Annual Report • May 31, 2017
Annual Report
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Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich jeweils auf den Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt.
Sehr geehrte Damen und Herren,
bevor wir an dieser Stelle in gewohnter Weise ausführlich über die Arbeit des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 berichten, lassen Sie uns einen kurzen Blick auf ein maßgebliches Thema werfen: die künftige Ausrichtung des Unternehmens.
Seit der Entscheidung der EU im Juni 2013, wesentliche Regelungen für den europäischen Zuckermarkt ersatzlos auslaufen zu lassen, hat Südzucker bereits zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz der Wertschöpfungskette vom Acker bis zum Kunden eingeleitet und umgesetzt.
Die Frage, wie sich der europäische Zuckermarkt ab Oktober 2017 ohne die bisher gültigen Regelungen darstellen wird, kann heute nicht eindeutig beantwortet werden. Es handelt sich schlichtweg um einen einmaligen Vorgang, weltweit wurde in keiner anderen für die Zuckerproduktion bedeutenden Region der regulatorische Rahmen dermaßen gelockert, wie es in Europa nun der Fall sein wird. Fest steht nur, dass sich diese gravierenden Veränderungen des europäischen Zuckermarktes in hohem Maße auf unser Unternehmen auswirken werden.
Die Entwicklungen auf dem Zuckerweltmarkt werden zukünftig sehr viel unmittelbarer den europäischen Markt beeinflussen. Deshalb wird auch die Fähigkeit unseres Unternehmens, flexibel auf Marktschwankungen zu reagieren, entscheidend für den Erfolg sein. Entsprechende Maßnahmen wurden angestoßen und umgesetzt. Beispielhaft kann an dieser Stelle sicherlich das neue Rübenkontrahierungssystem genannt werden. Unternehmen und Rübenanbauer haben sich frühzeitig auf Konditionen geeinigt, die sowohl eine flexible, marktorientierte Rübenbezahlung, als auch eine längere Auslastung der Zuckerfabriken ermöglichen.
Aufsichtsrat und Vorstand haben ebenso in den übrigen Segmenten die Zukunft im Blick. Zu nennen wäre hier der Bau und die Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage in Zeitz, die nicht nur das Produktspektrum des Unternehmens erweitert, sondern auch die optimale Nutzung der Stoffströme am Verbundstandort Zeitz ermöglicht.
Unter anderem mit diesen Themen haben wir im Geschäftsjahr 2016/17 die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt und ausführlich die Rahmenbedingungen, die Ausrichtung und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens diskutiert. Dabei sind wir den Aufgaben nachgekommen, für die wir nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich sind: den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten.
Bei allen die Südzucker-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Er wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Südzucker-Gruppe -einschließlich der Risikolage - sowie über Risikomanagement und Compliance unterrichtet.
Der Vorstand berichtete in allen Sitzungen des Aufsichtsrats über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats über die aktuelle Entwicklung und alle bedeutenden Geschäftsvorgänge. Gegenstand dieser Berichte waren im Wesentlichen die Lage und Entwicklung des Unternehmens, die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung - jeweils bezogen auf die Südzucker AG und die Südzucker-Gruppe. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsratsvorsitzende an Vorstandssitzungen teil und wurde vom Vorstandsvorsitzenden in zahlreichen Arbeitsgesprächen laufend über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informiert.
Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2016/17 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in vier ordentlichen Sitzungen. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat -jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung -zugestimmt.
Gegenstand der Bilanzsitzung am 18. Mai 2016 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses der Südzucker AG sowie des Konzernabschlusses zum 29. Februar 2016. Der Abschlussprüfer berichtete über die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Bericht des Aufsichtsrats wurden beschlossen. Es wurde weiter die ordentliche Hauptversammlung 2016 vorbereitet; der Aufsichtsrat beschloss die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge. Der Vorstand stellte die aktuelle Compliance-Organisation vor. Der Aufsichtsrat genehmigte Nachträge zu Investitionen sowie Beteiligungsvorhaben und Grundstückskäufe.
In der Sitzung am 13. Juli 2016 - am Tag vor der Hauptversammlung - genehmigte der Aufsichtsrat den Investitionsplan 2017/18, das Langfristinvestitionsprogramm und Investitionsnachträge. Der Finanzvorstand stellte die Mittelfristplanung vor. Der Aufsichtsrat genehmigte außerdem Finanzierungs- und Beteiligungsvorhaben.
In der Sitzung am 17. November 2016 wurde die Ergebnishochrechnung 2016/17 vorgestellt. Wie stets in der November-Sitzung behandelte der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig das Thema Corporate Governance. Er führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch und beschloss die Entsprechenserklärung 2016. Der Aufsichtsrat beschloss auch eine redaktionelle Änderung der Fassung der Satzung. Er genehmigte außerdem Finanzierungs- und Beteiligungsvorhaben, eine Kapitalmaßnahme sowie Investitionsnachträge. Die Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Kirchberg wurde um weitere fünf Jahre verlängert. In der Sitzung am 31. Januar 2017 stellte sich eine Kandidatin der Aktionärsseite für die Aufsichtsratswahl 2017 vor. Es wurde das Thema Organverantwortung im Zusammenhang mit dem Kartellbußgeld 2014 behandelt. Der Finanzvorstand präsentierte die aktuelle Ergebnishochrechnung 2016/17. Der Aufsichtsrat genehmigte Beteiligungs- und Investitionsvorhaben sowie Aktualisierungen des Investitionsbudgets. Der Aufsichtsrat beschloss turnusmäßig eine Anpassung der Vorstandsvergütung.
In der Sitzung am 18. Mai 2016 fehlte ein und in der Sitzung am 17. November 2016 fehlten zwei Mitglieder des Aufsichtsrats entschuldigt. Die fehlenden Mitglieder nahmen aber mittels schriftlicher Stimmabgabe an den Beschlussfassungen teil. Ansonsten waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich in den Sitzungen anwesend. Kein Mitglied des Aufsichtsrats nahm nur an der Hälfte oder an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse teil.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse (Präsidium, Vermittlungsausschuss, Prüfungsausschuss, Landwirtschaftlicher Ausschuss und Sozialausschuss) gebildet, die sich jeweils paritätisch aus Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzen. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.
Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Das Präsidium des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2016/17 viermal. Es behandelte stets strategische Themen. In den Sitzungen am 18. Mai 2016 und am 13. Juli 2016 wurde außerdem die Nachfolgeplanung für den Vorstand besprochen. In den Sitzungen am 17. November 2016 und 18. Januar 2017 wurden der Stand der Kartell-Schadensersatzklagen und die Organverantwortung im Zusammenhang mit dem Kartellbußgeld 2014 behandelt. In der Sitzung am 31. Januar 2017 wurde die turnusgemäße Anpassung der Vorstandsvergütung vorbesprochen.
Der Prüfungsausschuss kam im vergangenen Geschäftsjahr fünfmal - in drei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen - zusammen. In seiner Sitzung am 4. Mai 2016 befasste er sich in Gegenwart des Abschlussprüfers mit dem Jahresabschluss der Südzucker AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers und prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit. In der Sitzung am 14. Juli 2016 erörterte der Prüfungsausschuss das Angebot des Abschlussprüfers für den Prüfungsauftrag und erteilte den Prüfungsauftrag. In der Sitzung am 11. Oktober 2016 befasste er sich, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Halbjahresberichts.
In den Telefonkonferenzen am 5. Juli 2016 und am 10. Januar 2017 erörterte der Prüfungsausschuss die Quartalsberichte Q1 bzw. Q3 2016/17 mit dem Vorstand. Am 10. Januar 2017 beschäftigte er sich außerdem mit den neuen gesetzlichen Vorgaben für Nicht-Prüfungsleistungen und billigte den Katalog erlaubter Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers nebst Anwendungsleitlinien.
In den Sitzungen und Telefonkonferenzen des Prüfungsausschusses waren alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet.
Der Landwirtschaftliche Ausschuss tagte am 17. November 2016. Es wurde über Aktuelles aus dem Geschäftsbereich Landwirtschaft, den Erwerb eines landwirtschaftlichen Betriebs in Thüringen und über die Agrar-Aktivitäten in Moldau berichtet und diskutiert.
Über die Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung.
Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Ebenso hat der Sozialausschuss nicht getagt.
Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 17. November 2016. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse.
Am 10. Januar 2017 fand das turnusmäßige Fraud-Gespräch zwischen Vorstand, Abschlussprüfer und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie des Prüfungsausschusses statt. Es wurde dort über die Einschätzung von Geschäftsrisiken und Maßnahmen zur Begrenzung des Fraud-Risikos informiert und anschließend diskutiert.
Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei Südzucker einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der - von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen -Entsprechenserklärung 2016 finden Sie im Corporate-Governance-Bericht. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/ zur Verfügung-Verfügung.
Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und fristgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Südzucker-Gruppe; auch hierüber hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich informieren lassen.
Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenkonflikt -insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden.
Die von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte Pricewaterhouse-Coopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2016/17, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2016/17 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. PwC prüft seit dem Geschäftsjahr 2003/04 den Konzern- und Einzelabschluss. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer bei PwC ist seit 2016/17 Michael Conrad.
Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, dass die SZVG über 50 % der Stimmrechte an der Südzucker AG hält, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.
Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 9. Mai 2017 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 17. Mai 2017 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Südzucker AG und den Konzernabschluss der Südzucker-Gruppe in seiner Sitzung am 17. Mai 2017; der Jahresabschluss der Südzucker AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands vom 24. zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,45 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an.
Im Aufsichtsrat und im Vorstand gab es im Geschäftsjahr 2016/17 keine Veränderungen.
Gemeinsam mit dem Vorstand gedenkt der Aufsichtsrat aller im Berichtsjahr verstorbenen Mitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe. Dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Südzucker AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Mannheim, 17. Mai 2017
Für den Aufsichtsrat
Dr. Hans-Jörg Gebhard, Vorsitzender
Die Südzucker AG, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Mannheim, ist die Muttergesellschaft der Südzucker-Gruppe und gleichzeitig die größte operative Gesellschaft. In den Konzernabschluss sind - neben der Muttergesellschaft Südzucker AG - 152 (153) Gesellschaften einbezogen, bei denen die Südzucker AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Die Equity-Bewertung wurde bei 16 (16) Gesellschaften angewendet. Weitere Details zu Beteiligungen finden sich ab Seite 80 "Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB" des Anhangs in diesem Geschäftsbericht.
Die Südzucker-Gruppe umfasst die vier Segmente Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Dabei sind die Segmente Zucker, Spezialitäten und Frucht in insgesamt 13 Divisionen untergliedert, die das operative Tagesgeschäft steuern. Das Segment CropEnergies wird als eigenständige Unternehmenseinheit geführt. Konzernfunktionen werden in den Bereichen Betriebswirtschaft/Controlling, Co-Produkte, Einkauf Hilfs- und Betriebsstoffe, Einkauf Investitions-, Instandhaltungsgüter und Dienstleistungen, Finanzen und Rechnungswesen, Forschung/ Entwicklung/Services, Ingenieurwesen, Investor Relations, Landwirtschaftliche Forschung, Lebensmittelrecht/ Verbraucherpolitik/ Qualitätssicherung, Liegenschaften/Versicherungen, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation/IT, Personal, Recht, Revision, Steuern, Strategische Unternehmensplanung/Konzernentwicklung/Beteiligungen, Zucker/Verkauf, Zucker/Produktion sowie Zucker/Rübe von den entsprechenden Geschäftsbereichen/Zentralabteilungen wahrgenommen. Daneben sind administrative Aufgaben in Shared-Finance-Centern sowie Forschungsaktivitäten an mehreren Forschungsstandorten zusammengefasst.
Im Segment Zucker werden Zucker und Zuckerspezialitäten sowie Futtermittel produziert und vermarktet. Das Segment Zucker umfasst den Geschäftsbereich Zucker mit den vier Divisionen in Belgien (Raffinerie Tirlemontoise S.A., Tienen), Deutschland (Südzucker AG, Mannheim), Frankreich (Saint Louis Sucre S.A.S., Paris) und Polen (Südzucker Polska S.A., Wrodaw) sowie den Vertriebsgesellschaften in Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien und Spanien. In der Division AGRANA Zucker ist die Zuckerproduktion in Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammengefasst. Des Weiteren bestehen die Divisionen Zuckerproduktion in Moldau (Südzucker Moldova S.A., Chisinau) und Landwirtschaft (Südzucker AG, Geschäftsbereich Landwirtschaft; Agrar und Umwelt AG Loberaue, Rackwitz; Terra eG, Sömmerda). At Equity einbezogen werden das britische Handelshaus ED&F Man Holdings Limited, die AGRANA-Studen-Gruppe (einschließlich Zuckerproduktion in Bosnien) und das italienische Vertriebs-Joint-Venture Maxi S.r.l.
Das Segment Spezialitäten beinhaltet die vier Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe und Stärke. BENEO produziert und vermarktet Inhaltsstoffe aus verschiedenen Rohstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung mit ernährungsphysiologischen und technologischen Vorzügen. Die Freiberger-Gruppe ist Produzent von tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlten Pastagerichten und Snacks mit klarem Fokus auf das Handelsmarkengeschäft. Die PortionPack-Europe-Gruppe ist auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von Portionsartikeln spezialisiert. Die Division Stärke umfasst das Stärke- und Bioethanolgeschäft der AGRANA mit der österreichischen Kartoffel-, Mais- und Weizenstärkeproduktion, der Maisstärkefabrik in Rumänien sowie der Bioethanolproduktion in Österreich. Der Division Stärke ist außerdem die Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz zugeordnet. Die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe in Ungarn werden at Equity einbezogen.
Die Bioethanolaktivitäten der Südzucker-Gruppe an den vier Produktionsstandorten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien sowie die Handelsaktivitäten in Brasilien und Chile sind im Segment CropEnergies gebündelt und werden als börsennotierte AG geführt. CropEnergies ist einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für den Kraftstoffsektor in Europa sowie von Lebens- und Futtermitteln. Zudem ist CropEnergies zu 50 % an der CT Biocarbonic GmbH beteiligt, die in Zeitz eine Produktionsanlage zur Herstellung von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität betreibt; diese Gesellschaft wird at Equity einbezogen.
Das Segment Frucht umfasst die beiden Divisionen Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) und Fruchtsaftkonzentrate (AUSTRIA JUICE). Die weltweit tätigen Unternehmen des Segments Frucht beliefern internationale Lebensmittelkonzerne vor allem aus der Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und alkoholfreien Getränkeindustrie.
Der Vorstand der Südzucker AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung für den Vorstand bestimmt die nähere Ausgestaltung der Vorstandsarbeit. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der Südzucker AG für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.
Der Vorstand hat für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen Sorge zu tragen. Ebenso ist er für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen verantwortlich. Des Weiteren hat der Vorstand für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance).
Auch für die Leitungsorgane auf Ebene der Segmente und Divisionen ist Compliance die Basis für das Führen des operativen Tagesgeschäfts. Im Rahmen einer Matrixorganisation werden sie von zentralen Konzernfunktionen, die mit einem fachlichen Weisungsrecht ausgestattet sind, unterstützt und beraten.
Im Mittelpunkt der Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Im Rahmen des Wertmanagements strebt Südzucker in den Segmenten und Divisionen an, mit der Rendite auf das eingesetzte Kapital eine Prämie über die Kapitalkosten hinaus zu erzielen und hierdurch einen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen.
Zur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt Südzucker ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet, darauf aufbauend, zentral definierte Kennzahlen an; wesentliche Kennzahlen sind das operative Ergebnis und die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE).
Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung um das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie um das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen bereinigt. Das eingesetzte Kapital (Capital Employed) umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- und Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag. Der ROCE entspricht dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Südzucker ermittelt die Kapitalkosten für das eingesetzte operative Vermögen als Durchschnitt der gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Kapitalkosten werden für die Segmente und Divisionen spezifiziert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Diese finanziellen Leistungsindikatoren stellen für die Südzucker-Gruppe derzeit die wesentlichen steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren dar.
Die Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment-Grade-Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsinstrumenten sicherstellt. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Finanzinstrumenten wie Hybrid-Eigenkapital, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankkredite. Zur unterjährigen Finanzierung der der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden vorrangig durch die Nutzung des Commercial-Paper-Programms von insgesamt 600 Mio. € sowie syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien gewährleistet.
Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an den für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Faktoren. Die im Finanzmanagement von Südzucker verwendeten Kenngrößen für die Kapitalstruktur sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme).
Für die Südzucker AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches bilden dagegen die Größen Umsatzerlöse, Betriebsergebnis (HGB) und die Nettofinanzschulden die finanziellen Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung.
Unser Ziel ist es, ein profitables Wachstum zu erreichen und dabei unserer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Damit steigern wir den Unternehmenswert nachhaltig.
Verantwortungsvolles Handeln ist die Voraussetzung für langfristigen ökonomischen Erfolg. Die Unternehmensführung bekennt sich zu einer nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens, in deren Kern der sorgfältige Umgang mit allen genutzten Ressourcen steht. Kein Geschäft ist es wert, der Natur als unserem Partner Schaden zuzufügen.
Globale Megatrends, wie die wachsende Weltbevölkerung und steigende Einkommen, führen zu einer steigenden Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln sowie erneuerbarer Energie. Wir richten unsere Geschäftsfelder weiterhin daran aus.
Mit ihren vier Segmenten ist die Südzucker-Gruppe in Bereichen tätig, die auch mittel-bis langfristig von diesen Megatrends profitieren. Diese werden Wachstumsmotoren bleiben und neue Perspektiven bieten. So wird sich insbesondere auch in den Schwellenländern die Nachfrage nach unseren Produkten weiter erhöhen. Beispielsweise wird damit gerechnet, dass der weltweite Zuckerverbrauch weiterhin um durchschnittlich rund 2 % pro Jahr steigt - von derzeit leicht über 180 Mio. t auf etwa 200 Mio. t im Jahr 2025.
Dabei orientieren wir uns am Return on Capital Employed (ROCE).
In unseren Geschäftsfeldern wollen wir unsere Position auf den Inlands- und unseren Exportmärkten stärken und Maßstäbe setzen. Ziel ist es, die Nummer 1 oder eine starke Nummer 2 zu sein.
Die Aufhebung der Exportbeschränkungen für europäischen Rübenzucker wird wieder vermehrt Vermarktungschancen auf dem Weltmarkt bieten. In diesem veränderten Marktumfeld sieht sich Südzucker als Europas größter Anbieter von Rübenzucker mit leistungsfähigen Fabriken in den wettbewerbsfähigsten europäischen Rübenanbaugebieten in einer guten Position. Ausgehend von der Produktion in den europäischen Kernmärkten und damit der Nähe zu den Industriekunden und den wichtigsten Zuckerverbrauchsmärkten ist Südzucker in der Lage, Kunden in ganz Europa mit Zuckerprodukten kostenoptimal zu beliefern. Der nächste Schritt ist die Ausweitung der Zuckerproduktion in Verbindung mit dem Aufbau einer globalen Vertriebsstruktur, um weltweit tätige Kunden aus einer Hand direkt beliefern zu können. Zusätzliche Vermarktungschancen für Weltmarktzucker nutzen wir durch die Zusammenarbeit mit dem britischen Handelshaus ED&F Man, London.
Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit verbessert Südzucker kontinuierlich die Kosten- und Logistikstrukturen im Zuckersegment; dazu gehört auch die künftige höhere Auslastung unserer Rübenzuckerfabriken.
Wir legen den Fokus auf unsere Kernkompetenzen, die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen und die damit verbundene Logistik mit dem Ziel, dieses Know-how ständig weiterzuentwickeln. Dafür forschen wir intensiv - insbesondere zu den Themen Rohstoffsicherung, Verarbeitungstechnologie, Produktinnovationen sowie Nutzung und Veredelung von Produkten (^Forschung und Entwicklung).
Mit der breiten Basis unseres Portfolios sowie einer Diversifizierung in verschiedenen Regionen und Märkten sorgen wir für ein ausgeglichenes Risikoprofil. Diesen Ansatz verfolgen wir weiter.
Dabei sollen sich gezielte Wachstumsaktivitäten an unserer Kernkompetenz orientieren, um Synergien über den gesamten Wertschöpfungsprozess - von der Rohstoffgewinnung über die Veredelungsstufen bis zum Endkunden - nutzen zu können.
Synergien nutzen wir insbesondere auch durch die Stärkung von Verbundstandorten, an denen für unterschiedliche Segmente produziert wird. Dies schont die natürlichen Ressourcen, reduziert die Kosten und trägt damit zum wirtschaftlichen Erfolg bei.
Wir verfolgen eine solide Finanzierungsstrategie. Ziel ist, die nachhaltige Cashflow-Kraft des Südzucker-Konzerns zu stärken sowie stabile Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen zu pflegen und den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und Banken zu sichern.
Zur Sicherung des zukünftigen Wachstums werden wir alle Geschäftsfelder weiter stärken. Neben Ersatzinvestitionen und Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz in allen Segmenten und Divisionen liegt ein Fokus auf dem Auf- und Ausbau von Verbundstandorten, dort werden Investitionen segmentübergreifend realisiert.
Gleichzeitig wird die Internationalisierungsstrategie in Form der ständigen Prüfung von Akquisitionsmöglichkeiten unverändert fortgeführt.
Unsere weltweit tätigen Mitarbeiter tragen den Erfolg des Unternehmens durch ihre fachliche Kompetenz, die Erfahrungen, die sozialen Fähigkeiten und ihr Engagement. Die verschiedenen Maßnahmen der Personalpolitik werden so eingesetzt, dass die Mitarbeiter die Strategie des Unternehmens unterstützen und in der Lage sind, unter den sich verändernden Rahmenbedingungen erfolgreich zu agieren.
| ― | Unsere Kernkompetenz ist die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen in unterschiedlichen Geschäftsbereichen. Unsere Expertise bezieht die gesamte Wertschöpfungskette von unseren Lieferanten bis zu unseren Kunden ein. |
| ― | Dabei können wir auf gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter bauen. Sie sind Träger unseres Know-hows, unserer Erfahrung und unserer Innovationskraft bei Produktion, Vermarktung und Logistik. |
| ― | Wir stehen für Qualität und Zuverlässigkeit sowie die Produktion von guten und sicheren Produkten. |
| ― | Wir pflegen einen fairen Umgang mit unseren Stakeholdern. |
| ― | In unseren Geschäftsfeldern können wir auf eine starke Marktposition bauen. |
| ― | Die Unternehmenstradition bildet eine feste Basis für unsere Werte. |
| ― | Wir respektieren die Ansprüche künftiger Generationen. |
| ― | Wir halten die gesetzlichen Bestimmungen und die unternehmensinternen Richtlinien ein. |
| ― | Wir handeln wirtschaftlich und traditionell nachhaltig: Ein langfristig orientierter, sorgfältiger und verantwortlicher Umgang mit der Natur und allen Ressourcen ist Grundlage unseres Geschäfts. |
| ― | Wir sind ein verlässlicher Partner für unsere Lieferanten und Kunden. |
| ― | Wir sind ein verantwortungsbewusster Arbeitgeber, der die Potenziale seiner Mitarbeiter fördert, deren individuelle Persönlichkeiten schätzt und achtet. |
| ― | Wir pflegen eine offene und transparente Kommunikation mit unseren Aktionären und allen weiteren Kapitalmarktteilnehmern. |
| ― | Die von uns produzierten Lebensmittel sollen Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. |
Wesentliche Basis des Südzucker-Geschäftsmodells ist die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu hochwertigen Produkten. Es ist daher die Kernaufgabe unserer Forschung, alle Schritte des Wertschöpfungsprozesses vom Anbau der Rohstoffe über die Prozesstechnologie bis zu den Endprodukten kontinuierlich zu optimieren und weiterzuentwickeln. Ein weiterer Fokus liegt auf der Evaluierung neuer Rohstoff- und Produktkonzepte unter Einsatz neuer Technologien oder auf Basis neuer interessanter Rohstoffe, um das Produktportfolio zu erweitern und neue Geschäftsfelder zu erschließen.
Gruppenweit und länderübergreifend werden Projekte für den gesamten Konzern - auch in Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, anderen Unternehmen, staatlichen Institutionen oder Universitäten auch im Rahmen von öffentlich geförderten Projekten - durchgeführt. Der gruppenweite Austausch, die gemeinsame Bearbeitung und das Bereitstellen der Informationen für alle Beteiligten der Südzucker-Gruppe gewährleisten den Transfer der Ergebnisse aus Forschung und Versuchswesen in die Praxis.
Zur Sicherung des Know-hows und zur Stärkung der Marktposition insbesondere im Bereich der funktionellen Zutaten und Stärkederivate wurden im Geschäftsjahr 2016/17 weitere Patentanmeldungen eingereicht.
Für den Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Services arbeiten in der Südzucker AG 143 (142) Mitarbeiter. Das Gesamtbudget betrug 2016/17 insgesamt 20.245 (20.345) Tsd. €.
Kernthemen für die landwirtschaftliche Forschung sind Ansatzpunkte zur Sicherung von Ertrag und Qualität der im Konzern verarbeiteten agrarischen Rohstoffe - insbesondere die im Vertragsanbau produzierten Rohstoffe Zuckerrübe und Zichorie. Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise das Institut für Zuckerrübenforschung oder das zusammen mit den süddeutschen Rübenanbauern getragenen Kuratorium für Versuchswesen und Beratung spielen hier eine wesentliche Rolle. Gemeinsam arbeiten wir unter Berücksichtigung der individuellen und nationalen Gegebenheiten und Anforderungen an praxisorientierten Feldversuchen in den jeweiligen Ländern.
Der Fokus all unserer Aktivitäten ist, unsere Rohstofflieferanten intensiv zu beraten und ihnen die Möglichkeiten einer nachhaltigen und umweltschonenden Effizienzsteigerung - abgestimmt auf ihre Region mit den entsprechenden Gegebenheiten - aufzuzeigen.
In Deutschland beispielsweise sind die Versuchsfragen auf die zukünftigen Herausforderungen z. B. des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz der Bundesregierung abgestimmt, die unter anderem die Minimierung des Risikos bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zum Ziel hat.
Für den bedarfsorientierten, integrierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zur gezielten Kontrolle von Krankheiten und Schädlingen spielt die Bekämpfung von Resistenzen, Fruchtfolgekrankheiten, neu auftretenden Pathogenen und Schädlingen, die Entwicklung alternativer Verfahren zur Ergänzung des chemischen Pflanzenschutzes sowie dessen Optimierung durch verbesserte Prognosemodelle eine wichtige Rolle. Aktuell gibt es einen innovativen Ansatz, die Unkrautkontrolle durch den Einsatz von Zuckerrübensorten mit einer Resistenz gegen Herbizide aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe weiter zu optimieren.
Die Überprüfung der Sortenleistung hinsichtlich Ertrag, Qualität und Lagereignung in Kombination mit Resistenzen gegen bedeutende Pathogene wie Nematoden, Blattkrankheiten und Wurzelfäulen nimmt einen Schwerpunkt der Versuchstätigkeit ein. Gleichzeitig soll die Widerstandsfähigkeit auch gegen abiotische Faktoren wie z. B. Hitze und Trockenheit erhöht werden. Sowohl national als auch international werden die Sorten an einer Vielzahl von Standorten unter den jeweiligen Umweltbedingungen geprüft.
Das Ziel des Projekts "Betamorphosis" ist, die Effizienz des Zuckertransportes innerhalb der Pflanze zu steigern. Im Folgeprojekt "Betahiemis" wird an der Erhöhung der Frosttoleranz von Zuckerrüben gearbeitet. Für Chicoree gibt es Ansätze, den Inulin-Qualitätsabbau im Laufe einer Kampagne zu verlangsamen. Dabei kommen unter anderem neue molekularbiologische Methoden des Genome Editing wie z.B. CRISPR/Cas9 zur Anwendung.
Im Rahmen des "smart farmings" wollen wir die Beratungs- und Informationsqualität in der Landwirtschaft verbessern. Die Erfassung, Auswertung und Verknüpfung einer Vielzahl von Daten wird zunehmend als Entscheidungshilfe für den Landwirt dienen. So soll der Einsatz von Betriebsmitteln optimiert, Effizienz und Produktivität vorangetrieben, Kosten im Anbau reduziert und - nicht zuletzt - die Umweltbelastung gesenkt werden.
Bei längeren Kampagnen werden die Themen effiziente und schonende Ernte sowie verlustarme Lagerung der Rohstoffe, wie z. B. von Zuckerrüben am Feldrand, an Bedeutung zunehmen. Hier arbeiten wir gemeinsam mit den Herstellern der Rodetechnik an Lösungen und nutzen dabei die Möglichkeiten der Integration einer innovativen Sensortechnologie bzw. des Bodenbioms.
Schwerpunkte im Bereich der Zuckertechnologie sind die Verbesserung einzelner Prozessstufen sowie die Optimierung der Produktqualität. Auch im Hinblick auf künftig längere Kampagnen werden in Zusammenarbeit mit Experten aus der Zuckerproduktion Modelle zur Bewertung der Effizienz einzelner Prozessabschnitte entwickelt und anschließend technologische Maßnahmen zur Reduzierung von Zuckerverlusten sowie zur Energieeinsparung und Einsparung von Hilfsstoffen implementiert. Mit dieser konzernweiten technologischen Harmonisierung des Rübenverarbeitungsprozesses können unter Berücksichtigung lokaler Rahmenbedingungen und der verfügbaren technischen Ausstattung weitere Optimierungspotenziale einzelner Werke evaluiert werden, um durch gezielte Maßnahmen die Wirtschaftlichkeit weiter zu verbessern.
Darüber hinaus werden Investitionsmaßnahmen bewertet und technologisch begleitet. Die Bandbreite erstreckt sich von Versuchen auf Pilotanlagen bis zur Inbetriebnahme von neu installierten Anlagenteilen.
Im Bereich Produktentwicklung Zucker und Zuckerspezialitäten wird an Rezepturen - mit dem Fokus auf Markttrends wie Clean-Label und der Verwendung natürlicher Zutaten -, an neuen Produktionskonzepten und Technologien sowie an Einzelhandelsprodukten gearbeitet.
Die Produktion von Palatinose™ wurde auf einen neu entwickelten Biokatalysator umgestellt, um den Rohstoff Saccharose möglichst optimal zu nutzen. Im Produktsortiment der Fructane wurden neue Varianten mit spezifischen Eigenschaftsprofilen - unter anderem eine Bio-Variante auf Basis von AgaveInulin - erfolgreich im Markt platziert. Durch eine physikalische Behandlung wurden neue Varianten funktionaler Reisstärken mit einem verbesserten Eigenschaftsprofil entwickelt. Die so hergestellten Stärken haben den Vorteil, dass sie zur Herstellung von Clean-Label-Produkten verwendet werden können. Die in der Pilotanlage gewonnenen Erkenntnisse konnten problemlos in die Produktionsanlage übertragen werden.
Die physiologischen Eigenschaften von Palatinose™, Inulin und Oligofruktose wurden anhand ernährungswissenschaftlicher Forschung und experimenteller Studien weiter untermauert. Der Fokus der Arbeiten lag auf der vorteilhaften Wirkung der Palatinose™ für Blutglukoseregulation und Energiestoffwechsel sowie von Inulin und Oligofruktose auf die Darmgesundheit.
Der Bereich Produktentwicklung funktioneller Lebensmittelzutaten ist geprägt durch die Erarbeitung von Anwendungskonzepten sowie eine Vielzahl kundenorientierter Fragestellungen und Entwicklungen.
Für galenlQ stehen die Verwendungsmöglichkeiten in Tabletten, dragierten Produkten und Pulveranwendungen sowie neue Varianten mit einem speziellen Partikelgrößenspektrum im Fokus der Entwicklungsaktivitäten.
Die technologischen Vorteile von Isomalt zeigen sich insbesondere in unterschiedlichsten Kaugummi- und Hartkaramellen-Anwendungen. Für den Kaugummi-Sektor wurde das Konzept des transparenten, sogenannten "Translucent"-Coatings entwickelt.
Die Palatinose™-haltige Fertigglasur mit einer reduzierten Klebrigkeit konnte erstmals im größeren Maßstab hergestellt werden. Weiterhin wurden Rezepturen mit hohem Palatinose™-Anteil für die Herstellung von milchhaltigen Getränken entwickelt.
Bei Inulin und Oligofruktose stehen Formulierungen in Backwaren und Milchprodukten zur Zucker- oder Fettreduktion im Vordergrund der Entwicklungsaktivitäten. So konnte beispielsweise der Fettgehalt im Frischkäse reduziert werden.
Anwendungstechnische Entwicklungen für den Einsatz von Reisstärke und Reismehl in Säuglingsnahrungsprodukten und Backwaren werden vorangetrieben.
Pflanzliche Proteine, wie beispielsweise texturiertes Gluten und Reismehl, sind gefragte Zutaten für den dynamisch wachsenden Markt für vegetarische und vegane Lebensmittel. Hier forschen wir mit Hochdruck an neuen Kombinationen aus Gluten und Reis- oder Weizenmehl mit unterschiedlichen Eigenschaftsprofilen. Durch die Investition in einen eigenen Technikumsextruder können wir schneller und flexibler neue Produkte entwickeln.
Der Reifegrad von Getreide und vor allem von Mais hat einen wesentlichen Einfluss auf die Verarbeitbarkeit des Rohstoffs sowie auf die Eigenschaften der daraus gewonnenen Stärke. Mit der für die Weizenverarbeitung erweiterten Pilotanlage wurden Rohstoffe unterschiedlicher Reifegrade verarbeitet. Dabei wurden die Verarbeitungseigenschaften charakterisiert und die gewonnene Stärke analytisch untersucht.
Außerdem werden zur Qualitätsbeurteilung anwendungstechnische Untersuchungen in Lebensmittelanwendungen und im Non-Food-Bereich durchgeführt.
Entsprechend den Markttrends "Vegan" und "Clean Label" konzentrierten sich die Forschungsaktivitäten auf die Entwicklung entsprechender Stärken für die Lebensmittelindustrie. Für den veganen Markt wurde z. B. eine neue Rezeptur erarbeitet, mit der in verschiedenen Backwarenrezepturen die gesamte Ei-Menge substituiert werden kann.
Auch in den technischen Bereichen gewinnen Nachhaltigkeitskriterien zunehmend an Bedeutung und bestimmen die Anforderungen des Markts.
Innovative Lösungen konnten im Bereich der Stärkeklebstoffe für den Markt bereitgestellt werden. Ein spezielles Schaumauftragsverfahren führte zur Entwicklung neuer Stärkeprodukte, die in der Praxis eine schnellere Verklebung bei gleichzeitiger Reduktion der Leimauftragsmenge ermöglichen.
Im Trockenmörtelbereich setzt sich der Trend zu hochspezialisierten Stärkeprodukten fort. Potenzial bietet die Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften von Fliesenklebern und Spachtelmassen. In Zusammenarbeit mit namhaften Herstellern konnten hochmodifizierte Stärkeether entwickelt und am Markt platziert werden.
Im Bereich Geothermie und Erdölbohrung konnten neue verdickende Stärkeether für Bohrspülmassen entwickelt werden. Durch die Herstellung von hochderivatisierten Stärken stehen dem Markt neue Produkte mit interessanten Eigenschaftsprofilen zur Verfügung.
Die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der biologisch abbaubaren Kunststoffe wurde weiter intensiviert. So kann nun thermoplastische Stärke in beträchtlichen Anteilen für die Herstellung von biologisch abbaubaren Folien eingesetzt werden. Produkt- und Prozessoptimierungen ermöglichen kundenspezifische Lösungen. Dies verbessert nicht nur die Nachhaltigkeit im biopolymeren Endprodukt, sondern reduziert auch die Kosten für die Biokunststoffproduktion.
Für die Kosmetikindustrie wurden neue Stärkeprodukte für die Anwendung in Trockenhaarshampoos entwickelt und zur Produktionsreife geführt. In Rezepturen von Flüssigshampoos und Hairconditioner konnten erdölbasierte Komponenten durch neu entwickelte Stärkeverdicker ersetzt werden. Diese Produkte sind besonders haar- und kopfhautschonend.
In den Bioethanol-Produktionsanlagen soll ein möglichst breites Spektrum an Rohstoffen zur Fermentation eingesetzt werden. So stand die Evaluierung neuer Aufschlusstechnologien sowie neuer Enzyme und Hefen auf ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund.
Ebenfalls im Fokus stehen die Identifizierung und Umsetzung von Energieeinsparpotenzialen -eng verbunden mit dem Einsatz optimierter Techniken zur Prozessautomation. Weiterentwicklungen werden jeweils auf die verschiedenen Anlagen der CropEnergies-Gruppe übertragen. Beispiele sind die Erhöhung der Trocknungskapazitäten für Bioethanol und die Optimierung der Glutentrockung in Wanze/Belgien, die Verbesserung der Produktqualität und die Kapazitätserhöhung der DDGS-Pelletierung in Zeitz sowie die reibungslose Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton/Großbritannien, wo sich die technologischen und technischen Anpassungen auch positiv auf die Prozessstabilität auswirkten.
Nach wie vor werden qualitätsrelevante Fragestellungen bearbeitet sowie der Normungsprozess von Ethanol und ethanolhaltigen Kraftstoffen auf deutscher und europäischer Ebene unterstützt. In Studien mit europäischen Experten wurden die technischen Möglichkeiten für den Einsatz von Ottokraftstoffen mit einem Ethanolanteil von bis zu 25 Vol.-% weiterentwickelt. Diese Ausarbeitungen dienen als Vorlage für eine Normung zukünftiger Kraftstoffe mit höherem Ethanolanteil. Im Fokus stehen weiterhin wissenschaftliche Studien zur verbesserten Energieeffizienz solcher Kraftstoffe im Vergleich zu den bekannten Ottokraftstoffen.
Im Bereich der Rohstoffbeschaffung wurde durch den Einsatz neuer Technologien die Aktivität der Mikroorganismen auf der Oberfläche der geernteten Früchte erheblich reduziert und deren Haltbarkeit damit verbessert. Durch eine neuartige Behandlung der Früchte vor dem Einfrieren konnten signifikante Texturverbesserungen beim Auftauen erzielt werden. Diese neuen Verfahren bringen neben den sensorischen Verbesserungen erhebliche Einsparungen in der weiteren Verarbeitung mit sich.
In Kooperation mit der Technischen Universität Wien wurden neue Erkenntnisse zur Optimierung von Kühlern gewonnen. Deren Implementierung in die Produktion reduziert die Schädigung der Früchte während der Verarbeitung.
Die sensorischen Eigenschaften von Fruchtzubereitungen konnten durch eine Optimierung der Pasteurisationsparameter und der Prozessführung signifikant verbessert werden. Gleichzeitig bleibt der hohe mikrobielle Qualitätsstandard erhalten.
Für die Verwendung in Eiskrem wurde eine neuartige Fruchtzubereitung entwickelt, die sich bei der Produktion und im fertigen Produkt aufgrund ihrer Textur weder mit dem Eis noch mit dem Schokoladeüberzug vermischt. Chia-Samen gelten als neuer interessanter Rohstoff mit großem Potenzial für Anwendungen in Lebensmitteln. Die Forschungsaktivitäten konzentrierten sich auf die Isolierung der äußeren Samenschicht, die hauptsächlich aus Mucopolysacchariden besteht und stark verdickende Eigenschaften aufweist. Dieser Stabilisator ist dem Hydrokolloid Xanthan ähnlich, allerdings mit einer wesentlich höheren Verdickungskraft. Das gewonnene Material wurde erfolgreich zur Stabilisierung einer Reihe von Lebensmitteln, wie beispielsweise Mayonnaise, Ketchup, Fruchtzubereitungen, Backwaren oder Schlagsahne, eingesetzt.
Südzucker verfolgt das Ziel, Produktionsanlagen als integrierte Bioraffinerien (^Stichwort Bioraffinerie) zu betreiben und durch die Gewinnung weiterer Wertkomponenten die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Produktionsanlagen zu steigern. Von Interesse sind Konzepte für gekoppelte Nutzungspfade für die energetische und stoffliche Nutzung der Nebenströme, die in eigenen und insbesondere auch in öffentlich geförderten Projekten verfolgt werden.
In dem EU-Projekt "PROMINENT" wird beispielsweise die effiziente Nutzung von proteinhaltigen Nebenströmen der Bioethanolproduktion, wie z. B. Gluten, Distillers' Dried Grains with Solubles (DDGS) und Concentrated Distillers' Solubles (CDS) untersucht. Im Rahmen der Gemeinsamen Technologieinitiative (Joint Technology Initiative - JTI) Bio-based Industries (BBI) werden mit europäischen Partnern aus Industrie und Wissenschaft Verfahrenskonzepte entwickelt, um aus Teilströmen der Bioethanolproduktion neue Proteinprodukte für Lebensmittelanwendungen zu generieren. In der ersten Phase konnten proteinhaltige Prozessteilströme auf Basis von Weizen identifiziert und erste hochfunktionelle Proteinprodukte isoliert werden. Diese vielversprechende Alternative zu tierischen Proteinen kann einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige, gesunde Ernährung leisten und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit bestehender Anlagen verbessern.
Bioraffination ist der nachhaltige Umwandlungsprozess von Biomasse in nutzbare höherwertige Produkte, wie Nahrungs- und Futtermittel sowie Chemikalien und Energie in Form von Kraftstoff, Strom oder Wärme.
Im Rahmen der Bioethanolfolgechemie wird weiterhin an Konzepten zur Gewinnung von C4-Bausteinen als Rohstoff für die chemische Industrie gearbeitet, der Fokus liegt auf der chemisch-katalytischen Umwandlung von Ethanol zu Butanol. In einem ersten Schritt wurden geeignete Katalysatoren identifiziert, aktuell wird eine Pilotanlage für ein kontinuierliches Verfahren installiert, um die Reaktionsführung und Ausbeute weiter zu optimieren.
Produkte auf Basis von Kohlenhydraten sind in Bezug auf die Nachhaltigkeit insbesondere für den Kunststoffsektor hochinteressant. Deshalb wird das Thema Biobased Chemicals hinsichtlich Rohstoffbasis und Technologien intensiv verfolgt und in verschiedenen öffentlich geförderten Projekten Know-how für fermentative und chemisch-katalytische Verfahren generiert. Dieses Know-how wird für eigene Forschungsansätze genutzt, um Produkte auf Basis von Kohlenhydraten herzustellen. Vielversprechende Resultate ermöglichten erste Patentanmeldungen zu biobasierten Produkten. Nächster Schritt ist die Planung einer kontinuierlich arbeitenden Pilotanlage.
Ein Beispiel ist das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt "ZeroCarb FP", das im Rahmen der Innovationsallianz industrielle Biotechnologie implementiert wurde. Hier wird die stoffliche Nutzung von hochreinem Kohlendioxid aus der Bioethanol-Fermentation verfolgt. Im Fokus steht die Entwicklung eines Kultivierungsverfahrens für einen Mikroorganismus, der CO2 fixiert und chemische Zwischenprodukte liefert. Die auf diese Weise gewonnenen Biobased Chemicals können als Alternative zu petrochemischen Produkten eingesetzt werden sowie einen positiven Beitrag für die Nachhaltigkeit und die Gesamtökonomie der Bioethanolanlagen leisten. In der ersten Phase wurde ein zweistufiges biotechnologisches Verfahren für eine organische Säure mit einem besonders breiten Substitutionspotenzial für erdölbasierte Chemikalien entwickelt. Die Ergebnisse sind vielversprechend und sollen nun in einer größer dimensionierten Anlage verifiziert werden.
Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der Südzucker AG 2.501 (2.446) Mitarbeiter beschäftigt.
Bei der Betrachtung der Beschäftigung nach Regionen sind keine wesentlichen Veränderungen festzustellen. Nach wie vor ist ein knappes Viertel aller Mitarbeiter in Deutschland tätig, etwas mehr als die Hälfte der Belegschaft ist in anderen EU-Ländern beschäftigt. Im übrigen Ausland arbeiten 25 %.
Über 70 % aller Mitarbeiter stehen in einem Beschäftigungsverhältnis, das durch einen Kollektivvertrag geregelt ist.
Von den insgesamt beschäftigten Arbeitnehmern befinden sich rund 13 % in einem befristeten Arbeitsverhältnis. Dies sind überwiegend saisonal beschäftigte Mitarbeiter, die im Wesentlichen bei der Ernteunterstützung bzw. in den Verarbeitungskampagnen tätig sind.
Mit einer Vielzahl von Angeboten unterstützt Südzucker die Mitarbeiter, um beispielsweise die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Dazu gehören unter anderem sehr flexible Arbeitsmodelle - insbesondere Vereinbarungen zu Gleitzeit, Teilzeit- oder Telearbeit - sowie auch unterschiedliche Angebote an Ferienbetreuung für Kinder von Mitarbeitern. Der Anteil der in Teilzeit beschäftigten Mitarbeiter lag konzernweit bei rund 3 %, wobei von dieser Möglichkeit nach wie vor hauptsächlich Frauen Gebrauch machen.
Südzucker beachtet selbstverständlich alle gesetzlichen Vorgaben. Dies gilt auch für die Einhaltung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. So werden Mitarbeiter ausschließlich nach ihrer Eignung, Qualifikation und Leistungsbzw. Lernbereitschaft eingestellt und gefördert.
Das Geschlecht spielt keine Rolle, Frauen und Männer haben die gleichen Chancen. Dennoch ist durch die sehr starke Ausrichtung des Unternehmens auf Produktion und Technik auf allen Ebenen ein zum Teil deutlich höherer Anteil an Männern zu verzeichnen. In den Nachwuchsprogrammen ist der Anteil an Frauen inzwischen gestiegen.
Die Altersstruktur zeigt weiterhin ein relativ ausgeglichenes Bild. Durch die Heraufsetzung der gesetzlichen Altersgrenze wird sich jedoch der Anteil an älteren Arbeitnehmern in den kommenden Jahren erhöhen. Entsprechende Maßnahmen zur Gestaltung der notwendigen Rahmenbedingungen müssen vorbereitet und eingeführt werden.
Eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im Konzern von rund 1 3 Jahren ist Beleg für die Attraktivität von Südzucker als Arbeitgeber. Neben angemessener Vergütung und modernen Sozialleistungen sowie den entsprechenden Rahmenbedingungen für erfolgreiches Arbeiten liefert vor allem die Unternehmenskultur einen wichtigen Beitrag zur Schaffung eines guten Betriebsklimas.
In der gesamten Südzucker-Gruppe lag der Anteil von Frauen in der Belegschaft Ende 2016/17 bei rund 30 %, der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei rund 19 %.
Maßnahmen zur Personalentwicklung und Weiterbildung haben im gesamten Südzucker-Konzern große Bedeutung. Angesichts der weitergeführten Vorruhestandsprogramme (Altersteilzeit) und der aus Marktveränderungen resultierenden Herausforderungen wird nach wie vor ein besonderes Augenmerk auf die Nachwuchsarbeit gelegt. Verschiedene internationale Trainee-Programme, Nachwuchsführungskräfte-Programme, International-On-Boarding-Programme wie auch zahlreiche Schulungen unmittelbar in den jeweiligen Betrieben sind Teil dieser Maßnahmen. Weitere Maßnahmen sind so-genannte Verhaltenstrainings - von Führungsseminaren bis zu Präsentationstrainings -, aber auch Fremdsprachenseminare oder Schulungen zum Thema IT-Sicherheit. Neben der fachlichen Weiterbildung stehen immer auch der Team-Gedanke, das Kennenlernen und die Kommunikation mit Kollegen aus anderen Unternehmensteilen wie auch die persönliche Entwicklung sowie die Motivation im Fokus.
Die primäre Berufsausbildung wurde auf hohem Niveau fortgesetzt. Dies ist einerseits Beleg für die soziale Verantwortung des Unternehmens; andererseits werden damit die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um dem prognostizierten Fachkräftemangel zu begegnen. Die Südzucker AG erreichte mit 200 Auszubildenden in neun Ausbildungsberufen eine Ausbildungsquote von rund 10 %. Insgesamt wurden in den deutschen und österreichischen Unternehmen der Südzucker-Gruppe im letzten Geschäftsjahr im Durchschnitt 307 (309) Auszubildende in 17 Ausbildungsberufen beschäftigt.
Bei der Raffinerie Tirlemontoise in Tienen haben im September 2016 im Rahmen eines Pilotprojekts 22 Auszubildende mit einer dualen Berufsausbildung als Elektromechaniker begonnen. Nach dem vielversprechenden Start soll dieses Projekt weiter ausgeweitet werden. Derzeit werden die Möglichkeiten am Standort Wanze geprüft.
Arbeitssicherheit hat im gesamten Südzucker-Konzern einen hohen Stellenwert. Dabei gilt es, den Hebel an beiden wesentlichen Aspekten anzusetzen: dem Schaffen einer sicheren Arbeitsumgebung sowie eines Bewusstseins jedes einzelnen Mitarbeiters für sicheres Verhalten.
Risiken im Arbeitsschutz und in der Anlagensicherheit werden regelmäßig ermittelt und bewertet. Ziele zur kontinuierlichen Verbesserung sowie daraus abgeleitete Maßnahmen werden systematisch überprüft und die Effektivität der festgelegten Maßnahmen regelmäßig bewertet. Ein Arbeitsschutzmanagementsystem definiert die Vorgehensweisen bei der Gefährdungsermittlung, der Unterweisung sowie der Unfalluntersuchung und legt die Verantwortlichkeiten fest.
Im Geschäftsjahr 2016/17 war ein tödlicher Arbeitsunfall zu beklagen. Darüber hinaus gab es leider weitere schwere Arbeitsunfälle, sodass sich die unfallbedingte Ausfalltagequote gegenüber dem Vorjahr erhöht hat. Die Arbeitsunfälle wurden ausführlich untersucht und analysiert, geeignete Maßnahmen festgelegt, um derartige Unfälle künftig zu vermeiden. Diese Maßnahmen wurden auch auf nicht betroffene Werke ausgedehnt.
Die Ansätze zur Reduzierung der Arbeitsunfälle sind in den jeweiligen Segmenten unterschiedlich und werden an die spezifischen Anforderungen angepasst. Zu nennen sind hier Gefährdungsbeurteilungen, Schulungen für Mitarbeiter und Führungskräfte, aber auch Arbeitsschutz-Aktionstage in deren Rahmen die Mitarbeiter auf aktive und ansprechende Art und Weise zu Arbeitsschutzthemen geschult und sensibilisiert werden. Besonders hervorzuheben sind hier von Mitarbeitern eingereichte Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitssicherheit, wie z. B. ein Vorschlag zur Einstiegssicherung für Gruben und Kanäle mit Hilfe einer portablen Konstruktion.
Als Mitglied im Verein der Zuckerindustrie unterstützt Südzucker aktiv die zwischen diesem Arbeitgeberverband und der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie abgeschlossene Kooperationsvereinbarung zur "VISION ZERO. Null Unfälle - Gesund Arbeiten!". Das Ziel "Null Unfälle" verfolgen wir konzernweit. Dies konnte für das Jahr 2016 an folgenden Standorten des Segments Zucker erreicht werden: Buzau, Cagny, Cerekiew, Etrepagny, Kaposvar, Regensburg, Roman, Strzelin, Strzyzow und Tandarei. Darüber hinaus blieben auch BENEO-Palatinit in Offstein, BENEO-Remy in Wijgmaal, Biowanze in Wanze und Ensus in Wilton sowie sieben Produktionsstandorte im Segment Frucht unfallfrei. In den deutschen Zuckerfabriken behaupten wir die Vorreiterrolle im Branchenvergleich seit mehr als 25 Jahren. Auch CropEnergies nimmt mit ihren Standorten eine Spitzenstellung ein.
Südzucker ist der Schutz der Gesundheit ihrer Mitarbeiter ein besonderes Anliegen. Dafür werden unterschiedliche Maßnahmen und Initiativen durchgeführt, unter anderem die arbeitsmedizinische Betreuung durch Betriebsärzte, Impfprogramme, aber auch die seit zwei Jahren laufende Analyse von psychischen Belastungen an Arbeitsplätzen, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren und entsprechend umzusetzen. Um Mitarbeitern nach längerer Krankheit die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern, wurde ein betriebliches Eingliederungsmanagement etabliert.
Psychische Belastungen kann auch die Erreichbarkeit der Mitarbeiter über Internet, Intranet, E-Mail und soziale Medien auslösen. Mit einem Verhaltenskodex zur Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeiten hat Südzucker klare Regeln aufgestellt, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen Mitarbeiter außerhalb der Arbeitszeiten in Anspruch genommen werden können.
Südzucker hat in ihren Leitlinien verankert, dass ihre Produkte Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sein sollen. Um das Bewusstsein ihrer Mitarbeiter für dieses Thema zu stärken und entsprechendes Wissen zu vermitteln, wurde im Mitarbeitermagazin eine Serie unter dem Titel "Gesundheitstipps" gestartet. Darüber hinaus werden an einigen Standorten auch Workshops angeboten. Zahlreiche sportliche Angebote wie Laufveranstaltungen oder Fußballturniere, aber auch Kooperationen mit Fitnesseinrichtungen ergänzen das Engagement.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Krankheitsquote unverändert bei rund 4 (4) %.
Grundlage für den Umgang von Südzucker mit Mitarbeitern ist der Südzucker-Verhaltenskodex, der unter anderem ein Verbot von Diskriminierung, Belästigung, Kinder- und Zwangsarbeit enthält sowie Bekenntnisse beispielsweise zu Versammlungsfreiheit, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz beinhaltet. Dieser Kodex gilt als Bestandteil der Einkaufsbedingungen auch für unsere Lieferanten und Dienstleister.
Über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zeigen die Gesellschaften der Südzucker-Gruppe an ihren Standorten mit einer Vielzahl und großen Bandbreite von Aktivitäten Engagement für ihre Mitarbeiter. Zu nennen wären hier Familientage und -feste in unterschiedlichster Form, gemeinsame Sportveranstaltungen oder auch kulturelle und wohltätige Veranstaltungen in den Regionen rund um die jeweiligen Standorte.
In nahezu allen Unternehmensbereichen der Südzucker-Gruppe sind Systeme für die Einreichung von Verbesserungsvorschlägen etabliert. Die Qualität der Vorschläge zeigt die Motivation der Mitarbeiter, ihre Fachkenntnisse erfolgreich einzubringen und damit Prozesse effizienter zu gestalten sowie Kosten zu senken.
Im vergangenen Jahr tagte der Europäische Betriebsrat in Berlin. Vertreter aus Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Polen und Ungarn diskutierten mit dem Vorstand zu Themen mit länderübergreifendem Charakter.
Der Vorstand weiß das Engagement und die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter des Konzerns sehr zu schätzen und bedankt sich ganz herzlich bei allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Auch den Belegschaftsvertretern gilt der Dank für die stets kooperative und konstruktive Zusammenarbeit.
Im Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate-Governance-Bericht sind auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht:
(www.suedzucker.de/de/Erklaerung_Unternehmensfuehrung/).
Nachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 3 HGB.
Die Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die jeweils mit eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
Der Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus vier Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand in der Fassung vom 26. Januar 2016 geregelt.
Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung: Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG, Herr Johann Marihart, Limberg/Österreich, ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG und der Finanzvorstand der Südzucker AG, Herr Thomas Kölbl, Speyer, ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG.
Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind Mitglieder oder Vorsitzende in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend - schriftlich und in den turnusmäßigen Sitzungen - über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 26. November 2009 in Kraft. Zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt.
Dem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung 20 Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Aktionären und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die derzeitigen Amtsperioden sind identisch: Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder läuft für die Zeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2017, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind im Aufsichtsrat nicht vertreten. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind mit dem Sektor, in dem die Südzucker AG tätig ist, vertraut. Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss - also ein Mitglied, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt - ist Frau Veronika Haslinger, Wien/Österreich.
Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 25. November 2010 und Bestätigung seitens des neu konstituierten Aufsichtsrats am 20. November 2012 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen:
| ― | Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Unabhängige |
| ― | Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Personen, die besonders das Kriterium Internationalität verkörpern |
Die Zielfestlegung für eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat wurde - nach Inkrafttreten des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (sog. Geschlechterquoten-Gesetz) am 1. Mai 2015 - aktualisiert. Diese Ziele werden im nachstehenden Corporate-Governance-Bericht erläutert.
Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden.
Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden.
Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten:
Im Jahr 2012 fand die turnusmäßige Wahl der Arbeitnehmervertreter durch die Belegschaft und der Aktionärsvertreter durch die Hauptversammlung statt; in den Hauptversammlungen 2014 und 2015 wurden Nachwahlen für ausgeschiedene Aktionärsvertreter durchgeführt. Seither gehören dem Aufsichtsrat mindestens zwei und damit eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an (nicht unabhängig i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann). Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der Internationalität. Dem Aufsichtsrat gehören vier Frauen an - jeweils zwei auf der Arbeitnehmerseite und der Aktionärsseite.
Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium sowie der Vermittlungsausschuss bestehen aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in der Fassung vom 26. November 2009, für den Prüfungsausschuss gilt darüber hinaus dessen Geschäftsordnung in der Fassung vom 21. Juli 2009. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist nicht zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses.
Die Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.
Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, im Vorfeld der Hauptversammlung auf der Internetseite der Südzucker AG (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Hauptver-sammlung/) ihre Stimme abzugeben bzw. Vollmacht an die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG oder Vollmacht an einen Dritten zu erteilen.
Die Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung, die für den 20. Juli 2017 vorgesehen ist, sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG www.suedzucker.de/de/lnvestor-Relations/Hauptversammlung/ zur Verfügung gestellt.
Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Der Vorstand der Südzucker AG und das Management im Südzucker-Konzern nutzen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risiko- und Chancenbericht dargestellt.
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Der nachstehende Corporate-Governance-Bericht bezieht sich auf die Angaben gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 1 HGB. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG den gesetzlichen Vorschriften und den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) Rechnung.
Bei Südzucker ist eine gute Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Kodex ausgerichtet und ist bedeutende Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach Ansicht von Südzucker ist der Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 7. Februar 2017 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex wird mit den in der Entsprechenserklärung dargestellten Ausnahmen gefolgt.
In der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2016 von Vorstand und Aufsichtsrat wurden -gegenüber Vorjahrestext - folgende Abweichungen von Empfehlungen gestrichen, da diesen Empfehlungen inzwischen entsprochen wird:
Die 2015 neu eingeführte Kodex-Empfehlung, wesentliche Geschäfte mit einem Vorstandsmitglied nahestehenden Personen oder Unternehmungen nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorzunehmen, wurde am 26. Januar 2016 durch Aufnahme in die Geschäftsordnung für den Vorstand der Südzucker AG umgesetzt. Der Erklärung einer Abweichung von der Empfehlung bedarf es daher nicht mehr.
Aufgrund der gesetzlichen Regelungen zur Besetzung von Aufsichtsräten im sog. Geschlechterquoten-Gesetz vom 1. Mai 2015 wurde der Kodex umformuliert. Die aktuelle Kodex-Fassung gibt nur noch den gesetzlichen Regelungsinhalt wieder und stellt keine Empfehlung mehr dar, zu der Abweichungen nach §1 61 AktG anzugeben sind. Die (bisher nur vorsorgliche) Erklärung einer Abweichung konnte deshalb entfallen.
Im letztjährigen Geschäftsbericht wurden die Aufsichtsratsbezüge nicht individualisiert dargestellt, es erfolgte aber eine Aufteilung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten. Der KodexEmpfehlung wurde und wird insoweit auch in Zukunft entsprochen, so dass eine Anpassung des Wortlauts der Entsprechenserklärung zu Ziffer 5.4.6 erfolgen konnte.
Der vollständige Wortlaut der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2016 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der SüdzuckerInternetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Entsprechenserklaerung/).
Die durch das sogenannte Geschlechterquotengesetz am 1. Mai 2015 in Kraft getretene Änderung des Aktiengesetzes sieht für börsennotierte und mitbestimmte Gesellschaften eine fixe Geschlechterquote von 30 % im Aufsichtsrat und für börsennotierte Gesellschaften die Festlegung von Zielgrößen für Aufsichtsrat, Vorstand und die beiden Führungsebenen unter dem Vorstand vor. Die Frauenquote im Aufsichtsrat beträgt aktuell 20 %, sie soll im Rahmen der Aufsichtsratswahlen im Juli 2017 auf 30 % erhöht werden.
Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung am 15. Juli 2015 die Beibehaltung des Frauenanteils im Vorstand von 0 % bis 30. Juni 2017 festgelegt.
Der Vorstand hat in der Sitzung am 21. September 2015 beschlossen, dass in der Südzucker AG der Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand bis 30. Juni 2017 - von derzeit 8 % bzw. 12 % - auf jeweils 10 bis 15 % angehoben werden soll.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie wurden dabei von Südzucker angemessen unterstützt; auch im Geschäftsjahr 2016/17 fand eine Informationsveranstaltung zu Corporate-Governance-Themen durch einen externen Fachanwalt statt, an der fast alle Aufsichtsratsmitglieder teilnahmen.
Das Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, eine variable Vergütung, die auf der durchschnittlichen Dividende der vorangegangenen drei Geschäftsjahre basiert, eine betriebliche Altersversorgung, die im Wesentlichen nach einem festen Anteil an der jährlichen Fixvergütung bemessen ist, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird seit Inkrafttreten des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung) durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Der durch das VorstAG geänderte § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Der gesetzlich geforderten Mehrjährigkeit wird dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende von drei vorangegangenen Geschäftsjahren zugrunde gelegt wird.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG geregelt.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine Grundvergütung. Diese Grundvergütung besteht aus einer festen, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbaren Vergütung von 60.000,00 € sowie einer variablen Vergütung von 500,00 € für je angefangene 0,01 € ausgeschüttete Dividende auf die Stammaktie, die 0,50 € übersteigt. Bei der Berechnung der Vergütung werden steuerlich begründete Sonderdividenden nicht berücksichtigt. Der Vorsitzende erhält das Dreifache und dessen Stellvertreter sowie sonstige Mitglieder des Präsidiums erhalten das Anderthalbfache dieser Vergütung. Pro Ausschussmitgliedschaft erhöht sich die Grundvergütung um 25 %, für Ausschussvorsitzende um 50 %; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat und gilt nicht für die Mitgliedschaft im Präsidium und im Vermittlungsausschuss. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht.
Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand und Aufsichtsrat sind unter Ziffer (22) "Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder" im Anhang zum Jahresabschluss angegeben.
Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Anderthalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Die Selbstbehalte der Vorstands und Aufsichtsratsmitglieder sind in der D&O-Versicherung entsprechend angepasst.
Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt 1 % oder mehr des Grundkapitals repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.
Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden der Südzucker AG durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte mitgeteilt.
Nachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zu den Compliance-Unternehmensgrundsätzen gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 2 HGB.
Compliance - also die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Dabei wird Compliance bei Südzucker nicht lediglich als Vorstandsaufgabe, sondern als Aufgabe des gesamten Managements aller Konzernfunktionen, Divisionen sowie Tochterunternehmen bzw. Beteiligungen der Südzucker-Gruppe gesehen und gelebt. Das Compliance-Management soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. Vor diesem Hintergrund wird es kontinuierlich fortentwickelt und regelmäßig auf die geltenden Anforderungen hin überprüft.
Im Rahmen des Compliance-Management-Systems wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen Compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System fußt auf den Prinzipien "Kennen" (Informieren und Schulen), "Einhalten" (Kontrollieren und Dokumentieren) sowie "Verbessern" (Berichten und Handeln). Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert; sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen.
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation weiter fortentwickelt. Zur weiteren Stärkung der Compliance-Kultur wurde auch in 2016/17 die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur kontinuierlich weiterentwickelt.
Schwerpunkte der - mit länder- und gesellschaftsspezifischen Anpassungen - konzernweit geltenden, Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht sowie die Korruptionsprävention. Diese Grundsätze werden über Richtlinien konkretisiert. Exemplarisch genannt werden sollen hier die Richtlinie zur Einhaltung des Kartellrechts in der Südzucker-Gruppe sowie die Richtlinie für den Umgang mit Geschenken und Einladungen im Verhältnis zu Geschäftspartnern der Südzucker-Gruppe. Ziel dieser Vorgaben ist es, Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren sowie sinnvolle und anschauliche Unterstützung zur Anwendung der gesetzlichen Vorschriften und Unternehmensrichtlinien zu geben. Die Compliance-Maßnahmen wurden in der Südzucker-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2016/17 - unter anderem unter Berücksichtigung der aus dem Kartellverfahren gewonnenen Erkenntnisse - fortentwickelt. Neben praxisnah erläuterten Verhaltensempfehlungen fanden weitere Schulungen der von den Schwerpunkt-Themenbereichen betroffenen Mitarbeiter aller wesentlichen Konzerngesellschaften statt. Vom Vorstand wurde bestimmt, dass alle Wettbewerberkontakte durch den zuständigen Vorgesetzten vorab zu genehmigen und stets zu dokumentieren sind.
Der Vorstand erstattet regelmäßig über Compliance-Themen Bericht an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Südzucker AG.
Südzucker will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze sind auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/Unternehmensgrundsaetze/ veröffentlicht.
Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern.
Südzucker bietet seinen Mitarbeitern die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung an, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Denn nur risikobewusste Beschäftigte können Risiken erkennen und diese auch erfolgreich vermeiden oder zumindest reduzieren.
Compliance Officer und Compliance-Beauftragte gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden konzernweit Schulungen durchgeführt. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich dem Compliance Officer, den Compliance-Beauftragten oder dem Vorstand mitzuteilen.
Die folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 1 76 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts.
Zum 28. Februar 2017 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.
Jede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG).
Es besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen der Süddeutschen ZuckerrübenverwertungsGenossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, und der Zucker Invest GmbH (Zucker Invest), Wien/Österreich, einer Gesellschaft der Unternehmensgruppe der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung (Raiffeisen-Holding), Wien/Österreich. Daneben bestehen weitere Stimmbindungsverträge zwischen Unternehmen der Raiffeisen-Gruppe. Ferner besteht ein Vorkaufsrecht der SZVG hinsichtlich 1 8.797.796 von Zucker Invest gehaltener Südzucker-Aktien und ein Vorkaufsrecht der Zucker Invest hinsichtlich 246.368 von SZVG gehaltener Südzucker-Aktien.
Der Südzucker AG sind zwei unmittelbare Beteiligungen an ihrem Kapital bekannt, die 10 % überschreiten: Die SZVG ist mit rund 56 % am Grundkapital beteiligt, die Zucker Invest mit rund 10 %. Über die Zucker Invest sind die Raiffeisen-Holding und die mit ihr verbundenen Unternehmen mittelbar beteiligt. Die Beteiligungen werden den Gesellschaften wechselseitig zugerechnet, sodass nach dem Wertpapierhandelsgesetz jeweils Beteiligungen in Höhe von rund 66 % am gezeichneten Kapital bestehen.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen.
Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84, 85 AktG, 31 MitbestG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG in der aktuellen Fassung vom 23. Dezember 2016 bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen.
Für Satzungsänderungen gelten die §§ 179 ff. AktG. Der Aufsichtsrat ist nach § 22 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die lediglich die Fassung betreffen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Juli 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 20.000.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Der Vorstand kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats und nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausschließen, wobei die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 4 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2015 wurde bislang kein Gebrauch gemacht.
Die Hauptversammlung vom 16. Juli 2015 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 15. Juli 2020 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können unter anderem zum Zwecke der Einziehung zulasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. Juli 2015. Von der Ermächtigung zum Erwerb von eigenen Aktien 2015 wurde bislang kein Gebrauch gemacht.
Die Südzucker AG hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600.000.000 € abgeschlossen. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen. Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen gemäß § 315 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8 HGB, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels.
Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Unterabschnitt "Vergütungsbericht" des Corporate-Governance-Berichts und sind Bestandteil des geprüften Lageberichts.
Für das Wirtschaftsjahr 2016/17 (1. Oktober bis 30. September) erwartet das deutsche Analystenhaus F. O. Licht in seiner 3. Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Februar 2017 wiederum ein Defizit. Im vorhergehenden Wirtschaftsjahr 2015/16 hatte sich das erste Produktionsdefizit seit sechs Jahren ergeben. Trotz einer Erholung der Produktion auf 178,0 (174,7) Mio. t kommt es bei einem weiter wachsenden Verbrauch von 181,0 (180,0) Mio. t nochmals zu einem Abbau der Bestände auf 65,4 (70,9) Mio. t bzw. rund 36 (39) % eines Jahresverbrauchs und damit auf das niedrigste Niveau seit 2010/11. Die Erzeugung war im Wirtschaftsjahr 2015/16 witterungsbedingt insbesondere in Indien und Thailand und durch Anbaueinschränkungen in Europa gegenüber den vorhergehenden Jahren zurückgegangen. 2016/17 führten Anbauausweitung und Ertragsteigerung in Europa zu einer leicht höheren Zuckererzeugung, die aber nicht das Niveau der vorherigen Jahre erreichte. Das Wachstum des Weltzuckerverbrauchs setzt sich auch in 2016/17 fort. Wachstumstreiber ist das Bevölkerungswachstum insbesondere in Afrika und Asien.
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| Mio. t | 2016/17 | 2015/16 | 2014/15 | 2013/14 | 2012/13 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anfangsbestand | 70,9 | 79,9 | 79,0 | 74,1 | 64,0 |
| Erzeugung | 178,0 | 174,7 | 180,7 | 181,5 | 184,2 |
| Verbrauch | -181,0 | -180,0 | -178,7 | -175,8 | -171,6 |
| Mengenberichtigungen | -2,5 | -3,7 | -1,1 | -0,8 | -2,5 |
| Endbestand | 65,4 | 70,9 | 79,9 | 79,0 | 74,1 |
| In % des Verbrauchs | 36,1 | 39,4 | 44,7 | 44,9 | 43,2 |
Quelle: F.O. Licht, 3. Schätzung der Weltzuckerbilanz 2016/17 vom Februar 2016.
Bei weiterhin hoher Volatilität setzte sich der seit Herbst 2015 anhaltende Aufwärtstrend im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/17 fort. Getrieben von der seit über zwei Jahren anhaltenden Defizitsituation auf dem Weltmarkt und verstärkt durch hohe Positionen finanzieller Investoren stieg der Weltmarktpreis für Weißzucker von 375 €/t zu Beginn des Geschäftsjahres bis Oktober 2016 auf über 550 €/t an, das höchste Niveau seit 2012. Danach setzte zunächst eine Preiskorrektur ein, der Weltmarktpreis gab bis Mitte Dezember auf nahezu 450 €/t nach. Anschließend erholten sich die Preise wieder und stiegen - unterstützt durch die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro - auf über 500 €/t. Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 503 €/t.
Am 1. Oktober 2016 begann das letzte Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ; 1. Oktober - 30. September) im bisherigen Marktordnungsrahmen mit Zuckerquotenregelung und Zuckerrübenmindestpreisen. Die EU-Kommission rechnet aufgrund der Ausweitung der Anbauflächen und besserer Erträge mit einem Anstieg der Zuckerproduktion in der EU (inklusive Isoglukose) auf rund 17,4 (15,7) Mio. t. Im ZWJ 2015/16 war die Erzeugung aufgrund von Anbaueinschränkungen nach einer Rekordernte im vorhergehenden Jahr zurückgegangen.
Auch für das ZWJ 2016/17 geht die EU-Kommission, wie schon in den vorangegangenen Jahren, von einem weiteren Abbau der Quoten-zuckerbestände aus. Die EU ist bei Quotenzucker Netto-Importeur. Für einen Anstieg der Präferenzimporte wäre ein Preisniveau in der EU notwendig, welches die Vermarktung der Importe mindestens kostendeckend ermöglichen würde. Tatsächlich lag das EU-Preisniveau seit Juni 2016 sogar unter dem Weltmarktpreis.
Für das ZWJ 2016/17 wurden - wie im Vorjahr -Exportlizenzen für Nichtquotenzucker in Höhe von 1,35 Mio. t freigegeben.
Der Durchschnittspreis für Quotenzucker gemäß EU-Preis-Reporting stieg seit Anfang des Geschäftsjahres bis September 2016 von rund 430 €/t auf 450 €/t loser Zucker (ab Werk) an. Mit Beginn des neuen ZWJ erhöhte sich das EU-Preisniveau zunächst auf 470 €/t im Oktober 2016 und lag zum Ende Januar 2017 bei 495 €/t.
Die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen der sogenannten Doha-Runde, mit dem vorrangigen Ziel, die Handelsaussichten der Entwicklungsländer zu verbessern, konnten nach wie vor nicht zum Abschluss gebracht werden.
Am 19. Dezember 2015 hat die WTO-Ministerkonferenz beschlossen, die Exportsubventionen für Agrargüter früher als ursprünglich vorgesehen abzuschaffen. Für Zuckerexporte aus der EU hat dies durch das Auslaufen der Quoten- und Mindestpreisregelung im Oktober 2017 keine unmittelbaren negativen Auswirkungen. In der EU produzierter Rübenzucker kann nach Oktober 2017 ohne Mengenbegrenzung auf den Weltmarkt exportiert werden.
Neben den WTO-Gesprächen finden Verhandlungen mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund und Australien, über mögliche Freihandelsabkommen statt. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis -nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten künftig erhebliche zusätzliche Zuckermengen zollbegünstigt in die EU importiert werden. Im November 2016 hat die EU die Durchführungsverordnung zur Eröffnung und Verwaltung der EU-Einfuhrkontingente für Zucker aus Südafrika veröffentlicht. Für das Jahr 2016 wurden noch zollfreie Einfuhrkontingente von 25.000 t Roh- und Weißzucker eröffnet. Ab dem Jahr 2017 gelten dann jährliche Einfuhrkontingente aus Südafrika in die EU in Höhe von 1 50.000 t Roh- und Weißzucker. Des Weiteren haben die EU und Ecuador Ende Dezember 2016 die notwendigen Verfahren für die vorläufige Anwendung des Freihandelsabkommens abgeschlossen. Der Handelsteil des Abkommens ist somit am 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Die EU hat sich verpflichtet, zwei zollfreie Importkontingente zu eröffnen: 1 5.000 t für Roh- und 10.000 t für Weißzucker, Isoglukose, Glukose und stark zuckerhaltige Erzeugnisse. Diese Kontingente sollen jährlich leicht ansteigen.
Angestoßen durch die Empfehlung der World Health Organisation (WHO) bezüglich des Anteils von Zucker in der täglichen Ernährung wird der Druck auf die EU-Kommission ebenso wie auf die EU-Mitgliedstaaten immer größer, in Bezug auf Rezepturänderungen bei Produkten aktiv zu werden. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich darauf verständigt, dass bis 2020 - ausgehend vom Basisjahr 2015 - insgesamt 10 % weniger sogenannter zugesetzter Zucker im gesamten Lebensmittelangebot enthalten sein soll. Darunter werden alle Zuckerarten und nicht nur Haushaltszucker verstanden, ebenso Fruchtzubereitungen, die Lebensmitteln zum Süßen zugesetzt werden.
Die Aussaat begann 2016 ähnlich früh wie in den Vorjahren bei mittleren bis guten Aussaatbedingungen. Mitte April waren in allen Regionen der Südzucker AG die Rüben gesät. Nach der Saat bedingten wiederkehrende kühle Perioden mit Nachtfrost ein nur verhaltenes Rübenwachstum. Ab Mitte Mai profitierten die meisten Bestände von den ausgiebigen Regenfällen und konnten sich mit steigenden Temperaturen gut entwickeln. Hohe Temperaturen über 30°C brachten der August und September. Ausgetrocknete Böden zu Kampagnebeginn erschwerten regional die Rübenernte.
Die feuchtwarme Witterung im Frühsommer führte regional zu starkem Cercosporabefall und Fäulnis an den Rübenwurzeln. Weiterhin wirkten sich hohe Temperaturen zu Beginn der Kampagne negativ auf die Rübenqualität aus, was an den Standorten Ochsenfurt, Plattling und Brottewitz zu temporären Problemen in der Rübenverarbeitung führte.
Die Kampagne begann mit der Rübenübernahme zwischen dem 10. und 21. September. Als erstes Werk hat Wabern nach 79 Verarbeitungstagen am 09. Dezember 2016 die Verarbeitung beendet. Das bayerische Werk Plattling lief bis zum 04. Januar 2017. Die durchschnittliche Kampagnelänge in der Südzucker AG betrug 100 Tage und war damit 25 Tage länger als im Vorjahr. Der Ertrag lag bei 78,6 t/ha und somit über dem 5-jährigen Mittel. Der durchschnittliche Zuckergehalt mit 17,8 % lag auf leicht unterdurchschnittlichem Niveau.
Die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2016/17 war wie das Vorjahr operativ durch geringe Zuckerpreise geprägt. Die im Verlauf des Geschäftsjahres steigenden Zuckererlöse konnten im zweiten Halbjahr die infolge der geringen Ernte 2015 gesunkenen Absätze sowohl im Quoten- als auch im Nichtquotenzuckerbereich kompensieren.
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| (in Mio. €) | 2016/17 | 2015/16 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.278,6 | 1.170,8 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | 54,7 | -100,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 28,2 | 87,3 |
| Materialaufwand | -988,1 | -804,3 |
| Personalaufwand | -218,1 | -196,1 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -54,7 | -51,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -196,0 | -216,0 |
| Betriebsergebnis HGB | -95,4 | -109,9 |
| Beteiligungsergebnis | 210,0 | 214,7 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,0 | 0,0 |
| Zinsergebnis | -31,1 | -36,0 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 83,5 | 68,8 |
Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2016/17 von 1.170,8 Mio. € um 107,8 Mio. € bzw. 9,2 % auf 1.278,6 Mio. €. Das Umsatzwachstum beruht auf der Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage in Zeitz und der Übernahmedes-Zucker-Handels und -Exportgeschäftes von unserer Tochtergesellschaft Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, im laufenden Geschäftsjahr. Darüber hinaus wurden im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der Änderungen des Handesgesetzbuches Erträge in Höhe von 37,1 Mio. €, die bislang in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden, den Umsatzerlösen zugewiesen. Die Erlöse aus eigenem Zucker waren rückläufig.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 28,2 (87,3) Mio. € sind 4,3 (20,1) Mio. € periodenfremde Erträge enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Buchgewinnen und der Auflösung von Rückstellungen. Der Rückgang resultiert aus der nach BilRUG erforderlichen Umgliederung von im Vorjahr noch enthaltenen Konzernleistungsverrechnungen.
Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 1,3 (1,4) Mio. € und im Vorjahr Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens aus der bis 2015/16 abgegrenzten EU-Umstrukturierungsbeihilfe von 11,9 Mio. € enthalten.
Der Anstieg der Materialaufwendungen um 183,8 Mio. € auf 988,1 (804,3) Mio. € resultierte aus den höheren Rübenkosten, bedingt durch die erhöhte Erzeugung in der Kampagne 2016/17 und durch den Rohstoffbedarf der neuen Weizenstärkefabrik in Zeitz.
Der Personalaufwand erhöhte sich um 22,0 Mio. € auf 218,1 (196,1) Mio. €. Neben dem Anstieg der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter um 55 auf 2.501 (2.446), der mit 30 Mitarbeitern auf dem Personalaufbau für die Weizenstärkeanlage in Zeitz beruht, war dafür eine höhere Zuführung zu den Pensionsrückstellungen verantwortlich.
Die Abschreibungen lagen mit 54,7 (51,5) Mio. € über Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 20,0 Mio. € auf 196,0 (216,0) Mio. €. Die im Vorjahr in einem eigenen Posten gezeigten sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das Betriebsergebnis HGB verbesserte sich zwar gegenüber dem Vorjahr um 14,5 Mio. €, liegt aber mit -95,4 (-109,9) Mio. € deutlich unter unseren langfristigen Erwartungen.
Das Beteiligungsergebnis lag mit 210,0 (214,7) Mio. € auf Vorjahresniveau.
Das Zinsergebnis verbesserte sich um 4,9 Mio. € auf -31,1 (-36,0) Mio. €. Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 20,6 (21,1) Mio. € enthalten.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfttätigkeit erhöhte sich um 14,7 Mio. € auf 83,5 (68,8) Mio. €.
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| (in Mio. €) | 2016/17 | 2015/16 |
|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 83,5 | 68,8 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 11,9 | -1,3 |
| Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss | 95,4 | 67,5 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 0,0 | 0,1 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -3,5 | -6,3 |
| Bilanzgewinn | 91,9 | 61,3 |
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im laufenden Geschäftsjahr betragen +11,9 (-1,3) Mio. €, resultierend aus der Auflösung einer Rückstellung für Vorjahre.
Damit lag der Jahresüberschuss bei 95,4 (67,5) Mio. €.
Im Geschäftsjahr erfolgte eine Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 3,5 (im Vorjahr 6,3) Mio. €. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 0,0 (0,1) Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 91,9 (61,3) Mio. €.
Im Geschäftsjahr betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 97,0 (129,5) Mio. €. Investitionsschwerpunkte waren dabei die Fertigstellung der Weizenstärkeanlage in Zeitz, Umwelt-, Ersatz- und Optimierungsmaßnahmen in den Zuckerfabriken sowie der Erwerb des Zucker-Handels und -Exportgeschäftes in Antwerpen von unserer Tochtergesellschaft Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel/Belgien.
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| (in Mio. €) | 28.02.17 | 29.02.16 |
|---|---|---|
| Wertpapiere | -171,2 | -209,2 |
| Flüssige Mittel | -5,0 | -2,5 |
| Forderungen im Rahmen der Konzernfinanzierung | -689,7 | -496,6 |
| Anleihen / Schuldverschreibungen | 0,0 | 125,0 |
| Finanzverbindlichkeiten Kreditinstitute | 208,6 | 188,8 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung | 1.265,7 | 953,9 |
| Nettofinanzschulden | 608,4 | 559,4 |
Die Nettofinanzschulden erhöhten sich von 559,4 Mio. € im Vorjahr auf 608,4 Mio. € am 28. Februar 2017. Darin findet die Finanzierung des Erwerbs der Terra e.G., Sömmerda, sowie die Aufstockung der Beteiligung an ED&F MAN Holdings Limited, London, auf 35% ihren Ausdruck. Der operative Cashflow beträgt 119,6 (im Vorjahr 273,9) Mio. €. Die Investitionen in Finanzanlagevermögen betrugen 10,3 (im Vorjahr 0,0) Mio. € und betrafen eine Kapitalerhöhung bei der Südzucker Verwaltungs GmbH, Mannheim, zum Erwerb der Terra e.G., Sömmerda. Die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2015/16 betrug 61,3 Mio. €.
Südzucker hat zum 28. Februar 2017 folgende Anleihen ausstehen:
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| Coupon | Volumen (€) |
ISIN | Börsenzulassung | |
|---|---|---|---|---|
| Hybridanleihe 2015 Perceptual NC 10 | 3-Monats-EURIBOR +310 BP = 2,968 % | 700 Mio. | XS0222524372 | Luxemburg (amtlicher Markt) |
| Anleihe 2011/2018 | 4,125 % | 400 Mio. | XS0606202454 | Luxemburg (amtlicher Markt) |
| Anleihe 2016/2023 | 1,25 % | 300 Mio. | XS1524573752 | Luxemburg (amtlicher Markt) |
Die Anleihen werden über die Konzernfinanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/ Niederlande, begeben und konzernweit verwendet.
Zur saisonalen Kampagnefinanzierung steht als Ergänzung ein Commercial Paper (CP-) Programm im Volumen von 600 Mio. € zur Verfügung. Dieses wurde zum 28. Februar 2017 nicht, im Vorjahr mit 200 Mio. € in Anspruch genommen.
Zusätzlich sind die saisonalen Liquiditätsanforderungen durch die bis 2020 vereinbarte syndizierte Kreditlinie im Volumen von 600 Mio. € gesichert.
Bezüglich der Erläuterungen zur Unternehmenssteuerung der Südzucker AG verweisen wir auf das gleichlautende Kapitel im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016/17.
AKTIVA
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| (in Mio. €) | 28.02.17 | 29.02.16 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 13,7 | 7,7 |
| Sachanlagen | 513,4 | 478,8 |
| Finanzanlagen | 2.791,9 | 2.782,0 |
| Anlagevermögen | 3.319,0 | 3.268,5 |
| Vorräte | 455,3 | 389,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 965,2 | 694,5 |
| Wertpapiere | 171,2 | 209,2 |
| Flüssige Mittel | 5,0 | 2,5 |
| Umlaufvermögen | 1.596,7 | 1.295,3 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1,3 | 1,3 |
| 4.917,0 | 4.565,1 |
Die Bilanzsumme der Südzucker AG erhöhte sich zum 28. Februar 2017 auf 4.917,0 (4.565,1) Mio. €.
Das Anlagevermögen lag mit 3.319,0 (3.268,5) Mio. € um 50,5 Mio. € über dem Vorjahreswert.
Die Erhöhung der Vorräte auf 455,3 (389.1) Mio. € ist auf die gegenüber dem Vorjahr höhere Erzeugung der Kampagne 2016/17 zurückzuführen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit 965,2 (694,5) Mio. € um 270,7 Mio. € über Vorjahr. Dies resultierte aus höheren Vergaben von konzerninternen Darlehen an verbundene Unternehmen insbesondere zur Finanzierung von Beteiligungserwerben bzw. -aufstockungen und höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Der Rückgang der Wertpapiere auf 171,2 (209.2) Mio. € ist auf die Platzierung von 500 Tsd. Aktien der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, aus dem Südzucker-Direktbestand im Rahmen der Kapitalerhöhung zurückzuführen. Der Direktbestand an der AGRANA Beteiligungs-AG reduzierte sich in diesem Zuge auf 2,7 (6,5) %. Über die Z&S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, hält Südzucker darüber hinaus einen mittelbaren Anteil von 39,2 (43,1) %.
PASSIVA
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| (in Mio. €) | 28.02.17 | 29.02.16 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 2.179,5 | 2.145,4 |
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 32,7 | 34,0 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 505,2 | 478,1 |
| Übrige Rückstellungen | 342,6 | 323,3 |
| Verbindlichkeiten | 1.857,0 | 1.584,3 |
| 4.917,0 | 4.565,1 |
Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der gegenüber dem Jahresüberschuss betragsmäßig geringeren Ausschüttung für das Vorjahr auf 2.179,5 (2.145,4) Mio. €. Die Eigenkapitalquote verschlechterte sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme auf 44,3 % (47,0 %). Das Anlagevermögen der Südzucker AG war wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag vollständig durch mittelbzw. langfristiges Kapital finanziert; der Anlagedeckungsgrad erhöhte sich durch die Begebung der Anleihe 2016/23 auf 121,5 % (111,1 %).
Die Pensionsrückstellungen wurden insbesondere wegen der Anpassung des Abzinsungssatzes auf 3,97 (4,27) % sowie der Berücksichtigung von Gehalts- und Rentenanpassungen um 27,1 Mio. € auf 505,2 (478,1) Mio. € erhöht.
Die übrigen Rückstellungen betreffen Steuern, Personalaufwendungen, Prozessrisiken und Rekultivierungsverpflichtungen.
Die Verbindlichkeiten sind von 1.584,3 Mio. € um 272,7 Mio. € auf 1.857,0 Mio. € gestiegen. Dies resultiert aus der Refinanzierung des Finanzbedarfs von verbundenen Unternehmen und höheren Verbindlichkeiten gegen Rübenanbauer aus der Kampagne 2016.
Der Umsatz ist aufgrund der Zentralisierung der Zucker-Export- und Handelsaktivitäten entgegen der stabilen Erwartung im Vorjahresprognosebericht angestiegen.
Das Betriebsergebnis ist zwar besser als im Vorjahr, mit -95,4 Mio. € aber immer noch negativ. Dies hat viele Ursachen, ist aber wesentlich auf das unbefriedigende Preisniveau zurückzuführen. Außerdem beinhaltet es eine Belastung aus der weiteren Reduzierung des Abzinsungssatzes für Pensionsrückstellungen sowie dem Abschluss eines neuen Altersteilzeitvertrages.
Das erwartete Beteiligungsergebnis ist entgegen der Prognose in etwa auf dem Vorjahresniveau. Die Erwartung eines aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus verbesserten Zinsergebnisses hat sich bestätigt.
Insgesamt führten diese Effekte dazu, dass die Prognose des mindestens auf Vorjahresniveau liegenden Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2016/17 erreicht werden konnte.
Die Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Um Risiken aber auch Chancen zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet.
Südzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Unter Risiko bzw. Chance versteht Südzucker künftige Entwicklungen beziehungsweise Ereignisse, die das Erreichen strategischer Ziele und operativer Planungen negativ bzw. positiv beeinflussen können. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, werden versicherbare Risiken durch ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm abgedeckt.
Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie die Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der strategischen, operativen, rechtlichen und finanziellen Risiken.
Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt.
Der Vorstand hat die Verantwortung für das konzernweite Risikomanagementsystem sowie für die Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender und strategischer Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt, der die Angemessenheit der bestehenden Risikomanagementregelungen regelmäßig prüft und diese gegebenenfalls fortentwickelt. Daneben beobachtet der Risikomanagementausschuss fortlaufend wesentliche, auch geschäftsübergreifende Risiken und zeigt - falls erforderlich - Handlungsbedarf auf. Der Wirtschaftsprüfer beurteilt die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems als Teil des Risikomanagementsystems.
Das Risikomanagementsystem der Geschäftsbereiche bzw. Divisionen sowie der Zentralabteilungen mit Konzernfunktion liegt in der Verantwortung von deren Leitern. Diese ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken aus dem operativen Geschäft sowie von finanziellen und rechtlichen Risiken. Die Veränderung von Marktpreisen kann wesentlichen positiven bzw. negativen Einfluss auf das operative Ergebnis haben. Daher wurden in den Geschäftsbereichen und Divisionen, in denen das operative Ergebnis wesentlich von volatilen Marktpreisen beeinflusst wird, Risikokomitees eingerichtet, die Entscheidungen über den Umgang mit diesen Risiken vorbereiten. Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken werden durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in einer Risikomanagementrichtlinie vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regelt. Die Sicherungsinstrumente werden vornehmlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Spekulationszwecken eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken hoher Bonität oder an Terminbörsen abgeschlossen.
Regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der operativen, finanziellen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Dabei stehen dem Vorstand und den zuständigen Geschäftsbereichen bzw. Divisionen auch monatliche Risikoberichte zur Verfügung, die Risiken und Sensitivitäten sowohl auf Geschäftsbereichs- bzw. Divisions- als auch auf Konzernebene beinhalten und auf das laufende und folgende Geschäftsjahr fokussieren. Dabei wird die Entwicklung der Risikoparameter - der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung folgend - mit der Planung bzw. dem aktuellen Forecast verglichen, während die Risikobewertung durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis erfolgt.
Unabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher stellen der Vorstand, die Geschäftsbereichs- bzw. Divisionsleitungen und die Konzernfunktionen eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicher. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Unter anderem durch regelmäßige Besprechungen der Ergebnisentwicklung und der Planungen zwischen Geschäftsbereichs bzw. Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für identifizierte strategische oder operative Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen definiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichs- bzw. Divisionsverantwortlichen tragen die Konzernfunktionen den Ressortvorständen regelmäßig aktuelle Entwicklungen aus ihren Verantwortungsbereichen vor.
Die interne Konzernrevision nimmt ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie in den Konzerngesellschaften wahr. Sie ist dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet und bewertet im Rahmen unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse - auch mit dem Fokus, diese und die zugrunde liegenden Geschäftsprozesse zu verbessern.
Nachfolgend werden die für Südzucker wesentlichen Unternehmensrisiken beschrieben und entlang der Merkmale "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Finanzielle Auswirkung" bezogen auf die mittelfristige Ergebniserwartung klassifiziert. Die Wirkung getroffener Gegensteuerungsmaßnahmen wurde dabei berücksichtigt.
Die für die entsprechenden Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" verwendeten relativen bzw. absoluten Werte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung.
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle Auswirkung | |
|---|---|---|
| GERING | < 10 % | < 5 Mio. € |
| MITTEL | 10-50 % | 5-50 Mio. € |
| Hoch | > 50 % | >50 Mio. € |
Die Preisvolatilität von Rohstoffen, die Risiken von schwankenden Produktpreisen sowie Veränderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von untergeordneter Bedeutung.
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| Übersicht der Unternehmensrisiken | Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle Auswirkung |
|---|---|---|
| Strategische Risiken | ||
| Risiken aus Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen | mittel | hoch |
| Gesamtwirtschaftliche Risiken | mittel | mittel |
| Risiken durch strukturelle Veränderungen der Absatzmärkte | mittel | hoch |
| Operative Risiken | ||
| Risiken aus der Verfügbarkeit von Rohstoffen | mittel | mittel |
| Risiken aus der Preisvolatilität von Rohstoffen | hoch | hoch |
| Risiken aus der Preisvolatilität von Produkten | hoch | hoch |
| Wechselkursrisiken | mittel | mittel |
| Produktqualitätsrisiken | gering | mittel |
| IT-Risiken | gering | mittel |
| Personalrisiken | gering | mittel |
| Bonitäts- und Ausfallrisiken | gering | mittel |
| Weitere operative Risiken | gering | gering |
| Compliancerisiken | ||
| Rechtliche Risiken | mittel | mittel |
| Kartellrechtsrisiken | gering | hoch |
| Korruptionsrisiken | gering | mittel |
| Finanzrisiken | ||
| Zinsänderungsrisiken | mittel | mittel |
| Wechselkursrisiken | mittel | mittel |
| Liquiditätsrisiken | gering | hoch |
| Bonitäts- und Ausfallrisiken | gering | hoch |
| Risiko der Ratingherabstufung | mittel | mittel |
Wie in den jeweiligen Abschnitten des Lageberichts zu den Segmenten erläutert, unterliegt die Geschäftstätigkeit sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote zum 30. September 2017 wird zu einer Ausweitung der Rübenzucker- und Isoglukoseerzeugung in der EU führen. Die EU wird dadurch wieder zum Nettoexporteur von Zucker. Der hochvolatile Weltmarktpreis für Zucker ist zunehmend preisbestimmend für den EU-Zuckermarkt. Dadurch wird die Wettbewerbsintensität auf den Absatzmärkten zunehmen. Die Höhe des Zuckerpreises wird zukünftig die Verfügbarkeit des Rohstoffs Zuckerrübe beeinflussen, deren Anbau im Wettbewerb mit Alternativfrüchten steht. Gleichzeitig ergeben sich Wettbewerbsverzerrungen durch die Zahlung von an den Rübenanbau gekoppelten Prämien in einigen EU-Mitgliedstaaten.
Die EU-Kommission hat am 30. November 2016 Gesetzgebungsvorschläge zur Umsetzung der Klima- und Energiepolitik der EU bis 2030 vorgelegt, die insbesondere den Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz betreffen. Bei dem derzeitigen Stand des Gesetzgebungsverfahrens ist es kaum möglich vorauszusagen, wie sich die künftigen rechtlichen Rahmenbedingungen auf das Bioethanolgeschäft auswirken werden. Eine Reduzierung von obligatorischen Beimischungsquoten kann zu einem Nachfragerückgang führen und die Geschäftstätigkeit der CropEnergies belasten.
Zusätzliche Risiken bestehen, falls im Rahmen neuer bilateraler Freihandelsabkommen zusätzliche zollfreie Einfuhrkontingente für Zucker eröffnet werden oder der EU-Außenschutz verringert wird. Auch bei Bioethanol können z. B. die Einschränkung oder Förderung der Nutzung verschiedener Rohstoffe zur Herstellung von Bioethanol, die Erhöhung oder Verminderung nationaler Beimischungsquoten nach 2020, sowie die Regulierung der Nutzung von Anbauflächen zu zusätzlichen Chancen oder Risiken führen. Auch Änderungen in den Außenhandelsbeziehungen zu Drittstaaten, von in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssystemen für erzeugte erneuerbare Energien sowie von Zollsätzen können zu Chancen oder Risiken führen. Mögliche Änderungen internationaler und nationaler Handelsabkommen oder der Agrarmarktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und mit ihren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Südzucker-Gruppe im Rahmen des Risikomanagements bewertet.
Das Votum der Mehrheit der britischen Bevölkerung für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) kann Risiken für die Südzucker-Geschäftstätigkeit aus Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen mit sich bringen, die derzeit noch nicht abschätzbar sind. Am 29. März 2017 ist der entsprechende Antrag Großbritanniens bei der EU eingegangen.
Daneben unterliegen die Produkte der Südzucker-Gruppe dem Risiko von Nachfrageschwankungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder Änderungen im Verbraucherverhalten.
Insgesamt werden in der Südzucker-Gruppe jährlich rund 30 bis 35 Mio. t landwirtschaftliche Rohstoffe von über 800.000 ha Anbaufläche verarbeitet. Dies sind neben Zuckerrüben auch Mais, Weizen, Gerste, Reis, Triticale, Zichorien und Kartoffeln. Hinzu kommen noch die im Fruchtsegment verarbeiteten Rohstoffe.
Südzucker ist als Verarbeiter dieser Rohstoffe -trotz regionaler Streuung - Beschaffungsrisiken ausgesetzt. Hier sind in erster Linie über das normale Maß hinausgehende Schwankungen der Ernteerträge durch Extremwetterereignisse (Klimawandel) sowie Pflanzenschädlinge und -krankheiten zu nennen. Risiken ergeben sich aus einer erhöhten Verdunstung sowie extremen Witterungsereignissen, wie beispielsweise lang anhaltende Trockenperioden und Überschwemmungen, Stürme und Hagel, die in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen können.
Zudem kann durch die geografische Verschiebung der Klimazonen bzw. Niederschläge die Produktion von landwirtschaftlichen Rohstoffen regional negativ beeinflusst werden. Diesem Risiko wird durch eine entsprechende Anbauplanung sowie gezielte Anbauberatung und Forschung bestmöglich Rechnung getragen.
Für den Zuckerrübenanbau in Europa ist der Klimawandel aber auch mit Chancen verbunden. Eine früher beginnende und verlängerte Vegetationszeit, weniger Frosttage sowie eine schnellere Bodenerwärmung führen tendenziell zu steigenden Erträgen.
Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Die Planung unserer Rübenanbauer ist darauf ausgerichtet, die ausgegebenen Lieferrechte für Rüben sicher zu erfüllen.
Neben den Beschaffungsrisiken unterliegen landwirtschaftliche Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht in allen Fällen unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Auf den Getreide- und Ölsaatenmärkten sind die Preisschwankungen insbesondere durch die weltweiten und regionalen Fundamentaldaten von Angebot, Nachfrage und Lagerbeständen beeinflusst. Wenn die Lagerbestände eine kritische Grenze im Verhältnis zum jährlichen Verbrauch unterschreiten und Intransparenz über bestimmte Angebots- und Nachfragefaktoren besteht, reagieren die Märkte sensibel mit Preisschwankungen. Dies war bei einzelnen Produkten in den letzten Jahren wiederholt zu beobachten und wird auch in den nächsten Jahren grundsätzlich möglich sein. Durch den zunehmenden weltweiten Rohstoffhandel entspricht dabei die Preisvolatilität der globalen Märkte zunehmend derjenigen auf den europäischen und inländischen Märkten.
Zudem können politische Maßnahmen wichtiger Exportländer wie z.B. Exportstopps die Volatilität kurzfristig verstärken.
Für Zuckerrüben werden in den jeweiligen Anbaugebieten Rübenlieferverträge i.d.R. jeweils für ein Anbaujahr abgeschlossen. Für das Zuckerwirtschaftsjahre 2016/17 reflektieren diese für Quotenrüben die noch geltenden marktordnungsrechtlichen Vorgaben bezüglich Mindestpreisen und Beteiligung der Rübenanbauer an höheren Erlösen. Für Nichtquotenrüben werden die Rübenpreise teilweise aus den Zuckererlösen abgeleitet. Ab dem Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 erfolgt in der Südzucker-Gruppe die Rübenpreisableitung für die gesamte Rübenmenge aus den Zuckererlösen, ohne einen Rübenmindestpreis zu garantieren. Die Festlegung der Rübenpreise muss allerdings auch der Wettbewerbssituation der Rübe mit anderen Ackerkulturen Rechnung tragen.
An den Raffinationsstandorten Brcko/Bosnien und Buzau/Rumänien wird Rohzucker aus externer Produktion zu Weißzucker verarbeitet. Hier wird das Risiko schwankender Einkaufspreise für Rohzucker durch Warentermingeschäfte abgesichert.
Zur Herstellung von Bioethanol werden kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe benötigt. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Zur Risikoeinschätzung wird bei der Herstellung von Bioethanol eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten sowie von Erlösen für Lebens- und Futtermittel (Steuerung nach Nettorohstoffkosten) vorgenommen. Da Veränderungen beim Getreidepreis überwiegend mit einer gleich gerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, können Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensiert werden.
CropEnergies verfolgt die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Daneben erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Sicherungen im Einkauf von Rohstoffen mit dem Absatz von Lebens- und Futtermitteln sowie Ethanol. Dabei wird nach Marktlage über die Sicherungsquoten entschieden. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können.
Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus allen unseren Anlagen erfüllt diese Anforderungen unter der Voraussetzung, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist.
Die Rohstoffkosten sind auch in der Stärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. Auch hier ist die Strategie, den geplanten Bedarf in einem adäquaten Ausmaß durch physische Lieferkontrakte abzudecken. In eingeschränktem Umfang werden auch Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Es besteht das Risiko, dass höhere Rohstoffkosten nur zu einem Teil kurzfristig an Kunden weitergegeben werden können.
Das Beschaffungsrisiko im Segment Frucht wird durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie mögliche Pflanzenkrankheiten beeinflusst. Dadurch bedingte Ernteausfälle können sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch auf die Einstandspreise der Rohstoffe negativ auswirken. AGRANA ist es durch ihre weltweite Präsenz und Kenntnisse über Beschaffungsmärkte möglich, in der Division Fruchtzubereitungen regionale Engpässe in der Versorgung bzw. Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken. Es werden zusätzlich, je nach Möglichkeit, sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen. In der Division Fruchtsaftkonzentrate werden Rohstoff-, Produktions- und Vertriebsrisiken überregional gesteuert.
Die Südzucker-Gruppe wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträger situationsgerecht mit dem Ziel der Kostenoptimierung einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Für die in der Kampagne eingesetzten Energieträger erfolgen teilweise Mengen- und Preissicherungen in Form von langfristigen Lieferverträgen oder auch durch Derivate.
Die kostenlose Zuteilung von CO2-Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 deckt den Verbrauch der Südzucker-Gruppe nicht. Für die Jahre 2013 bis 201 9 erfüllt die Produktion von Zucker, Stärke, Inulin und Bioethanol nach den aktuellen EU-Vorschriften die Carbon-Leakage-Kriterien, wonach CO2-Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden; ein Wegfall des Carbon-Leakage-Status wird derzeit nicht erwartet. Die Rahmenbedingungen für die kommende 4. Handelsperiode der Jahre 2021 bis 2030 sind bei dem derzeitigen Stand des EU-Gesetzgebungsverfahrens schwer vorauszusagen. Vor dem Hintergrund der Klimaziele der EU - eine Minderung der Treibhausgase um 20 Prozent bis 2020 und um 40 Prozent bis 2030, jeweils gemessen am Wert von 1990 - wird generell von einer weiteren Reduzierung der kostenlos zugeteilten Zertifikate ab 2021 ausgegangen.
Im Segment Zucker bestehen Absatzpreisrisiken infolge von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, dem EU-Binnenmarkt sowie den Futtermittelmärkten. In begrenztem Umfang stellt die EU im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 Exportlizenzen zur Verfügung. Ab Oktober 2017 wird aufgrund der Freigabe des Exports nach dem Ende des Quotensystems im Zusammenhang mit einer steigenden Produktionsmenge und einer Erhöhung der Exporte gerechnet. Dies wird die Risiken in Bezug auf Schwankungen des Weltmarktpreises erhöhen. Auch für den EU-Binnenmarkt zeichnet sich eine zunehmende und unmittelbare Abhängigkeit vom Weltmarkt ab. Für direkt vom Weltmarktpreis abhängige Mengen schließen wir je nach Marktlage Sicherungsgeschäfte in Form von Zucker-Futures an den Terminbörsen in London und New York ab. Dem Absatzrisiko und dem Preisrisiko bei Futtermitteln wird insbesondere durch eine kontinuierliche Verkaufsstrategie sowie eine langfristig orientierte Kundenbindung Rechnung getragen.
Ebenfalls unterliegen beispielsweise die Preise für Bioethanol in Europa verschiedenen Einflussfaktoren, wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in den USA, Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen, und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit und - soweit möglich - durch derivative Instrumente sowie durch die flexible Nutzung der Bioethanolanlage am britischen Standort Wilton je nach Marktsituation und der hieraus resultierenden Kosten- und Ertragslage.
Die europäischen Bioethanolpreise werden derzeit von Preisberichterstattungsagenturen auf Basis sehr geringer Volumina ermittelt. Eine hohe Volatilität der Preise ist die Folge. Im Dezember 2015 einigte sich der Trilog der Europäischen Union auf die Umsetzung der Benchmark-Richtlinie. Diese schreibt einen transparenten Preisfindungsmechanismus für Preisreferenzen an nicht regulierten Märkten vor. Die Mitgliedsstaaten der EU haben für die Umsetzung der Richtlinie zwei Jahre Zeit. Es ist zu erwarten, dass die Umsetzung auch zu mehr Transparenz bei der Feststellung des Bioethanolpreises und somit zu weniger Volatilität und mehr Liquidität in der Preisnotierung führen wird.
Wechselkursrisiken entstehen im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse oder Material- bzw. Wareneinsatz abweichend von der lokalen Währung anfallen.
Im Segment Zucker unterliegen Zuckerexporte auf dem Weltmarkt US-Dollar-Wechselkursrisiken, die grundsätzlich vom Zeitpunkt des Abschlusses eines Zucker-Futures bis zum Zahlungseingang abgesichert werden. Die Rohzuckerraffination unterliegt Währungsrisiken durch den teilweisen Rohzuckereinkauf in US-Dollar.
Im Segment Spezialitäten resultieren Fremdwährungsrisiken in der Division BENEO aus den Umsatzerlösen in US-Dollar, deren zugrunde liegende Herstellungskosten überwiegend in Euro und chilenischem Peso anfallen. Für Umsatzerlöse der Freiberger-Gruppe in Großbritannien ergibt sich ein Währungsrisiko aus dem britischen Pfund, das sich mit dem Votum für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union erhöht. Am 29. März 2017 ist der entsprechende Antrag Großbritanniens bei der EU eingegangen.
Im Segment CropEnergies erfolgen sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte überwiegend in Euro. Lediglich beim Einkauf von Rohalkohol in US-Dollar und beim Verkauf von Industriealkohol in Euro ergeben sich Währungsrisiken. Diese werden unmittelbar nach dem Einkauf des Rohalkohols über Devisentermingeschäfte abgesichert.
Im Segment Frucht bestehen Währungsrisiken vorwiegend aus dem Absatz in Euro oder US-Dollar, während der Aufwand für Rohstoffe und Produktion in lokaler Währung entsteht. Sofern der Rohstoffeinkauf bzw. der Absatz in Fremdwährung erfolgen, wird das Währungsrisiko teilweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert.
Bedeutende Ereignisse im Zusammenhang mit ernsten Verstößen gegen Sicherheitsstandards, die für Nahrungsmittel oder sonstige Bereiche gelten, könnten sich nachteilig auf die Reputation von Südzucker und den Absatz unserer Produkte auswirken. Zudem gehört es zu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, Kunden jederzeit mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden.
Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung.
Die Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich von einer komplexen Informationstechnologie abhängig. Dadurch ergeben sich Risiken insbesondere in Bezug auf den Ausfall von IT-Systemen, deren Sicherheit und Qualität. Es ist davon auszugehen, dass die Bedrohung durch externe Angriffe auf IT-Systeme der Südzucker-Gruppe weiter zunehmen wird. Die Optimierung, Aufrechterhaltung und insbesondere die Sicherheit der IT-Systeme werden sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen gewährleistet. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht.
Die Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal und ist so dem Risiko ausgesetzt, offene Stellen nicht adäquat besetzen zu können. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, betonen wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber und zielen darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozialleistungen und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breit gefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort- und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften.
Sollten Kunden in größerem Umfang nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Südzucker zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Südzucker tritt diesen Bonitäts- und Ausfallrisiken für den Forderungsbestand entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte für Preisrisiken abgeschlossen haben.
Aus weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft abzusehen. Südzucker begegnet auch den weiteren operativen Risiken durch ständige Überwachung sowie kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse.
Es sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG und ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskostenrückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode nehmen, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns.
Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfelds, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen eingeleitet.
Es besteht das Risiko, dass Verhaltensweisen von Organen und Mitarbeitern als Verstoß gegen Wettbewerbsbestimmungen ausgelegt werden und Verfahren durch Wettbewerbsbehörden eingeleitet werden. Entsprechende Verfahren sind immer mit einem Reputationsverlust verbunden, können zum Erlass von hohen Bußgeldern führen und dann zusätzlich Ersatzansprüche von Dritten nach sich ziehen, auch wenn diese unbegründet sind.
Auch im Geschäftsjahr 2016/17 hat Südzucker die Maßnahmen der Kartellrechts-Compliance weiter intensiviert. Zur Vermeidung von Kartellverstößen werden Schulungen durchgeführt und turnusgemäß wiederholt. Die Maßnahmen werden - unter Berücksichtigung der aus dem im Jahr 2014 beendeten Kartellverfahren gegen mehrere Unternehmen der Zuckerindustrie in Deutschland gewonnenen Erkenntnisse - intensiv fortgeführt. Als gruppenweit geltender Rahmen für die Verhinderung von Kartellrechtsverstößen ist seit 1. Dezember 2014 eine Richtlinie zur Einhaltung des Kartellrechts in der Südzucker-Gruppe (Wettbewerbs-Richtlinie) in Kraft. Ziel dieser Richtlinie ist es, Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen im Kartellrecht zu bewahren und praxisnahe Unterstützung bei der Anwendung der einschlägigen Vorschriften zu geben. Dies umfasst insbesondere die Verpflichtung aller Mitarbeiter zur Einhaltung des Kartellrechts.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, hatte das deutsche Bundeskartellamt den deutschen Zuckerherstellern Südzucker AG, Nordzucker AG und Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG wettbewerbsbeschränkende Gebiets-, Quoten- und Preisabsprachen zur Last gelegt. Südzucker akzeptierte den am 18. Februar 2014 erlassenen Bußgeldbescheid im Rahmen eines Settlements, um das fast fünf Jahre laufende, auf Aussagen eines Kronzeugen basierende Verfahren zu beenden und dadurch Rechts- sowie Planungssicherheit zu erlangen. Das deutsche Kartellverfahren ist mit Zahlung der Geldbuße abgeschlossen.
Nach dem Abschluss des deutschen Kartellverfahrens machen Kunden erwartungsgemäß Schadensersatzansprüche wegen angeblicher kartellbedingter Preisaufschläge geltend. Diese Ansprüche werden von Südzucker und den beiden anderen mit einem Bußgeld belegten deutschen Zuckerherstellern grundsätzlich bestritten, zumal verschiedene Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass den Kunden in dem vom Bundeskartellamt zur Last gelegten Zeitraum keine Nachteile entstanden sind. Verschiedene Kunden haben die betroffenen Zuckerhersteller -zumeist gesamtschuldnerisch - vor mehreren Gerichten in Deutschland auf Schadensersatz oder Auskunft verklagt. Alle Gerichtsverfahren befinden sich in einem frühen Stadium; Urteile zur Sache sind bislang nicht ergangen.
Wie im Vorjahresbericht erläutert, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im September 2010 beim Kartellgericht Wien unter anderem gegen die AGRANA Zucker GmbH und die Südzucker AG die Feststellung eines Verstoßes gegen das Kartellgesetz. Im Zusammenhang mit dem deutschen Kartellbußgeld wird die Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen auch in Bezug auf Österreich vorgeworfen. Die Beklagten sehen den Bußgeld-Antrag vom Oktober 2011 durch die vom Kartellgericht bisher durchgeführte Beweisaufnahme - auch nach den letzten Zeugenvernehmungen im September 2014 - nicht bestätigt. Das Kartellgericht Wien hat noch kein Urteil verkündet.
Korruptionsrisiken können darin bestehen, dass Organe oder Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe gegen Gesetze, interne Regelungen oder von Südzucker anerkannte regulatorische Standards verstoßen und in der Folge das betroffene Unternehmen der Südzucker-Gruppe Vermögens- und Imageschäden erleidet. Sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. Die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation wurden auch im Geschäftsjahr 2016/17 weiterentwickelt sowie zur Stärkung der Compliance-Kultur die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur fortlaufend verbessert. Um rechtskonformes und sozialethisches Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters zu gewährleisten, wurden Schulungsmaßnahmen weiter intensiviert sowie konkrete Handlungsempfehlungen zu ausgewählten Themenbereichen weiterentwickelt und den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.
Die Südzucker-Gruppe unterliegt aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu zählen Risiken aus Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, Liquiditätsrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken. Marktpreisrisiken aus Zuckerexporten, Bioethanolabsatz, Energieeinkäufen sowie Rohstoffeinkäufen bewerten wir als operative Risiken, die im entsprechenden Abschnitt dieses Risikoberichts beschrieben sind.
Aus variabel verzinslichen oder kurzfristig fälligen Finanzverbindlichkeiten und -anlagen ist die Südzucker-Gruppe in begrenztem Umfang kurzfristigen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Der Umfang dieser Verbindlichkeiten bzw. Anlagen ist aufgrund des kampagnebezogenen Finanzbedarfs im Jahresverlauf stark schwankend. Langfristige Zinsänderungsrisiken sind aufgrund der geringen Verschuldung ebenfalls nur von untergeordneter Bedeutung.
Finanzwirtschaftliche Wechselkursrisiken resultieren überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. In Osteuropa finanziert die Südzucker-Gruppe ihre Tochterunternehmen mit konzerninternen Euro-Darlehen. Daneben bestehen US-Dollar-Finanzierungen in Chile und Mexiko. In geringem Umfang haben auch Muttergesellschaften im Euroraum Finanzierungen an Tochtergesellschaften in deren abweichender Landeswährung gewährt.
Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Die Liquidität der Südzucker-Gruppe wird daher täglich überwacht. Soweit es ökonomisch sinnvoll ist, bestehen nationale oder länderübergreifende Cashpools. Daneben werden Liquiditätsüberschüsse auch gruppenintern angelegt. Über die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellt Südzucker ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduziert Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des Commercial-Paper-Programms sowie der von Banken verbindlich zugesagten Kreditlinien kann Südzucker kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen und die während der Zuckerkampagne bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit erfüllen.
Bonitäts- und Ausfallrisiken im Finanzbereich bestehen in Bezug auf Finanzinstitute, mit denen Südzucker finanzielle Sicherungsgeschäfte abgeschlossen hat, bei denen Geldanlagen getätigt werden, Kreditlinien bestehen oder die Bürgschaften zugunsten von Südzucker stellen. Dieses Risiko hat sich aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch limitiert, dass Finanzgeschäfte nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht.
Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken.
Zu den wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung der Südzucker-Gruppe gehören neben den Risiken einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen insbesondere Risiken aus Schwankungen von Produkt- und Rohstoffpreisen. Im Segment Zucker hat der Einfluss des Weltmarktpreises auf das Preisniveau von Zucker in der EU zugenommen. Dieser wird sich in Zukunft noch verstärken; damit wird das Risiko aus Schwankungen des EU-Zuckerpreises zunehmen. Im Segment CropEnergies ist das Ergebnis vor allem vom Preisniveau der eingesetzten Rohstoffe - insbesondere Weizen - und von den Bioethanolerlösen abhängig. In Phasen rückläufiger Bioethanolpreise bei gleichbleibenden oder steigenden Getreidepreisen können Verluste entstehen, wenn Margen keinen ausreichenden Beitrag zur Fixkostendeckung liefern. Wenn die variablen Kosten nicht mehr gedeckt werden kann eine vorübergehende Stilllegung von Anlagen notwendig werden. Da sich die Märkte für Weizen und Bioethanol relativ unabhängig voneinander verhalten, ist die Prognose der Ergebnisentwicklung erschwert. Gleichwohl ist es nicht immer sinnvoll oder möglich, alle Preisrisiken im Voraus abzusichern, da damit auch die Chancen zukünftiger positiver Preisentwicklungen reduziert würden. Daneben begrenzt nicht ausreichende Liquidität bei Preissicherungsinstrumenten mit längeren Laufzeiten deren wirtschaftlich sinnvollen Einsatz.
Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aber nach wie vor nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.
Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen. Nachstehend werden die Chancen mit Blick auf die Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente bzw. Divisionen erläutert.
Südzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (funktionelle Inhaltsstoffe für Lebens- und Futtermittel, Tiefkühlprodukte, Portionsartikel und Stärke), CropEnergies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne.
Damit agiert die Südzucker-Gruppe inmitten der auch in Zukunft weltweit dynamisch wachsenden Märkte mit entsprechend höherer Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Lebens- und Futtermitteln sowie Energie. Südzucker ist in Europa in vorteilhaften Naturräumen mit guten Böden, hohen Erträgen und im globalen Vergleich günstigen Witterungsverhältnissen positioniert; dies ist im weltweiten Wettbewerb eine stabile und verlässliche Ausgangsbasis. Die wachsende Weltbevölkerung wie auch der Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln insbesondere in Ländern mit steigendem Lebensstandard sollten zu einer Erhöhung von Marktchancen der Produkte von Südzucker führen. Mit ihrer Infrastruktur zur Erzeugung und Vermarktung von Bioethanol in Europa ist die Gruppe hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Markt für Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu profitieren.
Südzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen in Europa eine gute Wettbewerbsposition in der EU und kann das Auslaufen der Quotenregelung zur Stärkung ihrer Produktions- und Marktposition nutzen; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in den europäischen Kernmärkten und der Nähe zu den Industriekunden. Weitere Marktchancen können sich im Non-Food Markt z. B. der Biobased Chemicals, ergeben.
Weitere Chancen können sich aus dem Zuckerexport außerhalb der EU, der ab 2017 nicht mehr durch Exportrestriktionen begrenzt sein wird, ergeben. Mit dem Wegfall der Quotenregelung ergibt sich die Möglichkeit der Erhöhung der Kapazitätsauslastung durch längere Kampagnen. Beim weltweiten Zuckerverbrauch wird mit einer Steigerung um 2 bis 3 % pro Jahr von derzeit über 180 Mio. t auf mehr als 200 Mio. t bis zum Jahr 2025 gerechnet. Diese Aussichten stützen den Zuckerweltmarktpreis. Allerdings haben kurzfristig auch weitere Faktoren, insbesondere die Witterungsbedingungen in den Hauptanbaugebieten von Zuckerrohr und -rüben sowie Wechselkursentwicklungen oder die Positionen von Finanzinvestoren, einen wesentlichen Einfluss. Dies gilt insbesondere für den brasilianischen Real und die Ethanolpolitik der brasilianischen Regierung, die sich auf den Zuckerweltmarktpreis auswirken können. Darüber hinaus ergeben sich für Südzucker über die Beteiligung an ED&F Man zusätzliche Potenziale, an einem Marktwachstum zu partizipieren.
Durch den Ausbau des Segments Spezialitäten besitzt Südzucker eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten.
Ein wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten ist die Division BENEO, die vom langfristigen Trend zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. BENEO ist mit ihren Produktlinien funktionelle Kohlenhydrate - Isomalt, Palatinose™ - sowie den Ballaststoffen Inulin und Oligofruktose ein weltweit führender Anbieter von funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel, Getränke und Tierfutter. Eine klare Differenzierung im Markt bietet das besondere Produktspektrum der aus Reis hergestellten Zutaten, insbesondere aufgrund seiner hyperallergenen Eigenschaften. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen weiter vorangetrieben.
Die Freiberger-Gruppe nutzt ihre europaweit führende Position als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Neben den Vertriebsaktivitäten auf dem europäischen Markt wurden diese unter anderem auf den nordamerikanischen Markt ausgeweitet.
Der europäische Marktführer gestaltet, produziert und vertreibt Portionsartikel. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig den Food-Bereich, aber auch einige Non-Food-Artikel. Dabei liegen die Hauptmärkte insbesondere im Food-Service-Bereich wie Hotels, Gastronomie und Catering. PortionPack kann seine Position im europäischen Markt durch internes und externes Wachstum, flexible Reaktion auf Kundenanforderungen sowie kontinuierliche Produktinnovationen festigen.
Die Division Stärke legt den Schwerpunkt auf Spezialitätenprodukte, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen. Innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung, laufende Produktentwicklungen sowie ständige Kostenoptimierungen stehen dabei im Fokus. Beispiele sind die führende Position bei Bio-Stärken und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie oder im technischen Sektor die Führungsrolle bei Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Baustoffindustrie. Im europäischen Süßungsmittelmarkt können sich ab 2017 zusätzliche Absatzmöglichkeiten im Bereich Isoglukose bzw. Stärkeverzuckerungsprodukte ergeben.
Die weitere Unternehmensentwicklung und deren Profitabilität werden maßgeblich von der Erlösentwicklung bei Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln sowie den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt.
Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg von Bioethanol oder den gleichzeitig erzeugten Lebens und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion.
Mittelfristig geht CropEnergies davon aus, dass die Beschlüsse des Pariser Klima-Gipfels für weiteres Marktwachstum auch bei erneuerbaren Energien im Transportsektor sorgen werden. Anders wird das gesteckte Ziel, die Erderwärmung auf 2° C zu begrenzen und den Verbrauch fossiler Kraftstoffe zu senken, nicht erreicht werden können.
Für den korrespondierenden Nachfrageanstieg ist die CropEnergies-Gruppe als einer der führenden Bioethanolhersteller Europas und aufgrund der Flexibilität und Kapazität ihrer Anlagen gut gerüstet. Ein Grund hierfür ist das erfolgreiche Wiederanfahren der Produktionsanlage in Wilton im Juli 2016, wodurch CropEnergies nun die gesamte Produktionskapazität flexibel nach Markt- und Auftragslage nutzen kann.
Weitere Chancen für CropEnergies könnten aus einer Konsolidierung der Anbieterstruktur auf dem europäischen Bioethanolmarkt entstehen, da CropEnergies aufgrund von Größe, Standorten und technologischer Führerschaft Vorteile gegenüber Wettbewerbern genießt.
Das AGRANA-Fruchtsegment ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie sowie größter Produzent von Fruchtsaftkonzentraten aus Äpfeln, roten Früchten und Beeren auf dem europäischen Markt. Wachstumschancen ergeben sich in Ländern mit steigenden Einkommen, wie z. B. Russland, China und Brasilien. Auch der US-Markt, der nordafrikanische Raum und der Mittlere Osten werden intensiver bearbeitet.
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der Südzucker AG hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen und damit zu jeder Zeit ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, das den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Das System ist in den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wesentliche Bestandteile sind Grundsätze, Verfahren sowie Kontrollen, wie beispielsweise konzerneinheitliche Kontierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsvorgaben sowie Prozesse zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Finanzberichterstattung.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) stellen die konzernweit einheitliche Bilanzierung und Bewertung sämtlicher Geschäftsvorfälle der in den Südzucker-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sicher. Die interne IFRS-Reporting-Richtlinie regelt die Südzucker-relevante Anwendung der IFRS und konkretisiert Bilanzierungssachverhalte. Der Inhalt der IFRS-Reporting-Richtlinie wird zentral vorgegeben und regelmäßig aktualisiert.
Der Konzernrechnungslegungsprozess beginnt in den Einzelgesellschaften des Konzerns. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten die Abschlüsse erstellt, kontrolliert und mit der Einspielung in das Konsolidierungssystem an die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG übermittelt. Für alle im Konzernrechnungslegungsprozess eingesetzten IT-Systeme bestehen klar strukturierte Berechtigungskonzepte.
Die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools.
Bei der Bewertung von Rückstellungen, im Wesentlichen Personalrückstellungen, werden im Rahmen des Jahresabschlussprozesses regelmäßig externe Gutachter eingesetzt.
Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip sowie der Einhaltung der Richtlinien für wesentliche Geschäftsprozesse.
Automatisierte Validierungsregeln und Plausibilitätsprüfungen insbesondere im IT-Konsolidierungssystem stellen die Vollständigkeit und Richtigkeit von Eingabedaten der Einzelgesellschaften sicher.
Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände nie vollständig ausgeschlossen werden.
Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen weiterhin beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen diese Kontrollaktivitäten die Analyse und gegebenenfalls Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. der hierzu geführten Abschlussbesprechungen.
Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst.
Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Compliance, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die interne Revision prüft das interne Kontrollsystem, die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und konzerninternen Richtlinien sowie das Risikomanagementsystem. Sie entwickelt bei Bedarf entsprechende Empfehlungen und Prozessänderungen und trägt damit zu einer stetigen Verbesserung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei.
Der Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können. Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Abschlussprüfung bestätigt, dass das Risikofrüherkennungssystem von Südzucker geeignet ist, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hatte keine Feststellungen zu wesentlichen Schwächen im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem.
Vor dem Hintergrund des Auslaufens der Quoten- und Rübenmindestpreisregelungen im EU-Zuckermarkt zum 1. Oktober 2017 ist die Prognose von hoher Unsicherheit geprägt.
Für das Geschäftsjahr 2017/18 erwarten wir moderat steigende Umsatzerlöse. Die Mitte letzten Geschäftsjahres in Betrieb genommene Weizenstärkefabrik in Zeitz und das von unserer Tochtergesellschaft Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, übernommenene Zucker-Handels und -Exportgeschäft werden zusammen mit einem gegenüber dem Vorjahr höheren Zuckerabsatz zum Umsatzwachstum beitragen.
Im Zuckermarkt zeichnet sich ab, dass der Preisanstieg, der seit Herbst 2016 am Markt beobachtbar ist, zu steigenden Durchschnittserlösen führt. Auch durch die Verbesserung der Kapazitätsauslastung mit entsprechenden Kostendegressionseffekten und die fortgesetzten Maßnahmen zur Kostensenkung ist mit einem besseren, aber noch nicht positiven Betriebsergebnis zu rechnen.
Ergebnismindernd werden die weiteren operativen Belastungen der Weizenstärkeanlage sowie der weiterhin sinkende Rechnungszins für die Pensionsrückstellungen wirken.
Während sich die leichte Verbesserung des Zinsergebnisses, das auf einer günstigen Durchschnittsverzinsung beruht, weiter fortsetzen wird, wird mit einem unveränderten Beteiligungsergebnis gerechnet.
Eine moderate Erhöhung des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr wird erwartet.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 20. Juli 2017 eine Dividende von 0,45 (0,30) € je Stückaktie vor. Bei einem dividendenberechtigten Kapital von 204,2 (204,2) Mio. € beträgt die Ausschüttungssumme 91,9 (61,3) Mio. €. Die Dividende soll am 25. Juli 2017 ausgezahlt werden.
Laut Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrüben-verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, errechnet sich aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung:
" Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu der SZVG, dem Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V., Ochsenfurt, dessen Landesverbänden und den Rübenanbauern aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen sind, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG wurden im Berichtsjahr weder getroffen noch unterlassen."
AKTIVA
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| (Tsd. €) | Anhang | 28. Februar 2017 | 29. Februar 2016 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 13.711 | 7.675 | |
| Sachanlagen | 513.414 | 478.844 | |
| Finanzanlagen | 2.791.881 | 2.781.980 | |
| Anlagevermögen | 1 | 3.319.006 | 3.268.499 |
| Vorräte | 2 | 455.287 | 389.101 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3 | 965.209 | 694.468 |
| Wertpapiere | 4 | 171.206 | 209.200 |
| Flüssige Mittel | 4.951 | 2.452 | |
| Umlaufvermögen | 1.596.653 | 1.295.221 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5 | 1.374 | 1.364 |
| 4.917.033 | 4.565.084 | ||
| PASSIVA | |||
| (Tsd. €) | Anhang | 28. Februar 2017 | 29. Februar 2016 |
| Gezeichnetes Kapital | 204.183 | 204.183 | |
| Kapitalrücklage | 1.620.579 | 1.620.579 | |
| Gewinnrücklagen | 262.778 | 259.278 | |
| Bilanzgewinn | 91.940 | 61.327 | |
| Eigenkapital | 6 | 2.179.480 | 2.145.367 |
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 7 | 32.693 | 34.027 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 8 | 505.151 | 478.059 |
| Übrige Rückstellungen | 9 | 342.644 | 323.329 |
| Rückstellungen | 847.795 | 801.388 | |
| Verbindlichkeiten | 10 | 1.857.065 | 1.584.302 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 10 | 0 | 0 |
| 4.917.033 | 4.565.084 |
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| Anhang | 1. März 2016 - 28. Februar 2017 | 1. März 2015 - 29. Februar 2016 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 12 | 1.278.610 | 1.170.847 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | 13 | 54.734 | -100.114 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 14 | 28.154 | 87.286 |
| Materialaufwand | 15 | -988.089 | -804.254 |
| Personalaufwand | 16 | -218.105 | -196.064 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -54.723 | -51.458 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 17 | -195.995 | -215.951 |
| Beteiligungsergebnis | 18 | 209.956 | 214.692 |
| Zinsergebnis | 19 | -31.074 | -36.118 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 20 | 11.900 | -1.339 |
| Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss | 95.368 | 67.527 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 72 | 100 | |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -3.500 | -6.300 | |
| Bilanzgewinn | 91.940 | 61.327 |
Der Jahresabschluss der Südzucker AG (Registergericht: Amtsgericht Mannheim HRB 0042) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) bzw. Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden im Anhang regelmäßig in Klammern dargestellt.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.
Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Kursgewinne bzw. Kursverluste aufgrund abweichender Devisenkassamittelkurse zwischen dem Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Werteverzehr des Anlagevermögens, dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.
Die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der degressiven oder linearen Methode.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode abgeschrieben.
Die Nutzungsdauer des Geschäftswertes wurde durch die wirtschaftlich zu erwartende Nutzungsdauer bestimmt und orientiert sich insbesondere an der durch die Akquisition erworbenen Nutzungsdauer des 'Know-hows' (Mitarbeiter, Prozesse).
Für ab dem 1. Januar 2001 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 20 % verrechnet. Für ab dem 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal 30 % verrechnet.
Für nach dem 31. Dezember 2008 angeschaffte Gegenstände des Anlagevermögens wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 25 % verrechnet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt zu dem Zeitpunkt, in dem der auf die Restnutzungsdauer in gleichen Jahresbeträgen verteilte Restbuchwert zu höheren Abschreibungsquoten führt.
Für ab dem 1. März 201 0 angeschaffte bzw. hergestellte Gegenstände des Anlagevermögens kam ausschließlich die lineare Methode zum Ansatz. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB wird ausgeübt.
Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Jahr des Zugangs sofort im Aufwand erfasst, sofern ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € nicht übersteigen. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1 50 € aber nicht 1.000 € übersteigen, wurden Sammelposten gebildet. Sammelposten werden einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben.
Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
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| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2 bis 9 Jahre |
| Geschäftswerte | 10 Jahre |
| Gebäude | 10 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet.
Die Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Geschäftsjahresende.
Niedrigeren beizulegenden Werten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.
Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß den Grundsätzen der Einzel- bzw. Festbewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Darüber hinaus wird bei eingeschränkter Verwertbarkeit jeweils ein angemessener Bewertungsabschlag vorgenommen.
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt gemäß §§ 253 bis 256 HGB zu Herstellungskosten bzw. zu den vom Verkaufspreis abgeleiteten erzielbaren Reinerlösen unter Beachtung des Prinzips einer verlustfreien Bewertung. Dabei wird die FIFO-Methode bei der Bewertung der fertigen Erzeugnisse angewandt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.
Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für Zucker werden der Werteverzehr des Anlagevermögens, die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.
Die Bilanzierung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Geschäftsjahresende.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bzw. gegebenenfalls abgezinst bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden in Höhe des geschätzten Ausfallrisikos einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Unentgeltlich zugeteilte CO2-Emissionszertifikate werden mit einem Anschaffungswert von Null, entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert. Sofern die CO2 - Emissionen die zugeteilten Zertifikate überschreiten, werden Rückstellungen in Höhe der Anschaffungskosten der Zertifikate gebildet.
Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bewertet.
Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Der rechnerische Wert von erworbenen eigenen Anteilen wird in der Vorspalte offen von dem Posten gezeichnetes Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten eigener Aktien wird mit den frei verfügbaren Gewinnrücklagen verrechnet. Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand des Geschäftsjahres ausgewiesen.
Bis zum 28. Februar 2010 wurden Sonderposten mit Rücklageanteil für Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Abschreibungen und Sonderabschreibungen sowie den linearen oder degressiven Normalabschreibungen gebildet.
Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde ausgeübt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei wurde von einer künftigen Gehaltssteigerung von 2,50 (2,50) %, von einem Beitragsbemessungsgrenze-Trend von 2,50 (2,50) %, einer künftigen Rentensteigerungsrate von 1,50 (1,50) % und einer durchschnittlichen Fluktuation von 1,0 (1,0) % ausgegangen. Bei der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 28. Februar 2017 wurde ein Rechnungszins von 3,97 (4,27) % zugrunde gelegt.
Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 1 5 Jahren. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes und Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Für rückgedeckte Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit vorhandenen Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) verrechnet, das mit dem Zeitwert bilanziert wurde. Bei dem Zeitwert des Deckungsvermögens handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert der Rückdeckungsversicherung, der den historischen Anschaffungskosten entspricht.
Bei der Bemessung der Rückstellung für die Altersteilzeitverpflichtungen werden die Aufstockungsbeträge entsprechend der Regelungen des gültigen IDW RS HFA 3 als Zahlungen mit Entlohnungscharakter behandelt. Der Abzinsungssatz für Rückstellungen für Altersteilzeitguthaben beträgt 1,90 (2,34) % sowie für Jubiläumsansprüche 3,16 (3,77) %. Der Gehaltstrend entspricht dem der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.
Übrige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ferner werden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen gebildet, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden.
Die Bemessung der übrigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.
Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden auch steuerliche Verlustvorträge und Zins-vorträge berücksichtigt.
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Südzucker AG von derzeit 29,1 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz beinhaltet Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Sofern die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern überwiegen, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine aktiven latenten Steuern zu bilanzieren. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.
Das Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten wird nicht in Anspruch genommen.
Forschungskosten werden als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Bilanzierung von Bewertungseinheiten beruht auf dem Prinzip, dass vergleichbare Risiken aus einem Grundgeschäft durch gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme eines Sicherungsgeschäfts wirtschaftlich neutralisiert werden. Deshalb sind nicht realisierte Gewinne und Verluste in dem Umfang und für den Zeitraum unberücksichtigt, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft ausgleichen.
Sicherungsinstrumente werden als eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft betrachtet, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Für die Angabe der Marktwerte wird der Betrag herangezogen, welcher der Südzucker AG bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts zum Bilanzstichtag zu- bzw. abfließen würde. Da die Sicherungsgeschäfte marktübliche, handelbare Finanzinstrumente umfassen, wird der Marktwert aus Marktnotierungen ohne Verrechnung mit etwaigen gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften abgeleitet.
Soweit sich aus der Verrechnung der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Verlustüberhang ergibt, ist dieser aufwandswirksam in eine Rückstellung für Bewertungseinheiten einzustellen. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt grundsätzlich nach der Einfrierungsmethode. Bei der Absicherung von Handelsgeschäften kommt die Durchbuchungsmethode zur Anwendung.
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| (Tsd. €) | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte Lizenzen | Geschäfts- oder Firmenwerte | Immaterielle Vermögensgegenstände |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| Stand am 1. März 2016 | 111.413 | 0 | 111.413 |
| Zugänge | 4.633 | 4.300 | 8.933 |
| Abgänge | -308 | 0 | -308 |
| Umbuchung | 1.177 | 0 | 1.177 |
| Stand am 28. Februar 2017 | 116.915 | 4.300 | 121.215 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
| Stand am 1. März 2016 | 103.738 | 0 | 103.738 |
| Abschreibung des Jahres | 3.889 | 179 | 4.068 |
| Abgänge | -302 | 0 | -302 |
| Stand am 28. Februar 2017 | 107.325 | 179 | 107.504 |
| Buchwerte | |||
| 29. Februar 2016 | 0 | 7.675 | 7.675 |
| 28. Februar 2017 | 9.590 | 4.121 | 13.711 |
Im Geschäftsjahr wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Übernahme der Zucker- Handels- und -Exportaktivitäten von der Tochtergesellschaft Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, erworben.
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| (Tsd. €) | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anzahlungen und Anlagen im Bau | Sachanlagen |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand am 1. März 2016 | 434.439 | 1.218.580 | 124.205 | 82.836 | 1.860.060 |
| Zugänge | 12.247 | 51.727 | 7.937 | 16.122 | 88.033 |
| Abgänge | -1.401 | -6.122 | -6.953 | 0 | -14.476 |
| Umbuchung | 4.708 | 77.250 | 793 | -83.928 | -1.177 |
| Stand am 28. Februar 2017 | 449.993 | 1.341.435 | 125.982 | 15.030 | 1.932.440 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand am 1. März 2016 | 236.934 | 1.052.916 | 91.366 | 0 | 1.381.216 |
| Abschreibung des Jahres | 9.770 | 32.137 | 8.748 | 0 | 50.655 |
| Abgänge | -711 | -5.575 | -6.559 | 0 | -12.845 |
| Umbuchung | 0 | ||||
| Stand am 28. Februar 2017 | 245.993 | 1.079.478 | 93.555 | 0 | 1.419.026 |
| Buchwerte | |||||
| 29. Februar 2016 | 197.505 | 165.664 | 32.839 | 82.836 | 478.844 |
| 28. Februar 2017 | 204.000 | 261.957 | 32.427 | 15.030 | 513.414 |
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| Anteile an verbundenen Unternehmen | Beteiligungen | Sonstige Ausleihungen | Finanzanlagen | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand am 1. März 2016 | 3.567.200 | 80 | 667 | 3.567.947 |
| Zugänge | 10.000 | 0 | 261 | 10.261 |
| Abgänge | 0 | 0 | -360 | -360 |
| Umbuchung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 28. Februar 2017 | 3.577.200 | 80 | 568 | 3.577.848 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand am 1. März 2016 | 785.967 | 0 | 0 | 785.967 |
| Stand am 28. Februar 2017 | 785.967 | 0 | 0 | 785.967 |
| Buchwerte | ||||
| 29. Februar 2016 | 2.781.233 | 80 | 667 | 2.781.980 |
| 28. Februar 2017 | 2.791.233 | 80 | 568 | 2.791.881 |
Der Zugang bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betrifft eine Kapitalerhöhung bei der Südzucker Verwaltungs GmbH, Mannheim, zum Erwerb der Terra e.G., Sömmerda.
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| (Tsd. €) | 28. Februar 2017 | 29. Februar 2016 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 51.809 | 43.887 |
| Unfertige Erzeugnisse | 116.700 | 94.398 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 286.778 | 250.816 |
| 455.287 | 389.101 |
Der Anstieg der fertigen Erzeugnisse zum 28. Februar 2017 ist insbesondere auf höhere Zuckerbestände als im Vorjahr zurückzuführen. Teilweise waren fertige Erzeugnisse auf erwartete niedrigere Verkaufserlöse abzuwerten.
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| (Tsd. €) | 28. Februar 2017 | 29. Februar 2016 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 99.497 | 65.327 |
| davon mit einer Restlaufzeit> 1 Jahr | 274 | 1.055 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 804.763 | 565.142 |
| davon mit einer Restlaufzeit> 1 Jahr | 141.713 | 160.405 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 81 | 164 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 60.868 | 63.835 |
| 965.209 | 694.468 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 99.497 (65.327) Tsd. € sind mit 10.656 (1 0.521) Tsd. € einzelwertberichtigt.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Finanzforderungen aus Konzern-Darlehen in Höhe von 280.175 (212.005) Tsd. €, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 53.288 (78.700) Tsd. € sowie sonstige Forderungen in Höhe von 471.300 (274.437) Tsd. €, die die kurzfristige Konzernfinanzierung (Cash-Pooling) der Tochtergesellschaften betreffen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 60.868 (63.835) Tsd. € enthielten zum Stichtag Forderungen auf Rückerstattung von Produktionsabgaben aus Vorjahren in Höhe von 0 (23.028) Tsd. €. Weiterhin sind hier Umsatzsteuerforderungen sowie Energiesteuer-Erstattungsansprüche erfasst. Aus der zentralisierten Exportaktivität resultierten positive Marktwerte aus Zuckerderivaten von 20.695 (755) Tsd. €.
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| (Tsd. €) | 28. Februar 2017 | 29. Februar 2016 |
|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.200 | 56.700 |
| Sonstige Wertpapiere | 155.006 | 152.500 |
| 171.206 | 209.200 |
In den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind Aktien der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, ausgewiesen. Der Rückgang ist auf die Platzierung von 500 Tsd. Aktien der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, aus dem Südzucker-Direktbestand im Rahmen einer Kapitalerhöhung der Gesellschaft zurückzuführen.
Der Posten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Zinsaufwendungen.
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| (Tsd. €) | 1. März 2016 | Dividende für 2015/16 | Jahresüberschuss | 28. Februar 2017 |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 204.183 | 204.183 | ||
| Kapitalrücklage | 1.620.579 | 1.620.579 | ||
| Gewinnrücklagen | 259.278 | 3.500 | 262.778 | |
| Bilanzgewinn | 61.327 | 61.255 | 91.868 | 91.940 |
| 2.145.367 | 61.255 | 95.368 | 2.179.480 |
Zum 28. Februar 2017 betrug das gezeichnete Kapital 204.183.292 €. Es ist in 204.1 83.292 Stückaktien eingeteilt; dabei handelt es sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.
Zum 28. Februar 2017 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Die Südzucker AG hat keine Bilanzierungswahlrechte in Anspruch genommen, die eine Ausschüttungssperre auslösen.
Der Sonderposten mit Rücklageanteil betrifft ausschließlich steuerliche Sonderabschreibungen.
In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten und Anwartschaften ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 507.61 5 (480.725) Tsd. € wurde mit Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) in Höhe von 2.464 (2.666) Tsd. € verrechnet. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert von Rückdeckungsversicherungen; dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 63.307 T€.
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| (Tsd. €) | 28. Februar 2017 | 29. Februar 2016 |
|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 89.519 | 99.565 |
| Sonstige Rückstellungen | 253.125 | 223.764 |
| 342.644 | 323.329 |
Die Steuerrückstellungen reduzierten durch die Auflösung von Rückstellungen für Wirtschaftsjahre, die bestandskräftig veranlagt wurden. Insgesamt betragen die periodenfremden Steuererträge 1 1,9 Mio. €.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen Verpflichtungen für Personalaufwendungen, Aufwendungen für Rübenerdeausfuhr und Rekultivierung von Schlammteichen bzw. Erdarbeiten zur Bodenbearbeitung und -verbesserung, Risiken aus der EU-Zuckermarktordnung, Kartellrechtsrisken (Bußgeld und Schadensersatz) sowie für Prozesse und Risikovorsorge.
Darüber hinaus bestanden Rückstellungen für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, die durch Maßnahmen in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden.
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde für bereits abgeschlossene und zum Bilanzstichtag fest vereinbarte Altersteilzeitverträge gebildet. Sie beinhaltet Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsrückstände der Gesellschaft.
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| 28. Februar 2017 | 29. Februar 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Tsd. €) | Gesamt | < 1 Jahr | >1 Jahr | Gesamt | < 1 Jahr | >1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 0 | 0 | 0 | 124.981 | 124.981 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 208.648 | 61.822 | 146.826 | 188.778 | 17.130 | 171.648 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 254.375 | 254.375 | 0 | 200.740 | 200.740 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.283.958 | 247.158 | 1.036.800 | 959.763 | 289.213 | 670.550 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 18.266 | 18.266 | 0 | 9.846 | 9.846 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | 0 | 3.910 | 3.910 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 110.084 | 110.084 | 0 | 106.130 | 106.130 | 0 |
| davon aus Steuern | 5.357 | 5.357 | 0 | 3.942 | 3.942 | 0 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 8.452 | 8.452 | 0 | 8.683 | 8.683 | 0 |
| 1.857.065 | 673.439 | 1.183.626 | 1.584.302 | 742.104 | 842.198 |
Zum 29. Februar 2016 waren in der Position Anleihen und Schuldverschreibungen kurzfristige Commercial Paper Emissionen zur Konzernfinanzierung enthalten, die zum 28. Februar 2017 wegen der gestiegenen Refinanzierung über die SZ Finance entfallen sind.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 208.648 (188.778) Tsd. €. Davon hatten 36.663 (64.385) Tsd. € eine Restlaufzeit über 5 Jahren.
Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden Verpflichtungen gegenüber den Rübenanbauern von 205.2 52 (1 60.1 67) Tsd. € ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.283.958 (959.763) Tsd. € betrafen im Wesentlichen Mittelaufnahmen über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, sowie über die Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v., Brüssel/Belgien.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen, Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.
Von den künftigen Verpflichtungen aus Mietverträgen für IT-Anlagen, Lagerhallen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Betriebspacht sind 9,5 (2,4) Mio. € innerhalb von bis zu einem Jahr, 37,0 (0,0) Mio. € über einem Jahr, davon 1 2,8 (0,0) Mio. € nach mehr als fünf Jahren fällig; davon betreffen 0,5 (0,5) Mio. € verbundene Unternehmen, die innerhalb von bis zu einem Jahr fällig sind. Der Anstieg der Verpflichtungen aus Mietverträgen resultierte im Wesentlichen aus der Verlängerung bestehender sowie dem Abschluss neuer Mietverträge im Zusammenhang mit der Verbesserung der Logistikstruktur und dem Ausbau des Exportgeschäfts. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus offenen Bestellungen betrugen zum Bilanzstichtag 11,9 (40,6) Mio. €.
Zu Gunsten der Gläubiger der von der Südzucker Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, begebenen Anleihen hat die Südzucker AG Garantien über insgesamt 700,0 (400,0) Mio. € und im Falle der nachrangigen Hybrid-Anleihe eine nachrangige Garantie in Höhe von 700,0 (700,0) Mio. € abgegeben. Die Abgabe einer weiteren Garantie erfolgte zu Gunsten der Gläubiger der BENEO Orafti Chile S.A. für eine Kreditlinie von maximal 25,0 (25,0) Mio. USD; zum Bilanzstichtag war die Kreditlinie seitens der Gesellschaft mit 3,4 (9,9) Mio. USD in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus den begebenen Garantien wird derzeit aufgrund der finanziellen Situation der Gesellschaften nicht erwartet.
Für einen Kredit der Rackwitzer Biogas GmbH von 10 Mio. € haftet die Südzucker AG gesamtschuldnerisch. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der finanziellen Situation der Rackwitzer Biogas GmbH nicht zu rechnen.
Neben den dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.
Für ein Darlehen in Höhe von 12,5 Mio. GBP an eine Tochtergesellschaft hat die Südzucker AG Cross-Currency-Swaps abgeschlossen, um das Währungsrisiko aus Zinszahlungen und Tilgung abzusichern. Das Grundgeschäft (Darlehensvergabe in Fremdwährung) und das Sicherungsinstrument (Cross-Currency-Swap) werden als Bewertungseinheit (Micro Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend erfolgt keine währungsbedingte Abwertung der GBP-Forderung und im Fall eines negativen Marktwerts des Sicherungsinstruments wird keine Rückstellung gebildet (Einfrierungsmethode). Am Bilanzstichtag hatten die Cross-Currency-Swaps einen negativen Marktwert von 0,5 (1,6) Mio. €, was der Höhe der Risiken entspricht, die mit den am Abschlussstichtag bestehenden Bewertungseinheiten abgesichert wurden. Die Sicherungsinstrumente haben Laufzeiten bis zum 21. Oktober 2021 bzw. 27. März 2019.
Für Zuckerverkaufsverträge mit weltmarktpreisbasierter Preisableitung wurden Preissicherungen mittels Zuckerterminkontrakten (Zuckerfutures) und Währungssicherungsgeschäften (FX-Forwards) abgeschlossen. Das Grundgeschäft (Zuckerverkaufsverträge) und die Sicherungsinstrumente (Zuckerfutures und FX-Forwards) werden als Bewertungseinheit (Micro Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwerts der Sicherungsinstrumente keine Rückstellung gebildet (Einfrierungsmethode).
Für das Zuckerhandelsgeschäft werden weltmarktpreisbasierte Einkaufs- und Verkaufsverträge abgeschlossen deren Nettoposition mittels Zuckerterminkontrakten (Zuckerfutures) preislich abgesichert wird. Das Grundgeschäft (Zuckerhandelsgeschäft) und das Sicherungsinstrument (Zuckerfutures) werden als Bewertungseinheit (Portfolio Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend wird auch der positive Marktwert des Grund- und Sicherungsinstruments bilanziert (Durchbuchungsmethode).
Zum 28. Februar 2017 waren offene Zuckerterminkontrakte (Zuckerfutures) mit einem Zuckeräquivalent von rund 673 Tsd. t für die Preissicherung der Kampagne 2016 und 2017 abgeschlossen. Der positive Marktwert beträgt +26,5 (+0,3) Mio. €, der negative Marktwert beträgt -1 7,1 (0,0) Mio. €. Für damit verbundene Währungssicherungsgeschäfte (FX-Forwards) bestehen positive bzw. negative Marktwerte von +1,7 (0,0) bzw. -14,8 (0,0) Mio. €.
Zur Rohstoffpreissicherung für die in Zeitz errichtete Weizenstärkeanlage setzt Südzucker neben längerfristigen Lieferverträgen auch derivative Sicherungsinstrumente (Weizenfutures) ein. Hierbei wird der zukünftige Rohstoffbedarf bzw. die entsprechenden Rahmenverträge als Grundgeschäft zusammen mit den Sicherungsinstrumenten als Bewertungseinheit (Micro Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwerts der Sicherungsinstrumente keine Rückstellung gebildet (Einfrierungsmethode). Zum 28. Februar 2017 waren offene Weizenterminkontrakte im Volumen von rund 83 Tsd. t an Weizen für Lieferungen im Geschäftsjahr 2017/18 abgeschlossen und der Marktwert betrug +0,2 (+0,0) Mio. €.
Die Übereinstimmung dieser Parameter wird prospektiv überprüft und im Rahmen des Risikomanagementsystems wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung regelmäßig beurteilt. Im Rahmen der Effektivitätstests wurde festgestellt, dass die wesentlichen wertbestimmenden Parameter (Critical-Terms) wie Nominalbeträge, Währung, Beginn, Fälligkeit, etc. von Grund- und Sicherungsgeschäft jeweils übereinstimmen, weshalb davon ausgegangen wird, dass sich die gegenläufigen Zahlungsströme in Zukunft vollständig ausgleichen werden.
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| (Tsd. €) | 2016/17 | 2015/16 |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen | ||
| Eigenerzeugnisse | 943.416 | 932.325 |
| davon Zucker | 780.054 | 798.835 |
| davon sonstige Erlöse | 163.362 | 133.490 |
| Leistungserlöse | 161.496 | 98.166 |
| Handelswaren | 173.698 | 140.356 |
| davon Zucker | 86.681 | 102.851 |
| davon Nebenprodukte | 39.290 | 37.505 |
| 1.278.610 | 1.170.847 | |
| Geographische Aufgliederung | ||
| Deutschland | 784.960 | 753.799 |
| EU | 420.986 | 404.878 |
| Sonstiges Ausland | 72.664 | 12.170 |
| 1.278.610 | 1.170.847 |
Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n.F.) mit dem Berichtsjahr nicht vergleichbar, da auf eine Anpassung der Vorjahresumsatzerlöse verzichtet wurde. Bei der Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB n.F. hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 1.214.324 Tsd. € ergeben.
Ab dem Geschäftsjahr 2016 werden Erträge aus Schrottverkäufen in Höhe von 334 (254) Tsd. €, die Erträge aus dem Verkauf von Paletten in Höhe von 56 (62) Tsd. €, die Erträge aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von 2.371 (2.597) Tsd. €, die Erträge aus Konzernumlagen in Höhe von 33.872 (40.111) Tsd. € sowie die Erträge aus Kantinen und Automaten in Höhe von 498 (453) Tsd. € - die in den Vorjahren unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurden - unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.
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| (Tsd. €) | 2016/17 | 2015/16 |
|---|---|---|
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 50.605 | -103.600 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 4.129 | 3.486 |
| 54.734 | -100.114 |
Durch die Änderung des Ausweises der Umsatzerlöse gemäß § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n.F.) werden bislang in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Erträge nun als Umsatzerlöse qualifiziert. Die Vorjahreszahl der sonstigen betrieblichen Erträge ist darum mit dem Berichtsjahr nicht vergleichbar, da auf eine Anpassung der Vorjahreserträge verzichtet wurde. Bei analoger Anwendung im Vorjahr hätten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 43.477 von 87.286 auf 43.809 Tsd. € reduziert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 4.302 (20.075) Tsd. €. Diese resultieren im Wesentlichen aus Buchgewinnen und der Auflösung von Rückstellungen. Daneben sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 118 (134) Tsd. € enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 1.334 (1.351) Tsd. € sowie Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 0 (11.890) Tsd. € enthalten.
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| (Tsd. €) | 2016/17 | 2015/16 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren | 845.758 | 693.491 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 142.331 | 110.763 |
| 988.089 | 804.254 |
Die Änderung des Ausweises der Umsatzerlöse gemäß § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n.F.) bedingt eine Umgliederung von mit den Erlösen in Zusammenhang stehenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Die Vorjahreszahlen der Aufwendungen für bezogene Leistungen sind darum mit dem Berichtsjahr nicht vergleichbar, da auf eine Anpassung der Vorjahresaufwendungen verzichtet wurde. Bei analoger Anwendung im Vorjahr hätte sich ein Materialaufwand in Höhe 81 0.41 6 Tsd. € ergeben.
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| (Tsd. €) | 2016/17 | 2015/16 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 155.693 | 149.061 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 62.412 | 47.003 |
| davon für Altersversorgung | 35.477 | 20.747 |
| - Dienstzeitaufwand | 8.746 | 8.710 |
| - Parameteranpassungen u.a. | 26.731 | 12.037 |
| 218.105 | 196.064 | |
| Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter | ||
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 1.201 | 1.148 |
| Angestellte | 1.102 | 1.099 |
| Auszubildende | 198 | 199 |
| 2.501 | 2.446 |
Die Änderung des Ausweises der Umsatzerlöse gemäß § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n.F.) bedingt eine Umgliederung von mit den Erlösen in Zusammenhang stehenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Die Vorjahreszahlen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind darum mit dem Berichtsjahr nicht vergleichbar, da auf eine Anpassung der Vorjahresaufwendungen verzichtet wurde. Bei analoger Anwendung im Vorjahr hätten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 6.162 von 215.951 auf 195.789 Tsd. € reduziert.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 900 (255) Tsd. €. Daneben sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3.705 (1 75) Tsd. € enthalten.
Die im Geschäftsbericht für das Vorjahr in einem eigenen Posten gezeigten sonstigen Steuern in Höhe von 866 (748) Tsd. € werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
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| (Tsd. €) | 2016/17 | 2015/16 |
|---|---|---|
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 170.790 | 185.890 |
| Erträge aus Beteiligungen | 39.188 | 28.803 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 39.188 | 28.304 |
| davon aus sonstigen Beteiligungen | 0 | 499 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen | -22 | -1 |
| 209.956 | 214.692 |
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| (Tsd. €) | 2016/17 | 2015/16 |
|---|---|---|
| Aufwendungen / Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 2.575 | -2.495 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 16.349 | 14.090 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 7.645 | 12.664 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -49.998 | -47.713 |
| davon aus Aufzinsung | -20.632 | -21.124 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | -25.082 | -21.996 |
| -31.074 | -36.118 |
Im Geschäftsjahr sind im Zinsergebnis Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Verpflichtungen in Höhe von 20.632 (21.1 24) Tsd. € erfasst. Diese resultieren maßgeblich aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 19.940 (20.209) Tsd. € bzw. langfristigen Personalrückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 692 ( 915) Tsd. €, die mit den Erträgen saldiert sind, die aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens von 2.464 (2.666) Tsd. € resultieren.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen grundsätzlich die Steueraufwendungen aus dem laufenden Geschäftsjahr und Steuererträge aus den Vorjahren.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 145,3 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus den im Vergleich zur Steuerbilanz höheren Wertansätzen in der Handelsbilanz für Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen und übrigen Rückstellungen sowie den Verlustvorträgen zur Körperschaft- und Gewerbesteuer und dem Zinsvortrag.
Dem stehen passive latente Steuern in Höhe von 19,6 Mio. € gegenüber. Sie ergeben sich im Wesentlichen aus höheren Wertansätzen von Sachanlagen in der Handelsbilanz im Vergleich zur Steuerbilanz.
Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern; auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet.
Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein theoretischer Steuersatz von 29 % unterstellt. Der ausgewiesene Steuerertrag in Höhe von 11,9 Mio. € ergibt sich aus der Auflösung von Steuerrückstellungen. Die tatsächliche Steuerquote für das Geschäftsjahr 2016/17 beträgt 0 %. Die Abweichungen zwischen dem theoretischen Steuersatz und der Steuerquote resultieren überwiegend aus Steuerminderungen aus steuerfreien Erträgen und nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich auf 20.245 (20.345) Tsd. € und wurden vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2016/17 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 2,6 (2,2) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 31 (31) % der Barbezüge; sie ist von der durch die von der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende abhängig. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihrer Hinterbliebenen wurden insgesamt 33,1 (27,3) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen betrugen 2,6 (3,5) Mio. €. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2016/17 auf 1,4 (1,6) Mio. €. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht im Konzern-Lagebericht in der Erklärung zur Unternehmensführung angegeben.
Für das Geschäftsjahr 2016/17 liegen keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte vor.
Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die Südzucker AG zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Die Südzucker AG als oberstes Mutterunternehmen des Südzucker Konzerns erstellt zum 28. Februar 2017 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Dieser wird zur Veröffentlichung beim Betreiber des Bundesanzeigers hinterlegt.
Bei den deutschen Beteiligungen werden das Eigenkapital sowie das Jahresergebnis einheitlich nach HGB angegeben. Sofern mit der betreffenden Beteiligung ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, wird das Jahresergebnis mit Null angegeben. Die Anteilsbesitzliste befindet sich auf den Seiten 80 ff. in diesem Anhang. Die Angaben erfolgen gemäß § 313 Abs. 2 und § 285 Nr. 11 HGB.
Vorsitzender
Vorstandsvorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.
| ― | CropEnergies AG, Mannheim |
| ― | GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg |
| ― | AGRANA Beteliigungs-AG, Wien, Österreich |
| ― | AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich 2.(stellv. Vorsitzender) |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien |
| ― | Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich |
| ― | Süddeutsche ZuckerrübenverwertungsGenossenschaft eG, Stuttgart (Vorsitzender) |
| ― | Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen |
| ― | Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich |
1.stellv. Vorsitzender
Ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
| ― | CropEnergies AG, Mannheim |
2.stellv. Vorsitzender
Obmann der Raiffeisen-Holding NiederösterreichWien reg.Gen.m.b.H.
| ― | Flughafen Wien AG, Wien, Österreich (1. stellv. Vorsitzender) |
| ― | RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich |
| ― | RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich |
| ― | UNIQA Versicherungen AG, Wien, Österreich (2. stellv. Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (1. stellv. Vorsitzender) |
| ― | Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs-AG, Wien, Österreich |
| ― | Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriften GmbH & Co. KG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | Raiffeisen Bank International AG, Wien, Österreich (1. stellv. Vorsitzender) |
| ― | Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | STRABAG SE, Villach, Österreich (stellv. Vorsitzender) |
| ― | Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
Vorstandsvorsitzender der Süddeutsche Zucker-rübenverwertungs-Genossenschaft eG und Vorstandsvorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e.V.
| ― | AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich |
| ― | AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich |
| ― | Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich |
* Arbeitnehmervertreter
Vorstandsvorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V.
| ― | BMG Donau-Lech eG, Mering |
Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG
Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H.
| ― | Süddeutsche ZuckerrübenverwertungsGenossenschaft eG, Stuttgart |
| ― | KURIER Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich |
| ― | NÖM AG, Baden, Österreich |
| ― | Österreichische Rundfunksender GmbH, Wien, Österreich |
| ― | Raiffeisen Informatik GmbH, Wien, Österreich |
Vorsitzender des Präsidiums des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e.V.
| ― | Süddeutsche ZuckerrübenverwertungsGenossenschaft eG, Stuttgart (stellv. Vorsitzender) |
Vorstandsvorsitzender der DZ Bank AG
| ― | Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau |
| ― | Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall (Vorsitzender) |
| ― | R+V Versicherung AG, Wiesbaden (Vorsitzender) |
| ― | Union Asset Management Holding AG, Frankfurt/Main (Vorsitzender) |
Vorstandsvorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e.V.
Geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG
| ― | Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe |
| ― | Süddeutsche ZuckerrübenverwertungsGenossenschaft eG, Stuttgart |
Betriebsratsvorsitzender des Werks Ochsenfurt der Südzucker AG
Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-GenussGaststätten
Präsident des Deutschen Bauernverbands e.V.
| ― | BAYWA AG, München |
| ― | R+V Versicherung AG, Wiesbaden |
| ― | Buchstelle Landesbauernverband BadenWürttemberg GmbH, Stuttgart (Vorsitzender) |
| ― | Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt/Main |
| ― | LBF-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Stuttgart (Vorsitzender) |
| ― | LAND-DATA GmbH, Visselhövede (Vorsitzender) |
| ― | Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt/Main (Vorsitzender) |
| ― | Messe Berlin GmbH, Berlin |
Betriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG
Vorsitzende des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
| ― | Philipp Morris GmbH, München |
Mitglied des Betriebsrats des Werks Rain der Südzucker AG
Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Südzucker AG
Leiter der Werke Plattling und Rain der Südzucker AG Konzernmandate
| ― | BGD Bodengesundheitsdienst GmbH, Mannheim |
Betriebsratsvorsitzender des Werks Wabern der Südzucker AG
| ― | AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (1. stellv. Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | CropEnergies AG, Mannheim |
| ― | ED&F MAN Holdings Limited, London, Großbritannien |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin (Vorsitzender) |
| ― | PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien |
| ― | Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich |
| ― | Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen (stellv. Vorsitzender) |
| ― | Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich (stellv. Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich |
| ― | BGD Bodengesundheitsdienst GmbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien |
| ― | Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich (Vorsitzender) |
| ― | Südzucker Moldova S.A., Chisinau, Moldavien (Vorsitzender) |
| ― | Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen (Vorsitzender) |
| ― | Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim |
| ― | EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart |
| ― | Boerse Stuttgart GmbH, Stuttgart |
| ― | Baden-Württembergische Wertpapierbörse, Stuttgart (bis zum 1. März 2017) |
| ― | AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, Österreich |
| ― | AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich |
| ― | AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich |
| ― | CropEnergies AG, Mannheim (stellv. Vorsitzender) |
| ― | ED&F MAN Holdings Limited, London/Großbritannien |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin |
| ― | PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande (Vorsitzender) |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien |
| ― | Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich |
| ― | Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen |
| ― | Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| ― | BBG Bundesbeschaffungsges. m. b. H., Wien, Österreich |
| ― | Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Wien, Österreich (stellv. Vorsitzender) |
| ― | Ottakringer Getränke AG, Wien, Österreich |
| ― | Spanische Hofreitschule - Bundesgestüt Piber, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | tecnetequity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH, St. Pölten, Österreich |
| ― | TÜV Austria Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | AUSTRIA JUICE GmbH, Allhartsberg, Österreich |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin |
| ― | Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien (Vorsitzender) |
| ― | Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich |
Für Leistungen des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind im Geschäftsjahr 2016/17 für die Südzucker AG folgende Aufwendungen angefallen:
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| (Tsd. €) | 2016/17 | 2015/16 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 509 | 542 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 137 | 13 |
| Steuerberatungsleistungen | 117 | 14 |
| Sonstige Leistungen | 24 | 36 |
| 787 | 605 |
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 17. November 2016 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Sie ist im Internet unter (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/) zugänglich gemacht.
Der Bilanzgewinn der Südzucker AG beträgt 91.940 (61.327) Tsd. €. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 0,45 (0,30) € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
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| (in €) | 2016/17 |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende von 0,45 € je Aktie auf 204.183.292 Stück | 91.882.481,40 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 57.738,35 |
| Bilanzgewinn | 91.940.219,75 |
Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei Ausschüttung von 0,45 € je dividendenberechtigter Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Auszahlung der Dividende soll am 25. Juli 2017 erfolgen.
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| Kurzname | Sitz | Land | Muttergesellschaft | Direkter Halter (%) |
Eigenkapital in Mio. € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Verbundene Unternehmen | ||||||
| Segment Zucker | ||||||
| Geschäftsbereich Zucker | ||||||
| Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften | ||||||
| Südzucker AG | SZAG | Mannheim | Deutschland | |||
| Sudzucker Hellas E.P.E. | Agios Dimitrios | Griechenland | SZH SZV | 99,94 0,06 | 1,55 | |
| Sudzucker Iberica S.L.U. | Barcelona | Spanien | SZH | 100,00 | 1,51 | |
| SÜDZUCKER DO BRASIL S/A - IMPORTAÇÃO E EX- | SZH | 100,00 | ||||
| PORTAÇÃO (ehemals Hosa Trading Importaçao e Exportaçao S.A.) | São Paulo | Brasilien | SZAG | 0,00 | 0,35 | |
| Südzucker United Kingdom Limited | West Lothian | Großbritannien | SZH | 100,00 | 0,83 | |
| Division Zucker Belgien | ||||||
| Raffinerie Tirlemontoise S.A. | RT | Bruxelles | Belgien | SZH | 99,41 | 1.094,06 |
| Nougat Chabert & Guillot SA | NC&G | Montélimar | Frankreich | SOGEL AF | 99,75 | 4,44 |
| S.C.I. DU MARINET | Upie | Frankreich | SOGEL AF NC&G | 99,75 0,25 | ||
| Rafti B.V. | Wijchen | Niederlande | TSNH | 100,00 | 11,06 | |
| Raftir Nederland Beheer B.V. | Groningen | Niederlande | RT | 100,00 | 6,96 | |
| S.O.G.E.L.A.F. SARL | SOGELAF | Paris | Frankreich | RT | 100,00 | 22,63 |
| Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. | TSNH | Wijchen | Niederlande | RT | 100,00 | 2,55 |
| Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. | Bruxelles | Belgien | RT AGS | 100,00 0,00 | 998,74 | |
| Division Zucker Frankreich | ||||||
| Saint Louis Sucre S.A.S. | SLS | Paris | Frankreich | RT | 99,80 | 112,77 |
| Société Française d'Organisation et de Participations "S.F.O.P." | Paris | Frankreich | SLS | 100,00 | 15,84 | |
| Division Zucker Polen | ||||||
| Südzucker Polska S.A. | SZPL | Wroclaw | Polen | SZH | 99,59 | 399,30 |
| "POLTERRA" Sp. z o.o. | Wroclaw | Polen | SZPL | 100,00 | 0,84 | |
| Przedsiebiorstwo Rolne "KLOS" Sp. z o.o. | Wroclaw | Polen | SZPLN | 100,00 | 0,30 | |
| Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. | SZPLN | Wroclaw | Polen | SZPL | 100,00 | -2,68 |
| Division AGRANA Zucker | ||||||
| Zucker Österreich | ||||||
| AGRANA Zucker GmbH | AZ | Wien | Österreich | AB AMV | 98,91 1,09 | 327,22 |
| AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH | Wien | Österreich | AZ | 100,00 | 0,61 | |
| Zucker Rumänien | ||||||
| AGRANA AGRO S.R.L. | Roman | Rumänien | AGR AZ | 99,00 1,00 | 0,12 | |
| AGRANA BUZAU S.R.L. | Buzau | Rumänien | AGR AZ | 99,00 1,00 | 0,70 | |
| AGRANA TANDAREI S.R.L. | Tandarei | Rumänien | AGR AZ | 99,00 1,00 | 0,78 | |
| S.C. AGRANA Romania S.A. | AGR | Bukarest | Rumänien | AZ AIV&A | 98,40 0,04 | -3,00 |
| Zucker Slowakei | ||||||
| Slovenske Cukrovary s.r.o. | Sered | Slowakei | AZ | 100,00 | 46,35 | |
| Zucker Tschechien | ||||||
| Moravskoslezské Cukrovary A.S. | MC | Hrusovany | Tschechien | AZ | 100,00 | 76,45 |
| Zucker Ungarn | ||||||
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | AME | Budapest | Ungarn | MCeF AZ | 99,70 0,30 | 5,28 |
| Biogaz Fejleszto Kft. | Kaposvar | Ungarn | AME | 100,00 | 0,81 | |
| Koronas Irodahaz Szolgaltato Korlatolt Felelössegü Tarsasag | Budapest | Ungarn | MCeF | 100,00 | 1,28 | |
| Magyar Cukorgyarto es Forgalmazo Zrt. | MCeF | Budapest | Ungarn | AZ | 87,60 | 80,05 |
| Zucker Bulgarien | ||||||
| AGRANA Trading EOOD | Sofia | Bulgarien | AZ | 100,00 | 2,73 | |
| Zucker Bosnien | ||||||
| AGRANA BIH Holding GmbH | ABIH | Wien | Österreich | AZ SZH | 75,00 25,00 | 9,32 |
| AGRANA d.o.o. | Brcko | Bosnien und Herzegowina | ABIH | 100,00 | 0,11 | |
| AGRANA Holding/Sonstige | ||||||
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft | AB | Wien | Österreich | Z&S SZAG | 78,34 2,74 | 753,44 |
| AGRANA Group-Services GmbH | AGS | Wien | Österreich | AB | 100,00 | 2,36 |
| AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. | AMV | Wien | Österreich | AB | 100,00 | 8,80 |
| Agrana Research & Innovation Center GmbH | Wien | Österreich | AB | 100,00 | 3,66 | |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | AB | 66,67 | 8,21 | |
| Division Zucker Moldau | ||||||
| Südzucker Moldova S.A. | SZM | Chisinau | Moldau | SZH | 83,92 | 47,21 |
| Agro Credit S.R.L. | Drochia | Moldau | SZH | 100,00 | 0,02 | |
| Agro-SZM S.R.L. | Drochia | Moldau | SZM | 100,00 | 5,91 | |
| AGRO-BARABOIENI S. R. L. | Baraboi, rl. Donduseni | Moldau | SZM | 100,00 | 0,15 | |
| Division Landwirtschaft | ||||||
| Agrar und Umwelt AG Loberaue | A&U | Rackwitz | Deutschland | SZAG | 100,00 | 28,42 |
| Rackwitzer Biogas GmbH | Rackwitz | Deutschland | A&U | 100,00 | 0,03 | |
| Terra e.G. | Sömmerda | Deutschland | SZVW | 100,00 | 7,94 | |
| Wolteritzer Agrar GmbH | Rackwitz | Deutschland | A&U | 100,00 | 0,16 | |
| Zschortauer Agrar GmbH | Rackwitz | Deutschland | A&U | 100,00 | 0,03 | |
| Zschortauer Futtermittel GmbH | Rackwitz | Deutschland | A&U | 74,00 | 4,13 | |
| Zucker Übrige | ||||||
| AHG Agrar-Holding GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,03 | |
| AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG | AZS | Wien | Österreich | SZAG | 50,00 | 530,53 |
| Z & S Zucker und Stärke Holding AG | Z&S | Wien | Österreich | AZS | 100,00 | |
| AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH | AIH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,24 |
| BGD Bodengesundheitsdienst GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,03 | |
| Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken Verwaltungsgesellschaft mbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,03 | |
| Südprojekt Silo und Logistik GmbH & Co. KG | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 36,30 | |
| Südzucker Holding GmbH | SZH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 715,77 |
| Südzucker International Finance B.V. | Oud-Beijerland | Niederlande | SZAG | 100,00 | 17,96 | |
| Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH | SZTK | Ochsenfurt | Deutschland | SZAG | 100,00 | 559,08 |
| Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 51,00 | 1,54 | |
| Südzucker Verwaltungs GmbH | SZVW | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 10,03 |
| Segment Spezialitäten | ||||||
| Division BENEO | ||||||
| BENEO GmbH | B | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 180,48 |
| BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. | Singapore | Singapur | BP | 100,00 | 1,40 | |
| BENEO Iberica S.L. Unipersonal | Barcelona | Spanien | BO | 100,00 | 0,12 | |
| BENEO Inc. | Morris Plains | USA | BP | 100,00 | 15,09 | |
| BENEO India Private Limited | New Delhi | Indien | BP B | 99,99 0,01 | 0,01 | |
| BENEO Latinoamerica Coordenagao Regional Ltda. | Vila Olfmpia, Sao Paulo | Brasilien | BO BP | 100,00 0,00 | 0,2 | |
| BENEO-Orafti S.A. | BO | Oreye | Belgien | BR | 100,00 | 273,54 |
| B | 0,00 | |||||
| BENEO-Palatinit GmbH | BP | Mannheim | Deutschland | B SZAG | 85,00 15,00 | 23,58 |
| BENEO-Remy N.V. | BR | Wijgmaal (Leuven) | Belgien | B BP | 100,00 0,00 | 240,27 |
| Veniremy N.V. | Wijgmaal (Leuven) | Belgien | BR | 100,00 | ||
| Orafti Chile S.A. | Pemuco | Chile | BO BP | 99,99 0,01 | 180,11 | |
| REMY ITALIA S.P.A. | Confienza (PV) | Italien | BR | 66,70 | 0,64 | |
| Division Freiberger | ||||||
| Freiberger Holding GmbH | FH | Berlin | Deutschland | SZTK SZAG | 90,00 10,00 | 122,35 |
| Alberto Lebensmittel GmbH | Berlin | Deutschland | FLG KG | 100,00 | 0,03 | |
| Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH | Berlin | Deutschland | FLM | 100,00 | 0,09 | |
| Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH | Berlin | Deutschland | FH | 100,00 | 0,13 | |
| Feinschmecker Feinkost GmbH | FF | Berlin | Deutschland | FLM | 100,00 | 0,09 |
| Freiberger France S.A.R.L. | St. Didier au Mont d'Or | Frankreich | FLM | 100,00 | -1,68 | |
| Freiberger GmbH | Berlin | Deutschland | FLG KG | 100,00 | 0,05 | |
| Freiberger Lebensmittel GmbH | FLM | Berlin | Deutschland | FLG KG | 100,00 | 24,42 |
| Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions und Vertriebs KG | FLG KG | Berlin | Deutschland | FH | 100,00 | 52,06 |
| Freiberger Osterweddingen GmbH & Co. KG (ehemals Great Star Food Production GmbH & Co. KG) | Sülzetal | Deutschland | FLG KG | 100,00 | 0,00 | |
| Freiberger Polska Sp.z o.o. | Warszawa | Polen | FLM FF | 99,00 1,00 | 0,69 | |
| Freiberger UK Ltd. | Spalding | Großbritannien | FLM | 100,00 | 7,21 | |
| Freiberger USA Inc. | Morris Plains | USA | FLM | 100,00 | -0,85 | |
| Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. | Oberhofen | Österreich | FLM | 100,00 | 9,77 | |
| Sandhof Limited | SL | Westhoughton | Großbritannien | FLM | 100,00 | 36,00 |
| Stateside Foods Ltd. | Westhoughton | Großbritannien | SL | 100,00 | 25,35 | |
| Division PortionPack | ||||||
| PortionPack Europe Holding B.V. | PPEH | Oud-Beijerland | Niederlande | SZAG | 100,00 | 34,13 |
| Elite Portion Pack Belgium NV | Herentals | Belgien | PPEH PPH | 100,00 0,00 | 0,29 | |
| Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. | Praha | Tschechien | PPEH | 100,00 | 4,16 | |
| Hellma Gastronomie-Service GmbH | Nürnberg | Deutschland | PPEH | 100,00 | 4,44 | |
| Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H | Wien | Österreich | PPEH | 100,00 | 0,75 | |
| PortionPack Holland B.V. | PPH | Oud-Beijerland | Niederlande | PPEH | 100,00 | 2,18 |
| SAES The Portion Company, S.L.U. | La Llagosta (Barcelona) | Spanien | PPEH | 100,00 | 0,33 | |
| Single Source Limited | SSL | Telford / Shropshire | Großbritannien | PPEH | 100,00 | 3,69 |
| Central Legal Funding Limited | CLF | Telford / Shropshire | Großbritannien | SSL | 75,00 | |
| Santeau Limited | Telford / Shropshire | Großbritannien | CLF | 100,00 | ||
| Van Oordt Drukkerij B.V. | Oud-Beijerland | Niederlande | VOP | 100,00 | 0,15 | |
| Van Oordt Landgraaf B.V. | Landgraaf | Niederlande | PPH | 100,00 | 2,36 | |
| Van Oordt the portion company B.V. | VOP | Oud-Beijerland | Niederlande | PPH | 100,00 | 14,78 |
| Division Stärke | ||||||
| AGRANA Stärke GmbH | AS | Wien | Österreich | AB AMV | 98,91 1,09 | 327,1 1 |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | Tandarei | Rumänien | AS | 100,00 | 3,14 | |
| Segment CropEnergies | ||||||
| CropEnergies AG | CEAG | Mannheim | Deutschland | SZAG | 69,19 | 431,97 |
| BioWanze S.A. | Bruxelles | Belgien | CEAG CEB | 100,00 0,00 | 241,72 | |
| Compagnie Financiere de l'Artois SA | CF | Loon-Plage | Frankreich | CEAG | 100,00 | 19,99 |
| CropEnergies Beteiligungs GmbH | CEBet | Mannheim | Deutschland | CEAG | 100,00 | 61,23 |
| CropEnergies Bioethanol GmbH | CEB | Zeitz | Deutschland | CEBet CEAG | 85,00 15,00 | 72,44 |
| CropEnergies Inc. | Houston | USA | CEBet | 100,00 | 0,08 | |
| Ensus UK Limited | Yarm | Großbritannien | CEAG | 100,00 | 52,22 | |
| RYSSEN ALCOOLS SAS | RYS | Loon-Plage | Frankreich | CF | 100,00 | 9,34 |
| Ryssen Chile SpA | Lampa, Santiago de Chile | Chile | RYS | 100,00 | 0,36 | |
| Segment Frucht | ||||||
| Division Fruchtzubereitung (AGRANA Fruit) | ||||||
| AGRANA Fruit S.A.S. | AF | Paris | Frankreich | FA | 100,00 | 123,31 |
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | AF AFSS | 84,82 15,17 | 3,27 | |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | AF AUS | Central Mangro-ve | Australien | AF | 100,00 | 21,52 |
| Agrana Fruit Management Australia Pty Limited | Sydney | Australien | AF AUS | 100,00 | ||
| AGRANA Fruit Austria GmbH | AFA | Gleisdorf | Österreich | AF AIV&A | 99,98 0,02 | 19,59 |
| AGRANA Fruit Brasil Industria, Comercio, Importa-cao e Exportacao Ltda. | Sao Paulo | Brasilien | AFB | 100,00 | 9,71 | |
| AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. | AFB | Sao Paulo | Brasilien | AF AFA | 99,99 0,01 | 6,84 |
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | Dachang | China | AF AFK | 75,00 25,00 | 22,22 | |
| AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | Sigatoka | Fidschi | AF | 100,00 | 0,72 | |
| AGRANA Fruit France S.A. | Paris | Frankreich | AF | 100,00 | 19,11 | |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | Konstanz | Deutschland | AF | 100,00 | 12,72 | |
| AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED | New Delhi | Indien | AF | 99,99 | 1,98 | |
| AFSG | 0,01 | |||||
| AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. | Istanbul | Türkei | AF | 100,00 | 5,83 | |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | AFK | Seoel | Süd Korea | AF | 100,00 | 15,20 |
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | Michoacan | Mexiko | AF AFSG | 99,99 0,01 | 13,04 | |
| AGRANA Fruit Luka TOV | Vinnitsa | Ukraine | AF | 99,97 | 2,55 | |
| AGRANA Fruit Mexico, S.A. de C.V. | Michoacan | Mexiko | AFUS | 100,00 | 12,55 | |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | Ostroleka | Polen | AF | 100,00 | 12,19 | |
| AGRANA Fruit Services GmbH | AFSG | Wien | Österreich | AF | 100,00 | 11,35 |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | AFSS | Paris | Frankreich | AF | 100,00 | 0,15 |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | Johannesburg | Südafrika | AF | 100,00 | 1,64 | |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | Vinnitsa | Ukraine | AF | 99,80 | 17,93 | |
| AGRANA Fruit US, Inc. | AFUS | Brecksville | Ohio/USA | AF | 100,00 | 70,75 |
| AGRANA Nile Fruits Processing SAE | Qalyoubia | Ägypten | AF | 51,00 | 5,67 | |
| Dirafrost FFI N. V. | DFFI | Herk-de-Stad | Belgien | AF | 100,00 | 1,70 |
| Dirafrost Maroc SARL | Laouamra | Marokko | DFFI | 100,00 | 3,09 | |
| Financiere Atys S.A.S. | FA | Paris | Frankreich | AIV&A | 100,00 | 121,29 |
| Sud | 95,00 | |||||
| Main Process S.A. | Buenos Aires | Argentinien | AF | 4,75 | 23,17 | |
| AFSS | 0,25 | |||||
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | Serpuchov | Russland | AF | 100,00 | 31,49 | |
| Sudinver S.A. | Sud | Buenos Aires | Argentinien | AF AFSS | 95,00 5,00 | 3,96 |
| Yube d.o.o. | Pozega | Serbien | DFFI | 100,00 | 1,16 | |
| Division Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice) | ||||||
| AUSTRIA JUICE GmbH | AJU | Allhartsberg | Österreich | AIV&A | 50,01 | 63,99 |
| AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD | Xianyang City | China | AJU | 100,00 | 12,26 | |
| AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH | AJS&M | Bingen | Deutschland | AJU | 100,00 | 1,72 |
| AUSTRIA JUICE Germany GmbH | Bingen | Deutschland | AJS&M | 100,00 | 1,23 | |
| AGRANA Juice Hungary Kft. | Vasaros nameny | Ungarn | AJU | 100,00 | 16,22 | |
| AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o. | Chelm | Polen | AJU | 100,00 | 44,77 | |
| AUSTRIA Juice Romania S.r.l. (ehemals AGRANA Juice Romania Vaslui S.r.l.) | Vaslui | Rumänien | AJU | 100,00 | 2,35 | |
| AUSTRIA JUICE Ukraine TOV (ehemals AUSTRIA JUICE Ukraine LLC) | Vinnitsa | Ukraine | AJU | 100,00 | 3,87 | |
| Frucht Übrige | ||||||
| AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH | AIV&A | Wien | Österreich | AB AMV | 98,91 1,09 | 240,29 |
| II. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen | ||||||
| Segment Zucker | ||||||
| Geschäftsbereich Zucker | ||||||
| Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften | ||||||
| Maxi S.r.l. | Bolzano | Italien | SZH | 50,00 | 5,57 | |
| Division AGRANA Zucker | ||||||
| Zucker Bosnien | ||||||
| "AGRAGOLD" d.o.o. | Brcko | Bosnien und Herzegowina | ASB | 100,00 | 2,19 | |
| AGRAGOLD d.o.o. | Zagreb | Kroatien | ASB | 100,00 | 1,16 | |
| AGRAGOLD dooel Skopje | Skopje | Mazedonien | ASB | 100,00 | 0,25 | |
| AGRAGOLD trgovina d.o.o. | Ljubljana | Slowenien | ASB | 100,00 | 0,82 | |
| AGRANA Studen Sugar Trading GmbH | Wien | Österreich | ABIH | 50,00 | 6,30 | |
| AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k (ehemals AGRA-NA-STUDEN Albania) | Tirane | Albanien | ASB | 100,00 | 0,25 | |
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH | ASB | Wien | Österreich | ABIH | 50,00 | 16,05 |
| Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd | Beograd | Serbien | ASB | 100,00 | 0,36 | |
| STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. | Brcko | Bosnien und Herzegowina | ASB | 100,00 | 8,09 | |
| Zucker Übrige | ||||||
| ED&F MAN Holdings Limited | London | Großbritannien | SZH | 35,00 | 933,85 | |
| Segment Spezialitäten | ||||||
| Division PortionPack | ||||||
| Collaborative Packing Solutions [Pty] Ltd | Johannesburg | Südafrika | PPEH | 40,00 | 0,59 | |
| Division Starch | ||||||
| GreenPower E85 Kft | Szabadegyhaza | Ungarn | HK | 100,00 | 0,77 | |
| HUNGRANA Kemenyitö- es Isocukorgyarto es For-galmazo Kft. | HK | Szabadegyhaza | Ungarn | AS | 50,00 | 114,98 |
| HungranaTrans Kft. | Szabadegyhaza | Ungarn | HK | 100,00 | 3,27 | |
| Segment CropEnergies | ||||||
| CT Biocarbonic GmbH | Zeitz | Deutschland | CEBet | 50,00 | 3,27 | |
| III. Unternehmen von untergeordneter Bedeuitung und sonstige Beteiligungen> 20 % (nicht eingezogen) | ||||||
| Nicht konsolidiert (verbundene Unternehmen) | ||||||
| Segment Zucker | ||||||
| Geschäftsbereich Zucker | ||||||
| Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften | ||||||
| S.Z.I.L. LTD | Kfar Saba | Israel | SZH | 100,00 | ||
| Division AGRANA Zucker | ||||||
| Zucker Tschechien | ||||||
| PERCA s.r.o. | Hrusovany | Tschechien | MC | 100,00 | 0,06 | |
| DELHIA SHELF s.r.o. | Hrusovany | Tschechien | MC | 100,00 | 0,00 | |
| Zucker Bosnien | ||||||
| AGRANA Croatia d.o.o. | Zagreb | Kroatien | AZ | 100,00 | 0,01 | |
| AGRANA Makedonija DOOEL Skopje | Skopje | Mazedonien | AZ | 100,00 | 0,13 | |
| AGRANA Holding/Sonstige | ||||||
| Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | AZ | 86,00 | 1,91 | |
| Zucker Übrige | ||||||
| Acucar e Alcool do Sul Participacoes Ltda. | Alto de Pinhei-ros | Brasilien | SZH AIH | 99,90 0,10 | 0,05 | |
| Arbeitsgemeinschaft für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau Zeitz GmbH | Kretzschau | Deutschland | SZAG | 80,00 | 0,04 | |
| Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken GmbH & Co. KG | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,02 | |
| Südprojekt Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,24 | |
| Südtrans GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,10 | |
| Südzucker Beteiligungs GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,02 | |
| Südzucker International GmbH | Ochsenfurt | Deutschland | SZH | 100,00 | 0,03 | |
| Südzucker Reise-Service GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 1,19 | |
| Südzucker Verkauf GmbH | SZV | Mannheim | Deutschland | SZH | 100,00 | 0,03 |
| Segment Spezialitäten | ||||||
| Division Stärke | ||||||
| AGRANA Skrob s.r.o. | Hrusovany | Tschechien | AS | 100,00 | 0,08 | |
| AGRANA Amidi srl | Sterzing | Italien | AS | 100,00 | 0,02 | |
| Nicht konsolidiert (Gemeinschaftsunternehmen / assoziierte Unternehmen) | ||||||
| Segment Zucker | ||||||
| Geschäftsbereich Zucker | ||||||
| Division Zucker Belgien | ||||||
| Food Port N.V. (ehemals Bio-Generator Regio - Leu-ven - PORT NV) | Tienen | Belgien | RT | 35,71 | 2,15 | |
| Division AGRANA Zucker | ||||||
| Zucker Bosnien | ||||||
| SCO STUDEN & CO. BRASIL EXPORTACAO E IMPOR-TACAO LTDA. | Sao Paulo | Brasilien | ASB | 100,00 | -0,02 | |
| AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. | Prishtina | Serbien | ASB | 100,00 | ||
| Zucker Übrige | ||||||
| Felix Koch Offenbach Couleur und Karamel GmbH | Offenbach | Deutschland | SZH | 25,10 | 7,89 | |
| Maritime Investment Holdings Pte. Ltd | Singapore | Singapur | SZH | 25,00 | 9,27 | |
| Segment Spezialitäten | ||||||
| Division BENEO | ||||||
| INVITA Australia PTE Ltd | Balgowlah | Australien | BP | 35,00 | 0,22 | |
| Nicht konsolidiert (sonstige Beteiligung> 20 %) | ||||||
| Segment Zucker | ||||||
| Geschäftsbereich Zucker | ||||||
| Division Zucker Frankreich | ||||||
| GARDEL S.A. | Le Moule | Frankreich | SLS | 24,28 | 50,53 | |
| Eastern Sugar B.V. | Breda | Niederlande | SLS | 50,00 | 0,56 | |
| Sucrerie et Distillerie de Souppes-Ouvre Fils S.A. | Paris | Frankreich | SLS | 44,50 | 45,37 | |
| Division AGRANA Zucker | ||||||
| Zucker Ungarn | ||||||
| Cukoripari Egyesüles | Budapest | Ungarn | MCeF | 44,27 | 0,13 |
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| Ergebnis nach Steuern in Mio. € |
|
|---|---|
| I. Verbundene Unternehmen | |
| Segment Zucker | |
| Geschäftsbereich Zucker | |
| Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften | |
| Südzucker AG | |
| Sudzucker Hellas E.P.E. | 0,31 |
| Sudzucker Iberica S.L.U. | 0,62 |
| SÜDZUCKER DO BRASIL S/A - IMPORTAÇÃO E EX- | |
| PORTAÇÃO (ehemals Hosa Trading Importaçao e Exportaçao S.A.) | 0,09 |
| Südzucker United Kingdom Limited | 1,19 |
| Division Zucker Belgien | |
| Raffinerie Tirlemontoise S.A. | 25,51 |
| Nougat Chabert & Guillot SA | 0,681) |
| S.C.I. DU MARINET | 1) |
| Rafti B.V. | 1,05 |
| Raftir Nederland Beheer B.V. | 0,06 |
| S.O.G.E.L.A.F. SARL | 0,00 |
| Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. | 1,51 |
| Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. | 16,68 |
| Division Zucker Frankreich | |
| Saint Louis Sucre S.A.S. | -13,2 |
| Société Française d'Organisation et de Participations "S.F.O.P." | 0,00 |
| Division Zucker Polen | |
| Südzucker Polska S.A. | 54,57 |
| "POLTERRA" Sp. z o.o. | 0,01 |
| Przedsiebiorstwo Rolne "KLOS" Sp. z o.o. | 0,01 |
| Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. | -0,19 |
| Division AGRANA Zucker | |
| Zucker Österreich | |
| AGRANA Zucker GmbH | 28,80 |
| AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH | -0,41 |
| Zucker Rumänien | |
| AGRANA AGRO S.R.L. | 0,11 |
| AGRANA BUZAU S.R.L. | -0,04 |
| AGRANA TANDAREI S.R.L. | 0,00 |
| S.C. AGRANA Romania S.A. | -10,79 |
| Zucker Slowakei | |
| Slovenske Cukrovary s.r.o. | 4,35 |
| Zucker Tschechien | |
| Moravskoslezské Cukrovary A.S. | 11,15 |
| Zucker Ungarn | |
| AGRANA Magyarorszag Ertekesitesi Kft. | 0,09 |
| Biogaz Fejleszto Kft. | 0,36 |
| Koronas Irodahaz Szolgaltato Korlatolt Felelössegü Tarsasag | 0,00 |
| Magyar Cukorgyarto es Forgalmazo Zrt. | 7,68 |
| Zucker Bulgarien | |
| AGRANA Trading EOOD | 0,85 |
| Zucker Bosnien | |
| AGRANA BIH Holding GmbH | -0,01 |
| AGRANA d.o.o. | -0,01 |
| AGRANA Holding/Sonstige | |
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft | 72,24 |
| AGRANA Group-Services GmbH | 1,06 |
| AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. | 0,68 |
| Agrana Research & Innovation Center GmbH | 0,05 |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. | 0,47 |
| Division Zucker Moldau | |
| Südzucker Moldova S.A. | 6,85 |
| Agro Credit S.R.L. | 0,00 |
| Agro-SZM S.R.L. | 0,94 |
| AGRO-BARABOIENI S. R. L. | 0,04 |
| Division Landwirtschaft | |
| Agrar und Umwelt AG Loberaue | 1,77 |
| Rackwitzer Biogas GmbH | 0,00 |
| Terra e.G. | -0,84 |
| Wolteritzer Agrar GmbH | 0,00 |
| Zschortauer Agrar GmbH | 0,00 |
| Zschortauer Futtermittel GmbH | 0,30 |
| Zucker Übrige | |
| AHG Agrar-Holding GmbH | * 3) |
| AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG | 1) 48,92 5) |
| Z & S Zucker und Stärke Holding AG | 1) |
| AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH | 0,006) |
| BGD Bodengesundheitsdienst GmbH | * 3) |
| Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken Verwaltungsgesellschaft mbH | 0,00 |
| Südprojekt Silo und Logistik GmbH & Co. KG | 1,006) |
| Südzucker Holding GmbH | * 3) |
| Südzucker International Finance B.V. | 1,06 |
| Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH | * 3) |
| Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH | 1,48 |
| Südzucker Verwaltungs GmbH | * 3) |
| Segment Spezialitäten | |
| Division BENEO | |
| BENEO GmbH | * 3) |
| BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. | 0,13 |
| BENEO Iberica S.L. Unipersonal | 0,02 |
| BENEO Inc. | 1,55 |
| BENEO India Private Limited | -0,01 |
| BENEO Latinoamerica Coordenagao Regional Ltda. | 0,01 |
| BENEO-Orafti S.A. | 21,10 |
| BENEO-Palatinit GmbH | * 3) |
| BENEO-Remy N.V. | 4,471) |
| Veniremy N.V. | 1) |
| Orafti Chile S.A. | 3,64 |
| REMY ITALIA S.P.A. | 0,05 |
| Division Freiberger | |
| Freiberger Holding GmbH | * 3) |
| Alberto Lebensmittel GmbH | 0,00 |
| Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH | 0,01 |
| Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH | 0,01 |
| Feinschmecker Feinkost GmbH | 0,00 |
| Freiberger France S.A.R.L. | -1,60 |
| Freiberger GmbH | 0,00 |
| Freiberger Lebensmittel GmbH | * 3) |
| Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions und Vertriebs KG | * 4) |
| Freiberger Osterweddingen GmbH & Co. KG (ehemals Great Star Food Production GmbH & Co. KG) | * 4) |
| Freiberger Polska Sp.z o.o. | 0,20 |
| Freiberger UK Ltd. | 7,23 |
| Freiberger USA Inc. | -0,12 |
| Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. | 2,38 |
| Sandhof Limited | 18,44 |
| Stateside Foods Ltd. | 8,14 |
| Division PortionPack | |
| PortionPack Europe Holding B.V. | 1,67 |
| Elite Portion Pack Belgium NV | 0,23 |
| Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. | 1,06 |
| Hellma Gastronomie-Service GmbH | * 3) |
| Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H | 0,19 |
| PortionPack Holland B.V. | 4,78 |
| SAES The Portion Company, S.L.U. | 0,14 |
| Single Source Limited | 0,171) |
| Central Legal Funding Limited | 1) |
| Santeau Limited | 1) |
| Van Oordt Drukkerij B.V. | 0,00 |
| Van Oordt Landgraaf B.V. | 0,00 |
| Van Oordt the portion company B.V. | 3,42 |
| Division Stärke | |
| AGRANA Stärke GmbH | 61,47 |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | 0,00 |
| Segment CropEnergies | |
| CropEnergies AG | 44,27 |
| BioWanze S.A. | 28,80 |
| Compagnie Financiere de l'Artois SA | 2,18 |
| CropEnergies Beteiligungs GmbH | * 3) |
| CropEnergies Bioethanol GmbH | * 3) |
| CropEnergies Inc. | -0,02 |
| Ensus UK Limited | 17,89 |
| RYSSEN ALCOOLS SAS | 2,04 |
| Ryssen Chile SpA | 0,03 |
| Segment Frucht | |
| Division Fruchtzubereitung (AGRANA Fruit) | |
| AGRANA Fruit S.A.S. | 19,1 5 |
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | 0,23 |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | 1,361) |
| Agrana Fruit Management Australia Pty Limited | 1) |
| AGRANA Fruit Austria GmbH | 1,41 |
| AGRANA Fruit Brasil Industria, Comercio, Importa-cao e Exportacao Ltda. | 4,11 |
| AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. | -0,01 |
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | 4,66 |
| AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | -0,20 |
| AGRANA Fruit France S.A. | 1,83 |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | 2,24 |
| AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED | 0,00 |
| AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. | 1,71 |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | 1,70 |
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | 1,66 |
| AGRANA Fruit Luka TOV | 0,76 |
| AGRANA Fruit Mexico, S.A. de C.V. | 3,54 |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | 1,11 |
| AGRANA Fruit Services GmbH | 2,22 |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | -0,02 |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | -0,99 |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | 1,01 |
| AGRANA Fruit US, Inc. | 2,92 |
| AGRANA Nile Fruits Processing SAE | 3,68 |
| Dirafrost FFI N. V. | -1,17 |
| Dirafrost Maroc SARL | 0,05 |
| Financiere Atys S.A.S. | 15,09 |
| Main Process S.A. | 0,81 |
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | 6,78 |
| Sudinver S.A. | 0,00 |
| Yube d.o.o. | 0,11 |
| Division Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice) | |
| AUSTRIA JUICE GmbH | 8,22 |
| AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD | 0,25 |
| AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH | 0,42 |
| AUSTRIA JUICE Germany GmbH | 0,00 |
| AGRANA Juice Hungary Kft. | 1,24 |
| AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o. | 2,85 |
| AUSTRIA Juice Romania S.r.l. (ehemals AGRANA Juice Romania Vaslui S.r.l.) | 0,00 |
| AUSTRIA JUICE Ukraine TOV (ehemals AUSTRIA JUICE Ukraine LLC) | 0,58 |
| Frucht Übrige | |
| AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH | 8,58 |
| II. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen | |
| Segment Zucker | |
| Geschäftsbereich Zucker | |
| Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften | |
| Maxi S.r.l. | 3,706) |
| Division AGRANA Zucker | |
| Zucker Bosnien | |
| "AGRAGOLD" d.o.o. | 0,08 |
| AGRAGOLD d.o.o. | 0,06 |
| AGRAGOLD dooel Skopje | 0,02 |
| AGRAGOLD trgovina d.o.o. | 0,09 |
| AGRANA Studen Sugar Trading GmbH | 2,31 |
| AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k (ehemals AGRA-NA-STUDEN Albania) | 0,15 |
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH | 1,05 |
| Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd | 0,08 |
| STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. | 0,60 |
| Zucker Übrige | |
| ED&F MAN Holdings Limited | 66,046) |
| Segment Spezialitäten | |
| Division PortionPack | |
| Collaborative Packing Solutions [Pty] Ltd | 0,11 |
| Division Starch | |
| GreenPower E85 Kft | -0,04 |
| HUNGRANA Kemenyitö- es Isocukorgyarto es For-galmazo Kft. | 55,25 |
| HungranaTrans Kft. | 1,08 |
| Segment CropEnergies | |
| CT Biocarbonic GmbH | 0,09 |
| III. Unternehmen von untergeordneter Bedeuitung und sonstige Beteiligungen> 20 % (nicht eingezogen) | |
| Nicht konsolidiert (verbundene Unternehmen) | |
| Segment Zucker | |
| Geschäftsbereich Zucker | |
| Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften | |
| S.Z.I.L. LTD | |
| Division AGRANA Zucker | |
| Zucker Tschechien | |
| PERCA s.r.o. | 0,05 |
| DELHIA SHELF s.r.o. | 0,00 |
| Zucker Bosnien | |
| AGRANA Croatia d.o.o. | 0,01 |
| AGRANA Makedonija DOOEL Skopje | 0,056) |
| AGRANA Holding/Sonstige | |
| Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. | 0,016) |
| Zucker Übrige | |
| Acucar e Alcool do Sul Participacoes Ltda. | 0,006) |
| Arbeitsgemeinschaft für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau Zeitz GmbH | 0,01 |
| Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken GmbH & Co. KG | 0,00 |
| Südprojekt Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH | 0,016) |
| Südtrans GmbH | 0,006) |
| Südzucker Beteiligungs GmbH | 0,006) |
| Südzucker International GmbH | 0,00 |
| Südzucker Reise-Service GmbH | 0,10 |
| Südzucker Verkauf GmbH | 0,00 |
| Segment Spezialitäten | |
| Division Stärke | |
| AGRANA Skrob s.r.o. | 0,006) |
| AGRANA Amidi srl | 0,01 |
| Nicht konsolidiert (Gemeinschaftsunternehmen / assoziierte Unternehmen) | |
| Segment Zucker | |
| Geschäftsbereich Zucker | |
| Division Zucker Belgien | |
| Food Port N.V. (ehemals Bio-Generator Regio - Leu-ven - PORT NV) | 2) -0,10 6) |
| Division AGRANA Zucker | |
| Zucker Bosnien | |
| SCO STUDEN & CO. BRASIL EXPORTACAO E IMPOR-TACAO LTDA. | 0,006) |
| AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. | 6) |
| Zucker Übrige | |
| Felix Koch Offenbach Couleur und Karamel GmbH | 2) 1,89 6) |
| Maritime Investment Holdings Pte. Ltd | -0,736) |
| Segment Spezialitäten | |
| Division BENEO | |
| INVITA Australia PTE Ltd | 1,446) |
| Nicht konsolidiert (sonstige Beteiligung> 20 %) | |
| Segment Zucker | |
| Geschäftsbereich Zucker | |
| Division Zucker Frankreich | |
| GARDEL S.A. | 0,176) |
| Eastern Sugar B.V. | -0,116) |
| Sucrerie et Distillerie de Souppes-Ouvre Fils S.A. | 0,066) |
| Division AGRANA Zucker | |
| Zucker Ungarn | |
| Cukoripari Egyesüles | 0,006) |
* Ergebnisübernahme
1) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss
2) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses
3) Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB
4) Befreiung gemäß § 264b HGB
5) Stimmrechtsmehrheit
6) Angabe vom Eigenkapital/Ergebnis nach Steuern auf Basis eines abweichenden Geschäftsjahres
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Mannheim, den 24. April 2017
DER VORSTAND
Dr. Wolfgang Heer, Vorsitzender
Dr. Thomas Kirchberg
Thomas Kölbl
Johann Marihart
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Südzucker AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis 28. Februar 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 24. April 2017
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Michael Conrad, Wirtschaftsprüfer
Olav Krützfeldt, Wirtschaftsprüfer
Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der Südzucker AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die anstehenden Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Änderungen der EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die Südzucker AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Investor Relations
Nikolai Baltruschat
Telefon: +49 621 421-240
Wirtschaftspresse
Dr. Dominik Risser
Telefon: +49 621 421-428
Südzucker im Internet
Ausführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internet-Adresse:
www.suedzucker.de
Herausgeber
Südzucker AG
Maximilianstraße 10
68165 Mannheim
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