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Symrise AG Annual Report 2013

Mar 25, 2014

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Annual Report

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Publication

Symrise AG

Holzminden

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Finanzbericht 2013

Sharing values 2013

5-Jahresübersicht

in Mio. € 2009 2010 2011 2012 2013
Konzern-Ertragslage
Umsatz 1.362,0 1.571,9 1.583,6 1.734,9 1.830,4
Umsatzanteil Emerging Markets in % 41 46 46 48 48
EBITDA 245,6 331,2 315,9 338,9 373,1
EBITDA-Marge in % 18,0 21,1 20,0 19,5 20,4
Jahresüberschuss 84,3 133,5 146,5 157,5 172,3
Ergebnis je Aktie in € 0,71 1,13 1,24 1,33 1,46
Ausschüttung 59,1 70,9 73,3 76,8 82,71
Dividende je Aktie in € 0,50 0,60 0,62 0,65 0,701
Konzern-Finanz- und Vermögenslage
Operativer Cashflow 225,7 235,1 200,9 219,5 274,8
Investitionen 56,7 70,5 67,3 70,3 142,9
Bilanzsumme (31.12.) 1.895,2 2.059,0 2.120,32 2.150,22 2.210,4
Eigenkapitalquote (31.12.) in % 36,4 40,9 40,92 40,92 43,0
Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (31.12.)) 773,4 733,7 772,32 808,02 744,8
Mitarbeiter (31.12.) FTE3 4.954 5.288 5.434 5.669 5.959
Scent & Care
Umsatz 682,3 804,5 801,4 882,8 960,4
EBITDA 109,0 160,8 157,6 161,1 194,5
EBITDA-Marge in % 16,0 20,0 19,7 18,2 20,3
Flavor & Nutrition
Umsatz 679,7 767,4 782,2 852,1 869,9
EBITDA 136,6 170,4 158,3 177,8 178,6
EBITDA-Marge in % 20,1 22,2 20,2 20,9 20,5

1 Vorschlag

2 angepasst aufgrund von Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahr 2012 (vgl. Konzernanhang TZ 2.2)

3 ohne Auszubildende und Trainees; FTE = Full Time Equivalent (Vollzeitmitarbeiter)

Über diesen Bericht

Der vorliegende Finanzbericht 2013 enthält den vollständigen Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und alle weiteren gesetzlich vorgeschriebenen Elemente. Daneben bietet ein separater Unternehmensbericht eine ganzheitliche Darstellung der Leistungen von Symrise im Jahr 2013 - in wirtschaftlicher Hinsicht wie auch unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit. Der Unternehmensbericht ist diesem Finanzbericht beigelegt oder kann unter www.symrise.com/de/investoren eingesehen beziehungsweise in gedruckter Form bestellt werden.

Der Finanzbericht 2013 wurde zeitgleich mit dem Unternehmensbericht 2013 am 10. März 2014 veröffentlicht und ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Der Veröffentlichungstermin des Finanzberichts für das Geschäftsjahr 2014 ist März 2015. Auf www.symrise.com finden sich zusätzliche Informationen über die Aktivitäten unseres Unternehmens.

Konzernlagebericht 1. Januar bis 31. Dezember 2013

Überblick zum Geschäftsjahr 2013

Die internationale Wirtschaftslage hat sich im Jahresverlauf 2013 uneinheitlich gezeigt. Die Rohstoffpreise waren im Geschäftsjahr 2013 insgesamt geringfügig rückläufig, bei allerdings weiterhin hoher Preisvolatilität vor allem im Bereich der natürlichen Rohstoffe. Der Umsatz des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2013 um 6 % auf 1.830 Mio. €. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 10 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte wie im Vorjahr 48 %.

Das EBITDA - Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte - des Symrise Konzerns erhöhte sich um 10 %, von 339 Mio. € auf 373 Mio. €. Die auf den Umsatz bezogene EBITDA-Marge verbesserte sich von 19,5 % auf 20,4 %.

Der Geschäftsbereich Scent & Care erzielte 2013 einen Umsatz von 960 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 9 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 13 %. Das EBITDA lag mit 195 Mio. € um 21 % über dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge belief sich 2013 auf 20,3 %, gegenüber 18,2 % im Jahr 2012. Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition steigerte seinen Umsatz um 2 % auf 870 Mio. €. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 7 %. Das EBITDA des Geschäftsbereichs lag 2013 mit 179 Mio. € geringfügig über dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge betrug 20,5 %, nach 20,9 % im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2013 um 9 % auf 172 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich bei unveränderter Anzahl der Aktien von 1,33 € im Vorjahr auf 1,46 € im Berichtsjahr. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 vor, die Dividende von 0,65 € auf 0,70 € je Aktie anzuheben.

Der operative Cashflow konnte um mehr als 25 % gesteigert werden und lag 2013 mit 274,8 Mio. € um 55,3 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 219,5 Mio. €. Wesentlicher Grund hierfür ist das verbesserte operative Ergebnis. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember um 18 Mio. € auf 135 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) verringerte sich zum Bilanzstichtag 2013 auf 744,8 Mio. €, vor allem durch höhere Zahlungsmittelbestände und geringere Pensionsrückstellungen. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDA belief sich zum Bilanzstichtag 2013 auf 2,0 und liegt damit am unteren Ende der angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.

Grundlagen des Symrise Konzerns

STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

UNTERNEHMENSPROFIL

Symrise entwickelt, produziert und vertreibt Duft- und Geschmackstoffe sowie aktive Wirkstoffe für die kosmetische Industrie. Zu den Kundenbranchen zählen die Parfüm-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie sowie Anbieter von Haushaltsprodukten. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Lösungen in den Anwendungsgebieten Gesundheit und Körperpflege durch biofunktionale und bioaktive Inhalts- und Wirkstoffe tätig. Im Jahr 2013 erzielte Symrise einen Umsatz von über 1,8 Mrd. € und ist damit das viertgrößte Unternehmen im Markt für Geschmack- und Duftstoffe weltweit. Die Produkte des Unternehmens finden Abnehmer in 160 Ländern, wobei 2013 52 % der Umsätze auf Industrieländer in Westeuropa, Nordamerika und in Teilen Asiens entfielen. Die Zahl unserer Kunden belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf ca. 6.000. Das Geschäftsmodell baut auf langfristigen Beziehungen mit unseren Kunden auf. Die Auftragslage ist branchenüblich allerdings von kurzfristigen Bestellungen geprägt, was sich in einem Auftragsbestand von durchschnittlich etwa einem Monatsumsatz niederschlägt. Einen Umsatzanteil von 48 % erreichten wir in den so genannten Emerging Markets in Asien, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Osteuropa. Im Symrise Konzern sind insgesamt 5.959 Mitarbeiter tätig. Die Standorte des Unternehmens verteilen sich auf 35 Länder, wodurch wir auf unseren wichtigen Absatzmärkten vor Ort vertreten sind. Das Wachstum aus eigener Kraft ergänzen wir mit strategischen Akquisitionen, wenn uns diese eine stärkere Marktposition bieten oder Zugang zu wichtigen Technologien ermöglichen.

KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK

in Mio. € 2012 2013 Veränderung

in %
Veränderung in % währungsbereinigt
Umsatz 1.734,9 1.830,4 6 10
EBITDA 338,9 373,1 10 13
EBITDA-Marge in % 19,5 20,4
Jahresüberschuss 157,5 172,3 9
Ergebnis je Aktie in € 1,33 1,46 9
Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA (31.12.)1) Verhältnisgröße 2,4 2,0

1) Vorjahreszahlen angepasst durch Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (vgl. Konzernanhang TZ 2.2)

Der Symrise Konzern entstand aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003; im Jahr 2013 feierte Symrise also sein zehnjähriges Bestehen. Die Wurzeln von Symrise reichen bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2013 von rund 4,0 Mrd. € zu den im MDAX® geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf 94 %.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den beiden Geschäftsbereichen Scent & Care und Flavor & Nutrition. Sie verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.

Beide Geschäftsbereiche haben ihre Organisation in vier Regionen mit eigenständigen regionalen Leitungen eingeteilt:

Europa, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten (EAME)
Nordamerika
Asien/Pazifik
Lateinamerika

Scent & Care umfasst die Geschäftsfelder Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care, die jeweils global tätig sind. Die Geschäftsfelder sind zudem anhand verschiedener Anwendungsbereiche strukturiert; Fragrances besteht beispielsweise aus Fine Fragrances, Personal Care und Household.

Flavor & Nutrition konzentriert sich auf Produkte in den Anwendungsbereichen Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health.

Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen und Controlling, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Corporate Compliance, Interne Revision sowie globales Prozess-Design zur Ausschöpfung geschäftsbereichsübergreifender Synergien wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik - auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.

STANDORTE WELTWEIT 2013

Der Firmensitz von Symrise befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.216 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Zudem ist ein Großteil der Mitarbeiter des Corporate Center in Holzminden konzentriert. Regionale Hauptsitze unterhält Symrise in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo) und Singapur. Wichtige Produktionsanlagen befinden sich in Deutschland, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Entwicklungszentren finden sich insbesondere in Deutschland, Brasilien, China, Frankreich, Singapur und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 30 Ländern.

LEITUNG UND KONTROLLE

Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.

Den Vorstand bilden zum 31. Dezember 2013 vier Mitglieder: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstandsvorsitzender), Achim Daub (Vorstand Scent & Care), Hans Holger Gliewe (Vorstand Flavor & Nutrition) und Bernd Hirsch (Vorstand Finanzen). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.

Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND PRODUKTE

Symrise stellt rund 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette beider Geschäftsbereiche erstreckt sich über die Produktforschung, Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle.

Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmackstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F & E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F & E-Aktivitäten.

Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln.

Die Produktion der Geschmack- und Duftstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.

Scent & Care

Die rund 15.000 Produkte des Geschäftsbereichs werden in rund 135 Ländern vertrieben. Zum Leistungsportfolio zählen Duftkompositionen, kosmetische Inhaltsstoffe, Aromachemikalien sowie Mintprodukte. Standorte bestehen in mehr als 30 Ländern. Der Geschäftsbereich unterteilt sich in die Geschäftsfelder Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care, in denen unsere Produkte wie folgt in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:

Fragrances: Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Personal Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Household) eingesetzt.

UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Life Essentials: Die hier hergestellten Produkte werden in Hautpflegeprodukten, Haarpflegeprodukten, Sonnencremes, Aftershave-Balsams, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos oder Deodorants eingesetzt. Einen wichtigen Teil dieses Geschäftsfelds bilden die Produkte mit pflegenden Eigenschaften. Alternative Konservierungsstoffe sind ein weiterer Schwerpunkt. Das Geschäftsfeld unterteilt sich in die Anwendungsbereiche Cosmetic Ingredients und UV-Filter.

Aroma Molecules: Das Geschäftsfeld umfasst die Anwendungsbereiche Sensates (Menthole), Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals. Im Anwendungsbereich Sensates wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals umfassen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität. Die erzeugten Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen verwandt als auch an die Unternehmen der Konsumgüterindustrie vertrieben, die daraus Parfümöle herstellen.

Oral Care: Symrise bietet die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an.

Flavor & Nutrition

Das Produktspektrum von Flavor & Nutrition besteht aus rund 15.000 Produkten, die in 140 Ländern verkauft werden. Die produzierten Geschmackstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmackstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Grundstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Der globale Anwendungsbereich Consumer Health bedient unter anderem den wachsenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel und pharmazeutische Präparate. Die Standorte des Geschäftsbereichs befinden sich in mehr als 30 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika.

Im Einzelnen kommen die Geschmack- und Inhaltsstoffe von Symrise in vier Anwendungsbereichen zum Einsatz:

Beverages: Unsere Geschmackstoffe finden Eingang in alkoholfreie Getränke wie Erfrischungsgetränke, Fruchtsaftgetränke, Energie- und Sportgetränke, Tee- und Kaffeegetränke, Milchmischgetränke sowie funktionelle Getränke. Zudem verfügt Symrise über Anwendungen mit Aromagranulaten für Instantgetränke wie Tee- und Kaffee-Spezialitäten. Das Spektrum wird erweitert durch Geschmackstoffe, Destillate und Extrakte für nahezu alle gängigen Formen alkoholischer Getränke.

MARKTGRÖSSE RELEVANTER AFF-MARKT 2013 in Mrd. € (insgesamt etwa 17,4 Mrd. €)

Quelle: IAL (8th edition), eigene Schätzungen

Savory: Hierzu gehören Fleischaromen, Kräuter- und Gemüseextrakte, Weinaromen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte sowie Aufstreuwürzungen, so genannte Seasonings, für Snacks. Spezielle Geschmackstoffe von Symrise helfen auch dabei, den Salz- und Fettgehalt in Nahrungsmitteln ohne Einbußen am Geschmack erheblich zu senken.

Sweet: Dieser Anwendungsbereich umfasst die Bereiche Süßwaren, Backwaren, Eiscreme und Milchprodukte. Im Mittelpunkt stehen Produkte mit verbesserter Aromenfreisetzung und Aromasysteme mit so genannten maskierenden Eigenschaften, die den Einsatz von funktionalen Inhaltsstoffen ermöglichen und gleichzeitig deren häufig unangenehmen Geschmack überdecken.

Consumer Health: Hierzu zählen natürliche funktionale Inhaltsstoffe zur Förderung beispielsweise der Herz- und Verdauungsfunktion, Geschmackslösungen pharmazeutischer Produkte, Aromatisierungen für pharmazeutische Produkte sowie natürliche Lebensmittelfarben und färbende Lebensmittel.

MARKT UND WETTBEWERB

MARKTSTRUKTUR

Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmack- und Duftstoffe (F & F-Markt/Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2013 nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants auf 13,4 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsfeldern Life Essentials und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach eigenen Schätzungen 2013 ein Umsatzvolumen von 4,0 Mrd. € aufwies. In beiden Teilmärkten sind die vermarkteten Stoffe Bestandteile einer Reihe von Produkten, die vom Endverbraucher konsumiert beziehungsweise angewandt werden. Insofern sind beide Märkte in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt (AFF-Markt) weist damit insgesamt eine Größe von 17,4 Mrd. € auf und wächst langfristig durchschnittlich um etwa 2 bis 3 % pro Jahr.

Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter - inklusive Symrise - zusammen einen Marktanteil von etwa 60 % erreichen.

Für den F & F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt.

Neben den unterschiedlichen lokalen Geschmackspräferenzen und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst. Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmackstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den Emerging Markets durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Convenience und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden.

MARKTANTEILE AFF-MARKT 2013 in % (Marktvolumen etwa 17,4 Mrd. €)

Quelle: Unternehmensdaten und eigene Schätzungen

MARKTPOSITION VON SYMRISE

Symrise ist, gemessen am Umsatz, das viertgrößte Unternehmen der F & F-Branche. Bezogen auf den relevanten AFF-Markt von 17,4 Mrd. €, betrug der Marktanteil des Unternehmens im Jahr 2013 11 %. Die großen Wettbewerber von Symrise - wie Givaudan, IFF oder Firmenich - sind vornehmlich im traditionellen Aromen- und Duftstoff- beziehungsweise Parfümölgeschäft aktiv. Symrise hat beide Geschäftsbereiche um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent & Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Flavor & Nutrition um Nahrungsergänzungsmittel. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Segmenten dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F & F-Branche gehören.

In einzelnen Marktbereichen nehmen wir weltweit führende Positionen ein, wie beispielsweise bei der Synthese von naturidentischem L-Menthol, dessen Derivaten und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter.

ZIELE UND STRATEGIE

ZIELE

Wir wollen langfristig unsere Marktposition stärken und die Unabhängigkeit von Symrise sichern. Zugleich sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst. Indem wir unsere Nachhaltigkeitsleistung in den Themenfeldern Ökonomie, Ökologie, Mitarbeiter und Gesellschaft steigern, verringern wir Risiken und fördern den wirtschaftlichen Erfolg von Symrise.

Marktposition: Unser Umsatz soll langfristig schneller wachsen als der Markt, der im Durchschnitt jährlich um etwa 2 bis 3 % zulegt. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen.
Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von rund 20 % an.
Finanzlage: Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA soll mittelfristig in einem Korridor zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ein kurzfristiges Überschreiten dieses Bereichs ist aus unserer Sicht beispielsweise im Falle von Akquisitionen im Rahmen unserer Strategie möglich. Die Zielerreichung wird im Prognosebericht näher dargelegt. Ein kontinuierlich hoher operativer Cashflow trägt zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei.

Wir beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Unternehmens.

STRATEGIE

Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Säulen Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.

Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum.
Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität.
Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. So sichern wir unsere einzigartige Marktposition.

Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.

WERTORIENTIERTE STEUERUNG

Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen durchschnittlichen Zielwert von rund 20 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Wichtige Kennzahlen sind beispielsweise der operative Cashflow und die Relation Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA.

Der Fokus der Unternehmenssteuerung liegt auf diesen finanziellen Steuerungsgrößen. Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen sind derzeit noch von nachgeordneter Bedeutung.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

LEITLINIEN UND SCHWERPUNKTE

Unsere Strategie in der Forschung & Entwicklung (F & E) zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, F & E sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden- und marktorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F & E an Marketing und Vertrieb, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung auf Umsetzbarkeit und Rentabilität geprüft. In zunehmendem Maße bringen externe Kooperationen und Netzwerke (Open Innovation) zusätzliche Ansätze und Ideen in den Entwicklungsprozess ein. Alle F & E-Aktivitäten sind an den Leitlinien Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet.

Der Geschäftsbereich Scent & Care konzentriert sich bei seiner F & E-Strategie auf sechs Schwerpunkte:

Molekulare Innovation für die Anwendung als Riech- und Kosmetikinhaltsstoffe
Funktionelle Stoffe für Mundpflegeprodukte
Bioaktive Inhaltsstoffe für kosmetische Anwendungen
Freisetzungssysteme für Duftstoffe
Überdeckung von Schlechtgerüchen
Sensorische Forschung und Rezeptorbiologie

Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition werden auf der Basis von sechs Technologieplattformen folgende Themenschwerpunkte bearbeitet:

Entwicklung natürlicher Aromastoffe mit authentischem Geschmacksprofil unter Einbindung moderner Biokatalyseverfahren
Entwicklung neuer Technologien zur nachhaltigen Gewinnung komplexer Aromasysteme
Optimierung des "Farm to Fork" Konzepts zur Herstellung verbesserter Aromensysteme zum Beispiel bei Zwiebel und Vanille
Neue geschmacksaktive Verbindungen zur Geschmacksmodulation in süßen Anwendungen sowie zur Maskierung von Bitternoten, zur Reduktion von Adstringenzeffekten oder zur Verbesserung der Mundfülle
Pflanzenextrakte mit besonderen geschmacksgebenden Eigenschaften wie Schärfenoten
Naturstoffe für die Themengebiete "Health" und "Nutrition" mit physiologisch funktionalen Eigenschaften sowie die Geschmacksoptimierung von Lebensmittelzutaten mit gesundheitlicher Wirkung
Neue Technologien für die selektive Anreicherung sowie Freisetzung von Aromastoffen
Formulierung von Produkten mit gesundheitsfördernden Eigenschaften bei gleichzeitiger Optimierung des sensorischen Profils unter besonderer Berücksichtigung von gesundheitsrelevanten Inhaltstoffen wie zum Beispiel Probiotika

Außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen wurden nicht vorgenommen. Die Aktivierungsquote bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen betrug 1,4 % im Geschäftsjahr 2013 und bleibt unwesentlich.

ORGANISATION

Die beiden Geschäftsbereiche von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F & E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für beide Bereiche verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Die F & E-Ressourcen sind in beiden Geschäftsbereichen unmittelbar in die Organisation integriert. Weltweit bestehen mehrere F & E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten beider Geschäftsbereiche optimal zu unterstützen. Die Aktivitäten in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf die Erforschung von Duft-, Aroma- und Geschmackstoffen, die Entwicklung synthetischer und natürlicher Herstellungsmethoden für Duft- und Aromastoffe, analytische Chemie, kosmetische Inhaltsstoffe sowie die Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für den Anwendungsbereich Consumer Health. Entwicklung und Anwendungstechnik sind außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich) und São Paulo (Brasilien) angesiedelt.

Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen sind hier beispielsweise die Irsee-Naturstoffkonferenz, der International Congress on Green Extraction of Natural Products, Avignon, die Biotrans in Manchester und das Wartburg-Symposium als eine der bedeutendsten internationalen Flavor-Konferenzen. Symrise Wissenschaftler haben sowohl das Flavor & Fragrance Symposium in Leipzig, die 2013 International Conference on Bioencapsulation, Berlin, als auch die Blankenese-Konferenz "Nutrient Sensing: From Brain to Gut" in Hamburg mitorganisiert. Darüber hinaus war Symrise als Mitorganisator der GDCH Flavour & Fragrance Konferenz in Leipzig zugleich einer der Hauptpräsentatoren mit Vorträgen zu den Themen moderne Riechstoff- und Aromenstoffsynthese. Das Thema Nachhaltigkeit & Fragrances wurde auf der Cleaning Products Europe Conference in Prag vorgestellt. Neueste Forschungsergebnisse aus den Forschungsbereichen Phytochemie, Mikroalgenforschung, Hautpigmentierung, Anti-Aging und Rezeptorbiologie wurden unter anderem im Rahmen der 22. IFSCC (International Federation of the Society of Cosmetic Chemists) Konferenz der Französischen Association für Kosmetika und Düfte in Rio de Janeiro und beim "9th International Meeting of China Dermatologist Association & National Congress of Cosmetic Dermatology" präsentiert. Das im Jahr 2009 vom Geschäftsbereich Flavor & Nutrition und der Christian Doppler Gesellschaft in Österreich an der Universität Wien aufgebaute Christian Doppler Labor für Bioaktive Aromastoffe wurde erfolgreich zwischenevaluiert und erhält eine weitere Förderung für mindestens drei Jahre.

Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die NBank (Förderbank für Niedersachsen) oder andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden.

Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert. Der Prozess ist unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten und des Ressourceneinsatzes enthält.

F&E-AUFWAND in Mio. €

* 2009 inkl. Restrukturierungsaufwand

ANZAHL DER MITARBEITER NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

31. Dezember 2012 31. Dezember 2013 Veränderung

in %
Flavor & Nutrition 2.829 2.943 + 4
Scent & Care 1.990 2.147 + 8
Corporate Funktionen und Services 850 869 + 2
Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) 5.669 5.959 + 5
Trainees und Auszubildende 130 126 - 3
Gesamt 5.799 6.085 + 5

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer

PERSONAL UND AUFWAND

Bei Symrise sind weltweit knapp 20 % unserer Belegschaft beziehungsweise 1.160 Mitarbeiter im Bereich F & E tätig. Im Vorjahr waren es 1.131 Mitarbeiter. Die Gesamtaufwendungen für F & E beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 127 Mio. € (Vorjahr: 114 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,9 % am Umsatz (Vorjahr: 6,6 %). Die Ausgaben für F & E sollen auch zukünftig auf diesem Niveau bleiben, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken.

MITARBEITER

STRUKTUR DER BELEGSCHAFT

Die Zahl der Mitarbeiter im Symrise Konzern - ohne Auszubildende und Trainees - hat sich im Geschäftsjahr 2013 um 290 Beschäftigte oder 5,1 % auf 5.959 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2013 erhöht. Ein Jahr zuvor waren 5.669 Mitarbeiter für Symrise tätig. Besonders ausgeprägt war der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Geschäftsbereich Scent & Care (+ 157 Mitarbeiter), in dem rund 36 % aller Beschäftigten des Konzerns arbeiten. Dies ist vor allem auf die Akquisition von Belmay mit 113 Mitarbeitern zurückzuführen. Knapp die Hälfte der Mitarbeiter entfällt auf den Geschäftsbereich Flavor & Nutrition. Hier hat sich die Zahl der Beschäftigten 2013 um 114 Mitarbeiter erhöht. Rund 15 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt, die auch in geringerem Umfang Dienstleistungen für Dritte erbringen, beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit, Umwelt und Logistik. Die Zahl der Auszubildenden und Trainees blieb mit 126 jungen Menschen (Vorjahr: 130 Auszubildende und Trainees) weitgehend konstant. Sie werden insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Industriekaufmann und Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriemechaniker ausgebildet.

Gegliedert nach Funktionen, ist mit 41 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion & Technologie tätig. Hier fand 2013 mit einem Plus von 155 Beschäftigten auch der größte Zuwachs der Mitarbeiterzahl statt. 26 % der Mitarbeiter sind den Funktionen im Vertrieb & Marketing zuzuordnen, 20 % dem Bereich Forschung & Entwicklung.

Von den 5.959 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 40 % an Standorten in Deutschland tätig, in der Region EAME sind es insgesamt 53 %. 21 % der Konzernbelegschaft entfallen auf die Region Asien/Pazifik, 15 % auf Lateinamerika und 11 % auf Nordamerika. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl war 2013 in Asien mit 11 % besonders stark, ebenso wie in Lateinamerika mit knapp 8 %. Aber auch in Nordamerika und EAME legten die Beschäftigtenzahlen zu.

ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN

31. Dezember 2012 31. Dezember 2013 Veränderung

in %
Produktion & Technologie 2.276 2.431 + 7
Vertrieb & Marketing 1.476 1.561 + 6
Forschung & Entwicklung 1.131 1.160 + 3
Verwaltung 435 440 + 1
Servicegesellschaften 351 367 + 5
Gesamt 5.669 5.959 + 5

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende

ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN

31. Dezember 2012 31. Dezember 2013 Veränderung

in %
Deutschland 2.352 2.398 + 2
EAME ohne Deutschland 757 786 + 4
Nordamerika 641 673 + 5
Asien /Pazifik 1.113 1.235 + 11
Lateinamerika 806 867 + 8
Gesamt 5.669 5.959 + 5

Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende

In der Altersstruktur der Belegschaft im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 59 %. Die demografische Entwicklung unserer Belegschaft wird von uns regelmäßig beobachtet. Sie wird sich in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 bei ca. 1 bis 2 % der Belegschaft.

Nahezu die Hälfte der Mitarbeiter des Symrise Konzerns sind bereits zehn Jahre oder länger für das Unternehmen tätig, in Deutschland über zwei Drittel. Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2013 mit 1,1 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 4,4 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr (5,3 %) deutlich verbessert.

PERSONALSTRATEGIE

Die strategischen Schwerpunkte im Bereich Personal lagen im Jahr 2013 auf der Personalentwicklung und Nachfolgeplanung sowie der Schärfung des Profils unserer Symrise Academy. In Deutschland wurde unsere familienorientierte Personalpolitik weiterentwickelt.

In der Symrise Academy wurde mit dem Fokus "Symrise Future Generation Leadership Development Program" der Bereich "Leadership Training & Development" aus dem Vier-Säulen-Konzept weiter ausgebaut:

Flavorist und Perfumer Academy
Technical & Professional Training
Sales Training
Leadership Training & Development

Eine Stärke von Symrise liegt in der Aus- und Weiterbildung unseres technischen Personals, vor allem im Kreativbereich. Die Flavoristen- und die Parfümeurs-Schule bilden Spitzenkräfte aus, die schnell und sehr erfolgreich eingesetzt werden können. Daneben bleibt die technische Weiterbildung der Mitarbeiter in der Produktion ein fester Bestandteil der Symrise Weiterbildungsprogramme, beispielsweise mit Ausbildungsgängen zur Produktionsfachkraft Chemie, zum Prozess-Chemikanten sowie - neu aufgelegt in der Logistik bei Symotion - zum Fachlageristen. Ebenfalls fortgesetzt und ausgebaut wird die Weiterbildung des Vertriebspersonals (High Performance Sales Training).

ALTERSSTRUKTUR DER BELEGSCHAFT 2013

Ein weiteres Element der Personalentwicklung ist das Entwickeln von Nachwuchsführungskräften für Schlüsselpositionen im Unternehmen. Hierzu wurde im Jahr 2013 - neben regionalen Initiativen - ein globales Programm aufgesetzt.

Symrise verfolgt eine sehr anwendungs- und umsetzungsorientierte Philosophie in der Personalentwicklung. Neueste Studien zeigen, dass 70 % des Lernens im Berufsleben "on the job" durch Wahrnehmung neuer Aufgaben, neue Herausforderungen und die Arbeit in Projekten erfolgen. Weitere 20 % des Lernens geschehen durch Wissensvermittlung über Kollegen, den eigenen Chef, Coaching und Mentoring. Nur 10 % werden in strukturierten Seminaren und Trainings erlernt. Aus diesem Grund kommt bei Symrise der Arbeit in Projekten, aber auch dem Lernen in kurz- und mittelfristig angelegten Auslandsentsendungen, eine hohe Bedeutung zu; diesen Weg der Wissensvermittlung werden wir immer stärker ausbauen.

Symrise hat in erheblichem Maße in die Fortsetzung und Ausweitung der Ausbildung am Standort Holzminden investiert. Jedes Jahr stellen wir rund 45 neue Auszubildende in den verschiedenen Ausbildungsberufen ein. Damit bereiten wir uns auf den demografischen Wandel vor. Die Kapazitäten im Lehrlabor zur Ausbildung des chemisch-technischen Personals wurden um 12 zusätzliche Ausbildungsplätze erweitert. Ferner ist eine neue Kooperation mit der Hochschule Ostwestfalen Lippe in Lemgo entstanden. Hier studieren ab dem Wintersemester 2013 zwei Symrise Mitarbeiter mit chemisch-technischem Ausbildungshintergrund am Fachbereich Life Science Technologies und bereiten sich in sechs Semestern auf ihren Bachelor of Science mit den Schwerpunkten Lebensmitteltechnologie sowie Technologie der Kosmetika und Waschmittel vor. Um neue Auszubildende zu gewinnen, beteiligen wir uns an zahlreichen Berufsorientierungsmaßnahmen an Schulen und an der Ideen-Expo in Hannover oder an Hochschulinformationstagen.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Unternehmenskultur von Symrise ist eine familienorientierte Personalpolitik. In entscheidenden Lebenssituationen wie der Geburt und der Erziehung eines Kindes oder der Pflege von Angehörigen ermöglichen wir unseren Mitarbeitern durch zahlreiche Einzelprogramme, dies bestmöglich mit ihrem beruflichen Einsatz zu verbinden.

Darüber hinaus hat Symrise im Jahr 2013 eine geschäftsbereichs- und regionenübergreifende Nachfolgeplanung eingeführt. Sie setzt sich aus drei Elementen zusammen: einem unmittelbaren Notfallplan für die sofortige Besetzung wichtiger Schlüsselpositionen beispielsweise im Krankheitsfall, einer Nachfolgeplanung, bei der die Kandidaten über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren für die Nachfolge in bestimmten Positionen qualifiziert werden, sowie der Entwicklung von Karriereplänen über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren - dem Symrise Future Generation Leadership Development Program. Mit diesem Instrument werden hochqualifizierte Kandidaten für die Nachfolge in Schlüsselpositionen identifiziert und zielgerichtete Entwicklungspläne definiert.

PERSONALMASSNAHMEN

Vergütung und Tarifverträge

Symrise wendet auf seine Mitarbeiter in Deutschland die für die Chemische Industrie geltenden Tarifverträge inhaltlich wie auch im Hinblick auf die Laufzeiten an. Im Februar 2014 wurde für die Chemische Industrie ein Tarifvertrag abgeschlossen, der eine Erhöhung der Tarifentgelte um 3,7 % festlegt. Bei der Umsetzung dieser Erhöhung für Symrise werden wir unsere wegweisende Standortsicherungs-Vereinbarung berücksichtigen, die mit einer Gültigkeit bis in das Jahr 2020 Abschläge im Entgelt von 0,7 %-Punkten gegenüber dem Branchentarif vorsieht. Insofern werden durch den Tarifabschluss die Tarifentgelte unserer Mitarbeiter um 3 % angehoben. Diese angepassten Tarifentgelte werden bis Ende März 2015 ihre Gültigkeit behalten. Flexible Vergütungssysteme, die mit variablen Entgeltbestandteilen den individuellen Leistungsbeitrag der Mitarbeiter honorieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Lage des Unternehmens berücksichtigen, sind ein wesentlicher Bestandteil unserer modernen Vergütungspolitik. Die Vergütungssysteme setzen auf unserem Gehaltsbandbreiten-Modell auf, das an allen größeren Symrise Standorten eingeführt worden ist. Die Vorteile dieses so genannten Job Grade-Konzepts liegen in einer strukturierten und nachvollziehbaren Vergütung sowie in deren internationaler Vergleichbarkeit. Dadurch erhöhen wir die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber und tragen zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern bei. Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt: Leistung soll sich bei Symrise lohnen.

Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG BCE bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 für einen Zeitraum bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von rund 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG BCE mit fest definierten Abschlägen von durchschnittlich etwa 1 % pro Jahr über die Laufzeit bis 2020. Die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen und damit die Sicherung der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eine wesentliche Säule unserer Personalpolitik. Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung in den Tarifverhandlungen ist die Rückführung dieser wettbewerbssteigernden Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der Chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.

Wirtschaftsbericht

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

DIFFERENZIERTE AUSWIRKUNGEN AUF SYMRISE

Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine große Rolle. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung.

Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.

Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die internationale Wirtschaftslage hat sich im Jahresverlauf 2013 uneinheitlich gezeigt. Eine positive Entwicklung zeigten mehr und mehr die Industrieländer, wohingegen das Wachstum in einigen Schwellenländern hinter den Erwartungen zurückblieb. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2013 nach Schätzungen des DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung - deshalb nur verhalten um 3,0 % (Vorjahr: 3,1 %).

Die konjunkturelle Belebung in den Industrieländern beruhte zumeist auf der Erholung des privaten Konsums und wird vor allem von der allmählichen Verbesserung auf den Arbeitsmärkten und den niedrigen Inflationsraten gestützt. Zudem lösten sich die finanzpolitischen Unsicherheiten in den USA auf, die US-Geldpolitik bleibt weiterhin expansiv. Die Wachstumsrate in den USA erhöhte sich von Quartal zu Quartal und erreichte im Herbst 2013 einen annualisierten Wert von 3,6 %. Im Euroraum scheint die Talsohle der wirtschaftlichen Entwicklung erreicht. Im Jahr 2013 dürfte die Wirtschaft im Euroraum aber noch geringfügig um 0,4 % geschrumpft sein. Die deutsche Wirtschaft setzte im Jahresverlauf 2013 ihre Erholung fort. Im Zuge der anziehenden Weltkonjunktur belebten sich die deutschen Exporte, was auch die Investitionstätigkeit anregt. Die Kaufkraft der privaten Haushalte profitierte vom Beschäftigungsaufbau, einer positiven Lohnentwicklung und der anhaltend niedrigen Preissteigerungsrate. Die gesamtwirtschaftliche Leistung in Deutschland nahm 2013 um schätzungsweise 0,4 % zu.

BIP-ENTWICKLUNG 2012/2013 in %

Quelle: DIW Berlin

Symrise erzielt nahezu die Hälfte seiner Umsatzerlöse in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Insbesondere in China und Indien beschleunigte sich das wirtschaftliche Wachstum Ende 2013 wieder spürbar. Die Zuwachsrate des chinesischen Bruttoinlandsprodukts dürfte 2013 bei 7,6 % gelegen haben, der Anstieg des indischen BIP bei 2,8 %. Auch die meisten osteuropäischen Volkswirtschaften sind im Herbst 2013 deutlich gewachsen, was vor allem auf eine kräftige Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen war. Die gesamtwirtschaftliche Leistung Brasiliens und Mexikos legte 2013 um 3,3 % beziehungsweise 1,5 % zu.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:

Konjunkturelle Schwankungen haben in den entwickelten Märkten kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse - beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt - abdecken.
Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care (etwa 10 bis 15 % unseres Produktportfolios).
In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmack- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung.
Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte.

Im Geschäftsjahr 2013 profitierte Symrise von der bereits erreichten guten Marktposition in den Emerging Markets und einem breit diversifizierten Kundenportfolio.

ENTWICKLUNG WESENTLICHER ABSATZMÄRKTE

Der für den Symrise Konzern relevante Markt wächst langfristig um 2 bis 3 %. 2013 lag das Marktvolumen bei 17,4 Mrd. €. In den Marktbereichen Geschmack- und Duftstoffe sowie Aromachemikalien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ähnliche Entwicklungen verzeichnet.

PREISENTWICKLUNG UND VERFÜGBARKEIT DER ROHSTOFFE

Symrise setzt in der Produktion rund 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von Bedeutung sind beispielsweise natürliche Vanille und Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette ihren Einsatz finden. Generell entfallen jedoch auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen haben sich die Beschaffungskosten 2013 moderat bis leicht rückläufig entwickelt, bedingt durch den Nachfragerückgang (zum Beispiel auf dem europäischen Markt) beziehungsweise den im Jahr 2013 unter den Erwartungen wachsenden Bedarf in den Emerging Markets. Auch bei Citral- und Terpenderivaten, die bei der Herstellung von Duftkompositionen eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und somit die Kostensituation 2013 leicht entspannt. Für den Großteil der Basischemikalien gilt Ähnliches.

Insgesamt entwickelten sich die Preise für chemische Rohstoffe im Geschäftsjahr 2013 leicht rückläufig. Bei natürlichen Rohstoffen ergaben sich durch das wechselhafte Marktumfeld deutliche Preisverzerrungen bei weiterhin hoher Volatilität. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit LANXESS bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration, das heißt unter Einbeziehung der lokalen Bauern in Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille.

POLITISCHE UND REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Produkte des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition kommen insbesondere in Nahrungsmitteln, in Getränken sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. In der EU sind spätestens ab Oktober 2014 neue maximale Grenzwerte für bestimmte Aromastoffe zu beachten. Symrise kam dieser neuen gesetzlichen Anforderung bereits frühzeitig im Jahr 2013 nach. Damit ist sichergestellt, dass alle Symrise Produkte diesen Anforderungen genügen und eine entsprechende Dokumentation für die Kunden bereitgestellt wird. Außerdem erfolgte die Veröffentlichung der so genannten EU Union List für Aromastoffe, die auch genaue Reinheitsanforderungen enthält. Symrise hatte bereits vor der Veröffentlichung begonnen, seine Datensysteme entsprechend anzupassen und die Kunden über die Änderungen zu informieren.

Im Zuge verstärkter Auditierungen der Lebensmittelindustrie durch die US-Behörde FDA (Food and Drug Administration) auch außerhalb der USA wurde im Jahr 2013 die Symrise AG in Holzminden erfolgreich auditiert.

Im Geschäftsbereich Scent & Care werden Parfümöle und Wirkstoffe hauptsächlich für die kosmetische Industrie und Haushaltsprodukte hergestellt. Eine Hauptaktivität bestand im Jahr 2013 für Symrise in der Registrierung wichtiger Produkte beziehungsweise Rohstoffe gemäß der Europäischen Chemikalienverordnung REACH: Insgesamt wurden bis zum Ende der Registrierungsfrist am 31. Mai 2013 für über 40 Altstoffe (so genannte phase-in-substances; EINECS) Dossiers bei der Europäischen Chemikalien-Agentur (ECHA) eingereicht. Zusätzlich wurden mehrere neu entwickelte Stoffe (sogenannte non phase-in substances) registriert und einige bereits 2010 registrierte Substanzen überarbeitet. Somit ist für circa 50 Substanzen im Jahr 2013 die Registrierung erfolgt und damit die weitere Nutzung gewährleistet.

Neben REACH stand im Jahr 2013 die Umsetzung von neuen und überarbeiteten Qualitäts- und Sicherheitsstandards der IFRA (International Fragrance Association) im Fokus. Diese Standards wurden von Symrise fristgerecht umgesetzt, um eine maximale Sicherheit von Fragrance Produkten für Konsumenten zu gewährleisten.

UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Der Umsatz des Symrise Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2013 um 6 % auf 1.830 Mio. €. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 10 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte wie im Vorjahr 48 %.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) auf Konzernebene erhöhte sich um 10 %, von 339 Mio. € auf 373 Mio. €.

Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 20,4 % (Vorjahr: 19,5 %).

Der Jahresüberschuss 2013 stieg um 15 Mio. € auf 172 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,46 € (2012: 1,33 €). Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 vorschlagen, die Dividende von 0,65 € auf 0,70 € je Aktie anzuheben.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 haben wir die Erwartung geäußert, dass beide Geschäftsbereiche ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über Marktwachstum (2-3 %) anstreben.

Unter den Annahmen, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2012 verharren und sich die Währungsrelationen im Vergleich zu 2012 nicht deutlich verändern, erwarteten wir für 2013 eine EBITDA-Marge von rund 20 %.

Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA, soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen.

Mit einem Umsatzanstieg von währungsbereinigt 9,8 % haben wir unser Umsatzziel deutlich übertroffen. Ohne die Akquisition Belmay hätte das Wachstum 7,7 % betragen. Die EBITDA-Marge von 20,4 % liegt im angestrebten Bereich und die Nettoverschuldung lag mit dem 2,0-fachen EBITDA am unteren Ende des von uns angestrebten Zielkorridors.

ERTRAGSLAGE

Umsatz im Konzern

Im Gesamtjahr 2013 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 1.830 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr um 6 %, währungsbereinigt beträgt der Zuwachs 10 %.

ZIELERREICHUNG 2013

Ziel zu Beginn des Geschäftsjahres Erreichter Wert
Umsatzwachstum (währungsbereinigt) merklich über Marktwachstum (2-3 %) 9,8 %
EBITDA-Marge rund 20,0 % 20,4 %
Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen)/EBITDA mittelfristig 2,0 bis 2,5 2,0

UMSATZENTWICKLUNG DES SYMRISE KONZERNS in Mio. €

Geschäftsbereiche: Scent & Care konnte den Umsatz währungsbereinigt um 13 % auf 960 Mio. € steigern. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 870 Mio. €; dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg um 6 % im Vergleich zum Vorjahr.

Regionen: Der Umsatz in der Region EAME nahm um 5 % zu (währungsbereinigt: 7 %). Die Region Nordamerika entwickelte sich im Geschäftsjahr 2013 sehr erfreulich und erzielte einen Umsatzzuwachs von 11 % gegenüber Vorjahr (währungsbereinigt: 14 %). Das Geschäft in der Region Asien/Pazifik verlief ebenfalls positiv; das Umsatzplus belief sich auf 4 % (währungsbereinigt: 10 %). In der Region Lateinamerika erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 2 % (währungsbereinigt: 12 %).

Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 11 %. Der Anteil dieser Ländergruppe am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2013 wie im Vorjahr bei 48 %.

Umsatz Scent & Care

Im Geschäftsjahr 2013 erzielte der Geschäftsbereich Scent & Care einen Umsatz von 960 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 9 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 13 %.

Alle Geschäftsfelder verzeichneten im abgelaufenen Jahr eine positive Geschäftsentwicklung. Am stärksten expandierte das Geschäftsfeld Fragrances, vor allem durch die Akquisition der amerikanischen Belmay. Aber auch die Geschäftsfelder Oral Care und Aroma Molecules konnten ihre Umsätze deutlich, teilweise prozentual zweistellig, steigern. Das Geschäftsfeld Life Essentials erzielte gute, prozentual einstellige Zuwächse, vor allem in EAME.

Regionen: Alle Regionen konnten ihre Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich steigern. Allen voran steht die Region Nordamerika, in der wir durch die Akquisition der amerikanischen Belmay unseren Marktanteil in den Segmenten Feinparfümerie, Personal Care und Air Care deutlich ausgebaut haben. Auch in den aufstrebenden Märkten Asien, Lateinamerika, Osteuropa, Afrika und der Golfregion erzielten wir hohe, prozentual zweistellige Zuwachsraten.

In der Region EAME stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 10 %. Sowohl in den entwickelten Märkten Westeuropas, als auch in den aufstrebenden Märkten Osteuropas, Afrikas und der Golfregion konnten wir hohe, prozentual ein- beziehungsweise zweistellige Zuwächse erzielen. Insbesondere die Geschäftsfelder Fragrances und Life Essentials verzeichneten hier hohe Wachstumsraten. Im Geschäftsfeld Life Essentials haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrere neue und innovative Produkte auf den Markt gebracht und wurden dafür mehrfach ausgezeichnet. Im vierten Quartal überzeugte der multifunktionale Inhaltsstoff Symsave® H die Branche. Er erhielt den - in diesem Jahr zum ersten Mal verliehenen - SEPAWA INNOVATION Award 2013. SymSave® H vereint antioxidative, hautberuhigende und konservierungsfördernde Eigenschaften in nur einem Inhaltsstoff, was ihn zur idealen Komponente für Haut- und Haarpflegeformulierungen macht.

UMSÄTZE NACH REGIONEN

in Mio. € 2012 2013 Veränderung

in %
Veränderung in % währungsbereinigt
EAME 785,4 828,3 5 7
Nordamerika 316,8 350,3 11 14
Asien/Pazifik 404,5 419,6 4 10
Lateinamerika 228,2 232,2 2 12
Gesamt 1.734,9 1.830,4 6 10

In Nordamerika stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 19 %. Das größte Wachstum wurde im Geschäftsfeld Fragrances, vor allem durch das im März 2013 erworbene Geschäft der Belmay Gruppe erzielt. Aber auch in den Geschäftsfeldern Oral Care und Aroma Molecules erreichten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr in Nordamerika hohe, prozentual zweistellige Zuwachsraten. Hier profitierten wir von den im Vorjahr geschaffenen zusätzlichen Produktionskapazitäten für Menthol.

In der Region Asien/Pazifik nahmen die Umsätze währungsbereinigt um 14 % zu. Alle Geschäftsfelder konnten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Die größten Wachstumsimpulse verzeichneten wir in den Ländermärkten China, Indien, Indonesien und Japan.

In Lateinamerika erhöhte sich der Umsatz währungsbereinigt um 11 %. Die stärksten Zuwächse erzielte das Geschäftsfeld Fragrances. Hier wirkte sich die bereits im Vorjahr getätigte Akquisition der brasilianischen Belmay nachhaltig positiv auf unsere Geschäftsentwicklung aus. Des Weiteren konnten wir im Geschäftsfeld Aroma Molecules hohe Zuwächse im Anwendungsbereich Menthol erzielen.

Geschäftsfelder: Das Geschäftsfeld Fragrances, das mehr als die Hälfte des Umsatzes des Geschäftsbereichs Scent & Care bestreitet, verzeichnete im Jahr 2013 ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum, vor allem durch das im März 2013 erworbene Geschäft der Belmay Gruppe. Die Belmay Gruppe mit Hauptsitz in Yonkers, New York, war ein etablierter und anerkannter Hersteller von Duftkreationen, insbesondere für die Anwendungsgebiete Feinparfümerie, Kosmetik und Air Care. Sowohl das Produkt- als auch das Kundenportfolio von Belmay haben die bestehenden Aktivitäten des Geschäftsbereichs Scent & Care hervorragend ergänzt und zugleich unsere Präsenz in Nordamerika gestärkt. Mit dieser Akquisition hat Symrise einen weiteren wichtigen strategischen Schritt unternommen, um das Wachstum in den Segmenten Feinparfümerie, Personal Care und Air Care nachhaltig voranzutreiben.

Als eines der ersten Duftstoffunternehmen der Branche bezieht Symrise CENSO-zertifiziertes Lavandin. Damit sichern wir uns die Basis für einen natürlichen Schlüsselrohstoff für Duftkreationen und fördern gleichzeitig die nachhaltigen Anbaumethoden resistenten Lavandins, dessen Pflanzen von einem aggressiven Mikroorganismus bedroht sind. Mit dieser Initiative stützen wir unsere langfristige Strategie der nachhaltigen Beschaffung von Schlüsselrohstoffen, wie zum Beispiel Vanille aus Madagaskar, wofür wir den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten haben.

Das Geschäftsfeld Life Essentials erzielte im Jahr 2013 ebenfalls ein gutes prozentual einstelliges Wachstum. Im Anwendungsbereich Cosmetic Ingredients wurden wir erneut für unsere Entwicklungsleistungen der vergangenen Jahre geehrt und haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Produkte in den Markt eingeführt. Einige der Highlights waren:

Best Ingredient Award in Silber der in-cosmetics Innovation Zone

SymHair™ Force 1631 stärkt das Haar nachweislich und erhielt dafür den Innovation Zone Best Ingredient Award in Silber.
Drei BSB Awards

SymFit® nat 1750 wurde in der Kategorie "Natural Product - Most Innovative Raw Material" mit dem ersten Preis ausgezeichnet, da es die Haut nachweislich strafft.

Sym3D® hat in der Kategorie "Innovative Raw Materials - Cosmetics Actives" einen zweiten Preis für seine doppelte Wirkung erhalten: Es verleiht den Lippen mehr Volumen und wirkt der Faltenbildung/Hautalterung entgegen.

SymBronze® 1659 erzielte einen weiteren zweiten Preis in der Kategorie "Innovative Raw Materials - Cosmetics Functionals". SymBronze® 1659 ist ein biologischer Selbstbräuner, wirkt von innen heraus und sorgt ohne Sonnenstrahlen für natürlich getönte Haut. Er beschleunigt zudem den Bräunungsprozess beim Sonnenbaden und bewahrt die Bräune über längere Zeit.

Die Umsatzentwicklung im Geschäftsfeld Aroma Molecules verlief im Geschäftsjahr 2013 positiv und erreichte ein prozentual zweistelliges Wachstum. Wesentlicher Wachstumstreiber war der Anwendungsbereich Menthol, vor allem durch den im Vorjahr getätigten Ausbau der Produktionskapazitäten.

Das Geschäftsfeld Oral Care verzeichnete ebenfalls ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum. Alle Regionen trugen hierzu mit hohen einstelligen beziehungsweise zweistelligen Wachstumsraten bei.

Umsatz Flavor & Nutrition

Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Flavor & Nutrition einen Umsatz von 870 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 2 %; währungsbereinigt betrug der Anstieg 6 %. Wesentliche Wachstumstreiber waren die Emerging Markets sowie die gute Positionierung bei unseren strategischen Kunden. Alle Anwendungsbereiche trugen zu dem Umsatzwachstum bei.

Regionen: Flavor & Nutrition steigerte 2013 die Umsätze in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr deutlich. In den aufstrebenden Märkten in Asien, Lateinamerika, Osteuropa, Afrika und der Golfregion erzielte der Geschäftsbereich ein währungsbereinigtes Wachstum von 9 %.

In der Region EAME lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2013 währungsbereinigt 5 % über dem Vorjahr. In den aufstrebenden Märkten Osteuropas, Afrikas und der Golfregion konnten deutliche Zuwächse erzielt werden. Besonders dynamisch verlief die Umsatzentwicklung in Russland, Ägypten, Großbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei. Die Anwendungsbereiche Savory und Sweet erreichten die höchsten Wachstumsraten, vor allem mit unseren strategischen Kunden. Im Juni hat Symrise eine neue Pulvermischanlage und ein daran angeschlossenes modernes Rohstofflager in Betrieb genommen. Mit dem Neubau haben wir unsere Aromenproduktion von Pulvermischungen am Standort Holzminden zusammengeführt. Künftig fertigen Mitarbeiter hier Aromenkompositionen in Pulverform für Süßwaren, Suppen, Fertiggerichte und Würzmischungen, die bisher in unterschiedlichen Werksteilen hergestellt wurden. Durch diese Konzentration der Produktionsstätten erhöhen wir die Effizienz, Kapazität und Produktvielfalt deutlich. Der neue Mischbetrieb umfasst eine Produktionsfläche von 3.500 m2 und eine Lagerfläche von 1.000 m2 . Alle Prozesse - von der Rohstoff-Anlieferung bis zum Versand - finden nun unter einem Dach statt.

Im November wurde Symrise auf der Fachmesse Food Ingredients Europe (FIE) für die nachhaltige Beschaffung von Vanille auf Madagaskar mit dem FIE Excellence Award in der Kategorie Nachhaltigkeitsinitiative ausgezeichnet. Bereits 2012 hatten wir einen Nachhaltigkeitspreis für unsere Vanille-Aktivitäten auf Madagaskar erhalten. Seither hat sich unsere Initiative dort erheblich weiterentwickelt. Mittlerweile arbeiten wir mit mehr als 5.000 Farmern zusammen und fördern die Diversifikation der Landwirtschaft vor Ort (zum Beispiel durch den Anbau von Vetiver). Durch diese und andere Maßnahmen soll die gesamte Lebensgrundlage der Bauern nachhaltig verbessert werden.

In der Region Nordamerika haben wir im Geschäftsjahr 2013 eine erfreuliche Umsatzentwicklung erreicht. Währungsbereinigt lagen die Umsätze 6 % über denen des Vorjahres. Wesentliche Wachstumstreiber waren die Anwendungsbereiche Savory und Beverages. Hier konnten wir eine Reihe von Neugeschäften mit unseren strategisch bedeutenden Kunden realisieren. Im Anwendungsbereich Sweet verzeichneten wir erneut einen wichtigen Erfolg im Bereich Vanille. An unserem Standort Teterboro haben wir im dritten Quartal ein neues Research-Food-Science-Team gegründet. Das Team nutzt Ergebnisse aus der Grundlagenforschung, um die Entwicklung marktfähiger Produkte noch erfolgreicher zu machen und fungiert gleichzeitig als Schnittstelle zwischen den Bereichen Geschmacksentwicklung und Anwendungstechnik.

In der Region Asien/Pazifik sind die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr währungsbereinigt um 7 % gestiegen. Besonders in den Ländermärkten China, Indonesien, Indien, Thailand und Japan erzielte der Geschäftsbereich gute Wachstumsraten. Die Anwendungsbereiche Savory und Sweet konnten ihre Geschäfte deutlich ausweiten und erreichten prozentual hohe einstellige Zuwächse. Der Anwendungsbereich Consumer Health steigerte den Umsatz erheblich und erzielte hohe zweistellige Wachstumsraten. Im August haben wir erfolgreich unsere discover chicken® -Initiative in Asien gestartet. Dazu haben sich die Symrise Geschmacksexperten der Business Unit Savory ausgiebig mit den unterschiedlichen regionalen asiatischen Küchen und den Zubereitungsmethoden auseinandergesetzt, um die kulinarische Vielfalt Asiens in einer Palette neuer Aromen widerspiegeln zu können.

In der Region Lateinamerika erzielte Flavor & Nutrition ein währungsbereinigtes Wachstum von 15 % und damit den höchsten Zuwachs des Geschäftsbereichs. Insbesondere in den Ländern Venezuela, Brasilien und Argentinien konnten die Umsätze deutlich ausgeweitet werden. Getrieben wurde die positive Geschäftsentwicklung in diesen Ländern durch starke Zuwächse bei unseren strategischen globalen und lokalen Kunden. Alle Anwendungsbereiche erreichten hohe Wachstumsraten, vor allem der Anwendungsbereich Savory steigerte die Umsätze deutlich zweistellig. Zur strategischen Weiterentwicklung unserer Marke NATURALLY CITRUS!® in Lateinamerika trafen sich an unserem brasilianischen Standort Granja Viana Mitarbeiter aus allen Regionen und Funktionen unseres Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition. In mehrtägigen Veranstaltungen wurden wichtige Impulse und Ideen für die Zitrus-Strategie in Lateinamerika gewonnen, die über die nächsten Monate gezielt weiterentwickelt und umgesetzt werden.

Symrise etabliert Dachmarke think mint® für frischen Geschmack und kühlende Pflege

Mint gilt als Symbol für Reinheit, sorgt für frischen Atem, erzeugt kühlende Effekte und berührt alle Sinne. Süßwaren, Kaugummi und Produkten für die Mundhygiene verleiht es ihre charakteristische frische Note. Verbraucher schätzen besonders das Zusammenspiel von kühlenden und erfrischenden Eindrücken. Um das Know-how der globalen Teams in diesem Bereich kategorieübergreifend zu bündeln, hat Symrise seine Expertise unter der Dachmarke think mint® zusammengefasst. Die strategische Plattform führt in vier Jahrzehnten erworbenes Wissen und Anwendungs-Know-how aus aller Welt zusammen. Die eigene Rohstoffbasis sichert zudem zuverlässige Qualität zu jeder Jahreszeit. Mit think mint® kombinieren wir unsere Kenntnisse um Mundpflege und Süßwaren und schaffen echten Mehrwert mit neuartigen Mintkompositionen und -kombinationen. Unsere Kunden können sich so mit einzigartigen Produkten am Markt positionieren.

KURZFASSUNG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Mio. € 2012 2013 Veränderung

in %
Umsatzerlöse 1.734,9 1.830,4 6
Umsatzkosten - 1.034,4 - 1.059,5 2
Bruttoergebnis vom Umsatz 700,6 770,8 10
Bruttomarge in % 40,4 42,1
Sonstige betriebliche Erträge 15,7 16,1 2
Vertriebskosten - 267,3 - 290,0 8
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 113,8 - 127,0 12
Verwaltungskosten - 80,8 - 85,0 5
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 1,8 - 1,8 - 1
Betriebsergebnis/EBIT 252,6 283,1 12

Das Beste aus der Kirsche: Mehr Vitalität mit Actiplants® Cherry Purevital

Im zweiten Quartal haben wir unseren hochreinen Pflanzenextrakt Actiplants® Cherry Purevital auf den Markt gebracht. Er eignet sich insbesondere für Nahrungsergänzungsmittel, die die Regeneration nach dem Sport fördern sollen. Als erster Kirschsaftextrakt erreicht er einen standardisierten Anthocyan-Gehalt von mindestens 16 %. Damit besitzt er den höchsten Gehalt an Anthocyanen und Polyphenolen aller vergleichbaren Produkte auf dem Markt. Dank des zum Patent angemeldeten und schonenden SymTrap™-Verfahrens enthält dieser Extrakt besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe.

Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzkosten nahmen 2013 um 25 Mio. € beziehungsweise 2 % auf 1.060 Mio. € zu (2012: 1.034 Mio. €). Der im Verhältnis zur Umsatzentwicklung unterproportionale Kostenanstieg ist vor allem auf eine geringere Rohstoffkostenquote und geringere Abschreibungen zurückzuführen. Das Bruttoergebnis stieg um 10 % und erreichte 771 Mio. € (2012: 701 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 42,1 % und war damit um 1,7 %-Punkte höher als im Vorjahr (40,4 %). Die Vertriebskosten lagen 8 % über dem Vorjahr und beliefen sich auf 290 Mio. € (2012: 267 Mio. €). Dies entspricht einem Anteil von 15,8 % am Konzernumsatz (2012: 15,4 %). Die F & E-Aufwendungen stiegen um 12 % auf 127 Mio. € (2012: 114 Mio. €). Die F & E-Quote lag mit 6,9 % über dem Niveau des Vorjahres (6,6 %). Die Verwaltungskosten erhöhten sich unterdurchschnittlich um 5 % auf 85 Mio. € (Vorjahr: 81 Mio. €). Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz verbesserte sich noch einmal von 4,7 % im Jahr 2012 auf 4,6 % im Berichtsjahr.

Ergebnissituation

Konzern: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) erhöhte sich 2013 um 10 % auf 373 Mio. € (2012: 339 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich vor allem die verbesserte Bruttomarge positiv auf das Ergebnis aus. Die EBITDA-Marge erreichte 2013 20,4 %, gegenüber 19,5 % im Vorjahr.

Scent & Care: Scent & Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2013 ein EBITDA von 194,5 Mio. €. Es lag damit 21 % über dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge belief sich auf 20,3 %, gegenüber 18,2 % im Jahr 2012.

ERGEBNISÜBERSICHT

in Mio. € 2012 2013 Veränderung

in %
Veränderung in % währungsbereinigt
EBITDA 338,9 373,1 10,1 12,8
EBITDA-Marge in % 19,5 20,4
EBIT 252,6 283,1 12,1 14,8
EBIT-Marge in % 14,6 15,5

Flavor & Nutrition: Das EBITDA des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition lag 2013 geringfügig über dem Vorjahreswert (2012: 178 Mio. €) und erreichte 179 Mio. €. Die EBITDA-Marge betrug 20,5 %, nach 20,9 % im Vorjahr.

Finanzergebnis: Das Finanzergebnis 2013 in Höhe von -37,3 Mio. € hat sich gegenüber dem Ergebnis des Jahres 2012 um 2,8 Mio. € verbessert. Die Gründe liegen im Wesentlichen in einem niedrigeren Zinsaufwand für Pensionsverpflichtungen (-3,0 Mio. €). Das Zinsergebnis verbesserte sich um 3,5 Mio. € von -37,3 Mio. € auf -33,8 Mio. €. Bei der Finanzierungsstruktur haben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen ergeben, zu den bestehenden Finanzinstrumenten ist lediglich ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank EIB hinzugekommen, dessen Zinsaufwendungen für 10 Monate mit in das Zinsergebnis eingingen. Im April 2013 wurde dagegen ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 27,5 Mio. € zurückgezahlt.

Steuern: Im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 73,5 Mio. € (2012: 55,0 Mio. €). Damit liegt der Steuersatz des Berichtsjahres mit 29,9 % über dem des Vorjahres (25,9 %). Einer ausreichenden Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen.

Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie: Der Jahresüberschuss 2013 beträgt 172 Mio. € und stieg damit um 15 Mio. € beziehungsweise 9 % im Vergleich zum Vorjahr (2012: 157 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich dementsprechend bei unveränderter Aktienanzahl um 0,13 € auf 1,46 € (2012: 1,33 €).

Dividendenvorschlag 2013: Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 vorschlagen, eine Dividende von 0,70 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten. Symrise versteht die Dividendenzahlung als Teil seiner unternehmerischen Verpflichtung, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und diese mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.

FINANZLAGE

Finanzmanagement

Grundzüge und Ziele: Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.

Gemäß den Treasury Richtlinien wird die Finanzierung des Symrise Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Konzerntöchter wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu seinen Konsortialbanken und vermeidet dadurch eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.

Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäfts abgeschlossen werden dürfen.

Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management System implementiert, welches basierend auf einer Cashflow Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden fallweise gegen Schwankungen abgesichert.

Mit einer Eigenkapitalquote von 43 % zum 31. Dezember 2013 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Finanzierungsstruktur: Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Diese bestehen weiterhin aus den Elementen börsennotierte Anleihe, US Private Placement und Revolving Credit Facility sowie einem KfW Darlehen aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm. Darüber hinaus hat der Konzern im ersten Quartal 2013 einen Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank geschlossen, der zweckgebunden Mittel für Forschungszwecke zur Verfügung stellt. Dieser Kredit ist teilweise ausgezahlt, bis zum 8. März 2014 können bei Bedarf weitere Mittel in Anspruch genommen werden.

Bedingt durch den starken operativen Cashflow ist es Symrise gelungen, trotz Finanzierung der Belmay Akquisition netto keine zusätzlichen Kredite in Anspruch zu nehmen.

Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2013 eingehalten worden.

Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit (Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €) bestehen bilaterale Kreditlinien mit der Commerzbank AG über 12,5 Mio. € sowie mit der Deutschen Bank AG in Singapur über 5,0 Mio. USD, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken sollen. Die vereinbarten Zinsaufschläge bewegen sich auf marktüblichem Niveau.

Daneben dienen die Pensionsrückstellungen der Finanzierung.

Cashflow- und Liquiditätsanalyse

ÜBERSICHT CASHFLOW

in Mio. € 2012 2013
Operativer Cashflow 219,5 274,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 86,4 - 145,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 132,2 - 99,8
Liquide Mittel (31.12.) 117,4 135,3

Der operative Cashflow lag 2013 mit 274,8 Mio. € um 55,3 Mio. € beziehungsweise mehr als 25 % über dem Niveau des Vorjahres von 219,5 Mio. €. Wesentlicher Grund hierfür ist ein verbessertes operatives Ergebnis. Die Cashflow-Quote bezogen auf den Umsatz lag bei rund 15 %.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich um 59,4 Mio. € auf -145,8 Mio. € und umfasste im Wesentlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie den Erwerb der amerikanischen Belmay Gruppe und Aktien der schwedischen Probi AB.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit -99,8 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Bestandteile sind die 2013 ausgezahlte Dividende an die Aktionäre in Höhe von 76,8 Mio. € und saldierte Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 22,3 Mio. € (Vorjahr: 20,4 Mio. €). Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch in der Zukunft nicht absehbar. Dem Unternehmen stehen ausreichend Kreditlinien zur Verfügung, zum Beispiel im Rahmen der Revolving Credit Facility in Höhe von 300 Mio. €, die bis zum November 2015 zugesagt und derzeit mit ca. 10 % in Anspruch genommen ist.

Investitionen und Akquisitionen

Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 143 Mio. €, nach 70 Mio. € im Vorjahr.

Für immaterielle Vermögenswerte wurden rund 81 Mio. € (2012: 19 Mio. €) aufgewendet. Schwerpunkte bildeten hier die Akquisition der amerikanischen Belmay und Investitionen im Bereich Software, vorrangig SAP-Anwendungen, sowie Patente und die Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von 62 Mio. € getätigt (Vorjahr: 52 Mio. €). Dabei handelte es sich insbesondere um Investitionen in Kapazitätserweiterungen sowie die Fertigstellung eines neuen Forschungsgebäudes am Standort Holzminden. Im März 2013 haben wir die Aktivitäten der amerikanischen Belmay Gruppe mit Hauptsitz in Yonkers, New York, übernommen. Belmay war ein etablierter und anerkannter Hersteller von Duftkreationen, insbesondere für die Anwendungsgebiete Feinparfümerie, Kosmetik und Air Care. Sowohl das Produkt- als auch das Kundenportfolio von Belmay haben die bestehenden Aktivitäten des Geschäftsbereichs Scent & Care hervorragend ergänzt und zugleich unsere Präsenz in Nordamerika gestärkt.

Das bedeutendste Investitionsvorhaben im Geschäftsbereich Scent & Care ist eine Erweiterung der chemischen Produktion im Geschäftsfeld Life Essentials in Höhe von 15 Mio. €. Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition stellt die Kapazitätserweiterung der Extraktion und Destillation mit 9 Mio. € das größte Projekt dar. Beide werden aus laufenden Mitteln finanziert.

VERMÖGENSLAGE

Ausgewählte Bilanzposten

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2013 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 60 Mio. € auf 2.210 Mio. € (31. Dezember 2012: 2.150 Mio. €1 ). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem wachstumsbedingten Anstieg der Vorräte und höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag 2013 auf 1.252 Mio. € und lagen damit nahezu auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2012: 1.243 Mio. €); sie entsprachen 57 % der Vermögenswerte. In den Immateriellen Vermögenswerten sind Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 491 Mio. € (31. Dezember 2012: 491 Mio. €) sowie Rezepturen, Produktions-Know-how, Warenzeichen, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 321 Mio. € (31. Dezember 2012: 314 Mio. €) enthalten. Die Sachanlagen beliefen sich zum Jahresultimo 2013 auf 440 Mio. € (Vorjahresstichtag: 438 Mio. €). Die Vorräte nahmen im Vergleich der Bilanzstichtage 2012/2013 um 21 Mio. € beziehungsweise 6 % auf 369 Mio. € zu (31. Dezember 2012: 348 Mio. €). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde in erster Linie getrieben durch den deutlichen Umsatzanstieg, der auch zu höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag führte. Das Working Capital hat sich im Verhältnis zum Umsatz um einen Prozentpunkt auf 30 % reduziert. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich auf Jahressicht zum 31. Dezember um 18 Mio. € auf 135 Mio. €. Der Posten der kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte und Forderungen entsprach zum Jahresultimo 2013 dem Niveau des Vorjahresstichtags (36 Mio. €). In den langfristigen finanziellen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Guthaben auf einem Treuhandkonto im Zusammenhang mit der im Jahr 2013 getätigten Akquisition sowie Beteiligungen und langfristige Finanzanlagen ausgewiesen. Mit Überschreiten der Beteiligungsschwelle von 20 % im Februar 2013 waren die an Probi AB, Schweden, gehaltenen Anteile von dem Posten langfristige finanzielle Vermögenswerte in Anteile an assoziierten Unternehmen umzugliedern.

Auf der Passivseite der Bilanz verringerten sich die kurzfristigen Schulden vor allem durch eine geringere Inanspruchnahme einer revolvierenden Kreditlinie um 37 Mio. € beziehungsweise 10 % auf 328 Mio. € (31. Dezember 2012: 365 Mio. €). Die langfristigen Schulden stiegen um 25 Mio. €. Die darin enthaltenen langfristigen Darlehen lagen zum Jahresende 2013 mit 507 Mio. € über dem Niveau des Vorjahresstichtags (450 Mio. €). Demgegenüber nahmen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 10 % auf 332 Mio. € ab (31. Dezember 2012: 367 Mio. €1 ). Der Rückgang war durch im Vergleich zum Vorjahr höhere Zinssätze zur Diskontierung der Pensionsverpflichtungen bedingt.

Das Eigenkapital des Symrise Konzerns zum 31. Dezember 2013 stieg um 8 % auf 951 Mio. € (31. Dezember 2012: 879 Mio. €1 ). Für das Geschäftsjahr 2012 wurde im Jahr 2013 eine Dividende von 77 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 2013 bei 43 % (31. Dezember 2012: 41 %1 ).

1 Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzernanhang.

BILANZSTRUKTUR ZUM 31. DEZEMBER 2013 in Mio. € (Veränderung gegenüber Vorjahresstichtag1) , in %)

1) Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzernanhang.

Nettoverschuldung

in Mio. € 2012 2013
Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) (31.12.)1) 808,0 744,8
EBITDA 338,9 373,1
Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen)/EBITDA (31.12.)1) 2,4 2,0

1) Vorjahreszahlen angepasst durch Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (vgl. Konzernanhang TZ 2.2)

Die Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) verringerte sich zum Bilanzstichtag 2013 auf 744,8 Mio. €, vor allem durch höhere Zahlungsmittelbestände und geringere Pensionsrückstellungen. Der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) und EBITDA belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2013 auf 2,0 und liegt damit in der angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.

Grundsatz von Symrise ist die Beibehaltung der starken Kapitalbasis, um das Vertrauen von Kunden, Investoren und Fremdkapitalgebern zu erhalten und die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben. Wir konzentrieren uns auf eine Kapitalstruktur, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch sichern wir uns ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität.

Im Jahr 2013 hat sich die Finanzierungsstruktur dadurch verändert, dass das Schuldscheindarlehen in Höhe von 27,5 Mio. € vollumfänglich zurückgezahlt wurde sowie per Saldo 28 Mio. € aus der Revolving Credit Facility zurückgeführt wurden. Dies resultierte in einer Verringerung der kurzfristigen Finanzschulden. Andererseits wurden langfristige Mittel in Höhe von 90 Mio. USD bei der Europäischen Investitionsbank aufgenommen.

An wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge in Höhe von 138,3 Mio. € (2012: 76,4 Mio. €) und Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 16,0 Mio. € (2012: 6,8 Mio. €). Die Symrise AG hat mit Wirkung zum 1. Februar 2006 mit der Atos Origin GmbH einen Servicevertrag zur Auslagerung der internen Informationstechnologie mit einer Laufzeit von zehn Jahren geschlossen. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber Atos beträgt 33,8 Mio. € (2012: 51,2 Mio. €).

NACHHALTIGKEIT

Für Symrise sind wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht deshalb auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir deren Erwartungen und Anforderungen auf und beziehen sie auf allen Wertschöpfungsstufen mit ein, um überzeugende Lösungen zu entwickeln. So schaffen wir Werte für alle unsere Stakeholder.

Die Grundlage unseres Denkens und Handelns bildet der Symrise Wertekanon, der auch unsere Unternehmenskultur bestimmt. "Because we care" ist das Leitmotiv unserer Selbstverpflichtung zu einem ganzheitlichen Verständnis unternehmerischer Tätigkeit. Wir machen Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Unser Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie. Die Verknüpfung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen und Strategien befindet sich bei Symrise auf einem guten Weg, ist aber noch nicht abgeschlossen.

Die sukzessive, strategische Integration von Nachhaltigkeit in unsere Kernprozesse verantwortet ein globales, geschäftsbereichsübergreifendes Gremium - das Symrise Sustainability Board. Es setzt sich aus Vertretern des Top Managements zusammen und stellt sowohl die Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen in der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette als auch die Berücksichtigung der Belange wichtiger Anspruchsgruppen sicher. Die Umsetzung der vom Sustainability Board beschlossenen Nachhaltigkeitsziele erfolgt direkt in den Geschäftsbereichen. Zu diesem Zweck haben Vorstand und Sustainability Board Nachhaltigkeitsverantwortliche für die Geschäftsbereiche Flavor & Nutrition und Scent & Care benannt. Gemeinsam mit Vertretern der Stabsbereiche Corporate Compliance und Corporate Communications steuern sie die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie; die direkte Verantwortung für die Strategie liegt beim Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG.

KAPITALSTRUKTUR

2012 2013
in Mio. € in % der Bilanzsumme in % der Bilanzsumme Veränderung

in %
--- --- --- --- --- ---
Eigenkapital 879,3 41 951,1 43 8
Kurzfristige Schulden 364,8 17 328,1 15 - 10
Langfristige Schulden 906,1 42 931,3 42 3
Schulden 1.270,9 59 1.259,4 57 - 1
Bilanzsumme 2.150,2 100 2.210,4 100 3

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung entspricht den Anforderungen der Anwendungsebene A der Global Reporting Initiative™ (GRI) und erfüllt die Richtlinie G3. Im Jahr 2013 erhielt Symrise erneut externe Anerkennung für sein Nachhaltigkeitsengagement. So wurde Symrise von der DQS, einem führenden Zertifizierer von Unternehmensprozessen, als "Green Company" zertifiziert. Damit ist Symrise laut DQS ein Unternehmen, das sich in Bezug auf Produkte, Dienstleistungen und ökologische Standards von seinen Wettbewerbern unterscheidet, indem es seinen Einfluss auf die Umwelt minimiert. Unabhängige DQS-Auditoren haben die internen Prozesse des Unternehmens eingehend geprüft. Das Ergebnis: Sowohl Forschung und Entwicklung als auch Produktion und Vertrieb haben nachgewiesen, dass sie umweltbewusst handeln. Damit erfüllt Symrise die internationalen Anforderungen des Global Conformance Programms für Umweltmanagement. Im November 2013 erhielt Symrise darüber hinaus den FIE Excellence Award in der Kategorie Nachhaltigkeitsinitiative des Jahres. Er wird im Rahmen der Food Ingredients Europe (FIE), der größten Branchenmesse Europas, vergeben. Ausgezeichnet wurde das nachhaltige Vanille-Engagement auf Madagaskar.

Chancen- und Risikobericht

GRUNDSÄTZE

Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanent Risiken. Chancen bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können. Entsprechend bezeichnen Risiken künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- und Zielabweichung führen können. Die Nutzung von Chancen und die Erkennung von Risiken und deren Vermeidung sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen des Vorstands berücksichtigt werden. Symrise verfügt über Verfahrensanweisungen, die die Prozesse des Risikomanagements regeln und für die Mitarbeiter eine Grundlage für den Umgang mit Risiken darstellen. Alle Konzerngesellschaften werden halbjährlich aufgefordert, ihre im Risikoberichtswesen hinterlegten Risiken zu verifizieren und entsprechend der durchzuführenden Gegenmaßnahmen anzupassen und zu bewerten. Im Zuge der internen Revisionsaudits werden die eingeleiteten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben.

CHANCENMANAGEMENT

Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher neben dem Vorstand auch allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. In den Geschäftsbereichen und im Corporate Center werden strategische Chancen erfasst. Diese werden bewertet und Maßnahmen zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern.

CHANCEN IM EINZELNEN

Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Unsere Mitarbeiter reichen im Rahmen des Ideenmanagements, dessen Bestandteil auch das TPM (Total Productive Maintenance) ist, Vorschläge ein, wodurch sich zum Beispiel Arbeitsabläufe und Verfahren verbessern lassen. Operative Chancen können sich zudem auch aus den Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter ergeben. Im Rahmen des Know-how-Transfers zwischen den beiden Geschäftsbereichen sehen wir die Chance, zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen und Vorteile durch Synergien klar erkennen.

Die Zusammenlegung der Organisationseinheiten des Integrierten Managementsystems mit der Internen Revision hilft zudem, Optimierungspotenziale zu identifizieren und führt so zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Prozesse.

Das seit einigen Jahren in allen Gesellschaften des Symrise Konzerns etablierte Risikomanagement wird derzeit zu einem Risiko- und Chancenmanagement ausgebaut. Damit werden die in verschiedenen Bereichen des Konzerns schon heute erfolgreich beobachteten und in strategisches Handeln integrierten Chancen gemeinsam mit den Risiken des Unternehmens organisatorisch zusammengefasst. Der Nutzung von und Berichterstattung über Chancen dient dann das Netzwerk von Funktionsträgern im Konzern, die schon seit Jahren die Risiken ihrer Bereiche in das Risikomanagement des Konzerns einbringen.

Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Alterung der Gesellschaft zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Menschen stetig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend, beispielsweise mit neuen Geschäftsfeldern und Anwendungsbereichen wie Life Essentials oder Consumer Health. Eine intensive Marktforschung sowie umfangreiche F & E-Arbeit bilden die Grundlage für Eigenentwicklungen, die wir unseren Kunden zur Verbesserung ihrer Produkte oder zur Einführung neuer Produkte anbieten können. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt im Allgemeinen die Nachfrage nach Produkten, die Geschmack- und Duftstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen zu nutzen, bauen wir unsere Aktivitäten in diesen Ländern kontinuierlich aus.

Ebenso wie die Ertragsseite enthält auch die Kostenseite der Gesellschaften des Symrise Konzerns mögliche Chancen durch Einsparungen, die dem Unternehmen zwar bekannt sind, aber bislang in die Budgetierungen und Planungen des Konzerns nicht eingebracht wurden. So können durch die Zusammenlegung von Märkten und Produkten weitere Kostenvorteile entstehen. Ebenso wird die weitere Optimierung von Herstellungs-, Lagerungs- und Lieferverfahren zusätzlich Einsparungen auf der Kostenseite mit sich bringen.

Daneben können einige Maßnahmen der Risikokontrolle in Einzelfällen über die vollständige Kompensation der betreffenden Risiken hinaus zu Erträgen führen, die in aktuellen Planungen aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht nicht berücksichtigt sind. Auch Maßnahmen gegen Risiken des geschäftlichen Ausfalls enthalten Chancen. In den Business-Plänen der Gesellschaften des Symrise Konzerns ist drohender Verlust von Geschäft mit Bestandskunden enthalten. Ebenso enthalten die Business-Pläne Geschäftsanbahnungen, die diesen Verlust kompensieren sollen. Falls der beschriebene Verlust nicht eintritt, ist die Geschäftsanbahnung eine Chance, denn es können Geschäfte entstehen, die über das geplante Geschäftsvolumen hinausgehen.

Unternehmensstrategische Chancen erwachsen auch aus der Akquisition von Unternehmen. Durch die Zusammenarbeit mit der Probi AB könnten neue attraktive Anwendungsbereiche erschlossen werden. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir fortlaufend auf der Suche nach geeigneten Zielunternehmen. Auch im Rahmen von Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.

RISIKOMANAGEMENT

Das Risikomanagement von Symrise basiert auf den Grundzügen allgemein anerkannter Standards (ISO 31000) und erstreckt sich über sämtliche Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten. Die Koordination der Risikoerfassung erfolgt auf Ebene des Corporate Centers innerhalb der Abteilung Corporate Compliance. Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr an den Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung (Nettomethode) sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert. Ein mittleres Risiko liegt vor, wenn die Gewinnauswirkung des Risikos bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 25 bis 49 % die EBIDTA-Marge bezogen auf einen Umsatz von 10 bis 20 % der betreffenden Gesellschaft nicht übersteigt. Darüber hinaus werden die identifizierten Risiken nach ihrem Risikotyp sowie der Unternehmenseinheit und der Geschäftsaktivität klassifiziert. Die Risikotypen sind unterteilt in Vertrieb und Markt, unser tägliches Geschäft und Finanzen.

Unter den Risiken zu Vertrieb und Markt fassen wir die Erwartungen an unser Produktportfolio, die Rohstoffsituation sowie die politische Stabilität zusammen.

Die Einkaufsrisiken sowie beispielsweise die Risiken, die mit Investitionen und Produktion, Innovation und IT verbunden sind, fassen wir bei der Betrachtung unseres täglichen Geschäfts zusammen. Umweltrisiken werden hier ebenfalls berücksichtigt.

Unter den Finanzrisiken fassen wir zum Beispiel die Währungsrisiken, Wertänderungen immaterieller Vermögenswerte und ähnliche Risiken zusammen.

Des Weiteren werden geeignete Kontrollmaßnahmen aufgeführt und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter benannt. Damit bildet das Risikoberichtswesen zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung und die Überprüfung durch die interne Revision des Konzerns. Zusätzlich findet über die Risikobewertung ein Abgleich mit der Strategie des Unternehmens und den daraus abgeleiteten Zielen statt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Dabei handelt es sich um ein plötzlich auftretendes Risiko, das mit mittlerer oder hoher Wahrscheinlichkeit das Unternehmensergebnis einer Konzerngesellschaft in Höhe von mindestens 5 Mio. € beeinträchtigt oder den Jahresumsatz der betreffenden Gesellschaft um wenigstens 20 % reduziert. Ebenfalls wird ein solcher "Hazard Alert" vorgetragen, wenn ein Rechtsrisiko oder ein Compliance-Risiko eintritt, das bislang nicht in periodischen Risikoberichten an den Vorstand der Symrise AG enthalten war.

RISIKEN IM EINZELNEN

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN (NIEDRIGE RISIKEN)

In unserer Branche ist ein zunehmend intensiver Wettbewerb zu beobachten. In der Konsumgüterindustrie halten wir eine weitere Konsolidierung des Abnehmerkreises für Symrise Produkte für möglich. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit Marktanteile zu verlieren. Hierauf reagieren wir durch eine verstärkte Vermarktung unserer Innovationen und Produkte der Geschäftsfelder Life Essentials sowie Consumer Health, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Konkurrenz aufweisen. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene unserer Zulieferer bestehen insofern, als durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf unsere Beziehungen zu Kunden ausgehen können.

Politischen Risiken in der Form von Handelsembargos ist Symrise in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen wir unsere Rohstoffe beziehen und in die wir unsere Produkte exportieren. Behinderungen des Handels können wir durch ein Ausweichen auf andere Regionen teilweise kompensieren. In einzelnen Ländern beobachten wir kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls aufgrund eines Schuldenmoratoriums. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient zur Eingrenzung des Risikos. Wir begegnen Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, durch eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise vertreten ist, beobachten wir mit großer Aufmerksamkeit, insbesondere um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN (NIEDRIGE BIS MITTLERE RISIKEN)

Die Umsetzung der Unternehmensstrategie von Symrise ist, wie bei jedem Unternehmen, naturgemäß mit Risiken verbunden. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens können sich beispielsweise aus Fehleinschätzungen zum Wachstum, zur Profitabilität, der Liefersicherheit von Rohstoffen und dem Produktportfolio ergeben. Der Ausfall von Rohstofflieferungen, insbesondere der Ausfall von Exklusivlieferanten oder die Beeinträchtigung von Rohstofflieferungen durch Naturkatastrophen, stellen ein hohes Risiko dar. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit neuer Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit unserer Entwicklungen gewährleisten. Akquisitionen, die von Symrise durchgeführt werden, sind ebenfalls mit Risiken behaftet. Im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Diesen Risiken wirken wir durch einen klar definierten Integrationsprozess entgegen.

Die mögliche Streichung von einer Core List unserer Kunden und die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken des Unternehmens. Diesem Risiko begegnen wir durch einen engen Kontakt zu unseren Kunden. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität und Produktqualität. Hier sind wir bestrebt, stets zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN (INSGESAMT MITTLERE RISIKEN)

Produktrisiken: Die Duft- und Geschmackstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die der Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnimmt oder auf seiner Haut anwendet. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich unsere Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit unserer Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft.

Veränderungen in der Technologie eines Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber besteht ein Risiko für unsere Produkte, dem wir durch eine angemessene Patentverwaltung begegnen.

Beschaffungsrisiken: Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken einer ungeplanten Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Unsere Hauptlieferanten sind durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Darüber hinaus werden Beschaffungsalternativen, zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten, erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Ferner prüft Symrise die finanzielle Bonität der Lieferanten kontinuierlich. Alle Lieferanten sind über den Symrise Verhaltenskodex informiert worden. Symrise erwartet, dass die selbst auferlegten hohen ethischen Anforderungen zur Steigerung des Geschäftserfolgs unter Berücksichtigung der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, unserer Mitarbeiter und der Gesellschaft respektiert werden.

Wir untersuchen in regelmäßigen Abständen die Risiken zu Produktsicherheit, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt sowie Integrität unserer Hauptlieferanten, basierend auf international anerkannten Standards. Die Zahl der Lieferanten, die mit diesem Risikoprofil untersucht werden, wird kontinuierlich erweitert. Falls ein hohes Risiko identifiziert wird, werden Lieferantenaudits durchgeführt und gegebenenfalls wird die Geschäftsbeziehung eingestellt.

Betriebsrisiken: Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der Sicherheit von Einrichtungen und Prozessen, dem Brandschutz bis hin zu Qualität und Sicherheit von Materialien und deren korrekter Klassifizierung liegen. Daneben können steigende Anforderungen, länderspezifische Arbeits- und Umweltschutzauflagen sowie Naturkatastrophen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken mindern wir durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit, Versicherungen sowie durch entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund beobachten wir fortlaufend die regulatorischen Entwicklungen in den Ländern, in denen wir tätig sind.

Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art minimiert Symrise durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN (INSGESAMT NIEDRIGE RISIKEN)

Kreditrisiko: Das Kreditrisiko besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen und Symrise dadurch einen Vermögensschaden erleidet. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer allgemeinen Kostenkomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanziellen Krisen in Exportländern begegnet Symrise durch eine entsprechende Finanzkontrolle.

Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht; entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen. Wir stellen dadurch sicher, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen unseren Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.

Zins- und Währungsrisiken: Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise US-Dollar) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro denominiert ein. Eine Schwankung des US-Dollar kann insoweit zu entsprechenden Veränderungen unserer Materialpreise führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch Verhandlung von Korridoren in den Verträgen, außerhalb derer eine Preisanpassung erfolgt. Das verbleibende Währungsrisiko wurde 2013 durch Devisentermingeschäfte reduziert. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 7,5 Mio. USD (31. Dezember 2012: 9,0 Mio. USD) zur Sicherung von €/USD, mit einem Nominalvolumen von 6,0 Mio. USD (31. Dezember 2012: 0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/JPY und mit einem Nominalvolumen von 3,1 Mio. USD (31. Dezember 2012: 0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/INR. Um Schwankungen im Finanzergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cash Flow Hedge klassifiziert. Diese Geschäfte haben effektiv das Währungsrisiko reduziert.

Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Symrise hat dieses Risiko im Rahmen der Refinanzierung deutlich gemindert, rund 89 % der Verbindlichkeiten sind vor dem Hintergrund des günstigen Zinsumfelds mit fixen Zinssätzen aufgenommen. Bedingt durch Rückzahlungen von variablen Verbindlichkeiten beträgt die Quote inzwischen 94 %. Dem verbleibenden Zinsänderungsrisiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften.

Steuerrisiko: Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.

PERSONALRISIKEN (NIEDRIGE RISIKEN)

Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme sowie eine zielgerichtete Nachfolgeplanung entgegen.

Risiken, die von unseren Mitarbeitern ausgehen, können im Wesentlichen in dem Austritt aus unserem Unternehmen und damit im Kompetenzverlust, der Nichteinhaltung von unternehmensweit geltenden Richtlinien sowie gesetzlicher oder mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossener Vereinbarungen bestehen. Die Einhaltung lokaler Gesetze sowie unternehmensweiter Richtlinien wird durch interne Audits sichergestellt. Ferner läßt Symrise in regelmäßigen Abständen die Einhaltung dieser Vorgaben, die auf international anerkannten Standards beruhen, durch externe Auditoren überprüfen. Durch das erstmalige Einweisen neuer Mitarbeiter und durch regelmäßige spätere Schulungen stellen wir sicher, dass unsere unternehmensweiten Richtlinien, wie zum Beispiel der Code of Conduct, von allen Mitarbeitern beachtet werden. Durch unsere Karriereentwicklungsmöglichkeiten sowie eine regelmäßige Nachfolgeplanung beugen wir einer Abwanderung gerade bei Schlüsselpersonen vor. Mit den Arbeitnehmervertretungen stehen wir im engen Kontakt und vermeiden auf diese Weise Arbeitsniederlegungen.

RECHTLICHE RISIKEN (NIEDRIGE BIS MITTLERE RISIKEN)

Derzeit sieht sich Symrise in eher geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich des geistigen Eigentums. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, analysieren wir potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung unserer Rechtsabteilung und - soweit erforderlich - auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle weisen wir daher nur auf einen Verfahrenstypus hin: In den USA wird der Symrise Inc., wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung schädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern die Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine konkrete Geldforderung benannt worden. Wir glauben, die Beschuldigungen im Gerichtsverfahren entkräften zu können. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.

COMPLIANCE RISIKEN (NIEDRIGE RISIKEN)

Symrise betreibt seit Jahren eine Integrity Hotline, die es den Mitarbeitern erlaubt, anonym per Telefon oder Internet Fehlverhalten von Mitarbeitern an das Compliance Office zu melden. Alle eingehenden Meldungen werden untersucht und ggf. Maßnahmen eingeleitet, die bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen können.

IT-RISIKEN (NIEDRIGE RISIKEN)

Risiken der IT bestehen grundsätzlich in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Informationen, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten. Trotz dieser Schutzmaßnahmen besteht allerdings immer ein Restrisiko, dass Angriffe auf unser Datennetz von Behörden oder anderen Dritten unbemerkt bleiben.

GESAMTBEWERTUNG DER CHANCEN- UND RISIKOLAGE

Das Geschäftsmodell von Symrise zeichnet sich unserer Auffassung nach durch ein im Vergleich zu anderen Industriezweigen und Unternehmen überdurchschnittlich hohes Chancenpotenzial durch weltweit steigenden Privatkonsum und Wohlstand aus. Unsere Produkte dienen vielfach der Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie "Gesundheit" und "jugendlichem Aussehen", die weltweit bestehen. Das dynamische Wachstum und die hohe Rentabilität von Symrise belegen, dass wir diese Chancen bislang erfolgreich genutzt haben. Diese Strategie werden wir auch künftig fortsetzen.

Basierend auf den uns zur Verfügung stehenden Informationen kann für beide Geschäftsbereiche kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand von Symrise zu gefährden. Da das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch das System integrierter interner Kontrollen und Wirksamkeitsprüfungen ergänzt wurden, gehen wir davon aus, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen zu erfüllen.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

GRUNDZÜGE UND ZIELE

Gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des Internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.

Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Chancen- und Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gewährleisten. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Die Dokumentation der Chancen befindet sich im Aufbau. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.

Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Aufbauend auf einer Basisschulung für Mitarbeiter findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt, damit Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.

ORGANISATION UND PROZESS

Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Bereiche des Unternehmens und orientiert sich an ISO 31000 und basiert auf dem Rahmenkonzept COSO II. Basierend auf Berichten der Tochterunternehmen wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter Risiko-Konzernbericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat beziehungsweise dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist.
Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichprobenprüfungen der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der eingetretenen Auswirkungen beziehungsweise potenzieller Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Symrise hat am 10. Januar seinen Anteil an der schwedischen Probi AB von 29,91 % auf 30,03 % aufgestockt und hält damit 2.812.505 Aktien. Allen Aktionären des Probiotika-Spezialisten wurde ein öffentliches Pflichtangebot zum Preis von 40,10 Schwedischen Kronen unter Beachtung der gesetzlich geforderten Mindesthöhe unterbreitet. Dies entspricht dem höchsten Kurs, zu dem Symrise in den letzten sechs Monaten Probi-Aktien erworben hat.

Darüber hinaus gibt es keine anderweitigen für den Symrise Konzern zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2013 konnten wir Umsatz und Jahresüberschuss des Unternehmens erneut deutlich steigern. Die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die finanzielle Stabilität ist in allen Belangen gegeben. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.

Prognosebericht

KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Aussichten für die internationale Wirtschaftsentwicklung in den Jahren 2014 und 2015 sind günstig. Gemäß Prognose des DIW Berlin sollte sich das Wachstum der Weltwirtschaft von 3,0 % im Jahr 2013 auf 3,8 % im laufenden Jahr und 4,1 % im Jahr 2015 beschleunigen. Risiken bestehen allerdings weiterhin in einem erneuten Aufflammen der Krise im Euroraum und in eventuellen Kapitalmarktturbulenzen infolge einer weniger expansiven US-Geldpolitik. Der private Konsum wird 2014 und 2015 ein wesentlicher Treiber der internationalen Konjunktur sein. Die Umsatzentwicklung von Symrise sollte davon profitieren.

Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2013 ein Volumen von 17,4 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut aktueller Schätzung der IAL Consultants - circa 13,4 Mrd. € auf den Teilmarkt der Geschmack- und Duftstoffe und - nach eigenen Schätzungen - circa 4,0 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe. Wir gehen in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 2 bis 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus. Überproportional dürften sich dabei vor allem die Märkte in Lateinamerika wie auch in Asien entwickeln.

Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir eine ebenso hohe Volatilität bei den Rohstoffkosten wie im Vorjahr. Das wechselnde Umfeld auf den einzelnen Märkten deutet auf sehr unterschiedliche Entwicklungen je nach Rohstoff-Segment hin. Symrise hat auf Basis der Einschätzungen pro Rohstoff-Segment jeweils unterschiedliche Kontraktlaufzeiten oder eine kurzfristige Beschaffung ("spot sourcing") gewählt, um Kosten und Vorhersehbarkeit zu optimieren. Dies wird durch eine Optimierung des Rohstoffportfolios begleitet. Besonders hohe Volatilität wird 2014 in den Bereichen Zucker, Gewürze und spezielle Rohölderivate erwartet. Darüber hinaus entwickelt sich die Situation bei Citral- und Terpenderivaten durch den zunehmenden Bedarf unter anderem in den Emerging Markets kritisch, was zu Verknappungen und damit steigenden Preisen führt. In den Bereichen Zitrus und Menthol greift die gute Positionierung von Symrise durch unsere Rückwärtsintegrationen.

BIP-ENTWICKLUNG 2013/2014 in %

Quelle: DIW Berlin

Beispielsweise sind zum 1. Januar 2014 die allgemeinen Zollpräferenzen für bestimmte Rohstoffimporte aus Indien entfallen, da die Schwellenwerte für die Importmengen zum Teil erheblich überschritten wurden. Damit steigen die Importzölle in der Europäischen Gemeinschaft deutlich an. Dies stellt einen Kostenfaktor mit entsprechendem Einfluss auf die Rohstoffpreise dar.

Für das Geschäftsjahr 2014 ist mit weiterhin steigenden Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind politische Entwicklungen in den Ländern der Hauptöllieferanten. Insbesondere in Deutschland werden durch die Erhöhung der EEG-Abgabe die Energiekosten wesentlich steigen. Symrise steuert dieser Entwicklung in Deutschland durch frühzeitige Energiebeschaffung bei den Hauptenergieträgern entgegen. Gleichzeitig steht der Einsatz energieeffizienter Anlagen ebenso wie Optimierungsmaßnahmen an vorhandenen Anlagen im Fokus der Projekte.

KÜNFTIGE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

Für das Jahr 2014 bekräftigt Symrise seine Wachstums- und Profitabilitätsziele. Der Konzern geht weiterhin davon aus, schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt beträgt nach eigener Schätzung und Unternehmensdaten für das laufende Jahr 2 bis 3 % weltweit. Dabei erwarten beide Geschäftsbereiche, Scent & Care und Flavor & Nutrition, trotz der unterschiedlichen Entwicklung im Jahr 2013, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs.

Zur weiteren Steigerung unseres Ergebnisses werden wir unser strenges Kostenmanagement und den Fokus auf margenstarke Geschäfte beibehalten. Dazu gehören Initiativen wie konsequentes Preismanagement, Portfoliooptimierung und die Entwicklung innovativer Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2013 verharren und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2013 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2014 erneut eine EBITDA-Marge von rund 20 % für beide Geschäftsbereiche.

Der Quotient aus Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) und EBITDA soll auch 2014 innerhalb der angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5 liegen.

Unsere attraktive Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS

Der Vorstand der Symrise AG sieht das Unternehmen bestens aufgestellt, um das Geschäft in den Kernsegmenten und Wachstumsregionen weiter auszubauen. Das Erreichen unserer gesteckten Ziele sehen wir als Bestätigung unserer bewährten Strategie. Diese Erfolge sind Ansporn für das vor uns liegende Jahr. Die drei Eckpfeiler unserer Strategie sind unverändert. Sie stehen für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts.

Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus.
Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst.
Portfolio: Wir erschließen neue Märkte und Marktsegmente. Dafür bauen wir unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus.

Auch in Zukunft wollen wir vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigen wir zudem Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften ein, um uns Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen - oder die eigene Versorgung mit knappen Rohstoffen zu sichern.

Vergütungsbericht

VERGÜTUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER

Gemäß dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und entsprechend §1(3) der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Symrise AG berät und entscheidet bei Symrise das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Das aktuelle Vergütungssystem wurde zuletzt auf der Hauptversammlung 2013 von den Anteilseignern mehrheitlich gebilligt. Es erfüllt sämtliche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013.

Die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.

ANGEMESSENHEIT DER VORSTANDSBEZÜGE

Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder angemessen und die Zielsetzungen ambitioniert sein sollen.

Das durchschnittliche Entgelt eines Vorstandsmitglieds, bestehend aus der Festvergütung, dem jährlichen variablen Anteil sowie dem langfristig variablen Anteil, entspricht dem rund 23-fachen der durchschnittlichen Vergütung der Symrise Mitarbeiter in Deutschland und dem rund 24-fachen der Vergütung der Symrise Mitarbeiter weltweit.

Bei der variablen Vergütung sind die Ziele und die Kriterien zur Bewertung der Zielerreichung für den Vorstand ambitionierter ausgestaltet als bei den Führungskräften im Allgemeinen. So entfällt eine Bonuszahlung vollständig, wenn weniger als 85 % des gesetzten Ziels erreicht werden ("Threshold"). Bei den Führungskräften liegt dieser Wert bei weniger als 60 % Zielerreichung.

Ferner müssen Vorstandsmitglieder grundsätzlich ihre Altersvorsorge aus ihrer eigenen Vergütung im Wege von Deferred Compensation bilden. Einen Unternehmenszuschuss gibt es aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand nicht.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder umfasst ein festes Jahresgehalt (Festvergütung) zuzüglich Sachbezüge, eine jährliche variable Vergütung, ein langfristiges, Vergütungsprogramm (Long Term Incentive Plan/LTIP) und eine betriebliche Altersvorsorge im Form Deferred Compensation.

FESTVERGÜTUNG UND SACHBEZÜGE

Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre jährliche Festvergütung in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt. Die Sachbezüge umfassen geldwerte Vorteile, im Wesentlichen aus der Bereitstellung eines Firmenwagens.

JÄHRLICHE VARIABLE VERGÜTUNG

Die jährliche variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (EBITDA, EPS) sowie einem qualitativen Unternehmensziel abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % der Festvergütung erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Ziels entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett. Damit weichen wir von der allgemein im Unternehmen geltenden Mindestzielerreichung von 60 % deutlich zur Leistungsorientierung der Vorstandsmitglieder ab.

Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2013 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese variable jährliche Vergütung für das Kalenderjahr 2013 wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2013 im Folgejahr 2014 ausgezahlt.

LONG TERM INCENTIVE PLAN

Das langfristige Vergütungsprogramm (Long Term Incentive Plan/LTIP) ist eine variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.

Die Leistungsbeurteilung in den Incentive Plänen 2011-2013 und 2012-2014 sowie 2013-2015 beruht auf einem aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Kennziffer zur Leistungsmessung ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt. Im LTIP 20112013 wird zusätzlich die Steigerung des Unternehmenswerts gemessen als Überschuss des Ertragswerts über eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus. Letzteres wird anhand des Symrise Value Added (SYVA) gemessen.

Im LTIP 2011-2013 wird erst dann ein Bonus ausgezahlt, wenn Symrise sich besser entwickelt als 40 % der Vergleichswerte (40. Percentile Rank) beziehungsweise bei Erreichen eines Mindest-SYVA von 113. Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung entspräche dem 53. Percentile Rank sowie einem SYVA von 141.

Im LTIP 2012-2014 und 2013-2015 wird erst dann ein Bonus ausgezahlt, wenn Symrise sich besser entwickelt als 50 % der Vergleichswerte (50. Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung entspräche dem 60. Percentile Rank.

Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100. Percentile Rank erzielen würde, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.

Bei Herrn Dr. Bertram würde der Long Term Incentive Bonus bei 100 % Zielerreichung 600.000 €, bei den Herren Daub, Gliewe und Hirsch jeweils 343.000 € betragen.

Für die LTIP-Programme 2011-2013, 2012-2014 sowie 2013-2015 wurden zum Bilanzstichtag für Herrn Dr. Bertram Rückstellungen in Höhe von 934.115 € (Vorjahr: 580.592 €) (Aufwand 2013: 353.523 €), für Herrn Daub in Höhe von 558.171 € (Vorjahr: 347.446 €) (Aufwand 2013: 210.725 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 512.723 € (Vorjahr: 318.222 €) (Aufwand 2013: 194.501 €) sowie für Herrn Hirsch in Höhe von 539.146 € (Vorjahr: 335.213 €) (Aufwand 2013: 203.934 €) gebildet.

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch wurden durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 7. Dezember 2011 zuletzt neu festgesetzt. Im Jahr 2013 erfolgte keine Veränderung der Bezüge. Herr Dr. Heinz-Jürgen Bertram erhält eine Festvergütung von 600.000 € sowie einen Jahresbonus - bei 100 % Zielerreichung - von 515.000 €. Bei den Herren Achim Daub, Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch beträgt die Festvergütung 400.000 € und der Jahresbonus - bei 100 % Zielerreichung - ebenfalls 400.000 €.

Die Gesamtbezüge sind in der unten stehenden Übersicht individualisiert dargestellt.

ALTERSVERSORGUNG

Eine unternehmensfinanzierte Altersversorgung wird bei neu abzuschließenden Vorstandsverträgen von Symrise nicht mehr gewährt. Allerdings können alle Vorstandsmitglieder aus ihrem Jahreseinkommen im Rahmen eines Gehaltsverzichts Altersversorgungsansprüche aufbauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2013 haben die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe sowie Bernd Hirsch davon Gebrauch gemacht. Einen Unternehmenszuschuss gibt es analog der geltenden Regelung für außertarifliche Mitarbeiter und Führungskräfte in diesem Zusammenhang nicht.

Im Jahr 2013 ergaben sich aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten Zuführungen zu den Rückstellungen aus dem Gehaltsverzicht sowie dem Zinsaufwand für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 41.276 € (Vorjahr: 236.500 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 58.427 € (Vorjahr: 109.492 €) und für Herrn Hirsch in Höhe von 56.526 € (Vorjahr: 158.822 €).

Für die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram und Hans Holger Gliewe besteht aufgrund ihres früheren Arbeitsverhältnisses aus der Zeit vor ihrer Vorstandsbestellung zusätzlich eine Altersversorgungszusage, die damals allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurde.

Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsbezogene Komponenten
in € Festvergütung Nebenleistungen* Einjährige variable Vergütung ohne langfristige Anreizwirkung** Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger nicht aktienbasierter Anreizwirkung*** Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB Mehrjährige variable Vergütung mit langfristiger aktienbasierter Anreizwirkung**** Summe
--- --- --- --- --- --- --- ---
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
2013 600.000 9.078 520.408 595.989 1.725.475 0 1.725.475
2012 600.000 14.388 516.030 0 1.130.418 692.068 1.822.486
Achim Daub
2013 400.000 4.621 410.280 365.043 1.179.944 0 1.179.944
2012 400.000 5.046 393.280 0 798.326 527.510 1.325.836
Hans Holger Gliewe
2013 400.000 10.232 343.800 319.280 1.073.312 0 1.073.312
2012 400.000 9.331 401.120 0 810.451 461.379 1.271.830
Bernd Hirsch
2013 400.000 10.062 400.400 345.887 1.156.349 0 1.156.349
2012 400.000 10.050 405.600 0 815.650 395.248 1.210.898

* Nebenleistungen beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zur Gruppenunfallversicherung.

** Einjährige variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht.

*** Mehrjährige variable Vergütungen beinhalten die Rückstellungen per 31. Dezember 2013 für das LTIP-Programm 2011-2013.

**** Mehrjährige variable Vergütungen beinhalten die im Jahr 2013 erfolgte Auszahlung des am 31. Dezember 2012 ausgelaufenen, letzten aktienbasierten LTIP-Programms 2010-2012.

Für diese Versorgungszusagen wurden bei Herrn Dr. Bertram -3.711 € (Vorjahr: 145.809 €) und bei Herrn Gliewe -13.210 € (Vorjahr: 185.967 €) den Rückstellungen zugeführt.

Die auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallenden Aufwendungen für Pensionszusagen sind in der unten stehenden Übersicht dargestellt.

CHANGE OF CONTROL

Die Anstellungsverträge, die allen derzeitigen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen gleichlautende Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor.

Alle Vorstandsmitglieder bekommen im Falle eines Kontrollwechsels und einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat die Restlaufzeit ihrer Verträge abgegolten, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei für alle Vorstände auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.

Ferner enthalten alle Long Term Incentive Pläne (LTIP) eine Sonderklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Wird im Zuge eines Kontrollwechsels ein Mitglied des Vorstands abberufen, werden diesem Vorstandsmitglied alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen LTIP auf Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt.

VORZEITIGE BEENDIGUNG UND ZEITLICHES AUSLAUFEN DER DIENSTVERTRÄGE

Bei vorzeitigem Widerruf der Bestellung als Vorstandsmitglied erhält das jeweilige Vorstandsmitglied ausschließlich seine Festvergütung für die Vertragsdauer weitergezahlt. Ein Anspruch auf Bonuszahlungen für das betreffende Geschäftsjahr besteht nicht.

Lediglich bei Herrn Hans Holger Gliewe besteht aufgrund seiner seit dem 1. August 1980 bestehenden Betriebszugehörigkeit die Abrede, dass im Falle der Beendigung seines Vorstandsvertrags aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, sein der Organbestellung vorausgegangenes Arbeitsverhältnis wieder auflebt.

Mit den Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart worden. Als Entschädigung hierfür erhält das jeweilige Vorstandsmitglied 50 % seiner Festvergütung für diese zwölf Monate.

Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen.

D&O-VERSICHERUNG

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D & O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 AktG abgeschlossen.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten erstmals für das Geschäftsjahr 2013 eine jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine zusätzliche jährliche Vergütung in Höhe von 60.000 €. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhalten eine zusätzliche jährliche Vergütung von jeweils 30.000 €.

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld von 1.000 €, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt entsprechend für Mitgliedschaften in Aufsichtsratsausschüssen.

in € Zuführung zur Pensionsrückstellung aus Altersversorgungszusagen Davon Arbeitnehmer- Eigenleistung durch Gehaltsumwandlung Barwert der Pensionszusage gesamt
Dr. Heinz-Jürgen Bertram 37.565 56.588 1.135.748
2012 382.309 56.516 1.098.183
Achim Daub 0 0 0
2012 0 0 0
Hans Holger Gliewe 45.217 51.588 815.995
2012 295.459 51.516 770.778
Bernd Hirsch 56.526 49.500 323.837
2012 158.822 49.500 267.311

Die Vergütung ist zahlbar nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsratsmitglieds für das jeweilige Geschäftsjahr entscheidet, für das die Vergütung zu zahlen ist.

Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern auf Nachweis angemessene Auslagen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben. Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der unten stehenden Übersicht dargestellt.

D&O-VERSICHERUNG

In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt vereinbart worden.

Angaben gemäß Paragraph 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Symrise AG beläuft sich unverändert auf 118.173.300 € und ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht.
Die Sun Life Financial Inc., Toronto, Kanada, hat uns auch im Namen ihrer Tochtergesellschaften im Dezember 2013 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 10 % Schwelle überschritten hat und mit 10,0009 % über der 10 % Schwelle liegt.
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 23 Mio. € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen

a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;

b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;

c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;

d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;

e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
in € Vergütung Sitzungsgelder Gesamtvergütung per 31. Dezember 2013 Gesamtvergütung per 31. Dezember 2012
Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender) 120.000 6.000 126.000 132.006
Regina Hufnagel (ab 1. Juli 2013 stellv. Vorsitzende) 75.000 8.000 83.000 58.100
Dr. Michael Becker 90.000 10.000 100.000 66.100
Harald Feist (ab 1. Juli 2013) 30.000 3.000 33.000 0
Horst-Otto Gerberding 60.000 7.000 67.000 58.100
Dr. Peter Grafoner 60.000 8.000 68.000 60.100
Francesco Grioli 60.000 10.500 70.500 58.600
Karl-Heinz Huchthausen (bis 30. Juni 2013 stellv. Vorsitzender) 45.000 5.500 50.500 87.900
Christiane Jarke 60.000 7.000 67.000 55.600
Gerd Lösing 60.000 6.000 66.000 51.600
Prof. Dr. Andrea Pfeifer 60.000 5.000 65.000 55.294
Dr. Winfried Steeger (ab 15. Mai 2012) 60.000 10.000 70.000 32.819
Helmut Tacke 60.000 7.000 67.000 51.600
Dr. Hans-Heinrich Gürtler (bis 15. Mai 2012) 0 0 0 21.413
840.000 93.000 933.000 789.232
Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- beziehungsweise Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 23.000.000,00 € nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Zur Erfüllung der gewährten Bezugsrechte ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 23.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 13. Mai 2018 begeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Recht, den Gläubigern von Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital). Die neuen Aktien nehmen am Gewinn teil ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. (6) der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Bedingten Kapitals zu ändern. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-/Optionsschuldverschreibungen nach Ablauf der Ermächtigungsfrist sowie für den Fall der Nichtausnutzung des Bedingten Kapitals nach Ablauf sämtlicher Wandlungs-/Optionsfristen.
Ferner ist der Vorstand bis zum 10. Mai 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.

b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra- Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.

bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:

aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.

d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.

e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.

f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.

g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control Regelung. Diese sieht vor, dass ein Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013 nicht überschreiten.

Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com/de/investoren/corporate-gover-nance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht.

Konzernabschluss 1. Januar bis 31. Dezember 2013

Konzerngewinn- und -verlustrechnung - 1. Januar bis 31. Dezember 2013

in T€ Anhang 2012 2013
Umsatzerlöse 4 1.734.934 1.830.386
Umsatzkosten 5 - 1.034.379 - 1.059.548
Bruttoergebnis vom Umsatz 700.555 770.838
Sonstige betriebliche Erträge 6 15.745 16.065
Vertriebskosten 8 - 267.307 - 289.964
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 9 - 113.780 - 126.995
Verwaltungskosten 10 - 80.760 - 85.028
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 1.815 - 1.789
Betriebsergebnis/EBIT 252.638 283.127
Finanzerträge 2.572 1.522
Finanzaufwendungen - 42.671 - 38.795
Finanzergebnis 11 - 40.099 - 37.273
Ergebnis vor Steuern 212.539 245.854
Ertragsteuern 12 - 55.047 - 73.519
Jahresüberschuss 157.492 172.335
Ergebnis je Aktie (in €) - verwässert und unverwässert 14 1,33 1,46

Konzerngesamtergebnisrechnung

in T€ Anhang 2012 (angepasst) 2013
Jahresüberschuss 157.492 172.335
Posten des sonstigen Ergebnisses, bei denen eine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung möglich ist
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 2.5
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind - 5.772 - 49.208
Verluste aus Nettoinvestitionen - 1.318 - 6.553
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgebuchter Betrag - 3.243 - 1.681
Kursdifferenzen aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (IFRS 5) 28 47
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 1.263 - 41
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) 38
Während des Geschäftsjahres erfasste Erträge 136 51
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgebuchter Betrag 752 - 14
Auf diese Bestandteile entfallende Ertragsteuern 657 1.948
Posten des sonstigen Ergebnisses, bei denen keine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung möglich ist
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 36 - 87.111 44.712
Auf diese Bestandteile entfallende Ertragsteuern 12 22.744 - 13.955
Sonstiges Ergebnis - 74.390 - 24.694
Konzerngesamtergebnis 83.102 147.641

Die Vorjahreszahlen wurden angepasst; weitere Erläuterungen siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang.

Konzernbilanz

in T€ Anhang 1. Januar 2012 (angepasst) 31. Dezember 2012 (angepasst) 31. Dezember 2013
VERMÖGENSWERTE
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 15 118.608 117.445 135.343
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 290.271 302.206 321.547
Vorräte 17 313.011 347.841 368.567
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 18 58.781 35.694 36.246
Finanzielle Vermögenswerte 19 11.673 4.098 2.324
Tatsächliche Ertragsteuerforderungen 9.445 15.576 8.341
801.789 822.860 872.368
Langfristige Vermögenswerte
Latente Steueransprüche 20 40.258 59.100 46.192
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 21 3.660 8.276 7.107
Finanzielle Vermögenswerte 22 7.186 16.887 15.112
Anteile an assoziierten Unternehmen 23 0 0 15.082
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 24 0 0 2.583
Immaterielle Vermögenswerte 25 834.269 805.000 812.356
Sachanlagen 26 431.451 438.117 439.622
1.316.824 1.327.380 1.338.054
AKTIVA 2.118.613 2.150.240 2.210.422

Die Vorjahreszahlen wurden angepasst; weitere Erläuterungen siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang.

in T€ Anhang 1. Januar 2012 (angepasst) 31. Dezember 2012 (angepasst) 31. Dezember 2013
SCHULDEN
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28 118.237 133.113 150.799
Darlehen 33 138.365 108.864 40.999
Sonstige Verbindlichkeiten 29 104.058 78.213 75.921
Sonstige Rückstellungen 30 3.527 4.184 5.048
Finanzielle Verbindlichkeiten 31 2.018 2.765 4.003
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 32 41.910 37.612 51.332
408.115 364.751 328.102
Langfristige Schulden
Darlehen 33 461.833 450.066 506.741
Sonstige Verbindlichkeiten 34 6.009 2.564 2.211
Sonstige Rückstellungen 35 13.845 16.155 14.538
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36 286.306 366.505 332.400
Finanzielle Verbindlichkeiten 37 0 0 6.968
Latente Steuerschulden 20 73.032 70.891 68.399
841.025 906.181 931.257
SUMME SCHULDEN 1.249.140 1.270.932 1.259.359
EIGENKAPITAL 38
Gezeichnetes Kapital 118.173 118.173 118.173
Kapitalrücklage 970.911 970.911 970.911
Neubewertungsrücklage 2.808 2.808 2.735
Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - 15 - 900 - 12
Cashflow Hedge Rücklage - 534 112 133
Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) - 46.933 - 111.300 - 80.543
Kumulierte Währungsdifferenzen - 5.408 - 15.192 - 70.553
Bilanzgewinnn/-verlust - 169.529 - 85.304 10.219
SUMME EIGENKAPITAL 869.473 879.308 951.063
PASSIVA 2.118.613 2.150.240 2.210.422

Die Vorjahreszahlen wurden angepasst; weitere Erläuterungen siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang.

Konzernkapitalflussrechnung

in T€ Anhang 2012 2013
Jahresüberschuss 157.492 172.335
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 11 0 - 40
Ertragsteuern 12 55.047 73.519
Zinsergebnis 11 37.311 33.805
Zwischensumme 249.850 279.619
Abschreibungen und Wertminderungen auf Anlagevermögen 25, 26 86.215 90.010
Veränderung der Pensionsrückstellungen - 20.380 1.186
Abnahme der sonstigen langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten - 4.545 - 3.770
Veränderung der langfristigen Vermögenswerte - 4.733 356
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 0 - 1.673
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchte Währungsgewinne - 3.243 - 1.681
Unrealisierte Währungsverluste 4.373 13.879
Sonstige nicht zahlungswirksame Änderungen - 429 - 1.205
Zwischensumme 57.258 97.102
Cashflow ohne Berücksichtigung der Veränderung des Nettoumlaufvermögens 307.108 376.721
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 15.849 - 39.822
Erhöhung der Vorräte - 37.912 - 31.533
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 1.154 24.273
Gezahlte Ertragsteuern - 64.388 - 54.855
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 219.503 274.784
Auszahlungen für Unternehmenskäufe sowie bedingte nachträgliche Kaufpreisraten für den Erwerb von Tochterunternehmen - 8.823 - 67.059
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 15.846 - 12.117
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 51.597 - 57.999
Auszahlungen für Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte - 11.237 - 8.149
Auszahlungen für Anteile an assoziierten Unternehmen 0 - 4.220
Zuflüsse aus Anlagenabgängen 1.144 3.772
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 86.359 - 145.772
Aufnahme von Bankkrediten 104.145 247.773
Tilgung von Bankkrediten - 142.679 - 248.604
Zinsauszahlungen - 21.468 - 22.742
Zahlungswirksamer Zinsertrag 1.038 476
Ausgeschüttete Dividenden 38 - 73.267 - 76.813
Erhaltene Dividenden 0 151
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 132.231 - 99.759
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen 913 29.253
Wechselkursbedingte Veränderungen - 2.076 - 11.355
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 1. Januar 118.608 117.445
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 31. Dezember 15 117.445 135.343

Die Konzernkapitalflussrechnung wird im Anhang unter TZ 40 erläutert.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

2012

in T€
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Neubewertungs- rücklage Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Cashflow Hedge Rücklage (Währungssicherung) Rücklage für Neubewertungen (Pensionen)
1. Januar 2012 118.173 970.911 2.808 - 15 - 534 0
Ausweisänderung aufgrund IAS 19 revised 0 0 0 0 0 - 46.933
Rückwirkende Anwendung von IAS 19 revised 0 0 0 0 0 0
1. Januar 2012 (angepasst) 118.173 970.911 2.808 - 15 - 534 - 46.933
Jahresüberschuss 0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 - 885 646 - 64.367
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 - 885 646 - 64.367
Ausgeschüttete Dividenden 0 0 0 0 0 0
31. Dezember 2012 (angepasst) 118.173 970.911 2.808 - 900 112 - 111.300
2012

in T€
Kumulierte Währungsdifferenzen Bilanzverlust Summe Eigenkapital
1. Januar 2012 - 5.408 - 219.200 866.735
Ausweisänderung aufgrund IAS 19 revised 0 46.933 0
Rückwirkende Anwendung von IAS 19 revised 0 2.738 2.738
1. Januar 2012 (angepasst) - 5.408 - 169.529 869.473
Jahresüberschuss 0 157.492 157.492
Sonstiges Ergebnis - 9.784 0 - 74.390
Konzerngesamtergebnis - 9.784 157.492 83.102
Ausgeschüttete Dividenden 0 - 73.267 - 73.267
31. Dezember 2012 (angepasst) - 15.192 - 85.304 879.308

Die Vorjahreszahlen wurden angepasst; weitere Erläuterungen siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang.

2013

in T€
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Neubewertungs- rücklage Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden zeitwert Cashflow Hedge Rücklage (Währungssicherung) Rücklage für Neubewertungen (Pensionen)
1. Januar 2013 (angepasst) 118.173 970.911 2.808 - 900 112 - 111.300
Jahresüberschuss 0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 - 73 - 38 21 30.757
Konzerngesamtergebnis 0 0 - 73 - 38 21 30.757
Umgliederung von Finanzinstrumenten (Available for Sale) in Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 926 0 0
Ausgeschüttete Dividenden 0 0 0 0 0 0
31. Dezember 2013 118.173 970.911 2.735 - 12 133 - 80.543
2013

in T€
Kumulierte Währungsdifferenzen Bilanzgewinn/ -verlust Summe Eigenkapital
1. Januar 2013 (angepasst) - 15.192 - 85.304 879.308
Jahresüberschuss 0 172.335 172.335
Sonstiges Ergebnis - 55.361 0 - 24.694
Konzerngesamtergebnis - 55.361 172.335 147.641
Umgliederung von Finanzinstrumenten (Available for Sale) in Anteile an assoziierten Unternehmen 0 1 927
Ausgeschüttete Dividenden 0 - 76.813 - 76.813
31. Dezember 2013 - 70.553 10.219 951.063

Die Eigenkapitalentwicklung wird im Anhang unter TZ 38 erläutert.

Konzernanhang

1. ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die Symrise Aktiengesellschaft (Symrise AG) ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts und produziert, vermarktet und verkauft im Wesentlichen Aromen, Duftstoffe, Aromachemikalien und kosmetische Wirkstoffe. Sie ist die Muttergesellschaft des Symrise Konzerns, deren Sitz 37603 Holzminden, Mühlenfeldstraße 1, Deutschland, ist.

Die Aktien der Symrise AG sind zum Börsenhandel im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und werden im Prime Standard im MDAX gelistet.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG (nachstehend auch bezeichnet als "Symrise", "Symrise Konzern" oder "wir") für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013 wurden am 20. Februar 2014 durch Beschluss des Vorstands zur Vorlage an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats sowie zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG sind nach den zum Bilanzstichtag geltenden Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Commitee (IFRIC) und den ergänzenden, nach § 315a Abs. 1 des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) anzuwendenden, handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt worden.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Konzernkapitalflussrechnung sowie der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung als Konzernanhang in den Konzernabschluss aufzunehmen und damit integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses sind.

Zur übersichtlicheren Darstellung haben wir in der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und -verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen dargestellt. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des historischen Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt und auf volle Tausend Euro (T€) gerundet; dabei können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Abweichende Angaben werden explizit genannt. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Die Klassifizierung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurde erstmals im Jahr 2013 vorgenommen (siehe TZ 2.5 Darstellung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze).

Darüber hinaus waren nachfolgend aufgeführte neue oder überarbeitete Standards und Interpretationen seit dem 1. Januar 2013 verpflichtend anzuwenden:

Amendments to IAS 1 "Presentation of Items of Other Comprehensive Income": Dieses Amendment hat die Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung geändert. Die Posten des sonstigen Ergebnisses, bei denen später eine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung ("Recycling") möglich ist, sind separat von den Posten des sonstigen Ergebnisses darzustellen, bei denen grundsätzlich keine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung möglich ist. Sofern die Posten brutto, das heißt ohne Saldierung mit Effekten aus Steuern, ausgewiesen werden, sind die Steuern nicht mehr in einer Summe auszuweisen, sondern den beiden Gruppen von Posten zuzuordnen. Der Symrise Konzern ist den veränderten Ausweispflichten nachgekommen, Vergleichsinformationen wurden entsprechend angepasst.
IAS 19 revised 2011 "Employee Benefits": Neben umfangreicheren Angabepflichten für Leistungen an Arbeitnehmer führt die Überarbeitung zu insbesondere folgenden Änderungen:

Die Erfassung von Neubewertungen (bisher versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) aus Pensionsverpflichtungen ist mit IAS 19 revised nur noch unmittelbar im sonstigen Ergebnis zulässig. Symrise ist Ende 2012 im Vorgriff auf die geänderte Bilanzierung für Pensionen von der Anwendung der Korridormethode auf die sofortige Erfassung von Änderungen versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste in das sonstige Ergebnis übergegangen, so dass sich in diesem Bereich keine Änderungen durch die Anwendung des überarbeiteten IAS 19 ergeben. Die im letzten Jahresabschluss im Bilanzverlust gezeigten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden ab dem Geschäftsjahr 2013 in einem gesonderten Posten innerhalb des Eigenkapitals, der Rücklage für Neubewertungen (Pensionen), gezeigt.

Zudem wurden bisher die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand der subjektiven Erwartungen des Managements über die Wertentwicklung des Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19 revised ist nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des aktuellen Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zulässig. Es ergeben sich hierdurch nur unwesentliche Veränderungen der Finanzaufwendungen für die Jahre 2012 und 2013; auf eine Anpassung des Vorjahreswerts wurde daher verzichtet.

Änderungen der Leistungshöhe mit Rückwirkung auf bereits erdiente Anwartschaften, die aus Plananpassungen resultieren, sind nicht mehr über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit zu verteilen, sondern unmittelbar im Jahr der Plananpassung im Ergebnis zu verrechnen. Die Bilanz zum 1. Januar 2012 wurde dahingehend rückwirkend angepasst. Die Auswirkung dieser Veränderung auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung für 2012 und 2013 ist von untergeordneter Bedeutung; auf eine Anpassung des Vorjahreswerts wurde daher verzichtet.

Die Auswirkungen aufgrund des IAS 19 revised auf die Posten der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Vorjahr werden nachfolgend dargestellt:

ANGEPASSTE KONZERNBILANZ ZUM 1. JANUAR 2012

in T€ veröffentlicht Umgliederung bislang nicht erfasste Gewinne aus Plananpassungen latente Steuern angepasst
VERMÖGENSWERTE
Latente Steueransprüche 41.934 0 0 - 1.676 40.258
AKTIVA 2.120.289 0 0 - 1.676 2.118.613
SCHULDEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 290.720 0 - 4.414 0 286.306
EIGENKAPITAL
Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) 0 - 46.933 0 0 - 46.933
Kumulierte Währungsdifferenzen - 5.408 0 0 0 - 5.408
Bilanzverlust - 219.200 46.933 4.414 - 1.676 - 169.529
PASSIVA 2.120.289 0 0 - 1.676 2.118.613

ANGEPASSTE KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2012

in T€ veröffentlicht Umgliederung bislang nicht erfasste Gewinne aus Plananpassungen latente Steuern Währungseffekte angepasst
VERMÖGENSWERTE
Latente Steueransprüche 60.744 0 0 - 1.676 32 59.100
AKTIVA 2.151.884 0 0 - 1.676 32 2.150.240
SCHULDEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 370.834 0 - 4.414 0 85 366.505
EIGENKAPITAL
Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) 0 - 111.300 0 0 0 - 111.300
Kumulierte Währungsdifferenzen - 15.139 0 0 0 - 53 - 15.192
Bilanzverlust - 199.342 111.300 4.414 - 1.676 0 - 85.304
PASSIVA 2.151.884 0 0 - 1.676 32 2.150.240

Da die Gewinn- und Verlustrechnung für 2012 aufgrund nur unwesentlicher Veränderungen nicht angepasst wurde, hat sich damit keine Änderung des - verwässerten und unverwässerten - Ergebnisses je Aktie für 2012 ergeben. Das sonstige Ergebnis für 2012 hat sich aufgrund höherer Verluste aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe um 53 T€ vermindert. Innerhalb der Kapitalflussrechnung waren keine Anpassungen vorzunehmen.

Darüber hinaus wurde die Definition der Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) geändert und wirkt sich auf die Bilanzierung der im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge aus. Bislang wurden die Aufstockungsbeträge als Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses klassifiziert und demzufolge im Zeitpunkt der Vereinbarung eines Altersteilzeitvertrags mit ihrem Gesamtbetrag zurückgestellt. Aufgrund der definitorischen Änderung der Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfüllt der Aufstockungsbetrag bei Anwendung des IAS 19 revised nicht mehr die Voraussetzungen für das Vorliegen von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Es handelt sich vielmehr grundsätzlich um andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die über die betreffende Dienstzeit der Arbeitnehmer ratierlich anzusammeln sind. Die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Symrise Konzern sind von untergeordneter Bedeutung.

Wäre der IAS 19 nicht überarbeitet worden, hätte dies zu folgenden Auswirkungen geführt: Zum 31. Dezember 2013 wäre die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 2.848 T€ höher, der Bilanzgewinn um diesen Betrag (exklusive des gegenläufigen Effekts aus latenten Steuern) geringer.

IFRS 13 "Fair Value Measurement": Mit diesem Standard wird die Fair Value-Bewertung in IFRS-Abschlüssen einheitlich geregelt. Alle nach anderen Standards geforderten Fair Value-Bewertungen haben zukünftig den einheitlichen Vorgaben des IFRS 13 zu folgen; lediglich für IAS 17 und IFRS 2 wird es weiterhin eigene Regelungen geben. Der Fair Value nach IFRS 13 ist als "Exit Price" definiert, das heißt als Preis, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts erzielt werden würde, beziehungsweise als Preis, der gezahlt werden müsste, um eine Schuld zu übertragen. Wie derzeit aus der Fair Value-Bewertung finanzieller Vermögenswerte bekannt, wird ein dreistufiges Hierarchiesystem eingeführt, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist. Die Auswirkungen der neuen Fair Value-Bewertung sind für den Symrise Konzern von untergeordneter Bedeutung.
Amendments to IFRS 7 "Disclosures - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities": Im Geschäftsjahr 2013 sind die Änderungen an IFRS 7 - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten - erstmals verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen an den Angabevorschriften in IFRS 7 erfordern Angaben zu allen bilanzierten Finanzinstrumenten, die im Einklang mit IAS 32 saldiert werden. Darüber hinaus werden auch Angaben zu allen bilanzierten Finanzinstrumenten gefordert, die einer durchsetzbaren Globalverrechnungs-vereinbarung oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, auch wenn sie nach IAS 32 nicht saldiert werden. Die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Symrise Konzern sind von untergeordneter Bedeutung.
"Improvements to IFRS 2009-2011": Im Rahmen des Annual Improvement Project wurden Änderungen an fünf Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz, die Bewertung sowie auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34 und IFRS 1. Die Änderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf unseren Konzernabschluss.
Amendments to IAS 12 "Recovery of Underlying Assets": Mit dieser Änderung des IAS 12 wird klargestellt, dass bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien stets von einer Umkehrung der temporären Differenzen durch Veräußerung (anstelle einer fortgeführten Nutzung) auszugehen ist. Aus dieser neuen Anforderung ergeben sich für den Symrise Konzern keine Änderungen.
IFRIC 20 "Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine": Diese Interpretation betrifft die Bilanzierung von Abraumkosten im Tagebergbau und ist ohne Einfluss auf den Symrise Konzern.

Das Amendment to IAS 36 "Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets" ist eine Folgeänderung aus IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts und erstmals verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Mit IFRS 13 wurde eine neue Pflichtangabe zum Goodwill-Impairment-Test nach IAS 36 eingeführt: es ist der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten anzugeben, unabhängig davon, ob tatsächlich eine Wertminderung vorgenommen wurde. Da diese Anhangangabe unbeabsichtigt eingeführt wurde, wird sie mit diesem Amendment aus Mai 2013 wieder gestrichen. Andererseits ergeben sich aus diesem Amendment zusätzliche Angaben, wenn eine Wertminderung tatsächlich vorgenommen wurde und der erzielbare Betrag auf Basis eines beizulegenden Zeitwerts ermittelt wurde. Wir wenden dieses Amendment vorzeitig, das heißt bereits zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 an. Die von IFRS 13 geforderten Angabepflichten können daher im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 unterbleiben.

Darüber hinaus gibt es weitere neue Standards sowie Änderungen an Standards und Interpretationen, die für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden sind. Diese wurden im vorliegenden Abschluss nicht angewandt. Die Auswirkungen auf den Symrise Konzernabschluss werden derzeit geprüft. Aktuell plant Symrise keine frühzeitige Anwendung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen.

IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" bildet eine einheitliche Grundlage für die Definition eines Mutter-Tochter-Verhältnisses beziehungsweise die konkrete Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Der neue Standard ersetzt insofern die dafür bisher relevanten Regelungen in IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements" und SIC-12 "Consolidation - Special Purpose Entities". IFRS 11 "Joint Arrangements" regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung (Joint Control) über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausübt. In diesem Zusammenhang wurde auch IAS 28 "Investments in Associates" dahingehend geändert, dass Unternehmen dazu verpflichtet werden, ihre Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode zu bewerten. IFRS 12 "Disclosures of Interests in Other Entities" fasst die Angabevorschriften für die Beteiligungen eines Unternehmens an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und strukturierten Unternehmen in einem umfassenden Standard zusammen.

Die Änderungen Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12 "Transition Guidance" beinhalten eine Klarstellung und zusätzliche Erleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Darüber hinaus entfällt im Zusammenhang mit Anhangangaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen (Structured Entities) die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendung von IFRS 12 liegen.

IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 und die Änderungen an IAS 27 und IAS 28 sowie IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 sind erstmalig für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
Amendments to IAS 32 "Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities" stellt klar, welche Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten bestehen. In der Ergänzung wird die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung erläutert und klargestellt, welche Verfahren mit Bruttoausgleich als Nettoausgleich im Sinne des Standards angesehen werden können. Die Änderung des IAS 32 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
Infolge des Amendment to IAS 39 "Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting" bleiben Derivate trotz einer Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei infolge gesetzlicher Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Die Änderungen sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
IFRS 9 "Financial Instruments" wird die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS 39 ersetzen. Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum Fair Value. Die Gruppe der finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten besteht aus solchen finanziellen Vermögenswerten, die nur den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen an vorgegebenen Zeitpunkten vorsehen und die zudem im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung das Halten von Vermögenswerten ist. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte bilden die Gruppe zum Fair Value. Unter bestimmten Voraussetzungen kann für finanzielle Vermögenswerte der ersten Kategorie - wie bisher - eine Designation zur Kategorie zum Fair Value (sogenannte Fair Value Option) vorgenommen werden.

Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie zum Fair Value sind grundsätzlich im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Für bestimmte Eigenkapitalinstrumente jedoch kann vom Wahlrecht Gebrauch gemacht werden, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen; Dividendenansprüche aus diesen Vermögenswerten sind jedoch im Gewinn oder Verlust zu erfassen.

Die Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich aus IAS 39 übernommen.

Der Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 ist derzeit noch offen, aber nicht vor dem 1. Januar 2017 zu erwarten.
IFRS 9 "Hedge Accounting" und "Amendments to IFRS 9, IFRS 7 and IAS 39": Zielsetzung des neuen Hedge Accounting Modells unter IFRS 9 ist es, eine engere Verknüpfung zwischen dem Risikomanagementsystem und der bilanziellen Abbildung zu erreichen. Die weiterhin zulässigen Arten von Sicherungsbeziehungen sind das "Cash Flow Hedge Accounting", "Fair Value Hedge Accounting" und der "Hedge of a net investment in a foreign operation". Der Kreis für qualifizierende Grund- und Sicherungsgeschäfte wurde jeweils erweitert. So sind nun insbesondere Gruppen von Grundgeschäften, soweit sich die Grundgeschäfte einzeln für eine Designation qualifizieren, sowie Nettopositionen und Nettonullpositionen designierbar. Als Sicherungsinstrument ist grundsätzlich jedes Finanzinstrument geeignet, welches zum Fair Value bilanziert wird. Ausnahme hierzu sind Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option ausgeübt wurde sowie Eigenkapitalinstrumente unter der FVOCI-Option (fair value through other comprehensive income) nach den Regelungen der Phase I.

Unter IFRS 9 wird auf die nach IAS 39 geforderten Bandbreiten von 80 % bis 125 % im Rahmen der Effektivitätsmessung verzichtet, so dass kein retrospektiver Effektivitätstest mehr durchzuführen ist. Der prospektive Effektivitätstest ist, wie auch die Erfassung jeglicher Ineffektivität, weiterhin erforderlich. Eine Beendigung einer Sicherungsbeziehung ist nur möglich, wenn die hierfür definierten Voraussetzungen erfüllt sind; dies bedeutet, dass bei unveränderter Risikomanagementzielsetzung die Sicherungsbeziehungen zwingend fortzuführen sind. Hinsichtlich der Risikomanagementstrategie, der Auswirkungen des Risikomanagements auf künftige Zahlungsströme sowie der Auswirkungen des Hedge Accountings auf den Abschluss sind erweiterte Anhangangaben zu machen.

Daneben ist die erfolgsneutrale Bilanzierung im sonstigen Ergebnis eigener Ausfallrisiken für finanzielle Verbindlichkeiten der FVO (Fair Value Option) nun isoliert, das heißt ohne Anwendung der restlichen Anforderungen von IFRS 9 möglich.

Die Erstanwendung der neuen Regelungen zum Hedge Accounting folgt den Regelungen zur erstmaligen Anwendung von IFRS 9. Sicherungsbeziehungen sind aufgrund des Übergangs von IAS 39 auf IFRS 9 nicht zu beenden, sofern die Voraussetzungen und qualitativen Merkmale weiterhin erfüllt sind. Die bestehenden Regelungen nach IAS 39 sind wahlweise auch unter IFRS 9 weiterhin anwendbar.
Die Änderungen des Amendments to IFRS 9 and IFRS 7 "Mandatory Effective Date and Transition Disclosures" ermöglichen einen Verzicht auf angepasste Vorjahreszahlen bei der Erstanwendung von IFRS 9. Ursprünglich war diese Erleichterung nur bei vorzeitiger Anwendung von IFRS 9 vor dem 1. Januar 2012 möglich. Die Erleichterung bringt zusätzliche Anhangangaben nach IFRS 7 im Übergangzeitpunkt mit sich. Der Erstanwendungszeitpunkt dieser Änderungen ist analog zu den Regelungen des IFRS 9 derzeit noch offen, aber nicht vor dem 1. Januar 2017 zu erwarten.
Mit den Amendments to IAS 19 "Defined Benefit Plans: Employee Contributions" werden die Vorschriften klargestellt, die sich mit der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen beziehungsweise Beiträgen von dritten Parteien zu den Dienstleistungsperioden beschäftigen, wenn die Beiträge mit der Dienstzeit verknüpft sind. Darüber hinaus werden Erleichterungen geschaffen, wenn die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig sind. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.
IFRIC 21 "Levies" ist eine Interpretation zu IAS 37 Rückstellungen, Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten. Geklärt wird vor allem die Frage, wann eine gegenwärtige Verpflichtung bei durch die öffentliche Hand erhobenen Abgaben entsteht und eine Rückstellung oder Verbindlichkeit anzusetzen ist. Nicht in den Anwendungsbereich der Interpretation fallen insbesondere Strafzahlungen und Abgaben, die aus öffentlich-rechtlichen Verträgen resultieren oder in den Regelungsbereich eines anderen IFRS fallen, zum Beispiel IAS 12 Ertragsteuern. Nach IFRIC 21 ist ein Schuldposten für Abgaben anzusetzen, wenn das die Abgabepflicht auslösende Ereignis eintritt. Dieses auslösende Ereignis, das die Verpflichtung begründet, ergibt sich wiederum aus dem Wortlaut der zugrunde liegenden Norm. Deren Formulierung ist insofern ausschlaggebend für die Bilanzierung. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
"Improvements to IFRS 2010-2012": Im Rahmen des Annual Improvement Project wurden Änderungen an sieben Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen beziehungsweise die Änderung zu IFRS 2 auf anteilsbasierte Vergütungen, die am oder nach dem 1. Juli 2014 gewährt werden.
"Improvements to IFRS 2011-2013": Im Rahmen des Annual Improvement Project wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Betroffen sind die Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.

2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen sowie Quellen von Schätzungsunsicherheiten

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS macht es erforderlich, dass der Vorstand Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen vornimmt, die die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und den Wert der ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, die Angabe von Eventualschulden am Bilanzstichtag, Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Unsere Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Informationen und Plandaten sowie Informationen über wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den Branchen oder Regionen, in denen wir oder unsere Kunden tätig sind. Deren Veränderung könnte sich nachteilig auf unsere Schätzungen auswirken. Unsere Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere Schätzungen über die künftige Entwicklung der zugrunde liegenden Ungewissheiten angemessen sind, können die tatsächlichen Ergebnisse von den ursprünglich von uns getroffenen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Die hieraus resultierenden Wertänderungen werden in der Berichtsperiode berücksichtigt, in der die Änderung vorgenommen wird sowie in den hiervon betroffenen künftigen Berichtsperioden.

Nachfolgend führen wir die häufigsten Ermessensentscheidungen und von Schätzungen und Annahmen betroffenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen und daher für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entscheidend sind:

PRÜFUNG VON WERTMINDERUNGEN DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS, ANDEREN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND DES SACHANLAGEVERMÖGENS SOWIE BESTIMMUNG DER NUTZUNGSDAUER

Symrise überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert einer Wertminderung unterliegt. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Zur Schätzung des erzielbaren Betrags muss der Symrise Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Dazu werden bestimmte Annahmen und Schätzungen über zukünftige Cashflows, die komplexer Natur sind und mit erheblichen Ermessensausübungen und Annahmen hinsichtlich künftiger Entwicklungen verbunden sind, verwendet. Sie können durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel durch Änderungen unserer internen Prognosen und der Schätzung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Aufgrund dieser Faktoren könnten die tatsächlichen Cashflows und Werte erheblich von den prognostizierten künftigen Cashflows und Werten abweichen, die anhand der abgezinsten Zahlungsströme ermittelt wurden. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere in der Vergangenheit getroffenen Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnten abweichende Annahmen und Schätzungen unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Außerdem werden die Ergebnisse der Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte von der Aufteilung dieser Geschäfts- oder Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten beeinflusst. Sofern Anhaltspunkte für die Wertminderung eines anderen immateriellen Vermögenswerts oder einer Sachanlage vorliegen, ist - wie bei der Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts - der auf Basis von Schätzungen ermittelte erzielbare Betrag dem Buchwert gegenüber zu stellen. Weitere Informationen sind unter TZ 2.5 zu finden.

Alle unsere immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) sowie das Sachanlagevermögen (ohne Grund und Boden) haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Deshalb sind die Anschaffungskosten für immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer zu verteilen. Ermessensausübungen sind bei der Bestimmung der Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts und des Sachanlagevermögens erforderlich, da Symrise hier den Zeitraum schätzt, in dem der Vermögenswert voraussichtlich einen wirtschaftlichen Nutzen bringt. Der Abschreibungszeitraum hat Auswirkungen auf die in den einzelnen Perioden erfassten Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen. Weitere Informationen finden sich unter TZ 2.5.

ANSATZ VON SELBST GESCHAFFENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN IM RAHMEN VON ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN

Aus eigenen Entwicklungen entstandene immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend der unter TZ 2.5 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die Bestimmung, ob ein selbst geschaffener immaterieller Vermögenswert als immaterieller Vermögenswert in der Bilanz anzusetzen ist, ist mit erheblichen Ermessensausübungen verbunden; insbesondere die Bestimmung, ob die Aktivitäten als Forschungs- oder als Entwicklungsaktivitäten einzustufen sind und ob die Ansatzkriterien für immaterielle Vermögenswerte erfüllt sind. Dies erfordert Annahmen über Marktbedingungen, Kundennachfrage und andere Entwicklungen in der Zukunft. Zur Bestimmung, ob der zu entwickelnde Vermögenswert in der Zukunft genutzt oder verkauft werden kann, hat die Unternehmensleitung unter anderem Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows vorzunehmen.

BILANZIERUNG VON TATSÄCHLICHEN ERTRAGSTEUERN UND LATENTEN STEUERN

Aufgrund der international ausgerichteten Geschäftstätigkeit von Symrise werden Erlöse in zahlreichen Ländern außerhalb Deutschlands erzielt und unterliegen dabei den sich ändernden Steuergesetzen der jeweiligen Rechtsordnung. Unsere gewöhnliche Geschäftstätigkeit umfasst zudem Transaktionen, bei denen die letztendlichen steuerlichen Folgen ungewiss sind, zum Beispiel Transferpreise und Kostenumlageverträge zwischen Symrise Gesellschaften. Darüber hinaus sind die von Symrise gezahlten Ertragsteuern grundsätzlich Gegenstand von laufenden Betriebsprüfungen in- und ausländischer Steuerbehörden. Daher sind Ermessensausübungen für die Bestimmung unserer weltweiten Ertragsteuerrückstellungen erforderlich. Wir haben die Entwicklung der ungewissen Steuerfestsetzungen auf der Basis der derzeitigen Steuergesetze und unserer Auslegungen derselben angemessen geschätzt. Diese Ermessensausübungen können wesentliche Auswirkungen auf unsere Ertragsteueraufwendungen, Ertragsteuerrückstellungen und unseren Gewinn nach Steuern haben.

Wir beurteilen jährlich, ob steuerliche Verlustvorträge in einem überschaubaren Zeitraum genutzt und mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. In dem Umfang, in dem dies nicht möglich ist, werden latente Steueransprüche gemindert. Dies erfordert, dass wir Schätzungen, Ermessensausübungen und Annahmen über die steuerlichen Gewinne jeder Konzerngesellschaft vornehmen. Bei der Beurteilung unserer Fähigkeit, unsere latenten Steueransprüche zu nutzen, berücksichtigen wir sämtliche verfügbare Informationen einschließlich des in der Vergangenheit erzielten zu versteuernden Einkommens und des prognostizierten zu versteuernden Einkommens in den Perioden, in denen sich die latenten Steueransprüche voraussichtlich realisieren. Bei der Beurteilung des zukünftigen zu versteuernden Einkommens wurden die erwarteten Marktbedingungen sowie andere Tatbestände und Sachverhalte zugrunde gelegt. Jegliche nachteilige Veränderung dieser zugrunde liegenden Tatbestände oder unserer Schätzungen und Annahmen könnte eine Reduzierung des Saldos unserer latenten Steueransprüche erfordern.

PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN AUS ANLASS DER BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Der Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen und der Verpflichtung, zusätzliche medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen, wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeitsraten und künftige Rentensteigerungen und ist somit mit erheblichen Ermessensausübungen verbunden.

Die Abzinsungsfaktoren sind auf Grundlage der Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden, zu bestimmen. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungsfaktoren auf Marktrenditen von Regierungsanleihen.

Aufgrund einer schwankenden Markt- und Wirtschaftslage kann die tatsächliche Entwicklung von den zugrunde gelegten Prämissen abweichen, was wesentliche Auswirkungen auf die Verpflichtung für Pensionen und sonstige Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben kann. Wegen der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen großen Unsicherheiten.

BEWERTUNG VON FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Beurteilung der Einbringlichkeit von Forderungen umfasst Einschätzungen und Beurteilungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis aufbauen, die sich erheblich ändern können. Dies gilt sowohl für einzelne Forderungen als auch für das gesamte Portfolio. So müssen wir beurteilen, ob der Eintritt eines Forderungsausfalls wahrscheinlich ist und die Höhe eines solchen Ausfalls verlässlich geschätzt werden kann. Auch die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigung für die restlichen Forderungen auf der Grundlage der in der Vergangenheit festgestellten Forderungsausfälle ist mit erheblichen Ermessensausübungen verbunden, da die Vergangenheit möglicherweise nicht repräsentativ für die künftige Entwicklung ist. Änderungen unserer Schätzungen in Bezug auf die Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen könnten wesentliche Auswirkungen auf die in unserem Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Aufwendungen haben. Überdies könnte das Konzernergebnis nachteilig beeinflusst werden, wenn die tatsächlichen Forderungsausfälle wesentlich höher sind als von uns angenommen.

BILANZIERUNG VON RÜCKSTELLUNGEN FÜR RECHTSSTREITIGKEITEN UND LANGFRISTIGE VERGÜTUNGSPROGRAMME

Die Bestimmung von Rückstellungen ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden. Symrise ist in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass Symrise straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Wir überprüfen den Status jedes Sachverhalts mindestens auf vierteljährlicher Basis und nehmen eine Beurteilung des potenziellen finanziellen und geschäftlichen Risikos in Bezug auf solche Sachverhalte vor. Bei der Bestimmung, ob eine Rückstellung, und wenn ja, in welcher Höhe eine Rückstellung zu bilden oder eine Angabe als Eventualverbindlichkeit erforderlich ist, sind erhebliche Ermessensausübungen erforderlich. Aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf diese Sachverhalte basieren die Rückstellungen auf den bestmöglichen Informationen, die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbar sind.

Symrise gewährt langfristige Vergütungsprogramme mit Barausgleich. Bei der Schätzung der beizulegenden Zeitwerte unserer anteilsorientierten Vergütungen greifen wir auf bestimmte Annahmen zurück, die sich unter anderem auf die erwartete Volatilität eines künftigen Aktienindexes von Vergleichsunternehmen der Duftstoff- und Aromenindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie beziehen. Darüber hinaus hängt die Höhe des finalen Auszahlungsbetrags für diese Vergütungsprogramme vom Kurs der Symrise Aktie im Vergleich zu diesem Aktienindex zum vereinbarten Stichtag ab. Diese Annahmen können Auswirkungen auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts und damit auf die Höhe und die zeitliche Verteilung unserer Aufwendungen für langfristige Vergütungsprogramme haben. Änderungen dieser Faktoren könnten die anhand des Optionspreismodells ermittelte Schätzung der beizulegenden Zeitwerte und die künftigen Auszahlungen wesentlich beeinflussen.

ANNAHMEN UND EINSCHÄTZUNGEN FÜR WEITERE BILANZPOSTEN

Annahmen und Einschätzungen sind zudem für die Bewertung von sonstigen Eventualschulden, sonstigen Rückstellungen und Derivaten notwendig.

Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind unter TZ 2.5 erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass wesentliche Anpassungen der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten erforderlich sind.

Änderungen von Schätzungen würden nach IAS 8 "Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors" zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt werden.

2.4 Konsolidierungskreis sowie Grundsätze der Einbeziehung von Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Symrise AG als Mutterunternehmen alle in- und ausländischen Unternehmen, die die Symrise AG direkt oder indirekt beherrscht beziehungsweise auf die sie einen maßgeblichen Einfluss hat. Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Symrise AG aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte die Kontrolle über die Geschäfts- und Finanzpolitik innehat, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen, und damit die Beherrschungsmöglichkeit besitzt. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Symrise AG über einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik verfügt, die aber weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind.

Im Geschäftsjahr hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt entwickelt:

1. Januar 2013 Zugänge Abgänge 31. Dezember 2013
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Inland 11 0 0 11
Ausland 44 1 1 44
At-equity bewertete assoziierte Unternehmen
Ausland 1 1 0 2
Gesamt 56 2 1 57

Der Zugang bei den vollkonsolidierten Unternehmen resultiert aus der am 1. August 2013 vollzogenen Gründung einer weiteren 100 %igen Tochtergesellschaft in den USA, der Symrise US LLC. Die bislang vollkonsolidierte Thamasarb Co. Ltd., Thailand, wurde am 14. Oktober 2013 liquidiert und ist deshalb als Abgang zu zeigen.

Mit dem Erwerb weiterer Anteile an der Probi AB, Schweden, hat Symrise die 20 %-Schwelle überschritten, so dass die Beteiligung seit dem 8. Februar 2013 als assoziiertes Unternehmen zu erfassen ist.

Da sich der Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert hat, ist die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss des Vorjahres im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht beeinträchtigt.

GRUNDSÄTZE DER EINBEZIEHUNG VON TOCHTERUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Vollkonsolidierung

Alle Tochterunternehmen sind in den Konzernabschluss einbezogen und werden vollkonsolidiert. Dazu werden der Abschluss des Mutterunternehmens und die Abschlüsse der Tochtergesellschaften unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Bilanzstichtag aufgestellt. Es werden Anpassungen vorgenommen, um aus lokalen rechtlichen Bestimmungen resultierende Unterschiede in Ansatz und Bewertung auszugleichen.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen und nicht realisierten Gewinne aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Unrealisierte Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Konzernanschaffungs- und -herstellungskosten können künftig nicht erzielt werden.

Die Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, das heißt ab dem Zeitpunkt, an dem die Symrise AG einen beherrschenden Einfluss erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden aus Unternehmenserwerben werden im Erwerbszeitpunkt grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Soweit die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs das anteilige neu bewertete Reinvermögen des Akquisitionsobjekts übersteigen, kommt in Höhe des Unterschiedsbetrags ein Geschäfts- oder Firmenwert zum Ansatz. Die Aufwendungen und Erträge der erworbenen Tochterunternehmen gehen vom Erwerbszeitpunkt an in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung ein.

Equity-Methode

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und zunächst mit den Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten angesetzt.

Nach dem Erwerbszeitpunkt wird der Anteil am Ergebnis des assoziierten Unternehmens in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. Der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird unmittelbar im sonstigen Ergebnis des Konzerneigenkapitals erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens entsprechend.

Ein im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandener Goodwill wird im Beteiligungsbuchwert ausgewiesen und nicht planmäßig abgeschrieben. Bei Vorliegen entsprechender Indikatoren wird der Beteiligungsbuchwert der nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen einem Werthaltigkeitstest unterzogen.

Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Symrise Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend des Beteiligungsanteils eliminiert. Sofern die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen, erfolgt die Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts nach bestmöglicher Schätzung.

Unsere Beteiligung an Therapeutic Peptides Inc., USA, haben wir aus Wesentlichkeitsgründen nicht gesondert ausgewiesen.

2.5 Darstellung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Tochtergesellschaften der Symrise AG führen ihre Bücher in der jeweiligen funktionalen Währung. Die funktionale Währung ist die Währung, in der überwiegend Zahlungsmittel erwirtschaftet beziehungsweise verwendet werden. Da die Konzerngesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung im Wesentlichen die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Stichtagskurs am Periodenende umgerechnet, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Die Aufwendungen und Erträge werden mit dem Periodendurchschnittskurs umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge weist der Symrise Konzern ergebnisneutral als "kumulierte Währungsdifferenzen" im Eigenkapital aus.

Soweit die Abwicklung eines monetären Postens in Form einer ausstehenden Forderung oder Verbindlichkeit gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellt dieser einen Teil der Nettoinvestition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral unter "kumulierte Währungsdifferenzen" im Eigenkapital erfasst und bei einer Veräußerung oder Tilgung der Nettoinvestition innerhalb des Eigenkapitals vom sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Eigenkapitalbestandteile werden mit historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als "kumulierte Währungsdifferenzen" im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Ausscheiden von Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis oder bei Verringerung der Beteiligung durch Verkauf, Kapitalherabsetzung oder Liquidation werden "kumulierte Währungsdifferenzen", die bis zu diesem Zeitpunkt ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, in der gleichen Periode (anteilig) ergebniswirksam umgebucht.

Transaktionen in Fremdwährungen rechnen wir zu den am Tag der Transaktion gültigen Wechselkursen in die entsprechenden funktionalen Währungen unserer Tochterunternehmen um. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs bewertet. Die sich aus der operativen Tätigkeit ergebenden Währungseffekte werden innerhalb der Umsatzkosten, Effekte aus der Finanzierungstätigkeit innerhalb des Finanzergebnisses erfasst.

Die Wechselkurse zum Euro der für den Symrise Konzern wichtigsten Währungen haben sich wie folgt verändert:

Stichtagskurse = 1

Durchschnittskurse = 1

Land Währungen 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013 2012 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Großbritannien Britisches Pfund GBP 0,816 0,833 0,811 0,850
USA US-Dollar USD 1,319 1,377 1,285 1,328
Mexiko Mexikanischer Peso MXN 17,206 18,027 16,902 16,952
Brasilien Brasilianischer Real BRL 2,700 3,252 2,507 2,867
Singapur Singapur Dollar SGD 1,611 1,739 1,606 1,661
China Chinesischer Renminbi CNY 8,215 8,334 8,108 8,165

RECHNUNGSLEGUNG IN HOCHINFLATIONSLÄNDERN

Die Abschlüsse von ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung die Währung eines Hochinflationslandes ist, werden vor der Umrechnung in Euro und vor Konsolidierung in Höhe der aus der Inflation resultierenden Kaufkraftveränderung angepasst. Nicht monetäre Bilanzposten, die zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sowie die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beträge werden ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung im Abschluss auf Basis eines allgemeinen Preisindexes angepasst. Monetäre Posten werden nicht angepasst. Sämtliche Bestandteile des Eigenkapitals werden vom Zeitpunkt ihrer Zuführung anhand eines allgemeinen Preisindexes korrigiert. Eine Berichtigung der Vorjahreszahlen des Konzernabschlusses hat gemäß IAS 21.42 (b) nicht zu erfolgen. In diesen Fällen werden alle Bilanzposten sowie die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beträge mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

UMSATZREALISIERUNG

Als Umsatzerlöse für Waren und Erzeugnisse werden die Zeitwerte der erhaltenen oder erwarteten Gegenwerte abzüglich Retouren, Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wird. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Der Übergang der Chancen und Risiken auf den Käufer wird gemäß der INCOTERMS (International Commercial Terms) bestimmt.

ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendungen werden als sonstige betriebliche Erträge in den Zeiträumen erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen.

LEASING

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnissen unterschieden. Als Finanzierungs-Leasingverhältnisse werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnisse bezeichnet.

Ist Symrise Leasingnehmer in einem Finanzierungs-Leasingverhältnis, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig unter den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen setzen sich im Wesentlichen aus Finanzierungskosten und dem Tilgungsanteil der Restschuld, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, zusammen. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Im Symrise Konzern bestehen keine wesentlichen Finanzierungs-Leasingverhältnisse.

Geleistete Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.

Ist Symrise Leasinggeber in einem Operating-Leasingverhältnis, sind die Vermögenswerte, die Gegenstand des Leasingverhältnisses sind, in der Bilanz entsprechend der Eigenschaften dieser Vermögenswerte darzustellen. Leasingerträge aus solchen Leasingverhältnissen sind als Ertrag linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu erfassen. Kosten einschließlich Abschreibungen, die im Zusammenhang mit den Leasingerträgen anfallen, werden als Aufwand berücksichtigt. Die Abschreibungsgrundsätze für abschreibungspflichtige Leasinggegenstände stimmen mit den normalen Abschreibungsgrundsätzen überein.

ERTRAGSTEUERN

Ertragsteuern umfassen laufende sowie latente Steuern. Die Ertragsteuern werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst, es sei denn sie beziehen sich auf Posten, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital verrechnet werden.

Laufende Steuern sind die erwarteten Steuerzahlungen auf Basis des steuerpflichtigen Gewinns des laufenden Geschäftsjahrs, bewertet mit dem Steuersatz für das Berichtsjahr. Außerdem werden hier Änderungen aus den Vorjahren erfasst, die zum Beispiel aufgrund von Betriebsprüfungen entstehen können.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der sogenannten Verbindlichkeitenmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts beziehungsweise einer Schuld in der Konzernbilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Für die folgenden temporären Differenzen werden keine latenten Steuern gebildet:

den erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts,
den erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld im Zusammenhang mit einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt und weder das handelsrechtliche noch das steuerliche Ergebnis beeinflusst.

Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf die latenten Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise im sonstigen Ergebnis des Eigenkapitals in dem Berichtszeitraum erfasst, in dem das der Steuersatzänderung zugrunde liegende Gesetzgebungsverfahren weitgehend abgeschlossen ist.

Latente Steueransprüche und -schulden werden verrechnet, sofern ein durchsetzbares Recht existiert, laufende Steueransprüche und -schulden miteinander zu verrechnen und sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde auf eine Gesellschaft erhoben werden. Latente Steueransprüche werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuerndes Einkommen vorhanden sein wird, mit dem die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden können.

Für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen (sogenannte Outside Basis Differences) werden latente Steuern bilanziert, ausgenommen in dem Umfang, in dem Symrise in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht auflösen werden.

ERGEBNIS JE AKTIE

Der Symrise Konzern berichtet das unverwässerte Ergebnis pro Stammaktie. Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.

Da keine Options- oder Wandelrechte auf potenziell auszugebende Aktien bestehen, entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis und wird deshalb nicht gesondert dargestellt.

ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht selbst genutzt oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehalten werden. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts bewertet. Wertdifferenzen, die sich aus der Neubewertung ergeben, werden erfolgswirksam (sonstige betriebliche Erträge beziehungsweise Aufwendungen) erfasst.

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE UND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Diese beinhaltet die Erfassung von identifizierbaren Vermögenswerten (einschließlich der zuvor nicht erfassten immateriellen Vermögenswerte) und Schulden (einschließlich Eventualverbindlichkeiten, jedoch ungeachtet einer künftigen Restrukturierung) des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus einem Unternehmenszusammenschluss ergibt sich als Überschuss des Zeitwerts der übertragenen Gegenleistung am Erwerbsstichtag des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung. Zur Bestimmung eines möglichen Wertminderungsbedarfs erfolgt mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest. Im Erwerbszeitpunkt wird der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses voraussichtlich profitieren werden. Angefallene Erwerbsnebenkosten werden erfolgswirksam erfasst.

FREMDKAPITALKOSTEN

Soweit die Voraussetzungen für sogenannte qualifizierte langfristige Vermögenswerte gegeben sind, das heißt Vermögenswerte, für die zur Herstellung ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, gehören nach IAS 23 Fremdkapitalkosten zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten dieses Vermögenswerts. Fremdkapitalkosten umfassen neben Zinsen weitere im Zusammenhang mit der Anschaffung von Fremdkapital angefallene Kosten.

SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerts umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert zu entwerfen, herzustellen und so vorzubereiten, dass er für den vom Management beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist.

Für die immateriellen Vermögenswerte wird festgestellt, ob sie eine bestimmte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Im Symrise Konzern gibt es zum Bilanzstichtag neben dem Geschäfts- oder Firmenwert keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer. Bei immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer
Software 3-10 Jahre
Rezepturen 7-20 Jahre
Handelsmarken 6-15 Jahre
Kundenstämme 6-15 Jahre
Patente und sonstige Rechte 5-20 Jahre

Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden für immaterielle Vermögenswerte werden jährlich auf ihre Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls prospektiv angepasst. Darüber hinaus wird der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten einmal jährlich auf Wertminderungsbedarf überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird, beziehungsweise häufiger, wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen ausgewiesen.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines immateriellen Vermögenswerts werden zum Veräußerungszeitpunkt als Unterschiedsbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Kosten für Forschungsaktivitäten, das heißt für Aktivitäten, die unternommen werden, um neue wissenschaftliche oder chemische Erkenntnisse zu gewinnen, sind in voller Höhe als Aufwand zu erfassen. Für die Zwecke der Rechnungslegung werden Forschungsaufwendungen als Kosten im Zusammenhang mit laufenden oder geplanten Untersuchungen definiert, die neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse und Einsichten liefern sollen.

Entwicklungsaufwendungen werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder Fachkenntnissen in der Produktion, den Produktionsverfahren, den Leistungen oder Waren vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Verwendung definiert. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, wenn bestimmte, genau bezeichnete Voraussetzungen erfüllt sind: Eine Aktivierung ist immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen, der auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdeckt, wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss Symrise die Absicht haben und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt.

SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Komponenten der Sachanlage wesentlich (gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten), setzt Symrise diese Komponenten einzeln an und schreibt sie getrennt ab.

Abschreibungen werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung linear über die folgenden Nutzungsdauern erfasst:

Sachanlagen Nutzungsdauer
Gebäude 20-50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-12 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-20 Jahre

Grund und Boden wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung von Mietereinbauten erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die Laufzeit des Mietvertrags, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist. Bei der Bestimmung des verwendeten Abschreibungszeitraums werden Mietverlängerungsoptionen berücksichtigt, sofern ihre Ausübung wahrscheinlich ist.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung einer Sachanlage werden zum Veräußerungszeitpunkt als Unterschiedsbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.

FINANZINSTRUMENTE

Allgemeine Informationen

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen, Eigenkapitalinstrumente eines anderen Unternehmens sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert.

Finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz erfasst, wenn Symrise ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte, das heißt Käufe oder Verkäufe, bei denen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb des für den jeweiligen Handelsplatz vorgeschriebenen oder durch Konventionen festgelegten Zeitrahmens erfolgen muss, werden zum Handelstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows angesetzt.

Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten enthalten Wertminderungen und Zuschreibungen, Zinserträge und -aufwendungen, Dividenden sowie Gewinne und Verluste aus dem Abgang solcher Vermögenswerte. Dividenden erfassen wir bei Realisierung als Ertrag. Zinserträge erfassen wir auf Basis der Effektivzinsmethode. Bei Abgang eines Vermögenswerts werden weder Dividenden- noch Zinserträge in die Berechnung des Nettogewinns oder -verlusts einbezogen.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Diese setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zusammen. Originäre Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber institutionellen und privaten Investoren, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und, in geringem Umfang, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn Symrise eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung beziehungsweise zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten.

Finanzinstrumente werden unter Zugrundelegung der Wesensart in die Kategorien "Kredite und Forderungen (LaR)", "finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (aFVtPL)", "bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte (HtM)", "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" sowie "finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)" unterteilt. Symrise macht grundsätzlich von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und Schulden beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair Value Option), keinen Gebrauch.

Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der Kategorie, der sie zugeordnet sind, zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgswirksam oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und erstmals zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem ein derivatives Finanzinstrument vertraglich vereinbart wird. Die Instrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente vorgesehen sind, stuft das Unternehmen als "zu Handelszwecken gehalten" ein. Die derivativen Finanzinstrumente werden folglich zum beizulegenden Zeitwert bewertet und als finanzieller Vermögenswert beziehungsweise als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Zu spekulativen Zwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben.

Cashflow Hedge

Zur Sicherung von Währungsrisiken aus operativer Tätigkeit und Finanzierungstätigkeit setzt Symrise derivative Finanzinstrumente ein.

Bei der Sicherung operativer Geschäfte werden mittels Forwards ausgewählte zukünftige Zahlungsströme bereits in der Bilanz angesetzter Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken abgesichert. Die Sicherung des Währungsrisikos erfolgt rollierend über einen Zeitraum von rund sechs Monaten bis zu einer maximalen Sicherungsquote von 50 % der offenen Währungsposition in einer Gesellschaft.

Sofern die strengen Voraussetzungen des IAS 39 für die Anwendung des Cashflow Hedge Accounting vorliegen, werden die kumulierten Bewertungsgewinne/-verluste zunächst erfolgsneutral in der Cashflow Hedge Rücklage erfasst und in der Periode erfolgswirksam umgegliedert, in der das gesicherte Grundgeschäft das Periodenergebnis beeinflusst.

Entsprechend dem gesicherten Grundgeschäft (Fremdwährungsforderung oder -verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung) werden die Bewertungsgewinne/-verluste aus dem derivativen Finanzinstrument in die Umsatzerlöse beziehungsweise Umsatzkosten umgegliedert. Dort saldieren sie sich mit den tatsächlichen Währungsgewinnen und -verlusten des operativen Geschäfts.

Sofern es sich bei der Sicherung der Währungsrisiken um die Sicherung von Finanzierungstätigkeiten handelt, werden die Bewertungsgewinne und -verluste im Finanzergebnis erfasst.

Durch die Anwendung von Cashflow Hedges wird die Volatilität der Wechselkurseffekte gemindert. Die Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accountings werden von Symrise wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählen sowohl die konkrete Zuordnung des Absicherungsinstruments zu der erwarteten Fremdwährungsforderung/-verbindlichkeit als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden mittels kumulierter Dollar Offset-Methode fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; sollte eine Hedge-Beziehung ineffektiv werden, würde diese umgehend erfolgswirksam aufgelöst.

Auch wenn einige Devisentermingeschäfte nicht als Cashflow Hedge Accounting abgebildet werden, so stellen diese bei wirtschaftlicher Betrachtung eine Sicherung dar. In diesen Fällen gleichen sich die Bewertungseffekte des derivativen Finanzinstruments sofort mit den Effekten aus der Bewertung der Fremdwährungsforderung beziehungsweise -verbindlichkeit innerhalb der Umsatzkosten aus.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen werden - gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode - mit dem Marktwert zum Zeitpunkt des Zugangs abzüglich Wertminderungen bewertet.

Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen umfassen Kassenbestände und sofort verfügbare Einlagen. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale) sind nicht-derivative Finanzinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbar designiert wurden oder keiner anderen Bewertungskategorie zuzuordnen sind.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten angesetzt. Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden sie mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn dieser unmittelbar auf Basis von Marktdaten bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umgliederung der erfolgsneutral erfassten Bewertungsänderungen ins Periodenergebnis erfolgt erst im Zeitpunkt des Abgangs. Fallen die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten signifikant oder über einen längeren Zeitraum unter die Anschaffungskosten, wird der Wertminderungsaufwand sofort erfolgswirksam berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Wertminderung weggefallen sind, wird in den Folgeperioden eine Wertaufholung vorgenommen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden entsprechend der vom Management geplanten Veräußerungsabsicht als kurz- oder langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Als "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" werden langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen eines Unternehmens erfasst, die gemäß IFRS 5 als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert wurden. Diese werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Soweit mit einer Veräußerungsgruppe Verbindlichkeiten identifiziert werden, die im Zusammenhang mit den entsprechenden Veräußerungsgruppen stehen, werden diese ebenfalls als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.

VORRÄTE

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen die Kosten für die Anschaffung der Vorräte, Herstellungs- oder Weiterverarbeitungskosten und sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufswert abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.

Rohstoffe sind zu Anschaffungskosten mit dem gewichteten Durchschnittspreis bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse beziehungsweise Leistungen sind mit Material- und Lohneinzelkosten sowie sonstigen Einzelkosten und angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten basierend auf der normalen Auslastung der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten bewertet.

PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Die Konzerngesellschaften verfügen über verschiedene Pensionspläne, die auf die jeweiligen landesspezifischen Regularien und Praktiken ausgerichtet sind. Darüber hinaus bestehen Zusagen, bestimmte zusätzliche medizinische Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen.

Beitragsorientierte Pläne (Defined Contribution Plans)

Ein beitragsorientierter Plan ist ein Plan, auf dessen Basis eine Gesellschaft bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses fest vereinbarte Beiträge in andere Körperschaften einzahlt und keine weitere rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, darüber hinausgehende Beträge zu zahlen. Verpflichtungen in Bezug auf Beiträge für beitragsorientierte Pläne werden zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit unter Leistungen an Arbeitnehmer in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst.

Leistungsorientierte Pläne (Defined Benefit Plans)

Leistungsorientierte Pläne umfassen alle Pensionspläne, die nicht beitragsorientiert sind. Die Ansprüche aus leistungsorientierten Plänen werden mit dem versicherungsmathematischen Barwert der erdienten Anwartschaft individuell für jeden Plan berechnet, indem der Betrag für künftige Pensionsleistungen, auf die die Arbeitnehmer während der laufenden und in vorherigen Berichtsperioden eine Anwartschaft erdient haben, geschätzt wird; diese Pensionsleistung wird zur Ermittlung ihres Barwerts (Defined Benefit Obligation, DBO) abgezinst. Der Abzinsungssatz ergibt sich aus der Rendite erstrangiger festverzinslicher Industrieanleihen zum Berichtsstichtag, deren Fälligkeitstermine den Zahlungsbedingungen der Konzernverpflichtungen ungefähr entsprechen und die in derselben Währung ausgestellt sind, in der die Pensionsleistungen erwartungsgemäß gezahlt werden. Die Berechnung wird jährlich durch Versicherungsmathematiker unter Anwendung des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) vorgenommen. Sind die Leistungsansprüche durch Planvermögen gedeckt, wird der beizulegende Zeitwert dieses Vermögens mit dem Anwartschaftsbarwert verrechnet. Der Nettobetrag wird als Pensionsverpflichtung oder Vermögenswert bilanziert.

Veränderungen des Barwerts einer Leistungsverpflichtung aufgrund von Arbeitsleistungen werden als Dienstzeitaufwand bezeichnet. Dieser setzt sich aus laufendem und nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand sowie aus Gewinnen/Verlusten aus Abgeltungen zusammen und wird unverzüglich ergebniswirksam im operativen Ergebnis erfasst. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie gleichfalls auf Basis des Diskontierungszinssatzes ermittelte Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis erfasst.

Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen beinhalten versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung des Barwerts der definierten Leistungsverpflichtung sowie die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen abzüglich des bereits ergebniswirksam erfassten Teilbetrags. Sie werden sofort ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital in der Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) ausgewiesen.

RÜCKSTELLUNGEN

Eine Rückstellung wird dann gebildet, wenn mehr dafür als dagegen spricht, dass eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Die Höhe der Rückstellung wird regelmäßig angepasst, wenn neue Erkenntnisse vorliegen oder veränderte Rahmenbedingungen bestehen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert der erwarteten Erfüllungsbeträge zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Abzinsungssätze werden regelmäßig den vorherrschenden Marktzinssätzen angepasst.

Zuführungen zu den Rückstellungen werden grundsätzlich erfolgswirksam in der jeweiligen Aufwandskategorie der betroffenen Funktionen berücksichtigt. Ein bei der Erfüllung der Verpflichtung entstandener positiver oder negativer Differenzbetrag wird zum Buchwert unter den jeweiligen Funktionsaufwendungen erfasst. Soweit es sich um periodenfremde positive Differenzbeträge handelt, werden diese unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

WERTMINDERUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die folgenden Faktoren werden bei der Analyse der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt:

Zunächst wird die Zahlungsfähigkeit einzelner Kunden betrachtet und Wertberichtigungen für einzelne Kundensalden gebucht, wenn es wahrscheinlich erscheint, dass die vertraglich vereinbarte Forderung nicht gezahlt wird.
Anschließend werden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen auf Basis homogener Forderungsklassen gebildet, die sich nach dem verbundenen Ausfallrisiko, den in der Vergangenheit festgestellten Forderungsausfällen, aber auch nach den allgemeinen Marktbedingungen wie Handelsembargos oder Naturkatastrophen richten. Wir bilden eine pauschalierte Einzelwertberichtigung zur Berücksichtigung von Wertminderungen für ein Forderungsportfolio, wenn wir der Ansicht sind, dass das Alter der Forderungen einen Anhaltspunkt dafür liefert, dass es wahrscheinlich ist, dass ein Verlust eingetreten ist oder die ausstehenden Zahlungen nicht oder nicht vollständig eingezogen werden können.

Um eine Wertminderung objektiv nachweisbar festzustellen, werden die folgenden Auslöser herangezogen:

Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners;
Vertragsbruch;
Zugeständnisse an den Kunden aufgrund wirtschaftlicher oder rechtlicher Gründe, die im Zusammenhang mit dessen finanziellen Schwierigkeiten stehen;
Insolvenz oder Sanierungsnotwendigkeit des Schuldners ist wahrscheinlich;
Beobachtbare Daten zeigen, dass eine messbare Minderung der erwarteten künftigen Zahlungsströme einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten seit erstmaligem Ansatz eingetreten ist, obwohl die Minderung nicht einem einzelnen finanziellen Vermögenswert der Gruppe zugerechnet werden kann (pauschalierte Einzelwertberichtigung).

Ergibt sich in den Folgeperioden, dass die Gründe für die Wertminderung nicht mehr vorliegen, wird eine erfolgswirksame Wertaufholung erfasst. Sofern eine bereits wertgeminderte Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, erfolgt die entsprechende Ausbuchung.

Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Wertberichtigungen werden unter den Vertriebskosten erfasst. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Portfolioverantwortlichen.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Berichtszeitpunkt bewertet, um festzustellen, ob es eine objektive Grundlage für eine Wertminderung gibt. Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten wird vorgenommen, wenn es objektive Hinweise gibt, dass ein oder mehrere Vorkommnisse einen negativen Einfluss auf die zukünftigen Cashflows dieses Vermögenswerts hatten.

Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, wird aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows nach Abzinsung mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz berechnet. Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die als zur Veräußerung verfügbar gehalten werden, wird anhand des beizulegenden Zeitwerts berechnet.

Einzelne wesentliche finanzielle Vermögenswerte werden individuell hinsichtlich einer möglichen Wertberichtigung überprüft. Die restlichen finanziellen Vermögenswerte werden in Gruppen mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen zusammengefasst und bewertet.

Gewinne und Verluste aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden grundsätzlich im sonstigen Ergebnis erfasst. Soweit ein Hinweis auf Wertminderung für als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust - gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert abzüglich von davor im Hinblick auf den betrachteten finanziellen Vermögenswert erfassten Wertminderungsverlusten - aus dem sonstigen Ergebnis ausgebucht und in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. Einmal in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht, sondern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis. Bei der Veräußerung werden Gewinne und Verluste, die zuvor im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung übertragen.

Nicht-finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass ein nicht-finanzieller Vermögenswert einer Wertminderung unterliegt. Der Buchwert wird auf Wertminderungen untersucht, wenn Ereignisse oder veränderte Rahmenbedingungen darauf hinweisen, dass der Buchwert nicht mehr durch den erzielbaren Betrag (Recoverable Amount) gedeckt wird. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags vorgenommen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert wertgemindert beziehungsweise auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern auf ihren Barwert abgezinst.

Wertminderungsaufwendungen werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.

An jedem Abschlussstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist wieder zuzuschreiben, wenn der erzielbare Betrag als Folge einer Schätzungsänderung seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands über dem Buchwert des Vermögenswerts liegt. Die Wertaufholung darf die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich ergeben hätten, wenn in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, nicht übersteigen. Sie ist unmittelbar im Periodenergebnis zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, wird die planmäßige Abschreibung gegebenenfalls für künftige Berichtsperioden angepasst, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts abzüglich eines etwaigen Restwerts systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Wertberichtigungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IAS 36 mindestens einmal im Jahr untersucht. Sofern Ereignisse oder geänderte Rahmenbedingungen auf einen Wertberichtigungsbedarf hinweisen, erfolgt die Untersuchung auch häufiger.

Zur Prüfung der Werthaltigkeit ist ein Geschäfts- oder Firmenwert nach Zugang auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zu allokieren, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen. Jede Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und ist nicht größer als ein Geschäftssegment im Sinne des IFRS 8.

Die Wertberichtigung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Verluste aus Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte dürfen in späteren Perioden nicht aufgeholt werden. Symrise nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit zum 30. September vor.

Im Symrise Konzern wurden die Segmente Scent & Care sowie Flavor & Nutrition als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert, wobei dem Segment Scent & Care ein Geschäfts- oder Firmenwert zum 30. September 2013 in Höhe von 191,8 Mio. € (31. Dezember 2012: 163,1 Mio. €) und dem Segment Flavor & Nutrition ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 356,3 Mio. € (31. Dezember 2012: 335,2 Mio. €) zugerechnet wurde. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und wurde als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt. Die zukünftigen Cashflows wurden aus der Planung des Symrise Konzerns abgeleitet. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen beziehungsweise -mengen und Kosten unter Berücksichtigung veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrer bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller, aus jeweiligen Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt.

Der Planung liegt ein Detailplanungszeitraum für die Geschäftsjahre 2014 bis 2017 zugrunde. Zur Bemessung der ewigen Rente wurde eine Wachstumsrate von 0,5 % zugrunde gelegt. Die ermittelten Cashflows wurden mit einem identischen gewichteten Kapitalkostensatz nach Steuern in Höhe von 7,76 % (2012: 7,46 %) diskontiert, da die der Ermittlung zugrunde liegenden Peer Groups gleich aufgestellt sind. Im Geschäftsjahr lagen keine Anzeichen für eine Wertminderung (Impairment) vor. Die Gewichtung der Eigen- und Fremdkapitalkosten erfolgte mit einer Kapitalstruktur, die aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet wurde. Für die Ermittlung der Eigen- und Fremdkapitalkosten wurde auf Kapitalmarktdaten und auf Daten vergleichbarer Unternehmen abgestellt.

Symrise hat bei der Durchführung des Wertminderungstests Sensitivitätsanalysen vorgenommen. Dabei wurden alternativ der Diskontierungszinssatz um 1,0 Prozentpunkte erhöht und das Umsatzwachstum im Detailplanungszeitraum auf 0,5 % reduziert. Diese Variation der Bewertungsparameter hätte ebenfalls keinen Wertminderungsbedarf bei den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten ergeben.

ERMITTLUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTS

Eine Vielzahl von Bilanzierungsgrundsätzen setzen die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts für finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte und Schulden voraus. Die beizulegenden Zeitwerte für die Bewertung wurden anhand der nachfolgend dargestellten Methoden ermittelt. Weitere Informationen hinsichtlich der Annahmen für die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten werden in den spezifischen Anhangangaben für bestimmte Vermögenswerte oder Schulden aufgeführt.

Finanzinstrumente - allgemeine Grundsätze

Entsprechend der dreistufigen Bemessungshierarchie erfolgt die Einteilung der Bewertungstechniken der zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren nach IFRS 13 in drei Level:

Inputfaktoren des Level 1 sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise.
Inputfaktoren in Level 2 sind andere als die in Level 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind.
Inputfaktoren in Level 3 sind Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind.

Sachanlagen

Der beizulegende Zeitwert für Sachanlagen, die aus einem Unternehmenszusammenschluss resultieren, basiert auf Marktwerten. Der Marktwert einer Immobilie ist der geschätzte Wert, zu dem die Immobilie am Tag der Bewertung verkauft werden könnte, vorausgesetzt es würde zu einer geschäftlichen Transaktion zwischen einem kaufbereiten Käufer und einem verkaufsbereiten Verkäufer kommen, bei der beide Parteien wissentlich, umsichtig und ohne Zwang agieren und angemessene Marketingaktivitäten vorausgegangen sind. Der Marktwert von Gegenständen aus Anlagen, Ausstattung, Inventar und Zubehör basiert auf Preisangeboten für vergleichbare Gegenstände.

Immaterielle Vermögenswerte

Der beizulegende Zeitwert von Rezepturen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, basiert auf den abgezinsten geschätzten Lizenzgebühren, die durch das Eigentum an der Rezeptur vermieden werden, oder diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung der Rezepturen zu erwarten sind. Der beizulegende Zeitwert für andere immaterielle Vermögenswerte basiert auf den diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung und dem möglichen Verkauf der Vermögenswerte zu erwarten sind.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt, sofern angebracht, durch einen unabhängigen qualifizierten Gutachter mittels anerkannter Bewertungstechniken. Sollten Preise von kurz zuvor am Markt getätigten Transaktionen mit vergleichbaren Immobilien verfügbar sein, werden diese Transaktionen als Referenz für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen.

3. SEGMENTINFORMATIONEN

BESCHREIBUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE

In unserem internen Berichtswesen bilden wir die Unternehmenstätigkeit differenziert ab, im Wesentlichen nach Geschäftsbereichen und Regionen. Auf Basis dieses Berichtswesens beurteilt der Vorstand, der als Hauptentscheidungsträger für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Allokation der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die operativen Segmente werden nach Geschäftsbereichen abgegrenzt. Mit den Bereichen Scent & Care und Flavor & Nutrition haben wir zwei berichtspflichtige Segmente, die nach unseren Produkten organisiert sind.

SCENT & CARE

Der Geschäftsbereich Scent & Care entwickelt, produziert und vertreibt Duftstoffe, kosmetische Inhaltstoffe, Aromamoleküle und Mintaromen und entwickelt spezifische Applikationsverfahren für diese Stoffe. Die von Symrise im Bereich Scent & Care entwickelten Produkte und Applikationsverfahren dienen den Kunden bei der Herstellung von Parfüms, Körperpflegeprodukten, kosmetischen Produkten, Zahnpflegeprodukten oder Reinigungs- und Waschmitteln.

FLAVOR & NUTRITION

Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition entwickelt, produziert und vertreibt Geschmackstoffe, die von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte) und Getränken genutzt werden. Dabei arbeitet Symrise mit einem modularen Konzept, wonach sowohl einzelne Aromabausteine als auch komplette Produktlösungen für den Endverbraucher angeboten werden.

Die Segmentberichterstattung nach Regionen orientiert sich nach dem Ort der Vermögenswerte. Verkäufe an Kunden erscheinen in der geografischen Region, in der der Kunde seinen Sitz hat. Für interne Steuerungs- und Berichtszwecke werden Länder zu den Regionen EAME (Europa, Afrika, Naher und Mittlerer Osten), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika zusammengefasst.

MESSGRÖSSEN DER SEGMENTE

Die interne Steuerung und Berichterstattung im Symrise Konzern basiert auf den in TZ 2 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen nach IFRS.

Zwischen den beiden Segmenten bestehen nur in unwesentlichem Umfang Transaktionen. Sie werden zu Marktpreisen abgerechnet und sind aus Wesentlichkeitsgründen nicht gesondert ausgewiesen. Die externen Umsatzerlöse stellen die Umsatzerlöse mit Konzernexternen der beiden Segmente dar und damit in Summe die konsolidierten Umsätze des Symrise Konzerns.

Die Erträge und Aufwendungen der Zentraleinheiten/-funktionen des Symrise Konzerns sind dabei entsprechend den Leistungs- beziehungsweise Nutzungsverhältnissen in den beiden Segmenten Scent & Care und Flavor & Nutrition vollständig enthalten. Ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente ist dabei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA). Die jedem Segment direkt zurechenbaren Abschreibungen sind im Segmentbeitrag eingerechnet. Das Finanzergebnis wird nicht einbezogen, da die Segmente im Wesentlichen zentral finanziert werden. Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend die Finanzerträge und -aufwendungen auf Konzernebene zum Finanzergebnis zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend wird mit den Steuern verfahren, sodass der Jahresüberschuss nach Steuern zusammengefasst als Konzernergebnis dargestellt wird.

Die Investitionen eines Segments umfassen die gesamten Ausgaben, die in der Berichtsperiode durch den Kauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten entstanden sind.

SEGMENTVERMÖGEN/-VERBINDLICHKEITEN

Der Vorstand als Hauptentscheidungsträger erhält nicht alle Angaben zum Segmentvermögen und den Segmentverbindlichkeiten. Die Aufteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf die Segmente zeigen wir in TZ 25.

ERGEBNISSE DER SEGMENTE

2012

in T€
Scent & Care Flavor & Nutrition Summe Geschäftsbereiche = Gesamtkonzern
Außenumsatz 882.803 852.131 1.734.934
Umsatzkosten - 547.457 - 486.922 - 1.034.379
Bruttoergebnis vom Umsatz 335.346 365.209 700.555
Sonstige betriebliche Erträge 8.148 7.597 15.745
Vertriebskosten - 126.061 - 141.246 - 267.307
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 60.147 - 53.633 - 113.780
Verwaltungskosten - 38.061 - 42.699 - 80.760
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 550 - 1.265 - 1.815
Betriebsergebnis/EBIT 118.675 133.963 252.638
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 24.455 18.615 43.070
Abschreibungen auf Sachanlagen 18.077 25.208 43.285
Wertaufholungen auf Sachanlagen - 140 0 - 140
EBITDA 161.067 177.786 338.853
Finanzergebnis - 40.099
Ergebnis vor Steuern 212.539
Ertragsteuern - 55.047
Jahresüberschuss 157.492
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte 13.576 5.036 18.612
Sachanlagen 23.310 28.424 51.734
2013

in T€
Scent & Care Flavor & Nutrition Summe Geschäftsbereiche = Gesamtkonzern
Außenumsatz 960.436 869.950 1.830.386
Umsatzkosten - 567.172 - 492.376 - 1.059.548
Bruttoergebnis vom Umsatz 393.264 377.574 770.838
Sonstige betriebliche Erträge 8.686 7.379 16.065
Vertriebskosten - 143.775 - 146.189 - 289.964
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 69.092 - 57.903 - 126.995
Verwaltungskosten - 39.938 - 45.090 - 85.028
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 1.037 - 752 - 1.789
Betriebsergebnis/EBIT 148.108 135.019 283.127
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 28.012 17.568 45.580
Abschreibungen auf Sachanlagen 18.428 26.031 44.459
Wertaufholungen auf Sachanlagen - 12 - 17 - 29
EBITDA 194.536 178.601 373.137
Finanzergebnis - 37.273
Ergebnis vor Steuern 245.854
Ertragsteuern - 73.519
Jahresüberschuss 172.335
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte 76.713 4.349 81.062
Sachanlagen 25.346 36.450 61.796

Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Symrise Konzerns getätigt.

ERGEBNISSE NACH REGIONEN

2012

in T€
EAME1) Nordamerika Asien/Pazifik Lateinamerika Gesamt
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse nach Bestimmungsregionen 785.408 316.813 404.500 228.213 1.734.934
im Inland 204.096
im Ausland 1.530.838
Sonstige Segmentinformationen
Langfristige Vermögenswerte2) 1.251.393
im Inland 685.679
im Ausland 565.714
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte 12.466 3.557 2.185 404 18.612
Sachanlagen 31.110 3.405 8.351 8.868 51.734

1) Europa, Afrika, Naher und Mittlerer Osten

2) Ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche

2013

in T€
EAME1) Nordamerika Asien/Pazifik Lateinamerika Gesamt
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse nach Bestimmungsregionen 828.298 350.322 419.572 232.194 1.830.386
im Inland 211.925
im Ausland 1.618.461
Sonstige Segmentinformationen
Langfristige Vermögenswerte2) 1.276.750
im Inland 740.880
im Ausland 535.870
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte 3.622 69.966 1.338 6.136 81.062
Sachanlagen 35.102 7.301 11.758 7.635 61.796

1) Europa, Afrika, Naher und Mittlerer Osten

2) Ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche

WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG

4. UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse resultieren vorwiegend aus dem Verkauf von Produkten. Zur Darstellung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und nach Regionen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung, die unter TZ 3 dargestellt ist.

5. UMSATZKOSTEN

Die Umsatzkosten bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Rohmaterial sowie aus Produktionskosten. Darüber hinaus sind noch Abschreibungen auf Rezepturen sowie Währungseffekte enthalten. Zur Darstellung der Umsatzkosten nach Geschäftsbereichen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung, die unter TZ 3 dargestellt ist.

6. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

in T€ 2012 2013
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 562 2.436
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten 4.905 1.934
Erträge aus Serviceeinheiten 1.699 1.859
Erträge aus der Umbuchung von Kursdifferenzen aus der Währungsrücklage 3.243 1.681
Erträge aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 0 1.673
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 355 1.396
Erträge aus staatlichen Zuschüssen 1.521 1.056
Übrige Erträge 3.460 4.030
Summe 15.745 16.065

Die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Zahlungseingängen für in der Vergangenheit wertberichtigte Forderungen.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten betreffen solche Verpflichtungen, bei denen mit einer Inanspruchnahme nicht mehr gerechnet wird beziehungsweise dies feststeht. Es handelt sich hierbei um im Einzelnen unwesentliche Posten.

Die Erträge aus Serviceeinheiten stammen aus von Gruppenunternehmen erbrachten Dienstleistungen an Dritte.

Die Erträge aus der Umbuchung von Kursdifferenzen aus der Währungsrücklage resultieren aus der Kapitalherabsetzung bei einer Tochtergesellschaft in Singapur.

Die Angaben zu den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden unter TZ 24 im Detail dargestellt.

Die Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen wurden hauptsächlich aus dem teilweisen Verkauf von Immobilien in der Schweiz generiert.

Die staatlichen Zuschüsse wurden im Wesentlichen in Frankreich, China und Deutschland zur Förderung von Forschungsprojekten gewährt.

Der Gesamtbetrag der verbleibenden übrigen Erträge setzt sich aus einer Vielzahl von im Einzelnen unwesentlichen Sachverhalten zusammen, die nicht mit dem Verkauf von Produkten im Zusammenhang stehen.

7. PERSONALAUFWAND

Die folgenden Personalaufwendungen sind in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung enthalten:

in T€ 2012 2013
Löhne und Gehälter - 297.584 - 318.993
Sozialversicherungsaufwendungen - 56.206 - 61.652
Pensionsaufwand (ohne Zinsaufwand) 6.366 - 12.419
Abfindungszahlungen - 1.913 - 3.655
Mehrjährige erfolgsabhängige Vergütungen - 3.336 - 1.136
Summe - 352.673 - 397.855

Die Sozialversicherungsaufwendungen beinhalten die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Abgaben. Darin enthalten sind beitragsorientierte Versorgungsleistungen in Höhe von 12,9 Mio. € (2012: 12,2 Mio. €).

Der Pensionsaufwand enthält überwiegend Arbeitgeberanteile zur betrieblichen Zusatzversorgung. Aus der Festschreibung der Pensionszusagen in den USA zum 30. April 2012 resultierte im Vorjahr ein einmaliger Ertrag in Höhe von 12,5 Mio. €. Dies führte in Verbindung mit den hieraus resultierenden, verminderten Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen zu negativem Pensionsaufwand. Die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen ist als Bestandteil des Finanzergebnisses zum 31. Dezember 2013 (siehe TZ 11) ausgewiesen.

Die Abfindungszahlungen sind im Zuge der Reorganisation einzelner Abteilungen angefallen.

Die mehrjährige erfolgsabhängige Vergütung betrifft den Vorstand und ausgewählte Mitarbeiter. Die Jahresprämien und Boni für die übrigen Mitarbeiter sind in den Löhnen und Gehältern berücksichtigt.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Symrise Konzern betrug 5.914 (2012: 5.580).

In FTE 2012 2013
Produktion und Technik 2.234 2.411
Vertrieb und Marketing 1.464 1.546
Forschung und Entwicklung 1.109 1.158
Verwaltung 423 436
Serviceeinheiten 350 363
Anzahl der Mitarbeiter 5.580 5.914
Auszubildende und Trainees 118 116
Summe 5.698 6.030

8. VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen der Periode für Werbung und Kundenbetreuung sowie für Distribution und Lagerhaltung der fertigen Erzeugnisse. Daneben sind Transportkosten und Aufwendungen für Provisionen und Lizenzen enthalten. Zur Darstellung der Vertriebskosten nach Geschäftsbereichen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung, die unter TZ 3 dargestellt ist.

9. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWENDUNGEN

Zusätzlich zu den Aufwendungen für die Symrise eigenen Forschungsabteilungen enthält dieser Posten Aufwendungen für externe Forschungs- und Entwicklungsleistungen und Testaktivitäten. Die Aktivitäten in diesem Bereich dienen neben der Grundlagenforschung der Entwicklung von Produkten zur Generierung von Umsatzerlösen und auch der Entwicklung neuer beziehungsweise verbesserter Prozesse zur Reduktion der Umsatzkosten, die nicht aktivierungsfähig sind.

10. VERWALTUNGSKOSTEN

in T€ 2012 2013
Informationstechnologie - 26.726 - 28.190
Finanzen und Controlling - 21.644 - 21.649
Personalwesen - 11.291 - 11.970
Sonstige Verwaltungskosten - 21.099 - 23.219
Summe - 80.760 - 85.028

11. FINANZERGEBNIS

in T€ 2012 2013
Zinserträge
aus Bankeinlagen 904 1.000
Sonstige 1.430 157
Zinserträge 2.334 1.157
Sonstige Finanzerträge 238 325
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 40
Finanzerträge 2.572 1.522
Zinsaufwendungen
aus Bankdarlehen - 3.876 - 3.321
aus sonstigen Darlehen - 17.802 - 17.762
Sonstige - 17.967 - 13.879
Zinsaufwendungen - 39.645 - 34.962
Fremdwährungsgewinne/-verluste im Wesentlichen aus konzerninternen Darlehen - 2.212 - 2.549
Sonstige Finanzaufwendungen - 814 - 1.284
Finanzaufwendungen - 42.671 - 38.795
Finanzergebnis - 40.099 - 37.273
davon Zinsergebnis - 37.311 - 33.805
davon übriges Finanzergebnis - 2.788 - 3.468

Die Zinsen für die Verbindlichkeiten mit einem fixen Zinssatz wie der Eurobond oder das US Private Placement werden unter den Zinsaufwendungen für sonstige Darlehen angegeben. Die sonstigen Zinsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufzinsungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 11,0 Mio. € (2012: 14,1 Mio. €).

12. ERTRAGSTEUERN

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten beziehungsweise geschuldeten tatsächlichen Steuern sowie die latenten Steuern ausgewiesen.

in T€ 2012 2013
Tatsächliche Ertragsteuern - 53.197 - 76.666
Latenter Steueraufwand/-ertrag
aus Verlustvorträgen - 8.347 - 14.550
aus temporären Differenzen 6.497 17.697
Summe latenter Steueraufwand/-ertrag - 1.850 3.147
Ertragsteuern - 55.047 - 73.519

Der Ertragsteueraufwand ist im Berichtsjahr um 18,5 Mio. € auf 73,5 Mio. € gestiegen, was vor allem das Ergebnis eines um 33,3 Mio. € höheren Konzernergebnisses vor Steuern ist. Der Steuersatz des Berichtsjahres beträgt 29,9 % (2012: 25,9 %).

Die Erhöhung des tatsächlichen Ertragsteueraufwands um 23,5 Mio. € auf 76,7 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem verbesserten Konzernergebnis sowie der Bildung von Steuerrückstellungen aufgrund laufender Betriebsprüfungen. Die Veränderung des latenten Steueraufwands resultiert im Wesentlichen aus einer Neubewertung der steuerlichen Verlustvorträge sowie temporärer Differenzen in Singapur aufgrund eines gewährten Entwicklungs- und Expansionszertifikates, welches eine Reduzierung des Steuersatzes auf 5 % zum Inhalt hat. Des Weiteren ist der latente Steueraufwand durch die Bewertung von Fremdwährungspositionen sowie laufenden Abschreibungen beeinflusst.

ABLEITUNG EFFEKTIVSTEUERSATZ

Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von 73,5 Mio. € (2012: 55,0 Mio. €) leiten sich wie folgt von einem "erwarteten" Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes unter Berücksichtigung lokaler Steuersätze auf das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern ergeben hätte:

in T€ 2012 2013
Konzernergebnis vor Steuern 212.539 245.854
Erwarteter Steueraufwand zu lokalen Steuersätzen - 60.135 - 69.361
Steuereffekt aus Vorjahren 2.780 - 10.606
Steuereffekt aus steuerfreien Erträgen 10.031 8.495
Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen - 2.299 - 3.559
Nicht erstattungsfähige Quellensteuer - 4.953 - 1.344
Steuereffekt aus Wertänderungen bei latenten Steueransprüchen - 1.157 997
Steuereffekt aus Änderung des Steuersatzes 364 2.019
Sonstige Steuereffekte 322 - 160
Steueraufwand - 55.047 - 73.519

Der Effekt aus steuerfreien Erträgen resultiert aus Steuervergünstigungen im Ausland.

Die Steuereffekte aus Vorjahren resultieren im Wesentlichen aus Anpassungen an laufende Betriebsprüfungen und der Berücksichtigung von Effekten aus der fortlaufenden Risikobewertung.

Steuereffekte aus nicht erstattungsfähigen Quellensteuern sind deutlich zurückgegangen, was auf eine Reduzierung der Dividendenströme zurückzuführen ist.

Die für das Geschäftsjahr 2013 vorgeschlagene Dividende (siehe TZ 38) wird keine ertragsteuerlichen Konsequenzen für Symrise haben. Für geplante Ausschüttungen von Konzerngesellschaften werden die zukünftig entstehenden Ertrag- und Quellensteuern als latente Steuerschulden abgegrenzt.

Für temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von 102,4 Mio. € im Jahr 2013 und 168,2 Mio. € im Jahr 2012 wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da diese Gewinne bei Ausschüttung keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit investiert werden sollen.

Der Betrag der Ertragsteuern, der direkt dem sonstigen Ergebnis belastet oder gutgeschrieben wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

2012 (angepasst)* 2013
in T€ vor Steuern Steuern nach Steuern vor Steuern Steuern nach Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe - 10.305 521 - 9.784 - 57.395 2.034 - 55.361
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 1.263 378 - 885 - 41 3 - 38
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) 888 - 242 646 37 - 16 21
Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionsplänen - 87.111 23.300 - 63.811 44.712 - 13.955 30.757
Steuersatzänderung 0 - 556 - 556 0 - 73 - 73
Sonstiges Ergebnis - 97.791 23.401 - 74.390 - 12.687 - 12.007 - 24.694
Tatsächliche Steuern - 359 421
Latente Steuern 23.760 - 12.428

* Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, weitere Erläuterungen siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

13. ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind im Anlagespiegel unter den TZ 25 und 26 ersichtlich.

14. ERGEBNIS JE AKTIE

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird der den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Gewinn durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.

In den Jahren 2012 und 2013 wurden keine Options- oder Wandelrechte ausgegeben; ein Verwässerungseffekt des Ergebnisses je Aktie besteht folglich nicht. Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis sind damit identisch.

2012 2013
Ergebnis je Aktie (in €) 1,33 1,46
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (in Stück) 118.173.300 118.173.300

WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

15. ZAHLUNGSMITTEL UND KURZFRISTIGE EINLAGEN

in T€ 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
Zahlungsmittel 104.542 120.803
Kurzfristige Einlagen 12.903 14.540
Summe 117.445 135.343

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen bestehen im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten, deren Buchwert ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht.

16. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

in T€ 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 310.715 329.168
Wertberichtigungen - 8.509 - 7.621
Summe 302.206 321.547

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaften sind nicht besichert. Das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass es zu Forderungsausfällen kommt. Jedoch musste die Gesellschaft in der Vergangenheit Ausfälle von nur untergeordneter Bedeutung seitens Einzelkunden hinnehmen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Wertberichtigungen haben sich zum Berichtszeitpunkt wie folgt entwickelt:

in T€ Buchwert (brutto) weder wertgemindert noch überfällig ganz oder teilweise wertberichtigt Wertberichtigung überfällig seit 1-30 Tagen überfällig seit 31-90 Tagen
31. Dezember 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 310.715 266.385 44.330 8.509 28.304 7.318
31. Dezember 2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 329.168 283.668 45.500 7.621 29.102 8.273
in T€ überfällig seit 91-360 Tagen mehr als 1 Jahr überfällig nicht wertgemindert aber überfällig
31. Dezember 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.365 4.343 0
31. Dezember 2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.833 5.292 0

Die Gesellschaften gewähren branchen- und landesübliche Zahlungsziele.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

in T€ 2012 2013
1. Januar 6.696 8.509
Währungsdifferenzen - 6 - 233
Zuführungen 4.600 3.476
Im Berichtsjahr in Anspruch genommen - 611 - 664
Wertaufholungen - 2.170 - 3.467
31. Dezember 8.509 7.621

Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist begrenzt durch die Vielzahl von Kunden mit breit diversifizierten Aktivitäten auf unterschiedlichen Märkten.

Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen.

17. VORRÄTE

in T€ 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
Rohstoffe 133.317 138.264
Fertige Erzeugnisse 131.172 136.409
Unfertige Erzeugnisse 95.703 106.616
Wertberichtigungen - 12.351 - 12.722
Summe 347.841 368.567

In den Umsatzkosten sind in Höhe von 789,6 Mio. € (2012: 787,1 Mio. €) Materialkosten ohne Fremdwährungseffekte enthalten.

18. KURZFRISTIGE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND FORDERUNGEN

in T€ 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
Sonstige Steuern 20.809 19.347
Sonstige Vorauszahlungen 13.455 15.497
Übrige sonstige Vermögenswerte 1.430 1.402
Summe 35.694 36.246

Die sonstigen Vorauszahlungen beinhalten insbesondere Zahlungen zur Aufnahme auf Kundenlisten, die in der Folge über die Vertragslaufzeit aufgelöst werden, sowie Vorauszahlungen auf Kundenboni.

Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen sind nicht besichert. Symrise trägt das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann. Jedoch mussten in der Vergangenheit Ausfälle von nur untergeordneter Bedeutung hingenommen werden. Im Posten sind nur geringfügig Wertberichtigungen enthalten, weshalb auf die Darstellung der Entwicklung des Wertberichtigungskontos aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet wird.

19. KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

in T€ 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen 984 992
Forderungen an Kunden und Mitarbeiter 2.205 644
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 909 688
Summe 4.098 2.324

20. LATENTE STEUERANSPRÜCHE/-SCHULDEN

Die latenten Steueransprüche und -schulden aus temporären Differenzen beziehen sich auf die folgenden Posten:

31. Dezember 2012 (angepasst)* 31. Dezember 2013
in T€ Steueransprüche Steuerschulden Erträge/ Aufwendungen (-) Steueransprüche Steuerschulden Erträge/ Aufwendungen (-)
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 15.683 68.316 9.947 15.160 58.590 9.203
Sachanlagen 6.582 45.366 - 161 6.723 43.801 1.706
Finanzielle Vermögenswerte 106 18 - 5 106 32 - 14
Vorräte 9.862 248 1.464 10.389 248 527
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorauszahlungen und sonstige Vermögenswerte 2.737 4.169 2.361 3.632 1.855 3.208
Rückstellungen für Pensionen 50.171 151 - 5.482 37.359 7 65
Sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 9.161 7.619 - 1.627 9.786 7.073 2.002
Anteile an Tochterunternehmen 0 2.993 0 0 1.993 1.000
Verlustvorträge 22.787 0 - 8.347 8.237 0 - 14.550
Zwischensumme 117.089 128.880 - 1.850 91.392 113.599 3.147
Saldierung - 57.989 - 57.989 - 45.200 - 45.200
Summe 59.100 70.891 - 1.850 46.192 68.399 3.147

* Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, weitere Erläuterungen siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Im Jahr 2013 belief sich der latente Steuerertrag auf 3,1 Mio. €, gegenüber einem latenten Steueraufwand von 1,9 Mio. € im Jahr 2012.

Die Veränderung des latenten Steueraufwands resultiert im Wesentlichen aus der Bewertung von Fremdwährungspositionen sowie aus laufenden Abschreibungen. Hinsichtlich der Veränderung der Pensionsrückstellung und der damit verbundenen Veränderung der latenten Steuern verweisen wir auf TZ 2.2.

Die Veränderung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge ist im Wesentlichen auf deren Nutzung in den Ländern Frankreich, USA und Brasilien zurückzuführen. Daneben wurden diese ebenfalls durch die Neubewertung des steuerlichen Verlustvortrags in Singapur aufgrund eines gewährten Entwicklungs- und Expansionszertifikats, welches eine Reduzierung des Steuersatzes auf 5 % zum Inhalt hat, beeinflusst.

Insgesamt bestanden am Stichtag körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 70,6 Mio. € (2012: 102,5 Mio. €). Darüber hinaus bestanden Verlustvorträge in Höhe von 3,7 Mio. € (2012: 4,7 Mio. €) aus Gewerbesteuer in Deutschland. Von den körperschaftsteuerlichen Verlusten sind 7,4 Mio. € zeitlich begrenzt nutzbar.

Die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge und damit die Bewertung der entsprechenden latenten Steueransprüche sind durch eine Steuerplanung untermauert. Zum Stichtag bestand keine Wertberichtigung auf latente Steueransprüche (2012: 1,1 Mio. €).

Die Berechnung der ausländischen Einkommensteuern basiert auf den gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Landes. Die Steuersätze der einzelnen Gesellschaften liegen zwischen 0 % und 38 % ohne Berücksichtigung der Finanzierungsgesellschaften.

Im Berichtsjahr sind in den latenten Steueransprüchen und -schulden Währungseffekte in Höhe von 0,8 Mio. € (2012: 1,0 Mio. €) enthalten.

21. LANGFRISTIGE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND FORDERUNGEN

in T€ 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
Vorauszahlungen 8.086 6.814
Übrige sonstige Vermögenswerte 190 293
Summe 8.276 7.107

Unter den Vorauszahlungen werden Zahlungen zur Aufnahme auf Kundenlisten gezeigt. Im Geschäftsjahr 2013 konnten wieder einige wichtige Aufnahmen auf Kundenlisten erreicht beziehungsweise verlängert werden. Die für die Aufnahme geleisteten Zahlungen werden über die Vertragslaufzeit aufgelöst. Der Rückgang resultiert aus der Umgliederung inzwischen kurzfristig gewordener Bestandteile in die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte und Forderungen.

22. LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

in T€ 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
Guthaben auf Treuhandkonto 0 7.263
Finanzanlagen (Available for Sale) 14.797 5.317
Forderungen an Kunden, Mitarbeiter und Zulieferer 681 1.380
Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen 1.330 1.073
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 79 79
Summe 16.887 15.112

Das Guthaben auf dem Treuhandkonto steht im Zusammenhang mit der Abwicklung der im ersten Quartal 2013 getätigten Akquisition (siehe TZ 27).

Die Position Finanzanlagen beinhaltet Wertpapiere, die aufgrund gesetzlicher Regelungen für Pensionsverpflichtungen in Österreich gehalten werden sowie sonstige Beteiligungen. Der Rückgang resultiert aus der Umgliederung der Anteile an Probi AB, Schweden, in Anteile an assoziierten Unternehmen, die zuvor als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert worden waren (siehe TZ 23).

Der Anstieg der Forderungen an Kunden, Mitarbeiter und Zulieferer resultiert im Wesentlichen aus einem Darlehen in Höhe von 1 Mio. €, das Symrise Inc., USA, dem Zulieferer Ceapro Inc., einem kanadischen Biotechnologiekonzern, zur Fertigstellung seiner hochtechnisierten Betriebsstätte in Edmonton zur Verfügung stellt.

23. ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Der sukzessive Erwerb weiterer Anteile an Probi AB, Schweden, führte im Februar 2013 zu einer Überschreitung der 20 %-Schwelle, so dass die Beteiligung von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Available for Sale in Anteile an assoziierten Unternehmen umgegliedert wurde.

Da die Equity-Methode nicht nur auf die neu erworbenen Anteile anzuwenden ist, wurde eine retrospektive Anpassung der Altanteile vorgenommen. Danach erfolgte die Bewertung der Altanteile sowie die Umkehrung der bisherigen Bewertungseffekte erfolgsneutral über die Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (926 T€) sowie über die Gewinnrücklagen (1 T€).

Das Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen belief sich im Jahr 2013 auf 40 T€ und ist Bestandteil des Finanzergebnisses (siehe TZ 11).

Im Jahr 2013 erhielt der Konzern eine Dividende von 151 T€ aus seinen Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen.

Probi AB, Schweden, ist an der Schwedischen Börse (NASDAQ OMX) notiert. Auf Grundlage des Schlusskurses von 39,50 SEK am Abschlussstichtag beläuft sich der beizulegende Zeitwert der von Symrise gehaltenen Anteile auf 110,7 Mio. SEK (12,4 Mio. €).

Für Probi AB, Schweden, lassen sich aus den beiden letzten veröffentlichten Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2013 und 2012 die folgenden zusammengefassten Finanzinformationen ableiten. Die Angabe der Finanzinformationen erfolgt zu 100 %.

Vermögenswerte 149,7 Mio. SEK (2012: 136,7 Mio. SEK)
Schulden 18,7 Mio. SEK (2012: 13,9 Mio. SEK)
Umsatzerlöse 102,2 Mio. SEK (2012: 99,6 Mio. SEK)
Jahresergebnis 15,0 Mio. SEK (2012: 13,5 Mio. SEK)

24. ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um Grundstücke und Gebäude in der Schweiz, die bisher als Sachanlagen und seit Anfang 2013 zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Am Bilanzstichtag betrug der Buchwert 2.583 T€.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgte nicht durch einen unabhängigen qualifizierten Gutachter, sondern auf Basis beobachteter Transaktionen, die mit der Lage und Art der zu bewertenden als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie vergleichbar sind (Market Value Simulation). Die der Bewertung zugrunde gelegten Preise pro Quadratmeter lagen zwischen 130 und 255 CHF.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des beizulegenden Zeitwerts im Level 3.

in T€ Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
1. Januar 2013 0
Umgliederung aus den Sachanlagen 1.211
Zugänge 117
Abgänge - 426
Bewertungsgewinne/-verluste
Erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 1.673
Effekte aus Wechselkursänderungen 8
31. Dezember 2013 2.583

Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen (siehe TZ 6) erfasst.

Würden sich die zugrunde gelegten Preise pro Quadratmeter um +/-10 % verändern, würde sich der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie um 258 T€ erhöhen beziehungsweise verringern.

Im Jahr 2013 wurden Mieteinnahmen in Höhe von 40 T€ erfasst. Die Aufwendungen für Instandhaltung beliefen sich für die vermieteten Immobilien auf 18 T€ und für die nicht vermieteten Immobilien auf 273 T€.

25. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

2012

in T€
Geschäfts- oder Firmenwert Rezepturen1) mit begrenzter Nutzungsdauer Andere immaterielle Vermögenswerte2) mit begrenzter Nutzungsdauer Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2012 530.691 610.157 133.962 15.494 11.148 1.301.452
Zugänge aus Anschaffungen 0 1.027 9.438 0 5.250 15.715
Zugänge aus Eigenleistungen 0 0 0 172 2.725 2.897
Abgänge 0 0 - 3.194 - 462 - 29 - 3.685
Umbuchungen 0 0 4.773 180 - 4.953 0
Effekte aus Wechselkursänderungen - 2.563 - 1.261 - 2.795 0 - 97 - 6.716
31. Dezember 2012 528.128 609.923 142.184 15.384 14.044 1.309.663
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2012 - 37.114 - 372.839 - 52.912 - 4.318 0 - 467.183
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 - 27.793 - 11.142 - 4.135 0 - 43.070
Abgänge 0 0 2.910 462 0 3.372
Effekte aus Wechselkursänderungen 301 551 1.366 0 0 2.218
31. Dezember 2012 - 36.813 - 400.081 - 59.778 - 7.991 0 - 504.663
Buchwerte
1. Januar 2012 493.577 237.318 81.050 11.176 11.148 834.269
31. Dezember 2012 491.315 209.842 82.406 7.393 14.044 805.000

1) Rezepturen bestehen hauptsächlich aus Produktionsrezepturen, die im Rahmen von Akquisitionen erworben wurden.

2) Kundenstämme, Software, Patente und sonstige Rechte, Handelsmarken, eigene IT-Entwicklungen

2013

in T€
Geschäfts- oder Firmenwert Rezepturen1) mit begrenzter Nutzungsdauer Andere immaterielle Vermögenswerte2) mit begrenzter Nutzungsdauer Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2013 528.128 609.923 142.184 15.384 14.044 1.309.663
Zugänge aus Unternehmenserwerb 18.625 5.821 47.057 0 0 71.503
Zugänge aus Anschaffungen 0 21 3.118 0 4.684 7.823
Zugänge aus Eigenleistungen 0 0 0 278 1.458 1.736
Abgänge 0 0 - 2.523 0 0 - 2.523
Umbuchungen 0 0 10.011 653 - 10.664 0
Effekte aus Wechselkursänderungen - 17.153 - 12.094 - 6.723 0 - 211 - 36.181
31. Dezember 2013 529.600 603.671 193.124 16.315 9.311 1.352.021
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2013 - 36.813 - 400.081 - 59.778 - 7.991 0 - 504.663
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 - 25.975 - 15.723 - 3.882 0 - 45.580
Abgänge 0 0 2.270 0 0 2.270
Umbuchungen 0 0 - 382 382 0 0
Effekte aus Wechselkursänderungen - 2.071 8.178 2.201 0 0 8.308
31. Dezember 2013 - 38.884 - 417.878 - 71.412 - 11.491 0 - 539.665
Buchwerte
1. Januar 2013 491.315 209.842 82.406 7.393 14.044 805.000
31. Dezember 2013 490.716 185.793 121.712 4.824 9.311 812.356

1) Rezepturen bestehen hauptsächlich aus Produktionsrezepturen, die im Rahmen von Akquisitionen erworben wurden.

2) Kundenstämme, Software, Patente und sonstige Rechte, Handelsmarken, eigene IT-Entwicklungen

Der Zugang beim Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 18,6 Mio. € resultiert aus der im Geschäftsjahr getätigten Akquisition (siehe TZ 27).

Die Zugänge aus Unternehmenserwerb resultieren aus der im Geschäftsjahr getätigten Akquisition (siehe TZ 27). Die übrigen Zugänge betreffen Software, vorrangig SAP-Anwendungen, und Stoffregistrierungen nach der Europäischen Chemikalienverordnung (REACH).

Die aktivierten Entwicklungskosten inklusive im Erstellungsprozess befindliche aktivierte Entwicklungskosten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 7,3 Mio. € (2012: 13,1 Mio. €).

Die Abschreibungen auf Rezepturen und Kundenstämme sind dem Fertigungsbereich zugeordnet und somit in den Umsatzkosten enthalten. Die Abschreibungen der übrigen immateriellen Vermögenswerte sind den entsprechenden Funktionsbereichen der Konzerngewinn- und -verlustrechnung zugeordnet.

in T€ 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
Geschäfts- oder Firmenwert nach Segmenten
Scent & Care 160.797 173.193
Flavor & Nutrition 330.518 317.523
Summe 491.315 490.716

26. SACHANLAGEN

2012

in T€
Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2012 326.968 305.109 142.852 41.014 815.943
Zugänge 3.018 11.027 9.496 28.193 51.734
Abgänge - 240 - 3.406 - 4.548 - 40 - 8.234
Umbuchungen 3.107 18.597 6.801 - 28.505 0
Effekte aus Wechselkursänderungen - 1.288 - 3.030 - 2.979 - 239 - 7.536
31. Dezember 2012 331.565 328.297 151.622 40.423 851.907
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2012 - 103.688 - 183.765 - 97.039 0 - 384.492
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres - 11.918 - 19.681 - 11.686 0 - 43.285
Zuschreibungen 140 0 0 0 140
Abgänge 208 3.081 4.404 0 7.693
Umbuchungen 2 299 - 301 0 0
Effekte aus Wechselkursänderungen 1.252 2.792 2.110 0 6.154
31. Dezember 2012 - 114.004 - 197.274 - 102.512 0 - 413.790
Buchwerte
1. Januar 2012 223.280 121.344 45.813 41.014 431.451
31. Dezember 2012 217.561 131.023 49.110 40.423 438.117
2013

in T€
Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1. Januar 2013 331.565 328.297 151.622 40.423 851.907
Zugänge aus Unternehmenserwerb 0 516 99 0 615
Andere Zugänge 4.089 10.181 11.047 35.864 61.181
Abgänge - 2.022 - 2.312 - 3.025 - 199 - 7.558
Umbuchungen 5.899 17.990 4.690 - 28.579 0
Umgliederung in "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" - 4.265 0 0 0 - 4.265
Effekte aus Wechselkursänderungen - 9.231 - 7.877 - 6.435 - 1.123 - 24.666
31. Dezember 2013 326.035 346.795 157.998 46.386 877.214
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2013 - 114.004 - 197.274 - 102.512 0 - 413.790
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres - 12.205 - 20.977 - 11.277 0 - 44.459
Zuschreibungen 29 0 0 0 29
Abgänge 1.036 2.092 2.702 0 5.830
Umgliederung in "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" 3.054 0 0 0 3.054
Effekte aus Wechselkursänderungen 3.387 4.605 3.752 0 11.744
31. Dezember 2013 - 118.703 - 211.554 - 107.335 0 - 437.592
Buchwerte
1. Januar 2013 217.561 131.023 49.110 40.423 438.117
31. Dezember 2013 207.332 135.241 50.663 46.386 439.622

Im Jahr 2013 wurden insgesamt 61,8 Mio. € (2012: 51,7 Mio. €) in das Sachanlagevermögen investiert. Dabei handelte es sich insbesondere um Kapazitätserweiterungen sowie die Fertigstellung eines neuen Forschungsgebäudes am Standort Holzminden. In den Zugängen sind aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 0,4 Mio. € enthalten.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Grundstücke und Gebäude in der Schweiz in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umgegliedert (siehe TZ 24).

27. UNTERNEHMENSKÄUFE

Am 4. März 2013 übernahm Symrise im Wege des Erwerbs von Vermögenswerten (sogenannter Asset Deal) das globale Duftstoffgeschäft der Belmay-Gruppe mit Hauptsitz in Yonkers, New York. Die Belmay-Gruppe war ein etablierter und anerkannter Hersteller von Duftkreationen insbesondere für die Anwendungsgebiete Feinparfümerie, Kosmetik und Air Care. Anfang 2012 erwarb Symrise bereits das brasilianische Duftstoffgeschäft von Belmay.

Die Übernahme war ein strategischer Schritt, um das Wachstum in den Bereichen Feinparfümerie, Personal Care und Air Care nachhaltig voranzutreiben. Sowohl das Produkt- als auch das Kundenportfolio von Belmay ergänzen die bestehenden Aktivitäten im Geschäftsbereich Scent & Care. Das Angebot im Bereich Feinparfümerie und unsere Expertise im Segment Air Care werden durch die Akquisition deutlich erweitert und ermöglichen eine bessere Bedienung unserer Kunden. Zugleich wird unsere Präsenz in Nordamerika, dem Kernbereich von Belmay, gestärkt. Unsere Erwartung ist es, durch den Unternehmenserwerb unsere starke Marktposition weiter ausbauen zu können und uns Zugang zu neuen, attraktiven Kundengruppen zu verschaffen.

Die erstmalig in der Konzernbilanz berücksichtigten Vermögenswerte wurden zu folgenden beizulegenden Zeitwerten angesetzt:

in T€ Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte
Kundenstämme 42.322
Rezepturen 5.821
Wettbewerbsverbot 4.553
Auftragsbestand 182
Sachanlagen 615
Vorräte 5.006
Erworbenes Vermögen 58.499
Gegenleistung für den Erwerb der Vermögenswerte 77.124
Positiver Unterschiedsbetrag 18.625

Immaterielle Vermögenswerte sind separat anzusetzen, wenn sie eindeutig abgrenzbar sind oder ihr Ansatz auf einem vertraglichen oder anderen Recht beruht. Sie sind insoweit nicht im Geschäfts- oder Firmenwert enthalten. Ist der gezahlte Kaufpreis höher als das neu bewertete Vermögen zum Erwerbszeitpunkt, wird der positive Differenzbetrag als Geschäftswert- oder Firmenwert aktiviert. Er beinhaltet insbesondere die aus der Akquisition erwarteten Synergien und das Know-how der Forschung und Entwicklung, welche nicht als gesonderte Vermögenswerte nach IAS 38 identifiziert werden konnten. Der Geschäftswert- oder Firmenwert ist steuerlich in voller Höhe abzugsfähig.

Von den Anschaffungskosten von insgesamt 100.222 TUSD (77.124 T€, bewertet mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung) waren 87.143 TUSD (67.059 T€) sofort fällig. Die ausstehenden Kaufpreisraten mit einem beizulegenden Zeitwert von 13.079 TUSD (10.065 T€, bewertet mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung) stellen bedingte Gegenleistungen dar:

Mit den früheren Eigentümern wurde eine Zahlung in Höhe von 10.000 TUSD vereinbart, die bei Auszahlung um mögliche Schadensersatzansprüche gemindert wird. Der Gesamtbetrag ist in Raten fällig: 4.000 TUSD fällig am 30. September 2014 sowie jeweils 2.000 TUSD fällig am 31. März 2015, am 30. September 2015 und am 31. März 2016. Der Betrag zur Erfüllung dieser Verpflichtung ist bereits auf einem Treuhandkonto hinterlegt (siehe TZ 22).
Darüber hinaus wurde eine Rückvergütung für innerhalb der nächsten zwei Jahre mit einem bestimmten Kunden generierte Umsätze gewährt, die am 31. März 2015 fällig ist. Der beizulegende Zeitwert dieses Kaufpreisbestandteils bei Fälligkeit beläuft sich auf 4.200 TUSD. Die minimale Inanspruchnahme beträgt 0 TUSD, die maximale 5.250 TUSD.

Bis zum 31. Dezember 2013 erfolgte eine Aufzinsung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit um 396 TUSD. Die zum Jahresende vorgenommene Neubewertung führte zu keiner erfolgswirksamen Korrektur der Verbindlichkeit. Die Kaufpreisverbindlichkeit valutiert zum 31. Dezember 2013 mit 13.476 TUSD beziehungsweise 9.788 T€ (bewertet mit dem Stichtagskurs).

Seit dem Erwerbszeitpunkt trugen die erworbenen Geschäfte mit 35,7 Mio. € zum Umsatz und mit 8,2 Mio. € zum operativen Ergebnis (EBIT) im Symrise Konzern bei. Wäre die Akquisition schon zum 1. Januar 2013 erfolgt, wären im Symrise Konzern Umsatzerlöse von 1.837,3 Mio. € und ein operatives Ergebnis von 284,3 Mio. € für das Geschäftsjahr 2013 ausgewiesen worden. Die Erwerbsnebenkosten belaufen sich auf 3,0 Mio. € und sind in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Umsatzkosten: 1,3 Mio. €, Vertriebskosten: 0,8 Mio. €, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen: 0,8 Mio. € und Verwaltungskosten: 0,1 Mio. €).

Darüber hinaus hat Symrise mit der zur ehemaligen Belmay-Gruppe gehörenden Geschäftseinheit Scent 2 Market, einem eigenständigen Unternehmen, das Design- und Produktlösungen für das Air Care-Segment entwickelt, eine Exklusivvereinbarung über die Belieferung von Duftstoffen abgeschlossen. Dieser Vertrag hat eine feste Laufzeit von fünf Jahren. Die im Geschäftsjahr mit Scent 2 Market generierten Umsätze belaufen sich auf 722 T€.

Des Weiteren ist Symrise eine Mietvereinbarung über die bisher von Belmay genutzte Produktionsstätte eingegangen. Der Vertrag hat eine unkündbare Vertragslaufzeit bis Dezember 2019 und beinhaltet Verlängerungsoptionen. Es handelt sich hierbei um ein operatives Leasingverhältnis. Die aus diesem Vertrag resultierenden künftigen Zahlungsverpflichtungen werden als finanzielle Verpflichtung gezeigt. Der zukünftige unabgezinste Nettozahlungsabfluss hieraus beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1.986 T€.

28. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

29. KURZFRISTIGE SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

in T€ 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
Personalverbindlichkeiten 38.452 39.402
Steuern auf Löhne/Gehälter, Sozialversicherungsabgaben und sonstige Sozialleistungen 12.546 11.352
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 10.554 11.062
Sonstige Steuern 8.141 5.983
Versicherungsbeiträge 1.187 1.698
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 7.333 6.424
Summe 78.213 75.921

Die Personalverbindlichkeiten beinhalten wie im Vorjahr Jahresprämien und Boni.

Die übrigen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus diversen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angefallenen Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie aus Verbindlichkeiten, die im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten angefallen sind.

30. KURZFRISTIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

in T€ Abfindungen für Reorganisation Erfolgsabhängige Vergütungen Jubiläen übrige Rückstellungen 2013 Summe 2012
1. Januar 127 2.392 854 811 4.184 3.527
Zuführung 1.960 730 9 326 3.025 2.812
Auflösung 0 - 93 0 - 48 - 141 - 35
Inanspruchnahme - 54 - 2.299 - 549 - 563 - 3.465 - 2.366
Umbuchungen 0 1.038 526 0 1.564 302
Zwischensumme 2.033 1.768 840 526 5.167 4.240
Effekte aus Wechselkursänderungen - 8 0 - 23 - 88 - 119 - 56
31. Dezember 2.025 1.768 817 438 5.048 4.184

Die Rückstellungen für Abfindungen stehen im Zusammenhang mit der Reorganisation einzelner Abteilungen.

Erfolgsabhängige Vergütungen wurden dem Vorstand und ausgewählten Mitarbeitern zugesagt.

Wir gehen davon aus, dass der Mittelabfluss sämtlicher Rückstellungen innerhalb der nächsten Monate, spätestens bis zum Ende des Jahres, erfolgt ist.

31. KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der Kaufpreisverpflichtung (2,8 Mio. €) aus der im ersten Quartal 2013 getätigten Akquisition (siehe TZ 27), der nicht umgehend fällig war. Die Verpflichtung ist "als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" eingestuft. Die Bewertungsänderungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst.

32. TATSÄCHLICHEERTRAGSTEUERSCHULDEN

Die Verbindlichkeiten aus Steuern enthalten laufende Ertragsteuern für noch nicht endgültig veranlagte Zeiträume. Hinsichtlich der Zunahme des Postens gegenüber dem Vorjahr verweisen wir auf TZ 12.

33. KURZ- UND LANGFRISTIGE DARLEHEN

31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
in T€ Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Summe
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 104.068 20.457 124.525 37.077 82.177 119.254
Sonstige Darlehen 50 429.609 429.659 53 424.564 424.617
Zinsabgrenzungen 4.746 0 4.746 3.869 0 3.869
Summe 108.864 450.066 558.930 40.999 506.741 547.740

Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Revolving Credit Facility handelt es sich mit einem Nominalwert von 31,9 Mio. € (2012: 61,7 Mio. €) um Kredite, die dem Konzern im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300,0 Mio. € bis zum 19. November 2015 zur Verfügung stehen. Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit bestehen bilaterale Kreditlinien mit der Commerzbank AG über 12,5 Mio. € und mit der Deutschen Bank AG über 5,0 Mio. USD, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken sollen. Am 31. Dezember 2013 stand Symrise demnach eine nicht gezogene Kreditlinie in Höhe von nominal 284,3 Mio. € (2012: 250,8 Mio. €) zur Verfügung.

Symrise hat sich bei der Revolving Credit Facility, dem KfW-Darlehen, dem US Private Placement sowie bei dem Darlehen der Europäischen Investitionsbank zur Einhaltung von festgelegten Grenzen der Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA (Leverage Covenant) verpflichtet. Diese Kennzahl wird vierteljährlich auf Einhaltung überprüft.

End-/Fälligkeit Nominalzinssatz Nominalvolumen in Tsd. Emissionswährung Buchwert in T€ 31.12.2012 Buchwert in T€ 31.12.2013
Symrise AG
US Private Placement November 2020 fix 4,09 % 175.000 USD 132.392 126.817
EIB-Darlehen halbjährlich bis zum April 2020 fix 2,59 % 90.000 USD 0 65.369
KfW-Darlehen vierteljährlich bis zum September 2019 fix 1,45 % 19.274 EUR 20.112 19.274
Bond Oktober 2017 fix 4,125 % 300.000 EUR 297.217 297.747
Revolving Credit Facility EUR (2013) Januar 2014 Euribor + 0,7 % 0,93 % 5.000 EUR 0 4.430
Revolving Credit Faciltiy USD (2013) Januar 2014 Libor + 0,7 % 0,87 % 37.000 USD 0 26.649
Revolving Credit Facility EUR (2012) Januar 2013 Euribor + 0,7 % 0,81 % 20.000 EUR 19.142 0
Revolving Credit Faciltiy USD (2012) März 2013 Libor + 0,7 % 1,01 % 55.000 USD 41.370 0
Schuldscheindarlehen April 2013 fix 5,35 % 27.500 EUR 27.488 0
Symrise Private Limited, Indien
Term Loan vierteljährlich bis zum Dezember 2017 variabel 10,55 % 100.000 INR 345 1.180
Working Capital Facility (2013) Juni 2014 Libor + 0,5 % 0,86 % 3.190 USD 0 2.317
Working Capital Facility (2012) Juni 2013 fix 1,44 % 1.995 USD 1.513 0
Symrise Shanghai Limited, China
Hedged Loan Mai 2013 fix 1,65 % 10.767 EUR 10.767 0
OOO Symrise Rogovo, Russland
Bilaterale Linie September 2013 MosPrime + 2,5 % 9,85 % 150.000 RUB 3.727 0
Übrige Darlehen - - - - 111 88
Zinsabgrenzungen - - - - 4.746 3.869
Summe 558.930 547.740

34. LANGFRISTIGE SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Der Posten beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, Verbindlichkeiten aus Rechtsstreitigkeiten und übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten, die aus diversen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angefallenen Verwaltungs- und Vertriebskosten resultieren.

35. LANGFRISTIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

in T€ Jubiläen Rückbauverpflichtungen Rechtsstreitigkeiten Erfolgsabhängige Vergütungen Übrige Rückstellungen 2013 Summe
1. Januar 7.767 3.040 2.517 1.582 1.249 16.155
Zuführung 276 0 0 406 165 847
Auflösung 0 0 - 114 0 0 - 114
Inanspruchnahme 0 0 - 977 0 - 22 - 999
Umbuchung - 526 0 0 - 1.038 0 - 1.564
Zwischensumme 7.517 3.040 1.426 950 1.392 14.325
Zinsaufwand 256 15 340 79 35 725
Effekte aus Wechselkursänderungen - 17 - 150 - 338 0 - 7 - 512
31. Dezember 7.756 2.905 1.428 1.029 1.420 14.538
in T€ 2012
1. Januar 13.845
Zuführung 2.511
Auflösung 0
Inanspruchnahme - 640
Umbuchung - 1.373
Zwischensumme 14.343
Zinsaufwand 2.044
Effekte aus Wechselkursänderungen - 232
31. Dezember 16.155

Die Jubiläumsverpflichtungen wurden im Geschäftsjahr mit 3,4 % gegenüber 3,1 % im Vorjahr abgezinst.

Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen bestehen gegenüber Vermietern zur Herstellung des Zustands vor Überlassung der Mietsache. Der Barwert der Rückbauverpflichtung wird in der Periode erfasst, in der die Verpflichtung entstanden ist. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die entsprechenden Mittelabflüsse zum Zeitpunkt der Beendigung des jeweiligen Mietverhältnisses anfallen, wobei sowohl das Ende des Mietverhältnisses als auch die Höhe der zu erbringenden Leistung jeweils geschätzt worden ist.

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten betreffen wie im Vorjahr vor allem langjährige Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf Ertrag- und Lohnsteuer sowie Sozialversicherungsbeiträge in Brasilien.

Erfolgsabhängige Vergütungen wurden dem Vorstand und ausgewählten Mitarbeitern zugesagt.

36. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Einzelne Gesellschaften haben Pensionspläne aufgesetzt, die entweder direkt durch die Bildung von Rückstellungen durch die einzelnen Konzerngesellschaften oder durch Beiträge an konzernexterne Fondsgesellschaften finanziert werden. Die Art und Weise, wie diese Leistungen gegenüber den Mitarbeitern erbracht werden, ist von den einzelnen gesetzlichen, fiskalischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Länder abhängig. Darüber hinaus gewährt der Konzern vereinzelt zusätzlich medizinische Versorgungsleistungen an seine Mitarbeiter nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Pensionsleistungen sowie die medizinischen Versorgungsleistungen werden in der Regel an dem Lohn und Gehalt der Mitarbeiter und der jeweiligen Betriebszugehörigkeit bemessen. Die Verpflichtung bezieht sich sowohl auf die bereits im Ruhestand befindlichen Mitarbeiter als auch auf den Anspruch der zukünftigen Pensionäre.

Durch die Pensionspläne ist Symrise keinen über die üblichen versicherungsmathematischen Risiken, wie Langlebigkeitsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Kapitalmarktrisiken bezüglich des Planvermögens hinausgehenden Risiken ausgesetzt.

Die Merkmale der für Symrise wesentlichen Pläne werden im Folgenden beschrieben:

DEUTSCHLAND

In Deutschland gewährt Symrise Pensionsleistungen durch Versorgungspläne mit arbeitgeberfinanzierten Altzusagen (leistungsorientiert) und verschiedene Pläne mit Entgeltumwandlungen (beitrags- und leistungsorientiert).

Die ordentliche Mitgliedschaft der Arbeitnehmer der früheren Haarmann & Reimer GmbH, Deutschland, in der Bayer-Pensionskasse VVaG wurde mit Wirkung vom 31. März 2003 beendet. Die Arbeitnehmer der Haarmann & Reimer GmbH, die zu diesem Zeitpunkt ordentliche Mitglieder waren, sind seit dem 1. April 2003 außerordentliche Mitglieder geworden. Ordentliche Mitglieder, die am 31. März 2003 verfallbare Anwartschaften hatten, konnten sich ihre bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Rentenanwartschaften (ohne Arbeitgeberbeiträge) in Form einer Kapitalisierung auszahlen lassen und sind seitdem keine Mitglieder der Bayer-Pensionskasse mehr. Für alle zum Zeitpunkt 31. März 2003 in der Bayer-Pensionskasse befindlichen ordentlichen Mitglieder wurde mit Wirkung 1. April 2003 in Deutschland eine Versorgungsordnung in Form einer Direktzusage eingeführt, die über eine Bruttoentgeltumwandlung bedient wird (3 % von der maximalen jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West). Für Entgeltbestandteile oberhalb der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze besteht für diesen Personenkreis aufgrund einer Versorgungsordnung eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung bis zu einer wertmäßig begrenzten Höhe. Den früheren Arbeitnehmern der Haarmann & Reimer GmbH ist bei der Einführung einer neuen Versorgungsordnung garantiert worden, dass sich durch den Unternehmenszusammenschluss keine Verschlechterung in der betrieblichen Altersversorgung ergeben darf. Die Leistungen müssen auf dem Niveau vor der Zeit des Unternehmenszusammenschlusses beibehalten werden. Dies ist durch die neue Versorgungsordnung gewährleistet. Ebenso bietet das Unternehmen aufgrund dieser Garantie den früheren Haarmann & Reimer GmbH Arbeitnehmern im Tarifbereich eine zusätzliche freiwillige Entgeltumwandlung in Form einer Direktzusage an. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen sind begrenzt auf maximal 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West.

Bis zum 31. Dezember 1981 ins Unternehmen eingetretene frühere Dragoco-Mitarbeiter unterliegen einer arbeitgeberfinanzierten Pensionsordnung. Die Höhe der hieraus resultierenden Rentenzahlungen hängt von der Betriebszugehörigkeit und dem letzten monatlichen Bruttoentgelt ab.

Alle zum 1. April 2003 keiner Versorgungsordnung angehörenden Mitarbeiter hatten ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis in Form einer Direktzusage durch Entgeltumwandlung an einer zum 31. Dezember 2010 geschlossenen Versorgungsordnung teilzunehmen. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen waren begrenzt auf maximal 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West.

Seit dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte bei Symrise an den deutschen Standorten verpflichtet, ab dem siebten Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Hierbei zahlt der Mitarbeiter 2 % seines Einkommens aus Bruttoentgeltumwandlung in die RPK ein (Pflichtbeitrag), das Unternehmen stockt den Betrag in gleicher Höhe auf. Freiwillige Beiträge sind möglich und werden ebenfalls in gleicher Höhe vom Unternehmen geleistet. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen sind begrenzt auf maximal 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die im Gegensatz zu ehemaligen Haarmann & Reimer- oder bis zum 31. Dezember 1981 eingetretenen Dragoco-Mitarbeitern keiner Versorgungsordnung angehören, konnten bis zum 30. September 2010 mit Wirkung 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären.

Darüber hinaus haben alle außertariflichen Mitarbeiter und Führungskräfte auf freiwilliger Basis die Möglichkeit, sich in Form einer Direktzusage durch Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgungsbausteine zu erwerben. Einen Unternehmenszuschuss gibt es für diese so genannte "Deferred Compensation" nicht.

Die betriebliche Altersversorgung über die RPK als externen Versorgungsträger wird als beitragsorientierter Versorgungsplan klassifiziert und es wurde dafür keine Pensionsrückstellung gebildet. Alle anderen Verpflichtungen aus Leistungszusagen sind als leistungsorientierte Versorgungspläne bilanziert und damit in der Pensionsrückstellung berücksichtigt. Für diese besteht kein Planvermögen.

USA

In den USA gewährt Symrise Pensionsleistungen durch einen leistungsorientierten Plan, den sogenannten Mass Mutual Plan, sowie medizinische Versorgungsleistungen. Beide Pläne sind eingefroren, das heißt die Pläne sind für Neueintritte ebenso wie für die Erdienung weiterer Ansprüche seit 2012 beziehungsweise seit 2003 geschlossen. Die Höhe der Versorgungsleistungen aus dem Mass Mutual Plan bestimmt sich auf Basis des durchschnittlichen Endgehalts sowie der Jahre der Unternehmenszugehörigkeit. Das für diesen Versorgungsplan gehaltene Planvermögen wird in sogenannten Pooled Separate Accounts bei der Massachusetts Mutual Life Insurance Company gehalten, die das Vermögen zur Vermeidung von Risikokonzentrationen diversifiziert anlegt. Die Anlageentscheidungen werden von einem Anlageausschuss, dem Benefit Oversight Committee, getroffen, der zugleich auch für die rechtmäßige Verwaltung zuständig ist und die treuhändische Verantwortung trägt. Er setzt sich aus fünf Symrise Mitarbeitern zusammen. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen beider Pläne basieren auf dem US amerikanischen Employee Retirement Income Security Act (ERISA). Symrise Inc. erfüllt das in diesem Gesetz unter anderem vorgegebene Mindestfinanzierungsniveau, das auf Basis einer jährlichen Bewertung ermittelt wird. Einzahlungen durch die Planteilnehmer in das Planvermögen finden nicht statt.

Mit IAS 19 revised (2011) hat sich unter anderem die Bilanzierung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand geändert. Die Vorjahreszahlen waren entsprechend anzupassen. Zur Erläuterung dieser Anpassungen sowie weiterer Änderungen durch die überarbeitete Fassung von IAS 19 verweisen wir auf die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (siehe TZ 2.2).

Die als Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gezeigte leistungsorientierte Verpflichtung lässt sich wie folgt herleiten:

Barwert der Leistungsverpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Leistungsorientierte Verpflichtung
in T€ 2012 (angepasst)* 2013 2012 2013 2012 (angepasst)* 2013
--- --- --- --- --- --- ---
1. Januar 317.271 403.219 - 30.965 - 36.714 286.306 366.505
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
Laufender Dienstzeitaufwand 8.977 12.419 - - 8.977 12.419
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 13.176 - - - - 13.176 -
Nettozinsaufwand 14.073 12.364 - 2.167 - 1.385 11.906 10.979
Im sonstigen Ergebnis erfasst
Neubewertungen
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
aufgrund Veränderungen der demographischen Annahmen 34 30 - - 34 30
aufgrund Veränderungen der finanziellen Annahmen 86.251 - 42.395 - - 86.251 - 42.395
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen 2.937 1.900 - - 2.937 1.900
Ertrag aus Planvermögen (ohne Beträge, die im Nettozinsaufwand enthalten sind) - - - 2.111 - 4.247 - 2.111 - 4.247
Währungskursdifferenzen - 1.769 - 4.009 1.180 2.418 - 589 - 1.591
Sonstiges
Arbeitgeberbeiträge - - - 3.509 - 200 - 3.509 - 200
Gezahlte Leistungen - 11.379 - 14.673 858 3.673 - 10.521 - 11.000
31. Dezember 403.219 368.855 - 36.714 - 36.455 366.505 332.400
davon leistungsorientierte Pläne des Konzerns 389.665 356.698 - 36.714 - 36.455 352.951 320.243
davon medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 13.554 12.157 - - 13.554 12.157

* Die Vorjahreszahlen wurden angepasst; weitere Erläuterungen siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Der gesamte Barwert der Leistungsverpflichtung enthält zum Ende des abgelaufenen Jahres 192.039 T€ für aktive Mitarbeiter (2012: 204.848 T€), 31.282 T€ für ehemalige Arbeitnehmer mit unverfallbaren Leistungsansprüchen (2012: 39.469 T€) und 145.534 T€ für Pensionäre und deren Hinterbliebene (2012: 158.902 T€). Von diesem gesamten Barwert der Leistungsverpflichtung entfallen 357.588 T€ (2012: 393.571 T€) auf unverfallbare Ansprüche, die restlichen 11.267 T€ (2012: 9.648 T€) berücksichtigen verfallbare Ansprüche.

Die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Barwerts der Leistungsverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen beträgt insgesamt 16,7 Jahre (2012: 17,6 Jahre). Sie verteilt sich mit 21,4 Jahren auf aktive Mitarbeiter, mit 19,4 Jahren auf ehemalige Arbeitnehmer mit unverfallbaren Leistungsansprüchen und mit 10,3 Jahren auf Pensionäre und deren Hinterbliebene.

Die leistungsorientierten Pläne sind mit Ausnahme der Versorgungsordnungen in den USA (Mass Mutual Plan), in Japan und in Indien nicht durch Planvermögen gedeckt. Das Planvermögen zum Jahresende sichert einen Barwert der Leistungsverpflichtung von 39.733 T€ (2012: 51.209 T€). Die Finanzierung der nicht durch Planvermögen gegebenen Zusagen ist über den operativen Cashflow der Symrise AG und ihrer Tochtergesellschaften gesichert.

Das Planvermögen von 36.455 T€ (2012: 36.714 T€) besteht im Wesentlichen für Pensionszusagen in den USA (32.201 T€; 2012: 29.701 T€) und ist in sogenannten Pooled Separate Accounts bei der Massachusetts Mutual Life Insurance Company angelegt. Auf diesen Konten werden Anteile an Fondsvermögen gehalten, das in Geldmarktpapiere, Anleihen sowie in speziell wachstums- und wertorientierte Wertpapiere investiert ist. Die Preisnotierungen für diese Anteile sind von aktiven Märkten ableitbar (Bemessungshierarchie Level 2). Darüber hinaus besteht Planvermögen in Japan (4.127 T€; 2012: 4.288 T€) und in Indien (127 T€; 2012: 145 T€). Das Vermögen in Japan ist in einem Fonds bei der Japan Master Trust Bank angelegt, die zum Jahresende 2013 das Vermögen in japanische und ausländische Anleihen und Aktien investiert hat, deren Preise ebenfalls aus aktiven Märkten ableitbar sind. Das Planvermögen in Indien ist in Form einer Lebensversicherung angelegt, für die kein Preis an aktiven Märkten existiert.

Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen belaufen sich auf 5.632 T€ (2012: 4.278 T€). Symrise erwartet, dass im Jahr 2014 Beiträge in Höhe von 559 T€ (Erwartung im Jahr 2012 für 2013: 648 T€) in das Planvermögen eingezahlt werden.

Die leistungsorientierte Verpflichtung gliedert sich nach Regionen wie folgt:

in T€ 2012 (angepasst)* 2013
EAME 334.092 312.231
Nordamerika 25.353 14.366
Asien/Pazifik 3.049 1.714
Lateinamerika 4.011 4.089
Summe 366.505 332.400

* Die Vorjahreszahlen wurden angepasst; weitere Erläuterungen siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Den versicherungsmathematischen Bewertungen lagen die folgenden Annahmen zugrunde:

In % 2012 2013
Abzinsungssatz
Deutschland 2,90 3,50
USA 4,03 4,79
Übrige Länder 3,34 3,38
Gehaltstrend
Deutschland 2,50 2,50
USA 4,25 4,25
Übrige Länder 3,69 3,51
Rententrend
Deutschland 1,75 1,75
Übrige Länder 2,53 2,17
Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen
USA 8,12 7,48
Übrige Länder 7,50 7,50

Die Annahmen über Sterblichkeitsraten basieren auf veröffentlichten Sterbetafeln. Für die in Deutschland ausgesprochenen Pensionszusagen bestimmt sich die Sterblichkeitsrate nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Mass Mutual Plan in den USA ist auf Basis der Richttafel RP 2000 Combined Sex Distinct Generational Table T-3 Table less berechnet. Allen weiteren versicherungsmathematischen Bewertungen im Ausland liegen länderspezifische Sterbetafeln zugrunde.

Der Barwert der Leistungsverpflichtung ist von oben genannten versicherungsmathematischen Annahmen abhängig. Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich dieser Barwert zum 31. Dezember 2013 bei der Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen um jeweils 1,0 Prozentpunkte verändert hätte:

Veränderung des Barwerts der Leistungsverpflichtung
in T€ Erhöhung Rückgang
--- --- ---
Abzinsungssatz (Veränderung um 1,0 Prozentpunkte) - 54.240 70.836
Gehaltstrend (Veränderung um 1,0 Prozentpunkte) 6.691 - 5.447
Rententrend (Veränderung um 1,0 Prozentpunkte) 43.673 - 36.702
Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen (Veränderung um 1,0 Prozentpunkte) 1.284 - 1.096

Zur Bestimmung der Sensitivität bezüglich der Lebenserwartung wurde die Sterblichkeitsrate für die in den Plänen begünstigten Personen um 10,0 % erhöht beziehungsweise reduziert. Die Reduzierung der Sterbewahrscheinlichkeit führt zu einer Erhöhung der Lebenserwartung und ist abhängig vom individuellen Alter der begünstigten Personen. Die Erhöhung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10,0 % führt bei den von Symrise erteilten Pensionszusagen zu einer Reduzierung des Barwerts der Leistungsverpflichtung um 10.183 T€, dagegen führt die Reduzierung um 10 % zu einer Erhöhung des Barwerts der Leistungsverpflichtung um 11.040 T€.

Eine Veränderung von 1,0 Prozentpunkte bei der Annahme der Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen würde sich wie folgt auf den laufenden Dienstzeitaufwand auswirken:

in T€ Erhöhung 2012 Rückgang 2012 Erhöhung 2013 Rückgang 2013
Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen 115 - 95 121 - 100

Die Berechnung der Sensitivität des Barwerts der Leistungsverpflichtung wurde unter Anwendung des gleichen Verfahrens vorgenommen, nach dem auch der Barwert der Verpflichtungen aus den erteilten Pensionszusagen selbst ermittelt wurde (Verfahren der laufenden Einmalprämien). Vor allem aufgrund der Wirkung des Zinseszinseffekts bei der Bestimmung des Barwerts der Leistungsverpflichtung führen Erhöhungen beziehungsweise Senkungen des Diskontierungszinssatzes, des Gehalts- und Rententrends sowie von Sterblichkeitsraten zu anderen Absolutbeträgen. Sofern mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, ergibt sich der Gesamtbetrag nicht zwingend als Summe der zuvor gezeigten Einzeleffekte. Die Sensitivitäten gelten nur für die jeweilige konkrete Größenordnung der Änderung der Annahme (zum Beispiel 1,0 Prozentpunkte beim Abzinsungssatz). Verändern sich die Annahmen anders als genannt, lässt sich die Auswirkung auf den Barwert der Leistungsverpflichtung nicht linear übertragen.

37. LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Der Posten beinhaltet den langfristigen Teil der Kaufpreisverpflichtung aus der im ersten Quartal 2013 getätigten Akquisition (siehe TZ 27), der nicht umgehend fällig war. Die Verpflichtung ist "als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" eingestuft. Die Bewertungsänderungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst.

38. EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

Das gezeichnete Kapital der Symrise Aktiengesellschaft beträgt unverändert 118.173.300 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 118.173.300 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € pro Stück.

GENEHMIGTES KAPITAL

Die Hauptversammlung hat am 18. Mai 2011 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital im Zeitraum bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt 23,0 Mio. € durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann jedoch durch den Vorstand in folgenden Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden:

1. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen.

2. Zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften.

3. Soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Symrise AG oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde.

4. Um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen.

5. Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.

ERWERB EIGENER AKTIEN

Durch Beschluss der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 wird der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zu erwerben.

Der Erwerb eigener Aktien erfolgt über die Börse oder mittels eines öffentlichen Angebots der Gesellschaft.

Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf im Falle des Erwerbs über die Börse den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs für die Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.

Im Falle des Erwerbs über ein öffentliches Kaufangebot dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzkosten der Kaufpreisspanne je Aktie den Durchschnitt des Schlusskurses im Xetra-Handelssystem an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Die Ermächtigung wurde zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere folgenden, erteilt:

Zum Einzug, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
Zur Veräußerung, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
Zur Veräußerung gegen Sachleistung, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen.

AUSGABE VON OPTIONS- UND/ODER WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN, ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS SOWIE ZUR SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALS

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2018 einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- beziehungsweise Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 23.000.000,00 € zu gewähren.

Die Schuldverschreibungen sind gegen Barleistung auszugeben. Sie können auch durch Gesellschaften mit Sitz im In- und Ausland begeben werden, an denen die Symrise AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist (nachstehend "Konzerngesellschaften"). Für den Fall der Begebung über eine Konzerngesellschaft wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, für die Symrise AG die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte beziehungsweise den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren sowie weitere für eine erfolgreiche Ausgabe erforderliche Erklärungen abzugeben sowie Handlungen vorzunehmen. Die Schuldverschreibungen können in Euro oder - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert - in US-Dollar oder Schweizer Franken begeben werden.

Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen,

(1) sofern der Ausgabepreis für eine Schuldverschreibung deren nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet;

(2) soweit dies für Spitzenbeträge erforderlich ist, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;

(3) um den Inhabern von Options- beziehungsweise Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft beziehungsweise den Inhabern von mit einer Verpflichtung zur Ausübung der Options- beziehungsweise Wandlungsrechte ausgestatteten Schuldverschreibung zum Ausgleich von Verwässerungen Bezugsrechte in dem Umfang zu gewähren, wie sie ihnen nach Ausübung dieser Rechte beziehungsweise nach der Erfüllung der Pflichten zur Ausübung der Options- beziehungsweise Wandlungsrechte als Aktionär zustünden.

Von den vorstehend erteilten Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 20 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung.

Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options-/Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung ausgegeben werden, wird das Grundkapital um bis zu 23.000.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 23.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs-/Optionsrecht Gebrauch machen beziehungsweise ihre Verpflichtung zur Ausübung des Options-/Wandlungsrechts erfüllen beziehungsweise die Gesellschaft von einem ihr eingeräumten Andienungsrecht Gebrauch macht und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu jeweils zu bestimmenden Wandlungs-/Optionspreisen.

KAPITALRÜCKLAGE UND SONSTIGE RÜCKLAGEN

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld (Agio) aus der durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs und hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2012 nicht verändert.

Die Neubewertungsrücklage resultiert aus sukzessiven Anteilserwerben in der Vergangenheit.

Die Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert umfasst Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet sind.

Die Cashflow Hedge Rücklage enthält den effektiven Teil der Fair Value-Änderungen aus zur Sicherung von Währungsrisiken gehaltenen derivativen Finanzinstrumenten. Der Betrag, der während der Periode aus dem sonstigen Ergebnis in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting überführt wurde, beträgt -14 T€ vor Steuern (2012: 752 T€ vor Steuern).

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Cashflow Hedge Rücklage zur Sicherung von Währungsrisiken dar:

in T€ 2012 2013
1. Januar - 534 112
Zuführungen (effektive Fair Value-Änderungen) 136 51
Umgliederungen
in den Umsatzerlösen 752 - 199
in den Umsatzkosten 0 185
Latente Steuern - 242 - 16
31. Dezember 112 133

Umgliederungen von unwirksamen Teilen aus der Absicherung von Zahlungsströmen ins Periodenergebnis (Ineffektivitäten) fanden 2013 nicht statt.

In der Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung des Barwerts der definierten Leistungsverpflichtung sowie tatsächliche Erträge aus Planvermögen abzüglich des bereits ergebniswirksam erfassten Teilbetrags berücksichtigt.

ÜBERLEITUNG DER DURCH DAS SONSTIGE ERGEBNIS BETROFFENEN EIGENKAPITALBESTANDTEILE

2012 (angepasst)*in T€ Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Cashflow Hedge Rücklage (Währungssicherung) Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) Kumulierte Währungsdifferenzen Summe Sonstiges Ergebnis
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind - - - - 5.772 - 5.772
Verluste aus Nettoinvestitionen - - - - 797 - 797
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgebuchter Betrag - - - - 3.243 - 3.243
Kursdifferenzen aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (IFRS 5) - - - 28 28
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 885 - - - - 885
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung)
Während des Geschäftsjahres erfasste Erträge - 109 - - 109
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgebuchter Betrag - 537 - - 537
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen - - - 63.811 - - 63.811
Steuersatzänderung - - - 556 - - 556
Sonstiges Ergebnis - 885 646 - 64.367 - 9.784 - 74.390

* Die Vorjahreszahlen wurden angepasst; weitere Erläuterungen siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

2013

in T€
Neubewertungs- rücklage Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Cashflow Hedge Rücklage (Währungssicherung) Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) Kumulierte Währungsdifferenzen Summe Sonstiges Ergebnis
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind - - - - - 49.208 - 49.208
Verluste aus Nettoinvestitionen - - - - - 4.519 - 4.519
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgebuchter Betrag - - - - - 1.681 - 1.681
Kursdifferenzen aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (IFRS 5) - - - - 47 47
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - - 38 - - - - 38
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung)
Während des Geschäftsjahres erfasste Erträge - - 5 - - 5
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgebuchter Betrag - - 16 - - 16
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen - - - 30.757 - 30.757
Steuersatzänderung - 73 - - - - - 73
Sonstiges Ergebnis - 73 - 38 21 30.757 - 55.361 - 24.694

SONSTIGES

Die insgesamt an die Aktionäre der Symrise AG ausschüttbaren Dividenden bemessen sich gemäß dem deutschen Aktiengesetz nach dem Bilanzgewinn, der im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Symrise AG ausgewiesen wird. In der Hauptversammlung am 14. Mai 2013 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2012 0,65 € (für 2011: 0,62 €) je dividendenberechtigte Stückaktie (Dividendensumme: 76.813 T€ (für 2011: 73.267 T€) auszuschütten.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem am 31. Dezember 2013 handelsrechtlich ausgewiesenen Bilanzgewinn der Symrise AG eine Dividende von 0,70 € pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von 82.721 T€.

HYPERINFLATION

Der Abschluss der in Venezuela tätigen Tochtergesellschaft basiert grundsätzlich auf dem Konzept historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Im Jahr 2013 musste dieser aufgrund von Änderungen der allgemeinen Kaufkraft der funktionalen Währung angepasst werden und ist daher in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit angegeben. Es wurden die vom venezolanischen "Instituto National de Estadística" veröffentlichten Verbraucherpreisindizes herangezogen (Inflationsrate 2013: 56,1 %, 2012: 20,1 %).

In Argentinien waren im abgelaufenen Wirtschaftsjahr noch keine Anpassungen vorzunehmen. Wir beobachten die Entwicklung hier nach wie vor kritisch.

39. ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT

Beim Management der Kapitalstruktur ist das vorrangige Ziel die Erhaltung eines starken Finanzprofils. In diesem Zusammenhang legen wir den Schwerpunkt auf das Eigenkapital, um das Vertrauen von Investoren, Kreditgebern und Kunden zu stärken und eine positive Geschäftsentwicklung sicherzustellen.

Symrise verfügt mit einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 43,0 % (2012: 40,9 %) über eine solide Kapitalstruktur. Grundsatz von Symrise ist die Beibehaltung der starken Kapitalbasis, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Marktes zu erhalten und die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Das Kapital wird auf der Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Dabei haben sich die Ziele, Methoden und Prozesse zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Grundlage für die Ermittlung ist das bilanzielle Eigenkapital:

in T€ 2012 (angepasst)* 2013
Gezeichnetes Kapital 118.173 118.173
Kapitalrücklage 970.911 970.911
Neubewertungsrücklage 2.808 2.735
Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - 900 - 12
Cashflow Hedge Rücklage 112 133
Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) - 111.300 - 80.543
Kumulierte Währungsdifferenzen - 15.192 - 70.553
Bilanzgewinn/-verlust - 85.304 10.219
Summe Eigenkapital 879.308 951.063

* Die Vorjahreszahlen wurden angepasst; weitere Erläuterungen siehe TZ 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Wir konzentrieren uns auf eine Kapitalstruktur, die es uns ermöglicht, unseren künftigen potenziellen Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten.

Unsere attraktive Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Daneben soll sichergestellt sein, dass bei passenden Akquisitionsgelegenheiten diese durch eine solide Finanzierung getätigt werden können.

Der durchschnittliche Zinssatz für Verbindlichkeiten (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) betrug 3,7 % (2012: 4,2 %) und das Verhältnis von Nettoverschuldung inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zu EBITDA lag bei 2,0 (2012: 2,4).

Weder das Unternehmen noch seine Tochtergesellschaften unterlagen extern auferlegten Kapitalanforderungen.

40. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Konzernkapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2013 und das Vorjahr entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet unverändert zum Vorjahr Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten und entspricht dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen".

41. WEITERE INFORMATIONEN ZU FINANZINSTRUMENTEN UND ZUR BEMESSUNG BEIZULEGENDER ZEITWERTE

INFORMATIONEN ZU FINANZINSTRUMENTEN NACH KATEGORIEN

Wertansatz Bilanz nach IAS 39
31. Dezember 2012

in T€
Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA
Kredite und Forderungen (LaR) 425.569 425.569 - - 425.569
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 117.445 117.445 - - 117.445
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 302.206 302.206 - - 302.206
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.918 5.918 - - 5.918
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 14.797 - 14.797 - 14.797
Wertpapiere 12.962 - 12.962 - 12.962
Sonstige Finanzanlagen 1.835 - 1.835 - 1.835
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) 134 - - 134 134
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 134 - - 134 134
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) 136 - 136 - 136
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 694.617 694.617 - - 732.432
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 133.113 133.113 - - 133.113
Darlehen (kurz- und langfristig) 558.930 558.930 - - 596.745
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.574 2.574 - - 2.574
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) 189 - - 189 189
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 189 - - 189 189
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) 2 - 2 - 2
Wertansatz Bilanz nach IAS 39
31. Dezember 2013

in T€
Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA
Kredite und Forderungen (LaR) 468.747 468.747 - - 468.747
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 135.343 135.343 - - 135.343
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 321.547 321.547 - - 321.547
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11.857 11.857 - - 11.857
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 5.317 - 5.317 - 5.317
Wertpapiere 3.358 - 3.358 - 3.358
Sonstige Finanzanlagen 1.959 - 1.959 - 1.959
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) 138 - - 138 138
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 138 - - 138 138
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) 124 - 124 - 124
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 699.679 699.679 - - 727.861
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 150.799 150.799 - - 150.799
Darlehen (kurz- und langfristig) 547.740 547.740 - - 575.922
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.140 1.140 - - 1.140
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FLaFVtPL) 9.788 - - 9.788 9.788
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 9.788 - - 9.788 9.788
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) 43 - - 43 43
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 43 - - 43 43

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die Buchwerte der Finanzinstrumente mit Ausnahme der Darlehen nur unwesentlich von den beizulegenden Zeitwerten ab.

BEIZULEGENDER ZEITWERT NACH BEMESSUNGSHIERARCHIEN

Die Stufen der Bemessungshierarchie sind unter TZ 2.5 erläutert.

2012
in T€ Level 1 Level 2 Level 3 Summe
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA
Wertpapiere AfS 12.962 - - 12.962
Sonstige Finanzanlagen AfS - - 1.835 1.835
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung FAHfT - 134 - 134
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung n.a. - 136 - 136
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien n.a. - - - -
PASSIVA
Bedingte Kaufpreisverpflichtung FLaFVtPL - - - -
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung FLHfT - 189 - 189
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung n.a. - 2 - 2
2013
in T€ Level 1 Level 2 Level 3 Summe
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA
Wertpapiere AfS 3.358 - - 3.358
Sonstige Finanzanlagen AfS - - 1.959 1.959
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung FAHfT - 138 - 138
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung n.a. - 124 - 124
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien n.a. - - 2.583 2.583
PASSIVA
Bedingte Kaufpreisverpflichtung FLaFVtPL - - 9.788 9.788
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung FLHfT - 43 - 43
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung n.a. - 0 - 0

Im Berichtsjahr wurden keine Transfers zwischen Level 1 und 2 vorgenommen.

BESTIMMUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE

Bei den als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Finanzanlagen im Level 1 handelt es sich um Wertpapiere, deren beizulegender Zeitwert am Bilanzstichtag auf Grundlage der am Abschlussstichtag notierten Marktpreise auf aktiven Märkten ermittelt wurde.

Als Bewertungskurse für die Mark-to-Market Bewertung der Devisentermingeschäfte im Level 2 werden für die Terminvaluta die gültigen Terminbewertungskurse der Partnerbanken verwendet. Die Terminbewertungskurse ergeben sich aus der Zinsdifferenz der beteiligten Währungen unter Berücksichtigung der Laufzeit.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung des jeweils gültigen Referenzzins sowie um einen bonitätsabhängigen Spread (Bonitätsaufschlag) angepasst und sind damit Level 2 der Bemessungshierarchie zuzuordnen.

Nachfolgend werden die Bewertungsmethoden sowie die nicht beobachtbaren Inputfaktoren für die wiederkehrende Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in Level 3 der Bemessungshierarchie dargestellt. Die Bewertung erfolgt regelmäßig durch die Konzernzentrale.

Nicht beobachtbare Inputfaktoren
Art Bewertungsmethode 2012 2013
--- --- --- --- ---
Gewichteter Kapitalkostensatz 15,5 % 13,5 %
Langfristige Wachstumsrate 3,0 % 3,0 %
Sonstige Finanzanlagen Discounted Cashflow EBITDA-Marge Ø 11,0 % Ø 9,1 %
Barwert der mit der Verpflichtung verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Konzernrefinanzierungssatzes sowie unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten (Umsatz und Schadensfall) Diskontierungssatz - 4,06 %
Umsatz - 80 %
Bedingte Kaufpreisverpflichtung Schadensfall - 0 %

Überleitung der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten innerhalb des Level 3 der Bemessungshierarchie:

in T€ Sonstige Finanzanlagen Bedingte Kaufpreisverpflichtung
1. Januar 2013 1.835 0
Zugänge 97 10.065
Bewertungsgewinne/-verluste
Erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 0 299
Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst 27 0
Effekte aus Wechselkursänderungen 0 - 576
31. Dezember 2013 1.959 9.788

Die Bewertungsgewinne und -verluste aus den sonstigen Finanzanlagen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Erfassung der Bewertungsgewinne und -verluste der bedingten Kaufpreisverpflichtung erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen.

SENSITIVITÄTSANALYSE - BEWERTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN IM LEVEL 3

Für die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren sonstigen Finanzanlagen und der bedingten Kaufpreisverpflichtung hätte eine Veränderung der dargestellten Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die nachstehenden Auswirkungen:

Sonstiges Ergebnis
2012 2013
--- --- --- --- ---
in T€ Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
--- --- --- --- ---
Sonstige Finanzanlagen (AfS)
Gewichteter Kapitalkostensatz (Veränderung +/- 1,5 Prozentpunkte) - 134 173 - 266 278
Langfristige Wachstumsrate (Veränderung +/- 1,0 Prozentpunkte) 109 - 93 104 - 148
EBITDA-Marge (Veränderung +/- 2,0 Prozentpunkte) 115 - 199 215 - 305
Gewinn und Verlust
2012 2013
--- --- --- --- ---
in T€ Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang
--- --- --- --- ---
Bedingte Kaufpreisverpflichung (FLaFVtPL)
Diskontierungssatz (Veränderung +/- 0,5 Prozentpunkte) - - 61 - 62
Umsatz (Veränderung +/- 10,0 Prozentpunkte) - - - 363 363
Schadensfall (Veränderung + 5,0 Prozentpunkte) - - 344 -

NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

in T€ 2012 2013
Kredite und Forderungen (LaR) - 9.332 7.233
Finanzielle Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit gehalten (HtM) 419 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) - 1.091 108
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (FAHfT und FLHfT) - 63 - 61
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) - 19.838 - 14.594
Summe - 29.905 - 7.314

Die Veränderungen zum Vorjahr resultieren vor allem aus Währungseffekten aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie aus dem Rückgang der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe auch TZ 16).

Die Wertänderungen der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden, betragen zum Bilanzstichtag -41 T€ (31. Dezember 2012: -1.263 T€) vor Berücksichtigung von Steuern. Umgliederungen in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurden nicht vorgenommen.

Das Zinsergebnis für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, belief sich 2013 auf -19,5 Mio. € (2012: -20,8 Mio. €).

SALDIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND FINANZIELLEN VERBINDLICHKEITEN

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterlagen, bestanden wie in der Tabelle dargestellt, nur bei derivativen Finanzinstrumenten in Form von International Swaps and Derivatives Association (ISDA) master netting agreements oder vergleichbaren Vereinbarungen.

Die ISDA-Vereinbarungen erfüllen die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nicht. Dies liegt daran, dass der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat, da das Recht auf eine Saldierung nur beim Eintritt künftiger Ereignisse, wie zum Beispiel einem Verzug bei den Bankdarlehen oder anderen Kreditereignissen, durchsetzbar ist. Die nachstehende Tabelle legt die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die den dargestellten Vereinbarungen unterliegen.

in T€ Bruttobeträge (Bilanzausweis) im Zusammenhang mit bilanziertem Finanzinstrument saldierter Betrag Nettobetrag
31. Dezember 2012
AKTIVA
Derivative Finanzinstrumente 270 - 3 267
PASSIVA
Derivative Finanzinstrumente - 191 3 - 188
31. Dezember 2013
AKTIVA
Derivative Finanzinstrumente 262 - 1 261
PASSIVA
Derivative Finanzinstrumente - 43 1 - 42

42. ANGABEN ZUM RISIKOMANAGEMENT VON FINANZINSTRUMENTEN

Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Ergebnis- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher überwacht Symrise diese Risiken zentral und steuert diese dann vorausschauend, gegebenenfalls auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten.

Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Sie werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktionsentwicklungen angepasst. Das Risikomanagement ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

ZINSRISIKO

Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Da die überwiegende Anzahl von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten festverzinslich ist, bestehen keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken.

Ein Anstieg aller relevanten Zinssätze um 1,0 Prozentpunkte hätte zum 31. Dezember 2013 ein um 342 T€ (31. Dezember 2012: 655 T€) niedrigeres Ergebnis zur Folge gehabt. Die Sensitivität des Eigenkapitals gegenüber Zinsänderungen ist von unwesentlichem Ausmaß.

2012 Nominal davon fix davon variabel davon ungesichert 1,0 %-Punkte Anstieg 1,0 %-Punkte Rückgang
T€ 384.076 360.288 23.788 23.788 238 - 238
TUSD 230.000 175.000 55.000 55.000 550 - 550
2013 Nominal davon fix davon variabel davon ungesichert 1,0 %-punkte Anstieg 1,0 %-punkte Rückgang
T€ 324.362 319.362 5.000 5.000 50 - 50
TUSD 305.190 265.000 40.190 40.190 402 - 402

WÄHRUNGSRISIKO

Symrise ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften.

Die globale Ausrichtung des Symrise Konzerns führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden Devisenterminkontrakte zur Sicherung von USD eingesetzt.

Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnungs-Posten einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzerneigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus wurden üblicherweise nicht gesichert.

Die Darstellung des bestehenden Fremdwährungsrisikos am Bilanzstichtag erfolgt gemäß IFRS 7 mittels einer Sensitivitätsanalyse. Die Fremdwährungssensitivität wird durch die Aggregation aller finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ermittelt, die auf eine fremde Währung lauten, die nicht funktionale Währung des jeweils berichtenden Unternehmens ist. Das so ermittelte Netto-Fremdwährungsrisiko wird zum Stichtagskurs und zu einem Sensitivitätskurs, der eine 10 %ige Aufwertung/Abwertung der Konzernwährung gegenüber der Fremdwährung unterstellt, bewertet. Die Differenz aus dieser hypothetischen Bewertung stellt die Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital dar.

In die Sensitivitätsanalyse wurden auch Währungsrisiken aus konzerninternen monetären Posten einbezogen, sofern daraus Umrechnungsgewinne oder -verluste resultieren, die im Rahmen der Konsolidierung nicht eliminiert werden.

Effekte aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht die Berichtswährung des Symrise Konzerns ist, berühren die Cashflows in lokaler Währung nicht und sind deshalb nicht Bestandteil der Sensitivitätsanalyse.

Ein signifikantes Währungsrisiko ergab sich im Symrise Konzern sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr ausschließlich aus US-Dollar. Das Netto-Fremdwährungsrisiko hieraus belief sich zum Bilanzstichtag auf 25,6 Mio. USD (31. Dezember 2012: 34,8 Mio. USD). Der Rückgang resultiert vor allem aus dem Wechsel der funktionalen Währung von SGD auf USD in Singapur. Die Sensitivitätsanalyse beruht auf der Annahme, dass außer einer Änderung des Währungskurses alle anderen Variablen konstant bleiben.

in T€ 2012 2013
Erfolgswirksame Veränderung einer Aufwertung/Abwertung des EUR gegenüber dem USD um 10 % +/- 2.335 +/- 2.239
Erfolgsneutrale Veränderung einer Aufwertung/Abwertung des EUR gegenüber dem USD um 10 % -/+ 720 -/+254
Summe +/- 1.615 +/- 1.985

Zur Reduzierung des Währungsrisikos wurden derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 7,5 Mio. USD (31. Dezember 2012: 9,0 Mio. USD) zur Sicherung von €/USD, mit einem Nominalvolumen von 6,0 Mio. USD (31. Dezember 2012: 0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/JPY und Nominalvolumen von 3,1 Mio. USD (31. Dezember 2012: 0 Mio. USD) zur Sicherung von USD/INR.

Die Devisentermingeschäfte mit positiven Marktwerten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 262 T€ (31. Dezember 2012: 270 T€) und die Devisentermingeschäfte mit negativen Marktwerten auf 43 T€ (31. Dezember 2012: 191 T€).

Die Devisentermingeschäfte haben in der Regel eine Laufzeit von maximal sechs Monaten.

Weitere Informationen zu den positiven und negativen beizulegenden Zeitwerten der Devisentermingeschäfte mit und ohne Hedge-Beziehung sind der Tabelle zu den Finanzinstrumenten in TZ 41 sowie den Erläuterungen zu den Liquiditätsrisiken zu entnehmen.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko, das heißt das Risiko, dass Symrise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierung und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird bei Symrise durch eine rollierende Finanzplanung über 12 Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Zum Bilanzstichtag verfügt Symrise über freie Kreditlinien, die unter TZ 33 näher erläutert sind.

Die folgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen von kurz- und langfristigen nicht derivativen finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich geschätzter Zinszahlungen für die variablen Verzinsungen:

Fälligkeit erwarteter Auszahlungen
2012

in T€
Buchwert Erwartete Auszahlungen bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
Darlehen 558.930 670.940 130.086 385.519 155.335
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 133.113 133.113 133.113 0 0
Sonstige nicht derivative finanzielle Verpflichtungen 2.574 2.589 2.589 0 0
Fälligkeit erwarteter Auszahlungen
2013

in T€
Buchwert Erwartete Auszahlungen bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
Darlehen 547.740 641.569 57.494 424.967 159.108
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 150.799 150.799 150.799 0 0
Sonstige nicht derivative finanzielle Verpflichtungen 10.928 10.415 3.447 6.968 0

In der folgenden Tabelle werden die beizulegenden Zeitwerte sowie die erwarteten Ein- und Auszahlungen aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten dargestellt. Die Laufzeit der Devisentermingeschäfte beträgt maximal sechs Monate.

in T€ 2012 2013
Devisentermingeschäfte
Vermögenswerte 270 262
Schulden - 191 - 43
Erwartete Einzahlungen 21.274 12.211
Erwartete Auszahlungen - 21.195 - 11.992

AUSFALL- ODER BONITÄTSRISIKO

Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Dieser tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nachzukommen. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im Symrise Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken.

Im Rahmen der Geldanlage werden Finanzkontrakte nur mit Banken, die wir sorgfältig ausgewählt haben und permanent beobachten, abgeschlossen. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der Symrise Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern abgeschlossen werden, deren Bonität einer regelmäßigen Bewertung unabhängiger Ratingagenturen unterliegt, die wir fortlaufend überwachen. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen das maximale Kreditrisiko dar.

43. OPERATIVE LEASINGVERHÄLTNISSE

LEASINGVERHÄLTNISSE ALS LEASINGNEHMER

Zahlungsverpflichtungen bestehen aus operativen Leasingverhältnissen, die eine unkündbare Vertragslaufzeit zwischen unter 1 und 15 Jahren haben und die im Wesentlichen für Kraftfahrzeuge und Gebäude abgeschlossen wurden. Die Verträge beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen oder Preisanpassungsklauseln, jedoch keine Kaufoptionen.

Die zukünftigen unabgezinsten Netto-Zahlungsabflüsse aus operativen Leasingverhältnissen verteilen sich wie folgt:

in T€ 2012 2013
Im Geschäftsjahr 12.660 12.623
Fällig in einem Jahr 10.657 10.122
Fällig in zwei Jahren 7.561 7.804
Fällig in drei Jahren 6.214 6.449
Fällig in vier Jahren 4.433 5.453
Fällig in fünf Jahren 4.264 4.942
Fällig in sechs Jahren oder später 30.202 25.343
Summe 63.331 60.113

LEASINGVERHÄLTNISSE ALS LEASINGGEBER

Der Konzern verleast seit Beginn des Geschäftsjahres seine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (siehe TZ 24).

Zum Abschlussstichtag stehen die folgenden künftigen Mindestleasingzahlungen im Rahmen von unkündbaren Leasingverhältnissen aus.

in T€ 2013
Bis zu einem Jahr 60
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 207
Länger als fünf Jahre 168
Summe 435

44. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Eventualverbindlichkeiten betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese als unwahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden.

Symrise ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftsaktivitäten mit einer Vielzahl von Klagen und Gerichtsverfahren konfrontiert, die im Wesentlichen im Bereich Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht, Steuerrecht und in dem Bereich des geistigen Eigentums angesiedelt sind. Wir bilden für solche Fälle Rückstellungen, wenn es wahrscheinlich ist, dass wir eine Verpflichtung haben, die aus einem Ereignis der Vergangenheit entstanden ist und verlässlich schätzbar ist und deren Erfüllung wahrscheinlich zum Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führt. Für alle anhängigen Rechtsstreitigkeiten haben wir eine Rückstellung in Höhe von 1,4 Mio. € gebildet. Derzeit sind wir der Ansicht, dass der Ausgang aller gegen uns vorgebrachten Klagen und Prozesse, sowohl einzeln als auch insgesamt, keine wesentliche nachteilige Auswirkung auf unsere Geschäftstätigkeit, Vermögenslage, Ertragslage und unseren Cashflow haben wird. Die gebildeten Rückstellungen sind daher auch weder einzeln noch insgesamt wesentlich. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen beziehungsweise künftigen Verfahren sind nicht vorhersagbar, sodass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten. Viele unserer Prozesse sind durch Versicherungsleistungen aus Produkthaftpflichtversicherungen gedeckt.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum 31. Dezember 2013 hat der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 16,0 Mio. € (31. Dezember 2012: 6,8 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen, Hardware und Büroausstattung. Diese sind im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2014 fällig. Weitere Verpflichtungen von 138,3 Mio. € (31. Dezember 2012: 76,4 Mio. €) bestehen aus noch nicht erfüllten langfristigen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge.

Die Symrise AG hat mit Wirkung zum 1. Februar 2006 mit der Atos Origin GmbH einen Servicevertrag zur Auslagerung der internen Informationstechnologie mit einer Laufzeit von zehn Jahren geschlossen. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber Atos beträgt 33,8 Mio. € (31. Dezember 2012: 51,2 Mio. €).

Des Weiteren bestehen sonstige Verpflichtungen in Höhe von 10,2 Mio. € (31. Dezember 2012: 5,8 Mio. €). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Rechts- und Steuerstreitigkeiten in Brasilien (6,9 Mio. €; 31. Dezember 2012: 4,1 Mio. €), für die auf Grundlage der Beurteilung der Rechtsanwälte keine Rückstellung gebildet wurde, da die Inanspruchnahme als unwahrscheinlich erachtet wird.

Darüber hinaus bestehen Berater-, Dienstleistungs- und Kooperationsverträge mit einer Laufzeit bis längstens 2014. Die Gesamtverpflichtung hieraus beträgt 2,1 Mio. € (31. Dezember 2012: 2,0 Mio. €).

45. TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Die verbundenen und assoziierten Unternehmen, Vorstände, ehemalige Geschäftsführer sowie die Aufsichtsratsmitglieder und ehemalige Vertreter der Anteilseigner und deren nahe Angehörige gelten als nahestehende Personen.

Die Umsätze und Einkäufe von verbundenen Unternehmen erfolgten zu Konditionen wie zwischen fremden Dritten.

Im Jahr 2013 wurden nur in geringem Umfang Waren von assoziierten Unternehmen bezogen.

An die Rheinische Pensionskasse (RPK) erfolgten Beitragszahlungen in Höhe von 918 T€ (2012: 749 T€), diese wurden entsprechend ihrer Zuordnung den betreffenden Funktionen zugewiesen. Es bestanden zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber der RPK in Höhe von 146 T€ (31. Dezember 2012: 0 T€). Forderungen gab es wie im Vorjahr keine. Zu näheren Informationen hierzu verweisen wir auf TZ 36.

Im Geschäftsjahr 2013 erhielten die Mitglieder des Vorstands eine Vergütung einschließlich Sachbezügen und variabler Vergütungsbestandteile in Höhe von 5.135 T€ (2012: 3.555 T€). Die Zuführungen zu Rückstellungen für langfristige erfolgsabhängige Vergütungen betrugen 963 T€ (2012: 3.138 T€). Der Dienstzeitaufwand für Altersversorgung betrug im Geschäftsjahr 139 T€ (2012: 837 T€).

An den ehemaligen Vorstand Herrn Horst-Otto Gerberding sind 2013 unverändert zum Vorjahr Pensionszahlungen in Höhe von 292 T€ geleistet worden.

In den Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen sind für frühere Mitglieder des Vorstands Beträge in Höhe von 7,5 Mio. € (31. Dezember 2012: 8,4 Mio. €) und für derzeitige Mitglieder des Vorstands in Höhe von 2,3 Mio. € (31. Dezember 2012: 2,1 Mio. €) berücksichtigt.

Die Gesamtvergütung für die Berichtsperiode für Mitglieder des Aufsichtsrats betrug 933 T€ (2012: 789 T€).

Die individualisierte Vergütung für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder ist im Lagebericht dargestellt.

46. AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Nach Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex sollen der Besitz von Aktien oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden.

Der direkte oder indirekte Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Symrise AG betrug zum 31. Dezember 2013 mehr als 1 %. Von den insgesamt von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gehaltenen 6,142 % Aktien der Symrise AG entfielen auf Mitglieder des Aufsichtsrats 6,001 % und auf Mitglieder des Vorstands 0,141 %.

47. LANGFRISTIGE ZIELSETZUNGEN UND METHODEN DES FINANZRISIKOMANAGEMENTS

Es wird auf den Risikobericht verwiesen, der Teil unseres Lageberichts ist.

48. ABSCHLUSSPRÜFUNG

Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 14. Mai 2013 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählt.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare:

in T€ 2012 2013
Abschlussprüfung 800 801
Andere Bestätigungsleistungen 12 12
Steuerberatung 407 612
Sonstige Leistungen 11 62
Summe 1.230 1.487

49. AUFSTELLUNG DER BETEILIGUNGEN

Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften zum 31. Dezember 2013

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil
Deutschland
Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden 100 %
DrinkStar GmbH, Rosenheim 100 %
Schimmel & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden 100 %
Symrise BioActives GmbH, Hamburg 100 %
Tesium GmbH, Holzminden 100 %
Symotion GmbH, Holzminden 100 %
Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden 100 %
Symrise US-Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 100 %
Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden 100 %
Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden 100 %
Haarmann & Reimer Unterstützungskasse Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden 100 %
Übriges Europa
Aromatics S.A.S., Frankreich 100 %
OOO Symrise Rogovo, Russland 100 %
Steng Ingredients Limited, Großbritannien 100 %
Symrise SA, Schweiz 100 %
Symrise Limited, Großbritannien 100 %
Symrise Holding Limited, Großbritannien 100 %
Flavours Direct Limited, Großbritannien 100 %
Symrise B.V., Niederlande 100 %
Symrise Iberica S.L., Spanien 100 %
Symrise S.A.S., Frankreich 100 %
Symrise S.r.l., Italien 100 %
Symrise Vertriebs GmbH, Österreich 100 %
Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd. Sirketi, Türkei 100 %
Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg 100 %
WWS Limited, Großbritannien 100 %
Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Belgien 100 %
Symrise Group Finance Holding 2 CV, Belgien 100 %
Nordamerika
Symrise Inc., USA 100 %
Symrise Holding Inc., USA 100 %
Symrise US LLC, USA 100 %
Lateinamerika
Symrise Aromas e Fragrâncias Ltda., Brasilien 100 %
Symrise S.R.L., Argentinien 100 %
Symrise S.A., Chile 100 %
Symrise Ltda., Kolumbien 100 %
Symrise C.A., Venezuela 100 %
Symrise S. de R.L. de C.V., Mexiko 100 %
Asien und Pazifik
Symrise Pty. Ltd., Australien 100 %
Symrise Shanghai Limited, China 100 %
Symrise SDN. BHD, Malaysia 100 %
Symrise Holding Pte. Limited, Singapur 100 %
Symrise Pte. Ltd., Singapur 100 %
Symrise Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur 100 %
Symrise Limited, Süd-Korea 100 %
Symrise Ltd., Thailand 100 %
P.T. Symrise, Indonesien 100 %
Symrise Inc., Philippinen 100 %
Symrise Private Limited, Indien 100 %
Symrise K.K., Japan 100 %
Afrika und Naher Osten
Aroma Labs For Flavours S.A.E., Ägypten 100 %
Futura Labs International S.A.E., Ägypten 100 %
Roseland Flavors & Fragrances CORP, Dubai 100 %
Symrise (Pty) Ltd., Südafrika 100 %
Symrise S.a.r.L., Madagaskar 100 %
Origines S.a.r.L., Madagaskar 100 %

Assoziierte Unternehmen zum 31. Dezember 2013

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil
Therapeutic Peptides Inc., USA 20,0 %
Probi AB, Schweden 29,9 %

50. BEFREIUNG VON DER AUFSTELLUNG EINES JAHRESABSCHLUSSES NACH § 264 ABS. 3 HGB

Die DrinkStar GmbH, die Tesium GmbH und die Symotion GmbH werden in den Konzernabschluss der Symrise AG nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften einbezogen und nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung der Jahresabschlüsse in Anspruch.

51. CORPORATE GOVERNANCE

Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ist für 2013 abgegeben und den Aktionären auf unserer Website www.symrise.com dauerhaft zugänglich gemacht worden.

Holzminden, den 20. Februar 2014

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Achim Daub

Hans Holger Gliewe

Bernd Hirsch

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Holzminden, den 20. Februar 2014

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Achim Daub

Hans Holger Gliewe

Bernd Hirsch

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Symrise AG, Holzminden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzerngewinn- und -verlustrechnung mit der Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 20. Februar 2014

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Marc Ufer, Wirtschaftsprüfer

Dr. Axel Thümler, Wirtschaftsprüfer

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und Corporate Governance-Bericht

Die folgende Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB beinhaltet neben der Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes auch den Bericht zur Corporate Governance bei Symrise im Sinne der Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 13. Mai 2013. Sie ist auch auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der Symrise AG. Der Vorstand erstattet - zugleich auch für den Aufsichtsrat - die nachfolgende Erklärung zur Unternehmensführung. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a des Handelsgesetzbuchs umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Nach der derzeit gültigen Fassung der Ziffer 3.10 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 13. Mai 2013 ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen.

Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK in die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach Ziffer 4.2.5 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 13. Mai 2013 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 33 bis 37 des Finanzberichts 2013 enthalten.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DEZEMBER 2013 GEMÄSS § 161 DES AKTIENGESETZES

EINLEITUNG

Das Aktiengesetz verpflichtet gemäß § 161 Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft, einmal jährlich zu erklären, ob dem DCGK in seiner jeweils gültigen Form entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen des DCGK nicht angewendet wurden oder werden.

WORTLAUT DER ERKLÄRUNG

Auf Basis ihrer Beratungen haben Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG am 5. Dezember 2013 eine neue Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:

"Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz:

Die Symrise AG hat bis zum heutigen Tag mit einer Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 13. Mai 2013 entsprochen.

Bis zum heutigen Tag ist die Gesellschaft im Falle des Dienstvertrags des Vorstandsvorsitzenden von der 28. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 13. Mai 2013 dahingehend abgewichen, dass die Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") 150 % des Abfindungs-Caps übersteigen und bis zu 250 % des Abfindungs-Caps betragen konnten.

Ab dem heutigen Tag entspricht die Gesellschaft wieder der 28. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 13. Mai 2013 und wird dies auch zukünftig tun."

Die Erklärung ist der Öffentlichkeit auch separat auf der Internetseite der Symrise AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/entsprechenserklaerung.

RELEVANTE ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN

EINLEITUNG

In diesem Teil der Erklärung zur Unternehmensführung sind relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken zu machen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewendet werden. Die Darstellung erfasst also Regelungen, die sich weder aus gesetzlichen Vorschriften noch aus Empfehlungen und Anregungen des DCGK ableiten.

UNSER CODE OF CONDUCT

Um ein einheitliches vorbildliches Handeln und Verhalten zu gewährleisten, wurde für den gesamten Konzern bereits im Jahre 2006 ein Verhaltenskodex entwickelt, der für Vorstand und Aufsichtsrat und alle im In- und Ausland bei Symrise Beschäftigten, das heißt für Führungskräfte und für alle Arbeitnehmer im Konzern gleichermaßen, als verbindliches Leitbild gilt. Diesen Verhaltenskodex haben wir im Jahre 2012 grundlegend überarbeitet und den neuesten Entwicklungen angepasst. Der Verhaltenskodex setzt Mindeststandards und gibt Hinweise, wie alle Beschäftigten bei deren Einhaltung zusammenwirken können. Der Kodex soll helfen, ethische und rechtliche Herausforderungen bei der täglichen Arbeit zu bewältigen und soll für Konfliktsituationen eine Orientierung geben. Verstöße werden im Interesse aller Beschäftigten und des Unternehmens analysiert und ihre Ursachen beseitigt. Dazu gehört auch die konsequente Verfolgung von Fehlverhalten im Rahmen der jeweils geltenden nationalen Rechtsvorschriften.

Unser Code of Conduct regelt den Umgang mit den wesentlichen Anspruchsgruppen unseres Unternehmens: Den Mitarbeitern und Kollegen, unseren Kunden und Lieferanten, den Aktionären und Investoren, unseren Nachbarn und dem gesellschaftlichen Umfeld, dem Staat und seinen Behörden, den Medien und der interessierten Öffentlichkeit.

Der Verhaltenskodex basiert auf unseren Werten und Prinzipien. Indem wir ihn befolgen, stellen wir sicher, dass jeder fair und mit Respekt behandelt wird und dass unser Verhalten sowie unsere Geschäfte transparent, ehrlich und nachvollziehbar bleiben - überall auf der Welt.

Unser Code of Conduct ist der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Symrise AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: http://www.symrise.com/de/newsroom/publikationen/ code-of-conduct.

UNSERE COMPLIANCE-ORGANISATION

Bei Symrise verstehen wir Compliance als ganzheitliches Organisationsmodell, das die Einhaltung von Rechtsvorschriften und konzerninternen Richtlinien sowie die entsprechenden Prozesse und Systeme umfasst. Dabei liegt bei Symrise der Schwerpunkt der Compliance-Aktivitäten in den Bereichen Qualität, Umweltschutz, Gesundheit, Arbeitssicherheit, Energie, Produktsicherheit, Lebensmittelsicherheit, Risiko- und Wertemanagement, Kartellrecht und Korruptionsbekämpfung. Aus diesem Grund hat der Vorstand der Symrise AG die entsprechenden Funktionseinheiten aus Integriertem Managementsystem, Corporate Audit, Risikomanagement und Nachhaltigkeit in der Corporate Compliance-Organisation zusammengeführt. Die Ergebnisse aus allen Audits sowie die Erkenntnisse aus dem Risikomanagement werden in dieser Organisationseinheit zusammengefasst. Die Maßnahmen werden somit effizienter koordiniert.

Der Vorstand der Symrise AG hat seine ablehnende Haltung gegenüber jeder Form von Complianceverstößen sowohl intern als auch extern deutlich zum Ausdruck gebracht. Verstöße werden bei Symrise nicht toleriert. Sanktionen gegen betroffene Mitarbeiter werden verhängt, wenn notwendig und rechtlich möglich.

Symrise verfügt über ein integriertes Corporate Compliance-Management System, in dem wir nachhaltige, risiko- und werteorientierte sowie rechtliche als auch ethische Aspekte und Regeln zusammengeführt und zum Leitbild unseres geschäftlichen Handelns gemacht haben. Wir agieren aus dem Selbstverständnis und der Überzeugung heraus, dass die Einhaltung dieser Grundregeln einen unabdingbaren und nicht verhandelbaren Bestandteil unserer Symrise Identität darstellt. Nur ein klar abgesteckter und transparenter Rahmen des erlaubten und nicht erlaubten Handelns gewährleistet den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.

Für alle unsere Mitarbeiter gilt in allen Ländern unsere Leitlinie: "Ein Geschäft, das mit unseren Grundregeln nicht in Einklang zu bringen ist, ist kein Geschäft für Symrise."

Das Corporate Compliance-Office sowie die Innenrevision berichten direkt an den Vorsitzenden des Vorstands. Damit ist ihre Unabhängigkeit und Autorität gewährleistet. Dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichten der Corporate Compliance-Beauftragte und die Innenrevision regelmäßig in jeder Sitzung.

UNSERE INTEGRITY HOTLINE

Bereits im Sommer 2008 hat Symrise durch das Corporate Compliance-Office eine Integrity Hotline eingerichtet, um sicherzustellen, dass Symrise Mitarbeiter weltweit anonym Verstöße zu Rechtsvorschriften und konzerninternen Richtlinien melden können. Mittels dieser Hotline ist das Compliance-Office für alle Mitarbeiter über eine eigens in den jeweiligen Ländern eingerichtete kostenlose Telefonnummer erreichbar. Über einen zwischengeschalteten Dienstleister ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter ihre Anliegen im Bedarfsfall anonym und in ihrer Muttersprache vorbringen können. Die Mitarbeiter geben dazu einen Zugangscode ein und können ihre Nachricht an das Compliance-Office hinterlassen. Dabei erhalten sie eine Vorgangsnummer, die es ihnen erlaubt, zu einem späteren Zeitpunkt erneut anzurufen und die für sie vom Compliance-Office hinterlegte Antwort abzuhören. Dieses Verfahren kann beliebig fortgesetzt werden und ermöglicht eine intensive Kommunikation des Compliance-Office mit einem Hinweisgeber, ohne dass dessen Anonymität gefährdet würde. Gleichzeitig können durch gezielte Rückfragen Missbräuche verhindert werden. Seit Herbst 2009 können die Mitarbeiter das Compliance-Office zusätzlich auch über den Webservice der Symrise Integrity Hotline anonym erreichen und ihre Mitteilungen machen. Eine Kommunikation mit dem Compliance-Office nur über das Telefon ist daher nicht mehr zwingend erforderlich. Natürlich kann sich jeder Mitarbeiter jederzeit auch direkt und persönlich an das Compliance-Office wenden.

2013 wurden weltweit keine Fälle über die Integrity Hotline gemeldet. Stattdessen wurden vier Fälle von Unregelmäßigkeiten direkt an das Compliance Office gemeldet. In allen Fällen wurden daraufhin Untersuchungen eingeleitet. Wesentlicher Schaden ist weder für Dritte noch für unser Unternehmen entstanden.

SCHULUNGEN ZU COMPLIANCE THEMEN

Um die Einhaltung aller Compliance-Vorgaben kontinuierlich sicherzustellen, wird der Schulungsbedarf regelmäßig ermittelt und es werden geeignete Maßnahmen durchgeführt. Neben herkömmlichen Präsenzschulungen führen wir zunehmend auch internetbasierte Schulungen durch. Damit können wir mehr Mitarbeiter in kürzerer Zeit erreichen. Zudem verfügt jeder Mitarbeiter über eine größere Flexibilität dabei, zu welchem Zeitpunkt er wo welche Schulung durcharbeiten möchte. Anschließende Tests bestätigen das Verständnis der Schulung.

Neue Symrise Mitarbeiter werden zu Beginn ihrer Tätigkeit neben den arbeitsplatzspezifischen Anforderungen umfassend zu den Grundlagen unseres Verhaltenskodex geschult. Ergänzend führen wir auch verschiedene Schwerpunktschulungen durch. Im Jahr 2013 wurden erneut Compliance-Schulungen in allen unseren Ländergesellschaften für die Bereiche Management, Einkauf, Verkauf, Finanzen und Produktion durchgeführt. Im Rahmen dessen wurden circa 3.600 Mitarbeiter zu Themen wie fairer Wettbewerb, Kartellrecht und Diskriminierungsprävention geschult. Zusätzlich wurden rund 4.700 Mitarbeiter zu einer generellen, vertiefenden Verhaltenskodex-Schulung eingeladen. Hierbei werden einzelne Kapitel unseres Verhaltenskodexes geschult und sind Bestandteil eines dreijährigen Schulungsprogramms. Die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter zum tagtäglichen nachhaltigen Handeln stellt jedes Jahr einen Schwerpunkt unserer Schulungen dar. Insgesamt sind unsere Mitarbeiter im Jahr 2013 in ca. 30.000 Stunden zu Themen wie Arbeitsschutz, Gesundheit, Umwelt, Hygiene und Compliance geschult worden.

Für 2014 planen wir erneut Schulungen zu diesen Themen. Dabei stehen primär diejenigen Mitarbeitergruppen im Mittelpunkt unserer Bemühungen, deren Tätigkeiten nach allgemeinen Erfahrungen das größte Verbesserungspotenzial in sich tragen. Wir schulen verstärkt auch solche Mitarbeiter, die als Multiplikatoren dienen und Schulungsinhalte in das Unternehmen tragen können.

CORPORATE GOVERNANCE

EINLEITUNG

Die Corporate Governance bei Symrise orientiert sich am DCGK, der sich als Leitlinie und Maßstab guter Unternehmensführung in Deutschland etabliert hat. Wir sind heute mehr denn je überzeugt, dass eine gute Corporate Governance für den Erfolg eines Unternehmens Voraussetzung und unabdingbare Grundlage ist. Dieser Erfolg beruht ganz besonders auf dem uns von unseren Geschäftspartnern, den Finanzmärkten, Anlegern, Mitarbeitern und der interessierten Öffentlichkeit entgegengebrachten Vertrauen. Dieses Vertrauen zu bestätigen und weiter zu verstärken, ist vorrangiges Ziel bei Symrise. Um dieses Ziel erreichen zu können, bedarf es einer verantwortungsbewussten und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteten Führung und Kontrolle unseres Unternehmens.

Bereits in der Vergangenheit haben wir uns an international und national anerkannten Standards guter und verantwortungsbewusster Unternehmensführung orientiert und werden dies auch in Zukunft tun. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2013 mehrfach intensiv und über alle Bereiche hinweg mit Themen der Corporate Governance beschäftigt. Insbesondere die Neufassung des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 13. Mai 2013 war wiederholt Gegenstand der Beratungen.

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen wären, traten auch im Geschäftsjahr 2013 nicht auf. Berater- und Dienstleistungsverträge oder sonstige Austauschverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden auch im Geschäftsjahr 2013 ausschließlich bei Herrn Horst-Otto Gerberding:

Die Gesellschaft und Herr Horst-Otto Gerberding haben am 4. September 2003, im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Herrn Gerberding als Geschäftsführer der früheren Symrise Holding GmbH, ein "Amended and Restated Service Agreement" abgeschlossen. Gemäß diesem Vertrag hat die Gesellschaft Herrn Gerberding bis zu seinem Tod ein Ruhegeld zu zahlen. Das Ruhegeld beträgt jährlich 100.000 €. Dieser Betrag erhöht sich für jedes Jahr, in welchem Herr Gerberding nach Abschluss der Vereinbarung als Geschäftsführer in den Diensten der Gesellschaft steht, um einen Betrag von 7.500 €. Daneben hat Herr Gerberding Pensionsansprüche gegen die Symrise AG aus einem Anstellungs- und Versorgungsvertrag vom 29. Juli 1983. Die Gesamthöhe der Ansprüche beträgt monatlich 24.358 €.

ZIELE DES AUFSICHTSRATS ZU SEINER ZUSAMMENSETZUNG

Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung vom 5. Dezember 2013 gemäß Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 des DCGK in der aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013 konkrete Ziele gesetzt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation (i) die internationale Tätigkeit des Unternehmens, (ii) potenzielle Interessenkonflikte, (iii) die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, (iv) eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und (v) Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sehen insbesondere auch eine angemessene Beteiligung von Frauen vor.

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG mit insgesamt zwölf Mitgliedern gehören derzeit sieben unabhängige Mitglieder und mit Frau Hufnagel, Frau Jarke und Frau Prof. Dr. Pfeifer auch drei Frauen an. Im Hinblick auf seine zukünftige Zusammensetzung strebt der Aufsichtsrat an, dass ein Frauenanteil von wenigstens einem Viertel auch in Zukunft nicht unterschritten wird. Der Aufsichtsrat hält eine Quote von einem Viertel für einen angemessenen Frauenanteil. Der Aufsichtsrat orientiert sich bei dieser Festlegung am Doppelten des derzeitigen Frauenanteils unter den konzernweiten Führungskräften, die zum Ende des letzten Geschäftsjahres ein Achtel betrug. Auch in der Zukunft sollen im Regelfall wenigstens sieben unabhängige Mitglieder im Aufsichtsrat vertreten sein. Weiter wird angestrebt, dass auch der Anteil an Mitgliedern im Aufsichtsrat, die das Kriterium Internationalität verkörpern, einen Anteil von einem Drittel nicht unterschreiten soll. Die Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds endet in jedem Fall mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, die auf die Vollendung des 70. Lebensjahres folgt. Alle diese Ziele sind derzeit erfüllt. Auch bei zukünftigen Wahlvorschlägen wird zu beachten sein, dass die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele weiterhin erfüllt bleiben.

TRANSPARENZ

Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Symrise AG sowie bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Symrise Aktien und sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offen legen. Diese Offenlegungspflicht besteht dann, wenn der Wert der getätigten Geschäfte, die eine zum vorstehend genannten Personenkreis gehörende Person tätigt, die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt.

Alle der Symrise AG bis zum 31. Dezember 2013 zugegangenen Meldungen sind auf unserer Internetseite unter http://www. symrise.com/de/investoren/corporate-governance/directors-dealings veröffentlicht. Dort finden sich die seit dem Börsengang im Dezember 2006 abgegebenen Meldungen, auch soweit sie zwischenzeitlich aus Vorstand und Aufsichtsrat ausgeschiedene Personen betreffen.

Der direkte oder indirekte Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Symrise AG betrug zum 31. Dezember 2013 mehr als 1 %. Von den insgesamt von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gehaltenen 6,142 % Aktien der Symrise AG entfielen auf Mitglieder des Aufsichtsrats 6,001 % und auf Mitglieder des Vorstands 0,141 % (Werte gerundet).

Eine Übersicht über die Mandate der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder außerhalb des Symrise Konzerns findet sich auf Seite 134/135 des Finanzberichts 2013.

Ein Bericht über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen findet sich auf Seite 112 des Finanzberichts 2013.

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre der Symrise AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Symrise AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben beziehungsweise die Stimmrechtsvertreter der Symrise AG per Internet zu beauftragen. Weisungen zur Stimmrechtsausübung an diese Stimmrechtsvertreter können vor und während der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 bis zum Ende der Generaldebatte erteilt werden. Eine Weisungserteilung über elektronische Medien ist bis zum Abend des 13. Mai 2014 um 18:00 Uhr möglich. Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der Symrise AG in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt.

Wir wollen unsere Aktionäre vor und während der Hauptversammlung zügig, umfassend und effektiv informieren und ihnen die Ausübung ihrer Rechte erleichtern. Bereits im Vorfeld einer Hauptversammlung werden die Aktionäre durch den Unternehmensbericht und den Finanzbericht - die auch auf unserer Internetseite verfügbar sind - und die Einladung zur Hauptversammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die einzelnen Tagesordnungspunkte der anstehenden Hauptversammlung informiert. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung sowie der Unternehmens- und Finanzbericht sind auch auf unserer Internetseite verfügbar.

Das Anmelde- und Legitimationsverfahren zur Hauptversammlung ist einfach und stellt auf den 21. Tag vor der Hauptversammlung ab. Damit gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation der Aktionäre.

Im Anschluss an die Hauptversammlung veröffentlichen wir außerdem die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf unserer Internetseite.

INFORMATIONSSERVICE FÜR UNSERE AKTIONÄRE

Unsere Unternehmenskommunikation verfolgt den Anspruch, größtmögliche Transparenz und Chancengleichheit durch zeitnahe und gleichberechtigte Information aller Zielgruppen zu gewährleisten. Alle wesentlichen Presse- und Kapitalmarktmitteilungen der Symrise AG werden, auch auf der Internetseite der Gesellschaft, in deutscher und englischer Sprache publiziert. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat finden sich ebenso auf unserer Internetseite wie Jahres- und Konzernabschlüsse, Quartalsergebnisse, Jahres- und Halbjahresfinanzberichte.

Wir informieren unsere Aktionäre, Analysten, Aktionärsvereinigungen und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig über alle wesentlichen wiederkehrenden Termine mittels eines Finanzkalenders. Dieser wird im Unternehmens- und Finanzbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Regelmäßige Treffen mit Analysten und institutionellen Anlegern finden im Rahmen unserer Investor Relations-Aktivitäten statt. Hierzu gehört eine jährliche Analystenkonferenz ebenso wie anlässlich der Veröffentlichung von Halbjahresfinanzberichten und Quartalsberichten durchgeführte Telefonkonferenzen für Analysten und Investoren.

Die wichtigsten Präsentationen, die wir für diese Veranstaltungen, für die Hauptversammlung, aber auch für Roadshows und Investorenkonferenzen vorbereiten, können im Internet eingesehen werden. Auch die Orte und Termine von Roadshows und Anlegerkonferenzen sind für alle Interessierten auf unserer Internetseite unter http://www.symrise.com/de/investoren/finanzkalender/2014/ abrufbar.

RISIKOMANAGEMENT

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken jeder Art ist für den Erfolg eines Unternehmens von elementarer Bedeutung. Ein umfassendes Risikomanagementsystem gehört daher zwingend zu einer angemessenen Corporate Governance. Der Vorstand stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im gesamten Konzern sicher. Es wird permanent weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Bislang fand zweimal im Jahr eine konzernweite Erhebung und Klassifizierung möglicher Risiken statt. Derzeit erfolgt die konzernweite Erhebung und Klassifizierung möglicher Risiken auf elektronischem Wege kontinuierlich. Damit ist die Risikoposition des Konzerns immer aktuell verfügbar.

Das Risikomanagement bei Symrise, seine Sicherheitsmechanismen, interne Richtlinien und Kontrollinstrumente werden unangekündigt durch die interne Konzernrevision geprüft. Hierbei identifizierte Risiken werden unverzüglich dem Vorstand zur Kenntnis gebracht.

Das Risikofrüherkennungssystem nach § 91, Absatz 2, AktG wird von den Abschlussprüfern im In- und Ausland geprüft.

Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich neben der Abschlussprüfung und der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses auch regelmäßig mit der Prüfung und Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Hierzu gehören beispielsweise auch regelmäßige Berichte der Innenrevision und des Compliance-Beauftragten von Symrise.

Durch dieses Ineinandergreifen verschiedener Mechanismen können Risiken frühzeitig erkannt und bewertet werden. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung werden Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss vom Vorstand regelmäßig mittels eines eigenen Risikoberichts unterrichtet. Bereits in diesem frühen Stadium werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen und umgesetzt, um eine Beseitigung der identifizierten Risiken herbeizuführen. Auch die Umsetzung dieser eingeleiteten Maßnahmen wird von der Innenrevision überprüft und der erreichte Erfolg einer kritischen Würdigung unterzogen. Risikopositionen können so kontrolliert und notwendige Maßnahmen zur Risikoverringerung eingeleitet werden. Hierfür werden konkrete Verantwortlichkeiten zugeordnet und mittels einer Erfolgskontrolle nachgehalten.

UNSER ABSCHLUSSPRÜFER: KPMG

Auch im Geschäftsjahr 2013 erfolgte die Rechnungslegung hinsichtlich des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte bei Symrise auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Einzelabschluss der Symrise AG wird nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Wie bereits im Jahr 2012 wurde auch 2013 der Jahresabschluss der Symrise AG nebst Lagebericht und der Konzernabschluss der Symrise AG nebst Konzernlagebericht von unserem Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Mit diesem Prüfer ist vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich zu unterrichten ist, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Unser Abschlussprüfer wird über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich an Vorstand und Aufsichtsrat berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.

BESCHREIBUNG DER ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

EINLEITUNG

In diesem Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ist die Arbeitsweise von Vorstand, Aufsichtsrat und der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse dargestellt. Auch auf die Zusammensetzung dieser Ausschüsse wird kurz eingegangen. Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.

DUALES FÜHRUNGSSYSTEM

Die Symrise AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der DCGK beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

VORSTAND

Der Vorstand der Symrise AG besteht zur Zeit aus vier Mitgliedern. Alle Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft eigenverantwortlich im Interesse des Unternehmens und mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für deren Umsetzung.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Die Berichterstattung des Vorstands umfasst auch das Thema Compliance, also die Maßnahmen zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien. Für bedeutende Geschäftsvorgänge legt die Satzung Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats fest. Diese Zustimmungsvorbehalte sind in identischer Form auch in der Geschäftsordnung des Vorstands enthalten.

Die Geschäftsordnung des Vorstands ist der interessierten Öffentlichkeit im Internet unter der Adresse http://www.symrise. com/de/investoren/corporate-governance/vorstand zugänglich gemacht.

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Zur Vorbereitung der Sitzungen tagen die Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer bei Bedarf getrennt. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, welche auch entsprechende Anwendung auf die Ausschüsse des Aufsichtsrats findet.

Diese ist der interessierten Öffentlichkeit im Internet unter der Adresse http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/aufsichtsrat zugänglich gemacht.

ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören gemäß Satzung zwölf Mitglieder an, von denen jeweils sechs von den Anteilseignern und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtsperioden sind identisch. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden die Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung einzeln gewählt. Zuletzt wurden im Geschäftsjahr 2011 alle Mitglieder des Aufsichtsrats turnusmäßig neu gewählt. Die Aktionäre haben die sechs Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat am 18. Mai 2011 in der Hauptversammlung gewählt. Wegen Erreichens der Altersgrenze ist ein Vertreter der Anteilseigner mit Ablauf der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 aus dem Kreis der Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat ausgeschieden. Die Hauptversammlung am 15. Mai 2012 hat Herrn Dr. Winfried Steeger zum Nachfolger gewählt.

Die sechs Vertreter der Arbeitnehmer wurden von den deutschen Belegschaften am 21. Februar 2011 gewählt. Herr Karl-Heinz Huchthausen ist mit Wirkung zum 30. Juni 2013 in den Ruhestand getreten und somit aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Als das für ihn gewählte Ersatzmitglied wurde Herr Harald Feist mit Wirkung zum 1. Juli 2013 Mitglied des Aufsichtsrats der Symrise AG.

Die Wahl sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder erfolgt für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Dabei wird das Jahr, in dem die Amtszeit beginnt, nicht mitgerechnet. Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder endet daher voraussichtlich im Frühjahr 2016. Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen geachtet, ebenso wie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung. Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören derzeit sieben unabhängige Mitglieder und mit Frau Hufnagel, Frau Jarke und Frau Prof. Dr. Pfeifer drei Frauen an.

Damit eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleistet ist, gehören dem Aufsichtsrat, wie in den Vorjahren auch, keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands an. Mindestens ein unabhängiges Mitglied verfügt über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, werden in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz. Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Plenumssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen.

Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört hierzu. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems sowie mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding, Herr Francesco Grioli, Frau Regina Hufnagel, Frau Christiane Jarke und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer. Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2013 zweimal. Der Personalausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung.

Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem sowie der Abschlussprüfung. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Compliance-Office und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Michael Becker (Vorsitzender), Herr Dr. Peter Grafoner, Herr Francesco Grioli, Frau Regina Hufnagel, Herr Dr. Winfried Steeger und Herr Helmut Tacke. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2013 fünfmal. Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, erneut zum Abschlussprüfer zu wählen. Weiter hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer, stimmte einzelne Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer ab und legte das Honorar für den Abschlussprüfer fest. Der Prüfungsausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung. Ergänzend hierzu hat sich der Prüfungsausschuss ein Reglement hinsichtlich seiner konkreten Arbeitsweise gegeben.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herrn Harald Feist, Herrn Dr. Peter Grafoner und Frau Regina Hufnagel vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 nicht einberufen werden. Der Vermittlungsausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung.

Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 nicht einberufen werden. Der Nominierungsausschuss hat keine eigene Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats findet entsprechende Anwendung.

Bericht des Aufsichtsrats der Symrise AG

Sehr geehrte Aktionäre,

die Auftriebskräfte der internationalen Wirtschaftsentwicklung waren im Jahr 2013 weiterhin nur verhalten. Der Ausblick des Weltwährungsfonds IWF unterstellt für das laufende Jahr ein Plus der globalen Wirtschaftsleistung von 2,9 %. Dies entspricht einer Verringerung der Zuwachsrate gegenüber 2012 um 0,3 Prozentpunkte. Die wesentliche Ursache dieser Entwicklung liegt in dem verlangsamten Expansionstempo der Schwellen- und Entwicklungsländer, das von 6,2 % im Jahr 2011 über 4,9 % im vergangenen Jahr auf 4,5 % im Gesamtjahr 2013 zurückgegangen ist. Insgesamt liegt der Wachstumspfad der Schwellen- und Entwicklungsländer aber weiterhin deutlich über dem Konjunkturverlauf in den etablierten Industrieländern, wo die Wirtschaftsleistung 2013 nur um durchschnittlich 1,2 % zugenommen hat. Trotz der Verunsicherung aufgrund der Sorge um die konjunkturelle Entwicklung konnte sich unser Unternehmen erfolgreich behaupten und ist weiterhin auf profitablem Wachstumskurs. Auch 2013 konnte Symrise starke Zuwächse bei Umsatz und Ertrag erreichen.

Im nachfolgenden Bericht möchte ich Sie über die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats in diesem herausfordernden Umfeld informieren. Auch im Geschäftsjahr 2013 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen wiederum zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Diskussion und Entscheidung an.

Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns umfassend erörtert und abgestimmt. Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren, haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2013 eine eigene Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens abgehalten.

Wir haben sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Hierzu zählten vor allem die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, laufende und geplante Investitionen, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und -planung, die Risikosituation und das Risikomanagement sowie das Compliance-Programm. Über Angelegenheiten, die nach Gesetz oder Satzung zustimmungspflichtig sind, hat uns der Vorstand frühzeitig unterrichtet und uns diese rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu diesen Beschlussvorschlägen und den Berichten des Vorstands haben wir, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch schriftlich oder telefonisch.

Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden uns vom Vorstand monatlich berichtet. Soweit es zu Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planungen und Zielen kam, haben wir ausführliche Erläuterungen in schriftlicher und mündlicher Form erhalten, sodass wir mit dem Vorstand über die Gründe für die Abweichungen und zielführende Korrekturmaßnahmen diskutieren konnten.

Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand in engem und kontinuierlichem Kontakt. Das verhaltene Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung und die daraus für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen sowie der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der beiden Geschäftsbereiche waren wiederholt Gegenstand unserer Gespräche mit dem Vorstand.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung hinsichtlich der den Interessenkonflikten zugrunde liegenden Sachverhalte und dem Umgang mit ihnen zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2013 nicht aufgetreten.

DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, haben wir in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz.

Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen, sodass der Aufsichtsrat immer über eine umfassende Informationsbasis für seine Beratungen verfügt.

Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört hierzu. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems sowie mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden.

Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding, Herr Francesco Grioli, Frau Regina Hufnagel, Frau Christiane Jarke und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer. Sämtliche Mitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen.

Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2013 zweimal. Auf der Tagesordnung standen die Folgebestellung von Achim Daub für die Dauer von drei Jahren mit Wirkung zum 1. Januar 2014, die Bewertung der Leistung der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2012 sowie die Vereinbarung der Ziele für das Geschäftsjahr 2013, die Überprüfung der Vergütung der Vorstandsmitglieder mit dem Schwerpunkt der mehrjährigen Vergütung (LTIP) sowie die Nachfolgeplanung für den Vorstand und die ersten beiden Führungsebenen.

Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem sowie der Abschlussprüfung. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Compliance-Office und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und drei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Michael Becker (Vorsitzender), Herr Dr. Peter Grafoner, Herr Francesco Grioli, Frau Regina Hufnagel, Herr Dr. Winfried Steeger und Herr Helmut Tacke. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2013 fünfmal. Ein Mitglied des Prüfungsausschusses konnte an einer Sitzung nicht teilnehmen. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen regelmäßig der Finanzvorstand und im Bedarfsfall der Abschlussprüfer, der Vorstandsvorsitzende und weitere Gäste zu einzelnen Tagesordnungspunkten teil. Der Prüfungsausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit den Zwischenabschlüssen, dem Jahres-sowie dem Konzernabschluss, den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers sowie mit der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und des Compliance-Programms. Daneben bildete auch das Thema Finanzierung zukünftigen Wachstums/Maßnahmen und Rahmenbedingungen den Schwerpunkt einer Sitzung des Prüfungsausschusses. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung beziehungsweise des Reviews des Zwischenabschlusses nach Ablauf des ersten Halbjahres ergeben haben.

Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, erneut zum Abschlussprüfer zu wählen. Ferner hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für einen risikoorientierten Prüfungsansatz und legte einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie das Honorar für den Abschlussprüfer fest.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herrn Harald Feist, Herrn Dr. Peter Grafoner und Frau Regina Hufnagel vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 nicht einberufen werden.

Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Herr Horst-Otto Gerberding und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer an. Der Nominierungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 nicht einberufen werden.

THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM

Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit und Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die Auswirkung des nur verhaltenen Wachstums der Weltwirtschaft, die weiterhin hohen Rohstoffkosten, die anhaltende Staatsschuldenkrise in Europa und die stark steigenden Energiekosten auf Symrise. Vor diesem Hintergrund haben wir die vom Vorstand ergriffenen und für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen ausführlich mit dem Vorstand diskutiert. Gegenstand regelmäßiger Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Unternehmens und seiner beiden Geschäftsbereiche in den jeweiligen Regionen unter den dort gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanz- und Liquiditätslage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und deren Entwicklung gemessen an den Planzielen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 fünf ordentliche Sitzungen, davon zwei Schwerpunktsitzungen und eine außerordentliche Sitzung als Telefonkonferenz abgehalten. Die erste Schwerpunktsitzung befasste sich mit der Strategie des Unternehmens, ihrer Überprüfung angesichts des sich verändernden wirtschaftlichen Umfelds und dem Stand ihrer Umsetzung, während die Jahresplanung 2014 im Mittelpunkt der zweiten Schwerpunktsitzung stand. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

In seiner außerordentlichen Sitzung am 4. Februar 2013 hat der Aufsichtsrat die unternehmerische Rationale, die Transaktionsstruktur und die Ergebnisse der Due Diligence Prüfung hinsichtlich des Erwerbs bestimmter Vermögensgegenstände der US-amerikanischen Gesellschaft Belmay Inc. diskutiert und seine Zustimmung zu der Transaktion erteilt.

In unserer Sitzung am 6. März 2013 haben wir uns mit dem Vorstand über die Feststellung des Jahresabschlusses 2012 und die Billigung des Konzernabschlusses 2012, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2013, die Erklärung zur Unternehmensführung, den Corporate Governance-Bericht und verschiedene M&A-Projekte beraten und abgestimmt. An dieser Sitzung hat neben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats auch der Abschlussprüfer teilgenommen.

In unserer Sitzung am 13. Mai 2013 standen vor allem der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2013 und zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013 sowie die bevorstehende Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratungen. Der Vorstand setzte uns über die jüngsten Entwicklungen hinsichtlich der seinerzeit laufenden M&A-Aktivitäten in Kenntnis. An dieser Sitzung haben mit einer Ausnahme alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

In der Sitzung am 6. August 2013 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des zweiten Quartals und des ersten Halbjahres 2013 und der Aktualisierung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2013, dem Risikobericht sowie dem Bericht des Prüfungsausschusses. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen, davon zwei Mitglieder telefonisch. Aufgrund des am 30. Juni 2013 beendeten Mandats von Herrn Karl-Heinz Huchthausen führte der Aufsichtsrat die Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und die Ergänzungswahlen für die Ausschüsse durch.

Im Rahmen der Sitzung am 26. September 2013 wurde die Unternehmensstrategie vom Vorstand erläutert und mit dem Aufsichtsrat beraten. Angesichts der sich verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir die Notwendigkeit einer Anpassung der Strategie und den Stand ihrer Umsetzung ausführlich mit dem Vorstand diskutiert. In dieser Sitzung haben uns beide Geschäftsbereiche detaillierte Einblicke in ihre strategischen Aktivitäten und deren Umsetzung gewährt. Dabei haben wir uns intensiv mit dem globalen Geschäftsfeld Aroma Molecules innerhalb des Geschäftsbereichs Scent & Care und dem globalen Anwendungsbereich Consumer Health innerhalb des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition auseinandergesetzt. Diese Einblicke beinhalteten auch die Darstellung der wesentlichen Investitionsvorhaben beider Geschäftsbereiche. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Die Sitzung am 5. Dezember 2013 stand im Zeichen der Unternehmensplanung für das bevorstehende Geschäftsjahr 2014. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2014 genehmigt. Wir haben in dieser Sitzung auch den Bericht des Personalausschusses entgegengenommen. Weiter haben wir gemeinsam mit dem Vorstand die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und unsere aus dem Jahre 2012 stammenden Ziele hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats aktualisiert. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2013

Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 und der Lagebericht der Symrise AG wurden vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Konzernabschluss der Symrise AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, versah auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Bericht des Abschlussprüfers hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 13. Februar und 6. März 2014 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 6. März 2014 intensiv diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen des Jahres- und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil.

Dabei berichteten sie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte uneingeschränkt zur Verfügung.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 6. März 2014 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

CORPORATE GOVERNANCE

Über die Corporate Governance bei der Symrise AG berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") einmal im Jahr im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a des Handelsgesetzbuchs. Die Erklärung zur Unternehmensführung umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Nach der derzeit aktuellen Fassung der Ziffer 3.10 des DCGK in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des DCGK vom 13. Mai 2013 ist der dort von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich zu erstattende Bericht über die Corporate Governance des Unternehmens (Corporate Governance-Bericht) nunmehr im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen. Aufgrund der Nähe der Inhalte des Corporate Governance-Berichts und der Erklärung zur Unternehmensführung zueinander haben wir uns entschieden, die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne der Ziffer 3.10 des DCGK in die Erklärung zur Unternehmensführung zu integrieren und dem Leser dadurch die Orientierung zu erleichtern. Dagegen ist der Vergütungsbericht nach der derzeitigen Fassung der Ziffer 4.2.5 des DCGK vom 13. Mai 2013 nicht mehr Teil der Berichterstattung zur Corporate Governance. Der Vergütungsbericht ist als Teil des Lageberichts auf den Seiten 33 bis 37 dieses Finanzberichts enthalten.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist in diesem Finanzbericht auf den Seiten 120 bis 127 zu finden. Sie ist auch auf der Internetseite der Symrise AG unter http://www.symrise.com/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unter-nehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht öffentlich zugänglich gemacht. Die Umsetzung des Kodex haben wir im Aufsichtsrat in der Sitzung am 5. Dezember 2013 intensiv diskutiert. Wir haben die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2013 aufmerksam beobachtet und werden dies auch weiterhin tun.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 5. Dezember 2013 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft und als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Symrise AG hat bis zum heutigen Tag mit einer Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 13. Mai 2013 entsprochen.

Bis zum heutigen Tag ist die Gesellschaft im Falle des Dienstvertrags des Vorstandsvorsitzenden von der 28. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 13. Mai 2013 dahingehend abgewichen, dass die Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") 150 % des Abfindungs-Caps übersteigen und bis zu 250 % des Abfindungs-Caps betragen konnten.

Ab dem heutigen Tag entspricht die Gesellschaft wieder der 28. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 13. Mai 2013 und wird dies auch zukünftig tun.

VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Vorstand gab es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen.

Mit Ablauf des 30. Juni 2013 ist Herr Karl-Heinz Huchthausen in den Ruhestand getreten und somit aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als das für ihn gewählte Ersatzmitglied wurde Herr Harald Feist mit Wirkung zum 1. Juli 2013 Mitglied des Aufsichtsrats der Symrise AG.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften im In- und Ausland sowie allen Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement und die geleistete Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr 2013. Sie alle haben erneut zu einem für Symrise geschäftlich erfolgreichen Jahr beigetragen.

Holzminden, 6. März 2014

Für den Aufsichtsrat

Dr. Thomas Rabe, Vorsitzender

Organe und Mandate - Vorstand und Aufsichtsrat

VORSTAND:

DR. HEINZ-JÜRGEN BERTRAM:

Vorsitzender des Vorstands

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten keine

Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)

Rockwool A/S, Hedehusene, Dänemark, Mitglied des Aufsichtsrats
Indevex AB, Storebro, Schweden, Mitglied des Aufsichtsrats

ACHIM DAUB:

Vorstand Scent & Care

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten keine
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

HANS HOLGER GLIEWE:

Vorstand Flavor & Nutrition

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten keine
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

BERND HIRSCH:

Vorstand Finanzen

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Evotec AG, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats (seit 16. Dezember 2013)

Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

AUFSICHTSRAT:

DR. THOMAS RABE:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG,

Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann Management SE

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden
Arvato AG, Gütersloh, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr AG, Hamburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)

BMG R M Germany GmbH, Berlin,

Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 13. September 2013)
Springer Science + Business Media, Strassen, Luxemburg,

Mitglied des Aufsichtsrats (bis 18. Juni 2013)
Bertelsmann Capital Investments S.A., Luxemburg,

Mitglied des Aufsichtsrats (bis 7. Oktober 2013)
Bertelsmann Digital Media Investments S.A., Luxemburg,

Mitglied des Aufsichtsrats
Bertelsmann Inc., Wilmington, USA,

Vorsitzender des Aufsichtsrats
Edmond Israel Foundation, Luxemburg,

Mitglied des Aufsichtsrats
RTL Group S.A., Luxemburg,

Vorsitzender des Aufsichtsrats
Penguin Random House LLC, UK,

Mitglied des Aufsichtsrats (seit 1. Juli 2013)

DR. MICHAEL BECKER:

im Ruhestand;

bis 31. Dezember 2011 pers. haftender Gesellschafter der Merck KGaA

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden

Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)

Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz,

Mitglied des Verwaltungsrats

HORST-OTTO GERBERDING:

Geschäftsführender Gesellschafter der Gottfried Friedrichs KG, Hamburg

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

DR. PETER GRAFONER:

Selbstständiger Unternehmensberater

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden
SAG Group GmbH, Langen, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Coperion GmbH, Stuttgart,

stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)

SKF AB, Göteborg, Schweden, Mitglied des Aufsichtsrats
SCANIA Schweiz AG, Kloten, Schweiz,

Präsident des Verwaltungsrats

FRANCESCO GRIOLI:

Vorstandssekretär der IG BCE - Vorstandsbereich Tarife/Finanzen

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden
Gerresheimer AG, Düsseldorf, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

REGINA HUFNAGEL:

Stell. Vorsitzende des Aufsichtsrats der Symrise AG,

Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

CHRISTIANE JARKE:

Director F & N Strategic Regulatory Affairs EAME der Symrise AG

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

GERD LÖSING:

Vice President Quality Control EAME der Symrise AG

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

PROF. DR. ANDREA PFEIFER:

Chief Executive Officer der AC Immune S.A., Lausanne, Schweiz

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden

Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)

Bio MedINvest AG, Basel, Schweiz,

Vorsitzende des Board of Directors
AB2 Bio SA, Lausanne, Schweiz,

Vorsitzende des Boards of Directors

DR. WINFRIED STEEGER (Ab 15. Mai 2012):

Geschäftsführer der Jahr Holding GmbH & Co. KG, Hamburg

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden
Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr Aktiengesellschaft, Hamburg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Verwaltungsgesellschaft Otto mbH (mitbestimmte GmbH des Otto Konzerns), Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats
Hemmoor Zement AG i.L., Hemmoor, Mitglied des Aufsichtsrats
Eurokai KGaA, Hamburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland)

August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg,

Vorsitzender des Aufsichtsrats
Otto Dörner GmbH & Co. KG, Hamburg, Mitglied des Beirats

HELMUT TACKE:

Mitglied des Betriebsrats der Symrise AG,

stellv. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

HARALD FEIST (AB 1. JULI 2013):

Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats der Symrise AG

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten

Symrise AG, Holzminden
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien (im In- und Ausland) keine

Glossar

AFF

Aroma Molecules, Flavors & Fragrances

AROMA

Komplexe Mischung aus Geruchs- und/oder Geschmackstoffen, die vielfach auf chemischen Verbindungen (Aromastoffen) beruhen, die unter anderem zur Klasse der Aromaten gehören können

BILMOG

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

BIOKATALYSE

Umsetzung, Beschleunigung oder Lenkung chemischer Reaktionen (Katalyse), in der Enzyme als biologische Katalysatoren dienen

BIP

Bruttoinlandsprodukt: Statistische Größe zur Messung der gesamtwirtschaftlichen Leistung (Güter und Dienstleistungen) eines Landes

COSO II

Das COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) zielt darauf ab, die Finanzberichterstattung durch ethisches Handeln, wirksame interne Kontrollen und gute Unternehmensführung zu verbessern. COSO II ist eine 2004 veröffentlichte Erweiterung des ursprünglichen Kontrollmodells

COVENANTS

(Marktübliche) Kreditvereinbarungen

DQS

Führender Zertifizierer von Unternehmensprozessen

EAME

Region Europa/Afrika/Naher und Mittlerer Osten

EBIT

Earnings before interest and taxes/Ergebnis vor Zinsen und Steuern

EBITDA

Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization/Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

F & F

Flavors & Fragrances/Geschmack- und Duftstoffe

HGB

Handelsgesetzbuch

IAL

Unternehmen im Bereich Marktforschung

IFRA

International Fragrance Association

IKS

Internes Kontrollsystem

IOFI

International Organization of the Flavor Industry

ISO 31000

Eine Norm, die den Rahmen für ein Risikomanagementsystem definiert

LAVANDIN

(Lavandula Intermedia, Provence Lavendel): Hybride aus Echtem und Speik-Lavendel mit großer Bedeutung für den Handel

LTIP

Long Term Incentive Plan/Vergütungsinstrument mit langfristiger Anreizwirkung für Angestellte, vor allem Führungskräfte

OPEN INNOVATION

Öffnung des Innovationsprozesses von Organisationen und damit die aktive strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des Innovationspotenzials. Das Open Innovation-Konzept beschreibt die zweckmäßige Nutzung von in das Unternehmen ein- und ausdringendem Wissen, unter Anwendung interner und externer Vermarktungswege, um Innovationen zu generieren

OPERATIVER CASHFLOW

Einnahmen-Ausgaben-Saldo aus betrieblicher Geschäftstätigkeit und damit ein wichtiger Indikator für die Ertragskraft eines Unternehmens

PHYTOCHEMIE

Die Phytochemie oder auch Pflanzenchemie ist ein Teilbereich der Biochemie beziehungsweise der Botanik, der sich mit der Erforschung der chemischen Inhaltsstoffe von Pflanzen befasst

REACH

Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien

REVOLVING CREDIT FACILITY

Verfügungslimits, auf die Kreditnehmer jederzeit zugreifen können und die sehr flexible Tilgungsmöglichkeiten bieten

SUPPLY CHAIN

Prozesskette von der Beschaffung, über die Fertigung bis hin zum Absatz eines Produkts. Einbezogen sind somit Lieferanten, Produzenten und Endkunden

US PRIVATE PLACEMENT

Nicht-öffentlicher Verkauf von Schuldtiteln an US-Investoren, allerdings reguliert durch die Börsenaufsichtsbehörde SEC (United States Securities and Exchange Commission)

WORKING CAPITAL

Finanzkennzahl, die sich aus dem operativen Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen operativen Verbindlichkeiten ergibt

Impressum

HERAUSGEBER

Symrise AG

Mühlenfeldstraße 1

Konzernkommunikation

37603 Holzminden

Deutschland

T +49 55 31.90 - 0

F +49 55 31.90 - 16 49

TEXT UND REDAKTION

PvF investor Relations, Eschborn

KONZEPT, DESIGN UND UMSETZUNG

3st kommunikation, Mainz

SATZ

BG media design GmbH, Darmstadt

DRUCK

Westdeutsche Verlags- und Druckerei GmbH, Mörfelden-Walldorf

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM DIESES BERICHTS

10. März 2014

SYMRISE IM INTERNET

www.symrise.com/de

www.symrise.com/de/nachhaltigkeitw

ww.symrise.com/de/investoren

Finanzkalender

10. MÄRZ 2014

Unternehmens- und Finanzbericht 2013

6. MAI 2014

Zwischenbericht 1. Quartal 2014

14. MAI 2014

Hauptversammlung

7. AUGUST 2014

Zwischenbericht 2. Quartal 2014

4. NOVEMBER 2014

Zwischenbericht 3. Quartal 2014

Mit dem FSC® -Warenzeichen werden Holzprodukte ausgezeichnet, die aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen, unabhängig zertifiziert nach den strengen Richtlinien des Forest Stewardship Council.

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN

Dieser Finanzbericht beinhaltet zukunftsgerichtete Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Prognosen der Symrise AG beruhen. Der zukünftige Geschäftsverlauf und die Ergebnisse, die durch die Symrise AG und ihre verbunden Unternehmen tatsächlich erzielt werden, sind einer Vielzahl von Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt und können daher wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Symrise AG und können im Voraus nicht genau eingeschätzt werden. Bei diesen Faktoren handelt es sich zum Beispiel um eine ungünstige Entwicklung der Weltwirtschaft, eine Veränderung des Konsumentenverhaltens, Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien. Sollte einer dieser genannten oder ungenannten Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend herausstellen, können die tatsächlich erzielten Ergebnisse signifikant von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Symrise übernimmt keinerlei Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen laufend zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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