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Symrise AG — Annual Report 2010
May 16, 2011
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Annual Report
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Symrise AG
Holzminden
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Bilanz zum 31. Dezember 2010
Symrise AG, Holzminden
Aktiva
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 231.148.159,58 | 1.440.080,66 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 127.688.828,75 | 0,00 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 57.303.244,54 | 0,00 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.743.519,16 | 154.388,67 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 19.758.316,49 | 218.493.908,94 | 0,00 | 154.388,67 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.296.944.100,69 | 450.558.576,00 | ||
| 2. Beteiligungen | 13.343,61 | 0,00 | ||
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 3.000.000,00 | 0,00 | ||
| 4. Sonstige Ausleihungen | 425.213,86 | 0,00 | ||
| 5. Rückdeckungsversicherungen | 237.525,00 | 1.300.620.183,16 | 0,00 | 450.558.576,00 |
| 1.750.262.251,68 | 452.153.045,33 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 56.405.030,77 | 0,00 | ||
| 2. Fertige und unfertige Erzeugnisse und Waren | 86.147.995,00 | 0,00 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 743.429,36 | 143.296.455,13 | 0,00 | 0,00 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 103.411.422,36 | 0,00 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 166.843.741,08 | 663.690.564,96 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 13.962.561,17 | 284.217.724,61 | 2.795.111,15 | 666.485.676,11 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 36.059.986,48 | 5.659.725,81 | ||
| 463.574.166,22 | 672.145.401,92 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 5.634.738,62 | 198.634,79 | ||
| 2.219.471.156,52 | 1.124.497.082,04 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 118.173.300,00 | 118.173.300,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 845.655.678,94 | 845.655.678,94 | ||
| III. Bilanzgewinn | 95.271.186,02 | 119.281.760,91 | ||
| 1.059.100.164,96 | 1.083.110.739,85 | |||
| B. Sonderposten für Investitonszuschüsse | 263.262,74 | 0,00 | ||
| C. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 184.856.114,00 | 3.419.935,00 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 24.000.985,39 | 1.540.000,00 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 31.773.861,57 | 4.950.050,00 | ||
| 240.630.960,96 | 9.909.985,00 | |||
| D. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Anleihen | 302.337.500,00 | 0,00 | ||
| --davon konvertibel EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)- | ||||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 202.811.029,82 | 5.000.000,00 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 50.061.830,91 | 764.042,67 | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen | 164.547.071,63 | 25.153.843,48 | ||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 142.519.337,71 | 558.471,04 | ||
| --davon aus Steuern EUR 4.284.592,22 (i. Vj. EUR 446.856,73)-- | ||||
| --davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.477.448,27 (i. Vj. EUR 12.901,01)-- | ||||
| 862.276.770,07 | 31.476.357,19 | |||
| E. Passive latente Steuern | 57.199.997,79 | 0,00 | ||
| 2.219.471.156,52 | 1.124.497.082,04 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
Symrise AG, Holzminden
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| 2010 | 2009 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 202.936.116.54 | 15.067.292.00 | |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 3.345.284.36 | 0.00 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 24.687.847.39 | 3.723.691.58 | |
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -105.652.502.58 | 0.00 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -4.419.193.75 | -110.071.696.33 | 0.00 |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -30.266.702.08 | -7.451.406.63 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung unf für Unterstützung | -9.737.705.79 | -40.004.407.87 | -693.794.24 |
| -davon für Altersversorgung EUR 6.352.915,47 (i. Vj. EUR 354.183,96)- | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -11.908.333.48 | -553.587.13 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -84.669.531.58 | -16.967.456.72 | |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 6.122.293.36 | 64.528.271.29 | |
| -davon aus verbundenen Unternehmen EUR 6.122.293,36(i.Vj. EUR 64.528.271,29)- | |||
| 9. Erträge aus Gewinnübernahme | 78.907.601.30 | 0.00 | |
| 10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 24.394.51 | 0.00 | |
| -davon aus verbundenen Unternehmen EUR 22.631,46 (i.Vj. EUR 0,00)- | |||
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -177.011.75 | 0.00 | |
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 7.851.573.17 | 14.664.406.48 | |
| -davon aus verbundenen Unternehmen EUR 7.807.395,90 (i. Vj. EUR 14.660.060,78)- | |||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -24.798.712.80 | -549.321.84 | |
| -davon an verbundene Unternehmen EUR 240.773,45 (i. Vj. EUR 162.608,13)- | |||
| 14. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -2.337.792.34 | 0.00 | |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 49.907.624.48 | 71.768.094.79 | |
| 16. Außerordentliche Aufwendungen | -805.963.00 | 0.00 | |
| 17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.017.509.23 | -5.387.069.53 | |
| 18. Sonstige Steuern | -147.282.93 | -3.181.00 | |
| 19. Jahresüberschuss | 46.936.869.32 | 66.377.844.26 | |
| 20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 48.334.316.70 | 52.903.916.65 | |
| 21. Bilanzgewinn | 95.271.186.02 | 119.281.760.91 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2010
Symrise AG, Holzminden
ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss der Symrise AG wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 1. Oktober 2010 ist die Symrise Verwaltungs GmbH als Komplementärin der Symrise GmbH & Co. KG (im Folgenden "Symrise KG") ausgeschieden. Aufgrund dessen ist die Symrise KG zum 1. Oktober 2010 auf die Symrise AG angewachsen und die Symrise AG hat die operativen Tätigkeiten der Symrise KG übernommen.
Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist durch die Anwachsung und die erstmalige Anwendung des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) nur eingeschränkt möglich.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Änderungen ergaben sich durch die erstmalige Anwendung des BilMoG vom 25. Mai 2009. Die Vorschriften der §§ 252 Abs. 1 Nr. 6, 265 Abs. 1 und 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB wurden nicht angewendet und die Vorjahreszahlen nicht angepasst.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.
Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,15 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % und erwartete Steigerung der Lebenshaltungskosten mit 1,75 % berücksichtigt. Für die Fluktuation wurde, in Abhängigkeit vom Alter, eine Rate von bis zu 10 % berücksichtigt.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgeweisen.
Währungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010
Symrise AG
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| Anschaffungskosten | |||
|---|---|---|---|
| 1.1.2010 EUR |
Zugänge EUR |
Zugänge Anwachsung EUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.124.397,54 | 40.561.762,44 | 196.679.845,69 |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 122.565,70 | 128.676.004,62 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 2.326.409,15 | 56.506.997,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 226.832,66 | 953.380,86 | 13.461.801,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 2.414.482,63 | 18.254.380,39 |
| 226.832,66 | 5.816.838,34 | 216.899.183,01 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 450.558.576,00 | 0,00 | 1.296.801.100,69 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 13.343,61 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 1.780.000,00 | 1.220.000,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 618.678,45 |
| 5. Rückdeckungsversicherungen | 0,00 | 0,00 | 316.732,94 |
| 450.558.576,00 | 1.780.000,00 | 1.298.969.855,69 | |
| 452.909.806,20 | 48.158.600,78 | 1.712.548.884,39 |
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| Anschaffungskosten | |||
|---|---|---|---|
| Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
31.12.2010 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.722,77 | 0,00 | 239.361.282,90 |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 81062,99 | 128.879.633,31 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 518.738,93 | 59.352.145,08 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.062,85 | 310.744,61 | 14.949.696,28 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | -910.546,53 | 19.758.316,49 |
| 3.062,85 | 0,00 | 222.939.791,16 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 450.415.576,00 | 0,00 | 1.296.944.100,69 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 13.343,61 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 3.000.000,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 89.441,09 | 0,00 | 529.237,36 |
| 5. Rückdeckungsversicherungen | 79.207,94 | 0,00 | 237.525,00 |
| 450.584.225,03 | 0,00 | 1.300.724.206,66 | |
| 450.592.010,65 | 0,00 | 1.763.025.280,72 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2010 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2010 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 684.316,88 | 7.533.529,21 | 4.722,77 | 8.213.123,32 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.190.804,56 | 0,00 | 1.190.804,56 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 2.048.900,54 | 0,00 | 2.048.900,54 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 72.443,99 | 1.135.099,17 | 1.366,04 | 1.206.177,12 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 72.443,99 | 4.374.804,27 | 1.366,04 | 4.445.882,22 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 177.011,75 | 72.988,25 | 104.023,50 |
| 5. Rückdeckungsversicherungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 177.011,75 | 72.988,25 | 104.023,50 | |
| 756.760,87 | 12.085.345,23 | 79.077,06 | 12.763.029,04 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 231.148.159,58 | 1.440 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 127.688.828,75 | 0 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 57.303.244,54 | 0 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.743.519,16 | 154 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 19.758.316,49 | 0 |
| 218.493.908,94 | 154 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.296.944.100,69 | 450.559 |
| 2. Beteiligungen | 13.343,61 | 0 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 3.000.000,00 | 0 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 425.213,86 | 0 |
| 5. Rückdeckungsversicherungen | 237.525,00 | 0 |
| 1.300.620.183,16 | 450.559 | |
| 1.750.262.251,68 | 452.153 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Das buchmäßige Eigenkapital der Symrise KG war im Zeitpunkt der Anwachsung geringer als der Buchwert der Beteiligung an der Symrise KG. Die Bilanzierung der von der Symrise KG im Rahmen der Anwachsung übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte zu Anschaffungskosten. Da die Anschaffungskosten die Summe der Zeitwerte der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden unterschreiten, wurden die Anschaffungskosten im Verhältnis der Zeitwerte aufgeteilt. Dabei wurden anteilige Zeitwerte in Höhe von EUR 404 Mio. (davon EUR 45,1 Mio. passive latente Steuern) verteilt.
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Im Bilanzposten 'Immaterielle Vermögensgegenstände' sind Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte ausgewiesen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Rezepturen (TEUR 204.982 / Vorjahr: TEUR 0).
2. Entwicklung des Anlagevermögens
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der Seite 4 und 5 gesondert dargestellt.
3. Anteile an verbundenen Unternehmen
Bezüglich der Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Gliederungspunkt 23. Im Zuge der Anwachsung sind die Anteile an der Symrise KG in Höhe von TEUR 450.416 untergegangen und die Symrise AG hat die Beteiligungen der Symrise KG übernommen. Der wesentliche Anteilsbesitz besteht aus der Beteiligung an der Busiris Vermögensverwaltung GmbH, die als Holdinggesellschaft wiederum Anteile an in- und ausländischen Gruppengesellschaften hält.
4. Vorräte
Auf die Vorräte wurden Bewertungsabschläge vorgenommen, die in Höhe von TEUR 693 (Vorjahr: TEUR 0) Wertberichtigungen von unfertigen und fertigen Erzeugnissen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (absatzmarktorientiert), in Höhe von TEUR 1.163 (Vorjahr: TEUR 0) Abwertungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten und in Höhe von TEUR 4.559 (Vorjahr: TEUR 0) Abschläge aufgrund des Reichweitenrisikos und weiterer Mengenrisiken betreffen.
Aufgrund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie werden unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren zusammen ausgewiesen.
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Auf den Bruttoforderungsbestand wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 5.080 (Vorjahr: TEUR 0) gebildet. Darüber hinaus wurden auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand pauschale Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.784 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
6. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Der Bilanzposten enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 34.849 (Vorjahr: TEUR 0).
In dem Posten sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
7. Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.
8. Rechnungsabgrenzungsposten
In Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB ist hierin ein Disagio in Höhe von TEUR 1.760 aus der Ausgabe der Anleihe enthalten. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der Anleihe.
9. Eigenkapital
Entwicklung des Eigenkapitals in 2009
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| Angaben in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 118.173 | 845.656 | 111.991 | 1.075.820 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | -59.087 | -59.087 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 66.378 | 66.378 |
| Stand 31. Dezember | 118.173 | 845.656 | 119.282 | 1.083.111 |
Entwicklung des Eigenkapitals in 2010
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| Angaben in TEUR |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 118.173 | 845.656 | 119.282 | 1.083.111 |
| Anpassung an BilMoG | 0 | 0 | -11.861 | -11.861 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | -59.087 | -59.087 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 46.937 | 46.937 |
| Stand 31. Dezember | 118.173 | 845.656 | 95.271 | 1.059.100 |
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Jahresende EUR 118.173.300,00. Bei einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie sind insgesamt 118.173.300 Stückaktien im Umlauf.
Gemäß Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Oktober 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmalig um bis zu EUR 40.000.000,00 zu erhöhen.
Dabei kann die Gewinnberechtigung neuer Aktien abweichend von § 60 AktG bestimmt werden.
Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann jedoch durch den Vorstand in folgenden Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrates ausgeschlossen werden:
| 1. | Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. |
| 2. | Soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Symrise AG oder ihrer Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechtes bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde. |
| 3. | Zum Ausgleich von infolge einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen entstehenden Spitzenbeträgen. |
| 4. | Um neue Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet, wobei im Rahmen der Beschränkung dieser Ermächtigung auf insgesamt zehn vom Hundert des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen sind, für die das Bezugsrecht der Aktionäre in Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG bei Ausnutzung der Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien sowie bei Ausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelbzw. Optionsschuldverschreibungen ausgeschlossen wird. |
Aus der erstmaligen Anwendung des § 274 HGB i.d.F. des BilMoG ergaben sich im Saldo passive latente Steuern, die gemäß Art. 67 Abs. 6 Satz 1 EGHGB unmittelbar im Eigenkapital zu verrechnen waren.
10. Sonderposten für Investitionszuschüsse
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde von der Symrise KG übernommen und besteht in Höhe von TEUR 263 (Vorjahr: TEUR 0) für einen in den Jahren 1997 bis 1999 durch die vormalige Dragoco Gerberding & Co. AG erhaltenen Investitionszuschuss. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. In 2010 betrug die Auflösung TEUR 36.
11. Latente Steuern
Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
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| 31.12.2010 TEUR |
|
|---|---|
| Latente Steuerschulden auf Differenzen | |
| bilanzieller Wertansätze für | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 50.403 |
| Sachanlagevermögen | 28.271 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.058 |
| Übrige | 47 |
| 82.779 | |
| Latente Steueransprüche auf Differenzen | |
| bilanzieller Wertansätze für | |
| Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 6.991 |
| Übrige | 1.185 |
| Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge | 17.403 |
| 25.579 | |
| Latente Steuerschulden netto | 57.200 |
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29 % (16 % Körperschaftsteuer / 13 % Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von EUR 90 Mio. wurden latente Steueransprüche berücksichtigt. Zudem wurden bei der Ermittlung der latenten Steuern Verlustvorträge aus Termingeschäften in Höhe von EUR 19 Mio einbezogen. Die Verluste aus Termingeschäften resultieren aus der Beendigung von Sicherungsgeschäften, die für die bisherige Kreditfinanzierung abgeschlossen waren. Diese Verluste sind gemäß § 15 Abs. 4 EStG sachlich eingeschränkt verrechenbar. Die Symrise AG erwartet eine Nutzung der Verlustvorträge innerhalb der auf den Abschlussstichtag folgenden fünf Geschäftsjahren.
Die latenten Steuerschulden resultieren im Wesentlichen aus der im Geschäftsjahr erfolgten Anwachsung der Symrise KG auf die Symrise AG.
Im Vorjahr ergaben sich bei der Symrise AG keine passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern wurden nach § 274 HGB a.F. nicht aktiviert.
12. Rückstellungen
Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält im Wesentlichen die Rückstellung für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft. Zum 1. April 2003 wurde die Altersvorsorge neu geregelt. Leistungsarten und Leistungsumfang sind in der "Versorgungsordnung A" (Grundrente), der "Versorgungsordnung B" (Zusatzrente) und der 2003 neu konzipierten Symrise-Versorgungsordnung geregelt. Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2003 noch keine Zusage über die Gewährung einer betrieblichen Altersvorsorge erhalten hatten, konnten an einer zum 31. Dezember 2010 für Neuzugänge geschlossenen Versorgungsordnung teilnehmen. Ab dem 1. Januar 2010 werden alle unbefristeten Neueintritte verpflichtet, ab dem 7. Monat ihrer Beschäftigung in die Rheinische Pensionskasse (RPK) einzutreten. Bereits im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter, die keiner Versorgungsordnung angehören, konnten mit Wirkung 1. Januar 2011 auf freiwilliger Basis bis zum 30. September 2010 ihre Mitgliedschaft in der RPK erklären. Für diese beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung wird keine Pensionsrückstellung gebildet. Die Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter der Dragoco Gerberding & Co. AG basieren auf der Pensionsordnung vom 16. Dezember 1975 mit nachfolgenden Ergänzungen, die zum 1. Januar 1982 für Neuzugänge geschlossen wurde.
Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Vorjahre nach 1998.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
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| Angaben in Mio. EUR |
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 15,8 | 2,2 |
| davon | ||
| Jahresprämien und Boni | (6,8) | (2,1) |
| Arbeitnehmerjubiläen | (5,0) | (0,0) |
| Altersteilzeit mit abgeschlossenem Vertrag | (1,2) | (0,0) |
| Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben | (1,2) | (0,1) |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | (0,8) | (0,0) |
| Abfindungen für Aufhebungsverträge | (0,8) | (0,0) |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 3,7 | 0,5 |
| Bonusverpflichtungen | 1,5 | 0,0 |
| Vertreterprovisionen für noch nicht bezahlte Kundenrechnungen | 2,1 | 0,0 |
| Ausstehende Steuerzinsen | 2,0 | 0,4 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 2,0 | 0,0 |
Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) in Höhe von EUR 1,7 Mio verrechnet.
13. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
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| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | gesamt | Restlaufzeit bis 1 Jahr | gesamt | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Art der Verbindlichkeit | bis 1 Jahr | über 5 Jahre | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anleihe | 2.338 | 300.000 | 302.338 | - | - |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 175.311 | - | 202.811 | 5.000 | 5.000 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 50.062 | - | 50.062 | 764 | 764 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 164.547 | - | 164.547 | 25.153 | 25.153 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 10.434 | 132.085 | 142.519 | 559 | 559 |
| 402.692 | 432.085 | 862.277 | 31.476 | 31.476 |
Die Symrise AG hat in den Monaten Oktober und November 2010 eine Refinanzierung durchgeführt. Im Zuge dessen wurden von der Symrise KG übernommene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 465.500 sowie TUSD 202.500 getilgt und neue Verbindlichkeiten aufgenommen. Hierbei handelt es sich um eine Anleihe in Höhe von TEUR 300.000 ein Darlehen in Höhe von TUSD 175.000, welches bei einem Versicherungsunternehmen im Rahmen einer Privatplatzierung aufgenommen wurde, und um neue Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 125.000 und TUSD 65.000.
Die Verbindlichkeiten der Symrise AG sind nicht gesichert, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche teilweise durch Eigentumsvorbehalte gesichert sind.
14. Haftungsverhältnisse
Es besteht eine Patronatserklärung zugunsten der Symrise Limited, Hong Kong, auf Grund derer die Symrise AG für alle Verpflichtungen dieser Gesellschaft bürgt.
Des Weiteren hat die Symrise AG eine Bürgschaft zur Sicherung der Bankverbindlichkeiten der Symrise Vertriebs GmbH, Österreich, über TEUR 450 abgegeben (Vorjahr: TEUR 0).
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten und der Patronatserklärung wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 0). Dieser ergibt sich aus einer Unterdeckung der Haarmann & Reimer Unterstützungskasse GmbH, für die die Symrise AG, als Träger der Unterstützungskasse, vollumfänglich haftet.
15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen u. a. für folgende Sachverhalte:
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| TEUR | |
|---|---|
| Bestellobligo aus abgeschlossenen Verträgen | 50.756 |
| Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Erbbaurechtsverträgen | 6.676 |
| Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen | 5.118 |
| Beratungs- und Serviceverträge | 2.437 |
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2011 und 2036. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Ausgliederung des Bereichs Informatik mit einem Dienstleister ein Auslagerungsvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Januar 2016 geschlossen. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus diesem Vertrag betragen EUR 81,7 Mio. (Vorjahr: EUR 97,8 Mio.).
Insgesamt hat die Symrise AG sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 146,7 Mio. (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 49).
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
16. Umsatzerlöse
Regionale Aufteilung
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| Angaben in TEUR |
2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Europa inkl. Afrika | 154.593 | 8.166 |
| Nordamerika | 15.541 | 2.637 |
| Asien und Pazifikraum | 25.157 | 2.516 |
| Südamerika | 7.645 | 1.748 |
| 202.936 | 15.067 |
Divisionale Aufteilung
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| Angaben in TEUR |
2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Flavor & Nutrition | 86.534 | 7.535 |
| Scent & Care | 116.402 | 7.532 |
| 202.936 | 15.067 |
Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an andere Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 10.633 (Vorjahr: TEUR 15.067). Mit der Anwachsung übernahm die Gesellschaft die operative Tätigkeit der Symrise KG und erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von TEUR 192.303 (Vorjahr: TEUR 0).
17. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 24.688 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 17.851 (Vorjahr: TEUR 2.703) und Erträge aus Nebengeschäften, wie die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von TEUR 6.444 (Vorjahr: TEUR 618).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von TEUR 15.674 (Vorjahr: TEUR 3.711), Aufwendungen für Provisionen in Höhe von TEUR 10.951 (Vorjahr: TEUR 0), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 10.319 (Vorjahr: TEUR 0), Aufwendungen für Fracht und Handlingskosten in Höhe von TEUR 8.119 (Vorjahr: TEUR 7) und Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von TEUR 6.180 (Vorjahr: TEUR 326) zusammen.
18. Personalaufwand
Die Veränderungen des Personalaufwands resultieren im Wesentlichen aus der Übernahme der durchschnittlich 1.985 Mitarbeiter (inklusive 83 Auszubildende) der Symrise KG.
19. Abschreibungen
In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 936 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
20. Periodenfremdes Ergebnis
Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 357) angefallen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Personalrückstellungen und von Rückstellungen für die Restrukturierung resultieren.
21. Ergebnisabführungsverträge
Die Ertragslage wird wesentlich durch mit inländischen Tochterunternehmen geschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden daraus Gewinne in Höhe von TEUR 78.908 (Vorjahr: TEUR 0) und Verluste in Höhe von TEUR 2.338 (Vorjahr: TEUR 0) übernommen.
22. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 18.640 (Vorjahr: TEUR 0) für die Ablösung von Zinssicherungsgeschäften im Rahmen der Refinanzierung und Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.336 (Vorjahr: TEUR 197).
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steueraufwand in Höhe von TEUR 255 für Vorjahre (Vorjahr: TEUR 619). Im Gesamtbetrag sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 16.583 sowie laufende Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 18.601 enthalten.
Die latenten Steuererträge resultieren im Wesentlichen aus der Verringerung von latenten Steuerschulden, die im Rahmen der Anwachsung zu bilden waren.
24. Außerordentliche Aufwendungen
Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 805 für die Aufstockung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen aufgrund der Anwendung des BilMoG und der hieraus folgenden Änderung des Diskontierungszinssatzes auf 5,15 % (Vorjahr: 6,0 %) und TEUR 1 für die Aufstockung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entlasten das außerordentliche Ergebnis mit TEUR 234.
SONSTIGE ANGABEN
25. Anteilsbesitzliste
Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| Name der Beteiligungsgesellschaft | Eigenkapital TEUR 2 |
Anteil am Kapital % |
Ergebnis 1 der Beteiligungsgesellschaften 2010 TEUR 3 |
|---|---|---|---|
| Unmittelbare Beteiligungen | |||
| Busiris Vermögensverwaltung GmbH, Holzminden | 912.503 | 100% | 58.4156 |
| Haarmann & Reimer-Unterstützungskasse GmbH, Holzminden | 771 | 100% | -1466 |
| Schimmel & Co. GmbH, Holzminden | 715 | 100% | 149 |
| Symotion GmbH, Holzminden | 204 | 100% | 266 |
| Symrise IP-Holding GmbH & Co. KG, Holzminden | 100 | 100% | -2.239 |
| Symrise Ltda., Bogota / Kolumbien | 17.862 | 100% | 3.652 |
| Symrise S.A., Santiago de Chile / Chile | 5.034 | 100% | 1.007 |
| Symrise US-Beteiligungs GmbH, Holzminden | 165.204 | 100% | 11.4706 |
| Tesium GmbH, Holzminden | 25 | 100% | 1.2246 |
| Symrise Verwaltungs GmbH i.L., Holzminden | 102 | 100% | 18 |
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| Armonia, Rogovo / Russland | 2.218 | 100% | -760 |
| Aroma Labs International SAE, 6th of October City / Ägypten | 3.760 | 100% | 2.731 |
| Aromatics S.A.S., Boulogne / Frankreich | 546 | 100% | -13 |
| Aromatics Madagascar S.a.r.L. / Madagaskar | 294 | 100% | 93 |
| Symrise Holding Pte., Singapur / Singapur | 14.249 | 100% | 3.5606 |
| DrinkStar GmbH, Rosenheim | 440 | 100% | 7.773 |
| Flavours Direct Ltd., Corby / UK | 0 | 100% | 0 |
| Futura Labs for Flavour SAE / Ägypten | 1.747 | 100% | -13 |
| Kaden Biochemicals GmbH, Hamburg | 492 | 100% | -702 |
| Origines Madagascar S.a.r.L. / Madagaskar | 294 | 100% | 93 |
| P.T.Symrise, Jakarta / Indonesien | 4.974 | 100% | 694 |
| Roseland World Corp. / Dubai | 843 | 100% | -243 |
| Steng Integredients Ltd., Eye Suffolk / UK | 0 | 100% | 0 |
| Symrise Asia Pacific Ltd., Singapur / Singapur | 189.649 | 100% | -10.112 |
| Symrise Aromas e Fragrancias Ltda., Sao Paulo / Brasilien | 25.398 | 100% | 2.322 |
| Symrise Beteiligungs GmbH, Holzminden | 76.783 | 100% | 70 |
| Symrise B.V., Rosmalen / Niederlande | 1.105 | 100% | 308 |
| Symrise C.A., Caracas / Venezuela | 1.452 | 100% | 537 |
| Symrise Group Finance Holding 1 BVBA, Brüssel / Belgien | 10 | 100% | -9 |
| Symrise Group Finance Holding 2 Comm.V., Brüssel / Belgien | 80.679 | 100% | 2.992 |
| Symrise Holding Inc., Wilmington / USA | 203.553 | 100% | 12.915 |
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| Name der Beteiligungsgesellschaft | Eigenkapital TEUR 2 |
Anteil am Kapital % |
Ergebnis 1 der Beteiligungsgesellschaften 2010 TEUR 3 |
|---|---|---|---|
| Mittelbare Beteiligungen | |||
| Symrise Holding Ltd., Marlow Bucks / UK | 30.606 | 100% | -1.214 |
| Symrise Iberica S.L., Parets de Valles / Spanien | 17.689 | 100% | 2.542 |
| Symrise Inc., Manila / Philippinen | 491 | 100% | 367 |
| Symrise Inc., Teterboro / USA | 265.832 | 100% | 14.573 |
| Symrise IP-Verwaltungs GmbH, Holzminden | 25 | 100% | -2 |
| Symrise K.K. Tokio / Japan | 15.101 | 100% | 608 |
| Symrise Kimya Sanayi ve Ticaret Ltd., Sirketi / Türkei | 1.563 | 100% | 216 |
| Symrise (Pty) Limited, Isando / Südafrika | 6.610 | 100% | 911 |
| Symrise Limited, Bangkok / Thailand | 5.537 | 100% | 1.793 |
| Symrise Limited, Hong Kong / China | 0 | 100% | 0 |
| Symrise Limited, Marlow Bucks / UK | 8.806 | 100% | 3.239 |
| Symrise Limited, Seoul / Südkorea | 17 | 100% | 172 |
| Symrise Ltd., Shanghai / China | 60.045 | 100% | 11.309 |
| Symrise Luxembourg S.a.r.l., Luxembourg / Luxemburg | 97 | 100% | -442 |
| Symrise Mauritius Limited, Port Louis / Mauritius | 858 | 100% | -10 |
| Symrise Pvt. Ltd., Chennai / Indien | 11.981 | 100% | 3.689 |
| Symrise Pte Ltd, Singapur / Singapur | 2.225 | 100% | 9.904 |
| Symrise Pty Limited, Dee Why / Australien | 11.069 | 100% | 2.675 |
| Symrise S.A.S., Grasse / Frankreich | 26.066 | 100% | 8.353 |
| Symrise S.A., Le Bouveret / Schweiz | 19.371 | 100% | 51.066 |
| Symrise S.A.E., Maadi / Ägypten | 1.848 | 100% | 404 |
| Symrise S.r.l., Milano / Italien | 1.821 | 100% | 1.670 |
| Symrise S.R.L., Tortuguitas / Argentinien | 5.005 | 100% | 1.775 |
| Symrise SDN, Petaling / Malaysia | 2.295 | 100% | 1.216 |
| Symrise Srl. de CV, San Nicolas de los Garza / Mexiko | 20.779 | 100% | 3.777 |
| Symrise Vertriebs GmbH, Wien / Österreich | 6.191 | 100% | 2.187 |
| Thamasarb Co. Ltd., Bangkok / Thailand | 107 | 100% | 0 |
| Therapeutic Peptides Inc., Baton Rouge / USA | 110 | 20% | 8 |
| WWS Ltd., Eye Suffolk / UK | 0 | 100% | 0 |
1 ermittelt nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen - überwiegend noch ungeprüft
2 zu Stichtagskursen per 31.12.2010 umgerechnet
3 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres 2010 umgerechnet
4 davon 1% unmittelbar durch Symrise AG und 99% mittelbar durch die Busiris Vermögensverwaltung GmbH gehalten
5 davon 20,9% unmittelbar durch Symrise AG und 79,1% mittelbar durch ausländische Holdinggesellschaften gehalten
6 vor Ausgleich aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages / Verrechnung auf Gesellschafterkonten
26. Mitarbeiter
Der durchschnittliche Personalbestand beträgt 549 Mitarbeiter (Vorjahr: 22 Mitarbeiter). Darin enthalten sind 30 Auszubildende (Vorjahr: 0 Auszubildende).
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Produktion | 282 | 0 |
| Vertrieb | 93 | 0 |
| Forschung und Entwicklung | 88 | 0 |
| Verwaltung incl. Auszubildende | 86 | 34 |
| 549 | 34 |
Die Symrise AG beschäftigte in den ersten drei Quartelen 2010 43 Mitarbeiter und übernahm zum 1. Oktober 2010 die Mitarbeiter der Symrise KG, welche im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2010 durchschnittlich 1.985 Mitarbeiter (inklusive 83 Auszubildende) beschäftigte.
27. Konzernverhältnisse
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Symrise AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Symrise AG stellt ihren Konzernabschluss gemäß § 315a Abs. 1 HGB auf. Die Aufstellung erfolgt unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS).
28. Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung der Symrise AG hat am 11. Mai 2010 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt.
Die an den Abschlussprüfer gewährten Honorare sind in der entsprechenden Angabe im Konzernabschluss der Symrise AG enthalten.
29. Deutscher Corporate Governance Kodex
Die nach §161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 14. Dezember 2010 vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht.
30. Anteilsbesitz an der Symrise AG
Der Symrise AG gingen folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu:
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| Gesellschaft | Sitz | Mitteilung am | Zeitpunkt zum | % Schwelle über- bzw. unterschritten | Anteilbesitz in % nachher | Stimmrechte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gerberding Vermögensverwaltung GmbH3 | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | |||
| Herr Horst-Otto Gerberding3 | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | 10,00% | 5,86% | 6.928.087 |
| Gerberding Vermögensverwaltung GmbH & Co: KG3 | Holzminden | 28.12.2006 | 13.12.2006 | |||
| Sun Life Financial Corp.1 | Ontario/Kanada | 02.08.2007 | 29.06.2007 | 3,00% | 3,03% | 3.577.909 |
| The Bank of New York Mellon Corporation1 | New York, New York, USA | 31.12.2008 | 30.12.2008 | 5,00% | 4,98% | 5.888.136 |
| M&G Investment Funds1 ,2 | London, UK | 25.03.2008 | 18.03.2008 | 5,00% | 5,055% | 5.974.017 |
| M&G Securities Limited2 | London, UK | 25.03.2008 | 18.03.2008 | 5,00% | 5,175% | 6.115.017 |
| Massachusetts Financial Services Company (MFS)2 | Boston, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Assurance Company of Canada - US Operations Holdings Inc.1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Financial (U.S.) Holding Inc.1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Financial (U.S.) Investments LLC1 | Wellesley Hills, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Financial Inc.1 | Toronto, Ontario, Kanada | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life Global Investments Inc. (vormals Sun Life Financial Corp.)1 | Toronto, Ontario, Kanada | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| Sun Life of Canada (U.S.) Financial Services Holdings Inc.1 | Boston, Massachusetts, USA | 07.10.2008 | 30.09.2008 | 5,00% | 5,02% | 5.929.174 |
| JPMorgan Asset Management Holdings Inc.1 | New York, USA | 01.12.2009 | 26.11.2009 | 3,00% | 3,02% | 3.570.582 |
| Schroder International Selection Fund | Sennigerberg/ Luxemburg | 02.06.2010 | 29.04.2010 | 3,00% | 2,91% | 3.441.370 |
| Capital Income Builder, Inc. | Los Angeles/USA | 07.06.2010 | 02.06.2010 | 3,00% | 2,99% | 3.538.936 |
| Capital Research and Management Company2 | Los Angeles/USA | 14.06.2010 | 10.06.2010 | 3,00% | 2,38% | 2.807.585 |
| FMR LLC1 | Boston, Massachusetts, USA | 22.06.2010 | 16.06.2010 | 3,00% | 2,9% | 3.429.477 |
| Fidelity Management & Research Company2 | Boston, Massachusetts, USA | 22.06.2010 | 16.06.2010 | 3,00% | 2,82% | 3.335.977 |
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| Gesellschaft | Sitz | Mitteilung am | Zeitpunkt zum | % Schwelle über- bzw. unterschritten | Anteilbesitz in % nachher | Stimmrechte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BlackRock Inc.1 | New York/USA | 08.10.2010 | 01.10.2010 | 3,00% | 3,002% | 3.547.771 |
| Schroders plc1 | London/UK | 13.10.2010 | 11.10.2010 | 3,00% | 2,976% | 3.516.949 |
| Schroder Administration Limited1 | London/UK | 13.10.2010 | 11.10.2010 | 3,00% | 2,976% | 3.516.949 |
| Schroder Investment Management Limited2 | London/UK | 13.10.2010 | 11.10.2010 | 3,00% | 2,976% | 3.516.949 |
| JPMorgan Asset Management (UK) Limited2 ,4 | London/UK | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00% | 2,870% | 3.386.401 |
| J.P. Morgan Investment Management Inc.2 ,4 | New York/USA | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00% | 2,870% | 3.386.401 |
| JPMorgan Asset Management (Taiwan) Limited2 ,4 | Taipei, Taiwan | 08.11.2010 | 03.11.2010 | 3,00% | 2,870% | 3.386.401 |
| Standard Life investment Limited2 | Edingburgh, UK | 15.11.2010 | 10.11.2010 | 3,00% | 3,073% | 3.631.647 |
| M&G Group Limited1 | London, UK | 04.02.2011 | 01.02.2011 | 10,00% | 10,020% | 11.843.270 |
| M&G Investment Management Limited1 | London, UK | 04.02.2011 | 01.02.2011 | 10,00% | 10,020% | 11.843.270 |
| M&G Limited1 | London, UK | 04.02.2011 | 01.02.2011 | 10,00% | 10,020% | 11.843.270 |
| Prudential plc.1 | London, UK | 04.02.2011 | 01.02.2011 | 10,00% | 10,02% | 11.843.270 |
| Ameriprise Financial Inc.1 , 5 | Minneapolis, USA | 15.02.2011 | 10.02.2011 | 3,00% | 3,07% | 3.623.754 |
1 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zugerechnet
2 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet
3 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet
4 Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet
31. Bezüge der Organmitglieder
Die Gesamtvergütung für Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt TEUR 769 (Vorjahr: TEUR 660).
Die Bezüge des Vorstands der Symrise AG sind im Lagebericht dargestellt.
Erstmals im Jahr 2008 ist ein langfristiger Incentive Plan für den Vorstand und die Führungskräfte mit einer Laufzeit bis 2010 in Kraft getreten ist. Der Plan wird als "Performance Cash Plan" mit einer Leistungskomponente aufgelegt, die sich am Aktienkurs und der Wertentwicklung des Unternehmens orientiert.
In seiner Sitzung am 21. Juli 2009 hat der Aufsichtsrat beschlossen, ein weiteres "Long Term Incentive Program" (LTIP) für die Periode 2009 bis 2011 den Vorstandsmitgliedern anzubieten, das mit Wirkung zum 1. Januar 2009 in Kraft getreten ist. Von seiner Grundkonzeption ist das Programm unverändert gegenüber dem vorangegangenen LTIP.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 14. Dezember 2010 beschlossen, ein weiteres "Long Term Incentive Program" (LTIP) für die Periode 2010 bis 2012 den Vorstandsmitgliedern anzubieten, das mit Wirkung zum 1. Januar 2010 in Kraft getreten ist. Von seiner Grundkonzeption ist das Programm unverändert gegenüber dem vorangegangenen LTIP.
Herr Bernd Hirsch hat im Dezember 2010 nach Genehmigung durch den Aufsichtsrat eine unverzinsliche Abschlagszahlung auf seinen Bonusanspruch für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von TEUR 213 erhalten.
Die Bezüge der ehemaligen nicht aktiven Vorstände und Geschäftsführer betrugen TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 734).
Die Pensionsrückstellungen für die ehemaligen nicht aktiven Vorstände und Geschäftsführer betragen TEUR 6.258 (Vorjahr: TEUR 2.388).
32. Namen der Organmitglieder Aufsichtsrat
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Andreas Schmid* Vorsitzender | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Symrise AG | Oettinger Imex AG (Davidoff Group) (Präsident des Verwaltungsrats) |
| gategroup AG (Präsident des Verwaltungsrats) | ||
| Flughafen Zürich AG (Präsident des Verwaltungsrats) | ||
| Barry Callebaut AG (Vizepräsident des Verwaltungsrats) | ||
| Karl Steiner AG (Mitglied des Verwaltungsrats) | ||
| Badrutt's Palace Hotel AG (Mitglied des Verwaltungsrats) | ||
| Wirz Partner Holding AG (Mitglied des Verwaltungsrats) | ||
| Karl-Heinz Huchthausen, Stellv. Vorsitzender | Vorsitzender des Betriebsrats und des Gesamtbetriebsrats der Symrise AG | |
| Dr. Helmut Frieden | Corporate Vice President Corporate Compliance bei der Symrise AG | |
| Dr. Peter Grafoner* | Unternehmensberater | SKF AB, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| SCANIA Schweiz AG, Schweiz (Vorsitzender des Verwaltungsrats) | ||
| Horst-Otto Gerberding* | Geschäftsführender Gesellschafter der Drago Invest GmbH & Co KG | |
| Francesco Grioli | Vorstandssekretär Tarifpolitik/Finanzen der IGBCE | |
| Dr. Hans-Heinrich Gürtler* | Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Wella AG | |
| Regina Hufnagel | stellv. Vorsitzende des Betriebsrats und des |
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Dr. Thomas Rabe* | Gesamtbetriebsrats der Symrise AG Finanzvorstand der Bertelsmann AG | Arvato AG (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| BMG RM Germany GmbH (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | ||
| Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr AG (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| IKB AG (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Springer Science + Business Media (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Bertelsmann Capital Investments S.A. (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Bertelsmann Digital Media Investments S.A. (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Bertelsmann Inc. (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Edmond Israel Foundation (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Ricordi & C. S.p.A. (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| RTL Group S.A. (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Sanna Suvanto-Harsaae* | selbstständige Unternehmensberaterin | Sunset Boulvard AS, Dänemark (Vorsitzende des Aufsichtsrats) |
| Babysam AS, Dänemark (Vorsitzende des Aufsichtsrats) | ||
| Duni AB, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Paulig AB, Finnland (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Jetpak AB, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Candyking AB, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| BTX AS, Dänemark (Vorsitzende des Aufsichtsrats) |
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Marketing Clinic AS, Dänemark (Vorsitzende des Aufsichtsrats) | ||
| SATS AB, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Clas Ohlsen, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Upplands Motor AB, Schweden (Mitglied des Aufsichtsrats) | ||
| Helmut Tacke | Mitglied des Betriebsrats der Symrise AG | |
| Peter Winkelmann | Leiter des Bezirks Alfeld der IG BCE | Sappi Deutschland Holding GmbH (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
* Anteilseignervertreter
Vorstand
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| Name | Tätigkeit | Sonstige Verwaltungs-, Managementoder Aufsichtsratsmandate bzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien |
|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram Chemiker Holzminden | Vorsitzender | |
| Bernd Hirsch Kaufmann Neuler | Finanzen | |
| Achim Daub Kaufmann Paris, Frankreich | Scent & Care | |
| Hans-Holger Gliewe Kaufmann Sao Paulo, Brasilien | Flavor & Nutrition |
Holzminden, 18. Februar 2011
Symrise AG
Der Vorstand
Dr. Heinz-Jürgen Bertram
Achim Daub
Hans-Holger Gliewe
Bernd Hirsch
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010
Symrise AG, Holzminden
Gliederung
1 ÜBERBLICK ZUM GESCHÄFTSJAHR 2010
2 STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
2.1 Unternehmensprofil
2.2 Leitung und Kontrolle
2.3 Geschäftstätigkeit und Produkte
2.3.1 Scent & Care
2.3.2 Flavor & Nutrition
3 MARKT UND WETTBEWERB
3.1 Marktstruktur
3.2 Marktposition von Symrise
4 ZIELE UND STRATEGIE
4.1 Ziele
4.2 Strategie
4.3 Wertorientierte Steuerung
5 RAHMENBEDINGUNGEN
5.1 Differenzierte Auswirkungen auf Symrise
5.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
5.3 Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte
5.4 Preisentwicklung und Verfügbarkeit der Rohstoffe
5.5 Politische und regulatorische Rahmenbedingungen
6 UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
6.1 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
6.2 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
6.3 Ertragslage
6.3.1 Umsatz im Konzern
Geschäftsbereiche
Regionen
6.3.2 Umsatz Scent & Care
Regionen
Top 10-Kunden
Geschäftsfelder
6.3.3 Umsatz Flavor & Nutrition
Regionen
Top 10-Kunden
Aufbau von Kompetenz für gesunde Ernährung
Spitzen-Know-how und Geschmack, den die Verbraucher lieben - Die neue "taste for life®" Plattform
Effiziente Nutzung globaler Entwicklungskompetenzen bringt innovative Produkteinführungen
6.3.4 Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
6.3.5 Ergebnissituation
Konzern
Scent & Care
Flavor & Nutrition
Finanzergebnis
Steuern
Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie
Dividendenvorschlag 2010
6.4 Finanzlage
6.4.1 Finanzmanagement
Grundzüge und Ziele
Finanzierungsstruktur
6.4.2 Cashflow- und Liquiditätsanalyse
6.4.3 Investitionen und Akquisitionen
6.5 Vermögenslage
6.5.1 Ausgewählte Bilanzposten
6.5.2 Nettoverschuldung
6.6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Muttergesellschaft
6.6.1 Überblick zum Geschäftsjahr
6.6.2 Geschäftsverlauf der Symrise AG / Symrise KG
6.6.3 Vermögens- und Finanzlage der Symrise AG
6.6.4 Ertragslage Symrise AG
6.6.5 Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG
6.7 Immaterielle, nicht bilanzierte Werte
6.7.1 Supply Chain
6.7.2 Beschaffung
6.7.3 Kundenbindung
6.7.4 Wissensmanagement
6.8 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
7 FORSCHUNG & ENTWICKLUNG
7.1 Leitlinien und Schwerpunkte
7.2 Organisation
7.3 Personal, Aufwand und Ergebnisse
7.4 Ausgewählte Projekte / Neue Produkte
8 MITARBEITER
8.1 Struktur der Belegschaft
8.2 Personalstrategie
8.3 Personalmaßnahmen
8.3.1 Neue Mitarbeiter
8.3.2 Weiterbildung
8.3.3 Mitarbeiterbefragung 2010
8.3.4 Mitarbeitermotivation
8.3.5 Vergütung und Tarifverträge
9 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
9.1 Grundsätze
9.2 Struktur und Prozess des Risikomanagements
9.2.1 Umfeld- und Branchenrisiken
9.2.2 Unternehmensstrategische Risiken
9.2.3 Leistungswirtschaftliche Risiken
Produktrisiken
Beschaffungsrisiken
Betriebsrisiken
9.2.4 Finanzwirtschaftliche Risiken
9.2.5 Personalrisiken
9.2.6 Rechtliche Risiken
9.2.7 IT-Risiken
9.3 Gesamtbewertung der Risikolage
9.4 Chancenmanagement
9.4.1 Ausgewählte Chancen
10 WESENTLICHE MERKMALE DES RECNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
10.1 Grundzüge und Ziele
10.2 Organisation und Prozess
11 NACHTRAGSBERICHT
12 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
13 PROGNOSEBERICHT
13.1 Künftige Rahmenbedingungen
13.2 Künftige Unternehmensentwicklung
13.3 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens
14 VERGÜTUNG DES VORSTANDS
15 ANGABEN GEMÄß PARAGRAPH 315 ABS. 4 HGB
16 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
1 ÜBERBLICK ZUM GESCHÄFTSJAHR 2010
Das Geschäftsjahr 2010 verlief für den Symrise Konzern erfolgreich. Die Belebung der Nachfrage, die schon im zweiten Halbjahr 2009 spürbar war, hat sich 2010 weiter fortgesetzt. Diese erfreuliche Entwicklung war weltweit in allen vier Regionen - Europa, Afrika und Mittlerer Osten (EAME), Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika - zu verzeichnen. Der Umsatz des Konzerns stieg im Berichtsjahr um 15 % auf 1.572 Mio. €. Damit ist das Unternehmen erneut schneller gewachsen als der Markt für Duft- und Geschmackstoffe. Unser Marktanteil als weltweit viertgrößtes Unternehmen in diesem Markt beträgt rund 11 %. Der Umsatzanteil mit den strategisch wichtigen Top 10-Kunden erhöhte sich 2010 auf 30 %. Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 13 %; der Anteil am Gesamtumsatz lag bei 46 %.
Die Kapazitäten des Symrise Konzerns waren 2010 weltweit gut ausgelastet, sodass wir in allen Regionen unsere Profitabilität deutlich steigern konnten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) legte von 246 Mio. € im Vorjahr um 35 % auf 331 Mio. € zu. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 21,1 %, nach 18,0 % im Vorjahr, das allerdings durch Restrukturierungsaufwendungen belastet war. Scent & Care weitete den Umsatz währungsbereinigt um 12 % auf 805 Mio. € aus. Das EBITDA stieg hier gegenüber dem Vorjahr um 48 % auf 161 Mio. €. Die EBITDA-Marge beläuft sich auf 20,0 %. Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition nahm der Umsatz währungsbereinigt um 10 % zu. Das EBITDA dieses Geschäftsbereichs lag mit 170 Mio. € um 25 % über dem Vorjahreswert, die EBITDA-Marge erreichte 22,2 %.
Der Jahresüberschuss des Symrise Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 beläuft sich auf 134 Mio. €, nach 84 Mio. € im Vorjahr. Damit stieg das Ergebnis je Aktie von 0,71 € um 58 % auf 1,13 €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 vor, eine Dividende von 0,60 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2010 auszuschütten.
Der operative Cashflow des Unternehmens hat sich 2010 auf 235 Mio. € erhöht. Die liquiden Mittel stiegen zum Jahresultimo 2010 auf 112 Mio. €. Die Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) sank auf 734 Mio. € , sie belief sich zum Bilanzstichtag auf das 2,2-fache des EBITDA. Symrise hat im Geschäftsjahr 2010 ein neues Finanzierungskonzept umgesetzt, bestehende Verbindlichkeiten vorzeitig abgelöst und die Unternehmensfinanzierung längerfristig ausgerichtet.
Symrise blickt verhalten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2011. Wir streben ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von mindestens 3 % an, obwohl wir auf einer sehr hohen Basis 2010 aufsetzen. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise per Saldo auf dem Niveau von 2010 verharren und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2010 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2011 eine nachhaltige EBITDA-Marge von mindestens 20 %. Basierend auf einem starken Cashflow sollte sich das Verhältnis von Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA, das zum Jahresultimo 2,2 betrug, bis Ende 2011 weiter verbessern und am unteren Ende unseres Zielbereichs (2,0 bis 2,5) liegen.
Kennzahlen im Überblick
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | Veränderung in % |
Veränderung in % währungsbereinigt |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.362,0 | 1.571,9 | 15 | 11 |
| EBITDA | 245,6 | 331,2 | 35 | 32 |
| EBITDA-Marge in % | 18,0 | 21,1 | ||
| Jahresüberschuss | 84,3 | 133,5 | 58 | |
| Ergebnis je Aktie in € | 0,71 | 1,13 | 58 | |
| Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA (31.12.) Verhältnisgröße | 3,1 | 2,2 |
2 STRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
2.1 Unternehmensprofil
Symrise entwickelt, produziert und vertreibt Duft- und Geschmackstoffe sowie aktive Wirkstoffe für die kosmetische Industrie. Zu den Kundenbranchen zählen die Parfüm-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie sowie Anbieter von Haushaltsprodukten. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Lösungen in den Anwendungsgebieten Gesundheit und Körperpflege durch biofunktionale und bioaktive Inhalts- und Wirkstoffe tätig. Im Jahr 2010 erzielte Symrise einen Umsatz von rund 1,6 Mrd. € und ist damit das viertgrößte Unternehmen im Markt für Geschmack- und Duftstoffe weltweit. Abnehmer finden die Produkte des Unternehmens in 160 Ländern, wobei 2010 54 % der Umsätze auf Industrieländer in Westeuropa, Nordamerika und in Teilen Asiens entfielen. Die Zahl unserer Kunden belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf über 6.000. Einen Umsatzanteil von 46 % erreichten wir in den so genannten Emerging Markets in Asien, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Osteuropa. In den zwei Geschäftsbereichen des Symrise Konzerns - Scent & Care und Flavor & Nutrition - arbeiten zusammen rund 5.300 Mitarbeiter. Die Standorte des Unternehmens verteilen sich auf 36 Länder, wodurch wir auf unseren wichtigen Absatzmärkten vor Ort vertreten sind. Das Wachstum aus eigener Kraft ergänzen wir mit Akquisitionen, wenn uns diese eine stärkere Marktposition bieten oder Zugang zu wichtigen Technologien ermöglichen. Zur Ausweitung der Geschäftsaktivitäten beider Geschäftsbereiche in Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten haben wir Ende 2009 eine Vereinbarung über den Erwerb von Futura Labs unterzeichnet. Futura Labs ist einer der führenden Aromen- und Duftstoffhersteller in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bedeutende Kooperationen in den Bereichen Produktentwicklung und -forschung bestanden 2010 beispielsweise mit BRAIN, AnalyticCon Discovery, InterMed Discovery und Axxam.
Der Symrise Konzern entstand aus dem Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen Haarmann & Reimer und Dragoco im Jahr 2003. Die Wurzeln von Symrise reichen damit bis in die Jahre 1874 beziehungsweise 1919 zurück, in denen die Vorgängerunternehmen gegründet wurden. 2006 erfolgte der Börsengang der Symrise AG. Seitdem ist die Symrise Aktie im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und zählt mit einer Marktkapitalisierung per Jahresultimo 2010 von rund 2,4 Mrd. € zu den im MDAX geführten Unternehmen. Der Streubesitz der Aktie beläuft sich auf 94 %.
Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt in den beiden Geschäftsbereichen. Sie verfügen über eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Qualitätskontrolle sowie Marketing und Vertrieb. Auf diese Weise können interne Prozesse beschleunigt werden. Es ist unser Ziel, Abläufe zu vereinfachen, sie kundenorientiert und pragmatisch zu gestalten. Großen Wert legen wir auf schnelle und flexible Entscheidungswege.
Beide Geschäftsbereiche haben ihre Organisation in vier Regionen mit eigenständigen regionalen Leitungen eingeteilt:
| ― | Europa, Afrika und Mittlerer Osten (EAME) |
| ― | Nordamerika |
| ― | Asien/Pazifik |
| ― | Lateinamerika |
Die Aktivitäten der zwei Geschäftsbereiche erstrecken sich auf mehrere Geschäftsfelder beziehungsweise Anwendungsbereiche. Die Geschäftsfelder des Geschäftsbereichs Scent & Care sind: Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care. Die Geschäftsfelder sind zudem anhand verschiedener Anwendungsbereiche strukturiert; Fragrances ist beispielsweise in Fine Fragrances, Personal Care und Household unterteilt. Der Geschäftsbereich Flavor & Nutrition konzentriert sich auf Produkte in den Anwendungsbereichen Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health. Consumer Health ist ein im Jahr 2009 von Symrise neu erschlossener Anwendungsbereich
Zusätzlich besteht im Konzern ein Corporate Center, in dem die Zentralfunktionen Finanzen & Controlling, Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations, Recht, Personal, Corporate Compliance, Interne Revision sowie globales Prozess-Design zur Ausschöpfung geschäftsbereichsübergreifender Synergien wahrgenommen werden. Weitere unterstützende Funktionen wie die Informationstechnologie sind auf externe Dienstleister ausgelagert oder in eigenständigen Konzerngesellschaften gebündelt, die - wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Energie, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik - auch Geschäftsbeziehungen zu Kunden außerhalb des Konzerns unterhalten.
Der Firmensitz von Symrise befindet sich in Holzminden. An diesem zugleich größten Standort beschäftigt Symrise 2.072 Mitarbeiter in den Funktionen Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Zudem ist ein Großteil der Mitarbeiter des Corporate Center in Holzminden konzentriert. Regionale Hauptsitze befinden sich in den USA (Teterboro, New Jersey), Brasilien (São Paulo) und Singapur. Wichtige Produktionsanlagen befinden sich in Deutschland, Brasilien, Mexiko, Singapur; China und den USA. Ein Beispiel ist das "Global Citrus Center" in Sorocaba in Brasilien. Hier haben wir die Möglichkeit eines direkten und ressourcenschonenden Zugangs zu qualitativ hochwertigen Rohstoffen. Im Jahr 2010 konnten wir auf dieser Basis eine Reihe neuartiger hochkonzentrierter Zitrus-Öle entwickeln und produzieren. Entwicklungszentren finden sich insbesondere in Deutschland, Brasilien, China, Frankreich, Singapur und den USA. Eigene Vertriebsniederlassungen unterhalten wir in über 30 Ländern.
2.2 Leitung und Kontrolle
Symrise ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.
Der Vorstand besteht zum 31. Dezember 2010 aus vier Mitgliedern: Dr. Heinz-Jürgen Bertram (Vorstandsvorsitzender), Achim Daub (Vorstand Scent & Care), Hans Holger Gliewe (Vorstand Flavor & Nutrition) und Bernd Hirsch (Vorstand Finanzen). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem Ziel, den Unternehmenswert zu steigern.
Dem Aufsichtsrat der Symrise AG gehören 12 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der Symrise AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit vier Ausschüsse gebildet.
Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei Symrise werden im Geschäftsbericht im Bericht des Aufsichtsrats und im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
2.3 Geschäftstätigkeit und Produkte
Symrise stellt etwa 30.000 Produkte auf der Basis von rund 10.000 zum Großteil natürlichen Rohstoffen wie Vanille, Zitrusprodukten oder Blüten- und Pflanzenmaterialien her. Die Wertschöpfungskette beider Geschäftsbereiche erstreckt sich über die Produktforschung, Entwicklung, Einkauf, Produktion und den Vertrieb der Produkte und Lösungen. Die Aromen, Parfümöle und Wirkstoffe sind in der Regel zentrale funktionale Bestandteile der Endprodukte unserer Kunden und spielen bei der Kaufentscheidung des Konsumenten häufig eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig machen die Kosten für unsere Produkte meist nur einen geringen Anteil der Gesamtkosten des Endprodukts aus. Neben den typischen Produkteigenschaften wie Duft und Geschmack besteht unsere Wertschöpfung in der Entwicklung von Produkten mit Zusatznutzen. Beispiele für eine Kombination von Aromen und Parfümölen mit weiteren innovativen Bestandteilen sind unter anderem Geschmackstoffe, die einen reduzierten Zucker- oder Salzgehalt in Lebensmitteln ermöglichen, oder ein feuchtigkeitsspendender kosmetischer Wirkstoff, dessen Einsatz den Anteil an Konservierungsmitteln in Pflegeprodukten senkt. Auf Basis dieser Produkte sind unsere Kunden in der Lage, sich im rasch wandelnden Konsumgütermarkt mit ihren maßgeschneiderten Endprodukten von Wettbewerbern zu differenzieren. Die Basis unserer Produktentwicklung bildet die in erheblichem Umfang betriebene Forschung & Entwicklung (F&E) im Unternehmen, die durch ein weit verzweigtes externes Netzwerk von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt wird. Angesichts unterschiedlichster regionaler sensorischer Vorlieben (Europa, Asien/Pazifik, Nordamerika, Südamerika) ist auch eine umfangreiche Konsumentenforschung zentraler Bestandteil unserer F&E-Aktivitäten. Sie schafft die Grundlage für die Entwicklung marktfähiger und langfristig erfolgreicher Produkte, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Verbraucher in verschiedenen Teilen der Welt gerecht werden.
Unternehmensstruktur
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| Geschäftsbereiche | ||||
|---|---|---|---|---|
| Scent & Care | Flavor & Nutrition | |||
| Geschäftsfelder | ||||
| Fragrances | Life Essentials | Aroma Molecules | Oral Care | |
| Anwendungsbereiche | ||||
| Fine Fragrances | Cosmetic Ingredients - Active Ingredients - Functionals - Botanicals | Sensates (Menthole) | Beverages | |
| Personal Care | UV-Filter | Special Fragrance & Flavor Ingredients | Savory | |
| Household | Fine Aroma Chemicals | Sweet | ||
| Consumer Health |
Zu unseren Kunden gehören sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Parfüms, Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln. Insbesondere große Hersteller legen erheblichen Wert auf global tätige Lieferanten. Die weltweite Präsenz und Innovationskraft der Lieferanten sind wichtige Grundlagen für die Aufnahme in den Kreis der Kernlieferanten (so genannte Core Lists). Die Aufnahme auf eine solche Core List ist für uns die Voraussetzung, an einer deutlich größeren Zahl von Produktausschreibungen (Briefing) teilzunehmen und diese zu gewinnen. Die Kunden überprüfen die jeweiligen Listen im Schnitt alle drei bis vier Jahre. Dabei sind, neben der finanziellen Solidität und globalen Reichweite des Unternehmens, die Innovationskraft und die Kreativität die wichtigsten Faktoren, um in die Core List aufgenommen beziehungsweise weiterhin auf der Liste geführt zu werden. Zudem entwickelt Symrise eigenständig innovative Produkte und Lösungen und präsentiert diese möglichen Abnehmern. Zum Beispiel werden unter dem Markennamen Taste for Life® eine Vielzahl von Produktkonzepten mit dem Schwerpunkt Gesundheit, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit angeboten. Ein weiteres Beispiel ist der in dem Bereich Scent&Care entwickelte neue kosmetische Wirkstoff SymHelios®, der die Hautzellen vor negativen Umwelteinflüssen und starker Sonneneinstrahlung schützt.
Die Produktion der Geschmack- und Duftstoffe erfolgt in eigenen Fertigungsanlagen. Für den Bezug wichtiger Rohmaterialien bestehen zum Teil längerfristige Lieferverträge. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und setzen einheitliche Standards fest, um die gleichbleibende Qualität unserer Ausgangsstoffe zu gewährleisten.
2.3.1 Scent & Care
Die mehr als 15.000 Produkte des Geschäftsbereichs werden in rund 135 Ländern vertrieben. Zum Leistungsportfolio zählen Duftkompositionen, kosmetische Inhaltsstoffe, Aromachemikalien sowie Mintprodukte. Standorte bestehen in mehr als 30 Ländern. Große Niederlassungen befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Indien, Singapur und den USA. Der Geschäftsbereich unterteilt sich in die Geschäftsfelder Fragrances, Life Essentials, Aroma Molecules und Oral Care, in denen unsere Produkte wie folgt in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden:
Fragrances:
Parfümeure kombinieren aromatische Rohmaterialien wie Aromachemikalien und ätherische Öle zu komplexen Duftkompositionen (Parfümölen). Parfümöle von Symrise werden in Parfüms (Anwendungsbereich Fine Fragrances), in Produkten der Körperpflege (Anwendungsbereich Personal Care) und des Haushalts (Anwendungsbereich Household) eingesetzt. Kunden erhalten die Parfümöle in flüssiger Form oder verkapselt. Die Kompositionen entstehen in der Regel auf Anfrage und nach Briefing eines Parfümherstellers. Zu den Endprodukten, in die Parfümöle eingehen, zählen im Anwendungsbereich Personal Care Haarpflegeprodukte, Waschlotionen, Hautcreme oder Duschgel. Zudem kommen Lösungen von Symrise zur Überdeckung unangenehmer Körpergerüche beispielsweise in Deodorants zum Einsatz. Wasch- und Reinigungsmittel sowie Lufterfrischer sind Beispiele für die Anwendung von Parfümölen in Haushaltsprodukten. Parfümöle verleihen beispielsweise Reinigungsmitteln einen angenehmen Duft. Darüber hinaus maskieren Parfümöle unangenehme Gerüche.
Life Essentials:
Die hier hergestellten Produkte werden in Hautpflegeprodukten, Haarpflegeprodukten, Sonnencremes, Aftershave-Balsams, Duschgels, Waschlotionen, Anti-Schuppen-Shampoos oder Deodorants eingesetzt. Einen wichtigen Teil dieses Geschäftsfelds bilden die Produkte gegen Hautreizungen, wie beispielsweise SymCalmin® oder SymRelief®. Alternative Konservierungsstoffe sind ein weiterer Schwerpunkt. Das Geschäftsfeld unterteilt sich in die Anwendungsbereiche Cosmetic Ingredients und UV-Filter.
Bei Cosmetic Ingredients konzentriert sich Symrise auf die Entwicklung von Active Ingredients, Functionals und Botanicals. Active Ingredients sind hochwirksame Substanzen für die kosmetische Pflege, beispielsweise Stoffe, die die Hautalterung verlangsamen (Anti-Aging), entzündete oder gereizte Haut beruhigen (Anti-Irritants) oder antibakteriell wirken. Ein weiteres Beispiel ist ein feuchtigkeitsspendender Wirkstoff, dessen Anwendung eine geringere Dosierung von herkömmlichen Konservierungsstoffen erlaubt. Neuentwicklungen 2010, die auf aktiven Inhaltsstoffen basieren, sind beispielsweise SymFinity® 1298, ein hochwirksamer Echinacea Pupurea-Extrakt, der die Lebensdauer von Hautzellen erhöht, sowie SymMollient®, ein neuartiger feuchtigkeitsspendender kosmetischer Inhaltsstoff. Functionals sind beispielsweise Emulgatoren (Basisstoffe), die in Cremes und Lotionen eingesetzt werden, um verschiedene Eigenschaften dieser Endprodukte zu verbessern. Der Anwendungsbereich Botanicals umfasst Pflanzenextrakte, die zusätzlich zu ihrer funktionalen Wirkungsweise dank ihrer olfaktorischen Qualitäten eine hohe Attraktivität beim Verbraucher aufweisen. Beispiele hierfür sind Extrakte aus Safran (hautaufhellende, antioxidative und entzündungshemmende Effekte) oder weißer Tee (antioxidative Wirkung).
Im Bereich der organischen UV-Filter verfügt Symrise über ein umfangreiches Portfolio an öl- und wasserlöslichen UVB und UVA-Filtern, die unter der Bezeichnung Neo-Heliopan® vertrieben werden. Im Bereich der anorganischen UV-Filter liegt der Fokus auf Zinkoxid, das neben einer großen Bandbreite an dermatologischen Anwendungsmöglichkeiten eine höchst effektive Sonnenschutzwirkung aufweist.
Aroma Molecules:
Hierzu zählen Produkte, die in flüssiger oder kristalliner Form in den Anwendungsbereichen Sensates (Menthole), Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals angewandt werden. Im Anwendungsbereich Sensates wird naturidentisches Menthol hergestellt, das insbesondere bei der Herstellung von Zahnpflegeprodukten, Kaugummi und Duschgel verwendet wird. Special Fragrance & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals umfassen Aromachemikalien (Vorprodukte für Parfümöle) von besonderer Qualität. Die hergestellten Aromachemikalien werden sowohl für die eigene Produktion von Parfümölen verwandt als auch an die Hersteller von Konsumgütern vertrieben, die daraus Parfümöle herstellen. Ein wichtiger Anwendungsbereich sind unter anderem biologisch abbaubare Moschusduftstoffe, die eine deutlich erhöhte Haftung auf Haaren, Haut oder Textilfasern aufweisen und ein wesentlicher Bestandteil von Parfümölen sind.
Oral Care:
Symrise bietet die gesamte Produktpalette von Mintaromen und deren Vorprodukten für die Verwendung in Zahnpasta, Mundspülung und Kaugummi an. Zu den besonders innovativen Produkten gehört Optacool®, das einen frischen Mintgeschmack mit einem kühlenden Frischeerlebnis verbindet. Ein weiteres Produkt ist Optaflow®. Dies regt auf natürliche Weise den Speichelfluss an und trägt so zur Mundhygiene und einem verbesserten Mundgefühl bei.
2.3.2 Flavor & Nutrition
Das Produktspektrum von Flavor & Nutrition besteht aus mehr als 15.000 Produkten, die in 140 Ländern verkauft werden. Die flüssigen, pulverförmigen, granulierten oder als Paste produzierten Geschmackstoffe werden von den Kunden zur Herstellung von Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte) und Getränken genutzt und verleihen den unterschiedlichen Produkten individuelle Geschmacksbilder. Symrise liefert dabei sowohl einzelne Geschmackstoffe für die Verwendung im Endprodukt als auch Komplettlösungen, die neben dem eigentlichen Aroma weitere funktionale Grundstoffe, Farbstoffe oder mikroverkapselte Produktkomponenten enthalten können. Der globale Anwendungsbereich Consumer Health bedient unter anderem den wachsenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel und pharmazeutische Präparate. Die Standorte des Geschäftsbereichs befinden sich in mehr als 30 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie in Afrika. Hauptniederlassungen befinden sich in Brasilien, China, Deutschland, England, Frankreich, Indien, Japan, Mexiko, Singapur und den USA.
Im Einzelnen kommen die Geschmack- und Inhaltsstoffe von Symrise in den vier Anwendungsbereichen zum Einsatz:
Beverages:
Unsere Geschmackstoffe finden Eingang in alkoholfreie Getränke wie Erfrischungsgetränke, Fruchtsaftgetränke, Energie- und Sportgetränke, Tee- und Kaffeegetränke, Milchmischgetränke sowie funktionelle Getränke, die wahlweise mit Milch oder Joghurt, Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen oder Pflanzen- und Kräuterextrakten gemischt werden. Zudem verfügt Symrise über Anwendungen mit Aromagranulaten für Instantgetränke wie Tee- und Kaffee-Spezialitäten. Die so genannten Blossom-Teas, wie beispielsweise Roter Tee mit Rose, gehören zu den neuesten Getränkekonzepten von Symrise bei Soft-Drinks. Produktkonzepte für Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte haben wir konsequent um neue Früchte wie Aroniabeeren, Sanddorn oder die Acerolakirsche ergänzt. Das Spektrum wird erweitert durch Geschmackstoffe, Destillate und Extrakte für nahezu alle gängigen Formen alkoholischer Getränke - zum Beispiel für Liköre, Spirituosen, Biermischgetränke und weinhaltige Getränke. Ein besonderes Augenmerk richten wir auf Biermischgetränke, bei denen neben dem Aroma auch Farb- und Konservierungsstoffe als Komplettlösung angeboten werden, die über eine optimale Stabilität in einer Bier-Matrix verfügen.
Savory:
Hierzu gehören Fleischaromen, Kräuter- und Gemüseextrakte, Weinaromen für Suppen, Saucen, Fertiggerichte sowie Aufstreuwürzungen, so genannte Seasonings für Snacks. Spezielle Geschmackstoffe von Symrise helfen auch dabei, den Salz- und Fettgehalt in Nahrungsmitteln ohne Einbußen am Geschmack erheblich zu senken. In Savory wurde bereits 2009 der Anwendungsbereich Tobacco eingegliedert. Die von uns entwickelten Tabakaromen werden von der Tabakindustrie zur Herstellung von Zigaretten- und Pfeifentabak eingesetzt. Zudem bieten wir spezielle Aromatisierungsverfahren für Tabakprodukte an.
Sweet:
Hier decken wir die Bereiche Süßwaren, Backwaren, Eiscreme und Milchprodukte ab. Im Fokus stehen Produkte mit verbesserter Aromenfreisetzung und Aromasysteme mit so genannten maskierenden Eigenschaften, die den Einsatz von funktionalen Inhaltsstoffen ermöglichen und gleichzeitig deren häufig unangenehmen Geschmack überdecken. Symrise konzentriert sich insbesondere auf Vanille-, Zitrus- und Mintaromen. Im Vorjahr haben wir ausgewählte hochwertige Extrakte der Bourbon-Vanille, die wir auf Madagaskar gewinnen, in Bezug auf Anforderungen für den biologischen Anbau zertifizieren lassen. Damit eignen sie sich für die Verwendung in als biologisch gekennzeichneten Endprodukten (organic-food).
Consumer Health:
Hierunter fallen natürliche funktionale Inhaltsstoffe zur Förderung beispielsweise der Herz- und Verdauungsfunktion, Geschmackslösungen pharmazeutischer Produkte sowie natürliche Lebensmittelfarben und färbende Lebensmittel (Spezialitäten).
3 MARKT UND WETTBEWERB
3.1 Marktstruktur
Der Symrise Konzern ist weltweit in verschiedenen Märkten tätig. Dazu zählt der klassische Markt für Geschmack- und Duftstoffe (F&F-Markt/Flavors and Fragrances), dessen Volumen sich im Jahr 2010 nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants auf 11,1 Mrd. € belief. Zudem ist das Unternehmen mit den Geschäftsfeldern Life Essentials und Aroma Molecules auf dem Markt für Aromachemikalien und kosmetische Inhaltsstoffe aktiv, der nach eigenen Schätzungen 2010 einen Umsatz von 3,8 Mrd. € aufwies. In beiden Teilmärkten sind die vermarkteten Stoffe Bestandteile einer Reihe von Produkten, die vom Endverbraucher konsumiert beziehungsweise angewandt werden. Insofern sind beide Märkte in weiten Teilen durch gemeinsame Trends und Charakteristika gekennzeichnet. Der für Symrise relevante Markt weist damit eine Größe von 14,9 Mrd. € auf und wächst langfristig durchschnittlich um etwa 3 % pro Jahr.
Marktgröße relevanter F&F Markt 2010 (in Mrd. €) etwa 14,9 Mrd. €

Quelle: IAL, eigene Schätzungen
Weltweit sind mehr als 500 Unternehmen am Markt aktiv, wobei die vier größten Anbieter, inklusive Symrise, zusammen einen Marktanteil von fast 60% % erreichen und in der Regel ein höheres Wachstum verzeichnen als die kleineren Unternehmen der Branche.
Für den F&F-Markt bestehen weltweit hohe Markteintrittsbarrieren. Die Anforderungen der Kunden an immer hochwertigere und differenziertere Produkte bei immer kürzeren Produktlebenszyklen nehmen kontinuierlich zu. Der Großteil der Produkte und Rezepturen wird speziell für einzelne Kunden hergestellt. Zudem haben lokale Geschmackspräferenzen zur Folge, dass für ein Endprodukt häufig verschiedene Rezepturen je nach Land existieren. Weiterhin zeichnen sich die Kundenbeziehungen oftmals durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung aus. Gleichzeitig ist seit geraumer Zeit bei unseren Kunden eine zunehmende Marktkonsolidierung hin zu global tätigen Unternehmen zu beobachten, die ihrerseits ebenfalls global tätige Lieferanten bevorzugen. Weltweite Präsenz und hohe Innovationskraft sind wichtige Grundlagen für die Aufnahme in den Kreis der Kernlieferanten (so genannte Core Lists) der großen internationalen Kunden. Sie überprüfen ihre Core Lists im Schnitt nur alle drei bis vier Jahre. Weiterhin sehen sich die Unternehmen der Branche mit einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld konfrontiert.
Neben den unterschiedlichen lokalen Geschmackspräferenzen und Verhaltensweisen wird die Nachfrage nach Endprodukten, in denen unsere Produkte zum Einsatz kommen, von weiteren Faktoren beeinflusst. Die Nachfrageentwicklung nach Produkten, die Duft- und Geschmackstoffe beziehungsweise kosmetische Inhaltsstoffe enthalten, wird in den Emerging Markets durch das steigende Einkommen der Bevölkerung positiv beeinflusst. Das Marktwachstum beruht dabei auch auf einfachen Produkten des Grundbedarfs, die in den Industrienationen bereits lange im Markt sind. In den entwickelten Märkten Westeuropas, Asiens und Nordamerikas bestimmen Konsumententrends wie Schönheit, Gesundheit, Wellness, Convenience und Natürlichkeit das Wachstum der Nachfrage nach Produkten, in denen Inhaltsstoffe von Symrise eingesetzt werden. Steigende Qualitätsanforderungen, schnell wechselnde Produktneuheiten sowie Multifunktionalität von Produkten sind weitere Wachstumstreiber. Entscheidende Wettbewerbsvorteile sind, Markttrends frühzeitig zu erkennen und innovative Produkte auch mittels neuer Technologien zu entwickeln und erfolgreich im Markt zu etablieren.
3.2 Marktposition von Symrise
Symrise ist das viertgrößte Unternehmen der F&F-Branche. Bezogen auf den relevanten F&F-Markt von 14,9 Mrd. € betrug der Marktanteil des Unternehmens im Jahr 2010 11 %. Die großen Wettbewerber von Symrise, wie Givaudan, IFF oder Firmenich, sind vornehmlich im traditionellen Aromen- und Duftstoff- beziehungsweise Parfümölgeschäft aktiv. Symrise hat beide Geschäftsbereiche um zusätzliche Anwendungen erweitert: Bei Scent & Care beispielsweise um kosmetische Wirkstoffe, bei Flavor & Nutrition um Nahrungsergänzungsmittel. Auf Basis dieser komplexeren Produktlösungen kann eine höhere Wertschöpfung erreicht werden. In Teilmärkten wie Nahrungsergänzungsmittel, Sonnenschutzfilter oder anderer kosmetischer Inhaltsstoffe steht Symrise zudem mit Unternehmen beziehungsweise einzelnen Segmenten dieser Unternehmen im Wettbewerb, die nicht zur klassischen F&F-Branche gehören.
Marktanteile F&F-Markt (in %) (Marktvolumen etwa 14,9 Mrd. €)

Quelle: Unternehmensdaten und eigene Schätzungen
Symrise erzielte im Jahr 2010 ein Umsatzwachstum von 15 %. Wie in den vorangegangenen Jahren haben auch im Jahr 2010 beide Geschäftsbereiche neue Core List-Positionen hinzugewonnen und damit die Grundlage für künftiges Wachstum und eine weiter gestärkte Marktposition gelegt.
In einzelnen Marktbereichen nehmen wir weltweit führende Positionen ein, wie beispielsweise bei der Synthese von naturidentischem I-Menthol, dessen Derivaten und der Komposition von Mintaromen. Eine Spitzenposition hält Symrise auch im Bereich der UV-Sonnenschutzfilter. Durch die Akquisition der Parfümölgeschäfte von Intercontinental Fragrances und Manheimer Fragrances sind wir zu einem führenden Hersteller auf dem US-amerikanischen Markt für Lufterfrischer (Air Care-Markt) und Duftkerzen aufgestiegen. Unsere Position im Markt für Geschmackstoffe konnten wir in den USA durch die Akquisition der Aromen-Sparte von Chr. Hansen im Jahr 2008 ausbauen. In Ägypten erreichen wir durch den Erwerb von Futura Labs eine marktführende Stellung bei Geschmackstoffen und Grundstoffen für die Getränkeindustrie.
4 ZIELE UND STRATEGIE
4.1 Ziele
Durch ertragsorientiertes Wachstum wollen wir unsere Marktposition und Unabhängigkeit weiter stärken.
| ― | Marktposition: Unser Umsatz soll schneller wachsen als der Markt, der langfristig im Schnitt jährlich um etwa 3 % wächst. Auf diese Weise werden wir schrittweise den Abstand zu den kleineren Wettbewerbern vergrößern und Marktanteile hinzugewinnen. |
| ― | Wertorientierung: Wir wollen dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche gehören. Wir streben eine nachhaltige EBITDA-Marge von mindestens 20 % an. |
| ― | Finanzlage: Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inklusive Pensionsrückstellungen) zu EBITDA soll mittelfristig in einem Korridor zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ein kurzfristiges Überschreiten dieses Bereichs ist aus unserer Sicht beispielsweise im Falle von Akquisitionen im Rahmen unserer Strategie möglich. Ein kontinuierlich hoher operativer Cashflow trägt zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei. |
Unsere Aktionäre beteiligen wir an dem wirtschaftlichen Erfolg durch eine attraktive Dividende. Für das Geschäftsjahr 2010 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,60 € je Aktie vorschlagen, was gegenüber dem Vorjahr einer Erhöhung von 20% entspricht.
Symrise hat sich zum Ziel gesetzt, den sich wandelnden Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucher durch Innovation und Kreativität besser gerecht zu werden als seine Wettbewerber. Unser Fokus auf Forschung und Entwicklung, auf neue und innovative Produktkonzepte und Produktgruppen soll dabei helfen, die Marktanteile im Segment hochwertiger und margenstarker Produkte weiterhin zu erhöhen.
Der globale Anwendungsbereich Consumer Health ist ganz auf funktionale Inhaltsstoffe für Nahrungsergänzungsmittel und Geschmackslösungen für Gesundheitspräparate spezialisiert. Moderne Verbraucher wollen Produkte, die zahlreiche Ansprüche auf einmal erfüllen: Nahrungsmittel sollen gesund sein und für Wohlbefinden sorgen, dabei unkompliziert konsumierbar sein und gut schmecken. Insbesondere zwei Faktoren beeinflussen diesen Trend: Zum einen wächst das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, zum anderen spielt die Individualisierung von Konsumenten-Bedürfnissen eine Rolle. Der Verbraucher will maßgeschneiderte Produkte, die nicht einfach nur "gesund" sind, sondern konkrete Zwecke erfüllen müssen: das Herz stärken, die Haut straffen, den Alterungsprozess verlangsamen oder die körperliche Fitness unterstützen.
Diesem wachsenden Markt tragen wir mit unserer Health & Nutrition-Strategie Rechnung. Teil der Strategie ist das "Competence Center for Health & Nutrition". Das Kompetenzzentrum arbeitet unabhängig für alle vier Anwendungsbereiche (Beverages, Savory, Sweet und Consumer Health), versorgt diese mit Markt- und Konsumentendaten sowie Informationen zur Produktsicherheit und unterstützt sie bei der Entwicklung innovativer Produkte und Inhaltsstoffe, basierend auf wissenschaftlichen und ernährungsphysiologischen Erkenntnissen. Mit diesen Lösungen wollen wir ein unverzichtbarer Partner für unsere Kunden sein.
4.2 Strategie
Unsere Wachstums- und Rentabilitätsziele werden wir durch die konsequente Umsetzung unserer Strategie erreichen. Unsere Strategie geht in drei Stoßrichtungen, die aus unserer Sicht die größten Werthebel für Symrise bieten:
| ― | Wachstum mit globalen Kunden: Wir wollen den Anteil unseres Umsatzes mit unseren Top 10-Kunden, die besonders wachstumsstark sind, weiter erhöhen. Durch den Zugang zu wichtigen Core Lists wollen wir uns verstärkt als Hauptlieferant für die jeweiligen Produkte etablieren. |
| ― | Wachstum in neuen Märkten: Wir haben frühzeitig begonnen, unsere Aktivitäten in den Schwellen- und Entwicklungsländern auszubauen. Die Akquisition von Futura Labs 2010 ist ein gutes Beispiel dafür. Ein weiterer Schritt ist der Aufbau eines Produktionsstandortes in Russland im Jahr 2010. |
| ― | Wachstum durch Innovationen: Wir verfügen über ein ausgeprägtes Markt- und Markenverständnis, das wir aus umfangreicher Konsumentenforschung gewinnen. Dies hilft uns dabei, innovative Lösungen zu entwickeln und Wettbewerbsvorteile für unsere Kunden zu erzielen. Dabei liegt unser Hauptaugenmerk auf Bereichen wie Life Essentials und Consumer Health, die ein höheres Wachstumspotenzial aufweisen. |
Symrise wächst aus eigener Kraft. Wo es sinnvoll ist, tätigen wir zudem ergänzende Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften zur Produktentwicklung ein.
4.3 Wertorientierte Steuerung
Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Unternehmens dient die EBITDA-Marge, für die wir langfristig einen Zielwert von mindestens 20 % definiert haben. Die Steigerung des Unternehmenswertes ist im Vergütungssystem des Vorstands und ausgewählter Führungskräfte berücksichtigt. So misst der verwendete Symrise Value Added (SVA) die Steigerung des Ertragswerts über eine Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus. Das Konzept verbindet die zwei Werthebel Erhöhung der Profitabilität und Optimierung des eingesetzten Vermögens beziehungsweise Kapitals mit dem Ziel, eine Wertsteigerung über die Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus zu erzielen.
Zudem legen wir großen Wert auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Wichtige Kennzahlen sind beispielsweise der operative Cashflow und die Nettoverschuldung zu EBITDA.
Zu einer wertorientierten Unternehmensführung zählt auch die Teilhabe der Anteilseigner am erwirtschafteten Ergebnis in Form einer attraktiven Dividende. Unsere Dividendenpolitik orientiert sich an der Ertragskraft des Unternehmens. Wir wollen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Gleichzeitig wollen wir gewährleisten, dass Symrise weiterhin in der Lage ist, sich bietende Wachstumschancen wahrzunehmen, ohne die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gefährden.
5 RAHMENBEDINGUNGEN
5.1 Differenzierte Auswirkungen auf Symrise
Die Geschäftsentwicklung von Symrise wird von verschiedenen Faktoren im Umfeld des Unternehmens beeinflusst. Absatzseitig spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine große Rolle. Deutlich negative oder positive Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Leistung wirken senkend oder steigernd auf den Absatz von Produkten, in denen unsere Duft- oder Geschmackstoffe eingesetzt werden, was sich im Nachfrageverhalten unserer Kunden äußert. Die Teilmärkte, in denen wir tätig sind, zeigen dabei unterschiedliche Schwankungsbreiten in Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung.
Bei unserer Produktion greifen wir auf rund 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe zurück. Aufgrund verschiedener Faktoren wie Wirtschafts-, Ölpreis- oder Ernteentwicklung können sich starke Preisschwankungen bei diesen Einsatzstoffen ergeben. Zudem kann die Produktion von Engpässen in der Rohstoffbeschaffung, beispielsweise auch durch politische Unruhen in Lieferländern, betroffen sein.
Die Produkte von Symrise kommen weltweit in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: bei der Herstellung von Lebensmitteln, in kosmetischen und pharmazeutischen Endprodukten oder in Haushaltsprodukten. Dies erfordert insbesondere die Einhaltung der jeweils nationalen und international gültigen Verbraucherschutzvorschriften und Gesetzesvorgaben. Diese Vorschriften sind auf der Basis neuer Erkenntnisse in der Forschung, Entwicklung und Produktionstechnik durch ein steigendes Sicherheitsbedürfnis und durch ein weltweit stetig wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein fortlaufend Veränderungen unterworfen. Wir verfolgen die regionale und weltweite Entwicklung des regulatorischen Umfelds, um schnell auf Veränderungen oder Verschärfungen bestehender Vorschriften reagieren zu können.
5.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft erholte sich rascher als erwartet von der tiefen Rezession 2008/2009. Bereits im Jahresverlauf 2010 ebbten die Aufholeffekte nach der vorherigen Wirtschaftskrise ab. Seither ist die Wirtschaftsentwicklung von einem gemäßigteren aber auch nachhaltigeren Wachstum geprägt. Nach Schätzungen der Weltbank hat sich die globale Wirtschaftsleistung 2010 preisbereinigt um durchschnittlich 3,9 % erhöht, während das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vorjahr noch dramatisch um 2,2 % gesunken war. Das Welthandelsvolumen, das stärkeren Schwankungen unterliegt als die Wirtschaftsleistung, nahm 2010 schätzungsweise um 15,7 % zu, nach einem Einbruch um 11,0 % im Jahr zuvor.
BIP-Entwicklung 2009/2010, in %

Quelle: Weltbank
Der Konjunkturverlauf in den Industrieländern zeigte 2010 kein einheitliches Bild. Einige Volkswirtschaften, namentlich Deutschland und Japan, erzielten ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Es wurde vor allem von der Exportnachfrage aus den Schwellenländern und einer zunehmenden Belebung der Binnenkonjunktur getragen. Die Wirtschaftsentwicklung in den USA verläuft demgegenüber recht verhalten. Die US-Wirtschaft wird weiterhin von den strukturellen Verwerfungen im Immobiliensektor und einer hohen Arbeitslosigkeit belastet; 2010 dürfte der Anstieg des BIP hier 2,8 % betragen haben. Im Euroraum hat die Wirtschaftsleistung 2010 durchschnittlich um schätzungsweise 1,7 % zugenommen. Die angespannte Situation der Staatsfinanzen in einigen Ländern und der daraus resultierende Zwang zur Konsolidierung haben zur Verunsicherung der Wirtschaft, der Verbraucher und der Finanzmärkte geführt. Das Wirtschaftswachstum ist nicht stark genug, um die hohe Arbeitslosigkeit spürbar zu reduzieren. Eine hervorgehobene Position im Euroraum nahm 2010 Deutschland ein, wo das BIP um 3,6 % zulegte. Die hohe Internationalisierung der Wirtschaft, die 2009 noch einen herben Rückgang der Wirtschaftsleistung um 4,7 % mit verursacht hatte, sorgte 2010 für kräftige Impulse. Die Exporte der deutschen Wirtschaft stiegen 2010 preisbereinigt um 14,2 %. Zudem wurde um 9,4 % mehr in Ausrüstungen investiert als im Vorjahr. Positive Beiträge zum Wirtschaftswachstum leisteten ebenfalls der private Konsum und der Lageraufbau.
Die Entwicklungs- und Schwellenländer wiesen 2010 mit einem Wirtschaftswachstum um durchschnittlich 7,0 % ein deutlich höheres Expansionstempo auf als die Industrieländer, die im Schnitt um 2,8 % zulegten. Während die einkommensschwächeren Entwicklungsländer häufig von hohen Preisen der von ihnen erzeugten Rohstoffe profitierten, wurden die Volkswirtschaften der Schwellenländer von einer anhaltend lebhaften Binnennachfrage und dem Wachstum der Exporte vorangetrieben. Dabei spielt der Außenhandel der Entwicklungs- und Schwellenländer untereinander eine immer größere Rolle. In regionaler Betrachtung führte 2010 Ostasien mit China an der Spitze die Rangliste der wachstumsstärksten Regionen an: das Plus belief sich hier auf insgesamt 9,3 %, in China auf 10,0 %. Die Länder in Südasien erreichten einen durchschnittlichen Anstieg des BIP um 8,7 %, Indien erzielte einen Zuwachs um 9,5 %. Lateinamerika verzeichnete im abgelaufenen Jahr ein reales Wirtschaftswachstum um 5,7 %, wobei Argentinien mit + 8,0 % und Brasilien mit + 7,6 % herausragten.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt - als isolierter Einflussfaktor betrachtet - in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise:
| ― | Konjunkturelle Schwankungen haben in den entwickelten Märkten kaum Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Endprodukten, die Symrise Produkte enthalten, soweit sie Grundbedürfnisse, beispielsweise in den Bereichen Ernährung, Körperpflege oder Haushalt, abdecken. |
| ― | Eine deutlich höhere Abhängigkeit der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte besteht bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care (etwa 10 bis 15 % unseres Produktportfolios). |
| ― | In den Emerging Markets steigt die Nachfrage nach Produkten, die mit Geschmack- und Duftstoffen veredelt sind, mit dem sich dynamisch erhöhenden Lebensstandard der Bevölkerung. |
| ― | Die Kundenunternehmen von Symrise steuern Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Produkte. |
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld wirkte 2010 positiv auf den Geschäftsverlauf von Symrise. Diese unterstützenden Effekte waren im Vergleich zu Unternehmen anderer Branchen aufgrund der Robustheit unseres Geschäfts deutlich spürbar.
5.3 Entwicklung wesentlicher Absatzmärkte
Der für den Symrise Konzern relevante F&F-Markt ist im Jahr 2010 mit mehr als 6% überdurchschnittlich gewachsen; sein Volumen lag bei 14,9 Mrd. €. In den einzelnen Marktbereichen waren dabei unterschiedliche Entwicklungen zu verzeichnen. Der Markt für Geschmackstoffe legte nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts IAL Consultants 2010 auf 5,8 Mrd. € zu, nach 5,6 Mrd. € im Vorjahr. Der Markt für Duftstoffe wuchs von 5,1 Mrd. € auf 5,3 Mrd. €. Der Absatz von Aromachemikalien und kosmetischen Inhaltsstoffen dürfte 2010 nach eigenen Schätzungen auf 3,8 Mrd. € gegenüber 3,3 Mrd. € im Jahr 2009 gewachsen sein.
Nach stagnierenden beziehungsweise sogar schrumpfenden Märkten im Jahr 2009, entwickelten sich alle Marktsegmente positiv. Insbesondere die Anwendungsgebiete Fine Fragrances und Personal Care konnten die Rückläufige Marktentwicklung in der Wirtschaftskrise mehr als kompensieren und zeigten sich als Treiber für das gestiegene Marktvolumen bei den Duftstoffen. Der Markt für Geschmackstoffe zeigte ein in sich sehr homogenes Bild und verzeichnete vergleichbare Wachstumsdynamiken. Den größten Wertzuwachs erreichten unseres Erachtens wie im Vorjahr Aromachemikalien und kosmetische Wirkstoffe.
Regional betrachtet wurden besonders deutliche Zuwächse in Osteuropa, in Ländern des Mittleren Ostens, in Afrika und in Asien erzielt.
5.4 Preisentwicklung und Verfügbarkeit der Rohstoffe
Symrise setzt in der Produktion annähernd 10.000 verschiedene Rohstoffe ein. Von besonderer Bedeutung sind Mentholvorprodukte, rohöl-basierte Lösungsmittel und deren Folgeprodukte, natürliche Zitrusderivate (Saft, aetherische Öle, etc.) sowie Citral- und Terpenderivate. Generell entfallen jedoch auf einzelne Einsatzstoffe nur sehr geringe Anteile am Gesamtbedarf. Bei einer großen Zahl von Rohstoffen waren 2010 weltweit eher mäßige bis schlechte Ernten zu verzeichnen, bedingt durch starke Regenfälle, Dürre- oder Kälteperioden. Im Zitrus-Bereich bestand und besteht weiterhin eine angespannte Marktlage. Auch bei Citral- und Terpenderivaten, die bei der Herstellung von Duftkompositionen eingesetzt werden, hat sich die Versorgungs- und somit die Kostensituation verschlechtert.
Insgesamt stiegen die Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2010, insbesondere im zweiten Halbjahr, etwas stärker an als von uns erwartet. Dabei glichen sich die Effekte aus der Veränderung von Wechselkursen in der Gesamtbetrachtung zwar weitgehend aus, bei einzelnen Rohstoffen ergaben sich jedoch starke Preisverzerrungen. Generell nahm die Preisvolatilität 2010 weiter zu. Als Konsequenz daraus bestanden viele Lieferanten auf verkürzten Kontraktlaufzeiten. Um die Versorgungssicherheit bei Basisprodukten zu erhöhen, betreibt Symrise schon seit Jahren eine Strategie langfristiger Kooperationen. Beispiele sind die Zusammenarbeit mit Lanxess bei der Herstellung synthetischen Menthols und die Präsenz vor Ort mit der Rückwärtsintegration in Madagaskar, dem weltweit wichtigsten Land für Bourbon-Vanille.
5.5 Politische und regulatorische Rahmenbedingungen
2010 war ein ereignisreiches Jahr hinsichtlich der regulatorischen Bedingungen in Europa. Am 1.Dezember 2010 stand die erste Registrierungs-Frist an, bis zu der für alle Materialien mit hoher Tonnage Registrierungsdossiers eingereicht werden mussten. Symrise ist dieser Verpflichtung mit der Einreichung von 14 Dossiers vollumfänglich nachgekommen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Einführung des neuen Systems zur Klassifizierung und Kennzeichnung von Stoffen, GHS (Globally Harmonised System) in der Europäischen Union (EU). Die entsprechende Richtlinie wurde fristgerecht zum 1. Dezember 2010 für alle Rohstoffe und Mischungen bei Symrise umgesetzt. Die dritte regulatorische Herausforderung in Europa bestand in der Meldung aller als gefährlich klassifizierten Rohstoffe sowie pre-registrierten Stoffe an das neu eingerichtete Classification and Labeling Inventory. Auch diese Hürde wurde mit der Meldung von ca. 2.600 Stoffen erfolgreich gemeistert.
Die Produkte des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition kommen insbesondere in Nahrungsmitteln (würzige und süße Nahrungsmittel sowie Milchprodukte), in Getränken (Softdrinks, alkoholische und nichtalkoholische Getränke) sowie in pharmazeutischen Anwendungen zum Einsatz. Die rechtlichen Vorschriften für die Verwendung von Geschmack- und Aromastoffen sind in den verschiedenen Rechtsräumen unterschiedlich gestaltet, insbesondere in der EU und den Vereinigten Staaten. So gelten je nach Rechtsraum unterschiedliche Höchstmengen für bestimmte Inhaltsstoffe und spezielle Kennzeichnungsvorschriften. Durch die am 31. Dezember 2008 in der EU verabschiedete neue Aromenverordnung (für "Aromen und Lebensmittelzutaten mit geschmacksgebenden Eigenschaften") ergeben sich ab 20. Januar 2011 neue Kennzeichnungsanforderungen auf Etiketten und regulatorischen Begleitdokumenten sowie neue Höchstwerte für BAPs (biologically active principles). Symrise hat dazu früh bereits im Februar 2010 das zentrale Datenverwaltungs- und Dokumentenmanagement-System auf die neuen Vorschriften umgestellt. Unsere Kunden erhalten seitdem neue Dokumente und konnten früh genug ihre eigenen Produktdeklarationen anpassen. Experten aus dem Bereich Lebensmittelrecht haben in nationalen, regionalen und globalen Verbänden daran mitgewirkt, Richtlinien für die Interpretation der neuen Aromenverordnung zu erstellen. Außerdem wurde in Verbänden intensiv an Änderungen der Extraktionslösungsmittelverordnung und dem Zusatzstoffrecht für Aromen mitgearbeitet. Ein zulassungspflichtiges, von Symrise produziertes Rauch-Primärkondensat wurde von der Europäischen Sicherheitsbehörde für Lebensmittel (EFSA) als sicher bewertet. Die Lebensmittelindustrie setzt unsere Geschmackstoffe weltweit in verschiedensten Märkten ein, so dass der globale Aspekt erheblich an Bedeutung gewinnt. Um die rechtliche Verkehrsfähigkeit unserer Produkte in den relevanten Märkten zu gewährleisten, nutzt Symrise unternehmensweite Datenverarbeitungssysteme und verfügt über eine umfangreiche Expertise im Bereich Lebensmittelrecht. Durch unsere Expertise im regulatorischen Umfeld unterstützen wir unsere Kunden aktiv bei der Einführung ihrer Produkte in neuen Märkten.
Die Produkte im Bereich Health & Nutrition unterliegen den bereits genannten rechtlichen Regelungen für Aromen und Lebensmittel und teilweise den Anforderungen der EU-Verordnung Nr. 1924/2006 über "Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel" (Health Claims-Verordnung). Produktangaben über spezielle gesundheitsbezogene Aspekte von Inhaltsstoffen ("Health Claims") müssen gemäß dieser Verordnung zunächst bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) angemeldet und zugelassen werden. Symrise verfügt über ein Team von spezialisierten Entwicklern und Lebensmittelrechtlern, die die Entwicklungen in diesem Bereich genau beobachten und analysieren, um gezielte Hilfestellung für die Produktentwickler geben zu können. Es sollen dann Dossiers eingereicht werden, um die vorgesehenen "Health Claims" verwenden zu können.
Weiterhin formuliert Symrise für sich "Corporate Guidelines", die einen weltweiten Standard für Sicherheit, Umwelt und Gesundheitsschutz gewährleisten. Über die Einhaltung lokaler Regeln und Gesetze hinaus fordert Symrise einen einheitlichen Mindeststandard, der die lokale Gesetzgebung in einigen Ländern deutlich übertrifft.
6 UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
6.1 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
Die schon 2009 begonnene spürbare Belebung der Nachfrage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt. Diese erfreuliche Entwicklung war weltweit in allen vier Regionen zu verzeichnen.
Der Umsatz des Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2010 um 15 % auf 1.572 Mio. € an. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Konzerns erreichte 46 % (Vorjahr: 41%)1 .
Unsere Kapazitäten waren weltweit gut ausgelastet, so dass wir in allen Regionen unsere Profitabilität deutlich steigern konnten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) auf Konzernebene legte um 35 % von 246 Mio. € auf 331 Mio. € zu. Dies entspricht einer Marge bezogen auf den Umsatz von 21,1 % (Vorjahr: 18,0 %).
Ebenso stieg der Jahresüberschuss 2010 um 49 Mio. € auf 134 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,13 € (2009: 0,71 €). Vor dem Hintergrund dieser erfreulichen Entwicklung wird der Vorstand der Symrise AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 vorschlagen, die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 20 % auf 0,60 € je Aktie zu erhöhen.
1 Im Rahmen der Neugliederung der Regionen Nordamerika und Lateinamerika wurde mit der Umgliederung von Mexiko von Nordamerika nach Lateinamerika dieses Land auch den Emerging Markets zugeordnet.
6.2 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Zu Beginn des Geschäftsjahres haben wir sowohl intern als auch extern unsere Kennzahlen auf unbereinigte Ergebnisse umgestellt. Ziel war es, ein möglichst einfaches und konsistentes Zahlenwerk zu präsentieren, welches von allen Stakeholdern verstanden wird. Die zu Beginn des Geschäftsjahres abgegebene Prognose wurde mit der Veröffentlichung des Halbjahresberichtes an die über den ursprünglichen Erwartungen liegende Umsatzentwicklung angepasst.
Wir prognostizierten zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 ein währungsbereinigtes organisches Wachstum von mehr als 3 %. Bei der Entwicklung der Profitabilität haben wir eine EBITDA-Marge von über 20 % in Aussicht gestellt.
Mit Veröffentlichung des Halbjahresberichtes im August 2010 haben wir unseren Ausblick auf mindestens 8% Umsatzwachstum erhöht und die angestrebte EBITDA-Marge von über 20% bestätigt.
Zielerreichung 2010
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| Ziel 2010 | Zielerreichung 2010 | |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum (währungsbereinigt) | >=8 % | 11 % |
| EBITDA-Marge | > 20,0 % | 21,1 % |
| Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) / EBITDA | Reduzierung auf das ca. 2,5-fache des EBITDA | 2,2 |
Mit einem Umsatzanstieg von 15 %, bzw. währungsbereinigt 11 % auf 1.572 Mio. €, einem EBITDA von 331 Mio. € und einer resultierenden EBITDA-Marge von 21,1 % haben wir unsere Ziele übertroffen. Auch die Nettoverschuldung konnte weiter abgebaut werden.. Die Nettoverschuldung entspricht dem 2,2-fachen EBITDA, wodurch unser Ziel von ca. 2,5 vollumfänglich erreicht wurde.
6.3 Ertragslage
6.3.1 Umsatz im Konzern
Im Gesamtjahr 2010 erwirtschaftete der Symrise Konzern einen Umsatz in Höhe von 1.572 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr um 15 %, währungsbereinigt beträgt die Steigerung 11 %. Die Erholungstendenzen zu Beginn des Geschäftsjahres setzten sich mit weiterhin belebter Nachfrage in den restlichen Quartalen des Jahres fort. Insgesamt wuchs der Umsatz von Symrise in beiden Geschäftsbereichen und allen Regionen prozentual zweistellig.
Im Geschäftsjahr 2010 erhöhte sich der Umsatz mit den Top 10-Kunden währungsbereinigt um 14 %. Mit 30 % liegt der Anteil des Umsatzes mit dieser strategisch wichtigen Kundengruppe am Konzernumsatz etwas über Vorjahresniveau.
Geschäftsbereiche
Scent & Care konnte den Umsatz währungsbereinigt um 12 % auf 805 Mio. € steigern. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition erreichte 2010 nach einem erfolgreichen zweiten Halbjahr 767 Mio. €, dies entspricht einem währungsbereinigten Anstieg um 10 % im Vergleich zum Vorjahr.
Umsatzentwicklung des Symrise Konzerns (in Mio. €)

Regionen
Der Umsatz der Region EAME nahm um 12 % zu (währungsbereinigt: 11 %). Nach dem Umsatzrückgang von währungsbereinigt -3 % im Jahr 2009 wurde hier eine deutliche Wende Richtung Wachstum geschafft. Die Umsatzentwicklung Nordamerikas im Geschäftsjahr 2010 konnte an die guten Steigerungsraten des Vorjahres anknüpfen; der Umsatz erhöhte sich um 16 % (währungsbereinigt um 10 %). Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik entwickelte sich ebenfalls erfreulich; insgesamt stieg der Umsatz hier um 21 % (währungsbereinigt: 11 %). Der Umsatz in Lateinamerika erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 18 %. Währungsbereinigt führt die Region wieder das Umsatzwachstum mit 12 % an.
Umsätze nach Regionen
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| währungsbereinigt | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EAME | 679,5 | 761,5 | 12 | 11 |
| Nordamerika* | 242,5 | 281,0 | 16 | 10 |
| Asien/Pazifik | 282,5 | 343,0 | 21 | 11 |
| Lateinamerika* | 157,5 | 186,3 | 18 | 12 |
| Gesamt | 1.362,0 | 1571,9 | 15,4 | 11,0 |
* Mexiko wurde entsprechend der Führungsstruktur der Region Lateinamerika zugeordnet. Vorjahreswerte von Nordamerika und Lateinamerika sind entsprechend angepasst.
Der Umsatz in den Emerging Markets übertraf den Vorjahreswert währungsbereinigt um 13%. Der Anteil am Gesamtumsatz lag im Geschäftsjahr 2010 bei 46 % (2009: 45 %; ohne Mexiko: 41 %).
6.3.2 Umsatz Scent & Care
Im Jahr 2010 verzeichnete der Geschäftsbereich Scent & Care ein Umsatzwachstum von 18 % auf 805 Mio. €. Währungsbereinigt belief sich das Umsatzwachstum auf 12 %. Alle Regionen - EAME, Nordamerika, Asien/Pazifik und Lateinamerika - haben einen kräftigen Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich erzielt. Im vierten Quartal 2010 konnte der Geschäftsbereich Scent & Care den positiven Trend aus den ersten neun Monaten fortsetzen und währungsbereinigt zweistellig zulegen. Dies ist besonders erfreulich angesichts der Tatsache, dass die globale Erholung der Märkte bereits im dritten Quartal 2009 begonnen hat. Die Anwendungsbereiche Fine Fragrances und Personal Care, die am stärksten von der schwachen Konjunktur im Vorjahr betroffen waren, erzielten 2010 ein sehr gutes Umsatzwachstum. Einmal mehr konnten alle Geschäftsfelder für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2010 ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum gegenüber 2009 verzeichnen.
Regionen
Der Umsatz in den Emerging Markets machte 44 % des Gesamtumsatzes von Scent & Care im Jahr 2010 aus. In diesen Ländern stieg der Umsatz mit unseren Kunden um 20 % (währungsbereinigt um 12 %). Die Umsätze in den Regionen Asien/Pazifik, Lateinamerika, Afrika und Mittlerer Osten verzeichneten einen Anstieg im deutlich zweistelligen Prozentbereich. Die kräftigsten Umsatzzuwächse erzielten wir in der Region Asien/Pazifik in den Ländermärkten China, Indien und Thailand. In Lateinamerika ragten Argentinien, Kolumbien und Mexiko heraus. In Afrika und dem Mittleren Osten war das Umsatzplus in Südafrika, Saudi Arabien, dem Iran und Nigeria besonders hoch.
Die Region EAME stellt den größten Markt des Geschäftbereichs Scent & Care dar. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Umsätze hier währungsbereinigt um 13 % zu, was überwiegend auf die Erholung bei Fine Fragrances und bei den hochpreisigen Produkten von Personal Care zurückzuführen ist. Diese Anwendungsbereiche verzeichneten die kräftigste Erholung, nachdem sie 2009 am stärksten durch die weltweite Wirtschaftskrise betroffen waren. Neben dem Geschäftsfeld Fragrances wuchsen die weiteren Geschäftsfelder Aroma Molecules, Oral Care und Life Essentials ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich.
Der Umsatz in Nordamerika stieg 2010 währungsbereinigt um 13 %. Alle Geschäftsfelder konnten einen Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich erzielen. Insbesondere Fragrances und Oral Care verzeichneten ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Das Geschäftsfeld Fragrances konnte sein Geschäft mit strategischen Kunden, die in den letzten Jahren hinzugewonnen wurden, und durch neue Core List-Positionen stetig ausbauen.
Die Region Asien/Pazifik verzeichnete ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 12 %. Im Gesamtjahr 2010 blieb die Nachfrage der Verbraucher in dieser Region hoch. Der Umsatz aller Geschäftsfelder stieg im zweistelligen Prozentbereich. Zu den leistungsstärksten Anwendungsbereichen zählen: Cosmetic Ingredients und UV-Filter (Geschäftsfeld Life Essentials), Fine Fragrances (Geschäftsfeld Fragrance) und Special Fragrances & Flavor Ingredients, sowie Fine Aroma Chemicals (Geschäftsfeld Aroma Molecules).
In Lateinamerika konnten wir unseren Umsatz währungsbereinigt um insgesamt 10 % steigern. Diese Entwicklung ist besonders hervorzuheben, da die Region von der weltweiten Wirtschaftskrise des Vorjahres relativ unberührt geblieben war. Diese kontinuierliche Expansion wurde durch ein zweistelliges Wachstum in den Bereichen Fine Fragrances und Personal Care (Geschäftsfeld Fragrance), Cosmetic Ingredients und UV-Filter (Geschäftsfeld Life Essentials) sowie ein starkes Wachstum im Geschäft mit Menthol (Geschäftsfeld Aroma Molecules) angetrieben.
Top 10-Kunden
Die Umsätze mit unseren Top 10-Kunden konnten wir um 18 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Währungsbereinigt betrug das Umsatzwachstum 13 %. Der Umsatz mit diesen wichtigen Kunden übertraf insgesamt das Wachstum des Geschäftsbereichs Scent & Care und steht im Einklang mit der globalen Strategie von Symrise, mit ihren Großkunden zu wachsen. Die hohen Zuwächse im Geschäftsbereich Scent & Care sind zudem das Ergebnis des erfolgreichen Abschlusses zahlreicher neuer Kundenprojekte.
Geschäftsfelder
Das Geschäftsfeld Fragrances, das etwa 50 % des Umsatzes des Geschäftsbereichs Scent & Care bestreitet, konnte 2010 ein deutliches Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Dieses Wachstum wurde hauptsächlich durch die Anwendungsbereiche Fine Fragrances und Personal Care vorangetrieben. Der Bereich Fine Fragrances erholte sich am deutlichsten und erreichte die höchsten Wachstumsraten, da dieser Anwendungsbereich zusammen mit dem Bereich Personal Care am meisten von dem Abbau der Lagerbestände unserer Kunden betroffen war. Das Geschäftsfeld Fragrances erzielte in allen Regionen ein prozentual zweistelliges Wachstum. Im Jahr 2010 haben wir in Holzminden zwei neue Misch- und Dosieranlagen in Betrieb genommen. Durch diese Investitionen konnten wir unsere Kapazitäten in diesem Bereich um 25 % erhöhen.
Das Geschäftsfeld Life Essentials erholte sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem prozentual zweistelligen Umsatzwachstum in beiden Anwendungsbereichen (Cosmetic Ingredients und UV-Filter) sowie in allen Regionen. Im Laufe des Jahres wurden zahlreiche neue Produkte eingeführt. Einige der Highlights im Anti-Aging-Bereich waren: SymMollient L®, eine Pflegecreme mit klinisch getesteten feuchtigkeitsspendenden und pflegenden Eigenschaften; SymMollient S®, ein klinisch getesteter wasserlöslicher Rückfetter (Emollient), der den Lipidgehalt der Haut verbessert und den Feuchtigkeitsgehalt reguliert; Sym Relief ® 100, eine aktiv reiz-hemmende Mischung aus Dragosantol 100 und Ingwer-Extrakt, und SymFinity ®, ein hochwirksamer Echinacea Purpurea-Extrakt, der die Hautzellen in einem gesunden Zustand hält und ihre Lebensdauer erhöht. Im April erhielt die Forschungsabteilung von Symrise Life Essentials den renommierten BSB Innovationspreis 2010 in der Kategorie "Innovative Rohstoffe" für den Kosmetikinhaltsstoff SymSitive ® 1609. Die beruhigende Wirkung von SymSitive ® 1609 ist ein Durchbruch in der Pflege empfindlicher Haut.
Das Umsatzwachstum des Geschäftsfelds Aroma Molecules liegt im Vergleich zum Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich. Eine starke Nachfrage bei Special Fragrances & Flavor Ingredients und Fine Aroma Chemicals erhöhten den Umsatz. Der Anwendungsbereich Menthol war ebenfalls sehr erfolgreich tätig. Dieses Segment wächst seit Jahren überproportional. Das Geschäftsfeld Aroma Molecules von Symrise ist weltweit führend in der Herstellung synthetischen Menthols. Im zweiten Quartal 2010 kündigte der Konzern eine Verdoppelung der bestehenden Produktionskapazitäten für Menthol bis 2012 an. Im November 2010 erfolgte der erste Spatenstich auf dem Werksgelände in Holzminden, auf dem 2012 die zusätzliche Produktionsanlage in Betrieb gehen soll. Menthol ist ein wesentlicher Bestandteil in Aromen für Mundpflegeprodukte, pharmazeutische Präparate, Kaugummis und Süßwaren. Synthetisch hergestelltes Menthol ist einer der wichtigsten strategischen Produktbereiche bei Symrise.
Das Geschäftsfeld Oral Care verzeichnete in allen Regionen, mit Ausnahme Lateinamerikas, ein zweistelliges Wachstum. Symrise Oral Care konzentriert sich auf die Vermarktung vielversprechender innovativer Produkte. Zum Beispiel Frescolat SC, ein Kühlwirkstoff der neuen Generation von Mundpflegeprodukten, die einen angenehmen und lang anhaltenden Frische-Effekt bieten.
6.3.3 Umsatz Flavor & Nutrition
Im Geschäftsjahr 2010 erzielte Flavor & Nutrition einen Umsatz von 767 Mio. €. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Wachstum von 13 %. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 10 %. Die fortschreitende positive wirtschaftliche Entwicklung, das gestärkte Konsumentenvertrauen in den etablierten Märkten und die anhaltend hohe Nachfrage in den Emerging Markets trugen ganz wesentlich zu der erfreulichen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr bei und führten in allen Anwendungsbereichen zu hohen Wachstumsraten.
Regionen
Flavor & Nutrition steigerte 2010 die Umsätze in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr deutlich. Die aufstrebenden Märkte in Asien, Lateinamerika, Osteuropa, Afrika und der Golfregion waren auch 2010 ein bedeutender Wachstumsmotor für Flavor & Nutrition; hier erzielte der Geschäftsbereich zweistellige Zuwächse. Der Umsatzanteil der Emerging Markets am Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs konnte 2010 erneut gesteigert werden und lag bei 48 %. Aber auch in den etablierten Märkten Europas und Nordamerikas konnten wir hohe einstellige Wachstumsraten erzielen.
In der Region EAME lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2010 währungsbereinigt 10 % über dem Vorjahr. Sowohl in den etablierten Ländermärkten Westeuropas als auch in den aufstrebenden Märkten Osteuropas und der Golfregion konnten hohe Wachstumsraten erzielt werden. Das stärkste Wachstum wurde dabei in Russland erreicht. Im Februar kündigten wir die Eröffnung eines voll integrierten Produktionsstandortes in der Nähe von Moskau an. Die neue Fertigungsstätte wurde an einem bestehenden Standort errichtet, den Symrise von der russischen Aromaros-M Group übernommen hat. In dem neuen Werk werden zunächst Trockenmischungen für Snack-Artikel und andere würzige Produkte für Kunden in der Region hergestellt. Durch die Produktion vor Ort können wir künftig strategische, global operierende Kunden noch besser bedienen und gleichzeitig unsere führende Marktposition in dieser wichtigen Wachstumsregion weiter ausbauen. Seit Dezember ist die neue Betriebsstätte produktionsbereit. Seit Anfang des Jahres gehört die Futura Labs Group zum Symrise Konzern. In der Zwischenzeit hat sich das Unternehmen fest in der Golfregion etabliert. Mit seinen innovativen Fertigungstechnologien und soliden Kenntnissen der lokalen Märkte bietet Symrise ein umfassendes Produktportfolio und schnellen Service für seine Kunden. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen seine Präsenz in der Region mit einem eigenen Standort in Dubai deutlich stärken. Die Produktionsstätte verfügt über eine vollautomatische und aseptische Abfüll- und Mischanlage mit einer Kapazität von bis zu 35.000 Tonnen pro Jahr zur Produktion von Aromen und Saftgrundstoffen für die Getränkeindustrie.
In Nordamerika stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2010 währungsbereinigt um 7 %. Ein Großteil des Wachstums wurde dabei mit unseren strategischen Kunden erzielt. Hier konnten wir von unseren Core List-Positionen als auch von der zusätzlichen Expertise aus der Chr. Hansen Flavors Akquisition profitieren. In dem Anwendungsbereich Sweet gelingt es uns zunehmend, unsere Kompetenzen im Bereich der natürlichen Vanille erfolgreich zu vermarkten. Im Anwendungsbereich Beverages konnten wir das stärkste Wachstum im Bereich der Softdrinks erzielen. Im Juni haben wir ein weiteres wichtiges Core Listing bei einem bedeutenden Markenhersteller hinzu gewonnen. Dieser erneute Erfolg unseres fokussierten Key-Account Managements verschafft uns zusätzliches Potenzial für zukünftiges Wachstum.
In der Region Asien/Pazifik sind die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr um währungsbereinigt 10 % gestiegen. Das Wachstum ist insbesondere getrieben durch das Geschäft in China, Thailand und auf den Philippinen. Alle Anwendungsbereiche haben sich in ganz Asien positiv entwickelt. Im Bereich der Getränkearomatisierungen konnten wir vor allem durch unsere globale Citrus-Initiative Naturally Citrus!® und die Einführung neuer Produkte bei unseren multinationalen wie auch lokalen Kunden neue Geschäfte hinzugewinnen. Im Anwendungsbereich Savory verzeichneten wir hohe Zuwächse bei Fleischaromatisierungen durch unsere Symlife-Salt Produktplattform. Zur weiteren Stärkung unserer asiatischen Aktivitäten haben wir im Januar 2010 eine neue Anlage für Flüssigaromen in Singapur in Betrieb genommen. Die hochmoderne Produktionsanlage wurde maßgeschneidert für Symrise entwickelt und passt die Fertigung effizient an die Bedürfnisse der Kunden an. Modernste Technologie sorgt für größere Produktionsgenauigkeit und höhere Flexibilität. Die Investition in die neue Anlage setzt die konsequente strategische Erweiterung unseres Asiengeschäfts fort.
In der Region Lateinamerika erzielte Flavor & Nutrition ein währungsbereinigtes Wachstum von 15 %. Getrieben wurde die positive Geschäftsentwicklung durch starke Zuwächse bei unseren strategischen globalen und lokalen Kunden. Insbesondere die Anwendungsbereiche Savory und Sweet realisierten bei diesen Kundengruppen hohe zweistellige Wachstumsraten. Zur Intensivierung und Verbesserung der Zusammenarbeit mit unseren Kunden haben wir in Sao Paulo im dritten Quartal unser neues taste for life® Creative Studio eröffnet. In einem Multimedia-Showroom und in einer Flavor Design Lounge können unsere Mitarbeiter mit ausgewählten Kunden in kreativer Atmosphäre neue Konzepte entwickeln und Ideen gemeinsam ausarbeiten.
Top 10-Kunden
Der Umsatz mit unseren strategisch wichtigen Top 10-Kunden hat sich auch im Jahr 2010 gut entwickelt und verzeichnete ein währungsbereinigtes Wachstum von 15 %. In allen Anwendungsbereichen und Regionen konnten hohe Wachstumsraten erzielt werden. Dabei konnten neue Geschäfte sowohl aus etablierten Core List-Positionen als auch aus im Jahre 2010 neu hinzugewonnenen Core Listings gewonnen werden. Der Umsatzanstieg mit unseren Top 10-Kunden liegt erneut deutlich über dem Wachstum des Geschäftsbereichs und bestätigt den eingeschlagenen Expansionspfad mit dieser wichtigen Kundengruppe.
Aufbau von Kompetenz für gesunde Ernährung
Im Juni haben wir mit der Gründung eines neuen wissenschaftlichen Beratungsgremiums unsere Kompetenz im Bereich der gesundheitsorientierten Ernährung weiter ausgebaut. Das Scientific Advisory Board for Health and Nutrition setzt sich aus international renommierten Wissenschaftlern zusammen, die Symrise bei der Entwicklung neuer Inhaltsstoffe für Nahrungsergänzungsmittel und Health Care-Produkte beraten. Die externen Spezialisten unterstützen die Symrise Forscher dabei, neue wissenschaftliche Erkenntnisse schnellstmöglich in konkrete Produkte umzusetzen. Zudem ermöglichen sie ihnen den Zugang zu neuen Technologien. Im Geschäftsbereich Scent & Care arbeitet Symrise bereits seit mehreren Jahren erfolgreich mit einem eigenen Scientific Advisory Board zusammen, das den Konzern bei der Entwicklung neuer kosmetischer Inhaltsstoffe berät.
Spitzen-Know-how und Geschmack, den die Verbraucher lieben - Die neue "taste for life®" Plattform
Im September haben wir unsere erfolgreiche Plattform "taste for life®" erweitert und zu einer strategischen Marketingplattform ausgebaut. Wir bieten damit der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ein innovatives Instrument, um schneller und bedarfsgerecht neue Produkte zu entwickeln. "taste for life®" orientiert sich gezielt an den Verbraucherwünschen und setzt den Fokus dabei auf Gesundheit und Genuss.
Konsumentenwünsche ändern sich heute nicht nur schneller als jemals zuvor, sie werden auch immer differenzierter. Im Hinblick auf Lebensstil und Ernährung heißt das: Der Verbraucher bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Gesundheit und Genuss -wobei sich diese beiden Aspekte keineswegs gegenseitig ausschließen, sondern sich vielmehr miteinander verbinden lassen. Mit "taste for life®" hilft Symrise seinen Kunden, ihre Marken und Produkte entsprechend in diesem Spannungsfeld zu positionieren und weiter zu entwickeln. "taste for life®" zeigt auf, welche Trends und Konsumentenbedürfnisse aktuell vorherrschen, wo es Lücken im Produktportfolio der Kunden gibt, wo sich deren Wettbewerber positionieren, wo Erweiterungen der Produktlinien sinnvoll sein können -und vieles mehr. Im Zentrum steht dabei die Kernkompetenz von Symrise: der Geschmack - und damit der Aspekt, bei dem Verbraucher keine Kompromisse eingehen.
Effiziente Nutzung globaler Entwicklungskompetenzen bringt innovative Produkteinführungen
Im April haben wir eine neue Generation molekular destillierter Citrusöle (MD-Öle) präsentiert und damit unser Portfolio frisch-fruchtiger Citrusaromen erweitert. Mit dieser neuen Produktlinie bieten wir unseren Kunden eine konsequente Erweiterung und Fortführung unserer Marke Naturally Citrus!®. Die neue Generation der MD-Öle besticht durch höchstmögliche Geschmacksintensität, Authentizität und Löslichkeit. Entwickelt wurde die neue Produktkollektion von unserem Global Citrus Center im brasilianischen Sorocaba unter enger Mitarbeit von Symrise Chemikern in den USA und Holzminden.
6.3.4 Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzkosten stiegen 2010 um 86 Mio. € beziehungsweise 11 %, und damit unterproportional zum Umsatz, auf 890 Mio. € an (2009: 804 Mio. €). Die gestiegene Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten und im Vergleich zum Vorjahr leicht verbesserte Rohstoffkosten wirkten sich hierbei positiv aus. Das Bruttoergebnis erhöhte sich deshalb um 22 % beziehungsweise um 124 Mio. € und erreichte 682 Mio. € (2009: 558 Mio. €). Die Bruttomarge betrug 43,4 % und war damit um 2,4 %-Punkte höher als die Marge im Vorjahr (41,0 %). Die Vertriebskosten nahmen, im Wesentlichen umsatzbedingt, unter anderem aufgrund höherer Provisionen, unterproportional um rund 10 % beziehungsweise 24 Mio. € zu und betrugen 253 Mio. €. Dies entspricht einem Anteil von 16,1 % am Konzernumsatz (2009: 16,8 %). Die F&E-Aufwendungen verzeichneten aufgrund der Bearbeitung einer Vielzahl neuer Projekte im Geschäftsjahr einen Anstieg von rund 12 Mio. € beziehungsweise 13 % auf 108 Mio. € (2009: 96 Mio. €). Die F&E-Quote lag mit 6,9 % nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (7,0 %). Die Verwaltungskosten erhöhten sich 2010 unterproportional um gut 1 Mio. € beziehungsweise 2 % auf 83 Mio. € (2009: 82 Mio. €), unter anderem durch weitere Ausgaben im Bereich IT. Im Verhältnis entsprechen die Verwaltungskosten einem Anteil von 5,3 % des Konzernumsatzes gegenüber 6,0 % im Vorjahr, das allerdings durch Restrukturierungsaufwendungen belastet war.
Kurzfassung Gewinn- und Verlustrechnung
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| in Mio. € | 2009 * | 2010 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1362,0 | 1571,9 | 15,4 |
| Umsatzkosten | -804,0 | -890,2 | 11 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 557,9 | 681,7 | 22 |
| Bruttomarge in % | 41,0 | 43,4 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12,3 | 7,7 | -37 |
| Vertriebskosten | -229,3 | -252,8 | 10 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -95,7 | -107,9 | 13 |
| Verwaltungskosten | -81,5 | -83,2 | 2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -0,8 | -1,2 | 50 |
| Betriebsergebnis/EBIT | 163,0 | 244,4 | 50 |
* 2009 inkl. Restrukturierungsaufwand
6.3.5 Ergebnissituation
Konzern
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) stieg 2010 um 35 % auf 331 Mio. € (2009: 246 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich die verbesserte Bruttomarge und der unterproportionale Anstieg in den Vertriebs- und Verwaltungskosten positiv aus. Die EBITDA-Marge erreichte 2010 21,1 %, gegenüber 18,0 % im Vorjahr. Die verbesserte Auftragslage und ein deutlicher Umsatzanstieg wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Während das Vorjahresergebnis noch durch Restrukturierungskosten in Höhe von 20 Mio. € beeinflusst war, wirkten sich die dadurch erzielten Effizienzsteigerungen im Jahr 2010 vollumfänglich im Ergebnis aus. Auch die erfolgreich abgeschlossene Integration der Akquisitionen der vergangenen Jahre trugen zu dem erfreulichen Ergebnis bei.
Ergebnisübersicht
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| in Mio. € | 2009 * | 2010 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| währungsbereinigt | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT | 163,0 | 244,4 | 50 | 47 |
| EBIT-Marge | 12,0% | 15,5% | ||
| EBITDA | 245,6 | 331,1 | 35 | 32 |
| EBITDA-Marge | 18,0% | 21,1 % |
* incl. Restrukturierungsaufwand
Scent & Care
Scent & Care erwirtschaftete im Gesamtjahr 2010 ein EBITDA von 161 Mio. €. Das EBITDA stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 48 % an. Die EBITDA-Marge beträgt 20,0 %, gegenüber 16,0 % im Jahr 2009.
Flavor & Nutrition
Das EBITDA des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition lag 2010 25 % über dem Vorjahreswert (2009: 137 Mio. €) und erreichte 170 Mio. €. Die EBITDA-Marge betrug 22,2 %, nach 20,1 % im Vorjahr.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis 2010 in Höhe von -66,9 Mio. € ist wesentlich durch negative Einmaleffekte beeinflusst. Diese entstanden größtenteils durch die Rückzahlung von Zinsswaps im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossenen vorzeitigen Refinanzierung bestehender Bankdarlehen, die sämtlich im Dezember 2011 zur Rückzahlung fällig gewesen wären. Weiterhin wurden im dritten und vierten Quartal des Geschäftsjahres Wertberichtigungen auf Finanzbeteiligungen vorgenommen. Positiv im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich hingegen Fremdwährungskursgewinne aus. Aufgrund der vorgenannten Sachverhalte ergaben sich Sondereffekte in Höhe von -22,9 Mio. €. Bereinigt um diese Einmalaufwendungen ergibt sich ein Finanzergebnis von -44,0 Mio. €. Dies entspricht einer Verbesserung von 2,2Mio. €. gegenüber dem Vorjahr.
Steuern
Im Geschäftsjahr 2010 beliefen sich die Steueraufwendungen auf 44 Mio. € (2009: 32 Mio. €). Damit liegt der Steuersatz des Berichtsjahres mit 25 % unter dem des Vorjahres (28 %). Der Anstieg des Steueraufwands trotz gesunkenem Steuersatz ist auf die verbesserte Ertragslage zurückzuführen. Die Verringerung des Steuersatzes resultiert im Wesentlichen aus einer verbesserten Finanzierungsstruktur und der Nutzung steuerlichen Abschreibungspotenzials im Ausland.
Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie
Der Jahresüberschuss 2010 beträgt 134 Mio. € und stieg damit um 50 Mio. € beziehungsweise 58 % im Vergleich zum Vorjahr (2009: 84 Mio. €) an. Dies entspricht einer Erhöhung des Ergebnisses je Aktie um 0,42 € auf 1,13 € (2009: 0,71 €).
Dividendenvorschlag 2010
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Symrise AG werden der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 vorschlagen, eine Dividende von 0,60 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2010 auszuschütten. Symrise versteht die Dividendenzahlung als Teil seiner unternehmerischen Verpflichtung, für seine Aktionäre kontinuierlich hohe Erträge zu erzielen und diese mittels einer angemessen Dividende am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
6.4 Finanzlage
6.4.1 Finanzmanagement
Grundzüge und Ziele
Das Finanzmanagement des Symrise Konzerns verfolgt die Ziele, jederzeit die Deckung des Finanzbedarfs des Unternehmens zu gewährleisten, die Finanzierungsstruktur zu optimieren und finanzwirtschaftliche Risiken möglichst zu begrenzen. Hierzu tragen eine konsequente zentrale Steuerung und die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs bei.
Gemäß den Treasury Richtlinien wird die Finanzierung des Symrise Konzerns zentral gesteuert. Der Finanzbedarf der Konzerntöchter wird mittels der internen Konzernfinanzierung unter anderem im Rahmen eines Cash Poolings sichergestellt. Die überschüssige Liquidität einzelner europäischer Konzerneinheiten wird auf einem zentralen Konto verbucht, so dass Liquiditätsdefizite anderer Konzerneinheiten ohne externe Finanzierungen ausgeglichen werden können und die internen Finanzmittel effizient zum Einsatz kommen. Sofern externe Kreditlinien benötigt werden, sind diese durch Garantien der Symrise AG abgesichert. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind unbesichert und mit Kreditvereinbarungen (Covenants) verbunden, die quartalsweise überprüft werden. Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu allen Konsortialbanken und vermeidet eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten.
Der Symrise Konzern sichert Risiken, die sich aus einer variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten ergeben, ggfs. mit Zinssicherungsgeschäften ab. Dabei gilt der Grundsatz, dass Zinsderivate nur auf Basis eines Grundgeschäftes abgeschlossen werden dürfen.
Symrise wickelt Geschäfte in unterschiedlichen Währungen ab und ist damit Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursrisiken entstehen, wenn Produkte in anderen Währungsräumen verkauft werden als in denen, wo die Rohstoff- und Produktionskosten anfallen. Symrise stellt im Rahmen seiner globalen Strategie einen Großteil seiner Produkte in den Währungsräumen her, in denen diese auch verkauft werden sollen, um so eine natürliche Absicherung gegen Wechselkursschwankungen zu erreichen. Darüber hinaus implementiert Symrise zurzeit ein Risk Management System, welches basierend auf einer detaillierten Cashflow Planung offene Währungspositionen identifiziert. Diese werden im Folgenden systematisch gegen Schwankungen abgesichert.
Mit einer Eigenkapitalquote von 41 % zum 31. Dezember 2010 verfügt Symrise über eine solide Grundlage, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.
Finanzierungsstruktur
Der Symrise Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem starken operativen Cashflow sowie über langfristige Finanzierungen. Dabei hat der Konzern im vierten Quartal die bestehende Finanzierung erfolgreich durch eine neue Finanzierung, bestehend aus drei Kernelementen, ersetzt. Ziel war es, das vergleichsweise niedrige Zinsniveau zu nutzen, die Fremdkapitalgeber zu diversifizieren sowie das Laufzeitenprofil zu strecken. Den Kern der Refinanzierung bildet eine Unternehmensanleihe über 300 Mio. € mit einer Laufzeit von sieben Jahren. Sie wurde institutionellen und privaten Investoren in Europa angeboten und trägt einen Kupon von 4,125%. Den zweiten Baustein bildet ein langfristiges Darlehen (Term Note) in Höhe von 175 Mio. USD. Das endfällige Darlehen hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Es ist mit einem Zinskupon in Höhe von 4,09% versehen und wurde vollständig vom US-Investor Prudential Investment Management Inc. im Rahmen einer Privatplatzierung übernommen. Den Abschluss der Refinanzierung bildet eine revolvierende Kreditlinie (Revolving Credit Facility) über 300 Mio. €. Die Linie hat eine Laufzeit von 5 Jahren und wurde im Rahmen eines Club-Deals vom Unternehmen selbst arrangiert. Alle Finanzinstrumente dienten dazu, den bestehenden, aber nur noch bis Dezember 2011 laufenden Kredit sowie den variablen Teil des im April 2009 begebenen Schuldscheindarlehens vorzeitig vollständig abzulösen. Alle drei vorstehend beschriebenen Elemente der Refinanzierung enthalten marktübliche Regelungen für den Fall des Eintritts eines Kontrollwechsels.
Alle aus den Krediten resultierenden vertraglichen Verpflichtungen (Covenants) sind von Symrise im Geschäftsjahr 2010 eingehalten worden.
Zusätzlich zu dem eingeräumten Rahmenkredit besteht eine bilaterale Kreditlinie mit der Commerzbank AG über 20 Mio. €, die kurzfristige Zahlungsbedürfnisse abdecken soll. Der vereinbarte Zins für den Rahmenkredit bewegt sich auf dem marktüblichen Niveau.
6.4.2 Cashflow- und Liquiditätsanalyse
Übersicht Cashflow
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| in Mio. € | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 225,7 | 235,1 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -75,6 | -68,5 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -139,8 | -143,5 |
| Liquide Mittel (31.12.) | 80,5 | 112,5 |
Der operative Cashflow lag mit 235,1 Mio. € rund 10 Mio. € über dem des Vorjahres von 225,7 Mio. € und spiegelt die gute Ergebnissituation wider. Teilweise kompensiert wurde der Anstieg im Ergebnis durch die umsatzbedingte Erhöhung des Working Capital. Dennoch wurde eine Cashflow-Quote von rund 15 % bezogen auf den Umsatz erzielt.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich um rund 7 Mio. € auf 68,5 Mio. € und umfasste wesentlich Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 143,5 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Bestandteile sind die 2010 ausgezahlte Dividende an die Aktionäre in Höhe von 59 Mio. € sowie Rückzahlungen von Bankdarlehen in saldierter Höhe von 37 Mio. € (Vorjahr: 56,5 Mio. €) und saldierte Zinszahlungen an Kreditinstitute in Höhe von 40,2 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €). In diesen sind außerordentliche Zahlungen aufgrund der Auflösung der Swaps in Höhe von 17,9 Mio. € enthalten. Bereinigt um diesen Effekt sind die Zinszahlungen gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Mio. € gesunken. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht.
6.4.3 Investitionen und Akquisitionen
Die Investitionen des Symrise Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 71 Mio. €, nach 57 Mio. € im Vorjahr.
Für immaterielle Vermögenswerte wurden rund 13 Mio. € (2009: 17 Mio. €) aufgewendet. Der Schwerpunkt lag hierbei auf Investitionen im Bereich Software, vorrangig SAP, sowie bei Patenten und der Stoffregistrierung nach Europäischer Chemikalienverordnung . Investitionen in Sachanlagen wurden im Umfang von 57 Mio. € getätigt; ein Wert, der deutlich über dem Vorjahresniveau von 39 Mio. € liegt. Dabei handelt es sich insbesondere um Investitionen in Kapazitätserweiterungen für sprühgetrocknete Aromen in den Regionen Asien und Lateinamerika durch den Aufbau zusätzlicher Sprühtürme mit modernster Technik. Weiterhin haben wir in den Aufbau unserer Produktionsstätte in Russland und den Ausbau unserer Produktionskapazitäten für natürlichen Vanilleextrakt in Madagaskar investiert. Für die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten bei synthetischem Menthol wurden erste Teilinvestitionen getätigt. Des weiteren wurden Erweiterungs- bzw. Ersatzinvestitionen im Bereich technische Anlagen/Maschinen zur Erhöhung der Produktivität und Sicherheit vorgenommen.
Ende 2009 wurde, mit Wirkung zum 1. Januar 2010 die Futura Labs Gruppe erworben. Die Anschaffungskosten betrugen 23,8 Mio. €. Mit dem Erwerb von Futura Labs treiben wir den Ausbau unseres Geschäfts in den Emerging Markets voran. Futura Labs ist in den Bereichen Seasonings, Sweet Flavors, Savory Flavors, Dairy Flavors, natürliche Extrakte, Getränke-Grundstoffe und Parfümöle aktiv. Futura Labs verzeichnete in den vorangegangenen Jahren ein stabiles Wachstum und ist profitabel. Im Geschäftsjahr 2010 belief sich der Umsatz des Unternehmens auf 15,8 Mio. €. Durch die Akquisition haben wir nicht nur unsere Produktionskapazitäten in Nordafrika (Kairo) und in der Golfregion (Dubai) erweitert, sondern auch Mitarbeiter übernommen, die über fundierte Kenntnisse der lokalen Märkte im Hinblick auf landestypische Geschmackspräferenzen und Konsumentenwünsche verfügen. Das Produkt- und Kundenportfolio von Futura Labs ergänzt ideal das bestehende Geschäft von Symrise in Ägypten.
6.5 Vermögenslage
6.5.1 Ausgewählte Bilanzposten
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2010 erhöhte sich um 164 Mio. € auf 2.059 Mio. € (31. Dezember 2009: 1.895 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch den Erwerb der Futura Labs Gruppe, den Kauf eines Grundstücks in Russland und einen höheren Vorratsbestand.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nahmen zum Bilanzstichtag 2010 um 5 % auf 1.282 Mio. € (31. Dezember 2009: 1.224 Mio. €) zu und machten damit 62 % der Vermögenswerte aus. In den Immateriellen Vermögenswerten sind enthalten: Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 489 Mio. € (31. Dezember 2009: 462 Mio. €) sowie Rezepturen, Produktions-Know-how, Warenzeichen, Software, Patente und sonstige Rechte in Höhe von 375 Mio. € (31. Dezember 2009: 376 Mio. €). Sachanlagen beliefen sich zum Jahresultimo 2010 auf 419 Mio. € (Vorjahresstichtag: 386 Mio. €). Die Vorräte nahmen im Vergleich der Bilanzstichtage 2010/2009 um 70 Mio. € beziehungsweise 30 % auf 305 Mio. € zu (31. Dezember 2009: 235 Mio. €). Der Bestandsaufbau bei den Vorräten wurde in erster Linie getrieben durch ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum. Durch ein konsequentes Forderungsmanagement wiederum hat sich das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz lediglich um 1 %-Punkt auf 29 % erhöht. Der Posten der kurzfristigen Vorauszahlungen, sonstigen Vermögenswerte und Forderungen verringerte sich zum Jahresultimo 2010 um 14 Mio. € beziehungsweise 22 % auf 48 Mio. € (31. Dezember 2009: 61 Mio. €). Der höhere Wert im Vorjahr ist insbesondere auf Zahlungen zur Aufnahme auf Kundenlisten zurückzuführen, die über die Laufzeit der Listungsperiode aufgelöst werden. Die liquiden Mittel des Symrise Konzerns erhöhten sich auf Jahressicht zum 31. Dezember um 32 Mio. € auf 112 Mio. €.
Auf der Passivseite der Bilanz wurden die kurzfristigen Schulden um 11 % zurückgeführt und die langfristigen Schulden stiegen um 9 %. Dies sind die Auswirkungen der vorzeitigen Ablösung unserer bestehenden Fremdfinanzierung durch eine neue Finanzierung mit zeitlicher Streckung der Laufzeiten. Die kurzfristigen Schulden verringerten sich um 53 Mio. € beziehungsweise 11 % auf 450 Mio. € (31. Dezember 2009: 503 Mio. €). Langfristige Darlehen liegen zum Jahresende 2010 mit 455 Mio. € über dem Niveau des Vorjahresstichtags (365 Mio. €). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nahmen um 7 % beziehungsweise 13 Mio. € auf 212 Mio. € zu (31. Dezember 2009: 199 Mio. €).
Das Eigenkapital der Symrise AG erhöhte sich zum 31. Dezember 2010 um 22 % auf 842 Mio. € (31. Dezember 2009: 689 Mio. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss von 134 Mio. € sowie im Vergleich zum Vorjahr reduzierten kumulierten Währungsdifferenzen. Im Jahr 2010 wurde eine Dividende von 59 Mio. € ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Stichtag 2010 auf 41 %, nach 36 % Ende 2009.
Bilanzstruktur2 zum 31. Dezember 2010, in Mio. € (Symrise Konzern) (Veränderung gegenüber Vorjahresstichtag, in %)

2 Bezüglich der Darstellung der Symrise AG verweisen wir auf Gliederungspunkt 6.6.
6.5.2 Nettoverschuldung
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| in Mio. € | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) (31.12.) | 773,4 | 733,7 |
| EBITDA | 245,6 | 331,1 |
| Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen)/EBITDA (31.12.) | 3,1 | 2,2 |
Die Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) sank zum Bilanzstichtag 2010, bedingt durch den starken operativen Cashflow, auf 734 Mio. €. Der Quotient aus Nettoverschuldung und EBITDA belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2010 auf 2,2, nach 3,1 im Vorjahr und bewegt sich damit am unteren Ende der angestrebten Bandbreite von 2,0-2,5.
6.6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Muttergesellschaft
Der Jahresabschluss der Symrise AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. In den Lagebericht der Symrise AG wird der Lagebericht des Symrise-Konzerns übernommen, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind. Ergänzend dient die Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung.
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Symrise AG für das Geschäftsjahr 2010 ist im Wesentlichen geprägt durch die Anwachsung der Symrise GmbH & Co. KG (im Folgenden "Symrise KG") auf die Symrise AG und die durchgeführte Refinanzierung. Infolgedessen und bedingt durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ist die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen nicht möglich.
Für die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr 2010 wurden die Symrise AG und die Symrise KG aggregiert betrachtet.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 1. Oktober 2010 ist die Symrise Verwaltungs GmbH als Komplementärin der Symrise KG ausgeschieden. Aufgrund dessen ist die Symrise KG zum 1. Oktober 2010 auf die Symrise AG angewachsen. Infolgedessen hat die Symrise AG im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden sowie die operativen Tätigkeiten der Symrise KG übernommen.
Des Weiteren hat die Symrise AG in den Monaten Oktober und November 2010 eine Refinanzierung durchgeführt. Im Zuge dessen wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 465.500 T€ und 202.500 TUSD, welche von der ehemaligen Symrise KG übernommen wurden, getilgt und neue Verbindlichkeiten aufgenommen. Hierbei handelt es sich um eine Anleihe in Höhe von 300.000 T€, ein Darlehen in Höhe von 175.000 TUSD, welches bei einem Versicherungsunternehmen im Rahmen einer Privatplatzung aufgenommen wurde, und um neue Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 174.916 T€.
Die Symrise AG übernimmt als Obergesellschaft des Symrise-Konzerns klassische Aufgaben einer Holding, wie die strategische Unternehmensentwicklung, die Corporate Funktionen Rechtsabteilung, Konzernrechnungslegung und -controlling, Steuern, Treasury, internationales Personalwesen, interne Revision und Investor Relations sowie seit dem 1. Oktober 2010 das operative Geschäft der ehemaligen Symrise KG.
Die meisten in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden von der Busiris Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Holzminden gehalten. Alleinige Gesellschafterin der Busiris Vermögensverwaltung GmbH ist die Symrise AG, die darüber hinaus direkt Anteile an weiteren in- und ausländische Tochtergesellschaften hält. Zwischen der Symrise AG und der Busiris Vermögensverwaltung GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Symrise AG als herrschendem Unternehmen.
Im Geschäftsjahr 2010 ergibt sich mit 49.908 T€ (Vorjahr: 71.768 T€) ein gegenüber dem Vorjahr verringertes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, da 2010 nur das Ergebnis des vierten Quartals der Symrise KG einbezogen wird.
6.6.1 Überblick zum Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr 2010 verlief für die Symrise AG / Symrise KG erfolgreich. Die Belebung der Nachfrage, die schon im zweiten Halbjahr 2009 spürbar war, hat sich 2010 weiter fortgesetzt. Der Umsatz der Symrise AG / Symrise KG stieg im Berichtsjahr um insgesamt 21 % auf 840 Mio. €. Damit ist das Unternehmen erneut schneller gewachsen als der Markt für Duft- und Geschmackstoffe.
Die Kapazitäten der Symrise AG / Symrise KG waren 2010 gut ausgelastet, so dass wir hierdurch unsere Profitabilität deutlich steigern konnten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) legte von 112 Mio. € im Vorjahr um 64 % auf 183 Mio. € zu.
6.6.2 Geschäftsverlauf der Symrise AG / Symrise KG
Im Gesamtjahr 2010 erwirtschaftete die Symrise AG / Symrise KG einen Umsatz in Höhe von 840 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr um 21 %. Die Erholungstendenzen zu Beginn des Geschäftsjahres setzten sich mit weiterhin belebter Nachfrage in den restlichen Quartalen des Jahres fort. Der Geschäftsbereich Scent & Care konnte den Umsatz um 32 % auf 479 Mio. € gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Flavor & Nutrition erreichte 2010 nach einem erfolgreichen zweiten Halbjahr 360 Mio. €, dies entspricht einem Anstieg um 9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die höhere Steigung des Umsatzes bei Scent & Care liegt unter anderem an dem etwas schwächeren Geschäft des Vorjahres, so dass die prozentuale Steigerung deutlicher ausfiel. Außerdem wurde die Produktion von Frangrances aus der Schweiz nach Deutschland verlagert.
Der Umsatz der Symrise AG / Symrise KG entwickelte sich in der regionalen Betrachtungsweise wie folgt: Europa erzielte wertmäßig den größten Zuwachs (16 %), gefolgt von Nordamerika (51 %) und Asien (24 %). Lateinamerika als kleinste Einheit verbesserte den Umsatz um 38 %.
6.6.3 Vermögens- und Finanzlage der Symrise AG
AKTIVA
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| 31.12.2010 T € |
31.12.2009 T € |
|
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 449.642 | 1.594 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.296.944 | 450.558 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 169.844 | 663.691 |
| Vorratsvermögen | 143.296 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 103.411 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 14.639 | 2.795 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 36.060 | 5.660 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5.635 | 199 |
| 2.219.471 | 1.124.497 | |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2010 T € |
31.12.2009 T € |
|
| Eigenkapital | 1.059.100 | 1.083.111 |
| Sonderposten für Investitionszuschüsse | 263 | 0 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 184.856 | 3.420 |
| Steuerrückstellungen | 24.001 | 1.540 |
| Sonstige Rückstellungen | 31.774 | 4.950 |
| Rückstellungen | 240.631 | 9.910 |
| Anleihen | 302.338 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 202.811 | 5.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 50.062 | 764 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 164.547 | 25.154 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 142.519 | 558 |
| Verbindlichkeiten | 862.277 | 31.476 |
| Passive latente Steuern | 57.200 | 0 |
| 2.219.471 | 1.124.497 |
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
Das Anlagevermögen entfällt in Höhe von 231.148 T€ (Vorjahr: 1.440 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von 218.494 T€ auf Sachanlagevermögen (Vorjahr: 154 T€).
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 450.559 T€ aus dem Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus der Symrise KG. Im Zuge der Anwachsung sind die Anteile an der Symrise KG untergegangen und die Symrise AG hat die Beteiligungen der Symrise KG übernommen. Die Beteiligungen in Höhe von 1.296.944 T€ entfallen im Wesentlichen auf die Busiris Vermögensverwaltung GmbH.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegen die Busiris Vermögensverwaltung GmbH und resultieren aus der Ergebnisübernahme. Außerdem bestehen Forderungen gegen weitere verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen und aus dem von der Gesellschaft gehaltenen Cash-Pool.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum Bilanzstichtag hat die Symrise AG Brutto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 110.275 T€ (Vorjahr: 0 T€) und Wertberichtigungen in Höhe von 6.864 T€ (Vorjahr: 0 T€) gebildet.
Guthaben bei Kreditinstituten
Das Bankguthaben resultiert im Wesentlichen aus dem durch die Symrise AG durchgeführten Cash Pooling.
Verbindlichkeiten aus Anleihen
In den Monaten Oktober und November 2010 hat die Symrise AG erstmalig eine Anleihe in Höhe von 300.000 T€ ausgeben. Hierfür sind zum Bilanzstichtag Zinsen in Höhe von 2.338 T€ aufgelaufen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Hierbei handelt es sich um ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 201.560 T€ (Vorjahr: 5.000 T€) und aufgelaufene Zinsen in Höhe von 1.251 T€ (Vorjahr: 0 T€).
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen resultiert fast ausschließlich aus der Veränderung des Cash Pools.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen ein Darlehen in Höhe von (175.000 TUSD) 132.671 T€ (Vorjahr: 0 T€), welches bei einem Versicherungsunternehmen aufgenommen wurde, und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer in Höhe von 4.285 T€ (Vorjahr: 447 T€).
6.6.4 Ertragslage Symrise AG
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| 2010 T € |
2009 T € |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 202.936 | 15.067 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 28.034 | 3.724 |
| Materialaufwand | -110.072 | 0 |
| Personalaufwand | -40.004 | -8.145 |
| Abschreibungen | -12.085 | -554 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -84.670 | -16.967 |
| Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen | 82.716 | 64.528 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 7.852 | 14.664 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -24.799 | -549 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 49.908 | 71.768 |
| Außerordentliche Aufwendungen | -806 | 0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.018 | -5.387 |
| Sonstige Steuern | -147 | -3 |
| Jahresüberschuss | 46.937 | 66.378 |
| Gewinnvortrag | 48.334 | 52.904 |
| Bilanzgewinn | 95.271 | 119.282 |
Umsatzerlöse
Die Symrise AG erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 10.633 T€ (Vorjahr: 15.067 T€) aus der Weiterbelastung von Kosten der Corporate Funktionen gemäß den abgeschlossenen Dienstleistungsverträgen. Mit der Anwachsung übernahm die Gesellschaft die operative Tätigkeit der Symrise KG und erzielte Umsatzerlöse aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von 192.303 T€ (Vorjahr: 0 T€).
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 17.851 T€ (Vorjahr: 2.703 T€) und Erträge aus Nebengeschäften, wie die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von 6.444 T€ (Vorjahr: 618 T€).
Materialaufwand
Der Materialaufwand korrespondiert mit den erzielten Umsatzerlösen aus der Veräußerung von fertigen Erzeugnissen und Waren und entstand im vierten Quartal 2010.
Personalaufwand
Die Veränderungen des Personalaufwands resultieren im Wesentlichen aus der Übernahme der im Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2010 durchschnittlich 1.985 Mitarbeiter (inklusive 83 Auszubildende) der Symrise KG.
Abschreibungen
Im Wesentlichen entfallen die Abschreibungen in Höhe von 7.534 T€ (Vorjahr: 514 T€) auf die immateriellen Vermögensgegenstände und in Höhe von 4.375 T€ (Vorjahr: 40 T€) auf Sachanlagen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten in Höhe von 15.674 T€ (Vorjahr: 3.711 T€), Aufwendungen für Provisionen in Höhe von 10.951 T€ (Vorjahr: 0 T€), Aufwendungen für Verwaltungskosten in Höhe von 10.319 T€ (Vorjahr: 0 T€), Aufwendungen für Fracht und Handlingskosten in Höhe von 8.119 T€ (Vorjahr: 7 T€) und Aufwendungen für Informatikkosten in Höhe von 6.180 T€ (Vorjahr: 326 T€) zusammen.
Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinn- und Verlustabführungsverträgen
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren im Wesentlichen aus Gewinnabführungen von inländischen Tochterunternehmen, mit denen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht, in Höhe von 82.716 T€ (Vorjahr: 64.528 T€).
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinsen und ähnliche Erträge verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch den Wegfall des an die Symrise KG gegebenen Darlehens.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Ablösung von Zinssicherungsgeschäften im Rahmen der Refinanzierung führten zu Aufwendungen in Höhe von rd. 18.640 T€.
6.6.5 Künftige Unternehmensentwicklung der Symrise AG
Wir blicken verhalten optimistisch auf das Jahr 2011 und sind zuversichtlich, auch im laufenden Jahr in unseren beiden Divisionen Scent & Care und Flavor & Nutrition schneller zu wachsen als der F&F-Markt. Wir erwarten für die Symrise AG ein ähnliches Umsatzwachstum wie für den Symrise Konzern. Für 2012 erwarten wir ein weiteres Umsatzwachstum.
Die Symrise AG hat am 9. Februar 2011 mit der Gewerkschaft IG BCE einen neuen Haustarifvertrag abgeschlossen und die Vereinbarung zur Beschäftigungsgarantie bis 2016 verlängert. Wesentlicher zusätzlicher Bestandteil des neuen Haustarifvertrags ist ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Mitarbeiterqualifizierung und -ausbildung. So hat sich Symrise in der Vereinbarung zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Mitarbeiter dauerhaft um 5 % zu erhöhen und die Zahl der Ausbildungsplätze um 10 % zu erhöhen. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Gliederungspunkt 8.3.5 'Vergütung und Tarifverträge'.
Die Initiativen zur kontinuierlichen Steigerung unseres Ergebnisses werden wir mit Konsequenz fortführen. Dazu gehören Kostenreduzierung und Preismanagement, Portfoliooptimierung und der Fokus auf innovative Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2010 verharren und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2010 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2011 eine EBITDA-Marge von mindestens 20 %.
6.7 Immaterielle, nicht bilanzierte Werte
Der Wert von Symrise besteht nicht nur aus dem bilanzierten Vermögen. Eine Vielzahl immaterieller und nicht bilanzierter Vermögenswerte entscheidet über den Geschäftserfolg des Unternehmens. Dies umfasst insbesondere reibungslose und optimierte Verfahren in der gesamten Supply Chain sowie die bestehenden Kundenbeziehungen. Zudem leisten unsere Mitarbeiter sowie unsere F&E-Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Wertsteigerung des Unternehmens. Die Umwelt- und Sozialaktivitäten des Unternehmens sind ausführlich im jährlich erscheinenden CSR-Bericht dargestellt, der auch über unsere Internetseite als Download zur Verfügung steht.
6.7.1 Supply Chain
Der Bereich Supply Chain ist für den Fertigungsprozess verantwortlich und in beide Geschäftsbereiche integriert. Dies erhöht die Kundennähe und vergrößert den Handlungsspielraum der Geschäftsfelder. Mit unserem innovativen Ansatz Symchronize™ realisieren wir fortlaufend Verbesserungen entlang der gemeinsamen Wertschöpfungskette von der Rohstoffbeschaffung bis zur Auslieferung des Endprodukts für uns und unsere Kunden. Eine kontinuierliche Verbesserung der wesentlichen Leistungsindikatoren wie Arbeitssicherheit, Service, Qualität und Produktivität stellen wir durch Total Productive Maintenance (TPM) sicher. Ein Scorecard-System erfasst monatlich die Leistungen in allen relevanten Bereichen der Supply Chain und stellt eine Ergebniskontrolle sicher. So können wir Ineffizienzen und deren Ursachen schnell erkennen und beheben. Im Jahr 2010 lag der Fokus auf der kontinuierlichen Optimierung durch Investition in Neuanlagen beziehungsweise Konsolidierungen. Ein weiteres wichtiges Element war die Integration der neuen Standorte sowie der Aufbau des Standortes Rogovo (Russland). In Asien wurde der Ausbau von Singapur erfolgreich fortgesetzt; unter anderem wurde ein Pilotsprühturm und die Automatisierung des Flüssigmischbetriebes in Betrieb genommen. Darüber hinaus ging nach Australien auch China "life" mit SAP. In Lateinamerika konzentrierten sich die Anstrengungen auf die Fortführung der Konsolidierung der Flavour&Nutrition Produktion sowie die Vorbereitung, Durchführung und Einführung von SAP-Systemen in Argentinien und Brasilien. Weitere Technologien folgen in den nächsten Jahren. In den USA lag der Schwerpunkt in der Stabilisierung der Integrationen der Aromen-Sparte von Chr. Hansen, Manheimer Fragrances und Intercontinental Fragrances. Im Zuge der Optimierung unserer Produktion wurde der Scent & Care-Standort in Houston (USA) (ehemals Intercontinental Fragrances) im Juni 2010 geschlossen und in Branchburg (USA) integriert. Die Produktion am Standort Le Bouveret (Schweiz) wurde im März 2010 ebenfalls verlagert. Im Standort Holzminden wurden aus diesem Grund die Kapazitäten erweitert und automatisiert.
6.7.2 Beschaffung
Bei der Herstellung unserer Produkte verwenden wir circa 10.000 natürliche und synthetische Rohstoffe aus aller Welt. Qualität, Verfügbarkeit und Preis der Rohstoffe sind ausschlaggebende Faktoren für den Einkauf. Zur Optimierung der Versorgungskette ist die Beschaffung dezentral organisiert und jeweils in die Supply Chain der beiden Geschäftsbereiche integriert. Für die wichtigsten Rohstoffe werden globale Bezugsverträge ausgehandelt. Rund 50 % unserer Rohstoffe stammen aus Europa, den restlichen Teil kaufen wir je nach Preis, Qualität und Produktionsstandort in anderen Regionen der Welt. Lokale Produktionsstätten außerhalb Europas decken einen Teil ihres Bedarfs über Rohstoffmärkte vor Ort und beziehen Vorprodukte auch aus der Hauptproduktionsstätte in Deutschland. Für wesentliche Bezugsmengen unserer Rohstoffe haben wir langfristige und flexible Vereinbarungen geschlossen. Um die Anzahl eingesetzter Rohstoffe zu reduzieren, entwickeln wir stetig neue Technologien und Prozesse.
6.7.3 Kundenbindung
Der Erfolg von Symrise hängt in hohem Maße von langfristigen Kundenbeziehungen ab. Bei der Betreuung unserer multinationalen Kunden kommt dabei unserer Vertriebsplattform und den Vertriebsteams eine große Bedeutung zu. In beiden Geschäftsbereichen ist es uns in der Vergangenheit zunehmend gelungen, uns auf so genannten Core Lists dieser Unternehmen zu etablieren. Zudem gibt es mit diesen Großkunden für neue Technologien häufig einen eng und frühzeitig abgestimmten Innovationsprozess. Dieser Prozess unterstützt umfassend die Entwicklung der Kernmarken unserer Kunden für den langfristigen Geschäftserfolg. Eine weitere Stoßrichtung unserer globalen Vertriebsstrategie ist der Ausbau unserer Marktanteile in den sich entwickelnden Ländern der Emerging Markets. Derzeit machen diese Märkte etwa 46 % unseres Geschäfts aus. Aufgrund unserer lokalen Aufstellung haben wir den direkten Zugang zu den regionalen oder auch lokalen Herstellern. In vielen der Schwellenländer, zum Beispiel in Russland, dem Mittleren oder Nahen Osten oder auch in großen Teilen Asiens ist die langfristige Kundenbindung der Schlüssel zum Erfolg.
6.7.4 Wissensmanagement
Das Wissen und die Erfahrung der über 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Symrise sind für den Geschäftserfolg des Unternehmens von großer Bedeutung. Dieses so genannte intellektuelle Kapital spiegelt sich damit auch im Unternehmenswert von Symrise wider. Das Wissen in einem Unternehmen mit langer Historie, globaler Aufstellung und divisionaler Organisation zu erfassen, zu dokumentieren und effizient zu nutzen ist eine Herausforderung. Einen großen Schritt nach vorne machte Symrise hier im Jahr 2010 durch die Etablierung des neuen, web-basierten Parfümeur-Forums. Diese Informations-Plattform umfasst 15 inhaltliche Kategorien von Forschungsergebnissen zu Rohstoffen, Inhouse Spezialitäten und einer Parfümeurs-Palette bis hin zu regulatorischen und Marketing-Informationen. Sie wird ergänzt durch einen Blogg für die in allen Erdteilen tätigen Parfümeure. Globale Projektteams können sich auf dieser Plattform zusammenschließen und an gemeinsamen Projekten für internationale Kunden arbeiten. Über Ländergrenzen hinweg entstehen neue Ideen und eine gemeinsame Wissensbasis.
Der Startschuss für das Parfümeurs-Forum fiel bei einem weltweiten Parfümeurs-Treffen im Sultanat Oman. Mehr als 50 Symrise Parfümeure aus 14 Ländern ließen sich von der geschichtsträchtigen Kulisse des Oman inspirieren.
Im Bereich der F&N Forschung wurden die Fähigkeiten der verfügbaren Suchmaschinen signifikant erweitert, um das vorhandene Wissen noch besser für die Forschungs- und Entwicklungsarbeit nutzbar zu machen. Zusätzlich wurden weitere externe Datenbanken hinzugeschaltet, um den zugänglichen Wissenspool erheblich zu erweitern. Insgesamt wird dadurch die Umsetzung von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in innovative Produkte weiter verbessert.
6.8 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Symrise berichtet regelmäßig in ausführlichen CSR-Berichten über nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Im aktuellen und in den zukünftigen CSR-Berichten machen wir Aussagen zum Verbrauch von Wasser und Energie sowie zum Anfall von Abwasser, Abfall und Kohlendioxidemission. Weiterhin wird über die Zahl und die Schwere von Arbeitsunfällen berichtet.
Alle diese Zahlen basieren auf den GRI (Global Reporting Initiative) Kennzahlen, deren Definitionen offiziell anerkannt sind.
In den zukünftigen CSR-Berichten werden wir verstärkt unsere bereits vorhandenen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, basierend auf den GRI Kennzahlen, erweitern und entsprechend berichten, nicht nur im Umfeld von Umwelt und Arbeitssicherheit.
7 FORSCHUNG & ENTWICKLUNG
Erfolgreiche Aktivitäten im Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) bilden die Basis der Wettbewerbsfähigkeit von Symrise. Durch die Entwicklung innovativer Produkte und Lösungen nehmen unsere Kunden Symrise als kreativen und wertvollen Partner wahr.
7.1 Leitlinien und Schwerpunkte
Unsere F&E-Strategie zielt darauf ab, die einzelnen Bausteine der Produktentwicklung wie Markt- und Konsumentenforschung, Forschung & Entwicklung und Kreation im gesamten Konzern zu verbinden. Sämtliche Forschungsaktivitäten sind kunden- und marktorientiert. Neue Produkte und Technologien werden frühzeitig durch eine enge Anbindung der F&E an Marketing und Vertrieb, Einkauf und Fertigung, Produktentwicklung sowie Qualitätssicherung auf Umsetzbarkeit und Rentabilität geprüft. Sämtliche F&E-Aktivitäten sind an den Leitlinien Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und Kosteneffizienz ausgerichtet.
Der Geschäftsbereich Scent & Care hat seine F&E-Strategie auf sechs Schwerpunkte ausgerichtet:
| ― | Neue Moleküle für die Anwendung als Riech- und Kosmetikinhaltsstoffe |
| ― | Funktionelle Stoffe für Mundpflegeprodukte |
| ― | Bioaktive Inhaltsstoffe für kosmetische Anwendungen |
| ― | Freisetzungssysteme für Duftstoffe |
| ― | Überdeckung von Schlechtgerüchen |
| ― | Sensorische Forschung und neue Methoden der sensorischen Wahrnehmung |
Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition werden folgende fünf Technologieplattformen bearbeitet:
| ― | Entwicklung natürlicher Aromen |
| ― | Neue geschmacksaktive Verbindungen |
| ― | Pflanzenextrakte mit besonderen geschmacksgebenden Eigenschaften |
| ― | Naturstoffe für die Themengebiete "Health" und "Wellness" mit funktionalen Eigenschaften |
| ― | Neue Technologien für die selektive Anreicherung sowie auch Freisetzung von Aromastoffen |
7.2 Organisation
Die beiden Geschäftsbereiche von Symrise verfolgen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Anforderungen der Märkte und Kunden weitestgehend eigene F&E-Aktivitäten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, Technologien, Verfahren und Erkenntnisse für beide Bereiche verfügbar zu machen, um Synergien zu erzielen. Die F&E-Ressourcen sind in beiden Geschäftsbereichen unmittelbar in die Organisation integriert. Weltweit bestehen mehrere F&E-Zentren, um so die regionalen Aktivitäten beider Geschäftsbereiche optimal zu unterstützen. Die Forschungstätigkeiten in Holzminden konzentrieren sich insbesondere auf Duft-, Aromastoff- und Geschmacksforschung, Entwicklung synthetischer und natürlicher Herstellungsmethoden für Duft- und Aromastoffe, analytische Chemie, kosmetische Inhaltsstoffe und die Entwicklung neuer funktionaler Inhaltsstoffe für den Anwendungsbereich Consumer Health. Entwicklung und Anwendungstechnik werden außerdem in Teterboro (USA), Singapur, Tokio (Japan), Chennai (Indien), Paris (Frankreich), Cuautitlán lzcalli (Mexiko) und São Paulo (Brasilien) durchgeführt. In Teterboro verfügt Flavor & Nutrition beispielsweise seit Beginn 2009 über das Know-How-Zentrum "Technical and Culinary Center for Protein Foods". Hier stehen Fragen der Geschmacksverbesserungen und Aromenvielfalt für proteinhaltige Lebensmittel im Vordergrund.
In Shanghai befindet sich ein "Creative Center" von Scent & Care für den chinesischen Markt sowie die Region Nordostasien, in dem sämtliche entwicklungstechnischen Abteilungen und kreativen Ressourcen gebündelt werden. Im April 2011 wird ein "Center of Expertise" in der Region São Paulo (Brasilien) eröffnet, das von beiden Geschäftsbereichen genutzt wird. Das Gebäude befindet sich am Rande eines großen Naturschutzgebiets und erfüllt alle Anforderungen an den nachhaltigen Bau und Betrieb einer solchen Anlage.
Neben der eigenen F&E unterhalten beide Geschäftsbereiche umfassende Partnerschaften mit Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten. Dies ermöglicht die Nutzung von Synergien und erweitert das Spektrum der F&E-Aktivitäten. Hierzu zählen beispielsweise Universitäten und Forschungsinstitute wie die Technische Universität München, die Technische Universität Braunschweig, die Universität Münster, die Technische Universität Dresden, die Ruhr-Universität Bochum, das Fraunhofer-Institut für Polymerforschung und das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam sowie Unternehmen wie Axxam (Mailand, Italien) und InterMed Discovery (Dortmund) oder Cutech (Padua, Italien). Scent & Care verfügt zudem seit Jahren über ein internationales "Scientific Advisory Board", das aus namhaften Vertretern verschiedener Wissenschaftsdisziplinen und Anwendungsfelder besteht. Es ist die Aufgabe des Gremiums, neueste Forschungsergebnisse und deren Umsetzung in Produktinnovationen beratend zu begleiten. Im Jahr 2010 haben wir Prof. Liu Wei, einen renommierten chinesischen Dermatologen, als neuen Berater und Experten für asiatische Haut gewonnen. Im Sommer 2010 gründeten wir darüber hinaus das "Scientific Advisory Board for Health and Nutrition", das Symrise bei der Entwicklung neuer Inhaltsstoffe für Nahrungsergänzungsmittel und gesunde und funktionale Lebensmittel berät.
Weitere Maßnahmen zum Ausbau des Netzwerks innerhalb der Scientific Community waren die Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen wie dem 26. Kongress der Internationalen Gesellschaft für Kosmetik-Chemiker (IFSCC) in Buenos Aires (Argentinien), wo Symrise mit je drei Vorträgen und Postern vertreten war, das "9th Wartburg Symposium on Flavor Chemistry & Biology" in Eisenach mit fünf Symrise-Beiträgen, der Tagung der Vereinigung der Seifen-, Parfum- und Waschmittelfachleute (SEPAWA) in Fulda sowie Vorträge über aktuelle Forschungsarbeiten, wie z.B. am Cluster Industrielle Biotechnologie in Frankfurt am Main. Im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition wurden auch verschiedene wissenschaftliche Studien im Rahmen von Qualifikationsarbeiten zusammen mit verschiedenen Universitäten durchgeführt, um einen direkten Zugang zu den neuesten Entwicklungen in den für uns relevanten Forschungsgebieten zu erhalten.
Die Ergebnisse des Ende 2009 abgeschlossenen, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts "Anthocyane/Darmgesundheit" dienten als Grundlage einer 2010 durchgeführten prospektiven Pilotstudie an der Klinik der Universität Zürich, die mit klinisch positiven Ergebnissen abgeschlossen werden konnte. Einige Basisforschungs-Projekte (beispielsweise "Biokatalyse 2021 - Bioflavonoide", "Entwicklung von Verstärkern des Salzgeschmacks" sowie "Biotechnische Gewinnung von Moschusduftstoffen aus erneuerbaren Rohstoffen") werden weiterhin aus öffentlichen Mitteln des BMBF gefördert. Das 2009 begonnene Projekt "Entwicklung von modernen, natürlichen Aromen zur Geschmacksverbesserung von gesunden Lebensmitteln" wird weiterhin durch den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) und den Wirtschaftsförderfonds Niedersachsens (NBank) gefördert und hat zur Identifizierung von ersten in vitro wirksamen Kandidaten für neue Aromastoffe geführt. 2010 wurden für zwei neu beantragte Projekte weitere Fördermittel des BMBF zugesagt: ein Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung von Verfahren zur natürlichen Gewinnung von geschmacksmodifizierenden Aromastoffen zusammen mit dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle im Rahmen des Clusters "Biokatalyse 2021"; das andere Projekt wurde zusammen mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung, Potsdam, und der Technischen Universität München zu dem Thema "Wirkung und Rolle von Geschmacksstoffen im Magen-Darm-Trakt" gewonnen.
Der Innovationsprozess ist von der Idee bis zum marktfähigen Produkt nach einem einheitlichen Stufenmodell mit Entscheidungsfiltern organisiert. Der Prozess ist unternehmensweit etabliert. Für jedes Projekt liegt eine genaue Projektbeschreibung inklusive der Projektkosten und des Ressourceneinsatzes vor.
7.3 Personal, Aufwand und Ergebnisse
Weltweit sind knapp 20 % unserer Belegschaft beziehungsweise 1.043 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig. Im Vorjahr waren es 920 Mitarbeiter. Für Scent & Care sind 406 Mitarbeiter aktiv, im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition 637 Mitarbeiter. Die Gesamtaufwendungen für F&E beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 108 Mio. € (Vorjahr: 96 Mio. €), dies entspricht einem Anteil von 6,9 % am Umsatz (Vorjahr: 7,0 %). Die Ausgaben für F&E sollen auch zukünftig hoch bleiben, um die Innovationskraft von Symrise weiter zu stärken. Neben der absoluten Höhe der Aufwendungen entscheiden jedoch ebenso die Effizienz und Marktorientierung über den Erfolg der F&E-Aktivitäten und damit über die Wettbewerbsfähigkeit von Symrise. Wichtige Auszeichnungen durch die Branche belegen dies: So erhielt beispielsweise die Forschungsabteilung von Symrise Life Essentials im April 2010 den renommierten BSB Innovationspreis 2010 in der Kategorie "Innovative Rohstoffe" für den im Vorjahr gelaunchten Kosmetikinhaltsstoff SymSitive® 1609.
F&E-Aufwand, in Mio. €

7.4 Ausgewählte Projekte / Neue Produkte
Frescolat® SC1:
Das Geschäftsfeld Oral Care führte 2010 mit Frescolat® SC1 eine neue Generation von Mundpflege ein. Der neue Wirkstoff entfaltet eine lang anhaltende und angenehme kühlende Wirkung, ohne das Geschmacksprofil zu beeinflussen.
Terranol®:
Ein neuer patentierter Duftstoff des Geschäftsfelds Aroma Molecules mit erdigmoosigem Geruch und Anklängen an Holz und Patchouli. Mit Terranol® ist es gelungen, einen Duftstoff zu entwickeln, der zu 100 % auf nachwachsenden Rohstoffen basiert.
Neue SymMollient® Varianten:
Die beiden neuen öllöslichen Rückfetter SymMollient® L und SymMollient® S verbessern den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und erzielen damit ein strahlendes, geschmeidiges Hautbild.
SymPeptide® 226EL:
Der neue kosmetische Wirkstoff kräftigt und verlängert die Wimpern und lässt sie dichter erscheinen. SymPeptide® 226EL wurde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Therapeutic Peptides Inc. in den USA entwickelt, bei Symrise liegt der Exklusivvertrieb.
SymMarine®:
Ein neuer maritimer Duftstoff mit moosigen Aspekten, der eine luftige Wahrnehmung einer Meeresbrise erzeugt.
SymCap® M:
Diese Verkapselung von Duftstoffen unterstützt die zeitlich kontrollierte Duftabgabe, z.B. nach dem Weichspülen auf Kleidungsstücken und Wäsche.
SymFinity® 1298:
Ein hochwirksamer Echinacea Pupurea-Extrakt (Roter Sonnenhut), der die Hautzellen in einem gesunden Zustand hält und ihre Lebensdauer erhöht.
SymRelief® 100:
Eine aktiv entzündungshemmende Mischung aus Dragosantol 100 und Ingwer-Extrakt.
NEUROFLAVORONOMICS™:
Eine von Symrise genutzte Entwicklungsplattform, mit deren Hilfe beispielsweise neue Ergebnisse zum Thema Natrium-Reduktion gewonnen wurden, die bereits zu neuen Produktlösungen für die SymLife® Salt-Plattform geführt haben.
Naturally Citrus!®:
Eine neue Generation von Zitrus-Spezialitäten verbessert die Authentizität und die Frische von Aromenprofilen der Produktplattform Naturally Citrus!®.
Innovationen in der Analytik:
In der Analytik haben wir konsequent in die Technologie der hochauflösenden Time-of-Flight (ToF) Massenspektrometrie investiert. Diese Technik unterstützt das Auffinden von geschmacksaktiven und -modulierenden Verbindungen.
Darüber hinaus wurde das von Symrise F&N entwickelte Analysenwerkzeug SymStixx® für die Analyse von bioaktiven Substanzen neben der klassischen Aroma- und Geschmacksanalyse weiter entwickelt.
Schnittstelle Tasty Flavors for Healthy Food:
Eine neue Entwicklungsplattform, die die Darstellung wohlschmeckender Komplettlösungen ermöglicht. Erste Beispiele wurden bereits bis zur Marktreife geführt.
8 MITARBEITER
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Symrise bilden die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. In einer engen partnerschaftlichen Beziehung fordern wir Leistung, Engagement und Teamgeist; zugleich fördern wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines umfassenden Aus- und Weiterbildungskonzepts, lassen Freiraum für Eigenverantwortung und unterstützen die Karriereentwicklung nach Kräften. Wir führen kontinuierlich einen intensiven Dialog mit unseren Mitarbeitern - das bringt uns gemeinsam voran.
8.1 Struktur der Belegschaft3
Im Symrise Konzern hat sich die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Trainees von 4.954 zum Jahresultimo 2009 im Jahresverlauf 2010 um 334 auf 5.288 zum 31. Dezember 2010 erhöht. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl ist ganz wesentlich Ausdruck des deutlich ausgeweiteten Geschäftsvolumens im Berichtsjahr. Der Personalzuwachs war im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition mit einem Plus von 220 Mitarbeitern neben dem allgemeinen produktionsbedingten Wachstum getrieben durch die Akquisitionen der Futura-Labs Group in Ägypten/Dubai und von Armonia in Russland (zusammen 166 Mitarbeiter). Knapp die Hälfte aller Beschäftigten arbeiteten in diesem Geschäftsbereich. Gut ein Drittel der Belegschaft ist im Bereich Scent & Care tätig. 15 % der Mitarbeiter sind in den Bereichen Corporate Services, Corporate Center sowie in den ausgegliederten Konzerngesellschaften Symotion und Tesium beschäftigt. Symrise legt großen Wert auf die interne Ausbildung eigener Mitarbeiter. Ende 2010 belief sich die Anzahl der Trainees und Auszubildenden im Konzern auf 116 junge Menschen, insbesondere in den Fachrichtungen Chemielaborant und Chemikant, Wirtschaftsstudent (Duale Ausbildung mit Abschluss Bachelor of Business Administration) sowie Industriekaufmann und Industriemechaniker.
3 Alle Angaben in FTE (Full Time Equivalents)/ Vollzeitmitarbeiter
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| Anzahl der Mitarbeiter nach Geschäftsbereichen | 31.12.2009 | 31.12.2010 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Flavor& Nutrition | 2.396 | 2.616 | +9 |
| Scent & Care | 1.826 | 1.868 | +2 |
| Corporate Funktionen und Services | 732 | 804 | +10 |
| Gesamt (ohne Trainees und Auszubildende) | 4.954 | 5.288 | +7 |
| Trainees und Auszubildende | 121 | 116 | -4 |
| Gesamt | 5.075 | 5.404 | +6 |
Der mit rund 40 % größte Teil der Belegschaft des Symrise Konzerns ist im Bereich Produktion & Technologie tätig. Gut ein Viertel der Arbeitskräfte ist im Bereich Vertrieb & Marketing aktiv. Auf Forschung & Entwicklung entfallen etwa 20 % der Beschäftigten. Gerade im Bereich der Produktentwicklung haben wir unsere regionalen Kompetenzzentren für Consumer Health, Citrus und Vanille ausgebaut. Hier haben wir die Zahl der Mitarbeiter 2010 um gut 13 % aufgestockt.
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| Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen (ohne Trainees und Auszubildende) | 31.12.2009 | 31.12.2010 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Produktion & Technologie | 1.937 | 2.097 | +8 |
| Vertrieb & Marketing | 1.386 | 1.391 | ±0 |
| Forschung & Entwicklung | 920 | 1.043 | +13 |
| Verwaltung | 390 | 424 | +9 |
| Servicegesellschaften | 321 | 333 | +4 |
| Gesamt | 4.954 | 5.288 | +7 |
Von den 5.288 Mitarbeitern des Konzerns sind rund 43 % an Standorten in Deutschland tätig. Mit 18 % bzw. 17 % der Belegschaft folgen die Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl im Jahresverlauf 2010 vollzog sich in allen Regionen, wobei die Zahl der Mitarbeiter in der Region EAME mit einem Plus von etwa 24 % besonders kräftig zunahm. Ganz wesentlich dazu beigetragen haben unsere Akquisitionen von FuturaLabs und der Aufbau unseres neuen Standortes in Russland (zusammen 166 Mitarbeiter).
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| Anzahl der Mitarbeiter nach Regionen (ohne Trainees und Auszubildende) | 31.12.2009 | 31.12.2010 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 2.170 | 2.271 | +5 |
| EAME ohne Deutschland | 595 | 737 | +24 |
| Nordamerika | 638 | 628 | -2 |
| Asien/Pazifik | 840 | 904 | +8 |
| Lateinamerika* | 711 | 748 | +5 |
| Gesamt | 4.954 | 5.288 | +6 |
* Mexiko wurde entsprechend der Führungsstruktur der Regionen Lateinamerika zugeordnet. Vorjahreswerte sind entsprechend engepasst.
In der Altersstruktur der Beschäftigten im Symrise Konzern dominieren die 30- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 63 %. Eine Ende 2010 durchgeführte Demografieanalyse der Belegschaft ergab, dass sich die demografische Entwicklung in den nächsten zehn Jahren sehr stetig vollziehen wird. Die jährliche natürliche Personalreduktion aufgrund von Übergängen ins Rentenalter liegt bis zum Jahr 2020 unter bzw. um 1 % der Belegschaft.
Die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter bewegte sich 2010 auf sehr niedrigem Niveau. An unseren deutschen Standorten lag sie bei 1,2 %, weltweit belief sie sich auf 5,1 %.
Alterstruktur der Belegschaft, in %

8.2 Personalstrategie
Die Personalstrategie von Symrise macht sich an vier Eckpunkten fest:
| ― | Unser Ziel ist es, die besten Mitarbeiter einzustellen und zu halten. Wir streben an, Symrise zu einem "Employer of Choice" zu machen. Die Förderung unserer Mitarbeiter soll helfen, beste Leistungen zu erreichen. |
| ― | Wir passen die personellen Ressourcen an die strategischen Bedürfnisse des Unternehmens an. Das Hauptinstrument dafür ist ein umfassendes Fortbildungsangebot. |
| ― | Wir legen Wert auf Ergebnis- und Leistungsorientierung. Dies drückt sich in gemeinsamen Zielvereinbarungen sowie in ergebnisorientierten Vergütungssystemen aus. |
| ― | Wir fördern Top-Management-Kompetenz durch spezielle Trainingsprogramme für unsere Führungs- und Nachwuchsführungskräfte. |
Diese Strategie setzen wir mittels einer breiten Palette von Personalmaßnahmen um.
8.3 Personalmaßnahmen
8.3.1 Neue Mitarbeiter
Symrise beschreitet vielfältige Wege, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Wir bieten Studenten die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika sowie Bachelor- oder Masterarbeiten Symrise kennen zu lernen. Von dieser Möglichkeit haben 2010 in Deutschland 50 Studenten Gebrauch gemacht. Symrise pflegt intensiv Kontakte zu Universitäten und Hochschulen und nimmt regelmäßig an Hochschulinformationstagen teil.
Die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen ist eine weitere wichtige Maßnahme, um qualifizierte Mitarbeiter heranzubilden. Zum 31. Dezember 2010 waren an unseren deutschen Standorten 116 Trainees und Auszubildende beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 4,6%. Im Jahr 2011 werden wir unsere Ausbildungsbemühungen um 10 % weiter steigern. Um gut qualifizierte Auszubildende an Symrise zu binden, bestehen enge Kontakte zu den allgemein- und berufsbildenden Schulen in Form von Patenschaften bei Schülerfirmen, Projekttagen oder E-Learning Projekten. 2010 fand zum zweiten Mal ein "Tag der Ausbildung" bei Symrise in Holzminden für interessierte Schüler und Eltern statt, den wir künftig im Zweijahres-Turnus wiederholen werden.
8.3.2 Weiterbildung
Symrise betreibt ein systematisches Talentmanagement und Weiterbildungsprogramm. Damit sichern wir uns die personellen Kapazitäten und fachlichen Kompetenzen, die wir zur Umsetzung unserer Strategie benötigen. Zugleich bieten wir unseren Mitarbeitern attraktive Aus- und Fortbildungen, die ihren Karriereweg unterstützen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Symrise Academy ein:
| ― | In der Perfumers' Academy werden die Aus- und Weiterbildungsangebote für Parfümeure, Evaluatoren und Vertriebsmitarbeiter gebündelt. In der Perfumery School legen derzeit sechs Teilnehmer ihre Abschlussprüfung zu Juniorparfümeuren ab. Parallel dazu werden 2011 fünf neue Talente ihre Ausbildung beginnen. Im September haben wir in Indien eine neue Perfumery School gegründet, um einen internen Talentpool hervorragend ausgebildeter Parfumeure und Evaluatoren für den asiatischen Markt aufzubauen. Hier bilden wir drei Parfümeure und einen Evaluator aus. |
| ― | In der Flavor Academy haben 2010 zwei Mitarbeiter die Ausbildung zum Junior Flavoristen erfolgreich abgeschlossen. Im Oktober haben bereits sieben weitere Trainees aus Asien, Lateinamerika, Europa und Afrika ihre Flavoristenausbildung begonnen. Ihre umfassende, mehrstufige Ausbildung wird im Jahr 2012 abgeschlossen sein. |
| ― | Die Leadership Academy richtet sich an Führungskräfte im Symrise Konzern. Sie vermittelt Kommunikations- und Verkaufstechniken und bietet eine Vertiefung von Management-Fähigkeiten und verschiedene Coaching-Programme. |
Das Fortbildungsangebot für alle Mitarbeiter von Symrise umfasst Sicherheitstrainings, Sprachkurse, Projektmanagement und EDV-Kurse. Die durchschnittliche Schulungsdauer pro Mitarbeiter in Deutschland betrug im Jahr 2010 4,8 Tage. Die weltweiten Ausgaben für Fortbildungsmaßnahmen beliefen sich auf rund 2,3 Mio. €.
In beiden Geschäftsbereichen bieten wir bereits ausgebildeten Chemiefacharbeitern ein einjähriges Weiterbildungsprogramm zum Prozess-Chemikanten an. Für die Mitarbeiter in den Forschungslaboren haben wir ein ebenfalls einjähriges Weiterbildungsprogramm zum Advanced Laboratory Technician aufgesetzt.
Ein weltweit installiertes Talentmanagement hilft uns, Talente mit hohem Potenzial zu identifizieren und zu fördern.
8.3.3 Mitarbeiterbefragung 2010
Symrise hat in den vergangenen Jahren einen ständigen Wandel erfahren: Von der Fusion über den Börsengang bis zur internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise und dem dynamischen Aufschwung danach. Das Unternehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Laufe dieser Veränderungen hohe Flexibilität bewiesen, die wechselnden Herausforderungen aktiv angenommen und Symrise schnell und damit erfolgreich auf die jeweils neue Situation eingestellt. Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens. Um diesen Erfolgsfaktor weiter zu stärken, haben wir im Frühsommer 2010 die erste internationale Mitarbeiterbefragung in Zusammenarbeit mit externen Spezialisten durchgeführt. Aus organisatorischen Gründen konzentrierte sich diese erste Befragungswelle auf die regionalen Headquarters, eine zweite, umfassende Befragung ist für das Jahr 2012 schon geplant.
Im Herbst 2010 lagen die Ergebnisse der Befragung vor, wobei die Beteiligung an der anonymen Meinungsumfrage sich mit rund 70 % im Vergleich zu anderen Unternehmen auf sehr hohem Niveau bewegte. Unter dem Motto "Sie sagen es!" äußerten sich die Beschäftigten in Deutschland, den USA, in Brasilien und in Singapur anhand von 54 konkreten Fragen zu den Stärken und Schwächen ihres Unternehmens. Ein weiterer Fragenkomplex galt der Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Dieses "Commitment" ist Sinnbild für die Zufriedenheit mit dem Arbeitsverhältnis, Loyalität und Bindung an das Unternehmen und seinen Zielen, Einsatzbereitschaft und Engagement für das Unternehmen sowie Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Dieser Zufriedenheitsindex fällt für Symrise insgesamt positiv aus und liegt im Quervergleich zu anderen Unternehmen knapp über dem Durchschnitt. Allerdings bestehen regionale Unterschiede: Während sich in Deutschland der Indexwert im oberen Drittel aller befragten Unternehmen bewegt, trifft er in den USA genau den Durchschnittswert, in Brasilien und Singapur sind die Mitarbeiter deutlich weniger zufrieden mit Symrise.
Diese Ergebnisse gilt es nun aufzuarbeiten. Der ersten Phase der Kommunikation folgen die Dialog- und Umsetzungsphase. Die Führungskräfte nutzen die Ergebnisse der Befragung als Ausgangspunkt für einen Dialog mit ihren Mitarbeitern über Verbesserungs- und Veränderungsbedarf in den Bereichen. Dabei werden konkrete Initiativen vereinbart, um unsere Unternehmens- und Führungskultur weiterzuentwickeln und Symrise als Arbeitgeber noch attraktiver zu machen. Einige dieser Initiativen werden global für den Symrise Konzern erarbeitet, andere Themen sind länder- oder divisionsspezifisch. Wir bauen auf unsere Mitarbeiter und geben ihnen die Möglichkeit, das Unternehmen aktiv mit zu gestalten. Dieser Prozess wird unser Unternehmen von innen stärken und uns gemeinsam voranbringen.
8.3.4 Mitarbeitermotivation
Wir erwarten von unseren Mitarbeitern hohen Einsatz. Dies lässt sich jedoch nur erreichen, wenn sie mit Freude bei Symrise arbeiten und Symrise als einen Teil ihres Lebens sehen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt dabei eine wichtige Rolle. Symrise bietet seinen Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitarbeit und Job Sharing. Zudem kooperieren wir in Deutschland mit Kindertagesstätten, um die Kinderbetreuung zu vereinfachen.
Im Bereich Sport und Kultur sind wir mit einer Vielzahl eigener Initiativen aktiv. Darüber hinaus legen wir hohen Wert auf das "Betriebliche Gesundheitsmanagement". Im Jahr 2010 führten wir unter anderem eine Gesundheitswoche zur Vorbeugung gegen Herz-/ Kreislauferkrankungen durch. Zur Erkennung und Minimierung ergonomischer Belastungen wurden in Schwerpunktbereichen Gesundheitszirkel eingerichtet. Hier können sich Mitarbeiter ergonomisch beraten lassen, die Kosten hierfür übernimmt Symrise. Bei der Schulung von Führungskräften wird auch das Thema "Sucht und Suchtprävention" behandelt.
In der Weiterentwicklung der betrieblichen Zusatzleistungen haben wir 2010 an allen größeren Standorten in Deutschland unsere neue betriebliche Altersvorsorge auf den Weg gebracht. Wir kooperieren hier mit einer Pensionskasse, die aus Eigenbeiträgen der Mitarbeiter sowie aus Beiträgen des Unternehmens finanziert wird. Für neu eingetretene Mitarbeiter ist die Mitgliedschaft in dieser Pensionskasse verpflichtend, für bestehende Mitarbeiter freiwillig.
Das jährliche Zielvereinbarungsgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist ein zentrales Element des Mitarbeiterdialogs. Es stellt die Transparenz in der Leistungsbeurteilung sicher und ermöglicht die Festlegung gezielter Entwicklungsperspektiven für jeden Mitarbeiter. Im Einzelnen werden Aufgaben und Verantwortungsbereiche, die Zielerreichung des Vorjahres, die Ziele für das laufende Jahr, die Einschätzung der Leistung des Mitarbeiters, die Zusammenarbeit zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter, geplante Weiterbildungsmaßnahmen und mögliche Entwicklungsschritte erörtert.
Seit vielen Jahren ist im Symrise Konzern ein Ideenmanagement installiert, um Arbeitsabläufe kontinuierlich zu verbessern. Im Jahr 2010 gingen 354 Vorschläge ein, umgesetzt wurden davon 196 Vorschläge. Der Gesamtnutzen der "guten Ideen" belief sich auf rund 1,9 Mio. €, als Prämien wurden hierfür 144 Tsd. € ausgeschüttet.
Im Sommer 2010 startete an den größeren Standorten in Deutschland ein Wettbewerb zur Steigerung der Arbeitssicherheit. Teilnehmer sind Mitarbeiter aus Bereichen mit erhöhtem Unfallrisiko wie der Produktion und den Labors. In den ersten Monaten des Wettbewerbs konnte die Zahl der unfallbedingten Ausfalltage gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008/2009 um 90 % gesenkt werden. Der Wettbewerb, bei dem sich die Prämiensumme mittlerweile auf über 50 Tsd. € summiert, läuft zunächst über zwei Jahre.
8.3.5 Vergütung und Tarifverträge
Flexible Vergütungssysteme, die mit variablen Entgeltbestandteilen den individuellen Leistungsbeitrag der Mitarbeiter honorieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Lage des Unternehmens berücksichtigen, sind ein wesentlicher Bestandteil einer modernen Vergütungspolitik. Zudem erhöht eine leistungsgerechte Vergütung die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber und trägt zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern bei. Im Jahr 2010 haben wir neue, transparente Vergütungsstrukturen in Form von Vergütungsbandbreiten eingeführt, die Vorgesetzten und Mitarbeitern eine aktive Entwicklung der Vergütung parallel zur beruflichen Weiterbildung ermöglichen. Dieses Modell gilt für rund 340 außertarifliche und leitende Mitarbeiter. Die Vorteile dieses so genannten Job Grade-Konzepts liegen in einer hohen Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Vergütung sowie in deren internationaler Vergleichbarkeit. Darüber hinaus gilt für etwa 70 Führungskräfte mit globaler oder regionaler Verantwortung ein gesonderter Global Performance Bonus Plan, der die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele durch eine ergebnis- und leistungsorientierte variable Vergütung sicherstellt.
Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leistet der zwischen Symrise und der Gewerkschaft IG BCE bestehende Haustarifvertrag. Herausragendes Element der Vereinbarung ist eine Beschäftigungsgarantie für die deutschen Standorte bis zum Jahr 2014. Zugleich bildet der Vertrag die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen und erhebliche kostenmäßige Einsparungen: Beibehaltung einer Wochenarbeitszeit von nicht weniger als 40 Stunden und schrittweise Übernahme der Entgelttarifverträge der IG BCE mit fest definierten Abschlägen. Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und im Hinblick auf eine zukunftsorientierte Beschäftigungspolitik haben wir am 9. Februar 2011 die Vereinbarung zur Beschäftigungsgarantie mit der IG BCE bis 2016 fortgeschrieben.
9 CHANCEN - UND RISIKOBERICHT
9.1 Grundsätze
Die Geschäftsaktivitäten des Symrise Konzerns unterliegen kontinuierlich einer Vielzahl von Risiken und Chancen. Als Risiko definieren wir Ereignisse, deren Eintritt zu einer negativen Abweichung von unseren Planzielen im Planungszeitraum führen kann. Chancen hingegen bezeichnen Sachverhalte, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben können. Die Erkennung von Risiken und deren Vermeidung sowie die Nutzung von Chancen sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, alle potenziellen Risiken frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Gegenmaßnahmen zu reduzieren. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu minimieren, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Die bestehenden Richtlinien stellen sicher, dass Risikoabwägungen von Beginn an Teil der Entscheidungsprozesse der Geschäftsführung sind. Symrise verfügt über ein Risikohandbuch, das die Prozesse des Risikomanagements regelt und für die Mitarbeiter eine Grundlage für den Umgang mit Risiken darstellt. Zudem werden Mitarbeiter regelmäßig durch Workshops geschult und tauschen hier ihre Erfahrungen zur Erkennung und Minimierung von Risiken aus.
9.2 Struktur und Prozess des Risikomanagements
Das Risikomanagement von Symrise erstreckt sich über sämtliche Konzerngesellschaften und Unternehmenseinheiten. Die Koordination der Risikoerfassung erfolgt auf Ebene des Corporate Centers innerhalb der Abteilung Corporate Compliance. Auf Basis der Einzelgesellschaften werden Risikoberichte erstellt, die anschließend auf Konzernebene zu einem aktuellen Überblick der Risikosituation zusammengeführt werden. Auf dieser Grundlage wird zweimal pro Jahr ein Risikobericht an den Vorstand geleitet. Im Risikobericht an den Vorstand werden potenzielle Risiken identifiziert und nach ihrer Gewinnauswirkung, Eintrittswahrscheinlichkeit, Risikotyp sowie Unternehmenseinheit, Geschäftsaktivität und Risk Owner klassifiziert. Zudem werden geeignete Gegenmaßnahmen und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter aufgeführt, so dass das Risikoberichtswesen zugleich Grundlage für die Risikosteuerung und die Überprüfung durch die interne Revision des Konzerns ist. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und trifft weitere Maßnahmen für den Umgang mit den Risiken. Berichtsschwellen für Risiken orientieren sich an den finanziellen Auswirkungen auf das Unternehmen sowie an der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Eine sofortige Benachrichtigung des Vorstands erfolgt, sofern ein Risiko bestimmte Schwellenwerte überschreitet.
9.2.1 Umfeld- und Branchenrisiken
In der Konsumgüterindustrie halten wir eine weitere Konsolidierung des Abnehmerkreises für Symrise Produkte für möglich. Infolgedessen besteht für Symrise das Risiko, Kunden und damit Marktanteile zu verlieren. Risiken aus Konsolidierungen auf Ebene unserer Zulieferer bestehen insofern, als durch den Wegfall von Lieferanten negative Einflüsse auf unsere Beziehungen zu Kunden ausgehen können.
In unserer Branchen ist ein zunehmend intensiverer Wettbewerb zu beobachten. Diese Entwicklung birgt auch für Symrise das Risiko, Kunden zu verlieren. Hierauf reagieren wir durch eine verstärkte Vermarktung unserer Innovationen und Produkte der Geschäftsfelder Life Essentials sowie Consumer Health, die einen Zusatznutzen gegenüber Produkten der Konkurrenz aufweisen.
Politischen Risiken in der Form von Handelsembargos ist Symrise in einzelnen Ländern ausgesetzt, aus denen wir unsere Rohstoffe beziehen und in die wir unsere Produkte exportieren. Behinderungen des Handels können wir durch ein Ausweichen auf andere Regionen teilweise kompensieren. In einzelnen Ländern beobachten wir kontinuierlich das mögliche Risiko eines politisch bedingten Zahlungsausfalls aufgrund eines Schuldenmoratoriums. Ein Dialog mit Banken und Kunden dient zur Eingrenzung des Risikos. Wir begegnen Risiken in Exportländern, die auf politische Gründe zurückzuführen sind, durch eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann. Politische Unruhen in Ländern und Regionen, in denen Symrise mit Betriebsstätten vertreten ist, beobachten wir mit großer Aufmerksamkeit, insbesondere um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Zeitweilige Produktions- und damit Umsatzausfälle können in ungünstigen Fällen dennoch auftreten.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkt in unterschiedlicher Weise auf den Geschäftsverlauf von Symrise. In den entwickelten Märkten ist die Nachfrage nach Endprodukten, in denen Symrise Produkte enthalten sind, soweit sie der Befriedigung von Grundbedürfnissen dienen, kaum konjunkturellen Schwankungen unterworfen. Eine deutlich höhere Abhängigkeit bei der Nachfrage vom verfügbaren Einkommen besteht hier jedoch bei Produkten der "Luxussegmente" in Fine Fragrances und Personal Care. In den Emerging Markets ist tendenziell für sämtliche Produkte eine erhöhte Schwankung der Nachfrage in Abhängigkeit von der Konjunktur festzustellen. Zudem steuern die Kundenunternehmen von Symrise Produktion und Lagerhaltung mit Blick auf eine möglichst geringe Kapitalbindung. Unsicherheiten über die künftige Absatzentwicklung führen zu entsprechenden Anpassungen, auch beim Abruf der von Symrise gelieferten Einsatzstoffe. Ein Lagerabbau auf Seiten unserer Kunden kann die bei Symrise abgerufenen Mengen deutlich reduzieren.
9.2.2 Unternehmensstrategische Risiken
Die Unternehmensstrategie von Symrise ist wie bei jedem Unternehmen naturgemäß mit Risiken verbunden. Negative Folgen für die Entwicklung des Unternehmens können sich beispielsweise aus der Fehleinschätzung von Kundenanforderungen und Umfeldbedingungen sowie technologischen Fehlentscheidungen ergeben. Dies betrifft insbesondere Produktentwicklungen, die Symrise teilweise auf Eigeninitiative durchführt, oder auch die Gründung eines neuen Anwendungsbereichs wie z.B. Consumer Health im Jahr 2009. Im Falle einer mangelnden Vermarktungsfähigkeit der Produkte stehen den getätigten Entwicklungsaufwendungen keine adäquaten Einnahmen gegenüber. Eine intensive Marktforschung soll die Marktfähigkeit unserer Entwicklungen gewährleisten. Akquisitionen, die von Symrise durchgeführt werden, sind ebenfalls mit Risiken behaftet. Im Zuge des Integrationsprozesses drohen Betriebsunterbrechungen oder der Verlust von Wissen und Ressourcen durch die Abwanderung von Mitarbeitern. Diesen Risiken wirken wir durch einen klar definierten Integrationsprozess entgegen.
Die mögliche Streichung von einer Core List unserer Kunden und die Gefahr, wider Erwarten nicht auf eine solche Liste aufgenommen zu werden, zählen ebenfalls zu den strategischen Risiken des Unternehmens. Diesem Risiko begegnen wir durch einen engen Kontakt zu unseren Kunden. Weitere zentrale Faktoren für den Verbleib oder die Aufnahme auf Core Lists sind Preisgestaltung, Lieferstabilität und Produktqualität. Hier sind wir bestrebt, stets zu den besten Unternehmen der Branche zu gehören.
9.2.3 Leistungswirtschaftliche Risiken
Produktrisiken:
Die Geruch- und Geschmackstoffe von Symrise werden zumeist in Produkten verarbeitet, die der Endverbraucher als Nahrungsmittel aufnimmt oder auf seiner Haut anwendet. Demnach können sich unsere Produkte grundsätzlich auch negativ auf den Gesundheitszustand der Verbraucher auswirken. Um dieses Risiko zu minimieren, umfasst unser Qualitätsmanagement aktuelle Analysemethoden und interne Sicherheitsvorschriften. Die Verträglichkeit unserer Produkte wird auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Tests fortlaufend nach internationalen Standards geprüft. Unser Ziel ist es, Kundenbeschwerden möglichst zuvor zu kommen. Vor diesem Hintergrund besteht ein Verfahren zur internen Prozessverbesserung, um mögliche Schwachstellen und Gefährdungen frühzeitig selbst zu beheben und die Produktqualität kontinuierlich auf einem hohen Niveau zu halten.
Veränderungen in der Technologie eines Kunden können dazu führen, dass einzelne Produkte diesem Kunden nicht mehr angeboten werden können. Symrise verfügt über ein diversifiziertes Kundenportfolio, um dieses Risiko zu minimieren. Auch in Patentverletzungen durch Wettbewerber besteht ein Risiko für unsere Produkte, dem wir durch eine angemessene Patentverwaltung begegnen.
Beschaffungsrisiken:
Der Einkauf von Rohstoffen, Vorprodukten, Anlagen und Dienstleistungen unterliegt stets den Risiken einer ungeplanten Preisentwicklung, schwankender Qualität oder mangelnder Verfügbarkeit. Während die Einkaufspreise vor allem aufgrund teurer werdender Rohstoffe oder durch ungünstige Wechselkurseffekte ansteigen können, kann die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen teilweise auch von Gesetzesauflagen abhängen. Symrise hat intelligente Einkaufsstrategien entwickelt, um dem ungeplanten Preisanstieg von Erdöl oder Energie zu begegnen. Da klimatische Bedingungen und Marktmodalitäten zu Preisanstieg, Qualitätsschwund und Unverfügbarkeit führen können, hat der Einkauf eine breite Lieferantenbasis entwickelt, die auch die Belieferung von unterschiedlichen Erdteilen umfasst. Daneben sind unsere Hauptlieferanten durch langfristige Rahmenverträge gebunden. Beschaffungsalternativen werden, zum Teil auch gemeinsam mit wichtigen Lieferanten, erarbeitet, um das Risiko zu minimieren, neueste Anforderungen der Technologie, des Marktes oder der Gesetzgeber zu verfehlen. Sofern möglich, wird ein Preisanstieg von Rohstoffen durch entsprechende Anhebung der Verkaufspreise an die Kunden weitergereicht, um Auswirkungen auf unser Ergebnis zu reduzieren. Eine zu starke Diversifikation der Lieferanten wirkt jedoch auch kostenerhöhend, da dies die Einkaufsmengen pro Lieferant vermindert. Symrise prüft kontinuierlich die finanzielle Bonität der Lieferanten.
Betriebsrisiken:
Technische Störungen können den fortlaufenden Betrieb des Konzerns unterbrechen und einen Ausfall von Einnahmen und entsprechenden Erträgen bedeuten. Ursachen können in der Sicherheit von Einrichtungen und Prozessen, dem Brandschutz bis hin zur Sicherheit von Materialien und deren korrekter Klassifizierung oder in Erfordernissen strenger werdender, länderspezifischer Arbeits- und Umweltschutzauflagen liegen. Derartige Risiken mindern wir durch Maßnahmen der Wartung, Investition, Arbeitssicherheit sowie durch entsprechende Richtlinien, Anweisungen und Schulungen. Veränderungen länderspezifischer Umweltschutzauflagen können Geldbußen oder die vorübergehende Schließung von Produktionsstätten nach sich ziehen. Aus diesem Grund beobachten wir fortlaufend die regulatorischen Entwicklungen in den Ländern, in denen wir tätig sind.
Betriebsunterbrechungen können auch durch Fehler im betrieblichen Ablauf entstehen, beispielsweise durch Fremdkörper, die in Rohstoffen enthalten sind oder während des Verarbeitungsprozesses in Zwischen- oder Endprodukte eingebracht werden sowie durch Zwischenfälle im Rahmen des Umgangs mit Arbeitsgeräten. Risiken dieser Art minimiert Symrise durch geeignete Richtlinien (zum Beispiel Foreign Body Policy), Verfahren (Total Productive Maintenance), Schulungen, Notfallpläne, alternative Produktionsstandorte, Austausch von Best Practices und kontinuierliche Verbesserungen betrieblicher Abläufe. Kontaminationen von Produkten sind in einzelnen Ländern auch im Jahr 2010 aufgetreten. Als Reaktion haben wir Änderungen bei der Lieferantenauswahl vorgenommen oder Korrekturmaßnahmen auf Seiten der Lieferanten eingeleitet.
Um darüber hinaus auch zukünftig eine führende Stellung in der Industrie einzunehmen, hat Symrise verschiedene, zukunftsorientierte Initiativen ergriffen. Wir setzen uns für das Umfeld des Unternehmens und die Umwelt ein, um beispielsweise die Belästigung durch Lärm und Geruch durch sämtliche Produktionsstätten weitestgehend einzugrenzen. Die Einhaltung der europäischen REACH-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Substanzen sowie anderer Regelungen wie GHS (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) wurde in entsprechende Projekte eingebracht bzw. umgesetzt.
9.2.4 Finanzwirtschaftliche Risiken
Symrise ist einer Reihe unterschiedlicher Finanzrisiken ausgesetzt.
Kreditrisiko:
Das Kreditrisiko besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen und Symrise dadurch einen Vermögensschaden erleidet. Um dieses Risiko zu minimieren, werden neue Kunden seit dem Jahr 2008 auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden jährlich sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Neben dieser Risikovorsorge hat Symrise ein Verfahren zur Wertberichtigung von Forderungen etabliert. Diese Wertberichtigung besteht aus einer individuellen Abschreibung und einer allgemeinen Kostenkomponente. Das Risiko des Zahlungsausfalls durch Bankboykott versucht Symrise durch fortwährenden Dialog mit Banken und Kunden einzugrenzen. Finanzielle Krisen in Exportländern erfordern eine entsprechende Finanzkontrolle auf Seiten von Symrise, damit ein Forderungsausfall vermieden werden kann.
Liquiditätsrisiko:
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Symrise nicht in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht zusätzlich das Risiko, die für Kreditzusagen bestehenden Verpflichtungen (Covenants) nicht zu erfüllen. Symrise führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Parallel dazu verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien zur Deckung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Unternehmens wird kontinuierlich überwacht; entsprechende Notfallpläne zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen bestehen. Wir stellen dadurch sicher, stets über ausreichende Mittel zu verfügen, um selbst unter schwierigen Bedingungen unseren Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können.
Nachfolgend sind die Verbindlichkeiten des Symrise Konzerns zum 31. Dezember 2010 mit den dazugehörigen Fälligkeiten aufgeführt:
Verbindlichkeiten des Symrise-Konzerns zum 31. Dezember 2010
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| (in Mio. €) | Gesamt | 2011 | ab 2012 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 101,4 | 101,4 | 0 |
| Darlehen | 633,5 | 6,2 | 627,3 |
| Sonstige und finanzielle Verbindlichkeiten | 117,4 | 100,2 | 17,2 |
| Gesamt | 852,3 | 207,8 | 644,5 |
Zins- und Währungsrisiken:
Währungsrisiken bestehen in Wirtschaftsräumen, in denen Symrise seine Produkte auf Basis fremder Währung (beispielsweise US-$) verkauft, die jedoch zumindest zu einem Teil in einem anderen Währungsraum (beispielsweise Euro) produziert wurden. Zudem kauft Symrise Rohstoffe vielfach in Euro bewertet ein. Eine Schwächung des US-$ sowie einer dem US-$ angelehnten Auslandswährung gegenüber dem Euro können insoweit zu entsprechenden Minderungen unserer Margen führen. Diesem Risiko begegnet Symrise durch eine weitere Intensivierung der Verhandlung von Preisen. Das verbleibende Währungsrisiko wird gegebenenfalls durch geeignete Währungstermingeschäfte und andere Sicherungsinstrumente reduziert.
Das Zinsrisiko entsteht dadurch, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen und damit die Ertragslage des Konzerns belasten können. Symrise hat dieses Risiko im Rahmen der Refinanzierung deutlich gemindert, ca. 70% der Verbindlichkeiten sind vor dem Hintergrund des günstigen Zinsumfeldes mit fixen Zinssätzen aufgenommen. Nur ca. 30% der Verbindlichkeiten unterliegen einem Zinsänderungsrisiko. Diesem Risiko begegnet Symrise gegebenenfalls durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften, die das Risiko aus sich ändernden Zinssätzen minimieren.
Steuerrisiko:
Dem Steuerrisiko ist Symrise ausgesetzt, da strukturelle Veränderungen unserer weltweiten Standorte dazu geführt haben, dass einige ertragsteuerlich relevante Sachverhalte bis heute nicht von den betreffenden örtlichen Finanzbehörden geprüft und abschließend beurteilt wurden. In einigen Fällen haben wir Rückstellungen gebildet, um auf eine Nachzahlung von Steuern vorbereitet zu sein. Insgesamt gehen wir davon aus, für alle uns bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.
9.2.5 Personalrisiken
Personalrisiken, die grundsätzlich in der Fluktuation von Personal in Schlüsselpositionen bestehen, wirkt Symrise durch geeignete Weiterbildungs- und Nachwuchsförderprogramme entgegen.
9.2.6 Rechtliche Risiken
Derzeit, sieht sich Symrise in eher geringem Maße rechtlichen Risiken ausgesetzt. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, Produkthaftung, Gewährleistungsrecht und aus dem Bereich des geistigen Eigentums. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, analysieren wir potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung unserer Rechtsabteilung und soweit erforderlich auch unter Hinzuziehung von externen Spezialisten. Trotz dieser Maßnahmen kann der Ausgang laufender oder künftiger Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind nur wenige Konzerngesellschaften von laufenden Gerichtsverfahren betroffen. An dieser Stelle weisen wir daher nur auf einen Verfahrenstypus hin. In den USA wird der Symrise Inc., wie zahlreichen anderen Unternehmen auch, vorgeworfen, Aromen verkauft zu haben, bei deren industrieller Verarbeitung schädliche Dämpfe freigesetzt werden können, sofern die Sicherheitshinweise nicht befolgt werden. In keinem dieser Verfahren ist bisher eine eindeutige Geldforderung benannt worden. Wir glauben, die Beschuldigungen im Gerichtsverfahren entkräften zu können. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Verfahren wesentlich auf das Konzernergebnis auswirken werden.
9.2.7 IT-Risiken
Risiken der IT bestehen grundsätzlich in potenziellen Unterbrechungen des Austausches sowie der Verarbeitung von Informationen, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann, die von funktionsfähigen IT-Systemen abhängig sind. Symrise unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Die schon im Vorjahr begonnene Einführung einheitlicher und aktueller Systeme wird weiter fortgeführt. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend erneuert und erweitert, um eine Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten.
9.3 Gesamtbewertung der Risikolage
Basierend auf den uns zur Verfügung stehenden Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand von Symrise zu gefährden. Aufgrund der Tatsache, dass das bestehende Risikoberichtswesen und das integrierte Managementsystem durch das System integrierter interner Kontrollen ergänzt werden, gehen wir davon aus, auch im zukünftigen geschäftlichen Umfeld und unter sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen alle Anforderungen zu erfüllen.
9.4 Chancenmanagement
Die Unternehmenskultur von Symrise legt Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortlichkeit unserer Mitarbeiter. Es obliegt daher allen Mitarbeitern von Symrise, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Gesellschaften des Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene, die sich beispielsweise im Rahmen der Betriebstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben, zu identifizieren, und mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. In den Geschäftsbereichen und im Corporate Center werden strategische Chancen erfasst. Diese werden bewertet und Maßnahmen zu deren Ausschöpfen entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands von Symrise, regelmäßig strategische Chancen zu erörtern.
9.4.1 Ausgewählte Chancen
Chancen ergeben sich für Symrise aus vielfältigen Faktoren. Unsere Mitarbeiter reichen im Rahmen des Ideenmanagements Vorschläge ein, wodurch sich Arbeitsabläufe und Verfahren verbessern lassen. Operative Chancen können sich zudem auch aus den Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter ergeben. Die Umstrukturierung der beiden Geschäftsbereiche des Konzerns verfolgt das Ziel, die Kundenorientierung von Symrise weiter zu steigern. Hier sehen wir die Chance, im Rahmen des Know-how-Transfers zusätzliche Aufträge zu generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine konzernweite Projektdatenbank, in der alle Aktivitäten dokumentiert und nachgehalten werden. So lassen sich Anknüpfungspunkte einfach herstellen. Auch die Ausschöpfung von Synergien ist nicht im vollen Umfang abgeschlossen.
Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens, die insbesondere auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind, eröffnen zahlreiche strategische Chancen. In entwickelten Ländern ist ein Trend zu einer gesünderen und bewussten Ernährung zu beobachten, der unter anderem auf eine zunehmende Alterung der Gesellschaft zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Körperpflege wachsen die Ansprüche der Menschen ständig. Grundsätzlich gilt, dass im Wettbewerb um den Verbraucher stets innovative Produkte benötigt werden. Symrise positioniert sich dementsprechend beispielsweise mit neuen Geschäftsfeldern und Anwendungsbereichen wie Life Essentials oder Consumer Health. Eine intensive Marktforschung sowie umfangreiche F&E-Arbeit sind die Grundlage für Eigenentwicklungen, die wir unseren Kunden zur Verbesserung ihrer Produkte oder zur Einführung neuer Produkte anbieten können. In Schwellen- und Entwicklungsländern steigt im Allgemeinen die Nachfrage nach Produkten, die Geschmack- und Duftstoffe von Symrise enthalten. Um diese Chancen zu nutzen, bauen wir unsere Aktivitäten in diesen Ländern kontinuierlich aus.
Unternehmensstrategische Chancen erwachsen auch aus der Akquisition von Unternehmen. Um unsere Kompetenzen gezielt zu erweitern, sind wir fortlaufend auf der Suche nach geeigneten Zielunternehmen. Auch im Rahmen von Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen sehen wir Chancen. Die Bündelung von Kompetenzen kann die Produktentwicklung beschleunigen und innovative Produkte hervorbringen.
10 WESENTLICHE MERKMALE DES RECNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
10.1 Grundzüge und Ziele
Gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften verpflichtet, wesentliche Merkmale des internen rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht zu beschreiben.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet die ordnungsgemäße und verlässliche Finanzberichterstattung. Mittels des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems werden Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken ergriffen, die die Erstellung eines regelkonformen Konzernabschlusses gefährden. Das System besteht aus der Dokumentation möglicher Risiken, dazugehöriger Prozesse sowie deren Kontrollen und aus der Prüfung dieser Prozesse und Kontrollen. Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die konzernweiten Kontrollmechanismen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene auf Eignung und Funktionsfähigkeit überprüft. Hier prüft die Abteilung Revision, wie effektiv die vorgesehenen Kontrollmechanismen durch die dezentral und zentral angesiedelten Funktionsträger befolgt wurden. Die Funktionsfähigkeit des IKS kann durch unvorhergesehene Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler eingeschränkt werden.
Zur Darstellung bereits bestehender und gegebenenfalls noch zu erweiternder Kontrollverfahren im Unternehmen hat Symrise einen Prozess eingerichtet, der die Dokumentation und Prüfung im Rahmen eines Self-Assessment in den Einheiten und Gesellschaften des Konzerns unterstützt. Die Grundsätze für das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem definieren Anforderungen, dokumentieren Prozesslandschaft und Geschäftsprozesse und regeln durchzuführende Kontrollen. Aufbauend auf einer Basisschulung für Mitarbeiter findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt, damit Kontrollen stets an sich verändernde Risiken angepasst werden können.
10.2 Organisation und Prozess
Das IKS im Symrise Konzern umfasst zentrale und dezentrale Elemente des Unternehmens und orientiert sich an ISO 31000. Basierend auf Berichten der Tochterunternehmen wird dem Vorstand zukünftig ein aggregierter IKS-Konzernbericht vorgelegt. Der Vorstand erörtert die Wirksamkeit des IKS mit dem Aufsichtsrat oder dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
Das IKS wird regelmäßig in Bezug auf die Aktualität der Dokumentation, die Eignung und Funktionalität der Kontrollen überwacht und auftretende Kontrollschwächen werden identifiziert und bewertet.
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement: Anhand eines risikoorientierten Ansatzes werden zunächst die für die Rechnungslegung wesentlichen Gesellschaften und Prozesse identifiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden spezifische Mindestanforderungen und Ziele (Objectives) definiert, die den Risiken in der Finanzberichterstattung entgegenwirken. Das Ergebnis ist ein zentraler Risikokatalog in Bezug auf die Finanzberichterstattung, der gleichzeitig auch Arbeitsgrundlage für die an der Finanzberichterstattung beteiligten Mitarbeiter ist. |
| ― | Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem: Zunächst werden die bestehenden Kontrollaktivitäten in den wesentlichen Gesellschaften dokumentiert und aktualisiert. Die durch das rechnungslegungsbezogene IKS definierten Kontrollen sollen die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. Die Kontrollmechanismen werden auf ihre Wirksamkeit zur Vermeidung von Risiken unter anderem durch den Einsatz von Stichproben der internen Revision regelmäßig analysiert. Für dokumentierte Kontrollschwächen erfolgt eine Bewertung der eingetretenen Auswirkungen beziehungsweise potenzieller Risiken auf den Jahresabschluss. In einem weiteren Schritt werden die einzelnen Risiken auf Gesellschaftsebene konsolidiert. Diese werden entsprechend ihrer Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung an den Vorstand berichtet. Diese Berichte stellen auch die Grundlage für die Berichterstattung gegenüber dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dar. Im Fall festgestellter Kontrollschwächen werden Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet. Die neuen Kontrollmethoden werden dann im nächsten Prüfzyklus auf ihre Wirksamkeit geprüft. |
11 NACHTRAGSBERICHT
Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die Symrise Gruppe zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.
12 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Symrise Konzerns positiv. 2010 konnten wir Umsatz und Ergebnis des Unternehmens deutlich steigern. Die finanzielle Stabilität hat sich spürbar gefestigt, die Finanzierung des Unternehmens ist mittelfristig gesichert. Die Aktionäre der Symrise AG werden vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung über eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben.
13 PROGNOSEBERICHT
13.1 Künftige Rahmenbedingungen
Im Jahr 2011 rechnen wir mit insgesamt anhaltend günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Geschäftstätigkeit, obwohl sich das weltweite Wirtschaftswachstum gegenüber 2010 etwas verlangsamen dürfte. Die Weltbank prognostiziert für das laufende Jahr einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,3 %, nach 3,9 % im Jahr 2010. Die größten Wachstumsimpulse dürften wiederum von der starken Binnennachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern ausgehen, deren Expansionsrate sich auf durchschnittlich rund 6,0 % belaufen sollte. Die Wirtschaftsentwicklung in einigen Industrieländern wird weiterhin von Unsicherheiten im Finanz- und Immobiliensektor gebremst; hinzu treten die notwendige Konsolidierung der öffentlichen Finanzen und der Zwang zum Abbau der Verschuldung der privaten Haushalte. Die Weltbank erwartet für die Industrieländer im laufenden Jahr einen durchschnittlichen Anstieg des Sozialprodukts um 2,4 %, nach 2,8 % im Jahr zuvor. Das verhaltene Wirtschaftswachstum reicht noch nicht aus, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu reduzieren, was den privaten Konsum belastet. Für das Jahr 2012 gehen die Prognosen dann von geringfügig höheren Wachstumsraten der Wirtschaftsleistung aus, vor allem aufgrund einer schrittweisen Überwindung der Probleme und strukturellen Verwerfungen in einigen wichtigen Industrieländern. Die Weltbank setzt das Plus auf globaler Ebene mit 3,6 % an, bei den Industrieländern prognostiziert sie einen Zuwachs um 2,7 %, für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird ein Anstieg des BIP um durchschnittlich 6,1 % erwartet.
Der für Symrise relevante F&F-Markt wuchs im Jahr 2010 um mehr als 6 % und erreichte ein Volumen von 14,9 Mrd. €. Langfristige Schätzungen von IAL Consultants bis zum Jahr 2014 gehen von einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus. Überproportional dürften sich dabei die Märkte in Lateinamerika sowie in Asien entwickeln. Der Lagerbestand bei Kundenunternehmen hat sich unserer Einschätzung nach wieder normalisiert, nachdem im Vorjahr ein deutlicher Lagerabbau zu verzeichnen war. Die konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2011 haben sich in den letzten Monaten verbessert. Wir gehen aber aufgrund weiterhin bestehender Unsicherheiten, wie z.B. den derzeitigen politischen Veränderungen im Nahen Osten, von einem normalisierten durchschnittlichen Marktwachstum von etwa 3 % für die Teilmärkte Duft- und Geschmackstoffe aus.
Für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir eine weiterhin angespannte Marktsituation bei einigen wichtigen Rohstoffen. So dürften beispielsweise die Preise für Fruchtsaftkonzentrate deutlich steigen und die Citral-, Terpen- und Rohölderivate-Märkte schwierig bleiben. Zugleich gehen wir von einer anhaltend ausgeprägten Preisvolatilität aus.
Es ist absehbar, dass die Energiekosten durch verschiedene Einflüsse steigen werden. Ein Faktor ist die ab 2013 geltende neue Periode des Emissionshandels. Symrise wird dieser Herausforderung durch verschiedene technische Maßnahmen zur Optimierung des Energieeinsatzes und der Energieumwandlung begegnen. Für 2011 ist die Zertifizierung nach DIN EN 16001 "Energiemanagementsysteme" für Deutschland geplant.
In der EU sind aus regulatorischer Sicht auch die kommenden Jahre von der REACH Verordnung geprägt. Für die nächste Registrierungsfrist, Juni 2013, sind etwa 50 Rohstoffe identifiziert worden, für die ein Registrierungsdossier eingereicht werden muss. Des Weiteren wird die Einführung von GHS in anderen Regionen (z.B. Brasilien/LATAM) notwendig. Für die zunehmende Verschärfung der regulatorischen Hürden, insbesondere in der asiatischen Region, ist Symrise mit einem verstärkten Competence Centre Global Product Compliance sowie einem globalen Netzwerk regulatorischer Gruppen bestens aufgestellt.
13.2 Künftige Unternehmensentwicklung
Wir blicken verhalten optimistisch auf das Jahr 2011 und sind zuversichtlich, auch im laufenden Jahr in unseren beiden Divisionen Scent & Care und Flavor & Nutrition gleicher maßen schneller zu wachsen als der F&F-Markt. Wir streben dabei ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von mehr als 3 % an, obwohl wir auf einer sehr hohen Basis 2010 aufsetzen.
Symrise wird im Jahr 2011 per Saldo rund 200 neue Stellen schaffen, überwiegend in den schnell wachsenden Regionen Asiens und Lateinamerikas. Dagegen wird der Mitarbeiterbestand in Europa stabil bleiben. Die Personalkosten werden weltweit um rund 2,5% ansteigen. Unsere Anstrengungen bei der Erstausbildung werden wir weiter intensivieren. So wird sich die Anzahl unserer Ausbildungsplätze um rund 10 % erhöhen.
Die Initiativen zur kontinuierlichen Steigerung unseres Ergebnisses werden wir mit Konsequenz fortführen. Dazu gehören Kostenreduzierung und Preismanagement, Portfoliooptimierung und der Fokus auf innovative Produkte und Technologien. Unter der Annahme, dass die Rohstoffpreise auf dem Niveau von 2010 verharren und sich die Währungskursrelationen im Vergleich zu 2010 nicht deutlich verändern, erwarten wir für 2011 eine EBITDA-Marge von mindestens 20 %.
Auch unsere Dividendenpolitik werden wir fortsetzen und unsere Aktionäre auch in der Zukunft angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.
Unsere Refinanzierung wurde im Dezember 2010 erfolgreich abgeschlossen. Erstmalig haben wir über eine Anleihe mit einer siebenjährigen Laufzeit 300 Mio. € eingeworben sowie eine Privatplatzierung von 175 Mio. USD mit einer zehnjährigen Laufzeit abgeschlossen. Als dritten Baustein unserer Refinanzierung haben wir eine revolvierende Kreditfazilität über 300 Mio. € und mit einer Laufzeit von fünf Jahren im Dezember zum Abschluss gebracht. Unsere Verschuldung gemessen anhand der Kennzahl Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA soll mittelfristig zwischen 2,0 und 2,5 liegen. Ende 2011 sollten wir aufgrund unseres starken Cashflows das untere Ende der Bandbreite erreichen. Ein kurzfristiges Entfernen von dieser Bandbreite ist bei Akquisitionen im Sinne unserer langfristigen Strategie möglich. Dementsprechend werden wir auch 2011 Akquisitionsmöglichkeiten aktiv prüfen.
Wie sich der F&F-Markt 2011 und 2012 entwickeln wird, hängt stark vom weiteren Konjunkturverlauf ab. Aufgrund unserer Innovationskraft, unserer guten Positionierung in den Emerging Markets und auch weltweit sowie aufgrund unseres einzigartigen Produktportfolios sind wir aber zuversichtlich, auch 2011 und 2012 schneller als der Markt zu wachsen und unseren profitablen Wachstumskurs fortzusetzen.
13.3 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens
Der Vorstand der Symrise AG beurteilt die Lage des Unternehmens weiterhin positiv. Wir sehen unsere gute Performance als Bestätigung unserer Strategie, die wir im abgelaufenen Jahr weiter verfeinert und präzisiert haben. Die folgenden strategischen Pfeiler für die weitere Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit sind:
| ― | unser gleichermaßen robustes wie innovatives Produktportfolio, das zu fast 90 % mit der Befriedigung von Grundbedürfnissen zu tun hat, |
| ― | unsere Positionen auf den Core Lists großer multinationaler Kunden |
| ― | unsere Position bei Regional- und Lokalkunden in den dynamisch wachsenden Emerging Markets |
| ― | Fokussierung auf Segmente mit den besten Wachstumspotenzialen (Life Essentials, Consumer Health) |
Wir wollen auch in Zukunft vorrangig organisch wachsen. Wo es sinnvoll und wertschaffend ist, tätigen wir zudem Akquisitionen oder gehen strategische Partnerschaften ein, um uns Zugang zu neuen Technologien, Know-how, neuen Märkten und Kunden zu verschaffen oder die Versorgung mit knappen Rohstoffen zu sichern.
14 VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands erfolgt auf der Grundlage von § 87 Aktiengesetz. Danach legt der Aufsichtsrat die Vergütung fest. Diese umfasst feste und variable Bestandteile sowie Sachbezüge. Die Angemessenheit der Vorstandsbezüge orientiert sich an den Aufgaben und dem persönlichen Beitrag der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Marktumfeld des Unternehmens insgesamt. Der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats hat sich in seiner Sitzung am 1. März 2010 im Schwerpunkt mit der Erreichung der Ziele der Vorstandsmitglieder bezogen auf das Jahr 2009 befasst und die entsprechenden variablen Bezüge festgesetzt. In seiner Sitzung am 29. September 2010 wurden die Gehälter der Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram und Bernd Hirsch überprüft und unter Berücksichtigung der üblichen Vergütung angepasst.
Alle Vorstandsmitglieder erhalten ihre vertraglich vereinbarten festen Bezüge in monatlich gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Der variable Anteil an der Gesamtvergütung bestand im Jahr 2010 aus einem Jahresbonus, der von der Erreichung der Unternehmensziele abhängig war. Für die Bemessung der Auszahlung wurde das EBIT der Symrise Gruppe als betriebswirtschaftliche Kenngröße des Konzerns bzw. seiner Geschäftsbereiche verwendet sowie qualitative Bewertungskriterien. Die Zielvorgaben, nach denen sich der variable Anteil der Gesamtvergütung bemisst, wurden zu Beginn des Kalenderjahres 2010 durch den Aufsichtsrat festgelegt und in Zielvereinbarungen mit den einzelnen Mitgliedern des Vorstands auf Basis der verabschiedeten Unternehmensziele vereinbart. Der Jahresbonus wird auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses 2010 im Folgejahr 2011 ausgezahlt. Der Jahresbonus ist auf maximal 130 % der jährlichen Festbezüge begrenzt. Herr Bernd Hirsch hat im Dezember 2010 nach Genehmigung durch den Aufsichtsrat eine unverzinsliche Abschlagszahlung auf seinen Bonusanspruch für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 213.000 € erhalten. Diese wird mit dem durch den Aufsichtsrat nach Feststellung des Jahresabschlusses beschlossenen Jahresbonus 2010 in vollem Umfang verrechnet.
Neben der Grundvergütung und dem Jahresbonus, die den Vorstandsmitgliedern jährlich bar ausgezahlt werden, gibt es einen langfristigen Incentive-Plan für die Mitglieder des Vorstands (so genannte LTIP). Dieser ist als "Performance Cash Bonus" ausgestaltet, was bedeutet, dass die Vorstandsmitglieder nach Ablauf einer Performance-Periode von drei Geschäftsjahren bei Erreichen der vereinbarten Ziele einen variablen Geldbonus erhalten. Die Incentive Pläne einschließlich deren Leistungskriterien sind im Aufsichtsrat und seinen Gremien diskutiert und beschlossen worden. Ebenso entscheidet der Aufsichtsrat nach Ablauf der Performanceperiode über die entsprechende Zielerreichung und Auszahlung.
Das LTIP sieht zwei Performancekriterien vor, nämlich den absoluten Aktienkurs, der um mindestens 20% gesteigert werden muss, sowie einem Zielwert, für den so genannten "Symrise Value Added". Dieser bezeichnet einen vom Aufsichtsrat für den jeweiligen Performance-Zeitraum festgelegten Zielwert für das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich einer Verzinsung in Höhe von 8% auf das eingesetzte Kapital. 70 % des gesamten Langfrist-Bonus beruhen auf der Entwicklung des Aktienkurses sowie 30 % auf dem "Symrise Value Added".
Das LTIP für die Performanceperiode 2008 bis 2010 ist am 31. Dezember 2010 ausgelaufen und hat zu keiner Auszahlung geführt, da die gesetzten Ziele nicht erreicht wurden. Die ursprünglich für diesen Plan gebildeten Rückstellungen in Höhe von 102 T€ wurden entsprechend aufgelöst.
Für die noch laufenden Langfristpläne 2009 bis 2011 und 2010 bis 2012 wurden als Zeitwert des jeweiligen LTIP im Zeitpunkt seiner Gewährung für die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram 129.059 € (Vorjahr 164.148 €), Achim Daub 98.372 € (Vorjahr: 128.909 €), Hans Holger Gliewe 86.039 € und Bernd Hirsch 73.707 € (beide neu bestellte Vorstandsmitglieder und somit ohne Vorjahreswerte) ermittelt.
Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 mit einer Mehrheit von 98,942 % des vertretenen Kapitals gebilligt.
In seinen Sitzungen am 29. September und am 4. November 2010 hat sich der Präsidialausschuss ferner mit dem Konzept eines neuen Long Term Incentive Programms befasst. Der Aufsichtsrat hat dieses Konzept in seiner Sitzung am 14. Dezember 2010 diskutiert und verabschiedet.
Das neue LTIP-Konzept ersetzt den absoluten Aktienkurs als Kennziffer des LTIP durch die relative Kurssteigerung der Symrise-Aktie gegenüber einem Aktienkursindex. Dieser Index ist aus börsennotierten Unternehmen der Aromen- und Duftstoffindustrie sowie der Zulieferunternehmen der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie gebildet worden. Kennziffer zur Leistungsmessung ist die Aktienkursentwicklung zuzüglich der Dividende oder sonstiger Ausschüttungen. Die Entwicklung von Symrise gegenüber den Unternehmen des Indexes wird in Form eines Percentile Ranking dargestellt. Unterhalb des 40ten Percentile Rank wird kein Bonus ausgezahlt. Der maximal erreichbare Bonuswert, also der sog. Cap, entspricht dem doppelten Bonuswert bei 100 % Zielerreichung. Damit ist der Cap bei 200 % erreicht. Die Summe der im Geschäftsjahr direkt gewährten Vergütung sowie der beizulegende Zeitwert der neu gewährten aktienbasierten Vergütung zum Zeitpunkt der Gewährung sind in der nachfolgenden Übersicht individualisiert dargestellt.
Vorstandsbezüge 2010
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| in € | Festvergütung | Sachbezüge1 | Variable Vergütung2 | Summe direkt geleisteter Vergütung | Zeitwert des jeweilgen LTIP im Zeitpunkt seiner Gewährung | Gesamtbezüge nach § 314Abs. 1 Nr.6a) HGB |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | 530.834 | 8.471 | 628.192 | 1.167.497 | 129.059 | 1.296.556 |
| 2009 | 462.500 | 7.811 | 502.100 | 972.411 | 164.148 | 1.136.559 |
| Achim Daub | 400.000 | 6.762 | 506.400 | 913.162 | 98.372 | 1.011.534 |
| 2009 | 400.000 | 6.091 | 487.162 | 893.253 | 128.909 | 1.022.162 |
| Hans Holger Gliewe | 350.000 | 03 | 471.800 | 821.800 | 86.039 | 907.839 |
| ab 5.11.2009 | 31.192 | 18.029 | 15.434 | 64.655 | 0 | 64.655 |
| Bernd Hirsch | 308.334 | 9.155 | 385.204 | 702.693 | 73.707 | 776.400 |
| ab 1.12.2009 | 25.000 | 0 | 27.000 | 52.000 | 0 | 52.000 |
1 Sachbezüge beinhalten sonstige Bezüge wie geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung eines Firmenwagens sowie Zuschüsse zur Gruppenunfallversicherung
2 Variable Vergütungen beinhalten sowohl die Rückstellungsbildung für den Bonus des laufenden Jahres als auch die Zahlungen für den Bonus des Vorjahres, soweit diese von der Vorjahresangabe abweichen.
3 Nicht enthalten ist eine währungsbedingte Überzahlung von 65.441 € aus der Gehaltsabrechnung von Hans Holger Gliewe in Brasilien im Jahre 2010 in Brasilianischen Reais.Diese wurde als Forderung im Jahresabschluss berücksichtigt und wird durch Aufrechnung gegen den Anspruch auf Jahresbonus für das Jahr 2010 verrechnet
Altersversorgung
Alle Vorstandsmitglieder haben das Recht, im Rahmen einer Gehaltsumwandlung Altersversorgungsansprüche aufzubauen ("Deferred Compensation"). Von dieser Möglichkeit haben die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Hans Holger Gliewe und Bernd Hirsch Gebrauch gemacht. Im Jahre 2010 bestanden Rückstellungen aus umgewandeltem Gehalt sowie Zinsaufwand für Herrn Dr. Bertram in Höhe von 96.725 € (Vorjahr: 122.229 €), für Herrn Gliewe in Höhe von 61.567 € (Vorjahr: 12.630 €) und für Herrn Hirsch in Höhe von 51.037 € (Vorjahr keine Zuführungen, da erst zum 01. Dezember 2009 zum Vorstandsmitglied bestellt).
Lediglich für die Herren Dr. Heinz-Jürgen Bertram und Hans Holger Gliewe besteht aufgrund ihres vorherigen Arbeitsverhältnisses eine Altersversorgungszusage, die allen anderen Mitarbeitern der ehemaligen Haarmann & Reimer GmbH ebenfalls angeboten wurde. Für diese Versorgungszusage wurden bei Herrn Dr. Bertram 49.236 € an Rückstellungen zugeführt und für Herrn Gliewe 57.385 €. Die auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallenden Aufwendungen für Pensionszusagen sind in der nachstehenden Übersicht dargestellt.
Pensionszusagen 2010
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| in € | Zuführung zur Pensions-Rückstellung aus Altersversorgungszusagen | davon Arbeitnehmereigenleistungen durch Gehaltsumwandlung | Barwert der Pensionszusage gesamt |
|---|---|---|---|
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | 145.961 | 46.750 | 597.081 |
| 2009 | 176.197 | 46.750 | 451.120 |
| Achim Daub | 0 | 0 | |
| 2009 | 0 | 0 | |
| Hans Holger Gliewe | 83.938 | 6.750 | 410.606 |
| ab 5.11.2009 | 12.630 | 326.668 | |
| Bernd Hirsch | 51.037 | 36.750 | 51.037 |
| ab 1.12.2009 | 0 |
Change of Control
Die Vorstandsverträge sehen keine außerordentlichen Zahlungen im Falle einer sog. Change of Control Situation vor.
Für die Long Term Incentive Programme der Jahre 2010 und 2011 ist eine Auszahlung auf der Basis einer Zielerreichung von 100 % für den Fall vorgesehen, dass ein Change of Control stattfindet und ein Mitglied des Vorstands aufgrund dessen von seinem Vorstandsamt abberufen wird. Das bedeutet, dass alle zu dem Zeitpunkt des Change of Control laufenden und noch nicht fälligen Long Term Incentive Programme auf der Basis einer Zielerreichung von 100 % ausbezahlt werden.
Die Long Term Incentive Programme 2008 und 2009 würden in einem solchen Falle auf der Basis der zum Bemessungsstichtag erreichten Leistung ausbezahlt.
Vorzeitige Beendigung und zeitliches Auslaufen der Dienstverträge
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen keine besonderen Vergütungen bei vorzeitiger Vertragsbeendigung auf Veranlassung des Unternehmens vor. In diesem Falle erhält das jeweilige Vorstandsmitglied ausschließlich sein Festgehalt für die Vertragsdauer weitergezahlt. Ein Anspruch auf Zahlung des jährlichen Bonus (auch anteilig) für das betreffende Geschäftsjahr besteht nicht.
Mit den Vorstandsmitgliedern ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von zwölf Monaten vereinbart worden. Als Entschädigung hierfür erhält das jeweilige Vorstandsmitglied 50 % seines vertraglich vereinbarten, festen Basisgehalts.
Bei einem zeitlichen Auslaufen der Dienstverträge erhalten die Vorstandsmitglieder keine besondere Vergütung, insbesondere keine gesonderten Abfindungszahlungen.
15 ANGABEN GEMÄß PARAGRAPH 315 ABS. 4 HGB
Das Grundkapital der Symrise AG beläuft sich unverändert auf 118.173.300 € und ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Wert von je 1 € eingeteilt. Die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten werden durch die relevanten Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes geregelt. Es existieren keine unterschiedlichen Aktiengattungen mit verschiedenen Rechten und Pflichten. Auch Sonderrechte und Kontrollbefugnisse für irgendwelche Inhaber von Aktien bestehen nicht.
Die Prudential plc., London, Vereinigtes Königreich, hat uns auch im Namen ihrer M&G Tochtergesellschaften im Februar 2011 mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Symrise AG die 10% Schelle überschritten hat. (Weitere Einzelheiten hierzu sind unter TZ 48 im Anhang zu finden).
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 133, 179 des Aktiengesetzes.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Oktober 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 40 Mio. € zu erhöhen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften;
b) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts beziehungsweise nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde;
c) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen;
d) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden angerechnet Aktien, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz veräußert werden, sowie Aktien, auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionspflicht auf Grund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz ausgegeben worden sind.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Ferner hat die ordentliche Hauptversammlung am 11. Mai 2010 den Vorstand ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
a) Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2015.
b) Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
aa) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.
bb) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots beziehungsweise der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot beziehungsweise die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, beziehungsweise im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
c) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden:
aa) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
bb) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
cc) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen.
d) Die Ermächtigungen unter c) Buchstaben aa) bis cc) erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71 d Satz 5 Aktiengesetz erworben wurden.
e) Die Ermächtigungen unter c) können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen unter c) Buchstaben bb) und cc) können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden.
f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter c) Buchstaben bb) und cc) verwendet werden.
g) Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen.
Andere zu berichtende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bestehen nicht.
16 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Symrise AG öffentlich zugänglich gemacht. Die Adresse lautet: www.symrise.com> Our Company> Investor Relations> Corporate Governance> Erklärung zur Unternehmensführung
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Symrise AG, Holzminden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Symrise AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 23. Februar 2011
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Bartels-Hetzler, Wirtschaftsprüfer
Dr. Thümler, Wirtschaftsprüfer