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Symrise AG — Annual Report 2014
Apr 30, 2015
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Annual Report
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Symrise AG
Holzminden
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Sharing values
Vielfalt als Vorteil
5-Jahresübersicht
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| in Mio. € | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern-Ertragslage | ||||||
| Umsatz | 1.571,9 | 1.583,6 | 1.734,9 | 1.830,4 | 2.120,1 | |
| Umsatzanteil Emerging Markets | in % | 46 | 46 | 48 | 48 | 47 |
| EBITDA1 | 331,2 | 315,9 | 338,9 | 373,1 | 464,5 | |
| EBITDA-Marge1 | in % | 21,1 | 20,0 | 19,5 | 20,4 | 21,9 |
| Jahresüberschuss1 | 133,5 | 146,5 | 157,5 | 172,3 | 211,6 | |
| Ergebnis je Aktie1 | in € | 1,13 | 1,24 | 1,33 | 1,46 | 1,69 |
| Ausschüttung | 70,9 | 73,3 | 76,8 | 82,7 | 97,42 | |
| Dividende je Aktie | in € | 0,60 | 0,62 | 0,65 | 0,70 | 0,752 |
| Konzern-Finanz- und Vermögenslage | ||||||
| Operativer Cashflow | 235,1 | 200,9 | 219,5 | 274,8 | 343,2 | |
| Investitionen (ohne M & A) | 70,5 | 67,3 | 70,3 | 70,7 | 101,3 | |
| Bilanzsumme (31.12.) | 2.059,0 | 2.120,33 | 2.150,23 | 2.210,4 | 3.999,8 | |
| Eigenkapitalquote (31.12.) | in % | 40,9 | 40,93 | 40,93 | 43,0 | 35,8 |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (31.12.)) | 733,7 | 772,33 | 808,03 | 744,8 | 1.640,1 | |
| Mitarbeiter (31.12.) | FTE4 | 5.288 | 5.434 | 5.669 | 5.959 | 8.160 |
| Scent & Care | ||||||
| Umsatz | 804,5 | 801,4 | 882,8 | 960,4 | 980,4 | |
| EBITDA | 160,8 | 157,6 | 161,1 | 194,5 | 222,9 | |
| EBITDA-Marge | in % | 20,0 | 19,7 | 18,2 | 20,3 | 22,7 |
| Flavor & Nutrition | ||||||
| Umsatz | 767,4 | 782,2 | 852,1 | 869,9 | 1.139,7 | |
| EBITDA1 | 170,4 | 158,3 | 177,8 | 178,6 | 241,6 | |
| EBITDA-Marge1 | in % | 22,2 | 20,2 | 20,9 | 20,5 | 21,2 |
1 Zahlen für 2014 bereinigt um Transaktions-, Integrationskosten sowie einmalige Bewertungseffekte im Zusammenhang mit Unternehmenskäufer
2 Vorschlag
3 angepasst aufgrund von Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahr 2012
4 ohne Auszubildende und Trainees; FTE = Full Time Equivalent (Vollzeitmitarbeiter)
Über diesen Bericht
Der vorliegende Finanzbericht 2014 enthält den vollständigen Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und alle weiteren gesetzlich vorgeschriebenen Elemente. Daneben bietet ein separater Unternehmensbericht eine ganzheitliche Darstellung der Leistungen von Symrise im Jahr 2014 - in wirtschaftlicher Hinsicht wie auch unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit. Der Unternehmensbericht kann unter www.symrise.com/de/investoren eingesehen beziehungsweise in gedruckter Form bestellt werden.
Der Finanzbericht 2014 wurde zeitgleich mit dem Unternehmensbericht 2014 am 10. März 2015 veröffentlicht und ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Der Veröffentlichungstermin des Finanzberichts für das Geschäftsjahr 2015 ist März 2016. Auf www.symrise.com finden sich zusätzliche Informationen über die Aktivitäten unseres Unternehmens.
Konzernlagebericht 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Überblick zum Geschäftsjahr 2014
Die internationale Wirtschaftsentwicklung verlief 2014 insgesamt verhalten. Belastend wirkten zahlreiche politische Auseinandersetzungen bis hin zur militärischen Eskalation, expansive Impulse gingen in der zweiten Jahreshälfte vom Rückgang der Rohölpreise aus. Für Symrise war 2014 die Akquisition der französischen Diana Gruppe von herausragender Bedeutung. Sie wurde durch eine Erhöhung des Eigenkapitals, eine Anleiheemission und Bankdarlehen finanziert. Diana ist ein weltweit führender Anbieter von natürlichen, funktionalen Lösungen im Bereich Ernährung, Heimtiernahrung, Nahrungsergänzungsmittel, Aquakulturen und Kosmetik. Mit dieser Transaktion wird Symrise seine Marktposition im Segment Flavor & Nutrition deutlich ausbauen, die Rückwärtsintegration bei natürlichen Rohstoffen intensivieren und in das hochattraktive Marktsegment für Heimtiernahrung expandieren.
Der Symrise Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 2.120 Mio. €. Darin enthalten ist seit Juli der Umsatz der Diana Gruppe in Höhe von 234 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 16 % beziehungsweise währungsbereinigt um 18 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 47 % und lag leicht unter dem Vorjahreswert von 48 %.
Im Geschäftsjahr 2014 haben Transaktions- und Integrationskosten sowie einmalige Bewertungseffekte aus der Kaufpreisallokation im Rahmen der Diana Akquisition das operative Ergebnis belastet. Diese Aufwendungen sind im Wesentlichen für Rechts- und sonstige Beratungsleistungen, für Abfindungen sowie im Rahmen der Konsolidierung von Standorten angefallen. Im vorliegenden Bericht weisen wir normalisierte Ergebnisse aus, die um diese einmaligen, nicht wiederkehrenden Sondereinflüsse bereinigt sind.1) Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDAN) des Symrise Konzerns erhöhte sich um 24 %, von 373 Mio. € auf 465 Mio. €. Die auf den Umsatz bezogene EBITDA-Marge verbesserte sich von 20,4 % auf normalisiert 21,9 %.
Das Segment Scent & Care erzielte 2014 einen Umsatz von 980 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 2 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 4 %. Das EBITDA lag mit 223 Mio. € um 15 % über dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge belief sich 2014 auf 22,7 %, gegenüber 20,3 % im Jahr 2013. Flavor & Nutrition steigerte seinen Umsatz bedingt durch die Diana Akquisition um 31 % auf 1.140 Mio. €. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 34 %. Das EBITDAN des Segments lag 2014 mit 242 Mio. € ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Die EBITDAN-Marge betrug 21,2 %, nach 20,5 % im Vorjahr.
Der normalisierte Jahresüberschuss des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 23 % auf 212 Mio. €. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich trotz einer erhöhten Anzahl der Aktien von 1,46 € im Vorjahr auf 1,69 € im Berichtsjahr. Das berichtete Ergebnis je Aktie beträgt 1,48 €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 vor, die Dividende von 0,70 € auf 0,75 € je Aktie anzuheben.
Der operative Cashflow konnte um 25 % gesteigert werden und lag 2014 mit 343 Mio. € um 68 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 275 Mio. €. Wesentlicher Grund hierfür ist das verbesserte operative Ergebnis sowie der Einbezug der Diana Gesellschaften. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember um 64 Mio. € auf 199 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) stieg zum Bilanzstichtag 2014 auf 1.640 Mio. €, vor allem durch höhere langfristige Darlehen und die Erhöhung der Pensionsrückstellungen durch das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Zinsniveau. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDAN auf Jahresbasis belief sich zum Stichtag 31. Dezember auf 3,2 und liegt infolge der Diana Akquisition temporär oberhalb der von Symrise angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.
1) Eine ausführliche Darstellung der bereinigten Ergebnisrechnung findet sich auf Seite 47.
KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK
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| in Mio. € | 2013 | 2014 | 2014 normalisiert | Veränderung in % (2014 normalisiert vs. 2013) währungsbereinigt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.830,4 | 2.120,1 | 2.120,1 | 16 | 18 | |
| EBITDA | 373,1 | 436,3 | 464,5 | 24 | 27 | |
| EBITDA-Marge | in % | 20,4 | 20,6 | 21,9 | ||
| Jahresüberschuss | 172,3 | 185,0 | 211,6 | 23 | ||
| Ergebnis je Aktie | in € | 1,46 | 1,48 | 1,69 | 16 | |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zum 31.12. zu EBITDA bzw. EBITDAN auf für 2014 Jahresbasis | Verhältnisgröße | 2,0 | - | 3,2 |
Grundlagen des Symrise Konzerns
STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
UNTERNEHMENSPROFIL
Symrise entwickelt, produziert und vertreibt Duft- und Geschmackstoffe sowie aktive Wirkstoffe für die kosmetische Industrie. Zu den Kundenbranchen zählen die Parfüm-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie sowie Anbieter von Haushaltsprodukten. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Lösungen in den Anwendungsgebieten Gesundheit und Körperpflege durch biofunktionale und bioaktive Inhalts- und Wirkstoffe tätig. Mit dem Erwerb der französischen Diana Gruppe im Juli 2014 hat Symrise sein Portfolio an natürlichen Inhaltsstoffen erheblich erweitert. Zudem wurden mit der Akquisition neue attraktive Marktsegmente, wie beispielsweise das für Heimtiernahrung, erschlossen.
Im Jahr 2014 erzielte Symrise einen Umsatz von über 2,1 Mrd. € und ist, bezogen auf den pro-forma Umsatz 2014, eines der größten Unternehmen im Markt für Geschmack- und Duftstoffe weltweit. Der Umsatz der Diana Gruppe belief sich für das gesamte Kalenderjahr 2014 pro-forma auf rund 460 Mio. €. Die Produkte von Symrise finden Abnehmer in 160 Ländern, wobei 2014 53 % der Umsätze auf Industrieländer in Westeuropa, Nordamerika und in Teilen Asiens entfielen. Die Zahl der Kunden, für die Symrise tätig ist, belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf rund 6.000. Das Geschäftsmodell baut auf langfristigen Beziehungen mit unseren Kunden auf. Die Auftragslage ist branchenüblich allerdings von kurzfristigen Bestellungen geprägt, was sich in einem Auftragsbestand von durchschnittlich etwa einem Monatsumsatz niederschlägt. Einen Umsatzanteil von 47 % erwirtschaftet Symrise in den sogenannten Emerging Markets in Asien, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Osteuropa. Infolge der Diana Akquisition hat sich dieser Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt verringert, da die Umsätze des Geschäftsbereichs Diana vorwiegend in den entwickelten Märkten erzielt werden. Im Symrise Konzern einschließlich der Diana Gruppe sind insgesamt rund 8.200 Mitarbeiter tätig. Die Standorte des Unternehmens verteilen sich auf mehr als 40 Länder, wodurch Symrise auf seinen wichtigen Absatzmärkten vor Ort vertreten ist. Das Wachstum aus eigener Kraft ergänzt Symrise mit strategischen Akquisitionen, wenn diese eine stärkere Marktposition bieten oder Zugang zu wichtigen Technologien beziehungsweise neuen Marktsegmenten ermöglichen.
Der Symrise Konzern entstand ursprünglich aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2014 von rund 6,5 Mrd. € zu den im MDAX® geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf rund 94 %.
STANDORTE WELTWEIT 2014

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den beiden Segmenten Scent & Care und Flavor & Nutrition. Sie verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.
Das Segment Flavor & Nutrition besteht nach der Integration der Diana Gruppe aus den beiden Geschäftsbereichen Flavors und Diana. Das Segment Scent & Care umfasst die Geschäftsbereiche Fragrances, Cosmetic Ingredients (bis Ende 2014: Life Essentials) und Aroma Molecules. Die Geschäftsbereiche selbst sind jeweils nach Anwendungsbereichen beziehungsweise Regionen organisiert: Europa, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten (EAME), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika.
Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen und Controlling, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Corporate Compliance, Interne Revision sowie globales Prozess-Design zur Ausschöpfung segmentübergreifender Synergien wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik - auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.
Der Firmensitz der Symrise AG befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise rund 2.200 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Zudem ist ein Großteil der Mitarbeiter des Corporate Centers in Holzminden konzentriert. Regionale Hauptsitze unterhält Symrise in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo), Singapur und der Bretagne. Wichtige Produktionsanlagen befinden sich in Deutschland, Frankreich, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Entwicklungszentren finden sich insbesondere in Deutschland, Frankreich, Brasilien, China, Singapur und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 40 Ländern.
LEITUNG UND KONTROLLE
Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.
Den Vorstand bildeten bis zum 31. Dezember 2014 vier Mitglieder. Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstandsvorsitzender), Achim Daub (Vorstand Scent & Care), Hans Holger Gliewe (Vorstand Flavor & Nutrition) und Bernd Hirsch (Vorstand Finanzen). Herr Gliewe hat mit Ablauf des 31. Dezember 2014 sein Vorstandsmandat in gegenseitigem Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt. Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.
Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.
Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt.
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND PRODUKTE
Symrise stellt rund 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette beider Segmente erstreckt sich über die Produktforschung, Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmackstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F & E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F & E-Aktivitäten.

Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Heimtiernahrung, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln.
Die Produktion der Geschmack- und Duftstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.
Scent & Care
Die rund 15.000 Produkte des Segments werden in rund 135 Ländern vertrieben. Zum Leistungsportfolio zählen Duftkompositionen, kosmetische Inhaltsstoffe, Aromachemikalien sowie Mintprodukte. Standorte bestehen in mehr als 30 Ländern. Das Segment unterteilt sich in die Geschäftsbereiche Fragrances, Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules, in denen unsere Produkte wie folgt in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:
Fragrances: Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Personal Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Household) eingesetzt. Darüber hinaus bietet Symrise die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an (Anwendungsbereich Oral Care).
MARKTGRÖSSE RELEVANTER AFF-MARKT 2014 in Mrd. € (insgesamt etwa 20,5 Mrd. €)

Quelle: IAL (9. Ausgabe, Nov. 2014), eigene Schätzungen
Cosmetic Ingredients: Die hier hergestellten Produkte werden in Hautpflegeprodukten, Haarpflegeprodukten, Sonnencremes, Aftershave-Balsams, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos oder Deodorants eingesetzt. Einen wichtigen Teil dieses Geschäftsbereichs bilden die Produkte mit pflegenden Eigenschaften. Alternative Konservierungsstoffe sind ein weiterer Schwerpunkt. Der Geschäftsbereich unterteilt sich in die Anwendungsbereiche Cosmetic Ingredients und UV Filters.
Aroma Molecules: Der Geschäftsbereich umfasst die Anwendungsbereiche Menthols, Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals. Im Anwendungsbereich Menthols wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals umfassen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität. Die erzeugten Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen verwandt als auch an die Unternehmen der Konsumgüterindustrie vertrieben, die daraus Parfümöle herstellen.
Flavor & Nutrition
Das Produktspektrum von Flavor & Nutrition besteht aus rund 15.000 Produkten, die in 140 Ländern verkauft werden. Die produzierten Geschmackstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln, Getränken und Heimtiernahrung genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmackstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Inhaltsstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Die Standorte des Segments befinden sich in mehr als 40 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika.
Im Einzelnen kommen die Geschmack- und Inhaltsstoffe des Geschäftsbereichs Flavors in drei Anwendungsbereichen zum Einsatz:
Beverages: Unsere Aromen finden Eingang in alkoholfreie Getränke wie Erfrischungsgetränke, Fruchtsaftgetränke, Energie- und Sportgetränke, Tee- und Kaffeegetränke, malzbasierende Getränke sowie funktionelle Getränke. Zudem verfügt Symrise über Anwendungen für Trocken- oder Instant-Getränke wie Tee- und Kaffee-Spezialitäten. Das Spektrum wird erweitert durch Aromen, Destillate und Extrakte für nahezu alle gängigen alkoholischen Getränke, von der hochalkoholhaltigen Spirituose über Weinliköre bis zum alkoholfreien Bier.
Savory: Hierzu gehören Fleischaromen, Kräuter- und Gemüseextrakte, Weinaromen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte sowie Fleischextrakte, Fisch- und Weinextrakte, Fleisch- und Gemüsepasten - mit dem Fokus auf Natürlichkeit, Gesundheit und Wohlbefinden sowie Nachhaltigkeit. Hinzu kommen Aufstreuwürzungen - sogenannte Seasonings - für Snacks.
Sweet: Dieser Anwendungsbereich umfasst die Produktbereiche Zucker- und Schokoladenwaren, Backwaren, Eiscreme und Milchprodukte. Im Mittelpunkt stehen Aromen, Fruchtpulver, natürliche Farbstoffe sowie für die Optik Flakes und Crunchies mit dem Fokus auf Natürlichkeit, Authentizität sowie Nachhaltigkeit.
Die Produktpalette des Geschäftsbereichs Diana teilt sich in die folgenden drei Anwendungsbereiche auf:
MARKTANTEILE AFF-MARKT 2014 in % (Marktvolumen etwa 20,5 Mrd. €)

Quelle: Unternehmensdaten und eigene Schätzungen
Food: Der Bereich mit seinen Food Ingredients umfasst natürliche, sensorische Produktlösungen wie Geschmack, Textur, Farbe und Funktionalität bei Lebensmitteln und Getränken. Weiterhin bietet der Bereich Produkte für Babynahrung an. Dabei verfügt Diana über eine umfangreiche Rückwärtsintegration bei Gemüse, Früchten, Fleisch und Meeresfrüchten. Hier stehen die Aspekte Qualität, Nachverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit im Vordergrund.
Pet Food: Hierzu gehören geschmacks- und akzeptanzverbessernde natürliche Produktlösungen für Heimtiernahrung. Zur Weiterentwicklung der sensorischen Produkteigenschaften unterhält der Anwendungsbereich eigene Hunde- und Katzenpanel. Ferner gehören Lösungen für eine verbesserte Produktakzeptanz der Tierhalter zum Entwicklungsschwerpunkt.
Nova: Dieser Anwendungsbereich steht als Inkubator für neue innovative Anwendungen wie Aquakulturen. Darüber hinaus werden alle Consumer Health Aktivitäten zukünftig unter Nova gebündelt.
MARKT UND WETTBEWERB
MARKTSTRUKTUR
Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmack- und Duftstoffe (F & F-Markt/Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2014 nach neuesten Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants (9. Ausgabe, Nov. 2014) auf 16,6 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsbereichen Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach eigenen Schätzungen 2014 ein Umsatzvolumen von 3,9 Mrd. € aufwies. Die Märkte sind in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt weist damit insgesamt eine Größe von 20,5 Mrd. € auf und wächst langfristig durchschnittlich um etwa 2 bis 3 % pro Jahr.
Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter - inklusive Symrise - zusammen einen Marktanteil von etwa 53 % erreichen.
Für den F & F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt.
Neben den unterschiedlichen lokalen Konsumentenvorlieben und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst. Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmackstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den Emerging Markets durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Convenience und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden.
MARKTPOSITION VON SYMRISE
Symrise ist eines der größten Unternehmen der F & F-Branche. Bezogen auf den relevanten Markt von 20,5 Mrd. € beträgt der Marktanteil von Symrise, gemessen am pro-forma Umsatz des Jahres 2014, rund 12 %. Die großen Wettbewerber des Unternehmens - wie Givaudan, Firmenich oder IFF - sind vornehmlich im traditionellen Aromen- und Duftstoff- beziehungsweise Parfümölgeschäft aktiv. Symrise hat beide Geschäftssegmente um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent & Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Flavor & Nutrition um Heimtiernahrung und Food Ingredients innerhalb des Geschäftsbereichs Diana. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Segmenten dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F & F-Branche gehören.
In einzelnen Marktbereichen nimmt Symrise eine weltweit führende Position ein, wie beispielsweise bei der Synthese von naturidentischem L-Menthol, dessen Derivaten und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter sowie durch die Diana Akquisition bei Baby- und Heimtiernahrung.
ZIELE UND STRATEGIE
ZIELE
Wir wollen langfristig unsere Marktposition stärken und die Unabhängigkeit von Symrise sichern. Zugleich sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst. Indem wir unsere Nachhaltigkeitsleistung in den Themenfeldern Footprint, Innovation, Sourcing und Care steigern, verringern wir Risiken und fördern den wirtschaftlichen Erfolg von Symrise.
| ― | Marktposition: Unser Umsatz soll langfristig mit 5 bis 7 % im Jahr (CAGR) schneller wachsen als der Markt, der im Durchschnitt jährlich um etwa 2 bis 3 % zulegt. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen. |
| ― | Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von 19 bis 22 % an. |
| ― | Finanzlage: Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA soll mittelfristig in einem Korridor zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ein kurzfristiges Überschreiten dieses Bereichs ist aus unserer Sicht im Falle von Akquisitionen - wie beispielsweise der Mitte 2014 erworbenen Diana Gruppe - im Rahmen unserer Strategie möglich. Ein kontinuierlich hoher operativer Cashflow trägt zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei. |
Die Zielerreichung wird im Kapitel Unternehmensentwicklung näher dargelegt. Wir beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Konzerns.
STRATEGIE
Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Säulen Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.
| ― | Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum. |
| ― | Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Durch die Rückwärtsintegration bei Schlüsselrohstoffen sichern wir uns gleichbleibend hohe Qualitäten in ausreichender Menge und zu fest verhandelten Lieferbedingungen. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität. |
| ― | Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. Durch die Übernahme der Diana Gruppe haben wir unser diversifiziertes Produktangebot insbesondere bei Baby- und Heimtiernahrung deutlich erweitert. So sichern wir unsere einzigartige Marktposition. |
Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.
WERTORIENTIERTE STEUERUNG
Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen durchschnittlichen Zielwert von 19 bis 22 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Eine wichtige Kennzahl ist beispielsweise auch die Relation Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA.
Der Fokus der Unternehmenssteuerung liegt auf diesen finanziellen Steuerungsgrößen. Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen nehmen einen immer größeren Stellenwert ein.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
LEITLINIEN UND SCHWERPUNKTE
Unsere Strategie in der Forschung & Entwicklung (F & E) zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, F & E sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden- und marktorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F & E an Marketing und Vertrieb, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung und Fragestellungen im regulatorischen Bereich auf Umsetzbarkeit und Rentabilität geprüft. In erheblichem Maße bringen externe Kooperationen und Netzwerke (Open Innovation) zusätzliche Ansätze und Ideen in den Entwicklungsprozess ein. Alle F & E-Aktivitäten sind an den Leitlinien Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet. Die Aktivierungsquote bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 0,5 % und bleibt damit weiterhin unwesentlich.
Das Segment Scent & Care konzentriert sich bei seiner F & E-Strategie auf sechs Schwerpunkte:
| ― | Innovationen im Bereich grüne Chemie für die Anwendung als Riech- und Kosmetikinhaltsstoffe |
| ― | Funktionelle Stoffe für Mundpflegeprodukte |
| ― | Bioaktive Inhaltsstoffe für kosmetische Anwendungen |
| ― | Freisetzungssysteme für Duftstoffe |
| ― | Überdeckung von Schlechtgerüchen |
| ― | Sensorische Forschung und Rezeptorbiologie |
Im Segment Flavor & Nutrition werden auf der Basis von sechs Technologieplattformen folgende Themenschwerpunkte bearbeitet:
| ― | Entwicklung und Etablierung von Konzepten zur Sicherstellung der Authentizität von natürlichen Aromastoffen |
| ― | Entwicklung agrobasierter und deklarationsfreundlicher Aromensysteme wie zum Beispiel fermentativ verbesserte Pflanzenextrakte zur Optimierung des süßen Geschmacks, authentischer Aromensysteme aus der Zwiebel, optimierter und nachhaltiger Extrakte aus der Vanille und neuer würziger Aromensysteme |
| ― | Entwicklung natürlicher Aromastoffe sowie komplexer natürlicher Aromenzubereitungen mit authentischem Geschmacksprofil unter Einbindung neuer botanischer Rohstoffe sowie moderner Biokatalyseverfahren |
| ― | Optimierung stark proteinhaltiger Lebensmittel in Bezug auf Fehlgeschmacksmaskierung (Bitter- und Adstringenzmaskierung) |
| ― | Identifizierung und Validierung funktioneller Effekte von Naturstoffen für die Themengebiete "Health" und "Nutrition" mit physiologisch funktionalen Eigenschaften |
| ― | Neue Technologien für die selektive Anreicherung sowie Freisetzung von Aromastoffen |
| ― | Neue applikationsspezifische Verkapselungstechnologien speziell für die Bereiche Tee, Kaugummi und Snacks |
| ― | Formulierung von Produkten mit gesundheitsfördernden Eigenschaften bei gleichzeitiger Optimierung des sensorischen Profils unter besonderer Berücksichtigung von gesundheitsrelevanten Inhaltsstoffen |
| ― | Erste Optimierung von Aromensystemen und -technologien für Futterbausteine zur Erhöhung der Akzeptanz durch Heimtiere im Anwendungsbereich Diana Pet Food |
| ― | Evaluierung und Weiterentwicklung landwirtschaftlich basierter Rohstoffe im Anwendungsbereich Diana Food |
F & E-AUFWAND in Mio. €

ORGANISATION
Die beiden Segmente von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F & E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für beide Segmente verfügbar zu machen, um Synergien - beispielsweise in den Feldern grüne Chemie und weiße Biotechnologie - zu erzielen. Die F & E-Ressourcen sind in beiden Segmenten unmittelbar in die Organisation integriert. Weltweit bestehen mehrere F & E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten beider Segmente optimal zu unterstützen. Die Aktivitäten in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf die Erforschung von Duft-, Aroma- und Geschmackstoffen sowie die Umsetzung der Prinzipien aus der grünen Chemie in der Entwicklung von Duft- und Aromastoffen sowie kosmetischen Inhaltsstoffen. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für die Anwendung in Lebensmitteln. In Frankreich ist der Hauptteil der F & E-Aktivitäten für den Geschäftsbereich Diana (Pet Food und Food) angesiedelt, in Oregon (USA) zusätzlich die Forschung und Entwicklung für Technologien, die auf Pflanzenzellkulturen basieren. Entwicklung und Anwendungstechnik für die Segmente sind außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich) und São Paulo (Brasilien) angesiedelt.
Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen sind hier beispielsweise die Präsentation zu neuesten Ergebnissen zur Bioaktivität von Aromastoffen auf der AChemS-Konferenz in Florida (USA), der wichtigsten Konferenz zum Thema Biologie und Physiologie der Geschmacks- und Geruchswahrnehmung, diverse Beiträge zur Charakterisierung und Wirksamkeit natürlicher Aromasysteme auf der Weurman-Konferenz als eine der bedeutendsten internationalen Flavor-Tagungen sowie die Teilnahme an der FEMA Annual Convention zum Thema "Future of Food". Eine ausführliche Präsentation zu Methoden der Authentifizierung natürlicher Aromastoffe wurde dem Fachpublikum bei dem Jahrestreffen der American Chemical Society in San Francisco vorgestellt. Zur Stärkung des nationalen Netzwerks im Bereich Lebensmitteltechnologien ist Symrise dem niedersächsischen F & E-Verbund NieKE (Niedersächsisches Kompetenzzentrum Ernährung) beigetreten, dem bedeutende Forschungsinstitute wie das DIL (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik) und andere Lebensmittel herstellende oder verarbeitende Unternehmen angehören. Auf dem World Perfumery Congress in Deauville und dem 28. IFSCC (International Federation of Societies of Cosmetic Chemists) in Paris lag im Jahr 2014 ein besonderer Schwerpunkt auf den Bereichen grüne Chemie und Wiederverwendbarkeit. Neben der externen Präsentation auf wissenschaftlichen Veranstaltungen führt Symrise zur Abschätzung zukünftiger akademischer Trends und zur Validierung der laufenden Forschungsarbeiten jährliche Treffen mit zahlreichen ausgewählten wissenschaftlichen Beiräten durch. Auf dem jährlich stattfindenden St. Niclas Symposium, auf dem namhafte akademische Think-Tanks zusammenkommen, um die Produktpipeline und die Best Practice von Symrise im Bereich der grünen Chemie zu formen, lag der Fokus im Jahr 2014 auf den Themen grüne Chemie und Nachhaltigkeit. Ein besonderes Highlight war die Eröffnungsrede von Professor Roger Sheldon von der Universität der Niederlande, der den E-Faktor zur Messung der Effizienz der grünen Chemie eingeführt hatte. Zur GDHC Flavor & Fragrance Konferenz in Leipzig wurde ein komplettes Proceedings Journal zu aktuellen Themen der Riechstoffchemie herausgegeben, an dem Forscher von Symrise maßgeblich beteiligt waren.
Das Thema Nachhaltigkeit & Fragrances wurde auf der Cleaning Products Europe Conference in Prag vorgestellt. Neueste Forschungsergebnisse aus den Forschungsbereichen Phytochemie, Mikroalgenforschung, Hautpigmentierung, Anti-Aging und Rezeptorbiologie präsentierte Symrise unter anderem im Rahmen der 28. IFSCC (International Federation of Societies of Cosmetic Chemists) Konferenz der Französischen Association für Kosmetika und Düfte in Rio de Janeiro und beim "9th International Meeting of China Dermatologist Association & National Congress of Cosmetic Dermatology".
Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die NBank (Förderbank für Niedersachsen) oder andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden.
Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert. Der Prozess ist unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten und des Ressourceneinsatzes enthält. Darüber hinaus wurde im Jahr 2014 ein Bewertungssystem zur Ermittlung der Nachhaltigkeit von Projekten und daraus resultierenden Produkten und Prozessen erarbeitet und eingeführt.
PERSONAL UND AUFWAND
Bei Symrise sind weltweit knapp 18 % unserer Belegschaft beziehungsweise 1.457 Mitarbeiter im Bereich F & E tätig. Im Vorjahr waren es 1.160 Mitarbeiter. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die Akquisition der Diana Gruppe begründet. Die Gesamtaufwendungen für F & E beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 139 Mio. € (Vorjahr: 127 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,6 % am Umsatz (Vorjahr: 6,9 %). Die Ausgaben für F & E sollen auch zukünftig auf diesem Niveau bleiben, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken.
MITARBEITER
STRUKTUR DER BELEGSCHAFT
Der Symrise Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2014 weltweit 8.160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Trainees und Auszubildende). Im Vergleich zum Vorjahresultimo (31. Dezember 2013: 5.959) entspricht dies einem Anstieg um 2.201 Mitarbeiter. Besonders ausgeprägt war die Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Segment Flavor & Nutrition (+2.151 Mitarbeiter), in dem 62 % aller Beschäftigten im Konzern arbeiten. Der Anstieg ist vor allem auf die Akquisition der Diana Gruppe mit 2.066 Mitarbeitern zurückzuführen. 27 % der Mitarbeiter entfallen auf das Segment Scent & Care. Hier hat sich die Zahl der Beschäftigten 2014 um 26 Mitarbeiter erhöht. Rund 11 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt, die auch in geringerem Umfang Dienstleistungen für Dritte erbringen, beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit, Umwelt und Logistik. Die Zahl der Auszubildenden und Trainees lag mit 141 jungen Menschen (Vorjahr: 126 Auszubildende und Trainees) 12 % über dem Vorjahreswert. Sie werden insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Industriekaufmann und Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriemechaniker ausgebildet.
Gegliedert nach Funktionen, ist mit 48 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion & Technologie tätig. Hier fand 2014 mit einem Plus von 1.514 Beschäftigten auch der größte Zuwachs der Mitarbeiterzahl statt. 21 % der Mitarbeiter sind den Funktionen im Vertrieb & Marketing zuzuordnen, 18 % dem Bereich Forschung & Entwicklung.
Von den 8.160 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 30 % an Standorten in Deutschland tätig, in der Region EAME sind es insgesamt 53 %. 20 % der Konzernbelegschaft entfallen auf die Region Lateinamerika, 16 % auf Asien/Pazifik und 11 % auf Nordamerika. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl war 2014 infolge der Diana Akquisition vor allem in EAME (ohne Deutschland) mit 133 % besonders stark, ebenso wie in Latein- und Nordamerika mit 86 % beziehungsweise 37 %.
In der Altersstruktur der Belegschaft im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 60 %. Die demografische Entwicklung unserer Belegschaft wird von uns regelmäßig beobachtet. Sie wird sich in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 bei etwa 1 bis 2 % der Belegschaft.
Über 40 % der Mitarbeiter des Symrise Konzerns sind bereits zehn Jahre oder länger für das Unternehmen tätig, in Deutschland sind es sogar 70 %. Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2014 mit 1,2 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 4,8 %.
PERSONALSTRATEGIE
Die strategischen Schwerpunkte im Bereich Personal lagen im Jahr 2014 auf der Personal- und Führungskräfteentwicklung sowie der Integration von Diana. Darüber hinaus haben wir unsere Aktivitäten in den Bereichen Gesundheitsmanagement, Work-Life-Balance, Diversity und demografischer Wandel verstärkt.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH SEGMENTEN
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| 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Flavor & Nutrition | 2.943 | 5.094 | + 73 |
| Scent & Care | 2.147 | 2.173 | + 1 |
| Corporate Funktionen und Services | 869 | 893 | + 3 |
| Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) | 5.959 | 8.160 | + 37 |
| Trainees und Auszubildende | 126 | 141 | + 12 |
| Gesamt | 6.085 | 8.301 | + 36 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer
ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN
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| 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Produktion & Technologie | 2.431 | 3.945 | + 62 |
| Vertrieb & Marketing | 1.561 | 1.747 | + 12 |
| Forschung & Entwicklung | 1.160 | 1.457 | + 26 |
| Verwaltung | 440 | 629 | + 43 |
| Servicegesellschaften | 367 | 382 | + 4 |
| Gesamt | 5.959 | 8.160 | + 37 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende
Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung
Im Jahr 2014 hat Symrise erstmals gezielt ein Programm zur Entwicklung des Führungsnachwuchses aufgesetzt, das sogenannte "Future Generation Leadership Development Program". Dieses Programm hat zum Ziel, die kommende Führungsgeneration des Unternehmens zu entwickeln. Bei der Auswahl der Teilnehmer haben wir bewusst Diversity-Kriterien angelegt. 40 % der Teilnehmer sind Frauen. Insgesamt 22 Nachwuchskräfte aus unseren beiden Geschäftssegmenten und aus acht Ländern sind auf einen Entwicklungsweg gebracht worden und durchlaufen in diesem und im nächsten Jahr ein intensives, englisch-sprachiges Programm, das aus vier Elementen besteht:
Development Center: In einer dreitägigen Veranstaltung absolvieren die Teilnehmer verschiedene Übungen und Rollenspiele und werden dabei von Senior Managern beobachtet. Ergebnis ist ein ausführlicher Bericht über die Stärken und Entwicklungsfelder der Teilnehmer und darauf aufbauend ein auf den Arbeitsalltag des Einzelnen zugeschnittener Personalentwicklungsplan über etwa 18 Monate.
Drei Module zur Führungskräfteschulung: In drei Seminar-Modulen, durchgeführt von einer renommierten deutschen Business School, lernen die Teilnehmer alles über Unternehmens- und Mitarbeiterführung. Im Seminar wird theoretisches Wissen vermittelt und gleichzeitig praktisch angewendet. Die Umsetzungsorientierung spielt dabei eine zentrale Rolle.
Mentoring: Jeder Teilnehmer wird parallel zum Programm von einem Mentor, das heißt einer Senior-Führungskraft von Symrise, begleitet. Mentoring beinhaltet Reflexion und Diskussion, aber auch Vermittlung von Erfahrungswissen. Der Mentor wird so ausgewählt, dass er mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen einen zusätzlichen Beitrag zur Entwicklung des Teilnehmers erbringen kann. So kommt er in der Regel aus einem anderen Geschäftsbereich und einer anderen Unternehmensfunktion. Dadurch soll cross-funktionales Lernen ermöglicht werden.
Projekt: Alle Teilnehmer arbeiten im Rahmen des Programms an einem Projekt, das für die künftige Entwicklung von Symrise relevant ist. Jedes Projekt wird von einer Führungskraft gesponsert und begleitet. Am Ende des Programms präsentiert jede Projektgruppe ihr Ergebnis dem Symrise Vorstand. Idealerweise lassen sich die Resultate anschließend im Unternehmen umsetzen.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN
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| 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Deutschland | 2.398 | 2.462 | + 3 |
| EAME ohne Deutschland | 786 | 1.829 | + 133 |
| Nordamerika | 673 | 922 | + 37 |
| Asien/Pazifik | 1.235 | 1.333 | + 8 |
| Lateinamerika | 867 | 1.614 | + 86 |
| Gesamt | 5.959 | 8.160 | + 37 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende
Das Programm hat mit großem Erfolg begonnen und soll ein fester Bestandteil der Führungskräfteentwicklung bei Symrise werden.
Integration der Diana Gruppe in die Symrise Organisation
Mit der Akquisition von Diana hat sich Symrise als internationales Unternehmen mit einer deutschen Unternehmenszentrale auf einen personalpolitisch herausfordernden Weg der Integration gemacht. Diana beschäftigt weltweit rund 2.100 Mitarbeiter, davon allein rund 1.000 Mitarbeiter in Frankreich. Hier gilt es, die personalpolitische Kultur des Landes zu respektieren. Symrise sieht in der französischen Belegschaft und Führungsmannschaft eine Bereicherung und einen besonderen kulturellen Wert, den es zu sichern und nicht zu verwässern gilt. Daher haben wir uns entschieden, Diana als eigenständigen Geschäftsbereich innerhalb des Segments Flavor & Nutrition in die Symrise Organisation zu integrieren. Die Führung von Diana durch einen von Diana kommenden französischen Geschäftsführer ist ein weiterer Baustein kulturellen Respekts. Dieser nimmt an den regelmäßigen Führungstreffen der erweiterten Geschäftsleitung von Symrise teil. Zur Unterstützung und Motivation der Führungskräfte von Diana, die ambitionierten mittelfristigen Ziele zu erreichen, wurde ein spezielles Incentive Programm vereinbart, das sich an den angestrebten Umsatz- und Ergebniszielen orientiert.
Ausbildung
Eine Stärke von Symrise liegt in der Aus- und Weiterbildung unseres technischen Personals, vor allem im Kreativbereich. Die Flavoristen- und die Parfümeurs-Schule bilden Spitzenkräfte aus, die schnell und sehr erfolgreich eingesetzt werden können. Daneben bleibt die technische Weiterbildung der Mitarbeiter in der Produktion ein fester Bestandteil der Symrise Weiterbildungsprogramme, beispielsweise mit Ausbildungsgängen zur Produktionsfachkraft Chemie, zum Prozess-Chemikanten sowie zum Fachlageristen bei der Symotion GmbH. Ebenfalls fortgesetzt und ausgebaut wird die Weiterbildung des Vertriebspersonals (High Performance Sales Training).
Symrise hat in erheblichem Maße in die Fortsetzung und Ausweitung der Ausbildung am Standort Holzminden investiert. Jedes Jahr stellen wir rund 45 neue Auszubildende in den verschiedenen Ausbildungsberufen ein. Damit bereiten wir uns auf den demografischen Wandel vor. Zum Wintersemester 2014 haben zwei weitere Symrise Mitarbeiter mit chemisch-technischem Ausbildungshintergrund den dualen Studiengang im Fachbereich Life Science Technologies begonnen.
Symrise unterstützt Mitarbeiter in vielfältiger Weise, die neben ihrer Berufstätigkeit eine Weiterbildungsmaßnahme bis hin zum Masterstudiengang oder zur Promotion absolvieren. Diese Förderung hat einen hohen Motivationsfaktor für die Mitarbeiter und kommt dem Unternehmen letztendlich auch zu Gute.
Betriebskindergarten
Ein weiterer wichtiger Baustein der Unternehmenskultur von Symrise ist eine familienorientierte Personalpolitik. Hierzu hat Symrise gemeinsam mit anderen Unternehmen der Region die Initiative ergriffen und in Kooperation mit einem externen Betreiber einen Betriebskindergarten in Holzminden gegründet: die "Grashüpfer". Der Kindergarten hat im Dezember 2014 seine Arbeit mit einer ersten Gruppe aufgenommen und soll im Jahr 2015 in eigene neue Räume einziehen. Mit dieser wichtigen Initiative soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter verbessert werden.
Lebensarbeitszeit
Ein weiteres strategisches Element der Symrise Personalpolitik ist die Begleitung des demografischen Wandels. Nicht kurz- und mittelfristig, jedoch langfristig nach 2020, wird auch Symrise vor große Herausforderungen gestellt. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist die Einführung von Lebensarbeitszeitkonten für die Mitarbeiter in Deutschland, über die Mitarbeiter vorgezogen und/oder flexibel in den Ruhestand treten können.
ALTERSSTRUKTUR DER BELEGSCHAFT 2014 in %

Gesundheitsmanagement
Symrise verstärkt seine Aktivitäten im Gesundheitsmanagement und hat unter dem Logo "SymplyHealthy" ein globales Netzwerk an Akteuren gebildet. Hierdurch werden die regionalen Aktivitäten verknüpft und die Teammitglieder lernen voneinander. Schwerpunkt in Deutschland war in diesem Jahr die durch Schichtarbeit geprägte Produktion mit Initiativen in den drei Bereichen Bewegung, Ernährung und Schlaf.
Diversity
Diversity ist zentraler Bestandteil der Symrise Personalpolitik und soll weiter verstärkt werden. Im Jahr 2014 haben wir zunächst begonnen, mehr Transparenz zu schaffen und ein Kennzahlensystem zu den zentralen Parametern von Diversity wie Nationalität und Geschlecht aufzubauen und beispielsweise zu messen, wie viele Männer und Frauen im Verhältnis bei Symrise Karriere machen und bestimmte Führungsfunktionen besetzen. Auch dieses Programm wird im Jahr 2015 mit verschiedenen Aktivitäten fortgesetzt.
PERSONALMASSNAHMEN
Vergütung und Tarifverträge
Symrise wendet auf seine Mitarbeiter in Deutschland die für die Chemische Industrie geltenden Tarifverträge inhaltlich wie auch im Hinblick auf die Laufzeiten an. Im Februar 2014 wurde für die Chemische Industrie in Deutschland ein Tarifvertrag abgeschlossen, der eine Erhöhung der Tarifentgelte um 3,7 % festlegt. Bei der Umsetzung dieser Erhöhung für Symrise haben wir unsere wegweisende Standortsicherungs-Vereinbarung berücksichtigt, die mit einer Gültigkeit bis in das Jahr 2020 Abschläge im Entgelt von 0,7 %-Punkten gegenüber dem Branchentarif vorsieht. Insofern werden durch den Tarifabschluss die Tarifentgelte unserer Mitarbeiter in Deutschland um 3 % angehoben. Diese angepassten Tarifentgelte werden bis Ende März 2015 ihre Gültigkeit behalten.
An den anderen Symrise Standorten orientiert sich unsere Tarifpolitik an den lokalen Benchmarks und Inflationsraten. Symrise ist auch dort - was Compensation & Benefits betrifft - ein markt- und wettbewerbsfähiger Arbeitgeber.
Flexible Vergütungssysteme, die mit variablen Entgeltbestandteilen den individuellen Leistungsbeitrag der Mitarbeiter honorieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Lage des Unternehmens berücksichtigen, sind ein wesentlicher Bestandteil unserer modernen Vergütungspolitik. Die Vergütungssysteme setzen auf unserem Gehaltsbandbreiten-Modell auf, das an allen größeren Symrise Standorten eingeführt worden ist. Die Vorteile dieses sogenannten Job Grade-Konzepts liegen in einer strukturierten und nachvollziehbaren Vergütung sowie in deren internationaler Vergleichbarkeit. Dadurch erhöhen wir die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber und tragen zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern bei.
Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt: Leistung soll sich bei Symrise lohnen.
Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von rund 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie mit fest definierten Abschlägen von 0,7 %-Punkten pro Jahr bis 2020. Die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen und damit die Sicherung der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eine wesentliche Säule unserer Personalpolitik. Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung ist dabei die Rückführung dieser wettbewerbssteigernden Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der Chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.
Wirtschaftsbericht
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
DIFFERENZIERTE AUSWIRKUNGEN AUF SYMRISE
Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine große Rolle. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung.
Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.
Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln bis hin zu Baby- und Heimtiernahrung, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik, durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die internationale Wirtschaftsentwicklung verlief 2014 insgesamt verhalten. Die globale Wirtschaftsleistung erhöhte sich nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2015 - ebenso wie im Jahr 2013 - um 3,3 %. Belastend wirkten zahlreiche politische Auseinandersetzungen bis hin zur militärischen Eskalation - vor allem im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und in der Ukraine - sowie deren negative wirtschaftliche Effekte. In der zweiten Jahreshälfte 2014 gingen dagegen durch einen drastischen Rückgang der Rohölpreise expansive Impulse auf die Weltwirtschaft aus.
Die Konjunktur in den Industrieländern zeigte 2014 ein deutlich divergierendes Bild. Während die US-Wirtschaft mit 2,4 % stärker als erwartet wuchs, blieb die wirtschaftliche Entwicklung in Japan (0,1 %) und im Euroraum (0,8 %) hinter den Erwartungen zurück. Vor allem aufgrund anhaltender struktureller Probleme erreichten die Volkswirtschaften Italiens und Frankreichs kein oder nur marginales Wachstum. Die deutsche Wirtschaft wuchs 2014 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 1,6 %, nach lediglich 0,1 % im Vorjahr. Dabei waren die privaten Konsumausgaben und die Investitionen der Industrie die wesentlichen Wachstumstreiber, während die Exporte abzüglich der Importe nur einen vergleichsweise geringen Beitrag leisteten.
Die Wirtschaftsleistung der Schwellen- und Entwicklungsländer expandierte 2014 um schätzungsweise 4,4 %, nach 4,7 % im Vorjahr. Dabei wies das Wachstumstempo deutliche Unterschiede auf. Die Länder in Asien legten um durchschnittlich 6,5 % zu, wobei sich die Konjunktur in China - insbesondere durch eine verhaltene Zunahme der Investitionen - etwas abschwächte und die Volkswirtschaft Indiens ein höheres Wachstum erreichte als 2013. Die Wirtschaftsentwicklung in Osteuropa litt unter dem Konflikt in der Ukraine und den davon ausgelösten Sanktionen sowie - vor allem in Russland - unter dem Rückgang des Ölpreises. Auch einige Länder in Lateinamerika - namentlich Argentinien, Brasilien und Venezuela - hatten mit gravierenden wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, beispielsweise mit einer hohen Inflation oder einem Wertverfall ihrer Währung.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:
| ― | Konjunkturelle Schwankungen haben in den entwickelten Märkten kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse - beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt - abdecken. |
| ― | Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care (etwa 10 bis 15 % unseres Produktportfolios). |
| ― | In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmack- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung. |
| ― | Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte. |
BIP-ENTWICKLUNG 2013/2014 in %

Quelle: IWF
Im Geschäftsjahr 2014 profitierte Symrise von der bereits erreichten guten Marktposition in den Emerging Markets und einem breit diversifizierten Kundenportfolio.
ENTWICKLUNG WESENTLICHER ABSATZMÄRKTE
Der für den Symrise Konzern relevante Markt wächst langfristig um 2 bis 3 %. 2014 lag das globale Marktvolumen bei 20,5 Mrd. €. In den Marktbereichen Geschmack- und Duftstoffe sowie Aromachemikalien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ähnliche Entwicklungen verzeichnet.
PREISENTWICKLUNG UND VERFÜGBARKEIT DER ROHSTOFFE
Symrise setzt in der Produktion rund 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von Bedeutung sind beispielsweise natürliche Vanille und Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette ihren Einsatz finden. Generell entfallen jedoch auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen sind die Beschaffungskosten im Jahr 2014 zwar moderat gesunken, diese Kostenreduktion wurde allerdings durch unvorhersehbare signifikante Preissteigerungen bei zitrus-basierten Rohstoffen wie Saftkonzentraten und Schalenextrakten überkompensiert. Auch bei wichtigen Citral- und Terpenderivaten, die bei der Herstellung von Duftkompositionen eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und Kostensituation 2014 verschärft. Für den Großteil der Basischemikalien, zum Beispiel Lösungsmittel, gilt Ähnliches.
Insgesamt waren die Preise für chemische Rohstoffe im Geschäftsjahr 2014 geringfügig rückläufig. Bei natürlichen Rohstoffen ergaben sich durch das wechselhafte Marktumfeld deutliche Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration, das heißt unter Einbeziehung der lokalen Bauern in Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille.
POLITISCHE UND REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die Produkte des Segments Flavor & Nutrition kommen insbesondere in Nahrungsmitteln, in Getränken sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die Produkte der Anwendungsbereiche Food und Nova im Geschäftsbereich Diana werden in den gleichen Bereichen eingesetzt. Darüber hinaus liefert der Anwendungsbereich Pet Food Produkte für den Heimtier-Futtermarkt. In der EU sind spätestens ab Oktober 2014 neue maximale Grenzwerte für bestimmte Aromastoffe zu beachten. Symrise kam dieser neuen gesetzlichen Anforderung bereits frühzeitig im Jahr 2013 nach. Damit ist sichergestellt, dass alle Symrise Produkte diesen Anforderungen genügen und eine entsprechende Dokumentation für die Kunden bereitgestellt wird. Außerdem veröffentlichte die EU die sogenannte Union List für Aromastoffe, die auch genaue Reinheitsanforderungen enthält. Symrise hatte bereits vor der Veröffentlichung begonnen, seine Datensysteme entsprechend anzupassen und die Kunden über die Änderungen zu informieren.
Im Jahr 2015 werden zahlreiche Änderungen des Lebensmittelrechts in China und anderen Emerging Markets erwartet. In China gelten für bestimmte Aromastoffe Reinheitskriterien, die von den EU-Vorgaben abweichen. Symrise hat sich bereits frühzeitig mit diesen Änderungen auseinandergesetzt und kann daher die neuen Kriterien erfüllen.
Im Zuge verstärkter Auditierungen der Lebensmittelindustrie durch die US-Behörde FDA (Food and Drug Administration) auch außerhalb der USA wurde im Jahr 2013 die Symrise AG in Holzminden erfolgreich auditiert. Darüber hinaus wird in den USA der Food Safety Modernization Act sukzessive erweitert. Unter anderem sind dazu Erneuerungen der Registrierungen von Produktionsstätten außerhalb der USA nötig, die von Symrise und Diana entsprechend umgesetzt wurden.
Im Segment Scent & Care werden Parfümöle und Wirkstoffe hauptsächlich für die kosmetische Industrie und für Haushaltsprodukte hergestellt. Eine Hauptaktivität bestand im Jahr 2014 für Symrise in der neuen Registrierung oder der Aktualisierung bereits 2010 und 2013 registrierter Stoffe wichtiger Produkte beziehungsweise Rohstoffe gemäß der Europäischen Chemikalienverordnung REACH: Insgesamt wurden für mehr als zehn Stoffe (sogenannte phase-in-substances; EINECS) Dossiers bei der Europäischen Chemikalien-Agentur (ECHA) eingereicht. Für weitere circa 50 Stoffe wurden die Registrierungsdossiers zur Einreichung vorbereitet.
Die regulatorische Überwachung bleibt eine Schwerpunktaktivität des Segments Scent & Care, um die Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen weiter zu gewährleisten und Wettbewerbsvorteile zu sichern. 2014 sah eine wachsende Zahl von regulatorischen Herausforderungen weltweit, von Änderungen der Zulassungslisten für Chemikalien in China und Korea bis zum kontinuierlichen Dialog und Austausch mit europäischen Behörden über allergene Duftstoffe. Wir haben im Jahr 2014 proaktiv interne Maßnahmen ergriffen, um die Einhaltung der künftigen europäischen Anforderungen sicherzustellen und einen branchenführenden, sich kontinuierlich verbessernden Service für unsere Kunden zu gewährleisten.
Eine externe Prüfung der Regulatory Affairs im Jahr 2014 bestätigte die bestehende Solidität der Prozesse und Abläufe im Scent & Care-Regelungsbereich: Von der Prüfung der Rohstoffe bis zum Briefing und der Kreation stellen wir die Lieferung von konformen und sicheren Parfüms und kosmetischen Inhaltsstoffen für unsere Kunden dadurch sicher, dass wir unsere Prozesse im Einklang mit der sich verändernden regulatorischen Landschaft weiter entwickeln.
UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
AKTUELLE ENTWICKLUNGEN IM KONZERN
Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2114 - Symrise als Top 3 in der Kategorie Sonderpreis "Ressourceneffizienz" ausgezeichnet
Im November 2014 wurden die Deutschen Nachhaltigkeitspreise verliehen. Symrise schaffte es unter die Top 3 in der Kategorie Sonderpreis "Ressourceneffizienz". Damit würdigt die Stiftung, dass Symrise entlang der gesamten Wertschöpfungskette Ressourcen verantwortungsvoll einsetzt und kontinuierlich innovative Ansätze für mehr Effizienz erschließt und anwendet. Seit sieben Jahren fördert die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. zukunftsfähige Entwicklungen, indem sie jährlich Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit auszeichnet. In ihrer Begründung hob die Jury hervor, dass Symrise mit seinen Produkten und Prozessen wirksame Lösungen entwickelt, die erfolgreich dazu beitragen, die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu bewältigen.
Die Weltbevölkerung und ihr Grundbedürfnis nach Produkten für Gesundheit, Ernährung, Pflege und Wohlbefinden wachsen kontinuierlich. Daher gilt es, effizient und umweltschonend mit den verfügbaren Ressourcen umzugehen, insbesondere im Anbau, der Produktion und Distribution von Lebensmitteln sowie mit der dafür aufgewendeten Energie. Symrise nutzt eine Vielzahl von natürlichen Rohstoffen und hat daher den effizienten Umgang mit Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette als zentralen Bestandteil in seiner Unternehmensstrategie festgeschrieben.
Gründung einer neuen Niederlassung in Nigeria stärkt Präsenz im westafrikanischen Markt
Im Oktober hat Symrise eine neue Niederlassung in Lagos, Nigeria, eröffnet und damit seine Präsenz am westafrikanischen Markt gestärkt. An dem neuen Standort plant Symrise Vertriebsbüros, Marketingaktivitäten und anwendungstechnische Labore. Die Marktkenntnisse aus der Arbeit vor Ort will Symrise nutzen, um für lokale und internationale Kunden Produkte zu entwickeln, die passgenau auf den westafrikanischen Markt zugeschnitten sind.
Die Geschichte von Symrise ist eng mit Nigeria verbunden. Die Segmente Scent & Care sowie Flavor & Nutrition sind seit fast 30 Jahren im ganzen Land aktiv. Während dieser Zeit hat sich Symrise intensiv mit den lokalen Märkten vertraut gemacht. Darüber hinaus hat Symrise enge und dauerhafte Beziehungen zu Kunden aufgebaut. Um dieses Engagement zu stärken und auf die nächste Stufe zu heben, hat Symrise jetzt eine eigene Gesellschaft gegründet. Gleichzeitig will Symrise die Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Partner Allied Technol verstärken.
Neuer Produktionsstandort auf Madagaskar eröffnet
Im Oktober 2014 hat Symrise einen Extraktionsbetrieb für Vanille auf Madagaskar eröffnet und geht damit einen weiteren entscheidenden Schritt in der nachhaltigen Produktion von Vanille voran. Die Investition am Standort Benavony betrug rund 3 Mio. €. Mit der Anlage sind erstmals alle Verarbeitungsschritte von Vanille auf der ostafrikanischen Insel möglich. Die Anlage bietet auf 3.500 m2 Produktionsfläche Raum für Extraktion, Analytik, Qualitätskontrolle und fachgerechte Lagerung von Vanille-Extrakten. Insgesamt verfügt der komplett neu errichtete Standort über eine Gesamtfläche von 36 ha. Mittelfristig will Symrise hier weitere wichtige Rohstoffe wie Vetiver, einen wichtigen und beliebten Duftstoff für die Herstellung von Parfüms, verarbeiten.
Neuer Standort im Amazon Ecoparque
Im Jahr 2014 hat Symrise in Benevides, Brasilien, begonnen, einen Standort für die Forschung, Entwicklung und Produktion nachhaltiger Inhaltsstoffe aus der Amazonas-Region in Betrieb zu nehmen. Der Ecoparque, ein Industriepark, fördert und vereint Nachhaltigkeit mit der Herstellung hochwertiger Produkte. Unternehmen unterschiedlicher Marktsegmente siedeln sich hier an, um Ressourcen zu teilen und gemeinsam Innovationen zu entwickeln. Gleichzeitig kommt das Engagement auch den lokalen Gemeinden und Familien zugute.
ZIELERREICHUNG 2014
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| Ziel zu Beginn des Geschäftsjahres | Erreichter Wert1) | |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum (währungsbereinigt) | merklich über Marktwachstum (2-3 %) | 18,0 % (ohne Diana 5,1 %) |
| EBITDA-Marge | rund 20,0 % | 21,9 % |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen)/EBITDA | mittelfristig 2,0 bis 2,5 | 3,2 |
1) EBITDA auf Basis normalisierter bzw. pro-forma Zahler
Natura Cosmetics, ein großer brasilianischer Hersteller von Naturkosmetika und Körperpflegeprodukten, hat den Ecoparque in Benevides im Bundesstaat Para gegründet und im März 2014 seine Seifenproduktion auf dem Gelände eingeweiht. Symrise hat sich diesem Projekt angeschlossen und ist damit das zweite Unternehmen, das in dieser Region investiert. Auf dem Gelände wird Symrise hochwertige Produkte aus einheimischen Rohstoffen erforschen, entwickeln und herstellen. Mit seiner patentierten SymTrap®Technologie wird der Konzern ätherische Öle und Essenzen produzieren. Als Rohstoffe dienen Paranüsse, Muru Muru, Cupuaçu, Kakao, Andiroba, Buriti und Passionsfrüchte. Sie eignen sich für den Einsatz in Kosmetika und duftenden Produkten. Darüber hinaus setzt sich Symrise für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Gemeinden ein und wird mehr als 2.000 Familien in der Amazonas-Region direkt unterstützen.
GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Der Symrise Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 2.120 Mio. €. Darin enthalten ist seit Juli 2014 der Umsatz der Diana Gruppe in Höhe von 234 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 16 % in Berichtswährung beziehungsweise 18 % währungsbereinigt. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 47 %. Infolge der Diana Akquisition hat sich dieser Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt verringert, da die Umsätze des Geschäftsbereichs Diana vorwiegend in den entwickelten Märkten erzielt werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDAN) auf Konzernebene erhöhte sich um 24 %, von 373 Mio. € auf 465 Mio. €. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 21,9 % (EBITDA-Marge Vorjahr: 20,4 %).
Der normalisierte Jahresüberschuss 2014 stieg gegenüber dem Vorjahr um 40 Mio. € auf 212 Mio. €. Das normalisierte Ergebnis je Aktie beträgt 1,69 € (2013: 1,46 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie beträgt 1,48 €. Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 vorschlagen, die Dividende von 0,70 € auf 0,75 € je Aktie anzuheben.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 hatten wir die Erwartung geäußert, dass beide Segmente ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktwachstum (2 bis 3 %) anstreben.
Unter den Annahmen, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2013 verharren und sich die Währungsrelationen im Vergleich zu 2013 nicht deutlich verändern, erwarteten wir für 2014 eine EBITDA-Marge von rund 20 %.
Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA, soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen, kann aber infolge möglicher Akquisitionen temporär höher liegen.
UMSATZENTWICKLUNG DES SYMRISE KONZERNS in Mio. €

Mit einem Umsatzanstieg von währungsbereinigt 18,0 % haben wir unser Umsatzziel deutlich übertroffen. Ohne die Diana Akquisition beträgt das währungsbereinigte Wachstum 5,1 %. Die EBITDAN-Marge von 21,9 % liegt über dem angestrebten Bereich. Die Nettoverschuldung liegt mit dem 3,2-fachen EBITDAN infolge der Diana Akquisition vorübergehend außerhalb des von uns angestrebten Zielkorridors.
ERTRAGSLAGE
Umsatz im Konzern
Im Gesamtjahr 2014 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 2.120 Mio. €. Darin enthalten ist seit Juli 2014 der Umsatz der Diana Gruppe (234 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz damit um 16 % in Berichtswährung und um 18 % währungsbereinigt erhöht.
Segmente: Scent & Care konnte den Umsatz währungsbereinigt um 4 % auf 980 Mio. € steigern. Der Umsatz des Segments Flavor & Nutrition erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.140 Mio. €. Dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 34 %, der vor allem aus der Diana Akquisition resultiert. Ohne die Diana Akquisition beträgt das währungsbereinigte Wachstum des Segments Flavor & Nutrition 6 %.
Regionen: Der Umsatz in der Region EAME nahm um 19 % zu (währungsbereinigt: 21 %). Die Region Nordamerika entwickelte sich im Geschäftsjahr 2014 ebenso erfreulich und erzielte einen Umsatzzuwachs von 17 % gegenüber Vorjahr (währungsbereinigt: 17 %). Das Geschäft in der Region Asien/Pazifik verlief ebenfalls positiv; das Umsatzplus belief sich auf 8 % (währungsbereinigt: 10 %). In der Region Lateinamerika erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 16 % (währungsbereinigt: 27 %).
Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 17 %. Der Anteil dieser Ländergruppe am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2014 bei 47 %. Infolge der Diana Akquisition hat sich dieser Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt verringert, da die Umsätze des Geschäftsbereichs Diana vorwiegend in den entwickelten Märkten erzielt werden.
Umsatz Scent & Care
Im Geschäftsjahr 2014 erzielte das Segment Scent & Care einen Umsatz von 980 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 2 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 4 %.
Alle Geschäftsbereiche verzeichneten im abgelaufenen Jahr eine positive Geschäftsentwicklung. Am stärksten expandierte der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients. Aber auch die Geschäftsbereiche Fragrances und Aroma Molecules steigerten ihre Umsätze deutlich.
Regionen: Alle Regionen konnten ihre Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr währungsbereinigt spürbar ausweiten. Allen voran steht die Region Lateinamerika, in der vor allem die Geschäftsbereiche Fragrances und Cosmetic Ingredients stark zulegen konnten.
In der Region EAME stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 5 %. Sowohl in den entwickelten Märkten Westeuropas, als auch in den aufstrebenden Märkten Osteuropas, konnten wir hohe, prozentual ein- beziehungsweise zweistellige Wachstumsraten erzielen. Insbesondere die Geschäftsbereiche Fragrances und Cosmetic Ingredients verzeichneten hier hohe Zuwächse.
In Nordamerika stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 2 %. Das Wachstum wurde im Geschäftsbereich Fragrances, vor allem durch eine erfreuliche Entwicklung des Anwendungsbereichs Oral Care, erzielt.
In der Region Asien/Pazifik nahmen die Umsätze währungsbereinigt um 2 % zu. Hier steigerte insbesondere der Geschäftsbereich Aroma Molecules die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Während Cosmetic Ingredients ein moderates Wachstum erzielte, verblieb Fragrances geringfügig unter dem Vorjahreswert.
UMSÄTZE NACH REGIONEN
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| in Mio. € | 2013 | 2014 | Veränderung in % |
Veränderung in % währungsbereinigt |
|---|---|---|---|---|
| EAME | 828,3 | 989,0 | 19 | 21 |
| Nordamerika | 350,3 | 408,6 | 17 | 17 |
| Asien/Pazifik | 419,6 | 452,6 | 8 | 10 |
| Lateinamerika | 232,2 | 269,8 | 16 | 27 |
| Gesamt | 1.830,4 | 2.120,1 | 16 | 18 |
Die größten Wachstumsimpulse verzeichneten wir in den Ländermärkten Indien, Japan und Indonesien.
In Lateinamerika erzielte Scent & Care das höchste Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr. Währungsbereinigt lagen die Umsätze 10 % über dem Vorjahreswert. Vor allem die Geschäftsbereiche Fragrances und Cosmetic Ingredients konnten hohe, teils prozentual zweistellige Zuwachsraten erzielen. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft in den Ländermärkten Brasilien, Argentinien, Mexiko und Kolumbien.
Geschäftsbereiche: Der Geschäftsbereich Fragrances, der mehr als die Hälfte des Umsatzes des Segments Scent & Care bestreitet, verzeichnete im Geschäftsjahr 2014 ein moderates, prozentual einstelliges währungsbereinigtes Umsatzwachstum. Insbesondere die Anwendungsbereiche Personal Care und Household erreichten hohe Zuwächse.
Der Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients erzielte im Jahr 2014 ein hohes, prozentual einstelliges währungsbereinigtes Wachstum, vor allem durch eine gute Entwicklung im gleichnamigen Anwendungsbereich Cosmetics Ingredients. Auch 2014 wurde Symrise auf der Fachmesse Personal Care and Homecare Ingredients (PCHi) für seine Entwicklungsleistungen mit zwei PCHi Awards geehrt. SymHair® Force 1631 gewann mit seinen besonderen Eigenschaften, die das Haar stärken, in der Kategorie bahnbrechender Inhaltsstoff des Jahres. SymSave® H konnte durch seine multifunktionalen stabilisierenden Eigenschaften überzeugen und gewann in der Kategorie funktionale Inhaltsstoffe/Konservierungsstoffe.
Die Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich Aroma Molecules verlief im Geschäftsjahr 2014 positiv und erreichte ein moderates währungsbereinigtes Wachstum. Wachstumstreiber waren vor allem die Anwendungsbereiche Menthol und Special Fragrance & Flavor Ingredients.
Umsatz Flavor & Nutrition
Im Geschäftsjahr 2014 erzielte das Segment Flavor & Nutrition einen Umsatz von 1.140 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 31 %; währungsbereinigt betrug der Anstieg 34 %. Darin enthalten ist erstmalig der Umsatz der Diana Gruppe seit Juli 2014 in Höhe von 234 Mio. €. Ohne diesen Effekt beträgt das währungsbereinigte Wachstum 6 %.
Regionen: Flavor & Nutrition steigerte 2014 die Umsätze in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr deutlich. Zu dem Wachstum hat die Akquisition der Diana Gruppe maßgeblich beigetragen.
In der Region EAME lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2014 währungsbereinigt 33 % über dem Vorjahr. Neben den Umsatzbeiträgen der Diana Akquisition stiegen die Umsätze vor allem in den aufstrebenden Märkten Afrikas, der Golfregion und Osteuropas. Aber auch in einigen Märkten Westeuropas konnten die Erlöse deutlich gesteigert werden. Besonders dynamisch verlief die Umsatzentwicklung in Nigeria, Russland, Großbritannien, Spanien, Polen und Ägypten. Die Anwendungsbereiche Savory und Beverages erreichten die höchsten Wachstumsraten - insbesondere mit strategisch wichtigen Kunden.
In der Region Nordamerika stiegen die Erlöse im Geschäftsjahr 2014 währungsbereinigt um 43 %. Wesentlicher Wachstumstreiber waren auch hier die Umsätze der Diana Gruppe. Darüber hinaus konnte vor allem der Anwendungsbereich Sweet hohe, prozentual zweistellige Zuwächse verzeichnen. Hier trugen insbesondere Vanillearomatisierungen für strategische Kunden zum Umsatzwachstum bei.
In der Region Asien/Pazifik sind die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr währungsbereinigt um 20 % gestiegen. Besonders in den Ländermärkten Philippinen, Bangladesch, Indien, Thailand und Indonesien erzielte Flavor & Nutrition hohe, teils prozentual zweistellige Wachstumsraten. Die Anwendungsbereiche Beverages und Savory konnten ihre Geschäfte deutlich ausweiten und erreichten prozentual zweistellige, beziehungsweise hohe einstellige Zuwächse. Der Anwendungsbereich Sweet hingegen blieb geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres zurück.
In der Region Lateinamerika - erneut die wachstumsstärkste Region - erzielte Flavor & Nutrition ein währungsbereinigtes Wachstum von 57 % im Vergleich zum Vorjahr. Wesentlicher Wachstumstreiber war auch hier die Akquisition der Diana Gruppe. Des Weiteren konnten die Umsätze vor allem in den Ländermärkten Argentinien, Venezuela, Chile und Guatemala deutlich gesteigert werden. Die Anwendungsbereiche Sweet, Savory und Beverages erzielten prozentual hohe einstellige, teils zweistellige Wachstumsraten durch neue Geschäfte mit globalen und regionalen Kunden.
Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Im Geschäftsjahr 2014 haben Akquisitions- und Integrationskosten im Rahmen des Erwerbs der Diana Gruppe in Höhe von 20 Mio. € das operative Ergebnis belastet. Im Rahmen der im vierten Quartal durchgeführten vorläufigen Kaufpreisallokation der Diana Akquisition mussten einmalig die erworbenen Bestände auf den beizulegenden Zeitwert aufgewertet werden. Diese wurden bis zum Jahresende verbraucht. Der durch den Verbrauch dieser aufgewerteten Bestände erhöhte Materialaufwand minderte das operative Ergebnis einmalig um 10 Mio. €. Im Folgenden weisen wir normalisierte Ergebnisse (EBITN/EBITDAN) aus, die um diese einmaligen, nicht wiederkehrenden Sondereinflüsse bereinigt sind. Die Konsolidierung der Diana Gruppe seit Juli 2014 hat sich mit 48,8 Mio. € positiv auf unser Ergebnis (EBITDAN) ausgewirkt. Die Umsatzkosten nahmen 2014 um 159 Mio. € beziehungsweise 15 % auf 1.218 Mio. € zu (2013: 1.060 Mio. €). Der Anstieg ist vor allem auf die Akquisition der Diana Gruppe zurückzuführen. Das Bruttoergebnis stieg um 17 % und erreichte 902 Mio. € (2013: 771 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 42,5 % und war damit um 0,4 %-Punkte höher als im Vorjahr (42,1 %). Die Vertriebskosten lagen 17 % über dem Vorjahr und beliefen sich auf 340 Mio. € (2013: 290 Mio. €). Dies entspricht einem Anteil von 16,1 % am Konzernumsatz (2013: 15,8 %). Die F & E-Aufwendungen stiegen um 9 % auf 139 Mio. € (2013: 127 Mio. €). Die F & E-Quote lag damit bei 6,6 % (Vorjahr: 6,9 %). Die Verwaltungskosten erhöhten sich um 29 % auf 109 Mio. € (Vorjahr: 85 Mio. €). Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz lag im Berichtsjahr bei 5,2 % (Vorjahr: 4,6 %). Der Anstieg der Vertriebs-, Forschungs- und Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahr ist zu großen Teilen auf die Einbeziehung der Diana Gruppe in den Konzernabschluss begründet.
KURZFASSUNG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| in Mio. € | 2013 | 2014 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.830,4 | 2.120,1 | 16 | |
| Umsatzkosten | - 1.059,5 | - 1.218,1 | 15 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 770,8 | 902,0 | 17 | |
| Bruttomarge | in % | 42,1 | 42,5 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 16,1 | 29,1 | 81 | |
| Vertriebskosten | - 290,0 | - 340,4 | 17 | |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | - 127,0 | - 138,9 | 9 | |
| Verwaltungskosten | - 85,0 | - 109,4 | 29 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 1,8 | - 4,6 | 155 | |
| Betriebsergebnis/EBITN1) | 283,1 | 337,9 | 19 |
1) für 2013: EBITN - EBIT
Ergebnissituation
Konzern: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDAN) erhöhte sich 2014 um 24 % auf 465 Mio. € (2013: 373 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich vor allem die Diana Akquisition sowie das verbesserte Bruttoergebnis positiv auf das Ergebnis aus. Die EBITDAN-Marge erreichte 2014 21,9 %, gegenüber 20,4 % im Vorjahr.
Scent & Care: Scent & Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2014 ein EBITDA von 222,9 Mio. €. Es lag damit 15 % über dem Vorjahresniveau von 194,5 Mio. €. Die EBITDA-Marge belief sich auf 22,7 %, gegenüber 20,3 % im Jahr 2013.
Flavor & Nutrition: Das um einmalige, nicht wiederkehrende Sondereinflüsse im Rahmen der Diana Akquisition bereinigte EBITDAN des Segments Flavor & Nutrition lag 2014 - unter anderem bedingt durch die Diana Akquisition - deutlich über dem Vorjahreswert (2013: 178,6 Mio. €) und erreichte 241,6 Mio. €. Die EBITDAN-Marge betrug 21,2 %, nach 20,5 % im Vorjahr.
Finanzergebnis: Das Finanzergebnis 2014 in Höhe von -48,4 Mio. € lag 11,1 Mio. € unter dem Ergebnis des Jahres 2013. Die Gründe liegen einerseits in einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Akquisition der Diana Gruppe (5 Mio. €) sowie in einem erhöhten Zinsaufwand durch die zur Finanzierung der Akquisition neu aufgenommenen Fremdmittel, namentlich den Eurobond und das langfristige Konsortialdarlehen. Darüber hinaus fielen einmalige negative Bewertungseffekte im Rahmen der erfolgten Erstkonsolidierung der Probi AB (-2,8 Mio. €) an. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich um 7,9 Mio. € von 33,8 Mio. € auf 41,7 Mio. €.
ERGEBNISÜBERSICHT
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| in Mio. € | 20131) | 2014 | Veränderung in % |
Veränderung in % währungsbereinigt | |
|---|---|---|---|---|---|
| EBITDAN | 373,1 | 464,5 | 24,5 | 26,7 | |
| EBITDAN-Marge | in % | 20,4 | 21,9 | ||
| EBITN | 283,1 | 337,9 | 19,3 | 21,9 | |
| EBITN-Marge | in % | 15,5 | 15,9 |
1) für 2013: EBIT bzw. EBITDA
Steuern: Im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 72,9 Mio. € (2013: 73,5 Mio. €). Der sich ergebende Steuersatz von 28,1 % liegt damit unter dem des Vorjahres (29,9 %). Im Jahr 2013 war der Steuersatz durch die Bildung von Steuerrückstellungen aufgrund laufender Betriebsprüfungen beeinflusst. Einer ausreichenden Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen.
Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie: Der um Sondereinflüsse bereinigte Jahresüberschuss beträgt 212 Mio. €, was einem normalisierten Ergebnis je Aktie von 1,69 € entspricht. Der Jahresüberschuss 2014 inklusive Sondereinflüsse beträgt 185 Mio. € und stieg damit um 13 Mio. € beziehungsweise 7 % im Vergleich zum Vorjahr (2013: 172 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich trotz erhöhter Aktienanzahl um 0,02 € auf 1,48 € (2013: 1,46 €).
Dividendenvorschlag 2014: Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 vorschlagen, eine Dividende von 0,75 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten. Symrise versteht die Dividendenzahlung als Teil seiner unternehmerischen Verpflichtung, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und sie mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
FINANZLAGE
Finanzmanagement
Grundzüge und Ziele: Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.
Gemäß den Treasury Richtlinien wird die Finanzierung des Symrise Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Konzerntöchter wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu allen Konsortialbanken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.
Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäfts abgeschlossen werden dürfen.
Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management System implementiert, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden fallweise gegen Schwankungen abgesichert.
Mit einer Eigenkapitalquote von 36 % zum 31. Dezember 2014 verfügt Symrise über eine solide Kapitalstruktur, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.
Finanzierungsstruktur: Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Diese bestehen weiterhin aus den Elementen börsennotierte Anleihe, US Private Placement, Darlehen der Europäischen Investitionsbank, Revolving Credit Facility und KfW Darlehen aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm. Darüber hinaus hat der Konzern zur Finanzierung der Akquisition der Diana Gruppe Liquidität durch Eigen- und Fremdkapital gesichert. Neben den beiden erfolgreichen Kapitalerhöhungen hat Symrise Anfang Juli einen Eurobond über 500 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren begeben. Der Zinskupon beträgt 1,75 %. Der darüber hinausgehende Finanzbedarf konnte aus einem Darlehen über 225 Mio. € mit einer dreijährigen Laufzeit und der existierenden revolvierenden Kreditlinie zur Finanzierung der Akquisition gedeckt werden.
Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2014 eingehalten worden.
Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit (Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €, in Anspruch genommen mit 93 Mio. €) bestehen weiterhin bilaterale Kreditlinien mit der Commerzbank AG über 12,5 Mio. € sowie mit der Deutschen Bank AG in Singapur über 5,0 Mio. USD die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken sollen. Die vereinbarten Zinsen bewegen sich auf marktüblichem Niveau.
Daneben dienen die Pensionsrückstellungen der Finanzierung.
Cashflow- und Liquiditätsanalyse
ÜBERSICHT CASHFLOW
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| in Mio. € | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 274,8 | 343,2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 145,8 | - 476,8 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 99,8 | 195,4 |
| Liquide Mittel (31.12.) | 135,3 | 199,2 |
Der operative Cashflow lag 2014 mit 343,2 Mio. € rund 68,4 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 274,8 Mio. €. Hauptursachen sind ein verbessertes operatives Ergebnis sowie der Einbezug der Diana Gesellschaften. Die Cashflow-Quote bezogen auf den Umsatz lag bei rund 16 %.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich um rund 331,1 Mio. € auf 476,8 Mio. € und umfasste im Wesentlichen die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe abzüglich liquider Mittel. Bedingt durch die erfolgte Bar-Kapitalerhöhung im Zuge der Akquisition (401,4 Mio. €) ergibt sich für den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ein Mittelzufluss in Höhe von 195,4 Mio. €. Im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit sind außerdem die 2014 ausgezahlten Dividenden in Höhe von 84,4 Mio. €, saldierte Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 63,1 Mio. € (Vorjahr: 22,3 Mio. €) und die Rückführung von Bankverbindlichkeiten in Höhe von 51,7 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) enthalten. Die Zinszahlungen an Finanzinstitute beinhalten 40,5 Mio. € Zinsverbindlichkeiten aus Vorjahren, die im Rahmen der Rückzahlung der bestehenden Finanzierung der Diana Gruppe ausgeglichen wurden. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch in der Zukunft nicht absehbar. Dem Unternehmen stehen ausreichend Kreditlinien zur Umsetzung der Unternehmensstrategie zur Verfügung.
Investitionen und Akquisitionen
Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 101 Mio. €, nach 143 Mio. € im Vorjahr. In den 143 Mio. € des Vorjahres ist der Zugang aus dem Unternehmenserwerb der amerikanischen Belmay Gruppe in den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 71,5 Mio. € enthalten.
Für immaterielle Vermögenswerte wurden rund 11 Mio. € (2013: 81 Mio. €) aufgewendet. Schwerpunkte bildeten hier Investitionen im Bereich Software, vorrangig SAP-Anwendungen, sowie Patente und die Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von rund 91 Mio. € getätigt (Vorjahr: 62 Mio. €). Dabei handelte es sich insbesondere um Investitionen in Kapazitätserweiterungen sowie die Erneuerung der Massenspektrometrie in der Forschung. Des Weiteren ist der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr auch auf den erweiterten Konsolidierungskreis zurückzuführen.
Die Symrise AG hat im Juli 2014 die Übernahme der Diana Gruppe erfolgreich abgeschlossen. Seither wird die Diana Gruppe im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Investition beläuft sich auf rund 1,3 Mrd. €.
Des Weiteren wird das bisher assoziierte Unternehmen Probi AB, Schweden, seit dem 29. April 2014 nach den neuen Regelungen des IFRS 10 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Die bedeutendsten Investitionen im Segment Scent & Care waren mit einem Volumen von 8 Mio. € die Erweiterung der chemischen Produktion in den Geschäftsbereichen Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules. Im Segment Flavor & Nutrition stellten die Kapazitätserweiterungen in Extraktion und Destillation sowie Sprühtrocknung und der Ausbau der Produktion auf Madagaskar mit 5 Mio. € die größten Projekte dar. Alle Projekte wurden aus laufenden Mitteln finanziert.
VERMÖGENSLAGE
Ausgewählte Bilanzposten
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2014 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1.790 Mio. € auf 4.000 Mio. € (31. Dezember 2013: 2.210 Mio. €). Dies resultiert vor allem aus den mit der Akquisition der Diana Gruppe erworbenen immateriellen Vermögenswerten einschließlich des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts.
Immaterielle Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag 2014 auf 2.034 Mio. € und lagen damit deutlich über Vorjahresniveau (31. Dezember 2013: 812 Mio. €); sie entsprachen 60 % der Vermögenswerte. In den Immateriellen Vermögenswerten sind Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 1.091 Mio. € (31. Dezember 2013: 491 Mio. €) sowie Rezepturen und Technologien, Kundenstämme, Handelsmarken, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 943 Mio. € (31. Dezember 2013: 321 Mio. €) enthalten. Die Sachanlagen beliefen sich zum Jahresende 2014 auf 640 Mio. € (31. Dezember 2013: 440 Mio. €) und enthalten im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude sowie Technische Anlagen und Maschinen. Die Vorräte sind unter Berücksichtigung der konsolidierungskreisbedingten Zugänge (88 Mio. €) im Vergleich zum Bilanzstichtag 2013 um 28 Mio. € auf 485 Mio. € angestiegen (31. Dezember 2013: 369 Mio. €). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde in erster Linie getrieben durch den deutlichen Umsatzanstieg, der auch zu höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (421 Mio. €, 31. Dezember 2013: 322 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (214 Mio. €, 31. Dezember 2013: 151 Mio. €) zum Bilanzstichtag führte. Die konsolidierungskreisbedingten Zugänge der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 72 Mio. € beziehungsweise 46 Mio. €. Das Working Capital hat sich damit im Verhältnis zum pro-forma Umsatz um einen Prozentpunkt auf 29 % verringert. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns beliefen sich zum 31. Dezember 2014 auf 199 Mio. € (31. Dezember 2013: 135 Mio. €).
Die kurzfristigen Schulden liegen mit 560 Mio. € über Vorjahresniveau (31. Dezember 2013: 328 Mio. €). Dies ist vor allem durch den bereits erwähnten Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der kurzfristigen Darlehensverpflichtungen sowie durch höhere sonstige Verbindlichkeiten (Personalverbindlichkeiten und sonstige Steuerschulden) bedingt. Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 1.077 Mio. € auf 2.008 Mio. €. Die darin enthaltenen langfristigen Darlehen lagen zum Jahresende 2014 mit 1.245 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahresstichtags (507 Mio. €). Ursächlich dafür ist im Wesentlichen die Begebung einer neuen Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. €. Vor allem aufgrund des vergleichsweise niedrigen Zinsniveaus haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 332 Mio. € auf 474 Mio. € erhöht (Zinssatz für Deutschland: 1,9 %, 31. Dezember 2013: 3,5 %).
Das Eigenkapital des Symrise Konzerns zum 31. Dezember 2014 stieg - im Wesentlichen bedingt durch die im Jahr 2014 durchgeführten Kapitalerhöhungen - auf 1.432 Mio. € (31. Dezember 2013: 951 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2013 wurde im Jahr 2014 eine Dividende von 83 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 2014 bei 36 % (31. Dezember 2013: 43 %).
Nettoverschuldung
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| in Mio. € | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Darlehen | 547,7 | 1.365,0 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | - 135,3 | - 199,2 |
| Nettoverschuldung | 412,4 | 1.165,8 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 322,4 | 474,3 |
| Nettoverschuldung inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 744,8 | 1.640,1 |
BILANZSTRUKTUR ZUM 31. DEZEMBER 2014 in Mio. € (Veränderung gegenüber Vorjahresstichtag, in %)

Die Überprüfung der Einhaltung der Leverage Covenants für die kurz- und langfristigen Darlehen erfolgt auf Basis der Vorgaben in den verschiedenen Kreditverträgen. Zur Ermittlung der Leverage Covenants wird die danach ermittelte Nettoverschuldung auf das EBITDAN der letzten 12 Monate bezogen. Da für die Diana Gruppe auf Basis der von Symrise anzuwendenden Bilanzierungsvorschriften lediglich Informationen für das zweite Halbjahr 2014 zur Verfügung standen, wurde zur Überprüfung der Einhaltung dieser Leverage Covenants hilfsweise für die ersten sechs Monate das EBITDAN der Diana Gruppe auf Basis der Berichterstattung nach französischem Handelsrecht verwendet. Danach ergeben sich eine Nettoverschuldung/EBITDAN von 2,2 und eine Nettoverschuldung einschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen/EBITDAN von 3,2. Grundsatz von Symrise ist die Beibehaltung der starken Kapitalbasis, um das Vertrauen von Kunden, Investoren und Fremdkapitalgebern zu erhalten und die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben. Wir konzentrieren uns auf eine Kapitalstruktur, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch sichern wir uns ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität.
Im Jahr 2014 hat sich die Finanzierungsstruktur vor allem durch die Akquisition der Diana Gruppe verändert. Zur Finanzierung der Transaktion wurde, neben zwei erfolgreichen Kapitalerhöhungen, ein Eurobond über 500 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren begeben. Der darüber hinausgehende Finanzbedarf konnte aus einem Tilgungsdarlehen über 225 Mio. € mit einer dreijährigen Laufzeit und der existierenden revolvierenden Kreditlinie gedeckt werden.
An wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge in Höhe von 127,2 Mio. € (2013: 138,3 Mio. €) und Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 25,9 Mio. € (2013: 16,0 Mio. €). Die Symrise AG hat mit der Atos Origin GmbH einen Servicevertrag zur Auslagerung der internen Informationstechnologie mit einer Laufzeit bis 2019 geschlossen. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber Atos beträgt unter Berücksichtigung von Sonderkündigungsrechten 40,4 Mio. € (2013: 33,8 Mio. €).
NACHHALTIGKEIT
Für Symrise sind wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht deshalb auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen.
Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir deren Erwartungen und Anforderungen auf und beziehen sie auf allen Wertschöpfungsstufen mit ein, um überzeugende Lösungen zu entwickeln. So schaffen wir Werte für alle unsere Stakeholder.
Die Grundlage unseres Denkens und Handelns bildet der Symrise Wertekanon, der auch unsere Unternehmenskultur bestimmt. "Because we care" ist das Leitmotiv unserer Selbstverpflichtung zu einem ganzheitlichen Verständnis unternehmerischer Tätigkeit. Unser Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.
Die sukzessive, strategische Integration von Nachhaltigkeit in unsere Kernprozesse verantwortet ein globales, geschäftsbereichsübergreifendes Gremium - das Symrise Sustainability Board.
Es setzt sich aus Vertretern des Top Managements zusammen und stellt sowohl die Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen in der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette als auch die Berücksichtigung der Belange wichtiger Anspruchsgruppen sicher. Die Umsetzung der vom Sustainability Board beschlossenen Nachhaltigkeitsziele erfolgt direkt in den Segmenten. Zu diesem Zweck haben Vorstand und Sustainability Board Nachhaltigkeitsverantwortliche für die Segmente Flavor & Nutrition und Scent & Care benannt. Gemeinsam mit Vertretern der Stabsbereiche Corporate Compliance und Corporate Communications steuern sie die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie; die direkte Verantwortung für die Strategie liegt beim Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.
KAPITALSTRUKTUR
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| 2013 | 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % der Bilanzsumme | in % der Bilanzsumme | Veränderung in % |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | 951,1 | 43 | 1.432,2 | 36 | 51 |
| Kurzfristige Schulden | 328,1 | 15 | 559,5 | 14 | 70 |
| Langfristige Schulden | 931,3 | 42 | 2.008,1 | 50 | 116 |
| Schulden | 1.259,4 | 57 | 2.567,6 | 64 | 104 |
| Bilanzsumme | 2.210,4 | 100 | 3.999,8 | 100 | 81 |
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung entspricht den Anforderungen der Anwendungsebene A der Global Reporting Initiative™ (GRI) und erfüllt die Richtlinie G4. Im Jahr 2014 erhielt Symrise erneut externe Anerkennung für sein Nachhaltigkeitsengagement.
Chancen- und Risikobericht
GRUNDSÄTZE
Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanent Risiken. Chancen bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können. Entsprechend bezeichnen Risiken künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- und Zielabweichung führen können. Die Nutzung von Chancen und die frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Risiken sind auch aufgrund der gestiegenen Größe und Komplexität durch die Akquisition der Diana Gruppe im Geschäftsjahr 2014 weiterhin sehr bedeutsam für die weitere Entwicklung von Symrise. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen des Vorstands berücksichtigt werden. Symrise verwendet eigene Anweisungen und Vorlagen, um die Prozesse des Risikomanagements zu regeln und für die Mitarbeiter eine verbindliche Grundlage für den Umgang mit Risiken vorzugeben. Alle Konzerngesellschaften werden halbjährlich aufgefordert, ihre im Risikoberichtswesen hinterlegten Risiken zu überprüfen und entsprechend der vorgesehenen Gegenmaßnahmen Bewertungen und Anpassungen vorzunehmen. Im Zuge der internen Revisionsaudits werden die eingeleiteten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben.
Im Folgenden werden die Chancen und Risiken näher beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Symrise Konzerns haben können. Sofern kein Segment explizit hervorgehoben wird, erfolgt die Berichterstattung über Chancen und Risiken für beide Segmente gemeinsam.
CHANCENMANAGEMENT
Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher neben dem Vorstand auch allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. Strategische Chancen werden in den beiden Segmenten sowie durch das Corporate Center identifiziert. Diese werden bewertet und Pläne zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern. Das seit einigen Jahren in allen Gesellschaften des Symrise Konzerns etablierte Risikomanagement wird derzeit zu einem Risiko- und Chancenmanagement ausgebaut. Damit werden die in verschiedenen Bereichen des Konzerns schon heute erfolgreich beobachteten und in strategisches Handeln integrierten Chancen gemeinsam mit den Risiken des Unternehmens systematisch erfasst. Der Nutzung von und Berichterstattung über Chancen dient dann das Netzwerk von Funktionsträgern im Konzern, die schon seit Jahren die Risiken ihrer Bereiche in das Risikomanagement des Konzerns einbringen.
CHANCEN IM EINZELNEN
Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften reichen zum Beispiel im Rahmen des Ideenmanagements, das auch Bestandteil des TPM (Total Productive Maintenance) ist, Vorschläge zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und Verfahren ein. Im Rahmen des Know-how-Transfers zwischen allen Geschäftsbereichen entstehen Chancen, zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen und Vorteile durch Synergien klar erkennen.
Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Lebenserwartung in diesen Ländern zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Endverbraucher stetig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend, beispielsweise mit neuen Geschäfts- oder Anwendungsbereichen. Intensive Marktforschung und umfangreiche Forschungsarbeit bilden die Grundlage für Eigenentwicklungen zur Verbesserung von Produkten oder zur Einführung neuer Produkte. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach Endprodukten, die Geschmack- und Duftstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen weiterhin erfolgreich zu nutzen, werden die Aktivitäten von Symrise in diesen Ländern kontinuierlich ausgebaut.
Ebenso wie die Ertragsseite enthält auch die Kostenseite der Gesellschaften des Symrise Konzerns mögliche Chancen durch Einsparungen, die dem Unternehmen zwar bekannt sind, aber bislang in der Budgetierung und Planung des Konzerns nicht vollumfänglich berücksichtigt wurden. Auch können durch die Zusammenlegung von Märkten und Produkten und die weitere Optimierung von Herstellungs-, Lagerungs- und Lieferverfahren zusätzliche Kostenvorteile entstehen.
Daneben können Maßnahmen der Risikokontrolle in Einzelfällen über die vollständige Kompensation der betreffenden Risiken hinaus zu Erträgen führen, die in aktuellen Planungen aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht nicht berücksichtigt sind. Auch Maßnahmen gegen Risiken des geschäftlichen Ausfalls enthalten Chancen. In den Businessplänen der Gesellschaften des Symrise Konzerns sind drohende Verluste von Geschäften mit Bestandskunden berücksichtigt. Ebenso enthalten die Businesspläne Neugeschäfte, die solche Verluste kompensieren sollen. Tritt der erwartete Verlust nicht ein, ist die Geschäftsanbahnung eine Chance, die über das ursprünglich geplante Geschäftsvolumen hinausgeht.
Unternehmensstrategische Chancen erwachsen beispielsweise auch aus der Akquisition und Integration von Diana und dem Erschließen neuer, attraktiver Anwendungsbereiche aus der Zusammenarbeit mit der Probi AB. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir kontinuierlich auf der Suche nach geeigneten Partnern. Auch in Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann zum Beispiel die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.
RISIKOMANAGEMENT
Das Risikomanagement von Symrise basiert auf den Grundzügen allgemein anerkannter Standards (ISO 31000) und erstreckt sich über sämtliche Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten. Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine Erhebung von Risiken der Gesellschaften des Geschäftsbereichs Diana durchgeführt. Die konzernweite Koordination der Risikoerfassung erfolgt im Corporate Center durch die Stabsfunktion "Risikomanagement". Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr dem Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG vorgestellt. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung (Nettomethode) sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert.
Die Einstufung aller Einzelrisiken der jeweiligen Gesellschaft nach ihrer Auswirkung auf den Umsatz beziehungsweise "Impact" ("niedrig", "mittel", "hoch" oder "sehr hoch") zusammen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beziehungsweise "Likeli-hood" (ebenfalls "niedrig", "mittel", "hoch" oder "sehr hoch") wird dazu herangezogen, zu bestimmen, ob ein Risiko insgesamt als "niedrig", "mittel" oder "hoch" anzusehen ist. Dabei werden die Klassen für den "Impact" mit unter 10 % des Jahresumsatzes einer berichtenden Einheit als "niedrig", 10 bis unter 20 % dieses Umsatzes als "mittel", 20 bis 40 % dieses Umsatzes als "hoch" und mit über 40 % dieses Umsatzes als "sehr hoch" eingeordnet. Daneben werden sie mit 0 bis 24 % ihrer "Likelihood" als "niedrig", bei 25 bis 49 % als "mittel", bei 50 bis 74 % als "hoch" und bei 75 % und mehr als "sehr hoch" eingeordnet.

Impact
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| I | - niedrig | < 10 % des Umsatzes |
| II | - mittel | 10 - <20 % des Umsatzes |
| III | - hoch | 20 - 40 % des Umsatzes |
| IV | - sehr hoch | > 40 % des Umsatzes |
Likelihood
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| 1 | - niedrig | 0 bis 24 % |
| 2 | - mittel | 25 bis 49 % |
| 3 | - hoch | 50 bis 74 % |
| 4 | - sehr hoch | 75 bis 100 % |
Die Schaubilder zeigen, auf welche Weise die Kombination aus "Impact" und "Likelihood" Risiken insgesamt als "niedrig", "mittel" oder "hoch" ausweist. Als Beispiel ist ein im Feld 1 aufgeführtes Risiko insgesamt "niedrig", da sein Impact unter 10 % des Umsatzes und die Likelihood unter 25 % liegt. Ein im Feld 2 genanntes Risiko ist insgesamt "mittel" und hat einen Impact zwischen 10 und unter 20 % des Umsatzes und eine Likelihood von 25 bis 49 %. Dagegen ist ein im Feld 3 aufgeführtes Risiko insgesamt "hoch", denn es weist einen Impact zwischen 20 und 40 % des Umsatzes und eine Likelihood von 50 bis 74 % auf. Das Schaubild zeugt von hohem Risikobewusstsein und kaufmännischer Vorsicht, da hohe Risiken die Mehrheit der bezeichneten Felder ausmachen. Der aktuelle Risikobericht enthält konzernweit anzahlmäßig nur in Höhe von 2 % solche Risiken, die auf Ebene der Einzelgesellschaften als insgesamt hoch, und nur in Höhe von 9 % solche Risiken, die auf Ebene der Einzelgesellschaften als insgesamt mittel eingestuft werden.
Neben der oben beschriebenen, rein rechnerischen Einordnung werden die identifizierten Risiken auch qualitativ nach ihrem Risikotyp sowie der Unternehmenseinheit und der betroffenen Geschäftsaktivität klassifiziert. Des Weiteren werden geeignete Kontrollmaßnahmen aufgeführt und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter benannt. Damit bildet das Risikoberichtswesen zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung und die Überprüfung durch die Interne Revision des Konzerns. Zusätzlich findet über die Risikobewertung ein Abgleich mit der Strategie des Unternehmens und den daraus abgeleiteten Zielen statt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Dabei handelt es sich um ein plötzlich auftretendes Risiko, das mit mindestens mittlerer oder hoher Wahrscheinlichkeit das Unternehmensergebnis einer Konzerngesellschaft in Höhe von mindestens 5 Mio. € beeinträchtigen oder den Jahresumsatz der betreffenden Gesellschaft um wenigstens 20 % reduzieren könnte. Ebenfalls wird ein solcher "Hazard Alert" vorgetragen, wenn ein Rechtsrisiko oder ein Compliance-Risiko eintritt, das bislang nicht in periodischen Risikoberichten an den Vorstand der Symrise AG enthalten war.
RISIKEN IM EINZELNEN
UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN
In den von Symrise bedienten Branchen ist weiterhin ein intensiver Wettbewerb zu beobachten, denn eine Fortsetzung des Konsolidierungstrends des Abnehmerkreises für Produkte von Symrise wird für möglich gehalten. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit auch Marktanteile zu verlieren. Als Gegenmaßnahme wird vor allem die Vermarktung von Innovationen und Produkten der Geschäftsbereiche weiter vorangetrieben, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Wettbewerber aufweisen. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene der Zulieferer bestehen ebenfalls, da durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf Beziehungen zu Kunden ausgehen können. Symrise ist politischen Risiken in der Form von Handelsembargos in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen Rohstoffe bezogen oder in die Produkte exportiert werden. Behinderungen des Handels können durch ein Ausweichen auf andere Regionen nur teilweise kompensiert werden. In einzelnen Ländern wird kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls beobachtet. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient zur Eingrenzung dieses Risikos. Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, beziehen sich überwiegend auf Forderungsausfälle und werden daher durch entsprechende Finanzkontrollen gemindert. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise vertreten ist, werden mit großer Aufmerksamkeit beobachtet, um die Sicherheit der Belegschaft zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.
UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN
Die Umsetzung der Unternehmensstrategie des durch die Akquisition von Diana gewachsenen Konzerns ist naturgemäß mit Risiken verbunden. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens können sich beispielsweise aus Fehleinschätzungen zu Wachstum, Profitabilität, Liefersicherheit von Rohstoffen und Produktportfolio ergeben. Der Ausfall von Rohstofflieferungen, insbesondere jener von Exklusivlieferanten oder die Beeinträchtigung von Rohstofflieferungen durch Naturkatastrophen, stellen grundsätzlich ein hohes Risiko dar. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit neuer Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit von Entwicklungen gewährleisten. Akquisitionen sind grundsätzlich mit Risiken behaftet, denn im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Risiken dieser Art wird durch einen klar definierten Integrationsprozess und entsprechende Verantwortlichkeiten begegnet. Zum Jahresende 2014 wurde die Akquisition von Diana als strategisches Risiko geführt, das jedoch aufgrund der Erfolge bei der Integration und der daraus folgenden niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit derzeit insgesamt nur als niedriges Risiko bewertet wird.
Die mögliche Streichung von der sogenannten Core List bedeutender Kunden oder die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken, dem durch engen Kontakt zu den betreffenden Kunden entgegengewirkt wird. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität, Innovationskraft und Produktqualität. Hier wird stets angestrebt, zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören und mit dieser Qualität auch industrieweit bekannt zu bleiben.
LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Produktrisiken: Die Duft-, Geschmack- und Zusatzstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnehmen oder an Haut und Haaren anwenden. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich die Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit der Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft.
Veränderungen in der Technologie von Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber bestehen Risiken für unsere Produkte, die durch eine angemessene Patentverwaltung kontrolliert werden.
Beschaffungsrisiken: Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken ungeplanter Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Die Hauptlieferanten von Symrise sind durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Darüber hinaus werden Beschaffungsalternativen - zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten - erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Ferner wird auch die finanzielle Bonität der Lieferanten kontinuierlich geprüft. Nicht zuletzt tragen die Initiativen im Bereich der Rückwärtsintegration zur Stabilisierung und Risikominderung bei der Rohstoffversorgung bei. Alle Lieferanten sind gehalten, den Verhaltenskodex, der für Symrise gilt, stets einzuhalten. Es wird erwartet, dass die von Symrise selbst auferlegten hohen ethischen Anforderungen zur Steigerung des Geschäftserfolgs unter Berücksichtigung verfügbarer Ressourcen, aller Mitarbeiter und der Gesellschaft respektiert werden.
Risiken zu Produktsicherheit, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt sowie Integrität unserer Hauptlieferanten, basierend auf international anerkannten Standards, werden in regelmäßigen Abständen untersucht. Die Zahl der Lieferanten, die mit diesem Risikoprofil untersucht werden, wird kontinuierlich erweitert. Daneben werden Lieferantenaudits durchgeführt und entsprechende Geschäftsbeziehungen werden, soweit dies zur Minderung von Risiken notwendig erscheint, eingestellt.
Betriebsrisiken: Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der Sicherheit der Energieversorgung, der Einrichtungen, der Prozesse, des Brandschutzes, der Qualität und Sicherheit von Materialien und deren Klassifizierung sowie der Qualifikation des operativen Personals liegen. Daneben können steigende Anforderungen, länderspezifische Arbeits- und Umweltschutzauflagen sowie Naturkatastrophen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken werden durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit, Versicherung und entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen unter Kontrolle gehalten. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund wird die regulatorische Entwicklung in den Ländern, in denen Symise tätig ist, fortlaufend beobachtet. Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art werden durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), robuste Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe gemindert.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Kreditrisiko: Das Risiko des Kreditausfalls besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen können und dadurch ein Vermögensschaden für Symrise entsteht. Konzernweit ist nur 1 % des Werts der Finanzrisiken durch Kreditausfall bestimmt. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge wurde ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Sie besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer allgemeinen Kostenkomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott wird durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden eingegrenzt. Auch die Finanzkrisen in Exportländern werden durch eine entsprechende Finanzkontrolle minimiert.
Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht und entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen ebenfalls. So wird sichergestellt, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.
Zins- und Währungsrisiken: Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise US-Dollar) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Zudem werden vielfach Rohstoffe in Euro denominiert eingekauft. Eine Schwankung des US-Dollar kann insoweit zu entsprechenden Veränderungen der Materialpreise führen. Diesem Risiko wird durch Verhandlung von Korridoren in den Verträgen, außerhalb derer eine Preisanpassung erfolgt, begegnet. Das verbleibende Währungsrisiko wurde 2014 durch Devisentermingeschäfte reduziert. Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von:
| ― | 21,1 Mio. USD (31. Dezember 2013: 7,5 Mio. USD) zur Sicherung von €/USD, |
| ― | 7,5 Mio. USD (31. Dezember 2013: 6,0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/JPY, |
| ― | 0,9 Mio. USD (31. Dezember 2013: 3,1 Mio. USD) zur Sicherung von USD/INR, |
| ― | 5,7 Mio. USD (31. Dezember 2013: 0 Mio. USD) zur Sicherung von SGD/USD, |
| ― | 1,6 Mio. USD (31. Dezember 2013: 0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/AUD, |
| ― | 0,05 Mio. GBP (31. Dezember 2013: 0 Mio. GBP) zur Sicherung von €/GBP. |
Um Schwankungen im Finanzergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cash Flow Hedge klassifiziert. Diese Geschäfte haben das Währungsrisiko effektiv reduziert.
Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Die Finanzierung der Diana Akquisition im Juli 2014 erfolgte in einem günstigen Zinsumfeld. Aufgrund der Erwartung eines weiterhin niedrigen Zinsniveaus wurde ein Teil der Akquisitionsfinanzierung in variabel verzinsten Verbindlichkeiten aufgenommen, so dass nunmehr 77 % der Verbindlichkeiten zu fixen Zinssätzen finanziert sind. Dem Zinsänderungsrisiko wirkt Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften entgegen.
Steuerrisiko: Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen wurden Rückstellungen gebildet, um auf eventuelle Steuernachzahlungen vorbereitet zu sein. Insgesamt ist davon auszugehen, dass für alle bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen wurde. Daneben sind Steuerrisiken in einigen Ländern auch durch mögliche Steuergesetzänderung gegeben, die eine nicht vorhergesehene Verschlechterung der Besteuerung von Konzerngesellschaften bewirken.
PERSONALRISIKEN
Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Anreizsysteme, Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme sowie eine zielgerichtete Nachfolgeplanung entgegen.
Risiken, die von Mitarbeitern ausgehen, können im Wesentlichen im Austritt und dem damit verbundenen Kompetenzverlust, der Nichteinhaltung von unternehmensweit geltenden Richtlinien sowie gesetzlichen oder mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossenen Vereinbarungen bestehen. Die Einhaltung lokaler Gesetze sowie unternehmensweiter Richtlinien wird durch interne Audits sichergestellt. Ferner wird die Einhaltung dieser Vorgaben, die auf international anerkannten Standards beruhen, regelmäßig durch externe Auditoren überprüft. Durch das erstmalige Einweisen neuer Mitarbeiter und durch spätere Schulungen wird sichergestellt, dass unternehmensweite Richtlinien wie zum Beispiel der Code of Conduct von allen Mitarbeitern beachtet werden. Karriereentwicklungsmöglichkeiten und regelmäßige Nachfolgeplanung beugen der Abwanderung gerade in Schlüsselfunktionen ebenfalls vor. Der stetige Kontakt zu Arbeitnehmervertretungen dient unter anderem der Vermeidung von Arbeitsniederlegungen und den damit verbundenen Betriebsunterbrechungen.
RECHTLICHE RISIKEN
Derzeit sieht sich der Konzern in eher geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich des geistigen Eigentums. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, werden potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung der Rechtsabteilung und, soweit erforderlich, auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten analysiert. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle wird daher nur auf einen Verfahrenstypus hingewiesen: In den USA wird der Konzerngesellschaft "Symrise, Inc.", wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung gesundheitsschädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern bestimmte Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine konkrete Geldforderung benannt worden. Symrise geht davon aus, die Beschuldigungen im Gerichtsverfahren weiterhin entkräften zu können. Außerdem wird nicht erwartet, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.
COMPLIANCE RISIKEN
Risiken dieser Kategorie beschreiben die fehlende Übereinstimmung von Abläufen mit Vereinbarungen und regulierenden, vor allem gesetzlichen Vorgaben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Risiken der Produkt-Compliance wie zum Beispiel einem möglichen Verstoß gegen die Europäische Chemieverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals). Risiken der Produkt-Compliance sind wertmäßig mit 27 % aller Compliance-Risiken angegeben. Die Einrichtung der REACH-Organisation des Konzerns und der dazugehörigen Überwachungssysteme dient der Minimierung dieses Risikos.
Seit Jahren wird eine Integrity Hotline betrieben, die es den Mitarbeitern erlaubt, anonym per Telefon oder Internet Fehlverhalten anderer Mitarbeiter an das Compliance Office zu melden. Alle eingehenden Meldungen werden untersucht und gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet, die in Einzelfällen bis zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen führen können.
IT-RISIKEN
Risiken der IT bestehen in der Schädigung des Konzerns durch Datenmissbrauch, in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Daten, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten. Trotz dieser Schutzmaßnahmen besteht allerdings immer ein Restrisiko, dass Angriffe auf unser Datennetz von Behörden oder anderen Dritten unbemerkt bleiben.
GESAMTBEWERTUNG DER CHANCEN- UND RISIKOLAGE
Das Geschäftsmodell von Symrise und der im Geschäftsjahr 2014 akquirierten Diana Gruppe zeichnet sich durch ein im Vergleich zu anderen Industriezweigen und Unternehmen überdurchschnittlich hohes Chancenpotenzial aufgrund des weltweit steigenden Privatkonsums und wachsenden Wohlstands aus. Viele Produkte dienen der Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie "Gesundheit" und "jugendlichem Aussehen", die weltweit bestehen. Das dynamische Wachstum und die hohe Rentabilität von Symrise belegen, dass diese Chancen bislang erfolgreich genutzt wurden. Diese Strategie soll auch künftig fortgesetzt werden.
Die Gesamtheit der gemeldeten Risiken und Chancen wird für den Symrise Konzern hinsichtlich möglicher Aggregationseffekte überprüft. Alle relevanten Risiken und Chancen werden konzernweit einheitlich aus quantitativer und qualitativer Perspektive in den Dimensionen Grad der Auswirkung auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.
Die Bewertung und die Handhabung der Risiken erfolgt auf Ebene der Einzelgesellschaften, da dies dem dezentralen Geschäfts- und Führungsmodell des Symrise Konzerns entspricht. Wir haben bei der Konzern-Risikobewertung jeweils aggregiert auf der Ebene der Kategorien der Qualifizierung als "Niedrig", "Mittel" und "Hoch" die folgenden Größenordnungen zugeordnet (jeweils Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern):
| ― | "Niedrig" entspricht einem Betrag von bis zu 20 Mio. €. |
| ― | "Mittel" entspricht einem Betrag von über 20 Mio. € bis zu 100 Mio. €. |
| ― | "Hoch" entspricht einem Betrag von über 100 Mio. €. |
Diese Bandbreiten verstehen sich jeweils als das Produkt aus Umsatzauswirkung, Eintrittswahrscheinlichkeit und EBITDA-Marge von Risiken, was auch der im Abschnitt Risikomanagement mit Geltung für Risiken auf Ebene der Einzelgesellschaften beschriebenen Methode entspricht.
Aus dem bestehenden Risikoberichtswesen wurde für 2014 entsprechend der beschriebenen Methodik das folgende Risikoprofil für den Symrise Konzern ermittelt:
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| Risikoprofil | Konzern-Risikobewertung |
|---|---|
| Umfeld- und Branchenrisiken | Niedrig |
| Unternehmensstrategische Risiken | Niedrig |
| Leistungswirtschaftliche Risiken | Niedrig |
| Produktrisiken | Niedrig |
| Beschaffungsrisiken | Niedrig |
| Betriebsrisiken | Niedrig |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | Niedrig |
| Kreditrisiko | Niedrig |
| Liquiditätsrisiko | Niedrig |
| Zins- und Währungsrisiken | Niedrig |
| Steuerrisiko | Niedrig |
| Personalrisiken | Niedrig |
| Rechtliche Risiken | Niedrig |
| Compliance Risiken | Niedrig |
| IT-Risiken | Niedrig |
Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden. Da das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch ein System integrierter interner Kontrollen und Wirksamkeitsprüfungen ergänzt wurden, wird davon ausgegangen, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen erfüllen zu können.
Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
GRUNDZÜGE UND ZIELE
Nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des Internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gewährleisten. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung ebenfalls dokumentiert. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.
Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Aufbauend auf einer Basisschulung für Mitarbeiter findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt, damit Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.
ORGANISATION UND PROZESS
Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Bereiche des Unternehmens, orientiert sich an ISO 31000 und basiert auf dem Rahmenkonzept COSO II. Basierend auf Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter Konzern-Risikobericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat beziehungsweise dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist. |
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichprobenprüfungen der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der aus den Berichten der Einheiten und Gesellschaften des Konzerns möglicherweise resultierenden Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft. |
Nachtragsbericht
Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für den Symrise Konzern zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2014 konnten wir Umsatz und Jahresüberschuss des Unternehmens erneut deutlich steigern. Die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die finanzielle Stabilität ist - auch unter Einbeziehung der Finanzierung der Diana Akquisition - in allen Belangen gegeben. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.
Prognosebericht
KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN
Von der künftigen Entwicklung der Weltwirtschaft werden 2015 voraussichtlich weder größere positive noch negative Effekte auf den Geschäftsverlauf von Symrise ausgehen. Der IWF prognostiziert für das laufende Jahr einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,5 % - kaum höher als das Plus des Vorjahres von 3,3 %. Dabei geht der Fonds von einer weiteren Verlangsamung des Wachstumstempos in China auf 6,8 % aus, was sich auch auf die Handelspartner dieser größten asiatischen Volkswirtschaft auswirken dürfte. Die Wirtschaftsleistung in Russland wird vermutlich sogar um 3,0 % sinken. Demgegenüber wird für die USA eine Wachstumsbeschleunigung auf 3,6 % erwartet, der Euroraum dürfte mit 1,2 % weiterhin nur verhalten zulegen. Allerdings ist dieses globale Bild mit erheblichen Risiken behaftet: Zahlreiche politische Krisen sind weiterhin nicht gelöst, dem Euroraum drohen neue Herausforderungen durch die anhaltende Verschuldungsproblematik einiger Länder, der stark gesunkene Ölpreis kann zu Verwerfungen in der Weltwirtschaft führen.
Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2014 ein Volumen von 20,5 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut aktueller Schätzung der IAL Consultants (9. Auflage, Nov. 2014) - circa 16,6 Mrd. € auf den Teilmarkt der Geschmack- und Duftstoffe und - nach eigenen Schätzungen - circa 3,9 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe. Symrise geht in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 2 bis 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus. Überproportional dürften sich dabei vor allem die Märkte in Lateinamerika wie auch in Asien entwickeln.
BIP-ENTWICKLUNG 2014/2015 in %

Quelle: IWF
Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir eine ebenso hohe Volatilität bei den Rohstoffkosten wie im Vorjahr. Das wechselnde Umfeld auf den einzelnen Märkten deutet auf sehr unterschiedliche Entwicklungen je nach Rohstoff-Segment hin. Symrise hat auf Basis der Einschätzungen pro Rohstoff-Segment jeweils unterschiedliche Kontraktlaufzeiten oder eine kurzfristige Beschaffung ("spot sourcing") gewählt, um Kosten und Vorhersehbarkeit zu optimieren. Dies wird durch eine Optimierung des Rohstoffportfolios begleitet. Besonders hohe Volatilität wird 2015 in den Bereichen Zitrus-Derivate, Gewürze und spezielle natürliche Chemikalien (insbesondere durch die verschärfte Definition von "EU - Natürlichkeit") erwartet. Darüber hinaus entwickelt sich die Situation bei Citral- und Terpenderivaten durch den zunehmenden Bedarf unter anderem in den Emerging Markets unterschiedlich. So sind bei Citralderivaten tendenziell Verknappungen und damit steigende Preise zu erwarten, während die Preise bei Terpenderivaten aufgrund ausreichender Verfügbarkeit stabil bleiben dürften. Im Bereich Menthol greift weiterhin die gute Positionierung von Symrise durch unsere Rückwärtsintegration.
Für das Geschäftsjahr 2015 ist mit einer moderaten Entwicklung der Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind der bereits seit Sommer 2014 fallende Ölpreis, dessen Abwärtstrend sich im Jahr 2015 noch weiter fortzusetzen scheint. Beim Strompreis ist durch gefallene Beschaffungspreise an der Strombörse EEX und einer fallenden EEG-Abgabe ebenfalls mit einer leichten Entspannung zu rechnen. Durch Kombination aus unterschiedlichen Maßnahmen bei der Energiebeschaffung und einem gelebten Energiemanagement ist Symrise bestrebt, die Energiekosten des Unternehmens positiv zu beeinflussen.
KÜNFTIGE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
Für das Jahr 2015 bekräftigt Symrise seine langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele. Der Konzern geht weiterhin davon aus, schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt beträgt nach eigener Schätzung und Unternehmensdaten für das laufende Jahr 2 bis 3 % weltweit. Dabei erwarten beide Segmente, Scent & Care und Flavor & Nutrition jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs.
Zur weiteren Steigerung des Ergebnisses wird ein strenges Kostenmanagement und der Fokus auf margenstarke Geschäfte beibehalten. Dazu gehören Initiativen wie konsequentes Preismanagement, die Entwicklung nachhaltiger innovativer Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2014 verharren und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2014 nicht deutlich verändern, geht der Konzern für 2015 erneut von einer EBITDA-Marge von rund 20 % für beide Segmente aus. Der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA soll 2015 unter 3,0 liegen. Mittelfristig streben wir eine Rückkehr in unsere angestrebte Verschuldungsbandbreite von 2,0 bis 2,5 an.
Die ergebnisorientierte Dividendenpolitik wird der Konzern fortsetzen und seine Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS
Der Vorstand der Symrise AG sieht das Unternehmen bestens aufgestellt, um das Geschäft in den Kernsegmenten und Wachstumsregionen weiter auszubauen. Das Erreichen unserer gesteckten Ziele sehen wir als Bestätigung unserer bewährten Strategie. Diese Erfolge sind Ansporn für das vor uns liegende Jahr. Die drei Eckpfeiler unserer Strategie sind unverändert. Sie stehen für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts.
| ― | Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. |
| ― | Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. |
| ― | Portfolio: Wir erschließen neue Märkte und Marktsegmente. Dafür bauen wir unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. |
Im Jahr 2014 hat sich Symrise durch die Diana Akquisition zusätzliche Wachstumspotenziale erschlossen. Grundsätzlich will Symrise jedoch vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigen wir - wie im Fall Diana - zudem Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften ein, um uns Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen - oder die eigene Versorgung mit knappen Rohstoffen zu sichern.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht erläutert die Grundsätze, die für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder gelten, und stellt die Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung dar. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder beschrieben.
VERGÜTUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER
Gemäß dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und entsprechend §1(3) der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Symrise AG berät und entscheidet bei Symrise das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Das aktuelle Vergütungssystem wurde zuletzt auf der Hauptversammlung 2014 von den Anteilseignern mehrheitlich gebilligt. Es erfüllt sämtliche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014.
Die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Die letzte Überprüfung hat in der Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember 2014 stattgefunden.
ANGEMESSENHEIT DER VORSTANDSBEZÜGE
Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Darüber hinaus wird die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Symrise internen Vergütungsstruktur herangezogen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder angemessen und die Zielsetzungen ambitioniert sein sollen.
Das durchschnittliche Entgelt eines Vorstandsmitglieds, bestehend aus der Festvergütung, dem jährlichen variablen Anteil sowie dem langfristig variablen Anteil, entspricht dem rund 23fachen der durchschnittlichen Vergütung der Symrise Mitarbeiter in Deutschland und dem rund 24-fachen der Vergütung der Symrise Mitarbeiter weltweit.
Bei der variablen Vergütung sind die Ziele und die Kriterien zur Bewertung der Zielerreichung für den Vorstand ambitionierter ausgestaltet als bei den Führungskräften im Allgemeinen. So entfällt eine Bonuszahlung vollständig, wenn weniger als 85 % des gesetzten Ziels erreicht werden ("Threshold"). Bei den Führungskräften liegt dieser Wert bei weniger als 60 % Zielerreichung.
Ferner müssen Vorstandsmitglieder grundsätzlich ihre Altersvorsorge aus ihrer eigenen Vergütung im Wege einer Deferred Compensation bilden. Einen Unternehmenszuschuss gibt es aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand nicht.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst ein festes Jahresgehalt (Festvergütung) zuzüglich Nebenleistungen (Sachbezüge), eine einjährige variable Vergütung, eine mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP) und eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Deferred Compensation.
FESTVERGÜTUNG UND NEBENLEISTUNGEN
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre jährliche Festvergütung in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt. Die Nebenleistungen enthalten im Wesentlichen Sachbezüge in Form geldwerter Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie die Kosten für Versicherungen wie zum Beispiel für eine Gruppenunfallversicherung.
EINJÄHRIGE VARIABLE VERGÜTUNG (BONUS)
Die einjährige variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der vom Unternehmenserfolg im abgelaufenen Geschäftsjahr, speziell von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, EPS) sowie je einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % des vertraglich vereinbarten Jahresbonus erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.
Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2014 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Entsprechende Ziele finden auch auf den Ebenen unterhalb des Vorstands nebst anderen Zielen Anwendung. Dadurch wird das durchgängige Verfolgen der Unternehmensziele sichergestellt. Die variable einjährige Vergütung für das Kalenderjahr 2014 wird je nach Zielerreichungsgrad auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2014 im Folgejahr 2015 ausgezahlt.
MEHRJÄHRIGE VARIABLE VERGÜTUNG (LONG TERM INCENTIVE PLAN)
Die mehrjährige variable Vergütung (sogenannter Long Term Incentive Plan/LTIP) ist eine revolvierende variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.
Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2012-2014 und 2013-2015 sowie 2014-2016 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung innerhalb der Peer Group des Index ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen, der sogenannte "Total Investor Return". Die Entwicklung von Symrise im Vergleich zu den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität und Transparenz zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt.
In allen drei laufenden Incentive Plänen wird ein Bonus erst dann ausgezahlt ("Threshold"), wenn Symrise sich über die drei Performance-Jahre besser entwickelt hat als 50 % der Vergleichswerte (mindestens 50ster Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung (Zielbetrag) entspräche dem 60sten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielt hätte, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Bei Herrn Dr. Heinz-Jürgen Bertram beträgt die mehrjährige variable Vergütung bei 100 % Zielerreichung 600.000 €, bei den Herren Achim Daub, Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch jeweils 343.000 €.
Für die LTIP-Programme 2012-2014, 2013-2015 sowie 2014-2016 wurden zum Bilanzstichtag für Herrn Dr. Bertram Rückstellungen in Höhe von 1.291.000 € (Vorjahr: 342.226 €) (Aufwand 2014: 948.774 €), für Herrn Daub in Höhe von 738.022 € (Vorjahr: 195.639 €) (Aufwand 2014: 542.383 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 738.022 € (Vorjahr: 195.639 €) (Aufwand 2014: 542.383 €) sowie für Herrn Hirsch in Höhe von 738.022 € (Vorjahr: 195.639 €) (Aufwand 2014: 542.383 €) gebildet.
Die im Geschäftsjahr 2014 geflossenen Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Bertram, Gliewe und Hirsch entsprechen denjenigen, die durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 7. Dezember 2011 festgesetzt wurden. Herr Dr. Bertram erhält eine Festvergütung von 600.000 € sowie einen Jahresbonus - bei 100 % Zielerreichung -von 515.000 €. Bei den Herren Daub, Gliewe und Hirsch beträgt die Festvergütung 400.000 € und der Jahresbonus - bei 100 % Zielerreichung - ebenfalls 400.000 €.
In seiner Sitzung vom 4. Dezember 2014 hat der Aufsichtsrat auf Empfehlung seines Personalausschusses beschlossen, mit Wirkung zum 1. Januar 2015 die Festvergütung von Herrn Dr. Bertram auf 665.000 €, seine einjährige variable Vergütung auf 570.000 € sowie seine mehrjährige variable Vergütung (jeweils 100% Zielwert) auf 665.000 € anzuheben. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2015 sollen die Festvergütung der Herren Daub und Hirsch auf 455.000 € erhöht, ihre einjährige variable Vergütung auf 390.000 € reduziert und ihre mehrjährige variable Vergütung für den Zeitraum 2015-2017 auf 455.000 € angepasst werden. Diese Anpassung der Vorstandsvergütung erfolgt vor dem Hintergrund der Aufgaben und Leistung der Vorstandsmitglieder sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung von Symrise. Ferner wurde ganz wesentlich die erweiterte Geschäftsverantwortung durch die Akquisition der Diana Gruppe einbezogen.
INDIVIDUELLE VERGÜTUNG NACH MASSGABE DER EMPFEHLUNG DER ZIFFER 4.2.5 ABS. 3 DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Tabellarische Darstellung der im Geschäftsjahr 2014 gewährten Zuwendungen
Der nachfolgende tabellarische Ausweis der im Geschäftsjahr 2014 gewährten Zuwendungen basiert auf den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014. Dabei werden auch die Werte angegeben, die im Minimum und im Maximum an Vergütung erreicht werden können.
Im Geschäftsjahr 2014 amtierende Vorstandsmitglieder
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| Gewährte Zuwendungen in € |
Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 | Achim Daub Vorstandsmitglied Scent & Care seit 2006 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| GJ 2013 | GJ 2014 | GJ 2014 (Min) | GJ 2014 (Max) | GJ 2013 | GJ 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen | 600.000 | 600.000 | 600.000 | 600.000 | 400.000 | 400.000 |
| Nebenleistungen* | 9.078 | 19.890 | 19.890 | 19.890 | 4.621 | 19.221 |
| Summe | 609.078 | 619.890 | 619.890 | 619.890 | 404.621 | 419.221 |
| Einjährige variable Vergütung** | 515.000 | 515.000 | 0 | 772.500 | 400.000 | 400.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** | 600.000 | 600.000 | 0 | 1.200.000 | 343.000 | 343.000 |
| LTIP 2013 (Laufzeit 2013 bis 2015) | 600.000 | - | - | - | 343.000 | - |
| LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 201 6) | - | 600.000 | 0 | 1.200.000 | - | 343.000 |
| Summe | 1.724.078 | 1.734.890 | 619.890 | 2.592.390 | 1.147.621 | 1.162.221 |
| Versorgungsaufwand**** | 21.588 | 24.173 | 24.173 | 24.173 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.745.666 | 1.759.063 | 644.063 | 2.616.563 | 1.147.621 | 1.162.221 |
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| Gewährte Zuwendungen in € |
Achim Daub Vorstandsmitglied Scent & Care seit 2006 | |
|---|---|---|
| GJ 2014 (Min) | GJ 2014 (Max) | |
| --- | --- | --- |
| Festvergütungen | 400.000 | 400.000 |
| Nebenleistungen* | 19.221 | 19.221 |
| Summe | 419.221 | 419.221 |
| Einjährige variable Vergütung** | 0 | 600.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** | 0 | 686.000 |
| LTIP 2013 (Laufzeit 2013 bis 2015) | - | - |
| LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 201 6) | 0 | 686.000 |
| Summe | 419.221 | 1.705.221 |
| Versorgungsaufwand**** | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 419.221 | 1.705.221 |
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| Gewährte Zuwendungen in € |
Hans Holger Gliewe Vorstandsmitglied Flavor & Nutrition bis 31. Dezember 2014 | Bernd Hirsch Vorstandsmitglied Finanzen seit 2009 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| GJ 2013 | GJ 2014 | GJ 2014 (Min) | GJ 2014 (Max) | GJ 2013 | GJ 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen | 400.000 | 400.000 | 400.000 | 400.000 | 400.000 | 400.000 |
| Nebenleistungen* | 10.232 | 20.944 | 20.944 | 20.944 | 10.062 | 20.740 |
| Summe | 410.232 | 420.944 | 420.944 | 420.944 | 410.062 | 420.740 |
| Einjährige variable Vergütung** | 400.000 | 400.000 | 0 | 600.000 | 400.000 | 400.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** | 343.000 | 343.000 | 0 | 686.000 | 343.000 | 343.000 |
| LTIP 2013 (Laufzeit 2013 bis 2015) | 343.000 | - | - | - | 343.000 | - |
| LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 201 6) | - | 343.000 | 0 | 686.000 | - | 343.000 |
| Summe | 1.153.232 | 1.163.944 | 420.944 | 1.706.944 | 1.153.062 | 1.163.740 |
| Versorgungsaufwand**** | 26.342 | 24.739 | 24.739 | 24.739 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.179.574 | 1.188.683 | 445.683 | 1.731.683 | 1.153.062 | 1.163.740 |
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| Gewährte Zuwendungen in € |
Bernd Hirsch Vorstandsmitglied Finanzen seit 2009 | |
|---|---|---|
| GJ 2014 (Min) | GJ 2014 (Max) | |
| --- | --- | --- |
| Festvergütungen | 400.000 | 400.000 |
| Nebenleistungen* | 20.740 | 20.740 |
| Summe | 420.740 | 420.740 |
| Einjährige variable Vergütung** | 0 | 600.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** | 0 | 686.000 |
| LTIP 2013 (Laufzeit 2013 bis 2015) | - | - |
| LTIP 2014 (Laufzeit 2014 bis 201 6) | 0 | 686.000 |
| Summe | 420.740 | 1.706.740 |
| Versorgungsaufwand**** | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 420.740 | 1.706.740 |
* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung.
** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Wert bei einer Zielerreichung von 100 %. Die in der Spalte "GJ 2014 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 150 % dar.
*** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweiligen Geschäftsjahr vom Aufsichtsrat gewährte Leistung für das Long-Term-Incentive-Program mit dem 100% Zielwert. Die in der Spalte "GJ 2014 (Max)" enthaltenen Werte stellen den theoretisch erreichbaren maximalen Bonuswert von 200 % dar.
**** Versorgungsaufwand (Service Cost) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Tabellarische Darstellung der im Geschäftsjahr 2014 zugeflossenen Leistungen
Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss der Vergütung im beziehungsweise für das Geschäftsjahr 2014 aus, die sich aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung, differenziert nach den jeweiligen Bezugsjahren, und dem Versorgungsaufwand (service costs) zusammensetzt. Abweichend von der vorstehenden Tabelle beinhaltet diese Tabelle den tatsächlichen Wert aus in Vorjahren gewährten und im Geschäftsjahr 2014 zugeflossenen, mehrjährigen variablen Vergütungen.
Im Geschäftsjahr 2014 amtierende Vorstandsmitglieder
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| Zufluss in € |
Dr. Heinz-Jürgen Bertram Vorsitzender des Vorstands seit 2009 | Achim Daub Vorstandsmitglied Scent & Care seit 2006 | ||
|---|---|---|---|---|
| GJ 2013 | GJ 2014 | GJ 2013 | GJ 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen | 600.000 | 600.000 | 400.000 | 400.000 |
| Nebenleistungen* | 9.078 | 19.890 | 4.621 | 19.221 |
| Summe | 609.078 | 619.890 | 404.621 | 419.221 |
| Einjährige variable Vergütung** | 520.408 | 538.742 | 410.280 | 421.560 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** | 595.989 | 763.000 | 365.043 | 436.182 |
| LTIP 2011 (Laufzeit 2011 bis 2013) | 595.989 | 0 | 365.043 | 0 |
| LTIP 2012 (Laufzeit 2012 bis 2014) | 0 | 763.000 | 0 | 436.182 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 1.725.475 | 1.921.632 | 1.179.944 | 1.276.963 |
| Versorgungsaufwand**** | 21.588 | 24.173 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.747.063 | 1.945.805 | 1.179.944 | 1.276.963 |
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| Zufluss in € |
Hans Holger Gliewe Vorstandsmitglied Flavor & Nutrition bis 31. Dezember 2014 | Bernd Hirsch Vorstandsmitglied Finanzen seit 2009 | ||
|---|---|---|---|---|
| GJ 2013 | GJ 2014 | GJ 2013 | GJ 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütungen | 400.000 | 400.000 | 400.000 | 400.000 |
| Nebenleistungen* | 10.232 | 20.944 | 10.062 | 20.740 |
| Summe | 410.232 | 420.944 | 410.062 | 420.740 |
| Einjährige variable Vergütung** | 343.800 | 406.680 | 400.400 | 426.080 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Summe)*** | 319.280 | 436.182 | 345.887 | 436.182 |
| LTIP 2011 (Laufzeit 2011 bis 2013) | 319.280 | 0 | 345.887 | 0 |
| LTIP 2012 (Laufzeit 2012 bis 2014) | 0 | 436.182 | 0 | 436.182 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 1.073.312 | 1.263.806 | 1.156.349 | 1.283.002 |
| Versorgungsaufwand**** | 26.342 | 24.739 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 1.099.654 | 1.288.545 | 1.156.349 | 1.283.002 |
* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie z.B. Gruppenunfallversicherung.
** Einjährige variable Vergütung beinhaltet den Zufluss für den Bonus entsprechend dem jeweils angegebenen Geschäftsjahr.
*** Mehrjährige variable Vergütung beinhaltet die im jeweils angegebenen Geschäftsjahr zugeflossene Leistung aus dem jeweiligen Long-Term-Incentive-Program basierend auf der tatsächlichen Zielerreichung.
**** Versorgungsaufwand (Service Cost) beinhaltet den Dienstzeitaufwand nach IAS 19 ohne Zinsaufwand entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex.
ANGABEN NACH § 315A HGB
Um den Berichtsanforderungen des Handelsgesetzbuchs zu genügen und einen Vergleich zum Vorjahresbericht zu ermöglichen, ist nachfolgend die Vorstandsvergütung in der bisherigen Struktur für das Geschäftsjahr 2014 dargestellt.
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| Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsbezogene Komponenten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in € | Festvergütung | Nebenleistungen* | Einjährige variable Vergütung ohne langfristige Anreizwirkung** | Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger nicht aktienbasierter Anreizwirkung*** | Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | |||||
| 2014 | 600.000 | 19.890 | 538.742 | 763.000 | 1.921.632 |
| 2013 | 600.000 | 9.078 | 520.408 | 595.989 | 1.725.475 |
| Achim Daub | |||||
| 2014 | 400.000 | 19.221 | 421.560 | 436.182 | 1.276.963 |
| 2013 | 400.000 | 4.621 | 410.280 | 365.043 | 1.179.944 |
| Hans Holger Gliewe | |||||
| 2014 | 400.000 | 20.944 | 406.680 | 436.182 | 1.263.806 |
| 2013 | 400.000 | 10.232 | 343.800 | 319.280 | 1.073.312 |
| Bernd Hirsch | |||||
| 2014 | 400.000 | 20.740 | 426.080 | 436.182 | 1.283.002 |
| 2013 | 400.000 | 10.062 | 400.400 | 345.887 | 1.156.349 |
* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zu Versicherungen wie Gruppenunfallversicherung.
** Einjährige variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht.
*** Mehrjährige variable Vergütungen beinhalten die Rückstellungen per 31. Dezember 2014 für das LTIP-Programm 2012-2014 und per 31. Dezember 2013 für das LTIP-Programm 2011-2013.
ALTERSVERSORGUNG
Eine unternehmensfinanzierte Altersversorgung wird von Symrise bei neu abzuschließenden Vorstandsverträgen nicht gewährt. Allerdings können alle Vorstandsmitglieder aus ihrer Festvergütung im Rahmen eines Gehaltsverzichts Altersversorgungsansprüche aufbauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2014 haben die Herren Dr. Bertram, Gliewe und Hirsch davon Gebrauch gemacht. Einen Unternehmenszuschuss gibt es analog der geltenden Regelung für außertarifliche Mitarbeiter und Führungskräfte in diesem Zusammenhang nicht.
Um künftige Ansprüche der Vorstandsmitglieder im Rahmen einer Deferred Compensation (Gehaltsverzicht zum Aufbau von Altersversorgungsbezügen) zu bedienen, hat Symrise aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens im Jahr 2014 Zuführungen zu den Rückstellungen für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 384.310 € (Vorjahr: 41.276 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 204.343 € (Vorjahr: 58.427 €) und für Herrn Hirsch in Höhe von 355.170 € (Vorjahr: 56.526 €) vorgenommen.
Seit ihrer Bestellung zum Vorstandsmitglied machen die Herren Dr. Bertram und Gliewe vom Aufbau einer Altersversorgung in Form einer Deferred Compensation Gebrauch (siehe vorstehender Absatz). Aufgrund ihrer früheren Arbeitsverhältnisse besteht eine Altersversorgungszusage, die damals allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurde. Für diese Versorgungszusagen wurden im Geschäftsjahr 2014 bei Herrn Dr. Bertram 24.173 € (Vorjahr: 21.588 €) und bei Herrn Gliewe 24.739 € (Vorjahr: 26.342 €) an Versorgungsaufwand (Dienstzeitaufwand nach IAS 19) den Rückstellungen zugeführt.
Zum 31. Dezember 2014 beläuft sich der Barwert der Pensionszusagen für Herrn Dr. Bertram auf 1.746.739 € (Vorjahr: 1.135.748 €), für Herrn Gliewe auf 1.311.844 € (Vorjahr: 815.995 €) und für Herrn Hirsch auf 679.007 € (Vorjahr: 323.837 €). Für Herrn Daub besteht keine Pensionszusage.
CHANGE OF CONTROL
Die Anstellungsverträge, die allen derzeitigen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen gleichlautende Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor.
Im Falle eines Kontrollwechsels hat jedes Vorstandsmitglied das Recht, seinen Anstellungsvertrag zu kündigen.
Alle Vorstandsmitglieder bekommen im Falle einer aufgrund eines Kontrollwechsels ausgesprochenen Kündigung oder einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat die Restlaufzeit ihrer Verträge abgegolten, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei für alle Vorstände auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.
Ferner enthalten alle Long Term Incentive Pläne (LTIP) eine Sonderklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Wird im Zuge eines Kontrollwechsels ein Mitglied des Vorstands abberufen, werden diesem Vorstandsmitglied alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen mehrjährigen variablen Vergütungen auf Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt.
VORZEITIGE BEENDIGUNG UND ZEITLICHES AUSLAUFEN DER DIENSTVERTRÄGE
Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen. Ferner erfolgt keine Abfindungszahlung, wenn die Beendigung der Vorstandstätigkeit einvernehmlich auf Wunsch eines Vorstandsmitglieds erfolgt oder ein wichtiger Grund zur Kündigung des Anstellungsverhältnisses durch die Gesellschaft besteht.
Herr Gliewe hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er aus familiären Gründen für eine Verlängerung seines Anfang November 2015 auslaufenden Vorstandsvertrags nicht zur Verfügung steht. Vor dem Hintergrund der Akquisition der Diana Gruppe und dem zu integrierenden Diana Geschäft sind sich Herr Gliewe und der Aufsichtsrat darin einig, dass eine Kontinuität in der Ausübung der Vorstandstätigkeit über November 2015 hinaus notwendig ist. Aus diesem Grund hat Herr Gliewe bereits mit Ablauf des 31. Dezember 2014 sein Vorstandsmandat in gegenseitigem Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt und übernimmt zukünftig andere wichtige, strategische Aufgaben im Symrise Konzern.
Bis zum 31. Dezember 2014 hat Herr Gliewe seine dienstvertragliche Vergütung als Vorstandsmitglied in unveränderter Höhe erhalten. Bis zum Auslaufen seines Vertrags Anfang November 2015 erhält Herr Gliewe seine Festvergütung. Ein Anspruch auf Bonuszahlungen für das Geschäftsjahr 2015 besteht in Höhe von 40 % seiner Festvergütung so, wie dies bei allen oberen Führungskräften von Symrise üblich ist. Aufgrund seiner seit dem 1. August 1980 bestehenden Betriebszugehörigkeit lebt das Arbeitsverhältnis von Herrn Gliewe mit Wirkung vom November 2015 an wieder auf, welches bis zu seiner Bestellung als Mitglied des Vorstands bestanden hatte.
Mit allen Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart worden. Als Entschädigung hierfür erhält das jeweilige Vorstandsmitglied 50 % seiner Festvergütung für diese zwölf Monate.
D & O-VERSICHERUNG
Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D & O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 AktG abgeschlossen.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten seit dem Geschäftsjahr 2013 eine jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine zusätzliche jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhalten eine zusätzliche jährliche Vergütung von jeweils 30.000 €.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.000 €, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt entsprechend für Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen.
Die Vergütung ist zahlbar nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsratsmitglieds für das jeweilige Geschäftsjahr entscheidet, für das die Vergütung zu zahlen ist.
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern auf Nachweis angemessene Auslagen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben. Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt.
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| in € | Vergütung | Sitzungsgelder | Gesamtvergütung per 31. Dezember 2014 | Gesamtvergütung per 31. Dezember 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender) | 120.000 | 7.500 | 127.500 | 126.000 |
| Regina Hufnagel (stellv. Vorsitzende) | 90.000 | 10.000 | 100.000 | 83.000 |
| Dr. Michael Becker | 90.000 | 9.000 | 99.000 | 100.000 |
| Harald Feist | 60.000 | 6.500 | 66.500 | 33.000 |
| Horst-Otto Gerberding | 60.000 | 7.500 | 67.500 | 67.000 |
| Dr. Peter Grafoner | 60.000 | 7.000 | 67.000 | 68.000 |
| Francesco Grioli (bis 14. Mai 2014) | 25.000 | 4.000 | 29.000 | 70.500 |
| Karl-Heinz Huchthausen (bis 30. Juni 2013 stellv. Vorsitzender) | 0 | 0 | 0 | 50.500 |
| Christiane Jarke | 60.000 | 6.500 | 66.500 | 67.000 |
| Gerd Lösing | 60.000 | 6.000 | 66.000 | 66.000 |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer | 60.000 | 6.000 | 66.000 | 65.000 |
| Dr. Winfried Steeger | 60.000 | 9.000 | 69.000 | 70.000 |
| Helmut Tacke | 60.000 | 9.000 | 69.000 | 67.000 |
| Peter Winkelmann (ab 14. Mai 2014) | 40.000 | 4.000 | 44.000 | 0 |
| 845.000 | 92.000 | 937.000 | 933.000 |
D & O-VERSICHERUNG
In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt vereinbart worden.
Angaben gemäß Paragraph 315 Abs. 4 HGB
| ― | Das Grundkapital der Symrise AG beläuft sich nach den durchgeführten Kapitalerhöhungen auf 129.812.574 € und ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht. |
| ― | Die Sun Life Financial Inc., Toronto, Kanada hat uns auch im Namen ihrer Tochtergesellschaften im Januar 2015 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 10 % Schwelle überschritten hat und mit 10,01 % über der 10 % Schwelle liegt. |
| ― | Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes. |
| ― | Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 23.000.000 € zu erhöhen. Im Berichtsjahr wurde dieses genehmigte Kapital teilweise in Anspruch genommen und beträgt zum Bilanzstichtag noch 11.360.726 €. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften; b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften; c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde; d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen; e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. |
| ― | Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Optionsbeziehungsweise Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 23.000.000,00 € nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Zur Erfüllung der gewährten Bezugsrechte ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 23.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 13. Mai 2018 begeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital). Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. 6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-/Optionsschuldver-schreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Wandlungs-/Optionsfristen. |
| ― | Ferner ist der Vorstand bis zum 10. Mai 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots. aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten. bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden: aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen. d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden. e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden. f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden. g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control Regelung. Diese sieht vor, dass ein Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrags hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 24. Juni 2014 nicht überschreiten. |
Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht.
Konzerngewinn- und -verlustrechnung mit separater Darstellung der Sondereffekte aus M&A und PPA
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| in T€ | 2013 | 2014 normalisiert | Sondereffekte M&A* | Sondereffekte PPA** | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.830.386 | 2.120.107 | 0 | 0 | 2.120.107 |
| Umsatzkosten | - 1.059.548 | - 1.218.093 | - 3.816 | - 9.795 | - 1.231.704 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 770.838 | 902.014 | - 3.816 | - 9.795 | 888.403 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 16.065 | 29.064 | 0 | 0 | 29.064 |
| Vertriebskosten | - 289.964 | - 340.403 | - 4.800 | 0 | - 345.203 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | - 126.995 | - 138.888 | - 462 | 0 | - 139.350 |
| Verwaltungskosten | - 85.028 | - 109.369 | - 10.911 | 0 | - 120.280 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 1.789 | - 4.554 | 0 | 0 | - 4.554 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 283.127 | 337.864 | - 19.989 | - 9.795 | 308.080 |
| Finanzerträge | 1.522 | 2.746 | 0 | 0 | 2.746 |
| Finanzaufwendungen | - 38.795 | - 43.290 | - 7.826 | 0 | - 51.116 |
| Finanzergebnis | - 37.273 | - 40.544 | - 7.826 | 0 | - 48.370 |
| Ergebnis vor Steuern | 245.854 | 297.320 | - 27.815 | - 9.795 | 259.710 |
| Ertragsteuern | - 73.519 | - 83.908 | 7.698 | 3.267 | - 72.943 |
| Jahresüberschuss | 172.335 | 213.412 | - 20.117 | - 6.528 | 186.767 |
| davon entfällt auf die Aktionäre der Symrise AG | 172.335 | 211.645 | - 20.117 | - 6.528 | 185.000 |
| davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile | 0 | 1.767 | 0 | 0 | 1.767 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | |||||
| - verwässert und unverwässert | 1,46 | 1,69 | 1,48 |
* In den Sondereffekten M&A sind einmalige, nicht wiederkehrende Sondereinflüsse aus Transaktions- und Integrationskosten sowie einmalige Bewertungseffekte im Zusammenhang mit den Unternehmenskäufen Diana und Probi berücksichtigt (siehe TZ 27 im Anhang).
** Im Rahmen der Kaufpreisallokation von Diana waren die erworbenen Vorräte mit ihren beizulegenden Zeitwerten anzusetzen. Diese Aufdeckung der stillen Reserven kehrte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um.
Konzernabschluss 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Konzerngewinn- und -verlustrechnung - 1. Januar bis 31. Dezember 2014
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| in T€ | Anhang | 2013 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4 | 1.830.386 | 2.120.107 |
| Umsatzkosten | 5 | - 1.059.548 | - 1.231.704 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 770.838 | 888.403 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6 | 16.065 | 29.064 |
| Vertriebskosten | 8 | - 289.964 | - 345.203 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | 9 | - 126.995 | - 139.350 |
| Verwaltungskosten | 10 | - 85.028 | - 120.280 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 1.789 | - 4.554 | |
| Betriebsergebnis/EBIT | 283.127 | 308.080 | |
| Finanzerträge | 1.522 | 2.746 | |
| Finanzaufwendungen | - 38.795 | - 51.116 | |
| Finanzergebnis | 11 | - 37.273 | - 48.370 |
| Ergebnis vor Steuern | 245.854 | 259.710 | |
| Ertragsteuern | 12 | - 73.519 | - 72.943 |
| Jahresüberschuss | 172.335 | 186.767 | |
| davon entfällt auf Aktionäre der Symrise AG | 172.335 | 185.000 | |
| davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile | 0 | 1.767 | |
| Ergebnis je Aktie (in €) | |||
| - verwässert und unverwässert | 14 | 1,46 | 1,48 |
Konzerngesamtergebnisrechnung
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| in T€ | Anhang | 2013 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 172.335 | 186.767 | |
| davon entfällt auf Aktionäre der Symrise AG | 172.335 | 185.000 | |
| davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile | 0 | 1.767 | |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, bei denen eine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung möglich ist | |||
| Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 2.5 | ||
| Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind | - 49.161 | 49.347 | |
| Verluste aus Nettoinvestitionen | - 6.553 | - 9.728 | |
| In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag | - 1.681 | - 8.898 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | |||
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | - 41 | 58 | |
| Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) | 38 | ||
| Während des Geschäftsjahres erfasste Gewinne/Verluste | 51 | - 1.134 | |
| In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag | - 14 | 604 | |
| Auf diese Bestandteile entfallende Ertragsteuern | 1.948 | 2.597 | |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, bei denen keine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung möglich ist | |||
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen und ähnlichen Verpflichtungen | 35 | 44.712 | - 125.858 |
| Auf diese Bestandteile entfallende Ertragsteuern | 12 | - 13.955 | 37.242 |
| Sonstiges Ergebnis | - 24.694 | - 55.770 | |
| Konzerngesamtergebnis | 147.641 | 130.997 | |
| davon entfällt auf Aktionäre der Symrise AG | 147.641 | 129.494 | |
| davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile | 0 | 1.503 |
Konzernbilanz
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| in T€ | Anhang | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|---|
| VERMÖGENSWERTE | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 15 | 135.343 | 199.228 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16 | 321.547 | 421.052 |
| Vorräte | 17 | 368.567 | 484.690 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 18 | 36.246 | 72.183 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 19 | 2.324 | 6.738 |
| Tatsächliche Ertragsteuerforderungen | 8.341 | 11.576 | |
| 872.368 | 1.195.467 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Latente Steueransprüche | 20 | 46.192 | 81.294 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 21 | 7.107 | 26.585 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 22 | 15.112 | 20.300 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 23 | 15.082 | 0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 24 | 2.583 | 2.182 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 25 | 812.356 | 2.034.325 |
| Sachanlagen | 26 | 439.622 | 639.683 |
| 1.338.054 | 2.804.369 | ||
| AKTIVA | 2.210.422 | 3.999.836 |
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| in T€ | Anhang | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|---|
| SCHULDEN | |||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 28 | 150.799 | 213.527 |
| Darlehen | 33 | 40.999 | 120.319 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 29 | 75.921 | 132.123 |
| Sonstige Rückstellungen | 30 | 5.048 | 9.886 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 31 | 4.003 | 10.535 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 32 | 51.332 | 73.171 |
| 328.102 | 559.561 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Darlehen | 33 | 506.741 | 1.244.659 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.987 | 4.417 | |
| Sonstige Rückstellungen | 34 | 14.538 | 18.940 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 35 | 332.400 | 474.303 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 36 | 6.968 | 9.125 |
| Latente Steuerschulden | 20 | 68.399 | 240.914 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 37 | 224 | 15.744 |
| 931.257 | 2.008.102 | ||
| SUMME SCHULDEN | 1.259.359 | 2.567.663 | |
| EIGENKAPITAL | 38 | ||
| Gezeichnetes Kapital | 118.173 | 129.813 | |
| Kapitalrücklage | 970.911 | 1.375.957 | |
| Neubewertungsrücklage | 2.735 | 2.735 | |
| Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | - 12 | 31 | |
| Cashflow Hedge Rücklage (Währungssicherung) | 133 | - 278 | |
| Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) | - 80.543 | - 169.159 | |
| Kumulierte Währungskursdifferenzen | - 70.553 | - 37.075 | |
| Bilanzgewinn | 10.219 | 112.169 | |
| Eigenkapital der Aktionäre der Symrise AG | 951.063 | 1.414.193 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 0 | 17.980 | |
| SUMME EIGENKAPITAL | 951.063 | 1.432.173 | |
| PASSIVA | 2.210.422 | 3.999.836 |
Konzernkapitalflussrechnung
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| in T€ | Anhang | 2013 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 172.335 | 186.767 | |
| Ertragsteuern | 12 | 73.519 | 72.943 |
| Zinsergebnis | 11 | 33.805 | 41.699 |
| Zwischensumme | 279.659 | 301.409 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen des Anlagevermögens | 25, 26 | 90.010 | 128.211 |
| Abnahme der langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten | - 2.584 | - 414 | |
| Abnahme der langfristigen Vermögenswerte | 356 | 1.332 | |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Währungsgewinne | - 1.681 | - 8.898 | |
| Ergebniseffekt aus sukzessivem Anteilserwerb | 0 | 2.799 | |
| Nicht zahlungswirksame Währungsverluste | 13.879 | 9.144 | |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | - 1.673 | - 264 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | - 1.245 | 553 | |
| Zwischensumme | 97.062 | 132.463 | |
| Cashflow ohne Berücksichtigung der Veränderung des Nettoumlaufvermögens | 376.721 | 433.872 | |
| Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | - 39.822 | - 31.889 | |
| Zunahme der Vorräte | - 31.533 | - 13.483 | |
| Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 24.273 | 23.974 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 54.855 | - 69.260 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 274.784 | 343.214 | |
| Auszahlungen für Unternehmenserwerbe | - 67.059 | - 387.271 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | - 12.117 | - 10.646 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | - 57.999 | - 80.923 | |
| Auszahlungen für Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte und für Anteile an assoziierten Unternehmen | - 12.369 | - 1.082 | |
| Zuflüsse aus Anlagenabgängen | 3.772 | 3.096 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 145.772 | - 476.826 | |
| Aufnahme von Bankkrediten | 247.773 | 614.932 | |
| Tilgung von Bankkrediten | - 248.604 | - 668.101 | |
| Aufnahme von Anleihen | 0 | 494.442 | |
| Tilgung von sonstigen Finanzschulden | 0 | - 493.017 | |
| Ausgabe neuer Aktien/Kapitalerhöhung | 38 | 0 | 401.400 |
| Transaktionskosten in Bezug auf die Ausgabe neuer Aktien | 38 | 0 | - 6.091 |
| Gezahlte Zinsen | - 22.742 | - 63.774 | |
| Erhaltene Zinsen | 476 | 700 | |
| Ausgeschüttete Dividenden | 38 | - 76.813 | - 84.421 |
| Erhaltene Dividenden | 151 | 0 | |
| Finanzierungsleasing | 0 | - 661 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 99.759 | 195.409 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen | 29.253 | 61.797 | |
| Wechselkursbedingte Veränderungen | - 11.355 | 2.088 | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 1. Januar | 117.445 | 135.343 | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 31. Dezember | 15 | 135.343 | 199.228 |
Die Konzernkapitalflussrechnung wird im Anhang unter TZ 41 erläutert.
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
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| 2013 in T€ |
Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Neubewertungs- rücklage |
Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | Cashflow Hedge Rücklage (Währungssicherung) | Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Januar 2013 | 118.173 | 970.911 | 2.808 | - 900 | 112 | - 111.300 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | - 73 | - 38 | 21 | 30.757 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | - 73 | - 38 | 21 | 30.757 |
| Umgliederung von Finanzinstrumenten (Available for Sale) in Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 926 | 0 | 0 |
| Ausgeschüttete Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2013 | 118.173 | 970.911 | 2.735 | - 12 | 133 | - 80.543 |
scroll
| 2013 in T€ |
Kumulierte Währungskursdifferenzen | Bilanzgewinn/-verlust | Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| 1. Januar 2013 | - 15.192 | - 85.304 | 879.308 |
| Jahresüberschuss | 0 | 172.335 | 172.335 |
| Sonstiges Ergebnis | - 55.361 | 0 | - 24.694 |
| Konzerngesamtergebnis | - 55.361 | 172.335 | 147.641 |
| Umgliederung von Finanzinstrumenten (Available for Sale) in Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 | 1 | 927 |
| Ausgeschüttete Dividenden | 0 | - 76.813 | - 76.813 |
| 31. Dezember 2013 | - 70.553 | 10.219 | 951.063 |
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| 2014 in T€ |
Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Neubewertungs- rücklage |
Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | Cashflow Hedge Rücklage (Währungssicherung) | Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Januar 2014 | 118.173 | 970.911 | 2.735 | - 12 | 133 | - 80.543 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 43 | - 411 | - 88.616 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 43 | - 411 | - 88.616 |
| Ausgabe neuer Aktien/Kapitalerhöhung | 11.640 | 405.046 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausgeschüttete Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anteilsveränderungen an Tochterunternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens | 11.640 | 405.046 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2014 | 129.813 | 1.375.957 | 2.735 | 31 | - 278 | - 169.159 |
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| 2014 in T€ |
Kumulierte Währungskursdifferenzen | Bilanzgewinn | Summe Eigenkapital der Aktionäre der Symrise AG | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Januar 2014 | - 70.553 | 10.219 | 951.063 | 0 | 951.063 |
| Jahresüberschuss | 0 | 185.000 | 185.000 | 1.767 | 186.767 |
| Sonstiges Ergebnis | 33.478 | 0 | - 55.506 | - 264 | - 55.770 |
| Konzerngesamtergebnis | 33.478 | 185.000 | 129.494 | 1.503 | 130.997 |
| Ausgabe neuer Aktien/Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 416.686 | 0 | 416.686 |
| Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 0 | 18.409 | 18.409 |
| Ausgeschüttete Dividenden | 0 | - 82.721 | - 82.721 | - 1.700 | - 84.421 |
| Anteilsveränderungen an Tochterunternehmen | 0 | - 329 | - 329 | - 232 | - 561 |
| Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens | 0 | - 83.050 | 333.636 | 16.477 | 350.113 |
| 31. Dezember 2014 | - 37.075 | 112.169 | 1.414.193 | 17.980 | 1.432.173 |
Die Eigenkapitalentwicklung wird im Anhang unter TZ 38 erläutert.
Das seit dem zweiten Quartal vollkonsolidierte Unternehmen Probi AB, Schweden, hält eigene Anteile in Höhe von 250.000 Stück mit einem Nennwert von 5 SEK. Dies entspricht 2,7 % des Eigenkapitals der Gesellschaft.
Konzernanhang
1. ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Die Symrise Aktiengesellschaft (Symrise AG, nachstehend auch bezeichnet als "Symrise" oder "wir") ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts und Muttergesellschaft des Symrise Konzerns mit Sitz in 37603 Holzminden, Mühlenfeldstraße 1, Deutschland. Symrise ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmackstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen, funktionalen Inhaltsstoffen sowie von Produktlösungen für verbesserte Sensorik und Ernährung.
Die Aktien der Symrise AG sind zum Handel am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und im Prime Standard des MDAX gelistet.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014 wurden am 4. März 2015 durch Beschluss des Vorstands zur Vorlage an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats sowie zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben.
Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Symrise AG wurden nach den zum Bilanzstichtag geltenden Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und den ergänzenden, nach § 315a Abs. 1 des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) anzuwendenden, handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Konzernkapitalflussrechnung sowie der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung als Konzernanhang in den Konzernabschluss aufzunehmen und damit integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses sind.
Zur übersichtlicheren Darstellung haben wir in der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und -verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen dargestellt. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Anwendung des historischen Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt und auf volle Tausend Euro (T€) gerundet; dabei können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Abweichende Angaben werden explizit genannt. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen wurden auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Wir haben 2014 die nachfolgenden neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmalig angewandt:
| ― | IFRS 10 "Konzernabschlüsse" regelt anhand eines umfassenden Beherrschungskonzepts, welche Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen die gemeinschaftliche Führung (Joint Control) über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausübt. IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" fasst die Angabevorschriften für die Beteiligungen eines Unternehmens an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und strukturierten Unternehmen in einem Standard zusammen. Die neuen Standards wurden retrospektiv angewandt. Aufgrund IFRS 10 führte die faktische Stimmrechtsmehrheit bei der Probi AB, Schweden, im Jahr 2014 zu einem Übergang von der Einbeziehung nach der Equity-Methode zur Vollkonsolidierung. Ansonsten ergaben sich aus IFRS 12 zusätzliche Anhangangaben. |
Die übrigen neuen beziehungsweise geänderten Standards hatten keine Auswirkungen.
Die nachfolgenden, vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsstandards sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden von Symrise auch noch nicht vorzeitig angewandt.
| ― | IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS 39 ersetzen. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Wertminderungsmodell, basierend auf den erwarteten Kreditausfällen, ein. IFRS 9 enthält weiterhin neue Regelungen zur Anwendung des Hedge Accountings. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) hat die Empfehlung zur Übernahme von IFRS 9 verschoben. Symrise prüft derzeit, welche Auswirkungen die erstmalige Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss hat. |
| ― | IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wird die Erfassung von Umsatzerlösen regeln und IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Umsatzerlöse" ersetzen. Gemäß IFRS 15 wird die Realisierung von Umsatzerlösen die Übertragung der vereinbarten Güter beziehungsweise Dienstleistungen mit dem Betrag abbilden, den das Unternehmen als Gegenleistung für die gelieferten Güter beziehungsweise erbrachten Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden nach IFRS 15 regelmäßig dann realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter/Dienstleistungen erhält. IFRS 15 enthält Vorgaben zum Ausweis der aus Verträgen mit Kunden resultierenden Leistungsüberschüsse und -verpflichtungen, das heißt für Vermögenswerte und Schulden, die sich aus der vom Unternehmen erbrachten Leistung beziehungsweise aus der Zahlung des Kunden ergeben. IFRS 15 fordert zusätzliche Anhangangaben zu Art, Höhe, zeitlichem Anfall sowie den Unsicherheiten von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen. IFRS 15 ist bei unveränderter Übernahme durch die EU auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Symrise prüft derzeit, welche Auswirkungen IFRS 15 auf den Konzernabschluss haben wird. |
Die übrigen veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen, geänderten Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Bei Anerkennung dieser Standards durch die EU, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, ist von Symrise keine vorzeitige Anwendung vorgesehen.
2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen sowie Quellen von Schätzungsunsicherheiten
Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS macht es erforderlich, dass der Vorstand Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen vornimmt, die die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und den Wert der ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, die Angabe von Eventualschulden am Bilanzstichtag, Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Unsere Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Informationen und Plandaten sowie Informationen über wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den Branchen oder Regionen, in denen wir oder unsere Kunden tätig sind. Deren Veränderung könnte sich nachteilig auf unsere Schätzungen auswirken. Unsere Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere Schätzungen über die künftige Entwicklung der zugrunde liegenden Ungewissheiten angemessen sind, können die tatsächlichen Ergebnisse von den ursprünglich von uns getroffenen Schätzungen und Annahmen abweichen.
Die hieraus resultierenden Wertänderungen werden in der Berichtsperiode berücksichtigt, in der die Änderung vorgenommen wird, sowie in den hiervon betroffenen künftigen Berichtsperioden.
Nachfolgend führen wir die häufigsten Ermessensentscheidungen und von Schätzungen und Annahmen betroffenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen und daher für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entscheidend sind.
PRÜFUNG VON WERTMINDERUNGEN DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS, ANDEREN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND DES SACHANLAGEVERMÖGENS SOWIE BESTIMMUNG DER NUTZUNGSDAUER
Symrise überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert einer Wertminderung unterliegt. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Zur Schätzung des erzielbaren Betrags muss der Symrise Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Dazu werden Annahmen und Schätzungen über zukünftige Cashflows verwendet, die komplexer Natur und mit erheblichen Ermessensausübungen und Annahmen hinsichtlich künftiger Entwicklungen verbunden sind. Sie können durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel durch Änderungen unserer internen Prognosen oder der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Daher können die tatsächlichen Cashflows und Werte erheblich von den prognostizierten künftigen Cashflows und Werten abweichen, die anhand der abgezinsten Zahlungsströme ermittelt wurden. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere in der Vergangenheit getroffenen Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnten abweichende Annahmen und Schätzungen unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Außerdem werden die Ergebnisse der Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte von der Aufteilung dieser Geschäfts- oder Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten beeinflusst. Weitere Informationen sind unter TZ 2.5 zu finden.
Alle immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) sowie das Sachanlagevermögen (ohne Grund und Boden) haben eine bestimmte Nutzungsdauer. Deshalb sind die Anschaffungskosten für immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer zu verteilen. Ermessensausübungen sind bei der Bestimmung der Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts und des Sachanlagevermögens erforderlich, da Symrise hier den Zeitraum schätzt, in dem der Vermögenswert voraussichtlich einen wirtschaftlichen Nutzen bringt. Der Abschreibungszeitraum hat Auswirkungen auf die in den einzelnen Perioden erfassten Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen. Weitere Informationen finden sich unter TZ 2.5.
ANSATZ VON SELBST GESCHAFFENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN IM RAHMEN VON ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN
Aus eigenen Entwicklungen entstandene immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend der unter TZ 2.5 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die Bestimmung, ob ein selbst geschaffener immaterieller Vermögenswert als immaterieller Vermögenswert in der Bilanz anzusetzen ist, ist mit erheblichem Ermessen verbunden; insbesondere die Bestimmung, ob die Aktivitäten als Forschungs- oder als Entwicklungsaktivitäten einzustufen sind und ob die Ansatzkriterien für immaterielle Vermögenswerte erfüllt sind. Dies erfordert Annahmen über Marktbedingungen, Kundennachfrage und andere Entwicklungen in der Zukunft. Zur Bestimmung, ob der zu entwickelnde Vermögenswert in der Zukunft genutzt oder verkauft werden kann, hat die Unternehmensleitung unter anderem Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows vorzunehmen.
BILANZIERUNG VON TATSÄCHLICHEN ERTRAGSTEUERN UND LATENTEN STEUERN
Aufgrund der international ausgerichteten Geschäftstätigkeit von Symrise werden Erlöse in zahlreichen Ländern außerhalb Deutschlands erzielt und unterliegen dabei den sich ändernden Steuergesetzen der jeweiligen Rechtsordnungen. Unsere gewöhnliche Geschäftstätigkeit umfasst zudem Transaktionen, bei denen die letztendlichen steuerlichen Folgen ungewiss sind, zum Beispiel Verrechnungspreise und Kostenumlageverträge zwischen Symrise Gesellschaften. Darüber hinaus sind die von Symrise gezahlten Ertragsteuern grundsätzlich Gegenstand von laufenden Betriebsprüfungen in- und ausländischer Steuerbehörden. Daher sind Ermessensausübungen für die Bestimmung unserer weltweiten Ertragsteuerrückstellungen erforderlich. Wir haben die Entwicklung der ungewissen Steuerfestsetzungen auf der Basis der derzeitigen Steuergesetze und unserer Auslegungen derselben angemessen geschätzt. Diese Ermessensausübungen können wesentliche Auswirkungen auf unsere Ertragsteueraufwendungen, Ertragsteuerrückstellungen und unseren Gewinn nach Steuern haben.
Wir beurteilen jährlich, ob steuerliche Verlustvorträge in einem überschaubaren Zeitraum genutzt und mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. In dem Umfang, in dem dies nicht möglich ist, werden latente Steueransprüche gemindert. Dies erfordert, dass wir Schätzungen, Ermessensausübungen und Annahmen über die steuerlichen Gewinne jeder Konzerngesellschaft vornehmen. Bei der Beurteilung unserer Fähigkeit, unsere latenten Steueransprüche zu nutzen, berücksichtigen wir sämtliche verfügbare Informationen einschließlich des in der Vergangenheit erzielten zu versteuernden Einkommens und des prognostizierten zu versteuernden Einkommens in den Perioden, in denen sich die latenten Steueransprüche voraussichtlich realisieren. Bei der Beurteilung des zukünftigen zu versteuernden Einkommens wurden die erwarteten Marktbedingungen sowie andere Tatbestände und Sachverhalte zugrunde gelegt. Jegliche nachteilige Veränderung dieser zugrunde liegenden Tatbestände oder unserer Schätzungen und Annahmen könnte eine Reduzierung des Saldos unserer latenten Steueransprüche erfordern.
PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN AUS ANLASS DER BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES
Der Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen und der Verpflichtung, zusätzliche medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen, wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeitsraten, künftige Rentensteigerungen sowie Kostensteigerungen für medizinische Versorgungsleistungen und ist somit mit erheblichem Ermessen verbunden.
Die Abzinsungsfaktoren sind auf Grundlage der Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden, zu bestimmen. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungsfaktoren auf Marktrenditen von Staatsanleihen.
Aufgrund einer schwankenden Markt- und Wirtschaftslage kann die tatsächliche Entwicklung von den zugrunde gelegten Prämissen abweichen, was wesentliche Auswirkungen auf die Verpflichtung für Pensionen und sonstige Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben kann. Wegen der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen großen Unsicherheiten.
BEWERTUNG VON FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Beurteilung der Einbringlichkeit von Forderungen umfasst Einschätzungen und Beurteilungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis aufbauen, die sich erheblich ändern können. Dies gilt sowohl für einzelne Forderungen als auch für das gesamte Portfolio. So müssen wir beurteilen, ob der Eintritt eines Forderungsausfalls wahrscheinlich ist und die Höhe eines solchen Ausfalls verlässlich geschätzt werden kann. Auch die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigung für die restlichen Forderungen auf der Grundlage der in der Vergangenheit festgestellten Forderungsausfälle ist mit erheblichem Ermessen verbunden, da die Vergangenheit möglicherweise nicht repräsentativ für die künftige Entwicklung ist. Änderungen unserer Schätzungen in Bezug auf die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen können wesentliche Auswirkungen auf die in unserem Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Aufwendungen haben.
BILANZIERUNG VON RÜCKSTELLUNGEN FÜR RECHTSSTREITIGKEITEN UND LANGFRISTIGE VERGÜTUNGSPROGRAMME
Die Bestimmung von Rückstellungen ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden. Symrise ist in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass Symrise straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Wir überprüfen den Status jedes Sachverhalts mindestens auf vierteljährlicher Basis und nehmen eine Beurteilung des potenziellen finanziellen und geschäftlichen Risikos vor. Bei der Bestimmung, ob und wenn ja, in welcher Höhe eine Rückstellung zu bilden oder eine Angabe als Eventualverbindlichkeit erforderlich ist, sind erhebliche Ermessensausübungen erforderlich. Aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf diese Sachverhalte basieren die Rückstellungen auf den bestmöglichen Informationen, die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbar sind.
Symrise gewährt langfristige Vergütungsprogramme mit Barausgleich. Bei der Schätzung der beizulegenden Zeitwerte unserer anteilsorientierten Vergütungen greifen wir auf Annahmen zurück, die sich unter anderem auf die erwartete Volatilität eines künftigen Aktienindexes von Vergleichsunternehmen der Duftstoff- und Aromenindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie beziehen. Darüber hinaus hängt die Höhe des finalen Auszahlungsbetrags für diese Vergütungsprogramme vom Kurs der Symrise Aktie im Vergleich zu diesem Aktienindex zum vereinbarten Stichtag ab. Die Annahmen des Optionspreismodells haben Auswirkungen auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts und damit auf die Höhe und die zeitliche Verteilung unserer Aufwendungen für langfristige Vergütungsprogramme. Änderungen dieser Faktoren können die Schätzung der beizulegenden Zeitwerte und die künftigen Auszahlungen wesentlich beeinflussen.
ANNAHMEN UND EINSCHÄTZUNGEN FÜR WEITERE BILANZPOSTEN
Annahmen und Einschätzungen sind zudem für die Bewertung von sonstigen Eventualschulden, sonstigen Rückstellungen und Derivaten notwendig.
Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind unter TZ 2.5 erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass dann wesentliche Anpassungen der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten erforderlich sind.
2.4 Konsolidierungskreis sowie Grundsätze der Einbeziehung von Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen
KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Symrise AG als Mutterunternehmen alle in- und ausländischen Unternehmen, die die Symrise AG direkt oder indirekt beherrscht beziehungsweise auf die sie einen maßgeblichen Einfluss hat. Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Symrise AG aufgrund der tatsächlichen oder faktischen Mehrheit der Stimmrechte die Kontrolle über die Geschäfts- und Finanzpolitik innehat, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen, und damit die Beherrschungsmöglichkeit besitzt. Darüber hinaus ist Symrise schwankenden Renditen aus seinem Engagement in den Beteiligungsunternehmen ausgesetzt oder besitzt Anrechte auf diese und hat die Fähigkeit, die Renditen zu beeinflussen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Symrise AG über einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik verfügt, die aber weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind.
Im Geschäftsjahr 2014 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt entwickelt:
Im zweiten Quartal 2014 wurde das bisher assoziierte Unternehmen Probi AB, Schweden, als Tochterunternehmen klassifiziert (siehe TZ 27). Darüber hinaus sind zwei weitere Gesellschaften gegründet worden, die Symrise IP-Holding GCV, Belgien, und die Symrise Nigeria Limited, Nigeria. In Großbritannien und in den Niederlanden wurden vier bislang schon inaktive Gesellschaften liquidiert.
Ferner wurden im Rahmen der Akquisition der Diana Gruppe (siehe TZ 27) mit der Wirkung zum 8. Juli 2014 39 Gesellschaften erworben, die im Einzelnen in der Aufstellung der Beteiligungen (siehe TZ 50) aufgeführt werden.
Die Zahl der vollkonsolidierten Unternehmen hat sich damit insgesamt auf 93 erhöht (31. Dezember 2013: 55).
GRUNDSÄTZE DER EINBEZIEHUNG VON TOCHTERUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN
Vollkonsolidierung
Alle Tochterunternehmen sind in den Konzernabschluss einbezogen und werden vollkonsolidiert. Dazu werden der Abschluss des Mutterunternehmens und die Abschlüsse der Tochtergesellschaften unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Bilanzstichtag aufgestellt. Es werden Anpassungen vorgenommen, um aus lokalen rechtlichen Bestimmungen resultierende Unterschiede in Ansatz und Bewertung auszugleichen.
Alle konzerninternen Salden, Transaktionen und nicht realisierten Gewinne aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Unrealisierte Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Konzernanschaffungs- und -herstellungskosten können künftig nicht erzielt werden.
Die Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, das heißt ab dem Zeitpunkt, ab dem die Symrise AG einen beherrschenden Einfluss erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden aus Unternehmenserwerben werden im Erwerbszeitpunkt grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Soweit die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs das anteilige neu bewertete Reinvermögen des Akquisitionsobjekts übersteigen, kommt in Höhe des Unterschiedsbetrags ein Geschäfts- oder Firmenwert zum Ansatz. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter können bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen bewertet werden. Symrise wendet letztere Methode an. Die Aufwendungen und Erträge der erworbenen Tochterunternehmen gehen vom Erwerbszeitpunkt an in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung ein.
Equity-Methode
Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und zunächst mit den Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten angesetzt.
Nach dem Erwerbszeitpunkt wird der Anteil am Ergebnis des assoziierten Unternehmens in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. Der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird unmittelbar im sonstigen Ergebnis des Konzerneigenkapitals erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens entsprechend.
Ein im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandener Goodwill wird im Beteiligungsbuchwert ausgewiesen und nicht planmäßig abgeschrieben. Bei Vorliegen entsprechender Indikatoren wird der Beteiligungsbuchwert der nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Symrise Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend des Beteiligungsanteils eliminiert. Sofern die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen, erfolgt die Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts nach bestmöglicher Schätzung.
Unsere Beteiligungen an Therapeutic Peptides Inc., USA, und an Cuisi'nat, Frankreich, haben wir aus Wesentlichkeitsgründen nicht gesondert ausgewiesen.
2.5 Darstellung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Tochtergesellschaften der Symrise AG führen ihre Bücher in der jeweiligen funktionalen Währung. Die funktionale Währung ist die Währung, in der überwiegend Zahlungsmittel erwirtschaftet beziehungsweise verwendet werden.
Da die Konzerngesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung regelmäßig die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Stichtagskurs am Periodenende umgerechnet, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Die Aufwendungen und Erträge werden mit dem Periodendurchschnittskurs umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge weist der Symrise Konzern ergebnisneutral als "kumulierte Währungskursdifferenzen" im Eigenkapital aus.
Soweit die Abwicklung eines monetären Postens in Form einer ausstehenden Forderung oder Verbindlichkeit gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellt dieser einen Teil der Nettoinvestition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als "kumulierte Währungskursdifferenzen" im Eigenkapital erfasst und bei einer Veräußerung oder Tilgung der Nettoinvestition vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Eigenkapitalbestandteile werden mit historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als "kumulierte Währungskursdifferenzen" im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Ausscheiden von Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis oder bei Verringerung der Beteiligung durch Verkauf, Kapitalherabsetzung oder Liquidation werden die "kumulierten Währungskursdifferenzen", die bis zu diesem Zeitpunkt ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, in der gleichen Periode (anteilig) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Transaktionen in Fremdwährungen rechnen wir zu den am Tag der Transaktion gültigen Wechselkursen in die entsprechenden funktionalen Währungen unserer Tochterunternehmen um. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs bewertet. Die sich aus der operativen Tätigkeit ergebenden Währungseffekte werden innerhalb der Umsatzkosten, Effekte aus der Finanzierungstätigkeit innerhalb des Finanzergebnisses erfasst.
Die Wechselkurse zum Euro der für den Symrise Konzern wichtigsten Währungen haben sich wie folgt verändert:
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| Stichtagskurs = 1 € |
Durchschnittskurs = 1 € |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Land | Währung | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 | 2013 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Großbritannien | Britisches Pfund | GBP | 0,833 | 0,779 | 0,850 | 0,806 |
| USA | US-Dollar | USD | 1,377 | 1,216 | 1,328 | 1,328 |
| Mexiko | Mexikanischer Peso | MXN | 18,027 | 17,864 | 16,952 | 17,658 |
| Brasilien | Brasilianischer Real | BRL | 3,252 | 3,230 | 2,867 | 3,120 |
| Singapur | Singapur Dollar | SGD | 1,739 | 1,606 | 1,661 | 1,682 |
| China | Chinesischer Renminbi | CNY | 8,334 | 7,437 | 8,165 | 8,184 |
RECHNUNGSLEGUNG IN HOCHINFLATIONSLÄNDERN
Die Abschlüsse von ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung die Währung eines Hochinflationslandes ist, werden vor der Umrechnung in Euro und vor Konsolidierung in Höhe der aus der Inflation resultierenden Kaufkraftveränderung angepasst. Nicht monetäre Bilanzposten, die zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sowie die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beträge werden ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung im Abschluss auf Basis eines allgemeinen Preisindexes angepasst. Monetäre Posten werden nicht angepasst. Sämtliche Bestandteile des Eigenkapitals werden vom Zeitpunkt ihrer Zuführung anhand eines allgemeinen Preisindexes korrigiert. Eine Berichtigung der Vorjahreszahlen des Konzernabschlusses hat gemäß IAS 21.42 (b) nicht zu erfolgen. In diesen Fällen werden alle Bilanzposten sowie die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beträge mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
UMSATZREALISIERUNG
Als Umsatzerlöse für Waren und Erzeugnisse werden die Zeitwerte der erhaltenen oder erwarteten Gegenwerte abzüglich Retouren, Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wird. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Der Übergang der Chancen und Risiken auf den Käufer wird gemäß der INCOTERMS (International Commercial Terms) bestimmt.
ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendungen werden als sonstige betriebliche Erträge in den Zeiträumen erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen.
LEASING
Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasingverhältnissen und operativen Leasingverhältnissen unterschieden. Als Finanzierungsleasingverhältnisse werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als operative Leasingverhältnisse bezeichnet.
Ist Symrise Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasingverhältnis, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig unter den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen setzen sich im Wesentlichen aus Finanzierungskosten und dem Tilgungsanteil der Restschuld, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, zusammen. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.
Geleistete Leasingzahlungen für operative Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.
Ist Symrise Leasinggeber in einem operativen Leasingverhältnis, sind die Vermögenswerte, die Gegenstand des Leasingverhältnisses sind, in der Bilanz entsprechend der Eigenschaften dieser Vermögenswerte darzustellen. Leasingerträge aus solchen Leasingverhältnissen sind als Ertrag linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu erfassen. Kosten einschließlich Abschreibungen, die im Zusammenhang mit den Leasingerträgen anfallen, werden als Aufwand berücksichtigt. Die Abschreibungsgrundsätze für abschreibungspflichtige Leasinggegenstände stimmen mit den normalen Abschreibungsgrundsätzen überein.
ERTRAGSTEUERN
Ertragsteuern umfassen laufende sowie latente Steuern. Ertragsteuern werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst, es sei denn sie beziehen sich auf Posten, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital verrechnet werden.
Laufende Steuern sind die erwarteten Steuerzahlungen auf Basis des steuerpflichtigen Gewinns des laufenden Geschäftsjahrs, bewertet mit dem Steuersatz für das Berichtsjahr. Außerdem werden hier Änderungen aus den Vorjahren erfasst, die zum Beispiel aufgrund von Betriebsprüfungen entstehen können.
Die Bildung latenter Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der sogenannten Verbindlichkeitenmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts beziehungsweise einer Schuld in der Konzernbilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Für die folgenden temporären Differenzen werden keine latenten Steuern gebildet:
| ― | den erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts, |
| ― | den erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld im Zusammenhang mit einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt und weder das handelsrechtliche noch das steuerliche Ergebnis beeinflusst. |
Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf die latenten Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise im sonstigen Ergebnis des Eigenkapitals in dem Berichtszeitraum erfasst, in dem das der Steuersatzänderung zugrunde liegende Gesetzgebungsverfahren weitgehend abgeschlossen ist.
Latente Steueransprüche und -schulden werden verrechnet, sofern ein durchsetzbares Recht existiert, laufende Steueransprüche und -schulden miteinander zu verrechnen und sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde auf eine Gesellschaft erhoben werden. Latente Steueransprüche werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuerndes Einkommen vorhanden sein wird, mit dem die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden können.
Für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen (sogenannte Outside Basis Differences) werden latente Steuern bilanziert, ausgenommen in dem Umfang, in dem Symrise in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht auflösen werden.
ERGEBNIS JE AKTIE
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.
Da keine Options- oder Wandelrechte auf potenziell auszugebende Aktien bestehen, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis.
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht selbst genutzt oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehalten werden. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts bewertet. Wertdifferenzen, die sich aus der Neubewertung ergeben, werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst.
UNTERNEHMENSERWERBE UND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT
Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Diese beinhaltet die Erfassung von identifizierbaren Vermögenswerten (einschließlich der zuvor nicht bilanzierten immateriellen Vermögenswerte) und Schulden (einschließlich Eventualverbindlichkeiten, jedoch ungeachtet einer künftigen Restrukturierung) des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert.
Der Geschäfts- oder Firmenwert aus einem Unternehmenszusammenschluss ergibt sich als Überschuss des Zeitwerts der übertragenen Gegenleistung am Erwerbsstichtag des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung. Zur Bestimmung eines möglichen Wertminderungsbedarfs erfolgt mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest. Im Erwerbszeitpunkt wird der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses voraussichtlich profitieren werden. Angefallene Erwerbsnebenkosten werden erfolgswirksam erfasst.
FREMDKAPITALKOSTEN
Soweit die Voraussetzungen für sogenannte qualifizierte langfristige Vermögenswerte gegeben sind, das heißt Vermögenswerte, für die zur Herstellung ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, gehören nach IAS 23 Fremdkapitalkosten zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten dieses Vermögenswerts. Fremdkapitalkosten umfassen neben Zinsen weitere im Zusammenhang mit der Anschaffung von Fremdkapital angefallene Kosten.
SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerts umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert zu entwerfen, herzustellen und so vorzubereiten, dass er für den vom Management beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist.
Für die immateriellen Vermögenswerte wird festgestellt, ob sie eine bestimmte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Im Symrise Konzern gibt es zum Bilanzstichtag neben dem Geschäfts- oder Firmenwert keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer. Bei immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
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| Immaterielle Vermögenswerte | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Software | 3-10 Jahre |
| Rezepturen | 7-20 Jahre |
| Markenrechte | 6-40 Jahre |
| Kundenstämme | 6-15 Jahre |
| Patente und sonstige Rechte | 5-40 Jahre |
Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden für immaterielle Vermögenswerte werden jährlich auf ihre Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls prospektiv angepasst. Darüber hinaus wird der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten einmal jährlich auf Wertminderungsbedarf überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird, beziehungsweise häufiger, wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen ausgewiesen.
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines immateriellen Vermögenswerts werden zum Veräußerungszeitpunkt als Unterschiedsbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.
FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Die Kosten für Forschungsaktivitäten sind in voller Höhe als Aufwand zu erfassen. Für die Zwecke der Rechnungslegung werden Forschungsaufwendungen als Kosten im Zusammenhang mit laufenden oder geplanten Untersuchungen definiert, die neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse und Einsichten liefern sollen.
Entwicklungsaufwendungen werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder Fachkenntnissen in der Produktion, den Produktionsverfahren, den Leistungen oder Waren vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Verwendung definiert. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, wenn bestimmte, genau bezeichnete Voraussetzungen erfüllt sind: Eine Aktivierung ist immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen, der auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdeckt, wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss Symrise die Absicht haben und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt.
SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Komponenten der Sachanlage wesentlich (gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten), setzt Symrise diese Komponenten einzeln an und schreibt sie getrennt ab.
Abschreibungen werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung linear über die folgenden Nutzungsdauern erfasst:
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| Sachanlagen | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Gebäude | 5-50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3-25 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-20 Jahre |
Grund und Boden wird, soweit es sich nicht um im Wege des Erbbaurechts genutzte Grundstücke handelt, nicht planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung von Mietereinbauten erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die Laufzeit des Mietvertrags, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist. Bei der Bestimmung des verwendeten Abschreibungszeitraums werden Mietverlängerungsoptionen berücksichtigt, sofern ihre Ausübung wahrscheinlich ist.
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung einer Sachanlage werden zum Veräußerungszeitpunkt als Unterschiedsbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.
FINANZINSTRUMENTE
Allgemeine Informationen
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Vertragspartner zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Vertragspartner zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen, Eigenkapitalinstrumente eines anderen Unternehmens sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert.
Finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz erfasst, wenn Symrise ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte, das heißt Käufe oder Verkäufe, bei denen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb des für den jeweiligen Handelsplatz vorgeschriebenen oder durch Konventionen festgelegten Zeitrahmens erfolgen muss, werden zum Handelstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows angesetzt.
Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten enthalten Wertminderungen und Zuschreibungen, Zinserträge und -aufwendungen, Dividenden sowie Gewinne und Verluste aus dem Abgang solcher Vermögenswerte. Dividenden erfassen wir bei Realisierung als Ertrag. Zinserträge erfassen wir auf Basis der Effektivzinsmethode. Bei Abgang eines Vermögenswerts werden weder Dividenden- noch Zinserträge in die Berechnung des Nettogewinns oder -verlusts einbezogen.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert und setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zusammen. Originäre Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber institutionellen und privaten Investoren, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn Symrise eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung beziehungsweise zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten.
Finanzinstrumente werden in die Kategorien "Kredite und Forderungen (LaR)", "finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (aFVtPL)", "bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte (HtM)", "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" sowie "finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FLAC)" unterteilt. Symrise macht grundsätzlich von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und Schulden beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair Value Option), keinen Gebrauch.
Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der Kategorie, der sie zugeordnet sind, zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgswirksam oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und erstmals zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem ein derivatives Finanzinstrument vertraglich vereinbart wird. Die Instrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente vorgesehen sind, stuft das Unternehmen als "zu Handelszwecken gehalten" ein. Die derivativen Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und als finanzieller Vermögenswert beziehungsweise als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Zu spekulativen Zwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben.
Cashflow Hedge
Zur Sicherung von Währungsrisiken aus operativer Tätigkeit und Finanzierungstätigkeit setzt Symrise derivative Finanzinstrumente ein.
Mittels Forwards werden ausgewählte zukünftige Zahlungsströme bereits in der Bilanz angesetzter Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken abgesichert. Die Sicherung des Währungsrisikos erfolgt rollierend über einen Zeitraum von bis zu neun Monaten bis zu einer maximalen Sicherungsquote von 75 % der offenen Währungsposition in einer Gesellschaft.
Sofern die Voraussetzungen des IAS 39 für die Anwendung des Cashflow Hedge Accounting vorliegen, werden die kumulierten Bewertungsgewinne/-verluste zunächst erfolgsneutral in der Cashflow Hedge Rücklage erfasst und in der Periode erfolgswirksam umgegliedert, in der das gesicherte Grundgeschäft das Periodenergebnis beeinflusst.
Entsprechend dem gesicherten Grundgeschäft (Fremdwährungsforderung oder -verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung) werden die Bewertungsgewinne/-verluste aus dem derivativen Finanzinstrument in die Umsatzerlöse beziehungsweise Umsatzkosten umgegliedert. Dort saldieren sie sich mit den tatsächlichen Währungsgewinnen und -verlusten des operativen Geschäfts.
Sofern es sich bei der Sicherung der Währungsrisiken um die Sicherung von Finanzierungstätigkeiten handelt, werden die Bewertungsgewinne und -verluste im Finanzergebnis erfasst.
Durch die Anwendung von Cashflow Hedges wird der Einfluss der Wechselkurseffekte gemindert. Die Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accountings werden von Symrise wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählen sowohl die konkrete Zuordnung des Absicherungsinstruments zu der erwarteten Fremdwähmngsfordemng/-verbindlichkeit als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden mittels der kumulierten Dollar Offset-Methode fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; sollte eine Hedge-Beziehung ineffektiv werden, würde diese umgehend erfolgswirksam aufgelöst.
Auch wenn einige Devisentermingeschäfte nicht als Cashflow Hedge Accounting abgebildet werden, so stellen diese bei wirtschaftlicher Betrachtung eine Absicherung gegen Währungsschwankungen dar. In diesen Fällen gleichen sich die Bewertungseffekte des derivativen Finanzinstruments mit den Effekten aus der Bewertung der Fremdwährungsforderung beziehungsweise -verbindlichkeit innerhalb der Umsatzkosten aus.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen werden - gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode - mit dem Marktwert zum Zeitpunkt des Zugangs abzüglich Wertminderungen bewertet.
Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen umfassen Kassenbestände und sofort verfügbare Einlagen. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale) sind nicht-derivative Finanzinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbar designiert wurden oder keiner anderen Bewertungskategorie zuzuordnen sind.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten angesetzt. Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden sie mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn dieser unmittelbar auf Basis von Marktdaten bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umgliederung der erfolgsneutral erfassten Bewertungsänderungen ins Periodenergebnis erfolgt erst im Zeitpunkt des Abgangs. Fallen die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten signifikant oder über einen längeren Zeitraum unter die Anschaffungskosten, wird der Wertminderungsaufwand sofort erfolgswirksam berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Wertminderung weggefallen sind, wird in den Folgeperioden eine Wertaufholung vorgenommen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden entsprechend der vom Management geplanten Veräußerungsabsicht als kurz- oder langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE
Als "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" werden langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen eines Unternehmens erfasst, die gemäß IFRS 5 als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert wurden. Diese werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Soweit mit einer Veräußerungsgruppe Verbindlichkeiten identifiziert werden, die im Zusammenhang mit den entsprechenden Veräußerungsgruppen stehen, werden diese ebenfalls als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.
VORRÄTE
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen die Kosten für die Anschaffung der Vorräte, Herstellungs- oder Weiterverarbeitungskosten und sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufswert abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.
Rohstoffe werden zu Anschaffungskosten mit dem gewichteten Durchschnittspreis bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse beziehungsweise Leistungen werden mit Material- und Lohneinzelkosten sowie sonstigen Einzelkosten und angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten basierend auf der normalen Auslastung der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten bewertet.
PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES
Die Konzerngesellschaften verfügen über verschiedene Pensionspläne, die auf die jeweiligen landesspezifischen Regularien und Praktiken ausgerichtet sind. Darüber hinaus bestehen Zusagen, bestimmte zusätzliche medizinische Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen.
Beitragsorientierte Pläne (Defined Contribution Plans)
Ein beitragsorientierter Plan ist ein Plan, auf dessen Basis eine Gesellschaft bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses fest vereinbarte Beiträge in andere Körperschaften einzahlt und keine weitere rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, darüber hinausgehende Beträge zu zahlen. Verpflichtungen in Bezug auf Beiträge für beitragsorientierte Pläne werden zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nach betroffenen Funktionsbereichen in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.
Leistungsorientierte Pläne (Defined Benefit Plans)
Leistungsorientierte Pläne umfassen alle Pensionspläne, die nicht beitragsorientiert sind. Die Ansprüche aus leistungsorientierten Plänen werden mit dem versicherungsmathematischen Barwert der erdienten Anwartschaft individuell für jeden Plan berechnet, indem der Betrag für künftige Pensionsleistungen, auf die die Arbeitnehmer während der laufenden und in vorherigen Berichtsperioden eine Anwartschaft erdient haben, geschätzt wird; diese Pensionsleistung wird zur Ermittlung ihres Barwerts (Defined Benefit Obligation, DBO) abgezinst. Der Abzinsungssatz ergibt sich aus der Rendite erstrangiger festverzinslicher Industrieanleihen zum Bilanzstichtag, deren Fälligkeitstermine den Zahlungsbedingungen der Konzernverpflichtungen ungefähr entsprechen und die in derselben Währung ausgestellt sind, in der die Pensionsleistungen erwartungsgemäß gezahlt werden. Die Berechnung wird jährlich durch Versicherungsmathematiker unter Anwendung des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) vorgenommen. Sind die Leistungsansprüche durch Planvermögen gedeckt, wird der beizulegende Zeitwert dieses Vermögens mit dem Anwartschaftsbarwert verrechnet. Der Nettobetrag wird als Pensionsverpflichtung oder Vermögenswert bilanziert.
Veränderungen des Barwerts einer Leistungsverpflichtung aufgrund von Arbeitsleistungen setzen sich aus laufendem und nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand sowie aus Gewinnen/Verlusten aus Abgeltungen zusammen und werden unverzüglich ergebniswirksam im operativen Ergebnis erfasst. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie gleichfalls auf Basis des Diskontierungszinssatzes ermittelte Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis erfasst.
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen beinhalten versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung des Barwerts der definierten Leistungsverpflichtung sowie die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen abzüglich des bereits ergebniswirksam erfassten Teilbetrags. Sie werden sofort ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital in der Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) ausgewiesen.
RÜCKSTELLUNGEN
Eine Rückstellung wird dann gebildet, wenn mehr dafür als dagegen spricht, dass eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
Die Höhe der Rückstellung wird regelmäßig angepasst, wenn neue Erkenntnisse vorliegen oder veränderte Rahmenbedingungen bestehen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert der erwarteten Erfüllungsbeträge zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Abzinsungssätze werden regelmäßig den vorherrschenden Marktzinssätzen angepasst.
Zuführungen zu den Rückstellungen werden grundsätzlich erfolgswirksam in der jeweiligen Aufwandskategorie der betroffenen Funktionen berücksichtigt. Ein bei der Erfüllung der Verpflichtung positiver oder negativer entstandener Differenzbetrag zum Buchwert wird unter den jeweiligen Funktionsaufwendungen erfasst. Soweit es sich um periodenfremde positive Differenzbeträge handelt, werden diese unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
WERTMINDERUNGEN
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die folgenden Faktoren werden bei der Analyse der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt:
| ― | Zunächst wird die Zahlungsfähigkeit einzelner Kunden betrachtet und Wertberichtigungen für einzelne Kundensalden gebucht, wenn es wahrscheinlich erscheint, dass die vertraglich vereinbarte Forderung nicht gezahlt wird. |
| ― | Anschließend werden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen auf Basis homogener Forderungsklassen gebildet, die sich nach dem verbundenen Ausfallrisiko, den in der Vergangenheit festgestellten Forderungsausfällen, aber auch nach den allgemeinen Marktbedingungen wie Handelsembargos oder Naturkatastrophen richten. Wir bilden eine pauschalierte Einzelwertberichtigung zur Berücksichtigung von Wertminderungen für ein Forderungsportfolio, wenn wir der Ansicht sind, dass das Alter der Forderungen einen Anhaltspunkt dafür liefert, dass es wahrscheinlich ist, dass ein Verlust eingetreten ist oder die ausstehenden Zahlungen nicht oder nicht vollständig eingezogen werden können. |
Um eine Wertminderung objektiv nachweisbar festzustellen, werden die folgenden Tatbestände herangezogen:
| ― | Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners; |
| ― | Vertragsbruch; |
| ― | Zugeständnisse an den Kunden aufgrund wirtschaftlicher oder rechtlicher Gründe, die im Zusammenhang mit dessen finanziellen Schwierigkeiten stehen; |
| ― | Insolvenz oder Sanierungsnotwendigkeit des Schuldners ist wahrscheinlich; |
| ― | Beobachtbare Daten zeigen, dass eine messbare Minderung der erwarteten künftigen Zahlungsströme einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten seit erstmaligem Ansatz eingetreten ist, obwohl die Minderung nicht einem einzelnen finanziellen Vermögenswert der Gruppe zugerechnet werden kann (pauschalierte Einzelwertberichtigung). |
Ergibt sich in den Folgeperioden, dass die Gründe für die Wertminderung nicht mehr vorliegen, wird eine erfolgswirksame Wertaufholung erfasst. Sofern eine Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, erfolgt die entsprechende Ausbuchung.
Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Wertberichtigungen werden unter den Vertriebskosten erfasst. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Portfolioverantwortlichen.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Berichtszeitpunkt bewertet, um festzustellen, ob es eine objektive Grundlage für eine Wertminderung gibt. Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten wird vorgenommen, wenn es objektive Hinweise gibt, dass ein oder mehrere Vorkommnisse einen negativen Einfluss auf die zukünftigen Cashflows dieses Vermögenswerts hatten.
Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, wird aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows nach Abzinsung mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz berechnet. Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die als zur Veräußerung verfügbar gehalten werden, wird anhand des beizulegenden Zeitwerts berechnet.
Einzelne wesentliche finanzielle Vermögenswerte werden individuell hinsichtlich einer möglichen Wertberichtigung überprüft. Die restlichen finanziellen Vermögenswerte werden in Gruppen mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen zusammengefasst und bewertet.
Gewinne und Verluste aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden grundsätzlich im sonstigen Ergebnis erfasst. Soweit ein Hinweis auf Wertminderung für als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Vermögenswerte existiert, wird der im sonstigen Ergebnis kumulierte Verlust in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert. Einmal in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht, sondern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Veräußerung werden Gewinne und Verluste, die zuvor im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung übertragen.
Nicht-finanzielle Vermögenswerte
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass ein nicht-finanzieller Vermögenswert einer Wertminderung unterliegt. Der Buchwert wird auf Wertminderungen untersucht, wenn Ereignisse oder veränderte Rahmenbedingungen darauf hinweisen, dass der Buchwert nicht mehr durch den erzielbaren Betrag (Recoverable Amount) gedeckt wird. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags vorgenommen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert wertgemindert, das heißt auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern auf ihren Barwert abgezinst.
Wertminderungsaufwendungen werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.
An jedem Abschlussstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist wieder zuzuschreiben, wenn der erzielbare Betrag als Folge einer Schätzungsänderung seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands über dem Buchwert des Vermögenswerts liegt. Die Wertaufholung darf die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich ergeben hätten, wenn in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, nicht übersteigen. Sie ist unmittelbar im Periodenergebnis zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, wird die planmäßige Abschreibung gegebenenfalls für künftige Berichtsperioden angepasst, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts abzüglich eines etwaigen Restwerts systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.
Geschäfts- oder Firmenwert
Der Wertberichtigungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IAS 36 mindestens einmal im Jahr untersucht. Sofern Ereignisse oder geänderte Rahmenbedingungen auf einen Wertberichtigungsbedarf hinweisen, erfolgt die Untersuchung auch häufiger.
Zur Prüfung der Werthaltigkeit ist ein Geschäfts- oder Firmenwert nach Zugang auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zu allokieren, die aus den Synergien des Unternehmenserwerbs Nutzen ziehen sollen. Jede Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird, und ist nicht größer als ein Geschäftssegment im Sinne des IFRS 8.
Die Wertberichtigung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Level 3) und Nutzungswert. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Verluste aus Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte dürfen in späteren Perioden nicht aufgeholt werden. Symrise nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit zum 30. September vor.
Im Symrise Konzern wurden die Segmente Scent & Care sowie Flavor & Nutrition als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und wurde als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt. Die zukünftigen Cashflows wurden aus der Planung des Symrise Konzerns abgeleitet. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen beziehungsweise -mengen und Kosten unter Berücksichtigung veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrer bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller, aus jeweiligen Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt.
Der Planung liegt ein Detailplanungszeitraum für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 zugrunde. Zur Bemessung der ewigen Rente wurde eine Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 0,5 %) zugrunde gelegt. Die ermittelten Cashflows wurden mit einem gewichteten Kapitalkostensatz nach Steuern in Höhe von 7,74 % für Scent & Care und 7,60 % für Flavor & Nutrition (2013: 7,76 % für beide Segmente) diskontiert. Die Gewichtung der Eigen- und Fremdkapitalkosten erfolgte mit einer Kapitalstruktur, die aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet wurde. Für die Ermittlung der Eigen- und Fremdkapitalkosten wurde auf Kapitalmarktdaten und auf Daten vergleichbarer Unternehmen abgestellt. Im Geschäftsjahr lagen keine Anzeichen für eine Wertminderung (Impairment) vor.
Symrise hat bei der Durchführung des Wertminderungstests verschiedene Sensitivitätsanalysen für möglich gehaltene Änderungen des WACC oder der geplanten Umsatzentwicklung vorgenommen. Diese Variation der Bewertungsparameter hat ebenfalls keinen Wertminderungsbedarf bei den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten ergeben.
ERMITTLUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTS
Eine Vielzahl von Bilanzierungsgrundsätzen setzen die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts für finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte und Schulden voraus. Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand der nachfolgend dargestellten Methoden ermittelt. Weitere Informationen hinsichtlich der Annahmen für die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten werden in den spezifischen Anhangangaben für bestimmte Vermögenswerte oder Schulden aufgeführt.
Finanzinstrumente - allgemeine Grundsätze
Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren werden nach IFRS 13 in drei Level eingeteilt:
| ― | Inputfaktoren im Level 1 sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise. |
| ― | Inputfaktoren im Level 2 sind andere als die auf Level 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. |
| ― | Inputfaktoren im Level 3 sind Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind. |
Sachanlagen
Der beizulegende Zeitwert für Sachanlagen, die aus einem Unternehmenszusammenschluss resultieren, basiert auf Marktwerten. Der Marktwert einer Immobilie ist der geschätzte Wert, zu dem die Immobilie am Tag der Bewertung verkauft werden könnte, vorausgesetzt es würde zu einer Transaktion zwischen einem kaufbereiten Käufer und einem verkaufsbereiten Verkäufer kommen, bei der beide Parteien wissentlich, umsichtig und ohne Zwang agieren und angemessene Marketingaktivitäten vorausgegangen sind. Der Marktwert von Gegenständen aus Anlagen, Ausstattung, Inventar und Zubehör basiert auf Preisangeboten für vergleichbare Gegenstände.
Immaterielle Vermögenswerte
Der beizulegende Zeitwert von Rezepturen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, basiert auf den abgezinsten geschätzten Lizenzgebühren, die durch das Eigentum an der Rezeptur vermieden werden, oder diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung der Rezepturen zu erwarten sind. Der beizulegende Zeitwert für andere immaterielle Vermögenswerte (zum Beispiel Kundenstamm und Markenrechte) basiert auf den diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung und dem möglichen Verkauf der Vermögenswerte zu erwarten sind.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien erfolgt, sofern angebracht, durch einen unabhängigen qualifizierten Gutachter mittels anerkannter Bewertungstechniken. Sollten Preise von kurz zuvor am Markt getätigten Transaktionen mit vergleichbaren Immobilien verfügbar sein, werden diese Transaktionen als Referenz für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen.
Vorräte
Der beizulegende Zeitwert für Vorräte, die aus einem Unternehmenserwerb resultieren, wird auf Grundlage des geschätzten Verkaufspreises im normalen Geschäftsgang ermittelt, abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Verkaufskosten sowie angemessener Gewinnmargen, die auf den erforderlichen Bemühungen zur Fertigstellung und Veräußerung der Vorräte basieren.
3. SEGMENTINFORMATIONEN
BESCHREIBUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE
In unserem internen Berichtswesen bilden wir die Unternehmenstätigkeit, im Wesentlichen nach Segmenten und Regionen differenziert, ab. Auf Basis dieses Berichtswesens beurteilt der Vorstand, der als Hauptentscheidungsträger für den Erfolg der verschiedenen Segmente und die Allokation der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die operativen Segmente werden nach Geschäftsbereichen abgegrenzt. Mit den Bereichen Scent & Care und Flavor & Nutrition haben wir zwei berichtspflichtige Segmente, die nach unseren Produkten organisiert sind.
SCENT & CARE
Das Segment Scent & Care entwickelt, produziert und vertreibt Duftkompositionen, kosmetische Inhaltsstoffe, Aromamoleküle und Mintaromen einschließlich spezifischer Applikationsverfahren für diese Stoffe. Die von Symrise im Bereich Scent & Care entwickelten Produkte und Applikationsverfahren dienen den Kunden bei der Herstellung von Parfüms, Körperpflege- und Kosmetikprodukten, Reinigungs- und Waschmitteln, Raumdüften und Mundpflegeprodukten.
FLAVOR & NUTRITION
Das Segment Flavor & Nutrition entwickelt, produziert und vertreibt Aromen und funktionale Inhaltsstoffe, die in Lebensmitteln, Getränken und Gesundheitsprodukten zum Einsatz kommen. Darüber hinaus werden maßgeschneiderte Lösungen aus natürlichen Rohstoffen entwickelt, die die Performance von Produkten aus den Bereichen Nahrungsmittel, Tierfutter, Nutrazeutik, Aquakultur und Kosmetik optimieren.
Die Segmentberichterstattung nach Regionen orientiert sich nach dem Ort der Vermögenswerte. Verkäufe an Kunden erscheinen in der geografischen Region, in der der Kunde seinen Sitz hat. Für interne Steuerungs- und Berichtszwecke werden Länder zu den Regionen EAME (Europa, Afrika, Naher und Mittlerer Osten), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika zusammengefasst.
MESSGRÖSSEN DER SEGMENTE
Die interne Steuerung und Berichterstattung im Symrise Konzern basiert auf den in TZ 2 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen nach IFRS.
Zwischen den beiden Segmenten bestehen nur in unwesentlichem Umfang Transaktionen. Sie werden zu Marktpreisen abgerechnet und sind aus Wesentlichkeitsgründen nicht gesondert ausgewiesen. Der Außenumsatz stellt die Umsatzerlöse mit Konzernexternen der beiden Segmente dar und damit in Summe die konsolidierten Umsätze des Symrise Konzerns.
Die Erträge und Aufwendungen der Zentraleinheiten/-funktionen des Symrise Konzerns sind dabei entsprechend den Leistungs- beziehungsweise Nutzungsverhältnissen in den beiden Segmenten Scent & Care und Flavor & Nutrition vollständig enthalten. Ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente ist dabei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA). Die jedem Segment direkt zurechenbaren Abschreibungen sind im Segmentbeitrag eingerechnet. Das Finanzergebnis wird nicht einbezogen, da die Segmente im Wesentlichen zentral finanziert werden. Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend die Finanzerträge und -aufwendungen auf Konzernebene zum Finanzergebnis zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend wird mit den Steuern verfahren, sodass der Jahresüberschuss nach Steuern zusammengefasst als Konzernergebnis dargestellt wird.
Die Investitionen eines Segments umfassen die gesamten Ausgaben, die in der Berichtsperiode durch den Kauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten entstanden sind.
SEGMENTVERMÖGEN/-VERBINDLICHKEITEN
Der Vorstand als Hauptentscheidungsträger erhält nicht alle Angaben zum Segmentvermögen und den Segmentverbindlichkeiten. Die Aufteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf die Segmente zeigen wir in TZ 25.
ERGEBNISSE DER SEGMENTE
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| 2013 in T€ |
Scent & Care | Flavor & Nutrition | Summe Segmente = Gesamtkonzern |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 960.436 | 869.950 | 1.830.386 |
| Umsatzkosten | - 567.172 | - 492.376 | - 1.059.548 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 393.264 | 377.574 | 770.838 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.686 | 7.379 | 16.065 |
| Vertriebskosten | - 143.775 | - 146.189 | - 289.964 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | - 69.092 | - 57.903 | - 126.995 |
| Verwaltungskosten | - 39.938 | - 45.090 | - 85.028 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 1.037 | - 752 | - 1.789 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 148.108 | 135.019 | 283.127 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 28.012 | 17.568 | 45.580 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 18.428 | 26.031 | 44.459 |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen | - 12 | - 17 | - 29 |
| EBITDA | 194.536 | 178.601 | 373.137 |
| Finanzergebnis | - 37.273 | ||
| Ergebnis vor Steuern | 245.854 | ||
| Ertragsteuern | - 73.519 | ||
| Jahresüberschuss | 172.335 | ||
| Sonstige Segmentinformationen | |||
| Investitionen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 76.713 | 4.349 | 81.062 |
| Sachanlagen | 25.346 | 36.450 | 61.796 |
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| 2014 in T€ |
Scent & Care | Flavor & Nutrition | Summe Segmente = Gesamtkonzern |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 980.409 | 1.139.698 | 2.120.107 |
| Umsatzkosten | - 560.463 | - 671.241 | - 1.231.704 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 419.946 | 468.457 | 888.403 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12.396 | 16.668 | 29.064 |
| Vertriebskosten | - 144.221 | - 200.982 | - 345.203 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | - 66.963 | - 72.387 | - 139.350 |
| Verwaltungskosten | - 41.623 | - 78.657 | - 120.280 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 1.577 | - 2.977 | - 4.554 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 177.958 | 130.122 | 308.080 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | |||
| auf immaterielle Vermögenswerte | 25.497 | 45.039 | 70.536 |
| Abschreibungen/Wertminderungen auf Sachanlagen | 19.467 | 38.208 | 57.675 |
| EBITDA | 222.922 | 213.369 | 436.291 |
| Finanzergebnis | - 48.370 | ||
| Ergebnis vor Steuern | 259.710 | ||
| Ertragsteuern | - 72.943 | ||
| Jahresüberschuss | 186.767 | ||
| Sonstige Segmentinformationen | |||
| Investitionen1) | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.151 | 5.430 | 10.581 |
| Sachanlagen | 34.688 | 55.992 | 90.680 |
1) Ohne konsolidierungskreisbedingte Zugänge
Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Symrise Konzerns getätigt.
ERGEBNISSE NACH REGIONEN
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| 2013 in T€ |
EAME1) | Nordamerika | Asien/Pazifik | Lateinamerika | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Umsatzerlöse nach Bestimmungsregionen | 828.298 | 350.322 | 419.572 | 232.194 | 1.830.386 |
| im Inland | 211.925 | ||||
| im Ausland | 1.618.461 | ||||
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Langfristige Vermögenswerte2) | 1.276.750 | ||||
| im Inland | 740.880 | ||||
| im Ausland | 535.870 | ||||
| Investitionen | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.622 | 69.9663) | 1.338 | 6.136 | 81.062 |
| Sachanlagen | 35.102 | 7.3013) | 11.758 | 7.635 | 61.796 |
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| 2014 in T€ |
EAME1) | Nordamerika | Asien/Pazifik | Lateinamerika | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Umsatzerlöse nach Bestimmungsregionen | 989.046 | 408.633 | 452.589 | 269.839 | 2.120.107 |
| im Inland | 226.274 | ||||
| im Ausland | 1.893.833 | ||||
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Langfristige Vermögenswerte2) | 2.702.845 | ||||
| im Inland | 961.521 | ||||
| im Ausland | 1.741.324 | ||||
| Investitionen4) | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 9.350 | 249 | 284 | 698 | 10.581 |
| Sachanlagen | 53.784 | 14.906 | 9.988 | 12.002 | 90.680 |
1) Europa, Afrika, Naher und Mittlerer Osten
2) Ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche
3) Einschließlich der Zugänge aus dem Unternehmenserwerb der Belmay Gruppe (Asset Deal)
4) Ohne konsolidierungskreisbedingte Zugänge
WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG
4. UMSATZERLÖSE
Die Umsatzerlöse resultieren vorwiegend aus dem Verkauf von Produkten. Zur Darstellung der Umsatzerlöse nach Segmenten und nach geografischen Regionen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.
5. UMSATZKOSTEN
Die Umsatzkosten bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Rohmaterial sowie aus Produktionskosten. Darüber hinaus sind noch Abschreibungen auf Rezepturen, Technologien und anderes produktionsbezogenes geistiges Eigentum sowie Währungseffekte enthalten. Zur Darstellung der Umsatzkosten nach Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.
6. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Umgliederung von Kursdifferenzen aus der Währungsrücklage | 1.681 | 8.898 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten | 1.934 | 4.725 |
| Erträge aus staatlichen Zuschüssen | 1.056 | 4.362 |
| Erträge aus Serviceeinheiten | 1.859 | 3.317 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 2.436 | 2.143 |
| Übrige Erträge | 7.099 | 5.619 |
| Summe | 16.065 | 29.064 |
Die Erträge aus der Umgliederung von Kursdifferenzen aus der Währungsrücklage resultieren aus der Kapitalherabsetzung bei einer Tochtergesellschaft in Singapur sowie aus der Beendigung der Geschäftstätigkeit in der Schweiz.
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten betreffen solche Verpflichtungen, bei denen mit einer Inanspruchnahme nicht mehr gerechnet wird beziehungsweise dies feststeht. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung der in den USA gebildeten Rückstellung für medizinische Versorgungsleistungen in Folge einer Neugestaltung des Versorgungsplans (sogenannter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, siehe TZ 35).
Die staatlichen Zuschüsse wurden im Wesentlichen in Frankreich zur Förderung von Forschungsprojekten gewährt, hierzu verweisen wir auf TZ 21.
Die Erträge aus Serviceeinheiten stammen aus von Gruppenunternehmen erbrachten Dienstleistungen an Dritte für Logistik, Technik und Sicherheit.
Die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Zahlungseingängen für in der Vergangenheit wertberichtigte Forderungen.
Der Betrag der verbleibenden übrigen Erträge setzt sich aus einer Vielzahl von im Einzelnen unwesentlichen Sachverhalten zusammen, die nicht mit dem Verkauf von Produkten im Zusammenhang stehen.
7. PERSONALAUFWAND
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | - 318.993 | - 360.869 |
| Sozialversicherungsaufwendungen | - 61.652 | - 74.439 |
| Pensionsaufwand (ohne Zinsaufwand) | - 12.419 | - 9.272 |
| Abfindungszahlungen | - 3.655 | - 9.078 |
| Mehrjährige erfolgsabhängige Vergütungen | - 1.136 | - 2.674 |
| Summe | - 397.855 | - 456.332 |
Der Anstieg der Löhne und Gehälter sowie der Sozialversicherungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen durch die akquisitionsbedingt gestiegene Anzahl an Mitarbeitern begründet. Die Sozialversicherungsaufwendungen beinhalten die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Abgaben. Darin enthalten sind beitragsorientierte Versorgungsleistungen in Höhe von 18,2 Mio. € (2013: 12,9 Mio. €).
Der Pensionsaufwand enthält Arbeitgeberanteile für leistungsorientierte Versorgungszusagen. Aus der Neugestaltung des Versorgungsplans für medizinische Leistungen in den USA ergab sich im Berichtsjahr ein einmaliger Ertrag in Höhe von 2,5 Mio. €, der innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge erfasst wurde. Die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wird als Bestandteil des Finanzergebnisses zum 31. Dezember 2014 (siehe TZ 11) ausgewiesen.
Die Abfindungszahlungen sind insbesondere im Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Managements in Folge des Erwerbs der Diana Gruppe angefallen.
Die mehrjährige erfolgsabhängige Vergütung betrifft den Vorstand und ausgewählte Mitarbeiter. Die Jahresprämien und Boni für die übrigen Mitarbeiter werden in den Löhnen und Gehältern berücksichtigt.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Symrise Konzern beläuft sich auf:
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| In FTE | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Produktion und Technik | 2.411 | 3.208 |
| Vertrieb und Marketing | 1.546 | 1.663 |
| Forschung und Entwicklung | 1.158 | 1.308 |
| Verwaltung | 436 | 533 |
| Serviceeinheiten | 363 | 376 |
| Anzahl der Mitarbeiter | 5.914 | 7.088 |
| Auszubildende und Trainees | 116 | 127 |
| Summe | 6.030 | 7.215 |
8. VERTRIEBSKOSTEN
Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen der Periode für Werbung und Kundenbetreuung sowie für Distribution und Lagerhaltung der fertigen Erzeugnisse. Daneben sind Transportkosten, Aufwendungen für Provisionen und Lizenzen sowie Abschreibungen auf aktivierte Kundenstämme und Markenrechte enthalten. Zur Darstellung der Vertriebskosten nach Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.
9. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWENDUNGEN
Zusätzlich zu den Aufwendungen für die Symrise eigenen Forschungsabteilungen enthält dieser Posten Aufwendungen für externe Forschungs- und Entwicklungsleistungen und Testaktivitäten. Die Aktivitäten in diesem Bereich dienen neben der Grundlagenforschung der Entwicklung von Produkten zur Generierung von Umsatzerlösen und auch der Entwicklung neuer beziehungsweise verbesserter Prozesse zur Reduktion der Umsatzkosten, die nicht aktivierungsfähig sind.
10. VERWALTUNGSKOSTEN
Die Verwaltungskosten beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Informationstechnologie, für Finanzen und Controlling, für Personalwesen sowie für Werkschutz, Arbeitssicherheit und Verwaltungsgebäude. Der Anstieg der Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere durch einmalige, nicht wiederkehrende Transaktions- und Integrationskosten aus dem Erwerb der Diana Gruppe in Höhe von 10,9 Mio. € bedingt (siehe TZ 27).
11. FINANZERGEBNIS
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Zinserträge | ||
| aus Bankeinlagen | 1.000 | 1.727 |
| Sonstige | 157 | 840 |
| Zinserträge | 1.157 | 2.567 |
| Sonstige Finanzerträge | 365 | 179 |
| Finanzerträge | 1.522 | 2.746 |
| Zinsaufwendungen | ||
| aus Bankdarlehen | - 3.321 | - 4.312 |
| aus sonstigen Darlehen | - 17.762 | - 22.149 |
| Sonstige | - 13.879 | - 17.805 |
| Zinsaufwendungen | - 34.962 | - 44.266 |
| Fremdwährungsgewinne/-verluste | - 2.549 | 2.559 |
| Entgelte zur Finanzierung der Diana Akquisition | 0 | - 5.027 |
| Ergebniseffekt aus sukzessivem Anteilserwerb Probi AB | 0 | - 2.799 |
| Sonstige Finanzaufwendungen | - 1.284 | - 1.583 |
| Finanzaufwendungen | - 38.795 | - 51.116 |
| Finanzergebnis | - 37.273 | - 48.370 |
| davon Zinsergebnis | - 33.805 | - 41.699 |
| davon übriges Finanzergebnis | - 3.468 | - 6.671 |
Unter den Zinsaufwendungen aus sonstigen Darlehen werden die Zinsen für die Verbindlichkeiten aus den Eurobonds und dem US Private Placement angegeben. Die sonstigen Zinsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 11,9 Mio. € (2013: 11,0 Mio. €).
Im Finanzergebnis des Konzerns sind in Höhe von 5,0 Mio. € einmalige, nicht wiederkehrende Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Finanzierung des Erwerbs der Diana Gruppe sowie 2,8 Mio. € einmalige, nicht wiederkehrende Sondereinflüsse im Zuge der erstmaligen Konsolidierung der Probi AB, Schweden, enthalten (siehe TZ 27).
12. ERTRAGSTEUERN
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten beziehungsweise geschuldeten tatsächlichen Steuern sowie die latenten Steuern ausgewiesen.
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | - 76.666 | - 90.303 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | ||
| aus Verlustvorträgen | - 14.550 | - 57 |
| aus temporären Differenzen | 17.697 | 17.417 |
| Summe latenter Steueraufwand/-ertrag | 3.147 | 17.360 |
| Ertragsteuern | - 73.519 | - 72.943 |
Der Ertragsteueraufwand hat sich im Berichtsjahr um 0,6 Mio. € auf 72,9 Mio. € verringert. Der Steuersatz des Berichtsjahres beträgt 28,1 % (2013: 29,9 %).
Die Erhöhung des tatsächlichen Ertragsteueraufwands um 13,6 Mio. € auf 90,3 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem verbesserten Konzernergebnis. Die Veränderung des latenten Steuerertrags resultiert im Wesentlichen aus der Kaufpreisallokation der Akquisition der Diana Gruppe und damit zusammenhängenden Abschreibungen. Im Vorjahr war der latente Steuerertrag durch die Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen sowie die Neubewertung des steuerlichen Verlustvortrags in Singapur aufgrund eines gewährten Entwicklungs- und Expansionszertifikats, welches eine Reduzierung des Steuersatzes auf 5 % zum Inhalt hat, beeinflusst. Im Jahr 2014 konnten steuerliche Verlustvorträge genutzt werden, dem gegenüber stand eine Zunahme von steuerlichen Verlustvorträgen aus der Diana Gruppe.
ABLEITUNG EFFEKTIVSTEUERSATZ
Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von 72,9 Mio. € (2013: 73,5 Mio. €) leiten sich wie folgt von einem "erwarteten" Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes unter Berücksichtigung lokaler Steuersätze auf das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern ergeben hätte:
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | 245.854 | 259.710 |
| Erwarteter Steueraufwand zu lokalen Steuersätzen | - 69.361 | - 70.912 |
| Steuereffekt aus Vorjahren | - 10.606 | 2.886 |
| Steuereffekt aus steuerfreien Erträgen | 8.495 | 9.852 |
| Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen | - 3.559 | - 6.579 |
| Nicht erstattungsfähige Quellensteuer | - 1.344 | - 5.247 |
| Steuereffekt aus Wertänderungen bei latenten Steueransprüchen | 997 | - 3.565 |
| Steuereffekt aus Änderung des Steuersatzes | 2.019 | 288 |
| Sonstige Steuereffekte | - 160 | 334 |
| Steueraufwand | - 73.519 | - 72.943 |
Steuereffekte aus Vorjahren sind 2014 deutlich zurückgegangen, da wesentliche Betriebsprüfungen weitgehend abgeschlossen sind.
Der Effekt aus steuerfreien Erträgen resultiert aus Steuervergünstigungen im Ausland.
Der Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen resultiert hauptsächlich aus nicht abzugsfähigem Zinsaufwand aus der Diana Gruppe sowie gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen in Deutschland. Ein weiterer Effekt resultiert aus vereinnahmten Auslandsdividenden, da 5 % der Dividendeneinnahmen in Deutschland fiktiv als steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt werden.
Der Anstieg der Steuereffekte aus nicht erstattungsfähigen Quellensteuern ergibt sich aus vereinnahmten Auslandsdividenden.
Der Effekt aus Wertänderungen bei latenten Steueransprüchen resultiert aus der Ausbuchung latenter Steueransprüche aufgrund der Schließung einer Tochtergesellschaft sowie aus der Wertberichtigung latenter Steueransprüche bei Gesellschaften der Diana Gruppe.
Die für das Geschäftsjahr 2014 vorgeschlagene Dividende (siehe TZ 38) wird keine ertragsteuerlichen Konsequenzen für Symrise haben. Für geplante Ausschüttungen von Konzerngesellschaften werden die zukünftig entstehenden Ertrag- und Quellensteuern als latente Steuerschulden abgegrenzt.
Für temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von 170,2 Mio. € im Jahr 2014 und 102,4 Mio. € im Jahr 2013 wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da diese Gewinne bei Ausschüttung keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit investiert werden sollen. Der wesentliche Anstieg ist auf die Akquisition der Diana Gruppe zurückzuführen.
Der Betrag der Ertragsteuern, der direkt dem sonstigen Ergebnis belastet oder gutgeschrieben wurde, setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2013 | 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | vor Steuern | Steuern | nach Steuern | vor Steuern | Steuern | nach Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | - 57.395 | 2.034 | - 55.361 | 30.721 | 2.493 | 33.214 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - 41 | 3 | - 38 | 58 | - 15 | 43 |
| Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) | 37 | - 16 | 21 | - 530 | 119 | - 411 |
| Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionsplänen | 44.712 | - 13.955 | 30.757 | - 125.858 | 37.242 | - 88.616 |
| Steuersatzänderung | 0 | - 73 | - 73 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | - 12.687 | - 12.007 | - 24.694 | - 95.609 | 39.839 | - 55.770 |
| davon tatsächliche Steuern | 421 | - 72 | ||||
| davon latente Steuern | - 12.428 | 39.911 |
13. ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind im Anlagespiegel unter den TZ 25 und 26 ersichtlich.
14. ERGEBNIS JE AKTIE
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird der den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Gewinn durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.
Im zweiten Quartal 2014 wurden 11.150.000 und im dritten Quartal 2014 489.274 neue Aktien, die ab 1. Januar 2014 dividendenberechtigt sind, ausgegeben und entsprechend zeitanteilig in die Berechnung des Ergebnisses je Aktie einbezogen.
In den Jahren 2013 und 2014 wurden keine Options- oder Wandelrechte ausgegeben; ein Verwässerungseffekt des Ergebnisses je Aktie besteht folglich nicht. Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis sind damit identisch.
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| 2013 | 2014 | |
|---|---|---|
| Auf Aktionäre der Symrise AG entfallendes Konzernergebnis (in T€) | 172.335 | 185.000 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (in Stück) | 118.173.300 | 125.317.373 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 1,46 | 1,48 |
WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
15. ZAHLUNGSMITTEL UND KURZFRISTIGE EINLAGEN
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel | 120.803 | 188.378 |
| Kurzfristige Einlagen | 14.540 | 10.850 |
| Summe | 135.343 | 199.228 |
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen bestehen im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten, deren Buchwert ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere durch die Zugänge im Konsolidierungskreis (siehe TZ 27) begründet.
16. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 329.168 | 433.120 |
| Wertberichtigungen | - 7.621 | - 12.068 |
| Summe | 321.547 | 421.052 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht besichert. Der Konzern trägt damit das Risiko, dass es zu Forderungsausfällen kommt. Jedoch mussten in der Vergangenheit nur Ausfälle von untergeordneter Bedeutung seitens Einzelkunden hingenommen werden. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht näherungsweise ihrem beizulegenden Zeitwert.
Die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Wertberichtigungen haben sich zum Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
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| in T€ | Buchwert (brutto) | weder wertgemindert noch überfällig | ganz oder teilweise wertberichtigt | Wertberichtigung | überfällig seit 1-30 Tagen | überfällig seit 31-90 Tagen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2013 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 329.168 | 283.668 | 45.500 | 7.621 | 29.102 | 8.273 |
| 31. Dezember 2014 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 433.120 | 370.716 | 62.404 | 12.068 | 39.596 | 10.148 |
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| in T€ | überfällig seit 91-360 Tagen | mehr als 1 Jahr überfällig | nicht wertgemindert aber überfällig |
|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2013 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.833 | 5.292 | 0 |
| 31. Dezember 2014 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.108 | 6.552 | 0 |
Die Gesellschaften gewähren branchen- und landesübliche Zahlungsziele.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| 1. Januar | 8.509 | 7.621 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 3.114 |
| Zuführungen | 2.445 | 5.048 |
| Im Berichtsjahr in Anspruch genommen | - 664 | - 1.654 |
| Wertaufholungen | - 2.436 | - 2.143 |
| Währungskursdifferenzen | - 233 | 82 |
| 31. Dezember | 7.621 | 12.068 |
Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist begrenzt durch die Vielzahl von Kunden mit breit diversifizierten Aktivitäten auf unterschiedlichen Märkten.
Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen.
17. VORRÄTE
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Rohstoffe | 138.264 | 179.840 |
| Unfertige Erzeugnisse | 106.616 | 1 29.661 |
| Fertige Erzeugnisse | 136.409 | 193.318 |
| Wertberichtigungen | - 12.722 | - 18.129 |
| Summe | 368.567 | 484.690 |
In den Umsatzkosten sind in Höhe von 893,4 Mio. € (2013: 789,6 Mio. €) Materialkosten ohne Fremdwährungseffekte enthalten.
Die Vorräte unterliegen ausschließlich branchenüblichen Eigentumsvorbehalten.
18. KURZFRISTIGE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND FORDERUNGEN
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuern | 19.347 | 40.781 |
| Sonstige Vorauszahlungen | 15.497 | 27.799 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 1.402 | 3.603 |
| Summe | 36.246 | 72.183 |
In den sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer berücksichtigt.
Die sonstigen Vorauszahlungen beinhalten insbesondere Zahlungen zur Aufnahme auf Kundenlisten, die in der Folge über die Vertragslaufzeit aufgelöst werden, sowie übrige vorausgezahlte Leistungen, die periodengerecht abzugrenzen sind.
Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen sind nicht besichert. Symrise trägt das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann. In der Vergangenheit mussten ausschließlich Ausfälle von untergeordneter Bedeutung hingenommen werden. Im Posten sind nur geringfügig Wertberichtigungen enthalten, weshalb auf die Darstellung der Entwicklung des Wertberichtigungskontos aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet wird.
19. KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Guthaben auf einem Treuhandkonto | 0 | 3.291 |
| Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen | 992 | 1.550 |
| Forderungen an Kunden und Mitarbeiter | 644 | 719 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 688 | 1.178 |
| Summe | 2.324 | 6.738 |
Das Guthaben auf einem Treuhandkonto steht im Zusammenhang mit der Abwicklung der im Vorjahr getätigten Akquisition der Belmay Gruppe.
20. LATENTE STEUERANSPRÜCHE/-SCHULDEN
Die latenten Steueransprüche und -schulden aus temporären Differenzen beziehen sich auf die folgenden Posten:
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| 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Steueransprüche | Steuer- schulden |
Erträge (+) /Aufwendungen (-) | Steuer- ansprüche |
Steuerschulden | Erträge (+) /Aufwendungen (-) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 15.160 | 58.590 | 9.203 | 1 6.565 | 259.662 | 8.206 |
| Sachanlagen | 6.723 | 43.801 | 1.706 | 9.121 | 57.529 | 647 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 106 | 32 | - 14 | 1.105 | 200 | 931 |
| Vorräte | 10.389 | 248 | 527 | 13.746 | 340 | 4.692 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorauszahlungen und sonstige Vermögenswerte | 3.632 | 1.855 | 3.208 | 3.236 | 10.486 | - 9.839 |
| Rückstellungen für Pensionen | 37.359 | 7 | 65 | 76.133 | 0 | 1.961 |
| Sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten | 9.786 | 7.073 | 2.002 | 30.471 | 15.864 | 10.722 |
| Anteile an Tochterunternehmen | 0 | 1.993 | 1.000 | 0 | 1.900 | 97 |
| Verlustvorträge | 8.237 | 0 | - 14.550 | 35.984 | 0 | - 57 |
| Zwischensumme | 91.392 | 113.599 | 3.147 | 186.361 | 345.981 | 17.360 |
| Saldierung | - 45.200 | - 45.200 | - 105.067 | - 105.067 | ||
| Summe | 46.192 | 68.399 | 3.147 | 81.294 | 240.914 | 17.360 |
Im Jahr 2014 belief sich der latente Steuerertrag auf 17,4 Mio. €, gegenüber einem latenten Steuerertrag von 3,1 Mio. € im Jahr 2013.
Die Veränderung des latenten Steuerertrags resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises. Es wurden insgesamt 192,1 Mio. € latente Steuerverbindlichkeiten (netto) als Folge der Akquisition der Diana Gruppe sowie der Vollkonsolidierung der Probi AB, Schweden, berücksichtigt. Laufende Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation der Akquisition der Diana Gruppe sowie die Aktivierung latenter Steueransprüche auf Verlustvorträge der Diana Gruppe beeinflussen maßgeblich den latenten Steuerertrag.
Hinsichtlich der Veränderung der Pensionsrückstellung und der damit verbundenen Veränderung der latenten Steuern verweisen wir auf TZ 12.
Insgesamt bestanden am Stichtag körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 146,7 Mio. € (31. Dezember 2013: 70,6 Mio. €). Darüber hinaus bestanden Verlustvorträge in Höhe von 6,6 Mio. € (31. Dezember 2013: 3,7 Mio. €) aus Gewerbesteuer in Deutschland. Von den körperschaftsteuerlichen Verlusten sind 1,0 Mio. € zeitlich begrenzt nutzbar.
Die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge und damit die Bewertung der entsprechenden latenten Steueransprüche sind durch eine Steuerplanung untermauert. Die Wertberichtigung auf latente Steueransprüche beträgt zum Stichtag 3,5 Mio. € (31. Dezember 2013: 0 Mio. €).
Die Berechnung der ausländischen Einkommensteuern basiert auf den gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Landes.
Die Steuersätze der einzelnen Gesellschaften liegen zwischen 0 % und 38 % ohne Berücksichtigung der Finanzierungsgesellschaften.
Im Berichtsjahr sind in den latenten Steueransprüchen und -schulden Währungseffekte in Höhe von 1,9 Mio. € (31. Dezember 2013: 0,8 Mio. €) enthalten.
21. LANGFRISTIGE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND FORDERUNGEN
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Forschungszuschüssen | 0 | 19.957 |
| Vorauszahlungen | 6.814 | 5.107 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 293 | 1.521 |
| Summe | 7.107 | 26.585 |
Die Forderungen aus Forschungszuschüssen beinhalten noch nicht verrechnete Ansprüche aus den von der französischen Regierung gewährten Steuergutschriften auf Forschungsausgaben (Crédit d'impôt recherche, CIR) sowie für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (Crédit d'impôt pour la compétitivité et l'emploi, CICE). Es bestehen keine unerfüllten Bedingungen oder andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit diesen Zuschüssen.
Unter den Vorauszahlungen werden unverändert zum Vorjahr Zahlungen zur Aufnahme auf Kundenlisten gezeigt. Die für die Aufnahme geleisteten Zahlungen werden über die Vertragslaufzeit aufgelöst. Der Rückgang resultiert aus der Umgliederung inzwischen kurzfristig gewordener Bestandteile in die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte und Forderungen.
22. LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Rückgriffsanspruch | 0 | 10.100 |
| Finanzanlagen (Available for Sale) | 5.317 | 5.427 |
| Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen | 1.073 | 1.694 |
| Guthaben auf Treuhandkonto | 7.263 | 1.645 |
| Forderungen an Kunden, Mitarbeiter und Zulieferer | 1.380 | 1.174 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 79 | 260 |
| Summe | 15.112 | 20.300 |
Der Rückgriffsanspruch wurde im Zuge des Erwerbs der Diana Gruppe mit dem Verkäufer vereinbart und sichert die Erstattung möglicher finanzieller Risiken (siehe TZ 27).
Die Position Finanzanlagen beinhaltet Wertpapiere, die aufgrund gesetzlicher Regelungen für Pensionsverpflichtungen in Österreich gehalten werden sowie sonstige Beteiligungen.
Das Guthaben auf dem Treuhandkonto steht im Zusammenhang mit der Abwicklung der im Vorjahr getätigten Akquisition der Belmay Gruppe und ist zum 31. Dezember 2014 zu einem Teil in die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte umgegliedert worden.
23. ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN
Der Erwerb weiterer Anteile an der Probi AB, Schweden, führte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 zur Beherrschung der Probi AB durch Symrise aufgrund der faktischen Stimmrechtsmehrheit. Die Probi AB wurde daher 2014 erstmalig im Wege der Vollkonsolidierung in den Symrise Konzern einbezogen (siehe TZ 27). Weitere assoziierte Unternehmen von Bedeutung bestehen nicht.
24. ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um Grundstücke und Gebäude in der Schweiz, die seit Anfang 2013 zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgte nicht durch einen unabhängigen, qualifizierten Gutachter, sondern auf Basis beobachteter Transaktionen, die mit der Lage und Art der betreffenden Immobilien vergleichbar sind (Market-Value-Simulation). Die der Bewertung zugrunde gelegten Preise pro Quadratmeter lagen zwischen 130 und 255 CHF.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des beizulegenden Zeitwerts im Level 3:
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| 1. Januar | 0 | 2.583 |
| Umgliederungen aus den Sachanlagen | 1.211 | 0 |
| Zugänge | 117 | 0 |
| Abgänge | - 426 | - 716 |
| Bewertungsgewinne | ||
| Erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | 1.673 | 264 |
| Währungskursdifferenzen | 8 | 51 |
| 31. Dezember | 2.583 | 2.182 |
Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Würden sich die zugrunde gelegten Preise pro Quadratmeter um +/-10 % verändern, würde sich der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien um 218 T€ erhöhen beziehungsweise verringern.
Im Jahr 2014 wurden Mieteinnahmen in Höhe von 98 T€ erfasst. Die Aufwendungen für Instandhaltung beliefen sich für die vermieteten Immobilien auf 77 T€ und für die nicht vermieteten Immobilien auf 83 T€.
25. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
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| 2013 in T€ |
Geschäfts- oder Firmenwert | Rezepturen1) mit bestimmter Nutzungsdauer | Andere immaterielle Vermögenswerte2) mit bestimmter Nutzungsdauer | Aktivierte Entwicklungskosten | Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2013 | 528.128 | 609.923 | 142.184 | 15.384 | 14.044 | 1.309.663 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerb | 18.625 | 5.821 | 47.057 | 0 | 0 | 71.503 |
| Zugänge aus Anschaffungen | 0 | 21 | 3.118 | 0 | 4.684 | 7.823 |
| Zugänge aus Eigenleistungen | 0 | 0 | 0 | 278 | 1.458 | 1.736 |
| Abgänge | 0 | 0 | - 2.523 | 0 | 0 | - 2.523 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 10.011 | 653 | - 10.664 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | - 17.153 | - 12.094 | - 6.723 | 0 | - 211 | - 36.181 |
| 31. Dezember 2013 | 529.600 | 603.671 | 193.124 | 16.315 | 9.311 | 1.352.021 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2013 | - 36.813 | - 400.081 | - 59.778 | - 7.991 | 0 | - 504.663 |
| Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres | 0 | - 25.975 | - 15.723 | - 3.882 | 0 | - 45.580 |
| Abgänge | 0 | 0 | 2.270 | 0 | 0 | 2.270 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | - 382 | 382 | 0 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | - 2.071 | 8.178 | 2.201 | 0 | 0 | 8.308 |
| 31. Dezember 2013 | - 38.884 | - 417.878 | - 71.412 | - 11.491 | 0 | - 539.665 |
| Buchwerte | ||||||
| 1. Januar 2013 | 491.315 | 209.842 | 82.406 | 7.393 | 14.044 | 805.000 |
| 31. Dezember 2013 | 490.716 | 185.793 | 121.712 | 4.824 | 9.311 | 812.356 |
1) Rezepturen bestehen hauptsächlich aus Produktionsrezepturen aus Unternehmenserwerben.
2) Kundenstämme, Software, Patente und sonstige Rechte, Markenrechte, eigene IT-Entwicklungen.
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| 2014 in T€ |
Geschäfts- oder Firmenwert | Rezepturen1) mit bestimmter Nutzungsdauer | Andere immaterielle Vermögenswerte2) mit bestimmter Nutzungsdauer | Aktivierte Entwicklungskosten | Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2014 | 529.600 | 603.671 | 193.124 | 16.315 | 9.311 | 1.352.021 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 581.683 | 79.704 | 596.039 | 2.422 | 820 | 1.260.668 |
| Zugänge aus Anschaffungen | 0 | 0 | 5.463 | 0 | 4.396 | 9.859 |
| Zugänge aus Eigenleistungen | 0 | 0 | 0 | 675 | 47 | 722 |
| Abgänge | 0 | 0 | - 3.902 | - 411 | 0 | - 4.313 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 4.594 | 626 | - 5.220 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 21.895 | 23.168 | 13.534 | - 95 | - 510 | 57.992 |
| 31. Dezember 2014 | 1.133.178 | 706.543 | 808.852 | 19.532 | 8.844 | 2.676.949 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2014 | - 38.884 | - 417.878 | - 71.412 | - 11.491 | 0 | - 539.665 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | - 11.884 | - 442 | 0 | - 12.326 |
| Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres | 0 | - 29.389 | - 38.650 | - 2.023 | 0 | - 70.062 |
| Wertminderungen | 0 | - 316 | - 158 | 0 | 0 | - 474 |
| Abgänge | 0 | 0 | 3.567 | 0 | 0 | 3.567 |
| Währungskursdifferenzen | - 2.889 | - 16.365 | - 4.433 | 23 | 0 | - 23.664 |
| 31. Dezember 2014 | - 41.773 | - 463.948 | - 122.970 | - 13.933 | 0 | - 642.624 |
| Buchwerte | ||||||
| 1. Januar 2014 | 490.716 | 185.793 | 121.712 | 4.824 | 9.311 | 812.356 |
| 31. Dezember 2014 | 1.091.405 | 242.595 | 685.882 | 5.599 | 8.844 | 2.034.325 |
1) Rezepturen bestehen hauptsächlich aus Produktionsrezepturen und Technologien aus Unternehmenserwerben.
2) Kundenstämme, Markenrechte, Software, Patente und sonstige Rechte, eigene IT-Entwicklungen.
Bezüglich der Veränderungen des Konsolidierungskreises verweisen wir auf TZ 27.
Die übrigen Zugänge betreffen Software, vorrangig SAP-Anwendungen, und Stoffregistrierungen nach der Europäischen Chemikalienverordnung (REACH).
Die aktivierten Entwicklungskosten inklusive im Erstellungsprozess befindliche aktivierte Entwicklungskosten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 5,9 Mio. € (31. Dezember 2013: 7,3 Mio. €).
Die Abschreibungen auf Rezepturen sind dem Fertigungsbereich zugeordnet und somit in den Umsatzkosten enthalten. Die Abschreibungen auf Kundenstämme und Markenrechte sind in den Vertriebskosten ausgewiesen. Die Abschreibungen der übrigen immateriellen Vermögenswerte sind den entsprechenden Funktionsbereichen der Konzerngewinn- und -verlustrechnung zugeordnet.
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwert nach Segmenten | ||
| Scent & Care | 173.193 | 179.094 |
| Flavor & Nutrition | 317.523 | 912.311 |
| Summe | 490.716 | 1.091.405 |
26. SACHANLAGEN
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| 2013 in T€ |
Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 1. Januar 2013 | 331.565 | 328.297 | 151.622 | 40.423 | 851.907 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerb | 0 | 516 | 99 | 0 | 615 |
| Andere Zugänge | 4.089 | 10.181 | 11.047 | 35.864 | 61.181 |
| Abgänge | - 2.022 | - 2.312 | - 3.025 | - 199 | - 7.558 |
| Umbuchungen | 5.899 | 17.990 | 4.690 | - 28.579 | 0 |
| Umgliederung in "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" | - 4.265 | 0 | 0 | 0 | - 4.265 |
| Währungskursdifferenzen | - 9.231 | - 7.877 | - 6.435 | - 1.123 | - 24.666 |
| 31. Dezember 2013 | 326.035 | 346.795 | 157.998 | 46.386 | 877.214 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2013 | - 114.004 | - 197.274 | - 102.512 | 0 | - 413.790 |
| Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres | - 12.205 | - 20.977 | - 11.277 | 0 | - 44.459 |
| Zuschreibungen | 29 | 0 | 0 | 0 | 29 |
| Abgänge | 1.036 | 2.092 | 2.702 | 0 | 5.830 |
| Umgliederung in "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" | 3.054 | 0 | 0 | 0 | 3.054 |
| Währungskursdifferenzen | 3.387 | 4.605 | 3.752 | 0 | 11.744 |
| 31. Dezember 2013 | - 118.703 | - 211.554 | - 107.335 | 0 | - 437.592 |
| Buchwerte | |||||
| 1. Januar 2013 | 217.561 | 131.023 | 49.110 | 40.423 | 438.117 |
| 31. Dezember 2013 | 207.332 | 135.241 | 50.663 | 46.386 | 439.622 |
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| 2014 in T€ |
Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 1. Januar 2014 | 326.035 | 346.795 | 157.998 | 46.386 | 877.214 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 111.600 | 176.220 | 15.846 | 8.342 | 312.008 |
| Zugänge | 6.310 | 18.349 | 12.349 | 53.672 | 90.680 |
| Abgänge | - 776 | - 6.173 | - 2.958 | - 279 | - 10.186 |
| Umbuchungen | 13.879 | 19.827 | 7.627 | - 41.333 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | 8.536 | 15.028 | 5.238 | 2.619 | 31.421 |
| 31. Dezember 2014 | 465.584 | 570.046 | 196.100 | 69.407 | 1.301.137 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2014 | - 118.703 | - 211.554 | - 107.335 | 0 | - 437.592 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | - 47.460 | - 101.124 | - 10.685 | 0 | - 159.269 |
| Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres | - 14.678 | - 28.118 | - 13.527 | 0 | - 56.323 |
| Wertminderungen | - 953 | - 344 | - 55 | 0 | - 1.352 |
| Abgänge | 402 | 5.876 | 2.794 | 0 | 9.072 |
| Umbuchungen | - 16 | - 768 | 784 | 0 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | - 4.400 | - 8.550 | - 3.040 | 0 | - 15.990 |
| 31. Dezember 2014 | - 185.808 | - 344.582 | - 131.064 | 0 | - 661.454 |
| Buchwerte | |||||
| 1. Januar 2014 | 207.332 | 135.241 | 50.663 | 46.386 | 439.622 |
| 31. Dezember 2014 | 279.776 | 225.464 | 65.036 | 69.407 | 639.683 |
| davon Finanzierungsleasing | 8.241 | 3.363 | 386 | 0 | 11.990 |
Bezüglich der Veränderungen des Konsolidierungskreises verweisen wir auf TZ 27.
Bei den übrigen Zugängen handelte es sich insbesondere um Investitionen in Kapazitätserweiterungen sowie die Erneuerung der Massenspektrometrie in der Forschung. In den Zugängen sind aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 0,5 Mio. € enthalten. Der zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz beläuft sich auf 4,04 % (31. Dezember 2013: 4,06 %).
Die Wertminderungen resultieren aus der Konsolidierung von Standorten und sind in den zugehörigen Funktionsbereichen erfasst.
27. UNTERNEHMENSERWERBE
PROBI AB
Die schwedische Probi AB mit Sitz in Lund (im Folgenden: Probi) forscht und entwickelt im Bereich Probiotika und ist einer der führenden Hersteller probiotischer Kulturen für Getränke, Milchprodukte und Nahrungsergänzungsmittel. Probi genießt dank richtungsweisender Konzepte bei der Forschung, Entwicklung und Herstellung von Probiotika hohes Ansehen unter international tätigen Lebensmittel- und Konsumgüterherstellern. Das Unternehmen vertreibt Probiotika für Produkte im Bereich Magen-Darm-Gesundheit und zur Gesunderhaltung des Immunsystems. Seit Gründung im Jahr 1991 hat Probi eine starke und innovative Forschungs- und Entwicklungsplattform geschaffen und verfügt über eigenes, patentiertes Know-how. Mit der Expansion in neue Bereiche erschließt Probi zusätzliche Wachstumspotenziale und ergänzt so die bestehenden Aktivitäten im Segment Flavor & Nutrition.
Symrise und Probi arbeiten gemeinsam daran, Probiotika mit gesundheitsfördernden Eigenschaften zu identifizieren. Schwerpunkt der strategischen Zusammenarbeit bildet die Entwicklung von funktionalen Inhaltsstoffen für Mundpflegeprodukte. Probi verfügt sowohl über bereits kommerzialisierte probiotische Kulturen als auch über neue Stämme mit spezifischen Wirksamkeitsprofilen. Symrise zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Produkten für Zahnpflege und Mundhygiene. Durch die Kombination des Know-hows von Symrise in den Bereichen Sensorik und funktionale Inhaltsstoffe und der langjährigen Expertise von Probi auf dem Gebiet patentierter Probiotika können für Verbraucher völlig neue Produkte mit hochwertigen Profilen entwickelt werden, bei denen ein nachgewiesener Nutzen für die Gesundheit im Vordergrund steht oder stehen wird.
Der Erwerb weiterer Anteile an Probi führte im Januar 2014 zu einer Überschreitung der 30 %-Schwelle, so dass Symrise den übrigen Aktionären im ersten Quartal 2014 ein öffentliches Pflichtangebot unterbreitet hat. Das Angebot belief sich auf 40,10 SEK je Aktie. Symrise wurden 1,6 Mio. Aktien (16,6 %) angedient. Nach Übernahme dieser Anteile hielt Symrise insgesamt 46,6 % der Stimmrechte. Die sich daraus ergebenden Anschaffungskosten beliefen sich auf 7,4 Mio. €.
Basierend auf den Vorschriften von IFRS 10 ist zu beurteilen, ob auch bei Stimmrechtsquoten unter 50 % eine sogenannte De-Facto-Control vorliegt, das Unternehmen damit beherrscht wird und im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Zum 31. März 2014 war diese Beurteilung mit hoher Unsicherheit verbunden, da keine Kenntnisse darüber bestanden, wie die Präsenzen auf der Hauptversammlung nach der Erhöhung des Anteilsbesitzes von Symrise ausfallen würden. Die geringe Präsenz auf der Hauptversammlung der Probi am 29. April 2014 ist für uns ein Anhaltspunkt, dass mit ausreichender Sicherheit De-Facto-Control durch Symrise besteht. Probi ist daher seit dem 29. April 2014 als ein Tochterunternehmen zu klassifizieren, das seit diesem Zeitpunkt vollkonsolidiert wird. Der Beteiligungsbuchwert belief sich am 29. April 2014 auf 22,5 Mio. €. Aus dem Übergang von der Anwendung der Equity-Methode zur Vollkonsolidierung ergab sich ein einmaliger, nicht wiederkehrender Bewertungseffekt in Höhe von -2,8 Mio. €, der innerhalb des Finanzergebnisses (siehe TZ 11) ausgewiesen wird.
Die erstmalig in der Konzernbilanz berücksichtigten Vermögenswerte und Schulden wurden zu folgenden (vorläufig ermittelten) beizulegenden Zeitwerten angesetzt:
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| in T€ | Vorläufig erfasster Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt |
|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 10.476 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.371 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 11.640 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.250 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 1.001 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - 3.284 |
| Nettovermögen | 21.452 |
| Nicht beherrschende Anteile | - 11.449 |
| Erworbenes Nettovermögen | 10.003 |
| Gegenleistung für den Erwerb der Anteile (ausschließlich durch Barmittel erbracht) | 19.717 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9.714 |
Der (vorläufige) Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus Synergie- und Ertragspotenzialen, die aus der Eingliederung des operativen Geschäfts in den Symrise Konzern erwartet werden. Die der Erstkonsolidierung zugrunde gelegten Zeitwerte sind noch als vorläufig anzusehen und basieren auf Schätzungen, die Gegenstand von Nachbearbeitungen sind, um Informationen über Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bereits existierten, zu berücksichtigen. Es gab keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Erwerbszeitpunkt, die als voraussichtlich uneinbringlich eingestuft wurden.
Seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt trug Probi mit 12,0 Mio. € zum Umsatz und mit 0,8 Mio. € zum Konzernjahresüberschuss im Symrise Konzern bei.
DIANA GRUPPE
Am 8. Juli 2014 übernahm Symrise im Wege eines Share Deals sämtliche Anteile der in Saint Nolff, Frankreich, ansässigen Kerisper SAS und der Kerisper Management SAS an der Diana Gruppe. Die Diana Gruppe ist einer der führenden Lieferanten sensorischer Lösungen auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe und hat sich zu einem bevorzugten Partner von Herstellern von Nahrungsmitteln, Heimtiernahrung, funktionalen Lebensmitteln, Aquakulturen und Kosmetika entwickelt. Sie betreibt Produktionsstätten und Vertriebsniederlassungen in 23 Ländern in Europa, Nord- und Lateinamerika sowie Asien.
Mit der Übernahme wird das Portfolio an natürlichen Inhaltsstoffen erheblich erweitert. Darüber hinaus werden neue Geschäftsfelder, wie etwa der Markt für Heimtiernahrung, erschlossen, die Rückwärtsintegration bei Agrarrohstoffen ausgebaut und unsere Kunden bei deren Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Inhaltsstoffe unterstützt. Dieser Unternehmenserwerb eröffnet Symrise die Möglichkeit eines profitablen Wachstums über unsere bisherigen Zielmärkte hinaus und trägt zur künftigen Wertschaffung im Segment Flavor & Nutrition bei.
Der vorläufige Kaufpreis beträgt 457,9 Mio. € (Equity Value) und besteht aus einer in Barmitteln (438,3 Mio. €) und - in geringem Umfang - in Symrise Aktien (19,6 Mio. €) zu vergütenden Komponente. Die Anzahl der in Aktien zu begleichenden Kaufpreissumme basiert auf dem Börsenkurs der Symrise Aktie am Tag des "Legal Closings" des Unternehmenskaufvertrags (28. Juli 2014). Es sind insgesamt 489.274 Stammaktien zu einem Kurs von 40,08 € je Aktie ausgegeben worden.
Die erstmalig in der Konzernbilanz berücksichtigten Vermögenswerte und Schulden wurden zu folgenden (vorläufig ermittelten) beizulegenden Zeitwerten angesetzt:
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| in T€ | Vorläufig erfasster Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt |
|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 51.686 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 72.188 |
| Vorräte | 87.489 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 655.020 |
| Sachanlagen | 152.505 |
| Sonstige Vermögenswerte | 33.743 |
| Tatsächliche Ertragsteuerforderungen | 6.055 |
| Latente Steueransprüche | 28.312 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 45.674 |
| Darlehen | - 869.747 |
| Rückstellungen | - 8.789 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - 42.721 |
| Latente Steuerschulden | - 218.460 |
| Eventualschulden | - 8.731 |
| Nettovermögen | - 107.124 |
| Nicht beherrschende Anteile | - 6.960 |
| Erworbenes Nettovermögen | - 114.084 |
| Gegenleistung für den Erwerb der Anteile | 457.884 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 571.968 |
Der (vorläufige) Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus Synergie- und Ertragspotenzialen, die aus der Eingliederung des operativen Geschäfts in den Symrise Konzern erwartet werden.
Bei den erworbenen Darlehen handelt es sich im Wesentlichen (849,7 Mio. €) um Gesellschafterdarlehen, von Gesellschaftern zur Verfügung gestellte sonstige Finanzausleihungen (insgesamt 530,8 Mio. €) sowie um von Banken gewährte Darlehen (318,9 Mio. €) jeweils einschließlich abgegrenzter Zinsen, die mit dem Erwerb fällig gestellt und unmittelbar von Symrise zurückgeführt wurden. Zusammen mit der Gegenleistung von 457,9 Mio. € für das erworbene Nettovermögen ergibt sich das Transaktionsvolumen von 1,3 Mrd. €.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von 75,3 Mio. €, wovon 3,1 Mio. € zum Erwerbszeitpunkt als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden.
Die Eventualschulden beinhalten Verpflichtungen aus möglichen Risiken, die im Rahmen der Kaufpreisallokation in Höhe von 18,8 Mio. € bewertet wurden und für die ein Rückgriffanspruch in Höhe von 10,1 Mio. € gegenüber dem Verkäufer besteht.
Die Erstkonsolidierung der Diana Gruppe ist noch als vorläufig anzusehen und basiert auf Schätzungen, die Gegenstand von Nachbearbeitungen sind, um Informationen über Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bereits existierten, zu berücksichtigen.
Seit dem Erwerbszeitpunkt trug die 2014 erworbene Diana Gruppe mit 233,9 Mio. € zum Umsatz und mit 4,6 Mio. € zum Konzernjahresüberschuss bei. Dieser Konzernjahresüberschuss ist in Höhe von 9,8 Mio. € durch einen einmaligen Aufwand, der in den Umsatzkosten berücksichtigt ist, belastet. Im Rahmen der Kaufpreisallokation waren die erworbenen Vorräte mit ihrem Verkaufspreis abzüglich noch ausstehender Aufwendungen für die Fertigstellung anzusetzen.
Da diese erworbenen Vorräte im zweiten Halbjahr 2014 verarbeitet und als Endprodukt verkauft wurden, war diese Aufwertung zusammen mit den übrigen Material- und Fertigungskosten ergebniswirksam zu erfassen.
Im Segment Flavor & Nutrition sind im Jahr 2014 einmalige, nicht wiederkehrende Erwerbsnebenkosten für die Akquisition und Integration in Höhe von 20,0 Mio. € im operativen Ergebnis erfasst (Umsatzkosten: 3,8 Mio. €, Vertriebskosten: 4,8 Mio. €, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen: 0,5 Mio. €, Verwaltungskosten: 10,9 Mio. €). Im Finanzergebnis sind darüber hinaus Entgelte zur Finanzierung der Akquisition in Höhe von 5,0 Mio. € berücksichtigt. Die Aufwendungen sind im Wesentlichen für Rechts- und sonstige Beratungsleistungen, für Abfindungen sowie im Rahmen der Konsolidierung von Standorten angefallen.
Unter der Annahme, dass die Unternehmenserwerbe 2014 bereits zum 1. Januar 2014 erfolgt wären, hätten die Konzernumsatzerlöse 2.357,0 Mio. € und der Konzernjahresüberschuss 202,9 Mio. € betragen. Die Pro-Forma-Zahlen wurden im Wege der Schätzung ermittelt. Dabei wurden vereinfachende Annahmen zugrunde gelegt: Die Umsatzerlöse, sämtliche Aufwendungen einschließlich Abschreibungen und Finanzierungsaufwendungen wurden linear (pro rata temporis) auf das Gesamtjahr 2014 hochgerechnet.
28. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
29. KURZFRISTIGE SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Personalverbindlichkeiten | 39.402 | 63.863 |
| Sonstige Steuern | 5.983 | 22.438 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 11.062 | 15.941 |
| Steuern auf Löhne/Gehälter, Sozialversicherungsabgaben und sonstige Sozialleistungen | 11.352 | 15.640 |
| Versicherungsbeiträge | 1.698 | 1.202 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 6.424 | 13.039 |
| Summe | 75.921 | 132.123 |
Die Personalverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Jahresprämien und Boni sowie Abgrenzungen für noch nicht genommenen Urlaub.
In den sonstigen Steuern sind vor allem Verpflichtungen aus Umsatzsteuer berücksichtigt.
Die übrigen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus diversen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angefallenen Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie aus Verbindlichkeiten im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten.
30. KURZFRISTIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
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| in T€ | Abfindungen | Erfolgsabhängige Vergütungen | Jubiläen | Übrige Rückstellungen | 2014 Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Januar | 2.025 | 1.768 | 817 | 438 | 5.048 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 1.026 | 0 | 0 | 631 | 1.657 |
| Zuführung | 2.106 | 952 | 152 | 3.210 | 6.420 |
| Auflösung | - 1.026 | 0 | 0 | - 253 | - 1.279 |
| Inanspruchnahme | - 1.440 | - 1.780 | - 808 | - 2.200 | - 6.228 |
| Umbuchungen | 0 | 1.268 | 900 | 1.930 | 4.098 |
| Zwischensumme | 2.691 | 2.208 | 1.061 | 3.756 | 9.716 |
| Währungskursdifferenzen | 57 | 0 | 0 | 113 | 170 |
| 31. Dezember | 2.748 | 2.208 | 1.061 | 3.869 | 9.886 |
Erfolgsabhängige Vergütungen wurden dem Vorstand und ausgewählten Mitarbeitern zugesagt.
Die Rückstellungen für Abfindungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Managements in Folge des Erwerbs der Diana Gruppe.
Die übrigen Rückstellungen enthalten im Einzelnen nicht wesentliche Positionen, weshalb auf einen gesonderten Ausweis verzichtet wurde.
Wir gehen davon aus, dass der Mittelabfluss sämtlicher Rückstellungen innerhalb der nächsten Monate, spätestens bis zum Ende des Jahres 2015, erfolgt ist.
31. KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Der Posten beinhaltet im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der Kaufpreisverpflichtung aus der im Vorjahr getätigten Akquisition der Belmay Gruppe, der nicht umgehend fällig war (7,5 Mio. €, 31. Dezember 2013: 2,8 Mio. €). Bezüglich der Entwicklung dieser Verpflichtung verweisen wir auf TZ 42. Die Verpflichtung ist "als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" eingestuft. Die Bewertungsänderungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst.
32. KURZFRISTIGE TATSÄCHLICHE ERTRAGSTEUERSCHULDEN
Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Ertragsteuern für noch nicht endgültig veranlagte Zeiträume. Die Zunahme des Postens gegenüber dem Vorjahr beruht hauptsächlich auf Steuernachzahlungen für das Geschäftsjahr 2014 in Deutschland. Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf TZ 12.
33. KURZ- UND LANGFRISTIGE DARLEHEN
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| 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Kurzfristig | Langfristig | Summe | Kurzfristig | Langfristig | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 37.077 | 82.177 | 119.254 | 111.709 | 298.462 | 410.171 |
| Sonstige Darlehen | 53 | 424.564 | 424.617 | 356 | 945.607 | 945.963 |
| Zinsabgrenzungen | 3.869 | 0 | 3.869 | 8.254 | 590 | 8.844 |
| Summe | 40.999 | 506.741 | 547.740 | 120.319 | 1.244.659 | 1.364.978 |
Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der "Revolving Credit Facility" handelt es sich mit einem Nominalwert von 92,6 Mio. € (31. Dezember 2013: 31,9 Mio. €) um Kredite, die dem Konzern im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300,0 Mio. € bis zum 19. November 2015 zur Verfügung stehen. Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit bestehen Kreditlinien mit der Commerzbank AG über 12,5 Mio. € und mit der Deutschen Bank AG über 5,0 Mio. USD zur Abdeckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs. Am 31. Dezember 2014 stand Symrise demnach eine nicht gezogene Kreditlinie in Höhe von nominal 224,0 Mio. € (31. Dezember 2013: 284,3 Mio. €) zur Verfügung.
Die langfristigen Darlehen umfassen im Wesentlichen ein US Private Placement, einen Term Loan, ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB), ein Darlehen der KfW, die beiden Eurobonds sowie die lokale Verschuldung der Diana Gesellschaften und beinhalten Buchwerte in ausländischen Währungen (USD, INR) in Höhe von 225,3 Mio. € (31. Dezember 2013: 192,5 Mio. €).
Symrise hat sich bei der Revolving Credit Facility, dem KfW-Darlehen, dem Term Loan, dem US Private Placement sowie bei dem Darlehen der Europäischen Investitionsbank zur Einhaltung von festgelegten Grenzen der Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA (Leverage Covenant) verpflichtet. Diese Kennzahl wird vierteljährlich auf Einhaltung überprüft und wurde wie im Vorjahr stets eingehalten.
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| End-/Fälligkeit | Nominalzinssatz | Nominalvolumen in Tsd. Emissionswährung | Buchwert in T€ 31.12.2013 | Buchwert in T€ 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Symrise AG | ||||||
| Eurobond 2014 | Juli 2019 | 1,75 % | fix | 500.000 EUR | - | 494.949 |
| Eurobond 2010 | Oktober 2017 | 4,125 % | fix | 300.000 EUR | 297.747 | 298.301 |
| US Private Placement | November 2020 | 4,09 % | fix | 175.000 USD | 126.817 | 143.722 |
| Term Loan | Juli 2017 | 0,73 % | Euribor + 0,65 % | 225.000 EUR | - | 224.589 |
| EIB-Darlehen | April 2020 | 2,586 % | fix | 90.000 USD | 65.369 | 74.043 |
| KfW-Darlehen | September 2019 | 1,45 % | fix | 15.922 EUR | 19.274 | 15.922 |
| Revolving Credit Facility USD (2014) | Januar 2015 | 1,07 % | Libor + 0,9 % | 70.000 USD | - | 57.481 |
| Revolving Credit Facility EUR (2014) | Januar 2015 | 0,93 % | Euribor + 0,9 % | 35.000 EUR | - | 34.725 |
| Revolving Credit Facility USD (2013) | Januar 2014 | 0,87 % | Libor + 0,7 % | 37.000 USD | 26.649 | 0 |
| Revolving Credit Facility EUR (2013) | Januar 2014 | 0,93 % | Euribor + 0,7 % | 5.000 EUR | 4.430 | 0 |
| Ecuaprotein SA, Ecuador | ||||||
| Shareholder Loan | März 2018 | 5,00 % | fix | 4.065 USD | - | 3.344 |
| Term Loan | Mai 2016 | 8,00 % | fix | 250 USD | - | 206 |
| Aquasea Costa Rica, Costa Rica | ||||||
| Shareholder Loan | Dezember 2020 | 5,00 % | fix | 3.595 USD | - | 2.958 |
| Diana Naturals Chile SpA, Chile | ||||||
| Term Loan | Mai 2015 | 3,90 % | fix | 2.100 USD | - | 1.773 |
| DianaPlantSciences SAS, Frankreich | ||||||
| Promotional Loan | Dezember 2024 | 0,00 % | fix | 783 EUR | - | 783 |
| Diana Naturals SAS, Frankreich | ||||||
| Promotional Loan | Dezember 2024 | 0,00 % | fix | 684 EUR | - | 684 |
| Symrise Private Limited, Indien | ||||||
| Term Loan | Dezember 2017 | 10,55 % | fix | 75.000 INR | 1.180 | 979 |
| Working Capital Facility (2014) | Januar 2015 | 0,73 % | fix | 538 USD | - | 443 |
| Working Capital Facility (2013) | Juni 2014 | 0,86 % | fix | 3.190 USD | 2.317 | 0 |
| Spécialités Pet Food SAS, Frankreich | ||||||
| Promotional Loan | Dezember 2016 | 0,00 % | fix | 600 EUR | - | 600 |
| Promotional Loan | Juni 2025 | 0,00 % | fix | 100 EUR | - | 100 |
| Kerisper SAS, Frankreich | ||||||
| Promotional Loan | Dezember 2024 | 0,00 % | fix | 440 EUR | - | 440 |
| Übrige Darlehen | - | - | - | - | 88 | 92 |
| Zinsabgrenzungen | - | - | - | - | 3.869 | 8.844 |
| Summe | 547.740 | 1.364.978 |
34. LANGFRISTIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
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| in T€ | Jubiläen | Rückbauverpflichtungen | Erfolgsabhängige Vergütungen | Übrige Rückstellungen | 2014 Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Januar | 7.756 | 2.905 | 1.029 | 2.848 | 14.538 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 1.434 | 0 | 0 | 1.469 | 2.903 |
| Zuführung | 677 | 0 | 1.722 | 2.036 | 4.435 |
| Auflösung | - 20 | 0 | 0 | - 4 | - 24 |
| Umbuchungen | - 900 | 0 | - 1.268 | - 2.658 | - 4.826 |
| Zwischensumme | 8.947 | 2.905 | 1.483 | 3.691 | 17.026 |
| Zinsaufwand | 1.195 | 16 | 125 | 236 | 1.572 |
| Währungskursdifferenzen | 16 | 281 | 0 | 45 | 342 |
| 31. Dezember | 10.158 | 3.202 | 1.608 | 3.972 | 18.940 |
Die Jubiläumsverpflichtungen wurden im Geschäftsjahr mit 2,1 % gegenüber 3,4 % im Vorjahr abgezinst.
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen bestehen aus Verpflichtungen gegenüber Vermietern zur Herstellung des Zustands vor Überlassung der Mietsache. Der Barwert der Rückbauverpflichtung wird in der Periode erfasst, in der die Verpflichtung entstanden ist. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die entsprechenden Mittelabflüsse zum Zeitpunkt der Beendigung des jeweiligen Mietverhältnisses anfallen, wobei sowohl das Ende des Mietverhältnisses als auch die Höhe der zu erbringenden Leistung jeweils geschätzt worden ist.
Erfolgsabhängige Vergütungen wurden dem Vorstand und ausgewählten Mitarbeitern zugesagt.
Die übrigen Rückstellungen enthalten im Einzelnen nicht wesentliche Positionen, weshalb auf einen gesonderten Ausweis verzichtet wurde.
35. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Einzelne Gesellschaften haben Pensionspläne aufgesetzt, die entweder direkt durch die Bildung von Rückstellungen oder durch Beiträge an konzernexterne Fondsgesellschaften finanziert werden. Die Art und Weise, wie diese Leistungen gegenüber den Mitarbeitern erbracht werden, ist von den einzelnen gesetzlichen, fiskalischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Länder abhängig. Darüber hinaus gewährt der Konzern vereinzelt zusätzlich medizinische Versorgungsleistungen an seine Mitarbeiter nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Pensionsleistungen sowie die medizinischen Versorgungsleistungen werden in der Regel an dem Lohn und Gehalt der Mitarbeiter und der jeweiligen Betriebszugehörigkeit bemessen. Die Verpflichtung bezieht sich sowohl auf die bereits im Ruhestand befindlichen Mitarbeiter als auch auf den Anspruch der zukünftigen Pensionäre.
Durch die Pensionspläne ist Symrise keinen über die üblichen versicherungsmathematischen Risiken, wie Langlebigkeitsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Kapitalmarktrisiken bezüglich des Planvermögens hinausgehenden Risiken ausgesetzt.
Die Merkmale der für Symrise wesentlichen Pläne werden im Folgenden beschrieben:
DEUTSCHLAND
In Deutschland gewährt Symrise Pensionsleistungen durch Versorgungspläne mit arbeitgeberfinanzierten Altzusagen (leistungsorientiert) und verschiedene Pläne mit Entgeltumwandlungen (beitrags- und leistungsorientiert).
Die ordentliche Mitgliedschaft der Arbeitnehmer der früheren Haarmann & Reimer GmbH, Deutschland, in der Bayer-Pensionskasse VVaG wurde mit Wirkung vom 31. März 2003 beendet. Die Arbeitnehmer der Haarmann & Reimer GmbH, die zu diesem Zeitpunkt ordentliche Mitglieder waren, sind seit dem 1. April 2003 außerordentliche Mitglieder geworden. Ordentliche Mitglieder, die am 31. März 2003 verfallbare Anwartschaften hatten, konnten sich ihre bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Rentenanwartschaften (ohne Arbeitgeberbeiträge) in Form einer Kapitalisierung auszahlen lassen und sind seitdem keine Mitglieder der Bayer-Pensionskasse mehr. Für alle zum Zeitpunkt 31. März 2003 in der Bayer-Pensionskasse befindlichen ordentlichen Mitglieder wurde mit Wirkung zum 1. April 2003 in Deutschland eine Versorgungsordnung in Form einer Direktzusage eingeführt, die über eine Bruttoentgeltumwandlung bedient wird (3 % von der maximalen jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West). Für Entgeltbestandteile oberhalb der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze besteht für diesen Personenkreis aufgrund einer Versorgungsordnung eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung bis zu einer wertmäßig begrenzten Höhe. Den früheren Arbeitnehmern der Haarmann & Reimer GmbH ist bei der Einführung einer neuen Versorgungsordnung garantiert worden, dass sich durch den Unternehmenszusammenschluss keine Verschlechterung in der betrieblichen Altersversorgung ergeben darf. Die Leistungen müssen auf dem Niveau vor der Zeit des Unternehmenszusammenschlusses beibehalten werden. Dies ist durch die neue Versorgungsordnung gewährleistet. Ebenso bietet das Unternehmen aufgrund dieser Garantie den früheren Haarmann & Reimer GmbH Arbeitnehmern im Tarifbereich eine zusätzliche freiwillige Entgeltumwandlung in Form einer Direktzusage an. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen sind auf maximal 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West begrenzt.
Bis zum 31. Dezember 1981 ins Unternehmen eingetretene frühere Dragoco-Mitarbeiter unterliegen einer arbeitgeberfinanzierten Pensionsordnung. Die Höhe der hieraus resultierenden Rentenzahlungen hängt von der Betriebszugehörigkeit und dem letzten monatlichen Bruttoentgelt ab.
Alle zum 1. April 2003 keiner Versorgungsordnung angehörenden Mitarbeiter hatten ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis in Form einer Direktzusage durch Entgeltumwandlung an einer zum 31. Dezember 2010 geschlossenen Versorgungsordnung teilzunehmen. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen waren auf maximal 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West begrenzt.
Seit dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte bei Symrise an den deutschen Standorten verpflichtet, ab dem siebten Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Hierbei zahlt der Mitarbeiter 2 % seines Einkommens aus Bruttoentgeltumwandlung in die RPK ein (Pflichtbeitrag), das Unternehmen stockt den Betrag in gleicher Höhe auf. Freiwillige Beiträge sind möglich und werden ebenfalls in gleicher Höhe vom Unternehmen geleistet. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen sind auf maximal 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West begrenzt. Bereits im Unternehmen beschäftigt e Mitarbeiter, die im Gegensatz zu ehemaligen Haarmann & Reimer- oder bis zum 31. Dezember 1981 eingetretenen Dragoco-Mitarbeitern keiner Versorgungsordnung angehören, konnten bis zum 30. September 2010 mit Wirkung zum 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären.
Darüber hinaus haben alle außertariflichen Mitarbeiter und Führungskräfte auf freiwilliger Basis die Möglichkeit, sich in Form einer Direktzusage durch Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgungsbausteine zu erwerben. Einen Unternehmenszuschuss gibt es für diese so genannte "Deferred Compensation" nicht.
Die betriebliche Altersversorgung über die RPK als externen Versorgungsträger wird als beitragsorientierter Versorgungsplan klassifiziert und es wurde dafür keine Pensionsrückstellung gebildet. Alle anderen Verpflichtungen aus Leistungszusagen sind als leistungsorientierte Versorgungspläne bilanziert und damit in der Pensionsrückstellung berücksichtigt. Für diese besteht kein Planvermögen.
USA
In den USA gewährt Symrise Pensionsleistungen durch einen leistungsorientierten Plan, den sogenannten Mass Mutual Plan, sowie medizinische Versorgungsleistungen. Beide Pläne sind eingefroren, das heißt die Pläne sind für Neueintritte ebenso wie für die Erdienung weiterer Ansprüche seit 2012 beziehungsweise seit 2003 geschlossen. Die Höhe der Versorgungsleistungen aus dem Mass Mutual Plan bestimmt sich auf Basis des durchschnittlichen Endgehalts sowie der Jahre der Unternehmenszugehörigkeit. Das für diesen Versorgungsplan gehaltene Planvermögen wird in sogenannten Pooled Separate Accounts bei der Massachusetts Mutual Life Insurance Company gehalten, die das Vermögen zur Vermeidung von Risikokonzentrationen diversifiziert anlegt. Die Anlageentscheidungen werden von einem Anlageausschuss, dem Benefit Oversight Committee, getroffen, der zugleich auch für die rechtmäßige Verwaltung zuständig ist und die treuhändische Verantwortung trägt. Er setzt sich aus fünf Symrise Mitarbeitern zusammen. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen beider Pläne basieren auf dem US amerikanischen Employee Retirement Income Security Act (ERISA). Symrise Inc. erfüllt das in diesem Gesetz unter anderem vorgegebene Mindestfinanzierungsniveau, das auf Basis einer jährlichen Bewertung ermittelt wird. Einzahlungen durch die Planteilnehmer in das Planvermögen finden nicht statt.
Die als Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gezeigte leistungsorientierte Verpflichtung lässt sich wie folgt herleiten:
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| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar | 403.219 | 368.855 | - 36.714 | - 36.455 | 366.505 | 332.400 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | - | 4.230 | - | - | - | 4.230 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | ||||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 12.419 | 11.800 | - | - | 12.419 | 11.800 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - | - 2.528 | - | - | - | - 2.528 |
| Zinsaufwand (+)/Zinsertrag (-) | 12.364 | 13.375 | - 1.385 | - 1.441 | 10.979 | 11.934 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasst | ||||||
| Neubewertungen | ||||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | ||||||
| aufgrund Veränderungen der demographischen Annahmen | 30 | 8.156 | - | - | 30 | 8.156 |
| aufgrund Veränderungen der finanziellen Annahmen | - 42.395 | 113.754 | - | - | - 42.395 | 113.754 |
| aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen | 1.900 | 4.561 | - | - | 1.900 | 4.561 |
| Ertrag aus Planvermögen (ohne Beträge, die im Nettozinsaufwand enthalten sind) | - | - | - 4.247 | - 613 | - 4.247 | - 613 |
| Währungskursdifferenzen | - 4.009 | 7.100 | 2.418 | - 4.281 | - 1.591 | 2.819 |
| Sonstiges | ||||||
| Arbeitgeberbeiträge | - | - | - 200 | - 467 | - 200 | - 467 |
| Gezahlte Leistungen | - 14.673 | - 13.723 | 3.673 | 1.980 | - 11.000 | - 11.743 |
| 31. Dezember | 368.855 | 515.580 | - 36.455 | - 41.277 | 332.400 | 474.303 |
| davon Pensionspläne | 356.698 | 502.573 | - 36.455 | - 41.277 | 320.243 | 461.296 |
| davon medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 12.157 | 13.007 | - | - | 12.157 | 13.007 |
Der gesamte Barwert der Leistungsverpflichtung enthält zum Ende des abgelaufenen Jahres 295.884 T€ für aktive Mitarbeiter (31. Dezember 2013: 192.039 T€), 43.091 T€ für ehemalige Arbeitnehmer mit unverfallbaren Leistungsansprüchen (31. Dezember 2013: 31.282 T€) und 176.605 T€ für Pensionäre und deren Hinterbliebene (31. Dezember 2013: 145.534 T€). Von diesem gesamten Barwert der Leistungsverpflichtung entfallen 502.126 T€ (31. Dezember 2013: 357.588 T€) auf unverfallbare Ansprüche, die restlichen 13.454 T€ (31. Dezember 2013: 11.267 T€) berücksichtigen verfallbare Ansprüche.
Die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Barwerts der Leistungsverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen beträgt insgesamt 19,9 Jahre (31. Dezember 2013: 16,7 Jahre). Sie verteilt sich mit 24,1 Jahren auf aktive Mitarbeiter, mit 23,0 Jahren auf ehemalige Arbeitnehmer mit unverfallbaren Leistungsansprüchen und mit 11,4 Jahren auf Pensionäre und deren Hinterbliebene.
Die leistungsorientierten Pläne sind mit Ausnahme der Versorgungsordnungen in den USA (Mass Mutual Plan), in Japan und in Indien nicht durch Planvermögen gedeckt. Das Planvermögen zum Jahresende sichert einen Barwert der Leistungsverpflichtung von 52.927 T€ (31. Dezember 2013: 39.733 T€). Die Finanzierung der nicht durch Planvermögen gegebenen Zusagen erfolgt über den operativen Cashflow der Symrise AG und ihrer Tochtergesellschaften.
Das Planvermögen von 41.277 T€ (31. Dezember 2013: 36.455 T€) besteht im Wesentlichen für Pensionszusagen in den USA (36.699 T€; 31. Dezember 2013: 32.201 T€) und ist in sogenannten Pooled Separate Accounts bei der Massachusetts Mutual Life Insurance Company angelegt. Auf diesen Konten werden Anteile an Fondsvermögen gehalten, das in Geldmarktpapiere, Anleihen sowie in speziell wachstums- und wertorientierte Wertpapiere investiert ist. Die Preisnotierungen für diese Anteile sind von aktiven Märkten ableitbar (Fair Value Hierarchie Level 2). Darüber hinaus besteht Planvermögen in Japan (4.425 T€; 31. Dezember 2013: 4.127 T€) und in Indien (153 T€; 31. Dezember 2013: 127 T€). Das Vermögen in Japan ist in einem Fonds bei der Japan Master Trust Bank angelegt, die zum Jahresende 2014 das Vermögen in japanische und ausländische Anleihen und Aktien investiert hat, deren Preise ebenfalls aus aktiven Märkten ableitbar sind. Das Planvermögen in Indien ist bei einer Lebensversicherung angelegt, für die kein Preis an aktiven Märkten existiert. Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen belaufen sich auf 2.054 T€ (2013: 5.632 T€). Symrise erwartet, dass im Jahr 2015 Beiträge in Höhe von 517 T€ (Erwartung im Jahr 2013 für 2014: 559 T€) in das Planvermögen eingezahlt werden.
Die leistungsorientierte Verpflichtung gliedert sich nach Regionen wie folgt:
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| EAME | 312.231 | 444.414 |
| Nordamerika | 14.366 | 24.158 |
| Lateinamerika | 4.089 | 4.344 |
| Asien/Pazifik | 1.714 | 1.387 |
| Summe | 332.400 | 474.303 |
Den versicherungsmathematischen Bewertungen lagen die folgenden Annahmen zugrunde:
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| In % | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | ||
| Deutschland | 3,50 | 1,90 |
| USA | 4,79 | 3,95 |
| Übrige Länder | 3,38 | 2,56 |
| Gehaltstrend | ||
| Deutschland | 2,50 | 2,50 |
| Übrige Länder | 3,51 | 3,52 |
| Rententrend | ||
| Deutschland | 1,75 | 1,75 |
| Übrige Länder | 2,17 | 2,01 |
| Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen | ||
| USA | 7,48 | 7,48 |
| Übrige Länder | 7,50 | 7,50 |
Die Annahmen über Sterblichkeitsraten basieren auf veröffentlichten Sterbetafeln. Für die in Deutschland ausgesprochenen Pensionszusagen bestimmt sich die Sterblichkeitsrate nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Der Mass Mutual Plan in den USA ist auf Basis der Richttafel RP 2000 Combined Sex Distinct Generational Table beziehungsweise den RP-2014 Mortality Tables for Annuitants and Non-Annuitants with Scale MP-2014 Table T-3 Table less berechnet. Allen weiteren versicherungsmathematischen Bewertungen im Ausland liegen länderspezifische Sterbetafeln zugrunde.
Der Barwert der Leistungsverpflichtung ist von oben genannten versicherungsmathematischen Annahmen abhängig. Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich dieser Barwert zum 31. Dezember 2014 bei der Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen um jeweils einen Prozentpunkt verändert hätte:
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| Veränderung des Barwerts der Leistungsverpflichtung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Erhöhung | Rückgang | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in T€ | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungssatz | - 54.240 | - 91.031 | 70.836 | 122.634 |
| Gehaltstrend | 6.691 | 16.234 | - 5.447 | - 13.734 |
| Rententrend | 43.673 | 66.767 | - 36.702 | - 55.312 |
| Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen | 1.284 | 1.679 | - 1.096 | - 1.364 |
Zur Bestimmung der Sensitivität bezüglich der Lebenserwartung wurde die Sterblichkeitsrate für die in den Plänen begünstigten Personen um 10,0 % erhöht beziehungsweise reduziert. Die Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit führt zu einer Erhöhung der Lebenserwartung und ist abhängig vom individuellen Alter der begünstigten Personen. Die Erhöhung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10,0 % führt bei den von Symrise erteilten Pensionszusagen zu einer Reduzierung des Barwerts der Leistungsverpflichtung um 19.590 T€, dagegen führt die Reduzierung um 10,0 % zu einer Erhöhung des Barwerts der Leistungsverpflichtung um 22.805 T€.
Eine Veränderung von 1,0 Prozentpunkte bei der Annahme der Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen würde sich wie folgt auf den laufenden Dienstzeitaufwand auswirken:
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| Veränderung des laufenden Dienstzeitaufwands | ||||
|---|---|---|---|---|
| Erhöhung | Rückgang | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in T€ | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen | 121 | 111 | - 100 | - 93 |
Die Berechnung der Sensitivität des Barwerts der Leistungsverpflichtung wurde unter Anwendung des gleichen Verfahrens vorgenommen, nach dem auch der Barwert der Verpflichtungen aus den erteilten Pensionszusagen selbst ermittelt wurde (Verfahren der laufenden Einmalprämien). Vor allem aufgrund der Wirkung des Zinseszinseffekts bei der Bestimmung des Barwerts der Leistungsverpflichtung führen Erhöhungen beziehungsweise Senkungen des Diskontierungszinssatzes, des Gehalts- und Rententrends sowie von Sterblichkeitsraten zu anderen Absolutbeträgen. Sofern mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, ergibt sich der Gesamtbetrag nicht zwingend als Summe der zuvor gezeigten Einzeleffekte. Die Sensitivitäten gelten nur für die jeweilige konkrete Größenordnung der Änderung der Annahme (zum Beispiel 1,0 Prozentpunkte beim Abzinsungssatz). Verändern sich die Annahmen anders als genannt, lässt sich die Auswirkung auf den Barwert der Leistungsverpflichtung nicht linear übertragen.
36. LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen (6,3 Mio. €; 31. Dezember 2013: 0,0 Mio. €) und den Anteil der Kaufpreisverpflichtung aus der im Vorjahr getätigten Akquisition der Belmay Gruppe, der nicht umgehend fällig war (1,6 Mio €; 31. Dezember 2013: 7,0 Mio. €). Darüber hinaus ist in den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Mio. € (1,5 Mio. USD) ein nachträglicher Kaufpreisbestandteil aus einem vor der Akquisition durch Symrise getätigten Unternehmenserwerb der Diana Gruppe berücksichtigt. Bezüglich der Entwicklung dieser Kaufpreisverpflichtungen verweisen wir auf TZ 42.
37. LANGFRISTIGE TATSÄCHLICHE STEUERSCHULDEN
Bezüglich dieses Postens verweisen wir auf TZ 27.
38. EIGENKAPITAL
Symrise hat im zweiten Quartal 2014 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital durchgeführt. Die Kapitalerhöhung wurde auf Basis der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 und unter Ausschluss des Bezugsrechts vollzogen. Es wurden 11.150.000 neue Aktien bei institutionellen Investoren platziert. Die Aktien wurden zu einem Ausgabepreis von 36 € je Aktie begeben. Die Eintragung in das Handelsregister ist am 15. Mai 2014 erfolgt.
Im dritten Quartal 2014 wurde eine weitere Kapitalerhöhung aus diesem genehmigten Kapital über 489.274 Aktien durchgeführt, die zur Begleichung eines Teilbetrags der Kaufpreissumme für die Diana Akquisition verwendet wurden. Die Anteile sind mit dem Börsenkurs der Symrise Aktie am Tag des "Legal Closing" des Unternehmenskaufvertrags, dem 28. Juli 2014, bewertet worden (40,08 € je Aktie). Die Eintragung in das Handelsregister ist am 21. August 2014 erfolgt.
Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2014 dividendenberechtigt.
GEZEICHNETES KAPITAL
Das gezeichnete Kapital der Symrise Aktiengesellschaft beträgt 129.812.574 € (31. Dezember 2013: 118.173.300 €) und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 129.812.574 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € pro Stück.
GENEHMIGTES KAPITAL
Die Hauptversammlung hat am 18. Mai 2011 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital im Zeitraum bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt 23,0 Mio. € durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.
Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann jedoch durch den Vorstand in folgenden Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden:
1. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen.
2. Zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften.
3. Soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Symrise AG oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde.
4. Um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen.
5. Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.
Im Berichtsjahr ist dieses genehmigte Kapital teilweise in Anspruch genommen worden und beträgt zum Bilanzstichtag noch 11.360.726 €.
ERWERB EIGENER AKTIEN
Durch Beschluss der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 wird der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zu erwerben. Der Erwerb eigener Aktien erfolgt über die Börse oder mittels eines öffentlichen Angebots der Gesellschaft.
―
Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf im Falle des Erwerbs über die Börse den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs für die Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.
―
Im Falle des Erwerbs über ein öffentliches Kaufangebot dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzkosten der Kaufpreisspanne je Aktie den Durchschnitt des Schlusskurses im Xetra-Handelssystem an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
―
Die Ermächtigung wurde zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere folgenden, erteilt:
| ― | Zum Einzug, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. |
| ― | Zur Veräußerung, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. |
| ― | Zur Veräußerung gegen Sachleistung, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen. |
AUSGABE VON OPTIONS- UND/ODER WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN, ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS SOWIE ZUR SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALS
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- beziehungsweise Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 23.000.000,00 € zu gewähren.
Die Schuldverschreibungen sind gegen Barleistung auszugeben. Sie können auch durch Gesellschaften mit Sitz im In- und Ausland begeben werden, an denen die Symrise AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist (nachstehend "Konzerngesellschaften"). Für den Fall der Begebung über eine Konzerngesellschaft wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, für die Symrise AG die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte beziehungsweise den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren sowie weitere für eine erfolgreiche Ausgabe erforderliche Erklärungen abzugeben sowie Handlungen vorzunehmen. Die Schuldverschreibungen können in Euro oder - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert - in US-Dollar oder Schweizer Franken begeben werden.
Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen,
(1) sofern der Ausgabepreis für eine Schuldverschreibung deren nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet;
(2) soweit dies für Spitzenbeträge erforderlich ist, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;
(3) um den Inhabern von Options- beziehungsweise Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft beziehungsweise den Inhabern von mit einer Verpflichtung zur Ausübung der Options- beziehungsweise Wandlungsrechte ausgestatteten Schuldverschreibung zum Ausgleich von Verwässerungen Bezugsrechte in dem Umfang zu gewähren, wie sie ihnen nach Ausübung dieser Rechte beziehungsweise nach der Erfüllung der Pflichten zur Ausübung der Options- beziehungsweise Wandlungsrechte als Aktionär zustünden.
Von den vorstehend erteilten Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 20 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung.
Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options-/Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung ausgegeben werden, wird das Grundkapital um bis zu 23.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs-/Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Andienungsrecht Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu jeweils zu bestimmenden Wandlungs-/Optionspreisen.
KAPITALRÜCKLAGE UND SONSTIGE RÜCKLAGEN
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld (Agio) aus den im Rahmen des Börsengangs sowie in diesem Jahr durchgeführten Kapitalerhöhungen und hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 409.370.828 € abzüglich Transaktionskosten von 6.090.539 € und darauf entfallender Steuer von 1.766.256 € von 970.910.669 € auf 1.375.957.214 € erhöht.
Die Neubewertungsrücklage resultiert aus sukzessiven Anteilserwerben in der Vergangenheit.
Die Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert umfasst Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet sind.
Die Cashflow Hedge Rücklage enthält den effektiven Teil der Fair Value-Änderungen aus zur Sicherung von Währungsrisiken gehaltenen derivativen Finanzinstrumenten. Der Betrag, der während der Periode aus dem sonstigen Ergebnis in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung im Rahmen des Cashflow Hedge Accountings überführt wurde, beträgt 604 T€ vor Steuern (2013: -14 T€ vor Steuern).
Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Cashflow Hedge Rücklage zur Sicherung von Währungsrisiken dar:
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| 1. Januar | 112 | 133 |
| Zuführungen (effektive Fair Value-Änderungen) | 51 | - 1.134 |
| Auflösungen | ||
| in den Umsatzerlösen | - 199 | 613 |
| in den Umsatzkosten | 185 | - 9 |
| Latente Steuern | - 16 | 119 |
| 31. Dezember | 133 | - 278 |
Umgliederungen von unwirksamen Teilen aus der Absicherung von Zahlungsströmen ins Periodenergebnis (Ineffektivitäten) fanden 2014 nicht statt.
In der Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung des Barwerts der definierten Leistungsverpflichtung sowie tatsächliche Erträge aus Planvermögen abzüglich des bereits ergebniswirksam erfassten Teilbetrags berücksichtigt.
ÜBERLEITUNG DER DURCH DAS SONSTIGE ERGEBNIS BETROFFENEN EIGENKAPITALBESTANDTEILE
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| 2013 in T€ |
Neubewertungs- rücklage |
Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | Cashflow Hedge Rücklage (Währungssicherung) | Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) | Kumulierte Währungskurs- differenzen |
Summe Sonstiges Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | ||||||
| Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind | - | - | - | - | - 49.208 | - 49.208 |
| Verluste aus Nettoinvestitionen | - | - | - | - | - 4.519 | - 4.519 |
| In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag | - | - | - | - | - 1.681 | - 1.681 |
| Kursdifferenzen aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (IFRS 5) | - | - | - | - | 47 | 47 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | - | - 38 | - | - | - | - 38 |
| Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) | ||||||
| Während des Geschäftsjahres erfasste Erträge | - | - | 5 | - | - | 5 |
| In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgebuchter Betrag | - | - | 16 | - | - | 16 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | - | - | - | 30.757 | - | 30.757 |
| Steuersatzänderung | - 73 | - | - | - | - | - 73 |
| Sonstiges Ergebnis | - 73 | - 38 | 21 | 30.757 | - 55.361 | - 24.694 |
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| 2014 in T€ |
Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | Cashflow Hedge Rücklage (Währungs- sicherung) |
Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) | Kumulierte Währungskurs- differenzen |
Summe sonstiges Ergebnis der Aktionäre der Symrise AG | Nicht beherrschende Anteile |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | ||||||
| Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind | - | - | - | 49.611 | 49.611 | - 264 |
| Verluste aus Nettoinvestitionen | - | - | - | - 7.235 | - 7.235 | - |
| In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag | - | - | - | - 8.898 | - 8.898 | - |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 43 | - | - | - | 43 | - |
| Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) | ||||||
| Während des Geschäftsjahres erfasste Erträge | - | - 835 | - | - | - 835 | - |
| In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag | - | 424 | - | - | 424 | - |
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | - | - | - 88.616 | - | - 88.616 | - |
| Sonstiges Ergebnis | 43 | - 411 | - 88.616 | 33.478 | - 55.506 | - 264 |
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| 2014 in T€ |
Summe sonstiges Ergebnis |
|---|---|
| Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | |
| Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind | 49.347 |
| Verluste aus Nettoinvestitionen | - 7.235 |
| In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag | - 8.898 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 43 |
| Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) | |
| Während des Geschäftsjahres erfasste Erträge | - 835 |
| In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliederter Betrag | 424 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | - 88.616 |
| Sonstiges Ergebnis | - 55.770 |
SONSTIGES
Die insgesamt an die Aktionäre der Symrise AG ausschüttbaren Dividenden bemessen sich gemäß dem deutschen Aktiengesetz nach dem Bilanzgewinn, der im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Symrise AG ausgewiesen wird. In der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2013 0,70 € (für 2012: 0,65 €) je dividendenberechtigte Stückaktie (Dividendensumme: 82.721 T€, für 2012: 76.813 T€) auszuschütten.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem am 31. Dezember 2014 handelsrechtlich ausgewiesenen Bilanzgewinn der Symrise AG eine Dividende von 0,75 € pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von 97.359 T€.
HYPERINFLATION
Der Abschluss der in Venezuela tätigen Tochtergesellschaft basiert grundsätzlich auf dem Konzept historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Im Jahr 2014 musste dieser aufgrund von Änderungen der allgemeinen Kaufkraft der funktionalen Währung angepasst werden und ist daher in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit angegeben. Es wurden die vom venezolanischen "Instituto National de Estadística" veröffentlichten Verbraucherpreisindizes herangezogen (Inflationsrate 2014: 66,5 %, 2013: 56,1 %).
In Argentinien waren im abgelaufenen Wirtschaftsjahr noch keine Anpassungen vorzunehmen. Wir beobachten die Entwicklung hier nach wie vor kritisch.
39. ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen im Wesentlichen den Anteil von 52,29 % an Probi AB, Schweden, die mangels Präsenz auf der Hauptversammlung 2014 als nicht beherrschend eingestuft wurden. Diese wurden zum Erwerbszeitpunkt bilanziert und mit dem (vorläufig ermittelten) Anteil des identifizierbaren Nettovermögens aus dem Erwerb der Probi AB bewertet (siehe TZ 27). Der auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende Anteil am Jahresüberschuss 2014 beläuft sich auf 829 T€, ihr Buchwert belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 11.232 T€. An die nicht beherrschenden Gesellschafter wurden im Jahr 2014 Dividenden in Höhe von 391 T€ ausgezahlt. In der nachfolgenden Tabelle finden sich die von IFRS 12.B10(b) geforderten zusammengefassten Finanzinformationen zu Probi AB:
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| in T€ | 31. Dezember 2014 bzw. 2014 seit Erwerb |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 11.424 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 16.010 |
| Langfristige Schulden | 1.777 |
| Kurzfristige Schulden | 4.177 |
| Umsatz | 11.965 |
| Jahresüberschuss | 1.585 |
| Gesamtergebnis | - 422 |
Die übrigen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen im Wesentlichen den Anteil von 48,4 % an der SPF Thailand, Thailand. Diese wurden zum Erwerbszeitpunkt bilanziert und mit dem (vorläufig ermittelten und auf die SPF Thailand entfallenden) Anteil des identifizierbaren Nettovermögens aus dem Erwerb der Diana Gruppe bewertet (siehe TZ 27). Der auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende Anteil am Jahresüberschuss 2014 beläuft sich auf 951 T€, ihr Buchwert belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 2.822 T€. An die nicht beherrschenden Gesellschafter wurden im Jahr 2014 Dividenden in Höhe von 812 T€ ausgezahlt. In der nachfolgenden Tabelle finden sich die von IFRS 12.B10(b) geforderten zusammengefassten Finanzinformationen zur SPF Thailand:
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| in T€ | 31. Dezember 2014 bzw. 2014 seit Erwerb |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 1.803 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 6.002 |
| Langfristige Schulden | 15 |
| Kurzfristige Schulden | 1.939 |
| Umsatz | 7.980 |
| Jahresüberschuss | 1.965 |
| Gesamtergebnis | 273 |
40. ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
Das Kapital wird auf der Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Dabei haben sich die Ziele, Methoden und Prozesse zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.
Symrise verfügt mit einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 35,8 % (31. Dezember 2013: 43,0 %) über eine solide Kapitalstruktur. Grundsatz von Symrise ist die Beibehaltung der starken Kapitalbasis, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Marktes zu erhalten und die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.
Die Nettoverschuldung ermittelt sich folgendermaßen:
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| in T€ | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Darlehen | 547.740 | 1.364.978 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | - 135.343 | - 199.228 |
| Nettoverschuldung | 412.397 | 1.165.750 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 332.400 | 474.303 |
| Nettoverschuldung inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 744.797 | 1.640.053 |
Die Überprüfung der Einhaltung der Leverage Covenants für die kurz- und langfristigen Darlehen erfolgt auf Basis der Vorgaben in den verschiedenen Kreditverträgen. Zur Ermittlung der Leverage Covenants wird die danach ermittelte Nettoverschuldung auf das EBITDAN der letzten 12 Monate bezogen. Da für die Diana Gruppe auf Basis der von Symrise anzuwendenden Bilanzierungsvorschriften lediglich Informationen für das zweite Halbjahr 2014 zur Verfügung standen, wurde zur Überprüfung der Einhaltung dieser Leverage Covenants hilfsweise für die ersten sechs Monate das EBITDAN der Diana Gruppe auf Basis der Berichterstattung nach französischem Handelsrecht verwendet. Danach ergeben sich eine Nettoverschuldung/EBITDAN von 2,2 und eine Nettoverschuldung einschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen/EBITDAN von 3,2.
Wir konzentrieren uns auf eine Kapitalstruktur, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten. Unsere attraktive Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Daneben soll sichergestellt sein, dass bei passenden Akquisitionsgelegenheiten diese durch eine solide Finanzierung getätigt werden können.
Der durchschnittliche Zinssatz für Verbindlichkeiten (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) betrug 2,9 % (2013: 3,7 %).
Weder das Unternehmen noch seine Tochtergesellschaften unterlagen extern auferlegten Kapitalanforderungen.
41. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Konzernkapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2014 und das Vorjahr entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.
Der Finanzmittelfonds beinhaltet unverändert zum Vorjahr Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten und entspricht dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen".
Seit dem zweiten Quartal 2014 wird die bisher nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung an der Probi AB, Schweden, als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen berücksichtigt. Die im Jahr 2014 getätigten Aktienkäufe sind nach Abzug der zugeflossenen flüssigen Mittel als Auszahlungen für Unternehmenserwerbe ausgewiesen.
In den Auszahlungen für Unternehmenskäufe sind darüber hinaus die Auszahlungen (nach Abzug der erworbenen Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen) im Zusammenhang mit dem Erwerb der Diana Gruppe im Juli 2014 sowie der Ende September 2014 fällige Teilbetrag der bedingten Kaufpreisbestandteile aus der im Jahr 2013 erworbenen Belmay Gruppe in Höhe von 4,0 Mio. USD (3.176 T€) enthalten.
42. WEITERE INFORMATIONEN ZU FINANZINSTRUMENTEN UND ZUR BEMESSUNG BEIZULEGENDER ZEITWERTE
INFORMATIONEN ZU FINANZINSTRUMENTEN NACH KATEGORIEN
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| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2013 in T€ |
Buchwert | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 468.747 | 468.747 | - | - | 468.747 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 135.343 | 135.343 | - | - | 135.343 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 321.547 | 321.547 | - | - | 321.547 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11.857 | 11.857 | - | - | 11.857 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 5.317 | - | 5.317 | - | 5.317 |
| Wertpapiere | 3.358 | - | 3.358 | - | 3.358 |
| Sonstige Finanzanlagen | 1.959 | - | 1.959 | - | 1.959 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) | 138 | - | - | 138 | 138 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | 138 | - | - | 138 | 138 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) | 124 | - | 124 | - | 124 |
| PASSIVA | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) | 699.679 | 699.679 | - | - | 727.861 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 150.799 | 150.799 | - | - | 150.799 |
| Darlehen (kurz- und langfristig) | 547.740 | 547.740 | - | - | 575.922 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.140 | 1.140 | - | - | 1.140 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FLaFVtPL) | 9.788 | - | - | 9.788 | 9.788 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 9.788 | - | - | 9.788 | 9.788 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) | 43 | - | - | 43 | 43 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | 43 | - | - | 43 | 43 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) | 0 | - | 0 | - | 0 |
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| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2014 in T€ |
Buchwert | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 641.131 | 641.131 | - | - | 641.131 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 199.228 | 199.228 | - | - | 199.228 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 421.052 | 421.052 | - | - | 421.052 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 20.851 | 20.851 | - | - | 20.851 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 5.427 | - | 5.427 | - | 5.427 |
| Wertpapiere | 3.314 | - | 3.314 | - | 3.314 |
| Sonstige Finanzanlagen | 2.113 | - | 2.113 | - | 2.113 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) | 696 | - | - | 696 | 696 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | 696 | - | - | 696 | 696 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) | 64 | - | 64 | - | 64 |
| PASSIVA | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) | 1.579.619 | 1.579.619 | - | - | 1.627.237 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 213.527 | 213.527 | - | - | 213.527 |
| Darlehen (kurz- und langfristig) | 1.364.978 | 1.364.978 | - | - | 1.412.596 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.114 | 1.114 | - | - | 1.114 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (n.a.) | 7.074 | - | - | - | 7.904 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FLaFVtPL) | 10.311 | - | - | 10.311 | 10.311 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 10.311 | - | - | 10.311 | 10.311 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) | 619 | - | - | 619 | 619 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | 619 | - | - | 619 | 619 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) | 542 | - | 542 | - | 542 |
Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die Buchwerte der Finanzinstrumente mit Ausnahme der Darlehen nur unwesentlich von den beizulegenden Zeitwerten ab.
BEIZULEGENDER ZEITWERT NACH BEMESSUNGSHIERARCHIEN
Die Stufen der Bemessungshierarchie werden unter TZ 2.5 erläutert.
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| 2013 | 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe | Level 1 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||||
| Wertpapiere | AfS | 3.358 | - | - | 3.358 | 3.314 |
| Sonstige Finanzanlagen | AfS | - | - | 1.959 | 1.959 | - |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | - | 138 | - | 138 | - |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung | n.a. | - | 124 | - | 124 | - |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | n.a. | - | - | 2.583 | 2.583 | - |
| PASSIVA | ||||||
| Bedingte Kaufpreisverpflichtungen | FLaFVtPL | - | - | 9.788 | 9.788 | - |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | - | 43 | - | 43 | - |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung | n.a. | - | 0 | - | 0 | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | - | - | - | - | - |
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| 2014 | |||
|---|---|---|---|
| in T€ | Level 2 | Level 3 | Summe |
| --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||
| Wertpapiere | - | - | 3.314 |
| Sonstige Finanzanlagen | - | 2.113 | 2.113 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | 696 | - | 696 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung | 64 | - | 64 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | 2.182 | 2.182 |
| PASSIVA | |||
| Bedingte Kaufpreisverpflichtungen | - | 10.311 | 10.311 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | 619 | - | 619 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung | 542 | - | 542 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 7.904 | - | 7.904 |
Im Berichtsjahr wurden keine Transfers zwischen Level 1 und 2 vorgenommen.
BESTIMMUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE
Bei den als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Finanzanlagen im Level 1 handelt es sich um Wertpapiere, deren beizulegender Zeitwert am Bilanzstichtag auf Grundlage der am Abschlussstichtag notierten Marktpreise auf aktiven Märkten ermittelt wurde.
Als Bewertungskurse für die Mark-to-Market Bewertung der Devisentermingeschäfte im Level 2 werden für die Terminvaluta die gültigen Terminbewertungskurse verwendet. Diese ergeben sich aus der Zinsdifferenz der beteiligten Währungen unter Berücksichtigung der Laufzeit.
Bezüglich der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien verweisen wir auf TZ 24.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen künftigen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Referenzzinssätze ermittelt und jeweils um einen entsprechenden bonitätsabhängigen Spread (Risikoprämie) angepasst. Damit sind diese beizulegenden Zeitwerte dem Level 2 der Bemessungshierarchie zuzuordnen.
Nachfolgend werden die Bewertungsmethoden sowie die nicht beobachtbaren Inputfaktoren für die wiederkehrende Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in Level 3 der Bemessungshierarchie dargestellt. Die Bewertung erfolgt regelmäßig durch die Konzernzentrale.
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| Nicht beobachtbare Inputfaktoren | ||||
|---|---|---|---|---|
| Art | Bewertungsmethode | 2013 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige Finanzanlagen | Discounted Cashflow | Gewichteter Kapitalkostensatz | 13,5 % | 13,5 % |
| Langfristige Wachstumsrate | 3,0 % | 3,0 % | ||
| EBITDA-Marge | Ø 9,1 % | Ø 10,8 % | ||
| Bedingte Kaufpreisverpflichtungen | Barwert der mit der Verpflichtung verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Konzernrefinanzierungssatzes sowie unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten (Umsatz und Schadensfall) | Diskontierungssatz | 4,06 % | 4,06 % |
| Umsatz | 80 % | 100 % | ||
| Schadensfall | 0 % | 0 % |
Überleitung der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten innerhalb des Level 3 der Bemessungshierarchie:
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| Sonstige Finanzanlagen | Bedingte Kaufpreisverpflichtungen | |||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar | 1.835 | 1.959 | 0 | 9.788 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 1.099 |
| Zugänge | 97 | 154 | 10.065 | 0 |
| Tilgung | 0 | 0 | 0 | - 3.176 |
| Bewertungsgewinne/-verluste | ||||
| Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst | 27 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst | 0 | 0 | 0 | 790 |
| Erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst | 0 | 0 | 299 | 382 |
| Währungskursdifferenzen | 0 | - 576 | 1.428 | |
| 31. Dezember | 1.959 | 2.113 | 9.788 | 10.311 |
Die Bewertungsgewinne und -verluste aus den sonstigen Finanzanlagen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Erfassung der Bewertungsgewinne und -verluste der bedingten Kaufpreisverpflichtungen erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Sofern es sich bei Bewertungsgewinnen und -verlusten um Effekte aus der Aufzinsung handelt, werden diese im Finanzergebnis erfasst.
SENSITIVITÄTSANALYSE - BEWERTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN IM LEVEL 3
Für die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren sonstigen Finanzanlagen und der bedingten Kaufpreisverpflichtungen hätte eine Veränderung der dargestellten Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die nachstehenden Auswirkungen:
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| Effekt auf sonstiges Ergebnis | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2013 | 2014 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in T€ | Anstieg des Inputfaktors | Rückgang des Inputfaktors | Anstieg des Inputfaktors | Rückgang des Inputfaktors |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige Finanzanlagen (AfS) | ||||
| Gewichteter Kapitalkostensatz (Veränderung +/- 1,5 Prozentpunkte) | - 266 | 278 | - 327 | 377 |
| Langfristige Wachstumsrate (Veränderung +/- 1,0 Prozentpunkt) | 104 | - 148 | 123 | - 152 |
| EBITDA-Marge (Veränderung +/- 2,0 Prozentpunkte) | 215 | - 305 | 159 | - 214 |
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| Effekt auf Gewinn (+) und Verlust (-) | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2013 | 2014 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in T€ | Anstieg des Inputfaktors | Rückgang des Inputfaktors | Anstieg des Inputfaktors | Rückgang des Inputfaktors |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Bedingte Kaufpreisverpflichungen (FLaFVtPL) | ||||
| Diskontierungssatz (Veränderung +/- 0,5 Prozentpunkte) | 61 | - 62 | 21 | - 21 |
| Umsatz (Veränderung +/- 10,0 Prozentpunkte) | - 363 | 363 | - | - |
| Schadensfall (Veränderung + 0,5 Prozentpunkte) | 344 | - | 240 | - |
NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen (LaR) | 7.233 | 7.638 |
| Finanzielle Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit gehalten (HtM) | 0 | 32 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 108 | 0 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (FAHfT und FLHfT) | - 61 | 460 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | - 14.594 | - 63.517 |
| Summe | - 7.314 | - 55.387 |
Die Veränderungen zum Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus dem Anstieg der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der sonstigen Darlehen und den damit verbundenen Währungs- und Zinseffekten (siehe TZ 33).
Die Wertänderungen der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden, betragen zum Bilanzstichtag 58 T€ (31. Dezember 2013: -41 T€) vor Berücksichtigung von Steuern. Umgliederungen in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurden nicht vorgenommen.
Das Zinsergebnis für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, belief sich 2014 auf -26,1 Mio. € (2013: -19,5 Mio. €).
SALDIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND FINANZIELLEN VERBINDLICHKEITEN
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterlagen, bestanden nur bei derivativen Finanzinstrumenten in Form von International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Master Netting Agreements oder vergleichbaren Vereinbarungen.
Die ISDA-Vereinbarungen erfüllen die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nicht. Dies liegt daran, dass der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat, da das Recht auf eine Saldierung nur beim Eintritt künftiger Ereignisse, wie zum Beispiel einem Verzug bei den Bankdarlehen oder anderen Kreditereignissen, durchsetzbar ist.
Die im Zusammenhang mit bilanzierten Finanzinstrumenten saldierten Beträge sind aufgrund der Vielzahl von Geschäften mit unterschiedlichen Kontrahenten wie auch im Vorjahr unwesentlich.
43. ANGABEN ZUM RISIKOMANAGEMENT VON FINANZINSTRUMENTEN
Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Ergebnis- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher überwacht Symrise diese Risiken zentral und steuert diese dann vorausschauend, gegebenenfalls auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten.
Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Sie werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktionsentwicklungen angepasst. Das Risikomanagement ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
ZINSRISIKO
Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Da die überwiegende Anzahl von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten festverzinslich ist, bestehen keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken.
Marktzinssatzänderungen für Darlehen mit variabler Zinskomponente wirken sich auf das Zinsergebnis, wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt, aus:
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| 2013 | Nominal | davon fix | davon variabel | davon ungesichert | 1,0 %-Punkte Anstieg | 1,0 %-Punkte Rückgang |
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | 324.362 | 319.362 | 5.000 | 5.000 | 50 | - 50 |
| TUSD | 305.190 | 265.000 | 40.190 | 40.190 | 402 | - 402 |
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| 2014 | Nominal | davon fix | davon variabel | davon ungesichert | 1,0 %-Punkte Anstieg |
|---|---|---|---|---|---|
| T€ | 1.078.619 | 818.619 | 260.000 | 260.000 | 2.600 |
| TUSD | 345.606 | 275.606 | 70.000 | 70.000 | 700 |
Ein Anstieg aller relevanten Zinssätze um einen Prozentpunkt hätte zum 31. Dezember 2014 ein um 3.176 T€ (31. Dezember 2013: 342 T€) niedrigeres Ergebnis zur Folge gehabt. Ein weiterer Rückgang der Zinssätze hätte aufgrund von Bestimmungen über negative Zinssätze in den Kreditverträgen keinen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis. Die Sensitivität des Eigenkapitals gegenüber Zinsänderungen ist von unwesentlichem Ausmaß.
WÄHRUNGSRISIKO
Symrise ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Änderungen künftiger Cashflows aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften.
Die globale Ausrichtung des Symrise Konzerns führt zu Lieferbeziehungen und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden im Wesentlichen Devisenterminkontrakte zur Sicherung von USD eingesetzt.
Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnungs-Posten einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzerneigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus werden üblicherweise nicht gesichert.
Die Darstellung des bestehenden Fremdwährungsrisikos am Bilanzstichtag erfolgt gemäß IFRS 7 mittels einer Sensitivitätsanalyse. Die Fremdwährungssensitivität wird durch die Aggregation aller finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ermittelt, die auf eine fremde Währung lauten, die nicht funktionale Währung des jeweils berichtenden Unternehmens ist. Das so ermittelte Netto-Fremdwährungsrisiko wird zum Stichtagskurs und zu einem Sensitivitätskurs, der eine 10 %ige Aufwertung/Abwertung der Konzernwährung gegenüber der Fremdwährung unterstellt, bewertet. Die Differenz aus dieser hypothetischen Bewertung stellt die Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und auf das Eigenkapital dar. Die Sensitivitätsanalyse beruht auf der Annahme, dass außer einer Änderung des Währungskurses alle anderen Variablen konstant bleiben.
In die Sensitivitätsanalyse wurden auch Währungsrisiken aus konzerninternen monetären Posten einbezogen, sofern daraus Umrechnungsgewinne oder -verluste resultieren, die im Rahmen der Konsolidierung nicht eliminiert werden.
Effekte aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht die Berichtswährung des Symrise Konzerns ist, berühren die Cashflows in lokaler Währung nicht und sind deshalb nicht Bestandteil der Sensitivitätsanalyse.
Ein signifikantes Währungsrisiko ergab sich im Symrise Konzern sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr vornehmlich aus dem USD. Das Netto-Fremdwährungsrisiko hieraus belief sich zum Bilanzstichtag auf 40,3 Mio. USD (31. Dezember 2013: 25,6 Mio. USD). Der Zugang resultiert vor allem aus einem höheren Handelsvolumen bedingt durch die Akquisition der Diana Gruppe und der Vollkonsolidierung von Probi AB, Schweden, im Vergleich zum Vorjahr.
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Sensitivität bei einer Auf-/Abwertung des EUR gegenüber dem USD um +/- 10 % | ||
| Ergebniseffekt | +/- 2.239 | +/- 2.854 |
| Eigenkapitaleffekt | -/+ 254 | -/+ 1.166 |
| Summe | +/- 1.985 | +/- 1.688 |
Zur Reduzierung des Währungsrisikos wurden derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Devisentermingeschäfte:
| ― | mit einem Nominalvolumen von 21,1 Mio. USD (31. Dezember 2013: 7,5 Mio. USD) zur Sicherung von €/USD, |
| ― | mit einem Nominalvolumen von 7,5 Mio. USD (6,0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/JPY, |
| ― | mit einem Nominalvolumen von 0,9 Mio. USD (3,1 Mio. USD) zur Sicherung von USD/INR, |
| ― | mit einem Nominalvolumen von 5,7 Mio. USD (0 Mio. USD) zur Sicherung von SGD/USD, |
| ― | mit einem Nominalvolumen von 1,6 Mio. USD (0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/AUD und |
| ― | einem Nominalvolumen von 0,05 Mio. GBP (0 Mio. GBP) zur Sicherung von €/GBP. |
Die Devisentermingeschäfte mit positiven Marktwerten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 760 T€ (31. Dezember 2013: 262 T€) und die Devisentermingeschäfte mit negativen Marktwerten auf 1.161 T€ (31. Dezember 2013: 43 T€).
Die Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit von bis zu neun Monaten.
Weitere Informationen zu den positiven und negativen beizulegenden Zeitwerten der Devisentermingeschäfte mit und ohne Hedge-Beziehung sind der Tabelle zu den Finanzinstrumenten in TZ 42 sowie den Erläuterungen zum Liquiditätsrisiko zu entnehmen.
LIQUIDITÄTSRISIKO
Das Liquiditätsrisiko, das heißt das Risiko, dass Symrise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierung und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird bei Symrise durch eine rollierende Finanzplanung über 12 Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.
Zum Bilanzstichtag verfügt Symrise über freie Kreditlinien, die unter TZ 33 näher erläutert sind.
Die folgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen von kurz- und langfristigen nicht derivativen finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich geschätzter Zinszahlungen für die variablen Verzinsungen:
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| Fälligkeit erwarteter Auszahlungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2013 in T€ |
Buchwert | Erwartete Auszahlungen | bis 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen | 547.740 | 641.569 | 57.494 | 424.967 | 159.108 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 150.799 | 150.799 | 150.799 | 0 | 0 |
| Sonstige nicht derivative finanzielle Verpflichtungen | 10.928 | 10.415 | 3.447 | 6.968 | 0 |
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| Fälligkeit erwarteter Auszahlungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 in T€ |
Buchwert | Erwartete Auszahlungen | bis 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen | 1.364.978 | 1.493.222 | 143.392 | 1.191.671 | 158.159 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 213.527 | 213.527 | 213.527 | 0 | 0 |
| Sonstige nicht derivative finanzielle Verpflichtungen | 11.425 | 11.425 | 8.625 | 2.800 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 7.074 | 7.074 | 749 | 3.250 | 3.075 |
In der folgenden Tabelle werden die beizulegenden Zeitwerte sowie die erwarteten Ein- und Auszahlungen aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten dargestellt. Die Laufzeit der Devisentermingeschäfte beträgt maximal neun Monate.
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | ||
| Vermögenswerte | 262 | 760 |
| Schulden | - 43 | - 1.161 |
| Erwartete Einzahlungen | 12.211 | 29.268 |
| Erwartete Auszahlungen | - 11.992 | - 29.669 |
AUSFALL- ODER BONITÄTSRISIKO
Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Dieser tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nachzukommen. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im Symrise Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken.
Im Rahmen der Geldanlage werden Finanzkontrakte nur mit Banken, die wir sorgfältig ausgewählt haben und permanent beobachten, abgeschlossen. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der Symrise Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern abgeschlossen werden, deren Bonität einer regelmäßigen Bewertung unabhängiger Ratingagenturen unterliegt, die wir fortlaufend überwachen. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen das maximale Kreditrisiko dar.
44. LEASINGVERHÄLTNISSE
OPERATIVE LEASINGVERHÄLTNISSE ALS LEASINGNEHMER
Zahlungsverpflichtungen bestehen aus operativen Leasingverhältnissen, die eine unkündbare Vertragslaufzeit bis zu 38 Jahren haben und die im Wesentlichen für Kraftfahrzeuge und Gebäude abgeschlossen wurden. Die Verträge beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen oder Preisanpassungsklauseln, jedoch keine Kaufoptionen. Im laufenden Geschäftsjahr belaufen sich die Zahlungen aus Leasingverhältnissen, die als Aufwand erfasst wurden, auf 13,0 Mio. € (31. Dezember 2013: 12,6 Mio. €).
Die zukünftigen Netto-Zahlungsabflüsse aus operativen Leasingverhältnissen verteilen sich wie folgt:
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | 10.122 | 11.640 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 24.648 | 32.154 |
| Länger als fünf Jahre | 25.343 | 25.618 |
| Summe | 60.113 | 69.412 |
OPERATIVE LEASINGVERHÄLTNISSE ALS LEASINGGEBER
Der Konzern vermietet als Leasinggeber seine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (siehe TZ 24).
Die künftigen Mindestleasingzahlungen im Rahmen von unkündbaren Leasingverhältnissen sind zum Abschlussstichtag zeitlich wie folgt verteilt:
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | 60 | 61 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 207 | 211 |
| Länger als fünf Jahre | 168 | 172 |
| Summe | 435 | 444 |
FINANZIERUNGSLEASINGVERHÄLTNISSE ALS LEASINGNEHMER
Im Rahmen des Erwerbs der Diana Gruppe hat Symrise auch Vermögenswerte übernommen, die im Wege von Finanzierungsleasingverträgen genutzt werden. Der Nettobuchwert der bilanzierten Vermögenswerte beträgt zum Bilanzstichtag 12,0 Mio. €. Es handelt sich ausschließlich um geleaste Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) sowie im Wege von Erbbaurechten genutzte Grundstücke. Die Details zu den künftigen Mindestleasingzahlungen der Finanzierungsleasingvereinbarungen sind in der nachfolgenden Tabelle nach Fälligkeiten dargestellt:
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| 2014 | |||
|---|---|---|---|
| in T€ | Mindestleasingzahlungen | Zinsen | Barwert der Mindestleasingzahlungen |
| --- | --- | --- | --- |
| Bis zu einem Jahr | 1.048 | 299 | 749 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 4.376 | 1.126 | 3.250 |
| Länger als fünf Jahre | 3.374 | 299 | 3.075 |
| Summe | 8.798 | 1.724 | 7.074 |
Die Laufzeit der Leasingverhältnisse liegt zwischen einem und zwölf Jahren. Es wurden keine Vereinbarungen über Eventualmietzahlungen geschlossen. Der beizulegende Zeitwert der Leasingverpflichtung des Konzerns entspricht annähernd deren Buchwert.
45. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
Eventualverbindlichkeiten betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese als unwahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden.
Symrise ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftsaktivitäten mit einer Vielzahl von Klagen und Gerichtsverfahren konfrontiert, die im Wesentlichen in den Bereichen Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht, Steuerrecht und in dem Bereich des geistigen Eigentums angesiedelt sind. Wir bilden für solche Fälle Rückstellungen, wenn es wahrscheinlich ist, dass wir eine Verpflichtung haben, die aus einem Ereignis der Vergangenheit entstanden ist und verlässlich schätzbar ist und deren Erfüllung wahrscheinlich zum Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führt. Für alle anhängigen Rechtsstreitigkeiten haben wir eine Rückstellung in Höhe von 1,5 Mio. € gebildet. Derzeit sind wir der Ansicht, dass der Ausgang aller gegen uns vorgebrachten Klagen und Prozesse, sowohl einzeln als auch insgesamt, keine wesentliche nachteilige Auswirkung auf unsere Geschäftstätigkeit, Vermögenslage, Ertragslage und unseren Cashflow haben wird. Die gebildeten Rückstellungen sind daher auch weder einzeln noch insgesamt wesentlich. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen beziehungsweise künftigen Verfahren sind nicht vorhersagbar, sodass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten. Viele unserer Prozesse sind allerdings durch Versicherungsleistungen aus Produkthaftpflichtversicherungen gedeckt.
SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Zum 31. Dezember 2014 hat der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 25,9 Mio. € (31. Dezember 2013: 16,0 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen, Hardware und Büroausstattung. Diese sind im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2015 fällig. Weitere Verpflichtungen in Höhe von 127,2 Mio. € (31. Dezember 2013: 138,3 Mio. €) bestehen aus noch nicht erfüllten langfristigen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge.
Die Symrise AG hat mit der Atos Origin GmbH einen Servicevertrag zur Auslagerung der internen Informationstechnologie mit einer Laufzeit bis 2019 geschlossen. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber Atos beträgt unter Berücksichtigung von Sonderkündigungsrechten 40,4 Mio. € (31. Dezember 2013: 33,8 Mio. €).
Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich am 31. Dezember 2014 auf 10,3 Mio. € (31. Dezember 2013: 12,3 Mio. €) und betrafen unter anderem in Höhe von 3,9 Mio. € Steuerrisiken, für die auf Grundlage der Beurteilung durch unsere Steuerberater keine Rückstellung zu bilden war (31. Dezember 2013: 6,9 Mio. € für Risiken aus Rechts- und Steuerrechtsstreitigkeiten) sowie 3,7 Mio. € Verpflichtungen aus Berater-, Dienstleistungs- und Kooperationsverträgen (31. Dezember 2013: 2,1 Mio. €).
46. TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Die verbundenen und assoziierten Unternehmen, Vorstände, ehemalige Vorstände beziehungsweise Geschäftsführer sowie die Aufsichtsratsmitglieder und ehemalige Vertreter der Anteilseigner und deren nahe Angehörige gelten als nahestehende Personen.
Die Umsätze und Einkäufe von verbundenen Unternehmen erfolgten zu Konditionen wie zwischen fremden Dritten.
Unverändert zum Vorjahr wurden im Jahr 2014 nur in geringem Umfang Waren von assoziierten Unternehmen bezogen.
An die Rheinische Pensionskasse (RPK) erfolgten Beitragszahlungen in Höhe von 1.068 T€ (2013: 918 T€), diese wurden entsprechend ihrer Zuordnung den betreffenden Funktionen zugewiesen. Es bestanden zum Bilanzstichtag weder Verbindlichkeiten noch Forderungen gegenüber der RPK (31. Dezember 2013: Verbindlichkeiten in Höhe von 146 T€). Zu näheren Informationen verweisen wir auf TZ 35.
Im Geschäftsjahr 2014 erhielten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats folgende Vergütung:
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| 2013 | 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Vorstand | Aufsichtsrat | Summe | Vorstand | Aufsichtsrat | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristig fällige Leistungen | 3.509 | 933 | 4.442 | 3.674 | 937 | 4.611 |
| Andere langfristige Leistungen | 963 | 0 | 963 | 2.482 | 0 | 2.482 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 48 | 0 | 48 | 49 | 0 | 49 |
| Summe | 4.520 | 933 | 5.453 | 6.205 | 937 | 7.142 |
Die ergänzenden Angaben nach § 315a HGB stellen sich wie folgt dar:
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Gesamtbezüge aktiver Organmitglieder | ||
| Vorstand | 5.135 | 5.745 |
| Aufsichtsrat | 933 | 937 |
| Gesamtbezüge früherer Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | ||
| Vorstand | 292 | 303 |
In den Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen sind für frühere Mitglieder des Vorstands Beträge in Höhe von 9,8 Mio. € (31. Dezember 2013: 7,5 Mio. €) und für derzeitige Mitglieder des Vorstands in Höhe von 3,7 Mio. € (31. Dezember 2013: 2,3 Mio. €) berücksichtigt.
Die individualisierte Vergütung für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder ist im Lagebericht dargestellt.
47. AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Nach Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Besitz von Aktien oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden.
Der direkte oder indirekte Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Symrise AG betrug zum 31. Dezember 2014 mehr als 1 %. Von den insgesamt von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gehaltenen 6,14 % Aktien der Symrise AG entfielen auf Mitglieder des Aufsichtsrats 6,01 % und auf Mitglieder des Vorstands 0,13 %.
48. LANGFRISTIGE ZIELSETZUNGEN UND METHODEN DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS
Es wird auf den Risikobericht verwiesen, der Teil unseres Lageberichts ist.
49. ABSCHLUSSPRÜFUNG
Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 14. Mai 2014 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 gewählt.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare:
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| in T€ | 2013 | 2014 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 801 | 846 |
| Steuerberatung | 612 | 320 |
| Sonstige Leistungen | 62 | 196 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 12 | 116 |
| Summe | 1.487 | 1.478 |
50. AUFSTELLUNG DER BETEILIGUNGEN
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2014
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil |
|---|---|
| Deutschland | |
| Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden | 100,00 % |
| DrinkStar GmbH, Rosenheim | 100,00 % |
| Schimmel & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden | 100,00 % |
| Symrise BioActives GmbH, Hamburg | 100,00 % |
| Tesium GmbH, Holzminden | 100,00 % |
| Symotion GmbH, Holzminden | 100,00 % |
| Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden | 100,00 % |
| Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden | 100,00 % |
| Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden | 100,00 % |
| Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden | 100,00 % |
| Haarmann & Reimer Unterstützungskasse Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden | 100,00 % |
| Frankreich | |
| Anaid SAS, Saint Nolff | 100,00 % |
| Aromatics SAS., Clichy-la-Garenne | 100,00 % |
| Arôme de Chacé SAS, Chacé | 100,00 % |
| Compagnie Alimentaire Pleucadeucienne, Pleucadeuc | 100,00 % |
| Diana Naturals SAS, Antrain | 100,00 % |
| DianaPlantSciences SAS, Rennes | 100,00 % |
| Diana SAS, Saint Nolff | 100,00 % |
| Diana Trans, Saint Nolff | 100,00 % |
| Kerisper SAS, Saint Nolff | 100,00 % |
| Société de Protéines Industrielles SNC, Berric | 100,00 % |
| Spécialités Pet Food SAS, Elven | 100,00 % |
| Symrise SAS., Clichy-la-Garenne | 100,00 % |
| Villers SAS, Villers Les Pôts | 100,00 % |
| Übriges Europa | |
| OOO Symrise Rogovo, Russland | 100,00 % |
| SPF RUS, Russland | 100,00 % |
| Symrise SA, Schweiz | 100,00 % |
| Symrise Limited, Großbritannien | 100,00 % |
| Symrise Holding Limited, Großbritannien | 100,00 % |
| MAP Technologies Ltd, Großbritannien | 100,00 % |
| Confoco International Ltd, Großbritannien | 100,00 % |
| SPF UK Ltd, Großbritannien | 60,00 % |
| Symrise Iberica S.L., Spanien | 100,00 % |
| SPF DIANA Espana SL, Spanien | 100,00 % |
| Symrise S.r.l., Italien | 100,00 % |
| Symrise Vertriebs GmbH, Österreich | 100,00 % |
| Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd. Sirketi, Türkei | 100,00 % |
| Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg | 100,00 % |
| Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Belgien | 100,00 % |
| Symrise Group Finance Holding 2 CV, Belgien | 100,00 % |
| Symrise IP-Holding GCV, Belgien | 100,00 % |
| SPF Hungary Kft, Ungarn | 99,67 % |
| Probi AB, Schweden | 47,71 % |
| Nordamerika | |
| SPF Canada - Group Diana Inc., Kanada | 100,00 % |
| Symrise Inc., USA | 100,00 % |
| Symrise Holding Inc., USA | 100,00 % |
| Symrise US LLC, USA | 100,00 % |
| Confoco USA, USA | 100,00 % |
| Diana Natural Inc., USA | 100,00 % |
| SPF USA Inc., USA | 100,00 % |
| SPF North America Inc., USA | 100,00 % |
| Diana Aquasea Inc., USA | 100,00 % |
| Diana US Inc., USA | 100,00 % |
| DianaPlantSciences Inc., USA | 100,00 % |
| Lateinamerika | |
| Symrise Aromas e Fragrâncias Ltda., Brasilien | 100,00 % |
| SPF Do Brasil Ltd, Brasilien | 99,99 % |
| Symrise S.R.L., Argentinien | 100,00 % |
| SPF Argentina, Argentinien | 99,97 % |
| Symrise S.A., Chile | 100,00 % |
| Diana Naturals Chile Ltda, Chile | 100,00 % |
| Diana Naturals Chile SpA, Chile | 100,00 % |
| Symrise Ltda., Kolumbien | 100,00 % |
| Symrise C.A., Venezuela | 100,00 % |
| Symrise S. de R.L. de C.V., Mexiko | 100,00 % |
| SPF Mexico SA de CV, Mexiko | 99,99 % |
| Aquasea Costa Rica, Costa Rica | 55,00 % |
| Confoco SA, Ecuador | 99,90 % |
| Ecuaprotein SA, Ecuador | 53,00 % |
| Asien und Pazifik | |
| Symrise Pty. Ltd., Australien | 100,00 % |
| SPF Diana Australia PTY Ltd, Australien | 100,00 % |
| Symrise Shanghai Limited, China | 100,00 % |
| SPF (Qingdao) Trading Co., Ltd, China | 100,00 % |
| Symrise SDN. BHD, Malaysia | 100,00 % |
| Symrise Holding Pte. Limited, Singapur | 100,00 % |
| Symrise Pte. Ltd., Singapur | 100,00 % |
| Symrise Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur | 100,00 % |
| Diana Group Pte Ltd, Singapur | 100,00 % |
| Symrise Limited, Süd-Korea | 100,00 % |
| Symrise Ltd., Thailand | 100,00 % |
| SPF Thailand, Thailand | 51,60 % |
| P.T. Symrise, Indonesien | 100,00 % |
| Symrise Inc., Philippinen | 100,00 % |
| Symrise Private Limited, Indien | 100,00 % |
| Symrise K.K., Japan | 100,00 % |
| Diana Naturals Private Ltd, Indien | 100,00 % |
| Afrika und Naher Osten | |
| Symrise S.A.E., Ägypten (ehemals Aroma Labs For Flavours S.A.E.) | 100,00 % |
| Futura Labs International S.A.E., Ägypten | 100,00 % |
| Roseland Flavors & Fragrances Corp., Dubai | 100,00 % |
| Symrise (Pty) Ltd., Südafrika | 100,00 % |
| SPF South Africa (RSA), Südafrika | 100,00 % |
| Symrise S.a.r.L., Madagaskar | 100,00 % |
| Origines S.a.r.L., Madagaskar | 100,00 % |
| Symrise Nigeria Limited, Nigeria | 100,00 % |
Assoziierte Unternehmen zum 31. Dezember 2014
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil |
|---|---|
| Therapeutic Peptides Inc., USA | 20,0 % |
| Cuisi'nat, Frankreich | 33,3 % |
51. BEFREIUNG VON DER AUFSTELLUNG EINES JAHRESABSCHLUSSES NACH § 264 ABS. 3 HGB
Die DrinkStar GmbH, die Tesium GmbH und die Symotion GmbH werden in den Konzernabschluss der Symrise AG nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften einbezogen und nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung der Jahresabschlüsse in Anspruch.
52. CORPORATE GOVERNANCE
Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ist für 2014 abgegeben und den Aktionären auf unserer Website www.symrise.com dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Holzminden, den 18. Februar 2015
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Achim Daub
Bernd Hirsch
Erklärung des Vorstands
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Holzminden, den 18. Februar 2015
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Achim Daub
Bernd Hirsch
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Symrise AG, Holzminden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzerngewinn- und -verlustrechnung mit der Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 20. Februar 2015
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Marc Ufer, Wirtschaftsprüfer
Dirk Papenberg, Wirtschaftsprüfer
Corporate Governance
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und Corporate Governance-Bericht
Die folgende Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB beinhaltet neben der Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes auch den Bericht zur Corporate Governance bei Symrise im Sinne der Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 24. Juni 2014. Sie ist auch auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der Symrise AG. Der Vorstand erstattet - zugleich auch für den Aufsichtsrat - die nachfolgende Erklärung zur Unternehmensführung. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a des Handelsgesetzbuchs umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Nach der derzeit gültigen Fassung der Ziffer 3.10 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 24. Juni 2014 ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen.
Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns auch dieses Jahr wieder entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK in die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach Ziffer 4.2.5 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 24. Juni 2014 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 37 bis 43 des Finanzberichts 2014 enthalten.
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DEZEMBER 2014 GEMÄSS § 161 DES AKTIENGESETZES
EINLEITUNG
Das Aktiengesetz verpflichtet gemäß seinem § 161 Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft, einmal jährlich zu erklären, ob dem DCGK in seiner jeweils gültigen Form entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen des DCGK nicht angewendet wurden oder werden.
WORTLAUT DER ERKLÄRUNG
Auf Basis ihrer Beratungen haben Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG am 4. Dezember 2014 eine neue Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:
"Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz:
Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 24. Juni 2014 entsprochen und wird dies auch zukünftig tun."
Die Erklärung ist der Öffentlichkeit auch separat auf der Internetseite der Symrise AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/entsprechenserklaerung.
RELEVANTE ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN
EINLEITUNG
In diesem Teil der Erklärung zur Unternehmensführung sind relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken zu machen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewendet werden. Die Darstellung erfasst also Regelungen, die sich weder aus gesetzlichen Vorschriften noch aus Empfehlungen und Anregungen des DCGK ableiten.
UNSER CODE OF CONDUCT
Um ein einheitliches vorbildliches Handeln und Verhalten zu gewährleisten, wurde für den gesamten Konzern bereits im Jahre 2006 ein Verhaltenskodex entwickelt, der für Vorstand und Aufsichtsrat und alle im In- und Ausland bei Symrise Beschäftigten, das heißt für Führungskräfte und für alle Arbeitnehmer im Konzern gleichermaßen, als verbindliches Leitbild gilt. Diesen Verhaltenskodex haben wir letztmals im Jahre 2012 grundlegend überarbeitet und den neuesten Entwicklungen angepasst. Der Verhaltenskodex setzt Mindeststandards und gibt Hinweise, wie alle Beschäftigten bei deren Einhaltung Zusammenwirken können. Der Kodex soll helfen, ethische und rechtliche Herausforderungen bei der täglichen Arbeit zu bewältigen und soll für Konfliktsituationen eine Orientierung geben. Verstöße werden im Interesse aller Beschäftigten und des Unternehmens analysiert und ihre Ursachen beseitigt. Dazu gehört auch die konsequente Verfolgung von Fehlverhalten im Rahmen der jeweils geltenden nationalen Rechtsvorschriften.
Unser Code of Conduct regelt den Umgang mit den wesentlichen Anspruchsgruppen unseres Unternehmens: den Mitarbeitern und Kollegen, unseren Kunden und Lieferanten, den Aktionären und Investoren, unseren Nachbarn und dem gesellschaftlichen Umfeld, dem Staat und seinen Behörden, den Medien und der interessierten Öffentlichkeit.
Der Verhaltenskodex basiert auf unseren Werten und Prinzipien. Indem wir ihn befolgen, stellen wir sicher, dass jeder fair und mit Respekt behandelt wird und dass unser Verhalten sowie unsere Geschäfte transparent, ehrlich und nachvollziehbar bleiben - überall auf der Welt.
Unser Code of Conduct ist der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Symrise AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/de/newsroom/publikationen/code-of-conduct.
UNSERE COMPLIANCE-ORGANISATION
Bei Symrise verstehen wir Compliance als ganzheitliches Organisationsmodell, das die Einhaltung von Rechtsvorschriften und konzerninternen Richtlinien sowie die entsprechenden Prozesse und Systeme umfasst. Dabei liegt bei Symrise der Schwerpunkt der Compliance-Aktivitäten in den Bereichen Qualität, Umweltschutz, Gesundheit, Arbeitssicherheit, Energie, Produktsicherheit, Lebensmittelsicherheit, Risiko- und Wertemanagement, Kartellrecht und Korruptionsbekämpfung. Aus diesem Grund hat der Vorstand der Symrise AG die entsprechenden Funktionseinheiten aus Integriertem Managementsystem, Corporate Audit, Risikomanagement und Nachhaltigkeit in der Corporate Compliance-Organisation zusammengeführt. Die Ergebnisse aus allen Audits sowie die Erkenntnisse aus dem Risikomanagement werden in dieser Organisationseinheit zusammengefasst. Die Maßnahmen werden somit effizienter koordiniert.
Der Vorstand der Symrise AG hat seine ablehnende Haltung gegenüber jeder Form von Complianceverstößen sowohl intern als auch extern deutlich zum Ausdruck gebracht. Verstöße werden bei Symrise nicht toleriert. Sanktionen gegen betroffene Mitarbeiter werden verhängt, wenn notwendig und rechtlich möglich.
Symrise verfügt über ein integriertes Corporate Compliance-Management System, in dem wir nachhaltige, risiko- und werteorientierte sowie rechtliche als auch ethische Aspekte und Regeln zusammengeführt und zum Leitbild unseres geschäftlichen Handelns gemacht haben. Wir agieren aus dem Selbstverständnis und der Überzeugung heraus, dass die Einhaltung dieser Grundregeln einen unabdingbaren und nicht verhandelbaren Bestandteil unserer Symrise Identität darstellt. Nur ein klar abgesteckter und transparenter Rahmen des erlaubten und nicht erlaubten Handelns gewährleistet den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.
Für alle unsere Mitarbeiter gilt in allen Ländern unsere Leitlinie: "Ein Geschäft, das mit unseren Grundregeln nicht in Einklang zu bringen ist, ist kein Geschäft für Symrise."
Das Corporate Compliance-Office sowie die Innenrevision berichten direkt an den Finanzvorstand. Damit ist ihre Unabhängigkeit und Autorität gewährleistet. Dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichten der Corporate Compliance-Officer und die Innenrevision regelmäßig in jeder Sitzung dieses Gremiums.
UNSERE INTEGRITY HOTLINE
Bereits seit Sommer 2008 hat Symrise durch das Corporate Compliance-Office eine Integrity Hotline eingerichtet, um sicherzustellen, dass Symrise Mitarbeiter weltweit anonym Verstöße zu Rechtsvorschriften und konzerninternen Richtlinien melden können. Mittels dieser Hotline ist das Corporate Compliance-Office für alle Mitarbeiter über eine eigens in den jeweiligen Ländern eingerichtete kostenlose Telefonnummer erreichbar. Über einen zwischengeschalteten Dienstleister ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter ihre Anliegen im Bedarfsfall anonym und in ihrer Muttersprache vorbringen können. Die Mitarbeiter geben dazu einen Zugangscode ein und können ihre Nachricht an das Corporate Compliance-Office hinterlassen. Dabei erhalten sie eine Vorgangsnummer, die es ihnen erlaubt, zu einem späteren Zeitpunkt erneut anzurufen und die für sie vom Corporate Compliance-Office hinterlegte Antwort abzuhören. Dieses Verfahren kann beliebig fortgesetzt werden und ermöglicht eine intensive Kommunikation des Corporate Compliance-Office mit einem Hinweisgeber, ohne dass dessen Anonymität gefährdet würde. Gleichzeitig können durch gezielte Rückfragen Missbräuche verhindert werden. Seit Herbst 2009 können die Mitarbeiter das Corporate Compliance-Office zusätzlich auch über den Webservice der Symrise Integrity Hotline anonym erreichen und ihre Mitteilungen machen. Eine Kommunikation mit dem Corporate Compliance-Office nur über das Telefon ist daher nicht mehr zwingend erforderlich. Natürlich kann sich jeder Mitarbeiter jederzeit auch direkt und persönlich an das Corporate Compliance-Office wenden.
2014 wurden weltweit fünf Fälle über die Integrity Hotline gemeldet. Darüber hinaus wurden sieben Fälle von Unregelmäßigkeiten direkt per Email dem Corporate Compliance-Office gemeldet. Weitere zwei Meldungen erfolgten postalisch. In allen Fällen wurden daraufhin Untersuchungen eingeleitet. Wesentlicher Schaden ist weder für Dritte noch für unser Unternehmen entstanden.
SCHULUNGEN ZU COMPLIANCE THEMEN
Um die Einhaltung aller Compliance-Vorgaben kontinuierlich sicherzustellen, wird der Schulungsbedarf regelmäßig ermittelt und es werden geeignete Maßnahmen durchgeführt. Neben herkömmlichen Präsenzschulungen führen wir überwiegend internetbasierte Schulungen durch. Damit können wir mehr Mitarbeiter in kürzerer Zeit erreichen. Zudem verfügt jeder Mitarbeiter über eine größere Flexibilität dabei, zu welchem Zeitpunkt er wo welche Schulung durcharbeiten möchte. Anschließende Tests bestätigen das Verständnis der Inhalte der Schulung.
Neue Symrise Mitarbeiter werden zu Beginn ihrer Tätigkeit neben den arbeitsplatzspezifischen Anforderungen umfassend zu den Grundlagen unseres Verhaltenskodex geschult. Ergänzend führen wir auch verschiedene Schwerpunktschulungen durch. Auch im Jahr 2014 wurden erneut Compliance-Schulungen in allen unseren Ländergesellschaften für die Bereiche Management, Einkauf und Verkauf durchgeführt. Im Rahmen dessen wurden circa 650 Mitarbeiter zu den Themen Anti-Korruption und Kommunikationsverhalten geschult. Zusätzlich wurden rund 4.700 Mitarbeiter zu der generellen, vertiefenden Verhaltenskodex-Schulung 2014 eingeladen. Hierbei werden gezielt einzelne Kapitel unseres Verhaltenskodexes vertiefend geschult, da sie Bestandteil eines dreijährigen Schulungsprogramms sind. Die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter zum tagtäglichen nachhaltigen Handeln stellt jedes Jahr einen Schwerpunkt unserer Schulungen dar. Insgesamt sind unsere Mitarbeiter im Jahr 2014 in 40 Stunden zu Themen wie Arbeitsschutz, Brandschutz, Gesundheit, Umwelt, Hygiene und Compliance geschult worden. Wir haben bereits damit begonnen, die gut 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der im Sommer 2014 erworbenen Diana Gruppe schnellstmöglich mit unserem Code of Conduct vertraut zu machen und in unser Schulungsprogramm einzubeziehen.
Für 2015 planen wir erneut Schulungen zu diesen Themen. Dabei stehen primär diejenigen Mitarbeitergruppen im Mittelpunkt unserer Bemühungen, deren Tätigkeiten nach allgemeinen Erfahrungen das größte Verbesserungspotenzial in sich tragen. Wir schulen verstärkt auch solche Mitarbeiter, die als Multiplikatoren dienen und Schulungsinhalte in das Unternehmen tragen können.
CORPORATE GOVERNANCE
EINLEITUNG
Die Corporate Governance bei Symrise orientiert sich am DCGK, der sich als Leitlinie und Maßstab guter Unternehmensführung in Deutschland etabliert hat. Wir sind heute mehr denn je überzeugt, dass eine gute Corporate Governance für den Erfolg eines Unternehmens Voraussetzung und unabdingbare Grundlage ist. Dieser Erfolg beruht ganz besonders auf dem uns von unseren Geschäftspartnern, den Finanzmärkten, Anlegern, Mitarbeitern und der interessierten Öffentlichkeit entgegengebrachten Vertrauen. Dieses Vertrauen zu bestätigen und weiter zu verstärken, ist vorrangiges Ziel bei Symrise. Um dieses Ziel erreichen zu können, bedarf es einer verantwortungsbewussten und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteten Führung und Kontrolle unseres Unternehmens.
Bereits in der Vergangenheit haben wir uns an international und national anerkannten Standards guter und verantwortungsbewusster Unternehmensführung orientiert und werden dies auch in Zukunft tun. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2014 mehrfach intensiv und über alle Bereiche hinweg mit Themen der Corporate Governance beschäftigt. Insbesondere die Neufassung des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 24. Juni 2014 war wiederholt Gegenstand der Beratungen.
INTERESSENKONFLIKTE
Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen wären, traten auch im Geschäftsjahr 2014 nicht auf. Berater- und Dienstleistungsverträge oder sonstige Austauschverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden auch im Geschäftsjahr 2014 ausschließlich bei Herrn Horst-Otto Gerberding:
Die Gesellschaft und Herr Horst-Otto Gerberding haben am 4. September 2003, im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Herrn Gerberding als Geschäftsführer der früheren Symrise Holding GmbH, ein "Amended and Restated Service Agreement" abgeschlossen. Gemäß diesem Vertrag hat die Gesellschaft Herrn Gerberding bis zu seinem Tod ein Ruhegeld zu zahlen. Das Ruhegeld beträgt jährlich 100.000 €. Dieser Betrag erhöht sich für jedes Jahr, in welchem Herr Gerberding nach Abschluss der Vereinbarung als Geschäftsführer in den Diensten der Gesellschaft stand, um einen Betrag von 7.500 €. Daneben hat Herr Gerberding Pensionsansprüche gegen die Symrise AG aus einem Anstellungs- und Versorgungsvertrag vom 29. Juli 1983. Die Gesamthöhe der Ansprüche beträgt monatlich 24.358 €.
ZIELE DES AUFSICHTSRATS ZU SEINER ZUSAMMENSETZUNG
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 4. Dezember 2014 gemäß Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 des DCGK in der aktuellen Fassung vom 24. Juni 2014 seine bisherigen Ziele bestätigt. Unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation berücksichtigen diese unter anderem (i) die internationale Tätigkeit des Unternehmens, (ii) potenzielle Interessenkonflikte, (iii) die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, (iv) eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und (v) Vielfalt (Diversity). Diese konkreten Ziele sehen insbesondere auch eine angemessene Beteiligung von Frauen vor.
Dem Aufsichtsrat der Symrise AG mit insgesamt zwölf Mitgliedern gehören derzeit sieben unabhängige Mitglieder und mit Frau Hufnagel, Frau Jarke und Frau Prof. Dr. Pfeifer auch drei Frauen an. Im Hinblick auf seine zukünftige Zusammensetzung strebt der Aufsichtsrat an, dass, vorbehaltlich einer verbindlichen gesetzlichen Regelung, ein Frauenanteil von wenigstens einem Viertel auch in Zukunft nicht unterschritten wird. Der Aufsichtsrat hält eine Quote von einem Viertel für einen angemessenen Frauenanteil. Der Aufsichtsrat orientiert sich bei dieser Festlegung am Doppelten des derzeitigen Frauenanteils unter den konzernweiten Führungskräften, die zum Ende des letzten Geschäftsjahres ein Achtel betrug. Auch in der Zukunft sollen im Regelfall wenigstens sieben unabhängige Mitglieder im Aufsichtsrat vertreten sein. Weiter wird angestrebt, dass auch der Anteil an Mitgliedern im Aufsichtsrat, die das Kriterium Internationalität verkörpern, einen Anteil von einem Drittel nicht unterschreiten soll. Die Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds endet in jedem Fall mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, die auf die Vollendung des 70. Lebensjahres folgt. Alle diese Ziele sind derzeit erfüllt. Auch bei zukünftigen Wahlvorschlägen wird zu beachten sein, dass die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele weiterhin erfüllt bleiben.
TRANSPARENZ
Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Symrise AG sowie bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Symrise Aktien und sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offen legen. Diese Offenlegungspflicht besteht dann, wenn der Wert der getätigten Geschäfte, die eine zum vorstehend genannten Personenkreis gehörende Person tätigt, die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt.
Alle der Symrise AG bis zum 31. Dezember 2014 zugegangenen Meldungen sind auf unserer Internetseite unter http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/directors-dealings veröffentlicht. Dort finden sich die seit dem Börsengang im Dezember 2006 abgegebenen Meldungen, auch soweit sie zwischenzeitlich aus Vorstand und Aufsichtsrat ausgeschiedene Personen betreffen.
Der direkte oder indirekte Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Symrise AG betrug zum 31. Dezember 2014 mehr als 1 %. Von den insgesamt von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gehaltenen 6,14 % Aktien der Symrise AG entfielen auf Mitglieder des Aufsichtsrats 6,01 % und auf Mitglieder des Vorstands 0,13 % (Werte gerundet).
Eine Übersicht über die Mandate der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder außerhalb des Symrise Konzerns findet sich auf den Seiten 142/143 des Finanzberichts 2014.
Ein Bericht über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen findet sich auf den Seiten 119/120 des Finanzberichts 2014.
AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG
Die Aktionäre der Symrise AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Symrise AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben, beziehungsweise die Stimmrechtsvertreter der Symrise AG per Internet zu beauftragen. Weisungen zur Stimmrechtsausübung an diese Stimmrechtsvertreter können vor und während der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 bis zum Ende der Generaldebatte erteilt werden. Eine Weisungserteilung über elektronische Medien ist bis zum Abend des 11. Mai 2015 um 18:00 Uhr möglich. Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der Symrise AG in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt.
Wir wollen unsere Aktionäre vor und während der Hauptversammlung zügig, umfassend und effektiv informieren und ihnen die Ausübung ihrer Rechte erleichtern. Bereits im Vorfeld einer Hauptversammlung werden die Aktionäre durch den Unternehmensbericht und den Finanzbericht - die auch auf unserer Internetseite verfügbar sind - und die Einladung zur Hauptversammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die einzelnen Tagesordnungspunkte der anstehenden Hauptversammlung informiert. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung sind - wie der Unternehmens- und der Finanzbericht auch - auf unserer Internetseite verfügbar.
Das Anmelde- und Legitimationsverfahren zur Hauptversammlung ist einfach und stellt auf den 21. Tag vor der Hauptversammlung ab. Damit gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation der Aktionäre.
Im Anschluss an die Hauptversammlung veröffentlichen wir außerdem die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf unserer Internetseite.
INFORMATIONSSERVICE FÜR UNSERE AKTIONÄRE
Unsere Unternehmenskommunikation verfolgt den Anspruch, größtmögliche Transparenz und Chancengleichheit durch zeitnahe und gleichberechtigte Information aller Zielgruppen zu gewährleisten. Alle wesentlichen Presse- und Kapitalmarktmitteilungen der Symrise AG werden, auch auf der Internets eite der Gesellschaft, in deutscher und englischer Sprache publiziert. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat finden sich ebenso auf unserer Internetseite wie Jahres- und Konzernabschlüsse, Quartalsergebnisse, Jahres- und Halbjahresfinanzberichte.
Wir informieren die Aktionäre der Gesellschaft, Analysten, Aktionärsvereinigungen und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig über alle wesentlichen wiederkehrenden Termine mittels eines Finanzkalenders. Dieser wird im Unternehmens- und im Finanzbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Regelmäßige Treffen mit Analysten und institutionellen Anlegern finden im Rahmen unserer Investor Relations-Aktivitäten statt. Hierzu gehört eine jährliche Analystenkonferenz ebenso wie anlässlich der Veröffentlichung von Halbjahresfinanzberichten und Quartalsberichten durchgeführte Telefonkonferenzen für Analysten und Investoren.
Die wichtigsten Präsentationen, die wir für diese Veranstaltungen, für die Hauptversammlung, aber auch für Investorenkonferenzen vorbereiten, können im Internet eingesehen werden. Auch die Orte und Termine von Anlegerkonferenzen sind für alle Interessierten auf unserer Internetseite unter http://www.symrise.com/de/investoren/finanzkalender/2015/ abrufbar.
RISIKOMANAGEMENT
Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken jeder Art ist für den Erfolg eines Unternehmens von elementarer Bedeutung. Ein umfassendes Risikomanagementsystem gehört daher zwingend zu einer angemessenen Corporate Governance. Der Vorstand stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im gesamten Konzern sicher. Es wird permanent weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Bislang fand zweimal im Jahr eine konzernweite Erhebung und Klassifizierung möglicher Risiken statt. Derzeit erfolgt die konzernweite Erhebung und Klassifizierung möglicher Risiken auf elektronischem Wege kontinuierlich. Damit ist die Risikoposition des Konzerns immer aktuell verfügbar.
Das Risikomanagement bei Symrise, seine Sicherheitsmechanismen, interne Richtlinien und Kontrollinstrumente werden unangekündigt durch die interne Konzernrevision geprüft. Hierbei identifizierte Risiken werden unverzüglich dem Vorstand zur Kenntnis gebracht.
Das Risikofrüherkennungssystem nach § 91, Absatz 2, AktG wird von den Abschlussprüfern im In- und Ausland geprüft.
Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich neben der Abschlussprüfung und der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses auch regelmäßig mit der Prüfung und Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Hierzu gehören beispielsweise auch regelmäßige Berichte der Innenrevision und des Corporate Compliance-Officer von Symrise.
Durch dieses Ineinandergreifen verschiedener Mechanismen können Risiken frühzeitig erkannt und bewertet werden. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung werden Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss vom Vorstand regelmäßig mittels eines eigenen Risikoberichts unterrichtet. Bereits in diesem frühen Stadium werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen und umgesetzt, um eine Beseitigung der identifizierten Risiken herbeizuführen. Auch die Umsetzung dieser eingeleiteten Maßnahmen wird von der Innenrevision überprüft und der erreichte Erfolg einer kritischen Würdigung unterzogen. Risikopositionen können so kontrolliert und notwendige Maßnahmen zur Risikoverringerung eingeleitet werden. Hierfür werden konkrete Verantwortlichkeiten zugeordnet und mittels einer Erfolgskontrolle nachgehalten.
UNSER ABSCHLUSSPRÜFER: KPMG
Auch im Geschäftsjahr 2014 erfolgte die Rechnungslegung hinsichtlich des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte bei Symrise auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Einzelabschluss der Symrise AG wird nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Wie bereits im Vorjahr wurde auch 2014 der Jahresabschluss der Symrise AG nebst Lagebericht und der Konzernabschluss der Symrise AG nebst Konzernlagebericht von unserem Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Mit diesem Prüfer ist vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich zu unterrichten ist, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Unser Abschlussprüfer wird über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich an Vorstand und Aufsichtsrat berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren, beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.
BESCHREIBUNG DER ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
EINLEITUNG
In diesem Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ist die Arbeitsweise von Vorstand, Aufsichtsrat und der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse dargestellt. Auch auf die Zusammensetzung dieser Ausschüsse wird kurz eingegangen. Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.
DUALES FÜHRUNGSSYSTEM
Die Symrise AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der DCGK beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
VORSTAND
Der Vorstand der Symrise AG besteht zur Zeit aus drei Mitgliedern. Alle Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft eigenverantwortlich im Interesse des Unternehmens und mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für deren Umsetzung.
Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Die Berichterstattung des Vorstands umfasst auch das Thema Compliance, also die Maßnahmen zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien. Für bedeutende Geschäftsvorgänge legt die Satzung Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats fest. Diese Zustimmungsvorbehalte sind in identischer Form auch in der Geschäftsordnung des Vorstands enthalten.
Die Geschäftsordnung des Vorstands ist der interessierten Öffentlichkeit im Internet unter der Adresse http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/vorstand zugänglich gemacht.
AUFSICHTSRAT
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Zur Vorbereitung der Sitzungen tagen die Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer bei Bedarf getrennt. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, welche auch entsprechende Anwendung auf die Ausschüsse des Aufsichtsrats findet.
Diese ist der interessierten Öffentlichkeit im Internet unter der Adresse http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/aufsichtsrat zugänglich gemacht.
ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS
Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören gemäß Satzung zwölf Mitglieder an, von denen jeweils sechs von den Anteilseignern und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtsperioden sind identisch. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden die Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung einzeln gewählt. Zuletzt wurden im Geschäftsjahr 2011 alle Mitglieder des Aufsichtsrats turnusmäßig neu gewählt. Die Aktionäre haben die sechs Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat am 18. Mai 2011 in der Hauptversammlung gewählt.
Die sechs Vertreter der Arbeitnehmer wurden von den deutschen Belegschaften am 21. Februar 2011 gewählt. Mit Ablauf des 14. Mai 2014 ist Herr Francesco Grioli aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Herr Peter Winkelmann ist mit Beschluss des Amtsgerichts Hildesheim vom 30. April 2014 mit Wirkung ab dem Ende der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Winkelmann am 6. August 2014 in den Prüfungs- und den Vermittlungsausschuss gewählt.
Die Wahl sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder erfolgt für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Dabei wird das Jahr, in dem die Amtszeit beginnt, nicht mitgerechnet. Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder endet daher voraussichtlich im Frühjahr 2016. Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen geachtet, ebenso wie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung. Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören derzeit sieben unabhängige Mitglieder und mit Frau Hufnagel, Frau Jarke und Frau Prof. Dr. Pfeifer drei Frauen an.
Damit eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleistet ist, gehören dem Aufsichtsrat, wie in den Vorjahren auch, keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands an. Mindestens ein unabhängiges Mitglied verfügt über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung.
AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, werden in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz. Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Plenumssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen.
Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört hierzu. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems sowie mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Harald Feist, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Regina Hufnagel, Frau Christiane Jarke und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer. Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2014 dreimal. Der Personalausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung.
Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem sowie der Abschlussprüfung. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Corporate Compliance-Office und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Michael Becker (Vorsitzender), Herr Dr. Peter Grafoner, Frau Regina Hufnagel, Herr Dr. Winfried Steeger, Herr Helmut Tacke und Herr Peter Winkelmann. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2014 fünfmal. Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, erneut zum Abschlussprüfer zu wählen. Weiter hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer, stimmte einzelne Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer ab und legte das Honorar für den Abschlussprüfer fest. Der Prüfungsausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung. Ergänzend hierzu hat sich der Prüfungsausschuss ein Reglement hinsichtlich seiner konkreten Arbeitsweise gegeben.
Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herrn Dr. Peter Grafoner, Frau Regina Hufnagel und Herrn Peter Winkelmann vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 nicht einberufen werden. Der Vermittlungsausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung.
Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 nicht einberufen werden. Der Nominierungsausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung.
Bericht des Aufsichtsrats der Symrise AG
Sehr geehrte Aktionäre,
das Jahr 2014 war auf internationaler Ebene durch zahlreiche politische Auseinandersetzungen bis hin zur militärischen Eskalation geprägt, vor allem im Nahen und Mittleren Osten, Afrika und in der Ukraine. Die Entwicklung der Weltwirtschaft wurde durch diese Krisen und die Furcht vor Folgewirkungen gebremst. Unter dem Strich dürfte die globale Wirtschaftsleistung mit 3,3 % nur etwa so stark gewachsen sein wie 2013; zu Jahresbeginn 2014 waren die Wachstumsprognosen noch deutlich optimistischer gewesen. Vor diesem Hintergrund konnte unser Unternehmen erneut erfreuliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielen. Über diesen auch im Wettbewerbsvergleich guten Geschäftsverlauf hinaus gelang Symrise ein wichtiger und großer strategischer Schritt nach vorn: der Erwerb der französischen Diana Gruppe. Mit Diana erweitert Symrise das Portfolio an natürlichen Inhaltsstoffen erheblich und erschließt sich neue Geschäftsfelder und zusätzliches Wachstumspotenzial. Diese erfolgreich und innerhalb kürzester Zeit durchgeführte Transaktion bedeutet einen Meilenstein in der Entwicklung unseres Unternehmens.
Im nachfolgenden Bericht möchte ich Sie über die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats in diesem herausfordernden Umfeld informieren. Auch im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen wiederum zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Diskussion und Entscheidung an.
Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns umfassend erörtert und abgestimmt.
Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren, haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2014 eine eigene Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens abgehalten.
Wir haben sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Hierzu zählten vor allem die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, laufende und geplante Investitionen, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und -planung, die Risikosituation und das Risikomanagement sowie das Compliance-Programm. Über Angelegenheiten, die nach Gesetz oder Satzung zustimmungspflichtig sind, hat uns der Vorstand frühzeitig unterrichtet und uns diese rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu diesen Beschlussvorschlägen und den Berichten des Vorstands haben wir, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch schriftlich oder telefonisch.
Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden uns vom Vorstand monatlich berichtet. Soweit es zu Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planungen und Zielen kam, haben wir ausführliche Erläuterungen in schriftlicher und mündlicher Form erhalten, sodass wir mit dem Vorstand über die Gründe für die Abweichungen und zielführende Korrekturmaßnahmen diskutieren konnten.
Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand in engem und kontinuierlichem Dialog. Das verhaltene Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung und die daraus für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen sowie der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der beiden Segmente waren wiederholt Gegenstand unserer Gespräche mit dem Vorstand.
Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung hinsichtlich der den Interessenkonflikten zugrunde liegenden Sachverhalte und dem Umgang mit ihnen zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2014 nicht aufgetreten.
DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, haben wir in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz.
Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen, sodass der Aufsichtsrat immer über eine umfassende Informationsbasis für seine Beratungen verfügt.
Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört zu seinen Aufgaben. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems sowie mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Harald Feist, Herr Horst-Otto Gerberding, Frau Regina Hufnagel, Frau Christiane Jarke und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer. Sämtliche Mitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen.
Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2014 dreimal. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Bewertung der Leistungen der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2013, die Vereinbarung der Ziele für das Geschäftsjahr 2014, die Überprüfung der Vergütung der Vorstandsmitglieder mit dem Schwerpunkt der mehrjährigen Vergütung (LTIP) und die Selbstevaluierung des Aufsichtsrats. Weiter befasste sich der Personalausschuss mit dem einvernehmlichen Ausscheiden aus dem Vorstand von Herrn Hans Holger Gliewe zum Ablauf des 31. Dezember 2014 aus familiären Gründen.
Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem sowie der Abschlussprüfung. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Corporate Compliance-Office und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Michael Becker (Vorsitzender), Herr Dr. Peter Grafoner, Frau Regina Hufnagel, Herr Dr. Winfried Steeger, Herr Helmut Tacke und Herr Peter Winkelmann. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2014 fünfmal. Zwei Mitglieder des Prüfungsausschusses konnten an jeweils einer Sitzung nicht teilnehmen. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen regelmäßig der Finanzvorstand und im Bedarfsfall der Abschlussprüfer, der Vorstandsvorsitzende und weitere Gäste zu einzelnen Tagesordnungspunkten teil. Der Prüfungsausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit den Zwischenabschlüssen, dem Jahres- sowie dem Konzernabschluss, den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers sowie mit der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und des Compliance-Programms. Daneben bildete auch das Thema der Finanzierung der Akquisition der Diana Gruppe und des weiteren zukünftigen Wachstums einen Schwerpunkt der Beratungen. Ebenso hat sich der Prüfungsausschuss ausführlich mit der IT-Strategie im Symrise Konzern beschäftigt. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung beziehungsweise des Reviews des Zwischenabschlusses nach Ablauf des ersten Halbjahres ergeben haben.
Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, erneut zum Abschlussprüfer zu wählen. Ferner hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für einen risikoorientierten Prüfungsansatz und legte einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie das Honorar für den Abschlussprüfer fest.
Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herrn Dr. Peter Grafoner, Frau Regina Hufnagel und Herrn Peter Winkelmann vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 nicht einberufen werden.
Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 nicht einberufen werden.
THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM
Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit und Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die Auswirkungen der internationalen Krisenherde, des nur verhaltenen Wachstums der Weltwirtschaft, der weiterhin hohen Rohstoffkosten, der anhaltenden Staatsschuldenkrise in Europa und der hohen Energiekosten auf Symrise und der trotz gesunkener Rohölpreise weiterhin steigenden Energiekosten. Vor diesem Hintergrund haben wir die vom Vorstand ergriffenen und für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen ausführlich mit dem Vorstand diskutiert. Gegenstand regelmäßiger Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Unternehmens und seiner beiden Segmente in den jeweiligen Regionen unter den dort gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanz- und Liquiditätslage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und deren Entwicklung gemessen an den Planzielen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 acht ordentliche Sitzungen, davon zwei Schwerpunktsitzungen und drei außerordentliche Sitzungen, davon zwei als Telefonkonferenz, abgehalten. Die erste Schwerpunktsitzung befasste sich mit der Strategie des Unternehmens, ihrer Überprüfung angesichts des sich verändernden wirtschaftlichen Umfelds und dem Stand ihrer Umsetzung, während die Jahresplanung 2015 im Mittelpunkt der zweiten Schwerpunktsitzung stand. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.
In seiner außerordentlichen Sitzung am 24. Februar 2014 im Wege einer Telefonkonferenz hat der Vorstand dem Aufsichtsrat die wesentlichen Eckdaten der unternehmerischen Rationale, die Einordnung in die Strategie von Symrise und die Ergebnisse einer von einem unabhängigen Dritten durchgeführten ausführlichen Markt Due Diligence Prüfung hinsichtlich des Erwerbs der französischen Diana Gruppe vorgestellt. Nach ausführlicher Diskussion hat der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat anschließend ein unverbindliches Kaufangebot abgegeben.
In unserer Sitzung am 6. März 2014 haben wir uns mit dem Vorstand über die Feststellung des Jahresabschlusses 2013 und die Billigung des Konzernabschlusses 2013, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2014, die Erklärung zur Unternehmensführung und den Corporate Governance-Bericht beraten und abgestimmt. Der Vorstand setzte uns über die jüngsten Entwicklungen hinsichtlich der seinerzeit laufenden M&A-Aktivitäten, insbesondere hinsichtlich der Diana Gruppe, in Kenntnis. Die IT-Strategie, deren aktueller Stand der Umsetzung sowie die denkbaren Handlungsoptionen von Symrise waren ebenfalls Gegenstand dieser Sitzung. An der Sitzung hat neben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats auch der Abschlussprüfer teilgenommen.
In der außerordentlichen Sitzung am 4. April 2014 befasste sich der Aufsichtsrat, anknüpfend an die in seiner Sitzung am 6. März 2014 geführte Diskussion zu der beabsichtigten Akquisition der Diana Gruppe, ausführlich mit den Ergebnissen der Due Diligence. Der Aufsichtsrat erteilte dem Vorstand seine Zustimmung zur Abgabe eines bindenden Angebots zum Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der Diana Gruppe. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
In unserer Sitzung am 13. Mai 2014 standen vor allem der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2014 und zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014 sowie die bevorstehende Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratungen. Weiter haben wir mit dem Vorstand den Status quo der Akquisition der Diana Gruppe nach dem "Signing" und die bis zum "Closing" noch abzuarbeitenden Aufgaben erörtert. An dieser Sitzung haben mit einer Ausnahme alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
In unserer im Wege einer Telefonkonferenz abgehaltenen außerordentlichen Sitzung am 16. Juni 2014 hat der Aufsichtsrat dem vorgestellten Finanzierungskonzept für die Akquisition der Diana Gruppe seine Zustimmung erteilt und mit dem Vorstand die zukünftige Führungsstruktur bei Symrise angesichts der Akquisition der Diana Gruppe diskutiert. In diesem Zusammenhang ist auch die Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands neu abgestimmt worden.
In der Sitzung am 6. August 2014 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des zweiten Quartals und des ersten Halbjahrs 2014 und der Aktualisierung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2014, dem Risikobericht sowie dem Bericht des Prüfungsausschusses. An dieser Sitzung haben mit zwei Ausnahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Aufgrund des Ausscheidens von Herrn Francesco Grioli aus dem Aufsichtsrat und der Bestellung von Herrn Peter Winkelmann als dessen Nachfolger führte der Aufsichtsrat die notwendigen Ergänzungswahlen hinsichtlich der Besetzung seiner Ausschüsse durch.
Im Rahmen der Sitzung am 18. September 2014 wurde die Unternehmensstrategie mit einem Rückblick auf das Jahr 2013 und die im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Strategie erreichten Ziele vom Vorstand erläutert und mit dem Aufsichtsrat beraten. Angesichts des sich insbesondere durch den Erwerb der Diana Gruppe verändernden Geschäftsportfolios des Konzerns wurde im Detail unter anderem die Stärkung des Kerngeschäfts im Bereich Aromen durch das Tierfuttergeschäft der Diana Gruppe und der Ausbau des Nutrition-Geschäfts mit dem Fokus auf natürliche Inhaltsstoffe und ihre Umsetzung ausführlich mit dem Vorstand diskutiert. Auch der Stand der Integration der Diana Gruppe in die Symrise Organisation - insbesondere die wesentlichen Kernergebnisse der einzelnen Phasen der Integration - wurden dem Aufsichtsrat erläutert. In dieser Sitzung haben uns beide Segmente detaillierte Einblicke in ihre strategischen Aktivitäten und deren Umsetzung gewährt und ihre wesentlichen Investitionsvorhaben dargestellt. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
Die Sitzung am 4. Dezember 2014 stand im Zeichen der Unternehmensplanung für das bevorstehende Geschäftsjahr 2015. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2015 genehmigt. Wir haben in dieser Sitzung auch den Bericht des Personalausschusses entgegengenommen. Weiter haben wir gemeinsam mit dem Vorstand die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und die aus dem Jahre 2012 stammenden Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats unverändert bestätigt. Wir haben gemeinsam mit dem Vorstand den Stand der Corporate Governance bei Symrise erörtert und die Inhalte der Corporate Governance Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung abgestimmt. An dieser Sitzung haben mit einer Ausnahme alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2014
Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 und der Lagebericht der Symrise AG wurden vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Konzernabschluss der Symrise AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, versah auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Bericht des Abschlussprüfers hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 12. Februar und 4. März 2015 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 5. März 2015 intensiv diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen des Jahres- und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil.
Dabei berichteten sie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte uneingeschränkt zur Verfügung.
Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 5. März 2015 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.
CORPORATE GOVERNANCE
Über die Corporate Governance bei der Symrise AG berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") einmal im Jahr im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a des Handelsgesetzbuchs. Die Erklärung zur Unternehmensführung umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Nach der derzeit aktuellen Fassung der Ziffer 3.10 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 24. Juni 2014 ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) nunmehr im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen. Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK in die Erklärung zur Unternehmensführung zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach der derzeitigen Fassung der Ziffer 4.2.5 des DCGK vom 24. Juni 2014 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 37 bis 43 dieses Finanzberichts enthalten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist in diesem Finanzbericht auf den Seiten 128 bis 135 zu finden. Sie ist auch auf der Internetseite der Symrise AG unter http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht öffentlich zugänglich gemacht. Die Umsetzung des Kodex haben wir im Aufsichtsrat in der Sitzung am 4. Dezember 2014 intensiv diskutiert. Wir haben die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2014 aufmerksam beobachtet und werden dies auch weiterhin tun.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 4. Dezember 2014 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft und als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht.
Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 24. Juni 2014 entsprochen und wird dies auch zukünftig tun.
VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Im Vorstand gab es im Berichtsjahr eine personelle Veränderung. Herr Hans Holger Gliewe hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er aus familiären Gründen für eine Vertragsverlängerung seines Anfang November 2015 auslaufenden Vorstandsvertrages nicht zur Verfügung steht. Herr Gliewe und der Aufsichtsrat sind sich darüber einig, dass das neu hinzugekommene und noch zu integrierende Diana Geschäft, auch über den November 2015 hinaus, Kontinuität in der Ausübung der Vorstandstätigkeit bedingt. Vor diesem Hintergrund hat Herr Gliewe bereits mit Ablauf des 31. Dezember 2014 sein Vorstandsmandat in gegenseitigem Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt. Herr Gliewe übernimmt zukünftig außerhalb des Vorstands strategische Aufgaben im Symrise Konzern.
Mit Ablauf des 14. Mai 2014 ist Herr Francesco Grioli aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Herr Peter Winkelmann ist mit Beschluss des Amtsgerichts Hildesheim vom 30. April 2014 mit Wirkung ab dem Ende der Hauptversammlung vom 14. Mai 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Winkelmann am 6. August 2014 in den Prüfungs- und den Vermittlungsausschuss gewählt.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften im In- und Ausland sowie allen Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement und die geleistete Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr 2014. Sie alle haben erneut zu einem für Symrise geschäftlich erfolgreichen Jahr beigetragen.
Holzminden, 5. März 2015
Für den Aufsichtsrat
Dr. Thomas Rabe, Vorsitzender
Organe und Mandate - Vorstand und Aufsichtsrat
VORSTAND:
DR. HEINZ-JÜRGEN BERTRAM:
Vorsitzender des Vorstands,
Vorstand Flavor & Nutrition (seit 1. Januar 2015)
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| Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten | keine |
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
| ― | Rockwool A/S, Hedehusene, Dänemark, Mitglied des Aufsichtsrats |
ACHIM DAUB:
Vorstand Scent & Care
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| Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten | keine |
| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
BERND HIRSCH:
Vorstand Finanzen
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Evotec AG, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats |
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| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
HANS HOLGER GLIEWE (bis zum 31. Dezember 2014):
Vorstand Flavor & Nutrition
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| Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten | keine |
| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
AUFSICHTSRAT:
DR. THOMAS RABE:
Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Management SE
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Arvato AG, Gütersloh, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr AG, Hamburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis zum 17. Dezember 2014) |
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
| ― | Bertelsmann Digital Media Investments S.A., Luxemburg, Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Bertelsmann Inc., Wilmington, USA, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Edmond Israel Foundation, Luxemburg, Mitglied des Aufsichtsrats (bis zum 14. November 2014) |
| ― | RTL Group S.A., Luxemburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Penguin Random House LLC, UK, Mitglied des Aufsichtsrats |
DR. MICHAEL BECKER:
im Ruhestand;
pers. haftender Gesellschafter der Merck KGaA
(bis zum 31. Dezember 2011)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
| ― | Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats |
HARALD FEIST:
Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats und stellv. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
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| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
HORST-OTTO GERBERDING:
Geschäftsführender Gesellschafter der Gottfried Friedrichs GmbH & Co. KG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
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| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
DR. PETER GRAFONER:
Selbstständiger Unternehmensberater
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | SAG Group GmbH, Langen, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Coperion GmbH, Stuttgart, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
| ― | SKF AB, Göteborg, Schweden, Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | SCANIA Schweiz AG, Kloten, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats |
FRANCESCO GRIOLI (bis zum 14. Mai 2014):
Landesbezirksleiter der IG BCE Rheinland-Pfalz/Saarland
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Gerresheimer AG, Düsseldorf, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | BASF SE, Ludwigshafen, Mitglied des Aufsichtsrats (seit Mai 2014) |
| ― | Steag New Energies GmbH, Saarbrücken, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit April 2014) |
| ― | Villeroy & Boch AG, Mettlach, Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Villeroy & Boch Fliesen GmbH, Merzig, Mitglied des Aufsichtsrats (seit Juni 2014) |
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| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
REGINA HUFNAGEL:
Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats |
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| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
CHRISTIANE JARKE:
Director Flavor & Nutrition Strategic Regulatory Affairs EAME der Symrise AG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
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| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
GERD LÖSING:
Vice President Quality Control EAME der Symrise AG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
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| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
PROF. DR. ANDREA PFEIFER:
Vorsitzende des Vorstands der AC Immune S.A.
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
| ― | Bio MedINvest AG, Basel, Schweiz, Vorsitzende des Verwaltungsrats |
| ― | AB2 Bio SA, Lausanne, Schweiz, Vorsitzende des Verwaltungsrats |
DR. WINFRIED STEEGER:
Geschäftsführer der Jahr Holding GmbH & Co. KG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr AG, Hamburg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis zum 31. Dezember 2014) |
| ― | Verwaltungsgesellschaft Otto mbH (mitbestimmte GmbH des Otto Konzerns), Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Eurokai KGaA, Hamburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)
| ― | August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Otto Dörner GmbH & Co. KG, Hamburg, Mitglied des Beirats |
HELMUT TACKE:
Mitglied des Betriebsrats der Symrise AG
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
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| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
PETER WINKELMANN (seit 14. Mai 2014):
Bezirksleiter der IG BCE Bezirk Alfeld
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
| ― | Symrise AG, Holzminden, Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Sappi Deutschland Holding GmbH, Alfeld, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | amendes Holding AG, Hamburg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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| Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) | keine |
Glossar
AFF
Aroma Molecules, Flavors & Fragrances
AKTG
Aktiengesetz
AROMA
Komplexe Mischung aus Geruchs- und/oder Geschmackstoffen, die vielfach auf chemischen Verbindungen (Aromastoffen) beruhen, die unter anderem zur Klasse der Aromaten gehören können
BILMOG
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
BIOKATALYSE
Umsetzung, Beschleunigung oder Lenkung chemischer Reaktionen (Katalyse), in der Enzyme als biologische Katalysatoren dienen
BIP
Bruttoinlandsprodukt: Statistische Größe zur Messung der gesamtwirtschaftlichen Leistung (Güter und Dienstleistungen) eines Landes
CAGR
Compound Annual Growth Rate/durchschnittliche jährliche Wachstumsrate einer bestimmten Größe
COSO II
Das COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) zielt darauf ab, die Finanzberichterstattung durch ethisches Handeln, wirksame interne Kontrollen und gute Unternehmensführung zu verbessern. COSO II ist eine 2004 veröffentlichte Erweiterung des ursprünglichen Kontrollmodells
COVENANTS
(Marktübliche) Kreditvereinbarungen
EAME
Region Europa/Afrika/Naher und Mittlerer Osten
EBIT
Earnings before interest and taxes/Ergebnis vor Zinsen und Steuern
EBITDA
Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization/Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
ECHA
Europäische Chemikalien-Agentur als zentrale Stelle zur Umsetzung der Chemikaliengesetzgebung
F & F
Flavors & Fragrances/Geschmack- und Duftstoffe
HGB
Handelsgesetzbuch
IAL
Unternehmen im Bereich Marktforschung
IKS
Internes Kontrollsystem
ISO 31000
Eine Norm, die den Rahmen für ein Risikomanagementsystem definiert
LAVANDIN
(Lavandula Intermedia, Provence Lavendel): Hybride aus echtem und Speik-Lavendel mit großer Bedeutung für den Handel
LTIP
Long Term Incentive Plan/Vergütungsinstrument mit langfristiger Anreizwirkung für Angestellte, vor allem Führungskräfte
OPEN INNOVATION
Öffnung des Innovationsprozesses von Organisationen und damit die aktive strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des Innovationspotenzials. Das Open Innovation-Konzept beschreibt die zweckmäßige Nutzung von in das Unternehmen ein- und ausdringendem Wissen, unter Anwendung interner und externer Vermarktungswege, um Innovationen zu generieren
OPERATIVER CASHFLOW
Einnahmen-Ausgaben-Saldo aus betrieblicher Umsatztätigkeit. Der aus der Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Cashflow ist ein wichtiger Indikator für die Ertragskraft einer Unternehmung
PHYTOCHEMIE
Die Phytochemie oder auch Pflanzenchemie ist ein Teilbereich der Biochemie bzw. der Botanik, der sich mit der Erforschung der chemischen Inhaltsstoffe von Pflanzen befasst
REACH
Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien
REVOLVING CREDIT FACILITY
Verfügungslimits, auf die Kreditnehmer jederzeit zugreifen können und die sehr flexible Tilgungsmöglichkeiten bieten
SUPPLY CHAIN
Prozesskette von der Beschaffung, über die Fertigung bis hin zum Absatz eines Produkts. Einbezogen sind somit Lieferanten, Produzenten und Endkunden
US PRIVATE PLACEMENT
Nicht-öffentlicher Verkauf von Schuldtiteln an US-Investoren, allerdings reguliert durch die Börsenaufsichtsbehörde SEC (United States Securities and Exchange Commission)
WORKING CAPITAL
Finanzkennzahl, die sich aus dem operativen Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen operativen Verbindlichkeiten ergibt
Impressum
HERAUSGEBER
Symrise AG
Mühlenfeldstraße 1
Konzernkommunikation
37603 Holzminden
Deutschland
T +49 55 31.90 - 0
F +49 55 31.90 - 16 49
TEXT UND REDAKTION
PvF Investor Relations, Eschborn
KONZEPT, DESIGN UND UMSETZUNG
3st kommunikation, Mainz
SATZ
BG media design GmbH, Darmstadt
VERÖFFENTLICHUNGSDATUM DIESES BERICHTS
10. März 2015
SYMRISE IM INTERNET
www.symrise.com/de
www.symrise.com/de/nachhaltigkeit
www.symrise.com/de/investoren
Finanzkalender
10. MÄRZ 2015
Unternehmens- und Finanzbericht 2014
5. MAI 2015
Zwischenbericht Januar - März 2015
12. MAI 2015
Hauptversammlung, Holzminden
5. AUGUST 2015
Zwischenbericht Januar - Juni 2015
10. NOVEMBER 2015
Zwischenbericht Januar - September 2015
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN
Dieser Finanzbericht beinhaltet zukunftsgerichtete Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Prognosen der Symrise AG beruhen. Der zukünftige Geschäftsverlauf und die Ergebnisse, die durch die Symrise AG und ihre verbunden Unternehmen tatsächlich erzielt werden, sind einer Vielzahl von Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt und können daher wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Symrise AG und können im Voraus nicht genau eingeschätzt werden. Bei diesen Faktoren handelt es sich zum Beispiel um eine ungünstige Entwicklung der Weltwirtschaft, eine Veränderung des Konsumentenverhaltens, Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien. Sollte einer dieser genannten oder ungenannten Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend herausstellen, können die tatsächlich erzielten Ergebnisse signifikant von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Symrise übernimmt keinerlei Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen laufend zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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