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Südzucker AG

Earnings Release Jan 14, 2020

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Earnings Release

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Südzucker AG

Mannheim

Quartalsmitteilung 1. - 3. Quartal 2019/20

Q3

1. März - 30. November 2019

KONZERNUMSATZ

5.028 [5.192] Mio.

OPERATIVES KONZERNERGEBNIS

113 [116] Mio.

PROGNOSE FÜR GESAMTJAHR 2019/20:

KONZERNUMSATZ

6,7 bis 7,0 [2018/19: 6,8] Mrd. €

OPERATIVES KONZERNERGEBNIS

70 bis 130 [2018/19: 27] Mio. €

FINANZKALENDER

Bilanzpresse- und Analystenkonferenz

Geschäftsjahr 2019/20

14. Mai 2020

Q 1 - Quartalsmitteilung

1. Quartal 2020/21

9. Juli 2020

Hauptversammlung

Geschäftsjahr 2019/20

16. Juli 2020

Q 2 - Halbjahresfinanzbericht

1. Halbjahr 2020/21

8. Oktober 2020

Q 3 - Quartalsmitteilung

1.-3. Quartal 2020/21

14. Januar 2021

IM ÜBERBLICK

1. - 3. Quartal 2019/20

Konzernumsatz: mit 5.028 (5.192) Mio. € unter Vorjahr

Operatives Konzernergebnis: mit 113 (116) Mio. € auf Vorjahresniveau

Segment Zucker: Umsatz- und Ergebnisrückgang infolge gesunkener Zuckererlöse und erntebedingt geringerer Absatzmengen

Umsatz: - 16 % auf 1.739 (2.060) Mio. €
Operatives Ergebnis: - 146 (- 83) Mio. €

Segment Spezialitäten mit fortgesetztem Wachstum: Umsatzanstieg und Verbesserung des operativen Ergebnisses durch gestiegene Ethanolerlöse und höhere Absatzmengen

Umsatz: + 5 % auf 1.796 (1.710) Mio. €
Operatives Ergebnis: 143 (118) Mio. €

Segment CropEnergies: deutlicher Umsatz- und Ergebnisanstieg infolge höherer Ethanolerlöse

Umsatz: + 14 % auf 604 (532) Mio. €
Operatives Ergebnis: 70 (19) Mio. €

Segment Frucht: Umsatz auf Vorjahresniveau, deutlicher Rückgang des operativen Ergebnisses

Umsatz: 889 (890) Mio. €
Operatives Ergebnis: 46 (62) Mio. €

Prognose für das Gesamtjahr 2019/20

Konzernumsatz von 6,7 bis 7,0 (Vorjahr: 2018/19: 6,8) Mrd. € erwartet.
Operatives Konzernergebnis in einer Bandbreite von 70 bis 130 (2018/19: 27) Mio. € erwartet.
Leichter Anstieg des Capital Employed; ROCE bis zu 2 %.

TABELLE 01

Konzernzahlen zum 30. November 2019

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1. - 3. Quartal
2019/20 2018/19 + / - in %
--- --- --- --- ---
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Mio. € 5.028 5.192 - 3,2
EBITDA Mio. € 373 345 8,2
EBITDA-Marge % 7,4 6,6
Abschreibungen Mio. € - 260 - 229 13,6
Operatives Ergebnis Mio. € 113 116 - 2,5
Operative Marge % 2,2 2,2
Jahresüberschuss (+) / -fehlbetrag (-) Mio. € - 35 36 -
Cashflow und Investitionen
Cashflow Mio. € 283 293 - 3,5
Investitionen in Sachanlagen 1 Mio. € 224 254 - 11,7
Investitionen in Finanzanlagen /

Akquisitionen
Mio. € 10 15 - 32,0
Investitionen gesamt Mio. € 234 269 - 12,8
Wertentwicklung
Sachanlagen 1 Mio. € 3.302 3.298 0,1
Goodwill Mio. € 737 1.404 - 47,5
Working Capital Mio. € 2.035 1.696 20,0
Capital Employed Mio. € 6.186 6.510 - 5,0
Kapitalstruktur
Bilanzsumme Mio. € 8.403 8.952 - 6,1
Eigenkapital Mio. € 3.764 4.911 - 23,4
Nettofinanzschulden Mio. € 1.359 781 74,1
Eigenkapitalquote % 44,8 54,9
Nettofinanzschulden in % des

Eigenkapitals (Gearing)
% 36,1 15,9
Aktie
Marktkapitalisierung 30. November Mio. € 2.781 2.566 8,4
Gesamtzahl Aktien 30. November Mio. Stück 204,2 204,2 0,0
Schlusskurs 30. November 13,62 12,57 8,4
Ergebnis je Aktie 30. November - 0,42 - 0,01 > 100
Durchschnittliches Handelsvolumen / Tag Tsd. Stück 630 900 - 30,0
Performance Südzucker-Aktie 1. März

bis 30. November
% 6,0 - 14,9
Performance SDAX® 1. März bis

30. November
% 12,5 - 13,6
Mitarbeiter 19.947 20.129 - 0,9

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Konzernertragslage

Umsatz, EBITDA und operatives Ergebnis

Der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 verminderte sich auf 5.028 (5.192) Mio. €. Während der Umsatz im Segment Zucker deutlich zurückging, lag er im Segment Frucht auf Vorjahresniveau und stieg in den Segmenten Spezialitäten und Crop-Energies an.

Das Konzern-EBITDA erhöhte sich auf 373 (345) Mio. € infolge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 1. März 2019 und der damit verbundenen bilanziellen Aktivierung und Abschreibung der bisher im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesenen Leasingverhältnisse.

Das operative Konzernergebnis lag nach neun Monaten mit 113 (116) Mio. € auf Vorjahresniveau. Das Segment Zucker weist zwar wie erwartet einen Verlust aus, war aber im 3. Quartal deutlich besser als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Während sich der Ergebnisrückgang im Segment Frucht fortsetzte, konnte der Ergebniszuwachs in den Segmenten Spezialitäten und CropEnergies im 3. Quartal nochmals verstärkt werden.

Ergebnis der Betriebstätigkeit

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 43 (139) Mio. € umfasst das operative Ergebnis von 113 (116) Mio. €, das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 12 (7) Mio. € sowie das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen von - 58 (16) Mio. €.

Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen

Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von - 12 (7) Mio. € resultierte nahezu ausschließlich aus dem Segment Zucker und betraf insbesondere das Angebot von Südzucker an die Rübenanbauer der Werke Warburg und Brottewitz zur Rückgabe ihrer Lieferrechte bei großen Frachtentfernungen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Zuckerexportbüros in Antwerpen / Belgien im November 2019.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in den Segmenten Zucker und Spezialitäten belief sich auf - 58 (16) Mio. €.

TABELLE 02

Geschäftsentwicklung im Konzern

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
2019/20 2018/19 + / - in % 2019/20 2018/19
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse Mio. € 1.713 1.717 - 0,2 5.028 5.192
EBITDA Mio. € 158 85 87,4 373 345
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 119 - 108 10,9 - 260 - 229
Operatives Ergebnis Mio. € 39 - 23 - 113 116
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € - 7 8 - - 12 7
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € - 60 5 - - 58 16
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € - 28 - 10 > 100 43 139
EBITDA-Marge % 9,2 4,9 7,4 6,6
Operative Marge % 2,3 - 1,4 2,2 2,2
Investitionen in Sachanlagen 1 Mio. € 74 87 - 15,3 224 254
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 4 6 - 37,3 10 15
Investitionen gesamt Mio. € 78 93 - 16,7 234 269
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 332 395
Capital Employed Mio. € 6.186 6.510
Mitarbeiter 19.947 20.129

scroll

1. - 3. Quartal
+ / - in %
--- ---
Umsatzerlöse - 3,2
EBITDA 8,2
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 13,6
Operatives Ergebnis - 2,5
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen -
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen -
Ergebnis der Betriebstätigkeit - 69,1
EBITDA-Marge
Operative Marge
Investitionen in Sachanlagen 1 - 11,7
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen - 32,0
Investitionen gesamt - 12,8
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen - 16,1
Capital Employed - 5,0
Mitarbeiter - 0,9

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis der ersten neun Monate von - 31 (- 22) Mio. € umfasst ein Zinsergebnis von - 19 (- 16) Mio. € sowie ein sonstiges Finanzergebnis von - 12 (- 6) Mio. €.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 12 (117) Mio. € beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf - 47 (- 81) Mio. €. Hier wirken insbesondere die Verluste im Segment Zucker, für die keine Aktivierung von latenten Steuern erfolgte.

Jahresüberschuss

Vom Jahresüberschuss von - 35 (36) Mio. € entfielen - 87 (- 3) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG, 10 (10) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 42 (29) Mio. € auf die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie belief sich auf - 0,42 (- 0,01) € für das 1. - 3. Quartal 2019/20. Der Ermittlung lag der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien zugrunde.

TABELLE 03

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
Mio. € 2019/20 2018/19 + / - in % 2019/20 2018/19 + / - in %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.713 1.717 - 0,2 5.028 5.192 - 3,2
Operatives Ergebnis 39 - 23 - 113 116 - 2,5
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen - 7 8 - - 12 7 0,0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen - 60 5 - - 58 16 -
Ergebnis der Betriebstätigkeit - 28 - 10 > 100 43 139 - 69,1
Finanzergebnis - 14 - 4 > 100,0 - 31 - 22 40,9
Ergebnis vor Ertragsteuern - 42 - 14 > 100 12 117 - 89,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 14 - 14 1,5 - 47 - 81 - 41,7
Jahresüberschuss (+) / -fehlbetrag (-) - 56 - 28 98,9 - 35 36 -
davon Aktionäre der Südzucker AG - 73 - 31 > 100 - 87 - 3 > 100
davon Hybrid-Eigenkapital 3 3 - 3,0 10 10 - 1,0
davon sonstige nicht beherrschende Anteile 14 0 - 42 29 44,1
Ergebnis je Aktie (€) - 0,35 - 0,15 > 100 - 0,42 - 0,01 > 100

Konzernfinanzlage

Cashflow

Der Cashflow erreichte 283 Mio. € nach 293 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 5,6 (5,6) % der Umsatzerlöse.

Working Capital

Der Mittelabfluss aus der Zunahme des Working Capitals von - 41 Mio. € - nach einem Mittelzufluss von 195 Mio. € in der Vorperiode - resultierte maßgeblich aus dem Aufbau der Vorratsbuchwerte in den Segmenten Zucker, Spezialitäten und Frucht sowie höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Entwicklung wurde durch einen gleichzeitigen Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern teilweise kompensiert.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen sich in den ersten neun Monaten auf 224 (254) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von 73 (103) Mio. € überwiegend auf Ersatzinvestitionen, vor allem im Bereich Elektroinstallationen und Automatisierung, sowie auf die Verbesserung der Logistik und die Erfüllung von gesetzlichen oder behördlichen Vorgaben. Das Investitionsvolumen im Segment Spezialitäten in Höhe von 101 (109) Mio. € betraf im Wesentlichen die Schaffung neuer Produktionskapazitäten in der Division Stärke sowie Anlagenerweiterungen und Optimierungen bei BENEO und bei Freiberger. Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 20 (9) Mio. € dienten dem Ersatz und der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von in Höhe von 30 (33) Mio. € überwiegend den Bereich Fruchtzubereitungen.

Investitionen in Finanzanlagen

Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 10 (15) Mio. € betrafen im Wesentlichen die Gründung des 50-%-Joint-Ventures Beta Pura GmbH, Wien / Österreich, den Erwerb einer Beteiligung von 3,5 % an DouxMatok Ltd., Petcha-Tikva / Israel, sowie die Aufstockung der bestehenden Beteiligung am südafrikanischen Portionsartikelhersteller Collaborative Packing Solutions [Pty] Ltd, Johannesburg, von 40 % auf 75 %.

Im Vorjahr entfielen die Investitionen in Finanzanlagen maßgeblich auf den Erwerb von 100 % der Anteile an dem ungarischen Fruchtsaftkonzentrathersteller Brix Trade Kft., Nagykálló, im 1. Quartal, den Erwerb von 49 % der Anteile an dem algerischen Fruchtzubereitungshersteller SPA AGRANA Fruit Algeria (vormals: Elafruits SPA), Akbou, im 2. Quartal sowie die Akquisition von 100 % der Anteile des britischen Portionsartikelherstellers CustomPack Ltd, Telford, im 3. Quartal.

Entwicklung der Nettofinanzschulden

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 241 Mio. € beinhaltet den Cashflow von 283 Mio. € sowie einen Aufbau des Working Capitals mit einem Mittelabfluss von 41 Mio. €. Die Finanzierung der Investitionen von 234 Mio. € und der Gewinnausschüttungen von 97 Mio. € sowie die Erfassung von Leasingverbindlichkeiten von 136 Mio. € zum 1. März 2019 in den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 (Leasingverhältnisse) führten zu einer Erhöhung der Nettofinanzschulden von 1.129 Mio. € am 28. Februar 2019 um 230 Mio. € auf 1.359 Mio. € am 30. November 2019.

TABELLE 04

Finanzierungsrechnung

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
Mio. € 2019/20 2018/19 + / - in % 2019/20 2018/19 + / - in %
--- --- --- --- --- --- ---
Cashflow 107 66 62,1 283 293 - 3,5
Zunahme (-)/Abnahme (+) des Working Capitals - 160 4 - - 41 195 -
Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit - 54 69 - 241 485 - 50,4
Summe Investitionen in Sachanlagen 1 - 74 - 87 - 15,3 - 224 - 254 - 11,7
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen - 4 - 6 - 37,3 - 10 - 15 - 32,0
Investitionen gesamt - 78 - 93 - 16,1 - 234 - 269 - 12,8
Sonstige Cashflows aus Investitionstätigkeit - 7 56 - - 10 7 -
Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Investitionstätigkeit - 85 - 37 > 100 - 244 - 262 - 6,6
Aufstockungen an Tochterunternehmen (-) 0 0 - 0 0 - 100,0
Gewinnausschüttungen - 6 - 6 - 3,5 - 97 - 156 - 37,7
Sonstige Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 86 - 118 - 98 - 182 -
Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Finanzierungstätigkeit 80 - 121 - 1 - 335 -
Sonstige Änderungen der flüssigen Mittel 4 3 33,3 0 - 6 - 100,0
Abnahme (-) / Zunahme (+) der flüssigen Mittel - 55 - 86 - 36,7 - 3 - 118 - 97,5
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 406 554 - 26,6 354 585 - 39,5
Flüssige Mittel am Ende der Periode 352 467 - 24,8 352 467 - 24,8

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

Konzernvermögenslage

TABELLE 05

Bilanz

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Mio. € 30. November 2019 30. November 2018 + / - in %
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 1.000 1.676 - 40,4
Sachanlagen 3.039 3.025 0,5
Übrige Vermögenswerte 457 535 - 14,6
Langfristige Vermögenswerte 4.496 5.236 - 14,1
Vorräte 2.094 1.832 14,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.035 1.015 2,0
Übrige Vermögenswerte 778 869 - 10,5
Kurzfristige Vermögenswerte 3.907 3.716 5,1
Bilanzsumme 8.403 8.952 - 6,1
Passiva
Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG 2.229 3.366 - 33,8
Hybrid-Eigenkapital 654 654 0,0
Sonstige nicht beherrschende Anteile 881 891 - 1,1
Eigenkapital 3.764 4.911 - 23,4
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 941 788 19,3
Finanzverbindlichkeiten 1.436 1.138 26,2
Übrige Schulden 404 388 4,1
Langfristige Schulden 2.781 2.314 20,2
Finanzverbindlichkeiten 434 254 70,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 941 859 9,5
Übrige Schulden 483 614 - 21,3
Kurzfristige Schulden 1.858 1.727 7,5
Bilanzsumme 8.403 8.952 - 6,1
Nettofinanzschulden 1.359 781 74,1
Eigenkapitalquote in % 44,8 54,9
Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) 36,1 15,9

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte gingen um 740 Mio. € auf 4.496 (5.236) Mio. € zurück. Dabei resultierte der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte um 676 Mio. € auf 1.000 (1.676) Mio. € maßgeblich aus der Wertberichtigung des Geschäfts­ oder Firmenwerts im Segment Zucker zum Ende des Geschäftsjahres 2018/19. Der Buchwert der Sachanlagen stieg um 14 Mio. € auf 3.039 (3.025) Mio. €. Erhöhend wirkte dabei - neben den laufenden Investitionen - die Aktivierung von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen in Höhe von

127 Mio. € aufgrund der Anwendung von IFRS 16 zum 1. März 2019. Diesem Anstieg stand ein Rückgang der Buchwerte der Sachanlagen aufgrund der zum Ende des Geschäftsjahres 2018/19 vorgenommenen Wertminderungen sowie der plan­ mäßigen Abschreibungen gegenüber. Der Rückgang der übri­gen Vermögenswerte um 78 Mio. € auf 457 (535) Mio. € resul­tierte maßgeblich aus dem gesunkenen Anteil an at Equity einbezogenen Unternehmen infolge der anteilig erfassten Verluste von ED&F Man Holdings Ltd.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 191 Mio. € auf 3.907 (3.716) Mio. €. Dabei verzeichneten die Vorratsbestände einen Anstieg um 262 Mio. € auf 2.094 (1.832) Mio. €, der maßgeblich aus der Zahlung einer Rohstoffsicherungsprämie für Rüben der Kampagne 2020 sowie einem rübenpreisbedingten Anstieg der Vorratsbestände im Segment Zucker resultierte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 1.035 (1.015) Mio. € leicht über Vorjahr. Der Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 91 Mio. € auf 778 (869) Mio. € ergab sich insbesondere aus einem geringeren Bestand an Wertpapieren und flüssigen Mitteln.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ging auf 3.764 (4.911) Mio. € und die Eigenkapitalquote auf 45 (55) % zurück. Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG reduzierte sich um 1.137 Mio. € auf 2.229 (3.366) Mio. €, was maßgeblich aus dem anteiligen Jahresfehlbetrag im weiteren Verlauf des Vorjahres resultierte, insbesondere aus der Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte und Sachanlagen sowie den weiteren Aufwendungen im Zusammenhang mit den Werksschließungen im Segment Zucker. Die sonstigen nicht beherrschenden Anteile verzeichneten einen Rückgang um 10 Mio. € auf 881 (891) Mio. €.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 467 Mio. € auf 2.781 (2.314) Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen um 153 Mio. € auf 941 (788) Mio. € infolge der Bewertung mit dem gesunkenen Marktzinssatz von 1,25 % am 30. November 2019 nach 2,20 % am 30. November 2018. Die Finanzverbindlichkeiten verzeichneten einen Anstieg um 298 Mio. € auf 1.436 (1.138) Mio. € infolge der Erfassung von Leasingverbindlichkeiten im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 sowie gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die übrigen Schulden nahmen um 16 Mio. € auf 404 (388) Mio. € zu.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden stiegen um 131 Mio. € auf 1.858 (1.727) Mio. €. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 180 Mio. € auf 434 (254) Mio. € resultierte aus der Erfassung von Leasingverbindlichkeiten im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 sowie der zur Kampagnefinanzierung aufgenommenen Commercial Papers bei einem gleichzeitigen Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 82 Mio. € auf 941 (859) Mio. € resultierte maßgeblich aus dem rübenpreisbedingten Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern auf 346 (288) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die sich aus sonstigen Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, war ein Rückgang um 131 Mio. € auf 483 (614) Mio. € zu verzeichnen.

Nettofinanzschulden

Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2019 stiegen wie erwartet um 578 Mio. € auf 1.359 (781) Mio. €; sie entsprechen 36 (16) % des Eigenkapitals.

Mitarbeiter

Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) zum Ende der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2019/20 war mit 19.947 (20.129) stabil.

TABELLE 06

Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nach Segmenten

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30. November 2019 2018 + / - in %
Zucker 8.044 8.269 - 2,7
Spezialitäten 5.999 5.909 1,5
CropEnergies 442 425 4,0
Frucht 5.462 5.526 - 1,2
Konzern 19.947 20.129 - 0,9

SEGMENT ZUCKER

Märkte und Rahmenbedingungen

Weltzuckermarkt

Das deutsche Analystenhaus F.O. Licht geht in seiner im Oktober 2019 veröffentlichten Schätzung der Weltzuckerbilanz für das Wirtschaftsjahr 2019/20 (1. Oktober bis 30. September) nun von einem nochmals höheren Produktionsdefizit in Höhe von rund 6,5 Mio. t aus. Dabei steht einem Rückgang der Zuckererzeugung seit der Rekordernte 2017/18 insbesondere in Brasilien und Europa, aber auch in Indien und Thailand, ein insgesamt steigender Weltzuckerverbrauch gegenüber. Dies wird zu einem weiteren Rückgang des hohen Bestandsniveaus und zum niedrigsten Verhältnis von Beständen zum Verbrauch seit 2016/17 führen. Diese Einschätzung von F.O. Licht wird auch von anderen Analysten geteilt.

GRAFIK 01

Weltmarktpreise für Zucker

1. Dezember 2016 bis 30. November 2019, London, nächster gehandelter Terminmonat

Im Geschäftsjahr 2019/20 bewegte sich der Weltmarktpreis für Weißzucker bislang in einer Bandbreite zwischen rund 260 und rund 315 €/t und lag zum Ende des Berichtszeitraums bei 314 €/t. Die oben beschriebenen positiven Erwartungen zur Zuckerbilanz 2019/20 schlagen sich bisher allerdings nur sehr zögerlich in leicht steigenden Weltmarktpreisen nieder. Ein deutlicherer Anstieg der Preise wird durch die hohen Lagerbestände in Indien verhindert, die kurzfristig über staatliche Stützungsmaßnahmen auf dem Weltmarkt vermarktet werden sollen. Dafür hat die indische Regierung für das Zuckerwirtschaftsjahr 2019/20 wieder hohe Exportsubventionen von rund 875 Mio. USD zur Ausfuhr von etwa 6 Mio. t Zucker freigegeben. 2018/19 wurden bereits rund 4 Mio. t mit ebenfalls hohen Exportsubventionen exportiert.

Gegen die indische Exportsubventionierung 2018/19 wurde in der Sitzung des WTO-Streitschlichtungsgremiums am 15. August 2019 den drei Klagen (Panels) von Australien, Brasilien und Guatemala stattgegeben. Die EU-Kommission nimmt zusammen mit weiteren zwölf WTO-Mitgliedern nur als Drittpartei teil. Australien, Brasilien und Guatemala haben nun die Möglichkeit, darzulegen, dass Indien tatsächlich seine Verpflichtungen aus den WTO-Abkommen verletzt hat. Das Panel soll zwischen März und Juni 2020 seinen Bericht abgeben. Aufgrund der aktuellen Blockade des Streitschlichtungsgremiums durch die USA kann es allerdings zu Verzögerungen kommen.

EU-Zuckermarkt

Im zurückliegenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ; 1. Oktober bis 30. September) 2018/19 fiel die Erzeugung in der EU trockenheitsbedingt um 3,7 Mio. t auf 18,2 (21,9) Mio. t und lag damit unter dem Verbrauch von 19,1 (19,6) Mio. t.

Aufgrund einer um rund 6 % gesunkenen Rübenanbaufläche und der auch im Sommer 2019 lange anhaltenden Trockenheit in wesentlichen Anbauregionen geht die EU-Kommission für das laufende ZWJ 2019/20 von unterdurchschnittlichen Zuckererträgen aus. Daher erwartet sie im ZWJ 2019/20 mit 18,1 (18,2) Mio. t eine Erzeugung (inklusive Isoglukose) auf dem niedrigen Vorjahresniveau. Damit wird auch im laufenden ZWJ 2019/20 die Erzeugung erneut unter dem Verbrauch liegen, sodass Importe zur Versorgung des EU-Marktes erforderlich sind.

Der EU-Preis für Zucker (Food und Non-Food) fiel im Oktober 2018 nochmals und bewegte sich im ZWJ 18/19 in einer Bandbreite zwischen 312 und 328 €/t für losen Zucker ab Werk. Der letzte veröffentliche Wert vom Oktober 2019 lag bei 332 €/t. Dabei handelt es sich nicht um einen einheitlichen Preis für Europa; es bestehen große regionale Preisunterschiede zwischen den Defizit- und Überschussregionen. Im weiteren Verlauf des ZWJ 2019/20 wird ein Anstieg der Preise erwartet.

Energiemarkt

Der Brent-Ölpreis lag Anfang September 2019 bei 59 USD / Barrel und ging Ende November 2019 mit 60 USD / Barrel aus dem Handel. Zwischenzeitlich stiegen die Preise für Brent-Öl auf bis zu 69 USD / Barrel Mitte September. Der Preisanstieg im September resultierte aus den Angriffen auf Öleinrichtungen in Saudi-Arabien und dem Absinken der OPEC-Produktion auf ein Zehnjahrestief. Nachfolgend setzten die anhaltenden globalen Konjunktursorgen und die mangelnde Förderdisziplin der anderen Öl produzierenden Länder die Ölpreise wieder unter Druck.

Rechtliche und politische Rahmenbedingungen

Brexit-Verhandlungen

Das Vereinigte Königreich hat bis zum 31. Januar 2020 Zeit, das im Oktober 2019 neu verhandelte Austrittsabkommen mit der EU im britischen Unterhaus zu ratifizieren. Mit dem deutlichen Wahlsieg der Konservativen Partei am 12. Dezember 2019, die das neue Austrittsabkommen mit der EU ausgehandelt hatte, ist eine termingerechte Ratifizierung wahrscheinlich.

Nach der Ratifizierung folgt eine Übergangsphase bis 31. Dezember 2020, in der ein neues Freihandelsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU abgeschlossen werden soll. Bis dahin werden die derzeitigen Handelsregelungen beibehalten. Ob der Abschluss eines Freihandelsabkommens bis Ende Dezember 2020 erfolgt, ist ungewiss. Eine Verlängerung der Übergangsphase ist zwar möglich, aber schon heute umstritten.

Sollte bis zum Ende der Übergangsphase kein neues Freihandelsabkommen abgeschlossen werden, gehen wir davon aus, dass sich der Marktzugang für europäischen Weißzucker zum britischen Markt erschweren wird. Die britische Regierung hatte für den Fall eines EU-Austritts ohne Austrittsabkommen Zölle von generell 150 €/t importierten Weißzucker jeglicher Herkunft festgesetzt. Rohzuckerimporte werden mit 339 €/t Zoll belegt, jedoch nicht für ein zollfreies Einfuhrkontingent von 260.000 t Rohzucker jeglicher Herkunft und für Lieferungen im Rahmen von bestehenden Partnerschaftsabkommen, wie z. B. mit den AKP-Staaten und LDCs.

Mercosur-Abkommen

Die Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay) und die EU-Kommission haben am 28. Juni 2019 eine Grundsatzeinigung über ein neues Freihandelsabkommen erzielt. Diese Grundsatzeinigung sieht vor, dass die EU den Einfuhrzoll für einen Teil des bestehenden CXL-Einfuhrkontingents von 98 €/t auf null absenkt. Brasilien kann derzeit 412.054 t Rohrohrzucker für die Raffination in die EU ausführen, darunter 334.054 t zum Zollsatz von 98 €/t und 78.000 t zum Zollsatz von 11 €/t. Mit der vorliegenden Einigung soll Brasilien 180.000 t der 334.054 t zollfrei ab dem Inkrafttreten des Abkommens exportieren können. Darüber hinaus hat die EU-Kommission Paraguay ein neues Einfuhrkontingent von 10.000 t Biozucker pro Jahr gewährt. Das Abkommen muss noch vom europäischen Parlament und von den Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Ob es zu einer Ratifizierung kommt, ist momentan insbesondere aufgrund der zahlreichen Brandrodungen im Amazonasgebiet und der kontroversen Diskussionen in der EU fraglich.

Darüber hinaus haben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht 2018/19 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker) auf den Seiten 61 und 62 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ergeben.

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Der Umsatzrückgang im Segment Zucker hat sich im 3. Quartal abgeschwächt. Nach neun Monaten lag der Umsatz bei 1.739 (2.060) Mio. €. Der Rückgang ist auf niedrigere Erlöse und eine deutlich geringere Absatzmenge infolge der trockenheitsbedingt unterdurchschnittlichen Ernten 2018 und 2019 zurückzuführen.

Im Berichtszeitraum ergab sich im Segment Zucker wie erwartet ein operativer Verlust in Höhe von - 146 (- 83) Mio. €. Die wesentlichen Ursachen waren einerseits ein nicht kostendeckendes Preisniveau im EU-Zuckermarkt und andererseits eine nach den trockenheitsbedingt geringeren Ernten 2018 und 2019 deutlich geringere Absatzmenge, insbesondere im Export. Entlastend wirkte im 1. Halbjahr 2019/20, dass bereits im Jahresabschluss 2018/19 die Vorräte auf die erwarteten Nettoverkaufserlöse abgewertet und damit Verluste vorweggenommen wurden. Während im 3. Quartal des Vorjahres die Preise nochmals sanken, zeigte sich im laufenden Geschäftsjahr seit Oktober 2019 eine Erholung der Preise. Der Preiserholung standen allerdings bedingt durch höhere Rübenpreise gestiegene Produktionskosten gegenüber. Der operative Verlust im 3. Quartal lag mit - 54 (- 85) Mio. € deutlich unter dem des Vorjahres. Dabei sind kaum Kosteneinsparungen aus dem Strukturprogramm enthalten; diese werden überwiegend erst in der zweiten Hälfte des nächsten Geschäftsjahres wirksam.

Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen

Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von -13 (- 3) Mio. € betraf das Angebot von Südzucker an die Rübenanbauer der Werke Warburg und Brottewitz zur Rückgabe ihrer Lieferrechte bei großen Frachtentfernungen. Beide Werke werden nach der Kampagne 2019 geschlossen. Daneben sind insbesondere Aufwendungen für die Schließung des Zuckerexportbüros in Antwerpen / Belgien im November 2019 enthalten. Die Schließung steht im Zusammenhang mit der Konzentration des Zuckergeschäfts auf den europäischen Markt; von der Schließung sind rund zehn Mitarbeiter betroffen. Die Belastungen infolge des Streiks im französischen Werk Cagny, das nach der laufenden Kampagne geschlossen wird, fallen dagegen erst im 4. Quartal an.

TABELLE 07

Geschäftsentwicklung im Segment Zucker

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
2019/20 2018/19 + / - in % 2019/20 2018/19
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Umsatzerlöse Mio. € 616 671 - 8,1 1.739 2.060
EBITDA Mio. € 13 - 26 - - 37 5
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 67 - 59 14,1 - 109 - 88
Operatives Ergebnis Mio. € - 54 - 85 - 37,5 - 146 - 83
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € - 7 - 3 > 100 - 13 - 3
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € - 64 1 - - 69 2
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € - 125 - 87 43,0 - 228 - 84
EBITDA-Marge % 2,2 - 4,0 - 2,1 0,2
Operative Marge % - 8,7 - 12,8 - 8,4 - 4,0
Investitionen in Sachanlagen 1 Mio. € 24 40 - 40,6 73 103
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 2 0 - 7 2
Investitionen gesamt Mio. € 26 40 - 35,7 80 105
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 260 321
Capital Employed Mio. € 2.563 3.030
Mitarbeiter 8.044 8.269

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1. - 3. Quartal
+ / - in %
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Umsatzerlöse - 15,6
EBITDA -
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 24,9
Operatives Ergebnis 75,5
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen > 100
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen -
Ergebnis der Betriebstätigkeit > 100
EBITDA-Marge
Operative Marge
Investitionen in Sachanlagen 1 - 29,3
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen > 100
Investitionen gesamt - 22,7
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen - 19,0
Capital Employed - 15,4
Mitarbeiter - 2,7

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker auf - 69 (2) Mio. € und betraf überwiegend die ED&F Man Holdings Limited (Beteiligungsquote der Südzucker AG rund 35 %). Ein nur moderater Ergebnisbeitrag aus deren operativem Geschäft, der insbesondere das unverändert schwierige Umfeld im Zuckermarkt reflektiert, war im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 durch erhebliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus der strategischen Neuausrichtung der ED&F Man-Gruppe belastet. Im Rahmen dieser strategischen Neuausrichtung sollen verschiedene Industriebeteiligungen außerhalb des eigentlichen Handelsgeschäfts veräußert werden, die bisher belastend auf das Konzernergebnis einwirkten. Die Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen soll überwiegend im Laufe des Jahres 2020 erfolgen.

Rübenanbau und Kampagne 2019

Die erneute Trockenheit im vergangenen Sommer in den meisten unserer Anbaugebiete spiegelt sich in insgesamt unterdurchschnittlichen Rübenerträgen in der Südzucker-Gruppe wider. Anders als im Vorjahr ließen flächendeckende, ergiebige Niederschläge ab Ende September die Rübenerträge zwar noch anziehen, jedoch sanken entsprechend die Zuckergehalte stark ab. Insgesamt wird ein Zuckerertrag über dem Vorjahresniveau, jedoch unterhalb des fünfjährigen Durchschnitts erwartet. Die Kampagne wird in den meisten Werken im Januar 2020 beendet sein; in Frankreich werden infolge des Streiks in Cagny die Rüben bis Mitte Februar 2020 in den übrigen Werken verarbeitet.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen der ersten neun Monate in Höhe von 73 (103) Mio. € entfielen überwiegend auf Ersatzinvestitionen, vor allem in den Austausch von Prozessleittechnik und die Anpassung von Elektroschalträumen. Daneben wurde in Maßnahmen zur Verbesserung der Logistik investiert, wie beispielsweise die Errichtung einer neuen Absackanlage für Foliensäcke im Werk Offenau oder die neuen Zucker-Verladeanlagen für Container in den Werken Zeitz und Ochsenfurt. Zudem wurden im Werk Rain die Voraussetzungen zur Biozuckerproduktion geschaffen und am französischen Standort Roye ein weiterer Dicksafttank fertiggestellt. Weitere Schwerpunkte waren Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen in den Bereichen Abwasseraufbereitung und Emissionsreduktion.

Investitionen in Finanzanlagen

Die Investitionen in Finanzanlagen von 7 (2) Mio. € betrafen unter anderem die Gründung des 50-%-Joint-Ventures Beta Pura GmbH, Wien / Österreich, das von der AGRANA Zucker GmbH, Wien / Österreich, und dem US-amerikanischen Rübenzuckerhersteller The Amalgamated Sugar Company, Boise / Idaho, gehalten wird. Dieses Joint Venture baut derzeit am Standort Tulln / Österreich die weltweit dritte Produktionsanlage für kristallines Betain. Daneben wurde eine Beteiligung von 3,5 % an DouxMatok Ltd., Petcha-Tikva / Israel, erworben. Das Start-up ist Entwickler einer neuen Technologie für optimierte Geschmacks- und Aromawahrnehmung.

SEGMENT SPEZIALITÄTEN

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Im Segment Spezialitäten hielt das Wachstum auch im 3. Quartal an, sodass der Umsatz auf 1.796 (1.710) Mio. € weiter zulegen konnte. Dazu trugen insgesamt steigende Absätze insbesondere im Bereich Stärke- und Verzuckerungsprodukte bei. Zudem lagen die Ethanolerlöse - trotz eines bereits starken Anstiegs gegen Ende 2018 - weiterhin deutlich über Vorjahresniveau.

Das operative Ergebnis stieg im 3. Quartal überproportional an und erhöhte sich damit nach neun Monaten deutlich auf 143 (118) Mio. €. Gestiegene Rohstoff- und Fixkosten konnten durch die anhaltend positive Umsatzentwicklung mehr als kompensiert werden.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 11 (14) Mio. € betraf im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der ungarischen Hungrana-Gruppe.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen im Segment Spezialitäten von 101 (109) Mio. € betrafen in der Division BENEO maßgeblich Kapazitätserweiterungen an allen Standorten, beispielsweise die Erweiterung der Kristallisationskapazität sowie des Warenlagers am Standort Offstein. In Wijgmaal / Belgien wurde mit dem ersten Bauabschnitt einer dritten Nassstärkelinie für Reisproteine begonnen. Bei der Division Freiberger wurde unter anderem in verschiedene Automatisierungsprojekte zur Senkung der Produktionskosten vorranging an den Standorten von Richelieu in den USA investiert. Maßgebliche Investitionen in der Division Stärke waren die Kapazitätserhöhung durch den Ausbau der Stärkefabrik in Pischelsdorf / Österreich sowie der Ausbau der Nassderivateanlage in Aschach / Österreich.

Investitionen in Finanzanlagen

Die Investitionen in Finanzanlagen von 2 (7) Mio. € betrafen die Aufstockung der bestehenden Beteiligung am südafrikanischen Portionsartikelhersteller Collaborative Packing Solutions [Pty] Ltd mit Sitz in Johannesburg von 40 % auf 75 %. Die Aufstockung erfolgte nach erteilter Freigabe durch die südafrikanische Wettbewerbsbehörde im November 2019. Das bisher at Equity einbezogene Gemeinschaftsunternehmen wird ab dem 1. Dezember 2019 vollkonsolidiert.

TABELLE 08

Geschäftsentwicklung im Segment Spezialitäten

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
2019/20 2018/19 + / - in % 2019/20 2018/19
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Umsatzerlöse Mio. € 604 584 3,4 1.796 1.710
EBITDA Mio. € 86 70 21,2 230 202
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 30 - 28 5,4 - 87 - 84
Operatives Ergebnis Mio. € 56 42 31,6 143 118
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 1 - 50,0 0 0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 4 4 - 6,8 11 14
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 60 47 27,7 154 132
EBITDA-Marge % 14,1 12,0 12,8 11,8
Operative Marge % 9,2 7,3 7,9 6,9
Investitionen in Sachanlagen 1 Mio. € 34 30 11,6 101 109
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 2 6 - 71,2 2 7
Investitionen gesamt Mio. € 36 36 - 1,9 103 116
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 69 72
Capital Employed Mio. € 2.245 2.167
Mitarbeiter 5.999 5.909

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1. - 3. Quartal
+ / - in %
--- ---
Umsatzerlöse 5,0
EBITDA 13,7
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 3,6
Operatives Ergebnis 21,0
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen - 50,0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen - 16,8
Ergebnis der Betriebstätigkeit 16,9
EBITDA-Marge
Operative Marge
Investitionen in Sachanlagen 1 - 6,6
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen - 77,6
Investitionen gesamt - 11,3
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen - 3,9
Capital Employed 3,6
Mitarbeiter 1,5

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

SEGMENT CROPENERGIES

Märkte

Ethanolmarkt

Die Ethanolpreise in Europa sind im 3. Quartal 2019/20 von rund 560 €/m3 Anfang September 2019 auf 650 €/m3 Ende November 2019 gestiegen. Die Spotpreise zeigten sich dabei weitaus volatiler in einer Bandbreite von 545 €/m3 bis 715 €/m3. Der Preisanstieg war insbesondere auf eine höhere Nachfrage zurückzuführen. Am 1. Oktober 2019 erfolgte in den Niederlanden die Einführung von E10, Dänemark, die Slowakische Republik und Ungarn werden am 1. Januar 2020 E10 einführen. Hinzu kommen in zahlreichen europäischen Staaten höhere Beimischungsziele für das Jahr 2020. So wird z.B. in Deutschland das Treibhausgasminderungsziel von 4 Gew.-% auf 6 Gew.-% erhöht.

Im Zuge der Nachfrageentwicklung steigen 2019 die Ethanolimporte voraussichtlich auf 1,0 (0,6) Mio. m3. Den Einfuhren stehen eine Inlandsproduktion von 7,6 (7,8) Mio. m3 und ein Inlandsverbrauch von 8,2 (8,1) Mio. m3 gegenüber. Die Produktion von Kraftstoffethanol soll mit 5,2 (5,4) Mio. m3 unter dem Verbrauch von 5,6 (5,5) Mio. m3 liegen.

Getreidemarkt

Dem Internationalen Getreiderat (IGC) zufolge soll die Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2019/20 auf 2.162 (2.143) Mio. t steigen. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.188 (2.172) Mio. t wird mit einem Rückgang der Bestände auf 594 (620) Mio. t gerechnet. Für die EU geht die EU-Kommission von einem Anstieg der Getreideernte 2019/20 auf 316 (290) Mio. t aus. Der Verbrauch soll sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändern und bei 290 (288) Mio. t liegen. Trotz der sehr guten Versorgungslage sind die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris im Laufe des 3. Quartals von rund 165 €/t auf 185 €/t angestiegen. Der Preisanstieg kann in erster Linie auf witterungsbedingte Aussaatverzögerungen in Teilen Europas zurückgeführt werden.

Rechtliche und politische Rahmenbedingungen

Mercosur-Abkommen

Die Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay) und die EU-Kommission haben am 28. Juni 2019 eine Grundsatzeinigung über ein neues Freihandelsabkommen erzielt. Diese Grundsatzeinigung sieht den begünstigten Import von rund 820.000 m3 Bioethanol vor. Davon sollen rund 570.000 m3 Bioethanol für Anwendungen in der chemischen Industrie zollfrei importiert werden dürfen. Der verbleibende Anteil von rund 250.000 m3 soll für andere Anwendungen wie den Einsatz als Kraftstoffethanol mit einer Ermäßigung um zwei Drittel des gegenwärtigen Zolltarifs in die EU eingeführt werden dürfen. Ob es zu einer Ratifizierung kommt, ist momentan insbesondere aufgrund der zahlreichen Brandrodungen im Amazonasgebiet und der kontroversen Diskussionen in der EU fraglich.

Klimaschutzverordnung

Mit der Klimaschutzverordnung strebt die EU an, die Treibhausgasemissionen in den Sektoren, die nicht unter den EU-Emissionshandel fallen, bis 2030 um 30 % zu senken. Zu diesem Nicht-ETS-Bereich gehören neben Gebäuden und Landwirtschaft insbesondere der Verkehr. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden im November 2019 das Klimaschutzgesetz (KSG) und das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) verabschiedet. Das BEHG sieht ab 2021 eine Bepreisung von fossilen Treibhausgasemissionen im Transport- und Wärmesektor vor. Nachhaltig erzeugte, erneuerbare Kraftstoffe wurden von der CO2-Bepreisung ausgenommen, da sie zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen.

Darüber hinaus haben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht 2018/19 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment CropEnergies) auf Seite 73 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ergeben.

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Das Segment CropEnergies verzeichnete in den ersten neun Monaten einen deutlichen Umsatzanstieg auf 604 (532) Mio. €. Aufgrund deutlich höherer Ethanolerlöse setzte sich das Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum auch im 3. Quartal fort.

Der Ergebniszuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte im 3. Quartal weiter vergrößert werden. In den ersten neun Monaten konnte das operative Ergebnis auf 70 (19) Mio. € mehr als verdreifacht werden. Dabei konnte die deutliche Verbesserung der Ethanolerlöse gestiegene Nettorohstoffkosten mehr als ausgleichen.

Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen

Im Vorjahr betraf das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von 10 Mio. € im Wesentlichen die Auflösung einer in 2016/17 gebildeten Rückstellung für Branntweinsteuerrisiken in Deutschland im Zusammenhang mit Ethanolverkäufen, nachdem das entsprechende Verfahren im 3. Quartal 2018/19 erfolgreich abgeschlossen wurde.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen in den ersten neun Monaten beliefen sich auf 20 (9) Mio. € und dienten neben dem Ersatz technischer Anlagen wie Wärmetauscher, Pumpen, Trockner über den gesamten Produktionsprozess an allen Standorten insbesondere der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen.

TABELLE 09

Geschäftsentwicklung im Segment CropEnergies

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
2019/20 2018/19 + / - in % 2019/20 2018/19
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse Mio. € 199 183 8,7 604 532
EBITDA Mio. € 37 15 > 100 102 48
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 10 - 10 6,1 - 32 - 29
Operatives Ergebnis Mio. € 27 5 > 100 70 19
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 10 - 99,0 1 10
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0 - 100,0 0 0
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 27 15 75,7 71 29
EBITDA-Marge % 18,6 8,0 16,9 9,1
Operative Marge % 13,3 2,7 11,6 3,6
Investitionen in Sachanlagen 1 Mio. € 7 4 81,6 20 9
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 0 0 - 0 0
Investitionen gesamt Mio. € 7 4 81,6 20 9
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 2 2
Capital Employed Mio. € 443 433
Mitarbeiter 442 425

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1. - 3. Quartal
+ / - in %
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Umsatzerlöse 13,5
EBITDA > 100
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 7,8
Operatives Ergebnis > 100
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen - 99,0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit > 100
EBITDA-Marge
Operative Marge
Investitionen in Sachanlagen 1 > 100
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen -
Investitionen gesamt > 100
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 10,0
Capital Employed 2,3
Mitarbeiter 4,0

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

SEGMENT FRUCHT

Märkte und Rahmenbedingungen

Absatzmärkte

Der globale Markt für Joghurt wird für das Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr eine voraussichtliche Absatzsteigerung von über 4 % verzeichnen, wobei dieses Wachstum von den Bereichen Trink- und Naturjoghurt getrieben werden sollte. Der eigentliche Hauptabsatzmarkt des Geschäftsfelds Fruchtzubereitungen - löffelbares Fruchtjoghurt - soll im selben Zeitraum global nur leicht wachsen, wobei unsere größten Märkte Westeuropa und Nordamerika rückläufig sein werden. Das Wachstum in Gebieten wie z. B. Südamerika, Mittlerer Osten, Europa und Nordamerika wird zudem konjunkturbedingt geringer erwartet.

Daneben liegt der Schwerpunkt weiterhin auf alternativen Wachstumssegmenten wie z. B. Eiscremes und Milchalternativen, bei denen Fruchtzubereitungen ebenso Anwendung finden wie in Molkereiprodukten. Vor allem in Westeuropa und Nordamerika wächst dieser Markt deutlich stärker als der Markt für klassische Milchprodukte.

Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate wird bei erntebedingt begrenzter Verfügbarkeit von einer weiter guten Nachfrage bei Apfelsaftkonzentrat im Frühjahr 2020 ausgegangen, was zu einer stabilen Preiserwartung führt.

Rohstoffmärkte

Bei Erdbeeren, der mengenmäßig bedeutendsten Frucht für Fruchtzubereitungen, konnten die geplanten Mengen auf den Hauptbeschaffungsmärkten Marokko, Ägypten, Spanien und Mexiko aus der Ernte 2019 kontrahiert werden. Moderate Preisanstiege von rund 5 % gab es in den mediterranen Regionen; dagegen stiegen die Preise in Mexiko aufgrund unterdurchschnittlicher Ernteerträge bis zu 30 %. Sorten aus Polen, der Ukraine und China werden bedingt durch ein generell höheres Preisniveau in erster Linie für regionale Produkte sowie im Bio-Bereich eingesetzt.

Aufgrund einer anhaltend starken Nachfrage nach tiefgefrorenen Früchten - insbesondere aus Europa und den USA - wird mit einer Ausweitung der Anbauflächen und auch einer Steigerung der Rohstoffpreise in Ägypten sowie Marokko gerechnet.

Unterdurchschnittliche Ernteerträge bei Himbeeren und Kirschen aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen in den europäischen Hauptanbaugebieten führten zu deutlichen Preissteigerungen von bis zu 60 % gegenüber dem Vorjahr.

Bei der Hauptfrucht Apfel im Bereich des Fruchtsaftkonzentratgeschäfts lag die Verfügbarkeit in den wesentlichen Ernteregionen witterungsbedingt deutlich unter dem Vorjahr. In China konnte eine zufriedenstellende Versorgung verzeichnet werden.

Die Buntsaftkonzentratproduktion 2019 war von geringerer Verfügbarkeit bei den Hauptfrüchten geprägt und damit auch von deutlich über dem Vorjahr liegenden Buntsaftkonzentratpreisen.

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Der Umsatz im Segment Frucht lag im Berichtszeitraum mit 889 (890) Mio. € auf Vorjahresniveau. Im Bereich Fruchtzubereitungen konnte der Umsatz bei geringfügig gestiegenen Absatzmengen leicht gesteigert werden, während im Bereich Fruchtsaftkonzentrate rückläufige Erlöse nicht vollständig durch deutlich gestiegene Absätze kompensiert werden konnten.

Das operative Ergebnis verringerte sich deutlich auf 46 (62) Mio. €. Höhere Kosten im Bereich Fruchtzubereitungen konnten nicht durch die leicht gestiegenen Absatzmengen kompensiert werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate konnten rückläufige Erlöse nicht vollständig durch gestiegene Absätze und niedrigere Rohstoffkosten ausgeglichen werden.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 30 (33) Mio. €. Im Bereich Fruchtzubereitungen wurden überwiegend Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen, aber auch Investitionen im Bereich Kapazitätserweiterung unter anderem durch die Installation einer weiteren Produktionslinie im Fruchtzubereitungswerk in Serpuchov / Russland vorgenommen, deren Inbetriebnahme ansteht. In Gleisdorf / Österreich soll die Chocosplit-Anlage zum Geschäftsjahresende in Betrieb genommen werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate lag der Schwerpunkt ebenfalls auf Ersatzinvestitionen und Produktionsoptimierungen wie z. B. Investitionen in einen Brüdenverdichter am Standort Białobrzegi / Polen, der neben Energieeinsparungen auch eine Erhöhung der Kapazität am Standort bewirkt.

TABELLE 10

Geschäftsentwicklung im Segment Frucht

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
2019/20 2018/19 + / - in % 2019/20 2018/19
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse Mio. € 294 279 5,4 889 890
EBITDA Mio. € 22 26 - 15,6 78 90
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 12 - 11 11,8 - 32 - 28
Operatives Ergebnis Mio. € 10 15 - 35,5 46 62
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 0 - 0 0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0 - 0 0
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 10 15 - 35,5 46 62
EBITDA-Marge % 7,5 9,4 8,7 10,1
Operative Marge % 3,3 5,5 5,2 7,0
Investitionen in Sachanlagen 1 Mio. € 9 13 - 27,0 30 33
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 0 0 - 1 6
Investitionen gesamt Mio. € 9 13 - 27,0 31 39
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0
Capital Employed Mio. € 936 881
Mitarbeiter 5.462 5.526

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1. - 3. Quartal
+ / - in %
--- ---
Umsatzerlöse - 0,1
EBITDA - 13,5
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 14,5
Operatives Ergebnis - 26,0
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen -
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen -
Ergebnis der Betriebstätigkeit - 26,0
EBITDA-Marge
Operative Marge
Investitionen in Sachanlagen 1 - 9,6
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen - 91,5
Investitionen gesamt - 21,9
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen -
Capital Employed 6,2
Mitarbeiter - 1,2

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

PROGNOSEBERICHT

Konzern

Für das Geschäftsjahr 2019/20 erwarten wir einen Konzernumsatz von 6,7 bis 7,0 (Vorjahr: 6,8) Mrd. €. Dabei gehen wir nun im Segment Zucker von einem deutlichen Umsatzrückgang aus (bisherige Prognose: moderater Rückgang; Vorjahr: 2,6 Mrd. €). Im Segment CropEnergies sehen wir nun einen Umsatz von circa 810 (bisherige Prognose1: 740 bis 780; Vorjahr: 693) Mio. €. Im Segment Spezialitäten rechnen wir nun mit einem moderaten Umsatzanstieg (bisherige Prognose: leichter Umsatzanstieg; Vorjahr: 2,3 Mrd. €) und im Segment Frucht mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 1,2 Mrd. €).

Beim operativen Konzernergebnis gehen wir nunmehr von einer Bandbreite von 70 bis 130 (bisherige Prognose2: 50 bis 130; Vorjahr: 27) Mio. € aus. Dabei rechnen wir im Segment Zucker mit einem nochmaligen operativen Verlust in Höhe von - 200 bis - 260 (Vorjahr: - 239) Mio. €. Im Segment Spezialitäten gehen wir nun von einer deutlichen Ergebnissteigerung aus (bisherige Prognose: moderater Anstieg; Vorjahr: 156 Mio. €). Im Segment CropEnergies wird nun ein operatives Ergebnis in der Größenordnung von 100 (bisherige Prognose1: 70 bis 90; Vorjahr: 33) Mio. € erwartet. Im Segment Frucht rechnen wir mit einem deutlichen Ergebnisrückgang (Vorjahr: 77 Mio. €).

Wir gehen von einem Anstieg des Capital Employed aus, der maßgeblich aus der Anwendung des neuen IFRS-Standards zur Leasingbilanzierung resultiert. Auf Basis der genannten operativen Ergebnisbandbreite rechnen wir mit einem ROCE von bis zu 2 % (Vorjahr: 0,4 %).

Segment Zucker

Bei rückläufigen Absatzmengen und reduzierter Ernteerwartung gehen wir trotz durchschnittlich höherer Erlöse für das Geschäftsjahr 2019/20 von einem deutlichen Umsatzrückgang im Segment Zucker aus. Bei einem im Geschäftsjahresdurchschnitt unbefriedigenden Preisniveau, rückläufigen Absatzmengen und in der Kampagne 2019 deutlich steigenden Herstellkosten, insbesondere durch die gezahlte Rohstoffsicherungsprämie für die Lieferung von Rüben der Kampagne 2019, erwarten wir einen operativen Verlust im Segment Zucker in einer Bandbreite von - 200 bis - 260 Mio. €. Diese Prognose im Segment Zucker ist in einem sich weiterhin verändernden Marktumfeld von Unsicherheit geprägt.

Ergebnisverbesserungen aus dem Restrukturierungsplan im Segment Zucker werden sich erst nach Stilllegung der Werke ab dem 2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 auswirken.

Segment Spezialitäten

Im Segment Spezialitäten rechnen wir mit einer Ausweitung der Produktions- und Absatzmengen in sämtlichen Divisionen. Damit wird nun ein moderater Umsatzanstieg realisiert. Die fortgesetzt sehr positive Entwicklung im Ethanolmarkt mit einem weiterhin stabil hohen Erlösniveau trägt zu einem nun erwarteten deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses bei.

Segment CropEnergies

Aufgrund der weiterhin robusten Nachfrage nach klimaschonenden Alternativen zu fossilen Kraftstoffen und fortgesetzt deutlich über Vorjahr liegenden Erlösen für erneuerbares Ethanol aus europäischer Wertschöpfung erwarten wir für das Segment CropEnergies nun einen Umsatz von circa 810 Mio. € und ein operatives Ergebnis in der Größenordnung von 100 Mio. €.

Segment Frucht

Wir erwarten für das Segment Frucht im Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatz auf Vorjahresniveau und einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses. In der Division Fruchtzubereitungen rechnen wir bei leicht steigenden Absatzmengen mit stagnierenden Umsätzen sowie einer deutlichen Verschlechterung des operativen Ergebnisses. In der Division Fruchtsaftkonzentrate wird von stabilen Umsätzen ausgegangen. Das operative Ergebnis wird aufgrund einer geringeren Auslastung durch die niedrigere Apfelverfügbarkeit deutlich unter dem Vorjahr liegen.

1 Die CropEnergies AG hat diese Prognose am 16. Dezember 2019 angepasst.

2 Angepasst mit Ad-hoc-Meldung der Südzucker AG vom 25. Oktober 2019. Gemäß Halbjahresfinanzbericht 2019/20: operatives Konzernergebnis von 0 bis 100 Mio. €, operativer Verlust im Segment Zucker von - 200 bis - 300 Mio. €, moderater Ergebnisanstieg im Segment Spezialitäten, operatives Ergebnis im Segment CropEnergies zwischen 50 bis 75 Mio. € und deutlicher Ergebnisrückgang im Segment Frucht.

Zukunftsgerichtete Aussagen / Prognosen

Diese Zwischenmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.

Einen Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht im Geschäftsbericht 2018/19 auf den Seiten 84 bis 96. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte haben wir keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Südzucker-Gruppe gefährden.

Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Über diesen Bericht

Diese Quartalsmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der Südzucker AG hat diese Quartalsmitteilung am 27. Dezember 2019 aufgestellt.

Dieses Dokument liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Website stehen PDF-Dateien der Zwischenmitteilungen zum Download zur Verfügung:

www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ bzw.

www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/

Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. - 3. Quartal erstreckt sich über den Zeitraum 1. März bis 30. November.

Die auf den vorangegangenen Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen grundsätzlich den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten.

Veröffentlicht am 14. Januar 2020

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