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SWK Holdings Corp Management Reports 2010

Feb 10, 2012

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Management Reports

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Publication

SWK STADTWERKE KREFELD AG

Krefeld

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die SWK STADTWERKE KREFELD AG, im Folgenden SWK AG, ist die Muttergesellschaft einer regional ausgerichteten Unternehmensgruppe mit den Geschäftsfeldern Energie, Wasser, Entsorgung und Verkehr. Die Gruppengesellschaften sind in diesen Geschäftsfeldern auf allen Wertschöpfungsstufen präsent.

Gegenstand der SWK AG ist gem. § 3 ihrer Satzung die Erbringung von Versorgungs-, Verkehrs- und Entsorgungsdienstleistungen sowie Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichen Interesse. Sie erfüllt die vorgenannten Aufgaben als geschäftsleitende Holding. Die Gesellschaft hat diese öffentliche Zwecksetzung eingehalten und erreicht.

Die SWK AG nimmt für die operativ tätigen Tochtergesellschaften SWK ENERGIE GmbH (SWK ENERGIE), SWK AQUA GmbH (SWK AQUA), SWK MOBIL GmbH (SWK MOBIL), SWK KOMPAKT GmbH (SWK KOMPAKT), SWK NETZE GmbH (SWK NETZE), SWK SETEC GmbH (SWK SETEC), SWK FAHRSERVICE GmbH (SWK FAHRSERVICE) und die SWK - EGN Verwaltungs GmbH (SWK - EGN) die Management-, Service- und Steuerungsfunktionen wahr. Zwischen der SWK AG und den vorgenannten Tochtergesellschaften bestehen Gewinnabführungsverträge und – mit Ausnahme der SWK KOMPAKT und der SWK FAHRSERVICE – Beherrschungsverträge. Das Beherrschungselement zwischen der SWK AG und der SWK NETZE ist nach § 3 des Beherrschungsvertrages aufgrund der Anforderungen des operationellen Unbundlings begrenzt. Darüber hinaus erbringt die SWK AG kaufmännische Dienstleistungen für weitere Beteiligungsgesellschaften.

Des Weiteren bestehen noch wesentliche Beteiligungen an den Entsorgungsgesellschaften EAG Entsorgungsanlagengesellschaft Krefeld GmbH & Co. KG (EAG), EGK Entsorgungsgesellschaft Krefeld GmbH & Co. KG (EGK), GSAK Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld mbH & Co. KG (GSAK) und SWK - EGN Verwaltungs GmbH (SWK - EGN). Die SWK - EGN hält als Zwischenholding Beteiligungen an insbesondere in der Entsorgungswirtschaft tätigen Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2010 war dies ausschließlich die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (EGN).

Darüber hinaus ist die SWK AG an dem Gemeinschaftsunternehmen Gesellschaft für kommunale Versorgungswirtschaft Nordrhein mbH (GVN) zusammen mit der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) beteiligt. Die GVN erbringt neben der Lizenzbeschaffung für die Gesellschafter auch Dienstleistungen im Rechenzentrumsbetrieb für Konzerngesellschaften.

Für das Geschäftsfeld Energie sind im Wesentlichen die Tochtergesellschaften SWK ENERGIE, SWK NETZE und SWK SETEC tätig. Das Leistungsspektrum der SWK ENERGIE umfasst die Beschaffung und den Vertrieb von Energie. Die SWK NETZE ist Netzbetreiberin für das Gasnetz in Krefeld sowie Dienstleister für das Stromnetz in Krefeld. Darüber hinaus ist die SWK NETZE seit dem 1. Juli 2010 Netzbetreiberin für das Stromnetz in der Gemeinde Wachtendonk. Die SWK SETEC nimmt technische Dienstleistungen im Unternehmensverbund wahr.

Das Geschäftsfeld Wasser wird von der SWK AQUA als Komplettanbieterin für wasserwirtschaftliche Leistungen repräsentiert.

Im Geschäftsfeld Entsorgung sind die EGN mit weiteren Beteiligungsgesellschaften sowie die EAG (Besitzgesellschaft), die EGK (Betreibergesellschaft) und die GSAK tätig. Die Gesellschaften bieten die gesamte Palette von Entsorgungsdienstleistungen an: Abfallsammlung und -sortierung, Recycling, Verwertung, Deponiebetrieb und Verbrennung.

Das Geschäftsfeld Verkehr wird durch die SWK MOBIL bestimmt. Die Gesellschaft bietet insbesondere Verkehrsdienstleistungen im Öffentlichen Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV) mit den Sparten Bus und Straßenbahn an. Zur Erbringung der Verkehrsdienstleistungen in der Sparte Bus bedient sich die SWK MOBIL auch ihres Beteiligungsunternehmens West-Bus GmbH und anderer Subunternehmer. Die West-Bus GmbH wurde als Joint Venture zwischen vier kommunalen Partnerunternehmen und einem privaten Busunternehmen als Personal-Service-Unternehmen gegründet. Darüber hinaus gehört seit diesem Berichtsjahr auch die SWK FAHRSERVICE, die am 1. Juli 2010 ihr operatives Geschäft aufgenommen hat, zu diesem Geschäftfeld. Über sie wird der Busverkehr in Bocholt abgewickelt.

Die wirtschaftliche Entwicklung der SWK AG wird im Wesentlichen durch die Ergebnisabführungen/-übernahmen und die Beteiligungserträge ihrer Beteiligungsgesellschaften bestimmt. Die branchenspezifische Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften hat damit einen unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der SWK AG.

Nachdem Deutschland – ausgelöst durch die Finanz- und Wirtschaftskrise – im Vorjahr die stärkste Rezession der Nachkriegszeit erlebt hatte (preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt (BIP) -4,7 %), stand 2010 auf breiter Front im Zeichen der Erholung. Mit einem Plus von 3,6 %, dem höchsten BIP-Anstieg seit der Wiedervereinigung, setzte sich die Bundesrepublik Deutschland an die Spitze aller großen Industrieländer. Das Wachstum war in hohem Maße beschäftigungs- und einkommenswirksam.

In der Region Mittlerer Niederrhein hat sich die Industrie mit einer Umsatzsteigerung von 17 % von den starken Einbrüchen des Vorjahres sogar überdurchschnittlich erholt. In ganz NRW stiegen die Umsätze im Jahr 2010 um gut 13 %. Mit einem Plus von knapp 31 % der Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe sticht der Wirtschaftsstandort Krefeld im teilregionalen Vergleich besonders heraus. Die besonders positive Entwicklung in Krefeld schlägt sich auch in einem Rückgang der Firmeninsolvenzen um 18,9 % nieder (von 175 im Vorjahr auf 142 in 2010). Nach Angaben des Landesamts für Statistik NRW ist dies das beste Ergebnis aller Kommunen in NRW. Im Landesdurchschnitt ist sogar ein Anstieg der Insolvenzen um 5,7 % zu verzeichnen.

Für uns als kommunales Unternehmen haben Änderungen im legislativen Umfeld häufig noch größere Auswirkungen auf unsere wirtschaftliche Entwicklung als die Konjunkturlage. Zusätzlich zur konjunkturellen Entwicklung sind für die SWK ENERGIE der Witterungsverlauf und die energiepolitischen Rahmenbedingungen von besonderer Bedeutung. Der Absatz in den Sparten Gas und Fernwärme sowie auch der Absatz in der Sparte Strom im Segment Nachtspeicherkunden wird auch von der Temperatur entscheidend beeinflusst. Diese lag im Berichtsjahr wesentlich unter dem Niveau des Jahres 2009. Im Langfristvergleich (1996 - 2010) war das Jahr 2010 nach den für die SWK ENERGIE relevanten Gradtagszahl-Aufzeichnungen (Düsseldorf-Lohausen) das bisher kälteste Jahr. Dies hat sich insbesondere positiv auf den Fernwärmeabsatz ausgewirkt.

Die energiepolitischen Rahmenbedingungen, die für das Geschäftsfeld Energie im Jahr 2010 von besonderer Bedeutung gewesen sind, waren schwerpunktmäßig folgende:

Nach § 21b EnWG ( Energiewirtschaftsgesetz ) müssen Netzbetreiber seit dem 1. Januar 2010 bei Neubauten, wesentlichen Renovierungen und auf Wunsch des Kunden intelligente Stromzähler einsetzen, mit denen der tatsächliche Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungsdauer angegeben werden können. Seit dem 30. Dezember 2010 ist die SWK ENERGIE – sofern wirtschaftlich zumutbar – darüber hinaus verpflichtet, zeitvariable Tarife anzubieten, die dem Kunden einen Anreiz zum Energiesparen geben sollen. Mittelfristig werden dann Gas-, Wasser- und Wärmezähler folgen.
Im Juni 2010 veröffentlichte die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen ihre energiepolitischen Leitlinien. Sie sehen vor, dass bis 2020 5 % der Stromversorgung aus Windkraft und weitere 20 % aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gedeckt werden sollen. Zur Verbesserung der Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz ist ein Gesetz geplant, das der Erdverkabelung beim Netzausbau den Vorrang gibt.
Durch die außerplanmäßige Kürzung der Solarfördermittel sanken die Erneuerbare-Energien-Gesetz-Vergütungen (EEG-Vergütungen) für Solarstromanlagen auf Dächern rückwirkend zum 1. Juli 2010. In einer zweiten Stufe wurden die staatlichen Zuschüsse für Solarstromanlagen, die ab dem 1. Oktober 2010 in Betrieb gehen, nochmals gesenkt. Die SWK ENERGIE konnte durch die fristgerechte Fertigstellung der im Bau befindlichen Anlagen und durch die Verhandlung mit Modullieferanten die Wirtschaftlichkeit der Anlagen im Rahmen des Projektes „Krefelder SONNENSTROM“ aufrechterhalten.
Im August 2010 verabschiedete das Bundeskabinett die Novelle der Gasnetzzugangsverordnung mit dem Ziel, Vertriebs- und Handelshemmnisse abzubauen. In der neuen Verordnung wird der Zugang zu den deutschen Gasnetzen neu geregelt. Die wohl wichtigste Änderung ist die Verringerung der Gasmarktgebiete von sechs auf zwei mit dem Ziel nur noch jeweils eines Marktgebietes für H- und L-Gas ab 2013. Zudem gelten neue Regelungen für die Einspeisung von Biogas und zum Kapazitätsmanagement.
Am 28. September legte die Bundesregierung ihr Energiekonzept vor. Es beschreibt eine Gesamtstrategie bis 2050 für eine "umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung". Der Zielkatalog gibt vor, die CO2-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts um 80 % zu senken. Der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch soll bis dahin 60 % betragen, am Stromverbrauch 80 %. Die Atomkraft soll als Brückentechnologie dienen, womit der von der rot-grünen Vorgängerregierung beschlossene Atomausstieg gekippt wird und die Laufzeiten der 17 deutschen Kernkraftwerke verlängert werden. Angesichts der durch ein Erdbeben und einen dadurch verursachten Tsunami ausgelösten Reaktorkatastrophe in Japan am 11. März 2011 ist in Deutschland die Debatte um die Zukunft der Kernenergie neu entfacht. Die Bundesregierung sah sich veranlasst, ein dreimonatiges Moratorium für sieben ältere Atommeiler zu verhängen. Eine abschließende Einschätzung über die Zukunft der Kernenergie in Deutschland kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden.
Im September 2010 hat die Bundesnetzagentur die Verordnung zu den „Wechselprozessen im Messwesen“ (WIM) verabschiedet. Ähnlich wie bei den Lieferantenwechselprozessen in der GPKE oder der GELI Gas beschreibt die Verordnung die Prozesse im Zusammenhang mit dem Wechsel des Messstellenbetreibers und des Messstellendienstleisters durch einen Endkunden. Die Prozesse und die dafür neuen Datenformate sind bis zum 1. Oktober 2011 nach Vorgabe der Bundesnetzagentur von allen beteiligten Marktrollen umzusetzen.
Mit Inkrafttreten des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) im November 2010 setzte die Bundesregierung die europäische Richtlinie über Energieeffizienz und Energiedienstleistungen um. Als Energieversorger ist die SWK ENERGIE demnach verpflichtet, Endkunden über Energiedienstleistungen, Energieaudits, Energieberatungen oder Energieeffizienzmaßnahmen zu informieren. Ein entsprechendes Informationsangebot für die SWK ENERGIE-Kunden bestand schon weit im voraus dieser gesetzlichen Regelung.
In den Verordnungen Geschäftsprozesse und Datenformate zur Abwicklung der Belieferung von Kunden mit Elektrizität (GPKE) und der Geschäftsprozesse und Datenformate für den Lieferantenwechsel im Gassektor (GELI Gas) ist festgelegt, dass eine Gleichbehandlung von assoziiertem Lieferanten (SWK ENERGIE) und fremden Lieferanten sicherzustellen ist und die gesetzlich definierten Prozesse und der Datenaustausch einheitlich zu handhaben sind. Operativ hatte dies 2009 bis 2010 eine aufwendige Trennung der Abrechnungssysteme für die Marktrollen Netz (SWK NETZE) und Vertrieb (SWK ENERGIE) zur Folge. Seit Anfang August 2010, und damit ausreichend vor dem gesetzlich verankerten Termin (1. Oktober 2010) ist das primär betroffene Abrechnungssystem für diese beiden Gesellschaften getrennt und die Gleichbehandlung vom assoziierten Lieferanten und fremden Lieferanten somit sichergestellt.
Die Anreizregulierung ist nach wie vor der zentrale wirtschaftliche Rahmen für unsere Netzbetreibergesellschaft SWK NETZE. Sie hat die Zielvorgaben hinsichtlich des Abbaus der Kostenineffizienz für die Festlegung des Umfangs und der Höhe der Netzinvestitionen/Instandhaltungsmaßnahmen und der beauftragten Dienstleistungen zu beachten. Das Ergebnisniveau kann bei sinkenden Netzerlösen nur gehalten werden, wenn die Aufwendungen gleichermaßen gesenkt werden.

Die Ergebnisentwicklung der SWK AQUA ist im Wesentlichen durch das Verbrauchsverhalten ihrer Kunden geprägt. Der Trend rückläufiger Absatzmengen für Wasser setzte sich im Geschäftsjahr 2010 trotz Kundenzuwachs fort. Dies ist die Folge eines bewussteren Umgangs mit der Ressource Wasser. Des Weiteren ist die Geschäftstätigkeit vom Erweiterungs- und Erneuerungsbedarf des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Krefeld geprägt. Die SWK AQUA bietet in Ihrer Kernkompetenz Wasser umfassende Dienstleistungen an und hat auch im Berichtsjahr wieder Aufträge innerhalb des Unternehmensverbundes und darüber hinaus akquiriert und realisiert.

Auch im Geschäftsjahr 2010 sah sich die Wasserbranche mit der Debatte konfrontiert, inwieweit die kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht angemessen ist oder eine Regulierung wie in der Energieversorgung eingeführt werden soll. Hier hat sich die Bundesregierung im März 2011 in ihrer Stellungnahme zum Hauptgutachten der Monopolkommission klar für die bisherige Praxis der kartellrechtlichen Aufsicht ausgesprochen. Bei der kartellrechtlichen Überprüfung der Wasserpreise gehen die Behörden von Bund und Ländern jedoch alles andere als einheitlich vor. Zwar gibt es seit Sommer 2010 einen einheitlichen Abfragebogen nach hessischem Muster. Aber tatsächlich gehen viele Länder bei der Ermittlung der für das Verfahren nötigen Informationen eigene Wege. Meinte man noch in Nordrhein-Westfalen (NRW) im freiwilligen Benchmarking einen angemessenen Weg gefunden zu haben, scheint dies nun mittlerweile obsolet. Nicht auszuschließen ist, dass im Jahr 2011 auch die Landeskartellbehörde NRW Abfragen starten wird.

Darüber hinaus waren bzw. sind folgende rechtliche Änderungen für die SWK AQUA von Bedeutung:

Seit Ende 2007 ist die Durchführung der Dichtheitsprüfung nach § 61a Wassergesetz für das Land Nordrhein-Westfalen im Landeswassergesetz (LWG) geregelt. Durch das neue LWG sind die Eigentümer privater Abwasseranlagen für bestehende Abwasseranlagen gezwungen, die Dichtheit ihres Hausanschlusses bei einer Änderung, spätestens aber bis zum 31. Dezember 2015, auf Verlangen der Gemeinde vorzuweisen. Die SWK AQUA unterstützt die Krefelder Grundstückseigentümer in der Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen. Dazu wurde im Geschäftsjahr 2010 eine Kooperation mit dem örtlichen Handwerk und Kanalbaubetrieben ins Leben gerufen, die den Grundstücksbesitzern in Krefeld die Dichtheitsprüfung als Dienstleistung zu marktüblichen Preisen anbietet.
Die Landesregierung NRW hatte am 8. Dezember 2009 das Wasserentnahmeentgeltgesetz (WasEG) geändert. Diese Änderung sieht eine schrittweise Abschaffung des Entgeltes von ursprünglich 4,5 Cent pro Kubikmeter gefördertem Grundwasser bis zum 31. Dezember 2018 vor. Die Aufwendungen zum Gewässerschutz im Rahmen der Kooperationen mit Landwirtschaft und Gartenbau in den Wassereinzugsgebieten konnten bisher mit diesem Entgelt verrechnet werden. Durch die Neuregelung wären Aufwendungen an die Landwirte zur Anwendung gewässerschonender Anbau- und Düngeverfahren in naher Zukunft ergebniswirksam geworden. Nach dem aktuellen Gesetzesentwurf vom 23. Dezember 2010 soll diese Änderung wieder außer Kraft gesetzt werden, um die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie konsequent umzusetzen. Danach soll das Wasserentnahmeentgelt zukünftig 5 Cent pro Kubikmeter betragen. Dies schafft finanziellen Spielraum für die Fortführung und Intensivierung der Kooperationsarbeit insbesondere im Rahmen der für das Jahr 2011 geplanten Gründung der Kooperation Krefeld Südost.

Für die Geschäftsentwicklung insbesondere der Beteiligungsgesellschaften EGN und EGK sind die entsorgungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf EU- und nationaler Ebene von besonderer Bedeutung.

Die Entsorgungsbranche befindet sich europaweit in einer Umbruchphase. Mit der Ende 2008 in Kraft getretenen EU-Abfallrahmenrichtlinie wird eine "Recycling-Gesellschaft" angestrebt. Die damit verbundene Einführung einer fünfstufigen Hierarchie zum Umgang mit Abfällen ist insbesondere auf die Ziele des Ressourcen- und Klimaschutzes ausgerichtet.
In Deutschland erfolgt die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht im Rahmen der grundlegenden Novellierung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes. Die in der Richtlinie vorgegebene Umsetzungsfrist von zwei Jahren ist am 10. Dezember 2010 abgelaufen und konnte nicht eingehalten werden, da der Gesetzgebungsprozess noch nicht abgeschlossen ist. Kommunale und private Interessengruppen ringen derzeit noch vehement um die gesetzlichen Regelungen zum Zugriff auf bestimmte Stoffströme. Ungeachtet dessen steht bereits fest, dass im Bereich der häuslichen Entsorgung die Einführung einer Wertstofftonne, mit der Verpackungen und stoffgleiche Nicht-Verpackungen gemeinsam erfasst und einem Recycling zugeführt werden sollen, und die Verpflichtung zur flächendeckenden getrennten Bioabfallsammlung zu Veränderungen von Stoffströmen führen werden. Die diesbezüglichen Auswirkungen auf die thermische Abfallbehandlung in Müllverbrennungsanlagen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings weder qualitativ noch quantitativ fixieren.
Die Diskussion über die Wertstofftonne prägte das Jahr 2010. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bezifferte das Wertstoff-Potenzial aus der Gelben Tonne auf circa 29 Kilogramm pro Einwohner. Den möglichen Wertstoffzuwachs durch eine „Gelbe Tonne Plus“, die neben Verpackungen auch materialgleiche Gegenstände und Elektrokleingeräte aufnehmen könnte, schätzt das Ministerium auf etwa 8 Kilogramm pro Einwohner.
In Nordrhein-Westfalen wurde der landesweite Abfallwirtschaftsplan (LAWP), Teilplan Siedlungsabfälle, am 24. Februar 2010 vom Umweltausschuss verabschiedet und von der damaligen Landesregierung am 31. März 2010 in Kraft gesetzt. Zeitgleich wurden die bis dahin gültigen Zuweisungen von Abfallströmen zu einzelnen Müllverbrennungsanlagen in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln aufgehoben. Dies zieht erhebliche Risiken für die Auslastung der in NRW vorhandenen 16 Müllverbrennungsanlagen zu auskömmlichen Preisen nach sich, sofern ein möglicher Verlust von Abfallmengen in den Anlagen nicht gleichwertig kompensiert werden kann. Hinzu kommt, dass der LAWP die in der EU-Abfallrahmenrichtlinie geforderte 5-stufige Abfallhierarchie und auch Abfallvermeidungsprogramme nicht berücksichtigt.

Diese und weitere Defizite wie zum Beispiel fehlende Aussagen zur Gewährleistung der regionalen Entsorgungsautarkie haben die Parteien der seit Herbst 2010 im Amt befindlichen neuen Landesregierung veranlasst, in ihrem Koalitionsvertrag zu vereinbaren, den von der Vorgängerregierung in Kraft gesetzten Abfallwirtschaftsplan Nordrhein-Westfalen aufzuheben und einen neuen ökologischen Abfallwirtschaftsplan zu erstellen. In diesem soll unter anderem auch wieder eine verbindliche Zuweisung des Abfalls zu Entsorgungsanlagen erfolgen.

Die allgemeine gesamtwirtschaftliche Entwicklung stellt zwar einen Einflussfaktor für die SWK MOBIL dar. Einen wesentlicheren Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben und hatten jedoch unverändert die branchenspezifischen Rahmenbedingungen - in rechtlicher und wettbewerblicher Hinsicht - auf europäischer und nationaler Ebene. Auf Basis der Ende 2009 in Kraft getretenen neuen EU-Marktöffnungsverordnung 1370/07 soll das nationale Recht im Rahmen einer Novellierung des deutschen Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) angepasst werden. Zwischenzeitlich gibt es zwar ein gemeinsames Positionspapier der beiden wichtigsten Branchenverbände vom Sommer 2010. Im Berichtsjahr wurde jedoch noch kein Referentenentwurf zum PBefG vorgelegt. Hierdurch ergeben sich Rechtsunsicherheiten, die bis zu einer entsprechenden Anpassung des PBefG wohl nur auf dem Rechtsweg zu klären sein werden. Die SWK MOBIL ist sowohl von dem Rat der Stadt Krefeld als auch den mitbedienten Gebietskörperschaften vor Inkrafttreten der EU-Marktöffnungsverordnung 1370/07 mit der Erbringung von Nahverkehrsdienstleistungen betraut worden. Die Betrauung gilt bis zum 31.12.2024. Hiermit ist eine „Bestandsbetrauung“ bedingt, die die Finanzierung sichert. Diese bietet allerdings keinen Schutz vor einem Genehmigungswettbewerb. Hierbei bewerben sich andere Verkehrsunternehmen um auslaufende Konzessionen, die diese eigenwirtschaftlich betreiben wollen und müssen.

Die SWK MOBIL hat im März 2010 den Auftrag zum Betrieb von acht StadtBus- und vier TaxiBus-Linien in der münsterländischen Stadt Bocholt erhalten. Die SWK MOBIL hat ihre bis dahin nicht operative Schwestergesellschaft SWK FAHRSERVICE mit der Verkehrsdurchführung unterbeauftragt. Viele Servicefunktionen werden allerdings von der SWK MOBIL für die SWK FAHRSERVICE erbracht. In Bocholt sind 30 Mitarbeiter der SWK FAHRSERVICE beschäftigt. Zum Vertragsbeginn am 1. Juli 2010 wurde der Busbetrieb aufgenommen.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der SWK AG stiegen im Berichtsjahr um 0,9 Mio. € bzw. 3,2 % auf 29,6 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Erlöse aus der Geschäftsbesorgung zurückzuführen. Sie erreichten 25,8 (Vj. 25,1) Mio. €. Bei den Erlösen aus IT-Dienstleistungen ist ebenfalls ein Anstieg von 2,3 Mio. € auf 2,5 Mio. € infolge des erhöhten Volumens innerhalb der Unternehmensgruppe zu verzeichnen.

Die aktivierten Eigenleistungen erreichten 0,7 (Vj. 0,2) Mio. €.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen um 3,7 Mio. € bzw. 38,9 % auf 5,9 Mio. € zurück. Dies ist hauptsächlich durch die Abnahme von Erstattungen der Tochtergesellschaften aus der Weiterberechnung von Altersvorsorgeaufwendungen der SWK AG um 4,9 Mio. € auf 2,4 Mio. € begründet. Diesen Erträgen aus der Weiterberechnung von Altersvorsorgeaufwendungen steht ein entsprechender Personalaufwand gegenüber.

Die Betriebserträge sind aufgrund der vorab beschriebenen Effekte von 38,5 Mio. € auf 36,2 Mio. € gesunken.

Die Betriebsaufwendungen gingen im Vergleich zum Vorjahr von 37,2 Mio. € auf 34,1 Mio. € zurück. Dies ist im Wesentlichen durch einen verminderten Personalaufwand bedingt, der hauptsächlich durch geringere Altersvorsorgeaufwendungen bestimmt war.

Das Betriebsergebnis liegt mit 2,1 Mio. € um 0,8 Mio. € über dem Vorjahresniveau (1,3 Mio. €).

Das Finanzergebnis ist um 2,9 Mio. € bzw. 9,2 % auf 34,6 Mio. € gestiegen. Geringeren Erträgen aus anderen Wertpapieren (0,8 Mio. €) stehen höhere Erträge aus Gewinnabführungsverträgen (4,8 Mio. €), weiterbelasteten Ertragsteuern (1,7 Mio. €) und Erträgen aus Beteiligungen (1,8 Mio. €) gegenüber. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme sind von 12,0 Mio. € im Vorjahr um 3,9 Mio. € auf 15,9 Mio. € gestiegen.

Der Steueraufwand ist von 8,4 Mio. € auf 12,6 Mio. € deutlich angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Gewerbe- und Körperschaftsteueraufwands sowie einer Rückstellungsdotierung für etwaige Risiken aus der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2004 – 2007 und Grunderwerbsteuer aus einer Anteilsvereinigung.

Trotz einer Verbesserung des Betriebsergebnisses um 0,8 Mio. € und des Finanzergebnisses um 2,9 Mio. € sank der Jahresüberschuss der SWK AG von 24,6 Mio. € auf 24,1 Mio. € aufgrund eines um 4,2 Mio. € erhöhten Steueraufwandes. Vom Jahresüberschuss werden 12,0 Mio. € in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn liegt bei 12,1 (Vj. 12,3) Mio. €. Auf Vorschlag des Vorstandes soll der Bilanzgewinn in Höhe von 11,6 Mio. € an die Aktionäre ausgeschüttet, in Höhe von 0,5 Mio. € in die Gewinnrücklagen eingestellt und zu einem geringen Teil auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Die Mitarbeiterzahl der SWK AG ist mit rd. 182 Vollzeitkapazitäten Ende 2010 stabil geblieben.

Finanzlage

Die finanzwirtschaftliche Strategie der Stärkung der Eigenkapitalbasis wird durch die Zielsetzung der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit flankiert.

Hierzu hat die SWK AG für sich sowie eine Reihe weiterer Konzernunternehmen ein kurzfristiges - am jeweiligen Bedarf ausgerichtetes - Konzern-Cashmanagement aufgebaut. In dieser Funktion sichert sie sowohl ihre eigene Liquidität als auch die Finanzmittel der beteiligten Konzerngesellschaften. Anfang 2010 wurde für einen Teil der SWK-Konzernunternehmen ein automatisches Cash-Pooling-System eingeführt. Dabei werden die Salden der in das Cash-Pooling einbezogenen Bankkonten bankarbeitstäglich auf die SWK AG übertragen bzw. Unterdeckungen ausgeglichen.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit stieg um 4,3 Mio. € auf 40,5 (Vj. 36,2) Mio. €. Es ergaben sich aufgrund der Reformierung des Handelsrechts Zuführungen zu den Gewinnrücklagen in Höhe von 3,9 Mio. €, die dem operativen Cashflow zugeordnet wurden. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von 93,1 Mio. €. Dieser resultiert aus der Bereitstellung liquider Mittel aus dem Cash-Pool und einem Mittelabfluss aus der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2009 an die Stadt Krefeld in Höhe von 11,7 Mio. €. Der Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit betrug insgesamt 79,3 Mio. €. Davon entfallen 85,3 Mio. € auf Rückzahlungen kurzfristiger Liquiditätsüberlassungen von einer Tochtergesellschaft. Der Finanzmittelbestand – bestehend aus verfügbaren flüssigen Mitteln – hat sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 26,6 Mio. € auf 40,1 Mio. € erhöht.

Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen frei verfügbaren liquiden Mittel, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen 177 (Vj. 269) % der kurzfristigen Verpflichtungen.

Die Anlagendeckung durch langfristig zur Verfügung stehende Mittel liegt mit 176 (Vj. 173) % weiterhin auf hohem Niveau.

Die solide Finanzlage ist Ergebnis der finanzwirtschaftlichen Strategie, die eine Stärkung der Eigenkapitalbasis sowie der Ertragskraft im Fokus hat.

Die SWK AG investierte im Berichtsjahr 3,4 (Vj. 2,1) Mio. € in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Davon entfielen 2,6 Mio. € auf immaterielle Vermögensgegenstände und 0,8 Mio. € auf Sachanlagen. Wesentliche Investitionen waren der Erwerb von Software in Höhe von 2,6 Mio. € sowie von Hardware in Höhe von 0,4 Mio. €.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 13,0 % auf 319,0 (Vj. 282,2) Mio. €. Auf der Aktivseite führte die Einführung des Cash-Pooling zu einem Anstieg der liquiden Mitteln. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital durch Zuführungen zu den Gewinnrücklagen. Darüber hinaus erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen infolge von Einzahlungen in den Cash-Pool.

Die Finanzanlagen stiegen um 2,8 Mio. € bzw. 2,3 % auf 126,0 (Vj. 123,1) Mio. €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Einstellung von 3,0 Mio. € in die Kapitalrücklage der SWK NETZE. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme sank der Anteil der Finanzanlagen auf 39 (Vj. 44) %. Die Finanzanlagen umfassen im Wesentlichen die Beteiligungen an den Gesellschaften SWK ENERGIE, EAG sowie SWK MOBIL.

Das Umlaufvermögen ist auf 180,0 (Vj. 147,4) Mio. € gestiegen. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme stieg von 52 % auf 56 %. Wesentliche Posten des Umlaufvermögens sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit 117,5 (Vj. 112,9) Mio. € sowie Bankguthaben in Höhe von 55,7 (Vj. 17,7) Mio. €.

Im Berichtsjahr steigt das um die vorgeschlagene Dividendenzahlung bereinigte Eigenkapital im Wesentlichen durch die Einstellungen in die Gewinnrücklagen in Höhe von 16,5 (Vj. 13,1) Mio. € auf 212,4 (Vj. 196,0) Mio. €. Infolge einer stärker gestiegenen Bilanzsumme sinkt die bereinigte Eigenkapitalquote auf 67 (Vj. 69) %.

Die langfristigen Rückstellungen liegen mit 32,3 Mio. € um 10 % unter dem Vorjahresniveau. Die wesentlichen langfristigen Rückstellungen betreffen in Höhe von 26,6 (Vj. 29,6) Mio. € Pensionsverpflichtungen, in Höhe von 3,8 (Vj. 3,5) Mio. € Altersteilzeitverpflichtungen sowie in Höhe von 3,9 (Vj. 4,6) Mio. € Beihilfeverpflichtungen. Der Anteil der langfristigen Rückstellungen an der Bilanzsumme liegt nun bei 10 (Vj. 13) %.

Mit der Eigenkapitalausstattung und den langfristigen Rückstellungen stehen insgesamt 77 (Vj. 83) % des Bilanzvolumens als langfristiges Kapital zur Verfügung.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen 74,2 (Vj. 48,4) Mio. €. Ihr Anteil an der Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr von 17 % auf 23 %. Wesentliche Posten der kurzfristigen Verbindlichkeiten sind die vorgesehene Gewinnausschüttung in Höhe von 11,6 (Vj. 11,7) Mio. €, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 34,5 (Vj. 21,2) Mio. € sowie kurzfristige sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen in Höhe von 18,7 (Vj. 8,4) Mio. €.

Die weiterhin gute Kapitalstruktur ist Indikator einer nachhaltigen finanzwirtschaftlichen Stabilität der Gesellschaft.

Nachtragsbericht

Wesentliche Sachverhalte der SWK AG und der Tochtergesellschaften, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, waren Folgende:

Am 27. Januar 2011 hat sich die Gemeinde Kranenburg für das gemeinsame Angebot der Energieversorgung Kranenburg GmbH und der SWK NETZE im Rahmen des Neuabschlusses der Konzessionsverträge für die Strom- und Gasversorgung entschieden. Damit haben wir erstmals außerhalb Krefelds auch eine Konzession für ein Gasnetz erhalten. Zusätzlich zur Wirtschaftlichkeit war für die Entscheidung der Gemeinde insbesondere die Sicherstellung des kommunalen Einflusses auf den Netzbetrieb ausschlaggebend. Das Stromnetz wird zum 1. Juli 2011 und das Gasnetz zum 1. Oktober 2011 übernommen. Die Vertragslaufzeit beträgt 20 Jahre.

Am 13. April 2011 hat die SWK ENERGIE eine 49%ige Beteiligung an der Berliner lekker Energie GmbH (zuvor Nuon Deutschland GmbH) von der bisherigen alleinigen Anteilseignerin ENERVIE - Südwestfalen Energie und Wasser AG (ENERVIE), Hagen, übernommen. Die Beteiligung erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2011 vorbehaltlich der kartellrechtlichen und kommunalaufsichtsrechtlichen Genehmigungen. ENERVIE ist der regionale Unternehmensverbund der Mark-E Aktiengesellschaft, der Stadtwerke Lüdenscheid GmbH und der ENERVIE AssetNetWork GmbH. Die lekker Energie GmbH, an der ENERVIE weiterhin 51 % der Anteile hält, beliefert über 300.000 Haushalte in deutschen Metropolgebieten mit Strom und Gas und erzielte dabei in 2010 mit 235 Mitarbeitern einen Umsatz von 246 Mio. €.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über ein Umdenken in der Energiepolitik hat die SWK ENERGIE einen weiteren Schritt hin zu einer verantwortlichen Energieversorgung und zum Klimaschutz unternommen. Ab dem 1. Mai 2011 erhalten die rund 56.000 SWK KLASSIK Kunden in Krefeld ihren Strom automatisch als Naturstrom – ohne Zusatzkosten. Den sonst üblichen Aufpreis übernimmt die SWK. Geliefert wird 100%iger Ökostrom aus norwegischen Wasserkraftwerken, zertifiziert vom TÜV Nord Umweltschutz. Der Anteil regenerativer Energien am Strommix der SWK ENERGIE wächst damit von 24 % auf rund ein Drittel. Er ist damit fast doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt.

Die Europäische Kommission hat im Beihilfeverfahren zum neuen Finanzierungssystem des VRR am 23. Februar 2011 entschieden, dass die staatlichen Beihilfen, die Deutschland der Rheinbahn AG und den Bahnen der Stadt Monheim in den Jahren 2006 - 2009 auf der Grundlage der Richtlinie zur Finanzierung des Öffentlichen Straßenpersonennahverkehrs (ÖSPV) im VRR gewährt hat, mit dem Binnenmarkt vereinbar sind. Dies hat eine positive Ausstrahlwirkung für die Verkehrsunternehmen im VRR und damit auch für die SWK MOBIL.

Risikobericht

Das Risikomanagement wird durch die SWK AG als Muttergesellschaft für alle in den Geschäftsfeldern Energie, Wasser und Verkehr operativ tätigen SWK-Tochtergesellschaften im Rahmen der bestehenden Geschäftsbesorgungsverträge zentral durchgeführt. Die auch zum Konzern gehörenden Entsorgungsgesellschaften EGN, EAG, EGK und GSAK verfügen jeweils über ein eigenes Risikomanagement. Deren wesentliche Risiken werden im Risikoportfolio des Konzerns erfasst und ausgewiesen.

Die SWK AG führt mit allen in das Risikomanagementsystem einbezogenen Fachbereichen bzw. Gesellschaften systematische Risikoinventuren durch. In Abhängigkeit von einem übergreifenden einheitlichen Schwellenwert wird regelmäßig über Veränderungen von Risiken berichtet. Bei erstmaligem Eintritt eines Risikos erfolgt – je nach Höhe des Schadenspotenzials – die Berichterstattung unmittelbar. Auf Basis der Risikoinventuren ergreifen die Risikoverantwortlichen dann Maßnahmen zur Steuerung, Begrenzung und Minimierung von Risiken.

Zur weiteren Verbesserung des Risikomanagementsystems wurde im Berichtsjahr ein Konzernrisikoausschuss gebildet mit dem Ziel, einen noch aktiveren Umgang mit den Risiken zu erreichen.

Die Kriterien zur Bewertung von Risiken richteten sich im Berichtsjahr weiterhin am durchschnittlichen betrieblichen Ergebnis der aktuellen Mittelfristplanung der SWK AG (ohne Beteiligungserträge der Entsorgungsgesellschaften) bzw. dem Eigenkapital der SWK AG aus. Das hat den Vorteil, dass ein messbares System besteht und die Risiken in ihrer Bedeutung für den Unternehmenserfolg gewichtet werden. Anfang 2010 wurden die bisherigen Schadensgrenzwerte erneut überprüft. Der Risikoausschuss hat im Berichtsjahr empfohlen, die Grenzwerte der Schadenskategorien ausschließlich nach dem betrieblichen Ergebnis der SWK AG einzustufen, da dieses Kriterium allein für ausreichend angesehen wird. Dem hat der Vorstand der SWK AG im Berichtsjahr mit Wirkung ab 2011 zugestimmt.

Im Folgenden werden Risiken auf Ebene der SWK AG selbst sowie wegen der Bedeutung der Ergebnisabführung für die Muttergesellschaft SWK AG auch wesentliche Risiken der Tochtergesellschaften dargestellt:

Politisch-rechtliche Risiken

Es besteht für die EGN zur Sicherung der Rekultivierung und Nachsorge der Deponien im Rhein-Kreis Neuss eine Bankbürgschaft in Höhe von 47,9 Mio. €. Die Bankbürgschaft ist durch einen Avalkredit der SWK AG in gleicher Höhe rückbesichert. Als Sicherheit für den Avalkredit dient eine Festgeldeinlage der SWK AG in Höhe von 12,1 Mio. €. Des Weiteren bestehen Kontingentverpflichtungen der EGN zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 29 Mio. € p. a. bei einer Vertragslaufzeit bis November 2017. Darüber hinaus hat die SWK AG dem Kreis Viersen eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 9,9 Mio. € zur Besicherung des Weiterbetriebs, der Rekultivierung und Nachsorge der Deponie Viersen II gestellt. Der Haftungseintritt der vorbezeichneten Verpflichtungen wird unverändert als sehr unwahrscheinlich eingestuft.

Die Landeskartellbehörde hatte im Bundesland Hessen drei Trinkwasserversorgungsunternehmen aufgefordert, ihre Trinkwasserpreise zu senken. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat die Preissenkungsverfügung zumindest für ein Unternehmen bestätigt und begründet das Urteil mit den Sonderregelungen gegen Wettbewerbsbeschränkungen, die für die Bildung privatrechtlicher Wasserpreise anzuwenden sind. Das von der hessischen Landeskartellbehörde angewandte grobe Vergleichsmarktprinzip erkannte der BGH zwischenzeitlich uneingeschränkt an. Die Beweislast für abweichende Kosten gegenüber den Vergleichsunternehmen wird auf die Wasserversorgungsunternehmen übertragen. Seitens des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV) wurde zunächst auf ein freiwilliges Landesbenchmarking als Effizienzmotor gesetzt. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass im Jahr 2011 auch die Landeskartellbehörde NRW Abfragen nach dem Muster der hessischen Behörde starten wird. Die SWK AQUA nimmt seit 2008 am Benchmarking teil. In der für die Datenbasis 2009 gebildeten Vergleichsgruppe liegt der Bezugspreis der SWK AQUA wie in 2008 unterhalb des Mittelwertes. Eine Preiskürzung ist für die SWK AQUA somit unter der Voraussetzung, dass der Mittelwert als Maßstab für die Vergleichsgruppe herangezogen wird, nicht zu erwarten.

Mit Wirkung ab 2011 ergibt sich ein neues Risiko aus der Einführung eines SozialTickets im VRR. Die ggf. zu gewinnenden Neukunden für dieses Ticket werden aus heutiger Sicht nicht die Mindererlöse durch den gewährten Preisrabatt kompensieren. Auch wenn diese Maßnahme nur ohne Belastung der Kommunalhaushalte und Verkehrsunternehmen durchgeführt werden soll, fehlt dazu eine rechtsverbindliche Finanzierungszusage. Mögliche Belastungen hieraus sind nicht in der Wirtschaftsplanung enthalten und stellen insoweit ein Risiko dar.

Marktrisiken

Bei der EGN betrifft ein wesentliches Risiko die Entwicklung der verfügbaren Mengen und der Preise für Abfälle zur Verbrennung. Der derzeit gültige Abfallwirtschaftsplan Nordrhein-Westfalen stellt ein erhebliches Risiko für die EGN dar, da er die bisher in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf bestehenden verbindlichen Zuweisungen zu bestimmten Entsorgungsanlagen aufgehoben hat. Dies kann dazu führen, dass entsorgungspflichtige Gebietskörperschaften, die nicht in eine Müllverbrennungsanlage investiert haben, nach Beendigung bestehender Anlieferverträge Preiswettbewerb unter den bestehenden Anlagen auslösen. Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Müllverbrennungsanlagen dann unterausgelastet sein werden. Die Kosten der Verbrennungsanlagen in Krefeld und Weisweiler, mit denen die EGN über Beteiligungsgesellschaften und Zusammenarbeitsverträge verbunden ist, sind in hohem Maße abfallmengenunabhängige Vorhaltekosten (Fixkosten). Fallen bisher zugewiesene Mengen weg und können sie nicht zu angemessenen Preisen durch andere Mengen ersetzt werden, könnten in der Folge die Gebühren für die Bürger der angeschlossenen Kommunen und die Anlieferpreise der EGN aufgrund der Zusammenarbeitsvereinbarungen steigen. Die neue Landesregierung hat erklärt, die Zuweisungen wieder einführen zu wollen, dies bisher jedoch noch nicht umgesetzt. Des Weiteren liegt ein Risiko in der Preisentwicklung für Sekundärrohstoffe, da man hier mit einer Überhitzung des Marktes rechnen muss. Durch die Weiterführung der begonnenen Umstrukturierungen (Optimierung der Verwaltungs- und Vertriebsbereiche) und die Entwicklung neuer Verwertungstechnologien (Sekundärbrennstoffe, verstärkte Ausschleusung von Papier und Kunststoff, Elektronikschrott) schafft sich die EGN eine wettbewerbsfähige Kosten- und Angebotsstruktur, mit denen sie auf dem hart umkämpften Markt gute Perspektiven hat.

Bei der SWK ENERGIE bestehen Beschaffungsrisiken, insbesondere im Bereich Strom. Es resultieren Preisrisiken aus der Vermarktung von Eigenerzeugungskapazitäten sowie aus Terminmarktprodukten, die mit einem allgemeinen energiewirtschaftlichen Engagement verbunden sind. Darüber hinaus bestehen für das Vertriebsgeschäft Mengenrisiken in der Strombeschaffung im Rahmen der „Strukturierten Beschaffung“ (Abweichung der am Terminmarkt beschafften Menge von der Kurzfristplanung/-prognose). Hier sind jedoch ebenso positive Abweichungen möglich und damit Chancen vorhanden. Für die Beschaffungsrisiken wurde im Jahresabschluss 2010 durch Drohverlustrückstellungen bilanziell Vorsorge getroffen.

Darüber hinaus resultieren bei der SWK ENERGIE, insbesondere in den Sparten Strom und Gas Risiken aus einer Verschlechterung bzw. einem Rückgang der Vertriebsmarge. Dies liegt einerseits in möglicherweise zunehmenden Kundenwechseln zu Wettbewerbern vor allem innerhalb des Heimatmarktes Krefeld begründet, was zu Absatz- und Erlöseinbußen führen würde. Im Hinblick auf den gestiegenen Wettbewerbs- und Kostendruck setzt die SWK ENERGIE als Gegenmaßnahme konsequent auf die Regionalisierungs- und Kooperationsstrategie der SWK-Unternehmensgruppe sowie auf innovative Kundenbindungsmaßnahmen. Des Weiteren bieten die Strombeschaffung und die beginnende strukturierte Gasbeschaffung in 2010 über die Quantum Möglichkeiten, Synergiepotenziale und damit Margen zu erschließen.

Die SWK AG hat Ende 2008 zur Absicherung des Diesel- und Heizölpreises für den erwarteten Verbrauch des SWK-Konzerns der Jahre 2009 bis 2013 ein Dieselpreisabsicherungsgeschäft abgeschlossen und damit den Diesel- und Heizölpreis fixiert. Im Innenverhältnis haben die Gesellschaften SWK MOBIL, EGN, EGK und GSAK das Swap-Geschäft für die jeweils auf sie entfallenden Diesel- und Heizölmengen übernommen. Insgesamt besteht eine Absicherung in Höhe des erwarteten Diesel- und Heizölbezugs für die Geschäftsjahre 2009 bis 2013. Zum 31. Dezember 2010 beträgt der Marktwert dieses Geschäfts 2,7 Mio. €.

Risiken, die den Fortbestand der Konzernunternehmen gefährden, waren am Abschlussstichtag nicht erkennbar.

Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts gem. § 312 Abs. 3 AktG

Für das Geschäftsjahr 2010 wurde ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt und zu den nach § 312 AktG berichtspflichtigen Vorgängen erklärt, dass die SWK AG bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu den Zeitpunkten bekannt waren, in denen die berichteten Rechtsgeschäfte vorgenommen worden sind, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen sind im vergangenen Geschäftsjahr nicht getroffen oder unterlassen worden.

Prognosebericht

Nach der über Erwarten starken Erholung der deutschen Wirtschaft in 2010 stehen die Ampeln für die Entwicklung im laufenden Jahr weiter auf Grün, auch wenn die Wachstumsrate nach allgemeiner Einschätzung von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft geringer ausfallen wird als im Vorjahr (3,6 %). Für die Bundesrepublik bewegten sich die Prognosen für das reale BIP-Wachstum zum Jahresanfang zwischen 2,0 % und 2,5 %. Nach einem äußerst robusten Start ins neue Jahr haben die führenden wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute in ihrem am 7. März vorgelegten Frühjahrsgutachten ihre Prognose von 2,0 % auf 2,8 % angehoben. An dieser Einschätzung hat auch die Erdbeben- und AKW-Katastrophe in Japan nichts geändert. Experten gehen davon aus, dass selbst eine nicht auszuschließende schwere Rezession in Japan keine großen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben würde. Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt soll sich angesichts des fortgesetzt kräftigen Aufschwungs weiter spürbar verbessern. Die Bundesregierung äußerte sich Mitte April mit ihrer Wachstumsprognose von 2,6 % etwas weniger optimistisch. Bei einem Eintreffen der Vorhersagen würde das BIP schon in diesem Jahr wieder das Niveau von vor der Finanz- und Wirtschaftskrise erreichen.

Ebenfalls in Krefeld und im regionalen Umfeld ist die Stimmung der Wirtschaft unverändert positiv. Der auf Basis einer im Januar 2011 durchgeführten gemeinsamen Umfrage der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein erstellte IHK-Konjunkturbericht kommt zu dem Ergebnis, dass sich der Aufschwung unvermindert fortsetzt. Rund 90 % der befragten Betriebe berichteten über eine befriedigende oder sogar gute Geschäftslage. Der Indikator für die Geschäftslage sei auf knapp 32 Punkte gestiegen. Dieser Wert sei zuletzt nur um die Jahrtausendwende und im Boom der Jahre 2006/08 übertroffen worden. Auch für den weiteren Jahresverlauf sei die regionale Wirtschaft sehr optimistisch. Mehr als die Hälfte der Betriebe erwarte eine weitere Verbesserung ihrer Geschäftslage. Da umgekehrt nicht einmal jeder Zehnte mit einem Rückschlag rechne, würden die Erwartungen die aktuelle gute Geschäftslage nochmals deutlich übertreffen. Der Aufschwung sei deshalb als stabil zu bezeichnen, weil er alle Wirtschaftszweige und Betriebsgrößen erfasst habe.

Im Geschäftsfeld Energie steht die SWK ENERGIE vor tiefgreifenden Änderungen der Marktstruktur.In den Sparten Strom und Gas werden sich Kundenverluste innerhalb Krefelds aufgrund des steigenden Wettbewerbs und erhöhter Wechselbereitschaft nicht vermeiden lassen. Im überregionalen Markt gehen wir in der Sparte Strom dagegen auch für 2011 und 2012 von einem weiteren Zuwachs der Kundenzahl aus. Die Akquisition von Neukunden in externen Netzgebieten sollte den Rückgang innerhalb Krefelds erneut mehr als kompensieren. Bei Gas streben wir Kundenakquisitionen in diversen Städten an. Hier wird die Summe der zu erwartenden Neukunden jedoch die Kundenverluste innerhalb Krefelds zunächst nicht kompensieren können. Die 2009 in Kraft getretenen rechtlichen Regelungen sowie die auf EU-Ebene geplanten Gesetzesvorhaben hinsichtlich energieeffizienter Materialien beim Gebäudeneubau, energetischer Gebäudesanierung, verstärkter privater und industrieller Energieeinsparmaßnahmen sowie bezüglich des Einsatzes erneuerbarer Energien beim Neubau werden die ordnungspolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die SWK ENERGIE mittel- bis langfristig erheblich verändern. Wir haben uns auf einen sinkenden Gas- und Wärmeabsatz und damit verbunden auf abnehmende Umsätze bei Bestandskunden und Neukunden einzustellen. Hier ergeben sich jedoch auch Chancen. Die SWK ENERGIE wird die Bereiche Contracting und Energiedienstleistungen weiter ausbauen und versuchen, über Mehrwert-Dienstleistungen, wie zum Beispiel Energie- und Entstörungsmanagement, zusätzliche Ergebnisbeiträge zu generieren. Hierbei wird der Einsatz von Wärme zur Kälteerzeugung bei der Akquisition einen Schwerpunkt bilden, um den Wärmeabsatz im Sommer zu steigern. Weiterhin sehen wir Chancen, durch die fortgesetzte Erhöhung des Anteils der Stromeigenerzeugung und ihren flexiblen Einsatz die Vertriebsmarge beim Strom zu stabilisieren.

Der wirtschaftliche Rahmen der SWK NETZE bleibt die Anreizregulierung. Die Erlöspfade der Gesellschaft sind mit den Bescheiden der Regulierungsbehörden bis zum Ende der ersten Regulierungsperiode (Gas: Ende 2012; Strom: Ende 2013) vorgezeichnet. Die von der Regulierungsbehörde bewerteten Ineffizienzen haben wir bis zum Ende der zweiten Regulierungsperiode (2017/2018) abzubauen. Ihre zukünftige wirtschaftliche Entwicklung ist abhängig von den Ergebnissen der erneuten Kostenprüfung durch die Regulierungsbehörde mit einer Neufestsetzung der Erlösobergrenzen für die zweite Regulierungsbehörde (Gas: Ab 2013; Strom: Ab 2014).

Den wesentlichen Anteil ihrer Umsätze wird die SWK SETEC auch in Zukunft mit den Auftraggebern SWK NETZE (Strom und Gas), SWK ENERGIE (Fernwärme), SWK AQUA (Wasser/Abwasser) sowie im Rahmen der Instandhaltung für die öffentlichen Beleuchtungsanlagen mit der Stadt Krefeld erzielen. Die Auftraggeber der SWK SETEC operieren in einem schwierigen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld. Die Entgelte für die Betriebsführungen innerhalb des SWK-Unternehmensverbundes werden insbesondere in den Sparten Strom und Gas weiter unter Druck geraten. Damit ist unverändert die Notwendigkeit zur Kostensenkung verbunden. Um Spielraum auf der Erlösseite zu schaffen, ist es nach wie vor unser Ziel, das rückläufige Geschäft mit SWK-Konzerngesellschaften mittelfristig durch die Erweiterung des Dienstleistungsportfolios mit wettbewerbsfähigen Produkten zu kompensieren, die wir auf dem regionalen Markt anbieten werden. Vorrangige Wachstumsfelder sind zum Beispiel Messstellenbetrieb und Messdienstleistungen. Durch unsere Mitwirkung an dem Forschungsprojekt E-DeMa gewinnen wir Innovations-Know-how, von dem wir uns sowohl Wettbewerbsvorteile als auch positive Effekte für Kooperationen mit anderen Stadtwerken versprechen. Zusatzgeschäft entsteht durch den erheblichen Erneuerungsbedarf des Beleuchtungsnetzes der Stadt Krefeld, der bis 2017 weitestgehend abgebaut werden soll. Die SWK SETEC wird als technischer Dienstleister für Planung, Bau und Betrieb der städtischen Beleuchtungsanlagen die 2010 bereits begonnenen Arbeiten fortführen.

Im Geschäftsfeld Wasser sind das Geschäftsumfeld und die Geschäftsbasis der SWK AQUA nach wie vor relativ stabil. In der Trinkwasserversorgung erfolgt unsere Tätigkeit auf Grundlage des mit der SWK ENERGIE bestehenden Pachtvertrags über das gesamte Anlagevermögen der Sparte Wasser. Das Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt Krefeld wird zurzeit überarbeitet. Bis Ende des Jahres 2011 soll es fertig gestellt sein. Aus dem neuen Konzept ergeben sich die zukünftigen baulichen Maßnahmen im Abwassernetz des Eigenbetriebes Stadtentwässerung Krefeld. Die SWK AQUA ist durch den mit der Stadt Krefeld abgeschlossenen Betriebsführungsvertrag mit der Durchführung dieser Maßnahmen beauftragt. Chancen in der zukünftigen Entwicklung liegen für die SWK AQUA weiterhin im Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes und der Vermarktung des vorhandenen Know-hows in der Wasserwirtschaft. Ein neuer Ansatzpunkt hierfür sind die gesetzlich geforderten Dichtheitsprüfungen von Abwasserhausanschlüssen, für die wir Krefelder Hausbesitzern Prüfungsdienstleistungen anbieten. Darüber hinaus streben wir zur effizienteren Nutzung der eigenen Ressourcen weitere Kooperationen mit Ver- und Entsorgern in der Region Niederrhein an.

Im Geschäftsfeld Entsorgung ist die Entwicklung insbesondere durch die EGN geprägt. Durch die starke Stellung am linken Niederrhein und den Verbund mit Public Private Partnerships im Entsorgungssektor in den Städten Krefeld und Mönchengladbach sowie der MVA Weisweiler sieht die EGN gute Chancen, sowohl die Dienstleistungspalette bei bestehenden Kunden zu erweitern als auch neue Kunden zu gewinnen. Die Möglichkeiten zum stofflichen Recycling werden wir weiterhin durch gezielte technische Investitionen und die Entwicklung neuer Verwertungstechnologien nutzen. Die erfolgte Anteilsaufstockung auf 100% an der Eco Care Recycling Solutions GmbH (ECRS) eröffnet neue Marktchancen im Bereich der Entsorgung, Verwertung und Verwendung von Kunststoffabfällen aus der Automobilindustrie. Bei der EGK kann auf Basis des Kooperationsvertrages zwischen der Gesellschaft und der EGN auch im Jahr 2011 von einer Vollauslastung der Müllverbrennungsanlage ausgegangen werden. Der nach wie vor angespannten Situation auf dem Abfallmarkt tragen wir durch entsprechend angepasste Preise Rechnung. Für den Bereich Abwasserbeseitigung gehen wir von annähernd konstanten Abwassermengen und aufgrund der Festpreisvereinbarung auch von konstanten Umsätzen aus. Das Kerngeschäft der GSAK wird aufgrund der langfristigen Beauftragungen durch die Stadt Krefeld im Rahmen der Daseinsvorsorge auch in Zukunft grundsätzlich erhalten bleiben. Inwieweit sich das für 2011 erwartete überarbeitete Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) mittelfristig auswirken wird, ist zurzeit noch unklar. Eine der zentralen Fragestellungen, die auch die GSAK betrifft, ist die Zuständigkeit für eine vorgesehene Wertstofftonne.

Im Geschäftsfeld Verkehr werden die Rahmenbedingungen für Ergebnisverbesserungen der SWK MOBIL schwieriger. Der demographische Wandel und die damit sinkenden Schülerzahlen werden zukünftig den Absatz in diesem Kundensegment reduzieren. Mittelfristig stehen wir vor der Herausforderung, diese voraussichtlichen Kundenverluste mit entsprechenden Zuwächsen in anderen Kundensegmenten zu kompensieren. Dabei wird uns unser zum großen Teil erneuerter, komfortabler und umweltfreundlicher Fuhrpark zugute kommen. Kundenorientierung und die stetige Verbesserung des Serviceangebots stehen für uns weiterhin im Fokus der nächsten Jahre. Die VRR-Gremien haben im Herbst 2010 beschlossen, ein „Sozialticket“ zu einem rabattierten Preis für einkommensschwache Bevölkerungsschichten einzuführen. Diese Maßnahme soll zwar nur ohne Belastung der Kommunalhaushalte und Verkehrsunternehmen durchgeführt werden, es fehlt dazu jedoch bislang eine rechtsverbindliche Finanzierungszusage. Die Gesamtbelastung dieser Maßnahme wird derzeit verbundweit auf jährlich rund 43 Mio. € geschätzt; hiervon würden dann auf die SWK MOBIL 1,7 Mio. € (ohne erhöhte Abwicklungskosten) entfallen, wenn kein Ausgleich durch Landesmittel erfolgen würde. Mögliche Belastungen hieraus sind nicht in unserer Wirtschaftsplanung enthalten und stellen insoweit ein Risiko dar.

Bestimmend für das Jahresergebnis der SWK AG ist die Geschäftsentwicklung der operativ tätigen Tochtergesellschaften:

In der aktuellen Wirtschaftsplanung der SWK ENERGIE für 2011 und 2012 gehen wir von einem gegenüber 2010 geringeren Jahresergebnis aus. Der Grund dafür liegt vor allem in einem höheren Personalaufwand, der sich durch den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten sowohl im Vertrieb als auch im Kundenservice ergeben wird. Außerdem werden unsere Anstrengungen zum Ausbau der eigenen Stromerzeugung höhere Aufwendungen verursachen. Entsprechend der abzubauenden Ineffizienzen sinken die Erlöse aus der Netznutzung der SWK NETZE in den Geschäftsjahren 2011 und 2012. Hier wird durch eine Aufwandssenkung bei den beauftragten Konzerngesellschaften im Rahmen der Erneuerungs- und Instandhaltungsmaßnahmen entgegengewirkt. Im Zuge von ergebnissteuernden Maßnahmen strebt die Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 an, einen Jahresverlust und damit einen Ausgleich durch die SWK AG zu vermeiden. Durch Identifizierung und Realisierung weiterer Kosteneinsparpotenziale ist die SWK SETEC bestrebt, dem zunehmenden Druck auf der Erlösseite entgegenzuwirken. Außerdem entwickelt sie Konzepte zur Umsatzsteigerung und wir gehen davon aus, dass sich diese ab 2012 auswirken und sich dann auch deutlich im Ergebnisniveau widerspiegeln werden. Für das laufende Geschäftsjahr 2011 rechnen wir zunächst mit einem gegenüber 2010 rückläufigen Ergebnis.

Für die SWK AQUA wird für das laufende Geschäftsjahr 2011 ein im Vergleich zu 2010 nahezu gleichbleibendes Ergebnis erwartet. Ab dem Geschäftsjahr 2012 wird von einem geringeren Ergebnisniveau ausgegangen. Dies liegt daran, dass voraussichtlich ab 2012 höhere Pachtaufwendungen für die neu entstehenden Enthärtungsanlagen anfallen, die Trinkwassererlöse jedoch erst zeitverzögert ab 2013 - aufgrund eines moderat an die höheren Aufwendungen mit den Enthärtungsanlagen angepassten Absatzpreises - steigen.

Im Geschäftsfeld Entsorgung rechnet die EGN für das Geschäftsjahr 2011 mit einem in etwa gleichbleibenden Ergebnis. Für die SWK - EGN wird analog zu der Entwicklung der Beteiligungserträge der EGN eine gleichlautende Entwicklung erwartet. Ab dem Jahr 2012 wird mit einer stabilen Ergebnisentwicklung der SWK - EGN knapp unter 4 Mio. € gerechnet. Für die EAG/EGK zusammengenommen wird für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 ein niedrigeres Ergebnisniveau als 2010 erwartet, da die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Verbrennungslinie „Ersatzkessel 2“ zur Jahresmitte im Vergleich zum Vorjahr zu einem deutlichen Anstieg des Kapitaldienstes und somit – bei ansonsten konstanten Rahmenbedingungen im operativen Geschäft – zu einem Ergebnisrückgang führen wird. Für die GSAK erwarten wir für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 ein weitgehend stabiles Ergebnisniveau.

Für den Fall, dass im laufenden Jahr 2011 eine Einführung des Sozialtickets ohne entsprechende Kompensation für die Verkehrsunternehmen erfolgen sollte, müssen wir für die SWK MOBIL von einem höheren Verlust als 2010 ausgehen. Ansonsten erwarten wir ein gleichbleibendes Ergebnis. Das gilt weitestgehend auch für das Geschäftsjahr 2012.

Zusammenfassend wird für die SWK AG aufgrund der dargestellten Entwicklung der Beteiligungsergebnisse für das Geschäftsjahr 2011 gegenüber 2010 von einem geringeren Ergebnisniveau und für 2012 von einem Ergebnis nahezu auf 2010er-Niveau aus.

Bilanz

AKTIVA

Textziffer im Anhang 31.12.2010

31.12.2009

T€
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2 957 301 611
II. Sachanlagen 10 052 251 11 119
III. Finanzanlagen 125 952 013 123 124
138 961 565 134 854
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 123 505 117 127 263
II. Wertpapiere (3) 250 293 1 772
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 55 679 168 17 735
179 434 578 146 770
C. Rechnungsabgrenzungsposten (4) 594 817 612
318 990 960 282 236
PASSIVA
Textziffer im Anhang 31.12.2010

31.12.2009

T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (5) 130 000 000 130 000
II. Kapitalrücklage (6) 24 031 230 24 031
III. Gewinnrücklagen (7) 57 878 879 41 358
IV. Bilanzgewinn 12 139 317 12 307
224 049 426 207 696
B. Sonderposten mit Rücklageanteil (8) 73 364 73
C. Rückstellungen (9) 51 044 649 46 162
D. Verbindlichkeiten (10) 43 823 521 28 305
318 990 960 282 236

Gewinn- und Verlustrechnung

Textziffer im Anhang 2010

2009

T€
1. Umsatzerlöse (11) 29 600 412 28 678
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 705 262 167
3. Sonstige betriebliche Erträge (12) 5 876 840 9 616
4. Betriebserträge 36 182 514 38 461
5. Materialaufwand -91 597 - 205
6. Personalaufwand (13) - 18 664 151 -23 124
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (14) - 2 067 373 - 1 819
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) - 13 233 199 -12 028
9. Betriebsaufwendungen - 34 056 320 -37 176
10. Betriebsergebnis 2 126 194 1 285
11. Finanzergebnis (16) 34 612 384 31 685
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 36 738 578 32 970
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17) - 9 947 064 - 8 450
14. Sonstige Steuern (18) - 2 658 796 79
15. Jahresüberschuss 24 132 718 24 599
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6 599 8
17. Einstellung in andere Gewinnrücklagen - 12 000 000 -12 300
18. Bilanzgewinn 12 139 317 12 307

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Aufbau von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss der SWK STADTWERKE KREFELD AG, Krefeld, im Folgenden SWK AG, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften in der Fassung des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt worden. Im neunundzwanzigsten Abschnitt des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) wird in Art. 66 die erstmalige Anwendung sowie in Art. 67 die Übergangsvorschriften zur erstmaligen Anwendung des BilMoG geregelt. Die Vorschriften des BilMoG wurden gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB erstmalig für das Geschäftsjahr 2010 (1. Januar bis 31. Dezember) angewendet.

Weiterhin wurden neben den Vorschriften des HGB die Regelungen des Aktiengesetzes beachtet.

Das nach dem HGB vorgeschriebene Gliederungsschema wurde durch Hinzufügung einzelner Posten der besonderen Struktur eines Holdingunternehmens angepasst. Um die Klarheit der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verbessern, wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Soweit aus der Erstanwendung des BilMoG erfolgswirksame Anpassungen vorgenommen wurden, sind diese nach Art. 67 Abs. 7 EGHGB in den Posten „außerordentliche Erträge" bzw. „außerordentliche Aufwendungen" enthalten und im Abschnitt III (Gewinn- und Verlustrechnung) erläutert.

Wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG die bisherige Form der Darstellung oder die bisher angewandten Bewertungsmethoden geändert, hat die SWK AG gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 1 EGHGB die Vorschriften der §§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB, 265 Abs. 1 HGB und 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB nicht angewendet.

Die gemäß § 265 Abs. 2 Satz 1 HGB anzugebenden Vorjahreszahlen wurden gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht an die geänderten Bewertungsmethoden angepasst.

Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - in Tausend Euro (T€) angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immaterielle n Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Im Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € werden in einen Anlagenpool gebucht und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren Kurswert des Bilanzstichtages angesetzt. Der überwiegende Teil der als Deckungsvermögen für die Altersteilzeitverpflichtungen dienenden Wertpapiere wurde mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Im Abschnitt II (Bilanz) wird dieser Punkt erläutert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Berücksichtigung des Durchschnittszinssatzes in Höhe von 5,15 % nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method") ermittelt wobei zusätzlich zur Duration der begünstigten Mitarbeiter auch folgende dynamische Komponenten berücksichtigt werden:

Lohn- und Gehaltssteigerung: 2 % p. a.
Rentensteigerung: 2 % p. a.
Kostensteigerung Energiedeputate: 2,5 % p. a.

Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegen unverändert die Richttafeln aus 2005 von Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dies beinhaltet auch eine Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten und restlaufzeitspezifischen Durchschnittszinssatzes (Euro-Raum) der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Abzinsung der einzelnen Rückstellungen ist unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung zum Bilanzstichtag erfolgt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag.

Latente Steuern werden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich auflösen. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden, bzw. die Verlustvorträge verrechnet werden. Die Bewertung der Bilanzdifferenzen erfolgte mit einem Steuersatz von 31,23 %. Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung (Aktivierungsüberhang) ergibt, wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.20 10

T€
31.12.20 09

T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40 2
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 117.512 112.886
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 274 135
Sonstige Vermögensgegenstände 5.679 14.240
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (745) (747)
Gesamt 123.505 127.263

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind saldiert mit den fristgleichen Verbindlichkeiten gegenüber der jeweiligen Gesellschaft ausgewiesen. Der Gesamtsaldo in Höhe von 117.512 T€ enthält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.970 T€ abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 50 T€.

Im Rahmen des in 2010 für einen Teil der SWK-Konzernunternehmen eingeführten Cash-Pooling-Systems hat die SWK AG in ihrer Eigenschaft als Cash-Pool-Führerin liquide Mittel in Höhe von 104.813 T€ zur Verfügung gestellt.

Die verbleibenden sonstigen Forderungen in Höhe von 10.794 T€ resultieren im Wesentlichen aus Ansprüchen aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge mit den Tochtergesellschaften und Konzernsteuerumlagen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche und Zinsforderungen aus langfristigen Festgeldanlagen ausgewiesen.

(3). Wertpapiere

31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
Anteile an Deka-Geldmarktfonds 250 1.772

Der überwiegende Teil der Anteile am Deka-Geldmarktfonds zur Sicherung von Altersteilzeitansprüchen wurde gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der entsprechenden Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen saldiert.

(4) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Aufwendungen aus einem mehrjährigen Werbevertrag und Versicherungsprämien.

(5) Gezeichnetes Kapital

Anteilseigner Nennwert je Aktie

in €
Anteilsbesitz in Stück 20 10 Anteilsbesitz in € 2009 Anteilsbesitz in Stück Anteilsbesit in €
Stadt Krefeld 52 2.500.000 130.000.000 2.500.000 130.000.000
Gesamt - 2.500.000 130.000.000 2.500.000 130.000.000

(6) Kapitalrücklage

Beträge gemäß 31.12.20 09

T€
Zugang

T€
Abgang

T€
31.12.20 10

T€
§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 11.757 - - 11.757
§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB 12.274 - - 12.274
Gesamt 24.031 - - 24.031

(7) Gewinnrücklagen

31.12.20 09

T€
Zugang

T€
Abgang

T€
31.12.20 10

T€
Gesetzliche Rücklage 4.465 - - 4.465
Freie Rücklagen 31.328 16.521 - 47.848
Zweckgebundene Sonderrücklage Wasserversorgung 5.565 - - 5.565
Gesamt 41.358 - - 57.879

Die Dotierung der Freien Rücklagen erfolgt in Höhe von 600T€ gem. § 58 Abs. 3 AktG aus dem Bilanzgewinn 2009 und in Höhe von 12.000 T€ gem. § 58 Abs. 2 AktG aus dem Jahresüberschuss 2010. Die darüber hinausgehende Zuführung in Höhe von 3.921 T€ resultiert aus der Regelung gem. Art. 67 Abs. 3 Satz EGHGB.

(8) Sonderposten mit Rücklageanteil

31.12.200 9

T€
Zugang

T€
Auflösung

T€
31.12.20 10

T€
Rücklage gem. § 6b EStG 73 - - 73

(9) Rückstellungen

31.12.20 10 31.12.20 09
T€ T€
--- --- ---
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26.574 29.594
Steuerrückstellungen 16.084 5.173
Sonstige Rückstellungen 8.387 11.395
Gesamt 51.045 46.162

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen laufende Pensionsverpflichtungen. Die auf die SWK AG entfallende Unterdeckung zwischen dem Kassenvermögen der Versorgungskasse der SWK STADTWERKE KREFELD AG, der SWK MOBIL GmbH und der SWK ENERGIE GmbH, Krefeld, für die Betriebsangehörigen der ehemaligen Krefelder - Verkehrs - AG e. V. (VKK) und dem unter Anwendung der Richttafeln 2005 von Dr. Klaus Heubeck – mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 15 Jahre, hier 5,15 % - errechneten Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen zum 31.12.2010 beträgt 6.987 T€. Davon sind 2.700 T€ durch Rückstellungen gedeckt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft Mitglied der Rheinischen Zusatzversorgungskasse für Gemeinden und Gemeindeverbände (RZVK), Köln, die Versorgungs- und Versicherungsrenten für Versicherte und deren Hinterbliebene gewährt. Die anteilige Kapitalunterdeckung beträgt zum 31.12.2010 laut versicherungsmathematischem Gutachten 22.138 T€. Hiervon sind 4.069 T€ durch Rückstellungen gedeckt. Rückstellungen für Einzelrisiken sind zum 31.12.2010 in Höhe von 1.710 T€ gebildet.

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Körperschaft- und Gewerbesteuer für die Jahre 2009 und 2010 sowie etwaige Risiken aus der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2004 – 2007 und Grunderwerbsteuer aus einer Anteilsvereinigung.

Die sonstigen Rückstellungen mit Einzelbeträgen über 500 T€ sind gebildet für Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen, Beihilfeverpflichtungen und Nachforderungszinsen aus steuerlichen Außenprüfungen.

Die Rückstellung für die Verpflichtung aus Altersteilzeitregelungen wurde der voraussichtlichen Inanspruchnahme angepasst. Der Erfüllungsbetrag für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 3.794 T€ wurde mit Geldmarktfonds in Höhe von 1.878 T€ (Zeitwert) sowie mit der Ausgleichsforderung gegen die DekaBank Deutsche Girozentrale, Frankfurt, für eventuell entstehende Fehlbeträge aus der Veräußerung von Geldmarktfonds-Anteilen in Höhe von 131 T€ gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB n. F. saldiert. Die Anschaffungskosten der Geldmarktfonds-Anteile zum Bilanzstichtag betragen insgesamt 2.246 T€.

(10) Verbindlichkeiten

Restlaufzeit Gesamtbetrag
bis zu einem Jahr

T€
ein bis fünf Jahre

T€
mehr als fünf Jahre

T€
31.12.2010

T€
31.12.2009

T€
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.288 - - 1.288 1.253
Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen 34.543 - - 34543 21.179
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 40 - - 40 0
Sonstige Verbindlichkeiten - davon aus Steuern - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.953 (7.834) (113) - - - - - - 7.953 (7.834) (113) 5.873 (5.497) (348)
Gesamt 43.824 - - 43.824 28305

Der Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgt saldiert mit den fristgleichen Forderungen gegen die jeweilige Gesellschaft. Der Gesamtsaldo in Höhe von 34.543 T€ enthält Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.305 T€ abzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.015 T€. Im Rahmen des in 2010 eingeführten Cash-Pooling-Systems haben einige SWK-Konzernunternehmen der SWK AG als Cash-Pool-Führerin liquide Mittel in Höhe von 44.994 T€ bereitgestellt. Dem stehen sonstige Forderungen in Höhe von 9.741 T€ gegenüber, die im Wesentlichen aus Steuer- und Ergebnisabführungsansprüchen gegenüber den Tochtergesellschaften bestehen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen vornehmlich noch zu zahlende Umsatzsteuer aus November und Dezember 2010 sowie Lohnsteuer aus Dezember 2010.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Ausweis von periodenfremden Aufwendungen und Erträgen erfolgt, wenn sie für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung sind.

(11) Umsatzerlöse

2010

T€
2009

T€
Umsatzerlöse aus Geschäftsbesorgungsverträgen 25.785 25.121
Umsatzerlöse aus IT - Dienstleistungen 2.544 2.291
Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen 1.094 1.044
Umsatzerlöse aus Telekommunikation 177 222
Gesamt 29.600 28.678

(12) Sonstige betriebliche Erträge

In 2001 wurden im Rahmen der Ausgliederung der Unternehmensbereiche Versorgung und Verkehr aus der SWK AG Personalüberleitungsverträge abgeschlossen. Diese Verträge regeln die Überleitung der diesen Unternehmensbereichen zugeordneten Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Erstattung gemäß Personalüberleitungsverträgen in Höhe von 2.353 T€, Erträge aus der Auflösung von dem Grunde und der Höhe nach nicht mehr benötigter Rückstellungen in Höhe von 1.781 T€, Erträge aus der Weiterberechnung von Avalprovisionen, Versicherungsprämien und Dienstleistungen in Höhe von 839 T€ sowie Erträge aus Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden in Höhe von 295 T€.

Die Erträge enthalten 1.803 T€ aperiodische Beträge.

(13) Personalaufwand

2010

T€
2009

T€
Löhne und Gehälter 12.782 12.284
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 5.882 10.840
- davon für Altersversorgung (3.327) (7.021)
Gesamt 18.664 23.124

(14) Abschreibungen auf immaterielle Vermö gensgegenstände des Anlage vermögens und Sachanlagen

Es handelt sich um planmäßige Abschreibungen.

( 15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Rechts-, Prüfungs- und Beratungsleistungen, Dienst- und Fremdleistungen, Werbemaßnahmen, Wartungskosten sowie Miet-, Pacht- und Leasingraten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 32 T€ aperiodische Beträge.

(16) Finanzergebnis

2010

T€
2009

T€
Erträge auf Grund von Gewinnabführungsverträgen 31.632 26.855
An Organgesellschaften weiterbelastete Ertragsteuern 7.739 6.017
Erträge aus Beteiligungen - davon aus verbundenen Unternehmen 7.818 (7.818) 6.032 (6.032)
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.863 3.669
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon aus verbundenen Unternehmen 2.018 (490) 1.342 (704)
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - -128
Aufwendungen aus Verlustübernahme -15.944 -12.015
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon an verbundene Unternehmen - davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen -1.348 (-190) (-965) -87 (-69)
Aufwendungen und Erträge aus Altersteilzeitverpflichtungen und zugehörigem Deckungsvermögen -166 -
Gesamt 34.612 31.685

(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

20 10

T€
200 9

T€
Gewerbesteuer 5.120 3.844
Körperschaftsteuer 4.827 4.607
Gesamt 9.947 8.451

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten aperiodische Erträge in Höhe von 733 T€.

(18) Sonstige Steuern

2010

T€
2009

T€
Grundsteuer 81 82
Dotierung Rückstellung für Grunderwerbsteuer 2.600 -
Sonstige Steuern -22 -161
Gesamt 2.659 -79

IV. Ergänzende Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für 2011 betragen die voraussichtlichen Verpflichtungen aus

Wartungsverträgen 1.061 T€
Leasingverträgen 243 T€
Sonstigen Verträgen 501 T€
und Mietverträgen 34 T€.

Die Laufzeit der Leasingverträge beträgt im Regelfall drei Jahre. Miet- und Wartungsverträge werden mit einer Laufzeit von zwölf Monaten abgeschlossen. Es sind in aller Regel Verlängerungsklauseln bzw. Kündigungsfristen zwischen einem und drei Monaten vereinbart.

Das Bestellobligo beläuft sich auf 2.701 T€.

Im Rahmen des Unternehmenskaufvertrages der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, Grevenbroich, (im Folgenden EGN GmbH) hatte sich die SWK – EGN Verwaltungs GmbH, Krefeld, verpflichtet, die RWE Umwelt AG, Viersen, von den bring-or-pay-Verpflichtungen (Kontingentverpflichtungen), die aus der Zusammenarbeitsvereinbarung der Gesellschafter der MVA Weisweiler GmbH & Co. KG, Weisweiler, resultieren, freizustellen. Durch den im Jahr 2008 erfolgten Beitritt der SWK AG und der EGN mbH zu der vorbezeichneten Zusammenarbeitsvereinbarung wurden die Verpflichtungen von diesen übernommen. Die Kontingentverpflichtungen bestehen in Höhe von 29 Mio. € p. a. bei einer Vertragslaufzeit bis November 2017. Darüber hinaus hat die SWK AG dem Kreis Viersen eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 9,9 Mio. € zur Besicherung des Weiterbetriebs, der Rekultivierung und Nachsorge der Deponie Viersen II gestellt. Des Weiteren besteht für die EGN mbH zur Sicherung der Rekultivierung und Nachsorge der Deponien im Rhein-Kreis Neuss eine Bankbürgschaft in Höhe von 47,9 Mio. €. Die Bankbürgschaft ist durch einen Avalkredit der SWK AG in gleicher Höhe rückbesichert. Als Sicherheit für den Avalkredit dient eine Festgeldeinlage der SWK AG in Höhe von 12,1 Mio. €. Im Rahmen des Verkehrsdurchführungsvertrages über Busverkehrsleistungen in Bocholt zwischen der StadtBus Bocholt GmbH und der SWK MOBIL GmbH vom 21.04.2010 hat die SWK MOBIL GmbH als Sicherheit für die Erfüllung sämtlicher Verpflichtungen aus dem Vertrag der StadtBus Bocholt GmbH eine Bürgschaft zu stellen. Die SWK AG hat für die SWK MOBIL GmbH die selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen und sich verpflichtet, jeden Betrag bis zu einer Gesamthöhe von 95.000 € an den Auftragnehmer zu zahlen.

Die Gesellschaft ist Mitglied der RZVK. Die Kasse gewährt Versorgungs- und Versicherungsrenten für Versicherte und deren Hinterbliebene. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,25 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgeltes des jeweiligen Arbeitnehmers zuzüglich 3,5 % Sanierungsgeld. Die laufenden Versorgungsleistungen innerhalb der RZVK sind laut einem versicherungsmathematischem Gutachten mit einem Anteil von 53 % ungedeckt. Die Versorgungsanwartschaften sind vollständig ungedeckt. Hieraus ergibt sich für die Leistungsanwärter und Leistungsempfänger der SWK AG eine Unterdeckung von rd. 22,1 Mio. €. Für einen Teil der Unterdeckung ist bei der SWK AG eine Rückstellung in Höhe von 4,1 Mio. € gebildet. Eine Inanspruchnahme für die vorgenannten Verpflichtungen erscheint derzeit nicht wahrscheinlich.

Die SWK AG hat Ende 2008 zur Absicherung des Diesel- und Heizölpreises für den erwarteten Verbrauch des SWK-Konzerns der Jahre 2009 bis 2013 ein Swap-Geschäft abgeschlossen und damit den Diesel- und Heizölpreis fixiert. Im Innenverhältnis haben die SWK MOBIL GmbH, EGN mbH, EGK KG und GSAK KG das Swap-Geschäft für die jeweils auf sie entfallenden Diesel- und Heizölmengen übernommen. Insgesamt besteht eine Absicherung in Höhe des erwarteten Diesel- und Heizölbezugs von 27.190 Tonnen für die Geschäftsjahre 2009 bis 2013. Der Marktwert dieses Geschäfts zum 31.12.2010 beträgt 2.720 T€ und der Nominalwert 2.592 T€. Die aus der Abrechnung des Dieselswaps für Dezember 2010 aufgrund des positiven Marktwertes des Swaps resultierende Forderung wurde mit 57 T€ unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktiviert. Der Nominalwert weist den Festbetrag aus, der in 2011 für die Dieselbeschaffung (ohne Steuern) zu entrichten ist. Demgegenüber steht der Anspruch auf Zahlung variabler Beträge, deren Höhe jeweils aufgrund der aktuellen Tagespreise ermittelt wird. Der für 2011 erwartete Dieselverbrauch beträgt 5.659 Tonnen. Der Buchwert der Dieselderivate beträgt 0,- €.

Angaben zum Anteilsbesitz

An nachfolgenden Gesellschaften ist die SWK AG mit mehr als 20 % beteiligt:

Name der Gesellschaft Sitz Anteil

%
gezeichnetes Kapital/ Kapitalanteile

T€
Eigen kapital

T€
Ergebnis 2010

T€
SWK ENERGIE GmbH Krefeld 100 50.000 76.198 -1)
SWK NETZE GmbH Krefeld 100 25 5.026 -1)
SWK SETEC GmbH Krefeld 100 25 3.034 -1)
SWK SERVICE GmbH Krefeld 100 25 25 -1)
SWK AQUA GmbH Krefeld 100 1.000 4.002 -1)
SWK MOBIL GmbH Krefeld 100 5.000 11.341 -1)
SWK FAHRSERVICE GmbH Krefeld 100 25 25 -1)
SWK KOMPAKT GmbH Krefeld 100 25 125 -1)
SWK – EGN Verwaltungs GmbH Krefeld 100 25 12.486 -1)
DYNERGIO Verwaltungs AG Krefeld 100 50 49 -3)
DYNERGIO AG & Co. KG Krefeld 100 100 87 -5
EAG Entsorgungsanlagengesellschaft Krefeld GmbH & Co. KG (EAG KG) Krefeld 51 30.678 34.343 3.155
EGK Entsorgungsgesellschaft Krefeld GmbH & Co. KG (EGK KG) Krefeld 51 5.113 6.992 10.985
GSAK Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld mbH & Co. KG (GSAK KG) Krefeld 51 2.045 2.045 904
EAG Entsorgungsanlagengesellschaft KrefeldVerwaltungsgesellschaft mbH Krefeld 51 26 35 -3)
EGK Entsorgungsgesellschaft Krefeld Verwaltungsgesellschaft mbH Krefeld 51 26 31 -2)
GSAK Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Verwaltungsgesellschaft Krefeld mbH Krefeld 51 26 27 -3)
Gesellschaft für kommunale Versorgungswirtschaft Nordrhein mit beschränkter Haftung (GVN) Duisburg 50 26 2.821 51

Die Anteile am Kapital entsprechen den Anteilen an den Stimmrechten.

1) Das ausgeglichene Ergebnis beruht auf einem mit der SWK AG abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag.

2) Verlust kleiner als 1 T€

3 ) Gewinn kleiner als 1 T€

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers erfolgen im Konzernanhang der SWK STADTWERKE

KREFELD AG zum 31.12.2010.

Angaben zur Belegschaft

Durchschnittlicher Personalbestand 2010 2009
Beschäftigte 189 194

Aufwendungen für Organe

Auf die Angabe der Bezüge der Vorstandsmitglieder wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die ehemaligen Vorstandsmitglieder und ihre Angehörigen haben Bezüge in Höhe von 1.185 T€ erhalten. Die Aufsichtsratmitglieder erhielten eine Aufwandsentschädigung von 132 T€.

Die Höhe der für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene gebildeten Pensionsrückstellung betrug zum Jahresende 11.891 T€.

Angaben zum Konzernabschluss

Die Gesellschaft stellt einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

V. Gewinnverwendungsvorschlag

Für das Geschäftsjahr 2010 ergibt sich unter Einschluss des Gewinnvortrages in Höhe von 6.599,53 € ein Bilanzgewinn in Höhe von 12.139.317,11 €.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung der SWK AG vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

1. Ausschüttung einer Dividende von 4,65 € je 52 € Nennwert einer Aktie auf die
dividendenberechtigten Aktien im Gesamtwert von 130.000.000 € : 11.625.000,00 €
2. Einstellung in die Rücklagen gem. § 58 Abs. 3 AktG : 500.000,00 €
3. Vortrag auf neue Rechnung : 14.317,11 €
4. Bilanzgewinn : 12.139.317,11 €

VI. Organe der SWK STADTWERKE KREFELD AG

Aufsichtsrat
Ulrich Hahnen, Krefeld Vorsitzender Dipl.-Finanzwirt Mitglied des Landtags Mitglied des Rates der Stadt Krefeld Gregor Kathstede, Krefeld Oberbürgermeister
Winfried Schittges, Krefeld Erster stellv. Vorsitzender Mitglied des Landtags Mitglied des Rates der Stadt Krefeld Hans-Walter Kienen, Krefeld 1), 2) Verwaltungsfachwirt
Gerhard Dohr, Krefeld 1), 3) Zweiter stellv. Vorsitzender Betriebsratsvorsitzender der EGK Entsorgungsgesellschaft Krefeld mbH & Co. KG Claudia Korfmacher, Krefeld 1), 2) Sekretärin
Klaus John, Krefeld 1), 2) Zweiter stellv. Vorsitzender Betriebsratsvorsitzender der SWK STADTWERKE KREFELD AG Thomas Krüger, Tönisvorst 1), 3) Berufskraftfahrer
Ulrich Brass, Grefrath 1), 2) Bürokaufmann Edgar Pasch, Krefeld 3) Rentner Mitglied des Rates der Stadt Krefeld
Ernst Bongen, Krefeld 1), 3) Betriebsratsvorsitzender der GSAK Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld mbH & Co. KG Dirk Plassmann, Krefeld Fraktionsgeschäftsführer
Hans-Dieter Diercks, Krefeld 1), 2) Vermessungstechniker Dr. Günther Porst, Krefeld Dipl. Ingenieur Mitglied des Rates der Stadt Krefeld
Wilfrid Fabel, Krefeld Rechtsanwalt Mitglied des Rates der Stadt Krefeld Norbert Rech 1), 2) Bautechniker
Wolfgang Feld, Krefeld Selbstständiger Kaufmann Mitglied des Rates der Stadt Krefeld Rolf-Walter Rundmund, Krefeld Studiendirektor Mitglied des Rates der Stadt Krefeld
Jürgen Hengst, Krefeld Studienrat Mitglied des Rates der Stadt Krefeld Bernd Scheelen, Krefeld Mitglied des Bundestags
Nikolaus Houben, Niederkrüchten 1), 3) Betriebsratsvorsitzender der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH Dieter Thelen, Krefeld 2) Vorstand, Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für den Kreis Viersen AG
Elmar Jakubowski, Krefeld Ltd. Gesamtschuldirektot i. R. Mitglied des Rates der Stadt Krefeld Jürgen Zinta, Dormagen 1), 3) Sachbearbeiter
Mario Limbach, Krefeld 1), 3) Schichtführer

1) Arbeitnehmervertreter

2) bis 28. Juni 2010

3) ab 28. Juni 2010

Vorstand

Herr Dipl.-Ing. Martin Cirener, Krefeld

Vorsitzender des Vorstands

Herr Carsten Liedtke, Krefeld

Krefeld, den 31. März 2011

SWK STADTWERKE KREFELD AG

Der Vorstand

M. Cirener

C. Liedtke

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1 Stand 01.01.2010 € 2 Zugänge € 3 Abgänge € 4 Um-

buchungen € 5
Stand 31.12.2010 € 6
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte 5 227 216 2 637 513 19 583 + 519 988 8 365 134
2. Geleistete Anzahlungen
5 227 216 2 637 513 19 583 + 519 988 8 365 134
5 227 216 2 637 513 19 583 + 519 988 8 365 134
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 28 346 204 32 449 28 313 755
2. Technische Anlagen und Maschinen 8 018 767 15 255 8 034 022
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 226 406 592 070 166 362 10 652 114
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 582 988 137 607 - 519 988 200 607
47 174 365 744 932 198 811 - 519 988 47 200 498
47 174 365 744 932 198 811 - 519 988 47 200 498
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 107 089 285 3 000 000 110 089 285
2. Beteiligungen 2 152 570 818 067 1 334 503
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 14 156 749 14 156 749
4. Sonstige Ausleihungen 477 251 5 000 80 220 402 031
123 875 855 3 005 000 898 287 125 982 568
176 277 436 6 387 445 1 116 681 181 548 200
Anlagevermögen gesamt 176 277 436 6 387 445 1 116 681 181 548 200
Wertberichtigungen
1 Stand 01.01.2010 € 7 Zugänge € 8 € 9 Abgänge Stand 31.12.2010 € 11
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte 4 615 488 — 811 928 — 19 583 — 5 407 833 —
2. Geleistete Anzahlungen
4 615 488 811 928 19 583 5 407 833
4 615 488 811 928 19 583 5 407 833
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 19 605 129 365 655 367 917 — Z — 24 740 19 973 046 340 915
2. Technische Anlagen und Maschinen 7 378 175 168 115 7 546 290
76 492 76 492
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8 625 797 4 055 719 413 — 137 761 — 9 207 449 4 055
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau — — — — — — — —
35 609 101 1 255 445 137 761 36 726 785
446 202 Z 24 740 421 462
36 055 303 1 255 445 162 501 37 148 247
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen 718 067 718 067
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
4. Sonstige Ausleihungen 33 984 A 3 429 30 555
752 051 721 496 30 555
40 976 640 2 067 373 878 840 42 165 173
446 202 24 740 421 462
Anlagevermögen gesamt 41 422 842 2 067 373 903 580 42 586 635
Buchwerte
1 Stand 31.12.2010 € 12 Stand 31.12.2009 € 13
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte 2 957 301 611 728
2. Geleistete Anzahlungen
2 957 301 611 728
2 957 301 611 728
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 7 999 794 8 375 420
2. Technische Anlagen und Maschinen 411 240 564 100
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 440 610 1 596 554
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 200 607 582 988
10 052 251 11 119 062
10 052 251 11 119 062
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 110 089 285 107 089 285
2. Beteiligungen 1 334 503 1 434 503
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 14 156 749 14 156 749
4. Sonstige Ausleihungen 371 476 443 267
125 952 013 123 123 804
138 961 565 134 854 594
Anlagevermögen gesamt 138 961 565 134 854 594

A = Aufzinsung Z = Zuschüsse

A = Aufzinsung Z = Zuschüsse

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SWK Stadtwerke Krefeld AG, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 31. Mai 2011

**WIBERA Wirtschaftsberatung AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Josef Rakel, Wirtschaftsprüfer

Ulrich Grafenschäfer, Wirtschaftsprüfer

Feststellungsdatum des Jahresabschlusses: 20. Juni 2011