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Symrise AG Annual Report 2011

Apr 17, 2012

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Annual Report

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Symrise AG

Holzminden

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

KONZERN-KENNZAHLEN

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IN MIO. € 2010 2011 VERÄNDERUNG IN % VERÄNDERUNG IN % währungsbereinigt
Umsatz 1.571,9 1.583,6 0,7 2,0
EBITDA 331,2 315,9 -5 -4
EBITDÄ-Marge in % 21,1 20,0
EBIT 244,4 234,4 -4 -3
EBIT-Marge in % 15,5 14,8
Jahresüberschuss 133,5 146,5 10
Ergebnis je Aktie in € 1,13 1,24 10
Dividende je Aktie in € 0,60 0,622 3
Bilanzsumme (31.12.) 2.059,0 2.098,2 2
Eigenkapitalquote (31.12.) in % 40,9 43,5
Investitionen 70,5 67,3
Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen)/EBITDA (31.12.) Verhältnisgröße 2,2 2,2
Operativer Cashflow 235,1 200,9 -15
Mitarbeiter (31.12.) FTE1 5.288 5.434 3
Scent & Care
Umsatz 804,5 801,4 -0,4 1,0
EBITDA 160,8 157,6 -2 -1
EBlTDA-Marge in % 20,0 19,7
Flavor & Nutrition
Umsatz 767,4 782,2 1,9 3,1
EBITDA 170,4 158,3 -7 -6
EBlTDA-Marge in % 22,2 20,2

1 ohne Auszubildende und Trainees; FTE = Full Time Equivalent (Vollzeitmitarbeiter)

2 Vorschlag

LAGEBERICHT DES SYMRISE KONZERNS

INHALTSVERZEICHNIS

ÜBERBLICK ZUM GESCHÄFTSJAHR 2011

STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Unternehmensprofil

Leitung und Kontrolle

Geschäftstätigkeit und Produkte

MARKT UND WETTBEWERB

Marktstruktur

Marktposition von Symrise

ZIELE UND STRATEGIE

Ziele

Strategie

Wertorientierte Steuerung

RAHMENBEDINGUNGEN

Differenzierte Auswirkungen auf Symrise

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte

Preisentwicklung und Verfügbarkeit der Rohstoffe

Politische und regulatorische Rahmenbedingungen

UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Ertragslage

Finanzlage

Vermögenslage

Immaterielle, nicht bilanzierte Werte

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

NACHHALTIGKEIT

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Leitlinien und Schwerpunkte

Organisation

Personal, Aufwand und Ergebnisse

Ausgewählte Projekte/Neue Produkte

MITARBEITER

Struktur der Belegschaft

Personalstrategie

Personalmaßnahmen

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Grundsätze

Struktur und Prozess des Risikomanagements

Gesamtbewertung der Risikolage

Chancenmanagement

WESENTLICHE MERKMALE DES RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKO MANAGEMENTSYSTEMS

Grundzüge und Ziele

Organisation und Prozess

NACHTRAGSBERICHT

GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

PROGNOSEBERICHT

Künftige Rahmenbedingungen

Künftige Unternehmensentwicklung

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

ANGABEN GEMÄSS PARAGRAPH 315 ABS. 4 HGB

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

ÜBERBLICK ZUM GESCHÄFTSJAHR 2011

Das Geschäftsjahr 2011 verlief für den Symrise Konzern erfolgreich. Nach dem außerordentlichen Wachstum des Vorjahres hat sich die Umsatzentwicklung im Jahr 2011 wieder normalisiert. Die verschärfte Staatsschuldenkrise in Europa und die anhaltende Konsumschwäche in den USA haben sich allerdings auch auf unser Geschäft ausgewirkt. Zudem haben wir zur Sicherung unserer Ertragskraft bewusst auf weniger profitables Geschäft verzichtet. Der Umsatz des Konzerns stieg im Berichtsjahr somit nur um 1 % auf 1.584 Mio. €. Währungsbereinigt wurde ein Wachstum von 2 % erzielt. Der Umsatzanteil mit den strategisch wichtigen Top 10-Kun-den erhöhte sich 2011 auf 31 %. Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert Währungsbereinigt um 3 %, der Anteil am Gesamtumsatz lag wie im Vorjahr bei 46 %.

Die Kapazitäten des Symrise Konzerns waren 2011 weltweit gut ausgelastet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) ging von 331 Mio. € im Vorjahr auf 316 Mio. € zurück. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 20,0 %, nach 21,1 % im Vorjahr. Scent&Care erzielte einen Umsatz von 801 Mio. €, dies entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von 1 %. Das EBITDA lag bei 158 Mio. € (Vorjahr: 161 Mio. €). Die EBITDA-Marge beläuft sich auf 19,7 %, nach 20,0 % im Vorjahr. Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition nahm der Umsatz Währungsbereinigt um 3 % zu und erreichte 782 Mio. €. Das EBITDA dieses Geschäftsbereichs beträgt ebenfalls 158 Mio. € (Vorjahr: 170 Mio. €). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 20,2 %, nach 22,2 % 2010.

Der Jahresüberschuss des Symrise Konzerns für das Geschäftsjahr 2011 beläuft sich auf 147 Mio. €, nach 134 Mio. € im Vorjahr. Damit stieg das Ergebnis je Aktie von 1,13 € um 10 % auf 1,24 €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 vor, eine Dividende von 0,62 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten.

Der operative Cashflow des Unternehmens summierte sich 2011 auf 201 Mio. €. Die liquiden Mittel stiegen zum Jahresultimo 2011 auf 119 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) sank auf 703 Mio. € und belief sich zum Bilanzstichtag auf das 2,2-fache des EBITDA.

Symrise blickt verhalten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2012. Wir streben wiederum ein moderates, währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 2 % und 4 % an. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise per Saldo nicht über dem Niveau von 2011 liegen und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2011 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2012 eine nachhaltige EBITDA-Marge von rund 20%. Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA sollte im Zielbereich von 2,0 bis 2,5 liegen.

KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK

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IN MIO. € 2010 2011 VERÄNDERUNG IN

%
VERÄNDERUNG IN % Währungsbereinigt
Umsatz 1.571,9 1.583,6 0,7 2,0
EBITDA 331,2 315,9 -5 -4
EBITDA-Marge in % 21,1 20,0
Jahresüberschuss 133,5 146,5 10
Ergebnis je Aktie in € 1,13 1,24 10
Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA (31.12.) Verhältnisgröße 2,2 2,2

STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

UNTERNEHMENSPROFIL

Symrise entwickelt, produziert und vertreibt Duft- und Geschmackstoffe sowie aktive Wirkstoffe für die kosmetische Industrie. Zu den Kundenbranchen zählen die Parfüm-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie sowie Anbieter von Haushaltsprodukten. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Lösungen in den Anwendungsgebieten Gesundheit und Körperpflege durch biofunktionale und bioaktive Inhalts- und Wirkstoffe tätig. Im Jahr 2011 erzielte Symrise einen Umsatz von rund 1,6 Mrd. € und ist damit das viertgrößte Unternehmen im Markt für Duft- und Geschmackstoffe weltweit. Die Produkte des Unternehmens finden Abnehmer in 160 Ländern, wobei 2011 54 % der Umsätze auf Industrieländer in Westeuropa, Nordamerika und in Teilen Asiens entfielen. Die Zahl unserer Kunden belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf über 6.000. Einen Umsatzanteil von 46 % erreichten wir in den sogenannten Emerging Markets in Asien, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Osteuropa. In den zwei Geschäftsbereichen des Symrise Konzerns - Scent & Care und Flavor & Nutrition - arbeiten zusammen rund 5.400 Mitarbeiter. Die Standorte des Unternehmens verteilen sich auf 36 Länder, wodurch wir auf unseren wichtigen Absatzmärkten vor Ort vertreten sind. Das Wachstum aus eigener Kraft ergänzen wir mit Akquisitionen, wenn uns diese eine stärkere Marktposition bieten oder Zugang zu wichtigen Technologien ermöglichen. Bedeutende Kooperationen in den Bereichen Produktentwicklung und -forschung bestanden 2011 beispielsweise mit Ecobiotics, InterMed Discovery und Axxam.

Der Symrise Konzern entstand aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen damit bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgänge runternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2011 von rund 2,4 Mrd. € zu den im MDAX geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf 94 %.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den beiden Geschäftsbereichen. Sie verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.

Beide Geschäftsbereiche haben ihre Organisation in vier Regionen mit eigenständigen regionalen Leitungen eingeteilt:

Europa, Afrika und Mittlerer Osten (EAME)
Nordamerika
Asien/Pazifik
Lateinamerika

Die Aktivitäten der zwei Geschäftsbereiche erstrecken sich auf mehrere Geschäftsfelder beziehungsweise Anwendungsbereiche. Die Geschäftsfelder des Geschäftsbereichs Scent&Care sind: Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care. Die Geschäftsfelder sind zudem anhand verschiedener Anwendungsbereiche strukturiert; Fragrances ist beispielsweise in Fine Fragrances, Personal Care und Household unterteilt. Der Geschäftsbereich Flavor&Nutrition konzentriert sich auf Produkte in den Anwendungsbereichen Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health. Consumer Health ist ein im Jahr 2009 von Symrise neu erschlossener Anwendungsbereich.

Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen & Controlling, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Corporate Compliance, Interne Revision sowie globales Prozess-Design zur Ausschöpfung geschäftsbereichsübergreifender Synergien wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik - auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.

Der Firmensitz von Symrise befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.114 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Zudem ist ein Großteil der Mitarbeiter des Corporate Center in Holzminden konzentriert. Regionale Hauptsitze befinden sich in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo) und Singapur. Wichtige Produktions anlagen befinden sich in Deutschland, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Ein Beispiel ist das "Global Citrus Center" in Sorocaba in Brasilien. Hier haben wir die Möglichkeit eines direkten und ressourcenschonenden Zugangs zu qualitativ hochwertigen Rohstoffen. Im Jahr 2011 konnten wir auf dieser Basis eine Reihe neuartiger hochkonzentrierter Zitrus-Öle entwickeln und produzieren. Entwicklungszentren finden sich insbesondere in Deutschland, Brasilien, China, Frankreich, Singapur und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 30 Ländern.

LEITUNG UND KONTROLLE

Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.

Der Vorstand besteht zum 31. Dezember 2011 aus vier Mitgliedern: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstandsvorsitzender), Achim Daub (Vorstand Scent&Care), Hans Holger Gliewe (Vorstand Flavor& Nutrition) und Bernd Hirsch (Vorstand Finanzen). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem Ziel, den Unternehmenswert zu steigern.

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.

Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Geschäftsbericht im Bericht des Aufsichtsrats und im Corporate Governance-Bericht dargestellt.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND PRODUKTE

Symrise stellt etwa 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette beider Geschäftsbereiche erstreckt sich über die Produktforschung, Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig entfällt auf unsere Produkte meist nur ein geringer Anteil der Gesamtkosten des Endprodukts. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmackstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F&E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben (Europa, Asien/ Pazifik, Nordamerika, Lateinamerika) ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F&E-Akti-vitäten. Sie schafft die Grundlage für die Entwicklung marktfähiger und langfristig erfolgreicher Produkte, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Verbraucher in verschiedenen Teilen der Welt gerecht werden.

Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln. Vor allem große Hersteller legen erheblichen Wert auf global tätige Lieferanten. Die weltweite Präsenz und Innovationskraft der Lieferanten sind wichtige Grundlagen für die Aufnahme in den Kreis der Kernlieferanten (sogenannte Core Lists). Die Aufnahme auf eine solche Gore List ist für uns die Voraussetzung, an einer deutlich größeren Zahl von Produktausschreibungen (Briefings) teilzunehmen und diese zu gewinnen. Die Kunden überprüfen die jeweiligen Listen im Schnitt alle drei bis vier Jahre. Dabei sind, neben der finanziellen Solidität und globalen Reichweite des Unternehmens, die Innovationskraft und die Kreativität die wichtigsten Faktoren, um in die Core List aufgenommen beziehungsweise weiterhin auf der Liste geführt zu werden. Zudem entwickelt Symrise eigenständig innovative Produkte und Lösungen und präsentiert diese möglichen Abnehmern. Zum Beispiel werden unter dem Markennamen Taste for Life® eine Vielzahl von Produktkonzepten mit dem Schwerpunkt Gesundheit, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit angeboten. Ein weiteres Beispiel ist der in dem Bereich Scent & Care entwickelte neue kosmetische Wirkstoff SymHelios®, der die Hautzellen vor negativen Umwelteinflüssen und starker Sonneneinstrahlung schützt.

Die Produktion der Duft- und Geschmackstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.

SCENT & CARE

Die mehr als 15.000 Produkte des Geschäftsbereichs werden in rund 135 Ländern vertrieben. Zum Leistungsportfolio zählen Duftkompositionen, kosmetische Inhalts Stoffe, Aromachemikalien sowie Mintprodukte. Standorte bestehen in mehr als 30 Ländern. Große Niederlassungen befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Indien, Singapur und den USA. Der Geschäftsbereich unterteilt sich in die Geschäftsfelder Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care, in denen unsere Produkte wie folgt in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:

Fragrances: Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Personal Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Household) eingesetzt. Kunden erhalten die Parfümöle in flüssiger Form oder verkapselt. Die Kompositionen entstehen in der Regel auf Anfrage und nach Briefing eines Kundenunternehmens. Zu den Endprodukten, in die Parfümöle eingehen, zählen im Anwendungsbereich Personal Care Haarpflegeprodukte, Waschlotionen, Hautcreme oder Duschgel. Zudem kommen Lösungen von Symrise zur Oberdeckung unangenehmer Körpergerüche beispielsweise in Deodorants zum Einsatz. Wasch- und Reinigungsmittel sowie Lufterfrischer sind Beispiele für die Anwendung von Parfümölen in Haushaltsprodukten. Parfümöle verleihen beispielsweise Reinigungsmitteln einen angenehmen Duft. Darüber hinaus maskieren Parfümöle unangenehme Gerüche.

Life Essentials: Die hier hergestellten Produkte werden in Hautpflegeprodukten, Haarpflegeprodukten, Sonnencremes, Aftershave-Balsams, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos oder Deodorants eingesetzt. Einen wichtigen Teil dieses Geschäftsfelds bilden die Produkte mit pflegenden Eigenschaften. Alternative Konservierungsstoffe sind ein weiterer Schwerpunkt. Das Geschäftsfeld unterteilt sich in die Anwendungsbereiche Cosmetic Ingredients und UV-Filter.

Bei Cosmetic Ingredients konzentriert sich Symrise auf die Entwicklung von Active Ingredients, Functionals und Botanicals. Active Ingredients sind hochwirksame Substanzen für die kosmetische Pflege, beispielsweise Stoffe, die die Hautalterung verlangsamen (Anti-Aging), entzündete oder gereizte Haut beruhigen (Anti-Irritants) oder antibakteriell wirken. Ein weiteres Beispiel ist ein feuchtigkeitsspendend er Wirkstoff, dessen Anwendung eine geringere Dosierung von herkömmlichen Konservierungsstoffen erlaubt.

Neuentwicklungen, die auf aktiven Inhaltsstoffen basieren, sind beispielsweise SymFinity® 1298, ein hochwirksamer Echinacea Pupurea-Extrakt, der die Lebensdauer von Hautzellen erhöht, sowie alpha-Bisabolol®, ein hautberuhigender Wirkstoff für die Kosmetikindustrie. Der Anwendungsbereich Botanicals umfasst Pflanzenextrakte, die zusätzlich zu ihrer funktionalen Wirkungsweise dank ihrer olfaktorischen Qualitäten eine hohe Attraktivität beim Verbraucher aufweisen. Beispiele hierfür sind Extrakte aus Safran (hautaufhellende, antioxidative und entzündungshemmende Effekte) oder weißer Tee (antioxidative Wirkung).

Im Bereich der organischen UV-Filter verfügt Symrise über ein umfangreiches Portfolio an öl- und wasserlöslichen UVB- und UVA-Filtern, die unter der Bezeichnung Neo-Heliopan® vertrieben werden. Im Bereich der anorganischen UV-Filter liegt der Fokus auf Zinkoxid, das neben einer großen Bandbreite an dermatologischen Anwendungsmöglichkeiten eine höchst effektive Sonnenschutzwirkung aufweist.

Aroma Molecules: Produkte, die in flüssiger oder kristalliner Form in den Anwendungsbereichen Sensates (Menthole), Special Fra-grance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals zum Einsatz kommen. Im Anwendungsbereich Sensates wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals umfassen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität. Die erzeugten Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen verwandt als auch an die Unternehmen der Konsumgüterindustrie vertrieben, die daraus Parfümöle herstellen. Ein wichtiger Anwendungsbereich sind unter anderem biologisch abbaubare Moschusduftstoffe, die eine deutlich erhöhte Haftung auf Haaren, Haut oder Textilfasern aufweisen und ein wesentlicher Bestandteil von Parfümölen sind.

Oral Care: Symrise bietet die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an. Zu den besonders innovativen Produkten gehört Optacool®, das einen frischen Mintgeschmack mit einem kühlenden Frischeerlebnis verbindet. Ein weiteres Produkt ist Optaflow®; es regt auf natürliche Weise den Speichelfluss an und trägt so zur Mundhygiene und einem verbesserten Mundgefühl bei.

FLAVOR & NUTRITION

Das Produktspektrum von Flavor & Nutrition besteht aus mehr als 15.000 Produkten, die in 140 Ländern verkauft werden. Die flüssigen, pulverförmigen, granulierten oder als Paste produzierten Geschmackstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte) und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmackstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Grundstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Der globale Anwendungsbereich Consumer Health bedient unter anderem den wachsenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel und pharmazeutische Präparate. Die Standorte des Geschäftsbereichs befinden sich in mehr als 30 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika. Hauptniederlassungen befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, England, Frankreich, Indien, Japan, Mexiko, Singapur und den USA.

Im Einzelnen kommen die Geschmack- und Inhaltsstoffe von Symrise in vier Anwendungsbereichen zum Einsatz:

Beverages: Unsere Geschmack Stoffe finden Eingang in alkoholfreie Getränke wie Erfrischungsgetränke, Fruchtsaftgetränke, Energie- und Sportgetränke, Tee- und Kaffeegetränke, Milchmischgetränke sowie funktionelle Getränke, die wahlweise mit Milch oder Joghurt, Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen oder Pflanzen- und Kräuterextrakten gemischt werden. Zudem verfügt Symrise über Anwendungen mit Aromagranulaten für Instantgetränke wie Tee- und Kaffee-Spezialitäten. Die sogenannten Blossom-Teas, wie beispielsweise Roter Tee mit Rose, gehören zu den neuesten Getränkekonzepten von Symrise bei Soft-Drinks. Produktkonzepte für Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte haben wir konsequent um neue Früchte wie Aroniabeeren, Sanddorn oder die Acerolakirsche ergänzt. Das Spektrum wird erweitert durch Geschmackstoffe, Destillate und Extrakte für nahezu alle gängigen Formen alkoholischer Getränke - zum Beispiel für Liköre, Spirituosen, Biermischgetränke und weinhaltige Getränke. Ein besonderes Augenmerk richten wir auf Biermischgetränke, bei denen neben dem Aroma auch Farb- und Konservierungsstoffe als Komplettlösung angeboten werden, die über eine optimale Stabilität in einer Bier-Matrix verfügen.

Savory: Hierzu gehören Fleischaromen, Kräuter -und Gemüseextrakte, Weinaromen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte sowie Aufstreuwürzungen, sogenannte Seasonings für Snacks. Spezielle Geschmackstoffe von Symrise helfen auch dabei, den Salz- und Fettgehalt in Nahrungsmitteln ohne Einbußen am Geschmack erheblich zu senken. In Savory wurde bereits 2009 der Anwendungsbereich Tobacco eingegliedert. Die von uns entwickelten Tabakaromen werden von der Tabakindustrie zur Herstellung von Zigaretten- und Pfeifentabak eingesetzt. Zudem bieten wir spezielle Aromatisierungsverfahren für Tabakprodukte an.

Sweet: Dieser Anwendungsbereich umfasst die Bereiche Süßwaren, Backwaren, Eiscreme und Milchprodukte. Im Fokus stehen Produkte mit verbesserter Aromenfreisetzung und Aromasysteme mit sogenannten maskierenden Eigenschaften, die den Einsatz von funktionalen Inhaltsstoffen ermöglichen und gleichzeitig deren häufig unangenehmen Geschmack überdecken. Symrise konzentriert sich insbesondere auf Vanille-, Zitrus- und Mintaromen. Seit 2009 bieten wir ausgewählte hochwertige Extrakte der Bourbon-Vanille, die wir auf Madagaskar gewinnen, mit Zertifizierung für den biologischen Anbau an. Damit eignen sie sich für die Verwendung in als biologisch gekennzeichneten Endprodukten (organic food).

Consumer Health: Hierunter fallen natürliche funktionale Inhaltsstoffe zur Förderung beispielsweise der Herz- und Verdauungsfunktion, Geschmackslösungen pharmazeutischer Produkte, Aromatisierungen für pharmazeutische Produkte sowie natürliche Lebensmittelfarben und färbende Lebensmittel (Spezialitäten).

MARKT UND WETTBEWERB

MARKTSTRUKTUR

Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Duft- und Geschmack Stoffe (F&F-Markt/Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2011 nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants auf 12,2 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsfeldern Life Essentials und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach eigenen Schätzungen 2011 ein Umsatzvolumen von 4,0 Mrd. € aufwies. In beiden Teilmärkten sind die vermarkteten Stoffe Bestandteile einer Reihe von Produkten, die vom Endverbraucher konsumiert beziehungsweise angewandt werden. Insofern sind beide Märkte in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt (AFF-Markt) weist damit insgesamt eine Größe von 16,2 Mrd. € auf und wächst langfristig durchschnittlich um etwa 2-3 % pro Jahr.

Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter, inklusive Symrise, zusammen einen Marktanteil von etwa 55 % erreichen.

Für den F&F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt. Gleichzeitig ist seit geraumer Zeit bei unseren Kunden eine zunehmende Marktkonsolidierung hin zu global tätigen Unternehmen zu beobachten, die ihrerseits ebenfalls global tätige Lieferanten bevorzugen. Weltweite Präsenz und hohe Innovationskraft sind daher wichtige Grundlagen für die Aufnahme in den Kreis der Kernlieferanten der großen internationalen Kunden (sogenannte Gore Lists). Sie überprüfen ihre Core Lists im Durchschnitt nur alle drei bis vier Jahre. Darüber hinaus sind die Unternehmen der Branche in einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld tätig.

Neben den unterschiedlichen lokalen Geschmackspräferenzen und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst. Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmackstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den Emerging Markets durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Convenience und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden. Steigende Qualitätsanforderungen, schnell wechselnde Produktneuheiten sowie Multifunktionalität von Produkten sind weitere Wachstumstreiber. Entscheidende Vorteile im Wettbewerb bestehen darin, Markttrends frühzeitig zu erkennen und innovative Produkte auch mittels neuer Technologien zu entwickeln und erfolgreich im Markt zu etablieren.

MARKTPOSITION VON SYMRISE

Symrise ist gemessen am Umsatz das viertgrößte Unternehmen der F&F-Branche. Bezogen auf den relevanten AFF-Markt von 16,2 Mrd. € betrug der Marktanteil des Unternehmens im Jahr 2011 10 %. Die großen Wettbewerber von Symrise, wie Givaudan, IFF oder Firmenich, sind vornehmlich im traditionellen Aromen- und Duftstoff- beziehungsweise Parfümölgeschäft aktiv. Symrise hat beide Geschäftsbereiche um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent&Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Flavor & Nutrition um Nahrungsergänzungsmittel. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhalts Stoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Segmenten dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F&F-Branche gehören.

Symrise erzielte im Jahr 2011 ein Umsatzwachstum von 1 %. Wie in den vorangegangenen Jahren haben auch im Jahr 2011 beide Geschäftsbereiche neue Core List-Positionen hinzugewonnen und damit die Basis für künftiges Wachstum und eine weiter gestärkte Marktposition gelegt.

In einzelnen Marktbereichen nehmen wir weltweit führende Positionen ein, wie beispielsweise bei der Synthese von naturidentischem L-Menthol, dessen Derivaten und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter. Durch die Akquisition der Parfümölgeschäfte von Intercontinental Fragrances und Manheimer Fragrances sind wir zu einem führenden Hersteller auf dem US-amerikanischen Markt für Lufterfrischer (Air Care-Markt) und Duftkerzen aufgerückt. Unsere Position im Markt für Geschmackstoffe konnten wir in den USA durch die Akquisition der Aromen-Sparte von Chr. Hansen im Jahr 2008 ausbauen. In Ägypten erreichten wir durch den Erwerb von Futura Labs eine marktführende Stellung bei Geschmackstoffen und Grundstoffen für die Getränkeindustrie.

ZIELE UND STRATEGIE

ZIELE

Durch ertragsorientiertes Wachstum wollen wir unsere Marktposition und Unabhängigkeit weiter stärken.

Marktposition: Unser Umsatz soll langfristig schneller wachsen als der Markt, der im Durchschnitt jährlich um etwa 2-3 % wächst. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen.
Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von 20 % an.
Finanzlage: Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Pensionsrückstellungen) zu EBITDA soll mittelfristig in einem Korridor zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ein kurzfristiges Überschreiten dieses Bereichs ist aus unserer Sicht beispielsweise im Falle von Akquisitionen im Rahmen unserer Strategie möglich. Ein kontinuierlich hoher operativer Cashflow trägt zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei.

Unsere Aktionäre beteiligen wir an dem wirtschaftlichen Erfolg durch eine attraktive Dividende. Für das Geschäftsjahr 2011 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,62 € je Aktie vorschlagen, was gegenüber dem Vorjahr einer Erhöhung um 3 % entspricht.

Symrise hat sich zum Ziel gesetzt, den sich wandelnden Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucher durch Innovation und Kreativität besser gerecht zu werden als seine Wettbewerber. Unser Fokus auf Forschung und Entwicklung, auf neue und innovative Produktkonzepte und Produktgruppen soll dabei helfen, die Marktanteile im Segment hochwertiger und margenstarker Produkte weiter zu erhöhen.

Der globale Anwendungsbereich Consumer Health ist ganz auf funktionale Inhaltsstoffe für Nahrungsergänzungsmittel und Geschmackslösungen für Gesundheitspräparate spezialisiert. Moderne Verbraucher wollen Produkte, die zahlreiche Ansprüche auf einmal erfüllen: Nahrungsmittel sollen gesund sein und für Wohlbefinden sorgen, dabei unkompliziert konsumierbar sein und gut schmecken. Insbesondere zwei Faktoren beeinflussen diesen Trend: Zum einen wächst das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, zum anderen spielt die Individualisierung von Konsumenten-Bedürfnissen eine Rolle. Der Verbraucher will maßgeschneiderte Produkte, die nicht einfach nur "gesund" sind, sondern konkrete Zwecke erfüllen müssen: das Herz stärken, die Haut straffen, den Alterungsprozess verlangsamen oder die körperliche Fitness unterstützen.

Diesem wachsenden Markt tragen wir mit unserer Health&Nutri-tion-Strategie Rechnung. Teil der Strategie ist das "Competence Center for Health & Nutrition". Das Kompetenzzentrum arbeitet unabhängig für alle vier Anwendungsbereiche (Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health), versorgt diese mit Markt- und Konsumentendaten sowie Informationen zur Produktsicherheit und unterstützt sie bei der Entwicklung innovativer Produkte und Inhaltsstoffe, basierend auf wissenschaftlichen und ernährungsphysiologischen Erkenntnissen. Mit diesen Lösungen wollen wir ein unverzichtbarer Partner für unsere Kunden sein.

STRATEGIE

Unsere Wachstums- und Rentabilitätsziele werden wir durch die konsequente Umsetzung unserer Strategie erreichen. Wachstum, Effizienz und Portfolio: Mithilfe dieser drei Säulen unserer Strategie setzen wir Mission und Vision in konkrete Maßnahmen um, die zum wirtschaftlichen Erfolg führen.

Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum.
Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität.
Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. So sichern wir unsere einzigartige Marktposition.

Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein.

WERTORIENTIERTE STEUERUNG

Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen Zielwert von 20 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswerts ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. So misst der verwendete Symrise Value Added (SVA) die Steigerung des Ertragswerts über eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus. Das Konzept verbindet die zwei Werthebel Erhöhung der Profitabilität und Optimierung des eingesetzten Vermögens beziehungsweise Kapitals mit dem Ziel, eine Wertsteigerung über die Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus zu erzielen.

Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Wichtige Kennzahlen sind beispielsweise der operative Cashflow und die Relation Nettoverschuldung zu EBITDA.

Zu einer wertorientierten Unternehmensführung zählt auch die Teilhabe der Anteilseigner am erwirtschafteten Ergebnis in Form einer attraktiven Dividende. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Unternehmens. Wir wollen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstums Chancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.

RAHMENBEDINGUNGEN

DIFFERENZIERTE AUSWIRKUNGEN AUF SYMRISE

Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine große Rolle. Deutlich negative oder positive Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Leistung wirken senkend oder steigernd auf den Absatz von Produkten, in denen unsere Duft- oder Geschmackstoffe eingesetzt werden, was sich im Nachfrageverhalten unserer Kunden äußert. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung.

Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.

Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die weltwirtschaftliche Entwicklung schwächte sich 2011 deutlich ab. Die Ursachen waren vielfältig. Die Schuldenkrise einiger europäischer Länder belastete nicht nur die Finanzmärkte, sondern wirkte auch über die notwendigen Einsparungsmaßnahmen dämpfend auf die Realwirtschaft. Auch einige Schwellenländer strafften ihre Geld- und Finanzpolitik, um inflationären Tendenzen entgegenzuwirken. Politische Unruhen im Mittleren Osten und in Nordafrika schränkten zeitweise das Ölangebot ein. Hinzu trat die Umwelt- und Reaktorkatastrophe in Japan im Frühjahr 2011. Nach Schätzungen der Weltbank hat sich das globale Wirtschaftswachstum von 4,1 % im Jahr 2010 auf 2,7 % im Jahr 2011 verlangsamt. Die Expansion des Welthandelsvolumens, das stärkeren Schwankungen unterliegt als die Wirtschaftsleistung, halbierte sich von 12,4 % 2010 auf 6,6 % im vergangenen Jahr.

Das konjunkturelle Abbremsen im Jahr 2011 war in den Industrieländern besonders ausgeprägt. Hier sank die durchschnittliche Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahresvergleich 2010/2011 von 3,0 % auf 1,6 %. Verstärkt durch die Ereignisse in Fukushima, sank das BIP Japans 2011 sogar um schätzungsweise 0,9 %. Die Volkswirtschaft der USA stagnierte im ersten Halbjahr 2011, belebte sich aber im weiteren Jahresverlauf. Die Wirtschaftsleistung dürfte hier 2011 um 1,7 % zugelegt haben, wobei der Arbeitsmarkt und der Bau- und Immobiliensektor weiterhin die Schwachpunkte der US-Wirtschaft darstellen. Die Wirtschaft in den Ländern des Euro-Raums expandierte 2011 um durchschnittlich 1,6 %, wobei erhebliche Unterschiede im Konjunkturverlauf bestanden. Wie schon 2010, übertraf das Wirtschaftswachstum in Deutschland das der anderen Länder der Währungsgemeinschaft: Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes nahm das deutsche BIP 2011 um 3,0% zu. Die wirtschaftliche Expansion fand allerdings hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt, ab dem Sommer belasteten die schwächere weltwirtschaftliche Entwicklung und die Euro-Schuldenkrise den Konjunkturverlauf. Die Wachstumsimpulse kamen 2011 vor allem aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben nahmen um 1,5 % zu, die Bauinvestitionen um 5,4 % und die Ausrüstungsinvestitionen um 8,3 %. Die Lage am deutschen Arbeits markt verbesserte sich weiter. Die Verbraucherpreise stiegen allerdings mit 2,3 % deutlich ausgeprägter als in den Vorjahren.

Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer verlief auch 2011 auf einem höheren Niveau als das in den Industrieländern. Nach einem Plus von 7,3 % im Jahr 2010 verringerte sich die durchschnittliche Zuwachsrate der Wirtschaftsleistung in den Emerging Markets 2011 auf 6,0 %. Einerseits litt die Wirtschaftsentwicklung dieser Ländergruppe unter den verringerten Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte in den Industrieländern, andererseits nahmen einige Länder - namentlich Brasilien, Indien, Russland, Südafrika und die Türkei - bewusst Wachstumseinbußen in Kauf, und wirkten mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen einer Überhitzung der Wirtschaft entgegen. In regionaler Betrachtung führte 2011 Ostasien mit China an der Spitze die Rangliste der Wachstums stärksten Regionen an: das Plus belief sich hier auf 8,2 %, in China auf 9,1 %. Die Länder in Südasien wuchsen durchschnittlich um 6,6 %, Indien erzielte einen BIP-Anstieg um 6,5 %. Die Wirtschaftskraft Lateinamerikas erhöhte sich 2011 im Mittel um 4,2 %, wobei Brasilien mit 2,9 % Wirtschaftswachstum etwas zurückblieb. Argentinien erreichte einen BIP-Anstieg von 7,5 %, Mexiko von 4,0 %.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:

Konjunkturelle Schwankungen haben in den entwickelten Märkten kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse, beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt, abdecken.
Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care (etwa 10 bis 15 % unseres Produktportfolios).
In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Duft- und Geschmackstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung.
Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte.

Vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld gingen 2011 keine gravierenden Effekte auf den Geschäftsverlauf von Symrise aus. Aufgrund unserer breiten internationalen Aufstellung wurden Nachfrageschwächen in einzelnen Ländern durch eine lebhaftere Geschäftstätigkeit an anderem Ort ausgeglichen.

ENTWICKLUNG WESENTLICHER ABSATZMÄRKTE

Der für den Symrise Konzern relevante AFF-Markt ist im Jahr 2011 um etwa 4,5 % gewachsen; sein Volumen lag bei 16,2 Mrd. €. In den einzelnen Marktbereichen waren dabei ähnliche Entwicklungen zu verzeichnen. Der Markt für Geschmack Stoffe legte nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants 2011 um 4,5 % auf 6,4 Mrd. € zu Der Markt für Duftstoffe wuchs ebenfalls um 4,5 % auf 5,8 Mrd. €. Der Absatz von Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffen dürfte 2011 nach eigenen Schätzungen um etwa 5 % auf 4,0 Mrd. €, nach 3,8 Mrd. € im Jahr 2010, zugenommen haben.

PREISENTWICKLUNG UND VERFÜGBARKEIT DER ROHSTOFFE

Symrise setzt in der Produktion annähernd 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von besonderer Bedeutung sind natürliche Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basis Chemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette ihren Einsatz finden. Generell entfallen jedoch auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer großen Zahl von Rohstoffen waren 2011 weltweit eher mäßige bis schlechte Ernten zu verzeichnen, bedingt durch starke Regenfälle, Dürre- oder Kälteperioden. Im Zitrus-Bereich bestand und besteht weiterhin eine angespannte Marktlage. Auch bei Citral- und Terpenderivaten, die bei der Herstellung von Duftkompositionen eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und somit die Kostensituation verschlechtert. Ähnliches gilt für die Basischemikalien, deren Preise bis zum dritten Quartal 2011 durch die sehr hohe Nachfrage, besonders in Asien, stark stiegen. Die anhaltende Aufwertung des chinesischen Renminbis unterstützte diese Entwicklung. Nach einer geringfügigen Entspannung bewegten sich die Preise zum Ende 2011 hin weiter auf hohem Niveau.

Insgesamt stiegen die Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2011, insbesondere im ersten Halbjahr, etwas stärker an als von uns erwartet. Dabei glichen sich die Effekte aus der Veränderung von Wechselkursen in der Gesamtbetrachtung zwar weitgehend aus, bei einzelnen Rohstoffen ergaben sich jedoch starke Preisverzerrungen. Generell nahm die Preisvolatilität 2011 weiter zu. Als Konsequenz daraus bestanden viele Lieferanten auf verkürzten Kontraktlaufzeiten. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit Lanxess bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration, d.h. unter Einbeziehung der lokalen Bauern in Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille.

POLITISCHE UND REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Im Jahr 2011 gab es einige regulatorische Änderungen in den Gesetzgebungen verschiedener Länder. Nach der Einreichung von REACH Registrierungs-Dossiers für hohe Tonnagen im Jahr 2010 lag der Fokus bei REACH 2011 auf der Vorbereitung für die nächste Registrierungspflicht im Jahr 2013 für Substanzen mit mittlerer Tonnage. Symrise arbeitet derzeit als Lead-Registrant an der Registrierung von rund 20 Substanzen und in Joint Submissions für weitere rund 30 Stoffe. Die Einführung des neuen Systems zur Klassifizierung und Kennzeichnung von Stoffen, GHS (Globally Harmonised System), wurde 2011 in verschiedenen Ländern vorangetrieben. Symrise konnte GHS fristgerecht für die Standorte in Südafrika und China für alle Rohstoffe und Mischungen einführen.

Unter anderem in China, der Türkei, Serbien und den USA bestehen erweiterte Bestimmungen für die Registrierung von Altstoffen und die Anmeldungen von Neustoffen. Alle daraus resultierenden Anforderungen für bestehende Geschäfte in den entsprechenden Ländern wurden von Symrise erfolgreich umgesetzt.

Die Produkte des Geschäftsbereichs Flavor& Nutrition kommen insbesondere in Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte), in Getränken (Softdrinks, alkoholische und nichtalkoholische Getränke) sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die rechtlichen Vorschriften für die Verwendung von Geschmack- und Aromastoffen sind in den verschiedenen Rechtsräumen unterschiedlich gestaltet, insbesondere in der EU und den Vereinigten Staaten. So gelten je nach Rechtsraum unterschiedliche Höchstmengen für bestimmte Inhaltsstoffe und spezielle Kennzeichnungsvorschriften. Vor allem in der EU ergaben sich durch die neue EU-Aromenverordnung neue Anforderungen an die Allergenkennzeichnung, die von Symrise erfolgreich umgesetzt wurde. Im Hinblick auf die anstehende Veröffentlichung der sogenannten EU Union List für Aromastoffe hat Symrise bereits proaktiv begonnen, seine Datensysteme für Spezifikationen entsprechend anzupassen. Im Jahr 2011 galten in der EU diverse Neuregelungen zu Kontaminanten in Lebensmitteln, getrieben durch Dioxin-Funde in Futtermitteln und die Reaktorkatastrophe in Fukushima. Symrise war von diesen Ereignissen nicht direkt betroffen. Selbstverständlich wurden aber alle daraus resultierenden Verordnungen bei Symrise entsprechend umgesetzt. Auch auf Ebene der Verbände der Aromenindustrie kam es im Jahr 2011 zu Veränderungen. Besonders hervorzuheben sind die Diskussionen über die Reorganisation von EFFA (European Flavour and Fragrance Association) und IOFI (International Organisation of the Flavor Industry), in die sich Symrise aktiv eingebracht hat, sowie die Neugründung eines russischen Aromenverbandes (RFA), zu dessen Gründungsmitgliedern Symrise gehört. Die Lebensmittelindustrie setzt unsere Geschmackstoffe weltweit in verschiedensten Märkten ein, so dass der globale Aspekt erheblich an Bedeutung gewinnt. Um die rechtliche Verkehrsfähigkeit unserer Produkte in den relevanten Märkten zu gewährleisten, nutzt Symrise unternehmensweite Datenverarbeitungssysteme und verfügt über umfangreiche Kenntnisse im Bereich Lebensmittelrecht. Durch unsere Expertise im regulatorischen Umfeld unterstützen wir unsere Kunden aktiv bei der Einführung ihrer Produkte in neuen Märkten.

Die Produkte im Bereich Health & Nutrition unterliegen den bereits genannten rechtlichen Regelungen für Aromen und Lebensmittel sowie teilweise den Anforderungen der EU-Verordnung Nr. 1924/2006 über "Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel" (Health Claims-Verordnung). Produktangaben über spezielle gesundheitsbezogene Aspekte von Inhaltsstoffen ("Health Claims") müssen gemäß dieser Verordnung zunächst bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) angemeldet und zugelassen werden. Die Anzahl der bisher von der EFSA genehmigten Health Claims ist derzeit noch sehr gering, der Genehmigungsprozess aller eingereichten Inhaltsstoffe wird wohl noch einige Jahre andauern. Daher beobachtet Symrise die Entwicklungen in diesem Bereich sehr genau, um gezielte Hilfestellung für die Produktentwickler geben zu können.

Weiterhin verfolgt Symrise die Entwicklungen bezüglich der anstehenden Änderungen in der Kosmetik-Gesetzgebung in der EU sehr genau, um fristgerecht reagieren zu können.

UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Nach einem durch Nachholeffekte geprägten außerordentlich guten Geschäftsverlauf im Jahr 2010 blieb die Nachfrage im Geschäftsjahr 2011 stabil. Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten am Kapitalmarkt, der Konjunkturabschwächung im Jahresverlauf und der hohen Arbeitslosigkeit in einigen wichtigen Märkten ist dies eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Der Umsatz des Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2011 um 1 % auf 1.584 Mio. € an. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 2 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 46 % (Vorjahr: 46 %).

Die stark gestiegenen Rohstoffpreise konnten nur mit Verzögerung und nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) reduzierte sich auf Konzernebene um 5 %, von 331 Mio. € auf 316 Mio. €. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 20,0 % (Vorjahr: 21,1 %).

Der Jahresüberschuss 2011 hingegen stieg vor allem wegen eines besseren Finanzergebnisses um 13 Mio. € auf 147 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,24 € (2010: 1,13 €). Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 vorschlagen, die Dividende von 0,60 € auf 0,62 € je Aktie anzuheben.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Die zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 geäußerte Erwartung eines währungsbereinigten organischen Umsatzwachstums von mehr als 3 % wurde im November 2011 auf 2-3 % angepasst.

Die Anfang 2011 abgegebene Prognose einer EBITDA-Marge von mindestens 20 % wurde im Laufe des Geschäftsjahres auf 20 % präzisiert.

Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA, soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ende 2011 belief sich diese Kennzahl auf 2,2.

Mit einem Umsatzanstieg von Währungsbereinigt 2 % und einer resultierenden EBITDA-Marge von 20,0 % haben wir die Ziele, die wir zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 kommuniziert haben, zwar nicht vollumfänglich erreicht, sind aber angesichts des nicht erwarteten starken Anstiegs der Rohstoffpreise mit dem Ergebnis zufrieden. Ursache für den geringen Umsatzanstieg war im Wesentlichen die Aufgabe von unprofitablem Geschäft zur Erhaltung der Profitabilität. Die Nettoverschuldung entspricht dem 2,2-fachen EBITDA und lag damit in dem von uns gesteckten Korridor.

ERTRAGSLAGE

UMSATZ IM KONZERN

Im Gesamtjahr 2011 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 1.584 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr um 1 %, Währungsbereinigt beträgt der Zuwachs 2 %. Die zweistelligen Wachstumsraten des Jahres 2010 konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß nicht gehalten werden.

Im Geschäftsjahr 2011 erhöhte sich der Umsatz mit den Top 10-Kunden Währungsbereinigt um 7 %. Mit 31 % liegt der Anteil des Umsatzes mit dieser strategisch wichtigen Kundengruppe am Konzernumsatz etwas über Vorjahresniveau.

Geschäftsbereiche: Scent&Care konnte den Umsatz Währungsbereinigt um 1 % auf 801 Mio. € steigern. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 782 Mio. €; dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg von 3 % im Vergleich zum Vorjahr.

Regionen: Der Umsatz in der Region EAME nahm um 1 % zu (Währungsbereinigt: 2 %). Die Umsatzentwicklung in Nordamerika im Geschäftsjahr 2011 konnte an die kräftigen Steigerungsraten des Vorjahres nicht anknüpfen; der Umsatz lag 4 % unter dem Vorjahr. Währungsbereinigt konnte hier dennoch ein geringfügiges Wachstum von 1 % erzielt werden. Der Umsatz in der Region Asien/ Pazifik entwickelte sich ebenfalls moderat; insgesamt stieg der Umsatz hier um 2 % (Währungsbereinigt: 2 %). Der Umsatz in Lateinamerika erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 3 %. Währungsbereinigt erzielte die Region mit 5 % wieder das höchste Umsatzwachstum.

Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert Währungsbereinigt um 3 %. Der Anteil am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2011 bei 46 % (2010: 46 %).

UMSATZ SCENT & CARE

Im Geschäftsjahr 2011 erzielte der Geschäftsbereich Scent&Care einen Umsatz von 801 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 0,4 % unter dem Wert des Vorjahres, das noch durch starkes Wachstum und Aufholeffekte nach der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise gekennzeichnet war. Darüber hinaus führte eine aktive Portfolio-Optimierung zum Wegfall margenschwacher Geschäfte. Währungsbereinigt lag der Umsatz 1 % über dem Niveau des Vorjahres.

ZIELERREICHUNG 2011

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ZIEL ZU BEGINN DES GESCHÄFTSJAHRES ERREICHTER WERT
Umsatzwachstum (währungsbereinigt) Mehr als 3 % 2 %
Rohstoffpreise Stabil auf Niveau 2010 +6,1 %
EBITDA-Marge mindestens 20,0 % 20,0 %
Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen)/EBITDA Mittelfristig 2 bis 2,5 2,2

Die Geschäftsfelder Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care verzeichneten im abgelaufenen Jahr eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung. Aroma Molecules expandierte vor allem durch prozentual zweistellige Zuwächse im Mentholgeschäft, während der Anwendungsbereich Cosmetic Ingredients - insbesondere in den Schwellenländern - der Wachstumstreiber im Geschäftsfeld Life Essentials war. Im Anwendungsbereich Fine Fragrances zeigte die Nachfrage in den Schwellenländern ebenfalls ein anhaltendes Wachstum.

Regionen: Der Umsatz in den Emerging Markets machte 44 % des Gesamtumsatzes von Scent &Care im Jahr 2011 aus. In diesen Ländern stieg der Umsatz mit unseren Kunden Währungsbereinigt um 1 %. Die Region Lateinamerika erzielte das höchste Wachstum des Geschäftsbereichs, insbesondere in Brasilien, Kolumbien und Venezuela. Nordamerika und die Region Asien/Pazifik wiesen ein moderates Wachstum auf, wohingegen in EAME eine rückläufige Umsatzentwicklung zu verzeichnen war.

In der Region EAME gingen die Umsätze Währungsbereinigt um 2 % zurück. Besonders verhalten entwickelte sich das Geschäft in den Ländern des Mittleren Ostens aufgrund der dort herrschenden politischen Unruhen. Den größten Rückgang verzeichneten der Anwendungsbereich Fine Fragrances, der im Vorjahr besonders stark gewachsen war, sowie der Anwendungsbereich Household. Anhaltend positiv hingegen entwickelte sich der Anwendungsbereich Menthol (Geschäftsfeld Aroma Molecules) mit einem währungsbereinigten Wachstum im prozentual oberen einstelligen Bereich. Der Ausbau unserer Mentholkapazitäten verläuft planmäßig und wird ab Sommer 2012 als wichtige Basis für zukünftiges Wachstum zur Verfügung stehen.

In Nordamerika stiegen die Umsätze Währungsbereinigt um 3 %. Starke Zuwächse wurden vor allem im Anwendungsbereich Menthol, bei Fine Aroma Chemicals (Geschäftsfeld Aroma Molecules) sowie im Geschäftsfeld Oral Care und in den Anwendungsbereichen Personal Care und Household erzielt. In den Anwendungsbereichen Fine Fragrances (Geschäftsfeld Fragrances) und UV-Filter (Geschäftsfeld Life Essentials) mussten wir hingegen Umsatzrückgänge verzeichnen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir dennoch wichtige Erfolge mit unseren bedeutenden Kunden erzielen. Zudem erhielten wir fünf Preise bei den Perfumer Choice Awards: für den besten klassischen Damenduft, die beste Haarpflegeduftkreation, den besten Dusch- und Körperduft, den besten Dusch- und Körperduft im Luxussegment sowie den besten Duft in einem anspruchsvollen Inhaltsstoff. Diese Auszeichnungen zeigen unsere Fähigkeit, Kreativität und Konsumentenverständnis, Innovation und technisches Wissen miteinander zu verbinden.

UMSÄTZE NACH REGIONEN

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IN MIO. € 2010 2011 VERÄNDERUNG IN

%
VERÄNDERUNG IN % währungsbereinigt
EAME 761,5 771,2 1 2
Nordamerika 281,0 270,7 -4 1
Asien/Pazifik 343,0 350,8 2 2
Lateinamerika 186,3 190,9 3 5
Gesamt 1.571,9 1.583,6 1 2

In der Region Asien/Pazifik nahmen die Umsätze Währungsbereinigt um 2 % zu. Das moderate Wachstum in der Region ist vor allem auf die Bereinigung unseres Portfolios um margenschwaches Geschäft zurückzuführen. In China und Japan hingegen war ein deutliches Umsatzwachstum zu verzeichnen. In den Anwendungsbereichen Cosmetic Ingredients, Menthol, Fine Aroma Chemicals und UV-Filter konnten wir von der steigenden Verbrauchernachfrage profitieren und erzielten gute Wachstumsraten. Dem standen Rückgänge in den Anwendungsbereichen Household und Personal Care gegenüber. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir eine internationale Gruppe unserer versiertesten Parfümeure nach China in die Provinz Yunnan auf die zweite Duftexpedition des Unternehmens entsandt. Die Parfümeure erkundeten Düfte und Geschmäcker in den Provinzen Yunnan und Jiangxi, dem botanischen Garten Chinas. Die Duftexpedition fand im Rahmen der Symrise "Perfumers' Academy" statt. Bereits vor fünf Jahren hat das Unternehmen die Academy ins Leben gerufen, um seine Parfümeure kontinuierlich weiterzubilden.

Das höchste Wachstum konnten wir in Lateinamerika erzielen. Hier steigerten wir unseren Umsatz Währungsbereinigt um 6 %. Vor allem die Ländermärkte Brasilien, Kolumbien, Argentinien, Venezuela und Peru verzeichneten hohe Zuwächse. Diese Entwicklung ist besonders hervorzuheben, da die Umsätze in der Region bereits im Geschäftsjahr 2010 kräftig zugenommen hatten. Insbesondere die Anwendungsbereiche Menthol, Fine Fragrances, UV-Filter und Cosmetic Ingredients haben das Wachstum in der Region getragen. Demgegenüber lagen die Umsätze in den Anwendungsbereichen Fine Aroma Chemicals und Household unter Vorjahr.

Top 10-Kunden: Die Umsätze mit unseren Top 10-Kunden konnten wir gegenüber dem Vorjahr um 4 % steigern. Währungsbereinigt betrug das Umsatzwachstum hier 6 %. Der Zuwachs mit diesen wichtigen Kunden übertraf das Wachstum des Geschäftsbereichs Scent & Care insgesamt. Dies steht im Einklang mit der globalen Strategie von Symrise, mit ihren Großkunden zu wachsen.

Geschäftsfelder: Das Geschäftsfeld Fragrances, das etwa die Hälfte des Umsatzes des Geschäftsbereichs Scent & Care erzielt, musste im Jahr 2011 eine moderat rückläufige Umsatzentwicklung hinnehmen, insbesondere in den Anwendungsbereichen Household und Fine Fragrances. Im Anwendungsbereich Household waren die Umsatzrückgänge im Wesentlichen auf das schwache Geschäft in den Ländern des Mittleren Ostens sowie die durchgeführte Portfoliobereinigung zurückzuführen. Im Anwendungsbereich Fine Fragrances machte sich die erlahmende konjunkturelle Entwicklung im Laufe des Geschäftsjahres 2011 bemerkbar. Anhaltend positiv hat sich hingegen der Anwendungsbereich Personal Care entwickelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir erfolgreich unser Online-Portal SymSelect® etabliert. SymSelect® bietet unseren Kunden detaillierte Produktinformationen und Marketingkonzepte. Im Internet finden die Kunden ein breites Spektrum an Informationen über unsere Produkte genau dann, wenn sie es brauchen. Damit verringert sich die Zeit zwischen Anfrage und Antwort deutlich. Die Kombination aus technischen, visuellen und marketingorientierten Informationen sowie die Möglichkeit, eigene Suchkriterien zu wählen, macht unsere Datenbank einzigartig. Zum Jahresende haben wir die Plattform um unsere Life Essentials Produkte erweitert.

Das Geschäftsfeld Life Essentials konnte im Jahr 2011 ein moderates Wachstum erzielen. Hervorzuheben ist der Anwendungsbereich Cosmetic Ingredients, der deutliche Zuwächse erzielte und zahlreiche neue Produkte in den Markt eingeführt hat. Einige der Highlights waren:

SymFinity® 1298, ein hochwirksamer Extrakt des roten Sonnenhuts (Echinacea Purpurea), der die Hautzellen in einem gesunden Zustand hält und ihre Lebensdauer erhöht
Extrapone Healthy Grains, elf Getreidesorten zur Anwendung in Haut- und Haarpflegeprodukten der Kosmetikindustrie
exVivo Hautmodell, ein innovatives Modell, das die Lücke zwischen in vitro und in vivo-Testmethoden schließt und fundierte Aussagen über die Wirksamkeit von einzelnen Rohstoffen sowie Endprodukten für die Hautpflege erlaubt

Die Umsatzentwicklung der einzelnen Anwendungsbereiche im Geschäftsfeld Aroma Molecules verlief im Geschäftsjahr 2011 sehr unterschiedlich. Während die Umsätze bei Special Fragrances & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals gegenüber den sehr hohen Vorjahreswerten rückläufig waren, verzeichnete der Anwendungsbereich Menthol eine starke Nachfrage und erzielte Wachstumsraten im prozentual oberen einstelligen Bereich. Zur Stärkung der Marktführerschaft in diesem wichtigen Wachstumsmarkt haben wir im Laufe des Jahres 2011 angekündigt, die bestehenden Produktionskapazitäten für Menthol gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Lanxess bis 2012 zu verdoppeln. Beide Partner haben durch entsprechende langfristige vertragliche Regelungen sichergestellt, dass ihre gegenseitigen Interessen, zum Beispiel im Falle eines Kontrollwechsels, nicht gefährdet sind. Menthol ist ein wesentlicher Bestandteil in Aromen für Mundpflegeprodukte, pharmazeutische Präparate, Kaugummis und Süßwaren. Synthetisch hergestelltes Menthol ist einer der wichtigsten strategischen Produktbereiche bei Symrise.

Das Geschäftsfeld Oral Care verzeichnete insbesondere in Nordamerika und Europa ein erhebliches Umsatzwachstum. Die Geschäfte in den Regionen Lateinamerika und Asien blieben allerdings hinter unseren Erwartungen und den guten Vorjahreswerten zurück. Der Rückgang in Asien ist vor allem auf den Verzicht auf Geschäfte mit geringer Profitabilität in Indien zurückzuführen.

UMSATZ FLAVOR & NUTRITION

Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Flavor&Nutrition einen Umsatz von 782 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 2 %; Währungsbereinigt betrug der Anstieg 3 %. 2011 war im Jahresverlauf durch ein zunehmend schwieriges Marktumfeld gekennzeichnet. Insbesondere die verschärfte Staatschuldenkrise in Europa und die anhaltende Konsumschwäche in den USA haben unser Geschäft deutlich beeinflusst. Unsere gute Positionierung bei strategischen Kunden sowie ein kräftiges Plus in den Emerging Markets haben dennoch für ein Umsatzwachstum gesorgt. Alle Anwendungsbereiche konnten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern.

Regionen: Der Umsatz in den Emerging Markets machte im Berichtsjahr 49 % des Gesamtumsatzes von Flavor&Nutrition aus. In diesen Ländern stiegen unsere Umsätze Währungsbereinigt um 4 %. Das stärkste Wachstum verzeichneten wir hier in Afrika und in der Golfregion. Aber auch in den etablierten Märkten Westeuropas konnten wir hohe einstellige Wachstumsraten erzielen. In Asien und Lateinamerika erreichten wir eine moderate Geschäftsausweitung. In Nordamerika hingegen konnten wir aufgrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds die guten Umsatzzahlen des Vorjahres nicht halten.

In der Region EAME lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2011 Währungsbereinigt 5 % über dem Vorjahr. Sowohl in den etablierten Ländermärkten Westeuropas als auch in den aufstrebenden Märkten Osteuropas und der Golfregion konnten deutliche Zuwächse erzielt werden. Besonders dynamisch wuchsen die Umsatzerlöse in Ägypten, Deutschland, Großbritannien und Russland. Durch unsere neue Produktionsstätte in der Nähe von Moskau konnten wir die Wachstumspotenziale dieser für uns wichtigen Region gezielt nutzen und unsere führende Marktposition weiter ausbauen. Ebenso erfolgreich zeigt sich unser verstärkter Auftritt in der Golfregion. Mit soliden Kenntnissen der lokalen Märkte und innovativen Produktkonzepten, die speziell auf die Konsumenten vor Ort abgestimmt sind, steht Symrise seinen Kunden als wertvoller Partner in der Golfregion zur Verfügung. Moderne Produktionsanlagen in Ägypten und Dubai mit vollautomatischen und aseptischen Abfüll- und Mischanlagen sichern höchste Produktqualität und schnellen Service für unsere Kunden.

Die Umsatzentwicklung in Nordamerika war im Geschäftsjahr 2011 durch ein anhaltend schwieriges Marktumfeld beeinflusst. Während das Vorjahr noch durch starkes Wachstum und Aufholeffekte nach der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise gekennzeichnet war, war das abgelaufene Geschäftsjahr durch eine sich normalisierende Nachfrage und verzögerte Auftragsvergabe auf Kundenseite geprägt. Diese Entwicklung vollzog sich in allen Anwendungsbereichen und führte schließlich zu einem währungsbereinigten Rückgang unserer Umsätze um 2 %. Dennoch konnten wir wichtige Erfolge mit unseren strategischen globalen Kunden, insbesondere im Bereich der Vanillearomatisierungen, verzeichnen. Durch unsere eigene Produktion in Madagaskar sind wir in der Lage, unseren Kunden hochwertige Produkte aus ökologischem und nachhaltigem Vanilleanbau anzubieten. Hier zahlt sich für Symrise einmal mehr die Rückwärtsintegration bei der Rohstoffgewinnung aus.

In der Region Asien/Pazifik sind die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr Währungsbereinigt um 2 % gestiegen. Besonders die Ländermärkte Indien, Thailand, Australien und Taiwan erzielten gute Wachstumsraten. Im Laufe des Jahres hat sich allerdings auch in der Region Asien/Pazifik die Wachstumsdynamik insbesondere im Anwendungsbereich Beverages abgeschwächt. Hier waren vor allem in China aufgrund der Diskussion um Obergrenzen von nachgewiesenen Weichmachern in Verpackungsmaterialien und Inhaltsstoffen die Umsätze stark rückläufig. Die übrigen Anwendungsbereiche entwickelten sich dagegen weiterhin positiv und erzielten gute Wachstumsraten. Wie in den Vorjahren haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent unsere Wachstumsstrategie für den asiatisch-pazifischen Raum verfolgt und wichtige Investitionen getätigt. Anfang des Jahres konnten wir in Singapur unsere Sprühtrocknungskapazitäten mit der neuen EVODRY-Technologie und ein neues Sensorikcenter einweihen. In Japan wurden in der zweiten Jahreshälfte die entwicklungs- und anwendungstechnischen Einrichtungen erweitert. Im November erhielten wir für unsere hohe Innovationskraft und unseren exzellenten Service den "Best Seasoning Vendor Award" eines bedeutenden globalen Kunden.

In der Region Lateinamerika erzielte Flavor & Nutrition ein währungsbereinigtes Wachstum von 2 %. Insbesondere in den Ländern Brasilien, Argentinien und Venezuela konnten wir unsere Umsätze deutlich steigern. Getrieben wurde die positive Geschäftsentwicklung in diesen Ländern durch starke Zuwächse bei unseren strategischen globalen und lokalen Kunden. Insbesondere die Anwendungsbereiche Beverages und Savory realisierten bei diesen Kundengruppen hohe zweistellige Wachstumsraten. Dem steht eine schwächere Umsatzentwicklung in Mexiko gegenüber. Dort wurde eine Portfoliobereinigung von Produkten mit geringer Profitabilität und von Non-Core-Anwendungen durchgeführt. In Brasilien haben wir unsere Standortkonsolidierung im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. Neben dem Transfer der Produktion und Verwaltung von Socorro nach Sorocaba haben wir unsere Produktionskapazitäten für Pulvermischprodukte verdoppelt.

Top 10-Kunden: Der Umsatz mit unseren strategisch wichtigen Top 10-Kunden hat sich auch im Jahr 2011 gut entwickelt und verzeichnete ein währungsbereinigtes Wachstum von 8 %. In allen Anwendungsbereichen und Regionen konnten hohe Wachstumsraten erzielt werden. Der Umsatzanstieg mit unseren Top 10-Kunden liegt erneut deutlich über dem Wachstum des Geschäftsbereichs insgesamt und bestätigt den eingeschlagenen Expansionspfad mit dieser wichtigen Kundengruppe.

Neue Dachmarke Actiplants® für funktionale botanische Extrakte

Das Geschäftsfeld Consumer Health hat im Geschäftsjahr 2011 die neue Dachmarke Actiplants® eingeführt und fasst zukünftig seine funktionalen botanischen Extrakte unter dieser Marke zusammen. Auf Basis dieser Extrakte entwickelt die Business Unit Consumer Health authentische und wohlschmeckende Produkte, deren Inhaltsstoffe unter anderem das Herzkreislauf- und Immunsystem stärken sowie die mentale Fitness unterstützen. Die pflanzlichen Stoffe lassen sich in Lebensmitteln und Getränken, Nahrungsergänzüngsmitteln und pharmazeutischen Präparaten einsetzen. Derzeit konzentrieren sich die wissenschaftlichen Arbeiten besonders auf Actiplants® Bilberry, einen standardisierten Extrakt aus Vaccinium myrtillus (Heidelbeere), der mindestens 25 % Anthocyane enthält und antioxidativ wirkt. Symrise erfüllt mit dieser Produktgruppe die wachsenden Ansprüche der Konsumenten nach Wohlbefinden und Gesundheit.

Investition in Adsorptionsverfahren mit neuen Funktionen

An unserem Hamburger Standort haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr eine neue SymTrap®-Anlage in Betrieb genommen. Das SymTrap®-Verfahren kann neben flüchtigen Aromastoffen auch biofunktionale Wirkstoffe in natürlichen Extrakten anreichern. Die Technologie basiert auf einem ausgeklügelten Adsorptions- und Desorptionsverfahren. Diese intelligente Anwendung physikalischer Prinzipien ist zudem energiesparend und somit sehr effektiv. In jüngster Zeit haben wir dieses Verfahren konsequent weiterentwickelt und auf biofunktionale Inhaltsstoffe ausgeweitet. Jetzt lassen sich auch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe mit biofunktionaler Wirkung schonend anreichern. Die Hamburger Niederlassung mit dem Produktionszentrum für funktionale Inhaltsstoffe betreibt nun die größte SymTrap®-Anlage im Symrise Verbund. Das patentierte Verfahren reinigt gesundheitlich wirksame Inhaltsstoffe sogar in geringen Konzentrationen auf und reichert sie im Produkt an.

Geschmack, den die Verbraucher lieben: Unsere "Core Taste Competences" und "taste for life®"

Der Geschmack ist unsere Kompetenz - Geschmack ist das Herzstück unseres Geschäfts. Zur besseren Unterstützung unserer Kunden bei der Entwicklung und Vermarktung von wettbewerbsfähigen Konzepten und individuellen Geschmackslösungen haben wir im Geschäftsjahr 2011 unsere globalen Kernkompetenzen in sieben Geschmacks-Familien gebündelt. Zu unseren "Core Taste Competences" zählen wir die Geschmacksrichtungen Fleisch, Gemüse, Vanille, Minze, Zitrus, rote Früchte und Geschmacks-Modulation.

In all diesen Bereichen bieten wir unseren Kunden einen Mehrwert durch einzigartiges Know-how, Marktkenntnisse und Kreativität. Innerhalb dieses Cluster werden die globalen Kernkompetenzen durch eine Vielzahl spezifischer Technologien ergänzt, die von besonderem Interesse in einer oder mehreren Regionen sind.

Gleichzeitig bilden die "Core Taste Competences" die Grundlage für unsere strategische Marketing Plattform "taste for life®", die sich gezielt an den Verbraucherwünschen orientiert und den Fokus dabei auf Gesundheit und Genuss legt. Mit "taste for life®" hilft Symrise seinen Kunden, ihre Marken und Produkte in dem Spannungsfeld zwischen Wohlbefinden und Genuss zu positionieren und weiter zu entwickeln, "taste for life®" zeigt auf, welche Trends und Konsumentenbedürfnisse aktuell vorherrschen, wo es Lücken im Produktportfolio der Kunden gibt, wo sich deren Wettbewerber positionieren, wo Erweiterungen der Produktlinien sinnvoll sein können -und vieles mehr. Im Zentrum steht dabei stets die Kernkompetenz von Symrise: der Geschmack.

ENTWICKLUNG WESENTLICHER POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzkosten nahmen 2011 um 40 Mio. € beziehungsweise 5 % auf 930 Mio. € zu (2010: 890 Mio. €). Der im Verhältnis zum Umsatz überproportionale Kostenanstieg ist auf deutlich erhöhte Rohstoffkosten zurückzuführen. Selbst eine Reduktion der Fertigungskosten konnte diesen Anstieg nur zum Teil kompensieren. In Folge dessen verringerte sich das Bruttoergebnis um 4 % beziehungsweise um 28 Mio. € und erreichte 654 Mio. € (2010: 682 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 41,3 % und war damit um 2,1 %-Punkte niedriger als im Vorjahr (43,4 %). Positiv wirkten der Verzicht auf weniger profitables Geschäft und die strikte Kostendisziplin im Bereich der Vertriebs- und Verwaltungskosten. So konnten die Vertriebskosten gegenüber Vorjahr um 3 % auf 246 Mio. € gesenkt werden (2010: 253 Mio. €). Dies entspricht einem Anteil von 15,5 % am Konzernumsatz (2010: 16,1 %). Die F&E-Aufwendungen lagen mit 108 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die F&E-Quote erreichte mit 6,8 % nahezu das Niveau des Vorjahres (6,9 %). Die Verwaltungskosten konnten durch konsequentes Kostenmanagement kräftig um 7 % auf 77 Mio. € reduziert werden (Vorjahr: 83 Mio. €). Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz verbesserte sich noch einmal von 5,3 % im Jahr 2010 auf 4,9 % in der Berichtsperiode.

KURZFASSUNG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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IN MIO. € 2010 2011 VERÄNDERUNG IN

%
Umsatzerlöse 1.571,9 1.583,6 0,7
Umsatzkosten -890,2 -930,0 5
Bruttoergebnis vom Umsatz 681,7 653,6 -4
Bruttomarge in % 43,4 41,3
Sonstige betriebliche Erträge 7,7 12,9 67
Vertriebskosten -252,8 -245,8 -3
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -107,9 -107,6 0
Verwaltungskosten -83,2 -76,8 -7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1,2 -1,9 53
Betriebsergebnis / EBIT 244,4 234,4 -4

ERGEBNISSITUATION

Konzern: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) reduzierte sich 2011 um 5% auf 316 Mio.€ (2010: 331 Mio.€). Im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich vor allem die geringere Bruttomarge belastend auf das Ergebnis aus. Ein positiver Effekt ging hingegen von den niedrigeren Vertriebs- und Verwaltungskosten aus. Die EBITDA-Marge erreichte 2011 20,0 %, gegenüber 21,1 % im Vorjahr.

ERGEBNISÜBERSICHT

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IN MIO. € 2010 2011 VERÄNDERUNG IN

%
VERÄNDERUNG IN % währungsbereinigt
EBIT 244,4 234,4 -4,1 -3,3
EBIT-Marge 15,5 % 14,8 %
EBITDA 331,1 315,9 -4,6 -3,7
EBITDA-Marge 21,1 % 20,0 %

Scent & Care: Scent&Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2011 ein EBITDA von 158 Mio. €. Das EBITDA lag damit 2 % unter dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge beträgt 19,7 %, gegenüber 20,0 % im Jahr 2010.

Flavor& Nutrition: Das EBITDA des Geschäftsbereichs Flavor& Nutrition lag 2011 7 % unter dem Vorjahreswert (2010: 170 Mio. €) und erreichte 158 Mio. €. Die EBITDA-Marge betrug 20,2 %, nach 22,2 % im Vorjahr.

Finanzergebnis: Das Finanzergebnis 2011 in Höhe von -38,5 Mio. € hat sich gegenüber dem um Einmalaufwendungen bereinigten Ergebnis des Jahres 2010 um 5,5 Mio. € verbessert. Gründe hierfür liegen in der um 3 Mio. € verringerten Zinsbelastung aus Finanzverbindlichkeiten sowie im Wegfall von Abschreibungen, die das Finanzergebnis 2010 noch mit 4 Mio. € belastet hatten. Strukturell ist das Finanzergebnis übersichtlicher geworden, weil Zinseffekte aus Derivaten entfallen sind. Die Zinsaufwendungen beschränken sich auf die Finanzinstrumente Schuldscheindarlehen, revolvierende Kreditlinie, US Private Placement und Eurobond sowie die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Steuern: Im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 49 Mio. € (2010: 44 Mio. €). Damit liegt der Steuersatz des Berichtsjahres wie im Vorjahr bei 25 %.

Einer ausreichenden Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen. Trotzdem konnten die periodenfremden Steuereffekte aufgrund der Beendigung lokaler Betriebsprüfungen und einer rückwirkenden Steuers atz Senkung in China um 3 Mio. € gesenkt werden.

Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie: Der Jahresüberschuss 2011 beträgt 147 Mio. € und stieg damit um 13 Mio. € beziehungsweise 10 % im Vergleich zum Vorjahr (2010: 134 Mio. €) an. Dies entspricht einer Erhöhung des Ergebnisses je Aktie um 0,11 € auf 1,24 € (2010: 1,13 €).

Dividendenvorschlag 2011: Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 vorschlagen, eine Dividende von 0,62 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten. Symrise versteht die Dividendenzahlung als Teil seiner unternehmerischen Verpflichtung, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und diese mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.

FINANZLAGE

FINANZMANAGEMENT

Grundzüge und Ziele: Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.

Gemäß den Treasury Richtlinien wird die Finanzierung des Symrise Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Konzerntöchter wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu allen Konsortialbanken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.

Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäfts abgeschlossen werden dürfen.

Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Managementsystem implementiert, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden je nach Analyse gegen Schwankungen abgesichert.

Mit einer Eigenkapitalquote von 43,5 % zum 31. Dezember 2011 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Finanzierungsstruktur: Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Diese bestehen weiterhin aus den Elementen Bond, US Private Placement und Revolving Credit Facility. Bedingt durch den starken operativen Cashflow ist es Symrise gelungen, per Saldo Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 39 Mio. € zurückzuzahlen. Dies erweitert den finanziellen Spielraum deutlich und führt zu einer Verbesserung des Zinsergebnisses.

Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2011 eingehalten worden.

Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit besteht eine bilaterale Kreditlinie mit der Commerzbank AG über 12,5 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken soll. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf marktüblichem Niveau.

Daneben dienen die Pensionsrückstellungen der Finanzierung.

CASHFLOW- UND LIQUIDITÄTSANALYSE

Der operative Cashflow lag mit 200,9 Mio. € rund 34 Mio. € unter dem des Vorjahres von 235,1 Mio. €. Dieser Rückgang resultiert aus einem um 15 Mio. € geringeren Ergebnis sowie um 19 Mio. € erhöhten Steuerzahlungen. Dennoch wurde eine Cashflow-Quote von rund 13 % bezogen auf den Umsatz erzielt.

ÜBERSICHT CASHFLOW

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IN MIO. € 2010 2011
Operativer Cashflow 235,1 200,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit -68,5 -58,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -143,5 -131,6
Liquide Mittel (31.12.) 112,5 118,6

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich um rund 9,7 Mio. € auf 58,8 Mio. € und umfasste im Wesentlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 131,6 Mio. € etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Bestandteile sind die 2011 ausgezahlte Dividende an die Aktionäre in Höhe von 70,8 Mio. €, Rückzahlungen von Bankdarlehen in saldierter Höhe von 39,1 Mio. € (Vorjahr: 37 Mio. €) und saldierte Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 21,7 Mio. € (Vorjahr: 40,2 Mio. €). Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht.

INVESTITIONEN UND AKQUISITIONEN

Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 67 Mio. €, nach 71 Mio. € im Vorjahr.

Für immaterielle Vermögenswerte wurden rund 16 Mio. € (2010: 13 Mio. €) aufgewendet. Der Schwerpunkt lag hierbei auf Investitionen im Bereich Software, vorrangig SAP, sowie bei Patenten und der Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von 52 Mio. € getätigt (Vorjahr 57 Mio. €). Dabei handelte es sich insbesondere um Investitionen in Kapazitätserweiterungen. Ein bedeutendes Projekt war die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten bei synthetischem Menthol, welches wir voraussichtlich Mitte des Jahres 2012 abschließen werden. Ebenfalls am Standort Holzminden wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Neubau eines Forschungsgebäudes begonnen. In Asien haben wir unseren Standort Singapur sowohl im Entwicklungs- als auch Produktionsbereich weiter ausgebaut. Mit der Inbetriebnahme der neuen EVODRY-Anlage verdoppelten wir unsere Produktionskapazitäten für verkapselte Aromen. In Lateinamerika wurde die erste Phase unserer Standortkonsolidierung erfolgreich abgeschlossen. Neben der Zusammenlegung von Produktion und Verwaltung an einem Standort haben wir auch unsere Produktionskapazitäten für Pulvermischprodukte und sprühgetrocknete Aromen erweitert. Zudem haben wir Erweiterungs- beziehungsweise Ersatzinvestitionen im Bereich technische Anlagen/ Maschinen zur Erhöhung der Produktivität und Sicherheit vorgenommen.

Im Dezember 2011 haben wir 13,5 % der Anteile am Aktienkapital der Indevex Biotech AB in Storebro, Schweden, für 16,5 Mio. SEK übernommen.

VERMÖGENSLAGE

AUSGEWÄHLTE BILANZPOSTEN

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2011 erhöhte sich um 39 Mio. € auf 2.098 Mio. € (31. Dezember 2010: 2.059 Mio. €).

Dies ist im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der Sachanlagen und einen höheren Vorratsbestand. Daneben ergaben sich höhere Forderungen zum Jahresende.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nahmen zum Bilanzstichtag 2011 um 1 % auf 1.266 Mio. € (31. Dezember 2010: 1.282 Mio. €) ab und machten damit 60 % der Vermögenswerte aus. In den immateriellen Vermögenswerten sind enthalten: Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 494 Mio. € (31. Dezember 2010: 489 Mio. €) sowie Rezepturen, Produktions-Know-how, Warenzeichen, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 340 Mio. € (31. Dezember 2010: 375 Mio .€). Die Sachanlagen beliefen sich zum Jahresultimo 2011 auf 431 Mio. € (Vorjahresstichtag: 419 Mio. €). Die Vorräte nahmen im Vergleich der Bilanzstichtage 2011/2010 um 8 Mio. € beziehungsweise 3 % auf 313 Mio. € zu (31. Dezember 2010: 305 Mio. €). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde in erster Linie getrieben durch die inflationäre Entwicklung bei den Rohstoffpreisen. Durch den Rohstoffkostenanstieg hat sich das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz um 3 %-Punkte auf 32 % erhöht. Der Posten der kurzfristigen Vorauszahlungen, sonstigen Vermögenswerte und Forderungen erhöhte sich zum Jahresultimo 2011 um 14 Mio. € beziehungsweise 32 % auf 58 Mio. € (31. Dezember 2010: 44 Mio.€). Die im Vorjahr unter der zuvor genannten Position gezeigten finanziellen Vermögenswerte stiegen von 3 Mio.€ auf 12 Mio. € aufgrund eines 2011 erworbenen Investments. Der starke Umsatzanstieg im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal zog einen erhöhten Forderungsbestand nach sich und war der wesentliche Treiber für diesen Anstieg. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich auf Jahressicht zum 31. Dezember um 6 Mio. € auf 119 Mio. €.

Auf der Passivseite der Bilanz wurden die kurzfristigen Schulden um 9 % zurückgeführt und die langfristigen Schulden stiegen um 1 %. Ursache für die niedrigeren kurzfristigen Schulden war die Rückführung der Kontokorrentverbindlichkeiten. Die kurzfristigen Schulden verringerten sich um 42 Mio. € beziehungsweise 9 % auf 408 Mio.€ (31. Dezember 2010: 450 Mio. €). Langfristige Darlehen liegen zum Jahresende 2011 mit 462 Mio. € über dem Niveau des Vorjahresstichtags (455 Mio. €). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nahmen um 4 % auf 222 Mio. € zu (31. Dezember 2010: 212 Mio. €).

Das Eigenkapital der Symrise AG erhöhte sich zum 31. Dezember 2011 um 9 % auf 914 Mio. € (31. Dezember 2010: 842 Mio. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss von 147 Mio. €. Im Jahr 2011 wurde eine Dividende von 71 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Stichtag 2011 auf 44 %, nach 41 % Ende 2010.

NETTOVERSCHULDUNG

Die Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) sank zum Bilanzstichtag 2011, bedingt durch den starken operativen Cashflow, auf 703 Mio. €. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDA belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 auf 2,2 und liegt damit unverändert komfortabel in der angestrebten Bandbreite von 2,0-2,5.

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IN MIO. € 2010 2011
Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) (31.12.) 733,7 703,2
EBITDA 331,1 315,9
Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen)/EBITDA (31.12.) 2,2 2,2

IMMATERIELLE, NICHT BILANZIERTE WERTE

Der Wert von Symrise besteht nicht nur aus dem bilanzierten Vermögen. Eine Vielzahl immaterieller und nicht bilanzierter Vermögenswerte entscheidet über den Geschäftserfolg des Unternehmens. Dies umfasst insbesondere reibungslose und optimierte Verfahren in der gesamten Supply Chain sowie die bestehenden Kundenbeziehungen. Zudem leisten unsere Mitarbeiter sowie unsere F&E-Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Wertsteigerung des Unternehmens.

SUPPLY CHAIN

Der Bereich Supply Chain ist für den Fertigungsprozess verantwortlich und in beide Geschäftsbereiche integriert. Dies erhöht die Kundennähe und vergrößert den Handlungsspielraum der Geschäftsfelder. Im Jahr 2011 wurden weltweit verschiedene Effizienzsteigerungsprozesse gestartet mit dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Symrise Produkte zu verbessern. Bei der Nachhaltigkeit liegt der Schwerpunkt auf den Core Taste Kompetenzen Zitrus, Menthol und Vanille. Mit unserem innovativen Ansatz Symchronize™ realisieren wir fortlaufend Verbesserungen entlang der gemeinsamen Wertschöpfungskette von der Rohstoffbeschaffung bis zur Auslieferung des Endprodukts für uns und unsere Kunden. Eine im Jahr 2011 durchgeführte Kundenbefragung zeigt, dass bei unseren Zielkunden großes Interesse an der Fortführung der erfolgreichen Initiative besteht. Eine kontinuierliche Verbesserung der wesentlichen Leistungsindikatoren wie Arbeitssicherheit, Service, Qualität und Produktivität stellen wir durch Total Productive Maintenance (TPM) sicher. So wird beispielsweise auf Basis einer in Eigenregie erstellten Datenbank für Instandhaltungsmaßnahmen eine fokussierte, vorbeugende Anlageninstandhaltung ermöglicht. Ein Scorecard-System erfasst monatlich die Leistungen in allen relevanten Bereichen der Supply Chain und stellt eine Ergebniskontrolle sicher. So können wir Ineffizienzen und deren Ursachen schnell erkennen und beheben.

Für die Chemieproduktion stand das Jahr 2011 im Zeichen der für Mitte 2012 geplanten Verdoppelung der Mentholkapazitäten. Neben der Investition im Bereich Menthol wurden die Optimierung der Destillations-Kapazitäten für Life Essentials Produkte abgeschlossen und neue Projekte zur Oxidationstechnologie, Destillation und Kristallisation gestartet. Die Inbetriebnahme erwarten wir im Laufe von 2012. Daneben bildeten die Integration der neuen Standorte sowie der Aufbau des Standortes Rogovo (Russland) weitere Schwerpunkte. In Asien wurden die Kapazitäten in Singapur weiter ausgebaut. In Lateinamerika konzentrierten sich die Anstrengungen auf die Zusammenführung der Flavor & Nutrition Produktion in Sorocaba, Brasilien, sowie auf die Vorbereitung und Einführung von SAP- und SRMS-Systemen in Argentinien und Mexiko. Weitere Technologien folgen in den nächsten Jahren. In den USA lag der Schwerpunkt auf der Einführung der Produktionssteuerung SRMS (Symrise Manufacturing System), die eine erhöhte Produktsicherheit bei gleichzeitig effizienterer Anlagennutzung ermöglicht.

BESCHAFFUNG

Bei der Herstellung unserer Produkte verwenden wir circa 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe aus aller Welt. Qualität, Verfügbarkeit und Preis der Rohstoffe sind ausschlaggebende Faktoren für den Einkauf. Zur Optimierung der Versorgungskette ist die Beschaffung dezentral organisiert und jeweils in die Supply Chain der beiden Geschäftsbereiche integriert. Für die wichtigsten Rohstoffe werden globale Bezugsverträge ausgehandelt. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, verfolgt Symrise schon seit Jahren erfolgreich eine Rückwärtsintegration. Rund 50 % unserer Rohstoffe stammen aus Europa, den restlichen Teil kaufen wir je nach Preis, Qualität und Produktionsstandort in anderen Regionen der Welt. Lokale Produktionsstätten außerhalb Europas decken einen Teil ihres Bedarfs über Rohstoffmärkte vor Ort und beziehen Vorprodukte auch aus der Hauptproduktionsstätte in Deutschland. Für wesentliche Bezugsmengen unserer Rohstoffe haben wir langfristige und flexible Vereinbarungen geschlossen. Um die Anzahl eingesetzter Rohstoffe zu reduzieren, entwickeln wir stetig neue Technologien und Prozesse.

KUNDENBINDUNG

Der Erfolg von Symrise hängt in hohem Maße von langfristigen Kundenbeziehungen ab. Bei der Betreuung unserer multinationalen Kunden kommt dabei unserer Vertriebsstruktur und den Vertriebsteams eine große Bedeutung zu. In beiden Geschäftsbereichen ist es uns in der Vergangenheit zunehmend gelungen, uns auf sogenannten Core Lists multinationaler Unternehmen zu etablieren. Zudem gibt es mit diesen Großkunden für neue Technologien häufig einen eng und frühzeitig abgestimmten Innovationsprozess. Dieser Prozess unterstützt umfassend die Entwicklung der Kernmarken unserer Kunden für den langfristigen Geschäftserfolg. Eine weitere Stoßrichtung unserer globalen Vertriebs Strategie ist der Ausbau unserer Marktanteile in den Emerging Markets. Derzeit machen diese Märkte etwa 46 % unseres Geschäfts aus. Aufgrund unserer lokalen Aufstellung in den wichtigsten Ländermärkten haben wir den direkten Zugang zu den regionalen oder auch lokalen Herstellern. In vielen der Schwellenländer, zum Beispiel in Russland, dem Mittleren oder Nahen Osten oder auch in großen Teilen Asiens ist die langfristige Kundenbindung mit einer guten Infrastruktur vor Ort der Schlüssel zum Erfolg.

WISSENSMANAGEMENT

In dem global vernetzten und integrierten Unternehmen Symrise ist der Austausch von Wissen und Erfahrung von großer Bedeutung für den Geschäftserfolg. So haben wir eine Vielzahl von Plattformen zum Austausch von Informationen entwickelt und unseren mehr als 5.000 Mitarbeitern weltweit zugänglich gemacht. Im Jahr 2011 sind zwei neue Online-Plattformen für den Dialog und Wissensaustausch hinzu gekommen. So hat der Bereich Flavor & Nutrition eine neue Online-Plattform unter dem Namen MyWorld entwickelt. Die Plattform ermöglicht es den Mitarbeitern, ihr Wissen untereinander zu teilen und mit den Kollegen international, schnell und einfach zusammen zu arbeiten. Die neue Plattform, die über das Symrise Intranet zugänglich ist, unterstützt beim schnellen Austausch von geschäftsrelevanten Informationen, wie beispielsweise neuen Initiativen in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Forschung, ebenso wie beim schnellen Austausch von kundenrelevanten Daten bis hin zur internen Kommunikation und Blog-Funktionen. My World ist interaktiv und dynamisch auf die Nutzer ausgerichtet. Es ermöglicht darüber hinaus E-Learning Sessions zum besseren Umgang mit dem System und seinen Möglichkeiten.

Mit der Plattform M2M.com ist innerhalb der Division Scent & Care ein neues Marketing Online-Tool eingeführt worden, das insbesondere die Interaktion zwischen den Marketingabteilungen in allen Ländern verbessert. Die Marketing Community erhält damit die Möglichkeit, global entwickelte Initiativen lokal in einzelne Ländermärkte auszurollen. Dadurch wird insbesondere sichergestellt, dass das bestehende Know-how optimal genutzt und Doppelarbeit vermieden wird. Darüber hinaus haben die Marketing-Verantwortlichen die Möglichkeit, sich zeitnah auszutauschen.

NACHHALTIGKEIT

Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen: Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Investoren, Wissenschaftler, Vertreter von staatlichen Stellen und von Kommunen, Anwohner, Medien und Meinungsbildner sowie Nichtregierungsorganisationen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir deren Erwartungen und Anforderungen auf und versuchen, überzeugende Lösungen zu entwickeln. Wir streben bei allen unseren Aktivitäten größtmögliche Verantwortung an. Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und -kultur.

Seit 2006 regelt der Symrise Verhaltenskodex länderübergreifend und verbindlich den Umgang aller Mitarbeiter mit den Stakeholdern des Unternehmens. Als global tätiges Unternehmen befolgt Symrise alle einschlägigen rechtlichen Verpflichtungen der verschiedenen Rechtsräume, in denen wir agieren. Wir beachten die Grundprinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die Konventionen der Vereinten Nationen über Rechte von Kindern und die allgemeine Menschenrechtserklärung. Unser Integriertes Management System (IMS) basiert auf den internationalen Standards hinsichtlich Produktqualität und -Sicherheit, Umweltschutz, Gesundheit und Arbeits Sicherheit. Wir fördern diese Standards weltweit - beispielsweise durch Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen - und beziehen unsere Lieferanten und Vertragspartner mit ein.

Symrise definiert klare Ziele für Qualität, Umweltschutz, Gesundheit, Arbeitssicherheit, Produkt- und Lebensmittelsicherheit sowie Kundenorientierung. So haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2020 in Bezug auf eine verkaufte Produkteinheit Energieverbrauch, C02-Ausstoß, Abfallmenge, Wasserverbrauch und Abwasseremissionen jeweils um ein Drittel gegenüber dem Stand im Jahr 2010 zu senken. Bei unserer Berichterstattung zum Thema Nachhaltigkeit orientieren wir uns an den Richtlinien der international anerkannten Global Reporting Initiative (GRI). Die Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten und Produkte bewerten wir in einer Scorecard. Ratingagenturen beurteilen regelmäßig unsere Performance bezogen auf ESG (Environmental, Social, Governance) Kriterien. Seit 2006 veröffentlicht Symrise jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht (www.symrise.com> de> news-medien> Publikationen> csr-berichte.html).

Die 2010 neu geschaffene Corporate Compliance Organisation bündelt alle Funktionseinheiten des Integrierten Management Systems, das die Bereiche Qualität, Umwelt, Energie und Arbeitsschutz, Interne Revision, Risikomanagement, Produktsicherheit und Nachhaltigkeit umfasst. Die Symrise Compliance-Leitlinien gelten global und werden durch lokale Corporate Compliance-Funktionen umgesetzt. Von ebenso entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens ist das Risikomanagement. Unsere bestehenden Richtlinien stellen sicher, dass Risikoabwägungen von Beginn an Teil der Entscheidungsprozesse sind. Darüber hinaus steht jeder einzelne Mitarbeiter in der persönlichen Pflicht, aktiv Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Weitergehende Informationen zum Risikomanagement im Symrise Konzern enthält der Corporate Governance-Bericht auf den Seiten XXff. dieses Geschäftsberichts sowie unter (www.symrise.com> de> investor-relations> corporate-governance> erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html).

Abweichungen vom Verhaltenskodex können Mitarbeiter mittels einer weltweiten Telefon- und web-basierten Integrity Hotline an das Corporate Compliance Office melden. Ober einen zwischengeschalteten Dienstleister ist gewährleistet, dass sie ihre Anliegen im Bedarfsfall anonym und in ihrer Muttersprache vorbringen können. Speziell ausgebildete Auditoren überprüfen in internen Audits die Einhaltung aller Vorgaben. Unabhängige externe Prüfer bestätigen uns diese Einhaltung und die Wirksamkeit von Maßnahmen mit entsprechenden Zertifikaten.

Symrise berichtet regelmäßig in ausführlichen CSR-Berichten über nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Alle diese Zahlen basieren auf den GRI (Global Reporting Initiative) Kennzahlen, deren Definitionen offiziell anerkannt sind. Diese CSR-Berichte entwickeln und erweitern wir fortlaufend und berichten detailliert über unseren Umgang mit der Umwelt, die Arbeitssicherheit in unserem Unternehmen und weiteren Bereichen, in denen wir Verantwortung wahrnehmen.

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Erfolgreiche Aktivitäten im Bereich Forschung&Entwicklung (F&E) bilden die Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit von Symrise. Unsere Kunden nehmen Symrise als kreativen und wertvollen Partner wahr, weil wir innovative Produkte und Lösungen entwickeln.

LEITLINIEN UND SCHWERPUNKTE

Unsere F&E-Strategie zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, Forschung&Entwicklung sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden- und marktorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F&E an Marketing und Vertrieb, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung auf Umsetzbarkeit und Rentabilität geprüft. Alle F&E-Aktivitäten sind an den Leitlinien Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet.

Der Geschäftsbereich Scent & Care konzentriert sich bei seiner F&E-Strategie auf sechs Schwerpunkte:

Neue Moleküle für die Anwendung als Riech- und Kosmetikinhaltsstoffe
Funktionelle Stoffe für Mundpflegeprodukte
Bioaktive Inhaltsstoffe für kosmetische Anwendungen
Freisetzungssysteme für Duftstoffe
Oberdeckung von Schlechtgerüchen
Sensorische Forschung und neue Methoden der sensorischen Wahrnehmung

Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition werden vor allem sechs Technologieplattformen bearbeitet:

Entwicklung natürlicher Aromen
Neue geschmacksaktive Verbindungen
Pflanzenextrakte mit besonderen geschmacksgebenden Eigenschaften
Naturstoffe für die Themengebiete "Health" und "Wellness" mit funktionalen Eigenschaften
Neue Technologien für die selektive Anreicherung sowie auch Freisetzung von Aromastoffen
Formulierung von Produkten mit gesundheitsfördernden Eigenschaften bei gleichzeitiger Optimierung des sensorischen Profils

ORGANISATION

Die beiden Geschäftsbereiche von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F&E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für beide Bereiche verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Beispielsweise sind natürliche Rohstoffe wie Vanille oder Ingwer - und im Hinblick auf diese Rohstoffe erzielte Forschungsergebnisse - sowohl für Aroma- als auch für Duftkreationen oder pflegende Anwendungen von großer Bedeutung. Die F&E-Ressourcen sind in beiden Geschäftsbereichen unmittelbar in die Organisation integriert. Weltweit bestehen mehrere F & E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten beider Geschäftsbereiche optimal zu unterstützen. Die Forschungstätigkeiten in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf Duft-, Aromastoff- und Geschmacksforschung, Entwicklung synthetischer und natürlicher Herstellungsmethoden für Duft- und Aromastoffe, analytische Chemie, kosmetische Inhaltsstoffe und die Entwicklung neuer funktionaler Inhalts Stoffe für den Anwendungsbereich Consumer Health. Entwicklung und Anwendungstechnik sind außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich), Cuautitlánlzcalli (Mexiko) und São Paulo (Brasilien) angesiedelt. In Teterboro verfügt Flavor & Nutrition beispielsweise über das Know-How-Zentrum "Technical and Culinary Center for Protein Foods". Hier stehen Fragen der Geschmacksverbesserungen und Aromenvielfalt für proteinhaltige Lebensmittel im Vordergrund. In Shanghai befindet sich ein "Creative Center" von Scent & Care für den chinesischen Markt sowie die Region Nordostasien, in dem sämtliche entwicklungstechnischen Abteilungen und kreativen Ressourcen gebündelt sind.

Neben der eigenen F&E unterhalten beide Geschäftsbereiche umfassende Partnerschaften mit Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten. Dies ermöglicht die Nutzung von Synergien und erweitert das Spektrum der F&E-Aktivitäten. Hierzu zählen beispielsweise Universitäten und Forschungsinstitute wie die Technische Universität München, die Universität Rostock, die Universität Tours (Frankreich), das Kings College (London), das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle, die Universität Gießen, die Technische Universität Braunschweig, die Universität Münster, die Technische Universität Dresden, die Universität Bochum, die Fraunhofer-Institute für Verfahrenstechnik und Verpackung sowie für Polymerforschung, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam sowie Unternehmen wie IMAX Discovery (Dortmund) oder Cutech (Padua, Italien). Bedeutende Kooperationen in den Bereichen Produktentwicklung und -forschung bestanden 2011 zudem beispielsweise mit den Unternehmen Ecobiotics, InterMed Discovery und Axxam. Im Bereich Life Essentials bestehen Partnerschaften beispielsweise mit dem Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF) an der Universität Düsseldorf, dem Institut für Zellphysiologie der Universität Bochum, der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten des Universitätsklinikums Münster (UKM), dem Institut für Pharmazie sowie dem An-Institut für angewandte Dermopharmazie e.V. (IADP) der Universität Halle-Wittenberg.

Beide Geschäftsbereiche verfügen zudem seit Jahren über internationale "Scientific Advisory Boards", die aus namhaften Vertretern verschiedener Wissenschaftsdisziplinen und Anwendungsfelder bestehen. Es ist die Aufgabe dieser Gremien, neueste Forschungsergebnisse und deren Umsetzung in Produktinnovationen beratend zu begleiten.

Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen sind hier beispielsweise das European Forum of Industrial Biotechnology in Amsterdam, der Congresso Brasileiro de Cosmetogia (Brasilien) und der IMRE/A*Star in Singapur. Weitere Ergebnisse aus den Forschungsbereichen Phytochemie, Fettzellmetabolismus, Hautpigmentierung und Tierversuchs alternativen für Hautallergietests wurden unter anderem im Rahmen der SID (Society of Investigative Dermatology) Jahrestagung in Phoenix/Arizona vorgestellt. Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition steuerte zum "XIII Weurman Flavour Symposium" in Zaragoza drei Vorträge bei.

Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder durch andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden. Die vom BMBF geförderten Projekte "Biokatalyse 2021 - Bioflavonoide PI9" sowie "Entwicklung von Verstärkern des Salzgeschmacks" konnten 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Das 2009 begonnene Projekt "Entwicklung von modernen, natürlichen Aromen zur Geschmacksverbesserung von gesunden Lebensmitteln" wird weiterhin durch den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) und den Wirtschaftsförderfonds Niedersachsens (NBank) gefördert; hierbei konnten zwei Kandidaten identifiziert werden, deren Einführung als Aromastoffe beziehungsweise aromatisierende Zubereitung derzeit intensiv vorangetrieben wird. Weiterhin Förderung durch das BMBF erhielten 2011 zwei im Jahr zuvor begonnene Projekte: Das Erste beschäftigt sich mit der Entwicklung von Verfahren zur natürlichen Gewinnung von geschmacksmodifizierenden Aromastoffen zusammen mit dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle im Rahmen des Clusters "Biokatalyse 2021"; das andere Projekt wird zusammen mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung, Potsdam, und der Technischen Universität München zu dem Thema "Wirkung und Rolle von Geschmackstoffen im Magen-Darm-Trakt" durchgeführt.

Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert. Der Prozess ist unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten und des Ressourceneinsatzes enthält.

PERSONAL, AUFWAND UND ERGEBNISSE

Weltweit sind knapp 20 % unserer Belegschaft beziehungsweise 1.068 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig. Im Vorjahr waren es 1.043 Mitarbeiter. Für Scent & Care sind 434 Mitarbeiter aktiv, im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition 634 Mitarbeiter. Die Gesamtaufwendungen für F&E beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 108 Mio.€ (Vorjahr: 108 Mio.€), dies entspricht einem Anteil von 6,8 % am Umsatz (Vorjahr: 6,9 %). Die Ausgaben für F&E sollen auch zukünftig hoch bleiben, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken. Neben der absoluten Höhe der Aufwendungen entscheiden jedoch ebenso die Effizienz und Marktorientierung über den Erfolg der F&E-Aktivitäten und damit über die Wettbewerbsfähigkeit von Symrise. Auch die Wertschätzung von wissenschaftlichen Arbeiten, die in unserem Unternehmen entstanden, durch die Scientific Community unterstreicht den hohen Standard unserer F&E. So wurde im Rahmen einer Masterarbeit die sensorische Charakterisierung und erfolgreiche Optimierung des neu eingeführten natürlichen Süßstoffs Rebaudiosid A/Stevioside mit hervorragenden Ergebnissen bearbeitet, die auf mehreren internationalen Kongressen in Belgien, Paraguay und Dänemark vorgetragen wurden. Zudem belegen wichtige Auszeichnungen durch die Branche die führende Stellung von Symrise: 2011 erhielten Symrise Life Essentials Produkte gleich drei wichtige Preise. Der erste Platz des renommierten BSB Innovationspreises 2011 in der Kategorie "Most Innovative Raw Material Natural" wurde für den im Vorjahr eingeführten Kosmetikinhaltsstoff SymFinity® 1298 im Rahmen der In Cosmetics, einer internationalen Kosmetikmesse, verliehen. Bei SymFinity® 1298 handelt es sich um einen hochwirksamen, zu 100 % natürlichen, lösungsmittelfreien Presssaft aus Frischpflanzen von Echinacea purpurea (Roter Sonnenhut) mit multipler Anti-Aging-Wirkung. In klinischen Studien konnte ein signifikanter Falten reduzierender Effekt nachgewiesen werden. Das Produkt SymPeptide® 226EL wurde sogar zweifach ausgezeichnet: Zum einen wurde es von Frost&Sullivan mit dem "2011 European Product Differentiation Excellence Award in the Personal Care Market" ausgezeichnet. Zum anderen belegte es den zweiten Platz des BSB Innovationspreises 2011 in der Kategorie "Innovative Raw Materials - Natural/Actives". SymPeptide® 226EL wurde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Therapeutic Peptides Inc. in den USA, an dem Symrise einen Anteil von 20 % hält, entwickelt und besitzt die Eigenschaft, Wimpern kräftiger und dichter erscheinen zu lassen.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE/NEUE PRODUKTE

Inoscent®: Durch die Einbindung von Life Essentials Inhaltsstoffen vermittelt diese patentierte, alkoholfreie Duftkomposition auf der Haut ein herausragendes Gefühl von Reinheit.

Symreed™: Das patentierte, wasserbasierte Raumduft-System schafft ein Dufterlebnis, das auf der Kombination neuer Raumduft-Sticks mit einer innovativen Duftformulierung beruht, die sehr umweltfreundlich, kostengünstig und stabil ist.

Frescolat® X-Cool: Bereits nach kurzer Einwirkzeit schafft Frescolat®X-Cool eine starke, lang anhaltende Kühlwirkung auf der Haut und ist damit hervorragend für den breiten Einsatz in Kosmetikprodukten geeignet.

Hydroviton® Plus: Der Anti-Aging-Wirkstoff, der auch für die Wachstumsmärkte in Asien und Lateinamerika entwickelt wurde, erhöht signifikant die Hautfeuchtigkeit, die maßgeblich zum Erscheinungsbild junger Haut beiträgt.

SymRelief® S: Diese neue Variante eines entzündungshemmenden Wirkstoffs enthält einen naturidentischen Inhaltsstoff der Ingwerwurzel und bietet hervorragende anwendungstechnische Eigenschaften.

SymSol® PF3: Zum Bereich funktioneller Produkte zählender, PEG-freier Lösungsvermittler, der im Vergleich mit marktgängigen, PEG-basierten Produkten durch hervorragende Solubilisierungsleistung überzeugt.

Health & Nutrition: Im Bereich Health & Nutrition konnte ein spezieller Bilberry-Extrakt aus der Reihe Actiplants® mit Hilfe eigener Technologien entwickelt werden, der sich durch den deutlich erhöhten Gehalt an hoch effizienten Antioxidantien auszeichnet.

Actipone® S "Superveggies" und Actipone® S "Wood": Zwei neue Actipone®-Produktserien aus dem Bereich "Botanicals", die antioxidative, anti-irritative und anti-aging Eigenschaften aufweisen.

Naturally Citrus!®: Eine neue Generation von Zitrus-Spezialitäten verbessert die Authentizität und die Frische von Aromenprofilen der Produktplattform Naturally Citrus!®. Weitere technische Fortschritte ermöglichen es, nachhaltige Rohstoffe in umweit schonender Weise zu entwickeln.

Simply Vanilla: Der Forschungsschwerpunkt liegt auf einer weiteren Erhöhung der Qualität und der Ernteerträge, um die Beschaffung dieses wichtigen Rohstoffs nachhaltig zu sichern und die Lebensverhältnisse der Bauern in Madagaskar zu verbessern.

Think mint!: Kontinuierliche sensorische Forschung auf Grundlage langjähriger Erfahrung beim Verständnis der Mikro-Komponenten natürlicher Mint-Aromen ermöglicht die Entwicklung von Geschmacksvarianten mit fein abgestimmten sensorischen Eigenschaften.

Vegetable: Die sorgfältige Arbeit der Landwirte in der Region Holzminden und die schonenden Trennmethoden bei Symrise ergeben zusammen Gemüseprodukte von hoher Qualität. Unsere Detailkenntnis über das Verhalten von Geschmacksmolekülen in Verpackungen für puderförmige Inhalte verbessert das Geschmackserlebnis.

Geschmacksregulierung: Gesundheit und Ernährung sind parallele Ziele, die unsere Forschung antreiben in Richtung auf Produktlösungen mit vermindertem Salzgehalt, weniger Zucker und geringerem Fettgehalt, wie sie von den Verbrauchern bevorzugt werden. Wissenschaftliche Methoden und natürliche Ausgangs Stoffe gehen dabei Hand in Hand, um pflanzliche Isolate zur Optimierung des Geschmacks und des Gefühls im Mund zu gewinnen.

Integrated Product Solution: Durch die konsequente Verknüpfung von eigenen funktionellen Inhaltsstoffen mit darauf abgestimmten natürlichen Aromen sowie die Anwendung von Symrise Verkapselungstechnologien ist es gelungen, eine neue Generation von gesundheitsfördernden und wohlschmeckenden Produkten für die Instantgetränke-Industrie zu entwickeln.

Innovationen in der Analytik: In der Analytik haben wir weiter in den Ausbau unserer Stoffdatenbanken für Isolate und botanische Extrakte investiert. Gleichzeitig wurde die Verknüpfung der instrumentellen Messtechnik mit der menschlichen Sensorik mit neuen Werkzeugen der Symrise Flavorlnformatics® Plattform vorangetrieben. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Nutzung der "Reverse Metabolomics" für die neuen Fleischaromen zu nennen.

MITARBEITER

Motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Grundlage für den Erfolg von Symrise. In einer partnerschaftlichen Beziehung fordern wir Leistung, Engagement und Teamgeist. Gleichzeitig fördern wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines umfassenden Aus- und Weiterbildungskonzepts, lassen Freiraum für Eigenverantwortung und unterstützen die Karriereentwicklung nach Kräften. Wir führen kontinuierlich einen intensiven Dialog mit unseren Mitarbeitern - das bringt uns gemeinsam voran.

STRUKTUR DER BELEGSCHAFT1

Im Symrise Konzern hat sich die Anzahl der Mitarbeiter - ohne Auszubildende und Trainees - im Jahresverlauf 2011 um 146 auf 5.434 zum 31. Dezember 2011 erhöht. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl entfällt mit einem Plus von 129 Mitarbeitern überwiegend auf den Geschäftsbereich Flavor&Nutrition, in dem etwas mehr als die Hälfte aller Beschäftigten arbeiten. Rund 35 % der Belegschaft sind im Bereich Scent & Care tätig; hier hat sich die Zahl der Mitarbeiter mit einem Zuwachs um 12 im Geschäftsjahr 2011 nur geringfügig erhöht. 15 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt. Im Wettbewerb um die bestqualifizierten jungen Menschen legt Symrise großen Wert auf die interne Ausbildung eigener Mitarbeiter. So hat sich die Zahl der Auszubildenden und Trainees im Jahr 2011 im Konzern auf 123 junge Menschen erhöht, die insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriekaufmann und Industriemechaniker ausgebildet werden.

1 Alle Angaben in FTE (Full Time Equivalents) / Vollzeitmitarbeiter

ANZAHL DER MITARBEITER NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

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31.12.2010 31.12.2011 VERÄNDERUNG IN

%
Flavor & Nutrition 2.616 2.745 +5
Scent & Care 1.868 1.880 +1
Corporate Funktionen und Services 804 809 +1
Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) 5.288 5.434 +3
Trainees und Auszubildende 116 123 +6
Gesamt 5.404 5.557 +3

Aus funktionalem Blickwinkel ist mit rund 40 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion & Technologie tätig. Rund 26 % der Belegschaft sind im Bereich Vertrieb & Marketing aktiv. Auf Forschung & Entwicklung entfallen etwa 20 % der Beschäftigten.

ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN

(ohne Trainees und Auszubildende)

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31.12.2010 31.12.2011 VERÄNDERUNG IN

%
Produktion & Technologie 2.097 2.182 +4
Vertrieb& Marketing 1.391 1.421 +2
Forschung& Entwicklung 1.043 1.068 +2
Verwaltung 424 419 -1
Servicegesellschaften 333 344 +3
Gesamt 5.288 5.434 +3

Von den 5.434 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 43 % an Standorten in Deutschland tätig. Mit 19 % beziehungsweise 14 % der Belegschaft folgen die Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl im Jahresverlauf 2011 entfällt mit einem Plus von etwa 14 % ganz wesentlich auf die wachstumsstarke Region Asien/Pazifik und in geringerem Maße auf Deutschland und Lateinamerika. Dagegen war die Mitarbeiterzahl in Nordamerika und in der Region EAME moderat rückläufig.

ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN

(ohne Trainees und Auszubildende)

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31.12.2010 31.12.2011 VERÄNDERUNG IN

%
Deutschland 2.271 2.310 +2
EAME ohne Deutschland 737 732 -1
Nordamerika 628 613 -2
Asien/Pazifik 904 1.027 +14
Lateinamerika 748 752 +1
Gesamt 5.288 5.434 +3

In der Alters struktur der Beschäftigten im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 62 %. Eine Ende 2010 durchgeführte Demografieanalyse der Belegschaft ergab, dass sich die demografische Entwicklung in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen wird. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 unter beziehungsweise um 1 % der Belegschaft.

Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2011 mit 1,5 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 5,5 %.

PERSONALSTRATEGIE

Die Personalstrategie von Symrise macht sich an vier Eckpunkten fest:

Unser Ziel ist es, die besten Mitarbeiter einzustellen und zu halten. Wir streben an, Symrise zu einem "Employer of Choice" zu machen. Die Förderung unserer Mitarbeiter soll helfen, beste Leistungen zu erreichen.
Wir passen die personellen Ressourcen an die strategischen Bedürfnisse des Unternehmens an. Das Hauptinstrument dafür ist ein umfassendes Fortbildungsangebot.
Wir legen Wert auf Ergebnis- und Leistungsorientierung. Dies drückt sich in gemeinsamen Zielvereinbarungen sowie in ergebnisorientierten Vergütungssystemen aus.
Wir fördern Top-Management-Kompetenz durch spezielle Trainingsprogramme für unsere Führungs- und Nachwuchsführungskräfte.

Diese Strategie setzen wir mittels einer breiten Palette von Personalmaßnahmen um.

PERSONALMASSNAHMEN

NEUE MITARBEITER

Symrise beschreitet vielfältige Wege, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. In berufsvorbereitenden Betriebspraktika bietet Symrise jedes Jahr rund 100 Schülern die Möglichkeit, Einblicke in die Arbeitsabläufe des Unternehmens zu erhalten. Um gut qualifizierte Auszubildende an Symrise zu binden, bestehen enge Kontakte zu den allgemein- und berufsbildenden Schulen in Form von Partnerschaften bei Schülerfirmen, Projekttagen, Management Information Games und E-Learning Projekten. Im Zweijahresrhythmus - das nächste Mal im Jahr 2012 - richtet Symrise den "Tag der Ausbildung" für interessierte Schüler und Eltern am Unternehmenssitz in Holzminden aus.

In der Erstausbildung hat sich Symrise im Rahmen eines Standortsicherungsvertrags verpflichtet, jährlich 44 neue Auszubildende einzustellen, um qualifizierte Mitarbeiter heranzubilden. Zum 31. Dezember 2011 waren an unseren deutschen Standorten 123 Auszubildende und Trainees beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von rund 6 %.

Schließlich bieten wir Studenten die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika sowie Bachelor- oder Masterarbeiten Symrise kennen zu lernen. Von dieser Möglichkeit machen jedes Jahr etwa 80 Studenten Gebrauch. Darüber hinaus pflegt Symrise intensive Kontakte zu Universitäten und Hochschulen und nimmt regelmäßig an Hochschulinformationstagen teil.

WEITERBILDUNG

Symrise betreibt ein systematisches Talentmanagement und Weiterbildungsprogramm. Damit sichern wir uns die personellen Kapazitäten und fachlichen Kompetenzen, die wir zur Umsetzung unserer Strategie benötigen. Zugleich bieten wir unseren Mitarbeitern attraktive Aus- und Fortbildungen, die ihren Karriereweg unterstützen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Symrise Academy ein:

In der Perfumers' Academy werden die Aus- und Weiterbildungsangebote für Parfümeure, Evaluatoren und Vertriebsmitarbeiter gebündelt. In der Perfumery School haben im Jahr 2011 fünf neue Talente ihre Ausbildung begonnen. Darüber hinaus haben wir in Indien eine neue Perfumery School gegründet, um einen internen Talentpool hervorragend ausgebildeter Parfümeure und Evaluatoren für den asiatischen Markt aufzubauen. Hier werden aktuell zwei Parfümeure ausgebildet.
In der Flavor Academy haben im September 2011 sechs weitere Trainees aus fünf Ländern in Asien, Nordamerika, Europa und Afrika ihre Flavoristenausbildung begonnen. Ihre umfassende, mehrstufige Ausbildung wird im Jahr 2012 abgeschlossen sein.
Die Leadership Academy richtet sich an Führungskräfte im Symrise Konzern. Sie vermittelt Kommunikations- und Verkaufstechniken und bietet eine Vertiefung von Management-Fähigkeiten und verschiedene Coaching-Programme.

Das Fortbildungsangebot für alle Mitarbeiter von Symrise umfasst Sicherheitstrainings, Sprachkurse, Projektmanagement und EDV-Kurse. Die weltweiten Ausgaben für Fortbildungsmaßnahmen lagen mit rund 2,6 Mio.€ um 15 % über dem Vorjahresniveau.

In beiden Geschäftsbereichen bieten wir bereits ausgebildeten Chemiefacharbeitern ein einjähriges Weiterbildungsprogramm zum Prozess-Chemikanten an. Un- und angelernten Mitarbeitern bieten wir ein einjähriges Qualifikationsprogramm zu sogenannten Flavokanten an. Für die Mitarbeiter in den Forschungslaboren haben wir ein ebenfalls einjähriges Weiterbildungsprogramm zum Advanced Laboratory Technician entwickelt. Ziel dieser Maßnahmen ist, die Mitarbeiter für veränderte technische Anforderungen zu qualifizieren.

Im Bereich der Personalentwicklungsmaßnahmen hat Symrise im Rahmen des weltweiten Talentmanagements rund 200 Assessments durchgeführt, um Talente mit hohem Potenzial zu identifizieren und gezielt zu fördern.

MITARBEITERMOTIVATION

Symrise hat in den vergangenen Jahren einen ständigen Wandel erfahren: Von der Fusion über den Börsengang bis zur internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Das Unternehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Laufe dieser Veränderungen hohe Flexibilität bewiesen, die wechselnden Herausforderungen aktiv angenommen und Symrise schnell und damit erfolgreich auf jeweils neue Situationen eingestellt.

Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern hohen Einsatz. Dies lässt sich jedoch nur erreichen, wenn sie mit Freude bei Symrise arbeiten und Symrise als einen Teil ihres Lebens sehen. Um diesen Erfolgsfaktor weiter zu stärken, haben wir im Frühsommer 2010 die erste internationale Mitarbeiterbefragung durchgeführt, aus der zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet wurden.

Für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat Symrise ein durchgängiges Angebot zur Kinderbetreuung mit angepassten Kindergarten-Öffnungszeiten sowie Hilfsangeboten für Eltern in Notsituationen in Zusammenarbeit mit dem in Holzminden ansässigen "Verein für Kinderbetreuung" geschaffen.

In der Personalentwicklung wurde für die ersten drei Führungsebenen ein weltweiter Nachfolgeplanungsprozess initiiert. Dabei sollen durch den Vorrang der internen Stellenbesetzung vor externer Rekrutierung die Karriereperspektiven für die Symrise Mitarbeiter verbessert werden.

Im Rahmen unseres " Sport & Kultur" Programms bieten wir den Mitarbeitern vielfältige sportliche Möglichkeiten wie Fußball, Kara-T-Robic, Laufen, Volleyball, Walking oder Yoga an, um sich auch außerhalb der beruflichen Aktivitäten gesund und fit zu halten. Ferner legen wir großen Wert auf das "Betriebliche Gesundheitsmanagement". Zur Erkennung und Minimierung ergonomischer Belastungen wurden beispielweise in Schwerpunktbereichen Gesundheitszirkel eingerichtet. Hier können sich Mitarbeiter ergonomisch beraten lassen, die Kosten hierfür übernimmt Symrise. Darüber hinaus richtet Symrise regelmäßig Gesundheitswochen aus. Bei der Schulung von Führungskräften wird auch das Thema "Sucht und Suchtprävention" behandelt.

In der Weiterentwicklung der betrieblichen Zusatzleistungen haben wir 2010 an allen größeren Standorten in Deutschland unsere neue betriebliche Altersvorsorge eingeführt, die aus Eigenbeiträgen der Mitarbeiter sowie aus Beiträgen des Unternehmens finanziert wird. Für neu eingetretene Mitarbeiter ist die Mitgliedschaft in dieser Pensionskasse verpflichtend, für bestehende Mitarbeiter freiwillig.

Das jährliche Zielvereinbarungsgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist ein zentrales Element des Mitarbeiterdialogs. Es stellt die Transparenz in der Leistungsbeurteilung sicher und ermöglicht die Festlegung gezielter Entwicklungsperspektiven für jeden Mitarbeiter. Im Einzelnen werden Aufgaben und Verantwortungsbereiche, die Zielerreichung des Vorjahres, die Ziele für das laufende Jahr, die Einschätzung der Leistung des Mitarbeiters, die Zusammenarbeit zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter, geplante Weiterbildungsmaßnahmen und mögliche Entwicklungsschritte erörtert.

VERGÜTUNG UND TARIFVERTRÄGE

Flexible Vergütungssysteme, die mit variablen Entgeltbestandteilen den individuellen Leistungsbeitrag der Mitarbeiter honorieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Lage des Unternehmens berücksichtigen, sind ein wesentlicher Bestandteil einer modernen Vergütungspolitik. Zudem erhöht eine leistungsgerechte Vergütung die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber und trägt zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern bei. Seit dem Jahr 2010 bestehen bei Symrise neue, transparente Vergütungsstrukturen in Form von Vergütungsbandbreiten, die Vorgesetzten und Mitarbeitern eine aktive Entwicklung der Vergütung parallel zur beruflichen Weiterbildung ermöglichen. Dieses Modell gilt für rund 340 außertarifliche und leitende Mitarbeiter. Die Vorteile dieses sogenannten Job Grade-Konzepts liegen in einer hohen Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Vergütung sowie in deren internationaler Vergleichbarkeit. Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt. Im Jahr 2011 wurde ferner der Ausbau der leistungsorientierten variablen Vergütung für alle Mitarbeiter auf ein wettbewerbsfähiges Niveau von 10 % der individuellen Basisvergütung initiiert. Schließlich wurden in den Bereichen Rohstoffeinkauf und Vertrieb spezielle Boni eingeführt, die sich an Maßnahmen zur Dämpfung des Rohstoffkostenanstiegs beziehungsweise der Kundenprofitabilität orientieren.

MASSNAHMEN ZUR SICHERUNG DER WETTBEWERBSFÄHIGKEIT

Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG BCE bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 um weitere 4 Jahre bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von rund 220 Mio.€ für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG BCE mit fest definierten Abschlägen von etwa 1% pro Jahr bis 2020.

Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung in den Tarifverhandlungen ist die Rückführung dieser wettbewerbssteigernden Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der Chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

GRUNDSÄTZE

Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns unterliegen permanent Risiken und bieten zugleich eine Vielzahl von Chancen. Als Risiko definieren wir Ereignisse, deren Eintritt zu einer negativen Abweichung von unseren Planzielen im Planungszeitraum führen kann. Chancen hingegen bezeichnen Sachverhalte, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben können. Die Erkennung von Risiken und deren Vermeidung sowie die Nutzung von Chancen sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, alle potenziellen Risiken frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Gegenmaßnahmen zu reduzieren. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen der Geschäftsführung berücksichtigt werden. Symrise verfügt über ein Risikohandbuch, das die Prozesse des Risikomanagements regelt und für die Mitarbeiter eine Grundlage für den Umgang mit Risiken darstellt. Alle Konzerngesellschaften werden halbjährlich aufgefordert, ihre im Risikoberichtswesen hinterlegten Risiken zu verifizieren und entsprechend der durchzuführenden Gegenmaßnahmen anzupassen und zu bewerten.

STRUKTUR UND PROZESS DES RISIKOMANAGEMENTS

Das Risikomanagement von Symrise erstreckt sich über sämtliche Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten. Die Koordination der Risikoerfassung erfolgt auf Ebene des Corporate Centers innerhalb der Abteilung Corporate Compliance. Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr an den Vorstand geleitet. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung, ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrem Risikotyp sowie der Unternehmenseinheit, der Geschäftsaktivität und dem Risk Owner klassifiziert. Des Weiteren werden geeignete Gegenmaßnahmen aufgeführt und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter benannt. Damit bildet das Risikoberichtswesen zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung und die Überprüfung durch die interne Revision des Konzerns. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet.

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN

In der Konsumgüterindustrie halten wir eine weitere Konsolidierung des Abnehmerkreises für Symrise Produkte für möglich. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit Marktanteile zu verlieren. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene unserer Zulieferer bestehen insofern, als durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf unsere Beziehungen zu Kunden ausgehen können.

In unserer Branche ist ein zunehmend intensiverer Wettbewerb zu beobachten. Diese Entwicklung birgt auch für Symrise das Risiko, Kunden zu verlieren. Hierauf reagieren wir durch eine verstärkte Vermarktung unserer Innovationen und Produkte der Geschäftsfelder Life Essentials sowie Consumer Health, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Konkurrenz aufweisen.

Politischen Risiken in der Form von Handelsembargos ist Symrise in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen wir unsere Rohstoffe beziehen und in die wir unsere Produkte exportieren. Behinderungen des Handels können wir durch ein Ausweichen auf andere Regionen teilweise kompensieren. In einzelnen Ländern beobachten wir kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls aufgrund eines Schuldenmoratoriums. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient zur Eingrenzung des Risikos. Wir begegnen Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, durch eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise mit Betriebsstätten vertreten ist, beobachten wir mit großer Aufmerksamkeit, insbesondere um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat in unterschiedlicher Weise Einfluss auf den Geschäftsverlauf von Symrise. In den entwickelten Märkten unterliegt die Nachfrage nach Endprodukten, in denen Symrise Produkte enthalten sind, soweit sie der Befriedigung von Grundbedürfnissen dienen, kaum konjunkturellen Schwankungen. Demgegenüber besteht hier jedoch bei Produkten der "Luxussegmente" der Anwendungsbereiche Fine Fragrances und Personal Care eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage von der Entwicklung der verfügbaren Einkommen. In den Emerging Markets ist tendenziell für sämtliche Produkte eine erhöhte Schwankung der Nachfrage in Abhängigkeit von der Konjunktur festzustellen. Zudem steuern die Kundenunternehmen von Symrise Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen beim Abruf der von Symrise gelieferten Einsatzstoffe. Ein Lagerabbau auf Seiten unserer Kunden kann die bei Symrise abgerufenen Mengen deutlich reduzieren.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Die Umsetzung der Unternehmensstrategie von Symrise ist, wie bei jedem Unternehmen, naturgemäß mit Risiken verbunden. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens können sich beispielsweise aus der Fehleinschätzung von Kundenanforderungen und Umfeldbedingungen sowie technologischen Fehlentscheidungen ergeben. Dies betrifft insbesondere Produktentwicklungen, die Symrise teilweise auf Eigeninitiative durchführt, oder auch die Gründung eines neuen Anwendungsbereichs wie z.B. Consumer Health im Jahr 2009. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit der Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit unserer Entwicklungen gewährleisten. Akquisitionen, die von Symrise durchgeführt werden, sind ebenfalls mit Risiken behaftet. Im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Diesen Risiken wirken wir durch einen klar definierten Integrationsprozess entgegen.

Die mögliche Streichung von einer Core List unserer Kunden und die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken des Unternehmens. Diesem Risiko begegnen wir durch einen engen Kontakt zu unseren Kunden. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität und Produktqualität. Hier sind wir bestrebt, stets zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Produktrisiken: Die Duft- und Geschmackstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die der Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnimmt oder auf seiner Haut anwendet. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich unsere Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit unserer Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests mittels moderner Analysemethoden nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft. Unser Ziel ist es, Kundenbeschwerden möglichst zu vermeiden. Hierzu wurde ein Verfahren zur internen Prozessverbesserung eingeführt, um mögliche Schwachstellen und Gefährdungen frühzeitig selbst zu beheben und die Produktqualität kontinuierlich auf einem hohen Niveau zu halten.

Veränderungen in der Technologie eines Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber besteht ein Risiko für unsere Produkte, dem wir durch eine angemessene Patentverwaltung begegnen.

Beschaffungsrisiken: Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken einer ungeplanten Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Symrise hat intelligente Einkaufsstrategien entwickelt, um dem ungeplanten Preisanstieg von Erdöl oder Energie zu begegnen. Da klimatische Bedingungen und Marktmodalitäten zu Preisanstieg, Qualitätsschwund und Unverfügbarkeit führen können, hat der Einkauf eine breite Lieferantenbasis entwickelt, die auch die Belieferung aus verschiedenen Erdteilen umfasst. Allerdings wirkt eine zu starke Diversifikation der Lieferanten durch die Verminderung der Einkaufsmengen pro Lieferant auch kostenerhöhend. Daher sind unsere Hauptlieferanten durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Darüber hinaus werden Beschaffungsalternativen, zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten, erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Sofern möglich, wird ein Preisanstieg von Rohstoffen durch entsprechende Anhebung der Verkaufspreise an die Kunden weitergereicht, um Auswirkungen auf unser Ergebnis zu reduzieren. Ferner prüft Symrise die finanzielle Bonität der Lieferanten kontinuierlich.

Betriebsrisiken: Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der Sicherheit von Einrichtungen und Prozessen, dem Brandschutz bis hin zu Qualität und Sicherheit von Materialien und deren korrekter Klassifizierung liegen. Daneben können steigende Anforderungen sowie länderspezifische Arbeits- und Umweltschutzauflagen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken mindern wir durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit sowie durch entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund beobachten wir fortlaufend die regulatorischen Entwicklungen in den Ländern, in denen wir tätig sind.

Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art minimiert Symrise durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe. Kontaminationen von Produkten sind in einzelnen Ländern auch im Jahr 2011 aufgetreten. Als Reaktion darauf haben wir Änderungen bei der Lieferantenauswahl vorgenommen, Korrekturmaßnahmen auf Seiten der Lieferanten eingeleitet oder gezielte Qualitätsmanagement-Maßnahmen etabliert.

Um auch zukünftig eine führende Stellung in der Industrie einzunehmen, hat Symrise verschiedene, zukunftsorientierte Initiativen ergriffen. Wir setzen uns für das Umfeld des Unternehmens und die Umwelt ein, indem wir beispielsweise die Belästigung durch Lärm und Geruch in sämtlichen Produktionsstätten weitestgehend eingrenzen. Die Einhaltung der europäischen REACH-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Substanzen sowie anderer Regelungen wie GHS (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) wurden in entsprechende Projekte eingebracht beziehungsweise umgesetzt.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Symrise ist einer Reihe unterschiedlicher Finanzrisiken ausgesetzt.

Kreditrisiko: Das Kreditrisiko besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen und Symrise dadurch einen Vermögensschaden erleidet. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden seit dem Jahr 2008 auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer allgemeinen Kostenkomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanzielle Krisen in Exportländern erfordern eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann.

Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht; entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen. Wir stellen dadurch sicher, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen unseren Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.

Nachfolgend sind die Verbindlichkeiten des Symrise Konzerns zum 31. Dezember 2011 mit den dazugehörigen Fälligkeiten aufgeführt:

VERBINDLICHKEITEN DES SYMRISE KONZERNS ZUM 31. DEZEMBER 2011

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(IN MIO. €) GESAMT 2012 AB 2013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 118,2 118,2 0
Darlehen 600,2 4,7 595,5
Sonstige und finanzielle Verbindlichkeiten 112,1 106,1 6,0
Gesamt 830,5 229,0 601,5

Zins- und Währungsrisiken: Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise US$) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro bewertet ein. Eine Schwankung des US$ sowie einer dem US$ angelehnten Auslandswährung gegenüber dem Euro können insoweit zu entsprechenden Veränderungen unserer Materialpreise führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch Verhandlung von Korridoren in den Verträgen, außerhalb derer nachverhandelt werden kann. Das verbleibende Währungsrisiko wurde 2011 durch Währungstermingeschäfte im Volumen von 38,8 Mio.US$ gegen Euro und 7 Mio.US$ gegen Singapur Dollar reduziert. Um Schwankungen im Ergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cash Flow Hedge klassifiziert. Dies führt dazu, dass die Bewertungseffekte zunächst im Eigenkapital und zu einem späteren Zeitpunkt im operativen Währungsergebnis gebucht werden.

Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Symrise hat dieses Risiko im Rahmen der Refinanzierung deutlich gemindert, rund 78 % der Verbindlichkeiten sind vor dem Hintergrund des günstigen Zinsumfeldes mit fixen Zinssätzen aufgenommen. Nur rund 22 % der Verbindlichkeiten unterliegen einem Zinsänderungsrisiko. Diesem Risiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften, die das Risiko aus sich ändernden Zinssätzen minimieren.

Steuerrisiko: Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.

PERSONALRISIKEN

Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme entgegen.

RECHTLICHE RISIKEN

Derzeit sieht sich Symrise in eher geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich des geistigen Eigentums. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, analysieren wir potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung unserer Rechtsabteilung und - soweit erforderlich - auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle weisen wir daher nur auf einen Verfahrenstypus hin. In den USA wird der Symrise Inc., wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung schädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern die Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine eindeutige Geldforderung benannt worden. Wir glauben, die Beschuldigungen im Gerichtsverfahren entkräften zu können. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.

IT-RISIKEN

Risiken der IT bestehen grundsätzlich in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Informationen, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann, die von funktionsfähigen IT-Systemen abhängig sind. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikations Systemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Die schon im Vorjahr begonnene Einführung einheitlicher und aktueller Systeme wird weiter fortgeführt. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten.

GESAMTBEWERTUNG DER RISIKOLAGE

Basierend auf den uns zur Verfügung stehenden Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand von Symrise zu gefährden. Aufgrund der Tatsache, dass das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch das System integrierter interner Kontrollen ergänzt werden, gehen wir davon aus, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen zu erfüllen.

CHANCENMANAGEMENT

Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. In den Geschäftsbereichen und im Corporate Center werden strategische Chancen erfasst. Diese werden bewertet, und Maßnahmen zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern.

AUSGEWÄHLTE CHANCEN

Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Unsere Mitarbeiter reichen im Rahmen des Ideenmanagements Vorschläge ein, wodurch sich Arbeitsabläufe und Verfahren verbessern lassen. Operative Chancen können sich zudem auch aus den Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter ergeben. Im Rahmen des Know-how-Transfers zwischen den beiden Divisionen sehen wir die Chance, zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen. Auch die Ausschöpfung von Synergien ist nicht im vollen Umfang abgeschlossen.

Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Alterung der Gesellschaft zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Menschen stetig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend beispielsweise mit neuen Geschäftsfeldern und Anwendungsbereichen wie Life Essentials oder Consumer Health. Eine intensive Marktforschung sowie umfangreiche F&E-Arbeit bilden die Grundlage für Eigenentwicklungen, die wir unseren Kunden zur Verbesserung ihrer Produkte oder zur Einführung neuer Produkte anbieten können. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt im Allgemeinen die Nachfrage nach Produkten, die Duft- und Geschmackstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen zu nutzen, bauen wir unsere Aktivitäten in diesen Ländern kontinuierlich aus.

Unternehmensstrategische Chancen erwachsen auch aus der Akquisition von Unternehmen. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir fortlaufend auf der Suche nach geeigneten Zielunternehmen. Auch im Rahmen von Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.

WESENTLICHE MERKMALE DES RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

GRUNDZÜGE UND ZIELE

Gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.

Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gefährden. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.

Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Aufbauend auf einer Basisschulung für Mitarbeiter findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt, damit Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.

ORGANISATION UND PROZESS

Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Elemente des Unternehmens und orientiert sich an ISO 31000. Basierend auf Berichten der Tochterunternehmen wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter IKS-Konzernbericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat oder dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist.
Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichproben der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der eingetretenen Auswirkungen beziehungsweise potenzieller Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft.

NACHTRAGSBERICHT

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben wir von der Belmay Inc. und der TPR Holdings, LLC diverse Vermögenswerte für den Ausbau unserer Geschäfte in Brasilien und den USA erworben. Wir gehen davon aus, dass dies keine signifikanten Auswirkungen auf den Konzern hat.

GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2011 konnten wir Umsatz und Jahresüberschuss des Unternehmens wiederum steigern. Die finanzielle Stabilität hat sich spürbar gefestigt, die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.

PROGNOSEBERICHT

KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit von Symrise in den Jahren 2012 und 2013 sind nur schwer abzuschätzen. Die Weltbank versah ihre "Global Economic Prospects" vom Januar 2012 mit dem Untertitel "Uncertainties and Vulnerabilities". Im Zentrum der Befürchtungen stehen die Euro-Schuldenkrise und auch die hohen Staatsdefizite und -schulden in den USA, Japan und Großbritannien. Vor diesem Hintergrund hat die Weltbank ihre globale Wachstumsprognose für die Jahre 2012 und 2013 von zuvor jeweils 3,6 % auf 2,5 % für das laufende und 3,1 % für das nächste Jahr zurückgenommen. Das Wachstum in den Industrieländern wird sich 2012 voraussichtlich auf 1,4 % weiter abschwächen und 2013 nur geringfügig auf 2,0 % beschleunigen. Für die Länder des Euro-Raums erwartet die Weltbank 2012 sogar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 %, 2013 ein geringes Plus von 1,1 %. Die Prognosen für die deutsche Wirtschaft - beispielsweise die des DIW - gehen von einem BIP-Anstieg von lediglich 0,6 % im Jahr 2012 und 2,2 % im darauffolgenden Jahr aus. Demgegenüber sollen die Volkswirtschaften der Schwellen- und Entwicklungsländer mit 5,4 % und 6,0 % weiterhin rascher wachsen als die Weltwirtschaft.

Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2011 ein Volumen von 16,2 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut neuester Schätzung der IAL Consultants - circa 12,2 Mrd. € auf den Teilmarkt der Duft- und Geschmackstoffe und - nach eigenen Schätzungen - circa 4 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe. Wir gehen in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 2-3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus. Überproportional dürften sich dabei die Märkte in Lateinamerika sowie in Asien entwickeln.

Für das Geschäftsjahr 2012 erwarten wir eine weiterhin hohe Volatilität bei Rohstoffkosten. Die Unsicherheiten auf den einzelnen Märkten deuten auf sehr unterschiedliche Entwicklungen je nach Rohstoffsegment hin. Symrise hat auf Basis der jeweiligen Einschätzungen pro Rohstoffsegment jeweils unterschiedliche Kontraktlaufzeiten oder eine kurzfristige Beschaffung ("spot sourcing") gewählt, um Kosten und Vorhersehbarkeit zu optimieren. Dies wird durch eine Optimierung des Rohstoffportfolios begleitet. Besonders hohe Volatilität wird im laufenden Jahr in den Bereichen Rohölderivate, Zucker, Zitrusderivate, Mintöle und Gewürze erwartet. Darüber hinaus bleibt die Situation bei Citral- und Ter penderivaten weiterhin angespannt. In den Bereichen Zitrus und Menthol greift die gute Positionierung von Symrise durch unsere Rückwärtsintegrationen.

Für das Geschäftsjahr 2012 ist mit weiterhin steigenden Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind politische Entwicklungen in den Ländern der Hauptöllieferanten. Insbesondere in Deutschland ist auch mit Umlagenerhöhungen aus dem Netzbereich zu rechnen. Symrise steuert dieser Entwicklung in Deutschland durch frühzeitige Energiebeschaffung bei den Hauptenergieträgern entgegen. Gleichzeitig steht der Einsatz energieeffizienter Anlagen ebenso wie Optimierungsmaßnahmen an vorhandenen Anlagen im Fokus der Projekte.

In der EU sind aus regulatorischer Sicht auch die kommenden Jahre von der neuen Kosmetik-Verordnung, der sogenannten Union List für Aromastoffe, und von der REACH Verordnung geprägt. Des Weiteren wird die Einführung von GHS in anderen Regionen (zum Beispiel Singapur und Australien) notwendig. Ebenfalls zu bedenken sind Novellierungen für die Allergenkennzeichnung von Lebensmitteln in den USA. Um die zunehmende Verschärfung der regulatorischen Hürden, insbesondere in der asiatischen Region, zu bewältigen, ist Symrise mit einem globalen Netzwerk von regulatorischen Gruppen und einheitlichen EDV-Systemen bestens aufgestellt.

KÜNFTIGE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

Wir blicken verhalten optimistisch auf das Jahr 2012 und sind zuversichtlich, im laufenden Jahr in unseren beiden Divisionen Scent &Care und Flavor& Nutrition moderat schneller zu wachsen als der AFF-Markt. Wir streben dabei ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 2 % und 4 % an.

Symrise wird im Jahr 2012 per Saldo rund 200 neue Stellen schaffen, überwiegend in den schnell wachsenden Regionen Asiens und Lateinamerikas. Dagegen wird der Mitarbeiterbe stand in Europa weitgehend stabil bleiben. Die Personalkosten werden weltweit um rund 3 % ansteigen. Unsere Anstrengungen bei der Erstausbildung werden wir weiter intensivieren. So hat sich Symrise im Rahmen eines Standortsicherungsvertrags verpflichtet, jährlich 44 neue Auszubildende einzustellen, um qualifizierte Mitarbeiter heranzubilden.

Die Initiativen zur kontinuierlichen Steigerung unseres Ergebnisses werden wir mit Konsequenz fortführen. Dazu gehören Kostenreduzierung und Preismanagement, Portfoliooptimierung und der Fokus auf innovative Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2011 verharren und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2011 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2012 eine EBITDA-Marge von rund 20 %.

Auch unsere attraktive Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.

Unsere Verschuldung gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ende 2012 sollten wir das untere Ende der Bandbreite erreichen. Ein kurzfristiges Entfernen von dieser Bandbreite ist bei Akquisitionen im Sinne unserer langfristigen Strategie möglich. Dementsprechend werden wir auch 2012 Akquisitionsmöglichkeiten aktiv prüfen.

Wie sich der AFF-Markt 2012 und 2013 entwickeln wird, hängt stark vom weiteren Konjunkturverlauf ab. Aufgrund unserer Innovationskraft, unserer guten Positionierung in den entwickelten und aufstrebenden Märkten sowie aufgrund unseres einzigartigen Produktportfolios sind wir aber zuversichtlich, 2012 und 2013 mit 2 % bis 4 % Wachstum unseren profitablen Kurs fortzusetzen.

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS

Der Vorstand der Symrise AG beurteilt die Lage des Unternehmens weiterhin positiv. Wir sehen unsere gute Performance als Bestätigung unserer Strategie, die wir im abgelaufenen Jahr weiter präzisiert haben. Die strategischen Pfeiler für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sind:

Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus.
Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität.
Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. So sichern wir unsere einzigartige Marktposition.

Wir wollen auch in Zukunft vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigen wir zudem Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften ein, um uns Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen oder die eigene Versorgung mit knappen Rohstoffen zu sichern.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Vergütung des Vorstands sowie die individualisierte Offenlegung der Vergütung des Vorstands finden sich im Corporate Governance-Bericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts.

ANGABEN GEMÄSS PARAGRAPH 315 ABS. 4 HGB

Das Grundkapital der Symrise AG beläuft sich unverändert auf 118.173.300 € und ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht.

Die Prudential plc, London, Vereinigtes Königreich, hat uns auch im Namen ihrer M&G Tochtergesellschaften im Februar 2011 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 10 % Schwelle überschritten hat. (Weitere Einzelheiten hierzu sind unter TZ 48 im Anhang zu finden).

Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 23 Mio. € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Ferner ist der Vorstand bis zum 10. Mai 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.
b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra®-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.
bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra®-Handels-system (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % Überoder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:
aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.
d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von §71d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.
e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.
g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control Regelung. Diese sieht vor, dass ein einfaches Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 nicht überschreiten. Wird der Vorstandsvorsitzende nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen oder legt er sein Vorstandsamt einvernehmlich nieder, so hat er einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Mit Wirkung vom 1. November 2012 an wird die Gesellschaft im Falle des Dienstvertrages des Vorstandsvorsitzenden bis einschließlich 31. Oktober 2014 der 23. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 26. Mai 2010 nicht entsprechen.

Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com> de> investor-relations> corporate-governance> erklaerung-zur-unternehmensfuehrung

MADAGASKAR

VANILLE IST DIE BEDEUTENDSTE SÜSSE GESCHMACKSRICHTUNG DER WELT. SYMRISE BIETET MEHR ALS 500 VERSCHIEDENE VANILLEAROMEN AN. WIE KEIN ANDERER AROMENHERSTELLER SIND WIR VOLLSTÄNDIG IN DIE MADAGASSISCHE WIRTSCHAFT INTEGRIERT. UNSER ANSATZ IST EIN WEGWEISENDES BEISPIEL FÜR DIE SYMBIOSE VON NACHHALTIGKEIT UND GESCHÄFTSERFOLG.

MADAGASKAR

UNSER STRATEGISCHER ANSATZ DER NACHHALTIGEN BESCHAFFUNG SICHERT UNS LANGFRISTIG DEN ZUGANG ZU VANILLE VON HÖCHSTER QUALITÄT, AUF WUNSCH AUCH ZERTIFIZIERT. EINKAUF, FERMENTATION UND EXTRAKTION: ALL DAS MACHEN WIR IN MADAGASKAR SELBST. DANK UNSERES EINSTIEGS AM BEGINN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE KÖNNEN WIR DIE SOZIALE, ÖKOLOGISCHE UND AUCH WIRTSCHAFTLICHE NACHHALTIGKEIT UNSERER VANILLE SICHERSTELLEN. SO SCHAFFEN WIR MEHR WERT FÜR ALLE BETEILIGTEN: FÜR DIE BAUERN UND IHRE GEMEINDEN, FÜR UNSERE KUNDEN UND IHRE KONSUMENTEN, UND FÜR SYMRISE.

"Wir bei Symrise kaufen nicht nur unsere Vanille auf Madagaskar. Wir leben und arbeiten auch dort. Zusammen mit unseren Partnern unterstützen wir unsere Bauern dabei, Vanille von höchster Qualität anzubauen und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. Symrise denkt anders über Vanille - und handelt auch so. Von der Blüte bis zur Schote sichern wir die nachhaltige Zukunft der Vanille - für unsere Kunden und für die Verbraucher."

ALAIN BOURDON, GESCHÄFTSFÜHRER SYMRISE MADAGASKAR

KONZERNABSCHLUSS 2011

INHALTSVERZEICHNIS

KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Bilanz

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

1 Allgemeine Informationen

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

3 Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

4 Segmentinformationen

5 Umsatzerlöse

6 Umsatzkosten

7 Sonstige betriebliche Erträge

8 Personalaufwand

9 Vertriebskosten

10 Forschungs-und Entwicklungsaufwendungen

11 Verwaltungskosten

12 Finanzergebnis

13 Ertragsteuern

14 Abschreibungen

15 Ergebnis je Aktie

16 Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

17 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

18 Vorräte

19 Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

20 Kurzfristige Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen

21 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

22 Latente Steueransprüche/-schulden

23 Sonstige langfristig gebundene Vermögenswerte und Forderungen

24 Langfristige finanzielle Vermögenswerte

25 Immaterielle Vermögenswerte

26 Sachanlagen

27 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

28 Kurzfristige Darlehen

29 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

30 Sonstige kurzfristige Rückstellungen

31 Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

32 Tatsächliche Ertragsteuerschulden

33 Langfristige Darlehen

34 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

35 Sonstige langfristige Rückstellungen

36 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

37 Eigenkapital

38 Angaben zum Kapitalmanagement

39 Weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

40 Weitere Informationen zu Finanzinstrumenten

41 Angaben zum Risikomanagement von Finanzinstrumenten

42 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

43 Aktienbasierte Vergütung -LongTerm Incentive Program

44 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

45 Langfristige Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

46 Abschlussprüfung

47 Aufstellung der einbezogenen Unternehmen

48 Anteilsbesitz an der Symrise AG nach §160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

49 Befreiung von der Aufstellung eines Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB

50 Corporate Governance

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

KONZERNABSCHLUSS 2011

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG - 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011

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IN T€ ANHANG 2010 2011
Umsatzerlöse 4,5 1.571.890 1.583.647
Um Satzkosten 6 -890.182 -930.043
Bruttoergebnis vom Umsatz 681.708 653.604
Sonstige betriebliche Erträge 7 7.736 12.914
Vertriebskosten 9 -252.774 -245.782
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 10 -107.859 -107.593
Verwaltungskosten 11 -83.177 -76.849
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.223 -1.869
Betriebsergebnis/EBIT 244.411 234.425
Finanzerträge 6.392 1.978
Finanzaufwendungen -73.313 -40.522
Finanzergebnis 12 -66.921 -38.544
Ergebnis vor Steuern 177.490 195.881
Ertragsteuern 13 -43.990 -49.346
Jahresüberschuss 133.500 146.535
Ergebnis je Aktie (in €)
- verwässert und Unverwässert 15 1,13 1,24

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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IN T€ ANHANG 2010 2011
Jahresüberschuss 133.500 146.535
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 2.6
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind 62.751 -2.958
Verluste aus Nettoinvestitionen -2.920 -3.318
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag 0 1.749
Kursdifferenzen aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (IFRS 5) -224 -38
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten -14 -25
Absicherung von Zahlungsströmen (Zinssicherung) 12
Während des Geschäftsjahres erfasste Erträge 5.900 0
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag 19.743 0
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) 37
Während des Geschäftsjahres erfasste Aufwendungen 0 -993
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag 0 257
Auf die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses entfallende Ertragsteuer 13 -6.496 1.313
Sonstiges Ergebnis 78.740 -4.013
Konzern-Gesamtergebnis 212.240 142.522

KONZERN-BILANZ

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IN T€ ANHANG 31.12.2010 31.12.2011
VERMÖGENSWERTE
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 16 112.215 118.608
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17 261.476 290.271
Vorräte 18 305.031 313.011
Finanzielle Vermögenswerte* 19 3.109 11.673
Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen* 20 44.406 58.408
Tatsächliche Ertragsteuerforderungen 8.379 9.445
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 21 1.607 373
736.223 801.789
Langfristige Vermögenswerte
Latente Steueransprüche 22 34.135 19.821
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen* 23 1.023 3.660
Finanzielle Vermögenswerte* 24 5.485 7.186
Immaterielle Vermögenswerte 25 863.394 834.269
Sachanlagen 26 418.738 431.451
1.322.775 1.296.387
AKTIVA 2.058.998 2.098.176

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IN T€ ANHANG 31.12.2010 31.12.2011
SCHULDEN
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen* 27 121.048 118.237
Darlehen 28 178.150 138.365
Sonstige Verbindlichkeiten* 29 80.571 104.058
Sonstige Rückstellungen 30 5.271 3.527
Finanzielle Verbindlichkeiten 31 0 2.018
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 32 65.090 41.910
450.130 408.115
Langfristige Schulden
Darlehen 33 455.332 461.833
Sonstige Verbindlichkeiten* 34 9.184 6.009
Sonstige Rückstellungen* 35 11.264 13.845
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36 212.414 221.618
Latente Steuerschulden 22 78.557 73.021
766.751 776.326
SUMMESCHULDEN 1.216.881 1.184.441
EIGENKAPITAL 37
Gezeichnetes Kapital 118.173 118.173
Kapitalrücklage 970.911 970.911
Neubewertungsrücklage 2.765 2.808
Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 4 -15
Cashflow Hedge Rücklage 0 -534
Kumulierte Währungsdifferenzen -1.838 -5.341
Bilanzverlust -247.898 -172.267
SUMME EIGENKAPITAL 842.117 913.735
Passiva 2.058.998 2.098.176

* Vorjahresbeträge wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit umgegliedert. Siehe hierzu TZ 2.1.

KONZERN-KAPITALFLUSS RECHNUNG

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IN T€ ANHANG 2010 2011
Jahresüberschuss 133.500 146.535
Ertragsteuern 13 43.990 49.346
Zinsergebnis 12 58.722 39.088
Zwischensumme 236.212 234.969
Abschreibungen und Wertminderungen auf Anlagevermögen 25, 26 92.574 81.513
Abnahme der Pensionsrückstellungen -1.586 -3.977
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten* 1.596 -5.919
Veränderung der langfristigen Vermögenswerte* 270 -2.085
Gewinne (-)/Verluste (+) aus Anlagenabgängen 1.069 -260
Unrealisierte und realisierte Verluste aus der Zeitwertbewertung gemäß IAS 39 6.281 429
Unrealisierte Währungsdifferenzen -2.888 6.067
Zwischensumme 97.316 75.768
Cashflow ohne Berücksichtigung der Veränderung des Nettoumlaufvermögens 333.528 310.737
Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind* -18.062 -50.474
Erhöhung der Vorräte* -53.670 -9.313
Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind* 18.037 14.166
Gezahlte Ertragsteuern -44.758 -64.208
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 235.075 200.908
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen (2011: bedingte nachträgliche Kaufpreisraten) -2.003 -203
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -13.186 -9.540
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -57.335 -47.685
Auszahlungen für Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte -763 -2.843
Zuflüsse aus Anlagenabgängen 4.799 1.428
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -68.488 -58.843
Aufnahme von Bankkrediten 251.436 82.763
Tilgung von Bankkrediten -670.872 -121.829
Aufnahme von sonstigen Finanzverbindlichkeiten 429.053 0
Tilgung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten -47.500 0
Zahlungswirksame Transaktionskosten -6.353 0
Zinsauszahlungen -41.096 -21.874
Zahlungswirksamer Zinsertrag 925 219
Ausgeschüttete Dividenden 37 -59.087 -70.904
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -143.494 -131.625
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen 23.093 10.440
Wechselkursbedingte Veränderungen 8.582 -4.047
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 1. Januar 80.540 112.215
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 31. Dezember 16 112.215 118.608

* Einzelne unwesentliche Posten des Vorjahres wurden aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit umgegliedert.

KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG*

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IN T€ GEZEICH-

NETES KAPITAL
KAPITAL-

RÜCKLAGE
NEUBEWER-

TUNGS-

RÜCKLAGE
RÜCKLAGE AUS DER BEWERTUNG ZUM BEIZULE-

GENDEN ZEITWERT
CASHFLOW HEDGE RÜCKLAGE (WÄHRUNGS-

SICHERUNG)
KUMULIERTE WÄHRUNGS-

DIFFERENZEN
Saldo zum 1. Januar 2010 118.173 970.911 2.718 -18.300 0 -62.159
Jahresüberschuss 0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 47 18.304 0 60.321
Konzern-Gesamtergebnis 0 0 47 18.304 0 60.321
Ausgeschüttete Dividenden 0 0 0 0 0 0
Saldo zum 31. Dezember 2010 118.173 970.911 2.765 4 0 -1.838
Saldo zum 1. Januar 2011 118.173 970.911 2.765 4 0 -1.838
Jahresüberschuss 0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 43 -19 -534 -3.503
Konzern-Gesamtergebnis 0 0 43 -19 -534 -3.503
Ausgeschüttete Dividenden 0 0 0 0 0 0
Saldo zum 31. Dezember 2011 118.173 970.911 2.808 -15 -534 -5.341

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IN T€ BILANZVERLUST SUMME EIGENKAPITAL
Saldo zum 1. Januar 2010 -322.379 688.964
Jahresüberschuss 133.500 133.500
Sonstiges Ergebnis 68 78.740
Konzern-Gesamtergebnis 133.568 212.240
Ausgeschüttete Dividenden -59.087 -59.087
Saldo zum 31. Dezember 2010 -247.898 842.117
Saldo zum 1. Januar 2011 -247.898 842.117
Jahresüberschuss 146.535 146.535
Sonstiges Ergebnis 0 -4.013
Konzern-Gesamtergebnis 146.535 142.522
Ausgeschüttete Dividenden -70.904 -70.904
Saldo zum 31. Dezember 2011 - 172.267 913.735

* Die Eigenkapitalentwicklung wird im Anhang unter TZ 37 erläutert.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

1 | Allgemeine Informationen

Die Symrise Aktiengesellschaft (Symrise AG) ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts und produziert, vermarktet und verkauft im Wesentlichen Aromen, Duftstoffe, Aromachemikalien und kosmetische Wirkstoffe. Sie ist die Muttergesellschaft des Symrise Konzerns, deren Sitz 37603 Holzminden, Mühlenfeldstraße 1, Deutschland, ist.

Die Aktien der Symrise AG sind zum Börsenhandel im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und werden im Prime Standard im MDAX® gelistet.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG (nachstehend auch bezeichnet als "Symrise", "Symrise Konzern" oder "wir") für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011 wurden am 16. Februar 2012 durch Beschluss des Vorstands zur Vorlage an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats sowie zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG sind nach den zum Bilanzstichtag geltenden Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Commitee (IFRIC) und den ergänzenden, nach § 315a Abs. 1 des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) anzuwendenden, handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt worden.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Bilanz, der Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als Konzernanhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind, und sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Zur klareren und übersichtlicheren Darstellung haben wir in der Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen dargestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

2 | Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 GRUNDLAGEN DER ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSES

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des historischen Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt und auf volle Tausend Euro (T€) gerundet; dabei können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Abweichende Angaben werden explizit genannt. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt beziehungsweise wurden, soweit die Bilanzstichtage abweichend vom 31. Dezember 2011 sind, zu diesem Stichtag gesondert aufgestellt.

Wir haben bestimmte Posten in unserem Konzernabschluss im Rahmen der Überarbeitung unserer Konzernrichtlinien umgegliedert und zur Herstellung der Vergleichbarkeit die Vorjahresangaben entsprechend angepasst. Im Konzernanhang haben wir die Änderungen jeweils dem Betrag und dem Grunde nach erläutert. Unserer Ansicht nach haben diese Umgliederungen keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Konzernabschlüsse für frühere Berichtsperioden.

2.2 ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Symrise Konzern neue oder überarbeitete Standards und Interpretationen angewandt, die für das Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren.

Improvements to IFRS 2010: Im Rahmen des annual improvement project wurden elf Amendments an sechs Standards und einer Interpretation vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz oder die Bewertung. Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 27 (in Verbindung mit IAS 21, 28 und 31), IAS 34, IFRS 1, IFRS 3, IFRS 7 und die Interpretation IFRIC 13. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Symrise.
Revised IAS 24 ("Related Party Disclosures") bringt eine Vereinfachung der Angabepflichten von Regierungen nahestehenden Unternehmen und verdeutlicht die Definition eines nahestehenden Unternehmens oder einer nahestehenden Person. Die Änderungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Durch die erstmalige Anwendung der Änderung von IAS 24 haben sich für Symrise keine Änderung in der Beurteilung von nahestehenden Personen ergeben.
IAS 32 ("Financial Instruments: Presentation") regelt, dass bestimmte Bezugsrechte, Optionen und Optionsscheine auf den Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten zu einem festgelegten Betrag selbst als Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren sind. Die Währung, auf die der Ausgabepreis lautet, ist dabei unbeachtlich. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Die Änderung hat keine Auswirkung auf Symrise.
IFRIC 14 ("Prepayments of a Minimum Funding Requirement") ist in den Fällen relevant, in denen ein Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen gegenüber einem externen Pensionsvermögen unterliegt und Beitragsvorauszahlungen leistet, um diese Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Änderung ist ab 1. Januar 2011 verpflichtend anzuwenden und hat keine Auswirkungen auf Symrise.
IFRIC 19 ("Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments") erläutert die Bilanzierung für den Fall, dass ein Unternehmen eine finanzielle Verbindlichkeit teilweise oder vollständig durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. Die Interpretation ist verpflichtend für Perioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen und hat keine Auswirkungen auf Symrise.

Außer den im Folgenden aufgeführten neuen Standards und Interpretationen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben können, wurden eine Reihe weiterer Standards und Interpretationen vom IASB und IFRIC verabschiedet, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und erwartungsgemäß keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

Aktuell plant Symrise keine frühzeitige Anwendung für neue oder geänderte Standards und Interpretationen. Soweit nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen auf den Symrise Konzernabschluss derzeit geprüft.

Revised IAS 19 ("Employee Benefits") führt neben umfangreicheren Angabepflichten zu Leistungen an Arbeitnehmer zu insbesondere folgenden Änderungen aus dem überarbeiteten Standard:

Derzeit gibt es ein Wahlrecht, wie unerwartete Schwankungen der Pensionsverpflichtungen, die sogenannten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, im Abschluss dargestellt werden können. Diese können entweder (a) ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, (b) im sonstigen Ergebnis (OCI) oder (c) zeitverzögert nach der sogenannten Korridormethode erfasst werden. Mit der Neufassung des IAS 19 wird dieses Wahlrecht für eine transparentere und vergleichbarere Abbildung abgeschafft, so dass künftig nur noch eine unmittelbare Erfassung im sonstigen Ergebnis zulässig ist.

Zudem werden derzeit die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand der subjektiven Erwartungen des Managements über die Wertentwicklung des Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19 (revised 2011) ist nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des aktuellen Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zulässig.

Die Änderung ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

Da wir derzeit die Korridormethode anwenden, würde die Änderung - bei Anwendung auf die Verhältnisse zum 31. Dezember 2011 - zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung um 69 Mio.€ führen. Mit dem Wechsel von der Korridormethode hin zur geänderten Methode bleibt die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung von Symrise zukünftig frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten (zum Beispiel aufgrund von Zinssatzschwankungen), da diese dann zwingend im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind.
IFRS 9 ("Financial Instruments") wird die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS 39 ersetzen. Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: Zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum Fair Value. Die Gruppe der finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten besteht aus solchen finanziellen Vermögenswerten, die nur den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen an vorgegebenen Zeitpunkten vorsehen und die zudem im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung das Halten von Vermögenswerten ist. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte bilden die Gruppe zum Fair Value. Unter bestimmten Voraussetzungen kann für finanzielle Vermögenswerte der ersten Kategorie - wie bisher - eine Designation zur Kategorie zum Fair Value ("Fair Value Option") vorgenommen werden. Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie zum Fair Value sind grundsätzlich im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Für bestimmte Eigenkapitalinstrumente jedoch kann vom Wahlrecht Gebrauch gemacht werden, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen; Dividendenansprüche aus diesen Vermögenswerten sind jedoch im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Die Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich aus IAS 39 übernommen.

IFRS 9 ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.
IFRS 13 ("Fair Value Measurement"): Mit diesem Standard wird die Fair Value-Bewertung in IFRS-Abschlüssen einheitlich geregelt. Alle nach anderen Standards geforderten Fair Value-Bewertungen haben zukünftig den einheitlichen Vorgaben des IFRS 13 zu folgen; lediglich für IAS 17 und IFRS 2 wird es weiter eigene Regelungen geben.

Der Fair Value nach IFRS 13 ist als exit price definiert, das heißt als Preis, der erzielt werden würde durch den Verkauf eines Vermögenswertes beziehungsweise als Preis, der gezahlt werden müsste, um eine Schuld zu übertragen. Wie derzeit aus der Fair Value-Bewertung finanzieller Vermögenswerte bekannt, wird ein 3-stufiges Hierarchiesystem eingeführt, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist. Die neue Fair Value-Bewertung kann gegenüber den bisherigen Vorschriften zu abweichenden Werten führen.

Der neue Standard ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Amendments to IAS 1 - Presentation of Items of Other Comprehensive Income: Dieses Amendment ändert die Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung. Die Posten des sonstigen Ergebnisses, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden ("recycling"), sind künftig separat von den Posten des sonstigen Ergebnisses darzustellen, die niemals reklassifiziert werden. Sofern die Posten brutto, das heißt ohne Saldierung mit Effekten aus Steuern, ausgewiesen werden, sind die Steuern nunmehr nicht mehr in einer Summe auszuweisen, sondern den beiden Gruppen von Posten zuzuordnen.

Die Änderung ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.

2.3 WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN UND QUELLEN VON SCHÄTZUNGS UNSICHERHEITEN

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS macht es erforderlich, dass der Vorstand Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen vornimmt, die die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und den Wert der ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, die Angabe von Eventualschulden am Bilanzstichtag, Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Unsere Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Informationen und Plandaten sowie Informationen über wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den Branchen oder Regionen, in denen wir oder unsere Kunden tätig sind. Deren Veränderung könnte sich nachteilig auf unsere Schätzungen auswirken. Unsere Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere Schätzungen über die künftige Entwicklung der zugrunde liegenden Ungewissheiten angemessen sind, können die tatsächlichen Ergebnisse von den ursprünglich von uns getroffenen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Die hieraus resultierenden Wertänderungen werden in der Berichtsperiode berücksichtigt, in der die Änderung vorgenommen wird, sowie in den hiervon betroffenen künftigen Berichtsperioden.

Nachfolgend führen wir die häufigsten von Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen betroffenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen und daher für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entscheidend sind:

PRÜFUNG VON WERTMINDERUNGEN DES GESCHÄFTS ODER FIRMENWERTS, ANDEREN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND DES SACHANLAGEVERMÖGENS SOWIE BESTIMMUNG DER NUTZUNGSDAUER

Symrise überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert einer Wertminderung unterliegt. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen diese Vermögenswerte zugeordnet sind.

Zur Schätzung des erzielbaren Betrags muss der Symrise Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Dazu verwenden wir bestimmte Annahmen und Schätzungen über zukünftige Cashflows, die komplexer Natur sind und mit erheblichen Ermessensausübungen und Annahmen hinsichtlich künftiger Entwicklungen verbunden sind. Sie können durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel durch Änderungen unserer internen Prognosen und der Schätzung unserer gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Aufgrund dieser Faktoren könnten die tatsächlichen Cashflows und Werte erheblich von den prognostizierten künftigen Cashflows und Werten abweichen, die anhand der abgezinsten Zahlungsströme ermittelt wurden. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere in der Vergangenheit getroffenen Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnten abweichende Annahmen und Schätzungen unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Außerdem werden die Ergebnisse der Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte von der Aufteilung dieser Geschäfts- oder Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten beeinflusst. Weitere Informationen sind unter TZ 25 zu finden.

Alle unsere immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) sowie das Sachanlagevermögen (ohne Grund und Boden) haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Deshalb ist der Abschreibungsbetrag für immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer zu verteilen. Ermessensausübungen sind bei der Bestimmung der Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts und des Sachanlagevermögens erforderlich, da Symrise hier den Zeitraum schätzt, in dem der Vermögenswert voraussichtlich einen wirtschaftlichen Nutzen bringt.

Der Abschreibungszeitraum hat Auswirkungen auf die in den einzelnen Perioden erfassten Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen. Weitere Informationen finden sich unter TZ 2.6, TZ 25 und TZ 26.

ANSATZ VON SELBST GESCHAFFENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN IM RAHMEN VON ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN

Aus eigenen Entwicklungen entstandene immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend der unter TZ 2.6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die Bestimmung, ob ein selbst geschaffener immaterieller Vermögenswert als immaterieller Vermögenswert anzusetzen ist, ist mit erheblichen Ermessensausübungen verbunden; insbesondere die Bestimmung, ob die Aktivitäten als Forschungs- oder als Entwicklungsaktivitäten einzustufen sind und ob die Ansatzkriterien für immaterielle Vermögenswerte erfüllt sind. Dies erfordert Annahmen über Marktbedingungen, Kundennachfrage und andere Entwicklungen in der Zukunft. Zur Bestimmung, ob der zu entwickelnde Vermögenswert in der Zukunft genutzt oder verkauft werden kann, hat die Unternehmensleitung unter anderem Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows vorzunehmen. Weitere Informationen sind unter TZ 25 zu finden.

BILANZIERUNG VON TATSÄCHLICHEN ERTRAGSTEUERN UND LATENTEN STEUERN

Aufgrund der international ausgerichteten Geschäftstätigkeit von Symrise werden Erlöse in zahlreichen Ländern außerhalb Deutschlands erzielt und unterliegen dabei den sich ändernden Steuergesetzen der jeweiligen Rechtsordnung. Unsere gewöhnliche Geschäftstätigkeit umfasst zudem Transaktionen, bei denen die letztendlichen steuerlichen Folgen ungewiss sind, zum Beispiel Transferpreise und Kostenumlageverträge zwischen Symrise Gesellschaften. Darüber hinaus sind die von Symrise gezahlten Ertragsteuern grundsätzlich Gegenstand von laufenden Betriebsprüfungen in- und ausländischer Steuerbehörden. Daher sind Ermessensausübungen für die Bestimmung unserer weltweiten Ertragsteuerrückstellungen erforderlich. Wir haben die Entwicklung der ungewissen Steuerfestsetzungen auf der Basis der derzeitigen Steuergesetze und unserer Auslegungen derselben angemessen geschätzt. Diese Ermessensausübungen können wesentliche Auswirkungen auf unsere Ertragsteueraufwendungen, Ertragsteuerrückstellungen und unseren Gewinn nach Steuern haben.

Wir beurteilen jährlich, ob steuerliche Verlustvorträge in einem überschaubaren Zeitraum genutzt und mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. In dem Umfang, in dem dies nicht möglich ist, werden latente Steueransprüche gemindert. Dies erfordert, dass wir Schätzungen, Ermessensausübungen und Annahmen über die steuerlichen Gewinne jeder Konzerngesellschaft vornehmen. Bei der Beurteilung unserer Fähigkeit, unsere latenten Steueransprüche zu nutzen, berücksichtigen wir sämtliche verfügbaren Informationen, einschließlich des in der Vergangenheit erzielten zu versteuernden Einkommens und des prognostizierten zu versteuernden Einkommens in den Perioden, in denen sich die latenten Steueransprüche voraussichtlich realisieren. Bei der Beurteilung des zukünftigen zu versteuernden Einkommens wurden die erwarteten Marktbedingungen sowie andere Tatbestände und Sachverhalte zugrunde gelegt. Jegliche nachteilige Veränderung dieser zugrunde liegenden Tatbestände oder unserer Schätzungen und Annahmen könnte eine Reduzierung des Saldos unserer latenten Steueransprüche erfordern. Weitere Einzelheiten hierzu sind unter TZ 22 zu finden.

PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN AUS ANLASS DER BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Der Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen und der Verpflichtung von Symrise, zusätzliche medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen, wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeitsraten und künftige Rentensteigerungen und ist somit mit erheblichen Ermessensausübungen verbunden.

Symrise bestimmt die Abzinsungsfaktoren auf Grundlage der Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungsfaktoren auf Marktrenditen von Regierungsanleihen. Die erwarteten Erträge des Fondsvermögens werden auf der Grundlage von öffentlich zugänglichen und internen Kapitalmarktstudien und -voraussagen für jede Kategorie von Vermögenswerten bestimmt. Aufgrund einer schwankenden Markt- und Wirtschaftslage können die zugrunde gelegten Prämissen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen, was wesentliche Auswirkungen auf die Verpflichtung für Pensionen und sonstige Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben kann. Aufgrund der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen großen Unsicherheiten. Weitere Einzelheiten hierzu sind unter TZ 36 zu finden.

BEWERTUNG VON FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Beurteilung der Einbringlichkeit von Forderungen umfasst Einschätzungen und Beurteilungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis aufbauen, die sich erheblich ändern können. Dies gilt sowohl für einzelne Forderungen als auch für das gesamte Portfolio. So müssen wir beurteilen, ob der Eintritt eines Forderungsausfalls wahrscheinlich ist und die Höhe eines solchen Ausfalls verlässlich geschätzt werden kann. Auch die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigung für die restlichen Forderungen auf der Grundlage der in der Vergangenheit festgestellten Forderungsausfälle ist mit erheblichen Ermessensausübungen verbunden, da die Vergangenheit möglicherweise nicht repräsentativ für die künftige Entwicklung ist. Änderungen unserer Schätzungen in Bezug auf die Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen könnten wesentliche Auswirkungen auf die in unserem Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Aufwendungen haben. Überdies könnte das Konzernergebnis nachteilig beeinflusst werden, wenn die tatsächlichen Forderungsausfälle wesentlich höher sind als von uns angenommen. Weitere Informationen finden sich unter TZ 17.

BILANZIERUNG VON RÜCKSTELLUNGEN FÜR RECHTSSTREITIGKEITEN UND ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGSPROGRAMME

Die Bestimmung von Rückstellungen ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden. Symrise ist in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass Symrise straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Wir überprüfen den Status jedes Sachverhalts mindestens auf vierteljährlicher Basis und nehmen eine Beurteilung des potenziellen finanziellen und geschäftlichen Risikos in Bezug auf solche Sachverhalte vor. Bei der Bestimmung, ob eine Rückstellung, wenn ja, in welcher Höhe eine Rückstellung zu bilden oder eine Angabe als Eventualverbindlichkeit erforderlich ist, sind erhebliche Ermessensausübungen erforderlich. Aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf diese Sachverhalte basieren die Rückstellungen auf den bestmöglichen Informationen, die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbar sind.

Symrise gewährt anteilsbasierte Vergütungsprogramme mit Barausgleich. Bei der Schätzung der beizulegenden Zeitwerte unserer anteilsbasierten Vergütungen greifen wir auf bestimmte Annahmen zurück, die sich unter anderem auf die erwartete Volatilität des künftigen Aktienkurses beziehen. Darüber hinaus hängt die Höhe des finalen Auszahlungsbetrags für diese Vergütungsprogramme vom Kurs der Symrise Aktie zum vereinbarten Stichtag ab. Diese Annahmen können Auswirkungen auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts und damit auf die Höhe und die zeitliche Verteilung unserer Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme haben. Änderungen dieser Faktoren könnten die anhand des Optionspreismodells ermittelte Schätzung der beizulegenden Zeitwerte und die künftigen Auszahlungen wesentlich beeinflussen. Weitere Informationen finden sich unter TZ 30, TZ 35 und TZ 43.

ANNAHMEN UND EINSCHÄTZUNGEN FÜR WEITERE VEREINZELTE BILANZPOSTEN

Annahmen und Einschätzungen sind zudem für die Bewertung von sonstigen Eventualschulden, sonstigen Rückstellungen und Derivaten notwendig. Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind unter TZ 2.6 erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass wesentliche Anpassungen der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten erforderlich sind.

Änderungen von Schätzungen würden nach IAS 8 "Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors" zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt werden.

2.4 KONSOLIDIERUNGSKREIS SOWIE ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

In den Konzernabschluss sind die Symrise AG als Mutterunternehmen und die von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) einbezogen. Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Symrise AG aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte die Kontrolle über die Geschäfts- und Finanzpolitik innehat, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Symrise AG über einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik verfügt, die aber weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind.

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01.01.2011 ZUGÄNGE ABGÄNGE 31.12.2011
Voll konsolidierte Tochterunternehmen
Inland 11 0 0 11
Ausland 49 0 2 47
At-equity bewertete Unternehmen
Ausland 1 0 0 1
Gesamt 61 0 2 59

Die Abgänge im Konsolidierungskreis 2011 resultieren aus der Liquidation der Symrise Export Ltd., China, und der Ragco (Pty) Ltd., Südafrika.

Da sich der Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert hat, ist die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss des Vorjahres im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht beeinträchtigt.

2.5 GRUNDSÄTZE DER EINBEZIEHUNG VON TOCHTERUN TERNEHMEN UND ASSOZIIERT EN UNTERNEHMEN

VOLLKONSOLIDIERUNG

Der Abschluss des Mutterunternehmens und die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Bilanzstichtag aufgestellt. Hierzu werden Anpassungen vorgenommen, um aus lokalen rechtlichen Bestimmungen resultierende Unterschiede in Ansatz und Bewertung auszugleichen.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen und nicht realisierte Gewinne aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Unrealisierte Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Konzernanschaffungs- und -herstellungskosten können künftig nicht erzielt werden.

Die Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, das heißt ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern einen beherrschenden Einfluss erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden aus Unternehmenserwerben werden im Erwerbszeitpunkt grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Soweit die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs das anteilige neu bewertete Reinvermögen des Akquisitionsobjekts übersteigen, kommt in Höhe des Unterschiedsbetrags ein Geschäfts- oder Firmenwert zum Ansatz. Die Aufwendungen und Erträge der erworbenen Tochterunternehmen gehen vom Erwerbszeitpunkt an in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein.

EQUITY-METHODE

Assoziierte Unternehmen ("Beteiligungen") werden nach der Equity-Methode bilanziert, sofern Symrise keinen beherrschenden Anteil hält, aber einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Beteiligungsgesellschaft ausüben kann.

Sie werden im Konzernabschluss zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt. Nach dem Erwerbszeitpunkt wird der Anteil von Symrise am Ergebnis des assoziierten Unternehmens in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird unmittelbar im sonstigen Konzern-Gesamtergebnis beziehungsweise Konzern-Eigenkapital erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens entsprechend.

Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Symrise Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend des Beteiligungsanteils eliminiert. Der Abschluss des assoziierten Unternehmens wird unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Konzernabschluss.

Unsere Beteiligung an Therapeutic Peptides Inc., USA, haben wir aus Wesentlichkeitsgründen nicht gesondert ausgewiesen.

2.6 DARSTELLUNG WESENTLICHER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Tochtergesellschaften der Symrise AG führen ihre Bücher in der jeweiligen funktionalen Währung. Die funktionale Währung ist die Währung, in der überwiegend Zahlungsmittel erwirtschaftet beziehungsweise verwendet werden. Da die meisten Gesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung im Wesentlichen die jeweilige Landeswährung.

Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnet der Symrise Konzern zum Stichtagskurs am Periodenende um, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Die Aufwendungen und Erträge werden mit dem Transaktionskurs umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge weist der Symrise Konzern im Eigenkapital separat als "kumulierte Währungsdifferenzen" aus.

Soweit die Abwicklung eines monetären Postens in Form einer ausstehenden Forderung oder Verbindlichkeit gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellt dieser einen Teil der Netto Investition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital unter "kumulierten Währungsdifferenzen" erfasst und bei einer Veräußerung oder Tilgung der Netto Investition vom Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Eigenkapitalbestandteile werden mit historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital gesondert als "kumulierte Währungsdifferenzen" ausgewiesen. Beim Ausscheiden von Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis oder bei Verringerung der Beteiligung durch Verkauf, Kapitalherabsetzung oder Liquidation werden "kumulierte Währungsdifferenzen", die bis zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital erfasst wurden, in der gleichen Periode (anteilig) ergebniswirksam umgegliedert.

Transaktionen in Fremdwährungen rechnen wir zu den am Tag der Transaktion gültigen Wechselkursen in die entsprechenden funktionalen Währungen unserer Tochterunternehmen um. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs bewertet. Die sich aus der operativen Tätigkeit ergebenden Währungseffekte werden innerhalb der Umsatzkosten, Effekte aus der Finanzierungstätigkeit innerhalb des Finanzergebnisses erfasst.

Die Wechselkurse zum Euro der für den Symrise Konzern wichtigsten Währungen haben sich wie folgt verändert:

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STICHTAGSKURSE = 1

DURCHSCHNITTSKURSE = 1

LAND WÄHRUNGEN 31.12.2011 31.12.2010 2011 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Großbritannien Britisches Pfund GBP 0,837 0,858 0,868 0,858
USA US-Dollar US$ 1,293 1,325 1,393 1,326
Mexiko Mexikanische Pesos MXN 18,073 16,419 17,297 16,740
Brasilien Brasilianische Real BRL 2,414 2,212 2,327 2,333
Singapur Singapore Dollar SGD 1,681 1,711 1,749 1,807
China Chinesische Renminbi CNY 8,144 8,748 9,001 8,975

UMSATZREALISIERUNG

Als Umsatzerlöse für Waren und Erzeugnisse werden die Zeitwerte der erhaltenen oder erwarteten Gegenwerte abzüglich Retouren, Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wird. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Der Obergang der Risiken und Chancen auf den Käufer wird gemäß der INC0TERMS (International Commercial Terms) bestimmt.

ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendungen werden als sonstige betriebliche Erträge in den Zeiträumen erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Im Berichtsjahr 2011 wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 1.129 T€ vereinnahmt und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen (TZ 7).

LEASING

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbundenen Chancen und Risiken trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet.

Ist Symrise Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig unter den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen setzen sich im Wesentlichen aus Finanzierungskosten und dem Tilgungsanteil der Restschuld, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, zusammen. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Im Symrise Konzern bestehen keine wesentlichen Finanzierungsleasingverhältnisse.

Geleistete Leasingzahlungen für Operating Leasing werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ERTRAGSTEUERN

Ertragsteuern umfassen laufende sowie latente Steuern. Die Ertragsteuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet werden.

Laufende Steuern sind die erwarteten Steuerzahlungen auf Basis des steuerpflichtigen Gewinns des laufenden Geschäftsjahrs, bewertet mit dem Steuersatz für das Berichtsjahr. Außerdem werden hier Änderungen aus den Vorjahren erfasst, die zum Beispiel aufgrund von Betriebsprüfungen entstehen können.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der Verbindlichkeitenmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts beziehungsweise einer Schuld in der Konzern-Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Für die folgenden temporären Differenzen werden keine latenten Steuern gebildet:

den erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts,
den erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld im Zusammenhang mit einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt und weder das handelsrechtliche noch das steuerliche Ergebnis beeinflusst.

Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf die latenten Steuern erfasst Symrise in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise im Eigenkapital in dem Berichtszeitraum, in dem das der Steuersatzänderung zugrunde liegende Gesetzgebungsverfahren weitgehend abgeschlossen ist.

Latente Steueransprüche und -schulden werden verrechnet, sofern ein durchsetzbares Recht existiert, laufende Steueransprüche und -schulden miteinander zu verrechnen und sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde auf eine Gesellschaft erhoben werden.

Latente Steueransprüche werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuerndes Einkommen vorhanden sein wird, mit dem die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden können.

Für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen (sogenannte outside basis differences) werden latente Steuern bilanziert, ausgenommen in dem Umfang, in dem Symrise in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird.

ERGEBNIS JE AKTIE

Der Symrise Konzern berichtet das unverwässerte Ergebnis pro Stammaktie, was gleichzeitig dem verwässerten Ergebnis entspricht und deshalb nicht gesondert dargestellt wird. Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt (TZ 15).

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE UND GESCHÄFTSODER FIRMENWERT

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dies beinhaltet die Erfassung von identifizierbaren Vermögenswerten (einschließlich der zuvor nicht erfassten immateriellen Vermögenswerte) und Schulden (einschließlich Eventualverbindlichkeiten, jedoch ungeachtet einer künftigen Restrukturierung) des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus einem Unternehmenszusammenschluss wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet und ergibt sich als Überschuss des Zeitwerts der übertragenen Gegenleistung am Erwerbsstichtag des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Soweit Minderheitenanteile verbleiben, wird für jeden Erwerb das Bewertungswahlrecht des IFRS 3 gesondert ausgeübt: Nicht beherrschende Anteile können entweder zum Fair Value (Füll Goodwill) oder zum beteiligungsproportionalen Zeitwert des erworbenen Nettovermögens (Partial Goodwill) bewertet werden. Angefallene Erwerbsnebenkosten erfassen wir als Aufwand in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Im Erwerbszeitpunkt wird der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses voraussichtlich profitieren werden.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit untersucht. Sofern Indikatoren für einen Wertberichtigungsbedarf vorliegen, erfolgt die Untersuchung auch häufiger.

Bei assoziierten Unternehmen ist ein Geschäfts- oder Firmenwert im Buchwert der At-equity-Beteiligung enthalten.

SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten ab dem Zeitpunkt, an dem alle nach IAS 38 geforderten Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind. Soweit die Voraussetzungen für sogenannte qualifizierte langfristige Vermögenswerte gegeben sind, das heißt Vermögenswerte, für die zur Herstellung ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen, sind aktivierte Zins aufwendungen gemäß IAS 23 enthalten.

Für die immateriellen Vermögenswerte wird festgestellt, ob sie eine bestimmte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Im Symrise Konzern gibt es zum Bilanzstichtag keine immateriellen Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungen angesetzt.

Diese werden linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

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IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE NUTZUNGSDAUER
Software 3-10 Jahre
Rezepturen 7-20 Jahre
Handelsmarken 6-15 Jahre
Kundenstämme 6-15 Jahre
Patente und sonstige Rechte 5-20 Jahre

Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden für immaterielle Vermögenswerte werden jährlich auf ihre Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls prospektiv angepasst.

Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderungsbedarf überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird, beziehungsweise häufiger, wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines immateriellen Vermögenswerts werden zum Veräußerungszeitpunkt als Unterschiedsbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Kosten für Forschungsaktivitäten, das heißt für Aktivitäten, die unternommen werden, um neue wissenschaftliche oder chemische Erkenntnisse zu gewinnen, erfasst Symrise in voller Höhe als Aufwand. Für die Zwecke der Rechnungslegung werden Forschungsaufwendungen als Kosten im Zusammenhang mit laufenden oder geplanten Untersuchungen definiert, die neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse und Einsichten liefern sollen. Entwicklungsaufwendungen werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder Fachkenntnissen in der Produktion, den Produktionsverfahren, den Leistungen oder Waren vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Verwendung definiert.

Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, wenn bestimmte, genau bezeichnete Voraussetzungen erfüllt sind: Eine Aktivierung ist immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen, der auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdeckt, wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss Symrise die Absicht haben und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt.

SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Komponenten der Sachanlage wesentlich (gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten), setzt Symrise diese Komponenten einzeln an und schreibt sie getrennt ab. In den Kosten für die Erstellung sogenannter qualifizierter langfristiger Vermögenswerte, das heißt Vermögenswerte, für deren Herstellung ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen, sind aktivierte Zinsaufwendungen gemäß IAS 23 enthalten.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung einer Sachanlage werden zum Veräußerungszeitpunkt als Unterschiedsbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Abschreibungen werden in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung linear über die folgenden Nutzungsdauern erfasst:

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SACHANLAGEN NUTZUNGSDAUER
Gebäude 20-50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-12 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-20 Jahre

Grund und Boden wird nicht abgeschrieben. Die Abschreibung von Mietereinbauten erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die Laufzeit des Mietvertrags, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist. Bei der Bestimmung des verwendeten Abschreibungszeitraums werden Mietverlängerungsoptionen berücksichtigt, sofern ihre Ausübung wahrscheinlich ist.

WERTMINDERUNG VON SACHANLAGEN UND VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN (OHNE GESCHÄFTSODER FIRMENWERT)

Symrise beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines langfristigen Vermögenswerts vorliegen. Soweit das der Fall ist, schätzen wir dessen erzielbaren Betrag. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht bestimmt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags für die kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, gilt der Vermögenswert als wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen weist Symrise in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den betroffenen Funktionsaufwendungen aus.

An jedem Abschlussstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist wieder zuzuschreiben, wenn der erzielbare Betrag als Folge einer Schätzungsänderung seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands über dem Buchwert des Vermögenswerts liegt. Die Wertaufholung darf die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich ergeben hätten, wenn in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, nicht übersteigen. Sie ist unmittelbar im Periodenergebnis zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, wird die planmäßige Abschreibung gegebenenfalls für künftige Berichtsperioden angepasst, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts abzüglich eines etwaigen Restwerts systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

FINANZINSTRUMENTE

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Finanzinstrumente sind alle Verträge, die einen finanziellen Vermögenswert bei der einen Gesellschaft und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Gesellschaft begründen. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Diese setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten von Derivaten zusammen. Originäre Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber institutionellen und privaten Investoren, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und, in geringem Umfang, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn Symrise eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung beziehungsweise zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten.

Finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzern-Bilanz erfasst, wenn Symrise ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte, das heißt Käufe oder Verkäufe, bei denen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb des für den jeweiligen Handelsplatz vorgeschriebenen oder durch Konventionen festgelegten Zeitrahmens erfolgen muss, werden zum Handelstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows angesetzt.

Finanzinstrumente werden bei Symrise unter Zugrundelegung der Wesensart in die Kategorie "Finanzieller Vermögenswert oder Verbindlichkeit erfolgswirksam zum Fair Value", "bis zur Endfälligkeit gehalten", "Kredite und Forderungen", "zur Veräußerung verfügbar" sowie "finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" unterteilt. Symrise macht von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und Schulden beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair Value Option), keinen Gebrauch.

Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der Kategorie, der sie zugeordnet sind - zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgswirksam oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Für weitere Informationen siehe TZ 40.

Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten enthalten Wertminderungen und Zuschreibungen, Zinserträge und -aufwendungen, Dividenden sowie Gewinne und Verluste aus dem Abgang solcher Vermögenswerte. Dividenden erfassen wir bei Realisierung als Ertrag. Zinserträge erfassen wir auf Basis der Effektivzinsmethode. Bei Abgang eines Vermögenswertes werden weder Dividenden- noch Zinserträge in die Berechnung des Nettogewinns oder- verlusts einbezogen.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und erstmals zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem ein derivatives Finanzinstrument vertraglich vereinbart wird. Die Instrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente vorgesehen sind, stuft das Unternehmen als "zu Handelszwecken gehalten" ein. Die Derivate werden folglich zum beizulegenden Zeitwert bewertet und als finanzieller Vermögenswert beziehungsweise finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt.

Zu spekulativen Zwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben.

CASHFLOW HEDGE

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2011 setzt Symrise derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus operativer Tätigkeit resultierenden Währungsrisiken ein.

Dabei werden mittels Forwards ausgewählte zukünftige Zahlungsströme bereits in der Bilanz angesetzter Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken im operativen Bereich abgesichert. Die Sicherung des Währungsrisikos erfolgt rollierend über einen Zeitraum von rund sechs Monaten bis zu einer maximalen Sicherungsquote von 50 % der offenen Währungsposition in einer Gesellschaft.

Sofern die strengen Voraussetzungen des IAS 39 für die Anwendung des Cashflow Hedge Accounting vorliegen, werden die kumulierten Bewertungsgewinne/-verluste zunächst im Eigenkapital in der Cashflow Hedge Rücklage erfasst und in der Periode erfolgswirksam umgegliedert, in der das gesicherte Grundgeschäft das Periodenergebnis beeinflusst.

Entsprechend dem gesicherten Grundgeschäft (Fremdwährungsforderung oder -Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung) werden die Bewertungsgewinne/-verluste aus dem derivativen Finanzinstrument in die Umsatzerlöse beziehungsweise Umsatzkosten umgegliedert. Dort saldieren sie sich mit den tatsächlichen Währungsgewinnen und -verlusten des operativen Geschäftes.

Durch die Anwendung von Cashflow Hedges wird die Volatilität aufgrund von Wechselkursänderungen im operativen Ergebnis gemindert. Weitere Ausführungen zur Cashflow Hedge Rücklage finden sich in TZ 37.

Die Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accountings werden von Symrise wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung des Absicherungsinstruments zu der erwarteten Fremdwährungsforderung/-verbindlichkeit als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden mittels kumulierter Dollar Offset-Methode fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; sollte eine Hedge-Beziehung ineffektiv werden, würde diese umgehend erfolgswirksam aufgelöst.

Auch wenn einige Devisentermingeschäfte nicht als Cashflow Hedge Accounting abgebildet werden, so stellen diese bei wirtschaftlicher Betrachtung eine Sicherung dar. In diesen Fällen gleichen sich die Bewertungseffekte des Derivats sofort mit den Effekten aus der Bewertung der Fremdwährungsforderung beziehungsweise -verbindlichkeit innerhalb der Umsatzkosten aus.

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN SOWIE ANDERE KURZFRISTIGE FORDERUNGEN

Diese werden - ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode -mit dem Marktwert zum Zeitpunkt des Zugangs abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, wertberichtigt.

Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

ZAHLUNGSMITTEL UND KURZFRISTIGE EINLAGEN

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen umfassen Kassenbestände und sofort verfügbare Einlagen. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen bewertet Symrise zu fortgeführten Anschaffungskosten.

ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Symrise hält in geringem Umfang börsenfähige Wertpapiere und andere zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte, die über einen noch unbestimmten Zeitraum gehalten werden und zur Beschaffung liquider Mittel oder bei sich ändernden Zinssätzen veräußert werden sollen, werden als langfristig gebundene "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte11 klassifiziert. Sofern allerdings die Geschäftsleitung die Absicht äußert, diese innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanz Stichtag zu veräußern oder diese veräußert werden müssen, um liquide Mittel für den Geschäftsbetrieb bereitzustellen, werden sie als kurzfristig gebundene "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte11 klassifiziert. Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden sie mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn dieser unmittelbar auf Basis von Marktdaten bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Alle Veränderungen, abgesehen von Wertminderungen, werden nach Abzug von Steuern als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Wird ein Vermögenswert ausgebucht, so wird der kumulative Gewinn oder Verlust aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übertragen.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Als "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" werden langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen eines Unternehmens erfasst, die gemäß IFRS 5 als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert wurden. Diese werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Soweit mit einer Veräußerungsgruppe Verbindlichkeiten identifiziert werden, die im Zusammenhang mit den entsprechenden Veräußerungsgruppen stehen, werden diese ebenfalls als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.

VORRÄTE

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Aufwendungen für Vorräte umfassen die Kosten für die Anschaffung der Vorräte, Herstellungs- oder Weiterverarbeitungskosten und sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen.

Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufswert abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.

Rohstoffe sind zu Anschaffungskosten mit dem gewichteten Durchschnittspreis bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse beziehungsweise Leistungen sind mit Material- und Lohneinzelkosten sowie sonstigen Einzelkosten und angemessenen Teilen der Fertigungsgemeinkosten basierend auf der normalen Auslastung der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten bewertet.

PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Die Konzerngesellschaften verfügen über verschiedene Pensionspläne, die auf die jeweiligen landesspezifischen Regularien und Praktiken ausgerichtet sind. In einem Land bestehen darüber hinaus Zusagen, bestimmte zusätzliche medizinische Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen. Rund 90 % dieser Leistungen sind nicht durch Rückdeckungsversicherungen gesichert.

BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE (DEFINED CONTRIBUTION)

Ein beitragsorientierter Plan ist ein Plan, auf dessen Basis eine Gesellschaft bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses fest vereinbarte Beiträge in andere Körperschaften einzahlt und keine weitere rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, darüber hinausgehende Beträge zu zahlen. Verpflichtungen in Bezug auf Beiträge für beitragsorientierte Pläne werden zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit unter Leistungen an Arbeitnehmer in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE (DEFINED BENEFIT)

Leistungsorientierte Pläne umfassen alle Pensionspläne, die nicht beitragsorientiert sind. Symrise bewertet die Leistungsansprüche aus Defined-Benefit-Plänen (DBP) mit dem versicherungsmathematischen Barwert der erdienten Anwartschaft. Die Nettopensionsverpflichtung des Symrise Konzerns hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne wird individuell für jeden Plan berechnet, indem der Betrag für künftige Pensionsleistungen, auf die Arbeitnehmer während der laufenden und in vorherigen Berichtsperioden eine Anwartschaft erdient haben, geschätzt wird; diese Pensionsleistung wird zur Ermittlung ihres Barwertes abgezinst. Noch nicht erfasste nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens werden abgezogen. Der Abzinsungssatz ergibt sich aus der Rendite zum Berichtsstichtag aus mit "AA" bewerteten Bonds, deren Fälligkeitstermine den Zahlungsbedingungen der Konzernverpflichtungen ungefähr entsprechen und die in derselben Währung ausgestellt sind, in der die Pensionsleistungen erwartungsgemäß gezahlt werden.

Die Berechnung wird jährlich durch Versicherungsmathematiker unter Anwendung des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) vorgenommen. Sind die Leistungsansprüche nicht durch externes Vermögen gedeckt, erfasst Symrise in der Bilanz die um nachzuverrechnende Aufwendungen/Erträge aus rückwirkenden Planänderungen (Past Service Cost) korrigierte Defined Benefit Obligation (DBO) als Verbindlichkeit. Sind die Leistungsansprüche durch Fondsvermögen gedeckt, verrechnet Symrise den Marktwert dieses Vermögens mit der DBO. Der Nettobetrag, korrigiert um die noch nicht berücksichtigten Past Service Cost und die Effekte aus der Aktivierungsobergrenze (Asset Ceiling), wird als Pensionsverbindlichkeit oder Vermögenswert bilanziert.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden als Ertrag oder Aufwand erfasst, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für jeden einzelnen Plan zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren der Beträge aus 10 % der leistungsorientierten Verpflichtung oder aus 10 % des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens zu diesem Zeitpunkt übersteigt. Die Gewinne oder Verluste werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Mitarbeiter erfolgswirksam verteilt.

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaft verteilt. Soweit Anwartschaften unverzüglich nach Einführung oder Änderung eines Pensionsplanes unverfallbar sind, wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand unverzüglich ergebniswirksam erfasst.

Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag setzt sich zusammen aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zuzüglich beziehungsweise abzüglich der noch nicht ergebniswirksam erfassten versicherungsmathematischen Gewinne beziehungsweise Verluste abzüglich des noch nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands zuzüglich der noch nicht erfassten Gewinne aus Planänderungen und abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.

RÜCKSTELLUNGEN

Eine Rückstellung wird dann gebildet, wenn mehr dafür als dagegen spricht, dass Symrise eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Die Höhe der Rückstellung passen wir regelmäßig an, wenn uns neue Erkenntnisse vorliegen oder veränderte Rahmenbedingungen bestehen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert der erwarteten Erfüllungsbeträge zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Abzinsungssätze werden regelmäßig den vorherrschenden Marktzinssätzen angepasst.

Zuführungen zu den Rückstellungen berücksichtigt Symrise grundsätzlich erfolgswirksam in der jeweiligen Aufwandskategorie der betroffenen Funktionen. Einen bei der Erfüllung der Verpflichtung entstehenden positiven oder negativen Differenzbetrag zum Buchwert erfassen wir ebenfalls unter den jeweiligen Funktionsaufwendungen. Soweit es sich um periodenfremde positive Differenzbeträge handelt, werden diese unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGEN

Der Symrise Konzern gewährt an Vorstände und ausgewählte Mitarbeiter aktienbasierte Vergütungen, die mit Barmitteln beglichen werden. Der Anteil des beizulegenden Zeitwerts von aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich, der auf bis zum Bewertungsstichtag geleistete Dienste entfällt, wird als Personalaufwand mit einem gleichzeitigen Ausweis als sonstige Rückstellung erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird an jedem Bilanzstichtag sowie am Auszahlungstag neu ermittelt. Jede Änderung des beizulegenden Zeitwerts ist aufwandswirksam zu berücksichtigen. Am Auszahlungstag entspricht der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeit dem Betrag, der an die betroffenen Mitarbeiter zu leisten ist. Weitere Informationen zu den aktienbasierten Vergütungstransaktionen finden sich unter TZ 43.

WERTMINDERUNGEN

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die folgenden Faktoren werden bei der Analyse der Werthaltigkeit

der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt:

Zunächst wird die Zahlungsfähigkeit einzelner Kunden betrachtet und Wertberichtigungen für einzelne Kundensalden gebucht, wenn es wahrscheinlich erscheint, dass die vertraglich vereinbarte Forderung nicht gezahlt wird.
Anschließend werden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen auf Basis homogener Forderungsklassen gebildet, die sich nach dem verbundenen Ausfallrisiko, den in der Vergangenheit festgestellten Forderungsausfällen, aber auch nach den allgemeinen Marktbedingungen wie Handelsembargos oder Naturkatastrophen richten. Wir bilden eine pauschalierte Einzelwertberichtigung zur Berücksichtigung von Wertminderungen für ein Forderungsportfolio, wenn wir der Ansicht sind, dass das Alter der Forderungen einen Anhaltspunkt dafür liefert, dass es wahrscheinlich ist, dass ein Verlust eingetreten ist oder die ausstehenden Zahlungen nicht oder nicht vollständig eingezogen werden können.

Um eine Wertminderung objektiv nachweisbar festzustellen, werden die folgenden Auslöser herangezogen:

Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners;
Vertragsbruch;
Zugeständnisse an den Kunden aufgrund wirtschaftlicher oder rechtlicher Gründe, die im Zusammenhang mit dessen finanziellen Schwierigkeiten stehen;
Insolvenz oder Sanierungsnotwendigkeit des Schuldners ist wahrscheinlich;
Beobachtbare Daten zeigen, dass eine messbare Minderung der erwarteten künftigen Zahlungsströme einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten seit erstmaligem Ansatz eingetreten ist, obwohl die Minderung nicht einem einzelnen finanziellen Vermögenswert der Gruppe zugerechnet werden kann (pauschalierte Einzelwertberichtigung).

Ergibt sich in den Folgeperioden, dass die Gründe für die Wertminderung nicht mehr vorliegen, wird eine erfolgswirksame Wertaufholung erfasst. Sofern eine bereits wertgeminderte Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, erfolgt die entsprechende Ausbuchung.

Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Wertberichtigungen werden unter den Vertriebskosten erfasst. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Portfolioverantwortlichen.

SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Berichtszeitpunkt bewertet, um festzustellen, ob es eine objektive Grundlage für eine Wertminderung gibt. Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten wird vorgenommen, wenn es objektive Hinweise gibt, dass ein oder mehrere Vorkommnisse einen negativen Einfluss auf die zukünftigen Cashflows dieses Vermögenswerts hatten.

Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, wird aus der Differenz zwischen Buchwert und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows nach Abzinsung mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz berechnet. Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die zur Veräußerung gehalten werden, wird anhand des beizulegenden Zeitwerts berechnet.

Einzelne wesentliche finanzielle Vermögenswerte werden individuell hinsichtlich einer möglichen Wertberichtigung überprüft. Die restlichen finanziellen Vermögenswerte werden in Gruppen mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen zusammengefasst und bewertet.

Alle Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Gewinne und Verluste von finanziellen Vermögenswerten, die zur Veräußerung verfügbar sind, werden im Eigenkapital erfasst. Bei der Veräußerung werden Gewinne und Verluste, die zuvor im Eigenkapital erfasst wurden, in die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung übertragen.

NICHT-FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass ein nicht-finanzieller Vermögenswert einer Wertminderung unterliegt. Der Buchwert wird auf Wertminderungen untersucht, wenn Ereignisse oder veränderte Rahmenbedingungen daraufhinweisen, dass der Buchwert nicht mehr durch den erzielbaren Betrag gedeckt wird. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt Symrise eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert wertgemindert beziehungsweise auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern auf ihren Barwert abgezinst.

Wertminderungsaufwendungen werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswertes entsprechen.

Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung bis zur Höhe der um die Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Diese werden in den Aufwandskategorien erfasst, in der die Wertminderung erfasst worden war. Lediglich auf zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden keine Zuschreibungen vorgenommen.

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Der Wertberichtigungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IAS 36 mindestens einmal im Jahr untersucht. Sofern Ereignisse oder geänderte Rahmenbedingungen auf einen Wertberichtigungsbedarf hinweisen, erfolgt die Untersuchung auch häufiger.

Zur Prüfung der Werthaltigkeit ist ein Geschäfts- oder Firmenwert nach Zugang auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zu allokieren, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen. Jede Einheit, der der Geschäftsoder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und ist nicht größer als ein Geschäftssegment im Sinne des IFRS 8.

Die Wertberichtigung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags ("Recoverable Amount") der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht. Der Recoverable Amount der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Liegt der Recoverable Amount der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Verluste aus Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte dürfen in späteren Perioden nicht aufgeholt werden. Symrise nimmt die jährliche Überprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Werthaltigkeit zum 30. September vor.

Im Symrise Konzern wurden die Segmente "Scent & Care" sowie "Flavor & Nutrition" als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert, wobei dem Segment "Scent & Care" ein Geschäfts- oder Firmenwert zum 30. September 2011 in Höhe von 158,9 Mio.€ (2010: 157,6 Mio.€) und dem Segment "Flavor & Nutrition" ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 326,5 Mio.€ (2010: 323,9 Mio.€) zugerechnet wurde. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegendem Wert abzüglich Verkaufskosten und wurde als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt. Die zukünftigen Cashflows wurden aus der Planung des Symrise Konzerns abgeleitet. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen beziehungsweise -mengen und Kosten unter Berücksichtigung veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrer bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller, aus jeweiligen Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt.

Der Planung liegt ein Detail-Planungszeitraum für die Geschäftsjahre 2012 bis 2014 zugrunde. Zur Bemessung der ewigen Rente wurde eine Wachstumsrate von 0,5 % zugrunde gelegt. Die ermittelten Cashflows wurden mit dem gewichteten Kapitalkostensatz nach Steuern in Höhe von 7,83 % (2010: 7,62 %) diskontiert. Im Geschäftsjahr lagen keine Anzeichen für eine Wertminderung ("Impairment") vor. Die Gewichtung der Eigen- und Fremdkapitalkosten erfolgte mit einer Kapitalstruktur, die aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet wurde. Für die Ermittlung der Eigen-und Fremdkapitalkosten wurde auf Kapitalmarktdaten und auf Daten vergleichbarer Unternehmen abgestellt.

Symrise hat bei der Durchführung des Wertminderungstests Sensitivitätsanalysen vorgenommen. Dabei wurde alternativ der Diskontierungszinssatz um 1,0 Prozentpunkt erhöht und das Umsatzwachstum im Detailplanungszeitraum auf 0,5 % reduziert. Diese Variation der Bewertungsparameter hätte ebenfalls keinen Wertminderungsbedarf bei den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten ergeben.

3 | Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Eine Vielzahl von Bilanzierungsgrundsätzen von Symrise setzen die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts für finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte und Schulden voraus. Die beizulegenden Zeitwerte für die Bewertung wurden anhand der nachfolgend dargestellten Methoden ermittelt. Weitere Informationen hinsichtlich der Annahmen für die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten werden in den spezifischen Anhangsangaben für bestimmte Vermögenswerte oder Schulden aufgeführt.

FINANZINSTRUMENTE - ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Entsprechend der dreistufigen "Fair Value-Hierarchie" wird zwischen drei Bewertungskategorien unterschieden:

Level 1: Auf der ersten Ebene der "Fair Value-Hierarchie" werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit beobachtet wird.
Level 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert mithilfe von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Verwendung der Discounted Cashflow Methode oder von Optionspreismodellen. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert. Für Kredite und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Kredite und Forderungen wird angenommen, dass der Marktwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Kredite und Forderungen wird der Marktwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite und Forderungen Zinssätze verwendet, zu denen Kredite und Forderungen mit entsprechender Risiko struktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden.
Level 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter zugrunde.

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SONSTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten, die auf geregelten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag gegebenen Marktpreis (Schlusskurs) bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzanlagen, für die kein geregelter Markt besteht, wird von den aktuellen Marktpreisen vergleichbarer Wertpapiere abgeleitet oder anhand erwarteter Cashflows des zugrunde liegenden Vermögenswerts errechnet. Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Verbindlichkeiten errechnet sich aus dem Barwert künftiger Tilgungs- und Zins-Cashflows, die zum Zinssatz am Bilanzstichtag abgezinst werden.

SACHANLAGEN

Der beizulegende Zeitwert für Sachanlagen, die aus einem Unternehmenszusammenschluss resultieren, basiert auf Marktwerten. Der Marktwert einer Immobilie ist der geschätzte Wert, zu dem die Immobilie am Tag der Bewertung verkauft werden könnte, vorausgesetzt es würde zu einer geschäftlichen Transaktion zwischen einem kaufbereiten Käufer und einem verkaufsbereiten Verkäufer kommen, bei der beide Parteien wissentlich, umsichtig und ohne Zwang agieren und angemessene Marketingaktivitäten vorausgegangen sind. Der Marktwert von Gegenständen aus Anlagen, Ausstattung, Inventar und Zubehör basiert auf Preisangeboten für vergleichbare Gegenstände.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Der beizulegende Zeitwert von Rezepturen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, basiert auf den abgezinsten geschätzten Lizenzgebühren, die durch das Eigentum an der Rezeptur vermieden werden, oder diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung der Rezepturen zu erwarten sind. Der beizulegende Zeitwert für andere immaterielle Vermögenswerte basiert auf den diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung und dem möglichen Verkauf der Vermögenswerte zu erwarten sind.

4 | Segmentinformationen

BESCHREIBUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE

In unserem internen Berichtswesen bilden wir die Unternehmenstätigkeit differenziert ab, im Wesentlichen nach Geschäftsbereichen und Regionen. Auf Basis dieses Berichtswesens beurteilt unser Vorstand, der als Hauptentscheidungsträger (Chief Operating Decision Maker, CODM) für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Allokation der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die operativen Segmente werden nach Geschäftsbereichen abgegrenzt. Mit den Bereichen "Flavor & Nutrition" und "Scent & Care" haben wir zwei berichtspflichtige Segmente, die nach unseren Produkten organisiert sind.

FLAVOR & NUTRITION

Der Geschäftsbereich "Flavor & Nutrition" entwickelt, produziert und vertreibt Symrise Geschmackstoffe, die von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte) und Getränken genutzt werden. Dabei arbeitet Symrise mit einem modularen Konzept, wonach sowohl einzelne Aromabausteine als auch komplette Produktlösungen für den Endverbraucher angeboten werden.

SCENT & CARE

Der Geschäftsbereich "Scent & Care" entwickelt, produziert und vertreibt Symrise Duftstoffe, kosmetische Inhaltstoffe, Aromamoleküle und Mintaromen und entwickelt spezifische Applikationsverfahren für diese Stoffe. Die von Symrise im Bereich Scent & Care entwickelten Produkte und Applikationsverfahren dienen den Kunden bei der Herstellung von Parfums, Körperpflegeprodukten, kosmetischen Produkten, Zahnpflegeprodukten oder Reinigungs- und Waschmitteln.

Die Segmentberichterstattung nach Regionen orientiert sich nach dem Ort der Vermögenswerte. Verkäufe an Kunden erscheinen in der geografischen Region, in der der Kunde seinen Sitz hat. Für interne Steuerungs- und Reportingzwecke werden Länder zu den Regionen EAME (Europa, Afrika, Mittlerer Osten), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika zusammengefasst.

MESSGRÖSSEN DER SEGMENTE

Die interne Steuerung und Berichterstattung im Symrise Konzern basiert auf den in TZ 2 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen nach IFRS.

Zwischen den beiden Segmenten bestehen nur in unwesentlichem Umfang Transaktionen. Sie werden zu Marktpreisen abgerechnet und sind aus Wesentlichkeitsgründen nicht gesondert ausgewiesen. Die externen Umsatzerlöse stellen die Umsatzerlöse mit Konzernexternen der beiden Segmente dar und damit in Summe die konsolidierten Umsätze des Symrise Konzerns.

Die Erträge und Aufwendungen der Zentraleinheiten/-funktionen des Symrise Konzerns sind dabei entsprechend den Leistungsbeziehungsweise Nutzungsverhältnissen in den beiden Segmenten "Flavor & Nutrition" und "Scent & Care" vollständig enthalten. Ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente ist dabei das Betriebsergebnis (EBIT) als Ergebnis vor Finanzerträgen und -aufwendungen sowie Steuern. Die jedem Segment direkt zurechenbaren Abschreibungen sind im Segmentbeitrag eingerechnet. Das Finanzergebnis wird nicht einbezogen, da die Segmente im Wesentlichen zentral finanziert werden. Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend die Finanzerträge und -aufwendungen auf Konzernebene zum Finanzergebnis zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend wird mit den Steuern verfahren, sodass der Jahresüberschuss nach Steuern zusammengefasst als Konzernergebnis dargestellt wird.

Die Investitionen eines Segments umfassen die gesamten Ausgaben, die in der Berichtsperiode durch den Kauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten entstanden sind.

SEGMENTVERMÖGEN/-VERBINDLICHKEITEN

Der Vorstand als Hauptentscheidungsträger erhält nicht alle Angaben zum Segmentvermögen und den Segmentverbindlichkeiten. Die Aufteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf die Segmente zeigen wir in TZ 25.

ERGEBNISSE DER SEGMENTE

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2010

IN T€
FLAVOR & NUTRITION SCENT & CARE SUMME GESCHÄFTSBEREICHE = GESAMTKONZERN
Außenumsatz 767.395 804.495 1.571.890
Umsatzkosten -423.729 -466.453 -890.182
Bruttoergebnis vom Umsatz 343.666 338.042 681.708
Sonstige betriebliche Erträge 3.648 4.088 7.736
Vertriebskosten -128.941 -123.833 -252.774
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -50.013 -57.846 -107.859
Verwaltungskosten -43.292 -39.885 -83.177
Sonstige betriebliche Aufwendungen -599 -624 -1.223
Betriebsergebnis/EBIT 124.469 119.942 244.411
Finanzergebnis -66.921
Ergebnis vor Steuern 177.490
Ertragsteuern -43.990
Jahresüberschuss 133.500
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen (inkl. Unternehmenserwerbe)
Immaterielle Vermögenswerte 26.658 7.790 34.448
Sachanlagen 40.860 18.771 59.631
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte -23.828 -22.507 -46.335
Abschreibungen auf Sachanlagen -22.026 -18.293 -40.319

ERGEBNISSE DER SEGMENTE

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2011

IN T€
FLAVOR & NUTRITION SCENT & CARE SUMME GESCHÄFTSBEREICHE = GESAMTKONZERN
Außenumsatz 782.219 801.428 1.583.647
Umsatzkosten -448.103 -481.940 -930.043
Bruttoergebnis vom Umsatz 334.116 319.488 653.604
Sonstige betriebliche Erträge 7.043 5.871 12.914
Vertriebskosten -131.142 -114.640 -245.782
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -51.960 -55.633 -107.593
Verwaltungskosten -41.480 -35.369 -76.849
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.184 -685 -1.869
Betriebsergebnis/EBIT 115.393 119.032 234.425
Finanzergebnis -38.544
Ergebnis vor Steuern 195.881
Ertragsteuern -49.346
Jahresüberschuss 146.535
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte 8.368 7.216 15.584
Sachanlagen 26.818 24.897 51.715
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte -20.094 -22.830 -42.924
Abschreibungen auf Sachanlagen -23.926 -16.521 -40.447
Wertaufholungen auf Sachanlagen 1.060 798 1.858

Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Symrise Konzerns getätigt.

ERGEBNISSE NACH GEOGRAFISCHEN REGIONEN

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2010

IN T€
EAME NORDAMERIKA ASIEN/PAZIFIK LATEINAMERIKA GESAMT
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse nach Bestimmungsregionen 761.541 281.043 343.014 186.292 1.571.890
im Inland 201.151
im Ausland 1.370.739
Sonstige Segmentinformationen
Langfristige Vermögenswerte 2 1.283.155
im Inland 666.196
im Ausland 616.959
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte 30.171 0 1.558 2.719 34.448
Sachanlagen 31.716 5.612 14.724 7.579 59.631

1 Europa, Afrika, Mittlerer Osten

2 Ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche. Die Vorjahresbeträge wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit angepasst. Siehe hierzu TZ 2.1.

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2011

IN T€
EAME NORDAMERIKA ASIEN/PAZIFIK LATEINAMERIKA GESAMT
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse nach Bestimmungsregionen 771.250 270.674 350.832 190.891 1.583.647
im Inland 204.308
im Ausland 1.379.339
Sonstige Segmentinformationen
Langfristige Vermögenswerte 2 1.269.380
im Inland 672.137
im Ausland 597.243
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte 10.036 179 3.733 1.636 15.584
Sachanlagen 34.558 3.902 8.533 4.722 51.715

1 Europa, Afrika, Mittlerer Osten

2 Ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche. Die Vorjahresbeträge wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit angepasst. Siehe hierzu TZ 2.1.

WEITERE ERLÄUTERUNGEN

ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

5 | Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren vorwiegend aus dem Verkauf von Produkten. Zur Darstellung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und nach geografischen Regionen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung, die unter TZ 4 dargestellt ist.

6 | Umsatzkosten

Die Umsatzkosten bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Rohmaterial sowie aus Produktionskosten. Darüber hinaus sind noch Abschreibungen auf Rezepturen sowie Währungseffekte enthalten. Zur Darstellung der Umsatzkosten nach Geschäftsbereichen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung, die unter TZ 4 dargestellt ist.

7 | Sonstige betriebliche Erträge

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IN T€ 2010 2011
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten 2.667 5.231
Erträge aus der Umbuchung von Kursdifferenzen aus der Währungsrücklage 0 1.749
Erträge aus Serviceeinheiten 1.773 1.539
Erträge aus staatlichen Zuschüssen 650 1.129
Übrige Erträge 2.646 3.266
Summe 7.736 12.914

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten betreffen solche Verpflichtungen, bei denen mit einer Inanspruchnahme nicht mehr gerechnet wird beziehungsweise dies feststeht. Im Wesentlichen handelt es sich um die Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sowie für Pensionsverpflichtungen einschließlich Planänderungen.

In Folge der Kapitalherabsetzung bei einer Tochtergesellschaft in Singapur wurde ein Teilbetrag von 1,7 Mio.€ der bislang neutral im Eigenkapital ausgewiesenen Währungskursdifferenzen aus der Umrechnung des ausländischen Geschäftsbetriebs in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.

Die Erträge aus Serviceeinheiten resultieren aus von Gruppenunternehmen erbrachten Dienstleistungen und beinhalten im Wesentlichen Kantinenerlöse, Miet- und Pachteinnahmen sowie weitere Dienstleistungen an Dritte.

Die staatlichen Zuschüsse werden - wie im Vorjahr auch - in Frankreich und Deutschland zur Förderung von Forschungsprojekten gewährt. Der Vorjahresbetrag war durch Rückzahlungen von Zuschüssen belastet.

Der Gesamtbetrag der verbleibenden übrigen Erträge setzt sich aus einer Vielzahl von im Einzelnen unwesentlichen Sachverhalten zusammen, die nicht mit dem Verkauf von Produkten im Zusammenhang stehen.

8 | Personalaufwand

Die folgenden Personalaufwendungen sind in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung enthalten:

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IN T€ 2010 2011
Löhne und Gehälter -262.194 -270.539
Sozialversicherungsaufwendungen -55.222 -56.218
Pensionsaufwand (ohne Zinsaufwand) -8.626 -10.186
Mehrjährige erfolgsabhängige Vergütungen -1.267 -1.941
Summe -327.309 -338.884

Die Personalaufwendungen umfassen im Wesentlichen Löhne und Gehälter, Bezüge und sonstige Vergütungen für Mitarbeiter.

Die Sozialversicherungsaufwendungen beinhalten die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Abgaben. Darin enthalten sind beitragsorientierte Versorgungsleistungen in Höhe von 11,4 Mio.€ (2010: 10,6 Mio. €).

Der Pensionsaufwand enthält überwiegend Arbeitgeberanteile zur betrieblichen Zusatzversorgung. Die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen ist als Bestandteil des Finanzergebnisses (siehe TZ 12) ausgewiesen.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern betrug 5.450 (2010:5.231).

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2010 2011
Produktion und Technik 2.057 2.199
Vertrieb und Marketing 1.384 1.417
Forschung und Entwicklung 1.035 1.069
Verwaltung 427 422
Serviceeinheiten 328 343
Anzahl der Mitarbeiter 5.231 5.450
Auszubildende und Trainees 109 111
Gesamtsumme 5.340 5.561

9 | Vertriebskosten

Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen der Periode für Werbung und Kundenbetreuung sowie für Distribution und Lagerhaltung der fertigen Erzeugnisse. Daneben sind Transportkosten und Aufwendungen für Provisionen und Lizenzen enthalten. Das Vorjahresergebnis war durch hohe Wertberichtigungen auf Forderungen belastet. Zur Darstellung der Vertriebskosten nach Geschäftsbereichen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung, die unter TZ 4 dargestellt ist.

10 | Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Zusätzlich zu den Aufwendungen für die Symrise eigenen Forschungsabteilungen enthält dieser Posten Aufwendungen für externe Forschungs- und Entwicklungsleistungen und Testaktivitäten. Die Aktivitäten in diesem Bereich dienen neben der Grundlagenforschung der Entwicklung von Produkten zur Generierung von Umsatzerlösen und auch der Entwicklung neuer beziehungsweise verbesserter Prozesse zur Reduktion der Umsatzkosten, die nicht aktivierungsfähig sind.

11 | Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

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IN T€ 2010 2011
Informationstechnologie -25.796 -25.705
Finanzen und Controlling -20.995 -20.690
Personalwesen -10.324 -10.815
Sonstige Verwaltungskosten -26.062 -19.639
Summe -83.177 -76.849

Der Rückgang der sonstigen Verwaltungskosten ist durch verschiedene Einzelfälle verursacht, im Wesentlichen durch im Vorjahr vorgenommene Schließung von Verwaltungsstandorten.

12 | Finanzergebnis

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IN T€ 2010 2011
Zinserträge
aus Bankeinlagen 474 843
aus Derivaten 4.598 0
Sonstige 471 473
Zinserträge 5.543 1.316
Wertänderung finanzieller Vermögenswerte aufgrund erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 170 0
Sonstige Finanzerträge 679 662
Finanzerträge 6.392 1.978
Zinsaufwendungen
aus Bankdarlehen -8.252 -4.894
aus sonstigen Darlehen -2.923 -17.540
aus Derivaten -36.628 0
Sonstige -16.462 -17.970
Zinsaufwendungen -64.265 -40.404
Fremdwährungsgewinne im Wesentlichen aus konzerninternen Darlehen 2.621 1.007
Wertänderung finanzieller Vermögenswerte aufgrund erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert -6.460 0
Sonstige Finanzaufwendungen -5.209 -1.125
Finanzaufwendungen -73.313 -40.522
Finanzergebnis -66.921 -38.544
davon Zinsergebnis -58.722 -39.088
davon übriges Finanzergebnis -8.199 544

Das Finanzergebnis hat sich durch die neue Finanzierungsstruktur aus der Refinanzierung im Dezember 2010 gegenüber den Vorjahren verbessert: Nachdem die Finanzierung vor der Refinanzierung zu über 90 % variabel verzinslich gewesen ist, beträgt der variabel verzinsliche Teil nunmehr 23 %. Dies schlägt sich in den Zins aufwendungen für Banken nieder. Die Zinsen für die Verbindlichkeiten mit einem fixen Zinssatz wie der Eurobond oder das US Private Placement werden unter den Zinsaufwendungen für sonstige Darlehen angegeben. Der Posten "Sonstige Zinsaufwendungen" beinhaltet im Wesentlichen die Aufzinsungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 12,9 Mio.€ (2010: 12,4 Mio.€) sowie Zinsen auf Steuernachzahlungen. Das Vorjahresergebnis war darüber hinaus durch die Auflösung des Hedge Accountings und die Ablösung der Zinsswaps im Zuge der Refinanzierung in Höhe von insgesamt 21,7 Mio.€ belastet.

13 | Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten beziehungsweise geschuldeten tatsächlichen Steuern sowie die latenten Steuern ausgewiesen.

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IN T€ 2010 2011
Tatsächliche Ertragsteuern -66.320 -39.948
Latenter Steueraufwand/-ertrag
aus Verlustvorträgen -1.407 -8.380
aus temporären Differenzen 23.737 -1.018
Summe latenter Steueraufwand/-ertrag 22.330 -9.398
Ertragsteuern -43.990 -49.346

Der Ertragsteueraufwand ist im Berichtsjahr um 5,4 Mio. € auf 49.3Mio. € gestiegen, was vor allem das Ergebnis eines um 18,4 Mio. € höheren Konzernergebnisses vor Steuern ist. Der Steuersatz des Berichtsjahres liegt wie im Vorjahr bei 25 %.

Die Reduzierung des tatsächlichen Ertragsteueraufwands um 26,4 Mio. € auf 39,9 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der nach der Anwachsung der Symrise GmbH & Co. KG auf die Symrise AG möglichen Nutzung von gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Weiterhin positiv ausgewirkt haben sich die Auflösung von nicht mehr benötigten Steuerrückstellungen im Ausland sowie eine rückwirkende Steuersatzsenkung in China. Die aufgrund der Nutzung der Verlustvorträge aufzulösenden aktiven latenten Steuern tragen wesentlich zum Anstieg des latenten Steueraufwands bei.

Des Weiteren war der tatsächliche Ertragsteueraufwand im Vorjahr durch konzerninterne Transaktionen beeinflusst, ebenso wie der latente Steuerertrag im Vorjahr durch temporäre Bewertungsunterschiede aus konzerninternen Transaktionen sowie Bewertungsunterschieden aus Derivaten und Beteiligungen beeinflusst war.

ABLEITUNG EFFEKTIVSTEUERSATZ

Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von 49,3 Mio. € (2010: 44,0 Mio. €) leiten sich wie folgt von einem "erwarteten" Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes unter Berücksichtigung lokaler Steuersätze auf das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern ergeben hätte:

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IN T€ 2010 2011
Konzernergebnis vor Steuern 177.490 195.881
Erwarteter Steueraufwand zu lokalen Steuersätzen -45.346 -53.036
Steuereffekt aus Vorjahren -2.201 835
Steuereffekt aus steuerfreien Erträgen 7.983 8.463
Steuerminderung durch die Verrechnung mit Verlustvorträgen, für die kein latenter Steueranspruch aktiviert wurde 3.767 0
Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen -5.866 -1.796
Nicht erstattungsfähige Quellensteuer -2.748 -3.495
Steuereffekt aus Wertänderungen bei latenten Steueransprüchen -102 100
Steuereffekt aus Änderung des Steuersatzes -15 -170
Sonstige Steuereffekte 538 -247
Steueraufwand -43.990 -49.346

Der Effekt aus steuerfreien Erträgen resultiert aus Steuervergünstigungen im Ausland.

Der Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen war im Vorjahr durch Wertberichtigungen auf Beteiligungen beeinflusst.

Die Steuereffekte aus Vorjahren resultieren aus der Beendigung lokaler Betriebsprüfungen sowie aus einer rückwirkenden Steuersatzsenkung in China.

Die für das Geschäftsjahr 2011 vorgeschlagene Dividende (TZ 37) wird keine ertragsteuerlichen Konsequenzen für Symrise haben. Für geplante Ausschüttungen von Gruppengesellschaften werden die zukünftig entstehenden Ertrag- und Quellen steuern als latente Steuerschulden abgegrenzt.

Für temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von 151,1 Mio. € im Jahr 2011 und 236,6 Mio. € im Jahr 2010 wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da diese Gewinne bei Ausschüttung keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit investiert werden sollen.

Der Betrag der Ertragsteuern, der direkt dem sonstigen Ergebnis belastet oder gutgeschrieben wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

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2010 2011
IN T€ VOR STEUERN STEUERN NACH STEUERN VOR STEUERN STEUERN NACH STEUERN
--- --- --- --- --- --- ---
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 59.607 714 60.321 -4.565 1.062 -3.503
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -14 3 -11 -25 6 -19
Absicherung von Zahlungsströmen (Zinssicherung) 25.643 -7.328 18.315 0 0 0
Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) 0 0 0 -736 202 -534
Steuersatzänderung 0 115 115 0 43 43
Sonstiges Ergebnis 85.236 -6.496 78.740 -5.326 1.313 -4.013
Tatsächliche Steuern 282 666
Latente Steuern -6.778 647

14 | Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind im Anlagespiegel unter den TZ 25 und 26 ersichtlich.

15 | Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird der den Inhabern von Stammaktien des Mutter Unternehmens zuzurechnende Gewinn durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.

In den Jahren 2010 und 2011 wurden keine Options- oder Wandelrechte ausgegeben; ein Verwässerungseffekt des Ergebnisses je Aktie besteht folglich nicht. Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis sind damit identisch.

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2010 2011
Ergebnis je Aktie (in €) 1,13 1,24
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (in T Stück) 118.173 118.173

WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

16 | Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

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IN T€ 2010 2011
Zahlungsmittel 104.831 115.566
Kurzfristige Einlagen 7.384 3.042
Summe 112.215 118.608

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen bestehen im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten, deren Buchwert ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht.

17 | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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IN T€ 2010 2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 268.494 296.967
Wertberichtigungen - 7.018 -6.696
Summe 261.476 290.271

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaften sind nicht besichert. Das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass es zu Forderungsausfällen kommt. Jedoch musste die Gesellschaft in der Vergangenheit Ausfälle von nur untergeordneter Bedeutung seitens Einzelkunden hinnehmen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Die Gesellschaften gewähren branchen- und landesübliche Zahlungsziele.

Die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Wertberichtigungen haben sich zum Berichtszeitpunkt wie folgt entwickelt:

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IN T€ BUCHWERT (BRUTTO) WEDER WERTGEMINDERT NOCH ÜBERFÄLLIG GANZ ODER TEILWEISE WERT-

BERICHTIGT
WERT-

BERICHTIGUNG
ÜBERFÄLLIG SEIT 1-30 TAGEN ÜBERFÄLLIG SEIT 31-90 TAGEN
31. Dezember 2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 268.494 235.165 33.329 7.018 23.594 5.965
31. Dezember 2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 296.967 259.673 37.294 6.696 23.667 8.217

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IN T€ ÜBERFÄLLIG SEIT 91-360 TAGEN MEHR ALS 1 JAHR ÜBERFÄLLIG NICHT WERT-

GEMINDERT ABER ÜBERFÄLLIG
31. Dezember 2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.165 1.605 0
31. Dezember 2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.633 2.777 0

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

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IN T€ 2010 2011
Stand zum 1. Januar 3.340 7.018
Währungsdifferenzen 191 1
Zugang Konsolidierungskreis 139 0
Wertberichtigungen 4.934 2.255
Im Berichtsjahr in Anspruch genommen -304 -201
Wertaufholungen -1.282 -2.377
Stand zum 31. Dezember 7.018 6.696

Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist begrenzt durch die Vielzahl von Kunden mit breit diversifizierten Aktivitäten auf unterschiedlichen Märkten.

Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen.

18 | Vorräte

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IN T€ 2010 2011
Rohstoffe 130.463 125.641
Unfertige Erzeugnisse 77.287 81.425
Fertige Erzeugnisse 111.586 117.350
Wertberichtigungen -14.305 -11.405
Summe 305.031 313.011

Materialkosten in Höhe von 696,2 Mio. € wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und sind in den Umsatzkosten enthalten (2010: 649,6 Mio. €).

19 | Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

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IN T€ 2010 2011
Investments (Held-to-maturity) 0 7.982
Forderungen an Kunden und Mitarbeiter 1.719 2.283
Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen 1.066 1.145
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 324 263
Summe 3.109 11.673

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich im Wesentlichen durch ein Investment erhöht, das gemäß den Regelungen des IAS 39 der Kategorie "bis zu Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte11 zugeordnet wurde.

Die Vorjahresbeträge von finanziellen Forderungen an Kunden und Mitarbeiter, von Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen sowie von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit umgegliedert. Im Vorjahr waren diese unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Siehe hierzu TZ 20.

20 | Kurzfristige Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen

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IN T€ 2010 2011
Sonstige Steuern 19.972 46.594
Sonstige Vorauszahlungen 12.814 10.629
Ausgleichsforderung 7.500 0
Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten 966 0
Sonstige Vermögenswerte 3.154 1.185
Summe 44.406 58.408

Bei den sonstigen Steuern handelt es sich 2011 im Wesentlichen um die Rückforderung von schweizerischer Verrechnungssteuer und Umsatzsteuer.

Die sonstigen Vorauszahlungen beinhalten insbesondere Vorauszahlungen auf Kundenboni und Zahlungen zur Aufnahme auf Kundenlisten. Diese werden in der Folge über die Vertragslaufzeit aufgelöst.

Die Vorauszahlungen, sonstigen Vermögenswerte und Forderungen sind nicht besichert. Symrise trägt das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann. Jedoch mussten in der Vergangenheit Ausfälle von nur untergeordneter Bedeutung hingenommen werden. Im Posten sind nur geringfügig Wertberichtigungen enthalten, weshalb auf die Darstellung der Entwicklung des Wertberichtigungskontos aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet wird.

Im Vorjahr waren unter diesem Posten Forderungen an Kunden und Mitarbeiter, Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte enthalten, die seit dem Jahr 2011 unter den finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen sind. Die Vorjahresbeträge wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit umgegliedert. Siehe hierzu TZ 19.

21 | Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Als Folge des Restrukturierungsprozesses im Jahr 2009 wurde die Schließung und Verlagerung des Produktionsstandortes Schweiz, Scent & Care, nach Holzminden beschlossen. Grund und Boden sowie alle Produktions- und Verwaltungsgebäude sollten veräußert werden und wurden als "zur Veräußerung gehalten" umklassifiziert. Nachdem die Verkaufsaktivitäten ohne Erfolg waren und auch nicht absehbar ist, wann eine Veräußerung erfolgen wird, wurden die Grundstücke, Gebäude und Produktionsanlagen wieder in das Sachanlagevermögen reklassifiziert. Die Verkaufsabsicht besteht jedoch weiterhin.

Für den Standort Ägypten wurde nach der Akquisition der Futura Labs Gruppe die staatliche Genehmigung erteilt, den bisherigen Symrise Produktionsstandort aufzugeben, das operative Geschäft auf die Futura Labs International S.A.E., Ägypten, zu übertragen und die beiden Gesellschaften zu verschmelzen. Als Folge dessen wurde beschlossen, das Grundstück und die technischen Anlagen, die dem Segment Flavor & Nutrition zugeordnet sind, zu verkaufen und als "zur Veräußerung gehalten" zu klassifizieren.

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IN T€ 2010 2011
Sachanlagen, Schweiz 1.607 0
Sachanlagen, Ägypten 0 373
Summe 1.607 373

22 | Latente Steueransprüche/-schulden

Die latenten Steueransprüche und -schulden aus temporären Differenzen beziehen sich auf die folgenden Posten:

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2010 2011
IN T€ STEUER-

ANSPRÜCHE
STEUER-

SCHULDEN
ERTRÄGE/ AUFWEN-

DUNGEN (-)
STEUER-

ANSPRÜCHE
STEUER-

SCHULDEN
ERTRÄGE/ AUFWEN-

DUNGEN (-)
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 16.637 81.848 13.165 13.409 75.989 2.631
Sachanlagen 6.969 45.261 -684 7.412 46.035 -331
Finanzielle Vermögenswerte 106 20 109 106 13 7
Vorräte 9.783 249 4.726 8.454 304 -1.384
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorauszahlungen und sonstige Vermögenswerte 3.076 3.957 2.548 2.333 6.126 -2.912
Rückstellungen für Pensionen 11.688 340 2.279 12.033 257 428
Sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 9.445 9.964 1.594 11.319 7.683 3.536
Anteile an Tochterunternehmen 0 0 0 0 2.993 -2.993
Verlustvorträge 39.513 0 -1.407 31.134 0 -8.380
97.217 141.639 22.330 86.200 139.400 -9.398
Saldierung -63.082 -63.082 -66.379 -66.379
Summe 34.135 78.557 22.330 19.821 73.021 -9.398

Im Jahr 2011 belief sich der latente Steuer aufwand auf 9,4 Mio. €, gegenüber einem latenten Steuerertrag von 22,3 Mio. € 2010.

Diese Veränderung ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2010 der latente Steuerertrag durch temporäre Bewertungsunterschiede aus konzerninternen Transaktionen sowie Bewertungsunterschieden aus Derivaten und Beteiligungen beeinflusst war. Weiterhin standen in Deutschland im Jahr 2011 mehr steuerliche Verlustvorträge zur Verfügung.

Verlustvorträge konnten 2011 in Deutschland, Frankreich, Brasilien und England genutzt werden. Es entstanden durch die Nutzung steuerlichen Abschreibungspotenzials im Ausland neue steuerliche Verluste, die im Wesentlichen in den kommenden 5 Jahren genutzt werden können.

Insgesamt bestanden am Stichtag körperschaftsteuerliche Verluste in Höhe von 101,1 Mio. € (2010: 99,9 Mio. €). Darüber hinaus bestanden Verlustvorträge in Höhe von 49,3 Mio. € (2010: 114,5 Mio. €) aus anderen Einkommen- und Ertragsteuerkategorien, im Wesentlichen aus Gewerbesteuer in Deutschland. Von den körperschaftsteuerlichen Verlusten sind 30,0 Mio. € zeitlich begrenzt nutzbar. Die übrigen Verluste sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge und damit die Bewertung der entsprechenden latenten Steueransprüche sind durch eine Steuerplanung untermauert. Folglich beträgt die Wertberichtigung auf latente Steueransprüche lediglich 0,1 Mio. € (2010: 0,2 Mio. €). Diese Korrektur betrifft ausschließlich das Land Mexiko.

Die Berechnung der ausländischen Einkommensteuern basiert auf den gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Landes. Die Steuersätze der einzelnen Gesellschaften liegen zwischen 0 % und 42 % ohne Berücksichtigung der Finanzierungsgesellschaften.

Im Berichtsjahr sind in den latenten Steueransprüchen und -schulden Währungseffekte in Höhe von 0,7 Mio. € (2010: 0,1 Mio. €) enthalten.

Hinsichtlich der Veränderung der latenten Steueransprüche aus Verlustvorträgen wird auf TZ 13 Ertragsteuern verwiesen.

23 | Sonstige langfristig gebundene Vermögenswerte und Forderungen

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IN T€ 2010 2011
Vorauszahlungen, Kundenboni 798 3.570
Sonstige Ausleihungen 225 90
Summe 1.023 3.660

Im Geschäftsjahr 2011 konnten einige wichtige Aufnahmen auf Kundenlisten erreicht werden. Die für die Aufnahme geleisteten Zahlungen werden über die Vertragslaufzeit aufgelöst.

Im Vorjahr waren in diesem Posten Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen sowie Forderungen an Kunden und Mitarbeiter enthalten, die wir ab dem Jahr 2011 unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausweisen. Die Vorjahresbeträge wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit umgegliedert. Siehe hierzu TZ 24.

24 | Langfristige finanzielle Vermögenswerte

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IN T€ 2010 2011
Finanzanlagen (Available-for-Sale) 2.817 5.077
Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen 1.388 1.269
Forderungen an Kunden und Mitarbeiter 454 646
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 826 194
Summe 5.485 7.186

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen als langfristige Finanzanlagen gehaltene Anteile an Investmentfonds, die aufgrund gesetzlicher Regelungen für Pensionsverpflichtungen in Österreich gehalten werden, sowie eine 2011 erworbene Beteiligung in Höhe von 1,8 Mio. €. Die finanziellen Vermögenswerte wurden als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert.

Die Vorjahresbeträge von Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen sowie von Forderungen an Kunden und Mitarbeiter wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit umgegliedert, da wir diese ab dem Jahr 2011 unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausweisen. Siehe hierzu TZ 23.

25 | Immaterielle Vermögenswerte

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2010 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT REZEPTUREN 1 MIT BEGRENZTER NUTZUNGS-

DAUER
ANDERE IMM. VERMÖGENS-

WERTE 2 MIT BEGRENZTER NUTZUNGS-

DAUER
AKTIVIERTE ENTWICK-

LUNGS-

KOSTEN
GELEISTETE ANZAH-

LUNGEN AUF ENTWICK-

LUNGS-

KOSTEN
GELEISTETE ANZAH-

LUNGEN AUF SONSTIGE IMMA-

TERIELLE VERMÖGENS-

WERTE
IN T€
--- --- --- --- --- --- ---
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 1. Januar 2010 495.141 585.610 97.881 11.603 3.385 7.404
Zugang Konsolidierungskreis 7.184 3.154 10.968 0 0 0
Zugänge aus Anschaffungen 0 0 7.956 0 0 3.266
Zugänge aus Eigenleistung 0 0 0 569 1.395 0
Abgänge 0 -297 -2.564 -757 0 -870
Umbuchungen 0 0 4.315 1.759 -1.759 -4.315
Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
21.321 19.096 4.852 674 0 70
zum 31. Dezember 2010 523.646 607.563 123.408 13.848 3.021 5.555
Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2010 -33.527 -303.796 -25.814 -220 0 0
Zugang Konsolidierungskreis 0 0 -44 0 0 0
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 -32.090 -12.642 -1.603 0 0
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 0 -45 0 0 0
Abgänge 0 91 1.606 0 0 0
Umbuchungen 0 4.589 -4.589 0 0 0
Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
-1.300 - 7.879 3.616 0 0 0
zum 31. Dezember 2010 -34.827 -339.085 -37.912 - 1.823 0 0
Buchwerte
zum 1. Januar 2010 461.614 281.814 72.067 11.383 3.385 7.404
zum 31. Dezember 2010 488.819 268.478 85.496 12.025 3.021 5.555

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2010 SUMME
IN T€
--- ---
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 1. Januar 2010 1.201.024
Zugang Konsolidierungskreis 21.306
Zugänge aus Anschaffungen 11.222
Zugänge aus Eigenleistung 1.964
Abgänge -4.488
Umbuchungen 0
Effekte aus Wechselkursänderungen 46.013
zum 31. Dezember 2010 1.277.041
Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2010 -363.357
Zugang Konsolidierungskreis -44
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres -46.335
Außerplanmäßige Abschreibungen -45
Abgänge 1.697
Umbuchungen 0
Effekte aus Wechselkursänderungen -5.563
zum 31. Dezember 2010 -413.647
Buchwerte
zum 1. Januar 2010 837.667
zum 31. Dezember 2010 863.394

1 Rezepturen bestehen hauptsächlich aus Produktionsrezepturen, die im Rahmen von Akquisitionen erworben wurden

2 Kundenstämme, Software, Patente und sonstige Rechte, Handelsmarken, eigene IT-Entwicklungen

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2011

IN T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT REZEPTUREN 1 MIT BEGRENZTER NUTZUNGS-

DAUER
ANDERE IMM. VERMÖGENS-

WERTE
AKTIVIERTE ENTWICK-

LUNGS-

KOSTEN
GELEISTETE ANZAH-

LUNGEN AUF ENTWICK-

LUNGS-

KOSTEN
GELEISTETE ANZAH-

LUNGEN AUF SONSTIGE IMMA-

TERIELLE VERMÖGENS-

WERTE
Anschaffungs- und Herstellungskosten
zum 1. Januar 2011 523.646 607.563 123.408 13.848 3.021 5.555
Zugänge aus Anschaffungen 0 0 7.836 0 0 5.728
Zugänge aus Eigenleistung 0 0 0 665 1.355 0
Abgänge 0 0 -699 -157 0 0
Umbuchungen 0 0 3.261 1.138 -1.186 -3.213
Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
7.045 2.594 156 0 0 -112
zum 31. Dezember 2011 530.691 610.157 133.962 15.494 3.190 7.958
Kumulierte Abschreibungen
zum 1. Januar 2011 -34.827 -339.085 -37.912 - 1.823 0 0
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 -28.944 -11.485 -2.495 0 0
Abgänge 0 0 540 0 0 0
Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
-2.287 -4.810 -4.055 0 0 0
zum 31. Dezember 2011 -37.114 -372.839 -52.912 -4.318 0 0
Buchwerte
zum 1. Januar 2011 488.819 268.478 85.496 12.025 3.021 5.555
zum 31. Dezember 2011 493.577 237.318 81.050 11.176 3.190 7.958

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2011

IN T€
SUMME
Anschaffungs- und Herstellungskosten
zum 1. Januar 2011 1.277.041
Zugänge aus Anschaffungen 13.564
Zugänge aus Eigenleistung 2.020
Abgänge -856
Umbuchungen 0
Effekte aus Wechselkursänderungen 9.683
zum 31. Dezember 2011 1.301.452
Kumulierte Abschreibungen
zum 1. Januar 2011 -413.647
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres -42.924
Abgänge 540
Effekte aus Wechselkursänderungen -11.152
zum 31. Dezember 2011 -467.183
Buchwerte
zum 1. Januar 2011 863.394
zum 31. Dezember 2011 834.269

1 Rezepturen bestehen hauptsächlich aus Produktionsrezepturen, die im Rahmen von Akquisitionen erworben wurden

2 Kundenstämme, Software, Patente und sonstige Rechte, Handelsmarken, eigene IT-Entwicklungen

Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 493,6 Mio. € (2010: 488,8 Mio. €) und resultiert aus aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung. Der Anstieg resultiert aus der Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten aus ausländischen Geschäftsbetrieben in Fremdwährung in die Konzernwährung.

Die wesentlichen Zugänge des Geschäftsjahres waren Software (12,4 Mio. €), insbesondere Investitionen für IT Lizenzen (3,6 Mio. €) und im Rahmen des weltweiten Roll-Out von SAP (2,8 Mio. €).

Die unmittelbar als Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 107,6 Mio. € (2010: 107,9 Mio. €).

Die Abschreibungen auf Rezepturen und Kundenstämme sind dem Fertigungsbereich zugeordnet und somit in den Umsatzkosten enthalten. Die Abschreibungen der übrigen immateriellen Vermögenswerte sind den entsprechenden Funktionsbereichen der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet.

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT NACH SEGMENTEN

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IN T€ 31.12.2010 DAVON ZUGÄNGE 2010 31.12.2011 DAVON ZUGÄNGE 2011
Segment
Flavor & Nutrition 328.720 7.184 332.047 0
Scent & Care 160.099 0 161.530 0
Summe 488.819 7.184 493.577 0

26 | Sachanlagen

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2010

IN T€
GRUNDSTÖCKE UND GEBÄUDE TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN BETRIEBS- UND GESCHÄFTS-

AUSSTATTUNG
ANLAGEN IM BAU SUMME
Anschaffungs- und Herstellungskosten
zum 1. Januar 2010 294.756 249.502 111.865 31.026 687.149
Zugang Konsolidierungskreis 1.467 1.579 660 207 3.913
Zugänge 5.716 7.307 7.047 37.265 57.335
Abgänge -4.274 -3.091 -3.626 -377 -11.368
Umbuchungen 3.103 12.597 5.085 -20.785 0
Umbuchungen gemäß IFRS 5 0 -2.802 -563 0 -3.365
Effekte aus Wechselkursänderungen 11.197 8.290 3.653 1.828 24.968
zum 31. Dezember 2010 311.965 273.382 124.121 49.164 758.632
Kumulierte Abschreibungen
zum 1. Januar 2010 -79.422 -146.581 -75.388 263 -301.128
Zugang Konsolidierungskreis -323 -877 -417 0 -1.617
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres -12.377 -17.518 -10.424 0 -40.319
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 -42 0 0 -42
Abgänge 3.790 2.083 2.982 0 8.855
Umbuchungen 0 31 -31 0 0
Umbuchungen gemäß IFRS 5 0 2.623 548 0 3.171
Effekte aus Wechselkursänderungen -2.585 -4.080 -2.171 22 -8.814
zum 31. Dezember 2010 -90.917 -164.361 -84.901 285 -339.894
Buchwerte
zum 1. Januar 2010 215.334 102.921 36.477 31.289 386.021
zum 31. Dezember 2010 221.048 109.021 39.220 49.449 418.738

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2011

IN T€
GRUNDSTÖCKE UND GEBÄUDE TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN BETRIEBS- UND GESCHÄFTS-

AUSSTATTUNG
ANLAGEN IM BAU SUMME
Anschaffungs- und Herstellungskosten
zum 1. Januar 2011 311.965 273.382 124.121 49.164 758.632
Zugänge 3.119 7.764 6.274 34.558 51.715
Abgänge -26 -1.173 -3.675 -75 -4.949
Umbuchungen 4.921 21.371 15.493 -41.785 0
Umbuchungen gemäß IFRS 5 -542 -134 -59 0 -735
Reklassifizierung (IFRS 5) 5.898 3.142 631 0 9.671
Effekte aus Wechselkursänderungen 1.633 757 67 -848 1.609
zum 31. Dezember 2011 326.968 305.109 142.852 41.014 815.943
Kumulierte Abschreibungen
zum 1. Januar 2011 -90.917 -164.361 -84.901 285 -339.894
Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres -11.607 -17.849 -10.991 0 -40.447
Wertaufholungen 590 1.192 76 0 1.858
Abgänge 18 1.061 3.527 0 4.606
Umbuchungen 4.035 0 -4.035 0 0
Umbuchungen gemäß IFRS 5 195 108 45 0 348
Reklassifizierungen (IFRS 5) -4.331 -3.103 -614 0 -8.048
Effekte aus Wechselkursänderungen -1.671 -813 -146 -285 -2.915
zum 31. Dezember 2011 -103.688 - 183.765 -97.039 0 -384.492
Buchwerte
zum 1. Januar 2011 221.048 109.021 39.220 49.449 418.738
zum 31. Dezember 2011 223.280 121.344 45.813 41.014 431.451

Im Jahr 2011 wurden insgesamt 51,7 Mio. € (2010: 57,3 Mio. €) in das Sachanlagevermögen investiert. Wesentliche Investitionen waren die Erweiterung der Mentholproduktion in Holzminden (10,3 Mio. €) sowie der Bau eines Sprühtrockenturms in Singapur (2,0 Mio. €).

Die im Geschäftsjahr 2003 vorgenommene Wertminderung für eine Produktionsanlage im Bereich Scent & Care wurde im laufenden Geschäftsjahr wieder zurückgenommen, da Kapazitätserweiterungen im Produktionsablauf zu einer höheren Auslastung führen werden. Diese Erträge aus Zuschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. € sind in den Umsatzkosten enthalten.

27 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit, wie im Vorjahr, von unter einem Jahr.

Vorjahresbeträge wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit angepasst. Siehe hierzu TZ 29.

28 | Kurzfristige Darlehen

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IN T€ 2010 2011
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 173.932 133.668
Zinsabgrenzungen 4.173 4.650
Sonstige kurzfristige Darlehen 45 47
Summe 178.150 138.365

Die aus den nicht amortisierten Transaktionskosten resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen den Buchwerten und den Nominalwerten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 1,6 Mio. € (2010: 2,1 Mio. €).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht besichert und beziehen sich auf:

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KREDITE 2010

IN T€
FÄLLIGKEIT NOMINAL-

WERT
BUCHWERT NOMINAL-

ZINSSATZ
Symrise AG
Revolving Credit Facility EUR März 2011 125.000 123.499 Euribor +0,8 % 1,883 %
Revolving Credit Faciltiy US$ März 2011 49.060 48.461 Libor +0,8 % 1,1447 %
Futura Labs Gruppe, Ägypten
Kontokorrent Januar 2011 1.972 1.972 13,5 %
Summe 176.032 173.932

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KREDITE 2011

IN T€
FÄLLIGKEIT NOMINAL-

WERT
BUCHWERT NOMINAL-

ZINSSATZ
Symrise AG
Revolving Credit Facility EUR Januar 2012 85.000 83.859 Euribor +0,8 % 1,997 %
Revolving Credit Facility US$ März 2012 50.263 49.809 Libor +0,8 % 1,16856 %
Summe 135.263 133.668

Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Revolving Credit Facility handelt es sich mit 135,3 Mio. € (2010: 174,1 Mio. €) um Kredite, die dem Konzern im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300,0 Mio. € bis zum 19. November 2015 zur Verfügung stehen. Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit besteht eine bilaterale Kreditlinie mit der Commerzbank AG über 12,5 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken soll. Am 31. Dezember 2011 stand Symrise demnach eine nicht gezogene Kreditlinie in Höhe von nominal 177,2 Mio. € (2010: 145,9 Mio. €) zur Verfügung.

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Nominalwert von umgerechnet 50,3 Mio. € (2010:49,1 Mio. €) lauten auf US-Dollar.

Aufgrund des variablen Zinssatzes und den entsprechenden Zahlungsverpflichtungen gehen wir davon aus, dass die Buchwerte aller Kredite ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag entsprechen.

29 | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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IN T€ 2010 2011
Personalverbindlichkeiten 41.902 34.182
Sonstige Steuern 5.146 32.101
Steuern auf Löhne/Gehälter, Sozialversicherungsabgaben 10.147 12.037
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7.320 10.597
Verbindlichkeiten aus Rechtsstreitigkeiten 532 2.122
Kaufpreisverbindlichkeiten 3.139 1.782
Versicherungsbeiträge 1.394 1.672
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 10.991 9.565
Summe 80.571 104.058

Der Anstieg der sonstigen Steuern resultiert aus kurzfristig fälliger und wieder anrechenbarer Verrechnungssteuer in der Schweiz aufgrund von Ausschüttungen. Die Personalverbindlichkeiten haben sich vorrangig wegen niedrigerer Jahresprämien und Boni gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Kaufpreisverbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus ausstehenden Kaufpreiszahlungen im Rahmen der Akquisition der Futura Labs Gruppe.

Die Verbindlichkeiten aus Rechts Streitigkeiten stellen die erwarteten Zahlungen für Abfindungszahlungen in Frankreich dar, die nach langjährigen Prozessen im Jahr 2012 zu einem Abschluss kommen werden.

Die übrigen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus diversen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angefallenen Verwaltungs- und Vertriebskosten.

Ausstehende Rechnungen wurden in Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Die Vorjahresbeträge wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit angepasst. Siehe hierzu TZ 27.

30 | Sonstige kurzfristige Rückstellungen

Nachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt:

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IN T€ ERFOLGS-

ABHÄNGIGE VERGÜTUNG
JUBILÄEN RESTRUKTU-

RIERUNGS-

MASSNAHMEN
ABFIN-

DUNGEN
SONSTIGE RÜCK-

STELLUNGEN
2011 SUMME
1. Januar 1.928 0 1.559 833 951 5.271
Inanspruchnahme -1.342 0 -624 -58 -334 -2.358
Auflösung -111 0 -544 -751 -95 -1.501
Umbuchung 0 852 0 -25 -326 501
Zuführung 1.507 0 6 115 87 1.715
Zwischensumme 1.982 852 397 114 283 3.628
Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
-3 -2 -64 5 -37 -101
31. Dezember 1.979 850 333 119 246 3.527

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IN T€ 2010
1. Januar 5.862
Inanspruchnahme -4.038
Auflösung -1.486
Umbuchung 0
Zuführung 4.465
Zwischensumme 4.803
Effekte aus Wechselkursänderungen 468
31. Dezember 5.271

Erfolgs abhängige Vergütungen wurden dem Vorstand und ausgewählten Mitarbeitern zugesagt.

Die Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen besteht für die Schließung des Standortes Sorocaba, Brasilien.

Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen waren im Vorjahresabschluss unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wegen des hohen Anteils an Schätzungen zur Ermittlung und Bemessung der Verpflichtung haben wir uns entschieden, diese künftig unter den Rückstellungen auszuweisen.

Wir gehen davon aus, dass der Mittelabfluss sämtlicher Rückstellungen innerhalb der nächsten Monate, spätestens bis zum Ende des Jahres, erfolgt ist.

31 | Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen negative Marktwerte aus Devisentermingeschäften zur Sicherung von Währungsrisiken in Höhe von 1,2 Mio. €.

32 | Tatsächliche Ertragsteuerschulden

Die Verbindlichkeiten aus Steuern enthalten laufende Ertragsteuern für noch nicht endgültig veranlagte Zeiträume. Hinsichtlich des Rückgangs des Postens gegenüber dem Vorjahr verweisen wir auf TZ 13.

33 | Langfristige Darlehen

Langfristige Darlehen entfallen auf:

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IN T€ 2010 2011
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.419 30.162
Sonstige Darlehen 427.913 431.671
Summe 455.332 461.833

In den langfristigen Darlehen sind ausländische Währungen (US$) in Höhe von 135,3 Mio. € (2010: 132,1 Mio . €) enthalten. Die aus den nicht amortisierten Transaktionskosten resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen den Buchwerten und den Nominalwerten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 3,7 Mio. € (2010: 4,3 Mio. €).

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DARLEHEN 2010 ENDFÄLLIGKEIT NOMINALWERT BUCHWERT NOMINALZINSSATZ
IN T€
--- --- --- --- --- ---
Symrise AG
Bond Oktober 2017 300.000 296.219 fix 4,125 %
US Private Placement November 2020 132.085 131.694 fix 4,09 %
Schuldscheindarlehen April 2013 27.500 27.419 fix 5,35 %
Summe 459.585 455.332

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DARLEHEN 2011 ENDFÄLLIGKEIT NOMINALWERT BUCHWERT NOMINALZINSSATZ
IN T€
--- --- --- --- --- ---
Symrise AG
Bond Oktober 2017 300.000 296.706 fix 4,125 %
US Private Placement November 2020 135.323 134.965 fix 4,09 %
Schuldscheindarlehen April 2013 27.500 27.452 fix 5,35 %
Symrise Rogovo
Bilaterale Linie September 2013 2.710 2.710 variabel MosPrime +2,5 % 9,83 %
Summe 465.533 461.833

SICHERHEITEN

Symrise hat sich bei der Revolving Credit Facility und im US Private Placement zur Einhaltung von festgelegten Grenzen der Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA (Leverage Covenant) verpflichtet. Diese Kennzahl wird vierteljährlich auf Einhaltung überprüft.

Zusätzlich zum Leverage Covenant wird für das Schuldscheindarlehen eine festgelegte Obergrenze für das EBITDA im Verhältnis zum Nettozinsaufwand (Interest Covenant) jährlich auf Einhaltung überprüft.

34 | Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

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IN T€ 2010 2011
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 3.383 1.613
Ausstehende Kaufpreiszahlung 0 1.475
Verbindlichkeiten aus Abfindungsverpflichtungen und Rechtsstreitigkeiten 2.430 707
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 1.700 0
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1.671 2.214
Summe 9.184 6.009

Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern beziehen sich im Wesentlichen auf Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 0,7 Mio.€ (2010:1,9 Mio.€) und stellen Verbindlichkeiten aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses dar.

Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen waren im Vorjahresabschluss unter den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern ausgewiesen. Wegen des hohen Anteils an Schätzungen zur Ermittlung und Bemessung der Verpflichtung haben wir uns entschieden, diese künftig unter den Rückstellungen auszuweisen und die Vorjahresbeträge entsprechend anzupassen. Siehe auch TZ 35.

Die übrigen sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus diversen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angefallenen Verwaltungs- und Vertriebskosten.

35 | Sonstige langfristige Rückstellungen

Nachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt:

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IN T€ RECHTS-

STREITIG-

KEITEN
JUBILÄEN RUCKBAU-

VERPFLICH-

TUNGEN
ERFOLGS-

ABHÄNGIGE VERGÜTUNG
SONSTIGE RÜCK-

STELLUNGEN
2011 SUMME
1. Januar 1.814 6.223 3.134 93 0 11.264
Inanspruchnahme 0 -366 -277 0 0 -643
Auflösung 0 -6 0 0 0 -6
Zuführung 0 234 0 545 760 1.539
Umbuchung 0 0 38 0 0 38
Zwischensumme 1.814 6.085 2.895 638 760 12.192
Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
-115 -26 58 0 0 -83
Zinsaufwand 1.378 306 14 0 38 1.736
31. Dezember 3.077 6.365 2.967 638 798 13.845

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IN T€ 2010
1. Januar 6.970
Inanspruchnahme -288
Auflösung 0
Zuführung 3.896
Umbuchung
Zwischensumme 10.578
Effekte aus Wechselkursänderungen 326
Zinsaufwand 360
31. Dezember 11.264

Aufgrund von langjährigen Rechtsstreitigkeiten wegen Ertrag- und Lohnsteuern sowie Sozialversicherungsbeiträgen in Brasilien wurden bereits in der Vergangenheit passive Abgrenzungen gebildet, die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen waren.

Gleiches gilt für Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen. Die Vorjahresbeträge wurden entsprechend angepasst. Siehe auch TZ 34.

Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen bestehen gegenüber Vermietern zur Herstellung des Zu Stands vor Überlassung der Mietsache. Der Barwert der Rückbauverpflichtung wird in der Periode erfasst, in der die Verpflichtung entstanden ist.

Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die entsprechenden Mittelabflüsse zum Zeitpunkt der Beendigung des jeweiligen Mietverhältnisses anfallen, wobei sowohl das Ende des Mietverhältnisses als auch die Höhe der zu erbringenden Leistung jeweils geschätzt worden ist. Sie werden normalerweise als langfristig angesehen.

Die Aufzinsung der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten beinhaltet Nachholeffekte aus Vorjahren.

36 | Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Einzelne Gesellschaften haben Pensionspläne aufgesetzt, die entweder direkt durch die Bildung von Rückstellungen durch die einzelnen Konzerngesellschaften oder durch Beiträge an konzernexterne Fondsgesellschaften finanziert werden. Die Art und Weise, wie diese Leistungen gegenüber den Mitarbeitern erbracht werden, ist von den einzelnen gesetzlichen, fiskalischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Länder abhängig. Darüber hinaus gewährt der Konzern vereinzelt zusätzlich medizinische Versorgungsleistungen an seine Mitarbeiter nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Pensionsleistungen sowie die medizinischen Versorgungsleistungen werden in der Regel nach dem Lohn und Gehalt der Mitarbeiter und der jeweiligen Betriebszugehörigkeit bemessen. Die Verpflichtung bezieht sich sowohl auf die bereits im Ruhestand befindlichen Mitarbeiter als auch auf den Anspruch der zukünftigen Pensionäre. Die laufenden Aufwendungen des Geschäftsjahres mit Ausnahme der auf Pensionen entfallenden Zinskosten sind im Betriebsergebnis des Konzerns enthalten.

Die ordentliche Mitgliedschaft der Arbeitnehmer der früheren Haarmann & Reimer GmbH, Deutschland, in der Bayer-Pensionskasse Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit wurde mit Wirkung vom 31. März 2003 beendet. Die Arbeitnehmer der Haarmann & Reimer GmbH, die zu diesem Zeitpunkt ordentliche Mitglieder waren, sind seit dem 1. April 2003 außerordentliche Mitglieder geworden. Ordentliche Mitglieder, die am 31. März 2003 verfallbare Anwartschaften hatten, konnten sich ihre bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Rentenanwartschaften (ohne Arbeitgeberbeiträge) in Form einer Kapitalisierung auszahlen lassen und sind seitdem keine Mitglieder der Bayer-Pensionskasse mehr. Für alle zum Zeitpunkt 31. März 2003 in der Bayer-Pensionskasse befindlichen ordentlichen Mitglieder wurde mit Wirkung 1. April 2003 in Deutschland eine Versorgungsordnung in Form einer Direktzusage eingeführt, die über eine Bruttoentgeltumwandlung bedient wird (3 % von der max. jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West). Für Entgeltbestandteile oberhalb der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze besteht für diesen Personenkreis aufgrund einer Versorgungsordnung eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung bis zu einer wertmäßig begrenzten Höhe.

Den früheren Arbeitnehmern der Haarmann & Reimer GmbH ist bei der Einführung einer neuen Versorgungsordnung garantiert worden, dass sich durch den Unternehmenszusammenschluss keine Verschlechterung in der betrieblichen Altersversorgung ergeben darf. Die Leistungen müssen auf dem Niveau vor der Zeit des Unternehmenszusammenschlusses beibehalten werden. Dies ist durch die neue Versorgungsordnung gewährleistet. Ebenso bietet das Unternehmen aufgrund dieser Garantie den früheren Haarmann & Reimer GmbH Arbeitnehmern im Tarifbereich eine zusätzliche freiwillige Entgeltumwandlung in Form einer Direktzusage an. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen sind begrenzt auf max. 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West.

Bis zum 31. Dezember 1981 ins Unternehmen eingetretene frühere Dragoco-Mitarbeiter unterliegen einer arbeitgeberfinanzierten Pensionsordnung. Die Höhe der hieraus resultierenden Rentenzahlungen hängt von Betriebszugehörigkeit und letztem monatlichen Bruttoentgelt ab.

Alle außertariflichen Mitarbeiter und Führungskräfte haben auf freiwilliger Basis die Möglichkeit, sich in Form einer Direktzusage durch Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgungsbausteine zu erwerben. Einen Unternehmenszuschuss gibt es für diese so genannte "Deferred Compensation" nicht.

Alle zum 1. April 2003 keiner Versorgungsordnung angehörenden Mitarbeiter hatten ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis in Form einer Direktzusage durch Entgeltumwandlung an einer zum 31. Dezember 2010 geschlossenen Versorgungsordnung teilzunehmen. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen waren begrenzt auf max. 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West.

Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte bei Symrise an den deutschen Standorten verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Hierbei zahlt der Mitarbeiter 2 % seines Einkommens aus Bruttoentgeltumwandlung in die RPK ein (Pflichtbeitrag), das Unternehmen stockt den Betrag in gleicher Höhe auf. Freiwillige Beiträge sind möglich und werden ebenfalls in gleicher Höhe vom Unternehmen geleistet. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen sind begrenzt auf max. 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die im Gegensatz zu ehemaligen Haarmann & Reimer- oder bis zum 31. Dezember 1981 eingetretenen Dragoco-Mitarbeitern keiner Versorgungsordnung angehören, konnten bis zum 30. September 2010 mit Wirkung 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung über die RPK als externen Versorgungsträger wird keine Pensionsrückstellung gebildet.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen beziehungsweise Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden mittels Pensionsgutachten unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich wie folgt herleiten:

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IN T€ 2010 2011
Leistungsorientierte Verpflichtung, nicht fondsfinanziert 225.689 260.135
Leistungsorientierte Verpflichtung, fondsfinanziert 48.635 57.135
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen am 31. Dezember 274.324 317.270
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -30.883 -30.965
Nicht erfasste Gewinne aus Planänderung 5.016 4.415
Nicht erfasste versicherungsmathematische Verluste -35.040 -69.102
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -1.003 0
Schulden aus leistungsorientierter Verpflichtung am 31. Dezember 212.414 221.618

Die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 221,6 Mio. € (2010: 212,4 Mio. €) gliedern sich nach Regionen wie folgt:

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IN T€ 2010 2011
EAME 185.157 193.299
Nordamerika 24.443 25.027
Asien/Pazifik 353 982
Lateinamerika 2.461 2.310
Summe 212.414 221.618

Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt entwickelt:

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IN T€ 2010 2011
Anwartschaftsbarwert am 1. Januar 235.548 274.324
Laufender Dienstzeitaufwand 10.382 11.731
Zinsaufwand 12.441 12.887
Erfasste Verluste aus Planänderungen 264 373
Nicht erfasste versicherungsmathematische Verluste 20.822 30.694
Gezahlte Versorgungsleistungen -10.344 -10.745
Umbuchung 0 435
Abgänge 0 -4.671
Währungsdifferenzen 5.211 2.242
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen am 31. Dezember 274.324 317.270

Die Abgänge resultieren aus der Schließung des Standortes in der Schweiz.

Die Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

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2010

IN T€
LEISTUNGS-

ORIENTIERTE PLÄNE DES KONZERNS
MEDIZINISCHE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITS-

VERHÄLTNISSES
SUMME PENSIONS-

PLÄNE KONZERN
Leistungsorientierte Verpflichtung am 1. Januar 185.228 14.220 199.448
Pensionsaufwand 20.964 103 21.067
Arbeitgeberbeiträge -386 -455 -841
Gezahlte Leistungen -9.407 0 -9.407
Abgänge 37 0 37
Währungskursdifferenzen 950 1.160 2.110
Pensionsverpflichtung am 31. Dezember 197.386 15.028 212.414

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2011

IN T€
LEISTUNGS-

ORIENTIERTE PLÄNE DES KONZERNS
MEDIZINISCHE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITS-

VERHÄLTNISSES
SUMME PENSIONS-

PLÄNE KONZERN
Leistungsorientierte Verpflichtung am 1. Januar 197.386 15.028 212.414
Pensionsaufwand 22.897 176 23.073
Arbeitgeberbeiträge -4.295 0 -4.295
Gezahlte Leistungen -9.804 -414 -10.218
Umbuchung 435 0 435
Abgänge -345 0 -345
Währungskursdifferenzen -340 894 554
Pensionsverpflichtung am 31. Dezember 205.934 15.684 221.618

Die Abgänge resultieren aus der Schließung des Standortes in der Schweiz.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:

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IN T€ 2010 2011
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum I.Januar 25.683 30.883
Arbeitgeberbeiträge 387 4.295
Gezahlte Leistungen -483 -527
Erwartete Erträge aus Planvermögen 1.411 1.605
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) 1.033 -2.048
Abgänge 0 -4.326
Währungskursdifferenzen 2.852 1.083
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 30.883 30.965

Die Abgänge resultieren aus der Schließung des Standortes in der Schweiz.

Die erfahrungsbedingten Anpassungen des Planvermögens in den USA betragen im Jahr 2011 1,8 Mio. € (2010: 1,0 Mio. €). In Japan belaufen sich die erfahrungsbedingten Anpassungen des Planvermögens im Jahr 2011 auf 0,6 Mio. € (2010: 0,1 Mio. €).

Die wesentlichen Zeitwerte der Hauptgruppen des Planvermögens belaufen sich auf:

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PLAN NIEDERLANDE PLAN SCHWEIZ PLAN USA
IN T€ 2010 2011 2010 2011 2010 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Schuldverschreibungen 0 0 3.489 0 8.831 11.929
Eigenkapitalinstrumente 0 0 265 0 11.455 12.410
Immobilien 0 0 486 0 0 0
Andere Vermögenswerte 1.478 1.906 177 0 570 587
Summe zum 31. Dezember 1.478 1.906 4.417 0 20.856 24.926

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PLAN JAPAN
IN T€ 2010 2011
--- --- ---
Schuldverschreibungen 1.830 1.860
Eigenkapitalinstrumente 2.055 1.968
Immobilien 0 0
Andere Vermögenswerte 120 164
Summe zum 31. Dezember 4.005 3.992

Die Aufwendungen für Versorgungsleistungen stellen sich wie folgt dar:

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2010

IN T€
LEISTUNGS-

ORIENTIERTE PLÄNE DES KONZERNS
MEDIZINISCHE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITS-

VERHÄLTNISSES
SUMME PENSIONS-

PLÄNE KONZERN
Laufender Dienstzeitaufwand 10.162 220 10.382
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 48 0 48
Zinsaufwand 11.884 557 12.441
Erwartete Erträge aus Planvermögen -1.411 0 -1.411
Erfasste Planänderung USA 0 -674 -674
Erfasste versicherungsmathematische Verluste 281 0 281
Aufwendungen für Versorgungsleistungen zum 31. Dezember 20.964 103 21.067
Tatsächlicher Ertrag aus Planvermögen 2.444 0 2.444

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2011

IN T€
LEISTUNGS-

ORIENTIERTE PLÄNE DES KONZERNS
MEDIZINISCHE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITS-

VERHÄLTNISSES
SUMME PENSIONS-

PLÄNE KONZERN
Laufender Dienstzeitaufwand 11.487 244 11.731
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 120 0 120
Zinsaufwand 12.340 547 12.887
Erwartete Erträge aus Planvermögen -1.605 0 -1.605
Erfasste Planänderung USA 0 -642 -642
Gewinne aus Abgängen -345 0 -345
Erfasste versicherungsmathematische Verluste 900 27 927
Aufwendungen für Versorgungsleistungen zum 31. Dezember 22.897 176 23.073
Tatsächlicher Verlust aus Planvermögen -443 0 -443

Die Pensions aufwendungen werden wie folgt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

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IN T€ 2010 2011
Umsatzkosten 3.237 3.265
Vertriebskosten 2.227 3.007
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 1.629 2.031
Verwaltungskosten 1.533 1.883
Summe 8.626 10.186

In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert:

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IN T€ 2007 2008 2009 2010 2011
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 200.567 204.449 235.548 274.324 317.270
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -20.613 -19.593 -25.683 -30.883 -30.965
Finanzierungsstatus zum 31. Dezember 179.954 184.856 209.865 243.441 286.305
Erfahrungsbasierte Anpassungen der Planverbindlichkeiten -3.074 4.502 -1.800 1.213 -2.652
Erfahrungsbasierte Anpassungen des Planvermögens -217 -4.771 4.082 1.033 2.048

Symrise erwartet, dass im Jahr 2012 Beiträge in Höhe von 4.143 T€ (Erwartung im Jahr 2010 für 2011: 2.589 T€) in die fondsfinanzierten leistungsorientierten Pläne eingezahlt werden.

Die versicherungsmathematischen Annahmen und Bewertungen basieren auf folgenden Parametern, die von Land zu Land aufgrund der ökonomischen Bedingungen unterschiedlich sind:

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IN % PARAMETER 2010 PARAMETER 2011
Zinssatz für die Abzinsung
Deutschland 4,70 4,50
USA 5,56 4,47
Übrige Länder variieren zwischen 1,57 u. 8,35 1,00 u. 8,95
Erwartete Rendite auf das Planvermögen
USA 7,00 7,00
Übrige Länder variieren zwischen 2,00 u. 7,50 2,00 u. 7,50
Gehaltstrend
Deutschland 2,50 2,50
USA 4,25 4,25
Übrige Länder variieren zwischen 1,50 u.10,00 2,00 u. 10,00
Rententrend
Deutschland 1,75 1,75
Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen in den USA 9,00 9,00

Die Festlegung der erwarteten Rendite auf das Planvermögen basiert grundsätzlich auf Prognosen für die jeweilige Vermögenskategorie. In die Prognosen gehen gesamtwirtschaftliche Erwartungen, Zinserwartungen, Inflationsraten und Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung des Aktienmarktes ein.

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden.

Eine Veränderung von 1 % bei der Annahme der Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen würde sich wie folgt auswirken:

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IN T€ ERHÖHUNG 2010 RÜCKGANG 2010 ERHÖHUNG 2011 RÜCKGANG 2011
Auswirkung leistungsorientierte Verpflichtung 466 418 1.446 1.224
Auswirkung Dienstzeitaufwand 48 42 49 43

Die Gesellschaft in den USA gewährt ihren Arbeitnehmern Leistungen im Rahmen der medizinischen Versorgung. Diese Kosten basieren auf der Annahme, dass die Kostensteigerung für die Jahre 2012 und 2013 bei 7 % liegen, für 2014 und Folgejahre wird eine Kostensteigerung von 5 % erwartet.

37 | Eigenkapital

GEZEICHNETES KAPITAL

Das gezeichnete Kapital der Symrise Aktiengesellschaft beträgt unverändert 118.173.300 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 118.173.300 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € pro Stück.

GENEHMIGTES KAPITAL

Die Hauptversammlung hat am 18. Mai 2011 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital im Zeitraum bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt 23,0 Mio. € durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann jedoch durch den Vorstand in folgenden Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden:

1. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen.
2. Zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften.
3. Soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Symrise AG oder ihrer Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechtes beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde.
4. Um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen.
5. Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs.1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.

ERWERB EIGENER AKTIEN

Durch Beschluss der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 wird der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zu erwerben.

Der Erwerb eigener Aktien erfolgt über die Börse oder mittels eines öffentlichen Angebots der Gesellschaft.

Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf im Falle des Erwerbs über die Börse den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs für die Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.
Im Falle des Erwerbs über ein öffentliches Kaufangebot dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzkosten der Kaufpreisspanne je Aktie den Durchschnitt des Schlusskurses im Xetra-Handelssystem an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10 % Überoder unterschreiten.
Die Ermächtigung wurde zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere folgenden, erteilt:

- Zum Einzug, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

- Zur Veräußerung, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

- Zur Veräußerung gegen Sachleistung, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen.

KAPITALRÜCKLAGE UND SONSTIGE RÜCKLAGEN

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld (Agio) aus der durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsenganges und hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2010 nicht erhöht. Die Neubewertungsrücklage resultiert aus sukzessiven Anteilserwerben in der Vergangenheit und hat sich geringfügig in Folge von Steuersatzanpassungen gegenüber dem Vorjahr erhöht.

CASHFLOW HEDGE RÜCKLAGE (WÄHRUNGSSICHERUNG)

Im Symrise Konzern werden seit dem Beginn des Jahres 2011 Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossen und als Cashflow Hedge klassifiziert. Der Betrag, der während der Periode aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting überführt wurde, beträgt 257 T€ ( 2010: 0 T€) und wird in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Die folgende Tabelle stellt eine Oberleitung der Cashflow Hedge Rücklage zur Sicherung von Währungsrisiken dar:

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IN T€ 2010 2011
Anfangsbestand zum 1. Januar 0 0
Zuführungen (effektive Fair-Value-Änderungen) 0 -993
Auflösungen
in den Umsatzerlösen 0 257 202
Latente Steuern 0
Endbestand zum 31. Dezember 0 -534

Umgliederungen von unwirksamen Teilen aus der Absicherung von Zahlungsströmen ins Periodenergebnis (Ineffektivitäten) fanden 2011 nicht statt.

ÜBERLEITUNG DER DURCH DAS SONSTIGE ERGEBNIS BETROFFENEN EIGENKAPITALBESTAN DTEILE

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2010

IN T€
NEUBEWER-

TUNGS-

RÜCKLAGE
RÜCKLAGE AUS DER BEWERTUNG ZUM BEIZULE-

GENDEN ZEITWERT
KUMULIERTE WÄHRUNGS-

DIFFERENZEN
BILANZ-

VERLUST
SUMME SONSTIGES ERGEBNIS
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind 0 0 62.751 0 62.751
Verluste aus Nettoinvestitionen 0 0 -2.206 0 -2.206
Kursdifferenzen aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (IFRS 5) 0 0 -224 0 -224
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten 0 -11 0 0 -11
Während des Geschäftsjahres erfasste Erträge zur Absicherung von Zahlungsströmen (Zinssicherung) 0 4.214 0 0 4.214
Umbuchung von Beträgen zur Absicherung von Zahlungsströmen (Zinssicherung) in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 0 14.101 0 0 14.101
Steuersatzänderung 47 0 0 68 115
Sonstiges Ergebnis 47 18.304 60.321 68 78.740

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2011

IN T€
NEUBEWER-

TUNGS-

RÜCKLAGE
RÜCKLAGE AUS DER BEWERTUNG ZUM BEIZULE-

GENDEN ZEITWERT
CASHFLOW HEDGE RÜCKLAGE (WÄHRUNGS-

SICHERUNG)
KUMULIERTE WÄHRUNGS-

DIFFERENZEN
SUMME SONSTIGES ERGEBNIS
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind 0 0 0 -2.958 -2.958
Verluste aus Nettoinvestitionen 0 0 0 -2.256 -2.256
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag von Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 0 0 0 1.749 1.749
Kursdifferenzen aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (IFRS 5) 0 0 0 -38 -38
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0 -19 0 0 -19
Während des Geschäftsjahres erfasste Aufwendungen zur Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) 0 0 -751 0 -751
Umbuchung von Beträgen zur Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 0 0 217 0 217
Steuersatzänderung 43 0 0 0 43
Sonstiges Ergebnis 43 -19 -534 -3.503 -4.013

SONSTIGES

Die insgesamt an die Aktionäre der Symrise AG ausschüttbaren Dividenden bemessen sich gemäß dem deutschen Aktiengesetz nach dem Bilanzgewinn, der im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Symrise AG ausgewiesen wird. In der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2010 0,60 € (für 2009: 0,50 €) je dividendenberechtigte Stückaktie (Dividendensumme: 70.904 T€ (für 2009: 59.087 T€)) auszuschütten.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem am 31. Dezember 2011 handelsrechtlich ausgewiesenen Bilanzgewinn der Symrise AG eine Dividende von 0,62 € pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von 73.267 T€.

38 | Angaben zum Kapitalmanagement

Symrise verfügt mit einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 43,5 % (2010: 40,9 %) über eine solide Eigenkapitalstruktur. Grundsatz von Symrise ist die Beibehaltung der starken Kapitalbasis, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Marktes zu erhalten und die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Das Kapital wird auf der Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Dabei haben sich die Ziele, Methoden und Prozesse zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Grundlage für die Ermittlung ist das bilanzielle Eigenkapital:

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IN T€ 2010 2011
Gezeichnetes Kapital 118.173 118.173
Kapitalrücklage 970.911 970.911
Neubewertungsrücklage 2.765 2.808
Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 4 -15
Cashflow Hedge Rücklage 0 -534
Kumulierte Währungsdifferenzen -1.838 -5.341
Bilanzverlust -247.898 -172.267
Summe Eigenkapital 842.117 913.735

Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen günstigeren durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC) durch die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals und den Vorteilen und der Sicherheit, die ein solides Eigenkapital gewährt, zu halten. Zudem überprüft der Vorstand die Höhe der Dividenden, um Aktionären eine attraktive Dividendenrendite zu bieten. Daneben soll sichergestellt sein, dass bei passenden Akquisitionsgelegenheiten diese durch eine solide Finanzierung getätigt werden können.

Der durchschnittliche Zinssatz für Verbindlichkeiten (inkl. Pensionsrückstellungen) betrug 4,4 % (2010: 4,6 %) und das Verhältnis von Nettoverschuldung inkl. Pensionsrückstellungen zu EBITDA lag bei 2,2 (2010: 2,2). Der Kapitalmanagementansatz des Konzerns ist unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Weder das Unternehmen noch seine Tochtergesellschaften unterlagen extern auferlegten Kapitalanforderungen.

39 | Weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern- Kapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2011 und das Vorjahr entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet unverändert zum Vorjahr Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten und entspricht dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen".

Während des aktuellen Geschäftsjahres hat der Konzern nicht zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und in Sachanlagen in Höhe von 10.074 T€ getätigt, die nicht in der Kapitalflussrechnung Niederschlag finden.

40 | Weitere Informationen zu Finanzinstrumenten

INFORMATIONEN ZU FINANZINSTRUMENTEN NACH KATEGORIEN

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2010 WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 39
IN T€ BEWERTUNGS-

KATEGORIE NACH IAS 39
BUCHWERT 31.12.2010 FORT-

GEFÜHRTE ANSCHAF-

FUNGS-

KOSTEN
FAIR VALUE ERFOLGS-

NEUTRAL
FAIR VALUE ERFOLGS-

WIRKSAM
FAIR VALUE 31.12.2010
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen LaR 112.215 112.215 - - 112.215
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 261.476 261.476 - - 261.476
Finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig) Bilanzposten 8.594 - - - -
davon:
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 5.777 5.777 - - 5.777
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 2.817 - 2.817 - 2.817
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 121.048 121.048 - - 121.048
Darlehen (kurz- und langfristig) FLAC 633.482 633.482 - - 622.631
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables LaR 379.468 379.468 - - 379.468
Available-for-Sale Financial Assets AfS 2.817 - 2.817 - 2.817
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost FLAC 754.530 754.530 - - 743.679

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2011 WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 39
IN T€ BEWERTUNGS-

KATEGORIE NACH IAS 39
BUCH-

WERT 31.12.2011
FORT-

GEFÜHRTE ANSCHAFFUNGS-

KOSTEN
FAIR VALUE ERFOLGS-

NEUTRAL
FAIR VALUE ERFOLGS-

WIRKSAM
FAIR VALUE 31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen LaR 118.608 118.608 - - 118.608
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 290.271 290.271 - - 290.271
Finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig) Bilanzposten 18.859 - - - -
davon:
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 5.800 5.800 - - 5.800
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 5.077 5.077 5.077
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte HtM 7.982 7.982 - - 7.982
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 118.237 118.237 - - 118.237
Darlehen (kurz- und langfristig) FLAC 600.198 600.198 - - 609.923
Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) Bilanzposten 2.018 - - - -
davon:
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 827 827 - - 827
Derivative Finanzinstrumente
mit Hedge-Beziehung n. a. 740 - 740 - 740
ohne Hedge-Beziehung HfT 451 - - 451 451
Davon aggregiert nach Bewertungs-

kategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables LaR 414.679 414.679 - - 414.679
Available-for-Sale Financial Assets AfS 5.077 - 5.077 - 5.077
Held-to-Maturity HtM 7.982 7.982 - - 7.982
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost FLAC 719.262 719.262 - - 728.987
Financial Liabilities Held for Trading HfT 451 - - 451 451

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die Buchwerte der Klassen nur unwesentlich von den beizulegenden Zeitwerten ab.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Schuld Scheindarlehen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve angepasst, um einen bonitätsabhängigen Spread (Bonitätsaufschlag) ermittelt.

BEIZULEGENDER ZEITWERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

(IFRS 7.27)

Die Stufen der Fair Value-Hierarchie sind unter TZ 3 erläutert.

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2010 2011
IN T€ LEVEL 1 LEVEL 2 LEVEL 3 SUMME LEVEL 1
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 2.817 - - 2.817 3.242
Passiva
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung HfT - - - - -
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung n.a. - - - - -

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2011
IN T€ LEVEL 2 LEVEL 3 SUMME
--- --- --- ---
Aktiva
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.835 - 5.077
Passiva
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung 451 - 451
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung 740 - 740

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IN T€ 2010 2011
Finanzielle Vermögenswerte, zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam erfasst (Held-for-trading) -1.974 27
Darlehen und Forderungen (Wertberichtigungen) -3.678 -128
Summe Nettogewinne und -Verluste -5.652 -101

Im dargestellten Ergebnis sind jeweils keine Aufwendungen und Erträge aus Zinsen und Dividenden enthalten. Das Vorjahresergebnis war durch hohe Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Wertänderungen von Zinsswaps geprägt.

41 | Angaben zum Risikomanagement von Finanzinstrumenten

Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Ergebnis- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher überwacht Symrise diese Risiken zentral und steuert diese dann vorausschauend, gegebenenfalls auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten.

Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Sie werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktionsentwicklungen angepasst. Mit Ausnahme der seit 2011 eingesetzten Währungsderivate ist das Risikomanagement unverändert.

ZINSRISIKO

Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Da die überwiegende Anzahl von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten festverzinslich ist, bestehen keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken.

Ein Anstieg aller relevanten Zinssätze um einen Prozentpunkt hätte zum 31. Dezember 2011 ein um 1.345 T€ (31.12.2010: 1.740 T€) niedrigeres Ergebnis zur Folge gehabt. Die Sensitivität des Eigenkapitals gegenüber Zinsänderungen ist von unwesentlichem Ausmaß.

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2010 NOMINAL DAVON FIX DAVON VARIABEL DAVON UNGESICHERT 1 % ANSTIEG 1 % RÜCKGANG
T€ 452.500 327.500 125.000 125.000 1.250 -1.250
TUS$ 240.000 175.000 65.000 65.000 650 -650

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2011 NOMINAL DAVON FIX DAVON VARIABEL DAVON UNGESICHERT 1 % ANSTIEG 1 % RÜCKGANG
T€ 415.258 327.500 87.758 87.758 878 -878
TUS$ 240.000 175.000 65.000 65.000 650 -650

WÄHRUNGSRISIKO

Symrise ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften.

Die globale Ausrichtung des Symrise Konzerns führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden seit 2011 Devisenterminkontrakte zur Sicherung von US$ eingesetzt.

Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnungs-Posten einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzerneigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus wurden üblicherweise nicht gesichert.

Die Darstellung des bestehenden Fremdwährungsrisikos am Bilanzstichtag erfolgt gemäß IFRS 7 mittels einer Sensitivitätsanalyse. Die Fremdwährungssensitivität wird durch die Aggregation aller finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ermittelt, die auf eine fremde Währung lauten, die nicht funktionale Währung des jeweils berichtenden Unternehmens ist. Das so ermittelte Netto-Fremdwährungsrisiko wird zum Stichtagskurs und zu einem Sensitivitätskurs, der eine 10 %ige Aufwertung/Abwertung der Konzernwährung gegenüber der Fremdwährung unterstellt, bewertet. Die Differenz aus dieser hypothetischen Bewertung stellt die Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital dar.

In die Sensitivitätsanalyse wurden 2011 erstmals auch Währungsrisiken aus konzerninternen monetären Posten einbezogen, sofern daraus Umrechnungsgewinne oder -Verluste resultieren, die im Rahmen der Konsolidierung nicht eliminiert werden. Die Vorjahresbeträge wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit angepasst.

Effekte aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht die Berichtswährung des Symrise Konzerns ist, berühren die Cashflows in lokaler Währung nicht und sind deshalb nicht Bestandteil der Sensitivitätsanalyse.

Ein signifikantes Währungsrisiko ergab sich im Symrise Konzern sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr ausschließlich aus US-Dollar. Die Sensitivitätsanalyse beruht auf der Annahme, dass außer einer Änderung des Währungskurses alle anderen Variablen konstant bleiben.

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IN T€ 2010 2011
Erfolgswirksame Veränderung einer Aufwertung/Abwertung des Euro gegenüber dem US$ um 10 % +/- 3.427 +/- 3.220
Erfolgsneutrale Veränderung einer Aufwertung/Abwertung des Euro gegenüber dem US$ um 10 % 0 -/+ 1.504
Summe +/- 3.427 +/- 1-716

Die hypothetische Auswirkung einer Aufwertung beziehungsweise Abwertung des Euros und damit die Effekte aus der Volatilität des US-Dollars wurden 2011 aufgrund des Einsatzes von Devisentermingeschäften deutlich gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Am Bilanzstichtag sind folgende Devisentermingeschäfte zur Reduzierung des Währungsrisikos von zum Stichtag bestehenden sowie ausgewählten erwarteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in US$ eingesetzt:

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FAIR VALUES FÄLLIGKEITSTERMINE
2011 NOMINAL-

VOLUMEN IN TUS$
FINANZIELLE VERMÖGENS-

WERTE IN

T€
FINANZIELLE VERBINDLICH-

KEITEN IN

T€
BIS 1 MONAT IN

T€
ÜBER 1 BIS 3 MONATE IN

T€
ÜBER 3 BIS 6 MONATE IN

T€
ÜBER 6 BIS 9 MONATE IN

T€
--- --- --- --- --- --- --- ---
Devisentermin-

geschäfte
mit Hedge-Beziehung 19.500 0 740 0 270 438 32
ohne Hedge-Beziehung (HfT) 10.000 0 451 225 226 0 0
Summe 29.500 0 1.191 225 496 438 32

Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 22,0 Mio. US$ zur Sicherung von €/US$ sowie mit ein Nominalvolumen von 7,5 Mio.US$ zur Sicherung von SGD/US$.

Die Devisentermingeschäfte haben in der Regel eine Laufzeit von rund sechs Monaten.

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Das Liquiditätsrisiko, das heißt das Risiko, dass Symrise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierung und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird bei Symrise durch eine rollierende Finanzplanung über 12 Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die folgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten Tilgungen von kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten einschließlich geschätzter Zinszahlungen (3 %) für die variablen Verzinsungen, da die Darlehen unter der revolvierenden Kreditlinie uns langfristig zur Verfügung stehen.

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2010 BUCHWERT ERWARTETE AUSZAH-

LUNGEN
LAUFZEIT ERWARTETER AUSZAHLUNGEN
IN T€ 1 BIS 3 MONATE ÜBER 3 MONATE BIS 1 JAHR ÜBER 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE
--- --- --- --- --- --- ---
Finanz-

verbindlichkeit
633.482 800.989 2.200 21.936 295.518 481.335

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2011 BUCHWERT ERWARTETE AUSZAH-

LUNGEN
LAUFZEIT ERWARTETER AUSZAHLUNGEN
IN T€ 1 BIS 3 MONATE ÜBER 3 MONATE BIS 1 JAHR ÜBER 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE
--- --- --- --- --- --- ---
Finanz-

verbindlichkeit
600.198 738.639 670 21.585 248.609 467.775

AUSFALL- ODER BONITÄTSRISIKEN

Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Dieser tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nachzukommen. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Alters struktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Über-wachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im Symrise Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken.

Im Rahmen der Geldanlage werden Finanzkontrakte nur mit Banken, die wir sorgfältig ausgewählt haben und permanent beobachten, abgeschlossen. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der Symrise Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern bester Bonität abgeschlossen werden. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen das maximale Kreditrisiko dar.

42 | Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese als unwahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden.

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Symrise ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftsaktivitäten mit einer Vielzahl von Klagen und Gerichtsverfahren konfrontiert, die im Wesentlichen im Bereich Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht, Steuerrecht und in dem Bereich des geistigen Eigentums angesiedelt sind. Wir bilden für solche Fälle Rückstellungen, wenn es wahrscheinlich ist, dass wir eine Verpflichtung haben, die aus einem Ereignis der Vergangenheit entstanden ist und verlässlich schätzbar ist und deren Erfüllung wahrscheinlich zum Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führt. Für alle anhängigen Rechts Streitigkeiten haben wir eine Rückstellung in Höhe von 3,0 Mio. € gebildet. Derzeit sind wir der Ansicht, dass der Ausgang aller gegen uns vorgebrachten Klagen und Prozesse, sowohl einzeln als auch insgesamt, keine wesentliche nachteilige Auswirkung auf unsere Geschäftstätigkeit, Vermögenslage, Ertragslage und unseren Cashflow haben wird. Die gebildeten Rückstellungen sind daher auch weder einzeln noch insgesamt wesentlich. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen beziehungsweise künftigen Verfahren sind nicht vorher sagbar, sodass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten. Viele unserer Prozesse sind durch Versicherungsleistungen aus Produkthaftpflichtversicherungen gedeckt.

Zum 31. Dezember 2011 hatte Symrise die folgenden finanziellen Verpflichtungen:

OPERATIVE LEASINGVERTRÄGE

Zahlungsverpflichtungen bestehen aus operativen Leasingverhältnissen, die eine unkündbare Vertragslaufzeit zwischen unter 1 und 15 Jahren haben und die im Wesentlichen für Kraftfahrzeuge und Gebäude abgeschlossen wurden. Die Verträge beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen oder Preisanpassungsklauseln, jedoch keine Kaufoptionen. Die zukünftigen unabgezinsten Netto-Zahlungsabflüsse hieraus verteilen sich wie folgt:

NETTO-ZAHLUNGSABFLUSS

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IN T€ 2010 2011
Im Geschäftsjahr 14.547 14.483
Fällig in einem Jahr 9.345 10.137
Fällig in zwei Jahren 7.167 7.097
Fällig in drei Jahren 3.961 4.922
Fällig in vier Jahren 3.092 1.835
Fällig in fünf Jahren 1.377 1.424
Fällig in sechs Jahren oder später 9.803 9.803
Summe 34.745 35.218

SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN

Zum 31. Dezember 2011 hat der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 7,3 Mio. € (2010: 6,0 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen, den Bau von Bürogebäuden, Hardware und Büroausstattung. Diese sind im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2012 fällig. Weitere Verpflichtungen von 91,9 Mio. € (2010: 50,8 Mio. €) bestehen aus noch nicht erfüllten langfristigen Abnahmeverpflichtungen für Warenbezüge.

Die Symrise AG hat mit Wirkung zum 1. Februar 2006 mit der Atos Origin GmbH einen Servicevertrag zur Auslagerung der internen Informationstechnologie mit einer Laufzeit von zehn Jahren geschlossen. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber Atos beträgt 65,8 Mio. € (2010: 81,7 Mio. €).

Darüber hinaus bestehen Berater-, Dienstleistungs- und Kooperationsverträge mit einer Laufzeit bis längstens 2014. Die Gesamtverpflichtung hieraus beträgt 1,6 Mio. € (2010: 2,4 Mio. €).

43 | Aktienbasierte Vergütung -Long Term Incentive Program

LONG TERM INCENTIVE PROGRAM 2009, 2010 SOWIE 2011

Im Jahre 2007 wurde vom Aufsichtsrat erstmals das Konzept eines "Long Term Incentive Program" (LTIP) beschlossen, was als Konzept dem LTIP für die jeweils dreijährige Performanceperiode 2009 bis 2011 sowie für die Periode 2010 bis 2012 unverändert zugrunde liegt. Nur die Höhe der Leistungskriterien wurde jeweils jährlich neu festgelegt. Das Konzept sieht zwei Performancekriterien vor, die Steigerung des absoluten Aktienkurses sowie den "Symrise Value Added" über die Performanceperiode.

Ausgehend von dem durchschnittlichen Kurs der Aktie 10 Handelstage vor dem Stichtag 1. Januar und 10 Handelstage nach diesem Stichtag erfolgt ein Vergleich mit dem Aktienkurs am Ende der Performanceperiode. Dabei wird eine Mindeststeigerung von 20 % erwartet, ferner erfolgt eine Deckelung bei einem Höchstkurs (so genannter Cap). Die Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Erreichens dieser Ziele erfolgt unter Zugrundelegung von geschätzten Annahmen. Eine Dividendenrendite ist in die erforderliche Performance der Aktienkomponente nicht mit einbezogen.

Eine Auszahlung hinsichtlich des "Symrise Value Added" erfolgt nur, wenn der Ertragswert, ausgehend vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, abzüglich einer Verzinsung auf das eingesetzte Kapital, in der Performanceperiode einen vom Aufsichtsrat festgelegten, an der strategischen Planung von Symrise orientierten, Betrag erreicht.

Das LTIP ist als "Performance Cash Bonus" ausgestaltet, was bedeutet, dass in Abhängigkeit von der Steigerung des Aktienkurses und dem Erreichen der "Symrise Value Added" Ziele die begünstigten Führungskräfte nach Ablauf der Performance-Periode von drei Jahren einen variablen Geldbonus erhalten. Über die Erreichung der gesetzten Ziele entscheidet der Aufsichtsrat nach Ablauf der Performanceperiode.

Teilnehmer des LTIP für die Periode 2009 bis 2011 und 2010 bis 2012 waren die seinerzeit im Amt befindlichen Vorstandsmitglieder sowie eine weitere Führungskraft wegen ihrer unternehmensübergreifenden Stellung. Der "Performance Cash Bonus" basiert zu 70 % auf der Entwicklung des Aktienkurses sowie zu 30 % auf dem "Symrise Value Added".

Ausgehend von dem durchschnittlichen Kurs der Aktie von 9,88 € erfolgte im LTIP für die Performanceperiode 2009 bis 2011 ein Vergleich mit dem Aktienkurs Ende 2011 und wurde mit dem tatsächlichen Auszahlungsbetrag von 1.500,8 T€ bewertet.

Der entsprechende initiale Aktienkurs für das LTIP 2010 bis 2012 beläuft sich auf 15,81 € und wird unter der Zugrundelegung der "Black-Scholes" Formel bei einem Aktienkurs von 19,34 € und einer erwarteten Volatilität von 43,5 % mit 356,7 T€ berechnet.

Für die Performanceperiode 2011 bis 2013 ist das bestehende Konzept überarbeitet und angepasst worden: Das neue, erstmals für die Performanceperiode 2011 bis 2013 zur Anwendung kommende LTIP-Konzept ersetzt die Aktienkursentwicklung als eine Kennziffer des LTIP durch einen Performance Index. Dieser Index ist aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie der Zulieferunternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie (Peer Group) gebildet worden. Kennziffer zur Leistungsmessung gegenüber der Peer Group ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt und ist deshalb nicht als anteilsbasierte Vergütung zu klassifizieren.

STRATEGIC SHARE BONUS 2010

Der Vorstand hat zu Beginn des Jahres 2010 acht strategisch wichtige Mitarbeiter in ein neu aufgelegtes aktienbasiertes Bonusprogramm für den Zeitraum Januar 2010 bis Dezember 2011 aufgenommen. Basierend auf einem Aktienkurs von 14,17 € wurden 24.700 virtuelle Aktien "ausgegeben".

Die Auszahlung des Barbetrages erfolgt am Ende der zweijährigen Laufzeit auf der Basis des durchschnittlichen Aktienkurses der letzten 20 Börsenhandelstage.

Um die strategisch wichtigen Mitarbeiter auch bei einem Kursverfall an das Unternehmen zu binden, wurde eine virtuelle Kursabsicherung bei 50 % des bonusrelevanten Aktienkurses festgelegt. Um darüber hinaus nicht leistungsbezogene Aktienkurseffekte auszuschließen, wurde ein Höchstkurs von max. 200 % des bonusrelevanten Aktienkurses vereinbart.

Im Jahr 2011 wurden keine weiteren Mitarbeiter in ein Strategic Share Bonus Programm aufgenommen. Es ist derzeit nicht beabsichtigt, das Programm fortzuführen.

Unter Zugrundelegung des Aktienkurses zum Bilanzstichtag von 19,34 € wurde der Fair Value für das Programm 2011 mit 477,7 T€ berechnet.

44 | Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Im Geschäftsjahr 2011 wurden in geringem Umfang Waren von assoziierten Unternehmen bezogen.

NAHESTEHENDE PERSONEN

Die verbundenen und assoziierte Unternehmen, Vorstände, ehemalige Geschäftsführer sowie die Aufsichtsratsmitglieder und ehemalige Vertreter der Anteilseigner und deren nahe Angehörige gelten als nahestehende Personen.

Die Umsätze und Einkäufe von verbundenen Unternehmen erfolgten zu Konditionen wie zwischen fremden Dritten.

An die Rheinische Pensionskasse (RPK) erfolgten Beitragszahlungen in Höhe von 624 T€, diese wurden entsprechend ihrer Zuordnung den betreffenden Funktionen zugewiesen. Es bestanden zum Bilanzstichtag weder Forderungen noch Verbindlichkeiten gegenüber der RPK. Zu näheren Informationen hierzu verweisen wir auf TZ 36.

Im Geschäftsjahr 2011 erhielten die Mitglieder des Vorstands eine Barvergütung einschließlich Sachbezügen und variabler Vergütungsbestandteile in Höhe von 3.186 T€ (2010: 3.796 T€). Die Zuführungen zu Rückstellungen für langfristig fällige Leistungen betrug 1.365 T€ (2010: 94 T€), davon aktienbasiert 1.084 T€.

Der Dienstzeitaufwand für Altersversorgung betrug im Geschäftsjahr 151 T€(2010: 191 T€).

Dem ehemaligen Vorstand Herrn Horst-Otto Gerberding sind 2011 Pensionszahlungen von 289,6 T€ (2010: 281,7 T€) ausgezahlt worden.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsführung wurden zum 31. Dezember 2011 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 6,8 Mio.€ (2010: 6,5 Mio.€) gebildet.

Die Gesamtvergütung für die Berichtsperiode für Mitglieder des Aufsichtsrats betrug 797 T€ (2010: 769 T€).

Die individualisierte Vergütung für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder ist im Corporate Governance Bericht dargestellt.

In der nachfolgenden Tabelle sind die der Gesellschaft nach § 15a WpHG gemeldeten Aktientransaktionen zusammengefasst:

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NAME UND POSITION ART DER TRANSAKTION BEZEICHNUNG DES WERTPAPIERS DATUM, ORT STÜCK-

ZAHL
KURS/PREIS

(IN €)
GESAMT-

VOLUMEN

(IN €)
Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorsitzender des Vorstands) Kauf Symrise Stückaktien 15.03.2011 Xetra 2.700 18,79 50.733,00
Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorsitzender des Vorstands) Kauf Symrise Stückaktien 10.08.2011 Xetra 3.000 17,74 53.220,00
Bernd Hirsch (Mitglied des Vorstands) Kauf Symrise Stückaktien 10.08.2011 Xetra 4.000 17,70 70.800,00
Bernd Hirsch (Mitglied des Vorstands) Kauf Symrise Stückaktien 10.08.2011 Xetra 500 17,70 8.850,00
Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorsitzender des Vorstands) Kauf Symrise Stückaktien 11.08.2011 Xetra 3.000 17,23 51.690,00
Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorsitzender des Vorstands) Kauf Symrise Stückaktien 11.08.2011 Xetra 3.000 17,06 51.180,00

45 | Langfristige Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Es wird auf den Risikobericht verwiesen, der Teil unseres Lageberichts ist.

46 | Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 18. Mai 2011 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählt.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare:

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IN T€ 2010 2011
Abschlussprüfung 892 914
Andere Bestätigungsleistungen 116 17
Steuerberatung 756 408
Sonstige Leistungen 78 33
Summe 1.842 1.372

47 | Aufstellung der einbezogenen Unternehmen

VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN ZUM 31. DEZEMBER 2011:

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NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT ANTEIL
Deutschland
Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden 100 %
DrinkStar GmbH, Rosenheim 100 %
Schimmel & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden 100 %
Kaden Biochemicals GmbH, Hamburg 100 %
Tesium GmbH, Holzminden 100 %
Symotion GmbH, Holzminden 100 %
Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden 100 %
Symrise US-Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 100 %
Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden 100 %
Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden 100 %
Haarmann & Reimer Unterstützungskasse Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Holzminden 100 %

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NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT ANTEIL
Übriges Europa
Aromatics S.A.S., Frankreich 100 %
000 Symrise Rogovo, Russland 100 %
Steng Ingredients Limited, Großbritannien 100 %
Symrise SA, Schweiz 100 %
Symrise Limited, Großbritannien 100 %
Symrise Holding Limited, Großbritannien 100 %
Flavours Direct Limited, Großbritannien 100 %
Symrise B.V., Niederlande 100 %
Symrise Iberica S.L., Spanien 100 %
Symrise S.A.S, Frankreich 100 %
Symrise S.r.l., Italien 100 %
Symrise Vertriebs GmbH, Österreich 100 %
Symrise Kimya Sanayi Ticaret Ltd. Sirketi, Türkei 100 %
Symrise Luxembourg S.a.r.L, Luxemburg 100 %
WWS Limited, Großbritannien 100 %
Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Belgien 100 %
Symrise Group Finance Holding 2 CV, Belgien 100 %
Nordamerika
Symrise Inc., USA 100 %
Symrise Holding, Inc., USA 100 %
Lateinamerika
Symrise Aromas e Fragracias Ltda., Brasilien 100 %
Symrise S.R.L., Argentinien 100 %
Symrise S.A., Chile 100 %
Symrise Ltda., Kolumbien 100 %
Symrise CA., Venezuela 100 %
Symrise S. de R.L. de CV., Mexiko 100 %
Asien und Pazifik
Symrise Pty. Ltd., Australien 100 %
Symrise Limited, Hong Kong, China 100 %
Symrise Shanghai Limited, China 100 %
Symrise SDN. BHD, Malaysia 100 %
Symrise Holding Pte. Limited, Singapur 100 %
Symrise Pte. Ltd., Singapur 100 %
Symrise Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur 100 %
Symrise Limited, Süd-Korea 100 %
Symrise Ltd., Thailand 100 %
Thamasarb Company Limited, Thailand 100 %
P.T. Symrise, Indonesien 100 %
Symrise, Inc., Philippinen 100 %
Symrise Private Limited, Indien 100 %
Symrise K.K., Japan 100 %

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NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT ANTEIL
Afrika und Naher Osten
Aroma Labs For Flavours S.A.E., Ägypten 100 %
Futura Labs International S.A.E., Ägypten 100 %
Symrise Middle East Limited, Dubai 100 %
Symrise (Pty) Ltd., Südafrika 100 %
Symrise Mauritius Limited, Mauritius 100 %
Symrise S.A.E., Ägypten 100 %
Symrise S.a.r.L., Madagaskar 100 %
Origines S.a.r.L., Madagaskar 100 %

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN ZUM 31. DEZEMBER 2011:

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NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT ANTEIL
Therapeutic Peptides Inc., USA 20 %

48 | Anteilsbesitz an der Symrise AG nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Der Symrise AG gingen bis zum Bilanzstichtag folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:

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GESELLSCHAFT SITZ MIT-

TEILUNG AM
ZEITPUNKT ZUM % SCHWELLE ÜBER- BZW. UNTER-

SCHRITTEN
ANTEIL-

BESITZ IN % NACHHER
STIMM-

RECHTE
Gerberding Vermögensverwaltung GmbH4 Holzminden 28.12.2006 13.12.2006 10,00 %
Herr Horst-Otto Gerberding4 Holzminden 28.12.2006 13.12.2006 10,00 % 5,86 % 6.928.087
Gerberding Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG4 Holzminden 28.12.2006 13.12.2006 10,00 %
Sun Life Financial Corp.1 Ontario, Kanada 02.08.2007 29.06.2007 3,00 % 3,03 % 3.577.909
Bank of New York Mellon Corporation1 New York, New York, USA 31.12.2008 30.12.2008 5,00 % 4,98 % 5.888.136
M&G Investment Funds2 London, UK 25.03.2008 18.03.2008 5,00 % 5,055 % 5.974.017
Massachusetts Financial Services Company (MFS)2 Boston, Massachusetts, USA 07.10.2008 30.09.2008 5,00 % 5,02 % 5.929.174
Sun Life Assurance Company of Canada -US Operations Holdings Inc.1 Wellesley Hills, Massachusetts, USA 07.10.2008 30.09.2008 5,00 % 5,02 % 5.929.174
Sun Life Financial (U.S.) Holding Inc.1 Wellesley Hills, Massachusetts, USA 07.10.2008 30.09.2008 5,00 % 5,02 % 5.929.174
Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC1 Wellesley Hills, Massachusetts, USA 07.10.2008 30.09.2008 5,00 % 5,02 % 5.929.174
Sun Life Financial Inc.1 Toronto, Ontario, Kanada 07.10.2008 30.09.2008 5,00 % 5,02 % 5.929.174
Sun Life Global Investments Inc. (vormals Sun Life Financial Corp.)1 Toronto, Ontario, Kanada 07.10.2008 30.09.2008 5,00% 5,02 % 5.929.174
Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings Inc.1 Boston, Massachusetts, USA 07.10.2008 30.09.2008 5,00 % 5,02 % 5.929.174
JPMorgan Asset Management Holdings Inc.1 New York, USA 01.12.2009 26.11.2009 3,00 % 3,02 % 3.570.582
Schroder International Selection Fund Sennigerberg, Luxemburg 02.06.2010 29.04.2010 3,00 % 2,91 % 3.441.370
Capital Income Builder, Inc. Los Angeles,USA 07.06.2010 02.06.2010 3,00 % 2,99 % 3.538.936
Capital Research and Management Company2 Los Angeles,USA 14.06.2010 10.06.2010 3,00 % 2,38 % 2.807.585
FMR LLC1 Boston, Massachusetts, USA 22.06.2010 16.06.2010 3,00 % 2,9 % 3.429.477

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GESELLSCHAFT SITZ MIT-

TEILUNG AM
ZEIT-

PUNKT ZUM
% SCHWELLE ÜBER- BZW. UNTER-

SCHRITTEN
ANTEIL-

BESITZ IN % NACHHER
STIMM-

RECHTE
Fidelity Management & Research Company2 Boston, Massachusetts, USA 22.06.2010 16.06.2010 3,00 % 2,82 % 3.335.977
JPMorgan Asset Management (UK) Limited2 ,5 London, UK 08.11.2010 03.11.2010 3,00 % 2,870 % 3.386.401
J.P. Morgan Investment Management Inc.2 ,5 New York, USA 08.11.2010 03.11.2010 3,00 % 2,870 % 3.386.401
JPMorgan Asset Management (Taiwan) Limited2 ,5 Taipei, Taiwan 08.11.2010 03.11.2010 3,00 % 2,870 % 3.386.401
Standard Life Investment Limited2 Edinburgh, UK 15.11.2010 10.11.2010 3,00 % 3,073 % 3.631.647
MG Investment Management Limited1 London, UK 04.02.2011 01.02.2011 10,00 % 10,02 % 11.843.270
M&G Limited1 London, UK 04.02.2011 01.02.2011 10,00 % 10,02 % 11.843.270
M&G Group Limited1 London, UK 04.02.2011 01.02.2011 10,00 % 10,02 % 11.843.270
Prudential plc1 London, UK 04.02.2011 01.02.2011 10,00 % 10,02 % 11.843.270
M&G Securities Limited2 London, UK 09.02.2011 07.02.2011 10,00 % 10,01 % 11.833.646
Ameriprise Financial Inc.3 ,4 Minneapolis, USA 15.02.2011 10.02.2011 3,00 % 3,07 % 3.623.754
Schroders plc1 London, UK 10.03.2011 09.03.2011 3,00 % 3,099 % 3.661.854
Schroder Administration Limited1 London, UK 10.03.2011 09.03.2011 3,00 % 3,099 % 3.661.854
Schroder Investment Management Limited2 London, UK 10.03.2011 09.03.2011 3,00 % 3,08 % 3.639.244
Mondrian Investment Partners Limited2 London, UK 25.07.2011 22.07.2011 3,00 % 3,15 % 3.727.760
MIPL Holdings Limited1 London, UK 27.07.2011 22.07.2011 3,00 % 3,15 % 3.727.760
MI PL Group Limited1 London, UK 27.07.2011 22.07.2011 3,00 % 3,15 % 3.727.760
Atlantic Value General Partner Limited1 London, UK 27.07.2011 22.07.2011 3,00 % 3,15 % 3.727.760
Altantic Value Investment Partnership LP1 Wilmington, USA 27.07.2011 22.07.2011 3,00 % 3,15 % 3.727.760
BlackRock Inc.1 New York, USA 31.08.2011 25.08.2011 3,00 % 3,15 % 3.722.939
BlackRock Financial Management Inc.1 New York, USA 31.08.2011 25.08.2011 3,00 % 3,14 % 3.715.465
BlackRock Holdco 2, Inc.1 Wilmington, USA 31.08.2011 25.08.2011 3,00 % 3,14 % 3.715.465
FIL Limited2 Hamilton, Bermuda 15.09.2011 13.09.2011 3,00 % 2,990 % 3.534.523
FIL Investments International2 Kent, UK 15.09.2011 13.09.2011 3,00 % 2,990 % 3.534.523
FIL Holdings Limited1 Kent, UK 15.09.2011 13.09.2011 3,00 % 2,990 % 3.534.523
Jahr GmbH4 Hamburg, Deutschland 30.01.2012 27.01.2012 3,00 % 3,050 % 3.600.000
Jahr Holding GmbH & Co. KG4 Hamburg, Deutschland 30.01.2012 27.01.2012 3,00 % 3,050 % 3.600.000
Jahr Assetmanagement GmbH4 Hamburg, Deutschland 30.01.2012 27.01.2012 3,00 % 3,050 % 3.600.001
Threadneedle Asset Management Limited2 London, UK 10.02.2012 07.02.2012 3,00 % 2,996 % 3.540.276
Threadneedle Asset Management Holdings Limited1 London, UK 10.02.2012 07.02.2012 3,00 % 2,996 % 3.540.276
Threadneedle Asset Management Holdings SARL1 Luxemburg, Luxemburg 10.02.2012 07.02.2012 3,00 % 2,990 % 3.535.299

1 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V. m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet

2 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet

3 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 und Satz 2 und 3 WpHG zugerechnet

4 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet

5 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet

49 | Befreiung von der Aufstellung eines Jahresabschlusses nach § 264 Abs.3 HGB

Die DrinkStar GmbH, die Tesium GmbH und die Symotion GmbH werden in den Konzernabschluss nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der Symrise AG einbezogen und nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung der Jahresabschlüsse in Anspruch.

50 | Corporate Governance

Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ist für 2011 abgegeben und den Aktionären auf unserer Website www.symrise.com dauerhaft zugänglich gemacht worden.

Holzminden, den 16. Februar 2012

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Achim Daub

Hans Holger Gliewe

Bernd Hirsch

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Holzminden, den 16. Februar 2012

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Achim Daub

Hans Holger Gliewe

Bernd Hirsch

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Symrise AG, Holzminden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 22. Februar 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Bartels-Hetzler, Wirtschaftsprüfer

Dr. Thümler, Wirtschaftsprüfer

CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT

EINLEITUNG

Die Corporate Governance bei Symrise orientiert sich am Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), der sich als Leitlinie und Maßstab guter Unternehmensführung in Deutschland etabliert hat. Wir sind heute mehr denn je überzeugt, dass eine gute Corporate Governance für den Erfolg eines Unternehmens Voraussetzung und unabdingbare Grundlage ist. Dieser Erfolg beruht ganz besonders auf dem uns von unseren Geschäftspartnern, den Finanzmärkten, Anlegern, Mitarbeitern und der interessierten Öffentlichkeit entgegengebrachten Vertrauen. Dieses Vertrauen zu bestätigen und weiter zu verstärken, ist vorrangiges Ziel bei Symrise. Um dieses Ziel erreichen zu können, bedarf es einer verantwortungsbewussten und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteten Führung und Kontrolle unseres Unternehmens.

Symrise gestaltet die Corporate Governance im Unternehmen entsprechend den Empfehlungen und Anregungen des DCGK. Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG haben am 7. Dezember 2011 eine neue Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut: "Vorstand und Aufsichtsrat der Symrise AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz: Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 26. Mai 2010 entsprochen und wird dies bis einschließlich zum 31. Oktober 2012 auch künftig tun. Mit Wirkung vom 1. November 2012 an wird die Gesellschaft im Falle des Dienstvertrags des Vorstandsvorsitzenden bis einschließlich zum 31. Oktober 2014 von der 23. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 26. Mai 2010 in folgendem Punkt abweichen: Die Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") können für den Vorsitzenden des Vorstands ab dem 1. November 2012 bis einschließlich zum 31. Oktober 2014 150 % des Abfindungs-Caps übersteigen und bis zu 250 % des Abfindungs-Caps betragen. Ab dem 1. November 2014 wird die Gesellschaft dann wieder der 23. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 26. Mai 2010 entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat vertreten die Position, dass in dem Fall, in dem sich ein Mitglied des Vorstands für die gesetzlich maximal zulässige Laufzeit von fünf Jahren freiwillig an das Unternehmen bindet, eine laufzeitadäquate Absicherung der Vergütung für den Fall eines näher definierten Kontrollwechsels im Rahmen einer Übernahme ("Change of Control") angemessen ist. Damit trägt die Gesellschaft dafür Sorge, dass die Umsetzung der verabschiedeten und langfristig ausgerichteten Strategie der Gesellschaft durch eine situativ optimale Vorstandsbesetzung abgesichert wird."

Bereits in der Vergangenheit haben wir uns an international und national anerkannten Standards guter und verantwortungsbewusster Unternehmensführung orientiert und werden dies auch in Zukunft tun. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2011 mehrfach intensiv und über alle Bereiche hinweg mit Themen der Corporate Governance beschäftigt.

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern, die dem Aufsichts-rat gegenüber unverzüglich offen zu legen wären, traten auch im Geschäftsjahr 2011 nicht auf. Berater- und Dienstleistungsverträge oder sonstige Austauschverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden auch im Geschäftsjahr 2011 ausschließlich bei Herrn Horst-Otto Gerberding:

Die Gesellschaft und Herr Horst-Otto Gerberding haben am 4. September 2003, im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Herrn Gerberding als Geschäftsführer der früheren Symrise Holding GmbH, ein "Amended and Restated Service Agreement" abgeschlossen. Gemäß diesem Vertrag hat die Gesellschaft Herrn Gerberding bis zu seinem Tod ein Ruhegeld zu zahlen. Das Ruhegeld beträgt jährlich 100.000 €. Dieser Betrag erhöht sich für jedes Jahr, in welchem Herr Gerberding nach Abschluss der Vereinbarung als Geschäftsführer in den Diensten der Gesellschaft steht, um einen Betrag von 7.500 €. Daneben hat Herr Gerberding Pensionsansprüche gegen die Symrise AG aus einem Anstellungs- und Versorgungsvertrag vom 29. Juli 1983. Die Gesamthöhe der Ansprüche beträgt monatlich 24.358 €.

ZIELE DES AUFSICHTSRATS ZU SEINER ZUSAMMENSETZUNG

Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung vom 14. Dezember 2010 gemäß Ziffer 5.4.1 Satz 2 des DCCK in der aktuellen Fassung vom 26. Mai 2010 konkrete Ziele gesetzt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation (i) die internationale Tätigkeit des Unternehmens, (ii) potenzielle Interessenskonflikte, (iii) eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und (iv) Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sehen insbesondere auch eine angemessene Beteiligung von Frauen vor.

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG mit insgesamt zwölf Mitgliedern gehören derzeit sieben unabhängige Mitglieder und mit Frau Prof. Dr. Pfeifer, Frau Jarke und Frau Hufnagel auch drei Frauen an. Im Hinblick auf seine zukünftige Zusammensetzung strebt der Aufsichtsrat an, dass ein Frauenanteil von einem Sechstel auch in Zukunft nicht unterschritten wird. Der Aufsichtsrat hält diese Quote für einen angemessenen Frauenanteil und orientiert sich dabei am Frauenanteil unter den konzernweiten Führungskräften, der zum Ende des letzten Geschäftsjahres ebenfalls ein Sechstel betrug. Auch in der Zukunft sollen im Regelfall wenigstens sieben unabhängige Mitglieder im Aufsichtsrat vertreten sein. Weiter wird angestrebt, dass auch der Anteil an Mitgliedern im Aufsichtsrat, die das Kriterium Internationalität verkörpern, einen Anteil von einem Sechstel nicht unterschreiten soll. Die Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds endet in jedem Fall mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, die auf die Vollendung des 70. Lebensjahres folgt. Alle diese Ziele sind derzeit erfüllt. Auch bei zukünftigen Wahlvorschlägen wird zu beachten sein, dass die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele weiterhin erfüllt bleiben.

TRANSPARENZ

Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Symrise AG sowie bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Symrise Aktien und sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offen legen. Diese Offenlegungspflicht besteht dann, wenn der Wert der getätigten Geschäfte, die eine zum vorstehend genannten Personenkreis gehörige Person tätigt, die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt.

Alle der Symrise AG bis zum 31. Dezember 2011 zugegangenen Meldungen sind auf unserer Internetseite unter www.symrise.com> de> investor-relations> corporate-governance> directors-dealings veröffentlicht. Dort finden sich die seit dem Börsengang im Dezember 2006 abgegebenen Meldungen, auch soweit sie zwischenzeitlich aus Vorstand und Aufsichtsrat ausgeschiedene Personen betreffen.

Der direkte oder indirekte Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Symrise AG betrug zum 31. Dezember 2011 mehr als 1 %. Von den insgesamt von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gehaltenen 6,157 % Aktien der Symrise AG entfielen auf Mitglieder des Aufsichtsrats 6,010 % und auf Mitglieder des Vorstands 0,147%.

Eine Übersicht über die Mandate der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder außerhalb des Symrise Konzerns findet sich auf Seite 168/169 dieses Geschäftsberichts.

Ein Bericht über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen findet sich auf Seite 148 dieses Geschäftsberichts.

VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT*

VERGÜTUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands erfolgt auf der Grundlage von § 87 Aktiengesetz. Danach legt der Aufsichtsrat die Vergütung fest. Diese umfasst feste und variable Bestandteile sowie Sachbezüge. Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats hat sich in seiner Sitzung am 2. März 2011 im Schwerpunkt mit der Erreichung der Ziele der Vorstandsmitglieder bezogen auf das Jahr 2010 befasst und die entsprechenden variablen Bezüge festgesetzt. In seiner Sitzung am 7. Juli 2011 sowie am 3. August 2011 wurden die Gehälter der Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Bernd Hirsch und Hans Holger Gliewe überprüft und durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 7. Dezember 2011 angepasst.

Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Der variable Anteil an der Gesamtvergütung bestand im Jahr 2011 aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung der Unternehmensziele abhängig war. Für die Bemessung der Auszahlung wurde das EBIT der Symrise Gruppe als betriebswirtschaftliche Kenngröße des Konzerns beziehungsweise seiner Geschäftsbereiche verwendet. Die Zielvorgaben, nach denen sich der variable Anteil der Gesamtvergütung bemisst, wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2011 durch den Aufsichtsrat festgelegt und in Zielvereinbarungen mit den einzelnen Mitgliedern des Vorstands auf Basis der verabschiedeten Unternehmensziele vereinbart. Der Jahresbonus wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2011 im Folgejahr 2012 ausgezahlt.

* Dieser Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts.

Neben der Grundvergütung und dem Jahresbonus besteht ein langfristiger Incentive-Plan für den Vorstand, der im Januar 2009 allen damaligen Vorstandsmitgliedern angeboten wurde und bis Dezember 2011 lief. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Mitgliedern des Vorstands weitere Incentive-Pläne für den Zeitraum 2010 bis 2012 sowie für 2011 bis 2013 angeboten. Alle Pläne sind als Performance Cash Plan ausgestaltet. Die Pläne aus den Jahren 2009 und 2010 orientieren sich in ihren Leistungskomponenten an dem absoluten Aktienkurs und der mittelfristigen Wertentwicklung des Unternehmens. Beide Pläne einschließlich der Leistungskriterien sind im Aufsichtsrat und seinen Gremien diskutiert und beschlossen worden.

Wie im vergangenen Jahr bereits berichtet, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 4. Dezember 2010 ein neues LTIP-Konzept verabschiedet und 2011 für die Performanceperiode 2011 bis 2013 allen Vorstandsmitgliedern angeboten.

Das neue LTIP-Konzept ersetzt die Aktienkursentwicklung als eine Kennziffer des LTIP durch einen aktienbasierten Index. Dieser Index ist aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie der Zulieferunternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie gebildet worden. Kennziffer zur Leistungsmessung ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Unterhalb des 40ten Percentile Rank wird kein Bonus ausgezahlt. Der maximal erreichbare Bonuswert, also der sogenannte Cap, entspricht dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung. Damit ist der Cap bei 200 % erreicht. Bei Herrn Dr. Bertram beträgt der LTIP-Bonus bei 100 % Zielerreichung 560.000 €, bei Herrn Daub 343.000 €, bei Herrn Gliewe 300.000 € und bei Herrn Hirsch 325.000 €. Es handelt sich um nicht aktienbasierte Bezüge. Die Tätigkeit gilt erst bei vollständigem Eintritt aller Bedingungen mit Auslaufen des LTIP Ende 2013 als erbracht.

Für die LTIP-Programme 2009-2011, 2010-2012 und 2011-2013 wurden für Herrn Dr. Bertram zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 930.344 € (Vorjahr: 268.144 €) (Aufwand 2011: 662.200 €) sowie für Herrn Daub in Höhe von 693.712 € (Vorjahr: 204.385 €) (Aufwand 2011: 489.327 €) gebildet.

Für die LTIP-Programme 2010-2012 und 2011-2013 wurden für Herrn Gliewe zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 126.745 € (Vorjahr: 18.763 €) (Aufwand 2011: 107.982 €) sowie für Herrn Hirsch in Höhe von 121.082 € (Vorjahr: 16.073 €) (Aufwand 2011: 105.009 €) gebildet.

Die Gesamtbezüge sind in der nachfolgenden Übersicht individualisiert dargestellt.

VORSTANDSBEZÜGE 2011

scroll

IN € FESTVER-

GÜTUNG
SACH-

BEZÜGE *
VARIABLE VERGÜTUNG ** SUMME DIREKT GELEIS-

TETER VERGÜ-

TUNG
ZEIT-

WERT DES JEWEI-

LIGEN LTIP IM ZEIT-

PUNKT SEINER GEWÄH-

RUNG
GESAMT-

BEZÜGE NACH § 314 ABS. 1 NR. 6A HGB
Dr. Heinz-Jürgen Bertram 560.000 8.370 465.500 1.033.870 0 1.033.870
2010 530.834 8.471 628.192 1.167.497 129.059 1.296.556
Achim Daub 400.000 6.833 380.000 786.833 0 786.833
2010 400.000 6.762 506.400 913.162 98.372 1.011.534
Hans Holger Gliewe 350.000 5.363 330.050 685.413 0 685.413
2010 350.000 0 471.800 821.800 86.039 907.839
Bernd Hirsch 350.000 10.050 320.125 680.175 0 680.175
2010 308.334 9.155 385.204 702.693 73.707 776.400

* Sachbezüge beinhalten sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zur Gruppenunfallversicherun,

** Variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht

VERLÄNGERUNG DER VORSTANDSVERTRÄGE

Die derzeitigen Vor Standsverträge der Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch laufen im 4. Quartal 2012 zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus. Der Aufsichtsrat hat daher in seiner Sitzung vom 7. Dezember 2011 beschlossen, Herrn Dr. Bertram als Vorstandsvorsitzendem einen Folgevertrag über fünf Jahre sowie den Herren Gliewe und Hirsch in ihrer jeweiligen Ressortfunktion einen Folgevertrag über drei Jahre anzubieten. Die Vorstandsverträge wurden dementsprechend unterzeichnet.

Die allgemeinen Vertragsbedingungen in den Verträgen sind für alle Vorstandsmitglieder gleich und entsprechen dem heutigen Standard mit Ausnahme der sogenannten Change of Control-Regelung, die untenstehend dargestellt wird.

ALTERSVERSORGUNG

Alle Vorstandsmitglieder haben das Recht, im Rahmen einer Gehaltsumwandlung Altersversorgungsansprüche aufzubauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2011 haben die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe sowie Bernd Hirsch im Rahmen einer Gehaltsumwandlung Altersversorgungsansprüche aufgebaut. Im Jahr 2011 ergaben sich Zuführungen zu den Rückstellungen aus umgewandeltem Gehalt sowie Zinsaufwand für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 80.002 € (Vorjahr: 96.725 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 80.781 € (Vorjahr: 61.567 €) und für Herrn Hirsch in Höhe von 57.416 € (Vorjahr: 51.037 €).

Lediglich für die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram und Hans Holger Gliewe besteht aufgrund ihres vorherigen Arbeitsverhältnisses eine Altersversorgungszusage, die allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurde. Für diese Versorgungszusagen wurden bei Herrn Dr. Bertram aufgrund versicherungsmathematischer Parameter 38.791 € und bei Herrn Gliewe 45.499 € den Rückstellungen zugeführt.

Die auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallenden Aufwendungen für Pensionszusagen sind in der nachstehenden Obersicht dargestellt.

PENSIONSZUSAGEN 2011

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IN € ZUFÜHRUNG ZUR PENSIONS-

RÜCKSTELLUNG AUS ALTERS-

VERSORGUNGS-

ZUSAGEN
DAVON ARBEIT-

NEHMER-

EIGEN-

LEISTUNG DURCH GEHALTS-

UMWANDLUNG
BARWERT DER PENSIONS-

ZUSAGE GESAMT
Dr. Heinz-Jürgen Bertram 118.793 46.750 715.874
2010 145.961 46.750 597.081
Achim Daub 0 0 0
2010 0 0 0
Hans Holger Gliewe 64.713 6.750 475.319
2010 83.938 6.750 410.606
Bernd Hirsch 57.416 36.750 108.489
2010 51.073 36.750 51.073

CHANGE OF CONTROL

Die Anstellungsverträge, die allen derzeitigen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsmitglieds im Falle eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor, das innerhalb von sechs Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels auszuüben ist. Macht ein Vorstandsmitglied von diesem Recht Gebrauch, erhält er die Restlaufzeit seines Vertrags ausbezahlt. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei auf 150 % des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.

In seiner Sitzung vom 7. Dezember 2011 hat der Aufsichtsrat für die neu abgeschlossenen Anstellungsverträge für Symrise Vorstandsmitglieder eine erweiterte Change of Control-Regelung beschlossen.

Diese sieht für die Herren Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch aufgrund ihrer dreijährigen Vertragslaufzeit vor, dass im Falle eines Kontrollwechsels und kumuliert einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat das Vorstandsmitglied die Restlaufzeit seines Vertrags abgegolten bekommt, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen dabei die durch den Deutschen Corporate Governance Kodex vorgeschlagene Abfindungshöhe von drei Jahresbezügen nicht überschreiten.

Bei Herrn Dr. Heinz-Jürgen Bertram ist vorgesehen, dass er die Restlaufzeit seines Vertrags (Gesamtlaufzeit fünf Jahre) ausbezahlt bekommt, mindestens jedoch drei Jahresgehälter als Abfindung. Eine Begrenzung aus Abgeltung und Abfindung auf maximal drei Jahresbezüge ist nicht vorgesehen. Insofern kann die Auszahlung je nach Zeitpunkt des Eintritts des Kontrollwechsels bis zu fünf Jahresbezüge betragen.

Ferner enthalten die Long Term Incentive Programme der Jahre 2010 und 2011 eine Sonderklausel für einen möglichen Kontrollwechsel. Hier ist eine Auszahlung auf der Basis einer Zielerreichung von 100 % für den Fall vorgesehen, dass ein Kontrollwechsel stattfindet und ein Mitglied des Vorstands aufgrund dessen von seinem Vorstandsamt abberufen wird. Das bedeutet, dass alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen Long Term Incentive Programme auf der Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt werden.

VORZEITIGE BEENDIGUNG UND ZEITLICHES AUSLAUFEN DER DIENSTVERTRÄGE

Abgesehen von den vorstehend beschriebenen Sonderregeln bei Kontrollwechsel enthalten die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder keine besonderen Vergütungen bei vorzeitigem Widerruf der Bestellung als Vorstandsmitglied. In einem solchen Falle erhält das jeweilige Vorstandsmitglied ausschließlich sein Festgehalt für die Vertragsdauer weitergezahlt. Ein Anspruch auf Bonuszahlungen für das betreffende Geschäftsjahr besteht nicht.

Lediglich bei Herrn Hans Holger Gliewe besteht aufgrund seiner seit dem 1. August 1980 bestehenden Betriebszugehörigkeit die Abrede, dass im Falle der Beendigung seines Vorstandsvertrags aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, sein der Organbestellung vorausgegangenes Arbeitsverhältnis wieder auflebt.

Mit den Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart worden. Als Entschädigung hierfür erhält das jeweilige Vorstandsmitglied 50 % seines vertraglich vereinbarten, festen Basisgehalts.

Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen.

VERGÜTUNGSSTRUKTUR AUFSICHTSRAT

Die Vergütung des Aufsichtsrats enthält neben einer Grundvergütung ebenfalls eine variable Komponente, die das Unternehmensergebnis je Aktie angemessen berücksichtigt. Die Grundvergütung beträgt für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einheitlich 20.000 €. Wenn das Unternehmensergebnis je Aktie mindestens 0,15 € beträgt, erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats jeweils 200 € für je 0,01 € Unternehmensergebnis je Aktie. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte sowohl der Grund- als auch der variablen Vergütung. Der stellvertretende Vorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieser beiden Vergütungsbestandteile. Die variable Vergütungskomponente ist der Höhe nach begrenzt: für einfache Mitglieder des Aufsichtsrats auf 40.000 €, für den stellvertretenden Vorsitzenden auf 60.000 € und für den Vorsitzenden auf 80.000 €.

Ausschussvorsitzende erhalten für jeden Vorsitz eine zusätzliche jährliche Festvergütung von 10.000€. Stellvertretende Ausschussvorsitzende erhalten zusätzlich jährlich 5.000 € und einfache Ausschussmitglieder zusätzlich pro Jahr 2.500 €. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für Sitzungen des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € pro Sitzung, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag.

Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

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IN € VERGÜ-

TUNG BIS 31.12.
VERGÜ-

TUNG FÜR ERGEBNIS JE AKTIE PER 31.12.
AUS-

SCHÜSSE PER 31.12.
SITZUNGEN ZU ZAHLEN PER 31.12.2011
Andreas Schmid Vorsitzender (bis 18.05.2011) 15.222,00 18.876,00 12.368,00 5.500,00 51.966,00
Dr. Thomas Rabe Von Vorsitzender (ab 18.05.2011) 32.389,00 40.162,00 23.938,00 14.000,00 110.489,00
Horst-Otto Gerberding 20.000,00 24.800,00 5.000,00 12.500,00 62.300,00
Sanna Suvanto-Harsaae (bis 18.05.2011) 7.611,00 9.438,00 2.854,00 4.000,00 23.903,00
Dr. Michael Becker (ab 18.05 2011) 12.389,00 15.362,00 6.194,00 5.500,00 39.445,00
Prof. Dr. Andrea Pfeifer (ab 18.05.2011) 12.389,00 15.362,00 1.549,00 4.000,00 33.300,00
Dr. Peter Grafoner 20.000,00 24.800,00 4.569,00 13.500,00 62.869,00
Dr. Hans-Heinrich Gürtler 20.000,00 24.800,00 2.070,00 10.500,00 57.370,00
Dr. Helmut Frieden (bis 18.05.2011) 7.611,00 9.438,00 0,00 2.000,00 19.049,00
Christiane Jarke (ab 18.05.2011) 12.389,00 15.362,00 1.549,00 5.500,00 34.800,00
Karl-Heinz Huchthausen stellvertr. Vorsitzender 30.000,00 37.200,00 6.549,00 10.000,00 83.749,00
Regina Hufnagel 20.000,00 24.800,00 5.000,00 8.500,00 58.300,00
Helmut Tacke 20.000,00 24.800,00 0,00 6.000,00 50.800,00
Peter Winkelmann (bis 18.05.2011) 7.611,00 9.438,00 951,00 5.000,00 23.000,00
Gerd Lösing (ab 18.05.2011) 12.389,00 15.362,00 0,00 4.000,00 31.751,00
Francesco Grioli 20.000,00 24.800,00 1.549,00 7.500,00 53.849,00
270.000,00 334.800,00 74.140,00 118.000,00 796.940,00

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IN € ZU ZAHLEN PER 31.12.2010
Andreas Schmid Vors Vorsitzender (bis 18.05.2011) 131.200,00
Dr. Thomas Rabe Von Vorsitzender (bis 18.05.2011) 63.100,00
Horst-Otto Gerberding 58.600,00
Sanna Suvanto-Harsaae (bis 18.05.2011) 61.100,00
Dr. Michael Becker (ab 18.05 2011 0,00
Prof. Dr. Andrea Pfeifer (ab 18.05.2011) 0,00
Dr. Peter Grafoner 56.600,00
Dr. Hans-Heinrich Gürtler 50.600,00
Dr. Helmut Frieden (bis 18.05.2011 50.600,00
Christiane Jarke (ab 18.05.2011) 0,00
Karl-Heinz Huchthausen stellvertr. Vorsitzender 79.900,00
Regina Hufnagel 58.600,00
Helmut Tacke 50.600,00
Peter Winkelmann (bis 18.05.2011) 57.600,00
Gerd Lösing (ab 18.05.2011) 0,00
Francesco Grioli 50.600,00
769.100,00

Ergebnis je Aktie: 1,24-6

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 AktG abgeschlossen. In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D&O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt vereinbart worden.

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre der Symrise AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Symrise AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben beziehungsweise die Stimmrechtsvertreter der Symrise AG per Internet zu beauftragen. Weisungen zur Stimmrechtsausübung an diese Stimmrechtsvertreter können vor und während der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 bis zum Ende der Generaldebatte erteilt werden. Eine Weisungserteilung über elektronische Medien ist bis zum Abend des 14. Mai 2012 um 18:00 Uhr möglich. Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der Symrise AG in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt.

Wir wollen unsere Aktionäre vor und während der Hauptversammlung zügig, umfassend und effektiv informieren und ihnen die Ausübung ihrer Rechte erleichtern. Bereits im Vorfeld einer Hauptversammlung werden die Aktionäre durch den auch auf unserer Internetseite verfügbaren Geschäftsbericht und die Einladung zur Hauptversammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die einzelnen Tagesordnungspunkte der anstehenden Hauptversammlung informiert. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung sowie der Geschäftsbericht sind auch auf unserer Internetseite verfügbar.

Das Anmelde- und Legitimationsverfahren zur Hauptversammlung ist einfach und stellt auf den 21. Tag vor der Hauptversammlung ab. Damit gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation der Aktionäre.

Im Anschluss an die Hauptversammlung veröffentlichen wir außerdem die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf unserer Internetseite.

INFORMATIONSSERVICE FÜR UNSERE A KTIONÄRE

Unsere Unternehmenskommunikation verfolgt den Anspruch, größtmögliche Transparenz und Chancengleichheit durch zeitnahe und gleichberechtigte Information aller Zielgruppen zu gewährleisten. Alle wesentlichen Presse- und Kapitalmarktmitteilungen der Symrise AG werden, auch auf der Internetseite der Gesellschaft, in deutscher und englischer Sprache publiziert. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat finden sich ebenso auf unserer Internetseite wie Jahres- und Konzernabschlüsse, Quartalsergebnisse, Jahres- und Halbjahresfinanzberichte.

Wir informieren unsere Aktionäre, Analysten, Aktionärsvereinigungen und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig über alle wesentlichen wiederkehrenden Termine mittels eines Finanzkalenders. Dieser wird im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Regelmäßige Treffen mit Analysten und institutionellen Anlegern finden im Rahmen unserer Investor Relations-Aktivitäten statt. Hierzu gehört eine jährliche Analystenkonferenz ebenso wie anlässlich der Veröffentlichung von Halbjahresfinanzberichten und Quartalsberichten durchgeführte Telefonkonferenzen für Analysten und Investoren.

Die wichtigsten Präsentationen, die wir für diese Veranstaltungen, für die Hauptversammlung, aber auch für Roadshows und Investorenkonferenzen vorbereiten, können im Internet eingesehen werden. Auch die Orte und Termine von Roadshows und Anlegerkonferenzen sind für alle Interessierten auf unserer Internetseite unter www.symrise.com> de> investor-relations> praesentationen abrufbar.

RISIKOMANAGEMENT

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken jeder Art ist für den Erfolg eines Unternehmens von elementarer Bedeutung. Ein umfassendes Risikomanagementsystem gehört daher zwingend zu einer angemessenen Corporate Governance. Der Vorstand stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im gesamten Konzern sicher. Es wird permanent weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Bislang fand zweimal im Jahr eine konzernweite Erhebung und Klassifizierung möglicher Risiken statt. Ab dem Jahr 2012 erfolgt die konzernweite Erhebung und Klassifizierung möglicher Risiken auf elektronischem Wege kontinuierlich. Damit ist die Risikoposition des Konzerns immer aktuell verfügbar.

Das Risikomanagement bei Symrise, seine Sicherheitsmechanismen, interne Richtlinien und Kontrollinstrumente werden unangekündigt durch die interne Konzernrevision geprüft. Hierbei identifizierte Risiken werden unverzüglich dem Vorstand zur Kenntnis gebracht.

Das Risikofrüherkennungssystem nach § 91, Absatz 2, AktG wird von den Abschlussprüfern im In- und Ausland geprüft.

Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich neben der Abschlussprüfung und der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses auch regelmäßig mit der Prüfung und Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Hierzu gehören beispielsweise regelmäßige Berichte der Innenrevision und des Compliance-Beauftragten von Symrise.

Durch dieses Ineinandergreifen verschiedener Mechanismen können Risiken frühzeitig erkannt und bewertet werden. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung werden Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss vom Vorstand regelmäßig mittels eines eigenen Risikoberichts unterrichtet. Bereits in diesem frühen Stadium werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen und umgesetzt, um eine Beseitigung der identifizierten Risiken herbeizuführen. Auch die Umsetzung dieser eingeleiteten Maßnahmen wird von der Innenrevision überprüft und der erreichte Erfolg einer kritischen Würdigung unterzogen. Risikopositionen können so kontrolliert und notwendige Maßnahmen zur Risikoverringerung eingeleitet werden. Hierfür werden konkrete Verantwortlichkeiten zugeordnet und mittels einer Erfolgskontrolle nachgehalten.

UNSER ABSCHLUSSPRÜFER: KPMG

Auch im Geschäftsjahr 2011 erfolgte die Rechnungslegung hinsichtlich des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte bei Symrise auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Einzelabschluss der Symrise AG wird nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Wie bereits im Jahr 2010 wurde auch 2011 der Jahresabschluss der Symrise AG nebst Lagebericht und der Konzernabschluss der Symrise AG nebst Konzernlagebericht von unserem Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Mit diesem Prüfer ist vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich zu unterrichten ist, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Unser Abschlussprüfer wird über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich an Vorstand und Aufsichtsrat berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS DER SYMRISE AG

Sehr geehrte Aktionäre,

nach einem starken Auftaktquartal hat die Dynamik der wirtschaftlichen Erholung im weiteren Jahresverlauf 2011 kontinuierlich nachgelassen. Hierzu haben neben der Naturkatastrophe in Japan insbesondere politische Unruhen in einigen Ländern des Mittleren Ostens und Nordafrikas sowie die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum beigetragen. Gleichzeitig stiegen vor allem die Rohstoffpreise im Jahresverlauf deutlich an. Die Staatsschuldenkrise etlicher Euro-Länder führte durch die damit einhergehenden Sparzwänge in den betroffenen Ländern zu einer Absenkung der für die Jahre 2012 und 2013 erwarteten Wachstumsraten. Für Symrise lagen die besonderen Herausforderungen im Jahr 2011 angesichts eines zunehmend vorsichtigeren Orderverhaltens wichtiger Kunden und hoher Rohstoffpreise vor allem auf der Stärkung der Margen durch hohes Kostenbewusstsein und der Steigerung der Effizienz.

Im nachfolgenden Bericht möchte ich Sie über die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats in diesem herausfordernden Umfeld informieren. Auch im Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen wiederum zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Diskussion und Entscheidung an.

Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns umfassend erörtert und abgestimmt. Wie bereits in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren, haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2011 eine eigene Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens abgehalten.

Wir haben sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Hierzu zählten vor allem die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, laufende und geplante Investitionen, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und -planung, die Risikosituation und das Risikomanagement sowie das Compliance-Programm. Ober Angelegenheiten, die nach Gesetz oder Satzung zustimmungspflichtig sind, hat uns der Vorstand frühzeitig unterrichtet und uns diese rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu diesen Beschlussvorschlägen und den Berichten des Vorstands haben wir, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch schriftlich oder telefonisch.

Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden uns vom Vorstand monatlich berichtet. Soweit es zu Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planungen und Zielen kam, haben wir ausführliche Erläuterungen in schriftlicher und mündlicher Form erhalten, sodass wir mit dem Vorstand über die Gründe für die Abweichungen und zielführende Korrekturmaßnahmen diskutieren konnten.

Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand in engem und kontinuierlichem Kontakt. Die nachlassende gesamtwirtschaftliche Wachstumsdynamik und daraus für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehende Schlussfolgerungen sowie der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der beiden Geschäftsbereiche waren wiederholt Gegenstand unserer Gespräche mit dem Vorstand.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2011 nicht aufgetreten.

DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, haben wir in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz. Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen, sodass der Aufsichtsrat immer über eine umfassende Informationsbasis für seine Beratungen verfügte.

Der Personalausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört hierzu. Der Personalausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vor Standsvergütungssystems sowie mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Personalausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Dem Personalausschuss gehören zurzeit sechs Mitglieder an, von denen jeweils drei Mitglieder durch die Anteilseignervertreter und drei Mitglieder von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt werden. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Frau Regina Hufnagel, Frau Christiane Jarke, Herr Horst-Otto Gerberding, Herr Dr. Hans-Heinrich Gürtler und Herr Karl-Heinz Huchthausen. Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2011 dreimal. Sämtliche Mitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen. Den Schwerpunkt der Ausschussarbeit bildeten im Geschäftsjahr 2011 die Beratungen hinsichtlich der 2012 auslaufenden Verträge der Vorstandsmitglieder Dr. Bertram, Gliewe und Hirsch.

Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem sowie der Abschlussprüfung. Daneben zählt die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Compliance-Office und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit fünf Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und zwei Mitglieder von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Herr Dr. Michael Becker (Vorsitzender), Herr Dr. Peter Grafoner, Herr Francesco Grioli, Herr Karl-Heinz Huchthausen und Herr Dr. Thomas Rabe. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2011 fünfmal. Ein Mitglied des Prüfungsausschusses konnte an einer Sitzung nicht teilnehmen. Ein anderes Mitglied des Prüfungsausschusses konnte an zwei Sitzungen nicht teilnehmen. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen regelmäßig der Finanzvorstand und im Bedarfsfall der Abschlussprüfer, der Vorstandsvorsitzende und weitere Gäste zu einzelnen Tagesordnungspunkten teil. Der Prüfungsausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers sowie mit der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und des Compliance-Programms. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung beziehungsweise der prüferischen Durchsicht der Zwischenabschlüsse ergeben haben.

Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorbereitet, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, erneut zum Abschlussprüfer zu wählen. Ferner hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für einen risikoorientierten Prüfungsansatz und legte einzelne Prüfungsschwerpunkte sowie das Honorar für den Abschlussprüfer fest.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören zurzeit mit Herrn Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Frau Regina Hufnagel, Herrn Dr. Peter Grafoner und Herrn Karl-Heinz Huchthausen vier Mitglieder an. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 nicht einberufen werden.

Der Nominierungsausschuss wird gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex ausschließlich von Vertretern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gebildet. Er hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter zur Wahl durch die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dem Nominierungsausschuss gehören zurzeit die drei Mitglieder Herr Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer und Herr Horst-Otto Gerberding an. Der Nominierungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 viermal.

THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM

Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit und Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die Auswirkungen der politischen Umwälzungen in Nordafrika, die hohen Rohstoffkosten sowie die Euro-Schuldenkrise auf Symrise, die vom Vorstand vor diesem Hintergrund ergriffenen und für die Zukunft zu ergreifenden Maßnahmen. Gegenstand regelmäßiger Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Unternehmens und seiner beiden Geschäftsbereiche in den jeweiligen Regionen unter den dort gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanz- und Liquiditätslage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und deren Entwicklung gemessen an den Planzielen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 sechs ordentliche Sitzungen, davon zwei Schwerpunktsitzungen, abgehalten. Die erste Schwerpunktsitzung befasste sich mit der Strategie des Unternehmens, ihrer Überprüfung angesichts des sich verändernden wirtschaftlichen Umfeldes und dem Stand ihrer Umsetzung, während die Jahresplanung 2012 im Mittelpunkt der zweiten Schwerpunktsitzung stand. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

In unserer Sitzung am 3. März 2011 haben wir uns mit dem Vorstand über die Feststellung des Jahresabschlusses 2010 und die Billigung des Konzernabschlusses 2010, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2011 im Hinblick auf die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals und die Wahlen der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, die Erklärung zur Unternehmensführung, den Corporate Governance-Bericht und verschiedene M&A-Projekte beraten und abgestimmt. An dieser Sitzung hat neben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats auch der Abschlussprüfer teilgenommen.

In unserer Sitzung am 17. Mai 2011 standen vor allem der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2011 und zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011 sowie die bevorstehende Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratungen. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Bei der Sitzung am 18. Mai 2011 handelte es sich um die konstituierende Sitzung, nachdem alle 12 Mitglieder des Aufsichtsrats neu gewählt worden waren, und die Amtszeit der bisherigen Mitglieder beendet war. Themen waren Wahlen und Ausschussbesetzungen. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

In der vierten Sitzung am 3. August 2011 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf des zweiten Quartals und des ersten Halbjahres 2011 und der Aktualisierung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2011, dem Risikobericht sowie dem Bericht des Prüfungsausschusses. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Im Rahmen der Sitzung am 29. September 2011 wurde die Unternehmensstrategie vom Vorstand erläutert und mit dem Aufsichtsrat beraten. Angesichts der sich verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir die Notwendigkeit einer Anpassung der Strategie und den Stand ihrer Umsetzung ausführlich mit dem Vorstand diskutiert. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Die sechste Sitzung am 7. Dezember 2011 stand im Zeichen der Unternehmensplanung für das bevorstehende Geschäftsjahr 2012. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2012 genehmigt. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2011

Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 und der Lagebericht der Symrise AG wurden vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Konzernabschluss der Symrise AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, versah auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Bericht des Abschlussprüfers hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 14. Februar und 7. März 2012 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 7. März 2012 intensiv diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen des Jahres- und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil. Dabei berichteten sie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte uneingeschränkt zur Verfügung.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 7. März 2012 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

CORPORATE GOVERNANCE

Ober die Corporate Governance bei der Symrise AG berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Corporate Governance-Bericht, der in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 155 bis 162 zu finden ist. Dort ist auch der Vergütungsbericht enthalten. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf der Internetseite der Symrise AG unter www.symrise.com> de> investor-relations> corporate-governance> erklaerung-zur-unternehmensfuehrung öffentlich zugänglich gemacht. Die Umsetzung des Kodex haben wir im Aufsichtsrat in der Sitzung am 7. Dezember 2011 intensiv diskutiert. Wir haben die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2011 aufmerksam beobachtet und werden dies auch weiterhin tun. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 7. Dezember 2011 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft und als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht. Die Symrise AG hat ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 26. Mai 2010 entsprochen und wird dies bis einschließlich zum 31. Oktober 2012 auch künftig tun.

Mit Wirkung vom 1. November 2012 an wird die Gesellschaft im Falle des Dienstvertrages des Vorstandsvorsitzenden bis einschließlich 31. Oktober 2014 von der 23. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 26. Mai 2010 in folgendem Punkt abweichen:

Die Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control") können für den Vorsitzenden des Vorstands ab dem 1. November 2012 bis einschließlich 31. Oktober 2014 150 % des Abfindungs-Caps übersteigen und bis zu 250 % des Abfindungs-Caps betragen. Ab dem 1. November 2014 wird die Gesellschaft dann wieder der 23. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 26. Mai 2010 entsprechen.

Vorstand und Aufsichtsrat vertreten die Position, dass in dem Fall, in dem sich ein Mitglied des Vorstands für die gesetzlich maximal zulässige Laufzeit von fünf Jahren freiwillig an das Unternehmen bindet, eine laufzeitadäquate Absicherung der Vergütung für den Fall eines näher definierten Kontrollwechsels im Rahmen einer Übernahme ("Change of Control") angemessen ist. Damit trägt die Gesellschaft dafür Sorge, dass die Umsetzung der verabschiedeten und langfristig ausgerichteten Strategie der Gesellschaft durch eine situativ optimale Vorstandsbesetzung abgesichert wird.

VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Vorstand gab es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen.

Im Jahr 2011 erfolgten turnusgemäß Neuwahlen für den Aufsichtsrat der Symrise AG. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Herr Dr. Michael Becker, Frau Christiane Jarke, Herr Gerd Lösing und Frau Prof. Dr. Andrea Pfeifer. Wieder gewählt wurden die Mitglieder Herr Karl-Heinz Huchthausen, Herr Horst-Otto Gerberding, Herr Dr. Peter Grafoner, Herr Francesco Grioli, Herr Dr. Hans-Heinrich Gürtler, Frau Regina Hufnagel, Herr Dr. Thomas Rabe und Herr Helmut Tacke. Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind Herr Andreas Schmid, Herr Dr. Helmut Frieden, Frau Sanna Suvanto-Harsaae und Herr Peter Winkelmann.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften im In- und Ausland sowie allen Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement und die geleistete Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr 2011. Sie alle haben erneut zu einem für Symrise geschäftlich erfolgreichen Jahr beigetragen.

Holzminden, 7. März 2012

Für den Aufsichtsrat

Dr. Thomas Rabe, Vorsitzender

ORGANE UND MANDATE

VORSTAND

Der Vorstand der Symrise AG besteht aus folgenden Mitgliedern:

DR. HEINZ-JÜRGEN BERTRAM

Vorsitzender des Vorstands

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■ Rockwool A/S, Hedehusene, Dänemark ■ Indevex AB, Storebro, Schweden
(ab 01.05.2011) Mitglied des Aufsichtsrats (ab 25.01.2012) Mitglied des Aufsichtsrats

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ACHIM DAUB BERND HIRSCH HANS HOLGER GLIEWE
Vorstand Scent & Care Vorstand Finanzen Vorstand Flavor & Nutrition

AUFSICHTSRAT

Als Aufsichtsrat der Symrise AG sind gewählt:

DR. THOMAS RABE* (ab 18.05.2011)

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG, Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann AG

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■ Arvato AG, Gütersloh ■ Springer Science + Business Media, ■ Bertelsmann Inc., Wilmington, USA
Vorsitzender des Aufsichtsrats Strassen, Luxemburg Vorsitzender des Aufsichtsrats
■ BMG RM Germany GmbH, Berlin Mitglied des Aufsichtsrats ■ Edmond Israel Foundation,
Vorsitzender des Aufsichtsrats ■ Bertelsmann Capital Luxemburg
■ Druck- und Verlagshaus Investments S.A., Luxemburg Mitglied des Aufsichtsrats
Gruner + Jahr AG, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats ■ RTL Group S.A., Luxemburg
Vorsitzender des Aufsichtsrats ■ Bertelsmann Digital Media Investments S.A., Luxemburg Mitglied des Aufsichtsrats
Mitglied des Aufsichtsrats

ANDREAS SCHMID* (bis 18.05.2011)

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG

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■ Oettinger Imex AG, Basel, Schweiz ■ Flughafen Zürich AG, Zürich, Schweiz ■ Badrutt's Palace Hotel AG,
Präsident und Deligierter Präsident des Verwaltungsrats St. Moritz, Schweiz
des Verwaltungsrats ■ Barry Callebaut AG, Zürich, Schweiz Mitglied des Verwaltungsrats
■ gategroup AG, Zürich, Schweiz Vizepräsident des Verwaltungsrats ■ Wirz Partner Holding AG,
Präsident des Verwaltungsrats ■ Karl Steiner AG, Zürich, Schweiz Zürich, Schweiz
Mitglied des Verwaltungsrats Mitglied des Verwaltungsrats

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KARL-HEINZ HUCHTHAUSEN DR. MICHAEL BECKER * (ab 18.05.2011)
Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der der Symrise AG, Vorsitzender des Betriebsrats und des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG im Ruhestand; bis 31.12.2011 pers. haftender Gesellschafter der Merck KGaA
■ Stadtwerke GmbH, Holzminden ■ Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz
Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Verwaltungsrats

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DR. HELMUT FRIEDEN (bis 18.05.2011) HORST-OTTO GERBERDING *
Corporate Vice President Corporate Compliance der Symrise AG Geschäftsführer der Drago Invest GmbH & Co. KG
DR. PETER GRAFONER * FRANCESCO GRIOLI
Selbstständiger Unternehmensberater Vorstandssekretär der IG BCE - Vorstandsbereich Tarife/Finanzen
■ SKF AB, Göteborg, Schweden
Mitglied des Aufsichtsrats
■ SCANIA Schweiz AG, Kloten, Schweiz
Präsident des Verwaltungsrats
DR. HANS-HEINRICH GÜRTLER * REGINA HUFNAGEL
Geschäftsführer der Vermil Capital GmbH Stellv. Vorsitzende des Betriebsrats und des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG
CHRISTIANE JARKE (ab 18.05.2011) GERD LÖSING (ab 18.05.2011)
Director F&N Strategic Regulatory Affairs EAME der Symrise AG Vice President Quality Control EAME der Symrise AG
PROF. DR. ANDREA PFEIFER * (ab 18.05.2011)
Chief Executive Officer der AC Immune S.A., Lausanne, Schweiz
■ Bio Medlnvest AG, Basel, Schweiz ■ SYGNIS Pharma AG, Heidelberg
Vorsitzende des Board of Directors Mitglied des Aufsichtsrats

SANNA SUVANTO-HARSAAE* (bis 18.05.2011)

Selbstständige Unternehmensberaterin

■ Sunset Boulevard AS, Arhus, Dänemark

Vorsitzende des Aufsichtsrats

■ Babysam AS, Frederikshavn, Dänemark

Vorsitzende des Aufsichtsrats

■ BTX AS, Brande, Dänemark

Vorsitzende des Aufsichtsrats

■ Marketing Clinic AS, Kopenhagen, Dänemark

Vorsitzende des Aufsichtsrats

■ Duni AB, Malmö, Schweden

Mitglied des Aufsichtsrats

■ Jetpak AB, Stockholm, Schweden

Mitglied des Aufsichtsrats

■ Paulig OY/AB, Helsinki, Finnland

Mitglied des Aufsichtsrats

■ Candyking AB, Solna, Schweden

Mitglied des Aufsichtsrats

■ SATS AB, Stockholm, Schweden

Mitglied des Aufsichtsrats

■ Clas Ohlson AB, Insjön, Schweden

Mitglied des Aufsichtsrats

■ Upplands Motor AB, Uppsala, Schweden

Mitglied des Aufsichtsrats

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HELMUT TACKE PETER WINKELMANN (bis 18.05.2011)
Mitglied des Betriebsrats der Symrise AG Leiter des Bezirks Alfeld der IG BCE
■ Sappi Deutschland Holding GmbH, Alfeld
Stellv Vorsitzender des Aufsichtsrats

* Anteilseignervertreter

GLOSSAR

AFF

Aroma Molecules, Flavors & Fragrances

ANTHOCYANE

Wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe

ANTIOXIDANTIEN

Verhindern in Lebensmitteln, Arzneimitteln oder Kunststoffen die Reaktion empfindlicher Moleküle mit Sauerstoff

AROMA

Geruch und/oder Geschmack, der vielfach auf chemischen Verbindungen (Aromastoffen) beruht, die unter anderem zur Klasse der Aromaten gehören können

BIOFUNKTIONALITÄT

Fähigkeit einer Substanz oder eines Produktes, die vorgesehene Funktion in Interaktion mit einem Organismus auszuführen, ohne unerwünschte Effekte auszulösen

BIP

Bruttoinlandsprodukt: Statistische Größe zur Messung der gesamtwirtschaftlichen Leistung (Güter und Dienstleistungen) eines Landes

BRIEFING

Produktausschreibung von Kundenunter nehmen

BLACK-SCHOLES

ist ein finanzmarktmathematisches Modell zur Bewertung von Finanzoptionen

CORE LIST

Verzeichnis der Kernlieferanten; eine Aufnahme in das Verzeichnis ist häufig die Voraussetzung, um an Produktausschreibungen (Briefings) von Kundenunternehmen teilnehmen zu können

COVENANTS

Marktübliche Klauseln oder (Neben-) Abreden in Kreditvereinbarungen

CSR

Corporate Social Responsibility

CASH GENERATING UNIT

Zahlungsmittel generierende Einheit

CODM

Chief Operating Decision Maker/Hauptentscheidungsträger

CORPORATE GOVERNANCE

Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung des Unternehmens

DIN EN 16001

Eine Norm, die formell die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem beschreibt

DISCOUNTED CASH FLOW METHODE

Finanzmathematisches Verfahren zur Wertermittlung durch Abzinsung von Zahlungsströmen

EAME

Region Europa, Afrika und Mittlerer Osten

EBIT

Earnings before interest and taxes/Ergebnis vor Zinsen und Steuern

EBITDA

Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization/ Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

EFFA

European Flavour Association

EFSA

Europäische Sicherheitsbehörde für Lebensmittel

ESOMAR

European Society for Opinion and Market Research, Verband zur weltweiten Förderung der Markt- und Meinungsforschung

FAIR VALUE

Beizulegender Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit

F & F

Flavors & Fragrances/Geschmack- und Duftstoffe

FREE FLOAT

Streubesitz am Grundkapital einer börsennotierten Aktiengesellschaft

GHS

Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien

GOODWILL

Geschäfts- oder Firmenwert

HEALTH CLAIMS

Produktangaben über spezielle gesundheitsbezogene Aspekte von Inhaltsstoffen

IAL

Unternehmen im Bereich Marktforschung

IAS/IFRS

Die "International Accounting Standards/international Financial Reporting Standards" sind internationale Vorschriften für die Rechnungslegung

IASB

International Accounting Standards Board; internationales und unabhängiges Gremium, das die International Financial Reporting Standards (IFRS) entwickelt hat und kontinuierlich weiterentwickelt

IFRIC

Das "International Financial Reporting Interpretations Committee" ist ein Gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRS beziehungsweise IAS veröffentlicht

IKS

Internes Kontrollsystem

IOFI

International Organization of the Flavor Industry

ISO 31000

Eine Norm, die den Rahmen für ein Risikomanagementsystem definiert

INCOTERMS

International Commercial Terms/Internationale Handelsklauseln

LIPID

Sammelbezeichnung für Fette und fettähnliche Stoffe (Lipoide). Sie sind in Wasser schwer oder gar nicht löslich

LTIP

Long Term Incentive Plan/Vergütungsinstrument mit langfristiger Anreizwirkung für Angestellte, vor allem Führungskräfte

OPERATIVER CASHFLOW

ist ein Einnahmen-Ausgaben-Saldo aus betrieblicher Umsatztätigkeit. Der aus der Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Cashflow ist ein wichtiger Indikator für die Ertragskraft einer Unternehmung

OCI

Other Comprehensive Income/Sonstiges Ergebnis

PROJECTED UNIT CREDIT METHOD

Versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Verpflichtungen aus betrieblicher Altersversorgung

REACH

Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien

REVOLVING CREDIT FACILITY

Variable in Anspruch zu nehmende Kreditlinie innerhalb einer Zinsperiode von einem Jahr

RECOVERABLE AMOUNT

Erzielbarer Betrag

ROLL-OUT

Markteinführung beziehungsweise Softwareeinführung

SRMS

Symrise Manufacturing System

SUPPLY CHAIN

Gesamtfluss eines Absatzkanals vom Lieferanten über den Produzenten (Beschaffung, Produktion, Absatz) bis zum Endkunden

SVA

Symrise Value Added/Maßgröße für die Steigerung des Unternehmenswertes

SWAP

Vereinbarung zum Tausch künftiger Zahlungsströme, häufig verwendet zur Steuerung finanzieller Risiken

US-PRIVATE PLACEMENT

Direktverkauf nicht registrierter Wertpapiere (Namensschuldverschreibungen) durch eine Gesellschaft an einen oder mehrere hochqualifizierte institutionelle Anleger, vor allem Versicherer

WORKING CAPITAL

Finanzkennzahl, die sich aus dem operativen Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen operativen Verbindlichkeiten ergibt

WACC

Weighted Average Cost of Capital/gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz

JAHRESHIGHLIGHTS 2011

02

23. Februar Mit der Eröffnung einer neuen Anlage zur Produktion von Aromen und der Markteinführung der Verkapselungstechnologie EVODRY™ schließt Symrise die dritte Ausbaustufe des Standorts Singapur ab. Diese Investition bekräftigt das langfristige Engagement von Symrise in Singapur und Asien.

04

5. April Symrise feiert das 100jährige Bestehen des Standorts Braunschweig, wo Grundstoffe für die Getränkeindustrie hergestellt werden, und plant weitere Investitionen zum Ausbau der Anlagen.

13. April Mit der neu geschaffenen Dachmarke Actiplants® für funktionale Pflanzenextrakte baut Symrise seine Kompetenz im Bereich "Health & Nutrition" weiter aus. Bioaktive Inhaltsstoffe stärken beispielsweise das Herzkreislauf- und das Immunsystem.

05

11. Mai Die American Society of Perfumers zeichnet Symrise mit fünf Perfumer Choice Awards aus, unter anderem für den besten klassischen Damenduft und den besten Dusch- und Körperduft.

06

14. Juni Symrise gewinnt zwei der hoch angesehenen BSB Awards, die von einer internationalen Jury der Kosmetikindustrie vergeben werden. Den ersten Preis erhält SymFinity® 1298 für überzeugende Anti-Aging-Eigenschaften. Ein zweiter Preis geht an SymPeptide® 226EL für seine Wirkung auf das Wachstum der Wimpern.

29. Juni Im russischen Rogovo, Großraum Moskau, weiht Symrise einen neuen Produktionsstandort ein und ist damit der erste globale Duft- und Aromenhersteller, der direkt vor Ort für diesen expansiven Markt produziert.

09/10

1. September Bei der Produktion von Bisabolol, einem hautberuhigenden Wirkstoff, stellt Symrise vollständig auf naturidentisches Bisabolol um. Dies verringert den Raubbau im brasilianischen Regenwald, da der natürliche Wirkstoff aus dem seltenen Candeia-Baum gewonnen wird.

14. September Symrise gründet ein wissenschaftliches Beratergremium für die Anwendungsgebiete Fragrances und Oral Care. Das Scientific Advisory Board besteht aus international renommierten Wissenschaftlern und unterstützt Symrise bei der Entwicklung innovativer Düfte und Zahnpflegeprodukte.

20. Oktober Symrise erweitert das Online-Portal SymSelect® um eine Plattform für seine Life Essentials Produkte. Mittels der neuen Datenbank können Kunden kosmetische Inhaltsstoffe von Symrise internetbasiert recherchieren.

12

2. Dezember Richtfest für das neue Forschungsgebäude in Holzminden. Symrise führt die Forschungsaktivitäten am Standort unter einem Dach zusammen, baut die Grundlagenforschung aus und schafft Synergien in Forschung und Entwicklung.

6. Dezember Auf der ESOMAR Qualitative 2011 Konferenz in Wien erhält Symrise den Preis für die beste Präsentation zur Konsumentenforschung.

5-JAHRESÜBERSICHT

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IN MIO. € 2007 2008 2009 2010 2011
Konzern - Ertragslage
Umsatz 1.274,5 1.319,9 1.362,0 1.571,9 1.583,6
Umsatzanteil Emerging Markets in % 39 40 41 46 46
EBITDA 272,1 262,5 245,6 331,2 315,9
EBITDÄ-Marge in % 21,3 19,9 18,0 21,1 20,0
Jahresüberschuss 97,4 90,4 84,3 133,5 146,5
Ergebnis je Aktie in € 0,82 0,76 0,71 1,13 1,24
Ausschüttung 59,1 59,1 59,1 70,9 73,32
Dividende je Aktie in € 0,50 0,50 0,50 0,60 0,622
Konzern - Finanz- und Vermögenslage
Operativer Cashflow 152,6 153,1 225,7 235,1 200,9
Investitionen 40,6 52,5 56,7 70,5 67,3
Bilanzsumme (31.12.) 1.790,9 1.890,6 1.895,2 2.059,0 2.098,2
Eigenkapitalquote (31.12.) in % 35,9 34,3 36,4 40,9 43,5
Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) (31.12.) 715,7 833,6 773,4 733,7 703,2
Mitarbeiter (31.12.) FTE1) 4.926 5.097 4.954 5.288 5.434
Scent & Care
Umsatz 671,3 671,8 682,3 804,5 801,4
EBITDA 134,7 130,2 109,0 160,8 157,6
EBlTDA-Marge in % 20,1 19,4 16,0 20,0 19,7
Flavor & Nutrition
Umsatz 603,2 648,1 679,7 767,4 782,2
EBITDA 137,4 132,3 136,6 170,4 158,3
EBlTDA-Marge in % 22,8 20,4 20,1 22,2 20,2

1 ohne Auszubildende und Trainees; FTE = FuII Time Equivalent (Vollzeitmitarbeiter)

2 Vorschlag

FINANZKALENDER

14. MÄRZ 2012

Bilanzpressekonferenz/Analystenkonferenz,

Geschäftsjahr 2011

9. MAI 2012

Zwischenbericht 1. Quartal 2012

15. MAI 2012

Hauptversammlung, Holzminden

16. MAI 2012

Dividendenzahlung

9. AUGUST 2012

Zwischenbericht 2. Quartal 2012

7. NOVEMBER 2012

Zwischenbericht 3. Quartal 2012

Symrise AG

Mühlenfeldstraße 1

37603 Holzminden

Deutschland

www.symrise.com

www.symrise.com/de/investor-relations