AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Südzucker AG

Earnings Release Jul 12, 2018

420_rns_2018-07-12_637207b1-92e9-4962-b308-4b67070672ed.html

Earnings Release

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Südzucker AG

Mannheim

Quartalsmitteilung 1. Quartal 2018/19

QUARTALSMITTEILUNG 1. QUARTAL 2018/19

1. März - 31. Mai 2018

KONZERNUMSATZ

1.741 [1.783] Mio.

OPERATIVES KONZERNERGEBNIS

78 [153] Mio.

PROGNOSE FÜR GESAMTJAHR 2018/19 UNVERÄNDERT:

KONZERNUMSATZ

6,8 bis 7,1 [2017/18: 7,0] Mrd. €

OPERATIVES KONZERNERGEBNIS 100 bis 200 [2017/18: 445] Mio. €

FINANZKALENDER

Hauptversammlung

Geschäftsjahr 2017/18

19. Juli 2018

Q2 - Halbjahresfinanzbericht

1. Halbjahr 2018/19

11. Oktober 2018

Q3 - Quartalsmitteilung

1.-3. Quartal 2018/19

10. Januar 2019

Vorläufige Zahlen

Geschäftsjahr 2018/19

24. April 2019

Bilanzpresse- und Analystenkonferenz

Geschäftsjahr 2018/19

16. Mai 2019

Q1 - Quartalsmitteilung

1. Quartal 2019/20

11. Juli 2019

Hauptversammlung

Geschäftsjahr 2018/19

18. Juli 2019

Q2 - Halbjahresfinanzbericht

1. Halbjahr 2019/20

10. Oktober 2019

IM ÜBERBLICK

1. Quartal 2018/19

Konzernumsatz liegt mit 1.741 (1.783) Mio. € um 2 % unter Vorjahr.
Operatives Konzernergebnis sinkt um 75 Mio. € auf 78 (153) Mio. € durch deutlichen Ergebnisrückgang in den Segmenten Zucker und CropEnergies.

Segment Zucker weist wie erwartet einen Umsatz- und Ergebnisrückgang infolge gesunkener Zuckererlöse aus:

Umsatz: - 10 % auf 695 (777) Mio. €
Operatives Ergebnis: 8 (64) Mio. €

Segment Spezialitäten zeigt erwartungsgemäß Umsatzanstieg insbesondere durch Umsatzbeiträge der im Vorjahreszeitraum noch nicht enthaltenen Tiefkühlpizzahersteller Richelieu Foods Inc. und HASA GmbH. Der Ergebnisrückgang resultiert maßgeblich aus geringeren Ethanol- und Verzuckerungsprodukterlösen sowie höheren Fixkosten aus Kapazitätserweiterungen im Bereich Stärke:

Umsatz: + 16 % auf 558 (481) Mio. €
Operatives Ergebnis: 39 (41) Mio. €

Segment CropEnergies verzeichnet Umsatz- und Ergebnisrückgang infolge deutlich niedrigerer Ethanolerlöse:

Umsatz: - 18 % auf 176 (214) Mio. €
Operatives Ergebnis: 5 (23) Mio. €

Segment Frucht verbucht Umsatz auf Vorjahresniveau und leichten Anstieg des operativen Ergebnisses:

Umsatz: 312 (311) Mio. €
Operatives Ergebnis: 26 (25) Mio. €

Prognose für das Gesamtjahr 2018/19 unverändert

Konzernumsatz von 6,8 bis 7,1 (2017/18: 7,0) Mrd. € erwartet.
Operatives Konzernergebnis in einer Bandbreite von 100 bis 200 (2017/18: 445) Mio. € erwartet.
Leichter Anstieg des Capital Employed; Rückgang des ROCE.

IM ÜBERBLICK

Konzernzahlen zum 31. Mai 2018

scroll

1. Quartal
2018/19 2017/18 +/-in %
--- --- --- --- ---
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Mio. € 1.741 1.783 - 2,3
EBITDA Mio. € 138 208 - 34,0
EBITDA-Marge % 7,9 11,7
Abschreibungen Mio. € - 60 - 55 8,5
Operatives Ergebnis Mio. € 78 153 - 49,3
Operative Marge % 4,5 8,6
Jahresüberschuss Mio. € 40 120 - 66,5
Cashflow und Investitionen
Cashflow Mio. € 97 185 - 47,4
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 66 62 6,8
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 3 0 -
Investitionen gesamt Mio. € 69 62 12,0
Wertentwicklung
Sachanlagen1 Mio. € 3.267 2.957 10,5
Goodwill Mio. € 1.396 1.191 17,3
Working Capital Mio. € 1.890 1.878 0,6
Capital Employed Mio. € 6.666 6.138 8,6
Kapitalstruktur
Bilanzsumme Mio. € 8.932 8.475 5,4
Eigenkapital Mio. € 5.055 5.029 0,5
Nettofinanzschulden Mio. € 799 443 80,3
Eigenkapitalquote % 56,6 59,3
Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) % 15,8 8,8
Aktie
Marktkapitalisierung per 31. Mai Mio. € 3.131 3.888 - 19,5
Gesamtzahl Aktien per 31. Mai Mio. Stück 204,2 204,2 0,0
Schlusskurs per 31. Mai 15,34 19,04 - 19,4
Ergebnis je Aktie per 31. Mai 0,10 0,39 - 74,4
Durchschnittliches Handelsvolumen / Tag Tsd. Stück 866 827 4,7
Schlusskurs: SDAX® / Vorjahr: MDAX® per 31. Mai2 Punkte 12.450 25.128
Performance Südzucker-Aktie 1. März bis 31. Mai3 % 3,9 - 21,0
Performance SDAX® / Vorjahr: MDAX® 1. März bis 31. Mai3 % 2,6 7,5
Mitarbeiter 19.545 18.416 6,1

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

2 Seit dem Geschäftsjahr 2018/19 ist die Südzucker-Aktie im SDAX® gelistet; bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 war die Südzucker-Aktie im MDAX® gelistet.

3 Im Geschäftsjahr 2018/19 vergleicht sich die Performance der Südzucker-Aktie mit der Performance des SDAX®; im Vorjahr wird die Performance der Südzucker-Aktie gegenüber dem MDAX® gezeigt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Konzernertragslage

Umsatz und operatives Ergebnis

Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 sank der Konzernumsatz auf 1.741 (1.783) Mio. €. Während der Umsatz in den Segmenten Zucker und CropEnergies deutlich zurückging, stieg er im Segment Spezialitäten deutlich an. Im Segment Frucht lag der Umsatz auf Vorjahresniveau.

Das operative Konzernergebnis im Berichtszeitraum verringerte sich erwartungsgemäß deutlich auf 78 (153) Mio. € und halbierte sich damit nahezu. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die wie erwartet deutlich schwächere Entwicklung im Segment Zucker zurückzuführen. Auch das operative Ergebnis im Segment CropEnergies war deutlich unter Vorjahr. Das operative Ergebnis im Segment Spezialitäten lag im 1. Quartal moderat unter Vorjahr, im Segment Frucht leicht über Vorjahresniveau.

Ergebnis der Betriebstätigkeit

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 84 (167) Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis von 78 (153) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 0 (0) Mio. € sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen von 6 (14) Mio. € zusammen.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in den Segmenten Zucker und Spezialitäten verminderte sich infolge der geringeren Ergebnisbeiträge auf 6 (14) Mio. €.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich in den ersten drei Monaten auf -7 (- 9) Mio. €. Es umfasst ein Zinsergebnis unter Vorjahresniveau von - 6 (- 7) Mio. € infolge rückläufiger Durchschnittszinsen - trotz gestiegener Durchschnittsverschuldung - sowie ein sonstiges Finanzergebnis von - 1 (- 2) Mio. € mit einem ausgeglichenen Währungsergebnis.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 77 (158) Mio. € beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf -37 (- 38) Mio. €. Der Anstieg der Konzernsteuerquote auf 48 (24) % resultiert im Wesentlichen aus der Annahme, dass steuerliche Verluste im Segment Zucker zunächst bilanziell nicht angesetzt werden können.

Geschäftsentwicklung - Konzern

scroll

1. Quartal
2018/19 2017/18 +/-in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse Mio. € 1.741 1.783 - 2,3
EBITDA Mio. € 138 208 - 34,0
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 60 - 55 8,5
Operatives Ergebnis Mio. € 78 153 -49,3
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 0 - 85,7
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 6 14 - 53,1
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 84 167 -49,5
EBITDA-Marge % 7,9 11,7
Operative Marge % 4,5 8,6
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 66 62 6,8
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 3 0 -
Investitionen gesamt Mio. € 69 62 12,0
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 376 433 - 13,2
Capital Employed Mio. € 6.666 6.138 8,6
Mitarbeiter 19.545 18.416 6,1

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

Gewinn- und-Verlust-Rechnung

scroll

1. Quartal
Mio. € 2018/19 2017/18 +/-in %
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.741 1.783 - 2,3
Operatives Ergebnis 78 153 - 49,3
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen 0 0 0,0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 6 14 - 53,1
Ergebnis der Betriebstätigkeit 84 167 - 49,5
Finanzergebnis - 7 - 9 - 22,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 77 158 - 51,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 37 - 38 - 2,7
Jahresüberschuss 40 120 - 66,5
davon Aktionäre der Südzucker AG 20 81 - 75,5
davon Hybrid-Eigenkapital 3 3 0,0
davon sonstige nicht beherrschende Anteile 17 36 - 52,4
Ergebnis je Aktie (€) 0,10 0,39 - 74,4

Jahresüberschuss

Vom Jahresüberschuss von 40 (120) Mio. € entfielen 20 (81) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG, 3 (3) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 17 (36) Mio. € auf die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. Der Rückgang des Anteils der Aktionäre der Südzucker AG am Jahresüberschuss um 75 % reflektiert insbesondere die Belastungen aus dem Segment Zucker, während der Rückgang des Anteils der sonstigen nicht beherrschenden Anteile am Jahresüberschuss insbesondere durch den leichten Ergebnisanstieg im Segment Frucht nur 52 % beträgt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie betrug 0,10 (0,39) € für das 1. Quartal 2018/19. Der Ermittlung lag der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien zugrunde.

Konzernfinanzlage

Cashflow

Der Cashflow erreichte 97 Mio. € nach 185 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 5,7 (10,4) % der Umsatzerlöse.

Working Capital

Der Mittelzufluss aus der Abnahme des Working Capitals von 26 Mio. € - nach einem Mittelabfluss aus der Zunahme des Working Capitals von 160 Mio. € im Vorjahr - resultierte maßgeblich aus den höheren Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern infolge der Verschiebung von Rübengeldzahlungen in das 2. Quartal des laufenden Jahres. Im Vorjahr wurden die Rübengeldzahlungen bereits im 1. Quartal geleistet.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen sich im 1. Quartal auf 66 (62) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von 22 (24) Mio. € überwiegend auf Ersatzinvestitionen sowie auf weitere Optimierungen der Logistik und Effizienzverbesserungen der Produktion. Das Investitionsvolumen im Segment Spezialitäten in Höhe von 35 (30) Mio. € betraf im Wesentlichen die Errichtung von neuen Produktionsanlagen bzw. Kapazitätserweiterungen. Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 2 (4) Mio. € dienten der Optimierung der Produktionsanlagen. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 7 (4) Mio. € überwiegend die Division Fruchtzubereitungen und hierbei die Installation weiterer Produktionskapazitäten.

Entwicklung der Nettofinanzschulden

Die Nettofinanzschulden von 843 Mio. € am 28. Februar 2018 konnten um 44 Mio. € auf 799 Mio. € am 31. Mai 2018 abgebaut werden. Dabei wurden die Investitionen in Sach- und Finanzanlagen von insgesamt 69 Mio. € und die Gewinnausschüttungen von 5 Mio. € vollständig aus dem Cashflow in Höhe von 97 Mio. € sowie dem Mittelzufluss aus dem Abbau des Working Capitals von 26 Mio. € finanziert.

Finanzierungsrechnung

scroll

1. Quartal
Mio. € 2018/19 2017/18 +/-in %
--- --- --- ---
Cashflow 97 185 -47,4
Zunahme (-) /Abnahme (+) des Working Capitals 26 - 160 -
Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit 123 25 > 100
Summe Investitionen in Sachanlagen1 - 66 - 62 6,8
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen - 3 0 -
Investitionen gesamt - 69 - 62 12,0
Sonstige Cashflows aus Investitionstätigkeit 3 1 > 100
Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Investitionstätigkeit - 66 - 61 8,3
Aufstockungen an Tochterunternehmen 0 - 1 - 20,0
Abstockungen an Tochterunternehmen (+) / Kapitalrückkauf (-) 0 0 - 100,0
Gewinnausschüttungen - 5 - 5 0,0
Sonstige Cashflows aus Finanzierungstätigkeit - 167 36 -
Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Finanzierungstätigkeit - 172 30 -
Sonstige Änderungen der flüssigen Mittel - 9 9 -
Abnahme (-) / Zunahme (+) der flüssigen Mittel - 122 4 -
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 585 581 0,8
Flüssige Mittel am Ende der Periode 463 585 - 20,8

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

Konzernvermögenslage

Bilanz

Aktiva

scroll

Mio. € 31. Mai 2018 31. Mai 2017 +/-in %
Immaterielle Vermögenswerte 1.670 1.240 34,7
Sachanlagen 2.994 2.908 2,9
Übrige Vermögenswerte 507 590 - 14,1
Langfristige Vermögenswerte 5.171 4.738 9,1
Vorräte 1.760 1.659 6,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.084 1.012 7,1
Übrige Vermögenswerte 917 1.066 - 14,0
Kurzfristige Vermögenswerte 3.761 3.737 0,7
Bilanzsumme 8.932 8.475 5,4

Passiva

scroll

Mio. € 31. Mai 2018 31. Mai 2017 +/-in %
Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG 3.472 3.458 0,4
Hybrid-Eigenkapital 654 653 0,1
Sonstige nicht beherrschende Anteile 929 918 1,2
Eigenkapital 5.055 5.029 0,5
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 785 825 - 4,9
Finanzverbindlichkeiten 1.096 556 97,2
Übrige Schulden 355 298 19,1
Langfristige Schulden 2.236 1.679 33,1
Finanzverbindlichkeiten 310 616 - 49,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 688 446 54,2
Übrige Schulden 643 705 - 8,8
Kurzfristige Schulden 1.641 1.767 - 7,1
Bilanzsumme 8.932 8.475 5,4
Nettofinanzschulden 799 443 80,3
Eigenkapitalquote in % 56,6 59,3
Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) 15,8 8,8

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 433 Mio. € auf 5.171 (4.738) Mio. €. Infolge des Erwerbs der Tiefkühlpizzahersteller Richelieu Foods Inc., Braintree / Massachusetts / USA, sowie HASA GmbH, Burg, erhöhten sich der Geschäfts- oder Firmenwert und die übrigen immateriellen Vermögenswerte, wodurch die immateriellen Vermögenswerte insgesamt auf 1.670 (1.240) Mio. € anstiegen. Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich bedingt durch Investitionen sowie die Konsolidierungskreisänderungen im Verlauf des Geschäftsjahrs 2017/18 um 86 Mio. € auf 2.994 (2.908) Mio. €. Der Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 83 Mio. € auf 507 (590) Mio. € resultierte insbesondere aus den reduzierten Anteilen an at Equity einbezogenen Unternehmen von 376 (433) Mio. € und reflektiert das schwierige Umfeld des Zuckermarkts für das britische Handelshaus ED&F Man Holdings Limited, London / Großbritannien.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 24 Mio. € auf 3.761 (3.737) Mio. €. Wesentliche Ursache hierfür waren um 101 Mio. € höhere Vorratsbestände von 1.760 (1.659) Mio. € -insbesondere im Segment Spezialitäten - infolge der zum Vorjahresstichtag noch nicht enthaltenen Tiefkühlpizzahersteller Richelieu Foods Inc. und HASA GmbH sowie um 72 Mio. € gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.084 (1.012) Mio. €. Dem stand ein Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 149 Mio. € auf 917 (1.066) Mio. € gegenüber, der maßgeblich aus dem Rückgang der flüssigen Mittel in Verbindung mit der Rückzahlung der 400-Mio.-€-Anleihe am 29. März 2018 resultierte.

Eigenkapital

Das Eigenkapital stieg auf 5.055 (5.029) Mio. €; die Eigenkapitalquote lag bei einer gestiegenen Bilanzsumme von 8.932 (8.475) Mio. € mit 57 (59) % unter Vorjahresniveau. Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG erhöhte sich um 14 Mio. € auf 3.472 (3.458) Mio. €; gleichzeitig erhöhten sich die sonstigen nicht beherrschenden Anteile um 11 Mio. € auf 929 (918) Mio. €.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 557 Mio. € auf 2.236 (1.679) Mio. €. Dabei reduzierten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 40 Mio. € auf 785 (825) Mio. € infolge der Bewertung mit dem gestiegenen Marktzinssatz von 2,20 % am 31. Mai 2018 nach 1,90 % am 31. Mai 2017. Die Finanzverbindlichkeiten verzeichneten einen Anstieg um 540 Mio. € auf 1.096 (556) Mio. € durch die Aufnahme der Anleihe 2017/2025 im 3. Quartal 2017/18 mit einem Buchwert von 495 Mio. € sowie gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Anstieg der übrigen Schulden um 57 Mio. € auf 355 (298) Mio. € resultiert maßgeblich aus den gestiegenen passiven latenten Steuern.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 126 Mio. € auf 1.641 (1.767) Mio. €. Dabei verzeichneten die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten einen Rückgang um 306 Mio. € auf 310 (616) Mio. € infolge der Rückzahlung der am 29. März 2018 fälligen Anleihe 2011/2018 mit einem Nominalwert von 400 Mio. € sowie der Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Dem stand die Aufnahme von Com-mercial Papers in Höhe von 187 Mio. € gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 242 Mio. € auf 688 (446) Mio. €; darin enthalten sind gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern in Höhe von 228 (29) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die sich aus sonstigen Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, war ein Rückgang um 62 Mio. € auf 643 (705) Mio. € zu verzeichnen.

Nettofinanzschulden

Die Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2018 erhöhten sich um 356 Mio. € auf 799 (443) Mio. € gegenüber dem Vorjahresstichtag; sie entsprachen 15,8 (8,8) % des Eigenkapitals.

Mitarbeiter

Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende des 1. Quartals des Geschäftsjahres 2018/19 mit 19.545 (18.416) über Vorjahr. Im Segment Spezialitäten stieg die Mitarbeiterzahl um 1.078 auf 5.829 (4.751), was insbesondere aus dem Mitarbeiterzuwachs im Rahmen des Erwerbs der Richelieu Foods Inc. und der HASA GmbH durch Freiberger sowie aus Neueinstellungen bei AGRANA Stärke resultierte.

scroll

Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nach Segmenten
31. Mai 2018 2017 +/-in %
--- --- --- ---
Zucker 7.037 6.963 1,1
Spezialitäten 5.829 4.751 22,7
CropEnergies 411 411 0,0
Frucht 6.268 6.291 - 0,4
Konzern 19.545 18.416 6,1

SEGMENT ZUCKER

Marktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen

Weltzuckermarkt

In seiner zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Juni 2018 rechnet das deutsche Analystenhaus F. O. Licht auch für das Wirtschaftsjahr 2018/19 (1. Oktober bis 30. September) mit einem Überschuss. Nach dieser Schätzung käme es bei einer Produktion auf Vorjahresniveau von 194,2 (193,1) Mio. t und einem weiter wachsenden Verbrauch von 186,4 (183,7) Mio. t zu einem Aufbau der Bestände auf 83,2 (76,0) Mio. t bzw. rund 45 (41) % eines Jahresverbrauchs.

Nach Beginn des Geschäftsjahres ging der Weltmarktpreis für Weißzucker zunächst von 296 €/t auf nahezu 250 €/t zurück, erholte sich aber - unterstützt von einem stärkeren US-Dollar - wieder auf rund 300 €/t. Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 303 €/t.

Weltmarktpreise für Zucker

1. Juni 2015 bis 31. Mai 2018, London, nächster gehandelter Terminmonat

EU-Zuckermarkt

In dem seit 1. Oktober 2017 laufenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ; 1. Oktober bis 30. September) 2017/18 geht die EU-Kommission aufgrund einer deutlichen Anbauausweitung bei regional unterschiedlichen, aber insgesamt guten bis sehr guten Erträgen von einem Anstieg der Zuckererzeugung (inkl. Isoglukose) auf 22,0 (17,6) Mio. t aus. Mit dem Wegfall der Zuckerquotenregelung und der Zuckerrübenmindestpreise ab Oktober 2017 ist auch die Begrenzung der EU-Exporte entfallen. Die Produktionssteigerung führt zu einer Erhöhung der EU-Exporte auf 3,3 (1,4) Mio. t bei gleichzeitig rückläufigen Importmengen von 1,2 (2,5) Mio. t. Die EU wird damit wieder vom Netto-Importeur zum Netto-Exporteur.

Für das kommende ZWJ 2018/19 geht die EU-Kommission von einer stabilen Rübenanbaufläche aus. Bei normalen Rübenerträgen hätte das einen leichten Rückgang der Zuckererzeugung zur Folge.

EU-Preis-Reporting

1. Mai 2015 bis 30. April 2018 €/t Ww.

Zu Beginn des laufenden ZWJ 2017/18 im Oktober 2017 fiel der EU-Preis für Zucker (Food und Non-Food) auf 420 €/t loser Zucker ab Werk und ging in den Folgemonaten weiter zurück. Im April 2018 erreichte der EU-Preis mit 362 €/t das historisch bislang niedrigste Niveau. Er liegt somit seit Anfang 2018 unter dem regulatorisch festgelegten Referenzschwellenwert von 404 €/t.

Energiemarkt

Robuste Konjunkturdaten und die Produktionsdrosselung der OPEC-Staaten drehten die globalen Rohölmärkte in ein Defizit, weshalb sich, ausgehend von einem Brent-Rohölpreis von 64 USD/Barrel, die Rallye der Rohölpreise im 1. Quartal 2018/19 fortsetzte. Im Quartalsverlauf wurde die Marktstimmung zunehmend auch von geopolitischen Spannungen beeinflusst. Die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran und die Verhängung von Sanktionen durch die US-Regierung im Mai nährten Spekulationen über eine sich verschärfende Angebotsverknappung. Als Folge erreichte der Brent-Rohölpreis am 23. Mai 2018 mit rund 80 USD/Barrel die höchste Notierung seit dreieinhalb Jahren. Anschließend löste die Debatte über eine mögliche Lockerung der Produktionsbeschränkungen eine Preiskorrektur aus, sodass der Brent-Ölpreis am Quartalsende mit rund 77 USD/Barrel aus dem Handel ging.

EU-Agrar- und Zuckerpolitik, WTO-Verhandlungen und Freihandelsabkommen

Zum 1. Juni 2018 veröffentlichte die EU-Kommission ihre Vorschläge zur EU-Agrarpolitik nach 2020. Diese ergänzen die im Mai vorgelegten Budgetvorschläge zum EU-Haushalt nach 2020. Es wird erwartet, dass die Vorschläge zu einer deutlichen Reduzierung der durchschnittlichen landwirtschaftlichen Einkommen führen, was den Anpassungsdruck in der Landwirtschaft weiter erhöht. Darüber hinaus ist mit einer stärkeren nationalen Ausrichtung der Agrarpolitik zu rechnen. Diese Tendenz, die das Prinzip des gemeinsamen Marktes für Agrarprodukte und Zucker unterhöhlt, birgt das Risiko zunehmender wettbewerbsverzerrender nationaler Maßnahmen -wie die bereits heute in einigen EU-Ländern an den Zuckerrübenanbau gekoppelten Direktzahlungen - zulasten der wettbewerbsstarken Anbauregionen, in denen Südzucker insbesondere aktiv ist.

Neben den seit Jahren stockenden WTO-Gesprächen verhandelt die EU mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund und Australien, über mögliche Freihandelsabkommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis - nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten künftig zusätzliche Zuckermengen zollbegünstigt in die EU importiert werden.

Im April erfolgte eine Grundsatzeinigung zwischen Mexiko und der EU über ein Freihandelsabkommen. Bis zum Jahresende sollen verbliebene technische Fragen geklärt werden. Für Rohzucker zur Raffination hat die EU ein zollbegünstigtes Importkontingent von 30.000 t pro Jahr eingeräumt.

Darüber hinaus haben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht 2017/18 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker) auf den Seiten 61 und 62 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der EU-Zuckerpolitik, WTO-Verhandlungen und Freihandelsabkommen ergeben.

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Im Segment Zucker sank der Umsatz im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 trotz deutlich höherer Absatzmengen, insbesondere im Export, infolge deutlich niedrigerer Erlöse auf 695 (777) Mio. €.

Im operativen Ergebnis konnten die höheren Exportmengen erwartungsgemäß bei Weitem nicht den deutlichen Erlösrückgang kompensieren. Während im Vorjahr in der ersten Geschäftsjahreshälfte die Erlöse noch angestiegen waren, sind sie seit Oktober 2017 deutlich rückläufig. Daher ging das operative Ergebnis im Berichtszeitraum auf 8 (64) Mio. € zurück.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker auf 2 (4) Mio. € und betrifft - neben der AGRANA-Studen-Gruppe und Maxi S.r.l. - ED&F Man Holdings Limited. Der Ergebnisbeitrag reflektiert das weiterhin schwierige Umfeld im Bereich Zucker.

Rübenanbau und Kampagne 2018

In der Südzucker-Gruppe liegt die Rübenanbaufläche 2018 mit 435.800 (445.000) ha auf Vorjahresniveau. Die Aussaat begann Anfang April und somit vergleichsweise spät bei meist guten Aussaatbedingungen. Durch sehr warme Temperaturen mit meist ausreichenden Niederschlägen holten die Rüben die verspätete Saat auf.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen der ersten drei Monate in Höhe von 22 (24) Mio. € entfielen überwiegend auf Ersatzinvestitionen und Investitionen in Effizienzverbesserungen, aber auch Produktentwicklungen im Bereich Würfelzucker. Weitere Schwerpunktthemen bildeten Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen wie Abwasserreinigung und in Emissionsreduktionen bei der Dampferzeugung. Hervorzuheben sind zudem IT-Projekte im Vertrieb zur Verbesserung der Logistik sowie Infrastrukturprojekte. Hierzu zählen auch Projekte zur Erweiterung von Lagerkapazitäten für Dicksaft oder Melasse. Viele dieser Projekte sind wesentliche Logistikbausteine für die mittlerweile längeren Rüben- und Dicksaftkampagnen.

scroll

Geschäftsentwicklung - Segment Zucker
1. Quartal
--- --- --- --- ---
2018/19 2017/18 +/-in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse Mio. € 695 777 - 10,5
EBITDA Mio. € 22 79 - 71,2
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 14 - 15 - 14,0
Operatives Ergebnis Mio. € 8 64 - 85,9
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 0 -
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 2 4 - 52,5
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 10 68 - 83,7
EBITDA-Marge % 3,3 10,3
Operative Marge % 1,3 8,2
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 22 24 - 8,2
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 0 0 -
Investitionen gesamt Mio. € 22 24 - 8,2
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 310 360 - 13,8
Capital Employed Mio. € 3.252 3.311 - 1,8
Mitarbeiter 7.037 6.963 1,1

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

SEGMENT SPEZIALITÄTEN

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Im Segment Spezialitäten konnte der Umsatz trotz deutlich geringerer Erlöse für Bioethanol im 1. Quartal auf 558 (481) Mio. € zulegen. Dieser Zuwachs basiert im Wesentlichen auf den Umsatzbeiträgen der im Vorjahr noch nicht enthaltenen Tiefkühlpizzahersteller Richelieu Foods Inc. und HASA GmbH.

Das operative Ergebnis reduzierte sich im 1. Quartal hingegen von 41 auf 39 Mio. €. Dieser Ergebnisrückgang ist im Stärkebereich auf die geringeren Erlöse für Ethanol und Verzuckerungsprodukte sowie gestiegene Fixkosten infolge der Kapazitätserweiterung in der Maisstärkefabrik Aschach im Laufe des Vorjahres zurückzuführen. Alle anderen Produktbereiche entwickelten sich insgesamt planmäßig.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 4 (10) Mio. € betraf im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der ungarischen Hungrana-Gruppe, die von den negativen Marktpreisentwicklungen bei Bioethanol und - als größter europäischer Hersteller von Isoglukose - bei Verzuckerungsprodukten besonders getroffen wurde.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen im Segment Spezialitäten von 35 (30) Mio. € betrafen in der Division BENEO vorrangig Maßnahmen zur Erfüllung von Marktanforderungen im Bereich Säuglingsnahrung. In der Division Stärke entfiel der maßgebliche Investitionsumfang an den österreichischen Standorten auf die Steigerung der Kartoffelverarbeitung durch die Errichtung eines neuen Kartoffelstärketrockners in Gmünd sowie auf die Erweiterung der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf. In der Division Freiberger wurde überwiegend in die Effizienzverbesserung bestehender Anlagen in Großbritannien investiert.

scroll

Geschäftsentwicklung - Segment Spezialitäten
1. Quartal
--- --- --- --- ---
2018/19 2017/18 +/-in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse Mio. € 558 481 16,1
EBITDA Mio. € 67 62 8,1
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 28 - 21 34,8
Operatives Ergebnis Mio. € 39 41 - 5,4
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 0 -
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 4 10 - 53,8
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 43 51 - 15,4
EBITDA-Marge % 11,9 12,8
Operative Marge % 6,9 8,5
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 35 30 18,1
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 1 0 -
Investitionen gesamt Mio. € 36 30 23,8
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 64 72 - 10,2
Capital Employed Mio. € 2.115 1.510 40,0
Mitarbeiter 5.829 4.751 22,7

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

SEGMENT CROPENERGIES

Marktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen

Ethanolmarkt

In den USA ist der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) im 1. Quartal 2018/19 von umgerechnet 317 €/m3 auf 330 €/m3 gestiegen. Dieser Preisanstieg ging jedoch ausschließlich auf Wechselkursänderungen zurück, wogegen sich die Notierung in US-Dollar von März bis Mai 2018 kaum veränderte. Schätzungen für das Jahr 2018 legen angesichts anhaltend hoher Produktionsüberschüsse nahe, dass sich die Nettoexporte mit 4,8 (5,0) Mio. m3 weiterhin auf dem hohen Vorjahresniveau bewegen werden.

In Brasilien gingen die Ethanolpreise umgerechnet in Euro nach Beginn der neuen Zuckerrohrernte von 490 €/m3 Anfang März 2018 auf 420 €/m3 Ende Mai 2018 zurück. Im aktuellen Zuckerwirtschaftsjahr 2018/19 wird ein Anstieg der Produktion auf 29,2 (27,8) Mio. m3 erwartet. Die Produktion entspricht dabei weitgehend dem erwarteten Inlandsverbrauch von 29,1 (28,4) Mio. m3 , sodass mit keinen wesentlichen Nettoexporten Brasiliens zu rechnen ist.

scroll

EU-Mengenbilanz Bioethanol
Mio. m3 2015 2016 2017 2018e
--- --- --- --- ---
Anfangsbestand 2,4 2,4 2,1 2,2
Erzeugung 7,3 6,9 7,5 7,7
davon Kraftstoffethanol 5,0 4,7 5,2 5,3
Import 0,7 0,6 0,5 0,5
Verbrauch - 7,8 - 7,6 - 7,7 - 7,9
davon Kraftstoffethanol - 5,4 - 5,2 - 5,2 - 5,3
Export - 0,2 - 0,2 - 0,2 - 0,3
Endbestand 2,4 2,1 2,2 2,2

Quelle: F. O. Licht. Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol, Juni 2018.

Die Ethanolpreise in Europa gingen im Berichtszeitraum von 465 €/m3 auf 442 €/m3 weiter zurück. Hierzu haben die internationalen Preisvorgaben sowie Importe beigetragen, die sich 2018 auf 0,5 (0,5) Mio. m3 belaufen sollen. Den Importen stehen dabei eine Inlandsproduktion von 7,7 (7,5) Mio. m3 und ein Inlandsverbrauch von 7,9 (7,7) Mio. m3 gegenüber.

Die Produktion und der Verbrauch von Kraftstoffethanol in der EU soll sich im Jahr 2018 auf jeweils 5,3 (5,2) Mio. m3 erhöhen. Für Deutschland - den innerhalb der EU weiterhin größten Kraftstoffethanolmarkt - rechnen Marktbeobachter mit einem Verbrauch von 1,5 (1,5) Mio. m3 im Jahr 2018.

Getreidemarkt

Dem US-Landwirtschaftsministerium zufolge soll die Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2018/19 auf 2.082 (2.073) Mio. t steigen. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.127 (2.100) Mio. t wird mit einem Rückgang der Bestände auf 448 (493) Mio. t gerechnet. Die EU-Kommission erwartet die EU-Getreideernte 2018/19 mit 304 (307) Mio. t auf Vorjahresniveau und damit erneut deutlich über dem Verbrauch von 286 (285) Mio. t. Der Überschuss soll dabei insbesondere zu höheren Nettoexporten von 22 (12) Mio. t führen.

Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris stiegen von 167 €/t Anfang März 2018 auf 183 €/t Ende Mai 2018. Der Anstieg ist auf Wechselkursentwicklungen sowie Spekulationen über witterungsbedingt leicht rückläufige Erträge zurückzuführen.

Aktuelle Rahmenbedingungen in der EU

In der EU stellen die Erneuerbare-Energien-Richtlinie und die Kraftstoffqualitätsrichtlinie die Weichen für mehr Klimaschutz im Transportsektor. Der Anteil an erneuerbaren Energien im Jahr 2020 soll auf 10 % steigen. Bis zu 7 %-Punkte können dabei auf nachhaltig zertifizierte Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen entfallen. Biokraftstoffe in der EU müssen strenge Nachhaltigkeitskriterien einhalten und über die gesamte Wertschöpfungskette mindestens 50 Gew.-% an Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen einsparen. Darüber hinaus sollen die mit dem Kraftstoffverbrauch verbundenen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 6 Gew.-% gegenüber dem Basiswert von 94,1 g CO2 äq/MJ gesenkt werden. Erneuerbares Ethanol aus europäischen Rohstoffen reduziert die Treibhausgasemissionen um rund 70 %.

Erneuerbare-Energien-Richtlinie 2021 bis 2030

Die Verhandlungsführer der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des EU-Ministerrates haben sich am 14. Juni 2018 auf eine Anhebung des Mindestanteils erneuerbarer Energien im Verkehr von 10 % im Jahr 2020 auf 14 % im Jahr 2030 geeinigt. Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse sollen dabei auch in Zukunft einen entscheidenden Beitrag leisten. Entgegen früherer Vorschläge von Parlament und Kommission soll dabei die bisherige Obergrenze von 7 % grundsätzlich weiterhin gelten. Der Kompromissvorschlag sieht vor, den künftigen Beitrag von Biokraftstoffen aus Anbaubiomasse in etwa auf das Niveau des Jahres 2020 in den jeweiligen Mitgliedsstaaten zu begrenzen. Zur Förderung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen wurde eine Anhebung von 0,2 % im Jahr 2022 auf mindestens 3,5 % im Jahr 2030 vereinbart, ihr Einsatz soll wie bisher auf die Zielvorgaben doppelt angerechnet werden. Eine Mehrfachanrechnung soll es auch bei der Nutzung erneuerbaren Stroms im Straßenverkehr geben. EU-Parlament und die Mitgliedsstaaten müssen den Kompromissvorschlägen noch abschließend zustimmen. Mit der Umsetzung der neuen EU-Vorgaben in den Mitgliedsstaaten wird sich auch für CropEnergies eine verbesserte Planungsgrundlage ergeben, nachdem in den letzten Jahren vor allem Unsicherheit über die politischen Rahmenbedingungen nach 2020 vorherrschte.

Belgien

In Belgien wurde beschlossen, den Anteil nachhaltiger Biokraftstoffe ab dem 1. Januar 2020 auf 8,5 % des Kraftstoffverbrauchs anzuheben. Zur Erreichung des Ziels soll unter anderem der Energieanteil von erneuerbarem Ethanol in Ottokraftstoffen auf 6,5 % steigen.1 Des Weiteren sollen Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen bis zu einem Anteil von 0,6 % auf das Gesamtziel doppelt angerechnet werden.

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Im Segment CropEnergies blieb der Umsatz im Berichtszeitraum mit 176 (214) Mio. € deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Dies ist insbesondere auf signifikant geringere Ethanolerlöse, besonders im Vergleich zu einem überdurchschnittlich hohen Erlösniveau im 1. Halbjahr des Vorjahres, zurückzuführen.

Infolge der negativen Umsatzentwicklung verringerte sich auch das operative Ergebnis auf 5 (23) Mio. €.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen in den ersten drei Monaten beliefen sich auf 2 (4) Mio. € und dienen neben dem Ersatz von Grundaggregaten insbesondere der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen, u. a. durch Maßnahmen zum flexiblen Rohstoffeinsatz in Zeitz oder die energetische Optimierung durch den Einsatz neuer Wärmeübertrager bei Ensus in Großbritannien. Genauso zählen hierzu Projekte wie der Austausch der Gasbrenner in den Trocknungsanlagen oder die Kapazitätserweiterung von Dekantern.

scroll

Geschäftsentwicklung - Segment CropEnergies
1. Quartal
--- --- --- --- ---
2018/19 2017/18 +/-in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse Mio. € 176 214 - 17,7
EBITDA Mio. € 15 33 - 56,5
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 10 - 10 2,1
Operatives Ergebnis Mio. € 5 23 - 80,3
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 0 0,0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0 - 100,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 5 23 - 80,6
EBITDA-Marge % 8,1 15,4
Operative Marge % 2,6 10,9
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 2 4 - 54,5
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 0 0 -
Investitionen gesamt Mio. € 2 4 - 54,5
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 2 2 - 5,3
Capital Employed Mio. € 451 469 - 3,8
Mitarbeiter 411 411 0,0

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

1 Aktuelle Beimischung von 7 Vol.-% entspricht einem Energieanteil von rund 4,2 %.

SEGMENT FRUCHT

Marktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen

Absatzmärkte

Laut Euromonitor wird der globale Markt für Joghurts, insbesondere in den Bereichen Trinkjoghurt und Naturjoghurt, von 2018 auf 2019 um 5,4 % wachsen. Bei Trinkjoghurts werden insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum sehr hohe Wachstumsraten mit 11,6 % prognostiziert. Außerdem soll der Markt im Mittleren Osten und Afrika um 5,8 % wachsen. Der Konsum löffelbarer Fruchtjoghurts soll im selben Zeitraum nur um 0,5 % steigen. In Bezug auf Backwaren wird das Marktwachstum für Fruchtsnacks von 2018 auf 2019 global mit 2,2 % prognostiziert. Hierzu zählen getrocknete Früchte, aber auch verarbeitete Fruchtsnacks. Das Volumen von Eiscreme und gefrorenen Desserts soll einschließlich der über den Food-Service-Kanal gehandelten Volumen von aktuell 17,7 Mio. t im Jahr 2018 auf 19,3 Mio. t bis zum Jahr 2022 ansteigen.

Der Trend der Konsumentenwünsche nach gesunden und nachhaltigen Produkten sowie nach Transparenz in Sachen Rezepturen setzt sich fort. Bemerkbar wird dies u. a. bei Markteinführungen im Joghurtbereich wie Fruchtjoghurts mit speziellen Herkunfts- oder Sortenbezeichnungen wie z. B. Alphonso Mango oder Monterey Erdbeere. Neben dem Interesse an regionalen Produkten hat aber auch der Kundenwunsch nach internationalen Geschmacksrichtungen eine große Bedeutung. Dies manifestiert sich am Markt insbesondere durch die Einführung unterschiedlicher fermentierter Milchprodukte neben dem klassischen Joghurt, die entweder pur oder in Kombination mit Frucht auf den Markt gebracht werden. Beispiele hierfür sind Kefir, Lassi, Skyr, Laban oder Ayran. Ein weiterer Trend, der vor allem Eiscreme, Desserts und Backwaren betrifft, ist das anhaltende Wachstum von sogenanntem Snacking, dem Verzehr von Snacks außer Haus. Insbesondere Früchte als Inhaltsstoff spielen für viele dieser Snacks eine wichtige Rolle, da sie als natürlicher und gesünder wahrgenommen werden als andere Inhaltsstoffe wie z. B. Schokolade.

Bei Apfelsaftkonzentrat ließen die geringen Erntemengen in den Hauptanbaugebieten Polen, Ungarn, Deutschland und Italien die Konzentratpreise aus der mittlerweile abgeschlossenen Apfelkampagne 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigen. Die Apfelsaftkonzentratpreise aus der Ernte 2018 in Europa werden unter dem Preisniveau des Vorjahres erwartet.

Apfelsaftkonzentrat aus China zeigte gegenüber dem Vorjahr nur eine leicht steigende Preistendenz, dies führte in Europa zu einer gestiegenen Nachfrage nach chinesischem Apfelsaftkonzentrat.

Die Vermarktung von Buntsaftkonzentraten und Apfelsaftkonzentrat aus der Ernte 2017 ist im Wesentlichen abgeschlossen; es bestehen aktuell keine Preis- und Vermarktungsrisiken.

Rohstoffmärkte

Die Erdbeerernte in den mediterranen Klimazonen ist im Wesentlichen beendet, die Kontrakte sind zum größten Teil abgeschlossen. Ein verspäteter Erntebeginn in Nordafrika und Spanien, ein steigendes Frischmarktvolumen im europäischen Retailbereich sowie die letztjährige schlechte Ernte in Polen haben den Nachfragedruck erhöht und führen in diesen Beschaffungsmärkten zu einem moderaten Preisanstieg. Günstige Abschlüsse bei anderen Früchten wie z. B. bei der Mango werden die höheren Erdbeerpreise aber mehr als kompensieren. Im 1. Quartal 2018/19 wurden für Fruchtzubereitungen knapp 100.000 t Rohstoffe verarbeitet.

Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate ist für das Erntejahr 2018 bedingt durch die bis dato gute Vegetation von einer Normalisierung der Rohstoffverfügbarkeit auszugehen. In China wird aufgrund von Frühjahresfrost mit deutlich geringeren Apfelmengen gerechnet.

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Der Umsatz im Segment Frucht lag im Berichtszeitraum mit 312 (311) Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau. Rückläufige Erlöse im Bereich Fruchtzubereitungen konnten durch höhere Erlöse im Bereich Fruchtsaftkonzentrate sowie Absatzsteigerungen in der Division Fruchtzubereitungen kompensiert werden.

Das operative Ergebnis stieg leicht auf 26 (25) Mio. € an. In der Division Fruchtsaftkonzentrate ist dies auf erlösbedingt höhere Margen zurückzuführen, während in der Division Fruchtzubereitungen gestiegene Absätze und geringere Rohstoffkosten den Erlösrückgang nicht vollständig ausgleichen konnten.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen in den ersten drei Monaten beliefen sich auf 7 (4) Mio. €. In der Division Fruchtzubereitung wurden Ersatzinvestitionen, aber auch Investitionen im Bereich Kapazitätserweiterung u. a. durch den Neubau einer Produktionsanlage in Jiangsu / China und die Installation einer weiteren Produktionslinie im Fruchtzubereitungswerk in Australien vorgenommen. Im Bereich der Division Fruchtsaftkonzentrate lag der Fokus auf dem Bau der neuen Produktionslinie für Karottensaftkonzentrat in Ungarn. Daneben bildeten Ersatzinvestitionen, Produktionsoptimierungen und Investitionen aus Marktanforderungen die weiteren Themenschwerpunkte.

scroll

Geschäftsentwicklung - Segment Frucht
1. Quartal
--- --- --- --- ---
2018/19 2017/18 +/-in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse Mio. € 312 311 0,3
EBITDA Mio. € 34 34 0,0
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 8 - 9 - 4,7
Operatives Ergebnis Mio. € 26 25 1,6
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 0 -
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0 -
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 26 25 1,6
EBITDA-Marge % 10,8 10,8
Operative Marge % 8,2 8,1
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 7 4 77,5
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 2 0 -
Investitionen gesamt Mio. € 9 4 > 100
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0 -
Capital Employed Mio. € 848 848 0,0
Mitarbeiter 6.268 6.291 - 0,4

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.

PROGNOSEBERICHT

Konzern

Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwarten wir weiterhin einen Konzernumsatz von 6,8 bis 7,1 (Vorjahr: 7,0) Mrd. €. Dabei gehen wir im Segment Zucker von einem deutlichen Umsatzrückgang aus. Im Segment CropEnergies sehen wir nun den Umsatz in einer Bandbreite von 730 bis 780 (bisherige Prognose: 760 bis 820) Mio. €. Im Segment Spezialitäten rechnen wir mit einem deutlichen Umsatzanstieg und im Segment Frucht mit einem moderat steigenden Umsatz.

Beim operativen Konzernergebnis gehen wir weiterhin von einem deutlichen Rückgang auf 100 bis 200 (Vorjahr: 445) Mio. € aus. Dieser wird weitgehend auf den deutlichen Ergebnisrückgang im Segment Zucker zurückzuführen sein. Auch im Segment CropEnergies wird mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Dagegen erwarten wir in den Segmenten Spezialitäten und Frucht deutlich steigende operative Ergebnisse.

Wir gehen von einem weiteren Anstieg des Capital Employed aus. Aufgrund des sinkenden operativen Ergebnisses rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang des ROCE (Vorjahr: 6,7 %).

Das operative Ergebnis des 2. Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 wird deutlich unter Vorjahresniveau erwartet.

Segment Zucker

Aufgrund der erwartungsgemäß weiter sinkenden Zuckerpreise gehen wir trotz nochmals steigender Absatzmengen von einem deutlichen Umsatzrückgang (Vorjahr: 3,0 Mrd. €) im Segment Zucker aus.

Der drastische Rückgang der Zuckerpreise auf ein historisch niedriges Niveau kann bei Weitem nicht durch sinkende Herstellkosten und höhere Verkaufsvolumina ausgeglichen werden. Daher erwarten wir einen operativen Verlust im Segment Zucker in einer Bandbreite von - 100 bis - 200 Mio. € (operatives Ergebnis Vorjahr : 139 Mio. €)

Die Prognose im Segment Zucker ist in einem sich stark verändernden Marktumfeld von hoher Unsicherheit geprägt.

Segment Spezialitäten

Im Segment Spezialitäten rechnen wir mit einem deutlichen Umsatzanstieg (Vorjahr: 2,0 Mrd. €). Beim operativen Ergebnis erwarten wir weiterhin einen deutlichen Anstieg (Vorjahr: 157 Mio. €), wenn auch die bislang schwache Ethanolpreisentwicklung das Stärkeergebnis und die Gesamterwartung für das Segment belastet. In allen anderen Produktbereichen wird unverändert eine planmäßige Entwicklung erwartet.

Segment CropEnergies

Im Segment CropEnergies hat das Geschäftsjahr 2018/19 mit einem unterdurchschnittlichen 1. Quartal begonnen. Der Hauptgrund für den Ergebnisrückgang ist der deutlich unter Vorjahr liegende Ethanolpreis, der bislang nicht vom höheren Ölpreis profitieren konnte. Im weiteren Jahresverlauf wird mit einer sukzessiven Verbesserung der Ethanolpreise und Ergebnisse gerechnet, während im vergangenen Geschäftsjahr der umgekehrte Trend zu beobachten war.

Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwarten wir nun, insbesondere aufgrund der bisher deutlich unter Vorjahr liegenden Ethanolpreise, einen Umsatz in einer Bandbreite von 730 bis 780 (Vorjahr: 808) Mio. €. Das operative Ergebnis soll nun in einer Bandbreite von 25 bis 55 (bisherige Prognose: 30 bis 70; Vorjahr: 72) Mio. € liegen.

Segment Frucht

Wir erwarten für das Segment Frucht im Geschäftsjahr 2018/19 einen moderaten Anstieg des Umsatzes (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses (Vorjahr: 76 Mio. €). In der Division Fruchtzubereitungen rechnen wir aufgrund steigender Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen mit einer positiven Umsatzentwicklung und einer leichten Verbesserung des operativen Ergebnisses. In der Division Fruchtsaftkonzentrate wird von einem deutlichen Umsatz- und operativen Ergebnisanstieg ausgegangen.

Zukunftsgerichtete Aussagen / Prognosen

Diese Zwischenmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.

Einen Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht im Geschäftsbericht 2017/18 auf den Seiten 83 bis 94. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte haben wir keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Südzucker-Gruppe gefährden.

Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Diese Quartalsmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der Südzucker AG hat diese Quartalsmitteilung am 2. Juli 2018 aufgestellt.

Dieses Dokument liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Website stehen PDF-Dateien der Zwischenmitteilungen zum Download zur Verfügung:

www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ bzw.

www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/

Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. Quartal erstreckt sich über den Zeitraum 1. März bis 31. Mai.

Die auf den vorangegangenen Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen grundsätzlich den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten.

SUDZUCKER AG

Veröffentlicht am 12. Juli 2018

Kontakte

Investor Relations

Nikolai Baltruschat

[email protected]

Telefon: +49 621 421-240

Telefax: +49 621 421-449

Wirtschaftspresse

Dr. Dominik Risser

[email protected]

Telefon: +49 621 421-428

Telefax: +49 621 421-425

Südzucker im Internet

Ausführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe

erhalten Sie auf der Website:

www.suedzucker.de

Herausgeber

Südzucker AG

Maximilianstraße 10

68165 Mannheim

Telefon: +49 621 421-0

© 2018

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.