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Symrise AG — Annual Report 2013
Apr 1, 2014
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Annual Report
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Symrise AG
Holzminden
Jahresabschluss zum 31.12.2013 (HGB)
Bilanz zum 31. Dezember 2013
Aktiva
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| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 185.431.513,96 | 197.627.796,25 | ||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 4.647.425,70 | 190.078.939,66 | 4.920.419,57 | 202.548.215,82 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 124.791.345,69 | 123.221.372,30 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 81.862.345,74 | 72.838.796,52 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15.465.149,60 | 13.707.859,70 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 26.596.794,26 | 248.715.635,29 | 30.184.031,71 | 239.952.060,23 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.394.996.043,71 | 1.309.190.825,77 | ||
| 2. Beteiligungen | 17.123.100,87 | 12.775.553,91 | ||
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 8.500.000,00 | ||
| 4. Sonstige Ausleihungen | 59.200,22 | 97.604,77 | ||
| 5. Rückdeckungsversicherungen | 77.373,20 | 1.412.255.718,00 | 79.405,60 | 1.330.643.390,05 |
| 1.851.050.292,95 | 1.773.143.666,10 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 64.911.137,85 | 52.500.497,00 | ||
| 2. Fertige und unfertige Erzeugnisse und Waren | 109.573.767,14 | 101.295.933,54 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 2.159.112,15 | 176.644.017,14 | 2.585.550,00 | 156.381.980,54 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 123.01 1.162,57 | 114.963.397,90 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 104.220.021,42 | 118.506.122,42 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 9.035.080,77 | 236.266.264,76 | 14.148.597,45 | 247.618.117,77 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 27.866.107,65 | 23.298.798,33 | ||
| 440.776.389,55 | 427.298.896,64 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 10.719.325,55 | 11.730.477,65 | ||
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 174.250,98 | 80.935,89 | ||
| 2.302.720.259,03 | 2.212.253.976,28 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2013 EUR |
31.12.2012 EUR |
|||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 118.173.300,00 | 118.173.300,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 845.655.678,94 | 845.655.678,94 | ||
| III. Gewinnvortrag | 59.134.634,15 | 35.732.582,83 | ||
| IV. Jahresüberschuss | 106.439.431,20 | 100.214.696,32 | ||
| 1.129.403.044,29 | 1.099.776.258,09 | |||
| B. Sonderposten für Investitonszuschüsse | 231.002,41 | 222.640,23 | ||
| C. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 214.067.740,00 | 201.739.778,00 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 20.705.434,23 | 4.285.764,54 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 33.086.581,53 | 35.423.912,15 | ||
| 267.859.755,76 | 241.449.454,69 | |||
| D. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Anleihen | 302.268.750,00 | 302.268.750,00 | ||
| -davon konvertibel EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)-- | ||||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 120.253.972,11 | 110.315.116,61 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 60.334.430,99 | 50.525.357,83 | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen | 218.274.262,84 | 197.177.901,09 | ||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 140.921.392,33 | 143.294.922,04 | ||
| --davon aus Steuern EUR 4.807.801,61 (i. Vj. EUR 4.000.162,24)-- | ||||
| --davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.232.035,22 (i. Vj. EUR 1.709.393,17)- | ||||
| 842.052.808,27 | 803.582.047,57 | |||
| E. Passive latente Steuern | 63.173.648,30 | 67.223.575,70 | ||
| 2.302.720.259,03 | 2.212.253.976,28 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
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| 2013 | 2012 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 937.837.334,24 | 878.028.747,61 | |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 8.277.833,60 | 6.792.248,36 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 40.267.308,88 | 29.564.104,36 | |
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -404.812.841,65 | -397.159.148,24 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -24.916.602,98 | -429.729.444,63 | -21.656.565,01 |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -116.306.353,47 | -112.166.113,82 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -30.886.948,17 | -147.193.301,64 | -27.996.065,17 |
| -davon für Altersversorgung EUR 11.733.294,13 (i. Vj. EUR 9.473.771,72)-- | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -39.331.930,82 | -39.480.153,53 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -224.181.918,95 | -207.129.290,91 | |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 989.077,08 | 14.392.198,60 | |
| -davon aus verbundenen Unternehmen EUR 834.164,98 (i. Vj. EUR 14.388.983,86)- | |||
| 9. Erträge aus Gewinnübernahme | 32.805.671,18 | 43.184.078,30 | |
| 10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 126.039,22 | 416.638,08 | |
| -davon aus verbundenen Unternehmen EUR 125.339,59 (i. Vj. EUR414.701,91)-- | |||
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -3.012.865,03 | -6.992.314,61 | |
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.943.619,95 | 1.697.922,60 | |
| -davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.935.022,47 (i. Vj. EUR 1.019.158,07)-- | |||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -32.915.658,41 | -33.086.054,76 | |
| -davon an verbundene Unternehmen EUR 184.018,25 (i. Vj. EUR 227.641,90)- | |||
| 14. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -605.298,79 | -213.722,16 | |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 145.276.465,88 | 128.196.509,70 | |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -38.634.779,59 | -27.786.019,15 | |
| 17. Sonstige Steuern | -202.255,09 | -195.794,23 | |
| 18. Jahresüberschuss | 106.439.431,20 | 100.214.696,32 | |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 59.134.634,15 | 35.732.582,83 | |
| 20. Bilanzgewinn | 165.574.065,35 | 135.947.279,15 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2013
ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss der Symrise AG wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.
Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,88 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % und erwartete Steigerungen der Lebenshaltungskosten mit 1,75 % berücksichtigt. Für die Fluktuation wurde, in Abhängigkeit vom Alter, eine Rate von bis zu 10 % berücksichtigt.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013
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| Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2013 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 242.738.609,39 | 4.126.963,96 | 361.788,11 | 3.245.942,78 | 249.749.728,02 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 4.920.419,57 | 2.972.948,91 | 0,00 | -3.245.942,78 | 4.647.425,70 |
| 247.659.028,96 | 7.099.912,87 | 361.788,11 | 0,00 | 254.397.153,72 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich de r Bauten auf fremden Grundstücken | 133.677.534,79 | 1.964.668,44 | 42,83 | 4.605.332,29 | 140.247.492,69 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 92.119.076,96 | 6.411.191,13 | 148.126,56 | 13.514.512,35 | 111.896.653,88 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 22.989.116,48 | 3.463.946,86 | 236.930,97 | 2.237.370,76 | 28.453.503,13 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 30.184.031,71 | 16.769.977,95 | 0,00 | -20.357.215,40 | 26.596.794,26 |
| 278.969.759,94 | 28.609.784,38 | 385.100,36 | 0,00 | 307.194.443,96 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.321.079.076,90 | 88.818.082,97 | 0,00 | 0,00 | 1.409.897.159,87 |
| 2. Beteiligungen | 12.775.553,91 | 4.347.546,96 | 0,00 | 0,00 | 17.123.100,87 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.500.000,00 | 0,00 | 8.500.000,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 105.913,29 | 0,00 | 42.371,91 | 0,00 | 63.541,38 |
| 5. Rückdeckungsversicherungen | 79.405,60 | 0,00 | 2.032,40 | 0,00 | 77.373,20 |
| 1.342.539.949,70 | 93.165.629,93 | 8.544.404,31 | 0,00 | 1.427.161.175,32 | |
| 1.869.168.738,60 | 128.875.327,18 | 9.291.292,78 | 0,00 | 1.988.752.773,00 |
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| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2013 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 45.110.813,14 | 19.569.189,03 | 361.788,11 | 0,00 | 64.318.214,06 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 45.110.813,14 | 19.569.189,03 | 361.788,11 | 0,00 | 64.318.214,06 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich de r Bauten auf fremden Grundstücken | 10.456.162,49 | 4.999.741,47 | 3,56 | 246,60 | 15.456.147,00 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 19.280.280,44 | 10.841.257,26 | 86.982,96 | -246,60 | 30.034.308,14 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.281.256,78 | 3.921.743,06 | 214.646,31 | 0,00 | 12.988.353,53 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 39.017.699,71 | 19.762.741,79 | 301.632,83 | 0,00 | 58.478.808,67 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.888.251,13 | 3.012.865,03 | 0,00 | 0,00 | 14.901.116,16 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 8.308,52 | 0,00 | 3.967,36 | 0,00 | 4.341,16 |
| 5. Rückdeckungsversicherungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 11.896.559,65 | 3.012.865,03 | 3.967,36 | 0,00 | 14.905.457,32 | |
| 96.025.072,50 | 42.344.795,85 | 667.388,30 | 0,00 | 137.702.480,05 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2013 EUR |
31.12.2012 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 185.431.513,96 | 197.628 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 4.647.425,70 | 4.920 |
| 190.078.939,66 | 202.548 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich de r Bauten auf fremden Grundstücken | 124.791.345,69 | 123.221 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 81.862.345,74 | 72.839 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15.465.149,60 | 13.708 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 26.596.794,26 | 30.184 |
| 248.715.635,29 | 239.952 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.394.996.043,71 | 1.309.191 |
| 2. Beteiligungen | 17.123.100,87 | 12.776 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 8.500 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 59.200,22 | 98 |
| 5. Rückdeckungsversicherungen | 77.373,20 | 79 |
| 1.412.255.718,00 | 1.330.644 | |
| 1.851.050.292,95 | 1.773.144 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten handelt es sich im Wesentlichen um Rezepturen (TEUR 160.943 / Vorjahr: TEUR 175.623).
2. Entwicklung des Anlagevermögens
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 4 und 5 gesondert dargestellt.
3. Anteile an verbundenen Unternehmen
Bezüglich der Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Gliederungspunkt 27. Der wesentliche Anteilsbesitz besteht aus der Beteiligung an der Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die als Holdinggesellschaft wiederum Anteile an in- und ausländischen Gruppengesellschaften hält.
4. Beteiligungen
Im Geschäftsjahr 2013 erhöhte die Symrise AG ihren Anteil an der Probi AB, Lund, Schweden, auf TEUR 15.192 (Vorjahr: TEUR 10.942). Nach dem Abschlussstichtag erwarb die Symrise AG weitere Anteile und überschritt hierdurch einen meldepflichtigen Schwellenwert und hat ein öffentliches Übernahmeangebot abgeben. Der Zeitwert der Beteiligung beträgt am Abschlussstichtag TEUR 12.537, hieraus ergibt sich zum Abschlussstichtag eine Wertminderung in Höhe von TEUR 2.655. Hierbei handelt es sich unseres Erachtens um eine vorübergehende Wertminderung. Die Symrise AG erwartet aus dem Erwerb weiterer Anteile und einer engeren Zusammenarbeit beider Gesellschaften nennenswerte Synergieeffekte zu erzielen, woraus eine alsbaldige andauernde Werterholung zu erwarten ist. Die Symrise AG macht keinen Gebrauch von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB eine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen.
5. Vorräte
Auf die Vorräte wurden Bewertungsabschläge vorgenommen, die in Höhe von TEUR 574 (Vorjahr: TEUR 755) Wertberichtigungen von unfertigen und fertigen Erzeugnissen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (absatzmarktorientiert), in Höhe von TEUR 943 (Vorjahr: TEUR 750) Abwertungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten und in Höhe von TEUR 4.033 (Vorjahr: TEUR 3.795) Abschläge aufgrund des Reichweitenrisikos und weiterer Mengenrisiken betreffen.
Aufgrund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie werden unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren zusammen ausgewiesen.
6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Auf den Bruttoforderungsbestand wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 5.615 (Vorjahr: TEUR 6.146) gebildet. Darüber hinaus wurden auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand pauschale Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.774 (Vorjahr: TEUR 1.672) vorgenommen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
7. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Der Bilanzposten enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 40.754 (Vorjahr: TEUR 40.145).
In dem Posten sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
8. Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
9. Rechnungsabgrenzungsposten
In Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB ist hierin ein Disagio in Höhe von TEUR 983 (Vorjahr: TEUR 1.240) aus der Ausgabe der Anleihe enthalten. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der Anleihe.
10. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 476 (Vorjahr: TEUR 1.215) wurde mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) in Höhe von TEUR 650 (Vorjahr: TEUR 1.296) verrechnet. Hieraus ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 81).
11. Eigenkapital
Entwicklung des Eigenkapitals in 2013
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| Angaben in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 118.173 | 845.656 | 135.947 | 1.099.776 |
| Ausschüttung | - | - | -76.812 | -76.812 |
| Jahresüberschuss | - | - | 106.439 | 106.439 |
| Stand 31. Dezember | 118.173 | 845.656 | 165.574 | 1.129.403 |
Entwicklung des Eigenkapitals in 2012
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| Angaben in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 118.173 | 845.656 | 109.000 | 1.072.829 |
| Ausschüttung | - | - | -73.267 | -73.267 |
| Jahresüberschuss | - | - | 100.214 | 100.214 |
| Stand 31. Dezember | 118.173 | 845.656 | 135.947 | 1.099.776 |
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Jahresende EUR 118.173.300,00. Bei einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie sind insgesamt 118.173.300 Stückaktien im Umlauf.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 23.000.000,00 zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
1. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
2. zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
3. soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
4. um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
5. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Erwerb eigener Aktien
Durch Beschluss der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 wird der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zu erwerben.
Der Erwerb eigener Aktien erfolgt über die Börse oder mittels eines öffentlichen Angebots der Gesellschaft.
―
Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf im Falle des Erwerbs über die Börse den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs für die Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.
―
Im Falle des Erwerbs über ein öffentliches Kaufangebot dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzkosten der Kaufpreisspanne je Aktie den Durchschnitt des Schlusskurses im Xetra-Handelssystem an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
―
Die Ermächtigung wurde zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere folgenden, erteilt:
| ― | Zum Einzug, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. |
| ― | Zur Veräußerung, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. |
| ― | Zur Veräußerung gegen Sachleistung, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen. |
Ausgabe von Options- und Wandelschuldverschreibungen, zum Ausschluss des Bezugsrechts sowie zur Schaffung eines Bedingten Kapitals
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 1.000.000.000,00 zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft ("Aktien") mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 23.000.000,00 zu gewähren.
Die Schuldverschreibungen sind gegen Barleistung auszugeben. Sie können auch durch Gesellschaften mit Sitz im In- und Ausland begeben werden, an denen die Symrise AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist (nachstehend "Konzerngesellschaften"). Für den Fall der Begebung über eine Konzerngesellschaft wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, für die Symrise AG die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren sowie weitere für eine erfolgreiche Ausgabe erforderliche Erklärungen abzugeben sowie Handlungen vorzunehmen. Die Schuldverschreibungen können in Euro oder - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert - in US-Dollar oder Schweizer Franken begeben werden.
Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen,
1. sofern der Ausgabepreis für eine Schuldverschreibung deren nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet;
2. soweit dies für Spitzenbeträge erforderlich ist, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;
3. um den Inhabern von Options- bzw. Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Inhabern von mit einer Verpflichtung zur Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte ausgestatteten Schuldverschreibung zum Ausgleich von Verwässerungen Bezugsrechte in dem Umfang zu gewähren, wie sie ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach der Erfüllung der Pflichten zur Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte als Aktionär zustünden.
Von den vorstehend erteilten Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 20 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung.
Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- /Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung ausgegeben werden, wird das Grundkapital um bis zu EUR 23.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs-/Optionsrecht Gebrauch machen bzw. ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen bzw. die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Andienungsrecht Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu jeweils zu bestimmenden Wandlungs- /Optionspreisen.
12. Sonderposten für Investitionszuschüsse
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 223) besteht im Wesentlichen für einen in den Jahren 1997 bis 1999 durch die vormalige Dragoco Gerberding & Co. AG erhaltenen Investitionszuschuss. Im Geschäftsjahr 2013 erhielt die Symrise AG zusätzlichen einen Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 29 für den Umbau eines behindertengerechten Arbeitsplatzes. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. In 2013 betrug die Auflösung TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20).
13. Latente Steuern
Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
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| 31.12.2013 TEUR |
31.12.2012 TEUR |
|
|---|---|---|
| Latente Steuerschulden auf Differenzen | ||
| bilanzieller Wertansätze für Immaterielle Vermögensgegenstände | 39.954 | 42.653 |
| Sachanlagevermögen | 28.676 | 29.240 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.934 | 3.996 |
| Übrige | 1.193 | 756 |
| 73.757 | 76.645 | |
| Latente Steueransprüche auf Differenzen | ||
| bilanzieller Wertansätze für Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 9.754 | 8.079 |
| Übrige | 829 | 1.342 |
| 10.583 | 9.421 | |
| Latente Steuerschulden netto | 63.174 | 67.224 |
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29 % (16 % Körperschaftsteuer / 13 % Gewerbesteuer) zugrunde gelegt.
14. Rückstellungen
Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält im Wesentlichen die Rückstellung für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zum 1. April 2003 wurde die Altersvorsorge neu geregelt. Leistungsarten und Leistungsumfang sind in der "Versorgungsordnung A" (Grundrente), der "Versorgungsordnung B" (Zusatzrente) und der 2003 neu konzipierten Symrise-Versorgungsordnung geregelt. Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2003 noch keine Zusage über die Gewährung einer betrieblichen Altersvorsorge erhalten hatten, konnten an einer zum 31. Dezember 2010 für Neuzugänge geschlossenen Versorgungsordnung teilnehmen. Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die keiner Versorgungsordnung angehören, konnten mit Wirkung 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis bis zum 30. September 2010 ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung wird keine Pensionsrückstellung gebildet. Die Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter der Dragoco Gerberding & Co. AG basieren auf der Pensionsordnung vom 16. Dezember 1975 mit nachfolgenden Ergänzungen, die zum 1. Januar 1982 für Neuzugänge geschlossen wurde.
Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Vorjahre nach 2002.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
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| Angaben in Mio. EUR |
31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 17,8 | 18,7 |
| davon | ||
| Jahresprämien und Boni | (10,1) | (11,1) |
| Arbeitnehmerjubiläen | (6,0) | (5,7) |
| Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben | (1,0) | (1,2) |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | (0,4) | (0,5) |
| Abfindungen für Aufhebungsverträge | (0,3) | (0,2) |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 4,2 | 7,3 |
| Bonusverpflichtungen | 2,6 | 2,4 |
| Vertreterprovisionen für noch nicht bezahlte Kundenrechnungen | 1,6 | 1,8 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 2,5 | 1,7 |
15. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Art der Verbindlichkeit | bis 1 Jahr | über 5 Jahre | gesamt | bis 1 Jahr | über 5 Jahre | gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anleihe | 2.269 | 0 | 302.269 | 2.269 | 0 | 302.269 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 35.519 | 21.281 | 120.254 | 91.041 | 5.866 | 110.315 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 60.335 | 0 | 60.335 | 50.525 | 0 | 50.525 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 218.274 | 0 | 218.274 | 197.178 | 0 | 197.178 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 11.827 | 129.094 | 140.921 | 10.579 | 132.716 | 143.295 |
| 328.224 | 150.375 | 842.053 | 351.592 | 138.582 | 803.582 |
Im Zuge einer Refinanzierung in den Monaten Oktober und November 2010 hat die Symrise AG eine im Oktober 2017 endfällige Anleihe in Höhe von EUR 300 Mio. ausgegeben sowie ein Darlehen im Rahmen einer Privatplatzierung in Höhe von USD 175 Mio. bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einem kurzfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 31.874 (Vorjahr: TEUR 90.049) sowie einem mittel- bis langfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 19.274 (Vorjahr: TEUR 20.112), welches im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms für neue Investitionen aufgenommen wurde, sowie aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 992). Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten hat die Symrise AG im Geschäftsjahr 2013 ein Darlehen bei der Europäischen Investitionsbank in Höhe von USD 90 Mio. aufgenommen.
Die Verbindlichkeiten der Symrise AG sind nicht gesichert, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche teilweise durch Eigentumsvorbehalte gesichert sind.
16. Haftungsverhältnisse
Es besteht eine Patronatserklärung zugunsten der Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden, aufgrund derer die Symrise AG für alle Verpflichtungen dieser Gesellschaft bürgt.
Des Weiteren hat die Symrise AG eine Bürgschaft zur Sicherung der Bankverbindlichkeiten der Symrise Vertriebs GmbH, Österreich, über TEUR 450 abgegeben.
Die Symrise AG hat ferner eine Bürgschaft zur Sicherung der Kreditkartenverbindlichkeiten der Symrise B.V., Niederlande, über TEUR 10 abgegeben.
Darüber hinaus hat die Symrise AG eine Bürgschaft über USD 1,3 Mio. für die Symrise Inc., USA, zur Besicherung eines langfristigen Mietvertrags, abgegeben.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten und Kreditkartenunternehmen sowie aus langfristigen Mietverträgen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt. Die Patronatserklärung zugunsten der Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG wurde aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Anspruch genommen.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 199). Dieser ergibt sich aus einer Unterdeckung der Haarmann & Reimer Unterstützungskasse GmbH, für die die Symrise AG, als Träger der Unterstützungskasse, vollumfänglich haftet.
17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen u. a. für folgende Sachverhalte:
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| TEUR | |
|---|---|
| Bestellobligo aus abgeschlossenen Verträgen | 138.275 |
| Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Erbbaurechtsverträgen | 7.621 |
| Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen | 14.244 |
| Beratungs- und Serviceverträge | 2.085 |
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2014 und 2036. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Ausgliederung des Bereichs Informatik mit einem Dienstleister ein Auslagerungsvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Januar 2016 geschlossen. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus diesem Vertrag betragen EUR 33,8 Mio. (Vorjahr: EUR 51,2 Mio.).
Insgesamt hat die Symrise AG sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 199,3 Mio. (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 49).
18. Bewertungseinheiten
Symrise ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften.
Die globale Ausrichtung der Symrise AG führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch mittels Liquiditätsplänen erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden seit 2011 Devisenterminkontrakte zur Sicherung von USD eingesetzt. Dabei werden mittels Forwards ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus bereits in der Bilanz angesetzten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken im operativen Bereich abgesichert. Die Sicherung des Währungsrisikos erfolgt rollierend über einen Zeitraum von rund sechs Monaten bis zu einer maximalen Sicherungsquote von 50 % der offenen Währungsposition in einer Gesellschaft.
Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzerneigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus wurden üblicherweise nicht gesichert.
Am Bilanzstichtag sind folgende Devisentermingeschäfte zur Reduzierung des Währungsrisikos von zum Stichtag bestehender sowie ausgewählter erwarteter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen in USD eingesetzt.
Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) - jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen).
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| Fair Values | Fälligkeitstermine | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | Nominalvolumen in TUSD |
Finanzielle Vermögenswerte in TEUR |
Finanzielle Verbindlichkeiten in TEUR |
Bis 1 Monat in TEUR |
Über 1 Monat bis 3 Monate in TEUR |
Über 3 Monate bis 6 Monate in TEUR |
Über 6 bis 9 Monate in TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | |||||||
| mit Hedge-Beziehung | 5.500 | 85 | 0 | 0 | 30 | 55 | 0 |
| ohne Hedge-Beziehung | 8.000 | 176 | 0 | 50 | 69 | 57 | 0 |
| SUMME | 13.500 | 261 | 0 | 50 | 99 | 112 | 0 |
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| Fair Values | Fälligkeitstermine | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | Nominalvolumen in TUSD |
Finanzielle Vermögenswerte in TEUR |
Finanzielle Verbindlichkeiten in TEUR |
Bis 1 Monat in TEUR |
Über 1 Monat bis 3 Monate in TEUR |
Über 3 Monate bis 6 Monate in TEUR |
Über 6 bis 9 Monate in TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | |||||||
| mit Hedge-Beziehung | 9.500 | 137 | -3 | 0 | 86 | 48 | 0 |
| ohne Hedge-Beziehung | 4.000 | 133 | 0 | 133 | 0 | 0 | 0 |
| SUMME | 13.500 | 270 | -3 | 133 | 86 | 48 | 0 |
Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von USD 7,5 Mio. zur Sicherung von EUR/USD sowie mit einem Nominalvolumen von USD 6 Mio. zur Sicherung von JPY/USD.
Die Devisentermingeschäfte haben in der Regel eine Laufzeit von rund sechs Monaten.
Zu den Devisentermingeschäften in JPY gibt es korrespondierende Geschäfte mit der japanischen Tochter, d. h. die Effekte aus den Sicherungen verbleiben nicht in der Symrise AG, sondern werden vollständig an die Tochter weitergeleitet, die damit ihre Zahlungsströme absichert.
Bei allen Geschäften handelt es sich um Macro Hedges.
Um die Sicherungsgeschäfte für das Hedge Accounting zu qualifizieren, wird bei Abschluss des Geschäfts eine formale Dokumentation erstellt. Diese beinhaltet u. a. eine Effektivitätsmessung. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch den Nachweis, dass die wesentlichen Parameter (critical terms) des Sicherungsinstruments mit den critical terms eines hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, übereinstimmen.
Die critical terms des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, sind identisch, da die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
| ― | die Nominalbeträge des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmen überein, |
| ― | die Fälligkeit des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmt überein, |
| ― | der Fair Value des Sicherungsinstruments bei Beginn der Hedge Beziehung ist Null. |
Die Veränderungen des Fair Values des Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments werden auf Basis der Forward Kurse ermittelt.
Da die critical terms von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bei Designation übereinstimmen, wird der Hedge als "highly effective" eingeschätzt.
Zur retrospektiven Effektivitätsmessung wird die kumulierte Dollar Offset Methode angewandt. Dabei wird die Fair Value Veränderung des Devisentermingeschäfts ins Verhältnis zur Fair Value Veränderung der Cashflow Veränderung aus dem Grundgeschäft (hypothetisches Derivat) gesetzt. Die o. a. relevanten Parameter/Spezifikationen werden laufend auf Übereinstimmung überprüft.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
19. Umsatzerlöse
Regionale Aufteilung
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| Angaben in TEUR |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Europa inkl. Afrika | 709.462 | 668.956 |
| Nordamerika | 73.283 | 61.435 |
| Asien und Pazifikraum | 118.011 | 111.401 |
| Südamerika | 37.081 | 36.237 |
| 937.837 | 878.029 |
Divisionale Aufteilung
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| Angaben in TEUR |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Flavor & Nutrition | 381.544 | 374.350 |
| Scent & Care | 556.293 | 503.679 |
| 937.837 | 878.029 |
Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von TEUR 930.801 (Vorjahr: TEUR 871.413). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 7.036 (Vorjahr: TEUR 6.616).
20. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 40.267 (Vorjahr: TEUR 29.564) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Nebengeschäften, wie die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von TEUR 29.016 (Vorjahr: TEUR 23.153) und um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 7.047 (Vorjahr: TEUR 5.679).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von TEUR 55.641 (Vorjahr: TEUR 51.981), Aufwendungen für Fracht und Handlingkosten in Höhe von TEUR 35.835 (Vorjahr: TEUR 33.918), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 35.483 (Vorjahr: TEUR 32.927), Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von TEUR 22.004 (Vorjahr: TEUR 20.638) und Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 5.024 (Vorjahr: TEUR 4.221) zusammen.
21. Personalaufwand
Der Anstieg des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl sowie den allgemeinen Gehaltssteigerungen.
22. Abschreibungen
Auf die Anteile an verbundenen Unternehmen im Finanzanlagevermögen wurden außerplanmäßige Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 3.013 (Vorjahr: TEUR 6.984) vorgenommen.
23. Periodenfremdes Ergebnis
Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 762 (Vorjahr: TEUR 1.423) angefallen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Personalrückstellungen und von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen resultieren.
24. Ergebnisabführungsverträge
Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Erträge in Höhe von TEUR 32.806 (Vorjahr: TEUR 43.184) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 605 (Vorjahr: TEUR 214) übernommen.
25. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 32.916 (Vorjahr: TEUR 33.086) resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für die im Rahmen der Refinanzierung aufgenommenen Verbindlichkeiten (siehe Gliederungspunkt 15) in Höhe von TEUR 20.512 (Vorjahr: TEUR 20.951) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.675 (Vorjahr: TEUR 10.389).
26. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 1.086) und einen Steueraufwand in Höhe von TEUR 2.405 (Vorjahr: TEUR 0) für Vorjahre. Im Gesamtbetrag sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 4.050 (Vorjahr: latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 2.141) sowie laufende Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 40.299 (Vorjahr: TEUR 26.731) enthalten.
SONSTIGE ANGABEN
27. Anteilsbesitzliste
Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| Name der Beteiligungsgesellschaft | Eigenkapital TEUR2 |
Anteil am Kapital % |
Ergebnis1 der Beteiligungsgesellschaften 2013 TEUR3 |
|---|---|---|---|
| Unmittelbare Beteiligungen | |||
| Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden | 916.774 | 100% | 12.3906 |
| Haarmann & Reimer-Unterstützungskasse GmbH, Holzminden | 419 | 100% | -1036 |
| Probi AB, Lund / Schweden | 13.9157 | 29,9% | 1.5617 |
| Schimmel & Co. GmbH, Holzminden | 689 | 100% | 1 |
| Symotion GmbH, Holzminden | 204 | 100% | 1426 |
| Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden | 99 | 100% | -3.0136 |
| Symrise Ltda., Bogota / Kolumbien | 25.090 | 100% | 4.038 |
| Symrise S.A., Santiago de Chile / Chile | 5.497 | 100% | 946 |
| Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden | 153.759 | 100% | 11.2996 |
| Symrise Verwaltungs GmbH i.L., Holzminden | 0 | 100% | 0 |
| Tesium GmbH, Holzminden | 25 | 100% | -6056 |
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| Aroma Labs International S.A.E., 6th of October City / Ägypten | 13.885 | 100% | 6.504 |
| Aromatics S.A.S., Boulogne / Frankreich | 512 | 100% | 0 |
| DrinkStar GmbH, Rosenheim | 440 | 100% | 8.9766 |
| Flavours Direct Ltd., Corby / UK | 0 | 100% | 0 |
| Futura Labs International S.A.E., 6th of October City / Ägypten | 3.400 | 100% | 167 |
| OOO Symrise Rogovo, Rogovo / Russland | 1.404 | 100% | -4.992 |
| Origines Madagascar S.a.r.L., Antananarivo / Madagaskar | 1.606 | 100% | 1.216 |
| P.T.Symrise, Jakarta / Indonesien | 8.583 | 100% | 3.836 |
| Roseland Flavours and Fragrances Corp., Dubai / VAE | 1.289 | 100% | 771 |
| Steng Integredients Ltd., Eye Suffolk / UK | 0 | 100% | 0 |
| Symrise Aromas e Fragrancias Ltda., Sao Paulo / Brasilien | 28.488 | 100% | 1.849 |
| Symrise Asia Pacific Ltd., Singapur / Singapur | 196.553 | 100% | 9.989 |
| Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden | 95.143 | 100% | 3.006 |
| Symrise BioActives GmbH, Hamburg | -1.189 | 100% | 713 |
| Symrise B.V., Rosmalen / Niederlande | 2.764 | 100% | -4 |
| Symrise C.A., Caracas / Venezuela | 9.601 | 100% | 1.929 |
| Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Brüssel / Belgien | 33 | 100% | 25 |
| Symrise Group Finance Holding 2 Comm.V., Brüssel / Belgien | 92.885 | 100% | 2.605 |
| Symrise Holding Inc., Wilmington / USA | 192.031 | 100% | -1.398 |
| Symrise Holding Ltd., Marlow Bucks / UK | 32.853 | 100% | -614 |
| Symrise Holding Pte., Singapur / Singapur | 15.572 | 100% | 1.5626 |
| Symrise Iberica S.L., Parets de Valles / Spanien | 26.559 | 100% | 3.232 |
| Symrise Inc., Manila / Philippinen | 750 | 100% | 124 |
| Symrise Inc., Teterboro / USA | 271.641 | 100% | 24.108 |
| Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden | 26 | 100%4 | 2 |
| Symrise K.K., Tokio / Japan | 9.166 | 100% | -2.907 |
| Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd., Sirketi / Türkei | 1.996 | 100% | 211 |
| Symrise Limited, Bangkok / Thailand | 8.350 | 100% | 1.566 |
| Symrise Limited, Marlow Bucks / UK | 21.470 | 100% | 4.401 |
| Symrise Limited, Seoul / Südkorea | 658 | 100% | 225 |
| Symrise (Pty) Limited, Isando / Südafrika | 5.594 | 100% | 658 |
| Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxembourg / Luxemburg | 163 | 100% | -40 |
| Symrise Madagascar S.a.r.L., Antananarivo / Madagaskar | 4.973 | 100% | 1.735 |
| Symrise Pte Ltd, Singapur / Singapur | 10.742 | 100% | 5.212 |
| Symrise Pty Limited, Dee Why / Australien | 9.623 | 100% | 1.915 |
| Symrise Pvt. Ltd., Chennai / Indien | 13.442 | 100% | 2.902 |
| Symrise S.A., Le Bouveret / Schweiz | 4.895 | 100% | 1.523 |
| Symrise S.A.S., Grasse / Frankreich | 44.271 | 100% | 4.553 |
| Symrise S. de R.L. de CV, San Nicolas de los Garza / Mexiko | 19.976 | 100% | -2.464 |
| Symrise SDN BHD., Petaling / Malaysia | 1.770 | 100% | 22 |
| Symrise Shanghai Ltd., Shanghai / China | 72.340 | 100%5 | 15.778 |
| Symrise S.r.l., Milano / Italien | 4.161 | 100% | 2.100 |
| Symrise S.R.L., Tortuguitas / Argentinien | 5.945 | 100% | 2.779 |
| Symrise US LLC, Teterboro / USA | 719 | 100% | 745 |
| Symrise Vertriebs GmbH, Wien / Österreich | 6.698 | 100% | 2.028 |
| Thamasarb Co. Ltd., Bangkok / Thailand | 0 | 100% | 0 |
| Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge / USA | 451 | 20% | 255 |
| WWS Ltd., Eye Suffolk / UK | 0 | 100% | 0 |
1 Ergebins
1 ermittelt nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen - überwiegend noch ungeprüft
2 zu Stichtagskursen per 31.12.2013 umgerechnet
3 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres 2013 umgerechnet
4 davon 1% unmittelbar durch Symrise AG und 99% mittelbar durch die Busiris Vermögensverwaltung GmbH gehalten
5 davon 20,9% unmittelbar durch Symrise AG und 79,1% mittelbar durch ausländische Holdinggesellschaften gehalten
6 vor Ausgleich aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages / Verrechnung auf Gesellschafterkonten
7 Angaben beziehen sich auf den 31.12.2012
28. Mitarbeiter
Der durchschnittliche Personalbestand beträgt 2.181 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.133 Mitarbeiter). Darin enthalten sind 94 Auszubildende (Vorjahr: 92 Auszubildende).
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| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Produktion | 1.042 | 1.018 |
| Vertrieb | 430 | 426 |
| Forschung und Entwicklung | 460 | 449 |
| Verwaltung incl. Auszubildende | 249 | 240 |
| 2.181 | 2.133 |
29. Konzernverhältnisse
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Symrise AG stellt ihren Konzernabschluss gemäß § 315a Abs. 1 HGB auf. Die Aufstellung erfolgt unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS).
30. Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 14. Mai 2013 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt.
Die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare sind in der entsprechenden Angabe im Konzernabschluss der Symrise AG enthalten.
31. Deutscher Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 5. Dezember 2013 vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht.
32. Anteilsbesitz an der Symrise AG
Der Symrise AG gingen folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:
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| Gesellschaft | Sitz | Mitteilung am | Zeitpunkt zum | % Schwelle über- bzw. unterschritten | Anteilbesitz in % nachher | Stimmrechte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gerberding Vermögensverwaltung GmbH3 Herr Horst-Otto Gerberding3 Gerberding Vermögensverwaltung GmbH & Co KG3 | Holzminden Holzminden Holzminden | 28.12.2006 28.12.2006 28.12.2006 | 13.12.2006 13.12.2006 13.12.2006 | 10,00% | 5,86% | 6.928.087 |
| Bank of New York Mellon Corporation1 | New York, New York, USA | 31.12.2008 | 30.12.2008 | 5,00% | 4,98% | 5.888.136 |
| M&G Investment Funds (1)2 | London, UK | 19.11.2013 | 04.11.2013 | 10,00% | 9,850% | 11.645.713 |
| Massachusetts Financial Services Company (MFS)2 | Boston, Massachusetts, USA | 17.01.2014 | 15.01.2014 | 10,00% | 9,97% | 11.785.639 |
| Sun Life Assurance Company of Canada -US Operations Holdings Inc.1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 17.01.2014 | 15.01.2014 | 10,00% | 9,97% | 11.785.639 |
| Sun Life Financial (U.S.) Holding Inc.1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 17.01.2014 | 15.01.2014 | 10,00% | 9,97% | 11.785.639 |
| Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 17.01.2014 | 15.01.2014 | 10,00% | 9,97% | 11.785.639 |
| Sun Life Financial Inc.1 | Toronto, Ontario, Kanada | 17.01.2014 | 15.01.2014 | 10,00% | 9,97% | 11.785.639 |
| Sun Life Global Investments Inc. (vormals Sun Life Financial Corp.)1 | Toronto, Ontario, Kanada | 17.01.2014 | 15.01.2014 | 10,00% | 9,97% | 11.785.639 |
| Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings Inc.1 | Boston, Massachusetts, USA | 17.01.2014 | 15.01.2014 | 10,00% | 9,97% | 11.785.639 |
| JPMorgan Asset Management Holdings Inc.1 | New York, USA | 01.12.2009 | 26.11.2009 | 3,00% | 3,02% | 3.570.582 |
| Standard Life Investment Limited2 | Edingburgh, UK | 15.11.2010 | 10.11.2010 | 3,00% | 3,073% | 3.631.647 |
| Mondrian Investment Partners Limited2 | London/UK | 24.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 2,81% | 3.321.219 |
| MIPL Holdings Limited1 | London/UK | 24.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 2,81% | 3.321.219 |
| MIPL Group Limited1 | London/UK | 28.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 2,81% | 3.321.219 |
| Atlantic Value General Partner Limited1 | London/UK | 28.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 2,81% | 3.321.219 |
| Altantic Value Investment Partnership LP1 | Wilmington//USA | 28.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 2,81% | 3.321.219 |
| FIL Limited2 | Hamilton/Bermuda | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00% | 2,99% | 3.534.523 |
| FIL Investments International2 | Kent/UK | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00% | 2,99% | 3.534.523 |
| FIL Holdings Limited1 | Kent/UK | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00% | 2,99% | 3.534.523 |
| BlackRock Inc.1 | New York/USA | 02.10.2013 | 30.09.2013 | 3,00% | 2,98% | 3.523.955 |
| BlackRock Financial Management Inc.1 | New York/USA | 02.10.2013 | 30.09.2013 | 3,00% | 2,980% | 3.523.843 |
| BlackRock Holdco 2, Inc.1 | Wilmington//USA | 02.10.2013 | 30.09.2013 | 3,00% | 2,980% | 3.523.843 |
| Jahr GmbH3 | Hamburg/ Deutschland | 30.01.2012 | 27.01.2012 | 3,00% | 3,050% | 3.600.000 |
| Jahr Holding GmbH & Co. KG3 | Hamburg/ Deutschland | 30.01.2012 | 27.01.2012 | 3,00% | 3,050% | 3.600.000 |
| Jahr Assetmanagement GmbH | Hamburg/ Deutschland | 30.01.2012 | 27.01.2012 | 3,00% | 3,050% | 3.600.000 |
| Threadneedle Asset Management Limited2 | London/UK | 26.11.2013 | 25.11.2013 | 3,00% | 3,010% | 3.553.538 |
| Threadneedle Asset Management Holdings Limited1 | London/UK | 26.11.2013 | 25.11.2013 | 3,00% | 3,010% | 3.553.538 |
| Threadneedle Asset Management Holdings SARL1,3 | Luxemburg/ Luxemburg | 21.11.2013 | 19.11.2013 | 3,00% | 3,03% | 3.578.301 |
| Schroders plc1 | London/UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00% | 2,96% | 3.495.642 |
| Schroder Administration Limited1 | London/UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00% | 2,96% | 3.495.642 |
| Schroder Investment Management Limited2 | London/UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00% | 2,958% | 3.495.642 |
| Ameriprise Financial Inc. | Minneapolis/USA | 12.11.2013 | 11.11.2013 | 3,00% | 3,300% | 3.900.764 |
| M&G Securities Limited2 | London/UK | 18.11.2013 | 06.11.2013 | 10,00% | 9,960% | 11.769.320 |
| M&G Investment Management Limited1 | London/UK | 18.11.2013 | 07.11.2013 | 10,00% | 9,090% | 10.746.979 |
| M&G Limited1 | London/UK | 18.11.2013 | 07.11.2013 | 10,00% | 9,090% | 10.746.979 |
| M&G Group Limited1 | London/UK | 18.11.2013 | 07.11.2013 | 10,00% | 9,090% | 10.746.979 |
| Prudential plc1 | London/UK | 18.11.2013 | 07.11.2013 | 10,00% | 9,100% | 10.763.068 |
| Standard Life Investments Limited | Edingbugh/UK | 28.02.2013 | 25.01.2013 | 3,00% | 2,999% | 3.544.740 |
| Franklin Templeton Institional, LLC | Wilmington//USA | 26.08.2013 | 07.08.2013 | 3,00% | 2,93% | 3.465.508 |
| Threadneedle Investment Funds ICVC | London, UK | 29.01.2014 | 23.01.2014 | 3,00% | 3,0600% | 3.612.346 |
| Threadneedle Investment Services Limited | London, UK | 28.01.2014 | 22.01.2014 | 3,00% | 3,003% | 3.548.938 |
1 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet
2 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet
3 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet
33. Bezüge der Organmitglieder
Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt TEUR 933 (Vorjahr: TEUR 789).
Die Bezüge des Vorstands der Symrise AG sind im Lagebericht dargestellt.
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Der variable Anteil an der Gesamtvergütung besteht aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, EPS) sowie einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % der Festvergütung erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett. Damit weichen wir von der allgemein im Unternehmen geltenden Mindestzielerreichung von 60% deutlich zur Leistungsorientierung der Vorstandsmitglieder ab.
Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2013 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese variable jährliche Vergütung für das Kalenderjahr 2013 wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2013 im Folgejahr 2014 ausgezahlt.
Neben der Grundvergütung und dem Jahresbonus besteht ein langfristiger Incentive-Plan für den Vorstand. Das langfristige, aktienkursbasierte Vergütungsprogramm (Long Term Incentive Plan/ LTIP) ist eine variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.
Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2011-2013 und 2012-2014 sowie 2013-2015 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt. Im LTIP 2011-2013 wird zusätzlich die Steigerung des Unternehmenswerts gemessen als Überschuss des Ertragswerts über eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus. Letzteres wird anhand des Symrise Value Added (SYVA) gemessen.
Im LTIP 2011-2013 wird erst dann ein Bonus ausgezahlt, wenn Symrise sich besser entwickelt als 40 % der Vergleichswerte (40ter Percentile Rank) beziehungsweise bei Erreichen eines Mindest-SYVA von 113. Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung entspräche dem 53ten Percentile Rank sowie einem SYVA von 141.
Im LTIP 2012-2014 und 2013-2015 wird erst dann ein Bonus ausgezahlt, wenn Symrise sich besser entwickelt als 50 % der Vergleichswerte (50ter Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung entspräche dem 60ten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielen würde, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Die Bezüge des ehemaligen Geschäftsführers betrugen TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 292).
Die Pensionsrückstellungen für die ehemaligen nicht aktiven Vorstände und Geschäftsführer betragen TEUR 6.190 (Vorjahr: TEUR 6.331).
34. Namen der Organmitglieder
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Aufsichtsrat | ||
| Dr. Thomas Rabe* | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Management SE | Arvato AG, Gütersloh Vorsitzender des Aufsichtsrats BMG RM Germany GmbH, Berlin (bis 13.09.2013) Vorsitzender des Aufsichtsrats Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr AG, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats Springer Science + Business Media, Strassen, Luxemburg (bis 18.06.2013) Mitglied des Aufsichtsrats Bertelsmann Capital Investments S.A., Luxemburg (bis 07.10.2013) Mitglied des Aufsichtsrats Bertelsmann Digital Media Investments S.A., Luxemburg Mitglied des Aufsichtsrats Bertelsmann Inc., Wilmington, USA Vorsitzender des Aufsichtsrats Edmond Israel Foundation, Luxemburg Mitglied des Aufsichtsrats RTL Group S.A., Luxemburg Vorsitzender des Aufsichtsrats Penguin Random House LLC, Vereinigtes Königreich (seit 01.07.2013) Mitglied des Aufsichtsrats |
| Regina Hufnagel | Stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats der Symrise AG (seit 06.08.2013) Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG | |
| Karl-Heinz Huchthausen (bis 30.06.2013) | Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG und stellv. Vorsitzender des Betriebsrats Holzminden | Stadtwerke GmbH, Holzminden Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Dr. Michael Becker* | im Ruhestand; bis 31.12.2011 pers. haftender Gesellschafter der Merck KGaA | Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz Mitglied des Verwaltungsrats |
| Harald Feist (seit 01.07.2013) | Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats der Symrise AG | |
| Horst-Otto Gerberding* | Geschäftsführender Gesellschafter der Gottfried Friedrichs KG | |
| Dr. Peter Grafoner* | Selbstständiger Unternehmensberater | SAG Group GmbH, Langen Vorsitzender des Aufsichtsrats Coperion GmbH, Stuttgart Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats SKF AB, Göteborg, Schweden Mitglied des Aufsichtsrats SCANIA Schweiz AG, Kloten, Schweiz Präsident des Verwaltungsrats |
| Francesco Grioli | Vorstandssekretär der IG BCE-Vorstandsbereich Tarife/Finanzen | Gerresheimer AG, Düsseldorf Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Christiane Jarke | Director F&N Strategic Regulatory Affairs EAME der Symrise AG | |
| Gerd Lösing | Vice President Quality Control EAME der Symrise AG | |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer* | Chief Executive Officer der AC Immune S.A., Lausanne, Schweiz | Bio MedInvest AG, Basel, Schweiz Vorsitzende des Board of Directors AB2 Bio S.A., Lausanne, Schweiz Vorsitzende des Boards of Directors |
| Dr. Winfried Steeger* | Geschäftsführer der Jahr Holding GmbH & Co. KG, Hamburg | Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr AG, Hamburg Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Verwaltungsgesellschaft Otto mbH (mitbestimmte GmbH des Otto Konzerns), Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats Hemmoor Zement AG i.L., Hemmoor Mitglied des Aufsichtsrats Eurokai KGaA, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats Otto Dörner GmbH & Co. KG, Hamburg Mitglied des Beirats |
| Helmut Tacke | Mitglied des Betriebsrats der Symrise AG und stellv. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats | |
| Vorstand | ||
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram Chemiker Holzminden | Vorsitzender des Vorstands | Rockwool A/S, Hedehusene, Dänemark Mitglied des Aufsichtsrats Indevex AB, Storebro, Schweden Mitglied des Aufsichtsrats |
| Bernd Hirsch Kaufmann Neuler | Vorstand Finanzen | Evotec AG, Hamburg (seit 16.12.2013) Mitglied des Aufsichtsrats |
| Achim Daub Kaufmann New York, U.S.A. | Vorstand Scent & Care | |
| Hans Holger Gliewe Kaufmann Höxter | Vorstand Flavor & Nutrition |
* Anteilseignervertreter
Holzminden, 20. Februar 2014
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Achim Daub
Hans Holger Gliewe
Bernd Hirsch
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013
1. Überblick zum Geschäftsjahr 2013
Die internationale Wirtschaftslage hat sich im Jahresverlauf 2013 uneinheitlich gezeigt. Die Rohstoffpreise waren im Geschäftsjahr 2013 insgesamt geringfügig rückläufig, bei allerdings weiterhin hoher Preisvolatilität vor allem im Bereich der natürlichen Rohstoffe. Der Umsatz des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2013 um 6 % auf 1.830 Mio. €. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 10 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte wie im Vorjahr 48 %.
Das EBITDA - Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte - des Symrise Konzerns erhöhte sich um 10 %, von 339 Mio. € auf 373 Mio. €. Die auf den Umsatz bezogene EBITDA-Marge verbesserte sich von 19,5 % auf 20,4 %.
Der Geschäftsbereich Scent & Care erzielte 2013 einen Umsatz von 960 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 9 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 13 %. Das EBITDA lag mit 195 Mio. € um 21 % über dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge belief sich 2013 auf 20,3 %, gegenüber 18,2 % im Jahr 2012. Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition steigerte seinen Umsatz um 2 % auf 870 Mio. €. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 7 %. Das EBITDA des Geschäftsbereichs lag 2013 mit 179 Mio. € geringfügig über dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge betrug 20,5 %, nach 20,9 % im Vorjahr.
Der Jahresüberschuss des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2013 um 9 % auf 172 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich bei unveränderter Anzahl der Aktien von 1,33 € im Vorjahr auf 1,46 € im Berichtsjahr. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 vor, die Dividende von 0,65 € auf 0,70 € je Aktie anzuheben.
Der operative Cashflow konnte um mehr als 25 % gesteigert werden und lag 2013 mit 274,8 Mio. € um 55,3 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 219,5 Mio. €. Wesentlicher Grund hierfür ist das verbesserte operative Ergebnis. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember um 18 Mio. € auf 135 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) verringerte sich zum Bilanzstichtag 2013 auf 744,8 Mio. €, vor allem durch höhere Zahlungsmittelbestände und geringere Pensionsrückstellungen. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDA belief sich zum Bilanzstichtag 2013 auf 2,0 und liegt damit am unteren Ende der angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.
Kennzahlen im Überblick
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränderung in % | Veränderung in % währungsbereinigt |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.734,9 | 1.830,4 | 6 | 10 |
| EBITDA | 338,9 | 373,1 | 10 | 13 |
| EBITDA-Marge in % | 19,5 | 20,4 | ||
| Jahresüberschuss | 157,5 | 172,3 | 9 | |
| Ergebnis je Aktie in € | 1,33 | 1,46 | 9 | |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA (31.12.)1 Verhältnisgröße | 2,4 | 2,0 |
1 Vorjahreszahlen angepasst durch Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (vgl. Konzernanhang TZ 2.2)
2. Grundlagen des Symrise Konzerns
2.1. Struktur und Geschäftstätigkeit
2.1.1. Unternehmensprofil
Symrise entwickelt, produziert und vertreibt Duft- und Geschmackstoffe sowie aktive Wirkstoffe für die kosmetische Industrie. Zu den Kundenbranchen zählen die Parfüm-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie sowie Anbieter von Haushaltsprodukten. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Lösungen in den Anwendungsgebieten Gesundheit und Körperpflege durch biofunktionale und bioaktive Inhalts- und Wirkstoffe tätig. Im Jahr 2013 erzielte Symrise einen Umsatz von über 1,8 Mrd. € und ist damit das viertgrößte Unternehmen im Markt für Geschmack- und Duftstoffe weltweit. Die Produkte des Unternehmens finden Abnehmer in 160 Ländern, wobei 2013 52 % der Umsätze auf Industrieländer in Westeuropa, Nordamerika und in Teilen Asiens entfielen. Die Zahl unserer Kunden belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf ca. 6.000. Das Geschäftsmodell baut auf langfristigen Beziehungen mit unseren Kunden auf. Die Auftragslage ist branchenüblich allerdings von kurzfristigen Bestellungen geprägt, was sich in einem Auftragsbestand von durchschnittlich etwa einem Monatsumsatz niederschlägt. Einen Umsatzanteil von 48 % erreichten wir in den so genannten Emerging Markets in Asien, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Osteuropa. Im Symrise Konzern sind insgesamt 5.959 Mitarbeiter tätig. Die Standorte des Unternehmens verteilen sich auf 35 Länder, wodurch wir auf unseren wichtigen Absatzmärkten vor Ort vertreten sind. Das Wachstum aus eigener Kraft ergänzen wir mit strategischen Akquisitionen, wenn uns diese eine stärkere Marktposition bieten oder Zugang zu wichtigen Technologien ermöglichen.
Der Symrise Konzern entstand aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003; im Jahr 2013 feierte Symrise also sein zehnjähriges Bestehen. Die Wurzeln von Symrise reichen bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2013 von rund 4,0 Mrd. € zu den im MDAX® geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf 94 %.
Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den beiden Geschäftsbereichen Scent & Care und Flavor & Nutrition. Sie verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.
Beide Geschäftsbereiche haben ihre Organisation in vier Regionen mit eigenständigen regionalen Leitungen eingeteilt:
| ― | Europa, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten (EAME) |
| ― | Nordamerika |
| ― | Asien/Pazifik |
| ― | Lateinamerika |
Scent & Care umfasst die Geschäftsfelder Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care, die jeweils global tätig sind. Die Geschäftsfelder sind zudem anhand verschiedener Anwendungsbereiche strukturiert; Fragrances besteht beispielsweise aus Fine Fragrances, Personal Care und Household.
Flavor & Nutrition konzentriert sich auf Produkte in den Anwendungsbereichen Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health.
Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen und Controlling, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Corporate Compliance, Interne Revision sowie globales Prozess-Design zur Ausschöpfung geschäftsbereichsübergreifender Synergien wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik - auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.
Der Firmensitz von Symrise befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.216 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Zudem ist ein Großteil der Mitarbeiter des Corporate Center in Holzminden konzentriert. Regionale Hauptsitze unterhält Symrise in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo) und Singapur. Wichtige Produktionsanlagen befinden sich in Deutschland, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Entwicklungszentren finden sich insbesondere in Deutschland, Brasilien, China, Frankreich, Singapur und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 30 Ländern.
Standorte weltweit 2013

2.1.2. Leitung und Kontrolle
Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.
Den Vorstand bilden zum 31. Dezember 2013 vier Mitglieder: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstandsvorsitzender), Achim Daub (Vorstand Scent & Care), Hans Holger Gliewe (Vorstand Flavor & Nutrition) und Bernd Hirsch (Vorstand Finanzen). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.
Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.
Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt.
2.1.3. Geschäftstätigkeit und Produkte
Symrise stellt rund 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette beider Geschäftsbereiche erstreckt sich über die Produktforschung, Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmackstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F&E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F&E-Aktivitäten.
Unternehmensstruktur
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| Geschäftsbereiche | ||||
|---|---|---|---|---|
| Scent & Care | Flavor & Nutrition | |||
| Geschäftsfelder | ||||
| Fragrances | Life Essentials | Aroma Molecules | Oral Care | |
| Anwendungsbereiche | ||||
| Fine Fragrances | Cosmetic Ingredients -Active Ingredients -Functionals -Botanicals | Sensates (Menthole) | Beverages | |
| Personal Care | UV-Filter | Special Fragrance & Flavor Ingredients | Savory | |
| Household | Fine Aroma Chemicals | Sweet | ||
| Consumer Health |
Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln.
Die Produktion der Geschmack- und Duftstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.
2.1.3.1. Scent & Care
Die rund 15.000 Produkte des Geschäftsbereichs werden in rund 135 Ländern vertrieben. Zum Leistungsportfolio zählen Duftkompositionen, kosmetische Inhaltsstoffe, Aromachemikalien sowie Mintprodukte. Standorte bestehen in mehr als 30 Ländern. Der Geschäftsbereich unterteilt sich in die Geschäftsfelder Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care, in denen unsere Produkte wie folgt in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:
Fragrances:
Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Personal Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Household) eingesetzt.
Life Essentials:
Die hier hergestellten Produkte werden in Hautpflegeprodukten, Haarpflegeprodukten, Sonnencremes, Aftershave-Balsams, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos oder Deodorants eingesetzt. Einen wichtigen Teil dieses Geschäftsfelds bilden die Produkte mit pflegenden Eigenschaften. Alternative Konservierungsstoffe sind ein weiterer Schwerpunkt. Das Geschäftsfeld unterteilt sich in die Anwendungsbereiche Cosmetic Ingredients und UV-Filter.
Aroma Molecules:
Das Geschäftsfeld umfasst die Anwendungsbereiche Sensates (Menthole), Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals. Im Anwendungsbereich Sensates wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals umfassen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität. Die erzeugten Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen verwandt als auch an die Unternehmen der Konsumgüterindustrie vertrieben, die daraus Parfümöle herstellen.
Oral Care:
Symrise bietet die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an.
2.1.3.2. Flavor & Nutrition
Das Produktspektrum von Flavor & Nutrition besteht aus rund 15.000 Produkten, die in 140 Ländern verkauft werden. Die produzierten Geschmackstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmackstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Grundstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Der globale Anwendungsbereich Consumer Health bedient unter anderem den wachsenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel und pharmazeutische Präparate. Die Standorte des Geschäftsbereichs befinden sich in mehr als 30 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika.
Im Einzelnen kommen die Geschmack- und Inhaltsstoffe von Symrise in vier Anwendungsbereichen zum Einsatz:
Beverages:
Unsere Geschmackstoffe finden Eingang in alkoholfreie Getränke wie Erfrischungsgetränke, Fruchtsaftgetränke, Energie- und Sportgetränke, Tee- und Kaffeegetränke, Milchmischgetränke sowie funktionelle Getränke. Zudem verfügt Symrise über Anwendungen mit Aromagranulaten für Instantgetränke wie Tee- und Kaffee-Spezialitäten. Das Spektrum wird erweitert durch Geschmackstoffe, Destillate und Extrakte für nahezu alle gängigen Formen alkoholischer Getränke.
Savory:
Hierzu gehören Fleischaromen, Kräuter- und Gemüseextrakte, Weinaromen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte sowie Aufstreuwürzungen, so genannte Seasonings für Snacks. Spezielle Geschmackstoffe von Symrise helfen auch dabei, den Salz- und Fettgehalt in Nahrungsmitteln ohne Einbußen am Geschmack erheblich zu senken.
Sweet:
Dieser Anwendungsbereich umfasst die Bereiche Süßwaren, Backwaren, Eiscreme und Milchprodukte. Im Mittelpunkt stehen Produkte mit verbesserter Aromenfreisetzung und Aromasysteme mit so genannten maskierenden Eigenschaften, die den Einsatz von funktionalen Inhaltsstoffen ermöglichen und gleichzeitig deren häufig unangenehmen Geschmack überdecken.
Consumer Health:
Hierzu zählen natürliche funktionale Inhaltsstoffe zur Förderung beispielsweise der Herz- und Verdauungsfunktion, Geschmackslösungen pharmazeutischer Produkte, Aromatisierungen für pharmazeutische Produkte sowie natürliche Lebensmittelfarben und färbende Lebensmittel.
2.2. Markt und Wettbewerb
2.2.1. Marktstruktur
Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmack- und Duftstoffe (F&F-Markt/ Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2013 nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants auf 13,4 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsfeldern Life Essentials und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach eigenen Schätzungen 2013 ein Umsatzvolumen von 4,0 Mrd. € aufwies. In beiden Teilmärkten sind die vermarkteten Stoffe Bestandteile einer Reihe von Produkten, die vom Endverbraucher konsumiert beziehungsweise angewandt werden. Insofern sind beide Märkte in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt (AFF-Markt) weist damit insgesamt eine Größe von 17,4 Mrd. € auf und wächst langfristig durchschnittlich um etwa 2 bis 3 % pro Jahr.
Marktgröße relevanter AFF-Markt 2013 (in Mrd. €) (insgesamt etwa 17.4 Mrd. €)

Quelle: IAL (8th edition), eigene Schätzungen
Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter -inklusive Symrise - zusammen einen Marktanteil von etwa 60 % erreichen.
Für den F&F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt.
Neben den unterschiedlichen lokalen Geschmackspräferenzen und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst. Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmackstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den Emerging Markets durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Convenience und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden.
2.2.2. Marktposition von Symrise
Symrise ist, gemessen am Umsatz, das viertgrößte Unternehmen der F&F-Branche. Bezogen auf den relevanten AFF-Markt von 17,4 Mrd. €, betrug der Marktanteil des Unternehmens im Jahr 2013 11 %. Die großen Wettbewerber von Symrise - wie Givaudan, Firmenich oder IFF - sind vornehmlich im traditionellen Aromen- und Duftstoffbeziehungsweise Parfümölgeschäft aktiv. Symrise hat beide Geschäftsbereiche um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent & Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Flavor & Nutrition um Nahrungsergänzungsmittel. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Segmenten dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F&F-Branche gehören.
Marktanteile AFF-Markt 2013 (in %) (Marktvolumen etwa 17.4 Mrd. €)

Quelle: Unternehmensdaten und eigene Schätzungen
In einzelnen Marktbereichen nehmen wir weltweit führende Positionen ein, wie beispielsweise bei der Synthese von naturidentischem L-Menthol, dessen Derivaten und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter.
2.3. Ziele und Strategie
2.3.1. Ziele
Wir wollen langfristig unsere Marktposition stärken und die Unabhängigkeit von Symrise sichern. Zugleich sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst. Indem wir unsere Nachhaltigkeitsleistung in den Themenfeldern Ökonomie, Ökologie, Mitarbeiter und Gesellschaft steigern, verringern wir Risiken und fördern den wirtschaftlichen Erfolg von Symrise.
| ― | Marktposition: Unser Umsatz soll langfristig schneller wachsen als der Markt, der im Durchschnitt jährlich um etwa 2 bis 3 % zulegt. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen. |
| ― | Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von rund 20 % an. |
| ― | Finanzlage: Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA soll mittelfristig in einem Korridor zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ein kurzfristiges Überschreiten dieses Bereichs ist aus unserer Sicht beispielsweise im Falle von Akquisitionen im Rahmen unserer Strategie möglich. Die Zielerreichung wird im Prognosebericht näher dargelegt. Ein kontinuierlich hoher operativer Cashflow trägt zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei. |
Wir beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Unternehmens.
2.3.2. Strategie
Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Säulen Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.
| ― | Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum. |
| ― | Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität. |
| ― | Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. So sichern wir unsere einzigartige Marktposition. |
Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.
2.4. Wertorientierte Steuerung
Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen durchschnittlichen Zielwert von rund 20 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Wichtige Kennzahlen sind beispielsweise der operative Cashflow und die Relation Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA.
Der Fokus der Unternehmenssteuerung liegt auf diesen finanziellen Steuerungsgrößen. Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen sind derzeit noch von nachgeordneter Bedeutung.
2.5. Forschung und Entwicklung
2.5.1. Leitlinien und Schwerpunkte
Unsere Strategie in der Forschung & Entwicklung (F&E) zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, F&E sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden- und marktorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F&E an Marketing und Vertrieb, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung auf Umsetzbarkeit und Rentabilität geprüft. In zunehmendem Maße bringen externe Kooperationen und Netzwerke (Open Innovation) zusätzliche Ansätze und Ideen in den Entwicklungsprozess ein. Alle F&E-Aktivitäten sind an den Leitlinien Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet.
Der Geschäftsbereich Scent & Care konzentriert sich bei seiner F&E-Strategie auf sechs Schwerpunkte:
| ― | Molekulare Innovation für die Anwendung als Riech- und Kosmetikinhaltsstoffe |
| ― | Funktionelle Stoffe für Mundpflegeprodukte |
| ― | Bioaktive Inhaltsstoffe für kosmetische Anwendungen |
| ― | Freisetzungssysteme für Duftstoffe |
| ― | Überdeckung von Schlechtgerüchen |
| ― | Sensorische Forschung und Rezeptorbiologie |
Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition werden auf der Basis von sechs Technologieplattformen folgende Themenschwerpunkte bearbeitet:
| ― | Entwicklung natürlicher Aromastoffe mit authentischem Geschmacksprofil unter Einbindung moderner Biokatalyseverfahren |
| ― | Entwicklung neuer Technologien zur nachhaltigen Gewinnung komplexer Aromasysteme |
| ― | Optimierung des "Farm to Fork" Konzepts zur Herstellung verbesserter Aromensysteme, z.B. bei Zwiebel und Vanille |
| ― | Neue geschmacksaktive Verbindungen zur Geschmacksmodulation in süßen Anwendungen sowie zur Maskierung von Bitternoten, zur Reduktion von Adstringenzeffekten oder zur Verbesserung der Mundfülle |
| ― | Pflanzenextrakte mit besonderen geschmacksgebenden Eigenschaften wie Schärfenoten |
| ― | Naturstoffe für die Themengebiete "Health" und "Nutrition" mit physiologisch funktionalen Eigenschaften sowie die Geschmacksoptimierung von Lebensmittelzutaten mit gesundheitlicher Wirkung |
| ― | Neue Technologien für die selektive Anreicherung sowie Freisetzung von Aromastoffen |
| ― | Formulierung von Produkten mit gesundheitsfördernden Eigenschaften bei gleichzeitiger Optimierung des sensorischen Profils unter besonderer Berücksichtigung von gesundheitsrelevanten Inhaltstoffen wie zum Beispiel Probiotika |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen wurden nicht vorgenommen. Die Aktivierungsquote bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen betrug 1,4 % im Geschäftsjahr 2013 und bleibt unwesentlich.
2.5.2. Organisation
Die beiden Geschäftsbereiche von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F&E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für beide Bereiche verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Die F&E-Ressourcen sind in beiden Geschäftsbereichen unmittelbar in die Organisation integriert. Weltweit bestehen mehrere F&E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten beider Geschäftsbereiche optimal zu unterstützen. Die Aktivitäten in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf die Erforschung von Duft-, Aroma- und Geschmackstoffen, die Entwicklung synthetischer und natürlicher Herstellungsmethoden für Duft- und Aromastoffe, analytische Chemie, kosmetische Inhaltsstoffe sowie die Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für den Anwendungsbereich Consumer Health. Entwicklung und Anwendungstechnik sind außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich) und São Paulo (Brasilien) angesiedelt.
Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen sind hier beispielsweise die Irsee-Naturstoffkonferenz, der International Congress on Green Extraction of Natural Products, Avignon, die Biotrans in Manchester und das Wartburg-Symposium als eine der bedeutendsten internationalen Flavor-Konferenzen. Symrise Wissenschaftler haben sowohl das Flavor & Fragrance Symposium in Leipzig, die 2013 International Conference on Bioencapsulation, Berlin, als auch die Blankenese-Konferenz "Nutrient Sensing: From Brain to Gut" in Hamburg mitorganisiert. Darüber hinaus war Symrise als Mitorganisator der GDCH Flavour & Fragrance Konferenz in Leipzig zugleich einer der Hauptpräsentatoren mit Vorträgen zu den Themen moderne Riechstoff- und Aromenstoffsynthese. Das Thema Nachhaltigkeit & Fragrances wurde auf der Cleaning Products Europe Conference in Prag vorgestellt. Neueste Forschungsergebnisse aus den Forschungsbereichen Phytochemie, Mikroalgenforschung, Hautpigmentierung, Anti-Aging und Rezeptorbiologie wurden unter anderem im Rahmen der 22. IFSCC (International Federation of the Society of Cosmetic Chemists) Konferenz der Französischen Association für Kosmetika und Düfte in Rio de Janeiro und beim "9th International Meeting of China Dermatologist Association & National Congress of Cosmetic Dermatology" präsentiert. Das im Jahr 2009 vom Geschäftsbereich Flavor & Nutrition und der Christian Doppler Gesellschaft in Österreich an der Universität Wien aufgebaute Christian Doppler Labor für Bioaktive Aromastoffe wurde erfolgreich zwischenevaluiert und erhält eine weitere Förderung für mindestens drei Jahre.
Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die NBank (Förderbank für Niedersachsen) oder andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden.
Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert. Der Prozess ist unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten und des Ressourceneinsatzes enthält.
2.5.3. Personal und Aufwand
Bei Symrise sind weltweit knapp 20 % unserer Belegschaft beziehungsweise 1.160 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig. Im Vorjahr waren es 1.131 Mitarbeiter. Die Gesamtaufwendungen für F&E beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 127 Mio. € (Vorjahr: 114 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,9 % am Umsatz (Vorjahr: 6,6 %). Die Ausgaben für F&E sollen auch zukünftig auf diesem Niveau bleiben, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken.
F&E-Aufwand, in Mio. €

* 2009 inkl. Restrukturierungsaufwand
2.6. Mitarbeiter
2.6.1. Struktur der Belegschaft
Die Zahl der Mitarbeiter im Symrise Konzern - ohne Auszubildende und Trainees - hat sich im Geschäftsjahr 2013 um 290 Beschäftigte oder 5,1 % auf 5.959 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2013 erhöht. Ein Jahr zuvor waren 5.669 Mitarbeiter für Symrise tätig. Besonders ausgeprägt war der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Geschäftsbereich Scent & Care (+157 Mitarbeiter), in dem rund 36 % aller Beschäftigten des Konzerns arbeiten. Dies ist vor allem auf die Akquisition von Belmay mit 113 Mitarbeitern zurückzuführen. Knapp die Hälfte der Mitarbeiter entfällt auf den Geschäftsbereich Flavor & Nutrition. Hier hat sich die Zahl der Beschäftigten 2013 um 114 Mitarbeiter erhöht. Rund 15 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt, die auch in geringerem Umfang Dienstleistungen für Dritte erbringen, beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit, Umwelt und Logistik. Die Zahl der Auszubildenden und Trainees blieb mit 126 jungen Menschen (Vorjahr: 130 Auszubildende und Trainees) weitgehend konstant. Sie werden insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Industriekaufmann und Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriemechaniker ausgebildet.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
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| 31. Dezember 2012 | 31. Dezember 2013 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Flavor & Nutrition | 2.829 | 2.943 | +4 |
| Scent & Care | 1.990 | 2.147 | +8 |
| Corporate Funktionen und Services | 850 | 869 | +2 |
| Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) | 5.669 | 5.959 | +5 |
| Trainees und Auszubildende | 130 | 126 | -3 |
| Gesamt | 5.799 | 6.085 | +5 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer
Gegliedert nach Funktionen, ist mit 41 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion & Technologie tätig. Hier fand 2013 mit einem Plus von 155 Beschäftigten auch der größte Zuwachs der Mitarbeiterzahl statt. 26 % der Mitarbeiter sind den Funktionen im Vertrieb & Marketing zuzuordnen, 20 % dem Bereich Forschung & Entwicklung.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN
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| 31. Dezember 2012 | 31. Dezember 2013 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Produktion & Technologie | 2.276 | 2.431 | +7 |
| Vertrieb & Marketing | 1.476 | 1.561 | +6 |
| Forschung & Entwicklung | 1.131 | 1.160 | +3 |
| Verwaltung | 435 | 440 | + 1 |
| Servicegesellschaften | 351 | 367 | +5 |
| Gesamt | 5.669 | 5.959 | +5 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende
Von den 5.959 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 40 % an Standorten in Deutschland tätig, in der Region EAME sind es insgesamt 53 %. 21 % der Konzernbelegschaft entfallen auf die Region Asien/Pazifik, 15 % auf Lateinamerika und 11 % auf Nordamerika. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl war 2013 in Asien mit 11 % besonders stark, ebenso wie in Lateinamerika mit knapp 8 %. Aber auch in Nordamerika und EAME legten die Beschäftigtenzahlen zu.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN
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| 31. Dezember 2012 | 31. Dezember 2013 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Deutschland | 2.352 | 2.398 | +2 |
| EAME ohne Deutschland | 757 | 786 | +4 |
| Nordamerika | 641 | 673 | +5 |
| Asien / Pazifik | 1.113 | 1.235 | + 11 |
| Lateinamerika | 806 | 867 | +8 |
| Gesamt | 5.669 | 5.959 | +5 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende
In der Altersstruktur der Belegschaft im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 59 %. Die demografische Entwicklung unserer Belegschaft wird von uns regelmäßig beobachtet. Sie wird sich in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 bei ca. 1 bis 2 % der Belegschaft.
Altersstruktur der Belegschaft 2013

Nahezu die Hälfte der Mitarbeiter des Symrise Konzerns sind bereits zehn Jahre oder länger für das Unternehmen tätig, in Deutschland über zwei Drittel. Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2013 mit 1,1 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 4,4 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr (5,3 %) deutlich verbessert.
2.6.2. Personalstrategie
Die strategischen Schwerpunkte im Bereich Personal lagen im Jahr 2013 auf der Personalentwicklung und Nachfolgeplanung sowie der Schärfung des Profils unserer Symrise Academy. In Deutschland wurde unsere familienorientierte Personalpolitik weiterentwickelt.
In der Symrise Academy wurde mit dem Fokus "Symrise Future Generation Leadership Development Program" der Bereich "Leadership Training & Development" aus dem VierSäulen-Konzept weiter ausgebaut:
| ― | Flavorist und Perfumer Academy |
| ― | Technical & Professional Training |
| ― | Sales Training |
| ― | Leadership Training & Development |
Eine Stärke von Symrise liegt in der Aus- und Weiterbildung unseres technischen Personals, vor allem im Kreativbereich. Die Flavoristen- und die Parfümeurs-Schule bilden Spitzenkräfte aus, die schnell und sehr erfolgreich eingesetzt werden können. Daneben bleibt die technische Weiterbildung der Mitarbeiter in der Produktion ein fester Bestandteil der Symrise Weiterbildungsprogramme, beispielsweise mit Ausbildungsgängen zur Produktionsfachkraft Chemie, zum Prozess-Chemikanten sowie - neu aufgelegt in der Logistik bei Symotion -zum Fachlageristen. Ebenfalls fortgesetzt und ausgebaut wird die Weiterbildung des Vertriebspersonals (High Performance Sales Training).
Ein weiteres Element der Personalentwicklung ist das Entwickeln von Nachwuchsführungskräften für Schlüsselpositionen im Unternehmen. Hierzu wurde im Jahr 2013 - neben regionalen Initiativen - ein globales Programm aufgesetzt.
Symrise verfolgt eine sehr anwendungs- und umsetzungsorientierte Philosophie in der Personalentwicklung. Neueste Studien zeigen, dass 70 % des Lernens im Berufsleben "on the job" durch Wahrnehmung neuer Aufgaben, neue Herausforderungen und die Arbeit in Projekten erfolgen. Weitere 20 % des Lernens geschehen durch Wissensvermittlung über Kollegen, den eigenen Chef, Coaching und Mentoring. Nur 10 % werden in strukturierten Seminaren und Trainings erlernt. Aus diesem Grund kommt bei Symrise der Arbeit in Projekten, aber auch dem Lernen in kurz- und mittelfristig angelegten Auslandsentsendungen, eine hohe Bedeutung zu; diesen Weg der Wissensvermittlung werden wir immer stärker ausbauen.
Symrise hat in erheblichem Maße in die Fortsetzung und Ausweitung der Ausbildung am Standort Holzminden investiert. Jedes Jahr stellen wir rund 45 neue Auszubildende in den verschiedenen Ausbildungsberufen ein. Damit bereiten wir uns auf den demografischen Wandel vor. Die Kapazitäten im Lehrlabor zur Ausbildung des chemisch-technischen Personals wurden um 12 zusätzliche Ausbildungsplätze erweitert. Ferner ist eine neue Kooperation mit der Hochschule Ostwestfalen Lippe in Lemgo entstanden. Hier studieren ab dem Wintersemester 2013 zwei Symrise Mitarbeiter mit chemisch-technischem Ausbildungshintergrund am Fachbereich Life Science Technologies und bereiten sich in sechs Semestern auf ihren Bachelor of Science mit den Schwerpunkten Lebensmitteltechnologie sowie Technologie der Kosmetika und Waschmittel vor. Um neue Auszubildende zu gewinnen, beteiligen wir uns an zahlreichen Berufsorientierungsmaßnahmen an Schulen und an der Ideen-Expo in Hannover oder an Hochschulinformationstagen.
Ein weiterer wichtiger Baustein der Unternehmenskultur von Symrise ist eine familienorientierte Personalpolitik. In entscheidenden Lebenssituationen wie der Geburt und der Erziehung eines Kindes oder der Pflege von Angehörigen ermöglichen wir unseren Mitarbeitern durch zahlreiche Einzelprogramme, dies bestmöglich mit ihrem beruflichen Einsatz zu verbinden.
Darüber hinaus hat Symrise im Jahr 2013 eine geschäftsbereichs- und regionenübergreifende Nachfolgeplanung eingeführt. Sie setzt sich aus drei Elementen zusammen: einem unmittelbaren Notfallplan für die sofortige Besetzung wichtiger Schlüsselpositionen beispielsweise im Krankheitsfall, einer Nachfolgeplanung, bei der die Kandidaten über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren für die Nachfolge in bestimmten Positionen qualifiziert werden, sowie der Entwicklung von Karriereplänen über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren - dem Symrise Future Generation Leadership Development Program. Mit diesem Instrument werden hochqualifizierte Kandidaten für die Nachfolge in Schlüsselpositionen identifiziert und zielgerichtete Entwicklungspläne definiert.
2.6.3. Personalmaßnahmen
2.6.3.1. Vergütung und Tarifverträge
Symrise wendet auf seine Mitarbeiter in Deutschland die für die Chemische Industrie geltenden Tarifverträge inhaltlich wie auch im Hinblick auf die Laufzeiten an. Im Februar 2014 wurde für die Chemische Industrie ein Tarifvertrag abgeschlossen, der eine Erhöhung der Tarifentgelte um 3,7 % festlegt. Bei der Umsetzung dieser Erhöhung für Symrise werden wir unsere wegweisende Standortsicherungs-Vereinbarung berücksichtigen, die mit einer Gültigkeit bis in das Jahr 2020 Abschläge im Entgelt von 0,7 %-Punkten gegenüber dem Branchentarif vorsieht. Insofern werden durch den Tarifabschluss die Tarifentgelte unserer Mitarbeiter um 3 % angehoben. Diese angepassten Tarifentgelte werden bis Ende März 2015 ihre Gültigkeit behalten.
Flexible Vergütungssysteme, die mit variablen Entgeltbestandteilen den individuellen Leistungsbeitrag der Mitarbeiter honorieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Lage des Unternehmens berücksichtigen, sind ein wesentlicher Bestandteil unserer modernen Vergütungspolitik. Die Vergütungssysteme setzen auf unserem Gehaltsbandbreiten-Modell auf, das an allen größeren Symrise Standorten eingeführt worden ist. Die Vorteile dieses so genannten Job Grade-Konzepts liegen in einer strukturierten und nachvollziehbaren Vergütung sowie in deren internationaler Vergleichbarkeit. Dadurch erhöhen wir die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber und tragen zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern bei. Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt: Leistung soll sich bei Symrise lohnen.
2.6.3.2. Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG BCE bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 für einen Zeitraum bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von rund 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG BCE mit fest definierten Abschlägen von durchschnittlich etwa 1 % pro Jahr über die Laufzeit bis 2020. Die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen und damit die Sicherung der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eine wesentliche Säule unserer Personalpolitik. Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung in den Tarifverhandlungen ist die Rückführung dieser wettbewerbssteigernden Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der Chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.
3. Wirtschaftsbericht
3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
3.1.1. Differenzierte Auswirkungen auf Symrise
Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine große Rolle. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung.
Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.
Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.
3.1.2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die internationale Wirtschaftslage hat sich im Jahresverlauf 2013 uneinheitlich gezeigt. Eine positive Entwicklung zeigten mehr und mehr die Industrieländer, wohingegen das Wachstum in einigen Schwellenländern hinter den Erwartungen zurückblieb. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2013 nach Schätzungen des DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung - deshalb nur verhalten um 3,0 % (Vorjahr: 3,1 %).
BIP-Entwicklung 2012/2013, in %

Quelle: DIW Berlin
Die konjunkturelle Belebung in den Industrieländern beruhte zumeist auf der Erholung des privaten Konsums und wird vor allem von der allmählichen Verbesserung auf den Arbeitsmärkten und den niedrigen Inflationsraten gestützt. Zudem lösten sich die finanzpolitischen Unsicherheiten in den USA auf, die US-Geldpolitik bleibt weiterhin expansiv. Die Wachstumsrate in den USA erhöhte sich von Quartal zu Quartal und erreichte im Herbst 2013 einen annualisierten Wert von 3,6 %. Im Euroraum scheint die Talsohle der wirtschaftlichen Entwicklung erreicht. Im Jahr 2013 dürfte die Wirtschaft im Euroraum aber noch geringfügig um 0,4 % geschrumpft sein. Die deutsche Wirtschaft setzte im Jahresverlauf 2013 ihre Erholung fort. Im Zuge der anziehenden Weltkonjunktur belebten sich die deutschen Exporte, was auch die Investitionstätigkeit anregt. Die Kaufkraft der privaten Haushalte profitierte vom Beschäftigungsaufbau, einer positiven Lohnentwicklung und der anhaltend niedrigen Preissteigerungsrate. Die gesamtwirtschaftliche Leistung in Deutschland nahm 2013 um schätzungsweise 0,4 % zu.
Symrise erzielt nahezu die Hälfte seiner Umsatzerlöse in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Insbesondere in China und Indien beschleunigte sich das wirtschaftliche Wachstum Ende 2013 wieder spürbar. Die Zuwachsrate des chinesischen Bruttoinlandsprodukts dürfte 2013 bei 7,6 % gelegen haben, der Anstieg des indischen BIP bei 2,8 %. Auch die meisten osteuropäischen Volkswirtschaften sind im Herbst 2013 deutlich gewachsen, was vor allem auf eine kräftige Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen war. Die gesamtwirtschaftliche Leistung Brasiliens und Mexikos legte 2013 um 3,3 % beziehungsweise 1,5 % zu.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:
| ― | Konjunkturelle Schwankungen haben in den entwickelten Märkten kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse - beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt - abdecken. |
| ― | Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care (etwa 10 bis 15 % unseres Produktportfolios). |
| ― | In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmack- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung. |
| ― | Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte. |
Im Geschäftsjahr 2013 profitierte Symrise von der bereits erreichten guten Marktposition in den Emerging Markets und einem breit diversifizierten Kundenportfolio.
3.1.3. Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte
Der für den Symrise Konzern relevante Markt wächst langfristig um 2 bis 3 %. 2013 lag das Marktvolumen bei 17,4 Mrd. €. In den Marktbereichen Geschmack- und Duftstoffe sowie Aromachemikalien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ähnliche Entwicklungen verzeichnet.
3.1.4. Preisentwicklung und Verfügbarkeit der Rohstoffe
Symrise setzt in der Produktion rund 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von Bedeutung sind beispielsweise natürliche Vanille und Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette ihren Einsatz finden. Generell entfallen jedoch auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen haben sich die Beschaffungskosten 2013 moderat bis leicht rückläufig entwickelt, bedingt durch den Nachfragerückgang (z.B. auf dem europäischen Markt) beziehungsweise den im Jahr 2013 unter den Erwartungen wachsenden Bedarf in den Emerging Markets. Auch bei Citral- und Terpenderivaten, die bei der Herstellung von Duftkompositionen eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und somit die Kostensituation 2013 leicht entspannt. Für den Großteil der Basischemikalien gilt Ähnliches.
Insgesamt entwickelten sich die Preise für chemische Rohstoffe im Geschäftsjahr 2013 leicht rückläufig. Bei natürlichen Rohstoffen ergaben sich durch das wechselhafte Marktumfeld deutliche Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration, das heißt unter Einbeziehung der lokalen Bauern in Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille.
3.1.5. Politische und regulatorische Rahmenbedingungen
Die Produkte des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition kommen insbesondere in Nahrungsmitteln, in Getränken sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. In der EU sind spätestens ab Oktober 2014 neue maximale Grenzwerte für bestimmte Aromastoffe zu beachten. Symrise kam dieser neuen gesetzlichen Anforderung bereits frühzeitig im Jahr 2013 nach. Damit ist sichergestellt, dass alle Symrise Produkte diesen Anforderungen genügen und eine entsprechende Dokumentation für die Kunden bereitgestellt wird. Außerdem erfolgte die Veröffentlichung der so genannten EU Union List für Aromastoffe, die auch genaue Reinheitsanforderungen enthält. Symrise hatte bereits vor der Veröffentlichung begonnen, seine Datensysteme entsprechend anzupassen und die Kunden über die Änderungen zu informieren.
Im Zuge verstärkter Auditierungen der Lebensmittelindustrie durch die US-Behörde FDA (Food and Drug Administration) auch außerhalb der USA wurde im Jahr 2013 die Symrise AG in Holzminden erfolgreich auditiert.
Im Geschäftsbereich Scent & Care werden Parfümöle und Wirkstoffe hauptsächlich für die kosmetische Industrie und Haushaltsprodukte hergestellt. Eine Hauptaktivität bestand im Jahr 2013 für Symrise in der Registrierung wichtiger Produkte beziehungsweise Rohstoffe gemäß der Europäischen Chemikalienverordnung REACH: Insgesamt wurden bis zum Ende der Registrierungsfrist am 31. Mai 2013 für über 40 Altstoffe (sogenannte phase-in-substances; EINECS) Dossiers bei der Europäischen Chemikalien-Agentur (ECHA) eingereicht. Zusätzlich wurden mehrere neu entwickelte Stoffe (sogenannte non phase-in substances) registriert und einige bereits 2010 registrierte Substanzen überarbeitet. Somit ist für circa 50 Substanzen im Jahr 2013 die Registrierung erfolgt und damit die weitere Nutzung gewährleistet.
Neben REACH stand im Jahr 2013 die Umsetzung von neuen und überarbeiteten Qualitäts- und Sicherheitsstandards der IFRA (International Fragrance Association) im Fokus. Diese Standards wurden von Symrise fristgerecht umgesetzt, um eine maximale Sicherheit von Fragrance Produkten für Konsumenten zu gewährleisten.
3.2. Unternehmensentwicklung
3.2.1. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
Der Umsatz des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2013 um 6 % auf 1.830 Mio. €. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 10 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte wie im Vorjahr 48 %.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) auf Konzernebene erhöhte sich um 10 %, von 339 Mio. € auf 373 Mio. €. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 20,4 % (Vorjahr: 19,5 %).
Der Jahresüberschuss 2013 stieg um 15 Mio. € auf 172 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,46 € (2012: 1,33 €). Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 vorschlagen, die Dividende von 0,65 € auf 0,70 € je Aktie anzuheben.
3.2.2. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 haben wir die Erwartung geäußert, dass beide Geschäftsbereiche ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über Marktwachstum (2-3%) anstreben.
Unter den Annahmen, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2012 verharren und sich die Währungsrelationen im Vergleich zu 2012 nicht deutlich verändern, erwarteten wir für 2013 eine EBITDA-Marge von rund 20%.
Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA, soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen.
Zielerreichung 2013
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| Ziel zu Beginn des Geschäftsjahres | Erreichter Wert | |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum (währungsbereinigt) | merklich über Marktwachstum (2-3%) | 9,8 % |
| EBITDA-Marge | rund 20,0 % | 20,4 % |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) / EBITDA | mittelfristig 2,0 bis 2,5 | 2,0 |
Mit einem Umsatzanstieg von währungsbereinigt 9,8 % haben wir unser Umsatzziel deutlich übertroffen. Ohne die Akquisition Belmay hätte das Wachstum 7,7 % betragen. Die EBITDA-Marge von 20,4% liegt im angestrebten Bereich und die Nettoverschuldung lag mit dem 2,0-fachen EBITDA am unteren Ende des von uns angestrebten Zielkorridors.
3.2.3. Ertragslage
3.2.3.1. Umsatz im Konzern
Im Gesamtjahr 2013 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 1.830 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr um 6 %, währungsbereinigt beträgt der Zuwachs 10 %.
Geschäftsbereiche:
Scent & Care konnte den Umsatz währungsbereinigt um 13 % auf 960 Mio. € steigern. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 870 Mio. €; dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg um 6 % im Vergleich zum Vorjahr.
Umsatzentwicklung des Symrise Konzerns (in Mio. €)

Regionen:
Der Umsatz in der Region EAME nahm um 5 % zu (währungsbereinigt: 7 %). Die Region Nordamerika entwickelte sich im Geschäftsjahr 2013 sehr erfreulich und erzielte einen Umsatzzuwachs von 11 % gegenüber Vorjahr (währungsbereinigt: 14 %). Das Geschäft in der Region Asien/Pazifik verlief ebenfalls positiv; das Umsatzplus belief sich auf 4 % (währungsbereinigt: 10 %). In der Region Lateinamerika erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 2 % (währungsbereinigt: 12 %).
Umsätze nach Regionen
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| währungsbereinigt | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EAME | 785,4 | 828,3 | 5 | 7 |
| Nordamerika | 316,8 | 350,3 | 11 | 14 |
| Asien/Pazifik | 404,5 | 419,6 | 4 | 10 |
| Lateinamerika | 228,2 | 232,2 | 2 | 12 |
| Gesamt | 1.734,9 | 1.830,4 | 6 | 10 |
Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 11 %. Der Anteil dieser Ländergruppe am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2013 wie im Vorjahr bei 48 %.
3.2.3.2. Umsatz Scent & Care
Im Geschäftsjahr 2013 erzielte der Geschäftsbereich Scent & Care einen Umsatz von 960 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 9 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 13 %.
Alle Geschäftsfelder verzeichneten im abgelaufenen Jahr eine positive Geschäftsentwicklung. Am stärksten expandierte das Geschäftsfeld Fragrances, vor allem durch die Akquisition der amerikanischen Belmay. Aber auch die Geschäftsfelder Oral Care und Aroma Molecules konnten ihre Umsätze deutlich, teilweise prozentual zweistellig steigern. Das Geschäftsfeld Life Essentials erzielte gute, prozentual einstellige Zuwächse, vor allem in EAME.
Regionen:
Alle Regionen konnten ihre Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich steigern. Allen voran steht die Region Nordamerika, in der wir durch die Akquisition der amerikanischen Belmay unseren Marktanteil in den Segmenten Feinparfümerie, Personal Care und Air Care deutlich ausgebaut haben. Auch in den aufstrebenden Märkten Asien, Lateinamerika, Osteuropa, Afrika und der Golfregion erzielten wir hohe, prozentual zweistellige Zuwachsraten.
In der Region EAME stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 10 %. Sowohl in den entwickelten Märkten Westeuropas, als auch in den aufstrebenden Märkten Osteuropas, Afrikas und der Golfregion konnten wir hohe, prozentual ein- beziehungsweise zweistellige Zuwächse erzielen. Insbesondere die Geschäftsfelder Fragrances und Life Essentials verzeichneten hier hohe Wachstumsraten. Im Geschäftsfeld Life Essentials haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrere neue und innovative Produkte auf den Markt gebracht und wurden dafür mehrfach ausgezeichnet. Im vierten Quartal überzeugte der multifunktionale Inhaltsstoff Symsave® H die Branche. Er erhielt den - in diesem Jahr zum ersten Mal verliehenen - SEPAWA INNOVATION Award 2013. SymSave® H vereint antioxidative, hautberuhigende und konservierungsfördernde Eigenschaften in nur einem Inhaltsstoff, was ihn zur idealen Komponente für Haut- und Haarpflegeformulierungen macht.
In Nordamerika stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 19 %. Das größte Wachstum wurde im Geschäftsfeld Fragrances, vor allem durch das im März 2013 erworbene Geschäft der Belmay Gruppe erzielt. Aber auch in den Geschäftsfeldern Oral Care und Aroma Molecules erreichten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr in Nordamerika hohe, prozentual zweistellige Zuwachsraten. Hier profitierten wir von den im Vorjahr geschaffenen zusätzlichen Produktionskapazitäten für Menthol.
In der Region Asien/Pazifik nahmen die Umsätze währungsbereinigt um 14 % zu. Alle Geschäftsfelder konnten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Die größten Wachstumsimpulse verzeichneten wir in den Ländermärkten China, Indien, Indonesien und Japan.
In Lateinamerika erhöhte sich der Umsatz währungsbereinigt um 11 %. Die stärksten Zuwächse erzielte das Geschäftsfeld Fragrances. Hier wirkte sich die bereits im Vorjahr getätigte Akquisition der brasilianischen Belmay nachhaltig positiv auf unsere Geschäftsentwicklung aus. Des Weiteren konnten wir im Geschäftsfeld Aroma Molecules hohe Zuwächse im Anwendungsbereich Menthol erzielen.
Geschäftsfelder:
Das Geschäftsfeld Fragrances, das mehr als die Hälfte des Umsatzes des Geschäftsbereichs Scent & Care bestreitet, verzeichnete im Jahr 2013 ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum, vor allem durch das im März 2013 erworbene Geschäft der Belmay Gruppe. Die Belmay Gruppe mit Hauptsitz in Yonkers, New York, war ein etablierter und anerkannter Hersteller von Duftkreationen, insbesondere für die Anwendungsgebiete Feinparfümerie, Kosmetik und Air Care. Sowohl das Produkt- als auch das Kundenportfolio von Belmay haben die bestehenden Aktivitäten des Geschäftsbereichs Scent & Care hervorragend ergänzt und zugleich unsere Präsenz in Nordamerika gestärkt. Mit dieser Akquisition hat Symrise einen weiteren wichtigen strategischen Schritt unternommen, um das Wachstum in den Segmenten Feinparfümerie, Personal Care und Air Care nachhaltig voranzutreiben.
Als eines der ersten Duftstoffunternehmen der Branche bezieht Symrise CENSO-zertifiziertes Lavandin. Damit sichern wir uns die Basis für einen natürlichen Schlüsselrohstoff für Duftkreationen und fördern gleichzeitig die nachhaltigen Anbaumethoden resistenten Lavandins, dessen Pflanzen von einem aggressiven Mikroorganismus bedroht sind. Mit dieser Initiative stützen wir unsere langfristige Strategie der nachhaltigen Beschaffung von Schlüsselrohstoffen, wie zum Beispiel Vanille aus Madagaskar, wofür wir den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten haben.
Das Geschäftsfeld Life Essentials erzielte im Jahr 2013 ebenfalls ein gutes prozentual einstelliges Wachstum. Im Anwendungsbereich Cosmetic Ingredients wurden wir erneut für unsere Entwicklungsleistungen der vergangenen Jahre geehrt und haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Produkte in den Markt eingeführt. Einige der Highlights waren:
| ― | Best Ingredient Award in Silber der in-cosmetics Innovation Zone SymHair™ Force 1631 stärkt das Haar nachweislich und erhielt dafür den Innovation Zone Best Ingredient Award in Silber. |
| ― | Drei BSB Awards SymFit® nat 1750 wurde in der Kategorie "Natural Product - Most Innovative Raw Material" mit dem ersten Preis ausgezeichnet, da es die Haut nachweislich strafft. Sym3D® hat in der Kategorie "Innovative Raw Materials - Cosmetics Actives" einen zweiten Preis für seine doppelte Wirkung erhalten: Es verleiht den Lippen mehr Volumen und wirkt der Faltenbildung/Hautalterung entgegen. SymBronze® 1659 erzielte einen weiteren zweiten Preis in der Kategorie "Innovative Raw Materials - Cosmetics Functionals". SymBronze® 1659 ist ein biologischer Selbstbräuner, wirkt von innen heraus und sorgt ohne Sonnenstrahlen für natürlich getönte Haut. Er beschleunigt zudem den Bräunungsprozess beim Sonnenbaden und bewahrt die Bräune über längere Zeit. |
Die Umsatzentwicklung im Geschäftsfeld Aroma Molecules verlief im Geschäftsjahr 2013 positiv und erreichte ein prozentual zweistelliges Wachstum. Wesentlicher Wachstumstreiber war der Anwendungsbereich Menthol, vor allem durch den im Vorjahr getätigten Ausbau der Produktionskapazitäten.
Das Geschäftsfeld Oral Care verzeichnete ebenfalls ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum. Alle Regionen trugen hierzu mit hohen einstelligen beziehungsweise zweistelligen Wachstumsraten bei.
3.2.3.3. Umsatz Flavor & Nutrition
Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Flavor & Nutrition einen Umsatz von 870 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 2 %; währungsbereinigt betrug der Anstieg 6 %. Wesentliche Wachstumstreiber waren die Emerging Markets sowie die gute Positionierung bei unseren strategischen Kunden. Alle Anwendungsbereiche trugen zu dem Umsatzwachstum bei.
Regionen:
Flavor & Nutrition steigerte 2013 die Umsätze in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr deutlich. In den aufstrebenden Märkten in Asien, Lateinamerika, Osteuropa, Afrika und der Golfregion erzielte der Geschäftsbereich ein währungsbereinigtes Wachstum von 9 %.
In der Region EAME lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2013 währungsbereinigt 5 % über dem Vorjahr. In den aufstrebenden Märkten Osteuropas, Afrikas und der Golfregion konnten deutliche Zuwächse erzielt werden. Besonders dynamisch verlief die Umsatzentwicklung in Russland, Ägypten, Großbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei. Die Anwendungsbereiche Savory und Sweet erreichten die höchsten Wachstumsraten, vor allem mit unseren strategischen Kunden. Im Juni hat Symrise eine neue Pulvermischanlage und ein daran angeschlossenes modernes Rohstofflager in Betrieb genommen. Mit dem Neubau haben wir unsere Aromenproduktion von Pulvermischungen am Standort Holzminden zusammengeführt. Künftig fertigen Mitarbeiter hier Aromenkompositionen in Pulverform für Süßwaren, Suppen, Fertiggerichte und Würzmischungen, die bisher in unterschiedlichen Werksteilen hergestellt wurden. Durch diese Konzentration der Produktionsstätten erhöhen wir die Effizienz, Kapazität und Produktvielfalt deutlich. Der neue Mischbetrieb umfasst eine Produktionsfläche von 3.500m2 und eine Lagerfläche von 1.000 m2. Alle Prozesse - von der Rohstoff-Anlieferung bis zum Versand - finden nun unter einem Dach statt.
Im November wurde Symrise auf der Fachmesse Food Ingredients Europe (FIE) für die nachhaltige Beschaffung von Vanille auf Madagaskar mit dem FIE Excellence Award in der Kategorie Nachhaltigkeitsinitiative ausgezeichnet. Bereits 2012 hatten wir einen Nachhaltigkeitspreis für unsere Vanille-Aktivitäten auf Madagaskar erhalten. Seither hat sich unsere Initiative dort erheblich weiterentwickelt. Mittlerweile arbeiten wir mit mehr als 5.000 Farmern zusammen und fördern die Diversifikation der Landwirtschaft vor Ort (zum Beispiel durch den Anbau von Vetiver). Durch diese und andere Maßnahmen soll die gesamte Lebensgrundlage der Bauern nachhaltig verbessert werden.
In der Region Nordamerika haben wir im Geschäftsjahr 2013 eine erfreuliche Umsatzentwicklung erreicht. Währungsbereinigt lagen die Umsätze 6 % über denen des Vorjahres. Wesentliche Wachstumstreiber waren die Anwendungsbereiche Savory und Beverages. Hier konnten wir eine Reihe von Neugeschäften mit unseren strategisch bedeutenden Kunden realisieren. Im Anwendungsbereich Sweet verzeichneten wir erneut einen wichtigen Erfolg im Bereich Vanille. An unserem Standort Teterboro haben wir im dritten Quartal ein neues Research-Food-Science-Team gegründet. Das Team nutzt Ergebnisse aus der Grundlagenforschung, um die Entwicklung marktfähiger Produkte noch erfolgreicher zu machen und fungiert gleichzeitig als Schnittstelle zwischen den Bereichen Geschmacksentwicklung und Anwendungstechnik.
In der Region Asien/Pazifik sind die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr währungsbereinigt um 7 % gestiegen. Besonders in den Ländermärkten China, Indonesien, Indien, Thailand und Japan erzielte der Geschäftsbereich gute Wachstumsraten. Die Anwendungsbereiche Savory und Sweet konnten ihre Geschäfte deutlich ausweiten und erreichten prozentual hohe einstellige Zuwächse. Der Anwendungsbereich Consumer Health steigerte den Umsatz erheblich und erzielte hohe zweistellige Wachstumsraten. Im August haben wir erfolgreich unsere discover chicken®-Initiative in Asien gestartet. Dazu haben sich die Symrise Geschmacksexperten der Business Unit Savory ausgiebig mit den unterschiedlichen regionalen asiatischen Küchen und den Zubereitungsmethoden auseinandergesetzt, um die kulinarische Vielfalt Asiens in einer Palette neuer Aromen widerspiegeln zu können.
In der Region Lateinamerika erzielte Flavor & Nutrition ein währungsbereinigtes Wachstum von 15 % und damit den höchsten Zuwachs des Geschäftsbereichs. Insbesondere in den Ländern Venezuela, Brasilien und Argentinien konnten die Umsätze deutlich ausgeweitet werden. Getrieben wurde die positive Geschäftsentwicklung in diesen Ländern durch starke Zuwächse bei unseren strategischen globalen und lokalen Kunden. Alle Anwendungsbereiche erreichten hohe Wachstumsraten, vor allem der Anwendungsbereich Savory steigerte die Umsätze deutlich zweistellig. Zur strategischen Weiterentwicklung unserer Marke NATURALLY CITRUS!® in Lateinamerika trafen sich an unserem brasilianischen Standort Granja Viana Mitarbeiter aus allen Regionen und Funktionen unseres Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition. In mehrtägigen Veranstaltungen wurden wichtige Impulse und Ideen für die Zitrus-Strategie in Lateinamerika gewonnen, die über die nächsten Monate gezielt weiterentwickelt und umgesetzt werden.
Symrise etabliert Dachmarke think mint® für frischen Geschmack und kühlende Pflege
Mint gilt als Symbol für Reinheit, sorgt für frischen Atem, erzeugt kühlende Effekte und berührt alle Sinne. Süßwaren, Kaugummi und Produkten für die Mundhygiene verleiht es ihre charakteristische frische Note. Verbraucher schätzen besonders das Zusammenspiel von kühlenden und erfrischenden Eindrücken. Um das Know-how der globalen Teams in diesem Bereich kategorieübergreifend zu bündeln, hat Symrise seine Expertise unter der Dachmarke think mint® zusammengefasst. Die strategische Plattform führt in vier Jahrzehnten erworbenes Wissen und Anwendungs-Know-how aus aller Welt zusammen. Die eigene Rohstoffbasis sichert zudem zuverlässige Qualität zu jeder Jahreszeit. Mit think mint® kombinieren wir unsere Kenntnisse um Mundpflege und Süßwaren und schaffen echten Mehrwert mit neuartigen Mintkompositionen und -kombinationen. Unsere Kunden können sich so mit einzigartigen Produkten am Markt positionieren.
Das Beste aus der Kirsche: Mehr Vitalität mit Actiplants® Cherry Purevital
Im zweiten Quartal haben wir unseren hochreinen Pflanzenextrakt Actiplants ® Cherry Purevital auf den Markt gebracht. Er eignet sich insbesondere für Nahrungsergänzungsmittel, die die Regeneration nach dem Sport fördern sollen. Als erster Kirschsaftextrakt erreicht er einen standardisierten Anthocyan-Gehalt von mindestens 16 %. Damit besitzt er den höchsten Gehalt an Anthocyanen und Polyphenolen aller vergleichbaren Produkte auf dem Markt. Dank des zum Patent angemeldeten und schonenden SymTrap™-Verfahrens enthält dieser Extrakt besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe.
3.2.3.4. Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzkosten nahmen 2013 um 25 Mio. € beziehungsweise 2 % auf 1.060 Mio. € zu (2012: 1.034 Mio. €). Der im Verhältnis zur Umsatzentwicklung unterproportionale Kostenanstieg ist vor allem auf eine geringere Rohstoffkostenquote und geringe Abschreibungen zurückzuführen. Das Bruttoergebnis stieg um 10 % und erreichte 771 Mio. € (2012: 701 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 42,1 % und war damit um 1,7 %-Punkte höher als im Vorjahr (40,4 %). Die Vertriebskosten lagen 8% über dem Vorjahr und beliefen sich auf 290 Mio. € (2012: 267 Mio. €). Dies entspricht einem Anteil von 15,8 % am Konzernumsatz (2012: 15,4 %). Die F&E-Aufwendungen stiegen um 12 % auf 127 Mio. € (2012: 114 Mio. €). Die F&E-Quote lag mit 6,9 % über dem Niveau des Vorjahres (6,6 %). Die Verwaltungskosten erhöhten sich unterdurchschnittlich um 5 % auf 85 Mio. € (Vorjahr: 81 Mio. €). Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz verbesserte sich noch einmal von 4,7 % im Jahr 2012 auf 4,6 % im Berichtsjahr.
Kurzfassung Gewinn- und Verlustrechnung
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.734,9 | 1.830,4 | 6 |
| Umsatzkosten | -1.034,4 | -1.059,5 | 2 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 700,6 | 770,8 | 10 |
| Bruttomarge in % | 40,4 | 42,1 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 15,7 | 16,1 | 2 |
| Vertriebskosten | -267,3 | -290,0 | 8 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -113,8 | -127,0 | 12 |
| Verwaltungskosten | -80,8 | -85,0 | 5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1,8 | -1,8 | -1 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 252,6 | 283,1 | 12 |
3.2.3.5. Ergebnissituation
Konzern:
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) erhöhte sich 2013 um 10 % auf 373 Mio. € (2012: 339 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich vor allem die verbesserte Bruttomarge positiv auf das Ergebnis aus. Die EBITDA-Marge erreichte 2013 20,4 %, gegenüber 19,5 % im Vorjahr.
Ergebnisübersicht
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| währungsbereinigt | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBITDA | 338,9 | 373,1 | 10,1 | 12,8 |
| EBITDA-Marge in % | 19,5 | 20,4 | ||
| EBIT | 252,6 | 283,1 | 12,1 | 14,8 |
| EBIT-Marge in % | 14,6 | 15,5 |
Scent & Care:
Scent & Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2013 ein EBITDA von 194,5 Mio. €. Es lag damit 21 % über dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge belief sich auf 20,3 %, gegenüber 18,2 % im Jahr 2012.
Flavor & Nutrition:
Das EBITDA des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition lag 2013 geringfügig über dem Vorjahreswert (2012: 178 Mio. €) und erreichte 179 Mio. €. Die EBITDA-Marge betrug 20,5 %, nach 20,9 % im Vorjahr.
Finanzergebnis:
Das Finanzergebnis 2013 in Höhe von -37,3 Mio. € hat sich gegenüber dem Ergebnis des Jahres 2012 um 2,8 Mio. € verbessert. Die Gründe liegen im Wesentlichen in einem niedrigeren Zinsaufwand für Pensionsverpflichtungen (-3,0 Mio. €). Das Zinsergebnis verbesserte sich um 3,5 Mio. € von -37,3 Mio. € auf -33,8 Mio. €. Bei der Finanzierungsstruktur haben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen ergeben, zu den bestehenden Finanzinstrumenten ist lediglich ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank EIB hinzugekommen, dessen Zinsaufwendungen für 10 Monate mit in das Zinsergebnis eingingen. Im April 2013 wurde dagegen ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 27,5 Mio. € zurückgezahlt.
Steuern:
Im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 73,5 Mio. € (2012: 55,0 Mio. €). Damit liegt der Steuersatz des Berichtsjahres mit 29,9% über dem des Vorjahres (25,9%). Einer ausreichenden Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen.
Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie:
Der Jahresüberschuss 2013 beträgt 172 Mio. € und stieg damit um 15 Mio. € beziehungsweise 9 % im Vergleich zum Vorjahr (2012: 157 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich dementsprechend bei unveränderter Aktienanzahl um 0,13 € auf 1,46 € (2012: 1,33 €).
Dividendenvorschlag 2013:
Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 vorschlagen, eine Dividende von 0,70 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten. Symrise versteht die Dividendenzahlung als Teil seiner unternehmerischen Verpflichtung, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und diese mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
3.2.4. Finanzlage
3.2.4.1. Finanzmanagement
Grundzüge und Ziele:
Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.
Gemäß den Treasury Richtlinien wird die Finanzierung des Symrise Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Konzerntöchter wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu seinen Konsortialbanken und vermeidet dadurch eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.
Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäfts abgeschlossen werden dürfen.
Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management System implementiert, welches basierend auf einer Cashflow Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden fallweise gegen Schwankungen abgesichert.
Mit einer Eigenkapitalquote von 43% zum 31. Dezember 2013 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.
Finanzierungsstruktur:
Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Diese bestehen weiterhin aus den Elementen börsennotierte Anleihe, US Private Placement und Revolving Credit Facility sowie einem KfW Darlehen aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm. Darüber hinaus hat der Konzern im ersten Quartal 2013 einen Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank geschlossen, der zweckgebunden Mittel für Forschungszwecke zur Verfügung stellt. Dieser Kredit ist teilweise ausgezahlt, bis zum 8. März 2014 können bei Bedarf weitere Mittel in Anspruch genommen werden.
Bedingt durch den starken operativen Cashflow ist es Symrise gelungen, trotz Finanzierung der Belmay Akquisition netto keine zusätzlichen Kredite in Anspruch zu nehmen.
Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2013 eingehalten worden.
Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit (Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €) bestehen bilaterale Kreditlinien mit der Commerzbank AG über 12,5 Mio. € sowie mit der Deutschen Bank AG in Singapur über 5,0 Mio. USD, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken sollen. Die vereinbarten Zinsaufschläge bewegen sich auf marktüblichem Niveau.
Daneben dienen die Pensionsrückstellungen der Finanzierung.
3.2.4.2. Cashflow- und Liquiditätsanalyse
Übersicht Cashflow
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| in Mio. € | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 219,5 | 274,8 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -86,4 | -145,8 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -132,2 | -99,8 |
| Liquide Mittel (31.12.) | 117,4 | 135,3 |
Der operative Cashflow lag 2013 mit 274,8 Mio. € um 55,3 Mio. € beziehungsweise mehr als 25 % über dem Niveau des Vorjahres von 219,5 Mio. €. Wesentlicher Grund hierfür ist ein verbessertes operatives Ergebnis. Die Cashflow-Quote bezogen auf den Umsatz lag bei rund 15 %.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich um 59,4 Mio. € auf -145,8 Mio. € und umfasste im Wesentlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie den Erwerb der amerikanischen Belmay Gruppe und Aktien der schwedischen Probi AB.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit -99,8 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Bestandteile sind die 2013 ausgezahlte Dividende an die Aktionäre in Höhe von 76,8 Mio. € und saldierte Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 22,3 Mio. € (Vorjahr: 20,4 Mio. €). Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch in der Zukunft nicht absehbar. Dem Unternehmen stehen ausreichend Kreditlinien zur Verfügung, z.B. im Rahmen der Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €, die bis zum November 2015 zugesagt und derzeit mit ca. 10% in Anspruch genommen ist.
3.2.4.3. Investitionen und Akquisitionen
Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 143 Mio. €, nach 70 Mio. € im Vorjahr.
Für immaterielle Vermögenswerte wurden rund 81 Mio. € (2012: 19 Mio. €) aufgewendet. Schwerpunkte bildeten hier die Akquisition der amerikanischen Belmay und Investitionen im Bereich Software, vorrangig SAP-Anwendungen, sowie Patente und die Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von 62 Mio. € getätigt (Vorjahr: 52 Mio. €). Dabei handelte es sich insbesondere um Investitionen in Kapazitätserweiterungen sowie die Fertigstellung eines neuen Forschungsgebäudes am Standort Holzminden. Im März 2013 haben wir die Aktivitäten der amerikanischen Belmay Gruppe mit Hauptsitz in Yonkers, New York, übernommen. Belmay war ein etablierter und anerkannter Hersteller von Duftkreationen, insbesondere für die Anwendungsgebiete Feinparfümerie, Kosmetik und Air Care. Sowohl das Produkt- als auch das Kundenportfolio von Belmay haben die bestehenden Aktivitäten des Geschäftsbereichs Scent & Care hervorragend ergänzt und zugleich unsere Präsenz in Nordamerika gestärkt.
Das bedeutendste Investitionsvorhaben im Geschäftsbereich Scent & Care ist eine Erweiterung der chemischen Produktion im Geschäftsfeld Life Essentials in Höhe von 15 Mio. €. Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition stellt die Kapazitätserweiterung der Extraktion und Destillation mit 9 Mio. € das größte Projekt dar. Beide werden aus laufenden Mitteln finanziert.
3.2.5. Vermögenslage
3.2.5.1. Ausgewählte Bilanzposten
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2013 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 60 Mio. € auf 2.210 Mio. € (31. Dezember 2012: 2.150 Mio. €1 ). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem wachstumsbedingten Anstieg der Vorräte und höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag 2013 auf 1.252 Mio. € und lagen damit nahezu auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2012: 1.243 Mio. €); sie entsprachen 57 % der Vermögenswerte. In den Immateriellen Vermögenswerten sind Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 491 Mio. € (31. Dezember 2012: 491 Mio. €) sowie Rezepturen, Produktions-Know-how, Warenzeichen, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 321 Mio. € (31. Dezember 2012: 314 Mio. €) enthalten. Die Sachanlagen beliefen sich zum Jahresultimo 2013 auf 440 Mio. € (Vorjahresstichtag: 438 Mio. €). Die Vorräte nahmen im Vergleich der Bilanzstichtage 2012/2013 um 21 Mio. € beziehungsweise 6 % auf 369 Mio. € zu (31. Dezember 2012: 348 Mio. €). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde in erster Linie getrieben durch den deutlichen Umsatzanstieg, der auch zu höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag führte. Das Working Capital hat sich im Verhältnis zum Umsatz um einen Prozentpunkt auf 30 % reduziert. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich auf Jahressicht zum 31. Dezember um 18 Mio. € auf 135 Mio. €. Der Posten der kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte und Forderungen entsprach zum Jahresultimo 2013 dem Niveau des Vorjahresstichtags (36 Mio. €). In den langfristigen finanziellen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Guthaben auf einem Treuhandkonto im Zusammenhang mit der im Jahr 2013 getätigten Akquisition sowie Beteiligungen und langfristige Finanzanlagen ausgewiesen. Mit Überschreiten der Beteiligungsschwelle von 20 % im Februar 2013 waren die an Probi AB, Schweden, gehaltenen Anteile von dem Posten langfristige finanzielle Vermögenswerte in Anteile an assoziierten Unternehmen umzugliedern.
Auf der Passivseite der Bilanz verringerten sich die kurzfristigen Schulden vor allem durch eine geringere Inanspruchnahme einer revolvierenden Kreditlinie um 37 Mio. € beziehungsweise 10 % auf 328 Mio. € (31. Dezember 2012: 365 Mio. €). Die langfristigen Schulden stiegen um 25 Mio. €. Die darin enthaltenen langfristigen Darlehen lagen zum Jahresende 2013 mit 507 Mio. € über dem Niveau des Vorjahresstichtags (450 Mio. €). Demgegenüber nahmen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 10 % auf 332 Mio. € ab (31. Dezember 2012: 367 Mio. €1 ). Der Rückgang war durch im Vergleich zum Vorjahr höhere Zinssätze zur Diskontierung der Pensionsverpflichtungen bedingt.
Das Eigenkapital des Symrise Konzerns zum 31. Dezember 2013 stieg um 8 % auf 951 Mio. € (31. Dezember 2012: 879 Mio. €1 ). Für das Geschäftsjahr 2012 wurde im Jahr 2013 eine Dividende von 77 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 2013 bei 43 % (31. Dezember 2012: 41 %1 ).
Bilanzstruktur zum 31. Dezember 2013, in Mio. € (Veränderung gegenüber Vorjahresstichtag1 , in %)

1 Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzernanhang.
3.2.5.2. Nettoverschuldung
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| in Mio. € | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) (31.12.)1 | 808,0 | 744,8 |
| EBITDA | 338,9 | 373,1 |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für j Pensionen und ähnliche Verpflichtungen)/EBITDA (31.12.)1 | 2,4 | 2,0 |
1 Vorjahreszahlen angepasst durch Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (vgl. Konzernanhang TZ 2.2)
Die Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) verringerte sich zum Bilanzstichtag 2013 auf 744,8 Mio. €, vor allem durch höhere Zahlungsmittelbestände und geringere Pensionsrückstellungen. Der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) und EBITDA belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2013 auf 2,0 und liegt damit in der angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.
Grundsatz von Symrise ist die Beibehaltung der starken Kapitalbasis, um das Vertrauen von Kunden, Investoren und Fremdkapitalgebern zu erhalten und die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben. Wir konzentrieren uns auf eine Kapitalstruktur, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch sichern wir uns ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität.
Kapitalstruktur
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| 2012 | 2013 | ||
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % der Bilanzsumme | in % der Bilanzsumme | Veränderrung in % |
| --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | 879,3 41 | 951,1 43 | 8 |
| Kurzfristige Schulden | 364,8 17 | 328,1 15 | -10 |
| Langfristige Schulden | 906,1 42 | 931,3 42 | 3 |
| Schulden | 1.270,9 59 | 1259,4 57 | -1 |
| Bilanzsumme | 2.150,2 100 | 2.210,4 100 | 3 |
Im Jahr 2013 hat sich die Finanzierungsstruktur dadurch verändert, dass das Schuldscheindarlehen in Höhe von 27,5 Mio. € vollumfänglich zurückgezahlt wurde sowie per Saldo 28 Mio. € aus der Revolving Credit Facility zurückgeführt wurden. Dies resultierte in einer Verringerung der kurzfristigen Finanzschulden. Andererseits wurden langfristige Mittel in Höhe von 90 Mio. USD bei der Europäischen Investitionsbank aufgenommen.
An wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge in Höhe von 138,3 Mio. € (2012: 76,4 Mio. €) und Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 16,0 Mio. € (2012: 6,8 Mio. €). Die Symrise AG hat mit Wirkung zum 1. Februar 2006 mit der Atos Origin GmbH einen Servicevertrag zur Auslagerung der internen Informationstechnologie mit einer Laufzeit von zehn Jahren geschlossen. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber Atos beträgt 33,8 Mio. € (2012: 51,2 Mio. €).
3.2.6. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Muttergesellschaft
Der Jahresabschluss der Symrise AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. In den Lagebericht der Symrise AG wird der Lagebericht des Symrise-Konzerns übernommen, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind. Ergänzend dient die Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung.
Die Symrise AG produziert und vertreibt Duft- und Geschmacksstoffe und darüber hinaus übernimmt sie als Obergesellschaft des Symrise-Konzerns klassische Aufgaben einer Holding, wie die strategische Unternehmensentwicklung, die Corporate Funktionen Rechtsabteilung, Konzernrechnungslegung und -controlling, Steuern, Treasury, IT, internationales Personalwesen, interne Revision, Corporate Communications und Investor Relations.
Die meisten in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden von der Busiris Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Holzminden gehalten. Alleinige Gesellschafterin der Busiris Vermögensverwaltung GmbH ist die Symrise AG, die darüber hinaus direkt Anteile an weiteren in- und ausländischen Tochtergesellschaften hält. Zwischen der Symrise AG und der Busiris Vermögensverwaltung GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Symrise AG als herrschendem Unternehmen.
3.2.6.1. Überblick zum Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr 2013 verlief für die Symrise AG sehr stabil. Die Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern sowie die Entwicklungen am Kapitalmarkt haben die Entwicklung der Gesellschaft nicht weiter negativ beeinflusst. Insbesondere der wachsende Markt in Osteuropa, Deutschland und einigen westeuropäischen Ländern hat zu einem deutlichen Umsatzanstieg geführt. Die Umsatzerlöse der Symrise AG haben sich um 60 Mio. € auf 938 Mio. € erhöht.
Die Fertigungskapazitäten der Symrise AG waren 2013 wiederum gut ausgelastet. Die Rohstoffpreise entwickelten sich im Geschäftsjahr 2013 unterschiedlich, blieben im Durchschnitt aber weitestgehend stabil. Preiserhöhungen auf der Rohstoffseite konnten partiell an Kunden weitergegeben werden.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte um 17 Mio. € auf 145 Mio. € verbessert werden. Die Symrise AG konnte, gemäß ihrer Prognose im Vorjahr, beim Umsatz das Marktwachstum von 2-3 % übertreffen und hat ihre Profitabilität weiter verbessert.
Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stieg in 2013 um 48 Mitarbeiter auf 2.181 an. In der Symrise AG sind 94 Auszubildende beschäftigt.
3.2.6.2. Geschäftsverlauf der Symrise AG
Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition verbesserte seinen Umsatz um 8 Mio. € auf 382 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 41 % entspricht. Das Umsatzwachstum wurde hauptsächlich in den Geschäftsfeldern Consumer Health und Sweet erzielt.
Der Geschäftsbereich Scent & Care hat einen Umsatzanteil von 59 %, was einem Umsatz von 556 Mio. € entspricht. Der Umsatzanstieg um 52 Mio. € wurde durch Wachstum in allen Geschäftsfeldern erzielt.
Die Region EAME ist nach wie vor der größte Absatzmarkt für die Symrise AG. Rund 76 % der Umsätze werden in dieser Region erzielt. In Asien wurden 13 %, in Nordamerika 7 % und in Lateinamerika 4 % abgesetzt.
3.2.6.3. Vermögens- und Finanzlage der Symrise AG
AKTIVA
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| 31.12.2013 T € |
31.12.2012 T € |
|
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 438.795 | 442.500 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.394.996 | 1.309.191 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 104.220 | 127.006 |
| Vorratsvermögen | 176.644 | 156.382 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 123.011 | 114.963 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 26.295 | 27.101 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 27.866 | 23.299 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 10.719 | 11.731 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 174 | 81 |
| 2.302.720 | 2.212.254 |
PASSIVA
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| 31.12.2013 T € |
31.12.2012 T € |
|
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.129.403 | 1.099.776 |
| Sonderposten für Investitionszuschüsse | 231 | 223 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 214.068 | 201.739 |
| Steuerrückstellungen | 20.705 | 4.286 |
| Sonstige Rückstellungen | 33.087 | 35.424 |
| Rückstellungen | 267.860 | 241.449 |
| Anleihen | 302.269 | 302.269 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 120.254 | 110.315 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 60.334 | 50.525 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 218.274 | 197.178 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 140.921 | 143.295 |
| Verbindlichkeiten | 842.052 | 803.582 |
| Passive latente Steuern | 63.174 | 67.224 |
| 2.302.720 | 2.212.254 |
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
Das Anlagevermögen entfällt in Höhe von 190.079 T€ (Vorjahr: 202.548 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 248.716 T€ auf Sachanlagevermögen (Vorjahr: 239.952 T€).
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen in Höhe von 1.394.996 T€ (Vorjahr: 1.309.191 T€) entfallen im Wesentlichen auf die Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die die Anteile der wesentlichen Tochterunternehmen hält.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegen die Busiris Vermögensverwaltung GmbH und resultieren aus der Ergebnisübernahme. Außerdem bestehen Forderungen gegen weitere verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen und aus dem von der Gesellschaft eingerichteten Cash-Pool.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum Bilanzstichtag hat die Symrise AG Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 130.400 T€ (Vorjahr: 122.782 T€) und Wertberichtigungen in Höhe von 7.389 T€ (Vorjahr: 7.818 T€) gebildet.
Guthaben bei Kreditinstituten
Das Bankguthaben resultiert im Wesentlichen aus dem durch die Symrise AG durchgeführten Cash Pooling.
Verbindlichkeiten aus Anleihen
Hierbei handelt es sich um die im Jahr 2010 emittierte und im Oktober 2017 endfällige Anleihe in Höhe von 300.000 T€ (Vorjahr: 300.000 T€) sowie bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Zinsen in Höhe von 2.269 T€ (Vorjahr: 2.269 T€).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einem kurzfristigen Darlehen in Höhe von 31.874 T€ (Vorjahr: 90.049 T€) sowie einem mittel- bis langfristigen Darlehen in Höhe von 19.274 T€ (Vorjahr: 20.112 T€), welches im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms für neue Investitionen aufgenommen wurde, sowie aufgelaufene Zinsen in Höhe von 293 T€ (Vorjahr: 992 T€). Zur Finanzierung der langfristigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten hat die Symrise im Geschäftsjahr 2013 ein Darlehen bei der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 90.000 TUSD (68.813 T€) aufgenommen.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert fast ausschließlich aus der Veränderung des Cash-Pools.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen ein Darlehen in Höhe von 175.000 TUSD (130.394 T€; Vorjahr: 134.124 T€), welches bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurde, und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 4.808 T€ (Vorjahr: 4.000 T€).
3.2.6.4. Ertragslage der Symrise AG
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| 2013 T € |
2012 T € |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 937.837 | 878.029 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 48.545 | 36.356 |
| Materialaufwand | -429.729 | -418.815 |
| Personalaufwand | -147.193 | -140.162 |
| Abschreibungen | -42.345 | -46.472 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -224.182 | -207.129 |
| Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen | 33.315 | 57.779 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.944 | 1.697 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -32.916 | -33.086 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 145.276 | 128.197 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -38.635 | -27.786 |
| Sonstige Steuern | -202 | -196 |
| Jahresüberschuss | 106.439 | 100.215 |
| Gewinnvortrag | 59.135 | 35.732 |
| Bilanzgewinn | 165.574 | 135.947 |
Umsatzerlöse
Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von 930.801 T€ (Vorjahr: 871.413 T€). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von 7.036 T€ (Vorjahr: 6.616 T€).
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Nebengeschäften, wie die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von 29.016 T€ (Vorjahr: 23.153 T€) und Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 7.048 T€ (Vorjahr: 5.679 T€).
Materialaufwand
Der Materialaufwand korrespondiert mit den erzielten Umsatzerlösen aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren.
Personalaufwand
Der Anstieg des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus den allgemeinen Gehaltssteigerungen und der gestiegenen Mitarbeiterzahl.
Abschreibungen
Im Wesentlichen entfallen die Abschreibungen in Höhe von 19.569 T€ (Vorjahr: 19.815 T€) auf die immateriellen Vermögensgegenstände und in Höhe von 19.763 T€ (Vorjahr: 19.666 T€) auf Sachanlagen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von 55.641 T€ (Vorjahr: 51.981 T€), Aufwendungen für Fracht und Handlingskosten in Höhe von 35.835 T€ (Vorjahr: 33.918 T€), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von 35.483 T€ (Vorjahr: 32.927 T€), Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von 22.004 T€ (Vorjahr: 20.638 T€) und Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 5.024 T€ (Vorjahr: 4.221 T€) zusammen.
Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen
Die Erträge aus Beteiligungen und aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 33.315 T€ (Vorjahr: 57.779 T€) resultieren im Wesentlichen aus Gewinnabführungen von inländischen Tochterunternehmen, mit denen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 32.916 T€ (Vorjahr 33.086 T€) resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für die Verbindlichkeiten in Höhe von 20.512 T€ (Vorjahr: 20.951 T€) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 10.675 T€ (Vorjahr: 10.389 T€).
3.2.6.5. Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG
Wir sind zuversichtlich, auch im Jahr 2014 schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt beträgt für das laufende Jahr 2 % bis 3 % weltweit. Dabei streben beide Geschäftsbereiche, Scent & Care und Flavor & Nutrition wie bereits in der Vergangenheit, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs an.
Wir erwarten für die Symrise AG ein etwas geringeres Wachstum als im Konzern.
Der Mitarbeiterbestand wird weitestgehend stabil bleiben. Die Personalkosten werden um rund 4 % ansteigen. Unsere Anstrengungen bei der Erstausbildung werden wir beibehalten, um weiterhin qualifizierte Mitarbeiter in ausreichender Zahl zur Verfügung zu haben.
Die Initiativen zur kontinuierlichen Steigerung unseres Ergebnisses werden wir mit Konsequenz fortführen. Dazu gehört die enge Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden, um Wachstumspotentiale zu nutzen. Kostenoptimierung, Preismanagement sowie Portfoliooptimierung und der Fokus auf innovative Produkte und Technologien werden auch künftig positive Ergebnisbeiträge liefern. Im Bereich der Energiekosten erwarten wir durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland weiter steigende Kosten, denen wir mit Projekten zur Energieeinsparung und Energieerzeugung entgegenwirken wollen.
Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2013 verharren und sich die Fremdwährungskurse gegenüber dem Vorjahr nicht erheblich verändern, erwarten wir für 2014, ohne Erträge aus Beteiligungen sowie aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen, ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mindestens auf dem Niveau von 2013.
Unsere attraktive Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmensergebnis beteiligen.
3.3. Nachhaltigkeit
Für Symrise sind wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht deshalb auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir deren Erwartungen und Anforderungen auf und beziehen sie auf allen Wertschöpfungsstufen mit ein, um überzeugende Lösungen zu entwickeln. So schaffen wir Werte für alle unsere Stakeholder.
Die Grundlage unseres Denkens und Handelns bildet der Symrise Wertekanon, der auch unsere Unternehmenskultur bestimmt. "Because we care" ist das Leitmotiv unserer Selbstverpflichtung zu einem ganzheitlichen Verständnis unternehmerischer Tätigkeit. Wir machen Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Unser Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie. Die Verknüpfung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen und Strategien befindet sich bei Symrise auf einem guten Weg, ist aber noch nicht abgeschlossen.
Die sukzessive, strategische Integration von Nachhaltigkeit in unsere Kernprozesse verantwortet ein globales, geschäftsbereichsübergreifendes Gremium - das Symrise Sustainability Board. Es setzt sich aus Vertretern des Top Managements zusammen und stellt sowohl die Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen in der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette als auch die Berücksichtigung der Belange wichtiger Anspruchsgruppen sicher. Die Umsetzung der vom Sustainability Board beschlossenen Nachhaltigkeitsziele erfolgt direkt in den Geschäftsbereichen. Zu diesem Zweck haben Vorstand und Sustainability Board Nachhaltigkeitsverantwortliche für die Geschäftsbereiche Flavor & Nutrition und Scent & Care benannt. Gemeinsam mit Vertretern der Stabsbereiche Corporate Compliance und Corporate Communications steuern sie die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie; die direkte Verantwortung für die Strategie liegt beim Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung entspricht den Anforderungen der Anwendungsebene A der Global Reporting Initiative™ (GRI) und erfüllt die Richtlinie G3. Im Jahr 2013 erhielt Symrise erneut externe Anerkennung für sein Nachhaltigkeitsengagement. So wurde Symrise von der DQS, einem führenden Zertifizierer von Unternehmensprozessen, als "Green Company" zertifiziert. Damit ist Symrise laut DQS ein Unternehmen, das sich in Bezug auf Produkte, Dienstleistungen und ökologische Standards von seinen Wettbewerbern unterscheidet, indem es seinen Einfluss auf die Umwelt minimiert. Unabhängige DQS-Auditoren haben die internen Prozesse des Unternehmens eingehend geprüft. Das Ergebnis: Sowohl Forschung und Entwicklung als auch Produktion und Vertrieb haben nachgewiesen, dass sie umweltbewusst handeln. Damit erfüllt Symrise die internationalen Anforderungen des Global Conformance Programms für Umweltmanagement. Im November 2013 erhielt Symrise darüber hinaus den FIE Excellence Award in der Kategorie Nachhaltigkeitsinitiative des Jahres. Er wird im Rahmen der Food Ingredients Europe (FIE), der größten Branchenmesse Europas, vergeben. Ausgezeichnet wurde das nachhaltige Vanille-Engagement auf Madagaskar.
4. Chancen- und Risikobericht
4.1. Grundsätze
Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanent Risiken. Chancen bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können. Entsprechend bezeichnen Risiken künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- und Zielabweichung führen können. Die Nutzung von Chancen und die Erkennung von Risiken und deren Vermeidung sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen des Vorstands berücksichtigt werden. Symrise verfügt über Verfahrensanweisungen, die die Prozesse des Risikomanagements regeln und für die Mitarbeiter eine Grundlage für den Umgang mit Risiken darstellen. Alle Konzerngesellschaften werden halbjährlich aufgefordert, ihre im Risikoberichtswesen hinterlegten Risiken zu verifizieren und entsprechend der durchzuführenden Gegenmaßnahmen anzupassen und zu bewerten. Im Zuge der internen Revisionsaudits werden die eingeleiteten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben.
4.2. Chancenmanagement
Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher neben dem Vorstand auch allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. In den Geschäftsbereichen und im Corporate Center werden strategische Chancen erfasst. Diese werden bewertet und Maßnahmen zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern.
4.3. Chancen im Einzelnen
Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Unsere Mitarbeiter reichen im Rahmen des Ideenmanagements, dessen Bestandteil auch das TPM (Total Productive Maintenance) ist, Vorschläge ein, wodurch sich zum Beispiel Arbeitsabläufe und Verfahren verbessern lassen. Operative Chancen können sich zudem auch aus den Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter ergeben. Im Rahmen des Know-howTransfers zwischen den beiden Geschäftsbereichen sehen wir die Chance, zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen und Vorteile durch Synergien klar erkennen.
Die Zusammenlegung der Organisationseinheiten des Integrierten Managementsystems mit der Internen Revision hilft zudem, Optimierungspotenziale zu identifizieren und führt so zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Prozesse.
Das seit einigen Jahren in allen Gesellschaften des Symrise Konzerns etablierte Risikomanagement wird derzeit zu einem Risiko- und Chancenmanagement ausgebaut. Damit werden die in verschiedenen Bereichen des Konzerns schon heute erfolgreich beobachteten und in strategisches Handeln integrierten Chancen gemeinsam mit den Risiken des Unternehmens organisatorisch zusammengefasst. Der Nutzung von und Berichterstattung über Chancen dient dann das Netzwerk von Funktionsträgern im Konzern, die schon seit Jahren die Risiken ihrer Bereiche in das Risikomanagement des Konzerns einbringen.
Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Alterung der Gesellschaft zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Menschen stetig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend, beispielsweise mit neuen Geschäftsfeldern und Anwendungsbereichen wie Life Essentials oder Consumer Health. Eine intensive Marktforschung sowie umfangreiche F&E-Arbeit bilden die Grundlage für Eigenentwicklungen, die wir unseren Kunden zur Verbesserung ihrer Produkte oder zur Einführung neuer Produkte anbieten können. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt im Allgemeinen die Nachfrage nach Produkten, die Geschmack- und Duftstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen zu nutzen, bauen wir unsere Aktivitäten in diesen Ländern kontinuierlich aus.
Ebenso wie die Ertragsseite enthält auch die Kostenseite der Gesellschaften des Symrise Konzerns mögliche Chancen durch Einsparungen, die dem Unternehmen zwar bekannt sind, aber bislang in die Budgetierungen und Planungen des Konzerns nicht eingebracht wurden. So können durch die Zusammenlegung von Märkten und Produkten weitere Kostenvorteile entstehen. Ebenso wird die weitere Optimierung von Herstellungs-, Lagerungs- und Lieferverfahren zusätzlich Einsparungen auf der Kostenseite mit sich bringen.
Daneben können einige Maßnahmen der Risikokontrolle in Einzelfällen über die vollständige Kompensation der betreffenden Risiken hinaus zu Erträgen führen, die in aktuellen Planungen aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht nicht berücksichtigt sind. Auch Maßnahmen gegen Risiken des geschäftlichen Ausfalls enthalten Chancen. In den Business-Plänen der Gesellschaften des Symrise Konzerns ist drohender Verlust von Geschäft mit Bestandskunden enthalten. Ebenso enthalten die Business-Pläne Geschäftsanbahnungen, die diesen Verlust kompensieren sollen. Falls der beschriebene Verlust nicht eintritt, ist die Geschäftsanbahnung eine Chance, denn es können Geschäfte entstehen, die über das geplante Geschäftsvolumen hinausgehen.
Unternehmensstrategische Chancen erwachsen auch aus der Akquisition von Unternehmen. Durch die Zusammenarbeit mit der Probi AB könnten neue attraktive Anwendungsbereiche erschlossen werden. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir fortlaufend auf der Suche nach geeigneten Zielunternehmen. Auch im Rahmen von Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.
4.4. Risikomanagement
Das Risikomanagement von Symrise basiert auf den Grundzügen allgemein anerkannter Standards (ISO 31000) und erstreckt sich über sämtliche Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten. Die Koordination der Risikoerfassung erfolgt auf Ebene des Corporate Centers innerhalb der Abteilung Corporate Compliance. Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr an den Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung (Nettomethode) sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert. Ein mittleres Risiko liegt vor, wenn die Gewinnauswirkung des Risikos bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 25 bis 49 % die EBITDA-Marge bezogen auf einen Umsatz von 10 bis 20 % der betroffenen Gesellschaft nicht übersteigt. Darüber hinaus werden die identifizierten Risiken nach ihrem Risikotyp sowie der Unternehmenseinheit und der Geschäftsaktivität klassifiziert. Die Risikotypen sind unterteilt in Vertrieb und Markt, unser tägliches Geschäft und Finanzen. Unter den Risiken zu Vertrieb und Markt fassen wir die Erwartungen an unser Produktportfolio, die Rohstoffsituation sowie die politische Stabilität zusammen.
Die Einkaufsrisiken sowie beispielsweise die Risiken, die mit Investitionen und Produktion, Innovation und IT verbunden sind, fassen wir bei der Betrachtung unseres täglichen Geschäfts zusammen. Umweltrisiken werden hier ebenfalls berücksichtigt.
Unter den Finanzrisiken fassen wir zum Beispiel die Währungsrisiken, Wertänderungen immaterieller Vermögenswerte und ähnliche Risiken zusammen.
Des Weiteren werden geeignete Kontrollmaßnahmen aufgeführt und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter benannt. Damit bildet das Risikoberichtswesen zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung und die Überprüfung durch die interne Revision des Konzerns. Zusätzlich findet über die Risikobewertung ein Abgleich mit der Strategie des Unternehmens und den daraus abgeleiteten Zielen statt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Dabei handelt es sich um ein plötzlich auftretendes Risiko, das mit mittlerer oder hoher Wahrscheinlichkeit das Unternehmensergebnis einer Konzerngesellschaft in Höhe von mindestens 5 Mio. € beeinträchtigt oder den Jahresumsatz der betreffenden Gesellschaft um wenigstens 20 % reduziert. Ebenfalls wird ein solcher "Hazard Alert" vorgetragen, wenn ein Rechtsrisiko oder ein Compliance-Risiko eintritt, das bislang nicht in periodischen Risikoberichten an den Vorstand der Symrise AG enthalten war.
4.5. Risiken im Einzelnen
4.5.1. Umfeld- und Branchenrisiken (niedrigee Risiken)
In unserer Branche ist ein zunehmend intensiver Wettbewerb zu beobachten. In der Konsumgüterindustrie halten wir eine weitere Konsolidierung des Abnehmerkreises für Symrise Produkte für möglich. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit Marktanteile zu verlieren. Hierauf reagieren wir durch eine verstärkte Vermarktung unserer Innovationen und Produkte der Geschäftsfelder Life Essentials sowie Consumer Health, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Konkurrenz aufweisen. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene unserer Zulieferer bestehen insofern, als durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf unsere Beziehungen zu Kunden ausgehen können.
Politischen Risiken in der Form von Handelsembargos ist Symrise in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen wir unsere Rohstoffe beziehen und in die wir unsere Produkte exportieren. Behinderungen des Handels können wir durch ein Ausweichen auf andere Regionen teilweise kompensieren. In einzelnen Ländern beobachten wir kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls aufgrund eines Schuldenmoratoriums. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient zur Eingrenzung des Risikos. Wir begegnen Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, durch eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise vertreten ist, beobachten wir mit großer Aufmerksamkeit, insbesondere um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.
4.5.2. Unternehmensstrategische Risiken (niedrige bis mittlere Risiken)
Die Umsetzung der Unternehmensstrategie von Symrise ist, wie bei jedem Unternehmen, naturgemäß mit Risiken verbunden. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens können sich beispielsweise aus Fehleinschätzungen zum Wachstum, zur Profitabilität, der Liefersicherheit von Rohstoffen und dem Produktportfolio ergeben. Der Ausfall von Rohstofflieferungen, insbesondere der Ausfall von Exklusivlieferanten oder die Beeinträchtigung von Rohstofflieferungen durch Naturkatastrophen, stellen ein hohes Risiko dar. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit neuer Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit unserer Entwicklungen gewährleisten. Akquisitionen, die von Symrise durchgeführt werden, sind ebenfalls mit Risiken behaftet. Im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Diesen Risiken wirken wir durch einen klar definierten Integrationsprozess entgegen.
Die mögliche Streichung von einer Core List unserer Kunden und die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken des Unternehmens. Diesem Risiko begegnen wir durch einen engen Kontakt zu unseren Kunden. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität und Produktqualität. Hier sind wir bestrebt, stets zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören.
4.5.3. Leistungswirtschaftliche Risiken (insgesamt mittlere Risiken)
Produktrisiken:
Die Duft- und Geschmackstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die der Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnimmt oder auf seiner Haut anwendet. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich unsere Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit unserer Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft.
Veränderungen in der Technologie eines Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber besteht ein Risiko für unsere Produkte, dem wir durch eine angemessene Patentverwaltung begegnen.
Beschaffungsrisiken:
Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken einer ungeplanten Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Unsere Hauptlieferanten sind durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Darüber hinaus werden Beschaffungsalternativen, zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten, erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Ferner prüft Symrise die finanzielle Bonität der Lieferanten kontinuierlich. Alle Lieferanten sind über den Symrise Verhaltenskodex informiert worden. Symrise erwartet, dass die selbst auferlegten hohen ethischen Anforderungen zur Steigerung des Geschäftserfolgs unter Berücksichtigung der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, unserer Mitarbeiter und der Gesellschaft respektiert werden.
Wir untersuchen in regelmäßigen Abständen die Risiken zu Produktsicherheit, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt sowie Integrität unserer Hauptlieferanten, basierend auf international anerkannten Standards. Die Zahl der Lieferanten, die mit diesem Risikoprofil untersucht werden, wird kontinuierlich erweitert. Falls ein hohes Risiko identifiziert wird, werden Lieferantenaudits durchgeführt und gegebenenfalls wird die Geschäftsbeziehung eingestellt.
Betriebsrisiken:
Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der Sicherheit von Einrichtungen und Prozessen, dem Brandschutz bis hin zu Qualität und Sicherheit von Materialien und deren korrekter Klassifizierung liegen. Daneben können steigende Anforderungen, länderspezifische Arbeits- und Umweltschutzauflagen sowie Naturkatastrophen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken mindern wir durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit, Versicherungen sowie durch entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund beobachten wir fortlaufend die regulatorischen Entwicklungen in den Ländern, in denen wir tätig sind.
Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art minimiert Symrise durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe.
4.5.4. Finanzwirtschaftliche Risiken (insgesamt niedrige Risiken)
Kreditrisiko:
Das Kreditrisiko besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen und Symrise dadurch einen Vermögensschaden erleidet. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft.
Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer allgemeinen Kostenkomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanziellen Krisen in Exportländern begegnet Symrise durch eine entsprechende Finanzkontrolle.
Liquiditätsrisiko:
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht; entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen. Wir stellen dadurch sicher, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen unseren Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.
Zins- und Währungsrisiken:
Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise US-Dollar) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro denominiert ein. Eine Schwankung des US-Dollar kann insoweit zu entsprechenden Veränderungen unserer Materialpreise führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch Verhandlung von Korridoren in den Verträgen, außerhalb derer eine Preisanpassung erfolgt. Das verbleibende Währungsrisiko wurde 2013 durch Devisentermingeschäfte reduziert. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 7,5 Mio. USD (31. Dezember 2012: 9,0 Mio. USD) zur Sicherung von €/USD, mit einem Nominalvolumen von 6,0 Mio. USD (31. Dezember2012: 0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/JPY und mit einem Nominalvolumen von 3,1 Mio. USD (31. Dezember 2012: 0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/INR. Um Schwankungen im Finanzergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cash Flow Hedge klassifiziert. Diese Geschäfte haben effektiv das Währungsrisiko reduziert.
Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Symrise hat dieses Risiko im Rahmen der Refinanzierung deutlich gemindert, rund 89 % der Verbindlichkeiten sind vor dem Hintergrund des günstigen Zinsumfeldes mit fixen Zinssätzen aufgenommen. Bedingt durch Rückzahlungen von variablen Verbindlichkeiten beträgt die Quote inzwischen 94%. Dem verbleibenden Zinsänderungsrisiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften.
Steuerrisiko:
Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.
4.5.5. Personalrisiken (niedrige Risiken)
Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme sowie eine zielgerichtete Nachfolgeplanung entgegen.
Risiken, die von unseren Mitarbeitern ausgehen, können im Wesentlichen in dem Austritt aus unserem Unternehmen und damit im Kompetenzverlust, der Nichteinhaltung von unternehmensweit geltenden Richtlinien sowie gesetzlicher oder mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossener Vereinbarungen bestehen. Die Einhaltung lokaler Gesetze sowie unternehmensweiter Richtlinien wird durch interne Audits sichergestellt. Ferner läßt Symrise in regelmäßigen Abständen die Einhaltung dieser Vorgaben, die auf international anerkannten Standards beruhen, durch externe Auditoren überprüfen. Durch das erstmalige Einweisen neuer Mitarbeiter und durch regelmäßige spätere Schulungen stellen wir sicher, dass unsere unternehmensweiten Richtlinien, wie zum Beispiel der Code of Conduct, von allen Mitarbeitern beachtet werden. Durch unsere Karriereentwicklungsmöglichkeiten sowie eine regelmäßige Nachfolgeplanung beugen wir einer Abwanderung gerade bei Schlüsselpersonen vor. Mit den Arbeitnehmervertretungen stehen wir im engen Kontakt und vermeiden auf diese Weise Arbeitsniederlegungen.
4.5.6. Rechtliche Risiken (niedrige bis mittlere Risiken)
Derzeit sieht sich Symrise in eher geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich des geistigen Eigentums. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, analysieren wir potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung unserer Rechtsabteilung und - soweit erforderlich - auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle weisen wir daher nur auf einen Verfahrenstypus hin: In den USA wird der Symrise Inc., wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung schädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern die Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine konkrete Geldforderung benannt worden. Wir glauben, die Beschuldigungen im Gerichtsverfahren entkräften zu können. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.
4.5.7. Compliance Risiken (niedrige Risiken)
Symrise betreibt seit Jahren eine Integrity Hotline, die es den Mitarbeitern erlaubt, anonym per Telefon oder Internet Fehlverhalten von Mitarbeitern an das Compliance Office zu melden. Alle eingehenden Meldungen werden untersucht und ggf. Maßnahmen eingeleitet, die bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen können.
4.5.8. IT-Risiken (niedrige Risiken)
Risiken der IT bestehen grundsätzlich in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Informationen, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten. Trotz dieser Schutzmaßnahmen besteht allerdings immer ein Restrisiko, dass Angriffe auf unser Datennetz von Behörden oder anderen Dritten unbemerkt bleiben.
4.6. Gesamtbewertung der Chancen- und Risikolage
Das Geschäftsmodell von Symrise zeichnet sich unserer Auffassung nach durch ein im Vergleich zu anderen Industriezweigen und Unternehmen überdurchschnittlich hohes Chancenpotenzial durch weltweit steigenden Privatkonsum und Wohlstand aus. Unsere Produkte dienen vielfach der Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie "Gesundheit" und "jugendlichem Aussehen", die weltweit bestehen. Das dynamische Wachstum und die hohe Rentabilität von Symrise belegen, dass wir diese Chancen bislang erfolgreich genutzt haben. Diese Strategie werden wir auch künftig fortsetzen.
Basierend auf den uns zur Verfügung stehenden Informationen kann für beide Geschäftsbereiche kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand von Symrise zu gefährden. Da das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch das System integrierter interner Kontrollen und Wirksamkeitsprüfungen ergänzt wurden, gehen wir davon aus, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen zu erfüllen.
5. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
5.1. Grundzüge und Ziele
Gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des Internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Chancen- und Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gewährleisten. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Die Dokumentation der Chancen befindet sich im Aufbau. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.
Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Aufbauend auf einer Basisschulung für Mitarbeiter findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt, damit Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.
5.2. Organisation und Prozess
Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Bereiche des Unternehmens und orientiert sich an ISO 31000 und basiert auf dem Rahmenkonzept COSO II. Basierend auf Berichten der Tochterunternehmen wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter Risiko-Konzernbericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat beziehungsweise dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist. |
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichprobenprüfungen der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der eingetretenen Auswirkungen beziehungsweise potenzieller Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft. |
6. Nachtragsbericht
Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Symrise hat am 10. Januar seinen Anteil an der schwedischen Probi AB von 29,91 % auf 30,03 % aufgestockt und hält damit 2.812.505 Aktien. Allen Aktionären des Probiotika-Spezialisten wurde ein öffentliches Pflichtangebot zum Preis von 40,10 Schwedischen Kronen unter Beachtung der gesetzlich geforderten Mindesthöhe unterbreitet. Dies entspricht dem höchsten Kurs, zu dem Symrise in den letzten sechs Monaten Probi-Aktien erworben hat.
Darüber hinaus gibt es keine anderweitigen für den Symrise Konzern zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.
7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2013 konnten wir Umsatz und Jahresüberschuss des Unternehmens erneut deutlich steigern. Die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die finanzielle Stabilität ist in allen Belangen gegeben. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.
8. Prognosebericht
8.1. Künftige Rahmenbedingungen
Die Aussichten für die internationale Wirtschaftsentwicklung in den Jahren 2014 und 2015 sind günstig. Gemäß Prognose des DIW Berlin sollte sich das Wachstum der Weltwirtschaft von 3,0 % im Jahr 2013 auf 3,8 % im laufenden Jahr und 4,1 % im Jahr 2015 beschleunigen. Risiken bestehen allerdings weiterhin in einem erneuten Aufflammen der Krise im Euroraum und in eventuellen Kapitalmarktturbulenzen infolge einer weniger expansiven US-Geldpolitik. Der private Konsum wird 2014 und 2015 ein wesentlicher Treiber der internationalen Konjunktur sein. Die Umsatzentwicklung von Symrise sollte davon profitieren.
BIP-Entwicklung 2013/2014, in %

Quelle: DIW Berlin
Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2013 ein Volumen von 17,4 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut aktueller Schätzung der IAL Consultants - circa 13,4 Mrd. € auf den Teilmarkt der Geschmack- und Duftstoffe und - nach eigenen Schätzungen - circa 4,0 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe. Wir gehen in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 2 bis 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus. Überproportional dürften sich dabei vor allem die Märkte in Lateinamerika wie auch in Asien entwickeln.
Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir eine ebenso hohe Volatilität bei den Rohstoffkosten wie im Vorjahr. Das wechselnde Umfeld auf den einzelnen Märkten deutet auf sehr unterschiedliche Entwicklungen je nach Rohstoff-Segment hin. Symrise hat auf Basis der Einschätzungen pro Rohstoff-Segment jeweils unterschiedliche Kontraktlaufzeiten oder eine kurzfristige Beschaffung ("spot sourcing") gewählt, um Kosten und Vorhersehbarkeit zu optimieren. Dies wird durch eine Optimierung des Rohstoffportfolios begleitet. Besonders hohe Volatilität wird 2014 in den Bereichen Zucker, Gewürze und spezielle Rohölderivate erwartet. Darüber hinaus entwickelt sich die Situation bei Citral- und Terpenderivaten durch den zunehmenden Bedarf unter anderem in den Emerging Markets kritisch, was zu Verknappungen und damit steigenden Preisen führt. In den Bereichen Zitrus und Menthol greift die gute Positionierung von Symrise durch unsere Rückwärtsintegrationen.
Beispielsweise sind zum 1. Januar 2014 die allgemeinen Zollpräferenzen für bestimmte Rohstoffimporte aus Indien entfallen, da die Schwellenwerte für die Importmengen zum Teil erheblich überschritten wurden. Damit steigen die Importzölle in der Europäischen Gemeinschaft deutlich an. Dies stellt einen Kostenfaktor mit entsprechendem Einfluss auf die Rohstoffpreise dar.
Für das Geschäftsjahr 2014 ist mit weiterhin steigenden Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind politische Entwicklungen in den Ländern der Hauptöllieferanten. Insbesondere in Deutschland werden durch die Erhöhung der EEG-Abgabe die Energiekosten wesentlich steigen. Symrise steuert dieser Entwicklung in Deutschland durch frühzeitige Energiebeschaffung bei den Hauptenergieträgern entgegen. Gleichzeitig steht der Einsatz energieeffizienter Anlagen ebenso wie Optimierungsmaßnahmen an vorhandenen Anlagen im Fokus der Projekte.
8.2. Künftige Unternehmensentwicklung
Für das Jahr 2014 bekräftigt Symrise seine Wachstums- und Profitabilitätsziele. Der Konzern geht weiterhin davon aus, schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt beträgt nach eigener Schätzung und Unternehmensdaten für das laufende Jahr 2 bis 3 % weltweit. Dabei erwarten beide Geschäftsbereiche, Scent & Care und Flavor & Nutrition, trotz der unterschiedlichen Entwicklung im Jahr 2013, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs.
Zur weiteren Steigerung unseres Ergebnisses werden wir unser strenges Kostenmanagement und den Fokus auf margenstarke Geschäfte beibehalten. Dazu gehören Initiativen wie konsequentes Preismanagement, Portfoliooptimierung und die Entwicklung innovativer Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2013 verharren und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2013 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2014 erneut eine EBITDA-Marge von rund 20 % für beide Geschäftsbereiche.
Der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) und EBITDA soll auch 2014 innerhalb der angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5 liegen.
Unsere attraktive Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.
8.3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens
Der Vorstand der Symrise AG sieht das Unternehmen bestens aufgestellt, um das Geschäft in den Kernsegmenten und Wachstumsregionen weiter auszubauen. Das Erreichen unserer gesteckten Ziele sehen wir als Bestätigung unserer bewährten Strategie. Diese Erfolge sind Ansporn für das vor uns liegende Jahr. Die drei Eckpfeiler unserer Strategie sind unverändert. Sie stehen für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts.
| ― | Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. |
| ― | Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. |
| ― | Portfolio: Wir erschließen neue Märkte und Marktsegmente. Dafür bauen wir unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. |
Auch in Zukunft wollen wir vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigen wir zudem Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften ein, um uns Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen - oder die eigene Versorgung mit knappen Rohstoffen zu sichern.
9. Vergütungsbericht
9.1. Vergütung der Vorstandsmitglieder
Gemäß dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und entsprechend §1(3) der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Symrise AG berät und entscheidet bei Symrise das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Das aktuelle Vergütungssystem wurde zuletzt auf der Hauptversammlung 2013 von den Anteilseignern mehrheitlich gebilligt. Es erfüllt sämtliche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013.
Die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
9.1.1. Angemessenheit der Vorstandsbezüge
Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder angemessen und die Zielsetzungen ambitioniert sein sollen.
Das durchschnittliche Entgelt eines Vorstandsmitglieds, bestehend aus der Festvergütung, dem jährlichen variablen Anteil sowie dem langfristig variablen Anteil, entspricht dem rund 23-fachen der durchschnittlichen Vergütung der Symrise Mitarbeiter in Deutschland und dem rund 24-fachen der Vergütung der Symrise Mitarbeiter weltweit.
Bei der variablen Vergütung sind die Ziele und die Kriterien zur Bewertung der Zielerreichung für den Vorstand ambitionierter ausgestaltet als bei den Führungskräften im Allgemeinen. So entfällt eine Bonuszahlung vollständig, wenn weniger als 85% des gesetzten Ziels erreicht werden ("Threshold"). Bei den Führungskräften liegt dieser Wert bei weniger als 60% Zielerreichung.
Ferner müssen Vorstandsmitglieder grundsätzlich ihre Altersvorsorge aus ihrer eigenen Vergütung im Wege von Deferred Compensation bilden. Einen Unternehmenszuschuss gibt es aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand nicht.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder umfasst ein festes Jahresgehalt (Festvergütung) zuzüglich Sachbezüge, eine jährliche variable Vergütung, ein langfristiges Vergütungsprogramm (Long Term Incentive Plan/ LTIP) und eine betriebliche Altersvorsorge im Form Deferred Compensation.
9.1.2. Festvergütung und Sachbezüge
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre jährliche Festvergütung in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt. Die Sachbezüge umfassen geldwerte Vorteile, im Wesentlichen aus der Bereitstellung eines Firmenwagens.
9.1.3. Jährliche variable Vergütung
Die jährliche variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, EPS) sowie einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % der Festvergütung erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett. Damit weichen wir von der allgemein im Unternehmen geltenden Mindestzielerreichung von 60% deutlich zur Leistungsorientierung der Vorstandsmitglieder ab.
Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2013 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese variable jährliche Vergütung für das Kalenderjahr 2013 wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2013 im Folgejahr 2014 ausgezahlt.
9.1.4. Long Term Incentive Plan
Das langfristige, aktienkursbasierte Vergütungsprogramm (Long Term Incentive Plan/ LTIP) ist eine variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.
Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2011-2013 und 2012-2014 sowie 20132015 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt. Im LTIP 2011-2013 wird zusätzlich die Steigerung des Unternehmenswerts gemessen als Überschuss des Ertragswerts über eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus. Letzteres wird anhand des Symrise Value Added (SYVA) gemessen.
Im LTIP 2011-2013 wird erst dann ein Bonus ausgezahlt, wenn Symrise sich besser entwickelt als 40 % der Vergleichswerte (40ter Percentile Rank) beziehungsweise bei Erreichen eines Mindest-SYVA von 113. Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung entspräche dem 53ten Percentile Rank sowie einem SYVA von 141.
Im LTIP 2012-2014 und 2013-2015 wird erst dann ein Bonus ausgezahlt, wenn Symrise sich besser entwickelt als 50 % der Vergleichswerte (50ter Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung entspräche dem 60ten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielen würde, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Bei Herrn Dr. Bertram würde der Long Term Incentive Bonus bei 100 % Zielerreichung 600.000 €, bei den Herren Daub, Gliewe und Hirsch jeweils 343.000 € betragen.
Für die LTIP-Programme 2011-2013, 2012-2014 sowie 2013-2015 wurden zum Bilanzstichtag für Herrn Dr. Bertram Rückstellungen in Höhe von 934.115 € (Vorjahr: 580.592 €) (Aufwand 2013: 353.523 €), für Herrn Daub in Höhe von 558.171 € (Vorjahr: 347.446 €) (Aufwand 2013: 210.725 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 512.723 € (Vorjahr: 318.222 €) (Aufwand 2013: 194.501 €) sowie für Herrn Hirsch in Höhe von 539.146 € (Vorjahr: 335.213 €) (Aufwand 2013: 203.934 €) gebildet.
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch wurden durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 7. Dezember 2011 zuletzt neu festgesetzt. Im Jahr 2013 erfolgte keine Veränderung der Bezüge. Herr Dr. Heinz-Jürgen Bertram erhält eine Festvergütung von 600.000 € sowie einen Jahresbonus - bei 100 % Zielerreichung - von 515.000 €. Bei den Herren Achim Daub, Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch beträgt die Festvergütung 400.000 € und der Jahresbonus - bei 100 % Zielerreichung - ebenfalls 400.000 €.
Die Gesamtbezüge sind in der unten stehenden Übersicht individualisiert dargestellt.
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| Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsbezogene Komponenten | Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in € | Festvergütung | Nebenleistungen* | Einjährige variable Vergütung ohne langfristige Anreizwirkung** | Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger nicht aktienbasierter Anreizwirkung*** | Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung**** | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | ||||||
| 2013 | 600.000 | 9.078 | 520.408 | 595.989 | 1.725.475 | 0 |
| 2012 | 600.000 | 14 388 | 516.030 | 0 | 1.130.418 | 692.068 |
| Achim Daub | ||||||
| 2013 | 400.000 | 4.621 | 410.280 | 365.043 | 1.179.944 | 0 |
| 2012 | 400.000 | 5.046 | 393.280 | 0 | 798.326 | 527.510 |
| Hans Holger Gliewe | ||||||
| 2013 | 400.000 | 10.232 | 343.800 | 319.280 | 1.073.312 | 0 |
| 2012 | 400.000 | 9.331 | 401.120 | 0 | 810.451 | 461.379 |
| Bernd Hirsch | ||||||
| 2013 | 400.000 | 10.062 | 400.400 | 345.887 | 1.156.349 | 0 |
| 2012 | 400.000 | 10.050 | 405.600 | 0 | 815.650 | 395.248 |
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| Summe | |
|---|---|
| in € | |
| --- | --- |
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | |
| 2013 | 1.725.475 |
| 2012 | 1.822.486 |
| Achim Daub | |
| 2013 | 1.179.944 |
| 2012 | 1.325.836 |
| Hans Holger Gliewe | |
| 2013 | 1.073.312 |
| 2012 | 1.271.830 |
| Bernd Hirsch | |
| 2013 | 1.156.349 |
| 2012 | 1.210.898 |
* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zur Gruppenunfallversicherung.
** Einjährige variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht.
*** Mehrjährige variable Vergütungen beinhalten die Rückstellungen per 31. Dezember 2013 für das LTIP-Programm 2011-2013.
**** Mehrjährige variable Vergütungen beinhalten die im Jahr 2013 erfolgte Auszahlung des am 31. Dezember 2012 ausgelaufenen, letzten aktienbasierten LTIP-Programms 2010-2012.
9.1.5. Altersversorgung
Eine unternehmensfinanzierte Altersversorgung wird bei neu abzuschließenden Vorstandsverträgen von Symrise nicht mehr gewährt. Allerdings können alle Vorstandsmitglieder aus ihrem Jahreseinkommen im Rahmen eines Gehaltsverzichts Altersversorgungsansprüche aufbauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2013 haben die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe sowie Bernd Hirsch davon Gebrauch gemacht. Einen Unternehmenszuschuss gibt es analog der geltenden Regelung für außertarifliche Mitarbeiter und Führungskräfte in diesem Zusammenhang nicht.
Im Jahr 2013 ergaben sich aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten Zuführungen zu den Rückstellungen aus dem Gehaltsverzicht sowie dem Zinsaufwand für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 41.276 € (Vorjahr: 236.500 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 58.427 € (Vorjahr: 109.492 €) und für Herrn Hirsch in Höhe von 56.526 € (Vorjahr: 158.822 €).
Für die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram und Hans Holger Gliewe besteht aufgrund ihres früheren Arbeitsverhältnisses aus der Zeit vor ihrer Vorstandsbestellung zusätzlich eine Altersversorgungszusage, die damals allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurde. Für diese Versorgungszusagen wurden bei Herrn Dr. Bertram -3.711 € (Vorjahr: 145.809 €) und bei Herrn Gliewe -13.210 € (Vorjahr: 185.967 €) den Rückstellungen zugeführt.
Die auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallenden Aufwendungen für Pensionszusagen sind in der unten stehenden Übersicht dargestellt.
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| in € | ZUFÜHRUNG ZUR PENSIONSRÜCKSTELLUNG AUS ALTERSVESORGUNGSZUSAGEN | DAVON ARBEITNEHMEREIGENLEISTUNG DURCH GEHALTSUMWANDLUNG | BARWERT DER PENSIONSZUSAGE GESAMT |
|---|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | 37.565 | 56.588 | 1.135.748 |
| 2012 | 382.309 | 56.516 | 1.098.183 |
| Achim Daub | 0 | 0 | 0 |
| 2012 | 0 | 0 | 0 |
| Hans Holger Gliewe | 45.217 | 51.588 | 815.995 |
| 2012 | 295.459 | 51.516 | 770.778 |
| Bernd Hirsch | 56.526 | 49.500 | 323.837 |
| 2012 | 158.822 | 49.500 | 267.311 |
9.1.6. Change of Control
Die Anstellungsverträge, die allen derzeitigen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen gleichlautende Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor.
Alle Vorstandsmitglieder bekommen im Falle eines Kontrollwechsels und einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat die Restlaufzeit ihrer Verträge abgegolten, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei für alle Vorstände auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.
Ferner enthalten alle Long Term Incentive Pläne (LTIP) eine Sonderklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Wird im Zuge eines Kontrollwechsels ein Mitglied des Vorstands abberufen, werden diesem Vorstandsmitglied alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen LTIP auf Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt.
9.1.7. Vorzeitige Beendigung und zeitliches Auslaufen der Dienstverträge
Bei vorzeitigem Widerruf der Bestellung als Vorstandsmitglied erhält das jeweilige Vorstandsmitglied ausschließlich seine Festvergütung für die Vertragsdauer weitergezahlt. Ein Anspruch auf Bonuszahlungen für das betreffende Geschäftsjahr besteht nicht.
Lediglich bei Herrn Hans Holger Gliewe besteht aufgrund seiner seit dem 1. August 1980 bestehenden Betriebszugehörigkeit die Abrede, dass im Falle der Beendigung seines Vorstandsvertrags aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, sein der Organbestellung vorausgegangenes Arbeitsverhältnis wieder auflebt.
Mit den Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart worden. Als Entschädigung hierfür erhält das jeweilige Vorstandsmitglied 50 % seiner Festvergütung für diese zwölf Monate.
Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen.
9.1.8. D & O-Versicherung
Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D & O Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 AktG abgeschlossen.
9.2. Vergütung des Aufsichtsrats
9.2.1. Vergütung des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten erstmals für das Geschäftsjahr 2013 eine jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €.Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine zusätzliche jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhalten eine zusätzliche jährliche Vergütung von jeweils 30.000 €.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.000 €, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt entsprechend für Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen.
Die Vergütung ist zahlbar nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsratsmitglieds für das jeweilige Geschäftsjahr entscheidet, für das die Vergütung zu zahlen ist.
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern auf Nachweis angemessene Auslagen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben. Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der unten stehenden Übersicht dargestellt.
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| in € | Vergütung | Sitzungsgelder | Gesamtvergütung per 31.12.2013 | Gesamtvergütung per 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender) | 120.000 | 6.000 | 126.000 | 132.006 |
| Regina Hufnagel (ab 1. Juli 2013 stellv. Vorsitzende) | 75.000 | 8.000 | 83.000 | 58.100 |
| Dr. Michael Becker | 90.000 | 10.000 | 100.000 | 66.100 |
| Harald Feist (ab 1. Juli 2013) | 30.000 | 3.000 | 33.000 | 0 |
| Horst-Otto Gerberding | 60.000 | 7.000 | 67.000 | 58.100 |
| Dr. Peter Grafoner | 60.000 | 8.000 | 68.000 | 60.100 |
| Francesco Grioli | 60.000 | 10.500 | 70.500 | 58.600 |
| Karl-Heinz Huchthausen (bis 30.Juni 2013 stellv. Vorsitzender) | 45.000 | 5.500 | 50.500 | 87.900 |
| Christiane Jarke | 60.000 | 7.000 | 67.000 | 55.600 |
| Gerd Lösing | 60.000 | 6.000 | 66.000 | 51.600 |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer | 60.000 | 5.000 | 65.000 | 55.294 |
| Dr. Winfried Steeger (ab 15. Mai 2012) | 60.000 | 10.000 | 70.000 | 32.819 |
| Helmut Tacke | 60.000 | 7.000 | 67.000 | 51.600 |
| Dr. Hans-Heinrich Gürtler (bis 15. Mai 2012) | 0 | 0 | 0 | 21.413 |
| 840.000 | 93.000 | 933.000 | 789.232 |
9.2.2. D & O-Versicherung
In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt vereinbart worden.
10. Angaben gemäß Paragraph 315 Abs. 4 HGB
| ― | Das Grundkapital der Symrise AG beläuft sich unverändert auf 118.173.300 € und ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht. |
| ― | Die Sun Life Financial Inc., Toronto, Kanada, hat uns auch im Namen ihrer Tochtergesellschaften im Dezember 2013 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 10% Schwelle überschritten hat und mit 10,0009% über der 10% Schwelle liegt. |
| ― | Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes. |
| ― | Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 23 Mio. € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: |
a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften aus gegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
| ― | Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- beziehungsweise Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 23.000.000,00 € nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Zur Erfüllung der gewährten Bezugsrechte ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 23.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 13. Mai 2018 begeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital). Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. (6) der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel/Optionsschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Wandlungs-/Optionsfristen |
| ― | Ferner ist der Vorstand bis zum 10. Mai 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. |
a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.
b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5% über- oder unterschreiten.
bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:
aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.
d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.
e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.
g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control Regelung. Diese sieht vor, dass ein Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150% des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013 nicht überschreiten.
Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.
11. Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung- und-corporate-governance-bericht.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Symrise AG, Holzminden, für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Symrise AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 20. Februar 2014
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Ufer, Wirtschaftsprüfer
Dr. Thümler, Wirtschaftsprüfer