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Symrise AG — Annual Report 2012
Aug 5, 2013
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Annual Report
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Symrise AG
Holzminden
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012
Bilanz zum 31. Dezember 2012
Aktiva
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 197.627.796,25 | 214.320.417,81 | ||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 4.920.419,57 | 202.548.215,82 | 3.655.973,38 | 217.976.391,19 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 123.221.372,30 | 125.515.908,29 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 72.838.796,52 | 61.567.515,62 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.707.859,70 | 13.394.975,22 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 30.184.031,71 | 239.952.060,23 | 32.419.704,93 | 232.898.104,06 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.309.190.825,77 | 1.302.750.648,52 | ||
| 2. Beteiligungen | 12.775.553,91 | 1.833.866,72 | ||
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.500.000,00 | 7.000.000,00 | ||
| 4. Sonstige Ausleihungen | 97.604,77 | 231.559,86 | ||
| 5. Rückdeckungsversicherungen | 79.405,60 | 1.330.643.390,05 | 196.338,62 | 1.312.012.413,72 |
| 1.773.143.666,10 | 1.762.886.908,97 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 52.500.497,00 | 47.663.939,15 | ||
| 2. Fertige und unfertige Erzeugnisse und Waren | 101.295.933,54 | 94.744.003,18 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 2.585.550,00 | 156.381.980,54 | 4.849.091,00 | 147.257.033,33 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 114.963.397,90 | 102.136.194,49 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 118.506.122,42 | 104.420.888,58 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 14.148.597,45 | 247.618.117,77 | 8.359.299,80 | 214.916.382,87 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 23.298.798,33 | 45.964.767,01 | ||
| 427.298.896,64 | 408.138.183,21 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 11.730.477,65 | 6.542.517,83 | ||
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 80.935,89 | 0,00 | ||
| 2.212.253.976,28 | 2.177.567.610,01 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2012 EUR |
31.12.2011 EUR |
|||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 118.173.300,00 | 118.173.300,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 845.655.678,94 | 845.655.678,94 | ||
| III. Gewinnvortrag | 35.732.582,83 | 24.367.206,02 | ||
| IV. Jahresüberschuss | 100.214.696,32 | 84.632.822,81 | ||
| 1.099.776.258,09 | 1.072.829.007,77 | |||
| B. Sonderposten für Investitonszuschüsse | 222.640,23 | 242.951,48 | ||
| C. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 201.739.778,00 | 191.690.840,00 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 4.285.764,54 | 8.415.712,20 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 35.423.912,15 | 32.409.992,43 | ||
| 241.449.454,69 | 232.516.544,63 | |||
| D. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Anleihen | 302.268.750,00 | 302.268.750,00 | ||
| --davon konvertibel EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)-- | ||||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 110.315.116,61 | 163.760.577,18 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 50.525.357,83 | 46.180.695,77 | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 197.177.901,09 | 148.550.420,74 | ||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 143.294.922,04 | 146.136.132,38 | ||
| --davon aus Steuern EUR 4.000.162,24 (i. Vj. EUR 3.977.389,80)-- | ||||
| --davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.709.393,17 (i. Vj. EUR 1.794.282,44)-- | ||||
| 803.582.047,57 | 806.896.576,07 | |||
| E. Passive latente Steuern | 67.223.575,70 | 65.082.530,06 | ||
| 2.212.253.976,28 | 2.177.567.610,01 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
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| 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 878.028.747,61 | 840.053.417,16 | |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 6.792.248,36 | 3.145.417,87 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 29.564.104,36 | 34.122.421,32 | |
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -397.159.148,24 | -365.957.029,12 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -21.656.565,01 | -418.815.713,25 | -19.053.998,77 |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -112.166.113,82 | -105.352.557,48 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -27.996.065,17 | -140.162.178,99 | -24.253.911,08 |
| --davon für Altersversorgung EUR 9.473.771,72 (i. Vj. EUR 6.249.664,57)-- | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögengegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -39.480.153,53 | -37.117.277,38 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -207.129.290,91 | -203.560.563,69 | |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 14.392.198,60 | 4.483.732,91 | |
| --davon aus verbundenen Unternehmen EUR 14.388.983,86 (i. Vj. EUR 4.481.078,96)-- | |||
| 9. Erträge aus Gewinnübernahme | 43.184.078,30 | 22.514.762,63 | |
| 10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 416.638,08 | 260.500,89 | |
| --davon aus verbundenen Unternehmen EUR 414.701,91 (i. Vj. EUR 256.585,97)-- | |||
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -6.992.314,61 | -2.566.419,81 | |
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.697.922,60 | 904.789,46 | |
| --davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.019.158,07 (i. Vj. EUR 795.651,45)-- | |||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -33.086.054,76 | -34.672.797,04 | |
| --davon an verbundene Unternehmen EUR 227.641,90 (i. Vj. EUR 724.931,48)-- | |||
| 14. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -213.722,16 | -496.959,50 | |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 128.196.509,70 | 112.453.528,37 | |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -27.786.019,15 | -27.708.613,38 | |
| 17. Sonstige Steuern | -195.794,23 | -112.092,18 | |
| 18. Jahresüberschuss | 100.214.696,32 | 84.632.822,81 | |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 35.732.582,83 | 24.367.206,02 | |
| 20. Bilanzgewinn | 135.947.279,15 | 109.000.028,83 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2012
ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss der Symrise AG wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.
Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,04 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % und erwartete Steigerungen der Lebenshaltungskosten mit 1,75 % berücksichtigt. Für die Fluktuation wurde, in Abhängigkeit vom Alter, eine Rate von bis zu 10% berücksichtigt.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012
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| Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2012 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2012 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 241.614.292,29 | 1.275.663,39 | 1.997.577,07 | 1.846.230,78 | 242.738.609,39 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 3.655.973,38 | 3.110.676,97 | 0,00 | -1.846.230,78 | 4.920.419,57 |
| 245.270.265,67 | 4.386.340,36 | 1.997.577,07 | 0,00 | 247.659.028,96 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 131.121.746,70 | 1.063.944,43 | 594.408,55 | 2.086.252,21 | 133.677.534,79 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 71.506.279,28 | 7.514.404,99 | 800.379,99 | 13.898.772,68 | 92.119.076,96 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.589.020,57 | 2.237.883,56 | 155.886,88 | 2.318.099,23 | 22.989.116,48 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 32.419.704,93 | 16.067.450,90 | 0,00 | -18.303.124,12 | 30.184.031,71 |
| 253.636.751,48 | 26.883.683,88 | 1.550.675,42 | 0,00 | 278.969.759,94 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.307.654.860,67 | 13.424.216,23 | 0,00 | 0,00 | 1.321.079.076,90 |
| 2. Beteiligungen | 1.833.866,72 | 10.941.687,19 | 0,00 | 0,00 | 12.775.553,91 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 7.000.000,00 | 1.500.000,00 | 0,00 | 0,00 | 8.500.000,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 526.856,91 | 15.000,00 | 94.775,92 | -341.167,70 | 105.913,29 |
| 5. Rückdeckungs- versicherungen | 196.338,62 | 6.521,50 | 123.454,52 | 0,00 | 79.405,60 |
| 1.317.211.922,92 | 25.887.424,92 | 218.230,44 | -341.167,70 | 1.342.539.949,70 | |
| 1.816.118.940,07 | 57.157.449,16 | 3.766.482,93 | -341.167,70 | 1.869.168.738,60 |
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| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2012 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2012 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 27.293.874,48 | 19.814.515,73 | 1.997.577,07 | 0,00 | 45.110.813,14 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 27.293.874,48 | 19.814.515,73 | 1.997.577,07 | 0,00 | 45.110.813,14 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 5.605.838,41 | 5.417.684,00 | 567.359,92 | 0,00 | 10.456.162,49 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 9.938.763,66 | 10.046.662,63 | 703.395,85 | -1.750,00 | 19.280.280,44 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.194.045,35 | 4.201.291,17 | 115.829,74 | 1.750,00 | 9.281.256,78 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 20.738.647,42 | 19.665.637,80 | 1.386.585,51 | 0,00 | 39.017.699,71 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.904.212,15 | 6.984.038,98 | 0,00 | 0,00 | 11.888.251,13 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 295.297,05 | 8.275,63 | 2.668,68 | -292.595,48 | 8.308,52 |
| 5. Rückdeckungs- versicherungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5.199.509,20 | 6.992.314,61 | 2.668,68 | -292.595,48 | 11.896.559,65 | |
| 53.232.031,10 | 46.472.468,14 | 3.386.831,26 | -292.595,48 | 96.025.072,50 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2012 EUR |
31.12.2011 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 197.627.796,25 | 214.320 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 4.920.419,57 | 3.656 |
| 202.548.215,82 | 217.976 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 123.221.372,30 | 125.516 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 72.838.796,52 | 61.568 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.707.859,70 | 13.395 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 30.184.031,71 | 32.420 |
| 239.952.060,23 | 232.899 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.309.190.825,77 | 1.302.751 |
| 2. Beteiligungen | 12.775.553,91 | 1.834 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.500.000,00 | 7.000 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 97.604,77 | 231 |
| 5. Rückdeckungs- versicherungen | 79.405,60 | 196 |
| 1.330.643.390,05 | 1.312.012 | |
| 1.773.143.666,10 | 1.762.887 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten handelt es sich im Wesentlichen um Rezepturen (TEUR 175.623 / Vorjahr: TEUR 190.302).
2. Entwicklung des Anlagevermögens
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 4 und 5 gesondert dargestellt.
3. Anteile an verbundenen Unternehmen
Bezüglich der Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Gliederungspunkt 27. Der wesentliche Anteilsbesitz besteht aus der Beteiligung an der Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die als Holdinggesellschaft wiederum Anteile an in- und ausländischen Gruppengesellschaften hält.
4. Beteiligungen
Die Symrise AG erwarb im Geschäftsjahr 2012 eine Beteiligung in Höhe von TEUR 10.942 (Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten), deren Zeitwert am Abschlussstichtag TEUR 9.637 beträgt. Hierbei handelt es sich unseres Erachtens um eine vorübergehende Wertminderung aufgrund geringfügiger Aktienkursschwankungen am Kapitalmarkt. Am Abschlussstichtag liegt der gewichtete Durchschnittskurs der Aktie im Erwerbszeitpunkt rund 6,8 % unter dem Stichtagskurs der Aktie und rund 0,1 % unter dem Durchschnittskurs der letzten sieben Monate. Infolgedessen macht die Symrise AG Gebrauch von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB und nimmt keine außerplanmäßige Abschreibung vor.
5. Vorräte
Auf die Vorräte wurden Bewertungsabschläge vorgenommen, die in Höhe von TEUR 755 (Vorjahr: TEUR 548) Wertberichtigungen von unfertigen und fertigen Erzeugnissen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (absatzmarktorientiert), in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr: TEUR 838) Abwertungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten und in Höhe von TEUR 3.795 (Vorjahr: TEUR 2.998) Abschläge aufgrund des Reichweitenrisikos und weiterer Mengenrisiken betreffen.
Aufgrund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie werden unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren zusammen ausgewiesen.
6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Auf den Bruttoforderungsbestand wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 6.146 (Vorjahr: TEUR 4.648) gebildet. Darüber hinaus wurden auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungs-bestand pauschale Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.672 (Vorjahr: TEUR 1.353) vorgenommen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
7. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Der Bilanzposten enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 40.145 (Vorjahr: TEUR 38.930).
In dem Posten sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
8. Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
9. Rechnungsabgrenzungsposten
In Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB ist hierin ein Disagio in Höhe von TEUR 1.240 (Vorjahr: TEUR 1.498) aus der Ausgabe der Anleihe enthalten. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der Anleihe.
10. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.215 (Vorjahr: TEUR 2.144) wurde mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) in Höhe von TEUR 1.296 (Vorjahr: TEUR 1.783) verrechnet. Hieraus ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: Rückstellung in Höhe von TEUR 361).
11. Eigenkapital
Entwicklung des Eigenkapitals in 2012
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| Angaben in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 118.173 | 845.656 | 109.000 | 1.072.829 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | -73.267 | -73.267 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 100.214 | 100.214 |
| Stand 31. Dezember | 118.173 | 845.656 | 135.947 | 1.099.776 |
Entwicklung des Eigenkapitals in 2011
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| Angaben in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 118.173 | 845.656 | 95.271 | 1.059.100 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | -70.904 | -70.904 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 84.633 | 84.633 |
| Stand 31. Dezember | 118.173 | 845.656 | 109.000 | 1.072.829 |
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Jahresende EUR 118.173.300,00. Bei einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie sind insgesamt 118.173.300 Stückaktien im Umlauf.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 23.000.000,00 zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
1. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
2. zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
3. soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
4. um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
5. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§0203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von §0186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
12. Sonderposten für Investitionszuschüsse
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse besteht in Höhe von TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 243) für einen in den Jahren 1997 bis 1999 durch die vormalige Dragoco Gerberding & Co. AG erhaltenen Investitionszuschuss. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. In 2012 betrug die Auflösung TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20).
13. Latente Steuern
Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
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| 31.12.2012 TEUR |
31.12.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 42.653 | 45.943 |
| Sachanlagevermögen | 29.240 | 28.982 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.996 | 3.995 |
| Übrige | 756 | 1.511 |
| 76.645 | 80.431 | |
| Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für | ||
| Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 8.079 | 7.088 |
| Übrige | 1.342 | 2.310 |
| Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge | 0 | 5.951 |
| 9.421 | 15.349 | |
| Latente Steuerschulden netto | 67.224 | 65.082 |
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29% (16 % Körperschaftsteuer / 13% Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge (Vorjahr: EUR 46 Mio.) wurden in 2012 genutzt.
14. Rückstellungen
Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält im Wesentlichen die Rückstellung für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zum 1. April 2003 wurde die Altersvorsorge neu geregelt. Leistungsarten und Leistungsumfang sind in der "Versorgungsordnung A" (Grundrente), der "Versorgungsordnung B" (Zusatzrente) und der 2003 neu konzipierten Symrise-Versorgungsordnung geregelt. Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2003 noch keine Zusage über die Gewährung einer betrieblichen Altersvorsorge erhalten hatten, konnten an einer zum 31. Dezember 2010 für Neuzugänge geschlossenen Versorgungsordnung teilnehmen. Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die keiner Versorgungsordnung angehören, konnten mit Wirkung 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis bis zum 30. September 2010 ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung wird keine Pensionsrückstellung gebildet. Die Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter der Dragoco Gerberding & Co. AG basieren auf der Pensionsordnung vom 16. Dezember 1975 mit nachfolgenden Ergänzungen, die zum 1. Januar 1982 für Neuzugänge geschlossen wurde.
Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Vorjahre nach 2002.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
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| Angaben in Mio. EUR |
31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 18,7 | 15,9 |
| davon | ||
| Jahresprämien und Boni | (11,1) | (8,0) |
| Arbeitnehmerjubiläen | (5,7) | (5,4) |
| Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben | (1,2) | (1,0) |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | (0,5) | (0,7) |
| Abfindungen für Aufhebungsverträge | (0,2) | (0,4) |
| Altersteilzeit mit abgeschlossenem Vertrag | (0,0) | (0,4) |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 7,3 | 5,7 |
| Bonusverpflichtungen | 2,4 | 1,8 |
| Vertreterprovisionen für noch nicht bezahlte Kundenrechnungen | 1,8 | 1,8 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 1,7 | 2,4 |
15. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
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| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Art der Verbindlichkeit | bis 1 Jahr | über 5 Jahre | gesamt | bis 1 Jahr | über 5 Jahre | gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anleihe | 2.269 | 0 | 302.269 | 2.269 | 300.000 | 302.269 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 91.041 | 5.866 | 110.315 | 136.261 | 0 | 163.761 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 50.525 | 0 | 50.525 | 46.181 | 0 | 46.181 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 197.178 | 0 | 197.178 | 148.550 | 0 | 148.550 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 10.579 | 132.716 | 143.295 | 17.042 | 129.094 | 146.136 |
| 351.592 | 138.582 | 803.582 | 350.303 | 429.094 | 806.897 |
In den Monaten Oktober und November 2010 hat die Symrise AG eine Refinanzierung durchgeführt und im Zuge dessen eine Anleihe in Höhe von TEUR 300.000 ausgegeben sowie ein Darlehen in Höhe von TUSD 175.000, welches bei einem Versicherungsunternehmen im Rahmen einer Privatplatzierung aufgenommen wurde, und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 125.000 und TUSD 65.000 aufgenommen.
Im Geschäftsjahr 2012 nahm die Symrise AG ein Darlehen im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogamms in Höhe von TEUR 20.112 für neue Investitionen auf. Darüber hinaus hat die Symrise AG die Tilgung der Darlehen fortgesetzt und verringerte die auf EUR lautenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 65.000 (Vorjahr: Tilgung TEUR 40.000) auf TEUR 20.000 sowie die auf USD lautenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TUSD 10.000 auf TUSD 55.000.
Die Verbindlichkeiten der Symrise AG sind nicht gesichert, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche teilweise durch Eigentumsvorbehalte gesichert sind.
16. Haftungsverhältnisse
Es besteht eine Patronatserklärung zugunsten der Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden, aufgrund derer die Symrise AG für alle Verpflichtungen dieser Gesellschaft bürgt.
Des Weiteren hat die Symrise AG eine Bürgschaft zur Sicherung der Bankverbindlichkeiten der Symrise Vertriebs GmbH, Österreich, über TEUR 450 abgegeben.
Die Symrise AG hat ferner eine Bürgschaft zur Sicherung der Kreditkartenverbindlichkeiten der Symrise B.V., Niederlande, über TEUR 10 abgegeben.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten und Kreditkartenunternehmen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt. Die Patronatserklärung zugunsten der Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG wurde aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Anspruch genommen.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 163). Dieser ergibt sich aus einer Unterdeckung der Haarmann & Reimer Unterstützungskasse GmbH, für die die Symrise AG, als Träger der Unterstützungskasse, vollumfänglich haftet.
17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen u. a. für folgende Sachverhalte:
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| TEUR | |
|---|---|
| Bestellobligo aus abgeschlossenen Verträgen | 76.368 |
| Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Erbbaurechtsverträgen | 8.976 |
| Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen | 6.715 |
| Beratungs- und Serviceverträge | 1.411 |
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2013 und 2036. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Ausgliederung des Bereichs Informatik mit einem Dienstleister ein Auslagerungsvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Januar 2016 geschlossen. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus diesem Vertrag betragen EUR 51,2 Mio. (Vorjahr: EUR 65,8 Mio.).
Insgesamt hat die Symrise AG sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 144,8 Mio. (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 49).
18. Bewertungseinheiten
Symrise ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften.
Die globale Ausrichtung der Symrise AG führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch mittels Liquiditätsplänen erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden seit 2011 Devisenterminkontrakte zur Sicherung von USD eingesetzt. Dabei werden mittels Forwards ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus bereits in der Bilanz angesetzten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken im operativen Bereich abgesichert. Die Sicherung des Währungsrisikos erfolgt rollierend über einen Zeitraum von rund sechs Monaten bis zu einer maximalen Sicherungsquote von 50% der offenen Währungsposition in einer Gesellschaft.
Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzerneigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus wurden üblicherweise nicht gesichert.
Am Bilanzstichtag sind folgende Devisentermingeschäfte zur Reduzierung des Währungsrisikos von zum Stichtag bestehender sowie ausgewählter erwarteter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in USD eingesetzt:
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| Fair Values | Fälligkeitstermine | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | Nominalvolumen IN TUSD |
Finanzielle Vermögenswerte IN TEUR |
Finanzielle Verbindlichkeiten IN TEUR |
Bis 1 Monat IN TEUR |
Über 1 Monat bis 3 Monate IN TEUR |
Über 3 Monate bis 6 Monate IN TEUR |
Über 6 bis 9 Monate IN TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | |||||||
| mit Hedge-Beziehung | 9.500 | 137 | 3 | 0 | 86 | 48 | 0 |
| ohne Hedge-Beziehung | 4.000 | 133 | 0 | 133 | 0 | 0 | 0 |
| SUMME | 13.500 | 270 | -3 | 133 | 86 | 48 | 0 |
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| Fair Values | Fälligkeitstermine | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | Nominalvolumen IN TUSD |
Finanzielle Vermögenswerte IN TEUR |
Finanzielle Verbindlichkeiten IN TEUR |
Bis 1 Monat IN TEUR |
Über 1 Monat bis 3 Monate IN TEUR |
Über 3 Monate bis 6 Monate IN TEUR |
Über 6 bis 9 Monate IN TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | |||||||
| mit Hedge-Beziehung | 19.500 | 0 | -740 | 0 | -270 | -438 | -32 |
| ohne Hedge-Beziehung | 10.000 | 0 | -451 | -225 | -226 | 0 | 0 |
| SUMME | 29.500 | 0 | -1.191 | -225 | -496 | -438 | -32 |
Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von USD 9 Mio. zur Sicherung von EUR/USD sowie mit einem Nominalvolumen von USD 4,5 Mio. zur Sicherung von SGD/USD.
Die Devisentermingeschäfte haben in der Regel eine Laufzeit von rund sechs Monaten.
Zu den Devisentermingeschäften in SGD gibt es korrespondierende Geschäfte mit der singapurianischen Tochter, d. h. die Effekte aus den Sicherungen verbleiben nicht in der Symrise AG, sondern werden vollständig an die Tochter weitergeleitet, die damit ihre Zahlungsströme absichert.
Bei allen Geschäften handelt es sich um Macro Hedges.
Um die Sicherungsgeschäfte für das Hedge Accounting zu qualifizieren, wird bei Abschluss des Geschäfts eine formale Dokumentation erstellt. Diese beinhaltet u. a. eine Effektivitätsmessung. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch den Nachweis, dass die wesentlichen Parameter (critical terms) des Sicherungsinstruments mit den critical terms eines hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, übereinstimmen.
Die critical terms des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, sind identisch, da die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
| ― | die Nominalbeträge des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmen überein, |
| ― | die Fälligkeit des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmt überein, |
| ― | der Fair Value des Sicherungsinstruments bei Beginn der Hedge Beziehung ist Null. |
Die Veränderungen des Fair Values des Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments werden auf Basis der Forward Kurse ermittelt.
Da die critical terms von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bei Designation übereinstimmen, wird der Hedge als "highly effective" eingeschätzt.
Zur retrospektiven Effektivitätsmessung wird die kumulierte Dollar Offset Methode angewandt. Dabei wird die Fair Value Veränderung des Devisentermingeschäfts ins Verhältnis zur Fair Value Veränderung der Cashflow Veränderung aus dem Grundgeschäft (hypothetisches Derivat) gegenübergestellt. Die o. a. relevanten Parameter/Spezifikationen werden laufend auf Übereinstimmung überprüft.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
19. Umsatzerlöse
Regionale Aufteilung
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| Angaben in TEUR |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Europa inkl. Afrika | 668.956 | 663.307 |
| Nordamerika | 61.435 | 56.953 |
| Asien und Pazifikraum | 111.401 | 91.918 |
| Südamerika | 36.237 | 27.875 |
| 878.029 | 840.053 |
Divisionale Aufteilung
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| Angaben in TEUR |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Flavor & Nutrition | 374.350 | 365.578 |
| Scent & Care | 503.679 | 474.475 |
| 878.029 | 840.053 |
Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von TEUR 871.413 (Vorjahr: TEUR 834.905). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 6.616 (Vorjahr: TEUR 5.148).
20. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 29.564 (Vorjahr: TEUR 34.122) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Nebengeschäften, wie die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von TEUR 23.153 (Vorjahr: TEUR 25.338) und um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 5.679 (Vorjahr: TEUR 6.797).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von TEUR 51.981 (Vorjahr: TEUR 46.775), Aufwendungen für Fracht und Handlingskosten in Höhe von TEUR 33.918 (Vorjahr: TEUR 33.924), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 32.927 (Vorjahr: TEUR 31.874), Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von TEUR 20.638 (Vorjahr: TEUR 22.179) und Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 4.221 (Vorjahr: TEUR 9.467) zusammen.
21. Personalaufwand
Der Anstieg des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus den allgemeinen Gehaltssteigerungen.
22. Abschreibungen
Auf die Anteile an verbundenen Unternehmen im Finanzanlagevermögen wurden außerplanmäßige Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 6.984 (Vorjahr: TEUR 2.566) vorgenommen.
23. Periodenfremdes Ergebnis
Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.423 (Vorjahr: TEUR 965) angefallen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Personalrückstellungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten resultieren.
24. Ergebnisabführungsverträge
Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Erträge in Höhe von TEUR 43.184 (Vorjahr: TEUR 22.515) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 497) übernommen.
25. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 33.086 (Vorjahr: TEUR 34.673) resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für die im Rahmen der Refinanzierung aufgenommenen Verbindlichkeiten (siehe Gliederungspunkt 15) in Höhe von TEUR 20.951 (Vorjahr: TEUR 22.217) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.389 (Vorjahr: TEUR 9.775).
26. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 1.086 für Vorjahre (Vorjahr: TEUR 3.155). Im Gesamtbetrag sind latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 2.141 (Vorjahr: TEUR 7.883) sowie laufende Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 26.731 (Vorjahr: TEUR 22.980) enthalten.
SONSTIGE ANGABEN
27. Anteilsbesitzliste
Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| Name der Beteiligungsgesellschaft | Eigenkapital TEUR2 |
Anteil am Kapital % |
Ergebnis1 der Beteiligungsgesellschaften 2012 TEUR3 |
|---|---|---|---|
| Unmittelbare Beteiligungen | |||
| Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden | 835.557 | 100% | 22.4306 |
| Haarmann & Reimer-Unterstützungskasse GmbH, Holzminden | 522 | 100% | -1196 |
| Schimmel & Co. GmbH, Holzminden | 687 | 100% | -5 |
| Symotion GmbH, Holzminden | 204 | 100% | 2146 |
| Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden | 99 | 100% | -6.9246 |
| Symrise Ltda., Bogota / Kolumbien | 25.441 | 100% | 5.386 |
| Symrise S.A., Santiago de Chile / Chile | 5.820 | 100% | 720 |
| Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden | 153.759 | 100% | 1 1.6906 |
| Tesium GmbH, Holzminden | 25 | 100% | 26 |
| Symrise Verwaltungs GmbH i.L., Holzminden | 0 | 100% | 0 |
| Probi AB, Lund / Schweden | 13.2157 | 19,9% | 1.6547 |
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| OOO Symrise Rogovo, Rogovo / Russland | 2.098 | 100% | 189 |
| Aroma Labs For Flavours S.A.E., 6th of October City / Ägypten | 10.153 | 100% | 4.975 |
| Aromatics S.A.S., Boulogne / Frankreich | 512 | 100% | 21 |
| Origines S.a.r.L., Antananarivo / Madagaskar | 3.391 | 100% | 1.043 |
| Symrise Holding Pte., Singapur / Singapur | 16.843 | 100% | 15.8806 |
| DrinkStar GmbH, Rosenheim | 440 | 100% | 9.0626 |
| Flavours Direct Ltd., Corby / UK | 0 | 100% | 0 |
| Futura Labs International S.A.E., 6th of October City / Ägypten | 3.766 | 100% | 329 |
| Symrise BioActives GmbH (Kaden Biochemicals), Hamburg | -1.902 | 100% | -1.410 |
| Origines Madagascar S.a.r.L., Antananarivo / Madagaskar | 452 | 100% | 101 |
| P.T. Symrise, Jakarta / Indonesien | 8.206 | 100% | 2.315 |
| Roseland Flavours and Fragrances Corp., Dubai / VAE | 568 | 100% | 448 |
| Steng Integredients Ltd., Eye Suffolk / UK | 0 | 100% | 0 |
| Symrise Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur / Singapur | 225.000 | 100% | 13.352 |
| Symrise Aromas e Fragracias Ltda., Sao Paulo / Brasilien | 28.370 | 100% | 5.330 |
| Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden | 86.050 | 100% | 3.002 |
| Symrise B.V., Rosmalen / Niederlande | 2.767 | 100% | 298 |
| Symrise C.A., Caracas / Venezuela | 4.763 | 100% | 3.100 |
| Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Brüssel / Belgien | 7 | 100% | -7 |
| Symrise Group Finance Holding 2 Comm.V., Brüssel / Belgien | 84.891 | 100% | 3.033 |
| Symrise Holding Inc., Wilmington / USA | 201.915 | 100% | -1.439 |
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| Symrise Holding Ltd., Marlow Bucks / UK | 33.436 | 100% | -775 |
| Symrise Iberica S.L., Parets de Valles / Spanien | 23.327 | 100% | 2.916 |
| Symrise Inc., Manila / Philippinen | 1.194 | 100% | 584 |
| Symrise Inc., Teterboro / USA | 272.454 | 100% | 21.811 |
| Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden | 24 | 100%4 | 0 |
| Symrise K.K. Tokio / Japan | 15.279 | 100% | 94 |
| Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd., Sirketi / Türkei | 2.268 | 100% | 348 |
| Symrise (Pty) Limited, Isando / Südafrika | 6.494 | 100% | 442 |
| Symrise Limited, Bangkok / Thailand | 8.784 | 100% | 2.614 |
| Symrise Limited, Marlow Bucks / UK | 17.576 | 100% | 3.898 |
| Symrise Limited, Seoul / Südkorea | 449 | 100% | 198 |
| Symrise Shanghai Ltd., Shanghai / China | 58.412 | 100%5 | 11.414 |
| Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg / Luxembourg | 203 | 100% | -35 |
| Symrise Pvt. Ltd., Chennai / Indien | 12.736 | 100% | 967 |
| Symrise Pte Ltd, Singapur / Singapur | 7.866 | 100% | 19.089 |
| Symrise Pty Limited, Dee Why / Australien | 12.437 | 100% | 2.072 |
| Symrise S.A.S., Grasse / Frankreich | 39.985 | 100% | 6.559 |
| Symrise S.A., Le Bouveret / Schweiz | 3.396 | 100% | 627 |
| Symrise S.r.l., Milano / Italien | 1.977 | 100% | 1.840 |
| Symrise S.R.L., Tortuguitas / Argentinien | 4.273 | 100% | 1.766 |
| Symrise SDN BHD., Petaling / Malaysia | 2.262 | 100% | 370 |
| Symrise S. de R.L. de CV., San Nicolas de los Garza / Mexiko | 23.763 | 100% | 4.244 |
| Symrise Vertriebs GmbH, Wien / Österreich | 8.097 | 100% | 325 |
| Thamasarb Co. Ltd., Bangkok / Thailand | 107 | 100% | 0 |
| Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge / USA | 210 | 20% | 61 |
| WWS Ltd., Eye Suffolk / UK | 0 | 100% | 0 |
1 ermittelt nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen - überwiegend noch ungeprüft
2 zu Stichtagskursen per 31.12.2012 umgerechnet
3 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres 2012 umgerechnet
4 davon 1% unmittelbar durch Symrise AG und 99% mittelbar durch die Busiris Vermögensverwaltung GmbH gehalten
5 davon 20,9% unmittelbar durch Symrise AG und 79,1% mittelbar durch ausländische Holdinggesellschaften gehalten
6 vor Ausgleich aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages /Verrechnung auf Gesellschafterkonten
7 Angaben beziehen sich auf den 31.12.2011
28. Mitarbeiter
Der durchschnittliche Personalbestand beträgt 2.133 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.109 Mitarbeiter). Darin enthalten sind 92 Auszubildende (Vorjahr: 85 Auszubildende).
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Produktion | 1.018 | 1.146 |
| Vertrieb | 426 | 366 |
| Forschung und Entwicklung | 449 | 360 |
| Verwaltung incl. Auszubildende | 240 | 237 |
| 2.133 | 2.109 |
29. Konzernverhältnisse
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Symrise AG stellt ihren Konzernabschluss gemäß § 315a Abs. 1 HGB auf. Die Aufstellung erfolgt unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS).
30. Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 15. Mai 2012 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt.
Die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare sind in der entsprechenden Angabe im Konzernabschluss der Symrise AG enthalten.
31. Deutscher Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 6. Dezember 2012 vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht.
32. Anteilsbesitz an der Symrise AG
Der Symrise AG gingen folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:
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| Gesellschaft | Sitz | Mitteilung am | Zeitpunkt zum | % Schwelle über- bzw. unterschritten | Anteilbesitz in % nachher | Stimmrechte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gerberding Vermögensverwaltung GmbH4 | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | 10,00% | 5,86% | 6.928.087 |
| Herr Horst-Otto Gerberding4 | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | |||
| Gerberding Vermögensverwaltung GmbH & Co KG4 | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | |||
| Bank of New York Mellon Corporation1 | New York,New York, USA | 31.12.2008 | 30.12.2008 | 5,00% | 4,98% | 5.888.136 |
| M&G Investment Funds2 | London, UK | 25.03.2008 | 18.03.2008 | 5,00% | 5,055% | 5.974.017 |
| Massachusetts Financial Services Company (MFS)2 | Boston, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Assurance Company of Canada - US Operations Holdings Inc.1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Financial (U.S.) Holding Inc.1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Financial Inc.1 | Toronto, Ontario, Kanada | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Global Investments Inc. (vormals Sun Life Financial Corp.)1 | Toronto, Ontario, Kanada | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings Inc.1 | Boston, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| JPMorgan Asset Management Holdings Inc.1 | New York, USA | 01.12.2009 | 26.11.2009 | 3,00% | 3,02% | 3.570.582 |
| Standard Life investment Limited2 | Edingburgh, UK | 15.11.2010 | 10.11.2010 | 3,00% | 3,073% | 3.631.647 |
| M&G Securities Limited2 | London, UK | 09.02.2011 | 07.02.2011 | 10,00% | 10,01% | 1 1.833.646 |
| Schroders plc1 | London, UK | 10.03.2011 | 09.03.2011 | 3,00% | 3,099% | 3.661.854 |
| Schroder Administration Limited1 | London, UK | 10.03.2011 | 09.03.2011 | 3,00% | 3,099% | 3.661.854 |
| Schroder Investment Management Limited2 | London, UK | 10.03.2011 | 09.03.2011 | 3,00% | 3,08% | 3.639.244 |
| FIL Limited2 | Hamilton, Bermuda | 08.06.2011 | 03.06.2011 | 3,00% | 3,04% | 3.596.919 |
| FIL Investments International2 | Kent,UK | 08.06.2011 | 03.06.2011 | 3,00% | 3,04% | 3.596.919 |
| FIL Holdings Limited1 | Kent,UK | 08.06.2011 | 03.06.2011 | 3,00% | 3,04% | 3.596.919 |
| Mondrian Investment Partners Limited2 | London, UK | 25.07.2011 | 22.07.2011 | 3,00% | 3,15% | 3.727.760 |
| MIPL Holdings Limited1 | London, UK | 27.07.2011 | 22.07.2011 | 3,00% | 3,15% | 3.727.760 |
| MIPL Group Limited1 | London, UK | 27.07.2011 | 22.07.2011 | 3,00% | 3,15% | 3.727.760 |
| Atlantic Value General Partner Limited1 | London, UK | 27.07.2011 | 22.07.2011 | 3,00% | 3,15% | 3.727.760 |
| Altantic Value Investment Partnership LP1 | Wilmington, USA | 27.07.2011 | 22.07.2011 | 3,00% | 3,15% | 3.727.760 |
| BlackRock Inc. 1 | New York, USA | 31.08.2011 | 25.08.2011 | 3,00% | 3,15% | 3.722.939 |
| BlackRock Financial Management Inc.1 | New York, USA | 31.08.2011 | 25.08.2011 | 3,00% | 3,14% | 3.715.465 |
| BlackRock Holdco 2, Inc.1 | Wilmington, USA | 31.08.2011 | 25.08.2011 | 3,00% | 3,14% | 3.715.465 |
| FIL Limited2 | Hamilton, Bermuda | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00% | 2,990% | 3.534.523 |
| FIL Investments International2 | Kent,UK | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00% | 2,990% | 3.534.523 |
| FIL Holdings Limited1 | Kent, UK | 15.09.2011 | 13.09.2011 | 3,00% | 2,990% | 3.534.523 |
| BlackRock Inc. 1 | New York, USA | 16.01.2012 | 11.01.2012 | 3,00% | 2,82 | 3.334.447 |
| BlackRock Financial Management Inc.1 | New York, USA | 16.01.2012 | 11.01.2012 | 3,00% | 2,82 | 3.334.447 |
| BlackRock Holdco 2, Inc.1 | Wilmington, USA | 16.01.2012 | 11.01.2012 | 3,00% | 2,82 | 3.334.447 |
| Jahr GmbH4 | Hamburg, Deutschland | 30.01.2012 | 27.01.2012 | 3,00% | 3,050% | 3.600.000 |
| Jahr Holding GmbH S Co. KG4 | Hamburg, Deutschland | 30.01.2012 | 27.01.2012 | 3,00% | 3,050% | 3.600.000 |
| Jahr Assetmanagement GmbH | Hamburg, Deutschland | 30.01.2012 | 27.01.2012 | 3,00% | 3,050% | 3.600.000 |
| Threadneedle Asset Management Limited2 | London, UK | 10.02.2012 | 07.02.2012 | 3,00% | 2,996% | 3.540.276 |
| Threadneedle Asset Management Holdings Limited1 | London, UK | 10.02.2012 | 07.02.2012 | 3,00% | 2,996% | 3.540.276 |
| Threadneedle Asset Management Holdings SARL1,4 | Luxemburg, Luxemburg | 17.02.2012 | 13.02.2012 | 3,00% | 3,01% | 3.556.942 |
| Threadneedle Asset Management Holdings SARL1,4 | Luxemburg, Luxemburg | 21.02.2012 | 17.02.2012 | 3,00% | 2,85% | 3.372.523 |
| Ameriprise Financial Inc. | Minneapolis, USA | 21.03.2012 | 20.03.2012 | 3,00% | 2,97% | 3.512.723 |
| Schroders plc1 | London, UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00% | 2,958% | 3.495.642 |
| Schroder Administration Limited1 | London, UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00% | 2,958% | 3.495.642 |
| Schroder Investment Management Limited2 | London, UK | 23.03.2012 | 22.03.2012 | 3,00% | 2,958% | 3.495.642 |
| Ameriprise Financial Inc. | Minneapolis, USA | 11.04.2012 | 05.04.2012 | 3,00% | 3,001% | 3.546.049 |
| M&G Investment Management Limited1 | London, UK | 13.04.2012 | 27.03.2012 | 15,00% | 15,024% | 17.753.532 |
| MSG Limited1 | London, UK | 13.04.2012 | 27.03.2012 | 15,00% | 15,024% | 17.753.532 |
| MSG Group Limited1 | London, UK | 13.04.2012 | 27.03.2012 | 15,00% | 15,024% | 17.753.532 |
| Prudential plc1 | London, UK | 13.04.2012 | 27.03.2012 | 15,00% | 15,051% | 17.786.602 |
| Ameriprise Financial Inc. | Minneapolis, USA | 15.05.2012 | 15.05.2012 | 3,00% | 2,96% | 3.502.220 |
| M&G Investment Management Limited1 | London, UK | 28.08.2012 | 23.08.2012 | 15,00% | 1 5,0008% | 17.726.940 |
| MSG Limited1 | London, UK | 28.08.2012 | 23.08.2012 | 15,00% | 15,0008% | 17.726.940 |
| MSG Group Limited1 | London, UK | 28.08.2012 | 23.08.2012 | 15,00% | 15,0008% | 17.726.940 |
| M&G Investment Management Limited1 | London, UK | 10.09.2012 | 03.09.2012 | 15,00% | 14,98% | 17.700.530 |
| MSG Limited1 | London, UK | 10.09.2012 | 03.09.2012 | 15,00% | 14,978% | 17.700.530 |
| MSG Group Limited1 | London, UK | 10.09.2012 | 03.09.2012 | 15,00% | 14,978% | 17.700.530 |
| Prudential plc1 | London, UK | 07.09.2012 | 04.09.2012 | 15,00% | 14,984% | 17.707.372 |
| Franklin Templeton Institional, LLC | Wilmington, USA | 14.11.2012 | 13.11.2012 | 3,00% | 3,007% | 3.553.985 |
1 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet
2 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet
3 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 und Satz 2 und 3 WpHG zugerechnet
4 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet
5 Sämtliche Stimmrechte werden der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet,
6 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet
33. Bezüge der Organmitglieder
Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt TEUR 789 (Vorjahr: TEUR 796).
Die Bezüge des Vorstands der Symrise AG sind im Lagebericht dargestellt.
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Der variable Anteil an der Gesamtvergütung bestand im Jahr 2012 aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung der Unternehmensziele abhängig war. Für die Bemessung der Auszahlung wurden mehrere finanzielle Zielgrößen (Umsatz, EBITDA, EPS) der Symrise Gruppe als betriebswirtschaftliche Kenngröße des Konzerns beziehungsweise seiner Geschäftsbereiche verwendet. Die Zielvorgaben, nach denen sich der variable Anteil der Gesamtvergütung bemisst, wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2012 durch den Aufsichtsrat festgelegt und in Zielvereinbarungen mit den einzelnen Mitgliedern des Vorstands auf Basis der verabschiedeten Unternehmensziele vereinbart. Der Jahresbonus wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2012 im Folgejahr 2013 ausgezahlt.
Neben der Grundvergütung und dem Jahresbonus besteht ein langfristiger Incentive-Plan für den Vorstand. Das langfristige, aktienkursbasierte Vergütungsprogramm (Long Term Incentive Plan / LTIP) ist eine variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.
Der Incentive-Plan 2010-2012 orientiert sich in seinen Leistungskomponenten an der absoluten Steigerung des Symrise-Aktienkurses und der Steigerung des Unternehmenswertes gemessen als Überschuss des Ertragswerts über eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus. Letzteres wird anhand des Symrise Value Added (SYVA) gemessen.
In den Incentive Plänen 2011-2013 und 2012-2014 wurde die absolute Steigerung des Symrise-Aktienkurses durch einen aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie ersetzt. Kennziffer zur Leistungsmessung ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität zu gewährleisten wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt. Im LTIP 2011-2013 wird erst dann ein Bonus ausgezahlt, wenn Symrise sich besser entwickelt als 40% der Vergleichswerte (40ter Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100% Zielerreichung entspräche dem 53ten Percentile Rank. Im LTIP 2012-2014 wird erst dann ein Bonus ausgezahlt, wenn Symrise sich besser entwickelt als 50% der Vergleichswerte (50ter Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung entspräche dem 60ten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielen würde, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100% Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Die Bezüge des ehemaligen Geschäftsführers betrugen TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 290).
Die Pensionsrückstellungen für die ehemaligen nicht aktiven Vorstände und Geschäftsführer betragen TEUR 6.331 (Vorjahr: TEUR 6.247).
34. Namen der Organmitglieder
Aufsichtsrat
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe* | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG | Arvato AG, Gütersloh (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann SE & Co.KG aA | BMG RM Germany GmbH, Berlin (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | |
| Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr AG, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | ||
| Springer Science + Business Media, Strassen, Luxemburg (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Bertelsmann Capital Investments S.A., Luxemburg (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Bertelsmann Digital Media Investments S.A., Luxemburg (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Bertelsmann Inc., Wilmington, USA (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | ||
| Edmond Israel Foundation, Luxemburg (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| RTL Group S.A., Luxemburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | ||
| Karl-Heinz Huchthausen | Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG und stellv. Vorsitzender des Betriebsrats Holzminden | Stadtwerke GmbH, Holzminden (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Dr. Michael Becker* | im Ruhestand; bis 31.12.2011 pers. haftender Gesellschafter der Merck KGaA | Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats) |
| Horst-Otto Gerberding* | Geschäftsführer der Drago Invest GmbH & Co. KG | |
| Dr. Peter Grafoner* | Selbstständiger Unternehmensberater | SAG Group GmbH, Langen (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| SKF AB, Göteborg, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| SCANIA Schweiz AG, Kloten, Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats) | ||
| Francesco Grioli | Vorstandssekretär der IG BCE-Vorstandsbereich Tarife/Finanzen | Gerresheimer AG, Düsseldorf (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Dr. Hans-Heinrich Gürtler* (bis 15.05.2012) | Geschäftsführer der Vermil Capital GmbH | |
| Regina Hufnagel | Vorsitzende des Betriebsrats und stellv. Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG | |
| Christiane Jarke | Director F&N Strategic Regulatory Affairs EAME der Symrise AG | |
| Gerd Lösing | Vice President Quality Control EAME der Symrise AG | |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer* | Chief Executive Officer der AC Immune S.A., Lausanne, Schweiz | Bio MedInvest AG, Basel, Schweiz (Vorsitzende des Board of Directors) |
| AB2 Bio S.A., Lausanne, Schweiz (Vorsitzende des Boards of Directors; zur Wahl vorgeschlagen) | ||
| Dr. Winfried Steeger* (ab 15.05.2012) | Geschäftsführer der Jahr Holding GmbH & Co. KG, Hamburg | Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr AG, Hamburg (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Verwaltungsgesellschaft Otto mbH (mitbestimmte GmbH des Otto Konzerns), Hamburg (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Hemmoor Zement AG i.L., Hemmoor (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Eurokai KGaA, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | ||
| August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | ||
| Helmut Tacke | Mitglied des Betriebsrats der Symrise AG |
* Anteilseignervertreter
Vorstand
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Chemiker, Holzminden | Vorsitzender des Vorstands | Rockwool A/S, Hedehusene, Dänemark (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Indevex AB, Storebro, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Bernd Hirsch, Kaufmann, Neuler | Vorstand Finanzen | |
| Achim Daub, Kaufmann, New York, U.S.A. | Vorstand Scent & Care | |
| Hans Holger, Gliewe, Kaufmann Höxter | Vorstand Flavor & Nutrition |
Holzminden, 22. Februar 2013
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Achim Daub
Hans Holger Gliewe
Bernd Hirsch
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012
1 ÜBERBLICK ZUM GESCHÄFTSJAHR 2012
In einem herausfordernden Umfeld, das von weiterhin hohen Rohstoffpreisen und einer differenzierten Absatzentwicklung in den einzelnen Regionen geprägt war, baute der Symrise Konzern im Geschäftsjahr 2012 seine Marktposition aus. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber 2011 um 10 % auf 1.735 Mio. €. Währungsbereinigt wurde ein Umsatzwachstum von 6 % erzielt. Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 11 %. Der Anteil dieser Ländergruppe am Gesamtumsatz stieg auf 48 % (2011: 46 %).
Das Ergebnis des Symrise Konzerns hat sich 2012 ebenfalls erhöht. Das EBITDA - Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte - stieg von 316 Mio. € im Vorjahr auf 339 Mio. € in der Berichtsperiode. Die auf den Umsatz bezogene EBITDA-Marge ging geringfügig von 20,0% auf 19,5% zurück. Hauptursache waren weiter erhöhte Rohstoffkosten sowie Anlaufkosten für die neue Mentholproduktionslinie, die durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung nicht ganz aufgefangen werden konnten.
Scent & Care erzielte 2012 einen Umsatz von 883 Mio. € (Vorjahr: 801 Mio. €). Dies entspricht einem währungsbereinigten Zuwachs um 7 %. Das EBITDA des Geschäftsbereichs legte um 2 % auf 161 Mio. € zu (Vorjahr: 158 Mio. €); die EBITDA-Marge belief sich auf 18,2 % (Vorjahr: 19,7 %). Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition steigerte den Umsatz 2012 währungsbereinigt um 6 % auf 852 Mio. € (Vorjahr: 782 Mio. €). Das EBITDA nahm hier um 12 % auf 178 Mio. € zu (Vorjahr: 158 Mio. €); die EBITDA-Marge weitete sich von 20,2 % auf 20,9 % aus.
Der Jahresüberschuss des Symrise Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 erhöhte sich um 7% auf 158 Mio. €, nach 147 Mio. € im Vorjahr. Bei unveränderter Anzahl der Aktien stieg das Ergebnis je Aktie von 1,24 € im Jahr 2011 auf 1,33 € im Berichtsjahr. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 14. Mai 2013 vor, eine um 0,03 € erhöhte Dividende von 0,65 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2012 auszuschütten.
Der operative Cashflow des Unternehmens erhöhte sich im Berichtsjahr auf 220 Mio. €, nach 201 Mio. € 2011, vor allem aufgrund des verbesserten operativen Ergebnisses. Die liquiden Mittel lagen zum Jahresultimo 2012 mit 117 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2011: 119 Mio. €). Die Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) nahm gegenüber dem Vorjahresultimo von 772 Mio. € auf 812 Mio. € zu. Hintergrund ist die Absenkung des Diskontierungssatzes für künftige Pensionszahlungen aufgrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus, was den Barwert der Pensionsrückstellungen erhöht. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDA belief sich zum Bilanzstichtag 2012 auf 2,4 wie im Vorjahr und liegt damit weiterhin innerhalb der angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.
Kennzahlen im Überblick
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | Veränderung in % | Veränderung in % währungsbereinigt |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.583,6 | 1.734,9 | 9,6 | 6,4 |
| EBITDA | 315,9 | 338,9 | 7 | 4 |
| EBITDA-Marge in % | 20,0 | 19,5 | ||
| Jahresüberschuss | 146,5 | 157,5 | 7 | |
| Ergebnis je Aktie in € | 1,24 | 1,33 | 7 | |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA (31.12.)1 Verhältnisgröße | 2,4 | 2,4 |
1 Vorjahreszahlen angepasst durch Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (vgl. Konzernanhang 2.2)
2 STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
2.1 Unternehmensprofil
Symrise entwickelt, produziert und vertreibt Duft- und Geschmackstoffe sowie aktive Wirkstoffe für die kosmetische Industrie. Zu den Kundenbranchen zählen die Parfüm-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie sowie Anbieter von Haushaltsprodukten. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Lösungen in den Anwendungsgebieten Gesundheit und Körperpflege durch biofunktionale und bioaktive Inhalts- und Wirkstoffe tätig. Im Jahr 2012 erzielte Symrise einen Umsatz von über 1,7 Mrd. € und ist damit das viertgrößte Unternehmen im Markt für Geschmack- und Duftstoffe weltweit. Die Produkte des Unternehmens finden Abnehmer in 160 Ländern, wobei 2012 52 % der Umsätze auf Industrieländer in Westeuropa, Nordamerika und in Teilen Asiens entfielen. Die Zahl unserer Kunden belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf über 6.000. Einen Umsatzanteil von 48 % erreichten wir in den so genannten Emerging Markets in Asien, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Osteuropa. Im Symrise Konzern sind insgesamt rund 5.670 Mitarbeiter tätig. Die Standorte des Unternehmens verteilen sich auf 36 Länder, wodurch wir auf unseren wichtigen Absatzmärkten vor Ort vertreten sind. Das Wachstum aus eigener Kraft ergänzen wir mit strategischen Akquisitionen, wenn uns diese eine stärkere Marktposition bieten oder Zugang zu wichtigen Technologien ermöglichen.
Der Symrise Konzern entstand aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003; im Jahr 2013 feiert Symrise also sein zehnjähriges Bestehen. Die Wurzeln von Symrise reichen bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2012 von rund 3,2 Mrd. € zu den im MDAX® geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf 94 %.
Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den beiden Geschäftsbereichen Scent & Care und Flavor & Nutrition. Sie verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.
Beide Geschäftsbereiche haben ihre Organisation in vier Regionen mit eigenständigen regionalen Leitungen eingeteilt:
| ― | Europa, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten (EAME) |
| ― | Nordamerika |
| ― | Asien/Pazifik |
| ― | Lateinamerika |
Scent & Care umfasst die Geschäftsfelder Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care, die jeweils global tätig sind. Die Geschäftsfelder sind zudem anhand verschiedener Anwendungsbereiche strukturiert; Fragrances besteht beispielsweise aus Fine Fragrances, Personal Care und Household.
Flavor & Nutrition konzentriert sich auf Produkte in den Anwendungsbereichen Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health.
Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen & Controlling, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Corporate Compliance, Interne Revision sowie globales Prozess-Design zur Ausschöpfung geschäftsbereichsübergreifender Synergien wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik -auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.
Der Firmensitz von Symrise befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.167 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Zudem ist ein Großteil der Mitarbeiter des Corporate Center in Holzminden konzentriert. Regionale Hauptsitze unterhält Symrise in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo) und Singapur. Wichtige Produktionsanlagen befinden sich in Deutschland, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Entwicklungszentren finden sich insbesondere in Deutschland, Brasilien, China, Frankreich, Singapur und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 30 Ländern.
Standorte weltweit 2012

2.2 Leitung und Kontrolle
Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.
Den Vorstand bilden zum 31. Dezember 2012 vier Mitglieder: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstandsvorsitzender), Achim Daub (Vorstand Scent & Care), Hans Holger Gliewe (Vorstand Flavor & Nutrition) und Bernd Hirsch (Vorstand Finanzen). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.
Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.
Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt.
2.3 Geschäftstätigkeit und Produkte
Symrise stellt etwa 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette beider Geschäftsbereiche erstreckt sich über die Produktforschung, Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmackstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F&E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben (Europa, Asien/Pazifik, Nordamerika, Lateinamerika) ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F&E-Aktivitäten.
Unternehmensstruktur
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| Geschäftsbereiche | ||||
|---|---|---|---|---|
| Scent & Care | Flavor & Nutrition | |||
| Geschäftsfelder | ||||
| Fragrances | Life Essentials | Aroma Molecules | Oral Care | |
| Anwendungsbereiche | ||||
| Fine Fragrances | Cosmetic Ingredients | Sensates (Menthole) | Beverages | |
| -Active Ingredients -Functionals -Botanicals | ||||
| Personal Care | UV-Filter | Special Fragrance & Flavor Ingredients | Savory | |
| Household | Fine Aroma Chemicals | Sweet | ||
| Consumer Health |
Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln. Vor allem große Hersteller legen erheblichen Wert auf global tätige Lieferanten. Die weltweite Präsenz und Innovationskraft der Lieferanten sind wichtige Grundlagen für die Aufnahme in den Kreis der Kernlieferanten (so genannte Core Lists). Die Aufnahme auf eine solche Core List ist für uns die Voraussetzung, an einer deutlich größeren Zahl von Produktausschreibungen (Briefings) teilzunehmen und diese zu gewinnen. Die Kunden überprüfen die jeweiligen Listen im Schnitt alle drei bis vier Jahre. Dabei sind, neben der finanziellen Solidität und globalen Reichweite des Unternehmens, die Innovationskraft und die Kreativität die wichtigsten Faktoren, um in die Core List aufgenommen beziehungsweise weiterhin auf der Liste geführt zu werden. Zudem entwickelt Symrise eigenständig innovative Produkte und Lösungen und präsentiert diese möglichen Abnehmern.
Die Produktion der Geschmack- und Duftstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.
2.3.1 Scent & Care
Die mehr als 15.000 Produkte des Geschäftsbereichs werden in rund 135 Ländern vertrieben. Zum Leistungsportfolio zählen Duftkompositionen, kosmetische Inhaltsstoffe, Aromachemikalien sowie Mintprodukte. Standorte bestehen in mehr als 30 Ländern. Große Niederlassungen befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Indien, Singapur und den USA. Der Geschäftsbereich unterteilt sich in die Geschäftsfelder Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care, in denen unsere Produkte wie folgt in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:
Fragrances:
Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Personal Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Household) eingesetzt.
Life Essentials:
Die hier hergestellten Produkte werden in Hautpflegeprodukten, Haarpflegeprodukten, Sonnencremes, Aftershave-Balsams, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos oder Deodorants eingesetzt. Einen wichtigen Teil dieses Geschäftsfelds bilden die Produkte mit pflegenden Eigenschaften. Alternative Konservierungsstoffe sind ein weiterer Schwerpunkt. Das Geschäftsfeld unterteilt sich in die Anwendungsbereiche Cosmetic Ingredients und UV-Filter.
Aroma Molecules:
Das Geschäftsfeld umfasst die Anwendungsbereiche Sensates (Menthole), Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals. Im Anwendungsbereich Sensates wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals umfassen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität. Die erzeugten Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen verwandt als auch an die Unternehmen der Konsumgüterindustrie vertrieben, die daraus Parfümöle herstellen.
Oral Care:
Symrise bietet die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an.
2.3.2 Flavor & Nutrition
Das Produktspektrum von Flavor & Nutrition besteht aus mehr als 15.000 Produkten, die in 140 Ländern verkauft werden. Die produzierten Geschmackstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmackstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Grundstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Der globale Anwendungsbereich Consumer Health bedient unter anderem den wachsenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel und pharmazeutische Präparate. Die Standorte des Geschäftsbereichs befinden sich in mehr als 30 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika. Hauptniederlassungen befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, England, Frankreich, Indien, Japan, Mexiko, Singapur und den USA.
Im Einzelnen kommen die Geschmack- und Inhaltsstoffe von Symrise in vier Anwendungsbereichen zum Einsatz:
Beverages:
Unsere Geschmackstoffe finden Eingang in alkoholfreie Getränke wie Erfrischungsgetränke, Fruchtsaftgetränke, Energie- und Sportgetränke, Tee- und Kaffeegetränke, Milchmischgetränke sowie funktionelle Getränke. Zudem verfügt Symrise über Anwendungen mit Aromagranulaten für Instantgetränke wie Tee- und Kaffee-Spezialitäten. Das Spektrum wird erweitert durch Geschmackstoffe, Destillate und Extrakte für nahezu alle gängigen Formen alkoholischer Getränke.
Savory:
Hierzu gehören Fleischaromen, Kräuter- und Gemüseextrakte, Weinaromen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte sowie Aufstreuwürzungen, so genannte Seasonings für Snacks. Spezielle Geschmackstoffe von Symrise helfen auch dabei, den Salz- und Fettgehalt in Nahrungsmitteln ohne Einbußen am Geschmack erheblich zu senken.
Sweet:
Dieser Anwendungsbereich umfasst die Bereiche Süßwaren, Backwaren, Eiscreme und Milchprodukte. Im Fokus stehen Produkte mit verbesserter Aromenfreisetzung und Aromasysteme mit so genannten maskierenden Eigenschaften, die den Einsatz von funktionalen Inhaltsstoffen ermöglichen und gleichzeitig deren häufig unangenehmen Geschmack überdecken. Symrise konzentriert sich insbesondere auf Vanille-, Zitrus- und Mintaromen.
Consumer Health:
Hierzu zählen natürliche funktionale Inhaltsstoffe zur Förderung beispielsweise der Herz- und Verdauungsfunktion, Geschmackslösungen pharmazeutischer Produkte, Aromatisierungen für pharmazeutische Produkte sowie natürliche Lebensmittelfarben und färbende Lebensmittel (Spezialitäten).
3 MARKT UND WETTBEWERB
3.1 Marktstruktur
Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmack- und Duftstoffe (F&F-Markt/ Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2012 nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants auf 12,7 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsfeldern Life Essentials und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach eigenen Schätzungen 2012 ein Umsatzvolumen von 4,2Mrd. € aufwies. In beiden Teilmärkten sind die vermarkteten Stoffe Bestandteile einer Reihe von Produkten, die vom Endverbraucher konsumiert beziehungsweise angewandt werden. Insofern sind beide Märkte in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt (AFF-Markt) weist damit insgesamt eine Größe von 16,9 Mrd. € auf und wächst langfristig durchschnittlich um etwa 2 % bis 3 % pro Jahr.
Marktgröße relevanter AFF-Markt 2012 (in Mrd. €) (insgesamt etwa 16,9 Mrd. €)

Quelle: IAL (7th edition), eigene Schätzungen
Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter - inklusive Symrise - zusammen einen Marktanteil von etwa 57 % erreichen.
Für den F&F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt. Gleichzeitig ist seit geraumer Zeit bei unseren Kunden eine zunehmende Marktkonsolidierung hin zu global tätigen Unternehmen zu beobachten, die ihrerseits ebenfalls global tätige Lieferanten bevorzugen. Weltweite Präsenz und hohe Innovationskraft sind daher wichtige Grundlagen für die Aufnahme in den Kreis der Kernlieferanten der großen internationalen Kunden. Darüber hinaus sind die Unternehmen der Branche in einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld tätig.
Neben den unterschiedlichen lokalen Geschmackspräferenzen und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst. Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmackstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den Emerging Markets durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Convenience und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden.
3.2 Marktposition von Symrise
Symrise ist, gemessen am Umsatz, das viertgrößte Unternehmen der F&F-Branche. Bezogen auf den relevanten AFF-Markt von 16,9 Mrd. €, betrug der Marktanteil des Unternehmens im Jahr 2012 10 %. Die großen Wettbewerber von Symrise - wie Givaudan, IFF oder Firmenich - sind vornehmlich im traditionellen Aromen- und Duftstoff- beziehungsweise Parfümölgeschäft aktiv. Symrise hat beide Geschäftsbereiche um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent & Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Flavor & Nutrition um Nahrungsergänzungsmittel. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Segmenten dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F&F-Branche gehören.
Marktanteile AFF-Markt (in %) (Marktvolumen etwa 16,9 Mrd. €)

Quelle: Unternehmensdaten und eigene Schätzungen
Symrise erzielte im Jahr 2012 ein Umsatzwachstum von 10 %. Wie in den vorangegangenen Jahren haben auch 2012 beide Geschäftsbereiche neue Core-List-Positionen hinzugewonnen und damit die Basis für künftiges Wachstum und eine weiter gestärkte Marktposition gelegt.
In einzelnen Marktbereichen nehmen wir weltweit führende Positionen ein, wie beispielsweise bei der Synthese von naturidentischem L-Menthol, dessen Derivaten und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter.
4 ZIELE UND STRATEGIE
4.1 Ziele
Wir wollen langfristig das erfolgreichste Unternehmen unserer Branche sein, unsere Marktposition stärken und die Unabhängigkeit von Symrise sichern. Zugleich sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst. Indem wir unsere Nachhaltigkeitsleistung steigern, verringern wir Risiken und fördern den wirtschaftlichen Erfolg von Symrise.
| ― | Marktposition: Unser Umsatz soll langfristig schneller wachsen als der Markt, der im Durchschnitt jährlich um etwa 2 bis 3 % zulegt. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen. |
| ― | Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von rund 20 % an. |
| ― | Finanzlage: Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA soll mittelfristig in einem Korridor zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ein kurzfristiges Überschreiten dieses Bereichs ist aus unserer Sicht beispielsweise im Falle von Akquisitionen im Rahmen unserer Strategie möglich. Ein kontinuierlich hoher operativer Cashflow trägt zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei. |
| ― | Umwelt- und Klimaschutz: Wir streben an, unsere CO2 -Emissionen, den Energieverbrauch, die Abfallmenge, den Wasserverbrauch und die Abwasseremissionen - jeweils pro verkaufter Produkteinheit - von 2010 bis 2020 um 33 % zu reduzieren. |
| ― | Mitarbeiter: Wir positionieren Symrise als attraktiven und sozial verantwortungsvollen Arbeitgeber in unserer Branche. |
| ― | Gesellschaft: Wir leben und fördern soziale Verantwortung und schaffen so einen Rahmen, in dem sich Mitarbeiter und Gesellschaft entwickeln können. |
Unsere Aktionäre beteiligen wir am Erfolg von Symrise über eine attraktive Dividende. Für das Geschäftsjahr 2012 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,65 € je Aktie vorschlagen, was einer Ausschüttungsquote von rund 50% entspricht.
4.2 Strategie
Die Unternehmensstrategie von Symrise beruht auf den drei Säulen Wachstum, Effizienz und Portfolio. Sie bezieht auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. So machen wir Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie.
| ― | Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum. |
| ― | Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität. |
| ― | Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. So sichern wir unsere einzigartige Marktposition. |
Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein.
4.3 Wertorientierte Steuerung
Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen durchschnittlichen Zielwert von rund 20 % definiert haben.
Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. So misst der verwendete Symrise Value Added (SVA) die Steigerung des Ertragswerts über eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus. Das Konzept verbindet die zwei Werthebel Erhöhung der Profitabilität und Optimierung des eingesetzten Vermögens beziehungsweise Kapitals mit dem Ziel, eine Wertsteigerung über die Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus zu erzielen.
Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Wichtige Kennzahlen sind beispielsweise der operative Cashflow und die Relation Nettoverschuldung zu EBITDA.
Zu einer wertorientierten Unternehmensführung zählt auch die Teilhabe der Anteilseigner am erwirtschafteten Ergebnis in Form einer attraktiven Dividende. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Unternehmens. Wir wollen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.
5 RAHMENBEDINGUNGEN
5.1 Differenzierte Auswirkungen auf Symrise
Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine große Rolle. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung.
Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.
Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.
5.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die internationale Wirtschaftsentwicklung schwächte sich 2012 weiter ab. In vielen Ländern waren noch die Nachwirkungen der Rezession 2008/2009 zu spüren, etwa in Form ausgeprägter Arbeitslosigkeit oder hoher Schuldenbelastung der privaten und öffentlichen Haushalte. Hinzu trat die Krise im Euroraum, die sich aus der finanzwirtschaftlichen Sphäre auf die Realwirtschaft übertrug. Auch die für die geschäftlichen Aktivitäten von Symrise und viele Kunden des Unternehmens bedeutende Konsumentenstimmung und damit die Konsumnachfrage der privaten Haushalte wurde - zumindest im Euroraum - durch die Krise beeinträchtigt. Insgesamt wuchs die weltwirtschaftliche Leistung 2012 nach Berechnungen des DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung vom Januar 2013 nur noch um 3,2 %, nach 4,2 % im Jahr zuvor. Dabei war die konjunkturelle Verlangsamung in den einzelnen Regionen unterschiedlich ausgeprägt. Während die Wirtschaft der Industrieländer nur noch um 1,2% expandierte (Vorjahr: 1,4%), ging das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern von 7,2 % im Jahr 2011 auf 5,2 % im Berichtsjahr zurück.
BIP-Entwicklung 2011/2012, in %

Quelle: DIW Berlin
Im Jahr 2012 schrumpfte die Wirtschaftsleistung des Euroraums um 0,4% (2011: + 1,5%). Vor allem in Südeuropa war die Konsumnachfrage bei hoher Arbeitslosigkeit und sinkenden verfügbaren Einkommen weiterhin rückläufig. Italien und Spanien befinden sich in einer anhaltenden Rezession, die Auftriebskräfte in Frankreich waren nur schwach ausgeprägt. In Deutschland ging das Wirtschaftswachstum von 3,0% 2011 auf 0,8% 2012 zurück. Tiefpunkt der Entwicklung dürfte das 4. Quartal 2012 gewesen sein, als das Bruttoinlandsprodukt gegenüber Vorquartal um 0,2 % sank. Dabei zeigte sich die Situation am Arbeitsmarkt ausgesprochen robust: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um über 400.000 Personen, die Löhne pro Arbeitnehmer um gut 2,5 %. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich der für Symrise bedeutsame private Verbrauch zunehmend zu einer Stütze der deutschen Konjunktur.
Die wirtschaftliche Entwicklung in den USA war im ersten Halbjahr 2012 recht kräftig, verlor aber dann deutlich an Dynamik. Die privaten Haushalte sind weiterhin hoch verschuldet und halten sich mit Ausgaben zurück. Zudem belastet die notwendige Haushaltskonsolidierung die Staatsausgaben. 2012 nahm die Wirtschaftsleistung in den USA um 2,3 % zu, nach 1,8 % im Jahr 2011.
Symrise erzielt mittlerweile nahezu die Hälfte seiner Umsatzerlöse in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Deren wirtschaftliche Entwicklung war 2012 zwar durch die schwache Nachfrage aus den Industrieländern beeinträchtigt, der Wachstumspfad dieser Ländergruppe verläuft jedoch weiterhin auf vergleichsweise hohem Niveau. Aufgrund ihrer Größe und Dynamik ist die chinesische Volkswirtschaft zunehmend der Taktgeber der internationalen Wirtschaftsentwicklung - und ein bedeutender Absatzmarkt für Symrise. Nach einigen schwächeren Quartalen zog die Konjunktur in China im 2. Halbjahr 2012 wieder an, vor allem getrieben von der kräftigen Binnenwirtschaft und einem expansiven wirtschaftspolitischen Umfeld. Die Wirtschaftsleistung legte hier 2012 insgesamt um 7,9 % zu, nach einem Plus von 9,2 % im Vorjahr. Die indische Wirtschaft litt 2012 unter einer hartnäckig hohen Inflation von knapp 8 %, die die binnenwirtschaftliche Entwicklung und die Kaufkraft und damit die Konsumnachfrage der privaten Haushalte dämpft. Das Wirtschaftswachstum ging hiervon 8,1 % 2011 auf 3,2 % im Berichtsjahr zurück. Lateinamerika ist für Symrise ein zunehmend wichtiger Absatzmarkt. In Brasilien, Mexiko, Peru und Chile sorgte eine expansive Geld- und Finanzpolitik im 2. Halbjahr 2012 für eine kräftige Binnennachfrage, insbesondere der private Konsum ist gestiegen. Argentinien kämpft dagegen mit einer hohen Inflation und einer Abwertung der Währung.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:
| ― | Konjunkturelle Schwankungen haben in den entwickelten Märkten kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse - beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt - abdecken. |
| ― | Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care (etwa 10 % bis 15 % unseres Produktportfolios). |
| ― | In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmack- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung. |
| ― | Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte. |
Im Geschäftsjahr 2012 profitierte Symrise von der bereits erreichten guten Marktposition in den Emerging Markets.
5.3 Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte
Der für den Symrise Konzern relevante Markt wächst langfristig um 2-3 %. 2012 lag das Marktvolumen bei 16,9 Mrd. €. In den Marktbereichen Geschmack- und Duftstoffe sowie Aromachemikalien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ähnliche Entwicklungen verzeichnet.
5.4 Preisentwicklung und Verfügbarkeit der Rohstoffe
Symrise setzt in der Produktion rund 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von besonderer Bedeutung sind natürliche Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette ihren Einsatz finden. Generell entfallen jedoch auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer Vielzahl von Rohstoffen hielten sich die Preise 2012 auf hohem Niveau, bedingt durch wachsenden Bedarf in den Emerging Markets. Hinzu kam der zunehmende Wettbewerb aufgrund des steigenden Bedarfs von Aromastoffen. Auch bei Citral- und Terpenderivaten, die bei der Herstellung von Duftkompositionen eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und somit die Kostensituation - auch wechselkursgetrieben - kaum entspannt. Für den Großteil der Basischemikalien gilt Ähnliches. Der schon seit Ende 2011 festzustellende Preisanstieg setzte sich im ersten Quartal 2012 fort - bedingt durch hohe Nachfrage in Asien, besonders in China. Die geringfügige Entspannung im zweiten Quartal wurde durch die ungünstige Entwicklung der Wechselkurse (€/US$) überkompensiert.
Insgesamt stiegen die Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2012, wobei die Effekte aus der Veränderung von Wechselkursen einen erheblichen Einfluss hatten. Bei einzelnen Rohstoffen ergaben sich starke Preisverzerrungen. Generell nahm die Preisvolatilität 2012 weiter zu. Als Konsequenz daraus bestanden viele Lieferanten weiterhin auf verkürzten Kontraktlaufzeiten. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit Lanxess bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration, d.h. unter Einbeziehung der lokalen Bauern in Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille.
5.5 Politische und regulatorische Rahmenbedingungen
Im Jahr 2012 gab es einige regulatorische Änderungen in den Gesetzgebungen verschiedener Länder. Seit der Einreichung von REACH Registrierungs-Dossiers für hohe Tonnagen im Jahr 2010 lag der Fokus bei REACH - wie schon 2011 - auch 2012 auf der Vorbereitung für die nächste Registrierungspflicht im Jahr 2013 für Substanzen mit mittlerer Tonnage. Symrise arbeitet derzeit als Lead-Registrant an der Registrierung von rund 20 Substanzen und in Joint Submissions für weitere rund 30 Stoffe. Unter anderem in China und den USA bestehen mittlerweile erweiterte Bestimmungen für die Registrierung und die Anmeldungen von Neustoffen. In der EU gelten Neuregelungen zur Übermittlung von Sicherheitsdatenblättern an behördliche Stellen. Alle daraus resultierenden Anforderungen für bestehende Geschäfte in den entsprechenden Ländern wurden von Symrise erfolgreich umgesetzt.
Die Produkte des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition kommen insbesondere in Nahrungsmitteln, in Getränken sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die rechtlichen Vorschriften für die Verwendung von Geschmack- und Aromastoffen sind in den verschiedenen Rechtsräumen unterschiedlich gestaltet, insbesondere in der EU und den Vereinigten Staaten. So gelten je nach Rechtsraum unterschiedliche Höchstmengen für bestimmte Inhaltsstoffe und spezielle Kennzeichnungsvorschriften. 2012 erfolgte die Veröffentlichung der so genannten EU Union List für Aromastoffe, die auch genaue Spezifikationen enthält. Symrise hatte bereits vor der Veröffentlichung begonnen, seine Datensysteme für Spezifikationen entsprechend anzupassen und die Kunden über die Änderungen zu informieren. Alle Aktivitäten konnten fristgerecht und erfolgreich abgeschlossen werden. Zudem hat Symrise im Jahr 2012 neue Vorgaben der kanadischen Regierung bezüglich der Allergen-Kennzeichnung umgesetzt. Auch auf Ebene der Verbände der Aromenindustrie kam es im Jahr 2012 zu Veränderungen. Besonders hervorzuheben ist die aktive Beteiligung von Symrise beim RAAC (Regulatory Advisory and Advocacy Committee) der IOFI (International Organisation of the Flavor Industry), die es Symrise ermöglicht, auf aktuelle Änderungen im regulatorischen Umfeld für Aromen sofort zu reagieren. Die Lebensmittelindustrie setzt unsere Geschmackstoffe weltweit in verschiedensten Märkten ein, so dass der globale Aspekt erheblich an Bedeutung gewinnt. Um die rechtliche Verkehrsfähigkeit unserer Produkte in den relevanten Märkten zu gewährleisten, nutzt Symrise unternehmensweite Datenverarbeitungssysteme und verfügt über umfangreiche Kenntnisse im Bereich Lebensmittelrecht. Durch unsere Expertise im regulatorischen Umfeld unterstützen wir unsere Kunden aktiv bei der Einführung ihrer Produkte in neuen Märkten.
Die Produkte im Bereich Health & Nutrition unterliegen den bereits genannten rechtlichen Regelungen für Aromen und Lebensmittel sowie teilweise den Anforderungen der EU-Verordnung Nr. 1924/2006 über "Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel" (Health Claims-Verordnung). Produktangaben über spezielle gesundheitsbezogene Aspekte von Inhaltsstoffen ("Health Claims") müssen gemäß dieser Verordnung zunächst bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) angemeldet und zugelassen werden. Die Anzahl der bisher von der EFSA genehmigten Health Claims ist auch 2012 noch sehr gering, der Genehmigungsprozess aller eingereichten Inhaltsstoffe wird wohl noch einige Jahre andauern. Daher beobachtet Symrise die Entwicklungen in diesem Bereich sehr genau, um gezielte Hilfestellung für die Produktentwickler geben zu können.
Im Zuge verstärkter Auditierungen der Lebensmittelindustrie durch die US-Behörde FDA (Food and Drug Administration) auch außerhalb der USA wurde im Jahr 2012 erfolgreich Symrise Bioactives am Standort Hamburg auditiert.
Im Geschäftsbereich Scent & Care werden Parfümöle und Wirkstoffe hauptsächlich für die kosmetische Industrie und Haushaltsprodukte hergestellt. Entsprechend vielfältig sind die zu berücksichtigenden Regulierungen in den unterschiedlichen Rechtsräumen. Neben REACH und der EU Kosmetik-Gesetzgebung gilt es vor allem in China, diverse neue Regulierungen zu beachten. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Scent & Care-Produkte ist die Einhaltung der IFRA-Richtlinien (International Fragrance Association). Im Jahr 2012 wurde unter aktiver Beteiligung von Symrise der Prozess zur Sicherheitsbeurteilung von RIFM (Research Institute for Fragrance Materials) grundlegend überarbeitet und optimiert. Die Sicherheitsbeurteilungen von RIFM dienen der IFRA zur Festlegung der Richtlinien für den sicheren Einsatz von Parfüm-Inhaltsstoffen.
Auch im Bereich Scent & Care beteiligt sich Symrise beim neugeschaffenen RAAC (Regulatory Advisory and Advocacy Committee) der IFRA, um in diesem Bereich auf aktuelle Änderungen der Gesetzgebung reagieren zu können.
Ferner ist Symrise im Jahr 2012 Mitglied der EPAA (European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing) geworden, einer Kooperation von Europäischer Kommission und Industrie-Unternehmen. Symrise ist als erstes Unternehmen der Duft- und Geschmackstoffindustrie der EPAA beigetreten und hat sich zu den bestehenden Standards verpflichtet. Dazu gehört unter anderem, alternative Testverfahren weiterzuentwickeln und nach neuen alternativen Ansätzen zu forschen.
In enger Zusammenarbeit mit der IFRA hat Symrise im Jahr 2012 die neue SCCS-Opinion (Scientific Committee on Consumer Safety der EU) zu Parfüm-Inhaltsstoffen verfolgt und kommentiert.
6 UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
6.1 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
Der Umsatz des Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2012 um 10% auf 1.735 Mio. € an. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 6 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 48 % (Vorjahr: 46 %).
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) auf Konzernebene stieg um 7 %, von 316 Mio. € auf 339 Mio. €. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 19,5 % (Vorjahr: 20,0 %).
Der Jahresüberschuss 2012 stieg um 11 Mio. € auf 158 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,33 € (2011: 1,24 €). Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 14. Mai 2013 vorschlagen, die Dividende von 0,62 € auf 0,65 € je Aktie anzuheben.
6.2 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Die zu Beginn des Geschäftsjahres 2012 geäußerte Erwartung eines währungsbereinigten organischen Umsatzwachstums von 2 % bis 4 % wurde im Mai 2012 auf 3 % bis 5 % angepasst.
Die Anfang 2012 abgegebene Prognose einer EBITDA-Marge von rund 20 % wurde im Laufe des Geschäftsjahres beibehalten.
Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA, soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ende 2012 belief sich diese Kennzahl auf 2,4.
Zielerreichung 2012
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| Ziel zu Beginn des Geschäftsjahres | Erreichter Wert | |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum (währungsbereinigt) | 2-4 % | 6,4 % |
| EBITDA-Marge | rund 20,0 % | 19,5% |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) / EBITDA | Mittelfristig 2 bis 2,5 | 2,4 |
Mit einem Umsatzanstieg von währungsbereinigt 6 % haben wir unser Umsatzziel auch nach Anhebung der Umsatzprognose von 2 % bis 4 % auf 3 % bis 5 % noch übertroffen. Einmaleffekte aus der Umstellung der Bilanzierung von Pensionen, sowie gegenläufige Effekte aus den weiterhin hohen Rohstoffkosten und den Anlaufaufwendungen für die Inbetriebnahme der neuen Mentholanlage haben die EBITDA-Marge dabei moderat beeinträchtigt. Die Nettoverschuldung entspricht dem 2,4-fachen EBITDA und lag damit in dem von uns gesteckten Korridor.
6.3 Ertragslage
6.3.1 Umsatz im Konzern
Im Gesamtjahr 2012 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 1.735 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr um 10 %, währungsbereinigt beträgt der Zuwachs 6 %.
Geschäftsbereiche:
Scent & Care konnte den Umsatz währungsbereinigt um 7 % auf 883 Mio. € steigern. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 852 Mio. €; dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg um 6 % im Vergleich zum Vorjahr.
Umsatzentwicklung des Symrise Konzerns (in Mio. €)

Regionen:
Der Umsatz in der Region EAME nahm um 2 % zu (währungsbereinigt: 1 %). Die Region Nordamerika entwickelte sich im Geschäftsjahr 2012 sehr erfreulich und erzielte einen Zuwachs von 17% gegenüber Vorjahr (währungsbereinigt 8%). Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik entwickelte sich ebenfalls positiv und verzeichnete ein Wachstum von 15% (währungsbereinigt: 9 %). In der Region Lateinamerika wurden die höchsten Steigerungsraten erzielt. Der Umsatz erhöhte sich hier im Vorjahresvergleich um 20 % (währungsbereinigt 21 %).
Umsätze nach Regionen
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | Veränderungen in % |
|
|---|---|---|---|---|
| währungsbereinigt | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EAME | 771,2 | 785,4 | 2 % | 1 % |
| Nordamerika | 270,7 | 316,8 | 17 % | 8 % |
| Asien/Pazifik | 350,8 | 404,5 | 15 % | 9 % |
| Lateinamerika | 190,9 | 228,2 | 20 % | 21 % |
| Gesamt | 1.583,6 | 1.734,9 | 10 % | 6 % |
Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 11 %. Der Anteil dieser Ländergruppe am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2012 bei 48 % (2011: 46%).
6.3.2 Umsatz Scent & Care
Im Geschäftsjahr 2012 erzielte der Geschäftsbereich Scent & Care einen Umsatz von 883 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 10 % über dem Wert des Vorjahres. Währungsbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 7 %.
Alle Geschäftsfelder verzeichneten im abgelaufenen Jahr eine positive Geschäftsentwicklung. Am stärksten expandierte das Geschäftsfeld Oral Care, vor allem durch prozentual zweistellige Zuwächse in Lateinamerika. Life Essentials konnte insbesondere in den Regionen Nord- und Lateinamerika stark zulegen. Im Geschäftsfeld Fragrances zeigte die Nachfrage in Lateinamerika in allen Anwendungsbereichen ein anhaltend starkes Wachstum.
Regionen:
Der Umsatz in den Emerging Markets machte 46 % des Gesamtumsatzes von Scent & Care im Jahr 2012 aus. In diesen Ländern stieg der Umsatz mit unseren Kunden währungsbereinigt um 13 %. Die Region Lateinamerika erzielte das höchste Wachstum des Geschäftsbereichs, insbesondere in Brasilien, Mexiko, Kolumbien und Argentinien. Aber auch Nordamerika und die Region Asien/Pazifik wiesen ein prozentual hohes einstelliges Wachstum auf. Einzig in EAME war infolge der Unsicherheiten aus der Staatsschuldenkrise eine rückläufige Umsatzentwicklung zu verzeichnen.
In der Region EAME gingen die Umsätze währungsbereinigt um 2 % zurück. Insbesondere in Westeuropa verlief das Geschäft verhalten, vor allem im Geschäftsfeld Life Essentials. Anhaltend positiv hingegen entwickelten sich die aufstrebenden Märkte Osteuropas, vor allem in den Geschäftsfeldern Fragrances und Aroma Molecules. Im Juni 2012 haben wir den Ausbau unserer Mentholproduktion abgeschlossen, wodurch wir unsere Produktionskapazität für den stark nachgefragten Rohstoff erhöht haben. Mit dieser Investition werden wir dem stark wachsenden Bedarf in Industrie- und Schwellenländern gerecht und festigen gleichzeitig unsere Marktführerschaft. Symrise produziert seit 1973 Menthol und bietet seinen Kunden seither höchste Qualität sowie eine große Produktvielfalt bei Mentholen.
In Nordamerika stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 8 %. Starke Zuwächse wurden vor allem im Geschäftsfeld Life Essentials und im Anwendungsbereich Fine Fragrances erzielt. Zur weiteren Stärkung des dynamisch wachsenden Geschäfts mit natürlichen Parfümölen haben wir im ersten Quartal 2012 das US-Unternehmen Trilogy Fragrances erworben. Natürliche Produkte werden insbesondere in den Industrieländern zunehmend nachgefragt. Das Produkt- und Kundenportfolio von Trilogy ergänzt das Portfolio von Symrise ideal. Die Transaktion trägt maßgeblich zum Ausbau der Präsenz in Nordamerika bei. Trilogy ist auf die Entwicklung natürlicher Inhaltsstoffe spezialisiert und der erste amerikanische Duftproduzent, der durch das USDA National Organic Program für die Herstellung organischer Duftstoffe zertifiziert wurde
In der Region Asien/Pazifik nahmen die Umsätze währungsbereinigt um 9 % zu. Alle Geschäftsfelder konnten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Die größten Wachstumsimpulse verzeichneten wir in den Ländermärkten China, Thailand, Indonesien und Japan. Einige Anwendungsbereiche, wie zum Beispiel Household und Oral Care, konnten prozentual zweistellige Wachstumsraten erzielen.
Das höchste Wachstum konnten wir in Lateinamerika erzielen. Hier erhöhte sich der Umsatz währungsbereinigt um 30 %. Alle Geschäftsfelder steigerten ihre Umsätze im zweistelligen Prozentbereich. Wesentliche Wachstumstreiber waren das Geschäftsfeld Oral Care sowie die Anwendungsbereiche Fine Fragrances und Personal Care. Durch die im Februar 2012 bekanntgegebene Akquisition der brasilianischen Belmay Aktivitäten haben wir im Geschäftsjahr 2012 unser bestehendes Angebot um Produkte aus den Anwendungsbereichen Feinparfümerie, Haar- und Körperpflege ergänzt.
Geschäftsfelder:
Das Geschäftsfeld Fragrances, das etwa die Hälfte des Umsatzes des Geschäftsbereichs Scent & Care bestreitet, verzeichnete im Jahr 2012 ein prozentual hohes einstelliges Umsatzwachstum. Insbesondere in den Anwendungsbereichen Household und Fine Fragrances konnten wir unser Geschäft deutlich ausweiten. Im Anwendungsbereich Household entwickelten sich vor allem die aufstrebenden Märkte Asiens und Lateinamerikas äußerst positiv und erzielten zweistellige Wachstumsraten.
Im Anwendungsbereich Fine Fragrances konnten wir vor allem in Nord- und Lateinamerika hohe Zuwächse generieren.
Das Geschäftsfeld Life Essentials erzielte im Jahr 2012 ebenfalls ein prozentual hohes einstelliges Wachstum. Im Anwendungsbereich Cosmetic Ingredients wurden wir für unsere Entwicklungsleistungen der vergangenen Jahre geehrt und haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Produkte in den Markt eingeführt. Einige der Highlights waren:
| ― | Zu Jahresbeginn erhielt Symrise den Frost & Sullivan Best Practices Award für Sym-Peptide® XLash; es fördert das Wachstum der Wimpern, die dadurch natürlich schöner und voller erscheinen. |
| ― | Im ersten Quartal haben wir unser Konservierungsmittelportfolio um SymOcide® PS erweitert. SymOcide® PS trägt dazu bei, die Menge an Konservierungsmitteln in der Formulierung gering zu halten. |
| ― | Im zweiten Quartal wurden wir für unsere Leistungen auf dem Gebiet der kosmetischen Inhaltsstoffe mit dem Zehn-Jahres-BSB-Award als "Innovativstes Unternehmen des vergangenen Jahrzehnts" geehrt. |
Die Umsatzentwicklung der einzelnen Anwendungsbereiche im Geschäftsfeld Aroma Molecules verlief im Geschäftsjahr 2012 unterschiedlich. Während die Umsätze bei Special Fragrances & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals gegenüber dem Vorjahr lediglich ein moderates Umsatzwachstum erreichten, verzeichnete der Anwendungsbereich Menthol eine starke Nachfrage und erzielte Wachstumsraten von über 10%. Zur Stärkung der Marktführerschaft in diesem wichtigen Wachstumsmarkt haben wir im Laufe des Jahres 2012 die bestehenden Produktionskapazitäten für Menthol gemeinsam mit unserem langjährigen Partner LANXESS verdoppelt. Beide Partner haben durch entsprechende langfristige vertragliche Regelungen sichergestellt, dass ihre gegenseitigen Interessen, zum Beispiel im Falle eines Kontrollwechsels, nicht gefährdet sind. Menthol ist ein wesentlicher Bestandteil in Aromen für Mundpflegeprodukte, pharmazeutische Präparate, Kaugummis und Süßwaren. Synthetisch hergestelltes Menthol ist einer der wichtigsten strategischen Produktbereiche bei Symrise.
Das Geschäftsfeld Oral Care verzeichnete insbesondere in Lateinamerika ein starkes Umsatzwachstum. Der Geschäftsverlauf in den Regionen Asien und Europa war ebenfalls sehr erfreulich.
6.3.3 Umsatz Flavor & Nutrition
Im Geschäftsjahr 2012 erzielte Flavor & Nutrition einen Umsatz von 852 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 9 %; währungsbereinigt betrug der Anstieg 6 %. Alle Anwendungsbereiche konnten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern. Unsere gute Positionierung bei strategischen Kunden sowie ein kräftiges Plus in den Emerging Markets waren die wesentlichen Wachstumstreiber.
Regionen:
Flavor & Nutrition steigerte 2012 die Umsätze in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr deutlich. In den aufstrebenden Märkten in Asien, Lateinamerika, Osteuropa, Afrika und der Golfregion erzielte der Geschäftsbereich ein währungsbereinigtes Wachstum von 10 %. Der Umsatz in den Emerging Markets machte im Berichtsjahr 51 % des Gesamtumsatzes von Flavor & Nutrition aus. Aber auch in den etablierten Märkten Nordamerikas und Europas konnten wir unser Geschäft ausweiten.
In der Region EAME lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2012 währungsbereinigt 4 % über dem Vorjahr. In den aufstrebenden Märkten Osteuropas, Afrikas und der Golfregion konnten deutliche Zuwächse erzielt werden. Besonders dynamisch verlief die Umsatzentwicklung in Russland, Algerien, Frankreich, Saudi Arabien, Polen und Südafrika. Im Februar nahm Symrise erfolgreich an der Gulfood-Messe in Dubai teil und präsentierte mit der Marke "naturally citrus!®" außergewöhnliche Produktkonzepte rund um unsere Kernkompetenz Zitrus. Im April 2012 führten wir in Holzminden Innovationstage mit strategischen Kunden durch. In dem zweitägigen Workshop konnten sich unsere Kunden durch Vorträge und Produktionsführungen gezielt über unsere Kompetenz und Produktinnovationen informieren. Neben den aktuellen Trends stand auch das Thema Nachhaltigkeit auf der Tagesordnung.
In der Region Nordamerika haben wir im Geschäftsjahr 2012 eine erfreuliche Umsatzentwicklung erreicht. Währungsbereinigt lagen die Umsätze 8% über denen des Vorjahres. Alle Anwendungsbereiche trugen zu dieser positiven Entwicklung bei und weiteten ihre Umsätze deutlich aus. Der Anwendungsbereich Consumer Health wuchs wie auch in den vergangenen Jahren im zweistelligen Prozentbereich. Wesentliche Wachstumstreiber waren unsere strategisch bedeutenden Kunden, mit denen wir in Nordamerika eine Reihe von Neugeschäften realisierten. Als Anerkennung für unsere hervorragenden Leistungen hat uns ein weltweit führender Anbieter internationaler Premium-Spirituosen im ersten Quartal mit einem globalen Innovationspreis ausgezeichnet. Auch im abgelaufenen Jahr waren wir wieder sehr erfolgreich bei dem Thema Strategische Core Listings. Mehrere wichtige Core Listings mit regionaler und globaler Bedeutung konnten gewonnen werden.
In der Region Asien/Pazifik sind die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr währungsbereinigt um 8 % gestiegen. Besonders in den Ländermärkten Philippinen, Indonesien, China, Japan und Indien erzielte der Geschäftsbereich gute Wachstumsraten. Die Anwendungsbereiche Beverages und Savory konnten ihre Geschäfte deutlich ausweiten und erreichten prozentual zweistellige oder hohe einstellige Zuwächse. Der Anwendungsbereich Consumer Health steigerte den Umsatz ebenfalls prozentual zweistellig. Im vierten Quartal feierte Symrise sein 30-jähriges Jubiläum in China. Für den Geschäftsbereich Flavor & Nutrition spielt der chinesische Markt eine bedeutende Rolle. Zur Unterstützung der ehrgeizigen Wachstumspläne in China sind weitere Investitionen, vor allem im Produktionsbereich, geplant. Der Schwerpunkt liegt hier auf Automatisierung und neuen Verfahrenstechnologien, um die Effizienz weiter zu verbessern. Im Zeichen ökologischer Nachhaltigkeit wird der Produktionsstandort in China mit einer modernen, umweltschonenden Abluftreinigung (RTO) ausgestattet. In Südkorea wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein neuer Standort in Bundang in der Nähe der Landeshauptstadt Seoul eingeweiht. An dem neuen Standort liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der Entwicklung von Beverage-, Sweet- und Savory-Produkten.
In der Region Lateinamerika erzielte Flavor & Nutrition ein währungsbereinigtes Wachstum von 7 %. Insbesondere in den Ländern Brasilien, Argentinien und Venezuela konnten wir unsere Umsätze deutlich steigern. Getrieben wurde die positive Geschäftsentwicklung in diesen Ländern durch starke Zuwächse bei unseren strategischen globalen und lokalen Kunden. Vor allem die Anwendungsbereiche Sweet und Savory realisierten bei diesen Kundengruppen prozentual hohe zweistellige Wachstumsraten. Dem steht eine schwächere Umsatzentwicklung in Mexiko gegenüber. In Brasilien präsentierten wir im ersten Quartal ein neues Portfolio natürlicher Aromen: "Native Inspirations" bietet aromatische Geschmacksrichtungen sechs verschiedener brasilianischer Früchte, die auf dem internationalen Getränkemarkt teilweise noch unbekannt sind. Sie eignen sich als natürliche Aromen ideal für neue fruchtig-frische Geschmackslösungen. "Native Inspirations" steht dabei nicht nur für guten Geschmack, sondern auch für Natürlichkeit sowie Nachhaltigkeit und stärkt unsere Aktivitäten im Bereich BE NATURAL™ innerhalb unserer strategischen taste for life®-Plattform.
Strategische Partnerschaften für Consumer Health
Durch exklusive Partnerschaften mit den Unternehmen Indevex Biotech AB (Storebro, Schweden) und Probi AB (Lund, Schweden) haben wir unseren Anwendungsbereich Consumer Health weiter verstärkt. Indevex produziert einen patentierten Nährstoffkomplex ("NGC") und vermarktet diesen primär in einem Lizenzmodell. Das Produkt-Know how von Indevex bei medizinischer Ernährung, Gesundheit und funktionalen Lebensmitteln ergänzt das bestehende Produktportfolio von Symrise optimal. Probi AB forscht und entwickelt im Bereich Probiotika und ist einer der führenden Hersteller probiotischer Kulturen für Getränke, Milchprodukte und Nahrungsergänzungsmittel. Schwerpunkt der strategischen Zusammenarbeit bildet künftig die Entwicklung von funktionalen Inhaltsstoffen für Mundpflegeprodukte. Durch die Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit Indevex und Probi können wir Kompetenzen auf dem Gebiet der funktionalen Inhaltsstoffe bündeln, um in diesem dynamischen Marktsegment gemeinsam beschleunigt zu wachsen.
Beschaffung von Vanille mit Deutschem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet
Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. hat uns für unsere nachhaltige Beschaffung von natürlicher Vanille auf Madagaskar mit dem Nachhaltigkeitspreis 2012 ausgezeichnet. Mit dem Ansatz von Symrise, die Vanillebauern vom Anbau bis zur Ernte zu unterstützen sowie konsequent vor Ort zu produzieren, geht Symrise einen eigenen unternehmerisch, sozial und ökologisch verantwortungsbewussten Weg. Symrise kauft jährlich die Vanilleernte von mehreren tausend Bauern und ist einer der größten Abnehmer des Gewürzes auf der Insel. Der gesamte Beschaffungsprozess, angefangen beim Anbau und der Ernte, über die Fermentation der Schoten bis hin zur Extraktion, geschieht vor Ort. Als einziges Unternehmen der Branche produzieren wir direkt in Madagaskar und tragen so zur lokalen Wertschöpfung bei. Dank unserer engen Zusammenarbeit mit den Vanillebauern wissen wir, wie wir mit gezielten Aktivitäten in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Bildung deren sozioökonomische Situation verbessern können. Wir selbst profitieren durch langfristigen Zugang zu qualitativ hochwertigen Rohstoffen und können so Mehrwert im globalen Wettbewerb liefern.
6.3.4 Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzkosten nahmen 2012 um 104 Mio. € beziehungsweise 11 % auf 1.034 Mio. € zu (2011: 930 Mio. €). Der im Verhältnis zum Umsatz überproportionale Kostenanstieg ist vor allem auf erhöhte Rohstoffkosten sowie Anlaufkosten für die neue Mentholproduktionslinie zurückzuführen. Das Bruttoergebnis stieg um 7 % und erreichte 701 Mio. € (2011: 654 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 40,4 % und war damit um 0,9 %-Punkte niedriger als im Vorjahr (41,3 %). Die sonstigen operativen Kosten lagen über dem Vorjahr, stiegen aber im Vergleich zum Umsatz unterproportional. Die Vertriebskosten lagen 9 % über dem Vorjahr und betrugen 267 Mio. € (2011: 246 Mio. €). Dies entspricht einem Anteil von 15,4 % am Konzernumsatz (2011: 15,5 %). Die F&E-Aufwendungen stiegen um 6 % auf 114 Mio. € (2011: 108 Mio. €). Die F&E-Quote lag mit 6,6 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (6,8 %). Die Verwaltungskosten stiegen um 5 % auf 81 Mio. € (Vorjahr: 77 Mio. €). Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz verbesserte sich noch einmal von 4,9 % im Jahr 2011 auf 4,7 % in der Berichtsperiode.
Kurzfassung Gewinn- und Verlustrechnung
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.583,6 | 1.734,9 | 9,6 |
| Umsatzkosten | -930,0 | -1.034,4 | 11,2 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 653,6 | 700,6 | 7,2 |
| Bruttomarge in % | 41,3 | 40,4 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12,9 | 15,7 | 22 |
| Vertriebskosten | -245,8 | -267,3 | 9 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -107,6 | -113,8 | 6 |
| Verwaltungskosten | -76,8 | -80,8 | 5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1,9 | -1,8 | -3 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 234,4 | 252,6 | 8 |
6.3.5 Ergebnissituation
Konzern:
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) erhöhte sich 2012 um 7 % auf 339 Mio. € (2011: 316 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich vor allem die geringere Bruttomarge belastend auf das Ergebnis aus. Die EBITDA-Marge erreichte 2012 19,5 %, gegenüber 20,0 % im Vorjahr.
Ergebnisübersicht
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | Veränderungen in % |
|
|---|---|---|---|---|
| währungsbereinigt | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBITDA | 315,9 | 338,9 | 7,3% | 4,0% |
| EBITDA-Marge | 20,0 % | 19,5% | ||
| EBIT | 234,4 | 252,6 | 7,8% | 4,2% |
| EBIT-Marge | 14,8 % | 14,6% |
Scent & Care:
Scent & Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2012 ein EBITDA von 161 Mio. €. Das EBITDA lag damit 2% über dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge beträgt 18,2 %, gegenüber 19,7 % im Jahr 2011.
Flavor & Nutrition:
Das EBITDA des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition lag 2012 12 % über dem Vorjahreswert (2011: 158 Mio. €) und erreichte 178 Mio. €. Die EBITDA-Marge betrug 20,9 %, nach 20,2 % im Vorjahr.
Finanzergebnis:
Das Finanzergebnis 2012 in Höhe von -40,1 Mio. € hat sich gegenüber dem Ergebnis des Jahres 2011 um 1,6 Mio. € verschlechtert. Die Gründe liegen im Wesentlichen in den Verlusten aus Währung in Höhe von 2,2 Mio. €, nach einem Gewinn von 1 Mio. € im Vorjahr. Das Zinsergebnis verbesserte sich um 1,7 Mio. € von -39 Mio. € auf -37,3 Mio. €. Diese Entwicklung ist dem gesunken Zinsniveau sowie der erfolgten Tilgung von Bankverbindlichkeiten geschuldet. Strukturell hat sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderung ergeben, zu den bestehenden Finanzinstrumenten ist lediglich ein Darlehen der KfW hinzugekommen, dessen Zinsaufwendungen für 3 Monate mit in das Zinsergebnis eingehen.
Steuern:
Im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 55,0 Mio. € (2011: 49,3 Mio. €). Damit liegt der Steuersatz des Berichtsjahres mit 25,9 % leicht über dem des Vorjahres (25,2 %), was im Wesentlichen auf den Anstieg der nicht anrechenbaren Quellensteuern aufgrund von Ausschüttungen zurückzuführen ist.
Einer ausreichenden Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen.
Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie:
Der Jahresüberschuss 2012 beträgt 158 Mio. € und stieg damit um 11 Mio. € beziehungsweise 7 % im Vergleich zum Vorjahr (2011: 147 Mio. €) an. Dies entspricht einer Erhöhung des Ergebnisses je Aktie um 0,09 € auf 1,33 € (2011: 1,24 €).
Dividendenvorschlag 2012:
Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 14. Mai 2013 vorschlagen, eine Dividende von 0,65 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2012 auszuschütten. Symrise versteht die Dividendenzahlung als Teil seiner unternehmerischen Verpflichtung, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und diese mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
6.4 Finanzlage
6.4.1 Finanzmanagement
Grundzüge und Ziele:
Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.
Gemäß den Treasury Richtlinien wird die Finanzierung des Symrise Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Konzerntöchter wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu allen Konsortialbanken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.
Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäftes abgeschlossen werden dürfen.
Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management System implementiert, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden fallweise gegen Schwankungen abgesichert.
Mit einer Eigenkapitalquote von 40,7% zum 31. Dezember 2012 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.
Finanzierungsstruktur:
Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Diese bestehen weiterhin aus den Elementen börsennotierte Anleihe, US Private Placement und Revolving Credit Facility. Bedingt durch den starken operativen Cashflow ist es Symrise gelungen, per Saldo Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 38,5 Mio. € zurückzuzahlen. Dies erweitert den finanziellen Spielraum deutlich und führt zu einer Verbesserung des Zinsergebnisses.
Zusätzlich zu den bestehenden Finanzierungen hat Symrise im September 2012 ein Darlehen der KfW über 20,1 Mio. € erhalten. Dies sind Mittel aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm zur Finanzierung eines Kraftwerks. Die Finanzierung hat eine Laufzeit von 7 Jahren und ist mit einem Festzinssatz ausgestattet.
Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2012 eingehalten worden.
Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit besteht eine bilaterale Kreditlinie mit der Commerzbank AG über 12,5 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken soll. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf marktüblichem Niveau.
Daneben dienen die Pensionsrückstellungen der Finanzierung.
6.4.2 Cashflow- und Liquiditätsanalyse
Übersicht Cashflow
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 200,9 | 219,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -58,8 | -86,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -131,6 | -132,2 |
| Liquide Mittel (31.12.) | 118,6 | 117,4 |
Der operative Cashflow lag mit 219,5 Mio. € rund 18,6 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von 200,9 Mio. €. Hauptsächlich verantwortlich hierfür ist ein verbessertes operatives Ergebnis. Die Cashflow-Quote bezogen auf den Umsatz lag bei rund 13 %
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich um rund 27,5 Mio. € auf 86,4Mio. € und umfasste im Wesentlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie den Erwerb der brasilianischen Belmay Fragrances Industria e. Commercio Ltda., der Trilogy Fragrances LLC (USA) sowie 19,9% der Aktien der schwedischen Probi AB.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 132,2 Mio. € etwas über dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Bestandteile sind die 2012 ausgezahlte Dividende an die Aktionäre in Höhe von 73,3 Mio. €, Rückzahlungen von Bankdarlehen in saldierter Höhe von 38,5Mio. € (Vorjahr: 39,1 Mio. €) und saldierte Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 20,4 Mio. € (Vorjahr: 21,7 Mio. €). Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht.
6.4.3 Investitionen und Akquisitionen
Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 70 Mio. €, nach 67 Mio. € im Vorjahr.
Für immaterielle Vermögenswerte wurden rund 19 Mio. € (2011: 16 Mio. €) aufgewendet. Der Schwerpunkt lag hierbei auf Investitionen im Bereich Software, vorrangig SAP-Anwendungen, sowie bei Patenten und der Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von 52 Mio. € getätigt (Vorjahr: 52 Mio. €). Dabei handelte es sich insbesondere um Investitionen in Kapazitätserweiterungen. Ein bedeutendes Projekt war die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten bei synthetischem Menthol, welches wir Mitte des Jahres 2012 abgeschlossen haben. Ebenfalls am Standort Holzminden wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr der Neubau des Forschungsgebäudes fortgeführt und wird im Frühjahr 2013 fertiggestellt. In Lateinamerika haben wir unser neues Entwicklungszentrum in São Paulo eröffnet.
Im Februar 2012 haben wir die Aktivitäten der Belmay Fragrances Industria e. Commercio Ltda. (Brasilien) übernommen. Ebenfalls im Februar wurde das Unternehmen Trilogy Fragrances LLC (USA) übernommen. Ferner haben wir im vierten Quartal eine Beteiligung an der Probi AB (Schweden) erworben.
6.5 Vermögenslage
6.5.1 Ausgewählte Bilanzposten
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2012 erhöhte sich um 32 Mio. € auf 2.152 Mio. € (31. Dezember 2011: 2.120 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der Vorräte und höhere Forderungen zum Jahresende.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nahmen zum Bilanzstichtag 2012 um 2 % auf 1.243 Mio. € (31. Dezember 2011: 1.266 Mio. €) ab und machten damit 58 % der Vermögenswerte aus. In den Immateriellen Vermögenswerten sind Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 491 Mio. € (31. Dezember 2011: 494 Mio. €) sowie Rezepturen, Produktions-Know-how, Warenzeichen, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 314 Mio. € (31. Dezember 2011: 340 Mio. €) enthalten. Die Sachanlagen beliefen sich zum Jahresultimo 2012 auf 438 Mio. € (Vorjahresstichtag: 431 Mio. €). Die Vorräte nahmen im Vergleich der Bilanzstichtage 2011/2012 um 35 Mio. € beziehungsweise 11 % auf 348 Mio. € zu (31. Dezember 2011: 313 Mio. €). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde in erster Linie getrieben durch den deutlichen Umsatzanstieg und die hohen Rohstoffpreise. Durch konsequentes Forderungsmanagement hat sich das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz um 1 %-Punkte auf 31 % reduziert. Der Posten der kurzfristigen Vorauszahlungen, sonstigen Vermögenswerte und Forderungen reduzierte sich zum Jahresultimo 2012 um 23 Mio. € beziehungsweise 40 % auf 35 Mio. € (31. Dezember 2011: 58 Mio. €). Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich durch die Rückzahlung einer Ausleihung von 12 Mio. € auf 4 Mio. €. Der starke Umsatzanstieg im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal führte zu einem erhöhten Forderungsbestand zum Bilanzstichtag. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns verringerten sich auf Jahressicht zum 31. Dezember um 1 Mio. € auf 117 Mio. €. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich durch eine im Berichtsjahr erworbene Beteiligung von 7 Mio. € auf 17 Mio. €.
Auf der Passivseite der Bilanz verringerten sich die kurzfristigen Schulden durch die Rückführung von Kontokorrentverbindlichkeiten um 43 Mio. € beziehungsweise 11 % auf 365 Mio. € (31. Dezember 2011: 408 Mio. €). Die langfristigen Schulden stiegen um 8 %. Die darin enthaltenen langfristigen Darlehen lagen zum Jahresende 2012 mit 450 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahresstichtags (462 Mio. €). Demgegenüber nahmen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 28 % auf 371 Mio. € zu (31. Dezember 2011: 291 Mio. €). Die Zunahme war durch deutlich niedrigere Zinssätze zur Diskontierung der Pensionsverpflichtungen bedingt. Des Weiteren ist Symrise, im Vorgriff auf die geänderte Bilanzierung für Pensionen ab dem Jahr 2013, im Geschäftsjahr 2012 von der Anwendung der Korridormethode auf die sofortige Erfassung von Änderungen versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste in das sonstige Ergebnis übergegangen. Die Vorjahreswerte wurden rückwirkend angepasst.
Das Eigenkapital der Symrise AG zum 31. Dezember 2012 stieg um 1 % auf 877 Mio. € (31. Dezember 2011: 867 Mio. €). Für das Jahr 2011 wurde im Jahr 2012 eine Dividende von 73 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 2012 unverändert bei 41 %.
Bilanzstruktur zum 31. Dezember 2012, in Mio. €
(Veränderung gegenüber Vorjahresstichtag (angepasst), in %)

6.5.2 Nettoverschuldung
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) (31.12.)1 | 772,3 | 812,3 |
| EBITDA | 315,9 | 338,9 |
| Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) /EBITDA (31.12.)1 | 2,4 | 2,4 |
1 Vorjahreszahlen angepasst durch Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (vgl. Konzernanhang 2.2)
Die Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) stieg zum Bilanzstichtag 2012 auf 812 Mio. €, vor allem durch erhöhte Pensionsrückstellungen aufgrund der Methodenumstellung. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDA belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2012 auf 2,4 und liegt damit in der angestrebten Bandbreite von 2,0 bis 2,5.
6.6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Muttergesellschaft
Der Jahresabschluss der Symrise AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. In den Lagebericht der Symrise AG wird der Lagebericht des Symrise-Konzerns übernommen, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind. Ergänzend dient die Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung.
Die Symrise AG produziert und vertreibt Duft- und Geschmacksstoffe und darüber hinaus übernimmt sie als Obergesellschaft des Symrise-Konzerns klassische Aufgaben einer Holding, wie die strategische Unternehmensentwicklung, die Corporate Funktionen Rechtsabteilung, Konzernrechnungslegung und -controlling, Steuern, Treasury, IT, internationales Personalwesen, interne Revision, Corporate Communications und Investor Relations.
Die meisten in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden von der Busiris Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Holzminden gehalten. Alleinige Gesellschafterin der Busiris Vermögensverwaltung GmbH ist die Symrise AG, die darüber hinaus direkt Anteile an weiteren in- und ausländischen Tochtergesellschaften hält. Zwischen der Symrise AG und der Busiris Vermögensverwaltung GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Symrise AG als herrschendem Unternehmen.
6.6.1 Überblick zum Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr 2012 verlief für die Symrise AG sehr stabil. Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten am Kapitalmarkt und der Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern hat sich die Kaufkraft, u. a. bedingt durch hohe Arbeitslosigkeit in einigen Ländern, verringert. Insbesondere der wachsende Markt in Osteuropa und einigen westeuropäischen Ländern hat zu einer positiven Umsatzentwicklung geführt. Der Umsatz in Deutschland ist aufgrund einer stabilen Konsumnachfrage stabil geblieben. Die Umsatzerlöse der Symrise AG haben sich um 38 Mio. € auf 878 Mio. € erhöht.
Die Fertigungskapazitäten der Symrise AG waren 2012 wiederum gut ausgelastet. Für die Herstellung von Menthol wurden die Kapazitäten am Standort Holzminden verdoppelt.
Der Trend von Rohstoffkostenerhöhungen hielt auch im Geschäftsjahr 2012 an, welche teilweise an Kunden weitergegeben werden konnten.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte um 16 Mio. € auf 128 Mio. € verbessert werden.
Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stieg in 2012 um 24 Mitarbeiter auf 2.133 an. In der Symrise AG werden mehr als 90 Auszubildende beschäftigt.
6.6.2 Geschäftsverlauf der Symrise AG
Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition verbesserte seinen Umsatz um 9 Mio. € auf 374 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 43 % entspricht. Das Umsatzwachstum wurde hauptsächlich in den Geschäftsfeldern Sweet und Beverages erzielt.
Der Geschäftsbereich Scent & Care hat einen Umsatzanteil von 57 %, was einem Umsatz von 504 Mio. € entspricht. Der Umsatzanstieg um 29 Mio. € wurde durch Wachstum in allen Geschäftsfeldern erzielt. Der Umsatz mit Menthol-Produkten stieg im 4. Quartal 2012 aufgrund der Kapazitätserweiterung deutlich an.
Die Region EAME ist nach wie vor der größte Absatzmarkt für die Symrise AG. Rund 76 % der Umsätze werden in dieser Region erzielt. In Asien wurden 13 %, in Nordamerika 7 % und in Lateinamerika 4 % abgesetzt.
6.6.3 Vermögens- und Finanzlage der Symrise AG
AKTIVA
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| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 442.500 | 450.874 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.309.191 | 1.302.751 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 127.006 | 111.421 |
| Vorratsvermögen | 156.382 | 147.257 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 114.963 | 102.136 |
| Sonstige Vermögenswerte | 27.101 | 10.621 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 23.299 | 45.965 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 11.731 | 6.543 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 81 | 0 |
| 2.212.254 | 2.177.568 |
PASSIVA
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| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.099.776 | 1.072.828 |
| Sonderposten für Investitionszuschüsse | 223 | 243 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 201.739 | 191.691 |
| Steuerrückstellungen | 4.286 | 8.416 |
| Sonstige Rückstellungen | 35.424 | 32.410 |
| Rückstellungen | 241.449 | 232.517 |
| Anleihen | 302.269 | 302.269 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 110.315 | 163.761 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 50.525 | 46.181 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 197.178 | 148.550 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 143.295 | 146.136 |
| Verbindlichkeiten | 803.582 | 806.897 |
| Passive latente Steuern | 67.224 | 65.083 |
| 2.212.254 | 2.177.568 |
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
Das Anlagevermögen entfällt in Höhe von 202.548 T€ (Vorjahr: 217.976 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 239.952 T€ auf Sachanlagevermögen (Vorjahr: 232.898 T€).
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen in Höhe von 1.309.191 T€ (Vorjahr: 1.302.751 T€) entfallen im Wesentlichen auf die Busiris Vermögensverwaltung GmbH.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegen die Busiris Vermögensverwaltung GmbH und resultieren aus der Ergebnisübernahme. Außerdem bestehen Forderungen gegen weitere verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen und aus dem von der Gesellschaft gehaltenen Cash-Pool.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum Bilanzstichtag hat die Symrise AG Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 122.782 T€ (Vorjahr: 108.137 T€) und Wertberichtigungen in Höhe von 7.818 T€ (Vorjahr: 6.001 T€) gebildet.
Guthaben bei Kreditinstituten
Das Bankguthaben resultiert im Wesentlichen aus dem durch die Symrise AG durchgeführten Cash Pooling.
Verbindlichkeiten aus Anleihen
Hierbei handelt es sich um die im Jahr 2010 emittierte und im Oktober 2017 endfällige Anleihe in Höhe von 300.000 T€ (Vorjahr: 300.000 T€) sowie bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Zinsen in Höhe von 2.269 T€ (Vorjahr: 2.269 T€).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Hierbei handelt es sich um ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 90.049 T€ (Vorjahr: 135.263 T€) und aufgelaufene Zinsen in Höhe von 992 T€ (Vorjahr: 998 T€). Des Weiteren hat die Symrise AG im Geschäftsjahr 2012, im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogamms ein neues Darlehen in Höhe von 20.112 T€ für neue Investitionen aufgenommen.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert fast ausschließlich aus der Veränderung des Cash-Pools.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen ein Darlehen in Höhe von 175.000 TUSD (134.124 T€; Vorjahr: 136.754 T€), welches bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurde, und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 4.000 T€ (Vorjahr: 3.977 T€).
6.6.4 Ertragslage der Symrise AG
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| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 878.029 | 840.053 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 36.356 | 37.268 |
| Materialaufwand | -418.815 | -385.011 |
| Personalaufwand | -140.162 | -129.606 |
| Abschreibungen | -46.472 | -39.684 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -207.129 | -203.561 |
| Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen | 57.779 | 26.763 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.697 | 905 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -33.086 | -34.673 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 128.197 | 112.454 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -27.786 | -27.709 |
| Sonstige Steuern | -196 | -112 |
| Jahresüberschuss | 100.215 | 84.633 |
| Gewinnvortrag | 35.732 | 24.367 |
| Bilanzgewinn | 135.947 | 109.000 |
Umsatzerlöse
Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von 871.413 T€ (Vorjahr: 834.905 T€). Darüber hinaus realisierte die Gesellschaft Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von 6.616 T€ (Vorjahr: 5.148 T€).
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Nebengeschäften, wie die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von 23.153 T€ (Vorjahr: 25.338 T€) und Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 5.679 T€ (Vorjahr: 6.797 T€).
Materialaufwand
Der Materialaufwand korrespondiert mit den erzielten Umsatzerlösen aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren.
Personalaufwand
Der Anstieg des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus den allgemeinen Gehaltssteigerungen.
Abschreibungen
Im Wesentlichen entfallen die Abschreibungen in Höhe von 19.815 T€ (Vorjahr: 19.081 T€) auf die immateriellen Vermögensgegenstände und in Höhe von 19.666 T€ (Vorjahr: 18.037 T€) auf Sachanlagen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von 51.981 T€ (Vorjahr: 46.775 T€), Aufwendungen für Fracht und Handlingskosten in Höhe von 33.918 T€ (Vorjahr: 33.924 T€), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von 32.927 T€ (Vorjahr: 31.874 T€), Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von 20.638 T€ (Vorjahr: 22.179 T€) und Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 4.221 T€ (Vorjahr: 9.467 T€) zusammen.
Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen
Die Erträge aus Beteiligungen und aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 57.779 T€ (Vorjahr: 26.763 T€) resultieren im Wesentlichen aus Gewinnabführungen von inländischen Tochterunternehmen, mit denen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 33.086 T€ (Vorjahr 34.673 T€) resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für die Verbindlichkeiten in Höhe von 20.951 T€ (Vorjahr: 22.217 T€) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 10.389 T€ (Vorjahr: 9.775 T€).
6.6.5 Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG
Wir sind zuversichtlich, auch im Jahr 2013 schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt beträgt für das laufende Jahr 2 % bis 3 % weltweit. Dabei streben beide Geschäftsbereiche, Scent & Care und Flavor & Nutrition wie bereits in der Vergangenheit, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs an.
Wir erwarten für die Symrise AG aufgrund der anhaltenden konjunkturellen Schwäche in einigen europäischen Ländern ein etwas geringeres Wachstum als im Konzern.
Der Mitarbeiterbestand in Europa wird weitestgehend stabil bleiben. Die Personalkosten werden um rund 4 % ansteigen. Unsere Anstrengungen bei der Erstausbildung werden wir beibehalten, um weiterhin qualifizierte Mitarbeiter in ausreichender Zahl zur Verfügung zu haben.
Die Initiativen zur kontinuierlichen Steigerung unseres Ergebnisses werden wir mit Konsequenz fortführen. Dazu gehört die enge Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden, um Wachstumspotentiale zu nutzen. Kostenoptimierung, Preismanagement sowie Portfoliooptimierung und der Fokus auf innovative Produkte und Technologien werden auch künftig positive Ergebnisbeiträge liefern. Im Bereich der Energiekosten erwarten wir durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland weiter steigende Kosten, denen wir mit Projekten zur Energieeinsparung und Energieerzeugung entgegenwirken wollen.
Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2012 verharren und sich die Fremdwährungskurse gegenüber dem Vorjahr nicht erheblich verändern, erwarten wir für 2013, ohne Erträge aus Beteiligungen sowie aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen, ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mindestens auf dem Niveau von 2012.
Unsere attraktive Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmensergebnis beteiligen.
Wie sich der AFF-Markt über 2013 hinaus im Jahr 2014 entwickeln wird, hängt stark vom Konjunkturverlauf in den einzelnen Ländermärkten ab. Aufgrund unserer Innovationskraft, der guten Positionierung bei Schlüsselkunden sowie aufgrund unseres einzigartigen Produktportfolios sind wir aber zuversichtlich, 2013 und 2014 das Marktwachstum von 2 % bis 3 % jährlich zu übertreffen und unsern nachhaltig profitablen Wachstumskurs fortzusetzen.
6.7 Immaterielle, nicht bilanzierte Werte
Der Wert von Symrise besteht nicht nur aus dem bilanzierten Vermögen. Eine Vielzahl immaterieller und nicht bilanzierter Vermögenswerte entscheidet über den Geschäftserfolg des Unternehmens. Dies umfasst insbesondere reibungslose und optimierte Verfahren in der gesamten Supply Chain sowie die bestehenden Kundenbeziehungen. Zudem leisten unsere Mitarbeiter sowie unsere F&E-Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Wertsteigerung des Unternehmens. Ausführungen zu diesen Themen finden sich in den entsprechenden Kapiteln dieses Berichts.
6.7.1 Supply Chain
Der Bereich Supply Chain ist für den Fertigungsprozess verantwortlich und in beide Geschäftsbereiche integriert. Dies vergrößert den Handlungsspielraum der Geschäftsfelder. Im Jahr 2012 wurde weiterhin an der Effizienzsteigerung gearbeitet. So wurde TPM (Total Productive Maintenance) im Bereich Flavor & Nutrition erfolgreich global ausgerollt. Workshops - unter anderem in Singapur - stellten sicher, dass alle Mitarbeiter auf allen Ebenen dieselbe Methodenkompetenz erhielten. Verbesserungen der Prozesse führten zu Ausstoßzahlen oberhalb der Normkapazität. Auch wurde im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition das erfolgreiche Symchronize™ Programm weiter geführt - neue Tools wie der gemeinsame Waste-Walk mit dem Kunden zur Reduzierung von Verlusten an Schnittstellen der gemeinsamen Wertekette erhöhten nicht nur die Effizienz, sondern auch Kundennähe und -verständnis und somit die Kundenbindung.
Nachhaltigkeit war ein bestimmendes Thema in der Supply Chain - so wurde die im Jahr 2010 gestartete Initiative einer nachhaltigen Vanilla Supply Chain weiter forciert. Ein erfreuliches Ergebnis daraus war die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises an Symrise.
6.7.2 Beschaffung
Bei der Herstellung unserer Produkte verwenden wir etwa 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe aus aller Welt. Qualität, Verfügbarkeit und Preis der Rohstoffe sind ausschlaggebende Faktoren für den Einkauf. Zur Optimierung der Versorgungskette ist die Beschaffung dezentral organisiert und jeweils in die Supply Chain der beiden Geschäftsbereiche integriert. Für die wichtigsten Rohstoffe werden globale Bezugsverträge ausgehandelt. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, verfolgt Symrise schon seit Jahren erfolgreich eine Rückwärtsintegration. Rund 50 % unserer Rohstoffe stammen aus Europa, den restlichen Teil kaufen wir je nach Preis, Qualität und Produktionsstandort in anderen Regionen der Welt ein. Lokale Produktionsstätten außerhalb Europas decken einen Teil ihres Bedarfs über Rohstoffmärkte vor Ort und beziehen Vorprodukte auch aus der Hauptproduktionsstätte in Deutschland. Für wesentliche Bezugsmengen unserer Rohstoffe haben wir langfristige und flexible Vereinbarungen geschlossen. Um die Anzahl eingesetzter Rohstoffe zu reduzieren, entwickeln wir stetig neue Technologien und Prozesse.
Das in der Supply Chain sehr erfolgreich etablierte Scorecard-System wurde neu im Rohstoff-Einkauf übernommen. Hierdurch werden spezifizierte einkaufsrelevante Kennzahlen monatlich erfasst, die zur Optimierung der Prozesse beitragen.
6.7.3 Kundenbindung
Der Erfolg von Symrise hängt in hohem Maße von langfristigen Kundenbeziehungen ab. Bei der Betreuung unserer multinationalen Kunden kommt dabei unserer Vertriebsstruktur und den Vertriebsteams eine große Bedeutung zu. In beiden Geschäftsbereichen ist es uns in der Vergangenheit zunehmend gelungen, uns auf so genannten Core Lists multinationaler Unternehmen zu etablieren bzw. unseren Status weiter zu festigen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf einem gemeinsam mit dem Kunden definierten und abgestimmten Wachstumsplan, mit Hilfe dessen wir Innovationen schneller kommerzialisieren können. Ein essentieller Teil dieser Strategien ist unser Engagement für die Nachhaltigkeit unserer Produkte. Wir unterstützen damit die Anforderungen unserer Kunden und stimmen diese Initiativen eng ab. Eine weitere Stoßrichtung unserer globalen Vertriebsstrategie ist der Ausbau unserer Marktanteile in den sich entwickelnden Ländern der Emerging Markets. Derzeit machen diese Märkte etwa 48 % unseres Geschäfts aus. Aufgrund unserer lokalen Aufstellung in den wichtigsten Ländermärkten haben wir nicht nur den direkten Zugang zu den regionalen oder auch lokalen Herstellern, sondern unterstützen multinationale Kunden beim Ausbau ihrer Aktivitäten zum Beispiel in den Emerging Markets. In vielen Schwellenländern, zum Beispiel in Russland, dem Mittleren oder Nahen Osten oder auch in großen Teilen Asiens ist die langfristige Kundenbindung mit einer guten Infrastruktur vor Ort der Schlüssel zum Erfolg.
6.7.4 Wissensmanagement
In dem global vernetzten und integrierten Unternehmen Symrise ist der Austausch von Wissen und Erfahrung von großer Bedeutung für den Geschäftserfolg. So haben wir eine Vielzahl von Plattformen zum Austausch von Informationen entwickelt und unseren mehr als 5.000 Mitarbeitern weltweit zugänglich gemacht. Im Jahr 2012 sind bestehende Intranet basierte Systeme weiter ausgebaut worden. Diese Plattformen ermöglichen es den Mitarbeitern, ihr Wissen untereinander zu teilen und mit den Kollegen international, schnell und einfach zusammen zu arbeiten. Die Systeme unterstützen einen schnellen Austausch von geschäftsrelevanten Informationen - wie beispielsweise neue Initiativen in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Forschung - ebenso wie von kundenrelevanten Daten. Die Systeme sind interaktiv und dynamisch auf die Nutzer ausgerichtet.
7 NACHHALTIGKEIT
Für Symrise sind wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden. Die Unternehmensstrategie von Symrise bezieht deshalb auf allen Ebenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein, um den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern und Risiken zu minimieren. Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir deren Erwartungen und Anforderungen auf und beziehen sie auf allen Wertschöpfungsstufen mit ein, um überzeugende Lösungen zu entwickeln. So schaffen wir Werte für alle unsere Stakeholder.
Die Grundlage unseres Denkens und Handelns bildet der Symrise Wertekanon, der auch unsere Unternehmenskultur bestimmt. "Because we care" ist das Leitmotiv unserer Selbstverpflichtung zu einem ganzheitlichen Verständnis unternehmerischer Tätigkeit. Wir machen Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil unseres Geschäftsmodells und zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Unser Ziel ist eine vollständig integrierte Unternehmensstrategie. Dieses Bekenntnis zu unternehmerischer Verantwortung reflektiert auch die Unterzeichnung des Global Compact der Vereinten Nationen im Mai 2012. Die Verknüpfung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen und Strategien befindet sich bei Symrise auf einem guten Weg, ist aber noch nicht abgeschlossen.
Zur Stärkung der strategischen Integration von Nachhaltigkeit in unsere Kernprozesse wurde 2009 ein globales, geschäftsbereichsübergreifendes Gremium - das Symrise Sustainability Board - eingerichtet. Es setzt sich aus Vertretern des Top Managements zusammen und stellt sowohl die Entwicklung und Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen in der gesamten erweiterten Wertschöpfungskette als auch die Berücksichtigung der Belange wichtiger Anspruchsgruppen sicher. Die Umsetzung der vom Sustainability Board beschlossenen Nachhaltigkeitsziele erfolgt direkt in den Geschäftsbereichen. Zu diesem Zweck haben Vorstand und Sustainability Board im Jahr 2011 Nachhaltigkeitsverantwortliche für die Geschäftsbereiche Flavor & Nutrition und Scent & Care benannt. Gemeinsam mit Vertretern der Stabsbereiche Corporate Compliance und Corporate Communications steuern sie die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie; die direkte Verantwortung für die Strategie liegt beim Vorstandsvorsitzenden der Symrise AG. Der Fortschritt aller Nachhaltigkeitsaktivitäten wird dem Vorstand vierteljährlich berichtet.
2012 erhielt Symrise auch externe Anerkennung für sein Nachhaltigkeitsengagement. So wurden wir in diesem Jahr vom Carbon Disclosure Project (CDP) hinsichtlich unserer Leistungen zur Senkung der CO2-Emissionen mit B eingestuft (Bewertung von A-E). Aufgrund dieser Bewertung sind wir erstmals das bestplatzierte MDAX® Unternehmen, ebenso deutlicher Führer unserer Branche und gehören zu den Top 5 der chemischen Industrie in diesem Bereich. Weiterhin bestätigte die international anerkannte Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research, dass Symrise zu den nachhaltigsten Chemieunternehmen weltweit zählt. Mit der Verleihung des Prime Status qualifiziert sich Symrise als nachhaltiges Investment (SRI). Im Dezember 2012 würdigte darüber hinaus die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. die Symrise AG für die verantwortungsvolle Beschaffung von Vanille auf Madagaskar mit dem ersten Platz in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste Initiativen". Die Begründung der Jury: "Symrise verbessert mit seiner Initiative die sozialen und ökonomischen Bedingungen für die einheimischen Produzenten und sichert gleichzeitig langfristig den eigenen Rohstoffbedarf auf nachhaltige Weise."
8 FORSCHUNG & ENTWICKLUNG
8.1 Leitlinien und Schwerpunkte
Unsere Strategie in der Forschung & Entwicklung (F&E) zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, F&E sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden- und marktorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F&E an Marketing und Vertrieb, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung auf Umsetzbarkeit und Rentabilität geprüft. Alle F&E-Aktivitäten sind an den Leitlinien Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet.
Der Geschäftsbereich Scent & Care konzentriert sich bei seiner F&E-Strategie auf sechs Schwerpunkte:
| ― | Neue Moleküle für die Anwendung als Riech- und Kosmetikinhaltsstoffe |
| ― | Funktionelle Stoffe für Mundpflegeprodukte |
| ― | Bioaktive Inhaltsstoffe für kosmetische Anwendungen |
| ― | Freisetzungssysteme für Duftstoffe |
| ― | Überdeckung von Schlechtgerüchen |
| ― | Sensorische Forschung und neue Methoden der sensorischen Wahrnehmung |
Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition werden vor allem sechs Technologieplattformen bearbeitet:
| ― | Entwicklung natürlicher Aromen |
| ― | Neue geschmacksaktive Verbindungen mit funktionalen Eigenschaften wie zum Beispiel Bittermaskierung oder der Reduktion von Adstringenzeffekten |
| ― | Pflanzenextrakte mit besonderen geschmacksgebenden Eigenschaften |
| ― | Naturstoffe für die Themengebiete "Health" und "Nutrition" mit funktionalen Eigenschaften |
| ― | Neue Technologien für die selektive Anreicherung sowie auch Freisetzung von Aromastoffen |
| ― | Formulierung von Produkten mit gesundheitsfördernden Eigenschaften bei gleichzeitiger Optimierung des sensorischen Profils unter besonderer Berücksichtigung von gesundheitsrelevanten Inhaltstoffen wie zum Beispiel Probiotika. |
8.2 Organisation
Die beiden Geschäftsbereiche von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F&E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für beide Bereiche verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Die F&E-Ressourcen sind in beiden Geschäftsbereichen unmittelbar in die Organisation integriert. Weltweit bestehen mehrere F&E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten beider Geschäftsbereiche optimal zu unterstützen. Die Aktivitäten in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf die Erforschung von Duft-, Aroma- und Geschmackstoffen, die Entwicklung synthetischer und natürlicher Herstellungsmethoden für Duft- und Aromastoffe, analytische Chemie, kosmetische Inhaltsstoffe sowie die Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für den Anwendungsbereich Consumer Health. Entwicklung und Anwendungstechnik sind außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich) und Cuautitlanlzcalli (Mexiko) angesiedelt. Im dritten Quartal haben wir unser neues Entwicklungszentrum in São Paulo eröffnet. Auf einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern werden die bislang an unterschiedlichen Standorten angesiedelten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammengeführt und eng mit Marktforschung, Vertrieb und Marketing beider Geschäftsbereiche verzahnt.
Neben der eigenen F&E unterhalten beide Geschäftsbereiche umfassende Partnerschaften mit Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten. Dies ermöglicht die Nutzung von Synergien und erweitert das Spektrum der F&E-Aktivitäten. Im Dezember 2012 haben beispielsweise Symrise und das schwedische Biotechnologieunternehmen Probi AB eine gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung mit dem Ziel der Bündelung der Kompetenzen auf dem Gebiet der funktionalen Inhaltsstoffe unterzeichnet.
Beide Geschäftsbereiche verfügen zudem seit Jahren über internationale "Scientific Advisory Boards", die aus namhaften Vertretern verschiedener Wissenschaftsdisziplinen und Anwendungsfelder bestehen. Es ist die Aufgabe dieser Gremien, neueste Forschungsergebnisse und deren Umsetzung in Produktinnovationen beratend zu begleiten.
Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen sind hier beispielsweise das European Forum of Industrial Biotechnology in Amsterdam, das International Symposium on Olfaction and Taste (ISOT) in Stockholm, der Congresso Brasileiro de Cosmetogia (Brasilien) und der IM-RE/A*Star in Singapur. Weitere Ergebnisse aus den Forschungsbereichen Phytochemie, Fettmetabolismus, Hautpigmentierung und Tierversuchsalternativen für Hautallergietests wurden unter anderem im Rahmen der SID (Society of Investigative Dermatology) Jahrestagung in Phoenix/ Arizona vorgestellt. Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition wurde von der Christian Doppler Gesellschaft in Österreich als Partner für den Aufbau eines von der Universität Wien betriebenen Christian Doppler Labors für Erforschung von bioaktiven Aromastoffen ausgewählt.
Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden.
Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert. Der Prozess ist unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten und des Ressourceneinsatzes enthält. In der nächsten Ausbaustufe wird das Projektmanagementsystem auf eine Internet basierte Plattform übertragen, um die Bearbeitung von Projekten mit globaler Relevanz zu unterstützen.
8.3 Personal und Aufwand
Weltweit sind knapp 20 % unserer Belegschaft beziehungsweise 1.131 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig. Im Vorjahr waren es 1.068 Mitarbeiter. Für Scent & Care sind 467 Mitarbeiter aktiv, im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition 664 Mitarbeiter. Die Gesamtaufwendungen für F&E beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 114 Mio. € (Vorjahr: 108 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,6 % am Umsatz (Vorjahr: 6,9 %). Die Ausgaben für F&E sollen auch zukünftig hoch bleiben, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken.
F&E-Aufwand, in Mio. €

* 2009 inkl. Restrukturierungsaufwand
9 MITARBEITER
9.1 Struktur der Belegschaft
Im Symrise Konzern hat sich die Anzahl der Mitarbeiter - ohne Auszubildende und Trainees - im Jahresverlauf 2012 um 235 auf 5.699 zum 31. Dezember 2012 erhöht. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl entfällt überwiegend auf den Geschäftsbereich Scent & Care (+110 Mitarbeiter), in dem rund 35 % aller Beschäftigten arbeiten. Etwa die Hälfte der Belegschaft ist im Bereich Flavor & Nutrition tätig; hier hat sich die Zahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2012 um 84 erhöht. 15 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt. Im Wettbewerb um die bestqualifizierten jungen Menschen legt Symrise großen Wert auf die interne Ausbildung eigener Mitarbeiter. So hat sich die Zahl der Auszubildenden und Trainees im Jahr 2012 im Konzern auf 130 junge Menschen erhöht, die insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Industriekaufmann und Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriemechaniker ausgebildet werden.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
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| 31.12.2011 | 31.12.2012 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Flavor & Nutrition | 2.745 | 2.829 | +3 |
| Scent & Care | 1.880 | 1.990 | +6 |
| Corporate Funktionen und Services | 809 | 850 | +5 |
| Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) | 5.434 | 5.669 | +4 |
| Trainees und Auszubildende | 123 | 130 | +6 |
| Gesamt | 5.557 | 5.799 | +4 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer
Nach Funktionen betrachtet ist mit rund 40 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion & Technologie tätig. Rund 26 % der Belegschaft sind im Bereich Vertrieb & Marketing aktiv. Auf Forschung & Entwicklung entfallen etwa 20 % der Beschäftigten.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN
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| 31.12.2011 | 31.12.2012 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Produktion & Technologie | 2.182 | 2.276 | +4 |
| Vertrieb & Marketing | 1.421 | 1.476 | +4 |
| Forschung & Entwicklung | 1.068 | 1.131 | +6 |
| Verwaltung | 419 | 435 | +4 |
| Servicegesellschaften | 344 | 351 | +2 |
| Gesamt | 5.434 | 5.669 | +4 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende
Von den 5.669 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 41 % an Standorten in Deutschland und 55 % in der Region EAME insgesamt tätig, gefolgt von den Regionen Asien/Pazifik mit 20 %, Lateinamerika mit 14% und Nordamerika mit 11 % der Konzernbelegschaft. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl im Jahresverlauf 2012 entfällt mit einem Plus von 8 % beziehungsweise 7 % ganz wesentlich auf die wachstumsstarken Regionen Asien und Lateinamerika. In Deutschland, der Region EAME und in Nordamerika erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten nur in geringerem Maße.
ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN
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| 31.12.2011 | 31.12.2012 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Deutschland | 2.310 | 2.352 | +2 |
| EAME ohne Deutschland | 732 | 757 | +3 |
| Nordamerika | 613 | 641 | +5 |
| Asien / Pazifik | 1.027 | 1.113 | +8 |
| Lateinamerika | 752 | 806 | +7 |
| Gesamt | 5.434 | 5.669 | +4 |
Basis: Full-Time Equivalents (FTE), ohne Leiharbeitnehmer sowie ohne Trainees und Auszubildende
In der Altersstruktur der Beschäftigten im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 60 %. Eine Ende 2010 durchgeführte Demografieanalyse der Belegschaft ergab, dass sich die demografische Entwicklung in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen wird. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 unter beziehungsweise um 1 % der Belegschaft.
Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2012 mit 1,4 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 5,3 %.
Altersstruktur der Belegschaft, in %

9.2 Personalstrategie
Die Personalstrategie von Symrise macht sich an vier Eckpunkten fest:
| ― | Unser Ziel ist es, die besten Mitarbeiter einzustellen und zu halten. Wir streben an, Symrise in allen Ländern zu einem "Employer of Choice" zu machen. Auf diesem Weg sind wir ein großes Stück vorangekommen. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung 2012 setzen sehr positive Signale. Mit dem Mitarbeiter-Commitment-Index in Deutschland gehört Symrise hier zu den Top 15% der deutschen Unternehmen mit den zufriedensten und dem Unternehmen verbundensten Mitarbeitern. |
| ― | Wir passen die personellen Ressourcen an die strategischen Bedürfnisse des Unternehmens an. Mit der Einführung von "career@symrise" haben wir eine globale Plattform zur gezielten Förderung und Entwicklung unserer Mitarbeiter geschaffen. |
| ― | Wir legen Wert auf Ergebnis- und Leistungsorientierung. Dies drückt sich in gemeinsamen Zielvereinbarungen sowie in ergebnisorientierten Vergütungssystemen aus. |
| ― | Wir fördern Top-Management-Kompetenz durch spezielle Trainingsprogramme für unsere Führungs- und Nachwuchsführungskräfte. |
Diese Strategie setzen wir mittels einer breiten Palette von Personalmaßnahmen um.
9.3 Personalmaßnahmen
9.3.1 Neue Mitarbeiter
In der Erstausbildung hat sich Symrise im Rahmen eines Standortsicherungsvertrags verpflichtet, jährlich 44 neue Auszubildende einzustellen, um qualifizierte Mitarbeiter heranzubilden. Zum 31. Dezember 2012 waren an unseren deutschen Standorten 130 Auszubildende und Trainees beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von rund 5 %. Schließlich bieten wir Studenten die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika sowie Bachelor- oder Masterarbeiten Symrise kennen zu lernen. Von dieser Möglichkeit machen jedes Jahr etwa 80 Studenten Gebrauch. Darüber hinaus pflegt Symrise intensive Kontakte zu Universitäten und Hochschulen und nimmt regelmäßig an Hochschulinformationstagen teil.
Insgesamt wird Symrise auf dem Arbeitsmarkt als sehr attraktiver Arbeitgeber innerhalb unserer Branche wahrgenommen. Neue Mitarbeiter heben unsere Unternehmenskultur als inspirierend hervor. Symrise fördert unternehmerisches und eigenverantwortliches Handeln und eröffnet Karriereperspektiven.
9.3.2 Weiterbildung
Symrise betreibt ein systematisches Talentmanagement und Weiterbildungsprogramm. Damit sichern wir uns die personellen Kapazitäten und fachlichen Kompetenzen, die wir zur Umsetzung unserer Strategie benötigen.
Im Jahr 2012 haben wir mit den Sozialpartnern in Deutschland einen Weiterbildungstarifvertrag abgeschlossen, der die systematische Förderung unserer Mitarbeiter zusätzlich zu den bestehenden Initiativen voranbringen soll. Dies ist ein klares Bekenntnis von Symrise zur Personalentwicklung auf allen Ebenen des Unternehmens, auch unter Tarifmitarbeitern. Lebenslanges Lernen ist bei Symrise eine Selbstverständlichkeit.
Zugleich bieten wir unseren Mitarbeitern attraktive Aus- und Fortbildungen, die ihren Karriereweg unterstützen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Symrise Academy ein:
| ― | In der Perfumers' Academy werden die Aus- und Weiterbildungsangebote für Parfümeure, Evaluatoren und Vertriebsmitarbeiter gebündelt. In der Perfumery School in Deutschland wurden im Jahr 2012 fünf Talente ausgebildet. Darüber hinaus arbeiten wir in Indien sehr erfolgreich mit unserer im Jahr 2012 gegründeten Perfumery School, um einen internen Talentpool hervorragend ausgebildeter Parfümeure und Evaluatoren für den asiatischen Markt aufzubauen. Hier werden aktuell drei Parfümeure ausgebildet. |
| ― | In der Flavor Academy haben im September 2012 sechs weitere Trainees aus Singapur, Indonesien, Russland, den USA, Brasilien und Deutschland ihre Flavoristenausbildung begonnen. Ihre umfassende, mehrstufige Ausbildung wird im Jahr 2013 abgeschlossen sein. |
| ― | Die Leadership Academy richtet sich an Führungskräfte im Symrise Konzern. Ein wesentlicher Baustein der Führungskräfteentwicklung ist ein 360° Feedback. Ziel ist es, für den Mitarbeiter eine Rundum-Sicht zu erhalten und die berufliche Entwicklung systematisch voranzutreiben: "Feedback is a gift" - dieses Motto leben wir. Die Inhalte der Leadership Academy umfassen Kommunikations- und Vertriebstechniken, bieten Vertiefungen von Management-Fähigkeiten und verschiedene Mentoring- und Coaching-Programme. |
Das Fortbildungsangebot für alle Mitarbeiter von Symrise umfasst Sicherheitstrainings, Sprachkurse, Trainings kommunikativer Kompetenzen, Teamtrainings, Projektmanagement und EDV-Kurse. Die weltweiten Ausgaben für Fortbildungsmaßnahmen bewegten sich auf dem Vorjahresniveau von rund 2,5 Mio. €.
In beiden Geschäftsbereichen bieten wir bereits ausgebildeten Chemiefacharbeitern ein einjähriges Weiterbildungsprogramm zum Prozess-Chemikanten an. Für un- und angelernte Mitarbeiter besteht die Möglichkeit, in einem einjährigen Programm die Qualifikation des so genannten Flavokanten, zu erwerben. Für die Mitarbeiter in den Forschungslaboren haben wir ein ebenfalls einjähriges Weiterbildungsprogramm zum Advanced Laboratory Technician entwickelt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Mitarbeiter für veränderte technische Anforderungen zu qualifizieren und ihre Karriereentwicklung zu fördern. Außerdem gibt es ein Schwerpunktprogramm für Führungskräfte in der Supply Chain, das sehr erfolgreich in Deutschland und Singapur ausgerollt worden ist und sukzessiv auf andere Standorte übertragen werden soll.
Darüber hinaus fördern wir die individuelle Weiterentwicklung durch Fern- und Aufbaustudiengänge.
9.3.3 Mitarbeitermotivation
Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern hohen Einsatz. Dies lässt sich am besten erreichen, wenn sie mit Freude bei Symrise arbeiten. Die Arbeit muss Spaß machen.
Symrise hat im Jahr 2012 - nach der ersten Befragung im Jahr 2010 - erneut eine weltweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Neben Deutschland, den USA, Brasilien und Singapur wurden dieses Mal mit Frankreich, Mexiko, China und Indien wesentlich mehr Unternehmensstandorte einbezogen.
Die Ergebnisse der zweiten Befragung 2012 bestätigen, dass unsere Mitarbeiter in hohem Maße mit dem Unternehmen verbunden sind. Die eindeutigen Stärken von Symrise liegen in den interessanten Arbeitsaufgaben mit großen Handlungs- und Entscheidungsspielräumen, der sehr guten Teamarbeit und dem Teamgeist sowie der guten Zusammenarbeit mit den Führungskräften. Die Arbeitsatmosphäre bei Symrise stimmt! In Deutschland liegen die Ergebnisse erneut auf sehr hohem Niveau, so dass wir hier sagen können: Symrise gehört zu den Top 15 % der Arbeitgeber in Deutschland mit dem höchsten Mitarbeiter-Commitment. Aber es gibt auch Verbesserungspotenziale: In den Wachstumsmärkten können wir uns als Arbeitgeber noch stärker positionieren. Das werden wir im Jahr 2013 mit vielfältigen Maßnahmen zum Thema Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung tun. Insgesamt dient die Symrise Mitarbeiterbefragung als Instrument für die interne Organisationsentwicklung. Symrise will die Prozesse und Strukturen gemeinsam mit den Mitarbeitern voranbringen und verbessern. Jeder leistet hier seinen Beitrag.
In der Personalentwicklung wurde für die ersten drei Führungsebenen ein weltweiter Nachfolgeplanungsprozess initiiert. Dabei sollen durch den Vorrang der internen Stellenbesetzung vor externer Rekrutierung die Karriereperspektiven für die Symrise Mitarbeiter verbessert werden.
Bei der Weiterentwicklung der betrieblichen Zusatzleistungen arbeiten wir an allen Standorten an attraktiven zusätzlichen Krankenversicherungs- und Altersvorsorgemodellen bzw. haben sie bereits eingeführt.
Das jährliche Zielvereinbarungsgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist ein zentrales Element des Mitarbeiterdialogs. Es stellt die Transparenz in der Leistungsbeurteilung sicher und ermöglicht die Festlegung gezielter Entwicklungsperspektiven für jeden Mitarbeiter. Im Einzelnen werden Aufgaben und Verantwortungsbereiche, die Zielerreichung des Vorjahres, die Ziele für das laufende Jahr, die Einschätzung der Leistung des Mitarbeiters, die Zusammenarbeit zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter, geplante Weiterbildungsmaßnahmen und mögliche Karriereschritte erörtert.
9.3.4 Vergütung und Tarifverträge
Im Jahr 2012 haben wir für die Mitarbeiter in Deutschland einen neuen Entgelt-Tarifvertrag abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt 19 Monate und endet im Januar 2014. Der Tarifvertrag beinhaltet Entgelterhöhungen von 3,7% im Tarifbereich und flexible Budgets für die Honorierung außergewöhnlicher Leistungen sowie für die systematische Entwicklung der Gehälter im außertariflichen Bereich, um den Karrierefortschritt der Mitarbeiter entsprechend entgeltlich zu begleiten. Dies gibt dem Unternehmen und den Mitarbeitern Sicherheit und Kontinuität. Der Entgelt-Tarifvertrag ist an eine wegweisende Standortsicherungs-Vereinbarung mit einer Gültigkeit bis in das Jahr 2020 gekoppelt. In der Mitarbeiterbefragung 2012 geben die Mitarbeiter ein klares Feedback: Die Arbeitsplatzsicherheit bei Symrise wird sehr geschätzt und als klare Stärke von Symrise gesehen.
Flexible Vergütungssysteme, die mit variablen Entgeltbestandteilen den individuellen Leistungsbeitrag der Mitarbeiter honorieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Lage des Unternehmens berücksichtigen, sind ein wesentlicher Bestandteil einer modernen Vergütungspolitik. Zudem erhöht eine leistungsgerechte Vergütung die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber und trägt zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern bei. Seit dem Jahr 2010 bestehen bei Symrise neue, transparente Vergütungsstrukturen in Form von Vergütungsbandbreiten, die Vorgesetzten und Mitarbeitern eine aktive Entwicklung der Vergütung parallel zur beruflichen Weiterbildung ermöglichen. Diese Modelle wurden jetzt auch in Frankreich und in Asien eingeführt. Die Vorteile dieses so genannten Job Grade-Konzepts liegen in einer strukturierten und nachvollziehbaren Vergütung sowie in deren internationaler Vergleichbarkeit. Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt. Parallel arbeiten wir weltweit an weiteren Incentive- und Bonuskonzepten: Leistung soll sich bei Symrise lohnen.
9.3.5 Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG BCE bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 für einen Zeitraum bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von rund 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG BCE mit fest definierten Abschlägen von etwa 1 % pro Jahr bis 2020. Die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen und damit die Sicherung der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eine wesentliche Säule unserer Personalpolitik.
Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung in den Tarifverhandlungen ist die Rückführung dieser wettbewerbssteigernden Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der Chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.
10 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
10.1 Grundsätze
Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns unterliegen permanent Risiken und bieten zugleich eine Vielzahl von Chancen. Als Risiko definieren wir Ereignisse, deren Eintritt zu einer negativen Abweichung von unseren Planzielen im Planungszeitraum führen kann. Chancen hingegen bezeichnen Sachverhalte, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben können. Die Erkennung von Risiken und deren Vermeidung sowie die Nutzung von Chancen sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. Im Geschäftsjahr 2012 wurde das Risikoreporting als Steuerungsinstrument für Vorstand und Aufsichtsrat weiterentwickelt. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, alle potenziellen Risiken frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Gegenmaßnahmen zu reduzieren. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen des Vorstands berücksichtigt werden. Symrise verfügt über Verfahrensanweisungen, die die Prozesse des Risikomanagements regeln und für die Mitarbeiter eine Grundlage für den Umgang mit Risiken darstellen. Alle Konzerngesellschaften werden halbjährlich aufgefordert, ihre im Risikoberichtswesen hinterlegten Risiken zu verifizieren und entsprechend der durchzuführenden Gegenmaßnahmen anzupassen und zu bewerten. Im Zuge der Revisionsaudits werden die eingeleiteten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft.
10.2 Struktur und Prozess des Risikomanagements
Das Risikomanagement von Symrise erstreckt sich über sämtliche Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten. Die Koordination der Risikoerfassung erfolgt auf Ebene des Corporate Centers innerhalb der Abteilung Corporate Compliance. Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr an den Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung, ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrem Risikotyp sowie der Unternehmenseinheit und der Geschäftsaktivität klassifiziert. Die Risikotypen sind unterteilt in Handel und Markt, unser tägliches Geschäft und Finanzen. Unter den Risiken zu Handel und Markt fassen wir die Erwartungen an unser Produktportfolio, die Rohstoffsituation sowie die politische Stabilität zusammen.
Die Einkaufsrisiken sowie beispielsweise die Risiken, die mit Investitionen und Produktion, Innovation und IT verbunden sind, fassen wir bei der Betrachtung unseres täglichen Geschäfts zusammen. Umweltrisiken werden hier ebenfalls berücksichtigt.
Unter den Finanzrisiken fassen wir zum Beispiel die Währungsrisiken, Wertänderungen immaterieller Vermögenswerte und ähnliche Risiken zusammen.
Des Weiteren werden geeignete Gegenmaßnahmen aufgeführt und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter benannt. Damit bildet das Risikoberichtswesen zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung und die Überprüfung durch die interne Revision des Konzerns. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet.
10.2.1 Umfeld- und Branchenrisiken
In unserer Branche ist ein zunehmend intensiver Wettbewerb zu beobachten. In der Konsumgüterindustrie halten wir eine weitere Konsolidierung des Abnehmerkreises für Symrise Produkte für möglich. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit Marktanteile zu verlieren. Hierauf reagieren wir durch eine verstärkte Vermarktung unserer Innovationen und Produkte der Geschäftsfelder Life Essentials sowie Consumer Health, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Konkurrenz aufweisen. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene unserer Zulieferer bestehen insofern, als durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf unsere Beziehungen zu Kunden ausgehen können.
Politischen Risiken in der Form von Handelsembargos ist Symrise in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen wir unsere Rohstoffe beziehen und in die wir unsere Produkte exportieren. Behinderungen des Handels können wir durch ein Ausweichen auf andere Regionen teilweise kompensieren. In einzelnen Ländern beobachten wir kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls aufgrund eines Schuldenmoratoriums. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient zur Eingrenzung des Risikos. Wir begegnen Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, durch eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise mit Betriebsstätten vertreten ist, beobachten wir mit großer Aufmerksamkeit, insbesondere um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.
10.2.2 Unternehmensstrategische Risiken
Die Umsetzung der Unternehmensstrategie von Symrise ist, wie bei jedem Unternehmen, naturgemäß mit Risiken verbunden. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens können sich beispielsweise aus Fehleinschätzungen zum Wachstum, zur Profitabilität, der Liefersicherheit von Rohstoffen und dem Produktportfolio ergeben. Der Ausfall von Rohstofflieferungen, insbesondere der Ausfall von Exklusivlieferanten oder die Beeinträchtigung von Rohstofflieferungen durch Naturkatastrophen stellen ein hohes Risiko dar. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit neuer Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit unserer Entwicklungen gewährleisten. Akquisitionen, die von Symrise durchgeführt werden, sind ebenfalls mit Risiken behaftet. Im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Diesen Risiken wirken wir durch einen klar definierten Integrationsprozess entgegen.
Die mögliche Streichung von einer Core List unserer Kunden und die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken des Unternehmens. Diesem Risiko begegnen wir durch einen engen Kontakt zu unseren Kunden. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität und Produktqualität. Hier sind wir bestrebt, stets zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören.
10.2.3 Leistungswirtschaftliche Risiken
Produktrisiken:
Die Duft- und Geschmackstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die der Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnimmt oder auf seiner Haut anwendet. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich unsere Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit unserer Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests mittels moderner Analysemethoden nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft. Unser Ziel ist es, Kundenbeschwerden zu vermeiden. Hierzu wurde ein Verfahren zur internen Prozessverbesserung eingeführt, um mögliche Schwachstellen und Gefährdungen frühzeitig selbst zu beheben und die Produktqualität kontinuierlich auf einem hohen Niveau zu halten.
Veränderungen in der Technologie eines Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber besteht ein Risiko für unsere Produkte, dem wir durch eine angemessene Patentverwaltung begegnen.
Beschaffungsrisiken:
Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken einer ungeplanten Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Unsere Hauptlieferanten sind durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Darüber hinaus werden Beschaffungsalternativen, zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten, erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Sofern möglich, wird ein Preisanstieg von Rohstoffen durch entsprechende Anhebung der Verkaufspreise an die Kunden weitergereicht, um Auswirkungen auf unser Ergebnis zu reduzieren. Ferner prüft Symrise die finanzielle Bonität der Lieferanten kontinuierlich. Alle Lieferanten sind über den Symrise Verhaltenskodex informiert worden. Symrise erwartet, dass die selbst auferlegten hohen ethischen Anforderungen zur Steigerung des Geschäftserfolgs unter Berücksichtigung der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, unserer Mitarbeiter und der Gesellschaft respektiert werden.
Wir untersuchen in regelmäßigen Abständen die Risiken zu Produktsicherheit, Gesundheit und Sicherheit sowie Integrität unserer Hauptlieferanten. Die Zahl der Lieferanten, die mit diesem Risikoprofil untersucht werden, wird kontinuierlich erweitert. Falls ein hohes Risiko identifiziert wird, werden Lieferantenaudits durchgeführt und gegebenenfalls wird die Geschäftsbeziehung eingestellt.
Betriebsrisiken: Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der Sicherheit von Einrichtungen und Prozessen, dem Brandschutz bis hin zu Qualität und Sicherheit von Materialien und deren korrekter Klassifizierung liegen. Daneben können steigende Anforderungen, länderspezifische Arbeits- und Umweltschutzauflagen sowie Naturkatastrophen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken mindern wir durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit, Versicherungen sowie durch entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund beobachten wir fortlaufend die regulatorischen Entwicklungen in den Ländern, in denen wir tätig sind, und treffen frühzeitig notwendige Umsetzungsmaßnahmen.
Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art minimiert Symrise durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe. Kontaminationen von Produkten sind in einzelnen Ländern auch im Jahr 2012 aufgetreten. Als Reaktion darauf haben wir Änderungen bei der Lieferantenauswahl vorgenommen, Korrekturmaßnahmen auf Seiten der Lieferanten eingeleitet oder gezielte Qualitätsmanagement-Maßnahmen etabliert.
10.2.4 Finanzwirtschaftliche Risiken
Symrise ist einer Reihe unterschiedlicher Finanzrisiken ausgesetzt.
Kreditrisiko:
Das Kreditrisiko besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen und Symrise dadurch einen Vermögensschaden erleidet. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden seit dem Jahr 2008 auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer allgemeinen Kostenkomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanzielle Krisen in Exportländern erfordern eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann.
Liquiditätsrisiko:
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht; entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen. Wir stellen dadurch sicher, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen unseren Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.
Nachfolgend sind die Verbindlichkeiten des Symrise Konzerns zum 31. Dezember 2012 mit den dazugehörigen Fälligkeiten aufgeführt:
Verbindlichkeiten des Symrise Konzerns zum 31. Dezember 2012
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| in Mio. € | Gesamt | 2013 | Ab 2014 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 133,1 | 133,1 | 0 |
| Darlehen | 558,9 | 108,9 | 450,0 |
| Sonstige und finanzielle Verbindlichkeiten | 83,5 | 80,9 | 2,6 |
| Gesamt | 775,5 | 322,9 | 452,6 |
Zins- und Währungsrisiken:
Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise US$) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro denominiert ein. Eine Schwankung des US$ sowie einer dem US$ angelehnten Auslandswährung gegenüber dem Euro kann insoweit zu entsprechenden Veränderungen unserer Materialpreise führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch Verhandlung von Korridoren in den Verträgen, außerhalb derer nachverhandelt werden kann. Das verbleibende Währungsrisiko wurde 2012 durch Devisentermingeschäfte im Nominalvolumen von 9,0 Mio. US$ gegen Euro und 4,5 Mio. US$ gegen Singapur Dollar reduziert. Um Schwankungen im Finanzergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cash Flow Hedge klassifiziert. Dies führt dazu, dass die Bewertungseffekte zunächst im Eigenkapital und zu einem späteren Zeitpunkt im operativen Währungsergebnis gebucht werden.
Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Symrise hat dieses Risiko im Rahmen der Refinanzierung deutlich gemindert, rund 89 % der Verbindlichkeiten sind vor dem Hintergrund des günstigen Zinsumfeldes mit fixen Zinssätzen aufgenommen. Nur rund11 % der Verbindlichkeiten unterliegen einem Zinsänderungsrisiko. Diesem Risiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften, die das Risiko aus sich ändernden Zinssätzen minimieren.
Steuerrisiko:
Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.
10.2.5 Personalrisiken
Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme sowie eine zielgerichtete Nachfolgeplanung entgegen.
Risiken, die von unseren Mitarbeitern ausgehen, können im Wesentlichen in dem Austritt aus unserem Unternehmen und damit im Kompetenzverlust, der Nichteinhaltung von unternehmensweit geltenden Richtlinien sowie gesetzlicher oder mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossener Vereinbarungen bestehen. Durch das erstmalige Einweisen neuer Mitarbeiter und durch regelmäßige spätere Schulungen stellen wir sicher, dass unsere unternehmensweiten Richtlinien, wie zum Beispiel der Code of Conduct, von allen Mitarbeitern beachtet werden. Durch unsere Karriereentwicklungsmöglichkeiten sowie eine regelmäßige Nachfolgeplanung beugen wir einer Abwanderung gerade bei Schlüsselpersonen vor. Mit den Arbeitnehmervertretungen stehen wir im engen Kontakt und vermeiden auf diese Weise Arbeitsniederlegungen.
10.2.6 Rechtliche Risiken
Derzeit sieht sich Symrise in eher geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich des geistigen Eigentums. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, analysieren wir potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung unserer Rechtsabteilung und - soweit erforderlich - auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle weisen wir daher nur auf einen Verfahrenstypus hin: In den USA wird der Symrise Inc., wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung schädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern die Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine konkrete Geldforderung benannt worden. Wir glauben, die Beschuldigungen im Gerichtsverfahren entkräften zu können. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.
10.2.7 Compliance Risiken
Symrise betreibt seit Jahren eine Integrity Hotline, die es den Mitarbeitern erlaubt, anonym per Telefon oder Internet Fehlverhalten von Mitarbeitern an das Compliance Office zu melden. Alle eingehenden Meldungen werden untersucht und ggf. Maßnahmen eingeleitet, die bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen können.
10.2.8 IT-Risiken
Risiken der IT bestehen grundsätzlich in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Informationen, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann, die von funktionsfähigen IT-Systemen abhängig sind. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Die schon im Vorjahr begonnene Einführung einheitlicher und aktueller Systeme wird weiter fortgeführt. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten.
10.3 Gesamtbewertung der Risikolage
Basierend auf den uns zur Verfügung stehenden Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand von Symrise zu gefährden. Aufgrund der Tatsache, dass das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch das System integrierter interner Kontrollen und Wirksamkeitsprüfungen ergänzt wurden , gehen wir davon aus, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen zu erfüllen.
10.4 Chancenmanagement
Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. In den Geschäftsbereichen und im Corporate Center werden strategische Chancen erfasst. Diese werden bewertet und Maßnahmen zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern.
Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Unsere Mitarbeiter reichen im Rahmen des Ideenmanagements, dessen Bestandteil auch das TPM (Total Productive Maintenance) ist, Vorschläge ein, wodurch sich zum Beispiel Arbeitsabläufe und Verfahren verbessern lassen. Operative Chancen können sich zudem auch aus den Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter ergeben. Im Rahmen des Know-how-Transfers zwischen den beiden Geschäftsbereichen sehen wir die Chance, zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen. Auch die Ausschöpfung von Synergien ist nicht im vollen Umfang abgeschlossen.
Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Alterung der Gesellschaft zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Menschen stetig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend, beispielsweise mit neuen Geschäftsfeldern und Anwendungsbereichen wie Life Essentials oder Consumer Health. Eine intensive Marktforschung sowie umfangreiche F&E-Arbeit bilden die Grundlage für Eigenentwicklungen, die wir unseren Kunden zur Verbesserung ihrer Produkte oder zur Einführung neuer Produkte anbieten können. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt im Allgemeinen die Nachfrage nach Produkten, die Geschmack- und Duftstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen zu nutzen, bauen wir unsere Aktivitäten in diesen Ländern kontinuierlich aus.
Unternehmensstrategische Chancen erwachsen auch aus der Akquisition von Unternehmen. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir fortlaufend auf der Suche nach geeigneten Zielunternehmen. Auch im Rahmen von Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.
11 WESENTLICHE MERKMALE DES RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
11.1 Grundzüge und Ziele
Gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gewährleisten. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.
Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Aufbauend auf einer Basisschulung für Mitarbeiter findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt, damit Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.
11.2 Organisation und Prozess
Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Elemente des Unternehmens und orientiert sich an ISO 31000. Basierend auf Berichten der Tochterunternehmen wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter IKS-Konzernbericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat bzw. dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist. |
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichproben der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der eingetretenen Auswirkungen beziehungsweise potenzieller Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft. |
12 NACHTRAGSBERICHT
Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die Symrise Gruppe zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.
13 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2012 konnten wir Umsatz und Jahresüberschuss des Unternehmens erneut deutlich steigern. Die finanzielle Stabilität hat sich spürbar gefestigt, die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.
14 PROGNOSEBERICHT
14.1 Künftige Rahmenbedingungen
Für das Jahr 2013 rechnet das DIW Berlin nicht mit einer grundlegenden Verbesserung, aber mit einer Aufhellung der Weltkonjunktur. Während die Industrieländer weiterhin an der Überwindung ihrer strukturellen Probleme arbeiten, nimmt die Wirtschaftsentwicklung in den Schwellenländern wieder Fahrt auf. Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte sich von 3,2 % 2012 auf 3,6 % 2013 beschleunigen, für 2014 wird ein Plus von 4,0 % in Aussicht gestellt.
BIP-Entwicklung 2013/2014, in %

Quelle: DIW Berlin
Die kräftigere weltwirtschaftliche Entwicklung wird in vielen Ländern vor allem vom Zuwachs des privaten Konsums getragen. Vor diesem Hintergrund dürften sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die geschäftlichen Aktivitäten von Symrise 2013 und 2014 voraussichtlich günstig entwickeln.
Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2012 ein Volumen von 16,9 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut aktueller Schätzung der IAL Consultants - circa 12,7 Mrd. € auf den Teilmarkt der Geschmack- und Duftstoffe und - nach eigenen Schätzungen - circa 4,2 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe. Wir gehen in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 2 % bis 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus. Überproportional dürften sich dabei vor allem die Märkte in Lateinamerika wie auch in Asien entwickeln.
Für das Geschäftsjahr 2013 erwarten wir eine weiterhin hohe Volatilität bei Rohstoffkosten. Die Unsicherheiten auf den einzelnen Märkten deuten auf sehr unterschiedliche Entwicklungen je nach Rohstoff-Segment hin. Symrise hat auf Basis der Einschätzungen pro Rohstoff-Segment jeweils unterschiedliche Kontraktlaufzeiten oder eine kurzfristige Beschaffung ("spot sourcing") gewählt, um Kosten und Vorhersehbarkeit zu optimieren. Dies wird durch eine Optimierung des Rohstoffportfolios begleitet. Besonders hohe Volatilität wird 2013 in den Bereichen Rohölderivate, Zucker, Mintöle und Gewürze erwartet. Darüber hinaus bleibt die Situation bei Citral- und Terpenderivaten durch den zunehmenden Bedarf in den Emerging Markets weiterhin angespannt. In den Bereichen Zitrus und Menthol greift die gute Positionierung von Symrise durch unsere Rückwärtsintegrationen.
Für das Geschäftsjahr 2013 ist mit weiterhin steigenden Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind politische Entwicklungen in den Ländern der Hauptöllieferanten. Insbesondere in Deutschland werden durch die Erhöhung der EEG-Abgabe die Energiekosten wesentlich steigen. Symrise steuert dieser Entwicklung in Deutschland durch frühzeitige Energiebeschaffung bei den Hauptenergieträgern entgegen. Gleichzeitig steht der Einsatz energieeffizienter Anlagen ebenso wie Optimierungsmaßnahmen an vorhandenen Anlagen im Fokus der Projekte.
In der EU sind aus regulatorischer Sicht auch die kommenden Jahre von der Umsetzung der neuen Kosmetik-Verordnung, der sogenannten Union List für Aromastoffe, und von der REACH Verordnung geprägt. Des Weiteren schreitet die Einführung von GHS in anderen Regionen voran (zum Beispiel Südkorea). Ebenfalls zu bedenken sind Novellierungen von Aromen-Kennzeichnungen in verschiedenen Ländern (zum Beispiel Indien) und der anstehende "Food Safety Modernization Act (FSMA)" in den USA. Um die zunehmende Verschärfung der regulatorischen Hürden, insbesondere in der asiatischen Region, zu bewältigen, ist Symrise mit einem globalen Netzwerk von regulatorischen Gruppen und einheitlichen EDV-Systemen bestens aufgestellt.
14.2 Künftige Unternehmensentwicklung
Wir sind zuversichtlich, auch im Jahr 2013 schneller zu wachsen als der relevante Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Das prognostizierte Wachstum für den AFF-Markt beträgt für das laufende Jahr 2 % bis 3 % weltweit. Dabei streben beide Geschäftsbereiche, Scent & Care und Flavor & Nutrition, wie bereits in der Vergangenheit, jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum merklich über dem Marktzuwachs an.
Zur kontinuierlichen Steigerung unseres Ergebnisses werden wir mit aller Konsequenz unser striktes Kostenmanagement fortführen. Neben Kostenreduzierung gehören ebenso Initiativen wie Preismanagement, Portfoliooptimierung und der Fokus auf innovative Produkte und Technologien dazu. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2012 verharren und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2012 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2013 erneut eine EBITDA-Marge von rund 20 %.
Im Jahr 2013 werden wir rund 250 neue Stellen schaffen, und zwar überwiegend in unseren Wachstumsregionen Asiens und Lateinamerikas. Dagegen wird der Mitarbeiterbestand in Europa weitgehend stabil bleiben. Die Personalkosten werden weltweit um rund 3% ansteigen. Unsere Anstrengungen bei der Erstausbildung werden wir weiter intensivieren.
Unsere Politik der Ausschüttung einer attraktiven Dividende werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.
Die Symrise Verschuldung gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inkl. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) zu EBITDA soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ein kurzfristiges Entfernen von dieser Bandbreite ist zur Finanzierung von Akquisitionen im Sinne unserer langfristigen Strategie möglich.
Wie sich der AFF-Markt über 2013 hinaus im Jahr 2014 entwickeln wird, hängt stark vom Konjunkturverlauf in den einzelnen Ländermärkten ab. Aufgrund unserer globalen Aufstellung, Innovationskraft, guten Positionierung bei Schlüsselkunden sowie aufgrund unseres einzigartigen Produktportfolios sind wir aber zuversichtlich, 2013 und 2014 das Marktwachstum von 2 % bis 3 % jährlich zu übertreffen. Der Symrise Konzern setzt alles daran, seinen nachhaltig profitablen Wachstumskurs fortzusetzen.
14.3 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens
Der Vorstand der Symrise AG sieht das Unternehmen bestens aufgestellt, um das Geschäft in den Kernsegmenten und Wachstumsregionen weiter auszubauen. Das Erreichen unserer gesteckten Ziele sehen wir als Bestätigung unserer bewährten Strategie. Diese Erfolge sind Ansporn für das vor uns liegende Jahr. Die drei Eckpfeiler unserer Strategie sind unverändert. Sie stehen für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Ausbau unseres Geschäfts.
| ― | Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. |
| ― | Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität. |
| ― | Portfolio: Wir erschließen neue Märkte und Marktsegmente. Dafür bauen wir unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. So sichern wir unsere einzigartige Marktposition. |
Auch in Zukunft wollen wir vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigen wir zudem Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften ein, um uns Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen - oder die eigene Versorgung mit knappen Rohstoffen zu sichern.
15 VERGÜTUNGSBERICHT
15.1 Vergütung der Vorstandsmitglieder
Gemäß dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und entsprechend §1(3) der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Symrise AG berät und entscheidet bei Symrise das Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Das aktuelle Vergütungssystem wurde auf der Hauptversammlung 2012 von den Anteilseignern mehrheitlich gebilligt. Es erfüllt mit lediglich einer Ausnahme ("Change of control"-Klausel des Vorstandsvorsitzenden bis zum 31. Oktober 2014) sämtliche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012.
Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Die Systematik und die Höhe der Vorstandsvergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Die letzte Überprüfung erfolgte Ende 2011.
15.1.1 Festvergütung und Sachbezüge
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder umfasst ein festes Jahresgehalt (Festvergütung) zuzüglich Sachbezüge, eine jährliche variable Vergütung, ein langfristiges, aktienkursbasiertes Vergütungsprogramm (Long Term Incentive Program/LTIP) und eine betriebliche Altersvorsorge.
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre jährliche Festvergütung in monatlich gleichen Beträgen ausgezahlt. Die Sachbezüge umfassen geldwerte Vorteile, im Wesentlichen aus der Bereitstellung eines Firmenwagens.
15.1.2 Jährliche variable Vergütung
Die jährliche variable Vergütung besteht aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung bestimmter finanzieller Zielgrößen (Umsatz, EBITDA, EPS) abhängig ist. Die jährliche variable Vergütung ist durch eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") begrenzt und kann maximal 150 % der Festvergütung erreichen. Bei Unterschreiten einer Mindestzielerreichung ("Threshold") von 85 % eines Zieles entfällt die variable Vergütung für das betreffende Ziel komplett.
Die Zielvorgaben für die jährliche variable Vergütung wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2012 durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese variable jährliche Vergütung für das Kalenderjahr 2012 wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2012 im Folgejahr 2013 ausgezahlt.
15.1.3 Long Term Incentive Plan
Das langfristige, aktienkursbasierte Vergütungsprogramm (Long Term Incentive Plan/ LTIP) ist eine variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der Entwicklung der nachfolgend beschriebenen Ziele in einem Zeitraum von drei Jahren abhängt.
Der Incentive-Plan 2010-2012 orientiert sich in seinen Leistungskomponenten an der absoluten Steigerung des Symrise-Aktienkurses und der Steigerung des Unternehmenswertes gemessen als Überschuss des Ertragswerts über eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus. Letzteres wird anhand des Symrise Value Added (SYVA) gemessen.
In den Incentive Plänen 2011-2013 und 2012-2014 wurde die absolute Steigerung des Symrise-Aktienkurses durch einen aktienbasierten Index aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie Zulieferern und Unternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie ersetzt. Kennziffer zur Leistungsmessung ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Um eine bestmögliche Objektivität zu gewährleisten, wird die Zusammensetzung des Index und die Ermittlung des Percentile Rank durch ein externes Beratungsunternehmen (Obermatt, Zürich) durchgeführt.
Im LTIP 2011-2013 wird erst dann ein Bonus ausgezahlt, wenn Symrise sich besser entwickelt als 40 % der Vergleichswerte (40ter Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung entspräche dem 53ten Percentile Rank.
Im LTIP 2012-2014 wird erst dann ein Bonus ausgezahlt, wenn Symrise sich besser entwickelt als 50 % der Vergleichswerte (50ter Percentile Rank). Andernfalls entfällt der Bonusanspruch ersatzlos. 100 % Zielerreichung entspräche dem 60ten Percentile Rank.
Wenn sich die Symrise Aktie besser entwickelt als alle im Index vertretenen Werte, Symrise also über drei Jahre jeweils den 100sten Percentile Rank erzielen würde, würde dies mit dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung honoriert. Somit existiert eine Auszahlungs-Deckelung ("Cap") von 200 %.
Bei Herrn Dr. Bertram würde der im Geschäftsjahr 2012 zugesagte Bonus (LTIP- 20122014) bei 100 % Zielerreichung am 31. Dezember 2014 600.000 €, bei den Herren Daub, Gliewe und Hirsch jeweils 343.000 € betragen.
Für die LTIP-Programme 2010-2012, 2011-2013 und 2012-2014 wurden zum Bilanzstichtag für Herrn Dr. Bertram Rückstellungen in Höhe von 1.300.592 € (Vorjahr: 210.344 €) (Aufwand 2012: 1.090.248 €), für Herrn Daub in Höhe von 896.246 € (Vorjahr: 144.912 €) (Aufwand 2012: 751.334 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 798.222 € (Vorjahr: 126.745 €) (Aufwand 2012: 671.477 €) sowie für Herrn Hirsch in Höhe von 746.413 € (Vorjahr: 121.082 €) (Aufwand 2012: 625.331 €) gebildet.
Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 7. Dezember 2011 wurde im Rahmen der Folgebestellung der Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch die Vergütung der Vorstehenden mit Wirkung zum 1. Januar 2012 neu festgesetzt. Danach erhält Herr Dr. Heinz-Jürgen Bertram eine Festvergütung von 600.000 Euro sowie einen Jahresbonus - bei 100 % Zielerreichung - von 515.000 Euro. Bei den Herren Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch wurden jeweils, ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2012, die Festvergütung auf 400.000 Euro und der Jahresbonus - bei 100 % Zielerreichung - auf 400.000 Euro festgesetzt. Die Festvergütung von Achim Daub beträgt unverändert 400.000 Euro, sein Jahresbonus bei 100 % Zielerreichung ebenfalls 400.000 Euro.
Die Gesamtbezüge sind in der nachfolgenden Übersicht individualisiert dargestellt.
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| in Euro | Dienstvertragliche Festvergütung |
Sachbezüge* | Variable Vergütung** |
Gesamt- bezüge nach §314 Abs. 1 Nr. 6 a) HGB |
Alters- versorgung Eigenanteil |
ausgezahlte Festvergütung |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | 2012 | 600.000 | 14.388 | 516.030 | 1.130.418 | 56.516 | 543.484 |
| 2011 | 560.000 | 8.370 | 465.500 | 1.033.870 | 46.750 | 513.250 | |
| Achim Daub | 2012 | 400.000 | 5046 | 393.280 | 798.326 | 0 | 400.000 |
| 2011 | 400.000 | 6.833 | 380.000 | 786.833 | 0 | 400.000 | |
| Hans Holger Gliewe | 2012 | 400.000 | 9331 | 401.120 | 810.451 | 51.516 | 348.484 |
| 2011 | 350.000 | 5.363 | 330.050 | 685.413 | 6.750 | 343.250 | |
| Bernd Hirsch | 2012 | 400.000 | 10.050 | 405.600 | 815.650 | 49.500 | 350.500 |
| 2011 | 350.000 | 10.050 | 320.125 | 680.175 | 36.750 | 313.250 |
* Sachbezüge beinhalten bei allen Vorstandsmitgliedern sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zur Gruppenunfallversicherung.
** Variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht.
15.1.4 Altersversorgung
Eine unternehmensfinanzierte Altersversorgung wird heute bei neu abzuschließenden Vorstandsverträgen von Symrise nicht mehr gewährt. Allerdings können alle Vorstandsmitglieder aus ihrem Jahreseinkommen im Rahmen eines Gehaltsverzichts Altersversorgungsansprüche aufbauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2012 haben die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe sowie Bernd Hirsch davon Gebrauch gemacht. Einen Unternehmenszuschuss gibt es analog der geltenden Regelung für außertarifliche Mitarbeiter und Führungskräfte in diesem Zusammenhang nicht.
Im Jahr 2012 ergaben sich aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten Zuführungen zu den Rückstellungen aus dem Gehaltsverzicht sowie dem Zinsaufwand für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 236.500 € (Vorjahr: 80.002 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 109.492 € (Vorjahr: 19.214 €) und für Herrn Hirsch in Höhe von 158.822 € (Vorjahr: 57.416 €).
Für die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram und Hans Holger Gliewe besteht aufgrund ihres Arbeitsverhältnisses aus der Zeit vor ihrer Vorstandsbestellung zusätzlich eine Altersversorgungszusage, die damals allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurde. Für diese Versorgungszusagen wurden bei Herrn Dr. Bertram 145.809 € (Vorjahr: 38.791 €) und bei Herrn Gliewe 185.967 € (Vorjahr: 45.499 €) den Rückstellungen zugeführt.
Die auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallenden Aufwendungen für Pensionszusagen sind in der unten stehenden Übersicht dargestellt.
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| IN € | ZUFÜHRUNG ZUR PENSIONSRÜCKSTELLUNG AUS ALTERSVESORGUNSZUSAGEN | DAVON EIGENLEISTUNG DURCH GEHALTSUMWANDLUNG | BARWERT DER PENSIONSZUSAGE GESAMT |
|---|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | 382.309 | 56.516 | 1.098.183 |
| 2011 | 118.793 | 46.750 | 715.874 |
| Achim Daub | 0 | 0 | 0 |
| 2011 | 0 | 0 | 0 |
| Hans Holger Gliewe | 295.459 | 51.516 | 770.778 |
| 2011 | 64.713 | 6.750 | 475.319 |
| Bernd Hirsch | 158.822 | 49.500 | 267.311 |
| 2011 | 57.416 | 36.750 | 108.489 |
Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ergibt sich ein Barwert für die Pensionszusage für Herrn Dr. Heinz-Jürgen Bertram in Höhe von 738 T€ (Vorjahr: 628 T€), für Herrn Hans Holger Gliewe in Höhe von 506 T€ (Vorjahr: 414 T€) und Herrn Bernd Hirsch in Höhe von 147 T€ (Vorjahr: 89 T€).
15.1.5 Change of Control
Die Anstellungsverträge, die allen derzeitigen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor.
Je nach Laufzeit der Dienstverträge sind die Zusagen unterschiedlich ausgestaltet. Die Herren Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch bekommen im Falle eines Kontrollwechsels und einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat die Restlaufzeit ihrer Verträge (Gesamtlaufzeit drei Jahre) abgegolten, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.
Bei Herrn Dr. Heinz-Jürgen Bertram ist im Falle eines Kontrollwechsels und einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat vorgesehen, dass er die Restlaufzeit seines Vertrags (Gesamtlaufzeit fünf Jahre) als Abfindung ausbezahlt bekommt, mindestens jedoch drei Jahresgehälter. Durch die 5-jährige Laufzeit des Vertrags von Herrn Dr. Bertram kann zu Beginn seiner Folgebestellung der Abfindungsanspruch das Abfindungs-Cap nach Ziffer 4.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 übersteigen. Ab dem 1. November 2014 wird die Abfindung wieder dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechen.
Vorstand und Aufsichtsrat vertreten die Position, dass in dem Fall, in dem sich ein Mitglied des Vorstands für die gesetzlich maximal zulässige Laufzeit von fünf Jahren freiwillig an das Unternehmen bindet, eine laufzeitadäquate Absicherung der Vergütung für den Fall eines näher definierten Kontrollwechsels im Rahmen einer Übernahme (Change of Control) angemessen ist. Damit trägt die Gesellschaft dem Umstand Rechnung, dass die Umsetzung ihrer verabschiedeten und langfristig ausgerichteten Strategie durch eine situativ optimale Vorstandsbesetzung abgesichert wird.
Herr Achim Daub, dessen Dienstvertrag vor Einführung der neuen Change of Control Regelungen abgeschlossen wurde und noch bis zum 31. Dezember 2013 läuft, bekommt im Falle eines Kontrollwechsels die Restlaufzeit seines Vertrags ausbezahlt, sofern er innerhalb von sechs Monaten seinerseits kündigt (sog. "einseitiges Sonderkündigungsrecht").
Ferner enthalten alle Long Term Incentive Pläne (LTIP) eine Sonderklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Wird im Zuge eines Kontrollwechsels ein Mitglied des Vorstands abberufen, werden diesem Vorstandsmitglied alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen LTIP auf Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt.
15.1.6 Vorzeitige Beendigung und zeitliches Auslaufen der Dienstverträge
Bei vorzeitigem Widerruf der Bestellung als Vorstandsmitglied erhält das jeweilige Vorstandsmitglied ausschließlich seine Festvergütung für die Vertragsdauer weitergezahlt. Ein Anspruch auf Bonuszahlungen für das betreffende Geschäftsjahr besteht nicht.
Lediglich bei Herrn Hans Holger Gliewe besteht aufgrund seiner seit dem 1. August 1980 bestehenden Betriebszugehörigkeit die Abrede, dass im Falle der Beendigung seines Vorstandsvertrags aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, sein der Organbestellung vorausgegangenes Arbeitsverhältnis wieder auflebt.
Mit den Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart worden. Als Entschädigung hierfür erhält das jeweilige Vorstandsmitglied 50 % seiner Festvergütung für diese zwölf Monate.
Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen.
15.1.7 D & O-Versicherung
Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D & O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 AktG abgeschlossen.
15.2 Vergütung des Aufsichtsrats
15.2.1 Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats enthält für 2012 neben einer Grundvergütung eine variable Komponente, die das Unternehmensergebnis je Aktie angemessen berücksichtigt. Die Gesellschaft weicht derzeit von der aktuellen Fassung des Deutscher Corporate Governance Kodex bezüglich der Vergütung des Aufsichtsrates ab. Derzeit ist die den Mitgliedern des Aufsichtsrates in §14 Absatz 2 der Satzung der Symrise AG zugesagte erfolgsabhängige Vergütung an das Ergebnis je Aktie geknüpft. Die erfolgsabhängige Vergütung ist daher nicht auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet, wie es die Neufassung des Kodexes seit dem 15. Juni 2012 verlangt. Vorstand und Aufsichtsrat beachsichtigen der Hauptversammlung der Symrise AG am 14. Mai 2013 eine entsprechende Satzungsänderung zur Neuregelung der Vergütung des Aufsichtsrates vorzuschlagen. Die Grundvergütung beträgt für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einheitlich 20.000 €. Wenn das Unternehmensergebnis je Aktie mindestens 0,15 € beträgt, erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats jeweils 200 € für je 0,01 € Unternehmensergebnis je Aktie. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte sowohl der Grund- als auch der variablen Vergütung. Der stellvertretende Vorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieser beiden Vergütungsbestandteile. Die variable Vergütungskomponente ist der Höhe nach begrenzt: für einfache Mitglieder des Aufsichtsrats auf 40.000 €, für den stellvertretenden Vorsitzenden auf 60.000 € und für den Vorsitzenden auf 80.000 €.
Ausschussvorsitzende erhalten für jeden Vorsitz eine zusätzliche jährliche Festvergütung von 10.000 €. Stellvertretende Ausschussvorsitzende erhalten zusätzlich jährlich 5.000 € und einfache Ausschussmitglieder zusätzlich pro Jahr 2.500 €. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für Sitzungen des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € pro Sitzung, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag bei mehreren Sitzungen an einem Tag.
Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
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| in € | Grundvergütung | Variable Vergütung für Ergebnis je Aktie |
Vergütung für Ausschusstätigkeit |
Sitzungsgelder | Gesamtvergütung per 31.12.2012 |
Gesamtvergütung per 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe Vorsitzender | 40.000 | 53.200 | 31.806 | 7.000 | 132.006 | 110.489 |
| Karl-Heinz Huchthausen stellv.Vorsitzender | 30.000 | 39.900 | 7.500 | 10.500 | 87.900 | 83.749 |
| Dr. Michael Becker | 20.000 | 26.600 | 10.000 | 9.500 | 66.100 | 39.445 |
| Horst-Otto Gerberding | 20.000 | 26.600 | 5.000 | 6.500 | 58.100 | 62.300 |
| Dr. Peter Grafoner | 20.000 | 26.600 | 5.000 | 8.500 | 60.100 | 62.869 |
| Francesco Grioli | 20.000 | 26.600 | 2.500 | 9.500 | 58.600 | 53.849 |
| Dr. Hans-Heinrich Gürtler bis 15.5.2012 | 7.500 | 9.975 | 938 | 3.000 | 21.413 | 57.370 |
| Regina Hufnagel | 20.000 | 26.600 | 5.000 | 6.500 | 58.100 | 58.300 |
| Christiane Jarke | 20.000 | 26.600 | 2.500 | 6.500 | 55.600 | 34.800 |
| Gerd Lösing | 20.000 | 26.600 | 0 | 5.000 | 51.600 | 31.751 |
| Prof. Dr. Andrea Pfeifer | 20.000 | 26.600 | 3.194 | 5.500 | 55.294 | 33.300 |
| Dr. Winfried Steeger ab 15.5.2012 | 12.500 | 16.625 | 694 | 3.000 | 32.819 | 0 |
| Helmut Tacke | 20.000 | 26.600 | 0 | 5.000 | 51.600 | 50.800 |
| Dr. Helmut Frieden bis18.05.2011 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 19.049 |
| Andreas Schmid bis 18.05.2011 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 51.966 |
| Sanna Suvanto-Harsaae bis 18.05.2011 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 23.903 |
| Peter Winkelmann bis 18.05.2011 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 23.000 |
| 270.000 | 350.100 | 74.132 | 86.000 | 789.232 | 796.940 |
Ergebnis je Aktie: 1,33 €
15.2.2 D & O-Versicherung
In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt vereinbart worden.
16 ANGABEN GEMÄß PARAGRAPH 315 ABS. 4 HGB
Das Grundkapital der Symrise AG beläuft sich unverändert auf 118.173.300 € und ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht.
Die Prudential plc., London, Vereinigtes Königreich, hat uns auch im Namen ihrer M&G Tochtergesellschaften im September 2012 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 15 % Schwelle unterschritten hat und mit 14,98% über der 10 % Schwelle liegt. Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 23 Mio. € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Ferner ist der Vorstand bis zum 10. Mai 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.
b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5% über- oder unterschreiten.
bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:
aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.
d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.
e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.
g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control Regelung. Diese sieht vor, dass ein einfaches Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150% des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 nicht überschreiten. Wird der Vorstandsvorsitzende nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen oder legt er sein Vorstandsamt einvernehmlich nieder, so hat er einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Mit Wirkung vom 1. November 2012 an wird die Gesellschaft im Falle des Dienstvertrags des Vorstandsvorsitzenden bis einschließlich 31. Oktober 2014 der 23. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 15. Juni 2012 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 15. Mai 2012 nicht entsprechen.
Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.
17 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com/de/investor-relations/corporategovernance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html
Bestätigungsvermerk
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Symrise AG, Holzminden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Symrise AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Hannover, den 22. Februar 2013
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Ufer, Wirtschaftsprüfer
Dr. Thümler, Wirtschaftsprüfer
ERKLÄRUNG DES VORSTANDS
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Holzminden, den 22. Februar 2013
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Bernd Hirsch
Achim Daub
Hans Holger Gliewe