Annual Report • Aug 2, 2018
Annual Report
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Südzucker AG Mannheim Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2017 bis zum 28.02.2018 Geschäftsbericht 2017/18 Südzucker AG KURZPROFIL Wir sind für unsere Kunden ein verlässlicher Lieferant von qualitativ hochwertigen Lebens- und Futtermitteln sowie Bioethanol, die wir großtechnisch aus den verschiedensten agrarischen Rohstoffen gewinnen. Unser Ziel ist es, ein profitables Wachstum zu erreichen und dabei unserer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Damit steigern wir den Unternehmenswert nachhaltig. Südzucker hat sich vom regionalen Zuckererzeuger zu einer international agierenden Unternehmensgruppe entwickelt und ist mit den Segmenten Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht ein bedeutendes Unternehmen der Ernährungsindustrie. Im traditionellen Zuckerbereich ist die Gruppe in Europa größter Anbieter von Zuckerprodukten mit 29 Zuckerfabriken und zwei Raffinerien - von Frankreich im Westen über Belgien, Deutschland, Österreich bis hin zu den Ländern Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Ungarn, Bosnien und Moldau im Osten. Das Segment Spezialitäten mit den Bereichen funktionelle Inhaltsstoffe für Lebensmittel und Futtermittel (BENEO), Tiefkühl- / Kühlprodukte (Freiberger), Portionsartikel (PortionPack Europe) und Stärke ist auf dynamischen Wachstumsmärkten tätig. Das Segment CropEnergies umfasst die Bioethanolaktivitäten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien. Mit dem Segment Frucht ist die Unternehmensgruppe weltweit tätig, im Bereich Fruchtzubereitungen Weltmarktführer und bei Fruchtsaftkonzentraten in Europa in führender Position. Basis dieses Erfolgs sind unsere Kernkompetenzen, allen voran das breit angelegte Know-how in der großtechnischen Verarbeitung agrarischer Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten, insbesondere zu Lebensmitteln für Industriekunden und Endverbraucher, aber auch zu Futtermitteln und weiteren Produkten. Auf der Vermarktungsseite liegt unser Fokus im Business-to-Business-Bereich. Die stabile Eigentümerstruktur schafft einen verlässlichen Rahmen für die Unternehmensentwicklung. KONZERN 2017/18 scroll 6.983 [6.476] Mio. € 6,7 [7,1] % KONZERNUMSATZ ROCE 445 [426] Mio. € 6,6 [6,0] Mrd. € OPERATIVES KONZERNERGEBNIS CAPITAL EMPLOYED 693 [634] Mio. € 843 [413] Mio. € CASHFLOW NETTOFINANZ-SCHULDEN 793 [493] Mio. € 18.515 INVESTITIONEN, davon MITARBEITER 361 [329] Mio. € INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN AUSBLICK 2018/19 6,8 bis 7,1 Mrd. € KONZERNUMSATZ erwartet 100 bis 200 Mio. € OPERATIVES KONZERNERGEBNIS erwartet Leichter Anstieg des CAPITAL EMPLOYED; Rückgang des ROCE Gut 100 PRODUKTIONSSTANDORTE in 32 Ländern ZUCKER 3.017 [2.776] Mio. € UMSATZ 139 [72] Mio. € OPERATIVES ERGEBNIS 3.299 [3.169] Mio. € CAPITAL EMPLOYED 4,2 [2,3] % ROCE EUROPÄISCHER MARKTFÜHRER 36,0 Mio. t RÜBENVERARBEITUNG 59 Mio. t ZUCKERERZEUGUNG (inkl. Rohzuckerraffination) 29 ZUCKERFABRIKEN 9 Deutschland 2 Belgien 4 Frankreich 5 Polen 2 Moldau 2 Österreich 1 Rumänien 1 Slowakei 2 Tschechien 1 Ungarn 2 RAFFINERIEN 1 Bosnien-Herzegowina 1 Rumänien SPEZIALITÄTEN 1.997 [1.819] Mio. UMSATZ 158 [184] Mio. OPERATIVES ERGEBNIS 2.055 [1.499] Mio. CAPITAL EMPLOYED 7,7 [12,2] % ROCE Funktionelle Inhaltsstoffe für Lebensmittel, Tiernahrung, Non-Food und Pharmazie Tiefgekühlte und gekühlte Pizza sowie tiefgekühlte Pastagerichte und Snacks Portionsartikel Stärke für den Food- und Non-Food-Bereich sowie Bioethanol 26 PRODUKTIONSSTANDORTE 6 Deutschland 2 Belgien 2 Großbritannien 1 Italien 2 Niederlande 4 Österreich 1 Rumänien 1 Spanien 1 Tschechien 1 Chile 5 USA CROPENERGIES 808 [726] Mio. € UMSATZ 72 [98] Mio. € OPERATIVES ERGEBNIS 452 [479] Mio. € CAPITAL EMPLOYED 15,9 [20,4] % ROCE Einer der führenden europäischen Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol, überwiegend für den Kraftstoffsektor PRODUKTIONSKAPAZITÄT PRO JAHR: 1,2 Mio. m3 BIOETHANOL Anlage zur Gewinnung von flüssigem Kohlendioxid in Lebensmittelqualität 4 PRODUKTIONS -STANDORTE 1 Deutschland 1 Belgien 1 Frankreich 1 Großbritannien FRUCHT 1.161 [1.155] Mio. € UMSATZ 76 [72] Mio. € OPERATIVES ERGEBNIS 844 [866] Mio. CAPITAL EMPLOYED 9,0 [8,3] % ROCE WELTMARKTFÜHRER bei Fruchtzubereitungen für internationale Lebensmittelkonzerne (z. B. Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie) und führender Produzent von Fruchtsaftkonzentraten in Europa 42 PRODUKTIONSSTANDORTE 2 Österreich 2 Deutschland 2 Frankreich 7 Polen 1 Rumänien 1 Russland 1 Serbien 1 Türkei 3 Ukraine 4 Ungarn 1 Ägypten 2 Argentinien 1 Australien 1 Brasilien 2 China 1 Fidschi 1 Indien 2 Marokko 1 Mexiko 1 Südafrika 1 Südkorea 4 USA KONZERNZAHLEN scroll 2017/18 2016/17 2015/16 2014/15 2013/14 Umsatz und Ergebnis Umsatzerlöse Mio. € 6.983 6.476 6.387 6.778 7.533 EBITDA Mio. € 758 709 518 453 889 EBITDA-Marge % 10,8 10,9 8,1 6,7 11,8 Operatives Ergebnis Mio. € 445 426 241 181 622 Operative Marge % 6,4 6,6 3,8 2,7 8,3 Jahresüberschuss Mio. € 318 312 181 74 387 Cashflow und Investitionen Cashflow Mio. € 693 634 480 389 697 Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 361 329 371 386 377 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 432 164 0 1 22 Investitionen gesamt Mio. € 793 493 371 387 399 Wertentwicklung Sachanlagen1 Mio. € 3.260 2.972 2.869 2.832 2.699 Goodwill Mio. € 1.390 1.191 1.145 1.145 1.145 Working Capital Mio. € 1.888 1.737 1.665 1.787 1.916 Capital Employed Mio. € 6.650 6.012 5.791 5.877 5.873 Return on Capital Employed % 6,7 7,1 4,2 3,1 10,6 Kapitalstruktur Bilanzsumme Mio. € 9.334 8.736 8.133 8.474 8.663 Eigenkapital Mio. € 5.024 4.888 4.473 4.461 4.625 Nettofinanzschulden Mio. € 843 413 555 593 536 Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 1,2 0,7 1,2 1,5 0,8 Eigenkapitalquote % 53,8 56,0 55,0 52,6 53,4 Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) % 16,8 8,4 12,4 13,3 11,6 Aktie Marktkapitalisierung Mio. € 3.014 4.921 3.834 2.782 4.114 Gesamtzahl der Aktien per 28./29. Februar Mio. Stück 204,2 204,2 204,2 204,2 204,2 Schlusskurs per 28./29. Februar € 14,76 24,10 13,88 13,63 20,15 Ergebnis je Aktie € 1,00 1,05 0,53 0,10 1,37 Dividende je Aktie2 € 0,45 0,45 0,30 0,25 0,50 Dividendenrendite per 28./29. Februar % 3,0 1,9 2,2 1,8 2,5 Mitarbeiter 18.515 16.908 16.486 17.231 18.186 TABELLE 001 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. 2 2017/18: Vorschlag. Umsatz nach Segmenten scroll Mio. € 2017/18 2016/17 + / - in % Zucker 3.017 2.776 8,6 Spezialitäten 1.997 1.819 9,8 CropEnergies 808 726 11,4 Frucht 1.161 1.155 0,5 Konzern 6.983 6.476 7,8 TABELLE 002 Operatives Ergebnis nach Segmenten scroll Mio. € 2017/18 2016/17 + / - in % Zucker 139 72 89,7 Spezialitäten 158 184 - 14,0 CropEnergies 72 98 - 26,5 Frucht 76 72 5,3 Konzern 445 426 4,2 TABELLE 003 Die Südzucker-Gruppe produziert eine Vielzahl von Lebensmitteln und Produkten, die in Lebensmitteln enthalten sind - deshalb beschäftigen wir uns mit dem Thema Ernährung und nehmen Stellung zu den gängigen Vorurteilen: Am Ende des ersten Kapitels finden Sie illustrierte Karten mit Informationen und Tipps rund um Zucker und Ernährung. AN UNSERE AKTIONÄRE BRIEF DES VORSTANDS MANNHEIM, 23. APRIL 2018 Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2017/18 liegt hinter uns, ein mindestens ebensolches hat begonnen. Da sind zum einen die beinahe auf allen Kanälen - Zeitung, Fernsehen, Social Media - zur täglichen Routine gewordenen Angriffe auf unser Produkt Zucker. Zum anderen erleben wir seit Oktober 2017 ein völlig verändertes Marktumfeld im Segment Zucker mit dramatisch gesunkenen Zuckerpreisen. In den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr lässt sich das auf den ersten Blick noch nicht erkennen: Der Konzernumsatz ist deutlich auf 7,0 (6,5) Mrd. € gestiegen, das operative Ergebnis liegt mit 445 (426) Mio. € ebenfalls über dem Vorjahr. Dieses Ergebnis nehmen wir als Grundlage, um - gemeinsam mit dem Aufsichtsrat - der Hauptversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 0,45 €/Aktie vorzuschlagen. Damit setzen wir unsere nachhaltige und an der langfristigen Unternehmensentwicklung orientierte Dividendenpolitik fort. Lassen Sie uns nun zum Segment Zucker kommen: Wir haben uns in den letzten Jahren gut vorbereitet auf den - wie wir meinen historischen - Umbruch im Zuckermarkt in Europa. Seit 1. Oktober 2017 gibt es keine Regelungen zu Rübenmindestpreisen und Produktionsquoten mehr, sodass wir nun ein gutes halbes Jahr unter den neuen Rahmenbedingungen agieren. Anstelle der Rübenmindestpreise ist nun ein flexibles Rübenkontrahierungs- und -bezahlungssystem getreten, das wir gemeinsam mit den Rübenanbauern entwickelt haben und das von Beginn an auf eine große Akzeptanz stieß. So wurde die Rübenanbaufläche für die Kampagne 2017 gruppenweit im Vergleich zum Vorjahr um rund 16 % erhöht - Voraussetzung für unser Ziel, die Zuckerfabriken besser auszulasten und damit die Fixkosten je Tonne Zucker zu senken. Dies haben wir mit durchschnittlich 133 (107) Kampagnetagen und einer Rekordzuckererzeugung aus Rüben von 5,7 (4,4) Mio. t mehr als erreicht. Um diese gegenüber dem Vorjahr um nahezu 30 % gestiegene Zuckermenge vom Acker bis zum Kunden zu bewältigen, waren besondere Anstrengungen in der ganzen Kette vom Rübenanbau über die Bereiche Produktion und Verkauf bis hin zur Logistik nötig. Mit Stolz können wir sagen, dass sich die Leistungsfähigkeit unserer Rüben-anbauer und Mitarbeiter wieder einmal auf beeindruckende Weise bestätigt hat. Mit dem Ende der Produktionsquoten stehen uns wieder Exportmöglichkeiten offen, die es zu nutzen gilt. Als interessante Märkte haben wir dafür unter anderem den Mittleren und Nahen Osten, Nord- und Westafrika, Osteuropa und Zentralasien identifiziert. Auch der Ferne Osten stellt immer eine Gelegenheit dar. Unsere für diese Märkte multinational aufgestellte Verkaufsorganisation Global Markets hat ihre erste Bewährungsprobe bestanden und die Exporte deutlich gesteigert. Zudem haben angemietete Silolagerkapazitäten in den europäischen Häfen, zusätzliche Läger für verpackte Ware sowie die Anmietung von speziell für Südzucker hergestellten Ganzzügen das Mengenmanagement ergänzt. Seit Mitte September 2017 bis Ende Januar 2018 sind in die verschiedenen Seehafenterminals in Frankreich, Belgien, Deutschland und Polen große Mengen loser Zucker per Bahn transportiert worden. Der Großteil der Menge kam dabei aus belgischen und deutschen Zuckerfabriken. Die in der zurückliegenden Kampagne gesammelten Erfahrungen helfen nun zur Vorbereitung für die nächste Kampagne, für die wir erfreulicherweise eine Rübenmenge auf dem Niveau von 2017 kontrahieren konnten. Ein weiteres Augenmerk liegt darauf, Transportkapazitäten für den erzeugten Zucker frühzeitig zu sichern und die Flexibilität bei der Beladung zu steigern. Wie zu erwarten war, haben in Europa auch alle anderen Zuckererzeuger die Produktion ausgeweitet. Aber vor allem andere Regionen weltweit - allen voran Indien - konnten zumeist witterungsbedingt die Produktionsmengen erhöhen. So ist es auf dem Weltmarkt nach zwei Jahren Bestandsabbau wieder zu einem Bestandsaufbau an Zucker gekommen, da aktuell mehr Zucker produziert als verbraucht wird. Diese zusätzlichen Mengen wirken negativ auf das Preisniveau auf dem Weltmarkt und in Europa. Trotzdem sehen wir die neuen Rahmenbedingungen als Chance und vor allem als Möglichkeit, für unsere Kunden weltweit ein verlässlicher Partner zu sein. Gleichzeitig arbeiten wir daran, unsere Marktposition in Europa zu festigen. In Zahlen ausgedrückt, haben wir den Umsatz im Segment Zucker auf 3.017 (2.776) Mio. € gesteigert und das operative Ergebnis auf 139 (72) Mio. € nahezu verdoppelt. Der angesprochene Verfall des Zuckerpreises wirkte sich erst ab Beginn der zweiten Geschäftsjahreshälfte 2017/18 aus und wird vor allem das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr stark belasten. Unser Produkt Zucker ist in der öffentlichen Wahrnehmung mittlerweile zu einem Sündenbock für nahezu alle gesundheitlichen Probleme geworden. Unsere Botschaft ist, dass Übergewicht oder Zivilisationskrankheiten nicht durch eine einzelne Lebensmittelzutat wie Zucker entstehen, sondern durch eine Ernährung, bei der mehr Kalorien zugeführt werden, als der Körper verbraucht. Warum sich immer mehr Menschen in modernen Gesellschaften genau mit dieser Balance schwertun, hat eine Reihe von Ursachen. Deshalb müssen Ansätze, die darauf abzielen, eine einzelne Lebensmittelzutat für die Entstehung von Übergewicht verantwortlich zu machen, scheitern. Ampelkennzeichnungen, Zuckersteuern oder Ähnliches bringen nicht den gewünschten Erfolg. Mit den weiter hinten in diesem Bericht eingefügten Karten widerlegen wir auf unterhaltsame Weise gängige Vorurteile rund um die Themen Zucker und Ernährung. Die Entwicklung im Segment Spezialitäten war geprägt von den Akquisitionen der Freiberger-Gruppe. Zum einen kann Freiberger mit der Übernahme der HASA GmbH in Burg/Sachsen-Anhalt im weiterhin wachsenden Markt für Steinofenpizzen eine stärkere Position in Europa einnehmen. Zum anderen ist mit dem Erwerb des US-amerikanischen Unternehmens Richelieu Foods Inc., des dortigen Marktführers im Pizza-Eigenmarkengeschäft mit fünf Produktionsstandorten, der Einstieg in den US-amerikanischen Markt gelungen. Dort ist der Eigenmarkenanteil im Vergleich zu Europa noch sehr gering und bietet Wachstumschancen. Höhere Rohstoffpreise in allen Divisionen des Segments haben erwartungsgemäß dazu geführt, dass das operative Ergebnis trotz eines höheren Umsatzes von 1.997 (1.819) Mio. € gegenüber dem starken Vorjahr auf 158 (184) Mio. € zurückgegangen ist. Gestiegene Rohstoffpreise machten sich auch im Segment CropEnergies deutlich bemerkbar. In Verbindung mit sinkenden Ethanolpreisen in der zweiten Geschäftsjahreshälfte führten sie zu einem deutlich niedrigeren operativen Ergebnis von 72 (98) Mio. €. Erfreulich ist, dass alle Anlagen stabil gelaufen sind, die Produktions- und Absatzmengen gesteigert wurden und damit ein deutlich höherer Umsatz von 808 (726) Mio. € erzielt wurde. Das Segment Frucht ist weiter gewachsen und expandierte erfolgreich in Indien und China. Gleichzeitig trägt die Strategie zur Gewinnung von weiteren Marktanteilen im wahrsten Sinne des Wortes Früchte. Insgesamt konnte so bei einem leicht höheren Umsatz von 1.161 (1.155) Mio. € ein operatives Ergebnis von 76 (72) Mio. € erzielt werden. Es hätte noch besser sein können, allerdings hat eine historisch schlechte Apfelernte in Europa mit entsprechend hohen Preisen dazu geführt, dass wir die Kapazitäten in den europäischen Fruchtsaftwerken bei Weitem nicht auslasten konnten. Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, lassen Sie uns nach dieser kurzen Rückschau einen Blick auf das jetzt laufende Geschäftsjahr 2018/19 werfen. Die Entwicklungen im Segment Zucker seit Oktober 2017 lassen bereits ahnen, dass das Geschäftsjahr 2018/19 für diesen Bereich ein schwieriges wird. Die Zuckererzeugung ist weltweit stärker gestiegen als der Verbrauch, der Euro-Dollar-Wechselkurs ist für uns sehr ungünstig und die Zuckerpreise auf dem Weltmarkt und in Europa kennen momentan nur eine Richtung: nach unten. In diesem Zuge ist der EU-Zuckerpreis zu Beginn des Kalenderjahres 2018 auf ein historisches Tief abgerutscht. Wir sind jedoch der Auffassung, dass bei dem aktuellen Niveau der Weltmarktpreisnotierung viele Produzenten nicht profitabel sein können, sodass Mengen- und Preisanpassungen nur eine Frage der Zeit sind, zumal die globale Nachfrage nach Zucker jährlich wächst. Auch wenn dieser dramatische Preisverfall nicht absehbar war, ist die grundsätzliche Entwicklung für uns nicht überraschend. So haben wir bereits seit 2013, als der EU-Beschluss über den Wegfall des EU-Zuckerquotensystems feststand, kommuniziert, dass uns ab Oktober 2017 eine Übergangsphase von mindestens zwei Jahren bevorsteht. Dementsprechend setzen wir unsere Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter fort. Ein wichtiger Erfolgsbaustein für unseren Konzern sind die zukunftsträchtigen Investitionen in Kapazitätserweiterungen, Anlagenneubauten und Logistikprojekte. Zu nennen wären hier beispielsweise die Erweiterung der Bioethanolanlage in Zeitz, der Bau eines zweiten Fruchtzubereitungswerks in China und der Ausbau der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf. Unsere Strategie der Diversifizierung wird sich auszahlen: In den Segmenten Spezialitäten und Frucht rechnen wir mit steigenden Ergebnissen, die zwar die Rückgänge bei Zucker und CropEnergies nicht ausgleichen, aber zumindest abmildern können. So wird sich das Konzernergebnis voraussichtlich zwischen 100 und 200 Mio. € bewegen - wie in den Vorjahren begleiten uns hier starke Schwankungen auf den Zucker- und Ethanolmärkten. Der Kursverlauf der Südzucker-Aktie spiegelt diese Erwartungen und Prognosen wider. Der rückläufige Aktienkurs hatte auch Einfluss auf die Marktkapitalisierung und damit auf die Zugehörigkeit zum MDAX(r). Auch wenn eine Indexzugehörigkeit keine unmittelbare Auswirkung auf unser operatives Geschäft hat, bedauern wir den Abstieg der Südzucker-Aktie aus dem MDAX(r) in den SDAX(r) im März dieses Jahres. Wichtig bleibt, dass Südzucker weiterhin über eine hohe Reputation und einen guten Zugang zum Kapitalmarkt verfügt. Dies gilt sowohl auf der Eigenkapital- als auch auf der Fremdkapitalseite. Das Vertrauen des Kapitalmarkts in die künftige Unternehmensentwicklung sehen wir auch durch die erfolgreiche Platzierung einer 500-Mio.-€-Anleihe im Herbst 2017, für die wir nur 1 % Zinsen p. a. zahlen, bestätigt. Um das Unternehmen durch diese schwierigen Zeiten zu steuern, brauchen wir mehr denn je engagierte und motivierte Mitarbeiter, die gemeinsam mit uns die Herausforderungen annehmen. Die im vergangenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit wissen wir sehr zu schätzen und sprechen an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseren Dank aus. Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, so wie wir in der bevorstehenden schwierigen Unternehmensphase auf unsere engagierten Mitarbeiter bauen, so vertrauen wir auch auf Ihre Loyalität. Für Ihre Verbundenheit bedanken wir uns. Mit freundlichen Grüßen Südzucker AG Vorstand DR. WOLFGANG HEER, VORSITZENDER DR. THOMAS KIRCHBERG THOMAS KÖLBL JOHANN MARIHART VORSTAND * Eine Aufstellung mit den Mandaten findet sich auf Seite 184. DR. WOLFGANG HEER LUDWIGSHAFEN AM RHEIN VORSITZENDER Erstbestellung: 1. März 2008 Vorsitzender seit 20. November 2012 Bestellt bis: 28. Februar 2021 Jahrgang 1956. Ab 1978 Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Universität Karlsruhe. 1987 Beginn der Tätigkeit bei der Süddeutschen Zucker-Aktiengesellschaft in der Hauptverwaltung Mannheim. 1991 Bestellung zum Gründungsmitglied der Geschäftsführung der Südzucker GmbH, Zeitz. 1995 Leiter der Zentralabteilung Betriebswirtschaft der Südzucker AG. Ab 1997 Vorsitzender der Geschäftsführung der Freiberger Lebensmittel GmbH in Berlin. Von 2009 bis 2012 Sprecher und seit 2012 Vorsitzender des Vorstands der Südzucker AG. RESSORTS ― Verkauf ― Strategie ― Öffentlichkeitsarbeit ― Compliance ― Personal ― Organisation / IT ― Revision ― Qualitätsmanagement ― Convenience Food / Functional Food DR. THOMAS KIRCHBERG OCHSENFURT Erstbestellung: 1. September 2007 Bestellt bis: 31. August 2022 Jahrgang 1960. Studium der Landwirtschaft in Göttingen. 1989 Eintritt in die Südzucker AG in Ochsenfurt. Im Jahr 1991 Ernennung zum kommissarischen und 1995 zum Leiter der Gebietsdirektion Mitte. Ab 1997 Geschäftsführer der Südzucker International, ein Jahr später ebenfalls für Moldau zuständig. 2004 Ernennung zum Vorstandssprecher der Südzucker Polska. Seit September 2007 Mitglied des Vorstands der Südzucker AG. RESSORTS ― Agrarrohstoffe ― Produktion ― Forschung und Entwicklung ― Co-Produkte ― Landwirtschaftliche Betriebe THOMAS KÖLBL SPEYER Erstbestellung: 1. Juni 2004 Bestellt bis: 31. Mai 2019 Jahrgang 1962. Berufsausbildung zum Industriekaufmann, anschließend Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Beginn der Südzucker-Laufbahn im Jahr 1990. Vor der Bestellung zum Vorstand im Jahr 2004 als Direktor für die Zentralabteilung strategische Unternehmensplanung, Konzernentwicklung und Beteiligungen zuständig. Seit 2005 Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG. RESSORTS ― Finanzen / Rechnungswesen ― Controlling ― Investor Relations ― Recht ― Steuern ― Einkauf ― Liegenschaften / Versicherungen ― Bioethanol (CropEnergies) JOHANN MARIHART LIMBERG / ÖSTERREICH Erstbestellung: 31. Januar 1994 Bestellt bis: 31. Januar 2019 Jahrgang 1950. Studium der technischen Chemie an der Technischen Universität in Wien, Fachrichtung Biotechnologie und Lebensmittelchemie. Nach dem beruflichen Start in einem Pharmaunternehmen Beginn der AGRANA-Laufbahn ab 1976 in der Stärkefabrik Gmünd. Seit 1988 Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG, seit 1992 deren Vorstandsvorsitzender. Seit 1994 im Vorstand der Südzucker AG und hier verantwortlich für die Ressorts innerhalb der AGRANA-Gruppe. RESSORTS ― Zucker (AGRANA) ― Stärke (AGRANA) ― Frucht AUFSICHTSRAT DR. HANS-JÖRG GEBHARD Vorsitzender Eppingen Vorstandsvorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. FRANZ-JOSEF MÖLLENBERG 1.stv. Vorsitzender Rellingen Ehem. Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ERWIN HAMESEDER 2.stv. Vorsitzender Mühldorf / Österreich Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. THOMAS BERNHARD Wunstorf Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten DR. MELANIE FRERICHS Hamburg Referatsleiterin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten HELMUT FRIEDL Egling a. d. Paar Vorstandsvorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V. ULRICH GRUBER Plattling Betriebsratsvorsitzender Werk Plattling VERONIKA HASLINGER Wien / Österreich Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. RALF HENTZSCHEL Panschwitz-Kuckau Vorsitzender des Präsidiums des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e. V. GEORG KOCH Wabern Vorstandsvorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e. V. SUSANNE KUNSCHERT Stuttgart Geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG JULIA MERKEL Wiesbaden Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG ANGELA NGUYEN Biederitz Stv. Betriebsratsvorsitzende Freiberger Osterweddingen GmbH & Co. KG ULRIKE RÖSCH Bellheim Stv. Betriebsratsvorsitzende Hauptverwaltung Mannheim Südzucker AG JOACHIM RUKWIED Eberstadt Präsident des Deutschen Bauernverbandes e. V. NADINE SEIDEMANN Donauwörth Mitglied des Betriebsrats Werk Rain Südzucker AG DR. STEFAN STRENG Uffenheim Vorsitzender des Vorstands des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e. V. FRANZ-RUDOLF VOGEL Worms Gesamtbetriebsratsvorsitzender Südzucker AG WOLFGANG VOGL Bernried Leiter der Werke Plattling und Rain Südzucker AG ROLF WIEDERHOLD* Wabern Betriebsratsvorsitzender Werk Wabern Südzucker AG * Eine Aufstellung mit den Mandaten findet sich ab Seite 182. ** Arbeitnehmervertreter. *** Herr Ulrich Gruber ist als Arbeitnehmervertreter am 1. Mai 2018 Herrn Günter Link, Betriebsratsvorsitzender des Werks Ochsenfurt der Südzucker AG, der in den Ruhestand getreten ist, nachgefolgt. BERICHT DES AUFSICHTSRATS Sehr geehrte Damen und Herren, viele von Ihnen kennen und begleiten "Ihre" Südzucker seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. In dieser Zeit gab es immer wieder einschneidende Veränderungen - im vergangenen Jahr waren es der Wegfall der Rübenmindestpreise und Zuckerproduktionsquoten. Um auf diese neue Situation im Kerngeschäft Zucker vorbereitet zu sein, hat Südzucker ihre Marktposition und ihre Wettbewerbsfähigkeit gestärkt - sowohl auf dem europäischen Markt als auch international. Diesen bereits seit einigen Jahren laufenden Prozess hat der Aufsichtsrat begleitet, ebenso wie weitere Bestrebungen sowohl organisch als auch durch gezielte Akquisitionen in Europa, aber auch global zu wachsen. Aktuelle Beispiele hierfür sind Kapazitätserweiterungen in verschiedenen Geschäftsfeldern sowie Zukäufe in der Division Freiberger und im Segment Frucht. Veränderungen gab es auch im Aufsichtsrat: Neu im Aufsichtsrat sind zwei Aktionärsvertreter und fünf Vertreter der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaft. Damit können wir auf eine bewährte Mischung aus Kontinuität und neuer Expertise bauen. Vor dem Hintergrund aller geschilderten Veränderungen konnten die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand auch im Geschäftsjahr 2017/18 fortgesetzt werden und gerade in dieser Phase der Unternehmensentwicklung wichtige strategische Entscheidungen nach ausführlicher Diskussion getroffen und umgesetzt werden. Dabei sind wir den Aufgaben nachgekommen, für die wir nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich sind: den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten. Bei allen die Südzucker-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Er wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Südzucker-Gruppe - einschließlich der Risikolage - sowie über Risikomanagement und Compliance unterrichtet. Der Vorstand berichtete in allen Sitzungen des Aufsichtsrats über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats über die aktuelle Entwicklung und alle bedeutenden Geschäftsvorgänge. Gegenstand dieser Berichte waren im Wesentlichen die Lage und Entwicklung des Unternehmens, die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung - jeweils bezogen auf die Südzucker AG und die Südzucker-Gruppe. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsratsvorsitzende an Vorstandssitzungen teil und wurde vom Vorstandsvorsitzenden in zahlreichen Arbeitsgesprächen laufend über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informiert. Aufsichtsratssitzungen und Beschlussfassungen Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2017/18 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in fünf ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung. Außerdem fanden drei Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im schriftlichen Verfahren statt. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat - jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung in der Sitzung - zugestimmt. Am 2. Mai 2017 genehmigte der Aufsichtsrat den Erwerb des deutschen Tiefkühlpizzaherstellers HASA GmbH durch Freiberger und einen Grundstückskauf im schriftlichen Verfahren. Gegenstand der Bilanzsitzung am 17. Mai 2017 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses der Südzucker AG sowie des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2017. Der Abschlussprüfer berichtete über die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen sowie den Bericht des Aufsichtsrats beschlossen. Der Aufsichtsrat bereitete weiter die ordentliche Hauptversammlung 2017 vor und verabschiedete die Tagesordnung sowie die Beschlussvorschläge. Er befasste sich, gestützt auf die Empfehlung des Prüfungsausschusses, mit dem Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers und insbesondere mit den Kandidatenvorschlägen für die Wahl der Aktionärsvertreter in den Aufsichtsrat; hierzu stellte sich ein Kandidat vor. Turnusmäßig wurde das Thema Compliance behandelt. Außerdem legte der Aufsichtsrat Ziele für die Geschlechterquote im Vorstand fest. Er genehmigte Nachträge zu Investitionen sowie Beteiligungsvorhaben, Finanzierungsvorhaben und Grundstückskäufe. Weiter wurde die Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Heer um weitere drei Jahre verlängert. Am 9. Juni 2017 genehmigte der Aufsichtsrat ein AGRANA-Beteiligungsvorhaben im schriftlichen Verfahren. In der Sitzung am 19. Juli 2017 - am Tag vor der Hauptversammlung - genehmigte der Aufsichtsrat den Investitionsplan 2018/19, das Langfristinvestitionsprogramm und Investitionsnachträge. Der Finanzvorstand stellte die Mittelfristplanung vor. Der Aufsichtsrat genehmigte außerdem ein Beteiligungsvorhaben. In der Sitzung am 20. Juli 2017 - im Anschluss an die Hauptversammlung - konstituierte sich der neu gewählte Aufsichtsrat. Es wurden der Vorsitzende des Aufsichtsrats und seine zwei Stellvertreter wiedergewählt sowie die Ausschüsse des Aufsichtsrats besetzt. In der außerordentlichen Sitzung am 23. Oktober 2017 wurden der Erwerb des US-Pizzaherstellers Richelieu Foods Inc. durch Freiberger sowie ein weiteres Beteiligungsvorhaben behandelt und genehmigt. In der Sitzung am 16. November 2017 stellte der Finanzvorstand die aktualisierte Ergebnishochrechnung 2017/18 vor. Wie stets in der November-Sitzung behandelte der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig das Thema Corporate Governance. Er führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch. Der Aufsichtsrat benannte konkrete Ziele für seine Zusammensetzung und erarbeitete ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium. Es wurde die Entsprechenserklärung 2017 beschlossen. Der Aufsichtsrat genehmigte außerdem ein Finanzierungsvorhaben, Investitionsnachträge und einen Grundstücksverkauf. In der Sitzung am 31. Januar 2018 wurde die aktuelle Ergebnishochrechnung 2017/18 präsentiert. Der Aufsichtsrat genehmigte Investitionsnachträge, ein Finanzierungsvorhaben und einen Grundstückskauf. Er beauftragte den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung mit begrenzter Sicherheit für das Geschäftsjahr 2017/18. Am 22. Februar 2018 genehmigte der Aufsichtsrat zwei AGRANA-Beteiligungsvorhaben im schriftlichen Verfahren. In den Sitzungen am 17. Mai 2017 und am 31. Januar 2018 fehlte jeweils ein Mitglied, in der außerordentlichen Sitzung am 23. Oktober 2017 und in der Sitzung am 16. November 2017 fehlten jeweils zwei Mitglieder des Aufsichtsrats -stets entschuldigt. Die fehlenden Mitglieder nahmen aber mittels schriftlicher Stimmabgabe an den Beschlussfassungen teil. Ansonsten waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich bei den Sitzungen anwesend. Kein Mitglied des Aufsichtsrats nahm nur an der Hälfte oder an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse teil. Ausschüsse des Aufsichtsrats Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse (Präsidium, Vermittlungsausschuss, Prüfungsausschuss, Landwirtschaftlicher Ausschuss und Sozialausschuss) gebildet, die sich jeweils paritätisch aus Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzen. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats. Das Präsidium des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2017/18 viermal im Vorfeld der Aufsichtsratssitzungen am 17. Mai 2017, am 19. Juli 2017, am 16. November 2017 und am 31. Januar 2018. Es ging jeweils um strategische Themen und die Personalplanung für Aufsichtsrat bzw. Vorstand. Der Prüfungsausschuss kam im vergangenen Geschäftsjahr fünfmal - in drei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen -zusammen. In seiner Sitzung am 9. Mai 2017 befasste er sich in Gegenwart des Abschlussprüfers mit dem Jahresabschluss der Südzucker AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers, prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit und hat dem Aufsichtsrat die Bestellung von PwC zum Abschlussprüfer empfohlen. Er befasste sich außerdem mit dem Thema Compliance. In der Sitzung am 20. Juli 2017 - im Anschluss an die Hauptversammlung - erörterte der Prüfungsausschuss das Angebot des Abschlussprüfers für den Prüfungsauftrag und erteilte den Prüfungsauftrag. In der Sitzung am 10. Oktober 2017 befasste er sich, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Halbjahresberichts. Man befasste sich auch mit neuen IFRS-Bilanzierungsstandards, der nichtfinanziellen Erklärung und Neuerungen im Umfeld der Abschlussprüfung. In den Telefonkonferenzen am 11. Juli 2017 und am 9. Januar 2018 erörterte der Prüfungsausschuss den Quartalsbericht Q1 bzw. die Quartalsmitteilung Q3 2017/18 mit dem Vorstand. In der Telefonkonferenz am 9. Januar 2018 gab der Prüfungsausschuss auch seine Empfehlung an den Aufsichtsrat bezüglich Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung durch den Abschlussprüfer ab. In der Telefonkonferenz am 11. Juli 2017 fehlte ein Mitglied entschuldigt. Ansonsten waren bei den Sitzungen und Telefonkonferenzen alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet. Der Landwirtschaftliche Ausschuss tagte am 31. Januar 2018. Es wurde aus dem Geschäftsbereich Landwirtschaft, über den Versuchsbetrieb Kirschgartshausen und aktuelle agrarpolitische Themen berichtet und diskutiert. Über die Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung. Der Vermittlungsausschuss musste auch im Geschäftsjahr 2017/18 nicht einberufen werden. Ebenso hat der Sozialausschuss nicht getagt. Effizienzprüfung des Aufsichtsrats Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebogen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 16. November 2017. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Compliance Am 9. Januar 2018 fand das turnusmäßige Fraud-Gespräch zwischen Vorstand, Abschlussprüfer und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie des Prüfungsausschusses statt. Es wurde dort über die Einschätzung von Geschäftsrisiken und Maßnahmen zur Begrenzung des Fraud-Risikos informiert und anschließend diskutiert. Corporate Governance Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei Südzucker einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der - von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen -Entsprechenserklärung 2017 finden Sie im Corporate-Governance-Bericht. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ Corporate-Governance/ zur Verfügung. Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und fristgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Südzucker-Gruppe; auch hierüber hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich informieren lassen. Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder sowie keinem der Mitglieder des Vorstands ein Interessenkonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte -mitgeteilt worden. Jahresabschluss Der von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte Abschlussprüfer PwC hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2017/18, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2017/18 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. PwC prüft seit dem Geschäftsjahr 2003/04 den Konzern- und Einzelabschluss. Der für die Südzucker AG verantwortliche Wirtschaftsprüfer bei PwC ist seit dem Geschäftsjahr 2016/17 Michael Conrad. Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, dass die SZVG aus Eigen- und Fremdbesitz über 50 % der Stimmrechte an der Südzucker AG hält, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung nicht unangemessen hoch war und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 8. Mai 2018 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 16. Mai 2018 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Abschlussprüfung sowie der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung (Prüfung mit begrenzter Sicherheit). Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Südzucker AG und den Konzernabschluss der Südzucker-Gruppe in seiner Sitzung am 16. Mai 2018; der Jahresabschluss der Südzucker AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands vom 26. März 2018 zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,45 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. Personalia Im Vorstand gab es im Berichtszeitraum keine Veränderungen. Im Aufsichtsrat gab es folgende Veränderungen: Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder endete mit Beendigung der Hauptversammlung am 20. Juli 2017. Die Amtszeit des neuen Aufsichtsrats, also der am 6. April 2017 von der Belegschaft gewählten Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertreter sowie der von der Hauptversammlung am 20. Juli 2017 gewählten Aktionärsvertreter, läuft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2021/22 beschließt, also bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2022. Auf Aktionärsseite gab es zwei Wechsel: Die Herren Dr. Jochen Fenner und Wolfgang Kirsch sind mit Beendigung der Hauptversammlung am 20. Juli 2017 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Frau Julia Merkel aus Wiesbaden, Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG, und Herr Dr. Stefan Streng aus Uffenheim, selbstständiger Landwirt und Saatzuchtunternehmer, wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt. Auf der Arbeitnehmerseite gab es vier Wechsel: Frau Petra Schwalbe und die Herren Yüksel Gediagac, Bernd Maiweg und Ronny Schreiber sind mit Beendigung der Hauptversammlung am 20. Juli 2017 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Frau Dr. Melanie Frerichs aus Hamburg, Referatsleiterin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Frau Angela Nguyen aus Biederitz, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Freiberger Osterweddingen GmbH & Co. KG, Frau Ulrike Rösch aus Bellheim, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Südzucker-Hauptverwaltung Mannheim und Herr Thomas Bernhard aus Wunstorf, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt. Am 1. Mai 2018 ist Herr Günter Link, Betriebsratsvorsitzender des Werks Ochsenfurt der Südzucker AG, in den Ruhestand getreten und damit aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Sein Nachfolger ist Herr Ulrich Gruber, Betriebsratsvorsitzender des Werks Plattling der Südzucker AG, der bei der Wahl der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat am 6. April 2017 als Ersatzkandidat für Herrn Link gewählt wurde. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern Frau Schwalbe und den Herren Dr. Fenner, Gediagac, Kirsch, Link, Maiweg und Schreiber herzlich für ihren langjährigen Einsatz zum Wohle des Unternehmens. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am 20. Juli 2017 wurde Herr Dr. Hans-Jörg Gebhard zum Vorsitzenden und wurden die Herren Franz-Josef Möllenberg und Erwin Hameseder zu stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Gemeinsam mit dem Vorstand gedenkt der Aufsichtsrat aller im Berichtsjahr verstorbenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehemaligen Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Aufsichtsratsmitglieder der Südzucker-Gruppe. Dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Südzucker AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus. Mannheim, 16. Mai 2018 Für den Aufsichtsrat DR. HANS-JÖRG GEBHARD, VORSITZENDER SÜDZUCKER-AKTIE UND KAPITALMARKT Kapitalmarktumfeld Das anhaltend dynamische Wirtschaftswachstum in der EU und die verbesserte Weltkonjunktur bildeten eine stabile Grundlage für steigende Unternehmensgewinne und damit für einen Börsenaufschwung. Durch den Wahlausgang in Frankreich erhielten Wirtschaft und Aktienmärkte in Europa nachhaltige positive Impulse. Im Gegensatz sorgten die schleppend verlaufenden Brexit-Verhandlungen für Unsicherheit. Die Unternehmensstimmung in Deutschland erreichte im November 2017 - gemessen am ifo-Geschäftsklimaindex -angesichts der weiterhin guten konjunkturellen Lage ein Rekordhoch; die Wachstumsprognosen in Deutschland wurden angehoben. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte das Kaufprogramm für Unternehmensanleihen im Investment-Grade-Rating-Bereich fort. Aktien- und Anleihemärkte wurden weiterhin massiv mit Liquidität versorgt. Infolgedessen erreichten Kapitalmarktrenditen und Risikoaufschläge von Unternehmensanleihen Rekord-Tiefstände. Die Gewinnschätzungen für amerikanische Unternehmen wurden angehoben, der Dow-Jones-Index setzte Rekordmarken. Auslöser waren unter anderem hohe Investitionen im Vorfeld der groß angelegten Steuerreform, die im Dezember 2017 verabschiedet wurde. Als zum Jahresauftakt 2018 eine Regierungsbildung absehbar war, verzeichneten DAX(r) und MDAX(r) Indexrekorde. Spekulationen über eine geldpolitische Wende der EZB ließen die zehnjährigen Bund-Renditen Anfang Februar 2018 auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 0,77 % ansteigen. Anschließend kam es zu einem Kurseinbruch, ausgelöst durch Inflationsängste sowie die Ankündigung von Strafzöllen in den USA. Kennzahlen der Südzucker-Aktie scroll 2017/18 2016/17 Marktkapitalisierung1 Mio. € 3.014 4.921 Streubesitz-Marktkapitalisierung1 Mio. € 1.025 1.673 Ausgegebene Stückaktien à 1 €1 Mio. Stück 204,2 204,2 Xetra(r) -Schlusskurs1 € 14,76 24,10 Höchstkurs (Xetra(r) ) € 24,27 25,45 Tiefstkurs (Xetra(r) ) € 14,73 13,57 Durchschnittliches Handelsvolumen / Tag2 Tsd. Stück 1.222 777 Börsenumsatz kumuliert Mio. € 5.575 4.119 MDAX(r) -Schlusskurs1 Punkte 26.275 23.366 Performance Südzucker-Aktie (1. März bis 28. Februar)3 % - 37,2 76,1 Performance MDAX(r) (1. März bis 28. Februar) % 12,5 20,3 Dividende4 €/Aktie 0,45 0,45 Dividendenrendite % 3,0 1,9 Ergebnis je Aktie € 1,00 1,05 1 Bilanzstichtag. 2 Gesamter Tagesumsatz an allen dt. Börsen, an denen die Aktie zum Handel zugelassen ist. 3 Südzucker-Total-Return-Index, d. h. Berücksichtigung von Kursentwicklung und Dividendenausschüttung. 4 2017/18: Vorschlag. TABELLE 004 Südzucker-Aktie Die Südzucker-Aktie reagierte nach einer deutlichen Outperformance im Vorjahr auf die starken Preisvolatilitäten infolge der Liberalisierung des EU-Zuckermarkts am 1. Oktober 2017. Bei einem Schlusskurs von 14,76 € am 28. Februar 2018 war ein Kursrückgang von 37 % im Betrachtungszeitraum zu verzeichnen. Der MDAX(r) stieg um 12 % auf 26.275 Punkte. Kursentwicklung der Südzucker-Aktie * Die Prognose bezieht sich jeweils auf das erwartete operative Konzernergebnis im genannten Geschäftsjahr. GRAFIK 001 Anleihen der Südzucker AG scroll Anleihe Coupon Volumen ISIN Börsenzulassung Hybrid-Anleihe 2005 Perpetual NC10 1 Variabel 700 Mio. € XS0222524372 Luxemburg (regulierter Markt) Anleihe 2011/2018 4,125 % 400 Mio. € XS0606202454 Luxemburg (regulierter Markt) Anleihe 2016/2023 1,250 % 300 Mio. € XS1524573752 Luxemburg (regulierter Markt) Anleihe 2017/2025 1,000 % 500 Mio. € XS1724873275 Luxemburg (regulierter Markt) 1 Kündigungsrecht seitens Südzucker erstmals zum 30. Juni 2015. Nach § 6 Abs. 5 und 6 der Anleihebedingungen bedingt die Kündigung die vorherige Emission vergleichbaren Eigenkapitals (Hybridkapital oder Aktien) innerhalb von zwölf Monaten vor Wirksamwerden der Kündigung. TABELLE 005 Die Veränderung der Rahmenbedingungen im Zuckermarkt wurde von Vorstand und Investor Relations an zahlreichen Finanzplätzen Europas und der USA erläutert. Wichtige Informationen veröffentlicht Südzucker transparent und zeitnah auf ihrer Webseite. Am 5. März 2018 beschloss die Deutsche Börse Veränderungen in ihren Aktienindizes. Danach schied das MDAX(r) -Gründungsmitglied Südzucker mit Wirkung zum 19. März 2018 aufgrund der vergleichsweise geringen Marktkapitalisierung aus dem MDAX(r) aus und wurde in den SDAX(r) aufgenommen. Der SDAX(r) umfasst die 50 größten und meistgehandelten Unternehmen unterhalb des MDAX(r) . Aktionärsstruktur unverändert stabil Die Südzucker AG verfügt unverändert über zwei langfristig orientierte Großaktionäre. Der Anteilsbesitz der SZVG aus Eigen- und Fremdbesitz lag zum 28. Februar 2018 bei 56,5 %. Die Zucker Invest GmbH, der zweite Großaktionär, der die österreichischen Anteilseigner der Raiffeisengruppe repräsentiert, hielt einen Anteilsbesitz von 10,3 %. Der Streubesitz von 33,2 % verteilte sich auf Privatanleger sowie Investmentfonds, Pensionskassen und Versicherungen in Europa und Kursentwicklung der Südzucker-Aktie im Vergleich zu DAX(r) und MDAX(r) GRAFIK 002 Börsendaten der Südzucker-Aktie scroll ISIN DE 000 729 700 4 WKN 729 700 Handelsplätze Xetra(r) , Frankfurt, Stuttgart, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Hannover (Freiverkehr) Börsenkürzel SZU Tickersymbol Reuters SZUG.DE (Xetra(r) ), SZUG.F (Frankfurt) Tickersymbol Bloomberg SZU GY (Xetra(r) ) TABELLE 006 Nordamerika. Der US-amerikanische Vermögensverwalter BlackRock meldete zuletzt am 24. Januar 2018 einen Stimmrechtsanteil von knapp unter 5,0 % (Aktien und Finanzinstrumente). Investment-Grade-Ratings bestätigt Südzucker verfolgt die klare Strategie, das Investment-Grade-Rating zu bestätigen. Die konservative Finanzpolitik ist auf die Sicherung starker Bilanz- und Cashflow-Kennzahlen ausgerichtet. Seit 1991 beauftragt Südzucker die Ratingagentur Moody's mit der Bewertung und Veröffentlichung des Unternehmenskreditprofils. Seit 2003 bewertet zusätzlich Standard & Poor's (S&P) die Bonität des Konzerns und der Anleihen. Südzucker erhielt stets ein Investment-Grade-Rating, was dem Unternehmen eine hohe Kreditwürdigkeit sowie nachhaltige Cashflow- und Ertragskraft bescheinigt. Moody's bestätigte am 2. Juni 2017 das Unternehmens- und Anleihe-Rating von Baa2 und den stabilen Ausblick. Am 5. April 2018 wurde dieses Rating bestätigt und der Ausblick auf negativ geändert. Die nachrangige Hybrid-Anleihe bewertet Moody's unverändert zu 75 % als Eigenkapital. Am 23. Juni 2017 hat S&P das langfristige Unternehmensrating von BBB- auf BBB bei stabilem Ausblick hochgestuft. Am 23. November 2017 wurde die am 21. November 2017 platzierte 500-Mio.-€-Anleihe ebenfalls mit BBB bewertet. Die nachrangige Hybrid-Anleihe wird zu 50 % als Eigenkapital eingestuft. UNSER THEMA: ZUCKER UND ERNÄHRUNG Eigentlich ist Ernährung ganz einfach: Lebensmittel versorgen den menschlichen Körper mit Energie und anderen lebensnotwendigen Stoffen. Heute kommt es uns allerdings so vor, als wäre Essen vor allem kompliziert; außerdem haben sich in den letzten Jahren eine Reihe von Vorurteilen rund um Zucker und Ernährung verselbstständigt. Wir haben uns mit dem Thema beschäftigt und möchten Sie auf den folgenden Seiten dazu anregen, sich kritischer und bewusster mit all den "Ernährungsweisheiten" auseinanderzusetzen. Außerdem teilen wir unsere ganz persönlichen Lieblings-Ernährungstipps mit Ihnen. Dr. Thomas Kirchberg Mein Motto ist: "Iss, was du magst, aber alles in Maßen." Dr. Wolfgang Heer Der Alltag ist hektisch genug, deshalb: langsam und bewusst essen, gut kauen und darauf achten, wann man satt ist. Johann Marihart Immer wenn der Gürtel zu eng wird, konsequent ein paar Tage lang "FdH" - nur die Hälfte essen! Thomas Kölbl Bewegung gehört für mich zu einem gesunden Lebensstil. Und nach zwei Stunden auf dem Mountainbike schmeckt die süße Belohnung doppelt so gut. ZUCKER UND ERNÄHRUNG - DIE WAHRHEIT ÜBER GÄNGIGE VORURTEILE Verbraucher, Medienvertreter, Politiker, Rübenanbauer, Aktionäre, aber auch unsere eigenen Mitarbeiter fragen uns, wie wir zu den Angriffen auf unser Produkt Zucker stehen. Wir haben die häufigsten Behauptungen herausgegriffen und stellen diesen Fakten gegenüber, ergänzt durch Tipps und Links. Ausführlichere Informationen rund um das Thema Zucker und Ernährung finden Sie auch unter schmecktrichtig.de, wo sich die deutsche Zuckerwirtschaft der Diskussion stellt. Oder sprechen Sie uns direkt an. 01 Zucker wird in Lebensmitteln versteckt DAS GEGENTEIL IST DER FALL! Zucker ist auf Lebensmittelverpackungen klar gekennzeichnet. Einfach auf die Rückseite der Lebensmittelverpackung schauen, dann entgeht einem praktisch kein Zuckerkörnchen. In der dort abgebildeten Nährwerttabelle ist unter dem Begriff "Zucker" die Menge aller enthaltenen Zuckerarten aufgeführt, also der von Natur aus enthaltene Zucker - beispielsweise in Tomaten, die als Tomatensauce auf der Pizza zu finden sind -plus der eventuell zugesetzte. Und dann gibt es noch die Zutatenliste. Die listet genau auf, welche Zuckerarten, wie beispielsweise Glukose, Laktose oder Maltose, als Zutat in dem Lebensmittel stecken. TIPP: Wer auf eine Zuckerart verzichten will oder muss, dem bringt ein Blick in die Zutatenliste Klarheit. 02 Zugesetzter Zucker ist nicht natürlich WAS DENN SONST? Zucker ist Zucker, egal ob er von Natur aus im Lebensmittel enthalten ist oder zugesetzt wurde. Schon in der Schule haben wir gelernt: Pflanzen gewinnen durch Photosynthese Energie aus Sonnenlicht, Sauerstoff und Wasser und speichern diese in Form von unterschiedlichen Kohlenhydraten: in vielen Früchten und Pflanzen beispielsweise als Saccharose, einen sogenannten Zweifachzucker. Zuckerrüben können besonders viel von diesem Zweifachzucker speichern, den wir in unseren Zuckerfabriken gewinnen: unseren Haushaltszucker. TIPP: Besuchen Sie doch einmal eine Zuckerfabrik während der Verarbeitungskampagne und erleben Sie, wie aus heimischen Zuckerrüben unser Zucker gewonnen wird. www.suedzucker.de/de/Zucker/Zuckergewinnung/ 03 Zuckersteuer hilft gegen Übergewicht STEUERN MACHEN NICHT SCHLANK! Eine "Strafsteuer" auf zuckerhaltige Lebensmittel täuscht vor, dass eine einzelne Zutat Übergewicht verursacht, und führt deshalb nicht zum Erfolg. Es gibt keinen Beleg, dass es in Ländern, die zuckerhaltige Produkte besteuern, zu einem messbaren Rückgang des Übergewichts kommt. Wer eine Steuer auf zuckerhaltige Produkte fordert, um Übergewicht zu bekämpfen, der unterschlägt, dass es viele und sehr unterschiedliche Ursachen für Übergewicht gibt. Einzelne Zutaten zu dämonisieren, genügt also nicht, um wirklich etwas gegen überflüssige Pfunde zu unternehmen. Dazu muss man vielmehr das Gesamtpaket aus Ernährung, Genuss und Bewegung im Blick haben. Und dann träfe eine solche Steuer auch noch besonders Familien und Geringverdiener, weil sie Haushalte mit niedrigen Einkommen stärken belasten würde als die anderen. Gar nicht süß! 04 "Zucker macht Karies" DAS IST NUR DIE HALBE WAHRHEIT. Entscheidend ist die Zahnpflege. Dies ist eine kleine Geschichte von Säuren und Bakterien: Denn Karies wird maßgeblich von Säuren verursacht, die den Zahnschmelz angreifen. Und Bakterien wiederum bilden diese Säuren, wenn sie im Mund sogenannte vergärbare Kohlenhydrate abbauen. Zucker ist ein solches Kohlenhydrat, aber auch die Stärke, die in Brot, Kartoffeln oder Nudeln vorkommt, die Laktose in der Milch oder der Fruchtzucker im Obst. Entscheidend ist nicht nur der Genuss an sich, sondern vor allem die Häufigkeit. Je öfter die Säuren den Zahn angreifen, desto höher das Kariesrisiko. Dagegen hilft nur eins: regelmäßiges Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Es wirkt. Das belegen aktuelle Daten zur stark rückläufigen Karieshäufigkeit bei Kindern und Jugendlichen. TIPP: Der altbekannte Spruch "Nach jedem Essen Zähne putzen' gilt für Obst nur mit Verzögerung. Hier mindestens 30 Minuten mit dem Putzen warten, damit der Zahnschmelz nicht angegriffen wird. 05 "Brauner Zucker ist gesünder als weißer Zucker" FALSCH Beide Zucker sind gleichwertig. Brauner Zucker wirkt durch seine Farbe auf den Betrachter irgendwie gesünder als weißer Zucker. Ist er aber nicht. Die Menge der in braunem Zucker enthaltenen Mineralien und Spurenelemente ist so gering, dass sie keinen positiven Effekt auf eine gesunde Ernährung hat. Dementsprechend ist auch der Kaloriengehalt beider Zucker nahezu identisch. Lediglich das Herstellungsverfahren ist etwas anders: Am Ende der Zuckergewinnung wird beim weißen Zucker der bräunliche Sirup einfach von den Kristallen abgetrennt, beim braunen Zucker bleibt er dran. Das gibt ihm seinen Look - und sein feines karamellartiges Aroma, mit dem er vielen Speisen eine besondere Note verleiht. TIPP: Brauner Kandis im schwarzen Tee ist ein Genuss! 06 ZUCKER SCHMECKT STIMMT! Denn Süßes liegt uns in den Genen. Wir Menschen können süß, sauer, salzig und bitter schmecken. Süßer Geschmack zeigte unseren Vorfahren an, dass die Nahrung ungiftig und energiereich ist. Süß ist damit ein Sicherheitsgeschmack, und was süß schmeckt, ist in aller Regel reich an Kohlenhydraten und liefert Energie. Dieser überlebenswichtige Süßgeschmack ist uns schon in die Wiege gelegt. So schmeckt Muttermilch auch schon süß, sie enthält Milchzucker. TIPP: Wenn Sie eine Naschkatze suchen, werden Sie meist unter uns Menschen fündig. Katzen haben die Fähigkeit, "süß' zu schmecken, nicht. 07 Weniger Zucker in festen Lebensmitteln bedeutet weniger Kalorien KANN MAN NICHT SO SAGEN. Denn Fakt ist: Wird der Zucker in festen Lebensmitteln verringert, kommt in der Regel eine Ersatzzutat ins Spiel. Und die hat ebenfalls Kalorien. Zucker erfüllt in festen Lebensmitteln - wie Omas Gugelhupf - eine ganze Reihe von Funktionen. Natürlich süßt er. Aber Zucker gibt dem Kuchen auch sein tolles Aroma, seine Konsistenz und nicht zuletzt sein ansprechendes Äußeres. Zudem macht er den Gugelhupf haltbar. Wird nun aber der Zuckeranteil gesenkt, müssen meist andere - ebenfalls kalorienhaltige - Zutaten seine Funktion übernehmen. Unterm Strich kann das dazu führen, dass der Gugelhupf mit weniger Zucker nicht weniger Kalorien hat als Omas Original. TIPP: Auf Packungen können auch zusätzliche Angaben wie "weniger Zucker' stehen. Das sagt aber nichts über den Kaloriengehalt aus, darüber informiert nur die Nährwerttabelle. 08 "Honig ist besser als Zucker" SAGT WER? Richtig ist: Im Prinzip gibt es kaum Unterschiede zwischen den beiden Süßmachern. Denn das süße Naturprodukt besteht zu 80 Prozent aus Zucker, zu 17 Prozent aus Wasser und nur zu 3 Prozent aus Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Proteinen und Aminosäuren. Der Anteil dieser wertvollen Spurenelemente ist demnach so gering, dass er ernährungstechnisch nicht ins Gewicht fällt. Ein Löffel Honig ist so gesehen nicht wirklich gesünder als ein Löffel Zucker. Es ist also lediglich Geschmackssache, ob man seinen Tee mit Honig oder mit Zucker süßt. TIPP: Honigliebhaber sollten auf ihre Zähne aufpassen. Denn durch seine klebrige Beschaffenheit bleibt er an ihnen länger kleben. Das erhöht die Kariesgefahr. 09 Am besten auf Zucker verzichten KANN MAN, MUSS MAN ABER NICHT. Zucker ist der Energielieferant für Körper und Geist. Atmen, denken, laufen, lachen - ohne Zucker geht das nicht. Genauer gesagt ohne Traubenzucker, auch Glukose genannt. Jeder Mensch braucht diese Substanz, um überleben zu können. Allein das menschliche Gehirn benötigt 120 g Glukose am Tag. Daher kann der Körper Glukose aus vielen Nahrungsmitteln auch selbst produzieren, z. B. aus Brot, Kartoffeln oder Getreide. Auch im Haushaltszucker steckt Glukose, die dem Körper schnell zur Verfügung steht. 10 "Zucker ist eine Droge" DAFÜR GIBT ES KEINEN BELEG. Zucker macht nicht süchtig. Zucker soll angeblich wie eine Droge wirken. Doch dafür gibt es überhaupt keinen wissenschaftlichen Beleg. Zucker als Lebensmittelbestandteil kann nicht dazu führen, dass Menschen dauerhaft Heißhunger auf zuckerhaltige Lebensmittel entwickeln. Es gibt auch keinen Nachweis dafür, dass Zucker selbst eine so-genannte substanzgebundene Sucht auslöst, also Menschen auf einmal den Drang hätten, eine Zuckertüte leer zu essen. Zudem ist auch nicht bekannt, dass Menschen für Schokolade oder Vanilleeis den Beruf oder die Familie aufs Spiel setzen, wie das bei Drogen der Fall ist. TIPP: Bewusst auf die Signale des eigenen Körpers achten und sich fragen, was genau er im Augenblick braucht. 11 "Zucker verursacht Übergewicht " DAS STIMMT SO NICHT. Vielmehr ist es eigentlich ganz einfach: Wer mehr Kalorien aufnimmt, als er verbraucht, nimmt zu. Übergewicht kann laut Wissenschaft eine ganze Reihe von Ursachen haben. Da ist einmal die persönliche Veranlagung. Dann aber auch unser moderner Lebensstil, der von Stress und wenig Bewegung geprägt ist - Büros machen Bäuche. Neuere Untersuchungen bringen für Übergewicht sogar die Zusammensetzung der Darmflora ins Spiel. Die Schuld an Übergewicht nur auf eine einzelne Lebensmittelzutat wie Zucker zu schieben, bringt uns also nicht weiter. Fakt ist: Sind Kalorienaufnahme und -verbrauch im Gleichgewicht, kann Zucker wie jedes andere Lebensmittel genossen werden. schmecktrichtig.de [Suchbegriff: "Dick durch Zucker?"] 12 "Wir essen viel zu viel Zucker" STIMMT NICHT! Der Zuckerverzehr ist moderat. Jeder Mensch ist anders und isst anders. Allgemeingültige Ernährungsempfehlungen passen daher nicht, so wie auch ein Schuh Größe 39 nicht jedem passt. Bemüht man einen Durchschnitt, so verzehren in Deutschland Frauen jährlich 18 Kilogramm Haushaltszucker (Saccharose) pro Kopf und Männer 20 Kilogramm. Das entspricht bei Frauen 9,7 Prozent der täglichen Energiezufuhr und bei Männern 11,6 Prozent. Damit ist der Zuckerverzehr hierzulande auf einem moderaten Niveau, was wohl auch für die vergangenen Jahrzehnte gilt. TIPP: Ermitteln Sie ganz einfach Ihren individuellen täglichen Energiebedarf: schmecktrichtig.de [Suchbegriff: "Energiebedarfsrechner"] Konzernlagebericht GRUNDLAGEN DES KONZERNS Konzernstruktur Die Südzucker AG, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Mannheim, ist die Muttergesellschaft der Südzucker-Gruppe und gleichzeitig die größte operative Gesellschaft. In den Konzernabschluss sind - neben der Muttergesellschaft Südzucker AG - 158 (152) Gesellschaften einbezogen, bei denen die Südzucker AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Die At-Equity-Bewertung wurde bei 17 (16) Gesellschaften angewendet. Weitere Details zu Beteiligungen finden sich unter Ziffer (38) "Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB" des Konzernanhangs in diesem Geschäftsbericht. Die Südzucker-Gruppe umfasst die vier Segmente Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Dabei sind die Segmente Zucker, Spezialitäten und Frucht in insgesamt zehn Divisionen untergliedert, die das operative Tagesgeschäft steuern. Das Segment CropEnergies wird als eigenständige Unternehmenseinheit geführt. Zentralabteilungen verantworten die Bereiche Controlling, Co-Produkte, Einkauf, Finanzen / Rechnungswesen, Forschung und Entwicklung, Investor Relations, Landwirtschaftliche Forschung, Liegenschaften / Versicherungen, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation / IT, Personal, Qualitätsmanagement, Recht, Revision, Steuern sowie Strategie. Die Geschäftsbereichsleitung Zucker (Belgien, Deutschland, Frankreich, Polen) verantwortet die Bereiche Zucker / Verkauf, Zucker / Produktion sowie Zucker / Rübe. Daneben sind administrative Aufgaben in Shared-Finance-Centern sowie Forschungsaktivitäten an mehreren Forschungsstandorten zusammengefasst. Segment Zucker Im Segment Zucker werden Zucker und Zuckerspezialitäten sowie Futtermittel produziert und vermarktet. Das Segment umfasst die Division Geschäftsbereich Zucker mit den vier Produktionsgesellschaften in Belgien (Raffinerie Tirlemontoise S.A., Tienen), Deutschland (Südzucker AG, Mannheim), Frankreich (Saint Louis Sucre S.A.S., Paris) und Polen (Südzucker Polska S.A., Wroclaw) sowie den Vertriebsgesellschaften in Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien und Spanien. In der Division AGRANA Zucker ist die Zuckerproduktion in Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammengefasst. Des Weiteren bestehen die Divisionen Zuckerproduktion in Moldau (Südzucker Moldova S.A., Chişinău) und Landwirtschaft (Südzucker AG, Geschäftsbereich Landwirtschaft; Agrar und Umwelt AG Loberaue, Rackwitz; Terra Sömmerda GmbH, Sömmerda). At Equity einbezogen werden das britische Handelshaus ED&F MAN Holdings Limited, die AGRANA-Studen-Gruppe (einschließlich Zuckerproduktion in Bosnien) und das italienische Vertriebs-Joint-Venture Maxi S. r. l. SEGMENT ZUCKER scroll 4 Divisionen - Geschäftsbereich Zucker Belgien: 2 Zuckerfabriken Deutschland: 9 Zuckerfabriken Frankreich: 4 Zuckerfabriken SÜDZUCKER Polen: 5 Zuckerfabriken T - Moldau: 2 Zuckerfabriken SAINT LOUIS SUCRE - Landwirtschaft AGRANA - AGRANA Zucker Österreich: 2 Zuckerfabriken Rumänien: 1 Zuckerfabrik, 1 Raffinerie Slowakei: 1 Zuckerfabrik Tschechien: 2 Zuckerfabriken Ungarn: 1 Zuckerfabrik Beteiligung / Joint Venture ED&F MAN - ED&F MAN, Großbritannien (35 %-Beteiligung) AGRANA-STUDEN - Agrana-Studen (Raffinerie Bosnien, 50 %-Joint-Venture) SEGMENT SPEZIALITÄTEN scroll 4 Divisionen bene - Funktionelle Inhaltsstoffe für Lebensmittel und Tiernahrung, Non-Food und Pharmazie - 5 Produktionsstandorte Freiberger - Tiefgekühlte und gekühlte Pizza sowie tiefgekühlte Pastagerichte und Snacks - 11 Produktionsstandorte Portion Pack EuropeGroup - Portionsartikel - 6 Produktionsstandorte AGRANA STARCH - Stärke für den Food- und Non-Food-Bereich sowie Bioethanol - 4 Produktionsstandorte - Maisstärke-, Isoglukose- und Bioethanolfabrik Hungrana Kft. (50 %-Joint-Venture) SÜDZUCKER - Weizenstärkeanlage in Zeitz SEGMENT CROPENERGIES scroll crop.energies - Einer der führenden europäischen Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol, überwiegend für den Kraftstoffsektor, sowie von hocheiweißhaltigen Futtermitteln - 4 Produktionsstandorte SEGMENT FRUCHT scroll 2 Divisionen AGRANA - Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) Fruchtzubereitungen für internationale Lebensmittelkonzerne 28 Produktionsstandorte weltweit AUSTRIA JUICE - Fruchtsaftkonzentrate (AUSTRIA JUICE) Fruchtsaftkonzentrate, Fruchtpürees und natürliche Aromen sowie Getränkegrundstoffe und Direktsäfte für die weiterverarbeitende Getränkeindustrie 14 Produktionsstandorte in Europa und China GRAFIK 003 Segment Spezialitäten Das Segment Spezialitäten beinhaltet die vier Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe und Stärke. BENEO produziert und vermarktet Inhaltsstoffe aus verschiedenen Rohstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung mit ernährungsphysiologischen und technologischen Vorzügen. Die Freiberger-Gruppe ist Produzent von tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlten Pastagerichten und Snacks mit klarem Fokus auf das Handelsmarkengeschäft in Europa und in den USA. Die PortionPack-Europe-Gruppe ist auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von Portionsartikeln spezialisiert. Die Division Stärke umfasst das Stärke- und Bioethanolgeschäft der AGRANA mit der österreichischen Kartoffel-, Mais- und Weizenstärkeproduktion, der Maisstärkefabrik in Rumänien sowie der Bioethanolproduktion in Österreich. Der Division Stärke ist außerdem die Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz zugeordnet. Die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe in Ungarn werden at Equity einbezogen. Segment CropEnergies Die Bioethanolaktivitäten der Südzucker-Gruppe an den vier Produktionsstandorten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien sowie die Handelsaktivitäten in Brasilien und Chile sind im Segment CropEnergies gebündelt und werden als börsennotierte AG geführt. CropEnergies ist einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für den Kraftstoffsektor in Europa sowie von Lebens- und Futtermitteln. Zudem ist CropEnergies zu 50 % an der CT Biocarbonic GmbH beteiligt, die in Zeitz eine Produktionsanlage zur Herstellung von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität betreibt; diese Gesellschaft wird at Equity einbezogen. Segment Frucht Das Segment Frucht umfasst die beiden Divisionen Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) und Fruchtsaftkonzentrate (AUSTRIA JUICE). Die weltweit tätigen Unternehmen des Segments Frucht beliefern internationale Lebensmittelkonzerne vor allem aus der Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Getränkeindustrie. Konzernsteuerung Der Vorstand der Südzucker AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Die Segmente Zucker und Spezialitäten führt der Vorstand gemeinsam, die Segmente CropEnergies und Frucht sind einzelnen Vorstandsmitgliedern zugeordnet. Zudem leiten die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Divisionen und Konzernfunktionen im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung für den Vorstand bestimmt die nähere Ausgestaltung der Vorstandsarbeit. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der Südzucker AG für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Vorstand hat für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen Sorge zu tragen. Ebenso ist er für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen verantwortlich. Des Weiteren hat der Vorstand für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Auch für die Leitungsorgane auf Ebene der Segmente und Divisionen ist Compliance die Basis für das Führen des operativen Tagesgeschäfts. Im Rahmen einer Matrixorganisation werden sie von zentralen Konzernfunktionen, die mit einem fachlichen Weisungsrecht ausgestattet sind, unterstützt und beraten. Wertmanagement Im Mittelpunkt der Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Im Rahmen des Wertmanagements strebt Südzucker in den Segmenten und Divisionen an, mit der Rendite auf das eingesetzte Kapital eine Prämie über die Kapitalkosten hinaus zu erzielen und hierdurch einen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen. Zur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt Südzucker ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet, darauf aufbauend, zentral definierte Kennzahlen an; wesentliche Kennzahlen sind das operative Ergebnis und die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE). Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn- und-Verlust-Rechnung um das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie um das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen bereinigt. Das eingesetzte Kapital (Capital Employed) umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäft- und Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag. Der ROCE entspricht dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Südzucker ermittelt die Kapitalkosten für das eingesetzte operative Vermögen als Durchschnitt der gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Kapitalkosten werden für die Segmente und Divisionen spezifiziert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Diese finanziellen Leistungsindikatoren stellen für die Südzucker-Gruppe derzeit die wesentlichen steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren dar. Finanzmanagement Die Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment-Grade-Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsinstrumenten sicherstellt. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und die Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Finanzinstrumenten wie Hybrid-Eigenkapital, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankkredite. Zur unterjährigen Finanzierung der der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden vorrangig durch die Nutzung des Commercial-Paper-Programms von insgesamt 600 Mio. € sowie syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien gewährleistet. Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an den für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Faktoren. Die im Finanzmanagement von Südzucker verwendeten Kenngrößen für die Kapitalstruktur sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme). Weitere Erläuterungen zu den operativen Ergebnissen je Segment sowie zu den Kennzahlen zur Kapitalstruktur werden im Kapitel "Wirtschaftsbericht" gegeben. Die Ableitung der Kapitalkosten ist im Konzernanhang unter Ziffer (21) "Immaterielle Vermögenswerte" dargestellt. Weitere Angaben zum Finanzmanagement sowie Einzelheiten zu den eingesetzten Finanzinstrumenten werden im Konzernanhang unter Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" gemacht. UNSERE STRATEGIE KONZERN Unternehmenswert steigern I Von Megatrends profitieren I Marktposition stärken I Auf Kernkompetenzen fokussieren I Diversifizierung weiterentwickeln I Synergien nutzen I Solide Finanzierungsstrategie fortführen I Gezielt wertorientiert investieren I Nachhaltig handeln I Mitarbeiter fördern und fordern scroll ZUCKER SPEZIALITÄTEN CROPENERGIES FRUCHT EUROPA: BENEO: Führende Marktposition festigen Globales Wachstum nutzen Marktposition ausbauen Marktchancen durch Innovationen nutzen, neue Märkte erschließen Standorte gezielt weiterentwickeln Neue Märkte gemeinsam mit Kunden erschließen Produktion ausweiten und Kapazitäten auslasten FREIBERGER: Diversifizierung vorantreiben Regionale Diversifizierung vorantreiben WELTWEIT: Wachstum vorantreiben Produktionskapazitäten voll auslasten Veredelungstiefe erhöhen Internationalisierung vorantreiben STÄRKE: Globale Position definieren Fokus auf Spezialitätenprodukte, Kapazitätsausbau Neue Märkte erschließen PORTIONPACK EUROPE: Produktportfolio ausbauen / neue Märkte erschließen Geschäftsmodell und Strategie Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell von Südzucker umfasst die Beschaffung von Agrarrohstoffen, deren großtechnische Verarbeitung und Veredelung zu hochwertigen Lebensmitteln, Futtermitteln und Biokraftstoffen sowie ihren Absatz. Südzucker ist mit vier Segmenten (Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht) weltweit tätig, wobei die Produktion von Zucker, Stärke, Stärkeverzuckerungsprodukten und Bioethanol bislang auf Europa fokussiert ist. Die Südzucker-Gruppe produziert Zucker und Zuckerspezialitäten, funktionelle Lebensmittelzutaten, tiefgekühlte und gekühlte Pizza, Portionsartikel, Stärke, Stärkeverzuckerungsprodukte, Bioethanol sowie Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. Mit diesen Produkten bedienen wir kundenorientiert und zuverlässig die Nahrungsmittelindustrie, den Handel, die Futtermittel- und die Mineralölindustrie, wobei in den jeweiligen Marktsegmenten die Kosten- und Marktführerschaft oder eine starke Marktposition angestrebt wird. Unsere Rohstoff- und Absatzmärkte sind weltweit verbunden und unterliegen Preisschwankungen, die wir kaum beeinflussen können. Unsere breite Produktpalette in vier Segmenten und unterschiedliche Märkte, die wir bedienen, sorgen für einen Risikoausgleich. Langfristig profitieren wir von einer wachsenden Weltbevölkerung und steigenden Einkommen. Unser Geschäftsmodell basiert auf Nachhaltigkeit im Umgang mit Agrarrohstoffen. Wir produzieren ressourcenschonend und verwenden die Agrarrohstoffe möglichst vollständig. Die Einbindung in ländliche Regionen, europäische Standards bei Compliance, Menschenrechten und Arbeitsbedingungen sowie die Beachtung der Anforderungen an eine gesunde und sichere Ernährung sind Grundlage unseres Geschäfts. Unsere Mitarbeiter bringen eine Vielfalt an Erfahrungen, Fähigkeiten, Persönlichkeiten und Kulturen bei Südzucker ein. Das Wissen, die Fähigkeiten und die Vielfalt unserer Mitarbeiter machen uns erfolgreich. Diversität ist ein gelebter Bestandteil der Unternehmenskultur. Strategie Unser Ziel ist es, profitabel zu wachsen und dabei unserer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Damit steigern wir den Unternehmenswert nachhaltig. Wir orientieren uns an globalen Megatrends Die globalen Megatrends wachsende Weltbevölkerung und höhere Einkommen führen zu einer steigenden Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln sowie erneuerbarer Energie. Wir richten unsere Geschäftsfelder weiterhin daran aus. Mit ihren vier Segmenten ist die Südzucker-Gruppe in Bereichen tätig, die auch mittel- bis langfristig von diesen Megatrends profitieren. So wird sich insbesondere auch in den Schwellenländern die Nachfrage nach unseren Produkten weiter erhöhen. Ebenso wird damit gerechnet, dass der weltweite Zuckerverbrauch von derzeit leicht über 180 Mio. t auf etwa 200 Mio. t im Jahr 2025 weiter ansteigt. In unseren Geschäftsfeldern wollen wir unsere Position stärken In unseren Geschäftsfeldern wollen wir unsere Position auf den Inlands- und unseren Exportmärkten stärken und Maßstäbe setzen. Ziel ist es, die Nummer 1 oder eine starke Nummer 2 zu sein. Als Europas größter Anbieter von Rübenzucker mit leistungsfähigen Fabriken in den wettbewerbsfähigsten europäischen Rübenanbaugebieten können wir Kunden in ganz Europa mit Zuckerprodukten kostenoptimal beliefern. Nach der Aufhebung der Exportbeschränkungen für europäischen Rübenzucker haben wir die Zuckerproduktion zur Ausnutzung der bestehenden Kapazitäten ausgeweitet und nutzen die Vermarktungschancen auf dem Weltmarkt. Die globale Vertriebsstruktur soll weiter ausgebaut und die Logistik optimiert werden. Zusätzliche Vermarktungschancen für Weltmarktzucker nutzen wir durch die Zusammenarbeit mit dem britischen Handelshaus ED&F MAN, London. Mit dem Erwerb des deutschen Tiefkühlpizza-Produzenten HASA GmbH stärken wir die europäische Marktposition von Freiberger. In einem weiteren Schritt haben wir den US-amerikanischen Pizzaproduzenten Richelieu Foods Inc. übernommen, um die Position der Freiberger-Gruppe auch auf dem US-amerikanischen Markt, dem weltweit größten und am schnellsten wachsenden Pizzamarkt, auszubauen. Neben diesem Wachstum durch Akquisition streben wir ein organisches Wachstum unserer Geschäftsfelder in Europa, aber auch weltweit an. So konnten wir beispielsweise eine Reihe von Kapazitätserweiterungen im Segment Frucht sowohl in China und Indien als auch in den USA verwirklichen. UNSERE STÄRKEN Vielseitigkeit - Vielseitigkeit bei Unternehmensstruktur, Produktportfolio, Märkten und Mitarbeitern ist eine starke Basis für unser Unternehmen. Kompetenz - Unsere Kernkompetenz ist die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen in unterschiedlichen Geschäftsbereichen. Unsere Expertise bezieht die gesamte Wertschöpfungskette von unseren Lieferanten bis zu unseren Kunden ein - einschließlich der entsprechenden Logistik und der Verwendung unserer Produkte. Dabei können wir auf gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter bauen. Sie sind Träger unseres Know-hows, unserer Erfahrung und unserer Innovationskraft bei Produktion, Vermarktung und Logistik. Nachhaltigkeit - Wir produzieren ressourcenschonend und nutzen die verwendeten Agrarrohstoffe möglichst vollständig. Vielseitigkeit, Kompetenz und Nachhaltigkeit verknüpfen sich bei Südzucker zu einer starken Marktposition. Wir legen den Fokus auf unsere Kernkompetenzen Wir legen den Fokus auf unsere Kernkompetenzen, die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen und die damit verbundene Logistik mit dem Ziel, dieses Know-how ständig weiterzuentwickeln, um alle Produktströme vollständig zu nutzen und die Wertschöpfung zu erhöhen. Dafür forschen wir intensiv -insbesondere zu den Themen Rohstoffsicherung, Verarbeitungstechnologie, Rezepturen, Anwendungskonzepte sowie neue Produkte und Technologien ( Kapitel Forschung und Entwicklung). Wir verfügen über ein diversifiziertes Portfolio und nutzen Synergien Mit der breiten Basis unseres Portfolios sowie einer Diversifizierung in verschiedenen Regionen und Märkten sorgen wir für ein ausgeglichenes Risikoprofil. Diesen Ansatz verfolgen wir weiter. Dabei sollen sich Wachstumsaktivitäten an unseren Kernkompetenzen orientieren, um Synergien über den gesamten Wertschöpfungsprozess hinweg - von der Rohstoffgewinnung über die Veredelungsstufen bis zum Endkunden - nutzen zu können. Synergien nutzen wir insbesondere auch durch die Stärkung von Verbundstandorten, an denen für unterschiedliche Segmente produziert wird. Dies schont die natürlichen Ressourcen, reduziert die Kosten und trägt damit zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Solide Finanzierungsstrategie Wir verfolgen eine solide Finanzierungsstrategie. Ziel ist, die nachhaltige Cashflow-Kraft des Südzucker-Konzerns zu stärken und stabile Beziehungen zu den Aktionären zu pflegen. Ein solides Investment-Grade-Rating sichert uns den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und Banken. Gezielte wertorientierte Investitionen Zur Sicherung des zukünftigen Wachstums werden wir alle Geschäftsfelder weiter stärken. Neben Ersatzinvestitionen und Investitionen für Kapazitätserweiterungen wird in Anlagen investiert, die eine höhere Wertschöpfung aus den Produkten erzielen, wie beispielsweise in Cagny / Frankreich, wo wir gemeinsam mit ED&F MAN eine Anlage für flüssige Futtermittel bauen. Gleichzeitig wird die Internationalisierungsstrategie in Form der ständigen Prüfung von Akquisitionsmöglichkeiten unverändert fortgeführt. Nachhaltigkeit ist fester und gelebter Bestandteil unserer Unternehmensstrategie Die Unternehmensführung bekennt sich zu einer nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens, in deren Kern der sorgfältige Umgang mit allen genutzten Ressourcen steht. Kein Geschäft ist es wert, der Natur als unserem Partner Schaden zuzufügen ( Kapitel Nachhaltigkeit). Wir fördern und fordern unsere Mitarbeiter Die verschiedenen Maßnahmen der Personalpolitik werden so eingesetzt, dass die Mitarbeiter die Strategie des Unternehmens unterstützen und in der Lage sind, unter den sich verändernden Rahmenbedingungen erfolgreich zu agieren. UNSERE LEITLINIEN Unser Verhaltenskodex vereint geltende Gesetze mit internationalen Standards, betrieblichen Regelungen, Unternehmensrichtlinien von Südzucker sowie Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis gegenüber Südzucker. Daraus abgeleitet sind unsere Leitlinien, die in Kurzform einen Rahmen für unser Verhalten geben: ― Wir wahren Integrität im Geschäftsverkehr. ― Wir produzieren sichere Produkte von hoher Qualität. ― Wir gehen verantwortungsvoll mit unserer Umwelt um. ― Wir schützen unsere Informationen. ― Wir kommunizieren vollständig, korrekt und klar. ― Wir behandeln unsere Mitarbeiter fair und respektvoll. Die Einhaltung dieser Leitlinien wie auch der Regelungen des Verhaltenskodex ist ein wesentlicher Bestandteil für das Auftreten von Südzucker als vertrauenswürdiger und verlässlicher Partner. Nachhaltigkeit Verankerung im Unternehmen Südzucker ist seit der Unternehmensgründung im 19. Jahrhundert ein der Landwirtschaft und damit der Natur stark verbundenes Unternehmen. Kern unseres Geschäftsmodells ist die Verarbeitung agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Produkten. Zur mittel- und langfristigen Erhaltung der wirtschaftlichen Grundlage des Unternehmens ist es essenziell, die Verfügbarkeit dieser Rohstoffe dauerhaft zu sichern. Ebenso zählt Nachhaltigkeit zu den Unternehmenswerten unserer Kunden und beeinflusst zunehmend die Einkaufsentscheidungen der Verbraucher. Daher ist das Prinzip der Nachhaltigkeit traditionell ein fester und gelebter Bestandteil der Unternehmensstrategie. Nachhaltiges Handeln ist in allen Unternehmensteilen und Regionen jeweils auf allen Ebenen - vom Management bis zu jedem einzelnen Mitarbeiter - verankert. Nachhaltigkeitsstrategie Wir richten unser Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom agrarischen Rohstoff bis zum fertigen Produkt im Sinne der Nachhaltigkeit aus. So beginnt ressourcenschonender Umgang mit der Natur bereits bei der sorgfältigen Auswahl der zu verarbeitenden Agrarprodukte. Südzucker stellt hohe Qualitätsanforderungen an die Rohstoffe. Nachhaltigkeit und Qualitätsführerschaft bestimmen die Verarbeitung der agrarischen Rohstoffe zu Zucker, Futtermitteln, funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung, Bioethanol sowie zu Stärke- und Fruchtprodukten. Dabei legen wir in allen Segmenten besonderen Wert auf: ― Möglichst vollständige Nutzung der verwendeten agrarischen Rohstoffe ― Ständige Weiterentwicklung der Produktionstechnologien hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen sowie Ressourcen- und Energieeffizienz ― Effiziente Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagementsysteme ― Beachtung der Interessen aller für Südzucker wesentlichen Stakeholder ― Langfristige Partnerschaften z. B. mit Rohstofflieferanten und Kunden Nachhaltigkeitsmanagement Als Unternehmen sind wir gefordert, unsere Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf wesentliche Auswirkungen auf Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft zu analysieren, darzustellen und die Entwicklung zu verfolgen. Südzucker hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit den im Unternehmen für die Nachhaltigkeitsaspekte Verantwortlichen anhand von Workshops die interne Stakeholderanalyse fortgeführt sowie erstmals eine externe Stakeholderbefragung durchgeführt. Die in der Vergangenheit erhobenen Stakeholdergruppen und Dialogformen wurden im Wesentlichen bestätigt. Hervorzuheben ist, dass dem persönlichen Gespräch mit allen Stakeholdergruppen ein sehr hoher Stellenwert beigemessen wird. scroll Wesentliche Stakeholder Wesentliche Dialogformen Anbauer (Rohstoffe) Informationsveranstaltungen (Anbauerversammlungen, Feldtage, Messen, Lieferantenforen); Internetplattformen (Rohstoffportal); Lieferantengespräche (Vergabeverhandlungen, Anbauberatung) Lieferanten (Energie, Wasser, Investitionsgüter, Hilfs- und Betriebsstoffe, Dienstleistungen, Rohstoffe) Kunden (Endverbraucher, Handel, Industrie) Kundenberatung Anwendungstechnische Unterstützung / Serviceleistungen Produktspezifikationen, Zertifizierungen Mitarbeiter Betriebsversammlungen, Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterzeitungen, Newsletter, Intranet, Schulungen Gewerkschaften Aktionäre, Kapitalmarkt, Finanzinstitute, Investoren Finanzberichterstattung, Hauptversammlung, Analystenkonferenzen, Roadshows, Conference Calls, Gespräche mit Ratingagenturen, Analysten und Aktionärsvertretern Südzucker-Website Gesellschaft und Öffentlichkeit (Anlieger, Behörden, Branchen- / Interessenverbände, Forschungs- / Wissenschaftseinrichtungen, Journalisten, Medien, Nachbarn, Parteien, Politiker, Schulen, Universitäten) Presseinformationen und -gespräche Werksbesichtigungen (rund 30.000 Besucher / Jahr) Forschungskooperationen und -projekte Politische Dialoge, Sitzungen, Vorträge, Diskussionsveranstaltungen Südzucker-Website TABELLE 007 Ausgewählte Stakeholder wurden im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse befragt, welche Sachverhalte innerhalb der einzelnen Nachhaltigkeitsaspekte (Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Menschenrechte sowie Bestechungs- und Korruptionsvermeidung) sie bei der Bewertung der Südzucker-Gruppe als sehr bedeutsam erachten und welche weniger. Unternehmensseitig bewerteten die Befragten ihre aktuelle und künftige Relevanz für Südzucker. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Wesentlichkeitsmatrix dargestellt. EINSCHÄTZUNG DER RELEVANZ VON NACHHALTIGKEITSASPEKTEN FÜR SÜDZUCKER scroll Einschätzung Stakeholder HOCH - Energieeinsatz und Emissionen in der Produktion - Lieferantenauswahl / Beschaffung - Ausbildung und Personalentwicklung - Wassereinsatz in der Produktion - Sicherheit am Arbeitsplatz und Gesundheitsschutz - Dialog mit politischen Institutionen, politische Interessensvertretung - Rechte der Gewerkschaften, Vereinigungsfreiheit und sozialer Dialog - Eingehen und Einhaltung von Selbstverpflichtungen (z. B. UN Global Compact) -Produktsicherheit und Verbraucherschutz -Schaffung von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen - Kundenzufriedenheit - Maßnahmen gegen Korruption und Bestechung - Beachtung der Menschenrechte an allen Produktionsstandorten weltweit - Gesetzes- und Regelkonformität - Biodiversität - Gleichstellung der Geschlechter und Diversität WENIGER HOCH - Dialog auf kommunaler Ebene und Beachtung lokaler Belange - Rahmenbedingungen wie z. B. Existenz von Tarifverträgen - Kinder-, Zwangs- und Pflichtarbeit - Abwasser in der Produktion - Schutz von Kundendaten - Abfälle in der Produktion - Umweltaspekte in Logistik und Vertrieb WENIGER HOCH HOCH Einschätzung Südzucker GRAFIK 005 Über die in den Nachhaltigkeitsaspekten zusammengefassten Sachverhalte, die damit verbundenen Leitlinien sowie die entsprechenden Managementansätze wird in den jeweiligen Kapiteln / Abschnitten des Lageberichts berichtet. scroll Nachhaltigkeitsaspekte (Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung) Kapitel / Abschnitt im Lagebericht Umweltbelange Umwelt Wirtschaftsbericht / Segmente jeweils im Abschnitt Produktion Arbeitnehmerbelange Mitarbeiter Sozialbelange Umwelt, Gesellschaft Menschenrechte Umwelt, Mitarbeiter, Gesellschaft Bekämpfung von Bestechung und Korruption Unternehmensführung und -Verantwortung / Compliance TABELLE 008 Externe Nachhaltigkeitsbewertung Seit 2013 nimmt Südzucker am Nachhaltigkeitsbewertungssystem EcoVadis teil. EcoVadis ist eine französische Initiative, die Unternehmen hinsichtlich der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung in unterschiedlichen Dimensionen bewertet. Die Ergebnisse finden zunehmend Beachtung bei zahlreichen Kunden aus der Lebensmittelwirtschaft. Südzucker partizipiert aktiv und stellt regelmäßig umfangreiche Informationen zu Aspekten aus den Bereichen Umwelt, Arbeitsbedingungen, Compliance und Beschaffung zur Verfügung. Nach aktueller Bewertung zählt Südzucker zu den besten 30 % aller bewerteten Unternehmen und bekommt den Silber-Status zugesprochen. In nachstehender Übersicht sind wesentliche nachhaltigkeitsorientierte Initiativen und Organisationen aufgeführt, die von Unternehmen der Südzucker-Gruppe befürwortet und unterstützt werden. Mitgliedschaften in nachhaltigkeitsrelevanten Initiativen scroll Initiative Sitz Mitgliedsunternehmen Seit Ziel der Initiative Bonsucro(r) - Better Sugarcane Initiative Ltd. London / Großbritannien AGRANA Zucker GmbH 2014 Verbesserung der Nachhaltigkeit im Zuckerrohranbau sowie der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr Earth Island Institute / Gesellschaft zur Rettung der Delphine München Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG1 2011 Förderung nachhaltiger Fischwirtschaft und Schutz der Delfine EcoVadis SAS Paris / Frankreich Südzucker AG1 2013 Lieferantenbewertung nach Umwelt- und Sozialkriterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette Fairtrade Deutschland / Transfair e. V. Köln Südzucker AG 2006 Förderung des fairen Handels SAI - Sustainable Agriculture Initiative Platform Genf / Schweiz Südzucker AG1 2014 Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken Sedex Information Exchange Limited London / Großbritannien AGRANA Beteiligungs-AG 2009 Förderung nachhaltiger Sozial- und Umweltpraktiken entlang der 1 Stellvertretend für mehrere Mitgliedsunternehmen der Südzucker-Gruppe. TABELLE 009 UMWELT Leitlinie Die Südzucker-Gruppe verpflichtet sich, mit ihrer Umwelt- und Energiepolitik den Ressourcenbedarf und die Umweltauswirkungen der Geschäftstätigkeiten zu reduzieren, mit Energie rationell umzugehen und die Energieeffizienz der Produktionsprozesse kontinuierlich zu verbessern. Dies beinhaltet, dass ― alle gesetzlichen und selbst auferlegten Anforderungen eingehalten werden, ― Anlagenkonzeptionen, Produktionsprozesse und zugehörige Lieferketten (inklusive Beschaffung) bezüglich ihrer Umweltauswirkungen und ihrer Energieeffizienz kontinuierlich überprüft und optimiert werden, ― vom Management strategische und operative Ziele sowie Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung festgelegt werden, ― die Zielerreichung systematisch überprüft und die Effektivität der festgelegten Maßnahmen regelmäßig bewertet werden, ― die für die Durchführung dieser Maßnahmen und für die Erreichung der Ziele erforderlichen Ressourcen und Informationen vom Management zur Verfügung gestellt werden. Produktion Managementansatz An den deutschen Standorten von Südzucker, BENEO und CropEnergies wird das betriebliche Umweltmanagement innerhalb des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 geführt. Die Sicherstellung der Einhaltung von gesetzlichen Anforderungen erfolgt durch Festlegung von Verantwortlichkeiten und Prozessabläufen sowie interne Audits durch die zentrale Umweltabteilung. Die kontinuierliche Reduktion der Umweltwirkungen erfolgt durch Benchmarking insbesondere in Bezug auf Geruchs- und Lärmimmissionen, Luftschadstoff- und Abwasseremissionen, Frischwasserbedarf und Abfallmengen. Darüber hinaus werden auf Werksebene Ziele und Maßnahmen festgelegt, dies auch unter Einbindung der Mitarbeiter über das betriebliche Vorschlagswesen. An den deutschen und österreichischen Produktionsstandorten von Südzucker, AGRANA, BENEO, Freiberger und CropEnergies ist das Energiemanagementsystem nach ISO 50001 zertifiziert. Gleiches gilt für die Zuckerproduktionsstandorte in Frankreich, Polen, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn, die übrigen Standorte in der Division Fruchtsaftkonzentrate in der EU sowie den Standort von Freiberger in Großbritannien. Der Standort von CropEnergies in Großbritannien ist nach dem Energy Savings Opportunity Scheme auditiert. An den Standorten von BENEO, CropEnergies und Raffinerie Tirlemontoise in Belgien wird der Energieeinsatz nach "Les accords de branche de seconde génération" zertifiziert. Ziele Im Bereich Umwelt wird über Energieeinsatz, Treibhausgasemissionen, Wasserentnahme und Wassereinleitung sowie Abfall berichtet. Dem Einsatz erneuerbarer und nicht erneuerbarer Energien und den damit verbundenen Treibhausgasemissionen messen wir herausragende Bedeutung zu. Der Energiebedarf sowie die damit verbundenen Treibhausgasemissionen sollen insbesondere durch kontinuierliche Verbesserungen im Produktionsprozess weiter gesenkt werden. Energie und Emissionen Bei der Produktion zeichnet sich Südzucker durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen aus. So führen z. B. hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie Kaskadenschaltungen bei der Prozessenergienutzung zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. Damit reduzieren wir den Brennstoffbedarf und senken gleichzeitig die Emissionen von Luftschadstoffen und klimarelevanten Treibhausgasen. Die Biogasanlage in Rackwitz erzeugt aus nachwachsenden Rohstoffen eigener Produktion ganzjährig Biomethan zur Einspeisung ins öffentliche Netz. Energieeinsatz im Konzern GRAFIK 006 Emissionen konzernweit aus direktem und indirektem Energieeinsatz GRAFIK 007 Wasserentnahme und Wassereinleitung Wasser, die global gesehen bedeutendste Ressource, ist einer von vielen Inputfaktoren in den Produktionsprozessen der Südzucker-Gruppe. Unsere Produktionsanlagen zeichnen sich dadurch aus, dass der erforderliche Frischwasserbedarf durch Kreislaufführung des eingesetzten Wassers auf ein Minimum reduziert wird. Vielfach wird auch das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser - Zuckerrüben bzw. Äpfel bestehen zu rund 75 % bzw. 85 % aus Wasser - in den Prozessen genutzt. So wird z. B. ein großer Teil des Wassers, das eine Zuckerfabrik benötigt, schon mit dem Rohstoff Rübe in die Fabrik gebracht. Insgesamt kann der Wassergehalt in den verarbeiteten Feldfrüchten dazu führen, dass die Abwassermenge die Wasserentnahme übersteigt. Daneben können hohe Niederschläge ebenfalls zu einer gesteigerten Wassereinleitung führen. Konzern - Wasserentnahme / Wassereinleitung scroll Mio. m3 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Wasserentnahme 41,6 39,7 34,1 36,0 39,7 Wassereinleitung 33,7 36,6 32,9 38,1 40,7 TABELLE 010 Von der gesamten Wasserentnahme entfallen über 60 % auf die Entnahme von Oberflächenwasser insbesondere aus Flüssen, das wiederum maßgeblich für die Durchlaufkühlung bei der Zuckerproduktion verwendet wird, d. h., das Wasser wird nur zur Kühlung von Prozessen eingesetzt und dann direkt wieder den Vorflutern zugeführt. Der Anstieg der absoluten Menge an entnommenem und eingeleitetem Wasser ist im Wesentlichen auf gestiegene Verarbeitungsmengen im Konzern zurückzuführen. Abfall Durch integrierte Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe nahezu vollständig zu hochwertigen Produkten verarbeitet. Konzern - Abfälle scroll Tsd. t 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Recycling 566,8 455,8 376,0 241,5 296,5 Deponierung 78,0 95,1 86,5 67,0 68,6 Kompostierung 64,9 69,6 60,2 56,4 75,3 Energetische Verwertung 15,7 14,9 22,6 19,6 24,7 Übrige 23,6 21,9 17,2 20,3 28,5 davon gefährliche Abfälle1 1,3 1,1 1,5 0,8 1,6 Gesamt 749,0 657,3 562,4 404,7 493,5 TABELLE 011 Die Gesamtabfallmenge ist gegenüber Vorjahr entsprechend deutlich gestiegener Verarbeitungs- und Produktionsmengen angestiegen. Darüber hinaus sind in diesem Jahr die Abfälle aus der CropEnergies-Produktionsanlage in Wilton / Großbritannien erstmals über eine gesamte Berichtsperiode hinweg enthalten. Beschaffung Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen werden von der Südzucker-Gruppe unter Beachtung ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Gesichtspunkte eingekauft. Managementansatz Bestandteil der Ausschreibungsverfahren und Vertragsverhandlungen mit Lieferanten ist der Verhaltenskodex für Lieferanten, der Leitlinien für eine nachhaltige Beschaffung vorgibt sowie zu erfüllende Umwelt-, Arbeits- und Sozialstandards festlegt. Er gilt für Lieferanten der gesamten Wertschöpfungskette. Die Beschaffungsbereiche werden im Rahmen verschiedener jährlich stattfindender Audits, wie z. B. ISO 9001, International Food Standard, GMP+ oder SAI, geprüft und zertifiziert. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden an den weltweit über 100 Produktionsstandorten insgesamt rund 41,1 Mio. t Agrarrohstoffe wie z. B. Zuckerrüben, Getreide, Mais, Zichorien sowie Früchte verarbeitet. Damit haben die nachwachsenden agrarischen Rohstoffe den weitaus größten Anteil am Beschaffungsvolumen. Die von Südzucker verwendeten agrarischen Rohstoffe und Vorprodukte stammen überwiegend aus europäischer Produktion und erfüllen die für landwirtschaftliche Erzeugung in der EU geltenden Grundsätze der Cross Compliance mit den entsprechenden Auflagen für die Landwirtschaft. Mit der Reform der EU-Agrarpolitik 2013 wurde für die bis 2020 laufende Förderperiode ein Schwerpunkt auf umweltgerechte Landbewirtschaftung gelegt. Neben den Verpflichtungen aus dem Greening werden von Südzucker insbesondere eine Erweiterung der Fruchtfolge, der Zwischenfrucht- bzw. Leguminosenanbau, die Anlage von Blühstreifen und die Anlage von Gewässerrandstreifen praktiziert und gefördert. Ein hoher Anteil der Agrarrohstoffe, die von Südzucker verarbeitet werden, stammt aus Vertragsanbau. So bezieht Südzucker Zuckerrüben ausschließlich von landwirtschaftlichen Betrieben im Umfeld der Zuckerfabriken. Dabei werden für jeweils ein Anbaujahr Rübenlieferverträge abgeschlossen, die Anbau-, Liefer- und Vergütungsbedingungen regeln. Bei der Bioethanolherstellung werden Agrarrohstoffe verwendet, für die besondere Nachhaltigkeitskriterien gelten. Damit wird sichergestellt, dass der Anbau der Biomasse nicht auf schützenswerten Flächen oder zulasten der biologischen Vielfalt erfolgt. Um dies zu gewährleisten, wird nach von der EU anerkannten Zertifizierungssystemen wie z. B. REDcert EU, ISCC EU oder 2BSvs zertifiziert und extern auditiert. Die Einhaltung der Kriterien ist in den Verträgen mit Rohstofflieferanten verankert. Sustainable Agriculture Initiative Platform Südzucker ist Mitglied der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) Platform, der führenden Initiative zur Förderung nachhaltiger Anbaumethoden auf globaler Ebene. Die Non-Profit-Organisation wurde 2002 gegründet und umfasst heute über 90 Mitglieder - vornehmlich große Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft, darunter zahlreiche Südzucker-Kunden. Mit der Zugehörigkeit zu SAI dokumentieren Lebensmittelhersteller und deren Rohstofflieferanten die Einhaltung umfassender Nachhaltigkeitskriterien. Die Südzucker und ihre Zuckerrübenanbauer in Deutschland, Belgien, Frankreich und Polen konnten 2017 mit dem Erhalt des RedCert2-Zertifikats erneut die Einhaltung der Kriterien der SAI-Platform belegen. In Deutschland wurde der Status von Silber auf Gold erhöht. In Belgien wurde das Vegaplan-System eingesetzt. AGRANA verwendet für den Nachweis nachhaltiger Agrarpraxis im Vertragsanbau für Zuckerrüben in Österreich, Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Rumänien, für Kartoffeln in Österreich sowie für Äpfel in Ungarn das von SAI entwickelte Farm Sustainability Assessment (FSA). Im Geschäftsjahr 2017/18 wurde die bisher freiwillige Beantwortung des FSA-Fragebogens zusätzlich für eine Auswahl an Vertragslieferanten verpflichtend. Auf Basis der Ergebnisse der externen Verifizierung darf AGRANA Zucker nach SAI-Vorgaben für mehr als 75 % aller Betriebe den Gold- bzw. Silber-Status ausloben. Moderne und nachhaltige Landbewirtschaftung Südzucker stellt den Landwirten ein breites Know-how beispielsweise zu den Themen Bodenbearbeitung, Auswahl des Saatguts, Pflanzenschutz und Bodenfruchtbarkeit zur Verfügung, um sie bei einer modernen und nachhaltigen Landbewirtschaftung zu unterstützen. Darüber hinaus werden von Südzucker Analysen von Bodenproben als Grundlage für standortspezifische Düngeempfehlungen sowie Analysen und Empfehlungen für eine Optimierung des Nährstoffkreislaufs in den landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt. Biodiversität Auf einer Fläche von insgesamt rund 450.000 ha werden Zuckerrüben für die Südzucker-Gruppe angebaut. Für Südzucker ist es von Bedeutung, die Einhaltung der Fruchtfolge sicherzustellen und darüber hinaus einen positiven Beitrag zur Förderung von Biodiversität zu leisten. In der Südzucker-Gruppe werden daher zahlreiche Maßnahmen initiiert und gefördert, mit denen die Rohstofflieferanten ihren Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten. Seit 2014 werden in Deutschland, seit 2016 auch in Frankreich, Belgien und Polen Saatmischungen für Blühstreifen am Feldrand ausgegeben. In Österreich wurde eine blühende Saatmischung als Alternative zu anderen Zwischenfrüchten verwendet. Auf den Feldern werden so der Boden gelockert, Nährstoffe mobilisiert und das Bodenleben aktiviert. Zusätzlich ergeben die blühenden Felder und Feldränder eine ideale Wildtieräsung und Bienenweide sowie ein attraktives Landschaftsbild. Logistik Managementansatz Voraussetzung für einen reibungslosen Betrieb der Fabriken ist eine effiziente Logistik. Dies bedeutet zum einen, die Fabriken bedarfsgerecht mit Rohstoffen zu versorgen, zum anderen die erzeugten Produkte kontinuierlich auszuliefern -beides vor dem Hintergrund begrenzter Lagermöglichkeiten und einer optimalen Nutzung der Produktionskapazitäten. Wesentliche Maßnahmen sind eine IT-gestützte Logistiksteuerung sowie die Auswahl möglichst ressourcenschonender Transportmittel. Beschaffungslogistik An der insgesamt verarbeiteten Menge von rund 41,1 Mio. t agrarischer Rohstoffe haben die für die Zucker- und Bioethanolgewinnung benötigten Rüben- und Getreidemengen mit rund 40 Mio. t den mit Abstand größten Anteil. In Deutschland, Belgien, Frankreich und Polen werden die Rüben mit LKWs in die Zuckerfabriken geliefert. Bereits in den 1990er-Jahren hat Südzucker ein System entwickelt und eingeführt, das eine effiziente Anfuhr vom Acker bis in die Fabrik ermöglicht. Aktuell wird konzernweit eine neue Logistik-Anwendung - farmpilot - eingeführt, die eine optimale Navigation der LKWs auch auf den Feldwegen ermöglicht. Darüber hinaus ist mithilfe dieser App ein ständiger Informationsfluss zwischen den Rodern, den Lademäusen und den LKWs möglich. So werden Streckenführungen stetig optimiert und unnötige Fahrten und Wartezeiten vermieden. In den AGRANA-Produktionsländern wurden in der Kampagne 2017/18 rund 36 % der Rüben per Bahn an die Zuckerfabriken geliefert. Der Anteil der Bahntransporte lag in Ungarn mit rund 65 % am höchsten. 84 % der Rüben werden am Feldrand vorgereinigt, damit möglichst viel Erde auf dem Acker bleibt. Gleichzeitig wird das Transportvolumen und -gewicht und damit die Anzahl der LKW-Fahrten vermindert. Weitere Maßnahmen sind Schulungen der LKW-Fahrer in umweltschonender und rücksichtsvoller Fahrweise sowie der Einsatz modernster LKWs mit hoher Ladekapazität und niedrigen Emissionen. Auch bei der Rohstoffversorgung der Bioethanolfabriken setzen wir auf die Reduzierung von Emissionen. Die Anlagen in Zeitz, Wanze / Belgien, Loon-Plage / Frankreich und Wilton / Großbritannien liegen in der Nähe großer Getreideanbaugebiete und / oder Häfen und Bahntrassen. Zum einen sind dadurch die Transportwege kurz, zum anderen kann die Belieferung zum Teil per Schiff und Bahn erfolgen. In Wanze werden beispielsweise die eingesetzten Rohstoffe überwiegend per Schiff angeliefert. Die Anlieferung von Reis für BENEO in Wijgmaal / Belgien erfolgt zunehmend durch Binnenschiffe. Auch im Segment Frucht werden die Rohstoffe zur Herstellung von Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentraten teilweise per Schiff bzw. Bahn angeliefert. Vertriebslogistik Die Auslieferung der Produkte stellt erhebliche Herausforderungen an die Vertriebslogistik dar. Ziel ist es, durch die Auswahl geeigneter Verkehrsmittel sowie die Optimierung der Wegstrecken den transportbedingten Ausstoß von CO2 so weit wie möglich zu verringern und gleichzeitig Kosten zu vermeiden. Wo möglich, werden die Produkte lose ausgeliefert, um unnötige Verpackungsabfälle zu vermeiden. Seit Beginn der Kampagne 2017 werden deutlich größere Mengen in Form von losem Zucker in Ganzzügen für den Export in verschiedene Seehafenterminals in Frankreich, Belgien, Deutschland und Polen transportiert. Die Lieferung von losem Zucker nach Italien erfolgt verstärkt durch den Einsatz von Bulk-Containern für die kombinierte Nutzung von Straße und Schiene. Rund 40 % des Gesamtzuckerabsatzes der Südzucker-Gruppe erfolgen in loser Form, vor allem an die verarbeitende Industrie. Somit kommt ein bedeutender Anteil des Mengenvolumens ohne zusätzliche Verpackung aus. Zur Reduzierung des Transportvolumens von Futtermitteln vermarkten wir in Süddeutschland Pressschnitzel mit höherem Trockensubstanz-Gehalt. Die Auslieferung von Carbokalk erfolgt in vielen Werken als Rückfracht nach Zuckerrübenlieferungen. Im Segment CropEnergies erfolgt die Auslieferung der Produkte überwiegend per Schiff und Bahn. MITARBEITER Mit unseren weltweit tätigen Mitarbeitern, die eine Vielfalt an Erfahrungen, Fähigkeiten, Persönlichkeiten und Kulturen bei Südzucker einbringen, wird Diversität gelebt. Ihr Know-how macht uns erfolgreich. Damit das so bleibt, wollen wir talentierte Mitarbeiter für Südzucker gewinnen, sie halten und sie dabei unterstützen, sich weiterzuentwickeln. Dafür bieten wir eine Arbeitsumgebung, die Inspiration fördert und miteinander verbindet. Wir behandeln unsere Mitarbeiter fair und respektvoll. Mitarbeiter nach Segmenten und Regionen1 Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nach Segmenten scroll 28. Februar 2018 2017 + / - in % Zucker 7.034 6.929 1,5 Spezialitäten 5.697 4.643 22,7 CropEnergies 414 412 0,5 Frucht 5.370 4.924 9,1 Konzern 18.515 16.908 9,5 1 Die Angaben zu Mitarbeitern nach Segmenten und Regionen erfolgen als Vollzeitäquivalente. Alle weiteren Angaben beziehen sich auf Mitarbeiter nach Köpfen zum Bilanzstichtag. TABELLE 012 Die Anzahl der in der Südzucker-Gruppe beschäftigten Mitarbeiter stieg zum Stichtag 28. Februar 2018 um 9,5 % auf 18.515 (16.908). Dieser deutliche Zuwachs resultierte vornehmlich aus den Segmenten Spezialitäten und Frucht, wobei im Segment Spezialitäten insbesondere die Division Freiberger und im Segment Frucht die Division Fruchtzubereitungen dazu beigetragen haben. Mit dem Erwerb der deutschen HASA GmbH und der US-amerikanischen Richelieu Foods Inc. durch Freiberger kamen nahezu 900 Mitarbeiter in die Südzucker-Gruppe. Bei Fruchtzubereitungen resultiert der Anstieg um rund 400 Mitarbeiter im Wesentlichen aus gestiegenen befristeten Arbeitsverhältnissen in Mexiko und Marokko aufgrund deutlich höherer Verarbeitungsmengen. In den Segmenten Zucker und CropEnergies blieb die Mitarbeiterzahl nahezu unverändert. Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nach Regionen scroll 28. Februar 2018 2017 + / - in % Deutschland 4.185 3.864 8,3 Übrige EU 8.913 8.829 1,0 Übriges Ausland 5.417 4.215 28,5 18.515 16.908 9,5 TABELLE 013 Im Geschäftsjahr 2017/18 war nach wie vor ein knappes Viertel aller Mitarbeiter in Deutschland tätig, etwas weniger als die Hälfte der Belegschaft ist in anderen EU-Ländern beschäftigt. Insbesondere durch den Erwerb des US-amerikanischen Pizzaproduzenten Richelieu Foods Inc. ist der Anteil der im übrigen Ausland für die Südzucker-Gruppe tätigen Mitarbeiter auf rund 30 % gestiegen. Managementansatz Grundlage für den Umgang von Südzucker mit Mitarbeitern ist der Südzucker-Verhaltenskodex, der geltende Gesetze mit internationalen Standards, betrieblichen Regelungen, Unternehmensrichtlinien von Südzucker sowie Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis gegenüber Südzucker vereint. Dieser basiert unter anderem auf dem 2004 in Kraft getretenen Verhaltenskodex über die soziale Verantwortung der Unternehmen in der europäischen Zuckerindustrie (Kapitel Gesellschaft / Einhaltung der Menschenrechte). Die Beachtung des Verhaltenskodex wird durch Maßnahmen z. B. der internen Revision sowie ein anonymes Hinweisgebersystem gestützt. Integraler Bestandteil der unternehmerischen Verantwortung von Südzucker ist die unbedingte Einhaltung der geltenden Vorschriften zum Schutz der Menschenrechte. Jeder Mitarbeiter hat die Würde und die persönlichen Rechte eines jeden anderen Mitarbeiters und Kollegen sowie Dritter, mit denen das Unternehmen in einer Geschäftsbeziehung steht, zu respektieren. Wir akzeptieren keine Form der Kinderarbeit, Zwangs- oder Pflichtarbeit. Gleichstellung der Geschlechter und Diversität Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnis und Geschlecht Von den insgesamt beschäftigten Arbeitnehmern befinden sich rund 14 (13) % in einem befristeten Arbeitsverhältnis. Dies sind überwiegend saisonal beschäftigte Mitarbeiter, die im Wesentlichen bei der Ernteunterstützung bzw. während der Verarbeitungskampagnen tätig sind. Um Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, bietet Südzucker beispielsweise sehr flexible Arbeitszeitmodelle, aber auch unterschiedliche Angebote für Ferienbetreuung für Kinder von Mitarbeitern. Stark zugenommen hat auch die sogenannte Telearbeit. Der Anteil der in Teilzeit beschäftigten Mitarbeiter lag konzernweit unverändert bei rund 3 %. Zum 28. Februar 2018 stellt sich die Anzahl der Beschäftigten nach Beschäftigungsverhältnis und Geschlecht auf Konzernebene wie folgt dar: Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnis und Geschlecht scroll 28. Februar 2018 Gesamt Unbefristet Befristet Vollzeit Männer 13.045 11.791 1.254 Frauen 5.644 4.184 1.460 Teilzeit Männer 110 73 37 Frauen 472 456 16 Gesamt 19.271 16.504 2.767 TABELLE 014 Geschlechtergleichstellung Südzucker beachtet selbstverständlich alle gesetzlichen Vorgaben - so auch die des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes mit dem Verbot von Diskriminierung. Mitarbeiter werden ausschließlich nach ihrer Eignung, Qualifikation sowie Leistungs- und Lernbereitschaft eingestellt und gefördert. Auch bei der Weiterentwicklung im Unternehmen haben Frauen und Männer die gleichen Chancen. Durch die sehr starke Ausrichtung des Unternehmens auf Produktion und Technik ist jedoch auf allen Ebenen ein zum Teil noch deutlich höherer Anteil an Männern zu verzeichnen. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Frauen bei der Ausbildung und im Studium für sogenannte MINT-Berufe gestiegen. In der gesamten Südzucker-Gruppe lag der Anteil von Frauen in der Belegschaft Ende 2017/18 bei rund 32 (30) %, der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei rund 18 (19) %. Die 1. und 2. Ebene des Managements unterhalb des Vorstands setzt sich wie folgt zusammen: Management scroll 28. Februar 2018 Gesamt Männer Frauen 1. Management-Ebene 163 148 15 2. Management-Ebene 381 297 84 Gesamt 544 445 99 TABELLE 015 Altersstruktur und Betriebszugehörigkeit Die Altersstruktur zeigt nach wie vor ein relativ ausgeglichenes Bild. Mit einer hohen Ausbildungsquote gewinnen wir junge Mitarbeiter für das Unternehmen. Gleichzeitig wird sich durch die Heraufsetzung der gesetzlichen Altersgrenze jedoch der Anteil an älteren Arbeitnehmern in den kommenden Jahren weiter erhöhen. Eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im Konzern von über zehn Jahren ist Beleg für die Attraktivität von Südzucker als Arbeitgeber. Neben angemessener Vergütung und modernen Sozialleistungen sowie den entsprechenden Rahmenbedingungen für erfolgreiches Arbeiten liefert vor allem die Unternehmenskultur einen wichtigen Beitrag zur Schaffung eines guten Betriebsklimas. Mitarbeiter nach Altersgruppen in % GRAFIK 008 Betriebszugehörigkeit nach Jahren in % GRAFIK 009 Die nachstehende Gegenüberstellung von Neueinstellungen und Fluktuation bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen zeigt einen deutlichen Überhang der Zugänge. Bereinigt um die Mitarbeiterzahl der neu zur Südzucker-Gruppe hinzugekommenen Firmen HASA GmbH und Richelieu Foods Inc. liegt die Zahl der Neueinstellungen um rund 100 über der Fluktuation, die arbeitgeber- und arbeitnehmerseitige Kündigungen sowie Renteneintritte umfasst. Neueinstellungen und Fluktuation scroll 2017/18 Gesamt Männer Frauen Neueinstellungen 2.111 1.457 654 Fluktuation 1.108 811 297 TABELLE 016 Personalentwicklung / Aus- und Weiterbildung Zunehmende Vollbeschäftigung in qualifizierten Berufsfeldern sowie demografische Veränderungen machen die Personalbeschaffung anspruchsvoller. Durch gute Bewertungen in verschiedenen Arbeitgeber- und Ausbildungsrankings hat sich Südzucker eine vorteilhafte Position im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter erarbeitet. Gleichzeitig wird in Personalentwicklung, Weiterbildung und Nachwuchsarbeit investiert. Dazu gehören verschiedene internationale Trainee-Programme, Nachwuchsführungskräfte-Programme, International-On-Boarding-Programme wie auch zahlreiche Schulungen unmittelbar in den jeweiligen Betrieben ebenso wie Verhaltenstrainings - von Führungsseminaren bis zu Präsentationstrainings -, aber auch Fremdsprachenseminare oder Schulungen zum Thema IT-Sicherheit. Berufsausbildung In der Südzucker-Gruppe ist Ausbildung ein wesentlicher Bestandteil der Nachwuchsarbeit und trägt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs bei. Insgesamt waren zum 28. Februar 2018 rund 450 Auszubildende in der Südzucker-Gruppe tätig, davon 200 in Belgien, Frankreich, Großbritannien und Österreich. Weitere 243 erlernen bei der Südzucker AG und anderen Gesellschaften der Gruppe in Deutschland einen qualifizierten Ausbildungsberuf. Der hohe Standard der Berufsausbildung an den Werkstandorten spiegelt sich in Auszeichnungen sowohl für einzelne Standorte als auch für Auszubildende wider. AUSBILDUNGSBERUFE IN DER SÜDZUCKER-GRUPPE ― Lebensmitteltechniker/-in ― Chemielaborant/-in ― Industriekaufmann / -frau ― Kaufmann/-frau für Büromanagement ― Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik ― Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung ― Informationstechnologie-Techniker/-in ― Elektrotechniker/-in ― Elektroniker/-in Betriebstechnik ― Elektrobetriebs- und Prozessleittechniker/-in ― Elektroniker/-in Automatisierungstechnik ― Metalltechniker/-in ― Maschinenbautechniker/-in ― Industriemechaniker/-in ― Mechatroniker/-in; Elektromechaniker/-in ― Fachkraft für Lagerlogistik ― Maschinen- und Anlagenfahrer/-in ― Landwirt/-in Sicherheit am Arbeitsplatz und Gesundheitsschutz Sicherheit am Arbeitsplatz Leitlinie Südzucker verpflichtet sich, mit ihrer Arbeitsschutzpolitik ein hohes Maß an Sicherheit in den Produktionsanlagen sowie Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Arbeitssicherheit hat im gesamten Südzucker-Konzern einen hohen Stellenwert. Dabei gilt es, den Hebel an beiden wesentlichen Aspekten anzusetzen: Schaffung einer sicheren Arbeitsumgebung sowie Schärfung des Bewusstseins jedes einzelnen Mitarbeiters für sicheres Verhalten. Managementansatz Risiken im Arbeitsschutz und in der Anlagensicherheit werden regelmäßig ermittelt und bewertet. Ziele zur kontinuierlichen Verbesserung sowie daraus abgeleitete Maßnahmen werden systematisch überprüft und die Effektivität der festgelegten Maßnahmen regelmäßig bewertet. Ein Arbeitsschutzmanagementsystem definiert die Vorgehensweisen bei der Gefährdungsermittlung, der Unterweisung sowie der Unfalluntersuchung und legt die Verantwortlichkeiten fest. Unfallquote und unfallbedingte Ausfalltagequote1 scroll 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Unfallquote 16,1 13,1 11,5 12,6 11,6 Unfallbedingte Ausfalltagequote 237 194 210 236 223 1 Unfallquote und unfallbedingte Ausfalltagequote beziehen sich jeweils auf eine Million Arbeitsstunden. Arbeitsunfälle werden erfasst, wenn sie zu einem oder mehr Ausfalltagen geführt haben. TABELLE 017 Im Geschäftsjahr 2017/18 reduzierte sich die Unfallquote gegenüber dem Vorjahr von 12,6 auf 11,6. Sämtliche Arbeitsunfälle wurden ausführlich untersucht und geeignete Maßnahmen festgelegt, um die Wiederholung derartiger Unfälle künftig zu vermeiden. Über Unfälle und umgesetzte Maßnahmen werden auch nicht unmittelbar betroffene Werke informiert. Die Ansätze zur Reduzierung der Arbeitsunfälle sind in den jeweiligen Segmenten unterschiedlich, weil sie an die spezifischen Anforderungen angepasst werden. Zu nennen sind hier Gefährdungsbeurteilungen, Schulungen für Mitarbeiter und Führungskräfte, aber auch Arbeitsschutz-Aktionstage, in deren Rahmen die Mitarbeiter auf aktive und ansprechende Art und Weise zu Arbeitsschutzthemen geschult und sensibilisiert werden. Eine besondere Rolle spielen die von den Mitarbeitern im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens eingereichten Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes. Ziele Als Mitglied im Verein der Zuckerindustrie unterstützt Südzucker aktiv die zwischen diesem Arbeitgeberverband und der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie abgeschlossene Kooperationsvereinbarung zur "VISION ZERO. Null Unfälle - Gesund Arbeiten!". Dies konnte für das Geschäftsjahr 2017/18 z. B. an folgenden Standorten des Segments Zucker erreicht werden: Buzău, Brottewitz, Cagny, Étrépagny, Merksem, Oostkamp, Ropczyce, Roye, Sered, Strzelin und Tandarei. Darüber hinaus blieben auch BENEO-Remy in Wijgmaal und Ryssen in Loon Plage sowie zahlreiche Produktionsstandorte im Segment Frucht unfallfrei. Im Branchenvergleich können sich diese Zahlen sehen lassen. Bei den deutschen Zuckerfabriken nimmt Südzucker seit mehr als 25 Jahren eine Vorreiterrolle ein. Im Bereich der Arbeitssicherheit werden die Unfallhäufigkeit und damit verbundene Ausfallzeiten berichtet. Südzucker verfolgt konzernweit das Ziel "Null Unfälle". Gesundheitsschutz Zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter werden unterschiedliche Maßnahmen und Initiativen - von der Prävention bis hin zur Re-Integration nach überstandener Krankheit - durchgeführt, unter anderem die arbeitsmedizinische Betreuung durch Betriebsärzte, Impfprogramme sowie das betriebliche Wiedereingliederungsmanagement. Darüber hinaus sind gesundheitsbezogene Themen auch Bestandteil der jährlichen Mitarbeiterschulungen. So unterstützt z. B. die Südzucker-Betriebskrankenkasse bei Aktionstagen zur Arbeitssicherheit mit Programmen zur Stresssensibilisierung, zur Schaffung von Resilienz, Life Kinetik und Entspannung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Krankheitsquote im Rahmen der Lohnfortzahlung bei 3,6 (3,4) %. Dialog mit den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften Südzucker ist ein mitbestimmtes Unternehmen. Das bedeutet, dass die Hälfte der Aufsichtsratsmandate von Arbeitnehmervertretern - aus der eigenen Belegschaft oder von Gewerkschaften - wahrgenommen wird. Auf diese Weise sind Vertreter der Arbeitnehmer in alle wesentlichen Unternehmensentscheidungen eingebunden. Der soziale Dialog ist in der Südzucker-Gruppe gelebte Praxis: An nahezu allen europäischen Standorten sowie an zahlreichen weltweiten Standorten sind Gewerkschaften in die Verhandlung ein- oder mehrjähriger Tarifverträge eingebunden. Ebenso bestehen für einen Großteil der Mitarbeiter Arbeitnehmervertretungen. Der Europäische Betriebsrat setzt sich aus Vertretern der Konzerngesellschaften in Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Polen und Ungarn zusammen. Anlässlich der jährlich stattfindenden Tagung werden gemeinsam mit dem Vorstand Themen mit länderübergreifendem Charakter diskutiert. Dank des Vorstands Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeitern der Südzucker-Gruppe für die geleistete Arbeit, das Engagement und die Zuverlässigkeit. Den Belegschaftsvertretern gilt der Dank für die stets kooperative und konstruktive Zusammenarbeit. GESELLSCHAFT Unternehmerischer Erfolg und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung gehören für uns zusammen und stellen eine wichtige Voraussetzung nachhaltigen Wirtschaftens dar. Zur Verantwortung gegenüber der Gesellschaft gehört an erster Stelle die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern ( Kapitel Mitarbeiter) sowie gegenüber den Verbrauchern, die unsere Produkte konsumieren. Weitere Aspekte sind eine hohe Wertschöpfung im ländlichen Raum, soziales Engagement, der Dialog mit unseren Stakeholdergruppen sowie die Achtung der Menschenrechte. Produktverantwortung und Qualität Qualitätsmanagement und Produktsicherheit Wir übernehmen Verantwortung für die Herstellung und Vermarktung sicherer Lebens- und Futtermittel. Managementansatz In allen Unternehmensbereichen sind Qualitätsmanagement-Systeme implementiert, um die Sicherheit und die gewünschte Qualität der Produkte zu gewährleisten - von der Entwicklungsphase eines Produkts über Beschaffung, Produktion und Transport bis hin zur Abgabe an den Kunden. Zertifizierungen Nahezu alle Südzucker-Produktionsstätten, die Lebensmittel herstellen, verfügen heute über Zertifikate, die äquivalent zum Global Food Safety Initiative Standard GFSI sind. Für einzelne Produktgruppen verfügen verschiedene Produktionsstandorte darüber hinaus - entsprechend besonderen Kundenanforderungen - über weitere spezifische Zertifikate wie z. B. Koscher, Halal oder gentechnikfrei. Kunden aus der Lebensmittelwirtschaft messen der Überprüfung von Sicherheit und Gesetzeskonformität unserer Produkte durch externe Zertifizierungsorganisationen eine große Bedeutung bei. Entsprechend orientieren sich unsere Produktionsprozesse an international anerkannten Standards mit umfangreichen Anforderungen und standardisierten Bewertungsverfahren, wie z. B. IFS Food, BRC Global Standard Food Safety und FSSC 22000. Aufbau des Qualitätsmanagements Ein zentrales Element eines jeden Qualitätsmanagement-Systems ist das HACCP-Konzept. Es stellt eine systematische Gefahrenanalyse dar, die die Eigenschaften der Rohstoffe und der Endprodukte, jeden einzelnen Produktionsschritt sowie Transport- und Lagergegebenheiten umfasst. Auf Grundlage dieser Analyse werden gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten eingeleitet. In das System eingebunden ist auch die Analyse von Reklamationen als zusätzliche Informationsbasis für die ständige Verbesserung von Prozessen und Produkten. Darüber hinaus tragen Rohstoffspezifikationen, Kenntnis der Herkunft, Qualitätsmanagement beim Lieferanten und Qualität der Lieferbeziehungen dazu bei, ein Höchstmaß an Sicherheit für den eigenen Produktionsprozess zu erhalten. Zu einem gemeinsamen Verständnis in Bezug auf die Beschaffenheit der Produkte tragen die Endproduktspezifikationen bei. Außerdem bietet Südzucker den Kunden anwendungstechnische Beratung sowie Unterstützung bei der Produktentwicklung. Wertschöpfung im ländlichen Raum Für die Südzucker-Produktionsstandorte insbesondere im ländlichen Raum ist es von Bedeutung, dass das Umfeld der Standorte wirtschaftlich prosperiert und attraktiv für qualifizierte Arbeitnehmer ist. Dies setzt funktionierende Wirtschaftsstrukturen in den jeweiligen Regionen voraus. Die Südzucker-Gruppe hat an ihren Produktionsstandorten eine überdurchschnittlich hohe Wirkung auf Wachstum und Beschäftigung. Die meisten unserer Produktionsstätten liegen nah an der Rohstofferzeugung im ländlichen Raum und sichern damit nachhaltig Wertschöpfung und Arbeitsplätze in strukturell eher schwachen Gebieten. Anfang 2017 wurde die von Südzucker in Auftrag gegebene Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR in Darmstadt aktualisiert. Erstmals wurde die Geschäftstätigkeit der gesamten Südzucker-Gruppe in der weltweiten Volkswirtschaft quantifiziert. Demnach wird eine Bruttowertschöpfung von 4,5 Mrd. € generiert. Der Bruttowertschöpfungsmultiplikator, der den Einfluss auf die vorgelagerten Bereiche insbesondere in der Landwirtschaft misst, ist mit 4,4 im Vergleich zu anderen Branchen überdurchschnittlich hoch. Die Anzahl von direkten, indirekten und induzierten Arbeitsplätzen liegt bei 90.000. In Europa beträgt die Bruttowertschöpfung im Segment Zucker 3 Mrd. €, wovon rund 81 % im ländlichen Raum erwirtschaftet wurden. In Deutschland haben die Zuckerfabriken von Südzucker eine Bruttowertschöpfung von 1,2 Mrd. € generiert. Hier entstehen außerdem mit 17.500 direkten, indirekten und induzierten Arbeitsplätzen beachtliche Beschäftigungseffekte. Der Beschäftigungsmultiplikator in Deutschland beträgt 7,2, was bedeutet, dass ein von Südzucker direkt geschaffener Arbeitsplatz mehr als sechs Arbeitsplätze in der vorgelagerten Wertschöpfungskette - in landwirtschaftlichen Betrieben und anderen Unternehmen - bewirkt. Auch in Zukunft ist es erklärtes Ziel von Südzucker, zu wirtschaftlicher Weiterentwicklung des Umfelds an den Werkstandorten beizutragen. Gesellschaftliches und soziales Engagement In vielen gemeinwohlorientierten Projekten und Initiativen tragen wir dazu bei, gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern. Schwerpunkte sind dabei die Förderung von Wissenschaft und Lehre unter anderem auch an Universitäten, die Pflege des historischen Erbes der Zuckerindustrie durch unsere "Museumszuckerfabrik" Oldisleben, Sportsponsoring sowie die Förderung lokaler Projekte unterschiedlicher Ausrichtung im direkten Umfeld der Produktionsstandorte, wie z. B. im Rahmen von "Südzucker für Kids". Dabei werden von Südzucker-Mitarbeitern nominierte Initiativen, die sich insbesondere um das Kindeswohl sorgen, finanziell unterstützt. Dialog auf kommunaler Ebene An unseren Produktionsstandorten legen wir Wert auf ein gutes Verhältnis zu Nachbarn und Gemeinden. Dies beinhaltet die direkte Beantwortung lokaler Anfragen und Anliegen durch die jeweilige Werkleitung sowie den regelmäßigen Austausch und Dialog mit lokalen politischen Gremien. Im Rahmen von Werksbesuchen nehmen viele Bürger der jeweiligen Regionen die Gelegenheit wahr, sich vor Ort über die Produktion von Zucker aus heimischem Anbau zu informieren. Dialog mit Politik und Institutionen Südzucker steht als Unternehmen in engem Bezug zu verschiedenen gesellschaftlichen Interessengruppen. Wir sehen es als unsere Pflicht an, einen stetigen Dialog mit der Politik, Institutionen und Nichtregierungsorganisationen zu führen und Branchenverbände durch aktiv gelebte Mitgliedschaften zu unterstützen. In diesem Zusammenhang ist es unser Bestreben, zur Schaffung tragfähiger und praxisgerechter Lösungen regulatorischer Fragestellungen beizutragen. Dabei orientiert sich unsere Kommunikation stets an wissenschaftlich fundierten Sachpositionen. Südzucker ist beim Transparenzregister der EU, das die Tätigkeit von Interessenvertretern auf europäischer Ebene erfasst, gelistet. Mitgliedschaften in Branchen- und Interessenvereinigungen scroll Branchen- und Interessenvertretung Sitz Mitgliedsunternehmen1 Wirkungsbereich AEBIOM - The European Biomass Association Brüssel / Belgien Biowanze S.A. EU BDBe - Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V. Berlin CropEnergies Bioethanol GmbH Deutschland BLL - Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. Berlin Südzucker AG Deutschland BVE - Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V. Berlin Südzucker AG Deutschland CEFS - Comité Européen des Fabricants de Sucre Brüssel / Belgien Südzucker AG EU DBV - Deutscher Bauernverband e. V. Berlin Südzucker AG Deutschland DLG - Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft e. V. Frankfurt a. M. Südzucker AG Deutschland dti - Deutsches Tiefkühlinstitut e. V. Berlin Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Deutschland ELC - Federation of European Specialty Food Ingredients Industries Brüssel / Belgien BENEO GmbH EU ePURE - European Producers Union of Renewable Ethanol Brüssel / Belgien CropEnergies AG EU FoodDrinkEurope Brüssel / Belgien Südzucker AG EU Starch Europe Brüssel / Belgien AGRANA Stärke GmbH EU VdZ - Verein der Zuckerindustrie e. V. Bonn Südzucker AG Deutschland WVZ - Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e. V. Bonn Südzucker AG Deutschland TABELLE 018 1 Stellvertretend für mehrere Mitgliedsunternehmen der Südzucker-Gruppe. Einhaltung der Menschenrechte Für die gesamte Südzucker-Gruppe hat die Einhaltung der Menschenrechte in Verbindung mit angemessenen Arbeitsbedingungen einen hohen Stellenwert. Gesetzliche Regelungen zu Arbeitsbedingungen sowie zu Kinder-, Zwangs- und Pflichtarbeit bilden die Mindestanforderungen. Daneben kommen die Regelungen der International Labour Organization (ILO) sowie der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) zur Anwendung. Managementansatz Seit 2004 ist der Verhaltenskodex über die soziale Verantwortung der Unternehmen in der europäischen Zuckerindustrie, der vom Comité Européen des Fabricants de Sucre (CEFS) und der European Federation of Food, Agriculture and Tourism Trade Unions (EFFAT) unterzeichnet wurde, in Kraft. Zum Zeitpunkt der Verabschiedung Anfang 2003 handelte es sich um den ersten Verhaltenskodex auf Branchenebene und den ersten Vertrag dieser Art zwischen europäischen Sozialpartnern. Bei der Erstellung dieses Kodex wurde auf anerkannte Standards wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (AEMR) oder die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organisation) Bezug genommen. Der Verhaltenskodex von Südzucker basiert auf diesem Verhaltenskodex der Zuckerindustrie. Südzucker verpflichtet sich, die Geschäftstätigkeit auf ethische, legale und verantwortungsvolle Art und Weise auszuüben. Dieser Kodex ist weltweit an allen Standorten respektiert. Gleichzeitig erwartet die Südzucker AG von ihren Lieferanten bzw. Vertragspartnern, dass auch diese sich gemäß den in diesen Richtlinien dargelegten Vorgaben verhalten. Den Verhaltenskodex finden Sie auf unserer Website unter www.suedzucker.de/de/Unternehmen/ Verhaltenskodex/. SEDEX Südzucker ist Mitglied der Online-Plattform SEDEX. Dadurch zeigen wir unseren Kunden und Partnern, dass die Grundsätze der ethischen und sozialen Nachhaltigkeit bei uns Priorität haben und geachtet werden. An zahlreichen Standorten der Südzucker-Gruppe werden Audits nach dem SMETA-(SEDEX-Members-Ethical-Trade-Audit-)Leitfaden durchgeführt, beispielsweise an den Standorten des Segments Zucker sowie der Division BENEO in Deutschland, der Division Stärke in Österreich und des Segments Frucht in Österreich, Polen, der Türkei, Marokko, Brasilien und den USA. Die Auditberichte können je nach Anforderung Kunden zur Verfügung gestellt werden. Alle bei SEDEX registrierten Produktionsstandorte nehmen darüber hinaus jährlich ein SEDEX-Self-Assessment vor. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden an 58 (57) Standorten Audits durchgeführt; insgesamt sind damit rund 56 (59) % der Produktionsstandorte auditiert. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Kernaufgabe unserer Forschung ist es, alle Schritte des Wertschöpfungsprozesses vom Anbau der Rohstoffe über die Prozesstechnologie bis zu den Endprodukten kontinuierlich zu optimieren und weiterzuentwickeln. Ein weiterer Fokus liegt auf der Evaluierung neuer Rohstoff- und Produktkonzepte unter Einsatz neuer Technologien oder auf Basis neuer interessanter Rohstoffe, um das Produktportfolio zu erweitern und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Entsprechende Patentanmeldungen sichern das Know-how und stärken die Marktposition insbesondere in den Bereichen biobasierte Chemikalien, funktionelle Zutaten und Stärkederivate. Gruppenweit und länderübergreifend werden so Projekte für den gesamten Konzern - auch in Kooperationen mit externen Forschungseinrichtungen, anderen Unternehmen, staatlichen Institutionen oder Universitäten, gegebenenfalls im Rahmen von öffentlich geförderten Projekten - durchgeführt. Im Konzern arbeiten 431 (401) Mitarbeiter für den Bereich Forschung und Entwicklung. Hinzu kommen Bachelor-, Master- und Promotionsstudenten, die ihre akademischen Arbeiten in den Forschungszentren oder an den Produktionsstandorten der Südzucker-Gruppe durchführen. Das Gesamtbudget im Bereich der Forschung und Entwicklung betrug 2017/18 insgesamt 43,2 (41,8) Mio. €. Rohstoffsicherung Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Forschung sind Themen im Zusammenhang mit der Steigerung von Ertrag und Qualität, der nachhaltigen Produktion sowie der Bereitstellung agrarischer Rohstoffe. Steigerung von Zucker- und Inulingehalt In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt wird versucht, den Zuckertransport innerhalb der Zuckerrübe zu verbessern und somit den Zuckergehalt zu erhöhen. Nach Abschluss der wissenschaftlichen Arbeiten sollen Feldversuche im Jahr 2020/21 den Machbarkeitsnachweis erbringen. Im Folgeprojekt wird an der Erhöhung der Frosttoleranz von Zuckerrüben gearbeitet. Bei Zichorien sollen durch neue Züchtungsmethoden die inulin-abbauenden Enzyme gehemmt werden. Dabei werden die entsprechenden Prozesse sowohl während der Wachstumsphase als auch bei der Lagerung untersucht. Optimierung der Erntequalität und Verbesserung der Langzeitlagerung Die Kampagnen werden künftig länger andauern, weshalb eine effiziente und schonende Ernte sowie eine verlustarme Lagerung der Rohstoffe, wie z. B. Zuckerrüben am Feldrand, an Bedeutung zunehmen. Gemeinsam mit den Herstellern von Rodetechnik arbeiten wir an Lösungen für eine rübenschonende Ernte mithilfe von innovativer Sensortechnologie. Zum Thema Rübenlagerung wird untersucht, inwieweit der Einsatz antagonistisch wirkender Mikroorganismen das Wachstum fäulniserregender Pilze verringern und damit die Lagerung in Mieten positiv beeinflussen kann. Solche Pilze sind die Hauptursache für die Verschlechterung der Rübenqualität während der Lagerung. Sorten Die Züchtung von Sorten mit Eigenschaften zur Kompensation sowohl biotischer (z. B. Befall mit Krankheiten und Schädlingen) als auch abiotischer (z. B. Trockenheit) für das Pflanzenwachstum negativer Einflussfaktoren gewinnt an Bedeutung. Wir unterstützen Forschungsvorhaben, die mithilfe der neuen Technologien des Genome Editing wie z. B. CRISPR / Cas9 schnell und zielgerichtet diese Eigenschaften in neue Sorten einbringen. Fruchtfolge Durch die Integration möglichst verschiedener Feldfrüchte in die Rübenfruchtfolge soll das Bodenbiom gefördert und das Rübenwachstum verbessert werden. Gleichzeitig wird untersucht, ob mit diesen anbautechnischen Maßnahmen der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln reduziert werden kann. Pflanzenschutz Zunehmende Resistenzen von Unkräutern, Krankheitserregern und Schädlingen in Verbindung mit der stetigen Abnahme der zur Verfügung stehenden Pflanzenschutzmittel erfordern neue Wege beim Pflanzenschutz. Entsprechend initiieren und begleiten wir Projekte zur mechanischen Kontrolle von Unkräutern, zum Einsatz von biologischen Mitteln als Zusatz oder Ersatz von rein chemischen Präparaten sowie Untersuchungen für eine nachhaltige Fruchtfolge als primären Baustein im Sinne eines integrierten Pflanzenbaus. Wir arbeiten an der Entwicklung neuer sowie der Optimierung bestehender Prognosemodelle zur gezielten Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen. Die Einbindung moderner Technologien - von hochsensiblen Sensoren bis hin zum Einsatz von autonomen Fahrzeugen mit punktgenauer Dosierung - bieten dabei neue Möglichkeiten, den Pflanzenschutz zu optimieren. Rohstoffe für Stärke Die Untersuchung des Einflusses des Reifegrades von Getreiden, wie z. B. Mais, auf die Stärkeeigenschaften steht weiterhin im Fokus der Aktivitäten im Rohstoffbereich. Dabei wird der Rohstoff mit unterschiedlichen Reifegraden geerntet und sowohl im Labor- als auch Pilotmaßstab verarbeitet und die Stärke ausführlich charakterisiert. Als neuer Stärke-Rohstoff wurden Weizensorten mit hohem Amylopektingehalt mit Wachsmais als Maßstab verglichen. Wesentlich dabei ist auch die Analyse von Weizensorten unterschiedlicher Herkunft. Verarbeitungstechnologie Um in den Zuckerfabriken Kampagnen von mehr als 130 Tagen zuverlässig und möglichst störungsfrei fahren zu können, wird kontinuierlich an der Verbesserung von Produktionsprozessen gearbeitet. Dazu gehören auch Konzepte zur Verarbeitung von nicht optimalem Rübenmaterial, wie z. B. eine verbesserte Saftreinigung und Abtrennung störender Begleitstoffe, die dann als Rohstoff in einer Biogasanlage wiederverwertet werden können. Zur Bewertung der Effizienz einzelner Prozessabschnitte in der Zuckerproduktion werden kontinuierlich Rechenmodelle entwickelt und genutzt. Anschließend werden gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit angepasst an die einzelnen Werke umgesetzt. Im Bereich der funktionellen Kohlenhydrate konnten bei der Rückgewinnung von Prozesswasser und Produkt durch den Einsatz einer Pilot-Membrananlage Einsparpotenziale aufgezeigt werden. Die Integration dieser Technologie in wesentliche Verfahrensschritte des Palatinose(tm)- und Isomalt-Prozesses ist vorgesehen. Verfahrenstechnische und technologische Kompetenzen aus dem Bereich der Zuckertechnologie konnten zur Optimierung der Palatinose(tm)-Kristallisation eingesetzt werden. In den Bioethanol-Produktionsanlagen soll ein möglichst breites Spektrum an Rohstoffen zur Fermentation eingesetzt werden. So steht weiterhin die Evaluierung neuer Aufschlusstechnologien sowie neuer Enzyme und Hefen auf ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Die kontinuierliche Prüfung neuer Enzyme und Hefen auf ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit hat das Ziel, die Bioethanolausbeute aus den eingesetzten Rohstoffen zu optimieren. Versuche mit neuen nicht gentechnisch veränderten Hefen zeigen bereits sehr positive Auswirkungen auf die Bioethanolausbeute. Für den Einsatz in der Produktion soll ein Hefestamm entwickelt werden, der speziell auf das Anlagendesign zugeschnitten ist. Ebenso wird eine Optimierung des Stärkeaufschlusses durch physikalische Methoden verfolgt. Eine vielversprechende technische Lösung wurde großtechnisch umgesetzt. Ebenso wurden weitere Studien und Untersuchungen zur Verwendung von verschiedenen Reststoffen als Rohstoff für die Fermentation durchgeführt. Im Rahmen dieser Evaluierungen wurden auch Konzepte mit lignocellulosehaltigen Materialien - sogenannte 2G-Konzepte - untersucht. Im Bereich Fruchtzubereitungen konnte die Technologie zur Reduzierung der Aktivität von Mikroorganismen auf der Oberfläche der geernteten Früchte weiter verbessert werden. Die so behandelten Früchte können schonender weiterverarbeitet werden und schneiden besser bei der Bewertung der Eigenschaften Geruch, Geschmack, Aussehen und Farbe ab. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt lag im verbesserten Erhalt der Fruchttextur während der Verarbeitung. Diese Technologie soll während der gesamten Ernte und Verarbeitung eine gleichbleibende Produktqualität gewährleisten. Darüber hinaus kann die Optik der Früchte in Produkten erhalten bleiben. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien wurden neue Erkenntnisse hinsichtlich des "Best-Practice"-Anlagendesigns zur Produktion von Fruchtzubereitungen gewonnen. Die Umsetzung im großtechnischen Format soll neben einer verringerten Schädigung der Früchte zu einer erhöhten Produktivität bei gleichzeitiger Energieeinsparung führen. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate wurde die eigene Produktion von Kompositionsaromen für die Produktkategorien Getränkegrundstoffe und Aromen erfolgreich weiterentwickelt. Außerdem wurden diese Bereiche ausgebaut. Produkte: Rezepturen und Anwendungskonzepte Im Bereich Zucker und Zuckerspezialitäten wurden neue Rezepturen entwickelt, die mit der Verwendung natürlicher Zutaten dem Clean-Label-Trend Rechnung tragen. Daneben werden für den Einzelhandel auch exotische und weniger verarbeitete Zuckervarianten wie z. B. Bio-Kokosblütenzucker und Bio-Agaven-Süße bei der Markteinführung begleitet. Im Bereich funktionelle Lebensmittelzutaten wurden weitere Anwendungskonzepte - oft in Zusammenarbeit mit unseren Kunden - entwickelt: Für galenlQ(tm) stehen die Verwendungsmöglichkeiten in Tabletten, insbesondere Minitabletten, dragierten Produkten und Pulveranwendungen sowie neue Varianten mit speziellem Auflöse- und Zerfallszeitverhalten im Fokus. Für eine Vermarktung der ernährungsphysiologischen Vorzüge von Palatinose(tm), wie lang anhaltende Energiefreisetzung oder verbessertes Blutglukosemanagement, wurden entsprechende Rezepturen von Getränken, Backwaren und Milchprodukten entwickelt. Bei Inulin und Oligofruktose stehen weiterhin Formulierungen in Backwaren und Milchprodukten zur Zucker- und Fettreduktion im Vordergrund. Den Schwerpunkt bei Reisstärke und Reismehl bilden die Einsatzmöglichkeiten in Säuglingsnahrungsprodukten und Backwaren. Zudem kann Reisstärke in vielen Lebensmitteln den gewünschten Weißgrad von Coatings oder Glasuren erhöhen und dort Titandioxid ersetzen. Für diese Anwendung wurden spezielle Konzepte entwickelt. Pflanzliche Proteine, wie beispielsweise texturiertes Gluten, sind gefragte Zutaten für den dynamisch wachsenden Markt für vegetarische und vegane Lebensmittel. Neben neuen Kombinationen aus Gluten und Reis- oder Weizenmehl mit unterschiedlichen Eigenschaftsprofilen wird an der nächsten Generation von Texturaten mit weiter verbessertem sensorischem Profil und Funktionalität gearbeitet. Im Bereich Stärke stehen die Markttrends vegan und Clean Label für die Entwicklung entsprechender Produkte für die Lebensmittelindustrie im Fokus. Ein Kichererbsenquellmehl wurde für den Einsatz in Hummus-Aufstrich entwickelt (Instant Hummus). Ein weiteres auf Basis von Kichererbsenquellmehl neu entwickeltes Produkt ist Agenovum(r), ein Ei-Ersatz, der insbesondere in Backwaren zu sehr guten Resultaten führte. Für den Ersatz von Gelatine in Gummiwaren konnte durch eine prozesstechnologische Adaptierung das Eigenschaftsprofil der eingesetzten Stärken weiter optimiert werden. Auch in den technischen Bereichen gewinnen Nachhaltigkeitskriterien zunehmend an Bedeutung und bestimmen die Anforderungen des Markts. Im technischen Stärkebereich stehen Prozessoptimierungen für das bestehende Stärkeportfolio sowie Entwicklungen für Biokunststoffe im Vordergrund. So konnte das Produktportfolio der biologisch abbaubaren Biokunststoffe um thermoplastische Stärken erweitert werden. Durch innovative Rezepturen können nun Produkte angeboten werden, die eine Verarbeitung von höheren Anteilen an thermoplastischer Stärke zulassen und auch zu transparenteren Folien führen. Der Schwerpunkt bei den Produkten für die Kosmetikindustrie lag in der Entwicklung von weiteren funktionalisierten Stärken, insbesondere für die Anwendung in Trockenshampoos. Für den Bereich Skin Care Naturkosmetik konnte eine Bio-Tapiokastärkevariante mit entsprechender COSMOS-Zertifizierung zur Marktreife gebracht werden. Für den Einsatz in Milchprodukten wurden zuckerreduzierte Fruchtzubereitungen mit natürlichen Süßungsmitteln entwickelt. Dem Trend zu mehr Natürlichkeit in Fruchtzubereitungen folgend, wurden Rezepturen ohne kennzeichnungspflichtige Verdickungsmittel erarbeitet. Mithilfe neuer Technologien konnten die Herstellungszeit verkürzt sowie viskositätsstabile Mischrezepturen von Mango, Apfel, Birne und Feige mit anderen Rohwaren erfolgreich umgesetzt werden. Neue Produkte und Technologien Für die Südzucker-Gruppe ist die Valorisierung von Wertstoffen aus Nebenströmen für Lebensmittelanwendungen - so-genanntes Upcycling - von großem Interesse. Die meisten unserer Produktionsanlagen sind Bioraffinerien. Durch den Einsatz innovativer Prozesse und Technologien sollen weitere nutzbare Produkte aus den Stoffströmen gewonnen werden, um die Wertschöpfungskette zu erweitern. Konzepte für gekoppelte Nutzungspfade für die energetische und stoffliche Nutzung von Nebenströmen der Bioethanolproduktion werden weiterverfolgt. Proteine Insbesondere an der Gewinnung von funktionellen Proteinen aus den Nebenströmen der Bioethanolproduktion wird geforscht. Es wurden drei Prozesskonzepte für die Herstellung neuer Proteinprodukte für Lebensmittelanwendungen konzipiert und hinsichtlich Produkteigenschaften, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bewertet. Im Rahmen von kleinen Produktionsphasen direkt in den Bioethanolanlagen konnten erste funktionelle Proteine bereitgestellt werden, die nun in verschiedenen Lebensmittelanwendungen getestet werden. Biobasierte Chemikalien Bei den Forschungen zur stofflichen Nutzung von hochreinem Kohlendioxid aus der Bioethanolproduktion für sogenannte biobasierte Chemikalien wurden Fortschritte erzielt, sodass nun im nächsten Schritt ein industrielles Konzept erarbeitet werden kann. Biobasierte Chemikalien können als Alternative zu petrochemischen Produkten eingesetzt werden sowie einen positiven Beitrag für die Nachhaltigkeit und die Gesamtökonomie der Bioethanolanlagen leisten. Im Rahmen der Kohlendioxid-Verwertung in Kombination mit regenerativem Strom zur Wasserstofferzeugung wurden mehrere Forschungsprojekte, sogenannte "Power-to-X"-Ansätze, initiiert. Je nach Verfahren führt dies zu Wertstoffen, die entweder energetisch verwertet werden können, als Treibstoffzusatz dienen oder als biobasierte Chemikalien Anwendung finden. Ein weiteres Projekt ist die Entwicklung eines Zwischenprodukts für Polymere aus Kohlenhydraten. Nach Abschluss der Vorarbeiten im Labor wurde der Aufbau und Betrieb einer kontinuierlich arbeitenden Pilotanlage initiiert. Bioethanol als Chemierohstoff An Konzepten zur Gewinnung von C4-Bausteinen als Rohstoff für die chemische Industrie wird weitergearbeitet; der Fokus liegt auf der chemisch-katalytischen Umwandlung von Ethanol zu Butanol. Nach der Identifizierung geeigneter Katalysatoren wird nun eine kontinuierliche Pilotanlage betrieben, um Reaktionsparameter und Ausbeute zu optimieren. Lebensmittelsäuren und -stabilisatoren In einem neuen Projekt wird die stoffliche Nutzung von Co-Produkten wie Zuckerrübenschnitzeln und Apfeltrester untersucht. Ziel ist die fermentative Umsetzung einiger Hauptkomponenten der Rohstoffe zu Produkten für die Nahrungsmittelindustrie, wie z. B. Säuerungsmittel oder Stabilisatoren. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Das Geschäftsjahr 2017/18 war für unser Segment Zucker ein Jahr des Umbruchs im europäischen Zuckermarkt. Mit Abschaffung der EU-Quotenregelung für Zucker und Isoglukose zum 30. September 2017 fielen die Produktionsbeschränkungen weg, zugleich wurden bestehende Exportbegrenzungen sowie der EU-Quotenrübenmindestpreis aufgehoben. Südzucker und alle europäischen Wettbewerber haben ihre Rübenanbauflächen ausgeweitet und die Kampagnelängen deutlich erhöht. Die damit einhergehende Kostendegression und flexiblere Rübenbezahlungssysteme, die in vielen Fällen an die Zuckerpreisentwicklung geknüpft sind, haben die internationale Wettbewerbsposition der ertragsstarken Regionen in Europa verbessert. Allerdings hat die um 20 % gestiegene Zuckerproduktion die europäischen Zuckerpreise stark belastet. Diese Entwicklung in der EU wurde durch den Verfall der Weltmarktpreise infolge der weltweiten Rekordernten und die Abschwächung des US-Dollars noch zusätzlich belastet. Vor diesem Hintergrund war die Ergebnisentwicklung zweigeteilt. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18 konnten noch zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden. Die Entwicklung in den letzten Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 - nach Abschaffung der EU-Quotenregelung - war aber erwartungsgemäß schwach. Südzucker hat sich gleichwohl mit einer mit 5,9 (4,7) Mio. t um 26 % höheren Zuckerproduktion in den Exportmärkten gut positioniert, ihre Marktanteile in der EU gefestigt und konnte die Vorteile der Logistikoptimierung einer europäischen Zuckergruppe mit 29 Produktionsstandorten nutzen. Die Ergebnisentwicklung im Segment CropEnergies war und bleibt stark von der europäischen Preisentwicklung für Bioethanol abhängig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Kapazitäten mit einer Erzeugung von 1,1 (1,0) Mio. m3 Bioethanol weiter gut genutzt und trotz leicht gestiegener Getreidepreise ein zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaftet werden. Die Segmente Spezialitäten und Frucht konnten ihre erfolgreiche Entwicklung fortsetzen und damit ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Stabilisierung der Konzernergebnisse bestätigen. Südzucker hat diese Segmente in den letzten Jahren mit Akquisitionen weiter gestärkt. Im Geschäftsjahr 2017/18 konnte mit den Tiefkühlpizzaherstellern Richelieu Foods Inc., Braintree / USA, und HASA GmbH, Burg, die Marktposition im Bereich Convenience Food weiter verbessert werden. In den USA ist der Marktanteil von Handels-Eigenmarken-Tiefkühlpizzen mit 16 % noch verhältnismäßig gering und das Wachstumspotenzial für den Marktführer Richelieu Foods Inc. groß. Insbesondere diese Akquisitionen haben zu Kaufpreiszahlungen in Höhe von 432 Mio. € und damit zu einem Anstieg der Nettofinanzschulden auf 843 (413) Mio. € geführt, was aber gemessen am Cashflow von 693 (634) Mio. € eine unverändert solide Finanzstruktur kennzeichnet. Die Investitionen haben das Capital Employed erhöht und zu einem leichten Rückgang des Return on Capital Employed (ROCE) von 6,7 (7,1) % geführt. Die Liquidität und das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden konnten durch Begebung einer 500-Mio.-€-Anleihe mit einer Laufzeit bis November 2025 und einem Coupon von 1,0 % verbessert werden. Gesamtwirtschaftliche Lage und Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld und Währungen Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2017 um rund 3,8 (3,2) % gewachsen. Wachstumspfeiler waren die verbesserte Konjunktur im Euroraum, in den USA und Kanada sowie die wirtschaftliche Erholung in Brasilien und Russland. Im Euroraum stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,4 (1,8) %; in Deutschland um 2,2 (1,9) % - das stärkste Wachstum seit 2011. Steigende Konsumausgaben der privaten Haushalte in Kombination mit wachsender Investitionstätigkeit und reger Exportnachfrage nach deutschen Gütern stützten den Aufschwung. Neben Deutschland zeigten Spanien und Frankreich das stärkste Wirtschaftswachstum in der EU. Die gute Stimmung auf Unternehmens- und Verbraucherebene im Euroraum bewirkte eine nachhaltige Aufwertung des Euro, obwohl in den USA mehrere Zinserhöhungsschritte erfolgten und gleichzeitig die Zinsen im Euroraum auf historischen Tiefständen verharrten. Ende Oktober 2017 verlängerte die EZB das Kaufprogramm für Unternehmensanleihen im Investment-Grade-Rating-Bereich bis September 2018 bei Halbierung des monatlichen Ankaufvolumens auf 30 Mrd. €. Im Vorfeld und nach Verabschiedung der US-Steuerreform Anfang Dezember 2017 stiegen die Inflationserwartungen in den USA angesichts der zu erwartenden Konjunkturimpulse. Zum Jahresauftakt 2018 führten Spekulationen über eine schnellere geldpolitische Wende der EZB zu einem Dreijahres-Hoch von 1,25 USD/€ am 15. Februar 2018. Zum Geschäftsjahresende lag der Kurs bei 1,22 (1,06) USD/€. Absatz- und Rohstoffmärkte Seit Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 ging der Zucker-Weltmarkpreis drastisch zurück. Maßgeblich für diesen Preisverfall war die Erwartung eines Produktionsüberschusses auf dem Weltmarkt im Wirtschaftsjahr 2017/18. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch Finanzspekulationen an den globalen Warenterminmärkten. Der Weltmarktpreis für Weißzucker fiel von rund 500 €/t zu Geschäftsjahresbeginn im 1. Halbjahr auf nahezu 300 €/t. Danach setzte eine vorübergehende leichte Erholung ein, bevor - auch durch die Erwartung eines weiteren Überschussjahres am Weltmarkt - die Preise nochmals unter Druck gerieten und zum Geschäftsjahresende bei 296 €/t lagen. Die europäischen Ethanolpreise zeigten sich im Geschäftsjahr 2017/18 erneut sehr volatil. Nachdem im März 2017 noch Preise oberhalb der Marke von 600 €/m3 zu beobachten waren, bewegten sie sich nach einem deutlichen Rückgang Anfang April 2017 bis Ende September 2017 um die Marke von 550 €/m3 . Anfang Oktober 2017 war ein erneuter Preisabschlag auf rund 460 €/m3 zu verzeichnen, der unter anderem auf Spekulationen über die Auswirkungen des Wegfalls des bisherigen Marktordnungsrahmens mit Zuckerquotenregelung und Zuckerrübenmindestpreisen zurückzuführen war. Ende Februar 2018 lag die Notierung bei rund 460 €/m3 . Die globale Getreideernte und Lagerbestände werden im Wirtschaftsjahr 2017/18 die Rekordwerte des Vorjahres zwar nicht ganz erreichen, dennoch ist von einer unverändert komfortablen Versorgungslage auszugehen. In der EU soll deutlich mehr Getreide geerntet und bei einem auf Vorjahresniveau liegenden Verbrauch erneut ein deutlicher Produktionsüberschuss erzielt werden. Entsprechend der ausgezeichneten Versorgungslage sanken die Weizenpreise von 174 €/t Anfang März 2017 auf 167 €/t Ende Februar 2018. Der globale Fruchtzubereitungsmarkt sah im Kalenderjahr 2017 Wachstumsraten von rund 1 % p. a. bis 2021 bei löffelbaren Fruchtjoghurts und 7,4 % p. a. bis 2021 bei trinkbaren Joghurts. Beide Märkte zeigten einen Trend hin zu proteinreichen Produkten. Im Markt für europäisches Apfelsaftkonzentrat hatten sich die Preise im 1. Halbjahr zunächst auf solidem Niveau stabilisiert, bevor Ernteausfälle in den Hauptanbaugebieten die Konzentratpreise in die Höhe trieben. Rohstoffseitig wurde die in der Division Fruchtzubereitungen als Hauptfrucht verarbeitete Erdbeere in Europa zu stabilen Preisen eingekauft, während es in den USA zu deutlichen Preisrückgängen und in China zu deutlichen Preiserhöhungen kam. Die Division Fruchtsaftkonzentrate hatte in Polen, Deutschland und Italien infolge von Spätfrösten eine der niedrigsten Apfelernten der letzten zehn Jahre zu verkraften. Energie und Emissionshandel Ausgehend von 56 USD/Barrel am 1. März 2017 gerieten die Rohölpreise der Nordseesorte Brent zunächst unter Druck, als aufgrund der uneinheitlichen Linie der OPEC wiederholt Zweifel an der raschen Wiederherstellung eines globalen Marktgleichgewichts aufkamen. Der Future-Preis für Brent-Öl gab bis auf 46 USD/Barrel Mitte Juni 2017 nach. Ab Ende des 2. Quartals führte der globale Wirtschaftsaufschwung in Verbindung mit Produktionskürzungen der OPEC-Staaten und US-Produktionsausfällen zu einem nachhaltigen Preisanstieg. Am 30. November 2017 einigten sich OPEC und weitere Nicht-OPEC-Länder auf eine Verlängerung der Förderbeschränkungen über März 2018 hinaus bis zum Jahresende 2018. In der Folge erreichte der Brent-Rohölpreis am 25. Januar 2018 ein Dreijahreshoch bei 71 USD/Barrel. Debatten über einen vorzeitigen Ausstieg aus dem OPEC-Kürzungsabkommen lösten Gewinnmitnahmen aus, sodass der Brent-Ölpreis am Geschäftsjahresende mit rund 66 USD/Barrel aus dem Handel ging. Der europäische Emissionshandel (ETS) war 2017 von den Diskussionen und ersten Beschlüssen der EU-Kommission zur vierten Handelsphase ab 2021 geprägt. Die European-Emission-Allowances-(EUA-)Preise bewegten sich zu Beginn des Jahres 2017 auf einem niedrigen Niveau von rund 4,50 €/EUA. Ab dem 2. Quartal waren erste Preissteigerungen zu verzeichnen und Anfang September wurde dann erstmals im Geschäftsjahr 2017/18 die Marke von 7 €/EUA überschritten. Seither ist ein weiterer Aufwärtstrend zu verzeichnen. Am 28. Februar 2018 notierten die EUA auf dem Spotmarkt bei rund 10 € - dem höchsten Preis seit 2012. Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zu den branchenbezogenen Rahmenbedingungen wird auf die Erläuterungen zu den einzelnen Segmenten verwiesen. Konzernertragslage Umsatz und operatives Ergebnis Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2017/18 um 8 % auf 6.983 (6.476) Mio. €. Dazu beigetragen haben die Segmente Zucker, Spezialitäten und CropEnergies, der Umsatz im Segment Frucht lag auf Vorjahresniveau. Umsatz und operatives Ergebnis scroll 2017/18 2016/17 + / - in % Umsatzerlöse Mio. € 6.983 6.476 7,8 EBITDA Mio. € 758 709 6,8 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 313 - 283 10,8 Operatives Ergebnis Mio. € 445 426 4,2 Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 20 - 20 - Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 2 35 - 94,0 Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 467 441 5,9 EBITDA-Marge % 10,8 10,9 Operative Marge % 6,4 6,6 Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 361 329 9,6 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 432 164 > 100 Investitionen gesamt Mio. € 793 493 60,8 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 370 433 - 14,4 Capital Employed Mio. € 6.650 6.012 10,6 Return on Capital Employed % 6,7 7,1 Mitarbeiter 18.515 16.908 9,5 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 019 Das operative Konzernergebnis erhöhte sich leicht auf 445 (426) Mio. €. Insbesondere das Segment Zucker, aber auch das Segment Frucht haben hierzu beigetragen, während das operative Ergebnis in den Segmenten CropEnergies und Spezialitäten erwartungsgemäß unter dem hohen Vorjahresniveau lag. Bei einer isolierten Betrachtung der Halbjahre zeigt sich eine Trendwende, die den Rückgang der Ergebnisse in den Segmenten Zucker und CropEnergies im 2. Halbjahr widerspiegelt: Im 1. Halbjahr lag das operative Konzernergebnis noch deutlich über dem Vorjahr, in der 2. Geschäftsjahreshälfte ging es gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Capital Employed und Return on Capital Employed (ROCE) Das Capital Employed stieg auf 6.650 (6.012) Mio. €. Der deutliche Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Akquisitionen im Segment Spezialitäten und einer Erhöhung des Working Capitals im Segment Zucker. Trotz eines verbesserten operativen Ergebnisses von 445 (426) Mio. € ging der ROCE auf 6,7 (7,1) % zurück. Gewinn-und-Verlust-Rechnung scroll Mio. € 2017/18 2016/17 + / - in % Umsatzerlöse 6.983 6.476 7,8 Operatives Ergebnis 445 426 4,2 Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen 20 - 20 - Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 2 35 - 94,0 Ergebnis der Betriebstätigkeit 467 441 5,9 Finanzergebnis - 39 - 34 14,7 Ergebnis vor Ertragsteuern 428 407 5,1 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 110 - 95 15,6 Jahresüberschuss 318 312 1,9 davon Aktionäre der Südzucker AG 205 214 - 4,0 davon Hybrid-Eigenkapital 13 13 - 2,2 davon sonstige nicht beherrschende Anteile 100 85 17,4 Ergebnis je Aktie (€) 1,00 1,05 - 4,8 TABELLE 020 Ergebnis der Betriebstätigkeit Das Ergebnis der Betriebstätigkeit des Geschäftsjahres 2017/18 in Höhe von 467 (441) Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis von 445 (426) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 20 (- 20) Mio. € und dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen von 2 (35) Mio. € zusammen. Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von 20 (- 20) Mio. € betrifft im Wesentlichen das Segment Zucker und umfasst Erträge aus zu viel erhobenen Produktionsabgaben für die Zuckerwirtschaftsjahre 1999/2000 und 2000/01. Daneben sind Erträge aus Grundstücksveräußerungen sowie aus Versicherungserstattungsansprüchen im Zusammenhang mit dem Brand in der Zuckerfabrik Ochsenfurt im Sommer 2017 enthalten. Dem standen Aufwendungen aus Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen gegenüber. Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen verminderte sich infolge des geringeren Ergebnisbeitrags im Segment Zucker auf 2 (35) Mio. €. Finanzergebnis Das Finanzergebnis belief sich auf - 39 (- 34) Mio. € und umfasst ein Zinsergebnis von - 31 (- 27) Mio. € sowie ein sonstiges Finanzergebnis von - 8 (- 7) Mio. €. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 428 (407) Mio. € beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf - 110 (- 95) Mio. €. Die Steuerquote lag bei 26 (23) %. Jahresüberschuss Vom Jahresüberschuss von 318 (312) Mio. € entfielen 205 (214) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG, 13 (13) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 100 (85) Mio. € auf die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. Das Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie betrug 1,00 (1,05) €. Der Ermittlung liegt der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien zugrunde. Konzernfinanzlage Finanzierungsrechnung scroll Mio. € 2017/18 2016/17 + / - in % Cashflow 693 634 9,2 Zunahme (-)/Abnahme (+) des Working Capitals - 183 - 89 > 100 Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit 501 548 - 8,6 Summe Investitionen in Sachanlagen1 - 361 - 329 9,6 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen - 432 - 164 > 100 Investitionen gesamt - 793 - 493 60,8 Sonstige Cashflows aus Investitionstätigkeit 20 22 - 9,1 Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Investitionstätigkeit - 773 - 471 64,0 Gewinnausschüttungen - 164 - 115 42,0 Sonstige Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 428 - 26 - Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Finanzierungstätigkeit 262 48 > 100 Sonstige Änderungen der flüssigen Mittel 14 - 3 - Abnahme (-) / Zunahme (+) der flüssigen Mittel 4 121 - 96,7 Flüssige Mittel am Anfang der Periode 581 459 26,4 Flüssige Mittel am Ende der Periode 585 581 0,8 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 021 Cashflow Der Cashflow erreichte 693 Mio. € nach 634 Mio. € im Vorjahr bzw. 9,9 (9,8) % der Umsatzerlöse. Working Capital Der Mittelabfluss aus der Zunahme des Working Capitals um 183 Mio. € resultierte maßgeblich aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Segment Zucker sowie aus mengenbedingten Zunahmen im Segment Spezialitäten. Investitionen in Sachanlagen Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen sich auf 361 (329) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von 171 (153) Mio. € überwiegend auf Ersatzinvestitionen, auf Investitionen zur Verbesserung der Effizienz und der Logistik. Das Investitionsvolumen im Segment Spezialitäten in Höhe von 121 (126) Mio. € betrifft im Wesentlichen die Schaffung neuer Produktionskapazitäten in der Division Stärke sowie Anlagenerweiterungen und Optimierung bei BENEO und bei Freiberger. Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 20 (16) Mio. € dienen dem Ersatz und der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 49 (34) Mio. € maßgeblich die Division Fruchtzubereitungen und hierbei die Installation weiterer Produktionskapazitäten. Investitionen in Finanzanlagen Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 432 (164) Mio. € betrafen im Wesentlichen das Segment Spezialitäten und entfielen mit 384 Mio. € auf den 100%igen Erwerb des Pizzaherstellers Richelieu Foods Inc., Braintree / Massachusetts / USA und mit 46 Mio. € auf den 100%igen Erwerb des Tiefkühlpizzaherstellers HASA GmbH in Burg. Gewinnausschüttungen Die im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgezahlten Gewinnausschüttungen im Konzern von insgesamt 164 (115) Mio. € entfielen mit 92 (61) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG sowie mit 72 (54) Mio. € auf andere Gesellschafter. Entwicklung der Nettofinanzschulden Mit dem Cashflow von 693 Mio. € konnten der Mittelabfluss aus dem Aufbau des Working Capitals um 183 Mio. €, aus den Investitionen in Sachanlagen von 361 Mio. € sowie aus den Gewinnausschüttungen in Höhe von 164 Mio. € maßgeblich finanziert werden. Die Finanzierung der Akquisitionen von 432 Mio. € erfolgte im Wesentlichen durch die aufgenommenen Finanzmittel. Entsprechend haben sich die Nettofinanzschulden von 413 Mio. € um 430 Mio. € auf 843 Mio. € zum 28. Februar 2018 erhöht. Konzernvermögenslage Langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 373 Mio. € auf 5.153 (4.780) Mio. €. Infolge des Erwerbs der Tiefkühlpizzahersteller Richelieu Foods Inc. sowie HASA GmbH erhöhten sich der Geschäfts- oder Firmenwert und die übrigen immateriellen Vermögenswerte, wodurch die immateriellen Vermögenswerte insgesamt auf 1.659 (1.240) Mio. € anstiegen. Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich bedingt durch Investitionen und Konsolidierungskreisänderungen um 69 Mio. € auf 2.991 (2.922) Mio. €. Der Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 115 Mio. € auf 503 (618) Mio. € resultierte insbesondere aus den reduzierten Anteilen an at Equity einbezogenen Unternehmen von 370 (433) Mio. € und reflektiert das schwierige Umfeld des Zuckermarkts für das britische Handelshaus ED&F MAN Holdings Limited. Kurzfristige Vermögenswerte Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 225 Mio. € auf 4.181 (3.956) Mio. €. Wesentliche Ursache hierfür waren um 66 Mio. € höhere Vorratsbestände - insbesondere im Segment Spezialitäten - infolge der Erstkonsolidierung der Tiefkühlpizzahersteller Richelieu Foods Inc., Braintree / USA und HASA GmbH, Burg, von 2.119 (2.053) Mio. €, um 91 Mio. € gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 972 (881) Mio. € sowie ein Anstieg der übrigen Vermögenswerte um 68 Mio. € auf 1.090 (1.022) Mio. €, der maßgeblich aus den Forderungen an die EU infolge zu viel erhobener Produktionsabgaben für die Zuckerwirtschaftsjahre 1999/2000 und 2000/2001 resultierte. Eigenkapital Das Eigenkapital stieg auf 5.024 (4.888) Mio. €; die Eigenkapitalquote lag bei einer gestiegenen Bilanzsumme von 9.334 (8.736) Mio. € mit 54 (56) % leicht unter Vorjahresniveau. Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG erhöhte sich um 109 Mio. € auf 3.456 (3.347) Mio. €; gleichzeitig erhöhten sich die sonstigen nicht beherrschenden Anteile um 26 Mio. € auf 914 (888) Mio. €. Bilanz scroll Mio. € 28. Februar 2018 28. Februar 2017 + / - in % Aktiva Immaterielle Vermögenswerte 1.659 1.240 33,8 Sachanlagen 2.991 2.922 2,3 Übrige Vermögenswerte 503 618 - 18,6 Langfristige Vermögenswerte 5.153 4.780 7,8 Vorräte 2.119 2.053 3,2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 972 881 10,4 Übrige Vermögenswerte 1.090 1.022 6,7 Kurzfristige Vermögenswerte 4.181 3.956 5,7 Bilanzsumme 9.334 8.736 6,9 Passiva Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG 3.456 3.347 3,2 Hybrid-Eigenkapital 654 653 0,1 Sonstige nicht beherrschende Anteile 914 888 3,0 Eigenkapital 5.024 4.888 2,8 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 781 823 - 5,1 Finanzverbindlichkeiten 1.117 917 21,8 Übrige Schulden 353 300 17,7 Langfristige Schulden 2.251 2.040 10,3 Finanzverbindlichkeiten 456 221 > 100 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 946 917 3,1 Übrige Schulden 657 670 - 1,9 Kurzfristige Schulden 2.059 1.808 14,0 Bilanzsumme 9.334 8.736 6,9 Nettofinanzschulden 843 413 > 100 Eigenkapitalquote in % 53,8 56,0 Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) 16,8 8,4 TABELLE 022 Langfristige Schulden Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 211 Mio. € auf 2.251 (2.040) Mio. €. Dabei reduzierten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 42 Mio. € auf 781 (823) Mio. € infolge der Bewertung mit dem gestiegenen Marktzinssatz von 2,20 % am 28. Februar 2018 nach 1,90 % am 28. Februar 2017. Die Finanzverbindlichkeiten verzeichneten einen Anstieg um 200 Mio. € auf 1.117 (917) Mio. € durch die Aufnahme der Anleihe 2017/2025 im 3. Quartal mit einem Buchwert von 495 Mio. € sowie gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Dem stand der Rückgang durch den kurzfristigen Ausweis der am 29. März 2018 fälligen Anleihe 2011/2018 mit einem Buchwert von 400 Mio. € gegenüber. Der Anstieg der übrigen Schulden um 53 Mio. € auf 353 (300) Mio. € resultiert maßgeblich aus den gestiegenen passiven latenten Steuern. Kurzfristige Schulden Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 251 Mio. € auf 2.059 (1.808) Mio. €. Dabei verzeichneten die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten einen Anstieg um 235 Mio. € auf 456 (221) Mio. € infolge der Erhöhung durch den nun kurzfristigen Ausweis der am 29. März 2018 fälligen Anleihe 2011/2018 mit einem Buchwert von 400 Mio. €, dem die Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüberstand. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 29 Mio. € auf 946 (917) Mio. €; letztere enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern in Höhe von 357 (442) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die sich aus sonstigen Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, war ein Rückgang um 13 Mio. € auf 657 (670) Mio. € zu verzeichnen. Nettofinanzschulden Die Nettofinanzschulden sind zum 28. Februar 2018 um 430 Mio. € auf 843 (413) Mio. € gestiegen. Das Verhältnis der Nettofinanzschulden in Prozent des Eigenkapitals betrug 16,8 (8,4) %. Die langfristigen Finanzierungserfordernisse des Konzerns sind zum 28. Februar 2018 durch 793 (697) Mio. € Anleihen, 43 (43) Mio. € Schuldscheindarlehen sowie 281 (174) Mio. € Bankdarlehen gedeckt. Der kurzfristigen Finanzierung dienten am Bilanzstichtag Bankdarlehen von 54 (138) Mio. €, Anleihen von 400 (0) Mio. € sowie Schuldscheindarlehen von 0 (83) Mio. €. Aus den nicht genutzten syndizierten Kreditlinien und weiteren bilateralen Bankkreditlinien standen der Südzucker-Gruppe am Bilanzstichtag mit 1,5 (1,6) Mrd. € ausreichend Liquiditätsreserven zur Verfügung. Daneben bestanden flüssige Mittel sowie Anlagen in Wertpapieren von insgesamt 730 (725) Mio. €. Wertbeitrag, Kapitalstruktur und Dividende Wertbeitrag scroll Mio. € 2017/18 2016/17 2015/16 2014/15 2013/14 Operatives Ergebnis 445 426 241 181 622 Capital Employed 6.650 6.012 5.791 5.877 5.873 Return on Capital Employed (ROCE) 6,7 % 7,1 % 4,2 % 3,1 % 10,6 % TABELLE 023 Das Capital Employed lag mit 6.650 (6.012) Mio. € um 638 Mio. € über Vorjahresniveau, was insbesondere auf die Akquisitionen der Richelieu Foods Inc. und der HASA GmbH sowie das höhere Working Capital im Segment Zucker infolge gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Trotz der Verbesserung des operativen Ergebnisses auf 445 (426) Mio. € ging der Return on Capital Employed (ROCE) von 7,1 auf 6,7 % im Geschäftsjahr 2017/18 zurück. Am Bilanzstichtag betrug der Verschuldungsfaktor aus dem Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 1,2 (0,7). Die Nettofinanzschulden lagen zum 28. Februar 2018 bei 16,8 (8,4) % des Eigenkapitals in Höhe von 5.024 (4.888) Mio. €. Die Eigenkapitalquote ging zum Bilanzstichtag auf 53,8 (56,0) % bei einer auf 9.334 (8.736) Mio. € gestiegenen Bilanzsumme zurück. Kapitalstruktur scroll 2017/18 2016/17 2015/16 2014/15 2013/14 Verschuldungsfaktor Nettofinanzschulden Mio. € 843 413 555 593 536 Cashflow Mio. € 693 634 480 389 697 Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 1,2 0,7 1,2 1,5 0,8 Verschuldungsgrad Nettofinanzschulden Mio. € 843 413 555 593 536 Eigenkapital Mio. € 5.024 4.888 4.473 4.461 4.625 Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) % 16,8 8,4 12,4 13,3 11,6 Eigenkapitalquote Eigenkapital Mio. € 5.024 4.888 4.473 4.461 4.625 Bilanzsumme Mio. € 9.334 8.736 8.133 8.474 8.663 Eigenkapitalquote in % % 53,8 56,0 55,0 52,6 53,4 TABELLE 024 Dividende scroll 2017/18 2016/17 2015/16 2014/15 2013/14 Operatives Ergebnis Mio. € 445 426 241 181 622 Cashflow Mio. € 693 634 480 389 697 Ergebnis je Aktie € 1,00 1,05 0,53 0,10 1,37 Dividende je Aktie1 € 0,45 0,45 0,30 0,25 0,50 Ausschüttungsquote % 45,0 42,9 56,6 - 36,5 1 2017/18: Vorschlag. TABELLE 025 Südzucker verfolgt seit Jahren eine transparente, der Ergebnis- und Verschuldungssituation des Konzerns angepasste Dividendenpolitik, die auf Kontinuität ausgerichtet ist. Ausschüttungen orientieren sich in erster Linie an der nachhaltigen operativen Ergebnisentwicklung des Konzerns. Die Entwicklung der Dividende je Aktie in Relation zu wesentlichen Ertragskennzahlen ist in Tabelle 025 dargestellt. Bei einem Ergebnis je Aktie von 1,00 (1,05) €/Aktie wird eine Dividende von 0,45 (0,45) €/Aktie vorgeschlagen; damit liegt die Ausschüttungsquote bei 45 (43) %. Auf der Grundlage von 204,2 Mio. ausgegebenen Stückaktien ergibt sich eine Ausschüttungssumme in Höhe von 91,9 (91,9) Mio. €. SEGMENT ZUCKER scroll PRODUKTIONSSTANDORTE: 29 Zuckerfabriken, 2 Raffinerien ROHSTOFFE: Zuckerrübe, Rohrrohzucker PRODUKTE: Zucker, Zuckerspezialitäten, Futtermittel MÄRKTE: Europa und Weltmarkt KUNDEN: Lebensmittelindustrie, Handel, Landwirtschaft Marktentwicklung Weltzuckermarkt In seiner ersten Schätzung der Weltzuckerbilanz für das Wirtschaftsjahr 2018/19 (1. Oktober bis 30. September) vom April 2018 erwartet das deutsche Analystenhaus F. O. Licht wie schon im Wirtschaftsjahr 2017/18 einen Überschuss. In den beiden vorhergegangenen Wirtschaftsjahren 2015/16 und 2016/17 hatten sich Produktionsdefizite ergeben. Nach dem Anstieg der Produktion im Wirtschaftsjahr 2017/18 wird auch für 2018/19 mit 192,7 (194,1) Mio. t Zucker eine Erzeugung auf hohem Niveau erwartet. Trotz des weiter wachsenden Verbrauchs von 186,6 (183,6) Mio. t soll es nochmals zu einem weiteren Aufbau der Bestände auf 80,9 (75,8) Mio. t kommen. Das Bestandsniveau im Verhältnis zum Jahresverbrauch liegt damit bei rund 43 (41) %. Die Erzeugung war im Wirtschaftsjahr 2017/18 insbesondere durch Produktionsausweitungen in der EU, in Thailand und anderen asiatischen Staaten sowie durch die Erholung der dürrebedingt im Vorjahr gefallenen Erzeugung in Indien gestiegen. Das Wachstum des Weltzuckerverbrauchs setzt sich auch 2018/19 moderat fort. Wachstumstreiber ist das Bevölkerungswachstum insbesondere in Afrika und Asien. In der Erwartung eines Produktionsüberschusses im Wirtschaftsjahr 2017/18 ging der Weltmarktpreis für Weißzucker seit Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 im 1. Halbjahr von rund 500 €/t auf nahezu 300 €/t deutlich zurück. Seit Sommer 2017 bewegte er sich bei hoher Volatilität in einer Bandbreite von rund 300 bis 340 €/t, bevor er sich im Januar 2018 weiter abschwächte. Bei einem schwächeren US-Dollar gegenüber dem Euro notierte er seitdem zwischen 280 €/t und 300 €/t. Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 296 €/t. Seither ist der Weltmarktpreis weiter rückläufig. Die Tabelle 027 gibt einen Überblick über die bedeutendsten Zuckerproduktions- und Verbrauchsländer sowie die größten Im- und Exportnationen. Brasilien ist mit einem Anteil von rund 18 % nach wie vor der größte Zuckererzeuger und mit 23,2 Mio. t in Wirtschaftsjahr 2017/18 der mit Abstand größte Zuckerexporteur. Weltzuckerbilanz GRAFIK 010 Weltzuckerbilanz scroll Mio. t Rohwert 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 2018/19e Anfangsbestand 79,2 80,9 71,7 68,1 75,8 Erzeugung 180,7 174,0 179,4 194,1 192,7 Verbrauch - 178,6 - 179,8 - 180,6 - 183,6 - 186,6 Mengenberichtigungen - 0,4 - 3,4 - 2,4 - 2,8 - 1,0 Endbestand 80,9 71,7 68,1 75,8 80,9 In % des Verbrauchs 45,3 39,9 37,7 41,3 43,3 Quelle: F. O. Licht, Schätzung der Weltzuckerbilanz, April 2018. TABELLE 026 Weltmarktpreise für Zucker GRAFIK 011 scroll Mio. t Rohwert 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 2018/19e Top-5-Erzeuger Brasilien 34,7 40,5 42,0 34,4 35,5 Indien 30,6 27,4 22,1 33,1 34,0 EU 19,1 15,1 17,5 21,1 19,8 Thailand 11,6 10,0 10,3 14,4 13,4 China 11,5 9,5 10,1 11,2 11,2 Top-5-Verbraucher Indien 27,8 27,0 26,7 27,2 27,7 EU 19,2 18,6 18,5 18,5 18,5 China 16,6 17,3 16,7 17,0 17,2 Brasilien 12,0 11,7 11,8 11,9 12,1 USA 10,9 10,9 11,1 11,3 11,5 Top-5-Netto-Exporteure Brasilien 23,7 29,8 29,6 23,2 23,4 Thailand 8,1 7,8 7,1 8,9 10,9 Australien 3,6 4,0 3,9 3,5 3,6 Guatemala 2,5 2,1 2,1 2,0 2,0 EU - 1,7 - 1,9 - 1,4 2,1 1,2 Top-5-Netto-Importeure1 China 5,3 6,0 3,5 4,9 5,8 Indonesien 3,2 4,7 5,1 4,7 5,6 USA 3,2 3,0 2,9 3,0 3,3 Bangladesch 2,4 2,2 2,4 2,2 2,4 Algerien 1,4 1,7 1,5 1,8 1,8 Quelle: F. O. licht. Schätzung der Weltzuckerbilanz. April. 2018. 1 Zucker, der im Land verbraucht wird, ohne Raffination von Rohzucker für Drittländer. TABELLE 027 EU-Zuckermarkt Das am 30. September 2017 beendete Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ; 1. Oktober - 30. September) 2016/17 war das letzte im bisherigen Marktordnungsrahmen der Zuckerquotenregelung und Zuckerrübenmindestpreise. Für das am 1. Oktober 2017 begonnene ZWJ 2017/18 geht die EU-Kommission aufgrund einer deutlichen Anbauausweitung bei regional unterschiedlichen, aber insgesamt guten bis sehr guten Erträgen von einem Anstieg der Zuckererzeugung auf 21,8 (17,6) Mio. t aus. Mit dem Wegfall der Zuckerquotenregelung und der Zuckerrübenmindestpreise ab Oktober 2017 entfällt die Begrenzung der EU-Exporte. Die Produktionssteigerung führt zu einer Erhöhung der EU-Exporte auf 3,3 (1,4) Mio. t bei gleichzeitig rückläufigen Importmengen. Die EU wird damit wieder vom Netto-Importeur zum Netto-Exporteur. Während sich der Durchschnittspreis für Quotenzucker im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 bei rund 500 €/t stabilisierte, schlug zu Beginn des neuen ZWJ 2017/18 der drastische Rückgang des Weltmarktpreises auch auf das EU-Preisniveau durch. Der EU-Preis für Zucker (Food und Non-Food) fiel im Oktober 2017 auf 420 €/t loser Zucker ab Werk und ging in den Folgemonaten weiter zurück. Im Februar 2018 erreichte der EU-Preis mit 369 €/t das historisch bislang niedrigste Niveau. Absatzmärkte Zucker Die bedeutendsten Absatzmärkte in den Produktionsländern Polen, Deutschland, Frankreich und Belgien sind die Bereiche Schokolade, Backwaren und Getränke. Hier wirkt sich besonders der Trend zu einem geringeren Zuckeranteil in verarbeiteten Lebensmitteln aus, der in Westeuropa im Zeitraum der letzten fünf Jahre um insgesamt 2,5 % zurückgegangen ist. Absatzmärkte Co-Produkte Die Erzeugung von Melasseschnitzeln und Melasse ist 2017/18 weltweit gestiegen. Es wird eine Melasseproduktion von 65 (61) Mio. t erwartet, zu der auch der Produktionsanstieg in der EU von 3,2 auf 3,9 Mio. t beiträgt. Die weltweite Produktion von Rübenschnitzeln wird auf 16,7 (15,0) Mio. t (Trockenschnitzeläquivalent) geschätzt. Mit rund 8,0 (6,5) Mio. t stammt rund die Hälfte dieser Erzeugung aus der EU. Die Nachfrage nach zuckerhaltigen Co-Produkten entwickelt sich sowohl vor dem Hintergrund einer moderat steigenden Mischfutterproduktion in der EU als auch der stetigen Nachfrage in der Fermentations- und Alkoholindustrie weiter positiv. EU-Zuckerbilanz scroll Mio. t Weißwert 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18e Anfangsbestand inkl. Übertragung 3,2 2,6 4,1 1,9 2,2 Erzeugung 17,6 20,3 15,7 17,6 21,8 Importe 3,2 2,8 2,9 2,5 1,2 Verbrauch - 19,3 - 19,4 - 18,5 - 17,4 - 18,5 Exporte - 1,4 - 1,4 - 1,4 - 1,4 - 3,3 Exportsaldo Verarbeitungsprodukte - 0,7 - 0,8 - 0,9 - 1,0 - 1,0 Endbestand inkl. Übertragung 2,6 4,1 1,9 2,2 2,4 davon Übertragung 0,6 2,7 0,9 1,5 0,0 Quelle: EU-Kommission, AGRI C4, Schätzung der EU-Zuckerbilanz 2017/18, April 2018. TABELLE 028 EU-Preis-Reporting GRAFIK 012 Rechtliche und politische Rahmenbedingungen WTO-Verhandlungen Die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen der sogenannten Doha-Runde, mit dem vorrangigen Ziel, die Handelsaussichten der Entwicklungsländer zu verbessern, konnten nach wie vor nicht zum Abschluss gebracht werden. Freihandelsabkommen Im Rahmen der WTO-Verhandlungen wurde vereinbart, das EU-CXL-Importkontingent als Ausgleich für den Beitritt Kroatiens zur EU um 114.000 t auf 791.000 t aufzustocken. Davon entfallen auf Brasilien 78.000 t Rohrohrzucker zur Raffination. Der Zollsatz für diese zusätzlichen Mengen aus Brasilien ist in den ersten sechs Jahren auf 11 €/t Rohzucker festgelegt worden. Für die übrigen 36.000 t Rohzucker zur Raffination "erga omnes" beläuft sich der Zollsatz, wie bei allen anderen CXL-Importen, auf 98 €/t Rohzucker. Die zusätzlichen Einfuhrkontingente wurden am 1. Juli 2017 eröffnet. Neben den WTO-Gesprächen verhandelt die EU mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund1 Mexiko und Australien, über mögliche Freihandelsabkommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis -nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten künftig zusätzliche Zuckermengen zollbegünstigt in die EU importiert werden. Der Brexit kann Auswirkungen auf den Zuckerhandel haben, da zwischen Großbritannien und der kontinentaleuropäischen Zuckerwirtschaft enge Handelsverflechtungen bestehen: Die EU-27 exportiert rund 0,5 Mio. t Zucker jährlich nach Großbritannien und importiert im Gegenzug rund 0,2 Mio. t Zucker aus Großbritannien. Die europäische Zuckerwirtschaft strebt künftig einen ausgewogenen Marktzugang für Zucker aus der EU zum britischen Markt an. Darüber hinaus ist es wichtig, dass bestehende Marktzugangsverpflichtungen der EU-28 im Rahmen von Freihandelsvereinbarungen (z. B. Mittelamerika) und WTO-Verpflichtungen (CXL-Importe / AKP-LDC-Importe) nach dem Brexit ausgewogen auf der Basis der vergangenen Handelsströme auf die verbleibenden EU-27 und auf Großbritannien aufgeteilt werden. Da Großbritannien über die größte europäische Raffinerie für Rohzucker verfügt, sind bei den zukünftigen Handelsregelungen zwischen der EU und Großbritannien strenge Ursprungsregeln notwendig. 1 Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay. Ernährungspolitik In den vergangenen Jahren haben acht EU-Mitgliedsstaaten Steuern auf zuckerhaltige Getränke eingeführt, zumeist durch Erhöhung der entsprechenden Verbrauchssteuern. Auch weltweit haben einige Industrie- und Schwellenländer vergleichbare Regelungen getroffen. Angestoßen durch die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezüglich des Anteils von Zucker in der täglichen Ernährung verstärkt sich der Druck auf die EU-Kommission ebenso wie auf die EU-Mitgliedsstaaten, in Bezug auf Rezepturänderungen bei Produkten aktiv zu werden. Bereits 2016 haben sich die EU-Mitgliedsstaaten darauf verständigt, dass bis 2020 - ausgehend vom Basisjahr 2015 -insgesamt 10 % weniger sogenannter zugesetzter Zucker im gesamten Lebensmittelangebot enthalten sein soll. Darunter werden alle Zuckerarten und nicht nur Haushaltszucker verstanden, ebenso Fruchtzubereitungen, die Lebensmitteln zum Süßen zugesetzt werden. Geschäftsentwicklung Umsatz und operatives Ergebnis Der Umsatz im Segment Zucker ist aufgrund der höheren Zuckerabsatzmenge - insbesondere im Export - auf 3.017 (2.776) Mio. € angestiegen. Dabei lagen die Zuckererlöse in der ersten Geschäftsjahreshälfte noch über dem Vorjahresniveau. Durch den starken Rückgang in der zweiten Geschäftsjahreshälfte sanken die Erlöse im Geschäftsjahresdurchschnitt unter Vorjahresniveau. Trotz der seit Oktober 2017 deutlich rückläufigen Erlöse erhöhte sich das operative Ergebnis auf 139 (72) Mio. €, da im 1. Halbjahr noch der bis einschließlich September 2017 zu verzeichnende Anstieg der Zuckererlöse - sowohl für Quotenzucker als auch für Nichtquotenzucker - wirkte. Im bisherigen Verlauf des im Oktober 2017 begonnenen neuen Zuckerwirtschaftsjahres waren die Erlöse sowohl für Absätze in der EU als auch für Exporte kontinuierlich rückläufig, was die Ergebnisentwicklung trotz niedrigerer Herstellkosten seither immer stärker belastete. Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 24 (- 12) Mio. € enthält im Wesentlichen Erträge aus zu viel erhobenen Produktionsabgaben für die Zuckerwirtschaftsjahre 1999/2000 und 2000/01. Daneben sind Erträge aus Grundstücksveräußerungen sowie aus Versicherungserstattungsansprüchen im Zusammenhang mit dem Brand in der Zuckerfabrik Ochsenfurt im Sommer 2017 enthalten. Dem standen Aufwendungen aus Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen gegenüber. Geschäftsentwicklung - Segment Zucker scroll 2017/18 2016/17 + / - in % Umsatzerlöse Mio. € 3.017 2.776 8,6 EBITDA Mio. € 278 201 37,6 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 139 - 129 7,9 Operatives Ergebnis Mio. € 139 72 89,7 Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 24 - 12 - Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € - 28 7 - Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 135 67 > 100 EBITDA-Marge % 9,2 7,3 Operative Marge % 4,6 2,6 Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 171 153 11,3 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 2 118 - 98,3 Investitionen gesamt Mio. € 173 271 - 36,5 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 308 370 - 16,8 Capital Employed Mio. € 3.299 3.169 4,1 Return on Capital Employed % 4,2 2,3 Mitarbeiter 7.034 6.929 1,5 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 029 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker auf - 28 (7) Mio. € und betrifft - neben der AGRANA-Studen-Gruppe und Maxi S. r. l. - ED&F MAN Holdings Limited, London / Großbritannien. Die Entwicklung reflektiert das schwierige Umfeld der ED&F-MAN-Gruppe in den Bereichen Zucker und Getreide. Capital Employed und Return on Capital Employed Das Capital Employed stieg, insbesondere durch ein höheres Working Capital infolge gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auf 3.299 (3.169) Mio. €. Aufgrund des deutlich verbesserten operativen Ergebnisses von 139 (72) Mio. € stieg der ROCE im Geschäftsjahr 2017/18 auf 4,2 (2,3) %. Investitionen in Sachanlagen Die Investitionen in Höhe von 171 (153) Mio. € entfielen überwiegend auf Ersatzinvestitionen, Investitionen in Effizienzverbesserungen in Offstein, Roye / Frankreich und Leopoldsdorf / Österreich, Produktentwicklungen am Standort Tienen / Belgien, Energieeinsparungen in Zeitz und Cerekiew / Polen sowie Investitionen in Maßnahmen zum Umweltschutz in Ochsenfurt, Offstein und Plattling. Hervorzuheben sind zudem Logistik- und Infrastrukturprojekte, wie sie in den Werken Offenau, Offstein und Rain sowie in Cagny / Frankreich umgesetzt wurden. Rohstoff und Produktion Anbaufläche Mit der Abschaffung des Quotensystems erfolgte in fast allen Ländern der Südzucker-Gruppe eine deutliche Ausweitung der Rübenanbauflächen. Insgesamt wurde die Rübenfläche 2017 gegenüber dem Vorjahr um rund 16 % auf 445.000 (385.000) ha erhöht. Mit der für 2017 kontrahierten Fläche wurde das Ziel einer Auslastung der Zuckerfabriken mit mehr als 120 Tagen erreicht. Aussaat und Vegetationsverlauf Die Aussaat 2017 begann früh unter guten Bedingungen. Die Witterung war in allen Regionen ab der zweiten Märzhälfte trocken und warm, sodass die Aussaat zügig durchgeführt werden konnte. Kühlere Bedingungen mit lokalem Bodenfrost Ende April verursachten keine nennenswerten Schäden an den Rüben. Ab Mitte Mai stiegen die Temperaturen. Gewitterschauer, die regional sehr unterschiedlich ausfielen, brachten in fast allen Regionen die notwendige Feuchtigkeit. Obwohl die Unkrautbekämpfung im April aufgrund von Frost und kalter Witterung oft schwierig war, ist es insgesamt gelungen, die Bestände unkrautarm zu halten. Der Vegetationsverlauf in der Südzucker-Gruppe war in den Sommermonaten zum Teil sehr unterschiedlich. Ausreichende Niederschläge und warme Witterung führten in Deutschland und Belgien zu einem enormen Rübenwachstum. In Österreich, der Slowakei und im Osten von Polen war es sehr trocken, sodass die Rüben unter Wassermangel litten. Erträge Weit überdurchschnittliche Erträge wurden vor allem in Belgien, Deutschland und Frankreich erreicht. Ein milder Sommer mit ausreichend Niederschlägen führte dort zu guten Wachstumsbedingungen für die Zuckerrübe. In den übrigen Ländern der Südzucker-Gruppe wurden überwiegend durchschnittliche Erträge erreicht. Insgesamt liegt der Ertrag in der Südzucker-Gruppe mit 80,8 (74,5) t/ha über dem fünfjährigen Mittel. Ein ebenfalls überdurchschnittlicher Zuckergehalt von 17,8 (17,2) % führte zu einem Rekord-Zuckerertrag von 14,4 t/ha. Anbau und Erzeugung GRAFIK 013 Zuckererzeugung nach Regionen GRAFIK 014 Kampagne 2017 Die deutlich ausgedehnte Anbaufläche im Zusammenspiel mit weit überdurchschnittlichen Rübenerträgen haben zu einer Erhöhung der Gesamtrübenmenge auf 36,0 (28,6) Mio. t geführt. Die Verarbeitungsdauer in den einzelnen Werken lag zwischen 75 Tagen in Falesti / Moldau und 161 Tagen in Cagny / Frankreich. Im Schnitt aller Werke dauerte die Kampagne 133 (107) Tage. Die Rodebedingungen waren bis in den November 2017 hinein sehr gut. Die Rodung konnte weitestgehend im Dezember abgeschlossen werden. Allerdings erschwerten anhaltende Niederschläge im Dezember die Rodung der letzten Rübenflächen. Der äußerst milde Winter trug zu einem reibungslosen Verlauf der Kampagne bei. An einigen Standorten der Gruppe wird Dicksaft als Zwischenprodukt während der Rübenkampagne in Tanks gelagert und in separaten Dicksaftkampagnen zu Zucker weiterverarbeitet. Teilmengen des gelagerten Dicksaftes werden auch an Kunden direkt verkauft. Die Anbaufläche für Biorüben konnte auch im Jahr 2017 wieder deutlich ausgeweitet werden. Entsprechend stieg die Menge des in den Werken Warburg, Hrušovany / Tschechien und Roman / Rumänien aus Biorüben erzeugten Biozuckers im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Erzeugung von Zucker und Co-Produkten Insgesamt stieg die Zuckererzeugung im Konzern auf 5,9 (4,7) Mio. t, davon entfielen 5,7 (4,4) Mio. t auf die Zuckergewinnung aus Rüben und 0,2 (0,3) Mio. t auf Zucker aus Rohrrohzuckerraffination. Infolge der um 26 % gestiegenen Rübenmenge wurde eine deutlich höhere Menge an zuckerhaltigen Co-Produkten von 1,7 (1,4) Mio. t produziert, insbesondere Melasseschnitzel an den deutschen Standorten. Umwelt Energieeinsatz und Emissionen Der Energiebedarf in den Zuckerfabriken der Südzucker-Gruppe wird über hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) abgedeckt. Es wird ein Mix überwiegend fossiler Brennstoffe eingesetzt. Davon entfiel in den vergangenen Jahren mehr als die Hälfte auf Erdgas. Der eingesetzte Brennstoff richtet sich nach den lokalen Verfügbarkeiten. Die Versorgung der Fabriken erfolgt zum Teil bivalent, d. h., je nach Beschaffungspreisen kann sich der eingesetzte Brennstoff von Kampagne zu Kampagne ändern. Das in den anaeroben Abwasserbehandlungsanlagen gewonnene Klärgas wird als Brennstoff in den Zuckerfabriken eingesetzt. Eine direkte Versorgung der Fabriken aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind ist nicht möglich, da vor allem Wärme in Form von Prozessdampf benötigt wird. Langfristig wäre - sofern lokal verfügbar und wirtschaftlich - auch die Aufnahme von Biomasse in den Energiemix eine Möglichkeit, den Anteil erneuerbarer Energie zu erhöhen. Die Menge der CO2 -Emissionen ist sowohl vom Gesamtenergiebedarf als auch vom eingesetzten Brennstoffmix abhängig. Der Elektroenergiebedarf in den Zuckerfabriken wird in der Regel direkt in den jeweiligen Fabriken in hocheffizienten KWK-Anlagen erzeugt. An den Zuckerfabrikstandorten Strzelin / Polen und Kaposvar / Ungarn werden Biogasanlagen betrieben, die aus Biomasse -vor allem frischen bzw. silierten Rübenschnitzeln - erneuerbare Energie für die Zuckerfabriken erzeugen und ins öffentliche Netz einspeisen. Energieeinsatz im Segment Zucker GRAFIK 015 Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz im Segment Zucker GRAFIK 016 Wasserentnahme und Wassereinleitung Die Wasserentnahme der Fabriken orientiert sich an den lokalen Wasserverfügbarkeiten und ist auf die möglichst effiziente Nutzung der wertvollen Ressource Wasser ausgelegt. Der Großteil des entnommenen Wassers - ca. 50 % - wird für Durchlaufkühlungen verwendet, d. h., das Wasser wird nur zur Kühlung von Prozessen eingesetzt und dann direkt wieder den Vorflutern zugeführt. Die verarbeiteten Zuckerrüben bestehen zu etwa drei Vierteln aus Wasser. Dieses Wasser wird sowohl für die Wäsche der Zuckerrüben als auch für die Extraktion des Zuckers aus den Schnitzeln verwendet. Dabei bestehen Kreislaufführungen zur Mehrfachnutzung. Das Wasser aus dem Rohstoff Zuckerrübe deckt zu ca. 80 % den Frischwasserbedarf der Fabriken (exkl. Durchlaufkühlungen). Die Südzucker-Gruppe verfügt an zahlreichen Produktionsstandorten über aerobe und anaerobe Betriebskläranlagen. Bei Letzteren wird das entstehende Klärgas energetisch verwertet. Segment Zucker - Wasserentnahme / Wassereinleitung scroll m3je t Produkt 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Wasserentnahme 2,4 1,9 1,7 1,8 1,8 Wassereinleitung 2,0 1,9 1,8 2,0 2,0 TABELLE 030 Nutzung der Rohstoffe Bei der Verarbeitung agrarischer Rohstoffe nutzt Südzucker alle Rohstoffbestandteile, um daraus hochwertige Produkte herzustellen. Aus Zuckerrüben erzeugen wir z. B. neben dem Zucker ebenso Zuckerrübenschnitzel, Melasse und Carbokalk. Die Zuckerrübenschnitzel werden als Futtermittel bzw. als Rohstoff zur Erzeugung von Energie aus erneuerbarer Quelle verwendet, Melasse sowohl als Futtermittel als auch als Rohstoff für die Fermentationsindustrie zur Herstellung von z. B. Hefe, Ethanol oder Zitronensäure und Carbokalk als Kalkdüngemittel in der Landwirtschaft. Erdanhang Die Verringerung des Erdanhangs während der Ernte und der Verladung hat sowohl auf die Transportmengen als auch auf den Aufwand bei der Aufbereitung von Rüben und Abwasser positive Auswirkungen. Deshalb ist die Vorreinigung der Rüben am Feldrand übliche Praxis. Dabei haben die Witterungsbedingungen einen wesentlichen Einfluss darauf, wie viel Erde nach der Reinigung an den Rüben haftet. In der Kampagne 2017 lag der Erdanhang bei 6,1 (5,9) %. Die in der Fabrik abgewaschene Erde wird nach Sedimentation in Erdabsetzbecken als hochwertiger Boden zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit wieder auf die Felder verbracht. Dies erfolgt, um den Stoffkreislauf zu schließen und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, da es sich bei Rübenerde um hochwertigen Ackerboden handelt. Abfall Segment Zucker - Abfälle scroll Tsd. t 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Recycling 454,3 343,2 271,2 153,5 192,3 Deponierung 70,3 84,4 68,6 49,4 47,5 Kompostierung 9,3 9,9 14,3 8,6 11,1 Energetische Verwertung 2,2 2,2 9,7 1,8 3,0 Übrige 16,3 17,0 12,2 16,4 22,0 davon gefährliche Abfälle1 0,7 0,8 1,1 0,5 1,2 Gesamt 552,4 456,8 376,0 229,7 275,9 1 Im Wesentlichen verbrauchte Schmierstoffe aus der Produktion. TABELLE 031 Durch integrierte Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe nahezu vollständig zu hochwertigen Produkten verarbeitet. Entsprechend gering ist - gemessen an der Gesamtmenge verarbeiteter Rohstoffe - die Menge an Abfällen. Von den dennoch entstehenden Abfällen wird der überwiegende Anteil recycelt. Der Anstieg der Gesamtabfallmenge ist im Wesentlichen auf die im Berichtsjahr deutlich gestiegene Menge verarbeiteter Rohstoffe zurückzuführen. Absatz Zucker Der konsolidierte Zuckerabsatz aller Konzerngesellschaften stieg - insbesondere aufgrund der positiven Entwicklung der Exporte aus der EU - um 13 % auf 5,4 (4,8) Mio. t. Die Gesellschaften in der EU steigerten ihren Absatz um 15 % auf 5,1 (4,4) Mio. t, wovon rund 4,4 (4,2) Mio. t innerhalb der EU abgesetzt wurden. Der Großteil dieser Menge - 3,3 (3,1) Mio. t - wurde in den Ländern verkauft, in denen Südzucker Zuckerfabriken betreibt. 1,0 (1,1) Mio. t wurden in andere EU-Länder geliefert. Mit dem Wegfall der Exportbeschränkungen seit Oktober 2017 vervierfachte sich der Absatz aus der EU auf 0,8 (0,2) Mio. t. Insgesamt wird die Bedeutung von Exporten in Länder außerhalb der EU weiter zunehmen. Die außerhalb der EU ansässigen Gesellschaften in der Republik Moldau und auf dem Westbalkan setzten unverändert rund 0,3 (0,3) Mio. t ab. Futtermittel und Melasse Obwohl für Melasseschnitzel der Ernte 2017/18 am Markt unter Erwartung einer europaweiten Flächenausdehnung bei Zuckerrüben insgesamt eine zurückhaltende Stimmung herrschte, konnten die gesamten Melasseschnitzelmengen erfolgreich Richtung Mischfutterindustrie und Handel platziert werden; dabei wurde das Preisniveau des Vorjahres erzielt. Auch die Erzeugung von Bioschnitzeln hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht, für die ebenfalls Preise auf Vorjahresniveau erzielt werden konnten. Bei der Vermarktung der Melasse an die Fermentations- und die Mischfutterindustrie sowie den Handel lagen die erzielten Preise aufgrund der produzierten Mehrmengen (insbesondere in Frankreich, Deutschland und Belgien) und gefallener Rohrmelassepreise konzernweit unter dem Vorjahresniveau. Auch die Erzeugung von Biomelasse hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht; deren Verkaufspreise lagen leicht über dem Vorjahr. SEGMENT SPEZIALITÄTEN Marktentwicklung Absatzmärkte Im Segment Spezialitäten hat sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre in den Absatzmärkten nahezu aller Produktkategorien fortgesetzt. Im Lebensmittelbereich in Europa, Nordamerika und Asien ist eine weiterhin steigende Nachfrage nach funktionalen Ballaststoffen, Kohlenhydraten und Proteinen zu verzeichnen. Ernährungstrends, wie Kohlenhydrat-, Salz- und Fettreduktion, Bio, glutenfrei, ballaststoffreich, vegetarisch oder vegan, werden von der Ernährungsindustrie aufgegriffen und führen zu einer steigenden Nachfrage nach möglichst natürlichen Zutaten, die diese Anforderungen erfüllen, ernährungsphysiologisch sinnvoll sind und geschmacklich den Verbraucherwünschen entsprechen. Die gleiche Entwicklung zeigte sich bei funktionalen Komponenten für Tiernahrung und Futtermittel, wie präbiotische Ballaststoffe, leicht verdauliche Kohlenhydrate oder pflanzliche Proteine. Bei tiefgekühlten Pizzen wuchs die Nachfrage in Deutschland 2017 um gut 2 %. Bei Markenartikeln gingen die Absatzsteigerungen zulasten der Preise, bei Handelseigenmarken stieg der Anteil höherpreisiger Produkte bei leicht geringerem Absatz. In Frankreich verzeichnete der Markt für Tiefkühlpizza einen Rückgang, in Großbritannien konnten insbesondere bei Handelsmarken absatz- und umsatzseitig deutliche Zuwachsraten generiert werden. Auch in den USA konnten die Handelseigenmarken bei einem insgesamt stabilen Gesamtmarkt weitere Marktanteilsgewinne erzielen. Die Absatzmärkte für Portionsartikel in Europa - insbesondere Gastronomie und Großverbraucher - stagnieren in einem herausfordernden Umfeld. Insbesondere die Nachfrage nach Zuckerportionsartikeln ging 2017 zurück. Der Markt für Stärkeprodukte in Lebensmitteln blieb weitgehend stabil, im Bereich Stärken für die Papier- und Wellpappenindustrie sorgte der stetig wachsende Online-Versandhandel mit dem entsprechenden Bedarf an Verpackungen für steigende Nachfrage. Das Preisniveau für hochproteinhaltige Weizenkleber blieb infolge einer weiterhin starken Nachfrage auf hohem Niveau. Auch bei Produkten mit mittlerem Proteingehalt ergaben sich durch die Orientierung an den Soja- und Getreidemärkten kaum Veränderungen. Bei Stärkeverzuckerungsprodukten und dabei insbesondere bei Isoglukose erhöhte sich der Wettbewerbsdruck infolge der Liberalisierung des Zuckermarkts seit Oktober 2017. Bei Ethanol blieben die Notierungen im Geschäftsjahr 2017/18 weiterhin äußerst volatil. Über die Entwicklung auf den internationalen Bioethanolmärkten und die politischen Rahmenbedingungen für Bioethanol berichten wir ausführlich im Segment CropEnergies. scroll DIVISION BENEO Freiberger PortionPack Europe Stärke ABSATZMÄRKTE Weltweit Europa, USA Vorwiegend Europa Zentral- und Osteuropa (Schwerpunkte Österreich, Deutschland), USA, VAE KUNDENGRUPPEN Industrie für Lebensmittel, Tiernahrung, Pharmazie Lebensmitteleinzelhandel in Europa und Nordamerika Hotels, Gastronomie, Catering Industrie für Nahrungsmittel, Papier, Textilien, Bauchemie, Pharmazie, Kosmetik, Mineralöl, Tiernahrung Rohstoffmärkte Im Segment Spezialitäten veredeln wir unterschiedlichste landwirtschaftliche Rohstoffe zu hochwertigen Produkten für die Lebens- und Futtermittel- sowie die technische Industrie. Der Anbau von Zichorien in Belgien und Chile folgte der gestiegenen Nachfrage. Auch der Reismarkt war international von ausreichender Menge gekennzeichnet, wobei steigende Qualitätsanforderungen die Anbieterregionen einschränken. Demgegenüber konnten die Lieferkontrakte bei Stärkekartoffeln bedingt durch Hitze und eine außergewöhnliche Trockenheit in den Sommermonaten nicht vollständig erfüllt werden. Zudem lag der durchschnittliche Stärkegehalt witterungsbedingt unter dem Vorjahreswert. Über die Entwicklungen auf den internationalen Getreidemärkten berichten wir ausführlich im Segment CropEnergies. Eingriffe der EU-Kommission in den Milchmarkt führen seit Mitte 2016 zu einem starken Preisanstieg bei Käse, einem der wichtigsten Rohstoffe für die Pizzaproduktion. Geschäftsentwicklung Umsatz und operatives Ergebnis Im Segment Spezialitäten konnte der Umsatz gegenüber Vorjahr auf 1.997 (1.819) Mio. € gesteigert werden. Neben der anhaltend positiven Absatzentwicklung in nahezu sämtlichen Produktkategorien trugen hierzu auch erstmals der zum 1. Dezember 2017 erworbene Tiefkühl-Pizzaproduzent Richelieu Foods Inc., Braintree / Massachusetts / USA, sowie die im Juli 2017 erworbene HASA GmbH, Burg, bei. Beim operativen Ergebnis setzte sich der Rückgang auch im 4. Quartal fort, sodass für das Geschäftsjahr 2017/18 gegenüber dem außergewöhnlich starken Vorjahr ein Rückgang auf 158 (184) Mio. € zu verzeichnen ist. Dabei wurde die Ergebnisverbesserung aus Absatz- und Umsatzgewinnen durch deutlich gestiegene Abschreibungen sowie insbesondere die gegenüber Vorjahr höheren Rohstoffpreise mehr als aufgezehrt. Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 30 (28) Mio. € betrifft im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe. Capital Employed und Return on Capital Employed (ROCE) Das Capital Employed erhöhte sich maßgeblich durch die Akquisition der Tiefkühlpizzahersteller Richelieu Foods Inc. und HASA GmbH sowie die Investitionen insbesondere im Bereich Stärke auf 2.055 (1.499) Mio. €. Bei einem Rückgang des operativen Ergebnisses auf 158 (184) Mio. € sank der ROCE auf 7,7 (12,2) %. Geschäftsentwicklung - Segment Spezialitäten scroll 2017/18 2016/17 + / - in % Umsatzerlöse Mio. € 1.997 1.819 9,8 EBITDA Mio. € 255 263 - 2,6 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 97 - 79 24,1 Operatives Ergebnis Mio. € 158 184 - 14,0 Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € - 3 - 4 - 8,8 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 30 28 8,5 Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 185 208 - 11,0 EBITDA-Marge % 12,8 14,4 Operative Marge % 7,9 10,1 Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 121 126 - 3,8 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 430 0 - Investitionen gesamt Mio. € 551 126 > 100 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 60 61 - 0,7 Capital Employed Mio. € 2.055 1.499 37,1 Return on Capital Employed % 7,7 12,2 Mitarbeiter 5.697 4.643 22,7 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 032 Investitionen in Sachanlagen Die Investitionen im Segment Spezialitäten von 121 (126) Mio. € betrafen in der Division BENEO maßgeblich Effizienzsteigerungen wie z. B. im Produktionsprozess bei Orafti in Oreye / Belgien und in der Erweiterung der Agglomerations-Anlage bei Palatinit in Offstein. In der Division Stärke entfiel der maßgebliche Investitionsumfang auf die Kapazitätserhöhung in Aschach / Österreich. Bei der Division Freiberger sind vorrangig die Effizienzverbesserungen durch neue Produktionsanlagen am Standort Westhoughton / Großbritannien zu erwähnen. Investitionen in Finanzanlagen Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 430 (0) Mio. € betrafen mit 384 Mio. € den 100%igen Erwerb des US-amerikanischen Pizzaherstellers Richelieu Foods Inc. und mit 46 Mio. € den 100%igen Erwerb des Tiefkühlpizzaherstellers HASA GmbH. Produktion In der Division BENEO werden an fünf Produktionsstandorten Zichorien, Rübenzucker und Reis zu Isomalt, Palatinose(tm), Inulin, Oligofruktose sowie Reisstärke für Lebensmittel und Tiernahrung verarbeitet. Entsprechend der positiven Markt- und Absatzentwicklung wurden die Erzeugungsmengen konsequent ausgeweitet und die Lagerkapazitäten angepasst. Zudem konnten im Geschäftsjahr 2017/18 unterschiedliche Maßnahmen zur Optimierung der Prozesse erfolgreich umgesetzt werden. Die Erzeugungsmengen bei Freiberger erhöhten sich insbesondere durch die Akquisitionen der HASA GmbH und der Richelieu Foods Inc., des größten Tiefkühl- und Feinkostpizzaherstellers im Eigenmarkensegment der USA, deutlich. An elf Standorten in Deutschland, Großbritannien, Österreich und USA werden tiefgekühlte und gekühlte Pizza, von der klassischen Steinofenpizza über Frischteigpizza bis hin zum Flammkuchen, sowie verschiedenste tiefgekühlte Pastagerichte, Snacks, Baguettes und Saucen hergestellt. Das Marktsegment Portionsartikel bedienen wir von fünf europäischen Standorten unter den Marken Hellma, Van Oordt, Elite, SAES und Single Source sowie nach spezifischen Kundenanforderungen. Das Produktionsportfolio umfasst im Wesentlichen die Herstellung von Einzelpackungen für Zucker, Süßstoffe, Honig, Gewürze, Marmeladen, Kleingebäck, Saucen, Kaffeeweißer, Instant-Getränke und einige Non-Food-Artikel. Auch im Bereich Stärke- und Bioethanolerzeugung konnten wir die Erzeugungsmengen an sämtlichen Standorten erhöhen. Dies ist insbesondere auf den Ausbau der Maisstärkekapazitäten am Standort Aschach / Österreich sowie den erstmals ganzjährigen Betrieb der Weizenstärkeanlage in Zeitz zurückzuführen. Ebenso konnte die Verarbeitungsmenge in der Kartoffelstärkefabrik am Standort Gmünd / Österreich deutlich erhöht und damit die Kampagne auf 164 (149) Tage verlängert werden. Am Standort Pischelsdorf / Österreich war lediglich ein leichter Zuwachs der Verarbeitungsleistung zu verzeichnen. Umwelt Energieeinsatz und Emissionen Bedingt durch die Vielfalt der hergestellten Produkte gibt es im Segment Spezialitäten sehr unterschiedliche Herstellungsprozesse und dadurch unterschiedliche Arten des Energiebedarfs. Die Abdeckung des Wärmebedarfs erfolgt meist über Eigenerzeugung, der Elektroenergiebedarf wird sowohl durch Netzbezug als auch Eigenerzeugung in hocheffizienten KWK-Anlagen gedeckt. Als Brennstoff wird überwiegend Erdgas eingesetzt. scroll DIVISION BENEO Freiberger PortionPack Europe Stärke PRODUKTIONSSTANDORTE Deutschland (1), Belgien (2), Italien (1), Chile (1) Deutschland (4), Großbritannien (1), Österreich (1), USA (5) Großbritannien (1), Niederlande (2), Spanien (1), Tschechien (1) Deutschland (1), Österreich (3), Rumänien (1) ROHSTOFFE Rübenzucker, Reis, Zichorienwurzeln Mehl, Milch (Käse), Tomatenmark, Fleisch / Salami Fertigerzeugnisse (Süßwaren, Gebäck, Zucker) Kartoffeln, Mais, Weizen Energieeinsatz im Segment Spezialitäten GRAFIK 017 Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz im Segment Spezialitäten GRAFIK 018 Die Menge der CO2 -Emissionen ist sowohl vom Gesamtenergiebedarf als auch vom eingesetzten Brennstoffmix abhängig. Perspektivische Reduktionsmöglichkeiten der CO2 -Emissionen ergeben sich durch die weitere Steigerung der Energieeffizienz der Produktionsprozesse und - soweit lokal verfügbar und wirtschaftlich - die Erhöhung des Energieanteils aus erneuerbaren Quellen. An unserem Produktionsstandort Pemuco in Chile läuft seit 2015 ein Biomassekessel, der im Wesentlichen aus Abfallholz Dampf und Elektrizität erzeugt. Am Standort Pischelsdorf/ Österreich wird das bei der Fermentation pflanzlicher Rohstoffe entstehende Kohlendioxid in speziellen Anlagen gereinigt, verflüssigt und als biogene Kohlensäure beispielsweise für die Getränkeherstellung vermarktet. Wasserentnahme und Wassereinleitung Die Wasserentnahme in den Fabriken des Segments Spezialitäten ist auf eine möglichst effiziente Nutzung der Ressource Wasser ausgerichtet. Sie hängt vom jeweiligen Herstellungsprozess ab und variiert dementsprechend stark. Es wird vornehmlich Grundwasser sowie Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung eingesetzt. Häufig verbleibt ein Teil des Wassers in den erzeugten Produkten. In der Division Stärke wird daneben auch Oberflächenwasser genutzt - dies vornehmlich zur Durchlaufkühlung. Segment Spezialitäten - Wasserentnahme / Wassereinleitung scroll m3je t Produkt 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Wasserentnahme 4,8 4,5 4,2 4,2 3,9 Wassereinleitung 4,4 4,6 4,1 4,3 3,6 TABELLE 033 Die Behandlung der Produktionsabwässer im Segment Spezialitäten erfolgt überwiegend in eigenen biologischen Betriebskläranlagen. Die verbleibende Menge wird in kommunale Kläranlagen bzw. Abwasserbehandlungsanlagen Dritter eingeleitet. Nutzung der Rohstoffe Bei der Verarbeitung agrarischer Rohstoffe in den Divisionen BENEO und Stärke nutzt Südzucker alle Bestandteile der eingesetzten Agrarrohstoffe, um daraus hochwertige Produkte herzustellen. In der Division Freiberger werden vorwiegend Zwischenprodukte wie z. B. Mehl, Tomatensauce und Käse verwendet, die bedarfsorientiert eingekauft werden. Erdanhang Im Segment Spezialitäten werden unter anderem Zichorien verarbeitet, an denen trotz Vorreinigung eine geringe Menge Erde anhaftet, die mit der Lieferung in die Fabriken gelangt. Die dort von den Rohstoffen abgewaschene Erde wird entwässert und in der Regel wieder in die Landwirtschaft zurückgeführt. Abfall Der mengenmäßig überwiegende Anteil an Abfällen wird kompostiert. Dabei handelt es sich insbesondere um Reisschalen und Vinasserückstände, die bei der Verarbeitung von Reis und Zichorien in der Division BENEO anfallen. Ein weiterer wesentlicher Teil der Abfälle wird wiederverwendet, dies hauptsächlich in der Division Stärke AGRANA. Segment Spezialitäten - Abfälle scroll Tsd. t 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Recycling 5,8 5,0 5,6 8,0 18,2 Deponierung 2,2 2,9 7,2 5,1 4,0 Kompostierung 42,0 47,8 32,6 40,0 52,7 Energetische Verwertung 12,1 11,9 12,0 16,5 18,7 Übrige 3,7 4,3 4,0 3,4 5,1 davon gefährliche Abfälle1 0,2 0,1 0,3 0,2 0,1 Gesamt 65,8 71,8 61,4 73,0 98,8 1 Im Wesentlichen verbrauchte Schmierstoffe aus der Produktion. TABELLE 034 Absatz Der Absatz funktionaler Lebens- und Futtermittel zeigte über sämtliche Kernmärkte hinweg ein deutliches Wachstum in den unterschiedlichsten Anwendungsfeldern wie Backwaren, Cerealien, Milchprodukte, Süßwaren, Sportler- und Babynahrung. Dazu haben alle Produktgruppen von den funktionalen Ballaststoffen Inulin und Oligofruktose über den Zuckeraustauschstoff Isomalt und das funktionale Kohlenhydrat Palatinose(tm) bis zu den Reisderivaten mit den Auslobungen "clean label", "glutenfrei", "laktosefrei" oder "allergenfrei" beigetragen. Im Bereich funktionelle Kohlenhydrate wurden die vorteilhafte Wirkung der Palatinose(tm) für Blutglukoseregulation und Energiestoffwechsel ebenso wie die Vorteile von Inulin und Oligofruktose als präbiotische Ballaststoffe für die Darmgesundheit anhand ernährungswissenschaftlicher Studien in Asien weiter untermauert und so die Basis für weiteres Wachstum der Nachfrage gelegt. Im Bereich Kühl- und Tiefkühlpizzen konnte der Absatz durch die konsequente Ausrichtung auf Produktqualität entgegen dem Markttrend weiter gesteigert werden. Neben dem akquisitionsbedingten Anstieg in Deutschland legte der Absatz auch in den übrigen europäischen Ländern und dabei insbesondere in Großbritannien zu. Darüber hinaus führte die Übernahme des Pizza- und Saucenherstellers Richelieu Foods Inc. zu einem deutlichen Mengenanstieg und entsprechend höheren Marktanteil im US-amerikanischen Markt. Der Absatz der von PortionPack Europe vertriebenen Portionsartikel ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen; insbesondere die Nachfrage nach Zucker-Portionspackungen ist rückläufig. Bei den Stärkeprodukten konnten die Absatzmengen vor dem Hintergrund der höheren Verfügbarkeit aus den Produktionssteigerungen in Aschach und Zeitz ausgeweitet werden. Dementsprechend erhöhte sich der Absatz von Verzuckerungsprodukten, aber auch native und modifizierte Stärken sowie proteinhaltige Lebens- und Futtermittel konnten mengenmäßig zulegen. Bei Bioethanol zeigte sich hingegen bedingt durch rückläufige Handelswarenvolumina ein leichter Absatzrückgang. scroll DIVISION BENEO Freiberger PortionPack Europe Stärke PRODUKTE/ VERTRIEBSARTIKEL Functional Food Ingredients (Ballaststoffe, Zuckeraustauschstoffe, neue Zucker, Reisstärke/-mehle, funktionalisiertes Weizenprotein) Convenience Food (tiefgekühlte und gekühlte Pizza, Pasta, Baguette, Bread-snacks, Saucen, Dressings) Portionsartikel (Food und Non-Food) Native und modifizierte Stärken, Verzuckerungsprodukte, Ethanol, proteinhaltige Lebens-/ Futtermittel MARKEN Isomalt, Palatinose(tm), galenIQ(tm), Orafti(tm) Inulin, Orafti(tm) Oligofruktose Alberto, Italissimo Hellma, Van Oordt ActiProt, BioAgnasol, AGENABEE, Südzucker-Stärke VERTRIEBSSTANDORTE 9 (Europa, Asien, USA) 10 (Europa, USA) 8 (Europa) 7 (Europa) SEGMENT CROPENERGIES1 scroll STANDORTE: 4 Produktionsstandorte in 4 Ländern, 2 Handelsniederlassungen in 2 Ländern ROHSTOFFE: Getreide, Zuckersirupe, Rohalkohol, Stärke-Zwischenprodukte PRODUKTE: Kraftstoffethanol, Neutralalkohol, eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel, flüssiges CO2 MÄRKTE: Europa KUNDEN: Mineralölhersteller und -händler, Lebens- und Futtermittelhersteller, Getränke- und Kosmetikhersteller, pharmazeutische Unternehmen 1 Weitere ausführliche Informationen stehen im aktuellen Geschäftsbericht 2017/18 der CropEnergies AG zur Verfügung. Marktentwicklung Absatzmarkt Ethanol Im Jahr 2017 lag die weltweite Ethanolerzeugung mit 117,2 (116,0) Mio. m3 über dem Vorjahresniveau. Davon waren unverändert rund 84 % für den Kraftstoffsektor und 16 % für Getränke, Kosmetik, medizinische oder industrielle Anwendungen bestimmt. Die weltweite Erzeugung von Kraftstoffethanol von 98,9 (97,4) Mio. m3 entspricht einem Anteil von rund 5 % des weltweiten Ottokraftstoffmarkts. Auch für das Jahr 2018 wird mit einem Anstieg der Weltethanolproduktion gerechnet. Diese soll 119,2 Mio. m3 erreichen, wobei sich die Produktion von Kraftstoffethanol erstmals über 100 Mio. m3 bewegen soll. In den USA stieg die Ethanolproduktion im Jahr 2017 auf 61,5 (59,5) Mio. m3 . Bei einem Inlandsverbrauch von 56,1 (55,5) Mio. m3 erhöhten sich die Nettoexporte unter Berücksichtigung höherer Lagerbestände auf 5,0 (4,3) Mio. m3 . Ersten Schätzungen für das Jahr 2018 zufolge wird mit einem weiteren Anstieg des US-Handelsüberschusses gerechnet. Im Zuge anhaltend hoher Produktionsüberschüsse ging der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) von 1,55 USD/Gallone2 Anfang März 2017 auf 1,47 USD/Gallone Ende Februar 2018 zurück. Unter Berücksichtigung der Wechselkursentwicklung entsprach dies einem Rückgang von rund 390 €/m3 Anfang März 2017 auf rund 320 €/m3 Ende Februar 2018. In Brasilien soll die Ethanolproduktion im Wirtschaftsjahr 2017/18 mit 27,9 (27,8) Mio. m3 leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Die inländische Ethanolnachfrage soll sich auf 28,0 (27,5) Mio. m3 belaufen. Infolgedessen waren weiterhin keine wesentlichen Nettoexporte zu verzeichnen. Auch im Wirtschaftsjahr 2018/19 wird eine weitestgehend ausgeglichene Versorgungsbilanz erwartet. Die brasilianischen Ethanolpreise, die in inländischer Währung um 14 % anstiegen, gingen wechselkursbedingt von rund 530 €/m3 Anfang März 2017 auf rund 490 €/m3 Ende Februar 2018 zurück. Im Jahresverlauf herrschten zunächst rückläufige Preise vor, die Anfang Juli 2017 bei umgerechnet rund 380 €/m3 ihren Tiefpunkt fanden. Der anschließende Preisanstieg ist vor allem auf steuerliche Maßnahmen, eine rege Inlandsnachfrage sowie die Begrenzung von Ethanolimporten aus den USA ab September 2017 zurückzuführen. 2 Eine Gallone entspricht 3,7854 Liter. EU-Mengenbilanz Bioethanol scroll Mio. m3 2015 2016 2017 2018e Anfangsbestand 2,4 2,4 2,2 2,0 Erzeugung 7,3 7,0 7,3 7,6 davon Kraftstoffethanol 5,0 4,7 5,1 5,3 Import 0,7 0,6 0,5 0,5 Verbrauch - 7,8 - 7,6 - 7,8 - 7,8 davon Kraftstoffethanol - 5,4 - 5,2 - 5,2 - 5,3 Export - 0,2 - 0,2 - 0,2 - 0,2 Endbestand 2,4 2,2 2,0 2,1 Quelle: F. O. Licht. Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol, April 2018. TABELLE 035 In der EU belief sich die Ethanolproduktion (einschließlich Alkohol für traditionelle und technische Anwendungen) im Jahr 2017 auf 7,3 (7,0) Mio. m3 . Der Anstieg beruht vor allem auf einer höheren Produktion von Kraftstoffethanol. Der inländische Ethanolverbrauch stieg auf 7,8 (7,6) Mio. m3 ; davon entfielen 5,2 (5,2) Mio. m3 auf Kraftstoffethanol. Im Kalenderjahr 2018wird ebenfalls damit gerechnet, dass die erwartete Nachfrage von 7,8 (7,8) Mio. m3 Ethanol weitgehend durch die inländische Produktion von 7,6 (7,3) Mio. m3 gedeckt werden kann. Die europäischen Ethanolpreise gingen von rund 600 €/m3 fob Rotterdam Anfang März 2017 auf rund 460 €/m3 Ende Februar 2018 zurück. Die europäischen Preise haben sich somit an die internationalen Vorgaben angepasst. Hinzu kamen im Jahresverlauf zunehmende Spekulationen über ein höheres inländisches Angebot an Ethanol aus Zuckerrüben aufgrund des Wegfalls der EU-Zuckermarktordnung. Absatzmarkt Proteine Die Märkte für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel werden vor allem vom Sojapreisniveau auf dem Weltmarkt sowie den europäischen Rapsschrotpreisen beeinflusst. Die weltweite Sojabohnenernte 2017/18 wird dem USDA zufolge mit 335 (351) Mio. t den Vorjahresrekord verfehlen. Im Zuge dessen sollen die Lagerbestände auf 94 (97) Mio. t zurückgehen. Der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT lag mit 10,45 USD/Bushel Ende Februar 2018 nur geringfügig über dem Niveau von 10,40 USD/Bushel Anfang März 2017. Die europäischen Preise für Rapsschrot folgten dieser Vorgabe und waren mit 224 (223) €/t Ende Februar 2018 nahezu unverändert im Vergleich zu Anfang März 2017. Die EU-Rapsernte 2017/18 soll dabei auf 22 (20) Mio. t leicht angestiegen sein. Rohstoffmärkte Das US-Landwirtschaftsministerium rechnet in seiner Schätzung vom 10. April 2018 für das Getreidewirtschaftsjahr 2017/18 mit einer weltweiten Produktion von Getreide (ohne Reis) von 2.075 (2.116) Mio. t. Das Rekordniveau des Vorjahres soll somit zwar nicht ganz erreicht werden. Bei einem Weltgetreideverbrauch von 2.097 (2.092) Mio. t sollen die weltweiten Lagerbestände mit 496 (518) Mio. t aber weiterhin auf einem sehr komfortablen Niveau liegen. Für das Getreidewirtschaftsjahr 2017/18 erwartet die EU-Kommission einen Anstieg der EU-Getreideernte auf 307 (297) Mio. t, die den inländischen Verbrauch von 285 (284) Mio. t deutlich übersteigt. Entsprechend der hohen Getreideverfügbarkeit ging der 1-Monats-Future für Mahlweizen an der Euronext in Paris von 174 €/t Anfang März 2017 auf 167 €/t Ende Februar 2018 zurück. Rechtliche und politische Rahmenbedingungen Erneuerbare-Energien-Richtlinie Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie definiert die rechtlichen Grundlagen für Biokraftstoffe in der EU. Demnach muss der Anteil erneuerbarer Energien 2020 im Transportsektor mindestens 10 % betragen. Davon können bis zu 7 %-Punkte auf erneuerbare Kraftstoffe aus Ackerpflanzen entfallen. Die restlichen 3 %-Punkte sollen durch Kraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen bzw. erneuerbarem Strom im Schienen- und Straßenverkehr erreicht werden, die zudem doppelt bzw. mehrfach auf das Erneuerbare-Energien-Ziel im Transportsektor angerechnet werden. Biokraftstoffe in der EU müssen strenge Nachhaltigkeitskriterien einhalten und z. B. über die gesamte Wertschöpfungskette Treibhausgasemissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen. Mit Wirkung vom 1. Januar 2018 wurde die Mindesteinsparung von zuvor 35 Gew.-% auf nunmehr 50 Gew.-% angehoben. Des Weiteren ist die Herkunft der verarbeiteten Biomasse lückenlos zu dokumentieren. Kraftstoffqualitätsrichtlinie Die Kraftstoffqualitätsrichtlinie gibt vor, dass bis 2020 auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet 6 Gew.-% der Treibhausgase gegenüber dem Basiswert von 94,1 g CO2 Äq/MJ eingespart werden müssen. Klima- und Energiepaket 2030 Am 30. November 2016 schlug die EU-Kommission die Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie für die Zeit nach 2020 vor. Demnach soll der Anteil von erneuerbaren Energien in der EU bis 2030 auf mindestens 27 % ansteigen. Der Vorschlag der EU-Kommission enthält jedoch keine spezifischen Zielvorgaben für den Transportsektor. Lediglich der Anteil von ausgewählten alternativen Kraftstoffen, vornehmlich aus Abfall- und Reststoffen, sowie der Elektromobilität soll stufenweise von 1,5 % im Jahr 2021 auf 6,8 % im Jahr 2030 steigen. Der Anteil von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen dagegen soll ab 2021 von bis zu 7 % auf höchstens 3,8 % im Jahr 2030 sinken. Der Rat der EU einigte sich am 18. Dezember 2017 auf einen Standpunkt zum Kommissionsvorschlag und wird auf dieser Grundlage mit dem Europäischen Parlament in Verhandlungen eintreten. Demnach soll für den Transportsektor in jedem Mitgliedsstaat ein verbindliches Ziel von mindestens 14 % erneuerbarer Energie im Jahr 2030 gelten. Erneuerbare Kraftstoffe aus Ackerpflanzen sollen dabei unverändert bis zu 7 % beitragen dürfen. Der Anteil von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen soll wiederum auf mindestens 3 % steigen. Das Europäische Parlament hat am 17. Januar 2018 ebenfalls Stellung zum Kommissionsvorschlag genommen. Demzufolge soll im Jahr 2030 der Anteil erneuerbarer Energien in der EU auf mindestens 35 % und spezifisch im Transportsektor auf 12 % steigen. Nach dem Willen der Abgeordneten soll der Beitrag von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen weitgehend auf dem Niveau von 2017 belassen werden. Im Gegenzug soll der Anteil von ausgewählten alternativen Kraftstoffen, vornehmlich aus Abfall- und Reststoffen, sowie insbesondere der Elektromobilität stufenweise bis auf mindestens 10 % im Jahr 2030 steigen. Für die Verabschiedung einer neugefassten Erneuerbare-Energien-Richtlinie ist die Einigung von Europäischem Parlament und Rat notwendig, die ihre Beratungen unter Beteiligung der EU-Kommission (Trilog) im Februar 2018 begonnen haben. Treibhausgasminderungsquoten in Deutschland In Deutschland wurde das Treibhausgasminderungsziel zum 1. Januar 2017 auf 4,0 Gew.-% erhöht. Ab 2020 soll es auf 6,0 Gew.-% steigen. Die Einsparungen müssen dabei im Vergleich zu einem Treibhausgasbasiswert erfolgen. Dieser wurde mit dem Inkrafttreten der 38. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (38. BImSchV) zum 1. Januar 2018 von 83,8 g CO2 Äq/MJ auf 94,1 g CO2 Äq/MJ erhöht und damit den realen, durch die Verbrennung von fossilen Kraftstoffen verbundenen Emissionen angepasst. Außerdem wurde der energetische Anteil von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen auf 6,5 % im Transportsektor begrenzt. Der Anteil von Kraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen soll wiederum von 0,05 % im Jahr 2020 auf 0,5 % ab dem Jahr 2025 steigen. Beimischungsvorgabe in Belgien In Belgien beläuft sich der Ethanolanteil in Ottokraftstoffen seit dem 1. Januar 2017 durchschnittlich auf mindestens 8,5 Vol.-%. Mit der Regelung erfolgte auch die flächendeckende Markteinführung von E10, das sich in Belgien in kürzester Zeit als Standardottokraftstoff etablierte. Beimischungserhöhung in Großbritannien In Großbritannien wurde im Rahmen einer Novellierung der Beimischungsverpflichtung für erneuerbare Kraftstoffe beschlossen, dass der Erneuerbare-Energien-Anteil von derzeit 4,75 Vol.-% auf 7,25 Vol.-% ab April 2018 angehoben wird. Bis 2020 soll der Anteil erneuerbarer Kraftstoffe schrittweise auf 9,75 Vol.-% steigen. Neben erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen, die jeweils bis zu 4 Vol.-% zur Zielerreichung beitragen dürfen, soll vor allem die Nutzung von erneuerbaren Kraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen sowie erneuerbaren Kraftstoffen für bestimmte Verwendungen, wie z. B. Luftverkehr, gefördert werden. Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr 2017/18 ist es CropEnergies in einem von volatilen Ethanolpreisen geprägten Marktumfeld gelungen, die Position als führender Hersteller von nachhaltig erzeugtem Ethanol in Europa weiter auszubauen. Im Vergleich zum Vorjahr hat CropEnergies die Produktions- und Absatzmengen nochmals deutlich gesteigert. Hierzu trug insbesondere die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton / Großbritannien im Juli 2016 bei. Darüber hinaus wurden die Anlagen an allen Standorten, abgesehen von den durchgeführten Instandhaltungsphasen, mit hoher Auslastung betrieben. Umsatz und operatives Ergebnis Trotz eines Rückgangs im 4. Quartal infolge der gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich rückläufigen Ethanolerlöse konnte CropEnergies im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 den Umsatz auf 808 (726) Mio. € steigern. Dies ist insbesondere auf den deutlichen Anstieg der Produktions- und Absatzmengen im 1. Halbjahr durch die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton im Verlauf des 2. Quartals 2016/17 zurückzuführen. Geschäftsentwicklung - Segment CropEnergies scroll 2017/18 2016/17 + / - in % Umsatzerlöse Mio. € 808 726 11,4 EBITDA Mio. € 111 135 - 17,7 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 39 - 37 5,4 Operatives Ergebnis Mio. € 72 98 - 26,5 Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € - 1 - 4 - 79,5 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0 - Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 71 94 - 24,6 EBITDA-Marge % 13,7 18,6 Operative Marge % 8,9 13,4 Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 20 16 21,1 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 0 0 - Investitionen gesamt Mio. € 20 16 21,1 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 2 2 - 5,0 Capital Employed Mio. € 452 479 - 5,6 Return on Capital Employed % 15,9 20,4 Mitarbeiter 414 412 0,5 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 036 Im 4. Quartal lag das operative Ergebnis im Segment CropEnergies bedingt durch den drastischen Rückgang der Ethanolerlöse deutlich unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahresniveau. Dies führte auch im Gesamtjahreszeitraum 2017/18 zu einem deutlichen Ergebnisrückgang auf 72 (98) Mio. €. Dabei konnten die gestiegenen Nettorohstoffkosten sowie die nun ganzjährig wirkenden operativen Kosten der Anlage in Wilton sowie Revisions- und Instandhaltungsarbeiten an allen Standorten nicht durch die Ergebnisverbesserungen aus Absatz- und Umsatzsteigerungen kompensiert werden. Capital Employed und Return on Capital Employed (ROCE) Das Capital Employed lag aufgrund eines Investitionsvolumens unter Abschreibungsniveau mit 452 (479) Mio. € unter Vorjahr. Durch das rückläufige operative Ergebnis von 72 (98) Mio. € sank der ROCE auf 15,9 (20,4) %. Investitionen Die Investitionen beliefen sich auf 20 (16) Mio. € und dienen neben dem Ersatz technischer Anlagen wie der Rektifikationskolonne in Wanze / Belgien insbesondere der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen, unter anderem durch Vorbereitungsmaßnahmen zum flexiblen Rohstoffeinsatz in Zeitz, durch die Erweiterung der Glutenproduktion in Wanze / Belgien sowie weitere Projekte am Standort Wilton . Rohstoff und Produktion In Zeitz, Wanze und Wilton werden ausschließlich Agrarrohstoffe europäischer Herkunft verarbeitet. Bei der Rohstoffbeschaffung legt CropEnergies großen Wert auf den standortnahen und damit frachtkostengünstigen Bezug von Futtergetreide und Zuckersirupen. Im Geschäftsjahr 2017/18 steigerte die CropEnergies-Gruppe die Bioethanolerzeugung deutlich auf 1,1 (1,0) Mio. m3 sowie die Produktion von getrockneten Lebens- und Futtermitteln auf 0,7 (0,6) Mio. t. Diese Produktionssteigerung ist in erster Linie auf den ganzjährigen Betrieb der Anlage in Wilton bei nahezu durchgehend hoher Kapazitätsauslastung zurückzuführen. Im Vorjahr war die Anlage nach technischen Modifikationen im Juli 2016 in Betrieb genommen und die Kapazitätsauslastung sukzessive erhöht worden. In Zeitz und Wanze standen im Vergleich zum Vorjahr umfangreichere Instandhaltungs- und Optimierungsarbeiten an. Trotzdem konnte die Produktion in Wanze gesteigert werden. Zum Produktionsanstieg trugen dort vor allem zusätzliche Kapazitäten im Glutenbereich bei. Mit der Anfang 2015 in Betrieb genommenen Anlage zur Herstellung von hochwertigem Neutralalkohol kann CropEnergies am Standort Zeitz jährlich bis zu 60 Tsd. m3 Alkohol für Anwendungen außerhalb des Kraftstoffbereichs veredeln. Entsprechend den Marktbedingungen wurde hiervon Gebrauch gemacht und die Produktion von Neutralalkohol gesteigert. Eine höhere Produktion an Neutralalkohol wurde auch in Loon-Plage / Frankreich erzielt. Umwelt Die Nachhaltigkeitsanforderungen für die Herstellung von Biokraftstoffen stellen sicher, dass vom Anbau der Biomasse bis zur Bioenergiegewinnung und -nutzung deutliche Einsparungen von Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen erzielt werden. Alle Bioethanolanlagen von Crop-Energies sind nach mindestens einem von der EU-Kommission anerkannten Zertifizierungssystem als nachhaltig zertifiziert und werden jährlich auditiert. Mit den Zertifizierungen wird sichergestellt, dass von CropEnergies hergestellter Kraftstoffethanol die Nachhaltigkeitskriterien der Erneuerbare-Energien-Richtlinie erfüllt und so z. B. im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mindestens 50 % an Treibhausgasemissionen einspart. An den Standorten Zeitz und Wilton / Großbritannien wird das bei der Fermentation pflanzlicher Rohstoffe entstehende Kohlendioxid in speziellen Anlagen gereinigt, verflüssigt und als biogene Kohlensäure beispielsweise für die Getränkeherstellung vermarktet. Energieeinsatz und Emissionen Der spezifische Energieeinsatz hängt neben der Prozessführung und den angewandten Technologien unter anderem auch von der Art und der Qualität der eingesetzten Rohstoffe ab. Aufgrund der Flexibilität der Anlagen ist CropEnergies in der Lage, den Rohstoffeinsatz an die jeweiligen Marktbedingungen anzupassen. Die Qualität und Verfügbarkeit von Agrarrohstoffen wird dabei nicht zuletzt von den jeweils herrschenden Witterungs- und damit Wachstumsbedingungen bestimmt. Der Anteil an eingesetzten erneuerbaren Brennstoffen liegt bei rund 24 %. In Wanze wird in einem Biomassekraftwerk ein Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns, der Kleie, gewonnen. In Zeitz wird das in der Abwasseranlage entstehende Biomethan in einem Blockheizkraftwerk zu elektrischer und thermischer Energie umgewandelt und damit der Bedarf an fossilen Brennstoffen reduziert. Die Höhe der CO2 -Emissionen ist sowohl vom Gesamtenergiebedarf als auch vom eingesetzten Brennstoff- und Energiemix abhängig. Energieeinsatz im Segment CropEnergies GRAFIK 019 Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz im Segment CropEnergies GRAFIK 020 Wasserentnahme und Wassereinleitung Die Produktionsanlagen zeichnen sich dadurch aus, dass der erforderliche Frischwasserbedarf durch Kreislaufführung und damit mehrfache Nutzung des eingesetzten Wassers auf ein Minimum reduziert wird. Betriebseigene Kläranlagen stellen eine umweltgerechte Behandlung der Abwässer sicher. Nach der Behandlung wird das Wasser in die benachbarten Flüsse abgeleitet. Segment CropEnergies - Wasserentnahme / Wassereinleitung scroll m3je t Produkt 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Wasserentnahme 4,2 3,7 4,0 3,1 2,8 Wassereinleitung 2,6 2,3 2,6 3,1 2,5 TABELLE 037 Nutzung der Rohstoffe Dank der integrierten Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe nahezu vollständig verarbeitet, sodass Abfälle nur in sehr geringem Umfang anfallen. Die in den Rohstoffen enthaltenen Bestandteile, die nicht der Herstellung von Ethanol dienen, werden veredelt und zu hochwertigen Lebens- und Futtermitteln weiterverarbeitet. Abfall Der überwiegende Teil der Abfälle wird recycelt, kompostiert oder energetisch verwendet. Segment CropEnergies - Abfälle scroll Tsd. t 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Recycling 85,1 73,5 67,4 68,8 73,8 Kompostierung 7,4 8,5 9,2 7,8 8,7 Deponierung 0,0 0,0 1,0 1,5 1,6 Energetische Verwertung 0,7 0,5 0,4 0,4 2,1 Übrige 0,4 0,5 1,0 0,5 0,7 davon gefährliche Abfälle1 0,2 0,2 0,1 0,1 0,1 Gesamt 93,6 83,0 79,0 79,0 86,9 1 Im Wesentlichen verbrauchte Schmierstoffe aus der Produktion. TABELLE 038 Absatz Bioethanol Der Gesamtabsatz von Bioethanol stieg im Zuge höherer Produktionsmengen sowie höherer Handelsmengen deutlich. Er belief sich auf insgesamt 1,3 (1,2) Mio. m3 . Davon entfielen 0,2 (0,1) Mio. m3 auf Handelsmengen. Im Kraftstoffbereich zählen sowohl international tätige als auch mittelständische Mineralölgesellschaften zum Kundenkreis von CropEnergies. Neben der Sicherung der Marktposition in Deutschland lag der Fokus im Geschäftsjahr 2017/18 auf einer stärkeren regionalen Diversifikation. Mit den Tanklägern an den Produktionsstandorten sowie in Rotterdam, Duisburg und Amsterdam sichert CropEnergies eine flexible, frachtgünstige und zuverlässige Belieferung der Kunden. Auf deutscher und europäischer Ebene wird der Normungsprozess von Ethanol und ethanolhaltigem Kraftstoff unterstützt. Der Fokus liegt auf dem E85-Normungsprozess, da dieser wichtige technische Elemente enthält, die auch für die Normung zukünftiger Kraftstoffe mit einem Bioethanolgehalt von mehr als 10 Vol.-% von Bedeutung sein können. Neutralalkohol In den letzten Jahren hat CropEnergies die Aktivitäten in den Marktsegmenten außerhalb des Kraftstoffmarkts ausgebaut. So zählen namhafte Unternehmen der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie zu den Abnehmern von Neutralalkohol. Mit den Anlagen zur Herstellung von hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität in Zeitz und in Loon-Plage verfügt CropEnergies über attraktive Absatzmöglichkeiten in diesen traditionellen Marktsegmenten. Der Vertrieb von Neutralalkohol wurde auch von Ryssen Chile SpA unterstützt. Lebens- und Futtermittel Durch das integrierte Produktionskonzept werden aus den Rohstoffen neben Bioethanol auch getrocknete Eiweißfuttermittel (ProtiGrain(r) , DDGS), das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze(r) sowie Gluten für Lebens- und Futtermittelanwendungen hergestellt. Entsprechend dem höheren Produktionsvolumen und einem höheren Getreideanteil im Rohstoffmix ist die Absatzmenge an getrockneten Lebens- und Futtermitteln im Geschäftsjahr 2017/18 auf 0,7 (0,6) Mio. t gestiegen. SEGMENT FRUCHT1 1 Weitere ausführliche Informationen stehen im aktuellen Geschäftsbericht 2017/18 der AGRANA zur Verfügung. Marktentwicklung Absatzmärkte Das bedeutendste Anwendungsgebiet für Fruchtzubereitungen ist deren Verarbeitung in Molkereiprodukten, insbesondere in löffelbaren Joghurts. Für den globalen Markt für löffelbare Fruchtjoghurts gibt es laut Euromonitor eine Wachstumsprognose von knapp 1 % bis zum Jahr 2021. Die Märkte in den Regionen Westeuropa und Nordamerika stagnieren, positive Absatztendenzen verzeichnen der asiatischpazifische Raum und einige Teile Afrikas. Die Kategorie der Trinkjoghurts weist mit 7,4 % für denselben Zeitraum ein deutlich höheres Wachstum auf. Auch in den Bereichen Backwaren und Speiseeis werden auf globaler Ebene positive Marktentwicklungen prognostiziert. Bei Produktentwicklungen von Fruchtzubereitungen spielen die Themen Natürlichkeit und Clean Label eine große Rolle, auch mit dem Anspruch einer möglichst kurzen und einfachen Zutatenliste. Dieser Trend ist in Europa und Nordamerika bereits stark ausgeprägt, aber auch in anderen Regionen werden derartige Produkte verstärkt nachgefragt. Weitere Trends sind Produkte mit einem hohen Proteingehalt, mit dem Zusatz von Samen bzw. Cerealien, zuckerreduzierte Fruchtjoghurts sowie ausgefallene Texturen, die dem Konsumenten ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis bieten. Vor allem im Dessert-Bereich sind Premiumprodukte mit mehreren (Frucht-)Schichten oder Inklusionen beliebt und werden verstärkt nachgefragt. Im Bereich pflanzlicher Milchalternativen werden neben Soja zunehmend andere Rohstoffe wie Mandel, Kokosnuss, Lupine oder Reis verwendet. Dies betrifft neben dem Produktfeld Joghurt auch Eiscreme und Desserts. Das Konzentratgeschäft ist weiterhin vom Trend zu niedrigeren Fruchtanteilen in Getränken sowie direkt gepressten 100 %-Säften gekennzeichnet. Der Bedarf an Getränkegrundstoffen mit reduzierten Fruchtsaftgehalten steigt. Die Verkäufe von Apfelsaftkonzentrat zur Herstellung von Cider sind weiterhin stabil, der Ciderkonsum wächst global. Bei Apfelsaftkonzentrat hatten sich die Preise im 1. Halbjahr 2017/18 in Europa aufgrund der gestiegenen Nachfrage bei begrenzten Angebotsmengen in den Hauptanbaugebieten auf einem soliden Niveau stabilisiert. Die geringen Erntemengen in den Hauptanbaugebieten Polen, Ungarn, Deutschland und Italien ließen die Konzentratpreise aus der Apfelkampagne 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigen. Apfelsaftkonzentrat aus China zeigte gegenüber dem Vorjahr nur eine leicht steigende Preistendenz, dies führte in Europa zu einer gestiegenen Nachfrage nach chinesischem Apfelsaftkonzentrat. scroll DIVISION Fruchtzubereitungen Fruchtsaftkonzentrate PRODUKTIONSSTANDORTE 28 Produktionsstandorte in 21 Ländern für Fruchtzubereitungen 14 Werke in 7 Ländern für die Herstellung von Apfel- und Beerensaftkonzentraten ROHSTOFFE Hauptrohstoff: Erdbeere Hauptrohstoff: Apfel PRODUKTE Fruchtzubereitungen Fruchtsaftkonzentrate, Direktsäfte, Fruchtweine, natürliche Aromen und Getränkegrundstoffe MÄRKTE Weltweit Schwerpunkt Europa KUNDEN Molkereien, Eishersteller, Backwarenindustrie, Food Services Getränkeindustrie Rohstoffmärkte Die verfügbaren Apfelmengen in den Hauptverarbeitungsregionen in Europa lagen deutlich unter denen des Vorjahres. Lokale Fröste, insbesondere im Hauptanbauland Polen, führten zur schlechtesten Apfelernte der letzten zehn Jahre in Europa. Die für Fruchtzubereitungen wichtigste Frucht ist die Erdbeere. Hier lag über alle Regionen hinweg der Einkaufspreis auf dem Vorjahresniveau. Die wettbewerbsintensivsten Beschaffungsmärkte für Pfirsiche sind Griechenland und Spanien, gefolgt von China. Die Ernten waren im Wesentlichen sehr gut, infolgedessen lagen die Preise deutlich unter dem Vorjahr. Heidelbeeren waren aufgrund der geringen Ernten in Europa um rund 50 % teurer als im Vorjahr. In allen anderen Beschaffungsregionen wie den USA und Kanada stiegen die Preise im Verlauf des Jahres von einem anfänglich günstigen Niveau während der Ernte. Die Einkaufspreise für sonstige Ingredienzien zeigten sich stabil. In Ländern wie Russland, der Türkei und Ägypten wirkte sich eine schwache Landeswährung vorteilhaft auf die Beschaffung aus. Die Beerenverarbeitungssaison für Saftkonzentrate war in Summe von normalen Mengenverfügbarkeiten bei den Hauptfrüchten gekennzeichnet. Die Preise für die wichtigsten Rohstoffe lagen über dem Vorjahresniveau. Geschäftsentwicklung Umsatz und operatives Ergebnis Nach einem Rückgang im 1. Halbjahr konnte der Umsatz im Segment Frucht im 2. Halbjahr wieder zulegen und lag im Geschäftsjahr 2017/18 mit 1.161 (1.155) Mio. € leicht über Vorjahresniveau. Dabei wurden rückläufige Absätze im Fruchtsaftkonzentratbereich durch Absatzsteigerungen im Bereich Fruchtzubereitungen überkompensiert. Im 4. Quartal konnte das operative Ergebnis wieder leicht zulegen, sodass sich für das Gesamtjahr ein Zuwachs auf 76 (72) Mio. € ergab. Dies ist weiterhin auf höhere Margen in der Division Fruchtzubereitungen bei gleichzeitig steigendem Absatz zurückzuführen, die den Absatz- und Margenrückgang in der Division Fruchtsaftkonzentrate mehr als ausgleichen konnten. Geschäftsentwicklung - Segment Frucht scroll 2017/18 2016/17 + / - in % Umsatzerlöse Mio. € 1.161 1.155 0,5 EBITDA Mio. € 114 110 2,9 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 38 - 38 - 1,6 Operatives Ergebnis Mio. € 76 72 5,3 Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 0 - Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0 - Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 76 72 5,3 EBITDA-Marge % 9,7 9,5 Operative Marge % 6,5 6,2 Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 49 34 46,2 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 0 46 - 100,0 Investitionen gesamt Mio. € 49 80 - 37,7 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0 - Capital Employed Mio. € 844 866 - 2,5 Return on Capital Employed % 9,0 8,3 Mitarbeiter 5.370 4.924 9,1 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 039 Capital Employed und Return on Capital Employed (ROCE) Das Capital Employed ging, insbesondere durch ein geringeres Working Capital infolge geringerer Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auf 844 (866) Mio. € zurück. In Verbindung mit einem gesteigerten operativen Ergebnis von 76 (72) Mio. € verbesserte sich der ROCE auf 9,0 (8,3) %. Investitionen in Sachanlagen Die Investitionen beliefen sich auf 49 (34) Mio. €. In der Division Fruchtzubereitung wurden Ersatzinvestitionen, aber auch Investitionen zur Anlagenmodernisierung und Kapazitätserweiterung unter anderem durch den Baubeginn des zweiten Fruchtzubereitungswerkes in Shanghai / China vorgenommen. Im Bereich der Division Fruchtsaftkonzentrate liegt der Fokus neben Ersatzinvestitionen und Produktionsoptimierungen unter anderem auf der Installation der neuen Karottenkonzentrat-Produktionslinie in Ersekhalma / Ungarn. Rohstoff und Produktion In der Division Fruchtzubereitungen wurden gegenüber dem Vorjahr knapp 5 % mehr Rohstoffe verarbeitet. Dabei lagen die verarbeiteten Mengen bei Erdbeeren und Heidelbeeren auf Vorjahresniveau, die Pfirsichmengen konnten gesteigert werden. Insgesamt betrug die Produktion in der Division Fruchtzubereitungen rund 560.000 t. Infolge der schlechten Apfelernten waren die europäischen Fruchtsaftkonzentratwerke in der Kampagne 2017 nur zu rund 50 % ausgelastet. In China verlief die Produktionssaison sehr zufriedenstellend. 2017/18 wurde die Integration des argentinischen Unternehmens Main Process S.A. abgeschlossen und die Fruchtzubereitungsproduktion in Argentinien am neuen Standort konzentriert. Die im Vorjahr neu gegründete indische Gesellschaft hat kürzlich mit dem Verkauf von Pürees begonnen; die Fruchtzubereitungsproduktion wird im Geschäftsjahr 2018/19 aufgenommen. Im Juli 2017 wurde die AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited, Changzhou, als neue Gesellschaft im Süden Chinas, in der Region Shanghai gegründet, und im 3. Quartal 2017/18 mit dem Bau eines neuen Werks begonnen, das im November 2018 eröffnet werden soll. Umwelt Energieeinsatz und Emissionen Der Energiebedarf der weltweiten Produktionsstandorte der Divisionen Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate wird überwiegend mit Erdgas als Energieträger gedeckt; an einigen Standorten wird auch selbst produziertes Biogas eingesetzt. Daneben beziehen die Produktionsstandorte Strom aus externen Quellen. Die Menge der CO2 -Emissionen ist in erster Linie vom Gesamtenergiebedarf abhängig. Die spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz pro Tonne Produkt des Segments Frucht sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Energieeinsatz im Segment Frucht GRAFIK 021 Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz im Segment Frucht GRAFIK 022 Wasserentnahme und Wassereinleitung Das in den Produktionsprozessen eingesetzte Wasser stammt zu rund zwei Dritteln aus Brunnen und zu einem Drittel aus der kommunalen Wasserversorgung. Es wird in der Division Fruchtzubereitungen z. B. zum Waschen frischer Früchte in den Erstverarbeitungswerken und zur Reinigung von Anlagen und Transportbehältnissen genutzt. Darüber hinaus verbleibt Wasser teilweise auch im fertigen Produkt. Wo es möglich ist - wie beispielsweise bei der Herstellung von Apfelsaftkonzentrat -, wird das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser in den Herstellungsprozessen genutzt und im Kreislauf geführt. Die Mehrzahl der Produktionsstandorte des Segments Frucht verfügt über aerobe und anaerobe Betriebskläranlagen, die verbleibenden Standorte nutzen kommunale Kläranlagen zur Aufbereitung des Abwassers. Segment Frucht - Wasserentnahme / Wassereinleitung scroll m3je t Produkt 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Wasserentnahme 3,9 4,2 4,3 4,3 4,4 Wassereinleitung 3,9 4,0 4,0 4,1 4,0 TABELLE 040 Nutzung der Rohstoffe Während bei der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum weiterverwendbare agrarische Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte Trester, weiter aufbereitet. Sie finden als Ballaststofflieferanten Einsatz z. B. in Müsli- und Snack-Produkten. Weitere Produkte sind unter anderem Aromen oder Apfelmehl. Anfallende Stiele und Blätter werden an die Anbauer der Rohstoffe abgegeben und dort als biologischer Dünger eingesetzt. Abfall Segment Frucht - Abfälle scroll Tsd. t 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Recycling 21,6 34,1 31,8 11,2 12,2 Deponierung 5,5 7,8 9,7 11,0 15,5 Kompostierung 6,2 3,4 4,1 0,0 2,8 Energetische Verwertung 0,7 0,3 0,4 0,9 0,9 Übrige 3,2 0,1 0,0 0,0 0,7 davon gefährliche Abfälle1 0,2 0,0 0,0 0,0 0,2 Gesamt 37,2 45,7 46,0 23,0 31,9 TABELLE 041 1 Im Wesentlichen verbrauchte Schmierstoffe aus der Produktion. Die gestiegene Gesamtabfallmenge resultiert aus der gestiegenen Verarbeitungsmenge. Der mengenmäßig überwiegende Anteil an Abfällen im Segment Frucht besteht aus Verpackungen und Produktionsabfällen und wird sachgerecht deponiert oder wiederverwendet bzw. recycelt. Absatz In der EU, als umsatzmäßig bedeutendster Region für Fruchtzubereitungen, konnten trotz des rückläufigen Markts höhere Absätze erzielt werden. Die Diversifizierung in Richtung Fruchtzubereitungen für Food-Service-, Backwaren- und Eiscreme-Kunden wurde weiter forciert, die Absatzmengen konnten in diesen Bereichen gesteigert werden. Langfristige Verträge mit globalen Großkunden sichern die Marktposition ab. Des Weiteren stellen die Non-Dairy-Produktbereiche, wie z. B. Fruchtzubereitungen für globale Convenience-Food-Ketten oder Eiscremekomponenten für globale Marken, nachhaltige Wachstumschancen für die Zukunft dar. Tatsächliche und prognostizierte Geschäftsentwicklung scroll Prognose 2017/181 Ist 2017/18 Ist 2016/17 Konzern Umsatz Mrd. € 6,7 bis 7,0 7,0 6,5 Operatives Ergebnis Mio. € In einer Bandbreite von 425 bis 500 445,0 426,0 Return on Capital Employed % Verbesserung 6,7 7,1 Investitionen in Sachanlagen2 Mio. € 350 361,0 329,0 Segment Zucker Umsatz Mrd. € Moderater Anstieg 3,0 2,8 Operatives Ergebnis Mio. € Deutlicher Anstieg 139,0 72,0 Return on Capital Employed % Höher 4,2 2,3 Segment Spezialitäten Umsatz Mrd. € Leichter Anstieg 2,0 1,8 Operatives Ergebnis Mio. € Deutlicher Rückgang 158,0 184,0 Return on Capital Employed % Sinkend 7,7 12,2 Segment CropEnergies Umsatz Mrd. € 0,7 bis 0,8 0,8 0,7 Operatives Ergebnis Mio. € 40 bis 80 72,0 98,0 Return on Capital Employed % Sinkend 15,9 20,4 Segment Frucht Umsatz Mrd. € Moderater Anstieg 1,2 1,2 Operatives Ergebnis Mio. € Moderater Anstieg 76,0 72,0 Return on Capital Employed % Über Vorjahresniveau 9,0 8,3 1 Veröffentlicht in der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz (Konzernlagebericht 2016/17) am 18. Mai 2017. 2 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 042 In der vorstehenden Tabelle ist die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2017/18 der Prognose für 2017/18, die mit dem Konzernabschluss 2016/17 veröffentlicht wurde, gegenübergestellt. Am 18. Mai 2017 wurde mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2016/17 in der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz bekannt gegeben, dass Südzucker für das Geschäftsjahr 2017/18 von einem Konzernumsatz von 6,7 bis 7,0 Mrd. € ausgeht. Beim operativen Ergebnis sah Südzucker einen weiteren Anstieg auf eine Bandbreite von 425 bis 500 (Geschäftsjahr 2016/17: 426) Mio. €. Als wesentlicher Treiber wurde die Ergebnisverbesserung im Segment Zucker nach einem Vorjahresergebnis in Höhe von 72 Mio. € gesehen. Im Segment Spezialitäten wurde mit einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses (Geschäftsjahr 2016/17: 184 Mio. €) gerechnet. Für das Segment CropEnergies wurde nach dem Rekordjahr 2016/17 von einem operativen Ergebnis in der Bandbreite von 40 bis 80 Mio. € ausgegangen. Im Segment Frucht erwartete Südzucker einen moderaten Anstieg des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr. Mit der Zwischenberichterstattung zum 1. Quartal 2017/18 wurde die Prognose der Ergebnisbandbreite im Segment CropEnergies auf 50 bis 90 Mio. € angehoben. Die Prognose für den Konzern und die übrigen Segmente wurde bestätigt. Mit Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 1. Halbjahr 2017/18 blieb die Prognose für den Konzern sowie die Segmente Zucker, Spezialitäten und Frucht ebenfalls unverändert. Im Segment CropEnergies wurde die erwartete Ergebnisbandbreite auf 60 bis 90 Mio. € angepasst. Mit der Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2017/18 am 11. Januar 2018 wurde der erwartete Konzernumsatz auf 6,9 bis 7,1 Mrd. € angehoben, was den Umsatzbeitrag des am 1. Dezember 2018 erworbenen US-amerikanischen Tiefkühl- und Feinkostpizza-Produzenten Richelieu Foods Inc. berücksichtigt. Im Segment CropEnergies wurde die erwartete Ergebnisbandbreite mit 65 bis 85 Mio. € konkretisiert. Im Übrigen blieb die Ergebnisprognose unverändert. Die tatsächlichen Investitionen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2017/18 lagen mit 361 Mio. € über dem erwarteten Investitionsvolumen von 350 Mio. €. PROGNOSEBERICHT Wirtschaftliches Umfeld Der Internationale Währungsfonds IWF prognostiziert eine leichte Zunahme des globalen Wirtschaftswachstums (gemessen am Bruttoinlandsprodukt BIP) von 3,8 % im Jahr 2017 auf 3,9 % im Jahr 2018. Die Konjunkturbelebung soll in erster Linie von den USA 2,7 (2,3) %, Indien 7,4 (6,7) % und dem Mittleren Osten 3,2 (2,2) % getragen werden. Brasilien werden mit 2,3 (1,0) % ebenfalls steigende Wachstumsraten bescheinigt. Für den Euroraum bleibt die EU-Kommission nach dem kräftigsten Wirtschaftswachstum seit zehn Jahren optimistisch: Nach 2,4 % im Jahr 2017 wird für 2018 und 2019 ein Wachstum von 2,3 % bzw. 2,0 % erwartet. Zu verdanken ist dies einer anhaltend robusten Nachfrage der Privathaushalte, einer guten Beschäftigungssituation sowie einer unerwartet kräftigen Belebung der Weltwirtschaft. Darüber hinaus dürften hohe Kapazitätsauslastungen und günstige Finanzierungsbedingungen den Investitionen weiterhin Auftrieb geben. Risiken resultieren unter anderem aus dem ungewissen Ausgang der Brexit-Verhandlungen, protektionistischen Maßnahmen der US-Regierung sowie möglichen Übertreibungen an den Finanzmärkten. Absatz- und Rohstoffmärkte Für weitere Einzelheiten der branchenbezogenen Rahmenbedingungen wird auf die Erläuterungen in den Segmenten verwiesen. Nach dem Wegfall der EU-Zuckerquote am 1. Oktober 2017 erfolgte in allen wesentlichen Anbauregionen der EU eine deutliche Erzeugungsausweitung. Der EU-Zuckermarkt wandelte sich vom Nettoimporteur zum Nettoexporteur. Der Einfluss des Weltmarktpreises auf das europäische Preisniveau nimmt daher weiter zu. Aufgrund der globalen Überschüsse am Weltmarkt sank der Weltmarktpreis für Zucker seit dem Frühjahr 2017 bis zum Beginn des neuen Geschäftsjahres um mehr als 200 €/t und lag im März 2018 bei rund 280 €/t. Auch der Rückgang der EU-Zuckerpreise seit Mitte 2017 setzte sich zu Geschäftsjahresbeginn 2018/19 fort. Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum des Weltzuckerverbrauchs auch 2018/19 moderat fortsetzen wird. In der EU soll der Bioethanolverbrauch 2018 (einschließlich traditioneller Verwendung) auf 7,8 Mio. m3 leicht ansteigen und weitgehend durch die inländische Produktion von 7,6 Mio. m3 gedeckt werden. Trotzdem wird von den EU-Mitgliedsstaaten das Potenzial von nachhaltig hergestelltem Bioethanol als saubere und kostengünstige Alternative zu fossilen Kraftstoffen und damit zur Verbesserung der Luftqualität und Senkung der Treibhausgasemissionen weiterhin nicht ausgeschöpft. Für einen nennenswerten Ausbau erneuerbarer Energien im Kraftstoffsektor bedarf es der seit Jahren angekündigten europaweiten Einführung von E10. Laut EU-Kommission liegt der Anteil von E10 am Ottokraftstoffmarkt derzeit bei nur rund 10 %. Für das Geschäftsjahr 2018/19 rechnet CropEnergies mit weiterhin volatilen Ethanolpreisen, die sich aber unter den hohen Notierungen zu Jahresbeginn 2017 bewegen dürften. Diese Einschätzung beruht darauf, dass die tatsächliche Bioethanolnachfrage weiterhin deutlich unter den Prognosen der nationalen Aktionspläne der EU-Mitgliedsstaaten liegt, auf deren Grundlage der Ausbau der Produktionskapazitäten in der EU erfolgte. Bei moderater Entwicklung der Bioethanolimporte wird damit gerechnet, dass sich die europäischen Ethanolpreise verstärkt nach Angebot und Nachfrage in der EU richten werden. Das bedeutendste Anwendungsgebiet für Fruchtzubereitungen ist deren Verarbeitung in Molkereiprodukten, insbesondere in löffelbaren Joghurts. Euromonitor beziffert das globale Wachstum für löffelbare Jogurts auf knapp 1 % p. a. bis zum Jahr 2021. Die Regionen Westeuropa und Nordamerika stagnieren, positive Absatztendenzen verzeichnen der asiatisch-pazifische Raum und einige Teile Afrikas. Trinkjoghurts weisen mit 7,4 % p. a. für denselben Zeitraum ein deutlich höheres Wachstum auf. Auch in den Bereichen Backwaren und Speiseeis werden auf globaler Ebene positive Marktentwicklungen prognostiziert. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA rechnet für 2017/18 erneut mit einer hohen Weltgetreideproduktion (ohne Reis) von 2,1 Mrd. t, leicht unterhalb des Vorjahres-Rekordniveaus. Die weltweiten Lagerbestände sollen sich mit 495 Mio. t weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bewegen. Aufgrund der zeitweise stark gesunkenen Getreidepreise ist ein moderater Preisanstieg zwar nicht auszuschließen, dank der hervorragenden Versorgungslage sollten sich die Preisrisiken jedoch in engen Grenzen halten. Nach der Märzschätzung des Internationalen Getreiderats IGC wird die Getreideernte auch 2018/19 wieder über 2 Mrd. t liegen. Prognostizierte Geschäftsentwicklung Konzern Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwarten wir einen Konzernumsatz von 6,8 bis 7,1 (Vorjahr: 7,0) Mrd. €. Dabei gehen wir im Segment Zucker von einem deutlichen Umsatzrückgang aus. Im Segment CropEnergies sehen wir den Umsatz in einer Bandbreite von 760 bis 820 Mio. €. In den Segmenten Spezialitäten und Frucht rechnen wir mit einem deutlich steigenden Umsatz. Beim operativen Konzernergebnis gehen wir von einem deutlichen Rückgang auf 100 bis 200 (Vorjahr: 445) Mio. € aus. Dieser wird weitgehend auf den deutlichen Ergebnisrückgang im Segment Zucker zurückzuführen sein. Auch im Segment CropEnergies wird mit einem Rückgang gerechnet. Dagegen erwarten wir in den Segmenten Spezialitäten und Frucht deutlich steigende operative Ergebnisse. Wir gehen von einem weiteren Anstieg des Capital Employed aus. Aufgrund des sinkenden operativen Ergebnisses rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang des ROCE (Vorjahr: 6,7 %). Das operative Ergebnis des 1. Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 wird deutlich unter Vorjahresniveau erwartet. Segment Zucker Aufgrund der weiter sinkenden Zuckerpreise gehen wir trotz nochmals steigender Absatzmengen von einem deutlichen Umsatzrückgang (Vorjahr: 3,0 Mrd. €) im Segment Zucker aus. Der drastische Rückgang der Zuckerpreise auf ein historisch niedriges Niveau kann bei Weitem nicht durch sinkende Herstellkosten und höhere Verkaufsvolumina ausgeglichen werden. Daher erwarten wir einen operativen Verlust im Segment Zucker in einer Bandbreite von - 100 bis - 200 Mio. € (Vorjahr: 139 Mio. €). Die Prognose im Segment Zucker ist in einem sich stark verändernden Marktumfeld von hoher Unsicherheit geprägt. Segment Spezialitäten Im Segment Spezialitäten rechnen wir mit einem deutlichen Umsatzanstieg (Vorjahr: 2,0 Mrd. €). Beim operativen Ergebnis erwarten wir ebenfalls einen deutlichen Anstieg (Vorjahr: 158 Mio. €). Neben der nun ganzjährigen Konsolidierung von Richelieu Foods Inc. resultiert dieser Anstieg aus weiter steigenden Absatzmengen und sinkenden Rohstoffkosten. Segment CropEnergies Auch im Geschäftsjahr 2018/19 wird die Geschäftsentwicklung bei CropEnergies maßgeblich von der volatilen Preisentwicklung auf den Bioethanolmärkten abhängen. Die Terminpreise für Bioethanol in Europa, deren Aussagekraft begrenzt ist, zeigen für das Geschäftsjahr 2018/19 einen Preisanstieg im Vergleich zum sehr niedrigen Niveau zu Geschäftsjahresbeginn. Bei einer weiterhin hohen Kapazitätsauslastung und konstanten Absatzmengen erwartet CropEnergies einen Umsatz von 760 bis 820 Mio. € (Vorjahr: 808 Mio. €). Auf dieser Grundlage und unter Annahme leicht steigender Getreidepreise geht CropEnergies im Geschäftsjahr 2018/19 von einem operativen Ergebnis in der Bandbreite von 30 bis 70 Mio. € (Vorjahr: 72 Mio. €) aus. Segment Frucht Wir erwarten für das Segment Frucht im Geschäftsjahr 2018/19 einen deutlichen Anstieg von Umsatz (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und operativem Ergebnis (Vorjahr: 76 Mio. €). In der Division Fruchtzubereitungen rechnen wir aufgrund steigender Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen mit einer positiven Umsatzentwicklung und einer moderaten Verbesserung des operativen Ergebnisses. In der Division Fruchtsaftkonzentrate wird von einem deutlichen Umsatz- und operativen Ergebnisanstieg ausgegangen. RISIKO- UND CHANCENBERICHT Risikomanagementsystem Die Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Um Risiken, aber auch Chancen zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet. Risiko- und Chancenpolitik Südzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Unter Risiko bzw. Chance versteht Südzucker künftige Entwicklungen bzw. Ereignisse, die das Erreichen strategischer Ziele und operativer Planungen negativ bzw. positiv beeinflussen können. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, werden versicherbare Risiken durch ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm abgedeckt. Risikomanagement Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie die Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der strategischen, operativen, rechtlichen und finanziellen Risiken. Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt. Risikomanagementsystem Der Vorstand hat die Verantwortung für das konzernweite Risikomanagementsystem sowie für die Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender und strategischer Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt, der die Angemessenheit der bestehenden Risikomanagementregelungen regelmäßig prüft und diese gegebenenfalls fortentwickelt. Daneben beobachtet der Risikomanagementausschuss fortlaufend wesentliche, auch geschäftsübergreifende Risiken und zeigt - falls erforderlich -Handlungsbedarf auf. Der Wirtschaftsprüfer beurteilt die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems als Teil des Risikomanagementsystems. RISIKOMANAGEMENTSYSTEM GRAFIK 023 Die Divisionen und das Segment CropEnergies sowie die Zentralabteilungen sind für die Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken sowie für das Risikomanagement verantwortlich. Sie ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken aus dem operativen Geschäft sowie von finanziellen und rechtlichen Risiken. Die Veränderung von Marktpreisen kann einen erheblichen positiven bzw. negativen Einfluss auf das operative Ergebnis haben. Daher wurden in den Divisionen, in denen das operative Ergebnis wesentlich von volatilen Marktpreisen beeinflusst wird, Risikokomitees eingerichtet, die Entscheidungen über den Umgang mit diesen Risiken vorbereiten. Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken werden durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente zur Risikobegrenzung hat der Vorstand in einer Richtlinie zum Management operativer Preisrisiken vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regelt. Derivative Finanzinstrumente dürfen nur zur Sicherung von Grundgeschäften und nur mit Banken hoher Bonität oder an Terminbörsen abgeschlossen werden. Regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der operativen, finanziellen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Dem Vorstand und den zuständigen Geschäftsbereichen bzw. Divisionen stehen monatliche Risikoberichte zur Verfügung, die Risiken und Sensitivitäten sowohl auf Divisions- als auch auf Konzernebene beinhalten und auf das laufende und folgende Geschäftsjahr fokussieren. Die Entwicklung der Risikoparameter wird - der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung folgend - mit der Planung bzw. dem aktuellen Forecast verglichen, während die Risikobewertung durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis erfolgt. Risikokommunikation Unabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher stellen der Vorstand, die Geschäftsbereichs- bzw. Divisionsleitungen und die Konzernfunktionen eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicher. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Unter anderem durch regelmäßige Besprechungen der Ergebnisentwicklung und der Planungen zwischen Geschäftsbereichs- bzw. Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für identifizierte strategische oder operative Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen definiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichs- bzw. Divisionsverantwortlichen tragen die Konzernfunktionen den Ressortvorständen regelmäßig aktuelle Entwicklungen aus ihren Verantwortungsbereichen vor. Interne Revision Die interne Konzernrevision nimmt ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie in den Konzerngesellschaften wahr. Sie ist dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet und bewertet im Rahmen unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse - auch mit dem Fokus, diese und die zugrunde liegenden Geschäftsprozesse zu verbessern. Risiken Übersicht der Unternehmensrisiken Nachfolgend werden die für Südzucker wesentlichen Unternehmensrisiken beschrieben und nach den Merkmalen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "finanzielle Auswirkung", bezogen auf die mittelfristige Ergebniserwartung, klassifiziert. Die Wirkung getroffener Gegensteuerungsmaßnahmen wird dabei berücksichtigt. scroll Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung gering < 10 % < 5 Mio. € mittel 10 - 50 % 5 - 50 Mio. € hoch > 50 % > 50 Mio. € TABELLE 043 Die für die entsprechenden Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" verwendeten relativen bzw. absoluten Werte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung. Die Preisvolatilität von Rohstoffen, die Risiken von schwankenden Produktpreisen sowie Veränderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von geringerer Bedeutung. Übersicht der Unternehmensrisiken scroll Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung Strategische Risiken Risiken aus Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen mittel hoch Gesamtwirtschaftliche Risiken mittel mittel Risiken durch strukturelle Veränderungen der Absatzmärkte mittel hoch Operative Risiken Risiken aus der Verfügbarkeit von Rohstoffen mittel mittel Risiken aus der Preisvolatilität von Rohstoffen hoch hoch Risiken aus der Preisvolatilität der Produkte hoch hoch Wechselkursrisiken mittel mittel Produktqualitätsrisiken und Lebensmittelsicherheit gering mittel IT-Risiken mittel mittel Personalrisiken gering mittel Bonitäts- und Ausfallrisiken mittel mittel Risiken aus der Integration von Unternehmen gering hoch Weitere operative Risiken gering gering Compliancerisiken Allgemeine rechtliche Risiken mittel mittel Kartellrechtsrisiken gering hoch Korruptionsrisiken gering mittel Finanzrisiken Zinsänderungsrisiken mittel mittel Wechselkursrisiken mittel mittel Liquiditätsrisiken gering hoch Bonitäts- und Ausfallrisiken gering hoch Risiko der Ratingherabstufung mittel mittel TABELLE 044 Strategische Risiken Risiken aus Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen Wie in den jeweiligen Abschnitten des Lageberichts zu den Segmenten erläutert, unterliegt die Geschäftstätigkeit sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote am 30. September 2017 haben zu einer Ausweitung der Erzeugung von Rübenzucker und Stärkeverzuckerungsprodukten in der EU geführt. Die EU wird dadurch wieder zum Nettoexporteur von Zucker. Dadurch hat die Wettbewerbsintensität auf den Absatzmärkten zugenommen. Der hochvolatile Weltmarktpreis für Zucker ist zunehmend preisbestimmend für den EU-Zuckermarkt. Die Höhe des Zuckerpreises wird zukünftig die Verfügbarkeit des Rohstoffs Zuckerrübe beeinflussen, deren Anbau im Wettbewerb mit Alternativfrüchten steht. Gleichzeitig ergeben sich Wettbewerbsverzerrungen durch die Zahlung von an den Rübenanbau gekoppelten Prämien in einigen EU-Mitgliedsstaaten. Die EU-Kommission hat am 30. November 2016 Gesetzgebungsvorschläge zur Umsetzung der Klima- und Energiepolitik der EU bis 2030 vorgelegt. Hierzu haben der Rat der EU im Dezember 2017 und das Europäische Parlament im Januar 2018 Stellung genommen und anschließend auf dieser Basis interinstitutionelle Verhandlungen über den finalen Richtlinientext aufgenommen. Aufgrund der laufenden Verhandlungen können noch keine abschließenden Aussagen getroffen werden, wie sich etwaige geänderte rechtliche Rahmenbedingungen auf das Ethanolgeschäft langfristig auswirken könnten. Eine Differenzierung von Beimischungszielen nach Produktionstechnologien und / oder Rohstoffen kann zu Nachfrageverschiebungen führen, welche die Geschäftstätigkeit von CropEnergies belasten können. Zusätzliche Risiken bestehen, falls im Rahmen neuer bilateraler Freihandelsabkommen zusätzliche zollfreie Einfuhrkontingente für Zucker eröffnet werden oder der EU-Außenschutz verringert wird. Auch bei Bioethanol können z. B. die Einschränkung oder Förderung der Nutzung verschiedener Rohstoffe zur Herstellung von Bioethanol, die Erhöhung oder Verminderung nationaler Beimischungsquoten nach 2020 sowie die Regulierung der Nutzung von Anbauflächen zu zusätzlichen Chancen oder Risiken führen. Auch Änderungen in den Außenhandelsbeziehungen zu Drittstaaten, von in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssystemen für erzeugte erneuerbare Energien sowie von Zollsätzen können zu Chancen oder Risiken führen. Mögliche Änderungen internationaler und nationaler Handelsabkommen oder der Agrarmarktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und mit ihren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Südzucker-Gruppe im Rahmen des Risikomanagements bewertet. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) kann Risiken für die Geschäftstätigkeit der Südzucker-Gruppe aus Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen mit sich bringen, die derzeit noch nicht abschätzbar sind. Änderungen der nationalen Steuer- und Zollsysteme sowie die Auslegung durch die regionalen Behörden stellen weitere Risiken im Bereich der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen dar. Gesamtwirtschaftliche Risiken und Risiken durch strukturelle Veränderungen der Absatzmärkte Die Produkte der Südzucker-Gruppe unterliegen dem Risiko von Nachfrageschwankungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Diese haben auf das Kerngeschäft - der Herstellung von Lebensmitteln und Tiernahrung - wegen der Bedeutung der Produkte für die menschliche Ernährung nur begrenzte Auswirkungen. Insbesondere in den entwickelten Industrieländern werden Nahrungsmittelproduktion und Ernährungsverhalten kritisch hinterfragt. Entsprechende Kundenwünsche können bei der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie zu veränderten Rezepturen oder einer zuckerreduzierten Ergänzung des Produktportfolios führen. Gleichwohl wächst der weltweite Zuckerverbrauch nach wie vor insbesondere durch die steigende Nachfrage in den Schwellenländern, die im Vergleich zu den Industrieländern den deutlich höheren Anteil am Weltzuckermarkt haben. Operative Risiken Risiken aus der Verfügbarkeit von Rohstoffen Insgesamt werden in der Südzucker-Gruppe jährlich rund 40 bis 45 Mio. t landwirtschaftliche Rohstoffe von über 800.000 ha Anbaufläche verarbeitet. Dies sind neben Zuckerrüben auch Mais, Weizen, Gerste, Reis, Triticale, Zichorien, Kartoffeln und Früchte. Südzucker ist als Verarbeiter dieser Rohstoffe - trotz regionaler Streuung - Beschaffungsrisiken ausgesetzt. Hier sind in erster Linie über das normale Maß hinausgehende Schwankungen der Ernteerträge durch Extremwetterereignisse (Klimawandel) sowie Pflanzenschädlinge und -krankheiten zu nennen. Risiken ergeben sich aus extremen Witterungsereignissen, wie beispielsweise lang anhaltende Trockenperioden und Überschwemmungen, Stürme und Hagel, die in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen können. Zudem kann durch die Verschiebung der Klimazonen bzw. Niederschläge die Produktion von landwirtschaftlichen Rohstoffen regional negativ beeinflusst werden. Diesem Risiko wird durch eine entsprechende Anbauplanung sowie gezielte Anbauberatung und Forschung bestmöglich Rechnung getragen. Für den Zuckerrübenanbau in Europa ist die Klimaveränderung aber auch mit Chancen verbunden. Eine früher beginnende und verlängerte Vegetationszeit, weniger Frosttage sowie eine schnellere Bodenerwärmung führen tendenziell zu steigenden Erträgen. Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Züchterische Fortschritte stärken die Ertragskraft der Rübe. Die angebotenen Sorten werden auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft und ihr Anbau unter Berücksichtigung regional unterschiedlicher Standortbedingungen optimiert. Mithilfe des Versuchswesens und der Beratung im Zuckerrübenanbau sollen Beeinträchtigungen des Rübenertrags durch Krankheiten, Schädlinge oder Verunkrautung reduziert werden. Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus allen unseren Anlagen erfüllt diese Anforderungen unter der Voraussetzung, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist. Risiken aus der Preisvolatilität von Rohstoffen Neben den Beschaffungsrisiken unterliegen landwirtschaftliche Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht in allen Fällen unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Auf den Getreide- und Ölsaatenmärkten sind die Preisschwankungen insbesondere durch die weltweiten und regionalen Fundamentaldaten von Angebot, Nachfrage und Lagerbeständen beeinflusst. Wenn die Lagerbestände eine kritische Grenze im Verhältnis zum jährlichen Verbrauch unterschreiten und Intransparenz über bestimmte Angebots- und Nachfragefaktoren besteht, reagieren die Märkte sensibel mit Preisschwankungen. Dies war bei einzelnen Produkten in den letzten Jahren wiederholt zu beobachten und wird auch in den nächsten Jahren grundsätzlich möglich sein. Durch den zunehmenden weltweiten Rohstoffhandel entspricht dabei die Preisvolatilität der globalen Märkte zunehmend derjenigen auf den europäischen und inländischen Märkten. Zudem können politische Maßnahmen wichtiger Exportländer, wie z. B. Exportstopps, die Volatilität kurzfristig verstärken. In der Südzucker-Gruppe erfolgt die Rübenpreisvergütung in Abhängigkeit von den im Zuckerwirtschaftsjahr erzielten Zuckererlösen, ohne einen Rübenmindestpreis zu garantieren. Daneben können bei der Vergütung weitere Faktoren, wie die Wettbewerbssituation des Rübenanbaus mit anderen Ackerkulturen, berücksichtigt werden. Die Nutzung der Rohzucker-Raffinationskapazitäten an den Standorten Buzău / Rumänien und Brčko / Bosnien-Herzegowina ist preissensitiv. Zur Herstellung von Bioethanol werden kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe benötigt. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Zur Risikoeinschätzung wird bei der Herstellung von Bioethanol eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten sowie von Erlösen für Lebens- und Futtermittel (Steuerung nach Nettorohstoffkosten) vorgenommen. Da Veränderungen beim Getreidepreis überwiegend mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, können Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensiert werden. CropEnergies verfolgt die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Daneben erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Sicherungen im Einkauf von Rohstoffen mit dem Absatz von Lebens- und Futtermitteln sowie Ethanol. Dabei wird nach Marktlage über die Sicherungsquoten entschieden. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können. Die Rohstoffkosten sind auch in der Stärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. Auch hier ist die Strategie, den geplanten Bedarf in einem adäquaten Ausmaß durch physische Lieferkontrakte abzudecken. Auch hier werden Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Es besteht das Risiko, dass kurzfristig steigende Rohstoffpreise nur zu einem Teil an Kunden weitergegeben werden können. Das Beschaffungsrisiko im Segment Frucht wird durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie mögliche Pflanzenkrankheiten beeinflusst. Dadurch bedingte Ernteausfälle können sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch auf die Einstandspreise der Rohstoffe negativ auswirken. AGRANA ist es durch ihre weltweite Präsenz und Kenntnisse über Beschaffungsmärkte möglich, in der Division Fruchtzubereitungen regionale Engpässe in der Versorgung bzw. Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken. Es werden zusätzlich, je nach Möglichkeit, sowohl beschaffungs-als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen. In der Division Fruchtsaftkonzentrate werden Rohstoff-, Produktions- und Vertriebsrisiken überregional gesteuert. Die Südzucker-Gruppe wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträger situationsgerecht mit dem Ziel der Kostenoptimierung einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Für die in der Kampagne eingesetzten Energieträger erfolgen teilweise Mengen- und Preissicherungen in Form von langfristigen Lieferverträgen oder auch durch Derivate. Die kostenlose Zuteilung von CO2 -Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 deckt den Verbrauch der Südzucker-Gruppe nicht. Gegenwärtig erfüllt die Produktion von Zucker, Stärke, Inulin und Bioethanol nach den aktuellen EU-Vorschriften die Carbon-Leakage-Kriterien, wonach CO2 -Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden; ein Wegfall des Carbon-Leakage-Status wird derzeit nicht erwartet. Für die kommende 4. Handelsperiode der Jahre 2021 bis 2030 muss auch bei einem unveränderten Carbon-Leakage-Status mit einer reduzierten kostenlosen Zuteilung von CO2 -Zertifikaten gerechnet werden. Vor dem Hintergrund des derzeitigen Stands des EU-Gesetzgebungsverfahrens ist die tatsächliche kostenlose Zuteilung ab dem Jahr 2021 schwer vorauszusagen. Risiken aus der Preisvolatilität der Produkte Im Segment Zucker bestehen Absatzpreisrisiken infolge von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, dem EU-Binnenmarkt sowie den Futtermittelmärkten. Seit dem Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 steigen die EU-Zuckerexporte. Dies erhöht die Risiken in Bezug auf Schwankungen des Weltmarktpreises. Auch für den EU-Binnenmarkt zeichnet sich eine zunehmende Abhängigkeit von der Entwicklung des Zuckerweltmarktpreises ab. Für direkt vom Weltmarktpreis abhängige Mengen werden je nach Marktlage Sicherungsgeschäfte in Form von Zucker-Futures an den Terminbörsen in London und New York abgeschlossen. Dem Absatzrisiko und dem Preisrisiko bei Futtermitteln wird insbesondere durch eine kontinuierliche Verkaufsstrategie sowie eine langfristig orientierte Kundenbindung Rechnung getragen. Ebenfalls unterliegen beispielsweise die Preise für Bioethanol in Europa verschiedenen Einflussfaktoren, wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in den USA, Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen, und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit und - soweit möglich - durch derivative Instrumente sowie durch die flexible Nutzung der Bioethanolanlage am britischen Standort Wilton je nach Marktsituation und der hieraus resultierenden Kosten- und Ertragslage. Die europäischen Bioethanolpreise werden derzeit von Preisberichterstattungsagenturen auf Basis sehr geringer Volumina ermittelt. Eine hohe Volatilität der Preise ist die Folge. Anfang 2018 trat die EU-Benchmark-Richtlinie in Kraft. Diese schreibt einen transparenten Preisfindungsmechanismus für Preisreferenzen an nicht regulierten Märkten vor. Die Auswirkung auf die Preisfindung ist noch nicht abzusehen. Wechselkursrisiken Wechselkursrisiken entstehen im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse oder Material- bzw. Wareneinsatz abweichend von der lokalen Währung anfallen. Im Segment Zucker unterliegen Zuckerexporte auf dem Weltmarkt US-Dollar-Wechselkursrisiken, die grundsätzlich vom Zeitpunkt des Abschlusses eines Zucker-Futures bis zum Zahlungseingang abgesichert werden. Die Rohzuckerraffination unterliegt Währungsrisiken durch den teilweisen Rohzuckereinkauf in US-Dollar. Im Segment Spezialitäten resultieren Fremdwährungsrisiken in der Division BENEO aus den Umsatzerlösen in US-Dollar, deren zugrunde liegende Herstellungskosten überwiegend in Euro und chilenischem Peso anfallen. Für Umsatzerlöse der Freiberger-Gruppe in Großbritannien und Kanada ergeben sich Währungsrisiken aus dem britischen Pfund bzw. kanadischen Dollar. Im Segment CropEnergies erfolgen sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte überwiegend in Euro. Lediglich beim Einkauf von Rohalkohol in US-Dollar und beim Verkauf von Industriealkohol in Euro ergeben sich Währungsrisiken. Diese werden unmittelbar nach dem Einkauf des Rohalkohols über Devisentermingeschäfte abgesichert. Im Segment Frucht bestehen Währungsrisiken vorwiegend aus dem Absatz in Euro oder US-Dollar, während der Aufwand für Rohstoffe und Produktion in lokaler Währung entsteht. Sofern der Rohstoffeinkauf bzw. der Absatz in Fremdwährung erfolgen, wird das Währungsrisiko teilweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Produktqualitätsrisiken und Lebensmittelsicherheit Bedeutende Ereignisse im Zusammenhang mit ernsten Verstößen gegen Sicherheitsstandards, die für Nahrungsmittel oder sonstige Bereiche gelten, könnten sich nachteilig auf die Gesundheit der Verbraucher, die Reputation von Südzucker und den Absatz unserer Produkte auswirken. Zudem gehört es zu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, Kunden jederzeit mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung. IT-Risiken Die Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich von einer komplexen Informationstechnologie abhängig. Dadurch ergeben sich Risiken insbesondere in Bezug auf den Ausfall von IT-Systemen, deren Sicherheit und Qualität. Es ist davon auszugehen, dass die Bedrohung durch externe Angriffe auf IT-Systeme der Südzucker-Gruppe weiter zunehmen wird. Die Optimierung, Aufrechterhaltung und insbesondere die Sicherheit der IT-Systeme werden sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen gewährleistet. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht. Personalrisiken Die Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal und ist so dem Risiko ausgesetzt, offene Stellen nicht adäquat besetzen zu können. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, wird im Rahmen der Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber betont und darauf abgezielt, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozialleistungen und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breit gefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort- und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften. Der Aufsichtsrat von Südzucker ist zur Hälfte mit Arbeitnehmervertretern aus der eigenen Belegschaft oder Gewerkschaften besetzt. In zahlreichen Ländern ist Südzucker an Tarifverträge gebunden und der soziale Dialog gelebte Praxis, was das Risiko von Arbeitsniederlegungen einschränkt. In regelmäßigen Betriebsversammlungen werden die Mitarbeiter informiert und wird der Dialog mit ihnen geführt. Daneben bestehen Risiken aus Krankenstand, langen Abwesenheiten und der damit verbundenen Mehrbelastung der anwesenden Mitarbeiter. Mit Betriebsärzten, Impfprogrammen, Wiedereingliederungsprogrammen und Informationsveranstaltungen sorgt sich Südzucker um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter. Damit verbunden sind auch umfassende Maßnahmen in der Arbeitssicherheit mit dem Ziel "Null Unfälle" sowie die intensive Analyse von Arbeitsunfällen. Bonitäts- und Ausfallrisiken Sollten Kunden in größerem Umfang nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Südzucker zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Südzucker tritt diesen Bonitäts- und Ausfallrisiken für den Forderungsbestand entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen Sicherungsgeschäfte für Preisrisiken abgeschlossen wurden. Risiken aus der Integration von Unternehmen Die Südzucker-Gruppe erwirbt Unternehmen, um ihre Geschäftstätigkeit zu erweitern. Im Geschäftsjahr 2017/18 übernahm Freiberger die Richelieu Foods Inc., den größten Hersteller von Private-Label-Kühl- und -Tiefkühlpizza in den USA sowie den deutschen Tiefkühlpizzahersteller HASA GmbH, Burg. Akquisitionen beinhalten das Risiko, dass strategische Ziele nicht erreicht werden oder sich die Umsetzung operativer Pläne verzögert. Außerdem bestehen Risiken im Rahmen der Integration von unterschiedlichen Unternehmenskulturen und Prozessen. Die Südzucker-Gruppe hält Beteiligungen wie Joint Ventures, assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen. Aufgrund der Beteiligungsquote ist die Möglichkeit der Integration dieser Gesellschaften eingeschränkt. Weitere operative Risiken Aus weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft abzusehen. Die mit unserer Produktion verbundenen Umweltrisiken beziehen sich hauptsächlich auf den Einsatz von Energie und Wasser sowie das Entstehen von Emissionen, Abwasser und Abfall. Südzucker begegnet diesen Umweltrisiken und auch den weiteren operativen Risiken durch ständige Überwachung und Verbesserung der Geschäftsprozesse. Compliancerisiken Allgemeine rechtliche Risiken Es sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG und ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskostenrückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode nehmen, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfelds, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen eingeleitet. Die Europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) gilt ab dem 25. Mai 2018. Sie schafft ein einheitliches, unmittelbar geltendes Datenschutzrecht innerhalb der Mitgliedsstaaten der EU und sichert damit ein hohes Datenschutzniveau in Europa. Der umfangreiche Pflichtenkatalog ist bei Verstößen mit erheblichen Sanktionen bewehrt. Südzucker hat die seitens der EU-DSGVO ausgelösten Pflichten und Risiken analysiert und ergreift in Fortführung ihrer bereits bestehenden Datenschutzkultur risikobasiert erforderliche technische und organisatorische Maßnahmen, um den Schutz und die Sicherheit personenbezogener Daten insbesondere der Beschäftigten, Kunden, Lieferanten und übriger Geschäftspartner gemäß geltendem Datenschutzrecht zu gewährleisten. Kartellrechtsrisiken Es besteht das Risiko, dass Verhaltensweisen von Organen und Mitarbeitern als Verstoß gegen Wettbewerbsbestimmungen ausgelegt werden und Verfahren durch Wettbewerbsbehörden eingeleitet werden. Entsprechende Verfahren sind immer mit einem Reputationsverlust verbunden, können zum Erlass von hohen Bußgeldern führen und dann zusätzlich Ersatzansprüche von Dritten nach sich ziehen, auch wenn sie unbegründet sind. Als gruppenweit geltender Rahmen für die Verhinderung von Kartellrechtsverstößen ist eine Richtlinie zur Einhaltung des Kartellrechts in der Südzucker-Gruppe (Wettbewerbs-Richtlinie) in Kraft. Ziel dieser Richtlinie ist es, Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen im Kartellrecht zu bewahren und praxisnahe Unterstützung bei der Anwendung der einschlägigen Vorschriften zu geben. Dies umfasst die Verpflichtung aller Mitarbeiter zur Einhaltung des Kartellrechts. Südzucker hat die Maßnahmen der Kartellrechts-Compliance auch im Geschäftsjahr 2017/18 -insbesondere durch Audits sowie im Bereich der Berichterstattung und Dokumentation - weiter intensiviert. Zur Vermeidung von Kartellverstößen werden gruppenweit Schulungen durchgeführt und turnusmäßig wiederholt. Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, hatte das Bundeskartellamt den deutschen Zuckerherstellern Südzucker AG, Nordzucker AG und Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG wettbewerbsbeschränkende Gebiets-, Quoten- und Preisabsprachen zur Last gelegt. Südzucker akzeptierte den am 18. Februar 2014 erlassenen Bußgeldbescheid im Rahmen eines Settlements, um das fast fünf Jahre laufende, auf Aussagen eines Kronzeugen basierende Verfahren zu beenden und dadurch Rechts- sowie Planungssicherheit zu erlangen. Das deutsche Kartellverfahren ist mit Zahlung der Geldbuße abgeschlossen. Nach dem Abschluss des deutschen Kartellverfahrens machen Kunden erwartungsgemäß Schadensersatzansprüche wegen angeblicher kartellbedingter Preisaufschläge geltend. Diese Ansprüche werden von Südzucker und den beiden anderen mit einem Bußgeld belegten deutschen Zuckerherstellern grundsätzlich bestritten, zumal verschiedene Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass den Kunden in dem vom Bundeskartellamt zur Last gelegten Zeitraum keine Nachteile entstanden sind. Ein Teil der Kunden hat die betroffenen Zuckerhersteller - zumeist gesamtschuldnerisch - auf Schadensersatz oder Auskunft verklagt. Die Klagen sind bei verschiedenen deutschen Landgerichten anhängig. Sie befinden sich in einem frühen Stadium, teilweise in der Beweisaufnahme. In allen Verfahren ist eine lange Beweisaufnahme zu erwarten. Urteile zur Sache sind bislang nicht ergangen. Wie im Vorjahresbericht erläutert, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im September 2010 beim Kartellgericht Wien unter anderem gegen die AGRANA Zucker GmbH und die Südzucker AG die Feststellung eines Verstoßes gegen das Kartellgesetz. Im Zusammenhang mit dem deutschen Kartellbußgeld wird die Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen auch in Bezug auf Österreich vorgeworfen. Die Beklagten sehen den Bußgeldantrag vom Oktober 2011 durch die vom Kartellgericht bisher durchgeführte Beweisaufnahme - auch nach den letzten Zeugenvernehmungen im September 2014 - nicht bestätigt. Das Kartellgericht Wien hat noch keine Entscheidung verkündet; es ist auch nicht absehbar, wann eine solche ergeht. Korruptions- und Bestechungsrisiken Korruptions- und Bestechungsrisiken können darin bestehen, dass Organe oder Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe gegen Gesetze, interne Regelungen oder von Südzucker anerkannte regulatorische Standards verstoßen und in der Folge das betroffene Unternehmen der Südzucker-Gruppe Vermögens- und Imageschäden erleidet. Sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. Die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation wurden auch im Geschäftsjahr 2017/18 weiterentwickelt sowie zur Stärkung der Compliance-Kultur die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur fortlaufend verbessert. Um rechtskonformes und sozialethisches Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters zu gewährleisten, wurden Schulungsmaßnahmen weiter intensiviert sowie konkrete Handlungsempfehlungen zu ausgewählten Themenbereichen weiterentwickelt und den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Südzucker-Gruppe unterliegt aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu zählen Risiken aus Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, Liquiditätsrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken. Marktpreisrisiken aus Zuckerexporten, Bioethanolabsatz, Energieeinkäufen sowie Rohstoffeinkäufen werden als operative Risiken bewertet, die im entsprechenden Abschnitt dieses Risikoberichts beschrieben sind. Zinsänderungsrisiken Aus variabel verzinslichen oder kurzfristig fälligen Finanzverbindlichkeiten und -anlagen ist die Südzucker-Gruppe in begrenztem Umfang kurzfristigen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Der Umfang dieser Verbindlichkeiten bzw. Anlagen ist aufgrund des kampagnebezogenen Finanzbedarfs im Jahresverlauf stark schwankend. Langfristige Zinsänderungsrisiken sind aufgrund der geringen Verschuldung ebenfalls nur von untergeordneter Bedeutung. Wechselkursrisiken Finanzwirtschaftliche Wechselkursrisiken resultieren überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. In USA und Osteuropa finanziert die Südzucker-Gruppe einige Tochterunternehmen mit konzerninternen Euro-Darlehen. Daneben bestehen US-Dollar-Finanzierungen in Mexiko. In geringem Umfang haben auch Konzerngesellschaften im Euroraum Finanzierungen an ihre Tochtergesellschaften in deren abweichender Landeswährung gewährt. Liquiditätsrisiken Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht bereitgestellt werden können. Die Liquidität der Südzucker-Gruppe wird daher täglich überwacht. Soweit es wirtschaftlich sinnvoll ist, bestehen nationale oder länderübergreifende Cashpools. Daneben werden Liquiditätsüberschüsse auch gruppenintern angelegt. Über die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellt Südzucker ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduziert Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des Commercial-Paper-Programms sowie der von Banken verbindlich zugesagten Kreditlinien kann Südzucker auch kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen und die während der Zuckerkampagne bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit erfüllen. Bonitäts- und Ausfallrisiken im Finanzbereich Bonitäts- und Ausfallrisiken im Finanzbereich bestehen in Bezug auf Finanzinstitute, mit denen Südzucker finanzielle Sicherungsgeschäfte abgeschlossen hat, bei denen Geldanlagen getätigt werden, Kreditlinien bestehen oder die Bürgschaften zugunsten von Südzucker stellen. Dieses Risiko hat sich aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch limitiert, dass Finanzgeschäfte nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht. Risiko der Ratingherabstufung Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken. Weitere Informationen zu Kredit-, Liquiditäts-, Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken einschließlich des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken sind im Anhang zum Konzernjahresabschluss unter Ziffer (31) "Risikomanagement in der Südzucker-Gruppe" zu finden. Gesamtrisikoposition Zu den wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung der Südzucker-Gruppe gehören neben den Risiken einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen insbesondere Risiken aus Schwankungen von Produkt- und Rohstoffpreisen. Im Segment Zucker hat der Einfluss des Weltmarktpreises auf das Preisniveau von Zucker in der EU deutlich zugenommen. Dieser wird sich in Zukunft noch verstärken; damit wird das Risiko aus Schwankungen des EU-Zuckerpreises zunehmen. Im Segment CropEnergies ist das Ergebnis vor allem vom Preisniveau der eingesetzten Rohstoffe - insbesondere Weizen - und von den Bioethanolerlösen abhängig. In Phasen rückläufiger Bioethanolpreise bei gleichbleibenden oder steigenden Getreidepreisen können Verluste entstehen, wenn Margen keinen ausreichenden Beitrag zur Fixkostendeckung liefern. Wenn die variablen Kosten nicht mehr gedeckt werden, kann eine vorübergehende Stilllegung von Anlagen notwendig werden. Da sich die Märkte für Weizen und Bioethanol relativ unabhängig voneinander verhalten, ist die Prognose der Ergebnisentwicklung erschwert. Gleichwohl ist es nicht immer sinnvoll oder möglich, alle Preisrisiken im Voraus abzusichern, da damit auch die Chancen zukünftiger positiver Preisentwicklungen reduziert würden. Daneben begrenzt nicht ausreichende Liquidität bei Preissicherungsinstrumenten mit längeren Laufzeiten deren wirtschaftlich sinnvollen Einsatz. Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aber nach wie vor nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. Chancen Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen. Nachstehend werden die Chancen mit Blick auf die Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente bzw. Divisionen erläutert. Südzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (funktionelle Inhaltsstoffe für Lebens- und Futtermittel, Tiefkühlprodukte, Portionsartikel und Stärke), CropEnergies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne. Damit agiert die Südzucker-Gruppe inmitten der auch in Zukunft weltweit dynamisch wachsenden Märkte mit entsprechend höherer Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Lebens- und Futtermitteln sowie Energie. Südzucker ist in Europa in vorteilhaften Naturräumen mit guten Böden, hohen Erträgen und im globalen Vergleich günstigen Witterungsverhältnissen positioniert; dies ist im weltweiten Wettbewerb eine stabile und verlässliche Ausgangsbasis. Die wachsende Weltbevölkerung wie auch der Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln insbesondere in Ländern mit steigendem Lebensstandard sollten zu einer Erhöhung von Marktchancen der Produkte von Südzucker führen. Mit ihrer Infrastruktur zur Erzeugung und Vermarktung von Bioethanol in Europa ist die Gruppe hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Markt für Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu profitieren. Segment Zucker Südzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen in Europa eine gute Wettbewerbsposition in der EU und kann das Auslaufen der Quotenregelung zur Stärkung ihrer Produktions- und Marktposition nutzen; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in den europäischen Kernmärkten und der Nähe zu den Industriekunden. Weitere Marktchancen können sich im Non-Food-Markt z. B. der biobasierten Chemikalien ergeben. Chancen können sich auch aus dem Zuckerexport außerhalb der EU, der seit Oktober 2017 nicht mehr durch Exportrestriktionen begrenzt ist, ergeben. Mit dem Wegfall der Quotenregelung erhöhte Südzucker in der Kampagne 2017 die Kapazitätsauslastung durch längere Kampagnen. Wir rechnen damit, dass der weltweite Zuckerverbrauch von derzeit leicht über 180 Mio. t auf mehr als 200 Mio. t bis zum Jahr 2025 weiter ansteigt. Kurzfristig haben auch weitere Faktoren, insbesondere die Witterungsbedingungen in den Hauptanbaugebieten von Zuckerrohr und -rüben sowie Wechselkursentwicklungen oder die Positionen von Finanzinvestoren, einen wesentlichen Einfluss. Dies gilt insbesondere für den brasilianischen Real und die Ethanolpolitik der brasilianischen Regierung, die sich auf den Zuckerweltmarktpreis auswirken können. Darüber hinaus ergeben sich für Südzucker über die Beteiligung an ED&F MAN zusätzliche Potenziale, an einem Marktwachstum zu partizipieren. Chancen ergeben sich auch aus dem stetig steigenden Zuckerertrag je Hektar im Rübenanbau. Der Ertragsanstieg der Rübe liegt sowohl über dem vergleichbarer Alternativfrüchte als auch über dem von Zuckerrohr. Segment Spezialitäten Durch den Ausbau des Segments Spezialitäten besitzt Südzucker eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten. Ein wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten sind die Functional-Food-Produkte von BENEO, die vom langfristigen Trend zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. BENEO ist mit ihren Produktlinien funktionelle Kohlenhydrate - Isomalt, Palatinose(tm) - sowie den Ballaststoffen Inulin und Oligofruktose ein weltweit führender Anbieter von funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel, Getränke und Tierfutter. Eine klare Differenzierung im Markt bietet das besondere Produktspektrum der aus Reis hergestellten Zutaten, insbesondere aufgrund seiner hyperallergenen Eigenschaften. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen weiter vorangetrieben. Als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen nutzt die Freiberger-Gruppe ihre europaweit führende Position, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Neben den Vertriebsaktivitäten auf dem europäischen Markt wurden diese unter anderem auf den nordamerikanischen Markt ausgeweitet. Freiberger hat mit Richelieu Foods Inc. den US-Marktführer im Marktsegment Private-Label-Pizza, der über einen etablierten Kundenstamm verfügt, erworben. Durch den Zukauf schafft Freiberger zudem eine Plattform, die beabsichtigte Expansion der deutschen Discounter auf dem nordamerikanischen Markt zu begleiten und Volumensteigerungen zu erzielen. Die erworbenen Produktionsstandorte, die etablierte Organisation von Richelieu Foods sowie die Innovationskraft und das technische Know-how von Freiberger stellen die geplante Expansion auf ein breiteres Fundament. PortionPack Europe ist europäischer Marktführer bei der Gestaltung, der Produktion und dem Vertrieb von Portionsartikeln. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig den Food-Bereich, aber auch einige Non-Food-Artikel. Dabei liegen die Hauptmärkte insbesondere im Food-Service-Bereich wie Hotels, Gastronomie und Catering. PortionPack Europe kann seine Position im europäischen Markt durch internes und externes Wachstum, flexible Reaktion auf Kundenanforderungen sowie kontinuierliche Produktinnovationen festigen. Bei Stärke liegt der Schwerpunkt auf Spezialitätenprodukten, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen. Innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung, laufende Produktentwicklungen sowie ständige Kostenoptimierungen stehen dabei im Fokus. Beispiele sind die führende Position bei Bio-Stärken und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie oder im technischen Sektor die Führungsrolle bei Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Baustoffindustrie. Segment CropEnergies Die weitere Unternehmensentwicklung und die Profitabilität werden maßgeblich von der Erlösentwicklung bei Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln sowie den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und / oder einem Preisanstieg von Bioethanol oder den gleichzeitig erzeugten Lebens- und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Mittelfristig geht CropEnergies davon aus, dass die Beschlüsse des Pariser Klimagipfels für weiteres Marktwachstum auch bei erneuerbaren Energien im Transportsektor sorgen werden. Anders wird das gesteckte Ziel, die Erderwärmung auf 2 °C zu begrenzen und den Verbrauch fossiler Kraftstoffe zu senken, nicht erreicht werden können. Für den korrespondierenden Nachfrageanstieg ist die Crop-Energies-Gruppe als einer der führenden Bioethanolhersteller Europas und aufgrund der Flexibilität und Kapazität ihrer Anlagen gut gerüstet. Ein Grund hierfür ist das erfolgreiche Wiederanfahren der Produktionsanlage in Wilton im Juli 2016, wodurch CropEnergies nun die gesamte Produktionskapazität flexibel nach Markt- und Auftragslage nutzen kann. Weitere Chancen für CropEnergies könnten aus einer Konsolidierung der Anbieterstruktur auf dem europäischen Bioethanolmarkt entstehen, da CropEnergies aufgrund von Größe, Standorten und technologischer Führerschaft Vorteile gegenüber Wettbewerbern genießt. Segment Frucht Das AGRANA-Fruchtsegment ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie sowie größter Produzent von Fruchtsaftkonzentraten aus Äpfeln, roten Früchten und Beeren auf dem europäischen Markt. Wachstumschancen ergeben sich in Ländern mit steigenden Einkommen, wie z. B. Russland, China und Brasilien. Auch der US-Markt, der nordafrikanische Raum und der Mittlere Osten werden intensiver bearbeitet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Grundzüge Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der Südzucker AG hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen und damit zu jeder Zeit ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, das den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Das System ist in den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wesentliche Bestandteile sind Grundsätze, Verfahren sowie Kontrollen, wie beispielsweise konzerneinheitliche Kontierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsvorgaben sowie Prozesse zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Finanzberichterstattung. IFRS-Reporting-Richtlinie Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) stellen die konzernweit einheitliche Bilanzierung und Bewertung sämtlicher Geschäftsvorfälle der in den Südzucker-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sicher. Die interne IFRS-Reporting-Richtlinie regelt die Südzucker-relevante Anwendung der IFRS und konkretisiert Bilanzierungssachverhalte. Der Inhalt der IFRS-Reporting-Richtlinie wird zentral vorgegeben und regelmäßig aktualisiert. Internes Kontrollsystem, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess Der Konzernrechnungslegungsprozess beginnt in den Einzelgesellschaften des Konzerns. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten die Abschlüsse erstellt, kontrolliert und mit der Einspielung in das Konsolidierungssystem an die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG übermittelt. Für alle im Konzernrechnungslegungsprozess eingesetzten IT-Systeme bestehen klar strukturierte Berechtigungskonzepte. Die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools. Bei der Bewertung von Rückstellungen, im Wesentlichen Personalrückstellungen, werden im Rahmen des Jahresabschlussprozesses regelmäßig externe Gutachter eingesetzt. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip sowie der Einhaltung der Richtlinien für wesentliche Geschäftsprozesse. Automatisierte Validierungsregeln und Plausibilitätsprüfungen insbesondere im IT-Konsolidierungssystem stellen die Vollständigkeit und Richtigkeit von Eingabedaten der Einzelgesellschaften sicher. Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände nie vollständig ausgeschlossen werden. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen weiterhin beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen diese Kontrollaktivitäten die Analyse und gegebenenfalls Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. der hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst. Interne Prüfung Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Compliance, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die interne Revision prüft das interne Kontrollsystem, die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und konzerninternen Richtlinien sowie das Risikomanagementsystem. Sie entwickelt bei Bedarf entsprechende Empfehlungen und Prozessänderungen und trägt damit zu einer stetigen Verbesserung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei. Externe Prüfung Der Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können. Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Abschlussprüfung bestätigt, dass das Risikofrüherkennungssystem von Südzucker geeignet ist, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hatte keine Feststellungen zu wesentlichen Schwächen im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem. UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND -VERANTWORTUNG Im Folgenden wird gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens sowie im Rahmen der nichtfinanziellen Erklärung gemäß §§ 315b, 315c HGB in Verbindung mit §§ 289b, 289c HGB über die Unternehmensverantwortung berichtet. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat Nachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß §§ 289f Abs. 2 Nr. 3, 315d HGB. Allgemeines Die Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die jeweils mit eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Vorstand Der Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus vier Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand in der Fassung vom 26. Januar 2016 geregelt. Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien / Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung: Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG, Herr Johann Marihart, Limberg / Österreich, ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG und der Finanzvorstand der Südzucker AG, Herr Thomas Kölbl, Speyer, ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind Mitglieder oder Vorsitzende in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend - schriftlich und in den turnusmäßigen Sitzungen - über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 16. November 2017 in Kraft. Zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt. Zusammensetzung des Aufsichtsrats Dem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung 20 Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Aktionären und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die derzeitigen Amtsperioden sind identisch: Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder läuft für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021/22 beschließt (also bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2022). Diversitätskonzept des Aufsichtsrats Für seine Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 16. November 2017 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Zielen und Kompetenzprofilen für das Gesamtgremium: ― Jedes Aufsichtsratsmitglied soll über ausreichende unternehmerische bzw. betriebliche Erfahrung verfügen und darauf achten, dass für die Wahrnehmung der Aufgaben im Aufsichtsrat genügend Zeit zur Verfügung steht. ― Jedes Mitglied des Aufsichtsrats soll die zur Erfüllung der Überwachungsaufgaben des Aufsichtsrats notwendige Zuverlässigkeit und persönliche Integrität aufweisen. ― Mindestens zwei Mitglieder des Aufsichtsrats sollen "unabhängig" im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sein. Nicht unabhängig ist danach insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. ― Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. ― Dem Aufsichtsrat sollen mindestens zwei Mitglieder mit internationaler Erfahrung oder besonderem Sachverstand in einem für das Unternehmen wichtigen Markt außerhalb Deutschlands angehören. ― Mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats soll über Sachverstand im Bereich der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen (Financial Expert). ― Der Aufsichtsrat ist auf der Seite der Anteilseignervertreter und der Seite der Arbeitnehmervertreter jeweils mit mindestens drei Frauen und mindestens drei Männern zu besetzen. ― Zur Wahl oder Wiederwahl in den Aufsichtsrat sollen keine Kandidaten vorgeschlagen werden, die älter als 70 Jahre alt sind, es sei denn, dies ist im Unternehmensinteresse geboten. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird - aus Gründen der Kontinuität und langjährigen Expertise im Aufsichtsrat - nicht festgelegt. Bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird sich der Aufsichtsrat weiterhin vornehmlich an der persönlichen Eignung der Kandidaten, ihrer Fachkenntnis und Erfahrung, der Integrität und Unabhängigkeit sowie der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit orientieren. Zum Stand der Umsetzung der Ziele und des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium ist Folgendes zu berichten: Am 16. April 2017 fand die Wahl der Arbeitnehmervertreter durch die Belegschaft und der Aktionärsvertreter durch die Hauptversammlung zum Aufsichtsrat statt. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats gehören ihm seit 20. Juli 2017 mindestens zwei und damit eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der Internationalität. Dem Aufsichtsrat gehören sieben Frauen an, vier auf Arbeitnehmer- und drei auf Aktionärsseite. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG gehören dem Aufsichtsrat nicht an. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind mit dem Sektor, in dem die Südzucker AG tätig ist, vertraut. Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss ist Frau Veronika Haslinger, Wien / Österreich. Diversitätskonzept des Vorstands Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung am 16. November 2017 -auch mit Blick auf die noch länger laufenden Vorstandsbestellungen - beschlossen, zunächst kein Diversitätskonzept für die Zusammensetzung des Vorstands bezüglich Aspekten wie Alter, Geschlecht, Bildungs- oder Berufshintergrund festzulegen. Ausschüsse des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium sowie der Vermittlungsausschuss bestehen aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in der Fassung vom 16. November 2017; für den Prüfungsausschuss gilt darüber hinaus dessen Geschäftsordnung in der Fassung vom 21. Juli 2009. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist nicht zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Aktionäre und Hauptversammlung Die Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, im Vorfeld der Hauptversammlung auf der Website der Südzucker AG (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Hauptversammlung/) ihre Stimme abzugeben bzw. Vollmacht an die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG oder Vollmacht an einen Dritten zu erteilen. Risikomanagement Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Der Vorstand der Südzucker AG und das Management im Südzucker-Konzern nutzen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risiko- und Chancenbericht dargestellt. Corporate-Governance-Bericht Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Der nachstehende Corporate-Governance-Bericht bezieht sich auf die Angaben gemäß §§ 289f Abs. 2 Nr. 1, 4 bis 6, 315d HGB. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG den gesetzlichen Vorschriften und den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) Rechnung. Bei Südzucker ist eine gute Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Kodex ausgerichtet und ist bedeutende Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat. Nach Ansicht von Südzucker ist der Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 7. Februar 20171 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex wird mit den in der Entsprechenserklärung dargestellten Ausnahmen gefolgt. 1 Die Fassung vom 7. Februar 2017 trat mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 24. April 2017 in Kraft. Entsprechenserklärung 2017 In der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2017 von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG wurde - gegenüber Vorjahrestext - folgende Abweichung von Empfehlungen hinzugefügt: ― Ziffer 4.1.3 - Compliance, Hinweisgebersystem Das Compliance-System der Südzucker AG mit der derzeit bestehenden telefonischen Hotline zum Compliance Officer wird bis zum Jahresende 2017 um ein Hinweisgebersystem ergänzt, das Beschäftigten und Dritten die Möglichkeit eröffnen soll, die Unternehmensführung über ein elektronisches Hinweisgebersystem geschützt auf etwaige Rechtsverstöße im Unternehmen hinzuweisen. Da die technische Umsetzung heute noch nicht abgeschlossen ist, wird vorsorglich eine Abweichung von Ziffer 4.1.3 Satz 3 angezeigt. Der vollständige Wortlaut der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2017 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der Südzucker-Website veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/ Entsprechenserklaerung/). Geschlechterquote Das durch das Geschlechterquoten-Gesetz geänderte Aktiengesetz sieht für börsennotierte und mitbestimmte Gesellschaften eine fixe Geschlechterquote von 30 % im Aufsichtsrat und die Festlegung von Zielgrößen für den Vorstand und die beiden Führungsebenen unter dem Vorstand vor. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat liegt aktuell bei 35 %; die gesetzliche Quote ist somit erfüllt. Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung am 17. Mai 2017 unter Berücksichtigung aller relevanten Gesichtspunkte und insbesondere des derzeitigen Status quo die Beibehaltung des Frauenanteils im Vorstand von 0 % bis 16. Mai 2022 festgelegt. Der Vorstand hat in der Sitzung am 12. Juni 2017 beschlossen, dass in der Südzucker AG der Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand bis 11. Juni 2022 - von derzeit 8,3 % bzw. 12,2 % - auf 9 bzw. 13 % angehoben werden soll. Aus- und Fortbildung Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie wurden dabei von Südzucker angemessen unterstützt; auch im Geschäftsjahr 2017/18 fand eine Informationsveranstaltung zu Corporate-Governance-Themen mit einem externen Fachanwalt statt, an der die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder teilnahm. Außerdem fand im Februar 2018 - insbesondere zur Information der neu gewählten Mitglieder - eine Klausurtagung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat mit Vorträgen von Südzucker-Führungskräften zu grundsätzlichen Themen statt. Vergütungsbericht Vorstand Das Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, eine variable Vergütung, die auf der durchschnittlichen Dividende der vorangegangenen drei Geschäftsjahre basiert, eine betriebliche Altersversorgung, die im Wesentlichen nach einem festen Anteil an der jährlichen Fixvergütung bemessen ist, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Der Mehrjährigkeit wird in der Südzucker AG dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende von drei vorangegangenen Geschäftsjahren zugrunde gelegt wird. Aufsichtsrat Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine Grundvergütung. Diese Grundvergütung besteht aus einer festen, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbaren Vergütung von 60.000 € sowie einer variablen Vergütung von 500 € je angefangene 0,01 € ausgeschüttete Dividende auf die Stammaktie, die 0,50 € übersteigt. Bei der Berechnung der Vergütung werden steuerlich begründete Sonderdividenden nicht berücksichtigt. Der Vorsitzende erhält das Dreifache und dessen Stellvertreter sowie sonstige Mitglieder des Präsidiums erhalten das Anderthalbfache dieser Vergütung. Pro Ausschussmitgliedschaft erhöht sich die Grundvergütung um 25 %, für Ausschussvorsitzende um 50 %; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat, und gilt nicht für die Mitgliedschaft im Präsidium und im Vermittlungsausschuss. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht. Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand und Aufsichtsrat sind unter Ziffer (36) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" im Anhang zum Konzernabschluss angegeben. Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Anderthalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Die Selbstbehalte der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind in der D&O-Versicherung entsprechend angepasst. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat / meldepflichtige Wertpapiergeschäfte Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt 1 % oder mehr des Grundkapitals repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden der Südzucker AG durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte mitgeteilt. Compliance Nachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zu den Compliance-Unternehmensgrundsätzen gemäß §§ 289f Abs. 2 Nr. 2, 315d HGB. Compliance-Unternehmensgrundsätze und Verhaltenskodex Compliance - also die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Dabei wird Compliance bei Südzucker nicht lediglich als Vorstandsaufgabe, sondern als Aufgabe des gesamten Managements aller Konzernfunktionen, Divisionen sowie Tochterunternehmen bzw. Beteiligungen der Südzucker-Gruppe gesehen und gelebt. Compliance ist im Unternehmen neben konzernweiten Richtlinien im Verhaltenskodex und in den Compliance-Unternehmensgrundsätzen verankert. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze sind auf der Südzucker-Website unter www.suedzucker.de/de/Unternehmensgrundsaetze/ veröffentlicht, der Verhaltenskodex unter www.suedzucker.de/de/ Unternehmen/Verhaltenskodex/. Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Compliance-Management-System Im Rahmen des Compliance-Management-Systems wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System mit seinen Prinzipien "Kennen" (Informieren und Schulen), "Einhalten" (Kontrollieren und Dokumentieren) sowie "Verbessern" (Berichten und Handeln) soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. "Kennen" Südzucker bietet ihren Mitarbeitern die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung an, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, des Verhaltenskodex, der unternehmensinternen Richtlinien sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Denn nur risikobewusste Beschäftigte können Risiken erkennen und diese auch erfolgreich vermeiden oder zumindest reduzieren. Compliance Officer und Compliance-Beauftragte gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden konzernweit durch Schulungen, Informationsmaßnahmen oder E-Learning zum Thema Korruptions- und Bestechungsprävention rund 5.000 Mitarbeiter erreicht, was rund 80 % des definierten Personenkreises (Angestellte einschließlich Management) abgedeckt hat. "Einhalten" Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze, des Verhaltenskodex, der unternehmensinternen Richtlinien sowie der gesetzlichen Vorschriften unverzüglich dem Compliance Officer, den Compliance-Beauftragten oder dem Vorstand mitzuteilen. Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert; sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. "Verbessern" Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 wurden die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation kontinuierlich weiterentwickelt. Schwerpunkte: Kartellrecht, Bekämpfung von Korruption und Bestechung Schwerpunkte der - mit länder- und gesellschaftsspezifischen Anpassungen - konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind weiterhin die Compliance im Kartellrecht sowie die Korruptions- und Bestechungsprävention. Diese Grundsätze werden über Richtlinien konkretisiert. Vom Vorstand wurde bestimmt, dass alle Wettbewerberkontakte durch den zuständigen Vorgesetzten vorab zu genehmigen und stets zu dokumentieren sind. Der Vorstand erstattet regelmäßig über Compliance-Themen Bericht an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Südzucker AG. Übernahmerelevante Angaben Die folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Stimmrechte Zum 28. Februar 2018 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Stimmrechte, Übertragung von Aktien Jede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Es besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, und der Zucker Invest GmbH (Zucker Invest), Wien /Österreich, einer Gesellschaft der Unternehmensgruppe der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung (Raiffeisen-Holding), Wien / Österreich. Daneben bestehen weitere Stimmbindungsverträge zwischen Unternehmen der Raiffeisen-Gruppe. Ferner besteht ein Vorkaufsrecht der SZVG hinsichtlich 18.797.796 von Zucker Invest gehaltener Südzucker-Aktien und ein Vorkaufsrecht der Zucker Invest hinsichtlich 246.368 von SZVG gehaltener Südzucker-Aktien. Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 % Der Südzucker AG sind zwei unmittelbare Beteiligungen an ihrem Kapital bekannt, die 10 % überschreiten: Die SZVG ist mit 56,5 % am Grundkapital beteiligt, die Zucker Invest mit 10,3 %. Über die Zucker Invest sind die Raiffeisen-Holding und die mit ihr verbundenen Unternehmen mittelbar beteiligt. Die Beteiligungen werden den Gesellschaften wechselseitig zugerechnet, sodass nach dem Wertpapierhandelsgesetz jeweils Beteiligungen in Höhe von rund 67 % am gezeichneten Kapital bestehen. Aktien mit Sonderrechten, Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmeraktien Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84, 85 AktG, 31 MitbestG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG in der aktuellen Fassung vom 23. Dezember 2016 bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen. Satzungsänderungen Für Satzungsänderungen gelten die §§ 179 ff. AktG. Der Aufsichtsrat ist nach § 22 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die lediglich die Fassung betreffen. Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Juli 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 20.000.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Der Vorstand kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats und nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausschließen, wobei die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 4 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2015 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 16. Juli 2015 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 15. Juli 2020 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können unter anderem zum Zwecke der Einziehung zulasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. Juli 2015. Von der Ermächtigung zum Erwerb von eigenen Aktien 2015 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Kontrollwechsel- und Entschädigungsvereinbarungen Die Südzucker AG hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600.000.000 € abgeschlossen. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen. Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen gemäß §§ 289a Abs. 1 Satz 1 Nr. 8, 315a Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 HGB, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels. Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Unterabschnitt "Vergütungsbericht" des Corporate-Governance-Berichts und sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts. Nichtfinanzielle Erklärung Die Erhebung und Darstellung der für die Geschäftstätigkeit von Südzucker wesentlichen nichtfinanziellen Informationen erfolgt in Übereinstimmung mit den GRI-Standards der Global Reporting Initiative (GRI) als internationales Rahmenwerk, die am Ende dieses Geschäftsberichts weiter erläutert werden. In dem vorliegenden Konzernlagebericht sind die nichtfinanziellen Angaben im Sinne von §§ 315b, 315c HGB in Verbindung mit §289e HGB integriert. Die Verweise auf die Angaben zu den Inhalten der nichtfinanziellen Erklärung sind in der Tabelle am Ende dieses Abschnitts dargestellt. In den jeweiligen Kapiteln werden die Konzepte - also Leitlinien, Grundsätze und Managementansätze - für die Aspekte beschrieben. Dies schließt auch die Darstellung von Zielen und deren Erreichung ein. Die finanziellen Leistungsindikatoren sind im Kapitel Wertmanagement beschrieben. Deren erwartete Entwicklung ist im Prognosebericht dargestellt. Auf Ebene der Südzucker-Gruppe bestehen derzeit keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Sinne von § 289c Abs. 3 Nr. 5 HGB. Der Risiko- und Chancenbericht gibt eine Übersicht über die finanziellen und nichtfinanziellen Unternehmensrisiken. Nichtfinanzielle Unternehmensrisiken bestehen bei Südzucker durch Auswirkungen der eigenen Tätigkeit auf Umwelt, Arbeitnehmer und Sozialbelange. Gleiches gilt für die mit der Tätigkeit verbundenen Geschäftsbeziehungen. Exemplarisch sind hier der Energieeinsatz insbesondere aufgrund der großtechnischen Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten, die Achtung der Rechte von Gewerkschaften und der soziale Dialog sowie die Auswirkung der Produkte auf die Verbraucher zu nennen. Zur Reduktion dieser nichtfinanziellen Risiken und zur Vermeidung von negativen Auswirkungen hat Südzucker umfangreiche Maßnahmen getroffen. Daher bestehen aufgrund der getroffenen Maßnahmen wie beispielsweise in den Bereichen Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Qualitätssicherung keine wesentlichen nichtfinanziellen Unternehmensrisiken, die mit der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen und den Produkten von Südzucker verknüpft sind. Die nichtfinanzielle Erklärung, die für den Konzern abgegeben wird, ist gleichermaßen für die Südzucker AG gültig. Die einschlägigen Leitlinien und dazugehörigen Managementansätze gelten für die gesamte Südzucker-Gruppe; es bestehen keine nichtfinanziellen Zielvorgaben, die nur auf die Südzucker AG beschränkt sind. Die Angaben zur nichtfinanziellen Berichterstattung der Südzucker AG gemäß §§ 289b ff. HGB sind enthalten. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung wurde vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB geprüft, dass die nichtfinanzielle Erklärung abgegeben wurde. Zusätzlich beauftragte der Aufsichtsrat PwC, die nichtfinanzielle Erklärung einer betriebswirtschaftlichen Prüfung nach ISAE 3000 (Revised) mit begrenzter Sicherheit (limited assurance) gegen die Anforderungen des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zu unterziehen. Ein uneingeschränkter Vermerk wurde erteilt. Angaben zu den Inhalten der nichtfinanziellen Erklärung scroll Aspekte nichtfinanzielle Angaben lt. §289 HGB Sachverhalte lt. Wesentlichkeitsmatrix Kapitel Geschäftsmodell - Grundlagen des Konzerns / Geschäftsmodell und Strategie, Nachhaltigkeit / Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeit - Nachhaltigkeit / Verankerung im Unternehmen, Externe Nachhaltigkeitsbewertung Wesentlichkeitsmatrix - Grundlagen des Konzerns / Nachhaltigkeit / Nachhaltigkeitsmanagement Umweltbelange Energieeinsatz und Emissionen in der Produktion Umwelt / Leitlinie, Produktion Wassereinsatz in der Produktion Wirtschaftsbericht: Abwasser in der Produktion Segment Spezialitäten / Umwelt Abfälle in der Produktion Segment CropEnergies / Umwelt Lieferantenauswahl / Beschaffung Segment Frucht / Umwelt Umwelt / Beschaffung Umwelt / Logistik / Beschaffungslogistik Vertrieb / Logistik Umwelt / Logistik / Vertriebslogistik Biodiversität Umwelt / Beschaffung / Biodiversität Arbeitnehmerbelange Beachtung der Menschenrechte an allen Produktionsstandorten weltweit Mitarbeiter / Managementansatz Gesellschaft / Einhaltung der Menschenrechte Gleichstellung der Geschlechter, Diversität Mitarbeiter / Gleichstellung der Geschlechter und Diversität Ausbildung und Personalentwicklung Mitarbeiter / Personalentwicklung / Aus- und Weiterbildung Sicherheit am Arbeitsplatz und Gesundheitsschutz Mitarbeiter / Sicherheit am Arbeitsplatz und Gesundheitsschutz Rechte der Gewerkschaften, Vereinigungsfreiheit und sozialer Dialog Mitarbeiter / Dialog mit den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften Rahmenbedingungen wie z. B. Existenz von Tarifverträgen Mitarbeiter / Dialog mit den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften Sozialbelange Soziale Aspekte bei der Lieferantenauswahl / Beschaffung Umwelt / Beschaffung Produktsicherheit und Verbraucherschutz Gesellschaft / Produktverantwortung und Qualität Erhaltung und Schaffung von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen Gesellschaft / Wertschöpfung im ländlichen Raum Dialog auf kommunaler Ebene und Beachtung lokaler Belange Gesellschaft / Dialog auf kommunaler Ebene Dialog mit politischen Institutionen, politische Interessenvertretung Gesellschaft / Dialog mit Politik und Institutionen Achtung der Menschenrechte Lieferantenauswahl / Beschaffung Umwelt / Beschaffung Beachtung der Menschenrechte an allen Produktionsstandorten weltweit Mitarbeiter / Managementansatz Gesellschaft / Einhaltung der Menschenrechte Verbot von Kinder-, Zwangs- und Pflichtarbeit Mitarbeiter / Managementansatz Gesellschaft / Einhaltung der Menschenrechte Bekämpfung von Korruption und Bestechung Lieferantenauswahl / Beschaffung Umwelt / Beschaffung Maßnahmen gegen Korruption und Bestechung Unternehmensführung und -verantwortung / Compliance TABELLE 045 Konzernabschluss GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1. März 2017 bis 28. Februar 2018 scroll Mio. € Anhang 2017/18 2016/17 + / - in % Gewinn-und-Verlust-Rechnung Umsatzerlöse (6) 6.982,9 6.476,0 7,8 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen (7) 34,6 141,1 - 75,5 Sonstige betriebliche Erträge (8) 135,7 98,7 37,5 Materialaufwand (9) - 4.556,5 - 4.323,2 5,4 Personalaufwand (10) - 927,0 - 841,7 10,1 Abschreibungen (11) - 312,9 - 285,9 9,4 Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) - 891,8 - 859,1 3,8 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen (13) 2,1 35,0 - 94,0 Ergebnis der Betriebstätigkeit (14) 467,1 440,9 5,9 Finanzerträge (15) 62,1 50,7 22,5 Finanzaufwendungen (15) - 101,4 - 84,6 19,9 Ergebnis vor Ertragsteuern 427,8 407,0 5,1 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) - 109,7 - 94,9 15,6 Jahresüberschuss (18) 318,1 312,1 1,9 davon Aktionäre der Südzucker AG 205,1 213,6 - 4,0 davon Hybrid-Eigenkapital 13,1 13,4 - 2,2 davon sonstige nicht beherrschende Anteile 99,9 85,1 17,4 Ergebnis je Aktie (€) (18) 1,00 1,05 - 4,8 Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen Jahresüberschuss 318,1 312,1 1,9 Marktbewertung Sicherungsinstrumente (Cashflow Hedge) nach latenten Steuern 13,8 4,6 > 100 Erfolgsneutrale Änderung 68,5 - 5,0 - Erfolgswirksame Realisierung - 49,0 11,4 - Latente Steuern - 5,7 - 1,8 > 100 Marktbewertung der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (Available for Sale) nach latenten Steuern - 0,1 0,3 - Erfolgsneutrale Änderung - 0,1 0,4 - Latente Steuern 0,0 - 0,1 - 100,0 Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe nach latenten Steuern - 3,5 0,6 - Erfolgsneutrale Änderung - 5,1 0,8 - Latente Steuern 1,6 - 0,2 - Währungsdifferenzen - 38,0 25,9 - Anteil aus at Equity einbezogenen Unternehmen - 36,5 2,9 - Zukünftig in der GuV zu erfassende Erträge und Aufwendungen (19) - 64,3 34,3 - Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen nach latenten Steuern (27) 33,4 - 10,1 - Erfolgsneutrale Änderung 46,1 - 14,6 - Latente Steuern - 12,7 4,5 - Anteil aus at Equity einbezogenen Unternehmen 1,5 - 2,0 - Zukünftig nicht in der GuV zu erfassende Erträge und Aufwendungen (19) 34,9 - 12,1 - Sonstiges Ergebnis (19) - 29,4 22,2 - Gesamtergebnis 288,7 334,3 - 13,6 davon Aktionäre der Südzucker AG 195,3 237,9 - 17,9 davon Hybrid-Eigenkapital 13,1 13,4 - 2,2 davon sonstige nicht beherrschende Anteile 80,3 83,0 - 3,3 TABELLE 046 Unter Ziffer (6) bis (19) sowie (27) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung gegeben. KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. März 2017 bis 28. Februar 2018 scroll Mio. € 2017/18 2016/17 + / - in % Jahresüberschuss 318,1 312,1 1,9 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte einschließlich Finanzanlagen (+) 312,9 285,9 9,4 Abnahme (-) / Zunahme (+) langfristiger Rückstellungen und (latenter) Steuerschulden sowie Abnahme (+) / Zunahme (-) latenter Steueransprüche 4,2 21,5 - 80,5 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) / Aufwendungen (+) 57,3 14,5 > 100 Cashflow 692,5 634,0 9,2 Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten / Wertpapieren - 8,5 3,6 - Abnahme (-) / Zunahme (+) der kurzfristigen Rückstellungen 16,9 24,8 - 31,9 Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte - 158,5 - 237,0 - 33,1 Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) - 41,1 123,0 - Zunahme (-) /Abnahme (+) des Working Capitals - 182,7 - 89,2 > 100 I. Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit 501,3 548,4 - 8,6 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (-) - 360,5 - 329,0 9,6 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen (-) - 432,0 - 163,9 > 100 Investitionen gesamt - 792,5 -492,9 60,8 Einzahlungen aus Desinvestitionen (+) 0,0 14,2 - 100,0 Einzahlungen aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte (+) 19,8 7,4 > 100 II. Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Investitionstätigkeit - 772,7 - 471,3 64,0 Begebung (+) der Anleihe 2017/2025 (2016/2023) 496,8 299,1 66,1 Rückführung (-) / Begebung (+) von Commercial Papers 0,0 - 125,0 - 100,0 Sonstige Tilgungen (-) / Aufnahmen (+) - 69,4 - 199,9 - 65,3 Tilgung (-) /Aufnahme (+) von Finanzverbindlichkeiten 427,4 - 25,8 - Aufstockungen an Tochterunternehmen (-) - 2,9 - 0,3 > 100 Abstockungen an Tochterunternehmen / Kapitalerhöhung (+) bzw. -rückkauf (-) 0,8 189,0 - 99,6 Gewinnausschüttungen (-) - 163,7 - 115,3 42,0 III. Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Finanzierungstätigkeit 261,6 47,6 > 100 Veränderung der flüssigen Mittel (Summe aus I., II. und III.) - 9,8 124,7 - Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen 4,9 2,9 69,0 aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises / Sonstiges 9,3 - 6,2 - Abnahme (-) / Zunahme (+) der flüssigen Mittel 4,4 121,4 - 96,4 Flüssige Mittel am Anfang der Periode 580,8 459,4 26,4 Flüssige Mittel am Ende der Periode 585,2 580,8 0,8 Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen / sonstigen Beteiligungen 39,4 29,7 32,7 Zinseinzahlungen (20) 16,6 18,7 - 11,2 Zinsauszahlungen (20) - 32,1 - 29,9 7,4 Steuerzahlungen (20) - 126,1 - 72,9 73,0 TABELLE 047 Unter Ziffer (20) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung gegeben. Bilanz 28. Februar 2018 Aktiva scroll Mio. € Anhang 28. Februar 2018 28. Februar 2017 + / - in % Immaterielle Vermögenswerte (21) 1.659,0 1.240,3 33,8 Sachanlagen (22) 2.990,5 2.922,3 2,3 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen (23) 370,3 432,8 - 14,4 Sonstige Beteiligungen (23) 23,0 23,6 - 2,5 Wertpapiere (23), (30) 18,7 18,8 - 0,5 Sonstige Vermögenswerte (25) 11,8 10,4 13,5 Aktive latente Steuern (16) 79,7 131,9 - 39,6 Langfristige Vermögenswerte 5.153,0 4.780,1 7,8 Vorräte (24) 2.119,2 2.052,5 3,2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) 972,1 880,8 10,4 Sonstige Vermögenswerte (25) 346,5 295,0 17,5 Steuererstattungsansprüche (16) 32,7 20,7 58,0 Wertpapiere (30) 125,7 125,7 0,0 Flüssige Mittel (30) 585,2 580,8 0,8 Kurzfristige Vermögenswerte 4.181,4 3.955,5 5,7 Bilanzsumme 9.334,4 8.735,6 6,9 Passiva Mio. € Anhang 28. Februar 2018 28. Februar 2017 + / - in % Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG 3.455,7 3.347,1 3,2 Hybrid-Eigenkapital 653,7 653,1 0,1 Sonstige nicht beherrschende Anteile 914,5 887,9 3,0 Eigenkapital (26) 5.023,9 4.888,1 2,8 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (27) 780,8 822,5 - 5,1 Sonstige Rückstellungen (28) 90,5 91,7 - 1,3 Finanzverbindlichkeiten (30) 1.116,7 917,2 21,8 Sonstige Verbindlichkeiten (29) 15,6 24,5 - 36,3 Steuerschulden (16) 83,0 102,9 - 19,3 Passive latente Steuern (16) 164,1 81,3 > 100 Langfristige Schulden 2.250,7 2.040,1 10,3 Sonstige Rückstellungen (28) 249,9 233,2 7,2 Finanzverbindlichkeiten (30) 455,9 221,1 > 100 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) 945,6 916,9 3,1 Sonstige Verbindlichkeiten (29) 383,4 387,0 - 0,9 Steuerschulden (16) 25,0 49,2 - 49,2 Kurzfristige Schulden 2.059,8 1.807,4 14,0 Bilanzsumme 9.334,4 8.735,6 6,9 Nettofinanzschulden 843,0 413,0 > 100 Eigenkapitalquote in % 53,8 56,0 Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) 16,8 8,4 TABELLE 048 Unter den Ziffern (16) und (21) bis (30) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Bilanz gegeben. ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS 1. März 2017 bis 28. Februar 2018 scroll Mio. € Ausstehendes gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige Rücklagen 1. März 2016 204,2 1.614,9 1.424,2 Jahresüberschuss 213,6 Sonstiges Ergebnis vor Steuern - 9,4 Latente Steuern auf sonstiges Ergebnis 3,5 Gesamtergebnis 207,7 Ausschüttungsverpflichtungen - 61,3 Abstockungen an Tochterunternehmen / Kapitalerhöhung 0,0 0,0 5,7 Sonstige Veränderungen 6,4 28. Februar 2017 204,2 1.614,9 1.582,7 1. März 2017 204,2 1.614,9 1.582,7 Jahresüberschuss 205,1 Sonstiges Ergebnis vor Steuern 45,7 Latente Steuern auf sonstiges Ergebnis - 12,7 Gesamtergebnis 238,1 Ausschüttungsverpflichtungen - 91,9 Abstockungen an Tochterunternehmen / Kapitalerhöhung 0,0 0,0 0,0 Sonstige Veränderungen 5,2 28. Februar 2018 204,2 1.614,9 1.734,1 scroll Sonstige Eigenkapitalposten Mio. € Marktbewertung Sicherungsinstrumente (Cashflow Hedge) Marktbewertung zur Veräußerung verfügbarer Wertpapiere (Available for Sale) Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe 1. März 2016 - 5,1 1,6 - 14,2 Jahresüberschuss Sonstiges Ergebnis vor Steuern 2,9 - 0,1 0,8 Latente Steuern auf sonstiges Ergebnis - 0,7 0,0 - 0,2 Gesamtergebnis 2,2 - 0,1 0,6 Ausschüttungsverpflichtungen Abstockungen an Tochterunternehmen / Kapitalerhöhung Sonstige Veränderungen 28. Februar 2017 - 2,9 1,5 - 13,6 1. März 2017 - 2,9 1,5 - 13,6 Jahresüberschuss Sonstiges Ergebnis vor Steuern 20,1 - 0,1 - 5,1 Latente Steuern auf sonstiges Ergebnis - 5,9 0,0 1,6 Gesamtergebnis 14,2 - 0,1 - 3,5 Ausschüttungsverpflichtungen Abstockungen an Tochterunternehmen / Kapitalerhöhung Sonstige Veränderungen 28. Februar 2018 11,3 1,4 - 17,1 scroll Sonstige Eigenkapitalposten Mio. € Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen Anteil aus at Equity einbezogenen Unternehmen Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG Hybrid-Eigenkapital Sonstige nicht beherrschende Anteile Eigenkapital 1. März 2016 - 67,4 0,2 3.158,4 653,1 661,4 4.472,9 Jahresüberschuss 213,6 13,4 85,1 312,1 Sonstiges Ergebnis vor Steuern 25,0 2,5 21,7 - 1,9 19,8 Latente Steuern auf sonstiges Ergebnis 2,6 - 0,2 2,4 Gesamtergebnis 25,0 2,5 237,9 13,4 83,0 334,3 Ausschüttungsverpflichtungen - 61,3 - 13,4 - 34,9 - 109,6 Abstockungen an Tochterunternehmen / Kapitalerhöhung 5,7 183,3 189,0 Sonstige Veränderungen 6,4 - 4,9 1,5 28. Februar 2017 - 42,4 2,7 3.347,1 653,1 887,9 4.888,1 1. März 2017 - 42,4 2,7 3.347,1 653,1 887,9 4.888,1 Jahresüberschuss 205,1 13,1 99,9 318,1 Sonstiges Ergebnis vor Steuern - 18,9 - 34,5 7,2 - 19,8 - 12,6 Latente Steuern auf sonstiges Ergebnis - 17,0 0,2 - 16,8 Gesamtergebnis - 18,9 - 34,5 195,3 13,1 80,3 288,7 Ausschüttungsverpflichtungen - 91,9 - 13,1 - 53,3 - 158,3 Abstockungen an Tochterunternehmen / Kapitalerhöhung 0,0 0,6 0,2 0,8 Sonstige Veränderungen 5,2 - 0,6 4,6 28. Februar 2018 - 61,3 - 31,8 3.455,7 653,7 914,5 5.023,9 TABELLE 049 Unter Ziffer (26) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zum Eigenkapital gegeben. Konzernanhang SEGMENTBERICHT scroll Mio. € 2017/18 2016/17 + / - in % Südzucker - Konzern Umsatzerlöse (brutto) 7.392,1 6.865,6 7,7 Konsolidierung - 409,2 - 389,6 5,0 Umsatzerlöse 6.982,9 6.476,0 7,8 EBITDA 757,4 708,9 6,8 EBITDA-Marge 10,8 % 10,9 % Abschreibungen - 312,9 - 282,5 10,8 Operatives Ergebnis 444,5 426,4 4,2 Operative Marge 6,4 % 6,6 % Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen 20,5 - 20,5 - Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 2,1 35,0 - 94,0 Ergebnis der Betriebstätigkeit 467,1 440,9 5,9 Investitionen in Sachanlagen1 360,5 329,0 9,6 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen 432,0 163,9 > 100 Investitionen gesamt 792,5 492,9 60,8 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 370,3 432,8 - 14,4 Capital Employed 6.650,0 6.012,1 10,6 Return on Capital Employed 6,7 % 7,1 % Mitarbeiter 18.515 16.908 9,5 Segment Zucker Umsatzerlöse (brutto) 3.236,8 2.992,7 8,2 Konsolidierung - 220,3 - 216,3 1,8 Umsatzerlöse 3.016,5 2.776,4 8,6 EBITDA 278,1 202,1 37,6 EBITDA-Marge 9,2 % 7,3 % Abschreibungen - 138,7 - 128,6 7,9 Operatives Ergebnis 139,4 73,5 89,7 Operative Marge 4,6 % 2,6 % Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen 24,4 - 13,2 - Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen - 28,4 6,6 - Ergebnis der Betriebstätigkeit 135,4 66,9 > 100 Investitionen in Sachanlagen1 170,4 153,1 11,3 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen 2,0 118,4 - 98,3 Investitionen gesamt 172,4 271,5 - 36,5 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 308,0 370,0 - 16,8 Capital Employed 3.299,2 3.169,2 4,1 Return on Capital Employed 4,2 % 2,3 % Mitarbeiter 7.034 6.929 1,5 Segment Spezialitäten Umsatzerlöse (brutto) 2.111,4 1.915,2 10,2 Konsolidierung - 114,5 - 96,6 18,5 Umsatzerlöse 1.996,9 1.818,6 9,8 EBITDA 255,2 262,0 - 2,6 EBITDA-Marge 12,8 % 14,4 % Abschreibungen - 97,4 - 78,5 24,1 Operatives Ergebnis 157,8 183,5 - 14,0 Operative Marge 7,9 % 10,1 % Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen - 3,1 - 3,4 - 8,8 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 30,6 28,2 8,5 Ergebnis der Betriebstätigkeit 185,3 208,3 - 11,0 Investitionen in Sachanlagen1 121,2 126,0 - 3,8 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen 430,0 0,0 - Investitionen gesamt 551,2 126,0 > 100 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 60,4 60,8 - 0,7 Capital Employed 2.055,0 1.498,7 37,1 Return on Capital Employed 7,7 % 12,2 % Mitarbeiter 5.697 4.643 22,7 Segment CropEnergies Umsatzerlöse (brutto) 882,0 801,7 10,0 Konsolidierung - 73,8 - 76,0 - 2,9 Umsatzerlöse 808,2 725,7 11,4 EBITDA 110,9 134,8 - 17,7 EBITDA-Marge 13,7 % 18,6 % Abschreibungen - 39,2 - 37,2 5,4 Operatives Ergebnis 71,7 97,6 - 26,5 Operative Marge 8,9 % 13,4 % Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen - 0,8 - 3,9 - 79,5 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen - 0,1 0,2 - Ergebnis der Betriebstätigkeit 70,8 93,9 - 24,6 Investitionen in Sachanlagen1 19,5 16,1 21,1 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen 0,0 0,0 - Investitionen gesamt 19,5 16,1 21,1 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 1,9 2,0 - 5,0 Capital Employed 451,7 478,7 - 5,6 Return on Capital Employed 15,9 % 20,4 % Mitarbeiter 414 412 0,5 Segment Frucht Umsatzerlöse (brutto) 1.161,9 1.156,0 0,5 Konsolidierung - 0,6 - 0,7 - 14,3 Umsatzerlöse 1.161,3 1.155,3 0,5 EBITDA 113,2 110,0 2,9 EBITDA-Marge 9,7 % 9,5 % Abschreibungen - 37,6 - 38,2 - 1,6 Operatives Ergebnis 75,6 71,8 5,3 Operative Marge 6,5 % 6,2 % Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen 0,0 0,0 - Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 0,0 0,0 - Ergebnis der Betriebstätigkeit 75,6 71,8 5,3 Investitionen in Sachanlagen1 49,4 33,8 46,2 Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen 0,0 45,5 - 100,0 Investitionen gesamt 49,4 79,3 - 37,7 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 0,0 0,0 - Capital Employed 844,1 865,5 - 2,5 Return on Capital Employed 9,0 % 8,3 % Mitarbeiter 5.370 4.924 9,1 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 050 Die Berichtssegmente der Südzucker-Gruppe sind entsprechend IFRS 8 (Operative Segmente) an der internen Berichtsstruktur gegenüber dem Gesamtvorstand ausgerichtet. Die Südzucker-Gruppe berichtet in den vier Segmenten Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Segment Zucker Im Segment Zucker werden Zucker und Zuckerspezialitäten sowie Futtermittel produziert und vermarktet. Das Segment umfasst die Division Geschäftsbereich Zucker mit den vier Produktionsgesellschaften in Belgien (Raffinerie Tirlemontoise S.A., Tienen), Deutschland (Südzucker AG, Mannheim), Frankreich (Saint Louis Sucre S.A.S., Paris) und Polen (Südzucker Polska S.A., Wroclaw) sowie den Vertriebsgesellschaften in Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien und Spanien. In der Division AGRANA Zucker ist die Zuckerproduktion in Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammengefasst. Des Weiteren bestehen die Divisionen Zuckerproduktion in Moldau (Südzucker Moldova S.A., Chişinău) und Landwirtschaft (Südzucker AG, Geschäftsbereich Landwirtschaft; Agrar und Umwelt AG Loberaue, Rackwitz; Terra e.G., Sömmerda). At Equity einbezogen werden das britische Handelshaus ED&F MAN Holdings Limited, die AGRANA-Studen-Gruppe (einschließlich Zuckerproduktion in Bosnien) und das italienische Vertriebs-Joint-Venture Maxi S.r.l. Segment Spezialitäten Das Segment Spezialitäten beinhaltet die vier Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe und Stärke. BENEO produziert und vermarktet Inhaltsstoffe aus verschiedenen Rohstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung mit ernährungsphysiologischen und technologischen Vorzügen. Die Freiberger-Gruppe ist Produzent von tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlten Pastagerichten und Snacks mit klarem Fokus auf das Handelsmarkengeschäft in Europa und den USA. Die PortionPack-Europe-Gruppe ist auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von Portionsartikeln spezialisiert. Die Division Stärke umfasst das Stärke- und Bioethanolgeschäft der AGRANA-Gruppe mit der österreichischen Kartoffel-, Mais- und Weizenstärkeproduktion, der Maisstärkefabrik in Rumänien sowie der Bioethanolproduktion in Österreich. Der Division Stärke ist außerdem die Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz zugeordnet. Die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe in Ungarn werden at Equity einbezogen. Segment CropEnergies Die Bioethanolaktivitäten der Südzucker-Gruppe an den vier Produktionsstandorten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien sowie die Handelsaktivitäten in Brasilien und Chile sind im Segment CropEnergies gebündelt und werden als börsennotierte Aktiengesellschaft geführt. CropEnergies ist einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für den Kraftstoffsektor in Europa sowie von Lebens- und Futtermitteln. Zudem ist CropEnergies zu 50 % an der CT Biocarbonic GmbH beteiligt, die in Zeitz eine Produktionsanlage zur Herstellung von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität betreibt; diese Gesellschaft wird at Equity einbezogen. Segment Frucht Das Segment Frucht umfasst die beiden Divisionen Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) und Fruchtsaftkonzentrate (AUSTRIA JUICE). Die weltweit tätigen Unternehmen des Segments Frucht beliefern internationale Lebensmittelkonzerne vor allem aus der Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Getränkeindustrie. Ergebnis der Betriebstätigkeit Das in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Ergebnis der Betriebstätigkeit setzt sich aus dem operativen Ergebnis, dem Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen und dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen zusammen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit ist dabei eine Kennzahl, die eine Vergleichsgröße für Unternehmen mit unterschiedlichen Finanzstrukturen und Steuersystemen darstellt, indem der Jahresüberschuss um das Finanzergebnis und den Steueraufwand bereinigt wird. Operatives Ergebnis Das operative Ergebnis ist das um Sondereinflüsse und um die Effekte aus der at Equity Einbeziehung bereinigte Ergebnis der Betriebstätigkeit. Sondereinflüsse sind im laufenden Geschäftsbetrieb nicht regelmäßig wiederkehrende wie auch aperiodische Ergebniseinflüsse. Das operative Ergebnis dient als Basis der internen Unternehmenssteuerung. Die operative Marge errechnet sich als Quotient aus operativem Ergebnis und Umsatzerlösen. Gesamtkapitalrendite ROCE Die Gesamtkapitalrendite ROCE (Return on Capital Employed) bezieht das operative Ergebnis auf das Capital Employed. Das Capital Employed leitet sich wie folgt ab: scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Operatives Ergebnis 444,5 426,4 Geschäfts- oder Firmenwerte 1.502,1 1.303,1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 269,5 49,7 Sachanlagen 2.990,5 2.922,3 Unverzinsliche Forderungen 1.268,6 1.128,6 Vorräte 2.119,2 2.052,5 ./. Kurzfristige Rückstellungen - 249,9 - 233,2 ./. Unverzinsliche Verbindlichkeiten - 1.250,0 - 1.210,9 Working Capital 1.887,9 1.737,0 Capital Employed 6.650,0 6.012,1 Return on Capital Employed 6,7 % 7,1 % TABELLE 051 Capital Employed Das Capital Employed spiegelt das in den Segmenten und im Konzern gebundene operative Kapital wider. Es setzt sich aus dem Sachanlagevermögen einschließlich immaterieller Vermögenswerte sowie dem Working Capital (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen) zusammen. Zur einheitlichen Darstellung des aus Konzernsicht tatsächlich gebundenen Kapitals werden die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Segment Frucht wie auf Ebene der unmittelbaren Muttergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG voll aufgedeckt. Das Working Capital umfasst nur originär unverzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Geschäfte zwischen den Segmenten - mit Umsatzerlösen von 409,2 (389,6) Mio. € - erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Nachstehend erfolgen Angaben zur Segmentierung nach Regionen: Nachstehend erfolgen Angaben zur Segmentierung nach Regionen: scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Umsatzerlöse mit Dritten Deutschland 1.638,8 1.521,0 Übrige EU 3.923,6 3.799,9 Übriges Ausland 1.420,5 1.155,1 6.982,9 6.476,0 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) Deutschland 99,2 116,1 Übrige EU 225,9 189,5 Übriges Ausland 35,4 23,4 360,5 329,0 Buchwerte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) Deutschland 1.043,8 1.027,8 Übrige EU 1.653,2 1.605,1 Übriges Ausland 563,0 339,2 3.260,0 2.972,0 Mitarbeiter Deutschland 4.185 3.864 Übrige EU 8.913 8.829 Übriges Ausland 5.417 4.215 18.515 16.908 TABELLE 052 Die Umsatzerlöse mit Dritten richten sich nach der Lieferdestination. Die regionale Zuteilung des Segmentvermögens, der Investitionen und der Mitarbeiter erfolgt nach den Ländern, in denen die Tochterunternehmen der Südzucker-Gruppe ihren Sitz haben. Die Angaben zur Anzahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter erfolgen - sofern nichts anderes angegeben - grundsätzlich als Vollzeitäquivalent zum Bilanzstichtag. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN (1) Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses Die Südzucker AG hat ihren Sitz in der Maximilianstraße 10 in 68165 Mannheim / Deutschland; die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB-Nr. 42 beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Gemäß § 2 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom 23. Dezember 2016 ist der Gegenstand des Unternehmens die Herstellung von Zucker, dessen Verkauf, die Verwertung der sich ergebenden Nebenerzeugnisse und der Betrieb der Landwirtschaft. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich auch an anderen Unternehmungen in jeder zulässigen Form zu beteiligen, solche zu erwerben und alle Geschäfte zu unternehmen, welche zur Erreichung oder Förderung des Gesellschaftszwecks unmittelbar oder mittelbar als dienlich erscheinen. Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Südzucker AG sowie ihre Tochterunternehmen. Südzucker hat den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Südzucker AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Konzernabschluss zum 28. Februar 2018 ist am 23. April 2018 vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss erfolgt am 8. Mai 2018 und die Prüfung sowie die Billigung durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Mai 2018. Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses einschließlich des Konzernlageberichts (Geschäftsbericht) ist der 17. Mai 2018. Südzucker erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro; alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden regelmäßig in Klammern dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Neben der Gesamtergebnisrechnung, die eine Gewinn- und-Verlust-Rechnung sowie eine Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen umfasst, der Kapitalflussrechnung und der Bilanz wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Angaben im Anhang enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst und Zwischensummen eingefügt. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und-Verlust-Rechnung als Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, sofern unter Ziffer (5) "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" nicht etwas anderes berichtet wird. Erstmals angewendete IFRS und IFRIC Im Geschäftsjahr 2017/18 waren die nachstehenden Standards erstmalig verpflichtend anzuwenden. scroll Standard Verabschiedung durch den IASB Anerkennung durch die EU IAS 7 Kapitalflussrechnungen (Änderung) 29.01.2016 06.11.2017 IAS 12 Latente Steuern (Änderung) 19.01.2016 06.11.2017 Diverse Jährliche Verbesserungen - Zyklus 2014 - 2016 (Änderungen an IFRS 12 sind ab 2017/18 anzuwenden) 08.12.2016 07.02.2018 TABELLE 053 Durch die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) wurden die Angaben um eine Überleitungsrechnung der Finanzverbindlichkeiten von der Eröffnungsbilanz bis zum Bilanzstichtag ergänzt, die unter Ziffer (30) dieses Anhangs dargestellt ist. Die übrigen Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Anhangangaben von Südzucker. Zukünftig anzuwendende IFRS und IFRIC In der nachfolgenden Übersicht sind die Standards und Interpretationen aufgeführt, die ab dem Geschäftsjahr 2017/18 oder später anzuwenden sind, da sie bereits von der EU anerkannt wurden bzw. vom IASB veröffentlicht wurden, aber noch nicht von der EU anerkannt worden sind. Bei den noch nicht von der EU anerkannten Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. Südzucker hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. Die Angaben zum Inhalt orientieren sich daran, ob und in welcher Form die Regelungen für Südzucker von Relevanz sind; sofern künftig geltende Vorschriften für Südzucker nicht einschlägig sind, wird auf Angaben zum Inhalt vollständig verzichtet. scroll Verabschiedung durch den IASB Standard / Interpretation Anerkennung durch die EU Anwendungspflicht für Südzucker ab Geschäftsjahr Inhalt und bei Relevanz die voraussichtlichen Auswirkungen auf Südzucker IAS 19 (geändert 2018) Leistungen an Arbeitnehmer 07.02.2018 2019/20 Es wird zukünftig zwingend verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind, die zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) verwendet wurden. Ferner wurden Ergänzungen zur Klarstellung aufgenommen, wie sich eine Planänderung, -kürzung oder -abgeltung auf die Anforderungen an die Vermögenswertobergrenze auswirkt. Sofern keine entsprechenden Sachverhalte vorliegen, sind die Änderungen für Südzucker nicht relevant. Nein IAS 28 (geändert 2011) Anteile an assoziierten Unternehmen (Änderung) 11.09.2014 Unbestimmt verschoben Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Nein IAS 28 (geändert 2017) Anteile an assoziierten Unternehmen (Änderung) 12.10.2017 2019/20 Mit der Änderung wird klargestellt, dass IFRS 9 (Finanzinstrumente) auf langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures anzuwenden ist, sofern diese Teil einer Nettoinvestition sind und nicht at Equity einbezogen werden. Die Änderung ist für Südzucker nicht relevant. Nein IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie (Änderung) 08.12.2016 2018/19 Die Änderung ist für Südzucker nicht relevant. 14.03.2018 IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung 20.06.2016 2018/19 Der Standard ist für Südzucker nicht relevant. 26.02.2018 IFRS 4 Versicherungsverträge 12.09.2016 2018/19 Der Standard ist für Südzucker nicht relevant. 03.11.2017 IFRS 9 (2014) Finanzinstrumente 24.07.2014 2018/19 Aus den neuen Vorschriften zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten in Abhängigkeit von dem für sie existierenden Geschäftsmodell werden sich in einigen Fällen Änderungen bei Bewertung und Ausweis ergeben. Aufgrund der neuen Vorschriften zu Wertminderungen werden künftig in einigen Fällen erwartete Verluste früher aufwandswirksam. Aus dieser Neuregelung zur Erfassung von Wertminderungen für Kreditrisiken bei Forderungen in Abhängigkeit von deren Überfälligkeiten (Wertminderungsmatrix) wird aufgrund des hohen Anteils von kreditversicherten Forderungen nur eine notwendige zusätzlich Risikovorsorge von unter 1 Mio. € erwartet. Bei der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) können künftig in einigen Fällen mehr Komponenten in das gesicherte Risiko einbezogen werden, weshalb sich dann der Grad der Effektivität etwas erhöhen wird. 22.11.2016 IFRS 9 (geändert 2017) Finanzinstrumente (Änderung) 12.10.2017 2019/20 Die Änderung regelt, dass bestimmte Finanzinstrumente mit symmetrisch ausgestalteten Kündigungs- und Entschädigungsklauseln (Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung) zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden können, die ansonsten erfolgswirksam zu bewerten wären. Die Änderung ist für Südzucker nicht relevant. 22.03.2018 IFRS 10 Konzernabschlüsse (Änderung) 11.09.2014 Unbestimmt verschoben Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Nein IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 30.01.2014 Unbestimmt verschoben Der Standard ist für Südzucker nicht relevant. Die EU-Kommission hat beschlossen, für diesen Interim-Standard den Endorsementprozess nicht aufzunehmen, sondern den finalen Standard abzuwarten. Nein IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 28.05.2014 2018/19 Mit IFRS 15 werden Prinzipien geschaffen, die ein Unternehmen bei der Berichterstattung über die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus einem Vertrag mit einem Kunden anzuwenden hat. Insbesondere werden Kriterien aufgestellt, nach denen verschiedene Leistungsverpflichtungen in einem Vertrag als eigenständig anzusehen sind. Südzucker erwartet aus der Anwendung eine Reduktion des Eigenkapitals um 1,6 Mio. € zum Übergangszeitpunkt; die Anwendungseffekte sind damit von untergeordneter Bedeutung. 22.09.2016 IFRS 15 (geändert 2016) Erlöse aus Verträgen mit Kunden (Änderung) 12.04.2016 2018/19 Mit der Änderung von IFRS 15 wurden Klarstellungen bezüglich der Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, der Beherrschung von Leasinggegenständen, Maßnahmen von Unternehmen, die geistiges Eigentum maßgeblich verändern, sowie Übergangserleichterungen hinsichtlich der Darstellung von Verträgen, die vor der frühesten darzustellenden Periode abgeschlossen oder geändert wurden, getroffen. Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. 31.10.2017 IFRS 16 Leasing 13.01.2016 2019/20 Mit IFRS 16 werden Ansatz, Bewertung und Ausweis von Leasingverhältnissen neu geregelt. Beim Leasingnehmer wird es künftig nur noch ein Bilanzierungsmodell geben, bei dem das Nutzungsrecht als Vermögenswert und die Verpflichtung als Verbindlichkeit in der Bilanz auszuweisen sind. Für geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse wird Südzucker das Wahlrecht der Nichtaktivierung in Anspruch nehmen. Südzucker setzt Leasing im Bereich Logistik und in der Landwirtschaft mit der Pacht von Agrarflächen ein. Daneben bestehen langfristige Gebäudemietverträge in Verwaltung und Produktion. Bei einer fiktiven Erstanwendung zum 28. Februar 2018 ergäbe sich ein Nutzungsrecht / eine Finanzverbindlichkeit von rund 150 Mio. €. 31.10.2017 IFRS 17 Versicherungsverträge 18.05.2017 2021/22 Der Standard ist für Südzucker nicht relevant. Nein Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS -Zyklus 2014 - 2016 08.12.2016 2018/19 Die Änderungen von IFRS 12 sind bereits ab 2017/18 anzuwenden. Die Änderungen von IFRS 1 und IAS 28 treten 2018/19 in Kraft. Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. 07.02.2018 Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS -Zyklus 2015 - 2017 12.12.2017 2019/20 Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Nein IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Leistungen 08.12.2016 2018/19 Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. 28.03.2018 IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung 07.06.2017 2019/20 Mit IFRIC 23 wird die Bilanzierung von Unsicherheiten in Bezug auf Ertragsteuern klargestellt. Dabei steht es im Ermessen, ob steuerliche Sachverhalte einzeln oder gemeinsam beurteilt werden. Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Nein TABELLE 054 (2) Konsolidierungskreis Vollkonsolidierte Tochterunternehmen In den Konzernabschluss wurden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der Südzucker AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Südzucker AG unmittelbar oder mittelbar über die Beherrschung verfügt. Zum Bilanzstichtag wurden - neben der Südzucker AG - 158 (152) Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss erfasst. Dabei wurden sechs Gesellschaften im Rahmen von Akquisitionen erworben, zwei gegründete Gesellschaften erstkonsolidiert und zwei Gesellschaften verschmolzen. Im Geschäftsjahr 2017/18 gab es keine Abgänge. scroll Mio. € Auswirkungen der Abgänge aus dem Konsolidierungskreis 28. Februar 2018 2017 Langfristiges Vermögen 0,0 - 6,1 Vorräte 0,0 - 3,9 Forderungen und andere Vermögenswerte 0,0 - 9,2 Flüssige Mittel und Wertpapiere 0,0 - 1,7 Kurzfristiges Vermögen 0,0 - 14,8 Summe Aktiva 0,0 - 21,0 Eigenkapital 0,0 - 7,1 Langfristige Schulden 0,0 - 0,2 Kurzfristige Schulden 0,0 - 13,7 Summe Passiva 0,0 - 21,0 TABELLE 055 Erstkonsolidierung der HASA GmbH Am 14. Juli 2017 wurden 100 % der Anteile an der HASA GmbH durch die Freiberger Lebensmittel GmbH & Co KG - ein 100%iges Tochterunternehmen der Südzucker AG - erworben. Die HASA GmbH wird seit dem 1. Juli 2017 vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen. Die im Jahr 2003 gegründete HASA GmbH hat ihren Firmensitz in Burg / Sachsen-Anhalt und hat sich mittlerweile als fünftgrößter Anbieter von Tiefkühlpizza in Deutschland mit einem Absatzschwerpunkt in den neuen Bundesländern etabliert. Durch die Integration der HASA GmbH mit ihrem Fokus auf tiefgekühlte Steinofenpizzen kann die Freiberger-Gruppe dieses wachsende Marktsegment bedienen und übernimmt durch diese Ergänzung die europäische Spitzenposition nach Stückzahlen mit entsprechenden Kostenvorteilen. Der Kaufpreis in Höhe von rund 45,8 Mio. € - dieser war unmittelbar mit Erwerb zahlungswirksam - entfällt überwiegend auf die neuwertige Produktionsstruktur und auf bestehende Kundenbeziehungen. Auf Basis der Ableitung der Marktwerte der einzelnen Vermögens- und Schuldpositionen der HASA GmbH zum Erwerbszeitpunkt ergibt sich ein Goodwill in Höhe von 28,4 Mio. €. Kaufpreisallokation HASA GmbH scroll Mio. € Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt Langfristige Vermögenswerte 27,2 Vorräte 6,1 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1,2 Liquide Mittel und Wertpapiere 1,9 Kurzfristige Vermögenswerte 9,2 Aktiva 36,4 ./. Langfristige Verbindlichkeiten - 11,5 ./. Kurzfristige Verbindlichkeiten - 7,5 Nettovermögen (Eigenkapital) 17,4 Goodwill 28,4 Kaufpreis 45,8 TABELLE 056 Erstkonsolidierung der Richelieu Foods Inc. Die Freiberger USA Inc., Morris Plains/New Jersey / USA - ein 100%iges Tochterunternehmen der Südzucker AG - hat am 1. Dezember 2017 100 % der Anteile der Richelieu Foods Inc., Braintree/Massachusetts / USA, auf Basis eines Kaufpreises von 385,8 Mio. € erworben; davon waren 384,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2017/18 zahlungswirksam. Richelieu ist der größte Tiefkühl- und Feinkostpizza-Produzent für Eigenmarken für den Lebensmitteleinzelhandel in den USA. Richelieu produziert Eigenmarken-Tiefkühl- und Feinkostpizzen sowie Saucen und Dressings für Lebensmitteleinzelhandels- und Foodservice-Kunden in den USA. Das Unternehmen produziert an fünf US-Standorten jährlich rund 105 Mio. Pizzen und fast 9 Mio. Einheiten an Saucen und Dressings. Damit ist die Freiberger-Gruppe im US-Markt, dem weltweit größten und weiterhin wachsenden Pizza-Markt, vertreten. Im Vergleich zu anderen Märkten ist in den USA der Anteil der Eigenmarken-Tiefkühlpizzen von 16 % am Gesamtmarkt verhältnismäßig gering, weshalb Südzucker von einem erheblichen Marktpotenzial ausgeht. Mit den bestehenden Kundenbeziehungen von Richelieu in den USA und den dort vorhandenen technischen Produktionskapazitäten ist es Freiberger möglich, unmittelbar am vorhandenen Marktpotenzial zu partizipieren, die Marktdurchdringung in den USA zu erhöhen und künftig durch den Transfer von Technologien bestehende Prozesse zu optimieren. Aus der Ableitung der Marktwerte der einzelnen Vermögens- und Schuldpositionen ergibt sich ein Goodwill von 177,7 Mio. € zum Erwerbszeitpunkt. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Kundenlisten. Kaufpreisallokation Richelieu Foods Inc. scroll Mio. € Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt Langfristige Vermögenswerte 263,7 Vorräte 29,6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 39,6 Liquide Mittel und Wertpapiere 6,9 Kurzfristige Vermögenswerte 76,1 Aktiva 339,8 ./. Langfristige Verbindlichkeiten - 96,9 ./. Kurzfristige Verbindlichkeiten - 34,8 Nettovermögen (Eigenkapital) 208,1 Goodwill 177,7 Kaufpreis 385,8 TABELLE 057 Aufgrund des unterjährigen Erwerbs trug HASA nur zeitanteilig für acht Monate im Umfang von 39,5 Mio. € bzw. Richelieu nur zeitanteilig für drei Monate im Umfang von 81,2 Mio. € und somit beide Akquisitionen zusammen mit 120,7 Mio. € zum Konzernumsatz sowie - insbesondere aufgrund von Einmaleffekten bei Richelieu im Zusammenhang mit der US-Steuerreform - mit 28,1 Mio. € zum Konzernjahresüberschuss bei. Zeitanteilig auf das gesamte Geschäftsjahr hochgerechnet wären dies Umsatzerlöse von rund 59 Mio. € bzw. rund 325 Mio. €, während der Jahresüberschuss weiterhin durch den steuerlichen Einmalertrag geprägt gewesen wäre. At Equity einbezogene Unternehmen Die At-Equity-Bewertung wurde sowohl auf die 16 (15) Joint-Venture-Gesellschaften der Hungrana- bzw. der AGRANA-Studen-Gruppe, die CT Biocarbonic GmbH, die Maxi S.r.l. sowie die Collaborative Packing Solutions (Pty) Ltd als auch auf das assoziierte Unternehmen ED&F MAN Holdings Limited angewendet. Hierbei wird das anteilige Ergebnis erfolgswirksam erfasst; der auf Südzucker entfallende Effekt aus Marktbewertungen und Wechselkursdifferenzen ist erfolgsneutral in den sonstigen Eigenkapitalposten abgebildet. Nachstehend ist die zusammengefasste Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Joint-Venture-Gesellschaften dargestellt, wobei der wesentliche Anteil auf die Hungrana-Gruppe entfällt: scroll 28. Februar 2018 2017 Mio. € Gesamt Hungrana-Gruppe Sonstige Gesamt Hungrana-Gruppe Sonstige Langfristige Vermögenswerte 154,5 105,1 49,4 150,3 105,7 44,6 Vorräte 109,2 58,4 50,9 117,6 44,3 73,3 Forderungen und andere Vermögenswerte 99,5 32,5 67,1 118,1 38,9 79,2 Flüssige Mittel und Wertpapiere 7,3 0,8 6,5 10,5 0,6 9,9 Kurzfristige Vermögenswerte 216,1 91,6 124,5 246,2 83,8 162,4 Bilanzsumme Aktiva 370,5 196,7 173,8 396,5 189,5 207,1 Eigenkapital 156,0 118,1 37,9 155,5 119,0 36,5 Externe Finanzschulden 1,0 0,0 1,0 1,7 0,0 1,7 Sonstige Schulden 7,6 2,0 5,6 3,7 2,3 1,4 Langfristige Schulden 8,7 2,0 6,6 5,4 2,3 3,1 Externe Finanzschulden 88,6 48,5 40,2 78,1 35,0 43,1 Sonstige Schulden 117,2 28,1 89,1 157,6 33,2 124,4 Kurzfristige Schulden 205,8 76,5 129,3 235,6 68,2 167,5 Bilanzsumme Passiva 370,5 196,7 173,8 396,5 189,5 207,1 Umsatzerlöse 746,1 319,2 426,9 772,0 329,7 442,3 Abschreibungen - 17,4 - 13,5 - 3,9 - 17,1 - 13,5 - 3,6 Sonstige Aufwendungen - 654,2 - 234,9 - 419,3 - 674,8 - 247,9 - 426,9 Ergebnis der Betriebstätigkeit 74,5 70,9 3,6 80,1 68,3 11,8 Zinsertrag 1,1 0,0 1,1 1,4 0,0 1,4 Zinsaufwand - 2,4 - 0,6 - 1,8 - 2,5 - 0,7 - 1,8 Sonstige Finanzaufwendungen - 1,0 - 0,6 - 0,3 - 0,3 - 0,1 - 0,2 Ergebnis vor Ertragssteuern 72,3 69,7 2,6 78,7 67,6 11,1 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 10,2 - 8,7 - 1,5 - 13,4 - 11,3 - 2,0 Jahresüberschuss 62,1 61,0 1,1 65,4 56,3 9,1 Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 1,8 - 1,8 0,0 1,6 1,5 0,1 Gesamtergebnis 60,3 59,2 1,1 67,0 57,8 9,2 TABELLE 058 ED&F MAN Holdings Limited Als einziges materielles assoziiertes Unternehmen wird zurzeit die ED&F MAN Holdings Limited, London / Großbritannien, mit der At-Equity-Methode einbezogen. Die Gesellschaft hat ein von Südzucker abweichendes Geschäftsjahr, das am 30. September endet, und erstellt die Konzernabschlüsse ebenfalls nach IFRS in US-Dollar. Zu den Südzucker-Abschlussstichtagen wird ein zwei Monate zurückliegender Zwischenabschluss des Teilkonzerns einbezogen. Die nachfolgend abgebildete zusammengefasste Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ED&F MAN Holdings Limited bezieht sich somit auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember. scroll Mio. € 31. Dezember 2017 2016 Langfristige Vermögenswerte 662,4 696,6 Kurzfristige Vermögenswerte 15.418,4 16.500,1 Bilanzsumme Aktiva 16.080,8 17.196,7 Eigenkapital 695,8 933,8 Langfristige Schulden 596,6 923,2 Kurzfristige Schulden 14.788,4 15.339,7 Bilanzsumme Passiva 16.080,8 17.196,7 Umsatzerlöse 9.060,3 8.048,8 - sonstige Aufwendungen - 9.216,5 - 7.982,8 = Jahresfehlbetrag / -Überschuss - 156,2 66,0 Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 92,4 - 1,0 Gesamtergebnis - 248,6 65,0 TABELLE 059 Der Jahresfehlbetrag 2017 von - 156,2 Mio. € nach einem Jahresüberschuss von 66,0 Mio. € im Vorjahr reflektiert die schwierigen Handelsbedingungen und die damit verbundene Geschäftsentwicklung im Zucker- und Getreidegeschäft. In beiden Geschäftsfeldern werden die Strategien überprüft und Restrukturierungsmaßnahmen getroffen. Außerdem war ED&F MAN Opfer einer Transaktion mit ungültigen Lagerscheinen, was zu einer einmaligen Belastung von 63 Mio. € führte; dieser Einmaleffekt war bereits im At-Equity-Ergebnis im Geschäftsjahr 2016/17 enthalten, sodass sich im abgelaufenen Geschäftsjahr das At-Equity-Ergebnis auf - 28,9 Mio. € belief. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von - 92,4 (- 1,0) Mio. € reflektieren überwiegend den Währungsumrechnungsverlust aus der Abschwächung des US-Dollars um rund 15 % im Geschäftsjahr 2017/18. Südzucker hält am Handelshaus ED&F MAN Holdings Limited eine Beteiligung in Höhe von rund 35 %. Der Stimmrechtsanteil ist zurzeit auf 24,99 % begrenzt, jedoch steht Südzucker eine satzungsmäßige Sperrminorität und ein Vetorecht bei wichtigen Geschäften zu. Der Buchwert aller Anteile at Equity einbezogener Unternehmen beträgt 370,3 (432,8) Mio. €. Bedeutende Ereignisse bis zum Bilanzstichtag der Südzucker AG werden berücksichtigt. Für die beiden wesentlichen Beteiligungen, die ED&F MAN-Gruppe und die Hungrana-Gruppe, sind nachfolgend die Buchwerte abgeleitet: scroll 28. Februar 2018 2017 Mio. € ED&F MAN-Gruppe Hungrana-Gruppe ED&F MAN-Gruppe Hungrana-Gruppe Eigenkapital 695,8 118,1 933,8 119,0 + / - Anpassungen (z. B. Minderheiten) - 22,3 - 0,0 - 102,8 0,0 = Eigenkapital der Anteilseigner 673,5 118,1 831,0 119,0 davon Südzucker-Anteil am Eigenkapital 235,7 59,1 290,9 59,5 + Goodwill 49,5 0,5 57,0 0,5 = Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen (Buchwert) 285,2 59,5 347,9 60,0 Südzucker zugeflossene Dividende 5,3 30,0 0,0 24,5 TABELLE 060 (3) Konsolidierungsmethoden Konsolidierung nach der Erwerbsmethode Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis für das erworbene Tochterunternehmen wird den erworbenen Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden zugeordnet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wird. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden erfolgswirksam aufgelöst. Erwerbsbezogene Kosten werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls aufwandswirksam erfasst. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern werden wie Transaktionen mit Eigenkapitalgebern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Kosten, die bei der Abstockung von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst. At-Equity-Bewertung Die Beteiligungen an Joint-Venture-Unternehmen (Gemeinschaftsunternehmen) sowie an assoziierten Unternehmen sind auf der Grundlage der At-Equity-Bewertung zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) bzw. IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen) in den Konzernabschluss eingegangen. Als assoziiert gelten Unternehmen, bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäftsführung ausgeübt werden kann und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen, Joint Ventures oder Joint Operations handelt. Regelmäßig liegt dies bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 und 50 % vor. Sukzessiver Unternehmenserwerb Im Fall von sukzessiven Unternehmenserwerben (Business Combination achieved in Stages) werden die Anteile des zu erwerbenden Unternehmens nacheinander in verschiedenen Tranchen erworben, d. h., die Erlangung der Beherrschung über ein Unternehmen erfolgt stufenweise in mehreren Schritten. IFRS 3 ist auf den Zusammenschluss dann anzuwenden, sobald der Erwerber die Beherrschung erlangt hat. Vor Erlangung der Beherrschung wird die Beteiligung - in Abhängigkeit von den einschlägigen Regeln - als Anteil an assoziierten Unternehmen, als gemeinschaftliche Vereinbarung oder als Finanzinstrument bilanziert. Zu dem Zeitpunkt, zu dem Kontrolle erlangt wird, wird der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts des erworbenen Unternehmens neu bestimmt mit der bei Unternehmenserwerben grundsätzlich gegebenen Wahlmöglichkeit, den gesamten Geschäfts- oder Firmenwert (Full-Goodwill-Methode) oder nur den auf Basis des anteiligen neubewerteten Nettovermögens hergeleiteten Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren (Purchased-Goodwill-Methode). Die Erlangung der Beherrschung löst eine vollständige Neubewertung aller Vermögenswerte und Schulden aus. Jegliche Anpassungen eines zuvor bereits gehaltenen Eigenkapitalanteils werden bei Kontrollerlangung erfolgswirksam durchgeführt. Eliminierung von konzerninternen Transaktionen Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. (4) Währungsumrechnung Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Die Jahresabschlüsse sind in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erstellt. Mit Ausnahme der Vertriebsgesellschaften BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. in Singapur, die in Euro geführt wird, und S.Z.I.L. LTD, Kfar Saba / Israel, die in USD geführt wird, stimmt die Funktionalwährung der Tochterunternehmen mit der Währung des Landes überein, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Sitz hat. Sofern die Jahresabschlüsse ausländischer Konzernunternehmen in anderen Funktionalwährungen aufgestellt werden als dem Euro - der Berichtswährung von Südzucker -, erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und der Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitig bekannt gegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Das Gesamtergebnis wird grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Wenn jedoch die Anwendung der Jahresdurchschnittskurse zu unzutreffenden Ergebnissen führt, erfolgt die Umrechnung der betroffenen Posten zu einem angepassten Durchschnittskurs, während die übrigen Aufwendungen und Erträge unverändert zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt werden. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt (Gegenwert für 1 €): scroll 1 € = Landeswährung Land Währungsabkürzung Stichtag 28.02.2018 Durchschnitt 2017/18 Stichtag 28.02.2017 Durchschnitt 2016/17 Stichtag 29.02.2016 Ägypten EGP 21,52 20,54 16,64 12,73 8,54 Australien AUD 1,56 1,50 1,38 1,46 1,53 Brasilien BRL 3,96 3,71 3,28 3,69 4,34 Chile CLP 724,80 739,58 689,12 734,05 754,45 China CNY 7,73 7,71 7,28 7,37 7,14 Großbritannien GBP 0,88 0,88 0,85 0,83 0,79 Mexiko MXN 22,94 21,48 21,08 21,00 19,80 Moldau MDL 20,56 20,71 21,17 21,91 22,11 Polen PLN 4,18 4,23 4,32 3,99 4,36 Rumänien RON 4,66 4,59 4,52 4,49 4,48 Russland RUB 68,75 67,03 61,76 70,57 82,64 Tschechien CZK 25,42 26,05 27,02 27,03 27,06 Ukraine UAH 33,15 30,90 28,64 28,41 29,78 Ungarn HUF 313,93 309,57 308,25 310,83 311,26 USA USD 1,22 1,16 1,06 1,10 1,09 TABELLE 061 Konzerninterne Darlehen zur langfristigen Finanzierung von Tochterunternehmen stellen im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestition in diese ausländischen Geschäftsbetriebe (Net Investment in a Foreign Operation) dar; die daraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Stichtagsbewertung werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen in der Position Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe ausgewiesen. (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Erstellung der Konzernabschlüsse von den Konzerngesellschaften sind die einschlägigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS für gleichartige Geschäftsvorfälle und sonstige Ereignisse in ähnlichen Umständen einheitlich anzuwenden. Eine Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erfolgt nur, soweit die einschlägigen Standards Wahlrechte bei der Bilanzierung und Bewertung vorsehen bzw. wenn die Grundsätze weiter konkretisiert werden. Insbesondere wird von einer Wiederholung der Texte der jeweiligen Standards bzw. von der Wiedergabe von Grundregeln abgesehen. Immaterielle Vermögenswerte Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten (Triggering Events) für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Only-Approach) unterzogen. Die Vorgehensweise bei dieser Werthaltigkeitsprüfung ist in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt. Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zugrunde liegenden Vertrags oder des voraussichtlichen Verbrauchs des Nutzungspotenzials des immateriellen Vermögenswerts. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer betreffen Markennamen, die im Rahmen von Akquisitionen erworben wurden. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten; einmal jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung. Sachanlagen Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare bzw. kampagnebezogene planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Staatliche Zuschüsse und Zulagen werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: Nutzungsdauern scroll Jahre Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 15 Gebäude 10 bis 50 Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 TABELLE 062 Wertpapiere Die Bilanzierung von Wertpapieren des lang- und kurzfristigen Vermögens erfolgt unabhängig von deren Fälligkeit. Die Erstbewertung findet am Erfüllungstag zum Marktwert zuzüglich Transaktionskosten statt. Die Einteilung wird in die Kategorien "Zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und-Verlust-Rechnung (Held for Trading)", "Zur Veräußerung verfügbar (Available for Sale)" und "Kredite und Forderungen" vorgenommen. Letztgenannter Kategorie sind auch verzinsliche Darlehen zugeordnet und zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen angesetzt. Sonstige Beteiligungen Die Erstbewertung basiert auf den Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten. Die Folgebewertung der sonstigen Beteiligungen, für die kein an einem aktiven Markt notierter Wert existiert und für die der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt zu Anschaffungskosten. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Dabei kommt die Durchschnittsmethode oder die Fifo-Methode (First in - first out) zum Ansatz. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, die auf der Grundlage der normalen Kapazität ermittelt werden. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch fixe und variable Produktionsgemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Finanzierungskosten werden dabei nicht berücksichtigt. Soweit erforderlich, wird der niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswert abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt. Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Januar. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen überwiegend im 3. und 4. Quartal des Südzucker-Geschäftsjahres an. Soweit die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Produktionsvorbereitung der nachfolgenden Kampagne stehen, werden sie unterjährig über die Bestandsveränderung aktiviert und in der Bilanz unter den Vorräten als unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. In der anschließenden Zuckerproduktion werden diese dann bei der Ermittlung der Herstellungskosten des erzeugten Zuckers berücksichtigt und damit als Bestandteil der fertigen Erzeugnisse unter den Vorräten ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert zuzüglich Transaktionskosten und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen auf separaten Wertminderungskonten gebildet. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. CO2-Emissionsrechte Die Bilanzierung der CO2 -Emissionsrechte erfolgt nach den Vorschriften gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr kostenlos zugeteilten bzw. erworbenen CO2 -Emissionsrechte sind immaterielle Vermögenswerte, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für ^-Emissionen gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. Hybrid-Eigenkapital Aus den Anleihebedingungen des im Sommer 2005 begebenen Hybrid-Eigenkapitals ergibt sich gemäß IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung) eine Bilanzierung als Eigenkapital der Südzucker-Gruppe. Die Verzinsung ist vom Kapitalmarkt abhängig. Die steuerlich abzugsfähige Verzinsung wird nicht innerhalb der Zinsaufwendungen ausgewiesen, sondern analog zu den Dividendenzahlungen gegenüber den Aktionären der Südzucker AG behandelt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) mittels der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige Anpassungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung stützt sich auf versicherungsmathematische Gutachten unter der Berücksichtigung biometrischer Daten. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Versorgungspläne werden wie die von beitragsorientierten Versorgungsplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen decken, sofern die Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % beträgt und eine zuverlässige Schätzung möglich ist, auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Bei diesbezüglichen Anhangangaben zur Rückstellungsentwicklung wurde von der Regelung des IAS 37.92 Gebrauch gemacht. Zur Beurteilung bzw. Schätzung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen. Ertragsteuern Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuern ausgewiesen. Laufende Ertragsteuern Die ausgewiesenen laufenden Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen bzw. voraussichtlich erstattet werden. Die erstmalige Erfassung und Folgebewertung erfolgt vollständig im Steueraufwand. Die Auf- und Abzinsung der Steuerschulden sowie die steuerlichen Nebenleistungen werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag erfasst. Steuererstattungsansprüche und -schulden In der Bilanz werden die Ertragsteuerverbindlichkeiten aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr unter den kurzfristigen Steuerschulden und Forderungen aus Vorauszahlungen unter den kurzfristigen Steuererstattungsansprüchen ausgewiesen. Die langfristigen Steuerschulden beinhalten im Wesentlichen Ertragsteuern für noch nicht abschließend geprüfte Vorjahreszeiträume. Latente Steuern Latente Steuern werden auf temporär unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf Verlustvorträge, soweit sie steuerlich nutzbar sind, berechnet. Aktive und passive latente Steuern sind als separate Posten ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und ein einklagbares Recht zur Aufrechnung vorliegt. Ein sich danach ergebender Überhang an aktiven latenten Steuern wird nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die latente Steuer verwendet werden kann. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, unter anderem im Hinblick auf die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und at Equity einbezogenen Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Die Berechnung der latenten Steuern wurde gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen, die am Bilanzstichtag galten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Werden Erträge und Aufwendungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Lang- und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Erstbewertung zum Marktwert abzüglich Transaktionskosten und bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Finanzverbindlichkeiten Die Finanzverbindlichkeiten aus Anleihen werden gekürzt um Disagio und Transaktionskosten ausgewiesen. Die Aufzinsung erfolgt nach der Effektivzinsmethode. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert und - unabhängig von ihrem Zweck - mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Werts werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft. In diesem Fall richtet sich die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach der Art der Sicherungsbeziehung. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum Handelstag. Mit Fair Value Hedges werden bilanzierte Vermögenswerte oder Schulden gegen das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts abgesichert. Hierbei werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sowohl der Sicherungsgeschäfte als auch der dazugehörigen Grundgeschäfte in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Wenn Grund- und Sicherungsgeschäfte bereits originär mit den beizulegenden Zeitwerten erfolgswirksam bewertet werden, kann zur Erzielung der Fair-Value-Absicherung auf die Anwendung der Sonderregelungen des Fair-Value-Hedge-Accounting verzichtet werden. Cashflow Hedges dienen der Absicherung des Risikos, dass die mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Schuld oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion verbundenen zukünftigen Zahlungsströme schwanken. Liegt ein Cashflow Hedge vor, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts zunächst unter den sonstigen Eigenkapitalposten erfasst. Sie gehen erst dann in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung ein, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Führen die Transaktionen zum Ansatz von nichtfinanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, z. B. zum Erwerb von Sachanlagevermögen, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit verrechnet. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Erzeugnissen und Waren im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Umsatzerlöse werden abzüglich Rabatten und Preisnachlässen, ohne Umsatzsteuer und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Bei variablen Preisvereinbarungen wird eine vertragsindividuelle Schätzung der zu erwartenden Endpreise für die Umsatzrealisierung vorgenommen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden und der Übergang der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt ist. Der Übergang der Chancen und Risiken auf den Käufer wird üblicherweise gemäß den INCOTERMS (International Commercial Terms) bestimmt. Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen werden sowie Schätzungen erfolgen. Diese Beurteilungen des Managements können sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken. Bestimmte Verträge erfordern eine Einschätzung, ob sie als Derivate zu behandeln oder wie sogenannte Verträge für den Eigenverbrauch als schwebende Geschäfte zu bilanzieren sind. Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist unter anderem der Diskontierungssatz eine wichtige Einflussgröße. Der Diskontierungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen ermittelt. Daneben werden analytisch abgeleitete Annahmen über Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Hinsichtlich der Auswirkungen der Veränderungen einzelner versicherungsmathematischer Annahmen auf die Höhe der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird auf die Angaben zur Sensitivitätsanalyse unter Ziffer (27) "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" verwiesen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von übrigen Rückstellungen. Bei der Bilanzierung von Rückstellungen oder der Angabe von Eventualverbindlichkeiten können sich Unsicherheiten ergeben, da es - insbesondere im Zusammenhang mit anhängigen oder sich möglicherweise ergebenden Rechtsstreitigkeiten - erforderlich ist, Schätzungen und Annahmen z. B. über die Wahrscheinlichkeit des Ausgangs von Verfahren vorzunehmen. Auch beim Ansatz von Verbindlichkeiten kann es - allerdings in geringerem Ausmaß als bei der Bilanzierung von Rückstellungen - Unsicherheiten hinsichtlich Grund und Höhe der Zahlungspflicht und der Bemessung der Herstellungskosten geben, z. B. bei der Rübenbezahlung und der Ableitung der zuckererlösabhängigen Rübenkosten zum Bilanzstichtag. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Basis von Prognoserechnungen für die Cashflows der Cash Generating Units der nächsten fünf Jahre und unter Anwendung eines an das Unternehmensrisiko angepassten Diskontierungssatzes. Auch die Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens, des Nettoveräußerungspreises des Vorratsvermögens sowie des beizulegenden Zeitwerts von im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Schulden basiert auf Schätzungen. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation der späteren Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern können von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Ertragsteuern können in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Höhe der erwarteten Steuerzahlung bzw. -erstattung einer Unsicherheit unterliegen, für die das Unternehmen eine Einschätzung vorzunehmen hat. Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld des Konzerns berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen unseren Annahmen verändern, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen. Tritt dieser Fall ein, erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. ERLÄUTERUNGEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG (6) Umsatzerlöse Bezüglich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Darstellungen in der Segmentberichterstattung. (7) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Zucker 28,1 134,7 Spezialitäten - 4,8 17,1 CropEnergies 0,7 5,3 Frucht 5,2 - 22,4 29,2 134,7 Andere aktivierte Eigenleistungen 5,4 6,4 34,6 141,1 TABELLE 063 Die Bestandsveränderungen enthalten auch die Abwertungen von Vorräten auf den Nettoveräußerungserlös sowie Wert-aufholungen; die entsprechenden Erläuterungen werden unter Ziffer (24) "Vorräte" gegeben. (8) Sonstige betriebliche Erträge scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Währungs- und Umrechnungsgewinne 18,1 27,9 Erträge aus dem Abgang von lang- und kurzfristigen Vermögenswerten 4,3 1,9 Erträge aus Derivaten 5,4 2,0 Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 2,6 1,6 Erträge aus Sondereinflüssen 43,7 6,5 Sonstige Erträge 61,6 58,8 135,7 98,7 TABELLE 064 In den sonstigen Erträgen in Höhe von 61,6 (58,8) Mio. € sind unter anderem Versicherungserstattungen und sonstige Entschädigungen, Agrar-Ausgleichszahlungen und Zuschüsse, Erträge aus erbrachten Serviceleistungen sowie aus Vermietung und Verpachtung, periodenfremde Erträge (ohne Steuern und Zinsen) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Die Erträge aus Sondereinflüssen von 43,7 (6,5) Mio. € resultieren insbesondere aus zu viel von der EU erhobenen Produktionsabgaben für die Zuckerwirtschaftsjahre 1999/2000 und 2000/2001. Daneben sind Erträge aus Grundstücksveräußerungen sowie aus Versicherungserstattungsansprüchen im Zusammenhang mit dem Brand in der Zuckerfabrik Ochsenfurt im Sommer 2017 enthalten. (9) Materialaufwand scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.198,6 4.032,8 Aufwendungen für bezogene Leistungen 357,9 290,4 4.556,5 4.323,2 TABELLE 065 (10) Personalaufwand scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Löhne und Gehälter 725,6 642,6 Beiträge zur gesetzlichen Altersversicherung 50,0 43,1 Übrige Sozialabgaben, Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung und für Unterstützung 151,4 156,0 927,0 841,7 TABELLE 066 Vom gesamten Personalaufwand in Höhe von 927,0 (841,7) Mio. € sind 10,8 (10,5) Mio. € im Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen ausgewiesen und betrafen im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Zucker. Im Vorjahr waren hierin insbesondere das neu aufgelegte Altersteilzeitprogramm der Südzucker AG sowie die Personalaufwendungen der britischen Bioethanolanlage bis zu deren Wiederinbetriebnahme und der Stärkefabrik Zeitz bis zum Abschluss deren Testphase enthalten. Aufgrund der Kampagnetätigkeit - insbesondere in den Segmenten Zucker und Frucht - kommt es in der Südzucker-Gruppe im Verlauf des Geschäftsjahres zu schwankenden Mitarbeiterzahlen. Die unterjährige Entwicklung je Segment (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten zum jeweiligen Quartalsstichtag) wird nachfolgend aufgezeigt und vermittelt einen Überblick über den durchschnittlichen Mitarbeiterbestand je Geschäftsjahr. Vollzeitäquivalente zu den Quartalsstichtagen scroll Mitarbeiter 31.05.2017 31.08.2017 30.11.2017 28.02.2018 Zucker 6.963 7.123 8.385 7.034 Spezialitäten 4.751 4.903 4.889 5.697 CropEnergies 411 408 406 414 Frucht 6.291 5.596 5.121 5.370 Gesamt 18.416 18.030 18.801 18.515 scroll Mitarbeiter 31.05.2016 31.08.2016 30.11.2016 28.02.2017 Zucker 7.012 7.192 8.441 6.929 Spezialitäten 4.602 4.599 4.589 4.643 CropEnergies 405 405 412 412 Frucht 5.903 5.453 4.949 4.924 Gesamt 17.922 17.649 18.391 16.908 TABELLE 067 Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter lag zum 28. Februar 2018 mit 18.515 (16.908) um 1.607 Mitarbeiter über dem Vorjahr. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Segment Spezialitäten um 1.054 auf 5.697 (4.643) war insbesondere bei Freiberger durch den Mitarbeiterzuwachs im Rahmen der Erwerbe der Richelieu Foods Inc., USA, und der HASA GmbH sowie durch Mitarbeitereinstellungen bei Stärke in Österreich zu verzeichnen. Im Segment Frucht resultiert der Anstieg um rund 400 Mitarbeiter im Wesentlichen aus der gestiegenen Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse in Mexiko und Marokko aufgrund deutlich höherer Verarbeitungsmengen. (11) Abschreibungen scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Immaterielle Vermögenswerte 18,4 12,9 Sachanlagen 285,9 268,7 Planmäßige Abschreibungen 304,3 281,6 Immaterielle Vermögenswerte 0,0 0,0 Sachanlagen 8,5 4,3 Wertminderungen inklusive Sondereinflüssen 8,5 4,3 Erträge aus Zuschreibungen 0,1 0,0 Netto-Abschreibungen 312,9 285,9 davon operatives Ergebnis 312,9 282,6 davon Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen 0,0 3,3 Wertminderungen nach Segmenten Zucker 5,7 0,8 Spezialitäten 2,4 1,2 CropEnergies 0,3 2,3 Frucht 0,1 0,0 Gesamt 8,5 4,3 TABELLE 068 Die Wertminderungen (inklusive Sondereinflüssen) von insgesamt 8,5 (4,3) Mio. € betrafen Abwertungen nicht nutzbarer Anlagen auf den Teilwert; davon wurden 0,0 (3,3) Mio. € im Sonderergebnis ausgewiesen. (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Vertriebs- und Logistikaufwendungen 389,4 353,5 Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung 292,8 257,3 Werbeaufwendungen 44,8 51,7 Aufwendungen aus Restrukturierung / Sondereinflüssen 9,6 7,2 Aufwand aus Miet- und Serviceverträgen 47,3 43,6 Produktionsabgabe 0,0 19,1 Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des kurz- und langfristigen Vermögens 5,0 8,5 Wertberichtigungen auf Forderungen 4,5 3,1 Währungs- und Umrechnungsverluste 22,3 28,4 Aufwendungen aus Derivaten 5,3 4,9 Sonstige Steuern 27,6 25,4 Übrige Aufwendungen 43,2 56,4 891,8 859,1 TABELLE 069 Die Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung in Höhe von 292,8 (257,3) Mio. € umfassen unter anderem Büro-, Kommunikations- und Reisekosten, Beratungshonorare, Gebühren und Beiträge, Versicherungsprämien, Mitarbeiterschulungen, freiwillige Sozialleistungen sowie Fremdleistungen für Instandhaltungen und Reparaturen. Die Aufwendungen aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 9,6 (7,2) Mio. € betrafen unter anderem ein Reorganisationsprojekt bei AGRANA im Segment Zucker. Im Vorjahr waren hierin insbesondere die Aufwendungen aus Umsatzsteuerrisiken im Segment Zucker in Rumänien sowie Vorsorgen für ein Verbrauchssteuerverfahren im Segment CropEnergies in Deutschland enthalten. Die sonstigen Steuern in Höhe von 27,6 (25,4) Mio. € umfassen Besitz-, Verbrauchs- und Verkehrssteuern. Die übrigen Aufwendungen von 43,2 (56,4) Mio. € beinhalten unter anderem Forschungs- und Entwicklungskosten, Marktforschungshonorare, Lizenzgebühren sowie übrige bezogene Dienstleistungen. (13) Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen von 2,1 (35,0) Mio. € beinhaltet das anteilige Ergebnis der Joint-Venture-Gesellschaften der Hungrana-Gruppe, der AGRANA-Studen-Gruppe, der CT Biocarbonic GmbH, der Maxi S.r.l. und der Collaborative Packing Solutions (Pty) Ltd sowie des assoziierten Unternehmens ED&F MAN Holdings Limited. Es verringerte sich infolge des geringen Ergebnisbeitrags im Segment Zucker. Weitere Erläuterungen zur Entwicklung des Ergebnisses aus at Equity einbezogenen Unternehmen findet sich unter Ziffer (2) "Konsolidierungskreis" im Rahmen der Angaben zu at Equity einbezogenen Unternehmen. (14) Ergebnis der Betriebstätigkeit scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Ergebnis der Betriebstätigkeit 467,1 440,9 davon operatives Ergebnis 444,5 426,4 davon Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen 20,5 - 20,5 TABELLE 070 Die Aufteilung des Ergebnisses der Betriebstätigkeit und dessen Komponenten nach Segmenten erfolgt in der Segmentberichterstattung. (15) Finanzerträge und -aufwendungen scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Zinserträge 18,3 19,1 Zinsaufwendungen - 49,2 - 46,0 Zinsergebnis - 30,9 - 26,9 Sonstige Finanzerträge 43,8 31,6 Sonstige Finanzaufwendungen - 52,2 - 38,6 Sonstiges Finanzergebnis - 8,4 - 7,0 Finanzergebnis - 39,3 - 33,9 davon Finanzerträge 62,1 50,7 davon Finanzaufwendungen - 101,4 - 84,6 TABELLE 071 Das Zinsergebnis lag mit - 30,9 (- 26,9) Mio. € unter Vorjahresniveau. Im Zinsergebnis sind auch der Nettoaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 15,2 (15,2) Mio. € sowie der Aufwand aus der Aufzinsung übriger langfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten von 0,9 (0,8) Mio. € enthalten. Das sonstige Finanzergebnis belief sich auf - 8,4 (- 7,0) Mio. €. Das darin enthaltene Währungsergebnis entwickelte sich von - 0,5 Mio. € auf - 5,6 Mio. € maßgeblich durch die Abschwächung des US-Dollars im Berichtszeitraum um rund 15 %. Im Vorjahr war das sonstige Finanzergebnis mit einer Wertberichtigung auf den Finanzmittelbestand der AGRANA Frucht in der Ukraine in Höhe von - 4,8 Mio. € belastet. (16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand von 109,7 (94,9) Mio. € setzt sich aus laufenden gezahlten oder geschuldeten Steuern sowie dem latenten Steueraufwand bzw. -ertrag wie folgt zusammen: scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Laufende Steuern 87,8 86,6 Latente Steuern 21,9 8,3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 109,7 94,9 TABELLE 072 Der im Geschäftsjahr 2017/18 unverändert zu berücksichtigende theoretische Steueraufwand von 29,1 % ergibt sich aus dem deutschen Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag von 15,8 % sowie der Gewerbesteuer von 13,3 %. Die Überleitung vom theoretischen zum tatsächlichen Steueraufwand ist nachfolgend dargestellt: scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Ergebnis vor Ertragsteuern 427,8 407,0 Theoretischer Steuersatz 29,1 % 29,1 % Theoretischer Steueraufwand (+) 124,6 118,5 Abweichung vom theoretischen Steueraufwand durch: Abweichende Steuersätze - 9,3 - 14,0 Steuerminderung durch steuerfreie Erträge - 9,1 - 18,6 Steuererhöhung aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 12,5 10,8 Steuern aus Vorjahren - 20,3 - 6,1 Steuereffekte aus der Bewertung und dem Ansatz von Verlustvorträgen und temporären Differenzen 10,4 - 4,1 Sonstiges 0,9 8,4 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 109,7 94,9 Steuerquote 25,6 % 23,3 % TABELLE 073 Nach einem gestiegenen Ergebnis vor Ertragsteuern von 427,8 (407,0) Mio. € beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf 109,7 (94,9) Mio. €. Der Posten Steuereffekte aus der Bewertung und dem Ansatz von Verlustvorträgen und temporären Differenzen enthält im laufenden Jahr einen Einmalertrag von 29,5 Mio. € aus der Neubewertung latenter Steuerverbindlichkeiten der Richelieu-Gruppe aufgrund der am 22. Dezember 2017 verabschiedeten US-Steuerreform mit Senkung der Körperschaftsteuer von 35 % auf 21 %. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen und den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Für steuerliche Verlustvorträge, deren Nutzung in Zukunft wahrscheinlich ist, wurden insgesamt 47,4 (130,0) Mio. € latente Steuern aktiviert. Latente Steueransprüche in Höhe von 118,4 (79,7) Mio. € wurden nicht aktiviert, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Von diesen nicht angesetzten latenten Steueransprüchen sind 112,4 (71,1) Mio. € unbegrenzt vortragsfähig, vom übrigen Bestand in Höhe von 6,0 (8,6) Mio. € verfällt der wesentliche Teil innerhalb eines Zeitraums von bis zu sieben Jahren. Auf in Vorjahren gebildete aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 41,3 (0,0) Mio. € vorgenommen. Für Gesellschaften, die im Vorjahr oder im Geschäftsjahr 2017/18 oder in der laufenden Periode ein negatives Ergebnis gezeigt haben, wurden zum Bilanzstichtag aktive latente Steuern in Höhe von 10,0 (70,3) Mio. € bilanziert, sofern die Realisierung des Steueranspruchs aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung wahrscheinlich ist. Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen in Höhe von 69,2 (67,0) Mio. € wurden keine latenten Steuerschulden gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist. Im Berichtsjahr haben latente Steuern die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen um 16,9 Mio. € vermindert bzw. im Vorjahr um 2,4 Mio. € erhöht. Wesentliche Einflussgröße waren dabei latente Steuerforderungen aus der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen, die zu einer Verminderung des Eigenkapitals um 12,8 Mio. € bzw. im Vorjahr zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um 4,5 Mio. € führten. Darüber hinaus wurden 5,4 (6,3) Mio. € Ertragsteuern direkt im Eigenkapital erfasst. Die latenten Steuerabgrenzungen resultierten aus den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt: scroll Mio. € Aktive latente Steuern Passive latente Steuern 28. Februar 2018 2017 2018 2017 Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 12,5 17,4 210,3 166,9 Vorräte 10,8 23,9 22,9 37,4 Übrige Vermögenswerte 4,6 5,3 20,6 19,9 Steuerliche Sonderposten 0,2 0,0 40,4 46,6 Rückstellungen 123,9 134,8 13,6 7,1 Verbindlichkeiten 25,5 25,1 1,5 8,0 Verlustvorträge 47,4 130,0 0,0 0,0 224,9 336,5 309,3 285,9 Saldierungen - 145,2 - 204,6 - 145,2 - 204,6 Bilanzposten 79,7 131,9 164,1 81,3 davon langfristig 50,9 94,5 135,6 69,3 TABELLE 074 Die zum 28. Februar 2018 ausgewiesenen kurzfristigen Steuererstattungsansprüche erhöhten sich auf 32,7 (20,7) Mio. € und umfassen insbesondere geleistete Steuervorauszahlungen. Die langfristigen Steuerschulden in Höhe von 83,0 (102,9) Mio. € beinhalten im Wesentlichen Ertragsteuern für noch nicht abschließend geprüfte Vorjahreszeiträume. Die kurzfristigen Steuerschulden von 25,0 (49,2) Mio. € betreffen neben den Ertragsteuerverbindlichkeiten aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr noch erwartete Nachzahlungen für Vorjahre. (17) Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind im Konzernlagebericht erläutert. Die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben wurden von 431 (401) Mitarbeitern wahrgenommen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen insgesamt 43,2 (41,8) Mio. € und waren in voller Höhe aufwandswirksam. (18) Ergebnis je Aktie scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Jahresüberschuss 318,1 312,1 davon Anteil der Aktionäre der Südzucker AG 205,1 213,6 Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien 204.183.292 204.183.292 Ergebnis je Aktie (€)1 1,00 1,05 TABELLE 075 Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) war der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 Mio. ausstehenden Aktien zugrunde zu legen. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,00 (1,05) €; eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie lag nicht vor. (19) Sonstiges Ergebnis Das sonstige Ergebnis von - 29,4 (22,2) Mio. € umfasst erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen im Eigenkapital der Südzucker-Aktionäre und der sonstigen nicht beherrschenden Anteile. Die zukünftig in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umzugliedernden Erträge und Aufwendungen in Höhe von - 64,3 (34,3) Mio. € beinhalten die Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedge), zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (Available for Sale), die Währungsumrechnung aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe, die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung sowie den Anteil aus at Equity einbezogenen Unternehmen. Die konsolidierungsbedingten Währungsdifferenzen von - 38,0 (25,9) Mio. € resultieren insbesondere aus der Schwächung des US-Dollars, des argentinischen Reals sowie des chilenischen Pesos, der eine Stärkung des polnischen Zloty und der tschechischen Krone gegenüberstand. Im Vorjahr waren die Währungsdifferenzen im Wesentlichen Ergebnis aus der Stärkung des chilenischen Pesos, des polnischen Zloty und des russischen Rubels, der eine Schwächung des britischen sowie des ägyptischen Pfunds gegenüberstand. Bei den zukünftig nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umzugliedernden Beträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 33,4 (- 10,1) Mio. €. Die Anhebung des Diskontierungssatzes von 1,90 % zum 28. Februar 2017 auf 2,20 % für wesentliche Pensionspläne zum 28. Februar 2018 führte zu einer Entlastung des Eigenkapitals in Höhe von 33,4 Mio. €. Im Vorjahr hatte insbesondere die Änderung des Diskontierungssatzes zu einer Belastung des Eigenkapitals in Höhe von 10,1 Mio. € geführt. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG (20) Angaben zur Kapitalflussrechnung Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit Der Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit wird aus Transparenzgründen in zwei wesentliche Blöcke aufgeteilt. Diese dienen insbesondere dazu, einen mittelfristig nachhaltigen Cashflow aus dem operativen Geschäft und die deutlich saisonal bedingten Schwankungen des Working Capitals über die Quartale zu isolieren. Letzteres ist eine Besonderheit des Südzucker-Geschäftsmodells mit einem in verschiedenen Segmenten (z. B. Zucker) vorhandenen Kampagnebetrieb. Cashflow Der Cashflow lag mit 692,5 (634,0) Mio. € über dem Vorjahr und folgt dem verbesserten Jahresüberschuss. Dem ausgewiesenen Cashflow, der sich aus Jahresüberschuss, Abschreibungen langfristiger Vermögenswerte, der Veränderung langfristiger Rückstellungen, (latenter) Steuerschulden und latenter Steuerforderungen sowie sonstigen zahlungsunwirksamen Erträgen und Aufwendungen zusammensetzt, kommen zwei weitere bedeutende Funktionen zu. Zum einen wird der Verschuldungsfaktor, das Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Cashflow, zur Erläuterung der Kapitalstruktur herangezogen. Zum anderen ist in den Hybrid-Anleihe-Bedingungen vereinbart, dass eine zwingende Couponaussetzung eintritt, sofern der konsolidierte Cashflow 5 % der konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns unterschreitet. Veränderung des Working Capitals Der Mittelabfluss aus der Zunahme des Working Capitals um 182,7 Mio. € resultierte maßgeblich aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Segment Zucker sowie aus mengenbedingten Zunahmen im Segment Spezialitäten. Die Veränderung des Working Capitals setzt sich aus der Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen, Vorräte, Forderungen (aus Lieferungen und Leistungen) sowie der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zusammen; letztere umfassen auch langfristige Positionen von untergeordneter Bedeutung. Hierdurch werden die von der saisonalen Schwankung hauptsächlich betroffenen Posten im Ausweis separiert. Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Investitionstätigkeit Investitionen in Sachanlagen Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen sich auf 360,5 (329,0) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von 170,4 (153,1) Mio. € überwiegend auf Ersatzinvestitionen sowie auf Investitionen zur Verbesserung der Effizienz und der Logistik. Das Investitionsvolumen im Segment Spezialitäten in Höhe von 121,2 (126,0) Mio. € betrifft im Wesentlichen die Schaffung neuer Produktionskapazitäten in der Division Stärke sowie Anlagenerweiterungen und -optimierung bei BENEO und Freiberger. Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 19,5 (16,1) Mio. € dienen dem Ersatz und der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 49,4 (33,8) Mio. € überwiegend die Division Fruchtzubereitungen und hierbei die Installation weiterer Produktionskapazitäten. Investitionen in Finanzanlagen Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 432,0 (163,9) Mio. € betrafen mit 384,0 Mio. € den 100%igen Erwerb des Pizzaherstellers Richelieu Foods Inc., Braintree/Massachusetts / USA und mit 45,8 Mio. € den 100%igen Erwerb des Tiefkühlpizzaherstellers HASA GmbH in Burg / Sachsen-Anhalt. Im Vorjahr entfielen die Investitionen in Finanzanlagen auf die Aufstockung der Beteiligung am Handelshaus ED&F MAN Holdings Limited, London / Großbritannien, auf den 100%igen Erwerb von Main Process, Buenos Aires / Argentinien, auf den Erwerb von 100 % der Anteile an der Terra Sömmerda GmbH (vormals Terra e.G.), Sömmerda, sowie auf die anteilige Kapitalerhöhung der Beteiligung an der AGRANA-Studen-Gruppe. Einzahlungen aus Desinvestitionen Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden keine Desinvestitionen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden der belgische Standort Herentals von PortionPack sowie die James Fleming & Co. Ltd., West Lothian / Großbritannien, veräußert. Hieraus wurde unter den Einzahlungen aus Desinvestitionen ein Mittelzufluss von 14,2 Mio. € ausgewiesen. Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Finanzierungstätigkeit Kapitalerhöhung Der Mittelzufluss von 189,0 Mio. € im Vorjahr resultierte aus einer Kapitalerhöhung mit Ausgabe von 1,4 Mio. neuen AGRANA-Aktien sowie der Platzierung von 0,5 Mio. AGRANA-Aktien aus dem Südzucker-Direktbestand. Der Mittelzufluss von 0,8 Mio. € im Geschäftsjahr 2017/18 betrifft die Rückplatzierung der Hybrid-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 0,6 Mio. €. Gewinnausschüttungen Die im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgezahlten Gewinnausschüttungen im Konzern von insgesamt 163,7 (115,3) Mio. € entfielen mit 91,9 (61,3) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG sowie mit 71,8 (54,0) Mio. € auf andere Gesellschafter. Aufnahme und Tilgung von Finanzierungsmitteln Im November 2017 sind Finanzierungsmittel aus der Emission der 500-Mio.-€-Südzucker-Anleihe 2017/2025 in Höhe von 496,8 Mio. € zugeflossen. Aus der Erhöhung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Reduzierung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten ergab sich insgesamt ein Mittelabfluss von 69,4 Mio. €. Steuerzahlungen, Zinszahlungen und erhaltene Dividenden Steuerzahlungen Der Saldo der Steuerzahlungen belief sich auf 126,1 (72,9) Mio. €. Die Mittelabflüsse aus Steuerzahlungen sind grundsätzlich der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Zinszahlungen und Dividenden Die erhaltenen und gezahlten Zinsen sowie die erhaltenen Dividenden werden den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (21) Immaterielle Vermögenswerte scroll Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte Kundenlisten, Marken, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Gesamt 2017/18 Anschaffungskosten 1. März 2017 1.779,4 228,4 2.007,8 Veränd. Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen 206,1 236,2 442,3 Währung - 7,2 - 10,4 - 17,6 Zugänge 0,0 8,9 8,9 Umbuchungen 0,0 2,9 2,9 Abgänge 0,0 - 9,5 - 9,5 28. Februar 2018 1.978,3 456,5 2.434,8 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2017 - 588,8 - 178,7 - 767,5 Veränd. Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen 0,0 - 0,7 - 0,7 Währung 0,0 1,4 1,4 Jahresabschreibungen 0,0 - 18,4 - 18,4 Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 Abgänge 0,0 9,4 9,4 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2018 - 588,8 - 187,0 - 775,8 Buchwert 28. Februar 2018 1.389,5 269,5 1.659,0 scroll Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte Kundenlisten, Marken, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Gesamt 2016/17 Anschaffungskosten 1. März 2016 1.733,9 213,8 1.947,7 Veränd. Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen 45,5 6,8 52,3 Währung 0,0 0,7 0,7 Zugänge 0,0 7,2 7,2 Umbuchungen 0,0 2,2 2,2 Abgänge 0,0 - 2,3 - 2,3 28. Februar 2017 1.779,4 228,4 2.007,8 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2016 - 588,8 - 170,0 - 758,8 Veränd. Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen 0,0 2,1 2,1 Währung 0,0 - 0,1 - 0,1 Jahresabschreibungen 0,0 - 12,9 - 12,9 Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 Abgänge 0,0 2,2 2,2 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2017 - 588,8 - 178,7 - 767,5 Buchwert 28. Februar 2017 1.190,6 49,7 1.240,3 TABELLE 076 Geschäfts- oder Firmenwerte Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden die Geschäfts- oder Firmenwerte im Südzucker-Konzern den Segmenten Zucker und Frucht sowie den Divisionen BENEO, Freiberger und PortionPack als relevante zahlungsmittelgenerierende Einheiten bzw. Cash Generating Units (CGUs) zugeordnet. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests werden die jeweiligen Buchwerte der CGUs regelmäßig mit dem Nutzungswert (führendes Wertkonzept bei Südzucker) verglichen, um eine mögliche Wertminderung zu identifizieren. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer CGU erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten, vom Aufsichtsrat verabschiedeten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen Fünf-Jahres-Planung basieren. In diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung sowie der gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Die Kapitalkosten sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten je CGU zu berechnen. Die Eigenkapitalkosten sind aus den Renditeerwartungen der Südzucker-Aktionäre, die angesetzten Fremdkapitalkosten aus den langfristigen Refinanzierungskonditionen des Südzucker-Kapitalmarktumfelds abgeleitet. Die Eigenkapitalkosten errechnen sich aus einem risikolosen Basiszinssatz von 0,8 (0,4) % zum Bewertungsstichtag 31. August 2017, einem Renditezuschlag für das Geschäftsrisiko sowie einem Länderrisikoaufschlag. Als risikoloser Zinssatz wurde die Rendite von Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 20 Jahren herangezogen. Das Geschäftsrisiko ergibt sich aus dem Produkt der allgemeinen Marktrisikoprämie von 6,5 (6,5) % sowie dem für Südzucker gültigen Geschäftsrisiko, das aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet wird. Die so abgeleiteten Eigenkapitalkosten werden für jede CGU individualisiert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Bei den Fremdkapitalkosten werden die aktuellen kalkulatorischen Refinanzierungskosten für Anleihen und das Hybridkapital sowie der Zinssatz für Pensionsverpflichtungen angesetzt. Dabei berücksichtigt der Renditezuschlag (Credit Spread) das aktuelle Südzucker-Langfristrating von Baa2 (Moody's) bzw. BBB (S&P). Südzucker verwendet für die Extrapolation der Cashflows über den Planungszeitraum hinaus in den CGUs eine konstante Wachstumsrate von 1,5 (1,5) %. Diese Wachstumsrate zur Diskontierung der ewigen Rente liegt unterhalb der in der Fünf-Jahres-Planung angenommenen Wachstumsrate und dient im Wesentlichen dem Ausgleich einer allgemeinen Teuerungsrate. Die Investitionen des Planungszeitraums basieren auf den verabschiedeten Investitionsplänen und berücksichtigen die Ersatzinvestitionserfordernisse. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die getesteten Buchwerte der Geschäfts- und Firmenwerte und die in die jeweiligen Werthaltigkeitstests eingeflossenen Kapitalkosten vor Steuern. Letztere reflektieren die gegenüber dem Vorjahr gestiegene Rendite von Bundesanleihen im Zusammenhang mit dem EZB-Anleihekaufprogramm. Unter Berücksichtigung der EZB-Inflationserwartung, die die angenommene Wachstumsrate maßgeblich beeinflusst, ist mittelfristig von einer weiteren Erhöhung auszugehen. scroll Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte Durchschnittliche Kapitalkosten 28. Februar 2018 2017 2017/18 2016/17 CGU Zucker 779,9 779,7 7,5 % 7,3 % CGU Freiberger 357,8 158,9 5,4 % 4,2 % CGU BENEO 84,9 84,9 6,3 % 5,5 % CGU PortionPack 40,3 40,3 5,9 % 4,6 % CGU Frucht 126,6 126,8 6,1 % 6,7 % 1.389,5 1.190,6 - - TABELLE 077 Die Erhöhung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf 1.389,5 (1.190,6) Mio. € resultiert im Wesentlichen aus den Erwerben der Richelieu Foods Inc., Braintree / USA und der HASA GmbH, Burg . Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus diesen Erwerben sind der CGU Freiberger zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2017/18 ergab sich aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte kein Wertberichtigungsbedarf, da der Nutzungswert der CGUs jeweils über dem Buchwert lag. Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen und Planungen, die den Nutzungswert der CGUs bestimmen. Die Höhe der jeweiligen Nutzungswerte ist abhängig von den zukünftigen Cashflows laut der Unternehmensplanung sowie den zugrunde gelegten Kapitalkosten. Zum Bewertungsstichtag lagen in allen CGUs die Nutzungswerte deutlich über den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Aufgrund dieser Überdeckungen führten die in einer Sensitivitätsbetrachtung angenommene Reduktion der geplanten nachhaltigen Cashflows um 10 % oder eine Erhöhung der sich am Kapitalmarkt ergebenden Kapitalkosten nach Steuern - etwa aufgrund eines wieder steigenden Zinsniveaus - um einen Prozentpunkt in keiner CGU zur Notwendigkeit einer Wertberichtigung. Für die CGU Zucker sind die Einschätzungen der EU-Rübenzucker- und -Isoglukoseproduktion, der Entwicklung der Zuckerimporte und -exporte sowie der Zuckerpreise die wichtigsten Planannahmen. Die wesentlichen Kostenelemente der CGU sind die Rohstoff- und Energiekosten. Diese Einschätzungen berücksichtigen neben den aktuellen Marktentwicklungen auch eigene Einschätzungen der jeweiligen Fachbereiche. Mit der Aufhebung der Quoten- und Rübenmindestpreisregelung 2017 sind auch die Beschränkungen der Exportmöglichkeiten für Zucker entfallen. Die EU-Marktpreisentwicklung wird noch stärker durch die Weltmarktpreisentwicklung bestimmt. Kurzfristig wirkt dabei das derzeit niedrige Weltmarktpreisniveau belastend. Wir rechnen damit, dass der weltweite Zuckerverbrauch von derzeit leicht über 180 Mio. t auf mehr als 200 Mio. t bis zum Jahr 2025 weiter ansteigt. Diese Aussichten auf ein ausgeglichenes Produktions- und Absatzvolumen stützen den nachhaltigen Zuckerweltmarktpreis. Mit dem Wegfall der Quotenregelung hat Südzucker die Möglichkeit genutzt, die bestehenden Kapazitäten durch längere Kampagnen länger auszulasten. Südzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen in Europa eine gute Wettbewerbsposition in der EU und kann das Auslaufen der Quotenregelung zur Stärkung ihrer Produktions- und Marktposition nutzen; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in den europäischen Kernmärkten und damit der Nähe zu den Industriekunden. Darüber hinaus erhöht Südzucker die Zuckerexporte außerhalb der EU. (22) Sachanlagen scroll Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt 2017/18 Anschaffungskosten 1. März 2017 2.033,7 5.052,4 427,9 150,0 7.664,0 Veränd. Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen 22,3 28,5 18,0 1,7 70,5 Währung - 17,5 - 26,5 - 4,5 - 1,1 - 49,6 Zugänge 57,0 172,2 27,7 94,7 351,6 Umbuchungen 25,8 97,2 6,0 - 131,9 - 2,9 Abgänge - 40,4 - 40,2 - 19,8 - 0,8 - 101,2 28. Februar 2018 2.080,9 5.283,6 455,3 112,6 7.932,4 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2017 - 967,8 - 3.459,5 - 313,3 - 1,1 - 4.741,7 Veränd. Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen - 1,9 - 3,9 - 10,5 0,0 - 16,3 Währung 3,7 12,0 3,4 0,0 19,1 Jahresabschreibungen - 51,9 - 203,4 - 30,6 0,0 - 285,9 Wertminderungen inklusive Sondereinflüssen - 6,0 - 2,5 0,0 0,0 - 8,5 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Abgänge 36,4 36,7 17,7 0,7 91,5 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2018 - 987,5 - 3.620,6 - 333,3 - 0,4 - 4.941,8 Buchwert 28. Februar 2018 1.093,5 1.663,0 121,8 112,2 2.990,5 scroll Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt 2016/17 Anschaffungskosten 1. März 2016 1.929,8 4.907,1 409,1 165,1 7.411,1 Veränd. Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen 37,3 6,0 - 0,0 0,5 43,8 Währung 11,0 14,9 3,6 0,8 30,3 Zugänge 38,4 142,9 24,8 115,7 321,8 Umbuchungen 27,3 93,4 9,0 - 131,9 - 2,2 Abgänge - 10,1 - 111,9 - 18,6 - 0,2 - 140,8 28. Februar 2017 2.033,7 5.052,4 427,9 150,0 7.664,0 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2016 - 921,3 - 3.365,4 - 298,7 - 1,0 - 4.586,4 Veränd. Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen - 0,6 0,6 0,2 0,0 0,2 Währung - 3,9 - 9,3 - 2,8 0,0 - 16,0 Jahresabschreibungen - 49,7 - 192,5 - 26,5 0,0 - 268,7 Wertminderungen inklusive Sondereinflüssen - 1,2 - 2,8 - 0,2 - 0,1 - 4,3 Umbuchungen 0,6 2,3 - 2,9 0,0 0,0 Abgänge 8,3 107,6 17,6 0,0 133,5 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2017 - 967,8 - 3.459,5 - 313,3 - 1,1 - 4.741,7 Buchwert 28. Februar 2017 1.065,9 1.592,9 114,6 148,9 2.922,3 TABELLE 078 Die Investitionen sind um staatliche Investitionszuschüsse in Höhe von 1,3 (1,2) Mio. € gekürzt. Im Gegenzug wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von 0,0 (1,2) Mio. € aktiviert. Bei der Berechnung der Fremdkapitalkosten im Vorjahr wurden der jeweilige Zinssatz des für die betroffene Investition aufgenommenen Darlehens bzw. die allgemeinen Refinanzierungskosten in Höhe von 0,8 bis 3,6 % zugrunde gelegt. Die wechselkursbedingten Veränderungen in Höhe von - 30,5 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus der Schwächung des US-Dollars, des argentinischen Reals sowie des chilenischen Pesos, der eine Stärkung des polnischen Zloty und der tschechischen Krone gegenüberstand. Im Vorjahr führte im Wesentlichen die Stärkung des chilenischen Pesos, des polnischen Zloty und des russischen Rubels, der eine Schwächung des britischen und des ägyptischen Pfunds gegenüber dem Euro entgegenstand, insgesamt zu einer Erhöhung der Buchwerte der Sachanlagen um 14,3 Mio. €. (23) Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen, Wertpapiere und sonstige Beteiligungen scroll Mio. € At Equity einbezogene Unternehmen Wertpapiere Sonstige Beteiligungen 2017/18 1. März 2017 432,8 18,8 23,6 Veränd. Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen 12,4 0,0 - 0,4 Währung - 41,8 - 0,2 0,0 Zugänge 2,0 0,1 0,0 Anteil am Gewinn 2,1 0,0 0,0 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 Abgänge / Dividenden - 37,2 0,0 - 0,2 Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2018 370,3 18,7 23,0 2016/17 1. März 2016 333,3 18,6 21,8 Veränd. Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen - 2,9 0,2 0,4 Währung 7,4 0,0 0,0 Zugänge 86,8 0,1 1,8 Anteil am Gewinn 35,0 0,0 0,0 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 Abgänge / Dividenden - 26,8 - 0,1 - 0,4 Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2017 432,8 18,8 23,6 TABELLE 079 Die at Equity einbezogenen Unternehmen umfassen im Wesentlichen im Segment Zucker die Beteiligungen am Handelshaus ED&F Man Holdings Limited, London / Großbritannien, an der AGRANA-Studen-Gruppe, Wien / Österreich, und am Vertriebs-Joint-Venture Maxi S.r.l., Bozen / Italien, im Segment Spezialitäten die Beteiligung an der Hungrana-Gruppe, Szabadegyháza / Ungarn, sowie im Segment CropEnergies die Beteiligung an der CT Biocarbonic GmbH, Zeitz. Im Vorjahr betrafen die Zugänge zu den at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 86,8 Mio. € die Erhöhung der Beteiligungsquote an ED&F Man auf rund 35 % sowie die anteilige Kapitalerhöhung der Beteiligung an der AGRANA-Studen-Gruppe. Die sonstigen Beteiligungen umfassen auch Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, die wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden. (24) Vorräte scroll Mio. € 28. Februar 2018 2017 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 382,4 360,8 Fertige und unfertige Erzeugnisse Segment Zucker 1.222,0 1.214,6 Segment Spezialitäten 232,0 189,5 Segment CropEnergies 45,6 45,6 Segment Frucht 151,3 150,5 Summe fertige und unfertige Erzeugnisse 1.650,9 1.600,2 Waren 85,9 91,5 2.119,2 2.052,5 TABELLE 080 Die Vorräte lagen mit 2.119,2 (2.052,5) Mio. € um 66,7 Mio. € über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen durch den Aufbau der fertigen und unfertigen Erzeugnisse im Segment Zucker infolge der nochmals gestiegenen Ernte der Zuckerkampagne 2017 gegenüber 2016 bedingt ist. Im Segment Zucker waren auf die Bestände zum 28. Februar 2018 Vorratsabwertungen in Höhe von 24,9 (3,0) Mio. € vorzunehmen, die im Wesentlichen auf zum Bilanzstichtag gesunkene Nettoveräußerungserlöse zurückzuführen sind. Außerdem waren Abwertungen im Segment Spezialitäten in Höhe von 0,1 (1,5) Mio. €, im Segment CropEnergies von 0,1 (0,5) Mio. € und im Segment Frucht in Höhe von 0,8 (1,2) Mio. € vorzunehmen. Daneben waren zum 28. Februar 2018 auf die Handelswarenbestände Abwertungen auf den Nettoveräußerungserlös im Segment Zucker in Höhe von 3,7 (0,7) Mio. € und im Segment Spezialitäten von 0,1 (0,0) Mio. € erforderlich. (25) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28. Februar 2018 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2017 bis 1 Jahr über 1 Jahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 972,1 972,1 0,0 880,8 880,8 0,0 Forderungen an die EU 56,2 56,2 0,0 0,2 0,2 0,0 Positive Marktwerte Derivate 39,5 39,5 0,0 32,8 32,8 0,0 Übrige finanzielle Vermögenswerte 65,5 53,7 11,8 92,4 82,0 10,4 Sonstige Steuererstattungsansprüche 170,0 170,0 0,0 148,0 148,0 0,0 Übrige nichtfinanzielle Vermögenswerte 27,1 27,1 0,0 32,0 32,0 0,0 Sonstige Vermögenswerte 358,3 346,5 11,8 305,4 295,0 10,4 TABELLE 081 Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 91,3 Mio. € auf 972,1 (880,8) ist im Wesentlichen umsatzbedingt und betrifft die Segmente Zucker und Spezialitäten. Die Forderungen an die EU in Höhe von 56,2 (0,2) Mio. € betreffen im Wesentlichen die Erstattungsansprüche aus zu viel erhobenen Produktionsabgaben für die Zuckerwirtschaftsjahre 1999/2000 und 2000/2001. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 65,5 (92,4) Mio. € beinhalten maßgeblich Finanzforderungen gegen nicht einbezogene Unternehmen, Beteiligungen sowie Mitarbeiter und übrige Dritte. Die übrigen nichtfinanziellen Vermögenswerte von 27,1 (32,0) Mio. € betreffen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen ermittelt sich wie folgt: scroll Mio. € 28. Februar 2018 2017 Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.022,3 930,3 davon wertberichtigt - 50,2 - 49,5 Buchwert 972,1 880,8 TABELLE 082 Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt: scroll Mio. € 2017/18 2016/17 1. März 49,5 49,2 Veränd. Kons.-Kreis / Währungsänderungen / sonstige Veränderungen 0,2 0,4 Zuführungen 4,5 3,1 Verbrauch - 1,4 - 1,6 Auflösungen - 2,6 - 1,6 28. Februar 50,2 49,5 TABELLE 083 Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken. Die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 972,1 (880,8) Mio. €; davon waren 849,7 (776,5) Mio. € noch nicht fällig. Die überfälligen Forderungen strukturieren sich wie nachfolgend dargestellt: scroll Mio. € 28. Februar 2018 2017 Noch nicht fällige Forderungen 849,7 776,5 Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind 122,4 104,3 davon bis 10 Tage 38,7 39,1 davon 11 bis 30 Tage 40,9 28,4 davon 31 bis 90 Tage 22,9 19,7 davon über 90 Tage 19,9 17,1 Buchwert 972,1 880,8 Wertberichtigte Forderungen 50,2 49,5 Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) 1.022,3 930,3 TABELLE 084 Südzucker reduziert Ausfallrisiken, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlinien festgelegt werden. Außerdem werden Risiken im Wesentlichen durch Kreditversicherungen und in geringem Umfang durch Bankgarantien begrenzt. Hinsichtlich der weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum 28. Februar 2018 keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Bei den überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gehen wir von einem Zahlungseingang aus; daneben sind auch diese Forderungen im Warenkreditversicherungsprogramm der Südzucker-Gruppe enthalten. (26) Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Zum 28. Februar 2018 beträgt das ausgegebene gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 Stückaktien eingeteilt; dabei handelt es sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien, womit das ausgegebene gezeichnete Kapital dem ausstehenden gezeichneten Kapital entspricht. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage betrifft die Südzucker AG. Hierin sind die nach § 272 HGB aufzunehmenden externen Mittelzuflüsse erfasst, die sich aus dem Agio aus Kapitalerhöhungen oder der Vereinbarung von Optionsprämien unter Berücksichtigung der nach IFRS verpflichtenden Kürzung um damit zusammenhängende Kosten einschließlich der darauf entfallenden Steuern ergaben. Weitere Angaben zum Eigenkapital werden im Konzernlagebericht unter dem Kapitel "Unternehmensführung und -verantwortung" im Abschnitt "Übernahmerelevante Angaben" gemacht. Sonstige Rücklagen und sonstige Eigenkapitalposten Die sonstigen Rücklagen beinhalten die thesaurierten Periodenergebnisse, Beträge für Ausschüttungsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern. Im Fall des Erwerbs eigener Aktien werden die sonstigen Rücklagen direkt um das Aufgeld gekürzt bzw. bei einer späteren Emission direkt wieder erhöht. Die sonstigen Eigenkapitalposten umfassen die erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen der Aktionäre der Südzucker AG, die zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu realisieren sind. Hybrid-Eigenkapital Das Hybrid-Eigenkapital von 653,7 (653,1) Mio. € beinhaltet die im Sommer 2005 emittierte Hybrid-Anleihe mit einem Nennbetrag von 700 Mio. €. Der Anstieg resultiert aus der Rückplatzierung der Hybrid-Anleihe in einem Nominalvolumen von 0,6 Mio. €. Weitere Informationen zur Hybrid-Anleihe stehen unter Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" sowie auf der Südzucker-Website unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Anleihen/ zur Verfügung. Sonstige nicht beherrschende Anteile Die sonstigen nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 914,5 (887,9) Mio. € betreffen mit 758,9 (737,9) Mio. € den Minderheitenanteil am Teilkonzern AGRANA und mit 155,6 (150,0) Mio. € überwiegend den Minderheitenanteil am Teilkonzern CropEnergies. scroll Name der Muttergesellschaft des Teilkonzerns Sitz SZ-Anteil in % Sonstige nicht beherrschende Anteile in % Hauptgeschäftsfeld AGRANA Beteiligungs-AG Österreich 41,9 58,1 Zucker, Stärke, Frucht CropEnergies AG Deutschland 69,2 30,8 Bioethanol TABELLE 085 Südzucker hält 41,9 % der Anteile an der AGRANA Beteiligungs-AG in Höhe von 39,2 % mittelbar über die Z&S Zucker und Stärke Holding AG und 2,7 % unmittelbar. Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG ist eine 100 %-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG. An der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG ist - neben Südzucker - die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. mit 50 % abzüglich einer Aktie beteiligt, in der die österreichischen AGRANA-Miteigentümer (unter anderem die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien sowie Vertreter der österreichischen Rübenproduzenten) ihre Interessen zusammengefasst haben. Details der Zusammenarbeit zwischen Südzucker und der Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. sind in einer Syndikatsvereinbarung geregelt. Danach steht Südzucker eine jederzeit nutzbare Stimmrechtsmehrheit an der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG und damit ein beherrschender Einfluss über den Teilkonzern AGRANA zu. Bei Ausübung dieser Stimmrechtsmehrheit durch Südzucker verfügt die Zucker-Beteiligungsgesellschafts m.b.H. über vertraglich definierte Schutzrechte, gleichzeitig ist diese unter Einhaltung einer mindestens einjährigen Frist berechtigt, die Stimmengleichheit unter den Syndikatspartnern herzustellen. Eine Übersicht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der beiden Teilkonzerne AGRANA und CropEnergies ist nachfolgend dargestellt: scroll 28. Februar 2018 2017 Mio. € AGRANA CropEnergies AGRANA CropEnergies Langfristige Vermögenswerte 1.161,0 406,8 1.135,3 428,7 Kurzfristige Vermögenswerte 1.195,4 185,5 1.346,1 169,2 Summe Vermögenswerte 2.356,4 592,3 2.481,4 597,9 Langfristige Schulden 419,4 47,0 296,6 65,2 Kurzfristige Schulden 483,0 99,6 772,9 106,9 Summe Schulden 902,4 146,6 1.069,5 172,1 Nettovermögen 1.454,0 445,7 1.411,9 425,8 Umsatzerlöse 2.566,3 882,0 2.561,3 801,7 Ergebnis der Betriebstätigkeit 190,6 70,8 172,4 93,9 Ergebnis vor Ertragsteuern 176,2 69,8 154,5 89,8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 33,6 - 19,0 - 36,6 - 21,0 Jahresüberschuss 142,6 50,8 117,9 68,8 Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 31,2 - 4,8 10,2 2,9 Gesamtergebnis 111,4 46,0 128,1 71,7 Dividendenzahlungen im Geschäftsjahr 69,8 26,2 57,3 13,1 davon an Minderheiten außerhalb des Südzucker-Konzerns 43,6 8,1 29,4 4,0 TABELLE 086 Die Daten entsprechen den veröffentlichten Konzernabschlüssen der jeweiligen Teilkonzerne. Weitere ausführliche Informationen stehen in den aktuellen Geschäftsberichten 2017/18 der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien / Österreich, und der CropEnergies AG, Mannheim, zur Verfügung. (27) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Beitragsorientierte Pensionspläne Die Gesellschaften der Südzucker-Gruppe leisten im Rahmen beitragsorientierter Altersversorgungssysteme aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Sie beliefen sich im Konzern auf 50,0 (43,1) Mio. €. Leistungsorientierte Pensionspläne Die betriebliche Altersversorgung im Südzucker-Konzern beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Daneben bestehen pensionsähnliche Verpflichtungen insbesondere bei ausländischen Konzernunternehmen. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet. Die bilanzierte Nettoverpflichtung der Südzucker-Gruppe setzt sich aus dem Anwartschaftsbarwert der rückstellungsfinanzierten sowie fondsfinanzierten leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen abzüglich des Zeitwerts des Planvermögens zusammen: scroll Mio. € 28. Februar 2018 2017 Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 905,9 941,2 Zeitwert des Planvermögens - 125,1 - 118,7 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen) 780,8 822,5 Abzinsungssatz in % 2,20 1,90 TABELLE 087 Im Rahmen der Altersversorgung für Mitarbeiter in der Südzucker-Gruppe bestehen im Wesentlichen folgende Altersversorgungs- und Abfertigungspläne, die sich wie folgt verteilen: scroll Pensionspläne Mio. € 28. Februar 2018 Südzucker AG Deutschland übrige Belgien Frankreich Österreich Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 670,6 49,0 54,2 24,8 42,2 Zeitwert des Planvermögens - 2,3 - 0,7 - 65,5 - 32,4 - 15,4 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen) 668,3 48,3 - 11,3 - 7,6 26,8 scroll Pensionspläne Abfertigungspläne Mio. € Übriges Ausland Weltweit Gesamt Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 6,5 58,6 905,9 Zeitwert des Planvermögens - 4,7 - 4,1 - 125,1 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen) 1,8 54,5 780,8 scroll Pensionspläne Mio. € 28. Februar 2017 Südzucker AG Deutschland übrige Belgien Frankreich Österreich Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 705,7 48,6 53,4 26,8 44,9 Zeitwert des Planvermögens - 2,5 - 0,8 - 58,5 - 32,5 - 14,3 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen) 703,2 47,8 - 5,1 - 5,6 30,6 scroll Pensionspläne Abfertigungspläne Mio. € Übriges Ausland Weltweit Gesamt Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 5,4 56,4 941,2 Zeitwert des Planvermögens - 3,9 - 6,2 - 118,7 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen) 1,5 50,1 822,5 TABELLE 088 Deutschland Für die Mitarbeiter der Südzucker AG bestehen arbeitgeberfinanzierte Zusagen über Betriebsrenten, deren Höhe durch das Grundgehalt und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt wird. Die Pensionsverpflichtungen der Südzucker AG sind rückstellungsfinanziert und stellen das mit Abstand größte Versorgungswerk in der Südzucker-Gruppe dar. Die übrigen deutschen Versorgungspläne von CropEnergies, BENEO und anderen sind in ihrer Ausgestaltung mit den Regelungen der Südzucker AG für aktive Mitarbeiter vergleichbar und sind ebenfalls nahezu ausschließlich rückstellungsfinanziert. Belgien Für die Mitarbeiter der belgischen Gesellschaften Raffinerie Tirlemontoise S.A., BENEO-Orafti S.A. und Biowanze S.A. bestehen fondsfinanzierte Versorgungspläne. Die Zusagen über Betriebsrenten werden durch die Höhe des Grundgehalts und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt; die Auszahlungen erfolgen neben periodischen Rentenzahlungen auch durch Einmalzahlungen. Frankreich Ebenfalls fondsfinanziert ist der Versorgungsplan für die Mitarbeiter von Saint Louis Sucre S.A.S. in Frankreich. Die Leistung aus dem Versorgungsplan ermittelt sich als ein prozentualer Anteil eines vor Renteneintritt gezahlten Durchschnittsgehalts, von dem die staatliche Rente sowie andere Betriebsrenten abgezogen werden. Österreich Hierunter fallen im Wesentlichen die geschlossenen Pläne der AGRANA Zucker GmbH und der AGRANA Stärke GmbH, die rückstellungsfinanziert sind. Das Planvermögen betrifft überwiegend die Pensionszusagen der AGRANA Beteiligungs-AG für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder, die in eine Pensionskasse ausgelagert sind. Abfertigungspläne Die Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Vorsorgepläne für Abfertigungen. Neben den größten Abfertigungsplänen in Österreich und Frankreich bestehen entsprechende Zusagen auch in Mexiko, Polen, Russland, Südkorea, der Ukraine und den USA. Die Zusagen in Österreich und Frankreich stellen gesetzliche Versorgungszusagen auf eine Einmalzahlung im Fall der Auflösung des Dienstverhältnisses durch Renteneintritt oder Tod dar, nicht aber im Fall der Kündigung durch den Arbeitnehmer. Entwicklung der Nettoschuld Die Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt: scroll Mio. € Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen Marktwert des Planvermögens Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1. März 2016 910,6 - 112,7 797,9 Aufwand für betriebliche Altersversorgung (GuV) Laufender Dienstzeitaufwand 26,0 26,0 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 1,3 - 1,3 Auswirkungen von Plankürzungen oder -abgeltungen 0,0 0,0 Zinsaufwand (+) / -ertrag (-) 17,7 - 2,5 15,2 42,4 - 2,5 39,9 Neubewertung (OCI - direkte Erfassung in den Gewinnrücklagen) Gewinne (-) und Verluste (+) aus tatsächlichen Planerträgen - 6,7 - 6,7 Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Änderung demografischer Annahmen 0,1 0,1 Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen 12,2 12,2 Erfahrungsbedingte Gewinne (-) und Verluste (+) 9,0 9,0 21,3 - 6,7 14,6 Pensionszahlungen, Beiträge, Veränderung Konsolidierungskreis u. a. Veränderung Konsolidierungskreis u. a. 0,0 0,0 0,0 Währungsumrechnung 0,1 - 0,1 0,0 Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen 0,0 - 2,7 - 2,7 Arbeitnehmerbeiträge zum Planvermögen 0,2 - 0,2 0,0 Pensionszahlungen - 33,4 6,2 - 27,2 - 33,1 3,2 - 29,9 28. Februar 2017 941,2 - 118,7 822,5 scroll Mio. € Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen Marktwert des Planvermögens Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1. März 2017 941,2 - 118,7 822,5 Aufwand für betriebliche Altersversorgung (GuV) Laufender Dienstzeitaufwand 25,7 25,7 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 0,2 - 0,2 Auswirkungen von Plankürzungen oder -abgeltungen 0,0 0,0 Zinsaufwand (+) / -ertrag (-) 17,4 - 2,2 15,2 42,9 - 2,2 40,7 Neubewertung (OCI - direkte Erfassung in den Gewinnrücklagen) Gewinne (-) und Verluste (+) aus tatsächlichen Planerträgen - 2,3 - 2,3 Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Änderung demografischer Annahmen - 0,5 - 0,5 Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen - 39,0 - 39,0 Erfahrungsbedingte Gewinne (-) und Verluste (+) - 4,3 - 4,3 -43,8 - 2,3 - 46,1 Pensionszahlungen, Beiträge, Veränderung Konsolidierungskreis u. a. Veränderung Konsolidierungskreis u. a. 0,0 0,0 0,0 Währungsumrechnung - 0,4 0,2 - 0,2 Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen 0,0 - 9,9 - 9,9 Arbeitnehmerbeiträge zum Planvermögen 0,3 - 0,3 0,0 Pensionszahlungen - 34,3 8,1 - 26,2 - 34,4 - 1,9 - 36,3 28. Februar 2018 905,9 - 125,1 780,8 TABELLE 089 Aufwand für betriebliche Altersversorgung Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sowie nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Auswirkungen aus Plankürzungen oder -abgeltungen sind im Personalaufwand enthalten. Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Neubewertung Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Neubewertung der Pensionsverpflichtung belief sich auf - 46,1 (14,6) Mio. € und resultierte aus der Anpassung des Diskontierungssatzes von 1,90 % auf 2,20 % für wesentliche Pensionspläne sowie erfahrungsbedingten Anpassungen. Auch im Vorjahr resultierte die Veränderung insbesondere aus der Anpassung des Abzinsungssatzes sowie erfahrungsbedingten Anpassungen. Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen bei der Bewertung der Versorgungsverpflichtungen insbesondere die Entwicklung der Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Fluktuation der Mitarbeiter sowie biometrische Daten wie Invaliditäts- und Todesfälle. Annahmen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens der wesentlichen Pensionspläne wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt: scroll in % 28. Februar 2018 2017 Abzinsungssatz 2,20 1,90 Gehaltssteigerung 2,50 2,50 Rentensteigerung 1,50 1,50 TABELLE 090 Bei der Ermittlung der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen in der Eurozone kamen insgesamt Zinssätze zwischen 1,70 und 2,40 (1,60 und 2,10) % zur Anwendung. Diese Zinssätze basieren auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlichen gewichteten Duration der Verpflichtungen entspricht. Die Anwendung unterschiedlicher Zinssätze berücksichtigt die abweichenden Durationen von Plänen. Für Pläne mit überwiegendem Rentnerbestand (Duration um zehn Jahre) wurden 1,70 (1,60) %, für Pläne mit einem Mischbestand von aktiven Mitarbeitern und Rentnern (Duration um 17 Jahre) wurden 2,20 (1,90 %) und für Pläne mit weitgehendem Bestand an aktiven Mitarbeitern (Duration um 25 Jahre) wurden 2,40 (2,10) % zugrunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden jeweils die länderspezifischen anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln - wie in Deutschland die Richttafeln Heubeck 2005 G - verwendet. Sensitivitätsanalyse Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben. Mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. scroll 28. Februar 2018 2017 Mio. € Veränderung der versicherungsmathematischen Annahme Leistungsorientierte Verpflichtung + / - Leistungsorientierte Verpflichtung + / - Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen 905,9 941,2 Abzinsungssatz Erhöhung um 0,50 Prozentpunkte 838,3 - 7,5 % 868,9 - 7,7 % Verringerung um 0,50 Prozentpunkte 983,8 8,6 % 1.024,1 8,8 % Gehaltssteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 918,5 1,4 % 953,6 1,3 % Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 894,5 - 1,3 % 929,2 - 1,3 % Rentensteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 929,1 2,6 % 965,9 2,6 % Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 883,8 - 2,4 % 917,4 - 2,5 % Lebenserwartung Zunahme um ein Jahr 941,0 3,9 % 978,1 3,9 % Abnahme um ein Jahr 870,6 - 3,9 % 904,1 - 3,9 % TABELLE 091 Planvermögen Das prinzipielle Anlageziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Versorgungszusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Daher besteht das Planvermögen überwiegend aus Schuldverschreibungen, deren Risikostruktur langfristig die Erfüllung der Verpflichtungen gewährleistet. Daneben sind Eigenkapitaltitel und Versicherungsverträge sowie in geringem Umfang Immobilienanteile enthalten. Im Fall der Schuldverschreibungen orientieren sich die Renditeerwartungen an Staatsanleihen. Im Fall von Versicherungsverträgen wird mit einer garantierten Mindestverzinsung gerechnet. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbst genutzte Immobilien. Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorien investiert. Bei der Ermittlung der Zeitwerte des Planvermögens sind für die folgenden Vermögenskategorien im angegebenen Umfang Marktpreisnotierungen in aktiven Märkten zugrunde gelegt worden: scroll 28. Februar 2018 2017 Mio. € Zeitwerte davon Marktpreisnotierungen in aktiven Märkten Zeitwerte davon Marktpreisnotierungen in aktiven Märkten Schuldverschreibungen 52,5 52,5 53,6 53,6 Eigenkapitaltitel 17,3 17,3 15,9 15,9 Immobilienfonds 0,7 0,0 0,6 0,0 Versicherungsverträge 50,7 0,7 44,3 0,7 Sonstiges 3,9 3,4 4,3 3,7 Gesamt 125,1 73,9 118,7 73,9 Risiken Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die Südzucker-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko und dem Langlebigkeitsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen, wie Lohn- und Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter und Fluktuation. Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Veranlagungsrisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Fremdwährungsschwankungen und Änderungen in Inflationsraten. Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungssatzes liegt, erhöht sich die Nettoverpflichtung aus den Pensionsplänen. Die Höhe der Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch die positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden kann. Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen könnten, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen. Duration und künftige Zahlungen Die durchschnittliche gewichtete Duration des Anwartschaftsbarwerts sämtlicher leistungsorientierten Verpflichtungen beträgt 16,1 (16,6) Jahre. Im Geschäftsjahr 2018/19 werden Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen in Höhe von 3,3 (3,0) Mio. € erwartet. In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Abfertigungszahlungen in nachstehender Höhe erwartet: Künftige Pensions- und Abfertigungszahlungen scroll Mio. € 2018/19 37,2 2019/20 35,7 2020/21 35,9 2021/22 39,3 2022/23 41,2 2023/24 bis 2027/28 206,2 Gesamt 395,5 TABELLE 093 (28) Sonstige Rückstellungen scroll Mio. € 28. Februar 2018 Kurzfristig Langfristig 2017 Kurzfristig Personalbezogene Rückstellungen 86,3 24,4 61,9 84,7 19,5 Prozesse und Risikovorsorge 179,6 173,7 5,9 169,2 163,1 Übrige Rückstellungen 74,5 51,8 22,7 71,0 50,6 Gesamt 340,4 249,9 90,5 324,9 233,2 scroll Mio. € Langfristig Personalbezogene Rückstellungen 65,2 Prozesse und Risikovorsorge 6,1 Übrige Rückstellungen 20,4 Gesamt 91,7 TABELLE 094 Die Erfassung der sonstigen Rückstellungen als kurz- oder langfristig, wie in vorstehender Tabelle dargestellt, gibt eine Indikation, ob die Inanspruchnahme im Geschäftsjahr 2018/19 oder in den Folgejahren erwartet wird. Während der Berichtsperiode haben sich die sonstigen Rückstellungen wie folgt entwickelt: scroll Mio. € Personalbezogene Rückstellungen Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge Übrige Rückstellungen Gesamt 1. März 2017 84,7 169,2 71,0 324,9 Veränderung Kons.-Kreis / sonstige Veränderungen 0,2 - 0,1 - 0,2 - 0,1 Währung - 0,1 0,0 0,2 0,1 Zuführungen und Aufzinsungen 33,8 13,0 34,7 81,5 Inanspruchnahme - 25,9 - 1,2 - 26,5 - 53,6 Auflösungen - 6,4 - 1,3 - 4,7 - 12,4 28. Februar 2018 86,3 179,6 74,5 340,4 TABELLE 095 Personalbezogene Rückstellungen Die personalbezogenen Rückstellungen von 86,3 Mio. € setzten sich im Wesentlichen aus überwiegend langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen und Rückstellungen für Altersteilzeit sowie überwiegend kurzfristigen Rückstellungen für Sozialpläne zusammen. Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge Die Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge von 179,6 Mio. € beinhalten Rückstellungen für Marktordnungsverfahren, Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen und Kartellrechtsrisiken (Bußgelder und Schadensersatz). Übrige Rückstellungen Die übrigen Rückstellungen in Höhe von 74,5 Mio. € betreffen im Wesentlichen die mehrheitlich langfristigen Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen sowie lang- und kurzfristige Rückstellungen für Rekultivierungs- und Umweltverpflichtungen, die überwiegend im Zusammenhang mit der Zuckerproduktion stehen, sowie kurzfristige Rückstellungen für den entgeltlichen Erwerb von Emissionszertifikaten. Die Zuführungen betrafen die zuvor erläuterten Sachverhalte. Die Inanspruchnahme entfiel unter anderem auf ein Umsatzsteuerverfahren bei AGRANA Zucker in Rumänien. Zuführungen und Aufzinsungen Die Zuführungen umfassen die Bildung neuer sowie die Anpassung bestehender Rückstellungen, die erfolgswirksam in den einschlägigen operativen Aufwandsarten erfasst werden. Daneben ist auch die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen enthalten, die im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen betrifft. Die Aufzinsungen sind im Zinsaufwand innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen und beliefen sich auf 0,9 (0,8) Mio. €. (29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28. Februar 2018 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2017 bis 1 Jahr über 1 Jahr Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 356,8 356,8 0,0 441,9 441,9 0,0 Verbindlichkeiten aus übrigen Lieferungen und Leistungen 588,8 588,8 0,0 475,0 475,0 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 945,6 945,6 0,0 916,9 916,9 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 0,0 0,0 0,0 19,4 19,4 0,0 Negative Marktwerte Derivate 22,6 22,6 0,0 46,0 46,0 0,0 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 185,2 170,5 14,7 169,8 146,3 23,5 Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen 126,8 125,9 0,9 116,2 115,2 1,0 Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit 45,5 45,5 0,0 50,3 50,3 0,0 Übrige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 18,9 18,9 0,0 9,8 9,8 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 399,0 383,4 15,6 411,5 387,0 24,5 TABELLE 096 Trotz der gestiegenen Erntemenge gingen die Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern von 441,9 Mio. € auf 356,8 Mio. € zurück, da infolge der zur Zuckerkampagne 2017 ausgelaufenen Regelungen zu Rübenmindestpreis und Zuckerquote die geleisteten Anzahlungen im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gestiegen sind. Während in Vorjahren die Anzahlungen nur Quotenrüben betrafen, wurden im Geschäftsjahr 2017/18 Anzahlungen auf die gesamte Rübenmenge geleistet. Die Verbindlichkeiten aus übrigen Lieferungen und Leistungen von 588,8 (475,0) Mio. € sind infolge der längeren Kampagne, die bis Februar 2018 dauerte, gestiegen. Mit dem Wegfall der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Zuckerquote am 1. Oktober 2017 ist für die Zuckerkampagne 2017 auch die Erhebung einer Produktionsabgabe durch die EU entfallen. Die Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen in Höhe von 126,8 (116,2) Mio. € beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Tantiemen, Prämien, Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben. Unter den übrigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 18,9 (9,8) Mio. € sind im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen erfasst. (30) Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden) scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28. Februar 2018 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2017 bis 1 Jahr über 1 Jahr Anleihen 1.192,9 399,9 793,0 697,1 0,0 697,1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 377,1 53,6 323,5 437,9 220,6 217,3 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2,6 2,4 0,2 3,3 0,5 2,8 Finanzverbindlichkeiten 1.572,6 455,9 1.116,7 1.138,3 221,1 917,2 Wertpapiere (langfristige Vermögenswerte) - 18,7 - 18,8 Wertpapiere (kurzfristige Vermögenswerte) - 125,7 - 125,7 Flüssige Mittel - 585,2 - 580,8 Wertpapiere und flüssige Mittel - 729,6 - 725,3 Nettofinanzschulden 843,0 413,0 TABELLE 097 Von den Finanzschulden in Höhe von 1.572,6 Mio. € stehen der Südzucker-Gruppe 1.116,7 Mio. € bzw. 71,0 % langfristig zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt: scroll Mio. € 2017/18 2016/17 1. März 1.138,3 1.158,4 Zahlungswirksame Veränderung 427,4 - 25,8 Zahlungsunwirksame Veränderung 6,9 5,7 Erstkonsolidierung 8,7 4,1 Entkonsolidierung 0,0 0,0 Bewertungseffekte - 1,8 1,6 28. Februar 1.572,6 1.138,3 TABELLE 098 Finanzmanagement Die Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment-Grade-Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsinstrumenten sicherstellt. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und die Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Finanzinstrumenten: Hybrid-Anleihe, Anleihen, Commercial Paper, Schuldscheindarlehen und syndizierte bzw. bilaterale Bankkreditlinien. Die Anleihen werden durch die niederländische Finanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V. begeben und konzernweit verwendet. Die Finanzierung von Akquisitionen und Investitionen wird unter Berücksichtigung der für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Finanzrelationen vorgenommen. Zur unterjährigen Finanzierung der der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden durch die Nutzung des Commercial-Paper-Programms mit einem Volumen von 600 Mio. € bzw. einer syndizierten Kreditlinie von 600 Mio. € von Südzucker sowie über syndizierte Kreditlinien von 450 Mio. € des AGRANA-Teilkonzerns gewährleistet. Daneben stehen der Unternehmensgruppe bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung. Südzucker finanziert sich derzeit im Wesentlichen durch die folgenden Finanzinstrumente: Hybrid-Anleihe Die Südzucker International Finance B.V. emittierte im Juli und August 2005 eine unendliche, nachrangige Hybrid-Anleihe im Volumen von 700 Mio. €. Seit dem 30. Juni 2015 kann die Anleihe durch Südzucker gekündigt und vorzeitig zum Nennwert zurückgezahlt werden (Schuldnerkündigungsrecht). Die Anleihe kann lediglich vollständig, aber nicht in Teilbeträgen gekündigt werden. Das Kündigungsrecht steht unter der Bedingung, dass Südzucker innerhalb von zwölf Monaten vor dem Wirksamwerden der Kündigung gleichrangige Wertpapiere und / oder nachrangige Wertpapiere mit ähnlicher Ausstattung ausgegeben hat, mit einem Ausgabeerlös in Höhe der aus der Kündigung der Hybrid-Anleihe zahlbaren Beträge (gemäß § 6 Abs. 5 und 6 der Anleihebedingungen). Die Voraussetzungen zur Kündigung und Rückzahlung der Anleihe durch Südzucker sind derzeit nicht erfüllt. Die Hybrid-Anleihe verzinst sich variabel mit dem Angebotssatz im Interbankenmarkt der Eurozone für Drei-Monats-Einlagen zuzüglich 3,10 % (3-Monats-Euribor plus 3,10 % p. a.). Die Couponzahlungen sind vierteljährlich jeweils nachträglich fällig. Für die nachstehenden Zeiträume wurden folgende Vergütungssätze festgesetzt: scroll Für die Zeit vom bis (ausschließlich) Tage Vergütungssatz p. a. 31.03.2016 30.06.2016 91 2,858 % 30.06.2016 30.09.2016 92 2,819 % 30.09.2016 30.12.2016 91 2,798 % 30.12.2016 31.03.2017 91 2,781 % 31.03.2017 30.06.2017 91 2,770 % 30.06.2017 29.09.2017 91 2,769 % 29.09.2017 29.12.2017 91 2,771 % 29.12.2017 29.03.2018 90 2,771 % 29.03.2018 29.06.2018 92 2,771 % TABELLE 099 Ferner sehen die Anleihebedingungen vor, dass Südzucker im Fall eines Dividenden-Ereignisses die Option zur Aufschiebung der Zinscouponzahlungen hat. Eine optionale (freiwillige) Couponaussetzung kann eintreten, falls auf der letzten Hauptversammlung keine Dividende für Aktien der Südzucker AG beschlossen wurde. Bei einem Cashflow-Ereignis ist Südzucker verpflichtet, die Zinscouponzahlung ausfallen zu lassen. Eine zwingende Couponaussetzung kann eintreten, sofern der konsolidierte Cashflow 5 % der konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns unterschreitet. Zum 28. Februar 2018 erreichte der Cashflow mit 692,5 (634,0) Mio. € 9,9 (9,8) % des konsolidierten Umsatzes von 6.982,9 (6.476,0) Mio. €. Die Nachranganleihe wird von den Ratingagenturen Moody's zu 75 % und Standard & Poor's zu 50 % als Eigenkapital bewertet und verbessert dadurch die kreditratingrelevanten Verschuldungskennziffern des Konzerns. Die Nachranganleihe ist gemäß IFRS voll als Eigenkapital auszuweisen - vergleiche auch Erläuterungen zu Ziffer (26) "Eigenkapital" Anleihe 2011/2018 Am 22. März 2011 hat die Südzucker International Finance B.V. eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 400 Mio. € und einem Coupon von 4,125 % emittiert. Die Anleihe ist von der Südzucker AG garantiert und hat eine Laufzeit von sieben Jahren; sie wurde am 29. März 2018 zurückgezahlt. Anleihe 2016/2023 Am 22. November 2016 hat die Südzucker International Finance B.V. eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300 Mio. € und einem Coupon von 1,25 % emittiert. Die Anleihe ist von der Südzucker AG garantiert und hat eine Laufzeit von sieben Jahren bis 29. November 2023. Anleihe 2017/2025 Am 21. November 2017 hat die Südzucker International Finance B.V. eine Anleihe mit einem Nominalwert von 500 Mio. € und einem Coupon von 1,00 % emittiert. Die Anleihe ist von der Südzucker AG garantiert und hat eine Laufzeit von acht Jahren bis 28. November 2025. Weitere Informationen zu den vorgenannten Anleihen stehen auf der Südzucker-Website unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Anleihen/ zur Verfügung. Commercial-Paper-Programm Das Commercial-Paper-Programm (CP-Programm) dient der kurzfristigen Finanzierung am Kapitalmarkt. Investoren in CPs sind überwiegend institutionelle Anleger. Das CP-Programm von Südzucker im Rahmen von insgesamt 600 Mio. € ermöglicht es, kurzfristige Schuldverschreibungen je nach Bedarf und Marktlage zu begeben. Am 28. Februar 2018 bzw. 2017 waren keine CPs ausstehend. scroll Mio. € 28. Februar 2018 Fälligkeit Zinssatz Buchwert Marktwert Nominalwert Anleihe 2011/2018 29.03.2018 4,125 % 399,9 401,2 400,0 Anleihe 2016/2023 29.11.2023 1,250 % 298,1 306,3 300,0 Anleihe 2017/2025 28.11.2025 1,000 % 494,9 488,8 500,0 Anleihen 1.192,9 1.196,3 1.200,0 scroll Mio. € 28. Februar 2017 Fälligkeit Zinssatz Buchwert Marktwert Nominalwert Anleihe 2011/2018 29.03.2018 4,125 % 399,3 417,9 400,0 Anleihe 2016/2023 29.11.2023 1,250 % 297,8 308,9 300,0 Anleihen 697,1 726,8 700,0 TABELLE 100 Die gesamten Anleihen mit einem Buchwert von 1.192,9 (697,1) Mio. € waren festverzinslich. Moody's bestätigte am 2. Juni 2017 das Unternehmens- und Anleihe-Rating von Baa2 und den stabilen Ausblick. Am 5. April 2018 wurde dieses Rating bestätigt und der Ausblick auf negativ geändert. Die nachrangige Hybrid-Anleihe bewertet Moody's unverändert zu 75 % als Eigenkapital. S&P hat das langfristige Unternehmensrating am 23. Juni 2017 von BBB- auf BBB bei stabilem Ausblick hochgestuft. Am 23. November 2017 wurde die am 21. November 2017 platzierte 500-Mio.-€-Anleihe ebenfalls mit BBB bewertet. Die nachrangige Hybrid-Anleihe wird zu 50 % als Eigenkapital eingestuft. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich auf 377,1 (437,9) Mio. €. Von den festverzinslichen Bankverbindlichkeiten von 354,9 (287,4) Mio. € stehen 318,0 (210,1) Mio. € langfristig zur Verfügung. Die variabel verzinslichen Darlehen wurden auf 22,2 (150,5) Mio. € reduziert. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3,9 (3,2) Mio. € durch Grundpfandrechte bzw. in Höhe von 7,8 (7,8) Mio. € durch sonstige Pfandrechte gesichert. scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28. Februar 2018 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2017 bis 1 Jahr über 1 Jahr Fester Zinssatz EUR 354,7 36,7 318,0 287,3 77,2 210,1 ARS 0,2 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 EGP 0,0 0,0 0,0 0,1 0,1 0,0 Summe 354,9 36,9 318,0 287,4 77,3 210,1 Variabler Zinssatz EUR 15,0 9,5 5,5 127,7 120,6 7,1 ARS 0,1 0,0 0,1 1,3 1,2 0,1 EGP 0,2 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 HUF 2,4 2,4 0,0 6,2 6,2 0,0 INR 0,3 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 KRW 2,3 2,3 0,0 3,0 3,0 0,0 USD 2,0 2,0 0,0 12,3 12,3 0,0 Summe 22,2 16,7 5,5 150,5 143,3 7,2 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 377,1 53,6 323,5 437,9 220,6 217,3 scroll Mio. € Durchschnittlicher Effektivzinssatz in % 28. Februar 2017/18 2016/17 Fester Zinssatz EUR 1,20 1,38 ARS 28,75 - EGP - - Summe 1,21 1,38 Variabler Zinssatz EUR 1,51 1,16 ARS 32,27 20,13 EGP 8,50 - HUF 2,00 1,70 INR 9,75 - KRW 3,17 2,87 USD 2,25 1,67 Summe 2,10 1,33 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,27 1,36 TABELLE 101 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Schuldscheindarlehen in Höhe von 42,5 Mio. € mit Fälligkeiten ab 2019 bis 2022. Südzucker steht eine revolvierende Kreditfazilität über 600 Mio. € zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und als Back-up-Kreditlinie für das CP-Programm zur Verfügung. Die syndizierte Kreditlinie hat eine Laufzeit bis 2020. Die Kreditlinie ist mit einem Bankenkonsortium von 17 Banken, die den Kernbankenkreis der Südzucker-Gruppe bilden, vereinbart. Neben der Südzucker AG kann die CropEnergies AG als alternativer Kreditnehmer diese Kreditlinie bis zu einem Betrag von 100 Mio. € nutzen. Wie im Vorjahr wurde die Kreditlinie zum 28. Februar 2018 nicht in Anspruch genommen. AGRANA kann syndizierte Kreditfazilitäten über 300 bzw. 150 Mio. € zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung nutzen. Diese syndizierten Kreditlinien haben Laufzeiten bis 2019 bzw. 2020; der Kreditrahmen wird von fünf Banken zur Verfügung gestellt. Diese Kreditlinien wurden zum 28. Februar 2018 bzw. 2017 nicht in Anspruch genommen. Wertpapiere und flüssige Mittel Die Anlagen in Wertpapieren von insgesamt 144,4 (144,5) Mio. € erfolgten überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN (31) Risikomanagement in der Südzucker-Gruppe Der Konzern unterliegt Kreditrisiken (Ausfall- und Bonitätsrisiken) sowie Liquiditätsrisiken. Daneben ist die Südzucker-Gruppe in vielfältiger Weise auch Marktpreisrisiken ausgesetzt. Im operativen Bereich betrifft dies im Wesentlichen die Commoditypreisrisiken aus Zucker- und Bioethanolabsatz, Energie-, Getreide- und Maiseinkäufen sowie das mit Absatz und Beschaffung verbundene Währungsrisiko. Im Finanzbereich bestehen analoge Preisrisiken im Bereich Zins und Wechselkurs. Die Wertpapieranlagen, die einem Kursrisiko unterliegen, sind in der Südzucker-Gruppe unwesentlich. Zum Umgang mit diesen Risiken wurde das nachfolgend beschriebene Kreditrisikomanagement, Liquiditätsmanagement und Preisrisikomanagement konzernweit implementiert. Kreditrisikomanagement Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Südzucker-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Einzelhandel. Überfällige oder uneinbringliche Forderungen können den Erfolg der Südzucker-Gruppe beeinträchtigen. Südzucker hat Risikofrüherkennungssysteme eingerichtet, die drohende Forderungsausfälle frühzeitig signalisieren. Die Grundsätze des Kreditrisikomanagements in der Südzucker-Gruppe sind: ― Bonitätsprüfung der potenziellen Neukunden sowie laufende Bonitätsprüfung bestehender Kunden ― Abschluss von Warenkreditversicherungen pro Kunde im Rahmen eines internationalen Kreditversicherungsprogramms, die ggf. um zusätzliche Sicherheiten wie Bankgarantien bzw. Akkreditive ergänzt werden ― Systemgestützte Kreditlimit-Prüfungen bei jeder Bestellung in den operativen Systemen ― Standardisiertes Mahnwesen Jede operative Einheit ist verantwortlich für die Umsetzung und Überwachung der entsprechenden Prozesse. Daneben wird von den operativen Einheiten monatlich ein Kreditrisikobericht erstellt und auf Konzernebene verdichtet. Dabei wird die Entwicklung einheitlicher Kennzahlen wie Day Sales Outstanding (DSO), Altersstruktur der Forderungen oder Art der Kreditbesicherung im Rahmen des Kreditrisikomonitorings verfolgt. Für verbleibende Restrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden die Wertansätze von Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Das Kreditrisiko der jeweils offenen Gesamtforderungen beläuft sich im Wesentlichen auf den Selbstbehalt im Rahmen der abgeschlossenen Warenkreditversicherungen, der regelmäßig 10 % beträgt. Die Buchwerte der überfälligen sowie der wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Ziffer (25) des Anhangs angegeben. Das maximale Kreditrisiko der sonstigen Vermögenswerte entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung von Südzucker nicht wesentlich. Bedeutende Risikokonzentrationen sind nicht gegeben. Im Finanzbereich bestehen im Wesentlichen bei der Anlage von Liquiditätsüberschüssen Kontrahentenrisiken. Das Hauptkriterium für die Auswahl einer Bank als Geschäftspartner ist hier insbesondere deren Short-Term-Deposit-Rating in Verbindung mit ihrem Langfrist-Rating, das regelmäßig überprüft wird. Liquiditätsmanagement Wesentliche Ziele des Liquiditätsmanagements sind die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, die rechtzeitige Erfüllung vertraglicher Zahlungsverpflichtungen sowie die Kostenoptimierung in der Südzucker-Gruppe. Im Rahmen des Cash- und Liquiditätsmanagements stellt die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland / Niederlande, die am Kapitalmarkt aufgenommenen Mittel den Konzernunternehmen zur Verfügung. Daneben bestehen Cashpools in nationalen Shared-Treasury-Centern. Die Liquiditätsplanung ist in die Unternehmensplanung integriert und berücksichtigt die aufgrund der Zuckerkampagne besonderen saisonalen Finanzierungserfordernisse. Die Liquiditätsplanung des Budgetjahres erfolgt auf Monatsbasis. Unterjährig wird die Planung durch drei Forecast-Planungen aktualisiert. Die strategische Finanzplanung erfolgt auf der Grundlage der Fünf-Jahres-Planung. Die saisonalen Liquiditätserfordernisse werden durch Tages- bzw. Termingeldaufnahmen oder die Ausgabe von Commercial Papers kurzfristig finanziert. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Südzucker-Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von syndizierten und bilateralen Kreditlinien, Wertpapieren und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten. Die langfristige Fremdkapitalfinanzierung erfolgt im Wesentlichen durch die Begebung von Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen. Hinsichtlich der Einzelheiten zu den von Südzucker eingesetzten Finanzinstrumenten verweisen wir auf Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" in diesem Anhang. Die nachstehende Übersicht zeigt die Fälligkeit der finanziellen Verbindlichkeiten per 28. Februar 2018. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind nicht diskontiert und umfassen Zins- und Tilgungszahlungen. scroll Vertraglich vereinbarte Zahlungsmittelabflüsse Mio. € Buchwert Gesamt bis 1 Jahr >1 bis 2 Jahre >2 bis 3 Jahre >3 bis 4 Jahre 28. Februar 2018 Finanzverbindlichkeiten Anleihen 1.192,9 1.269,0 425,3 8,8 8,8 8,8 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 377,1 389,9 57,7 81,7 37,0 37,3 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 2,6 2,7 2,5 0,2 0,0 0,0 1.572,6 1.661,6 485,5 90,6 45,8 46,1 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 356,8 356,8 356,8 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 588,8 588,8 588,8 0,0 0,0 0,0 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 185,2 185,2 170,5 14,7 0,0 0,0 Währungstermingeschäfte Auszahlungen 3,2 546,3 530,8 3,4 0,4 11,7 Währungstermingeschäfte Einzahlungen - - 528,4 - 527,4 - 0,4 - 0,3 - 0,3 Zinsswaps Auszahlungen 2,5 3,8 2,0 1,2 0,3 0,3 Zinsswaps Einzahlungen - 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Commodityderivate 16,9 16,9 16,9 0,0 0,0 0,0 1.153,4 1.169,4 1.138,4 18,9 0,4 11,7 2.726,0 2.831,0 1.623,9 109,5 46,2 57,8 scroll Vertraglich vereinbarte Zahlungsmittelabflüsse Mio. € >4 bis 5 Jahre über 5 Jahre 28. Februar 2018 Finanzverbindlichkeiten Anleihen 8,8 808,8 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 140,7 35,4 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,0 0,0 149,4 844,2 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 0,0 Währungstermingeschäfte Auszahlungen 0,0 0,0 Währungstermingeschäfte Einzahlungen 0,0 0,0 Zinsswaps Auszahlungen 0,0 0,0 Zinsswaps Einzahlungen 0,0 0,0 Commodityderivate 0,0 0,0 0,0 0,0 149,4 844,2 scroll Vertraglich vereinbarte Zahlungsmittelabflüsse Mio. € Buchwert Gesamt bis 1 Jahr >1 bis 2 Jahre >2 bis 3 Jahre >3 bis 4 Jahre 28. Februar 2017 Finanzverbindlichkeiten Anleihen 697,1 755,5 20,3 420,3 3,8 3,8 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 437,9 449,8 224,5 40,8 77,6 30,5 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 3,3 3,6 0,6 2,6 0,4 0,0 1.138,3 1.208,9 245,3 463,7 81,8 34,3 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 441,9 441,9 441,9 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus übrigen Lieferungen und Leistungen 475,0 475,0 475,0 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 19,4 19,4 19,4 0,0 0,0 0,0 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 169,8 169,8 146,3 23,5 0,0 0,0 Währungstermingeschäfte Auszahlungen 22,0 945,9 903,6 26,3 3,5 0,4 Währungstermingeschäfte Einzahlungen - - 922,9 - 881,4 - 26,1 - 3,4 - 0,3 Zinsswaps Auszahlungen 4,1 4,3 1,7 1,7 0,9 0,0 Zinsswaps Einzahlungen - 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Commodityderivate 19,9 19,9 19,9 0,0 0,0 0,0 1.152,1 1.153,3 1.126,4 25,4 1,0 0,1 2.290,4 2.362,2 1.371,7 489,1 82,8 34,4 scroll Vertraglich vereinbarte Zahlungsmittelabflüsse Mio. € >4 bis 5 Jahre über 5 Jahre 28. Februar 2017 Finanzverbindlichkeiten Anleihen 3,8 303,8 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31,1 45,3 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,0 0,0 34,9 349,1 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus übrigen Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 0,0 0,0 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 0,0 Währungstermingeschäfte Auszahlungen 12,1 0,0 Währungstermingeschäfte Einzahlungen - 11,7 0,0 Zinsswaps Auszahlungen 0,0 0,0 Zinsswaps Einzahlungen 0,0 0,0 Commodityderivate 0,0 0,0 0,4 0,0 35,3 349,1 TABELLE 102 Die nicht diskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Annahme, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten zum frühesten Fälligkeitstermin erfolgt. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze. Preisrisikomanagement Das Preisrisikomanagement umfasst die Bereiche Währung, Zins und Commoditypreise. Bei den nachfolgenden Ausführungen werden Risiko- und Managementdetails bezüglich der drei genannten Teilbereiche weiter ausgeführt. Währungsrisiko Währungsrisiken bestehen aufgrund der weltweiten Ausrichtung des Südzucker-Konzerns, womit sowohl das operative Geschäft als auch das Finanzergebnis und die Zahlungsströme mit Risiken aus Wechselkursschwankungen behaftet sind. Die Kursrelationen mit wesentlichem Einfluss resultieren aus US-Dollar, britischem Pfund, polnischem Zloty, moldauischem Leu bzw. argentinischem Peso gegenüber dem Euro sowie chilenischem bzw. mexikanischem Peso und brasilianischem Real gegenüber dem US-Dollar. Das Währungsrisiko entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse oder Material- bzw. Wareneinsatz abweichend von der lokalen Währung (funktionale Währung) anfallen. Im Finanzergebnis resultiert das Währungsrisiko überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. Währungsrisikomanagement Ziel des Währungsrisikomanagements ist die Reduktion der Wechselkursrisiken. Über Art und Umfang der operativen Währungsabsicherung entscheiden die Geschäftsbereiche und Divisionen in Abstimmung mit der zentralen Finanzabteilung. Zur Absicherung der operativen Wechselkursrisiken werden Derivate in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Im Finanzbereich kommen auch Cross-Currency-Swaps zum Einsatz. Sensitivitätsanalyse Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse gibt an, welche Auswirkungen sich auf das Konzernergebnis bzw. Konzerneigenkapital vor Steuern ergeben hätten, wenn zum Bilanzstichtag bestehende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit abweichenden Wechselkursen umzurechnen gewesen wären. Dabei entspricht das Währungs-Exposure dem Nettobetrag der finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten, die Währungsrisiken ausgesetzt sind. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Finanzierungstätigkeit zusammen und schließen konzerninterne Salden ein. Bestehende Währungssicherungen werden bei der Betrachtung nicht berücksichtigt, sofern sie nicht einer Forderung oder Verbindlichkeit exakt zugeordnet sind. Ein negativer Betrag bedeutet, dass ein Überhang an Verbindlichkeiten besteht. Bei der Sensitivität wird unterstellt, dass die Währungen gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung zum 28. Februar 2018 um + 10 % abgewertet bzw. - 10 % aufgewertet hätten. Nachstehend sind das Währungs-Exposure und die hypothetische Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern als Ertrag (+) bzw. Aufwand (-) dargestellt. scroll Mio. € Exposure Sensitivität (+) Sensitivität (-) 28. Februar 2018 2017 2018 2017 2018 2017 USD 114,2 5,3 - 10,4 - 0,5 12,7 0,6 GBP 42,4 14,7 - 3,9 - 1,3 4,7 1,6 PLN 0,9 35,7 - 0,1 - 3,2 0,1 4,0 CAD 2,0 2,0 - 0,2 - 0,2 0,2 0,2 HUF - 2,4 6,8 0,2 - 0,6 - 0,3 0,8 Übrige Währungen - 72,1 - 74,7 6,6 6,8 - 8,0 - 8,3 TABELLE 103 Das Währungs-Exposure aus übrigen Währungen betrifft Euro-Forderungen bzw. -Verbindlichkeiten von Konzerngesellschaften in Ländern mit abweichender funktionaler Währung. In USA und Polen werden langfristige konzerninterne Euro-Darlehen in Höhe von 334,1 (99,1) Mio. € gewährt, die als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifiziert sind, weshalb die daraus resultierenden Währungsschwankungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar bzw. polnischen Zloty um 10 % abgewertet bzw. aufgewertet hätte, hätte sich das Eigenkapital vor Steuern um 30,4 (9,0) Mio. € erhöht bzw. um 37,1 (11,0) Mio. € verringert. Zinsrisiko Aus variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten bzw. Geldanlagen ist Südzucker Zinsrisiken ausgesetzt. Diese Zinsänderungsrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus kampagnetypischen Liquiditätsschwankungen oder bestehenden bzw. geplanten variabel verzinslichen Kreditaufnahmen. Zinsrisikomanagement Südzucker nutzt eine auf den Liquiditätsbedarf optimierte Finanzierungsstruktur; diese beinhaltet zur Minimierung des Zinsänderungsrisikos auch Finanzinstrumente mit einer Zinsfestschreibung. Details hierzu können dem Kapitel (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" entnommen werden. Daneben werden in begrenztem Umfang derivative Instrumente wie Zinsswaps zum Zinsrisikomanagement eingesetzt. Sensitivitätsanalyse Anleihen und langfristige Bankschulden sind überwiegend mit fester Verzinsung vereinbart. Wäre das Marktzinsniveau um einen halben Prozentpunkt angestiegen, hätte dies, bezogen auf die am 28. Februar 2018 variabel verzinslichen Finanzinstrumente und ohne Berücksichtigung von abgeschlossenen Zinsswaps, zu nachfolgender Erhöhung des Zinsaufwands geführt: scroll Zinssensitivität 2017/18 2016/17 Mio. € Gesamt davon variabel verzinslich Effekt aus Zinssensitivität Gesamt davon variabel verzinslich Effekt aus Zinssensitivität Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 377,1 22,2 - 0,1 437,9 150,5 - 0,8 TABELLE 104 Ein Rückgang des Marktzinsniveaus um einen halben Prozentpunkt hätte eine vergleichbare Reduzierung des Zinsaufwands zur Folge gehabt. Risiken aus Commoditypreisen Südzucker ist im operativen Bereich aufgrund volatiler Preise der Commoditymärkte wesentlichen Preisrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite ausgesetzt, die insbesondere Änderungen des Zuckerweltmarktpreises, der Energie-, Getreide-, Bioethanol- sowie Fruchtpreise betreffen. Management von Commoditypreisrisiken Die Basis eines risikoadäquaten Umgangs mit diesen Risiken ist ein standardisiertes und fortlaufendes Monitoring des Risikoexposures und der Risikoveränderung differenziert nach Produkten. Auf dieser Basis können Entscheidungen zur Risikoabsicherung von den regelmäßig tagenden Risikoausschüssen der Divisionen getroffen werden. Sensitivitätsanalyse Bei der Messung der Risiken werden Sensitivitäten und ein Earnings-at-Risk-Modell verwendet. Im Rahmen der Anwendung des Earnings-at-Risk-Modells ist es das Ziel, die Auswirkung der Marktpreisentwicklung einzelner Risikoträger auf das künftige operative Ergebnis zu bestimmen. Südzucker stellt bei der Berechnung des Earnings-at-Risk-Modells auf eine Haltedauer von einem Monat ab, da innerhalb dieses Zeitraums sämtliche offenen Positionen mit Sicherungsgeschäften geschlossen werden könnten. Entsprechend erfolgt das Risikoberichtswesen monatlich. Als wesentliche Risikoträger wurden in der SüdzuckerGruppe Zuckerverkäufe und -importe einschließlich damit gegebenenfalls verbundener Währungsrisiken, der Verkauf von Bioethanol sowie der Einkauf von Energie und Getreide identifiziert. Weitere Ausführungen erfolgen im nachfolgenden Abschnitt zu derivativen Finanzinstrumenten. Derivative Instrumente zur Absicherung von Preisrisiken Die Südzucker-Gruppe setzt zur Absicherung von Währungs-, Zins- und Commoditypreisrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzbereich in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Die im operativen Bereich eingesetzten Commodityderivate umfassen Zucker-, Weizen-, Mais- und Bioethanolfutures, Weizenoptionen und Ölswaps sowie Währungstermingeschäfte. Zur Sicherung der Risiken im Finanzbereich werden marktübliche Instrumente wie Zinsswaps und Währungstermingeschäfte verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Sowohl die Einhaltung dieser Richtlinien als auch die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft. Das Nominalvolumen und die Marktwerte der derivativen Instrumente stellen sich wie folgt dar: scroll Mio. € Nominalvolumen Positive Marktwerte Negative Marktwerte 28. Februar 2018 2017 2018 2017 2018 2017 Währungstermingeschäfte 544,7 928,8 7,4 3,3 - 3,2 - 22,0 Zinsswaps 118,0 68,0 0,2 0,0 - 2,5 - 4,1 Commodityderivate 203,0 451,4 31,9 29,5 - 16,9 - 19,9 Summe 865,7 1.448,2 39,5 32,8 - 22,6 - 46,0 TABELLE 105 Im Fall von OTC-Derivaten (Zins-, Währungs- und Energiederivate) unterliegt Südzucker bei positiven Marktwerten einem Kreditrisiko. Die Kreditrisiken werden beschränkt, indem Derivate nur mit Banken und Partnern guter Bonität abgeschlossen werden. Aus Derivaten, die an Terminbörsen kontrahiert werden (Zucker-, Weizen-, Mais- und Bioethanolfutures), ergeben sich regelmäßig keine Kreditrisiken. Der Marktwert der am 28. Februar 2018 abgeschlossenen Derivate würde sich bei einer Reduzierung bzw. Erhöhung des Marktzinses um einen halben Prozentpunkt sowie einer Auf- bzw. Abwertung der betrachteten Währungen gegenüber dem Euro um 10 %, einer Reduzierung bzw. Erhöhung der Preise für Weizen, Mais, Öl bzw. Zucker und Bioethanol um jeweils 10 % wie folgt entwickeln (Sensitivität): scroll Mio. € Netto-Marktwerte Sensitivität (+) Sensitivität (-) 28. Februar 2018 2017 2018 2017 2018 2017 Währungstermingeschäfte 4,2 - 18,7 23,1 44,5 - 32,5 - 39,7 Zinsswaps - 2,3 - 4,1 1,5 1,8 - 4,3 - 1,6 Commodityderivate 15,0 9,6 8,9 - 17,4 - 8,9 17,3 Summe 16,9 - 13,2 33,5 28,9 - 45,7 - 24,0 TABELLE 106 Diese entsprechende Veränderung der Marktpreise hätte das Eigenkapital um 13,6 (8,2) Mio. € bzw. um - 19,1 (- 14,4) Mio. € und das Ergebnis vor Ertragsteuern um 19,9 (20,7) Mio. € bzw. um - 26,6 (- 9,6) Mio. € verändert. Weitere Einzelheiten zu den Marktwerten getrennt nach Bewertungskategorie und Bewertungslevel werden unter Ziffer (32) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" gegeben. (32) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten je Bewertungskategorie dar. scroll 28. Februar 2018 2017 Mio. € Bewertungskategorie Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Finanzielle Vermögenswerte Langfristige Wertpapiere Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 18,7 18,7 18,8 18,8 Sonstige Beteiligungen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (zu Anschaffungskosten) 23,0 23,0 23,6 23,6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen 972,1 972,1 880,8 880,8 Forderungen an die EU Kredite und Forderungen 56,2 56,2 0,2 0,2 Übrige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen 65,5 65,5 92,4 92,4 Positive Marktwerte - Derivate zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 4,0 4,0 3,6 3,6 Positive Marktwerte - Derivate, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind Derivate, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 35,5 35,5 29,2 29,2 Wertpapiere Kredite und Forderungen 125,0 125,0 125,0 125,0 Wertpapiere Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0,7 0,7 0,7 0,7 Kurzfristige Wertpapiere 125,7 125,7 125,7 125,7 Flüssige Mittel Kredite und Forderungen 585,2 585,2 580,8 580,8 1.885,9 1.885,9 1.755,1 1.755,1 Finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 1.192,9 1.196,3 697,1 726,8 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 377,1 380,8 437,9 447,7 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing n. a. 2,6 2,6 3,3 3,3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 945,6 945,6 916,9 916,9 Verbindlichkeiten aus Produktionsabgabe Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 0,0 0,0 19,4 19,4 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 185,2 185,2 169,8 169,8 Negative Marktwerte - Derivate zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8,0 8,0 12,6 12,6 Negative Marktwerte - Derivate, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind Derivate, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 14,6 14,6 33,4 33,4 2.726,0 2.733,1 2.290,4 2.329,9 TABELLE 107 Nachfolgend sind die Summen je Bewertungskategorie nach IAS 39 sowie die Nettoergebnisse je Bewertungskategorie angegeben. Summe und Nettoergebnis je Bewertungskategorie nach IAS 39 scroll Mio. € 28. Februar 2018 2017/18 28. Februar 2017 2016/17 Bewertungskategorie Buchwert Beizulegender Zeitwert Nettoergebnis Buchwert Beizulegender Zeitwert Nettoergebnis Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (zu Handelszwecken gehalten) 4,0 4,0 11,4 3,6 3,6 3,4 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 19,4 19,4 0,0 19,5 19,5 0,0 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (zu Anschaffungskosten) 23,0 23,0 3,1 23,6 23,6 3,2 Kredite und Forderungen 1.804,0 1.804,0 9,7 1.679,2 1.679,2 14,7 Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 2.700,8 2.707,9 - 40,6 2.241,1 2.280,6 - 28,7 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (zu Handelszwecken gehalten) 8,0 8,0 - 7,1 12,6 12,6 - 7,1 - - - 23,5 - - - 14,5 TABELLE 108 Die Nettoergebnisse je Bewertungskategorie umfassten Zinsen, Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten. Daneben werden Währungsergebnisse sowie die Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen erfasst. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten" umfasste Zinsaufwendungen in Höhe von 30,0 (28,3) Mio. €. In der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" sind Zinserträge in Höhe von 16,3 (17,1) Mio. € enthalten. Bewertungslevel Für Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unterscheidet man drei Bewertungslevel hinsichtlich der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Auf Bewertungslevel 1 erfolgt die Bewertung auf Basis unangepasster, auf aktiven Märkten verwendeter Marktpreise. Bei Bewertungslevel 2 wird die Bewertung mit Preisen vorgenommen, die aus Marktpreisen, die auf aktiven Märkten verwendet werden, abgeleitet werden. Für Bewertungslevel 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in denen mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist. Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten kommt Bewertungslevel 3 in der Südzucker-Gruppe derzeit nicht zur Anwendung. Für die als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Wertpapiere (Eigenkapitalinstrumente) und sonstigen Beteiligungen des langfristigen Vermögens, für die keine an einem aktiven Markt notierten Werte existieren und für die die beizulegenden Zeitwerte nicht zuverlässig ermittelt werden können, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Bei den sonstigen Beteiligungen handelt es sich um Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen, bei denen auf eine Anteilsbewertung durch Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet wurde, da die Cashflows nicht zuverlässig bestimmbar sind. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen an die EU, der übrigen finanziellen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve ermittelt, was einer Bewertung nach Level 2 entspricht. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen übrigen finanziellen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass aufgrund der kurzen Laufzeit die beizulegenden Zeitwerte den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der börsennotierten Anleihen 2011/2018, 2016/23 und 2017/2025 von insgesamt 1.202,5 (726,8) Mio. € basieren auf der Kursnotierung am letzten Handelstag im Geschäftsjahr. Dies entspricht Bewertungslevel 1. Nachfolgende Finanzinstrumente wurden zu Zeitwerten bilanziert: scroll Mio. € Fair-Value-Hierarchie 28. Februar 2018 Bewertungslevel 1 Bewertungslevel 2 Bewertungslevel 3 2017 Bewertungslevel 1 Wertpapiere - zur Veräußerung verfügbar 19,4 14,9 0,0 4,5 19,5 15,1 Positive Marktwerte - Derivate zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 4,0 0,1 3,9 0,0 3,6 2,3 Positive Marktwerte - Derivate, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind 35,5 31,8 3,7 0,0 29,2 26,6 Positive Marktwerte 39,5 31,9 7,6 0,0 32,8 28,9 Finanzielle Vermögenswerte 58,9 46,8 7,6 4,5 52,3 44,0 Negative Marktwerte - Derivate zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 8,0 2,8 5,2 0,0 12,6 2,2 Negative Marktwerte - Derivate, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind 14,6 14,1 0,5 0,0 33,4 17,6 Negative Marktwerte / finanzielle Verbindlichkeiten 22,6 16,9 5,7 0,0 46,0 19,8 scroll Mio. € Fair-Value-Hierarchie 28. Februar Bewertungslevel 2 Bewertungslevel 3 Wertpapiere - zur Veräußerung verfügbar 0,0 4,4 Positive Marktwerte - Derivate zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1,3 0,0 Positive Marktwerte - Derivate, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind 2,6 0,0 Positive Marktwerte 3,9 0,0 Finanzielle Vermögenswerte 3,9 4,4 Negative Marktwerte - Derivate zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 10,4 0,0 Negative Marktwerte - Derivate, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind 15,8 0,0 Negative Marktwerte / finanzielle Verbindlichkeiten 26,2 0,0 TABELLE 109 Die Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens enthalten zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte. Diese werden zu Marktwerten bewertet, die den Börsenkursen zum Bilanzstichtag entsprechen (Bewertungslevel 1). Soweit keine Notierungen an aktiven Märkten vorliegen, erfolgt die Bewertung mit Preisen, die aus Marktpreisen, die auf aktiven Märkten verwendet werden, abgeleitet werden (Bewertungslevel 2). In den verbleibenden Fällen erfolgt die Ermittlung der Zeitwerte auf Basis von Bewertungsverfahren, deren Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Bewertungslevel 3). Die positiven und negativen Marktwerte aus Währungs-, Zins- und Commodityderivaten betreffen einerseits Derivate, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind. Dabei werden künftige Zahlungsströme aus festen Verpflichtungen oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Andererseits bestehen Währungs-, Zins- und Commodityderivate in Form von Fair Value Hedges bzw. ohne formal designierte Hedgebeziehung, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung des Fair Values eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit dienen und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Ermittlung der Marktwerte von Commodityderivaten wie Zucker-, Weizen- oder Ethanolfutures wird auf Basis von Stichtagsnotierungen vorgenommen (Bewertungslevel 1). Für die Marktwerte der weiteren Commodityderivate wie z. B. Ölswaps basiert die Bewertung auf der Grundlage von Benzin- und Kohlenotierungen einschlägiger Handels- und Kursinformationsplattformen (Bewertungslevel 2). Die Bewertung der Währungstermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminauf- bzw. -abschlägen (Bewertungslevel 2). Bei den abgeschlossenen Zinsderivaten handelt es sich ausschließlich um Zinsswaps. Für diese Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt (Bewertungslevel 2). (33) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Haftungsverhältnisse, die nicht in der Konzernbilanz passiviert werden, stellen sich wie folgt dar: scroll Mio. € 28. Februar 2018 2017 Bürgschaften 43,6 41,1 davon für Gemeinschaftsunternehmen 39,6 32,6 Gewährleistungsverpflichtungen 1,4 1,4 TABELLE 110 Bürgschaften, Gewährleistungsverpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten Die Bürgschaften betreffen vor allem Bankkredite der gemeinschaftlich geführten Beteiligungen im Segment Zucker bei AGRANA wie auch Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Wir erwarten, wie bei den Gewährleistungsverpflichtungen, hieraus keine Inanspruchnahme. Es besteht eine Eventualverbindlichkeit aus einer Rückerstattungsforderung auf eine EU-Förderung in Ungarn in Höhe von 6,4 (6,5) Mio. €. Das Management der Gesellschaft schätzt die Rückerstattung als wenig wahrscheinlich ein. Bestellungen für Investitionen in Sachanlagen Die Bestellungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 151,3 (68,9) Mio. € betreffen insbesondere Investitionen bei Stärke sowie die in den Zuckerfabriken bis zu Beginn der nächsten Kampagne erforderlichen Investitionen. Verpflichtungen aus Operating Leasing Die Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen insbesondere Mietverträge für Büroräume, Lagerstätten, Maschinen, Fahrzeuge, Eisenbahnwaggons, EDV-Anlagen sowie für Bürogeräte. Die nicht abgezinsten Mindestmietzahlungen in Folgeperioden belaufen sich auf 147,9 (89,2) Mio. €. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen sind wie folgt fällig: scroll Mio. € 28. Februar 2018 2017 Fällig in bis zu einem Jahr 39,6 21,5 Fällig in 1 bis 5 Jahren 72,1 48,3 Fällig nach über 5 Jahren 36,2 19,4 Gesamt 147,9 89,2 TABELLE 111 (34) Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Für Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, fielen im Geschäftsjahr 2017/18 Aufwendungen für nachstehende Leistungen an: scroll Tsd. € 2017/18 2016/17 Abschlussprüfungsleistungen 691 750 Andere Bestätigungsleistungen 151 146 Steuerberatungsleistungen 99 117 Sonstige Leistungen 0 24 Gesamt 941 1.037 TABELLE 112 Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie des gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlusses der Südzucker AG und die Konzern- und Jahresabschlüsse von deutschen Tochterunternehmen. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen die Erteilung eines Comfort Letters im Zusammenhang mit der Begebung der 500-Mio.-€-Anleihe 2017/2025 sowie andere Testatsleistungen außerhalb der Jahresabschlussprüfung. Die Honorare für Steuerberatungsleistungen umfassen überwiegend Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen. (35) Entsprechenserklärungen nach § 161 AktG Südzucker AG Vorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG haben am 16. November 2017 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website von Südzucker unter www.suedzucker.de/ de/Entsprechenserklaerung/ dauerhaft zugänglich gemacht. CropEnergies AG Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 13. November 2017 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website von CropEnergies unter www.cropenergies.com/de/investorrelations/Corporate_Governance/Entsprechenserklaerungen/ dauerhaft zugänglich gemacht. (36) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen und Personen Als nahestehende Unternehmen kommen in Betracht: Die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. (Raiffeisen-Holding), Wien / Österreich, einschließlich ihrer Tochtergesellschaften, die über die Zucker Invest GmbH, Wien / Österreich, am Grundkapital beteiligt ist. Das Südzucker-Unterstützungswerk (SUW), Frankenthal / Pfalz, dessen Stiftungsvermögen zur Unterstützung von Mitarbeitern und Rentnern von Südzucker in besonderen Notfallsituationen und für soziale Zwecke dient. Dem Stiftungsrat gehören unter anderem Mitglieder des Vorstands der Südzucker AG an. Die Joint-Venture-Gesellschaften und assoziierten Unternehmen, die der gemeinschaftlichen Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Südzucker-Gruppe unterliegen. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Südzucker AG sowie ihre Angehörigen sind nahestehende Personen. Auf den für die SZVG und das SUW bei der Südzucker AG geführten Konten wurden im Geschäftsjahr 2017/18 Zahlungseingänge aus Dividenden und Zinsen aus dem laufenden Geschäftsverkehr verbucht. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten der Südzucker AG gegenüber der SZVG 0,2 (0,2) Mio. € und gegenüber dem SUW 3,4 (4,1) Mio. €. Daneben bestanden Finanzforderungen in Höhe von 144,9 (201,3) Mio. € an die bzw. Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 0,0 (7,4) Mio. € gegenüber der Raiffeisen-Gruppe; die Finanzforderungen betreffen mit 125 Mio. € eine Nachranganleihe mit einem Zinssatz bis einschließlich 23. Februar 2021 von 5,53 %. Die übrigen Verzinsungen erfolgen ebenfalls zu marktüblichen Konditionen. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der Südzucker AG und ihren Tochterunternehmen umfangreiche Geschäftsbeziehungen mit Joint-Venture-Gesellschaften und einem assoziierten Unternehmen. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden wie unter fremden Dritten abgewickelt. Das Volumen der Transaktionen der Südzucker-Gruppe mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen ergibt sich wie folgt: scroll Mio. €1 2017/18 2016/17 Joint Ventures 278,8 282,3 Assoziiertes Unternehmen 52,4 13,2 An nahestehende Unternehmen erbrachte Leistungen 331,2 295,5 Joint Ventures 82,3 85,0 Assoziiertes Unternehmen 4,3 23,9 Von nahestehenden Unternehmen bezogene Leistungen 86,6 108,9 1 Nur Beziehungen mit voll konsolidierten Konzerngesellschaften. TABELLE 113 Der Austausch der Lieferungen und Leistungen erfolgt im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit der Unternehmen. Zum Bilanzstichtag betragen die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Joint-Venture-Gesellschaften und assoziierten Unternehmen: scroll Mio. €1 28. Februar 2018 2017 Joint Ventures 70,1 84,8 Assoziiertes Unternehmen 11,7 0,9 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 81,8 85,7 Joint Ventures 7,9 7,8 Assoziiertes Unternehmen 0,1 0,1 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 8,0 7,9 1 Nur Beziehungen mit voll konsolidierten Konzerngesellschaften. TABELLE 114 Vorstandsvergütung Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Die variable Vergütung ist abhängig von der seitens der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende; die Auszahlung erfolgt nach der jeweiligen Hauptversammlung. scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Festvergütung 3,2 2,9 Variable Vergütung 1,9 1,5 Gesamtvergütung 5,1 4,4 TABELLE 115 Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihren Hinterbliebenen wurden insgesamt 28,5 (33,1) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen beliefen sich auf 2,3 (2,6) Mio. €. Die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstände betrugen 23,4 (24,1) Mio. €; im Geschäftsjahr 2017/18 belief sich der zugeführte Dienstzeitaufwand auf 0,5 (0,5) Mio. €. Aufsichtsratsvergütung Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG ist in nachstehender Tabelle aufgeführt. Eine variable Vergütung erfolgt nur bei einer Dividende, die 0,50 € je Aktie übersteigt, und ist nicht angefallen. scroll Mio. € 2017/18 2016/17 Festvergütung 1,8 1,8 Variable Vergütung 0,0 0,0 Gesamtvergütung 1,8 1,8 TABELLE 116 Daneben erhalten diejenigen Vertreter im Aufsichtsrat, die auch Arbeitnehmer in der Südzucker-Gruppe sind, das ihnen vertraglich zustehende Arbeitsentgelt, das nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat steht. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Kapitel "Unternehmensführung und -verantwortung" unter dem Abschnitt "Corporate-Governance-Bericht" im Konzernlagebericht angegeben. (37) Aufsichtsrat und Vorstand Aufsichtsrat Dr. Hans-Jörg Gebhard, Eppingen Vorsitzender Jahrgang 1955, Mitglied seit 3. Januar 1995, Vorsitzender seit 24. August 2000 Vorstandsvorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Mandate1 ― Süddeutsche ZuckerrübenverwertungsGenossenschaft eG, Stuttgart (Vorsitzender) ― GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg ― Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen Franz-Josef Möllenberg2 , Rellingen 1. stellvertretender Vorsitzender Jahrgang 1953, Mitglied seit 14. Mai 1992, 1. stv. Vorsitzender seit 26. August 1992 Ehem. Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Erwin Hameseder, Mühldorf / Österreich 2. stellvertretender Vorsitzender Jahrgang 1956, Mitglied seit 31. Juli 2003, 2. stv. Vorsitzender seit 17. Juli 2014 Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen. m. b. H. Mandate3 ― UNIQA Insurance Group AG, Wien / Österreich (2. stv. Vorsitzender) ― RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien / Österreich ― RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien / Österreich Thomas Bernhard2 , Wunstorf Jahrgang 1961, Mitglied seit 20. Juli 2017 Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Mandate ― Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin Dr. Jochen Fenner, Gelchsheim Jahrgang 1952, Mitglied vom 11. Mai 2005 bis 20. Juli 2017 Ehem. Vorstandsvorsitzender der Süddeutsche Zuckerrüben-verwertungs-Genossenschaft eG Dr. Melanie Frerichs2 , Hamburg Jahrgang 1975, Mitglied seit 20. Juli 2017 Referatsleiterin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Helmut Friedl, Egling a. d. Paar Jahrgang 1965, Mitglied seit 16. Juli 2015 Vorstandsvorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V. Mandate ― BMG Donau-Lech eG, Mering Yüksel Gediagac2 , Berlin Jahrgang 1968, Mitglied vom 19. Juli 2012 bis 20. Juli 2017 Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Veronika Haslinger, Wien / Österreich Jahrgang 1972, Mitglied seit 17. Juli 2014 Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen. m. b. H. Mandate3 ― Süddeutsche ZuckerrübenverwertungsGenossenschaft eG, Stuttgart Ralf Hentzschel, Panschwitz-Kuckau Jahrgang 1964, Mitglied seit 21. Juli 2011 Vorsitzender des Präsidiums des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e. V. Mandate ― Süddeutsche ZuckerrübenverwertungsGenossenschaft eG, Stuttgart (stv. Vorsitzender) Wolfgang Kirsch, Königstein im Taunus Jahrgang 1955, Mitglied vom 24. Juli 2007 bis 20. Juli 2017 Vorstandsvorsitzender der DZ BANK AG Georg Koch, Wabern Jahrgang 1963, Mitglied seit 21. Juli 2009 Vorstandsvorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e. V. Stv. Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG Susanne Kunschert, Stuttgart Jahrgang 1970, Mitglied seit 17. Juli 2014 Geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG Mandate ― Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe ― Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart Günther Link2 , Oberickelsheim Jahrgang 1953, Mitglied seit 15. Juli 2013 Betriebsratsvorsitzender des Werks Ochsenfurt der Südzucker AG Bernd Maiweg2 , Aarbergen Jahrgang 1953, Mitglied vom 13. Februar 2009 bis 20. Juli 2017 Ehem. Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Julia Merkel4 , Wiesbaden Jahrgang 1965, Mitglied seit 20. Juli 2017 Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG Angela Nguyen2 , Biederitz Jahrgang 1969, Mitglied seit 20. Juli 2017 Stv. Betriebsratsvorsitzende der Freiberger Osterweddingen GmbH & Co. KG Ulrike Rösch2 , Bellheim Jahrgang 1970, Mitglied seit 20. Juli 2017 Stv. Betriebsratsvorsitzende der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG Joachim Rukwied, Eberstadt Jahrgang 1961, Mitglied seit 24. Juli 2007 Präsident des Deutschen Bauernverbands e. V. Mandate ― BAYWA AG, München ― Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart (Vorsitzender) ― Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt am Main ― LAND-DATA GmbH, Visselhövede (Vorsitzender) Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main (Vorsitzender) ― LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Stuttgart (Vorsitzender) ― Messe Berlin GmbH, Berlin ― R+V Versicherung AG, Wiesbaden Ronny Schreiber2 , Einhausen Jahrgang 1969, Mitglied vom 29. Juli 2004 bis 20. Juli 2017 Betriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG Petra Schwalbe2 , Berlin Jahrgang 1953, Mitglied vom 19. September 2013 bis 20. Juli 2017 Vorsitzende des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Nadine Seidemann2 , Donauwörth Jahrgang 1982, Mitglied seit 1. September 2013 Mitglied des Betriebsrats des Werks Rain der Südzucker AG Stefan Streng, Uffenheim Jahrgang 1968, Mitglied seit 20. Juli 2017 Vorsitzender des Vorstands des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e. V. Franz-Rudolf Vogel2 , Worms Jahrgang 1956, Mitglied seit 24. Juli 2007 Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Südzucker AG Wolfgang Vogl2 , Bernried Jahrgang 1962, Mitglied seit 1. März 2011 Leiter der Werke Plattling und Rain der Südzucker AG Rolf Wiederhold2 , Wabern Jahrgang 1969, Mitglied seit 1. März 2013 Betriebsratsvorsitzender des Werks Wabern der Südzucker AG 1 Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern. 2 Arbeitnehmervertreter. 3 Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern und im Konzern der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien. 4 Mandate neben den Funktionen im Konzern der R+V Versicherung AG. Ausschüsse des Aufsichtsrats Präsidium Dr. Hans-Jörg Gebhard Franz-Josef Möllenberg Erwin Hameseder Franz-Rudolf Vogel Landwirtschaftlicher Ausschuss Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Dr. Jochen Fenner, bis 20. Juli 2017 Helmut Friedl, seit 20. Juli 2017 Georg Koch Günther Link Ronny Schreiber, bis 20. Juli 2017 Nadine Seidemann, seit 20. Juli 201 Wolfgang Vogl Prüfungsausschuss Dr. Jochen Fenner (Vorsitzender), bis 20. Juli 2017 Helmut Friedl (Vorsitzender), seit 20. Juli 2017 Dr. Hans-Jörg Gebhard Veronika Haslinger Franz-Josef Möllenberg Franz-Rudolf Vogel Rolf Wiederhold Sozialausschuss Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Dr. Jochen Fenner, bis 20. Juli 2017 Hartmut Friedl, seit 20. Juli 2017 Erwin Hameseder Bernd Maiweg Franz-Josef Möllenberg Franz-Rudolf Vogel Vermittlungsausschuss Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Erwin Hameseder Franz-Josef Möllenberg Franz-Rudolf Vogel Vorstand Dr. Wolfgang Heer Ludwigshafen am Rhein Vorsitzender Seit 20. November 2012; Mitglied des Vorstands seit 1. März 2008; bestellt bis 28. Februar 2021 Dr. Thomas Kirchberg Ochsenfurt Seit 1. September 2007; bestellt bis 31. August 2022 Thomas Kölbl Speyer Seit 1. Juni 2004; bestellt bis 31. Mai 2019 Mandate1 ― K+S Aktiengesellschaft, Kassel Johann Marihart Limberg, Österreich Seit 31. Januar 1994; bestellt bis 31. Januar 2019 Mandate1 ― BBG Bundesbeschaffungsges. m. b. H., Wien, Österreich ― Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Wien, Österreich (stv. Vorsitzender) ― Ottakringer Getränke AG, Wien, Österreich ― Spanische Hofreitschule - Bundesgestüt Piber, Wien, Österreich (Vorsitzender) ― tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH, St. Pölten, Österreich ― TÜV Austria Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) 1 Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern. (38) Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB I. Verbundene Unternehmen (vollkonsolidiert) scroll Kurzbezeichnung Sitz Land Muttergesellschaft % Segment Zucker Division Geschäftsbereich Zucker Südzucker und Vertriebsgesellschaften Südzucker AG SZAG Mannheim Deutschland Sudzucker Hellas E.P.E. Agios Dimitrios Griechenland SZH 99,94 SZV 0,06 Sudzucker Iberica S.L.U. Barcelona Spanien SZH 100,00 SÜDZUCKER DO BRASIL S/A - IMPORTAÇÃO E EXPORTAÇÃO São Paulo Brasilien SZH 100,00 SZAG 0,00 Südzucker United Kingdom Limited West Lothian Großbritannien SZH 100,00 S.Z.I.L. LTD Kfar Saba Israel SZH 100,00 Zucker Belgien Raffinerie Tirlemontoise S.A. RT Bruxelles Belgien SZH 99,41 Nougat Chabert & Guillot SA NC&G Montélimar Frankreich SOGELAF 99,75 S.C.I. DU MARINET Montélimar Frankreich SOGELAF 99,75 NC&G 0,25 Rafti B.V. Wijchen Niederlande TSNH 100,00 Raftir Nederland Beheer B.V. Groningen Niederlande RT 100,00 S.O.G.E.L.A.F. SARL SOGELAF Paris Frankreich RT 100,00 Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. TSNH Wijchen Niederlande RT 100,00 Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. Bruxelles Belgien RT 100,00 AGS 0,00 Zucker Frankreich Saint Louis Sucre S.A.S. SLS Paris Frankreich RT 99,80 Société Française d'Organisation et de Participations "S.F.O.P." Paris Frankreich SLS 100,00 Zucker Polen Südzucker Polska S.A. SZPL Wroclaw Polen SZH 99,59 "POLTERRA" Sp. z o.o. Wroclaw Polen SZPL 100,00 Przedsiebiorstwo Rolne "KLOS" Sp. z o.o. Wroclaw Polen SZPLN 100,00 Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. SZPLN Wroclaw Polen SZPL 100,00 Division AGRANA Zucker Zucker Österreich AGRANA Zucker GmbH AZ Wien Österreich AB 98,91 AMV 1,09 AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH Wien Österreich AZ 100,00 Zucker Rumänien AGRANA AGRO S.r.l. Roman Rumänien AGR 99,00 AZ 1,00 AGRANA BUZAU S.r.l. Buzău Rumänien AGR 99,00 AZ 1,00 AGRANA TANDAREI S.r.l. Tandarei Rumänien AGR 99,00 AZ 1,00 S.C. AGRANA Romania S.A. AGR Bukarest Rumänien AZ 98,64 AIV&A 0,04 Zucker Slowakei Slovenské Cukrovary s.r.o. Sered Slowakei AZ 100,00 Zucker Tschechien Moravskoslezské Cukrovary A.S. MC Hrušovany Tschechien AZ 100,00 Zucker Ungarn AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. AME Budapest Ungarn MCeF 99,70 AZ 0,30 Biogáz Fejlesztö Kft. Kaposvár Ungarn AME 100,00 Koronás Irodaház Szolgáltatá Korlátolt Felelösságü Társaság Budapest Ungarn MCeF 100,00 Magyar Cukorgyártá ás Forgalmazó Zrt. MCeF Budapest Ungarn AZ 87,60 Zucker Bulgarien AGRANA Trading EOOD Sofia Bulgarien AZ 100,00 Zucker Bosnien AGRANA BIH Holding GmbH ABIH Wien Österreich AZ 75,00 SZH 25,00 AGRANA d.o.o. Brčko BosnienHerzegowina ABIH 100,00 AGRANA Holding / Sonstige AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft AB Wien Österreich Z&S 78,34 SZAG 2,74 AGRANA Group-Services GmbH AGS Wien Österreich AB 100,00 AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. AVM Wien Österreich AB 100,00 Agrana Research & Innovation Center GmbH Wien Österreich AB 100,00 INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. Wien Österreich AB 66,67 Division Zucker Moldau Südzucker Moldova S.A. SZM Chişinău Moldau SZH 99,97 Agro Credit S.R.L. Drochia Moldau SZH 100,00 Agro-SZM S.R.L. Drochia Moldau SZM 100,00 Division Landwirtschaft Agrar und Umwelt AG Loberaue A&U Rackwitz Deutschland SZAG 100,00 Rackwitzer Biogas GmbH Rackwitz Deutschland A&U 100,00 Terra Sömmerda GmbH Sömmerda Deutschland SZVW 100,00 Wolteritzer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland A&U 100,00 Zschortauer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland A&U 100,00 Zschortauer Futtermittel GmbH Rackwitz Deutschland A&U 74,00 Zucker übrige AHG Agrar-Holding GmbH1 Mannheim Deutschland SZAG 100,00 AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG2 AZS Wien Österreich SZAG 50,00 Z & S Zucker und Stärke Holding AG Z&S Wien Österreich AZS 100,00 AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH AIH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 BGD Bodengesundheitsdienst GmbH1 Mannheim Deutschland SZAG 100,00 Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken Verwaltungsgesellschaft mbH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 Südzucker Holding GmbH1 SZH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 Südzucker International Finance B.V. Oud-Beijerland Niederlande SZAG 100,00 Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH1 SZTK Ochsenfurt Deutschland SZAG 100,00 Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH Mannheim Deutschland SZAG 51,00 Südzucker Verwaltungs GmbH1 SZVW Mannheim Deutschland SZAG 100,00 Segment Spezialitäten Division BENEO BENEO GmbH1 B Mannheim Deutschland SZAG 100,00 BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. Singapore Singapur BP 100,00 BENEO Iberica S.L. Unipersonal Barcelona Spanien BO 100,00 BENEO Inc. Parsippany USA BP 100,00 BENEO India Private Limited New Delhi Indien BP 99,99 B 0,01 BENEO Latinoamerica Coordenaçao Regional Ltda. São Paulo Brasilien BO 100,00 BP 0,00 BENEO-Orafti S.A. BO Oreye Belgien BR 100,00 B 0,00 BENEO-Palatinit GmbH1 BP Mannheim Deutschland B 85,00 SZAG 15,00 BENEO-Remy N.V. BR Wijgmaal (Leuven) Belgien B 100,00 BP 0,00 Veniremy N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien BR 100,00 Orafti Chile S.A. Pemuco Chile BO 99,99 BP 0,01 REMY ITALIA S.P.A. Confienza (PV) Italien BR 66,70 Division Freiberger Freiberger Holding GmbH1 FH Berlin Deutschland SZTK 90,00 SZAG 10,00 Alberto Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland FLG KG 100,00 Crestar Crusts Inc. Braintree USA RF 100,00 Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH Berlin Deutschland FLM 100,00 Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH Berlin Deutschland FH 100,00 Feinschmecker Feinkost GmbH FF Berlin Deutschland FLM 100,00 Freiberger France S.A.R.L. St. Didier au Mont d'Or Frankreich FLM 100,00 Freiberger GmbH Berlin Deutschland FLG KG 100,00 Freiberger Lebensmittel GmbH1 FLM Berlin Deutschland FLG KG 100,00 Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG2 FLG KG Berlin Deutschland FH 100,00 Freiberger Osterweddingen GmbH & Co. KG2 Sülzetal Deutschland FLG KG 100,00 Freiberger Polska Sp.z o.o. Warszawa Polen FLM 99,00 FF 1,00 Freiberger UK Ltd. Spalding Großbritannien FLM 100,00 Freiberger USA Inc. FLU Parsippany USA FLM 100,00 HASA GmbH Burg Deutschland FLG KG 100,00 Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. Oberhofen Österreich FLM 100,00 Richelieu Foods Inc. RF Braintree USA RH 100,00 Richelieu Group LLC Braintree USA RF 100,00 Richelieu Holdco Inc. RH Braintree USA FLU 100,00 Sandhof Limited Westhoughton Großbritannien FLM 100,00 Stateside Foods Ltd. SL Westhoughton Großbritannien SL 100,00 Willow Foods LLC Braintree USA RF 100,00 Division PortionPack Europe PortionPack Europe Holding B.V. PPEH Oud-Beijerland Niederlande SZAG 100,00 Elite Portion Pack Belgium NV Herentals Belgien PPEH 100,00 PPH 0,00 Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. Praha Tschechien PPEH 100,00 Hellma Gastronomie-Service GmbH1 Nürnberg Deutschland PPEH 100,00 Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H Wien Österreich PPEH 100,00 PortionPack Holland B.V. PPH Oud-Beijerland Niederlande PPEH 100,00 SAES The Portion Company, S.L. La Llagosta (Barcelona) Spanien PPEH 100,00 Single Source Limited SSL Telford / Shropshire Großbritannien PPEH 100,00 Central Legal Funding Limited CLF Telford / Shropshire Großbritannien SSL 75,00 Santeau Limited Telford / Shropshire Großbritannien CLF 100,00 Van Oordt Drukkerij B.V. Oud-Beijerland Niederlande VOP 100,00 Van Oordt Landgraaf B.V. Landgraaf Niederlande PPH 100,00 Van Oordt the portion company B.V. VOP Oud-Beijerland Niederlande PPH 100,00 Division Stärke AGRANA Stärke GmbH AS Wien Österreich AB 98,91 AMV 1,09 S.C. A.G.F.D. Tandarei S.r.l. Tandarei Rumänien AS 100,00 Segment CropEnergies CropEnergies AG CEAG Mannheim Deutschland SZAG 69,19 Biowanze S.A. Bruxelles Belgien CEAG 100,00 CEB 0,00 Compagnie Financière de l'Artois SA CF Loon-Plage Frankreich CEAG 100,00 CropEnergies Beteiligungs GmbH CEBet Mannheim Deutschland CEAG 100,00 CropEnergies Bioethanol GmbH CEB Zeitz Deutschland CEBet 85,00 CEAG 15,00 CropEnergies Inc. Houston USA CEBet 100,00 Ensus UK Limited Yarm Großbritannien CEBet 100,00 RYSSEN ALCOOLS SAS RYS Loon-Plage Frankreich CF 100,00 Ryssen Chile SpA Lampa, Santiago de Chile Chile RYS 100,00 Segment Frucht Division Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) AGRANA Fruit S.A.S. AF Paris Frankreich FA 100,00 AGRANA Fruit Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien AF 84,82 AFSS 15,17 AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. AF Aus Central Mangrove Australien AF 100,00 AGRANA Fruit Management Australia Pty Limited Sydney Australien AF Aus 100,00 AGRANA Fruit Austria GmbH AFA Gleisdorf Österreich AF 99,98 AIV&A 0,02 AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda. São Paulo Brasilien AFB 99,90 AF 0,10 AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. AFB São Paulo Brasilien AF 99,99 AFA 0,01 AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. Dachang China AF 75,00 AFK 25,00 AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. Sigatoka Fidschi AF 100,00 AGRANA Fruit France S.A.S. Mitry-Mory Frankreich AF 100,00 AGRANA Fruit Germany GmbH Konstanz Deutschland AF 100,00 AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED New Delhi Indien AF 99,99 AFSG 0,01 AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. Istanbul Türkei AF 100,00 AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited Changzhou, Jiangsu Province China AF 100,00 AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. AFK Seoul Südkorea AF 100,00 AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. Michoacan Mexiko AF 99,99 AFSG 0,01 AGRANA Fruit Luka TOV Vinnitsa Ukraine AF 99,97 AGRANA Fruit Mexico, S.A. de C.V. Michoacan Mexiko AFUS 100,00 AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. Ostroleka Polen AF 100,00 AGRANA Fruit Services GmbH AFSG Wien Österreich AF 100,00 AGRANA Fruit Services S.A.S. AFSS Mitry-Mory Frankreich AF 100,00 AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. Johannesburg Südafrika AF 100,00 AGRANA Fruit Ukraine TOV Vinnitsa Ukraine AF 99,80 AGRANA Fruit US, Inc. AFUS Brecksville USA AF 100,00 AGRANA Nile Fruits Processing SAE Qalyoubia Ägypten AF 51,00 Dirafrost FFI N. V. DFFI Herk-de-Stad Belgien AF 100,00 Dirafrost Maroc SARL Laouamra Marokko DFFI 100,00 Financière Atys S.A.S. FA Paris Frankreich AIV&A 100,00 Main Process S.A. Buenos Aires Argentinien Sud 95,00 AF 4,75 AFSS 0,25 o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region Serpuchov Russland AF 100,00 Sudinver S.A. Sud Buenos Aires Argentinien AF 95,00 AFSS 5,00 Yube d.o.o. Požega Serbien DFFI 100,00 Division Fruchtsaftkonzentrate (AUSTRIA JUICE) AUSTRIA JUICE GmbH AJU Allhartsberg Österreich AIV&A 50,01 AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD Xianyang City China AJU 100,00 AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH AJS&M Bingen Deutschland AJU 100,00 AUSTRIA JUICE Germany GmbH Bingen Deutschland AJS&M 100,00 AUSTRIA JUICE Hungary Kft. Vásárosnamény Ungarn AJU 100,00 AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o Chelm Polen AJU 100,00 AUSTRIA JUICE Romania S.r.l. Vaslui Rumänien AJU 100,00 AUSTRIA JUICE Ukraine TOV Vinnitsa Ukraine AJU 100,00 Frucht übrige AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH AIV&A Wien Österreich AB 98,91 AMV 1,09 1 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift von § 264 Absatz 3 HGB. 2 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift von § 264b HGB. TABELLE 117 II. Gemeinschaftsunternehmen / assoziierte Unternehmen (at Equity einbezogen) scroll Kurzbezeichnung Sitz Land Muttergesellschaft % Segment Zucker Division Geschäftsbereich Zucker Südzucker und Vertriebsgesellschaften Maxi S.r.l. Bolzano Italien SZH 50,00 Division AGRANA Zucker Zucker Bosnien "AGRAGOLD" d.o.o. Brčko BosnienHerzegowina ASB 100,00 AGRAGOLD d.o.o. Zagreb Kroatien ASB 100,00 AGRAGOLD dooel Skopje Skopje Mazedonien ASB 100,00 AGRAGOLD trgovina d.o.o. Ljubljana Slowenien ASB 100,00 AGRANA Studen Sugar Trading GmbH Wien Österreich ABIH 50,00 AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k. Tirane Albanien ASB 100,00 AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH ASB Wien Österreich ABIH 50,00 AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. Prishtina Kosovo ASB 100,00 Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd Beograd Serbien ASB 100,00 STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. Brčko BosnienHerzegowina ASB 100,00 Zucker übrige ED&F MAN Holdings Limited London Großbritannien SZH 34,74 Segment Spezialitäten Division PortionPack Europe Collaborative Packing Solutions [Pty] Ltd Johannesburg Südafrika PPEH 40,00 Division Stärke GreenPower E85 Kft Szabadegyháza Ungarn HK 100,00 HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. HK Szabadegyháza Ungarn AS 50,00 HungranaTrans Kft. Szabadegyháza Ungarn HK 100,00 Segment CropEnergies CT Biocarbonic GmbH Zeitz Deutschland CEBet 50,00 TABELLE 118 III. Unternehmen von untergeordneter Bedeutung und sonstige Beteiligungen > 20 % (nicht einbezogen) scroll Kurzbezeichnung Sitz Land Muttergesellschaft % Verbundene Unternehmen (nicht einbezogen) Segment Zucker Division AGRANA Zucker Zucker Bosnien AGRANA Croatia d.o.o. Zagreb Kroatien AZ 100,00 AGRANA Makedonija DOOEL Skopje Skopje Mazedonien AZ 100,00 AGRANA Holding / Sonstige Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich AZ 86,00 Zucker übrige Acucar e Alcool do Sul Participacoes Ltda. São Paulo Brasilien SZH 100,00 AIH 0,00 Arbeitsgemeinschaft für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau Zeitz GmbH Kretzschau Deutschland SZAG 80,00 Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland SZAG 100,00 Südprojekt Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 Südtrans GmbH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 Südzucker Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 Südzucker International GmbH Ochsenfurt Deutschland SZH 100,00 Südzucker Reise-Service GmbH Mannheim Deutschland SZAG 100,00 Südzucker Verkauf GmbH SZV Mannheim Deutschland SZH 100,00 Segment Spezialitäten Division Stärke AGRANA Skrob s.r.o. v likvidaci Hrušovany Tschechien AS 100,00 AGRANA Amidi srl Sterzing (BZ) Italien AS 100,00 Gemeinschaftsunternehmen / assoziierte Unternehmen (nicht einbezogen) Segment Zucker Division Geschäftsbereich Zucker Zucker Belgien Food Port N.V. Tienen Belgien RT 35,71 Zucker Frankreich Sucrerie et Distillerie de Souppes-Ouvré Fils S.A. Paris Frankreich SLS 44,50 Division AGRANA Zucker Zucker Bosnien SCO STUDEN & CO. BRASIL EXPORTACAO E IMPORTACAO LTDA. São Paulo Brasilien ASB 100,00 Zucker übrige Felix Koch Offenbach Couleur und Karamel GmbH Offenbach Deutschland SZH 25,10 Liquid Feed Europe Holding B.V. Oud-Beijerland Niederlande SZH 50,00 Maritime Investment Holdings Pte. Ltd Singapore Singapur SZH 25,00 Segment Spezialitäten Division BENEO INVITA Australia PTE Ltd Balgowlah Australien BP 35,00 Sonstige Beteiligungen> 20 % (nicht einbezogen) Segment Zucker Division Geschäftsbereich Zucker Zucker Frankreich GARDEL S.A. Le Moule Frankreich SLS 24,28 Division AGRANA Zucker Zucker Ungarn Cukoripari Egyesülés Budapest Ungarn MCeF 44,27 TABELLE 119 39) Vorschlag für die Gewinnverwendung Der Bilanzgewinn der Südzucker AG beträgt 91,9 Mio. €. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 0,45 € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: scroll 2017/18 Ausgegebene Stückaktien Stück 204.183.292 Dividende € 0,45 Ausschüttungsbetrag € 91.882.481,40 Vortrag auf neue Rechnung € 32.001,62 Bilanzgewinn € 91.914.483,02 Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei unveränderter Ausschüttung von 0,45 € je dividendenberechtigte Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die Hauptversammlung findet am 19. Juli 2018 statt; die Auszahlung der Dividende erfolgt am 24. Juli 2018. (40) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Seit dem 28. Februar 2018 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Mannheim, den 23. April 2018 DER VORSTAND DR. WOLFGANG HEER, VORSITZENDER DR. THOMAS KIRCHBERG THOMAS KÖLBL JOHANN MARIHART Der nach deutschen Bilanzierungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht der Südzucker AG, die von PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden sind, werden beim Betreiber des Bundesanzeigers (Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Köln) eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der Lagebericht können bei der Gesellschaft angefordert werden. Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die Südzucker AG, Mannheim Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, der Entwicklung des Eigenkapitals und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 und ― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: 1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte 2 Sicherung von Zuckerverkäufen 3 Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Risikovorsorge 4 Erwerb der US-Unternehmensgruppe Richelieu Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: 1) Sachverhalt und Problemstellung 2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3) Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte 1) In dem Konzernabschluss der Südzucker AG werden unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" insgesamt Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 1.389,5 Mio. € ausgewiesen. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Auf dieser Basis werden jährlich sowie anlassbezogen von der Gesellschaft Werthaltigkeitstests ("Impairment Tests") durchgeführt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. Die vorgenommenen Bewertungen werden für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aus der aktuellen von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Fünf-Jahres-Planung abgeleitet. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der zugrunde liegenden Komplexität der Bewertungsmodelle war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2) Bei unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung der Impairment Tests nachvollzogen und die Ermittlung der gewichteten Kapitalkosten beurteilt. Die Angemessenheit der bei der Bewertung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Planungsrechnungen aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Fünf-Jahres-Planung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der auf diese Weise ermittelten Geschäftswerte haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Aufgrund der materiellen Bedeutung der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung derselben auch von volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeit der Gesellschaft liegen, haben wir die ergänzenden Sensitivitätsanalysen der Gesellschaft nachvollzogen und festgestellt, dass die jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten. 3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Abschnitt 21 des Konzernanhangs enthalten. 2 Sicherung von Zuckerverkäufen 1) Mit der Aufhebung der Quotenregelung und dem Wegfall der Exportbeschränkungen zum 1. Oktober 2017 wird die Preisentwicklung von Zucker immer stärker durch die Weltmarktpreisentwicklung bestimmt. Entsprechend hat auch die Bedeutung von Zuckerpreissicherungsgeschäften mittels derivativer Finanzinstrumente im Geschäftsjahr weiter zugenommen. Organisatorisch sind diese Anforderungen im Südzucker-Konzern zentral durch die Zusammenfassung der entsprechenden Konzernaktivitäten im Bereich "Global Markets" bei der Südzucker AG umgesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird durch eine konzernweite Richtlinie zum Management operativer Preisrisiken geregelt. Im Konzernabschluss der Südzucker AG werden unter den Bilanzposten "Sonstige Vermögenswerte" bzw. "Sonstige Verbindlichkeiten" Marktwerte von Zuckerderivaten von 31,5 Mio. € bzw. - 9,9 Mio. € ausgewiesen, die zur Absicherung des Preisrisikos aus weltmarktpreisbasierten Zuckerverkäufen dienen und in Bewertungseinheiten einbezogen sind. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos, das mit diesen Zuckerverkäufen verbunden ist. Diese sind ebenfalls in Bewertungseinheiten einbezogen und haben einen positiven Marktwert von 3,0 Mio. € und einen negativen Marktwert von - 0,5 Mio. €. Für die Bilanzierung dieser Bewertungseinheiten wird Cash Flow Hedge Accounting nach den Vorschriften des IAS 39 angewendet. Dabei werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung betreffen, bis zum Eintritt des Grundgeschäfts über die Dauer der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Etwaige Ineffektivitäten werden direkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Aufgrund des Wegfalls der Exportbeschränkungen im laufenden Geschäftsjahr und der damit verbundenen Zunahme der Transaktionen sowie der umfangreichen Anforderungen an die Bilanzierung und Berichterstattung durch den IAS 39 innerhalb des Konzerns war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir mit Unterstützung unserer internen Spezialisten von Corporate Treasury Solutions die Prozesse in Bezug auf die Sicherung von Zuckerverkäufen einschließlich der im Geschäftsjahr eingetretenen prozessualen und organisatorischen Veränderungen sowie die strategischen Entwicklungen im Risikomanagement aufgenommen und hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt. Neben der strategischen, organisatorischen und prozessualen Entwicklung des Zuckerpreismanagements haben wir die bilanzielle Abbildung des Zuckerhedgings auf Basis der von der Südzucker AG erstellten Dokumentation und vorliegenden Verträge gewürdigt. Daneben haben wir die zur Verfügung gestellten Buchungsunterlagen hinsichtlich ihres Einklangs mit den Vorgaben internationaler Rechnungslegungsstandards beurteilt. Im Detail beinhaltete dies unter anderem das Vorliegen der Voraussetzungen zur Anwendung von Hedge Accounting, einschließlich der Erstellung entsprechender Effektivitätstests. Darüber hinaus haben wir die Buchungen zur Erfassung relevanter Posten und deren Ausweis in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nachvollzogen sowie auf Übereinstimmung mit einschlägigen Rechnungslegungsvorgaben beurteilt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die Voraussetzungen zur Anwendung des Hedge Accounting hinreichend begründet und dokumentiert sind. 3) Die Angaben der Gesellschaft zu (derivativen) Finanzinstrumenten, der Anwendung von Hedge Accounting und zum Preisrisikomanagement sind insbesondere in Abschnitt 31 und 32 des Konzernanhangs enthalten. 3 Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Risikovorsorge 1) Im Konzernabschluss der Südzucker AG werden unter dem Bilanzposten "Sonstige Rückstellungen" Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge in Höhe von 179,6 Mio. € ausgewiesen. Diese betreffen Rechtsstreitigkeiten aus Marktordnungsverfahren, Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen und Kartellrechtsrisiken einschließlich Bußgeldern und Schadensersatz. Die vorzunehmende Risikobeurteilung zum Verlauf von Rechtsstreitigkeiten und die Einschätzung, ob aufgrund eines vorliegenden Rechtsstreits die Passivierung einer Rückstellung zur Abdeckung des Risikos erforderlich, und gegebenenfalls in welcher Höhe die gegenwärtige Verpflichtung zu bemessen ist, wird in hohem Maße durch die Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter geprägt. Vor diesem Hintergrund ist dieser Sachverhalt aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung. 2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem den von der Gesellschaft eingerichteten Prozess, der die Erfassung, die Einschätzung hinsichtlich eines Verfahrensausgangs sowie die bilanzielle Darstellung eines Rechtsstreits sicherstellt, beurteilt. Diese Beurteilung umfasste auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit den wesentlichen Rechtsrisiken. Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und dass die Ansatz- und Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte Auswirkung auf das Konzernergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem durch Vergleich dieser Werte mit Vergangenheitswerten, Nachvollzug der stetig angewendeten Berechnungsmethodik und Einsichtnahme in zugrunde liegende Unterlagen gewürdigt. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Gespräche mit der Rechtsabteilung der Gesellschaft, um uns die aktuellen Entwicklungen und Gründe, die zu den entsprechenden Einschätzungen geführt haben, erläutern zu lassen. Die Entwicklung der wesentlichen Rechtsstreitigkeiten einschließlich der Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der möglichen Verfahrensausgänge wird uns in schriftlicher Form durch die Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Zum Bilanzstichtag haben wir darüber hinaus externe Rechtsanwaltsbestätigungen eingeholt, die die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen stützen. Die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen zur Bilanzierung und Bewertung der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und die damit einhergehende Risikovorsorge im Konzernabschluss konnten wir nachvollziehen. Wir halten die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen für sachgerecht. 3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge sind in Abschnitt 28 des Konzernanhangs enthalten. 4 Erwerb der US-Unternehmensgruppe Richelieu 1) Der Konzern hat im Geschäftsjahr sämtliche Anteile an der Unternehmensgruppe Richelieu Foods Inc., Braintree/Massachusetts / USA, akquiriert. Insgesamt betrug der Kaufpreis für den Unternehmenserwerb 455,4 Mio. USD (385,8 Mio. €) Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zum Fair Value am Tag des Erwerbs angesetzt. Unter Berücksichtigung des erworbenen Nettovermögens von 247,2 Mio. USD (208,1 Mio. €) ergibt sich ein erworbener Goodwill von 208,2 Mio. USD (177,7 Mio. €). Aufgrund der insgesamt wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen des Unternehmenserwerbs auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Südzucker-Konzerns und aufgrund der Komplexität der Bewertung von Unternehmenserwerben war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2) Im Rahmen unserer Prüfung der bilanziellen Abbildung des Unternehmenserwerbs haben wir zunächst die entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen eingesehen, nachvollzogen und den gezahlten Kaufpreis als Gegenleistung für die erhaltenen Anteile mit den uns vorgelegten Nachweisen über die geleisteten Zahlungen abgestimmt. Für den Unternehmenserwerb haben wir die zugrunde liegenden Eröffnungsbilanzwerte beurteilt. Für die wesentlichen Fair Values insbesondere von Kundenbeziehungen und Marken wurde ein externes Gutachten vorgelegt, das wir gewürdigt haben. Darüber hinaus wurde durch die Verwendung von Checklisten die Vollständigkeit der nach IFRS 3 geforderten Anhangangaben nachvollzogen. In Summe konnten wir uns durch die dargestellten und weiteren Prüfungshandlungen davon überzeugen, dass der Erwerb der Anteile unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen sachgerecht abgebildet wurde. 3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Unternehmenserwerben sind im Abschnitt (2) "Konsolidierungskreis" des Konzernanhangs enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts: ― die im Abschnitt "Unternehmensführung und -verantwortung" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB ― den Corporate-Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (mit Ausnahme des Vergütungsberichts) ― die im Abschnitt "Unternehmensführung und -verantwortung" des Konzernlageberichts enthaltene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB einschließlich der in den Lagebericht integrierten zugehörigen Angaben Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. ― holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. ― beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 20. Juli 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 20. Juli 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2003/04 als Konzernabschlussprüfer der Südzucker AG, Mannheim, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Conrad. Frankfurt am Main, den 23. April 2018 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft MICHAEL CONRAD, Wirtschaftsprüfer PPA. CHRISTINA PÖPPERL, Wirtschaftsprüferin WEITERE INFORMATIONEN GLOBAL REPORTING INITIATIVE Südzucker berichtet in diesem Geschäftsbericht konzernweit zu Nachhaltigkeitsthemen. Die Erhebung und Darstellung der für die Geschäftstätigkeit von Südzucker wesentlichen Daten erfolgt in Übereinstimmung mit den Standards der Global Reporting Initiative, CORE. Organisatorische und inhaltliche Berichtsgrenzen Soweit verfügbar, erfolgt die Angabe von Daten in Tabellen und Grafiken unter der Einbeziehung von vier Vorjahren. Soweit dies nicht der Fall ist, bleibt die Angabe auf das abgelaufene Geschäftsjahr bzw. Kalenderjahr beschränkt. Organisatorische Berichtsgrenzen Grundsätzlich umfassen die in diesem Geschäftsbericht integrierten Nachhaltigkeitsinformationen alle vollkonsolidierten Unternehmen der Südzucker-Gruppe. Die Angaben zu Energie, Emissionen, Wasser und Abfall beziehen sich ausschließlich auf Produktionsstandorte. Im Segment Zucker sind dies unverändert die Zuckerfabriken in der EU sowie die INSTANTINA Nahrungsmittel- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien / Österreich. Im Segment Spezialitäten umfasst die Berichterstattung die Produktionsstandorte der Divisionen BENEO, Freiberger und Stärke. In der Division Freiberger sind die Standorte der im abgelaufenen Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften HASA GmbH und Richelieu Foods Inc., Braintree/ Massachusetts / USA noch nicht enthalten. In der Division Stärke wurde die Produktionsanlage in Zeitz erstmals einbezogen. In den Segmenten CropEnergies sind sämtliche Produktionsstandorte einbezogen. Im Segment Frucht wurde der Kreis der einbezogenen Produktionsstandorte um den 2016/17 erworbenen Produktionsstandort der Main Process S.A., Buenos Aires / Argentinien, ergänzt. Die Gesellschaft für Fruchtzubereitungen in Indien nahm erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2017/18 die Produktion auf und ist noch nicht enthalten. Inhaltliche Berichtsgrenzen (1) Bewertung von Lieferanten bezüglich Menschenrechtsaspekten, Arbeitspraktiken und ökologischen Aspekten Aufgrund der Bedeutung der agrarischen Rohstoffe für die Produktion beschränkt Südzucker die Berichterstattung auf Lieferanten agrarischer Rohstoffe (Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln, Früchte) und auf Vorlieferanten aus der Lebensmittelindustrie (z. B. Molkereiprodukte, Gemüse, Fleischverarbeitungsunternehmen für die Pizzaproduktion, tiefgefrorene Fruchtstücke). (2) Energieeinsatz und Emissionen Da Südzucker agrarische Rohstoffe wie Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln und Früchte verarbeitet, deren Menge, Zuckerund Stärkegehalt bzw. Qualität aufgrund unterschiedlicher Einflussfaktoren in der Vegetations- und Ernteperiode jährlichen Schwankungen unterliegen, kann der mit der Produktion verbundene spezifische Energieeinsatz variieren. Entsprechend können Angaben über Gesamtenergieeinsatz bzw. -emissionen zwischen einzelnen Berichtsperioden deutlich schwanken. Die Berichterstattung von Energieeinsatz und Emissionen entsprechend GRI betrifft den Produktionsbereich und beschränkt sich auf direkte und indirekte energiebezogene Emissionen im Rahmen von Scope 1 und Scope 2 gemäß Definition durch das Greenhouse Gas Protocol. Direkte energiebezogene Emissionen (Scope 1) umfassen den unmittelbaren Einsatz von fossilen Energieträgern (Gas, Öl und Kohle) sowie erneuerbaren Energieträgern (Biomasse) zur Erzeugung von Strom und Prozesswärme in den eigenen Kraftwerken. Indirekte energiebezogene Emissionen (Scope 2) betreffen den Verbrauch zugekaufter Energie wie elektrischen Strom oder Dampf, der zu mittelbaren energiebezogenen Emissionen beiträgt. An Verbundstandorten bestehen segmentübergreifende Energieflüsse. Um Doppelzählungen von Emissionen als Scope 1 und Scope 2 aufgrund der segmentweisen Berichterstattung zu vermeiden, wurden bei der Erhebung entsprechende Anpassungen vorgenommen. (3) Wasserentnahme und Wassereinleitung Kennzahlen zur Wassernutzung in der vorgelagerten Wertschöpfungskette im Zusammenhang mit der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe werden nicht berichtet. (4) Abfall In Abweichung zu den heterogenen lokalen abfallrechtlichen Vorschriften erfolgt eine konzernweit einheitliche Abgrenzung zwischen Produkten und Abfällen. Danach werden z. B. Pressschnitzel, Carbokalk oder Trester dann nicht als Abfall, sondern als Produkt erfasst, wenn eine Nutzung als hochwertiges Futteroder Düngemittel erfolgt. (5) Produkte Die Angaben der Intensitäten bei Energieeinsatz, Emissionen, Wasserentnahme und -einleitung beziehen sich auf die Gesamtmenge der erzeugten Produkte. Dabei wird nicht weiter zwischen Haupt- und Nebenprodukten unterschieden. Berichtsprofil und Prüfung Für das Geschäftsjahr 2017/18 wurde die Nachhaltigkeits berichterstattung wiederum in den Finanzbericht integriert. Die Berichterstattung ist auf wesentliche Nachhaltigkeitsthemen sowie -aktivitäten beschränkt und folgt den Prinzipien von Ausgewogenheit, Klarheit, Genauigkeit, Aktualität, Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit. Die Inhalte und Daten dieses Berichts wurden auf Basis interner Prozesse ermittelt. Sie stammen aus vorhandenen Management- und Reportingsystemen und wurden in den operativen Einheiten der Segmente bzw. Divisionen abgefragt. Die Berichtsinhalte wurden von fachlich zuständigen Mitarbeitern geprüft. Der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Angaben zu Nachhaltigkeitsthemen im Rahmen der nichtfinanziellen Erklärung inhaltlich mit begrenzter Sicherheit (limited assurance) geprüft. Verzeichnis der im Bericht dargestellten GRI-Standardangaben scroll GRI Beschreibung GRI 102: Allgemeine Angaben Organisationsprofil 102-1 Name der Organisation 102-2 Aktivitäten, Marken, Produkte und Dienstleistungen 102-3 Ort des Hauptsitzes 102-4 Betriebsstätten 102-5 Eigentum und Rechtsform 102-6 Bediente Märkte 102-7 Größenordnung der Organisation 102-8 Informationen über Angestellte und andere Mitarbeiter 102-9 Lieferkette 102-10 Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette 102-11 Vorsorgeprinzip oder Vorsichtsmaßnahmen 102-12 Freiwillige Mitgliedschaft in externen Initiativen 102-13 Mitgliedschaften in Verbänden Strategie 102-14 Aussagen der Führungskräfte Ethik und Integrität 102-16 Werte, Richtlinien, Standards und Verhaltensnormen Unternehmensführung 102-18 Führungsstruktur Stakeholdereinbeziehung 102-40 Liste der Stakeholdergruppen 102-41 Tarifverhandlungen 102-42 Bestimmen und Auswählen von Stakeholdern 102-43 Ansatz für die Stakeholdereinbeziehung 102-44 Schlüsselthemen und Anliegen Berichtsprofil 102-45 Entitäten, die in den Konzernabschlüssen erwähnt werden 102-46 Bestimmung des Berichtsinhalts und Themenabgrenzung 102-47 Liste der wesentlichen Themen 102-48 Neuformulierung der Informationen 102-49 Änderungen bei der Berichterstattung 102-50 Berichtszeitraum 102-51 Datum des aktuellsten Berichts 102-52 Berichtszyklus 102-53 Kontakt für Fragen zum Bericht 102-54 Aussagen zur Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI-Standards 102-55 GRI-Inhaltsindex 102-56 Externe Prüfung GRI 103: Managementansatz 103-1 Erklärung der wesentlichen Themen und ihre Abgrenzungen 103-2 Der Managementansatz und seine Komponenten 103-3 Prüfung des Managementansatzes GRI 200: Themenspezifische Standards: Wirtschaft Wirtschaftliche Leistung 201-2 Durch den Klimawandel bedingte finanzielle Folgen und andere Risiken und Chancen Beschaffungspraktiken 204-1 Anteil an Ausgaben für lokale Lieferanten Korruptionsbekämpfung 205-1 Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken geprüft wurden 98 f 205-3 Bestätigte Korruptionsvorfälle und ergriffene Maßnahmen Wettbewerbswidriges Verhalten 206-1 Gesamtanzahl von Verfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten oder Kartell- und Monopolbildung GRI 300: Themenspezifische Standards: Ökologie Materialien 301-1 Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen Energie 302-3 Energieintensität Wasser 303-1 Wasserentnahme nach Quelle Auslassungen: Eine Aufteilung nach Quellen erfolgt nicht, da diese Daten derzeit nicht vollständig im Konzern erhoben werden. Emissionen 305-4 Intensität der THG-Emissionen Abwasser und Abfall 306-1 Abwassereinleitung nach Qualität und Einleitungsort 306-2 Abfall nach Art und Entsorgungsmethode Umweltbewertung der Lieferanten 308-1 Neue Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft wurden 308-2 Negative Umweltauswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen GRI 400: Themenspezifische Standards: Soziales Beschäftigung 401-1 Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation Auslassungen: Angaben zu den Zu- und Abgängen von Mitarbeitern werden nicht nach Regionen unterteilt, da dies als vertraulich eingestuft wird. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 403-2 Art und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Arbeitsausfalltage und Abwesenheit sowie Zahl der arbeitsbedingten Todesfälle Auslassungen: Bei der Datensammlung für Angaben zu Arbeitsunfällen werden aus datenschutzrechtlichen Gründen keine geschlechtsspezifischen Daten erfasst. Da die angegebenen Kenngrößen z. B. aufgrund regionaler Gesetzgebungen nur bedingt durch Südzucker beeinflusst werden können, unterbleibt auch eine Angabe nach Regionen. Über den Krankenstand wird aus Vertraulichkeitsgründen nur auf Konzernebene berichtet. Daten zu Berufskrankheiten werden ebenfalls nicht erhoben; dies obliegt regelmäßig den Berufsgenossenschaften. Die Unfallzahlen der engagierten Partnerfirmen werden aktuell nicht erfasst. Vielfalt und Chancengleichheit 405-1 Vielfalt in Leitungsorganen und der Angestellten Auslassungen: Es werden keine Mitarbeiterzahlen nach Funktionsbereichen erhoben. Angaben zum Management werden nicht nach Regionen unterteil, da dies als vertraulich eingestuft wird. Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 412-1 Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde Soziale Bewertung der Lieferanten 414-1 Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden Kundengesundheit und Kundensicherheit 416-1 Beurteilung der Auswirkungen verschiedener Produkt- und Dienstleistungskategorien auf die Gesundheit und Sicherheit Marketing und Kennzeichnung 417-2 Verstöße im Zusammenhang mit den Produkt- und Dienstleistungsinformationen und der Kennzeichnung 1 Im Berichtsjahr sind keine wesentlichen Korruptionsfälle bekannt geworden. TABELLE 121 Zukunftsgerichtete Aussagen / Prognosen Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Ein Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht in diesem Geschäftsbericht. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. KONTAKTE Investor Relations Nikolai Baltruschat [email protected] Telefon: +49 621 421-240 Telefax: +49 621 421-449 Wirtschaftspresse Dr. Dominik Risser [email protected] Telefon: +49 621 421-428 Telefax: +49 621 421-425 Nachhaltigkeit Dr. Volker Proffen [email protected] Telefon: +49 621 421-547 Telefax: +49 621 421-399 Südzucker im Internet Ausführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internet-Adresse: www.suedzucker.de Herausgeber Südzucker AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Telefon: +49 621 421-0 Fotos Alexander Seeboth Illustrationen Cajsa Holgersson Konzept, Gestaltung und Realisation MPM Corporate Communication Solutions, Mainz Druck und Weiterverarbeitung abcdruck, Heidelberg Papier: Heaven 42 softmatt (c) 2018 FINANZKALENDER Q1 - Quartalsmitteilung 1. Quartal 2018/19 12. Juli 2018 Hauptversammlung Geschäftsjahr 2017/18 19. Juli 2018 Q2 - Halbjahresfinanzbericht 1.Halbjahr 2018/19 11.Oktober 2018 Q3 - Quartalsmitteilung 1. - 3. Quartal 2018/19 10.Januar 2019 Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2018/19 16. Mai 2019 Q1 - Quartalsmitteilung 1. Quartal 2019/20 11.Juli 2019 Hauptversammlung Geschäftsjahr 2018/19 18. Juli 2019 Über diesen Bericht Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Website www.suedzucker.de stehen PDF-Dateien des Geschäftsberichts (deutsch und englisch) sowie des Jahresabschlusses der Südzucker AG zum Download zur Verfügung. Im Interesse einer leichteren Lesbarkeit differenzieren wir nicht geschlechtsspezifisch. Die gewählte Form schließt immer sowohl weibliche wie männliche Personen ein. Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab und betrifft den Zeitraum 1. März bis 28./29. Februar. Zahlen in Klammern beziehen sich jeweils auf den Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Südzucker AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Telefon: + 49 621 421 - 0
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