostizierten künftigen Cashflows und Werten abweichen, die anhand der abgezinsten Zahlungsströme ermittelt wurden. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere in der Vergangenheit getroffenen Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnten abweichende Annahmen und Schätzungen unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Außerdem werden die Ergebnisse der Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte von der Aufteilung dieser Geschäfts- oder Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten beeinflusst. Weitere Informationen sind unter TZ 2.5 zu finden.

Alle immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) sowie das Sachanlagevermögen (ohne Grund und Boden) haben eine bestimmte Nutzungsdauer. Deshalb sind die Anschaffungskosten für immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer zu verteilen. Ermessensausübungen sind bei der Bestimmung der Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts und des Sachanlagevermögens erforderlich, da Symrise hier den Zeitraum schätzt, in dem der Vermögenswert voraussichtlich einen wirtschaftlichen Nutzen bringt. Der Abschreibungszeitraum hat Auswirkungen auf die in den einzelnen Perioden erfassten Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen. Weitere Informationen finden sich unter TZ 2.5.

ANSATZ VON SELBST GESCHAFFENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN IM RAHMEN VON ENTWICKLUNGSAKTIVITÄT EN

Aus eigenen Entwicklungen entstandene immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend der unter TZ 2.5 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die Bestimmung, ob ein selbst geschaffener immaterieller Vermögenswert als immaterieller Vermögenswert in der Bilanz anzusetzen ist, ist mit erheblichem Ermessen verbunden; insbesondere die Bestimmung, ob die Aktivitäten als Forschungs- oder als Entwicklungsaktivitäten einzustufen sind und ob die Ansatzkriterien für immaterielle Vermögenswerte erfüllt sind. Dies erfordert Annahmen über Marktbedingungen, Kundennachfrage und andere Entwicklungen in der Zukunft. Zur Bestimmung, ob der zu entwickelnde Vermögenswert in der Zukunft genutzt oder verkauft werden kann, hat die Unternehmensleitung unter anderem Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows vorzunehmen.

BILANZIERUNG VON TATSÄCHLICHEN ERTRAGSTEUERN UND LATENTEN STEUERN

Aufgrund der international ausgerichteten Geschäftstätigkeit von Symrise werden Erlöse in zahlreichen Ländern außerhalb Deutschlands erzielt und unterliegen dabei den sich ändernden Steuergesetzen der jeweiligen Rechtsordnungen. Unsere gewöhnliche Geschäftstätigkeit umfasst zudem Transaktionen, bei denen die letztendlichen steuerlichen Folgen ungewiss sind, zum Beispiel Verrechnungspreise und Kostenumlageverträge zwischen Symrise Gesellschaften. Darüber hinaus sind die von Symrise gezahlten Ertragsteuern grundsätzlich Gegenstand von laufenden Betriebsprüfungen in- und ausländischer Steuerbehörden. Daher sind Ermessensausübungen für die Bestimmung unserer weltweiten Ertragsteuerrückstellungen erforderlich. Wir haben die Entwicklung der ungewissen Steuerfestsetzungen auf der Basis der derzeitigen Steuergesetze und unserer Auslegungen derselben angemessen geschätzt. Diese Ermessensausübungen können wesentliche Auswirkungen auf unsere Ertragsteueraufwendungen, Ertragsteuerrückstellungen und unseren Gewinn nach Steuern haben.

Wir beurteilen jährlich, ob steuerliche Verlustvorträge in einem überschaubaren Zeitraum genutzt und mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. In dem Umfang, in dem dies nicht möglich ist, werden latente Steueransprüche gemindert. Dies erfordert, dass wir Schätzungen, Ermessensausübungen und Annahmen über die steuerlichen Gewinne jeder Konzerngesellschaft vornehmen. Bei der Beurteilung unserer Fähigkeit, unsere latenten Steueransprüche zu nutzen, berücksichtigen wir sämtliche verfügbaren Informationen einschließlich des in der Vergangenheit erzielten zu versteuernden Einkommens und des prognostizierten zu versteuernden Einkommens in den Perioden, in denen sich die latenten Steueransprüche voraussichtlich realisieren. Bei der Beurteilung des zukünftigen zu versteuernden Einkommens wurden die erwarteten Marktbedingungen sowie andere Tatbestände und Sachverhalte zugrunde gelegt. Jegliche nachteilige Veränderung dieser zugrunde liegenden Tatbestände oder unserer Schätzungen und Annahmen könnte eine Reduzierung des Saldos unserer latenten Steueransprüche erfordern.

PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN AUS ANLASS DER BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Der Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen und der Verpflichtung, zusätzliche medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen, wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeitsraten, künftige Rentensteigerungen sowie Kostensteigerungen für medizinische Versorgungsleistungen und ist somit mit erheblichem Ermessen verbunden.

Die Abzinsungsfaktoren sind auf Grundlage der Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden, zu bestimmen. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungsfaktoren auf Marktrenditen von Regierungsanleihen.

Aufgrund einer schwankenden Markt- und Wirtschaftslage kann die tatsächliche Entwicklung von den zugrunde gelegten Prämissen abweichen, was wesentliche Auswirkungen auf die Verpflichtung für Pensionen und sonstige Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben kann. Wegen der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen großen Unsicherheiten.

BEWERTUNG VON FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Beurteilung der Einbringlichkeit von Forderungen umfasst Einschätzungen und Beurteilungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis aufbauen, die sich erheblich ändern können. Dies gilt sowohl für einzelne Forderungen als auch für das gesamte Portfolio. So müssen wir beurteilen, ob der Eintritt eines Forderungsausfalls wahrscheinlich ist und die Höhe eines solchen Ausfalls verlässlich geschätzt werden kann. Auch die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigung für die restlichen Forderungen auf der Grundlage der in der Vergangenheit festgestellten Forderungsausfälle ist mit erheblichem Ermessen verbunden, da die Vergangenheit möglicherweise nicht repräsentativ für die künftige Entwicklung ist. Änderungen unserer Schätzungen in Bezug auf die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen können wesentliche Auswirkungen auf die in unserem Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Aufwendungen haben.

BILANZIERUNG VON RÜCKSTELLUNGEN FÜR RECHTSSTREITIGKEITEN UND LANGFRISTIGE VERGÜTUNGSPROGRAMM E

Die Bestimmung von Rückstellungen ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden. Symrise ist in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass Symrise straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Wir überprüfen den Status jedes Sachverhalts mindestens auf vierteljährlicher Basis und nehmen eine Beurteilung des potenziellen finanziellen und geschäftlichen Risikos vor. Bei der Bestimmung, ob und wenn ja, in welcher Höhe eine Rückstellung zu bilden oder eine Angabe als Eventualverbindlichkeit erforderlich ist, sind erhebliche Ermessensausübungen erforderlich. Aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf diese Sachverhalte basieren die Rückstellungen auf den bestmöglichen Informationen, die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbar sind.

Symrise gewährt langfristige Vergütungsprogramme mit Barausgleich. Bei der Schätzung der beizulegenden Zeitwerte unserer anteilsorientierten Vergütungen greifen wir auf Annahmen zurück, die sich unter anderem auf die erwartete Volatilität eines künftigen Aktienindexes von Vergleichsunternehmen der Duftstoff- und Aromenindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie beziehen. Darüber hinaus hängt die Höhe des finalen Auszahlungsbetrags für diese Vergütungsprogramme vom Kurs der Symrise Aktie im Vergleich zu diesem Aktienindex zum vereinbarten Stichtag ab. Die Annahmen des Optionspreismodells haben Auswirkungen auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts und damit auf die Höhe und die zeitliche Verteilung unserer Aufwendungen für langfristige Vergütungsprogramme. Änderungen dieser Faktoren können die Schätzung der beizulegenden Zeitwerte und die künftigen Auszahlungen wesentlich beeinflussen.

ANNAHMEN UND EINSCHÄTZUNGEN FÜR WEITERE BILANZPOSTEN

Annahmen und Einschätzungen sind zudem für die Bewertung von sonstigen Eventualverbindlichkeiten, sonstigen Rückstellungen und Derivaten notwendig.

Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind unter TZ 2.5 erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Einschätzungen abweichen, sodass dann wesentliche Anpassungen der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten erforderlich sind.

2.4 Grundsätze der Einbeziehung von Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss und der Konsolidierungskreis

GRUNDSÄTZE DER EINBEZIEHUNG VON TOCHTERUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Vollkonsolidierung

Alle Tochterunternehmen sind in den Konzernabschluss einbezogen und werden vollkonsolidiert. Dazu werden der Abschluss des Mutterunternehmens und die Abschlüsse der Tochtergesellschaften unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Bilanzstichtag aufgestellt. Es werden Anpassungen vorgenommen, um aus lokalen rechtlichen Bestimmungen resultierende Unterschiede in Ansatz und Bewertung auszugleichen.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen und nicht realisierten Gewinne aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Unrealisierte Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Konzernanschaffungs- und -herstellungskosten können künftig nicht erzielt werden.

Die Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, das heißt ab dem Zeitpunkt, an dem die Symrise AG einen beherrschenden Einfluss erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben werden im Erwerbszeitpunkt grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Soweit die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs das anteilige neu bewertete Reinvermögen des Akquisitionsobjekts übersteigen, kommt in Höhe des Unterschiedsbetrags ein Geschäfts- oder Firmenwert zum Ansatz. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter können bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet werden. Symrise wendet letztere Methode an. Die Aufwendungen und Erträge der erworbenen Tochterunternehmen gehen vom Erwerbszeitpunkt an in die Konzerngewinn- und verlustrechnung ein.

Equity-Methode

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und zunächst mit den Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten angesetzt.

Nach dem Erwerbszeitpunkt wird der Anteil am Ergebnis des assoziierten Unternehmens in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. Der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird unmittelbar im sonstigen Ergebnis des Konzerneigenkapitals abgebildet. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens entsprechend.

Ein im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandener Goodwill wird im Beteiligungsbuchwert ausgewiesen und nicht planmäßig abgeschrieben. Bei Vorliegen entsprechender Indikatoren wird der Beteiligungsbuchwert der nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen einem Werthaltigkeitstest unterzogen.

Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Symrise Konzern und assoziierten Unternehmen werden entsprechend des Beteiligungsanteils eliminiert. Sofern die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen, erfolgt die Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts nach bestmöglicher Schätzung.

Unsere Beteiligung an Therapeutic Peptides Inc. (USA) haben wir aus Wesentlichkeitsgründen nicht gesondert ausgewiesen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Symrise AG als Mutterunternehmen alle in- und ausländischen Unternehmen, die die Symrise AG direkt oder indirekt beherrscht beziehungsweise auf die sie einen maßgeblichen Einfluss hat. Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Symrise AG aufgrund der tatsächlichen oder faktischen Mehrheit der Stimmrechte die Kontrolle über die Geschäfts- und Finanzpolitik innehat, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen, und damit die Beherrschungsmöglichkeit besitzt. Darüber hinaus ist Symrise schwankenden Renditen aus seinem Engagement in den Beteiligungsunternehmen ausgesetzt oder besitzt Anrechte auf diese und hat die Fähigkeit, die Renditen zu beeinflussen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Symrise AG über einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik verfügt, die aber weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind.

Im Geschäftsjahr 2016 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt entwickelt:

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31. Dezember 2015 Zugänge Abgänge 31. Dezember 2016
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Inland 10 - - 10
Ausland 82 13 7 88
At-equity bewertete assoziierte Unternehmen
Ausland 1 1 - 2
Gesamt 93 14 7 100

Im Geschäftsjahr 2016 wurden folgende Gesellschaften gegründet:

Symrise Parsian (Iran),
Probi US, Inc. (USA),
Diana Food Canada Inc. (Kanada),
Symrise Flavors & Fragrances (Nantong) Co. Ltd. (China) und
SPF (Chuzhou) Pet Food Co. Ltd. (China).

Im Rahmen von Unternehmenserwerben sind sechs Tochtergesellschaften zugegangen, Details dazu siehe im weiteren Verlauf dieses Kapitels. Des Weiteren haben wir zwei bislang inaktive Gesellschaften in die Zahl der konsolidierten Tochterunternehmen aufgenommen.

Der Zugang bei den at-equity bewerteten assoziierten Unternehmen resultiert aus dem Erwerb von 26,28 % der Anteile an der französischen Octopepper SAS durch das ebenfalls französische Tochterunternehmen Specialites Pet Food SAS am 18. März 2016.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden die folgenden Verschmelzungen vorgenommen:

Confoco USA International Ltd. auf Diana Natural Inc. (beide USA),
DianaPlantScience Inc. und Diana Aquasea Inc. auf Diana US Inc. (sämtlich USA),
Diana Naturals Chile Ltda. auf Diana Naturals Chile SpA (beide Chile) und
Pinova Holdings Inc. und Renessenz LLC auf Symrise Inc. (sämtlich USA).

Die ebenfalls US-amerikanische Pinova Inc. wurde mit Wirkung zum 9. Dezember 2016 verkauft, Details dazu siehe im weiteren Verlauf dieses Kapitels.

Aufgrund der zuvor beschriebenen Veränderungen erhöhte sich die Zahl der vollkonsolidierten Unternehmen auf 98 und die der assoziierten Unternehmen auf zwei Unternehmen.

Unternehmenserwerbe

PINOVA GRUPPE

Die Transaktion ist bereits im letzten Konzernabschluss im Anhang unter TZ 51 (Ereignisse nach dem Bilanzstichtag) beschrieben worden. Wir zeigen nachfolgend lediglich die Veränderungen gegenüber dieser Darstellung auf.

Das finale Transaktionsvolumen beläuft sich auf 412,4 Mio. USD. Davon entfallen unverändert 235,0 Mio. USD auf die Tilgung erworbener Finanzverbindlichkeiten in Form von Bank- und Gesellschafterdarlehen. Die verbleibenden 177,4 Mio. USD stellen den Kaufpreis im Sinne von IFRS 3 dar. Die Anfang Januar 2016 zu leistende Zahlung bestand aus einer Basiskomponente, die um vertraglich definierte Bilanzgrößen zum Akquisitionszeitpunkt anzupassen war. Bei Zahlung waren zunächst vorläufige Werte zugrunde gelegt worden. Auf Basis der mittlerweile finalen Werte ergab sich eine Verringerung des Kaufpreises um 3,1 Mio. USD. Dieser Betrag wurde mit den Anfang Juli 2016 beziehungsweise im ersten Quartal 2017 fälligen Zahlungen aus dem Treuhandkonto in Höhe von insgesamt 20,0 Mio. USD verrechnet. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 verbleibt eine ausstehende Zahlung in Höhe von 8,5 Mio. USD.

Die übernommenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einschließlich Eventualverbindlichkeiten sind zu folgenden beizulegenden Zeitwerten angesetzt:

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In TUSD Erfasster Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 1.859
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.947
Vorräte 98.311
Immaterielle Vermögenswerte 109.513
Sachanlagen 134.839
Übrige Vermögenswerte 1.208
Finanzverbindlichkeiten - 235.030
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 27.561
Übrige Verbindlichkeiten - 8.284
Latente Steuerverbindlichkeiten - 14.396
Erworbenes Nettovermögen 102.406
Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 177.413
Geschäfts- oder Firmenwert 75.007

Die Kaufpreisallokation zu dieser Transaktion wurde Anfang Dezember 2016 abgeschlossen. Die im Zwischenbericht zum 30. Juni vorläufig erfassten Zeitwerte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt haben sich für die immateriellen Vermögenswerte (-17,5 Mio. USD) und die darauf entfallenden passiven latenten Steuern (6,9 Mio. USD) geändert. Aufgrund genauerer Informationen über die Geschäftsentwicklung, die bereits zum Erwerbszeitpunkt existierten, uns zum 30. Juni 2016 aber noch nicht in vollem Umfang bekannt waren, wurden Nachbearbeitungen notwendig. Alle übrigen Zeitwerte sind gegenüber der Darstellung im Halbjahresfinanzbericht unverändert geblieben.

In den übrigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 1,1 Mio. USD Verpflichtungen aus bestehenden Lieferkontrakten berücksichtigt. Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus Synergie- und Ertragspotenzialen, die aus der Eingliederung des operativen Geschäfts in den Symrise Konzern erwartet werden. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.

Seit dem Erwerbszeitpunkt trug die Gruppe mit 208,3 Mio. € zum Umsatz und mit - 7,5 Mio. € zum Konzernperiodenüberschuss bei. Dieser Konzernperiodenüberschuss ist in Höhe von 4,7 Mio. USD (4,2 Mio. €) durch einen einmaligen Aufwand, der in den Herstellungskosten berücksichtigt ist, belastet. Im Rahmen der Kaufpreisallokation waren die erworbenen Vorräte mit ihrem Verkaufspreis abzüglich noch ausstehender Aufwendungen für die Fertigstellung anzusetzen. Da diese erworbenen Vorräte bis zum 30. Juni 2016 verarbeitet und als Endprodukt verkauft wurden, war diese Aufwertung zusammen mit den übrigen Material- und Fertigungskosten im ersten Halbjahr vollständig ergebniswirksam zu erfassen.

Im Segment Scent & Care sind im Jahr 2016 darüber hinaus einmalige, nicht wiederkehrende Erwerbsnebenkosten für die Akquisition und Integration in Höhe von 17,9 Mio. € im operativen Ergebnis erfasst (Herstellungskosten: 6,5 Mio. €, Vertriebskosten: 2,2 Mio. €, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen: 0,2 Mio. €, Verwaltungskosten: 9,0 Mio. €).

SCELTA UMAMI GRUPPE

Die Transaktion ist bereits im letzten Konzernabschluss im Anhang unter TZ 51 (Ereignisse nach dem Bilanzstichtag) beschrieben worden. Wir zeigen nachfolgend lediglich die Veränderungen gegenüber dieser Darstellung auf. Die Kaufpreisallokation zum Erwerb von 60 % der Anteile an der niederländischen Scelta Umami Holding BV, der Muttergesellschaft der operativen Gesellschaft Scelta Umami BV, war Ende Juni 2016 abgeschlossen.

Die übernommenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Anteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt, sind zu folgenden beizulegenden Zeitwerten angesetzt:

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In T€ Erfasster Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 298
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 346
Vorräte 930
Immaterielle Vermögenswerte 7.008
Sachanlagen 1.616
Übrige Vermögenswerte 48
Finanzverbindlichkeiten - 1.155
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 282
Sonstige Verbindlichkeiten - 183
Latente Steuerverbindlichkeiten - 1.751
Nettovermögen 6.875
Nicht beherrschende Anteile - 2.750
Erworbenes Nettovermögen 4.125
Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 8.243
Geschäfts- oder Firmenwert 4.118

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus Synergie- und Ertragspotenzialen, die aus der Eingliederung des operativen Geschäfts in den Symrise Konzern erwartet werden. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.

Für diese Akquisition sind im Jahr 2016 keine signifikanten Transaktionskosten angefallen. Der Beitrag der erworbenen Geschäfte zum Konzernumsatz sowie zum Konzernperiodenüberschuss seit dem Erwerbszeitpunkt (6. Januar 2016) ist von untergeordneter Bedeutung.

NUTRA CANADA INC.

Mit Vertrag vom 12. Mai 2016 hat Diana Food Canada Inc. (Kanada), eine Tochter der Diana Naturals SAS (Frankreich), einen Kaufvertrag über den Erwerb sämtlicher Anteile an der Nutra Canada Inc. (Kanada) geschlossen. Der Abschluss dieser Transaktion (Closing) und damit die Erlangung der Beherrschung waren am selben Tag. Nutra Canada Inc. ist spezialisiert auf Frucht- und Pflanzenextrakte aus natürlichen Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Cranberry oder Spinat. Die Gesellschaft produziert, fördert und vermarktet Trockenpulver und Pflanzenextrakte und ergänzt damit das Portfolio an natürlichen, gesundheitsfördernden Wirkstoffen im Bereich Consumer Health als Teil des Segments Nutrition. Mit Ausnahme eines Teilbetrags in Höhe von 0,6 Mio. CAD, der für eine Laufzeit von 18 Monaten auf einem Treuhandkonto steht, war der Kaufpreis in Höhe von 6,3 Mio. CAD beziehungsweise 4,3 Mio. € in Barmitteln zu vergüten.

Die Kaufpreisallokation zu dieser Transaktion wurde Anfang Dezember 2016 abgeschlossen. Die im Zwischenbericht zum 30. Juni erfassten Buchwerte als vorläufige Zeitwerte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt wurden durch die mittlerweile finalen beizulegenden Zeitwerte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt ersetzt:

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In TCAD Erfasster Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 174
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 613
Vorräte 1.225
Immaterielle Vermögenswerte 5.966
Sachanlagen 4.957
Übrige Vermögenswerte 646
Finanzverbindlichkeiten - 5.544
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 502
Sonstige Verbindlichkeiten - 2.974
Latente Steuerverbindlichkeiten - 1.498
Nettovermögen 3.063
Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 6.252
Geschäfts- oder Firmenwert 3.189

Es gab keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Erwerbszeitpunkt, die als voraussichtlich uneinbringlich eingestuft wurden. Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus Synergie- und Ertragspotenzialen, die aus der Eingliederung des operativen Geschäfts in den Symrise Konzern erwartet werden. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.

Für diese Akquisition sind im Jahr 2016 keine signifikanten Erwerbsnebenkosten angefallen. Der Beitrag der erworbenen Geschäfte zum Konzernumsatz sowie zum Konzernperiodenüberschuss seit dem Erwerbszeitpunkt ist von untergeordneter Bedeutung.

NUTRACEUTIX

Mit Wirkung zum 3. Oktober 2016 (Closing) hat Probi US, Inc. (nachfolgend: Probi) im Wege des Erwerbs von Vermögenswerten (sogenannter Asset Deal) den bisher unter dem Namen Nutraceutix geführten Geschäftsbetrieb von TnTGamble, Inc. (USA) erworben. Nutraceutix ist mit zwei Standorten in Washington und Colorado, beide USA, einer der größten Produzenten und Zulieferer von Probiotika in Nordamerika mit sowohl US- als auch globalen Kunden (Endkunden und B2B Kunden). Die Akquisition ermöglicht Probi, mit erheblich vergrößerten Kapazitäten und einer verbesserten Präsenz im Markt beträchtlich zu wachsen. Darüber hinaus hat Probi nun Zugriff auf wichtige neue Technologien und trägt damit zur künftigen Wertschaffung im Segment Nutrition bei.

Der Kaufpreis besteht aus einer Basiskomponente von 105,0 Mio. USD, die um vertraglich definierte Bilanzgrößen zum Akquisitionszeitpunkt anzupassen war. Bei Closing waren zunächst vorläufige Werte zugrunde gelegt worden (106,5 Mio. USD beziehungsweise 95,3 Mio. €). Mit Ausnahme eines Teilbetrags in Höhe von 5,3 Mio. USD, der für eine Laufzeit von 18 Monaten auf einem Treuhandkonto steht, war der Betrag in Barmitteln zu vergüten.

Die beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lagen bei Erstellung dieses Abschlusses aufgrund der zeitlichen Nähe der Transaktion zum Abschlussstichtag noch nicht vor. Unter der Prämisse, dass diese zu Buchwerten übernommen werden würden, ergäbe sich folgender Unterschiedsbetrag:

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In TUSD Buchwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.124
Vorräte 6.605
Immaterielle Vermögenswerte 4.081
Sachanlagen 4.306
Übrige Vermögenswerte 228
Sonstige Verbindlichkeiten - 1.500
Nettovermögen 18.844
Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 106.452
Geschäfts- oder Firmenwert (vorläufig) 87.608

Es gab keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Erwerbszeitpunkt, die als voraussichtlich uneinbringlich eingestuft wurden. Der nach lokalen Vorschriften steuerlich abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus Synergie- und Ertragspotenzialen, die aus der Eingliederung des operativen Geschäfts in die Probi Gruppe und damit auch in den Symrise Konzern erwartet werden. Die erstmalige Bilanzierung dieser Akquisition ist noch als vorläufig anzusehen und basiert auf Schätzungen, die Gegenstand von Nachbearbeitungen sind, um Informationen über Fakten und Umstände zu berücksichtigen, die zum Erwerbszeitpunkt bereits existierten.

Für diese Akquisition sind im Jahr 2016 in den Verwaltungskosten Erwerbsnebenkosten in Höhe von 1,7 Mio. € angefallen. Seit dem Erwerbszeitpunkt trug Nutraceutix mit 7,6 Mio. € zum Umsatz und mit - 0,4 Mio. € zum Konzernperiodenüberschuss bei.

Unter der Annahme, dass der Erwerb von Nutraceutix bereits zum 1. Januar 2016 stattgefunden hätte, ergäben sich Konzernumsatzerlöse von 2.925,9 Mio. € sowie ein Konzernjahresüberschuss von 256,7 Mio. €. Bei der Angabe von Pro-Forma-Zahlen für die Konzernumsatzerlöse und den Konzernperiodenüberschuss unter der Annahme, dass sämtliche Unternehmenserwerbe 2016 bereits zum 1. Januar 2016 erfolgt wären, haben wir auf eine Einbeziehung der Pinova Gruppe aufgrund der zeitlichen Nähe zwischen dem 1. Januar 2016 und dem Tag der Beherrschung (7. Januar 2016) verzichtet, gleiches gilt für die Akquisition der Scelta Gruppe (6. Januar 2016). Die Auswirkungen aus dem Erwerb von Nutra Canada waren nicht signifikant und sind daher in der Darstellung ebenfalls nicht berücksichtigt.

Unternehmensverkauf

PINOVA INC.

Die US-amerikanische Pinova Inc. wurde mit Wirkung zum 9. Dezember 2016 an DRT verkauft. Der Kaufpreis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Der bei Abschluss der Transaktion in Barmitteln fällige Betrag basiert auf einer Basiskomponente von 150,0 Mio. USD, die um vertraglich definierte Bilanzposten zum Verkaufszeitpunkt angepasst wird. Für die Zahlung des Kaufpreises wurden zunächst vorläufige Werte zugrunde gelegt, es ergab sich danach ein vorläufiger Kaufpreis von 140,5 Mio. USD. Die Ermittlung der finalen Werte und damit des finalen Kaufpreises hat innerhalb von 90 Tagen nach Erwerbszeitpunkt zu erfolgen. Ein Teilbetrag in Höhe von 10,0 Mio. USD ist bis längstens 2018 auf einem Treuhandkonto geführt. Die Auszahlung dieses Teilbetrags wird um mögliche Kaufpreisreduzierungen in Folge der finalen Kaufpreisanpassung und um mögliche Schadenersatzansprüche gemindert.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dieser Gesellschaft waren vom Zeitpunkt, ab dem die Veräußerung höchstwahrscheinlich war (28. Oktober 2016), bis zum tatsächlichen Verkauf als zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe nach den Vorschriften des IFRS 5 zu klassifizieren. Aus den Bewertungsvorschriften des IFRS 5 ergab sich - vor dem Hintergrund des Kaufpreises - kein Wertminderungsbedarf. Die Veräußerungsgruppe umfasste die folgenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:

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In T€ Buchwert
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 3.363
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.802
Vorräte 37.004
Immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) 60.073
Sachanlagen 37.212
Übrige Vermögenswerte 218
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 14.838
Latente Steuerverbindlichkeiten - 27.832
Übrige Verbindlichkeiten - 1.293
Anteilig auszubuchender Geschäfts- oder Firmenwert 13.299
Abgehendes Eigenkapital 121.008
Veräußerungspreis 126.408
Veräußerungsgewinn 5.400

Die Gesellschaft war dem Segment Scent & Care zugeordnet. Der im Buchwert des verkauften Geschäftsbereichs enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert (13,3 Mio. €) wurde auf Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und dem Teil der zurückbehaltenen zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Neben dem sich daraus ergebenden Entkonsolidierungserfolg in Höhe von 5,4 Mio. € waren im sonstigen Ergebnis aufgelaufene Kursdifferenzen aus der Umrechnung (Verluste) in Höhe von 1,9 Mio. € erfasst, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern waren. Das saldierte Ergebnis von 3,5 Mio. € ist innerhalb des sonstigen betrieblichen Ertrags (siehe TZ 10) ausgewiesen.

2.5 Darstellung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Tochtergesellschaften der Symrise AG führen ihre Bücher in der jeweiligen funktionalen Währung. Die funktionale Währung ist die Währung, in der überwiegend Zahlungsmittel erwirtschaftet beziehungsweise verwendet werden. Da die Konzerngesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung regelmäßig die jeweilige Landeswährung, in Ausnahmefällen der US-Dollar. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Stichtagskurs am Periodenende umgerechnet, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Die Aufwendungen und Erträge werden mit dem Periodendurchschnittskurs umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge weist der Symrise Konzern ergebnisneutral als "kumulierte Währungskursdifferenzen" im Eigenkapital aus.

Soweit die Abwicklung eines monetären Postens in Form einer ausstehenden Forderung oder Verbindlichkeit gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellt dieser einen Teil der Nettoinvestition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als "kumulierte Währungskursdifferenzen" im Eigenkapital erfasst und bei einer Veräußerung oder Tilgung der Nettoinvestition vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Eigenkapitalbestandteile werden mit historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als "kumulierte Währungskursdifferenzen" im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Ausscheiden von Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis oder bei Verringerung der Beteiligung durch Verkauf, Kapitalherabsetzung oder Liquidation werden die "kumulierten Währungskursdifferenzen", die bis zu diesem Zeitpunkt ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, in der gleichen Periode (anteilig) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Transaktionen in Fremdwährungen rechnen wir zu den am Tag der Transaktion gültigen Wechselkursen in die entsprechenden funktionalen Währungen unserer Tochterunternehmen um. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs bewertet. Die sich aus der operativen Tätigkeit ergebenden Währungseffekte werden innerhalb der Herstellungskosten, Effekte aus der Finanzierungstätigkeit innerhalb des Finanzergebnisses erfasst.

Die Wechselkurse zum Euro der für den Symrise Konzern wichtigsten Währungen haben sich wie folgt verändert:

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Stichtagskurs = 1 € Durchschnittskurs = 1 €
Land Währung 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Brasilien Brasilianischer Real BRL 4,314 3,437 3,699 3,855
China Chinesischer Renminbi CNY 7,073 7,325 6,912 7,347
Großbritannien Britisches Pfund GBP 0,735 0,859 0,726 0,820
Mexiko Mexikanischer Peso MXN 18,923 21,842 17,622 20,678
Singapur Singapur Dollar SGD 1,540 1,526 1,526 1,528
USA US-Dollar USD 1,089 1,056 1,110 1,107

RECHNUNGSLEGUNG IN HOCHINFLATIONSLÄNDERN (HYPERINFLATION)

Die Abschlüsse von ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung die Währung eines Hochinflationslandes ist, werden vor der Umrechnung in Euro und vor Konsolidierung in Höhe der aus der Inflation resultierenden Kaufkraftveränderung angepasst. Nicht monetäre Bilanzposten, die zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sowie die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beträge werden ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung im Abschluss auf Basis eines allgemeinen Preisindexes angepasst. Monetäre Posten werden nicht angepasst. Sämtliche Bestandteile des Eigenkapitals werden vom Zeitpunkt ihrer Zuführung anhand eines allgemeinen Preisindexes korrigiert. Eine Berichtigung der Vorjahreszahlen des Konzernabschlusses hat gemäß IAS 21.42 (b) nicht zu erfolgen. In diesen Fällen werden alle Bilanzposten sowie die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beträge mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

UMSATZREALISIERUNG

Als Umsatzerlöse für Waren und Erzeugnisse werden die Zeitwerte der erhaltenen oder erwarteten Gegenwerte abzüglich Retouren, Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wird. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Der Übergang der Chancen und Risiken auf den Käufer wird gemäß der INCOTERMs bestimmt.

ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendungen werden als sonstige betriebliche Erträge in den Zeiträumen erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen.

LEASING

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasingverhältnissen und operativen Leasingverhältnissen unterschieden. Als Finanzierungsleasingverhältnis werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als operatives Leasingverhältnis bezeichnet.

Ist Symrise Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasingverhältnis, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig unter den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen setzen sich im Wesentlichen aus Finanzierungskosten und dem Tilgungsanteil der Restschuld, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, zusammen. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Von Symrise als Leasingnehmer geleistete Leasingzahlungen für operative Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.

ERTRAGSTEUERN

Ertragsteuern umfassen laufende sowie latente Steuern. Ertragsteuern werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst, es sei denn sie beziehen sich auf Posten, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital oder direkt im Eigenkapital verrechnet werden.

Laufende Steuern sind die erwarteten Steuerzahlungen auf Basis des steuerpflichtigen Gewinns des laufenden Geschäftsjahres, bewertet mit dem Steuersatz für das Berichtsjahr. Außerdem werden hier Änderungen aus den Vorjahren erfasst, die zum Beispiel aufgrund von Betriebsprüfungen entstehen können.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der sogenannten Verbindlichkeitenmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts beziehungsweise einer Verbindlichkeit in der Konzernbilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Für die folgenden temporären Differenzen werden keine latenten Steuern gebildet:

den erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts,
den erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit im Zusammenhang mit einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt und weder das handelsrechtliche noch das steuerliche Ergebnis beeinflusst.

Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf die latenten Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise im sonstigen Ergebnis des Eigenkapitals in dem Berichtszeitraum erfasst, in dem das der Steuersatzänderung zugrunde liegende Gesetzgebungsverfahren weitgehend abgeschlossen ist.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden verrechnet, sofern ein durchsetzbares Recht existiert, laufende Steueransprüche und -verbindlichkeiten miteinander zu verrechnen und sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde auf eine Gesellschaft erhoben werden. Latente Steueransprüche werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuerndes Einkommen vorhanden sein wird, mit dem die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden können.

Für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen (sogenannte Outside Basis Differences) werden latente Steuern bilanziert, ausgenommen in dem Umfang, in dem Symrise in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht auflösen werden.

ERGEBNIS JE AKTIE

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.

Da keine Options- oder Wandelrechte auf potenziell auszugebende Aktien bestehen, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis.

UNTERNEHMENSERWERBE UND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Diese beinhaltet die Erfassung von identifizierbaren Vermögenswerten (einschließlich der zuvor nicht bilanzierten immateriellen Vermögenswerte) und Verbindlichkeiten (einschließlich Eventualverbindlichkeiten, jedoch ungeachtet einer künftigen Restrukturierung) des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus einem Unternehmenszusammenschluss ergibt sich als Überschuss des Zeitwerts der übertragenen Gegenleistung am Erwerbsstichtag des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung. Zur Bestimmung eines möglichen Wertminderungsbedarfs erfolgt mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest. Im Erwerbszeitpunkt wird der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses voraussichtlich profitieren werden. Angefallene Erwerbsnebenkosten werden erfolgswirksam erfasst.

FREMDKAPITALKOSTEN

Soweit die Voraussetzungen für sogenannte qualifizierte langfristige Vermögenswerte gegeben sind, das heißt Vermögenswerte, für die zur Herstellung ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, gehören nach IAS 23 Fremdkapitalkosten zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten dieses Vermögenswerts. Fremdkapitalkosten umfassen neben Zinsen weitere im Zusammenhang mit der Anschaffung von Fremdkapital angefallene Kosten.

SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerts umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert zu entwerfen, herzustellen und so vorzubereiten, dass er für den vom Management beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist.

Für die immateriellen Vermögenswerte wird festgestellt, ob sie eine bestimmte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Im Symrise Konzern gibt es zum Bilanzstichtag neben dem Geschäfts- oder Firmenwert keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer. Bei immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

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Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer
Software 3-10 Jahre
Rezepturen 5-25 Jahre
Markenrechte 6-40 Jahre
Kundenstämme 6-15 Jahre
Patente und sonstige Rechte 1-40 Jahre

Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden für immaterielle Vermögenswerte werden jährlich auf ihre Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls prospektiv angepasst. Darüber hinaus wird der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten einmal jährlich auf Wertminderungsbedarf überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird, beziehungsweise häufiger, wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen ausgewiesen.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines immateriellen Vermögenswerts werden zum Veräußerungszeitpunkt als Unterschiedsbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWENDUNGEN

Die Kosten für Forschungsaktivitäten sind in voller Höhe als Aufwand zu erfassen. Für die Zwecke der Rechnungslegung werden Forschungsaufwendungen als Kosten im Zusammenhang mit laufenden oder geplanten Untersuchungen definiert, die neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse und Einsichten liefern sollen.

Entwicklungsaufwendungen werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder Fachkenntnissen in der Produktion, den Produktionsverfahren, den Leistungen oder Waren vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Verwendung definiert. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, wenn bestimmte, genau bezeichnete Voraussetzungen erfüllt sind: Eine Aktivierung ist immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen, der auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdeckt, wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss Symrise die Absicht haben und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt.

SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Komponenten der Sachanlage wesentlich (gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten), setzt Symrise diese Komponenten einzeln an und schreibt sie getrennt ab.

Abschreibungen werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung linear über die folgenden Nutzungsdauern erfasst:

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Sachanlagen Nutzungsdauer
Gebäude 5-50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-33 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-20 Jahre

Grund und Boden wird, soweit es sich nicht um im Wege des Erbbaurechts genutzte Grundstücke handelt, nicht planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung von Mietereinbauten erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die Laufzeit des Mietvertrags, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist. Bei der Bestimmung des verwendeten Abschreibungszeitraums werden Mietverlängerungsoptionen berücksichtigt, sofern ihre Ausübung wahrscheinlich ist.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung einer Sachanlage werden zum Veräußerungszeitpunkt als Unterschiedsbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.

FINANZINSTRUMENTE

Allgemeine Informationen

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Vertragspartner zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Vertragspartner zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen, Eigenkapitalinstrumente eines anderen Unternehmens sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert.

Finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz erfasst, wenn Symrise ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte, das heißt Käufe oder Verkäufe, bei denen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb des für den jeweiligen Handelsplatz vorgeschriebenen oder durch Konventionen festgelegten Zeitrahmens erfolgen muss, werden zum Handelstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows angesetzt.

Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten enthalten Wertminderungen und Zuschreibungen, Zinserträge und -aufwendungen, Dividenden sowie Gewinne und Verluste aus dem Abgang solcher Vermögenswerte. Dividenden erfassen wir bei Realisierung als Ertrag. Zinserträge erfassen wir auf Basis der Effektivzinsmethode. Bei Abgang eines Vermögenswerts werden weder Dividenden- noch Zinserträge in die Berechnung des Nettogewinns oder -verlusts einbezogen.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert und setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zusammen. Originäre Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber institutionellen und privaten Investoren, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen.

Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn Symrise eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung beziehungsweise zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten.

Finanzinstrumente werden in die Kategorien "Kredite und Forderungen (LaR)", "finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (aFVtPL)", "bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte (HtM)", "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" sowie "finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FLAC)" unterteilt. Symrise macht grundsätzlich von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair Value-Option), keinen Gebrauch.

Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der Kategorie, der sie zugeordnet sind, zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgswirksam oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und erstmals zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem ein derivatives Finanzinstrument vertraglich vereinbart wird. Die Instrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente vorgesehen sind, stuft das Unternehmen als "zu Handelszwecken gehalten (HfT)" ein. Die derivativen Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und als finanzieller Vermögenswert beziehungsweise als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Zu spekulativen Zwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben.

Cashflow Hedge

Zur Sicherung von Währungsrisiken aus operativer Tätigkeit und Finanzierungstätigkeit setzt Symrise derivative Finanzinstrumente ein.

Mittels Devisentermingeschäften werden ausgewählte zukünftige Zahlungsströme bereits in der Bilanz angesetzter Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken abgesichert. Die Sicherung des Währungsrisikos erfolgt rollierend über einen Zeitraum von bis zu neun Monaten bis zu einer maximalen Sicherungsquote von 75 % der offenen Währungsposition in einer Gesellschaft.

Sofern die Voraussetzungen des IAS 39 für die Anwendung des Cashflow Hedge Accountings vorliegen, werden die kumulierten Bewertungsgewinne/-verluste zunächst erfolgsneutral in der Cashflow Hedge-Rücklage, die Teil der sonstigen Rücklagen ist, erfasst und in der Periode erfolgswirksam umgegliedert, in der das gesicherte Grundgeschäft das Periodenergebnis beeinflusst.

Entsprechend dem gesicherten Grundgeschäft (Fremdwährungsforderung oder -verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung) werden die Bewertungsgewinne/-verluste aus dem derivativen Finanzinstrument in die Umsatzerlöse beziehungsweise Herstellungskosten umgegliedert. Dort saldieren sie sich mit den tatsächlichen Währungsgewinnen und -verlusten des operativen Geschäfts.

Sofern es sich bei der Sicherung der Währungsrisiken um die Sicherung von Finanzierungstätigkeiten handelt, werden die Bewertungsgewinne und -verluste im Finanzergebnis erfasst.

Durch die Anwendung von Cashflow Hedges wird der Einfluss der Wechselkurseffekte gemindert. Die Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accountings werden von Symrise wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählen sowohl die konkrete Zuordnung des Absicherungsinstruments zu der erwarteten Fremdwährungsforderung/-verbindlichkeit als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden mittels der kumulierten Dollar Offset-Methode fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; sollte eine Hedge-Beziehung ineffektiv werden, würde diese umgehend erfolgswirksam aufgelöst.

Auch wenn einige Devisentermingeschäfte nicht als Cashflow Hedge Accounting abgebildet werden, so stellen diese bei wirtschaftlicher Betrachtung eine Absicherung gegen Währungsschwankungen dar. In diesen Fällen gleichen sich die Bewertungseffekte des derivativen Finanzinstruments mit den Effekten aus der Bewertung der Fremdwährungsforderung beziehungsweise -verbindlichkeit innerhalb der Herstellungskosten aus.

Basiert die ökonomische Sicherungsabsicht seitens Symrise auf dem Kauf eines Geschäftsbetriebs ("Business"), handelt es sich um einen nicht-finanziellen Sachverhalt. Mit Abschluss des Unternehmenserwerbs werden die bis dahin im sonstigen Ergebnis aufgelaufenen Bewertungseffekte gegen den Geschäfts- oder Firmenwert gebucht.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen werden - gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode - mit dem Marktwert zum Zeitpunkt des Zugangs abzüglich Wertminderungen bewertet.

Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen umfassen Kassenbestände und sofort verfügbare Einlagen. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen werden prinzipiell zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) sind nicht-derivative Finanzinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbar designiert wurden oder keiner anderen Bewertungskategorie zuzuordnen sind.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten angesetzt. Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden sie mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn dieser unmittelbar auf Basis von Marktdaten bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umgliederung der erfolgsneutral erfassten Bewertungsänderungen ins Periodenergebnis erfolgt erst im Zeitpunkt des Abgangs. Fallen die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten signifikant oder über einen längeren Zeitraum unter die Anschaffungskosten, wird der Wertminderungsaufwand sofort erfolgswirksam berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Wertminderung weggefallen sind, wird in den Folgeperioden eine Wertaufholung vorgenommen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden entsprechend der vom Management geplanten Veräußerungsabsicht als kurz- oder langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Als "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" werden langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen eines Unternehmens erfasst, die gemäß IFRS 5 als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert wurden. Diese werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Soweit mit einer Veräußerungsgruppe Verbindlichkeiten identifiziert werden, die im Zusammenhang mit den entsprechenden Veräußerungsgruppen stehen, werden diese ebenfalls als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.

VORRÄTE

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen die Kosten für die Anschaffung der Vorräte, Herstellungs- oder Weiterverarbeitungskosten und sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufswert abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.

Rohstoffe werden zu Anschaffungskosten mit dem gewichteten Durchschnittspreis bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse beziehungsweise Leistungen werden mit Material- und Lohneinzelkosten sowie sonstigen Einzelkosten und angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten basierend auf der normalen Auslastung der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten bewertet.

PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Die Konzerngesellschaften verfügen über verschiedene Pensionspläne, die auf die jeweiligen landesspezifischen Regularien und Praktiken ausgerichtet sind. Darüber hinaus bestehen Zusagen, bestimmte zusätzliche medizinische Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen.

Beitragsorientierte Pläne (Defined Contribution Plans)

Ein beitragsorientierter Plan ist ein Plan, auf dessen Basis eine Gesellschaft bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses fest vereinbarte Beiträge in andere Körperschaften einzahlt und keine weitere rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, darüber hinausgehende Beträge zu zahlen. Verpflichtungen in Bezug auf Beiträge für beitragsorientierte Pläne werden zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nach betroffenen Funktionsbereichen in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.

Leistungsorientierte Pläne (Defined Benefit Plans)

Leistungsorientierte Pläne umfassen alle Pensionspläne, die nicht beitragsorientiert sind. Die Ansprüche aus leistungsorientierten Plänen werden mit dem versicherungsmathematischen Barwert der erdienten Anwartschaft individuell für jeden Plan berechnet, indem der Betrag für künftige Pensionsleistungen, auf die die Arbeitnehmer während der laufenden und in vorherigen Berichtsperioden eine Anwartschaft erdient haben, geschätzt wird; diese Pensionsleistung wird zur Ermittlung ihres Barwerts (Defined Benefit Obligation, DBO) abgezinst. Der Abzinsungssatz ergibt sich aus der Rendite erstrangiger festverzinslicher Industrieanleihen zum Bilanzstichtag, deren Fälligkeitstermine den Zahlungsbedingungen der Konzernverpflichtungen ungefähr entsprechen und die in derselben Währung ausgestellt sind, in der die Pensionsleistungen erwartungsgemäß gezahlt werden. Die Berechnung wird jährlich durch Versicherungsmathematiker unter Anwendung des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) vorgenommen. Sind die Leistungsansprüche durch Planvermögen gedeckt, wird der beizulegende Zeitwert dieses Vermögens mit dem Anwartschaftsbarwert verrechnet. Der Nettobetrag wird als Pensionsverpflichtung oder Vermögenswert bilanziert. Übersteigt das Planvermögen die entsprechende Verpflichtung aus der Pensionszusage, wird der darüber hinausgehende Betrag unter Berücksichtigung der in IAS 19 vorgegebenen Obergrenze für Vermögenswerte als sonstige Forderung ausgewiesen (sogenanntes Asset Ceiling).

Veränderungen des Barwerts einer Leistungsverpflichtung aufgrund von Arbeitsleistungen setzen sich aus laufendem und nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand sowie aus Gewinnen/Verlusten aus Abgeltungen zusammen und werden unverzüglich ergebniswirksam im operativen Ergebnis erfasst. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie gleichfalls auf Basis des Diskontierungszinssatzes ermittelte Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis erfasst.

Neubewertungen der Nettoverbindlichkeit aus leistungsorientierten Versorgungsplänen beinhalten versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung des Barwerts der definierten Leistungsverpflichtung, die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen abzüglich des bereits ergebniswirksam erfassten Teilbetrags sowie Auswirkungen der Begrenzung auf die Vermögensobergrenze im Fall einer Vermögensüberdeckung (Asset Ceiling). Sie werden sofort ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital in der Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) ausgewiesen.

RÜCKSTELLUNGEN

Eine Rückstellung wird dann gebildet, wenn mehr dafür als dagegen spricht, dass eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Die Höhe der Rückstellung wird regelmäßig angepasst, wenn neue Erkenntnisse vorliegen oder veränderte Rahmenbedingungen bestehen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert der erwarteten Erfüllungsbeträge zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Abzinsungssätze werden regelmäßig den vorherrschenden Marktzinssätzen angepasst.

Zuführungen zu den Rückstellungen werden grundsätzlich erfolgswirksam in der jeweiligen Aufwandskategorie der betroffenen Funktionen berücksichtigt. Ein bei der Erfüllung der Verpflichtung positiver oder negativer entstandener Differenzbetrag zum Buchwert wird unter den jeweiligen Funktionsaufwendungen erfasst. Soweit es sich um periodenfremde positive Differenzbeträge handelt, werden diese unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

WERTMINDERUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die folgenden Faktoren werden bei der Analyse der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt:

Zunächst wird die Zahlungsfähigkeit einzelner Kunden betrachtet und Wertberichtigungen für einzelne Kundensalden gebucht, wenn es wahrscheinlich erscheint, dass die vertraglich vereinbarte Forderung nicht gezahlt wird.
Anschließend werden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen auf Basis homogener Forderungsklassen gebildet, die sich nach dem verbundenen Ausfallrisiko, den in der Vergangenheit festgestellten Forderungsausfällen, aber auch nach den allgemeinen Marktbedingungen wie Handelsembargos oder Naturkatastrophen richten. Wir bilden eine pauschalierte Einzelwertberichtigung zur Berücksichtigung von Wertminderungen für ein Forderungsportfolio, wenn wir der Ansicht sind, dass das Alter der Forderungen einen Anhaltspunkt dafür liefert, dass es wahrscheinlich ist, dass ein Verlust eingetreten ist oder die ausstehenden Zahlungen nicht oder nicht vollständig eingezogen werden können.

Um eine Wertminderung objektiv nachweisbar festzustellen, werden die folgenden Tatbestände herangezogen:

Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners; Vertragsbruch;
Zugeständnisse an den Kunden aufgrund wirtschaftlicher oder rechtlicher Gründe, die im Zusammenhang mit dessen finanziellen Schwierigkeiten stehen;
Insolvenz oder Sanierungsnotwendigkeit des Schuldners ist wahrscheinlich;
Beobachtbare Daten zeigen, dass eine messbare Minderung der erwarteten künftigen Zahlungsströme einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten seit erstmaligem Ansatz eingetreten ist, obwohl die Minderung nicht einem einzelnen finanziellen Vermögenswert der Gruppe zugerechnet werden kann (pauschalierte Einzelwertberichtigung).

Ergibt sich in den Folgeperioden, dass die Gründe für die Wertminderung nicht mehr vorliegen, wird eine erfolgswirksame Wertaufholung erfasst. Sofern eine Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, erfolgt die entsprechende Ausbuchung.

Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Wertberichtigungen werden unter den Vertriebskosten erfasst. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Finanzverantwortlichen.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Berichtszeitpunkt bewertet, um festzustellen, ob es eine objektive Grundlage für eine Wertminderung gibt. Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten wird vorgenommen, wenn es objektive Hinweise gibt, dass ein oder mehrere Vorkommnisse einen negativen Einfluss auf die zukünftigen Cashflows dieses Vermögenswerts haben könnten.

Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, wird aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows nach Abzinsung mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz berechnet. Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die als zur Veräußerung verfügbar gehalten werden, wird anhand des beizulegenden Zeitwerts berechnet.

Einzelne wesentliche finanzielle Vermögenswerte werden individuell hinsichtlich einer möglichen Wertberichtigung überprüft. Die restlichen finanziellen Vermögenswerte werden in Gruppen mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen zusammengefasst und bewertet.

Gewinne und Verluste aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden grundsätzlich im sonstigen Ergebnis erfasst. Soweit ein Hinweis auf Wertminderung für als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Vermögenswerte existiert, wird der im sonstigen Ergebnis kumulierte Verlust in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert. Einmal in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht, sondern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Veräußerung werden Gewinne und Verluste, die zuvor im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung übertragen.

Nicht-finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass ein nicht-finanzieller Vermögenswert einer Wertminderung unterliegt. Der Buchwert wird auf Wertminderungen untersucht, wenn Ereignisse oder veränderte Rahmenbedingungen darauf hinweisen, dass der Buchwert nicht mehr durch den erzielbaren Betrag (Recoverable Amount) gedeckt wird. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags vorgenommen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert wertgemindert, das heißt auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern auf ihren Barwert abgezinst.

Wertminderungsaufwendungen werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.

An jedem Abschlussstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist wieder zuzuschreiben, wenn der erzielbare Betrag als Folge einer Schätzungsänderung seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands über dem Buchwert des Vermögenswerts liegt. Die Wertaufholung darf die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich ergeben hätten, wenn in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, nicht übersteigen. Sie ist unmittelbar im Periodenergebnis zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, wird die planmäßige Abschreibung gegebenenfalls für künftige Berichtsperioden angepasst, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts abzüglich eines etwaigen Restwerts systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Wertberichtigungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IAS 36 mindestens einmal im Jahr untersucht. Sofern Ereignisse oder geänderte Rahmenbedingungen auf einen Wertberichtigungsbedarf hinweisen, erfolgt die Untersuchung auch häufiger.

Zur Prüfung der Werthaltigkeit ist ein Geschäfts- oder Firmenwert nach Zugang auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zu allokieren, die aus den Synergien des Unternehmenserwerbs Nutzen ziehen sollen. Jede Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird, und ist nicht größer als ein Geschäftssegment im Sinne des IFRS 8.

Die Wertberichtigung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Level 3) und Nutzungswert. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Verluste aus Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte dürfen in späteren Perioden nicht aufgeholt werden. Im Symrise Konzern wurden bislang die Segmente Scent & Care und Flavor & Nutrition als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. In Folge der Erweiterung des Vorstands um jeweils ein verantwortliches Mitglied für Flavor und für Nutrition zum 1. Oktober 2016 hat sich die Segmentstruktur und damit auch die der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten von bisher zwei auf nun drei trennungspflichtige Segmente und zahlungsmittelgenerierende Einheiten Scent & Care, Flavor und Nutrition verändert. Der bisher dem Segment Flavor & Nutrition zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert ist nach den Vorgaben von IAS 36 par. 87 unter Anwendung eines relativen Wertansatzes auf die zwei jetzt getrennten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Flavor und Nutrition neu zugeordnet worden.

Symrise nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit grundsätzlich zum 30. September vor. Aufgrund der Veräußerung der Pinova Inc., deren Geschäft der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Scent & Care zugeordnet war, wurde der Impairmenttest für diese zahlungsmittelgenerierende Einheit für den diesjährigen Jahresabschluss ausnahmsweise zum 30. November 2016 durchgeführt. Das Closing zum Verkauf der Pinova Inc. war am 9. Dezember 2016 (siehe TZ 2.4), aus Vereinfachungsgründen sowie mit Blick auf die Wesentlichkeit haben wir die Gesellschaft jedoch bereits zum 30. November 2016 entkonsolidiert. Der mit dieser Gesellschaft verbundene Geschäfts- oder Firmenwert, der bei der Feststellung des Veräußerungsgewinns zu berücksichtigen war, wurde nach IAS 36 par. 86 auf Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und dem Teil der zurückbehaltenen Einheit bewertet. Direkt im Anschluss an diese Entkonsolidierung wurde der Impairmenttest für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Scent & Care durchgeführt. Sofern sich im Laufe des Jahres 2017 keine besonderen Sachverhalte ergeben, wird für den folgenden Jahresabschluss der Impairmenttest für Scent & Care wie gewohnt zum 30. September vorgenommen werden.

Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und wurde als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt. Die zukünftigen Cashflows wurden aus der Planung des Symrise Konzerns abgeleitet. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen beziehungsweise -mengen und Kosten unter Berücksichtigung veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrer bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller, aus jeweiligen Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt.

Der Planung liegt ein Detailplanungszeitraum für die Geschäftsjahre 2017 bis 2020 zugrunde. Zur Bemessung der ewigen Rente wurde eine Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) zugrunde gelegt. Die ermittelten Cashflows wurden mit einem gewichteten Kapitalkostensatz nach Steuern in Höhe von 7,03 % für Scent & Care, 6,86 % für Flavor und 6,86 % für Nutrition (2015: 7,97 % für Scent & Care und 7,89 % für Flavor & Nutrition) diskontiert. Die Gewichtung der Eigen- und Fremdkapitalkosten erfolgte mit einer Kapitalstruktur, die aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet wurde. Für die Ermittlung der Eigen- und Fremdkapitalkosten wurde auf Kapitalmarktdaten und auf Daten vergleichbarer Unternehmen abgestellt. Im Geschäftsjahr lagen keine Anzeichen für eine Wertminderung (Impairment) vor.

Symrise hat bei der Durchführung des Wertminderungstests verschiedene Sensitivitätsanalysen für möglich gehaltene Änderungen des WACC oder der geplanten Umsatzentwicklung vorgenommen. Diese Variation der Bewertungsparameter hat ebenfalls keinen Wertminderungsbedarf bei den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten ergeben.

ERMITTLUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTS

Eine Vielzahl von Bilanzierungsgrundsätzen setzt die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts für finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten voraus. Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand der nachfolgend dargestellten Methoden ermittelt. Weitere Informationen hinsichtlich der Annahmen für die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten werden in den spezifischen Anhangangaben für bestimmte Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten aufgeführt.

Finanzinstrumente - allgemeine Grundsätze

Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren werden nach IFRS 13 in drei Level eingeteilt:

Inputfaktoren im Level 1 sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte (nicht berichtigte) Preise.
Inputfaktoren im Level 2 sind andere als die auf Level 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind.
Inputfaktoren im Level 3 sind Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit nicht beobachtbar sind.

Sachanlagen

Der beizulegende Zeitwert für Sachanlagen, die aus einem Unternehmenszusammenschluss resultieren, basiert auf Marktwerten. Der Marktwert einer Immobilie ist der geschätzte Wert, zu dem die Immobilie am Tag der Bewertung verkauft werden könnte, vorausgesetzt es würde zu einer Transaktion zwischen einem kaufbereiten Käufer und einem verkaufsbereiten Verkäufer kommen, bei der beide Parteien wissentlich, umsichtig und ohne Zwang agieren und angemessene Marketingaktivitäten vorausgegangen sind. Der Marktwert von Gegenständen aus Anlagen, Ausstattung, Inventar und Zubehör basiert auf Preisangeboten für vergleichbare Gegenstände.

Immaterielle Vermögenswerte

Der beizulegende Zeitwert von Rezepturen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, basiert auf den abgezinsten geschätzten Lizenzgebühren, die durch das Eigentum an der Rezeptur vermieden werden, oder diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung der Rezepturen zu erwarten sind. Der beizulegende Zeitwert für andere immaterielle Vermögenswerte (zum Beispiel Kundenstamm und Markenrechte) basiert auf den diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung und dem möglichen Verkauf der Vermögenswerte zu erwarten sind.

Vorräte

Der beizulegende Zeitwert für Vorräte, die aus einem Unternehmenserwerb resultieren, wird auf Grundlage des geschätzten Verkaufspreises im normalen Geschäftsgang ermittelt, abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Verkaufskosten sowie angemessener Gewinnmargen, die auf den erforderlichen Bemühungen zur Fertigstellung und Veräußerung der Vorräte basieren.

3. SEGMENTINFORMATIONEN

BESCHREIBUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE

In unserem internen Berichtswesen bilden wir die Unternehmenstätigkeit im Wesentlichen nach Segmenten und Regionen differenziert ab.

Auf Basis dieses internen Berichtswesens beurteilt der Vorstand, der als Hauptentscheidungsträger für den Erfolg der verschiedenen Segmente und die Allokation der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die operativen Segmente werden nach Geschäftsbereichen abgegrenzt. In Folge der Erweiterung des Vorstands um jeweils ein verantwortliches Mitglied für Flavor und für Nutrition hat sich die Zahl der berichtspflichtigen Segmente auf drei erhöht. Die Organisation der drei Segmente Scent & Care, Flavor und Nutrition erfolgt auf Basis unserer Produkte. Die Darstellung der Ergebnisse der Segmente für das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

SCENT & CARE

Das Segment Scent & Care entwickelt, produziert und vertreibt Duftstoffe, Duftkompositionen, kosmetische Inhaltsstoffe sowie Mintaromen einschließlich spezifischer Applikationsverfahren für diese Stoffe. Die von Symrise im Bereich Scent & Care entwickelten Produkte und Applikationsverfahren dienen den Kunden bei der Herstellung von Parfüms, Körperpflege- und Kosmetikprodukten, Reinigungs- und Waschmitteln, Raumdüften und Mundpflegeprodukten.

FLAVOR

Das Segment Flavor entwickelt, produziert und vertreibt Aromen und funktionale Inhaltsstoffe, die bei der Herstellung von Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte), Getränken und Gesundheitsprodukten zum Einsatz kommen.

NUTRITION

Das Segment Nutrition entwickelt, produziert und vertreibt neben funktionalen Inhaltsstoffen auch maßgeschneiderte Lösungen aus natürlichen Rohstoffen, die in Nahrungsmitteln und Getränken, Heimtiernahrung, Aquakulturen und Kosmetika eingesetzt werden.

Die Segmentberichterstattung nach Regionen orientiert sich nach dem Ort der Vermögenswerte. Verkäufe an Kunden erscheinen in der geografischen Region, in der der Kunde seinen Sitz hat. Für interne Berichtszwecke werden Länder zu den Regionen EAME (Europa, Afrika, Naher und Mittlerer Osten), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika zusammengefasst.

MESSGRÖSSEN DER SEGMENTE

Die interne Berichterstattung im Symrise Konzern basiert auf den in TZ 2 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen nach IFRS.

Zwischen den Segmenten bestehen nur in unwesentlichem Umfang Transaktionen. Sie werden zu Marktpreisen abgerechnet und sind aus Wesentlichkeitsgründen nicht gesondert ausgewiesen. Der Außenumsatz stellt die Umsatzerlöse der drei Segmente mit Konzernexternen dar und damit in Summe die konsolidierten Umsätze des Symrise Konzerns.

Die Erträge und Aufwendungen der Zentraleinheiten/-funktionen des Symrise Konzerns sind dabei entsprechend den Leistungs- beziehungsweise Nutzungsverhältnissen in den drei Segmenten Scent & Care, Flavor und Nutrition vollständig enthalten. Ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente ist dabei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA). Die jedem Segment direkt zurechenbaren Abschreibungen sind im Segmentbeitrag eingerechnet. Das Finanzergebnis wird nicht einbezogen, da die Segmente im Wesentlichen zentral finanziert werden. Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend die Finanzerträge und -aufwendungen auf Konzernebene zum Finanzergebnis zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend wird mit den Steuern verfahren, sodass der Jahresüberschuss nach Steuern zusammengefasst als Konzernergebnis dargestellt wird.

Die Investitionen eines Segments umfassen die gesamten Ausgaben, die in der Berichtsperiode durch den Kauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten entstanden sind.

SEGMENTVERMÖGEN/-VERBINDLICHKEITEN

Der Vorstand als Hauptentscheidungsträger erhält nicht alle Angaben zum Segmentvermögen und den Segmentverbindlichkeiten. Die Aufteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf die Segmente zeigen wir in TZ 20.

ERGEBNISSE DER SEGMENTE

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2015

In T€
Scent&Care Flavor Nutrition Summe Segmente = Gesamtkonzern
Außenumsatz 1.073.681 980.203 547.846 2.601.730
Herstellungskosten - 604.691 -532.761 -352.689 - 1.490.141
Bruttoergebnis vom Umsatz 468.990 447.442 195.157 1.111.589
Vertriebskosten - 164.422 -166.733 -95.757 - 426.912
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 78.641 - 65.676 - 25.323 - 169.640
Verwaltungskosten - 50.649 - 52.474 - 45.361 - 148.484
Sonstige betriebliche Erträge 7.719 8.339 16.760 32.818
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 788 - 2.146 - 1.225 - 4.159
Betriebsergebnis/EBIT 182.209 168.752 44.251 395.212
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte 26.453 19.358 55.397 101.208
Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen 22.569 30.813 22.379 75.761
EBITDA 231.231 218.923 122.027 572.181
Finanzergebnis - 44.319
Ergebnis vor Ertragsteuern 350.893
Ertragsteuern - 98.504
Jahresüberschuss 252.389
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen1)
Immaterielle Vermögenswerte 9.092 5.405 3.956 18.453
Sachanlagen 47.151 52.349 29.895 129.395

1) Ohne Zugänge aus Unternehmenserwerben

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2016

In T€
Scent & Care Flavor Nutrition Summe Segmente = Gesamtkonzern
Außenumsatz 1.311.302 1.015.856 576.029 2.903.187
Herstellungskosten - 813.294 - 545.611 -358.813 - 1.717.718
Bruttoergebnis vom Umsatz 498.008 470.245 217.216 1.185.469
Vertriebskosten - 194.761 - 176.070 - 97.960 - 468.791
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 89.730 - 65.953 - 30.469 - 186.152
Verwaltungskosten - 58.961 - 51.212 - 48.319 - 158.492
Sonstige betriebliche Erträge 11.783 7.355 15.952 35.090
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 631 - 1.480 - 364 - 2.475
Betriebsergebnis/EBIT 165.708 182.885 56.056 404.649
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte 35.620 20.112 56.485 112.217
Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen 37.758 30.809 21.119 89.686
EBITDA 239.086 233.806 133.660 606.552
Finanzergebnis - 45.873
Ergebnis vor Ertragsteuern 358.776
Ertragsteuern - 97.522
Jahresüberschuss 261.254
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen1)
Immaterielle Vermögenswerte 10.460 2.967 3.261 16.688
Sachanlagen 61.151 55.586 34.353 151.090

1) Ohne Zugänge aus Unternehmenserwerben; für weitere Informationen verweisen wir auf TZ 2.4.

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden mit einem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Symrise Konzerns getätigt.

ERGEBNISSE NACH REGIONEN

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2015

In T€
EAME Nordamerika Asien/Pazifik Lateinamerika Gesamt
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse nach Bestimmungsregionen 1.131.018 571.841 570.816 328.055 2.601.730
im Inland 244.509
im Ausland 2.357.221
Sonstige Segmentinformationen
Langfristige Vermögenswerte1) 2.712.432
im Inland 1.346.711
im Ausland 1.365.721
Investitionen2)
Immaterielle Vermögenswerte 16.743 699 462 549 18.453
Sachanlagen 70.504 26.314 15.168 17.409 129.395

1) Ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche

2) Ohne Zugänge aus Unternehmenserwerben.

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2016

In T€
EAME Nordamerika Asien/Pazifik Lateinamerika Gesamt
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse nach Bestimmungsregionen 1.198.347 732.261 622.566 350.013 2.903.187
im Inland 262.038
im Ausland 2.641.149
Sonstige Segmentinformationen
Langfristige Vermögenswerte1) 2.991.579
im Inland 1.162.770
im Ausland 1.828.809
Investitionen2)
Immaterielle Vermögenswerte 15.710 338 447 193 16.688
Sachanlagen 67.050 39.808 29.216 15.016 151.090

1) Ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche

2) Ohne Zugänge aus Unternehmenserwerben; für weitere Informationen verweisen wir auf TZ 2.4.

WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

4. UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse resultieren vorwiegend aus dem Verkauf von Produkten. Zur Darstellung der Umsatzerlöse nach Segmenten und nach geografischen Regionen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.

5. HERSTELLUNGSKOSTEN

Die Herstellungskosten bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Rohmaterial sowie aus Produktionskosten. Darüber hinaus sind noch Abschreibungen auf Rezepturen, Technologien und anderes produktionsbezogenes geistiges Eigentum sowie Währungseffekte enthalten. Zur Darstellung der Herstellungskosten nach Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.

6. PERSONALAUFWAND

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In T€ 2015 2016
Löhne und Gehälter - 416.682 - 468.529
Sozialversicherungsaufwendungen - 87.728 - 96.710
Pensionsaufwand (ohne Zinsaufwand) - 17.472 - 15.032
Abfindungszahlungen - 2.955 - 6.690
Mehrjährige erfolgsabhängige Vergütungen - 1.523 - 473
Summe - 526.360 - 587.434

Der Anstieg der Löhne und Gehälter sowie der Sozialversicherungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen durch die akquisitionsbedingt gestiegene Anzahl an Mitarbeitern begründet. Die Sozialversicherungsaufwendungen beinhalten die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Abgaben. Darin enthalten sind beitragsorientierte Versorgungsleistungen in Höhe von 19,3 Mio. € (2015: 17,2 Mio. €).

Die Abfindungszahlungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit der Neuorganisation des Scent & Care Geschäftsbereichs Fragrance und der Integration der Pinova Gruppe.

Die mehrjährige erfolgsabhängige Vergütung betrifft den Vorstand und ausgewählte Mitarbeiter. Die Jahresprämien und Boni für die übrigen Mitarbeiter werden in den Löhnen und Gehältern berücksichtigt.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Symrise Konzern beläuft sich auf:

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In Full-Time Equivalents (FTE) 2015 2016
Produktion und Technik 3.935 4.150
Vertrieb und Marketing 1.805 2.052
Forschung und Entwicklung 1.503 1.564
Verwaltung 643 736
Serviceeinheiten 387 395
Anzahl der Mitarbeiter 8.273 8.897
Auszubildende und Trainees 137 135
Summe 8.410 9.032

7. VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen der Periode für Werbung und Kundenbetreuung sowie für Distribution und Lagerhaltung der fertigen Erzeugnisse. Daneben sind Transportkosten, Aufwendungen für Provisionen und Lizenzen sowie Abschreibungen auf aktivierte Kundenstämme und Markenrechte enthalten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Aufwendungen der erworbenen Pinova Gruppe erstmals im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns enthalten sind. Zur Darstellung der Vertriebskosten nach Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.

8. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWENDUNGEN

Zusätzlich zu den Aufwendungen für die Symrise eigenen Forschungsabteilungen enthält dieser Posten Aufwendungen für externe Forschungs- und Entwicklungsleistungen und Testaktivitäten. Die Aktivitäten in diesem Bereich dienen neben der Grundlagenforschung der Entwicklung von Produkten zur Generierung von Umsatzerlösen und auch der Entwicklung neuer beziehungsweise verbesserter Prozesse zur Reduktion der Herstellungskosten, die nicht aktivierungsfähig sind. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die intensiveren Forschungs und Entwicklungsprojekte, die weltweit durchgeführt wurden, zurückzuführen. Zur Darstellung der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen nach Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.

9. VERWALTUNGSKOSTEN

Die Verwaltungskosten beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Informationstechnologie, für Finanzen, für Personalwesen sowie für Werkschutz, Arbeitssicherheit und Verwaltungsgebäude. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 10,0 Mio. € ist vor allem auf die Transaktions- und Integrationskosten im Zusammenhang mit der erworbenen Pinova Gruppe zurückzuführen.

10. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

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In T€ 2015 2016
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten 5.294 8.933
Erträge aus staatlichen Zuschüssen 8.267 7.838
Erträge aus Serviceeinheiten 4.659 5.120
Entkonsolidierungsgewinn aus der Veräußerung der Pinova Inc. 0 3.522
Erträge aus operativem Nebenerwerb 3.810 3.209
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 1.970 1.391
Übrige Erträge 8.818 5.077
Summe 32.818 35.090

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten betreffen solche Verpflichtungen, bei denen mit einer Inanspruchnahme nicht mehr gerechnet wird, beziehungsweise dies feststeht. Zur Entwicklung der Rückstellungen verweisen wir auf TZ 28 und 31.

Die staatlichen Zuschüsse wurden im Wesentlichen in Frankreich zur Förderung von Forschungsprojekten gewährt, hierzu verweisen wir auf TZ 18 beziehungsweise 22.

Die Erträge aus Serviceeinheiten stammen aus von Gruppenunternehmen erbrachten Dienstleistungen an Dritte für Logistik, Technik und Sicherheit.

In Bezug auf den Entkonsolidierungsgewinn aus der Veräußerung der Pinova Inc. verweisen wir auf TZ 2.4.

Die Erträge aus operativem Nebenerwerb ergeben sich aus Verkäufen, die nicht in Zusammenhang mit dem Verkauf von Aromen oder Duftstoffen stehen und daher Randgeschäfte betreffen.

Der Betrag der verbleibenden übrigen Erträge setzt sich aus einer Vielzahl von im Einzelnen unwesentlichen Sachverhalten zusammen, die nicht mit dem Verkauf von Produkten im Zusammenhang stehen.

11. FINANZERGEBNIS

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In T€ 2015 2016
Zinserträge aus Bankeinlagen 3.807 2.772
Sonstige Zinserträge 456 1.213
Zinserträge 4.263 3.985
Sonstige Finanzerträge 278 201
Finanzerträge 4.541 4.186
Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen - 5.232 - 4.520
Zinsaufwendungen aus sonstigen Darlehen - 27.986 - 35.716
Sonstige Zinsaufwendungen - 15.503 - 13.111
Zinsaufwendungen - 48.721 - 53.347
Fremdwährungsgewinne/-verluste 1.552 8.843
Sonstige Finanzaufwendungen - 1.691 - 5.555
Finanzaufwendungen - 48.860 - 50.059
Finanzergebnis - 44.319 - 45.873
davon Zinsergebnis - 44.458 - 49.362
davon übriges Finanzergebnis 139 3.489

Unter den Zinsaufwendungen aus sonstigen Darlehen werden die Zinsen für die Verbindlichkeiten aus den Eurobonds, dem US Private Placement und dem Schuldscheindarlehen angegeben. Die sonstigen Zinsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 11,2 Mio. € (2015: 9,7 Mio. €).

In den sonstigen Finanzaufwendungen des Berichtsjahres ist in Höhe von 2,2 Mio. € die Wertminderung auf eine sonstige Beteiligung enthalten.

12. ERTRAGSTEUERN

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten beziehungsweise geschuldeten tatsächlichen Steuern sowie die latenten Steuern ausgewiesen.

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In T€ 2015 2016
Tatsächliche Ertragsteuern - 121.655 - 115.377
Latenter Steueraufwand/-ertrag aus Verlustvorträgen - 6.745 - 16.598
Latenter Steueraufwand/-ertrag aus temporären Differenzen 29.896 34.453
Latenter Steueraufwand/-ertrag 23.151 17.855
Ertragsteuern - 98.504 - 97.522

Der Ertragsteueraufwand hat sich im Berichtsjahr um 1,0 Mio. € auf 97,5 Mio. € verringert. Der Steuersatz hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert und beträgt 27,2 % (2015: 28,1 %).

Die Verringerung des tatsächlichen Ertragsteueraufwands um 6,3 Mio. € auf 115,4 Mio. € sowie die Veränderung des latenten Steuerertrags resultieren vor allem aus der Akquisition der Pinova Gruppe und damit zusammenhängenden laufenden Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation sowie dem Zugang von steuerlich nutzbaren Verlustvorträgen aus der Pinova Akquisition. Diese Verlustvorträge konnten im Berichtsjahr bereits anteilig genutzt werden und führten zu einer Reduzierung der tatsächlichen Ertragsteuern und zu einer Erhöhung des latenten Steueraufwands aus Verlustvorträgen. Daneben war der latente Steuerertrag des Vorjahres durch die Ablösung einer internen US-Dollar-Finanzierung und die damit zusammenhängende Fremdwährungsbewertung maßgeblich beeinflusst.

ABLEITUNG EFFEKTIVSTEUERSATZ

Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von 97,5 Mio. € (2015: 98,5 Mio. €) leiten sich wie folgt von einem erwarteten Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes unter Berücksichtigung lokaler Steuersätze auf das handelsrechtliche Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:

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In T€ 2015 2016
Ergebnis vor Ertragsteuern 350.893 358.776
Erwarteter Steueraufwand zu lokalen Steuersätzen - 97.281 - 87.034
Steuereffekt aus Vorjahren - 7.992 - 13.590
Steuereffekt aus steuerfreien Erträgen 20.307 19.855
Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerpflichtigen Erträgen - 7.834 - 16.522
Nicht erstattungsfähige Quellensteuer - 3.419 - 4.252
Steuereffekt aus Wertänderungen bei latenten Steueransprüchen - 2.371 - 491
Steuereffekt aus Änderung des Steuersatzes - 273 6.034
Sonstige Steuereffekte 359 - 1.522
Steueraufwand - 98.504 - 97.522

Der rechnerisch sich ergebende erwartete Steueraufwand ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies resultiert insbesondere aus den relativ höheren Ergebnisanteilen in Ländern mit geringeren nominellen Steuersätzen.

Die Steuereffekte aus Vorjahren resultieren im Wesentlichen aus Anpassungen an laufende Betriebsprüfungen und der Berücksichtigung von Effekten aus der fortlaufenden Risikobewertung.

Der Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerpflichtigen Erträgen resultiert unter anderem aus gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen in Deutschland sowie nicht abzugsfähigem Zinsaufwand aus der Diana Gruppe. Ein weiterer wesentlicher Effekt resultiert aus der Veräußerung der Anteile an der Pinova Inc. und dem daraus entstandenen steuerlichen Veräußerungsgewinn sowie vereinnahmten Auslandsdividenden, da 5 % der Dividendeneinnahmen in Deutschland fiktiv als steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt werden.

Der leichte Anstieg des Steuereffektes aus nicht erstattungsfähigen Quellensteuern beruht auf einer Veränderung der Ausschüttungen von Auslandsdividenden.

Der Effekt aus Wertänderungen bei latenten Steueransprüchen resultiert aus der Wertberichtigung latenter Steueransprüche bei Gesellschaften der Diana Gruppe, bei denen nicht von einer zukünftigen Nutzung ausgegangen wird.

Der Anstieg des Steuereffektes aus Änderung des Steuersatzes resultiert insbesondere aus der Neubewertung der latenten Steuern in Frankreich aufgrund der Absenkung des Steuersatzes, die ab dem 1. Januar 2019 wirksam wird.

Die für das Geschäftsjahr 2016 vorgeschlagene Dividende (siehe TZ 34) wird keine ertragsteuerlichen Konsequenzen für Symrise haben. Für geplante Ausschüttungen von Konzerngesellschaften werden die zukünftig entstehenden Ertrag- und Quellensteuern als latente Steuerverbindlichkeiten abgegrenzt.

Der Betrag der Ertragsteuern, der direkt dem sonstigen Ergebnis belastet oder gutgeschrieben wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

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2015
In T€ vor Steuern Steuern nach Steuern
--- --- --- ---
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe - 28.920 3.477 - 25.443
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 74 21 - 53
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) 17 33 50
Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionsplänen 46.471 -13.757 32.714
Steuersatzänderung 0 - 37 - 37
Sonstiges Ergebnis 17.494 -10.263 7.231
davon tatsächliche Steuern 465
davon latente Steuern -10.728

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2016
In T€ vor Steuern Steuern nach Steuern
--- --- --- ---
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 3.744 -2.872 872
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 5 0 5
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) - 164 45 - 119
Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionsplänen - 63.869 18.625 - 45.244
Steuersatzänderung 0 - 3 - 3
Sonstiges Ergebnis - 60.284 15.795 - 44.489
davon tatsächliche Steuern - 893
davon latente Steuern 16.688

13. ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind im Anlagespiegel unter den TZ 20 und 21 ersichtlich.

14. ERGEBNIS JE AKTIE

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird der den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Gewinn durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.

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2015 2016
Auf Aktionäre der Symrise AG entfallendes Konzernergebnis (in T€) 246.778 252.710
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (in Stück) 129.812.574 129.812.574
Ergebnis je Aktie (in €) 1,90 1,95

WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

15. ZAHLUNGSMITTEL UND KURZFRISTIGE EINLAGEN

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Zahlungsmittel 187.099 193.801
Kurzfristige Einlagen 91.079 107.847
Summe 278.178 301.648

In Folge des Verkaufs der Pinova Inc. im Dezember 2016 (siehe TZ 2.4) standen höhere liquide Mittel über das Jahresende zur Verfügung, die im Rahmen eines Termingeldes zinstragend angelegt wurden.

16. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 475.206 547.303
Wertberichtigungen - 13.701 - 19.005
Summe 461.505 528.298

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht besichert. Der Konzern trägt damit das Risiko, dass es zu Forderungsausfällen kommt. Jedoch mussten in der Vergangenheit nur Ausfälle von untergeordneter Bedeutung seitens Einzelkunden hingenommen werden. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht näherungsweise ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

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In T€ 2015 2016
Buchwert (Brutto) 475.206 547.303
Weder überfällig noch wertberichtigt 404.337 452.024
Überfällig und teilweise wertberichtigt 57.851 68.719
Überfällig seit 1 - 30 Tagen 34.716 39.242
Überfällig seit 31-90 Tagen 10.119 12.846
Überfällig seit 91-360 Tagen 4.964 6.989
Mehr als 1 Jahr überfällig 8.052 9.642
Nicht überfällig, aber teilweise wertberichtigt 13.018 26.560
Wertberichtigung - 13.701 - 19.005
Spezifische Einzelwertberichtigung - 7.013 - 10.646
Pauschalierte Einzelwertberichtigung - 6.688 - 8.359
Summe 461.505 528.298

Die Gesellschaften gewähren branchen- und landesübliche Zahlungsziele.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

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In T€ 2015 2016
1. Januar 12.068 13.701
Veränderungen des Konsolidierungskreises - 277 27
Zuführungen 7.580 7.127
Im Berichtsjahr in Anspruch genommen - 2.935 - 1.103
Wertaufholungen - 1.970 - 1.391
Währungskursdifferenzen - 765 644
31. Dezember 13.701 19.005

Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist begrenzt durch die Vielzahl von Kunden mit breit diversifizierten Aktivitäten auf unterschiedlichen Märkten.

Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen.

17. VORRÄTE

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Rohstoffe 187.356 259.204
Unfertige Erzeugnisse 146.707 199.000
Fertige Erzeugnisse 222.205 250.560
Wertberichtigungen - 24.822 - 28.333
Summe 531.446 680.431

In den Herstellungskosten sind in Höhe von 1.207,2 Mio. € (2015: 1.076,2 Mio. €) Materialkosten ohne Fremdwährungseffekte enthalten.

Die Vorräte unterliegen ausschließlich branchenüblichen Eigentumsvorbehalten.

18. KURZFRISTIGE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND FORDERUNGEN

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Sonstige Steuern 37.855 33.027
Sonstige Vorauszahlungen 19.957 22.684
Forderungen aus Forschungszuschüssen 13.394 12.405
Übrige sonstige Vermögenswerte 2.821 3.681
Summe 74.027 71.797

In den sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer berücksichtigt.

Die sonstigen Vorauszahlungen beinhalten insbesondere Zahlungen zur Aufnahme auf Kundenlisten, die in der Folge über die Vertragslaufzeit aufgelöst werden, sowie übrige vorausgezahlte Leistungen, die periodengerecht abzugrenzen sind.

Die Forderungen aus Forschungszuschüssen beinhalten noch nicht verrechnete Ansprüche aus den von der französischen Regierung gewährten Steuergutschriften auf Forschungsausgaben (Crédit d'impôt recherche, CIR) sowie für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (Crédit d'impôt pour la compétitivité et l'emploi, CICE). Es bestehen keine unerfüllten Bedingungen oder andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit diesen Zuschüssen.

Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen sind nicht besichert. Symrise trägt das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann. In der Vergangenheit mussten ausschließlich Ausfälle von untergeordneter Bedeutung hingenommen werden. Im Posten sind nur geringfügig Wertberichtigungen enthalten, weshalb auf die Darstellung der Entwicklung des Wertberichtigungskontos aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet wird.

19. KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Finanzanlagen (Available for Sale) 837 9.006
Guthaben auf Treuhandkonten 3.672 8.686
Rückgriffsanspruch 1.816 3.776
Kaufpreisforderungen aus Unternehmensverkauf (siehe TZ 2.4) 0 2.367
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.763 5.312
Summe 9.088 29.147

Das Guthaben auf Treuhandkonten wurde im Zusammenhang mit noch zu leistenden Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben hinterlegt und enthält die kurzfristig fälligen Teilbeträge.

Der Rückgriffsanspruch wurde im Zuge des Erwerbs der Diana Gruppe im Jahr 2014 mit dem Verkäufer vereinbart und sichert die Erstattung möglicher finanzieller Risiken. Ein Teilbetrag dieses Rückgriffanspruchs ist in den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

20. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

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In T€ Geschäfts oder Firmenwert Rezepturen1)mit bestimmter Nutzungsdauer Andere immaterielle Vermögenswerte2)mit bestimmter Nutzungsdauer
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2015 1.133.178 706.543 808.852
Zugänge aus Unternehmenserwerben 12.154 1.041 15.553
Abgänge aus Unternehmensverkäufen 0 0 - 7.811
Zugänge aus Anschaffungen 0 0 9.210
Zugänge aus Eigenleistungen 0 0 0
Abgänge 0 - 2.709 - 1.478
Umbuchungen 0 0 5.486
Währungskursdifferenzen 24.094 17.633 7.335
31. Dezember 2015 1.169.426 722.508 837.147
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2015 - 41.773 - 463.948 - 122.970
Abgänge aus Unternehmensverkäufen 0 0 1.482
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 - 34.284 - 64.100
Wertminderungen 0 0 - 425
Abgänge 0 2.709 1.199
Währungskursdifferenzen - 3.262 - 12.623 - 1.142
31. Dezember 2015 - 45.035 - 508.146 - 185.956
Buchwerte
1. Januar 2015 1.091.405 242.595 685.882
31. Dezember 2015 1.124.391 214.362 651.191
davon Finanzierungsleasing 0 0 2.218

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In T€ Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2015 19.532 8.844 2.676.949
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0 0 28.748
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - 80 - 7 - 7.898
Zugänge aus Anschaffungen 0 7.535 16.745
Zugänge aus Eigenleistungen 1.686 22 1.708
Abgänge - 68 - 159 - 4.414
Umbuchungen 124 - 5.610 0
Währungskursdifferenzen 91 - 95 49.058
31. Dezember 2015 21.285 10.530 2.760.896
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2015 - 13.933 0 - 642.624
Abgänge aus Unternehmensverkäufen 24 0 1.506
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres - 2.163 0 - 100.547
Wertminderungen - 236 0 - 661
Abgänge 57 0 3.965
Währungskursdifferenzen - 19 0 - 17.046
31. Dezember 2015 - 16.270 0 - 755.407
Buchwerte
1. Januar 2015 5.599 8.844 2.034.325
31. Dezember 2015 5.015 10.530 2.005.489
davon Finanzierungsleasing 0 0 2.218

1) Rezepturen bestehen hauptsächlich aus Produktionsrezepturen und Technologien.

2) Die anderen immateriellen Vermögenswerte beinhalten vor allem Kundenstämme, Markenrechte, Software, Patente und sonstige Rechte sowie eigene IT-Entwicklungen.

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In T€ Geschäfts oder Firmenwert Rezepturen1)mit bestimmter Nutzungsdauer Andere immaterielle Vermögenswerte2)mit bestimmter Nutzungsdauer
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2016 1.169.426 722.508 837.147
Zugänge aus Unternehmenserwerben 153.729 24.929 91.986
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - 13.299 - 22.189 - 40.291
Zugänge aus Anschaffungen 0 0 4.794
Zugänge aus Eigenleistungen 0 0 0
Abgänge 0 0 - 2.283
Umbuchungen 0 0 3.487
Währungskursdifferenzen 9.142 4.490 295
31. Dezember 2016 1.318.998 729.738 895.135
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2016 - 45.035 - 508.146 - 185.956
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0 0 - 3.453
Abgänge aus Unternehmensverkäufen 0 1.490 2.681
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 - 35.450 - 73.952
Wertminderungen 0 0 0
Abgänge 0 0 1.558
Währungskursdifferenzen - 1.080 - 3.750 - 751
31. Dezember 2016 - 46.115 - 545.856 - 259.873
Buchwerte
1. Januar 2016 1.124.391 214.362 651.191
31. Dezember 2016 1.272.883 183.882 635.262
davon Finanzierungsleasing 0 0 1.821

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In T€ Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2016 21.285 10.530 2.760.896
Zugänge aus Unternehmenserwerben 1.949 101 272.694
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - 1.906 0 - 77.685
Zugänge aus Anschaffungen 0 10.237 15.031
Zugänge aus Eigenleistungen 1.657 0 1.657
Abgänge 0 - 102 - 2.385
Umbuchungen 433 - 3.920 0
Währungskursdifferenzen - 222 24 13.729
31. Dezember 2016 23.196 16.870 2.983.937
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2016 - 16.270 0 - 755.407
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0 0 - 3.453
Abgänge aus Unternehmensverkäufen 142 0 4.313
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres - 1.648 0 - 111.050
Wertminderungen - 1.167 0 - 1.167
Abgänge 0 0 1.558
Währungskursdifferenzen 50 0 - 5.531
31. Dezember 2016 - 18.893 0 - 870.737
Buchwerte
1. Januar 2016 5.015 10.530 2.005.489
31. Dezember 2016 4.303 16.870 2.113.200
davon Finanzierungsleasing 0 0 1.821

1) Rezepturen bestehen hauptsächlich aus Produktionsrezepturen und Technologien.

2) Die anderen immateriellen Vermögenswerte beinhalten vor allem Kundenstämme, Markenrechte, Software, Patente und sonstige Rechte sowie eigene IT-Entwicklungen.

Bezüglich der Zugänge aus Unternehmenserwerben und der Abgänge aus Unternehmensverkäufen verweisen wir auf TZ 2.4. Die Zugänge aus Anschaffungen betreffen im Wesentlichen Anzahlungen auf Rechte, Software, vorrangig SAP-Anwendungen, und Stoffregistrierungen nach der Europäischen Chemikalienverordnung (REACH).

Die aktivierten Entwicklungskosten inklusive im Erstellungsprozess befindliche aktivierte Entwicklungskosten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 4,2 Mio. € (31. Dezember 2015: 5,4 Mio. €).

Die Abschreibungen auf Rezepturen sind dem Fertigungsbereich zugeordnet und somit in den Herstellungskosten enthalten. In den Vertriebskosten sind die Abschreibungen auf Kundenstämme und Markenrechte ausgewiesen, die Abschreibungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte sind den entsprechenden Funktionsbereichen der Konzerngewinn- und -verlustrechnung zugeordnet.

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT NACH SEGMENTEN

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Scent & Care 186.322 245.488
Flavor & Nutrition 938.069 -
Flavor1) - 539.932
Nutrition1) - 487.463
Summe 1.124.391 1.272.883

1) Das Segment Flavor & Nutrition wurde im Berichtsjahr aufgeteilt, weitere Details siehe TZ 2.5 und 3.

21. SACHANLAGEN

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In T€ Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2015 465.584 570.046 196.100 69.407 1.301.137
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0 0 29 0 29
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - 11.108 - 11.041 - 725 - 64 - 22.938
Andere Zugänge 5.965 17.157 13.574 92.699 129.395
Abgänge - 5.131 - 8.708 - 6.786 - 394 - 21.019
Umbuchungen 17.362 43.846 9.961 - 71.169 0
Währungskursdifferenzen 4.316 5.159 - 1.113 1.229 9.591
31. Dezember 2015 476.988 616.459 211.040 91.708 1.396.195
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2015 - 185.808 - 344.582 - 131.064 0 - 661.454
Abgänge aus Unternehmensverkäufen 7.690 7.644 486 0 15.820
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres - 18.284 - 38.084 - 16.483 0 - 72.851
Wertminderungen 0 - 2.470 - 170 - 270 - 2.910
Abgänge 3.014 7.533 6.472 0 17.019
Umbuchungen - 15 14 1 0 0
Währungskursdifferenzen - 1.680 - 766 762 0 - 1.684
31. Dezember 2015 - 195.083 - 370.711 - 139.996 - 270 - 706.060
Buchwerte
1. Januar 2015 279.776 225.464 65.036 69.407 639.683
31. Dezember 2015 281.905 245.748 71.044 91.438 690.135
davon Finanzierungsleasing 6.626 2.217 39 0 8.882

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In T€ Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2016 476.988 616.459 211.040 91.708 1.396.195
Zugänge aus Unternehmenserwerben 26.436 105.644 1.362 7.338 140.780
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - 9.335 - 23.346 - 1.374 - 6.022 - 40.077
Andere Zugänge 4.877 17.200 16.199 112.814 151.090
Abgänge - 1.890 - 7.830 - 6.086 - 585 - 16.391
Umbuchungen 18.891 45.626 12.391 - 76.908 0
Währungskursdifferenzen 5.510 10.039 4.628 1.834 22.011
31. Dezember 2016 521.477 763.792 238.160 130.179 1.653.608
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2016 - 195.083 - 370.711 - 139.996 - 270 - 706.060
Zugänge aus Unternehmenserwerben - 564 - 6.974 - 301 0 - 7.839
Abgänge aus Unternehmensverkäufen 507 2.124 234 0 2.865
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres - 18.954 - 51.222 - 18.207 0 - 88.383
Wertminderungen 0 - 605 - 698 0 - 1.303
Abgänge 1.553 6.835 5.818 270 14.476
Umbuchungen 26 - 2 - 24 0 0
Währungskursdifferenzen - 2.030 - 5.291 - 2.665 0 - 9.986
31. Dezember 2016 - 214.545 - 425.846 - 155.839 0 - 796.230
Buchwerte
1. Januar 2016 281.905 245.748 71.044 91.438 690.135
31. Dezember 2016 306.932 337.946 82.321 130.179 857.378
davon Finanzierungsleasing 5.917 1.759 31 0 7.707

Bezüglich der Zugänge aus Unternehmenserwerben und der Abgänge aus Unternehmensverkäufen verweisen wir auf TZ 2.4.

Die anderen Zugänge resultieren vor allem aus Kapazitätserweiterungen in der Sprühtrocknung sowie in der Parfümerie- und chemischen Produktion. Darüber hinaus wurde in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Singapur investiert. In den Zugängen sind aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 0,7 Mio. € enthalten. Der zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz beläuft sich auf 2,71 % (31. Dezember 2015: 2,59 %).

22. LANGFRISTIGE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND FORDERUNGEN

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Forderungen aus Forschungszuschüssen 11.782 12.159
Vorauszahlungen 3.171 5.373
Übrige sonstige Vermögenswerte 1.855 1.469
Summe 16.808 19.001

Die Forderungen aus Forschungszuschüssen beinhalten noch nicht verrechnete Ansprüche aus den von der französischen Regierung gewährten Steuergutschriften auf Forschungsausgaben (Crédit d'impôt recherche, CIR) sowie für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (Crédit d'impôt pour la compétitivité et l'emploi, CICE). Es bestehen keine unerfüllten Bedingungen oder andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit diesen Zuschüssen.

Unter den Vorauszahlungen werden unverändert zum Vorjahr Zahlungen zur Aufnahme auf Kundenlisten gezeigt. Die für die Aufnahme geleisteten Zahlungen werden über die Vertragslaufzeit aufgelöst.

23. LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Kaufpreisforderungen aus dem Unternehmensverkauf (siehe TZ 2.4) 0 7.102
Rückgriffsanspruch (siehe TZ 19) 7.794 5.832
Guthaben auf Treuhandkonten (siehe TZ 19) 0 4.972
Finanzanlagen (Available for Sale) 5.548 3.291
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.352 2.378
Summe 15.694 23.575

24. LATENTE STEUERANSPRÜCHE/-VERBINDLICHKEITEN

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31. Dezember 2015
In T€ Steueransprüche Steuerverbindlichkeiten Erträge (+)/ Aufwendungen (-)
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 10.525 237.410 16.212
Sachanlagen 9.197 62.900 - 5.295
Finanzielle Vermögenswerte 1.162 7 250
Vorräte 16.978 264 3.308
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorauszahlungen und sonstige Vermögenswerte 4.200 8.708 2.742
Rückstellungen für Pensionen 65.823 0 2.859
Sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 36.316 10.089 11.620
Anteile an Tochterunternehmen 0 3.700 - 1.800
Verlustvorträge 29.239 0 - 6.745
Zwischensumme 173.440 323.078 23.151
Saldierung - 95.230 - 95.230
Summe 78.210 227.848 23.151

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31. Dezember 2016
In T€ Steueransprüche Steuerverbindlichkeiten Erträge (+)/ Aufwendungen (-)
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 3.409 219.981 25.787
Sachanlagen 9.204 72.423 - 1.134
Finanzielle Vermögenswerte 1.157 8 - 6
Vorräte 18.108 313 1.081
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorauszahlungen und sonstige Vermögenswerte 4.089 17.011 - 5.543
Rückstellungen für Pensionen 85.782 0 1.725
Sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 41.621 2.851 12.543
Anteile an Tochterunternehmen 0 3.700 0
Verlustvorträge 51.766 0 - 16.598
Zwischensumme 215.136 316.287 17.855
Saldierung - 112.331 - 112.331
Summe 102.805 203.956 17.855

Im Jahr 2016 belief sich der latente Steuerertrag auf 17,9 Mio. €, gegenüber einem latenten Steuerertrag von 23,2 Mio. € im Jahr 2015.

Die Veränderung des latenten Steuerertrags resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises.

Die Veränderung des latenten Steuerertrags im Hinblick auf immaterielle Vermögenswerte beruht unter anderem auf laufenden Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation der Akquisition der Pinova Gruppe im Januar 2016. Des Weiteren beeinflusste die Neubewertung der latenten Steuern in Frankreich aufgrund der Absenkung des Steuersatzes ab dem 1. Januar 2019 den Steuertrag positiv.

Weiterhin beruht die Veränderung des latenten Steuerertrags hinsichtlich der Sachanlagen auf der Akquisition der Pinova Gruppe.

Der latente Steuertrag des Vorjahres in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorauszahlungen und sonstigen Vermögenswerten war durch die Ablösung einer internen US-Dollar-Finanzierung und die damit zusammenhängende Fremdwährungsbewertung beeinflusst.

Hinsichtlich der Veränderung der Pensionsrückstellung und der damit verbundenen Veränderung der latenten Steuern verweisen wir auf TZ 12.

Weiterhin war der latente Steueraufwand in Bezug auf die Verlustvorträge durch die Akquisition der Pinova Gruppe beeinflusst. Durch den Erwerb kam es zu einem Zugang steuerlich nutzbarer Verlustvorträge in den USA. Diese Verlustvorträge konnten bereits anteilig im Jahr 2016 gegen den steuerlichen Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Pinova Inc. verrechnet werden.

Insgesamt bestanden am Stichtag körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 176,6 Mio. € (31. Dezember 2015: 99,7 Mio. €). Von den körperschaftsteuerlichen Verlusten sind 0,6 Mio. € zeitlich begrenzt nutzbar. Die vermehrte Inanspruchnahme von steuerlichen Verlustvorträgen gegenüber dem Vorjahr führte zu einem Anstieg des latenten Steueraufwands.

Die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge und damit die Bewertung der entsprechenden latenten Steueransprüche sind durch eine Steuerplanung untermauert. Die Veränderung des Nichtansatzes von latenten Steueransprüchen beträgt zum Stichtag 0,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 2,4 Mio. €).

Die Berechnung der ausländischen Einkommensteuern basiert auf den gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Landes. Die Steuersätze der einzelnen Gesellschaften liegen zwischen 0 % und 40 %.

Im Berichtsjahr sind in den latenten Steueransprüchen und -verbindlichkeiten Währungseffekte in Höhe von 2,9 Mio. € (31. Dezember 2015: 3,5 Mio. €) enthalten.

Gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) sind passive latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte Outside Basis Differences), wenn mit der Realisierung zu rechnen ist. Ursächlich für diese Unterschiedsbeträge sind im Wesentlichen thesaurierte Gewinne in- und ausländischer Tochtergesellschaften.

Auf diese temporären Differenzen in Höhe von 223,0 Mio. € im Jahre 2016 und 180,0 Mio. € im Jahr 2015 wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten angesetzt, da sie auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden oder keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen. Im Falle von Ausschüttungen von Tochterkapitalgesellschaften unterlägen diese einer Dividendenbesteuerung von 5 %. Ausschüttungen aus dem Ausland könnten darüber hinaus Quellensteuer auslösen. Zum 31. Dezember 2016 wurden für geplante Dividendenzahlungen 3,7 Mio. € (31. Dezember 2015: 3,7 Mio. €) passive latente Steuern aus Anteilen von Tochterunternehmen berücksichtigt.

25. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

26. KURZ- UND LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN

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31. Dezember 2015
In T€ Kurzfristig Langfristig Summe
--- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.616 231.736 257.352
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.822 1.140.625 1.142.447
Zinsabgrenzungen 8.557 899 9.456
Summe 35.995 1.373.260 1.409.255

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31. Dezember 2016
In T€ Kurzfristig Langfristig Summe
--- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 227.085 45.683 272.768
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 300.404 1.167.650 1.468.054
Zinsabgrenzungen 8.847 212 9.059
Summe 536.336 1.213.545 1.749.881

Die Verpflichtungen aus den Term Loans, dem Darlehen mit der Europäischen Investitionsbank (im Folgenden EIB genannt) und dem Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (im Folgenden KfW genannt) sowie die Inanspruchnahme der Revolving Credit Facility sind Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten vor allem die Verbindlichkeiten aus den beiden Eurobonds, dem US Private Placement und das im Jahr 2015 vereinbarte Schuldscheindarlehen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten im Wesentlichen sowohl die zwei im Jahr 2017 fälligen Term Loans als auch die kurzfristig fälligen Bestandteile des EIB-Darlehens, des KfW-Darlehens sowie der Revolving Credit Facility. Ein Term Loan war im Vorjahr Bestandteil der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und wurde im Geschäftsjahr in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umgegliedert. Der zweite Term Loan hat eine Laufzeit von einem Jahr und ist im Jahr 2016 neu hinzugekommen.

In den kurzfristigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten ist insbesondere der in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliederte und im Jahr 2017 fällige Eurobond 2010 enthalten. Die langfristigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen das US Private Placement 2010, die langfristig fälligen Bestandteile des EIB-Darlehens und des KfW-Darlehens, den Eurobond 2014, das Schuldscheindarlehen sowie die lokale Verschuldung der Diana Gesellschaften und beinhalten Buchwerte in ausländischen Währungen (USD, CAD) in Höhe von 211,1 Mio. € (31. Dezember 2015: 220,3 Mio. €).

Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen durch die weitere Auszahlung des Schuldscheindarlehens (Buchwerte 31. Dezember 2016: 498,4 Mio. €; 31. Dezember 2015: 177,7 Mio. €).

Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Revolving Credit Facility handelt es sich mit einem Nominalwert von 5,0 Mio. € (31. Dezember 2015: 5,0 Mio. €) um im Geschäftsjahr in Anspruch genommene Kredite, die dem Konzern im Rahmen einer Revolving Credit Facility in Höhe von 300,0 Mio. € bis zum 22. Mai 2021 zur Verfügung stehen. Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit bestehen weitere bilaterale Kreditlinien mit verschiedenen Kreditinstituten zur Abdeckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs. Am 31. Dezember 2016 stand Symrise demnach eine nicht gezogene Kreditlinie in Höhe von nominal 345,4 Mio. € (31. Dezember 2015: 312,1 Mio. €) zur Verfügung.

Im April 2016 hat Symrise die Verlängerungsoption für die Revolving Credit Facility genutzt und diese um ein Jahr bis zum Mai 2021 prolongiert. Das Volumen beträgt unverändert 300,0 Mio. € und läuft über fünf Jahre. Symrise hat jedoch die Option die Laufzeit um ein weiteres Jahr zu verlängern und optional das Volumen auf 500,0 Mio. € aufzustocken.

Symrise hat sich bei der Revolving Credit Facility, dem KfW-Darlehen, dem Term Loan, dem US Private Placement sowie bei dem Darlehen der Europäischen Investitionsbank zur Einhaltung von festgelegten Grenzen der Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDAN (Leverage Covenant, siehe TZ 36) verpflichtet. Diese Kennzahl wird vierteljährlich auf Einhaltung überprüft und wurde wie im Vorjahr stets eingehalten.

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End-/Fälligkeit Nominalzinssatz Nominalbetrag in Tsd. Emissionswährung Buchwert in T€ 31.12.2015 Buchwert in T€ 31.12.2016
Symrise AG
Eurobond 2014 Juli 2019 1,75 % fix 500.000 EUR 496.033 497.143
Eurobond 2010 Oktober 2017 4,13 % fix 300.000 EUR 298.880 299.487
US Private Placement November 2020 4,09 % fix 175.000 USD 160.455 165.546
Term Loan Juli 2017 0,73 % Euribor + 0,65 % 120.000 EUR 169.762 119.913
Term Loan 2016 August 2017 0,50 % fix 60.000 EUR - 60.000
Schuldscheindarlehen (5Y) Dezember 2020 0,91% fix 122.500 EUR 12.441 122.117
Schuldscheindarlehen (5Y) Dezember 2020 0,70 % Euribor + 0,7 % 38.500 EUR 2.985 38.378
Schuldscheindarlehen (7Y) Dezember 2022 1,34 % fix 224.000 EUR 101.516 223.253
Schuldscheindarlehen (7Y) Dezember 2022 0,85 % Euribor + 0,85 % 37.500 EUR 10.947 37.373
Schuldscheindarlehen (10Y) Dezember 2025 1,96 % fix 67.500 EUR 40.805 67.264
Schuldscheindarlehen (10Y) Dezember 2025 1,10 % Euribor + 1,1 % 10.000 EUR 8.958 9.965
EIB-Darlehen April 2020 2,59 % fix 57.273 USD 67.606 54.236
KfW-Darlehen September 2019 1,45 % fix 9.218 EUR 12.570 9.218
Revolving Credit Facility EUR Mai 2021 0,45 % Euribor + 0,45 % 5.000 EUR 3.814 4.047
Ecuaprotein SA, Ecuador
Shareholder Loan September 2020 5,00 % fix 3.988 USD 3.758 3.777
Term Loan Dezember 2017 8,41% fix 687 USD 375 650
Aquasea Costa Rica, Costa Rica
Shareholder Loan Dezember 2020 5,00 % fix 3.595 USD 3.301 -
Symrise C.A., Venezuela
Term Loan Oktober 2016 23,90 % fix 596.000 VEF 2.754 -
DianaNova SAS, Frankreich
Promotional Loan Dezember 2016 0,00 % fix 783 EUR 783 -
Diana Naturals SAS, Frankreich
Promotional Loan Dezember 2024 0,00 % fix 679 EUR 679 -
Symrise Private Limited, Indien
Term Loan Dezember 2017 9,95 % fix 25.000 INR 347 -
Specialites Pet Food SAS, Frankreich
Promotional Loan Januar 2017 0,00 % fix 75 EUR 300 75
Promotional Loan Juni 2025 0,00 % fix 100 EUR 100 100
Kerisper SAS, Frankreich
Promotional Loan Dezember 2024 0,00 % fix 440 EUR 440 -
Diana US Inc., USA
Promotional Loan Juni 2019 0,00 % fix 1.595 USD - 1.511

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(Fortsetzung von Seite 111) End-/Fälligkeit Nominalzinssatz Nominalbetrag in Tsd. Emissionswährung Buchwert in T€ 31.12.2015 Buchwert in T€ 31.12.2016
Scelta Umami Holding BV, Niederlande
Term Loan September 2029 5,50 % fix 792 EUR - 792
Nutra Canada Inc., Kanada
Promotional Loan April 2023 0,00 % fix 2.839 CAD - 1.996
Probi AB, Schweden
Revolving Credit Facility USD Juni 2019 2,25% Libor + 1,40 % 25.000 USD - 23.593
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten - - - - 190 388
Zinsabgrenzungen - - - - 9.456 9.059
Summe 1.409.255 1.749.881

27. KURZFRISTIGE SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Personalverbindlichkeiten 71.987 78.382
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 20.033 21.638
Sonstige Steuern 23.010 20.838
Steuern auf Löhne/Gehälter, Sozialversicherungsabgaben und sonstige Sozialleistungen 15.998 15.049
Versicherungsbeiträge 1.926 3.035
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 19.269 14.334
Summe 152.223 153.276

Die Personalverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Jahresprämien und Boni sowie Abgrenzungen für noch nicht genommenen Urlaub.

In den sonstigen Steuern sind vor allem Verpflichtungen aus Umsatzsteuer gezeigt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden berücksichtigen Abgrenzungen für Rabatte und Boni sowie Gutschriften an Kunden.

Die übrigen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus diversen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angefallenen Verwaltungs- und Vertriebskosten.

28. KURZFRISTIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

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In T€ Abfindungen Sonstige Personalrückstellungen Übrige Rückstellungen Summe
1. Januar 2016 662 2.580 3.822 7.064
Veränderung des Konsolidierungskreises - 66 0 0 - 66
Zuführung 3.433 3.463 2.540 9.436
Auflösung - 188 0 - 1.022 - 1.210
Inanspruchnahme - 134 - 2.269 - 1.805 - 4.208
Umbuchungen 0 2.809 0 2.809
Währungskursdifferenzen 80 414 75 569
31. Dezember 2016 3.787 6.997 3.610 14.394

Die Zuführungen zu den Rückstellungen für Abfindungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Neuorganisation des Scent & Care Geschäftsbereichs Fragrance und der Integration der Pinova Gruppe.

Die sonstigen Personalrückstellungen wurden für mögliche Verpflichtungen aus der Sozialversicherung in Lateinamerika, für Jubiläumsverpflichtungen und für erfolgsabhängige Vergütungen gebildet.

Die übrigen Rückstellungen enthalten im Einzelnen nicht wesentliche Positionen, weshalb auf einen gesonderten Ausweis verzichtet wurde.

Wir gehen davon aus, dass der Mittelabfluss sämtlicher Rückstellungen innerhalb der nächsten Monate, spätestens bis zum Ende des Jahres 2017, erfolgen wird.

29. KURZFRISTIGE ÜBRIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen übrigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die im Jahr 2017 fälligen Kaufpreisverpflichtungen aus den im Jahr 2016 getätigten Akquisitionen (8,4 Mio. €). Darüber hinaus sind finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen (1,4 Mio. €; 31. Dezember 2015: 0,7 Mio. €) enthalten.

30. KURZFRISTIGE TATSÄCHLICHE ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEIT

Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Ertragsteuern für noch nicht endgültig veranlagte Zeiträume. Im Vorjahr war dieser Posten durch Steuernachzahlungen für das Geschäftsjahr 2014 in Deutschland und den USA beeinflusst. Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf TZ 12.

31. LANGFRISTIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

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In T€ Jubiläen Rückbauverpflichtungen Reorganisation Rechtsstreitigkeiten Übrige Rückstellungen Summe
1. Januar 2016 9.926 3.519 2.400 1.352 5.011 22.208
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 837 837
Zuführung 893 0 0 341 559 1.793
Auflösung - 3 0 0 - 255 - 1.171 - 1.429
Umbuchungen - 811 0 0 0 - 1.998 - 2.809
Zinsaufwand 997 16 65 64 218 1.360
Währungskursdifferenzen 1 98 0 363 40 502
31. Dezember 2016 11.003 3.633 2.465 1.865 3.496 22.462

Die Jubiläumsverpflichtungen wurden im Geschäftsjahr mit 1,6 % gegenüber 2,4 % im Vorjahr abgezinst.

Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen bestehen aus Verpflichtungen gegenüber Vermietern zur Herstellung des Zustands vor Überlassung der Mietsache. Der Barwert der Rückbauverpflichtung wird in der Periode erfasst, in der die Verpflichtung entstanden ist. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die entsprechenden Mittelabflüsse zum Zeitpunkt der Beendigung des jeweiligen Mietverhältnisses anfallen, wobei sowohl das Ende des Mietverhältnisses als auch die Höhe der zu erbringenden Leistung jeweils geschätzt worden ist.

Die Rückstellung für Reorganisation wurde für Umstrukturierungsmaßnahmen in China gebildet.

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bestehen für anhängige Verfahren in Lateinamerika. Jede einzelne Rechtsstreitigkeit hat für sich keinen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Symrise AG.

Die Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütungen, die gegenüber dem Vorstand und ausgewählten Mitarbeitern zugesagt wurden, sind Teil der übrigen Rückstellungen, die darüber hinaus weitere, im Einzelnen nicht wesentliche Positionen enthalten, weshalb auf einen gesonderten Ausweis verzichtet wurde.

32. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Einzelne Gesellschaften haben Pensionspläne aufgesetzt, die entweder direkt durch die Bildung von Rückstellungen oder durch Beiträge an konzernexterne Fondsgesellschaften finanziert werden. Die Art und Weise, wie diese Leistungen gegenüber den Mitarbeitern erbracht werden, ist von den einzelnen gesetzlichen, fiskalischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Länder abhängig. Darüber hinaus gewährt der Konzern vereinzelt zusätzlich medizinische Versorgungsleistungen an seine Mitarbeiter nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Pensionsleistungen sowie die medizinischen Versorgungsleistungen werden in der Regel an dem Lohn und Gehalt der Mitarbeiter und der jeweiligen Betriebszugehörigkeit bemessen. Die Verpflichtung bezieht sich sowohl auf die bereits im Ruhestand befindlichen Mitarbeiter als auch auf den Anspruch der zukünftigen Pensionäre.

Durch die Pensionspläne ist Symrise keinen über die üblichen versicherungsmathematischen Risiken, wie Langlebigkeitsrisiken, Zinsrisiken, Währungsrisiken und Kapitalmarktrisiken bezüglich des Planvermögens hinausgehenden Risiken, ausgesetzt.

Die Merkmale der für Symrise wesentlichen Pläne werden im Folgenden beschrieben:

DEUTSCHLAND

In Deutschland gewährt Symrise Pensionsleistungen durch Versorgungspläne mit arbeitgeberfinanzierten Altzusagen (leistungsorientiert) und verschiedene Pläne mit Entgeltumwandlungen (beitrags- und leistungsorientiert).

Die ordentliche Mitgliedschaft der Arbeitnehmer der früheren Haarmann & Reimer GmbH, Deutschland, in der Bayer-Pensionskasse VVaG wurde mit Wirkung vom 31. März 2003 beendet. Die Arbeitnehmer der Haarmann & Reimer GmbH, die zu diesem Zeitpunkt ordentliche Mitglieder waren, sind seit dem 1. April 2003 außerordentliche Mitglieder geworden. Ordentliche Mitglieder, die am 31. März 2003 verfallbare Anwartschaften hatten, konnten sich ihre bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Rentenanwartschaften (ohne Arbeitgeberbeiträge) in Form einer Kapitalisierung auszahlen lassen und sind seitdem keine Mitglieder der Bayer-Pensionskasse mehr. Für alle zum Zeitpunkt 31. März 2003 in der Bayer-Pensionskasse befindlichen ordentlichen Mitglieder wurde mit Wirkung zum 1. April 2003 in Deutschland eine Versorgungsordnung in Form einer Direktzusage eingeführt, die über eine Bruttoentgeltumwandlung bedient wird (3 % bis maximal zur jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West). Für Entgeltbestandteile oberhalb der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze besteht für diesen Personenkreis aufgrund einer Versorgungsordnung eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung bis zu einer wertmäßig begrenzten Höhe. Den früheren Arbeitnehmern der Haarmann & Reimer GmbH ist bei der Einführung einer neuen Versorgungsordnung garantiert worden, dass sich durch den Unternehmenszusammenschluss keine Verschlechterung in der betrieblichen Altersversorgung ergeben darf. Die Leistungen müssen auf dem Niveau vor der Zeit des Unternehmenszusammenschlusses beibehalten werden. Dies ist durch die neue Versorgungsordnung gewährleistet. Ebenso bietet das Unternehmen aufgrund dieser Garantie den früheren Haarmann & Reimer GmbH Arbeitnehmern im Tarifbereich eine zusätzliche freiwillige Entgeltumwandlung in Form einer Direktzusage an. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen sind auf maximal 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West begrenzt.

Bis zum 31. Dezember 1981 ins Unternehmen eingetretene frühere Dragoco-Mitarbeiter unterliegen einer arbeitgeberfinanzierten Pensionsordnung. Die Höhe der hieraus resultierenden Rentenzahlungen hängt von der Betriebszugehörigkeit und dem letzten monatlichen Bruttoentgelt ab.

Alle zum 1. April 2003 keiner Versorgungsordnung angehörenden Mitarbeiter hatten ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis in Form einer Direktzusage durch Entgeltumwandlung an einer zum 31. Dezember 2010 geschlossenen Versorgungsordnung teilzunehmen. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen waren auf maximal 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West begrenzt.

Seit dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte bei Symrise an den deutschen Standorten verpflichtet, ab dem siebten Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Hierbei zahlt der Mitarbeiter 2 % seines Einkommens aus Bruttoentgeltumwandlung in die RPK ein (Pflichtbeitrag), das Unternehmen stockt den Betrag in gleicher Höhe auf. Freiwillige Beiträge sind möglich und werden ebenfalls in gleicher Höhe vom Unternehmen geleistet. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen sind auf maximal 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West begrenzt. Bereits im Unternehmen beschäftigt e Mitarbeiter, die im Gegensatz zu ehemaligen Haarmann & Reimer- oder bis zum 31. Dezember 1981 eingetretenen Dragoco-Mitarbeitern keiner Versorgungsordnung angehören, konnten bis zum 30. September 2010 mit Wirkung zum 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären.

Darüber hinaus haben alle außertariflichen Mitarbeiter und Führungskräfte auf freiwilliger Basis die Möglichkeit, sich in Form einer Direktzusage durch Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgungsbausteine zu erwerben. Einen Unternehmenszuschuss gibt es für diese sogenannte "Deferred Compensation" nicht.

Die betriebliche Altersversorgung über die RPK als externem Versorgungsträger wird als beitragsorientierter Versorgungsplan klassifiziert und es wurde dafür keine Pensionsrückstellung gebildet. Alle anderen Verpflichtungen aus Leistungszusagen sind als leistungsorientierte Versorgungspläne bilanziert und damit in der Pensionsrückstellung berücksichtigt. Für diese besteht kein Planvermögen.

USA

In den USA gewährt Symrise Pensionsleistungen durch einen leistungsorientierten Plan, den sogenannten Mass Mutual Plan, sowie medizinische Versorgungsleistungen. Beide Pläne sind eingefroren, das heißt die Pläne sind für Neueintritte ebenso wie für die Erdienung weiterer Ansprüche seit 2012 beziehungsweise seit 2003 geschlossen. Die Höhe der Versorgungsleistungen aus dem Mass Mutual Plan bestimmt sich auf Basis des durchschnittlichen Endgehalts sowie der Jahre der Unternehmenszugehörigkeit. Das für diesen Versorgungsplan gehaltene Planvermögen wird in sogenannten Pooled Separate Accounts bei der Massachusetts Mutual Life Insurance Company gehalten, die das Vermögen zur Vermeidung von Risikokonzentrationen diversifiziert anlegt. Die Anlageentscheidungen werden von einem Anlageausschuss, dem Benefit Oversight Committee, getroffen, der zugleich auch für die rechtmäßige Verwaltung zuständig ist und die treuhändische Verantwortung trägt. Er setzt sich aus fünf Symrise Mitarbeitern zusammen. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen beider Pläne basieren auf dem US-amerikanischen Employee Retirement Income Security Act (ERISA), der unter anderem Mindestfinanzierungsniveaus vorgibt, die auf Basis einer jährlichen Bewertung ermittelt werden. Einzahlungen durch die Planteilnehmer in das Planvermögen finden nicht statt.

Die als Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gezeigte leistungsorientierte Verpflichtung lässt sich wie folgt herleiten:

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Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
In T€ 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
1. Januar 515.580 486.554 - 41.277 - 41.902
Veränderungen des Konsolidierungskreises - 1.023 - - -
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
Laufender Dienstzeitaufwand 17.576 15.032 - -
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 104 - - -
Zinsaufwand (+)/Zinsertrag (-) 11.321 12.652 - 1.595 - 1.417
Im sonstigen Ergebnis erfasst
Neubewertungen
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
aufgrund Veränderungen der demographischen Annahmen - 4.112 1.068 - -
aufgrund Veränderungen der finanziellen Annahmen - 44.088 59.169 - -
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen - 211 4.459 - -
Ertrag aus Planvermögen (ohne Beträge, die im Nettozinsaufwand enthalten sind) - - 1.940 - 1.446
Veränderung der Vermögenswertbegrenzung - - - 619
Währungskursdifferenzen 7.172 2.032 - 4.657 - 1.486
Sonstiges
Arbeitgeberbeiträge - - - 512 - 548
Gezahlte Leistungen - 15.557 - 14.541 4.199 2.307
31. Dezember 486.554 566.425 - 41.902 - 43.873
davon Pensionspläne 474.321 553.776 - 41.902 - 43.873
davon medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 12.233 12.649 - -

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Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung
In T€ 2015 2016
--- --- ---
1. Januar 474.303 444.652
Veränderungen des Konsolidierungskreises - 1.023 -
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
Laufender Dienstzeitaufwand 17.576 15.032
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 104 -
Zinsaufwand (+)/Zinsertrag (-) 9.726 11.235
Im sonstigen Ergebnis erfasst
Neubewertungen
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
aufgrund Veränderungen der demographischen Annahmen - 4.112 1.068
aufgrund Veränderungen der finanziellen Annahmen - 44.088 59.169
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen - 211 4.459
Ertrag aus Planvermögen (ohne Beträge, die im Nettozinsaufwand enthalten sind) 1.940 - 1.446
Veränderung der Vermögenswertbegrenzung - 619
Währungskursdifferenzen 2.515 546
Sonstiges
Arbeitgeberbeiträge - 512 - 548
Gezahlte Leistungen - 11.358 - 12.234
31. Dezember 444.652 522.552
davon Pensionspläne 432.419 509.903
davon medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 12.233 12.649

Der gesamte Barwert der Leistungsverpflichtung enthält zum Ende des abgelaufenen Jahres 323.955 T€ für aktive Mitarbeiter (31. Dezember 2015: 270.870 T€), 50.658 T€ für ehemalige Arbeitnehmer mit unverfallbaren Leistungsansprüchen (31. Dezember 2015: 45.034 T€) und 191.812 T€ für Pensionäre und deren Hinterbliebene (31. Dezember 2015: 170.650 T€). Von diesem gesamten Barwert der Leistungsverpflichtung entfallen 554.420 T€ (31. Dezember 2015: 471.224 T€) auf unverfallbare Ansprüche, die restlichen 12.005 T€ (31. Dezember 2015: 15.330 T€) berücksichtigen verfallbare Ansprüche.

Die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Barwerts der Leistungsverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen beträgt insgesamt 19,5 Jahre (31. Dezember 2015: 21,3 Jahre). Sie verteilt sich mit 23,6 Jahren auf aktive Mitarbeiter, mit 22,5 Jahren auf ehemalige Arbeitnehmer mit unverfallbaren Leistungsansprüchen und mit 14,0 Jahren auf Pensionäre und deren Hinterbliebene.

Die leistungsorientierten Pläne sind mit Ausnahme der Versorgungsordnungen in den USA (Mass Mutual Plan), in Japan und in Indien nicht durch Planvermögen gedeckt. Das Planvermögen zum Jahresende sichert einen Barwert der Leistungsverpflichtung von 61.090 T€ (31. Dezember 2015: 54.383 T€). Die Finanzierung der nicht durch Planvermögen gegebenen Zusagen erfolgt über den operativen Cashflow der Symrise AG und ihrer Tochtergesellschaften.

Das Planvermögen von 43.873 T€ (31. Dezember 2015: 41.902 T€) besteht im Wesentlichen für Pensionszusagen in den USA (38.070 T€; 31. Dezember 2015: 36.517 T€) und ist in sogenannten Pooled Separate Accounts bei der Massachusetts Mutual Life Insurance Company angelegt. Auf diesen Konten werden Anteile an Fondsvermögen gehalten, das in Geldmarktpapiere, Anleihen sowie in speziell wachstums- und wertorientierte Wertpapiere investiert ist. Die Preisnotierungen für diese Anteile sind von aktiven Märkten ableitbar (Fair Value-Hierarchie Level 2). Darüber hinaus besteht Planvermögen in Japan (5.517 T€; 31. Dezember 2015: 5.151 T€) und in Indien (286 T€; 31. Dezember 2015: 234 T€). Das Vermögen in Japan ist in einem Fonds bei der Japan Master Trust Bank angelegt, die zum Jahresende 2016 das Vermögen in japanische und ausländische Anleihen und Aktien investiert hat, deren Preise ebenfalls aus aktiven Märkten ableitbar sind. Es übersteigt die leistungsorientierte Verpflichtung und wurde auf die Vermögensobergrenze begrenzt (Asset Ceiling). Das Planvermögen in Indien ist bei einer Lebensversicherung angelegt, für die kein Preis an aktiven Märkten existiert. Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen belaufen sich auf 2.863 T€ (2015: - 345 T€). Symrise erwartet, dass im Jahr 2017 Beiträge in Höhe von 141 T€ (Erwartung im Jahr 2015 für 2016: 98 T€) in das Planvermögen eingezahlt werden.

Die Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung gliedert sich nach Regionen wie folgt:

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
EAME 414.406 488.089
Nordamerika 24.178 29.106
Lateinamerika 4.546 4.056
Asien/Pazifik 1.522 1.301
Summe 444.652 522.552

Den versicherungsmathematischen Bewertungen lagen die folgenden Annahmen zugrunde:

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In % 2015 2016
Abzinsungssatz
Deutschland 2,40 1,60
USA 4,21 4,02
Übrige Länder 2,60 2,11
Gehaltstrend
Deutschland 2,25 2,25
Übrige Länder 3,49 2,99
Rententrend
Deutschland 1,75 1,50
Übrige Länder 2,02 2,01
Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen
USA 7,20 7,20
Übrige Länder 9,00 8,25

Die Annahmen über Sterblichkeitsraten basieren auf veröffentlichten Sterbetafeln. Für die in Deutschland ausgesprochenen Pensionszusagen bestimmt sich die Sterblichkeitsrate nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Mass Mutual Plan in den USA ist auf Basis der Richttafel RP 2000 50/50 Unisex Table berechnet. Allen weiteren versicherungsmathematischen Bewertungen im Ausland liegen länderspezifische Sterbetafeln zugrunde.

Der Barwert der Leistungsverpflichtung ist von oben genannten versicherungsmathematischen Annahmen abhängig. Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich dieser Barwert zum 31. Dezember 2016 bei der Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen um jeweils einen Prozentpunkt verändert hätte:

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Veränderung des Barwerts der Leistungsverpflichtung
Erhöhung Rückgang
--- --- --- --- ---
In T€ 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
Abzinsungssatz - 83.237 - 98.788 108.418 130.645
Gehaltstrend 14.466 15.749 - 12.487 - 14.507
Rententrend 58.965 70.573 - 49.115 - 58.545
Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen 1.483 1.624 - 1.219 - 1.334

Zur Bestimmung der Sensitivität bezüglich der Lebenserwartung wurde die Sterblichkeitsrate für die in den Plänen begünstigten Personen um 10,0 % erhöht beziehungsweise reduziert. Die Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit führt zu einer Erhöhung der Lebenserwartung und ist abhängig vom individuellen Alter der begünstigten Personen. Die Erhöhung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10,0 % führt bei den von Symrise erteilten Pensionszusagen zu einer Reduzierung des Barwerts der Leistungsverpflichtung um 21.236 T€ (31. Dezember 2015: 18.775 T€), dagegen führt die Reduzierung um 10,0 % zu einer Erhöhung des Barwerts der Leistungsverpflichtung um 23.604 T€ (31. Dezember 2015: 20.616 T€).

Eine Veränderung von 1,0 Prozentpunkten bei der Annahme der Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen würde sich wie folgt auf den laufenden Dienstzeitaufwand auswirken:

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Veränderung des laufenden Dienstzeitaufwands
Erhöhung Rückgang
--- --- --- --- ---
In T€ 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen 107 84 - 84 - 67

Die Berechnung der Sensitivität des Barwerts der Leistungsverpflichtung wurde unter Anwendung des gleichen Verfahrens vorgenommen, nach dem auch der Barwert der Verpflichtungen aus den erteilten Pensionszusagen selbst ermittelt wurde (Verfahren der laufenden Einmalprämien). Vor allem aufgrund der Wirkung des Zinseszinseffekts bei der Bestimmung des Barwerts der Leistungsverpflichtung führen Erhöhungen beziehungsweise Senkungen des Diskontierungszinssatzes, des Gehalts- und Rententrends sowie von Sterblichkeitsraten zu anderen Absolutbeträgen. Sofern mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, ergibt sich der Gesamtbetrag nicht zwingend als Summe der zuvor gezeigten Einzeleffekte. Die Sensitivitäten gelten nur für die jeweilige konkrete Größenordnung der Änderung der Annahme (zum Beispiel 1,0 Prozentpunkte beim Abzinsungssatz). Verändern sich die Annahmen anders als genannt, lässt sich die Auswirkung auf den Barwert der Leistungsverpflichtung nicht linear übertragen.

33. LANGFRISTIGE ÜBRIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen übrigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen (5,8 Mio. €; 31. Dezember 2015: 7,1 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus noch zu tilgenden Kaufpreisverpflichtungen (5,0 Mio. €).

34.EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

Das gezeichnete Kapital der Symrise Aktiengesellschaft beträgt 129.812.574 € (31. Dezember 2015: 129.812.574 €) und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 129.812.574 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € pro Stück.

GENEHMIGTES KAPITAL

Mit Beschluss vom 12. Mai 2015 hat die Hauptversammlung ein genehmigtes Kapital in Höhe von knapp 20 % des derzeitigen Grundkapitals geschaffen.

Die Hauptversammlung hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000.000 € zu erhöhen.

Wird das Grundkapital gegen Bareinlagen erhöht, ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Das gesetzliche Bezugsrecht kann jedoch durch den Vorstand in folgenden Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden:

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.

ERWERB EIGENER AKTIEN

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wird der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben.

Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.

Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise sofern im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten wegen einer Volumenbegrenzung nicht sämtliche angenommen werden können, erfolgt die Annahme nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. Ebenfalls vorgesehen werden kann eine Rundung nach kaufmännischen Gesichtspunkten zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien.

Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:

Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien zusammen mit neuen Aktien, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten.
Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.

Die Ermächtigungen erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71d Satz 5 AktG erworben wurden.

Die Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, zum Teil auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung verwendet werden.

Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.

AUSGABE VON OPTIONS- UND/ODER WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN, ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS SOWIE ZUR SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALS

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- beziehungsweise Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 23.000.000,00 € zu gewähren.

Die Schuldverschreibungen sind gegen Barleistung auszugeben. Sie können auch durch Gesellschaften mit Sitz im In- und Ausland begeben werden, an denen die Symrise AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist (nachstehend "Konzerngesellschaften"). Für den Fall der Begebung über eine Konzerngesellschaft wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, für die Symrise AG die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte beziehungsweise den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren sowie weitere für eine erfolgreiche Ausgabe erforderliche Erklärungen abzugeben sowie Handlungen vorzunehmen. Die Schuldverschreibungen können in Euro oder - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert - in US-Dollar oder Schweizer Franken begeben werden.

Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

sofern der Ausgabepreis für eine Schuldverschreibung deren nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet;
soweit dies für Spitzenbeträge erforderlich ist, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;
um den Inhabern von Options- beziehungsweise Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft beziehungsweise den Inhabern von mit einer Verpflichtung zur Ausübung der Options- beziehungsweise Wandlungsrechte ausgestatteten Schuldverschreibung zum Ausgleich von Verwässerungen Bezugsrechte in dem Umfang zu gewähren, wie sie ihnen nach Ausübung dieser Rechte beziehungsweise nach der Erfüllung der Pflichten zur Ausübung der Options- beziehungsweise Wandlungsrechte als Aktionär zustünden.

Von den vorstehend erteilten Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 20 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung.

Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options-/Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung ausgegeben werden, wird das Grundkapital um bis zu 23.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs-/Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Andienungsrecht Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu jeweils zu bestimmenden Wandlungs-/Optionspreisen.

KAPITALRÜCKLAGE UND SONSTIGE RÜCKLAGEN

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld (Agio) aus den im Rahmen des Börsengangs sowie der zwei im Geschäftsjahr 2014 durchgeführten Kapitalerhöhungen und hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2015 nicht verändert.

In der Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung des Barwerts der definierten Leistungsverpflichtung, tatsächliche Erträge aus Planvermögen abzüglich des bereits ergebniswirksam erfassten Teilbetrags sowie die Effekte aus der Vermögenswertbegrenzung berücksichtigt.

Die kumulierten Währungskursdifferenzen beinhalten Gewinne und Verluste aus Wechselkursdifferenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen. Die nach IAS 29 erforderliche Anpassung der Abschlüsse von Unternehmen, deren funktionale Währung die eines Hochinflationslandes ist, ist ebenfalls Teil der kumulierten Währungskursdifferenzen. Konkret betroffen von den Anpassungen nach IAS 29 ist im Symrise Konzern die Tochtergesellschaft in Venezuela. Der Abschluss dieser Gesellschaft basiert grundsätzlich auf dem Konzept historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Im Jahr 2016 musste dieser erneut aufgrund von Änderungen der allgemeinen Kaufkraft der funktionalen Währung angepasst werden und ist daher in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit angegeben. Zum 31. Dezember 2016 wurden sowohl vom venezolanischen "Instituto Nacional de Estadística" als auch von der "Banco Central de Venezuela" keine offiziellen Inflationsraten veröffentlicht. Die aus unserer Sicht bestmöglich geschätzte, verfügbare Information ist die zum Oktober 2016 vom "International Monetary Fund (IMF) - Word Economic Outlook" veröffentlichte Rate von 720 %, die wir dem Abschluss zum 31. Dezember 2016 zugrunde gelegt haben. In Argentinien waren im abgelaufenen Wirtschaftsjahr noch keine Anpassungen vorzunehmen. Wir beobachten die Entwicklung hier nach wie vor aufmerksam.

In den sonstigen Rücklagen sind die Neubewertungsrücklage, die Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert und die Cashflow Hedge-Rücklage zusammengefasst. Die Neubewertungsrücklage resultiert aus sukzessiven Anteilserwerben in der Vergangenheit. Die Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert umfasst Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet sind. Die Cashflow Hedge-Rücklage enthält den effektiven Teil der Fair Value-Änderungen aus zur Sicherung von Währungsrisiken gehaltenen derivativen Finanzinstrumenten. Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Cashflow Hedge-Rücklage zur Sicherung von Währungsrisiken dar:

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In T€ 2015 2016
1. Januar - 278 - 233
Zuführungen (effektive Fair Value-Änderungen) - 1.815 - 1.553
Auflösungen
in den Umsatzerlösen 2.155 340
in den Herstellungskosten - 323 542
gegen den Geschäfts- oder Firmenwert 0 507
Latente Steuern 28 42
31. Dezember - 233 - 355
davon entfällt auf Aktionäre der Symrise AG - 233 - 370
davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile 0 15

Umgliederungen von unwirksamen Teilen aus der Absicherung von Zahlungsströmen ins Periodenergebnis (Ineffektivitäten) fanden 2016 nicht statt.

ÜBERLEITUNG DER DURCH DAS SONSTIGE ERGEBNIS BETROFFENEN EIGENKAPITALBESTANDTEILE

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2015

In T€
Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) Kumulierte Währungskursdifferenzen Sonstige Rücklagen
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind - - 16.918 -
Gewinne/Verluste aus Nettoinvestitionen - - 7.142 -
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag - - 1.554 -
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - - - 53
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung)
Während des Geschäftsjahres erfasste Gewinne/Verluste - - - 1.318
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag - - 1.368
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 32.714 - -
Steuersatzänderung - - - 37
Sonstiges Ergebnis 32.714 - 25.614 - 40

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2015

In T€
Summe sonstiges Ergebnis der Aktionäre der Symrise AG Nicht beherrschende Anteile Summe sonstiges Ergebnis
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind - 16.918 171 - 16.747
Gewinne/Verluste aus Nettoinvestitionen - 7.142 - - 7.142
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag - 1.554 - - 1.554
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 53 - - 53
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung)
Während des Geschäftsjahres erfasste Gewinne/Verluste - 1.318 - - 1.318
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag 1.368 - 1.368
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 32.714 - 32.714
Steuersatzänderung - 37 - - 37
Sonstiges Ergebnis 7.060 171 7.231

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2016

In T€
Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) Kumulierte Währungskursdifferenzen Sonstige Rücklagen
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind - - 4.124 -
Gewinne/Verluste aus Nettoinvestitionen - 2.807 -
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag - 1.878 -
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - - 5
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung)
Während des Geschäftsjahres erfasste Gewinne/Verluste - - - 1.118
Gegen den Geschäfts- oder Firmenwert umgegliederter Betrag - - 507
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag - - 477
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen - 45.244 - -
Steuersatzänderung - - - 3
Sonstiges Ergebnis - 45.244 561 - 132

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2016

In T€
Summe sonstiges Ergebnis der Aktionäre der Symrise AG Nicht beherrschende Anteile Summe sonstiges Ergebnis
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind - 4.124 311 - 3.813
Gewinne/Verluste aus Nettoinvestitionen 2.807 - 2.807
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag 1.878 - 1.878
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 5 - 5
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung)
Während des Geschäftsjahres erfasste Gewinne/Verluste - 1.118 15 - 1.103
Gegen den Geschäfts- oder Firmenwert umgegliederter Betrag 507 - 507
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag 477 - 477
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen - 45.244 - - 45.244
Steuersatzänderung - 3 - - 3
Sonstiges Ergebnis - 44.815 326 - 44.489

DIVIDENDE

Die insgesamt an die Aktionäre der Symrise AG ausschüttungsfähigen Dividenden bemessen sich gemäß dem deutschen Aktiengesetz nach dem Bilanzgewinn, der im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Symrise AG ausgewiesen wird. In der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2015 0,80 € (für 2014: 0,75 €) je dividendenberechtigte Stückaktie (Dividendensumme: 103.850 T€; für 2014: 97.359 T€) auszuschütten.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem am 31. Dezember 2016 handelsrechtlich ausgewiesenen Bilanzgewinn der Symrise AG eine Dividende von 0,85 € pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von 110.341 T€.

NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE

Unter dieser Position ist der Anteilsbesitz Dritter an den Konzerngesellschaften erfasst. Der in der Eigenkapitalveränderungsrechnung innerhalb der Transaktionen mit Eigentümern berichtete Zugang in Folge von Unternehmenserwerben resultiert aus dem Erwerb der Scelta Umami Gruppe (siehe TZ 2.4). Der Zuerwerb weiterer Anteile an Tochterunternehmen von Dritten ist als Anteilsveränderung an Tochterunternehmen gezeigt. Die börsennotierte Konzerngesellschaft Probi AB (Schweden) hat im Berichtsjahr eine Kapitalerhöhung durch Bareinlage vorgenommen. Die in diesem Zusammenhang zugeflossenen Einzahlungen sind nach Abzug der anteiligen Transaktionskosten und darauf entfallende Steuern in der Zeile Erhöhung von Minderheiten aus Kapitalerhöhungen ausgewiesen.

Die auf nicht beherrschende Anteile entfallende Veränderung des sonstigen Ergebnisses resultiert im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung.

35. ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallen im Wesentlichen auf die Probi Gruppe und der SPF Diana (Thailand) Co Ltd.

Symrise hält zum Bilanzstichtag 51,40 % der Anteile an der Probi Gruppe, d.h. die auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallenden Anteile betragen 48,60 % (31. Dezember 2015: 49,98 %). Deren Anteil am Jahresüberschuss 2016 beläuft sich auf 5.742 T€ (2015: 2.368 T€), ihr Buchwert zum 31. Dezember 2016 beträgt 48.450 T€ (31. Dezember 2015: 12.976 T€). An die nicht beherrschenden Gesellschafter wurden im Jahr 2016 Dividenden in Höhe von 468 T€ (2015: 419 T€) ausgezahlt. In der nachfolgenden Tabelle finden sich die von IFRS 12.B10(b) geforderten zusammengefassten Finanzinformationen zur Probi Gruppe:

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Kurzfristige Vermögenswerte 21.135 30.196
Langfristige Vermögenswerte 12.483 108.054
Kurzfristige Verbindlichkeiten 5.222 32.517
Langfristige Verbindlichkeiten 2.424 6.541
Umsatz 23.065 46.406
Jahresüberschuss 4.738 11.815
Sonstiges Ergebnis 292 292

Zum Bilanzstichtag hält Symrise 51,0 % der Anteile an der SPF Diana (Thailand) Co Ltd, d.h. die auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallenden Anteile betragen 49,0 % (31. Dezember 2015: 48,4 %). Deren Anteil am Jahresüberschuss 2016 beläuft sich auf 2.587 T€ (2015: 3.216 T€), ihr Buchwert beträgt zum 31. Dezember 2016 3.384 T€ (31. Dezember 2015: 3.929 T€). An die nicht beherrschenden Gesellschafter wurden im Jahr 2016 Dividenden in Höhe von 3.312 T€ (2015: 2.127 T€) ausgezahlt. In der nachfolgenden Tabelle finden sich die von IFRS 12.B10(b) geforderten zusammengefassten Finanzinformationen zur SPF Diana (Thailand) Co Ltd:

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Kurzfristige Vermögenswerte 8.591 8.595
Langfristige Vermögenswerte 1.980 2.549
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.361 4.134
Langfristige Verbindlichkeiten 19 32
Umsatz 22.994 23.577
Jahresüberschuss 6.645 5.280
Sonstiges Ergebnis 17 131

36. ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT

Das Kapital wird auf der Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Dabei haben sich die Ziele, Methoden und Prozesse zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Symrise verfügt mit einer Eigenkapitalquote (das auf Aktionäre der Symrise AG entfallende Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 35,2 % (31. Dezember 2015: 37,5 %) über eine solide Kapitalstruktur. Grundsatz von Symrise ist die Beibehaltung der starken Kapitalbasis, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Marktes zu erhalten und die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Die Nettoverschuldung ermittelt sich folgendermaßen:

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In T€ 31. Dezember 2015 31. Dezember 2016
Finanzverbindlichkeiten 1.409.255 1.749.881
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen - 278.178 - 301.648
Nettoverschuldung 1.131.077 1.448.233
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 444.652 522.552
Nettoverschuldung inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.575.729 1.970.785

Die Überprüfung der Einhaltung der Leverage Covenants für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der Vorgaben in den verschiedenen Kreditverträgen. Hierfür wird zur Ermittlung der Leverage Covenants die Nettoverschuldung auf das EBITDAN der letzten 12 Monate bezogen. Danach ergibt sich eine Nettoverschuldung/EBITDAN von 2,3. Der für die Kreditverträge nicht relevante Leverage für die Nettoverschuldung einschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen/EBITDAN beträgt 3,1.

Wir konzentrieren uns auf eine Kapitalstruktur, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten. Unsere attraktive Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Daneben soll sichergestellt sein, dass bei passenden Akquisitionsgelegenheiten diese durch eine solide Finanzierung getätigt werden können.

Der durchschnittliche Zinssatz für Verbindlichkeiten (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) betrug 2,3 % (2015: 2,4 %).

Weder das Unternehmen noch seine Tochtergesellschaften unterlagen extern auferlegten Kapitalanforderungen.

37. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Konzernkapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2016 und das Vorjahr entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet unverändert zum Vorjahr Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten und entspricht dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen".

CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT

Die sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge enthalten im Wesentlichen nicht zahlungswirksame Währungseffekte.

CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe (261.870 T€) enthalten neben nachträglichen Kaufpreiszahlungen für die im Jahr 2013 erworbene Belmay Gruppe in Höhe von 2.000 TUSD (1.816 T€) und der im Jahr 2015 erworbenen Flavor Infusion LLC in Höhe von 2.000 TUSD (1.778 T€) den jeweils sofort fälligen Kaufpreisbestandteil für die im Jahr 2016 durchgeführten Akquisitionen der Pinova Gruppe in Höhe von 168.951 TUSD (155.679 T€), der Scelta Umami Gruppe in Höhe von 8.243 T€, der Nutra Canada Inc. in Höhe von 5.627 TCAD (3.838 T€), der im Rahmen eines Asset Deals erworbenen Nutraceutix durch Probi US, Inc. in Höhe von 101.202 TUSD (90.642 T€) und dem Erwerb des assoziierten Unternehmens Octopepper SAS in Höhe von 2.000 T€ (siehe TZ 2.4) und sind um erworbene Zahlungsmittel (2.126 T€) vermindert.

Die Einzahlungen aus dem Verkauf eines Tochterunternehmens (114.049 T€) enthalten den sofort fälligen Teilbetrag aus dem Verkauf der Pinova Inc. (130.512 TUSD beziehungsweise 117.412 T€) vermindert um den Betrag der abgegangenen Zahlungsmittel (3.738 TUSD beziehungsweise 3.363 T€). Zu weiteren Details verweisen wir auf TZ 2.4.

CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Die ausgeschütteten Dividenden sind in Höhe von 103.850 T€ (2015: 97.359 T€) an Aktionäre der Symrise AG geflossen, der übrige Betrag (4.268 T€; 2015: 3.358 T€) ist an nicht beherrschende Anteilseigner von Tochtergesellschaften gezahlt worden. Die Einzahlung von Minderheiten aus Kapitalerhöhungen nach Transaktionskosten und Steuern resultieren im Wesentlichen aus der im Berichtsjahr 2016 durchgeführten Kapitalerhöhung der Probi AB.

38. WEITERE INFORMATIONEN ZU FINANZINSTRUMENTEN UND ZUR BEMESSUNG BEIZULEGENDER ZEITWERTE

INFORMATIONEN ZU FINANZINSTRUMENTEN NACH KATEGORIEN

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
31. Dezember 2015

In T€
Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA
Kredite und Forderungen (LaR) 757.126 757.126 - - 757.126
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 277.584 277.584 - - 277.584
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 461.505 461.505 - - 461.505
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 18.037 18.037 - - 18.037
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 7.292 - 7.292 - 7.292
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 594 - 594 - 594
Wertpapiere 4.432 - 4.432 - 4.432
Sonstige Finanzanlagen 2.266 - 2.266 - 2.266
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) 1 - - 1 1
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 1 - - 1 1
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) 46 - 46 - 46
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 1.646.224 1.646.224 - - 1.687.951
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 234.702 234.702 - - 234.702
Finanzverbindlichkeiten 1.409.255 1.409.255 - - 1.450.982
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.267 2.267 - - 2.267
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FLaFVtPL) 1.968 - - 1.968 1.968
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.968 - - 1.968 1.968
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) 309 - - 309 309
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 309 - - 309 309
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) 376 - 376 - 376
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (n.a.) 7.747 - - - 8.357

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
31. Dezember 2016

In T€
Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA
Kredite und Forderungen (LaR) 866.771 866.771 - - 866.771
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 299.396 299.396 - - 299.396
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 528.298 528.298 - - 528.298
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 39.077 39.077 - - 39.077
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 14.549 - 14.549 - 14.549
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 2.252 - 2.252 - 2.252
Wertpapiere 12.283 - 12.283 - 12.283
Sonstige Finanzanlagen 14 - 14 - 14
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) 1.233 - - 1.233 1.233
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 1.233 - - 1.233 1.233
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) 115 - 115 - 115
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 2.018.731 2.018.731 - - 2.066.598
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 254.383 254.383 - - 254.383
Finanzverbindlichkeiten 1.749.881 1.749.881 - - 1.797.748
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 14.467 14.467 - - 14.467
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) 966 - - 966 966
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 966 - - 966 966
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) 741 - 741 - 741
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (n.a.) 7.143 - - - 7.638

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die Buchwerte der Finanzinstrumente mit Ausnahme der Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing nur unwesentlich von den beizulegenden Zeitwerten ab.

BEIZULEGENDER ZEITWERT NACH BEMESSUNGSHIERARCHIEN

Die Stufen der Bemessungshierarchie werden unter TZ 2.5 erläutert.

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2015
In T€ Level 1 Level 2 Level 3 Summe
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA
Wertpapiere AfS 4.432 - - 4.432
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen AfS 594 - - 594
Sonstige Finanzanlagen AfS - - 2.266 2.266
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung FAHfT - 1 - 1
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung n.a. - 46 - 46
PASSIVA
Bedingte Kaufpreisverpflichtungen FLaFVtPL - - 1.968 1.968
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung FLHfT - 309 - 309
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung n.a. - 376 - 376
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. - 8.357 - 8.357

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2016 2016
In T€ Level 1 Level 2 Level 3 Summe
--- --- --- --- ---
AKTIVA
Wertpapiere 12.283 - - 12.283
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 2.252 - - 2.252
Sonstige Finanzanlagen - - 14 14
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung - 1.233 - 1.233
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung - 115 - 115
PASSIVA
Bedingte Kaufpreisverpflichtungen - - - -
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung - 966 - 966
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung - 741 - 741
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - 7.638 - 7.638

Im Berichtsjahr wurden keine Transfers zwischen Level 1 und 2 vorgenommen.

BESTIMMUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE

Bei den als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Vermögenswerten im Level 1 handelt es sich um Wertpapiere und kurzfristige Einlagen, deren beizulegender Zeitwert am Bilanzstichtag auf Grundlage der am Abschlussstichtag notierten Marktpreise auf aktiven Märkten ermittelt wurde.

Als Bewertungskurse für die Mark-to-Market Bewertung der Devisentermingeschäfte im Level 2 werden für die Terminvaluta die gültigen Terminbewertungskurse verwendet. Diese ergeben sich aus der Zinsdifferenz der beteiligten Währungen unter Berücksichtigung der Laufzeit.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit diesen finanziellen Verbindlichkeiten verbundenen künftigen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Referenzzinssätze ermittelt und jeweils um einen entsprechenden bonitätsabhängigen Spread (Risikoprämie) angepasst. Damit sind diese beizulegenden Zeitwerte dem Level 2 der Bemessungshierarchie zuzuordnen.

Nachfolgend werden die Bewertungsmethoden sowie die nicht beobachtbaren Inputfaktoren für die wiederkehrende Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in Level 3 der Bemessungshierarchie dargestellt. Die Bewertung erfolgt regelmäßig durch die Konzernzentrale.

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Art Bewertungsmethode Nicht beobachtbare Inputfaktoren 2015 2016
Gewichteter Kapitalkostensatz 13,5 % 12,5 %
Langfristige Wachstumsrate 3,0 % 1,0 %
Sonstige Finanzanlagen Discounted Cashflow EBITDA-Marge Ø 10,8 % Ø - 11,1%
Diskontierungssatz 2,59 % 2,59 %
Umsatz 0 % -
Bedingte Kaufpreisverpflichtungen Barwert der mit der Verpflichtung verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Konzernrefinanzierungssatzes sowie unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten (Umsatz und Schadensfall) Schadensfall 0 % 0 %

Überleitung der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten innerhalb des Level 3 der Bemessungshierarchie:

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Sonstige Finanzanlagen Bedingte Kaufpreisverpflichtungen
In T€ 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
1. Januar 2.113 2.266 10.311 1.968
Zugänge 153 0 0 0
Abgänge 0 0 - 1.234 0
Tilgung 0 0 - 8.436 - 1.816
Bewertungsgewinne/-verluste
Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis 0 - 28 0 0
Erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung (Finanzergebnis) erfasst 0 - 2.224 184 0
Währungskursdifferenzen 0 0 1.143 - 152
31. Dezember 2.266 14 1.968 0

Die letzte Tranche der bedingten Kaufpreisverpflichtung aus der im Jahr 2013 abgeschlossenen Belmay Akquisition in Höhe von 2,0 Mio. USD wurde im ersten Quartal 2016 gezahlt (siehe TZ 37).

SENSITIVITÄTSANALYSE - BEWERTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN IM LEVEL 3

Die bedingte Kaufpreisverpflichtung wurde im laufenden Geschäftsjahr getilgt. Die sonstigen Finanzanlagen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 14 T€. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf eine Sensitivitätsanalyse zum 31. Dezember 2016 verzichtet. Für die Auswirkungen einer Veränderung der Inputfaktoren für das Vorjahr wird auf den Finanzbericht 2015 verwiesen.

NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

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In T€ 2015 2016
Kredite und Forderungen (LaR) 8.223 11.994
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (FAHfT und FLHfT) 307 - 1.323
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 37 - 1.359
Finanzielle Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit gehalten (HtM) - 366 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) - 70.457 - 50.405
Summe - 62.256 - 41.093

Die Veränderungen zum Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus den Währungseffekten der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der sonstigen Finanzverbindlichkeiten, die der IAS 39-Kategorie FLAC zugeordnet sind.

Die Wertänderungen der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden, betragen zum Bilanzstichtag 5 T€ (31. Dezember 2015: - 74 T€) vor Berücksichtigung von Steuern. Umgliederungen in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurden nicht vorgenommen.

Das Zinsergebnis für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, belief sich 2016 auf - 38,4 Mio. € (2015: - 35,2 Mio. €).

SALDIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND FINANZIELLEN VERBINDLICHKEITEN

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterlagen, bestanden nur bei derivativen Finanzinstrumenten in Form von International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Master Netting Agreements oder vergleichbaren Vereinbarungen.

Die ISDA-Vereinbarungen erfüllen die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nicht. Dies liegt daran, dass der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat, da das Recht auf eine Saldierung nur beim Eintritt künftiger Ereignisse, wie zum Beispiel einem Verzug bei den Bankdarlehen oder anderen Kreditereignissen, durchsetzbar ist.

Die im Zusammenhang mit bilanzierten Finanzinstrumenten saldierten Beträge sind aufgrund der Vielzahl von Geschäften mit unterschiedlichen Kontrahenten wie auch im Vorjahr unwesentlich.

39. ANGABEN ZUM RISIKOMANAGEMENT VON FINANZINSTRUMENTEN

Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Ergebnis- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher überwacht Symrise diese Risiken zentral und steuert diese dann vorausschauend, gegebenenfalls auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten.

Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Sie werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktionsentwicklungen angepasst. Das Risikomanagement ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

ZINSRISIKO

Zinsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Da die überwiegende Anzahl von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten festverzinslich ist, bestehen keine wesentlichen Zinsrisiken.

Marktzinssatzänderungen für Finanzverbindlichkeiten mit variabler Zinskomponente wirken sich auf das Zinsergebnis, wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt, aus:

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2015 Nominal davon fix davon variabel davon ungesichert 1,0 %-Punkte Anstieg
T€ 1.168.559 970.559 198.000 198.000 1.980
TUSD 256.736 256.736 0 0 0

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2016 Nominal davon fix davon variabel davon ungesichert 1,0 %-Punkte Anstieg
T€ 1.495.573 1.284.573 211.000 211.000 2.110
TUSD 263.543 238.543 25.000 25.000 250

Ein Anstieg aller relevanten Zinssätze um einen Prozentpunkt hätte zum 31. Dezember 2016 ein um 2.347 T€ (31. Dezember 2015: 1.980 T€) niedrigeres Ergebnis zur Folge gehabt. Ein weiterer Rückgang der Zinssätze hätte aufgrund von Bestimmungen über negative Zinssätze in den Kreditverträgen keinen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis. Die Sensitivität des Eigenkapitals gegenüber Zinsänderungen ist von unwesentlichem Ausmaß.

WÄHRUNGSRISIKO

Symrise ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Änderungen künftiger Cashflows aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften.

Die globale Ausrichtung des Symrise Konzerns führt zu Lieferbeziehungen und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden im Wesentlichen Devisenterminkontrakte zur Sicherung von US-Dollar eingesetzt.

Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnungs-Posten einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzerneigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus werden üblicherweise nicht gesichert.

Die Darstellung des bestehenden Fremdwährungsrisikos am Bilanzstichtag erfolgt gemäß IFRS 7 mittels einer Sensitivitätsanalyse. Die Fremdwährungssensitivität wird durch die Aggregation aller finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ermittelt, die auf eine fremde Währung lauten, die nicht funktionale Währung des jeweils berichtenden Unternehmens ist. Das so ermittelte Fremdwährungsrisiko wird zum Stichtagskurs und zu einem Sensitivitätskurs, der eine 10 %ige Aufwertung/Abwertung der Konzernwährung gegenüber der Fremdwährung unterstellt, bewertet. Die Differenz aus dieser hypothetischen Bewertung stellt die Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragssteuern und auf das Eigenkapital dar. Die Sensitivitätsanalyse beruht auf der Annahme, dass außer einer Änderung des Währungskurses alle anderen Variablen konstant bleiben.

In die Sensitivitätsanalyse wurden auch Währungsrisiken aus konzerninternen monetären Posten einbezogen, sofern daraus Umrechnungsgewinne oder -verluste resultieren, die im Rahmen der Konsolidierung nicht eliminiert werden.

Effekte aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht die Berichtswährung des Symrise Konzerns ist, berühren die Cashflows in lokaler Währung nicht und sind deshalb nicht Bestandteil der Sensitivitätsanalyse.

Ein signifikantes Währungsrisiko ergab sich im Symrise Konzern sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr vornehmlich aus dem US-Dollar. Das Fremdwährungsrisiko vor Sicherungsgeschäften belief sich zum Bilanzstichtag auf 109,0 Mio. USD (31. Dezember 2015: 46,7 Mio. USD). Der Zugang resultiert vor allem aus einem höheren Bestand konzerninterner Darlehen in US-Dollar, die überwiegend durch Devisentermingeschäfte gesichert wurden.

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In T€ 2015 2016
Sensitivität bei einer Auf- /Abwertung des EUR gegenüber dem USD um +/- 10 %
Ergebniseffekt +/- 4.412 +/- 6.188
Eigenkapitaleffekt - /+ 1.698 - /+ 2.057
Summe +/- 2.714 +/- 4.131

Zur Reduzierung des Währungsrisikos wurden derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Devisentermingeschäfte:

mit einem Nominalvolumen von 21,0 Mio. USD (31. Dezember 2015: 27,0 Mio. USD) zur Sicherung von €/USD,
mit einem Nominalvolumen von 6,0 Mio. USD (31. Dezember 2015: 9,0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/JPY,
mit einem Nominalvolumen von 0,7 Mio. USD (31. Dezember 2015: 2,1 Mio. USD) zur Sicherung von USD/INR,
mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. USD (31. Dezember 2015: 3,5 Mio. USD) zur Sicherung von SGD/USD,
mit einem Nominalvolumen von 0,0 Mio. USD (31. Dezember 2015: 2,2 Mio. USD) zur Sicherung von USD/AUD,
mit einem Nominalvolumen von 2,1 Mio. AUD (31. Dezember 2015: 0,0 Mio. AUD) zur Sicherung von €/AUD,
mit einem Nominalvolumen von 44,4 Mio. USD (31. Dezember 2015: 0,0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/SEK.

Die Devisentermingeschäfte mit positiven Marktwerten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 1.348 T€ (31. Dezember 2015: 47 T€) und die Devisentermingeschäfte mit negativen Marktwerten auf 1.083 T€ (31. Dezember 2015: 685 T€).

Die Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit von bis zu neun Monaten.

Weitere Informationen zu den positiven und negativen beizulegenden Zeitwerten der Devisentermingeschäfte mit und ohne Hedge-Beziehung sind der Tabelle zu den Finanzinstrumenten in TZ 38 sowie den Erläuterungen zum Liquiditätsrisiko zu entnehmen.

Symrise erwartet keine wesentlichen Auswirkungen aus einem eventuellen Austritt Großbritanniens aus der EU. Weitere Ausführungen finden sich hierzu im Lagebericht.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko, das heißt das Risiko, dass Symrise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierung und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird bei Symrise durch eine rollierende Finanzplanung über 12 Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Zum Bilanzstichtag verfügt Symrise über freie Kreditlinien, die unter TZ 26 näher erläutert sind.

Die folgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen von kurz- und langfristigen nicht derivativen finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich geschätzter Zinszahlungen für die variablen Verzinsungen:

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Fälligkeit erwarteter Auszahlungen
2015

In T€
Buchwert Erwartete Auszahlungen bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
Finanzverbindlichkeiten 1.409.255 1.528.620 62.102 1.295.431 171.087
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 234.702 234.702 234.702 0 0
Sonstige nicht derivative finanzielle Verpflichtungen 4.235 4.235 4.235 0 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 7.747 7.747 653 4.072 3.022

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Fälligkeit erwarteter Auszahlungen
2016

In T€
Buchwert Erwartete Auszahlungen bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
Finanzverbindlichkeiten 1.749.881 1.857.270 565.997 941.778 349.495
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 254.383 254.383 254.383 0 0
Sonstige nicht derivative finanzielle Verpflichtungen 14.467 14.467 9.495 4.972 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 7.143 7.143 1.380 3.454 2.309

In der folgenden Tabelle werden die beizulegenden Zeitwerte sowie die erwarteten Ein- und Auszahlungen aus derivativen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten dargestellt. Die Laufzeit der Devisentermingeschäfte beträgt maximal neun Monate. Die Zins- und Währungsswaps laufen längstens bis September 2018.

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In T€ 2015 2016
Devisentermingeschäfte
Vermögenswerte 47 1.348
Verbindlichkeiten 685 1.083
Erwartete Einzahlungen 39.509 71.370
Erwartete Auszahlungen 40.146 71.105
Zins- und Währungsswaps
Verbindlichkeiten 0 624
Erwartete Einzahlungen 0 30.062
Erwartete Auszahlungen 0 30.556

AUSFALL- ODER BONITÄTSRISIKO

Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Dieser tritt ein, wenn ein Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nachzukommen. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im Symrise Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken.

Im Rahmen der Geldanlage werden Finanzkontrakte nur mit Banken mit Investment Grade, die wir permanent beobachten, abgeschlossen. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der Symrise Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern abgeschlossen werden, deren Bonität einer regelmäßigen Bewertung unabhängiger Ratingagenturen unterliegt, die wir fortlaufend überwachen. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen das maximale Kreditrisiko dar.

40. LEASINGVERHÄLTNISSE

OPERATIVE LEASINGVERHÄLTNISSE ALS LEASINGNEHMER

Zahlungsverpflichtungen bestehen aus operativen Leasingverhältnissen, die eine unkündbare Vertragslaufzeit bis zu 36 Jahren haben und die im Wesentlichen für Kraftfahrzeuge und Gebäude abgeschlossen wurden. Die Verträge beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen oder Preisanpassungsklauseln, jedoch kaum Kaufoptionen und keine Eventualmietzahlungen. Im laufenden Geschäftsjahr belaufen sich die Zahlungen aus Leasingverhältnissen, die als Aufwand erfasst wurden, auf 19,0 Mio. € (31. Dezember 2015: 13,3 Mio. €).

Die zukünftigen Netto-Zahlungsabflüsse aus operativen Leasingverhältnissen verteilen sich wie folgt:

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In T€ 2015 2016
Bis zu einem Jahr 12.093 15.773
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 27.658 38.443
Länger als fünf Jahre 18.098 24.546
Summe 57.849 78.762

FINANZIERUNGSLEASINGVERHÄLTNISSE ALS LEASINGNEHMER

Der Nettobuchwert der bilanzierten Vermögenswerte beträgt zum Bilanzstichtag 9,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 11,1 Mio. €; siehe TZ 20 und 21) und beinhaltet geleaste Sachanlagen (Gebäude und Betriebs- und Geschäftsausstattung) sowie im Wege von Erbbaurechten genutzte Grundstücke wie auch immaterielle Vermögenswerte (Software). Die Details zu den künftigen Mindestleasingzahlungen der Finanzierungsleasingvereinbarungen sind in der nachfolgenden Tabelle nach Fälligkeiten dargestellt:

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2015
In T€ Mindestleasingzahlungen Zinsen Barwert der Mindestleasingzahlungen
--- --- --- ---
Bis zu einem Jahr 925 272 653
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 5.734 1.662 4.072
Länger als fünf Jahre 3.295 273 3.022
Summe 9.954 2.207 7.747

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2016
In T€ Mindestleasingzahlungen Zinsen Barwert der Mindestleasingzahlungen
--- --- --- ---
Bis zu einem Jahr 1.625 245 1.380
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 4.227 773 3.454
Länger als fünf Jahre 2.436 127 2.309
Summe 8.288 1.145 7.143

Die Laufzeit der Leasingverhältnisse liegt zwischen einem und zehn Jahren. Es wurden keine Vereinbarungen über Eventualmietzahlungen geschlossen. Bezüglich des beizulegenden Zeitwerts verweisen wir auf TZ 38.

41. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Eventualverbindlichkeiten betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese als unwahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden.

Symrise ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftsaktivitäten mit einer Vielzahl von Klagen und Gerichtsverfahren konfrontiert, die im Wesentlichen in den Bereichen Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht, Steuerrecht und in dem Bereich des geistigen Eigentums angesiedelt sind. Wir bilden für solche Fälle Rückstellungen, wenn es wahrscheinlich ist, dass wir eine Verpflichtung haben, die aus einem Ereignis der Vergangenheit entstanden ist, diese verlässlich schätzbar ist und deren Erfüllung wahrscheinlich zum Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führt. Für alle anhängigen Rechtsstreitigkeiten haben wir eine Rückstellung in Höhe von 2,7 Mio. € gebildet. Derzeit sind wir der Ansicht, dass der Ausgang aller gegen uns vorgebrachten Klagen und Prozesse, sowohl einzeln als auch insgesamt, keine wesentliche nachteilige Auswirkung auf unsere Geschäftstätigkeit, Vermögenslage, Ertragslage und unseren Cashflow haben wird. Die gebildeten Rückstellungen sind daher auch weder einzeln noch insgesamt wesentlich. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen beziehungsweise künftigen Verfahren sind nicht vorhersagbar, sodass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten. Viele unserer Prozesse sind allerdings durch Versicherungsleistungen aus Produkthaftpflichtversicherungen gedeckt.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum 31. Dezember 2016 hat der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 65,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 43,9 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen, Hardware sowie Labor- und Büroausstattung. Diese sind im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2017 fällig. Weitere Verpflichtungen in Höhe von 150,0 Mio. € (31. Dezember 2015: 138,5 Mio. €) bestehen aus noch nicht erfüllten Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge.

Die Symrise AG hat mit verschiedenen Dienstleistern Serviceverträge zur Auslagerung der internen Informationstechnologie geschlossen. Die Serviceverträge bestanden teilweise bereits in den Vorjahren und wurden im Jahr 2016 erweitert. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber diesen Dienstleistern beträgt unter Berücksichtigung von Sonderkündigungsrechten 55,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 22,7 Mio. €).

Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich am 31. Dezember 2016 auf 16,6 Mio. € (31. Dezember 2015: 10,2 Mio. €) und betrafen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Berater-, Dienstleistungs- und Kooperationsverträgen (8,0 Mio. €; 31. Dezember 2015: 4,4 Mio. €).

42. TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Die verbundenen und assoziierten Unternehmen, Vorstände, ehemalige Vorstände beziehungsweise Geschäftsführer sowie die Aufsichtsratsmitglieder und ehemalige Vertreter der Anteilseigner und deren nahe Angehörige gelten als nahestehende Personen.

Die Umsätze und Einkäufe von verbundenen Unternehmen erfolgten zu Konditionen wie zwischen fremden Dritten.

Unverändert zum Vorjahr wurden im Jahr 2016 nur in geringem Umfang Waren von assoziierten Unternehmen bezogen.

An die Rheinische Pensionskasse (RPK) erfolgten Beitragszahlungen in Höhe von 2.404 T€ (2015: 1.163 T€), diese wurden entsprechend ihrer Zuordnung den betreffenden Funktionen zugewiesen. Es bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr weder Verbindlichkeiten noch Forderungen gegenüber der RPK. Zu näheren Informationen verweisen wir auf TZ 32.

Im Geschäftsjahr 2016 erhielten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats folgende Vergütung:

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2015
In T€ Vorstand Aufsichtsrat Summe
--- --- --- ---
Kurzfristig fällige Leistungen 3.049 922 3.971
Andere langfristige Leistungen 1.302 0 1.302
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 34 0 34
Summe 4.385 922 5.307

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2016
In T€ Vorstand Aufsichtsrat Summe
--- --- --- ---
Kurzfristig fällige Leistungen 3.274 964 4.238
Andere langfristige Leistungen 429 0 429
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 51 0 51
Summe 3.754 964 4.718

Die ergänzenden Angaben nach § 315a HGB stellen sich wie folgt dar:

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In T€ 2015 2016
Gesamtbezüge aktiver Organmitglieder
Vorstand 4.404 4.285
Aufsichtsrat 922 964
Gesamtbezüge früherer Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen
Vorstand 700 306

In den Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen sind für frühere Mitglieder des Vorstands Beträge in Höhe von 12,0 Mio. € (31. Dezember 2015: 10,2 Mio. €) und für derzeitige Mitglieder des Vorstands in Höhe von 3,4 Mio. € (31. Dezember 2015: 2,5 Mio. €) berücksichtigt.

Die individualisierte Vergütung für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder ist im Lagebericht dargestellt.

43. AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Nach Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Besitz von Aktien oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden.

Der direkte oder indirekte Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Symrise AG betrug zum 31. Dezember 2016 mehr als 1 %. Von den insgesamt von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gehaltenen 6,24 % Aktien der Symrise AG entfielen auf Mitglieder des Aufsichtsrats 6,01 % und auf Mitglieder des Vorstands 0,23 %.

44. LANGFRISTIGE ZIELSETZUNGEN UND METHODEN DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS

Es wird auf den Risikobericht verwiesen, der Teil unseres Lageberichts ist.

45. ABSCHLUSSPRÜFUNG

Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 11. Mai 2016 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 gewählt.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare:

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In T€ 2015 2016
Abschlussprüfung 808 826
Andere Bestätigungsleistungen 28 24
Steuerberatung 192 393
Sonstige Leistungen 0 0
Summe 1.028 1.243

46. AUFSTELLUNG DER BETEILIGUNGEN

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Vollkonsolidierte Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2016 Name und Sitz der Gesellschaft Anteil
Deutschland
Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden 100,00 %
DrinkStar GmbH, Rosenheim 100,00 %
Haarmann & Reimer Unterstützungskasse Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden 100,00 %
Schimmel & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden 100,00 %
Symotion GmbH, Holzminden 100,00 %
Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden 100,00 %
Symrise BioActives GmbH, Hamburg 100,00 %
Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden 100,00 %
Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden 100,00 %
Tesium GmbH, Holzminden 100,00 %
Frankreich
Aromatics SAS, Clichy-la-Garenne 100,00 %
Arôme de Chacé SAS, Chacé 100,00 %
Diana Naturals SAS, Antrain 100,00 %
Diana SAS, Saint Nolff 100,00 %
Diana Trans, Saint Nolff 100,00 %
DianaNova SAS, Rennes 100,00 %
Kerisper SAS, Saint Nolff 100,00 %
Société de Protéines Industrielles SNC, Berric 100,00 %
Spécialités Pet Food SAS, Elven 100,00 %
Symrise SAS, Clichy-la-Garenne 100,00 %
Villers SAS, Villers Les Pôts 100,00 %
Übriges Europa
Diana Food Limited, Großbritannien 100,00 %
OOO Symrise Rogovo, Russland 100,00 %
Probi AB, Schweden 51,40 %
Probi Feed AB, Schweden 51,40 %
Probi Food AB, Schweden 51,40 %
Scelta Umami BV, Niederlande 60,00 %
Scelta Umami Holding BV, Niederlande 60,00 %
SPF DIANA Espana SLU, Spanien 100,00 %
SPF Hungary Kft, Ungarn 99,67 %
SPF RUS, Russland 100,00 %
SPF UK Ltd., Großbritannien 60,00 %
Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Belgien 100,00 %
Symrise Group Finance Holding 2 CV, Belgien 100,00 %
Symrise Holding Limited, Großbritannien 100,00 %
Symrise Iberica S.L., Spanien 100,00 %
Symrise IP-Holding GCV, Belgien 100,00 %
Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd., Sirketi, Türkei 100,00 %
Symrise Limited, Großbritannien 100,00 %
Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg 100,00 %
Übriges Europa (Fortsetzung von Seite 140)
Symrise S.r.l., Italien 100,00 %
Symrise Vertriebs GmbH, Österreich 100,00 %
Symrise Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością, Polen 100,00 %
Symrise US Holding B.V., Niederlande 100,00 %
Nordamerika
Diana Food Canada Inc., Kanada 100,00 %
Diana Natural Inc., USA 100,00 %
Diana US Inc., USA 100,00 %
Nutra Canada Inc., Kanada 100,00 %
Probi US, Inc., USA 51,40 %
SPF Canada - Group Diana Inc., Kanada 100,00 %
SPF North America Inc., USA 100,00 %
SPF USA Inc., USA 100,00 %
Symrise Holding Inc., USA 100,00 %
Symrise Holding II Inc., USA 100,00 %
Symrise Inc., USA 100,00 %
Symrise US LLC, USA 100,00 %
Lateinamerika
Aquasea Costa Rica, Costa Rica 100,00 %
Confoco SA, Ecuador 100,00 %
Diana Naturals Chile SpA, Chile 100,00 %
Ecuaprotein SA, Ecuador 53,00 %
Spécialités Pet Food SA de CV, Mexiko 100,00 %
SPF Argentina, Argentinien 99,97 %
SPF Do Brazil Industria e Comércio Ltda, Brasilien 99,99 %
Symrise Aromas e Fragrâncias Ltda., Brasilien 100,00 %
Symrise C.A., Venezuela 100,00 %
Symrise Ltda., Kolumbien 100,00 %
Symrise S. de R.L. de C.V., Mexiko 100,00 %
Symrise S.A., Chile 100,00 %
Symrise S.R.L., Argentinien 100,00 %
Asien und Pazifik
Diana Group Pte Ltd, Singapur 100,00 %
Diana Naturals Private Ltd, Indien 100,00 %
P.T. Symrise, Indonesien 100,00 %
Probi Asia-Pacific Pte Ltd, Singapur 51,40 %
SPF (Chuzhou) Pet Food Co., Ltd, China 100,00 %
SPF (Qingdao) Trading Co., Ltd, China 100,00 %
SPF Diana (Thailand) Co Ltd, Thailand 51,00 %
SPF Diana Australia PTY Ltd, Australien 100,00 %
Symrise Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur 100,00 %
Symrise Flavors & Fragrances (Nantong) Co. Ltd., China 100,00 %
Symrise Holding Pte. Limited, Singapur 100,00 %
Symrise Inc., Philippinen 100,00 %
Symrise K.K., Japan 100,00 %
Symrise Limited, Süd-Korea 100,00 %
Symrise Ltd., Thailand 100,00 %
Asien und Pazifik (Fortsetzung von Seite 141)
Symrise Private Limited, Indien 100,00 %
Symrise Pte. Ltd., Singapur 100,00 %
Symrise Pty. Ltd., Australien 100,00 %
Symrise SDN. BHD, Malaysia 100,00 %
Symrise Shanghai Limited, China 100,00 %
Afrika und Naher Osten
Futura Labs International S.A.E., Ägypten 100,00 %
Origines S.a.r.L., Madagaskar 100,00 %
Spécialités Pet Food South Africa (RSA), Südafrika 100,00 %
Symrise (Pty) Ltd., Südafrika 100,00 %
Symrise Middle East Ltd., Dubai 100,00 %
Symrise Nigeria Limited, Nigeria 100,00 %
Symrise Parsian, Iran 100,00 %
Symrise S.A.E., Ägypten 100,00 %
Symrise S.a.r.L., Madagaskar 100,00 %

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Assoziierte Unternehmen zum 31. Dezember 2016 Name und Sitz der Gesellschaft Anteil
Octopepper SAS, Frankreich 26,28 %
Therapeutic Peptides Inc., USA 20,00 %

47.BEFREIUNG VON DER AUFSTELLUNG EINES JAHRESABSCHLUSSES NACH § 264 ABS. 3 HGB

Die Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die DrinkStar GmbH, die Symotion GmbH, die Symrise US-Beteiligungs GmbH und die Tesium GmbH werden in den Konzernabschluss der Symrise AG nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften einbezogen und nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung der Jahresabschlüsse in Anspruch.

48.CORPORATE GOVERNANCE

Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ist für 2016 abgegeben und den Aktionären auf unserer Website www.symrise.com dauerhaft zugänglich gemacht worden.

Holzminden, den 21. Februar 2017

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Achim Daub

Olaf Klinger

Dr. Jean-Yves Parisot

Heinrich Schaper

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Holzminden, den 21. Februar 2017

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Achim Daub

Olaf Klinger

Dr. Jean-Yves Parisot

Heinrich Schaper

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Symrise AG, Holzminden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 22. Februar 2017

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Marc Ufer, Wirtschaftsprüfer

Dirk Papenberg, Wirtschaftsprüfer

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und Corporate Governance-Bericht

Die folgende Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB beinhaltet neben der Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes auch den Bericht zur Corporate Governance bei Symrise im Sinne der Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 5. Mai 2015. Sie ist auch auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung- und-corporate-governance-bericht.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der Symrise AG. Der Vorstand erstattet - zugleich auch für den Aufsichtsrat - die nachfolgende Erklärung zur Unternehmensführung. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a des Handelsgesetzbuchs umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Nach der derzeit gültigen Fassung der Ziffer 3.10 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 5. Mai 2015 ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen.

Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns auch dieses Jahr wieder entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK in die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach Ziffer 4.2.5 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 5. Mai 2015 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 45 bis 51 des Finanzberichts 2016 enthalten.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DEZEMBER 2016 GEMÄSS § 161 DES AKTIENGESETZES

EINLEITUNG

Das Aktiengesetz verpflichtet gemäß seinem § 161 Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft, einmal jährlich zu erklären, ob dem DCGK in seiner jeweils gültigen Form entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen des DCGK nicht angewendet wurden oder werden.

WORTLAUT DER ERKLÄRUNG

Auf Basis ihrer Beratungen haben Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG am 6. Dezember 2016 eine neue Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:

"Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz:

Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 5. Mai 2015 entsprochen und wird dies auch zukünftig tun."

Die Erklärung ist der Öffentlichkeit auch separat auf der Internetseite der Symrise AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/de/investoren/ corporate-governance/entsprechenserklaerung.

RELEVANTE ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN

EINLEITUNG

In diesem Teil der Erklärung zur Unternehmensführung sind relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken zu machen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewendet werden. Die Darstellung erfasst also Regelungen, die sich weder aus gesetzlichen Vorschriften noch aus Empfehlungen und Anregungen des DCGK ableiten.

UNSER CODE OF CONDUCT

Um ein einheitliches vorbildliches Handeln und Verhalten zu gewährleisten, wurde für den gesamten Konzern bereits im Jahre 2006 ein Verhaltenskodex entwickelt, der für Vorstand und Aufsichtsrat und alle im In- und Ausland bei Symrise Beschäftigten, das heißt für Führungskräfte und für alle Arbeitnehmer im Konzern gleichermaßen, als verbindliches Leitbild gilt. Diesen Verhaltenskodex haben wir im Jahr 2016 grundlegend überarbeitet und den neuesten Entwicklungen angepasst. Der Verhaltenskodex setzt Mindeststandards und gibt Hinweise, wie alle Beschäftigten bei deren Einhaltung zusammenwirken können. Der Kodex soll helfen, ethische und rechtliche Herausforderungen bei der täglichen Arbeit zu bewältigen, und soll für Konfliktsituationen eine Orientierung geben. Verstöße werden im Interesse aller Beschäftigten und des Unternehmens analysiert und ihre Ursachen beseitigt Dazu gehört auch die konsequente Verfolgung von Fehlverhalten im Rahmen der jeweils geltenden nationalen Rechtsvorschriften.

Unser Code of Conduct regelt den Umgang mit den wesentlichen Anspruchsgruppen unseres Unternehmens: den Mitarbeitern und Kollegen, unseren Kunden und Lieferanten, den Aktionären und Investoren, unseren Nachbarn und dem gesellschaftlichen Umfeld, dem Staat und seinen Behörden, den Medien und der interessierten Öffentlichkeit.

Der Verhaltenskodex basiert auf unseren Werten und Prinzipien. Indem wir ihn befolgen, stellen wir sicher, dass jeder fair und mit Respekt behandelt wird und dass unser Verhalten sowie unsere Geschäfte transparent, ehrlich und nachvollziehbar bleiben - überall auf der Welt.

Unser Code of Conduct ist der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Symrise AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/de/newsroom/ publikationen/code-of-conduct.

UNSERE COMPLIANCE-ORGANISATION

Bei Symrise verstehen wir Compliance als ganzheitliches Organisationsmodell, das die Einhaltung von Rechtsvorschriften und konzerninternen Richtlinien sowie die entsprechenden Prozesse und Systeme umfasst. Dabei unterscheiden wir zwischen der sogenannten "Technischen Compliance" und der "Legal Compliance". Die Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten im Rahmen der "Technischen Compliance" liegt in den Bereichen Qualität, Umweltschutz, Gesundheit, Arbeitssicherheit, Energie, Produktsicherheit und Lebensmittelsicherheit. Die Compliance-Aktivitäten im Rahmen der "Legal Compliance" konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruptionsbekämpfung, Geldwäscheprävention und Exportkontrolle. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus allen Bereichen der Compliance und des Risikomanagements werden gesammelt durch den Group Compliance-Officer an den Vorstand und an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet. Etwaige Maßnahmen werden somit effizienter koordiniert.

Der Vorstand der Symrise AG hat seine ablehnende Haltung gegenüber jeder Form von Compliance-Verstößen sowohl intern als auch extern deutlich zum Ausdruck gebracht. Verstöße werden bei Symrise nicht toleriert. Sanktionen gegen betroffene Mitarbeiter werden verhängt, wenn notwendig und soweit rechtlich möglich.

Symrise verfügt über ein integriertes Compliance Management System, in dem wir nachhaltige, risiko- und werteorientierte sowie rechtliche als auch ethische Aspekte und Regeln zusammengeführt und zum Leitbild unseres geschäftlichen Handelns gemacht haben. Wir agieren aus dem Selbstverständnis und der Überzeugung heraus, dass die Einhaltung dieser Grundregeln einen unabdingbaren und nicht verhandelbaren Bestandteil unserer Symrise Identität darstellt. Nur ein klar abgesteckter und transparenter Rahmen des erlaubten und nicht erlaubten Handelns gewährleistet den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.

Für alle unsere Mitarbeiter gilt in allen Ländern unsere Leitlinie: "Ein Geschäft, das mit unseren Grundregeln nicht in Einklang zu bringen ist, ist kein Geschäft für Symrise."

Der Group Compliance-Officer sowie die Innenrevision berichten funktional direkt an den Finanzvorstand. Damit ist ihre Unabhängigkeit und Autorität gewährleistet. Dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichten der Group Compliance-Officer und die Innenrevision regelmäßig in jeder Sitzung dieses Gremiums.

UNSERE INTEGRITY HOTLINE

Bereits seit Sommer 2008 hat Symrise durch das Group Compliance-Office eine Integrity Hotline eingerichtet, um sicherzustellen, dass Symrise Mitarbeiter weltweit anonym Verstöße gegen Rechtsvorschriften und konzerninterne Richtlinien melden können. Mittels dieser Hotline ist das Group Compliance-Office für alle Mitarbeiter über eine eigens in den jeweiligen Ländern eingerichtete kostenlose Telefonnummer erreichbar. Über einen zwischengeschalteten Dienstleister ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter ihre Anliegen im Bedarfsfall anonym und in ihrer Muttersprache vorbringen können. Die Mitarbeiter geben dazu einen Zugangscode ein und können ihre Nachricht an das Group Compliance-Office hinterlassen. Dabei erhalten sie eine Vorgangsnummer, die es ihnen erlaubt, zu einem späteren Zeitpunkt erneut anzurufen und die für sie vom Group Compliance-Office hinterlegte Antwort abzuhören. Dieses Verfahren kann beliebig fortgesetzt werden und ermöglicht eine intensive Kommunikation des Group Compliance-Office mit einem Hinweisgeber, ohne dass dessen Anonymität gefährdet würde. Gleichzeitig können durch gezielte Rückfragen Missbräuche verhindert werden. Seit Herbst 2009 können die Mitarbeiter das Group Compliance-Office zusätzlich auch über den Webservice der Symrise Integrity Hotline anonym erreichen und ihre Mitteilungen machen.

Eine Kommunikation mit dem Group Compliance-Office nur über das Telefon ist daher nicht mehr zwingend erforderlich. Natürlich kann sich jeder Mitarbeiter jederzeit auch direkt und persönlich an das Group Compliance-Office wenden.

2016 wurden weltweit fünf Fälle über die Integrity Hotline gemeldet. Darüber hinaus wurden weitere fünf Fälle von Unregelmäßigkeiten direkt dem Group Compliance-Office zur Kenntnis gebracht. In allen Fällen wurden daraufhin Untersuchungen eingeleitet. In zwei Fällen wurden arbeitsrechtliche Sanktionen ausgesprochen. Wesentlicher Schaden ist weder für Dritte noch für unser Unternehmen entstanden.

SCHULUNGEN ZU COMPLIANCE THEMEN

Um die Einhaltung aller Compliance-Vorgaben kontinuierlich sicherzustellen, wird der Schulungsbedarf regelmäßig ermittelt und es werden geeignete Schulungen durchgeführt. Neben herkömmlichen Präsenzschulungen kommen überwiegend internetbasierte Schulungen zur Anwendung. Damit können wir mehr Mitarbeiter in kürzerer Zeit erreichen. Zudem verfügt jeder Mitarbeiter über mehr Flexibilität hinsichtlich des Ortes und des Zeitpunkts, an denen er eine Schulung absolviert. Anschließende Tests bestätigen das Verständnis der Inhalte der Schulung.

Neue Symrise Mitarbeiter werden zu Beginn ihrer Tätigkeit neben den arbeitsplatzspezifischen Anforderungen umfassend zu den Grundlagen unseres Verhaltenskodex geschult. Auch 2016 haben wir unsere Mitarbeiter kontinuierlich zu den Themen Arbeitsschutz, Gesundheit, Umwelt, Hygiene und allgemeine Compliance-Grundsätze geschult. Neben diesen kontinuierlichen Schulungen haben wir im März 2016 rund 1.250 Mitarbeiter zu einer Schulung mit dem Schwerpunkt auf wettbewerbsrechtlichen Themen eingeladen. Darüber hinaus sind im November 2016 rund 2.500 Mitarbeiter in einer Schwerpunktschulung zum Thema Gefahrenwahrnehmung geschult worden. Anfang Dezember 2016 folgte eine Schwerpunktschulung zu exportkontrollrechtlichen Themen für rund 4.500 Mitarbeiter aus den Bereichen Einkauf, Forschung & Entwicklung und Vertrieb.

CORPORATE GOVERNANCE

EINLEITUNG

Die Corporate Governance bei Symrise orientiert sich am DCGK, der sich als Leitlinie und Maßstab guter Unternehmensführung in Deutschland etabliert hat. Wir sind heute mehr denn je überzeugt, dass eine gute Corporate Governance für den Erfolg eines Unternehmens Voraussetzung und unabdingbare Grundlage ist. Dieser Erfolg beruht ganz besonders auf dem uns von unseren Geschäftspartnern, den Finanzmärkten, Anlegern, Mitarbeitern und der interessierten Öffentlichkeit entgegengebrachten Vertrauen. Dieses Vertrauen zu bestätigen und weiter zu stärken, ist vorrangiges Ziel bei Symrise. Um dieses Ziel erreichen zu können, bedarf es einer verantwortungsbewussten und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteten Führung und Kontrolle unseres Unternehmens.

Bereits in der Vergangenheit haben wir uns an international und national anerkannten Standards guter und verantwortungsbewusster Unternehmensführung orientiert und werden dies auch in Zukunft tun. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2016 mehrfach intensiv und über alle Bereiche hinweg mit Themen der Corporate Governance beschäftigt.

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen wären, traten auch im Geschäftsjahr 2016 nicht auf. Berater- und Dienstleistungsverträge oder sonstige Austauschverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden auch im Geschäftsjahr 2016 ausschließlich bei Herrn Horst-Otto Gerberding.

Herr Horst-Otto Gerberding hat aus den zwischen ihm und der Gesellschaft bis Ende September 2003 bestehenden Anstellungs- und Versorgungsverträgen Pensionsansprüche gegen die Symrise AG. Die Gesamthöhe der Ansprüche beträgt monatlich 25.505 €.

ZIELE DES AUFSICHTSRATS ZU SEINER ZUSAMMENSETZUNG

Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung gemäß Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 des DCGK in der aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation unter anderem (i) die internationale Tätigkeit des Unternehmens, (ii) potenzielle Interessenkonflikte, (iii) die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, (iv) eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder, (v) eine festzulegende Regelobergrenze für die Dauer der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat und (vi) Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

Im Hinblick auf seine zukünftige Zusammensetzung strebt der Aufsichtsrat durch die Unterstützung entsprechender Wahlvorschläge an, dass im Regelfall ein Frauenanteil von 30 % nicht unterschritten wird. Das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen", wie vom Deutschen Bundestag am 6. Februar 2015 und vom Bundesrat am 27. März 2015 verabschiedet, ist im Jahr 2016 umgesetzt worden.

Auch in der Zukunft sollen im Regelfall wenigstens sieben unabhängige Mitglieder im Aufsichtsrat vertreten sein. Des Weiteren wird angestrebt, dass auch der Anteil an Mitgliedern im Aufsichtsrat, die das Kriterium Internationalität verkörpern, einen Anteil von einem Drittel nicht unterschreiten soll. Die Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds endet in jedem Fall mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, die auf die Vollendung des 70. Lebensjahres folgt. Die Regelobergrenze für die Dauer der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat beträgt vier Wahlperioden. Alle diese Ziele sind derzeit erfüllt. Auch bei zukünftigen Wahlvorschlägen wird zu beachten sein, dass die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele weiterhin erfüllt bleiben.

TRANSPARENZ

Nach § 19 der am 3. Juli 2016 in Kraft getretenen EU-Marktmissbrauchsverordnung (bisher § 15a Wertpapierhandelsgesetz) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Symrise AG sowie bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Symrise Aktien und sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offen legen. Diese Offenlegungspflicht besteht dann, wenn der Wert der getätigten Geschäfte, die eine zum vorstehend genannten Personenkreis gehörende Person tätigt, die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt. Symrise veröffentlicht diese Angaben zu den Geschäften unverzüglich auf der Internetseite und übermittelt diese Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und dem Unternehmensregister zur Speicherung. Alle der Symrise AG bis zum 31. Dezember 2016 zugegangenen Meldungen sind auf unserer Internetseite unter http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/directors-dealings veröffentlicht. Dort finden sich die seit dem Börsengang im Dezember 2006 abgegebenen Meldungen, auch soweit sie zwischenzeitlich aus Vorstand und Aufsichtsrat ausgeschiedene Personen betreffen.

Der direkte oder indirekte Gesamtbesitz aller Vorstands und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Symrise AG betrug zum 31. Dezember 2016 mehr als 1 %. Von den insgesamt von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gehaltenen 6,24 % Aktien der Symrise AG entfielen auf Mitglieder des Aufsichtsrats 6,01 % und auf Mitglieder des Vorstands 0,23 % (Werte gerundet).

Eine Übersicht über die Mandate der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder außerhalb des Symrise Konzerns findet sich auf den Seiten 162 bis 164 des Finanzberichts 2016.

Ein Bericht über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen findet sich auf den Seiten 138/139 des Finanzberichts 2016.

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre der Symrise AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Symrise AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben, beziehungsweise die Stimmrechtsvertreter der Symrise AG per Internet zu beauftragen. Weisungen zur Stimmrechtsausübung an diese Stimmrechtsvertreter können vor und während der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 bis zum Ende der Generaldebatte erteilt werden. Eine Weisungserteilung über elektronische Medien ist bis zum Abend des 16. Mai 2017 um 18:00 Uhr möglich. Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der Symrise AG in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt.

Wir wollen unsere Aktionäre vor und während der Hauptversammlung zügig, umfassend und effektiv informieren und ihnen die Ausübung ihrer Rechte erleichtern. Bereits im Vorfeld einer Hauptversammlung werden die Aktionäre durch den Unternehmensbericht und den Finanzbericht und die Einladung zur Hauptversammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die einzelnen Tagesordnungspunkte der anstehenden Hauptversammlung informiert. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung sind auch auf unserer Internetseite verfügbar. Das Anmelde- und Legitimationsverfahren zur Hauptversammlung ist einfach und stellt auf den 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblichen Stichtag für die Legitimation der Aktionäre ab. Im Anschluss an die Hauptversammlung veröffentlichen wir außerdem die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf unserer Internetseite.

INFORMATIONSSERVICE FÜR UNSERE AKTIONÄRE

Unsere Unternehmenskommunikation verfolgt den Anspruch, größtmögliche Transparenz und Chancengleichheit durch zeitnahe und gleichberechtigte Information aller Zielgruppen zu gewährleisten. Alle wesentlichen Presse- und Kapitalmarktmitteilungen der Symrise AG werden, auch auf der Internetseite der Gesellschaft, in deutscher und englischer Sprache publiziert. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat finden sich ebenso auf unserer Internetseite wie Jahres- und Konzernabschlüsse, Quartalsergebnisse, Jahres- und Halbjahresfinanzberichte.

Wir informieren die Aktionäre der Gesellschaft, Analysten, Aktionärsvereinigungen und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig über alle wesentlichen wiederkehrenden Termine mittels eines Finanzkalenders. Dieser wird im Unternehmens- und im Finanzbericht, im Halbjahresfinanzbericht und den Quartalsmitteilungen sowie auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Regelmäßige Treffen mit Analysten und institutionellen Anlegern finden im Rahmen unserer Investor Relations-Aktivitäten statt. Hierzu gehört eine jährliche Analystenkonferenz ebenso wie anlässlich der Veröffentlichung von Halbjahresfinanzberichten und Quartalsmitteilungen durchgeführte Telefonkonferenzen für Analysten und Investoren.

Die wichtigsten Präsentationen, die wir für diese Veranstaltungen, für die Hauptversammlung, aber auch für Investorenkonferenzen vorbereiten, können im Internet eingesehen werden. Auch die Orte und Termine von Anlegerkonferenzen sind für alle Interessierten auf unserer Internetseite unter http://www.symrise.com/de/investoren/finanzkalender/2017 abrufbar.

RISIKOMANAGEMENT

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken jeder Art ist für den Erfolg eines Unternehmens von elementarer Bedeutung. Ein umfassendes Risikomanagementsystem gehört daher zwingend zu einer angemessenen Corporate Governance. Der Vorstand stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im gesamten Konzern sicher. Es wird permanent weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Mindestens zweimal im Jahr findet eine konzernweite Erhebung, Überprüfung und Klassifizierung möglicher Risiken durch für jede Risikoklasse benannte Beauftragte statt. Diese Erhebungen werden auf Konzernebene konsolidiert und fließen in den Risikobericht ein, der mindestens zweimal im Jahr Gegenstand der Beratungen des Prüfungsausschusses ist und von diesem mindestens einmal im Jahr dem Aufsichtsrat detailliert vorgestellt wird.

Das Risikomanagement bei Symrise, seine Sicherheitsmechanismen, interne Richtlinien und Kontrollinstrumente werden unangekündigt durch die interne Konzernrevision geprüft. Hierbei identifizierte Risiken werden unverzüglich dem Vorstand zur Kenntnis gebracht.

Das Risikofrüherkennungssystem nach § 91, Absatz 2, AktG wird von den Abschlussprüfern im In- und Ausland geprüft. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich neben der Abschlussprüfung und der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses auch regelmäßig mit der Prüfung und Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Hierzu gehören beispielsweise auch regelmäßige Berichte der Innenrevision und des Group Compliance-Officers von Symrise.

Durch dieses Ineinandergreifen verschiedener Mechanismen können Risiken frühzeitig erkannt und bewertet werden. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung werden Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss vom Vorstand regelmäßig und kontinuierlich mittels des Risikoberichts unterrichtet. Bereits in diesem frühen Stadium werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen und umgesetzt, um eine Beseitigung der identifizierten Risiken herbeizuführen. Auch die Umsetzung dieser eingeleiteten Maßnahmen wird von der Innenrevision überprüft und der erreichte Erfolg einer kritischen Würdigung unterzogen. Risikopositionen können so kontrolliert und notwendige Maßnahmen zur Risikoverringerung eingeleitet werden. Hierfür werden konkrete Verantwortlichkeiten zugeordnet und mittels einer Erfolgskontrolle nachgehalten.

UNSER ABSCHLUSSPRÜFER

Auch im Geschäftsjahr 2016 erfolgte die Rechnungslegung hinsichtlich des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte bei Symrise auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Einzelabschluss der Symrise AG wird nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Wie bereits im Vorjahr wurde der Jahresabschluss 2016 der Symrise AG nebst Lagebericht und der Konzernabschluss 2016 der Symrise AG nebst Konzernlagebericht von unserem Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Mit diesem Prüfer ist vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich zu unterrichten ist, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Unser Abschlussprüfer wird über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich an Vorstand und Aufsichtsrat berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren, beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.

BESCHREIBUNG DER ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

EINLEITUNG

In diesem Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ist die Arbeitsweise von Vorstand, Aufsichtsrat und der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse dargestellt. Auch auf die Zusammensetzung dieser Ausschüsse wird kurz eingegangen. Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.

DUALES FÜHRUNGSSYSTEM

Die Symrise AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der DCGK beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

VORSTAND

Der Vorstand der Symrise AG besteht zurzeit aus fünf Mitgliedern. Alle Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft eigenverantwortlich im Interesse des Unternehmens und mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für deren Umsetzung. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Die Berichterstattung des Vorstands umfasst auch das Thema Compliance Management System, also die Maßnahmen zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien. Für bedeutende Geschäftsvorgänge legt die Satzung Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats fest. Diese Zustimmungsvorbehalte sind in identischer Form auch in der Geschäftsordnung des Vorstands enthalten.

Die Geschäftsordnung des Vorstands ist der interessierten Öffentlichkeit im Internet unter der Adresse http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/ vorstand zugänglich gemacht.

Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in der vom Deutschen Bundestag am 6. Februar 2015 und vom Bundesrat am 27. März 2015 verabschiedeten Fassung hat zum Ziel, den Anteil von weiblichen Führungskräften in den sogenannten Spitzenpositionen der Wirtschaft zu erhöhen und langfristig weitgehend Geschlechterparität zu erreichen. Vor dem Hintergrund der konkreten Situation bei Symrise und der Restlaufzeit der bestehenden Dienstverträge der Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat als Zielgröße für den bis zum 30. Juni 2017 zu erreichenden Frauenanteil im Vorstand die Zielgröße "Null" beschlossen. Bis zum Jahr 2020 soll der Frauenanteil im Vorstand dann 20 % erreichen.

Symrise ist ein global geführtes Unternehmen, leitende Führungsfunktionen bestehen auch außerhalb Deutschlands. Basis für die Symrise spezifische Frauenquote ist daher die globale Führungsstruktur der Symrise AG. Der Anteil von Frauen auf der ersten Managementebene unterhalb des Vorstands soll ab spätestens 30. Juni 2017 mindestens 16 %, auf der zweiten Managementebene mindestens 22 % betragen. Begrenzt man die Symrise Führungsstruktur nur auf die in Deutschland ansässigen Führungskräfte, beträgt der Frauenanteil auf den ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands heute 10 % und soll bis zum 30. Juni 2017 auf 12 % gesteigert werden. Auch hier strebt Symrise langfristig eine höhere Quote an.

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Zur Vorbereitung der Sitzungen tagen die Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer bei Bedarf getrennt. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, welche auch entsprechende Anwendung auf die Ausschüsse des Aufsichtsrats findet.

Diese ist der interessierten Öffentlichkeit im Internet unter der Adresse http://www.symrise.com/de/investoren/ corporate-governance/aufsichtsrat zugänglich gemacht.

ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören gemäß Satzung zwölf Mitglieder an, von denen jeweils sechs von den Anteilseignern und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtsperioden sind identisch. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden die Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung einzeln gewählt. Die Amtszeit sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats endete mit Ablauf der Hauptversammlung am 11. Mai 2016. Die Aktionäre haben daher die sechs Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat am 11. Mai 2016 in der Hauptversammlung neu gewählt. Die Wahlen wurden im Wege der Einzelabstimmung durchgeführt. Die sechs Vertreter der Arbeitnehmer wurden von den deutschen Belegschaften am 24. Februar 2016 nach dem hierfür gesetzlich vorgesehenen Wahlverfahren gewählt.

Folgende Anteilseignervertreter sind für die Zeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2020 entscheidet, in den Aufsichtsrat gewählt worden:

Herr Dr. Thomas Rabe, Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Management SE, Berlin; Frau Ursula Buck, Geschäftsführerin der Top Management Consulting, Possenhofen; Herr Horst-Otto Gerberding, Geschäftsführender Gesellschafter der Gottfried Friedrichs (GmbH & Co.) KG, Holzminden und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer, Vorsitzende des Vorstands der AC Immune S. A., Legier, Schweiz. Wegen Erreichens der Altersgrenze gemäß § 8 Abs. 4 der Satzung ist Herr Dr. Michael Becker, im Ruhestand, Darmstadt, für die Zeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 entscheidet, in den Aufsichtsrat gewählt worden. Ebenfalls wegen Erreichens der Altersgrenze ist Herr Dr. Winfried Steeger, Geschäftsführer der Jahr Holding GmbH & Co KG, Hamburg, für die Zeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 entscheidet, in den Aufsichtsrat gewählt worden.

Gemäß Ziffer 5.4.3 Satz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde darauf hingewiesen, dass beabsichtigt ist, Herrn Dr. Thomas Rabe im Falle seiner Wiederwahl in den Aufsichtsrat als Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz vorzuschlagen.

Folgende Arbeitnehmervertreter sind für die Zeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2020 entscheidet, in den Aufsichtsrat gewählt worden:

Frau Regina Hufnagel, Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG; Herr Harald Feist, stellv. Vorsitzender des Betriebsrats und stellv. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG; Herr Andre Kirchhoff, freigestellter Betriebsrat der Symrise AG; Herr Dr. Ludwig Tumbrink, Vice President Compounding Flavor EAME der Symrise AG; Frau Jeannette Härtling, IG BCE Gewerkschaftssekretärin im Landesbezirk Nord und Herr Peter Winkelmann, Bezirksleiter der IG BCE Bezirk Alfeld.

Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wurde auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen geachtet, ebenso wie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung. Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören derzeit acht unabhängige Mitglieder und mit Frau Buck, Frau Härtling, Frau Hufnagel und Frau Prof. Dr. Pfeifer vier Frauen an. Der Aufsichtsrat wird durch die Unterstützung entsprechender Wahlvorschläge bei der Wahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung und der Wahl der Arbeitnehmervertreter durch die Belegschaften auch zukünftig darauf hinwirken, dass die Vorgaben des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in der vom Deutschen Bundestag am 6. Februar 2015 und vom Bundesrat am 27. März 2015 verabschiedeten Fassung, soweit sie die Zusammensetzung des Aufsichtsrats betreffen, umgesetzt werden.

Damit eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleistet ist, gehören dem Aufsichtsrat, wie in den Vorjahren auch, keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands an. Mindestens ein unabhängiges Mitglied verfügt über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, werden in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz. Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Plenumssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen.

Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört hierzu.

Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems sowie mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben.

Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Harald Feist, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Regina Hufnagel, Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer und Herr Peter Winkelmann. Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016 dreimal. Der Personalausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung.

Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem sowie der Abschlussprüfung. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Group Compliance-Officers und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Michael Becker (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Herr Harald Feist, Frau Regina Hufnagel, Herr Dr. Winfried Steeger und Herr Peter Winkelmann. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016 sechsmal. Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum neuen Abschlussprüfer zu wählen. Weiter hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des bisherigen und des neuen Abschlussprüfers eingeholt. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den bisherigen Abschlussprüfer, stimmte einzelne Prüfungsschwerpunkte mit diesem Abschlussprüfer ab und bereitete die Beschlussfassung des Aufsichtsrats hinsichtlich des Honorars für den bisherigen Abschlussprüfer vor. Der Prüfungsausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung. Ergänzend hierzu hat sich der Prüfungsausschuss ein Reglement hinsichtlich seiner konkreten Arbeitsweise gegeben.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Frau Regina Hufnagel und Herrn Dr. Ludwig Tumbrink vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 nicht einberufen werden. Der Vermittlungsausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung.

Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 nicht einberufen werden. Der Nominierungsausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung.

Bericht des Aufsichtsrats

der Symrise AG

Sehr geehrte Aktionäre,

die internationale Wirtschaftsentwicklung war im Jahr 2016 von einem moderaten Wachstumstrend geprägt. Wirtschaftliche Turbulenzen größeren Ausmaßes blieben aus. Allerdings sind die Folgewirkungen der Ende Juni 2016 gefallenen britischen Entscheidung für einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union noch nicht abzusehen. Das gilt auch für den zukünftigen außen- und wirtschaftspolitischen Kurs der neuen US-Regierung. Vor diesem Hintergrund konnte unser Unternehmen einmal mehr kräftige Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielen. Die Akquisitionen der vergangenen Jahre haben hierzu einen wesentlichen Beitrag geleistet. Symrise verfügt über ein exzellentes Produktportfolio, das weit über die angestammten Tätigkeitsfelder der Branche hinausreicht und erhebliches Potenzial für weiteres ertragreiches Wachstum bietet.

Im nachfolgenden Bericht möchte ich Sie über die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats in diesem erneut herausfordernden Umfeld informieren. Auch im Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen wiederum zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Diskussion und Entscheidung an.

Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns umfassend erörtert und abgestimmt. Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren, haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2016 eine eigene Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens abgehalten.

Wir haben sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Hierzu zählten vor allem die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, laufende und geplante Investitionen, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und -planung, die Risikosituation und das Risikomanagement sowie das Compliance Management System. Über Angelegenheiten, die nach Gesetz oder Satzung zustimmungspflichtig sind, hat uns der Vorstand frühzeitig unterrichtet und uns diese rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu diesen Beschlussvorschlägen und den Berichten des Vorstands haben wir, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch schriftlich oder telefonisch.

Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden uns vom Vorstand monatlich berichtet. Soweit es zu Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planungen und Zielen kam, haben wir ausführliche Erläuterungen in schriftlicher und mündlicher Form erhalten, sodass wir mit dem Vorstand über die Gründe für die Abweichungen und zielführende Korrekturmaßnahmen diskutieren konnten.

Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand in engem und kontinuierlichem Dialog. Das verhaltene Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung, die andauernde Niedrigzinsphase, die politischen Krisen insbesondere in Syrien und der Türkei und die daraus für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen sowie der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der beiden Segmente waren wiederholt Gegenstand unserer Gespräche mit dem Vorstand.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung hinsichtlich der den Interessenkonflikten zugrunde liegenden Sachverhalte und dem Umgang mit ihnen zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2016 nicht aufgetreten.

DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, haben wir in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsaus-schuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz.

Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen, so dass der Aufsichtsrat immer über eine umfassende Informationsbasis für seine Beratungen verfügt.

Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört zu seinen Aufgaben. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems sowie mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Harald Feist, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Regina Hufnagel, Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer und Herr Peter Winkelmann.

Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016 dreimal. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Bewertung der Leistungen der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2015, die Vereinbarung der Ziele für das Geschäftsjahr 2016 und die Überprüfung der Vergütung der Vorstandsmitglieder mit dem Schwerpunkt der mehrjährigen Vergütung (LTIP). Angesichts des erfreulichen Wachstums unseres Unternehmens war ein weiteres Thema die zukünftige Struktur und Ressortverteilung eines vergrößerten Vorstands. Vor dem Hintergrund der (Rest-) Laufzeiten der aktuellen Vorstandsmandate hat sich der Personalausschuss perspektivisch erneut intensiv mit der Nachfolgeplanung beschäftigt und potentielle Kandidaten identifiziert, die mittelfristig als mögliche Kandidaten für die Übernahme eines Vorstandsmandats aufgebaut werden können.

Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem, der Abschlussprüfung und dem Compliance Management System. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Group Compliance-Officers und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Michael Becker (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Frau Regina Hufnagel, Herr Harald Feist, Herr Dr. Winfried Steeger und Herr Peter Winkelmann. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016 sechsmal, davon wurde eine Sitzung als Telefonkonferenz abgehalten. Ein Mitglied des Prüfungsausschusses konnte an einer Sitzung nicht teilnehmen. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen regelmäßig der Finanzvorstand und im Bedarfsfall der Abschlussprüfer, der Vorstandsvorsitzende und weitere Gäste zu einzelnen Tagesordnungspunkten teil. Der Prüfungsausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- sowie dem Konzernabschluss 2016, den Zwischenabschlüssen, der Finanz- und Liquiditätslage, den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers sowie mit der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und des Compliance Management Systems. Der Prüfungsausschuss hat das Auswahlverfahren für den Abschlussprüfer der Symrise AG unter Beachtung der Anforderungen der geänderten Europäischen Abschlussprüferrichtlinie 2014/56/EU, der EU-Verordnung Nr. 537/2014 und deren nationalen Umsetzungsgesetzen durchgeführt und gegenüber dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers ausgesprochen (Art. 16 Abs. 2, Unterabsatz 1 der EU-Verordnung Nr. 537/2014). Die Empfehlung war begründet und enthielt drei Vorschläge für das Prüfungsmandat, sowie eine begründete Präferenz des Prüfungsausschusses für einen der unterbreiteten Vorschläge. Weiterhin hat sich der Prüfungsausschuss mit Fragen der turnusmäßig anstehenden Refinanzierung des Konzerns beschäftigt. Breiten Raum nahm auch die Befassung des Prüfungsausschusses mit der Qualifizierung der weltweiten Symrise Standorte unter Risikogesichtspunkten ein. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung beziehungsweise des Reviews des Zwischenabschlusses nach Ablauf des ersten Halbjahres ergeben haben.

Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum neuen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 zu wählen. Ferner hat der Prüfungsausschuss die entsprechenden Unabhängigkeitserklärungen des bisherigen Abschlussprüfers KPMG und des neuen Abschlussprüfers Ernst & Young eingeholt. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den bisherigen Abschlussprüfer KPMG für einen risikoorientierten Prüfungsansatz und legte einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie das Honorar für das Geschäftsjahr 2016 fest.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Frau Ursula Buck, Frau Regina Hufnagel und Herrn Dr. Ludwig Tumbrink vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 nicht einberufen werden.

Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 nicht einberufen werden.

THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM

Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit und Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die Auswirkungen der internationalen Krisenherde, des nur verhaltenen Wachstums der Weltwirtschaft, der andauernden Niedrigzinsphase, der weiterhin volatilen Rohstoffkosten, der anhaltenden Staatsschuldenkrise in Europa und der trotz gesunkener Rohölpreise weiterhin hohen Energiekosten. Vor diesem Hintergrund haben wir die vom Vorstand ergriffenen und für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen ausführlich mit dem Vorstand diskutiert. Gegenstand regelmäßiger Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Unternehmens und seiner beiden Segmente in den jeweiligen Regionen unter den dort gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanz- und Liquiditätslage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und deren Entwicklung gemessen an den Planzielen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 sechs ordentliche Sitzungen, davon zwei Schwerpunktsitzungen abgehalten. Die erste Schwerpunktsitzung befasste sich mit der Strategie des Unternehmens, ihrer Überprüfung angesichts des sich verändernden wirtschaftlichen Umfelds und dem Stand ihrer Umsetzung, während die Jahresplanung 2017 im Mittelpunkt der zweiten Schwerpunktsitzung stand. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilgenommen.

In unserer Sitzung am 3. März 2016 haben wir uns mit dem Vorstand über die Feststellung des Jahresabschlusses 2015 und die Billigung des Konzernabschlusses 2015, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2016, die Erklärung zur Unternehmensführung und den Corporate Governance-Bericht beraten und abgestimmt. Der Vorstand gab unter anderem Auskunft zum Stand der Umsetzung der Strategie des Unternehmens und stellte dem Aufsichtsrat die Eckpunkte der laufenden Investitionsprojekte vor. Ein weiteres Thema dieser Sitzung war die zukünftige Struktur und Ressortverteilung des Vorstands angesichts eines erfreulich wachsenden Unternehmens. Neben der Zielstruktur war dabei auch die zeitliche Dimension für die erforderliche Besetzung des Vorstands Teil der Überlegungen. In dieser Sitzung hat der Aufsichtsrat auch die Wiederbestellung von Herrn Achim Daub als Mitglied des Vorstands ab dem 1. Januar 2017 für weitere fünf Jahre beschlossen und einen entsprechenden Dienstvertrag mit Herrn Daub abgeschlossen. An der Sitzung hat neben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats auch der Abschlussprüfer teilgenommen.

In unserer Sitzung am 10. Mai 2016 standen vor allem der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2016 und zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016 sowie die bevorstehende Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratungen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über den Stand der Integration von Pinova. Auch die am 3. Juli 2016 in Kraft getretene EU-Marktmissbrauchsverordnung war hinsichtlich der Neuregelung der Directors' Dealings und der damit einhergehenden Änderungen, auch für den Mitgliedern des Aufsichtsrats nahestehenden juristischen und/ oder natürlichen Personen, Gegenstand dieser Sitzung. An dieser Sitzung haben mit zwei Ausnahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

In der konstituierenden Sitzung am 11. Mai 2016 wurden der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter gewählt. Weiter wurde die Einrichtung der verschiedenen Ausschüsse des Aufsichtsrats und deren Besetzung beschlossen. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

In der Sitzung am 5. August 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des zweiten Quartals und des ersten Halbjahrs 2016 und der Aktualisierung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2016, dem Risikobericht sowie dem Bericht des Prüfungsausschusses. In seinem Bericht erläuterte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die ausführliche Darstellung des Systems der Technischen Compliance in den Segmenten Flavor, Nutrition und Scent & Care und deren Funktionsweise im Prüfungsausschuss. Im Mittelpunkt dieser Sitzung standen die wesentlichen Eckpunkte und Inhalte des bisherigen Ausschreibungsprozesses für den Jahresabschlussprüfer durch den Prüfungsausschuss. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung nach eingehender Prüfung und Diskussion die Aufnahme einer neuen bilateralen Kreditlinie mit einem Kreditinstitut in einer Höhe von bis zu 75 Mio. € genehmigt. An dieser Sitzung haben mit einer Ausnahme alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Die Sitzung am 20. September 2016 wurde ganz der Unternehmensstrategie gewidmet. Der Vorstand erläuterte mit einem Rückblick auf das Jahr 2015 die im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Strategie erreichten Ziele. Dabei wurden auch die unterschiedlichen Strategien anderer Unternehmen hinsichtlich deren Merkmale und deren Qualität zum Vergleich herangezogen. Neben der Diversifizierung des Portfolios haben wir auch die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit im Wettbewerb mit dem Vorstand diskutiert. Auch die bis zum Jahre 2030 erwarteten Megatrends und deren Einfluss auf die Duftstoff- und Aromenindustrie und ein stark wachsendes Umwelt- und Sicherheitsbewußtsein der Verbraucher haben bei unseren strategischen Überlegungen eine große Rolle gespielt. Wir haben uns vom Vorstand neue Technologieplattformen vorstellen lassen, mit deren Hilfe die effiziente Nutzung von bevorzugt erneuerbaren Einsatzstoffen, die Eliminierung von Abfall und die Vermeidung von toxischen und/oder gefährlichen Reagenzien und Lösungsmitteln in der Herstellung und Anwendung von chemischen Produkten möglich ist. Die sich abzeichnenden signifikanten Veränderungen des Konsumentenverhaltens bedeuten zukünftig neue und veränderte Innovationsbedürfnisse der Kunden von Symrise. Das Unternehmen wird zunehmend zum Anbieter komplexer Produktlösungen, die authentisch sein müssen, um erfolgreich zu sein. Dies bedingt das Verstehen natürlicher Prozesse, um dem Kunden das Beste aus Natur und Wissenschaft kombiniert, anbieten zu können. Natürliche Geschmackslösungen müssen zukünftig vom Konsumenten akzeptierte Inhaltsstoffe aufweisen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Technologien für eine nachhaltige und mobile Rückgewinnung natürlicher Aromen zunehmend an Bedeutung. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Die Sitzung am 6. Dezember 2016 stand im Zeichen der Unternehmensplanung für das bevorstehende Geschäftsjahr 2017. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2017 genehmigt. Wir haben gemeinsam mit dem Vorstand die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und die Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats unverändert zum Vorjahr bestätigt. Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand den Stand der Corporate Governance bei Symrise erörtert und die Inhalte der Corporate Governance Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung abgestimmt. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung wurden dem Aufsichtsrat ebenfalls in dieser Sitzung vorgestellt und erläutert. Unter Bezugnahme auf das in der August-Sitzung vorgestellte Auswahlverfahren für den Abschlussprüfer der Symrise AG und die begründete und mit einer Präferenz versehene Empfehlung des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung zu empfehlen, die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, als Abschlussprüfer der Symrise AG für das Geschäftsjahr 2017 zu wählen. Weiter hat der Aufsichtsrat die Folgebestellung von Herrn Dr. Heinz-Jürgen Bertram als Vorsitzenden des Vorstands für die Dauer von weiteren fünf Jahren mit Wirkung ab dem 1. November 2017 beschlossen. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2016

Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 und der Lagebericht der Symrise AG wurden vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2016 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Konzernabschluss der Symrise AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, versah auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Bericht des Abschlussprüfers hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 14. Februar und 8. März 2017 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 9. März 2017 intensiv diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen des Jahres- und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil. Dabei berichteten sie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte uneingeschränkt zur Verfügung.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 9. März 2017 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

CORPORATE GOVERNANCE

Über die Corporate Governance bei der Symrise AG berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") einmal im Jahr im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a des Handelsgesetzbuchs. Die Erklärung zur Unternehmensführung umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von dessen Ausschüssen. Nach der derzeit aktuellen Fassung der Ziffer 3.10 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 5. Mai 2015 ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) nunmehr im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen. Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK in die Erklärung zur Unternehmensführung zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach der derzeitigen Fassung der Ziffer 4.2.5 des DCGK vom 5. Mai 2015 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 45 bis 51 dieses Finanzberichts enthalten.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist in diesem Finanzbericht auf den Seiten 148 bis 155 zu finden. Sie ist auch auf der Internetseite der Symrise AG unter http:// www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/ erklaerung-zur-unternehmensfuehrung- und-corporate-governance-bericht öffentlich zugänglich gemacht. Die Umsetzung des Kodex haben wir im Aufsichtsrat in der Sitzung am 6. Dezember 2016 intensiv diskutiert. Wir haben die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2016 aufmerksam beobachtet und werden dies auch weiterhin tun.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 6. Dezember 2016 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft und als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 5. Mai 2015 entsprochen und wird dies auch zukünftig tun.

VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Vorstand gab es im Berichtsjahr fünf personelle Veränderungen hinsichtlich der zukünftigen Größe, Zusammensetzung und Struktur des Vorstands.

Aufgrund des bisherigen und auch weiterhin angestrebten Wachstums des Unternehmens ist die Notwendigkeit einer Erweiterung des Vorstands insbesondere mit Blick auf die beiden Segmente Flavor und Nutrition gegeben. Daher wurde die seit Ende 2014 vakante vierte Vorstandsposition wieder besetzt und eine zusätzliche fünfte Vorstandsposition neu geschaffen. Hierzu wurden zwei interne Kandidaten, die Herren Heinrich Schaper und Dr. Jean-Yves Parisot mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 für drei Jahre zu weiteren Mitgliedern des Vorstands bestellt. Herrn Schaper wurde die Leitung des Segments Flavor und Herrn Dr. Jean-Yves Parisot wurde die Leitung des Segments Nutrition übertragen.

Als Vorstand Finanzen wurde Herr Olaf Klinger zum Mitglied des Vorstands mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 bestellt.

Herr Dr. Heinz-Jürgen Bertram wurde für die Dauer von weiteren fünf Jahren mit Wirkung ab dem 1. November 2017 zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt.

Ebenso wurde Herr Achim Daub mit Wirkung ab dem 1. Januar 2017 für weitere fünf Jahre zum Mitglied des Vorstands bestellt.

Im Aufsichtsrat ergaben sich aus der turnusmäßigen Wahl der Aufsichtsratsmitglieder folgende Änderungen:

Auf Seite der Anteilseigner wurden in der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Dr. Michael Becker, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer und Herr Dr. Winfried Steeger wieder und Frau Ursula Buck neu gewählt.

Die sechs Vertreter der Arbeitnehmer wurden von den deutschen Belegschaften am 24. Februar 2016 nach dem hierfür gesetzlich vorgesehenen Wahlverfahren gewählt. Dies sind: Frau Regina Hufnagel (stellv. Aufsichtsratsvorsitzende), Herr Harald Feist, Frau Jeannette Härtling, Herr Andre Kirchhoff, Herr Dr. Ludwig Tumbrink und Herr Peter Winkelmann.

Weitere Angaben zu den wieder oder neu gewählten Mitgliedern finden Sie auf Seite 154 in der Erklärung zur Unternehmensführung.

Für den Symrise Konzern sind mittlerweile weltweit mehr als 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg unseres Unternehmens. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland sowie allen Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement und für die im Geschäftsjahr 2016 geleistete hervorragende Arbeit.

Holzminden, 9. März 2017

Für den Aufsichtsrat

Dr. Thomas Rabe, Vorsitzender

Organe und Mandate - Vorstand und Aufsichtsrat

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VORSTAND:
DR. HEINZ-JÜRGEN BERTRAM:
Vorsitzender des Vorstands Vorstand Flavor & Nutrition (bis 1. Oktober 2016)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten keine
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
Rockwool A/S, Hedehusene, Dänemark, Mitglied des Aufsichtsrats (bis Februar 2016)
Novozymes A/S, Bagsvaerd, Dänemark, Mitglied des Aufsichtsrats
ACHIM DAUB:
Vorstand Scent & Care
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten keine
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
OLAF KLINGER:
Vorstand Finanzen
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten keine
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
HEINRICH SCHAPER:
Vorstand Flavor (seit 1. Oktober 2016)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten keine
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
DR. JEAN-YVES PARISOT:
Vorstand Nutrition (Diana) (seit 1. Oktober 2016)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten keine
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
Probi AB, Lund, Schweden, Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit April 2015)
VetAgroSup, Lyon, Frankreich, Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit November 2016)

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AUFSICHTSRAT:
DR. THOMAS RABE:
Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Management SE
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Arvato AG, Gütersloh, Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 3. August 2016)
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
Bertelsmann Inc., Wilmington, USA, Vorsitzender des Aufsichtsrats
RTL Group S.A., Luxemburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Penguin Random House LLC, UK, Mitglied des Aufsichtsrats
Arist Education Systems, Littleton, Denver, USA, Mitglied des Aufsichtsrats (bis 1. Januar 2016)
Bertelsmann Learning LLC., New York, USA, Mitglied des Aufsichtsrats
Relias Learning LLC, Cary, USA, Mitglied des Aufsichtsrats
DR. MICHAEL BECKER:
im Ruhestand
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats
URSULA BUCK (seit 11. Mai 2016):
Geschäftsführerin der Top Management Consulting, München
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
HARALD FEIST:
Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats und stellv. V des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
HORST-OTTO GERBERDING:
Geschäftsführender Gesellschafter der Gottfried Friedrichs (GmbH & Co.) KG, Hamburg
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
DR. PETER GRAFONER (bis 11. Mai 2016):
Selbständiger Unternehmensberater
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Coperion GmbH, Stuttgart, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) SKF AB, Göteborg, Schweden, Mitglied des Aufsichtsrats
SCANIA Schweiz AG, Kloten, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats JEANETTE HÄRTLING (seit 11. Mai 2016):
IG BCE Gewerkschaftssekretärin im Landesbezirk Nord
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
Esco GmbH, Hannover, Mitglied des Beirats
REGINA HUFNAGEL:
Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
CHRISTIANE JARKE (bis 11. Mai 2016):
Director Strategic Regulatory Affairs Flavor EAME der Symrise AG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
ANDRE KIRCHHOFF (seit 11. Mai 2016):
Freigestellter Betriebsrat der Symrise AG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
GERD LÖSING (bis 11. Mai 2016):
Vice President Global Quality Control der Symrise AG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
PROF. DR. ANDREA PFEIFER:
Vorsitzende des Vorstands der AC Immune S.A., Lausanne, Schweiz
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
Bio MedInvest AG, Basel, Schweiz, Vorsitzende des Verwaltungsrats
AB2 Bio SA, Lausanne, Schweiz, Vorsitzende des Verwaltungsrats
DR. WINFRIED STEEGER:
Geschäftsführer der Jahr Holding GmbH & Co. KG, Hamburg
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Verwaltungsgesellschaft Otto mbH (mitbestimmte GmbH des Otto Konzerns), Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats
Eurokai GmbH & Co. KGaA, Hamburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Blue Elephant Energy AG, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Otto Dörner GmbH & Co. KG, Hamburg, Mitglied des Beirats
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co KGaA, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats
HELMUT TACKE (bis 11. Mai 2016): Mitglied des Betriebsrats der Symrise AG (bis 31. Juli 2016)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
DR. LUDWIG TUMBRINK (seit 11. Mai 2016):
Vice President Compounding Flavor EAME der Symrise AG, Holzminden
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine
PETER WINKELMANN:
Bezirksleiter der IG BCE Bezirk Alfeld
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats
amedes Holding GmbH, Hamburg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
aenova Holding GmbH, Starnberg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

Glossar

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AFF Aroma Molecules, Flavors & Fragrances
AKTG Aktiengesetz
AROMA Komplexe Mischung aus Geruchs- und/oder Geschmacksstoffen, die vielfach auf chemischen Verbindungen (Aromastoffen) beruhen, die unter anderem zur Klasse der Aromaten gehören können
B2B-KUNDEN Unternehmenskunden (Business to Business)
BILMOG Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
BIP Bruttoinlandsprodukt: Statistische Größe zur Messung der gesamtwirtschaftlichen Leistung (Güter und Dienstleistungen) eines Landes
CAGR Compound Annual Growth Rate/durchschnittliche jährliche Wachstumsrate einer bestimmten Größe
COSO II Das COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) zielt darauf ab, die Finanzberichterstattung durch ethisches Handeln, wirksame interne Kontrollen und gute Unternehmensführung zu verbessern. COSO II ist eine 2004 veröffentlichte Erweiterung des ursprünglichen Kontrollmodells
COVENANTS (Marktübliche) Kreditvereinbarungen
EAME Region Europa/Afrika/Naher und Mittlerer Osten
EBIT Earnings before interest and taxes/Ergebnis vor Zinsen und Steuern
EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization/ Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
ECHA Europäische Chemikalien-Agentur als zentrale Stelle zur Umsetzung der Chemikaliengesetzgebung
F & F Flavors & Fragrances/Geschmacks- und Duftstoffe
HGB Handelsgesetzbuch
IAL Unternehmen im Bereich Marktforschung
IKS Internes Kontrollsystem
ISO 31000 Eine Norm, die den Rahmen für ein Risikomanagementsystem definiert
LTIP Long Term Incentive Plan/Vergütungsinstrument mit langfristiger Anreizwirkung für Angestellte, vor allem Führungskräfte
OPEN INNOVATION Öffnung des Innovationsprozesses von Organisationen und damit die aktive strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des Innovationspotenzials. Das Open Innovation-Konzept beschreibt die zweckmäßige Nutzung von in das Unternehmen ein- und ausdringendem Wissen, unter Anwendung interner und externer Vermarktungswege, um Innovationen zu generieren
OPERATIVER CASHFLOW Einnahmen-Ausgaben-Saldo aus betrieblicher Umsatztätigkeit. Der aus der Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Cashflow ist ein wichtiger Indikator für die Ertragskraft einer Unternehmung
REACH Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien
REVOLVING CREDIT FACILITY Verfügungslimits, auf die Kreditnehmer jederzeit zugreifen können und die sehr flexible Tilgungsmöglichkeiten bieten
SUPPLY CHAIN Prozesskette von der Beschaffung, über die Fertigung bis hin zum Absatz eines Produkts. Einbezogen sind somit Lieferanten, Produzenten und Endkunden
US PRIVATE PLACEMENT Nicht-öffentlicher Verkauf von Schuldtiteln an US-Investoren, allerdings reguliert durch die Börsenaufsichtsbehörde SEC (United States Securities and Exchange Commission)
WORKING CAPITAL Finanzkennzahl, die sich aus dem operativen Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen operativen Verbindlichkeiten ergibt

Finanzkalender 2017

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Impressum

Herausgeber

Symrise AG Mühlenfeldstraße 1

Konzernkommunikation

37603 Holzminden

Deutschland

Telefon: + 49 55 31. 90 - 0

Fax: + 49 55 31. 90 - 16 49

Text und Redaktion

PvF Investor Relations, Oberursel

Konzept, Design & Umsetzung

3st kommunikation, Mainz

Fotografie (Titel)

Julia Teine, Mainz

Satz

BG media design GmbH, Darmstadt

Druck

caPRI Print + Medien GmbH, Wiesbaden

Veröffentlichungsdatum dieses Berichts

14. März 2017

Symrise online

www.symrise.com/dewww.symrise.com/de/nachhaltigkeitwww.symrise.com/de/investorenub2016.symrise.de

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Finanzbericht beinhaltet zukunftsgerichtete Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Prognosen der Symrise AG beruhen. Der zukünftige Geschäftsverlauf und die Ergebnisse, die durch die Symrise AG und ihre verbundenen Unternehmen tatsächlich erzielt werden, sind einer Vielzahl von Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt und können daher wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Symrise AG und können im Voraus nicht genau eingeschätzt werden. Bei diesen Faktoren handelt es sich zum Beispiel um eine ungünstige Entwicklung der Weltwirtschaft, eine Veränderung des Konsumentenverhaltens, Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien. Sollte einer dieser genannten oder ungenannten Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend herausstellen, können die tatsächlich erzielten Ergebnisse signifikant von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Symrise übernimmt keinerlei Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen laufend zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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