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Symrise AG — Annual Report 2010
Apr 28, 2011
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Annual Report
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Symrise AG
Holzminden
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Geschäftsbericht 2010
DYNAMIC MARKETS - Wir haben unsere Aktivitäten frühzeitig auf die bevölkerungsreichen und wachstumsstärksten Regionen der Welt ausgerichtet. Im Jahr 2010 entfielen bereits 46% unseres Umsatzes auf diese Emerging Markets, gegenüber 41 % im Vorjahr und 36 % 2005. Die Expansion in neue Märkte hat für Symrise aber nicht nur eine geografische Dimension. Wir konzentrieren uns zugleich auf neue Geschäftsfelder und Anwendungsbereiche, die ein höheres Wachstumspotenzial aufweisen als der allgemeine Markt für Duft- und Geschmackstoffe.
BUSINESS MISSION
Symrise ist mit einem Marktanteil von 11 % der weltweit viertgrößte Anbieter von Duft- und Geschmackstoffen. Unsere mehr als 30.000 Produkte verkaufen wir in über 160 Ländern. Unser Ziel ist, kontinuierlich schneller als der Markt zu wachsen, indem wir mit innovativen Produktkonzepten neue Maßstäbe setzen. So gelingt es uns, dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche zu gehören.
Mehr zu unserer Strategie auf den Seiten 14 bis 19.
LAGEBERICHT DES SYMRISE KONZERNS
ÜBERBLICK ZUM GESCHÄFTSJAHR 2010
Das Geschäftsjahr 2010 verlief für den Symrise Konzern erfolgreich. Die Belebung der Nachfrage, die schon im zweiten Halbjahr 2009 spürbar war, hat sich 2010 weiter fortgesetzt. Diese erfreuliche Entwicklung war weltweit in allen vier Regionen - Europa, Afrika und Mittlerer Osten (EAME), Nordamerika, Asien/ Pazifik und Lateinamerika - zu verzeichnen. Der Umsatz des Konzerns stieg im Berichtsjahr um 15% auf 1.572 Mio. €. . Damit ist das Unternehmen erneut schneller gewachsen als der Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Unser Marktanteil als weltweit viertgrößtes Unternehmen in diesem Markt beträgt rund 11 %. Der Umsatzanteil mit den strategisch wichtigen Top 10-Kunden erhöhte sich 2010 auf 30%. Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 13%, der Anteil am Gesamtumsatz lag bei 46 %.
Die Kapazitäten des Symrise Konzerns waren 2010 weltweit gut ausgelastet, sodass wir in allen Regionen unsere Profitabilität deutlich steigern konnten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) legte von 246 Mio. €. im Vorjahr um 35 % auf 331 Mio. €. zu. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 21,1 %, nach 18,0% im Vorjahr, das allerdings durch Restrukturierungsaufwendungen belastet war. Scent & Care weitete den Umsatz währungsbereinigt um 12 % auf 805 Mio. €. aus. Das EBITDA stieg hier gegenüber dem Vorjahr um 48% auf 161 Mio. €. .
Die EBITDA-Marge beläuft sich auf 20,0 %. Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition nahm der Umsatz währungsbereinigt um 10% zu. Das EBITDA dieses Geschäftsbereichs lag mit 170 Mio. €. um 25% über dem Vorjahreswert, die EBITDA-Marge erreichte 22,2%.
Der Jahresüberschuss des Symrise Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 beläuft sich auf 134 Mio. €. , nach 84 Mio. €. im Vorjahr. Damit stieg das Ergebnis je Aktie von 0,71 € um 58% auf 1,13 €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 vor, eine Dividende von 0,60€ je Aktie für das Geschäftsjahr 2010 auszuschütten.
Der operative Cashflow des Unternehmens hat sich 2010 auf 235 Mio. €. erhöht. Die liquiden Mittel stiegen zum Jahresultimo 2010 auf 112 Mio. €. . Die Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) sank auf 734 Mio. €. , sie belief sich zum Bilanzstichtag auf das 2,2-fache des EBITDA. Symrise hat im Geschäftsjahr 2010 ein neues Finanzierungskonzept umgesetzt, bestehende Verbindlichkeiten vorzeitig abgelöst und die Unternehmensfinanzierung längerfristig ausgerichtet.
Symrise blickt optimistisch auf das Geschäftsjahr 2011. Wir streben ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von über 3 % an, obwohl wir auf einer sehr hohen Basis 2010 aufsetzen. Wir erwarten für 2011 eine nachhaltige EBITDA-Marge von über 20%. Basierend auf einem starken Cashflow sollte sich das Verhältnis von Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA, das zum Jahresultimo 2,2 betrug, bis Ende 2011 weiter verbessern und am unteren Ende unseres Zielbereichs (2,0 bis 2,5) liegen.
KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK
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| IN Mio. €. | 2009 | 2010 | VERÄNDERUNG IN % | VERÄNDERUNG IN % währungsbereinigt |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.362,0 | 1.571,9 | 15 | 11 |
| EBITDA | 245,6 | 331,2 | 35 | 32 |
| EBITDA-Marge in % | 18,0 | 21,1 | ||
| Jahresüberschuss | 84,3 | 133,5 | 58 | |
| Ergebnis je Aktie in € | 0,71 | 1,13 | 58 | |
| Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA (31.12.) Verhältnisgröße | 3,1 | 2,2 |
STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
UNTERNEHMENSPROFIL
Symrise entwickelt, produziert und vertreibt Duft- und Geschmackstoffe sowie aktive Wirkstoffe für die kosmetische Industrie. Zu den Kundenbranchen zählen die Parfüm-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie sowie Anbieter von Haushaltsprodukten. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Lösungen in den Anwendungsgebieten Gesundheit und Körperpflege durch biofunktionale und bioaktive Inhalts- und Wirkstoffe tätig. Im Jahr 2010 erzielte Symrise einen Umsatz von rund 1,6 Mrd.€ und ist damit das viertgrößte Unternehmen im Markt für Geschmack- und Duftstoffe weltweit. Abnehmer finden die Produkte des Unternehmens in 160 Ländern, wobei 2010 54% der Umsätze auf Industrieländer in Westeuropa, Nordamerika und in Teilen Asiens entfielen. Die Zahl unserer Kunden belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf über 6.000. Einen Umsatzanteil von 46% erreichten wir in den so genannten Emerging Markets in Asien, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Osteuropa. In den zwei Geschäftsbereichen des Symrise Konzerns - Scent & Care und Flavor & Nutrition - arbeiten zusammen rund 5.300 Mitarbeiter. Die Standorte des Unternehmens verteilen sich auf 36 Länder, wodurch wir auf unseren wichtigen Absatzmärkten vor Ort vertreten sind. Das Wachstum aus eigener Kraft ergänzen wir mit Akquisitionen, wenn uns diese eine stärkere Marktposition bieten oder Zugang zu wichtigen Technologien ermöglichen. Zur Ausweitung der Geschäftsaktivitäten beider Geschäftsbereiche in Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten haben wir Ende 2009 eine Vereinbarung über den Erwerb von Futura Labs unterzeichnet. Futura Labs ist einer der führenden Aromen- und Duftstoffhersteller in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bedeutende Kooperationen in den Bereichen Produktentwicklung und -forschung bestanden 2010 beispielsweise mit BRAIN, AnalyticCon Discovery, InterMed Discovery und Axxam.
Der Symrise Konzern entstand aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen damit bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2010 von rund 2,4 Mrd.€ zu den im MDAX® geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf 94%.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den beiden Geschäftsbereichen. Sie verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.
Beide Geschäftsbereiche haben ihre Organisation in vier Regionen mit eigenständigen regionalen Leitungen eingeteilt:
| ― | Europa, Afrika und Mittlerer Osten (EAME) |
| ― | Nordamerika |
| ― | Asien/Pazifik |
| ― | Lateinamerika |
Die Aktivitäten der zwei Geschäftsbereiche erstrecken sich auf mehrere Geschäftsfelder beziehungsweise Anwendungsbereiche. Die Geschäftsfelder des Geschäftsbereichs Scent&Care sind: Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care. Die Geschäftsfelder sind zudem anhand verschiedener Anwendungsbereiche strukturiert; Fragrances ist beispielsweise in Fine Fragrances, Personal Care und Household unterteilt. Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition konzentriert sich auf Produkte in den Anwendungsbereichen Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health. Consumer Health ist ein im Jahr 2009 von Symrise neu erschlossener Anwendungsbereich.
Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen & Controlling, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Corporate Compliance, Interne Revision sowie globales Prozess-Design zur Ausschöpfung geschäftsbereichsübergreifender Synergien wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik - auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.
Der Firmensitz von Symrise befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.072 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Zudem ist ein Großteil der Mitarbeiter des Corporate Center in Holzminden konzentriert. Regionale Zentren befinden sich in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (Säo Paulo) und Singapur. Wichtige Produktionsanlagen befinden sich in Deutschland, Brasilien, Mexiko, Singapur, China und den USA. Ein Beispiel ist das "Global Citrus Center" in Sorocaba in Brasilien. Hier haben wir die Möglichkeit eines direkten und ressourcenschonenden Zugangs zu qualitativ hochwertigen Rohstoffen. Im Jahr 2010 konnten wir auf dieser Basis eine Reihe neuartiger hochkonzentrierter Zitrus-Öle entwickeln und produzieren. Entwicklungszentren finden sich insbesondere in Deutschland, Brasilien, China, Frankreich, Singapur und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 30 Ländern.
LEITUNG UND KONTROLLE
Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.
Der Vorstand besteht zum 31. Dezember 2010 aus vier Mitgliedern: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstandsvorsitzender), Achim Daub (Vorstand Scent&Care), Hans Holger Gliewe (Vorstand Flavor & Nutrition) und Bernd Hirsch (Vorstand Finanzen). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem Ziel, den Unternehmenswert zu steigern.
Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.
Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Geschäftsbericht im Bericht des Aufsichtsrats und im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND PRODUKTE
Symrise stellt etwa 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette beider Geschäftsbereiche erstreckt sich über die Produktforschung, Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung des Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig machen die Kosten für unsere Produkte meist nur einen geringen Anteil der Gesamtkosten des Endprodukts aus. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmack Stoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F&E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben (Europa, Asien/Pazifik, Nordamerika, Lateinamerika) ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F&E-Aktivitäten. Sie schafft die Grundlage für die Entwicklung marktfähiger und langfristig erfolgreicher Produkte, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Verbraucher in verschiedenen Teilen der Welt gerecht werden.
Zu unseren Kunden gehören sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln. Insbesondere große Hersteller legen erheblichen Wert auf global tätige Lieferanten. Die weltweite Präsenz und Innovationskraft der Lieferanten sind wichtige Grundlagen für die Aufnahme in den Kreis der Kernlieferanten (so genannte Core Lists). Die Aufnahme auf eine solche Core List ist für uns die Voraussetzung, an einer deutlich größeren Zahl von Produktausschreibungen (Briefing) teilzunehmen und diese zu gewinnen. Die Kunden überprüfen die jeweiligen Listen im Schnitt alle drei bis vier Jahre. Dabei sind, neben der finanziellen Solidität und globalen Reichweite des Unternehmens, die Innovationskraft und die Kreativität die wichtigsten Faktoren, um in die Core List aufgenommen beziehungsweise weiterhin auf der Liste geführt zu werden. Zudem entwickelt Symrise eigenständig innovative Produkte und Lösungen und präsentiert diese möglichen Abnehmern. Zum Beispiel werden unter dem Markennamen Taste for Life® eine Vielzahl von Produktkonzepten mit dem Schwerpunkt Gesundheit, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit angeboten. Ein weiteres Beispiel ist der in dem Bereich Scent&Care entwickelte neue kosmetische Wirkstoff SymHelios®, der die Hautzellen vor negativen Umwelteinflüssen und starker Sonneneinstrahlung schützt.
UNTERNEHM ENSSTRUKTUR

Die Produktion der Geschmack- und Duftstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.
SCENT& CARE
Die mehr als 15.000 Produkte des Geschäftsbereichs werden in rund 135 Ländern vertrieben. Zum Leistungsportfolio zählen Duftkompositionen, kosmetische Inhaltsstoffe, Aromachemikalien sowie Mintprodukte. Standorte bestehen in mehr als 30 Ländern. Große Niederlassungen befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Indien, Singapur und den USA. Der Geschäftsbereich unterteilt sich in die Geschäftsfelder Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care, in denen unsere Produkte wie folgt in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:
Fragrances: Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Personal Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Household) eingesetzt. Kunden erhalten die Parfümöle in flüssiger Form oder verkapselt. Die Kompositionen entstehen in der Regel auf Anfrage und nach Briefing eines Parfümherstellers. Zu den Endprodukten, in die Parfümöle eingehen, zählen im Anwendungsbereich Personal Care Haarpflegeprodukte, Waschlotionen, Hautcreme oder Duschgel. Zudem kommen Lösungen von Symrise zur Überdeckung unangenehmer Körpergerüche beispielsweise in Deodorants zum Einsatz. Wasch- und Reinigungsmittel sowie Lufterfrischer sind Beispiele für die Anwendung von Parfümölen in Haushaltsprodukten. Parfümöle verleihen beispielsweise Reinigungsmitteln einen angenehmen Duft. Darüber hinaus maskieren Parfümöle unangenehme Gerüche.
Life Essentials: Die hier hergestellten Produkte werden in Hautpflegeprodukten, Haarpflegeprodukten, Sonnencremes, Aftershave-Balsams, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos oder Deodorants eingesetzt. Einen wichtigen Teil dieses Geschäftsfelds bilden die Produkte gegen Hautreizungen, wie beispielsweise SymCalmin® oder SymRelief®. Alternative Konservierungsstoffe sind ein weiterer Schwerpunkt. Das Geschäftsfeld unterteilt sich in die Anwendungsbereiche Cosmetic Ingredients und UV-Filter.
Bei Cosmetic Ingredients konzentriert sich Symrise auf die Entwicklung von Active Ingredients, Functionals und Botanicals. Active Ingredients sind hochwirksame Substanzen für die kosmetische Pflege, beispielsweise Stoffe, die die Hautalterung verlangsamen (Anti-Aging), entzündete oder gereizte Haut beruhigen (Anti-Irritants) oder antibakteriell wirken. Ein weiteres Beispiel ist ein feuchtigkeitsspendender Wirkstoff, dessen Anwendung eine geringere Dosierung von herkömmlichen Konservierungsstoffen erlaubt. Neuentwicklungen 2010, die auf aktiven Inhaltsstoffen basieren, sind beispielsweise SymFinity® 1298, ein hochwirksamer Echinacea Pupurea-Extrakt, der die Lebensdauer von Hautzellen erhöht, sowie SymMollient®, ein neuartiger feuchtigkeitsspendender kosmetischer Inhaltsstoff. Functionals sind beispielsweise Emulgatoren (Basisstoffe), die in Cremes und Lotionen eingesetzt werden, um verschiedene Eigenschaften dieser Endprodukte zu verbessern. Der Anwendungsbereich Botanicals umfasst Pflanzenextrakte, die zusätzlich zu ihrer funktionalen Wirkungsweise dank ihrer olfaktorischen Qualitäten eine hohe Attraktivität beim Verbraucher aufweisen. Beispiele hierfür sind Extrakte aus Safran (hautaufhellende, antioxidative und entzündungshemmende Effekte) oder weißer Tee (antioxidative Wirkung).
Im Bereich der organischen UV-Filter verfügt Symrise über ein umfangreiches Portfolio an öl- und wasserlöslichen UVB und UVA-Filtern, die unter der Bezeichnung Neo-Heliopan® vertrieben werden. Im Bereich der anorganischen UV-Filter liegt der Fokus auf Zinkoxid, das neben einer großen Bandbreite an dermatologischen Anwendungsmöglichkeiten eine höchst effektive Sonnenschutzwirkung aufweist.
Aroma Molecules: Hierzu zählen Produkte, die in flüssiger oder kristalliner Form in den Anwendungsbereichen Sensates (Menthole), Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals angewandt werden. Im Anwendungsbereich Sensates wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals umfassen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität. Die hergestellten Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen verwandt als auch an die Hersteller von Konsumgütern vertrieben, die daraus Parfümöle herstellen. Ein wichtiger Anwendungsbereich sind unter anderem biologisch abbaubare Moschusduftstoffe, die eine deutlich erhöhte Haftung auf Haaren, Haut oder Textilfasern aufweisen und ein wesentlicher Bestandteil von Parfümölen sind.
Oral Care: Symrise bietet die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an. Zu den besonders innovativen Produkten gehört Optacool®, das einen frischen Mintgeschmack mit einem kühlenden Frischeerlebnis verbindet. Ein weiteres Produkt ist Optaflow®. Dies regt auf natürliche Weise den Speichelfluss an und trägt so zur Mundhygiene und einem verbesserten Mundgefühl bei.
FLAVORS NUTRITION
Das Produktspektrum von Flavor & Nutrition besteht aus mehr als 15.000 Produkten, die in 140 Ländern verkauft werden. Die flüssigen, pulverförmigen, granulierten oder als Paste produzierten Geschmackstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte) und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmackstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Grundstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Der globale Anwendungsbereich Consumer Health bedient unter anderem den wachsenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel und pharmazeutische Präparate. Die Standorte des Geschäftsbereichs befinden sich in mehr als 30 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika. Hauptniederlassungen befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, England, Frankreich, Indien, Japan, Mexiko, Singapur und den USA.
Im Einzelnen kommen die Geschmack- und Inhaltsstoffe von Symrise in den vier Anwendungsbereichen zum Einsatz:
Beverages: Unsere Geschmackstoffe finden Eingang in alkoholfreie Getränke wie Erfrischungsgetränke, Fruchtsaftgetränke, Energie- und Sportgetränke, Tee- und Kaffeegetränke, Milchmischgetränke sowie funktionelle Getränke, die wahlweise mit Milch oder Joghurt, Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen oder Pflanzen- und Kräuterextrakten gemischt werden. Zudem verfügt Symrise über Anwendungen mit Aromagranulaten für Instantgetränke wie Tee- und Kaffee-Spezialitäten. Die so genannten Blossom-Teas, wie beispielsweise Roter Tee mit Rose, gehören zu den neuesten Getränkekonzepten von Symrise bei Soft-Drinks. Produktkonzepte für Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte haben wir konsequent um neue Früchte wie Aroniabeeren, Sanddorn oder die Acerolakirsche ergänzt. Das Spektrum wird erweitert durch Geschmackstoffe, Destillate und Extrakte für nahezu alle gängigen Formen alkoholischer Getränke - zum Beispiel für Liköre, Spirituosen, Biermischgetränke und weinhaltige Getränke. Ein besonderes Augenmerk richten wir auf Biermischgetränke, bei denen neben dem Aroma auch Färb- und Konservierungsstoffe als Komplettlösung angeboten werden, die über eine optimale Stabilität in einer Bier-Matrix verfügen.
Savory: Hierzu gehören Fleischaromen, Kräuter- und Gemüseextrakte, Weinaromen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte sowie Aufstreuwürzungen, so genannte Seasonings für Snacks. Spezielle Geschmackstoffe von Symrise helfen auch dabei, den Salz- und Fettgehalt in Nahrungsmitteln ohne Einbußen am Geschmack erheblich zu senken. In Savory wurde bereits 2009 der Anwendungsbereich Tobacco eingegliedert. Die von uns entwickelten Tabakaromen werden von der Tabakindustrie zur Herstellung von Zigaretten- und Pfeifentabak eingesetzt. Zudem bieten wir spezielle Aromatisierungsverfahren für Tabakprodukte an.
Sweet: Hier decken wir die Bereiche Süßwaren, Backwaren, Eiscreme und Milchprodukte ab. Im Fokus stehen Produkte mit verbesserter Aromenfreisetzung und Aromasysteme mit so genannten maskierenden Eigenschaften, die den Einsatz von funktionalen Inhaltsstoffen ermöglichen und gleichzeitig deren häufig unangenehmen Geschmack überdecken. Symrise konzentriert sich insbesondere auf Vanille-, Zitrus- und Mintaromen. Im Vorjahr haben wir ausgewählte hochwertige Extrakte der Bourbon-Vanille, die wir auf Madagaskar gewinnen, in Bezug auf Anforderungen für den biologischen Anbau zertifizieren lassen. Damit eignen sie sich für die Verwendung in als biologisch gekennzeichneten Endprodukten (organic-food).
Consumer Health: Hierunter fallen natürliche funktionale Inhaltsstoffe zur Förderung beispielsweise der Herz- und Verdauungsfunktion, Geschmackslösungen pharmazeutischer Produkte sowie natürliche Lebensmittelfarben und färbende Lebensmittel (Spezialitäten).
MARKT UND WETTBEWERB
MARKTSTRUKTUR
Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmack- und Duftstoffe (F&F-Markt/Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2010 nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants auf 11,1 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsfeldern Life Essentials und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach eigenen Schätzungen 2010 einen Umsatz von 3,8 Mrd.€ auf wies. In beiden Teilmärkten sind die vermarkteten Stoffe Bestandteile einer Reihe von Produkten, die vom Endverbraucher konsumiert beziehungsweise angewandt werden. Insofern sind beide Märkte in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt weist damit eine Größe von 14,9 Mrd.€ auf und wächst langfristig durchschnittlich um etwa 3 % pro Jahr.
Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter, inklusive Symrise, zusammen einen Marktanteil von fast 60 % erreichen und in der Regel ein höheres Wachstum verzeichnen als die kleineren Unternehmen der Branche.
Für den F&F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmacks Präferenzen zur Folge, dass für ein Endprodukt häufig verschiedene Rezepturen je nach Land existieren. Weiterhin zeichnen sich die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung aus. Gleichzeitig ist seit geraumer Zeit bei unseren Kunden eine zunehmende Marktkonsolidierung hin zu global tätigen Unternehmen zu beobachten, die ihrerseits ebenfalls global tätige Lieferanten bevorzugen. Weltweite Präsenz und hohe Innovationskraft sind wichtige Grundlagen für die Aufnahme in den Kreis der Kernlieferanten (so genannte Core Lists) der großen internationalen Kunden. Sie überprüfen ihre Core Lists im Schnitt nur alle drei bis vier Jahre. Weiterhin sehen sich die Unternehmen der Branche mit einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld konfrontiert.
Neben den unterschiedlichen lokalen Geschmackspräferenzen und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst. Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmack Stoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den Emerging Markets durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Convenience und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden. Steigende Qualitätsanforderungen, schnell wechselnde Produktneuheiten sowie Multifunktionalität von Produkten sind weitere Wachstumstreiber. Entscheidende Wettbewerbsvorteile sind, Markttrends frühzeitig zu erkennen und innovative Produkte auch mittels neuer Technologien zu entwickeln und erfolgreich im Markt zu etablieren.
MARKTPOSITION VON SYMRISE
Symrise ist das viertgrößte Unternehmen der F & F-Branche. Bezogen auf den relevanten F&F-Markt von 14,9 Mrd.€ betrug der Marktanteil des Unternehmens im Jahr 2010 11 %. Die großen Wettbewerber von Symrise, wie Givaudan, IFF oder Firmenich, sind vornehmlich im traditionellen Aromen- und Duftstoff- beziehungsweise Parfümölgeschäft aktiv. Symrise hat beide Geschäftsbereiche um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent&Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Flavor & Nutrition um Nahrungsergänzungsmittel. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmittel, Sonnenschutzfilter oder anderer kosmetischer Inhalts Stoffe steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Segmenten dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F & F-Branche gehören.


Symrise erzielte im Jahr 2010 ein Umsatzwachstum von 15%. Wie in den vorangegangenen Jahren haben auch im Jahr 2010 beide Geschäftsbereiche neue Core List-Positionen hinzugewonnen und damit die Grundlage für künftiges Wachstum und eine weiter gestärkte Marktposition gelegt.
In einzelnen Marktbereichen nehmen wir weltweit führende Positionen ein, wie beispielsweise bei der Synthese von naturidentischem I-Menthol, dessen Derivaten und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter. Durch die Akquisition der Parfümölgeschäfte von Intercontinental Fragrances und Manheimer Fragrances sind wir zu einem führenden Hersteller auf dem US-amerikanischen Markt für Lufter Ms eher (Air Care-Markt) und Duftkerzen aufgestiegen. Unsere Position im Markt für Geschmackstoffe konnten wir in den USA durch die Akquisition der Aromen-Sparte von Chr. Hansen im Jahr 2008 ausbauen. In Ägypten erreichen wir durch den Erwerb von Futur a Labs eine marktführende Stellung bei Geschmackstoffen und Grundstoffen für die Getränkeindustrie.
ZIELE UND STRATEGIE
ZIELE
Durch ertragsorientiertes Wachstum wollen wir unsere Marktposition und Unabhängigkeit weiter stärken.
| ― | Marktposition: Unser Umsatz soll schneller wachsen als der Markt, der langfristig im Schnitt Jährlich um etwa 3 % wächst. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen. |
| ― | Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von über 20% an. |
| ― | Finanzlage: Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Pensionsrückstellungen) zu EBITDA soll mittelfristig in einem Korridor zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ein kurzfristiges Überschreiten dieses Bereichs ist aus unserer Sicht beispielsweise im Falle von Akquisitionen im Rahmen unserer Strategie möglich. Ein kontinuierlich hoher operativer Cashflow trägt zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei. |
Unsere Aktionäre beteiligen wir an dem wirtschaftlichen Erfolg durch eine attraktive Dividende. Für das Geschäftsjahr 2010 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,60 € je Aktie vorschlagen, was gegenüber dem Vorjahr einer Erhöhung von 20% entspricht.
Symrise hat sich zum Ziel gesetzt, den sich wandelnden Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucher durch Innovation und Kreativität besser gerecht zu werden als seine Wettbewerber. Unser Fokus auf Forschung und Entwicklung, auf neue und innovative Produktkonzepte und Produktgruppen soll dabei helfen, die Marktanteile im Segment hochwertiger und margenstarker Produkte weiterhin zu erhöhen.
Der globale Anwendungsbereich Consumer Health ist ganz auf funktionale Inhaltsstoffe für Nahrungsergänzungsmittel und Geschmackslösungen für Gesundheitspräparate spezialisiert. Moderne Verbraucher wollen Produkte, die zahlreiche Ansprüche auf einmal erfüllen: Nahrungsmittel sollen gesund sein und für Wohlbefinden sorgen, dabei unkompliziert konsumierbar sein und gut schmecken. Insbesondere zwei Faktoren beeinflussen diesen Trend: Zum einen wächst das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, zum anderen spielt die Individualisierung von Konsumenten-Bedürfnissen eine Rolle. Der Verbraucher will maßgeschneiderte Produkte, die nicht einfach nur "gesund" sind, sondern konkrete Zwecke erfüllen müssen: das Herz stärken, die Haut straffen, den Alterungsprozess verlangsamen oder die körperliche Fitness unterstützen.
Diesem wachsenden Markt tragen wir mit unserer Health & Nutrition-Strategie Rechnung. Teil der Strategie ist das "Competence Center for Health&Nutrition". Das Kompetenzzentrum arbeitet unabhängig für alle vier Anwendungsbereiche (Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health), versorgt diese mit Markt- und Konsumentendaten sowie Informationen zur Produktsicherheit und unterstützt sie bei der Entwicklung innovativer Produkte und Inhaltsstoffe, basierend auf wissenschaftlichen und ernährungsphysiologischen Erkenntnissen. Mit diesen Lösungen wollen wir ein unverzichtbarer Partner für unsere Kunden sein.
STRATEGIE
Unsere Wachstums- und Rentabilitätsziele werden wir durch die konsequente Umsetzung unserer Strategie erreichen. Unsere Strategie geht in drei Stoßrichtungen, die aus unserer Sicht die größten Werthebel für Symrise bieten:
| ― | Wachstum mit globalen Kunden: Wir wollen den Anteil unseres Umsatzes mit unseren Top 10-Kunden, die besonders wachstumsstark sind, weiter erhöhen. Durch den Zugang zu wichtigen Core Lists wollen wir uns verstärkt als Hauptlieferant für die jeweiligen Produkte etablieren. |
| ― | Wachstum in neuen Märkten: Wir haben frühzeitig begonnen, unsere Aktivitäten in den Schwellen- und Entwicklungsländern auszubauen. Die Akquisition von Futura Labs 2010 ist ein gutes Beispiel dafür. Ein weiterer Schritt ist der Aufbau eines Produktionsstandortes in Russland im Jahr 2010. |
| ― | Wachstum durch Innovationen: Wir verfügen über ein ausgeprägtes Markt- und Markenverständnis, das wir aus umfangreicher Konsumentenforschung gewinnen. Dies hilft uns dabei, innovative Lösungen zu entwickeln und Wettbewerbsvorteile für unsere Kunden zu erzielen. Dabei liegt unser Hauptaugenmerk auf Bereichen wie Life Essentials und Consumer Health, die ein höheres Wachstumspotenzial aufweisen. |
Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein.
WERTORIENTIERTE STEUERUNG
Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir langfristig einen Zielwert von mindestens 20 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswertes ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. So misst der verwendete Symrise Value Added (SVA) die Steigerung des Ertragswerts über eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus. Das Konzept verbindet die zwei Werthebel Erhöhung der Profitabilität und Optimierung des eingesetzten Vermögens beziehungsweise Kapitals mit dem Ziel, eine Wertsteigerung über die Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus zu erzielen.
Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Wichtige Kennzahlen sind beispielsweise der operative Cashflow und die Nettoverschuldung zu EBITDA.
Zu einer wertorientierten Unternehmensführung zählt auch die Teilhabe der Anteilseigner am erwirtschafteten Ergebnis in Form einer attraktiven Dividende. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Unternehmens. Wir wollen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmens erfolg beteiligen. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.
RAHMENBEDINGUNGEN
DIFFERENZIERTE AUSWIRKUNGEN AUF SYMRISE
Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine große Rolle. Deutlich negative oder positive Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Leistung wirken senkend oder steigernd auf den Absatz von Produkten, in denen unsere Duft- oder Geschmackstoffe eingesetzt werden, was sich im Nachfrageverhalten unserer Kunden äußert. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung.
Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Lieferländern, betroffen sein.
Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die Weltwirtschaft erholte sich rascher als erwartet von der tiefen Rezession 2008/2009. Bereits im Jahresverlauf 2010 ebbten die Aufholeffekte nach der vorherigen Wirtschaftskrise ab. Seither ist die Wirtschaftsentwicklung von einem gemäßigteren aber auch nachhaltigeren Wachstum geprägt. Nach Schätzungen der Weltbank hat sich die globale Wirtschaftsleistung 2010 preisbereinigt um durchschnittlich 3,9% erhöht, während das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vorjahr noch dramatisch um 2,2 % gesunken war. Das Welthandelsvolumen, das stärkeren Schwankungen unterliegt als die Wirtschaftsleistung, nahm 2010 schätzungsweise um 15,7% zu, nach einem Einbruch um 11,0% im Jahr zuvor.
Der Konjunkturverlauf in den Industrieländern zeigte 2010 kein einheitliches Bild. Einige Volkswirtschaften, namentlich Deutschland und Japan, erzielten ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Es wurde vor allem von der Exportnachfrage aus den Schwellenländern und einer zunehmenden Belebung der Binnenkonjunktur getragen. Die Wirtschaftsentwicklung in den USA verläuft demgegenüber recht verhalten. Die US-Wirtschaft wird weiterhin von den strukturellen Verwerfungen im Immobiliensektor und einer hohen Arbeitslosigkeit belastet; 2010 dürfte der Anstieg des BIP hier 2,8% betragen haben. Im Euroraum hat die Wirtschaftsleistung 2010 durchschnittlich um schätzungsweise 1,7% zugenommen. Die angespannte Situation der Staatsfinanzen in einigen Ländern und der daraus resultierende Zwang zur Konsolidierung haben zur Verunsicherung der Wirtschaft, der Verbraucher und der Finanzmärkte geführt. Das Wirtschaftswachstum ist nicht stark genug, um die hohe Arbeitslosigkeit spürbar zu reduzieren. Eine hervorgehobene Position im Euroraum nahm 2010 Deutschland ein, wo das BIP um 3,6% zulegte. Die hohe Internationalisierung der Wirtschaft, die 2009 noch einen herben Rückgang der Wirtschaftsleistung um 4,7% mit verursacht hatte, sorgte 2010 für kräftige Impulse. Die Exporte der deutschen Wirtschaft stiegen 2010 preisbereinigt um 14,2 %. Zudem wurde um 9,4% mehr in Ausrüstungen investiert als im Vorjahr. Positive Beiträge zum Wirtschaftswachstum leisteten ebenfalls der private Konsum und der Lageraufbau.
Die Entwicklungs- und Schwellenländer wiesen 2010 mit einem Wirtschaftswachstum um durchschnittlich 7,0 % ein deutlich höheres Expansionstempo auf als die Industrieländer, die im Schnitt um 2,8% zulegten. Während die einkommensschwächeren Entwicklungsländer häufig von hohen Preisen der von ihnen erzeugten Rohstoffe profitierten, wurden die Volkswirtschaften der Schwellenländer von einer anhaltend lebhaften Binnennachfrage und dem Wachstum der Exporte vorangetrieben. Dabei spielt der Außenhandel der Entwicklungs- und Schwellenländer untereinander eine immer größere Rolle. In regionaler Betrachtung führte 2010 Ostasien mit China an der Spitze die Rangliste der wachstumsstärksten Regionen an: das Plus belief sich hier auf insgesamt 9,3 %, in China auf 10,0%. Die Länder in Südasien erreichten einen durchschnittlichen Anstieg des BIP um 8,7 %, Indien erzielte einen Zuwachs um 9,5 %. Lateinamerika verzeichnete im abgelaufenen Jahr ein reales Wirtschaftswachstum um 5,7%, wobei Argentinien mit + 8,0 % und Brasilien mit + 7,6 % herausragten.
BIP-ENTWICKLUNG 2009/2010 (IN %)

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:
| ― | Konjunkturelle Schwankungen haben in den entwickelten Märkten kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse, beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt, abdecken. |
| ― | Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care (etwa 10 bis 15% unseres Produktportfolios). |
| ― | In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmack- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung. |
| ― | Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte. |
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld wirkte 2010 positiv auf den Geschäftsverlauf von Symrise. Diese unterstützenden Effekte waren im Vergleich zu Unternehmen anderer Branchen aufgrund der Robustheit unseres Geschäfts deutlich spürbar.
ENTWICKLUNG WESENTLICHER ABSATZMÄRKTE
Der für den Symrise Konzern relevante F&F-Markt ist im Jahr 2010 mit mehr als 6% überdurchschnittlich gewachsen; sein Volumen lag bei 14,9 Mrd.€. In den einzelnen Marktbereichen waren dabei unterschiedliche Entwicklungen zu verzeichnen. Der Markt für Geschmackstoffe legte nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants 2010 auf 5,8 Mrd.€ zu, nach 5,6 Mrd.€ im Vorjahr. Der Markt für Duftstoffe wuchs von 5,1 Mrd.€ auf 5,3 Mrd.€. Der Absatz von Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffen dürfte 2010 nach eigenen Schätzungen auf 3,8 Mrd.€ gegenüber 3,3 Mrd.€ im Jahr 2009 gewachsen sein.
Nach stagnierenden beziehungsweise sogar schrumpfenden Märkten im Jahr 2009, entwickelten sich alle Marktsegmente positiv. Insbesondere die Anwendungsgebiete Fine Fragrances und Personal Care konnten die rückläufige Marktentwicklung in der Wirtschaftskrise mehr als kompensieren und zeigten sich als Treiber für das gestiegene Marktvolumen bei den Duftstoffen. Der Markt für Geschmackstoffe zeigte ein in sich sehr homogenes Bild und verzeichnete vergleichbare Wachstumsdynamiken. Den größten Wertzuwachs erreichten unseres Erachtens wie im Vorjahr Aromachemikalien und kosmetische Wirkstoffe.
Regional betrachtet wurden besonders deutliche Zuwächse in Osteuropa, in Ländern des Mittleren Ostens, in Afrika und in Asien erzielt.
PREISENTWICKLUNG UND VERFÜGBARKEIT DER ROHSTOFFE
Symrise setzt in der Produktion annähernd 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von besonderer Bedeutung sind Mentholvorprodukte, rohöl-basierte Lösungsmittel und deren Folgeprodukte, natürliche Zitrusderivate (Saft, aetherische Öle, etc.) sowie Citral- und Terpenderivate. Generell entfallen jedoch auf einzelne Einsatzstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer großen Zahl von Rohstoffen waren 2010 weltweit eher mäßige bis schlechte Ernten zu verzeichnen, bedingt durch starke Regenfälle, Dürre- oder Kälteperioden. Im Zitrus-Bereich bestand und besteht weiterhin eine angespannte Marktlage. Auch bei Citral- und Terpenderivaten, die bei der Herstellung von Duftkompositionen eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und somit die Kostensituation verschlechtert.
Insgesamt stiegen die Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2010, insbesondere im zweiten Halbjahr, etwas stärker an als von uns erwartet. Dabei glichen sich die Effekte aus der Veränderung von Wechselkursen in der Gesamtbetrachtung zwar weitgehend aus, bei einzelnen Rohstoffen ergaben sich jedoch starke Preisverzerrungen. Generell nahm die Preisvolatilität 2010 weiter zu. Als Konsequenz daraus bestanden viele Lieferanten auf verkürzten Kontraktlaufzeiten. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit Lanxess bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration in Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Land für Bourbon-Vanille.
POLITISCHE UND REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
2010 war ein ereignisreiches Jahr hinsichtlich der regulatorischen Bedingungen in Europa. Am 1. Dezember 2010 stand die erste Registrierungs-Frist an, bis zu der für alle Materialien mit hoher Tonnage Registrierungsdossiers eingereicht werden mussten. Symrise ist dieser Verpflichtung mit der Einreichung von 14 Dossiers vollumfänglich nachgekommen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Einführung des neuen Systems zur Klassifizierung und Kennzeichnung von Stoffen, GHS (Globally Harmonised System) in der Europäischen Union (EU). Die entsprechende Richtlinie wurde fristgerecht zum 1. Dezember 2010 für alle Rohstoffe und Mischungen bei Symrise umgesetzt. Die dritte regulatorische Herausforderung in Europa bestand in der Meldung aller als gefährlich klassifizierten Rohstoffe sowie pre-registrierten Stoffe an das neu eingerichtete Classification and Labeling Inventory. Auch diese Hürde wurde mit der Meldung von ca. 2.600 Stoffen erfolgreich gemeistert.
Die Produkte des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition kommen insbesondere in Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte), in Getränken (Softdrinks, alkoholische und nichtalkoholische Getränke) sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die rechtlichen Vorschriften für die Verwendung von Geschmack- und Aromastoffen sind in den verschiedenen Rechtsräumen unterschiedlich gestaltet, insbesondere in der EU und den Vereinigten Staaten. So gelten je nach Rechtsraum unterschiedliche Höchstmengen für bestimmte Inhaltsstoffe und spezielle Kennzeichnungsvorschriften. Durch die am 31. Dezember 2008 in der EU verabschiedete neue Aromenverordnung (für "Aromen und Lebensmittelzutaten mit geschmacksgebenden Eigenschaften") ergeben sich ab 20. Januar 2011 neue Kennzeichnungsanforderungen auf Etiketten und regulatorischen Begleitdokumenten sowie neue Höchstwerte für BAPs (biologically active principles). Symrise hat dazu früh bereits im Februar 2010 das zentrale Datenverwaltungs- und Dokumentenmanagement-System auf die neuen Vorschriften umgestellt. Unsere Kunden erhalten seitdem neue Dokumente und konnten früh genug ihre eigenen Produktdeklarationen anpassen. Experten aus dem Bereich Lebensmittelrecht haben in nationalen, regionalen und globalen Verbänden daran mitgewirkt, Richtlinien für die Interpretation der neuen Aromenverordnung zu erstellen. Außerdem wurde in Verbänden intensiv an Änderungen der Extraktionslösungsmittelverordnung und dem Zusatzstoffrecht für Aromen mitgearbeitet. Ein zulassungspflichtiges, von Symrise produziertes Rauch-Primärkondensat wurde von der Europäischen Sicherheitsbehörde für Lebensmittel (EFSA) als sicher bewertet. Die Lebensmittelindustrie setzt unsere Geschmackstoffe weltweit in verschiedensten Märkten ein, so dass der globale Aspekt erheblich an Bedeutung gewinnt. Um die rechtliche Verkehrsfähigkeit unserer Produkte in den relevanten Märkten zu gewährleisten, nutzt Symrise unternehmensweite Datenverarbeitungssysteme und verfügt über eine umfangreiche Expertise im Bereich Lebensmittelrecht. Durch unsere Expertise im regulatorischen Umfeld unterstützen wir unsere Kunden aktiv bei der Einführung ihrer Produkte in neuen Märkten.
Die Produkte im Bereich Health & Nutrition unterliegen den bereits genannten rechtlichen Regelungen für Aromen und Lebensmittel und teilweise den Anforderungen der EU-Verordnung Nr. 1924/ 2006 über "Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel" (Health Claims-Verordnung). Produktangaben über spezielle gesundheitsbezogene Aspekte von Inhaltsstoffen ("Health Claims") müssen gemäß dieser Verordnung zunächst bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) angemeldet und zugelassen werden. Symrise verfügt über ein Team von spezialisierten Entwicklern und Lebensmittelrechtlern, die die Entwicklungen in diesem Bereich genau beobachten und analysieren, um gezielte Hilfestellung für die Produktentwickler geben zu können. Es sollen dann Dossiers eingereicht werden, um die vorgesehenen "Health Claims" verwenden zu können.
Weiterhin formuliert Symrise für sich "Corporate Guidelines", die einen weltweiten Standard für Sicherheit, Umwelt und Gesundheitsschutz gewährleisten. Über die Einhaltung lokaler Regeln und Gesetze hinaus fordert Symrise einen einheitlichen Mindeststandard, der die lokale Gesetzgebung in einigen Ländern deutlich übertrifft.
UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF
Die schon 2009 begonnene spürbare Belebung der Nachfrage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt. Diese erfreuliche Entwicklung war weltweit in allen vier Regionen zu verzeichnen.
Der Umsatz des Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2010 um 15 % auf 1.572 Mio. €. an. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 46% (Vorjahr: 41 %)1 .
1 Im Rahmen der Neugliederung der Regionen Nordamerika und Lateinamerika wurde mit der Umgliederung von Mexiko von Nordamerika nach Lateinamerika dieses Land auch den Emerging Markets zugeordnet.
Unsere Kapazitäten waren weltweit gut ausgelastet, so dass wir in allen Regionen unsere Profitabilität deutlich steigern konnten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) auf Konzernebene legte um 35% von 246 Mio. €. auf 331 Mio. €. zu. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 21,1 % (Vorjahr: 18,0%).
Ebenso stieg der Jahresüberschuss 2010 um 49 Mio. €. auf 134 Mio. €. . Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,13 € (2009: 0,71 €). Vor dem Hintergrund dieser erfreulichen Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 vorschlagen, die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 20% auf 0,60 € je Aktie zu erhöhen.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
Zu Beginn des Geschäftsjahres haben wir sowohl intern als auch extern unsere Kennzahlen auf unbereinigte Ergebnisse umgestellt. Ziel war es, ein möglichst einfaches und konsistentes Zahlenwerk zu präsentieren, welches von allen Stakeholdern verstanden wird. Die zu Beginn des Geschäftsjahres abgegebene Prognose wurde mit der Veröffentlichung des Halbjahresberichtes an die über den ursprünglichen Erwartungen liegende Umsatzentwicklung angepasst.
Wir prognostizierten zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 ein währungsbereinigtes organisches Wachstum von mehr als 3 %. Bei der Entwicklung der Profitabilität haben wir eine EBITDA-Marge von über 20 % in Aussicht gestellt.
Mit Veröffentlichung des Halbjahresberichtes im August 2010 haben wir unseren Ausblick auf mindestens 8 % Umsatzwachstum erhöht und die angestrebte EBITDA-Marge von über 20 % bestätigt.
Mit einem Umsatzanstieg von 15 %, bzw. währungsbereinigt 11 % auf 1.572 Mio. €. , einem EBITDA von 331 Mio. €. und einer resultierenden EBITDA-Marge von 21,1 % haben wir unsere Ziele übertroffen. Auch die Nettoverschuldung konnte weiter abgebaut werden. Die Nettoverschuldung entspricht dem 2,2-fachen EBITDA, wodurch unser Ziel von ca. 2,5 vollumfänglich erreicht wurde.
ERTRAGSLAGE
UMSATZ IM KONZERN
Im Gesamtjahr 2010 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 1.572 Mio. €. . Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr um 15 %, währungsbereinigt beträgt die Steigerung 11 %. Die Erholungstendenzen zu Beginn des Geschäftsjahres setzten sich mit weiterhin belebter Nachfrage in den restlichen Quartalen des Jahres fort. Insgesamt wuchs der Umsatz von Symrise in beiden Geschäftsbereichen und allen Regionen prozentual zweistellig.
Im Geschäftsjahr 2010 erhöhte sich der Umsatz mit den Top 10-Kunden währungsbereinigt um 14 %. Mit 30 % liegt der Anteil des Umsatzes mit dieser strategisch wichtigen Kundengruppe am Konzernumsatz etwas über Vorjahresniveau.
Geschäftsbereiche: Scent&Care konnte den Umsatz währungsbereinigt um 12% auf 805 Mio. €. steigern. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition erreichte 2010 nach einem erfolgreichen zweiten Halbjahr 767 Mio. €. , dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg um 10 % im Vergleich zum Vorjahr.
Regionen: Der Umsatz der Region EAME nahm um 12 % zu (währungsbereinigt: 11 %). Nach dem Umsatzrückgang von währungsbereinigt - 3 % im Jahr 2009 wurde hier eine deutliche Wende Richtung Wachstum geschafft. Die Umsatzentwicklung Nordamerikas im Geschäftsjahr 2010 konnte an die guten Steigerungsraten des Vorjahres anknüpfen; der Umsatz erhöhte sich um 16% (währungsbereinigt um 10%). Der Umsatz in der Region Asien/ Pazifik entwickelte sich ebenfalls erfreulich; insgesamt stieg der Umsatz hier um 21 % (währungsbereinigt: 11 %). Der Umsatz in Lateinamerika erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 18 %. Währungsbereinigt führt die Region wieder das Umsatzwachstum mit 12% an.
ZIELERREICHUNG 2010
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| ZIEL 2010 | ZIELERREICHUNG 2010 | |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum (währungsbereinigt) | >8% | 11% |
| EBITDA-Marge | >20,0% | 21,1% |
| Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen)/EBITDA | Reduzierung auf das ca. 2,5-fache des EBITDA | 2,2 |
UMSATZENTWICKLUNG DES SYMRISE KONZERNS (IN Mio. €. )

Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 13 %. Der Anteil am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2010 bei 46 % (2009: 45 %; ohne Mexiko: 41 %).
UMSATZ SCENTS CARE
Im Jahr 2010 verzeichnete der Geschäftsbereich Scent & Care ein Umsatzwachstum von 18% auf 805 Mio. €. . Währungsbereinigt belief sich das Umsatzwachstum auf 12 %. Alle Regionen - EAME, Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika - haben einen kräftigen Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich erzielt. Im vierten Quartal 2010 konnte der Geschäftsbereich Scent& Care den positiven Trend aus den ersten neun Monaten fortsetzen und währungsbereinigt zweistellig zulegen. Dies ist besonders erfreulich angesichts der Tatsache, dass die globale Erholung der Märkte bereits im dritten Quartal 2009 begonnen hat. Die Anwendungsbereiche Fine Fragrances und Personal Care, die am stärksten von der schwachen Konjunktur im Vorjahr betroffen waren, erzielten 2010 ein sehr gutes Umsatzwachstum. Einmal mehr konnten alle Geschäftsfelder für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2010 ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum gegenüber 2009 verzeichnen.
Regionen: Der Umsatz in den Emerging Markets machte 44% des Gesamtumsatzes von Scent&Care im Jahr 2010 aus. In diesen Ländern stieg der Umsatz mit unseren Kunden um 20% (währungsbereinigt um 12 %). Die Umsätze in den Regionen Asien/Pazifik, Lateinamerika, Afrika und Mittlerer Osten verzeichneten einen Anstieg im deutlich zweistelligen Prozentbereich. Die kräftigsten Umsatzzuwächse erzielten wir in der Region Asien/Pazifik in den Ländermärkten China, Indien und Thailand. In Lateinamerika ragten Argentinien, Kolumbien und Mexiko heraus. In Afrika und dem Mittleren Osten war das Umsatzplus in Südafrika, Saudi-Arabien, dem Iran und Nigeria besonders hoch.
Die Region EAME stellt den größten Markt des Geschäftbereichs Scent&Care dar. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Umsätze hier währungsbereinigt um 13% zu, was überwiegend auf die Erholung bei Fine Fragrances und bei den hochpreisigen Produkten von Personal Care zurückzuführen ist. Diese Anwendungsbereiche verzeichneten die kräftigste Erholung, nachdem sie 2009 am stärksten durch die weltweite Wirtschaftskrise betroffen waren. Neben dem Geschäftsfeld Fragrances wuchsen die weiteren Geschäftsfelder Aroma Molecules, Oral Care und Life Essentials ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich.
UMSÄTZE NACH REGIONEN
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| IN Mio. €. | 2009 | 2010 | VERÄNDERUNG IN % | VERÄNDERUNG IN % währungsbereinigt |
|---|---|---|---|---|
| EAME | 679,5 | 761,5 | 12 | 11 |
| Nordamerika* | 242,5 | 281,0 | 16 | 10 |
| Asien/Pazifik | 282,5 | 343,0 | 21 | 11 |
| Lateinamerika* | 157,5 | 186,3 | 18 | 12 |
| Gesamt | 1.362,0 | 1.571,9 | 15,4 | 11,0 |
* Mexiko wurde entsprechend der Führungsstruktur der Region Lateinamerika zugeordnet. Vorjahreswerte von Nordamerika und Lateinamerika sind entsprechend angepasst.
Der Umsatz in Nordamerika stieg 2010 währungsbereinigt um 13%. Alle Geschäftsfelder konnten einen Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich erzielen. Insbesondere Fragrances und Oral Care verzeichneten ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Das Geschäftsfeld Fragrances konnte sein Geschäft mit strategischen Kunden, die in den letzten Jahren hinzugewonnen wurden, und durch neue Core List-Positionen stetig ausbauen.
Die Region Asien/Pazifik verzeichnete ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 12%. Im Gesamtjahr 2010 blieb die Nachfrage der Verbraucher in dieser Region hoch. Der Umsatz aller Geschäftsfelder stieg im zweistelligen Prozentbereich. Zu den leistungsstärksten Anwendungsbereichen zählen: Cosmetic Ingredients und UV-Filter (Geschäftsfeld Life Essentials), Fine Fragrances (Geschäftsfeld Fragrance) und Special Fragrances & Flavor Ingredients, sowie Fine Aroma Chemicals (Geschäftsfeld Aroma Molecules).
In Lateinamerika konnten wir unseren Umsatz währungsbereinigt um insgesamt 10 % steigern. Diese Entwicklung ist besonders hervorzuheben, da die Region von der weltweiten Wirtschaftskrise des Vorjahres relativ unberührt geblieben war. Diese kontinuierliche Expansion wurde durch ein zweistelliges Wachstum in den Bereichen Fine Fragrances und Personal Care (Geschäftsfeld Fragrance), Cosmetic Ingredients und UV-Filter (Geschäftsfeld Life Essentials) sowie ein starkes Wachstum im Geschäft mit Menthol (Geschäftsfeld Aroma Molecules) angetrieben.
Top 10-Kunden: Die Umsätze mit unseren Top 10-Kunden konnten wir um 18 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Währungsbereinigt betrug das Umsatzwachstum 13 %. Der Umsatz mit diesen wichtigen Kunden übertraf insgesamt das Wachstum des Geschäftsbereichs Scent & Care und steht im Einklang mit der globalen Strategie von Symrise, mit ihren Großkunden zu wachsen. Die hohen Zuwächse im Geschäftsbereich Scent&Care sind zudem das Ergebnis des erfolgreichen Abschlusses zahlreicher neuer Kundenprojekte.
Geschäftsfelder: Das Geschäftsfeld Fragrances, das etwa 50% des Umsatzes des Geschäftsbereichs Scent&Care bestreitet, konnte 2010 ein deutliches Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Dieses Wachstum wurde hauptsächlich durch die Anwendungsbereiche Fine Fragrances und Personal Care vorangetrieben. Der Bereich Fine Fragrances erholte sich am deutlichsten und erreichte die höchsten Wachstumsraten, da dieser Anwendungsbereich zusammen mit dem Bereich Personal Care am meisten von dem Abbau der Lagerbestände unserer Kunden betroffen war. Das Geschäftsfeld Fragrances erzielte in allen Regionen ein prozentual zweistelliges Wachstum. Im Jahr 2010 haben wir in Holzminden zwei neue Misch- und Dosieranlagen in Betrieb genommen. Durch diese Investitionen konnten wir unsere Kapazitäten in diesem Bereich um 25% erhöhen.
Das Geschäftsfeld Life Essentials erholte sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem prozentual zweistelligen Umsatzwachstum in beiden Anwendungsbereichen (Cosmetic Ingredients und UV-Filter) sowie in allen Regionen. Im Laufe des Jahres wurden zahlreiche neue Produkte eingeführt. Einige der Highlights im Anti-Aging-Bereich waren: SymMollient®L, eine Pflegecreme mit klinisch getesteten feuchtigkeitsspendenden und pflegenden Eigenschaften; SymMollient®S, ein klinisch getesteter wasserlöslicher Rückfetter (Emollient), der den Lipidgehalt der Haut verbessert und den Feuchtigkeitsgehalt reguliert; SymRelief® 100, eine aktiv reiz-hemmende Mischung aus Dragosantol® 100 und Ingwer-Extrakt, und SymFinity®, ein hochwirksamer Echinacea Purpurea-Extrakt, der die Hautzellen in einem gesunden Zustand hält und ihre Lebensdauer erhöht. Im April erhielt die Forschungsabteilung von Symrise Life Essentials den renommierten BSB Innovationspreis 2010 in der Kategorie "Innovative Rohstoffe" für den Kosmetikinhaltsstoff SymSitive® 1609. Die beruhigende Wirkung von SymSitive® 1609 ist ein Durchbruch in der Pflege empfindlicher Haut.
Das Umsatzwachstum des Geschäftsfelds Aroma Molecules liegt im Vergleich zum Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich. Eine starke Nachfrage bei Special Fragrances & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals erhöhten den Umsatz. Der Anwendungsbereich Menthol war ebenfalls sehr erfolgreich tätig. Dieses Segment wächst seit Jahren überproportional. Das Geschäftsfeld Aroma Molecules von Symrise ist weltweit führend in der Herstellung synthetischen Menthols. Im zweiten Quartal 2010 kündigte der Konzern eine Verdoppelung der bestehenden Produktionskapazitäten für Menthol bis 2012 an. Im November 2010 erfolgte der erste Spatenstich auf dem Werksgelände in Holzminden, auf dem 2012 die zusätzliche Produktionsanlage in Betrieb gehen soll. Menthol ist ein wesentlicher Bestandteil in Aromen für Mundpflegeprodukte, pharmazeutische Präparate, Kaugummis und Süßwaren. Synthetisch hergestelltes Menthol ist einer der wichtigsten strategischen Produktbereiche bei Symrise.
Das Geschäftsfeld Oral Care verzeichnete in allen Regionen, mit Ausnahme Lateinamerikas, ein zweistelliges Wachstum. Symrise Oral Care konzentriert sich auf die Vermarktung vielversprechender innovativer Produkte. Zum Beispiel Frescolat® SC, ein Kühlwirkstoff der neuen Generation von Mundpflegeprodukten, die einen angenehmen und lang anhaltenden Frische-Effekt bieten.
UMSATZ FLAVOR & NUTRITION
Im Geschäftsjahr 2010 erzielte Flavor & Nutrition einen Umsatz von 767 Mio. €. . Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Wachstum von 13 %. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 10 %. Die fortschreitende positive wirtschaftliche Entwicklung, das gestärkte Konsumentenvertrauen in den etablierten Märkten und die anhaltend hohe Nachfrage in den Emerging Markets trugen ganz wesentlich zu der erfreulichen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr bei und führten in allen Anwendungsbereichen zu hohen Wachstumsraten.
Regionen: Flavor & Nutrition steigerte 2010 die Umsätze in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr deutlich. Die aufstrebenden Märkte in Asien, Lateinamerika, Osteuropa, Afrika und der Golfregion waren auch 2010 ein bedeutender Wachstumsmotor für Flavor & Nutrition; hier erzielte der Geschäftsbereich zweistellige Zuwächse. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs konnte 2010 erneut gesteigert werden und lag bei 48 %. Aber auch in den etablierten Märkten Europas und Nordamerikas konnten wir hohe einstellige Wachstumsraten erzielen.
In der Region EAME lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2010 währungsbereinigt 10% über dem Vorjahr. Sowohl in den etablierten Ländermärkten Westeuropas als auch in den aufstrebenden Märkten Osteuropas und der Golfregion konnten hohe Wachstumsraten erzielt werden. Das stärkste Wachstum wurde dabei in Russland erreicht. Im Februar kündigten wir die Eröffnung eines voll integrierten Produktionsstandortes in der Nähe von Moskau an. Die neue Fertigungsstätte wurde an einem bestehenden Standort errichtet, den Symrise von der russischen Aromaros-M Group übernommen hat. In dem neuen Werk werden zunächst Trockenmischungen für Snack-Artikel und andere würzige Produkte für Kunden in der Region hergestellt. Durch die Produktion vor Ort können wir künftig strategische, global operierende Kunden noch besser bedienen und gleichzeitig unsere führende Marktposition in dieser wichtigen Wachstumsregion weiter ausbauen. Seit Dezember ist die neue Betriebsstätte produktionsbereit. Seit Anfang des Jahres gehört die Futura Labs Group zum Symrise Konzern. In der Zwischenzeit hat sich das Unternehmen fest in der Golfregion etabliert. Mit seinen innovativen Fertigungstechnologien und soliden Kenntnissen der lokalen Märkte bietet Symrise ein umfassendes Produktportfolio und schnellen Service für seine Kunden. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen seine Präsenz in der Region mit einem eigenen Standort in Dubai deutlich stärken. Die Produktionsstätte verfügt über eine vollautomatische und aseptische Abfüll- und Mischanlage mit einer Kapazität von bis zu 35.000 Tonnen pro Jahr zur Produktion von Aromen und Saftgrundstoffen für die Getränkeindustrie.
In Nordamerika stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2010 währungsbereinigt um 7%. Ein Großteil des Wachstums wurde dabei mit unseren strategischen Kunden erzielt. Hier konnten wir von unseren Core List-Positionen als auch von der zusätzlichen Expertise aus der Chr. Hansen Flavors Akquisition profitieren. In dem Anwendungsbereich Sweet gelingt es uns zunehmend, unsere Kompetenzen im Bereich der natürlichen Vanille erfolgreich zu vermarkten. Im Anwendungsbereich Beverages konnten wir das stärkste Wachstum im Bereich der Softdrinks erzielen. Im Juni haben wir ein weiteres wichtiges Core Listing bei einem bedeutenden Markenhersteller hinzu gewonnen. Dieser erneute Erfolg unseres fokussierten Key-Account Managements verschafft uns zusätzliches Potenzial für zukünftiges Wachstum.
In der Region Asien/Pazifik sind die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr um währungsbereinigt 10 % gestiegen. Das Wachstum ist insbesondere getrieben durch das Geschäft in China, Thailand und auf den Philippinen. Alle Anwendungsbereiche haben sich in ganz Asien positiv entwickelt. Im Bereich der Getränkearomatisierungen konnten wir vor allem durch unsere globale Citrus-Initiative Naturally Citrus!® und die Einführung neuer Produkte bei unseren multinationalen wie auch lokalen Kunden neue Geschäfte hinzugewinnen. Im Anwendungsbereich Savory verzeichneten wir hohe Zuwächse bei Fleischaromatisierungen durch unsere Symlife® Salt-Produktplattform. Zur weiteren Stärkung unserer asiatischen Aktivitäten haben wir im Januar 2010 eine neue Anlage für Flüssigaromen in Singapur in Betrieb genommen. Die hochmoderne Produktionsanlage wurde maßgeschneidert für Symrise entwickelt und passt die Fertigung effizient an die Bedürfnisse der Kunden an. Modernste Technologie sorgt für größere Produktionsgenauigkeit und höhere Flexibilität.
Die Investition in die neue Anlage setzt die konsequente strategische Erweiterung unseres Asiengeschäfts fort.
In der Region Lateinamerika erzielte Flavor & Nutrition ein währungsbereinigtes Wachstum von 15 %. Getrieben wurde die positive Geschäftsentwicklung durch starke Zuwächse bei unseren strategischen globalen und lokalen Kunden. Insbesondere die Anwendungsbereiche Savory und Sweet realisierten bei diesen Kundengruppen hohe zweistellige Wachstumsraten. Zur Intensivierung und Verbesserung der Zusammenarbeit mit unseren Kunden haben wir in Sao Paulo im dritten Quartal unser neues taste for life® Creative Studio eröffnet. In einem Multimedia-Showroom und in einer Flavor Design Lounge können unsere Mitarbeiter mit ausgewählten Kunden in kreativer Atmosphäre neue Konzepte entwickeln und Ideen gemeinsam ausarbeiten.
Top 10-Kunden: Der Umsatz mit unseren strategisch wichtigen Top 10-Kunden hat sich auch im Jahr 2010 gut entwickelt und verzeichnete ein währungsbereinigtes Wachstum von 15 %. In allen Anwendungsbereichen und Regionen konnten hohe Wachstumsraten erzielt werden. Dabei konnten neue Geschäfte sowohl aus etablierten Core List-Positionen als auch aus im Jahre 2010 neu hinzugewonnenen Core Listings gewonnen werden. Der Umsatzanstieg mit unseren Top 10-Kunden liegt erneut deutlich über dem Wachstum des Geschäftsbereichs und bestätigt den eingeschlagenen Expansionspfad mit dieser wichtigen Kundengruppe.
Aufbau von Kompetenz für gesunde Ernährung: Im Juni haben wir mit der Gründung eines neuen wissenschaftlichen Beratungsgremiums unsere Kompetenz im Bereich der gesundheitsorientierten Ernährung weiter ausgebaut. Das Scientific Advisory Board for Health and Nutrition setzt sich aus international renommierten Wissenschaftlern zusammen, die Symrise bei der Entwicklung neuer Inhaltsstoffe für Nahrungsergänzungsmittel und Health Care-Produkte beraten. Die externen Spezialisten unterstützen die Symrise Forscher dabei, neue wissenschaftliche Erkenntnisse schnellstmöglich in konkrete Produkte umzusetzen. Zudem ermöglichen sie ihnen den Zugang zu neuen Technologien. Im Geschäftsbereich Scent& Care arbeitet Symrise bereits seit mehreren Jahren erfolgreich mit einem eigenen Scientific Advisory Board zusammen, das den Konzern bei der Entwicklung neuer kosmetischer Inhaltsstoffe berät.
Spitzen-Know-how und Geschmack, den die Verbraucher lieben - Die neue "taste for life®" Plattform: Im September haben wir unsere erfolgreiche Plattform "taste for life®" erweitert und zu einer strategischen Marketingplattform ausgebaut. Wir bieten damit der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ein innovatives Instrument, um schneller und bedarfsgerecht neue Produkte zu entwickeln, "taste for life®" orientiert sich gezielt an den Verbraucherwünschen und setzt den Fokus dabei auf Gesundheit und Genuss.
Konsumentenwünsche ändern sich heute nicht nur schneller als jemals zuvor, sie werden auch immer differenzierter. Im Hinblick auf Lebensstil und Ernährung heißt das: Der Verbraucher bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Gesundheit und Genuss - wobei sich diese beiden Aspekte keineswegs gegenseitig ausschließen, sondern sich vielmehr miteinander verbinden lassen. Mit "taste for life®" hilft Symrise seinen Kunden, ihre Marken und Produkte entsprechend in diesem Spannungsfeld zu positionieren und weiter zu entwickeln. "taste for life®" zeigt auf, welche Trends und Konsumentenbedürfnisse aktuell vorherrschen, wo es Lücken im Produktportfolio der Kunden gibt, wo sich deren Wettbewerber positionieren, wo Erweiterungen der Produktlinien sinnvoll sein können - und vieles mehr. Im Zentrum steht dabei die Kernkompetenz von Symrise: der Geschmack - und damit der Aspekt, bei dem Verbraucher keine Kompromisse eingehen.
Effiziente Nutzung globaler Entwicklungskompetenzen bringt innovative Produkteinführungen: Im April haben wir eine neue Generation molekular destillierter Citrusöle (MD-Öle) präsentiert und damit unser Portfolio frisch-fruchtiger Citrusaromen erweitert. Mit dieser neuen Produktlinie bieten wir unseren Kunden eine konsequente Erweiterung und Fortführung unserer Marke Naturally Citrus!®. Die neue Generation der MD-Öle besticht durch höchstmögliche Geschmacksintensität, Authentizität und Löslichkeit. Entwickelt wurde die neue Produktkollektion von unserem Global Citrus Center im brasilianischen Sorocaba unter enger Mitarbeit von Symrise Chemikern in den USA und Holzminden.
ENTWICKLUNG WESENTLICHER POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Umsatzkosten stiegen 2010 um 86 Mio. € beziehungsweise 11 %, und damit unterproportional zum Umsatz, auf 890 Mio. €. an (2009: 804 Mio. €. ). Die gestiegene Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten und im Vergleich zum Vorjahr leicht verbesserte Rohstoffkosten wirkten sich hierbei positiv aus. Das Bruttoergebnis erhöhte sich deshalb um 22 % beziehungsweise um 124 Mio. €. und erreichte 682 Mio. €. (2009: 558 Mio. €. ). Die Bruttomarge betrug 43,4 % und war damit um 2,4 %-Punkte höher als die Marge im Vorjahr (41,0%). Die Vertriebskosten nahmen, im Wesentlichen umsatzbedingt, unter anderem aufgrund höherer Provisionen, unterproportional um rund 10% beziehungsweise 24 Mio. €. zu und betrugen 253 Mio. €. . Dies entspricht einem Anteil von 16,1 % am Konzernumsatz (2009: 16,8 %). Die F&E-Aufwendungen verzeichneten aufgrund der Bearbeitung einer Vielzahl neuer Projekte im Geschäftsjahr einen Anstieg von rund 12 Mio. €. beziehungsweise 13% auf 108 Mio. €. (2009: 96 Mio. €. ). Die F&E-Quote lag mit 6,9 % nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (7,0%). Die Verwaltungskosten erhöhten sich 2010 unterproportional um gut 1 Mio. €. beziehungsweise 2 % auf 83 Mio. €. (2009: 82 Mio. €. ), unter anderem durch weitere Ausgaben im Bereich IT. Im Verhältnis entsprechen die Verwaltungskosten einem Anteil von 5,3 % des Konzernumsatzes gegenüber 6,0 % im Vorjahr, das allerdings durch Restrukturierungsaufwendungen belastet war.
KURZFASSUNG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| IN Mio. €. | 2009* | 2010 | VERÄNDERUNG IN % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.362,0 | 1.571,9 | 15,4 |
| Umsatzkosten | -804,0 | -890,2 | 11 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 557,9 | 681,7 | 22 |
| Bruttomarge in % | 41,0 | 43,4 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12,3 | 7,7 | -37 |
| Vertriebskosten | -229,3 | -252,8 | 10 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -95,7 | -107,9 | 13 |
| Verwaltungskosten | -81,5 | -83,2 | 2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -0,8 | -1,2 | 50 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 163,0 | 244,4 | 50 |
* 2009 inkl. Restrukturierungsaufwand
ERGEBNISSITUATION
Konzern: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) stieg 2010 um 35% auf 331 Mio. €. (2009: 246 Mio. €. ). Im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich die verbesserte Bruttomarge und der unterproportionale Anstieg in den Vertriebs- und Verwaltungskosten positiv aus. Die EBITDA-Marge erreichte 2010 21,1 %, gegenüber 18,0% im Vorjahr. Die verbesserte Auftragslage und ein deutlicher Umsatzanstieg wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Während das Vorjahresergebnis noch durch Restrukturierungskosten in Höhe von 20 Mio. €. beeinflusst war, wirkten sich die dadurch erzielten Effizienzsteigerungen im Jahr 2010 vollumfänglich im Ergebnis aus. Auch die erfolgreich abgeschlossene Integration der Akquisitionen der vergangenen Jahre trug zu dem erfreulichen Ergebnis bei.
Scent&Care: Scent&Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2010 ein EBITDA von 161 Mio. €. . Das EBITDA stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 48 % an. Die EBITDA-Marge beträgt 20,0 %, gegenüber 16,0 % im Jahr 2009.
Flavor & Nutrition: Das EBITDA des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition lag 2010 25% über dem Vorjahreswert (2009: 137 Mio. €. ) und erreichte 170 Mio. €. . Die EBITDA-Marge betrug 22,2%, nach 20,1 % im Vorjahr.
Finanzergebnis: Das Finanzergebnis 2010 in Höhe von - 66,9 Mio. €. ist wesentlich durch negative Einmaleffekte beeinflusst. Diese entstanden größtenteils durch die Rückzahlung von Zinsswaps im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossenen vorzeitigen Refinanzierung bestehender Bankdarlehen, die sämtlich im Dezember 2011 zur Rückzahlung fällig gewesen wären. Weiterhin wurden im dritten und vierten Quartal des Geschäftsjahres Wertberichtigungen auf Finanzbeteiligungen vorgenommen. Positiv im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich hingegen Fremdwährungskursgewinne aus. Aufgrund der vorgenannten Sachverhalte ergaben sich Sondereffekte in Höhe von - 22,9 Mio. €. . Bereinigt um diese Einmalaufwendungen ergibt sich ein Finanzergebnis von - 44,0 Mio. €. . Dies entspricht einer Verbesserung von 2,2 Mio. €. gegenüber dem Vorjahr.
Steuern: Im Geschäftsjahr 2010 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 44 Mio. €. (2009: 32 Mio. €. ). Damit liegt der Steuersatz des Berichtsjahres mit 25% unter dem des Vorjahres (28%). Der Anstieg des Steueraufwands trotz gesunkenem Steuersatz ist auf die verbesserte Ertragslage zurückzuführen. Die Verringerung des Steuersatzes resultiert im Wesentlichen aus einer verbesserten Finanzierungsstruktur und der Nutzung steuerlichen Abschreibungspotenzials im Ausland.
ERGEBNISÜBERSICHT
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| IN Mio. €. | 2009* | 2010 | VERÄNDERUNG IN % | VERÄNDERUNG IN % währungsbereinigt |
|---|---|---|---|---|
| EBIT | 163,0 | 244,4 | 50 | 47 |
| EBIT-Marge | 12,0% | 15,5% | ||
| EBITDA | 245,6 | 331,1 | 35 | 32 |
| EBITDA-Marge | 18,0% | 21,1% |
* incl. Restrukturierungsaufwand
Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie: Der Jahresüberschuss 2010 beträgt 134 Mio. €. und stieg damit um 50 Mio. € beziehungsweise 58% im Vergleich zum Vorjahr (2009: 84 Mio. €. ) an. Dies entspricht einer Erhöhung des Ergebnisses je Aktie um 0,42 € auf 1,13 € (2009: 0,71 €).
Dividendenvorschlag 2010: Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 vorschlagen, eine Dividende von 0,60€ je Aktie für das Geschäftsjahr 2010 auszuschütten. Symrise versteht die Dividendenzahlung als Teil seiner unternehmerischen Verpflichtung, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und diese mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
FINANZLAGE
FINANZMANAGEMENT
Grundzüge und Ziele: Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.
Gemäß den Treasury Richtlinien wird die Finanzierung des Symrise Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Konzerntöchter wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto verbucht, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu allen Konsortialbanken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.
Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, ggfs. mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäftes abgeschlossen werden dürfen.
Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus implementiert Symrise zurzeit ein Risk Management System, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden im Folgenden systematisch gegen Schwankungen abgesichert.
Mit einer Eigenkapitalquote von 41 % zum 31. Dezember 2010 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.
Finanzierungsstruktur: Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Dabei hat der Konzern im vierten Quartal die bestehende Finanzierung erfolgreich durch eine neue Finanzierung, bestehend aus drei Kernelementen, ersetzt. Ziel war es, das vergleichsweise niedrige Zinsniveau zu nutzen, die Fremdkapitalgeber zu diversifizieren sowie das Laufzeitenprofil zu strecken. Den Kern der Refinanzierung bildet eine Unternehmensanleihe über 300 Mio. €. mit einer Laufzeit von sieben Jahren. Sie wurde institutionellen und privaten Investoren in Europa angeboten und trägt einen Kupon von 4,125 %. Den zweiten Baustein bildet ein langfristiges Darlehen (Term Note) in Höhe von 175 Mio. USD. Das endfällige Darlehen hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Es ist mit einem Zinskupon in Höhe von 4,09% versehen und wurde vollständig vom US-Investor Prudential Investment Management Inc. im Rahmen einer Privatplatzierung übernommen. Den Abschluss der Refinanzierung bildet eine revolvierende Kreditlinie (Revolving Credit Facility) über 300 Mio. €. . Die Linie hat eine Laufzeit von 5 Jahren und wurde im Rahmen eines Club-Deals vom Unternehmen selbst arrangiert. Alle Finanzinstrumente dienten dazu, den bestehenden, aber nur noch bis Dezember 2011 laufenden Kredit sowie den variablen Teil des im April 2009 begebenen Schuldscheindarlehens vorzeitig vollständig abzulösen. Alle drei vorstehend beschriebenen Elemente der Refinanzierung enthalten marktübliche Regelungen für den Fall des Eintritts eines Kontrollwechsels.
Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2010 eingehalten worden.
Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit besteht eine bilaterale Kreditlinie mit der Commerzbank AG über 20 Mio. €. , die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken soll. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf dem marktüblichen Niveau.
CASHFLOW- UND LIQUIDITÄTSANALYSE
Der operative Cashflow lag mit 235,1 Mio. €. rund 10 Mio. €. über dem des Vorjahres von 225,7 Mio. €. und spiegelt die gute Ergebnissituation wider. Teilweise kompensiert wurde der Anstieg im Ergebnis durch die umsatzbedingte Erhöhung des Working Capital. Dennoch wurde eine Cashflow-Quote von rund 15 % bezogen auf den Umsatz erzielt.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich um rund 7 Mio. €. auf 68,5 Mio. €. und umfasste wesentlich Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 143,5 Mio. €. leicht über dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Bestandteile sind die 2010 ausgezahlte Dividende an die Aktionäre in Höhe von 59 Mio. €. sowie Rückzahlungen von Bankdarlehen in saldierter Höhe von 37 Mio. €. (Vorjahr: 56,5 Mio. €. ) und saldierte Zinszahlungen an Kreditinstitute in Höhe von 40,2 Mio. €. (Vorjahr: 25 Mio. €. ). In diesen sind außerordentliche Zahlungen aufgrund der Auflösung der Swaps in Höhe von 17,9 Mio. €. enthalten. Bereinigt um diesen Effekt sind die Zinszahlungen gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Mio. € gesunken. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht.
ÜBERSICHT CASHFLOW
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| IN Mio. €. | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 225,7 | 235,1 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -75,6 | -68,5 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -139,8 | -143,5 |
| Liquide Mittel (31.12.) | 80,5 | 112,5 |
INVESTITIONEN UND AKQUISITIONEN
Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 71 Mio. €. , nach 57 Mio. €. im Vorjahr.
Für immaterielle Vermögenswerte wurden rund 13 Mio. €. (2009: 17 Mio. €. ) aufgewendet. Der Schwerpunkt lag hierbei auf Investitionen im Bereich Software, vorrangig SAP, sowie bei Patenten und der Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung. Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von 57 Mio. €. getätigt; ein Wert, der deutlich über dem Vorjahresniveau von 39 Mio. €. liegt. Dabei handelt es sich insbesondere um Investitionen in Kapazitätserweiterungen für sprühgetrocknete Aromen in den Regionen Asien und Lateinamerika durch den Aufbau zusätzlicher Sprühtürme mit modernster Technik. Weiterhin haben wir in den Aufbau unserer Produktionsstätte in Russland und den Ausbau unserer Produktionskapazitäten für natürlichen Vanilleextrakt in Madagaskar investiert. Für die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten bei synthetischem Menthol wurden erste Teilinvestitionen getätigt. Des weiteren wurden Erweiterungs- bzw. Ersatzinvestitionen im Bereich technische Anlagen/Maschinen zur Erhöhung der Produktivität und Sicherheit vorgenommen.
BILANZSTRUKTUR2 ZUM 31. DEZEMBER 2010 (IN MI0.€)
(Veränderung gegenüber Vorjahresstichtag, in %)

2 Eine detaillierte Darstellung der Bilanz ist auf S. 86/87 dieses Berichtes zu finden.
Ende 2009 wurde, mit Wirkung zum 1. Januar 2010, die Futura Labs Gruppe erworben. Die Anschaffungskosten betrugen 23,8 Mio. €. . Mit dem Erwerb von Futura Labs treiben wir den Ausbau unseres Geschäfts in den Emerging Markets voran. Futura Labs ist in den Bereichen Seasonings, Sweet Flavors, Savory Flavors, Dairy Flavors, natürliche Extrakte, Getränke-Grundstoffe und Parfümöle aktiv. Futura Labs verzeichnete in den vorangegangenen Jahren ein stabiles Wachstum und ist profitabel. Im Geschäftsjahr 2010 belief sich der Umsatz des Unternehmens auf 15,8 Mio. €. . Durch die Akquisition haben wir nicht nur unsere Produktionskapazitäten in Nordafrika (Kairo) und in der Golfregion (Dubai) erweitert, sondern auch Mitarbeiter übernommen, die über fundierte Kenntnisse der lokalen Märkte im Hinblick auf landestypische Geschmackspräferenzen und Konsumentenwünsche verfügen. Das Produkt- und Kundenportfolio von Futura Labs ergänzt ideal das bestehende Geschäft von Symrise in Ägypten.
VERMÖGENSLAGE
AUSGEWÄHLTE BILANZPOSTEN
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2010 erhöhte sich um 164 Mio. €. auf 2.059 Mio. €. (31. Dezember 2009: 1.895 Mio. €. ). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch den Erwerb der Futura Labs Gruppe, den Kauf eines Grundstücks in Russland und einen höheren Vorratsbestand.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nahmen zum Bilanzstichtag 2010 um 5% auf 1.282 Mio. €. (31. Dezember 2009: 1.224 Mio. €. ) zu und machten damit 62 % der Vermögenswerte aus. In den Immateriellen Vermögenswerten sind enthalten: Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 489 Mio. €. (31. Dezember 2009: 462 Mio. €. ) sowie Rezepturen, Produktions-Know-how, Warenzeichen, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 375 Mio. €. (31. Dezember 2009: 376 Mio. €. ). Sachanlagen beliefen sich zum Jahresultimo 2010 auf 419 Mio. €. (Vorjahresstichtag: 386 Mio. €. ). Die Vorräte nahmen im Vergleich der Bilanzstichtage 2010/2009 um 70 Mio. €. beziehungsweise 30% auf 305 Mio. €. zu (31. Dezember 2009: 235 Mio. €. ). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde in erster Linie getrieben durch ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum. Durch ein konsequentes Forderungsmanagement wiederum hat sich das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz lediglich um 1 %-Punkt auf 29 % erhöht. Der Posten der kurzfristigen Vorauszahlungen, sonstigen Vermögenswerte und Forderungen verringerte sich zum Jahresultimo 2010 um 14 Mio. €. beziehungsweise 22% auf 48 Mio. €. (31. Dezember 2009: 61 Mio. €. ). Der höhere Wert im Vorjahr ist insbesondere auf Zahlungen zur Aufnahme auf Kundenlisten zurückzuführen, die über die Laufzeit der Listungsperiode aufgelöst werden. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich auf Jahressicht zum 31. Dezember um 32 Mio. €. auf 112 Mio. €. .
Auf der Passivseite der Bilanz wurden die kurzfristigen Schulden um 11 % zurückgeführt und die langfristigen Schulden stiegen um 9%. Dies sind die Auswirkungen der vorzeitigen Ablösung unserer bestehenden Fremdfinanzierung durch eine neue Finanzierung mit zeitlicher Streckung der Laufzeiten. Die kurzfristigen Schulden verringerten sich um 53 Mio. €. beziehungsweise 11 % auf 450 Mio. €. (31. Dezember 2009: 503 Mio. €. ). Langfristige Darlehen liegen zum Jahresende 2010 mit 455 Mio. €. über dem Niveau des Vorjahresstichtags (365 Mio. €. ). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nahmen um 7 % beziehungsweise 13 Mio. €. auf 212 Mio. €. zu (31. Dezember 2009: 199 Mio. €. ).
Das Eigenkapital der Symrise AG erhöhte sich zum 31. Dezember 2010 um 22% auf 842 Mio. €. (31. Dezember 2009: 689 Mio. €. ). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss von 134 Mio. €. sowie im Vergleich zum Vorjahr reduzierten kumulierten Währungsdifferenzen. Im Jahr 2010 wurde eine Dividende von 59 Mio. €. ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Stichtag 2010 auf 41 %, nach 36% Ende 2009.
NETTOVERSCHULDUNG
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| IN Mio. €. | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) (31.12.) | 773,4 | 733,7 |
| EBITDA | 245,6 | 331,1 |
| Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen)/EBITDA (31.12.) | 3,1 | 2,2 |
Die Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) sank zum Bilanzstichtag 2010, bedingt durch den starken operativen Cashflow, auf 734 Mio. €. . Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDA belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2010 auf 2,2, nach 3,1 im Vorjahr und bewegt sich damit am unteren Ende der angestrebten Bandbreite von 2,0 - 2,5.
IMMATERIELLE, NICHT BILANZIERTE WERTE
Der Wert von Symrise besteht nicht nur aus dem bilanzierten Vermögen. Eine Vielzahl immaterieller und nicht bilanzieller Vermögenswerte entscheidet über den Geschäftserfolg des Unternehmens. Dies umfasst insbesondere reibungslose und optimierte Verfahren in der gesamten Supply Chain sowie die bestehenden Kundenbeziehungen. Zudem leisten unsere Mitarbeiter sowie unsere F&E-Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Wertsteigerung des Unternehmens. Ausführungen zu diesen Themen finden sich in den Kapiteln auf Seite 63 und 60. Die Umwelt- und Sozialaktivitäten des Unternehmens sind ausführlich im jährlich erscheinenden CSR-Bericht dargestellt, der auch über unsere Internetseite als Download zur Verfügung steht.
SUPPLY CHAIN
Der Bereich Supply Chain ist für den Fertigungsprozess verantwortlich und in beide Geschäftsbereiche integriert. Dies erhöht die Kundennähe und vergrößert den Handlungsspielraum der Geschäftsfelder. Mit unserem innovativen Ansatz Symchronize™ realisieren wir fortlaufend Verbesserungen entlang der gemeinsamen Wertschöpfungskette von der Rohstoffbeschaffung bis zur Auslieferung des Endprodukts für uns und unsere Kunden. Eine kontinuierliche Verbesserung der wesentlichen Leistungsindikatoren wie Arbeitssicherheit, Service, Qualität und Produktivität stellen wir durch Total Productive Maintenance (TPM) sicher. Ein Scorecard-System erfasst monatlich die Leistungen in allen relevanten Bereichen der Supply Chain und stellt eine Ergebniskontrolle sicher. So können wir Ineffizienzen und deren Ursachen schnell erkennen und beheben. Im Jahr 2010 lag der Fokus auf der kontinuierlichen Optimierung durch Investition in Neuanlagen beziehungsweise Konsolidierungen. Ein weiteres wichtiges Element war die Integration der neuen Standorte sowie der Aufbau des Standortes Rogovo (Russland). In Asien wurde der Ausbau von Singapur erfolgreich fortgesetzt; unter anderem wurde ein Pilotsprühturm und die Automatisierung des Flüssigmischbetriebes in Betrieb genommen. Darüber hinaus ging nach Australien auch China "live" mit SAP. In Lateinamerika konzentrierten sich die Anstrengungen auf die Fortführung der Konsolidierung der Flavour& Nutrition Produktion sowie die Vorbereitung, Durchführung und Einführung von SAP-Systemen in Argentinien und Brasilien. Weitere Technologien folgen in den nächsten Jahren. In den USA lag der Schwerpunkt in der Stabilisierung der Integrationen der Aromen-Sparte von Chr. Hansen, Manheimer Fragrances und Intercontinental Fragrances. Im Zuge der Optimierung unserer Produktion wurde der Scent &Care-Standort in Houston (USA) (ehemals Intercontinental Fragrances) im Juni 2010 geschlossen und in Branchburg (USA) integriert. Die Produktion am Standort Le Bouveret (Schweiz) wurde im März 2010 ebenfalls verlagert. Im Standort Holzminden wurden aus diesem Grund die Kapazitäten erweitert und automatisiert.
BESCHAFFUNG
Bei der Herstellung unserer Produkte verwenden wir circa 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe aus aller Welt. Qualität, Verfügbarkeit und Preis der Rohstoffe sind ausschlaggebende Faktoren für den Einkauf. Zur Optimierung der Versorgungskette ist die Beschaffung dezentral organisiert und Jeweils in die Supply Chain der beiden Geschäftsbereiche integriert. Für die wichtigsten Rohstoffe werden globale Bezugsverträge ausgehandelt. Rund 50% unserer Rohstoffe stammen aus Europa, den restlichen Teil kaufen wir je nach Preis, Qualität und Produktionsstandort in anderen Regionen der Welt. Lokale Produktionsstätten außerhalb Europas decken einen Teil ihres Bedarfs über Rohstoffmärkte vor Ort und beziehen Vorprodukte auch aus der Hauptproduktionsstätte in Deutschland. Für wesentliche Bezugsmengen unserer Rohstoffe haben wir langfristige und flexible Vereinbarungen geschlossen. Um die Anzahl eingesetzter Rohstoffe zu reduzieren, entwickeln wir stetig neue Technologien und Prozesse.
KUNDENBINDUNG
Der Erfolg von Symrise hängt in hohem Maße von langfristigen Kundenbeziehungen ab. Bei der Betreuung unserer multinationalen Kunden kommt dabei unserer Vertriebsplattform und den Vertriebsteams eine große Bedeutung zu. In beiden Geschäftsbereichen ist es uns in der Vergangenheit zunehmend gelungen, uns auf so genannten Core Lists dieser Unternehmen zu etablieren. Zudem gibt es mit diesen Großkunden für neue Technologien häufig einen eng und frühzeitig abgestimmten Innovationsprozess. Dieser Prozess unterstützt umfassend die Entwicklung der Kernmarken unserer Kunden für den langfristigen Geschäftserfolg. Eine weitere Stoßrichtung unserer globalen Vertriebsstrategie ist der Ausbau unserer Marktanteile in den sich entwickelnden Ländern der Emerging Markets. Derzeit machen diese Märkte etwa 46% unseres Geschäfts aus. Aufgrund unserer lokalen Aufstellung haben wir den direkten Zugang zu den regionalen oder auch lokalen Herstellern. In vielen der Schwellenländer, zum Beispiel in Russland, dem Mittleren oder Nahen Osten oder auch in großen Teilen Asiens ist die langfristige Kundenbindung der Schlüssel zum Erfolg.
WISSENSMANAGEMENT
Das Wissen und die Erfahrung der über 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Symrise sind für den Geschäftserfolg des Unternehmens von großer Bedeutung. Dieses so genannte intellektuelle Kapital spiegelt sich damit auch im Unternehmenswert von Symrise wider. Das Wissen in einem Unternehmen mit langer Historie, globaler Aufstellung und divisionaler Organisation zu erfassen, zu dokumentieren und effizient zu nutzen ist eine Herausforderung. Einen großen Schritt nach vorne machte Symrise hier im Jahr 2010 durch die Etablierung des neuen, web-basierten Parfümeur-Forums. Diese Informations-Plattform umfasst 15 inhaltliche Kategorien von Forschungsergebnissen zu Rohstoffen, In-house Spezialitäten und einer Parfümeurs-Palette bis hin zu regulatorischen und Marketing-Informationen. Sie wird ergänzt durch einen Blogg für die in allen Erdteilen tätigen Parfümeure. Globale Projektteams können sich auf dieser Plattform zusammenschließen und an gemeinsamen Projekten für internationale Kunden arbeiten. Über Ländergrenzen hinweg entstehen neue Ideen und eine gemeinsame Wissensbasis.
Der Startschuss für das Parfümeurs-Forum fiel bei einem weltweiten Parfümeurs-Treffen im Sultanat Oman. Mehr als 50 Symrise Parfümeure aus 14 Ländern ließen sich von der geschichtsträchtigen Kulisse des Oman inspirieren.
Im Bereich der F&N Forschung wurden die Fähigkeiten der verfügbaren Suchmaschinen signifikant erweitert, um das vorhandene Wissen noch besser für die Forschungs- und Entwicklungsarbeit nutzbar zu machen. Zusätzlich wurden weitere externe Datenbanken hinzugeschaltet, um den zugänglichen Wissenspool erheblich zu erweitern. Insgesamt wird dadurch die Umsetzung von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in innovative Produkte weiter verbessert.
NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENhttp://dc.dev.informa.ru/dc/operator.php?issue_id=10899&action=edit&hid=2
Symrise berichtet regelmäßig in ausführlichen CSR-Berichten über nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Im aktuellen und in den zukünftigen CSR-Berichten machen wir Aussagen zum Verbrauch von Wasser und Energie sowie zum Anfall von Abwasser, Abfall und Kohlendioxidemission. Weiterhin wird über die Zahl und die Schwere von Arbeitsunfällen berichtet.
Alle diese Zahlen basieren auf den GRI (Global Reporting Initiative) Kennzahlen, deren Definitionen offiziell anerkannt sind.
In den zukünftigen CSR-Berichten werden wir verstärkt unsere bereits vorhandenen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, basierend auf den GRI Kennzahlen, erweitern und entsprechend berichten, nicht nur im Umfeld von Umwelt und Arbeits Sicherheit.
FORSCHUNG & ENTWICKLUNG
Erfolgreiche Aktivitäten im Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) bilden die Basis der Wettbewerbsfähigkeit von Symrise. Durch die Entwicklung innovativer Produkte und Lösungen nehmen unsere Kunden Symrise als kreativen und wertvollen Partner wahr.
LEITLINIEN UND SCHWERPUNKTE
Unsere F&E-Strategie zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, Forschung & Entwicklung und Kreation im gesamten Konzern zu verbinden. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden- und marktorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F&E an Marketing und Vertrieb, Einkauf- und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung auf Umsetzbarkeit und Rentabilität geprüft. Sämtliche F&E-Aktivitäten sind an den Leitlinien Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet.
Der Geschäftsbereich Scent & Care hat seine F&E-Strategie auf sechs Schwerpunkte ausgerichtet:
| ― | Neue Moleküle für die Anwendung als Riech- und Kosmetikinhaltsstoffe |
| ― | Funktionelle Stoffe für Mundpflegeprodukte |
| ― | Bioaktive Inhaltsstoffe für kosmetische Anwendungen |
| ― | Freisetzungssysteme für Duftstoffe |
| ― | Überdeckung von Schlechtgerüchen |
| ― | Sensorische Forschung und neue Methoden der sensorischen Wahrnehmung |
Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition werden folgende fünf Technologieplattformen bearbeitet:
| ― | Entwicklung natürlicher Aromen |
| ― | Neue geschmacksaktive Verbindungen |
| ― | Pflanzenextrakte mit besonderen geschmacksgebenden Eigenschaften |
| ― | Naturstoffe für die Themengebiete "Health" und "Wellness" mit funktionalen Eigenschaften |
| ― | Neue Technologien für die selektive Anreicherung sowie auch Freisetzung von Aromastoffen |
ORGANISATION
Die beiden Geschäftsbereiche von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden weitestgehend eigene F&E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für beide Bereiche verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Die F&E-Ressourcen sind in beiden Geschäftsbereichen unmittelbar in die Organisation integriert. Weltweit bestehen mehrere F&E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten beider Geschäftsbereiche optimal zu unterstützen. Die Forschungstätigkeiten in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf Duft-, Aromastoff- und Geschmacksforschung, Entwicklung synthetischer und natürlicher Herstellungsmethoden für Duft- und Aromastoffe, analytische Chemie, kosmetische Inhaltsstoffe und die Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für den Anwendungsbereich Consumer Health. Entwicklung und Anwendungstechnik werden außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich), Cuautitlän lzcalli (Mexiko) und Säo Paulo (Brasilien) durchgeführt. In Teterboro verfügt Flavor & Nutrition beispielsweise seit Beginn 2009 über das Know-How-Zentrum "Technical and Culinary Center for Protein Foods". Hier stehen Fragen der Geschmacksverbesserungen und Aromenvielfalt für proteinhaltige Lebensmittel im Vordergrund.
In Shanghai befindet sich ein "Creative Center" von Scent & Care für den chinesischen Markt sowie die Region Nordostasien, in dem sämtliche entwicklungstechnischen Abteilungen und kreativen Ressourcen gebündelt werden. Im April 2011 wird ein "Center of Expertise" in der Region Säo Paulo (Brasilien) eröffnet, das von beiden Geschäftsbereichen genutzt wird. Das Gebäude befindet sich am Rande eines großen Naturschutzgebiets und erfüllt alle Anforderungen an den nachhaltigen Bau und Betrieb einer solchen Anlage.
Neben der eigenen F&E unterhalten beide Geschäftsbereiche umfassende Partnerschaften mit Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten. Dies ermöglicht die Nutzung von Synergien und erweitert das Spektrum der F&E-Aktivitäten. Hierzu zählen beispielsweise Universitäten und Forschungsinstitute wie die Technische Universität München, die Technische Universität Braunschweig, die Universität Münster, die Technische Universität Dresden, die Ruhr-Universität Bochum, das Fraunhofer-Institut für Polymerforschung und das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam sowie Unternehmen wie Axxam (Mailand, Italien) und InterMed Discovery (Dortmund) oder Cutech (Padua, Italien). Scent& Care verfügt zudem seit Jahren über ein internationales "Scientific Advisory Board", das aus namhaften Vertretern verschiedener Wissenschaftsdisziplinen und Anwendungsfelder besteht. Es ist die Aufgabe des Gremiums, neueste Forschungsergebnisse und deren Umsetzung in Produktinnovationen beratend zu begleiten. Im Jahr 2010 haben wir Prof. Liu Wei, einen renommierten chinesischen Dermatologen, als neuen Berater und Experten für asiatische Haut gewonnen. Im Sommer 2010 gründeten wir darüber hinaus das "Scientific Advisory Board for Health and Nutrition", das Symrise bei der Entwicklung neuer Inhaltsstoffe für Nahrungsergänzungsmittel und gesunde und funktionale Lebensmittel berät.
Weitere Maßnahmen zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community waren die Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen wie dem 26. Kongress der Internationalen Gesellschaft für Kosmetik-Chemiker (IFSCC) in Buenos Aires (Argentinien), wo Symrise mit je drei Vorträgen und Postern vertreten war, das "9th Wartburg Symposium on Flavor Chemistry & Biology" in Eisenach mit fünf Symrise-Beiträgen, der Tagung der Vereinigung der Seifen-, Parfum- und Waschmittelfachleute (SEPAWA) in Fulda sowie Vorträge über aktuelle Forschungsarbeiten, wie z.B. am Cluster Industrielle Biotechnologie in Frankfurt am Main. Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition wurden auch verschiedene wissenschaftliche Studien im Rahmen von Qualifikationsarbeiten zusammen mit verschiedenen Universitäten durchgeführt, um einen direkten Zugang zu den neuesten Entwicklungen in den für uns relevanten Forschungsgebieten zu erhalten.
Die Ergebnisse des Ende 2009 abgeschlossenen, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts "Anthocyane/Darmgesundheit" dienten als Grundlage einer 2010 durchgeführten prospektiven Pilotstudie an der Klinik der Universität Zürich, die mit klinisch positiven Ergebnissen abgeschlossen werden konnte. Einige Basisforschungs-Projekte (beispielsweise "Biokatalyse 2021 - Bioflavonoide", "Entwicklung von Verstärkern des Salzgeschmacks" sowie "Biotechnische Gewinnung von Moschusduftstoffen aus erneuerbaren Rohstoffen") werden weiterhin aus öffentlichen Mitteln des BMBF gefördert. Das 2009 begonnene Projekt "Entwicklung von modernen, natürlichen Aromen zur Geschmacksverbesserung von gesunden Lebensmitteln" wird weiterhin durch den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) und den Wirtschaftsförderfonds Niedersachsens (NBank) gefördert und hat zur Identifizierung von ersten in vitro wirksamen Kandidaten für neue Aromastoffe geführt. 2010 wurden für zwei neu beantragte Projekte weitere Fördermittel des BMBF zugesagt: ein Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung von Verfahren zur natürlichen Gewinnung von geschmacksmodifizierenden Aromastoffen zusammen mit dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle im Rahmen des Clusters "Biokatalyse 2021"; das andere Projekt wurde zusammen mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung, Potsdam, und der Technischen Universität München zu dem Thema "Wirkung und Rolle von Geschmacksstoffen im Magen-Darm-Trakt" gewonnen.
Der Innovationsprozess ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert. Der Prozess ist unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten und des Ressourceneinsatzes vor.
PERSONAL, AUFWAND UND ERGEBNISSE
Weltweit sind knapp 20% unserer Belegschaft beziehungsweise 1.043 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig. Im Vorjahr waren es 920 Mitarbeiter. Für Scent & Care sind 406 Mitarbeiter aktiv, im Geschäftsbereich Flavor &Nutrition 637 Mitarbeiter. Die Gesamtaufwendungen für F&E beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 108 Mio. €. (Vorjahr: 96 Mio. €. ), dies entspricht einem Anteil von 6,9% am Umsatz (Vorjahr: 7,0%). Die Ausgaben für F&E sollen auch zukünftig hoch bleiben, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken. Neben der absoluten Höhe der Aufwendungen entscheiden jedoch ebenso die Effizienz und Marktorientierung über den Erfolg der F&E-Aktivitäten und damit über die Wettbewerbsfähigkeit von Symrise. Wichtige Auszeichnungen durch die Branche belegen dies: So erhielt beispielsweise die Forschungsabteilung von Symrise Life Essentials im April 2010 den renommierten BSB Innovationspreis 2010 in der Kategorie "Innovative Rohstoffe" für den im Vorjahr gelaunchten Kosmetikinhaltsstoff SymSitive® 1609.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE/NEUE PRODUKTE
Frescolat® SC1: Das Geschäftsfeld Oral Care führte 2010 mit Frescolat® SC1 eine neue Generation von Mundpflege ein. Der neue Wirkstoff entfaltet eine lang anhaltende und angenehme kühlende Wirkung, ohne das Geschmacksprofil zu beeinflussen.
Terranol®: Ein neuer patentierter Duftstoff des Geschäftsfelds Aroma Molecules mit erdig-moosigem Geruch und Anklängen an Holz und Patchouli. Mit Terranol® ist es gelungen, einen Duftstoff zu entwickeln, der zu 100% auf nachwachsenden Rohstoffen basiert.
Neue SymMollient® Varianten: Die beiden neuen öllöslichen Rückfetter SymMollient® L und SymMollient® S verbessern den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und erzielen damit ein strahlendes, geschmeidiges Hautbild.
SymPeptide® 226EL: Der neue kosmetische Wirkstoff kräftigt und verlängert die Wimpern und lässt sie dichter erscheinen. SymPeptide® 226EL wurde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Therapeutic Peptides Inc. in den USA entwickelt, bei Symrise liegt der Exklusivvertrieb.
SymMarine®: Ein neuer maritimer Duftstoff mit moosigen Aspekten, der eine luftige Wahrnehmung einer Meeresbrise erzeugt.
SymCap® M: Diese Verkapselung von Duftstoffen unterstützt die zeitlich kontrollierte Duftabgabe, z. B. nach dem Weichspülen auf Kleidungsstücken und Wäsche.
SymFinity® 1298: Ein hochwirksamer Echinacea Pupurea-Extrakt (Roter Sonnenhut), der die Hautzellen in einem gesunden Zustand hält und ihre Lebensdauer erhöht.
SymRelief® 100: Eine aktiv entzündungshemmende Mischung aus Dragosantol® 100 und Ingwer-Extrakt.
NEUROFLAVORONOMICS™: Eine von Symrise genutzte Entwicklungsplattform, mit deren Hilfe beispielsweise neue Ergebnisse zum Thema Natrium-Reduktion gewonnen wurden, die bereits zu neuen Produktlösungen für die SymLife® Salt-Plattform geführt haben.
Naturally Citrus!8: Eine neue Generation von Zitrus-Spezialitäten verbessert die Authentizität und die Frische von Aromenprofilen der Produktplattform Naturally Citrus!®.
Innovationen in der Analytik: In der Analytik haben wir konsequent in die Technologie der hochauflösenden Time-of-Flight (ToF) Massenspektrometrie investiert. Diese Technik unterstützt das Auffinden von geschmacksaktiven und -modulierenden Verbindungen.
Darüber hinaus wurde das von Symrise F&N entwickelte Analysenwerkzeug SymStixx® für die Analyse von bioaktiven Substanzen neben der klassischen Aroma- und Geschmacksanalyse weiter entwickelt.
Schnittstelle Tasty Flavors for Healthy Food: Eine neue Entwicklungsplattform, die die Darstellung wohlschmeckender Komplettlösungen ermöglicht. Erste Beispiele wurden bereits bis zur Marktreife geführt.
MITARBEITER
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Symrise bilden die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. In einer engen partnerschaftlichen Beziehung fordern wir Leistung, Engagement und Teamgeist; zugleich fördern wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines umfassenden Aus- und Weiterbildungskonzepts, lassen Freiraum für Eigenverantwortung und unterstützen die Karriereentwicklung nach Kräften. Wir führen kontinuierlich einen intensiven Dialog mit unseren Mitarbeitern - das bringt uns gemeinsam voran.
STRUKTUR DER BELEGSCHAFT3
Im Symrise Konzern hat sich die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Trainees von 4.954 zum Jahresultimo 2009 im Jahresverlauf 2010 um 334 auf 5.288 zum 31. Dezember 2010 erhöht. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl ist ganz wesentlich Ausdruck des deutlich ausgeweiteten Geschäftsvolumens im Berichtsjahr. Der Personalzuwachs war im Geschäftsbereich Flavor& Nutrition mit einem Plus von 220 Mitarbeitern neben dem allgemeinen produktionsbedingten Wachstum getrieben durch die Akquisitionen der Futura Labs Group in Ägypten/Dubai und von Armonia in Russland (zusammen 166 Mitarbeiter). Knapp die Hälfte aller Beschäftigten arbeiteten in diesem Geschäftsbereich. Gut ein Drittel der Belegschaft ist im Bereich Scent&Care tätig. 15% der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt. Symrise legt großen Wert auf die interne Ausbildung eigener Mitarbeiter. Ende 2010 belief sich die Anzahl der Trainees und Auszubildenden im Konzern auf 116 junge Menschen, insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriekaufmann und Industriemechaniker.
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| ANZAHL DER MITARBEITER NACH GESCHÄFTSBEREICHEN | 31.12.2009 | 31.12.2010 | VERÄNDERUNG IN % |
|---|---|---|---|
| Flavor& Nutrition | 2.396 | 2.616 | +9 |
| Scent&Care | 1.826 | 1.868 | +2 |
| Corporate Funktionen und Services | 732 | 804 | +10 |
| Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) | 4.954 | 5.288 | +7 |
| Trainees und Auszubildende | 121 | 116 | -4 |
| Gesamt | 5.075 | 5.404 | +6 |
3 Alle Angaben in FTE (Full Time Equivalents)/Vollzeitmitarbeiter
Der mit rund 40 % größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns ist im Bereich Produktion & Technologie tätig. Gut ein Viertel der Arbeitskräfte ist im Bereich Vertrieb & Marketing aktiv. Auf Forschung & Entwicklung entfallen etwa 20 % der Beschäftigten.
Gerade im Bereich der Produktentwicklung haben wir unsere regionalen Kompetenzzentren für Consumer Health, Citrus und Vanille ausgebaut. Hier haben wir die Zahl der Mitarbeiter 2010 um gut 13% aufgestockt.
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| ANZAHL DER MITARBEITER NACH FUNKTIONEN (ohne Trainees und Auszubildende) |
31.12.2009 | 31.12.2010 | VERÄNDERUNG IN % |
|---|---|---|---|
| Produktion & Technologie | 1.937 | 2.097 | +8 |
| Vertrieb & Marketing | 1.386 | 1.391 | ±0 |
| Forschung & Entwicklung | 920 | 1.043 | +13 |
| Verwaltung | 390 | 424 | +9 |
| Servicegesellschaften | 321 | 333 | +4 |
| Gesamt | 4.954 | 5.288 | +7 |
Von den 5.288 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 43% an Standorten in Deutschland tätig. Mit 17% bzw. 14% der Belegschaft folgen die Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl im Jahresverlauf 2010 vollzog sich in nahezu allen Regionen, wobei die Zahl der Mitarbeiter in der Region EAME mit einem Plus von etwa 24% besonders kräftig zunahm. Ganz wesentlich dazu beigetragen haben unsere Akquisitionen von Futura Labs und der Aufbau unseres neuen Standortes in Russland (zusammen 166 Mitarbeiter).
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| ANZAHL DER MITARBEITER NACH REGIONEN (ohne Trainees und Auszubildende) |
31.12.2009 | 31.12.2010 | VERÄNDERUNG IN % |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 2.170 | 2.271 | +5 |
| EAME ohne Deutschland | 595 | 737 | +24 |
| Nordamerika* | 638 | 628 | -2 |
| Asien/Pazifik | 840 | 904 | +8 |
| Lateinamerika* | 711 | 748 | +5 |
| Gesamt | 4.954 | 5.288 | +7 |
* Mexiko wurde entsprechend der Führungsstruktur der Regionen Lateinamerika zugeordnet, Vorjahreswerte sind entsprechend angepasst.
In der Altersstruktur der Beschäftigten im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 63 %. Die jährliche natürliche Personalreduktion aufgrund von Übergängen ins Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 unter bzw. um 1 % der Belegschaft.
Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter bewegte sich 2010 auf sehr niedrigem Niveau. An unseren deutschen Standorten lag sie bei 1,2%, weltweit belief sie sich auf 5,1%.

PERSONALSTRATEGIE
Die Personalstrategie von Symrise macht sich an vier Eckpunkten fest:
| ― | Unser Ziel ist es, die besten Mitarbeiter einzustellen und zu halten. Wir streben an, Symrise zu einem "Employer of Choice" zu machen. Die Förderung unserer Mitarbeiter soll helfen, beste Leistungen zu erreichen. |
| ― | Wir passen die personellen Ressourcen an die strategischen Bedürfnisse des Unternehmens an. Das Hauptinstrument dafür ist ein umfassendes Fortbildungsangebot. |
| ― | Wir legen Wert auf Ergebnis- und Leistungsorientierung. Dies drückt sich in gemeinsamen Zielvereinbarungen sowie in ergebnisorientierten Vergütungssystemen aus. |
| ― | Wir fördern Top-Management-Kompetenz durch spezielle Trainingsprogramme für unsere Führungs- und Nachwuchsführungskräfte. |
Diese Strategie setzen wir mittels einer breiten Palette von Personalmaßnahmen um.
PERSONALMASSNAHMEN
NEUE MITARBEITER
Symrise beschreitet vielfältige Wege, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Wir bieten Studenten die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika sowie Bachelor- oder Masterarbeiten Symrise kennen zu lernen. Von dieser Möglichkeit haben 2010 in Deutschland 50 Studenten Gebrauch gemacht. Symrise pflegt intensiv Kontakte zu Universitäten und Hochschulen und nimmt regelmäßig an Hochschulinformationstagen teil.
Die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen ist eine weitere wichtige Maßnahme, um qualifizierte Mitarbeiter heranzubilden. Zum 31. Dezember 2010 waren an unseren deutschen Standorten 116 Trainees und Auszubildende beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 4,6%. Im Jahr 2011 werden wir unsere Ausbildungsbemühungen um 10% weiter steigern. Um gut qualifizierte Auszubildende an Symrise zu binden, bestehen enge Kontakte zu den allgemein- und berufsbildenden Schulen in Form von Patenschaften bei Schülerfirmen, Projekttagen oder E-Learning Projekten. 2010 fand zum zweiten Mal ein "Tag der Ausbildung" bei Symrise in Holzminden für interessierte Schüler und Eltern statt, den wir künftig im Zweijahres-Turnus wiederholen werden.
WEITERBILDUNG
Symrise betreibt ein systematisches Talentmanagement und Weiterbildungsprogramm. Damit sichern wir uns die personellen Kapazitäten und fachlichen Kompetenzen, die wir zur Umsetzung unserer Strategie benötigen. Zugleich bieten wir unseren Mitarbeitern attraktive Aus- und Fortbildungen, die ihren Karriereweg unterstützen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Symrise Academy ein:
| ― | In der Perfumers' Academy werden die Aus- und Weiterbildungsangebote für Parfümeure, Evaluatoren und Vertriebsmitarbeiter gebündelt. In der Perfumery School legen derzeit sechs Teilnehmer ihre Abschlussprüfung zu Juniorparfümeuren ab. Parallel dazu werden 2011 fünf neue Talente ihre Ausbildung beginnen. Im September haben wir in Indien eine neue Perfumery School gegründet, um einen internen Talentpool hervorragend ausgebildeter Parfümeure und Evaluatoren für den asiatischen Markt aufzubauen. Hier bilden wir drei Parfümeure und einen Evaluator aus. |
| ― | In der Flavor Academy haben 2010 zwei Mitarbeiter die Ausbildung zum Junior Flavoristen erfolgreich abgeschlossen. Im Oktober haben bereits sieben weitere Trainees aus Asien, Lateinamerika, Europa und Afrika ihre Flavoristenausbildung begonnen. Ihre umfassende, mehrstufige Ausbildung wird im Jahr 2012 abgeschlossen sein. |
| ― | Die Leadership Academy richtet sich an Führungskräfte im Symrise Konzern. Sie vermittelt Kommunikations- und Verkaufstechniken und bietet eine Vertiefung von Management-Fähigkeiten und verschiedene Coaching-Programme. |
Das Fortbildungsangebot für alle Mitarbeiter von Symrise umfasst Sicherheitstrainings, Sprachkurse, Projektmanagement und EDV-Kurse. Die durchschnittliche Schulungsdauer pro Mitarbeiter in Deutschland betrug im Jahr 2010 4,8 Tage. Die weltweiten Ausgaben für Fortbildungsmaßnahmen beliefen sich auf rund 2,3 Mio. €. .
In beiden Geschäftsbereichen bieten wir bereits ausgebildeten Chemiefacharbeitern ein einjähriges Weiterbildungsprogramm zum Prozess-Chemikanten an. Für die Mitarbeiter in den Forschungslaboren haben wir ein ebenfalls einjähriges Weiterbildungsprogramm zum Advanced Laboratory Technician aufgesetzt.
Ein weltweit installiertes Talentmanagement hilft uns, Talente mit hohem Potenzial zu identifizieren und zu fördern.
MITARBEITERBEFRAGUNG 2010
Symrise hat in den vergangenen Jahren einen ständigen Wandel erfahren: Von der Fusion über den Börsengang bis zur internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise und dem dynamischen Aufschwung danach. Das Unternehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Laufe dieser Veränderungen hohe Flexibilität bewiesen, die wechselnden Herausforderungen aktiv angenommen und Symrise schnell und damit erfolgreich auf die jeweils neue Situation eingestellt. Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens. Um diesen Erfolgsfaktor weiter zu stärken, haben wir im Frühsommer 2010 die erste internationale Mitarbeiterbefragung in Zusammenarbeit mit externen Spezialisten durchgeführt. Aus organisatorischen Gründen konzentrierte sich diese erste Befragungswelle auf die regionalen Headquarters, eine zweite, umfassende Befragung ist für das Jahr 2012 schon geplant.
Im Herbst 2010 lagen die Ergebnisse der Befragung vor, wobei die Beteiligung an der anonymen Meinungsumfrage sich mit rund 70 % im Vergleich zu anderen Unternehmen auf sehr hohem Niveau bewegte. Unter dem Motto "Sie sagen es!" äußerten sich die Beschäftigten in Deutschland, den USA, in Brasilien und in Singapur anhand von 54 konkreten Fragen zu den Stärken und Schwächen ihres Unternehmens. Ein weiterer Fragenkomplex galt der Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Dieses "Commitment" ist Sinnbild für die Zufriedenheit mit dem Arbeitsverhältnis, Loyalität und Bindung an das Unternehmen und seinen Zielen, Einsatzbereitschaft und Engagement für das Unternehmen sowie Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Dieser Zufriedenheitsindex fällt für Symrise insgesamt positiv aus und liegt im Quervergleich zu anderen Unternehmen knapp über dem Durchschnitt. Allerdings bestehen regionale Unterschiede: Während sich in Deutschland der Indexwert im oberen Drittel aller befragten Unternehmen bewegt, trifft er in den USA genau den Durchschnittswert, in Brasilien und Singapur sind die Mitarbeiter deutlich weniger zufrieden mit Symrise.
Diese Ergebnisse gilt es nun aufzuarbeiten. Der ersten Phase der Kommunikation folgen die Dialog- und Umsetzungsphase. Die Führungskräfte nutzen die Ergebnisse der Befragung als Ausgangspunkt für einen Dialog mit ihren Mitarbeitern über Verbesserungs- und Veränderungsbedarf in den Bereichen. Dabei werden konkrete Initiativen vereinbart, um unsere Unternehmens- und Führungskultur weiterzuentwickeln und Symrise als Arbeitgeber noch attraktiver zu machen. Einige dieser Initiativen werden global für den Symrise Konzern erarbeitet, andere Themen sind länder- oder divisionsspezifisch. Wir bauen auf unsere Mitarbeiter und geben ihnen die Möglichkeit, das Unternehmen aktiv mit zu gestalten. Dieser Prozess wird unser Unternehmen von innen stärken und uns gemeinsam voranbringen.
MITARBEITERMOTIVATION
Wir erwarten von unseren Mitarbeitern hohen Einsatz. Dies lässt sich jedoch nur erreichen, wenn sie mit Freude bei Symrise arbeiten und Symrise als einen Teil ihres Lebens sehen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt dabei eine wichtige Rolle. Symrise bietet seinen Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitarbeit und Job Sharing. Zudem kooperieren wir in Deutschland mit Kindertagesstätten, um die Kinderbetreuung zu vereinfachen.
Im Bereich Sport und Kultur sind wir mit einer Vielzahl eigener Initiativen aktiv. Darüber hinaus legen wir hohen Wert auf das "Betriebliche Gesundheitsmanagement". Im Jahr 2010 führten wir unter anderem eine Gesundheitswoche zur Vorbeugung gegen Herz-/Kreislauferkrankungen durch. Zur Erkennung und Minimierung ergonomischer Belastungen wurden in Schwerpunktbereichen Gesundheitszirkel eingerichtet. Hier können sich Mitarbeiter ergonomisch beraten lassen, die Kosten hierfür übernimmt Symrise. Bei der Schulung von Führungskräften wird auch das Thema "Sucht und Suchtprävention" behandelt.
In der Weiterentwicklung der betrieblichen Zusatzleistungen haben wir 2010 an allen größeren Standorten in Deutschland unsere neue betriebliche Altersvorsorge auf den Weg gebracht. Wir kooperieren hier mit einer Pensionskasse, die aus Eigenbeiträgen der Mitarbeiter sowie aus Beiträgen des Unternehmens finanziert wird. Für neu eingetretene Mitarbeiter ist die Mitgliedschaft in dieser Pensionskasse verpflichtend, für bestehende Mitarbeiter freiwillig.
Das jährliche Zielvereinbarungsgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist ein zentrales Element des Mitarbeiterdialogs. Es stellt die Transparenz in der Leistungsbeurteilung sicher und ermöglicht die Festlegung gezielter Entwicklungsperspektiven für jeden Mitarbeiter. Im Einzelnen werden Aufgaben und Verantwortungsbereiche, die Zielerreichung des Vorjahres, die Ziele für das laufende Jahr, die Einschätzung der Leistung des Mitarbeiters, die Zusammenarbeit zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter, geplante Weiterbildungsmaßnahmen und mögliche Entwicklungsschritte erörtert.
Seit vielen Jahren ist im Symrise Konzern ein Ideenmanagement installiert, um Arbeitsabläufe kontinuierlich zu verbessern. Im Jahr 2010 gingen 354 Vorschläge ein, umgesetzt wurden davon 196 Vorschläge. Der Gesamtnutzen der "guten Ideen" belief sich auf rund 1,9 Mio. €. , als Prämien wurden hierfür 144 T€ ausgeschüttet.
Im Sommer 2010 startete an den größeren Standorten in Deutschland ein Wettbewerb zur Steigerung der Arbeitssicherheit. Teilnehmer sind Mitarbeiter aus Bereichen mit erhöhtem Unfallrisiko wie der Produktion und den Labors. In den ersten Monaten des Wettbewerbs konnte die Zahl der unfallbedingten Ausfalltage gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008/2009 um 90% gesenkt werden.
Der Wettbewerb, bei dem sich die Prämiensumme mittlerweile auf über 50 T€ summiert, läuft zunächst über zwei Jahre.
VERGÜTUNG UND TARIFVERTRÄGE
Flexible Vergütungssysteme, die mit variablen Entgeltbestandteilen den individuellen Leistungsbeitrag der Mitarbeiter honorieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Lage des Unternehmens berücksichtigen, sind ein wesentlicher Bestandteil einer modernen Vergütungspolitik. Zudem erhöht eine leistungsgerechte Vergütung die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber und trägt zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern bei. Im Jahr 2010 haben wir neue, transparente Vergütungsstrukturen in Form von Vergütungsbandbreiten eingeführt, die Vorgesetzten und Mitarbeitern eine aktive Entwicklung der Vergütung parallel zur beruflichen Weiterbildung ermöglichen. Dieses Modell gilt für rund 340 außertarifliche und leitende Mitarbeiter. Die Vorteile dieses so genannten Job Grade-Konzepts liegen in einer hohen Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Vergütung sowie in deren internationaler Vergleichbarkeit. Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt.
Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG BCE bestehende Haustarifvertrag. Herausragendes Element der Vereinbarung ist eine Beschäftigungsgarantie für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2014. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche kostenmäßige Einsparungen: Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von nicht weniger als 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG BCE mit fest definierten Abschlägen. Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und im Hinblick auf eine zukunftsorientierte Beschäftigungspolitik haben wir am 9. Februar 2011 die Vereinbarung zur Beschäftigungsgarantie mit der IG BCE bis 2016 fortgeschrieben.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
GRUNDSÄTZE
Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzernsunterliegen kontinuierlich einer Vielzahl von Risiken und Chancen. Als Risiko definieren wir Ereignisse, deren Eintritt zu einer negativen Abweichung von unseren Planzielen im Planungszeitraum führen kann. Chancen hingegen bezeichnen Sachverhalte, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben können. Die Erkennung von Risiken und deren Vermeidung sowie die Nutzung von Chancen sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, alle potenziellen Risiken frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Gegenmaßnahmen zu reduzieren. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Die bestehenden Richtlinien stellen sicher, dass Risikoabwägungen von Beginn an Teil der Entscheidungsprozesse der Geschäftsführung sind. Symrise verfügt über ein Risikohandbuch, das die Prozesse des Risikomanagements regelt und für die Mitarbeiter eine Grundlage für den Umgang mit Risiken darstellt. Zudem werden Mitarbeiter regelmäßig durch Workshops geschult und tauschen hier ihre Erfahrungen zur Erkennung und Minimierung von Risiken aus.
STRUKTUR UND PROZESS DES RISIKOMANAGEMENTS
Das Risikomanagement von Symrise erstreckt sich über sämtliche Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten. Die Koordination der Risikoerfassung erfolgt auf Ebene des Corporate Centers innerhalb der Abteilung Corporate Compliance. Auf Basis der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Auf dieser Grundlage wird zweimal pro Jahr ein Risikobericht an den Vorstand geleitet. Im Risikobericht an den Vorstand werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung, Eintrittswahrscheinlichkeit, Risikotyp sowie Unternehmenseinheit, Geschäftsaktivität und Risk Owner klassifiziert. Zudem werden geeignete Gegenmaßnahmen und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter aufgeführt, so dass das Risikoberichtswesen zugleich Grundlage für die Risikosteuerung und die Überprüfung durch die interne Revision des Konzerns ist. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf das Unternehmen sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet.
UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN
In der Konsumgüterindustrie halten wir eine weitere Konsolidierung des Abnehmerkreises für Symrise Produkte für möglich. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit Marktanteile zu verlieren. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene unserer Zulieferer bestehen insofern, als durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf unsere Beziehungen zu Kunden ausgehen können.
In unserer Branche ist ein zunehmend intensiverer Wettbewerb zu beobachten. Diese Entwicklung birgt auch für Symrise das Risiko, Kunden zu verlieren. Hierauf reagieren wir durch eine verstärkte Vermarktung unserer Innovationen und Produkte der Geschäftsfelder Life Essentials sowie Consumer Health, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Konkurrenz aufweisen.
Politischen Risiken in der Form von Handelsembargos ist Symrise in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen wir unsere Rohstoffe beziehen und in die wir unsere Produkte exportieren. Behinderungen des Handels können wir durch ein Ausweichen auf andere Regionen teilweise kompensieren. In einzelnen Ländern beobachten wir kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls aufgrund eines Schuldenmoratoriums. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient zur Eingrenzung des Risikos. Wir begegnen Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, durch eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise mit Betriebsstätten vertreten ist, beobachten wir mit großer Aufmerksamkeit, insbesondere um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Zeitweilige Produktions- und damit Umsatzausfälle können in ungünstigen Fällen dennoch auftreten.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise. In den entwickelten Märkten ist die Nachfrage nach Endprodukten, in denen Symrise Produkte enthalten sind, soweit sie der Befriedigung von Grundbedürfnissen dienen, kaum konjunkturellen Schwankungen unterworfen. Eine deutlich höhere Abhängigkeit bei der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen besteht hier jedoch bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care. In den Emerging Markets ist tendenziell für sämtliche Produkte eine erhöhte Schwankung der Nachfrage in Abhängigkeit von der Konjunktur festzustellen. Zudem steuern die Kundenunternehmen von Symrise Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Einsatzstoffe. Ein Lagerabbau auf Seiten unserer Kunden kann die bei Symrise abgerufenen Mengen deutlich reduzieren.
UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN
Die Unternehmensstrategie von Symrise ist wie bei jedem Unternehmen naturgemäß mit Risiken verbunden. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens können sich beispielsweise aus der Fehleinschätzung von Kundenanforderungen und Umfeldbedingungen sowie technologischen Fehlentscheidungen ergeben. Dies betrifft insbesondere Produktentwicklungen, die Symrise teilweise auf Eigeninitiative durchführt, oder auch die Gründung eines neuen Anwendungsbereichs wie z. B. Consumer Health im Jahr 2009. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit der Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit unserer Entwicklungen gewährleisten. Akquisitionen, die von Symrise durchgeführt werden, sind ebenfalls mit Risiken behaftet. Im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Diesen Risiken wirken wir durch einen klar definierten Integrationsprozess entgegen.
Die mögliche Streichung von einer Core List unserer Kunden und die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken des Unternehmens. Diesem Risiko begegnen wir durch einen engen Kontakt zu unseren Kunden. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität und Produktqualität. Hier sind wir bestrebt, stets zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören.
LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Produktrisiken: Die Geruch- und Geschmackstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die der Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnimmt oder auf seiner Haut anwendet. Demnach können sich unsere Produkte grundsätzlich auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken. Um dieses Risiko zu minimieren, umfasst unser Qualitätsmanagement aktuelle Analysemethoden und interne Sicherheitsvorschriften.
Die Verträglichkeit unserer Produkte wird auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests fortlaufend nach internationalen Standards geprüft. Unser Ziel ist es, Kundenbeschwerden möglichst zuvor zu kommen. Vor diesem Hintergrund besteht ein Verfahren zur internen Prozessverbesserung, um mögliche Schwachstellen und Gefährdungen frühzeitig selbst zu beheben und die Produktqualität kontinuierlich auf einem hohen Niveau zu halten.
Veränderungen in der Technologie eines Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber besteht ein Risiko für unsere Produkte, dem wir durch eine angemessene Patentverwaltung begegnen.
Beschaffungsrisiken: Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken einer ungeplanten Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Symrise hat intelligente Einkaufsstrategien entwickelt, um dem ungeplanten Preisanstieg von Erdöl, Energie und natürlichen Rohstoffen zu begegnen. Da klimatische Bedingungen und Marktmodalitäten zu Preisanstieg, Qualitätsschwund und Unverfügbarkeit führen können, hat der Einkauf eine breite Lieferantenbasis entwickelt, die auch die Belieferung von unterschiedlichen Erdteilen umfasst. Daneben sind unsere Hauptlieferanten durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Beschaffungsalternativen werden, zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten, erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Sofern möglich, wird ein Preisanstieg von Rohstoffen durch entsprechende Anhebung der Verkaufspreise an die Kunden weitergereicht, um Auswirkungen auf unser Ergebnis zu reduzieren. Eine zu starke Diversifikation der Lieferanten wirkt jedoch auch kostenerhöhend, da dies die Einkaufsmengen pro Lieferant vermindert. Symrise prüft kontinuierlich die finanzielle Bonität der Lieferanten.
Betriebsrisiken: Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen bedeuten. Ursachen können in der Sicherheit von Einrichtungen und Prozessen, dem Brandschutz bis hin zur Sicherheit von Materialien und deren korrekter Klassifizierung oder in Erfordernissen strenger werdender, länderspezifischer Arbeits- und Umweltschutzauflagen liegen. Derartige Risiken mindern wir durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit sowie durch entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund beobachten wir fortlaufend die regulatorischen Entwicklungen in den Ländern, in denen wir tätig sind.
Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art minimiert Symrise durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe. Kontaminationen von Produkten sind in einzelnen Ländern auch im Jahr 2010 aufgetreten. Als Reaktion haben wir Änderungen bei der Lieferantenauswahl vorgenommen oder Korrekturmaßnahmen auf Seiten der Lieferanten eingeleitet.
Um darüber hinaus auch zukünftig eine führende Stellung in der Industrie einzunehmen, hat Symrise verschiedene, zukunftsorientierte Initiativen ergriffen. Wir setzen uns für das Umfeld des Unternehmens und die Umwelt ein, um beispielsweise die Belästigung durch Lärm und Geruch durch sämtliche Produktionsstätten weitestgehend einzugrenzen. Die Einhaltung der europäischen REACH-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Substanzen sowie anderer Regelungen wie GHS (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) wurde in entsprechende Projekte eingebracht bzw. umgesetzt.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Symrise ist einer Reihe unterschiedlicher Finanzrisiken ausgesetzt.
Kreditrisiko: Das Kreditrisiko besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen und Symrise dadurch einen Vermögensschaden erleidet. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden seit dem Jahr 2008 auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer allgemeinen Kostenkomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanzielle Krisen in Exportländern erfordern eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann.
Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht; entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen. Wir stellen dadurch sicher, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen unseren Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können.
Nachfolgend sind die Verbindlichkeiten des Symrise Konzerns zum 31. Dezember 2010 mit den dazugehörigen Fälligkeiten aufgeführt:
VERBINDLICHKEITEN DES SYMRISE KONZERNS ZUM 31. DEZEMBER 2010
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| IN Mio. €. | GESAMT | 2011 | AB 2012 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 101,4 | 101,4 | 0 |
| Darlehen | 633,5 | 6,2 | 627,3 |
| Sonstige und finanzielle Verbindlichkeiten | 117,4 | 100,2 | 17,2 |
| Gesamt | 852,3 | 207,8 | 644,5 |
Zins- und Währungsrisiken: Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise US$) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro bewertet ein. Eine Schwächung des US$ sowie einer dem US$ angelehnten Auslandswährung gegenüber dem Euro können insoweit zu entsprechenden Minderungen unserer Margen führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch eine weitere Intensivierung der Verhandlung von Preisen. Das verbleibende Währungsrisiko wird gegebenenfalls durch geeignete Währungstermingeschäfte und andere Sicherungsinstrumente reduziert.
Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Symrise hat dieses Risiko im Rahmen der Refinanzierung deutlich gemindert, ca. 70 % der Verbindlichkeiten sind vor dem Hintergrund des günstigen Zinsumfeldes mit fixen Zinssätzen aufgenommen. Nur ca. 30% der Verbindlichkeiten unterliegen einem Zinsänderungsrisiko. Diesem Risiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften, die das Risiko aus sich ändernden Zinssätzen minimieren.
Steuerrisiko: Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.
PERSONALRISIKEN
Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme entgegen.
RECHTLICHE RISIKEN
Derzeit, sieht sich Symrise in eher geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich des geistigen Eigentums. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, analysieren wir potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung unserer Rechtsabteilung und soweit erforderlich auch unter Hinzuziehung von externen Spezialisten. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle weisen wir daher nur auf einen Verfahrenstypus hin. In den USA wird der Symrise Inc., wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung schädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern die Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine eindeutige Geldforderung benannt worden. Wir glauben, die Beschuldigungen im Gerichtsverfahren entkräften zu können. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.
IT-RISIKEN
Risiken der IT bestehen grundsätzlich in potenziellen Unterbrechungen des Austausches sowie der Verarbeitung von Informationen, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann, die von funktionsfähigen IT-Systemen abhängig sind. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Die schon im Vorjahr begonnene Einführung einheitlicher und aktueller Systeme wird weiter fortgeführt. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend erneuert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten.
GESAMTBEWERTUNG DER RISIKOLAGE
Basierend auf den uns zur Verfügung stehenden Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand von Symrise zu gefährden. Aufgrund der Tatsache, dass das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch das System integrierter interner Kontrollen ergänzt werden, gehen wir davon aus, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen zu erfüllen.
CHANCENMANAGEMENT
Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortlichkeit unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren, und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. In den Geschäftsbereichen und im Corporate Center werden strategische Chancen erfasst. Diese werden bewertet und Maßnahmen zu deren Ausschöpfen entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern.
AUSGEWÄHLTE CHANCEN
Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Unsere Mitarbeiter reichen im Rahmen des Ideenmanagements Vorschläge ein, wodurch sich Arbeitsabläufe und Verfahren verbessern lassen. Operative Chancen können sich zudem auch aus den Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter ergeben. Die Umstrukturierung der beiden Geschäftsbereiche des Konzerns verfolgt das Ziel, die Kundenorientierung von Symrise weiter zu steigern. Hier sehen wir die Chance, im Rahmen des Know-how-Transfers zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen. Auch die Ausschöpfung von Synergien ist nicht im vollen Umfang abgeschlossen.
Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Alterung der Gesellschaft zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Menschen ständig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend beispielsweise mit neuen Geschäftsfeldern und Anwendungsbereichen wie Life Essentials oder Consumer Health. Eine intensive Marktforschung sowie umfangreiche F&E-Arbeit sind die Grundlage für Eigenentwicklungen, die wir unseren Kunden zur Verbesserung ihrer Produkte oder zur Einführung neuer Produkte anbieten können. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt im Allgemeinen die Nachfrage nach Produkten, die Geschmack- und Duftstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen zu nutzen, bauen wir unsere Aktivitäten in diesen Ländern kontinuierlich aus.
Unternehmensstrategische Chancen erwachsen auch aus der Akquisition von Unternehmen. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir fortlaufend auf der Suche nach geeigneten Zielunternehmen. Auch im Rahmen von Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.
WESENTLICHE MERKMALE DES RECNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
GRUNDZÜGE UND ZIELE
Gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gefährden. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.
Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Aufbauend auf einer Basisschulung für Mitarbeiter findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt, damit Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.
ORGANISATION UND PROZESS
Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Elemente des Unternehmens und orientiert sich an ISO 31000. Basierend auf Berichten der Tochterunternehmen wird dem Vorstand zukünftig ein aggregierter IKS-Konzernbericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat oder dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist. |
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichproben der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der eingetretenen Auswirkungen beziehungsweise potenzieller Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft. |
NACHTRAGSBERICHT
Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die Symrise Gruppe zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2010 konnten wir Umsatz und Ergebnis des Unternehmens deutlich steigern. Die finanzielle Stabilität hat sich spürbar gefestigt, die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.
PROGNOSEBERICHT
KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN
Im Jahr 2011 rechnen wir mit insgesamt anhaltend günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Geschäftstätigkeit, obwohl sich das weltweite Wirtschaftswachstum gegenüber 2010 etwas verlangsamen dürfte. Die Weltbank prognostiziert für das laufende Jahr einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,3%, nach 3,9% im Jahr 2010. Die größten Wachstumsimpulse dürften wiederum von der starken Binnennachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern ausgehen, deren Expansionsrate sich auf durchschnittlich rund 6,0% belaufen sollte. Die Wirtschaftsentwicklung in einigen Industrieländern wird weiterhin von Unsicherheiten im Finanz- und Immobiliensektor gebremst; hinzu treten die notwendige Konsolidierung der öffentlichen Finanzen und der Zwang zum Abbau der Verschuldung der privaten Haushalte. Die Weltbank erwartet für die Industrieländer im laufenden Jahr einen durchschnittlichen Anstieg des Sozialprodukts um 2,4 %, nach 2,8 % im Jahr zuvor. Das verhaltene Wirtschaftswachstum reicht noch nicht aus, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu reduzieren, was den privaten Konsum belastet. Für das Jahr 2012 gehen die Prognosen dann von geringfügig höheren Wachstumsraten der Wirtschaftsleistung aus, vor allem aufgrund einer schrittweisen Überwindung der Probleme und strukturellen Verwerfungen in einigen wichtigen Industrieländern. Die Weltbank setzt das Plus auf globaler Ebene mit 3,6 % an, bei den Industrieländern prognostiziert sie einen Zuwachs um 2,7 %, für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird ein Anstieg des BIP um durchschnittlich 6,1 % erwartet.
Der für Symrise relevante F&F-Markt wuchs im Jahr 2010 um mehr als 6 % und erreichte ein Volumen von 14,9 Mrd.€. Langfristige Schätzungen von IAL Consultants bis zum Jahr 2014 gehen von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus. Überproportional dürften sich dabei die Märkte in Lateinamerika sowie in Asien entwickeln. Der Lagerbestand bei Kundenunternehmen hat sich unserer Einschätzung nach wieder normalisiert, nachdem im Vorjahr ein deutlicher Lagerabbau zu verzeichnen war. Die konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2011 haben sich in den letzten Monaten verbessert. Wir gehen aber aufgrund weiterhin bestehender Unsicherheiten, wie z. B. den derzeitigen politischen Veränderungen im Nahen Osten, von einem normalisierten durchschnittlichen Marktwachstum von etwa 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus.
Für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir eine weiterhin angespannte Marktsituation bei einigen wichtigen Rohstoffen. So dürften beispielsweise die Preise für Fruchtsaftkonzentrate deutlich steigen und die Citral-, Terpen- und Rohölderivate-Märkte schwierig bleiben. Zugleich gehen wir von einer anhaltend ausgeprägten Preisvolatilität aus.
Es ist absehbar, dass die Energiekosten durch verschiedene Einflüsse steigen werden. Ein Faktor ist die ab 2013 geltende neue Periode des Emissionshandels. Symrise wird dieser Herausforderung durch verschiedene technische Maßnahmen zur Optimierung des Energieeinsatzes und der Energieumwandlung begegnen. Für 2011 ist die Zertifizierung nach DIN EN 16001 "Energiemanagementsysteme" für Deutschland geplant.
In der EU sind aus regulatorischer Sicht auch die kommenden Jahre von der REACH Verordnung geprägt. Für die nächste Registrierungsfrist, Juni 2013, sind etwa 50 Rohstoffe identifiziert worden, für die ein Registrierungsdossier eingereicht werden muss. Des Weiteren wird die Einführung von GHS in anderen Regionen (z. B. Brasilien/LATAM) notwendig. Für die zunehmende Verschärfung der regulatorischen Hürden, insbesondere in der asiatischen Region, ist Symrise mit einem verstärkten Competence Centre Global Product Compliance sowie einem globalen Netzwerk regulatorischer Gruppen bestens aufgestellt.
KÜNFTIGE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
Wir blicken verhalten optimistisch auf das Jahr 2011 und sind zuversichtlich, auch im laufenden Jahr in unseren beiden Divisionen Scent&Care und Flavor & Nutrition gleichermaßen schneller zu wachsen als der F&F-Markt. Wir streben dabei ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von mehr als 3 % an, obwohl wir auf einer sehr hohen Basis 2010 aufsetzen.
Symrise wird im Jahr 2011 per Saldo rund 200 neue Stellen schaffen, überwiegend in den schnell wachsenden Regionen Asiens und Lateinamerikas. Dagegen wird der Mitarbeiterbestand in Europa stabil bleiben. Die Personalkosten werden weltweit um rund 2,5 % ansteigen. Unsere Anstrengungen bei der Erstausbildung werden wir weiter intensivieren. So wird sich die Anzahl unserer Ausbildungsplätze um rund 10% erhöhen.
Die Initiativen zur kontinuierlichen Steigerung unseres Ergebnisses werden wir mit Konsequenz fortführen. Dazu gehören Kostenreduzierung und Preismanagement, Portfoliooptimierung und der Fokus auf innovative Produkte und Technologien. Wir erwarten für 2011 eine EBITDA-Marge von mehr als 20%.
Auch unsere Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.
Unsere Refinanzierung wurde im Dezember 2010 erfolgreich abgeschlossen. Erstmalig haben wir über eine Anleihe mit einer siebenjährigen Laufzeit 300 Mio. €. eingeworben sowie eine Privatplatzierung von 175 Mio. USD mit einer zehnjährigen Laufzeit abgeschlossen. Als dritten Baustein unserer Refinanzierung haben wir eine revolvierende Kreditfazilität über 300 Mio. €. und mit einer Laufzeit von fünf Jahren im Dezember zum Abschluss gebracht. Unsere Verschuldung gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ende 2011 sollten wir aufgrund unseres starken Cashflows das untere Ende der Bandbreite erreichen. Ein kurzfristiges Entfernen von dieser Bandbreite ist bei Akquisitionen im Sinne unserer langfristigen Strategie möglich. Dementsprechend werden wir auch 2011 Akquisitionsmöglichkeiten aktiv prüfen.
Wie sich der F&F-Markt 2011 und 2012 entwickeln wird, hängt stark vom weiteren Konjunkturverlauf ab. Aufgrund unserer Innovationskraft, unserer guten Positionierung in den Emerging Markets und auch weltweit sowie aufgrund unseres einzigartigen Produktportfolios sind wir aber zuversichtlich, auch 2011 und 2012 schneller als der Markt zu wachsen und unseren profitablen Wachstumskurs fortzusetzen.
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN
ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS
Der Vorstand der Symrise AG beurteilt die Lage des Unternehmens weiterhin positiv. Wir sehen unsere gute Performance als Bestätigung unserer Strategie, die wir im abgelaufenen Jahr weiter verfeinert und präzisiert haben. Die folgenden strategischen Pfeiler für die weitere Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit sind:
| ― | unser gleichermaßen robustes wie innovatives Produktportfolio, das zu fast 90% mit der Befriedigung von Grundbedürfnissen zu tun hat |
| ― | unsere Positionen auf den Core Lists großer multinationaler Kunden |
| ― | unsere Position bei Regional- und Lokalkunden in den dynamisch wachsenden Emerging Markets |
| ― | Fokussierung auf Segmente mit den besten Wachstumspotenzialen (Life Essentials, Consumer Health) |
Wir wollen auch in Zukunft vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigen wir zudem Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften ein, um uns Zugang zu neuen Technologien, Know-how, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen oder die Versorgung mit knappen Rohstoffen zu sichern.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Die Vergütung des Vorstands sowie die individualisierte Offenlegung der Vergütung des Vorstands finden sich im Corporate Governance-Bericht.
ANGABEN GEMÄSS PARAGRAPH 315 ABS. 4 HGB
Das Grundkapital der Symrise AG beläuft sich unverändert auf 118.173.300€ und ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht.
Die Prudential plc, London, Vereinigtes Königreich, hat uns auch im Namen ihrer M&G Tochtergesellschaften im Februar 2011 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 10 % Schwelle überschritten hat. (Weitere Einzelheiten hierzu sind unter TZ 48 im Anhang zu finden).
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Oktober 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 40 Mio. €. zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
b) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options-beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
c) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
d) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals werden angerechnet Aktien, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz veräußert werden, sowie Aktien, auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionspflicht auf Grund von Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz ausgegeben worden sind.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Ferner hat die ordentliche Hauptversammlung am 11. Mai 2010 den Vorstand ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2015.
b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra®-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % Überoder unterschreiten.
bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra®-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % Über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:
aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.
d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.
e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.
g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com > Investoren > Corporate Governance > Erklärung zur Unternehmensführung
KONZERNABSCHLUSS
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG - 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010
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| IN T€ | ANHANG | 2009 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4,5 | 1.361.954 | 1.571.890 |
| Umsatzkosten | 4 | -804.030 | -890.182 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 557.924 | 681.708 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6 | 12.320 | 7.736 |
| Vertriebskosten | -229.276 | -252.774 | |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | 8 | -95.686 | -107.859 |
| Verwaltungskosten | 9 | -81.458 | -83.177 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -813 | -1.223 | |
| Betriebsergebnis/EBIT | 163.011 | 244.411 | |
| Finanzerträge | 14.884 | 6.392 | |
| Finanzaufwendungen | -61.176 | -73.313 | |
| Finanzergebnis | 10 | -46.292 | -66.921 |
| Ergebnis vor Steuern | 116.719 | 177.490 | |
| Ertragsteuern | 11 | -32.370 | -43.990 |
| Jahresüberschuss | 84.349 | 133.500 | |
| Ergebnis je Aktie (in €) | |||
| -verwässert und unverwässert | 13 | 0,71 | 1,13 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
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| IN T€ | ANHANG | 2009 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 84.349 | 133.500 | |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 2.6 | 16.406 | 59.607 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste (-) aus "zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten" | 28 | -14 | |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste (-) aus derivativen Finanzinstrumenten | -1.578 | 5.900 | |
| Umklassifizierung von bisher unrealisierten Verlusten aus derivativen Finanzinstrumenten | 10 | 0 | 19.743 |
| Ertragsteuer auf die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses | 451 | -6.496 | |
| Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 15.307 | 78.740 | |
| Gesamtergebnis | 99.656 | 212.240 |
KONZERN-BILANZ
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| IN T€ | ANHANG | 31.12.2009 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| VERMÖGENSWERTE | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 14 | 80.540 | 112.215 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 228.379 | 261.476 |
| Vorräte | 16 | 234.779 | 305.031 |
| Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 17 | 61.097 | 47.515 |
| Steuerforderungen | 8.172 | 8.379 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 18 | 3.003 | 1.607 |
| 615.970 | 736.223 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Latente Steueransprüche | 19 | 43.909 | 34.135 |
| Sonstige langfristig gebundene Vermögenswerte und Forderungen | 20 | 3.802 | 3.691 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 21 | 7.862 | 2.817 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 22 | 837.667 | 863.394 |
| Sachanlagen | 23 | 386.021 | 418.738 |
| 1.279.261 | 1.322.775 | ||
| AKTIVA | 1.895.231 | 2.058.998 |
KONZERN-BILANZ
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| IN T€ | ANHANG | 31.12.2009 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| SCHULDEN | |||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 25 | 77.079 | 101.449 |
| Darlehen | 26 | 289.941 | 178.150 |
| Sonstige Rückstellungen | 27 | 5.862 | 5.271 |
| Steuerschulden | 41.322 | 65.090 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 28 | 88.753 | 100.170 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 45 | 0 | |
| 503.002 | 450.130 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Darlehen | 29 | 364.576 | 455.332 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 30 | 17.118 | 17.221 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 31 | 19.128 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 32 | 38 | 3.227 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 33 | 199.448 | 212.414 |
| Latente Steuerschulden | 19 | 102.957 | 78.557 |
| 703.265 | 766.751 | ||
| SUMME SCHULDEN | 1.206.267 | 1.216.881 | |
| EIGENKAPITAL | |||
| Gezeichnetes Kapital | 34 | 118.173 | 118.173 |
| Kapitalrücklage | 35 | 970.911 | 970.911 |
| Neubewertungsrücklage | 35 | 2.718 | 2.765 |
| Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 10 | -18.300 | 4 |
| Kumulierte Währungsdifferenzen | -62.159 | -1.838 | |
| Bilanzverlust | -322.379 | - 247.898 | |
| SUMME EIGENKAPITAL | 688.964 | 842.117 | |
| PASSIVA | 1.895.231 | 2.058.998 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
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| IN T€ | ANHANG | 2009 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 84.349 | 133.500 | |
| Ertragsteuern | 11 | 32.370 | 43.990 |
| Zinsergebnis | 10 | 39.790 | 58.722 |
| Zwischensumme | 156.509 | 236.212 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf Anlagevermögen | 10, 22, 23 | 86.557 | 92.574 |
| Abnahme der Pensionsrückstellungen | -5.001 | -1.586 | |
| Veränderung der Rückstellungen und der passiven langfristigen Abgrenzungen | 5.052 | 364 | |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 236 | 1.069 | |
| Unrealisierte und realisierte Verluste aus der Zeitwertbewertung gemäß IAS 39 | 2.575 | 6.281 | |
| Unrealisierte Währungsdifferenzen | -4.630 | -2.888 | |
| Zwischensumme | 84.789 | 95.814 | |
| Cashflow ohne Berücksichtigung der Veränderung des Nettoumlaufvermögens | 241.298 | 332.026 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -6.049 | -18.155 | |
| Veränderung der Vorräte | 23.118 | -53.307 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 15.569 | 19.269 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -48.246 | -44.758 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 225.690 | 235.075 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen (abzüglich erworbener Zahlungsmittel) | 24 | -19.506 | -2.003 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | 22 | -17.492 | -13.186 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | 23 | -39.181 | -57.335 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -1.668 | -763 | |
| Zuflüsse aus Abgängen aus dem Anlagevermögen | 2.255 | 4.799 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -75.592 | -68.488 | |
| Aufnahme von sonstigen Finanzverbindlichkeiten | 95.970 | 429.053 | |
| Tilgung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten | -1.044 | -47.500 | |
| Aufnahme von Bankkrediten | 0 | 251.436 | |
| Tilgung von Bankkrediten | -151.497 | -670.872 | |
| Zahlungswirksame Transaktionskosten | -361 | -6.353 | |
| Zinszahlungen | -25.014 | -41.096 | |
| Zahlungswirksamer Zinsertrag | 1.232 | 925 | |
| Ausgeschüttete Dividenden | 37 | -59.087 | -59.087 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -139.801 | -143.494 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen | 10.297 | 23.093 | |
| Wechselkursbedingte Veränderungen | 1.383 | 8.582 | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 1. Januar | 14 | 68.860 | 80.540 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 31. Dezember | 80.540 | 112.215 |
KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG
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| IN T€ | GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITAL- RÜCKLAGE |
NEU- BEWERTUNGS- RÜCKLAGE |
RÜCKLAGE AUS DER BEWERTUNG ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT | KUMULIERTE- WÄRUNGS- DIFFERENZEN |
BILANZ- VERLUST |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Saldo zum 1. Januar 2009 | 118.173 | 970.911 | 2.718 | -17.201 | -78.565 | -347.641 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 84.349 |
| Andere Gesamtergebnisbestandteile | 0 | 0 | 0 | -1.099 | 16.406 | 0 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | -1.099 | 16.406 | 84.349 |
| Ausgeschüttete Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -59087 |
| Saldo zum 31. Dezember 2009 | 118.173 | 970.911 | 2.718 | -18.300 | -62.159 | -322.379 |
| Saldo zum 1. Januar 2010 | 118.173 | 970.911 | 2.718 | -18.300 | -62.159 | -322.379 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 133 500 |
| Andere Gesamtergebnisbestandteile | 0 | 0 | 47 | 18.304 | 60.321 | 68 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0 | 0 | 47 | 18.304 | 60.321 | 133.568 |
| Ausgeschüttete Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -59087 |
| Saldo zum 31. Dezember 2010 | 118.173 | 970.911 | 2.765 | 4 | -1.838 | -247.898 |
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| IN T€ | SUMME EIGENKAPITAL |
|---|---|
| Saldo zum 1. Januar 2009 | 648.395 |
| Jahresüberschuss | 84.349 |
| Andere Gesamtergebnisbestandteile | 15.307 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 99.656 |
| Ausgeschüttete Dividenden | -59.087 |
| Saldo zum 31. Dezember 2009 | 688.964 |
| Saldo zum 1. Januar 2010 | 688.964 |
| Jahresüberschuss | 133.500 |
| Andere Gesamtergebnisbestandteile | 78.740 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 212.240 |
| Ausgeschüttete Dividenden | -59.087 |
| Saldo zum 31. Dezember 2010 | 842.117 |
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
1 Allgemeine Informationen
Die Symrise Aktiengesellschaft (Symrise AG) ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts und produziert, vermarktet und verkauft im Wesentlichen Aromen, Duftstoffe, Aromachemikalien und kosmetische Wirkstoffe. Sie ist die Muttergesellschaft des Symrise Konzerns, deren Sitz 37603 Holzminden, Mühlenfeldstraße 1, Deutschland ist.
Die Aktien der Symrise AG sind zum Börsenhandel im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und werden im Prime Standard im MDAX® gelistet.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG (nachstehend bezeichnet als "Symrise", "Konzern" oder der "Symrise Konzern") für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010 wurden am 18. Februar 2011 durch Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG sind nach den zum Bilanzstichtag geltenden Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Commitee (IFRIC) und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt worden.
Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Bilanz, der Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.
Zur klareren und übersichtlicheren Darstellung haben wir in der Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen dargestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
2.1 GRUNDLAGEN DER ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSES
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des historischen Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt und auf volle Tausend Euro (T€) gerundet, dabei können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Abweichende Angaben werden explizit genannt. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt beziehungsweise wurden, soweit die Bilanzstichtage abweichend vom 31. Dezember 2010 sind, zu diesem Stichtag gesondert aufgestellt.
Wir haben bestimmte Posten in unserem Konzernabschluss umgegliedert, um unwesentliche Posten zusammenzufassen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst. Unserer Ansicht nach haben diese Umgliederungen keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Konzernabschlüsse für frühere Berichtsperioden.
2.2 ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern neue oder überarbeitete Standards und Interpretationen angewandt, die für das Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren.
| ― | IFRS 3 ("Business Combinations") betrifft die Bestimmung des Kaufpreises, die Bewertung von Minderheitenanteilen sowie die Bilanzierung sukzessiver Unternehmenserwerbe. Die Hauptänderungen gegenüber IFRS 3 (2004) lassen sich wie folgt zusammenfassen: - Unternehmenszusammenschlüsse auf vertraglicher Basis und Unternehmenszusammenschlüsse von Gegenseitigkeitsunternehmen werden in den Anwendungsbereich von IFRS 3 (2008) einbezogen. - Die Definition eines Geschäftsbetriebs (business) ist weiter gefasst: Die bloße Möglichkeit, eine integrierte Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten als Geschäftsbetrieb zu betreiben, ist für das Vorliegen eines Geschäftsbetriebs ausreichend. - Bedingte Kaufpreiszahlungen sind im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert als Kaufpreisbestandteil zu erfassen. - Für die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile wurde ein Wahlrecht eingeführt. Demnach kann die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile proportional zum Anteil am beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens oder zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfolgen. - Anschaffungsnebenkosten sind als Aufwand zu erfassen. |
| ― | Improvements to IFRS 2009 - IFRS 2, IFRS 5, IFRS 8, IAS 1, IAS 7, IAS 17, IAS 36, IAS 38, IAS 39, IFRIC 9, IFRIC 16 - Im Rahmen des Annual Improvement Projects wurden Änderungen mit dem Ziel der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS zur Klarstellung der bestehenden Regelungen sowie Änderungen, die Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz oder die Bewertung haben, vorgenommen. Aufgrund der Klarstellung zu IFRS 8 im Rahmen des Improvement Verfahrens zeigt Symrise ab 2010 keine Vermögenswerte und Schulden in segmentierter Form, da diese dem Hauptentscheidungsträger nicht zur Verfügung gestellt werden. |
Neben den genannten Änderungen sind folgende neue oder geänderte Interpretationen und Ergänzungen vom IASB und IFRIC verabschiedet und von der EU übernommen worden. Jedoch wurden diese von Symrise nicht angewendet, da sie noch nicht verpflichtend sind. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der für Symrise relevanten Standards auf den Abschluss des Symrise Konzerns werden derzeit geprüft. Symrise plant zurzeit keine frühzeitige Anwendung dieser Standards:
| ― | Revised IAS 24 ("Related Party Disclosures") bringt eine Vereinfachung der Angabepflichten von Regierungen nahe stehenden Unternehmen und verdeutlicht die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person. Die Änderungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Durch die erstmalige Anwendung der Änderung von IAS 24 erwartet Symrise keine Änderung in der Beurteilung von nahe stehenden Personen. |
| ― | Amendments to IFRS 7 - Disclosures -Transfers of Financial Assets Die Änderungen an IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Damit sollen die Beziehungen zwischen den übertragenen finanziellen Vermögenswerten und den korrespondierenden finanziellen Verbindlichkeiten (continuing involvement) besser verständlich werden. Weiterhin sollen die Art sowie insbesondere die Risiken eines anhaltenden Engagements bei ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten besser beurteilt werden können. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche Angaben gefordert, wenn eine unverhältnismäßig große Anzahl von Übertragungen mit "continuing involvement" z. B. rund um das Ende einer Berichtsperiode auftritt. Der geänderte IFRS 7 ist - vorbehaltlich abweichender Erstanwendungszeitpunkte infolge des EU-Endorsements - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Bislang haben wir keine der in den Amendments genannten Übertragungen gehabt und erwarten bei erstmaliger Anwendung keine weiteren Anhangsangaben. |
| ― | Amendments to IAS 32 ("Classification of Rights Issues") regelt die Bilanzierung beim Emittenten von Bezugsrechten, Optionen und Optionsscheinen. Die Änderungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Da Symrise im Moment keine der betroffenen Eigenkapitalinstrumente emittiert hat, werden sich durch die erstmalige Anwendung der Änderung von IAS 32 keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. |
| ― | Amendments to IFRIC 14 ("Prepayments of a Minimum Funding Requirement") behandelt die Voraussetzungen, unter denen ein wirtschaftlicher Nutzen aus einem Pensionsplan für ein Unternehmen verfügbar ist. Die Interpretation IFRIC 14, auf die sich die Ergänzung bezieht, enthält Regelungen für die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionspläne in Fällen, in denen ein vorhandenes Planvermögen die Pensionsverpflichtungen übersteigt. Die Änderung ist in den Fällen relevant, in denen ein Unternehmen Mindestdotierungspfliehten unterliegt und Beitragsvorauszahlungen leistet, um diese Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen. IFRIC 14 ist in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Symrise erwartet keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus der erstmaligen Anwendung des IFRIC 14. |
| ― | IFRIC 19 ("Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments") regelt, wenn ein Unternehmen teilweise oder vollständig eine finanzielle Verbindlichkeit durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. IFRIC 19 ist in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Symrise hat im Moment keine durch Eigenkapital zu tilgende Verbindlichkeiten; die Änderung des IFRIC 19 hat zur Folge, dass, wenn solche Tilgungsvereinbarungen bestehen, die Differenz zwischen dem Buchwert der auszubuchenden finanziellen Verbindlichkeit und dem erstmaligen Wertansatz der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen ist. |
2.3 WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN
Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS macht es erforderlich, dass der Vorstand Bewertungen, Schätzungen und Annahmen vornimmt, die die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und den Wert der ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, die Angabe von Eventualschulden am Bilanzstichtag, Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Die hieraus resultierenden Wertänderungen werden in der Berichtsperiode berücksichtigt, in der die Änderung vorgenommen wird sowie in den hiervon betroffenen künftigen Berichtsperioden.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die folgenden Schätzungen und Annahmen getroffen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:
WERTMINDERUNG DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS
Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäftsoder Firmenwert einer Wertminderung unterliegt. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Werts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen diese Vermögenswerte zugeordnet sind. Zur Schätzung des erzielbaren Werts muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert 488,8 Mio. €. .
AKTIVIERTE ENTWICKLUNGSKOSTEN
Die aus eigenen Entwicklungen entstandenen immateriellen Vermögenswerte werden entsprechend der unter TZ 2.6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung unter anderem Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows vorzunehmen. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der selbst entwickelten immateriellen Vermögenswerte 15,0 Mio. €. .
WERTHALTIGKEIT LATENTER STEUERANSPRÜCHE
Der Konzern beurteilt jährlich, ob steuerliche Verlustvorträge in einem überschaubaren Zeitraum genutzt und mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. Dies erfordert, dass der Konzern Schätzungen über die steuerlichen Gewinne jeder Konzerngesellschaft vornimmt. Der Buchwert der latenten Steueransprüche zum 31. Dezember 2010 betrug 34,1 Mio. €. . Weitere Einzelheiten hierzu sind unter TZ 19 zu finden.
SCHULDSCHEINDARLEHEN
Das Schuldscheindarlehen hatte ursprünglich ein Volumen von 75,0 Mio. €. und eine Laufzeit von vier Jahren. Zum Jahresende wurde ein Betrag von 47,5 Mio. €. zurückgeführt, so dass ein Restdarlehensbetrag von 27,5 Mio. €. zum Bilanzstichtag verblieben ist. Die verbleibende fixe Tranche hat einen Kupon von 5,35%. Das Schuldscheindarlehen wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Dabei werden direkt zurechenbare Transaktionskosten in Höhe von 81 T€ von den Verbindlichkeiten des Schuldscheindarlehens abgezogen und über die Laufzeit des Schuldscheindarlehens unter Anwendung der Effektivzinsmethode verteilt.
AUFNAHME VON FINANZVERBINDLICHKEITEN UNTER ANWENDUNG DER EFFEKTIVZINSMETHODE
Die Gesellschaft hat im Rahmen der Refinanzierung einen Eurobond begeben, der ein Volumen von 300,0 Mio. €. und eine Laufzeit von sieben Jahren hat. Der Zinskupon beträgt 4,125 %. Es werden direkt zurechenbare Transaktionskosten in Höhe von ursprünglich 3,9 Mio. €. von der Verbindlichkeit des Bonds abgezogen und über die Laufzeit des Bonds verteilt. Außerdem wurde ein US Private Placement in Höhe von 175,0 Mio. US-Dollar mit einer Laufzeit von zehn Jahren aufgenommen. Der Kupon beträgt 4,09%. Direkt zurechenbare Transaktionskosten in Höhe von ursprünglich 0,4 Mio. €. werden von der Verbindlichkeit des Private Placements abgezogen und über die Laufzeit verteilt. Letztlich hat Symrise eine Revolving Credit Facility mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Volumen von 300,0 Mio. € verhandelt. Die Verzinsung ist variabel und errechnet sich aus Euribor bzw. Libor plus Marge. Direkt zurechenbare Transaktionskosten in Höhe von ursprünglich 2,1 Mio. € werden von der Verbindlichkeit der Revolving Credit Facility abgezogen und über die Laufzeit verteilt. Alle Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN AUS ANLASS DER BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES
Der Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen und der Verpflichtung des Konzerns, zusätzliche medizinische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen, wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeitsraten und die künftigen Rentensteigerungen. Die angesetzten Abzinsungsfaktoren werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungsfaktoren auf Marktrenditen von Regierungsanleihen. Die erwarteten Erträge des Fondsvermögens werden auf einheitlicher Basis unter Berücksichtigung historischer langfristiger Renditen und der Portfoliostruktur bestimmt. Aufgrund einer schwankenden Markt- und Wirtschaftslage können die zugrunde gelegten Prämissen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen, was wesentliche Auswirkungen auf die Verpflichtung für Pensionen und sonstige Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben kann. Aufgrund der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen großen Unsicherheiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2010 212,4 Mio. €. (2009: 199,4 Mio. €. ). Weitere Einzelheiten hierzu sind unter TZ 33 zu finden.
Rückstellungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind in Höhe von 0,8 Mio. €. zum 31. Dezember 2010 gebildet.
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen. Soweit das Unternehmen die Wertberichtigungen aus historischen Ausfallraten auf Portfoliobasis ableitet, vermindert ein Rückgang des Forderungsvolumens solche Vorsorgen entsprechend und umgekehrt. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug zum Bilanzstichtag 261,5 Mio. €.
RÜCKSTELLUNGEN
Die Bestimmung von Gewährleistungsrückstellungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden. Symrise ist in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass Symrise straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Symrise bildet zum Bilanzstichtag geringfügig Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten.
ANNAHMEN UND EINSCHÄTZUNGEN FÜR WEITERE VEREINZELTE BILANZPOSTEN
Annahmen und Einschätzungen sind zudem für die Bewertung von Eventualschulden und Verbindlichkeiten, bei der Bestimmung des beizulegenden Wertes langlebiger Sachanlagen, immaterieller Vermögenswerte und nach der Equity-Methode bilanzierter Beteiligungen notwendig. Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzern-Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass wesentliche Anpassungen der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten erforderlich sind. Änderungen von Schätzungen würden nach IAS 8 "Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors" zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
2.4 KONSOLIDIERUNGSKREIS SOWIE ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN
KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernabschluss sind die Symrise AG als Mutterunternehmen und die von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) einbezogen. Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Symrise AG aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte die Kontrolle über die Geschäfts- und Finanzpolitik innehat, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen.
Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Symrise AG über einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik verfügt, die aber weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind.
Zum 31. Dezember 2010 sind 60 (2009: 56) Konzerngesellschaften einbezogen, davon 10 (2009: 10) in Deutschland und 50 (2009: 46) im Ausland.
Im Geschäftsjahr 2010 hat sich der Konsolidierungskreis der Symrise AG im Wesentlichen wie folgt verändert:
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| 01.01.2010 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Tochterunternehmen | ||||
| Inland | 10 | 2 | 2 | 10 |
| Ausland | 45 | 4 | 0 | 49 |
| At-equity bewertete Unternehmen | ||||
| Ausland | 1 | 0 | 0 | 1 |
| Gesamt | 56 | 6 | 2 | 60 |
INLAND
Mit Wirkung Anfang Oktober 2010 wuchs die Symrise GmbH & Co. KG, Holzminden, durch Austritt der Symrise Verwaltungs GmbH, Holzminden an die Symrise AG, Holzminden, an. Die Symrise GmbH & Co. KG ist dadurch erloschen. Die Symrise Verwaltungs GmbH, Holzminden, wurde liquidiert.
Weiter wurde die IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden, gegründet, die die Verfügbarkeit geistigen Eigentums im Konzern sicherzustellen und im Fall der Nutzungsüberlassung, die Lizenzierung geistigen Eigentums zu veranlassen und zu administrieren hat. Ferner wurde die IP-Verwaltungs-GmbH, Holzminden, als geschäftsführende Gesellschafterin gegründet.
AUSLAND
Im Ausland hat sich der Konsolidierungskreis durch die Akquisition der Futura Labs Gruppe, Ägypten, und des Erwerbs eines Grundstücks in Russland, der in Form eines Anteilserwerbs erfolgte, erweitert.
Alle 2010 erworbenen Konzerngesellschaften wurden ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs vollkonsolidiert.
Da sich der Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert hat, ist die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss des Vorjahres im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht beeinträchtigt.
Weitere Erläuterungen zu unseren Unternehmenszusammenschlüssen und deren Effekte auf unseren Konzernabschluss ergeben sich aus TZ 24.
2.5 GRUNDSÄTZE DER EINBEZIEHUNG VON TOCHTERUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN
VOLLKONSOLIDIERUNG
Der Abschluss des Mutterunternehmens und die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Bilanzstichtag aufgestellt. Hierzu werden Anpassungen vorgenommen, um aus lokalen rechtlichen Bestimmungen resultierende Unterschiede in Ansatz und Bewertung auszugleichen.
Alle konzerninternen Salden, Transaktionen und nicht realisierte Gewinne aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Unrealisierte Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Konzernanschaffungs- und -herstellungskosten können künftig nicht erzielt werden.
Die Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern einen beherrschenden Einfluss erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden aus Unternehmenserwerben werden im Erwerbszeitpunkt grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Soweit die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs das anteilige neu bewertete Reinvermögen des Akquisitionsobjektes übersteigen, kommt in Höhe des Unterschiedsbetrags ein Geschäfts- oder Firmenwert zum Ansatz. Die Aufwendungen und Erträge der erworbenen Tochterunternehmen gehen vom Erwerbszeitpunkt an in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein.
EQUITY-METHODE
Assoziierte Unternehmen ("Beteiligungen") werden nach der Equity-Methode bilanziert, sofern Symrise keinen beherrschenden Anteil hält, aber einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Beteiligungsgesellschaft ausüben kann.
Sie werden im Konzernabschluss zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt. Nach dem Erwerbszeitpunkt wird der Anteil von Symrise am Ergebnis des assoziierten Unternehmens in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird unmittelbar im Konzern-Eigenkapital erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens entsprechend.
Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend des Beteiligungsanteils eliminiert. Der Abschluss des assoziierten Unternehmens wird unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Konzernabschluss.
Unsere Beteiligung an Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge, USA, haben wir aus Wesentlichkeitsgründen im Geschäftsjahr nicht mehr gesondert ausgewiesen.
2.6 DARSTELLUNG WESENTLICHER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Tochtergesellschaften der Symrise AG führen ihre Bücher in der jeweiligen funktionalen Währung. Da diese ihr Geschäft jeweils finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung im Wesentlichen die jeweilige Landeswährung.
Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnet der Symrise Konzern zum Stichtagskurs am Periodenende um. Die Aufwendungen und Erträge werden mit dem Transaktionskurs umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge weist der Symrise Konzern im Eigenkapital separat als "kumulierte Währungsdifferenzen" aus.
Soweit die Abwicklung eines monetären Postens in Form einer ausstehenden Forderung oder Verbindlichkeit gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellt dieser im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital unter "kumulierten Währungsdifferenzen" erfasst und bei einer Veräußerung der Nettoinvestition vom Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Eigenkapitalbestandteile werden mit historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital gesondert als "kumulierte Währungsdifferenzen" ausgewiesen. Bei den Transaktionen - Verkauf, Liquidierung, Auflösung Kapitalrücklage oder Betriebsaufgabe - werden "kumulierte Währungsdifferenzen", die bis zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital erfasst wurden, in der gleichen Periode ergebniswirksam umgegliedert.
Transaktionen in Fremdwährungen rechnen wir zu den am Tag der Transaktion gültigen Wechselkursen in die entsprechenden funktionalen Währungen unserer Tochterunternehmen um. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs bewertet. Die sich aus der operativen Tätigkeit ergebenden Währungseffekte werden innerhalb der Umsatzkosten, Effekte aus der Finanzierungstätigkeit innerhalb des Finanzergebnisses erfasst.
Die Wechselkurse zum Euro der für die Symrise Gruppe wichtigsten Währungen haben sich wie folgt verändert:
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| STICHTAGSKURSE = 1 € | DURSCHSCHNITTSKURS = 1 € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| LAND | WÄHRUNGEN | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Großbritannien | Britisches Pfund | GBP | 0,858 | 0,904 | 0,858 | 0,891 |
| USA | US-Dollar | US$ | 1,325 | 1,433 | 1,326 | 1,394 |
| Mexiko | Mexikanische Pesos | MXN | 16,419 | 18,630 | 16,740 | 18,808 |
| Brasilien | Brasilianische Real | BRL | 2,212 | 2,496 | 2,333 | 2,766 |
| Singapur | Singapore Dollar | SGD | 1,711 | 2,013 | 1,807 | 2,023 |
| China | Chinesische Renminbi | CNY | 8,748 | 9,779 | 8,975 | 9,525 |
UMSATZREALISIERUNG
Als Umsatzerlöse für Waren und Erzeugnisse werden die Zeitwerte der erhaltenen oder erwarteten Gegenwerte abzüglich Retouren, Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wird. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Der Obergang der Risiken und Chancen auf den Käufer wird gemäß der INCOTERMS (International Commercial Terms) bestimmt.
ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendungen werden in der Regel als sonstige betriebliche Erträge in den Zeiträumen erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Im Berichtsjahr 2010 wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand in unwesentlicher Höhe vereinnahmt.
LEASING
Leasingverhältnisse, bei denen der Leasinggeber im Wesentlichen alle Rechte und Pflichten aus dem Eigentum des Gegenstandes behält, sind als Operating Leases zu beurteilen. Leasingzahlungen für Operating Leases werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Es bestehen keine wesentlichen Finanzierungsleasingverhältnisse.
ERTRAGSTEUERN
Ertragsteuern umfassen laufende sowie latente Steuern. Die Ertragsteuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet werden.
Laufende Steuern sind die erwarteten Steuerzahlungen auf Basis des steuerpflichtigen Gewinns des laufenden Geschäftsjahrs, bewertet mit dem Steuersatz für das Berichtsjahr. Außerdem werden hier Änderungen aus den Vorjahren erfasst, die z.B. aufgrund von Betriebsprüfungen entstehen können.
Die Bildung latenter Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts beziehungsweise einer Schuld in der Konzern-Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Für die folgenden temporären Differenzen werden keine latenten Steuern gebildet:
| ― | den erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts, |
| ― | den erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld im Zusammenhang mit einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt und weder das handelsrechtliche noch das steuerliche Ergebnis beeinflusst. |
Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf die latenten Steuern erfasst Symrise in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bzw. im Eigenkapital in dem Berichtszeitraum, in dem das der Steuersatzänderung zugrunde liegende Gesetzgebungsverfahren weitgehend abgeschlossen ist.
Latente Steueransprüche und -schulden werden verrechnet, sofern ein durchsetzbares Recht existiert, laufende Steueransprüche und -schulden miteinander zu verrechnen und sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde auf eine Gesellschaft erhoben werden.
Latente Steueransprüche werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuerndes Einkommen vorhanden sein wird, mit dem die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, mit dem der latente Steueranspruch verrechnet werden kann.
ERGEBNIS JE AKTIE
Der Konzern berichtet das unverwässerte Ergebnis pro Stammaktie, was gleichzeitig dem verwässerten Ergebnis entspricht und deshalb nicht gesondert dargestellt wird. Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.
UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE UND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT
Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode erfasst. Dies beinhaltet die Erfassung von identifizierbaren Vermögenswerten (einschließlich der zuvor nicht erfassten immateriellen Vermögenswerte) und Schulden (einschließlich Eventualverbindlichkeiten, jedoch ungeachtet einer künftigen Restrukturierung) des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert.
Der Geschäfts- oder Firmenwert aus einem Unternehmenszusammenschluss wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet und ergibt sich als Überschuss des Zeitwerts der übertragenen Gegenleistung am Erwerbsstichtag des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Soweit Minderheitenanteile verbleiben, wird für jeden Erwerb das Bewertungswahlrecht des IFRS 3 gesondert ausgeübt: Nicht beherrschende Anteile können entweder zum Fair Value (Full Goodwill) oder zum beteiligungsproportionalen Zeitwert der erworbenen Net Assets (Partial Goodwill) bewertet werden.
Im Erwerbszeitpunkt wird der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses voraussichtlich profitieren werden.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 i.V. mit IAS 36 nicht planmäßig abgeschrieben. Es wird mindestens einmal jährlich untersucht, ob der Geschäfts- oder Firmenwert zu berichtigen ist. Sofern Indikatoren für einen Wertberichtigungsbedarf vorliegen, erfolgt die Untersuchung auch häufiger.
Zur Prüfung der Werthaltigkeit ist ein Geschäfts- oder Firmenwert nach Zugang auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zu allokieren, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen. Jede Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und ist nicht größer als ein Geschäftssegment im Sinne des IFRS 8.
SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten aktiviert, soweit die von IAS 38 geforderte eindeutige Aufwandszurechnung möglich ist, die technische Realisierbarkeit und Vermarktung sichergestellt und die voraussichtliche Erzielung künftigen wirtschaftlichen Nutzens nachgewiesen wurde.
Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten ab dem Zeitpunkt, an dem alle nach IAS 38 geforderten Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind.
Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungen angesetzt. Für die immateriellen Vermögenswerte wird festgestellt, ob sie eine bestimmte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Aus der Entwicklung entstandene immaterielle Vermögenswerte werden regelmäßig ab dem Produktionsstart planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Im Konzern gibt es zum Bilanzstichtag keine immateriellen Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
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| IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE | NUTZUNGSDAUER |
|---|---|
| Software | 3-10 Jahre |
| Rezepturen | 7-20 Jahre |
| Handelsmarken | 6-15 Jahre |
| Kundenstämme | 6-15 Jahre |
| Patente und sonstige Rechte | 5-20 Jahre |
Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden für immaterielle Vermögenswerte werden jährlich auf ihre Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls prospektiv angepasst.
Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderungsbedarf überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird, beziehungsweise häufiger, wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines immateriellen Vermögenswertes werden zum Veräußerungszeitpunkt als Unterschiedsbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Die Kosten für Forschungsaktivitäten, das heißt für Aktivitäten, die unternommen werden, um neue wissenschaftliche oder chemische Erkenntnisse zu gewinnen, erfasst Symrise in voller Höhe als Aufwand.
Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten, das heißt für solche Aktivitäten, die Forschungsergebnisse in einen Plan oder einen Entwurf für die Produktion von neuen oder deutlich verbesserten Produkten umsetzen, werden aktiviert. Voraussetzung dafür ist, dass die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss Symrise die Absicht haben und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Die aktivierten Kosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungslöhne und sonstige direkt zurechenbare Kosten, wenn diese dazu dienen, die Nutzung des Vermögenswertes vorzubereiten. Die aktivierten Kosten sind als "Aktivierte Entwicklungskosten" (siehe TZ 22) enthalten. Die Entwicklungskosten, die vor Erfüllung der oben genannten Kriterien anfallen, erfasst Symrise aufwandswirksam unmittelbar bei ihrem Entstehen.
SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Komponenten der Sachanlage wesentlich (gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten), setzt Symrise diese Komponenten einzeln an und schreibt sie getrennt ab. In den Kosten für die Erstellung so genannter qualifizierter langfristiger Vermögenswerte, das heißt Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen, sind aktivierte Zinsaufwendungen gemäß IAS 23 enthalten.
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung einer Sachanlage werden zum Veräußerungszeitpunkt als Unterschiedsbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung linear über die folgenden Nutzungsdauern erfasst.
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| SACHANLAGEN | NUTZUNGSDAUER |
|---|---|
| Gebäude | 20-50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3-12 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-20 Jahre |
Grund und Boden wird nicht abgeschrieben. Die Abschreibung von Mietereinbauten erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die Laufzeit des Mietvertrags, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist. Bei der Bestimmung des verwendeten Abschreibungszeitraums werden Mietverlängerungsoptionen berücksichtigt, sofern ihre Ausübung wahrscheinlich ist.
WERTMINDERUNG VON SACHANLAGEN UND VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN (OHNE GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT)
Symrise beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines langfristigen Vermögenswerts vorliegen. Soweit das der Fall ist, schätzt der Konzern dessen erzielbaren Betrag. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht bestimmt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags für die kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.
Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, gilt der Vermögenswert als wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen weist Symrise in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den betroffenen Funktionsaufwendungen aus.
An jedem Abschlussstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist wieder zuzuschreiben, wenn der erzielbare Betrag als Folge einer Schätzungsänderung seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands über dem Buchwert des Vermögenswerts liegt. Die Wertaufholung darf die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich ergeben hätten, wenn in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre, nicht übersteigen. Sie ist unmittelbar im Periodenergebnis zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, wird die planmäßige Abschreibung gegebenenfalls für künftige Berichtsperioden angepasst, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts abzüglich eines etwaigen Restwertes systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.
FINANZINSTRUMENTE
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Finanzinstrumente sind alle Verträge, die einen finanziellen Vermögenswert bei der einen Gesellschaft und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Gesellschaft begründen. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber institutionellen und privaten Investoren, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzinstrumente mit negativem Marktwert und, in geringem Umfang, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Finanzinstrumente werden in der Konzern-Bilanz erfasst, sofern für Symrise eine vertragliche Verpflichtung entsteht. Dies bedeutet, dass marktübliche Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte, das heißt Käufe oder Verkäufe, bei denen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb des für den jeweiligen Handelsplatz vorgeschriebenen oder durch Konventionen festgelegten Zeitrahmens erfolgen muss, zum Handelstag bilanziert werden.
Finanzinstrumente werden bei Symrise unter Zugrundelegung der Wesensart in die Kategorie "Finanzieller Vermögenswert oder Verbindlichkeit erfolgswirksam zum Fair Value", "bis zur Endfälligkeit gehalten", "Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbar" unterteilt. Symrise macht von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und Schulden beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair Value Option), keinen Gebrauch.
Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der Kategorie, der sie zugeordnet sind - zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgswirksam oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Für weitere Informationen siehe TZ 39.
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und erstmals zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem ein derivatives Finanzinstrument vertraglich vereinbart wird. Die Instrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente vorgesehen sind, stuft das Unternehmen als "zu Handelszwecken gehalten" ein. Zu spekulativen Zwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben.
Sind die strengen Voraussetzungen des IAS 39 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) erfüllt, designiert und dokumentiert Symrise die Sicherungsbeziehung ab diesem Zeitpunkt als "Cashflow Hedge". Infolgedessen werden Gewinne und Verluste aus Wertänderungen von Swaps ab diesem Datum nicht mehr im Finanzergebnis ausgewiesen, sondern, nach der Berücksichtigung von latenten Steuern, in den sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals.
Seit Mai 2008 wendete Symrise Hedge Accounting zur Sicherung von künftigen schwankenden Zahlungsströmen von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mittels Zinsswaps als "Cashflow Hedge" an. Nach der im November 2010 durchgeführten Refinanzierung wurden im Dezember 2010 die negativen Zeitwerte der Swaps abgelöst. Zum Bilanzstichtag hatten wir keine derivativen Finanzinstrumente. Das Hedge Accounting minderte die Volatilität in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und führte bei Abgang der Derivate zur Realisierung der im Eigenkapital über die Laufzeit erfassten Verluste. Siehe hierzu die weiteren Ausführungen zum Finanzergebnis TZ 10.
Die Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accountings wurden von Symrise wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme wurden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählte sowohl die konkrete Zuordnung des Absicherungsinstruments zu der entsprechenden Verbindlichkeit als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen wurden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; sollte ein Hedge ineffektiv werden, würde er umgehend aufgelöst. Zur retrospektiven Effektivitätsmessung wird die Dollar Offset Methode genutzt. Hierbei wurde ein hypothetisches Derivat definiert. Die Veränderungen des Fair Value des hypothetischen Derivats für jede Hedge-Periode wurde den entsprechenden Veränderungen des Fair Value des eigentlichen Sicherungsgeschäftes gegenübergestellt. Die Effektivität bewegte sich immer zwischen 80% und 125%, andernfalls wäre die Swapbeziehung als ineffektiv anzusehen gewesen.
Zeitwertveränderungen der Derivate wurden regelmäßig im Ergebnis oder im Eigenkapital als Bestandteil der übrigen Rücklagen berücksichtigt. Die Zeitwertveränderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die einem Cashflow Hedge zugeordnet waren, wurden in Höhe des Hedge-effektiven Teils zunächst ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Die Hedge-ineffektiven Anteile der Zeitwertveränderungen wurden unmittelbar im Finanzergebnis berücksichtigt. Die Umbuchung in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte zeitgleich mit der Ergebniswirkung der abgesicherten Grundgeschäfte. In TZ 10 sind die Auswirkungen auf die Ertraglage aus der Auflösung des Hedge Accountings dargestellt.
Werden derivative Finanzinstrumente nicht in ein Hedge Accounting einbezogen, weil die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht erfüllt sind, werden diese als "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet. Sind die beizulegenden Zeitwerte negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten.
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN SOWIE ANDERE KURZFRISTIGE FORDERUNGEN
Diese werden - ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode - mit dem Marktwert zum Zeitpunkt des Zugangs abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, wertberichtigt.
Die folgenden Faktoren werden bei der Analyse der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt:
| ― | Zunächst wird die Zahlungsfähigkeit einzelner Kunden betrachtet und Wertberichtigungen für einzelne Kundensalden gebucht, wenn es wahrscheinlich erscheint, dass die vertraglich vereinbarte Forderung nicht gezahlt wird. |
| ― | Anschließend werden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen auf Basis homogener Forderungsklassen gebildet, die sich nach dem verbundenen Ausfallrisiko, den in der Vergangenheit festgestellten Forderungsausfällen, aber auch nach den allgemeinen Marktbedingungen wie Handelsembargos oder Naturkatastrophen richten. Wir bilden eine Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung von Wertminderungen für ein Forderungsportfolio, wenn wir der Ansicht sind, dass das Alter der Forderungen einen Anhaltspunkt dafür liefert, dass es wahrscheinlich ist, dass ein Verlust eingetreten ist oder die ausstehenden Zahlungen nicht oder nicht vollständig eingezogen werden können. |
Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Wertberichtigungen werden unter den Vertriebskosten erfasst. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Portfolioverantwortlichen.
Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
ZAHLUNGSMITTEL UND KURZFRISTIGE EINLAGEN
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen umfassen Kassenbestände und sofort verfügbare Einlagen. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen bewertet Symrise zu fortgeführten Anschaffungskosten.
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Symrise hält in geringem Umfang börsenfähige Wertpapiere und andere zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte, die über einen noch unbestimmten Zeitraum gehalten werden und zur Beschaffung liquider Mittel oder bei sich ändernden Zinssätzen veräußert werden sollen, werden als langfristig gebundene "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert. Sofern allerdings die Geschäftsleitung die Absicht äußert, diese innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern oder diese veräußert werden müssen, um liquide Mittel für den Geschäftsbetrieb bereitzustellen, werden sie als kurzfristig gebundene "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert. Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden sie mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, alle Veränderungen, abgesehen von Wertminderungen, werden als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Wird ein Vermögenswert ausgebucht, so wird der kumulative Gewinn oder Verlust aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übertragen.
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. In der Folge werden sie, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
UMSATZSTEUER
Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst.
Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
| ― | Wenn die beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von den Steuerbehörden eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer entsprechend als Teil des Aufwandspostens erfasst; und |
| ― | Forderungen und Verbindlichkeiten werden einschließlich des darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrags angesetzt. |
Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird unter den "sonstigen kurzfristigen Forderungen" oder "sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten" in der Bilanz erfasst.
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE
Als "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" werden langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen eines Unternehmens erfasst, die gemäß IFRS 5 als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert wurden. Diese werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Soweit mit einer Veräußerungsgruppe Verbindlichkeiten identifiziert werden, die im Zusammenhang mit den entsprechenden Veräußerungsgruppen stehen, werden diese ebenfalls als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.
VORRÄTE
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Aufwendungen für Vorräte umfassen die Kosten für die Anschaffung der Vorräte, Herstellungs- oder Weiterverarbeitungskosten und sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen.
Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufswert abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.
Rohstoffe sind zu Anschaffungskosten mit dem gewichteten Durchschnittspreis bewertet.
Fertige und unfertige Erzeugnisse beziehungsweise Leistungen sind mit Material- und Lohneinzelkosten sowie sonstigen Einzelkosten und angemessenen Teilen der Fertigungsgemeinkosten basierend auf der normalen Auslastung der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten bewertet.
PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES
Die Konzerngesellschaften verfügen über verschiedene Pensionspläne, die auf die jeweiligen landesspezifischen Regularien und Praktiken ausgerichtet sind. In einem Land bestehen darüber hinaus Zusagen, bestimmte zusätzliche medizinische Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringen. Rund 88% dieser Leistungen sind nicht gedeckt.
BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE (DEFINED CONTRIBUTION)
Ein beitragsorientierter Plan ist ein Plan, auf Basis dessen eine Gesellschaft bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses fest vereinbarte Beiträge in andere Körperschaften einzahlt und keine weitere rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, darüber hinausgehende Beträge zu zahlen. Verpflichtungen in Bezug auf Beiträge für beitragsorientierte Pläne werden zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit unter Leistungen an Arbeitnehmer in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE (DEFINED BENEFIT)
Leistungsorientierte Pläne umfassen alle Pensionspläne, die nicht beitragsorientiert sind. Symrise bewertet die Leistungsansprüche aus Defined-Benefit-Plänen (DBP) mit dem versicherungsmathematischen Barwert der erdienten Anwartschaft. Die Nettopensionsverpflichtung des Konzerns hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne wird individuell für jeden Plan berechnet, indem der Betrag für künftige Pensionsleistungen, auf die Arbeitnehmer während der laufenden und in vorherigen Berichtsperioden eine Anwartschaft erdient haben, geschätzt wird; diese Pensionsleistung wird zur Ermittlung ihres Barwertes abgezinst. Noch nicht erfasste nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens werden abgezogen. Der Abzinsungssatz ergibt sich aus der Rendite zum Berichtsstichtag aus mit "AA" bewerteten Bonds, deren Fälligkeitstermine den Zahlungsbedingungen der Konzernverpflichtungen ungefähr entsprechen und die in derselben Währung ausgestellt sind, in der die Pensionsleistungen erwartungsgemäß gezahlt werden.
Die Berechnung wird jährlich durch Versicherungsmathematiker unter Anwendung des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) vorgenommen. Sind die Leistungsansprüche nicht durch externes Vermögen gedeckt, erfasst Symrise in der Bilanz die um nachzuverrechnende Aufwendungen/Erträge aus rückwirkenden Planänderungen (Past Service Cost) korrigierte Defined Benefit Obligation (DBO) als Verbindlichkeit. Sind die Leistungsansprüche durch Fondsvermögen gedeckt, verrechnet Symrise den Marktwert dieses Vermögens mit der DBO. Der Nettobetrag, korrigiert um die noch nicht berücksichtigten Past Service Cost und die Effekte aus der Aktivierungsobergrenze (Asset Ceiling), wird als Pensionsverbindlichkeit oder Vermögenswert bilanziert.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden als Ertrag oder Aufwand erfasst, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für jeden einzelnen Plan zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren der Beträge aus 10% der leistungsorientierten Verpflichtung oder aus 10% des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens zu diesem Zeitpunkt übersteigt. Die Gewinne oder Verluste werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Mitarbeiter erfolgswirksam verteilt.
Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaft verteilt. Soweit Anwartschaften unverzüglich nach Einführung oder Änderung eines Pensionsplanes unverfallbar sind, wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand unverzüglich ergebniswirksam erfasst.
Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag setzt sich zusammen aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zuzüglich beziehungsweise abzüglich der noch nicht ergebniswirksam erfassten versicherungsmathematischen Gewinne beziehungsweise Verluste abzüglich des noch nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands zuzüglich der noch nicht erfassten Gewinne aus Planänderungen und abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.
RÜCKSTELLUNGEN
Eine Rückstellung wird dann gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und gegebenenfalls die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwand erfasst.
Zuführungen zu den Rückstellungen berücksichtigt Symrise grundsätzlich erfolgswirksam. Einen bei der Erfüllung der Verpflichtung entstehenden positiven oder negativen Differenzbetrag zum Buchwert erfasst das Unternehmen erfolgswirksam.
AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGEN
Der Symrise Konzern gewährt an Vorstände und strategisch wichtige Mitarbeiter aktienbasierte Vergütungen, die mit Barmitteln beglichen werden. Der Anteil des beizulegenden Zeitwerts von aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich, der auf bis zum Bewertungsstichtag geleistete Dienste entfällt, wird als Personalaufwand mit einem gleichzeitigen Ausweis als sonstige Rückstellung erfasst.
Der beizulegende Zeitwert wird an jedem Bilanzstichtag sowie am Auszahlungstag neu ermittelt. Jede Änderung des beizulegenden Zeitwerts ist aufwandswirksam zu berücksichtigen. Am Auszahlungstag entspricht der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeit dem Betrag, der an die betroffenen Mitarbeiter zu leisten ist. Weitere Informationen zu den aktienbasierten Vergütungstransaktionen finden sich unter TZ 43.
WERTMINDERUNGEN
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Berichtszeitpunkt bewertet, um festzustellen, ob es eine objektive Grundlage für eine Wertminderung gibt. Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten wird vorgenommen, wenn es objektive Hinweise gibt, dass ein oder mehrere Vorkommnisse einen negativen Einfluss auf die zukünftigen Cashflows dieses Vermögenswerts hatten.
Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, wird aus der Differenz zwischen Buchwert und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows nach Abzinsung mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz berechnet. Eine Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die zur Veräußerung gehalten werden, wird anhand des beizulegenden Zeitwerts berechnet.
Einzelne wesentliche finanzielle Vermögenswerte werden individuell hinsichtlich einer möglichen Wertberichtigung überprüft. Die restlichen finanziellen Vermögenswerte werden in Gruppen mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen zusammengefasst und bewertet.
Alle Wertminderungen werden im Finanzergebnis erfasst. Gewinne und Verluste von finanziellen Vermögenswerten, die zur Veräußerung verfügbar sind, werden im Eigenkapital erfasst. Bei der Veräußerung werden Gewinne und Verluste, die zuvor im Eigenkapital erfasst wurden, in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übertragen.
NICHT-FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass ein nicht-finanzieller Vermögenswert einer Wertminderung unterliegt. Der Buchwert wird auf Wertminderungen untersucht, wenn Ereignisse oder veränderte Rahmenbedingungen darauf hinweisen, dass der Buchwert nicht mehr durch den erzielbaren Betrag gedeckt wird. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert wertgemindert beziehungsweise auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern auf ihren Barwert abgezinst.
Wertminderungsaufwendungen werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswertes entsprechen.
Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung bis zur Höhe der um die Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT
Der Wertberichtigungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IAS 36 mindestens einmal im Jahr untersucht. Sofern Ereignisse oder geänderte Rahmenbedingungen auf einen Wertberichtigungsbedarf hinweisen, erfolgt die Untersuchung auch häufiger.
Die Wertberichtigung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags ("Recoverable Amount") der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht. Der Recoverable Amount der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Liegt der Recoverable Amount der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Verluste aus Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte dürfen in späteren Perioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Werthaltigkeit zum 30. September vor.
Im Symrise Konzern wurden die Segmente "Scent & Care" sowie "Flavor & Nutrition" als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert, wobei dem Segment "Scent & Care" ein Geschäfts- oder Firmenwert zum 30. September 2010 in Höhe von 157,6 Mio. €. (2009: 152,8 Mio. €. ) und dem Segment "Flavor & Nutrition" ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 323,9 Mio. €. (2009: 306,3 Mio. €. ) zugerechnet wurde. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und wurde als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt. Die zukünftigen Cashflows wurden aus der Planung des Symrise Konzerns abgeleitet. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen beziehungsweise -mengen und Kosten unter Berücksichtigung veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Der Planung liegt ein Detail-Planungszeitraum für das Geschäftsjahr 2011 zugrunde. Für die folgenden beiden Zeiträume wurde eine Wachstumsrate von 5,0% und zur Bemessung der ewigen Rente eine Wachstumsrate von 0,5 % zugrunde gelegt. Die ermittelten Cashflows wurden mit dem gewichteten Kapitalkostensatz nach Steuern in Höhe von 7,62 % (2009: 7,87%) diskontiert. Im Geschäftsjahr lagen keine Anzeichen für eine Wertminderung ("Impairment") vor.
Symrise hat bei der Durchführung des Wertminderungstests Sensitivitätsanalysen vorgenommen. Dabei wurde für 2011 bis 2013 alternativ der Diskontierungszinssatz um 1,0 Prozentpunkt erhöht und das geplante Umsatzwachstum auf 3 % (dem durchschnittlichen Marktwachstum) reduziert. Diese Variation der Bewertungsparameter hätte ebenfalls keinen Wertminderungsbedarf bei den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten ergeben.
3 Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts
Eine Vielzahl von Bilanzierungsgrundsätzen des Konzerns setzen die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts für finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte und Schulden voraus. Die beizulegenden Zeitwerte für die Bewertung wurden anhand der nachfolgend dargestellten Methoden ermittelt. Weitere Informationen hinsichtlich der Annahmen für die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten werden in den spezifischen Anhangsangaben für bestimmte Vermögenswerte oder Schulden aufgeführt.
FINANZINSTRUMENTE - ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE
Entsprechend der dreistufigen "Fair-Value-Hierarchie" wird zwischen drei Bewertungskategorien unterschieden:
| ― | Level 1: Auf der ersten Ebene der "Fair-Value-Hierarchie" werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit beobachtet wird. |
| ― | Level 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert mithilfe von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Verwendung der Discounted Cashflow-Methode oder von Optionspreismodellen. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert. |
| ― | Level 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter zugrunde. |
FINANZANLAGEN UND SONSTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Der beizulegende Zeitwert von Finanzanlagen, die auf geregelten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag gegebenen Marktpreis (Schlusskurs) bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzanlagen, für die kein geregelter Markt besteht, wird von den aktuellen Marktpreisen vergleichbarer Wertpapiere abgeleitet oder anhand erwarteter Cashflows des zugrunde liegenden Vermögenswertes errechnet. Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Verbindlichkeiten errechnet sich aus dem Barwert künftiger Tilgungs- und Zins-Cashflows, die zum Zinssatz am Bilanzstichtag abgezinst werden.
SACHANLAGEN
Der beizulegende Zeitwert für Sachanlagen, die aus einem Unternehmenszusammenschluss resultieren, basiert auf Marktwerten. Der Marktwert einer Immobilie ist der geschätzte Wert, zu dem die Immobilie am Tag der Bewertung verkauft werden könnte, vorausgesetzt es würde zu einer geschäftlichen Transaktion zwischen einem kaufbereiten Käufer und einem verkaufsbereiten Verkäufer kommen, bei der beide Parteien wissentlich, umsichtig und ohne Zwang agieren und angemessene Marketingaktivitäten vorausgegangen sind. Der Marktwert von Gegenständen aus Anlagen, Ausstattung, Inventar und Zubehör basiert auf Preisangeboten für vergleichbare Gegenstände.
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Der beizulegende Zeitwert von Rezepturen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, basiert auf den abgezinsten geschätzten Lizenzgebühren, die durch das Eigentum an der Rezeptur vermieden werden, oder diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung der Rezepturen zu erwarten sind. Der beizulegende Zeitwert für andere immaterielle Vermögenswerte basiert auf den diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung und dem möglichen Verkauf der Vermögenswerte zu erwarten sind.
4 Segmentinformationen
BESCHREIBUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE
In unserem internen Berichtswesen bilden wir die Unternehmenstätigkeit differenziert ab, im Wesentlichen nach Geschäftsbereichen und Regionen. Auf Basis dieses Berichtswesens beurteilt unser Vorstand, der als Hauptentscheidungsträger (Chief Operating Decision Maker, CODM) für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Allokation der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die operativen Segmente werden nach Geschäftsbereichen abgegrenzt.
Mit den Bereichen "Scent & Care" und "Flavor & Nutrition" haben wir zwei berichtspflichtige Segmente, die nach unseren Produkten organisiert sind.
Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition entwickelt, produziert und vertreibt Symrise Geschmackstoffe, die von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte) und Getränken genutzt werden. Dabei hat Symrise ein modulares Konzept, wonach sowohl einzelne Aromabausteine als auch komplette Produktlösungen für den Endverbraucher angeboten werden.
Im Geschäftsbereich Scent & Care entwickelt, produziert und vertreibt Symrise Duftstoffe, kosmetische Inhaltstoffe, Aromamoleküle und Mintaromen und entwickelt spezifische Applikationsverfahren für diese Stoffe. Die von Symrise im Bereich Scent & Care entwickelten Produkte und Applikationsverfahren dienen den Kunden bei der Herstellung von Parfüms, Körperpflegeprodukten, kosmetischen Produkten, Zahnpflegeprodukten oder Reinigungs- und Waschmitteln.
Die Segmentberichterstattung nach Regionen orientiert sich nach dem Ort der Vermögenswerte. Verkäufe an Kunden erscheinen in der geografischen Region, in der der Kunde seinen Sitz hat. Für interne Steuerungs- und Reportingzwecke werden Länder zu den Regionen EAME (Europa, Afrika, Mittlerer Osten), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika zusammengefasst. Mit Beginn des Jahres 2010 erfolgte eine Änderung innerhalb der Region: Mexiko und die karibischen Staaten, die bis 2009 zu der Region Nordamerika gehörten, werden ab 2010 unter Lateinamerika berichtet. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend dieser neuen Struktur angepasst.
MESSGRÖSSEN DER SEGMENTE
Zwischen den beiden Segmenten bestehen nur in unwesentlichem Umfang Transaktionen. Sie werden zu Marktpreisen abgerechnet und sind aus Wesentlichkeitsgründen nicht gesondert ausgewiesen. Die externen Umsatzerlöse stellen die Umsatzerlöse mit Konzernexternen der beiden Segmente dar und damit in Summe die konsolidierten Umsätze des Symrise Konzerns.
Die Erträge und Aufwendungen der Zentraleinheiten/-funktionen des Symrise Konzerns sind dabei entsprechend den Leistungs- beziehungsweise Nutzungsverhältnissen in den beiden Segmenten "Flavor & Nutrition" und "Scent & Care" vollständig enthalten. Ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente ist dabei das Betriebsergebnis als Ergebnis vor Finanzerträgen und -aufwendungen sowie Steuern. Die jedem Segment direkt zurechenbaren Abschreibungen sind im Segmentbeitrag eingerechnet. Das Finanzergebnis wird nicht einbezogen, da die Segmente im Wesentlichen zentral finanziert werden. Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend die Finanzerträge und -aufwendungen auf Konzernebene zum Finanzergebnis zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend wird mit den Steuern verfahren, sodass der Jahresüberschuss nach Steuern zusammengefasst als Konzernergebnis dargestellt wird.
Die Investitionen eines Segments umfassen die gesamten Ausgaben, die in der Berichtsperiode durch den Kauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten entstanden sind.
SEGMENTVERMÖGEN/-VERBINDLICHKEITEN
Der Vorstand als Hauptentscheidungsträger erhält nicht alle Angaben zum Segmentvermögen und den Segmentverbindlichkeiten. Die Aufteilung des Geschäfts- und Firmenwertwerts auf die Segmente zeigen wir in TZ 22.
Die für die Segmentinformationen angewendeten Bilanzierungsregeln stimmen grundsätzlich mit den für Symrise angewendeten Bilanzierungsregeln überein, die unter "2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschrieben sind.
ERGEBNISSE DER SEGMENTE:
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| 2009 IN T€ |
FLAVOR & NUTRITION | SCENT & CARE | NICHT ZUZUORDNEN | SUMME GESCHÄFTSBEREICHEGESAMTKONZERN |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 679.666 | 682.288 | 0 | 1.361.954 |
| Umsatzkosten | -386.869 | -417.161 | 0 | -804.030 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 292.797 | 265.127 | 0 | 557.924 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.274 | 7.046 | 0 | 12.320 |
| Vertriebskosten | -115.914 | -113.362 | 0 | -229.276 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -46.578 | -49.108 | 0 | -95.686 |
| Verwaltungskosten | -41.569 | -39.889 | 0 | -81.458 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -358 | -455 | 0 | -813 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 93.652 | 69.359 | 0 | 163.011 |
| Finanzergebnis | -46.292 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 116.719 | |||
| Ertragsteuern | -32.370 | |||
| Jahresüberschuss | 84.349 | |||
| Sonstige Segmentinformationen | ||||
| Investitionen | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 7.664 | 9.828 | 0 | 17.492 |
| Sachanlagen | 23.547 | 15.634 | 0 | 39.181 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | -22.198 | -22.765 | 0 | -44.963 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | -21.200 | -20.394 | 0 | -41.594 |
ERGEBNISSE DER SEGMENTE:
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| 2010 IN T€ |
FLAVOR & NUTRITION | SCENT & CARE | NICHT ZUZUORDNEN | SUMME GESCHÄFTSBEREICHEGESAMTKONZERN |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 767.395 | 804.495 | 0 | 1.571.890 |
| Umsatzkosten | -423.729 | -466.453 | 0 | -890.182 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 343.666 | 338.042 | 0 | 681.708 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.648 | 4.088 | 0 | 7.736 |
| Vertriebskosten | -128.941 | -123.833 | 0 | -252.774 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -50.013 | -57.846 | 0 | -107.859 |
| Verwaltungskosten | -43.292 | -39.885 | 0 | -83.177 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -599 | -624 | 0 | -1.223 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 124.469 | 119.942 | 0 | 244.411 |
| Finanzergebnis | -66.921 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 177.490 | |||
| Ertragsteuern | -43.990 | |||
| Jahresüberschuss | 133.500 | |||
| Sonstige Segmentinformationen | ||||
| Investitionen (inkl. Unternehmenserwerbe) | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 26.658 | 7.790 | 0 | 34.448 |
| Sachanlagen | 40.860 | 18.771 | 0 | 59.631 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | -23.828 | -22.507 | 0 | -46.335 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | -22.026 | -18.293 | 0 | -40.319 |
Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse des Symrise Konzerns getätigt.
ERGEBNISSE NACH GEOGRAFISCHEN REGIONEN:
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| 2009 IN T€ |
EAME* | NORDAMERIKA** | ASIEN/ PAZIFIK | LATEINAMERIKA** | GESAMT |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Umsatzerlöse nach Bestimmungsregionen | 679 449 | 242.546 | 282.471 | 157.488 | 1.361.954 |
| im Inland | 193.934 | ||||
| im Ausland | 1.168.020 | ||||
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Langfristige Vermögenswerte*** | 1.223.688 | ||||
| im Inland | 669.916 | ||||
| im Ausland | 553.772 | ||||
| Investitionen | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 15 239 | 809 | 263 | 1.181 | 17.492 |
| Sachanlagen | 22 499 | 5 361 | 6.672 | 4.649 | 39.181 |
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| 2010 IN T€ |
EAME* | NORDAMERIKA** | ASIEN/ PAZIFIK | LATEINAMERIKA** | GESAMT |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Umsatzerlöse nach Bestimmungsregionen | 761.541 | 281.043 | 343.014 | 186.292 | 1.571.890 |
| im Inland | 201.151 | ||||
| im Ausland | 1.370.739 | ||||
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Langfristige Vermögenswerte*** | 1.282.132 | ||||
| im Inland | 666.134 | ||||
| im Ausland | 615.998 | ||||
| Investitionen (inkl. Unternehmenserwerbe) | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 30 171 | 0 | 1.558 | 2.719 | 34.448 |
| Sachanlagen | 31.716 | 5.612 | 14.724 | 7.579 | 59.631 |
* Europa, Afrika, Mittlerer Osten
** Mit Beginn des Jahres 2010 erfolgte eine Änderung innerhalb der Regionen: Mexiko und die karibischen Staaten, die bis 2009 zu der Region Nordamerika gehörten, werden ab 2010 unter Lateinamerika berichtet. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend dieser neuen Struktur angepasst.
*** Ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche
WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
5 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse resultieren vorwiegend aus dem Verkauf von Produkten. Zur Darstellung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und nach geografischen Regionen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung, die unter TZ 4 dargestellt ist.
6 Sonstige betriebliche Erträge
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 870 | 2.160 |
| Erträge aus Serviceeinheiten | 2.541 | 1.773 |
| Erträge aus staatlichen Zuschüssen | 4.592 | 650 |
| Aktivierte IT Entwicklungskosten | 663 | 0 |
| Übrige Erträge | 3.654 | 3.153 |
| Summe | 12.320 | 7.736 |
Die Restrukturierungsrückstellungen in der Schweiz und in den USA wurden in Höhe von 1,5 Mio. €. aufgelöst, da mit einer Inanspruchnahme nicht mehr gerechnet wird.
Die Erträge aus Serviceeinheiten resultieren aus von Gruppenunternehmen erbrachten Dienstleistungen und beinhalten im Wesentlichen Kantinenerlöse, Miet- und Pachteinnahmen sowie weitere Dienstleistungen an Dritte.
Die staatlichen Zuschüsse werden - wie im Vorjahr auch - in Frankreich und Deutschland zur Förderung von Forschungsprojekten und in Singapur für Investitionen in Zukunftstechnologien gewährt. Die Zuschüsse in Frankreich laufen sukzessive aus.
Der Gesamtbetrag der verbleibenden übrigen Erträge setzt sich aus einer Vielzahl von im Einzelnen unwesentlichen Sachverhalten zusammen, die nicht mit dem Verkauf von Produkten im Zusammenhang stehen.
7 Personalaufwand
Die folgenden Personalaufwendungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -239.086 | -262.194 |
| Sozialversicherungsaufwendungen | -51.058 | -55.222 |
| Pensionsaufwand (ohne Zinsaufwand) | -7.242 | -8.626 |
| Aktienbasierte Vergütungen | -1.419 | -1.267 |
| Summe | -298.805 | -327.309 |
Die Personalaufwendungen umfassen im Wesentlichen Töhne und Gehälter, Bezüge und sonstige Vergütungen für Mitarbeiter.
Die Sozialversicherungsaufwendungen beinhalten die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Abgaben. Darin enthalten sind beitragsorientierte Versorgungsleistungen in Höhe von unverändert 9,9 Mio. €. , die vollständig bei den deutschen Gesellschaften angefallen sind (2009: 9,6 Mio. €. ).
Der Pensionsaufwand enthält überwiegend Arbeitgeberanteile zur betrieblichen Zusatzversorgung. Die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen ist als Bestandteil des Finanzergebnisses (siehe TZ 10) ausgewiesen.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern betrug 5.231 (2009: 5.004).
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| 2009 | 2010 | |
|---|---|---|
| Produktion und Technik | 1.947 | 2.057 |
| Vertrieb und Marketing | 1.403 | 1.384 |
| Forschung und Entwicklung | 934 | 1.035 |
| Verwaltung | 397 | 427 |
| Serviceeinheiten | 323 | 328 |
| Anzahl der Mitarbeiter | 5.004 | 5.231 |
| Auszubildende und Trainees | 112 | 109 |
| Gesamtsumme | 5.116 | 5.340 |
8 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Zusätzlich zu den Aufwendungen für die Symrise eigenen Forschungsabteilungen enthält dieser Posten Aufwendungen für externe Forschungs- und Entwicklungsleistungen und Testaktivitäten. Die Aktivitäten in diesem Bereich dienen neben der Grundlagenforschung der Entwicklung von Produkten zur Generierung von Umsatzerlösen und auch der Entwicklung neuer beziehungsweise verbesserter Prozesse zur Reduktion der Umsatzkosten, die nicht aktivierungsfähig sind.
9 Verwaltungskosten
Die Verwaltungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Informationstechnologie | -23.645 | -25.796 |
| Finanzen und Controlling | -21.144 | -20.995 |
| Personalwesen | -9.525 | -10.324 |
| Sonstige Verwaltungskosten | -27.144 | -26.062 |
| Summe | -81.458 | -83.177 |
Der Anstieg der Verwaltungskosten ist insbesondere durch Mehraufwendungen im Zusammenhang mit der Einführung von SAP bei Tochtergesellschaften begründet.
10 Finanzergebnis
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Zinserträge | ||
| aus Bankeinlagen | 801 | 474 |
| aus Derivaten | 12.725 | 4.598 |
| sonstige | 578 | 471 |
| Zinserträge | 14.104 | 5.543 |
| Wertänderung finanzieller Vermögenswerte aufgrund erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 458 | 170 |
| Sonstige Finanzerträge | 322 | 679 |
| Finanzerträge | 14.884 | 6.392 |
| Zinsaufwendungen | ||
| aus Bankdarlehen | -11.767 | -11.175 |
| aus Derivaten | -26.381 | -36.628 |
| sonstige | -15.746 | -16.462 |
| Zinsaufwendungen | -53.894 | -64.265 |
| Fremdwährungsverluste/-gewinne, im Wesentlichen aus externen und konzerninternen Darlehen | -2.001 | 2.621 |
| Wertänderung finanzieller Vermögenswerte aufgrund erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | -3.025 | -6.460 |
| Sonstige Finanzaufwendungen | -2.256 | -5.209 |
| Finanzaufwendungen | -61.176 | -73.313 |
| Finanzergebnis | -46.292 | -66.921 |
Das Finanzergebnis ist durch die Auflösung des Hedge Accountings und die Ablösung der Zinsswaps im Zuge der Refinanzierung in Höhe von 21,7 Mio. € belastet, wenngleich ein Liquiditätsabfluss lediglich in Höhe von 17,9 Mio. € bestand.
Dies resultiert aus der Umbuchung der im Eigenkapital erfassten Verluste in Höhe von 19,7 Mio. €. aus dem effektiven Teil des Hedge Accountings sowie bis zur Auflösung der Swaps aufgelaufene negative Bewertungseffekte in Höhe von 2,0 Mio. €. . Bis zur Beendigung des Hedge Accountings wurden unrealisierte Gewinne aus der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente vor Steuern in Höhe von 5,9 Mio. €. erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Bis zur Schließung der Swaps wurden 2,5 Mio. €. als ineffektiver Teil des Hedge Accountings erfolgswirksam in den sonstigen Finanzaufwendungen erfasst.
Die sonstigen Zinsaufwendungen enthalten insbesondere Aufzinsungen für Pensionsrückstellungen von 12,4 Mio. €. (2009: 12,6 Mio. €. ) sowie die Amortisation von Transaktionskosten im Zusammenhang mit Finanzierungen in Höhe von 2,2 Mio. €. .
Die Finanzaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Wertberichtigungen der Beteiligungen an zwei Kooperationspartnern in Höhe von 5,8 Mio. €. , für die aufgrund fehlender Liquidität kurz vor dem Bilanzstichtag Auflösungsantrag gestellt wurde. In diesen Wertberichtigungen sind Abschreibungen in Höhe von 3,4 Mio. €. enthalten, die bereits im zweiten und dritten Quartal für diese beiden Gesellschaften vorgenommen worden waren.
Positiv zum Finanzergebnis trägt ein um 4,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr besseres Währungsergebnis bei. Dies ist wesentlich auf den starken US-Dollar sowie die Erholung beim mexikanischen Peso zurückzuführen.
11 Ertragsteuern
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten beziehungsweise geschuldeten tatsächlichen Steuern sowie die latenten Steuern ausgewiesen.
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | -39.874 | -66.320 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | ||
| aus Verlustvorträgen | -3.649 | -1.407 |
| aus temporären Differenzen | 11.153 | 23.737 |
| Summe latenter Steueraufwand/-ertrag | 7.504 | 22.330 |
| Ertragsteuern | -32.370 | -43.990 |
Der Ertragsteueraufwand ist im Berichtsjahr um 11,6 Mio. €. auf 44,0 Mio. €. gestiegen, was vor allem das Ergebnis eines um 60,8 Mio. €. höheren Konzernergebnisses ist. Der Konzernsteuersatz des Berichtsjahres liegt mit 25% hingegen deutlich unter dem des Vorjahres (28%).
Der Anstieg des tatsächlichen Ertragsteueraufwands um 26,4 Mio. € auf 66,3 Mio. €. resultiert im Wesentlichen aus dem verbesserten Konzernergebnis sowie aus der Übertragung von Vermögen im Konzern, was aber andererseits zu höherem Abschreibungspotenzial führt und wesentlich zum Anstieg des latenten Steuerertrags um 14,8 Mio. €. auf 22,3 Mio. €. beiträgt.
Ableitung Effektivsteuersatz. Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von 44,0 Mio. €. (2009: 32,4 Mio. €. ) leiten sich wie folgt von einem "erwarteten" Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes unter Berücksichtigung lokaler Steuersätze auf den Konzern-Jahresüberschuss vor Steuern ergeben hätte:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | 116.719 | 177.490 |
| Erwarteter Steueraufwand zu lokalen Steuersätzen | -28.564 | -45.346 |
| Steuereffekt aus Vorjahren | -9.300 | -2.201 |
| Steuereffekt aus steuerfreien Erträgen | 5.752 | 7.983 |
| Steuerminderung durch die Verrechnung mit Verlustvorträgen, für die kein latenter Steueranspruch aktiviert wurde | 4.856 | 3.767 |
| Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen | -2.744 | -5.866 |
| Nicht erstattungsfähige Quellensteuer | -1.831 | -2.748 |
| Steuereffekt aus Wertänderungen bei latenten Steueransprüchen | -689 | -102 |
| Steuereffekt aus Änderung des Steuersatzes | -6 | -15 |
| Sonstige Steuereffekte | 156 | 538 |
| Steueraufwand | -32.370 | -43.990 |
Der Anstieg der steuerfreien Erträge resultiert aus Steuervergünstigungen im Ausland, die im Berichtsjahr vermehrt in Anspruch genommen werden konnten. Der Anstieg der nicht abzugsfähigen Aufwendungen resultiert hingegen aus Wertberichtigungen auf Beteiligungen. Siehe hierzu die Ausführungen unter TZ 10.
Steuereffekte aus Vorjahren sind 2010 deutlich zurückgegangen, da wesentliche Betriebsprüfungen weitgehend abgeschlossen sind.
12 Abschreibungen
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind im Anlagespiegel unter den TZ 22 und 23 ersichtlich.
13 Ergebnis je Aktie
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| 2009 | 2010 | |
|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie (in €) | 0,71 | 1,13 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (in T Stück) | 118.173 | 118.173 |
WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ
14 Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel | 80.431 | 104.831 |
| Kurzfristige Einlagen | 109 | 7.384 |
| Summe | 80.540 | 112.215 |
15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 231.719 | 268.494 |
| Wertberichtigungen | -3.340 | -7.018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | 228.379 | 261.476 |
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird der den Inhabern von Slammaklien des Multerunlernehmens zuzurechnende Gewinn durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.
In den Jahren 2009 und 2010 wurden keine Oplions- oder Wandelrechle ausgegeben; ein Verwässerungseffekl des Ergebnisses je Aktie besteht folglich nicht. Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis sind damit identisch.
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen bestehen im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten, deren Buchwert ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaften sind nicht besichert. Das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass es zu Forderungsausfällen kommt. Jedoch musste die Gesellschaft in der Vergangenheit Ausfälle von nur untergeordneter Bedeutung seitens Einzelkunden hinnehmen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Die Gesellschaft gewährt branchen- und landesübliche Zahlungsziele.
Die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Wertberichtigungen haben sich zum Berichtszeitpunkt wie folgt entwickelt:
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| IN T€ | BUCHWERT (BRUTTO) | WEDER WERTGEMINDERT NOCH ÜBERFÄLLIG | GANZ BZW. TEILWEISE WERTBERICHTIGT | EINZELWERTBERICHTIGUNG | ÜBERFÄLLIG SEIT 1-30 TAGEN | ÜBERFÄLLIG SEIT 31-90 TAGEN |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2009 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 231.719 | 203.269 | 28.450 | 3.340 | 19.568 | 5.139 |
| 31. Dezember 2010 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 268.494 | 235.165 | 33.329 | 7.018 | 23.594 | 5.965 |
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| IN T€ | ÜBERFÄLLIG SEIT 91-360 TAGEN | MEHR ALS 1 JAHR ÜBERFÄLLIG | NICHT WERTGEMINDERT ABER ÜBERFÄLLIG |
|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2009 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.371 | 1.372 | 0 |
| 31. Dezember 2010 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.165 | 1.605 | 0 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar | 2.321 | 3.340 |
| Währungsdifferenzen | 16 | 191 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 0 | 139 |
| Wertberichtigungen | 2.230 | 4.934 |
| Im Berichtsjahr in Anspruch genommen | -265 | -304 |
| Wertaufholungen | -962 | -1.282 |
| Stand zum 31. Dezember | 3.340 | 7.018 |
Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist begrenzt durch die Vielzahl von Kunden mit breit diversifizierten Aktivitäten auf unterschiedlichen Märkten.
Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen. Sie betreffen Kunden im Iran (2,2 Mio. €. ), für die wir aufgrund des verschärften US Embargos ein erhöhtes wirtschaftliches Risiko sehen sowie eine Vielzahl von Einzelfällen.
16 Vorräte
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Rohstoffe | 89.790 | 130.463 |
| Unfertige Erzeugnisse | 61.677 | 77.287 |
| Fertige Erzeugnisse | 96.536 | 111.586 |
| Wertberichtigungen | -13.224 | -14.305 |
| Summe | 234.779 | 305.031 |
Materialkosten in Höhe von 649,6 Mio. €. wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und sind in den Umsatzkosten enthalten (2009: 576,7 Mio. €. ).
Die als Aufwand erfassten Wertberichtigungen in Höhe von 1.081 T€ (2009:2.606 T€) entfallen auf Rohstoffe in Höhe von 193 T€ (2009: 1.038 T€), unfertige Erzeugnisse in Höhe von 1.036 T€ (2009: 378 T€) und fertige Erzeugnisse in Höhe von -148,0 T€ (2009: 1.190 T€). Die Wertminderungen sind in den Materialkosten enthalten.
17 Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuern | 23.449 | 19.972 |
| Sonstige Vorauszahlungen | 11.614 | 12.814 |
| Ausgleichsforderung | 0 | 7.500 |
| Forderungen an Kunden | 1.109 | 1.071 |
| Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen | 748 | 1.066 |
| Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten | 2.014 | 966 |
| Forderungen an Mitarbeiter | 1.223 | 648 |
| Vorauszahlungen Kauf Futura Labs Gruppe | 19.506 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.434 | 3.478 |
| Summe | 61.097 | 47.515 |
Bei den sonstigen Steuern handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuer.
Bei den sonstigen Vorauszahlungen handelt es sich insbesondere um Vorauszahlungen auf Kundenboni und Zahlungen zur Aufnahme auf Kundenlisten. Diese werden in der Folge über die Vertragslaufzeit aufgelöst.
Die Ausgleichsforderung stellt eine Abgrenzung von Ansprüchen gegenüber unserem früheren Gesellschafter zum Ersatz von Steuernachforderungen aus der laufenden Betriebsprüfung in Deutschland dar.
Die Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen sind nicht besichert. Symrise trägt das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann. Jedoch mussten in der Vergangenheit Ausfälle von nur untergeordneter Bedeutung hingenommen werden. Im Posten sind nur geringfügig Wertberichtigungen enthalten, weshalb auf die Darstellung der Entwicklung des Wertberichtigungskontos aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet wird.
Der Buchwert der Vorauszahlungen, sonstigen Vermögenswerte und Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
18 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Als Folge des Restrukturierungsprozesses im Jahr 2009 wurde die Schließung und Verlagerung des Produktionsstandortes Schweiz, Scent & Care, nach Holzminden beschlossen. Grund und Boden sowie alle Produktions- und Verwaltungsgebäude sollten bis zum Ende des ersten Quartals 2010 veräußert werden. Die Grundstücke wurden 2009, die verbliebenen Produktionsanlagen im Frühjahr 2010 als "zur Veräußerung gehalten" umklassifiziert und seitdem nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Nachdem die Verlagerung der Produktion nach Holzminden bis März 2010 erfolgt war, werden die Verkaufsaktivitäten und -absichten weiterhin aufrechterhalten, so dass mit einer Veräußerung bis zum Ende des Jahres 2011 gerechnet wird. Nachdem ein Verkauf bis Juni 2010 nicht erfolgt war, wurde eine Abwertung in Höhe von 2,0 Mio. €. auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich erwarteter Veräußerungskosten vorgenommen, die aufgrund von Markteinschätzungen ermittelt wurden.
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| BUCHWERT IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Sachanlagen, Schweiz | 3.003 | 1.607 |
| Summe | 3.003 | 1.607 |
19 Latente Steueransprüche/-schulden
Die latenten Steueransprüche und -schulden aus temporären Differenzen beziehen sich auf die folgenden Positionen:
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| 2009 | 2010 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| IN T€ | STEUER- ANSPRÜCHE |
STEUER- SCHULDEN |
ERTRÄGE/ AUFWENDUNGEN (-) | STEUER- ANSPRÜCHE |
STEUER- SCHULDEN |
ERTRÄGE/ AUFWENDUNGEN (-) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.228 | 82.604 | 10.618 | 16.637 | 81.848 | 13.165 |
| Sachanlagen | 7.185 | 44.793 | 3.298 | 6.969 | 45.261 | -684 |
| Finanzinvestitionen | 0 | 23 | -7 | 106 | 20 | 109 |
| Vorräte | 7.777 | 2.969 | -627 | 9.783 | 249 | 4.726 |
| Forderungen | 1.531 | 703 | -20 | 567 | 3.897 | -4.158 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.100 | 5.357 | 145 | 2.509 | 60 | 6.706 |
| Rückstellungen für Pensionen | 9.820 | 751 | 51 | 11.688 | 340 | 2.279 |
| Sonstige Rückstellungen und passive Periodenabgrenzung | 6.972 | 327 | 2.961 | 7.865 | 299 | 920 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8.087 | 9.140 | -5.266 | 1.580 | 9.665 | 673 |
| Verlustvorträge | 40.919 | 0 | -3.649 | 39.513 | 0 | -1.406 |
| Zwischensumme | 87.619 | 146.667 | 7.504 | 97.217 | 141.639 | 22.330 |
| Saldierung | -43.710 | -43.710 | 0 | -63.082 | -63.082 | 0 |
| Summe | 43.909 | 102.957 | 7.504 | 34.135 | 78.557 | 22.330 |
Im Jahr 2010 belief sich der latente Steuerertrag auf 22,3 Mio. €. gegenüber einem latenten Steuerertrag von 7,5 Mio. €. 2009.
Zu dieser Entwicklung trugen im Wesentlichen temporäre Bewertungsunterschiede aus konzerninternen Transaktionen sowie Bewertungsunterschiede aus Derivaten und Beteiligungen bei. Gegenläufig wirkten Bewertungsunterschiede aus Währungseffekten.
Verlustvorträge konnten 2010 in Deutschland, den USA, Frankreich und Mexiko genutzt werden. Die Nutzung steuerlichen Abschreibungspotenzials in Singapur sowie eine sachlich eingeschränkte Nutzbarkeit von Verlusten aus Termingeschäften in Deutschland erhöhten hingegen die vortragsfähigen Verluste.
Im Berichtsjahr sind in den latenten Steueransprüchen und -schulden Währungseffekte in Höhe von 0,1 Mio. €. enthalten (2009: 0,0 Mio. €. ).
Im Rahmen der Refinanzierung des Konzerns wurden Zinssicherungsgeschäfte aufgelöst. Der nach den Vorschriften des Hedge Accountings bisher im Eigenkapital erfasste latente Steueranspruch von 7,4 Mio. €. wurde in der Berichtsperiode folglich ergebnisneutral ausgebucht.
Hinsichtlich der Veränderung der latenten Steueransprüche aus Verlustvorträgen wird auf TZ 11 Ertragsteuern verwiesen.
Die nachstehende Tabelle gibt den Zeitraum an, wie lange Verlustvorträge genutzt werden können oder wann sie verfallen:
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| RESTLAUFZEITEN VERLUSTVORTRÄGE | 2009 | 2010 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| IN T€ | SUMME | NICHT NUTZBAR | NUTZBAR | SUMME | NICHT NUTZBAR | NUTZBAR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| In einem Jahr | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| In zwei Jahren | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| In drei Jahren | 276 | 33 | 243 | 0 | 0 | 0 |
| In vier Jahren | 318 | 301 | 17 | 0 | 0 | 0 |
| In fünf oder mehr Jahren | 41.209 | 9.417 | 31.792 | 24.242 | 564 | 23.678 |
| Zeitlich unbegrenzte Verlustvorträge | 100.944 | 1.809 | 99.135 | 113.880 | 0 | 113.880 |
| Summe | 142.747 | 11.560 | 131.187 | 138.122 | 564 | 137.558 |
Zur Ermittlung der Angaben in obiger Tabelle wurde der Verlustvortrag derjenigen Gesellschaften, die zwei Ertragsteuerarten unterliegen, ausgehend vom resultierenden latenten Steueranspruch (ggf. vor Ansatzkorrektur) anhand des kombinierten Steuersatzes errechnet.
Insgesamt bestanden am Stichtag körperschaftsteuerliche Verluste in Höhe von 99,9 Mio. €. (2009: 108,2 Mio. €. ). Darüber hinaus bestanden Verlustvorträge in Höhe von 114,5 Mio. €. (2009: 140,1 Mio. €. ) aus anderen Einkommen- und Ertragsteuerkategorien, im Wesentlichen aus Gewerbesteuer in Deutschland und der US-amerikanischen Landessteuer (State Tax).
Im fahr 2010 konnten Verlustvorträge vor allem in Deutschland, Mexiko, den USA und Frankreich genutzt werden. Es entstanden durch die Nutzung steuerlichen Abschreibungspotenzials im Ausland sowie durch Termingeschäfte in Deutschland neue steuerliche Verluste, die im Wesentlichen aber in den kommenden fünf fahren genutzt werden können.
Die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge und damit die Bewertung der entsprechenden latenten Steueransprüche sind durch eine Steuerplanung untermauert. Folglich beträgt die Wertberichtigung auf latente Steueransprüche lediglich 0,2 Mio. €. (2009: 3,9 Mio. €. ). Sie entfällt ausschließlich auf die Landessteuer in den USA.
Die Berechnung der ausländischen Einkommensteuern basiert auf den gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Landes. Die Steuersätze der einzelnen Gesellschaften liegen zwischen 0% und 42% ohne Berücksichtigung der Finanzierungsgesellschaften.
20 Sonstige langfristig gebundene Vermögenswerte und Forderungen
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Sicherheiten, Garantien und Mietkautionen | 1.692 | 1.388 |
| Vorauszahlungen, Kundenboni | 958 | 798 |
| Sonstige Steuern | 567 | 777 |
| Darlehen an Kunden/Mitarbeiter | 301 | 454 |
| Sonstige Ausleihungen | 284 | 274 |
| Summe | 3.802 | 3.691 |
Der Buchwert der sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
21 Finanzielle Vermögenswerte
Der Posten beinhaltet als langfristige Finanzanlagen gehaltene Anteile an Investmentfonds, die aufgrund gesetzlicher Regelungen für Pensionsverpflichtungen in Österreich gehalten werden.
22 Immaterielle Vermögenswerte
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| 2009 IN T€ |
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT | REZEPTUREN1 MIT BEGRENZTER NUTZUNGS- DAUER |
REZEPTUREN1 MIT UNBESTIMMTER NUTZUNGS- DAUER |
ANDERE IMM. VERMÖGENS- WERTE2 MIT BEGRENZTER NUTZUNGS- DAUER |
ANDERE IMM. VERMÖGENS- WERTE3 MIT UNBESTIMMTER NUTZUNGS- DAUER |
AKTIVIERTE ENTWICKLUNGS- KOSTEN |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| zum 1. Januar 2009 | 489.560 | 517.969 | 62.080 | 77.200 | 6.759 | 5.056 |
| Zugänge aus Anschaffungen | 0 | 0 | 0 | 8.978 | 0 | 0 |
| Zugänge durch Eigenleistung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.933 |
| Abgänge | 0 | -14 | 0 | -1.390 | 0 | -150 |
| Umbuchungen | 0 | 63.041 | -63.041 | 14.632 | -6.759 | 2.522 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 5.581 | 4.614 | 961 | -1.539 | 0 | 242 |
| zum 31. Dezember 2009 | 495.141 | 585.610 | 0 | 97.881 | 0 | 11.603 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| zum 1.Januar 2009 | -33.715 | -263.663 | 0 | -20.416 | 0 | -71 |
| Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres | 0 | -37.850 | 0 | -6.045 | 0 | -299 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | -769 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 1.379 | 0 | 150 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 188 | -2.283 | 0 | 37 | 0 | 0 |
| zum 31. Dezember 2009 | -33.527 | -303.796 | 0 | -25.814 | 0 | -220 |
| Buchwerte | ||||||
| zum 1. Januar 2009 | 455.845 | 254.306 | 62.080 | 56.784 | 6.759 | 4.984 |
| zum 31. Dezember 2009 | 461.614 | 281.814 | 0 | 72.067 | 0 | 11.383 |
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| 2009 IN T€ |
GELEISTETE ANZAHLUNGEN AUF ENTWICKLUNGSKOSTEN |
GELEISTETE ANZAHLUNGEN AUF SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE |
SUMME |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| zum 1. Januar 2009 | 5.701 | 10.918 | 1.175.243 |
| Zugänge aus Anschaffungen | 0 | 4.375 | 13.353 |
| Zugänge durch Eigenleistung | 206 | 0 | 4.139 |
| Abgänge | 0 | -85 | -1.639 |
| Umbuchungen | -2.522 | -7.873 | 0 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 0 | 69 | 9.928 |
| zum 31. Dezember 2009 | 3.385 | 7.404 | 1.201.024 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
| zum 1.Januar 2009 | 0 | 0 | -317.865 |
| Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres | 0 | 0 | -44.194 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0 | 0 | -769 |
| Abgänge | 0 | 0 | 1.529 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 0 | 0 | -2.058 |
| zum 31. Dezember 2009 | 0 | 0 | -363.357 |
| Buchwerte | |||
| zum 1. Januar 2009 | 5.701 | 10.918 | 857.378 |
| zum 31. Dezember 2009 | 3.385 | 7.404 | 837.667 |
1 Rezepturen bestehen hauptsächlich aus Produktionsrezepturen
2 Patente und sonstige Rechte, Software, Handelsmarken, Entwicklungskosten
3 Handelsmarken
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| 2010 IN T€ |
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT | REZEPTUREN1 MIT BEGRENZTER NUTZUNGS- DAUER |
ANDERE IMM. VERMÖGENS- WERTE2 MIT BEGRENZTER NUTZUNGSDAUER |
AKTIVIERTE ENTWICKLUNGS- KOSTEN |
GELEISTETE ANZAHLUNGEN AUF ENTWICKLUNGS- KOSTEN |
GELEISTETE ANZAHLUNGEN AUF SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENS- WERTE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| zum 1. Januar 2010 | 495.141 | 585.610 | 97.881 | 11.603 | 3.385 | 7.404 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 7.184 | 3.154 | 10.968 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge aus Anschaffungen | 0 | 0 | 7.956 | 0 | 0 | 3.266 |
| Zugänge aus Eigenleistung | 0 | 0 | 0 | 569 | 1.395 | 0 |
| Abgänge | 0 | -297 | -2.564 | -757 | 0 | -870 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 4.315 | 1.759 | -1.759 | -4.315 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 21.321 | 19.096 | 4.852 | 674 | 0 | 70 |
| zum 31. Dezember 2010 | 523.646 | 607.563 | 123.408 | 13.848 | 3.021 | 5.555 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| zum 1. Januar 2010 | -33.527 | -303.796 | -25.814 | -220 | 0 | 0 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 0 | 0 | -44 | 0 | 0 | 0 |
| Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres | 0 | -32.090 | -12.642 | -1.603 | 0 | 0 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -45 | 0 | 0 | 0 | ||
| Abgänge | 0 | 91 | 1.606 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 4.589 | -4.589 | 0 | 0 | 0 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -1.300 | -7.879 | 3.616 | 0 | 0 | 0 |
| zum 31. Dezember 2010 | -34.827 | -339.085 | -37.912 | -1.823 | 0 | 0 |
| Buchwerte | ||||||
| zum 1. Januar 2010 | 461.614 | 281.814 | 72.067 | 11.383 | 3.385 | 7.404 |
| zum 31. Dezember 2010 | 488.819 | 268.478 | 85.496 | 12.025 | 3.021 | 5.555 |
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| 2010 IN T€ |
SUMME |
|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| zum 1. Januar 2010 | 1.201.024 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 21.306 |
| Zugänge aus Anschaffungen | 11.222 |
| Zugänge aus Eigenleistung | 1.964 |
| Abgänge | -4.488 |
| Umbuchungen | 0 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 46.013 |
| zum 31. Dezember 2010 | 1.277.041 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| zum 1. Januar 2010 | -363.357 |
| Zugang Konsolidierungskreis | -44 |
| Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres | -46.335 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -45 |
| Abgänge | 1.697 |
| Umbuchungen | 0 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -5.563 |
| zum 31. Dezember 2010 | -413.647 |
| Buchwerte | |
| zum 1. Januar 2010 | 837.667 |
| zum 31. Dezember 2010 | 863.394 |
1 Rezepturen bestehen hauptsächlich aus Produktionsrezepturen
2 Software, Patente und sonstige Rechte, Handelsmarken
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert betrifft mit 488,8 Mio. €. (2009: 461,6 Mio. €. ) die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung. Der Anstieg resultiert aus der Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Fremdwährung aus ausländischen Geschäftsbetrieben in die Konzernwährung Euro und dem Zugang aus der Akquisition der Futura Labs Gruppe. In Übereinstimmung mit IFRS 3 i.V. mit IAS 36 wird der Geschäfts- oder Firmenwert jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts für das Geschäftsjahr 2010 ergab keinen Wertberichtigungsbedarf, da der erzielbare Betrag der "Cash Generating Units" jeweils über dem Buchwert lag. Die ermittelten Cashflows wurden mit dem gewichteten Kapitalkostensatz nach Steuern in Höhe von 7,62 % (2009: 7,87 %) diskontiert. Weitere detaillierte Angaben befinden sich hierzu unter TZ 2.6.
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT NACH SEGMENTEN
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| IN T€ | 31.12.2009 | 31.12.2010 | DAVON ZUGÄNGE 2010 |
|---|---|---|---|
| Segment | |||
| Flavor & Nutrition | 307.972 | 328 720 | 7.184 |
| Scent & Care | 153.642 | 160.099 | 0 |
| Summe | 461.614 | 488.819 | 7.184 |
Die wesentlichen Zugänge des Geschäftsjahres waren Software (7,3 Mio. €. ), insbesondere Investitionen im Rahmen des weiteren weltweiten Roll-Out von SAP.
Die unmittelbar als Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 107,9 Mio. €. (2009: 95,7 Mio. €. ).
Die Abschreibungen auf Rezepturen und Kundenstämme sind dem Fertigungsbereich zugeordnet und somit in den Umsatzkosten enthalten. Die Abschreibungen der übrigen immateriellen Vermögenswerte sind den entsprechenden Funktionsbereichen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet.
23 Sachanlagen
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| 2009 IN T€ |
GRUNDSTÜCKE UND GEBÄUDE | TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN |
BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG | GELEISTETE ANZAHLUNGEN | SUMME |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| zum 1. Januar 2009 | 289.243 | 233.546 | 105.838 | 28.184 | 656.811 |
| Zugänge | 2.159 | 4.395 | 6.981 | 25.646 | 39.181 |
| Abgänge | -1.571 | -3.220 | -7.631 | 0 | -12.422 |
| Umbuchungen | 6 325 | 12.213 | 4.646 | -23.184 | 0 |
| Umbuchungen gemäß IFRS 5 | -4.811 | 0 | 0 | 0 | -4.811 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 3.411 | 2.568 | 2.031 | 380 | 8.390 |
| zum 31. Dezember 2009 | 294.756 | 249.502 | 111.865 | 31.026 | 687.149 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| zum 1. Januar 2009 | -69.376 | -127.956 | -70.747 | 267 | -267.812 |
| Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres | -11.278 | -16.982 | -10.089 | 0 | -38.349 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -100 | -3.038 | -107 | 0 | -3.245 |
| Abgänge | 676 | 2.578 | 6.972 | 0 | 10.226 |
| Umbuchungen | -180 | 89 | 91 | 0 | 0 |
| Umbuchungen gemäß IFRS 5 | 1.858 | 0 | 0 | 0 | 1.858 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -1.022 | -1.272 | -1.508 | -4 | -3.806 |
| zum 31. Dezember 2009 | -79.422 | -146.581 | -75.388 | 263 | -301.128 |
| Buchwerte | |||||
| zum 1. Januar 2009 | 219.867 | 105.590 | 35.091 | 28.451 | 388.999 |
| zum 31. Dezember 2009 | 215.334 | 102.921 | 36.477 | 31.289 | 386.021 |
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| 2010 IN T€ |
GRUNDSTÜCKE UND GEBÄUDE | TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN |
BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG | GELEISTETE ANZAHLUNGEN | SUMME |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| zum 1. Januar 2010 | 294.756 | 249.502 | 111.865 | 31.026 | 687.149 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 1.467 | 1.579 | 660 | 207 | 3.913 |
| Zugänge | 5.716 | 7.307 | 7.047 | 37.265 | 57.335 |
| Abgänge | -4.274 | -3.091 | -3.626 | -377 | -11.368 |
| Umbuchungen | 3.103 | 12.597 | 5.085 | -20.785 | 0 |
| Umbuchungen gemäß IFRS 5 | 0 | -2.802 | -563 | 0 | -3.365 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 11.197 | 8.290 | 3.653 | 1.828 | 24.968 |
| zum 31. Dezember 2010 | 311.965 | 273.382 | 124.121 | 49.164 | 758.632 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| zum 1. Januar 2010 | -79.422 | -146.581 | -75.388 | 263 | -301.128 |
| Zugang Konsolidierungskreis | -323 | -877 | -417 | 0 | -1.617 |
| Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres | -12.377 | -17.518 | -10.424 | 0 | -40.319 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0 | -42 | 0 | 0 | -42 |
| Abgänge | 3.790 | 2.083 | 2.982 | 0 | 8.855 |
| Umbuchungen | 0 | 31 | -31 | 0 | 0 |
| Umbuchungen gemäß IFRS 5 | 0 | 2.623 | 548 | 0 | 3.171 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -2.585 | -4.080 | -2.171 | 22 | -8.814 |
| zum 31. Dezember 2010 | -90.917 | -164.361 | -84.901 | 285 | -339.894 |
| Buchwerte | |||||
| zum 1. Januar 2010 | 215.334 | 102.921 | 36.477 | 31.289 | 386.021 |
| zum 31. Dezember 2010 | 221.048 | 109.021 | 39.220 | 49.449 | 418.738 |
Wesentliche Zugänge im Sachanlagevermögen resultieren aus Investitionen in einen Sprühturm in Singapur (5,8 Mio. €. ), in die Optimierung der Lieferkette (5,3 Mio. €. ) und in die chemische Produktion am Standort Holzminden (5,3 Mio. €. ). In unseren neuen Produktionsstandort in Russland wurden Investitionen in Höhe von 6,1 Mio. €. getätigt. Weiter erfolgten Investitionen (2,9 Mio. €. ) in Brasilien, die aus der Verlagerung der Produktion von Säo Paulo nach Sorocaba resultieren.
24 Akquisitionen
FUTURA LABS GRUPPE
Im November 2009 mit Wirkung ab Anfang Januar 2010 wurde der Vertrag zum Erwerb von 100 % der Anteile an der Futura Labs Gruppe geschlossen.
Die Futura Labs Gruppe besteht aus der Aroma Labs For Flavours SAE, der Futura Labs International SAE und der Roseland World Corp. Symrise hat damit einen der führenden Aromen- und Duftstoffhersteller in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten erworben und wird damit zum neuen Marktführer in Ägypten. Wesentliche Gründe für den Erwerb waren der Kundenstamm, Know-how sowie die leistungsfähige Organisation der Unternehmensgruppe, mit der Symrise ihre weitere Expansion in der Region vorantreiben kann. Weiter werden Synergieeffekte zu bestehenden Standorten in Ägypten und Dubai erwartet. Bis zum Zeitpunkt des Kaufes des Unternehmens wurden mit diesem nur in ganz geringem Umfang Umsätze getätigt.
Der Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden betrug zum Zeitpunkt der Anschaffung:
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| IN T€ | JANUAR 2010 |
|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Anlagen | 674 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.369 |
| Vorräte | 1.850 |
| Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 1.103 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 5 |
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Sachanlagevermögen | 2.192 |
| Immaterielle Vermögenswerte | |
| Kundenstämme | 10.346 |
| Rezepturen | 2.998 |
| Kurzfristige Schulden | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 1.340 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 812 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.204 |
| Latente Steuerschulden | 534 |
| Identifizierbare Vermögenswerte | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7.184 |
| Summe Vermögenswerte | |
| \= Anschaffungskosten | 23.831 |
Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 2.369 T€, der Nominalwert lautet über 2.500 T€.
Keine der Forderungen ist wertberichtigt und es erfolgte ein vollständiger Zahlungseingang.
Der Goodwill von 7.184 T€ beinhaltet insbesondere die aus der Akquisition erwarteten Synergien und Know-how. Das Know-how konnte nicht als gesonderter Vermögenswert identifiziert werden, da es aus einem Zusammenwirken von verschiedenen Funktionen in der Organisation resultiert und dadurch nicht die Kriterien des IAS 38 erfüllt. Der Goodwill ist steuerlich nicht abzugsfähig.
Als Anschaffungskosten sind vereinbart beziehungsweise der beizulegende Zeitwert der übertragenen Gegenleistung beträgt 34.150 TUS$ (23.831 T€ bewertet mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung). Davon waren am Abschlussstichtag 31.600 TUS$ geflossen.
Die zum Bilanzstichtag ausstehenden Kaufpreisraten mit einem beizulegenden Zeitwert von 2.550 TUS$ (1.931 T€) stellen bedingte Gegenleistungen dar. Mit den früheren Eigentümern wurde eine weitere Kaufpreiszahlung bis zu 3.000 TUS$ (2.094 T€) zuzüglich Zinsen, fällig am 1. April 2011, vereinbart, die an das Erreichen von prognostizierten Wachstumsraten in der Region Dubai gekoppelt ist. Zum Zeitpunkt der Akquisition wurde diese ausstehende Kaufpreiszahlung mit 300 TUS$ bewertet. Weiter wurden 2.250 TUS$ (1.570 T€) als Schlusszahlung mit Fälligkeit 31. Dezember 2012 vereinbart, die bei Auszahlung um mögliche Schadensersatzansprüche Dritter gemindert wird.
An Anschaffungsnebenkosten fielen im Geschäftsjahr nur noch ganz unwesentliche Beträge an.
Seit dem Erwerbszeitpunkt trug die Futura Labs Gruppe mit einem Umsatz von 15,8 Mio. €. und einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 0,6 Mio. € bei.
25 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit, wie im Vorjahr, von unter einem Jahr.
26 Kurzfristige Darlehen
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 288.568 | 173.932 |
| Zinsabgrenzungen | 1.330 | 4.173 |
| Sonstige kurzfristige Darlehen | 43 | 45 |
| Summe | 289.941 | 178.150 |
Die aus den nicht amortisierten Transaktionskosten resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen den Buchwerten und den Nominalwerten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 2,1 Mio. €. (2009: l,0 Mio. €. ).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht besichert und beziehen sich auf:
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| 2009 IN T€ |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| KREDIT | FÄLLIGKEIT | NOMINALWERT | BUCHWERT | NOMINALZINSSATZ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Symrise GmbH & Co. KG | |||||
| Senior Facility - Term B - EUR | Januar 2010 | 133.000 | 132.338 | Euribor + 0,5% | 0,98% |
| Senior Facility - Term B - US$ | Januar 2010 | 78.856 | 78.856 | Libor + 0,5% | 0,75% |
| Senior Facility - Term A - EUR | Dezember 2010 | 57.000 | 56.820 | Euribor + 0,5% | 0,98% |
| Senior Facility - Term A - US$ | Dezember 2010 | 15.701 | 15.524 | Libor + 0,5% | 0,75% |
| Symrise AG | |||||
| Bilateral Credit Line | Januar 2010 | 5.000 | 5.000 | 1,03% | |
| Symrise Vertriebs GmbH, Österreich | |||||
| Kontokorrent | Januar 2010 | 30 | 30 | 6,75% | |
| Summe | 289.587 | 288.568 |
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| 2010 IN T€ |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| KREDIT | FÄLLIGKEIT | NOMINALWERT | BUCHWERT | NOMINALZINSSATZ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Symrise AG | |||||
| Revolving Credit Facility EUR | März 2011 | 125.000 | 123.499 | Euribor + 0,8% | 1,883% |
| Revolving Credit Faciltiy US$ | März 2011 | 49.060 | 48.461 | Libor + 0,8% | 1,1447% |
| Futura Labs Gruppe, Ägypten | |||||
| Kontokorrent | Januar 2011 | 1.972 | 1.972 | 13,5% | |
| Summe | 176.032 | 173.932 |
Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Revolving Credit Facility handelt es sich mit 174,1 Mio. €. (2009: 211,2 Mio. €. ) um Kredite, die dem Konzern im Rahmen einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 300,0 Mio. €. bis zum 19. November 2015 zur Verfügung stehen. Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit besteht eine bilaterale Kreditlinie mit der Commerzbank AG über 20 Mio. €. , die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken soll. Am 31. Dezember 2010 stand Symrise demnach eine nicht gezogene Kreditlinie in Höhe von 145,9 Mio. €. (2009: 108,1 Mio. €. ) zur Verfügung.
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Nominalwert von umgerechnet 49,0 Mio. €. (2009: 94,6 Mio. €. ) lauten auf US-Dollar. Aufgrund des variablen Zinssatzes und den entsprechenden Zahlungsverpflichtungen gehen wir davon aus, dass die Buchwerte aller Kredite ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag entsprechen.
27 Sonstige kurzfristige Rückstellungen
Nachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt:
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| IN T€ | RESTRUKTURIERUNGS- MASSNAHMEN |
SONSTIGE RÜCK- STELLUNGEN |
ABFINDUNGEN | ERFOLGS- ABHÄNGIGE VERGÜTUNG |
2010SUMME | 2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Januar | 5.746 | 116 | 0 | 0 | 5.862 | 1.716 |
| Inanspruchnahme | -4.018 | -20 | 0 | 0 | -4.038 | -874 |
| Auflösung | -1.486 | 0 | 0 | 0 | -1.486 | -173 |
| Zuführung | 864 | 840 | 833 | 1.928 | 4.465 | 5.043 |
| Zwischensumme | 1.106 | 936 | 833 | 1.928 | 4.803 | 5.712 |
| Effekte aus Wechselkurs- änderungen |
453 | 15 | 0 | 0 | 468 | 150 |
| Zinsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember | 1.559 | 951 | 833 | 1.928 | 5.271 | 5.862 |
Erfolgsabhängige Vergütungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen (TZ 43) waren im Vorjahresbericht als Personalverbindlichkeiten in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Aufgrund der hinsichtlich der Schätzung des Betrags bestehenden Unsicherheit werden diese nun an dieser Stelle ausgewiesen.
28 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Personalverbindlichkeiten | 34.447 | 41.902 |
| Ausstehende Rechnungen/Vertreterprovisionen | 15.870 | 17.402 |
| Steuern auf Löhne/Gehälter, Sozialversicherungsabgaben | 10.177 | 9.238 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 10.594 | 7.320 |
| Sonstige Steuern | 3.609 | 5.146 |
| Kaufpreisverbindlichkeiten | 0 | 3.139 |
| Versicherungsbeiträge | 967 | 1.394 |
| Verbindlichkeiten aus Rechtsstreitigkeiten | 673 | 532 |
| Verbindlichkeiten aus steuerlichen Betriebsprüfungen | 1.944 | 30 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 10.472 | 14.067 |
| Summe | 88.753 | 100.170 |
Der Anstieg der Personalverbindlichkeiten resultiert vorrangig aus erhöhten Verbindlichkeiten für Jahresprämien und Boni.
Die übrigen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus diversen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angefallenen Verwaltungs- und Vertriebskosten.
29 Langfristige Darlehen
Langfristige Darlehen entfallen auf:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 364.576 | 27.419 |
| Sonstige Darlehen | 0 | 427.913 |
| Summe | 364.576 | 455.332 |
In den langfristigen Darlehen sind ausländische Währungen (US-Dollar) in Höhe von 132,1 Mio. €. (2009: 62,8 Mio. €. ) enthalten. Die aus den nicht amortisierten Transaktionskosten resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen den Buchwerten und den Nominalwerten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 4,3 Mio. €. (2009: 1,2 Mio. €. ).
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| DARLEHEN 2009 IN T€ |
ENDFÄLLIGKEIT | NOMINALWERT | BUCHWERT | NOMINALZINSSATZ | |
|---|---|---|---|---|---|
| Symrise GmbH & Co. KG, Holzminden | |||||
| Senior Facility - Term A - EUR | Dezember 2011 | 228.000 | 227.279 | Euribor + 0,5% | 0,98% |
| Senior Facility - Term A - US$ | Dezember 2011 | 62.805 | 62.603 | Libor + 0,5% | 0,75% |
| Schuldscheindarlehen | April 2013 | 47.500 | 47.306 | Euribor + 2,8% | 3,52% |
| Schuldscheindarlehen | April 2013 | 27.500 | 27.388 | fix | 5,35% |
| Summe | 365.805 | 364.576 |
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| DARLEHEN 2010 IN T€ |
ENDFÄLLIGKEIT | NOMINALWERT | BUCHWERT | NOMINALZINSSATZ | |
|---|---|---|---|---|---|
| Symrise AG | |||||
| Bond | Oktober 2017 | 300.000 | 296.219 | fix | 4,125% |
| US Private Placement | November 2020 | 132.085 | 131.694 | fix | 4,09% |
| Schuldscheindarlehen | April 2013 | 27.500 | 27.419 | fix | 5,35% |
| Summe | 459.585 | 455.332 |
RÜCKZAHLUNGEN VON VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN
Als Ergebnis der 2010 abgeschlossenen Refinanzierung hat sich das Rückzahlungsprofil von Symrise deutlich verbessert. So ist im Jahre 2013 die Rückzahlung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 27,5 Mio. €. fällig, 2017 erfolgt die Tilgung des Bonds in Höhe von 300,0 Mio. €. und Ende 2020 sind 175,0 Mio. US-Dollar aus dem US Private Placement zurückzuzahlen.
SICHERHEITEN
Symrise hat sich bei der Revolving Credit Facility und im US Private Placement zur Einhaltung von festgelegten Grenzen der Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA (Leverage Covenant) verpflichtet. Diese Kennzahl wird vierteljährlich auf Einhaltung überprüft.
Zusätzlich zum Leverage Covenant wird für das Schuldscheindarlehen eine festgelegte Obergrenze für das EBITDA im Verhältnis zum Nettozinsaufwand (Interest Covenant) jährlich auf Einhaltung überprüft.
30 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 10.551 | 9.826 |
| Verbindlichkeiten aus Abfindungsverpflichtungen und Rechtsstreitigkeiten | 2.677 | 2.430 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 962 | 1.700 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Pensionssicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) | 1.188 | 956 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 1.740 | 2.309 |
| Summe | 17.118 | 17.221 |
31 Finanzielle Verbindlichkeiten
Der Posten zeigte im Vorjahr die negativen Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die im Rahmen der Refinanzierung im 4. Quartal 2010 abgelöst worden sind.
32 Sonstige langfristige Rückstellungen
Nachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt:
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| IN T€ | RESTRUKTURIERUNGSMASSNAHMEN | RÜCKBAUVERPFLICHTUNGEN | ERFOLGSABHÄNGIGE VERGÜTUNG | 2010 SUMME | 2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Januar | 38 | 0 | 0 | 38 | 94 |
| Inanspruchnahme | -41 | 0 | 0 | -41 | -48 |
| Auflösung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuführung | 0 | 3.004 | 93 | 3.097 | 0 |
| Zwischensumme | -3 | 3.004 | 93 | 3.094 | 46 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 3 | 130 | 0 | 133 | -8 |
| 31. Dezember | 0 | 3.134 | 93 | 3.227 | 38 |
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen bestehen gegenüber Vermietern zur Herstellung des Zustands vor Überlassung der Mietsache.
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern beziehen sich im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten für Jubiläumszahlungen und Altersteilzeit. Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverpflichtungen belaufen sich auf 1,9 Mio. €. (2009: 3,1 Mio. €. ) und stellen Verbindlichkeiten aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses dar.
Die Verbindlichkeit gegenüber dem Pensionssicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) in Deutschland wurde wegen des signifikanten Anstiegs des Pflichtbeitrags im Vorjahr (aufgrund der hohen Anzahl an Insolvenzen) über fünf Jahre gestundet.
Die übrigen sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus diversen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angefallenen Verwaltungs- und Vertriebskosten.
33 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Einzelne Gesellschaften haben Pensionspläne aufgesetzt, die entweder direkt durch die Bildung von Rückstellungen durch die einzelnen Konzerngesellschaften oder durch Beiträge an konzernexterne Fondsgesellschaften finanziert werden. Die Art und Weise, wie diese Leistungen gegenüber den Mitarbeitern erbracht werden, ist von den einzelnen gesetzlichen, fiskalischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Länder abhängig. Darüber hinaus gewährt der Konzern vereinzelt zusätzlich medizinische Versorgungsleistungen an seine Mitarbeiter nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Pensionsleistungen sowie die medizinischen Versorgungsleistungen werden in der Regel nach dem Lohn und Gehalt der Mitarbeiter und der jeweiligen Betriebszugehörigkeit bemessen. Die Verpflichtung bezieht sich sowohl auf die bereits im Ruhestand befindlichen Mitarbeiter als auch auf den Anspruch der zukünftigen Pensionäre. Die laufenden Aufwendungen des Geschäftsjahres mit Ausnahme der auf Pensionen entfallenden Zinskosten sind im Betriebsergebnis des Konzerns enthalten.
Die ordentliche Mitgliedschaft der Arbeitnehmer der früheren Haarmann & Reimer GmbH, Deutschland, in der Bayer-Pensionskasse Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit wurde mit Wirkung vom 31. März 2003 beendet. Die Arbeitnehmer der Haarmann & Reimer GmbH, die zu diesem Zeitpunkt ordentliche Mitglieder waren, sind seit dem 1. April 2003 außerordentliche Mitglieder geworden. Ordentliche Mitglieder, die am 31. März 2003 verfallbare Anwartschaften hatten, konnten sich ihre bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Rentenanwartschaften (ohne Arbeitgeberbeiträge) in Form einer Kapitalisierung auszahlen lassen und sind seitdem keine Mitglieder der Bayer-Pensionskasse mehr. Für alle zum Zeitpunkt 31. März 2003 in der Bayer-Pensionskasse befindlichen ordentlichen Mitglieder wurde mit Wirkung 1. April 2003 in Deutschland eine Versorgungsordnung in Form einer Direktzusage eingeführt, die über eine Bruttoentgeltumwandlung bedient wird (3 % von der max. jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West). Für Entgeltbestandteile oberhalb der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze besteht für diesen Personenkreis auf Grund einer Versorgungsordnung eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung bis zu einer wertmäßig begrenzten Höhe.
Den früheren Arbeitnehmern der Haarmann & Reimer GmbH ist bei der Einführung einer neuen Versorgungsordnung garantiert worden, dass sich durch den Unternehmenszusammenschluss keine Verschlechterung in der betrieblichen Altersversorgung ergeben darf. Die Leistungen müssen auf dem Niveau vor der Zeit des Unternehmenszusammenschlusses beibehalten werden. Dies ist durch die neue Versorgungsordnung gewährleistet. Ebenso bietet das Unternehmen auf Grund dieser Garantie den früheren Haarmann & Reimer GmbH Arbeitnehmern im Tarifbereich eine zusätzliche freiwillige Entgeltumwandlung in Form einer Direktzusage an. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen sind begrenzt auf max. 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West.
Bis zum 31. Dezember 1981 ins Unternehmen eingetretene frühere Dragoco-Mitarbeiter unterliegen einer arbeitgeberfinanzierten Pensionsordnung. Die Höhe der hieraus resultierenden Rentenzahlungen hängt von Betriebszugehörigkeit und letztem monatlichen Bruttoentgelt ab.
Alle außertariflichen Mitarbeiter und Führungskräfte haben auf freiwilliger Basis die Möglichkeit, sich in Form einer Direktzusage durch Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgungsbausteine zu erwerben. Einen Unternehmenszuschuss gibt es für diese so genannte "Deferred Compensation" nicht.
Alle zum 1. April 2003 keiner Versorgungsordnung angehörenden Mitarbeiter hatten ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis in Form einer Direktzusage durch Entgeltumwandlung an einer zum 31. Dezember 2010 geschlossenen Versorgungsordnung teilzunehmen. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen waren begrenzt auf max. 4% der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West.
Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte bei Symrise an den deutschen Standorten verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Hierbei zahlt der Mitarbeiter 2% seines Einkommens aus Bruttoentgeltumwandlung in die RPK ein (Pflichtbeitrag), das Unternehmen stockt den Betrag in gleicher Höhe auf. Freiwillige Beiträge sind möglich und werden ebenfalls in gleicher Höhe vom Unternehmen geleistet. Arbeitnehmerbeitrag und Unternehmenszuschuss zusammen sind begrenzt auf max. 4% der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung West. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die im Gegensatz zu ehemaligen Haarmann & Reimer- oder bis zum 31. Dezember 1981 eingetretenen Dragoco-Mitarbeitern keiner Versorgungsordnung angehören, konnten bis zum 30. September 2010 mit Wirkung 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung über die RPK als externen Versorgungsträger wird keine Pensionsrückstellung gebildet.
Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen beziehungsweise Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden mittels Pensionsgutachten unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet.
Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich wie folgt herleiten:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtung, nicht fondsfinanziert | 198.675 | 225.689 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung, fondsfinanziert | 36.873 | 48.635 |
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen am 31. Dezember | 235.548 | 274.324 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -25.683 | -30.883 |
| Nicht erfasste Gewinne aus Planänderung | 5.260 | 5.016 |
| Noch nicht erfasste versicherungsmathematische Verluste | -14.838 | -35.040 |
| Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -839 | -1.003 |
| Schulden aus leistungsorientierter Verpflichtung am 31. Dezember | 199.448 | 212.414 |
Die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 212,4 Mio. €. (2009: 199,4 Mio. €. ) gliedern sich nach Regionen wie folgt:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| EAME | 177.233 | 185.157 |
| Nordamerika | 19.962 | 24.443 |
| Asien/Pazifik | 309 | 353 |
| Lateinamerika | 1.944 | 2.461 |
| Summe | 199.448 | 212.414 |
Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt entwickelt:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert am 1. Januar | 203.983 | 235.548 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 8.864 | 10.382 |
| Zinsaufwand | 12.570 | 12.441 |
| Planänderungen Verluste | 218 | 264 |
| Versicherungsmathematische Verluste | 20.038 | 20.822 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -11.078 | -10.344 |
| Erstmalige Erfassung eines Plans | 1.478 | 0 |
| Währungsdifferenzen | -525 | 5.211 |
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen am 31. Dezember | 235.548 | 274.324 |
Die Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:
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| 2009 IN T€ |
LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE DES KONZERNS | MEDIZINISCHE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES (USA) |
SUMME PENSIONSPLÄNE KONZERN |
|---|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtung am 1. Januar | 177.163 | 14.759 | 191.922 |
| Pensionsaufwand | 19.752 | 60 | 19.812 |
| Arbeitgeberbeiträge | -2.101 | -437 | -2.538 |
| Ausgezahlte Leistungen | -9.646 | 0 | -9.646 |
| Abgänge | -59 | 0 | -59 |
| Währungskursdifferenzen | 119 | -162 | -43 |
| Pensionsverpflichtung am 31. Dezember | 185.228 | 14.220 | 199.448 |
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| 2010 IN T€ |
LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE DES KONZERNS | MEDIZINISCHE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES (USA) |
SUMME PENSIONSPLÄNE KONZERN |
|---|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtung am 1. Januar | 185.228 | 14.220 | 199.448 |
| Pensionsaufwand | 20.964 | 103 | 21.067 |
| Arbeitgeberbeiträge | -386 | -455 | -841 |
| Ausgezahlte Leistungen | -9.407 | 0 | -9.407 |
| Abgänge | 37 | 0 | 37 |
| Währungskursdifferenzen | 950 | 1.160 | 2.110 |
| Pensionsverpflichtung am 31. Dezember | 197.386 | 15.028 | 212.414 |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar | 19.593 | 25.683 |
| Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge | 2.637 | 387 |
| Gezahlte Leistungen | -1.432 | -483 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 1.173 | 1.411 |
| Versicherungsmathematische Gewinne | 2.604 | 1.033 |
| Erstmalige Erfassung eines Plans | 1.478 | 0 |
| Währungskursdifferenzen | -370 | 2.852 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember | 25.683 | 30.883 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen des Planvermögens in den USA betragen im Jahr 2010 1,0 Mio. €. (2009: 2,4 Mio. €. ). In Japan belaufen sich die erfahrungsbedingten Anpassungen des Planvermögens im Jahr 2010 auf 0,1 Mio. €. (2009: 0,2 Mio. €. ).
Die wesentlichen Zeitwerte der Hauptgruppen des Planvermögens belaufen sich auf:
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| PLAN NIEDERLANDE | PLAN SCHWEIZ | PLAN USA | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| IN T€ | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Schuldverschreibungen | 0 | 0 | 2.740 | 3.489 | 7.331 | 8.831 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0 | 0 | 194 | 265 | 9.596 | 11.455 |
| Immobilien | 0 | 0 | 366 | 486 | 0 | 0 |
| Andere Vermögenswerte | 1.478 | 1.478 | 155 | 177 | 452 | 570 |
| Summe zum 31. Dezember | 1.478 | 1.478 | 3.455 | 4.417 | 17.379 | 20.856 |
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| PLAN JAPAN | ||
|---|---|---|
| IN T€ | 2009 | 2010 |
| --- | --- | --- |
| Schuldverschreibungen | 1.573 | 1.830 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1.379 | 2.055 |
| Immobilien | 0 | 0 |
| Andere Vermögenswerte | 77 | 120 |
| Summe zum 31. Dezember | 3.029 | 4.005 |
Die Aufwendungen für Versorgungsleistungen stellen sich wie folgt dar:
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| 2009 IN T€ |
LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE DES KONZERNS | MEDIZINISCHE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES (USA) |
SUMME PENSIONSPLÄNE KONZERN |
|---|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 8.645 | 219 | 8.864 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 78 | 0 | 78 |
| Zinsaufwand | 12.088 | 482 | 12.570 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -1.173 | 0 | -1.173 |
| Erfasste Planänderung USA | 0 | -641 | -641 |
| Erfasste versicherungsmathematische Verluste | 212 | 0 | 212 |
| Arbeitnehmerbeiträge | -98 | 0 | -98 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen zum 31. Dezember | 19.752 | 60 | 19.812 |
| Tatsächlicher Ertrag aus Planvermögen | 5.254 | 0 | 5.254 |
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| 2010 IN T€ |
LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE DES KONZERNS | MEDIZINISCHE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES (USA) |
SUMME PENSIONSPLÄNE KONZERN |
|---|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 10.162 | 220 | 10.382 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 48 | 0 | 48 |
| Zinsaufwand | 11.884 | 557 | 12.441 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -1.411 | 0 | -1.411 |
| Erfasste Planänderung USA | 0 | -674 | -674 |
| Erfasste versicherungsmathematische Verluste | 281 | 0 | 281 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen zum 31. Dezember | 20.964 | 103 | 21.067 |
| Tatsächlicher Ertrag aus Planvermögen | 2.444 | 0 | 2.444 |
Die Pensionsaufwendungen werden wie folgt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 2.920 | 3.237 |
| Vertriebskosten | 1.664 | 2.227 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | 1.575 | 1.629 |
| Verwaltungskosten | 1.083 | 1.533 |
| Summe | 7.242 | 8.626 |
In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert:
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| IN T€ | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 219.383 | 200.567 | 204.449 | 235.548 | 274.324 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -18.681 | -20.613 | -19.593 | -25.683 | -30.883 |
| Finanzierungsstatus zum 31. Dezember | 200.702 | 179.954 | 184.856 | 209.865 | 243.441 |
| Erfahrungsbasierte Anpassungen der Planverbindlichkeiten (Deutschland) | -1.334 | -3.074 | 4.502 | -1.800 | 1.213 |
| Erfahrungsbasierte Anpassungen des Planvermögens | 420 | -217 | -4.771 | 4.082 | 1.033 |
Symrise erwartet, dass im Jahr 2011 Beiträge in Höhe von 2.589 T€ (Erwartung im Jahr 2009 für 2010: 397 T€) in die fondsfinanzierten leistungsorientierten Pläne eingezahlt werden.
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Schulden aus leistungsorientierter Verpflichtung betrugen für Deutschland 1,2 Mio. €. (versicherungsmathematischer Verlust) (2009: 1,8 Mio. €. versicherungsmathematischer Gewinn).
Die versicherungsmathematischen Annahmen und Bewertungen basieren auf folgenden Parametern, die von Land zu Land aufgrund der ökonomischen Bedingungen unterschiedlich sind:
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| PARAMETER | ||
|---|---|---|
| IN% | 2009 | 2010 |
| --- | --- | --- |
| Zinssatz für die Abzinsung | ||
| Deutschland | 5,20 | 4,70 |
| USA | 6,00 | 5,56 |
| Übrige Ländervariieren zwischen | 2,0 u. 7,50 | 1,57 u. 8,35 |
| Erwartete Rendite aus Planvermögen | ||
| USA | 7,00 | 7,00 |
| Übrige Ländervariieren zwischen | 1,00 u. 7,50 | 2,00 u. 7,50 |
| Gehaltstrend | ||
| Deutschland | 2,50 | 2,50 |
| USA | 4,25 | 4,25 |
| Übrige Ländervariieren zwischen | 2,75 u. 8,00 | 1,50 u. 10,00 |
| Rententrend | ||
| Deutschland | 1,75 | 1,75 |
| Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen in den USA | 9,00 | 9,00 |
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden.
Eine Veränderung von 1 % bei der Annahme der Kostensteigerung für medizinische Versorgungsleistungen würde sich wie folgt auswirken:
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| ERHÖHUNG | RÜCKGANG | ERHÖHUNG | RÜCKGANG | |
|---|---|---|---|---|
| IN T€ | 2009 | 2009 | 2010 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Auswirkung leistungsorientierte Verpflichtung | 399 | 359 | 466 | 418 |
| Auswirkung Dienstzeitaufwand | 44 | 39 | 48 | 42 |
Die Gesellschaft in den USA gewährt ihren Arbeitnehmern Leistungen im Rahmen der medizinischen Versorgung. Diese Kosten basieren auf der Annahme, dass die Kostensteigerung 2011 unverändert bei 9% liegt, für die Jahre 2012 und 2013 wird eine Kostensteigerung von 7% bzw. für 2014 und Folgejahre eine von 5% erwartet.
34 Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Symrise Aktiengesellschaft beträgt unverändert 118.173.300€ und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 118.173.300 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € pro Stück.
GENEHMIGTES KAPITAL
Die außerordentliche Hauptversammlung hat am 1. Dezember 2006 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital im Zeitraum bis zum 31. Oktober 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt 40,0 Mio. €. durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Dabei kann die Gewinnberechtigung neuer Aktien abweichend von § 60 AktG bestimmt werden.
Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann jedoch durch den Vorstand in folgenden Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden:
| 1. | Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbes von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen. |
| 2. | Soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Symrise AG oder ihrer Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechtes beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde. |
| 3. | Zum Ausgleich von infolge einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen entstehenden Spitzenbeträgen. |
| 4. | Um neue Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet, wobei im Rahmen der Beschränkung dieser Ermächtigung auf insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen sind, für die das Bezugsrecht der Aktionäre in Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG bei Ausnutzung der Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien sowie bei Ausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- beziehungsweise Optionsschuldverschreibungen ausgeschlossen wird. |
ERWERB EIGENER AKTIEN
Durch Beschluss der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 wird der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zu erwerben.
Der Erwerb eigener Aktien erfolgt über die Börse oder mittels eines öffentlichen Angebots der Gesellschaft.
| ― | Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf im Falle des Erwerbs über die Börse den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs für die Aktien der Gesellschaft im Xetra®-Handel um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten. |
| ― | Im Falle des Erwerbs über ein öffentliches Kaufangebot dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzkosten der Kaufpreisspanne je Aktie den Durchschnitt des Schlusskurses im Xetra®-Handelssystem an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. |
| ― | Die Ermächtigung wurde zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere folgenden, erteilt: - Zum Einzug, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. - Zur Veräußerung, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. - Zur Veräußerung gegen Sachleistung, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Untenehmen. |
35 Kapitalrücklage und sonstige Rücklagen
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das Aufgeld (Agio) aus der durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsenganges und hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2009 nicht erhöht. Die Neubewertungsrücklage resultiert aus sukzessiven Anteilserwerben in der Vergangenheit und hat sich geringfügig in Folge von Steuersatzanpassungen gegenüber dem Vorjahr erhöht.
36 Angaben zum Kapitalmanagement
Symrise verfügt mit einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 40,9 % (2009: 36,4 %) über eine solide Eigenkapitalstruktur. Grundsatz von Symrise ist die Beibehaltung der starken Kapitalbasis, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Marktes zu erhalten und die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.
Das Kapital wird auf der Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Grundlage für die Ermittlung ist das bilanzielle Eigenkapital:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 118.173 | 118.173 |
| Kapitalrücklage | 970.911 | 970.911 |
| Neubewertungsrücklage | 2.718 | 2.765 |
| Rücklage aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | -18.300 | 4 |
| Kumulierte Währungsdifferenzen | -62.159 | -1.838 |
| Bilanzverlust | -322.379 | -247.898 |
| Summe Eigenkapital | 688.964 | 842.117 |
Zudem überprüft der Vorstand auch die Höhe der Dividenden für Aktionäre, denen eine Dividendenrendite geboten werden soll, die das Vertrauen in künftige Unternehmensergebnisse stärkt.
Weiteres Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen günstigeren durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC) durch die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals und den Vorteilen und der Sicherheit, die ein solides Eigenkapital gewährt, zu halten. Dasselbe gilt für passende Akquisitionsgelegenheiten, die dem Konzern durch eine solide Finanzierung ermöglicht werden.
Der durchschnittliche Zinssatz für Verbindlichkeiten (inkl. Pensionsrückstellungen) betrug 4,6% (2009: 4,7%) und das Verhältnis von Nettoverschuldung inkl. Pensionsrückstellungen zu EBITDA lag bei 2,2 (2009: 3,1). Der Kapitalmanagementansatz des Konzerns ist unverändert gegenüber dem Vorjahr.
Weder das Unternehmen noch seine Tochtergesellschaften unterlagen extern auferlegten Kapitalanforderungen.
37 Dividenden
In der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2009 0,50€ (für 2008: 0,50€) je dividendenberechtigte Stückaktie (Dividendensumme: 59.087 T€ (für 2008: 59.087 T€)) auszuschütten.
Der Vorstand schlägt vor, für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von 0,60 € pro Aktie auszuschütten. Dies entspräche einem Dividendenbetrag von 70.904 T€.
38 Weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2010 und das Vorjahr entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode.
Der Finanzmittelfonds beinhaltet unverändert zum Vorjahr Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten und entspricht dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen".
39 Weitere Informationen zu Finanzinstrumenten
INFORMATIONEN ZU FINANZINSTRUMENTEN NACH KATEGORIEN
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| WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2009 IN T€ |
BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IAS 39 | BUCHWERT 31.12.2009 | FORTGEFÜHRTE ANSCHAFFUNGSKOSTEN | FAIR VALUE ERFOLGSNEUTRAL | FAIR VALUE 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kategorien nach IFRS 7 | |||||
| Aktiva | |||||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | LaR | 80.540 | 80.540 | - | 80.540 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 228.379 | 228.379 | - | 228.379 |
| Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen (kurz- und langfristig) | Bilanzposten | 64.899 | - | - | - |
| davon: | |||||
| Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen | LaR | 40.883 | 40.883 | - | 40.883 |
| Finanzielle Vermögenswerte | Bilanzposten | 7.862 | - | - | - |
| davon: | |||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Afs | 5.416 | - | 5.416 | 5.416 |
| Finanzielle Vermögenswerte gehalten bis zur Endfälligkeit | Htm | 2.376 | 2.376 | - | 2.376 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 77.079 | 77.079 | - | 77.079 |
| Darlehen (kurz- und langfristig) | FLAC | 654.517 | 654.517 | - | 654.517 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | Bilanzposten | 105.871 | - | - | - |
| davon: | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 88.506 | 88.506 | - | 88.506 |
| Finanzinstrumente, zum beizulegenden Zeitwert berechnet | FLHfT | 19.173 | - | 19.173 | 19.173 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Loans and Receivables | LaR | 349.802 | 349.802 | - | 349.802 |
| Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 5.416 | - | 5.416 | 5.416 |
| Held-to-Maturity Financial Assets | Htm | 2.376 | 2.376 | - | 2.376 |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost | FLAC | 820.102 | 820.102 | - | 820.102 |
| Financial Liabilities Held for Trading | FLHfT | 19.173 | - | 19.173 | 19.173 |
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| VERTANSATZ BILANZ NACH IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 IN T€ |
BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IAS 39 | BUCHWERT 31.12.2010 | FORTGEFÜHRTE ANSCHAFFUNGSKOSTEN | FAIR VALUE ERFOLGSNEUTRAL | FAIR VALUE 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kategorien nach IFRS 7 | |||||
| Aktiva | |||||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | LaR | 112.215 | 112.215 | - | 112.215 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 261.476 | 261.476 | - | 261.476 |
| Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen (kurz- und langfristig) | Bilanzposten | 51.206 | - | - | - |
| davon: | |||||
| Vorauszahlungen, sonstige Vermögenswerte und Forderungen | LaR | 30.457 | 30.457 | - | 30.457 |
| Finanzielle Vermögenswerte | AfS | 2.817 | - | 2.817 | 2.817 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 101.449 | 101.449 | - | 101.449 |
| Darlehen (kurz- und langfristig) | FLAC | 633.482 | 633.482 | - | 622.631 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | Bilanzposten | 117.391 | - | - | - |
| davon: | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 100.745 | 100.745 | - | 100.745 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Loans and Receivables | LaR | 404.148 | 404.148 | - | 404.148 |
| Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 2.817 | - | 2.817 | 2.817 |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost | FLAC | 835.676 | 835.676 | - | 824.825 |
Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die Buchwerte der Klassen nur unwesentlich von den beizulegenden Zeitwerten ab. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve ermittelt.
40 Nettogewinne und -Verluste nach Bewertungskategorien
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam erfasst (Held-for-Trading) | 0 | -1.974 |
| Darlehen und Forderungen (Wertberichtigungen) | -1.019 | -3.678 |
| Summe Nettoverluste | -1.019 | -5.652 |
Im dargestellten Ergebnis sind jeweils keine Aufwendungen und Erträge aus Zinsen und Dividenden enthalten.
41 Angaben zum Risikomanagement von Finanzinstrumenten
Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher zentralisiert Symrise diese Risiken soweit wie möglich und steuert diese dann vorausschauend, auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Sie werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktionsentwicklungen angepasst.
ZINSRISIKO
Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung setzten Symrise in der Vergangenheit zinsbedingten Cashflowrisiken aus. Diesen Risiken wurde in Vorjahren durch Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten entgegengewirkt. Im Rahmen der Refinanzierung 2010 wurden für langfristige Verbindlichkeiten ausschließlich Festzinsvereinbarungen geschlossen, so dass hier die Notwendigkeit einer Sicherung zinsbedingter Cashflowrisiken nicht mehr gegeben ist.
Dadurch wurden die Zinsrisiken deutlich gemindert. Für ca. 70% der Verbindlichkeiten besteht zum Bilanzstichtag eine Festzinsvereinbarung. Damit unterliegen nur ca. 30% der Verbindlichkeiten einem Zinsänderungsrisiko. Diesem Risiko begegnet Symrise bei Bedarf mit dem Abschluss von Zinssicherungsinstrumenten.
WÄHRUNGSRISIKO
Symrise ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss. Im Symrise Konzern werden sowohl Einkäufe als auch Verkäufe in Fremdwährungen getätigt. Diese Währungsrisiken werden systematisch erfasst und an die Konzernzentrale berichtet, wo das Gesamtrisiko bewertet wird. Kennzahl zur Messung des Gesamtrisikos ist der Cashflow at Risk (CfaR), der angibt, inwieweit das Konzernergebnis durch Wechselkursschwankungen beeinflusst wird. Bislang werden diese Währungsrisiken nicht gesichert.
Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnungs-Posten einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzern-Eigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus wurden üblicherweise nicht gesichert.
Die Fremdwährungssensitivität ermittelt Symrise durch Aggregation der Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden. Die Marktwerte der einbezogenen Grundpositionen werden einmal zu Ist-Wechselkursen und einmal mit Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen beiden Bewertungen stellt die Auswirkung auf Eigenkapital und Ergebnis vor Steuern dar. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.
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| 2009 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| 31. DEZEMBER | TUS$ | T€ | TUS$ | T€ |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Währungsrisiko aus Bilanzposten | 24.372 | 17.008 | 20.143 | 17.189 |
| Zukünftige erfolgswirksame Veränderung und Veränderung des Eigenkapitals nach einem Anstieg des Euro um 10% | 2.216 | 1.546 | 1.831 | 1.382 |
Die Sensitivitätsanalyse beruht auf der Annahme, dass außer einer Änderung des Währungskurses alle anderen Variablen konstant bleiben.
LIQUIDITÄTSRISIKO DARLEHEN
Das Liquiditätsrisiko, d.h. das Risiko, dass Symrise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierung und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird bei Symrise durch eine rollierende Finanzplanung über 12 Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.
Die folgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten einschließlich geschätzter Zinszahlungen (3 %) für die variablen Verzinsungen, da die Darlehen unter der revolvierenden Kreditlinie uns langfristig zur Verfügung stehen.
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| BUCHWERT | ERWARTETE AUSZAHLUNGEN | LAUFZEIT ERWARTETER AUSZAHLUNGEN | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 IN T€ |
1 BIS 3 MONATE | 3 MONATE BIS 1 JAHR | 1 BIS 5 JAHRE | >5 JAHRE | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzverbindlichkeiten | 654.517 | 691.426 | 19.636 | 78.747 | 593.043 | 0 |
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| BUCHWERT | ERWARTETE AUSZAHLUNGEN | LAUFZEIT ERWARTETER AUSZAHLUNGEN | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 IN T€ |
1 BIS 3 MONATE | 3 MONATE BIS 1 JAHR | 1 BIS 5 JAHRE | >5 JAHRE | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzverbindlichkeiten | 521.223 | 800.989 | 2.200 | 21.936 | 295.518 | 481.335 |
Sensitivitätsanalyse aus in Anspruch genommenen Gesamtkreditrahmen:
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| 2009 | NOMINAL | DAVON FIX | DAVON VARIABEL | DAVON UNGESICHERT | 1% ANSTIEG | 1% RÜCKGANG |
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | 498.000 | 27.500 | 470.500 | 43.000 | 430 | -430 |
| TUS$ | 225.500 | 0 | 225.500 | 50.500 | 505 | -505 |
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| 2010 | NOMINAL | DAVON FIX | DAVON VARIABEL | DAVON UNGESICHERT | 1% ANSTIEG | 1% RÜCKGANG |
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | 452.500 | 327.500 | 125.000 | 125.000 | 1.250 | -1.250 |
| TUS$ | 240.000 | 175.000 | 65.000 | 65.000 | 650 | -650 |
KREDITRISIKEN
Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Dieser tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nachzukommen. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im Symrise Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden, noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken.
Im Rahmen der Geldanlage werden Finanzkontrakte nur mit Banken, die wir sorgfältig ausgewählt haben und permanent beobachten, abgeschlossen. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der Symrise Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarung seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern bester Bonität abgeschlossen werden. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen das maximale Kreditrisiko dar.
42 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2010 hatte Symrise die folgenden Eventualverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
OPERATIVE LEASINGVERTRÄGE
Zahlungsverpflichtungen bestehen aus operativen Leasingverhältnissen, die während der Vertragslaufzeit unkündbar sind und die im Wesentlichen für Kraftfahrzeuge und Gebäude abgeschlossen wurden. Die Verträge beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen oder Preisanpassungsklauseln, jedoch keine Kaufoptionen. Die zukünftigen Netto-Zahlungsabflüsse hieraus verteilen sich wie folgt:
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| MINDESTLEASINGZAHLUNGEN AUS OPERATIVEN LEASINGVERTRÄGEN |
ZAHLUNGSZUFLÜSSE AUS OPERATIVEM SUBLEASING | NETTOZAHLUNGSABFLUSS | NETTOZAHLUNGSABFLUSS | |
|---|---|---|---|---|
| IN T€ | 2010 | 2010 | 2010 | 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Im Geschäftsjahr | 14.956 | 409 | 14.547 | 12.076 |
| Fällig in einem Jahr | 9.345 | 0 | 9.345 | 9.921 |
| Fällig in zwei Jahren | 7.167 | 0 | 7.167 | 7.388 |
| Fällig in drei Jahren | 3.961 | 0 | 3.961 | 5.502 |
| Fällig in vier Jahren | 3.092 | 0 | 3.092 | 4.708 |
| Fällig in fünf Jahren | 1.377 | 0 | 1.377 | 3.131 |
| Fällig in sechs Jahren oder später | 4.463 | 0 | 9.803 | 7.535 |
| Summe | 44.361 | 409 | 49.292 | 50.261 |
SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN
Zum 31. Dezember 2010 hat der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 6,0 Mio. €. (2009: 2,7 Mio. €. ). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Produktionsanlagen. Weitere Verpflichtungen von 50,8 Mio. €. (2009: 31,7 Mio. €. ) bestehen aus nicht erfüllten Verträgen für Warenbezüge.
Die Symrise AG hat mit Wirkung zum 1. Februar 2006 mit der Atos Origin GmbH einen Servicevertrag zur Auslagerung der internen Informationstechnologie mit einer Laufzeit von zehn fahren geschlossen. Die zu zahlende jährliche Vergütung verringert sich während der Vertragslaufzeit kontinuierlich. Die verbleibende Gesamtverpflichtung gegenüber Atos beträgt 81,7 Mio. €. (2009: 97,8 Mio. €. ).
Darüber hinaus bestehen Berater-, Dienstleistungs- und Kooperationsverträge mit einer Laufzeit bis längstens 2014. Die Gesamtverpflichtung hieraus beträgt 2,4 Mio. €. .
43 Erfolgsabhängige Vergütung (Long Term Incentive Program und Strategic Share Bonus)
LONG TERM INCENTIVE PROGRAM 2008, 2009, 2010
Im Jahre 2007 wurde vom Aufsichtsrat erstmals das Konzept eines "Long Term Incentive Program" (LTIP) beschlossen, was als Konzept dem LTIP für die jeweils dreijährige Performanceperiode 2008 bis 2010, für die Periode 2009 bis 2011 sowie für die Periode 2010 bis 2012 unverändert zugrunde liegt. Nur die Höhe der Leistungskriterien wurde jeweils jährlich neu festgelegt.
Das Konzept sieht zwei Performancekriterien vor, die Steigerung des Aktienkurs sowie den "Symrise Value Added" über die Performanceperiode.
Ausgehend von dem durchschnittlichen Kurs der Aktie 10 Handelstage vor dem Stichtag 1. Januar und 10 Handelstage nach diesem Stichtag erfolgt ein Vergleich mit dem Aktienkurs am Ende der Performanceperiode. Dabei wird eine Mindeststeigerung von 20% erwartet, ferner erfolgt eine Deckelung bei einem Höchstkurs (so genannter Cap). Die Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Erreichens dieser Ziele erfolgt unter der Zugrundelegung von geschätzten Annahmen. Eine Dividendenrendite ist in die erforderliche Performance der Aktienkomponente nicht mit einbezogen.
Eine Auszahlung hinsichtlich des "Symrise Value Added" erfolgt nur, wenn der Ertragswert, ausgehend vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, abzüglich einer Verzinsung auf das eingesetzte Kapital in der Performanceperiode einen vom Aufsichtsrat festgelegten, an der strategischen Planung von Symrise orientierten Betrag erreicht.
Das LTIP ist als "Performance Cash Bonus" ausgestaltet, was bedeutet, dass in Abhängigkeit von der Steigerung des Aktienkurses und dem Erreichen der "Symrise Value Added" Ziele die begünstigten Führungskräfte nach Ablauf der Performanceperiode von drei fahren einen variablen Geldbonus erhalten. Ober die Erreichung der gesetzten Ziele entscheidet der Aufsichtsrat nach Ablaufen der Performanceperiode.
Teilnehmer des LTIP für die Periode 2008 bis 2010 waren neben den Vorstandsmitgliedern auch sieben Führungskräfte der zweiten Ebene des Symrise Konzerns (so genannte Regional Presidents). Bei den Mitgliedern des Vorstands basieren 70% dieses "Performance Cash Bonus" auf der Entwicklung des Aktienkurses sowie 30% auf dem "Symrise Value Added". Bei den Regional Presidents wird der Bonusanspruch nach den gleichen Leistungskriterien bemessen, ermittelt sich jedoch aus einer gleichen Gewichtung (jeweils 50 %) der Aktienkurs-Komponente und des "Symrise Value Added".
Das LTIP für die Performanceperiode 2008 bis 2010 ist am 31. Dezember 2010 ausgelaufen und hat zu keiner Auszahlung geführt, da die gesetzten Ziele nicht erreicht wurden.
Der Aufsichtsrat hat den Mitgliedern des Vorstands ein weiteres "Long Term Incentive Program" für die Periode 2009 bis 2011 angeboten, das mit Wirkung zum 1. Januar 2009 in Kraft getreten ist und bis zum 31. Dezember 2011 läuft. In dieses Programm wurde eine weitere Führungskraft wegen ihrer unternehmensübergreifenden Funktion ebenfalls mit einbezogen. Ausgehend von dem durchschnittlichen Kurs der Aktie von 9,88€ - 10 Handelstage vor dem 1. Januar 2009 und 10 Handelstage nach diesem Stichtag - erfolgt ein Vergleich mit dem Aktienkurs Ende 2011. Der entsprechende initiale Aktienkurs für das LLIP 2010 bis 2012 beläuft sich auf 15,81 € und wird nach der gleichen Methode wie das LTIP 2009 bis 2011 bewertet.
Die Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Erreichens dieser Ziele erfolgt unter der Zugrundelegung der "Black-Scholes" Formel bei einem Aktienkurs von 20,13 € und einer erwarteten Volatilität von 43,5%.
Unter Zugrundelegung dieses Aktienkurses zum Bilanzstichtag wurde der Rückstellungsbetrag für das LLIP Programm 2009 bis 2011 mit 500 T€ und für 2010 bis 2012 mit 94 T€ berechnet.
Anspruchsberechtigt sind die jeweils zum Zeitpunkt der Gewährung und zugleich noch am Bilanzstichtag aktiven Vorstandsmitglieder.
STRATEGIC SHARE BONUS 2009 UND 2010
Der Vorstand hat 2009 ein aktienbasiertes Bonusprogramm für insgesamt 16 strategisch wichtige Mitarbeiter und Führungskräfte weltweit aufgelegt. Basierend auf einem Aktienkurs von 9,71 € wurden 64.364 virtuelle Aktien "ausgegeben". Für diesen Personenkreis lief das Bonusprogramm zum 31. Dezember 2010 aus.
2010 wurden weitere acht strategisch wichtige Mitarbeiter in ein neu aufgelegtes aktienbasiertes Bonusprogramm für den Zeitraum Januar 2010 bis Dezember 2011 aufgenommen. Basierend auf einem Aktienkurs von 14,17€ wurden 24.700 virtuelle Aktien "ausgegeben".
Die Auszahlung des Barbetrages soll am Ende der zweijährigen Laufzeit auf der Basis des durchschnittlichen Aktienkurses der letzten 20 Börsenhandelstage erfolgen. Damit ist der Bonus an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft.
Unter Zugrundelegung des Aktienkurses zum Bilanzstichtag von 20,13€ wurde der Fair Value für die Programme 2009 und 2010 mit 1.427 T€ berechnet. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes werden Dividenden nicht berücksichtigt.
Um die strategisch wichtigen Mitarbeiter auch bei einem Kursverfall an das Unternehmen zu binden, wurde eine virtuelle Kursabsicherung bei 50% des bonusrelevanten Aktienkurses festgelegt. Um darüber hinaus nicht leistungsbezogene Aktienkurseffekte auszuschließen, wurde ein Höchstkurs von max. 200% des bonusrelevanten Aktienkurses vereinbart.
44 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Im Geschäftsjahr 2010 wurden in geringem Umfang Waren von assoziierten Unternehmen bezogen.
NAHESTEHENDE PERSONEN
Die Vorstände, ehemalige Geschäftsführer sowie die Aufsichtsratsmitglieder und ehemalige Vertreter der Anteilseigner gelten als nahestehende Personen.
Im Geschäftsjahr 2010 erhielten die Mitglieder des Vorstands eine Barvergütung einschließlich Sachbezügen und variabler Vergütungsbestandteile in Höhe von 3.605 T€ (2009: 3.337 T€). Die Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung (LTIP) betrugen im Geschäftsjahr 2010 191 T€ (2009: 293 T€).
Der Dienstzeitaufwand für Altersversorgung betrug im Geschäftsjahr 2010 280 T€ (2009: 271 T€).
Dem ehemaligen Vorstand Herrn Horst-Otto Gerberding sind 2010 Pensionszahlungen von monatlich 23,5 T€ ausgezahlt worden.
Für frühere Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsführung wurden zum 31. Dezember 2010 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 6,5 Mio. € gebildet.
Die Gesamtvergütung für die Berichtsperiode für Mitglieder des Aufsichtsrats betrug 769 T€ (2009: 660 T€).
Die individualisierte Vergütung für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder ist im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
In der nachfolgenden Tabelle sind die der Gesellschaft nach § 15a WpHG gemeldeten Aktientransaktionen zusammengefasst:
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| NAME UND POSITION | ART DER TRANSAKTION | BEZEICHNUNG DES WERTPAPIERS | DATUM, ORT | STÜCKZAHL | KURS/ PREIS (IN €) | GESAMTVOLUMEN (IN €) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Mitglied des Vorstands) | Kauf | Symrise Stückaktien | 26.05.2010 Xetra® | 3.100 | 16,14 | 50.034,00 |
| Bernd Hirsch (Mitglied des Vorstands) |
Kauf | Symrise Stückaktien | 26.05.2010 Xetra® | 1.500 | 16,101 | 24.151,50 |
45 Langfristige Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements
Es wird auf den Risikobericht verwiesen, der Teil unseres Lageberichts ist.
46 Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 11. Mai 2010 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 gewählt.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare:
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| IN T€ | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 834 | 892 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 28 | 116 |
| Steuerberatung | 689 | 756 |
| Sonstige Leistungen | 164 | 78 |
| Summe | 1.732 | 1.842 |
Die Vorjahreswerte wurden angepasst, da diese auch an mit der KPMG AG verbundene Unternehmen geleistete Honorare enthielt.
Zugleich ist KPMG im internationalen Verbund Abschlussprüfer für den gesamten Symrise Konzern. Das für die Abschlussprüfung weltweit gewährte Honorar beträgt für das Jahr 2010 1.651 T€ (2009: 1.675 T€).
47 Aufstellung der einbezogenen Unternehmen
Vollkonsolidierte Gesellschaften zum 31. Dezember 2010:
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| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | ANTEIL |
|---|---|
| Deutschland | |
| Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden | 100% |
| DrinkStar GmbH, Rosenheim | 100% |
| Schimmel & Co. GmbH, Holzminden | 100% |
| Kaden Biochemicals GmbH, Hamburg | 100% |
| Tesium GmbH, Holzminden | 100% |
| Symotion GmbH, Holzminden | 100% |
| Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden | 100% |
| Symrise US-Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main | 100% |
| IP-Verwaltungs-GmbH, Holzminden | 100% |
| IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden | 100% |
| Haarmann + Reimer Unterstützungskasse GmbH, Holzminden | 100% |
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| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | ANTEIL |
|---|---|
| Übriges Europa | |
| Aromatics, S.A.S., Frankreich | 100% |
| OOO Armonia, Russland | 100% |
| Steng Ingredients Ltd., Großbritannien | 100% |
| Symrise S.A., Schweiz | 100% |
| Symrise Ltd., Großbritannien | 100% |
| Symrise Holding Ltd., Großbritannien | 100% |
| Flavors Direct Ltd., Großbritannien | 100% |
| Symrise B.V., Niederlande | 100% |
| Symrise Iberica S.L., Spanien | 100% |
| Symrise S.A.S, Frankreich | 100% |
| Symrise S.r.L, Italien | 100% |
| Symrise Vertriebs GmbH, Österreich | 100% |
| Symrise Kimya Sanayi ve Ticaret Ltd. Sirketi, Türkei | 100% |
| Symrise Luxembourg S.a.r.L, Luxemburg | 100% |
| WWS Ltd., Großbritannien | 100% |
| Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Belgien | 100% |
| Symrise Group Finance Holding 2 CV, Belgien | 100% |
| Nordamerika | |
| Symrise Inc., USA | 100% |
| Symrise Holding Inc., USA | 100% |
| Lateinamerika | |
| Symrise Aromas e Fragrancias Ltda., Brasilien | 100% |
| Symrise S.r.L, Argentinien | 100% |
| Symrise S.A., Chile | 100% |
| Symrise Ltda., Kolumbien | 100% |
| Symrise CA., Venezuela | 100% |
| Symrise S. de R.L. de CV., Mexiko | 100% |
| Asien und Pazifik | |
| Symrise Pty. Ltd., Australien | 100% |
| Symrise Ltd., Hong Kong, China | 100% |
| Symrise Export Ltd., Hong Kong, China | 100% |
| Symrise Ltd., Shanghai, China | 100% |
| Symrise SDN. BHD, Malaysia | 100% |
| Symrise Holding Pte. Ltd., Singapur | 100% |
| Symrise Pte. Ltd., Singapur | 100% |
| Symrise Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur | 100% |
| Symrise Ltd., Korea | 100% |
| Symrise Ltd., Thailand | 100% |
| Thamasarb Co. Ltd., Thailand | 100% |
| P.T. Symrise, Indonesien | 100% |
| Symrise Inc., Philippinen | 100% |
| Symrise Pvt. Ltd., Indien | 100% |
| Symrise K.K., Japan | 100% |
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| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | ANTEIL |
|---|---|
| Afrika und Naher Osten | |
| Aroma Labs For Flavours SAE, Ägypten | 100% |
| Futura Labs International SAE, Ägypten | 100% |
| Roseland World Corp., Dubai | 100% |
| Ragco (Pty) Ltd., Südafrika | 100% |
| Symrise (Pty) Ltd., Südafrika | 100% |
| Symrise Mauritius Ltd., Mauritius | 100% |
| Symrise S.A.E., Ägypten | 100% |
| Aromatics Madagascar S.a.r.L., Madagaskar | 100% |
| Origines Madagascar S.a.r.L., Madagaskar | 100% |
Assoziierte Unternehmen zum 31. Dezember 2010
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| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | ANTEIL |
|---|---|
| Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge, USA | 20% |
48 Anteilsbesitz an der Symrise AG nach §160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Der Symrise AG gingen folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:
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| GESELLSCHAFT | SITZ | MITTEILUNG AM | ZEITPUNKT ZUM | % SCHWELLE ÜBER- BZW. UNTERSCHRITTEN | ANTEILBESITZ IN % NACHHER | STIMMRECHTE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gerberding Vermögensverwaltung GmbH3 | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | |||
| Herr Horst-Otto Gerberding3 | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | 10,00% | 5,86% | 6.928.087 |
| Gerberding Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG3 | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | |||
| Sun Life Financial Corp.1 | Ontario/Kanada | 02.08.2007 | 29.06.2007 | 3,00% | 3,03% | 3.577.909 |
| The Bank of New York Mellon Corporation1 | New York, New York, USA | 31.12.2008 | 30.12.2008 | 5,00% | 4,98% | 5.888.136 |
| M&G Investment Funds1 ,2 | London, UK | 25.03.2008 | 18.03.2008 | 5,00% | 5,055% | 5.974.017 |
| M&G Securities Limited2 | London, UK | 25.03.2008 | 18.03.2008 | 5,00% | 5,175% | 6.115.017 |
| Massachusetts Financial Services Company (MFS)2 | Boston, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Assurance Company of Canada - US Operations Holdings Inc.1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Financial (U.S.) Holding Inc.1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Financial Inc.1 | Toronto, Ontario, Kanada | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Global Investments Inc. (vormals Sun Life Financial Corp.)1 | Toronto, Ontario, Kanada | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings Inc.1 | Boston, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
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| GESELLSCHAFT | SITZ | MITTEILUNG AM | ZEITPUNKT ZUM | % SCHWELLE ÜBER- BZW. UNTERSCHRITTEN | ANTEILBESITZ IN % NACHHER | STIMMRECHTE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| JPMorgan Asset Management Holdings Inc.1 | New York, USA | 01.12.2009 | 26.11.2009 | 3,00% | 3,02% | 3.570.582 |
| Schroder International Selection Fund | Sennigerberg, Luxemburg | 02.06.2010 | 29.04.2010 | 3,00% | 2,91% | 3.441.370 |
| Capital Income Builder, Inc. | Los Angeles, USA | 07.06.2010 | 02.06.2010 | 3,00% | 2,99% | 3.538.936 |
| Capital Research and Management Company2 | Los Angeles, USA | 14.06.2010 | 10.06.2010 | 3,00% | 2,38% | 2.807.585 |
| FMR LLC1 | Boston, Massachusetts, USA | 22.06.2010 | 16.06.2010 | 3,00% | 2,9% | 3.429.477 |
| Fidelity Management & Research Company2 | Boston, Massachusetts, USA | 22.06.2010 | 16.06.2010 | 3,00% | 2,82% | 3.335.977 |
| BlackRock Inc.1 | New York, USA | 08.10.2010 | 01.10.2010 | 3,00% | 3,002% | 3.547.771 |
| Schroders plc.1 | London, UK | 13.10.2010 | 11.10.2010 | 3,00% | 2,976% | 3.516.949 |
| Schroder Administration Limited1 | London, UK | 13.10.2010 | 11.10.2010 | 3,00% | 2,976% | 3.516.949 |
| Schroder Investment Management Limited2 | London, UK | 13.10.2010 | 11.10.2010 | 3,00% | 2,976% | 3.516.949 |
| JPMorgan Asset Management (UK) Limited2 ,4 | London, UK | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00% | 2,870% | 3.386.401 |
| J.P. Morgan Investment Management Inc.2 ,4 | New York, USA | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00% | 2,870% | 3.386.401 |
| JPMorgan Asset Management (Taiwan) Limited2 ,4 | Taipei, Taiwan | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00% | 2,870% | 3.386.401 |
| Standard Life Investment Limited2 | Edinburgh, UK | 15.11.2010 | 10.11.2010 | 3,00% | 3,073% | 3.631.647 |
| M&G Group Limited1 | London, UK | 04.02.2011 | 01.02.2011 | 10,00% | 10,020% | 11.843.270 |
| M&G Investment Management Limited1 | London, UK | 04.02.2011 | 01.02.2011 | 10,00% | 10,020% | 11.843.270 |
| M&G Limited1 | London, UK | 04.02.2011 | 01.02.2011 | 10,00% | 10,020% | 11.843.270 |
| Prudential plc.1 | London, UK | 04.02.2011 | 01.02.2011 | 10,00% | 10,02% | 11.843.270 |
| Ameriprise Financial Inc.1 ,5 | Minneapolis, USA | 15.02.2011 | 10.02.2011 | 3,00% | 3,07% | 3.623.754 |
| Threadneedle Asset Management Limited2 | London, UK | 18.02.2011 | 16.02.2011 | 3,00% | 3,04% | 3.592.716 |
| Threadneedle Asset Management Holdings Limited1 | London, UK | 18.02.2011 | 16.02.2011 | 3,00% | 3,05% | 3.603.552 |
| Threadneedle Asset Management Holdings SARL1 ,6 | Luxemburg, Luxemburg | 18.02.2011 | 16.02.2011 | 3,00% | 3,05% | 3.608.647 |
1 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet
2 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet
3 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet
4 Die Stimm rechte werden gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet
5 0,02% der Stimmrechte (19.631 Stimmrechte) werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 WpHG zugerechnet
6 0,03% der Stimmrechte (36.341 Stimmrechte) werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 WpHG zugerechnet
49 Befreiung von der Aufstellung eines Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB
Die DrinkStar GmbH, die Tesium GmbH und die Symotion GmbH werden in den Konzernabschluss nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der Symrise AG einbezogen und nehmen die Befreiungsvorschriften des §264 Abs. 3 HGB bezüglich der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung der Jahresabschlüsse in Anspruch.
50 Corporate Governance
Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ist für 2010 abgegeben und den Aktionären auf unserer Website www.symrise.com dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Holzminden, den 18. Februar 2011
Symrise AG
Der Vorstand
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| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | Bernd Hirsch |
| Achim Daub | Hans Holger Gliewe |
ERKLÄRUNG DES VORSTANDS
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Holzminden, den 18. Februar 2011
Symrise AG
Der Vorstand
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| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | Bernd Hirsch |
| Achim Daub | Hans Holger Gliewe |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
Wir haben den von der Symrise AG, Holzminden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzerneigenkapitals und Konzernanhang sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 23. Februar 2011
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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| Dr. Bartels-Hetzler | Dr. Thünder |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT
Der abgedruckte Corporate Governance-Bericht ist Teil der Erklärung zu Unternehmensführung, die vollständig auf der Internetseite des Unternehmens unter der Adresse www.symrise.com > Investoren > Corporate Governance > Erklärung zur Unternehmensführung zur Verfügung steht.
EINLEITUNG
Die Corporate Governance bei Symrise orientiert sich am Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), der sich als Leitlinie und Maßstab guter Unternehmensführung in Deutschland etabliert hat. Wir sind heute mehr denn je überzeugt, dass eine gute Corporate Governance für den Erfolg eines Unternehmens Voraussetzung und unabdingbare Grundlage ist. Dieser Erfolg beruht, wie die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gezeigt haben, ganz besonders auf dem uns von unseren Geschäftspartnern, den Finanzmärkten, Anlegern, Mitarbeitern und der interessierten Öffentlichkeit entgegengebrachten Vertrauen. Dieses Vertrauen zu bestätigen und weiter zu verstärken ist vorrangiges Ziel bei Symrise. Um dieses Ziel erreichen zu können, bedarf es einer verantwortungsbewussten und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteten Führung und Kontrolle unseres Unternehmens.
Symrise gestaltet die Corporate Governance im Unternehmen entsprechend den Empfehlungen und Anregungen des DCGK. Der Kodex liegt inzwischen in aktualisierter Fassung vor. Symrise hat sämtliche Kodexanpassungen aufgegriffen und umgesetzt. Die Symrise AG entspricht damit weiterhin ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 26. Mai 2010.
Bereits in der Vergangenheit haben wir uns an international und national anerkannten Standards guter und verantwortungsbewusster Unternehmensführung orientiert und werden dies auch in Zukunft tun. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2010 mehrfach intensiv und über alle Bereiche hinweg mit Themen der Corporate Governance beschäftigt.
WWW.SYMRISE.COM > INVESTOREN > CORPORATE GOVERNANCE > ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
INTERESSENKONFLIKTE
Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen wären, traten auch im Geschäftsjahr 2010 nicht auf. Berater- und Dienstleistungsverträge oder sonstige Austauschverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden auch im Geschäftsjahr 2010 ausschließlich bei Herrn Horst-Otto Gerberding:
Die Gesellschaft und Herr Horst-Otto Gerberding haben am 4. September 2003, im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Herrn Gerberding als Geschäftsführer der früheren Symrise Holding GmbH, ein "Amended and Restated Service Agreement" abgeschlossen. Gemäß diesem Vertrag hat die Gesellschaft Herrn Gerberding bis zu seinem Tod ein Ruhegeld zu zahlen. Das Ruhegeld beträgt jährlich 100.000€. Dieser Betrag erhöht sich für jedes Jahr, in welchem Herr Gerberding nach Abschluss der Vereinbarung als Geschäftsführer in den Diensten der Gesellschaft steht, um einen Betrag von 7.500€. Daneben hat Herr Gerberding Pensionsansprüche gegen die Symrise AG aus einem Anstellungs- und Versorgungsvertrag vom 29. Juli 1983. Die Gesamthöhe der Ansprüche beträgt monatlich 23.475 €.
TRANSPARENZ
Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Symrise AG sowie bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Symrise Aktien und sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offen legen. Diese Offenlegungspflicht besteht dann, wenn der Wert der getätigten Geschäfte, die eine zum vorstehend genannten Personenkreis gehörige Person tätigt, die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt.
WWW.SYMRISE.COM > INVESTOREN > CORPORATE GOVERNANCE > DIRECTORS' DEALINGS
Alle der Symrise AG bis zum 31. Dezember 2010 zugegangenen Meldungen sind auf unserer Internetseite unter www.symrise.com > Investoren > Corporate Governance > Directors' Dealings veröffentlicht. Dort finden sich die seit dem Börsengang im Dezember 2006 abgegebenen Meldungen, auch soweit sie zwischenzeitlich aus Vorstand und Aufsichtsrat ausgeschiedene Personen betreffen.
Der direkte oder indirekte Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Symrise AG betrug zum 31. Dezember 2010 mehr als 1 %. Von den insgesamt von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gehaltenen 6,18 % Aktien der Symrise AG entfielen auf Mitglieder des Aufsichtsrats 6,01 % und auf Mitglieder des Vorstands 0,17%.
Eine Übersicht über die Mandate der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder außerhalb des Symrise Konzerns findet sich auf Seite 162/163 dieses Geschäftsberichts.
Ein Bericht über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen findet sich auf Seite 144/145 dieses Geschäftsberichts.
VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT*
VERGÜTUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands erfolgt auf der Grundlage von § 87 Aktiengesetz. Danach legt der Aufsichtsrat die Vergütung fest. Diese umfasst feste und variable Bestandteile sowie Sachbezüge. Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats hat sich in seiner Sitzung am 1. März 2010 im Schwerpunkt mit der Erreichung der Ziele der Vorstandsmitglieder bezogen auf das Jahr 2009 befasst und die entsprechenden variablen Bezüge festgesetzt. In seiner Sitzung am 29. September 2010 wurden die Gehälter der Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram und Bernd Hirsch überprüft und unter Berücksichtigung der üblichen Vergütung angepasst.
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Der variable Anteil an der Gesamtvergütung bestand im Jahr 2010 aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung der Unternehmensziele abhängig war. Für die Bemessung der Auszahlung wurde das EBIT der Symrise Gruppe als betriebswirtschaftliche Kenngröße des Konzerns bzw. seiner Geschäftsbereiche verwendet sowie qualitative Bewertungskriterien. Die Zielvorgaben, nach denen sich der variable Anteil der Gesamtvergütung bemisst, wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2010 durch den Aufsichtsrat festgelegt und in Zielvereinbarungen mit den einzelnen Mitgliedern des Vorstands auf Basis der verabschiedeten Unternehmensziele vereinbart. Der Jahresbonus wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2010 im Folgejahr 2011 ausgezahlt. Der Jahresbonus ist auf maximal 130 % der jährlichen Festbezüge begrenzt. Herr Bernd Hirsch hat im Dezember 2010 nach Genehmigung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden eine unverzinsliche Abschlagszahlung auf seinen Bonusanspruch für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 213.000 € erhalten. Diese wird mit dem durch den Aufsichtsrat nach Feststellung des Jahresabschlusses beschlossenen Jahresbonus 2010 in vollem Umfang verrechnet.
Neben der Grundvergütung und dem Jahresbonus, die den Vorstandsmitgliedern jährlich bar ausgezahlt werden, gibt es einen langfristigen Incentive-Plan für die Mitglieder des Vorstands (so genannte LTIP). Dieser ist als "Performance Cash Bonus" ausgestaltet, was bedeutet, dass die Vorstandsmitglieder nach Ablauf einer Performance-Periode von drei Geschäftsjahren bei Erreichen der vereinbarten Ziele einen variablen Geldbonus erhalten. Die Incentive Pläne einschließlich deren Leistungskriterien sind im Aufsichtsrat und seinen Gremien diskutiert und beschlossen worden. Ebenso entscheidet der Aufsichtsrat nach Ablauf der Performanceperiode über die entsprechende Zielerreichung und Auszahlung.
Das LTIP sieht zwei Performancekriterien vor, nämlich den absoluten Aktienkurs, der um mindestens 20% gesteigert werden muss, sowie einen Zielwert für den so genannten "Symrise Value Added". Dieser bezeichnet einen vom Aufsichtsrat für den jeweiligen Performance-Zeitraum festgelegten Zielwert für das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich einer Verzinsung in Höhe von 8 % auf das eingesetzte Kapital. 70% des gesamten Langfrist-Bonus beruhen auf der Entwicklung des Aktienkurses sowie 30 % auf dem "Symrise Value Added".
* Dieser Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts.
Das LTIP für die Performanceperiode 2008 bis 2010 ist am 31. Dezember 2010 ausgelaufen und hat zu keiner Auszahlung geführt, da die gesetzten Ziele nicht erreicht wurden. Die ursprünglich für diesen Plan gebildeten Rückstellungen in Höhe von 102 T€ wurden entsprechend aufgelöst.
Für die noch laufenden Langfristpläne 2009 bis 2011 und 2010 bis 2012 wurden als Zeitwert des jeweiligen LTIP im Zeitpunkt seiner Gewährung für die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram 129.059 € (Vorjahr 164.148€), Achim Daub 98.372 € (Vorjahr: 128.909€), Hans Holger Gliewe 86.039€ und Bernd Hirsch 73.707€ (beide neu bestellte Vorstandsmitglieder und somit ohne Vorjahreswerte) ermittelt.
Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 mit einer Mehrheit von 98,942% des vertretenen Kapitals gebilligt.
In seinen Sitzungen am 29. September und am 4. November 2010 hat sich der Präsidialausschuss ferner mit dem Konzept eines neuen Long Term Incentive Programms befasst. Der Aufsichtsrat hat dieses Konzept in seiner Sitzung am 14. Dezember 2010 diskutiert und verabschiedet.
Das neue LTIP-Konzept ersetzt den absoluten Aktienkurs als Kennziffer des LTIP durch die relative Kurssteigerung der Symrise Aktie gegenüber einem Aktienkursindex. Dieser Index ist aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie der Zulieferunternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie gebildet worden. Kennziffer zur Leistungsmessung ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Indexes wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Unterhalb des 40ten Percentile Rank wird kein Bonus ausgezahlt. Der maximal erreichbare Bonuswert, also der sog. Cap, entspricht dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung. Damit ist der Cap bei 200% erreicht. Die Summe der im Geschäftsjahr direkt gewährten Vergütung sowie der beizulegende Zeitwert der neu gewährten aktienbasierten Vergütung zum Zeitpunkt der Gewährung sind in der nachfolgenden Übersicht individualisiert dargestellt.
VORSTANDSBEZÜGE 2010
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| IN € | FESTVERGÜTUNG | SACHBEZÜGE1 | VARIABLE VERGÜTUNG2 | SUMME DIREKT GELEISTETER VERGÜTUNG |
ZEITWERT DES JEWEILIGEN LTIPIM ZEITPUNKT SEINER GEWÄHRUNG |
GESAMTBEZÜGE NACH § 314 ABS. 1 NR.6A HGB |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | 530.834 | 8.471 | 628.192 | 1.167.497 | 129.059 | 1.296.556 |
| 2009 | 462.500 | 7.811 | 502.100 | 972.411 | 164.148 | 1.136.559 |
| Achim Daub | 400.000 | 6.762 | 506.400 | 913.162 | 98.372 | 1.011.534 |
| 2009 | 400.000 | 6.091 | 487.162 | 893.253 | 128.909 | 1.022.162 |
| Hans Holger Gliewe | 350.0003 | 0 | 471.800 | 821.800 | 86.039 | 907.839 |
| ab 05.11.2009 | 31.192 | 18.029 | 15.434 | 64.655 | 0 | 64.655 |
| Bernd Hirsch | 308.334 | 9.155 | 385.204 | 702.693 | 73.707 | 776.400 |
| ab 01.12.2009 | 25.000 | 0 | 27.000 | 52.000 | 0 | 52.000 |
1 Sachbezüge beinhalten sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zur Gruppen Unfallversicherung
2 Variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit dieser von der Vorjahresangabe abweicht
3 Nicht enthalten ist eine währungsbedingte Überzahlung von 65,441 € aus der Gehaltsabrechnung von Hans Holger Gliewe in Brasilien im Jahre 2010 in Brasilianischen Reais, Diese wurde als Forderung im Jahresabschluss berücksichtigt und wird durch Aufrechnung gegen den Anspruch auf Jahresbonus für das Jahr 2010 verrechnet
ALTERSVERSORGUNG
Alle Vorstandsmitglieder haben das Recht, im Rahmen einer Gehaltsumwandlung Altersversorgungsansprüche aufzubauen ("Deferred Compensation"). Von dieser Möglichkeit haben die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch Gebrauch gemacht. Im Jahre 2010 bestanden Rückstellungen aus umgewandeltem Gehalt sowie Zinsaufwand für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 96.725 € (Vorjahr: 122.229€), für Herrn Gliewe in Höhe von 61.567 € (Vorjahr: 12.630€) und für Herrn Hirsch in Höhe von 51.037€ (Vorjahr keine Zuführungen, da erst zum 01. Dezember 2009 zum Vorstandsmitglied bestellt).
Lediglich für die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram und Hans Holger Gliewe besteht aufgrund ihres vorherigen Arbeitsverhältnisses eine Altersversorgungszusage, die allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurde. Für diese Versorgungszusage wurden bei Herrn Dr. Bertram 49.236€ an Rückstellungen zugeführt und für Herrn Gliewe 57.385 €. Die auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallenden Aufwendungen für Pensionszusagen sind in der nachstehenden Übersicht dargestellt.
PENSIONSZUSAGEN 2010
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| IN € | ZUFÜHRUNG ZUR PENSIONSRÜCKSTELLUNG AUS ALTERSVERSORGUNGSZUSAGEN | DAVON ARBEITNEHMEREIGENLEISTUNG DURCH GEHALTSUMWANDLUNG | BARWERT DER PENSIONSZUSAGE GESAMT |
|---|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | 145.961 | 46.750 | 597.081 |
| 2009 | 176.197 | 46.750 | 451.120 |
| Achim Daub | 0 | 0 | |
| 2009 | 0 | 0 | |
| Hans Holger Gliewe | 83.938 | 6.750 | 410.606 |
| ab 05.11.2009 | 12.630 | 326.668 | |
| Bernd Hirsch | 51.037 | 36.750 | 51.037 |
| ab 01.12.2009 | 0 |
CHANGE OF CONTROL
Die Vorstandsverträge sehen keine außerordentlichen Zahlungen im Falle einer sog. Change of Control Situation vor.
Für die Long Term Incentive Programme der Jahre 2010 und 2011 ist eine Auszahlung auf der Basis einer Zielerreichung von 100% für den Fall vorgesehen, dass ein Change of Control stattfindet und ein Mitglied des Vorstands aufgrund dessen von seinem Vorstandsamt abberufen wird. Das bedeutet, dass alle zu dem Zeitpunkt des Change of Control laufenden und noch nicht fälligen Long Term Incentive Programme auf der Basis einer Zielerreichung von 100% ausbezahlt werden.
Die Long Term Incentive Programme 2008 und 2009 würden in einem solchen Falle auf der Basis der zum Bemessungsstichtag erreichten Leistung ausbezahlt.
VORZEITIGE BEENDIGUNG UND ZEITLICHES AUSLAUFEN DER DIENSTVERTRÄGE
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen keine besonderen Vergütungen bei vorzeitiger Vertragsbeendigung auf Veranlassung des Unternehmens vor. In diesem Falle erhält das jeweilige Vorstandsmitglied ausschließlich sein Festgehalt für die Vertragsdauer weitergezahlt. Ein Anspruch auf Zahlung des jährlichen Bonus (auch anteilig) für das betreffende Geschäftsjahr besteht nicht.
Mit den Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart worden. Als Entschädigung hierfür erhält das jeweilige Vorstandsmitglied 50 % seines vertraglich vereinbarten, festen Basisgehalts.
Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen.
VERGÜTUNGSSTRUKTUR AUFSICHTSRAT
Die Vergütung des Aufsichtsrats enthält neben einer Grundvergütung ebenfalls eine variable Komponente, die das Unternehmensergebnis je Aktie angemessen berücksichtigt. Die Grundvergütung beträgt für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einheitlich 20.000 €. Wenn das Unternehmensergebnis je Aktie mindestens 0,15 € beträgt, erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats jeweils 200 € für je 0,01 € Unternehmensergebnis je Aktie. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte sowohl der Grund- als auch der variablen Vergütung. Der stellvertretende Vorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieser beiden Vergütungsbestandteile. Die variable Vergütungskomponente ist der Höhe nach begrenzt: für einfache Mitglieder des Aufsichtsrats auf 40.000€, für den stellvertretenden Vorsitzenden auf 60.000 € und für den Vorsitzenden auf 80.000 €.
Ausschussvorsitzende erhalten für jeden Vorsitz eine zusätzliche jährliche Festvergütung von 10.000€. Stellvertretende Ausschussvorsitzende erhalten zusätzlich jährlich 5.000 € und einfache Ausschussmitglieder zusätzlich pro Jahr 2.500€. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für Sitzungen des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000€ pro Sitzung, jedoch höchstens 1.500 € je Kalendertag.
Die individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Aufsichtsratsmitglieds ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
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| IN € | VERGÜTUNG BIS 31.12. | VERGÜTUNG FÜR ERGEBNIS JE AKTIE PER 31.12.1 | AUSSCHÜSSE PER 31.12. | VERGÜTUNG PER 31.12. GESAMT | SITZUNGEN | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Andreas Schmid | Vorsitzender | 40.000,00 | 45.200,00 | 32.500,00 | 117.700,00 | 13.500,00 |
| Horst-Otto Gerberding | 20.000,00 | 22.600,00 | 5.000,00 | 47.600,00 | 11.000,00 | |
| Sanna Suvanto-Harsaae | 20.000,00 | 22.600,00 | 7.500,00 | 50.100,00 | 11.000,00 | |
| Dr. Thomas Rabe | 20.000,00 | 22.600,00 | 10.000,00 | 52.600,00 | 10.500,00 | |
| Dr. Peter Grafoner | 20.000,00 | 22.600,00 | 2.500,00 | 45.100,00 | 11.500,00 | |
| Dr. Hans-Heinrich Gürtler | 20.000,00 | 22.600,00 | 42.600,00 | 8.000,00 | ||
| Dr. Helmut Frieden | 20.000,00 | 22.600,00 | 42.600,00 | 8.000,00 | ||
| Karl-Heinz Huchthausen | stellvertr. Vorsitzender | 30.000,00 | 33.900,00 | 5.000,00 | 68.900,00 | 11.000,00 |
| Regina Hufnagel | 20.000,00 | 22.600,00 | 5.000,00 | 47.600,00 | 11.000,00 | |
| Helmut Tacke | 20.000,00 | 22.600,00 | 42.600,00 | 8.000,00 | ||
| Peter Winkelmann | 20.000,00 | 22.600,00 | 2.500,00 | 45.100,00 | 12.500,00 | |
| Francesco Grioli | 20.000,00 | 22.600,00 | 42.600,00 | 8.000,00 | ||
| 270.000,00 | 305.100,00 | 70.000,00 | 645.100,00 | 124.000,00 |
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| IN € | ZU ZAHLEN PER 31.12.2010 |
|---|---|
| Andreas Schmid | 131.200,00 |
| Horst-Otto Gerberding | 58.600,00 |
| Sanna Suvanto-Harsaae | 61.100,00 |
| Dr. Thomas Rabe | 63.100,00 |
| Dr. Peter Grafoner | 56.600,00 |
| Dr. Hans-Heinrich Gürtler | 50.600,00 |
| Dr. Helmut Frieden | 50.600,00 |
| Karl-Heinz Huchthausen | 79.900,00 |
| Regina Hufnagel | 58.600,00 |
| Helmut Tacke | 50.600,00 |
| Peter Winkelmann | 57.600,00 |
| Francesco Grioli | 50.600,00 |
| 769.100,00 |
1 Ergebnis je Aktie: 1,13€
Die Symrise AG hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen. Ab dem Kalenderjahr 2010 ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des jeweiligen Mitglieds von Vorstand und Aufsichtsrat vereinbart.
AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG
Die Aktionäre der Symrise AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Symrise AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben beziehungsweise auch die Stimmrechtsvertreter der Symrise AG per Internet zu beauftragen. Weisungen zur Stimmrechtsausübung an diesen Stimmrechtsvertreter können vor und während der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 bis zum Ende der Generaldebatte erteilt werden. Eine Weisungserteilung über elektronische Medien ist bis zum Abend des 17. Mai 2011 um 18:00 Uhr möglich. Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der Symrise AG in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt.
Wir wollen unsere Aktionäre vor und während der Hauptversammlung zügig, umfassend und effektiv informieren und ihnen die Ausübung ihrer Rechte erleichtern. Bereits im Vorfeld einer Hauptversammlung werden die Aktionäre durch den auch auf unserer Internetseite verfügbaren Geschäftsbericht und die Einladung zur Hauptversammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die einzelnen Tagesordnungspunkte der anstehenden Hauptversammlung informiert. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung sowie der Geschäftsbericht sind auch auf unserer Internetseite verfügbar.
Das Anmelde- und Legitimationsverfahren zur Hauptversammlung ist einfach und stellt auf den 21. Tag vor der Hauptversammlung ab. Damit gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation der Aktionäre.
Im Anschluss an die Hauptversammlung veröffentlichen wir außerdem die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf unserer Internetseite.
INFORMATIONSSERVICE FÜR UNSERE AKTIONÄRE
Unsere Unternehmenskommunikation verfolgt den Anspruch, größtmögliche Transparenz und Chancengleichheit durch zeitnahe und gleichberechtigte Information aller Zielgruppen zu gewährleisten. Alle wesentlichen Presse- und Kapitalmarktmitteilungen der Symrise AG werden, auch auf der Internetseite der Gesellschaft, in deutscher und englischer Sprache publiziert. Die Satzung der Gesellschaft, die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat finden sich ebenso auf unserer Internetseite wie Jahres- und Konzernabschlüsse, Quartalsergebnisse, Jahres- und Halbjahresfinanzberichte.
Wir informieren unsere Aktionäre, Analysten, Aktionärsvereinigungen und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig über alle wesentlichen wiederkehrenden Termine mittels eines Finanzkalenders. Dieser wird im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Regelmäßige Treffen mit Analysten und institutionellen Anlegern finden im Rahmen unserer Investor Relations-Aktivitäten statt. Hierzu gehört eine jährliche Analystenkonferenz ebenso wie anlässlich der Veröffentlichung von Halbjahresfinanzberichten und Quartalsberichten durchgeführte Telefonkonferenzen für Analysten und Investoren.
Die wichtigsten Präsentationen, die wir für diese Veranstaltungen, für die Hauptversammlung, aber auch für Roadshows und Investorenkonferenzen vorbereiten, können im Internet eingesehen werden. Auch die Orte und Termine von Roadshows und Anlegerkonferenzen sind für alle Interessierten auf unserer Internetseite unter www.symrise.com > Investoren > Events abrufbar.
RISIKOMANAGEMENT
Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken jeder Art ist für den Erfolg eines Unternehmens von elementarer Bedeutung. Ein umfassendes Risikomanagementsystem gehört daher zwingend zu einer angemessenen Corporate Governance. Der Vorstand stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im gesamten Konzern sicher. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Zweimal im Jahr findet eine konzernweite Erhebung und Klassifizierung möglicher Risiken statt.
Das Risikomanagement bei Symrise, seine Sicherheitsmechanismen, interne Richtlinien und Kontrollinstrumente werden unangekündigt durch die interne Konzernrevision geprüft. Hierbei identifizierte Risiken werden unverzüglich dem Vorstand zur Kenntnis gebracht.
Das Risikofrüherkennungssystem nach § 91, Absatz 2, AktG wird von den Abschlussprüfern im In- und Ausland geprüft.
Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich neben der Abschlussprüfung und der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses auch regelmäßig mit der Prüfung und Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Hierzu gehören beispielsweise regelmäßige Berichte der Innenrevision und des Compliance-Beauftragten von Symrise.
Durch dieses Ineinandergreifen verschiedener Mechanismen können Risiken frühzeitig erkannt und bewertet werden. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung werden Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss vom Vorstand regelmäßig mittels eines eigenen Risikoberichts unterrichtet. Bereits in diesem frühen Stadium werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen und umgesetzt, um eine Beseitigung der identifizierten Risiken herbeizuführen. Auch die Umsetzung dieser eingeleiteten Maßnahmen wird von der internen Konzernrevision überprüft und der erreichte Erfolg einer kritischen Würdigung unterzogen. Risikopositionen können so kontrolliert und notwendige Maßnahmen zur Risikoverringerung eingeleitet werden. Hierfür werden konkrete Verantwortlichkeiten zugeordnet und mittels einer Erfolgskontrolle nachgehalten.
WWW.SYMRISE.COM > INVESTOREN > EVENTS
UNSER ABSCHLUSSPRÜFER: KPMG
Auch im Geschäftsjahr 2010 erfolgte die Rechnungslegung hinsichtlich des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte bei Symrise auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Dividendenzahlung maßgebliche Einzelabschluss der Symrise AG wird nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Wie bereits im Jahr 2009 wurde auch 2010 der Jahresabschluss der Symrise AG nebst Lagebericht und der Konzernabschluss der Symrise AG nebst Konzernlagebericht von unserem Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Mit diesem Prüfer ist vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich zu unterrichten ist, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Unser Abschlussprüfer wird über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich an Vorstand und Aufsichtsrat berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.
BERICHT DES AUFSICHTSRATS DER SYMRISE AG
Sehr geehrte Aktionäre,
angesichts der immer noch spürbaren Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, der erfolgreich durchgeführten Refinanzierung des Konzerns, u. a. mit der erstmaligen Platzierung einer börsennotierten Unternehmensanleihe, und des Investitionsprojektes Erweiterung unserer Mentholproduktion war das Geschäftsjahr 2010 mit besonderen Herausforderungen für den Konzern verbunden.
Im nachfolgenden Bericht möchte ich Sie über die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats in diesem herausfordernden Umfeld informieren. Auch im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen wiederum zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Diskussion und Entscheidung an.
Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit uns umfassend erörtert und abgestimmt. Wie bereits in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren auch, haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2010 eine eigene Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens abgehalten.
Wir haben sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert, vor allem über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, über geplante und laufende Investitionen, über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und -Strategie sowie über die Risikosituation und das Risikomanagement. Auch das Compliance-Programm war Bestandteil der Unterrichtung durch den Vorstand. Über nach Gesetz oder Satzung zustimmungspflichtige Angelegenheiten hat uns der Vorstand frühzeitig unterrichtet und uns diese auch rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu diesen Beschlussvorschlägen und den Berichten des Vorstands haben wir, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch schriftlich oder telefonisch.
Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden uns vom Vorstand monatlich berichtet. Soweit es zu Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Planungen und Zielen kam, haben wir ausführliche Erläuterungen in schriftlicher und mündlicher Form erhalten, so dass wir mit dem Vorstand über die Gründe für die Abweichungen und zielführende Korrekturmaßnahmen diskutieren konnten.
Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse standen insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses mit dem Vorstand in engem und kontinuierlichem Kontakt. Die abklingende Finanz- und Wirtschaftskrise und die aus ihr für die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen, der Stand wesentlicher Projekte und Geschäftsvorfälle der beiden Geschäftsbereiche waren wiederholt Gegenstand unserer Gespräche mit dem Vorstand.
Vor den Sitzungen des Aufsichtsrats haben die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter jeweils getrennt wesentliche Themen der Tagesordnung beraten. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im Geschäftsjahr 2010 nicht aufgetreten.
DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Wie bereits in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Soweit dies gesetzlich zulässig ist, haben wir in Einzelfällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf seine Ausschüsse übertragen. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, einen Präsidialausschuss und einen Nominierungsausschuss als ständige Ausschüsse eingerichtet. Letzterer hat den Auftrag, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter vorzuschlagen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende in allen Ausschüssen den Vorsitz. Die Ausschussvorsitzenden berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und umfassend über den Inhalt und die Ergebnisse der Ausschusssitzungen, so dass der Aufsichtsrat immer über eine umfassende Informationsbasis für seine Beratungen verfügte.
Der Präsidialausschuss ist für die Angelegenheiten des Vorstands zuständig. Hierzu gehört insbesondere auch die Erarbeitung von Beschlussempfehlungen für das Aufsichtsratsplenum hinsichtlich der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands oder hinsichtlich der Vertragsbestandteile der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Auch die Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene gehört hierzu. Der Präsidialausschuss befasst sich auch mit der Ausgestaltung des Vorstandsvergütungssystems sowie mit der Festsetzung der jeweiligen Vergütung und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum entsprechende Beschlussempfehlungen. Der Präsidialausschuss hat darüber hinaus beschlossen, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt mit einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Dem Präsidialausschuss gehören zurzeit fünf Mitglieder an. Drei Mitglieder stellen die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat und zwei Mitglieder werden von den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat gestellt. Die Mitglieder sind: Andreas Schmid (Vorsitzender), Horst-Otto Gerberding, Karl-Heinz Huchthausen, Regina Hufnagel und Sanna Suvanto-Harsaae. Der Präsidialausschuss tagte im Geschäftsjahr 2010 dreimal. Es haben immer alle Mitglieder an den Sitzungen teilgenommen. Nachdem die Neu- und Umbesetzungen des Vorstands Ende 2009 abgeschlossen werden konnten, bildeten die Beratungen über die Vertragsverlängerung von Herrn Daub als Vorstand "Scent & Care" einen Aspekt der Ausschussarbeit. Daneben hat der Präsidialausschuss eine Überprüfung des Vergütungssystems des Vorstands und der Erfolgskriterien für die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung ("Long Term Incentive Plan, LTIP") durchgeführt und dem Aufsichtsratsplenum zur Beschlussfassung zugeleitet. Die wesentliche Änderung gegenüber den bisherigen Regelungen ist, dass die derzeitige Zweiteilung des Performance Indexes in Aktienkursentwicklung und Unternehmenswertentwicklung für zukünftig neu aufgelegte Pläne durch eine Indexierung ersetzt wird. Der neue Index beinhaltet Wettbewerbsunternehmen, Kunden- und Lieferantenunternehmen, Branchenunternehmen, die nicht zu den vorstehenden Unternehmen gehören und Unternehmen, die nur in ausgewählten Spezialgebieten Wettbewerber von Symrise sind. Bezogen auf diese Indexunternehmen wird der durchschnittliche Aktienkurs des vierten Quartals der laufenden Periode ins Verhältnis zum durchschnittlichen Aktienkurs des vierten Quartals der Vorjahresperiode gesetzt. Die Performance des Aktienkurses aller Indexunternehmen wird danach einem Rang gleichgesetzt und mit dem von Symrise erzielten Rang verglichen.
Der Prüfungsausschuss befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem und dem internen Revisionssystem sowie der Abschlussprüfung. Er befasst sich insbesondere auch mit der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers und mit den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten sonstigen Leistungen. Ferner wurden die Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung ausführlich erörtert und gebilligt. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Ebenfalls zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten gehört die Entgegennahme des Berichts der Innenrevision, des Compliance Office und des Risikoberichts. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Dem Prüfungsausschuss gehören zurzeit vier Mitglieder an. Drei Mitglieder werden von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat gestellt und ein Mitglied von den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Die Mitglieder sind: Dr. Thomas Rabe (Vorsitzender), Dr. Peter Grafoner, Andreas Schmid und Peter Winkelmann. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2010 fünfmal. Zwei Mitglieder des Prüfungsausschusses konnten an Jeweils einer Sitzung nicht teilnehmen. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen regelmäßig der Abschlussprüfer, der Finanzvorstand und der Vorstandsvorsitzende teil. Der Prüfungsausschuss befasste sich schwerpunktmäßig auch mit den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers sowie mit der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und des Compliance Programms. Der Abschlussprüfer berichtete stets ausführlich über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung bzw. der prüferischen Durchsicht der Zwischenabschlüsse ergeben haben. Die vorzeitige Refinanzierung des Konzerns bildete einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit des Prüfungsausschusses im Geschäftsjahr 2010.
Der Prüfungsausschuss hat den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, erneut zum Abschlussprüfer zu wählen, vorbereitet. Weiter hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und legte das Honorar für den Abschlussprüfer, einen risikoorientierten Prüfungsansatz und einzelne Prüfungsschwerpunkte fest.
Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz ist paritätisch besetzt. Ihm gehören jeweils zwei Vertreter der Anteilseignervertreter und der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat an. Ihm gehören zurzeit vier Mitglieder an: Andreas Schmid (Vorsitzender), Karl-Heinz Huchthausen, Regina Hufnagel und Sanna Suvanto-Harsaae. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 nicht einberufen werden.
Dem Nominierungsausschuss, der den Auftrag hat, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseignervertreter für die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorzuschlagen, gehören zurzeit drei Mitglieder an. Entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex sind dies ausschließlich Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat: Andreas Schmid (Vorsitzender), Horst-Otto Gerberding und Sanna Suvanto-Harsaae. Der Nominierungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 nicht einberufen werden.
THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM
Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit und Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die weiterhin spürbaren Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftkrise auf Symrise, die vom Vorstand vor diesem Hintergrund ergriffenen Maßnahmen und die hieraus für die Zukunft zu ziehenden Lehren. Gegenstand regelmäßiger Beratungen des Aufsichtsrats waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Unternehmens und seiner beiden Geschäftsbereiche in den jeweiligen Regionen unter den sich dort entwickelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanz- und Liquiditätslage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und deren Entwicklung gemessen an den Planzielen. Auch die Refinanzierung des Konzerns haben wir in mehreren Sitzungen thematisiert. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 sechs ordentliche Sitzungen abgehalten. Davon fanden zwei Sitzungen als Telefonkonferenzen statt. Daneben kam der Aufsichtsrat zu zwei eigenen Schwerpunktsitzungen zusammen. Die eine Schwerpunktsitzung haben wir der Strategie des Unternehmens gewidmet. Die Jahresplanung 2011 stand im Mittelpunkt der zweiten Schwerpunktsitzung. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.
In unserer Sitzung vom 25. Januar 2010 haben wir uns gemeinsam mit dem Vorstand über grundsätzliche Optionen hinsichtlich der Unternehmensentwicklung beraten und abgestimmt. Dabei haben wir die wesentlichen Überlegungen unserer Strategiesitzung vom 4. November 2009 fortgeschrieben. An dieser Sitzung hat ein Mitglied des Aufsichtsrats nicht teilgenommen.
In unserer Sitzung vom 2. März 2010 stand vor allem der Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands im Mittelpunkt der Beratungen. Der Abschlussprüfer hat an dieser Sitzung teilgenommen. Breiten Raum nahm auch die Erklärung zur Unternehmensführung, der Corporate Governance Bericht, die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG, die Tagesordnung der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 und die Verlängerung der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ein. Weiter haben wir die Vertragsverlängerung von Herrn Daub als Vorstand "Scent & Care" und den 2010 beginnenden Long Term Incentive Plan ("LTIP") beschlossen. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
Im Rahmen einer Telefonkonferenz vom 18. März 2010 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand ausführlich sämtliche Aspekte der Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals bei gleichzeitiger Aufhebung des noch existierenden genehmigten Kapitals durch die ordentliche Hauptversammlung 2010 erörtert. An dieser Telefonkonferenz haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
In seiner Sitzung vom 23. April 2010 hat sich der Aufsichtsrat auf Basis des Verlaufs und des Ergebnisses des ersten Quartals 2010 mit der voraussichtlichen Entwicklung der Geschäftslage für das Gesamtjahr 2010 beschäftigt. Dabei stand insbesondere die Belastbarkeit der Planungsannahmen für das Gesamtjahr 2010 im Mittelpunkt der Beratungen. Trotz der zunehmenden positiven Konjunktursignale war das Geschäft auf Kundenseite weiterhin von einer großen Unsicherheit hinsichtlich der Dauer der wirtschaftlichen Erholung geprägt. Vor diesem Hintergrund haben wir gemeinsam mit dem Vorstand auch weiterhin die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf etwaigen Justierungsbedarf hin überprüft. Wir haben das vom Vorstand erarbeitete Refinanzierungskonzept erörtert, welches durch gestaffelte Endfälligkeiten und den Einsatz verschiedener Finanzierungsinstrumente unter Ausnutzung der günstigen Gegebenheiten am Finanzmarkt die Konzernfinanzierung neu strukturiert und das Risiko gebündelter Endfälligkeiten reduzieren hilft. In dieser Sitzung haben wir auch das vom Vorstand ausgearbeitete Investitionsprojekt zur Erweiterung der Mentholproduktionskapazität detailliert diskutiert und beschlossen. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
In unserer Telefonkonferenz vom 4. August 2010 stand der Geschäftsabschluss für das erste Halbjahr 2010 und das zweite Quartal 2010 nebst Halbjahresfinanzbericht nach § 37w WpHG im Mittelpunkt unserer Beratungen. Daneben haben wir die Tatsache diskutiert, dass die Erwartungen der Analysten an das Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2010 in der zweiten Jahreshälfte signifikant gestiegen sind. Wir haben den Risikobericht des Vorstands ausführlich erörtert und uns von der Leistungsfähigkeit des Risikomanagements bei Symrise überzeugt. Daneben haben wir auch die neue Finanzierungsrichtlinie des Vorstands diskutiert. An dieser Telefonkonferenz haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
Unsere Sitzung vom 30. September 2010 war die jährliche Schwerpunktsitzung zur Überprüfung und Bewertung der Strategie des Unternehmens. Dabei haben wir in die Bewertung wiederum die Meinung externer Dritter aus den Bereichen Kapitalmarkt und Kundenumfeld mit einbezogen. Unter Berücksichtigung dieser externen Perspektiven auf Symrise haben wir anschließend gemeinsam mit dem Vorstand die Strategie des Vorstands diskutiert und hinterfragt. Dabei haben wir auch mögliche Alternativszenarien durchgespielt und die Belastbarkeit der Strategie des Unternehmens vor dem Hintergrund verschiedener Entwicklungsszenarien der gesamtwirtschaftlichen Lage überprüft. In dieser Sitzung haben wir ebenfalls die Refinanzierung des Konzerns in der vom Vorstand vorgestellten und ausgearbeiteten Struktur beschlossen. In Abwesenheit des Vorstands haben wir turnusgemäß die Vergütung der Vorstandsmitglieder überprüft und zum Teil neu festgesetzt. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
Im Rahmen der Sitzung vom 5. November 2010 haben wir uns intensiv der Vorlage des Geschäftsabschlusses für die ersten neun Monate 2010 und des dritten Quartals 2010 gewidmet. Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir für die Unternehmensplanung 2011 die Basisdaten und Planungsannahmen endgültig abgestimmt. An dieser Sitzung hat ein Mitglied des Aufsichtsrats nicht teilgenommen.
Die Sitzung vom 14. Dezember 2010 stand im Zeichen der Unternehmensplanung für das bevorstehende Geschäftsjahr 2011. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2011 genehmigt. In dieser Sitzung haben wir auch die Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat an die Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom Mai 2010 angepasst. Wir haben diese Neuerungen ausführlich besprochen und bei dieser Gelegenheit auch Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats formuliert und beschlossen. Insbesondere die angemessene Berücksichtigung von Frauen stand dabei im Fokus unserer Überlegungen. In dieser Sitzung hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand auch eine neue Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Die Symrise AG entspricht demnach allen aktuellen Kodex Empfehlungen. Auf Vorschlag des Präsidialausschusses haben wir die zukünftigen Erfolgskriterien für die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung ("LTIP") des Vorstandes neu beschlossen. An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2010
Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 und der Lagebericht der Symrise AG wurden vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Konzernabschluss der Symrise AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, versah auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Bericht des Abschlussprüfers hierüber sowie die weiteren Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 15. Februar und 2. März 2011 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 3. März 2011 intensiv diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen des Jahres- und des Konzernabschlusses in beiden Gremien teil. Dabei berichteten sie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Aufsichtsrat und dem Prüfungsausschuss für Fragen und ergänzende Auskünfte uneingeschränkt zur Verfügung.
Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung am 3. März 2011 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.
CORPORATE GOVERNANCE
Über die Corporate Governance bei der Symrise AG berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB. Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com > Investoren > Corporate Governance > Erklärung zur Unternehmensführung. Die Umsetzung des Kodex haben wir im Aufsichtsrat in der Sitzung am 14. Dezember 2010 intensiv diskutiert. Dabei haben wir uns auch ausführlich mit den jüngsten Änderungen des Kodex befasst. Wir haben die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2010 aufmerksam beobachtet und werden dies auch weiterhin tun. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 14. Dezember 2010 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft und als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht. Die Symrise AG entspricht ohne Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten aktuellen Fassung des Kodexes vom 26. Mai 2010.
VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
In Vorstand und Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften im In- und Ausland sowie allen Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement und die geleistete Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr 2010. Sie alle haben erneut zu einem für Symrise geschäftlich erfolgreichen Jahr beigetragen.
WWW.SYMRISE.COM > INVESTOREN > CORPORATE GOVERNANCE > ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Für den Aufsichtsrat
Andreas Schmid
Vorsitzender
Holzminden, 3. März 2011
Symrise AG
Mühlenfeldstraße 1
37603 Holzminden
Deutschland
www.symrise.com
investor.symrise.com