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Südzucker AG

Annual Report Jun 8, 2020

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Annual Report

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Südzucker AG

Mannheim

Lagebericht und Jahresabschluss der Südzucker AG

LAGEBERICHT UND JAHRESABSCHLUSS ZUM 29. FEBRUAR 2020 (HGB)

DER SÜDZUCKER AG

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Aufsichtsrat hat die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand im Geschäftsjahr 2019/20 fortgesetzt. Dabei ist der Aufsichtsrat den Aufgaben nachgekommen, für die er nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich ist: den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten.

Bei allen die Südzucker-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Er wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Entwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Südzucker-Gruppe - einschließlich der Risikolage - sowie über das Risikomanagement und Compliance-Themen unterrichtet.

Der Vorstand berichtete in allen Sitzungen des Aufsichtsrats über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats über die aktuelle Entwicklung und alle bedeutenden Geschäftsvorgänge. Gegenstand dieser Berichte waren im Wesentlichen die Lage und Entwicklung des Unternehmens, die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung - jeweils bezogen auf die Südzucker AG und die Südzucker-Gruppe. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsratsvorsitzende an Vorstandssitzungen teil und wurde vom Vorstandsvorsitzenden in zahlreichen Arbeitsgesprächen laufend über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informiert.

Aufsichtsratssitzungen und Beschlussfassungen

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2019/20 in vier ordentlichen Sitzungen - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - und einer außerordentlichen Sitzung. Außerdem fanden zwei Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im schriftlichen Verfahren statt. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat - jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung - zugestimmt.

Schwerpunkt der Bilanzsitzung am 15. Mai 2019 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses der Südzucker AG sowie des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2019. Der CFO präsentierte den Konzernabschluss 2018/19, erläuterte den Einzelabschluss und ging auf den Abhängigkeitsbericht ein. Der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) berichtete anschließend über die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen und den Bericht des Aufsichtsrats beschlossen. Der Aufsichtsrat bereitete die ordentliche Hauptversammlung 2019 vor und verabschiedete deren Tagesordnung sowie die Beschlussvorschläge. Außerdem beschloss er, gestützt auf die Empfehlung des Prüfungsausschusses, den Vorschlag an die Hauptversammlung für die Wahl des Abschlussprüfers. Turnusmäßig wurde das Thema Compliance behandelt. Der Aufsichtsrat genehmigte außerdem Finanzvorhaben der Südzucker AG, von AGRANA und Austria Juice.

In der Sitzung am 17. Juli 2019 - am Tage vor der Hauptversammlung - genehmigte der Aufsichtsrat die Investitionspläne 2020/21 und die Langfristinvestitionsprogramme der Südzucker-Gruppe sowie Investitionsnachträge. Der CFO stellte die Mittelfristplanung vor. Außerdem wurden Personalia behandelt.

Im schriftlichen Verfahren genehmigte der Aufsichtsrat am 13. September 2019 ein AGRANA-Finanzvorhaben und am 26. September 2019 ein Beteiligungsvorhaben von Portion-Pack Europe.

In der Sitzung am 14. November 2019 stellte der CFO die aktualisierte Ergebnishochrechnung 2019/20 vor. Der Aufsichtsrat befasste sich schwerpunktmäßig mit der Beteiligung ED&F Man. Wie stets in der November-Sitzung behandelte er das Thema Corporate Governance. Er führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch und beschloss die Entsprechenserklärung 2019. Der Aufsichtsrat genehmigte Investitionsnachträge der Südzucker-Gruppe, ein Investitionsvorhaben von Portion-Pack Europe, zwei AGRANA-Beteiligungsvorhaben und ein Grundstücksgeschäft der Südzucker AG. Außerdem wurde die Nachfolgeplanung für den Vorstand intensiv erörtert.

In der außerordentlichen Sitzung am 29. Januar 2020 behandelte der Aufsichtsrat Personalia des Vorstands. In Umsetzung der Nachfolgeplanung für den Vorstand wurde die am 29. Januar 2020 erfolgte Amtsniederlegung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Heer angenommen und die Aufhebung seines Vorstandsdienstvertrags beschlossen. Als neuer Vorstandsvorsitzender (CEO) wurde Dr. Niels Pörksen mit Wirkung ab 1. März 2020 bis zum 28. Februar 2023 bestellt. Als Arbeitsdirektor wurde Dr. Thomas Kirchberg (COO) mit Wirkung ab 29. Januar 2020 ernannt.

In der Sitzung am 30. Januar 2020 präsentierte der CFO die aktuelle Ergebnishochrechnung 2019/20. Es wurde über die Beteiligung ED&F Man und das Kostensparprogramm informiert und diskutiert. Schwerpunkt der Sitzung war das Segment Frucht. Weiter wurden Investitionsnachträge genehmigt. Im Bereich Corporate Governance wurden Änderungen der Geschäftsordnungen Aufsichtsrat und Vorstand - in Anpassung an das ARUG II - beschlossen. Außerdem wurden Personalia behandelt.

Anwesenheiten

In der Sitzung des Aufsichtsrats am 15. Mai 2019 fehlte Frau Haslinger entschuldigt, nahm aber mittels schriftlicher Stimmabgabe an den Beschlussfassungen teil. Ansonsten waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich in den Sitzungen anwesend. Kein Mitglied des Aufsichtsrats nahm nur an der Hälfte oder an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse teil.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse (Präsidium, Vermittlungsausschuss, Prüfungsausschuss, Landwirtschaftlicher Ausschuss und Sozialausschuss) gebildet, die sich jeweils paritätisch aus Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzen. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Das Präsidium des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2019/20 sechsmal: Am 15. Mai 2019, am 17. Juli 2019 und am 14. November 2019 jeweils im Vorfeld der Aufsichtsratssitzungen, außerdem am 29. Juli 2019 (Telefonkonferenz), am 6. September 2019 und am 17. Oktober 2019. Es ging in den Sitzungen um die Nachfolgeplanung für den Vorstand und die Strategie für das Segment Zucker.

In der Sitzung des Präsidiums am 6. September 2019 fehlte Herr Hameseder entschuldigt, nahm aber mittels schriftlicher Stimmabgabe an den Beschlussfassungen teil. Ansonsten waren in den Sitzungen oder Telefonkonferenzen alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet.

Der Prüfungsausschuss kam im vergangenen Geschäftsjahr fünfmal - in drei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen - zusammen.

In seiner Sitzung am 7. Mai 2019 befasste er sich in Gegenwart des Abschlussprüfers PwC mit dem Jahresabschluss der Südzucker AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Darüber hinaus diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers, prüfte dessen Unabhängigkeit und empfahl dem Aufsichtsrat die Bestellung von PwC zum Abschlussprüfer und zum Prüfer der nichtfinanziellen Erklärung (Limited Assurance). Er befasste sich außerdem mit dem Thema Compliance.

In der Sitzung am 18. Juli 2019 - im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung - erörterte der Prüfungsausschuss das Angebot des Abschlussprüfers für den Prüfungsauftrag und erteilte den Prüfungsauftrag für die Abschlussprüfung und die Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung (Limited Assurance).

In der Sitzung am 8. Oktober 2019 befasste sich der Prüfungsausschuss - wie vom Aufsichtsrat beauftragt - mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Halbjahresberichts.

In den Telefonkonferenzen am 9. Juli 2019 und am 10. Januar 2020 erörterte der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand die Quartalsmitteilungen Q1 bzw. Q3 des Geschäftsjahres 2019/20.

In den Sitzungen und Telefonkonferenzen des Prüfungsausschusses waren alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet.

Der Landwirtschaftliche Ausschuss tagte am 30. Januar 2020. Es wurde aus dem Geschäftsbereich Landwirtschaft der Südzucker AG Bericht erstattet sowie über Herausforderungen für den künftigen Pflanzenschutz und zum Thema Landerwerb durch außerlandwirtschaftliche Investoren informiert und diskutiert.

Über die Ausschusssitzungen berichteten deren Vorsitzende in der jeweils folgenden Aufsichtsratssitzung.

Der Vermittlungsausschuss musste auch im Geschäftsjahr 2019/20 nicht einberufen werden. Ebenso hat der Sozialausschuss nicht getagt.

Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebogen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 14. November 2019. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse.

Compliance

Am 10. Januar 2020 fand das turnusmäßige Gespräch zu Betrugs- und Korruptionsrisiken zwischen Vorstand, Abschlussprüfer und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie des Prüfungsausschusses statt. Es wurde dort über die Einschätzung von Geschäftsrisiken und Maßnahmen zur Begrenzung der Betrugs- und Korruptionsrisiken informiert und anschließend diskutiert.

Corporate Governance

Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei Südzucker einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung 2019 findet sich im Corporate-Governance-Bericht. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/ zur Verfügung.

Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und fristgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Südzucker-Gruppe; auch darüber hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich informieren lassen.

Interessenkonflikte

Dem Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2019/20 von keinem seiner Mitglieder sowie keinem der Mitglieder des Vorstands ein Interessenkonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt.

Jahresabschluss

Der von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte Abschlussprüfer PwC hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2019/20, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2019/20 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. PwC prüft seit dem Geschäftsjahr 2003/04 den Konzern- und Einzelabschluss. Der für die Südzucker AG verantwortliche Wirtschaftsprüfer bei PwC ist seit dem Geschäftsjahr 2016/17 Herr Michael Conrad.

Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, dass die SZVG aus Eigen- und Fremdbesitz über 50 % der Stimmrechte an der Südzucker AG hält, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung nicht unangemessen hoch war und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers PwC wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Vertreter des Abschlussprüfers PwC nahmen an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 7. Mai 2020 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 13. Mai 2020 teil und berichteten ausführlich über Verlauf und Ergebnis der Abschlussprüfung sowie der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung (Limited Assurance). Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers PwC nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Südzucker AG und den Konzernabschluss der Südzucker-Gruppe in seiner Sitzung am 13. Mai 2020; der Jahresabschluss der Südzucker AG ist damit festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstands vom 22. April 2020 zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,20 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an.

Personalia

Im Aufsichtsrat gab es folgende personelle Veränderung:

Wie im Vorjahr berichtet, hatte auf der Aktionärsseite Herr Ralf Hentzschel, selbständiger Landwirt in Panschwitz-Kuckau, sein Aufsichtsratsmandat am 13. März 2019 niedergelegt. Als Nachfolger wurde Herr Walter Manz, selbstständiger Landwirt in Dexheim, am 12. April 2019 zunächst vom Registergericht bestellt und dann in der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Juli 2019 gewählt.

Im Vorstand gab es folgende personelle Veränderungen:

Herr Dr. Wolfgang Heer hat im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat am 29. Januar 2020 sein Amt als Vorsitzender des Vorstands niedergelegt. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO) wurde mit Wirkung ab 1. März 2020 Herr Dr. Niels Pörksen bestellt. Herr Dr. Thomas Kirchberg (COO) wurde mit Wirkung ab 29. Januar 2020 zum Arbeitsdirektor ernannt.

Gemeinsam mit dem Vorstand gedenkt der Aufsichtsrat aller im Berichtsjahr verstorbenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehemaligen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Aufsichtsratsmitgliedern der Südzucker-Gruppe. Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Südzucker AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

Mannheim, Germany, 13 May 2020

Für den Aufsichtsrat

Dr. Hans-Jörg Gebhard, Vorsitzender

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Konzernstruktur

Die Südzucker AG, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Mannheim, ist die Muttergesellschaft der Südzucker-Gruppe und gleichzeitig die größte operative Gesellschaft. In den Konzernabschluss sind - neben der Muttergesellschaft Südzucker AG - 1 52 (1 56) Gesellschaften einbezogen, bei denen die Südzucker AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Weitere Details zu Beteiligungen finden sich ab Seite 81 "Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß §§ 285 Nr. 11 und 313 Abs. 2 HGB" des Anhangs in diesem Geschäftsbericht. Die Südzucker-Gruppe umfasst die vier Segmente Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Die Segmente Zucker, Spezialitäten und Frucht sind in insgesamt zehn Divisionen untergliedert, die das jeweilige operative Geschäft steuern. Dabei werden die Divisionen AGRANA Zucker, Stärke, Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen geführt; ebenso das Segment CropEnergies. Im Zuckersegment verantwortet die Geschäftsbereichsleitung Zucker die Regionen Belgien, Deutschland, Frankreich und Polen.

Zentralabteilungen der Südzucker AG mit Konzernfunktion übernehmen Aufgaben und Funktionen für mehrere Segmente bzw. Divisionen bzw. die gesamte Südzucker-Gruppe. Weitere Teilaufgaben sind in Shared-Finance-Centern sowie Forschungsaktivitäten an mehreren Forschungsstandorten zusammengefasst.

Konzernsteuerung

Der Vorstand der Südzucker AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird dabei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Die Segmente Zucker und Spezialitäten führt der Vorstand gemeinsam, die Segmente CropEnergies und Frucht sind einzelnen Vorstandsmitgliedern zugeordnet. Zudem leiten die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Divisionen und Konzernfunktionen im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung für den Vorstand bestimmt die nähere Ausgestaltung der Vorstandsarbeit. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der Südzucker AG für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.

Der Vorstand hat für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen Sorge zu tragen. Ebenso ist er für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen verantwortlich. Des Weiteren hat der Vorstand für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance).

Auch für die Leitungsorgane auf Ebene der Segmente und Divisionen ist Compliance die Basis für das Führen des operativen Tagesgeschäfts. Im Rahmen einer Matrixorganisation werden sie von zentralen Konzernfunktionen, die mit einem fachlichen Weisungsrecht ausgestattet sind, unterstützt und beraten.

WERTMANAGEMENT

Im Mittelpunkt der Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Im Rahmen des Wertmanagements strebt Südzucker in den Segmenten und Divisionen an, mit der Rendite auf das eingesetzte Kapital eine Prämie über die Kapitalkosten hinaus zu erzielen und hierdurch einen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen.

Südzucker setzt ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet, darauf aufbauend, zentral definierte Kennzahlen an. Wesentliche Kennzahl auf Segment- und Konzernebene ist das operative Ergebnis sowie ausschließlich auf Konzernebene die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE).

Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn- und Verlustrechnung um das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie um das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen bereinigt. Das eingesetzte Kapital (Capital Employed) umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- und Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag. Der ROCE entspricht dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Südzucker ermittelt die Kapitalkosten für das eingesetzte operative Vermögen als Durchschnitt der gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Kapitalkosten werden für die Segmente und Divisionen spezifiziert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Diese finanziellen Leistungsindikatoren stellen für die Südzucker-Gruppe derzeit die wesentlichen steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren dar.

FINANZMANAGEMENT

Die Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Südzucker verfolgt die klare Strategie, das Investment-Grade-Rating zu bestätigen. Im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung nutzt Südzucker eine optimierte Struktur von Finanzinstrumenten wie Hybrid-Eigenkapital, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankkredite. Zur unterjährigen Finanzierung der der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden vorrangig durch die Nutzung des Commercial-Paper-Programms von insgesamt 600 Mio. € sowie syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien gewährleistet.

Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an den für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Faktoren. Die im Finanzmanagement von Südzucker verwendeten Kenngrößen für die Kapitalstruktur sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme).

Für die Südzucker AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches bilden dagegen das Betriebsergebnis (HGB) und der Jahresüberschuss die finanziellen Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung.

Geschäftsmodell und Strategie

GESCHÄFTSMODELL

Das Geschäftsmodell von Südzucker umfasst die Beschaffung von Agrarrohstoffen, deren großtechnische Verarbeitung und Veredelung zu hochwertigen Lebensmitteln, Futtermitteln und Kraftstoff- und Neutralethanol sowie ihre Vermarktung.

Die Südzucker-Gruppe produziert Zucker und Zuckerspezialitäten, funktionelle Inhaltsstoffe für Lebensmittel, tiefgekühlte und gekühlte Pizza, Stärke, Stärkeverzuckerungsprodukte, Portionsartikel, Ethanol, Futtermittel sowie Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate; diese Aktivitäten sind vier Segmenten zugeordnet.

Südzucker ist mit den Divisionen BENEO, Freiberger und dem Segment Frucht weltweit tätig. Die Produktion von Zucker, Stärke, Stärkeverzuckerungsprodukten und Ethanol ist auf Europa fokussiert.

Mit diesen Produkten bedienen wir kundenorientiert und zuverlässig die Nahrungsmittelindustrie, den Handel, die Futtermittel- und die Mineralölindustrie, wobei in den jeweiligen Marktsegmenten die Kosten- und Marktführerschaft oder eine starke Marktposition angestrebt wird.

Unsere Rohstoff- und Absatzmärkte sind weltweit verbunden und unterliegen Preisschwankungen, die wir kaum beeinflussen können. Unsere breite Produktpalette in vier Segmenten und unterschiedliche Märkte, die wir bedienen, sorgen für einen Risikoausgleich. Langfristig profitieren wir von einer wachsenden Weltbevölkerung und steigenden Einkommen.

Unser Geschäftsmodell basiert auf Nachhaltigkeit im Umgang mit Agrarrohstoffen. Wir produzieren ressourcenschonend und verwenden die Agrarrohstoffe möglichst vollständig. Die Einbindung in ländliche Regionen, europäische Standards bei Compliance, Menschenrechten und Arbeitsbedingungen sowie die Beachtung der Anforderungen an eine gesunde und sichere Ernährung sind Grundlage unseres Geschäfts.

Unsere Mitarbeiter bringen eine Vielfalt an Erfahrungen, Fähigkeiten, Wissen, Persönlichkeiten und Kulturen bei Südzucker ein und machen unser Unternehmen damit erfolgreich.

STRATEGIE

Wir sind ein verlässlicher Produzent und Lieferant von qualitativ hochwertigen Lebens- und Futtermiteln sowie Ethanol, die wir großtechnisch aus verschiedenen Agrarrohstofen gewinnen. Dabei stehen die Anforderungen unserer Kunden, die wir mit sicheren und innovativen Produkten versorgen, im Zentrum.

Unser Ziel ist es, profitabel zu wachsen, unserer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden sowie den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

Um dieses Ziel auch in Zukunft zu erreichen, entwickeln wir die Konzernorganisation ständig weiter. Alle Divisionen werden als eigenverantwortliche Einheiten geführt und stehen unter anderem für Umsatz, operatives Ergebnis und ROCE in der Verantwortung. Unsere Mitarbeiter werden konsequent in die entsprechenden organisatorischen Veränderungen eingebunden und tragen diesen Prozess mit. Die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energieeinsatz werden wir auf Konzernebene noch stärker in den Fokus rücken.

WIR ORIENTIEREN UNS AN GLOBALEN MEGATRENDS

Megatrends wie Globalisierung, Gesundheit und Nachhaltigkeit führen zu einer steigenden Nachfrage nach hochwertigen Nahrungs- und Futtermitteln. Daneben verstärken sich die Trends zum Einsatz von funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel, zu individualisierter Ernährung sowie Convenience-Produkten. Die weltweite Logistik sowie die Zunahme der Mobilität führen zu einer steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien. Mit ihren vier Segmenten ist die Südzucker-Gruppe in Bereichen tätig, die auch mittel- bis langfristig von diesen Megatrends profitieren werden. Wir richten daher unsere Geschäftsfelder weiterhin daran aus.

WIR SIND FÜR UNSERE KUNDEN EIN VERLÄSSLICHER PARTNER

Wir liefern unseren Kunden zuverlässig und sicher die gewünschten Produkte in hoher Qualität. Mit Innovationen erfüllen wir veränderte Kundenanforderungen.

WIR WOLLEN UNSERE POSITION STÄRKEN

In unseren Geschäftsfeldern wollen wir führende Positionen behaupten oder ausbauen. Dafür nutzen wir Gelegenheiten zu Akquisitionen ebenso wie organisches Wachstum. Dies erreichen wir durch die Investitionen in Kapazitätserhöhungen z. B. bei BENEO und Stärke. Und auch durch unsere aktuellen Kosteneinsparungsmaßnahmen im Segment Zucker werden wir unsere Position langfristig stärken.

WIR VERFÜGEN ÜBER EIN DIVERSIFIZIERTES PORTFOLIO

Mit der breiten Basis unseres Portfolios sowie einer Diversifizierung in verschiedenen Regionen und Märkten sorgen wir für ein ausgeglichenes Risikoprofil. Diesen Ansatz verfolgen wir weiter.

WIR NUTZEN SYNERGIEN

Durch eine segmentübergreifende Zusammenarbeit wollen wir Synergien über die gesamte Wertschöpfungskette nutzen. Die positiven Effekte zeigen sich insbesondere an Verbundstandorten.

WIR LEGEN DEN FOKUS AUF UNSERE KERNKOMPETENZEN

Wir legen den Fokus auf unsere Kernkompetenzen - die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen, die damit verbundene Logistik sowie die Vermarktung unserer Produkte -verbunden mit dem Ziel, dieses Know-how ständig weiterzuentwickeln, um alle Produktströme vollständig zu nutzen und die Wertschöpfung zu erhöhen. Dabei optimieren wir Synergien an unseren Verbundstandorten (→Kapitel Forschung und Entwicklung).

WIR VERFOLGEN EINE SOLIDE FINANZIERUNGSSTRATEGIE

Ziel ist, die nachhaltige Cashflow-Kraft des Südzucker-Konzerns zu stärken und stabile Beziehungen zu den Aktionären zu pflegen. Ein Investment-Grade-Rating sichert uns den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und Banken, sodass weiteres Wachstum der Divisionen ermöglicht.

WIR INVESTIEREN GEZIELT UND WERTORIENTIERT

Zur Sicherung des zukünftigen Wachstums werden wir alle Geschäftsfelder weiter stärken. Dabei stehen Investitionen zur Senkung des Energieverbrauchs und in Kapazitätserweiterungen im Vordergrund. Damit streben wir eine höhere Wertschöpfung aus unseren Produkten an. Beispiele sind die Anlage zur Betain-Kristallisation oder der schrittweise Ausbau der Produktion in den verschiedenen Produktkategorien der BENEO-Gruppe.

WIR VERSTEHEN NACHHALTIGKEIT ALS FESTEN UND GELEBTEN BESTANDTEIL UNSERER UNTERNEHMENSSTRATEGIE

Die Unternehmensführung bekennt sich zu einer nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens, in deren Kern der sorgfältige Umgang mit allen genutzten Ressourcen steht. Im besonderen Fokus stehen die mittel- bis langfristige Minderung von Treibhausgasemissionen durch Energieeinsparungsmaßnahmen und Austausch von Energieträgern sowie Förderung der Biodiversität.

WIR FÖRDERN UND FORDERN UNSERE MITARBEITER

Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind Träger unseres Know-hows, unserer Erfahrung und unserer Innovationskraft bei Produktion, Vermarktung und Logistik. Wir richten unsere Personalpolitik so aus, dass die Mitarbeiter die Strategie des Unternehmens unterstützen und in der Lage sind, unter den sich verändernden Rahmenbedingungen erfolgreich zu agieren. Wir sorgen für sichere Arbeitsbedingungen und ein gesundes Arbeitsumfeld (→Kapitel Mitarbeiter).

UNSERE KONZERNSTRATEGIE BILDET DEN HANDLUNGSRAHMEN FÜR DIE SEGMENTE

Ausgehend von unseren Unternehmenszielen und der Konzernstrategie haben wir für unsere Segmente und Divisionen - unter Berücksichtigung der Anforderungen auf den jeweiligen Märkten - Strategien festgelegt:

Segment Zucker

Fokussierung auf Kunden in Europa
Stärkung der Markt- und Wettbewerbsposition durch Kosteneinsparungen in den Bereichen Produktion, Logistik und Verwaltung
Marktorientierte Ausrichtung der Organisation
Optimale Nutzung unseres Produktionsverbundnetzes und unseres Logistiknetzwerks zur zuverlässigen Belieferung der Kunden mit qualitativ hochwertigen Produkten
Hohe Auslastung der Produktionskapazitäten durch lange Kampagnen
Beibehaltung unserer stabilen Beziehungen zu den Anbauern

Segment Spezialitäten

BENEO

Enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden zur Nutzung des steigenden Verbraucherinteresses an pflanzenbasierten Zutaten, mit positiven technologisch funktionalen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften
Weiterer Ausbau der Marktposition auf Basis des bestehenden Produktportfolios sowie von innovativen Konzepten
Investitionen in Kapazitätserweiterungen und Projekte zur Steigerung der Kosten- und Energieeffizienz

Freiberger

Differenzierung gegenüber Wettbewerbern. Bei den Produkten stehen Qualität, Nachhaltigkeit und Innovationen im Fokus
Marktposition in Europa durch Weiterentwicklung der Kundenbeziehungen, Innovationen und gezielte Investitionen weiter stärken
Nutzung des Marktwachstums in den USA und Stärkung der Marktposition durch weitere Investitionen

Stärke

Fokus auf Spezialitätenprodukte mit hoher Veredelungstiefe
Ausbau der Kundenbeziehungen durch innovative Produkte und Anwendungsberatung
Weitere Stärkung der führenden Position bei Bio-Stärken und GVO-freien Stärken

PortionPack

Ausbau der marktführenden Position im Bereich Portionsartikel im europäischen Außer-Haus-Verzehr sowie Nutzung von Marktchancen außerhalb Europas
Innovationsführerschaft: Entwicklung neuer Produktkonzepte im Bereich "Portions-Lösungen"
Weitere Erhöhung der Kosteneffizienz in der gesamten Wertschöpfungskette

Segment Crop-Energies

Nutzung der Marktchancen, die sich durch die verstärkten Bemühungen zur Treibhausgasreduktion und die damit verbundene Erhöhung der Nachfrage ergeben
Produktionsstandorte im Hinblick auf Auslastung, Rohstoffnutzung, Kostenstruktur, Energieeffizienz optimieren
Erweiterung der Logistikinfrastruktur
Diversifikation des Produktportfolios
Stärkung der F&E-Aktivitäten: Entwicklung von Lösungen für die Herausforderungen aufgrund des Klimawandels

Segment Frucht

Kunden- und marktorientiertes, globales Wachstum
Effizienzsteigerung in den Werken
Absichern und Stärken der Marktposition durch organisches Wachstum sowie durch Akquisitions- und Beteiligungsprojekte

Fruchtzubereitungen

Präsenz weltweit ausbauen, den internationalen Kunden in neue Märkte folgen und stärker als der Markt wachsen

Fruchtsaftkonzentrate

Absatz von Fruchtsaftkonzentraten an die Getränkeindustrie steigern, die Bereiche Direktsaft, Fruchtwein, Aromen und Getränkegrundstoffe weiter ausbauen

UNSERE LEITLINIEN

■ Wir wahren Integrität im Geschäftsverkehr.

■ Wir produzieren sichere Produkte von hoher Qualität.

■ Wir gehen verantwortungsvoll mit unserer Umwelt um.

■ Wir schützen unsere Informationen.

■ Wir kommunizieren vollständig, korrekt und klar.

■ Wir behandeln unsere Mitarbeiter fair und respektvoll.

Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind weltweit tätig und bringen eine Vielfalt an Erfahrungen, Fähigkeiten, Persönlichkeiten und Kulturen bei Südzucker ein. Das Know-how unserer Mitarbeiter und gelebte Diversität machen uns erfolgreich. Damit das so bleibt, wollen wir talentierte Mitarbeiter für Südzucker gewinnen, sie halten und sie dabei unterstützen, sich weiterzuentwickeln. Dafür bieten wir eine Arbeitsumgebung, die Inspiration und Zusammenarbeit fördert. Wir behandeln unsere Mitarbeiter fair und respektvoll.

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der Südzucker AG 2.639 (2.635) Mitarbeiter beschäftigt.

ALTERSSTRUKTUR UND BETRIEBSZUGEHÖRIGKEIT

Die Altersstruktur zeigt unverändert ein relativ ausgeglichenes Bild. Allerdings wird sich die Heraufsetzung der gesetzlichen Altersgrenze künftig in einem höheren Anteil an älteren Arbeitnehmern niederschlagen.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im Konzern liegt gegenüber den Vorjahren ebenfalls nahezu unverändert. Über 55% der Mitarbeiterarbeiten seit mehr als 5 Jahren für das Unternehmen.

PERSONALENTWICKLUNG/AUS- UND WEITERBILDUNG

Die Personalentwicklung spielt vor dem Hintergrund unterschiedlicher Herausforderungen, wie z. B. dem sogenannten "War for Talents" oder der Digitalisierung eine weiter deutlich zunehmende Rolle.

Südzucker bietet nach wie vor herkömmliche Weiterbildungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Präsenzseminare oder Coachings an. Mit dem neu eingeführten Südzucker Group Campus werden Inhalte zum Thema Softskills und Methodenkompetenz, Fremdsprachen und IT-Tools auf einer digitalen Lernplattform vermittelt. Weitere Bereiche, wie beispielsweise Produktschulungen und funktionsbezogene Prozesse, sollen auf diese Plattform übernommen werden.

Daneben gewährleistet der Südzucker Group Campus die turnusmäßige Durchführung und lückenlose Dokumentation erforderlicher Pflichtunterweisungen und stellt die Einhaltung aller gesetzlichen und anderen normativen Vorgaben sicher (Arbeitsschutz, Datenschutz, Hygiene etc.).

Um die Mitarbeiter in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen, führt Südzucker in regelmäßigen Abständen Traineeprogramme und Nachwuchsführungskräfteprogramme durch. Die neue Initiative future-work@Südzucker verfolgt das Ziel, die Aktivitäten der Personalentwicklung - unter anderem die Führungskräfteentwicklung und das Talent Management an die strategische Ausrichtung der Südzucker-Gruppe anzupassen. Außerdem soll futurework@Südzucker dazu beitragen, die Herausforderungen durch eine veränderte Arbeitswelt zu meistern, die sich zum Beispiel durch die Digitalisierung, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Internationalisierung ergeben. Maßnahmen in diesem Zusammenhang sind unter anderem ein leichterer Zugang zu Telearbeit, die Einführung neuer digitaler Tools zur Zusammenarbeit oder die Arbeit in internationalen Projektgruppen.

BERUFSAUSBILDUNG IN DER SÜDZUCKER AG UND IN DER GRUPPE

Das Ausbildungsangebot in der Südzucker-Gruppe ist ein wesentlicher Baustein zur langfristigen Sicherung des eigenen Fachkräftebedarfs. In der Südzucker-Gruppe ist die Anzahl der Auszubildenden zum 29. Februar 2020 deutlich auf 376 (423) Auszubildende zurückgegangen. Ursache war insbesondere die Schließung von Zuckerfabriken in Deutschland und Frankreich nach der Kampagne 2019. Bei der Südzucker AG, der Freiberger-Gruppe und AG-RANA in Deutschland wurden im Durchschnitt des Geschäftsjahres 218 Auszubildende in den unterschiedlichen Berufen nach dem dualen System ausgebildet. In Algerien, Frankreich, Österreich und der Slowakei werden rund 125 nach einem mit der deutschen Ausbildung vergleichbaren System ausgebildet. Die übrigen Auszubildenden sind in den Ländern Mexiko, Marokko sowie dem Vereinigten Königreich nach den jeweils dort geltenden Ausbildungsmodalitäten beschäftigt.

Forschung und Entwicklung

Gesellschaftliche und politische Anforderungen haben zunehmend Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Südzucker-Gruppe. Daraus ergeben sich Forschungs- und Entwicklungsansätze zu allen Schritten des Wertschöpfungsprozesses vom Anbau der Rohstoffe über die Prozesstechnologie bis zu den Endprodukten.

Unsere Aufgabenstellungen und Ziele sind

die Sicherung bzw. Erhöhung von Ertrag und Qualität der agrarischen Rohstoffe im Rahmen einer nachhaltigen Produktion,
energetisch effiziente Verarbeitungsprozesse,
die kontinuierliche Verbesserung der Produktqualität,
die Evaluierung neuer Rohstoff- und Produktkonzepte unter Einsatz innovativer Technologien oder auf Basis anderer interessanter Rohstoffe, um das Produktportfolio zu erweitern und neue Geschäftsfelder zu erschließen sowie
Patentanmeldungen insbesondere in den Bereichen funktionelle Zutaten und Stärkederivate.

Die entsprechenden Projekte werden im Bereich Forschung und Entwicklung je nach Aufgabenstellung gruppenweit und länderübergreifend bearbeitet, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Kooperationen mit externen Forschungseinrichtungen, anderen Unternehmen, staatlichen Institutionen oder Universitäten - teils im Rahmen von öffentlich geförderten Projekten - ergänzen die eigenen Aktivitäten.

Um den Erfolg unserer Forschung und Entwicklung für die Zukunft zu sichern, investieren wir insbesondere in die Infrastruktur unserer Forschungszentren. Hervorzuheben sind der Ausbau der Technika zur Installation von weiteren technologischen Anlagen und die Errichtung modernster Labore, um neue Forschungsprodukte auch unter zertifizierten Bedingungen produzieren und neue Entwicklungs- und Anwendungsfelder für die Südzucker-Gruppe noch zielgerichteter bearbeiten zu können.

Für den Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Services arbeiten in der Südzucker AG 149 (149) Mitarbeiter. Das Gesamtbudget betrug 2019/20 insgesamt 21.782 (20.628) Tsd. €.

ROHSTOFFSICHERUNG

PFLANZENSCHUTZ

Zum nachhaltigen Anbau unserer Agrarrohstoffe gehört die Bekämpfung von Unkräutern, Krankheiten und Schädlingen. Zunehmende Einschränkungen bei den zugelassenen Wirkstoffen und sich ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen erfordern ständig neue innovative Forschungsansätze.

Im Zuckerrübenanbau liegt ein Schwerpunkt auf den Versuchen mit unterschiedlichen Maschinen und Robotern, die als Alternative bzw. Ergänzung zur chemischen Unkrautbekämpfung mechanische Verfahren und Lösungen mit hoher elektrischer Spannung einsetzen.

Bereits seit 15 Jahren wird bei Blattkrankheiten erfolgreich ein Monitoringsystem eingesetzt: Repräsentative Standorte werden regelmäßig beobachtet, bei Erreichen bzw. Überschreiten festgelegter schwellenwerte für eine Krankheit werden die in der Region betroffenen Landwirte informiert und können so sehr gezielt Pflanzenschutzmittel einsetzen. Dieses Monitoringsystem mit Schwellenwerten konnte erfolgreich auf die Schädlingsbekämpfung übertragen werden. Damit werden sowohl bei Krankheiten als auch bei Schädlingen die Regeln des integrierten Pflanzenschutzes eingehalten, Pflanzenschutzmittel werden nur dann eingesetzt, wenn es notwendig ist.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung einer von Zikaden übertragenen bakteriellen Krankheit SBR (Syndrom Basses Richesses/Syndrom des niedrigen Zuckergehaltes), die in den betroffenen Regionen einen wirtschaftlichen Anbau von Zuckerrüben bedroht. Ein Ansatz sind Forschungsvorhaben mit dem Ziel, die pflanzeneigenen Abwehrmechanismen zu aktivieren. Parallel werden Maßnahmen eingesetzt, um Antagonisten zur natürlichen Regulierung von tierischen Schädlingen zu fördern.

SORTEN

Zunehmende Resistenzen bei Krankheitserregern und Schädlingen sowie extreme Witterungsbedingungen stellen neue Anforderungen an die Ackerpflanzen. Entsprechende, neu entwickelte Zuckerrüben-Sorten werden in allen Anbaugebieten der Südzucker-Gruppe in Feldversuchen auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft. Ziel ist es, unseren Anbauern die für ihre Region jeweils am besten geeigneten Sorten empfehlen zu können. Mit neuen, widerstandsfähigeren Sorten sollte eine gewisse Reduktion von Pflanzenschutzmitteln ohne gravierende Ertragseinbrüche möglich sein.

Sowohl auf nationaler wie auch auf EU-Ebene wird diskutiert, ob neue Technologien wie z. B. CRISPR/CAS als klassische Züchtungsmethode eingruppiert werden, um dadurch schnellere Fortschritte zu erzielen. Südzucker würde diesen Schritt begrüßen.

LANGZEITLAGERUNG UND BIOSTIMULANZIEN

Die unterschiedlichen, mehrjährig angelegten Versuchsreihen zu Langzeitlagerung von Zuckerrüben sind nahezu abgeschlossen. Beim Einsatz von Kalkmilch zeigen sich vielversprechende Effekte im Hinblick auf die Reduzierung von Zuckerverlusten. Die Ergebnisse werden im Laufe dieses Jahres analysiert und abschließend bewertet. Auf dieser Basis wird über die weitere Vorgehensweise entschieden.

Die Versuchsreihen zu Bodenverbesserungspräparaten sowie Biostimulanzien haben gezeigt, dass Ergebnisse nur selten reproduzierbar sind. Klare, statistisch gesicherte Auswirkungen auf Ertrag und Qualität sind nicht erkennbar.

ROHSTOFFE MIT BESONDEREN EIGENSCHAFTEN

Die Nachfrage nach Lebensmitteln für eine gesunde Ernährung nimmt zu. Daraus resultiert ein steigender Anspruch der Lebensmittelhersteller an die agrarischen Rohstoffe. Südzucker forscht hier beim Anbau verschiedener Ackerbaukulturen mit dem Ziel, Rohstoffe mit besonderen, ggf. gesundheitsfördernden Eigenschaften zu gewinnen.

ROHSTOFFE FÜR STÄRKE

Spezialstärken sind ein Wachstumsmarkt. Deshalb forschen wir intensiv an neuen Mais- und Weizensorten sowie alternativen Stärkerohstoffen.

Die Verwendung von Mais als Rohstoff für Stärke nimmt weiter zu. Wir untersuchen neu gezüchtete Wachsmaissorten hinsichtlich ihrer Eignung zur Verarbeitung und Gewinnung der Wachsmaisstärke in der Stärkefabrik.

Weizensorten mit hohem Amylopektingehalt sind ebenfalls ein neuer, interessanter Rohstoff für Stärkeprodukte - insbesondere zur Verwendung in der Lebensmittelherstellung. Die Anbauversuche mit den neuen Weizensorten wurden erfolgreich fortgesetzt.

VERARBEITUNGSTECHNOLOGIE

in den Zuckerfabriken wird kontinuierlich an der Verbesserung von Produktionsprozessen gearbeitet. Neben der Erhöhung der Gesamtausbeute des Produktionsprozesses und der Qualität der Endprodukte stand die Reduzierung des Energieverbrauchs im Fokus. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungsarbeiten lag im Bereich der Rübenschnitzelabpressung. Die dabei aufgezeigten Optimierungspotenziale werden umgesetzt. Daneben wurden innovative Verarbeitungstechniken im Produktionsprozess für Biozucker etabliert; dieser läuft dadurch störungsfrei.

Im Bereich der funktionellen Kohlenhydrate wurden technologische Optimierungen bei ausgewählten Prozessschritten der Palatinose(tm)- und Isomalt-Herstellung vorgenommen, die eine höhere Ausbeute und bessere Kristallqualitäten ermöglichen. Daneben wurden auch neue Technologien für die Herstellung funktioneller Kohlenhydrate geprüft. Bei der Fruktan- und Reisstärkeproduktion wurde die Produkt- und Prozessstabilität optimiert.

Ein Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Ethanol-Produktionsanlagen ist die kontinuierliche Prozessoptimierung. Dazu gehört insbesondere auch die Senkung des Primärenergiebedarfs. Vor diesem Hintergrund untersuchen wir verschiedene Konzepte und implementieren innovative Automatisierungslösungen zur Anwendung in den Produktionsanlagen.

Weiteres Thema ist die Optimierung der Fermentationsprozesse. Zur Erhöhung der Ethanolausbeute werden neue marktreife Hefen und Enzyme getestet. Ein weiterer Fokus liegt auf der Steigerung der Qualität des eiweißhaltigen Futtermittels.

Die Studien und Untersuchungen zur Verwendung verschiedener Reststoffe als Rohstoffe für die Ethanolherstellung - sogenannte 2G-Konzepte - wurden fortgesetzt. Im Rahmen dieser Evaluierungen untersuchen wir auch den Einsatz lignocellulosehaltiger Materialien.

Im Bereich Fruchtzubereitungen wurde eine neue Technologie zur Reduktion von Mikroorganismen an der Oberfläche geernteter Früchte großtechnisch implementiert. Die so behandelten Früchte können schonender weiterverarbeitet werden und sind bezüglich Geruch, Geschmack, Aussehen und Farbe besser bewertet als konventionell behandelte Früchte.

Der Trend in der Lebensmittelindustrie geht zu mehr Natürlichkeit und Frische. Deshalb laufen verschiedene Forschungsprojekte, um Früchte und Fruchtzubereitungen möglichst schonend haltbar zu machen. Ziel ist es, die sensorischen Eigenschaften zu verbessern und gleichzeitig eine möglichst lange Haltbarkeit zu garantieren.

Für die Verpackung von Früchten wurden verschiedene Verpackungsmaterialien in Verbindung mit Hochdruckdruckbehandlung getestet. Ein erstes Feedback unserer Kunden zeigt großes Interesse an diesem Konzept.

Für Erdbeeren wurde ein neues Verfahren entwickelt, um die Unversehrtheit und Festigkeit der Früchte über den gesamten Produktionsprozess bis zum fertigen Produkt hinweg beizubehalten. Diese Eigenschaft wird von den Konsumenten positiv bewertet.

Weitere Themen im Zusammenhang mit dem Trend zu Natürlichkeit sind die Vermeidung von Stabilisatoren sowie die Reduktion von zugesetztem Zucker in den fertigen Fruchtzubereitungen

REZEPTUREN UND ANWENDUNGSKONZEPTE

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich Rezepturen und Anwendungskonzepte konzentrieren sich insbesondere auf die aktuellen Trends in der Lebensmittelindustrie, wie das derzeit rasch wachsende Ernährungssegment für fleischlose oder vegane Produkte, Präferenzen der Konsumenten für Cleanlabel-Produkte sowie die Reduktion von Fett und Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln. Um diesen Trends Rechnung zu tragen und die Ansprüche moderner, gesundheitsorientierter Konsumenten zu erfüllen, arbeiten wir intensiv an neuen Technologien, neuen Rohstoffen und innovativen Produktlösungen.

Im Bereich Zucker und Zuckerspezialitäten wird weiterhin an der Entwicklung neuer Comprizucker-Varianten gearbeitet. Außerdem wird an neuen Verpackungskonzepten für unsere Einzelhandelsprodukte geforscht. Im Fokus stehen hier Materialien mit speziellen Barriereeigenschaften.

Für funktionelle Lebensmittelzutaten wurden - häufig in Zusammenarbeit mit unseren Kunden - weitere spezielle Produktkonzepte entwickelt. Für eine Vermarktung dieser Produkte sind ernährungsphysiologische Auslobungen unverzichtbar. Deshalb haben wir die intensive ernährungswissenschaftliche Forschung zu Palatinose(tm), Inulin und Oligofruktose fortgeführt. Themen wie verbessertes Blutglukosemanagement, Stoffwechselregulation und Darmgesundheit standen im Mittelpunkt der Studien.

Für die Verwendung von PalatinoseTM in Getränken, Backwaren, Milchprodukten und Süßwaren wurden außerdem weitere Rezepturen entwickelt und im Markt platziert.

Für Inulin und Oligofruktose werden insbesondere Rezepturen für deren Verwendung in Backwaren und Milchprodukten entwickelt. Damit können wir Kunden bedienen, die in den Endprodukten einen hohen Ballaststoffanteil bzw. eine Reduktion von Zucker oder Fett ausloben wollen.

Reisstärke und Reismehl werden vor allem in Cleanlabel-Produkten verwendet. Die Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert und reichen von Suppen und Saucen über Backwaren, den Fleischbereich bis hin zu Säuglingsnahrungsprodukten.

Zudem kann Reisstärke als feinkörniges Produkt in vielen Lebensmitteln den Weißgrad von Überzügen und Glasuren erhöhen und dort Titandioxid ersetzen. Für diese Anwendung wurden neue Konzepte entwickelt und gemeinsam mit Kunden erfolgreich umgesetzt.

Nach erfolgreichen Tests kann galenIQ(tm) unter Zugabe von hydrophoben Wirkstoffen sowie auch in Kombinationen mit Präbiotika für die Verarbeitung zu Tabletten eingesetzt werden. Ein neues Produktkonzept ist die Darreichungsform als Kaugummidragee. Der Wirkstoff wird in der Drageedecke eingebunden und ist so für die orale Applikation gut verfügbar.

Pflanzliche Proteine sind gefragte Zutaten für den dynamisch wachsenden Markt der vegetarischen und veganen Lebensmittel. Deshalb wird weiterhin intensiv an der Veredlung proteinhaltiger Nebenströme, die in vielen Produktionsbereichen der Südzucker-Gruppe anfallen, geforscht.

Im EU-Projekt PROMINENT wird beispielsweise die Gewinnung funktioneller Proteine aus den Nebenströmen der Ethanolproduktion untersucht. Erste funktionelle Proteine konnten isoliert und erfolgreich für Lebensmittelanwendungen verwendet werden.

Vegane Fleischalternativen auf Basis von Weizenproteinen, gewonnen ebenfalls als Nebenprodukt der Ethanolherstellung, werden mittlerweile im Produktionsmaßstab hergestellt. Im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprogramms entwickeln und optimieren wir unter Verwendung eines Technikumsextruders verschiedene Rezepturen für spezifische Anwendungsfelder. Auch die Kombination mit anderen Pflanzenproteinen ermöglicht es, das Portfolio für Fleischersatzprodukte kontinuierlich zu erweitern.

In der Produktgruppe Lebensmittelstärken wird die Expertise verschiedener naturwissenschaftlicher Disziplinen zusammengeführt. Ziel sind Produktinnovationen in den Bereichen Cleanlabel-Alternativen zu chemisch modifizierten Stärken, Entwicklung und Charakterisierung von Produkten zur Ballaststoffanreicherung sowie gezielter Fettersatz in Lebensmitteln. Daneben werden bestehende Produkte und deren Produktionsprozesse ständig optimiert und weiterentwickelt.

Im Bereich der technischen Stärken wollen wir Prozesse zur Herstellung neuer Stärkeprodukte nachhaltig und effizient gestalten. Durch den Einsatz von ressourcenschonender Technologien, wie zum Beispiel der Reaktivextrusion, können modifizierte Stärken mit geringem spezifischem Energieeinsatz hergestellt werden. Für den Klebstoffbereich werden funktionelle Stärken produziert, die nicht nur petrobasierte synthetische Produkte ersetzen, sondern in der Praxis qualitativ durch ihre guten Applikationseigenschaften bei optimaler Verklebung überzeugen.

NEUE PRODUKTE UND TECHNOLOGIEN

ZUCKER

Südzucker kooperiert mit einem Unternehmen, das über eine innovative, patentierte Technologie zur Herstellung eines Zuckers verfügt, der die Süße-Geschmacksrezeptoren im Mund stärker anspricht und damit neue Möglichkeiten zur Reformulierung von Produkten bietet. Derzeit wird an anwendungstechnischen Entwicklungen und der großtechnischen Umsetzung gearbeitet.

Betain wird aus Melasse, einem Nebenstrom der Zuckererzeugung, gewonnen und zeichnet sich durch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten aus, z. B. als Bestandteil von Futtermitteln, Nahrungsergänzungsmitteln oder Sportgetränken aber auch Kosmetikprodukten. Auf Basis des bereits am Markt eingeführten Betain-Flüssigprodukts ActiBeet(r) L wurde nun ein neues patentiertes Betain-Trockenprodukt entwickelt, um das Produktsortiment zu ergänzen.

In einem geförderten Forschungsprojekt werden extrahierte Zuckerrübenschnitzel zur Herstellung biobasierter Dämmstoffe eingesetzt. Mittlerweile ist es gelungen, erste Prototypen von Dämmplatten aus extrahierten Zuckerrübenschnitzeln herzustellen. Diese Dämmplatten sind eine interessante Alternative zu Dämmplatten aus Hanf, da Hanffasern energetisch aufwändiger aufzuschließen sind und dieser Prozessschritt mit Zuckerrübenschnitzeln dadurch kostengünstiger darstellbar wäre.

FRUCHTZUBEREITUNGEN

Der Markt für vegane Lebensmittel wächst stetig. Damit spielt auch der Ersatz von tierischen Proteinen durch pflanzliche Alternativen eine immer größere Rolle. Die Entwicklung von Fruchtzubereitungen, die mit ausgewählten pflanzlichen Proteinen in hoher Konzentration angereichert werden, soll diesen Wachstumsmarkt bedienen. Erste Produktkonzepte konnten den Kunden vorgestellt werden.

STÄRKE

Im Bereich der biologisch abbaubaren Kunststoffe soll der Stärkeanteil möglichst auf 100 % angehoben werden. In einer mittlerweile abgeschlossenen Dissertation konnte durch Funktionalisierung der thermoplastischen Stärke bereits eine Steigerung des Stärkeanteils erzielt werden, was sich wiederum sehr positiv auf die rasche Abbaubarkeit im Heimkompost auswirkt. Darüber hinaus konnte durch entsprechende Beschaffenheit der Stärke eine transparentere biologisch abbaubare Folie entwickelt werden. Diese Folien kommen unter anderem zum Einsatz in Tragetaschen oder Obst- und Gemüsetüten. Des Weiteren ließen sich durch geeignete Kombinationen von thermoplastischer Stärke mit Polyestern im Schmelzspinnverfahren biologisch abbaubare Fasern herstellen, die Potenzial zur Substitution von Polypropylen-Fasern haben.

BIOBASIERTE CHEMIKALIEN

Auch in diesem Bereich ist das Ziel für Südzucker eine Steigerung der Wertschöpfung bei den Nebenströmen der Produktion in Verbindung mit Klimaschutz. Im Rahmen der CO2-Verwertung in Kombination mit Wasserstoff, der mit Strom aus erneuerbaren Quellen zur erzeugt wird, wurden neue Projekte initiiert. Je nach Verfahren führt dies u. a. zu Wertstoffen, die als Kraftstoffzusatz oder als Plattformchemikalie in biobasierten Kunststoffen Anwendung finden können.

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt "ZeroCarb FP" wurden weitere Fortschritte bei der stofflichen Nutzung von CO2 aus der Ethanolfermentation erzielt. Nachdem im Labormaßstab ein Kultivierungsverfahren für einen Mikroorganismus entwickelt wurde, der CO2 verwertet und chemische Zwischenprodukte liefert, erfolgt jetzt die technische Realisierung im Pilotmaßstab. Die auf diese Weise nachhaltig gewonnenen biobasierten Chemikalien sollen petrochemische Produkte ersetzen.

Im Rahmen eines BMBF-Förderprogramms analysiert ein Projektkonsortium die Implementierung eines Power-to-Gas-Konzepts - ebenfalls unter Nutzung des Fermentations-CO2. Im Fokus steht die Optimierung der biotechnologischen Umwandlung von CO2 in Methan. Inzwischen wurde eine Pilotanlage entwickelt und in Betrieb genommen, sodass nun Daten generiert und Implementierungskonzepte erstellt werden können.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Power-to-X-Verbundprojekt zur Herstellung von sogenanntem "grünem Methanol" wird weiter vorangetrieben, um eine wirtschaftliche Bewertung unter Berücksichtigung der standortspezifischen Gegebenheiten zu erhalten.

Die Herstellung von C2-Bausteinen aus Ethanol steht ebenfalls weiterhin im Fokus. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten wir an einer Verwendung als Rohstoff für stoffliche Anwendungen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

WELTZUCKERMARKT

Das Marktforschungsunternehmen F.O. Licht geht in seiner im April 2020 veröffentlichten Schätzung der Weltzuckerbilanz für das Wirtschaftsjahr 2019/20 (1. Oktober bis 30. September) nun trotz belastender Einflüsse aus der COVID-19-Pandemie sowie der Marktverwerfungen am Rohölmarkt von einem nur leicht verringerten Produktionsdefizit von rund 9,6 Mio. t aus. Dabei steht einem Rückgang der Weltzuckererzeugung insbesondere in Indien und Thailand trotz steigender Erzeugung insbesondere in Brasilien ein insgesamt nur unwesentlich steigender Weltzuckerverbrauch gegenüber. Dies wird zu einem weiteren Rückgang des hohen Bestandsniveaus und zum niedrigsten Verhältnis von Beständen zum Verbrauch seit 2010/11 führen. Für das Wirtschaftsjahr 2020/21 erwartet F.O. Licht trotz eines Anstiegs der Weltzuckerproduktion um rund 9 Mio. t bei einem leichten Anstieg des Weltzuckerverbrauchs ein weiteres Defizitjahr. Die Bestände sollen nochmals um 1,6 Mio. t sinken und damit zu einem nochmaligen Rückgang des ohnehin schon niedrigen Verhältnisses von Beständen zu Verbrauch führen.

Im Geschäftsjahr 2019/20 bewegte sich der Weltmarktpreis für Weißzucker in einer Bandbreite zwischen rund 260 und rund 410 €/t und lag zum Ende des Berichtszeitraums bei 361 €/t. Die oben beschriebenen Erwartungen zu einem hohen Defizit in der Zuckerbilanz 2019/20 spiegelten sich seit Beginn des Jahres 2020 in steigenden Weltmarktpreisen wider. Seit Februar 2020 setzte infolge der erwarteten wirtschaftlichen Abschwächung durch die COVID-19-Pandemie ein Preisverfall bei Rohöl und den Währungen von Schwellenländern, wie Brasilien, ein. Beides setzte - trotz der unverändert guten Fundamentaldaten - den Weltmarkpreis für Zucker temporär massiv unter Druck, so dass er innerhalb weniger Wochen auf rund 310 €/t fiel.

Weltzuckerbilanz

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Mio. t 2020/21e 2019/20 2018/19 2017/18 2016/17
Anfangsbestand 69,3 78,9 78,6 69,1 7,1
Erzeugung 184,7 175,9 184,8 194,2 179,6
Verbrauch -185,5 -183,8 -183,2 -182,6 -180,3
Mengenberichtigungen -0,8 -1,7 -1,3 -2,1 62,7
Endbestand 67,7 69,3 78,9 78,6 69,1
In % des Verbrauchs 36,5 37,7 43,1 43,0 38,3

Quelle: F.O. Licht, Schätzung der Weltzuckerbilanz, April 2020.

EU-ZUCKERMARKT

Im zurückliegenden Zuckerwirtschaftsjahr 2018/19 fiel die Erzeugung trockenheitsbedingt um 3,7 Mio. t auf 18,2 (21,9) Mio. t und lag damit unter dem Verbrauch von 19,1 (19,6) Mio. t.

Für das laufende Zuckerwirtschaftsjahr 2019/20 geht die EU-Kommission aufgrund einer um rund 6 % gesunkenen Rübenanbaufläche und der erneuten Trockenheit im Sommer 2019 von unterdurchschnittlichen Zuckererträgen und einer Zuckererzeugung (inklusive Isoglukose) von nur 17,9 (18,2) Mio. t aus. Damit wird die Erzeugung erneut unter dem Verbrauch liegen, sodass Importe zur Versorgung des EU-Marktes erforderlich sind. Entsprechend werden die Zuckerbestände in der EU zum Ende des laufenden Zuckerwirtschaftsjahres sehr niedrig sein.

Der EU-Preis für Zucker (Food und Non-Food) fiel im Oktober 2018 nochmals und bewegte sich im Zuckerwirtschaftsjahr 2018/19 in einer Bandbreite zwischen 312 und 328 €/t für losen Zucker ab Werk. Der letzte veröffentliche Wert vom Februar 2020 lag bei 370 €/t. Dabei gibt es innerhalb der EU größere regionale Preisunterschiede zwischen den Defizit- und Überschussregionen. Im weiteren Verlauf des Zuckerwirtschaftsjahr 2019/20 wird mit einer Erhöhung der im Preisreporting der EU-Kommission ausgewiesenen Werte gerechnet. Im April 2020 lagen die Spotpreise in Europa bei teilweise deutlich über 400 €/t.

ABSATZMÄRKTE ZUCKER

Die drei größten Kundengruppen in der zuckerverarbeitenden Industrie sind die Getränke- und Molkereiindustrie sowie die Hersteller von Backwaren. Zusammen machen sie in Westeuropa rund 55 %, in Osteuropa sogar 65 % des Zuckerbedarfs der verarbeitenden Industrie aus. Praktisch alle Hersteller sind bemüht, den Zuckereinsatz zu reduzieren. Besonders deutlich wird dies in den gesättigten Märkten Westeuropas, wo der Einsatz von Zucker allein zwischen 2013 und 2018 kumuliert um rund 3 % rückläufig war. Mit 14 % fiel der Rückgang bei Softdrinks besonders deutlich aus. Der Trend zur Verringerung des Zuckeranteils in den verarbeiteten Lebensmitteln setzt sich nach unserer Einschätzung weiter fort. Im Einzelhandel hat sich der Gesamtzuckerabsatz zwischen 2016 und 2019 in Deutschland jährlich um 2,8 %, in Polen um 3,4 %, in Frankreich um 3,8 % und in Belgien um 3,5 % reduziert. Neben dem reduzierten Zuckereinsatz findet seit dem Wegfall wesentlicher Regelungen der europäischen Zuckermarktordnung in der EU im Umfeld niedriger Weltmarktpreise ein starker Verdrängungswettbewerb statt.

ABSATZMÄRKTE CO-PRODUKTE

Für 2019/20 wird mit einer weltweit geringeren Melasseproduktion von 61 (65) Mio. t gerechnet, auch in der EU ist ein Rückgang auf 3,43 (3,47) Mio. t zu verzeichnen. Die weltweite Produktion von Rübenschnitzeln wird auf 15,7 (15,4) Mio. t (Trockenschnitzeläquivalent) geschätzt. Rund 45 % dieser Erzeugung - 7,3 (6,9) Mio. t (Trockenschnitzeläquivalent) - stammen aus der EU.

Nach Aussagen des Dachverbands der EU-Mischfutterindustrie ist die Mischfutterproduktion im Jahr 2019 gegenüber 2018 nahezu stabil. Da die Melasseimporte der EU um 150.000 t reduziert wurden, zeigt sich der Absatzmarkt trotz eines leichten Verbrauchsrückgangs auf 5,03 (5,21) Mio. t stabil.

Rechtliche und politische Rahmenbedingungen

WELTMARKT/WTO

Die indische Regierung hat im Wirtschaftsjahr 2018/19 rund 4 Mio. t Zucker mit hohen Exportsubventionen exportiert. Dagegen haben Australien, Brasilien und Guatemala geklagt. In der Sitzung des WTO-Streitschlichtungsgremiums am 15. August 2019 wurde den drei Klagen (Panels) gegen diese Praxis stattgegeben. Die EU-Kommission nimmt zusammen mit weiteren zwölf WTO-Mitgliedern nur als Drittpartei teil. Australien, Brasilien und Guatemala haben nun die Möglichkeit darzulegen, dass Indien tatsächlich seine Verpflichtungen aus den WTO-Abkommen verletzt hat. Das Panel soll zwischen März und Juni 2020 seinen Bericht abgeben. Aufgrund der aktuellen Blockade des Streitschlichtungsgremiums durch die USA kann es jedoch zu Verzögerungen kommen. In der Zwischenzeit hat Indien für 2019/20 weitere rund 875 Mio. USD Subventionen zum Export von etwa 6 Mio. t Zucker freigegeben.

FREIHANDELSABKOMMEN

Die EU verhandelt mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise Australien, über mögliche Freihandelsabkommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis - nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten künftig zusätzliche Zuckermengen zollbegünstigt in die EU importiert werden.

Die MERCOSUR-Staaten und die EU-Kommission haben am 28. Juni 2019 eine Grundsatzeinigung über ein neues Freihandelsabkommen erzielt. Diese Grundsatzeinigung sieht vor, dass die EU den Einfuhrzoll für mehr als die Hälfte des bestehenden CXL-Einfuhrkontingents - das entspricht 180.000 t - von 98 €/t auf null absenkt. Darüber hinaus hat die EU-Kommission Paraguay ein neues Einfuhrkontingent von 10.000 t Biozucker pro Jahr gewährt. Das Abkommen muss noch vom europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Ob es dazu kommt, ist momentan insbesondere aufgrund der kontroversen Diskussionen in der EU fraglich.

EU-ZUCKERMARKT IM INTERNATIONALEN WETTBEWERB

Die EU hat einen der weltweit am wenigsten regulierten Zuckermärkte. Im Gegensatz zu anderen großen Erzeugerländern wird die Ausfuhr von Zucker nicht subventioniert. Gegen diese Wettbewerbsverzerrungen sowie weitere Einfuhrzugeständnisse oder die Einfuhr unter Umgehung der Ursprungsregeln, wird seitens der EU-Kommission nicht scharf genug vorgegangen.

WEITERHIN GEKOPPELTE DIREKTZAHLUNGEN IM EUROPÄISCHEN ZUCKER-BINNENMARKT

In elf von 19 Rüben anbauenden EU-Ländern werden nach wie vor gekoppelten Prämien für Zuckerrüben ohne regionale Differenzierung gezahlt. Damit bleiben die Wettbewerbsverzerrungen innerhalb des europäischen Zucker-Binnenmarktes zulasten der wettbewerbsfähigen Anbauregionen bestehen. Diese gekoppelte Stützung für die Zuckerrübe soll nach dem Kommissionsvorschlag auch in der neuen Förderperiode weitergeführt werden.

REFORM DER EU-AGRARPOLITIK

Eine Einigung über die Reform der EU-Agrarpolitik für die Jahre 2021 bis 2027 wird nun frühestens in der 2. Hälfte des Jahres 2020 erwartet. Damit werden die neuen Regelungen nicht vor 2022 in Kraft treten. Die vorliegenden Vorschläge könnten zu einer Reduzierung der Direktzahlungen der EU an die Landwirte führen, gleichzeitig ist mit einer stärkeren nationalen Ausrichtung der Agrarpolitik zu rechnen. Diese Tendenz birgt das Risiko zunehmender wettbewerbsverzerrender nationaler Maßnahmen wie beispielsweise der gekoppelten Direktzahlungen. Der Agrarausschuss des Europaparlaments fordert für Zucker eine Stärkung der Kriseninstrumente wie beispielsweise die Wiedereinführung der Intervention für Zucker.

GESETZLICHE EINSCHRÄNKUNGEN UND VERBOTE IM PFLANZENSCHUTZ IN DER EU

Wirkstoffe in chemischen Pflanzenschutzmitteln müssen auf EU-Ebene regelmäßig geprüft und registriert werden. Aufgrund einer Verschärfung der Kriterien für diese Registrierung ist davon auszugehen, dass eine Reihe von Wirkstoffen künftig keine Zulassung mehr erhält.

Jüngstes Beispiel ist Desmedipham, das Bestandteil einer großen Anzahl von Herbiziden ist. Mit Wirkung vom 1. Juli 2020 dürfen Herbizide mit diesem Wirkstoff nach derzeitigem Sachstand nicht mehr angewendet werden. Damit bricht im Zuckerrübenanbau ein wichtiger Baustein zur Unkrautbekämpfung weg. Gleichzeitig befinden sich weitere Wirkstoffe in der Überprüfung.

Unverändert ist die Lage bei den Neonicotinoiden. Hier gelten weiterhin in zahlreichen EU-Ländern Ausnahmegenehmigungen für deren Anwendung. In Deutschland galt das Verbot bereits im Anbaujahr 2019, sodass die Landwirte die gesamte Zuckerrübenfläche mit ein- bis mehrmaligen Spritzanwendungen behandeln mussten, um sie von Fraß-Schäden und Virus-Blattkrankheiten zu schützen.

Zusätzlich kommen ständig neue Herausforderungen auf die Landwirtschaft zu: Beispielsweise sind im Rahmen des Insektenschutzprogramms der Bundesregierung weitere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Verbot des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in bestimmten Schutzgebieten vorgesehen.

Insgesamt betrachtet führt das zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der Zuckerrüben produzierenden EU-Mitgliedsstaaten und stellt in einigen Gebieten die Wirtschaftlichkeit des Rübenanbaus in Frage.

BREXIT

Nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs am 31. Januar 2020 folgt nun eine Übergangsphase bis 31. Dezember 2020, in der ein neues Freihandelsabkommen mit der EU abgeschlossen werden soll. Bis dahin werden die derzeitigen Handelsregelungen beibehalten. Als bedeutender Abnehmer hat das Vereinigte Königreich in den vergangenen Jahren jährlich zwischen 300.000 und 400.000 t Zucker aus Kontinentaleuropa bezogen. Ob der Abschluss eines Freihandelsabkommens bis Ende Dezember 2020 erfolgt, ist ungewiss. Eine Verlängerung der Übergangsphase ist zwar möglich, aber bereits heute umstritten. Sollte bis zum Ende der Übergangsphase kein neues Freihandelsabkommen abgeschlossen werden, gehen wir davon aus, dass sich der Marktzugang für europäischen Weißzucker zum britischen Markt erschweren wird.

Rübenernte und Kampagneverlauf

Die Anbaufläche der Südzucker AG in Deutschland wurde 2019 um 5 % gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Die ersten Rübenpillen wurden bereits Ende Februar bei idealen Bedingungen in den Einzugsgebieten der Werke Offstein und Offenau ausgesät. Anfang März wurde die Aussaat von dringend benötigten Niederschlägen für ca. zwei Wochen unterbrochen. Die Hauptsaatperiode startete um den 20. März und wurde ohne größere Unterbrechungen bis Anfang April abgeschlossen, gut zwei Wochen früher als im Vorjahr.

Von Mitte Juni bis Ende Juli war es zum Teil sehr heiß und vor allem ungewöhnlich trocken, insbesondere in den östlichen und südwestlichen Anbaugebieten. Seltene regionale Schauer sowie unterschiedliche Bodeneigenschaften führten zu inhomogenen und regional sehr unterschiedlichen Rübenbeständen. Bis Ende September fielen mit Ausnahme der Anbaugebiete um Rain und Plattling überall zu geringe Niederschläge. Vor allem in Südbayern nahm der Cercospora-Befall stark zu. Die Schilf-Glasflügelzikade flog erneut verstärkt in Baden-Württemberg.

Die Wachstumsbedingungen im Sommer spiegelten sich in entsprechenden, deutlich unterschiedlichen Ertragserwartungen wider. Lediglich in den beiden südbayerischen Werken wurden dank höherer Niederschlagsmengen leicht überdurchschnittliche Erträge erwartet. In dem gesamten Einzugsgebiet der Südzucker AG wurde ein durchschnittlicher Zuckerertrag von 13,4 (12,9) t/ha erreicht.

Die beiden südbayerischen Werke haben die Verarbeitung bereits am 10. September begonnen. Bis Ende September wurden dann alle restlichen Werke in Deutschland in Betrieb genommen. Biorüben wurden wie in den Vorjahren vor den konventionellen Rüben im Werk Warburg vom 12. bis 23. September und erstmals in Rain am Lech vom 10. bis 14. September verarbeitet.

Die Rodung war zu Beginn der Kampagne wegen ausgeprägter Trockenheit nicht auf allen Standorten möglich. Nach flächendeckenden Niederschlägen Ende September/Anfang Oktober musste vielerorts die Rodung pausieren. Der Rodevorrat war knapp, doch es gelang, die Versorgung der Werke sicherzustellen. Die Niederschläge zogen sich durch die komplette Kampagne wodurch die Abzüge im Verlauf zunahmen und die Zuckergehalte immer weiter absanken. Die Kampagne endete nach durchschnittlich 116 (108) Verarbeitungstagen Ende Januar als letztes im Südzucker-Werk Wabern.

Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2019/20 war EU-weit weiterhin von einem sehr niedrigen Preisniveau geprägt. Die seit Beginn des Zuckerwirtschaftsjahres 2019/20 zu verzeichnende Erhöhung der EU Marktpreise hat sich im Ergebnis nicht ausgewirkt. Wir können daher mit dem Betriebsergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres erneut nicht zufrieden sein. In Deutschland haben die Zuckerfabriken in Brottewitz und Warburg nach der Kampagne 2019 den Betrieb eingestellt. Die damit verbundenen Kosteneinsparungen werden sich erst in den Zahlen des Geschäftsjahres 2020/21 auswirken.

ERTRAGSLAGE

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1

(in Mio. €)
2019/20 2018/19
Umsatzerlöse 1.264,1 1.465,9
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 55,4 -92,2
Sonstige betriebliche Erträge 48,0 44,3
Materialaufwand -951,8 -942,8
Personalaufwand -255,9 -258,5
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -67,0 -78,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -228,0 -250,4
Betriebsergebnis HGB -135,2 -112,1
Beteiligungsergebnis 199,2 133,8
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 -7,1
Zinsergebnis -17,9 -11,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 46,1 3,2

Die Umsatzerlöse reduzierten sich im Geschäftsjahr 2019/20 von 1.465,9 Mio. € um 201,8 Mio. € bzw. 13,8 % auf 1.264,1 Mio. €. Das beruht insbesondere auf dem verfügungsbedingt rückläufigen Exportgeschäft, sowie auf dem im Zuckerwirtschaftsjahr 2018/19 nochmals gesunkenen Preisniveau.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 48,0 (44,3) Mio. € sind 27,0 (18,3) Mio. € periodenfremde Erträge enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Buchgewinnen und der Auflösung von Rückstellungen.

Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 0,6 (1,1) Mio. € enthalten.

Der Anstieg der Materialaufwendungen um 9,0 Mio. € auf 951,8 (942,8) Mio. € resultierte aus den höheren Kosten für Rüben. Gegenläufig wirkte der Rückgang der Aufwendungen für Zucker als Handelsware aufgrund des rückläufigen Exportgeschäfts.

Der Personalaufwand verminderte sich um 2,6 Mio. € auf 255,9 (258,5) Mio. €. Hier waren neben den laufenden Lohn- und Gehaltssteigerungen auch die durch den gesunkenen Rechnungszinsatz für Pensionsverpflichtungen steigende Aufwendungen für die Altersversorgung zu verzeichnen. Im Vorjahr waren Kosten für einen Sozialplan im Rahmen der Werkschließung der Standorte Brottewitz und Warburg enthalten.

Die Abschreibungen lagen mit 67,0 (78,4) Mio. € unter dem Vorjahr. Die außerplanmäßigen Abschreibungen von 0,5 (13,1) Mio. € betrafen im Vorjahr im Wesentlichen Werkschließungen in Brottewitz und Warburg (9,6 Mio. €) sowie den erworbenen Geschäftswert der Exportaktivitäten (3,3 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen aufgrund gesunkener Vertriebskosten - im Zusammenhang mit der Aufgabe des Exportgeschäftes - mit 228,0 (250,4) Mio. € mit 22,4 Mio. € unter Vorjahresniveau.

Das Betriebsergebnis HGB verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 23,1 Mio. € und liegt mit -135,2 (-112,1) Mio. € deutlich unter unseren Erwartungen.

Das Beteiligungsergebnis lag mit 199,2 (133,8) Mio. € über dem Vorjahresniveau.

Im Vorjahr waren Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens von -7,1 Mio. € aufgrund von Abwertungen von Wertpapieren des Umlaufvermögens auf niedrigere Börsenkurse erforderlich.

Das Zinsergebnis verschlechterte sich um 6,5 Mio. € auf -17,9 (-11,4) Mio. €. Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, von übrigen Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von zusammen 18,3 (19,6) Mio. € enthalten.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 42,9 Mio. € auf 46,1 (3,2) Mio. €.

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(in Mio. €) 2019/20 2018/19
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 46,1 3,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,1 65,3
Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 47,2 68,5
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,1 0,0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,0 -27,6
Bilanzgewinn 47,3 40,9

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr 2019/20 betragen +1,1 (+65,3) Mio. €. Im Vorjahr waren aufgrund einer abgeschlossenen steuerlichen Außenprüfung Steuerrückstellungen aufzulösen.

Der Jahresüberschuss lag damit bei 47,2 (68,5) Mio. €.

Im Geschäftsjahr erfolgte keine Einstellung in die Gewinnrücklagen (27,6) Mio. €. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 0,1 (0,0) Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 47,3 (40,9) Mio. €.

INVESTITIONEN UND FINANZIERUNG

Im Geschäftsjahr betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 50,2 (69,3) Mio. €. Investitionsschwerpunkte waren dabei Umwelt-, Ersatz- und Optimierungsmaßnahmen in den Zuckerfabriken.

Nettofinanzschulden

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(in Mio. €) 29.02.20 28.02.19
Wertpapiere -165,8 -163,5
Flüssige Mittel -13,4 -5,7
Forderungen im Rahmen der Konzernfinanzierung -374,7 -449,0
Anleihen / Schuldverschreibungen 330,0 230,0
Finanzverbindlichkeiten Kreditinstitute 238,1 252,9
Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung 719,4 814,8
Nettofinanzschulden 733,6 679,5

Die Nettofinanzschulden erhöhten sich von 679,5 Mio. € im Vorjahr auf 733,6 Mio. € am 29. Februar 2020. Der operative Cashflow reduzierte sich auf 36,9 (114,1) Mio. € was insbesondere auf höhere Working Capital Erfordernisse infolge der höheren Zuckererzeugung und gestiegener Anzahlungen an die Rübenlieferanten zurückzuführen ist. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden auf 50,2 (69,3) Mio. € reduziert. Investitionen in Finanzanlagevermögen sind wie im Vorjahr nicht erfolgt. Die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2018/19 betrug 40,8 (91,9) Mio. €.

Südzucker hat zum 29. Februar 2020 folgende Anleihen ausstehen:

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Coupon Volumen

(€)
ISIN Börsenzulassung
Hybridanleihe 2015 Perceptual NC 10 3-Monats- EU- RIBOR +310 BP 700 Mio. XS0222524372 Luxemburg (amtlicher Markt)
Anleihe 2016/2023 1,25 % 300 Mio. XS1524573752 Luxemburg (amtlicher Markt)
Anleihe 2017/2025 1,00 % 500 Mio. XS1724873275 Luxemburg (amtlicher Markt)

Die Anleihen werden über die Konzernfinanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland, Niederlande, begeben und konzernweit verwendet. Südzucker AG hat für die Anleihen Garantien begeben.

Zur saisonalen Kampagnefinanzierung steht als Ergänzung ein Commercial Paper (CP) Programm im Volumen von 600 Mio. € zur Verfügung. Dieses wurde zum 29. Februar 2020 in Höhe von 330,0 (230,0) Mio. € in Anspruch genommen.

Zusätzlich sind die saisonalen Liquiditätsanforderungen durch die bis Juli 2024 vereinbarte syndizierte Kreditlinie im Volumen von 600 Mio. € gesichert.

Bezüglich der Erläuterungen zur Unternehmenssteuerung der Südzucker AG verweisen wir auf das Kapitel Konzernsteuerung.

BILANZ - VERMÖGENSLAGE

Aktiva

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(in Mio. €) 29.02.20 28.02.19
Immaterielle Vermögensgegenstände 12,3 12,4
Sachanlagen 492,6 511,2
Finanzanlagen 2.764,6 2.764,7
Anlagevermögen 3.269,5 3.288,3
Vorräte 485,6 416,9
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 663,4 726,6
Wertpapiere 165,8 163,5
Flüssige Mittel 13,4 5,7
Umlaufvermögen 1.328,2 1.312,7
Rechnungsabgrenzungsposten 2,5 0,7
4.600,2 4.601,7

Die Bilanzsumme der Südzucker AG blieb zum 29. Februar 2020 mit 4.600,2 (4.601,7) Mio. € auf Vorjahresniveau.

Das Anlagevermögen lag mit 3.269,5 (3.288,3) Mio. € um 18,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert.

Die Erhöhung der Vorräte auf 485,6 (416,9) Mio. € ist auf die gegenüber dem Vorjahr höhere Bewertung der fertigen Erzeugnisse der Kampagne 2019/20 zurückzuführen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit 663,4 (726,6) Mio. € unter Vorjahresniveau. Die Vergaben von konzerninternen Darlehen an verbundene Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr stark vermindert. Die sonstige Vermögensgegenstände 45,2 (38,8) Mio. € erhöhten sich im Wesentlichen durch Steuerforderungen.

PASSIVA

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(in Mio. €) 29.02.20 28.02.19
Eigenkapital 2.166,4 2.160,1
Sonderposten mit Rücklageanteil 28,4 29,1
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 637,2 585,2
Übrige Rückstellungen 273,6 314,1
Verbindlichkeiten 1.494,6 1.513,2
4.600,2 4.601,7

Das Eigenkapital erreichte 2.166,4 (2.160,1) Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 47,1 % (46,9 %). Das Anlagevermögen der Südzucker AG war wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag vollständig durch mittel- bzw. langfristiges Kapital finanziert; der Anlagedeckungsgrad verringerte sich leicht auf 110,2 % (114,3 %).

Die Pensionsrückstellungen wurden insbesondere wegen der Anpassung des Abzinsungssatzes auf 2,64 (3,12) % sowie der Berücksichtigung von Gehalts- und Rentenanpassungen um 52 Mio. € auf 637,2 (585,2) Mio. € erhöht.

Die übrigen Rückstellungen in Höhe von 273,6 (314,1) Mio. € betreffen Steuern, Personalaufwendungen, Prozessrisiken und Rekultivierungsverpflichtungen. Der Rückgang resultiert aus allen Rückstellungsbereichen.

Die Verbindlichkeiten sind von 1.513,2 Mio. € um 18,6 Mio. € auf 1.494,6 Mio. € gefallen. Dies resultierte aus der Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber Tochterunternehmen.

TATSÄCHLICHE UND PROGNOSTIZIERTE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Wie im letztjährigen Prognosebericht erwartet, ergab sich mengenbedingt eine negative Umsatzentwicklung. Die Verbesserung des Preisniveaus ab Oktober 2019 ist nicht so stark eingetreten wie erwartet. Daraus resultierte ein mit -135,2 Mio. € schlechteres Betriebsergebnis als prognostiziert.

Die Ergebnisbeiträge aus den Beteiligungen fielen mit 199,2 Mio. € deutlich höher als erwartet aus.

Dadurch hat sich das Jahresergebnis wie erwartet moderat reduziert.

Prognosebericht

Die Prognose steht unter dem Vorbehalt der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts im April 2020 noch nicht absehbaren wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie die Dauer der temporären Ausnahmesituation im Zusammenhang mit der covid-19 Pandemie.

Bei nochmals rückläufigen Absatzmengen infolge der unterdurchschnittlichen Ernte 2019 und der Werksschließungen nach der Kampagne 2019 gehen wir für das Geschäftsjahr 2020/21 bei höheren Erlösen von einem moderaten Umsatzanstieg aus. Das Betriebsergebnis wird für das erste Halbjahr weiterhin von Verlusten geprägt sein. Für das im Oktober 2020 beginnende Zuckerwirtschaftsjahr 2020/21 erwarten wir in einem stabilen Marktumfeld steigende Erlöse. Außerdem werden erste materielle Kosteneinsparungen aus dem Restrukturierungsplan eintreten, so dass wir für das gesamte Geschäftsjahr eine deutliche Verbesserung des Betriebsergebnisses planen. Bei einem unveränderten Zinsergebnis und wiederum maßgeblichen Ergebnisbeiträgen aus dem Beteiligungsbereich erwarten wir auch einen deutlichen Anstieg des Jahresüberschusses.

Ob und wie weit sich die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf unsere Erwartungen für das Zuckerwirtschaftsjahr 2020/21 auswirken ist aktuell nicht absehbar.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

RISIKO- UND CHANCENPOLITIK

Die Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Um Risiken, aber auch Chancen zu erkennen und aktiv zu steuern, ist ein konzernweites Risikomanagementsystem eingerichtet.

Die Südzucker-Gruppe begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Unter Risiko bzw. Chance versteht Südzucker künftige Entwicklungen bzw. Ereignisse, die das Erreichen strategischer Ziele und operativer Planungen negativ bzw. positiv beeinflussen können. Die Südzucker-Gruppe setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung eines internen Kontrollsystems. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, werden versicherbare Risiken durch ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm abgedeckt.

AUFGABE DES RISIKOMANAGEMENTS

Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie die Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der strategischen, operativen, Compliance bzw. rechtlichen Risiken sowie finanziellen Risiken.

Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehören Überwachungssysteme, die die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellen.

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Der Vorstand hat die Verantwortung für das konzernweite Risikomanagementsystem - insbesondere für die Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender und strategischer Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt, der die Angemessenheit der bestehenden Risikomanagementregelungen regelmäßig prüft und diese gegebenenfalls fortentwickelt. Daneben beobachtet der Risikomanagementausschuss fortlaufend wesentliche, auch geschäftsübergreifende Risiken und zeigt - falls erforderlich - Handlungsbedarf auf. Der Wirtschaftsprüfer beurteilt die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems als Teil des Risikomanagementsystems.

Darüber hinaus befasst sich der Aufsichtsrat im Rahmen der Überwachung des Vorstands mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.

ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS

Die operativen Einheiten (Divisionen und Segment CropEnergies) sowie die Zentralabteilungen sind als Risikoverantwortliche für die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken sowie für das Risikomanagement in ihren Verantwortungsbereichen verantwortlich. Sie ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken aus dem operativen Geschäft sowie von finanziellen und rechtlichen Risiken. Die Veränderung von Marktpreisen kann einen erheblichen positiven bzw. negativen Einfluss auf das operative Ergebnis haben. Daher wurden in den operativen Einheiten, in denen das operative Ergebnis wesentlich von volatilen Marktpreisen beeinflusst wird, Risikokomitees eingerichtet, die Entscheidungen über den Umgang mit diesen Risiken vorbereiten. Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken werden durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente zur Risikobegrenzung hat der Vorstand in einer Richtlinie zum Management operativer Preisrisiken vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regelt. Derivative Finanzinstrumente dürfen nur zur Sicherung von Grundgeschäften und nur mit Banken hoher Bonität oder an Terminbörsen abgeschlossen werden.

Regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der operativen, finanziellen und strategischen Risiken erfolgen im Risikomanagementausschuss und in den Risikokomitees, sowie im Rahmen des wertorientierten Führungs- und Planungssystems in allen relevanten operativen Einheiten und Konzernfunktionen. Alle wesentlichen Unternehmensrisiken werden hierbei regelmäßig von den Risikoverantwortlichen erfasst und dokumentiert. Neu eintretende Einzelrisiken oder Veränderungen der Risikostruktur sind darüber hinaus ad-hoc an den Vorstand zu berichten. Im Rahmen der Risikoinventur werden die Einzelrisiken dann durch den Risikomanagementausschuss in einem gruppenweiten Risikoregister zusammengeführt. Hierbei findet auch eine konzernweite Risikoaggregation und die Identifizierung gegebenenfalls vorhandenen bestandsgefährdender Risiken statt.

INTERNE REVISION

Die interne Konzernrevision nimmt als prozessunabhängige Überwachung ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie in den Konzerngesellschaften wahr. Sie ist dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet und bewertet im Rahmen unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse - auch mit dem Fokus, diese und die zugrundeliegenden Geschäftsprozesse zu verbessern.

RISIKOKOMMUNIKATION

Unabdingbar für das Funktionieren des Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher stellen der Vorstand, die Verantwortlichen der operativen Einheiten und der Zentralabteilungen eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicher. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Unter anderem durch regelmäßige Besprechungen der Ergebnisentwicklung und der Planungen zwischen Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für identifizierte strategische oder operative Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen definiert und initiiert. Neben den Verantwortlichen der operativen Einheiten tragen die Konzernfunktionen den Ressortvorständen regelmäßig aktuelle Entwicklungen aus ihren Verantwortungsbereichen vor.

Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

Der Ausbruch der Coronavirus-Erkrankung CO-VID-19 in China und seine fortschreitende weltweite Verbreitung haben - insbesondere auch in Europa - zu massiven Eingriffen in das öffentliche Leben mit deutlichen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft geführt und damit die Risikolage der Südzucker-Gruppe deutlich erhöht. Derzeit sind die finanziellen Auswirkungen und die Dauer der Ausnahmesituation nicht absehbar.

Die Preisentwicklung bei den eingesetzten Agrarrohstoffen und den daraus hergestellten Zucker-, Ethanol- und Stärkeprodukten hat einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Südzucker-Gruppe. Die wichtigsten Faktoren für diese Entwicklung, wie z. B. aktuell die Coronaviruskrise, staatliche Agrarprogramme und -politik, globale Lagerbestände, Wetter- und Erntebedingungen, die Klimapolitik zur CO2-Reduzierung und Beimischungsziele für nachwachsende Rohstoffe sowie die Nachfrage nach und das Angebot von konkurrierenden Rohstoffen und Ersatzstoffen, sind kurzfristig nur begrenzt durch das Unternehmen beeinflussbar. Für die Nachfrage nach Zucker sind Reduktionsmaßnahmen in wichtigen EU-Verbrauchsländern von Bedeutung.

Die langfristige Wettbewerbsfähigkeit wird durch Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur gesichert. Hierzu zählen die Konzentration des Rübenanbaus auf die ertragreichen fabriknahen Anbaugebiete sowie die kontinuierliche Verbesserung der Produktion, der Logistik und der administrativen Prozesse.

Die Wettbewerbsintensität in der EU-Zuckerproduktion ist hoch. Notwendige Kapazitätsanpassungen in nicht wettbewerbsfähigen Anbaugebieten werden durch national gekoppelte Prämien für den Anbau von Zuckerrüben behindert.

Die Divisionen BENEO, Freiberger und Stärke und das Segment Frucht leisten einen wichtigen Bei trag zur Stabilisierung des Chancen- und Risikoprofils der Südzucker-Gruppe. Im Segment CropEnergies haben sich durch den Fokus der Klimapolitik auf erneuerbare Energien die langfristigen Chancen auf weiteres Marktwachstum erhöht.

Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist hoch und im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Unsicherheiten aus der weiteren Entwicklung der Coronaviruskrise deutlich erhöht. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aber nach wie vor nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar

ÜBERSICHT DER KURZFRISTIG WIRKSAMEN CHANCEN UND RISIKEN

Identifizierte kurzfristige Chancen und Risiken werden nach den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzielle Auswirkung im Falle ihres Eintritts von den Risikoverantwortlichen quantifiziert. Danach werden sie mit Hilfe von statistischen Methoden zu Risikofaktoren aggregiert.

Nachfolgend werden die für Südzucker wesentlichen Chancen- und Risikofaktoren beschrieben und deren Bedeutung unter Berücksichtigung der möglichen finanziellen Auswirkungen und der Eintrittswahrscheinlichkeit auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020/21 dargestellt. Die Wirkung getroffener Gegensteuerungsmaßnahmen wird dabei jeweils berücksichtigt.

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Bedeutung Finanzielle Auswirkung

(€)
gering ▫▫▪ <5 Mio.
mittel ▫▪▪ 5-20 Mio.
hoch ▪▪▪ >20 Mio.

Die Preisvolatilität von Rohstoffen, die Risiken von schwankenden Produktpreisen, Veränderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie strukturelle Veränderungen der Absatzmärkte stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von geringerer Bedeutung.

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Chancen- Risikofaktoren Bedeutung in 2020/21
Risiken Chancen
--- --- ---
Umfeld und Branche
Markt und Wettbewerb ▫▪▪ ▪▫▫
Veränderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ▫▪▪ ▪▫▫
Unternehmensspezifische Chancen und Risiken
Rohstoffe ▪▪▪ ▪▪▫
Produktion und Investition ▫▪▪ ▪▫▫
Produktpreise ▪▪▪ ▪▪▪
Informationstechnologie ▫▪▪ ▪▫▫
Akquisitionen / Restrukturierung ▫▫▪ ▪▫▫
Rechtsrisiken ▫▪▪ ▪▫▫
Betrugs- und Korruptionsrisiken ▫▪▪ ▫▫▫
Finanzen
Wechselkursschwankungen ▫▪▪ ▪▪▫
Sonstige finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken ▪▪▪ ▪▪▪

Coronaviruskrise

Der Ausbruch der Coronavirus-Erkrankung CO-VID-19 in China und seine fortschreitende weltweite Verbreitung haben - insbesondere auch in Europa - zu massiven Eingriffen in das öffentliche Leben mit deutlichen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft geführt. Die Südzucker-Gruppe ist als Lebens- und Futtermittelproduzent sowie als Hersteller von Ethanol, das wesentlicher Bestandteil von Kraftstoffen und Desinfektionsmitteln ist, Teil der kritischen Infrastruktur.

Die Unternehmen der Südzucker-Gruppe sind mit Produktions- und Vertriebsstandorten auf allen Kontinenten vertreten und daher weltweit betroffen. Durch die enge internationale Verflechtung der Wirtschaft und die internationale Zusammenarbeit unserer Mitarbeiter treffen unsere Unternehmen die Auswirkungen dieser Pandemie auch dann, wenn sie an anderen Orten der Welt auftreten.

Durch die Pandemie wird sich voraussichtlich der Krankenstand in Produktion und Verwaltung erhöhen. Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus wie beispielsweise häusliche Quarantäne, führen zu weiteren Störungen im Betriebsablauf, denen nicht immer mit geeigneten Maßnahmen (Home-Office) begegnet werden kann. Durch die Absage von Messen und die Einschränkung der Reisetätigkeit stehen die Vertriebsbereiche vor besonderen Herausforderungen.

Noch kann niemand die Tragweite und Dauer seriös beschreiben, welche die Pandemie auf die konjunkturelle Entwicklung haben wird. Der Rückgang der Beschäftigung und eine Angst vor Rezession mit der Folge einer geringeren Konsumneigung wird, wenn auch in begrenztem Maße, auch die Südzucker Absatzmärkte treffen. Die gesteigerte Selbstversorgung der privaten Haushalte seit Beginn der Krise hat zu einer erhöhten Nachfrage der Konsumenten nach Haushaltszucker und Pizza geführt. Die eingeschränkte Mobilität hat im Gegenzug zur reduzierten Nachfrage und gesunkenen Preisen bei Kraftstoffen und damit auch bei Ethanol geführt.

Sowohl durch politische Maßnahmen wie z. B. Grenzschließungen, als auch durch geringere Verfügbarkeit von Transportmitteln, wird es zu Beeinträchtigungen der Lieferketten bei der Rohstoff Logistik und der Produktlogistik kommen. Im Zusammenhang mit den anderen Auswirkungen der Epidemie kann dies zur Störung der Produktion bis hin zur Notwendigkeit von Werksschließungen führen. Die Zuckerproduktion ist davon zunächst weniger betroffen, da durch den Kampagnebetrieb die Verarbeitung der Rohstoffe des laufenden Zuckerwirtschaftsjahres weitgehend abgeschlossen ist und die Verarbeitung des kommenden Jahres erst ab September beginnen wird.

Der krisenbedingt drastische Rückgang der Rohstoffpreise hat unmittelbar den Ethanolpreis und den Zucker Weltmarktpreis unter Druck gesetzt. Wie lange diese Situation andauert und inwieweit der EU Zuckermarkt dadurch beeinträchtigt wird lässt sich derzeit nicht vorhersagen.

Die Finanzmarktvolatilität hat zugenommen. Auch wenn Südzucker überwiegend langfristig finanziert ist wird sich Südzucker einem möglichen Anstieg der Zinsen im Bereich der kurzfristigen Finanzierung nicht ganz entziehen können.

Derzeit sind die finanziellen Auswirkungen und die Dauer der Ausnahmesituation nicht absehbar. Entsprechend können mögliche finanzielle Auswirkungen nicht bemessen werden.

Umfeld und Branche

MARKT UND WETTBEWERB

Im EU-Zuckermarkt werden notwendige Kapazitätsanpassungen in nicht wettbewerbsfähigen EU-Regionen durch national gekoppelte Prämien für den Anbau von Zuckerrüben weiter behindert. Wettbewerbsverzerrungen bestehen außerdem durch eine unterschiedliche Genehmigungspraxis von Pflanzenschutzmitteln. Kurzfristig sind Änderungen in diesen Bereich kaum zu erwarten.

VERÄNDERUNGEN DER RECHTLICHEN UND POLITISCHEN RAHMENBEDINGUNGEN

Die Unternehmen der Südzucker-Gruppe sind weltweit und damit auch in Regionen mit instabilen politischen Verhältnissen tätig, weshalb auch kurzfristige negative Auswirkungen durch gesellschaftliche oder politische Auseinandersetzungen in diesen Ländern möglich sind.

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU wurde am 31. Januar 2020 vollzogen. Unter den Handelsbedingungen als Teil der EU importierte das Vereinigte Königreich jährlich etwa 300.000 bis 400.000 t Zucker vor allem aus den kontinentaleuropäischen Haupterzeugerländern.

Inwieweit die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit der EU Risiken für die Geschäftstätigkeit der Südzucker-Gruppe mit sich bringen, ist derzeit schwer abschätzbar.

Änderungen der nationalen Steuer- und Zollsysteme sowie die Auslegung durch die regionalen Behörden stellen weitere Risiken im Bereich der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen dar.

Aus Veränderungen des politischen Rahmens können aber auch Chancen entstehen. So sehen wir in der Etablierung von E10 im Rahmen der Klimapolitik die Chance auf eine weiter steigende Nachfrage nach Ethanol in einer zunehmenden Anzahl europäischer Länder.

Unternehmensspezifische Chancen und Risiken

ROHSTOFFE

Die Südzucker-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2019/20 insgesamt 35 (36) Mio. t landwirtschaftliche Rohstoffe von über 1.000.000 ha Anbaufläche verarbeitet. Dies sind neben 28 (29) Mio. t Zuckerrüben auch Mais, Weizen, Gerste, Reis, Triticale, Zichorien, Kartoffeln und Früchte.

Südzucker ist als Verarbeiter dieser Rohstoffe -trotz breiter Streuung der Anbauregionen - Beschaffungsrisiken ausgesetzt. Hier sind in erster Linie über das normale Maß hinausgehende Schwankungen der Ernteerträge durch Extremwetterereignisse sowie Pflanzenschädlinge und -krankheiten zu nennen.

Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Ethanol aus allen unseren Anlagen erfüllt diese Anforderungen unter der Voraussetzung, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist.

Neben den Beschaffungsrisiken unterliegen landwirtschaftliche Rohstoffe Preisschwankungen, die insbesondere durch die weltweiten und regionalen Fundamentaldaten von Angebot, Nachfrage und Lagerbeständen beeinflusst werden.

In der Südzucker-Gruppe erfolgt die Rübenpreisvergütung teilweise in Abhängigkeit von den im Zuckerwirtschaftsjahr erzielten Zuckererlösen. Daneben müssen bei der Vergütung weitere Faktoren, wie die Wettbewerbssituation des Rübenanbaus mit anderen Ackerkulturen sowie die gezahlten Rübenpreise im Verhältnis zu den Wettbewerbern berücksichtigt werden. Letzteres gilt insbesondere in Regionen mit überlappenden Anbaugebieten.

Zur Herstellung von Ethanol werden kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe benötigt. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Zur Risikoeinschätzung wird bei der Herstellung von Ethanol eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten sowie von Erlösen für Lebens- und Futtermittel (Steuerung nach Nettorohstoffkosten) vorgenommen. Da Veränderungen im Getreidemarktumfeld in der Regel auch das Marktumfeld für eiweißhaltige Lebens und Futtermittel beeinflussen, können Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensiert werden. Bei der Ethanolproduktion wird die Geschäftspolitik verfolgt, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie dem Einsatz von alternativen Rohstoffen zu reduzieren.

PRODUKTION UND INVESTITIONEN

Ungeplante Anlagenabschaltungen - insbesondere im Kampagnebetrieb - versuchen wir durch umfassende Wartung und kontinuierliche Verbesserung unserer Anlagen zu vermeiden. Risiken aus Investitionen begegnen wir mit umfassender Investitionsprojektplanung und Projektcontrolling.

Insbesondere bei der Produktion von Zucker, Stärke, Inulin und Ethanol ist neben den Rohstoffkosten der Energieeinsatz ein wesentlicher Kostenfaktor. Preisschwankungen wirken sich unmittelbar auf die Herstellungskosten aus. Dies gilt für die originären Energieträger sowie für CO2-Zertifikate, die zugekauft werden müssen, wenn die kostenlosen Zuteilungen den Bedarf nicht abdecken. Im Rahmen einer vorausschauenden Einkaufspolitik erfolgen für die eingesetzten Energieträger und für CO2-Zertifikate teilweise Mengen- und Preissicherungen in Form von langfristigen Lieferverträgen oder auch durch Derivate. Dies reduziert die Auswirkungen der Preisschwankungen auf unser Ergebnis.

Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit forciert.

Die Verfügbarkeit von geeigneten Transportmitteln zur fristgerechten Lieferung von Rohstoffen sowie Endprodukten unterliegt ebenfalls Schwankungen. So können besonders hohe oder niedrige Wasserpegel insbesondere des Rheins zu begrenzter Verfügbarkeit und Ladekapazität von Binnenschiffen und damit höheren Logistikkosten führen.

Bedeutende Ereignisse im Zusammenhang mit ernsten Verstößen gegen Sicherheitsstandards, die für Nahrungsmittel oder sonstige Bereiche gelten, könnten sich nachteilig auf die Gesundheit der Verbraucher, die Reputation von Südzucker und den Absatz unserer Produkte auswirken. Südzucker hat den Anspruch, Kunden jederzeit mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden.

Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung.

PRODUKTPREISE

Im Segment Zucker bestehen Chancen und Risiken infolge von Preisschwankungen auf dem Weltzuckermarkt, dem EU-Binnenmarkt sowie den Futtermittelmärkten. Sollte das Defizit am Weltzuckermarkt geringer oder größer werden als erwartet, kann dies zu sinkenden oder steigenden Weltmarktpreisen führen. Die Entwicklung der Weltmarktpreise beeinflusst auch das Zuckerpreisniveau in der EU. Da viele Verkaufsverträge mit einer Laufzeit von einem Jahr und einem festen Preis abgeschlossen werden, wirken sich kurzfristige Marktpreisänderungen nur in begrenztem Umfang oder zeitverzögert auf das Ergebnis aus.

Für direkt vom Weltmarktpreis abhängige Mengen werden je nach Marktlage Sicherungsgeschäfte in Form von Zucker-Futures an den Terminbörsen in London und New York abgeschlossen. Dem Absatzrisiko und dem Preisrisiko bei Futtermitteln wird insbesondere durch eine kontinuierliche Verkaufsstrategie sowie eine langfristig orientierte Kundenbindung Rechnung getragen.

Die Preise für Ethanol in Europa unterliegen verschiedenen Einflussfaktoren, wie Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in den USA, Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen, und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Um die Auswirkungen der Preisschwankungen auf das Ergebnis zu reduzieren, erfolgt die Steuerung dieser Risiken durch die Gestaltung der Verkaufsverträge, derivative Instrumente sowie die flexible Nutzung der Ethanolanlage am britischen Standort Wilton je nach Marktsituation und der hieraus resultierenden Kosten- und Ertragslage.

INFORMATIONSTECHNOLOGIE

Die Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich von einer komplexen Informationstechnologie abhängig, welche zunehmend Informationssicherheitsrisiken von internen und externen Quellen ausgesetzt ist. Mit der Implementierung von angemessenen Prozessen und Maßnahmen schützen wir die Verfügbarkeit, die Vertraulichkeit und die Integrität von geschäftsrelevanten Informationen und den informationsverarbeitenden Systemen. Die Prozesse und Maßnahmen basieren auf einschlägigen Standards, werden durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten betrieben, überwacht und stetig optimiert. Vor diesem Hintergrund werden die Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weiter vereinheitlicht und standardisiert.

AKQUISITIONEN/RESTRUKTURIERUNG

Die Südzucker-Gruppe erwirbt Unternehmen, um ihre Geschäftstätigkeit zu erweitern. Akquisitionen beinhalten das Risiko, dass strategische Ziele nicht erreicht werden oder sich die Umsetzung operativer Pläne verzögert. Außerdem bestehen Risiken im Rahmen der Integration von unterschiedlichen Unternehmenskulturen und Prozessen. Bei Restrukturierungsmaßnahmen besteht das Risiko, dass über die erwarteten Kosten hinaus Mehraufwendungen jeglicher Art entstehen können oder die erwarteten Einsparungen nicht erreicht werden. Die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen in Produktion und Verwaltung beinhaltet Risiken, die auch die betroffenen Geschäfts- und Produktionsprozesse beeinträchtigen können. So können beispielsweise Streiks zu höheren Produktions- und Logistikkosten führen, wenn Rüben in benachbarten Fabriken verarbeitet werden müssen.

Die Südzucker-Gruppe hält zudem Beteiligungen wie Joint Ventures, assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen. Diese Unternehmen unterliegen entsprechend ihrer jeweiligen Tätigkeit dem geschäftsspezifischen unternehmerischen Umfeld. Aufgrund der Beteiligungsquote ist die Möglichkeit der Integration dieser Gesellschaften eingeschränkt und sind Auswirkungen von Umstrukturierungen wie etwa bei der At Equity einbezogenen Beteiligung ED&F Man Holdings Limited nur in Grenzen gestaltbar. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung bei ED&F Man können sich Risiken aus dem beabsichtigten Verkauf von Industriebeteiligungen, wie beispielsweise des mexikanischen Zucker Joint-Ventures Azucar Grupo Saenz ergeben. Diese können das Zustandekommen eines Veräußerungsvorhabens und Planabweichungen von den finanziellen, zeitlichen oder zustimmungsrechtlichen Zielsetzungen betreffen.

RECHTSRISIKEN

Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfelds, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen eingeleitet.

Südzucker hat die seitens der EU-Datenschutzgrundverordnung ausgelösten Pflichten und Risiken analysiert und organisatorische Maßnahmen umgesetzt, um den Schutz und die Sicherheit personenbezogener Daten insbesondere der Beschäftigten, Kunden, Lieferanten und übriger Geschäftspartner zu gewährleisten.

Es besteht das allgemeine Risiko, dass Verhaltensweisen von Organen und Mitarbeitern als Verstoß gegen Wettbewerbsbestimmungen ausgelegt werden und Verfahren durch Wettbewerbsbehörden eingeleitet werden. Entsprechende Verfahren sind immer mit einem Reputationsverlust verbunden, können zum Erlass von hohen Bußgeldern führen und dann zusätzlich Ersatzansprüche von Dritten nach sich ziehen, auch wenn sie unbegründet sind.

Südzucker führt Maßnahmen der Kartellrechts-Compliance - insbesondere durch Audits und im Bereich des internen Meldewesens - kontinuierlich fort. Zur Vermeidung von Kartellverstößen werden gruppenweit Schulungen durchgeführt und turnusmäßig wiederholt.

Nach Abschluss des deutschen Kartellverfahrens im Februar 2014 haben Kunden erwartungsgemäß Schadensersatzansprüche wegen angeblich kartellbedingter Preisaufschläge geltend gemacht. Diese Ansprüche werden von Südzucker und den beiden anderen mit einem Bußgeld belegten deutschen Zuckerherstellern grundsätzlich bestritten, zumal verschiedene Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass den Kunden in dem vom Bundeskartellamt zur Last gelegten Zeitraum keine Nachteile entstanden sind. Ein Teil der Kunden hat die betroffenen Zuckerhersteller - zumeist gesamtschuldnerisch - auf Schadensersatz oder Auskunft verklagt. Die Klagen sind bei verschiedenen deutschen Landgerichten anhängig und unterschiedlich weit fortgeschritten. Die in all diesen Gerichtsverfahren erforderliche Beweisaufnahme ist aufwändig und langwierig. Sie ist auch bei den ältesten (ab Sommer 2014 begonnenen) Verfahren noch nicht abgeschlossen. Urteile zur Sache sind daher bislang nicht ergangen.

Der von der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2010 gestellte Antrag auf Festsetzung eines Bußgeldes wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkenden Absprachen gegen die Südzucker AG und die AGRANA Zucker GmbH, Wien/Österreich, wurde durch das Kartellgericht Wien mit Beschluss vom 15. Mai 2019 abgewiesen. Die Bundeswettbewerbsbehörde hat gegen diese Entscheidung Rechtsmittel eingelegt; hierüber wurde noch nicht entschieden.

BETRUGS- UND KORRUPTIONSRISIKEN

Betrugs- und Korruptionsrisiken können darin bestehen, dass Mitarbeiter oder Führungskräfte der Südzucker-Gruppe gegen Gesetze, interne Regelungen oder von Südzucker anerkannte regulatorische Standards verstoßen. Ebenso können unternehmensexterne Personen mit betrügerischer Absicht versuchen, mittels gefälschter Identitäten Zahlungen oder Lieferungen zu veranlassen. Um rechtskonformes und sozialethisches Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters zu gewährleisten, wurden Schulungsmaßnahmen durchgeführt sowie konkrete Handlungsempfehlungen zu ausgewählten Themenbereichen entwickelt und den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Finanzen

Die Südzucker-Gruppe unterliegt aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu zählen Risiken aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen, Liquiditätsrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.

WECHSELKURSSCHWANKUNGEN

Finanzwirtschaftliche Auswirkungen durch Wechselkursschwankungen resultieren überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. In den USA, Groß-Britannien, Mexiko und Osteuropa finanziert die Südzucker-Gruppe Tochterunternehmen mit konzerninternen Euro-Darlehen. In geringem Umfang haben auch Konzerngesellschaften im Euroraum Finanzierungen an Tochtergesellschaften mit abweichender Landeswährung gewährt.

SONSTIGE FINANZWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN UND RISIKEN

Aus variabel verzinslichen oder kurzfristig fälligen Finanzverbindlichkeiten und -anlagen ist die Südzucker-Gruppe in begrenztem Umfang den Auswirkungen von kurzfristigen Zinsänderungen ausgesetzt. Der Umfang dieser Verbindlichkeiten bzw. Anlagen ist aufgrund des kampagnebezogenen Finanzbedarfs im Jahresverlauf stark schwankend.

In der Südzucker-Gruppe werden Mitarbeitern Versorgungsleistungen aus beitrags- oder leistungsorientierten Versorgungsplänen gewährt. Betriebliche Pensionszusagen werden überwiegend durch entsprechende Rückstellungen in der Bilanz und teilweise durch ausgelagertes Pensionsvermögen finanziert. Um die Risiken veränderter Kapitalmarktbedingungen zu begrenzen, werden inzwischen ausschließlich beitragsorientierte Pläne angeboten.

Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken.

Der Konzern unterliegt Kreditrisiken (Ausfall- und Bonitätsrisiken), Liquiditätsrisiken sowie in vielfältiger Weise Marktpreisrisiken. Im operativen Bereich betrifft dies im Wesentlichen die Commoditypreisrisiken aus Zucker- und Ethanolabsatz, Energie-, Getreide- und Maiseinkäufen sowie das mit Absatz und Beschaffung verbundene Währungsrisiko. Im Finanzbereich bestehen analoge Preisrisiken im Bereich Zins und Wechselkurs. Die Wertpapieranlagen, die einem Kursrisiko unterliegen, sind in der Südzucker-Gruppe unwesentlich. Zum Umgang mit diesen Risiken wurde das nachfolgend beschriebene Kreditrisikomanagement, Liquiditätsmanagement und Preisrisikomanagement konzernweit implementiert.

ÜBERSICHT DER MITTEL- UND LANGFRISTIG WIRKSAMEN CHANCEN UND RISIKEN

ÄNDERUNGEN DES RECHTLICHEN UND POLITISCHEN UMFELDS

Die innerhalb der EU bestehenden, unterschiedlichen nationalen Rahmenbedingungen für die Produktion von Zucker führen aus heutiger Sicht auch mittel- bis langfristig zu dem Risiko, dass es trotz bestehender Überkapazitäten auf dem europäischen Zuckermarkt nicht zu einer Marktbereinigung durch das Ausscheiden ineffizienter Wettbewerber kommen wird.

Auf internationaler Ebene gewinnen Freihandelsabkommen zwischen der EU und anderen Staaten zunehmend an Bedeutung. Durch den Abschluss weiterer Freihandelsabkommen, insbesondere des MERCOSUR-Handelsabkommens, und den Entfall von Drittlandszöllen besteht mittel- bis langfristig das Risiko, dass zusätzliche Mengen von Zucker, Kraftstoffethanol und Alkohol in die EU eingeführt werden.

Es besteht zudem das Risiko, dass die subventionierte Zuckererzeugung, insbesondere in einigen asiatischen Ländern, anhält und eine nachhaltigen Erholung der Zuckerpreise auf dem Weltmarkt verhindert.

Aufgrund der Klimaziele und den damit verbundenen politischen Maßnahmen zur CO2-Reduzierung besteht die Chance auf ein deutliches Marktwachstum bei erneuerbaren Energien im Transportsektor. Insbesondere aus einer erhöhten Marktdurchdringung von E10 und einer Markteinführung von E20 können sich zusätzliche Absatzperspektiven für Kraftstoffethanol ergeben. Andererseits besteht durch die zu beobachtende Fokussierung der Politik auf E-Mobilität ein langfristiges Risiko für den Absatz von Kraftstoffethanol.

Aus regulatorischen Veränderungen im Energiebereich, wie CO2-Bepreisung, Energiesteuern und die Förderung bzw. Abschaffung bestimmter Energieträger, entsteht das Risiko steigender Produktionskosten und erhöhter Investitionsanforderungen.

KLIMAWANDEL UND NACHHALTIGKEIT

Risiken für die langfristige Sicherung der Versorgung mit Rohstoffen ergeben sich aus extremen Witterungsereignissen, wie beispielsweise langanhaltende Trockenperioden, Überschwemmungen, Stürmen und Hagel, die in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen können und damit zu über das normale Maß hinausgehenden Schwankungen der Ernteerträge führen können. Da die Verarbeitung agrarischer Rohstoffe in all unseren Segmenten einen Kernbestandteil des Wertschöpfungsprozesses darstellt, führen klimabedingte Ernteeinbußen zu reduzierten Produktionsmengen und steigenden Rohstoffkosten. Diesen Risiken wird durch eine entsprechende Anbauplanung sowie gezielte Anbauberatung und Forschung bestmöglich Rechnung getragen.

Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsmanagements bewerten wir auch die Chancen und Risiken, die mit den wesentlichen Auswirkungen unserer Aktivitäten insbesondere auf die Ökologie verbunden sind. Beispielsweise werden die Bereiche Energie, Emissionen, Wasser und Abfall ständig überwacht und auf Einspar- und Substitutionspotentiale untersucht.

Als energieintensiver industrieller Veredler, insbesondere in den Segmenten Zucker und CropEnergies sowie in den Divisionen BENEO und Stärke, unterliegt Südzucker mit dem Großteil ihrer Produktionsstandorte dieser Segmente dem EU-Emissionshandelssystem. Daher beschäftigt sich das Unternehmen seit jeher auch intensiv mit potentiellen regulatorischen (transitorischen) Risiken im Bereich der Energiegesetzgebung. Durch politische Lenkungsmaßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel auf EU-Ebene (EU Green Deal), aber auch auf nationaler Ebene der Länder, in denen Südzucker tätig ist, sind in den nächsten Jahren potenzielle Einschränkungen bei der Nutzung oder die stärkere Besteuerung fossiler Energieträger zu erwarten, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens und der Klimakonvention der Vereinten Nationen zu erreichen. Südzucker wird diesen Risiken im Rahmen ihrer Strategie zur Erreichung einer weitgehenden Klimaneutralität Rechnung tragen.

ENTWICKLUNG DER NACHFRAGE UND TREND ZU NACHHALTIGEM KONSUM

Die weltweit zunehmende Nachfrage nach Agrarrohstoffen, nachhaltig produzierten Lebens- und Futtermitteln sowie erneuerbarer Energie bietet langfristige Wachstumschancen für Südzucker. Maßgeblich hierfür ist die wachsende Weltbevölkerung, der steigende Wohlstand und Lebensstandard in vielen Ländern sowie der Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln.

Neben politischen Maßnahmen beeinflussen auch die öffentliche Gesundheitsdiskussion und die Meinungsbildung in den Medien den Konsum von Zucker. In vielen Fällen wird Zucker einseitig als Ursache von Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes, Karies sowie Folgekrankheiten genannt. Südzucker bemüht sich um eine Versachlichung der Diskussion und eine Darstellung der tatsächlichen Zusammenhänge zwischen Zuckerkonsum, ausgewogener Ernährung und gesundem Lebensstil. Für Zucker wird mittel- und langfristig ein schrumpfender Gesamtabsatz in der EU erwartet. Gleichzeitig bieten sich durch Entwicklung, Herstellung und Vertrieb alternativer Süßungsmittel neue Absatzchancen für Südzucker.

MITARBEITER

Aufgrund der demografischen Entwicklung bildet die Gewinnung und langfristige Bindung von qualifizierten Mitarbeitern eine zunehmende Herausforderung. Gerade in den Bereichen IT, Technik und Naturwissenschaften besteht das Risiko, Stellen nicht oder nur mit Verzögerung wieder adäquat besetzen zu können. Um die Position von Südzucker zu sichern, wird im Rahmen der Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber betont und darauf abgezielt, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozialleistungen und Vergütungssystemen setzen wir auf ein breit gefächertes Fort- und Weiterbildungsangebot, Trainee-Programme, Maßnahmen zur Gesundheitsförderungen sowie zur Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben und Einsatzmöglichkeiten. Der Aufsichtsrat von Südzucker ist zur Hälfte mit Arbeitnehmervertretern aus der eigenen Belegschaft oder Gewerkschaften besetzt. In zahlreichen Ländern ist Südzucker an Tarifverträge gebunden und der soziale Dialog gelebte Praxis. In regelmäßigen Betriebsversammlungen werden die Mitarbeiter informiert und der Dialog mit ihnen geführt.

Daneben bestehen Risiken aus Krankenstand, langen Abwesenheiten und der damit verbundenen Mehrbelastung der anwesenden Mitarbeiter. Mit Betriebsärzten, Wiedereingliederungsprogrammen und Informationsveranstaltungen sorgt sich Südzucker um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter. Damit verbunden sind auch umfassende Maßnahmen in der Arbeitssicherheit mit dem Ziel "Null Unfälle" sowie die intensive Analyse von Arbeitsunfällen.

INNOVATIONEN

Durch Innovationen ergeben sich zusätzliche Markt- und Absatzchancen. Daneben entstehen durch Innovationen im Bereich der Produktionsprozesse Möglichkeiten zur Verbesserung der Kostenstruktur und der Arbeitsbedingungen. Digitalisierungsprojekte in den Bereichen Produktion und Verwaltung bieten Potenziale zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und Effizienz.

Die konzerninterne Forschungs- und Entwicklungskompetenz und das breit angelegte Produktions-Know-how sind wichtige Wettbewerbsvorteile von Südzucker. Diese werden wir weiterhin zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren nutzen. Dies kommt auch durch zahlreiche Kooperationen mit Kunden und die Zusammenarbeit mit Partnern wie beispielsweise bei biobasierten Kunststoffen oder der Betainanlage in Tulln/Österreich zum Ausdruck.

Neue Marktchancen ergeben sich unter anderem aus der verbesserten Verwertung stofflicher Nebenströme. Diese können beispielsweise zur Herstellung hochwertiger Lebensmittelzusätze und Futtermittel genutzt werden. Diversifizierungsmöglichkeiten in den Non-Food-Bereich ergeben sich durch die Nutzung von Agrarrohstoffen zur Herstellung biobasierter Chemikalien. Die Südzucker-Gruppe partizipiert durch Neuentwicklungen im Bereich Functional Food auch vom langfristigen Trend zu gesünderem Ernährungsverhalten

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

GRUNDZÜGE

Ziel des Risikomanagementsystems im Rechnungslegungsprozess ist die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken, die einer regelkonformen Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses entgegenstehen. Dementsprechend hat das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der Südzucker AG die Aufgabe, die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen und damit zu jeder Zeit ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, das den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Das System ist in den zugrundeliegenden Geschäftsprozessen in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wesentliche Bestandteile sind Grundsätze, Verfahren sowie Kontrollen, wie beispielsweise konzerneinheitliche Kontierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsvorgaben sowie Prozesse zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Finanzberichterstattung.

IFRS-REPORTING-RICHTLINIE

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) stellen die konzernweit einheitliche Bilanzierung und Bewertung sämtlicher Geschäftsvorfälle der in den Südzucker-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sicher. Die interne IFRS-Reporting-Richtlinie regelt die Südzuckerrelevante Anwendung der IFRS und konkretisiert Bilanzierungssachverhalte. Der Inhalt der IFRS-Reporting-Richtlinie wird zentral vorgegeben und regelmäßig aktualisiert.

INTERNES KONTROLLSYSTEM, BEZOGEN AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Der Konzernrechnungslegungsprozess beginnt in den Einzelgesellschaften des Konzerns. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten die Abschlüsse erstellt, kontrolliert und mit der Einspielung in das Konsolidierungssystem an die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG übermittelt. Für alle im Konzernrechnungslegungsprozess eingesetzten IT-Systeme bestehen klar strukturierte Berechtigungskonzepte.

Die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools.

Bei der Bewertung von Rückstellungen, im Wesentlichen Personalrückstellungen, werden im Rahmen des Jahresabschlussprozesses regelmäßig externe Gutachter eingesetzt.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Kontrollsystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip sowie der Einhaltung der Richtlinien für wesentliche Geschäftsprozesse.

Automatisierte Validierungsregeln und Plausibilitätsprüfungen insbesondere im IT-Konsolidierungssystem stellen die Vollständigkeit und Richtigkeit von Eingabedaten der Einzelgesellschaften sicher.

Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände nie vollständig ausgeschlossen werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen weiterhin beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen diese Kontrollaktivitäten die Analyse und gegebenenfalls Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. der hierzu geführten Abschlussbesprechungen.

Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst.

INTERNE PRÜFUNG

Die interne Revision prüft das interne Kontrollsystem, die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und konzerninternen Richtlinien sowie das Risikomanagementsystem. Sie entwickelt bei Bedarf entsprechende Empfehlungen und Prozessänderungen und trägt damit zu einer stetigen Verbesserung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates befasst sich insbesondere mit der Compliance, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems.

EXTERNE PRÜFUNG

Der Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können. Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Abschlussprüfung bestätigt, dass das Risikofrüherkennungssystem von Südzucker geeignet ist, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hatte keine Feststellungen zu wesentlichen Schwächen im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem.

Unternehmensführung und -verantwortung

Im Folgenden wird gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens sowie im Rahmen der nichtfinanziellen Erklärung gemäß §§ 315b, 315c HGB in Verbindung mit §§ 289b, 289c HGB über die Unternehmensverantwortung berichtet.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Nachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß §§ 289f Abs. 2 Nr. 3, 315d HGB.

ALLGEMEINES

Die Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die jeweils mit eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

VORSTAND

Der Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus vier Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand eine Geschäftsordnung gegeben.

Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung: Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG, Herr Johann Marihart, Limberg/Österreich, ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG und der Finanzvorstand (CFO) der Südzucker AG, Herr Thomas Kölbl, Speyer, ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG.

Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind Mitglieder oder Vorsitzende in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe.

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Satzung der Gesellschaft und die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend - schriftlich und in den turnusmäßigen Sitzungen - über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 30. Januar 2020 in Kraft und auf der Website der Südzucker AG veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/investor-relations/corporate-governance/aufsichtsrat). Zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt.

ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Dem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung 20 Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Aktionären und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die derzeitigen Amtsperioden sind identisch: Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder läuft für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021/22 beschließt (also bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2022).

DIVERSITÄTSKONZEPT DES AUFSICHTSRATS

Für seine Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 16. November 2017 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Zielen und Kompetenzprofilen für das Gesamtgremium (Diversitätskonzept des Aufsichtsrats):

Jedes Aufsichtsratsmitglied soll über ausreichende unternehmerische bzw. betriebliche Erfahrung verfügen und darauf achten, dass für die Wahrnehmung der Aufgaben im Aufsichtsrat genügend Zeit zur Verfügung steht.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats soll die zur Erfüllung der Überwachungsaufgaben des Aufsichtsrats notwendige Zuverlässigkeit und persönliche Integrität aufweisen.
Mindestens zwei Mitglieder des Aufsichtsrats sollen "unabhängig" im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sein. Nicht unabhängig ist danach insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann.
Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.
Dem Aufsichtsrat sollen mindestens zwei Mitglieder mit internationaler Erfahrung oder besonderem Sachverstand in einem für das Unternehmen wichtigen Markt außerhalb Deutschlands angehören.
Mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats soll über Sachverstand im Bereich der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen (Financial Expert).
Der Aufsichtsrat ist auf der Seite der Anteilseignervertreter und der Seite der Arbeitnehmervertreter jeweils mit mindestens drei Frauen und mindestens drei Männern zu besetzen.
Zur Wahl oder Wiederwahl in den Aufsichtsrat sollen keine Kandidaten vorgeschlagen werden, die älter als 70 Jahre alt sind, es sei denn, dies ist im Unternehmensinteresse geboten.

Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird - aus Gründen der Kontinuität und langjähriger Expertise im Aufsichtsrat - nicht festgelegt.

Bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird sich der Aufsichtsrat weiterhin vornehmlich an der persönlichen Eignung der Kandidaten, ihrer Fachkenntnis und Erfahrung, der Integrität und Unabhängigkeit sowie der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit orientieren.

Zum Stand des Diversitätskonzepts des Aufsichtsrats ist Folgendes zu berichten:

Am 16. April 2017 fand die Wahl der Arbeitnehmervertreter durch die Belegschaft und am 20. Juli 2017 die der Aktionärsvertreter durch die Hauptversammlung zum Aufsichtsrat statt. In der Zwischenzeit hat es vier Wechsel im Aufsichtsrat (drei Arbeitnehmervertreter und ein Aktionärsvertreter) gegeben. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats gehören dem Aufsichtsrat derzeit mindestens zwei und damit eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der Internationalität. Dem Aufsichtsrat gehören sieben Frauen an, vier auf Arbeitnehmer- und drei auf Aktionärsseite. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG gehören dem Aufsichtsrat nicht an. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind mit dem Sektor, in dem die Südzucker AG tätig ist, vertraut. Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss ist Frau Veronika Haslinger, Wien/Österreich.

DIVERSITÄTSKONZEPT DES VORSTANDS

Der Aufsichtsrat hat ein Diversitätskonzept für den Vorstand der Südzucker AG mit Aspekten wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Bildungs- und Berufshintergrund und Internationalität erstellt. Er strebt eine Zusammensetzung des Vorstands an, durch die eine umfassende Erfüllung aller dem Vorstand obliegenden Aufgaben gewährleistet wird. Grundlage hierfür ist eine langfristige Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands, für die der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand sorgt. Dabei wird angestrebt, Vorstandspositionen mit im Unternehmen entwickelten Kandidaten zu besetzen. Es wird bei der systematischen Managemententwicklung und langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand insbesondere auf folgende Kriterien geachtet:

Frühzeitige Identifizierung geeigneter Kandidaten unterschiedlicher Fachrichtungen, beruflicher und persönlicher Erfahrungen, Internationalität sowie unterschiedlichen Geschlechts.
Systematische Entwicklung der Führungskräfte durch die Übernahme von Aufgaben mit wachsender Verantwortung.
Nachweis eines strategischen sowie operativen Gestaltungswillens und Führungsstärke.
Nachgewiesene Vorbildfunktion bei der Umsetzung unserer Unternehmenswerte.

Ausschlaggebend für eine Bestellung zum Mitglied des Vorstands der Südzucker AG ist letztlich die Würdigung der fachlichen und persönlichen Qualifikation. Dabei wird sich der Aufsichtstrat vornehmlich an der persönlichen Eignung der Kandidaten, ihrer Fachkenntnis und Erfahrung, der Integrität und Unabhängigkeit sowie der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit orientieren, um eine verantwortungsvolle Wahrnehmung der Aufgaben im Unternehmen sicherzustellen.

Dementsprechend orientiert sich der Aufsichtsrat der Südzucker AG durch Beschluss vom 14. November 2019 für die Zusammensetzung des Vorstands - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Zielen:

Anzahl: Aufgrund der Unternehmensgröße und der derzeitigen Organisations- und Aufgabenstruktur des Südzucker-Konzerns empfiehlt sich ein mindestens vierköpfiger Vorstand der Südzucker AG. Aus diesem Kreis kann der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden oder Sprecher ernennen.
Alter: Ein Mitglied des Vorstands soll nicht länger im Amt bleiben als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem es sein 65. Lebensjahr vollendet.
Geschlecht: Der Aufsichtsrat richtet seine Entscheidung prioritär nicht am Geschlecht, sondern an der Qualifikation aus. Er hat mit Beschluss in seiner Sitzung am 17. Mai 2017 das Ziel für die Frauenquote im Vorstand "Beibehaltung der Null %" für den Zeitraum bis 16. Mai 2022 verlängert.
Bildung und Beruf: Im Hinblick auf den Bildungs- und Berufshintergrund soll sich die Auswahl von Vorstandsmitgliedern an den im Südzucker AG-Vorstand allgemein sowie für das jeweilige Vorstandsressort erforderlichen Kompetenzen orientieren. Diese Kompetenzen können im Rahmen eines Universitätsstudiums, einer anderen Ausbildung oder auch in sonstiger Weise erworben worden sein.
Internationalität: Es empfiehlt sich, dass dem Vorstand ein Mitglied mit internationaler Erfahrung oder besonderem Sachverstand in einem für das Unternehmen wichtigen Markt außerhalb Deutschlands angehört.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium sowie der Vermittlungsausschuss bestehen aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in der Fassung vom 30. Januar 2020; für den Prüfungsausschuss gilt darüber hinaus dessen Geschäftsordnung in der Fassung vom 21. Juli 2009. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist nicht zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses.

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.

Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, im Vorfeld der Hauptversammlung auf der Website der Südzucker AG (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Hauptversammlung/) ihre Stimme abzugeben bzw. Vollmacht an die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG oder Vollmacht an einen Dritten zu erteilen.

RISIKOMANAGEMENT

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Der Vorstand der Südzucker AG und das Management im Südzucker-Konzern nutzen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risiko- und Chancenbericht dargestellt.

Corporate-Governance-Bericht

Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Der nachstehende Corporate-Governance-Bericht bezieht sich auf die Angaben gemäß §§ 289f Abs. 2 Nr. 1, 4, 315d HGB.

Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG den gesetzlichen Vorschriften und den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) Rechnung.

Bei Südzucker ist eine gute Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Kodex ausgerichtet und ist bedeutende Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat.

Unserer Ansicht nach ist der Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 16. Dezember 2019 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet.

Grundlage der Entsprechenserklärung 2019 ist die Kodex-Fassung vom 7. Februar 2017. Deren Empfehlungen wird mit den in der Entsprechenserklärung gefolgt.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2019

In der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2019 von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG wurde - gegenüber dem Vorjahrestext - folgende Abweichung von Empfehlungen aktualisiert:

Die Passage zu Ziffer 4.1.3 (Compliance, Hinweisgebersystem) konnte gestrichen werden, da die Umsetzung dieser Empfehlung mit Einführung eines elektronischen Hinweisgebersystems im April 2018 erfolgt ist.

Der vollständige Wortlaut der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2019 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärung der Vorjahre - auf der südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Entsprechenserklaerung/).

GESCHLECHTERQUOTE

Das Aktiengesetz sieht für börsennotierte und mitbestimmte Gesellschaften eine fixe Geschlechterquote von 30 % im Aufsichtsrat und die Festlegung von Zielgrößen für den Vorstand und die beiden Führungsebenen unter dem Vorstand vor. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat liegt aktuell bei 35 %; die gesetzliche Quote ist somit erfüllt.

Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung am 17. Mai 2017 unter Berücksichtigung aller relevanten Gesichtspunkte und insbesondere des derzeitigen Status Quo die Beibehaltung des Frauenanteils im Vorstand von 0 % bis 16. Mai 2022 festgelegt.

Der Vorstand hat in der Sitzung am 12. Juni 2017 beschlossen, dass in der Südzucker AG der Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand bis 11. Juni 2022 - von (damals) 8,3 % bzw. 12,2 % - auf 9 bzw. 13 % angehoben werden soll.

AUS- UND FORTBILDUNG

Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie werden dabei von Südzucker angemessen unterstützt. Im Geschäftsjahr 2020/21 ist wieder eine Informationsveranstaltung zu Corporate-Governance-Themen mit einem externen Fachanwalt vorgesehen.

VERGÜTUNGSBERICHT

VORSTAND

Das Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, eine variable Vergütung, die auf der durchschnittlichen Dividende der vorangegangenen drei Geschäftsjahre basiert, eine betriebliche Altersversorgung, die im Wesentlichen nach einem festen Anteil an der jährlichen Fixvergütung bemessen ist, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Der Mehrjährigkeit wird in der Südzucker AG dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende von drei vorangegangenen Geschäftsjahren zugrunde gelegt wird.

AUFSICHTSRAT

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG geregelt.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine Grundvergütung. Diese Grundvergütung besteht aus einer festen, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbaren Vergütung von 60.000,00 € sowie einer variablen Vergütung von 500,00 € für je angefangene 0,01 € ausgeschüttete Dividende auf die Stammaktie, die 0,50 € übersteigt. Bei der Berechnung der Vergütung werden steuerlich begründete Sonderdividenden nicht berücksichtigt. Der Vorsitzende erhält das Dreifache und dessen Stellvertreter sowie sonstige Mitglieder des Präsidiums erhalten das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Pro Ausschussmitgliedschaft erhöht sich die Grundvergütung um 25 %, für Ausschussvorsitzende um 50 %; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat und gilt nicht für die Mitgliedschaft im Präsidium und im Vermittlungsausschuss. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht.

Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand und Aufsichtsrat sind unter Ziffer (23) "Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder" im Anhang zum Jahresabschluss angegeben.

VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG

Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Anderthalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Die Selbstbehalte der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind in der D&O-Versicherung entsprechend angepasst.

AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT/ MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE

Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt 1 % oder mehr des Grundkapitals repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Im Geschäftsjahr 2019/20wurden der Südzucker AG durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte mitgeteilt.

Compliance

Nachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zu den Compliance-Unternehmensgrundsätzen gemäß §§ 289f Abs. 2 Nr. 2, 315d HGB.

COMPLIANCE - MANAGEMENT-SYSTEM

Compliance ist im Südzucker-Unternehmensleitbild verankert und durch ein Compliance-Management-System (CMS) konkretisiert.

Das CMS von Südzucker umfasst die Gesamtheit aller Regelungen und Maßnahmen, mit denen das rechtmäßige Handeln aller Akteure im Unternehmen und die Erkennung relevanter Risiken gewährleistet werden soll. Es regelt Zuständigkeiten, Schulungsmaßnahmen sowie Berichtswege und orientiert sich an den sieben Grundelementen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) Prüfungsstandards 980 "Prüfung von Compliance-Management-Systemen":

COMPLIANCE-KULTUR

Compliance wird bei Südzucker als Aufgabe des Vorstands sowie des gesamten Managements aller Konzernfunktionen, Divisionen und Tochterunternehmen bzw. Beteiligungen gesehen und gelebt. Vorstand und Führungskräfte schaffen durch ihr Handeln und ihre Kommunikation ein Umfeld, das den Stellenwert von Compliance im Unternehmen klar herausstellt ("tone from the top").

COMPLIANCE-ZIELE

Ziel des CMS bei Südzucker ist es, das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens und aller Mitarbeiter zu gewährleisten, Risiken für Verstöße rechtzeitig zu erkennen und diese durch entsprechende Gegenmaßnahmen zu verhindern sowie eventuell bereits eingetretene Verstöße zu verfolgen und an die zuständigen Stellen zu kommunizieren.

COMPLIANCE-RISIKEN

Compliance-Risiken bestehen grundsätzlich durch jegliche Nichteinhaltung von Gesetzen und Richtlinien. Bei Südzucker liegt das Hauptaugenmerk auf den Bereichen Kartellrecht, Korruptions- und Bestechungsprävention, Kapitalmarkt/Meldepflichten sowie Datenschutz.

COMPLIANCE-PROGRAMM

Das Compliance-Programm von Südzucker beinhaltet alle Maßnahmen zum Erreichen der oben genannten Ziele. Es umfasst unter anderem die Erstellung entsprechender Richtlinien, interne Vorkehrungen zur Einhaltung kapitalmarktrechtlicher Melde- und Dokumentationspflichten oder den Einsatz einer Softwarelösung zur Gewährleistung von Third Party Compliance.

In allen Unternehmensbereichen finden regelmäßige Schulungen zu compliancerelevanten Themen statt. Im Januar 2020 wurde das E-Learning um ein verpflichtend zu absolvierendes Schulungsprogramm zu den Themen Kartellrecht, Korruptions- und Bestechungsprävention, Datenschutz und Kapitalmarkt-Compliance erweitert. Im Geschäftsjahr 2019/20 wurden konzernweit rund 6.300 Mitarbeiter geschult, was rund 92 % des definierten Personenkreises (Angestellte einschließlich Management) abgedeckt hat.

COMPLIANCE-ORGANISATION

Eine konzernweite Compliance-Struktur mit klar definierten Berichtswegen für alle operativen Gesellschaften und wesentlichen Funktionsbereiche ist die Grundlage der Compliance-Organisation bei Südzucker. Alle Hinweise auf potentielle Verstöße werden verfolgt. Neben fallbezogenen Meldungen erfolgt eine periodische Berichterstattung an den Compliance Officer der Südzucker AG und den Vorstand. Der Vorstand wiederum berichtet regelmäßig über Compliance-Themen an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss der Südzucker AG.

COMPLIANCE-KOMMUNIKATION

Der Südzucker Verhaltenskodex (→www.suedzucker.de/de/Unternehmen/Verhaltenskodex/) und die Compliance-Unternehmensgrundsätze (→www.suedzucker.de/de/Unternehmensgrundsaetze/) wurden allen Mitarbeitern bekannt gemacht. Um die Mitarbeiter im Alltag für Compliance zu sensibilisieren werden beispielsweise Plakate an den Standorten ausgehängt. Verdachtsfälle können auch über anonyme Hinweisgebersysteme gemeldet werden.

COMPLIANCE-ÜBERWACHUNG UND WEITERENTWICKLUNG

Die Interne Revision von Südzucker führt geplante und anlassbezogene Prüfungen durch und überwacht so die Einhaltung aller Regelungen. Alle Elemente des CMS werden auf Basis der Erkenntnisse aus diesen Prüfungen und aus gemeldeten Compliance-Fällen fortwährend kritisch hinterfragt und gegebenenfalls weiterentwickelt.

Übernahmerelevante Angaben

Die folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Lageberichts.

ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS, STIMMRECHTE

Zum 29. Februar 2020 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.

STIMMRECHTE, ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN

Jede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG).

Es besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, und der Zucker Invest GmbH (Zucker Invest), Wien/Österreich, einer Gesellschaft der Unternehmensgruppe der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung (Raiffeisen-Holding), Wien/Österreich. Daneben bestehen weitere Stimmbindungsverträge zwischen Unternehmen der Raiffeisen-Gruppe. Ferner besteht ein Vorkaufsrecht der SZVG hinsichtlich 18.797.796 von Zucker Invest gehaltener Südzucker-Aktien und ein Vorkaufsrecht der Zucker Invest hinsichtlich 246.368 von SZVG gehaltener Südzucker-Aktien.

KAPITALBETEILIGUNGEN VON MEHR ALS 10 %

Der Südzucker AG sind zwei unmittelbare Beteiligungen an ihrem Kapital bekannt, die 10 % überschreiten: Die SZVG ist mit 58,3 % am Grundkapital beteiligt, die Zucker Invest mit 10,3 %. Über die Zucker Invest sind die Raiffeisen-Holding und die mit ihr verbundenen Unternehmen mittelbar beteiligt. Die Beteiligungen werden den Gesellschaften wechselseitig zugerechnet, sodass nach dem Wertpapierhandelsgesetz jeweils Beteiligungen in Höhe von rund 68,6 % am gezeichneten Kapital bestehen.

AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, STIMMRECHTSKONTROLLE BEI ARBEITNEHMERAKTIEN

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen.

ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84, 85 AktG, 31 MitbestG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG in der aktuellen Fassung vom 18. Juli 2019 bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen.

SATZUNGSÄNDERUNGEN

Für Satzungsänderungen gelten die §§ 179 ff. AktG. Der Aufsichtsrat ist nach § 22 der Satzung (aktuelle Fassung vom 18. Juli 2019) ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die lediglich die Fassung betreffen.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS, INSBESONDERE ZU AKTIENAUSGABE UND AKTIENRÜCKKAUF

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. Juli 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 20 Mio. € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Der Vorstand kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats und nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausschließen, wobei die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 4 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2019 wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung vom 18. Juli 2019 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 17. Juli 2024 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können unter anderem zum Zwecke der Einziehung zulasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Juli 2019. Von vorstehender Ermächtigung zum Erwerb von eigenen Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

KONTROLLWECHSEL- UND ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN

Die Südzucker AG hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600 Mio. € abgeschlossen. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen. Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen gemäß §§ 289a Abs. 1 Satz 1 Nr. 8, 315a Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 HGB, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels.

Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Unterabschnitt "Vergütungsbericht" des Corporate-Governance-Berichts und sind Bestandteil des geprüften Lageberichts.

Gesonderte nichtfinanzielle Berichterstattung § 289b Abs. 3 HGB

Die nichtfinanzielle Erklärung, die für den Konzern abgegeben wird und im Konzernlagebericht der Südzucker AG im Geschäftsbericht 2019/20 veröffentlicht wird, ist gleichermaßen für die Südzucker AG gültig. Die einschlägigen Leitlinien und dazugehörigen Managementansätze gelten für die gesamte Südzucker-Gruppe; es bestehen keine nichtfinanziellen Zielvorgaben, die nur auf die Südzucker AG beschränkt sind. Die Angaben zur nichtfinanziellen Berichterstattung der Südzucker AG gemäß §§ 289b ff. HGB sind enthalten.

Die nichtfinanzielle Konzernerklärung als Teil des Konzernlageberichts sowie die Beurteilung des Prüfungsergebnisses sind als Bestandteile des Geschäftsberichts 2019/20 der Südzucker AG außerdem auf der Website von Südzucker unter www.suedzucker.de/de/investor-relations/publikationen/finanzberichte 2019/20 zugänglich gemacht.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 16. Juli 2020 eine Dividende von 0,20 (0,20) € je Stückaktie vor. Bei einem dividendenberechtigten Kapital von 204,2 (204,2) Mio. € beträgt die Ausschüttungssumme 40,8 (40,8) Mio. €. Die Dividende soll am 21. Juli 2020 ausgezahlt werden.

Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Laut Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, errechnet sich aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu der SZVG, dem Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V., Ochsenfurt, dessen Landesverbänden und den Rübenanbauern aufgeführten Rechtsgeschäften oder Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen sind oder die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurden dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden nicht benachteiligt."

Bilanz zum 29. Februar 2020

Aktiva

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(Tsd. €) Anhang 29. Februar 2020 28. Februar 2019
Immaterielle Vermögensgegenstände 12.267 12.405
Sachanlagen 492.643 511.243
Finanzanlagen 2.764.574 2.764.718
Anlagevermögen 1 3.269.484 3.288.366
Vorräte 2 485.564 416.829
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3 663.350 726.580
Wertpapiere 4 165.829 163.544
Flüssige Mittel 13.375 5.730
Umlaufvermögen 1.328.1 18 1.312.683
Rechnungsabgrenzungsposten 5 2.620 650
4.600.222 4.601.699
PASSIVA
(Tsd. €) Anhang 29. Februar 2020 28. Februar 2019
Gezeichnetes Kapital 204.183 204.183
Kapitalrücklage 1.620.579 1.620.579
Gewinnrücklagen 294.378 294.378
Bilanzgewinn 47.252 40.923
Eigenkapital 6 2.166.392 2.160.063
Sonderposten mit Rücklageanteil 7 28.431 29.062
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8 637.205 585.213
Übrige Rückstellungen 9 273.589 314.039
Rückstellungen 910.794 899.252
Verbindlichkeiten 10 1.494.605 1.513.322
4.600.222 4.601.699

Gewinn- und Verlustrechnung 1. März 2019 bis 29. Februar 2020

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(Tsd. €) Anhang 1. März 2019- 29. Februar 2020 1. März 2018- 28. Februar 2019
Umsatzerlöse 12 1.264.157 1.465.944
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 13 55.460 -92.295
Sonstige betriebliche Erträge 14 48.042 44.336
Materialaufwand 15 -951.822 -942.788
Personalaufwand 16 -255.861 -258.447
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -67.034 -78.369
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17 -228.128 -250.395
Beteiligungsergebnis 18 199.183 1 33.751
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 19 0 -7.108
Zinsergebnis 20 -17.868 -11.413
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21 1.036 65.275
Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 47.165 68.491
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 87 32
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -27.600
Bilanzgewinn 47.252 40.923

Anhang zum Jahresabschluss

Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften

Der Jahresabschluss der Südzucker AG (Registergericht: Amtsgericht Mannheim HRB 0042) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) bzw. Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden im Anhang regelmäßig in Klammern dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kursgewinne bzw. Kursverluste aufgrund abweichender Devisenkassamittelkurse zwischen dem Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Werteverzehr des Anlagevermögens, dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der degressiven oder linearen Methode.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode abgeschrieben.

Für ab dem 1. Januar 2001 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 20 % verrechnet. Für ab dem 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal 30 % verrechnet.

Für nach dem 31. Dezember 2008 angeschaffte Gegenstände des Anlagevermögens wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 25 % verrechnet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt zu dem Zeitpunkt, in dem der auf die Restnutzungsdauer in gleichen Jahresbeträgen verteilte Restbuchwert zu höheren Abschreibungsquoten führt.

Für ab dem 1. März 2010 angeschaffte bzw. hergestellte Gegenstände des Anlagevermögens kam ausschließlich die lineare Methode zum Ansatz. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EG-HGB wurde ausgeübt.

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Jahr des Zugangs sofort im Aufwand erfasst, sofern ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250 € (bis 31.12.2017 150 €) nicht übersteigen. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250 € (bis 31.12.2017 150 €) aber nicht 1.000 € übersteigen, wurden Sammelposten gebildet. Sammelposten werden einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben. Nach dem 1. März 2018 angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800 € nicht übersteigen werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Ein Sammelposten wird ab dem 1. März 2018 nicht mehr gebildet.

Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Immaterielle Vermögensgegenstände 2 bis 9 Jahre
Geschäftswerte 10 Jahre
Gebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet.

Niedrigeren beizulegenden Werten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß den Grundsätzen der Einzel- bzw. Festbewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Darüber hinaus wird bei eingeschränkter Verwertbarkeit jeweils ein angemessener Bewertungsabschlag vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt gemäß §§ 253 bis 256 HGB zu Herstellungskosten bzw. zu den vom Verkaufspreis abgeleiteten erzielbaren Reinerlösen unter Beachtung des Prinzips einer verlustfreien Bewertung. Dabei wird die FIFO-Methode bei der Bewertung der fertigen Erzeugnisse angewandt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für Zucker werden der Werteverzehr des Anlagevermögens, die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bzw. gegebenenfalls abgezinst bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden in Höhe des geschätzten Ausfallrisikos einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Unentgeltlich zugeteilte CO2-Emissionszertifikate werden mit einem Anschaffungswert von Null, entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert. Sofern die CO2 - Emissionen die zugeteilten Zertifikate überschreiten, werden Rückstellungen in Höhe der Anschaffungskosten der Zertifikate gebildet.

Die Bilanzierung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Geschäftsjahresende.

Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Bis zum 28. Februar 2010 wurden Sonderposten mit Rücklageanteil für Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Abschreibungen und Sonderabschreibungen sowie den linearen oder degressiven Normalabschreibungen gebildet.

Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde ausgeübt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei wurde von einer künftigen Gehaltssteigerung von 2,50 (2,50) %, von einem Beitragsbemessungsgrenze-Trend von 2,50 (2,50) %, einer künftigen Rentensteigerungsrate von 1,50 (1,50) % und einer durchschnittlichen Fluktuation von 1,00 (1,00) % ausgegangen. Bei der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 29. Februar 2020 wurde ein Rechnungszins von 2,64 (3,12) % zugrunde gelegt.

Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes und Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Für rückgedeckte Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit vorhandenen Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) verrechnet, das mit dem Zeitwert bilanziert wurde. Bei dem Zeitwert des Deckungsvermögens handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert der Rückdeckungsversicherung, der den historischen Anschaffungskosten entspricht.

Bei der Bemessung der Rückstellung für die Altersteilzeitverpflichtungen werden die Aufstockungsbeträge entsprechend der Regelungen des gültigen IDW RS HFA 3 als Zahlungen mit Entlohnungscharakter behandelt. Der Abzinsungssatz für Rückstellungen für Altersteilzeitguthaben beträgt 0,55 (0,77) % sowie für Jubiläumsansprüche 1,91 (2,27) %. Der Gehaltstrend entspricht dem der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Übrige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ferner werden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen gebildet, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden. Die Bemessung der übrigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Neben den zeitlichen Buchungsunterschieden werden auch steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge berücksichtigt.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Südzucker AG von derzeit 29,1 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz beinhaltet Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Sofern die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern überwiegen, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine aktiven latenten Steuern zu bilanzieren. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Das Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten wird nicht in Anspruch genommen.

Forschungskosten werden als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bildung von Bewertungseinheiten bei Sicherungsinstrumenten

Die Bilanzierung von Bewertungseinheiten beruht auf dem Prinzip, dass vergleichbare Risiken aus einem Grundgeschäft durch gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme eines Sicherungsgeschäfts wirtschaftlich neutralisiert werden. Deshalb sind nicht realisierte Gewinne und Verluste in dem Umfang und für den Zeitraum unberücksichtigt, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft ausgleichen.

Sicherungsinstrumente werden als eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft betrachtet, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Für die Angabe der Marktwerte wird der Betrag herangezogen, welcher der Südzucker AG bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts zum Bilanzstichtag zu- bzw. abfließen würde. Da die Sicherungsgeschäfte marktübliche, handelbare Finanzinstrumente umfassen, wird der Marktwert aus Marktnotierungen ohne Verrechnung mit etwaigen gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrundeliegenden Grundgeschäften abgeleitet.

Soweit sich aus der Verrechnung der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Verlustüberhang ergibt, ist dieser aufwandswirksam in eine Rückstellung für Bewertungseinheiten einzustellen. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt grundsätzlich nach der Einfrierungsmethode.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

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Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen Immaterielle Vermögensgegenstände
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1. März 2019 64.498 64.498
Zugänge 3.227 3.227
Abgänge -1.540 -1.540
Umbuchung 1.480 1.480
Stand am 29. Februar 2020 67.665 67.665
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. März 2019 52.093 52.093
Abschreibung des Jahres 4.788 4.788
davon außerplanmäßig 0 0
Abgänge -1.483 -1.483
Stand am 29. Februar 2020 55.398 55.398
Buchwerte
28. Februar 2019 12.405 12.405
29. Februar 2020 12.267 12.267

Sachanlagen

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Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1. März 2019 477.566 1.393.805 1 33.521 10.889 2.015.781
Zugänge 5.012 20.960 8.864 12.090 46.926
Abgänge -3.254 -9.172 -5.008 -9 -17.443
Umbuchung 963 5.741 798 -8.985 -1.483
Stand am 29. Februar 2020 480.287 1.411.334 138.175 13.985 2.043.781
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. März 2019 266.458 1.135.786 102.294 0 1.504.538
Abschreibung des Jahres 9.758 43.291 9.197 0 62.246
davon außerplanmäßig 482 0 0 0 482
Abgänge -2.560 -8.538 -4.548 0 -15.646
Stand am 29. Februar 2020 273.656 1.170.539 106.943 0 1.551.138
Buchwerte
28. Februar 2019 211.108 258.019 31.227 10.889 511.243
29. Februar 2020 206.631 240.795 31.232 13.985 492.643

Finanzanlagen

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Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Finanzanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1. März 2019 3.550.1 77 127 75 3.550.379
Zugänge 0 2 10 12
Abgänge -128 0 -28 -156
Stand am 29. Februar 2020 3.550.049 129 57 3.550.235
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. März 2019 785.661 0 0 785.661
Abschreibung des Jahres 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Stand am 29. Februar 2020 785.661 0 0 785.661
Buchwerte
28. Februar 2019 2.764.516 127 75 2.764.718
29. Februar 2020 2.764.388 129 57 2.764.574

(2) Vorräte

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(Tsd. €) 29. Februar 2020 28. Februar 2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 43.431 59.039
Unfertige Erzeugnisse 79.769 67.260
Fertige Erzeugnisse und Waren 290.954 244.527
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 71.410 46.003
485.564 416.829

Der Anstieg der fertigen Erzeugnisse zum 29. Februar 2020 ist auf eine höhere Bewertung der Zuckerbestände im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Teilweise waren fertige Erzeugnisse auf erwartete niedrigere Verkaufserlöse abzuwerten. Die Anzahlungen betreffen die Rohstoffsicherungsprämie. Sie wurde im Juni 2019 für den Abschluss der Zuckerrübenlieferverträge für die Kampagne 2020 geleistet.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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(Tsd. €) 29. Februar 2020 28. Februar 2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 144.414 137.880
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 473.592 549.606
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 11.409 96.875
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 194 330
Sonstige Vermögensgegenstände 45.150 38.764
663.350 726.580

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 144.414 (137.880) Tsd. € sind mit 2.364 (5.174) Tsd. € einzelwertberichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Finanzforderungen aus Konzern-Darlehen in Höhe von 11.409 (99.871) Tsd. €, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 63.236 (63.504) Tsd. € sowie sonstige Forderungen in Höhe von 398.947 (386.231) Tsd. €, die die kurzfristige Konzernfinanzierung (Cash-Pooling) der Tochtergesellschaften betreffen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 45.150 (38.764) Tsd. € enthielten zum Stichtag Umsatzsteuerforderungen sowie Energiesteuer- und Versicherungs-Erstattungsansprüche. Positive Marktwerte und Sicherheitsleistungen bezogen auf Zucker- und Weizenderivate in Höhe von 4.314 (7.069) Tsd. € resultierten aus der zentralisierten Exportaktivität und der Rohstoffsicherung für die Stärkefabrik in Zeitz. Ebenfalls enthalten sind erworbene CO2 Zertifikate.

(4) Wertpapiere

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(Tsd. €) 29. Februar 2020 28. Februar 2019
Anteile an verbundenen Unternehmen 14.048 13.920
Sonstige Wertpapiere 151.781 149.624
165.829 163.544

In den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind Aktien der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, ausgewiesen.

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Zinsaufwendungen.

(6) Eigenkapital

Eigenkapitalspiegel

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(Tsd. €) 1. März 2019 Dividende für 2019/20 Jahresüberschuss 29. Februar 2020
Gezeichnetes Kapital 204.183 204.183
Kapitalrücklage 1.620.579 1.620.579
Gewinnrücklagen 294.378 294.378
Bilanzgewinn 40.923 40.836 47.165 47.252
2.160.063 40.836 47.165 2.166.392

Zum 29. Februar 2020 betrug das gezeichnete Kapital 204.183.292 €. Es ist in 204.183.292 Stückaktien eingeteilt; dabei handelt es sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen nach § 266 Abs. 3 A III Nr. 4 AktG.

Zum 29. Februar 2020 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Die Südzucker AG hat keine Bilanzierungswahlrechte in Anspruch genommen, die eine Ausschüttungssperre auslösen.

(7) Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil betrifft ausschließlich steuerliche Sonderabschreibungen.

(8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten und Anwartschaften ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 639.544 (587.519) Tsd. € wurde mit Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) in Höhe von 2.339 (2.306) Tsd. € verrechnet. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert von Rückdeckungsversicherungen; dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 83.662 Tsd. €.

(9) Übrige Rückstellungen

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(Tsd. €) 29. Februar 2020 28. Februar 2019
Steuerrückstellungen 21.861 32.751
Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorgen 145.160 162.512
Sonstige Rückstellungen 106.568 118.776
273.589 314.039

Die Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorgen betrafen Rechtsstreitigkeiten aus Marktordnungsverfahren, Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen und Kartellrechtsrisken einschließlich Bußgeld und Schadensersatz.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Verpflichtungen für Personalaufwendungen, Aufwendungen für Rübenerdeausfuhr und Rekultivierung von Schlammteichen bzw. Erdarbeiten zur Bodenbearbeitung und -verbesserung, und Risikovorsorge. Ihr Rückgang ist auf den Verbrauch der im Vorjahr im Rahmen des Restrukturierungsplans gebildeten Rückstellung zurückzuführen.

Darüber hinaus bestanden Rückstellungen für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, die durch Maßnahmen in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde für bereits abgeschlossene und zum Bilanzstichtag fest vereinbarte Altersteilzeitverträge gebildet. Sie beinhaltet Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsrückstände der Gesellschaft.

(10) Verbindlichkeiten

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(Tsd. €) 29. Februar 2020 28. Februar 2019
Gesamt < 1 Jahr >1 Jahr Gesamt < 1 Jahr >1 Jahr
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen und Schuldverschreibungen 329.964 329.964 0 230.012 230.012 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 238.107 1 33.722 104.385 252.929 120.822 132.107
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 107.505 107.505 0 109.450 109.450 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 736.529 265.629 470.900 837.31 5 285.51 5 551.800
davon aus Lieferungen und Leistungen 17.133 17.133 0 22.451 22.451 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22 22 0 8 8 0
Sonstige Verbindlichkeiten 82.478 82.478 0 83.608 83.608 0
davon aus Steuern 5335 5335 0 4.711 4.711 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.7i6 7.7i6 0 7.721 7.721 0
1.494.605 919.320 575.285 1.513.322 829.415 683.907

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 238.107 (252.929) Tsd. €. Davon hatten 43.625 (46.525) Tsd. € eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden Verpflichtungen gegenüber den Rübenanbauern von 37.259 (36.616) Tsd. € ausgewiesen.

Für die Bemessung der Verbindlichkeiten wurde ein Rübenpreis gemäß vertraglicher Formel mit Ableitung aus dem Zuckerpreis der Kampagne 2019/20 angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 736.529 (837.315) Tsd. € betrafen im Wesentlichen Mittelaufnahmen über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, sowie über die Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v., Brüssel/Belgien.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen, Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.

(11) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und derivative Finanzinstrumente

Von den künftigen Verpflichtungen aus Pacht-, Miet- und Leasingverträgen sind 14,6 (16,3) Mio. € innerhalb von bis zu einem Jahr, 30,6 (33,6) Mio. € über einem Jahr, davon 7,1 (9,9) Mio. € nach mehr als fünf Jahren fällig; davon betreffen 0,1 (0,2) Mio. € verbundene Unternehmen, die innerhalb von bis zu einem Jahr fällig sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus offenen Bestellungen betrugen zum Bilanzstichtag 29,1 (25,9) Mio. €.

Zu Gunsten der Gläubiger der von der Südzucker Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, begebenen Anleihen hat die Südzucker AG Garantien über insgesamt 800,0 (800,0) Mio. € und im Falle der nachrangigen Hybrid-Anleihe eine nachrangige Garantie in Höhe von 700,0 (700,0) Mio. € abgegeben. Die Abgabe einer weiteren Garantie erfolgte zu Gunsten der Gläubiger der BENEO Orafti Chile S.A. für eine Kreditlinie von maximal 35,0 (25,0) Mio. USD; zum Bilanzstichtag war die Kreditlinie seitens der Gesellschaft wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus den begebenen Garantien wird derzeit aufgrund der finanziellen Situation der Gesellschaften nicht erwartet.

Neben den dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Für Darlehen in Höhe von 10,0 Mio. GBP an eine Tochtergesellschaft hat die Südzucker AG einen Cross-Currency-Swap abgeschlossen, um das Währungsrisiko aus Zinszahlungen und Tilgung abzusichern. Das Grundgeschäft (Darlehensvergabe in Fremdwährung) und das Sicherungsinstrument (Cross-Currency-Swap) werden als Bewertungseinheit (Micro Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend erfolgt keine währungsbedingte Abwertung der GBP-Forderung und im Fall eines negativen Marktwerts des Sicherungsinstruments wird keine Rückstellung gebildet (Einfrierungsmethode). Am Bilanzstichtag hatten die Cross-Currency-Swaps einen negativen Marktwert von -0,4 (-0,2) Mio. €, was der Höhe der Risiken entspricht, die mit den am Abschlussstichtag bestehenden Bewertungseinheiten abgesichert wurden. Die Sicherungsinstrumente haben Laufzeiten bis zum 21. Oktober 2021.

Für Zuckerverkaufsverträge im Volumen von 181.054 (346.882) t mit weltmarktpreisbasierter Preisableitung werden Preissicherungen mittels Zuckerterminkontrakten (Zuckerfutures) und Währungssicherungsgeschäften (FX-Forwards) abgeschlossen. Das Grundgeschäft (Zuckerverkaufsverträge) und die Sicherungsinstrumente (Zuckerfutures und FX-Forwards) werden als Bewertungseinheit (Micro Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwerts der Sicherungsinstrumente keine Rückstellung gebildet (Einfrierungsmethode). Zum 29. Februar 2020 waren Zuckerterminkontrakte (Zuckerfutures) für die Preissicherung von Zuckerverkäufen mit weltmarktpreisbasierter Preisanpassung mit überwiegender Lieferung im Geschäftsjahr 2020/21 offen. Der positive Marktwert beträgt +5,3 (+2,0) Mio. €, der negative Marktwert beträgt -1,6 (-3,6) Mio. €. Für damit verbundene Währungssicherungsgeschäfte (FX-Forwards) bestehen positive bzw. negative Marktwerte von +0,8 (+0,3) bzw. -1,2 (-3,3) Mio. €. Erworbene Zuckeroptionen im Volumen von 200.597 (51.969) t hatten zum 29. Februar 2020 positive Marktwerte von +1,4 (0,0) Mio. €.

Zur Rohstoffpreissicherung für die in Zeitz errichtete Weizenstärkeanlage setzt Südzucker neben längerfristigen Lieferverträgen auch derivative Sicherungsinstrumente (Weizenfutures) ein. Hierbei wird der zukünftige Rohstoffbedarf bzw. die entsprechenden Rahmenverträge als Grundgeschäft zusammen mit den Sicherungsinstrumenten als Bewertungseinheit (Micro Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwerts der Sicherungsinstrumente keine Rückstellung gebildet (Einfrierungsmethode). Zum 29. Februar 2020 waren Weizenterminkontrakte im Volumen von 30.500 (60.750) t für Lieferungen im Geschäftsjahr 2020/21 mit einem Marktwert von 0,0 (-0,5) Mio. € offen.

Die Übereinstimmung dieser Parameter wird prospektiv überprüft und im Rahmen des Risikomanagementsystems wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung regelmäßig beurteilt. Im Rahmen der Effektivitätstests wurde festgestellt, dass die wesentlichen wertbestimmenden Parameter (Critical-Terms) wie Nominalbeträge, Währung, Beginn, Fälligkeit, etc. von Grund- und Sicherungsgeschäft jeweils übereinstimmen, weshalb davon ausgegangen wird, dass sich die gegenläufigen Zahlungsströme in Zukunft vollständig ausgleichen werden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(12) Umsatzerlöse

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(Tsd. €) 2019/20 2018/19
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Eigenerzeugnisse 854.469 938.400
davon Zucker 674.096 757.360
davon sonstige Erlöse 180.373 181.040
Leistungserlöse 172.182 179.642
Handelswaren 237.506 347.902
davon Zucker 163.074 257.725
davon Nebenprodukte 43.204 56.320
1.264.157 1.465.944
Geographische Aufgliederung
Deutschland 787.435 845.843
EU (inkl. Großbritannien) 376.236 342.595
Sonstiges Ausland 100.486 277.505
1.264.157 1.465.944

(13) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

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(Tsd. €) 2019/20 2018/19
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 52.134 -95.747
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.326 3.452
55.460 -92.295

(14) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 27.033 (18.299) Tsd. €. Diese resultieren im Wesentlichen aus Buchgewinnen und der Auflösung von Rückstellungen. Daneben sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.432 (5.379) Tsd. € enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 631 (1.137) Tsd. € sowie Erträge aus Versicherungserstattungen für Schadensfälle enthalten.

(15) Materialaufwand

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(Tsd. €) 2019/20 2018/19
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren 767.363 751.660
Aufwendungen für bezogene Leistungen 184.459 191.128
951.822 942.788

(16) Personalaufwand

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(Tsd. €) 2019/20 2018/19
Löhne und Gehälter 164.575 1 72.258
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 91.286 86.189
davon für Altersversorgung 59.285 56.5i7
- Dienstzeitaufwand 16.463 9.972
- Parameteranpassungen u.a. 42.822 46.545
255.861 258.447
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.298 1.284
Angestellte 1.142 1.144
Auszubildende 199 207
2.639 2.635

Der Aufwand für Löhne und Gehälter verringerte sich durch den Wegfall des Aufwands im Rahmen der Rückstellungsbildung im Zusammenhang mit der Werkschließung in Brottewitz und Warburg.

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 698 (504) Tsd. €. Daneben sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 989 (788) Tsd. € enthalten.

(18) Beteiligungsergebnis

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(Tsd. €) 2019/20 2018/19
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 161.066 74.126
Erträge aus Beteiligungen 38.136 73.143
davon aus verbundenen Unternehmen 37.003 73.143
davon aus sonstigen Beteiligungen 1.133 0
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -19 -13.518
199.183 133.751

(19) Zinsergebnis

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(Tsd. €) 2019/20 2018/19
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.165 39
Zinsen und ähnliche Erträge 10.653 24.789
davon aus verbundenen Unternehmen 2.746 4.044
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.686 -36.241
davon aus Aufzinsung -18.269 -19.628
davon aus verbundenen Unternehmen -8.108 -10.729
-17.868 -11.413

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr sind im Zinsergebnis Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Verpflichtungen in Höhe von 18.269 (19.628) Tsd. € erfasst. Diese resultieren maßgeblich aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 17.834 (18.870) Tsd. € bzw. langfristigen Personalrückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 435 (758) Tsd. €, die mit den Erträgen in Höhe von 115 (58) Tsd. € saldiert sind, die aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens von 2.339 (2.306) Tsd. € resultieren.

Bei den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens handelt es sich im Wesentlichen um Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.

(20) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr war keine Abschreibung auf Wertpapiere des Umlaufvermögens auf den niedrigeren Börsenkurs erforderlich, im Vorjahr war dies in Höhe von 7.108 Tsd. € der Fall.

(21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die Steueraufwendungen aus dem laufenden Geschäftsjahr und aus Vorjahren. Im Vorjahr ergab sich ein Steuerertrag in Höhe von 65.322 Tsd. € aus der Auflösung von Rückstellungen für steuerliche Risiken.

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Rückstellungen ermittelt.

Im Geschäftsjahr ergibt sich für den Organkreis der Südzucker AG ein Überhang von aktiven latenten Steuern. Dies begründet sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen für Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen sowie übrigen Rückstellungen.

Das Wahlrecht zum Ansatz des Überhangs aktiver latenter Steuern wird von der Südzucker AG nicht ausgeübt.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 29,1 %.

Sonstige Angaben

(22) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich auf 21.782 (20.628) Tsd. € und wurden vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

(23) Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2019/20 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 2,8 (2,9) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 29 (35) % der Barbezüge; sie ist von der durch die von der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende abhängig. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihrer Hinterbliebenen wurden insgesamt 41,8 Mio. € zurückgestellt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen betrugen 2,3 (2,3) Mio. €. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2019/20 auf 1,6 (1,6) Mio. €. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht im Lagebericht in der Erklärung zur Unternehmensführung angegeben.

(24) Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Der Südzucker AG sind zwei unmittelbare Beteiligungen an ihrem Kapital bekannt, die 10 % überschreiten: Die Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG ist mit 58,3 % am Grundkapital beteiligt, die Zucker Invest GmbH (Zucker Invest), mit 10,3 %. Über die Zucker Invest sind die Raiffeisen-Holding und die mit ihr verbundenen Unternehmen mittelbar beteiligt. Die Beteiligungen werden den Gesellschaften wechselseitig zugerechnet, sodass nach dem Wertpapierhandelsgesetz jeweils Beteiligungen in Höhe von rund 68,6 % am gezeichneten Kapital bestehen.

(25) Nachtragsbericht

Die weltweite Ausbreitung der Coronavirus-Erkrankung COVID-19 wurde am 11. März 2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu einer Pandemie erklärt. Damit konkretisiert sich eine höhere Wahrscheinlichkeit von möglichen wesentlichen Auswirkungen auf unseren zukünftigen Geschäftsverlauf. Bis zur Aufstellung des Jahresabschluss am 22. April 2020 war der operative Geschäftsbetrieb nicht wesentlich eingeschränkt. Aufgrund der dynamischen Entwicklung ist es jedoch nicht möglich, die zukünftigen finanziellen Auswirkungen abzuschätzen.

(26) Konzernabschluss

Die Südzucker AG als oberstes Mutterunternehmen des Südzucker Konzerns erstellt zum 29. Februar 2020 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Dieser wird zur Veröffentlichung beim Betreiber des Bundesanzeigers hinterlegt.

(27) Anteilsbesitz

Bei den deutschen Beteiligungen werden das Eigenkapital sowie das Jahresergebnis einheitlich nach HGB angegeben. Sofern mit der betreffenden Beteiligung ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, wird das Jahresergebnis mit Null angegeben. Die Anteilsbesitzliste befindet sich auf den Seiten 81 ff. in diesem Anhang. Die Angaben erfolgen gemäß § 313 Abs. 2 und § 285 Nr. 11 HGB.

(28) Aufsichtsrat und Vorstand

Aufsichtsrat

Dr. Hans-Jörg Gebhard, Eppingen

Vorsitzender

Vorstandsvorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

CropEnergies AG, Mannheim

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrolgremien

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (1. stellv. Vorsitzender)
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (2. stellv. Vorsitzender)
Freiberger Holding GmbH, Berlin
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Bruxelles, Belgien (bis zum 25. Februar 2020)
Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart (Vorsitzender)
Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich

Franz-Josef Möllenberg * , Rellingen

1. stellv. Vorsitzender

Ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

CropEnergies AG, Mannheim

Erwin Hameseder, Mühldorf, Österreich

2. stellv. Vorsitzender

Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H.

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrolgremien

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich
RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich
UNIQA Versicherungen AG, Wien, , Österreich (2. stellv. Vorsitzender)

Konzernmandate

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
KURIER Redaktionsgesellschaft m.b.H, Wien, Österreich (Vorsitzender)
KURIER Zeitungsverlag und Druckerei Gesellschaft m.b.H, Wien, Österreich (Vorsitzender)
Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriften GmbH & Co. KG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
Raiffeisen Bank International AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
STRABAG SE, Villach, Österreich (stellv. Vorsitzender)

Thomas Bernhard * , Wunstorf

Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrolgremien

Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin

Helmut Friedl, Egling a. d. Paar

Vorstandsvorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e.V.

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrolgremien

BMG Donau-Lech eG, Mering
AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich

Ulrich Gruber, Plattling

Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Südzucker AG

Veronika Haslinger, Wien, Österreich

Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H.

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart

Konzernmandate im Konzern der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H.

KURIER Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (Vorsitzende)
Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich
NÖM AG, Baden, Österreich
Österreichische Rundfunksender GmbH, Wien, Österreich
Raiffeisen Informatik Geschäftsführungs GmbH, Wien, Österreich

Ralf Hentzschel, Panschwitz-Kuckau

(bis zum 13. März 2019)

Vorsitzender des Präsidiums des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e.V.

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrolgremien

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart (Vorsitzender)

Georg Koch, Wabern

Vorstandsvorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e.V. und stellv. Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG

Susanne Kunschert, Stuttgart

Geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrolgremien

Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe
Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart

Walter Manz, Dexheim

(seit dem 12. April 2019)

Vorstandsvorsitzender des Verbands der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V.

Julia Merkel, Wiesbaden

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrolgremien

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart

Konzernmandate im Konzern der R+V Versicherung AG

KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG, Hamburg
KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG, Hamburg
R+V Pensionskasse AG, Wiesbaden

Sabine Möller * , Hamburg

Referatsleiterin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Angela Nguyen * , Biederitz

Stellv. Betriebsratsvorsitzende von Freiberger Osterweddingen GmbH & Co. KG

Ulrike Rösch * , Bellheim

Stellv. Betriebsratsvorsitzende der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG

Joachim Rukwied, Eberstadt

Präsident des Deutschen Bauernverbands e.V.

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

BAYWA AG, München
R+V Versicherung AG, Wiesbaden

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrolgremien

Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart (Vorsitzender)
Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt am Main
LAND-DATA GmbH, Visselhövede (Vorsitzender)
Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main (Vorsitzender)
LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Stuttgart Main (Vorsitzender)
Messe Berlin GmbH, Berlin

Frank Sachse * , Zeitz

Betriebsratsvorsitzender des Werks Zeitz der Südzucker AG

Nadine Seidemann * , Donauwörth

Stellv. Betriebsratsvorsitzende des Betriebsrats des Werks Rain der Südzucker AG

Dr. Stefan Streng, Uffenheim

Vorstandsvorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenanbauer e.V.

Wolfgang Vogl * , Bernried

Leiter der Werke Plattling und Rain der Südzucker AG

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrolgremien

BGD Bodengesundheitsdienst GmbH, Mannheim

Rolf Wiederhold * , Wabern

Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Südzucker AG

* Arbeitnehmervertreter

Vorstand

Dr. Niels Pörksen (Vorsitzender), Limburgerhof

(seit dem 1. März 2020)

(Bestellung bis zum 28. Februar 2023)

Konzernmandate

ED&F Man Holdings Limited, London, Vereinigtes Königreich (seit dem 1. März 2020)
Freiberger Holding GmbH, Berlin (seit dem 3. März 2020)
Portion-Pack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande (seit dem 3. März 2020)

Dr. Wolfgang Heer, Ludwigshafen am Rhein

(bis zum 29. Januar 2020)

Konzernmandate

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (1. stellv. Vorsitzender bis zum 29. Januar 2020)
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender bis zum 29. Januar 2020)
CropEnergies AG, Mannheim (bis zum 29. Januar 2020)
ED&F Man Holdings Limited, London, Großbritannien (bis zum 29. Januar 2020)
Freiberger Holding GmbH, Berlin (Vorsitzender bis zum 29. Januar 2020)
Portion-Pack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande (bis zum 29. Januar 2020)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Bruxelles, Belgien (bis zum 29. Januar 2020)
Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich (bis zum 31. Juli 2019)
Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen (stellv. Vorsitzender bis zum 29. Januar 2020)
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich (stellv. Vorsitzender bis zum 29. Januar 2020)

Dr. Thomas Kirchberg, Ochsenfurt

(Wieder-Bestellung bis zum 31. August 2022)

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

Ekosem-Agrar AG, Walldorf

Konzernmandate

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
BGD Bodengesundheitsdienst GmbH, Mannheim (Vorsitzender bis zum 21. April 2020)
CropEnergies AG, Mannheim (seit dem 16. März 2020)
Freiberger Holding GmbH, Berlin, (Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Bruxelles, Belgien (bis zum 25. Februar 2020)
Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich (Vorsitzender bis zum 31. Juli 2019)
Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen (stellv.Vorsitzender bis zum 29. Januar 2020)
Südzucker Moldova S.R.L., Chişināu, Moldau (Vorsitzender bis zum 8. April 2020)
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs GmbH, Mannheim

Thomas Kölbl, Speyer

(Wieder-Bestellung bis zum 31. Mai 2024)

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

K+S Aktiengesellschaft, Kassel

Konzernmandate

AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich
AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich
CropEnergies AG, Mannheim (stellv. Vorsitzender)
ED&F Man Holdings Limited, London, Vereinigtes Königreich
Freiberger Holding GmbH, Berlin
Portion-Pack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande (Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Bruxelles, Belgien (bis zum 25. Februar 2020)
Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich (bis zum 31. Juli 2019)
Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen (bis zum 29. Januar 2020)
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs GmbH, Mannheim (Vorsitzender)

Dipl. Ing. Johann Marihart, Limberg, Österreich

(Wieder-Bestellung bis zum 28. Februar 2021)

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrolgremien

BBG Bundesbeschaffungsges. m. b. H., Wien, Österreich
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Wien, Österreich (stellv. Vorsitzender)
Ottakringer Getränke AG, Wien, Österreich
Spanische Hofreitschule - Lipizzanergestüt Piber, Wien, Österreich (Vorsitzender)
tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH, St. Pölten, Österreich
TÜV Austria Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)

Konzernmandate

AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender)
AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender)
AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender)
AUSTRIA JUICE GmbH, Allhartsberg, Österreich
Freiberger Holding GmbH, Berlin
Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Bruxelles, Belgien (Vorsitzender bis zum 25. Februar 2020)
Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich (bis zum 31. Juli 2019)

(29) Aufwendungen für Leistungen des Abschlussprüfers

Für Leistungen des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind im Geschäftsjahr 2019/20 für die Südzucker AG folgende Aufwendungen angefallen:

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(Tsd. €) 2019/20 2018/19
Abschlussprüfungsleistungen 481 470
Andere Bestätigungsleistungen 59 81
Steuerberatungsleistungen 16 23
Sonstige Leistungen 0 0
556 574

Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie des gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlusses der Südzucker AG. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen diverse andere Bescheinigungsleistungen außerhalb der Jahresabschlussprüfung. Die Honorare für Steuerberatungsleistungen umfassen überwiegend Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen.

(30) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 14. November 2019 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Sie ist im Internet unter (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/) zugänglich gemacht.

(31) Vorschlag für die Gewinnverwendung

Der Bilanzgewinn der Südzucker AG beträgt 47.252 (40.923) Tsd. €. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 0,20 (0,20) € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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(in €) 2019/20
Ausschüttung einer Dividende von 0,20 € je Aktie auf 204.183.292 Stück 40.836.658,40
Vortrag auf neue Rechnung 6.415.315,49
Bilanzgewinn 47.251.973,89

Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei Ausschüttung von 0,20 € je dividendenberechtigter Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Auszahlung der Dividende erfolgt voraussichtlich am 21. Juli 2020.

Anteilsbesitzliste

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Kurzname Sitz Land Muttergesellschaft (%) Eigenkapital

in Mio. €
I. Verbundene Unternehmen
Segment Zucker
Division Geschäftsbereich Zucker
Südzucker und Vertriebsgesellschaften
Südzucker AG SZAG Mannheim Deutschland
Sudzucker Hellas E.P.E. Agios Griechenland SZH 99,94
Dimitrios SZV 0,06
Sudzucker Ibérica, S.L.U. Barcelona Spanien SZH 100,00
Südzucker United Kingdom Limited Edinburgh Vereinigtes Königreich SZH 100,00
S.Z.I.L. LTD Kfar Saba Israel SZH 100,00
Zucker Belgien
Raffinerie Tirlemontoise S.A. RT Tienen Belgien SZH 99,41
Nougat Chabert & Guillot SA NC&G Montélimar Frankreich SOGELAF 99,75
S.C.I. DU MARINET Montélimar Frankreich SOGELAF 99,75
NC&G 0,25
Rafti B.V. Wijchen Niederlande TSNH 100,00
S.O.G.E.L.A.F. SARL SOGELAF Paris Frankreich RT 100,00
Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. TSNH Wijchen Niederlande RT 100,00
Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. Bruxelles Belgien RT 100,00
Zucker Frankreich
Saint Louis Sucre S.A.S. SLS Paris Frankreich SZH 99,96
Zucker Polen
Südzucker Polska S.A. SZPL Wrocław Polen SZH 99,59
"POLTERRA" Sp. z o.o. Wrocław Polen SZPL 100,00
Przedsiebiorstwo Rolne "KLOS" Sp. z o.o. Wrocław Polen SZPLN 100,00
Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. SZPLN Wrocław Polen SZPL 100,00
Division AGRANA Zucker
Agrana Vertriebsgesellschaft
AGRANA Sales & Marketing GmbH ASM Wien Österreich AB 100,00
Zucker Österreich
AGRANA Zucker GmbH AZ Wien Österreich AB 98,91
ASM 1,09
AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH Wien Österreich ASM 100,00
Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich ASM 86,00
Zucker Rumänien
AGRANA AGRO S.r.l. Roman Rumänien AR 99,00
AZ 1,00
AGRANA BUZĂU S.r.l. Buzău Rumänien AR 99,00
AZ 1,00
AGRANA Romania S.R.L. AR Bukarest Rumänien ASM 100,00
AGRANA TANDAREI S.r.l. Tandarei Rumänien AR 99,00
AZ 1,00
Zucker Slowakei
Slovenské Cukrovary s.r.o. Sered Slowakei ASM 100,00

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Ergebnis nach Steuern

in Mio. €
I. Verbundene Unternehmen
Segment Zucker
Division Geschäftsbereich Zucker
Südzucker und Vertriebsgesellschaften
Südzucker AG
Sudzucker Hellas E.P.E. 1,8 0,24
Sudzucker Ibérica, S.L.U. 1,8 0,89
Südzucker United Kingdom Limited 1,0 0,64
S.Z.I.L. LTD 1,7 1,14
Zucker Belgien
Raffinerie Tirlemontoise S.A. 1003,7 89,3
Nougat Chabert & Guillot SA 3,3 -1,10 1)
S.C.I. DU MARINET 1)
Rafti B.V. 8,6 0,5
S.O.G.E.L.A.F. SARL 5,2 -5,38
Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. 2,3 0,58
Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. 22,9 2,46
Zucker Frankreich
Saint Louis Sucre S.A.S. 124,3 -125,10
Zucker Polen
Südzucker Polska S.A. 333,1 11,4
"POLTERRA" Sp. z o.o. 0,9 0,01
Przedsiebiorstwo Rolne "KLOS" Sp. z o.o. 0,3 0,00
Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. -1,6 -0,30
Division AGRANA Zucker
Agrana Vertriebsgesellschaft
AGRANA Sales & Marketing GmbH 157,4 -16,87
Zucker Österreich
AGRANA Zucker GmbH 142,8 1,61
AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH 0,6 -0,04
Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. 1,7 -0,31 4)
Zucker Rumänien
AGRANA AGRO S.r.l. 0,1 0,01
AGRANA BUZĂU S.r.l. -2,5 -2,77
AGRANA Romania S.R.L. 1,7 -3,28
AGRANA TANDAREI S.r.l. 0,8 0,00
Zucker Slowakei
Slovenské Cukrovary s.r.o. 17,3 1,03

* Ergebnisübernahme

** Ergebnisübernahme/Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB auf Ebene der CropEnergies AG

1) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss

2) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses

3) Stimmrechtsmehrheit

4) Angabe vom Eigenkapital/Ergebnis nach Steuern auf Basis eines abweichenden Geschäftsjahres

5) Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

6) Befreiung gemäß § 264b HGB

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Kurzname Sitz Land Muttergesellschaft Direkter Händler

(%) Mio. €
Eigenkapital

in Mio. €
Zucker Tschechien
Moravskoslezské Cukrovary A.S. Hrušovany Tschechien ASM 100,00 33,5
Zucker Ungarn
AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. AME Budapest Ungarn MCeF 99,70 2,6
AZ 0,30
Biogáz Fejlesztő Kft. Kaposvár Ungarn AME 100,00 1,9
Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelősségű Társaság Budapest Ungarn MCeF 100,00 1,3
Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. MCeF Budapest Ungarn ASM 87,61 64,9
Zucker Bulgarien
AGRANA Trading EOOD Sofia Bulgarien ASM 100,00 1,6
Zucker Bosnien
AGRANA BIH Holding GmbH ABIH Wien Österreich ASM 75,00 11,2
SZH 25,00
AGRANA d.o.o. Brčko Bosnien-Herzegowina ABIH 100,00 0,1
AGRANA Holding/Sonstige
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft AB Wien Österreich Z&S 78,34 748,3
SZAG 2,74
AGRANA Group-Services GmbH Wien Österreich AB 100,00 5,6
AGRANA Research & Innovation Center GmbH Wien Österreich AB 100,00 5,1
INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. Wien Österreich AB 66,67 8,8
Division Zucker Moldau
Südzucker Moldova S.R.L. SZM Chişinãu Moldau SZH 99,97 42,5
Agro Credit S.R.L. Drochia Moldau SZH 100,00 0,3
Agro-SZM S.R.L. Drochia Moldau SZM 100,00 9,7
Division Landwirtschaft
Loberaue Agrar GmbH LOB Rackwitz Deutschland SZAG 100,00 18,3
Rackwitzer Biogas GmbH Rackwitz Deutschland LOB 100,00 0,0
Terra Sömmerda GmbH Sömmerda Deutschland SZVW 100,00 8,3
Wolteritzer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland LOB 100,00 0,2
Zschortauer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland LOB 100,00 0,0
Zschortauer Futtermittel GmbH Rackwitz Deutschland LOB 74,00 5,4
Zucker Übrige
AHG Agrar-Holding GmbH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 0,0
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG AZS Wien Österreich SZAG 50,00 519,2
Z & S Zucker und Stärke Holding AG Z&S Wien Österreich AZS 100,00
AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 0,2
BGD Bodengesundheitsdienst GmbH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 0,0
Südzucker Holding GmbH SZH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 715,8
Südzucker International Finance B.V. Oud-Beijerland Niederlande SZAG 100,00 18,5
Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH SZTK Ochsenfurt Deutschland SZAG 100,00 559,1
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH Mannheim Deutschland SZAG 51,00 1,8
Südzucker Verwaltungs GmbH SZVW Mannheim Deutschland SZAG 100,00 10,0
Segment Spezialitäten
Division Beneo
BENEO GmbH B Mannheim Deutschland SZAG 100,00 180,5
BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. Singapore Singapur BP 100,00 1,9
BENEO Iberica S.L. Unipersonal Barcelona Spanien BO 100,00 0,2
BENEO Inc. Parsippany USA BP 100,00 20,5
BENEO India Private Limited New Delhi Indien BP 99,99 0,2
B 0,01
BENEO Latinoamerica Coordenaçao São Paulo Brasilien BO 100,00 0,2
Regional Ltda. BP 0,00
BENEO-Orafti S.A. BO Oreye Belgien BR 100,00 292,8
BENEO-Palatinit GmbH BP Mannheim Deutschland B 85,00 23,6
SZAG 15,00
BENEO-Remy N.V. BR Wijgmaal (Leuven) Belgien B 100,00 254,9
Orafti Chile S.A. Pemuco Chile BO 99,99 140,4
BP 0,01
REMY ITALIA S.P.A. Confienza (PV) Italien BR 66,70 0,7
Veniremy N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien BR 100,00 6,9
Division Freiberger
Freiberger Holding GmbH FH Berlin Deutschland SZTK 90,00 122,4
SZAG 10,00
Alberto Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland FLG KG 100,00 0,0
Crestar Crusts Inc. Braintree USA RF 100,00 24,4
Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH Berlin Deutschland FIB 100,00 0,1
Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH Berlin Deutschland FH 100,00 0,2
Feinschmecker Feinkost GmbH FF Berlin Deutschland FIB 100,00 0,1
Freiberger France S.A.R.L. St. Didier au Frankreich FIB 100,00 0,6
Mont d'Or
Freiberger GmbH Berlin Deutschland FLG KG 100,00 0,1
Freiberger Internationale Beteiligungs GmbH FIB Berlin Deutschland FLG KG 100,00 212,9
Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG FLG KG Berlin Deutschland FH 100,00 51,6
Freiberger Osterweddingen GmbH & Co. KG Sülzetal Deutschland FLG KG 100,00 0,0
Freiberger Polska Sp.z o.o. Warszawa Polen FIB 99,00 1,8
FF 1,00
Freiberger UK Ltd. Spalding Vereinigtes Königreich FIB 100,00 4,9
Freiberger USA Inc. FLU Parsippany USA FIB 100,00 138,4
HASA GmbH Burg Deutschland FLG KG 100,00 14,9
Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. Oberhofen Österreich FIB 100,00 11,0
Richelieu Foods Inc. RF Braintree USA RH 100,00 179,8
Richelieu Group LLC Braintree USA RF 100,00 78,1
Richelieu Holdco Inc. RH Braintree USA FLU 100,00 0,0
Sandhof Limited SL Westhoughton Vereinigtes Königreich FIB 100,00 36,0
Stateside Foods Ltd. Westhoughton Vereinigtes Königreich SL 100,00 19,4
Willow Foods LLC Braintree USA RF 100,00 199,2
Division Stärke
AGRANA Stärke GmbH AS Wien Österreich AB 98,91 341,0
ASM 1,09
S.C. A.G.F.D. Tandarei S.r.l. Tandarei Rumänien AS 100,00 4,2
Division Portion-Pack Europe
Portion-Pack Europe Holding B.V. PPEH Oud-Beijerland Niederlande SZAG 100,00 25,3
Collaborative Packing Solutions [Pty] Ltd Johannesburg Südafrika PPEH 75,00 2,1
Portion Solutions Limited PSL Telford / Vereinigtes PPEH 100,00 11,0
Shropshire Königreich
CustomPack Ltd Telford / Vereinigtes PSL 100,00
Shropshire Königreich
Elite Portion Pack Belgium NV Herentals Belgien PPEH 100,00 0,2
PPH 0,00
Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. Praha Tschechien PPEH 100,00 6,6
Hellma Gastronomie-Service GmbH Nürnberg Deutschland PPEH 100,00 4,4
Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H Wien Österreich PPEH 100,00 0,7
Portion-Pack Holland B.V. PPH Oud-Beijerland Niederlande PPEH 100,00 5,5
SAES The Portion Company, S.L. La Llagosta (Barcelona) Spanien PPEH 100,00 0,7
Van Oordt Drukkerij B.V. Oud-Beijerland Niederlande VOP 100,00 0,2
Van Oordt Landgraaf B.V. Landgraaf Niederlande PPH 100,00 2,4
Van Oordt the portion company B.V. VOP Oud-Beijerland Niederlande PPH 100,00 14,2
Segment CropEnergies
CropEnergies AG CEAG Mannheim Deutschland SZAG 69,19 484,4
Biowanze S.A. Bruxelles Belgien CEAG 100,00 238,9
Compagnie Financière de l'Artois SAS CF Loon-Plage Frankreich CEAG 100,00 20,5
CropEnergies Beteiligungs GmbH CEBet Mannheim Deutschland CEAG 100,00 152,1
CropEnergies Bioethanol GmbH Zeitz Deutschland CEBet 85,00 72,4
CEAG 15,00
Ensus UK Limited Yarm Vereinigtes Königreich CEBet 100,00 97,0
RYSSEN ALCOOLS SAS RYS Loon-Plage Frankreich CF 100,00 9,6
Ryssen Chile SpA Lampa, Santiago de Chile Chile RYS 100,00 0,3
Segment Frucht
Division Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit)
AGRANA Fruit S.A.S. AF Mitry-Mory Frankreich FA 100,00 131,6
AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH AFAH Wien Österreich AIV&A 55,00 5,0
AGRANA Fruit Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien AF 91,76 26,8
AFSS 8,24
AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. AF Aus Sydney Australien AF 100,00 20,4
AGRANA Fruit Austria GmbH AFA Gleisdorf Österreich AF 99,98 24,0
AIV&A 0,02
AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao São Paulo Brasilien AF 99,99 8,7
e Exportacao Ltda. - Cabreúva AFA 0,01
AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. Dachang China AF 75,00 28,0
AFK 25,00
AGRANA Fruit France S.A.S. Mitry-Mory Frankreich AF 100,00 19,5
AGRANA Fruit Germany GmbH Konstanz Deutschland AF 100,00 14,4
AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED Pune Indien AF 99,99 1,2
AFSG 0,01
AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. Istanbul Türkei AF 100,00 5,8
AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited Xinbei Zone/Changzhou China AF 100,00 11,2
AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. AFK Seoul Südkorea AF 100,00 15,2
AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. Michoacan Mexiko AF 99,99 18,6
AFSG 0,01
AGRANA Fruit Luka TOV Vinnitsa Ukraine AF 99,97 1,6
AGRANA Fruit Management Australia Pty Limited Sydney Australien AF Aus 100,00 0,3
AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. Michoacan Mexiko AFUS 100,00 16,7
AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. Ostroleka Polen AF 100,00 14,2
AGRANA Fruit Services GmbH AFSG Wien Österreich AF 100,00 15,9
AGRANA Fruit Services S.A.S. AFSS Mitry-Mory Frankreich AF 100,00 -2,6
AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. Johannesburg Südafrika AF 100,00 1,2
AGRANA Fruit Ukraine TOV Vinnitsa Ukraine AF 99,80 23,4
AGRANA Fruit US, Inc. AFUS Brecksville USA AF 100,00 74,3
AGRANA Nile Fruits Processing SAE Qalyoubia Ägypten AF 51,00 5,7
Dirafrost FFI N. V. DFFI Lummen Belgien AF 100,00 1,0
Dirafrost Maroc SARL Larach Marokko DFFI 100,00 1,3
Financière Atys S.A.S. FA Mitry-Mory Frankreich AIV&A 100,00 131,4
o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region Serpuchov Russland AF 100,00 29,4
SPA AGRANA Fruit Algeria Akbou Algerien AFAH 48,97 7,5
Yube d.o.o. Požega Serbien DFFI 100,00 0,1
Division Fruchtsaftkonzentrate (AUSTRIA JUICE)
AUSTRIA JUICE GmbH AJU Allhartsberg Österreich AIV&A 50,01 65,4
AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD Xianyang City China AJU 100,00 12,1
AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH AJS&M Bingen Deutschland AJU 100,00 -1,8
AUSTRIA JUICE Germany GmbH Bingen Deutschland AJS&M 100,00 1,2
AUSTRIA JUICE Hungary Kft. Vásárosna-mény Ungarn AJU 100,00 17,9
AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o Chelm Polen AJU 100,00 44,0
AUSTRIA JUICE Romania S.r.l. Vaslui Rumänien AJU 100,00 2,6
AUSTRIA JUICE Ukraine TOV Vinnitsa Ukraine AJU 100,00 5,9
Frucht Übrige
AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset- AIV&A Wien Österreich AB 98,91 279,9
Management GmbH ASM 1,09
II. Gemeinschaftsunternehmen / assoziierte Unternehmen
Segment Zucker
Division Geschäftsbereich Zucker
Südzucker und Vertriebsgesellschaften
Maxi S.r.l. Bolzano Italien SZH 50,00 5,1
Division AGRANA Zucker
Agrana Betain
Beta Pura GmbH Wien Österreich ASM 50,00 15,4
Zucker Bosnien
"AGRAGOLD" d.o.o. Brčko Bosnien-Herzegowina ASB 100,00 2,7
AGRAGOLD d.o.o. Zagreb Kroatien ASB 100,00 1,4
AGRAGOLD dooel Skopje Skopje Nordmazedonien ASB 100,00 0,3
AGRAGOLD trgovina d.o.o. Ljubljana Slowenien ASB 100,00 5,3
AGRANA Studen Sugar Trading GmbH Wien Österreich ABIH 50,00 3,8
AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k. Tirane Albanien ASB 100,00 0,3
AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH ASB Wien Österreich ABIH 50,00 21,3
AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. Prishtina Kosovo ASB 100,00 0,4
Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd Beograd Serbien ASB 100,00 0,1
STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. Brčko Bosnien-Herzegowina ASB 100,00 0,3
Zucker Übrige
ED&F Man Holdings Limited EDFM London Vereinigtes Königreich SZH 34,37 483,3
Segment Spezialitäten
Division Stärke
GreenPower Services Kft. Szabade-gyháza Ungarn HK 100,00 0,0
HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és For-galmazó Kft. HK Szabade-gyháza Ungarn AS 50,00 115,9
Segment CropEnergies
CT Biocarbonic GmbH Zeitz Deutschland CEBet 50,00 3,3
III. Unternehmen von untergeordneter Bedeutung und sonstige Beteiligungen > 20 %
Verbundene Unternehmen
Segment Zucker
Division AGRANA Zucker
Zucker Bosnien
AGRANA Croatia d.o.o. Zagreb Kroatien AZ 100,00 0,0
Zucker Übrige
Açúcar e Álcool do Sul Participações Ltda. São Paulo Brasilien SZH 100,00 0,0
Arbeitsgemeinschaft für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau Zeitz GmbH Kretzschau Deutschland SZAG 80,00 0,1
Südtrans GmbH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 0,1
Südzucker International GmbH Ochsenfurt Deutschland SZH 100,00 0,0
Südzucker Reise-Service GmbH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 0,0
Südzucker Verkauf GmbH SZV Mannheim Deutschland SZH 100,00 0,0
Segment Spezialitäten
Division Stärke
AGRANA Amidi srl Sterzing (BZ) Italien AS 100,00 0,0
Gemeinschaftsunternehmen
Segment Zucker
Zucker Übrige
Liquid Feed Europe Holding B.V. LFEH Oud-Beijerland Niederlande SZH 50,00 1,3
Liquid Feed France S.A.S. Cagny Frankreich LFEH 100,00 1,3
Assoziierte Unternehmen
Segment Zucker
Division Geschäftsbereich Zucker
Zucker Belgien
Food Port N.V. Tienen Belgien RT 35,71 2,0
Zucker Frankreich
Sucrerie et Distillerie de Souppes-Ouvré Fils S.A. Zucker Übrige Paris Frankreich SLS 44,50 24,3
Felix Koch Offenbach Couleur und Karamel GmbH Offenbach Deutschland SZH 25,10 7,4
Maritime Investment Holdings Pte. Ltd Singapore Singapur SZH 25,00 4,6
Division Landwirtschaft
Zschortauer-Glesiener Rübenrode GmbH Schkeuditz Deutschland LOB 45,83 0,3
Segment Spezialitäten
Division Beneo
INVITA Australia PTE Ltd Balgowlah Australien BP 35,00 5,1
Division Portion-Pack Europe
Collaborative Blending Solutions Proprietary Limited Johannesburg Südafrika CoSo 49,00 NaN
Sonstige Beteiligungen > 20 %
Segment Zucker
Division Geschäftsbereich Zucker
Zucker Frankreich
GARDEL S.A. Le Moule Frankreich SLS 24,28 53,8
S.C.I.C.A ROYE DESHYDRATATION S.A. Roye Frankreich SLS 20,21 5,5
Division AGRANA Zucker
Zucker Ungarn
Cukoripari Egyesülés Budapest Ungarn MCeF 44,27 0,1

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Ergebnis nach Steuern

in Mio. €
Zucker Tschechien
Moravskoslezské Cukrovary A.S. 2,35
Zucker Ungarn
AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. -2,17
Biogáz Fejlesztő Kft. 0,10
Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelősségű Társaság 0,03
Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. -1,39
Zucker Bulgarien
AGRANA Trading EOOD 1,21
Zucker Bosnien
AGRANA BIH Holding GmbH -0,06
AGRANA d.o.o. -0,01
AGRANA Holding/Sonstige
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft 66,82
AGRANA Group-Services GmbH 1,13
AGRANA Research & Innovation Center GmbH 0,82
INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. 1,16
Division Zucker Moldau
Südzucker Moldova S.R.L. -3,61
Agro Credit S.R.L. 0,06
Agro-SZM S.R.L. 0,54
Division Landwirtschaft
Loberaue Agrar GmbH 0,76
Rackwitzer Biogas GmbH 0,00
Terra Sömmerda GmbH -0,15
Wolteritzer Agrar GmbH 0,00
Zschortauer Agrar GmbH 0,00
Zschortauer Futtermittel GmbH 0,33
Zucker Übrige
AHG Agrar-Holding GmbH * 5)
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG 37,62 1)3)
Z & S Zucker und Stärke Holding AG 1)
AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH 0,00 4)
BGD Bodengesundheitsdienst GmbH * 5)
Südzucker Holding GmbH * 5)
Südzucker International Finance B.V. 1,03
Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH * 5)
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH 1,71 2)
Südzucker Verwaltungs GmbH * 5)
Segment Spezialitäten
Division Beneo
BENEO GmbH * 5)
BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. 0,16
BENEO Iberica S.L. Unipersonal 0,02
BENEO Inc. 2,16
BENEO India Private Limited 0,14
BENEO Latinoamerica Coordenaçao -0,08
Regional Ltda.
BENEO-Orafti S.A. 16,02
BENEO-Palatinit GmbH * 5)
BENEO-Remy N.V. 41,95
Orafti Chile S.A. 2,15
REMY ITALIA S.P.A. 0,02
Veniremy N.V. 0,22
Division Freiberger
Freiberger Holding GmbH * 5)
Alberto Lebensmittel GmbH 0,00
Crestar Crusts Inc. 0,74
Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH 0,01
Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH 0,01
Feinschmecker Feinkost GmbH 0,00
Freiberger France S.A.R.L. 0,90
Freiberger GmbH 0,00
Freiberger Internationale Beteiligungs GmbH * 5)
Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG * 6)
Freiberger Osterweddingen GmbH & Co. KG * 6)
Freiberger Polska Sp.z o.o. 0,48
Freiberger UK Ltd. 4,62
Freiberger USA Inc. -1,8
HASA GmbH * 5)
Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. 3,75
Richelieu Foods Inc. -1,06
Richelieu Group LLC -11,50
Richelieu Holdco Inc. 0,00 2)
Sandhof Limited 12,70
Stateside Foods Ltd. 1,2
Willow Foods LLC 10,83
Division Stärke
AGRANA Stärke GmbH 60,43
S.C. A.G.F.D. Tandarei S.r.l. 0,77
Division Portion-Pack Europe
Portion-Pack Europe Holding B.V. 1,80
Collaborative Packing Solutions [Pty] Ltd 0,58
Portion Solutions Limited 1,00 1)
CustomPack Ltd 1)
Elite Portion Pack Belgium NV 0,12
Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. 0,54
Hellma Gastronomie-Service GmbH * 5)
Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H 0,16
Portion-Pack Holland B.V. 1,88
SAES The Portion Company, S.L. 0,06
Van Oordt Drukkerij B.V. 0,00
Van Oordt Landgraaf B.V. 0,00
Van Oordt the portion company B.V. 2,20
Segment CropEnergies
CropEnergies AG 55,89
Biowanze S.A. 41,7
Compagnie Financière de l'Artois SAS 2,69
CropEnergies Beteiligungs GmbH **
CropEnergies Bioethanol GmbH **
Ensus UK Limited 21,26
RYSSEN ALCOOLS SAS 2,19
Ryssen Chile SpA -0,15
Segment Frucht
Division Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit)
AGRANA Fruit S.A.S. -34,79
AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH 0,17
AGRANA Fruit Argentina S.A. -0,76
AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. 2,81
AGRANA Fruit Austria GmbH 2,04
AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao 0,47
e Exportacao Ltda.
AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. 4,37
AGRANA Fruit France S.A.S. -0,57
AGRANA Fruit Germany GmbH 2,2
AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED -1,58
AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. 1,20
AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited -0,88
AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. 1,81
AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. 2,81
AGRANA Fruit Luka TOV -0,37
AGRANA Fruit Management Australia Pty Limited 0,13
AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. -0,59
AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. 0,93
AGRANA Fruit Services GmbH 2,94
AGRANA Fruit Services S.A.S. -3,09
AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. -0,85
AGRANA Fruit Ukraine TOV 2,94
AGRANA Fruit US, Inc. 1,96
AGRANA Nile Fruits Processing SAE -0,96
Dirafrost FFI N. V. 0,07
Dirafrost Maroc SARL -0,14
Financière Atys S.A.S. 14,37
o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region 7,50
SPA AGRANA Fruit Algeria 0,56 3)
Yube d.o.o. -1,08
Division Fruchtsaftkonzentrate (AUSTRIA JUICE)
AUSTRIA JUICE GmbH 4,69
AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD -0,22
AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH 0,2
AUSTRIA JUICE Germany GmbH 0,00
AUSTRIA JUICE Hungary Kft. 1,10
AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o 3,02
AUSTRIA JUICE Romania S.r.l. 0,30
AUSTRIA JUICE Ukraine TOV 0,76
Frucht Übrige
AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset- 11,18
Management GmbH
II. Gemeinschaftsunternehmen / assoziierte Unternehmen
Segment Zucker
Division Geschäftsbereich Zucker
Südzucker und Vertriebsgesellschaften
Maxi S.r.l. 3,91 4)
Division AGRANA Zucker
Agrana Betain
Beta Pura GmbH -0,63
Zucker Bosnien
"AGRAGOLD" d.o.o. 0,21
AGRAGOLD d.o.o. 0,06
AGRAGOLD dooel Skopje 0,17
AGRAGOLD trgovina d.o.o. 0,10
AGRANA Studen Sugar Trading GmbH 0,94
AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k. 0,21
AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH 0,05
AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. 0,26 4)
Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd -0,07
STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. -0,47
Zucker Übrige
ED&F Man Holdings Limited -208,31 4)
Segment Spezialitäten
Division Stärke
GreenPower Services Kft. 0,00
HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és For-galmazó Kft. 32,68
Segment CropEnergies
CT Biocarbonic GmbH 0,20
III. Unternehmen von untergeordneter Bedeutung und sonstige Beteiligungen > 20 %
Verbundene Unternehmen
Segment Zucker
Division AGRANA Zucker
Zucker Bosnien
AGRANA Croatia d.o.o. 0,00 2)
Zucker Übrige
Açúcar e Álcool do Sul Participações Ltda. 0,00 4)
Arbeitsgemeinschaft für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau Zeitz GmbH 0,00
Südtrans GmbH 0,0 4)
Südzucker International GmbH 0,0
Südzucker Reise-Service GmbH -0,02
Südzucker Verkauf GmbH 0,00
Segment Spezialitäten
Division Stärke
AGRANA Amidi srl 0,01
Gemeinschaftsunternehmen
Segment Zucker
Zucker Übrige
Liquid Feed Europe Holding B.V. -0,02 2)
Liquid Feed France S.A.S. -0,11 2)
Assoziierte Unternehmen
Segment Zucker
Division Geschäftsbereich Zucker
Zucker Belgien
Food Port N.V. -0,1 2)
4)
Zucker Frankreich
Sucrerie et Distillerie de Souppes-Ouvré Fils S.A. Zucker Übrige -11,0 4)
Felix Koch Offenbach Couleur und Karamel GmbH 1,6 2)
4)
Maritime Investment Holdings Pte. Ltd -4,4 4)
Division Landwirtschaft
Zschortauer-Glesiener Rübenrode GmbH 0,2 2)
Segment Spezialitäten
Division Beneo
INVITA Australia PTE Ltd 0,42 4)
Division Portion-Pack Europe
Collaborative Blending Solutions Proprietary Limited 0,0
Sonstige Beteiligungen > 20 %
Segment Zucker
Division Geschäftsbereich Zucker
Zucker Frankreich
GARDEL S.A. 4,3 4)
S.C.I.C.A ROYE DESHYDRATATION S.A. 0,1 4)
Division AGRANA Zucker
Zucker Ungarn
Cukoripari Egyesülés 0,0 4)

* Ergebnisübernahme

** Ergebnisübernahme/Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB auf Ebene der CropEnergies AG

1) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss

2) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses

3) Stimmrechtsmehrheit

4) Angabe vom Eigenkapital/Ergebnis nach Steuern auf Basis eines abweichenden Geschäftsjahres

5) Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

6) Befreiung gemäß § 264b HGB

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Mannheim, den 22. April 2020

Der Vorstand

Dr. Niels Pörksen, Vorsitzender

Dr. Thomas Kirchberg

Thomas Kölbl

Johann Marihart

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Südzucker AG, Mannheim

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Südzucker AG, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2019 bis zum 29. Februar 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2019 bis zum 29. Februar 2020 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29. Februar 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2019 bis zum 29. Februar 2020 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. März 2019 bis zum 29. Februar 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen

(2) Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Risikovorsorge

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen

(1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 2.764,4 Mio. ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Finanzanlage herangezogen. Darüber hinaus werden die beizulegenden Werte der wesentlichen Beteiligungen als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der wesentlichen Beteiligungen sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Finanzanlagen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und "Anlagevermögen" des Anhangs enthalten.

(2) Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Risikovorsorge

(1) Im Jahresabschluss der Südzucker AG werden unter dem Bilanzposten "Sonstige Rückstellungen" Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge in Höhe von € 145,5 Mio. ausgewiesen. Diese betreffen Rechtsstreitigkeiten aus Marktordnungsverfahren, Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen und Kartellrechtsrisiken einschließlich Bußgeldern und Schadensersatz. Die vorzunehmende Risikobeurteilung zum Verlauf von Rechtsstreitigkeiten und die Einschätzung, ob aufgrund eines vorliegenden Rechtsstreits die Passivierung einer Rückstellung zur Abdeckung des Risikos erforderlich, und ggfs. in welcher Höhe die gegenwärtige Verpflichtung zu bemessen ist, wird in hohem Maße durch die Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter geprägt. Vor diesem Hintergrund ist dieser Sachverhalt aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem den von der Gesellschaft eingerichteten Prozess, der die Erfassung, die Einschätzung hinsichtlich eines Verfahrensausgangs sowie die bilanzielle Darstellung eines Rechtsstreits sicherstellt, beurteilt. Diese Beurteilung umfasste auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit den wesentlichen Rechtsrisiken. Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und dass die Ansatz- und Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte Auswirkung auf das Jahresergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem durch Vergleich dieser Werte mit Vergangenheitswerten, Nachvollzug der stetig angewendeten Berechnungsmethodik und Einsichtnahme in zugrundeliegende Unterlagen gewürdigt. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Gespräche mit der Rechtsabteilung der Gesellschaft, um uns die aktuellen Entwicklungen und Gründe, die zu den entsprechenden Einschätzungen geführt haben, erläutern zu lassen. Die Entwicklung der wesentlichen Rechtsstreitigkeiten einschließlich der Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der möglichen Verfahrensausgänge wird uns in schriftlicher Form durch die Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Zum Bilanzstichtag haben wir darüber hinaus externe Rechtsanwaltsbestätigungen eingeholt, die die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen stützen. Die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen zur Bilanzierung und Bewertung der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und die damit einhergehende Risikovorsorge im Jahresabschluss konnten wir nachvollziehen. Wir halten die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen für sachgerecht.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge sind in Abschnitt "Übrige Rückstellungen" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die in Abschnitt "Unternehmensführung und -verantwortung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (mit Ausnahme des Vergütungsberichts)
den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Finanzberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 18. Juli 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. Juli 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2003/2004 als Abschlussprüfer der Südzucker AG, Mannheim, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Conrad.

Frankfurt am Main, den 22. April 2020

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Michael Conrad, Wirtschaftsprüfer

Christina Pöpperl, Wirtschaftsprüferin

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der Südzucker AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die anstehenden Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Änderungen der EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die Südzucker AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

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Investor Relations

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Wirtschaftspresse

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HERAUSGEBER

Südzucker AG

Maximilianstraße 10

68165 Mannheim

Telefon: +49 621 421-0

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