Quarterly Report • Jul 9, 2020
Quarterly Report
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1.669 [1.680] Mio. €
61 [47] Mio. €
6,9 bis 7,2 [2019/20: 6,7] Mrd. €
300 bis 400 [2019/20: 116] Mio. €
Geschäftsjahr 2019/20
16. Juli 2020
1. Halbjahr 2020/21
8. Oktober 2020
1.- 3. Quartal 2020/21
14. Januar 2021
Geschäftsjahr 2020/21
20. Mai 2021
1. Quartal 2021/22
8. Juli 2021
Geschäftsjahr 2020/21
15. Juli 2021
1. Halbjahr 2021/22
14. Oktober 2021
―
Konzernumsatz liegt mit 1.669 (1.680) Mio. € auf Vorjahresniveau.
―
Operatives Konzernergebnis steigt um 14 Mio. € bzw. 31 % auf 61 (47) Mio. €.
―
Segment Zucker weist trotz eines Umsatzrückgangs insbesondere aufgrund höherer Zuckererlöse einen reduzierten operativen Verlust aus:
| ― | Umsatz: - 3 % auf 565 (581) Mio. € |
| ― | Operatives Ergebnis: - 15 (- 36) Mio. € |
―
- Segment Spezialitäten zeigt Umsatzanstieg und Verbesserung des operativen Ergebnisses durch höheres Absatzniveau:
| ― | Umsatz: + 6 % auf 638 (602) Mio. € |
| ― | Operatives Ergebnis: 52 (46) Mio. € |
―
Segment CropEnergies verzeichnet Umsatz- und Ergebnisrückgang infolge gesunkener Ethnolabsätze und -erlöse:
| ― | Umsatz: - 13 % auf 162 (185) Mio. € |
| ― | Operatives Ergebnis: 8 (15) Mio. € |
―
Segment Frucht verbucht Umsatz- und Ergebnisrückgang infolge rückläufiger Absatzmengen:
| ― | Umsatz: - 3 % auf 304 (312) Mio. € |
| ― | Operatives Ergebnis: 16 (22) Mio. € |
| ― | Konzernumsatz von 6,9 bis 7,2 (2019/20: 6,7) Mrd. € erwartet. |
| ― | Operatives Konzernergebnis in einer Bandbreite von 300 bis 400 (2019/20: 116) Mio. € erwartet. |
| ― | Capital Employed auf Vorjahresniveau; deutlicher Anstieg des ROCE (2019/20: 1,8 %). |
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| 1. Quartal | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2020/21 | 2019/20 | + / - in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz und Ergebnis | ||||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.669 | 1.680 | - 0,6 |
| EBITDA | Mio. € | 134 | 117 | 14,8 |
| EBITDA-Marge | % | 8,0 | 6,9 | |
| Abschreibungen | Mio. € | - 73 | - 70 | 4,0 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | 61 | 47 | 31,1 |
| Operative Marge | % | 3,7 | 2,8 | |
| Jahresfehlbetrag / -überschuss | Mio. € | 43 | 11 | > 100 |
| Cashflow und Investitionen | ||||
| Cashflow | Mio. € | 118 | 88 | 33,2 |
| Investitionen in Sachanlagen 1 | Mio. € | 52 | 72 | - 27,2 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 11 | 5 | > 100 |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 63 | 77 | - 17,0 |
| Wertentwicklung | ||||
| Sachanlagen 1 | Mio. € | 3.287 | 3.346 | - 1,8 |
| Goodwill | Mio. € | 737 | 735 | 0,3 |
| Working Capital | Mio. € | 2.086 | 1.979 | 5,4 |
| Capital Employed | Mio. € | 6.222 | 6.172 | 0,8 |
| Kapitalstruktur | ||||
| Bilanzsumme | Mio. € | 8.164 | 8.178 | - 0,2 |
| Eigenkapital | Mio. € | 3.790 | 3.960 | - 4,3 |
| Nettofinanzschulden | Mio. € | 1.431 | 1.240 | 15,4 |
| Eigenkapitalquote | % | 46,4 | 48,4 | |
| Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) | % | 37,8 | 31,3 | |
| Aktie | ||||
| Marktkapitalisierung 31. Mai | Mio. € | 2.746 | 2.836 | - 3,2 |
| Gesamtzahl Aktien 31. Mai | Mio. Stück | 204,2 | 204,2 | 0,0 |
| Schlusskurs 31. Mai | € | 13,45 | 13,89 | - 3,2 |
| Ergebnis je Aktie 31. Mai | € | 0,12 | - 0,04 | - |
| Durchschnittliches Handelsvolumen / Tag | Tsd. Stück | 996 | 651 | 53,0 |
| Performance Südzucker-Aktie 1. März bis 31. Mai | % | - 4,4 | 8,1 | |
| Performance SDAX® 1. März bis 31. Mai | % | 0,2 | 0,2 | |
| Mitarbeiter | 18.904 | 20.150 | - 6,2 |
1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Der Konzernumsatz im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 lag mit 1.669 (1.680) Mio. € auf Vorjahresniveau. Während der Umsatz im Segment CropEnergies deutlich und in den Segmenten Zucker und Frucht leicht zurückging, stieg er im Segment Spezialitäten moderat an.
Das Konzern-EBITDA erhöhte sich deutlich um 17 Mio. € auf 134 (117) Mio. €.
Das operative Konzernergebnis stieg deutlich auf 61 (47) Mio. €. Dabei wurde ein Rückgang des operativen Ergebnisses in den Segmenten CropEnergies und Frucht von der Verminderung des Verlusts im Segment Zucker und der Ergebnisverbesserung im Segment Spezialitäten mehr als ausgeglichen.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 65 (37) Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis von 61 (47) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 1 (- 6) Mio. € sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen von 3 (- 4) Mio. € zusammen.
Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von 1 (- 6) Mio. € resultierte im Vorjahr ausschließlich aus dem Segment Zucker und betraf das Angebot von Südzucker an die Rübenanbauer der Werke Warburg und Brottewitz zur Rückgabe ihrer Lieferrechte.
Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen resultierte nahezu ausschließlich aus den Segmenten Zucker und Spezialitäten und belief sich auf 3 (- 4) Mio. €.
Das Finanzergebnis der ersten drei Monate von - 8 (- 9) Mio. € umfasst ein Zinsergebnis von - 6 (- 6) Mio. € sowie ein sonstiges Finanzergebnis von - 2 (- 3) Mio. €.
Bei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 57 (28) Mio. € beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf - 14 (- 17) Mio. €.
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| 1. Quartal | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2020/21 | 2019/20 | + / - in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.669 | 1.680 | - 0,6 |
| EBITDA | Mio. € | 134 | 117 | 14,8 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | - 73 | - 70 | 4,0 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | 61 | 47 | 31,1 |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | Mio. € | 1 | - 6 | - |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 3 | - 4 | - |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | Mio. € | 65 | 37 | 74,0 |
| EBITDA-Marge | % | 8,0 | 6,9 | |
| Operative Marge | % | 3,7 | 2,8 | |
| Investitionen in Sachanlagen 1 | Mio. € | 52 | 72 | - 27,2 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 11 | 5 | > 100 |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 63 | 77 | - 17,0 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 309 | 382 | - 19,2 |
| Capital Employed | Mio. € | 6.222 | 6.172 | 0,8 |
| Mitarbeiter | 18.904 | 20.150 | - 6,2 |
1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Vom Jahresüberschuss von 43 (11) Mio. € entfielen 26 (- 7) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG, 3 (3) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 14 (15) Mio. € auf die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen.
Das Ergebnis je Aktie betrug 0,12 (- 0,04) €. Der Ermittlung lag der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien zugrunde.
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| 1. Quartal | |||
|---|---|---|---|
| Mio. € | 2020/21 | 2019/20 | + / - in % |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.669 | 1.680 | - 0,6 |
| Operatives Ergebnis | 61 | 47 | 31,1 |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | 1 | - 6 | 0,0 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | 3 | - 4 | - |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 65 | 37 | 74,0 |
| Finanzergebnis | - 8 | - 9 | - 11,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 57 | 28 | > 100 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 14 | - 17 | - 15,1 |
| Jahresfehlbetrag / -überschuss | 43 | 11 | > 100 |
| davon Aktionäre der Südzucker AG | 26 | - 7 | - |
| davon Hybrid-Eigenkapital | 3 | 3 | - 3,0 |
| davon sonstige nicht beherrschende Anteile | 14 | 15 | - 5,3 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,12 | - 0,04 | - |
Der Cashflow erreichte 118 Mio. € nach 88 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 7,0 (5,3) % der Umsatzerlöse.
Der saisonale Mittelzufluss aus der Abnahme des Working Capitals von 104 Mio. € resultierte maßgeblich aus dem Abverkauf der Zuckervorräte, der zum Teil durch die Zahlung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert wurde. Der Zufluss im Vorjahr betrug 16 Mio. €.
Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen sich auf 52 (72) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von 18 (19) Mio. € weiterhin überwiegend auf Ersatzinvestitionen, vor allem im Bereich Elektroinstallationen und Automatisierung, sowie auf die Erfüllung von gesetzlichen oder behördlichen Vorgaben. Der Rückgang des Investitionsvolumens im Segment Spezialitäten auf 20 (38) Mio. € ist darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr in der AGRANA Stärke noch hohe Investitionen in den Aufbau neuer Produktionskapazitäten anfielen. Im Segment CropEnergies wurden 10 (5) Mio. € für Ersatzinvestitionen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen aufgewendet. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 4 (10) Mio. € überwiegend die Division Fruchtzubereitungen mit der Erweiterung von Produktionslinien in den USA und Australien.
Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 11 (5) Mio. € betrafen im Wesentlichen den Erwerb des in Santa Cruz / USA angesiedelten Unternehmens Marroquin Organic International Inc. durch die AGRANA Stärke GmbH; dieses soll ab dem 2. Quartal 2020/21 vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen werden. Das auf Bio-Produkte spezialisierte Handelshaus bedient B2B-Kunden und bezieht einen Großteil seines Produktportfolios von AGRANA Stärke. Im Vorjahr entfielen die Investitionen in Finanzanlagen maßgeblich auf die Gründung des 50-%-Joint-Ventures Beta Pura GmbH, Wien/ Österreich und den Erwerb einer Beteiligung von 3,5 % an DouxMatok Ltd., Pechta-Tikva /Israel.
Die Nettofinanzschulden sanken von 1.570 Mio. € am 29. Februar 2020 um 139 Mio. € auf 1.431 Mio. € am 31. Mai 2020. Die Investitionen in Sach- und Finanzanlagen von insgesamt 63 Mio. € und die Gewinnausschüttungen von 5 Mio. € wurden vollständig aus dem Cashflow in Höhe von 118 Mio. € sowie dem Mittelzufluss aus dem Abbau des Working Capitals von 104 Mio. € finanziert.
Aufgrund einer Neuzuordnung von Festgeldanlagen kam es im Vorjahr innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte zu einer Umgliederung aus dem Bilanzposten "Flüssige Mittel" in den Bilanzposten "Wertpapiere" und damit zu einer Anpassung des Vorjahres bei den sonstigen Cashflows aus Investitionstätigkeit. Nähere Erläuterungen hierzu und zur vorjährigen Erstanwendung von IFRS 16 (Leasingverhältnisse) sind im Geschäftsbericht 2019/20 auf den Seiten 126 und 127 enthalten.
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| 1. Quartal | |||
|---|---|---|---|
| Mio. € | 2020/21 | 2019/20 | + / - in % |
| --- | --- | --- | --- |
| Cashflow | 118 | 88 | 33,2 |
| Zunahme (-) /Abnahme (+) des Working Capitals | 104 | 16 | > 100 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten / Wertpapieren | 1 | 0 | > 100 |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit | 223 | 104 | > 100 |
| Investitionen in Sachanlagen 1 | - 52 | - 72 | - 27,2 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | - 11 | - 5 | > 100 |
| Investitionen gesamt | - 63 | - 77 | - 17,0 |
| Sonstige Cashflows aus Investitionstätigkeit | 2 | - 9 | - |
| Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Investitionstätigkeit | - 61 | - 86 | - 29,8 |
| Tilgung (-) / Aufnahme (+) von Finanzverbindlichkeiten | - 140 | 27 | - |
| Aufstockungen an Tochterunternehmen (-) | 0 | 0 | - |
| Abstockungen an Tochterunternehmen (+) / Kapitalerhöhung (+) / bzw. -rückkauf (-) | 0 | 0 | - |
| Gewinnausschüttungen | - 5 | - 5 | - 2,1 |
| Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Finanzierungstätigkeit | - 145 | 22 | - |
| Sonstige Änderungen der flüssigen Mittel | - 4 | 0 | - |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der flüssigen Mittel | 13 | 40 | - 67,5 |
| Flüssige Mittel am Anfang der Periode | 197 | 148 | 33,6 |
| Flüssige Mittel am Ende der Periode | 211 | 187 | 12,4 |
1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
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| Mio. € | 31. Mai 2020 | 31. Mai 2019 | + / - in % |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 989 | 1.005 | - 1,6 |
| Sachanlagen | 3.034 | 3.076 | - 1,4 |
| Übrige Vermögenswerte | 448 | 503 | - 10,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | 4.471 | 4.584 | - 2,5 |
| Vorräte | 1.907 | 1.733 | 10,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.038 | 1.088 | - 4,6 |
| Übrige Vermögenswerte | 748 | 773 | - 3,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.693 | 3.594 | 2,8 |
| Bilanzsumme | 8.164 | 8.178 | - 0,2 |
| Passiva | |||
| Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG | 2.239 | 2.408 | - 7,0 |
| Hybrid-Eigenkapital | 654 | 654 | 0,0 |
| Sonstige nicht beherrschende Anteile | 897 | 898 | - 0,1 |
| Eigenkapital | 3.790 | 3.960 | - 4,3 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 892 | 884 | 0,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.425 | 1.220 | 16,8 |
| Übrige Schulden | 414 | 428 | - 3,3 |
| Langfristige Schulden | 2.731 | 2.532 | 7,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 501 | 571 | - 12,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 703 | 627 | 12,2 |
| Übrige Schulden | 439 | 488 | - 10,0 |
| Kurzfristige Schulden | 1.643 | 1.686 | - 2,5 |
| Bilanzsumme | 8.164 | 8.178 | - 0,2 |
| Nettofinanzschulden | 1.431 | 1.240 | 15,4 |
| Eigenkapitalquote in % | 46,4 | 48,4 | |
| Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) | 37,8 | 31,3 |
Die langfristigen Vermögenswerte gingen um 113 Mio. € auf 4.471 (4.584) Mio. € zurück. Dabei verringerte sich der Buchwert der Sachanlagen um 42 Mio. € auf 3.034 (3.076) Mio. €, da die Investitionen unter den laufenden Abschreibungen lagen. Der Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 55 Mio. € auf 448 (503) Mio. € resultierte im Wesentlichen aus dem gesunkenen Buchwert der Anteile der at Equity einbezogenen Unternehmen infolge der im Geschäftsjahr 2019/20 angefallenen Verluste von ED&F Man Holdings Ltd.
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 99 Mio. € auf 3.693 (3.594) Mio. €. Dabei verzeichneten die Vorratsbestände einen Anstieg um 174 Mio. € auf 1.907 (1.733) Mio. €, der maßgeblich aus höheren Zuckerbestandsmengen infolge deutlich gesunkener Zuckerabsatzmengen und gestiegenen Rübenpreisen für die Kampagne 2019 resultierte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um 50 Mio. € auf 1.038 (1.088) Mio. € zurück. Die übrigen Vermögenswerte lagen mit 748 (773) Mio. € leicht unter Vorjahr.
Das Eigenkapital ging auf 3.790 (3.960) Mio. € und die Eigenkapitalquote auf 46 (48) % zurück. Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG reduzierte sich auf 2.239 (2.408) Mio. €, was maßgeblich aus dem anteiligen Jahresfehlbetrag im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2019/20 resultierte. Die sonstigen nicht beherrschenden Anteile lagen mit 897 (898) Mio. € auf Vorjahresniveau.
Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 199 Mio. € auf 2.731 (2.532) Mio. €. Dabei erreichten die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 892 (884) Mio. € bei einem zum Vorjahresstichtag 31. Mai nahezu unveränderten Marktzinssatz von 1,65 (1,60) %. Die Finanzverbindlichkeiten verzeichneten einen Anstieg um 205 Mio. € auf 1.425 (1.220) Mio. € infolge gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die übrigen Schulden verzeichneten einen Rückgang um 14 Mio. € auf 414 (428) Mio. €.
Die kurzfristigen Schulden gingen um 43 Mio. € auf 1.643 (1.686) Mio. € zurück. Dabei stand ein Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 70 Mio. € auf 501 (571) Mio. € insbesondere aufgrund der Rückführung aufgenommener Commercial Papers einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 76 Mio. € auf 703 (627) Mio. € gegenüber. Letztere enthielten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern in Höhe von 189 (136) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die sich aus sonstigen Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, war ein Rückgang um 49 Mio. € auf 439 (488) Mio. € zu verzeichnen.
Die Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2020 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 191 Mio. € auf 1.431 (1.240) Mio. €; sie entsprachen 37,8 (31,3) % des Eigenkapitals.
Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende des 1. Quartals des Geschäftsjahres 2020/21 mit 18.904 (20.150) unter Vorjahr. Der Personalrückgang ergibt sich im Segment Zucker insbesondere aus der Stilllegung von vier Zuckerfabriken im Anschluss an die Kampagne 2019/20 und im Segment Frucht im Wesentlichen aufgrund des reduzierten Bedarfs an Saisonarbeitskräften im Fruchtzubereitungsgeschäft.
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| 31. Mai | 2020 | 2019 | + / - in % |
|---|---|---|---|
| Zucker | 6.467 | 6.932 | - 6,7 |
| Spezialitäten | 6.120 | 6.155 | - 0,6 |
| CropEnergies | 451 | 441 | 2,3 |
| Frucht | 5.866 | 6.622 | - 11,4 |
| Konzern | 18.904 | 20.150 | - 6,2 |
Das Marktforschungsunternehmen F.O. Licht geht in seiner letzten, im April 2020 veröffentlichten Schätzung der Weltzuckerbilanz für das Wirtschaftsjahr 2019/20 (1. Oktober bis 30. September) von einem nur leicht verringerten Produktionsdefizit von rund 9,6 Mio. t aus, obwohl die Nachfrage durch die Corona-Pandemie belastet ist und gleichzeitig Marktverwerfungen am Rohölmarkt dazu führen, dass Brasilien nun deutlich mehr Zucker anstelle von Bioethanol produziert. Trotz dieser Produktionssteigerung in Brasilien geht die Weltzuckererzeugung aufgrund geringerer Mengen insbesondere aus Indien und Thailand zurück. Dem steht ein insgesamt nur unwesentlich steigender Weltzuckerverbrauch gegenüber. Dies wird zu einem weiteren Rückgang des Bestandsniveaus und zum niedrigsten Verhältnis von Beständen zum Verbrauch seit 2010/11 führen. Andere Marktforschungsunternehmen schätzen das Defizit geringer ein.
Für das Wirtschaftsjahr 2020/21 erwartet F.O. Licht trotz eines Anstiegs der Weltzuckerproduktion um rund 9 Mio. t bei einem leichten Anstieg des Weltzuckerverbrauchs ein weiteres Defizitjahr. Die Bestände sollen nochmals um 1,6 Mio. t sinken und damit zu einem nochmaligen Rückgang des ohnehin schon niedrigen Verhältnisses von Beständen zu Verbrauch führen.
1. Juni 2017 bis 31. Mai 2020, London, nächster gehandelter Terminmonat, Weißwert

Anfang 2020 stieg der Weltmarktpreis für Weißzucker aufgrund der guten Fundamentaldaten bis Mitte Februar auf bis zu 413 €/t an. Danach setzte infolge der erwarteten Abschwächung der Weltwirtschaft ein Preisverfall bei Rohöl und den Währungen von Schwellenländern, wie Brasilien, ein. Beides setzte den Weltmarktpreis für Zucker massiv unter Druck, sodass er binnen weniger Wochen auf Werte um 300 €/t fiel und Ende April mit 283 €/t seinen Tiefststand erreichte. Seither setzte wieder eine leichte Erholung ein. Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis bei 325 €/t.
Im laufenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2019/20 ging die Zuckererzeugung (EU inklusive Vereinigtem Königreich; inklusive Isoglukose) infolge gesunkener Anbauflächen und erneut trockenheitsbedingt unterdurchschnittlicher Zuckererträge nochmals auf 17,9 (18,2) Mio. t zurück. Sie liegt damit erneut unter dem Verbrauch, sodass Importe zur Versorgung des EU-Marktes erforderlich sind.
Für das kommende ZWJ 2020/21 erwartet die EU-Kommission einen weiteren Rückgang der Anbaufläche um rund 2 %. Auch bei im Vergleich zum Vorjahr besseren Erträgen sollten weiterhin Importe zur Versorgung des EU-Marktes erforderlich sein.
Der EU-Preis für Zucker (Food und Non-Food) lag zu Beginn des neuen ZWJ im Oktober 2019 bei 332 €/t und stieg seitdem kontinuierlich an. Der letzte veröffentlichte Wert vom April 2020 lag bei 379 €/t. Dabei gibt es innerhalb der EU größere regionale Preisunterschiede zwischen den Defizit- und den Überschussregionen.
Die Entwicklung der Rohölpreise im 1. Quartal 2020/21 stand im Zeichen der Corona-Krise. Anfang März 2020 wurden noch Preise von rund 52 USD/Barrel für die Nordseesorte Brent gehandelt. Als im März 2020 signifikante staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffen wurden, brach die Ölnachfrage ein. Zusätzlich sorgten Konjunkturprognosen über eine schwere Rezession und der Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland für einen Ausverkauf am Rohölmarkt, mit Tiefstpreisen Mitte April von 16 USD/Barrel. Gegen Quartalsende erholte sich der Brent-Ölpreis vor allem aufgrund hoher Produktionskürzungen der OPEC+-Staaten und der Erwartung einer wieder steigenden Nachfrage auf 38 USD/Barrel.
Im Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht 2019/20 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker) auf den Seiten 67 und 68 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ergeben.
Umsatz und operatives Ergebnis
Der Umsatz im Segment Zucker ging leicht auf 565 (581) Mio. € zurück. Ursache ist eine deutlich geringere Absatzmenge. Diese geht zum einen auf die geringere Zuckererzeugung in der Kampagne 2019 zurück; zum anderen überlagert zunehmend die geringere Nachfrage der zuckerverarbeitenden Industrie infolge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise die kurzfristig positiven Impulse aus Hamsterkäufen im Einzelhandel zu Beginn des Geschäftsjahres.
Der operative Verlust konnte wie erwartet deutlich auf - 15 (- 36) Mio. € reduziert werden. Die Verbesserung wird maßgeblich getragen von den höheren Zuckererlösen infolge der Preiserhöhungen seit Beginn des ZWJ 2019/20. Diese überkompensieren die geringere Absatzmenge und gestiegene Produktionskosten.
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| 2020/21 | 2019/20 | 1. Quartal + / - in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 565 | 581 | - 2,8 |
| EBITDA | Mio. € | 6 | - 16 | - |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | - 21 | - 20 | 1,9 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | - 15 | - 36 | - 58,7 |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | Mio. € | 0 | - 6 | - 98,0 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | - 1 | - 8 | - 92,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | Mio. € | - 16 | - 50 | - 67,7 |
| EBITDA-Marge | % | 1,0 | - 2,8 | |
| Operative Marge | % | - 2,7 | - 6,3 | |
| Investitionen in Sachanlagen 1 | Mio. € | 18 | 19 | - 6,6 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 0 | 4 | - |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 18 | 23 | - 22,8 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 246 | 317 | - 22,3 |
| Capital Employed | Mio. € | 2.630 | 2.606 | 0,9 |
| Mitarbeiter | 6.467 | 6.932 | - 6,7 |
1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen belief sich auf 0 (- 6) Mio. € und betraf im Vorjahr im Wesentlichen das Angebot an die Rübenanbauer der Werke Warburg und Brottewitz zur Rückgabe ihrer Lieferrechte. Beide Werke wurden nach der Kampagne 2019 geschlossen.
Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker auf - 1 (- 8) Mio. € und betrifft überwiegend ED&F Man. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung kommt es dort zu einer Fokussierung auf das Handelsgeschäft, mit einer deutlichen Ergebnissteigerung zum Vorjahr. Gleichzeitig sollen verschiedene Industriebeteiligungen außerhalb dieses Kerngeschäfts - beispielsweise die Zuckermühlen des mexikanischen Joint Ventures Azucar Grupo Saenz - veräußert werden, die bisher belastend auf das Konzernergebnis einwirken. Bei diesen Veräußerungsvorgängen kann es aufgrund der Corona-Pandemie zu Verzögerungen kommen.
In der Südzucker Gruppe hat sich nach der Stilllegung von vier Zuckerfabriken die Rübenfläche 2020 gegenüber dem Vorjahr um 12,6 % auf 342.000 (391.000) ha reduziert. Die Hauptaussaat begann Ende März und somit etwa eine Woche später als im Vorjahr bei guten Aussaatbedingungen. Kühle Nachttemperaturen und Trockenheit von der Aussaat bis Anfang Juni sorgten für ein verzögertes, ungewöhnlich heterogenes Pflanzenwachstum.
Die Investitionen in Höhe von 18 (19) Mio. € entfielen weiterhin überwiegend auf Ersatzinvestitionen, insbesondere in den Bereichen Prozessleit- und Elektrotechnik, aber auch auf größere Einzelmaßnahmen wie ein neues Dach für das Hochregallager in Ochsenfurt oder die CO2-Pumpenstation in Offenau. Daneben wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Logistik und der Erfüllung von Marktanforderungen durchgeführt. Dazu zählen eine neue Absackanlage für Foliensäcke in Offenau, Anpassungen der Verladeleistung von losem Zucker in Etrépagny / Frankreich und Cerekiew / Polen, die Erweiterung der Dicksaftlagerkapazität in Tienen / Belgien durch einen neuen Tank sowie der Ausbau der Bio-Zuckerproduktion in Rain. Im Bereich Umwelt wurde in Abwasseraufbereitungsanlagen in Plattling, Strzelin / Polen und Cerekiew /Polen sowie in Maßnahmen zur Erfüllung gesetzlicher oder behördlicher Auflagen investiert. Mit dem Ziel der Verbesserung der Prozessstabilität wurden in Offenau neue Kühlmaischen aufgestellt und eine Rübenpumpe installiert, in Roye / Frankreich die Filtration und in Tienen / Belgien die Kristallisation optimiert.
Getragen von einer insgesamt positiven Absatzentwicklung konnte der Umsatz im Segment Spezialitäten im Berichtszeitraum auf 638 (602) Mio. € zulegen. Dabei trug insbesondere die Kapazitätserweiterung im Bereich Stärke zum Absatzwachstum bei. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zeigten je nach Produktgruppe unterschiedliche Auswirkungen. Während wir zu Beginn des Quartals einerseits mit teils sprunghaften Nachfragesteigerungen wie beispielsweise bei Tiefkühlpizzen und funktionalen Ballaststoffen konfrontiert waren, waren andere Produktgruppen wie beispielsweise der Bereich Portionsartikel von einem erheblichen Rückgang betroffen.
Das operative Ergebnis erhöhte sich auf 52 (46) Mio. €. Neben dem insgesamt höheren Absatzniveau trugen hierzu auch die teils rückläufigen Rohstoffkosten bei, während die Erlöse insbesondere bei Ethanol unter dem Vorjahresniveau lagen.
Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 4 (4) Mio. € betrifft das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der ungarischen Hungrana-Gruppe.
Die Investitionen im Segment Spezialitäten von 20 (38) Mio. € betrafen in der Division BENEO den ersten Bauabschnitt einer additiven dritten Nassstärkelinie für Reisproteine in Wijgmaal / Belgien. Am Standort Pemuco / Chile wurde mit einem mehrjährigen Projekt zur Verbesserung der Energieeffizienz bei gleichzeitiger Reduktion der Verwendung fossiler Brennstoffe begonnen. In der Division Freiberger wird eine Produktionslinie am Standort Westhoughton / Vereinigtes Königreich erweitert; daneben laufen an den US-Standorten weiterhin verschiedene Automatisierungsprojekte. In der Division Stärke betreffen die Investitionen die Erweiterung der Nassstärkederivate in Aschach/Österreich und den Bereich der Spezialmaisverarbeitung.
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| 1. Quartal | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2020/21 | 2019/20 | + / - in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 638 | 602 | 6,1 |
| EBITDA | Mio. € | 84 | 75 | 11,3 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | - 32 | - 29 | 9,4 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | 52 | 46 | 12,5 |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | Mio. € | 1 | 0 | - |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 4 | 4 | 15,6 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | Mio. € | 57 | 50 | 14,1 |
| EBITDA-Marge | % | 13,1 | 12,5 | |
| Operative Marge | % | 8,2 | 7,7 | |
| Investitionen in Sachanlagen 1 | Mio. € | 20 | 38 | - 47,5 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 11 | 0 | - |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 31 | 38 | - 18,1 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 60 | 63 | - 4,6 |
| Capital Employed | Mio. € | 2.262 | 2.220 | 1,9 |
| Mitarbeiter | 6.120 | 6.155 | - 0,6 |
1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Die Ethanolpreise in Europa lagen zu Beginn des Geschäftsjahres bei rund 630 €/m3, gingen dann kurzfristig deutlich bis auf 350 €/m3 zurück und erholten sich zum Ende des 1. Quartals auf rund 505 €/m3. Die reduzierte Nachfrage aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus führte in Europa zu einer Anpassung der Auslastung von Ethanolanlagen. Entsprechend soll sich die Produktion in der EU-27 in 2020 auf 6,7 (7,0) Mio. m3 und der Inlandsverbrauch auf 6,8 (7,3) Mio. m3 reduzieren. Der Rückgang wird in erster Linie bei Kraftstoffethanol erwartet, während bei Ethanol für industrielle Anwendungen ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen ist. Dies ist auf den erhöhten Bedarf von Ethanol als Grundstoff für Desinfektionsmittel zurückzuführen. Die Importe sollen mit 1,0 (1,2) Mio. m3 leicht unter Vorjahresniveau liegen. Für das Vereinigte Königreich wird mit einer etwa gleichbleibenden Produktion von 0,5 Mio. m3 gerechnet. Der Verbrauch soll sich auf rund 1,0 (1,0) Mio. m3 belaufen.
Dem Internationalen Getreiderat (IGC) zufolge soll die Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2020/21 auf 2.230 (2.177) Mio. t weiter steigen. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.218 (2.182) Mio. t wird mit einem Anstieg der Bestände auf 627 (614) Mio. t gerechnet. Für die EU rechnet die EU-Kommission mit einem leichten Rückgang der Getreideernte 2020/21 auf 287 (294) Mio. t. Der Verbrauch soll unverändert bei 261 Mio. t liegen. Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris bewegten sich im 1. Quartal 2020/21 zwischen 170 und 206 €/t. Auslöser für die hohe Volatilität waren Unsicherheiten über die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen Spekulationen über trockene Witterungsbedingungen in den Monaten März und April und damit verbundene Wachstumsverzögerungen. Bei hoher Volatilität bewegten sich die Getreidepreise im Durchschnitt nur leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals.
Mit der Klimaschutzverordnung strebt die EU an, die Treibhausgasemissionen in den Sektoren, die nicht unter den EU-Emissionshandel fallen, bis 2030 um 30 % zu senken. Zu diesem Nicht-ETS-Bereich gehört neben Gebäuden, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und kleineren Industrieanlagen insbesondere der Verkehr. Aufgrund regionaler Unterschiede innerhalb der EU wurden nationale Minderungsziele festgelegt. So sollen zum Beispiel in Deutschland die Emissionen bis 2030 um 38 % gemindert werden.
Zur Zielerreichung ist es notwendig, auf nationaler Ebene wirksame Maßnahmen zur Begrenzung der Emissionen umzusetzen. In Deutschland sind die Klimaschutzziele im Klimaschutzgesetz verankert. Für den Verkehrsbereich ist eine Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2030 auf höchstens 95 Mio. t CO2Äq vorgesehen. Dies entspricht gegenüber 2019 einer Minderung um über 60 Mio. t bzw. rund 40 %. Zur Senkung der Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen soll ab 2021 ein nationaler Emissionshandel beitragen, mit dem CO2-Emissionen von fossilen Kraftstoffen bepreist werden. Die Bundesregierung hat im Mai 2020 beschlossen, dass der CO2-Preis im Jahr 2021 mit 25 €/t statt mit den bisher beschlossenen 10 €/t starten soll. Hierauf hatten sich im Dezember 2019 Bund und Länder geeinigt. Die deutsche Ethanolindustrie begrüßt die Bepreisung von fossilen CO2-Emissionen und schlägt flankierend vor, die Treibhausgasminderungsquote für Kraftstoffe von 6 Gew.-% im Jahr 2020 schrittweise auf 16 Gew.-% bis 2030 anzuheben. Dies würde sicherstellen, dass CO2-ärmere Kraftstoffe genutzt werden und damit auch der Kraftstoffbereich seinen Beitrag leistet, die Klimaziele 2030 zu erreichen.
Im Berichtszeitraum haben sich ansonsten keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht 2019/20 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment CropEnergies) auf Seite 80 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ergeben.
Der Umsatz im Segment CropEnergies reduzierte sich deutlich auf 162 (185) Mio. €. Dabei führten die durch die Corona-Pandemie bedingten Verwerfungen bei der Kraftstoffnachfrage infolge von Mobilitätseinschränkungen sowohl absatz- als auch erlösseitig zu einem Rückgang. Dies konnte nur teilweise durch den deutlichen Nachfrageanstieg für Ethanol zur Erzeugung von Desinfektionsmitteln kompensiert werden.
Der geringere Umsatz spiegelte sich auch in einem im Vergleich zum starken Vorjahr deutlich niedrigeren operativen Ergebnis von 8 (15) Mio. € wider, das aber über den Erwartungen lag. Die geringeren Nebenprodukterlöse insbesondere für proteinhaltige Produkte wurden dabei durch ebenfalls geringere Rohstoffpreise mehr als ausgeglichen. Die Produktionsmenge konnte auf Vorjahresniveau gehalten werden, obwohl es in Wanze nach dem planmäßigen Wartungsstillstand aufgrund von Ausgangsbeschränkungen in Belgien zu Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme kam.
Die Investitionen im Segment CropEnergies beliefen sich in den ersten drei Monaten auf 10 (5) Mio. € und dienten an allen Standorten vorrangig dem Ersatz technischer Anlagen im Bereich des gesamten Produktionsprozesses, wie beispielsweise Wärmetauscher, Pumpen und Trockner. Daneben stehen Maßnahmen zur Steigerung der Anlagenverfügbarkeit und Zuverlässigkeit im Fokus. Über die Standorte hinweg wird auch das Thema Brand- und Explosionsschutz priorisiert.
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| 1. Quartal | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2020/21 | 2019/20 | + / - in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 162 | 185 | - 12,6 |
| EBITDA | Mio. € | 18 | 26 | - 29,7 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | - 10 | - 11 | - 5,6 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | 8 | 15 | -46,7 |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | Mio. € | 8 | 15 | -45,7 |
| EBITDA-Marge | % | 11,2 | 14,0 | |
| Operative Marge | % | 5,0 | 8,2 | |
| Investitionen in Sachanlagen 1 | Mio. € | 10 | 5 | > 100 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 10 | 5 | > 100 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 2 | 2 | 20,0 |
| Capital Employed | Mio. € | 424 | 459 | - 7,5 |
| Mitarbeiter | 451 | 441 | 2,3 |
1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Die weltweite Marktentwicklung für den Hauptabsatzmarkt Fruchtjoghurt wird durch die Corona-Pandemie leicht negativ beeinflusst. Aktuelle Prognosen von Euromonitor zeigen eine globale Wachstumsrate für Joghurt im Kalenderjahr 2020 von 1,8 %. Diese liegt 0,5 % unter der prognostizierten Wachstumsrate vor dem Ausbruch der Corona-Krise.
In Europa war die Nachfrage nach Apfelsaftkonzentrat im Frühjahr weiterhin solide und konnte aus der Ernte 2019 bedient werden.
Für Buntsaftkonzentrate aus der Ernte 2019 wurden vollständig Verträge mit Kunden abgeschlossen. Bei der bevorstehenden Beerenkampagne ist von einer stabilen Nachfrage auf dem Niveau des Vorjahres auszugehen.
Die Ernte der Hauptfrucht Erdbeere im Bereich der Fruchtzubereitungen wurde in den Hauptbeschaffungsmärkten Marokko, Ägypten, Spanien und Mexiko im Wesentlichen abgeschlossen. Infolge der Corona-Pandemie wurden in Ägypten und Marokko weniger als die geplanten Mengen kontrahiert; gleichzeitig lagen die Beschaffungspreise um knapp 5 % über dem Vorjahr. Fehlende Arbeitskräfte und Transportkapazitäten durch die Corona-Pandemie führten zu einer vergleichbaren Situation für die im Mai gestartete Mangoernte im Hauptanbaugebiet Indien.
Die Auswirkungen der Spätfröste in Teilen Europas auf die Obsternten im Sommer können zum Berichtszeitpunkt noch nicht eindeutig vorhergesagt werden. Es wird jedoch mit Ernteeinbußen bei Aprikosen von bis zu einem Drittel gegenüber dem Vorjahr ausgegangen.
Für die gerade angelaufene Buntsaftverarbeitungssaison 2020 im Bereich Fruchtsaftkonzentrate wird von einer guten Rohstoffverfügbarkeit ausgegangen.
Bei Äpfeln, der Hauptfrucht des Fruchtsaftkonzentratgeschäfts, wird mit einer guten Verfügbarkeit in der Hauptanbauregion Polen gerechnet. Aufgrund des Frühjahrsfrostes in Ungarn liegen die Ernteerwartungen dort auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres; eine genauere Einschätzung der Situation steht Mitte Juli 2020 an.
Im Segment Frucht bewegte sich der Umsatz mit 304 (312) Mio. € leicht unter Vorjahresniveau. Dem gestiegenen Erlösniveau stand dabei ein rückläufiges Absatzvolumen sowohl bei Fruchtzubereitungen als auch bei Fruchtsaftkonzentraten gegenüber.
Dies führte beim operativen Ergebnis zu einem deutlichen Rückgang auf 16 (22) Mio. €. Neben dem teils erntebedingten, teils aber auch durch die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus bedingten Absatzrückgang wirkten geringere Margen infolge gestiegener Kosten ergebnisbelastend.
Im Segment Frucht entfiel der Großteil der Investitionen von 4 (10) Mio. € auf die Division Fruchtzubereitungen. Neben Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen wurden Kapazitätserweiterungen fortgesetzt, unter anderem die Installation je einer weiteren Produktionslinie in den Fruchtzubereitungswerken in Central Mangrove / Australien und in Lysander / USA. Teilweise kommt es zu Verzögerungen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. In der Division Fruchtsaftkonzentrate wurden Ersatzinvestitionen und Produktionsoptimierungen durchgeführt. Zu nennen sind hier Investitionen in eine Verbesserung der Wasserversorgung unter anderem durch einen neuen Hochbehälter in Kröllendorf / Österreich. Investitionen im Bereich des neuen Geschäftsfelds Grundstoff- und Aromaherstellung laufen nach kurzen Verzögerungen weiter.
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| 1. Quartal | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2020/21 | 2019/20 | + / - in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 304 | 312 | - 2,5 |
| EBITDA | Mio. € | 26 | 32 | - 17,5 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | - 10 | - 10 | 3,1 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | 16 | 22 | - 26,6 |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | Mio. € | 16 | 22 | - 26,6 |
| EBITDA-Marge | % | 8,6 | 10,1 | |
| Operative Marge | % | 5,3 | 7,0 | |
| Investitionen in Sachanlagen 1 | Mio. € | 4 | 10 | - 59,4 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 0 | 1 | - 80,0 |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 4 | 11 | - 60,4 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Capital Employed | Mio. € | 906 | 888 | 2,0 |
| Mitarbeiter | 5.866 | 6.622 | - 11,4 |
1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Im Konzern erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020/21 einen Umsatz von 6,9 bis 7,2 (Vorjahr: 6,7) Mrd. €. Dabei rechnen wir im Segment Zucker mit einem deutlichen Umsatzanstieg. Im Segment Spezialitäten gehen wir von einem leicht steigenden Umsatz aus. Im Segment CropEnergies sehen wir einen deutlichen Umsatzrückgang. Im Segment Frucht erwarten wir einen moderaten Umsatzanstieg.
Das operative Konzernergebnis sehen wir in einer Bandbreite von 300 bis 400 (Vorjahr: 116) Mio. €. Dabei rechnen wir im Segment Zucker mit einem operativen Ergebnis in einer Bandbreite von - 40 bis + 60 Mio. €. Im Segment Spezialitäten gehen wir von einem operativen Ergebnis auf dem starken Vorjahresniveau aus. Das operative Ergebnis im Segment CropEnergies wird deutlich rückläufig erwartet. Im Segment Frucht rechnen wir mit einer moderaten Ergebnissteigerung.
Wir gehen von einem Capital Employed auf Vorjahresniveau aus. Auf Basis der genannten operativen Ergebnisverbesserung rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg des ROCE (Vorjahr: 1,8 %).
Das operative Ergebnis des 2. Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2020/21 wird deutlich über Vorjahresniveau erwartet.
Aufgrund der weiter andauernden Corona-Pandemie und der damit verbundenen hohen Volatilität in allen Segmenten ist die Prognose sowohl für das 2. Quartal als auch für das Gesamtjahr weiterhin von sehr großer Unsicherheit geprägt.
Auf dem Weltmarkt wird für das laufende Wirtschaftsjahr 2019/20 trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin ein - wenn auch geringeres - Defizit und damit ein Bestandsabbau erwartet. In Europa werden rückläufige Anbauflächen dazu führen, dass die EU auch im ZWJ 2020/21 Nettoimporteur bleiben wird und damit ein stabiles Marktumfeld vorherrscht. Diese Grundannahmen haben bislang auch unter Berücksichtigung der potenziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie Bestand. Der Rückgang der Weltmarktpreise, der sich durch die Marktverwerfungen bei Rohöl und Währungen der Schwellenländer, wie Brasilien, ergeben hatte, wurde inzwischen teilweise wieder aufgeholt. Ob und inwieweit die bisherige Weltmarktpreisentwicklung auch unsere Erwartungen für das europäische Preisniveau für das ZWJ 2020/21 beeinflussen wird, hängt von der Dauer und dem Ausmaß dieser Marktverwerfungen ab.
Infolge der schlechten Zuckerrübenernte 2019, der Werksstilllegungen nach der Kampagne 2019 und der insgesamt geringeren Nachfrage infolge der Corona-Pandemie rechnen wir mit nochmals rückläufigen Absatzmengen. Durch höhere Erlöse gehen wir dennoch von einem deutlichen Umsatzanstieg (Vorjahr: 2,3 Mrd. €) aus.
Das operative Ergebnis im Segment Zucker sehen wir in einer Bandbreite zwischen - 40 und + 60 (Vorjahr: -236) Mio. €. Dabei gehen wir nach den Verlusten im 1. Quartal auch für das gesamte 1. Halbjahr von Verlusten aus, da den seit Oktober 2019 erzielten Preiserhöhungen unter anderem höhere Rohstoffkosten gegenüberstehen.
Im Oktober 2020 erwarten wir in einem stabilen Marktumfeld einerseits steigende Erlöse und andererseits erste materielle Kosteneinsparungen aus dem Restrukturierungsplan, was dann - trotz ebenfalls weiter steigender Rohstoffkosten -wieder zu positiven operativen Ergebnissen führen wird.
Unsicherheiten bestehen über das Ausmaß der Erlöserhöhung, über die weitere Absatzentwicklung im Umfeld der Corona-Pandemie und über die Kapazitätsauslastung infolge der fortgesetzten Trockenheit in einigen Anbauregionen.
Im Segment Spezialitäten erwarten wir einen weiteren Anstieg der Produktions- und Absatzmengen. Daher gehen wir von einem leichten Umsatzanstieg (Vorjahr: 2,4 Mrd. €) aus. Aufgrund teilweise rückläufiger Erlöse und höherer Kosten infolge der Kapazitätsausweitungen sehen wir das operative Ergebnis auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 190 Mio. €).
Bedingt durch die Corona-Pandemie ergab sich im 1. Quartal eine auch im Verlauf heterogene Entwicklung der verschiedenen Divisionen (positiv für die Divisionen Freiberger und BENEO; negativ für die Divisionen PortionPack Europe und Stärke) bei insgesamt starker Volatilität der Veränderungen.
Wir gehen davon aus, dass sich dieses Bild grundsätzlich fortsetzen, aber im weiteren Jahresverlauf abschwächen wird.
CropEnergies hatte im vorangegangenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis erzielt. Für das Geschäftsjahr 2020/21 wird infolge der Corona-Pandemie ein deutlicher Rückgang bei Umsatz (Vorjahr: 819 Mio. €) und operativem Ergebnis (Vorjahr: 104 Mio. €) erwartet. Trotz Corona-bedingter Verwerfungen bei der Kraftstoffnachfrage infolge von Mobilitätseinschränkungen sowie eines zwischenzeitlich erheblichen Rückgangs der Energiepreise konnte CropEnergies im 1. Quartal ein deutlich positives operatives Ergebnis erzielen.
Für das 2. Quartal wird gegenüber dem 1. Quartal mit einer Verbesserung gerechnet, weil die seit Mitte März 2020 angeordneten Betriebs- und Mobilitätseinschränkungen in den letzten Wochen in immer mehr Ländern gelockert wurden. Dies sollte mit einem Anstieg der Kraftstoffnachfrage im Allgemeinen und der Nachfrage nach erneuerbaren, CO2-armen Energien im Besonderen einhergehen. Klimaschutz wird auch mittelfristig eine gesellschaftspolitische Herausforderung bleiben. Daneben hat CropEnergies die Erzeugung von für Desinfektionsmittel geeignetem Ethanol deutlich erhöht.
Für das Segment Frucht erwarten wir im Geschäftsjahr 2020/21 einen moderaten Anstieg des Umsatzes (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und des operativen Ergebnisses (Vorjahr: 58 Mio. €). Die Erreichung dieser Prognose wird vor dem Hintergrund der Entwicklung im 1. Quartal erschwert.
Die Division Fruchtzubereitungen rechnet mit einer positiven Umsatzentwicklung, die durch die Auslastung der geschaffenen Kapazitäten und durch das Vorantreiben der Diversifikation im Non-Dairy-Geschäft erreicht werden soll. Durch höhere Margen, aber auch durch geringere Kostensteigerungen als 2019/20 ist eine Ergebnissteigerung geplant. In der Division Fruchtsaftkonzentrate wird für das neue Geschäftsjahr von einem deutlichen Umsatzanstieg bei einer rückläufigen Ertragslage ausgegangen.
Für das Segment Frucht mit seinen globalen Produktionsanlagen ist die Prognose vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie besonders erschwert.
Diese Quartalsmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.
Einen Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht im Geschäftsbericht 2019/20 auf den Seiten 92 bis 101. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte haben wir keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Südzucker-Gruppe gefährden.
Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.
Diese Quartalsmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der Südzucker AG hat diese Quartalsmitteilung am 29. Juni 2020 aufgestellt.
Dieses Dokument liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Website stehen PDF-Dateien der Quartalsmitteilung zum Download zur Verfügung:
www.suedzucker.de/de/investor-relations bzw.
www.suedzucker.de/en/investor-relations
Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. Quartal erstreckt sich über den Zeitraum 1. März bis 31. Mai.
Die auf den vorangegangenen Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen grundsätzlich den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Veröffentlicht am 9. Juli 2020
Investor Relations
Nikolai Baltruschat
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Wirtschaftspresse
Dr. Dominik Risser
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Telefax: +49 621 421-425
Ausführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internetadresse www.suedzucker.de
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