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Symrise AG Annual Report 2011

Apr 19, 2012

423_rns_2012-04-19_42f85ca6-0b43-4841-a19d-e98f4cb068de.html

Annual Report

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Symrise AG

Holzminden

Jahresabschluss zum 31.12.2011

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

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EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.320.417,81 228.575.135,38
2. Geleistete Anzahlungen 3.655.973,38 217.976.391,19 2.573.024,20 231.148.159,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 125.515.908,29 127.688.828,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 61.567.515,62 57.303.244,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.394.975,22 13.743.519,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.419.704,93 232.898.104,06 19.758.316,49 218.493.908,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.302.750.648,52 1.296.944.100,69
2. Beteiligungen 1.833.866,72 13.343,61
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.000.000,00 3.000.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 231.559,86 425.213,86
5. Rückdeckungsversicherungen 196.338,62 1.312.012.413,72 237.525,00 1.300.620.183,16
1.762.886.908,97 1.750.262.251,68
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 47.663.939,15 56.405.030,77
2. Fertige und unfertige Erzeugnisse und Waren 94.744.003,18 86.147.995,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 4.849.091,00 147.257.033,33 743.429,36 143.296.455,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 102.136.194,49 103.411.422,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 104.420.888,58 166.843.741,08
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.359.299,80 214.916.382,87 13.962.561,17 284.217.724,61
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 45.964.767,01 36.059.986,48
408.138.183,21 463.574.166,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.542.517,83 5.634.738,62
2.177.567.610,01 2.219.471.156,52
Passiva
31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 118.173.300,00 118.173.300,00
II. Kapitalrücklage 845.655.678,94 845.655.678,94
III. Gewinnvortrag 24.367.206,02 48.334.316,70
IV. Jahresüberschuss 84.632.822,81 46.936.869,32
1.072.829.007,77 1.059.100.164,96
B. Sonderposten für Investitonszuschüsse 242.951,48 263.262,74
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 191.690.840,00 184.856.114,00
2. Steuerrückstellungen 8.415.712,20 24.000.985,39
3. Sonstige Rückstellungen 32.409.992,43 31.773.861,57
232.516.544,63 240.630.960,96
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 302.268.750,00 302.337.500,00
-davon konvertibel EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)--
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 163.760.577,18 202.811.029,82
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.180.695,77 50.061.830,91
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 148.550.420,74 164.547.071,63
5. Sonstige Verbindlichkeiten 146.136.132,38 142.519.337,71
--davon aus Steuern EUR 3.977.389,80 (i. Vj. EUR 4.284.592,22)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.794.282,44 (i. Vj. EUR 1.477.448,27)--
806.896.576,07 862.276.770,07
E. Passive latente Steuern 65.082.530,06 57.199.997,79
2.177.567.610,01 2.219.471.156,52

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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2011 2010
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 840.053.417,16 202.936.116,54
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.145.417,87 3.345.284,36
3. Sonstige betriebliche Erträge 34.122.421,32 24.687.847,39
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -365.957.029,12 -105.652.502,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -19.053.998,77 -385.011.027,89 -4.419.193,75
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -105.352.557,48 -30.266.702,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -24.253.911,08 -129.606.468,56 -9.737.705,79
-davon für Altersversorgung EUR 6.249.664,57 (i. Vj. EUR 6.352.915,47)--
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -37.117.277,38 -11.908.333,48
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -203.560.563,69 -84.669.531,58
8. Erträge aus Beteiligungen 4.483.732,91 6.122.293,36
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.481.078,96 (i. Vj. EUR 6.122.293,36)--
9. Erträge aus Gewinnübernahme 22.514.762,63 78.907.601,30
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 260.500,89 24.394,51
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 256.585,97 (i. Vj. EUR 22.631,46)-
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen -2.566.419,81 -177.011,75
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 904.789,46 7.851.573,17
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 795.651,45 (i. Vj. EUR 7.807.395,90)--
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -34.672.797,04 -24.798.712,80
-davon an verbundene Unternehmen EUR 724.931,48 (i. Vj. EUR 240.773,45)-
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme -496.959,50 -2.337.792,34
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 112.453.528,37 49.907.624,48
16. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 -805.963,00
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -27.708.613,38 -2.017.509,23
18. Sonstige Steuern -112.092,18 -147.282,93
19. Jahresüberschuss 84.632.822,81 46.936.869,32
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 24.367.206,02 48.334.316,70
21. Bilanzgewinn 109.000.028,83 95.271.186,02

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der Symrise AG wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 1. Oktober 2010 ist die Symrise Verwaltungs GmbH als Komplementärin der Symrise GmbH & Co. KG (im Folgenden "Symrise KG") ausgeschieden. Aufgrund dessen ist die Symrise KG zum 1. Oktober 2010 auf die Symrise AG angewachsen und die Symrise AG hat die operativen Tätigkeiten der Symrise KG übernommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist durch die Anwachsung nur eingeschränkt möglich.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,14 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % und erwartete Steigerung der Lebenshaltungskosten mit 1,75 % berücksichtigt. Für die Fluktuation wurde, in Abhängigkeit vom Alter, eine Rate von bis zu 10 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Symrise AG

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011

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Anschaffungskosten
1.1.2011

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen*

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 236.788.258,70 4.155.302,07 0,00 670.731,52 241.614.292,29
2. Geleistete Anzahlungen 2.573.024,20 1.753.680,70 0,00 -670.731,52 3.655.973,38
239.361.282,90 5.908.982,77 0,00 0,00 245.270.265,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128.879.633,31 1.193.849,18 0,00 1.048.264,21 131.121.746,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 59.352.145,08 3.813.481,54 89.894,49 8.430.547,15 71.506.279,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.949.696,28 2.765.973,69 31.207,00 904.557,60 18.589.020,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.758.316,49 23.044.757,40 0,00 -10.383.368,96 32.419.704,93
222.939.791,16 30.818.061,81 121.101,49 0,00 253.636.751,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.296.944.100,69 8.515.967,64 143.000,00 2.337.792,34 1.307.654.860,67
2. Beteiligungen 13.343,61 1.820.523,11 0,00 0,00 1.833.866,72
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 4.000.000,00 0,00 0,00 7.000.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 529.237,36 0,00 2.380,45 0,00 526.856,91
5. Rückdeckungsversicherungen 237.525,00 7.418,94 48.605,32 0,00 196.338,62
1.300.724.206,66 14.343.909,69 193.985,77 2.337.792,34 1.317.211.922,92
1.763.025.280,72 51.070.954,27 315.087,26 2.337.792,34 1.816.118.940,07

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Abschreibungen
1.1.2011

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen*

EUR
Zuschreibungen

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.213.123,32 19.080.751,16 0,00 0,00 0,00 27.293.874,48
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.213.123,32 19.080.751,16 0,00 0,00 0,00 27.293.874,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.190.804,56 4.862.439,34 0,00 0,00 447.405,49 5.605.838,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.048.900,54 9.102.605,51 21.026,66 0,00 1.191.715,73 9.938.763,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.206.177,12 4.071.481,37 7.564,21 0,00 76.048,93 5.194.045,35
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.445.882,22 18.036.526,22 28.590,87 0,00 1.715.170,15 20.738.647,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2.566.419,81 0,00 2.337.792,34 0,00 4.904.212,15
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 104.023,50 0,00 0,00 191.273,55 0,00 295.297,05
5. Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
104.023,50 2.566.419,81 0,00 2.529.065,89 0,00 5.199.509,20
12.763.029,04 39.683.697,19 28.590,87 2.529.065,89 1.715.170,15 53.232.031,10

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Buchwerte Buchwerte
31.12.2011

EUR
31.12.2010

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.320.417,81 228.575
2. Geleistete Anzahlungen 3.655.973,38 2.573
217.976.391,19 231.148
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 125.515.908,29 127.689
2. Technische Anlagen und Maschinen 61.567.515,62 57.303
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.394.975,22 13.744
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.419.704,93 19.758
232.898.104,06 218.494
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.302.750.648,52 1.296.944
2. Beteiligungen 1.833.866,72 13
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.000.000,00 3.000
4. Sonstige Ausleihungen 231.559,86 425
5. Rückdeckungsversicherungen 196.338,62 238
1.312.012.413,72 1.300.620
1.762.886.908,97 1.750.262

* Der Umbuchungsbetrag in Höhe von EUR 2.337.792,34 wurde im Vorjahr unter Aufwendungen für Ergebnisübernahme ausgewiesen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Im Bilanzposten 'Immaterielle Vermögensgegenstände' sind entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte ausgewiesen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Rezepturen (TEUR 190.302 / Vorjahr: TEUR 204.982).

2. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der Seite 4 und 5 gesondert dargestellt.

3. Anteile an verbundenen Unternehmen

Bezüglich der Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Gliederungspunkt 26. Der wesentliche Anteilsbesitz besteht aus der Beteiligung an der Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die als Holdinggesellschaft wiederum Anteile an in- und ausländischen Gruppengesellschaften hält.

4. Vorräte

Auf die Vorräte wurden Bewertungsabschläge vorgenommen, die in Höhe von TEUR 548 (Vorjahr: TEUR 693) Wertberichtigungen von unfertigen und fertigen Erzeugnissen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (absatzmarktorientiert), in Höhe von TEUR 838 (Vorjahr: TEUR 1.163) Abwertungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten und in Höhe von TEUR 2.998 (Vorjahr: TEUR 4.559) Abschläge aufgrund des Reichweitenrisikos und weiterer Mengenrisiken betreffen.

Aufgrund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie werden unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren zusammen ausgewiesen.

5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Auf den Bruttoforderungsbestand wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 4.648 (Vorjahr: TEUR 5.080) gebildet. Darüber hinaus wurden auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand pauschale Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.353 (Vorjahr: TEUR 1.784) vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

6. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Bilanzposten enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 38.930 (Vorjahr: TEUR 34.849).

In dem Posten sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

7. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

8. Rechnungsabgrenzungsposten

In Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB ist hierin ein Disagio in Höhe von TEUR 1.498 (Vorjahr: TEUR 1.760) aus der Ausgabe der Anleihe enthalten. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der Anleihe.

9. Eigenkapital

Entwicklung des Eigenkapitals in 2010

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Angaben

in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Summe
Stand 1. Januar 118.173 845.656 119.282 1.083.111
Anpassung an BilMoG 0 0 -11.861 -11.861
Ausschüttung 0 0 -59.087 -59.087
Jahresüberschuss 0 0 46.937 46.937
Stand 31. Dezember 118.173 845.656 95.271 1.059.100

Entwicklung des Eigenkapitals in 2011

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Angaben

in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Summe
Stand 1. Januar 118.173 845.656 95.271 1.059.100
Ausschüttung 0 0 -70.904 -70.904
Jahresüberschuss 0 0 84.633 84.633
Stand 31. Dezember 118.173 845.656 109.000 1.072.829

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Jahresende EUR 118.173.300,00. Bei einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie sind insgesamt 118.173.300 Stückaktien im Umlauf.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 23.000.000,00 zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

1. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
2. zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
3. soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
4. um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
5. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Aus der erstmaligen Anwendung des § 274 HGB i.d.F. des BilMoG ergaben sich im Vorjahr im Saldo passive latente Steuern, die gemäß Art. 67 Abs. 6 Satz 1 EGHGB unmittelbar im Eigenkapital zu verrechnen waren.

10. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde von der Symrise KG übernommen und besteht in Höhe von TEUR 243 (Vorjahr: TEUR 263) für einen in den Jahren 1997 bis 1999 durch die vormalige Dragoco Gerberding & Co. AG erhaltenen Investitionszuschuss. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. In 2011 betrug die Auflösung TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 36).

11. Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

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31.12.2011

TEUR
31.12.2010

TEUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Immaterielle Vermögensgegenstände 45.943 50.403
Sachanlagevermögen 28.982 28.271
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.995 4.058
Übrige 1.511 47
80.431 82.779
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 7.088 6.991
Übrige 2.310 1.185
Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge 5.951 17.403
15.349 25.579
Latente Steuerschulden netto 65.082 57.200

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29 % (16 % Körperschaftsteuer / 13 % Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von EUR 46 Mio. (Vorjahr: EUR 90 Mio.) wurden latente Steueransprüche berücksichtigt. Die Symrise AG erwartet eine Nutzung der Verlustvorträge innerhalb der auf den Abschlussstichtag folgenden fünf Geschäftsjahre.

Die latenten Steuerschulden resultieren im Wesentlichen aus der im Geschäftsjahr 2010 erfolgten Anwachsung der Symrise KG auf die Symrise AG.

12. Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält im Wesentlichen die Rückstellung für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zum 1. April 2003 wurde die Altersvorsorge neu geregelt. Leistungsarten und Leistungsumfang sind in der "Versorgungsordnung A" (Grundrente), der "Versorgungsordnung B" (Zusatzrente) und der 2003 neu konzipierten Symrise-Versorgungsordnung geregelt. Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2003 noch keine Zusage über die Gewährung einer betrieblichen Altersvorsorge erhalten hatten, konnten an einer zum 31. Dezember 2010 für Neuzugänge geschlossenen Versorgungsordnung teilnehmen. Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die keiner Versorgungsordnung angehören, konnten mit Wirkung 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis bis zum 30. September 2010 ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung wird keine Pensionsrückstellung gebildet. Die Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter der Dragoco Gerberding & Co. AG basieren auf der Pensionsordnung vom 16. Dezember 1975 mit nachfolgenden Ergänzungen, die zum 1. Januar 1982 für Neuzugänge geschlossen wurde.

Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Vorjahre nach 2002.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

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Angaben

in Mio. EUR
31.12.2011 31.12.2010
Personalrückstellungen 15,9 15,8
davon
Jahresprämien und Boni (8,0) (6,8)
Arbeitnehmerjubiläen (5,4) (5,0)
Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben (1,0) (1,2)
Altersteilzeit mit abgeschlossenem Vertrag (0,4) (1,2)
Berufsgenossenschaftsbeiträge (0,7) (0,8)
Abfindungen für Aufhebungsverträge (0,4) (0,8)
Ausstehende Eingangsrechnungen 5,6 3,7
Gewährleistungsverpflichtungen 2,4 2,0
Vertreterprovisionen für noch nicht bezahlte Kundenrechnungen 1,8 2,1
Bonusverpflichtungen 1,8 1,5

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S .d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) in Höhe von EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.) verrechnet.

13. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

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in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Restlaufzeit Restlaufzeit
--- --- --- --- --- --- ---
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 5 Jahre gesamt bis 1 Jahr über 5 Jahre gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
1. Anleihe 2.269 300.000 302.269 2.338 300.000 302.338
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 136.261 0 163.761 175.311 0 202.811
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.181 0 46.181 50.062 0 50.062
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 148.550 0 148.550 164.547 0 164.547
5. Sonstige Verbindlichkeiten 17.042 129.094 146.136 10.434 132.085 142.519
350.303 429.094 806.897 402.692 432.085 862.277

Die Symrise AG hat in den Monaten Oktober und November 2010 eine Refinanzierung durchgeführt. Im Zuge dessen wurden von der Symrise KG übernommene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 465.500 sowie TUSD 202.500 getilgt und neue Verbindlichkeiten aufgenommen. Hierbei handelt es sich um eine Anleihe in Höhe von TEUR 300.000, ein Darlehen in Höhe von TUSD 175.000, welches bei einem Versicherungsunternehmen im Rahmen einer Privatplatzierung aufgenommen wurde, und um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 125.000 und TUSD 65.000. Im Geschäftsjahr 2011 tilgte die Symrise AG die auf EUR lauteten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 40.000 auf TEUR 85.000.

Die Verbindlichkeiten der Symrise AG sind nicht gesichert, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche teilweise durch Eigentumsvorbehalte gesichert sind.

14.Haftungsverhältnisse

Es bestehen Patronatserklärungen zugunsten der Symrise Limited, Hong Kong, und der Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden, auf Grund derer die Symrise AG für alle Verpflichtungen dieser Gesellschaften bürgt.

Des Weiteren hat die Symrise AG eine Bürgschaft zur Sicherung der Bankverbindlichkeiten der Symrise Vertriebs GmbH, Österreich, über TEUR 450 abgegeben.

Die Symrise AG hat ferner eine Bürgschaft zur Sicherung der Kreditkartenverbindlichkeiten der Symrise B.V., Niederlande, über TEUR 10 abgegeben.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten und Kreditkartenunternehmen sowie der Patronatserklärung zugunsten der Symrise Limited, Hong Kong, wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt. Die Patronatserklärung zugunsten der Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Anspruch genommen werden.

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 119). Dieser ergibt sich aus einer Unterdeckung der Haarmann & Reimer Unterstützungskasse GmbH, für die die Symrise AG, als Träger der Unterstützungskasse, vollumfänglich haftet.

15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen u. a. für folgende Sachverhalte:

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TEUR
Bestellobligo aus abgeschlossenen Verträgen 91.927
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Erbbaurechtsverträgen 10.179
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 7.283
Beratungs- und Serviceverträge 1.631

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2012 und 2036. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Ausgliederung des Bereichs Informatik mit einem Dienstleister ein Auslagerungsvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Januar 2016 geschlossen. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus diesem Vertrag betragen EUR 65,8 Mio. (Vorjahr: EUR 81,7 Mio.).

Insgesamt hat die Symrise AG sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 176,8 Mio. (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 49).

16. Bewertungseinheiten

Symrise ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften.

Die globale Ausrichtung der Symrise AG führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in Fremdwährung. Diese Währungsrisiken werden systematisch mittels Liquiditätsplänen erfasst und an die Konzernzentrale berichtet. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden seit 2011 Devisenterminkontrakte zur Sicherung von USD eingesetzt. Dabei werden mittels Forwards ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus bereits in der Bilanz angesetzten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgewählte zukünftige Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Währungsrisiken im operativen Bereich abgesichert. Die Sicherung des Währungsrisikos erfolgt rollierend über einen Zeitraum von rund sechs Monaten bis zu einer maximalen Sicherungsquote von 50% der offenen Währungsposition in einer Gesellschaft.

Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Posten der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzerneigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus wurden üblicherweise nicht gesichert.

Am Bilanzstichtag sind folgende Devisentermingeschäfte zur Reduzierung des Währungsrisikos von zum Stichtag bestehender sowie ausgewählter erwarteter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in USD eingesetzt:

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Fair Values Fälligkeitstermine Fälligkeitstermine
2011 Nominalvolumen IN

TUSD
Finanzielle Vermögenswerte IN

TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten IN

TEUR
Bis 1 Monat IN

TEUR
Über 1 Monat bis 3 Monate IN

TEUR
Über 3 Monate bis 6 Monate IN

TEUR
Über 6 bis 9 Monate IN

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte
mit Hedge-Beziehung 19.500 0 740 0 270 438 32
ohne Hedge-Beziehung 10.000 0 451 225 226 0 0
SUMME 29.500 0 1.191 225 496 438 32

Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von USD 22,0 Mio. zur Sicherung von EUR/USD sowie mit ein Nominalvolumen von USD 7,5 Mio. zur Sicherung von SGD/USD.

Die Devisentermingeschäfte haben in der Regel eine Laufzeit von rund sechs Monaten.

Zu den Devisentermingeschäften in SGD gibt es korrespondierende Geschäfte mit der singapurianischen Tochter, d.h. die Effekte aus den Sicherungen verbleiben nicht in der Symrise AG, sondern werden vollständig an die Tochter weitergeleitet, die damit ihre Zahlungsströme absichert.

Bei allen Geschäften handelt es sich um Macro Hedges.

Um die Sicherungsgeschäfte für das Hedge Accounting zu qualifizieren, wird bei Abschluß des Geschäfts eine formale Dokumentation erstellt. Diese beinhaltet u.a. eine Effektivitätsmessung. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch den Nachweis, dass die wesentlichen Parameter (critical terms) des Sicherungsinstruments mit den critical terms eines hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, übereinstimmen.

Die critical terms des Sicherungsinstruments und des hypothetischen Derivats, das das Risiko aus dem gesicherten Zahlungsstrom perfekt absichern würde, sind identisch, da die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

die Nominalbeträge des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmen überein.
die Fälligkeit des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts stimmt überein.
der Fair Value des Sicherungsinstruments bei Beginn der Hedge Beziehung ist Null.

Die Veränderungen des Fair Values des Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments werden auf Basis der Forward Kurse ermittelt.

Da die critical terms von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bei Designation übereinstimmen, wird der Hedge als "highly effective" eingeschätzt.

Zur retrospektiven Effektivitätsmessung wird die kumulierte Dollar Offset Methode angewandt. Dabei wird die Fair Value Veränderung des Devisentermingeschäfts ins Verhältnis zur Fair Value Veränderung der Cashflow Veränderung aus dem Grundgeschäft (hypothetisches Derivat) gegenübergestellt. Die o. a. relevanten Parameter/Spezifikationen werden laufend auf Übereinstimmung überprüft.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

17. Umsatzerlöse

Regionale Aufteilung

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Angaben

in TEUR
2011 2010
Europa inkl. Afrika 663.307 154.593
Nordamerika 56.953 15.541
Asien und Pazifikraum 91.918 25.157
Südamerika 27.875 7.645
840.053 202.936

Divisionale Aufteilung

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Angaben

in TEUR
2011 2010
Flavor & Nutrition 365.578 86.534
Scent & Care 474.475 116.402
840.053 202.936

Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 5.148 (Vorjahr: TEUR 10.633). Mit der Anwachsung übernahm die Gesellschaft die operative Tätigkeit der Symrise KG und erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von TEUR 834.905 (Vorjahr: TEUR 192.303).

18. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 34.122 (Vorjahr: TEUR 24.688) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Nebengeschäften, wie die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von TEUR 25.338 (Vorjahr: TEUR 6.444) und um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 6.797 (Vorjahr: TEUR 17.851).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von TEUR 46.775 (Vorjahr: TEUR 10.951), Aufwendungen für Fracht und Handlingskosten in Höhe von TEUR 33.924 (Vorjahr: TEUR 8.119), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 31.874 (Vorjahr: TEUR 10.319), Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von TEUR 22.179 (Vorjahr: TEUR 6.180) und Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 9.467 (Vorjahr: TEUR 15.674) zusammen.

Eine im Geschäftsjahr 2003 neben der Abschreibung vorgenommene außerplanmäßige Wertminderung auf eine Produktionsanlage wurde zurückgenommen, da Kapazitätserweiterungen im Produktionsablauf zu einer höheren Auslastung führen werden. Die Erträge aus der Zuschreibung betragen TEUR 1.715.

19. Personalaufwand

Die Veränderungen des Personalaufwands gegenüber dem Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus der Übernahme der durchschnittlich 1.985 Mitarbeiter (inklusive 83 Auszubildende) der Symrise KG zum 1. Oktober 2010.

20. Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des immateriellen oder Sachanlagevermögens vorgenommen (Vorjahr: TEUR 936).

Auf eine Beteiligung im Finanzanlagevermögen wurde eine außerplanmäßige Wertberichtigung in Höhe von TEUR 2.566 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen.

21. Periodenfremdes Ergebnis

Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 965 (Vorjahr: TEUR 198) angefallen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Personalrückstellungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten resultieren.

22. Ergebnisabführungsverträge

Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Erträge in Höhe von TEUR 22.515 (Vorjahr: TEUR 78.908) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 497 (Vorjahr: TEUR 2.338) übernommen.

23. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 34.673 resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für die im Rahmen der Refinanzierung aufgenommenen Verbindlichkeiten (siehe Gliederungspunkt 13) in Höhe von TEUR 22.217 (Vorjahr: TEUR 4.363) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.775 (Vorjahr: TEUR 2.336).

Im Vorjahr enthielt der Posten im Wesentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 18.640 für die Ablösung von Zinssicherungsgeschäften im Rahmen der Refinanzierung.

24. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 3.155 für Vorjahre (Vorjahr: Steueraufwand TEUR 255). Im Gesamtbetrag sind latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 7.883 (Vorjahr: Steuererträge TEUR 16.583) sowie laufende Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 22.980 (Vorjahr: TEUR 18.601) enthalten.

Die latenten Steuererträge aus dem Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus der Verringerung von latenten Steuerschulden, die im Rahmen der Anwachsung zu bilden waren.

25. Außerordentliche Aufwendungen

Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultierten im Geschäftsjahr 2010 außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 805 für die Aufstockung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen aufgrund der Anwendung des BilMoG und der hieraus folgenden Änderung des Diskontierungszinssatzes auf 5,15 % und TEUR 1 für die Aufstockung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entlasteten im Vorjahr das außerordentliche Ergebnis mit TEUR 234.

SONSTIGE ANGABEN

26. Anteilsbesitzliste

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Aufstellung des Anteilsbesitzes Name der Beteiligungsgesellschaft Eigenkapital 1 31.12.2011

TEUR 2
Anteil am Kapital

%
Ergebnis

TEUR 3
Unmittelbare Beteiligungen
Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden 831.681 100% 2.6246
Haarmann & Reimer-Unterstützungskasse GmbH, Holzminden 641 100% -1316
Schimmel & Co. GmbH, Holzminden 692 100% -22
Symotion GmbH, Holzminden 701 100% -4976
Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden 99 100% -2.5666
Symrise Ltda., Bogota / Kolumbien 20.098 100% 4.074
Symrise S.A., Santiago de Chile / Chile 7.092 100% 1.378
Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden 164.642 100% 10.8836
Tesium GmbH, Holzminden 270 100% 2456
Symrise Verwaltungs GmbH i.L., Holzminden 0 100% 0
Mittelbare Beteiligungen
Armonia, Rogovo / Russland 1.219 100% -1.660
Aroma Labs International SAE, 6th of October City / Ägypten 7.121 100% 3.694
Aromatics S.A.S., Boulogne / Frankreich 513 100% -26
Aromatics Madagascar S.a.r.L. / Madagaskar 2.424 100% 1
Symrise Holding Pte., Singapur / Singapur 16.166 100% 4.2696
DrinkStar GmbH, Rosenheim 440 100% 8.7636
Flavours Direct Ltd., Corby / UK 0 100% 0
Futura Labs for Flavour SAE / Ägypten 2.245 100% 320
Kaden Biochemicals GmbH, Hamburg -475 100% -512
Origines Madagascar S.a.r.L. / Madagaskar 362 100% 77
P.T.Symrise, Jakarta / Indonesien 6.381 100% 2.019
Symrise Middle East (Roseland World Corp. / Dubai) 406 100% -426
Steng Integredients Ltd., Eye Suffolk / UK 0 100% 0
Symrise Asia Pacific Ltd., Singapur / Singapur 202.707 100% 5.963
Symrise Aromas e Fragrancias Ltda., Sao Paulo / Brasilien 25.770 100% 2.585
Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden 82.370 100% 5.581
Symrise B.V., Rosmalen / Niederlande 1.753 100% 711
Symrise C.A., Caracas / Venezuela 1.885 100% -12
Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Brüssel / Belgien 8 100% -6
Symrise Group Finance Holding 2 Comm. V., Brüssel / Belgien 78.585 100% 296
Symrise Holding Inc., Wilmington / USA 207.348 100% 3.918

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Name der Beteiligungsgesellschaft Eigenkapital TEUR 2 Anteil am Kapital

%
Ergebnis 1 der Beteiligungsgesellschaften 2011 TEUR 3
Mittelbare Beteiligungen
Symrise Holding Ltd., Marlow Bucks / UK 29.275 100% 882
Symrise Iberica S.L., Parets de Valles / Spanien 20.411 100% 2.722
Symrise Inc., Manila / Philippinen 900 100% 374
Symrise Inc., Teterboro / USA 267.204 100% 10.926
Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden 24 100%4 -1
Symrise K.K. Tokio / Japan 17.546 100% 1.105
Symrise Kimya Sanayi ve Ticaret Ltd., Sirketi / Türkei 1.849 100% 556
Symrise (Pty) Limited, Isando / Südafrika 6.462 100% 953
Symrise Limited, Bangkok / Thailand 6.337 100% 2.299
Symrise Limited, Hong Kong / China 0 100% 0
Symrise Limited, Marlow Bucks / UK 10.683 100% 5.340
Symrise Limited, Seoul / Südkorea 234 100% 212
Symrise Ltd., Shanghai / China 72.385 100%5 11.219
Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxembourg / Luxemburg 237 100% 140
Symrise Mauritius Limited, Port Louis / Mauritius 848 100% -11
Symrise Pvt. Ltd., Chennai / Indien 12.434 100% 2.214
Symrise Pte Ltd, Singapur / Singapur 4.656 100% 6.476
Symrise Pty Limited, Dee Why / Australien 11.940 100% 3.606
Symrise S.A.S., Grasse / Frankreich 33.501 100% 7.433
Symrise S.A., Le Bouveret / Schweiz 5.706 100% -601
Symrise S.A.E., Maadi / Ägypten 0 100% 0
Symrise S.r.l., Milano / Italien 2.132 100% 1.990
Symrise S.R.L., Tortuguitas / Argentinien 4.285 100% 1.607
Symrise SDN, Petaling / Malaysia 2.099 100% 407
Symrise Srl. de CV, San Nicolas de los Garza / Mexiko 17.117 100% 1.551
Symrise Vertriebs GmbH, Wien / Österreich 7.772 100% 1.581
Thamasarb Co. Ltd., Bangkok / Thailand 105 100% 0
Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge / USA -145 20% -163
WWS Ltd., Eye Suffolk / UK 0 100% 0

1 ermittelt nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen - überwiegend noch ungeprüft

2 zu Stichtagskursen per 31.12.2011 umgerechnet

3 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres 2011 umgerechnet

4 davon 1% unmittelbar durch Symrise AG und 99% mittelbar durch die Busiris Vermögensverwaltung GmbH gehalten

5 davon 20,9% unmittelbar durch Symrise AG und 79,1% mittelbar durch ausländische Holdinggesellschaften gehalten

6 vor Ausgleich aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages / Verrechnung auf Gesellschafterkonten

27. Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalbestand beträgt 2.109 Mitarbeiter (Vorjahr: 549 Mitarbeiter). Darin enthalten sind 85 Auszubildende (Vorjahr: 30 Auszubildende).

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2011 2010
Produktion 1.146 282
Vertrieb 366 93
Forschung und Entwicklung 360 88
Verwaltung incl. Auszubildende 237 86
2.109 549

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2010 hat die Symrise AG die durchschnittlich 1.985 Mitarbeiter (inklusive 83 Auszubildende) der Symrise KG übernommen. Im Geschäftsjahr 2011 waren die Mitarbeiter der Symrise AG und der Symrise KG erstmals ein volles Kalenderjahr bei der Symrise AG beschäftigt.

28. Konzernverhältnisse

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Symrise AG stellt ihren Konzernabschluss gemäß § 315a Abs. 1 HGB auf. Die Aufstellung erfolgt unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS).

29. Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 18. Mai 2011 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt.

Die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare sind in der entsprechenden Angabe im Konzernabschluss der Symrise AG enthalten.

30. Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 7. Dezember 2011 vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht.

31. Anteilsbesitz an der Symrise AG

Der Symrise AG gingen folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:

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Gesellschaft Sitz Mitteilung am Zeitpunkt zum % Schwelle über- bzw. unterschritten Anteilbesitz in % nachher Stimmrechte
Gerberding Vermögensverwaltung GmbH4 Holzminden 28.12.2006 13.12.2006
Herr Horst-Otto Gerberding4 Holzminden 28.12.2006 13.12.2006 10,00% 5,86% 6.928.087
Gerberding Vermögensverwaltung GmbH & Co KG4 Holzminden 28.12.2006 13.12.2006
Sun Life Financial Corp.1 Ontario/Kanada 02.08.2007 29.06.2007 3,00% 3,03% 3.577.909
Bank of New York Mellon Corporation1 New York, New York, USA 31.12.2008 30.12.2008 5,00% 4,98% 5.888.136
M&G Investment Funds2 London, UK 25.03.2008 18.03.2008 5,00% 5,055% 5.974.017
Massachusetts Financial Services Company (MFS)2 Boston, Massachusetts, USA 07.10.2008 30.09.2008 5,00% 5,02% 5.929.174
Sun Life Assurance Company of Canada -US Operations Holdings Inc.1 Wellesley Hills, Massachusetts, USA 07.10.2008 30.09.2008 5,00% 5,02% 5.929.174
Sun Life Financial (U.S.) Holding Inc.1 Wellesley Hills, Massachusetts, USA 07.10.2008 30.09.2008 5,00% 5,02% 5.929.174
Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC1 Wellesley Hills, Massachusetts, USA 07.10.2008 30.09.2008 5,00% 5,02% 5.929.174
Sun Life Financial Inc.1 Toronto, Ontario, Kanada 07.10.2008 30.09.2008 5,00% 5,02% 5.929.174
Sun Life Global Investments Inc. (vormals Sun Life Financial Corp.)1 Toronto, Ontario, Kanada 07.10.2008 30.09.2008 5,00% 5,02% 5.929.174
Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings Inc.1 Boston, Massachusetts, USA 07.10.2008 30.09.2008 5,00% 5,02% 5.929.174
JPMorgan Asset Management Holdings Inc.1 New York, USA 01.12.2009 26.11.2009 3,00% 3,02% 3.570.582
Schroder International Selection Fund Sennigerberg/ Luxemburg 02.06.2010 29.04.2010 3,00% 2,91% 3.441.370
Capital Income Builder, Inc. Los Angeles/USA 07.06.2010 02.06.2010 3,00% 2,99% 3.538.936
Capital Research and Management Company2 Los Angeles/USA 14.06.2010 10.06.2010 3,00% 2,38% 2.807.585
FMR LLC1 Boston, Massachusetts, USA 22.06.2010 16.06.2010 3,00% 2,9% 3.429.477
Fidelity Management & Research Company2 Boston, Massachusetts, USA 22.06.2010 16.06.2010 3,00% 2,82% 3.335.977
JPMorgan Asset Management (UK) Limited2 ,6 London/UK 08.11.2010 03.11.2010 3,00% 2,870% 3.386.401
J.P. Morgan Investment Management Inc.2 ,6 New York/USA 08.11.2010 03.11.2010 3,00% 2,870% 3.386.401
JPMorgan Asset Management (Taiwan) Limited2 ,6 Taipei, Taiwan 08.11.2010 03.11.2010 3,00% 2,870% 3.386.401
Standard Life investment Limited2 Edingburgh, UK 15.11.2010 10.11.2010 3,00% 3,073% 3.631.647

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Gesellschaft Sitz Mitteilung am Zeitpunkt zum % Schwelle über- bzw. unterschritten Anteilbesitz in % nachher Stimmrechte
M&G Investment Management Limited1 London/UK 04.02.2011 01.02.2011 10,00% 10,02% 11.843.270
M&G Limited1 London/UK 04.02.2011 01.02.2011 10,00% 10,02% 11.843.270
M&G Group Limited1 London/UK 04.02.2011 01.02.2011 10,00% 10,02% 11.843.270
Prudential plc1 London/UK 04.02.2011 01.02.2011 10,00% 10,02% 11.843.270
M&G Securities Limited2 London/UK 09.02.2011 07.02.2011 10,00% 10,01% 11.833.646
Ameriprise Financial Inc.3 ,4 Minneapolis/USA 15.02.2011 10.02.2011 3,00% 3,07% 3.623.754
Threadneedle Asset Management Limited2 London/UK 18.02.2011 16.02.2011 3,00% 3,04% 3.592.716
Threadneedle Asset Management Holdings Limited2 London/UK 18.02.2011 16.02.2011 3,00% 3,05% 3.603.552
Treadneele Asset Management Holdings SARL1 Luxemburg/ Luxemburg 18.02.2011 16.02.2011 3,00% 3,05% 3.608.647
Schroders plc1 London/UK 10.03.2011 09.03.2011 3,00% 3,099% 3.661.854
Schroder Administration Limited1 London/UK 10.03.2011 09.03.2011 3,00% 3,099% 3.661.854
Schroder Investment Management Limited2 London/UK 10.03.2011 09.03.2011 3,00% 3,08% 3.639.244
Mondrian Investment Partners Limited2 London/UK 25.07.2011 22.07.2011 3,00% 3,15% 3.727.760
MIPL Holdings Limited1 London/UK 27.07.2011 22.07.2011 3,00% 3,15% 3.727.760
MIPL Group Limited1 London/UK 27.07.2011 22.07.2011 3,00% 3,15% 3.727.760
Atlantic Value General Partner Limited1 London/UK 27.07.2011 22.07.2011 3,00% 3,15% 3.727.760
Altantic Value Investment Partnership LP1 Wilmington//USA 27.07.2011 22.07.2011 3,00% 3,15% 3.727.760
BlackRock Inc.1 New York/USA 31.08.2011 25.08.2011 3,00% 3,15% 3.722.939
BlackRock Financial Management Inc.1 New York/USA 31.08.2011 25.08.2011 3,00% 3,14% 3.715.465
BlackRock Holdco 2, Inc.1 Wilmington//USA 31.08.2011 25.08.2011 3,00% 3,14% 3.715.465
FIL Limited2 Hamilton/Bermuda 15.09.2011 13.09.2011 3,00% 2,990% 3.534.523
FIL Investments International2 Kent/UK 15.09.2011 13.09.2011 3,00% 2,990% 3.534.523
FIL Holdings Limited1 Kent/UK 15.09.2011 13.09.2011 3,00% 2,990% 3.534.523
Jahr GmbH4 Hamburg/ Deutschland 30.01.2012 27.01.2012 3,00% 3,050% 3.600.000
Jahr Holding GmbH & Co. KG4 Hamburg/ Deutschland 30.01.2012 27.01.2012 3,00% 3,050% 3.600.000
Jahr Assetmanagement GmbH4 Hamburg/ Deutschland 30.01.2012 27.01.2012 3,00% 3,050% 3.600.001

1 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet

2 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet

3 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 und Satz 2 und 3 WpHG zugerechnet

4 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet

5 Sämtliche Stimmrechte werden der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet, davon 0,03% (37.934 Stimmrechte) in Verbindung mit § 22 Abs. 1 S.2 WpHG

6 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet

32. Bezüge der Organmitglieder

Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt TEUR 796 (Vorjahr: TEUR 769).

Die Bezüge des Vorstands der Symrise AG sind im Lagebericht dargestellt.

Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Der variable Anteil an der Gesamtvergütung bestand im Jahr 2011 aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung der Unternehmensziele abhängig war. Für die Bemessung der Auszahlung wurde das EBIT der Symrise Gruppe als betriebswirtschaftliche Kenngröße des Konzerns beziehungsweise seiner Geschäftsbereiche verwendet. Die Zielvorgaben, nach denen sich der variable Anteil der Gesamtvergütung bemisst, wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2011 durch den Aufsichtsrat festgelegt und in Zielvereinbarungen mit den einzelnen Mitgliedern des Vorstands auf Basis der verabschiedeten Unternehmensziele vereinbart. Der Jahresbonus wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2011 im Folgejahr 2012 ausgezahlt.

Neben der Grundvergütung und dem Jahresbonus besteht ein langfristiger Incentive-Plan für den Vorstand, der im Januar 2009 allen damaligen Vorstandsmitgliedern angeboten wurde und bis Dezember 2011 lief. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Mitgliedern des Vorstands weitere Incentive-Pläne für den Zeitraum 2010 bis 2012 sowie für 2011 bis 2013 angeboten. Alle Pläne sind als Performance Cash Plan ausgestaltet. Die Pläne aus den Jahren 2009 und 2010 orientieren sich in ihren Leistungskomponenten an dem absoluten Aktienkurs und der mittelfristigen Wertentwicklung des Unternehmens. Beide Pläne einschließlich der Leistungskriterien sind im Aufsichtsrat und seinen Gremien diskutiert und beschlossen worden.

Wie im vergangenen Jahr bereits berichtet, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 4. Dezember 2010 ein neues LTIP-Konzept verabschiedet und erstmals für die Performanceperiode 2011 bis 2013 allen Vorstandsmitgliedern angeboten.

Das neue LTIP-Konzept ersetzt die Aktienkursentwicklung als eine Kennziffer des LTIP durch einen aktienbasierten Index. Dieser Index ist aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie der Zulieferunternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie gebildet worden. Kennziffer zur Leistungsmessung ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Unterhalb des 40ten Percentile Rank wird kein Bonus ausgezahlt. Der maximal erreichbare Bonuswert, also der sog. Cap, entspricht dem doppelten Bonuswert bei 100% Zielerreichung. Damit ist der Cap bei 200% erreicht.

Die Bezüge des ehemaligen Geschäftsführers betrugen TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 282).

Die Pensionsrückstellungen für die ehemaligen nicht aktiven Vorstände und Geschäftsführer betragen TEUR 6.247 (Vorjahr: TEUR 6.258).

33. Namen der Organmitglieder

Aufsichtsrat

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Name Tätigkeit Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Thomas Rabe* (ab 18.05.2011) Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG Arvato AG, Gütersloh (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann AG BMG RM Germany GmbH, Berlin (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr AG, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Springer Science + Business Media, Strassen, Luxemburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
Bertelsmann Capital Investments S.A., Luxemburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
Bertelsmann Digital Media Investments S.A., Luxemburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
Bertelsmann Inc., Wilmington, USA (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Edmond Israel Foundation, Luxemburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
RTL Group S.A., Luxemburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
Andreas Schmid* (bis 18.05.2011) Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG Oettinger Imex AG, Basel, Schweiz (Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats)
gategroup AG, Zürich, Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats)
Flughafen Zürich AG, Zürich, Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats)
Barry Callebaut AG, Zürich, Schweiz (Vizepräsident des Verwaltungsrats)
Karl Steiner AG, Zürich, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Badrutt's Palace Hotel AG, St. Moritz, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Wirz Partner Holding AG, Zürich, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)

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Name Tätigkeit Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Karl-Heinz Huchthausen Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG Stadtwerke GmbH, Holzminden (Vorsitzender des Aufsichtstrats)
Vorsitzender des Betriebsrats und des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG
Dr. Michael Becker* (ab 18.05.2011) im Ruhestand; bis 31.12.2011 pers. Haftender Gesellschafter der Merck KGaA Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Dr. Helmut Frieden (bis 18.05.2011) Corporate Vice President Corporate Compliance der Symrise AG
Horst-Otto Gerberding* Geschäftsführer der Drago Invest GmbH & Co. KG
Dr. Peter Grafoner* Selbsständiger Unternehmensberater SKF AB, Göteborg, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats)
SCANIA Schweiz AG, Kloten, Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats)
Francesco Grioli Vorstandssekretär der IG BCE-Vorstandsbereich Tarife/Finanzen
Dr. Hans-Heinrich Gürtler* Geschäftsführer der Vermil Capital GmbH
Regina Hufnagel Stellv. Vorsitzende des Betriebsrats und des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG
Christiane Jarke (ab 18.05.2011) Director F&N Strategic Regulatory Affairs EAME der Symrise AG
Gerd Lösing (ab 18.05.2011) Vice President Quality Control EAME der Symrise AG

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Name Tätigkeit Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Prof. Dr. Andrea Pfeifer* (ab 18.05.2011) Chief Executive Officer der AC Immune S.A., Lausanne, Schweiz Bio MedInvest AG, Basel, Schweiz (Vorsitzende des Board of Directors)
SYGNIS Pharma AG, Heidelberg (Mitglied des Aufsichtsrats)
Sanna Suvanto-Harsaae* (bis 18.05.2011) Selbstständige Unternehmensberaterin Sunset Boulevard AS, Arhus, Dänemark (Vorsitzende des Aufsichtsrats)
Babysam AS, Frederikshavn, Dänemark (Vorsitzende des Aufsichtsrats)
Duni AB, Malmö, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats)
Paulig OY/AB, Helsinki, Finnland (Mitglied des Aufsichtsrats)
Jetpak AB, Stockholm, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats)
Candyking AB, Solna, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats)
BTX AS, Brande, Dänemark (Vorsitzende des Aufsichtsrats)
Marketing Clinic AS, Kopenhagen, Dänemark (Vorsitzende des Aufsichtsrats)
SATS AB, Stockholm, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats)
Clas Ohlson AB, Insjön, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats)
Upplands Motor AB, Uppsala, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats)
Helmut Tacke Mitglied des Betriebsrats der Symrise AG
Peter Winkelmann (bis 18.05.2011) Leiter des Bezirks Alfeld der IG BCE Sappi Deutschland Holding GmbH. Alfeld (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats)

* Anteilseignervertreter

Vorstand

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Name Tätigkeit Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Heinz-Jürgen Bertram Chemiker Holzminden Vorsitzender des Vorstands Rockwool A/S, Hedehusene, Dänemark (ab 01.05.2011) Mitglied des Aufsichtsrats
Indevex AB, Storebro, Schweden (ab 25.01.2012) Mitglied des Aufsichtsrats
Bernd Hirsch Kaufmann Neuler Vorstand Finanzen
Achim Daub Kaufmann New York, U.S.A. Vorstand Scent & Care
Hans Holger Gliewe Kaufmann Höxter Vorstand Flavor & Nutrition

Holzminden, 15. Februar 2012

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Achim Daub

Hans Holger Gliewe

Bernd Hirsch

Symrise AG, Holzminden

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Gliederung

1 ÜBERBLICK ZUM GESCHÄFTSJAHR 2011

2 STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

2.1 Unternehmensprofil

2.2 Leitung und Kontrolle

2.3 Geschäftstätigkeit und Produkte

2.3.1 Scent & Care

2.3.2 Flavor & Nutrition

3 MARKT UND WETTBEWERB

3.1 Marktstruktur

3.2 Marktposition von Symrise

4 ZIELE UND STRATEGIE

4.1 Ziele

4.2 Strategie

4.3 Wertorientierte Steuerung

5 RAHMENBEDINGUNGEN

5.1 Differenzierte Auswirkungen auf Symrise

5.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

5.3 Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte

5.4 Preisentwicklung und Verfügbarkeit der Rohstoffe

5.5 Politische und regulatorische Rahmenbedingungen

6 UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

6.1 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

6.2 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

6.3 Ertragslage

6.3.1 Umsatz im Konzern

6.3.2 Umsatz Scent & Care

6.3.3 Umsatz Flavor & Nutrition

Neue Dachmarke Actiplants® für funktionale botanische Extrakte

Investition in Adsorptionsverfahren mit neuen Funktionen

Geschmack, den die Verbraucher lieben: Unsere "Core Taste Competences" und taste for life®

6.3.4 Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

6.3.5 Ergebnissituation

6.4 Finanzlage

6.4.1 Finanzmanagement

6.4.2 Cashflow- und Liquiditätsanalyse

6.4.3 Investitionen und Akquisitionen

6.5 Vermögenslage

6.5.1 Ausgewählte Bilanzposten

6.5.2 Nettoverschuldung

6.6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Muttergesellschaft

6.6.1 Überblick zum Geschäftsjahr

6.6.2 Geschäftsverlauf der Symrise AG

6.6.3 Vermögens- und Finanzlage der Symrise AG

6.6.4 Ertragslage Symrise AG

6.6.5 Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG

6.7 Immaterielle, nicht bilanzierte Werte

6.7.1 Supply Chain

6.7.2 Beschaffung

6.7.3 Kundenbindung

6.7.4 Wissensmanagement

7 NACHHALTIGKEIT

8 FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

8.1 Leitlinien und Schwerpunkte

8.2 Organisation

8.3 Personal, Aufwand und Ergebnisse

8.4 Ausgewählte Projekte/ Neue Produkte

9 MITARBEITER

9.1 Struktur der Belegschaft

9.2 Personalstrategie

9.3 Personalmaßnahmen

9.3.1 Neue Mitarbeiter

9.3.2 Weiterbildung

9.3.3 Mitarbeitermotivation

9.3.4 Vergütung und Tarifverträge

9.3.5 Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

10 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

10.1 Grundsätze

10.2 Struktur und Prozess des Risikomanagements

10.2.1 Umfeld- und Branchenrisiken

10.2.2 Unternehmensstrategische Risiken

10.2.3 Leistungswirtschaftliche Risiken

Produktrisiken

Beschaffungsrisiken

Betriebsrisiken

10.2.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

10.2.5 Personalrisiken

10.2.6 Rechtliche Risiken

10.2.7 IT-Risiken

10.3 Gesamtbewertung der Risikolage

10.4 Chancenmanagement

10.4.1 Ausgewählte Chancen

11 WESENTLICHE MERKMALE DES RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

11.1 Grundzüge und Ziele

11.2 Organisation und Prozess

12 NACHTRAGSBERICHT

13 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

14 PROGNOSEBERICHT

14.1 Künftige Rahmenbedingungen

14.2 Künftige Unternehmensentwicklung

14.3 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens

15 VERGÜTUNG DES VORSTANDS

16 ANGABEN GEMÄß PARAGRAPH 315 ABS. 4 HGB

17 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

18 VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

1 Überblick zum Geschäftsjahr 2011

Das Geschäftsjahr 2011 verlief für den Symrise Konzern erfolgreich. Nach dem außerordentlichen Wachstum des Vorjahres hat sich die Umsatzentwicklung im Jahr 2011 wieder normalisiert. Die verschärfte Staatsschuldenkrise in Europa und die anhaltende Konsumschwäche in den USA haben sich allerdings auch auf unser Geschäft ausgewirkt. Zudem haben wir zur Sicherung unserer Ertragskraft bewusst auf weniger profitables Geschäft verzichtet. Der Umsatz des Konzerns stieg im Berichtsjahr somit nur um 1 % auf 1.584 Mio. €. Währungsbereinigt wurde ein Wachstum von 2 % erzielt. Der Umsatzanteil mit den strategisch wichtigen Top 10-Kunden erhöhte sich 2011 auf 31 %. Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 3 %, der Anteil am Gesamtumsatz lag wie im Vorjahr bei 46 %.

Die Kapazitäten des Symrise Konzerns waren 2011 weltweit gut ausgelastet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) ging von 331 Mio. € im Vorjahr auf 316 Mio. € zurück. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 20,0 %, nach 21,1 % im Vorjahr. Scent & Care erzielte einen Umsatz von 801 Mio. €, dies entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von 1 %. Das EBITDA lag bei 158 Mio. € (Vorjahr: 161 Mio. €). Die EBITDA-Marge beläuft sich auf 19,7 %, nach 20,0 % im Vorjahr. Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition nahm der Umsatz währungsbereinigt um 3 % zu und erreichte 782 Mio. €. Das EBITDA dieses Geschäftsbereichs beträgt ebenfalls 158 Mio. € (Vorjahr: 170 Mio. €). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 20,2 %, nach 22,2 % 2010.

Der Jahresüberschuss des Symrise Konzerns für das Geschäftsjahr 2011 beläuft sich auf 147 Mio. €, nach 134 Mio. € im Vorjahr. Damit stieg das Ergebnis je Aktie von 1,13 € um 10 % auf 1,24 €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 vor, eine Dividende von 0,62 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten.

Der operative Cashflow des Unternehmens summierte sich 2011 auf 201 Mio. €. Die liquiden Mittel stiegen zum Jahresultimo 2011 auf 119 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) sank auf 703 Mio. € und belief sich zum Bilanzstichtag auf das 2,2-fache des EBITDA.

Symrise blickt verhalten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2012. Wir streben wiederum ein moderates, währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 2 % und 4 % an. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise per Saldo nicht über dem Niveau von 2011 liegen und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2011 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2012 eine nachhaltige EBITDA-Marge von rund 20 %. Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA sollte im Zielbereich von 2,0 bis 2,5 liegen.

Kennzahlen im Überblick

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in Mio. € 2010 2011 Veränderung

in %
Veränderung in % währungsbereinigt
Umsatz 1.571,9 1.583,6 0,7 2,0
EBITDA 331,2 315,9 -5 -4
EBITDA-Marge in % 21,1 20,0
Jahresüberschuss 133,5 146,5 10
Ergebnis je Aktie in € 1,13 1,24 10
Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA (31.12.) Verhältnisgröße 2,2 2,2

2 Struktur und Geschäftstätigkeit

2.1 Unternehmensprofil

Symrise entwickelt, produziert und vertreibt Duft- und Geschmackstoffe sowie aktive Wirkstoffe für die kosmetische Industrie. Zu den Kundenbranchen zählen die Parfüm-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie sowie Anbieter von Haushaltsprodukten. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Lösungen in den Anwendungsgebieten Gesundheit und Körperpflege durch biofunktionale und bioaktive Inhalts- und Wirkstoffe tätig. Im Jahr 2011 erzielte Symrise einen Umsatz von rund 1,6 Mrd. € und ist damit das viertgrößte Unternehmen im Markt für Duft- und Geschmackstoffe weltweit. Die Produkte des Unternehmens finden Abnehmer in 160 Ländern, wobei 2011 54 % der Umsätze auf Industrieländer in Westeuropa, Nordamerika und in Teilen Asiens entfielen. Die Zahl unserer Kunden belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf über 6.000. Einen Umsatzanteil von 46 % erreichten wir in den sogenannten Emerging Markets in Asien, Südamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Osteuropa. In den zwei Geschäftsbereichen des Symrise Konzerns - Scent & Care und Flavor & Nutrition - arbeiten zusammen rund 5.400 Mitarbeiter. Die Standorte des Unternehmens verteilen sich auf 36 Länder, wodurch wir auf unseren wichtigen Absatzmärkten vor Ort vertreten sind. Das Wachstum aus eigener Kraft ergänzen wir mit Akquisitionen, wenn uns diese eine stärkere Marktposition bieten oder Zugang zu wichtigen Technologien ermöglichen. Bedeutende Kooperationen in den Bereichen Produktentwicklung und -forschung bestanden 2011 beispielsweise mit Ecobiotics, InterMed Discovery und Axxam.

Der Symrise Konzern entstand aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen damit bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2011 von rund 2,4 Mrd. € zu den im MDAX geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf 94 %.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den beiden Geschäftsbereichen. Sie verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.

Beide Geschäftsbereiche haben ihre Organisation in vier Regionen mit eigenständigen regionalen Leitungen eingeteilt:

Europa, Afrika und Mittlerer Osten (EAME)
Nordamerika
Asien/Pazifik
Lateinamerika

Die Aktivitäten der zwei Geschäftsbereiche erstrecken sich auf mehrere Geschäftsfelder beziehungsweise Anwendungsbereiche. Die Geschäftsfelder des Geschäftsbereichs Scent & Care sind: Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care. Die Geschäftsfelder sind zudem anhand verschiedener Anwendungsbereiche strukturiert; Fragrances ist beispielsweise in Fine Fragrances, Personal Care und Household unterteilt. Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition konzentriert sich auf Produkte in den Anwendungsbereichen Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health. Consumer Health ist ein im Jahr 2009 von Symrise neu erschlossener Anwendungsbereich.

Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen & Controlling, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Corporate Compliance, Interne Revision sowie globales Prozess-Design zur Ausschöpfung geschäftsbereichsübergreifender Synergien wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik - auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.

Der Firmensitz von Symrise befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.114 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Zudem ist ein Großteil der Mitarbeiter des Corporate Center in Holzminden konzentriert. Regionale Hauptsitze befinden sich in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo) und Singapur. Wichtige Produktionsanlagen befinden sich in Deutschland, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Ein Beispiel ist das "Global Citrus Center" in Sorocaba in Brasilien. Hier haben wir die Möglichkeit eines direkten und ressourcenschonenden Zugangs zu qualitativ hochwertigen Rohstoffen. Im Jahr 2011 konnten wir auf dieser Basis eine Reihe neuartiger hochkonzentrierter Zitrus-Öle entwickeln und produzieren. Entwicklungszentren finden sich insbesondere in Deutschland, Brasilien, China, Frankreich, Singapur und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 30 Ländern.

STANDORTE WELTWEIT 2011

2.2 Leitung und Kontrolle

Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.

Der Vorstand besteht zum 31. Dezember 2011 aus vier Mitgliedern: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstandsvorsitzender), Achim Daub (Vorstand Scent & Care), Hans Holger Gliewe (Vorstand Flavor & Nutrition) und Bernd Hirsch (Vorstand Finanzen). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem Ziel, den Unternehmenswert zu steigern.

Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.

Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Geschäftsbericht im Bericht des Aufsichtsrats und im Corporate Governance-Bericht dargestellt.

2.3 Geschäftstätigkeit und Produkte

Symrise stellt etwa 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette beider Geschäftsbereiche erstreckt sich über die Produktforschung, Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung der Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig entfällt auf unsere Produkte meist nur ein geringer Anteil der Gesamtkosten des Endprodukts. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmackstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F&E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben (Europa, Asien/Pazifik, Nordamerika, Lateinamerika) ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F&E-Aktivitäten. Sie schafft die Grundlage für die Entwicklung marktfähiger und langfristig erfolgreicher Produkte, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Verbraucher in verschiedenen Teilen der Welt gerecht werden.

Unternehmensstruktur

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Geschäftsbereiche
Scent & Care Flavor & Nutrition
Geschäftsfelder
Fragrances Life Essentials Aroma Molecules Oral Care
Anwendungsbereiche
Fine Fragrances Cosmetic Ingredients -Active Ingredients -Functionals -Botanicals Sensates (Menthole) Beverages
Personal Care UV-Filter Special Fragrance & Flavor Ingredients Savory
Household Fine Aroma Chemicals Sweet
Consumer Health

Zu unseren Kunden zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln. Vor allem große Hersteller legen erheblichen Wert auf global tätige Lieferanten. Die weltweite Präsenz und Innovationskraft der Lieferanten sind wichtige Grundlagen für die Aufnahme in den Kreis der Kernlieferanten (so genannte Core Lists). Die Aufnahme auf eine solche Core List ist für uns die Voraussetzung, an einer deutlich größeren Zahl von Produktausschreibungen (Briefings) teilzunehmen und diese zu gewinnen. Die Kunden überprüfen die jeweiligen Listen im Schnitt alle drei bis vier Jahre. Dabei sind, neben der finanziellen Solidität und globalen Reichweite des Unternehmens, die Innovationskraft und die Kreativität die wichtigsten Faktoren, um in die Core List aufgenommen beziehungsweise weiterhin auf der Liste geführt zu werden. Zudem entwickelt Symrise eigenständig innovative Produkte und Lösungen und präsentiert diese möglichen Abnehmern. Zum Beispiel werden unter dem Markennamen Taste for Life® eine Vielzahl von Produktkonzepten mit dem Schwerpunkt Gesundheit, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit angeboten. Ein weiteres Beispiel ist der in dem Bereich Scent & Care entwickelte neue kosmetische Wirkstoff SymHelios®, der die Hautzellen vor negativen Umwelteinflüssen und starker Sonneneinstrahlung schützt.

Die Produktion der Duft- und Geschmackstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.

2.3.1 Scent & Care

Die mehr als 15.000 Produkte des Geschäftsbereichs werden in rund 135 Ländern vertrieben. Zum Leistungsportfolio zählen Duftkompositionen, kosmetische Inhaltsstoffe, Aromachemikalien sowie Mintprodukte. Standorte bestehen in mehr als 30 Ländern. Große Niederlassungen befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Indien, Singapur und den USA. Der Geschäftsbereich unterteilt sich in die Geschäftsfelder Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care, in denen unsere Produkte wie folgt in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:

Fragrances:

Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Personal Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Household) eingesetzt. Kunden erhalten die Parfümöle in flüssiger Form oder verkapselt. Die Kompositionen entstehen in der Regel auf Anfrage und nach Briefing eines Kundenunternehmens. Zu den Endprodukten, in die Parfümöle eingehen, zählen im Anwendungsbereich Personal Care Haarpflegeprodukte, Waschlotionen, Hautcreme oder Duschgel. Zudem kommen Lösungen von Symrise zur Überdeckung unangenehmer Körpergerüche beispielsweise in Deodorants zum Einsatz. Wasch- und Reinigungsmittel sowie Lufterfrischer sind Beispiele für die Anwendung von Parfümölen in Haushaltsprodukten. Parfümöle verleihen beispielsweise Reinigungsmitteln einen angenehmen Duft. Darüber hinaus maskieren Parfümöle unangenehme Gerüche.

Life Essentials:

Die hier hergestellten Produkte werden in Hautpflegeprodukten, Haarpflegeprodukten, Sonnencremes, Aftershave-Balsams, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos oder Deodorants eingesetzt. Einen wichtigen Teil dieses Geschäftsfelds bilden die Produkte mit pflegenden Eigenschaften. Alternative Konservierungsstoffe sind ein weiterer Schwerpunkt. Das Geschäftsfeld unterteilt sich in die Anwendungsbereiche Cosmetic Ingredients und UV-Filter.

Bei Cosmetic Ingredients konzentriert sich Symrise auf die Entwicklung von Active Ingredients, Functionals und Botanicals. Active Ingredients sind hochwirksame Substanzen für die kosmetische Pflege, beispielsweise Stoffe, die die Hautalterung verlangsamen (Anti-Aging), entzündete oder gereizte Haut beruhigen (Anti-Irritants) oder antibakteriell wirken. Ein weiteres Beispiel ist ein feuchtigkeitsspendender Wirkstoff, dessen Anwendung eine geringere Dosierung von herkömmlichen Konservierungsstoffen erlaubt. Neuentwicklungen, die auf aktiven Inhaltsstoffen basieren, sind beispielsweise SymFinity® 1298, ein hochwirksamer Echinacea Pupurea-Extrakt, der die Lebensdauer von Hautzellen erhöht, sowie alpha-Bisabolol®, ein hautberuhigender Wirkstoff für die Kosmetikindustrie. Der Anwendungsbereich Botanicals umfasst Pflanzenextrakte, die zusätzlich zu ihrer funktionalen Wirkungsweise dank ihrer olfaktorischen Qualitäten eine hohe Attraktivität beim Verbraucher aufweisen. Beispiele hierfür sind Extrakte aus Safran (hautaufhellende, antioxidative und entzündungshemmende Effekte) oder weißer Tee (antioxidative Wirkung).

Im Bereich der organischen UV-Filter verfügt Symrise über ein umfangreiches Portfolio an öl- und wasserlöslichen UVB- und UVA-Filtern, die unter der Bezeichnung Neo-Heliopan® vertrieben werden. Im Bereich der anorganischen UV-Filter liegt der Fokus auf Zinkoxid, das neben einer großen Bandbreite an dermatologischen Anwendungsmöglichkeiten eine höchst effektive Sonnenschutzwirkung aufweist.

Aroma Molecules:

Produkte, die in flüssiger oder kristalliner Form in den Anwendungsbereichen Sensates (Menthole), Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals zum Einsatz kommen. Im Anwendungsbereich Sensates wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals umfassen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität. Die erzeugten Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen verwandt als auch an die Unternehmen der Konsumgüterindustrie vertrieben, die daraus Parfümöle herstellen. Ein wichtiger Anwendungsbereich sind unter anderem biologisch abbaubare Moschusduftstoffe, die eine deutlich erhöhte Haftung auf Haaren, Haut oder Textilfasern aufweisen und ein wesentlicher Bestandteil von Parfümölen sind.

Oral Care:

Symrise bietet die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an. Zu den besonders innovativen Produkten gehört Optacool®, das einen frischen Mintgeschmack mit einem kühlenden Frischeerlebnis verbindet. Ein weiteres Produkt ist Optaflow®; es regt auf natürliche Weise den Speichelfluss an und trägt so zur Mundhygiene und einem verbesserten Mundgefühl bei.

2.3.2 Flavor & Nutrition

Das Produktspektrum von Flavor & Nutrition besteht aus mehr als 15.000 Produkten, die in 140 Ländern verkauft werden. Die flüssigen, pulverförmigen, granulierten oder als Paste produzierten Geschmackstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte) und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmackstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Grundstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Der globale Anwendungsbereich Consumer Health bedient unter anderem den wachsenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel und pharmazeutische Präparate. Die Standorte des Geschäftsbereichs befinden sich in mehr als 30 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika. Hauptniederlassungen befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, England, Frankreich, Indien, Japan, Mexiko, Singapur und den USA.

Im Einzelnen kommen die Geschmack- und Inhaltsstoffe von Symrise in vier Anwendungsbereichen zum Einsatz:

Beverages:

Unsere Geschmackstoffe finden Eingang in alkoholfreie Getränke wie Erfrischungsgetränke, Fruchtsaftgetränke, Energie- und Sportgetränke, Tee- und Kaffeegetränke, Milchmischgetränke sowie funktionelle Getränke, die wahlweise mit Milch oder Joghurt, Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen oder Pflanzen- und Kräuterextrakten gemischt werden. Zudem verfügt Symrise über Anwendungen mit Aromagranulaten für Instantgetränke wie Tee- und Kaffee-Spezialitäten. Die so genannten Blossom-Teas, wie beispielsweise Roter Tee mit Rose, gehören zu den neuesten Getränkekonzepten von Symrise bei Soft-Drinks. Produktkonzepte für Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte haben wir konsequent um neue Früchte wie Aroniabeeren, Sanddorn oder die Acerolakirsche ergänzt. Das Spektrum wird erweitert durch Geschmackstoffe, Destillate und Extrakte für nahezu alle gängigen Formen alkoholischer Getränke - zum Beispiel für Liköre, Spirituosen, Biermischgetränke und weinhaltige Getränke. Ein besonderes Augenmerk richten wir auf Biermischgetränke, bei denen neben dem Aroma auch Farb- und Konservierungsstoffe als Komplettlösung angeboten werden, die über eine optimale Stabilität in einer Bier-Matrix verfügen.

Savory:

Hierzu gehören Fleischaromen, Kräuter- und Gemüseextrakte, Weinaromen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte sowie Aufstreuwürzungen, so genannte Seasonings für Snacks. Spezielle Geschmackstoffe von Symrise helfen auch dabei, den Salz- und Fettgehalt in Nahrungsmitteln ohne Einbußen am Geschmack erheblich zu senken. In Savory wurde bereits 2009 der Anwendungsbereich Tobacco eingegliedert. Die von uns entwickelten Tabakaromen werden von der Tabakindustrie zur Herstellung von Zigaretten- und Pfeifentabak eingesetzt. Zudem bieten wir spezielle Aromatisierungsverfahren für Tabakprodukte an.

Sweet:

Dieser Anwendungsbereich umfasst die Bereiche Süßwaren, Backwaren, Eiscreme und Milchprodukte. Im Fokus stehen Produkte mit verbesserter Aromenfreisetzung und Aromasysteme mit so genannten maskierenden Eigenschaften, die den Einsatz von funktionalen Inhaltsstoffen ermöglichen und gleichzeitig deren häufig unangenehmen Geschmack überdecken. Symrise konzentriert sich insbesondere auf Vanille-, Zitrus- und Mintaromen. Seit 2009 bieten wir ausgewählte hochwertige Extrakte der Bourbon-Vanille, die wir auf Madagaskar gewinnen, mit Zertifizierung für den biologischen Anbau an. Damit eignen sie sich für die Verwendung in als biologisch gekennzeichneten Endprodukten (organic food).

Consumer Health:

Hierunter fallen natürliche funktionale Inhaltsstoffe zur Förderung beispielsweise der Herz- und Verdauungsfunktion, Geschmackslösungen pharmazeutischer Produkte, Aromatisierungen für pharmazeutische Produkte sowie natürliche Lebensmittelfarben und färbende Lebensmittel (Spezialitäten).

3 Markt und Wettbewerb

3.1 Marktstruktur

Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Duft- und Geschmackstoffe (F&F-Markt/ Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2011 nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants auf 12,2 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsfeldern Life Essentials und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach eigenen Schätzungen 2011 ein Umsatzvolumen von 4,0 Mrd. € aufwies. In beiden Teilmärkten sind die vermarkteten Stoffe Bestandteile einer Reihe von Produkten, die vom Endverbraucher konsumiert beziehungsweise angewandt werden. Insofern sind beide Märkte in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt (AFF-Markt) weist damit insgesamt eine Größe von 16,2 Mrd. € auf und wächst langfristig durchschnittlich um etwa 2 - 3 % pro Jahr.

Marktgröße relevanter AFF-Markt 2011 (in Mrd. €)

(insgesamt etwa 16,2 Mrd. €)

Quelle: IAL (7th edition), eigene Schätzungen

Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter, inklusive Symrise, zusammen einen Marktanteil von etwa 55 % erreichen.

Für den F&F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass häufig für ein Endprodukt länderspezifisch unterschiedliche Rezepturen verwendet werden. Des Weiteren sind die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung geprägt. Gleichzeitig ist seit geraumer Zeit bei unseren Kunden eine zunehmende Marktkonsolidierung hin zu global tätigen Unternehmen zu beobachten, die ihrerseits ebenfalls global tätige Lieferanten bevorzugen. Weltweite Präsenz und hohe Innovationskraft sind daher wichtige Grundlagen für die Aufnahme in den Kreis der Kernlieferanten der großen internationalen Kunden (so genannte Core Lists). Sie überprüfen ihre Core Lists im Durchschnitt nur alle drei bis vier Jahre. Darüber hinaus sind die Unternehmen der Branche in einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld tätig.

Neben den unterschiedlichen lokalen Geschmackspräferenzen und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst. Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmackstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den Emerging Markets durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt etabliert sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Convenience und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden. Steigende Qualitätsanforderungen, schnell wechselnde Produktneuheiten sowie Multifunktionalität von Produkten sind weitere Wachstumstreiber. Entscheidende Vorteile im Wettbewerb bestehen darin, Markttrends frühzeitig zu erkennen und innovative Produkte auch mittels neuer Technologien zu entwickeln und erfolgreich im Markt zu etablieren.

3.2 Marktposition von Symrise

Symrise ist gemessen am Umsatz das viertgrößte Unternehmen der F&F-Branche. Bezogen auf den relevanten AFF-Markt von 16,2 Mrd. € betrug der Marktanteil des Unternehmens im Jahr 2011 10 %. Die großen Wettbewerber von Symrise, wie Givaudan, IFF oder Firmenich, sind vornehmlich im traditionellen Aromen- und Duftstoff- beziehungsweise Parfümölgeschäft aktiv. Symrise hat beide Geschäftsbereiche um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent & Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Flavor & Nutrition um Nahrungsergänzungsmittel. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenschutzfiltern oder anderen kosmetischen Inhaltsstoffen steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Segmenten dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F&F-Branche gehören.

Marktanteile AFF-Markt (in %)

(Marktvolumen etwa 16,2 Mrd. €)

Quelle: Unternehmensdaten und eigene Schätzungen

Symrise erzielte im Jahr 2011 ein Umsatzwachstum von 1 %. Wie in den vorangegangenen Jahren haben auch im Jahr 2011 beide Geschäftsbereiche neue Core List-Positionen hinzugewonnen und damit die Basis für künftiges Wachstum und eine weiter gestärkte Marktposition gelegt.

In einzelnen Marktbereichen nehmen wir weltweit führende Positionen ein, wie beispielsweise bei der Synthese von naturidentischem L-Menthol, dessen Derivaten und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter. Durch die Akquisition der Parfümölgeschäfte von Intercontinental Fragrances und Manheimer Fragrances sind wir zu einem führenden Hersteller auf dem US-amerikanischen Markt für Lufterfrischer (Air Care-Markt) und Duftkerzen aufgerückt. Unsere Position im Markt für Geschmackstoffe konnten wir in den USA durch die Akquisition der Aromen-Sparte von Chr. Hansen im Jahr 2008 ausbauen. In Ägypten erreichten wir durch den Erwerb von Futura Labs eine marktführende Stellung bei Geschmackstoffen und Grundstoffen für die Getränkeindustrie.

4 Ziele und Strategie

4.1 Ziele

Durch ertragsorientiertes Wachstum wollen wir unsere Marktposition und Unabhängigkeit weiter stärken.

Marktposition: Unser Umsatz soll langfristig schneller wachsen als der Markt, der im Durchschnitt jährlich um etwa 2-3 % wächst. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen.
Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von 20 % an.
Finanzlage: Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Pensionsrückstellungen) zu EBITDA soll mittelfristig in einem Korridor zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ein kurzfristiges Überschreiten dieses Bereichs ist aus unserer Sicht beispielsweise im Falle von Akquisitionen im Rahmen unserer Strategie möglich. Ein kontinuierlich hoher operativer Cashflow trägt zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei.

Unsere Aktionäre beteiligen wir an dem wirtschaftlichen Erfolg durch eine attraktive Dividende. Für das Geschäftsjahr 2011 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,62 € je Aktie vorschlagen, was gegenüber dem Vorjahr einer Erhöhung um 3 % entspricht.

Symrise hat sich zum Ziel gesetzt, den sich wandelnden Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucher durch Innovation und Kreativität besser gerecht zu werden als seine Wettbewerber. Unser Fokus auf Forschung und Entwicklung, auf neue und innovative Produktkonzepte und Produktgruppen soll dabei helfen, die Marktanteile im Segment hochwertiger und margenstarker Produkte weiter zu erhöhen.

Der globale Anwendungsbereich Consumer Health ist ganz auf funktionale Inhaltsstoffe für Nahrungsergänzungsmittel und Geschmackslösungen für Gesundheitspräparate spezialisiert. Moderne Verbraucher wollen Produkte, die zahlreiche Ansprüche auf einmal erfüllen:

Nahrungsmittel sollen gesund sein und für Wohlbefinden sorgen, dabei unkompliziert konsumierbar sein und gut schmecken. Insbesondere zwei Faktoren beeinflussen diesen Trend: Zum einen wächst das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, zum anderen spielt die Individualisierung von Konsumenten-Bedürfnissen eine Rolle. Der Verbraucher will maßgeschneiderte Produkte, die nicht einfach nur "gesund" sind, sondern konkrete Zwecke erfüllen müssen: das Herz stärken, die Haut straffen, den Alterungsprozess verlangsamen oder die körperliche Fitness unterstützen.

Diesem wachsenden Markt tragen wir mit unserer Health & Nutrition-Strategie Rechnung. Teil der Strategie ist das "Competence Center for Health & Nutrition". Das Kompetenzzentrum arbeitet unabhängig für alle vier Anwendungsbereiche (Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health), versorgt diese mit Markt- und Konsumentendaten sowie Informationen zur Produktsicherheit und unterstützt sie bei der Entwicklung innovativer Produkte und Inhaltsstoffe, basierend auf wissenschaftlichen und ernährungsphysiologischen Erkenntnissen. Mit diesen Lösungen wollen wir ein unverzichtbarer Partner für unsere Kunden sein.

4.2 Strategie

Unsere Wachstums- und Rentabilitätsziele werden wir durch die konsequente Umsetzung unserer Strategie erreichen. Wachstum, Effizienz und Portfolio: Mithilfe dieser drei Säulen unserer Strategie setzen wir Mission und Vision in konkrete Maßnahmen um, die zum wirtschaftlichen Erfolg führen.

Wachstum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Geschäft in den Schwellenländern weiter aus. Wir stellen sicher, dass wir in unseren Kernkompetenzen Innovationsführer sind. So sichern wir unser Wachstum.
Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität.
Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. So sichern wir unsere einzigartige Marktposition.

Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein.

4.3 Wertorientierte Steuerung

Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir einen Zielwert von 20 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswertes ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. So misst der verwendete Symrise Value Added (SVA) die Steigerung des Ertragswerts über eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus. Das Konzept verbindet die zwei Werthebel Erhöhung der Profitabilität und Optimierung des eingesetzten Vermögens beziehungsweise Kapitals mit dem Ziel, eine Wertsteigerung über die Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus zu erzielen.

Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Wichtige Kennzahlen sind beispielsweise der operative Cashflow und die Relation Nettoverschuldung zu EBITDA.

Zu einer wertorientierten Unternehmensführung zählt auch die Teilhabe der Anteilseigner am erwirtschafteten Ergebnis in Form einer attraktiven Dividende. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Unternehmens. Wir wollen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.

5 Rahmenbedingungen

5.1 Differenzierte Auswirkungen auf Symrise

Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine große Rolle. Deutlich negative oder positive Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Leistung wirken senkend oder steigernd auf den Absatz von Produkten, in denen unsere Duft- oder Geschmackstoffe eingesetzt werden, was sich im Nachfrageverhalten unserer Kunden äußert. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung.

Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Bezugsländern, betroffen sein.

Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.

5.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die weltwirtschaftliche Entwicklung schwächte sich 2011 deutlich ab. Die Ursachen waren vielfältig. Die Schuldenkrise einiger europäischer Länder belastete nicht nur die Finanzmärkte, sondern wirkte auch über die notwendigen Einsparungsmaßnahmen dämpfend auf die Realwirtschaft. Auch einige Schwellenländer strafften ihre Geld- und Finanzpolitik, um inflationären Tendenzen entgegenzuwirken. Politische Unruhen im Mittleren Osten und in Nordafrika schränkten zeitweise das Ölangebot ein. Hinzu trat die Umwelt- und Reaktorkatastrophe in Japan im Frühjahr 2011. Nach Schätzungen der Weltbank hat sich das globale Wirtschaftswachstum von 4,1 % im Jahr 2010 auf 2,7 % im Jahr 2011 verlangsamt. Die Expansion des Welthandelsvolumens, das stärkeren Schwankungen unterliegt als die Wirtschaftsleistung, halbierte sich von 12,4 % 2010 auf 6,6 % im vergangenen Jahr.

BIP-Entwicklung 2010/2011 (in %)

Quelle: Weltbank

Das konjunkturelle Abbremsen im Jahr 2011 war in den Industrieländern besonders ausgeprägt. Hier sank die durchschnittliche Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahresvergleich 2010/2011 von 3,0 % auf 1,6 %. Verstärkt durch die Ereignisse in Fukushima, sank das BIP Japans 2011 sogar um schätzungsweise 0,9 %. Die Volkswirtschaft der USA stagnierte im ersten Halbjahr 2011, belebte sich aber im weiteren Jahresverlauf. Die Wirtschaftsleistung dürfte hier 2011 um 1,7 % zugelegt haben, wobei der Arbeitsmarkt und der Bau- und Immobiliensektor weiterhin die Schwachpunkte der US-Wirtschaft darstellen. Die Wirtschaft in den Ländern des Euro-Raums expandierte 2011 um durchschnittlich 1,6 %, wobei erhebliche Unterschiede im Konjunkturverlauf bestanden. Wie schon 2010, übertraf das Wirtschaftswachstum in Deutschland das der anderen Länder der Währungsgemeinschaft: Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes nahm das deutsche BIP 2011 um 3,0 % zu. Die wirtschaftliche Expansion fand allerdings hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt, ab dem Sommer belasteten die schwächere weltwirtschaftliche Entwicklung und die Euro-Schuldenkrise den Konjunkturverlauf. Die Wachstumsimpulse kamen 2011 vor allem aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben nahmen um 1,5 % zu, die Bauinvestitionen um 5,4 % und die Ausrüstungsinvestitionen um 8,3 %. Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt verbesserte sich weiter. Die Verbraucherpreise stiegen allerdings mit 2,3 % deutlich ausgeprägter als in den Vorjahren.

Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer verlief auch 2011 auf einem höheren Niveau als das in den Industrieländern. Nach einem Plus von 7,3 % im Jahr 2010 verringerte sich die durchschnittliche Zuwachsrate der Wirtschaftsleistung in den Emerging Markets 2011 auf 6,0 %. Einerseits litt die Wirtschaftsentwicklung dieser Ländergruppe unter den verringerten Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte in den Industrieländern, andererseits nahmen einige Länder - namentlich Brasilien, Indien, Russland, Südafrika und die Türkei - bewusst Wachstumseinbußen in Kauf, und wirkten mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen einer Überhitzung der Wirtschaft entgegen. In regionaler Betrachtung führte 2011 Ostasien mit China an der Spitze die Rangliste der wachstumsstärksten Regionen an: das Plus belief sich hier auf 8,2 %, in China auf 9,1 %. Die Länder in Südasien wuchsen durchschnittlich um 6,6 %, Indien erzielte einen BIP-Anstieg um 6,5 %. Die Wirtschaftskraft Lateinamerikas erhöhte sich 2011 im Mittel um 4,2 %, wobei Brasilien mit 2,9 % Wirtschaftswachstum etwas zurückblieb. Argentinien erreichte einen BIP-Anstieg von 7,5 %, Mexiko von 4,0 %.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:

Konjunkturelle Schwankungen haben in den entwickelten Märkten kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse, beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt, abdecken.
Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care (etwa 10 bis 15 % unseres Produktportfolios).
In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Duft- und Geschmackstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung.
Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte.

Vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld gingen 2011 keine gravierenden Effekte auf den Geschäftsverlauf von Symrise aus. Aufgrund unserer breiten internationalen Aufstellung wurden Nachfrageschwächen in einzelnen Ländern durch eine lebhaftere Geschäftstätigkeit an anderem Ort ausgeglichen.

5.3 Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte

Der für den Symrise Konzern relevante AFF-Markt ist im Jahr 2011 um etwa 4,5 % gewachsen; sein Volumen lag bei 16,2 Mrd. €. In den einzelnen Marktbereichen waren dabei ähnliche Entwicklungen zu verzeichnen. Der Markt für Geschmackstoffe legte nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants 2011 um 4,5 % auf 6,4 Mrd. € zu. Der Markt für Duftstoffe wuchs ebenfalls um 4,5 % auf 5,8 Mrd. €. Der Absatz von Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffen dürfte 2011 nach eigenen Schätzungen um etwa 5 % auf 4,0 Mrd. €, nach 3,8 Mrd. € im Jahr 2010, zugenommen haben.

5.4 Preisentwicklung und Verfügbarkeit der Rohstoffe

Symrise setzt in der Produktion annähernd 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von besonderer Bedeutung sind natürliche Zitrusderivate (Saft, ätherische Öle, etc.), Citral- und Terpenderivate sowie vom Rohöl abgeleitete Basischemikalien, die als Mentholvorprodukte, Lösungsmittel sowie als Rohstoffe für Sonnenschutzfilter und spezielle Riechstoffe in der Symrise Wertschöpfungskette ihren Einsatz finden. Generell entfallen jedoch auf einzelne Rohstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer großen Zahl von Rohstoffen waren 2011 weltweit eher mäßige bis schlechte Ernten zu verzeichnen, bedingt durch starke Regenfälle, Dürre- oder Kälteperioden. Im Zitrus-Bereich bestand und besteht weiterhin eine angespannte Marktlage. Auch bei Citral- und Terpenderivaten, die bei der Herstellung von Duftkompositionen eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und somit die Kostensituation verschlechtert. Ähnliches gilt für die Basischemikalien, deren Preise bis zum dritten Quartal 2011 durch die sehr hohe Nachfrage, besonders in Asien, stark stiegen. Die anhaltende Aufwertung des chinesischen Renminbis unterstützte diese Entwicklung. Nach einer geringfügigen Entspannung bewegten sich die Preise zum Ende 2011 hin weiter auf hohem Niveau.

Insgesamt stiegen die Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2011, insbesondere im ersten Halbjahr, etwas stärker an als von uns erwartet. Dabei glichen sich die Effekte aus der Veränderung von Wechselkursen in der Gesamtbetrachtung zwar weitgehend aus, bei einzelnen Rohstoffen ergaben sich jedoch starke Preisverzerrungen. Generell nahm die Preisvolatilität 2011 weiter zu. Als Konsequenz daraus bestanden viele Lieferanten auf verkürzten Kontraktlaufzeiten. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit Lanxess bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration, d.h. unter Einbeziehung der lokalen Bauern in Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Herkunftsland von Bourbon-Vanille.

5.5 Politische und regulatorische Rahmenbedingungen

Im Jahr 2011 gab es einige regulatorische Änderungen in den Gesetzgebungen verschiedener Länder. Nach der Einreichung von REACH Registrierungs-Dossiers für hohe Tonnagen im Jahr 2010 lag der Fokus bei REACH 2011 auf der Vorbereitung für die nächste Registrierungspflicht im Jahr 2013 für Substanzen mit mittlerer Tonnage. Symrise arbeitet derzeit als Lead-Registrant an der Registrierung von rund 20 Substanzen und in Joint Submissions für weitere rund 30 Stoffe. Die Einführung des neuen Systems zur Klassifizierung und Kennzeichnung von Stoffen, GHS (Globally Harmonised System), wurde 2011 in verschiedenen Ländern vorangetrieben. Symrise konnte GHS fristgerecht für die Standorte in Südafrika und China für alle Rohstoffe und Mischungen einführen. Unter anderem in China, der Türkei, Serbien und den USA bestehen erweiterte Bestimmungen für die Registrierung von Altstoffen und die Anmeldungen von Neustoffen. Alle daraus resultierenden Anforderungen für bestehende Geschäfte in den entsprechenden Ländern wurden von Symrise erfolgreich umgesetzt.

Die Produkte des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition kommen insbesondere in Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte), in Getränken (Soft-drinks, alkoholische und nichtalkoholische Getränke) sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die rechtlichen Vorschriften für die Verwendung von Geschmack- und Aromastoffen sind in den verschiedenen Rechtsräumen unterschiedlich gestaltet, insbesondere in der EU und den Vereinigten Staaten. So gelten je nach Rechtsraum unterschiedliche Höchstmengen für bestimmte Inhaltsstoffe und spezielle Kennzeichnungsvorschriften. Vor allem in der EU ergaben sich durch die neue EU-Aromenverordnung neue Anforderungen an die Allergenkennzeichnung, die von Symrise erfolgreich umgesetzt wurde. Im Hinblick auf die anstehende Veröffentlichung der so genannten EU Union List für Aromastoffe hat Symrise bereits pro-aktiv begonnen, seine Datensysteme für Spezifikationen entsprechend anzupassen. Im Jahr 2011 galten in der EU diverse Neuregelungen zu Kontaminanten in Lebensmitteln, getrieben durch Dioxin-Funde in Futtermitteln und die Reaktorkatastrophe in Fukushima. Symrise war von diesen Ereignissen nicht direkt betroffen. Selbstverständlich wurden aber alle daraus resultierenden Verordnungen bei Symrise entsprechend umgesetzt. Auch auf Ebene der Verbände der Aromenindustrie kam es im Jahr 2011 zu Veränderungen. Besonders hervorzuheben sind die Diskussionen über die Reorganisation von EFFA (European Flavour and Fragrance Association) und IOFI (International Organisation of the Flavor Industry), in die sich Symrise aktiv eingebracht hat, sowie die Neugründung eines russischen Aromenverbandes (RFA), zu dessen Gründungsmitgliedern Symrise gehört. Die Lebensmittelindustrie setzt unsere Geschmackstoffe weltweit in verschiedensten Märkten ein, so dass der globale Aspekt erheblich an Bedeutung gewinnt. Um die rechtliche Verkehrsfähigkeit unserer Produkte in den relevanten Märkten zu gewährleisten, nutzt Symrise unternehmensweite Datenverarbeitungssysteme und verfügt über umfangreiche Kenntnisse im Bereich Lebensmittelrecht. Durch unsere Expertise im regulatorischen Umfeld unterstützen wir unsere Kunden aktiv bei der Einführung ihrer Produkte in neuen Märkten.

Die Produkte im Bereich Health & Nutrition unterliegen den bereits genannten rechtlichen Regelungen für Aromen und Lebensmittel sowie teilweise den Anforderungen der EU-Verordnung Nr. 1924/2006 über "Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel" (Health Claims-Verordnung). Produktangaben über spezielle gesundheitsbezogene Aspekte von Inhaltsstoffen ("Health Claims") müssen gemäß dieser Verordnung zunächst bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) angemeldet und zugelassen werden. Die Anzahl der bisher von der EFSA genehmigten Health Claims ist derzeit noch sehr gering, der Genehmigungsprozess aller eingereichten Inhaltsstoffe wird wohl noch einige Jahre andauern. Daher beobachtet Symrise die Entwicklungen in diesem Bereich sehr genau, um gezielte Hilfestellung für die Produktentwickler geben zu können.

Weiterhin verfolgt Symrise die Entwicklungen bezüglich der anstehenden Änderungen in der Kosmetik-Gesetzgebung in der EU sehr genau, um fristgerecht reagieren zu können.

6 Unternehmensentwicklung

6.1 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Nach einem durch Nachholeffekte geprägten außerordentlich guten Geschäftsverlauf im Jahr 2010 blieb die Nachfrage im Geschäftsjahr 2011 stabil. Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten am Kapitalmarkt, der Konjunkturabschwächung im Jahresverlauf und der hohen Arbeitslosigkeit in einigen wichtigen Märkten ist dies eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Der Umsatz des Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2011 um 1 % auf 1.584 Mio. € an. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 2 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 46 % (Vorjahr: 46 %).

Die stark gestiegenen Rohstoffpreise konnten nur mit Verzögerung und nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) auf Konzernebene reduzierte sich um 5 %, von 331 Mio. € auf 316 Mio. €. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 20,0 % (Vorjahr: 21,1 %).

Der Jahresüberschuss 2011 hingegen stieg vor allem wegen eines besseren Finanzergebnisses um 13 Mio. € auf 147 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,24 € (2010: 1,13 €). Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 vorschlagen, die Dividende von 0,60 € auf 0,62 € je Aktie anzuheben.

6.2 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Die zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 geäußerte Erwartung eines währungsbereinigten organischen Umsatzwachstums von mehr als 3 % wurde im November 2011 auf 2 - 3 % angepasst.

Die Anfang 2011 abgegebene Prognose einer EBITDA-Marge von mindestens 20 % wurde im Laufe des Geschäftsjahres auf 20 % präzisiert.

Unsere Verschuldung, gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA, soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ende 2011 belief sich diese Kennzahl auf 2,2.

Zielerreichung 2011

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Ziel zu Beginn des Geschäftsjahres Erreichter Wert
Umsatzwachstum (währungsbereinigt) Mehr als 3% 2 %
Rohstoffpreise Stabil auf Niveau 2010 + 6,1%
EBITDA-Marge mindestens 20,0 % 20,0 %
Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) / EBITDA Mittelfristig 2 bis 2,5 2,2

Mit einem Umsatzanstieg von währungsbereinigt 2 % und einer resultierenden EBITDA-Marge von 20,0 % haben wir die Ziele, die wir zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 kommuniziert haben, zwar nicht vollumfänglich erreicht, sind aber angesichts des nicht erwarteten starken Anstiegs der Rohstoffpreise mit dem Ergebnis zufrieden. Ursache für den geringen Umsatzanstieg war im Wesentlichen die Aufgabe von unprofitablem Geschäft zur Erhaltung der Profitabilität. Die Nettoverschuldung entspricht dem 2,2-fachen EBITDA und lag damit in dem von uns gesteckten Korridor.

6.3 Ertragslage

6.3.1 Umsatz im Konzern

Im Gesamtjahr 2011 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 1.584 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr um 1 %, währungsbereinigt beträgt der Zuwachs 2 %. Die zweistelligen Wachstumsraten des Jahres 2010 konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß nicht gehalten werden.

Im Geschäftsjahr 2011 erhöhte sich der Umsatz mit den Top 10-Kunden währungsbereinigt um 7 %. Mit 31 % liegt der Anteil des Umsatzes mit dieser strategisch wichtigen Kundengruppe am Konzernumsatz etwas über Vorjahresniveau.

Geschäftsbereiche:

Scent & Care konnte den Umsatz währungsbereinigt um 1 % auf 801 Mio. € steigern. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 782 Mio. €; dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg von 3 % im Vergleich zum Vorjahr.

Umsatzentwicklung des Symrise Konzerns (in Mio. €)

Regionen:

Der Umsatz in der Region EAME nahm um 1 % zu (währungsbereinigt: 2 %). Die Umsatzentwicklung in Nordamerika im Geschäftsjahr 2011 konnte an die kräftigen Steigerungsraten des Vorjahres nicht anknüpfen; der Umsatz lag 4 % unter dem Vorjahr. Währungsbereinigt konnte hier dennoch ein geringfügiges Wachstum von 1 % erzielt werden. Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik entwickelte sich ebenfalls moderat; insgesamt stieg der Umsatz hier um 2 % (währungsbereinigt: 2 %). Der Umsatz in Lateinamerika erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 3 %. Währungsbereinigt erzielte die Region mit 5 % wieder das höchste Umsatzwachstum.

Umsätze nach Regionen

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in Mio. € 2010 2011 Veränderung

in %
währungsbereinigt
--- --- --- --- ---
EAME 761,5 771,2 1 2
Nordamerika 281,0 270,7 -4 1
Asien/Pazifik 343,0 350,8 2 2
Lateinamerika 186,3 190,9 3 5
Gesamt 1.571,9 1.583,6 1 2

Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 3%. Der Anteil am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2011 bei 46 % (2010: 46 %).

6.3.2 Umsatz Scent & Care

Im Geschäftsjahr 2011 erzielte der Geschäftsbereich Scent & Care einen Umsatz von 801 Mio. €. Die Umsatzerlöse lagen damit 0,4 % unter dem Wert des Vorjahres, das noch durch starkes Wachstum und Aufholeffekte nach der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise gekennzeichnet war. Darüber hinaus führte eine aktive Portfolio-Optimierung zum Wegfall margenschwacher Geschäfte. Währungsbereinigt lag der Umsatz 1 % über dem Niveau des Vorjahres.

Die Geschäftsfelder Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care verzeichneten im abgelaufenen Jahr eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung. Aroma Molecules expandierte vor allem durch prozentual zweistellige Zuwächse im Mentholgeschäft, während der Anwendungsbereich Cosmetic Ingredients - insbesondere in den Schwellenländern - der Wachstumstreiber im Geschäftsfeld Life Essentials war. Im Anwendungsbereich Fine Fragrances zeigte die Nachfrage in den Schwellenländern ebenfalls ein anhaltendes Wachstum.

Regionen:

Der Umsatz in den Emerging Markets machte 44 % des Gesamtumsatzes von Scent & Care im Jahr 2011 aus. In diesen Ländern stieg der Umsatz mit unseren Kunden währungsbereinigt um 1 %. Die Region Lateinamerika erzielte das höchste Wachstum des Geschäftsbereichs, insbesondere in Brasilien, Kolumbien und Venezuela. Nordamerika und die Region Asien/Pazifik wiesen ein moderates Wachstum auf, wohingegen in EAME eine rückläufige Umsatzentwicklung zu verzeichnen war.

In der Region EAME gingen die Umsätze währungsbereinigt um 2 % zurück. Besonders verhalten entwickelte sich das Geschäft in den Ländern des Mittleren Ostens aufgrund der dort herrschenden politischen Unruhen. Den größten Rückgang verzeichneten der Anwendungsbereich Fine Fragrances, der im Vorjahr besonders stark gewachsen war, sowie der Anwendungsbereich Household. Anhaltend positiv hingegen entwickelte sich der Anwendungsbereich Menthol (Geschäftsfeld Aroma Molecules) mit einem währungsbereinigten Wachstum im prozentual oberen einstelligen Bereich. Der Ausbau unserer Mentholkapazitäten verläuft planmäßig und wird ab Sommer 2012 als wichtige Basis für zukünftiges Wachstum zur Verfügung stehen.

In Nordamerika stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 3 %. Starke Zuwächse wurden vor allem im Anwendungsbereich Menthol, bei Fine Aroma Chemicals (Geschäftsfeld Aroma Molecules) sowie im Geschäftsfeld Oral Care und in den Anwendungsbereichen Personal Care und Household erzielt. In den Anwendungsbereichen Fine Fragrances (Geschäftsfeld Fragrances) und UV-Filter (Geschäftsfeld Life Essentials) mussten wir hingegen Umsatzrückgänge verzeichnen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir dennoch wichtige Erfolge mit unseren bedeutenden Kunden erzielen. Zudem erhielten wir fünf Preise bei den Perfumer Choice Awards: für den besten klassischen Damenduft, die beste Haarpflegeduftkreation, den besten Dusch- und Körperduft, den besten Dusch- und Körperduft im Luxussegment sowie den besten Duft in einem anspruchsvollen Inhaltsstoff. Diese Auszeichnungen zeigen unsere Fähigkeit, Kreativität und Konsumentenverständnis, Innovation und technisches Wissen miteinander zu verbinden.

In der Region Asien/Pazifik nahmen die Umsätze währungsbereinigt um 2 % zu. Das moderate Wachstum in der Region ist vor allem auf die Bereinigung unseres Portfolios um margenschwaches Geschäft zurückzuführen. In China und Japan hingegen war ein deutliches Umsatzwachstum zu verzeichnen. In den Anwendungsbereichen Cosmetic Ingredients, Menthol, Fine Aroma Chemicals und UV-Filter konnten wir von der steigenden Verbrauchernachfrage profitieren und erzielten gute Wachstumsraten. Dem standen Rückgänge in den Anwendungsbereichen Household und Personal Care gegenüber. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir eine internationale Gruppe unserer versiertesten Parfümeure nach China in die Provinz Yunnan auf die zweite Duftexpedition des Unternehmens entsandt. Die Parfümeure erkundeten Düfte und Geschmäcker in den Provinzen Yunnan und Jiangxi, dem botanischen Garten Chinas. Die Duftexpedition fand im Rahmen der Symrise "Perfumers' Academy" statt. Bereits vor fünf Jahren hat das Unternehmen die Academy ins Leben gerufen, um seine Parfümeure kontinuierlich weiterzubilden.

Das höchste Wachstum konnten wir in Lateinamerika erzielen. Hier steigerten wir unseren Umsatz währungsbereinigt um 6 %. Vor allem die Ländermärkte Brasilien, Kolumbien, Argentinien, Venezuela und Peru verzeichneten hohe Zuwächse. Diese Entwicklung ist besonders hervorzuheben, da die Umsätze in der Region bereits im Geschäftsjahr 2010 kräftig zugenommen hatten. Insbesondere die Anwendungsbereiche Menthol, Fine Fragrances, UV-Filter und Cosmetic Ingredients haben das Wachstum in der Region getragen. Demgegenüber lagen die Umsätze in den Anwendungsbereichen Fine Aroma Chemicals und Household unter Vorjahr.

Top 10-Kunden:

Die Umsätze mit unseren Top 10-Kunden konnten wir gegenüber dem Vorjahr um 4 % steigern. Währungsbereinigt betrug das Umsatzwachstum hier 6 %. Der Zuwachs mit diesen wichtigen Kunden übertraf das Wachstum des Geschäftsbereichs Scent & Care insgesamt. Dies steht im Einklang mit der globalen Strategie von Symrise, mit ihren Großkunden zu wachsen.

Geschäftsfelder:

Das Geschäftsfeld Fragrances, das etwa die Hälfte des Umsatzes des Geschäftsbereichs Scent & Care erzielt, musste im Jahr 2011 eine moderat rückläufige Umsatzentwicklung hinnehmen, insbesondere in den Anwendungsbereichen Household und Fine Fragrances. Im Anwendungsbereich Household waren die Umsatzrückgänge im Wesentlichen auf das schwache Geschäft in den Ländern des Mittleren Ostens sowie die durchgeführte Portfoliobereinigung zurückzuführen. Im Anwendungsbereich Fine Fragrances machte sich die erlahmende konjunkturelle Entwicklung im Laufe des Geschäftsjahres 2011 bemerkbar. Anhaltend positiv hat sich hingegen der Anwendungsbereich Personal Care entwickelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir erfolgreich unser Online-Portal SymSelect® etabliert. SymSelect® bietet unseren Kunden detaillierte Produktinformationen und Marketingkonzepte. Im Internet finden die Kunden ein breites Spektrum an Informationen über unsere Produkte genau dann, wenn sie es brauchen. Damit verringert sich die Zeit zwischen Anfrage und Antwort deutlich. Die Kombination aus technischen, visuellen und marketingorientierten Informationen sowie die Möglichkeit, eigene Suchkriterien zu wählen, macht unsere Datenbank einzigartig. Zum Jahresende haben wir die Plattform um unsere Life Essentials-Produkte erweitert.

Das Geschäftsfeld Life Essentials konnte im Jahr 2011 ein moderates Wachstum erzielen. Hervorzuheben ist der Anwendungsbereich Cosmetic Ingredients, der deutliche Zuwächse erzielte und zahlreiche neue Produkte in den Markt eingeführt hat. Einige der Highlights waren:

SymFinity® 1298, ein hochwirksamer Extrakt des roten Sonnenhuts (Echinacea Purpurea), der die Hautzellen in einem gesunden Zustand hält und ihre Lebensdauer erhöht
Extrapone Healthy Grains, elf Getreidesorten zur Anwendung in Haut- und Haarpflegeprodukten der Kosmetikindustrie
exVivo Hautmodell, ein innovatives Modell, das die Lücke zwischen in vitro und in vivo-Testmethoden schließt und fundierte Aussagen über die Wirksamkeit von einzelnen Rohstoffen sowie Endprodukten für die Hautpflege erlaubt

Die Umsatzentwicklung der einzelnen Anwendungsbereiche im Geschäftsfeld Aroma Molecules verlief im Geschäftsjahr 2011 sehr unterschiedlich. Während die Umsätze bei Special Fragrances & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals gegenüber den sehr hohen Vorjahreswerten rückläufig waren, verzeichnete der Anwendungsbereich Menthol eine starke Nachfrage und erzielte Wachstumsraten im prozentual oberen einstelligen Bereich. Zur Stärkung der Marktführerschaft in diesem wichtigen Wachstumsmarkt haben wir im Laufe des Jahres 2011 angekündigt, die bestehenden Produktionskapazitäten für Menthol gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Lanxess bis 2012 zu verdoppeln. Beide Partner haben durch entsprechende langfristige vertragliche Regelungen sichergestellt, dass ihre gegenseitigen Interessen, zum Beispiel im Falle eines Kontrollwechsels, nicht gefährdet sind. Menthol ist ein wesentlicher Bestandteil in Aromen für Mundpflegeprodukte, pharmazeutische Präparate, Kaugummis und Süßwaren. Synthetisch hergestelltes Menthol ist einer der wichtigsten strategischen Produktbereiche bei Symrise.

Das Geschäftsfeld Oral Care verzeichnete insbesondere in Nordamerika und Europa ein erhebliches Umsatzwachstum. Die Geschäfte in den Regionen Lateinamerika und Asien blieben allerdings hinter unseren Erwartungen und den guten Vorjahreswerten zurück. Der Rückgang in Asien ist vor allem auf den Verzicht auf Geschäfte mit geringer Profitabilität in Indien zurückzuführen.

6.3.3 Umsatz Flavor & Nutrition

Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Flavor & Nutrition einen Umsatz von 782 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs um 2 %; währungsbereinigt betrug der Anstieg 3 %. 2011 war im Jahresverlauf durch ein zunehmend schwieriges Marktumfeld gekennzeichnet. Insbesondere die verschärfte Staats- und Schuldenkrise in Europa und die anhaltende Konsumschwäche in den USA haben unser Geschäft deutlich beeinflusst. Unsere gute Positionierung bei strategischen Kunden sowie ein kräftiges Plus in den Emerging Markets haben dennoch für ein Umsatzwachstum gesorgt. Alle Anwendungsbereiche konnten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern.

Regionen:

Der Umsatz in den Emerging Markets machte im Berichtsjahr 49 % des Gesamtumsatzes von Flavor & Nutrition aus. In diesen Ländern stiegen unsere Umsätze währungsbereinigt um 4 %. Das stärkste Wachstum verzeichneten wir hier in Afrika und in der Golfregion. Aber auch in den etablierten Märkten Westeuropas konnten wir hohe einstellige Wachstumsraten erzielen. In Asien und Lateinamerika erreichten wir eine moderate Geschäftsausweitung. In Nordamerika hingegen konnten wir aufgrund eines anhaltend schwierigen Marktumfeldes die guten Umsatzzahlen des Vorjahres nicht halten.

In der Region EAME lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2011 währungsbereinigt 5 % über dem Vorjahr. Sowohl in den etablierten Ländermärkten Westeuropas als auch in den aufstrebenden Märkten Osteuropas und der Golfregion konnten deutliche Zuwächse erzielt werden. Besonders dynamisch wuchsen die Umsatzerlöse in Ägypten, Deutschland, Großbritannien und Russland. Durch unsere neue Produktionsstätte in der Nähe von Moskau konnten wir die Wachstumspotenziale dieser für uns wichtigen Region gezielt nutzen und unsere führende Marktposition weiter ausbauen. Ebenso erfolgreich zeigt sich unser verstärkter Auftritt in der Golfregion. Mit soliden Kenntnissen der lokalen Märkte und innovativen Produktkonzepten, die speziell auf die Konsumenten vor Ort abgestimmt sind, steht Symrise seinen Kunden als wertvoller Partner in der Golfregion zur Verfügung. Moderne Produktionsanlagen in Ägypten und Dubai mit vollautomatischen und aseptischen Abfüll- und Mischanlagen sichern höchste Produktqualität und schnellen Service für unsere Kunden.

Die Umsatzentwicklung in Nordamerika war im Geschäftsjahr 2011 durch ein anhaltend schwieriges Marktumfeld beeinflusst. Während das Vorjahr noch durch starkes Wachstum und Aufholeffekte nach der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise gekennzeichnet war, war das abgelaufene Geschäftsjahr durch eine sich normalisierende Nachfrage und verzögerte Auftragsvergabe auf Kundenseite geprägt. Diese Entwicklung vollzog sich in allen Anwendungsbereichen und führte schließlich zu einem währungsbereinigten Rückgang unserer Umsätze um 2 %. Dennoch konnten wir wichtige Erfolge mit unseren strategischen globalen Kunden, insbesondere im Bereich der Vanillearomatisierungen, verzeichnen. Durch unsere eigene Produktion in Madagaskar sind wir in der Lage, unseren Kunden hochwertige Produkte aus ökologischem und nachhaltigem Vanilleanbau anzubieten. Hier zahlt sich für Symrise einmal mehr die Rückwärtsintegration bei der Rohstoffgewinnung aus.

In der Region Asien/Pazifik sind die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr währungsbereinigt um 2 % gestiegen. Besonders die Ländermärkte Indien, Thailand, Australien und Taiwan erzielten gute Wachstumsraten. Im Laufe des Jahres hat sich allerdings auch in der Region Asien/Pazifik die Wachstumsdynamik insbesondere im Anwendungsbereich Beverages abgeschwächt. Hier waren vor allem in China aufgrund der Diskussion um Obergrenzen von nachgewiesenen Weichmachern in Verpackungsmaterialien und Inhaltsstoffen die Umsätze stark rückläufig. Die übrigen Anwendungsbereiche entwickelten sich dagegen weiterhin positiv und erzielten gute Wachstumsraten. Wie in den Vorjahren haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent unsere Wachstumsstrategie für den asiatisch-pazifischen Raum verfolgt und wichtige Investitionen getätigt. Anfang des Jahres konnten wir in Singapur unsere Sprühtrocknungskapazitäten mit der neuen EvoDry-Technologie und ein neues Sensorikcenter einweihen. In Japan wurden in der zweiten Jahreshälfte die entwicklungs- und anwendungstechnischen Einrichtungen erweitert. Im November erhielten wir für unsere hohe Innovationskraft und unseren exzellenten Service den "Best Seasoning Vendor Award" eines bedeutenden globalen Kunden.

In der Region Lateinamerika erzielte Flavor & Nutrition ein währungsbereinigtes Wachstum von 2 %. Insbesondere in den Ländern Brasilien, Argentinien und Venezuela konnten wir unsere Umsätze deutlich steigern. Getrieben wurde die positive Geschäftsentwicklung in diesen Ländern durch starke Zuwächse bei unseren strategischen globalen und lokalen Kunden. Insbesondere die Anwendungsbereiche Beverages und Savory realisierten bei diesen Kundengruppen hohe zweistellige Wachstumsraten. Dem steht eine schwächere Umsatzentwicklung in Mexiko gegenüber. Dort wurde eine Portfoliobereinigung von Produkten mit geringer Profitabilität und von Non-Core-Anwendungen durchgeführt. In Brasilien haben wir unsere Standortkonsolidierung im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. Neben dem Transfer der Produktion und Verwaltung von Socorro nach Sorocaba haben wir unsere Produktionskapazitäten für Pulvermischprodukte verdoppelt.

Top 10-Kunden:

Der Umsatz mit unseren strategisch wichtigen Top 10-Kunden hat sich auch im Jahr 2011 gut entwickelt und verzeichnete ein währungsbereinigtes Wachstum von 8 %. In allen Anwendungsbereichen und Regionen konnten hohe Wachstumsraten erzielt werden. Der Umsatzanstieg mit unseren Top 10-Kunden liegt erneut deutlich über dem Wachstum des Geschäftsbereichs insgesamt und bestätigt den eingeschlagenen Expansionspfad mit dieser wichtigen Kundengruppe.

Neue Dachmarke Actiplants® für funktionale botanische Extrakte

Das Geschäftsfeld Consumer Health hat im Geschäftsjahr 2011 die neue Dachmarke Actiplants® eingeführt und fasst zukünftig seine funktionalen botanischen Extrakte unter dieser Marke zusammen. Auf Basis dieser Extrakte entwickelt die Business Unit Consumer Health authentische und wohlschmeckende Produkte, deren Inhaltsstoffe unter anderem das Herzkreislauf- und Immunsystem stärken sowie die mentale Fitness unterstützen. Die pflanzlichen Stoffe lassen sich in Lebensmitteln und Getränken, Nahrungsergänzungsmitteln und pharmazeutischen Präparaten einsetzen. Derzeit konzentrieren sich die wissenschaftlichen Arbeiten besonders auf Actiplants® Bilberry, einen standardisierten Extrakt aus Vaccinium myrtillus (Heidelbeere), der mindestens 25 % Anthocyane enthält und antioxidativ wirkt. Symrise erfüllt mit dieser Produktgruppe die wachsenden Ansprüche der Konsumenten nach Wohlbefinden und Gesundheit.

Investition in Adsorptionsverfahren mit neuen Funktionen

An unserem Hamburger Standort haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr eine neue SymTrap®-Anlage in Betrieb genommen. Das SymTrap®-Verfahren kann neben flüchtigen Aromastoffen auch biofunktionale Wirkstoffe in natürlichen Extrakten anreichern. Die Technologie basiert auf einem ausgeklügelten Adsorptions- und Desorptionsverfahren. Diese intelligente Anwendung physikalischer Prinzipien ist zudem energiesparend und somit sehr effektiv. In jüngster Zeit haben wir dieses Verfahren konsequent weiterentwickelt und auf biofunktionale Inhaltsstoffe ausgeweitet. Jetzt lassen sich auch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe mit biofunktionaler Wirkung schonend anreichern. Die Hamburger Niederlassung mit dem Produktionszentrum für funktionale Inhaltsstoffe betreibt nun die größte SymTrap®-Anlage im Symrise Verbund. Das patentierte Verfahren reinigt gesundheitlich wirksame Inhaltsstoffe sogar in geringen Konzentrationen auf und reichert sie im Produkt an.

Geschmack, den die Verbraucher lieben: Unsere "Core Taste Competences" und taste for life®

Der Geschmack ist unsere Kompetenz - Geschmack ist das Herzstück unseres Geschäfts. Zur besseren Unterstützung unserer Kunden bei der Entwicklung und Vermarktung von wettbewerbsfähigen Konzepten und individuellen Geschmackslösungen haben wir im Geschäftsjahr 2011 unsere globalen Kernkompetenzen in sieben Geschmacks-Familien gebündelt. Zu unseren "Core Taste Competences" zählen wir die Geschmacksrichtungen Fleisch, Gemüse, Vanille, Minze, Zitrus, rote Früchten und Geschmacks-Modulation.

In all diesen Bereichen bieten wir unseren Kunden einen Mehrwert durch einzigartiges Know-how, Marktkenntnisse und Kreativität. Innerhalb dieses Cluster werden die globalen Kernkompetenzen durch eine Vielzahl spezifischer Technologien ergänzt, die von besonderem Interesse in einer oder mehreren Regionen sind.

Gleichzeitig bilden die "Core Taste Competences" die Grundlage für unsere strategische Marketing Plattform "taste for life®", die sich gezielt an den Verbraucherwünschen orientiert und den Fokus dabei auf Gesundheit und Genuss legt. Mit "taste for life®" hilft Symrise seinen Kunden, ihre Marken und Produkte in dem Spannungsfeld zwischen Wohlbefinden und Genuss zu positionieren und weiter zu entwickeln. "taste for life®" zeigt auf, welche Trends und Konsumentenbedürfnisse aktuell vorherrschen, wo es Lücken im Produktportfolio der Kunden gibt, wo sich deren Wettbewerber positionieren, wo Erweiterungen der Produktlinien sinnvoll sein können - und vieles mehr. Im Zentrum steht dabei stets die Kernkompetenz von Symrise: der Geschmack.

6.3.4 Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzkosten nahmen 2011 um 40 Mio. € beziehungsweise 5 % auf 930 Mio. € zu (2010: 890 Mio. €). Der im Verhältnis zum Umsatz überproportionale Kostenanstieg ist auf deutlich erhöhte Rohstoffkosten zurückzuführen. Selbst eine Reduktion der Fertigungskosten konnte diesen Anstieg nur zum Teil kompensieren. In Folge dessen verringerte sich das Bruttoergebnis um 4 % beziehungsweise um 28 Mio. € und erreichte 654 Mio. € (2010: 682 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 41,3 % und war damit um 2,1 %-Punkte niedriger als im Vorjahr (43,4 %). Positiv wirkten der Verzicht auf weniger profitables Geschäft und die strikte Kostendisziplin im Bereich der Vertriebs- und Verwaltungskosten. So konnten die Vertriebskosten gegenüber Vorjahr um 3 % auf 246 Mio. € gesenkt werden (2010: 253 Mio. €). Dies entspricht einem Anteil von 15,5 % am Konzernumsatz (2010: 16,1 %).

Die F&E-Aufwendungen lagen mit 108 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die F&E-Quote erreichte mit 6,8 % nahezu das Niveau des Vorjahres (6,9 %). Die Verwaltungskosten konnten durch konsequentes Kostenmanagement kräftig um 7 % auf 77 Mio. € reduziert werden (Vorjahr: 83 Mio. €). Der Verwaltungskostenanteil am Konzernumsatz verbesserte sich noch einmal von 5,3 % im Jahr 2010 auf 4,9 % in der Berichtsperiode.

Kurzfassung Gewinn- und Verlustrechnung

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in Mio. € 2010 2011 Veränderung

in %
Umsatzerlöse 1.571,9 1.583,6 0,7
Umsatzkosten -890,2 -930,0 5
Bruttoergebnis vom Umsatz 681,7 653,6 -4
Bruttomarge in % 43,4 41,3
Sonstige betriebliche Erträge 7,7 12,9 67
Vertriebskosten -252,8 -245,8 -3
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -107,9 -107,6 0
Verwaltungskosten -83,2 -76,8 -7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1,2 -1,9 53
Betriebsergebnis/EBIT 244,4 234,4 -4

6.3.5 Ergebnissituation

Konzern:

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) reduzierte sich 2011 um 5 % auf 316 Mio. € (2010: 331 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich vor allem die geringere Bruttomarge belastend auf das Ergebnis aus. Ein positiver Effekt ging hingegen von den niedrigeren Vertriebs- und Verwaltungskosten aus. Die EBITDA-Marge erreichte 2011 20,0 %, gegenüber 21,1 % im Vorjahr.

Ergebnisübersicht

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in Mio. € 2010 2011 Veränderung

in %
währungsbereinigt
--- --- --- --- ---
EBIT 244,4 234,4 -4,1 -3,3
EBIT-Marge 15,5 % 14,8%
EBITDA 331,1 315,9 -4,6 -3,7
EBITDA-Marge 21,1 % 20,0%

Scent & Care:

Scent & Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2011 ein EBITDA von 158 Mio. €. Das EBITDA lag damit 2 % unter dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge beträgt 19,7 %, gegenüber 20,0 % im Jahr 2010.

Flavor & Nutrition:

Das EBITDA des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition lag 2011 7 % unter dem Vorjahreswert (2010: 170 Mio. €) und erreichte 158 Mio. €. Die EBITDA-Marge betrug 20,2 %, nach 22,2 % im Vorjahr.

Finanzergebnis:

Das Finanzergebnis 2011 in Höhe von -38,5 Mio. € hat sich gegenüber dem um Einmalaufwendungen bereinigten Ergebnis des Jahres 2010 um 5,5 Mio. € verbessert. Gründe hierfür liegen in der um 3 Mio € verringerten Zinsbelastung aus Finanzverbindlichkeiten sowie im Wegfall von Abschreibungen, die das Finanzergebnis 2010 noch mit 4 Mio. € belastet hatten. Strukturell ist das Finanzergebnis übersichtlicher geworden, weil Zinseffekte aus Derivaten entfallen sind. Die Zinsaufwendungen beschränken sich auf die Finanzinstrumente Schuldscheindarlehen, revolvierende Kreditlinie, US Private Placement und Eurobond sowie die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Steuern:

Im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 49 Mio. € (2010: 44 Mio. €). Damit liegt der Steuersatz des Berichtsjahres wie im Vorjahr bei 25 %.

Einer ausreichenden Risikovorsorge wurde, wie in den Vorjahren auch, Rechnung getragen. Trotzdem konnten die periodenfremden Steuereffekte aufgrund der Beendigung lokaler Betriebsprüfungen und einer rückwirkenden Steuersatzsenkung in China um 3 Mio. € gesenkt werden.

Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie:

Der Jahresüberschuss 2011 beträgt 147 Mio. € und stieg damit um 13 Mio. € beziehungsweise 10 % im Vergleich zum Vorjahr (2010: 134 Mio. €) an. Dies entspricht einer Erhöhung des Ergebnisses je Aktie um 0,11 € auf 1,24 € (2010: 1,13 €).

Dividendenvorschlag 2011:

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 vorschlagen, eine Dividende von 0,62 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten. Symrise versteht die Dividendenzahlung als Teil seiner unternehmerischen Verpflichtung, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und diese mittels einer angemessenen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.

6.4 Finanzlage

6.4.1 Finanzmanagement

Grundzüge und Ziele:

Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.

Gemäß den Treasury Richtlinien wird die Finanzierung des Symrise Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Konzerntöchter wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto gesammelt, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu allen Konsortialbanken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.

Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, gegebenenfalls mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäftes abgeschlossen werden dürfen.

Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus hat Symrise ein Risk Management System implementiert, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden je nach Analyse gegen Schwankungen abgesichert.

Mit einer Eigenkapitalquote von 43,5 % zum 31. Dezember 2011 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Finanzierungsstruktur:

Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Diese bestehen weiterhin aus den Elementen Bond, US Private Placement und Revolving Credit Facility. Bedingt durch den starken operativen Cashflow ist es Symrise gelungen, per Saldo Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 39 Mio. € zurückzuzahlen. Dies erweitert den finanziellen Spielraum deutlich und führt zu einer Verbesserung des Zinsergebnisses.

Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2011 eingehalten worden.

Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit besteht eine bilaterale Kreditlinie mit der Commerzbank AG über 12,5 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken soll. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf marktüblichem Niveau.

Daneben dienen die Pensionsrückstellungen der Finanzierung.

6.4.2 Cashflow- und Liquiditätsanalyse

Übersicht Cashflow

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in Mio. € 2010 2011
Operativer Cashflow 235,1 200,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit -68,5 -58,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -143,5 -131,6
Liquide Mittel (31.12.) 112,5 118,6

Der operative Cashflow lag mit 200,9 Mio. € rund 34 Mio. € unter dem des Vorjahres von 235,1 Mio. €. Dieser Rückgang resultiert aus einem um 15 Mio. € geringeren Ergebnis sowie um 19 Mio. € erhöhten Steuerzahlungen. Dennoch wurde eine Cashflow-Quote von rund 13 % bezogen auf den Umsatz erzielt.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich um rund 9,7 Mio. € auf 58,8 Mio. € und umfasste im Wesentlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 131,6 Mio. € etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Bestandteile sind die 2011 ausgezahlte Dividende an die Aktionäre in Höhe von 70,8 Mio. €, Rückzahlungen von Bankdarlehen in saldierter Höhe von 39,1 Mio. € (Vorjahr: 37 Mio. €) und saldierte Zinszahlungen an Finanzinstitute in Höhe von 21,7 Mio. € (Vorjahr: 40,2 Mio. €). Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht.

6.4.3 Investitionen und Akquisitionen

Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 67 Mio. €, nach 71 Mio. € im Vorjahr.

Für immaterielle Vermögenswerte wurden rund 16 Mio. € (2010: 13 Mio. €) aufgewendet. Der Schwerpunkt lag hierbei auf Investitionen im Bereich Software, vorrangig SAP, sowie bei Patenten und der Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von 52 Mio. € getätigt (Vorjahr 57 Mio. €). Dabei handelte es sich insbesondere um Investitionen in Kapazitätserweiterungen. Ein bedeutendes Projekt war die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten bei synthetischem Menthol, welches wir voraussichtlich Mitte des Jahres 2012 abschließen werden. Ebenfalls am Standort Holzminden wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Neubau eines Forschungsgebäudes begonnen. In Asien haben wir unseren Standort Singapur sowohl im Entwicklungs- als auch Produktionsbereich weiter ausgebaut. Mit der Inbetriebnahme der neuen EVODRY-Anlage verdoppelten wir unsere Produktionskapazitäten für verkapselte Aromen. In Lateinamerika wurde die erste Phase unserer Standortkonsolidierung erfolgreich abgeschlossen. Neben der Zusammenlegung von Produktion und Verwaltung an einem Standort haben wir auch unsere Produktionskapazitäten für Pulvermischprodukte und sprühgetrocknete Aromen erweitert. Zudem haben wir Erweiterungs- beziehungsweise Ersatzinvestitionen im Bereich technische Anlagen/Maschinen zur Erhöhung der Produktivität und Sicherheit vorgenommen.

Im Dezember 2011 haben wir 13,5 % der Anteile am Aktienkapital der Indevex Biotech A.B. in Storelbro, Schweden, für 16,5 Mio. SEK übernommen.

6.5 Vermögenslage

6.5.1 Ausgewählte Bilanzposten

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2011 erhöhte sich um 39 Mio. € auf 2.098 Mio. € (31. Dezember 2010: 2.059 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der Sachanlagen und einen höheren Vorratsbestand. Daneben ergaben sich höhere Forderungen zum Jahresende.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nahmen zum Bilanzstichtag 2011 um 1 % auf 1.266 Mio. € (31. Dezember 2010: 1.282 Mio. €) ab und machten damit 60 % der Vermögenswerte aus. In den immateriellen Vermögenswerten sind enthalten: Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 494 Mio. € (31. Dezember 2010: 489 Mio. €) sowie Rezepturen, Produktions-Know-how, Warenzeichen, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 340 Mio. € (31. Dezember 2010: 375 Mio. €). Die Sachanlagen beliefen sich zum Jahresultimo 2011 auf 431 Mio. € (Vorjahresstichtag: 419 Mio. €). Die Vorräte nahmen im Vergleich der Bilanzstichtage 2011/2010 um 8 Mio. € beziehungsweise 3 % auf 313 Mio. € zu (31. Dezember 2010: 305 Mio. €). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde in erster Linie getrieben durch die inflationäre Entwicklung bei den Rohstoffpreisen. Durch den Rohstoffkostenanstieg hat sich das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz um 3 %-Punkte auf 32 % erhöht. Der Posten der kurzfristigen Vorauszahlungen, sonstigen Vermögenswerte und Forderungen erhöhte sich zum Jahresultimo 2011 um 14 Mio. € beziehungsweise 32 % auf 58 Mio. € (31. Dezember 2010: 44 Mio. €). Die im Vorjahr unter der zuvor genannten Position gezeigten finanziellen Vermögenswerte stiegen von 3 Mio. € auf 12 Mio. € aufgrund eines 2011 erworbenen Investments. Der starke Umsatzanstieg im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal zog einen erhöhten Forderungsbestand nach sich und war der wesentliche Treiber für diesen Anstieg. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich auf Jahressicht zum 31. Dezember um 6 Mio. € auf 119 Mio. €.

Auf der Passivseite der Bilanz wurden die kurzfristigen Schulden um 9 % zurückgeführt und die langfristigen Schulden stiegen um 1 %. Ursache für die niedrigeren kurzfristigen Schulden war die Rückführung der Kontokorrentverbindlichkeiten. Die kurzfristigen Schulden verringerten sich um 42 Mio. € beziehungsweise 9 % auf 408 Mio. € (31. Dezember 2010: 450 Mio. €). Langfristige Darlehen liegen zum Jahresende 2011 mit 462 Mio. € über dem Niveau des Vorjahresstichtags (455 Mio. €). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nahmen um 4 % auf 222 Mio. € zu (31. Dezember 2010: 212 Mio. €).

Das Eigenkapital der Symrise AG erhöhte sich zum 31. Dezember 2011 um 9 % auf 914 Mio. € (31. Dezember 2010: 842 Mio. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss von 147 Mio. €. Im Jahr 2011 wurde eine Dividende von 71 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Stichtag 2011 auf 44 %, nach 41 % Ende 2010.

Bilanzstruktur zum 31. Dezember 2011, in Mio. €

(Veränderung gegenüber Vorjahresstichtag, in %)

6.5.2 Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) sank zum Bilanzstichtag 2011, bedingt durch den starken operativen Cashflow, auf 703 Mio. €. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDA belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 auf 2,2 und liegt damit unverändert komfortabel in der angestrebten Bandbreite von 2,0-2,5.

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in Mio. € 2010 2011
Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) (31.12.) 733,7 703,2
EBITDA 331,1 315,9
Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrück-stellungen)/EBITDA (31.12.) 2,2 2,2

6.6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Muttergesellschaft

Der Jahresabschluss der Symrise AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. In den Lagebericht der Symrise AG wird der Lagebericht des Symrise-Konzerns übernommen, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind. Ergänzend dient die Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung.

Die Ertragslage der Symrise AG für das Geschäftsjahr 2011 ist nur eingeschränkt vergleichbar mit dem Vorjahr, in dem lediglich die drei Monate Oktober, November und Dezember in der heutigen Struktur als operativ tätige Gesellschaft in den Jahresabschluss 2010 eingingen.

Die Symrise AG übernimmt als Obergesellschaft des Symrise-Konzerns klassische Aufgaben einer Holding, wie die strategische Unternehmensentwicklung, die Corporate Funktionen Rechtsabteilung, Konzernrechnungslegung und -controlling, Steuern, Treasury, IT, internationales Personalwesen, interne Revision und Investor Relations sowie seit dem 1. Oktober 2010 das operative Geschäft der ehemaligen Symrise GmbH & Co. KG.

Die meisten in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden von der Busiris Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Holzminden gehalten. Alleinige Gesellschafterin der Busiris Vermögensverwaltung GmbH ist die Symrise AG, die darüber hinaus direkt Anteile an weiteren in- und ausländische Tochtergesellschaften hält. Zwischen der Symrise AG und der Busiris Vermögensverwaltung GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Symrise AG als herrschendem Unternehmen.

6.6.1 Überblick zum Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr 2011 verlief für die Symrise AG stabil. Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten am Kapitalmarkt und der hohen Arbeitslosigkeit in einigen europäischen Ländern ist dies erfreulich. Insbesondere die stabile Konsumnachfrage in Deutschland hat zu dieser Entwicklung positiv beigetragen. Der Umsatz der Symrise AG betrug im Berichtsjahr unverändert gegenüber dem Vorjahr (AG und KG) 840 Mio. €. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Vorjahreszahlen sind allerdings nicht vergleichbar auf Grund der Anwachsung der Symrise GmbH & Co. KG auf die Symrise AG am 1. Oktober 2010.

Die Kapazitäten der Symrise AG waren 2011 wiederum gut ausgelastet. Die Rohstoffkosten stiegen deutlich gegenüber dem Vorjahr an, was in Form von Preiserhöhungen teilweise an Kunden weitergegen werden konnte.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit legte um 62,6 Mio. auf 112,5 Mio. € zu (Vorjahr 49,9 Mio. €). Auch diese Zahl ist mit dem Vorjahr nur bedingt vergleichbar.

Durch die Anwachsung der Symrise GmbH & Co. KG auf die Symrise AG sind nun für das gesamte Geschäftsjahr 2011 auch die operativen Mitarbeiter des Hauptsitzes Holzminden in der Symrise AG tätig. Dies waren durchschnittlich 2.109 Mitarbeiter im abgelaufenen Geschäftsjahr.

6.6.2 Geschäftsverlauf der Symrise AG

Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition erreichte mit 366 Mio. € (Vorjahr 360 Mio. € für AG und KG) einen Anteil von 44 % am Umsatz. Dieser Geschäftsbereich war im Jahresverlauf durch starke Umsatzzuwächse im Geschäftsfeld Beverages gekennzeichnet, die sich im ersten Halbjahr stärker auswirkten als im zweiten Halbjahr. Der Geschäftsbereich Scent & Care erwirtschaftete einen Umsatz von 474 Mio. € (Vorjahr 479 Mio € für AG und KG), welches einem Anteil von 56 % entspricht. Hier war die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr dynamischer als im ersten Halbjahr. Im Geschäftsbereich Scent & Care entwickelte sich vor allem das Geschäftsfeld Life Essentials erfreulich. Insbesondere war in Folge eines weltweiten Nachfrageüberhangs die Mentholproduktion gut ausgelastet. In 2011 wurde in eine Verdopplung der Kapazitäten investiert. Die Fertigstellung und Produktionsaufnahme ist für das zweite Halbjahr 2012 geplant.

Die Region EAME ist mit gut 75 % die bedeutendste Absatzregion. Der Asien-Pazifik-Anteil liegt mit 11 % deutlich darunter, gefolgt von Nordamerika mit 7 % und Lateinamerika mit 3 %. Insbesondere die Umsatzausweitung in der Region EAME sorgte für eine unverändert gute Auslastung der Produktionskapazität.

6.6.3 Vermögens- und Finanzlage der Symrise AG

AKTIVA

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31.12.2011

T €
31.12.2010

T €
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 450.874 449.642
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.302.751 1.296.944
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 111.421 169.844
Vorratsvermögen 147.257 143.296
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 102.136 103.411
Sonstige Vermögenswerte 10.621 14.639
Guthaben bei Kreditinstituten 45.965 36.060
Rechnungsabgrenzungsposten 6.543 5.635
2.177.568 2.219.471

PASSIVA

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31.12.2011

T €
31.12.2010

T €
Eigenkapital 1.072.828 1.059.100
Sonderposten für Investitionszuschüsse 243 263
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 191.691 184.856
Steuerrückstellungen 8.416 24.001
Sonstige Rückstellungen 32.410 31.774
Rückstellungen 232.517 240.631
Anleihen 302.269 302.338
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 163.761 202.811
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.181 50.062
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 148.550 164.547
Sonstige Verbindlichkeiten 146.136 142.519
Verbindlichkeiten 806.897 862.277
Passive latente Steuern 65.083 57.200
2.177.568 2.219.471

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Das Anlagevermögen entfällt in Höhe von 217.976 T€ (Vorjahr: 231.148 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 232.898 T€ auf Sachanlagevermögen (Vorjahr: 218.494 T€).

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen in Höhe von 1.302.751 T€ (Vorjahr: 1.296.944 T€) entfallen im Wesentlichen auf die Busiris Vermögensverwaltung GmbH.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegen die Busiris Vermögensverwaltung GmbH und resultieren aus der Ergebnisübernahme. Außerdem bestehen Forderungen gegen weitere verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen und aus dem von der Gesellschaft gehaltenen Cash-Pool.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum Bilanzstichtag hat die Symrise AG Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 108.137 T€ (Vorjahr: 110.275 T€) und Wertberichtigungen in Höhe von 6.001 T€ (Vorjahr: 6.864 T€) gebildet.

Guthaben bei Kreditinstituten

Das Bankguthaben resultiert im Wesentlichen aus dem durch die Symrise AG durchgeführten Cash Pooling.

Verbindlichkeiten aus Anleihen

In den Monaten Oktober und November 2010 hat die Symrise AG erstmalig eine Anleihe in Höhe von 300.000 T€ ausgegeben. Hierfür sind zum Bilanzstichtag Zinsen in Höhe von 2.269 T€ (Vorjahr: 2.338 T€) aufgelaufen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Hierbei handelt es sich um ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 135.263 T€ (Vorjahr: 201.560 T€) und aufgelaufene Zinsen in Höhe von 998 T€ (Vorjahr: 1.251 T€).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert fast ausschließlich aus der Veränderung des Cash-Pools.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen ein Darlehen in Höhe von 175.000 TUSD (136.754 T€; Vorjahr: 132.671 T€), welches bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurde, und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 3.977 T€ (Vorjahr: 4.285 T€).

6.6.4 Ertragslage Symrise AG

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2011

T €
2010

T €
Umsatzerlöse 840.053 202.936
Sonstige betriebliche Erträge und Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 37.268 28.034
Materialaufwand -385.011 -110.072
Personalaufwand -129.606 -40.004
Abschreibungen -39.684 -12.085
Sonstige betriebliche Aufwendungen -203.561 -84.670
Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen 26.763 82.716
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 905 7.852
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -34.673 -24.799
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 112.454 49.908
Außerordentliche Aufwendungen 0 -806
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -27.709 -2.018
Sonstige Steuern -112 -147
Jahresüberschuss 84.633 46.937
Gewinnvortrag 24.367 48.334
Bilanzgewinn 109.000 95.271

Umsatzerlöse

Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von 5.148 T€ (Vorjahr: 10.633 T€). Mit der Anwachsung übernahm die Gesellschaft die operative Tätigkeit der Symrise GmbH & Co. KG und erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von 834.905 T€ (Vorjahr: 192.303 T€).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Nebengeschäften, wie die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von 25.338 T€ (Vorjahr: 6.444 T€) und Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 6.797 T€ (Vorjahr: 17.851 T€).

Eine im Geschäftsjahr 2003 neben der Abschreibung vorgenommene außerplanmäßige Wertminderung auf eine Produktionsanlage wurde zurückgenommen, da Kapazitätserweiterungen im Produktionsablauf zu einer höheren Auslastung führen werden. Die Erträge aus der Zuschreibung betragen 1.715 T€.

Materialaufwand

Der Materialaufwand korrespondiert mit den erzielten Umsatzerlösen aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren.

Personalaufwand

Die Veränderungen des Personalaufwands resultieren im Wesentlichen aus der Übernahme der im Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2010 durchschnittlich 1.985 Mitarbeiter (inklusive 83 Auszubildende) der Symrise KG.

Abschreibungen

Im Wesentlichen entfallen die Abschreibungen in Höhe von 19.081 T€ (Vorjahr: 7.534 T€) auf die immateriellen Vermögensgegenstände und in Höhe von 18.037 T€ (Vorjahr: 4.375 T€) auf Sachanlagen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Provisionen in Höhe von 46.775 T€ (Vorjahr: 10.951 T€), Aufwendungen für Fracht und Handlingskosten in Höhe von 33.924 T€ (Vorjahr: 8.119 T€), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von 31.874 T€ (Vorjahr: 10.319 T€), Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von 22.179 T€ (Vorjahr: 6.180 T€) und Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 9.467 T€ (Vorjahr: 15.674 T€) zusammen.

Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen

Die Erträge aus Beteiligungen und aus Ergebnisführungsverträgen resultieren im Wesentlichen aus Gewinnabführungen von inländischen Tochterunternehmen, mit denen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht, in Höhe von 26.763 T€ (Vorjahr: 82.716 T€).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnliche Erträge verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch den Wegfall des an die Symrise KG gegebenen Darlehens.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 34.673 T€ (Vorjahr 24.799 T€) resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für die im Rahmen der Refinanzierung aufgenommenen Verbindlichkeiten in Höhe von 22.217 T€ (Vorjahr: 4.363 T€) und aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 9.775 T€ (Vorjahr: 2.336 T€).

6.6.5 Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG

Wir blicken verhalten optimistisch auf das Jahr 2012 und sind zuversichtlich, im laufenden Jahr in unseren beiden Divisionen Scent & Care und Flavor & Nutrition moderat schneller zu wachsen als der AFF-Markt. Wir erwarten für die Symrise AG ein ähnliches Umsatzwachstum wie für den Symrise Konzern.

Der Mitarbeiterbestand in Europa wird weitgehend stabil bleiben. Die Personalkosten werden um rund 3 % ansteigen. Unsere Anstrengungen bei der Erstausbildung werden wir weiter intensivieren. So hat sich Symrise im Rahmen eines Standortsicherungsvertrags verpflichtet, jährlich 44 neue Auszubildende einzustellen, um qualifizierte Mitarbeiter heranzubilden.

Die Initiativen zur kontinuierlichen Steigerung unseres Ergebnisses werden wir mit Konsequenz fortführen. Dazu gehören Kostenoptimierung und Preismanagement, Portfoliooptimierung und der Fokus auf innovative Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2011 verharren und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2011 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2012 ohne Erträge aus Beteiligungen sowie aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in gleicher Größenordnung wie 2011.

Unsere attraktive Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.

Wie sich der AFF-Markt 2012 und 2013 entwickeln wird, hängt stark vom weiteren Konjunkturverlauf ab. Aufgrund unserer Innovationskraft und unseres einzigartigen Produktportfolios sind wir aber zuversichtlich, 2012 und 2013 mit 2 bis 4 % Wachstum unseren profitablen Kurs fortzusetzen.

6.7 Immaterielle, nicht bilanzierte Werte

Der Wert von Symrise besteht nicht nur aus dem bilanzierten Vermögen. Eine Vielzahl immaterieller und nicht bilanzierter Vermögenswerte entscheidet über den Geschäftserfolg des Unternehmens. Dies umfasst insbesondere reibungslose und optimierte Verfahren in der gesamten Supply Chain sowie die bestehenden Kundenbeziehungen. Zudem leisten unsere Mitarbeiter sowie unsere F&E-Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Wertsteigerung des Unternehmens.

6.7.1 Supply Chain

Der Bereich Supply Chain ist für den Fertigungsprozess verantwortlich und in beide Geschäftsbereiche integriert. Dies erhöht die Kundennähe und vergrößert den Handlungsspielraum der Geschäftsfelder. Im Jahr 2011 wurden weltweit verschiedene Effizienzsteigerungsprozesse gestartet mit dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Symrise Produkte zu verbessern. Bei der Nachhaltigkeit liegt der Schwerpunkt auf den Core Taste Kompetenzen Zitrus, Menthol und Vanille. Mit unserem innovativen Ansatz Symchronize™ realisieren wir fortlaufend Verbesserungen entlang der gemeinsamen Wertschöpfungskette von der Rohstoffbeschaffung bis zur Auslieferung des Endprodukts für uns und unsere Kunden. Eine im Jahr 2011 durchgeführte Kundenbefragung zeigt, dass bei unseren Zielkunden großes Interesse an der Fortführung der erfolgreichen Initiative besteht. Eine kontinuierliche Verbesserung der wesentlichen Leistungsindikatoren wie Arbeitssicherheit, Service, Qualität und Produktivität stellen wir durch Total Productive Maintenance (TPM) sicher. So wird beispielsweise auf Basis einer in Eigenregie erstellten Datenbank für Instandhaltungsmaßnahmen eine fokussierte, vorbeugende Anlageninstandhaltung ermöglicht. Ein Scorecard-System erfasst monatlich die Leistungen in allen relevanten Bereichen der Supply Chain und stellt eine Ergebniskontrolle sicher. So können wir Ineffizienzen und deren Ursachen schnell erkennen und beheben.

Für die Chemieproduktion stand das Jahr 2011 im Zeichen der für Mitte 2012 geplanten Verdoppelung der Mentholkapazitäten. Neben der Investition im Bereich Menthol wurden die Optimierung der Destillations-Kapazitäten für Life Essentials Produkte abgeschlossen und neue Projekte zur Oxidationstechnologie, Destillation und Kristallisation gestartet. Die Inbetriebnahme erwarten wir im Laufe von 2012. Daneben bildeten die Integration der neuen Standorte sowie der Aufbau des Standortes Rogovo (Russland) weitere Schwerpunkte. In Asien wurden die Kapazitäten in Singapur weiter ausgebaut. In Lateinamerika konzentrierten sich die Anstrengungen auf die Zusammenführung der Flavour & Nutrition Produktion in Sorocaba, Brasilien, sowie auf die Vorbereitung und Einführung von SAP- und SRMS-Systemen in Argentinien und Mexiko. Weitere Technologien folgen in den nächsten Jahren. In den USA lag der Schwerpunkt auf der Einführung der Produktionssteuerung SRMS (Symrise Manufacturing System), die eine erhöhte Produktsicherheit bei gleichzeitig effizienterer Anlagennutzung ermöglicht.

6.7.2 Beschaffung

Bei der Herstellung unserer Produkte verwenden wir circa 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe aus aller Welt. Qualität, Verfügbarkeit und Preis der Rohstoffe sind ausschlaggebende Faktoren für den Einkauf. Zur Optimierung der Versorgungskette ist die Beschaffung dezentral organisiert und jeweils in die Supply Chain der beiden Geschäftsbereiche integriert. Für die wichtigsten Rohstoffe werden globale Bezugsverträge ausgehandelt. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, verfolgt Symrise schon seit Jahren erfolgreich eine Rückwärtsintegration. Rund 50 % unserer Rohstoffe stammen aus Europa, den restlichen Teil kaufen wir je nach Preis, Qualität und Produktionsstandort in anderen Regionen der Welt. Lokale Produktionsstätten außerhalb Europas decken einen Teil ihres Bedarfs über Rohstoffmärkte vor Ort und beziehen Vorprodukte auch aus der Hauptproduktionsstätte in Deutschland. Für wesentliche Bezugsmengen unserer Rohstoffe haben wir langfristige und flexible Vereinbarungen geschlossen. Um die Anzahl eingesetzter Rohstoffe zu reduzieren, entwickeln wir stetig neue Technologien und Prozesse.

6.7.3 Kundenbindung

Der Erfolg von Symrise hängt in hohem Maße von langfristigen Kundenbeziehungen ab. Bei der Betreuung unserer multinationalen Kunden kommt dabei unserer Vertriebsstruktur und den Vertriebsteams eine große Bedeutung zu. In beiden Geschäftsbereichen ist es uns in der Vergangenheit zunehmend gelungen, uns auf sogenannten Core Lists multinationaler Unternehmen zu etablieren. Zudem gibt es mit diesen Großkunden für neue Technologien häufig einen eng und frühzeitig abgestimmten Innovationsprozess. Dieser Prozess unterstützt umfassend die Entwicklung der Kernmarken unserer Kunden für den langfristigen Geschäftserfolg. Eine weitere Stoßrichtung unserer globalen Vertriebsstrategie ist der Ausbau unserer Marktanteile in den Emerging Markets. Derzeit machen diese Märkte etwa 46 % unseres Geschäfts aus. Aufgrund unserer lokalen Aufstellung in den wichtigsten Ländermärkten haben wir den direkten Zugang zu den regionalen oder auch lokalen Herstellern. In vielen der Schwellenländer, zum Beispiel in Russland, dem Mittleren oder Nahen Osten oder auch in großen Teilen Asiens ist die langfristige Kundenbindung mit einer guten Infrastruktur vor Ort der Schlüssel zum Erfolg.

6.7.4 Wissensmanagement

In dem global vernetzten und integrierten Unternehmen Symrise ist der Austausch von Wissen und Erfahrung von großer Bedeutung für den Geschäftserfolg. So haben wir eine Vielzahl von Plattformen zum Austausch von Informationen entwickelt und unseren mehr als 5.000 Mitarbeitern weltweit zugänglich gemacht. Im Jahr 2011 sind zwei neue Online-Plattformen für den Dialog und Wissensaustausch hinzu gekommen. So hat der Bereich Flavor & Nutrition eine neue Online-Plattform unter dem Namen MyWorld entwickelt. Die Plattform ermöglicht es den Mitarbeitern, ihr Wissen untereinander zu teilen und mit den Kollegen international, schnell und einfach zusammen zu arbeiten. Die neue Plattform, die über das Symrise Intranet zugänglich ist, unterstützt beim schnellen Austausch von geschäftsrelevanten Informationen, wie beispielsweise neuen Initiativen in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Forschung, ebenso wie beim schnellen Austausch von kundenrelevanten Daten bis hin zur internen Kommunikation und Blog-Funktionen. MyWorld ist interaktiv und dynamisch auf die Nutzer ausgerichtet. Es ermöglicht darüber hinaus E-Learning Sessions zum besseren Umgang mit dem System und seinen Möglichkeiten.

Mit der Plattform M2M.com ist innerhalb der Division Scent & Care ein neues Marketing Online-Tool eingeführt worden, das insbesondere die Interaktion zwischen den Marketingabteilungen in allen Ländern verbessert. Die Marketing Community erhält damit die Möglichkeit, global entwickelte Initiativen lokal in einzelne Ländermärkte auszurollen. Dadurch wird insbesondere sichergestellt, dass das bestehende Know-how optimal genutzt und Doppelarbeit vermieden wird. Darüber hinaus haben die Marketing-Verantwortlichen die Möglichkeit, sich zeitnah auszutauschen.

7 Nachhaltigkeit

Das unternehmerische Handeln von Symrise berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Anspruchsgruppen: Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Investoren, Wissenschaftler, Vertreter von staatlichen Stellen und von Kommunen, Anwohner, Medien und Meinungsbildner sowie Nichtregierungsorganisationen. Im aktiven Dialog mit diesen Stakeholdern nehmen wir deren Erwartungen und Anforderungen auf und versuchen, überzeugende Lösungen zu entwickeln. Wir streben bei allen unseren Aktivitäten größtmögliche Verantwortung an. Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und -kultur.

Seit 2006 regelt der Symrise Verhaltenskodex länderübergreifend und verbindlich den Umgang aller Mitarbeiter mit den Stakeholdern des Unternehmens. Als global tätiges Unternehmen befolgt Symrise alle einschlägigen rechtlichen Verpflichtungen der verschiedenen Rechtsräume, in denen wir agieren. Wir beachten die Grundprinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die Konventionen der Vereinten Nationen über Rechte von Kindern und die allgemeine Menschenrechtserklärung. Unser Integriertes Management System (IMS) basiert auf den internationalen Standards hinsichtlich Produktqualität und -sicherheit, Umweltschutz, Gesundheit und Arbeitssicherheit. Wir fördern diese Standards weltweit - beispielsweise durch Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen - und beziehen unsere Lieferanten und Vertragspartner mit ein.

Symrise definiert klare Ziele für Qualität, Umweltschutz, Gesundheit, Arbeitssicherheit, Produkt- und Lebensmittelsicherheit sowie Kundenorientierung. So haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2020 in Bezug auf eine verkaufte Produkteinheit Energieverbrauch, CO2-Ausstoß, Abfallmenge, Wasserverbrauch und Abwasseremissionen jeweils um ein Drittel gegenüber dem Stand im Jahr 2010 zu senken. Bei unserer Berichterstattung zum Thema Nachhaltigkeit orientieren wir uns an den Richtlinien der international anerkannten Global Reporting Initiative (GRI). Die Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten und Produkte bewerten wir in einer Scorecard. Ratingagenturen beurteilen regelmäßig unsere Performance bezogen auf ESG (Environmental, Social, Governance) Kriterien. Seit 2006 veröffentlicht Symrise jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht (http://www.symrise.com/de/news-medien/publikationen/csr-berichte.html).

Die 2010 neu geschaffene Corporate Compliance Organisation bündelt alle Funktionseinheiten des Integrierten Management Systems, das die Bereiche Qualität, Umwelt, Energie und Arbeitsschutz, Interne Revision, Risikomanagement, Produktsicherheit und Nachhaltigkeit umfasst. Die Symrise Compliance-Leitlinien gelten global und werden durch lokale Corporate Compliance-Funktionen umgesetzt. Von ebenso entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens ist das Risikomanagement. Unsere bestehenden Richtlinien stellen sicher, dass Risikoabwägungen von Beginn an Teil der Entscheidungsprozesse sind. Darüber hinaus steht jeder einzelne Mitarbeiter in der persönlichen Pflicht, aktiv Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Weitergehende Informationen Risikomanagement im Symrise Konzern enthält der Corporate Governance Bericht und finden sich unter (http://www.symrise.com/de/investor/relations-corporate governance>erklärung-zur-unternehmensführung.html).

Abweichungen vom Verhaltenskodex können Mitarbeiter mittels einer weltweiten Telefon- und web-basierten Integrity Hotline an das Corporate Compliance Office melden. Über einen zwischengeschalteten Dienstleister ist gewährleistet, dass sie ihre Anliegen im Bedarfsfall anonym und in ihrer Muttersprache vorbringen können. Speziell ausgebildete Auditoren überprüfen in internen Audits die Einhaltung aller Vorgaben. Unabhängige externe Prüfer bestätigen uns diese Einhaltung und die Wirksamkeit von Maßnahmen mit entsprechenden Zertifikaten.

Symrise berichtet regelmäßig in ausführlichen CSR-Berichten über nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Alle diese Zahlen basieren auf den GRI (Global Reporting Initiative) Kennzahlen, deren Definitionen offiziell anerkannt sind. Diese CSR-Berichte entwickeln und erweitern wir fortlaufend und berichten detailliert über unseren Umgang mit der Umwelt, die Arbeitssicherheit in unserem Unternehmen und weiteren Bereichen, in denen wir Verantwortung wahrnehmen.

8 Forschung & Entwicklung

Erfolgreiche Aktivitäten im Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) bilden die Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit von Symrise. Unsere Kunden nehmen Symrise als kreativen und wertvollen Partner wahr, weil wir innovative Produkte und Lösungen entwickeln.

8.1 Leitlinien und Schwerpunkte

Unsere F&E-Strategie zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, Forschung & Entwicklung sowie Kreation im gesamten Konzern zu vernetzen. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden- und marktorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F&E an Marketing und Vertrieb, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung auf Umsetzbarkeit und Rentabilität geprüft. Alle F&E-Aktivitäten sind an den Leitlinien Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet.

Der Geschäftsbereich Scent & Care konzentriert sich bei seiner F&E-Strategie auf sechs Schwerpunkte:

Neue Moleküle für die Anwendung als Riech- und Kosmetikinhaltsstoffe
Funktionelle Stoffe für Mundpflegeprodukte
Bioaktive Inhaltsstoffe für kosmetische Anwendungen
Freisetzungssysteme für Duftstoffe
Überdeckung von Schlechtgerüchen
Sensorische Forschung und neue Methoden der sensorischen Wahrnehmung

Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition werden vor allem sechs Technologieplattformen bearbeitet:

Entwicklung natürlicher Aromen
Neue geschmacksaktive Verbindungen
Pflanzenextrakte mit besonderen geschmacksgebenden Eigenschaften
Naturstoffe für die Themengebiete "Health" und "Wellness" mit funktionalen Eigenschaften
Neue Technologien für die selektive Anreicherung sowie auch Freisetzung von Aromastoffen
Formulierung von Produkten mit gesundheitsfördernden Eigenschaften bei gleichzeitiger Optimierung des sensorischen Profils

8.2 Organisation

Die beiden Geschäftsbereiche von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden eigene F&E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für beide Bereiche verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Beispielsweise sind natürliche Rohstoffe wie Vanille oder Ingwer - und im Hinblick auf diese Rohstoffe erzielte Forschungsergebnisse - sowohl für Aroma- als auch für Duftkreationen oder pflegende Anwendungen von großer Bedeutung. Die F&E-Ressourcen sind in beiden Geschäftsbereichen unmittelbar in die Organisation integriert. Weltweit bestehen mehrere F&E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten beider Geschäftsbereiche optimal zu unterstützen. Die Forschungstätigkeiten in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf Duft-, Aromastoff- und Geschmacksforschung, Entwicklung synthetischer und natürlicher Herstellungsmethoden für Duft- und Aromastoffe, analytische Chemie, kosmetische Inhaltsstoffe und die Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für den Anwendungsbereich Consumer Health. Entwicklung und Anwendungstechnik sind außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich), Cuautitlánlzcalli (Mexiko) und São Paulo (Brasilien) angesiedelt. In Teterboro verfügt Flavor & Nutrition beispielsweise über das Know-How-Zentrum "Technical and Culinary Center for Protein Foods". Hier stehen Fragen der Geschmacksverbesserungen und Aromenvielfalt für proteinhaltige Lebensmittel im Vordergrund. In Shanghai befindet sich ein "Creative Center" von Scent & Care für den chinesischen Markt sowie die Region Nordostasien, in dem sämtliche entwicklungstechnischen Abteilungen und kreativen Ressourcen gebündelt sind.

Neben der eigenen F&E unterhalten beide Geschäftsbereiche umfassende Partnerschaften mit Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten. Dies ermöglicht die Nutzung von Synergien und erweitert das Spektrum der F&E-Aktivitäten. Hierzu zählen beispielsweise Universitäten und Forschungsinstitute wie die Technische Universität München, die Universität Rostock, die Universität Tours (Frankreich), das Kings College (London), das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle, die Universität Gießen, die Technische Universität Braunschweig, die Universität Münster, die Technische Universität Dresden, die Universität Bochum, die Fraunhofer-Institute für Verfahrenstechnik und Verpackung sowie für Polymerforschung, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam sowie Unternehmen wie IMAX Discovery (Dortmund) oder Cutech (Padua, Italien). Bedeutende Kooperationen in den Bereichen Produktentwicklung und -forschung bestanden 2011 zudem beispielsweise mit den Unternehmen Ecobiotics, InterMed Discovery und Axxam. Im Bereich Life Essentials bestehen Partnerschaften beispielsweise mit dem Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF) an der Universität Düsseldorf, dem Institut für Zellphysiologie der Universität Bochum, der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten des Universitätsklinikums Münster (UKM), dem Institut für Pharmazie sowie dem An-Institut für angewandte Dermopharmazie e.V. (IADP) der Universität Halle-Wittenberg.

Beide Geschäftsbereiche verfügen zudem seit Jahren über internationale "Scientific Advisory Boards", die aus namhaften Vertretern verschiedener Wissenschaftsdisziplinen und Anwendungsfelder bestehen. Es ist die Aufgabe dieser Gremien, neueste Forschungsergebnisse und deren Umsetzung in Produktinnovationen beratend zu begleiten.

Zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community nahmen Vertreter von Symrise an zahlreichen wissenschaftlichen Veranstaltungen teil und präsentierten aktuelle Forschungsarbeiten. Zu nennen sind hier beispielsweise das European Forum of Industrial Biotechnology in Amsterdam, der Congresso Brasileiro de Cosmetogia (Brasilien) und der IMRE/A*Star in Singapur. Weitere Ergebnisse aus den Forschungsbereichen Phytochemie, Fettzellmetabolismus, Hautpigmentierung und Tierversuchsalternativen für Hautallergietests wurden unter anderem im Rahmen der SID (Society of Investigative Dermatology) Jahrestagung in Phoenix/ Arizona vorgestellt. Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition steuerte zum "XIII Weurman Flavour Symposium" in Zaragoza drei Vorträge bei.

Symrise wirkt an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder durch andere öffentliche und private Fördereinrichtungen unterstützt werden. Die vom BMBF geförderten Projekte "Biokatalyse 2021 - Bioflavonoide P19" sowie "Entwicklung von Verstärkern des Salzgeschmacks" konnten 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Das 2009 begonnene Projekt "Entwicklung von modernen, natürlichen Aromen zur Geschmacksverbesserung von gesunden Lebensmitteln" wird weiterhin durch den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) und den Wirtschaftsförderfonds Niedersachsens (NBank) gefördert; hierbei konnten zwei Kandidaten identifiziert werden, deren Einführung als Aromastoffe beziehungsweise aromatisierende Zubereitung derzeit intensiv vorangetrieben wird. Weiterhin Förderung durch das BMBF erhielten 2011 zwei im Jahr zuvor begonnene Projekte: Das Erste beschäftigt sich mit der Entwicklung von Verfahren zur natürlichen Gewinnung von geschmacksmodifizierenden Aromastoffen zusammen mit dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle im Rahmen des Clusters "Biokatalyse 2021"; das andere Projekt wird zusammen mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung, Potsdam, und der Technischen Universität München zu dem Thema "Wirkung und Rolle von Geschmacksstoffen im Magen-Darm-Trakt" durchgeführt.

Der Innovationsprozess bei Symrise ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert. Der Prozess ist unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt ein Business-Plan vor, der eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten und des Ressourceneinsatzes enthält.

8.3 Personal, Aufwand und Ergebnisse

Weltweit sind knapp 20 % unserer Belegschaft beziehungsweise 1.068 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig. Im Vorjahr waren es 1.043 Mitarbeiter. Für Scent & Care sind 434 Mitarbeiter aktiv, im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition 634 Mitarbeiter. Die Gesamtaufwendungen für F&E beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 108 Mio. € (Vorjahr: 108 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,9 % am Umsatz (Vorjahr: 6,9 %). Die Ausgaben für F&E sollen auch zukünftig hoch bleiben, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken. Neben der absoluten Höhe der Aufwendungen entscheiden jedoch ebenso die Effizienz und Marktorientierung über den Erfolg der F&E-Aktivitäten und damit über die Wettbewerbsfähigkeit von Symrise. Auch die Wertschätzung von wissenschaftlichen Arbeiten, die in unserem Unternehmen entstanden, durch die Scientific Community unterstreicht den hohen Standard unserer F&E. So wurde im Rahmen einer Masterarbeit die sensorische Charakterisierung und erfolgreiche Optimierung des neu eingeführten natürlichen Süßstoffs Rebaudiosid A/Stevioside mit hervorragenden Ergebnissen bearbeitet, die auf mehreren internationalen Kongressen in Belgien, Paraguay und Dänemark vorgetragen wurden. Zudem belegen wichtige Auszeichnungen durch die Branche die führende Stellung von Symrise: 2011 erhielten Symrise Life Essentials-Produkte gleich drei wichtige Preise. Der erste Platz des renommierten BSB Innovationspreises 2011 in der Kategorie "Most Innovative Raw Material Natural" wurde für den im Vorjahr eingeführten Kosmetikinhaltsstoff SymFinity® 1298 im Rahmen der In Cosmetics, einer internationalen Kosmetikmesse, verliehen. Bei SymFinity® 1298 handelt es sich um einen hochwirksamen, zu 100 % natürlichen, lösungsmittelfreien Presssaft aus Frischpflanzen von Echinacea purpurea (Roter Sonnenhut) mit multipler Anti-Aging-Wirkung. In klinischen Studien konnte ein signifikanter Falten reduzierender Effekt nachgewiesen werden. Das Produkt SymPeptide® 226EL wurde sogar zweifach ausgezeichnet: Zum einen wurde es von Frost & Sullivan mit dem "2011 European Product Differentiation Excellence Award in the Personal Care Market" ausgezeichnet. Zum anderen belegte es den zweiten Platz des BSB Innovationspreises 2011 in der Kategorie "Innovative Raw Materials - Natural/Actives". SymPeptide® 226EL wurde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Therapeutic Peptides Inc. in den USA, an dem Symrise einen Anteil von 20 % hält, entwickelt und besitzt die Eigenschaft, Wimpern kräftiger und dichter erscheinen zu lassen.

F&E-Aufwand (in Mio. €)

8.4 Ausgewählte Projekte/Neue Produkte

Inoscent®:

Durch die Einbindung von Life Essentials-Inhaltsstoffen vermittelt diese patentierte, alkoholfreie Duftkomposition auf der Haut ein herausragendes Gefühl von Reinheit.

Symreed™:

Das patentierte, wasserbasierte Raumduft-System schafft ein Dufterlebnis, das auf der Kombination neuer Raumduft-Sticks mit einer innovativen Duftformulierung beruht, die sehr umweltfreundlich, kostengünstig und stabil ist.

Frescolat® X-Cool:

Bereits nach kurzer Einwirkzeit schafft Frescolat ® X-Cool eine starke, lang anhaltende Kühlwirkung auf der Haut und ist damit hervorragend für den breiten Einsatz in Kosmetikprodukten geeignet.

Hydroviton® Plus:

Der Anti-Aging-Wirkstoff, der auch für die Wachstumsmärkte in Asien und Lateinamerika entwickelt wurde, erhöht signifikant die Hautfeuchtigkeit, die maßgeblich zum Erscheinungsbild junger Haut beiträgt.

SymRelief® S:

Diese neue Variante eines entzündungshemmenden Wirkstoffs enthält einen naturidentischen Inhaltsstoff der Ingwerwurzel und bietet hervorragende anwendungstechnische Eigenschaften.

SymSol® PF3:

Zum Bereich funktioneller Produkte zählender, PEG-freier Lösungsvermittler, der im Vergleich mit marktgängigen, PEG-basierten Produkten durch hervorragende Solubilisierungsleistung überzeugt.

Health & Nutrition:

Im Bereich Health & Nutrition konnte ein spezieller Bilberry-Extrakt aus der Reihe Acti Plants mit Hilfe eigener Technologien entwickelt werden, der sich durch den deutlich erhöhten Gehalt an hoch effizienten Antioxidantien auszeichnet.

Actipone® S "Superveggies" und Actipone® S "Wood":

Zwei neue Actipone®-Produktserien aus dem Bereich "Botanicals", die anti-oxidative, anti-irritative und anti-aging Eigenschaften aufweisen.

Naturally Citrus!®:

Eine neue Generation von Zitrus-Spezialitäten verbessert die Authentizität und die Frische von Aromenprofilen der Produktplattform Naturally Citrus!®. Weitere technische Fortschritte ermöglichen es, nachhaltige Rohstoffe in umweltschonender Weise zu entwickeln.

Simply Vanilla:

Der Forschungsschwerpunkt liegt auf einer weiteren Erhöhung der Qualität und der Ernteerträge, um die Beschaffung dieses wichtigen Rohstoffs nachhaltig zu sichern und die Lebensverhältnisse der Bauern in Madagaskar zu verbessern.

Think mint!:

Kontinuierliche sensorische Forschung auf Grundlage langjähriger Erfahrung beim Verständnis der Mikro-Komponenten natürlicher Mint-Aromen ermöglicht die Entwicklung von Geschmacksvarianten mit fein abgestimmten sensorischen Eigenschaften.

Vegetable:

Die sorgfältige Arbeit der Landwirte in der Region Holzminden und die schonenden Trennmethoden bei Symrise ergeben zusammen Gemüseprodukte von hoher Qualität. Unsere Detailkenntnis über das Verhalten von Geschmacksmolekülen in Verpackungen für puderförmige Inhalte verbessert das Geschmackserlebnis.

Geschmacksregulierung:

Gesundheit und Ernährung sind parallele Ziele, die unsere Forschung antreiben in Richtung auf Produktlösungen mit vermindertem Salzgehalt, weniger Zucker und geringerem Fettgehalt, wie sie von den Verbrauchern bevorzugt werden. Wissenschaftliche Methoden und natürliche Ausgangsstoffe gehen dabei Hand in Hand, um pflanzliche Isolate zur Optimierung des Geschmacks und des Gefühls im Mund zu gewinnen.

Integrated Product Solution:

Durch die konsequente Verknüpfung von eigenen funktionellen Inhaltsstoffen mit darauf abgestimmten natürlichen Aromen sowie die Anwendung von Symrise Verkapselungstechnologien ist es gelungen, eine neue Generation von gesundheitsfördernden und wohlschmeckenden Produkten für die Instantgetränke-Industrie zu entwickeln.

Innovationen in der Analytik:

In der Analytik haben wir weiter in den Ausbau unserer Stoffdatenbanken für Isolate und botanische Extrakte investiert. Gleichzeitig wurde die Verknüpfung der instrumentellen Messtechnik mit der menschlichen Sensorik mit neuen Werkzeugen der Symrise FlavorInformatics® Plattform vorangetrieben. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Nutzung der "Reverse Metabolomics" für die neuen Fleischaromen zu nennen.

9 Mitarbeiter

Motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Grundlage für den Erfolg von Symrise. In einer partnerschaftlichen Beziehung fordern wir Leistung, Engagement und Teamgeist. Gleichzeitig fördern wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines umfassenden Aus- und Weiterbildungskonzepts, lassen Freiraum für Eigenverantwortung und unterstützen die Karriereentwicklung nach Kräften. Wir führen kontinuierlich einen intensiven Dialog mit unseren Mitarbeitern - das bringt uns gemeinsam voran.

9.1 Struktur der Belegschaft1

Im Symrise Konzern hat sich die Anzahl der Mitarbeiter - ohne Auszubildende und Trainees - im Jahresverlauf 2011 um 146 auf 5.434 zum 31. Dezember 2011 erhöht. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl entfällt mit einem Plus von 129 Mitarbeitern überwiegend auf den Geschäftsbereich Flavor & Nutrition, in dem etwas mehr als die Hälfte aller Beschäftigten arbeiten. Rund 35 % der Belegschaft sind im Bereich Scent & Care tätig; hier hat sich die Zahl der Mitarbeiter mit einem Zuwachs um 12 im Geschäftsjahr 2011 nur geringfügig erhöht. 15 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt. Im Wettbewerb um die bestqualifizierten jungen Menschen legt Symrise großen Wert auf die interne Ausbildung eigener Mitarbeiter. So hat sich die Zahl der Auszubildenden und Trainees im Jahr 2011 im Konzern auf 123 junge Menschen erhöht, die insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriekaufmann und Industriemechaniker ausgebildet werden.

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Anzahl der Mitarbeiter nach Geschäftsbereichen 31.12.2010 31.12.2011 Veränderung

in %
Flavor & Nutrition 2.616 2.745 +5
Scent & Care 1.868 1.880 +1
Corporate Funktionen und Services 804 809 +1
Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) 5.288 5.434 +3
Trainees und Auszubildende 116 123 +6
Gesamt 5.404 5.557 +3

Aus funktionalem Blickwinkel ist mit rund 40 % der größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns im Bereich Produktion & Technologie tätig. Rund 26 % der Belegschaft sind im Bereich Vertrieb & Marketing aktiv. Auf Forschung & Entwicklung entfallen etwa 20 % der Beschäftigten.

1 Alle Angaben in FTE (Full Time Equivalents)/ Vollzeitmitarbeiter

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Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen (ohne Trainees und Auszubildende) 31.12.2010 31.12.2011 Veränderung

in %
Produktion & Technologie 2.097 2.182 +4
Vertrieb & Marketing 1.391 1.421 +2
Forschung & Entwicklung 1.043 1.068 +2
Verwaltung 424 419 -1
Servicegesellschaften 333 344 +3
Gesamt 5.288 5.434 +3

Von den 5.434 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 43 % an Standorten in Deutschland tätig. Mit 19 % beziehungsweise 14 % der Belegschaft folgen die Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl im Jahresverlauf 2011 entfällt mit einem Plus von etwa 14 % ganz wesentlich auf die wachstumsstarke Region Asien/Pazifik und in geringerem Maße auf Deutschland und Lateinamerika. Dagegen war die Mitarbeiterzahl in Nordamerika und in der Region EAME moderat rückläufig.

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Anzahl der Mitarbeiter nach Regionen (ohne Trainees und Auszubildende) 31.12.2010 31.12.2011 Veränderung

in %
Deutschland 2.271 2.310 +2
EAME ohne Deutschland 737 732 -1
Nordamerika 628 613 -2
Asien/Pazifik 904 1.027 +14
Lateinamerika 748 752 +1
Gesamt 5.288 5.434 +3

In der Altersstruktur der Beschäftigten im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 62 %. Eine Ende 2010 durchgeführte Demografieanalyse der Belegschaft ergab, dass sich die demografische Entwicklung in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen wird. Die jährliche Personalreduktion durch den Eintritt in das Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 unter beziehungsweise um 1 % der Belegschaft.

Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter blieb an unseren deutschen Standorten auch im Jahr 2011 mit 1,5 % auf sehr niedrigem Niveau, weltweit belief sie sich auf 5,5 %.

Alterstruktur der Belegschaft, in %

9.2 Personalstrategie

Die Personalstrategie von Symrise macht sich an vier Eckpunkten fest:

Unser Ziel ist es, die besten Mitarbeiter einzustellen und zu halten. Wir streben an, Symrise zu einem "Employer of Choice" zu machen. Die Förderung unserer Mitarbeiter soll helfen, beste Leistungen zu erreichen.
Wir passen die personellen Ressourcen an die strategischen Bedürfnisse des Unternehmens an. Das Hauptinstrument dafür ist ein umfassendes Fortbildungsangebot.
Wir legen Wert auf Ergebnis- und Leistungsorientierung. Dies drückt sich in gemeinsamen Zielvereinbarungen sowie in ergebnisorientierten Vergütungssystemen aus.
Wir fördern Top-Management-Kompetenz durch spezielle Trainingsprogramme für unsere Führungs- und Nachwuchsführungskräfte.

Diese Strategie setzen wir mittels einer breiten Palette von Personalmaßnahmen um.

9.3 Personalmaßnahmen

9.3.1 Neue Mitarbeiter

Symrise beschreitet vielfältige Wege, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. In berufsvorbereitenden Betriebspraktika bietet Symrise jedes Jahr rund 100 Schülern die Möglichkeit, Einblicke in die Arbeitsabläufe des Unternehmens zu erhalten. Um gut qualifizierte Auszubildende an Symrise zu binden, bestehen enge Kontakte zu den allgemein- und berufsbildenden Schulen in Form von Partnerschaften bei Schülerfirmen, Projekttagen, Management Information Games und E-Learning Projekten. Im Zweijahresrhythmus - das nächste Mal im Jahr 2012 - richtet Symrise den "Tag der Ausbildung" für interessierte Schüler und Eltern am Unternehmenssitz in Holzminden aus.

In der Erstausbildung hat sich Symrise im Rahmen eines Standortsicherungsvertrags verpflichtet, jährlich 44 neue Auszubildende einzustellen, um qualifizierte Mitarbeiter heranzubilden. Zum 31. Dezember 2011 waren an unseren deutschen Standorten 123 Auszubildende und Trainees beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von rund 6 %.

Schließlich bieten wir Studenten die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika sowie Bacheloroder Masterarbeiten Symrise kennen zu lernen. Von dieser Möglichkeit machen jedes Jahr etwa 80 Studenten Gebrauch. Darüber hinaus pflegt Symrise intensive Kontakte zu Universitäten und Hochschulen und nimmt regelmäßig an Hochschulinformationstagen teil.

9.3.2 Weiterbildung

Symrise betreibt ein systematisches Talentmanagement und Weiterbildungsprogramm. Damit sichern wir uns die personellen Kapazitäten und fachlichen Kompetenzen, die wir zur Umsetzung unserer Strategie benötigen. Zugleich bieten wir unseren Mitarbeitern attraktive Aus- und Fortbildungen, die ihren Karriereweg unterstützen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Symrise Academy ein:

In der Perfumers' Academy werden die Aus- und Weiterbildungsangebote für Parfümeure, Evaluatoren und Vertriebsmitarbeiter gebündelt. In der Perfumery School haben im Jahr 2011 fünf neue Talente ihre Ausbildung begonnen. Darüber hinaus haben wir in Indien eine neue Perfumery School gegründet, um einen internen Talentpool hervorragend ausgebildeter Parfümeure und Evaluatoren für den asiatischen Markt aufzubauen. Hier werden aktuell zwei Parfümeure ausgebildet.
In der Flavor Academy haben im September 2011 sechs weitere Trainees aus fünf Ländern in Asien, Nordamerika, Europa und Afrika ihre Flavoristenausbildung begonnen. Ihre umfassende, mehrstufige Ausbildung wird im Jahr 2012 abgeschlossen sein.
Die Leadership Academy richtet sich an Führungskräfte im Symrise Konzern. Sie vermittelt Kommunikations- und Verkaufstechniken und bietet eine Vertiefung von Management-Fähigkeiten und verschiedene Coaching-Programme.

Das Fortbildungsangebot für alle Mitarbeiter von Symrise umfasst Sicherheitstrainings, Sprachkurse, Projektmanagement und EDV-Kurse. Die weltweiten Ausgaben für Fortbildungsmaßnahmen lagen mit rund 2,6 Mio. € um 15 % über dem Vorjahresniveau.

In beiden Geschäftsbereichen bieten wir bereits ausgebildeten Chemiefacharbeitern ein einjähriges Weiterbildungsprogramm zum Prozess-Chemikanten an. Un- und angelernten Mitarbeitern bieten wir ein einjähriges Qualifikationsprogramm zu sogenannten Flavokanten an. Für die Mitarbeiter in den Forschungslaboren haben wir ein ebenfalls einjähriges Weiterbildungsprogramm zum Advanced Laboratory Technician entwickelt. Ziel dieser Maßnahmen ist, die Mitarbeiter für veränderte technische Anforderungen zu qualifizieren.

Im Bereich der Personalentwicklungsmaßnahmen hat Symrise im Rahmen des weltweiten Talentmanagements rund 200 Assessments durchgeführt, um Talente mit hohem Potenzial zu identifizieren und gezielt zu fördern.

9.3.3 Mitarbeitermotivation

Symrise hat in den vergangenen Jahren einen ständigen Wandel erfahren: Von der Fusion über den Börsengang bis zur internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Das Unternehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Laufe dieser Veränderungen hohe Flexibilität bewiesen, die wechselnden Herausforderungen aktiv angenommen und Symrise schnell und damit erfolgreich auf jeweils neue Situationen eingestellt.

Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern hohen Einsatz. Dies lässt sich jedoch nur erreichen, wenn sie mit Freude bei Symrise arbeiten und Symrise als einen Teil ihres Lebens sehen. Um diesen Erfolgsfaktor weiter zu stärken, haben wir im Frühsommer 2010 die erste internationale Mitarbeiterbefragung durchgeführt, aus der zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet wurden.

Für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat Symrise ein durchgängiges Angebot zur Kinderbetreuung mit angepassten Kindergarten-Öffnungszeiten sowie Hilfsangeboten für Eltern in Notsituationen in Zusammenarbeit mit dem in Holzminden ansässigen "Verein für Kinderbetreuung" geschaffen.

In der Personalentwicklung wurde für die ersten drei Führungsebenen ein weltweiter Nachfolgeplanungsprozess initiiert. Dabei sollen durch den Vorrang der internen Stellenbesetzung vor externer Rekrutierung die Karriereperspektiven für die Symrise Mitarbeiter verbessert werden.

Im Rahmen unseres "Sport & Kultur" Programms bieten wir den Mitarbeitern vielfältige sportliche Möglichkeiten wie Fußball, Kara-T-Robic, Laufen, Volleyball, Walking oder Yoga an, um sich auch außerhalb der beruflichen Aktivitäten gesund und fit zu halten. Ferner legen wir großen Wert auf das "Betriebliche Gesundheitsmanagement". Zur Erkennung und Minimierung ergonomischer Belastungen wurden beispielweise in Schwerpunktbereichen Gesundheitszirkel eingerichtet. Hier können sich Mitarbeiter ergonomisch beraten lassen, die Kosten hierfür übernimmt Symrise. Darüber hinaus richtet Symrise regelmäßig Gesundheitswochen aus. Bei der Schulung von Führungskräften wird auch das Thema "Sucht und Suchtprävention" behandelt.

In der Weiterentwicklung der betrieblichen Zusatzleistungen haben wir 2010 an allen größeren Standorten in Deutschland unsere neue betriebliche Altersvorsorge eingeführt, die aus Eigenbeiträgen der Mitarbeiter sowie aus Beiträgen des Unternehmens finanziert wird. Für neu eingetretene Mitarbeiter ist die Mitgliedschaft in dieser Pensionskasse verpflichtend, für bestehende Mitarbeiter freiwillig.

Das jährliche Zielvereinbarungsgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist ein zentrales Element des Mitarbeiterdialogs. Es stellt die Transparenz in der Leistungsbeurteilung sicher und ermöglicht die Festlegung gezielter Entwicklungsperspektiven für jeden Mitarbeiter. Im Einzelnen werden Aufgaben und Verantwortungsbereiche, die Zielerreichung des Vorjahres, die Ziele für das laufende Jahr, die Einschätzung der Leistung des Mitarbeiters, die Zusammenarbeit zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter, geplante Weiterbildungsmaßnahmen und mögliche Entwicklungsschritte erörtert.

9.3.4 Vergütung und Tarifverträge

Flexible Vergütungssysteme, die mit variablen Entgeltbestandteilen den individuellen Leistungsbeitrag der Mitarbeiter honorieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Lage des Unternehmens berücksichtigen, sind ein wesentlicher Bestandteil einer modernen Vergütungspolitik. Zudem erhöht eine leistungsgerechte Vergütung die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber und trägt zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern bei. Seit dem Jahr 2010 bestehen bei Symrise neue, transparente Vergütungsstrukturen in Form von Vergütungsbandbreiten, die Vorgesetzten und Mitarbeitern eine aktive Entwicklung der Vergütung parallel zur beruflichen Weiterbildung ermöglichen. Dieses Modell gilt für rund 340 außertarifliche und leitende Mitarbeiter. Die Vorteile dieses sogenannten Job Grade-Konzepts liegen in einer hohen Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Vergütung sowie in deren internationaler Vergleichbarkeit. Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt. Im Jahr 2011 wurde ferner der Ausbau der leistungsorientierten variablen Vergütung für alle Mitarbeiter auf ein wettbewerbsfähiges Niveau von 10 % der individuellen Basisvergütung initiiert. Schließlich wurden in den Bereichen Rohstoffeinkauf und Vertrieb spezielle Boni eingeführt, die sich an Maßnahmen zur Dämpfung des Rohstoffkostenanstiegs beziehungsweise der Kundenprofitabilität orientieren.

9.3.5 Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG BCE bestehende Haustarifvertrag, der Anfang 2012 um weitere 4 Jahre bis zum Jahr 2020 verlängert wurde. Wesentliche Elemente der Vereinbarung sind unternehmensseitig eine Standort- und Beschäftigungsgarantie sowie Investitionszusagen von rund 220 Mio. € für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2020. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche Kosteneinsparungen durch Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG BCE mit fest definierten Abschlägen von etwa 1% pro Jahr bis 2020.

Mit diesen Zugeständnissen leistet die Belegschaft einen entscheidenden Beitrag zu international wettbewerbsfähigen Personalkosten an unseren deutschen Standorten. Eine zentrale Vereinbarung in den Tarifverhandlungen ist die Rückführung dieser wettbewerbssteigernden Abschläge an die Mitarbeiter für den Fall, dass Symrise seine Eigenständigkeit verliert. In diesem Falle kommen sechs Monate nach Übernahme von Symrise durch einen Dritten die Flächentarifentgelte der Chemischen Industrie automatisch zur Anwendung. Die Standortgarantie und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 werden dadurch nicht berührt.

10 Chancen- und Risikobericht

10.1 Grundsätze

Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns unterliegen permanent Risiken und bieten zugleich eine Vielzahl von Chancen. Als Risiko definieren wir Ereignisse, deren Eintritt zu einer negativen Abweichung von unseren Planzielen im Planungszeitraum führen kann. Chancen hingegen bezeichnen Sachverhalte, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben können. Die Erkennung von Risiken und deren Vermeidung sowie die Nutzung von Chancen sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, alle potenziellen Risiken frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Gegenmaßnahmen zu reduzieren. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen der Geschäftsführung berücksichtigt werden. Symrise verfügt über ein Risikohandbuch, das die Prozesse des Risikomanagements regelt und für die Mitarbeiter eine Grundlage für den Umgang mit Risiken darstellt. Alle Konzerngesellschaften werden halbjährlich aufgefordert, ihre im Risikoberichtswesen hinterlegten Risiken zu verifizieren und entsprechend der durchzuführenden Gegenmaßnahmen anzupassen und zu bewerten.

10.2 Struktur und Prozess des Risikomanagements

Das Risikomanagement von Symrise erstreckt sich über sämtliche Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten. Die Koordination der Risikoerfassung erfolgt auf Ebene des Corporate Centers innerhalb der Abteilung Corporate Compliance. Auf der Ebene der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Dieser Konzern-Risikobericht wird zweimal pro Jahr an den Vorstand geleitet. Darin werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung, ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrem Risikotyp sowie der Unternehmenseinheit, der Geschäftsaktivität und dem Risk Owner klassifiziert. Des Weiteren werden geeignete Gegenmaßnahmen aufgeführt und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter benannt. Damit bildet das Risikoberichtswesen zugleich die Grundlage für die Risikosteuerung und die Überprüfung durch die interne Revision des Konzerns. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf die Konzerngesellschaften sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet.

10.2.1 Umfeld- und Branchenrisiken

In der Konsumgüterindustrie halten wir eine weitere Konsolidierung des Abnehmerkreises für Symrise Produkte für möglich. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit Marktanteile zu verlieren. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene unserer Zulieferer bestehen insofern, als durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf unsere Beziehungen zu Kunden ausgehen können.

In unserer Branche ist ein zunehmend intensiverer Wettbewerb zu beobachten. Diese Entwicklung birgt auch für Symrise das Risiko, Kunden zu verlieren. Hierauf reagieren wir durch eine verstärkte Vermarktung unserer Innovationen und Produkte der Geschäftsfelder Life Essentials sowie Consumer Health, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Konkurrenz aufweisen.

Politischen Risiken in der Form von Handelsembargos ist Symrise in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen wir unsere Rohstoffe beziehen und in die wir unsere Produkte exportieren. Behinderungen des Handels können wir durch ein Ausweichen auf andere Regionen teilweise kompensieren. In einzelnen Ländern beobachten wir kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls aufgrund eines Schuldenmoratoriums. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient zur Eingrenzung des Risikos. Wir begegnen Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, durch eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise mit Betriebsstätten vertreten ist, beobachten wir mit großer Aufmerksamkeit, insbesondere um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Dennoch können in ungünstigen Fällen zeitweilig Produktions- und damit Umsatzausfälle auftreten.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat in unterschiedlicher Weise Einfluss auf den Geschäftsverlauf von Symrise. In den entwickelten Märkten unterliegt die Nachfrage nach Endprodukten, in denen Symrise Produkte enthalten sind, soweit sie der Befriedigung von Grundbedürfnissen dienen, kaum konjunkturellen Schwankungen. Demgegenüber besteht hier jedoch bei Produkten der "Luxussegmente" der Anwendungsbereiche Fine Fragrances und Personal Care eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage von der Entwicklung der verfügbaren Einkommen. In den Emerging Markets ist tendenziell für sämtliche Produkte eine erhöhte Schwankung der Nachfrage in Abhängigkeit von der Konjunktur festzustellen. Zudem steuern die Kundenunternehmen von Symrise Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen beim Abruf der von Symrise gelieferten Einsatzstoffe. Ein Lagerabbau auf Seiten unserer Kunden kann die bei Symrise abgerufenen Mengen deutlich reduzieren.

10.2.2 Unternehmensstrategische Risiken

Die Umsetzung der Unternehmensstrategie von Symrise ist, wie bei jedem Unternehmen, naturgemäß mit Risiken verbunden. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens können sich beispielsweise aus der Fehleinschätzung von Kundenanforderungen und Umfeldbedingungen sowie technologischen Fehlentscheidungen ergeben. Dies betrifft insbesondere Produktentwicklungen, die Symrise teilweise auf Eigeninitiative durchführt, oder auch die Gründung eines neuen Anwendungsbereichs wie z.B. Consumer Health im Jahr 2009. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit der Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit unserer Entwicklungen gewährleisten. Akquisitionen, die von Symrise durchgeführt werden, sind ebenfalls mit Risiken behaftet. Im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Diesen Risiken wirken wir durch einen klar definierten Integrationsprozess entgegen.

Die mögliche Streichung von einer Core List unserer Kunden und die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken des Unternehmens. Diesem Risiko begegnen wir durch einen engen Kontakt zu unseren Kunden. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität und Produktqualität. Hier sind wir bestrebt, stets zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören.

10.2.3 Leistungswirtschaftliche Risiken

Produktrisiken:

Die Duft- und Geschmackstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die der Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnimmt oder auf seiner Haut anwendet. Dadurch besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich unsere Produkte auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken können. Um dieses Risiko zu minimieren, wird die Verträglichkeit unserer Produkte im Rahmen des Qualitätsmanagements fortlaufend auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests mittels moderner Analysemethoden nach internationalen Standards und internen Sicherheitsvorschriften geprüft. Unser Ziel ist es, Kundenbeschwerden möglichst zu vermeiden. Hierzu wurde ein Verfahren zur internen Prozessverbesserung eingeführt, um mögliche Schwachstellen und Gefährdungen frühzeitig selbst zu beheben und die Produktqualität kontinuierlich auf einem hohen Niveau zu halten.

Veränderungen in der Technologie eines Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber besteht ein Risiko für unsere Produkte, dem wir durch eine angemessene Patentverwaltung begegnen.

Beschaffungsrisiken:

Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken einer ungeplanten Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Symrise hat intelligente Einkaufsstrategien entwickelt, um dem ungeplanten Preisanstieg von Erdöl oder Energie zu begegnen. Da klimatische Bedingungen und Marktmodalitäten zu Preisanstieg, Qualitätsschwund und Unverfügbarkeit führen können, hat der Einkauf eine breite Lieferantenbasis entwickelt, die auch die Belieferung aus verschiedenen Erdteilen umfasst. Allerdings wirkt eine zu starke Diversifikation der Lieferanten durch die Verminderung der Einkaufsmengen pro Lieferant auch kostenerhöhend. Daher sind unsere Hauptlieferanten durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Darüber hinaus werden Beschaffungsalternativen, zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten, erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Sofern möglich, wird ein Preisanstieg von Rohstoffen durch entsprechende Anhebung der Verkaufspreise an die Kunden weitergereicht, um Auswirkungen auf unser Ergebnis zu reduzieren. Ferner prüft Symrise die finanzielle Bonität der Lieferanten kontinuierlich.

Betriebsrisiken:

Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen zur Folge haben. Ursachen können in der Sicherheit von Einrichtungen und Prozessen, dem Brandschutz bis hin zu Qualität und Sicherheit von Materialien und deren korrekter Klassifizierung liegen. Daneben können steigende Anforderungen sowie länderspezifische Arbeitsund Umweltschutzauflagen zu Betriebsunterbrechungen führen. Derartige Risiken mindern wir durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit sowie durch entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund beobachten wir fortlaufend die regulatorischen Entwicklungen in den Ländern, in denen wir tätig sind.

Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden, sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art minimiert Symrise durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe. Kontaminationen von Produkten sind in einzelnen Ländern auch im Jahr 2011 aufgetreten. Als Reaktion darauf haben wir Änderungen bei der Lieferantenauswahl vorgenommen, Korrekturmaßnahmen auf Seiten der Lieferanten eingeleitet oder gezielte Qualitätsmanagement-Maßnahmen etabliert.

Um auch zukünftig eine führende Stellung in der Industrie einzunehmen, hat Symrise verschiedene, zukunftsorientierte Initiativen ergriffen. Wir setzen uns für das Umfeld des Unternehmens und die Umwelt ein, indem wir beispielsweise die Belästigung durch Lärm und Geruch in sämtlichen Produktionsstätten weitestgehend eingrenzen. Die Einhaltung der europäischen REACH-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Substanzen sowie anderer Regelungen wie GHS (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) wurden in entsprechende Projekte eingebracht beziehungsweise umgesetzt.

10.2.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

Symrise ist einer Reihe unterschiedlicher Finanzrisiken ausgesetzt.

Kreditrisiko:

Das Kreditrisiko besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen und Symrise dadurch einen Vermögensschaden erleidet. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden seit dem Jahr 2008 auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer allgemeinen Kostenkomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanzielle Krisen in Exportländern erfordern eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann.

Liquiditätsrisiko:

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht; entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen. Wir stellen dadurch sicher, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen unseren Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Ein Refinanzierungsrisiko wird derzeit nicht gesehen.

Nachfolgend sind die Verbindlichkeiten des Symrise Konzerns zum 31. Dezember 2011 mit den dazugehörigen Fälligkeiten aufgeführt:

Verbindlichkeiten des Symrise-Konzerns zum 31. Dezember 2011

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(in Mio. €) Gesamt 2012 ab 2013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 118,2 118,2 0
Darlehen 600,2 4,7 595,5
Sonstige und finanzielle Verbindlichkeiten 112,1 106,1 6,0
Gesamt 830,5 229,0 601,5

Zins- und Währungsrisiken:

Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise US-$) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro bewertet ein. Eine Schwankung des US-$ sowie einer dem US-$ angelehnten Auslandswährung gegenüber dem Euro können insoweit zu entsprechenden Veränderungen unserer Materialpreise führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch Verhandlung von Korridoren in den Verträgen, außerhalb derer nachverhandelt werden kann. Das verbleibende Währungsrisiko wurde 2011 durch Währungstermingeschäfte im Volumen von 38,8 Mio. US-$ gegen Euro und 7 Mio. US-$ gegen Singapur Dollar reduziert. Um Schwankungen im Ergebnis aufgrund von Bewertungsänderungen zu vermeiden, wurden diese Währungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings als Cash Flow Hedge klassifiert. Dies führt dazu, dass die Bewertungseffekte zunächst im Eigenkapital und zu einem späteren Zeitpunkt im operativen Währungsergebnis gebucht werden.

Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Symrise hat dieses Risiko im Rahmen der Refinanzierung deutlich gemindert, rund 78 % der Verbindlichkeiten sind vor dem Hintergrund des günstigen Zinsumfeldes mit fixen Zinssätzen aufgenommen. Nur rund 22 % der Verbindlichkeiten unterliegen einem Zinsänderungsrisiko. Diesem Risiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften, die das Risiko aus sich ändernden Zinssätzen minimieren.

Steuerrisiko:

Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.

10.2.5 Personalrisiken

Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme entgegen.

10.2.6 Rechtliche Risiken

Derzeit sieht sich Symrise in eher geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich des geistigen Eigentums. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, analysieren wir potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung unserer Rechtsabteilung und - soweit erforderlich - auch unter Hinzuziehung externer Spezialisten. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle weisen wir daher nur auf einen Verfahrenstypus hin. In den USA wird der Symrise Inc., wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung schädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern die Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine eindeutige Geldforderung benannt worden. Wir glauben, die Beschuldigungen im Gerichtsverfahren entkräften zu können. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.

10.2.7 IT-Risiken

Risiken der IT bestehen grundsätzlich in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Informationen, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann, die von funktionsfähigen IT-Systemen abhängig sind. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Die schon im Vorjahr begonnene Einführung einheitlicher und aktueller Systeme wird weiter fortgeführt. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten.

10.3 Gesamtbewertung der Risikolage

Basierend auf den uns zur Verfügung stehenden Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand von Symrise zu gefährden. Aufgrund der Tatsache, dass das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch das System integrierter interner Kontrollen ergänzt werden, gehen wir davon aus, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen zu erfüllen.

10.4 Chancenmanagement

Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. In den Geschäftsbereichen und im Corporate Center werden strategische Chancen erfasst. Diese werden bewertet, und Maßnahmen zu deren Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern.

10.4.1 Ausgewählte Chancen

Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Unsere Mitarbeiter reichen im Rahmen des Ideenmanagements Vorschläge ein, wodurch sich Arbeitsabläufe und Verfahren verbessern lassen. Operative Chancen können sich zudem auch aus den Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter ergeben. Im Rahmen des Know-how-Transfers zwischen den beiden Divisionen sehen wir die Chance, zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen. Auch die Ausschöpfung von Synergien ist nicht im vollen Umfang abgeschlossen.

Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Alterung der Gesellschaft zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Menschen stetig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend beispielsweise mit neuen Geschäftsfeldern und Anwendungsbereichen wie Life Essentials oder Consumer Health. Eine intensive Marktforschung sowie umfangreiche F&E-Arbeit bilden die Grundlage für Eigenentwicklungen, die wir unseren Kunden zur Verbesserung ihrer Produkte oder zur Einführung neuer Produkte anbieten können. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt im Allgemeinen die Nachfrage nach Produkten, die Duft- und Geschmackstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen zu nutzen, bauen wir unsere Aktivitäten in diesen Ländern kontinuierlich aus.

Unternehmensstrategische Chancen erwachsen auch aus der Akquisition von Unternehmen. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir fortlaufend auf der Suche nach geeigneten Zielunternehmen. Auch im Rahmen von Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.

11 Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

11.1 Grundzüge und Ziele

Gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.

Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gefährden. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.

Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Aufbauend auf einer Basisschulung für Mitarbeiter findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt, damit Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.

11.2 Organisation und Prozess

Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Elemente des Unternehmens und orientiert sich an ISO 31000. Basierend auf Berichten der Tochterunternehmen wird dem Vorstand regelmäßig ein aggregierter IKS-Konzernbericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat oder dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist.
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichproben der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der eingetretenen Auswirkungen beziehungsweise potenzieller Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft.

12 NACHTRAGSBERICHT

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben wir von der Belmay Inc. und der TPR Holdings, LLC diverse Vermögenswerte für den Ausbau unserer Geschäfte in Brasilien und den USA erworben. Wir gehen davon aus, dass dies keine signifikanten Auswirkungen auf den Konzern hat.

13 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2011 konnten wir Umsatz und Jahresüberschuss des Unternehmens wiederum steigern. Die finanzielle Stabilität hat sich spürbar gefestigt, die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.

14 Prognosebericht

14.1 Künftige Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit von Symrise in den Jahren 2012 und 2013 sind nur schwer abzuschätzen. Die Weltbank versah ihre "Global Economic Prospects" vom Januar 2012 mit dem Untertitel "Uncertainties and Vulnerabilities". Im Zentrum der Befürchtungen stehen die Euro-Schuldenkrise und auch die hohen Staatsdefizite und -schulden in den USA, Japan und Großbritannien. Vor diesem Hintergrund hat die Weltbank ihre globale Wachstumsprognose für die Jahre 2012 und 2013 von zuvor jeweils 3,6 % auf 2,5 % für das laufende und 3,1 % für das nächste Jahr zurückgenommen. Das Wachstum in den Industrieländern wird sich 2012 voraussichtlich auf 1,4 % weiter abschwächen und 2013 nur geringfügig auf 2,0 % beschleunigen. Für die Länder des Euro-Raums erwartet die Weltbank 2012 sogar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 %, 2013 ein geringes Plus von 1,1 %. Die Prognosen für die deutsche Wirtschaft - beispielsweise die des DIW - gehen von einem BIP-Anstieg von lediglich 0,6 % im Jahr 2012 und 2,2 % im darauffolgenden Jahr aus. Demgegenüber sollen die Volkswirtschaften der Schwellen- und Entwicklungsländer mit 5,4 % und 6,0 % weiterhin rascher wachsen als die Weltwirtschaft.

Der für Symrise relevante AFF-Markt erreichte 2011 ein Volumen von 16,2 Mrd. €. Hiervon entfallen - laut neuester Schätzung der IAL Consultants - circa 12,2 Mrd. € auf den Teilmarkt der Duft- und Geschmackstoffe und - nach eigenen Schätzungen - circa 4 Mrd. € auf den relevanten Teilmarkt der Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffe. Wir gehen in einer langfristigen Schätzung von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 2-3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus. Überproportional dürften sich dabei die Märkte in Lateinamerika sowie in Asien entwickeln.

Für das Geschäftsjahr 2012 erwarten wir eine weiterhin hohe Volatilität bei Rohstoffkosten. Die Unsicherheiten auf den einzelnen Märkten deuten auf sehr unterschiedliche Entwicklungen je nach Rohstoffsegment hin. Symrise hat auf Basis der jeweiligen Einschätzungen pro Rohstoffsegment jeweils unterschiedliche Kontraktlaufzeiten oder eine kurzfristige Beschaffung ("spot sourcing") gewählt, um Kosten und Vorhersehbarkeit zu optimieren. Dies wird durch eine Optimierung des Rohstoffportfolios begleitet. Besonders hohe Volatilität wird im laufenden Jahr in den Bereichen Rohölderivate, Zucker, Zitrusderivate, Mintöle und Gewürze erwartet. Darüber hinaus bleibt die Situation bei Citral- und Terpenderivaten weiterhin angespannt. In den Bereichen Zitrus und Menthol greift die gute Positionierung von Symrise durch unsere Rückwärtsintegrationen.

Für das Geschäftsjahr 2012 ist mit weiterhin steigenden Energiekosten zu rechnen. Gründe hierfür sind politische Entwicklungen in den Ländern der Hauptöllieferanten. Insbesondere in Deutschland ist auch mit Umlagenerhöhungen aus dem Netzbereich zu rechnen. Symrise steuert dieser Entwicklung in Deutschland durch frühzeitige Energiebeschaffung bei den Hauptenergieträgern entgegen. Gleichzeitig steht der Einsatz energieeffizienter Anlagen ebenso wie Optimierungsmaßnahmen an vorhandenen Anlagen im Fokus der Projekte.

In der EU sind aus regulatorischer Sicht auch die kommenden Jahre von der neuen Kosmetik-Verordnung, der sogenannten Union List für Aromastoffe, und von der REACH Verordnung geprägt. Des Weiteren wird die Einführung von GHS in anderen Regionen (zum Beispiel Singapur und Australien) notwendig. Ebenfalls zu bedenken sind Novellierungen für die Allergenkennzeichnung von Lebensmitteln in den USA. Um die zunehmende Verschärfung der regulatorischen Hürden, insbesondere in der asiatischen Region, zu bewältigen, ist Symrise mit einem globalen Netzwerk von regulatorischen Gruppen und einheitlichen EDV-Systemen bestens aufgestellt.

14.2 Künftige Unternehmensentwicklung

Wir blicken verhalten optimistisch auf das Jahr 2012 und sind zuversichtlich, im laufenden Jahr in unseren beiden Divisionen Scent & Care und Flavor & Nutrition moderat schneller zu wachsen als der AFF-Markt. Wir streben dabei ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 2 % und 4 % an.

Symrise wird im Jahr 2012 per Saldo rund 200 neue Stellen schaffen, überwiegend in den schnell wachsenden Regionen Asiens und Lateinamerikas. Dagegen wird der Mitarbeiterbestand in Europa weitgehend stabil bleiben. Die Personalkosten werden weltweit um rund 3 % ansteigen. Unsere Anstrengungen bei der Erstausbildung werden wir weiter intensivieren. So hat sich Symrise im Rahmen eines Standortsicherungsvertrags verpflichtet, jährlich 44 neue Auszubildende einzustellen, um qualifizierte Mitarbeiter heranzubilden.

Die Initiativen zur kontinuierlichen Steigerung unseres Ergebnisses werden wir mit Konsequenz fortführen. Dazu gehören Kostenreduzierung und Preismanagement, Portfoliooptimierung und der Fokus auf innovative Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2011 verharren und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2011 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2012 eine EBITDA-Marge von rund 20 %.

Auch unsere attraktive Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.

Unsere Verschuldung gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ende 2012 sollten wir das untere Ende der Bandbreite erreichen. Ein kurzfristiges Entfernen von dieser Bandbreite ist bei Akquisitionen im Sinne unserer langfristigen Strategie möglich. Dementsprechend werden wir auch 2012 Akquisitionsmöglichkeiten aktiv prüfen.

Wie sich der AFF-Markt 2012 und 2013 entwickeln wird, hängt stark vom weiteren Konjunkturverlauf ab. Aufgrund unserer Innovationskraft, unserer guten Positionierung in den entwickelten und aufstrebenden Märkten sowie aufgrund unseres einzigartigen Produktportfolios sind wir aber zuversichtlich, 2012 und 2013 mit 2 % bis 4 % Wachstum unseren profitablen Kurs fortzusetzen.

14.3 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens

Der Vorstand der Symrise AG beurteilt die Lage des Unternehmens weiterhin positiv. Wir sehen unsere gute Performance als Bestätigung unserer Strategie, die wir im abgelaufenen Jahr weiter präzisiert haben. Die strategischen Pfeiler für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sind:

Wachsum: Wir verstärken weltweit die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Kunden und bauen unser Getschäft in den Schwellenländern weiter aus.
Effizienz: Wir verbessern ständig unsere Prozesse und konzentrieren uns auf Produkte mit hoher Wertschöpfung. Wir handeln in allen Bereichen kostenbewusst. So sichern wir unsere Profitabilität.
Portfolio: Wir schärfen unser Produktportfolio und erschließen neue Märkte und Segmente. Wir bauen unsere Expertise in den Bereichen Ernährung und Pflege weiter aus. So sichern wir unsere einzigartige Marktposition.

Wir wollen auch in Zukunft vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigen wir zudem Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften ein, um uns Zugang zu neuen Technologien, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen oder die eigene Versorgung mit knappen Rohstoffen zu sichern.

15 Vergütung des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands sowie die individualisierte Offenlegung der Vergütung des Vorstands finden sich im Corporate Governance-Bericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts.

16 Angaben GEMÄß Paragraph 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Symrise AG beläuft sich unverändert auf 118.173.300 € und ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht.

Die Prudential plc., London, Vereinigtes Königreich, hat uns auch im Namen ihrer M&G Tochtergesellschaften im Februar 2011 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 10 % Schwelle überschritten hat. (Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang zu finden).

Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 23 Mio. € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;

b) zum Zweck der Ausgabe von maximal 1.000.000 neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;

c) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;

d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;

e) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert oder ausgegeben wurden beziehungsweise auszugeben sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Ferner ist der Vorstand bis zum 10. Mai 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.

b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.

bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:

aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.

d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.

e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.

f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.

g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Symrise AG enthalten eine Change of Control Regelung. Diese sieht vor, dass ein einfaches Vorstandsmitglied, welches nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen wird oder einvernehmlich sein Vorstandsamt niederlegt, einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages hat, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Abfindung und Abgeltung dürfen die Gesamtobergrenze von 150% des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 nicht überschreiten. Wird der Vorstandsvorsitzende nach einem Kontrollwechsel, aber vor Ende seiner Vertragslaufzeit, ohne wichtigen Grund abberufen oder legt er sein Vorstandsamt einvernehmlich nieder, so hat er einen Anspruch auf die Abgeltung der Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages, mindestens jedoch auf eine Abfindungszahlung in Höhe von drei Jahresvergütungen. Mit Wirkung vom 1. November 2012 an wird die Gesellschaft im Falle des Dienstvertrages des Vorstandsvorsitzenden bis einschließlich 31. Oktober 2014 der 23. Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 26. Mai 2010 nicht entsprechen.

Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.

17 Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com>de>investor-relations>corporate-governance>erklaerung-zur-unternehmensfuehrung

18 Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Vergütung der Vorstandsmitglieder

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands erfolgt auf der Grundlage von § 87 Aktiengesetz. Danach legt der Aufsichtsrat die Vergütung fest. Diese umfasst feste und variable Bestandteile sowie Sachbezüge. Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats hat sich in seiner Sitzung am 2. März 2011 im Schwerpunkt mit der Erreichung der Ziele der Vorstandsmitglieder bezogen auf das Jahr 2010 befasst und die entsprechenden variablen Bezüge festgesetzt. In seiner Sitzung am 7. Juli 2011 sowie am 3. August 2011 wurden die Gehälter der Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Bernd Hirsch und Hans Holger Gliewe überprüft und durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 7. Dezember 2011 angepasst.

Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Der variable Anteil an der Gesamtvergütung bestand im Jahr 2011 aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung der Unternehmensziele abhängig war. Für die Bemessung der Auszahlung wurde das EBIT der Symrise Gruppe als betriebswirtschaftliche Kenngröße des Konzerns beziehungsweise seiner Geschäftsbereiche verwendet. Die Zielvorgaben, nach denen sich der variable Anteil der Gesamtvergütung bemisst, wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2011 durch den Aufsichtsrat festgelegt und in Zielvereinbarungen mit den einzelnen Mitgliedern des Vorstands auf Basis der verabschiedeten Unternehmensziele vereinbart. Der Jahresbonus wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2011 im Folgejahr 2012 ausgezahlt.

Neben der Grundvergütung und dem Jahresbonus besteht ein langfristiger Incentive-Plan für den Vorstand, der im Januar 2009 allen damaligen Vorstandsmitgliedern angeboten wurde und bis Dezember 2011 lief. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Mitgliedern des Vorstands weitere Incentive-Pläne für den Zeitraum 2010 bis 2012 sowie für 2011 bis 2013 angeboten. Alle Pläne sind als Performance Cash Plan ausgestaltet. Die Pläne aus den Jahren 2009 und 2010 orientieren sich in ihren Leistungskomponenten an dem absoluten Aktienkurs und der mittelfristigen Wertentwicklung des Unternehmens. Beide Pläne einschließlich der Leistungskriterien sind im Aufsichtsrat und seinen Gremien diskutiert und beschlossen worden.

Wie im vergangenen Jahr bereits berichtet, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 4. Dezember 2010 ein neues LTIP-Konzept verabschiedet und 2011 für die Performanceperiode 2011 bis 2013 allen Vorstandsmitgliedern angeboten.

Das neue LTIP-Konzept ersetzt die Aktienkursentwicklung als eine Kennziffer des LTIP durch einen aktienbasierten Index. Dieser Index ist aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie der Zulieferunternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie gebildet worden. Kennziffer zur Leistungsmessung ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Index wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Unterhalb des 40ten Percentile Rank wird kein Bonus ausgezahlt. Der maximal erreichbare Bonuswert, also der sog. Cap, entspricht dem doppelten Bonuswert bei 100% Zielerreichung. Damit ist der Cap bei 200% erreicht. Bei Herrn Dr. Bertram beträgt der LTIP-Bonus bei 100% Zielerreichung 560.000 €, bei Herrn Daub 343.000 €, bei Herrn Gliewe 300.000 € und bei Herrn Hirsch 325.000 €. Es handelt sich um nicht aktienbasierte Bezüge. Die Tätigkeit gilt erst bei vollständigem Eintritt aller Bedingungen mit Auslaufen des LTIP Ende 2013 als erbracht.

Für die LTIP-Programme 2009-2011, 2010-2012 und 2011-2013 wurden für Herrn Dr. Bertram zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 930.344 € (Vorjahr: 268.144 €) (Aufwand 2011: 662.200 €) sowie für Herrn Daub in Höhe von 693.712 € (Vorjahr: 204.385 €) (Aufwand 2011: 489.327 €) gebildet.

Für die LTIP-Programme 2010-2012 und 2011-2013 wurden für Herrn Gliewe zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von 126.745 € (Vorjahr: 18.763 €) (Aufwand 2011: 107.982 €) sowie für Herrn Hirsch in Höhe von 121.082 € (Vorjahr: 16.073 €) (Aufwand 2011: 105.009 €) gebildet.

Die Gesamtbezüge sind in der nachfolgenden Übersicht individualisiert dargestellt.

VORSTANDSBEZÜGE 2011

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IN € FESTVERGÜTUNG SACHBEZÜGE * VARIABLE VERGÜTUNG ** SUMME DIREKT GELEISTETER VERGÜTUNG ZEITWERT DES JEWEILIGEN LTIP IM ZEITPUNKT SEINER GEWÄHRUNG GESAMTBEZÜGE NACH § 314 ABS. 1 NR. 6a HG B
Dr. Heinz-Jürgen Bertram 560.000 8.370 465.500 1.033.870 0 1.033.870
2010 530.834 8.471 628.192 1.167.497 129.059 1.296.556
Achim Daub 400.000 6.833 380.000 786.833 0 786.833
2010 400.000 6.762 506.400 913.162 98.372 1.011.534
Hans Holger Gliewe 350.000 5.363 330.050 685.413 0 685.413
2010 350.000 0 471.800 821.800 86.039 907.839
Bernd Hirsch 350.000 10.050 320.125 680.175 0 680.175
7010 308.334 9.155 385.204 702.693 73.707 776.400

* Sachbezüge beinhalten sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zur Gruppenunfallversicherung

** Variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht

Verlängerung der Vorstandsverträge

Die derzeitigen Vorstandsverträge der Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch laufen im 4. Quartal 2012 zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus. Der Aufsichtsrat hat daher in seiner Sitzung vom 7. Dezember 2011 beschlossen, Herrn Dr. Bertram als Vorstandsvorsitzendem einen Folgevertrag über fünf Jahre sowie den Herren Gliewe und Hirsch in ihrer jeweiligen Ressortfunktion einen Folgevertrag über drei Jahre anzubieten. Die Vorstandsverträge wurden dementsprechend unterzeichnet.

Die allgemeinen Vertragsbedingungen in den Verträgen sind für alle Vorstandsmitglieder gleich und entsprechen dem heutigen Standard mit Ausnahme der sog. Change of Control - Regelung, die untenstehend dargestellt wird.

Altersversorgung

Alle Vorstandsmitglieder haben das Recht, im Rahmen einer Gehaltsumwandlung Altersversorgungsansprüche aufzubauen ("Deferred Compensation"). Im Jahr 2011 haben die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe sowie Bernd Hirsch im Rahmen einer Gehaltsumwandlung Altersversorgungsansprüche aufgebaut. Im Jahr 2011 ergaben sich Zuführungen zu den Rückstellungen aus umgewandeltem Gehalt sowie Zinsaufwand für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 80.002 € (Vorjahr: 96.725 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 80.781 € (Vorjahr: 61.567 €) und für Herrn Hirsch in Höhe von 57.416 € (Vorjahr: 51.037 €).

Lediglich für die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram und Hans Holger Gliewe besteht aufgrund ihres vorherigen Arbeitsverhältnisses eine Altersversorgungszusage, die allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurde. Für diese Versorgungszusagen wurden bei Herrn Dr. Bertram aufgrund versicherungsmathematischer Parameter 38.791 € und bei Herrn Gliewe 45.499 € den Rückstellungen zugeführt.

Die auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallenden Aufwendungen für Pensionszusagen sind in der nachstehenden Übersicht dargestellt.

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in € ZUFÜHRUNG ZUR PENSIONSRÜCKSTELLUNG AUS ALTERSVERSORGUNGSZUSAGEN DAVON ARBEITNEHMEREIGENLEISTUNG DURCH GEHALTSUMWANDLUNG BARWERT DER PENSIONSZUSAGE GESAMT
Dr. Heinz-Jürgen Bertram 118.793 46.750 715.874
2010 145.961 46.750 597.081
Achim Daub 0 0 0
2010 0 0 0
Hans Holger Gliewe 64.713 6.750 475.319
2010 83.938 6.750 410.606
Bernd Hirsch 57.416 36.750 108.489
2010 51.073 36.750 51.073

Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ergibt sich ein Barwert für die Pensionszusage für Herrn Dr. Heinz-Jürgen Bertram in Höhe von 628 T€ (Vorjahr: 543 T€), für Herrn Hans Holger Gliewe in Höhe von 414 T€ (Vorjahr: 371 T€) und Herrn Bernd Hirsch in Höhe von 89 T€ (Vorjahr: 44 T€).

Change of Control

Die Anstellungsverträge, die allen derzeitigen Vorstandsbestellungen zugrunde liegen, sehen ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsmitglieds im Falle eines Kontrollwechsels ("Change of Control") vor, das innerhalb von sechs Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels auszuüben ist. Macht ein Vorstandsmitglied von diesem Recht Gebrauch, erhält er die Restlaufzeit seines Vertrags ausbezahlt. Die Gesamtobergrenze der zu leistenden Zahlungen ist dabei auf 150% des Abfindungs-Caps gemäß den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010, also maximal drei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen, festgelegt.

In seiner Sitzung vom 7. Dezember 2011 hat der Aufsichtsrat für die neu abgeschlossenen Anstellungsverträge für Symrise Vorstandsmitglieder eine erweiterte Change of Control-Regelung beschlossen.

Diese sieht für die Herren Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch aufgrund ihrer dreijährigen Vertragslaufzeit vor, dass im Falle eines Kontrollwechsels und kumuliert einer vorzeitigen Abberufung durch den Aufsichtsrat das Vorstandsmitglied die Restlaufzeit seines Vertrags abgegolten bekommt, mindestens aber eine Abfindung in Höhe von drei Jahresbezügen. Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen dabei die durch den Deutschen Corporate Governance Codex vorgeschlagene Abfindungshöhe von drei Jahresbezügen nicht überschreiten.

Bei Herrn Dr. Heinz-Jürgen Bertram ist vorgesehen, dass er die Restlaufzeit seines Vertrags (Gesamtlaufzeit fünf Jahre) ausbezahlt bekommt, mindestens jedoch drei Jahresgehälter als Abfindung. Eine Begrenzung aus Abgeltung und Abfindung auf maximal drei Jahresbezüge ist nicht vorgesehen. Insofern kann die Auszahlung je nach Zeitpunkt des Eintritts des Kontrollwechsels bis zu fünf Jahresbezüge betragen.

Ferner enthalten die Long Term Incentive Programme der Jahre 2010 und 2011 eine Sonderklausel für einen möglichen Kontrollwechsel. Hier ist eine Auszahlung auf der Basis einer Zielerreichung von 100% für den Fall vorgesehen, dass ein Kontrollwechsel stattfindet und ein Mitglied des Vorstands aufgrund dessen von seinem Vorstandsamt abberufen wird. Das bedeutet, dass alle zu dem Zeitpunkt laufenden und noch nicht fälligen Long Term Incentive Programme auf der Basis einer Zielerreichung von 100% ausbezahlt werden.

Vorzeitige Beendigung und zeitliches Auslaufen der Dienstverträge

Abgesehen von den vorstehend beschriebenen Sonderregeln bei Kontrollwechsel enthalten die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder keine besonderen Vergütungen bei vorzeitigem Widerruf der Bestellung als Vorstandsmitglied. In einem solchen Falle erhält das jeweilige Vorstandsmitglied ausschließlich sein Festgehalt für die Vertragsdauer weitergezahlt. Ein Anspruch auf Bonuszahlungen für das betreffende Geschäftsjahr besteht nicht.

Lediglich bei Herrn Hans Holger Gliewe besteht aufgrund seiner seit dem 1. August 1980 bestehenden Betriebszugehörigkeit die Abrede, dass im Falle der Beendigung seines Vorstandsvertrags aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, sein der Organbestellung vorausgegangenes Arbeitsverhältnis wieder auflebt.

Mit den Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart worden. Als Entschädigung hierfür erhält das jeweilige Vorstandsmitglied 50 % seines vertraglich vereinbarten, festen Basisgehalts.

Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen.

Vergütungsstruktur Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats enthält neben einer Grundvergütung ebenfalls eine variable Komponente, die das Unternehmensergebnis je Aktie angemessen berücksichtigt. Die Grundvergütung beträgt für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einheitlich 20.000 €. Wenn das Unternehmensergebnis je Aktie mindestens 0,15 € beträgt, erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats jeweils 200 € für je 0,01 € Unternehmensergebnis je Aktie. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte sowohl der Grund- als auch der variablen Vergütung. Der stellvertretende Vorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieser beiden Vergütungsbestandteile. Die variable Vergütungskomponente ist der Höhe nach begrenzt: für einfache Mitglieder des Aufsichtsrats auf 40.000 €, für den stellvertretenden Vorsitzenden auf 60.000 € und für den Vorsitzenden auf 80.000 €.

Ausschussvorsitzende erhalten für jeden Vorsitz eine zusätzliche jährliche Festvergütung von 10.000 €. Stellvertretende Ausschussvorsitzende erhalten zusätzlich jährlich 5.000 € und einfache Ausschussmitglieder zusätzlich pro Jahr 2.500 €. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für Sitzungen des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 € pro Sitzung, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag.

Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

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in € VERGÜTUNG BIS 31.12. VERGÜTUNG FÜR ERGEBNIS JE AKTIE PER 31.12. AUSSCHÜSSE PER 31.12. SITZUNGEN ZU ZAHLEN PER 31.12.2011 ZU ZAHLEN PER 31.12.2010
Andreas Schmid Vorsitzender (bis 18.05.2011) 15.222,00 18.876,00 12.368,00 5.500,00 51.966,00 131.200,00
Dr. Thomas Rabe Vorsitzender (ab 18.05.2011) 32.389,00 40.162,00 23.938,00 14.000,00 110.489,00 63.100,00
Horst-Otto Gerberding 20.000,00 24.800,00 5.000,00 12.500,00 62.300,00 58.600,00
Sanna Suvanto-Harsaae (bis 18.05.2011) 7.611,00 9.438,00 2.854,00 4.000,00 23.903,00 61.100,00
Dr. Michael Becker (ab 18.05 2011) 12.389,00 15.362,00 6.194,00 5.500,00 39.445,00 0,00
Prof. Dr. Andrea Pfeifer (ab 18.05.2011) 12.389,00 15.362,00 1.549,00 4.000,00 33.300,00 0,00
Dr. Peter Grafoner 20.000,00 24.800,00 4.569,00 13.500,00 62.869,00 56.600,00
Dr. Hans-Heinrich Gürtler 20.000,00 24.800,00 2.070,00 10.500,00 57.370,00 50.600,00
Dr. Helmut Frieden (bis 18.05.2011) 7.611,00 9.438,00 0,00 2.000,00 19.049,00 50.600,00
Christiane Jarke (ab 18.05.2011) 12.389,00 15.362,00 1.549,00 5.500,00 34.800,00 0,00
Karl-Heinz Huchthausen stellvertr. Vorsitzender 30.000,00 37.200,00 6.549,00 10.000,00 83.749,00 79.900,00
Regina Hufnagel 20.000,00 24.800,00 5.000,00 8.500,00 58.300,00 58.600,00
Helmut Tacke 20.000,00 24.800,00 0,00 6.000,00 50.800,00 50.600,00
Peter Winkelmann (bis 18.05.2011) 7.611,00 9.438,00 951,00 5.000,00 23.000,00 57.600,00
Gerd Lösing (ab 18.05.2011) 12.389,00 15.362,00 0,00 4.000,00 31.751,00 0,00
Francesco Grioli 20.000,00 24.800,00 1.549,00 7.500,00 53.849,00 50.600,00
270.000,00 334.800,00 74.140,00 118.000,00 796.940,00 769.100,00

Ergebnis je Aktie: 1,24 €

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben hat die Symrise AG für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2, Satz 3 AktG abgeschlossen. In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D&O-Versicherung mit einem angemessenen Selbstbehalt vereinbart worden.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Holzminden, den 15. Februar 2012

Symrise AG

Der Vorstand

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Bernd Hirsch

Achim Daub

Hans Holger Gliewe

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Symrise AG, Holzminden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Symrise AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 22. Februar 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Bartels-Hetzler, Wirtschaftsprüfer

Dr. Thümler, Wirtschaftsprüfer