Annual Report • Jun 29, 2016
Annual Report
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Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich jeweils auf den Vorjahreszeitraum bzw. -Zeitpunkt.
mit diesem Bericht geben wir Ihnen einen Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16. Bevor wir auf die Details eingehen, lassen Sie uns das weiterhin bestimmende Thema benennen: die Vorbereitung des Unternehmens auf die einschneidenden Veränderungen im Kerngeschäft Zucker. Die Entscheidung der EU-Kommission im Juni 2013, die seit 1968 geltenden Regelungen für den europäischen Zuckermarkt im Jahr 2017 ersatzlos auslaufen zu lassen, stellt einen historischen Wendepunkt dar. Ziel dieser Marktordnung war es, einen verlässlichen Rahmen für Rübenanbauer, Zuckerfabriken und Kunden zu schaffen und gleichzeitig die Versorgung der europäischen Bevölkerung mit Zucker nachhaltig zu sichern. Nach fast 50 Jahren wird dieses System abgeschafft und Europas Zuckermarkt zu dem am wenigsten regulierten Zuckermarkt weltweit. Alle übrigen wesentlichen Zucker produzierenden Länder fördern ihre Zuckerwirtschaft.
Bereits mit der Entscheidung der EU-Kommission hat sich der europäische Markt verändert. Erste Auswirkungen waren bereits im Geschäftsjahr 2013/14 erkennbar und auch das negative Zuckerergebnis 2015/16 ist in diesem Kontext zu sehen. Frühzeitig haben sich Vorstand und Aufsichtsrat mit den notwendigen Veränderungen beschäftigt. Südzucker hat die erforderlichen Maßnahmen in allen Bereichen des Segments - von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion, Vermarktung und Logistik des Zuckers und der Nebenprodukte bis zur Verwaltung - erfolgreich eingeleitet und wird weitere Schritte folgen lassen. Erklärtes Ziel von Aufsichtsrat und Vorstand ist es, das Unternehmen mittelfristig auf ein operatives Konzernergebnisniveau von rund 550 Mio. € zurückzuführen.
Auch im Geschäftsjahr 2015/16 haben wir die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt und ausführlich die Rahmenbedingungen, die Ausrichtung und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens diskutiert. Dabei sind wir den Aufgaben nachgekommen, für die wir nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich sind: den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten.
Bei allen die Südzucker-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Südzucker-Gruppe -einschließlich der Risikolage - sowie über Risikomanagement und Compliance unterrichtet.
Der Vorstand berichtete in allen Sitzungen des Aufsichtsrats über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens sowie zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats mündlich und schriftlich über alle bedeutenden Geschäftsvorgänge. Gegenstand dieser Berichte waren im Wesentlichen die Lage und Entwicklung des Unternehmens, die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung - jeweils bezogen auf die Südzucker AG und die Südzucker-Gruppe. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsratsvorsitzende an Vorstandssitzungen teil und wurde vom Vorstandsvorsitzenden in zahlreichen Arbeitsgesprächen laufend über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informiert.
Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2015/16 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in vier ordentlichen und zwei außerordentlichen Sitzungen. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat - jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung - zugestimmt.
Gegenstand der Bilanzsitzung am 20. Mai 2015 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses der Südzucker AG sowie des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2015. Der Abschlussprüfer berichtete über die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Bericht des Aufsichtsrats wurden beschlossen. Es wurde auch die ordentliche Hauptversammlung 2015 vorbereitet: Der Aufsichtsrat beschloss die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge, insbesondere den Kandidatenvorschlag für die Zuwahl zum Aufsichtsrat und die vorgesehenen Satzungsänderungen zum genehmigten Kapital 201 5. Weiter genehmigte der Aufsichtsrat eine Finanzanlage und beschloss turnusmäßig eine Anpassung der Vorstandsvergütung.
In der Sitzung am 15. Juli 2015 - am Tage vor der Hauptversammlung - genehmigte der Aufsichtsrat den Investitionsplan 2016/17, das Langfristinvestitionsprogramm und die Investitionsnachträge. Es wurde die Mittelfristplanung vorgestellt. Er genehmigte auch ein Grundstücksvorhaben in Belgien. Der Aufsichtsrat legte außerdem die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand fest. Schließlich erfolgte die Wahl von Herrn Georg Koch - als Nachfolger von Herrn Erhard Landes - zum Mitglied des Landwirtschaftlichen Ausschusses.
In der Sitzung am 19. November 2015 wurde die Ergebnishochrechnung 2015/16 vorgestellt. Wie stets in der November-Sitzung behandelte der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig das Thema Corporate Governance. Er führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch und beschloss die Entsprechenserklärung 2015. Es wurde weiter eine redaktionelle Änderung in § 8 Abs. 3 der Satzung beschlossen. Der Aufsichtsrat genehmigte ein Finanzierungsvorhaben, den Anteilsverkauf der PortionPack Belgium, ein Freiberger-Beteiligungsvorhaben und Investitionsnachträge sowie einen Grundstückstausch.
In der Sitzung am 26. Januar 2016 wurde die aktuelle Ergebnishochrechnung 2015/16 präsentiert. Der Aufsichtsrat genehmigte den Ausbau der AGRANA-Maisstärkefabrik in Aschach und weitere Investitionsnachträge sowie ein AGRANA-Beteiligungsvorhaben. Weiter wurde die Anpassung der Geschäftsordnung des Vorstands an eine neue Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen. Schließlich wurde das Thema Ruhestandsleistungen an Führungskräfte behandelt.
Die außerordentliche Sitzung am 30. April 2015 fand aus Anlass der Amtsniederlegung des Vorstandsmitglieds Dr. Guderjahn statt.
Einziger Tagesordnungspunkt der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 25. Januar 2016 war die Organverantwortung im Zusammenhang mit dem Kartellbußgeld 2014.
In den Sitzungen am 20. Mai 2015 und am 19. November 2015 fehlten jeweils zwei Mitglieder des Aufsichtsrats entschuldigt. Die fehlenden Mitglieder nahmen aber mittels schriftlicher Stimmabgabe an den Beschlussfassungen teil. In der außerordentlichen Sitzung am 30. April 2015 fehlten drei Mitglieder des Aufsichtsrats entschuldigt. Ansonsten waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich in den Sitzungen anwesend. Kein Mitglied des Aufsichtsrats nahm nur an der Hälfte oder weniger der Sitzungen des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse teil.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse (Präsidium, Vermittlungsausschuss, Prüfungsausschuss, Landwirtschaftlicher Ausschuss und Sozialausschuss) gebildet, die sich jeweils paritätisch aus Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzen. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.
Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Das Präsidium des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2015/16 dreimal. Es behandelte stets strategische Themen und auch die Nachfolgeplanung für den Vorstand. In der Sitzung am 30. April 2015 ging es außerdem um die Amtsniederlegung des Vorstandsmitglieds Dr. Lutz Guderjahn. In der Sitzung am 20. Mai 201 5 wurde auch die Anpassung der Vorstandsvergütung vorbesprochen. In der Sitzung am 19. November 201 5 wurde ferner der Stand der Prüfung der Organverantwortung im Zusammenhang mit dem Kartellbußgeld 2014 erörtert.
Der Prüfungsausschuss kam im vergangenen Geschäftsjahr fünfmal - in drei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen - zusammen. In seiner Sitzung am 11. Mai 201 5 befasste er sich in Gegenwart des Abschlussprüfers mit dem Jahresabschluss der Südzucker AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers und prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit. In der Sitzung am 1 5. Juli 2015 erörterte der Prüfungsausschuss das Angebot des Abschlussprüfers für den Prüfungsauftrag und erteilte - vorbehaltlich der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 16. Juli 2015 - den Prüfungsauftrag. In der Sitzung am 6. Oktober 2015 befasste er sich, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Halbjahresberichts. In den Telefonkonferenzen am 6. Juli 2015 und am 11. Januar 2016 erörterte der Prüfungsausschuss die Quartalsberichte Q1 bzw. Q3 2015/16 mit dem Vorstand.
In den Sitzungen und Telefonkonferenzen des Prüfungsausschusses waren alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet.
Der Landwirtschaftliche Ausschuss tagte am 19. November 2015. Es wurde über Aktuelles aus dem Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte und die Situation auf den Rohstoffmärkten sowie über das Thema "Big Data in der Landwirtschaft" berichtet und diskutiert.
Über die Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung.
Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Ebenso hat der Sozialausschuss nicht getagt.
Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 19. November 2015.
Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse.
Am 14. Januar 2016 fand das turnusmäßige Fraud-Gespräch zwischen Vorstand, Abschlussprüfer und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie des Prüfungsausschusses statt. Es wurde dort über die Einschätzung von Geschäftsrisiken, Maßnahmen zur Begrenzung des Fraud-Risikos sowie Reaktionen auf Fraud-Fälle informiert und anschließend diskutiert.
Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei Südzucker einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der -von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen -Entsprechenserklärung 2015 ist dem Corporate-Governance-Bericht zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Rela-tions/Corporate-Governance/ zur Verfügung.
Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Südzucker-Gruppe; auch hierüber hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich informieren lassen.
Dem Aufsichtsrat wurde die Möglichkeit gegeben, an einer Informationsveranstaltung zum Thema Corporate Governance teilzunehmen.
Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenskonflikt -insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden.
Die von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte Pricewaterhouse-Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2015/16, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2015/16 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, dass die SZVG über 50 % der Stimmrechte an der Südzucker AG hält, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.
Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 4. Mai 2016 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 18. Mai 2016 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Südzucker AG und den Konzernabschluss der Südzucker-Gruppe in seiner Sitzung am 18. Mai 201 6; der Jahresabschluss der Südzucker AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,30 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an.
Im Aufsichtsrat gab es im Geschäftsjahr 2015/16 folgende Wechsel:
Der Aktionärsvertreter Erhard Landes hat sein Aufsichtsratsmandat - entsprechend der Regelung in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat - mit Wirkung zum Zeitpunkt der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Juli 2015 niedergelegt. Wir bedanken uns bei Herrn Erhard Landes herzlich für seinen langjährigen Einsatz zum Wohle des Unternehmens.
An Stelle von Herrn Erhard Landes wurde Herr Helmut Friedl (Landwirtschaftlicher Betriebsleiter und Lehrer an der Technikerschule für Agrarwirtschaft in Landsberg am Lech) durch die ordentliche Hauptversammlung am 16. Juli 2015 zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.
Herr Georg Koch wurde vom Aufsichtsrat am 1 5. Juli 201 5 als Nachfolger für Herrn Erhard Landes mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung am 16. Juli 2015 in den Landwirtschaftlichen Ausschuss gewählt.
Im Vorstand gab es im Geschäftsjahr 2015/16 folgende Veränderung: Herr Dr. Lutz Guderjahn legte sein Vorstandsamt mit Wirkung zum 30. April 2015 nieder und beendete seine Tätigkeit für das Unternehmen. Seine verantworteten Ressorts wurden von den Vorstandsmitgliedern Dr. Wolfgang Heer, Dr. Thomas Kirchberg, Thomas Kölbl und Johann Marihart übernommen. Die Südzucker AG dankt Herrn Dr. Lutz Guderjahn für die geleistete Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.
Gemeinsam mit dem Vorstand gedenkt der Aufsichtsrat aller im Berichtsjahr verstorbenen Mitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe. Dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Südzucker AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Mannheim, 18. Mai 2016
Für den Aufsichtsrat
Dr. Hans-Jörg Gebhard, Vorsitzender
Verantwortungsvolles Handeln ist die Voraussetzung für langfristigen ökonomischen Erfolg. Daher verfolgt Südzucker eine Strategie des wertorientierten, profitablen Wachstums auf der Basis eines Gleichgewichts zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung und orientiert sich dabei an ihren Kernkompetenzen und Leitlinien. Damit bekennt sich die Unternehmensführung zu einer nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens, in deren Kern der sorgfältige Umgang mit allen genutzten Ressourcen steht.
Die Südzucker-Gruppe ist mit ihren vier Segmenten in Bereichen tätig, die auch mittel- bis langfristig von den globalen Megatrends wie wachsende Weltbevölkerung, steigende Einkommen insbesondere in den Schwellenländern mit entsprechend veränderten Ernährungsgewohnheiten und zunehmendem Bedarf an Lebens- und Futtermitteln sowie Energie profitieren. Diese Megatrends sind nach wie vor intakt, werden somit Wachstumsmotoren bleiben und neue perspektiven bieten. So wird beispielsweise damit gerechnet, dass der weltweite Zuckerverbrauch weiterhin um durchschnittlich 2 % bis 3 % pro Jahr steigt - von derzeit 182 Mio. t auf etwa 200 Mio. t im Jahr 2020. Wir richten unsere Geschäftsfelder weiterhin auf die steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Nahrungs- und Futtermitteln sowie erneuerbarer Energie aus.
Ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor in unseren Märkten ist Größe. Deshalb wollen wir mit allen unseren Geschäftsfeldern die sich ergebenden Chancen nutzen; dies kann durch organisches Wachstum, Kooperationen wie auch Akquisitionen erfolgen. Unser Ziel bleibt, in den von uns besetzten Geschäftsfeldern die Nummer 1 oder eine starke Nummer 2 zu sein.
Bedeutend hierfür sind auch die Cashflow-Kraft des Unternehmens und ein Investment-GradeRating, das uns einen guten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten sichert. Dabei steht eine solide Finanzierungsstrategie immer im Vordergrund.
Unsere wesentliche Kernkompetenz ist die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen, die alle Schritte der Wertschöpfungskette von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis zur Kenntnis der Märkte und Kundenbeziehungen umfasst. Dieses Wissen ständig weiterzuentwickeln, um das Handeln den sich verändernden Rahmenbedingungen anzupassen und damit im Wettbewerb zu bestehen, steht im Fokus unserer täglichen Arbeit.
Mit der breiten Basis unseres Portfolios sowie einer Diversifizierung in verschiedenen Regionen und Märkten sorgen wir für ein ausgeglichenes Risikoprofil. Diesen Ansatz verfolgen wir weiter.
Dabei sollen sich Wachstumsaktivitäten an unserer Kernkompetenz orientieren, um Synergien über den gesamten Wertschöpfungsprozess -von der Rohstoffgewinnung über die Veredlungsstufen bis zum Endkunden - nutzen zu können. Dies schont die natürlichen Ressourcen und trägt zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Besonders deutlich zeigt sich das an den Standorten, an denen für unterschiedliche Segmente produziert wird.
Zur Sicherung des zukünftigen Wachstums werden wir alle Geschäftsfelder weiter stärken. Neben Ersatzinvestitionen und Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Zuckerund Ethanolbereich wird die Internationalisierungsstrategie im Segment Zucker in Form der ständigen Prüfung von Akquisitionsmöglichkeiten unverändert fortgeführt. Neuinvestitionen werden auch außerhalb der Segmente Zucker und CropEnergies umgesetzt. Ein Fokus liegt auf dem Auf- und Ausbau von Verbundstandorten, dort werden Investitionen segmentübergreifend realisiert.
Unsere weltweit rund 16.500 Mitarbeiter tragen den Erfolg des Unternehmens durch ihre fachliche Kompetenz, die Erfahrungen, die sozialen Fähigkeiten und ihr Engagement. Die verschiedenen Maßnahmen der Personalpolitik werden so eingesetzt, dass sie die Strategie des Unternehmens stützen und die Mitarbeiter in die Position versetzen, unter den sich verändernden Rahmenbedingungen erfolgreich zu agieren.
Nach dem Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote am 30. September 2017 werden Mengen- und Preisschwankungen noch stärker als bisher auf den EU-Zuckermarkt wirken. Gleichzeitig wird durch die Aufhebung der Exportbeschränkungen für den europäischen Rübenzucker der Exportmarkt wieder vermehrt Vermarktungschancen bieten, die wir auch durch die Zusammenarbeit mit dem britischen Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., London, nutzen wollen.
In diesem veränderten Marktumfeld sieht sich Südzucker als Europas größter Anbieter von Rübenzucker mit leistungsfähigen Fabriken in den wettbewerbsfähigsten europäischen Rübenanbaugebieten in einer guten Position. Ausgehend von der Produktion in den europäischen Kernmärkten und damit der Nähe zu den Industriekunden und den wichtigsten Zuckerverbrauchsmärkten ist Südzucker bereits heute in der Lage, Kunden in ganz Europa mit Zuckerprodukten kostenoptimal zu beliefern.
Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit verbessert Südzucker kontinuierlich die Kosten-und Logistikstrukturen im Zuckersegment; dazu gehört auch die künftige volle Auslastung der bestehenden Rübenzuckerfabriken.
Neben dem Zuckersegment profitieren aber auch die übrigen Geschäftsfelder von einer weltweit steigenden Nachfrage nach Lebens-sowie Futtermitteln und Energie. In den Segmenten Spezialitäten und Frucht werden die globale Positionierung und der Ausbau der Kernprodukte - auch durch eine größere Veredelungstiefe - als strategische Aufgabe angenommen. Im Segment CropEnergies wollen wir die Position in Europa festigen und die aufgebauten Kapazitäten langfristig ausschöpfen.
| ― | In unseren Geschäftsfeldern wollen wir Maßstäbe setzen und im fairen Wettbewerb weiterhin durch Innovation, Qualität, Service und Zuverlässigkeit erfolgreich sein. |
| ― | Dabei sind unsere Compliance-Unternehmensgrundsätze einzuhalten. |
| ― | Nachhaltigkeit bestimmt traditionell unser Handeln - beginnend bei der landwirtschaftlichen Produktion des Rohstoffs über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. |
| ― | Wir sind ein verantwortungsvoller Arbeitgeber, der die Potenziale seiner Mitarbeiter fördert, deren individuelle Persönlichkeiten schätzt und achtet. |
| ― | Unsere Erfahrung und das Know-how in Vermarktung, Vertrieb und Logistik machen uns zu einem verlässlichen Partner für unsere Kunden. |
| ― | Die Innovationskraft der Südzucker-Gruppe stärken wir mit der konzerninternen Kompetenz im Bereich Forschung und Entwicklung, aber auch mit Kooperationen. |
| ― | Auf dem Kapitalmarkt stehen wir für Transparenz und einen offenen Dialog mit allen Kapitalmarktteilnehmern. |
Die Südzucker AG, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Mannheim, ist die Muttergesellschaft der Südzucker-Gruppe und gleichzeitig die größte operative Gesellschaft. In den Konzernabschluss sind - neben der Muttergesellschaft Südzucker AG - 1 53 (1 57) Gesellschaften einbezogen, bei denen die Südzucker AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Die Equity-Bewertung wurde bei 16 (15) Gesellschaften angewendet. Weitere Details zu Beteiligungen finden sich ab Seite 74 "Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB" des Anhangs in diesem Geschäftsbericht.
Die Südzucker-Gruppe umfasst die vier Segmente Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Dabei sind die Segmente Zucker, Spezialitäten und Frucht in insgesamt 13 Divisionen untergliedert, die das operative Tagesgeschäft steuern. Das Segment CropEnergies wird als eigenständige Unternehmenseinheit geführt.
Konzernfunktionen werden in den Bereichen Betriebswirtschaft/Controlling, Einkauf Hilfs-und Betriebsstoffe, Einkauf Investitions-, Instandhaltungsgüter und Dienstleistungen, Finanzen und Rechnungswesen, Forschung/ Entwicklung/Services, Futtermittel/Nebenprodukte, Ingenieurwesen, Investor Relations, Landwirtschaftliche Forschung, Lebensmittelrecht/ Verbraucherpolitik/ Qualitätssicherung, Liegenschaften/Versicherungen, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation/IT, Personal, Recht, Revision, Steuern, Strategische Unternehmensplanung/Konzernentwicklung/Beteiligungen, Zucker/Verkauf, Zucker/Produktion sowie Zucker/Rübe von den entsprechenden Geschäftsbereichen/Zentralabteilungen wahrgenommen. Daneben sind administrative Aufgaben in Shared-Finance-Centern sowie Forschungsaktivitäten an mehreren Forschungsstandorten zusammengefasst.
Das Segment Zucker umfasst den Geschäftsbereich Zucker mit den vier Divisionen in Belgien (Raffinerie Tirlemontoise S.A., Tienen), Deutschland (Südzucker AG, Mannheim), Frankreich (Saint Louis Sucre S.A.S., Paris) und Polen (Südzucker Polska S.A., Wroclaw) sowie den Vertriebsgesellschaften in Griechenland, Großbritannien, Italien und Spanien. In der Division AGRANA Zucker ist die Zuckerproduktion in Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammengefasst. Des Weiteren bestehen die Divisionen Zuckerproduktion in Moldau (Südzucker Moldova S.A., Chisinau) und Landwirtschaft (Südzucker AG, Geschäftsbereich Landwirtschaft, Agrar und Umwelt AG Loberaue, Rackwitz). At Equity einbezogen werden das britische Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., die Studen-Gruppe (einschließlich Zuckerproduktion in Bosnien) und das italienische Vertriebs-Joint-Venture Maxi S.r.l.
Das Segment Spezialitäten beinhaltet die vier Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe und Stärke. BE-NEO produziert und vermarktet Inhaltsstoffe aus verschiedenen Rohstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung mit ernährungsphysiologischen und technologischen Vorzügen. Die Freiberger-Gruppe ist Produzent von tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlten PastaGerichten und Snacks mit klarem Fokus auf das Handelsmarkengeschäft. Die PortionPack-Europe-Gruppe ist auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von Portionsartikeln spezialisiert. Die Division Stärke umfasst das Stärke- und Bioethanolgeschäft der AGRANA mit der österreichischen Kartoffel-, Mais- und Weizenstärkeproduktion, der Maisstärkefabrik in Rumänien sowie der Bioethanolproduktion in Österreich. Der Division Stärke ist außerdem die Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz zugeordnet. Die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe in Ungarn werden at Equity einbezogen.
Die Bioethanolaktivitäten der Südzucker-Gruppe an den vier Produktionsstandorten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien sowie die Handelsaktivitäten in Brasilien und Chile sind im Segment CropEnergies gebündelt und werden als börsennotierte AG geführt. CropEnergies ist einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für den Kraftstoffsektor in Europa sowie von Lebens- und Futtermitteln. Zudem ist CropEnergies zu 50 % an der CT Bio-carbonic GmbH beteiligt, die in Zeitz seit 2010 eine Produktionsanlage zur Herstellung von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität betreibt; diese Gesellschaft wird at Equity einbezogen.
Das Segment Frucht umfasst die beiden Divisionen Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) und Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice). Die weltweit tätigen Unternehmen des Segments Frucht beliefern internationale Lebensmittelkonzerne vor allem aus der Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und alkoholfreien Getränkeindustrie.
Der Vorstand der Südzucker AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung für den Vorstand bestimmt die nähere Ausgestaltung der Vorstandsarbeit. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der Südzucker AG für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.
Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und wirkt auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) hin. Er sorgt zudem für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen.
Die Leitungsorgane auf Ebene der Segmente/Divisionen führen die operativen Tagesgeschäfte im Rahmen der nationalen gesetzlichen Vorschriften sowie konzerninterner Richtlinien und Vorgaben. Im Rahmen einer Matrixorganisation werden sie von zentralen Konzernfunktionen, die mit einem fachlichen Weisungsrecht ausgestattet sind, unterstützt und beraten.
Im Mittelpunkt der Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Im Rahmen des Wertmanagements strebt Südzucker in den Segmenten und Divisionen an, mit der Rendite auf das eingesetzte Kapital eine Prämie über die Kapitalkosten hinaus zu erzielen und hierdurch einen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen.
Zur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt Südzucker ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet darauf aufbauend zentral definierte Kennzahlen an; wesentliche Kennzahlen sind das operative Ergebnis und die Rendite auf das eingesetzte Kapital.
Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung um das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen bereinigt. Das eingesetzte Kapital (Capital Employed) umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- und Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE) entspricht dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Südzucker ermittelt die Kapitalkosten für das eingesetzte operative Vermögen als Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Kapitalkosten werden für die Segmente und Divisionen spezifiziert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Diese finanziellen Leistungsindikatoren stellen für die Südzucker-Gruppe derzeit die wesentlichen steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren dar.
Die Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment-Grade-Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsinstrumenten sicherstellt. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Finanzinstrumenten wie Hybrid-Eigenkapital, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankkredite. Zur unterjährigen Finanzierung der der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden vorrangig durch die Nutzung des Commercial-Paper-Programms von insgesamt 600 Mio. € sowie syndizierter Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien gewährleistet.
Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an den für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Faktoren. Die im Finanzmanagement von Südzucker verwendeten Kenngrößen für die Kapitalstruktur sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme).
Für die Südzucker AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches bilden dagegen die Größen Umsatzerlöse, Betriebsergebnis (HGB) und die Nettofinanzschulden die finanziellen Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung.
Der Fokus im Bereich Forschung, Entwicklung und Services liegt auf der Optimierung und Weiterentwicklung der unterschiedlichsten Verarbeitungsprozesse - u. a. unter energetischen Gesichtspunkten -, der Erweiterung und Optimierung bestehender Produktlinien sowie der Entwicklung neuer Produkte und Produktkonzepte für den Food- und Non-Food-Bereich. Ausgehend von den agrarischen Rohstoffen über die Prozesstechnologie zur Gewinnung und Weiterverarbeitung unserer Produkte bis hin zu anwendungstechnischen Konzepten für Kunden werden Themen der gesamten Wertschöpfungskette intensiv bearbeitet. Dabei stehen auch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen im Vordergrund. Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und anderen Unternehmen runden das Forschungsspektrum ab.
Für den Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Services arbeiten in der Südzucker AG von 142 (146) Mitarbeiter. Das Gesamtbudget betrug 2015/16 insgesamt 20.345 (18.074) Tsd. €.
Der Schwerpunkt im Bereich Technologie ist durch den anstehenden Strukturwandel in der europäischen Zuckerindustrie geprägt. Im Vordergrund stehen weitere Verbesserungen in der Zuckerextraktion und beim Energieverbrauch sowie die Vorbereitung auf längere Kampagnen. Experten aus Zuckerproduktion und Forschung entwickeln gemeinsam Modelle zur Bewertung der Effizienz einzelner Prozessabschnitte, um anschließend gezielt technologische Maßnahmen zur Erhöhung der Zuckerausbeute, Energieeinsparung und Einsparung von Hilfsstoffen zu implementieren.
Infolge der geplanten, künftig längeren Kampagnedauer ist mit nachlassender Qualität und Frostschädigung der Rüben zu rechnen. Ein vielversprechender Ansatz zur Verarbeitung derartiger Rohstoffe besteht in einem neuen, patentierten Saftreinigungsverfahren, das nachfolgende Prozessabschnitte entlastet und damit die Verarbeitungskapazität der Fabriken auch über lange Zeiträume aufrecht erhalten könnte. Die notwendigen Investitionen werden einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen.
Mit der konzernweiten technologischen Harmonisierung des Rübenverarbeitungsprozesses innerhalb der Südzucker-Gruppe wurde begonnen. Unter Berücksichtigung lokaler Rahmenbedingungen und der verfügbaren technischen Ausstattung werden Optimierungspotenziale evaluiert, deren Umsetzung die Wirtschaftlichkeit weiter verbessern wird.
Um den Markttrends wie Clean-Labeling oder Verwendung von funktionellen Zutaten zu folgen, werden bestehende Rezepturen mit neuen Zutaten entwickelt. Einzelhandelsprodukte werden konzernweit sowohl für die Markenprodukte als auch für Handelsmarken entwickelt. Dabei stehen regionale und ländertypische Produkte für den europäischen Markt im Fokus.
Auch an der Entwicklung und Implementierung neuer Produktionskonzepte für Kandis, Hagelzucker und Compri-Zucker wird intensiv gearbeitet.
Die Herstellung von Palatinose™ aus Saccharose wird biochemisch katalysiert. Um den Rohstoff Saccharose möglichst optimal zu nutzen, wurde nach intensiver Analyse der Biokatalysator optimiert und in der Produktion eingesetzt.
Im Bereich funktionale Reisstärken und Reismehle konnten die Eigenschaften von nativen Reisstärken bzw. Reismehlen durch ausschließlich physikalische Behandlung so verbessert werden, dass ihr Anwendungsprofil dem von chemisch modifizierten Stärken entspricht. Damit sind diese Stärken für Clean-Label-Produkte von Interesse. Gegenwärtig werden die in der Pilotanlage gewonnenen Erkenntnisse in den Produktionsmaßstab umgesetzt.
Auf der Basis ernährungswissenschaftlicher Forschung und experimenteller Studien konnten weitere positive physiologische Eigenschaften und gesundheitsbezogene Aussagen zu Palatinose™, Inulin und Oligofruktose belegt werden. Ein Beispiel ist die nachweislich positive Wirkung von Orafti® Synergy1 auf das Sättigungsempfinden und damit auf die Kalorienaufnahme.
Produktentwicklungen im Bereich funktionelle Lebensmittelzutaten stellen eine große Bandbreite an Anforderungen dar. Dabei steht die optimale Anwendung der jeweiligen spezifischen Produkteigenschaften und -vorteile im Fokus.
Für galenIQ werden die Verwendungsmöglichkeiten in Tabletten, dragierten Produkten und Pulveranwendungen weiterentwickelt. Bei Inulin stehen Formulierungen in Backwaren und Milchprodukten zur Zucker- oder Fettreduktion im Vordergrund. Die technologischen Vorteile von Isomalt für die unterschiedlichsten Kaugummiapplikationen - Kaugummimasse, dragierte Kaugummis, Streifenkaugummis und flüssig gefüllte Kaugummis - konnten systematisch herausgearbeitet werden. Außerdem wurde die Verwendung von Isomalt in Hartkaramellen gemeinsam mit Kunden weiterentwickelt, ebenso das neu eingeführte Konzept, Palatinose™ in Glasuren für Backwaren zur Verlängerung der Haltbarkeit und Reduzierung der Klebrigkeit einzusetzen. Darüber hinaus werden verschiedene Ansätze zur Verwendung von Palatinose™ in Desserts, Getränken und unterschiedlichen Süßwaren anwendungstechnisch untersucht.
Der wachsenden Nachfrage nach glutenfreien Lebensmitteln wird durch die Erarbeitung von Rezepturen mit Reisstärke und Reismehlen für glutenfreie Teige zur Herstellung von Brot, Kuchen, Nudeln oder Pizza Rechnung getragen. Mit der Optimierung von texturgebenden Eigenschaften von Reisstärke insbesondere in fermentierten Milchprodukten wurde begonnen.
Texturiertes Gluten und Reismehl können fleischliche Proteine in Lebensmitteln ersetzen und damit Ressourcen schonen sowie die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Lebensmitteln bedienen. Entsprechende anwendungstechnische Entwicklungen gehen verstärkt in diese Richtung, erste Produkte wurden im Markt eingeführt.
Die Gewinnung und analytische Charakterisierung spezieller Stärken aus neu gezüchteten Pflanzensorten wurde im Pilotmaßstab realisiert. Mit der Pilotanlage zur Verarbeitung dieser neuen Sorten können zwischen 150 und 700 kg Rohstoff pro Charge in seine Hauptbestandteile aufgetrennt werden. Somit können die neuartigen Stärken in handelsüblicher Qualität gewonnen und einer anwendungstechnischen Prüfung - vor allem für Lebensmittelanwendungen aber auch technische Einsatzmöglichkeiten - zugeführt werden.
Mit dem bisher gängigen Verfahren zur Herstellung von kaltquellenden Stärken für den Lebensmittelbereich ließen sich die Eigenschaftsprofile der fertigen Stärke nur begrenzt modifizieren. Eine neu entwickelte Technologie wurde im Pilotmaßstab erfolgreich implementiert und daraus ein breites Spektrum an verschiedensten kaltquellenden Stärken gewonnen. Erste Ergebnisse zeigen, dass die mit dem neuen Verfahren hergestellten Stärken sich im Vergleich zu walzengetrockneten Produkten durch ein besseres Löseverhalten und höhere Verdi-ckungsleistung auszeichnen.
Nachhaltige Lösungen in technischen Anwendungsbereichen von Stärke gewinnen immer mehr an Bedeutung. Unter Nutzung von Synergien innerhalb des Konzerns ist es gelungen, maßgeschneiderte Stärkeprodukte zu entwickeln, die den Ansprüchen des weltweit stetig wachsenden Konsumenteninteresses an Natürlichkeit gerecht werden.
Im Bereich der Veredelung von graphischen Papieren zu Hochglanzpapieren konnten im Rahmen eines von der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) geförderten Projekts neue Stärkeprodukte für den Top-Strich als Ersatz für erdölbasierte Latexlösungen entwickelt werden, womit Nachhaltigkeitsanforderungen an gestrichenes Papier erfüllt werden.
Im Textildruck konnten für neue Technologien innovative Stärkeprodukte eingesetzt werden. Diese Stärken zeichnen sich durch ein exzellentes und stabiles Lösungsverhalten und hervorragende Druckergebnisse aus. Für den Klebstoffbereich wurden Prozesse entwickelt, um hochwertigere Klebstoffprodukte mit einem verbesserten Eigenschaftsprofil bei geringerem Auftrag herzustellen.
Ein zukunftsweisendes Projekt sind biologisch abbaubare Kunststoffe basierend auf dem nachwachsenden Rohstoff Stärke. Durch entsprechende Modifikationen konnten neue thermoplastische Stärken entwickelt werden, die in den verschiedensten Verpackungsformen wie z. B. Folien und Hohlkörper eingesetzt werden können. Damit steht nun ein Stärke-Rohstoff für die Herstellung von nachhaltigen und biologisch abbaubaren Plastiktragetaschen zur Verfügung, der positiv ausgelobt werden kann.
In den Bioethanolproduktionsanlagen soll ein möglichst breites Spektrum an Rohstoffen zur Fermentation eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang stand die Evaluierung neuer kommerziell verfügbarer Enzyme und Hefen bei den biotechnologischen Prozessschritten weiterhin im Vordergrund.
Ebenfalls im Fokus stehen die Identifizierung und Umsetzung von Energieeinsparpotenzialen. Weiterentwicklungen bei der Prozessoptimierung und -anpassung werden jeweils auf die verschiedenen Anlagen der CropEnergies-Gruppe übertragen.
Darüber hinaus wurde eine Vielzahl an technologischen Optimierungen evaluiert und durchgeführt. Erreicht wurde dadurch u. a. die Erhöhung der Bioethanol-Trocknungskapazitäten in Wanze/Belgien, die Verbesserung und Kapazitätserhöhung der DDGS-Pelletierung in Zeitz sowie die Optimierung der Glutentrockung.
Weiterhin wurden verkaufsunterstützende Fragestellungen bearbeitet sowie der Normungsprozess von Ethanol und ethanolhaltigen Kraftstoffen auf deutscher und europäischer Ebene sowie Forschungsarbeiten, die den Einsatz von höheren Ethanolanteilen im Kraftstoff ermöglichen, unterstützt. Im Fokus steht die verbesserte Energieeffizienz solcher Kraftstoffe im Vergleich zu den bekannten Ottokraftstoffen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr stand die Konsolidierung der einzelnen Projekte zur kontinuierlichen Qualitätssteigerung in der gesamten Wertschöpfungskette zur Herstellung und Vermarktung von Fruchtzubereitungen im Vordergrund. Die dabei verfolgte Innovationsstrategie liegt in der Umsetzung von marktnahen Projekten, welche das gemeinsame Ziel verfolgen, die natürliche Textur der Fruchtstücke nicht zu verändern und das fruchteigene Aroma und die Farbe zu erhalten.
Im Bereich der Rohstoffbeschaffung konnten entscheidende Fortschritte bei der mikrobiologischen Charakterisierung gemacht werden. Ebenfalls wurde damit begonnen, die mikrobiologischen Standards durch neuartige Behandlungsmethoden der Frucht-Rohmaterialien zu verbessern.
Die Entwicklung und Einführung spezieller Trocknungstechnologien soll die Produktivität und Profitabilität bei der Herstellung von Fruchtzubereitungen erhöhen. Verschiedene Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie mit dem Ziel, die Qualität bei Fruchtzubereitungen zu steigern, werden geprüft.
Durch die Optimierung von Prozessparametern und Anlagendesign in Kooperation mit Universitäten wird eine deutliche Verbesserung der organoleptischen Eigenschaften von Fruchtzubereitungen angestrebt.
Im Bereich Eiscreme liegt der Fokus - in Zusammenarbeit mit einem langjährigen Geschäftspartner - auf der Entwicklung marktrelevanter Produktinnovationen.
Südzucker verfolgt verstärkt die Integration neuer Prozesse und Prozesstechnologien nach dem Bioraffinerie-Konzept, um so die Wirtschaftlichkeit bestehender Anlagen und Prozesse weiter zu steigern. Dabei sind gekoppelte Nutzungspfade für die energetische und stoffliche Verwertung von Nebenströmen höchst erfolgversprechend.
Gebündelt werden diese Aktivitäten in der Protein-Plattform. Durch eine enge Kooperation mit wissenschaftlichen Partnern ist es gelungen, im Rahmen der Gemeinsamen Technologieinitiative (Joint Technology initiative JTI ) Bio-based Industries (BBI) ein Projekt zu initiieren, um neue proteinhaltige Produkte zu identifizieren. Aus den bisher nur als Futtermittel genutzten Prozessteilströmen sollen Produkte für den Nahrungsmittelsektor isoliert werden, um die Wertschöpfungspotenziale unserer Produktionsstätte noch besser ausnutzen zu können.
Im Zuge der Initiative "Innovationsallianz der industriellen Biotechnologie" hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Forschungsallianz ZeroCarb FP, in der Südzucker tätig ist, als förderungswürdig ausgezeichnet. Innerhalb des Konsortiums wurden sehr gute Resultate erzielt, die bereits die Nutzung des CO2 als Kohlenstoffquelle in fermentativen Prozessen aufzeigen. Im Fokus steht die Entwicklung eines Kultivierungsverfahrens für einen Mikroorganismus, der CO2 fixiert und chemische Zwischenprodukte liefert, die dann als nachhaltige biobasierte Rohstoffe für chemische Anwendungen vermarktet werden können.
Die Nutzung von Kohlendioxid aus der Bioethanolproduktion am Standort Zeitz zur Produktion von Algen wurde erfolgreich umgesetzt. Dieses vom BMBF geförderte Projekt hat wesentliche Erkenntnisse für die Kultivierung stärkebildender Algen in Photobioreaktoren erbracht. Es konnten Produkte isoliert und charakterisiert werden, die im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten sehr gute Eigenschaften zeigen.
Wesentliche Themen der Forschung zu landwirtschaftlichen Rohstoffen - insbesondere der Zuckerrübe - in der Südzucker-Gruppe sind z. B. neue Anbauverfahren, Fruchtfolgegestaltung, integrierter Pflanzenschutz, standort- und fruchtartangepasste Düngung, verlustarme Ernteverfahren sowie die Langzeitlagerung. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Vernetzung aller zur Verfügung stehender Betriebsdaten zur Optimierung der Produktionsverfahren (smart farming) sowie die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit. Gerade die beiden letztgenannten Themen sind hoch aktuell und bieten Chancen, in Kooperation mit anderen Firmen bzw. Universitäten, Effizienzsteigerungen bei allen landwirtschaftlichen Rohstoffen bei gleichzeitiger Kostenreduzierung zu realisieren.
Im Rahmen des praxisorientierten Feldversuchswesens werden u. a. neue Sorten mit hohem und stabilem Ertrag in Kombination mit Resistenzen gegen bedeutende Pathogene und Herbizide aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe getestet, der bedarfsorientierte, integrierte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erforscht und Kontrollstrategien gegen neue Krankheitserreger und/oder Unkräuter entwickelt. Dabei sind die Versuchsfragen im Bereich Pflanzenschutz auf die zukünftigen Herausforderungen des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz der Bundesregierung abgestimmt, der u. a. die Minimierung des Risikos bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zum Ziel hat.
Der Wissenstransfer aus der Forschung in die landwirtschaftliche Produktion, die Koordination der Versuche unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Interessen und/oder Rahmenbedingungen sowie das Bereitstellen erarbeiteter Ergebnisse für alle Beteiligten in der Südzucker-Gruppe bilden die Grundlage für eine intensive Beratung unserer Rohstofflieferanten mit dem Ziel der umweltschonenden und nachhaltigen Effizienzsteigerung.
Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der Südzucker AG 2.446 (2.412) Mitarbeiter beschäftigt.
Bei der Betrachtung der Beschäftigung nach Regionen sind keine wesentlichen Veränderungen festzustellen. Nach wie vor ist ein knappes Viertel aller Mitarbeiter in Deutschland tätig; etwas mehr als die Hälfte der Belegschaft ist in anderen EU-Ländern beschäftigt. Knapp 9 % der Mitarbeiter arbeiten für Gesellschaften der Gruppe in osteuropäischen Ländern, knapp 15 % außerhalb Europas und damit in anderen Ländern weltweit.
In der gesamten Südzucker-Gruppe lag der Anteil von Frauen in der Belegschaft Ende 2015/16 bei 31 %, der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei 20 %.
In Deutschland setzt Südzucker das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst um. Für die Südzucker AG wurde beschlossen, dass der Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene - von derzeit 9,7 % bzw. 6,8 % - auf jeweils 10 bis 15 % bis 30. Juni 2017 angehoben werden soll.
Die Verantwortung der in der Matrix-Organisation verankerten Konzernfunktionen wird weiter gestärkt, der Ausbau der Internationalität und der von Diversity getragenen Personalentwicklung schreitet voran. Dies zeigt sich beispielsweise auch im Bereich des Zuckerverkaufs, wo diesem Trend schon bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften Rechnung getragen wird. Darüber hinaus wurden regionale Verkaufsaktivitäten stärker zentralisiert, um etwaige Schwankungen effizient ausgleichen zu können und die Vorbereitungen auf die mit dem Wegfall der Quoten einhergehenden Marktveränderungen fortzuschreiben.
Die Altersstruktur zeigt weiterhin ein relativ ausgeglichenes Bild. Durch die Heraufsetzung der gesetzlichen Altersgrenze und den partiellen Wegfall von Vorruhestandsprogrammen wird sich jedoch der Anteil an älteren Arbeitnehmern in den kommenden Jahren erhöhen. Das Unternehmen ist sich darüber bewusst, dass entsprechende Maßnahmen zur Gestaltung der notwendigen Rahmenbedingungen vorbereitet bzw. eingeführt werden müssen.
Die nach wie vor hohe durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im Konzern von rund 13 Jahren ist auch Beleg für die Attraktivität von Südzucker als Arbeitgeber. Die Fluktuation, die arbeitgeber- und arbeitnehmerseitige Kündigungen einschließt, lag im Geschäftsjahr bei unter einem Prozent. Die Anzahl der neu eingestellten Mitarbeiter bewegt sich auf vergleichbarem Niveau.
Zum wiederholten Male findet sich Südzucker auf den vorderen Plätzen von Rankings zur Arbeitgeberattraktivität in ihrer Branche. Neben angemessener Vergütung und modernen Sozialleistungen sowie den entsprechenden Rahmenbedingungen für die Arbeit liefert vor allem die Unternehmenskultur einen wichtigen Beitrag zur Schaffung eines guten Betriebsklimas, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen können.
Schwerpunktmäßig werden insbesondere in den Gesellschaften im Segment Zucker zurzeit die Kostenstrukturen überprüft. Dies führt auch zu etwaigen Umstrukturierungen mit Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Gerade in solchen Phasen ist es wichtig, gut ausgebildete, motivierte und flexible Mitarbeiter zu haben.
Unverändert werden Seminare, Trainings und Coachings angeboten, die sich vorwiegend dem Erwerb von sogenannten 'Soft Skills' widmen. Darüber hinaus gilt das Augenmerk aber auch den übergreifenden Maßnahmen, mit denen den Mitarbeitern der Blick in die Weite des Konzerns geöffnet wird und durch die sie auch entsprechende Netzwerke schaffen können, um so den immer globaler werdenden Anforderungen an die Arbeit besser Rechnung tragen zu können.
Die Ausbildung von Trainees im technischen, naturwissenschaftlichen und agrarwissenschaftlichen Umfeld ist weiterhin fester Bestandteil des Personalentwicklungsprogramms. Damit werden junge Mitarbeiter auf die Übernahme von Verantwortung im Konzern vorbereitet. Auf diesem Wege wird ein wesentlicher Grundstein für erfolgreiche Nachwuchsarbeit gelegt und eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber dem externen Arbeitsmarkt erreicht.
Die primäre Berufsausbildung wurde auf hohem Niveau fortgesetzt. Dies ist einerseits Beleg für die soziale Verantwortung des Unternehmens; andererseits werden damit die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um dem prognostizierten Fachkräftemangel begegnen zu können. Im vergangenen Jahr wurden alleine bei der Südzucker AG 225 Auszubildende in 10 Ausbildungsberufen gezählt. Die seit Jahren erreichte Ausbildungsquote von 10 % konnte damit noch leicht gesteigert werden.
Unverzichtbar für den nachhaltigen Erfolg der Südzucker-Gruppe ist der hohe Stellenwert, den die Maßnahmen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einnehmen. Diese basieren auf einem Arbeitsschutzmanagementsystem, das die Vorgehensweisen bei der Gefährdungsermittlung, der Unfalluntersuchung und der Unterweisung definiert sowie Verantwortlichkeiten festlegt. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung werden neben den physischen Aspekten auch die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz analysiert. Dazu wird eine von der Universität Heidelberg entwickelte Methode angewandt.
Besondere Bedeutung für die Arbeitssicherheit hat die Unterweisung der Mitarbeiter. Dabei geht es nicht nur um die gesetzlich vorgeschriebenen wiederkehrenden Schulungen, sondern vor allem darum, das Thema Arbeitsschutz ständig im Gespräch und damit im Bewusstsein zu halten. Dafür werden jeden Monat Unterlagen zu einem Schwerpunktthema herausgegeben sowie an den Standorten Aktionstage zum Arbeitsschutz durchgeführt. Auch die jährliche Auslobung eines Wanderpokals für Arbeitssicherheit sowie des Best-in-Safety-Awards stärken das Bewusstsein jedes einzelnen Mitarbeiters für die Bedeutung von Arbeitssicherheit.
Als Mitglied im Verein der Zuckerindustrie unterstützt Südzucker aktiv die zwischen diesem Arbeitgeberverband und der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie abgeschlossene Kooperationsvereinbarung zur "VISI-ON ZERO. Null Unfälle - Gesund Arbeiten!".
Die Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen bezogen auf eine Million geleistete Arbeitsstunden hat sich im Jahr 2015 auf 11,8 nach 13,7 im Vorjahr reduziert. Dabei erhöhte sich die Anzahl der durchschnittlichen Ausfalltage je Unfall von 13,3 im Vorjahr auf 17,1 im Berichtsjahr. Insgesamt ist die Anzahl von Unfallereignissen vergleichsweise niedrig, die unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten befinden sich auf einem sehr niedrigen Niveau.
Gesundheitsförderung ist ein wichtiges Thema in der Südzucker-Gruppe. Die Mitarbeiter können an verschiedenen Gesundheitskursen und Schulungsmaßnahmen teilnehmen. Die Krankheitsquote lag bei rund 4 %.
Arbeitgeber Grundlage für den Umgang von Südzucker mit Mitarbeitern ist der Südzucker-Verhaltenskodex, der u. a. ein Verbot von Diskriminierung, Belästigung, Kinder- und Zwangsarbeit enthält sowie Bekenntnisse beispielsweise zu Versammlungsfreiheit, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz beinhaltet. Dieser Kodex gilt als Bestandteil der Einkaufsbedingungen auch für unsere Lieferanten und Dienstleister.
Darüber hinaus unterstützt Südzucker mit einer Vielzahl von Angeboten die Mitarbeiter, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Dazu gehören unter anderem flexible Arbeitsmodelle - insbesondere Vereinbarungen zu Gleitzeit, Teilzeit- oder Telearbeit. Auch das Angebot von Ferienbetreuung für Kinder von Mitarbeitern an verschiedenen Standorten tragen dazu bei.
Die Fürsorge des Unternehmens spielt ebenfalls eine große Rolle. Dies drückt sich unter anderem in der betrieblichen Altersvorsorge aus, deren jüngste Reform neu bei der Südzucker AG eintretenden Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, zusätzlich durch Eigenleistungen im Wege der Entgeltumwandlung Versorgungsbeiträge aufzubauen, die dann vom Unternehmen bonifiziert werden.
Die Anzahl der in Deutschland bei Südzucker AG, CropEnergies AG und BENEO-Palatinit GmbH eingereichten Verbesserungsvorschläge liegt seit vielen Jahren konstant auf einem hohen Niveau. Dies wie auch die Qualität der Vorschläge zeigen die Motivation der Mitarbeiter, ihre Fachkenntnisse erfolgreich einzubringen und damit Prozesse effizienter zu gestalten sowie Kosten zu senken.
Dialog mit den Arbeitnehmervertretern - Europäischer Betriebsrat Der Europäische Betriebsrat tagte im Berichtsjahr in Mannheim. Es nahmen Vertreter aus den Ländern Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Polen und Ungarn teil. Wie immer gab es einen interessanten Dialog zu Themen mit länderübergreifendem Charakter.
Die Mitarbeiter sind das Fundament des Unternehmens. Der Vorstand ist sich dessen sehr bewusst und bringt den Mitarbeitern Dank und Wertschätzung für die gerade in schwierigen Zeiten nicht immer leicht zu bewältigende Arbeit entgegen. Der Vorstand ist stolz auf seine loyalen und motivierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und auch auf die besonders in Zeiten des Wandels wichtige Kommunikation mit den Belegschaftsvertretern. Der Dank gilt daher auch den Betriebsräten für die offene Diskussionsbereitschaft und die konstruktive Zusammenarbeit.
Im Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate-Governance-Bericht sind auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht:
www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Corporate-Governance-Bericht Erklaerung zur Unternehmensfuehrung.
Nachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 3 HGB.
Die Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die jeweils mit eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
Der Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus vier Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand in der Fassung vom 26. Januar 2016 geregelt.
Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung. Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG, Herr Johann Marihart, Limberg/Österreich, ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG. Der Finanzvorstand der Südzucker AG, Herr Thomas Kölbl, Speyer, ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG.
Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind Mitglieder oder Vorsitzende in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend - schriftlich und in den turnusmäßigen Sitzungen - über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 26. November 2009 in Kraft. Zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt.
Dem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung zwanzig Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Aktionären bzw. den Arbeitnehmern gewählt werden. Die derzeitigen Amtsperioden sind identisch: Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder läuft für die Zeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2017, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Der Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss - also ein Mitglied, das über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügt - ist Frau Veronika Haslinger, Wien/Österreich.
Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 25. November 2010 und Bestätigung seitens des neu konstituierten Aufsichtsrats am 20. November 2012 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen:
| ― | Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Unabhängige |
| ― | Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Personen, die besonders das Kriterium Internationalität verkörpern |
Die Zielfestlegung für eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat wurde - nach Inkrafttreten des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst am 1. Mai 2015 - aktualisiert. Diese Ziele werden im nachstehenden Corporate-Governance-Bericht erläutert.
Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden.
Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden.
Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten:
Im Jahr 2012 fand die turnusmäßige Wahl der Arbeitnehmervertreter durch die Belegschaft und der Aktionärsvertreter durch die Hauptversammlung statt; in den Hauptversammlungen 2014 und 2015 wurden Nachwahlen für ausgeschiedene Aktionärsvertreter durchgeführt. Seither gehören dem Aufsichtsrat mindestens zwei und damit eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an (nicht unabhängig i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann). Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der Internationalität. Dem Aufsichtsrat gehören vier Frauen an - jeweils zwei auf der Arbeitnehmerseite und der Aktionärsseite.
Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium sowie der Vermittlungsausschuss bestehen aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in der Fassung vom 26. November 2009, für den Prüfungsausschuss gilt darüber hinaus dessen Geschäftsordnung in der Fassung vom 21. Juli 2009. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.
Die Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.
Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben bzw. die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG per Internet zu beauftragen.
Die Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung, die für den 14. Juli 2016 vorgesehen ist, sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Hauptversammlung zur Verfügung gestellt.
Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Der Vorstand der Südzucker AG und das Management im Südzucker-Konzern nutzen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risiko- und Chancenbericht dargestellt.
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Der nachstehende Corporate-Governance-Bericht bezieht sich auf die Angaben gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 1 HGB. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG den gesetzlichen Vorschriften und den 2015 novellierten Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Rechnung.
Bei Südzucker ist eine wirkungsvolle Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet und ist bedeutende Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach Ansicht von Südzucker ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 5. Mai 201 5 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren -auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex wird mit den in der Entsprechenserklärung dargestellten Ausnahmen gefolgt.
In der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2015 von Vorstand und Aufsichtsrat wurden - in Ergänzung des Vorjahrestextes - noch folgende Abweichungen von Empfehlungen aufgenommen:
Der neuen Kodex-Empfehlung, wesentliche Geschäfte mit einem Vorstandsmitglied nahe stehenden Personen oder Unternehmungen nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorzunehmen, wird die Südzucker AG nach entsprechender Anpassung der Geschäftsordnung für den Vorstand künftig entsprechen. Bis zur Umsetzung dieser neuen Anforderung in der Geschäftsordnung für den Vorstand wird vorsorglich eine Abweichung erklärt.
Die entsprechende Ergänzung der Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 26. Januar 2016 erfolgt.
Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird nicht festgelegt. Dadurch werden Kontinuität und die Bewahrung langjähriger Expertise im Aufsichtsrat im Interesse der Gesellschaft ermöglicht.
Der vollständige Wortlaut der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2015 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der SüdzuckerInternetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Entsprechenserklaerung/).
Die am 1. Mai 2015 in Kraft getretene Änderung des Aktiengesetzes sieht für börsennotierte und mitbestimmte Gesellschaften eine fixe Geschlechter-Quote von 30 % im Aufsichtsrat und für börsennotierte Gesellschaften die Festlegung von Zielgrößen für Aufsichtsrat, Vorstand und die beiden Führungsebenen unter dem Vorstand vor.
Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung am 15. Juli 2015 die Beibehaltung des Frauenanteils im Vorstand von 0 % bis 30. Juni 2017 festgelegt.
Der Vorstand hat in der Sitzung am 21. September 2015 beschlossen, dass in der Südzucker AG der Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand bis 30. Juni 2017 - von derzeit 9,7 % bzw. 6,8 % - auf jeweils 10 bis 15 % angehoben werden soll.
Das Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, eine variable Vergütung, die auf der durchschnittlichen Dividende der vorangegangenen drei Geschäftsjahre basiert, eine betriebliche Altersversorgung, die im Wesentlichen nach einem festen Anteil an der jährlichen Fixvergütung bemessen ist, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird seit Inkrafttreten des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung) durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Der durch das VorstAG geänderte § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Der gesetzlich geforderten Mehrjährigkeit wird dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende von drei vorangegangenen Geschäftsjahren zugrunde gelegt wird.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG geregelt.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine Grundvergütung. Diese Grundvergütung besteht aus einer festen, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbaren Vergütung von 60.000,- € sowie einer variablen Vergütung von 500,- € für je angefangene 0,01 € ausgeschüttete Dividende auf die Stammaktie, die 0,50 € übersteigt. Bei der Berechnung der Vergütung werden steuerlich begründete Sonderdividenden nicht berücksichtigt. Der Vorsitzende erhält das Dreifache und dessen Stellvertreter sowie sonstige Mitglieder des Präsidiums erhalten das Anderthalbfache dieser Vergütung. Pro Ausschussmitgliedschaft erhöht sich die Grundvergütung um 2 5 %, für Ausschussvorsitzende um 50 %; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat und gilt nicht für die Mitgliedschaft im Präsidium und im Vermittlungsausschuss. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht.
Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand und Aufsichtsrat sind unter Ziffer (23) "Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder" im Anhang zum Jahresabschluss angegeben.
Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Die Selbstbehalte der Vorstands-und Aufsichtsratsmitglieder sind in der D&O-Versicherung entsprechend angepasst.
Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.
Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden der Südzucker AG durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte mitgeteilt.
Nachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zu den Compliance-Unternehmensgrundsätzen gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 2 HGB.
Compliance - also die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Dabei wird Compliance bei Südzucker nicht lediglich als Vorstandsaufgabe, sondern als Aufgabe des gesamten Managements aller Konzernfunktionen, Divisionen sowie Tochterunternehmen bzw. Beteiligungen der Südzucker-Gruppe gesehen und gelebt. Das Compliance-Management soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. Vor diesem Hintergrund wird es kontinuierlich fortentwickelt und regelmäßig auf die geltenden Anforderungen hin überprüft.
Im Rahmen des Compliance-Management-Systems wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System fußt auf den Prinzipien "Kennen" (informieren und schulen), "Einhalten" (kontrollieren und dokumentieren) sowie "Verbessern" (berichten und handeln). Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert; sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen.
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation weiter fortentwickelt. Zur weiteren Stärkung der Compliance-Kultur wurde auch in 2015/16 die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur kontinuierlich weiterentwickelt.
Schwerpunkte der - mit länder- und gesellschaftsspezifischen Anpassungen - konzernweit geltenden, nachstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht sowie die Korruptionsprävention. Zudem werden diese Grundsätze insbesondere über Richtlinien konkretisiert. Exemplarisch genannt werden sollen hier die Richtlinie zur Einhaltung des Kartellrechts in der Südzucker-Gruppe sowie die Richtlinie für den Umgang mit Geschenken und Einladungen im Verhältnis zu Geschäftspartnern der Südzucker-Gruppe. Ziel dieser Vorgaben ist es, Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren sowie sinnvolle und anschauliche Unterstützung zur Anwendung der gesetzlichen Vorschriften und Unternehmensrichtlinien zu geben. Praxisnah erläuterte Verhaltensempfehlungen und Schulungen geben zusätzliche Sicherheit in den Schwerpunktthemen.
Die Compliance-Maßnahmen wurden in der Südzucker-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2015/16 - unter anderem unter Berücksichtigung der aus dem Kartellverfahren gewonnenen Erkenntnisse - fortentwickelt. Es fanden weitere Schulungen der von den Schwerpunkt-Themenbereichen betroffenen Mitarbeiter aller wesentlichen Konzerngesellschaften statt. Vom Vorstand wurde bestimmt, dass alle Wettbewerberkontakte durch den zuständigen Vorgesetzten vorab zu genehmigen und stets zu dokumentieren sind.
Der Vorstand erstattet regelmäßig über Compliance-Themen Bericht an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Südzucker AG.
Südzucker will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze sind auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/Unternehmensgrundsaetze veröffentlicht.
Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern.
Südzucker bietet seinen Mitarbeitern die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung an, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Denn nur risikobewusste Beschäftigte können Risiken erkennen und diese auch erfolgreich vermeiden oder zumindest reduzieren.
Compliance Officer und Compliance-Beauftragte gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich dem Compliance Officer, den Compliance-Beauftragten oder dem Vorstand mitzuteilen.
Die folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts.
Zum 29. Februar 2016 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.
Jede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG).
Es besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, und der Zucker Invest GmbH (Zucker Invest), Wien/Österreich, einer Gesellschaft der Unternehmensgruppe der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung (Raiffeisen-Holding), Wien/Österreich. Daneben bestehen weitere Stimmbindungsverträge zwischen Unternehmen der Raiffeisen-Gruppe. Ferner besteht ein Vorkaufsrecht der SZVG hinsichtlich 18.797.796 von Zucker Invest gehaltener Südzucker-Aktien und ein Vorkaufsrecht der Zucker Invest hinsichtlich 246.368 von SZVG gehaltener Südzucker-Aktien.
Der Südzucker AG sind zwei unmittelbare Beteiligungen an ihrem Kapital bekannt, die 10 % überschreiten: Die SZVG ist mit rund 56 % am Grundkapital beteiligt, die Zucker Invest mit rund 10 %. Über die Zucker Invest sind die Raiffeisen-Holding und die mit ihr verbundenen Unternehmen mittelbar beteiligt. Die Beteiligungen werden den Gesellschaften wechselseitig zugerechnet, sodass nach dem Wertpapierhandelsgesetz jeweils Beteiligungen in Höhe von rund 66 % am gezeichneten Kapital bestehen.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen.
Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84, 85 AktG, 31 MitbestG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG in der aktuellen Fassung vom 18. Dezember 2015 bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen.
Für Satzungsänderungen gelten die §§ 179 ff. AktG. Der Aufsichtsrat ist nach § 22 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die lediglich die Fassung betreffen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Juli 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 20.000.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Der Vorstand kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats und nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausschließen, wobei die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 4 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2015 wurde bislang kein Gebrauch gemacht.
Die Hauptversammlung vom 16. Juli 2015 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 15. Juli 2020 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können unter anderem zum Zwecke der Einziehung zulasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. Juli 2015.
Die Südzucker AG hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600.000.000 € abgeschlossen. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen. Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen gemäß § 315 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8 HGB, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels.
Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Unterabschnitt "Vergütungsbericht" des Corporate-Governance-Berichts.
Im Wirtschaftsjahr 2015/16 (1. Oktober bis 30. September) erwartet das deutsche Analystenhaus F. O. Licht in seiner 2. Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Februar 2016 erstmals seit sechs Jahren wieder ein Defizit. Während der Verbrauch auch 2015/16 auf 181,7 (178,9) Mio. t weiter zunimmt, geht die Zuckererzeugung mit 176,9 (181,7) Mio. t erstmals seit 2012/13 unter 180 Mio. t zurück. Trotz der Erwartung eines Anstiegs der brasilianischen Zuckererzeugung wegen des in lokaler Währung attraktiven Weltmarktpreises ist die Weltzuckererzeugung insbesondere aufgrund der geringeren Ernten in der EU, aber auch in Indien und Thailand rückläufig. Unter Berücksichtigung sonstiger Mengenveränderungen kommt es nun zum ersten Mal seit sechs Jahren zu einem Abbau der Bestände auf 72,0 (78,4) Mio. t Zucker bzw. 39,6 (43,9) % eines Jahresverbrauchs.
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| Mio. t | 2015/16 | 2014/15 | 2013/14 | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anfangsbestand | 78,4 | 77,5 | 72,8 | 63,7 | 57,1 |
| Erzeugung | 176,9 | 181,7 | 181,3 | 184,1 | 174,6 |
| Verbrauch | -181,7 | -178,9 | -176,0 | -172,5 | -168,4 |
| Mengenberichtigungen | -1,6 | -1,9 | -0,6 | -2,5 | 0,4 |
| Endbestand | 72,0 | 78,4 | 77,5 | 72,8 | 63,7 |
| In % des Verbrauchs | 39,6 | 43,8 | 44,0 | 42,2 | 37,8 |
Quelle: F.O. Licht, 2. Schätzung der Weltzuckerbilanz 2015/16 vom 25. Februar 2016.
Auch im Verlauf des Geschäftsjahres 2015/16 unterlag die Weltmarktpreisentwicklung starken Schwankungen. Zu Beginn des Geschäftsjahres stieg der Weltmarktpreis für Weißzucker von 331 €/t zunächst kurzzeitig auf rund 350 €/t an, fiel dann aber aufgrund der drastischen Abwertung des brasilianischen Real - der Währung des weltgrößten Zuckerproduzenten und -exporteurs - gegenüber dem US-Dollar zeitweise sogar auf unter 300 €/t. Im weiteren Verlauf des Jahres gewann die Erwartung des Weltmarktdefizits in 201 5/16 an Bedeutung, sodass seit Ende September eine deutliche Erholung des Zuckerpreises auf nahezu 400 €/t einsetzte. Bei hoher Volatilität lag der Weltmarktpreis für Weißzucker zum Ende des Berichtszeitraums bei 374 €/t.
Im laufenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2015/16 (1. Oktober - 30. September) wurde nach der Rekordernte des Vorjahres aufgrund der eingeschränkten Vermarktungsmöglichkeiten von Nichtquotenzucker die Anbaufläche EU-weit erheblich reduziert. Gleichzeitig liegen die Erträge der Kampagne 2015 unter dem Rekordniveau des Vorjahres, in weiten Teilen Europas sogar unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Daher wird mit einem deutlichen Rückgang der Zuckerproduktion in der EU (inklusive Isoglukose) auf 15,6 (20,3) Mio. t gerechnet. Dies führt zu einem Rückgang der Bestände an Nichtquotenzucker. Die EU ist bei Quotenzucker Netto-Importeur. Für einen Anstieg der Präferenzimporte wäre ein Preisniveau in der EU notwendig, das die Vermarktung der Importe mindestens kostendeckend ermöglichen würde. Bei Verarbeitungsprodukten wie Schokolade oder Süßwaren, in denen Zucker ein wesentlicher Bestandteil ist, wird erwartet, dass der im Vorjahr nochmals gestiegene Exportsaldo von 0,8 Mio. t Zucker auf diesem Niveau bleibt. Zum Ende des ZWJ 2015/16 wird nochmals ein Rückgang der Quotenzuckerbestände erwartet.
Im abgelaufenen ZWJ 2014/15 wurde bei europaweiten Rekorderträgen die EU-Zuckerquote erfüllt und eine sehr hohe Nichtquotenzuckermenge erzeugt. Aufgrund der eingeschränkten Vermarktungsmöglichkeiten von Nichtquotenzucker wurde diese teilweise auf das ZWJ 2015/16 übertragen. Infolge drastisch gesunkener Zuckerpreise in der EU blieben die Präferenzimporte im zurückliegenden ZWJ unter dem Vorjahr. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Quotenzuckerbestände zum Ende des ZWJ 2014/15.
Für das ZWJ 2015/16 wurden - wie im Vorjahr -Exportlizenzen für Nichtquotenzucker in Höhe von 1,35 Mio. t freigegeben.
Laut EU-Preis-Reporting stabilisierten sich die Durchschnittspreise nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr. Von März bis September 2015 bewegten sie sich in einer Bandbreite von 414 bis 419 €/t loser Zucker (ab Werk) und stiegen seither moderat auf zuletzt 429 €/t im Januar 2016 an.
Die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen der sogenannten Doha-Runde, mit dem Ziel, die Handelsaussichten der Entwicklungsländer zu verbessern, konnten bislang nicht zum Abschluss gebracht werden.
Am 19. Dezember 2015 hat die WTO-Ministerkonferenz beschlossen, die Exportsubventionen für Agrargüter früher als ursprünglich vorgesehen abzuschaffen. Für Zuckerexporte aus der EU hat dies durch das Auslaufen der Quoten- und Mindestpreisregelung im Oktober 2017 keine unmittelbaren negativen Auswirkungen. In der EU produzierter Rübenzucker kann nach Oktober 2017 ohne Mengenbegrenzung auf dem Weltmarkt exportiert werden.
Neben den WTO-Gesprächen finden Verhandlungen mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund und Australien, über mögliche Freihandelsabkommen statt. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis -nicht als sensible Produkte eigestuft werden, könnten künftig erhebliche zusätzliche Zuckermengen zollbegünstigt in die EU importiert werden. Im vergangenen ZWJ 2014/15 wurde ein Freihandelsabkommen über die Möglichkeit der zollfreien Lieferung von 20.000 t Zucker zwischen der EU und Vietnam abgeschlossen.
Angestoßen durch die Empfehlung der World Health Organisation (WHO) bezüglich des Anteils von Zucker in der täglichen Ernährung wird der Druck auf die EU-Kommission ebenso wie auf die EU-Mitgliedstaaten immer größer, in Bezug auf Rezepturänderungen bei Produkten aktiv zu werden. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich darauf verständigt, dass bis 2020 - ausgehend vom Basisjahr 2015 - insgesamt 10 % weniger sogenannter zugesetzter Zucker im gesamten Lebensmittelangebot enthalten sein soll. Darunter werden alle Zuckerarten und nicht nur Haushaltszucker verstanden, ebenso Fruchtzubereitungen, die Lebensmitteln zum Süßen zugesetzt werden.
Die Aussaat begann im Jahr 2015 ähnlich früh wie in den Vorjahren bei mittleren bis guten Aussaatbedingungen. Sie zog sich jedoch über einen deutlich längeren Zeitraum als in den Vorjahren hin. Die Trockenheit, die bereits im Frühjahr vorherrschte, setzte sich auch im Sommer fort. Temperaturen von bis zu 40 °C waren keine Seltenheit. Hinzu kam die geringe Versorgung mit Niederschlägen, was die Zuckerrüben im gesamten Einzugsgebiet der Südzucker AG unter Trockenstress leiden ließ. Abhängig von der Bodengüte und regional sehr unterschiedlich verteilten Gewitterschauern präsentierten sich allerdings die Rüben sehr ungleich. Aufgrund der ausgeprägten Sommertrockenheit war der Befallsdruck mit Blattkrankheiten sehr gering.
Die Rodebedingungen waren Anfang Oktober aufgrund der meist ausgetrockneten Böden teilweise schwierig, mit zunehmendem Niederschlag stellten sich Mitte bis Ende Oktober gute Rodebedingungen ein. Die Rodung konnte in den meisten Regionen Mitte November abgeschlossen werden.
Sommertrockenheit und Hitze spiegeln sich in einem unterdurchschnittlichen Ertrag von 68,2 t/ha wider. In Offstein und Ochsenfurt lagen die Erträge mit 65 bzw. 56 t/ha deutlich unter dem 5-jährigen Mittel. In Warburg hingegen führten die höheren Niederschläge zu einem Ertrag, der dem 5-jährigen Mittel entspricht. Positiv beeinflusst hat die Witterung den Zuckergehalt. Gerade in den Regionen, die stark von der Trockenheit gekennzeichnet waren, lagen in diesem Jahr die Zuckergehalte mit 18,7% deutlich über dem mehrjährigen Durchschnitt.
Die Kampagne begann in allen Werken der Südzucker AG am 5. Oktober. Am längsten lief das Werk in Plattling (bis Ende Dezember). Die übrigen Werke haben ihre Kampagne Mitte/Ende Dezember beendet. Die durchschnittliche Kampagnelänge in der Südzucker AG betrug 75 Tage.
Das Geschäftsjahr 2015/16 war wie das Vorjahr operativ durch geringe Zuckerpreise geprägt. Das erzielte Ergebnis ist daher nicht zufriedenstellend.
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| (in Mio. €) | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.170,8 | 1.349,8 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | -100,1 | -42,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 87,3 | 109,2 |
| Materialaufwand | -804,3 | -990,2 |
| Personalaufwand | -196,1 | -179,3 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -51,5 | -48,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -215,2 | -220,1 |
| Betriebsergebnis HGB | -109,1 | -21,8 |
| Beteiligungsergebnis | 214,7 | 160,3 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,0 | 0,0 |
| Zinsergebnis | -36,0 | -39,6 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 69,6 | 98,9 |
Die Umsatzerlöse verringerten sich im Geschäftsjahr 2015/16 von 1.349,8 Mio. € um 179,0 Mio. € bzw. 13,3 % auf 1.170,8 Mio. €. Wesentliche Ursache hierfür war der Rückgang der Quotenzuckererlöse.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 87,3 (109,2) Mio. € sind 20,1 (31,4) Mio. € periodenfremde Erträge enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Ertrag aus der Rückerstattung von Produktionsabgaben aus Vorjahren sowie aus Buchgewinnen und der Auflösung von Rückstellungen.
Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 1,4 (1,4) Mio. € und Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens aus der bis 2015/16 abgegrenzten EU-Umstrukturierungsbeihilfe von 11,9 (20,4) Mio. € enthalten.
Der Rückgang der Materialaufwendungen um 185,9 Mio. € auf 804,3 (990,2) Mio. € resultierte aus den geringeren Rübenkosten, bedingt durch die geringere Erzeugung in der Kampagne 2015/16.
Der Personalaufwand erhöhte sich um 16,8 Mio. € auf 196,1 (179,3) Mio. €. Neben dem Anstieg der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter um 34 auf 2.446 (2.412) war dafür eine höhere Zuführung zu den Pensionsrückstellungen verantwortlich.
Die Abschreibungen lagen mit 51,5 (48,6) Mio. € über Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 4,9 Mio. € auf 215,2 (220,1) Mio. €.
Das Betriebsergebnis HGB verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 87,3 Mio. € auf -109,1 (-21,8) Mio. €.
Das Beteiligungsergebnis lag mit 214,7 (160,3) Mio. € deutlich über dem Vorjahr.
Das Zinsergebnis verbesserte sich um 3,6 Mio. € auf -36,0 (-39,6) Mio. €. im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte bei der kurzfristigen Working Capital Finanzierung das niedrige kurzfristige Zinsniveau durch Commercial Paper Emissionen genutzt werden. Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 21,1 (22,8) Mio. € enthalten.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfttätigkeit reduzierte sich um 29,3 Mio. € auf 69,6 (98,9) Mio. €.
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| (in Mio. €) | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 69,6 | 98,9 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1,3 | -13,7 |
| Sonstige Steuern | -0,8 | -0,7 |
| Jahresüberschuss | 67,5 | 84,5 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 0,1 | 0,4 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -6,3 | -33,8 |
| Bilanzgewinn | 61,3 | 51,1 |
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im laufenden Geschäftsjahr betragen 1,3 (13,7) Mio. €.
Die sonstigen Steuern blieben mit 0,8 (0,7) Mio. € nahezu unverändert.
Damit lag der Jahresüberschuss bei 67,5 (84,5) Mio. €.
Im Geschäftsjahr erfolgte eine Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 6,3 (im Vorjahr 33,8) Mio. €. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 0,1 (0,4) Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 61,3 (51,1) Mio. €.
Im Geschäftsjahr betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 129,5 (134,7) Mio. €. Investitionsschwerpunkte waren dabei Umwelt-, Ersatz-und Optimierungsmaßnahmen in den Zuckerfabriken sowie der Neubau der Stärkefabrik in Zeitz.
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| (in Mio. €) | 29.02.16 | 28.02.15 |
|---|---|---|
| Wertpapiere | -209,2 | -97,6 |
| Flüssige Mittel | -2,5 | -1,7 |
| Forderungen im Rahmen der Konzernfinanzierung | -496,6 | -606,7 |
| Anleihen / Schuldverschreibungen | 125,0 | 200,0 |
| Finanzverbindlichkeiten Kreditinstitute | 188,8 | 205,7 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung | 953,9 | 953,1 |
| Nettofinanzschulden | 559,4 | 652,8 |
Die Nettofinanzschulden reduzierten sich von 652.8 Mio. € im Vorjahr auf 559,4 Mio. € am 29. Februar 2016. Der operative Cashflow beträgt 273,9 (im Vorjahr 152,1). Mio. €. Investitionen in Finanzanlagevermögen fanden im Geschäftsjahr nicht statt. Die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2014/15 betrug 51,0 Mio. €.
Südzucker hat zum 29. Februar 2016 folgende Anleihen ausstehen:
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| Coupon | Volulumen (€) | ISIN | Börsenzulassung | |
|---|---|---|---|---|
| Hybridanleihe 2015 Perceptual NC 10 | 3-Monats-EURIBOR+310 BP= 2,968 % | 700 Mio. | XS0222524372 | Luxemburg (amtlicher Markt) |
| Anleihe 2011/2018 | 4,125 % | 400 Mio. | XS0606202454 | Luxemburg (amtlicher Markt) |
Die Finanzinstrumente werden in der Regel über die Konzernfinanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/ Niederlande, begeben und konzernweit verwendet.
Zur saisonalen Kampagnefinanzierung steht als Ergänzung ein Commercial Paper (CP-) Programm im Volumen von 600 Mio. € zur Verfügung. Dieses wurde zum 29. Februar 2016 mit 125 (200) Mio. € in Anspruch genommen.
Zusätzlich sind die saisonalen Liquiditätsanforderungen durch die bis 2020 vereinbarte syndizierte Kreditlinie im Volumen von 600 Mio. € gesichert.
Bezüglich der Erläuterungen zur Unternehmenssteuerung der Südzucker AG verweisen wir auf das gleichlautende Kapitel im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015/16.
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| (in Mio. €) | 29.02.16 | 28.02.15 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 7,7 | 13,7 |
| Sachanlagen | 478,8 | 396,3 |
| Finanzanlagen | 2.782,0 | 2.782,3 |
| Anlagevermögen | 3.268,5 | 3.192,3 |
| Vorräte | 389,1 | 522,5 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 694,5 | 852,2 |
| Wertpapiere | 209,2 | 97,6 |
| Flüssige Mittel | 2,5 | 1,7 |
| Umlaufvermögen | 1.295,3 | 1.474,0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1,3 | 1,8 |
| 4.565,1 | 4.668,1 |
Die Bilanzsumme der Südzucker AG verringerte sich zum 29. Februar 2016 auf 4.565,1 (4.668,1) Mio. €.
Das Anlagevermögen lag mit 3.268,5 (3.192,3) Mio. € um 76,2 Mio. € über dem Vorjahreswert.
Die Verringerung der Vorräte auf 389,1 (522,5) Mio. € ist auf die gegenüber dem Vorjahr geringere Erzeugung der Kampagne 2015/16 zurückzuführen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände blieben mit 694,5 (852,2) Mio. € um 157,7 Mio. € unter Vorjahr. Dies resultierte aus niedrigeren Vergaben von konzerninternen Darlehen an verbundene Unternehmen.
In den Wertpapieren von 209,2 (97,6) Mio. € sind unter anderem Aktien der AGRANA Beteiligungs-AG enthalten, die wieder dem Streubesitz zugeführt werden sollen. im Geschäftsjahr 2015/16 wurde eine Anleihe in Höhe von 125,0 Mio. € erworben.
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| (in Mio. €) | 29.02.16 | 28.02.15 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 2.145,4 | 2.128,9 |
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 34,0 | 35,4 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 478,1 | 461,2 |
| Übrige Rückstellungen | 323,3 | 311,8 |
| Verbindlichkeiten | 1.584,3 | 1.718,9 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,0 | 11,9 |
| 4.565,1 | 4.668,1 |
Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der gegenüber dem Jahresüberschuss betragsmäßig geringeren Ausschüttung für das Vorjahr auf 2.145,4 (2.128,9) Mio. €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich außerdem aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme auf 47,0 % (45,6 %). Das Anlagevermögen der Südzucker AG war wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag vollständig durch mittel- bzw. langfristiges Kapital finanziert; der Anlagedeckungsgrad betrug 111,1 % (112,1 %).
Die Pensionsrückstellungen wurden insbesondere wegen der Anpassung des Abzinsungssatzes auf 4,27 (4,48) % sowie der Berücksichtigung von Gehalts- und Rentenanpassungen um 16,9 Mio. € auf 478,1 (461,2) Mio. € erhöht.
Die übrigen Rückstellungen betreffen Steuern, Personalaufwendungen, Prozessrisiken und Rekultivierungsverpflichtungen.
Die Verbindlichkeiten sind von 1.718,9 Mio. € um 134,6 Mio. € auf 1.584,3 Mio. € gesunken. Dies korrespondiert mit niedrigeren Vergaben von konzerninternen Darlehen an verbundene Unternehmen und geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen der Kampagne 2015.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasste den abgegrenzten Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe und wurde 2015/16 vollständig erfolgswirksam aufgelöst.
Der im Vorjahresabschluss prognostizierte deutliche Umsatzrückgang ist aufgrund der Preisentwicklung bei Quotenzucker wie erwartet eingetreten.
Infolge der Umsatzentwicklung hat sich das Betriebsergebnis (HGB) wie erwartet deutlich reduziert. Wegen der Gesetzesänderung von § 253 Abs. 2 S. 1 HGB ist die Belastung aus der erwarteten Reduzierung des Abzinsungssatzes für Pensionsrückstellungen nicht eingetreten.
Das erwartete höhere Beteiligungsergebnis und ein infolge des im Jahresverlauf gesunkenen Zinses verbessertes Zinsergebnis haben sich bestätigt.
Die Prognose des mindestens auf Vorjahresniveau liegenden Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2015/16 konnte nicht erreicht werden.
Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die Südzucker AG zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Die Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Um Risiken aber auch Chancen zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet.
Südzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Unter Risiko bzw. Chance versteht Südzucker künftige Entwicklungen beziehungsweise Ereignisse, die das Erreichen operativer Planungen und strategischer Ziele negativ bzw. positiv beeinflussen können. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, werden versicherbare Risiken durch ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm abgedeckt.
Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der strategischen, operativen, rechtlichen und finanziellen Risiken.
Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt.
Der Vorstand hat die Verantwortung für das konzernweite Risikomanagementsystem sowie für die Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender und strategischer Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt, der die Angemessenheit der bestehenden Risikomanagementregelungen regelmäßig prüft und diese gegebenenfalls fortentwickelt. Daneben beobachtet der Risikomanagementausschuss fortlaufend wesentliche, auch geschäftsübergreifende Risiken und zeigt - falls erforderlich - Handlungsbedarf auf. Der Wirtschaftsprüfer beurteilt die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems.
Das Risikomanagementsystem der Geschäftsbereiche bzw. Divisionen sowie der Zentralabteilungen mit Konzernfunktion liegt in der Verantwortung von deren Leitern. Diese ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken aus dem operativen Geschäft sowie von finanziellen und rechtlichen Risiken. Die Veränderung von Marktpreisen kann wesentlichen positiven bzw. negativen Einfluss auf das operative Ergebnis haben. Daher wurden in den Geschäftsbereichen und Divisionen, in denen das operative Ergebnis wesentlich von volatilen Marktpreisen beeinflusst wird, Risikokomitees eingerichtet, die Entscheidungen über den Umgang mit diesen Risiken vorbereiten. Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken werden durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in einer Risikomanagementrichtlinie vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regelt. Die Sicherungsinstrumente werden vornehmlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Spekulationszwecken eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken hoher Bonität oder an Terminbörsen abgeschlossen.
Regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der operativen, finanziellen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Dabei stehen dem Vorstand und den zuständigen Geschäftsbereichen bzw. Divisionen auch monatliche Risikoberichte zur Verfügung, die Risiken und Sensitivitäten sowohl auf Geschäftsbereichs- bzw. Divisions- als auch auf Konzernebene beinhalten und auf das laufende und folgende Geschäftsjahr fokussieren. Dabei wird die Entwicklung der Risikoparameter - der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung folgend - mit der Planung bzw. dem aktuellen Forecast verglichen, während die Risikobewertung durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis erfolgt.
Unabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher stellen der Vorstand, die Geschäftsbereichs- bzw. Divisionsleitungen und die Konzernfunktionen eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicher. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Unter anderem durch regelmäßige Besprechungen der Ergebnisentwicklung und der Planungen zwischen Geschäftsbereichs-bzw. Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für identifizierte operative oder strategische Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen definiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichs- bzw. Divisionsverantwortlichen tragen die Konzernfunktionen den Ressortvorständen regelmäßig aktuelle Entwicklungen ihrer Verantwortungsbereiche vor.
Die interne Konzernrevision nimmt ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie den Konzerngesellschaften wahr. Sie ist dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet und bewertet im Rahmen unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse - auch mit dem Fokus, diese und die zugrundeliegenden Geschäftsprozesse zu verbessern.
Nachfolgend werden die für Südzucker wesentlichen Unternehmensrisiken beschrieben und entlang der Merkmale "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Finanzielle Auswirkung" bezogen auf die mittelfristige Ergebniserwartung klassifiziert. Die Wirkung getroffener Gegensteuerungsmaßnahmen wurde dabei berücksichtigt.
Die für die entsprechenden Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" verwendeten relativen bzw. absoluten Werte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung.
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle Auswirkung | |
|---|---|---|
| gering | <10% | < 5 Mio. € |
| mittel | 10-50% | 5-50 Mio. € |
| Hoch | >50% | >50 Mio. € |
Die Preisvolatilität von Rohstoffen, die Risiken von schwankenden Produktpreisen sowie Veränderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von untergeordneter Bedeutung.
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| Übersicht der Unternehmensrisiken | Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle Auswirkung |
|---|---|---|
| Strategische Risiken | ||
| Risiken aus Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen | mittel | hoch |
| Gesamtwirtschaftliche Risiken | mittel | mittel |
| Risiken durch strukturelle Veränderungen der Absatzmärkte | mittel | hoch |
| Operative Risiken | ||
| Risiken aus der Verfügbarkeit von Rohstoffen | gering | hoch |
| Risiken aus der Preisvolatilität von Rohstoffen | hoch | hoch |
| Risiken aus der Preisvolatilität von Produkten | hoch | hoch |
| Wechselkursrisiken | hoch | mittel |
| Produktqualitätsrisiken | gering | mittel |
| IT-Risiken | gering | mittel |
| Personalrisiken | gering | mittel |
| Bonitäts- und Ausfallrisiken | gering | gering |
| Weitere operative Risiken | gering | gering |
| Complianceriskien | ||
| Rechtliche Risiken | mittel | mittel |
| Kartellrechtsrisiken | mittel | hoch |
| Korruptionsrisiken | gering | mittel |
| Finanzrisiken | ||
| Zinsänderungsrisiken | mittel | mittel |
| Wechselkursrisiken | hoch | mittel |
| Liquiditätsrisiken | gering | hoch |
| Bonitäts- und Ausfallrisiken | gering | hoch |
| Risiko der Ratingherabstufung | mittel | mittel |
Wie in den jeweiligen Abschnitten des Lageberichts zu den Segmenten erläutert, unterliegt die Geschäftstätigkeit sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote zum 30. September 2017 wird zu weiteren Änderungen des europäischen Zuckermarkts führen. Bei Wegfall der Quotenregelung wird mit einer Ausweitung der Rübenzucker- und Isoglukoseerzeugung in der EU gerechnet. Dadurch wird die Wettbewerbsintensität auf den Absatzmärkten zunehmen. Die Höhe der Rübenpreise wird zukünftig die Verfügbarkeit des Rohstoffs Zuckerrübe maßgeblich beeinflussen. Gleichzeitig ergeben sich Wettbewerbsverzerrungen durch die Zahlung von an den Rübenanbau gekoppelten Prämien in einigen EU-Mitgliedstaaten.
Zusätzliche Risiken bestehen, falls im Rahmen neuer bilateraler Freihandelsabkommen zusätzliche zollfreie Einfuhrkontingente für Zucker eröffnet werden oder der EU-Außenschutz verringert wird. Auch bei Bioethanol können z. B. die Erhöhung oder Verminderung nationaler Beimischungsquoten nach 2020, die Einschränkung oder Förderung der Nutzbarkeit verschiedener Rohstoffe sowie die Regulierung der Nutzung von Anbauflächen zu zusätzlichen Chancen oder Risiken führen. Auch Änderungen in den Außenhandelsbeziehungen zu Drittstaaten, von in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssystemen für erzeugte erneuerbare Energien sowie von Zollsätzen können zu Chancen oder Risiken führen. Mögliche Änderungen internationaler und nationaler Handelsabkommen oder der Agrarmarktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und mit ihren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Südzucker-Gruppe im Rahmen des Risikomanagements bewertet.
Daneben unterliegen die Produkte der Südzucker-Gruppe dem Risiko von Nachfrageschwankungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder Änderungen im Verbraucherverhalten.
Insgesamt werden in der Südzucker-Gruppe jährlich rund 30 bis 35 Mio. t landwirtschaftlicher Rohstoffe von über 800.000 ha Anbaufläche verarbeitet. Dies sind neben Zuckerrüben auch Mais, Weizen, Gerste, Reis, Triticale, Zichorien und Kartoffeln. Hinzu kommen noch die im Fruchtsegment verarbeiteten Rohstoffe.
Südzucker ist als Verarbeiter dieser Rohstoffe -trotz regionaler Streuung - Beschaffungsrisiken ausgesetzt. Hier sind in erster Linie über das normale Maß hinausgehende Schwankungen der Ernteerträge durch Extremwetterereignisse (Klimawandel) sowie Pflanzenschädlinge und -krankheiten zu nennen. Risiken ergeben sich aus einer erhöhten Verdunstung sowie aus extremen Witterungsereignissen, wie beispielsweise langanhaltenden Trockenperioden und Überschwemmungen, Stürme und Hagel, die in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen können.
Zudem kann durch die geografische Verschiebung der Klimazonen bzw. Niederschläge die Produktion von landwirtschaftlichen Rohstoffen regional negativ beeinflusst werden. Diesem Risiko wird durch eine entsprechende Anbauplanung sowie durch gezielte Anbauberatung und Forschung bestmöglich Rechnung getragen.
Für den Zuckerrübenanbau in Europa ist der Klimawandel aber auch mit Chancen verbunden. Eine früher beginnende und verlängerte Vegetationszeit, weniger Frosttage sowie eine schnellere Bodenerwärmung führen tendenziell zu steigenden Erträgen.
Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Die Planung unserer Rübenanbauer ist darauf ausgerichtet, die ausgegebenen Lieferrechte für Quotenrüben und Ethanolrüben sicher zu erfüllen.
Neben den Beschaffungsrisiken unterliegen landwirtschaftliche Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht in allen Fällen unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Auf den Getreide- und Ölsaatenmärkten sind die Preisschwankungen insbesondere durch die weltweiten und regionalen Fundamentaldaten von Angebot, Nachfrage und Lagerbeständen beeinflusst. Wenn die Lagerbestände eine kritische Grenze im Verhältnis zum jährlichen Verbrauch unterschreiten und Intransparenz über bestimmte Angebots- und Nachfragefaktoren besteht, reagieren die Märkte sensibel mit Preisschwankungen. Dies war bei einzelnen Produkten in den letzten Jahren wiederholt zu beobachten und wird auch in den nächsten Jahren grundsätzlich möglich sein. Durch den zunehmenden weltweiten Rohstoffhandel entspricht dabei die Preisvolatilität der globalen Märkte zunehmend der auf den europäischen und inländischen Märkten.
Zudem können z. B. Maßnahmen wichtiger Exportländer wie Exportstopps die Volatilität kurzfristig verstärken.
Für Zuckerrüben werden in den jeweiligen Anbaugebieten Rübenlieferverträge jeweils für ein Anbaujahr abgeschlossen. Für die Zuckerwirtschaftsjahre 2015/16 und 2016/17 reflektieren diese für Quotenrüben die marktordnungsrechtlichen Vorgaben bezüglich Mindestpreisen und Beteiligung der Rübenanbauer an höheren Erlösen. Für Nichtquotenrüben werden die Rübenpreise teilweise aus den Zuckererlösen abgeleitet. Hinsichtlich der Rübenbezahlung ab 2017/18 befindet sich Südzucker in Gesprächen mit den Anbauern; eine Rübenpreisableitung aus den Zuckererlösen wird angestrebt.
An den Raffinationsstandorten Brcko/Bosnien und Buzäu/Rumänien wird Rohzucker aus externer Produktion zu Weißzucker verarbeitet.
Hier wird das Risiko schwankender Einkaufspreise für Rohzucker durch Warentermingeschäfte abgesichert.
Zur Herstellung von Bioethanol werden kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe benötigt. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Zur Risikoeinschätzung wird bei der Herstellung von Bioethanol eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten sowie von Erlösen für Lebens- und Futtermittel (Steuerung nach Nettorohstoffkosten) vorgenommen. Da Veränderungen beim Getreidepreis überwiegend mit einer gleich gerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, können Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensiert werden.
CropEnergies verfolgt die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Daneben erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Sicherungen im Einkauf von Rohstoffen mit dem Absatz von Lebens- und Futtermitteln sowie Ethanol. Dabei wird nach Marktlage über die Sicherungsquoten entschieden, wobei der Grundsatz beachtet wird, dass die Ethanolsicherung die Sicherung des Rohstoffeinsatzes nicht übersteigt. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können.
Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus allen unseren erfüllt diese Anforderungen unter der Voraussetzung, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist.
Die Rohstoffkosten sind auch in der Stärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. Auch hier ist die Strategie, den geplanten Bedarf in einem adäquaten Ausmaß durch physische Lieferkontrakte abzudecken. In eingeschränktem Umfang werden auch Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Es besteht das Risiko, dass höhere Rohstoffkosten nur zu einem Teil kurzfristig an Kunden weitergegeben werden können.
Das Beschaffungsrisiko im Segment Frucht wird durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie mögliche Pflanzenkrankheiten beeinflusst. Dadurch bedingte Ernteausfälle können sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch auf die Einstandspreise der Rohstoffe negativ auswirken. AGRANA ist es durch ihre weltweite Präsenz und Kenntnisse über Beschaffungsmärkte möglich, in der Division Fruchtzubereitungen regionale Engpässe in der Versorgung bzw. Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken. Es werden zusätzlich je nach Möglichkeit sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen. In der Division Fruchtsaftkonzentrate werden Rohstoff-, Produktions- und Vertriebsrisiken überregional gesteuert.
Die Südzucker-Gruppe wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträger situationsgerecht mit dem Ziel der Kostenoptimierung einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Für die in der Kampagne eingesetzten Energieträger erfolgen teilweise Mengen- und Preissicherungen in Form von langfristigen Lieferverträgen oder auch durch Derivate.
Die kostenlose Zuteilung von CO2-Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 deckt den erwarteten Verbrauch der Südzucker-Gruppe nicht. Für die Jahre 2013 bis 2019 erfüllt die Produktion von Zucker, Stärke, Inulin und Bioethanol nach den aktuellen EU-Vorschriften die Carbon-Leakage-Kriterien, wonach CO2-Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden. Die Erfüllung der Carbon-Leakage-Kriterien wird in einem künftig fünfjährigen Turnus überprüft; die nächste Überprüfung betrifft die Zuteilungsjahre 2020 bis 2024. Der Wegfall des Carbon-Leakage-Status ab 2020 der jeweiligen Industriesektoren, in denen Südzucker tätig ist, hätte eine deutliche Kürzung der jährlichen Zuteilung kostenloser CO2-Zertifikate zur Folge; ein Wegfall des Carbon-Leakage-Status wird derzeit nicht erwartet. Für die kommende 4. Handelsperiode der Jahre 2021 bis 2030 wird - auch beim Erhalt des Carbon-Leakage-Status - davon ausgegangen, dass die kostenlose Zuteilung weiter deutlich reduziert wird.
Die wichtigsten Absatzmärkte für Zucker, funktionelle Inhaltsstoffe für Lebens- und Futtermittel, Tiefkühlprodukte, Stärke, Bioethanol und Frucht zeichnen sich durch eine vergleichsweise stabile bzw. wachsende Nachfrage aus. Hinweise auf mögliche Änderungen des Konsumentenverhaltens werden frühzeitig erfasst. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und finden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Anpassungen der Unternehmensstrategie durch Neuausrichtung, Kosten-und Kapazitätsanpassungen. Südzucker ist bestrebt, die Abhängigkeit von Schwankungen der Absatzpreise zu reduzieren. Die Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft leistet hierbei einen Beitrag zur Stabilisierung der Ergebnismargen. Gleichwohl bestehen Risiken in Bezug auf Absatzmärkte und Produktpreise in allen Segmenten.
Im Segment Zucker bestehen Absatzpreisrisiken infolge von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, dem EU-Binnenmarkt sowie den Futtermitte lmärkten. In begrenztem Umfang stellt die EU im Zuckerwirtschaftsjahr 2015/16 Exportlizenzen zur Verfügung. Ab 2017 wird aufgrund der Freigabe des Exports nach dem Ende des Quotensystems im Zusammenhang mit einer steigenden Produktionsmenge mit einer Erhöhung der Exporte gerechnet. Dies wird die Risiken in Bezug auf Schwankungen des Weltmarktpreises erhöhen. Auch für den EU-Binnenmarkt zeichnet sich eine zunehmende und unmittelbare Abhängigkeit vom Weltmarkt ab. Für direkt vom Weltmarktpreis abhängige Mengen schließen wir je nach Marktlage Sicherungsgeschäfte in Form von Zucker-Futures an den Terminbörsen in London und New York ab. Dem Absatzrisiko und dem Preisrisiko bei Futtermitteln wird insbesondere durch eine kontinuierliche Verkaufsstrategie sowie eine langfristig orientierte Kundenbindung Rechnung getragen.
Ebenfalls unterliegen beispielsweise die Preise für Bioethanol in Europa verschiedenen Einflussfaktoren, wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in den USA, Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen, und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit und - soweit möglich - durch derivative Instrumente.
Die europäischen Bioethanolpreise werden derzeit von Preisberichterstattungsagenturen auf Basis sehr geringer Volumina ermittelt. Eine hohe Volatilität der Preise ist die Folge. Im Dezember 2015 einigte sich der Trilog der Europäischen Union auf die Umsetzung der Benchmark-Richtlinie. Diese schreibt einen transparenten Preisfindungsmechanismus für Preisreferenzen an nicht regulierten Märkten vor. Die Mitgliedsstaaten der EU haben für die Umsetzung der Richtlinie zwei Jahre Zeit. Es ist zu erwarten, dass die Umsetzung auch zu mehr Transparenz bei der Feststellung des Bioethanolpreises und somit zu weniger Volatilität und mehr Liquidität in der Preisnotierung führen wird.
Wechselkursrisiken entstehen im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse oder Material- bzw. Wareneinsatz abweichend von der lokalen Währung anfallen.
Im Segment Zucker unterliegen Zuckerexporte auf dem Weltmarkt US-Dollar-Wechselkursrisiken, die grundsätzlich vom Zeitpunkt des Abschlusses eines Zuckerfutures bis zum Zahlungseingang abgesichert werden. Die Rohzuckerraffination unterliegt Währungsrisiken durch den teilweisen Rohzuckereinkauf in US-Dollar.
Im Segment Spezialitäten resultieren Fremdwährungsrisiken in der Division BENEO aus den Umsatzerlösen in US-Dollar, deren zugrunde liegende Herstellungskosten überwiegend in Euro und chilenischem Peso anfallen. Für Umsatzerlöse der Freiberger-Gruppe in Großbritannien ergibt sich ein Währungsrisiko aus dem britischen Pfund.
Im Segment CropEnergies erfolgen sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte überwiegend in Euro. Lediglich beim Einkauf von Rohalkohol in US-Dollar und dem Verkauf von Industriealkohol in Euro ergeben sich Währungsrisiken. Diese werden unmittelbar nach dem Einkauf des Rohalkohols über Devisentermingeschäfte abgesichert.
Im Segment Frucht bestehen Währungsrisiken vorwiegend aus dem Absatz in Euro oder US-Dollar, während der Aufwand für Rohstoffe und Produktion in lokaler Währung entsteht. Sofern der Rohstoffeinkauf bzw. der Absatz in Fremdwährung erfolgen, wird das Währungsrisiko teilweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert.
Bedeutende Ereignisse im Zusammenhang mit ernsten Verstößen gegen Sicherheitsstandards, die für Nahrungsmittel oder sonstige Bereiche gelten, könnten sich nachteilig auf die Reputation von Südzucker und den Absatz unserer Produkte auswirken. Zudem gehört es zu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, Kunden jederzeit mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden.
Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung.
Die Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich von einer komplexen Informationstechnologie abhängig. Dadurch ergeben sich Risiken insbesondere in Bezug auf den Ausfall von IT-Systemen, deren Sicherheit und Qualität. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen sichergestellt. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht.
Die Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal und ist so dem Risiko ausgesetzt, offene Stellen nicht adäquat besetzen zu können. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, betonen wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber und zielen darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozial- und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breitgefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort-und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften.
Sollten Kunden in größerem Umfang nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Südzucker zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Südzucker tritt diesen Bonitäts- und Ausfallrisiken für den Forderungsbestand entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte für Preisrisiken abgeschlossen haben.
Aus weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft abzusehen. Südzucker begegnet auch den weiteren operativen Risiken durch ständige Überwachung sowie kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse.
Es sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG und ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskosten-Rückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode nehmen, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns.
Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen eingeleitet.
Es besteht das Risiko, dass Verhaltensweisen von Organen und Mitarbeitern als Verstoß gegen Wettbewerbsbestimmungen ausgelegt werden und Verfahren durch Wettbewerbsbehörden eingeleitet werden. Entsprechende Verfahren sind immer mit einem Reputationsverlust verbunden, können zum Erlass von hohen Bußgeldern führen und dann zusätzlich Ersatzansprüche von Dritten nach sich ziehen, auch wenn diese unbegründet sind.
Auch im Geschäftsjahr 2015/16 hat Südzucker die Maßnahmen der Kartellrechts-Compliance weiter intensiviert. Zur Vermeidung von Kartellverstößen werden Schulungen durchgeführt und turnusgemäß wiederholt. Die Maßnahmen werden - unter Berücksichtigung der aus dem im Jahr 2014 beendeten Kartellverfahren gegen mehrere Unternehmen der Zuckerindustrie in Deutschland gewonnenen Erkenntnisse - intensiv fortgeführt. Als gruppenweit geltenden Rahmen für die Verhinderung von Kartellrechtsverstößen ist seit 1. Dezember 2014 eine Richtlinie zur Einhaltung des Kartellrechts in der Südzucker-Gruppe (Wettbewerbs-Richtlinie) in Kraft. Ziel dieser Richtlinie ist es, Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen im Kartellrecht zu bewahren und praxisnahe Unterstützung bei der Anwendung der einschlägigen Vorschriften zu geben. Dies umfasst insbesondere die Verpflichtung aller Mitarbeiter zur Einhaltung des Kartellrechts.
Wie im Vorjahresbericht dargestellt, hatte das deutsche Bundeskartellamt der Südzucker AG, Nordzucker AG und Pfeifer und Langen GmbH & Co. KG wettbewerbsbeschränkende Gebiets-, Quoten- und Preisabsprachen zur Last gelegt. Südzucker akzeptierte den am 1 8. Februar 2014 erlassenen Bußgeldbescheid im Rahmen eines Settlements, um das seit fast fünf Jahren anhängige, auf Aussagen eines Kronzeugen basierende Verfahren zu beenden und dadurch Rechts-sowie Planungssicherheit zu erlangen. Das deutsche Kartellverfahren ist mit Zahlung der Geldbuße abgeschlossen.
Nach dem Abschluss des deutschen Kartellverfahrens machen Kunden erwartungsgemäß Schadensersatzansprüche wegen angeblicher kartellbedingter Preisaufschläge geltend. Diese Ansprüche werden von Südzucker und den beiden anderen mit einem Bußgeld belegten deutschen Zuckerherstellern grundsätzlich bestritten, zumal verschiedene Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass den Kunden in dem vom Bundeskartellamt zur Last gelegten Zeitraum keine Nachteile entstanden sind. Verschiedene Kunden haben die deutschen Zuckerhersteller -zumeist gesamtschuldnerisch - auf Schadensersatz oder Auskunft verklagt. Alle Gerichtsverfahren befinden sich noch in einem frühen Stadium; Urteile zur Sache sind bislang nicht ergangen.
Wie im Vorjahresbericht erläutert, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im September 2010 beim Kartellgericht Wien unter anderem gegen die AGRANA Zucker GmbH und die Südzucker AG die Feststellung eines Verstoßes gegen das Kartellgesetz. Es wird die Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen im Bezug auf Österreich vorgeworfen. Die Beklagten sehen den Bußgeld-Antrag vom Oktober 2011 durch die vom Kartellgericht bisher durchgeführte Beweisaufnahme - auch nach weiteren Zeugenvernehmungen im September 201 4 - nicht bestätigt. Das Kartellgericht Wien hat noch kein Urteil verkündet.
Korruptionsrisiken können darin bestehen, dass Organe oder Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe gegen Gesetze, interne Regelungen oder von Südzucker anerkannte regulatorische Standards verstoßen und in der Folge das betroffene Unternehmen der Südzucker-Gruppe Vermögens- und Imageschäden erleidet. Sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. Die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation wurden auch im Geschäftsjahr 2015/16 weiterentwickelt sowie zur Stärkung der Compliance-Kultur die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur fortlaufend verbessert. Um rechtskonformes und sozialethisches Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters zu gewährleisten, wurden Schulungsmaßnahmen weiter intensiviert sowie konkrete Handlungsempfehlungen zu ausgewählten Themenbereichen weiterentwickelt und den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.
Die Südzucker-Gruppe unterliegt aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu zählen Risiken aus Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, Liquiditätsrisiken sowie Bonitäts-und Ausfallrisiken. Marktpreisrisiken aus Zuckerexporten, Bioethanolabsatz, Energieeinkäufen sowie Rohstoffeinkäufen bewerten wir als operative Risiken, die im entsprechenden Abschnitt dieses Risikoberichts beschrieben sind.
Aus variabel verzinslichen oder kurzfristig fälligen Finanzverbindlichkeiten und -anlagen ist die Südzucker-Gruppe in begrenztem Umfang kurzfristigen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Der Umfang dieser Verbindlichkeiten bzw. Anlagen ist aufgrund des kampagnebezogenen Finanzbedarfs im Jahresverlauf stark schwankend. Langfristige Zinsänderungsrisiken sind aufgrund der geringen Verschuldung ebenfalls nur von untergeordneter Bedeutung.
Finanzwirtschaftliche Wechselkursrisiken resultieren überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. In Osteuropa finanziert die Südzucker-Gruppe ihre Tochterunternehmen mit konzerninternen Euro-Darlehen. Daneben bestehen US-Dollar-Finanzierungen in Chile und Mexiko.
In geringem Umfang haben auch Muttergesellschaften im Euroraum Finanzierungen an Tochtergesellschaften in deren abweichender Landeswährung gewährt.
Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Die Liquidität der Südzucker-Gruppe wird daher täglich überwacht. Soweit es ökonomisch sinnvoll ist, bestehen nationale oder länderübergreifende Cashpools. Daneben werden Liquiditätsüberschüsse auch gruppenintern angelegt. Über die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellt Südzucker ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduziert Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des Commercial-Paper-Programms sowie von Banken verbindlich zugesagter Kreditlinien kann Südzucker kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen und die während der Zuckerkampagne bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit erfüllen.
Bonitäts- und Ausfallrisiken im Finanzbereich bestehen in Bezug auf Finanzinstitute, mit denen Südzucker finanzielle Sicherungsgeschäfte abgeschlossen hat, bei denen Geldanlagen getätigt werden, Kreditlinien bestehen oder die Bürgschaften zugunsten von Südzucker stellen. Dieses Risiko hat sich aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch limitiert, dass Finanzgeschäfte nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht.
Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken.
Zu den wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung der Südzucker-Gruppe gehören neben den Risiken einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen insbesondere Risiken aus Schwankungen von Produkt- und Rohstoffpreisen. Im Segment Zucker hat der Einfluss des Weltmarktpreises auf das Preisniveau von Zucker in der EU zugenommen. Dieser wird sich in Zukunft noch verstärken; damit wird das Risiko aus Schwankungen des EU-Zuckerpreises zunehmen. Im Segment CropEnergies ist das Ergebnis vor allem vom Preisniveau der eingesetzten Rohstoffe - insbesondere Weizen - und von den Bioethanol-Erlösen abhängig. In Phasen rückläufiger Bioethanolpreise bei gleichbleibenden oder steigenden Getreidepreisen können Verluste entstehen, wenn Margen keinen ausreichenden Beitrag zur Fixkostendeckung liefern. Wenn die variablen Kosten nicht mehr gedeckt werden kann eine vorübergehende Stilllegung von Anlagen notwendig werden. Da sich die Märkte für Weizen und Bioethanol relativ unabhängig voneinander verhalten, ist die Prognose der Ergebnisentwicklung erschwert. Gleichwohl ist es nicht immer sinnvoll oder möglich, alle Preisrisiken im Voraus abzusichern, da damit auch die Chancen zukünftiger positiver Preisentwicklungen reduziert würden. Daneben begrenzt nicht ausreichende Liquidität bei Preissicherungsinstrumenten mit längeren Laufzeiten deren wirtschaftlich sinnvollen Einsatz.
Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aber nach wie vor nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.
Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen. Nachstehend werden die Chancen mit Blick auf die Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente bzw. Divisionen erläutert.
Südzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (funktionelle Inhaltsstoffe für Lebens- und Futtermittel, Tiefkühlprodukte, Portionsartikel und Stärke), CropEnergies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne.
Damit agiert die Südzucker-Gruppe inmitten der auch in Zukunft weltweit dynamisch wachsenden Märkte mit entsprechend höherer Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Lebens- und Futtermitteln sowie Energie. Südzucker ist in Europa in vorteilhaften Naturräumen mit guten Böden, hohen Erträgen und im globalen Vergleich stabilen Witterungsverhältnissen positioniert; dies ist im weltweiten Wettbewerb eine stabile und verlässliche Ausgangsbasis. Die wachsende Weltbevölkerung wie auch der Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln insbesondere in Ländern mit steigendem Lebensstandard sollten zu einer Erhöhung von Marktchancen der Produkte von Südzucker führen. Mit ihrer Infrastruktur zur Erzeugung und Vermarktung von Bioethanol in Europa ist die Gruppe hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Markt für Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu profitieren.
Südzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen in Europa eine gute Wettbewerbsposition in der EU und kann das Auslaufen der Quotenregelung zur Stärkung ihrer Produktions- und Marktposition nutzen; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in den europäischen Kernmärkten und der Nähe zu den Industriekunden. Im europäischen Süßungsmittelmarkt können sich ab 2017 zusätzliche Absatzmöglichkeiten im Bereich Isoglukose ergeben.
Weitere Chancen können sich aus dem Zuckerexport außerhalb der EU, der ab 2017 nicht mehr durch Exportrestriktionen begrenzt sein wird, ergeben. Mit dem Wegfall der Quotenregelung ergibt sich die Möglichkeit der Erhöhung der Kapazitätsauslastung durch längere Kampagnen. Beim weltweiten Zuckerverbrauch wird mit einer Steigerung um 2 bis 3 % pro Jahr von derzeit 182 Mio. t auf rund 200 Mio. t für das Jahr 2020 gerechnet. Diese Aussichten stützen den Zuckerweltmarktpreis. Allerdings haben kurzfristig auch weitere Faktoren, insbesondere die Witterungsbedingungen in den Hauptanbaugebieten von Zuckerrohr und -rüben sowie Wechselkursentwicklungen oder die Positionen von Finanzinvestoren, einen wesentlichen Einfluss. Dies gilt insbesondere für den brasilianischen Real und die Ethanolpolitik der brasilianischen Regierung, die sich auf den Zuckerweltmarktpreis auswirken können. Darüber hinaus ergeben sich für Südzucker über die Beteiligung an ED&F Man zusätzliche Potenziale, an einem Marktwachstum zu partizipieren.
Durch den Ausbau des Segments Spezialitäten besitzt Südzucker eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten.
Ein wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten ist die Division BENEO, die vom langfristigen Trend zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. BENEO ist mit ihren Produktlinien funktionelle Kohlenhydrate - Isomalt, Palatinose™ - sowie den Ballaststoffen Inulin und Oligofruktose ein weltweit führender Anbieter von funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel, Getränke und Tierfutter. Eine klare Differenzierung im Markt bietet das besondere Produktspektrum der aus Reis hergestellten Zutaten, insbesondere aufgrund seiner hyperallergenen Eigenschaften. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen weiter vorangetrieben.
Die Freiberger-Gruppe nutzt ihre europaweit führende Position als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Neben den Vertriebsaktivitäten auf dem europäischen Markt wurden diese u. a. auf den nordamerikanischen Markt ausgeweitet.
Der europäische Marktführer gestaltet, produziert und vertreibt Portionsartikel. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig den Food-Bereich, aber auch einige Non-Food-Artikel. Dabei liegen die Hauptmärkte insbesondere im Food-Service-Bereich wie Hotels, Gastronomie und Catering. PortionPack kann seine Position im europäischen Markt durch internes und externes Wachstum, flexible Reaktion auf Kundenanforderungen sowie kontinuierliche Produktinnovationen festigen.
Die Division Stärke legt den Schwerpunkt auf Spezialitätenprodukte, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen. Innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung, laufende Produktentwicklungen sowie ständige Kostenoptimierungen stehen dabei im Fokus. Beispiele sind die führende Position bei Bio-Stärken und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie oder im technischen Sektor die Führungsrolle bei Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma-und Baustoffindustrie.
Die weitere Unternehmensentwicklung und deren Profitabilität werden maßgeblich von der Erlösentwicklung bei Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln sowie den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt.
Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg von Bioethanol oder den gleichzeitig erzeugten Lebens-und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion.
Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. Hierfür wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die die verstärkte Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor fördern. Aus dem daraus resultierenden Marktwachstum können sich Chancen ergeben. Sollte die Einführung von E10 europaweit an Fahrt gewinnen, kann sich das Absatzvolumen für Bioethanol erheblich ausweiten. Daraus ergäben sich für CropEnergies weitere Wachstumschancen.
Mit der Errichtung und Inbetriebnahme der Produktionsanlage für Neutralalkolhol in Zeitz bietet sich für CropEnergies die Chance, margenträchtige Anwendungen für Bioethanol zu erschließen.
Weitere Chancen für CropEnergies könnten aus einer Konsolidierung der Anbieterstruktur auf dem europäischen Bioethanolmarkt entstehen, da CropEnergies aufgrund von Größe, Standorten und technologischer Führerschaft Vorteile gegenüber Wettbewerbern genießt.
Das AGRANA-Fruchtsegment ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie sowie größter Produzent von Fruchtsaftkonzentraten aus Äpfeln, roten Früchten und Beeren auf dem europäischen Markt. Wachstumschancen ergeben sich in Ländern mit steigenden Einkommen, wie z. B. Russland, China und Brasilien. Auch der US-Markt, der nordafrikanische Raum und der Mittlere Osten werden intensiver bearbeitet.
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der Südzucker AG hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen und damit zu jeder Zeit ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, das den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Das System ist in den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wesentliche Bestandteile sind Grundsätze, Verfahren sowie Kontrollen, wie beispielsweise konzerneinheitliche Kontierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsvorgaben sowie Prozesse zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Finanzberichterstattung.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) stellen die konzernweit einheitliche Bilanzierung und Bewertung sämtlicher Geschäftsvorfälle der in den Südzucker-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sicher. Die interne IFRS-Reporting-Richtlinie regelt die Südzucker-relevante Anwendung der IFRS und konkretisiert Bilanzierungssachverhalte. Der Inhalt der IFRS-Reporting-Richtlinie wird zentral vorgegeben und regelmäßig aktualisiert.
Der Konzernrechnungslegungsprozess beginnt in den Einzelgesellschaften des Konzerns. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten die Abschlüsse erstellt, kontrolliert und mit der Einspielung in das Konsolidierungssystem an die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG übermittelt. Für alle im Konzernrechnungslegungsprozess eingesetzten IT-Systeme bestehen klar strukturierte Berechtigungskonzepte.
Die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools.
Bei der Bewertung von Rückstellungen, im Wesentlichen Personalrückstellungen, werden im Rahmen des Jahresabschlussprozesses regelmäßig externe Gutachter eingesetzt.
Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip sowie der Einhaltung der Richtlinien für wesentliche Geschäftsprozesse.
Automatisierte Validierungsregeln und Plausibilitätsprüfungen insbesondere im IT-Konsolidierungssystem stellen die Vollständigkeit und Richtigkeit von Eingabedaten der Einzelgesellschaften sicher.
Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände nie vollständig ausgeschlossen werden.
Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen weiterhin beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen diese Kontrollaktivitäten die Analyse und gegebenenfalls Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. der hierzu geführten Abschlussbesprechungen.
Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst.
Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Compliance, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die interne Revision prüft das interne Kontrollsystem, die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und konzerninternen Richtlinien sowie das Risikomanagementsystem. Sie entwickelt bei Bedarf entsprechende Empfehlungen und Prozessänderungen und trägt damit zu einer stetigen Verbesserung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei.
Der Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können. Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Abschlussprüfung bestätigt, dass das Risikofrüherkennungssystem von Südzucker geeignet ist, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hatte keine Feststellungen zu wesentlichen Schwächen im rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem.
Für das Geschäftsjahr 2016/17 erwarten wir Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres. Die im letzten Geschäftsjahr neu erbaute Weizenstärkefabrik in Zeitz wird ab dem 2. Halbjahr zum Umsatz beitragen. Darüber hinaus werden durch die Änderungen des BilRUG bislang als sonstige betriebliche Erträge qualifizierte Vorgänge nun als Umsatzerlöse gezeigt. Dagegen werden Umsatzbeiträge aus der beendeten Vertriebskooperation mit dem Mauritius Sugar Syndicate (MSS) entfallen.
Im Zuckermarkt zeichnet sich ein Preisanstieg ab, der im Geschäftsjahr 2016/17 zu moderat steigenden Durchschnittserlösen führen sollte. Auch durch die weiteren Maßnahmen zur Kostensenkung ist mit einem deutlich besseren, aber noch nicht positiven Betriebsergebnis zu rechnen.
Dazu tragen auch die operativen Anlaufverluste der Weizenstärkeanlage sowie Belastungen aus einem sinkenden Rechnungszins für die Pensionsrückstellungen bei.
Während die Verbesserung des Zinsergebnisses, das auf einer geringeren Netto-Finanzverschuldung beruht, sich weiter fortsetzen wird, kann das hohe Beteiligungsergebnis des letzten Jahres nicht mehr erreicht werden.
Der Jahresüberschuss wird mindestens auf Vorjahresniveau erwartet.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 14. Juli 2016 eine Dividende von 0,30 (0,25) € je Stückaktie vor. Bei einem dividendenberechtigten Kapital von 204,2 (204,2) Mio. € beträgt die Ausschüttungssumme 61,3 (51,0) Mio. €. Die Dividende soll am 15. Juli 2016 ausgezahlt werden.
Laut Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung:
"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu der SZVG, dem Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V., Ochsenfurt, dessen Landesverbänden und den Rüben-anbauern aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen worden sind, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die Maßnahmen getroffen worden sind, nicht beteiligt worden. Berichtspflichtige Maßnahmen unserer Gesellschaft im Sinne des § 312 AktG wurden im Berichtsjahr weder getroffen noch unterlassen."
AKTIVA
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| (Tsd. €) | Anhang | 29. Februar 2016 | 28. Februar 2015 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 7.675 | 13.671 | |
| Sachanlagen | 478.844 | 396.253 | |
| Finanzanlagen | 2.781.980 | 2.782.253 | |
| Anlagevermögen | 1 | 3.268.499 | 3.192.177 |
| Vorräte | 2 | 389.101 | 522.522 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3 | 694.468 | 852.188 |
| Wertpapiere | 4 | 209.200 | 97.613 |
| Flüssige Mittel | 2.452 | 1.727 | |
| Umlaufvermögen | 1.295.221 | 1.474.050 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5 | 1.364 | 1.914 |
| 4.565.084 | 4.668.141 | ||
| PASSIVA | |||
| (Tsd. €) | Anhang | 29. Februar 2016 | 28. Februar 2015 |
| Gezeichnetes Kapital | 204.183 | 204.183 | |
| Kapitalrücklage | 1.620.579 | 1.620.579 | |
| Gewinnrücklagen | 259.278 | 252.978 | |
| Bilanzgewinn | 61.327 | 51.146 | |
| Eigenkapital | 6 | 2.145.367 | 2.128.886 |
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 7 | 34.027 | 35.362 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 8 | 478.059 | 461.216 |
| Übrige Rückstellungen | 9 | 323.329 | 311.796 |
| Rückstellungen | 801.388 | 773.011 | |
| Verbindlichkeiten | 10 | 1.584.302 | 1.718.992 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 11 | 0 | 11.890 |
| 4.565.084 | 4.668.141 |
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| Anhang | 1. März 2015- 29. Februar 2016 | 1. März 2014- 28. Februar 2015 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 13 | 1.170.847 | 1.349.783 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | 14 | -100.114 | -42.605 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 15 | 87.286 | 109.189 |
| Materialaufwand | 16 | -804.254 | -990.249 |
| Personalaufwand | 17 | -196.064 | -179.252 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -51.458 | -48.623 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 18 | -215.203 | -220.077 |
| Beteiligungsergebnis | 19 | 214.692 | 160.314 |
| Zinsergebnis | 20 | -36.118 | -39.602 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 69.614 | 98.878 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 21 | -1.339 | -13.664 |
| Sonstige Steuern | -748 | -743 | |
| Jahresüberschuss | 67.527 | 84.471 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 100 | 475 | |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -6.300 | -33.800 | |
| Bilanzgewinn | 61.327 | 51.146 |
Der Jahresabschluss der Südzucker AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) bzw. Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden im Anhang regelmäßig in Klammern dargestellt.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.
Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Kursgewinne bzw. Kursverluste aufgrund abweichender Devisenkassamittelkurse zwischen dem Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Werteverzehr des Anlagevermögens, dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.
Die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der degressiven oder linearen Methode.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode abgeschrieben.
Für ab dem 1. Januar 2001 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 20 % verrechnet. Für ab dem 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal 30 % verrechnet.
Für nach dem 31. Dezember 2008 angeschaffte Gegenstände des Anlagevermögens wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 25 % verrechnet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt zu dem Zeitpunkt, in dem der auf die Restnutzungsdauer in gleichen Jahresbeträgen verteilte Restbuchwert zu höheren Abschreibungsquoten führt.
Für ab dem 1. März 2010 angeschaffte bzw. hergestellte Gegenstände des Anlagevermögens kam ausschließlich die lineare Methode zum Ansatz. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB wird ausgeübt.
Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Jahr des Zugangs sofort im Aufwand erfasst, sofern ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € nicht übersteigen. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € aber nicht 1.000 € übersteigen, wurden Sammelposten gebildet. Sammelposten werden einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben.
Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
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| immaterielle Vermögensgegenstände | 2 bis 9 Jahre |
| Gebäude | 10 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet.
Die Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Geschäftsjahresende.
Niedrigeren beizulegenden Werten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß den Grundsätzen der Einzel- bzw. Festbewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Darüber hinaus wird bei eingeschränkter Verwertbarkeit jeweils ein angemessener Bewertungsabschlag vorgenommen.
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt gemäß §§ 2 53 bis 256 HGB zu Herstellungskosten bzw. zu den vom Verkaufspreis abgeleiteten erzielbaren Reinerlösen unter Beachtung des Prinzips einer verlustfreien Bewertung. Dabei wird die FIFO-Methode bei der Bewertung der fertigen Erzeugnisse angewandt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.
Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für Zucker werden der Werteverzehr des Anlagevermögens, die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.
Die Bilanzierung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Geschäftsjahresende.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bzw. gegebenenfalls abgezinst bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden in Höhe des geschätzten Ausfallrisikos einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Unentgeltlich zugeteilte CO2-Emissionszertifikate werden mit einem Anschaffungswert von Null, entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert. Sofern die CO2-Emissionen die zugeteilten Zertifikate überschreiten, werden Rückstellungen in Höhe der Anschaffungskosten der Zertifikate gebildet.
Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bewertet.
Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.
Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Der rechnerische Wert von erworbenen eigenen Anteilen wird in der Vorspalte offen von dem Posten gezeichnetes Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den
Anschaffungskosten eigener Aktien wird mit den frei verfügbaren Gewinnrücklagen verrechnet. Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand des Geschäftsjahres ausgewiesen.
Bis zum 28. Februar 2010 wurden Sonderposten mit Rücklageanteil für Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Abschreibungen und Sonderabschreibungen sowie den linearen oder degressiven Normalabschreibungen gebildet.
Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde ausgeübt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei wurde von einer künftigen Gehaltssteigerung von 2,50 (2,50) %, von einem Beitragsbemessungsgrenze-Trend von 2,50 (2,50) %, einer künftigen Rentensteigerungsrate von 1,50 (1,50) % und einer durchschnittlichen Fluktuation von 1,0 (1,0) % ausgegangen. Bei der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 29. Februar 2016 wurde ein Rechnungszins von 4,27 (4,48) % zugrunde gelegt.
Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn (im Vorjahr sieben) Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes und Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Für rückgedeckte Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit vorhandenen Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) verrechnet, das mit dem Zeitwert bilanziert wurde. Bei dem Zeitwert des Deckungsvermögens handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert der Rückdeckungsversicherung, der den historischen Anschaffungskosten entspricht.
Bei der Bemessung der Rückstellung für die Altersteilzeitverpflichtungen werden die Aufstockungsbeträge entsprechend der Regelungen des gültigen IDW RS HFA 3 als Zahlungen mit Entlohnungscharakter behandelt. Der Abzinsungssatz für Rückstellungen für Altersteilzeitguthaben beträgt 2,43 (3,21) % sowie für Jubiläumsansprüche 3,77 (4,48) %. Der Gehaltstrend entspricht dem der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.
Übrige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ferner werden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen gebildet, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden. Die Bemessung der übrigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.
Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite vor dem Bilanzstichtag erzielte Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden auch steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge berücksichtigt.
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Südzucker AG von derzeit 29,1 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz beinhaltet Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Sofern die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern überwiegen, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine aktiven latenten Steuern zu bilanzieren. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.
Das Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten wird nicht in Anspruch genommen.
Forschungskosten werden als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Bilanzierung von Bewertungseinheiten beruht auf dem Prinzip, dass vergleichbare Risiken aus einem Grundgeschäft durch gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme eines Sicherungsgeschäfts wirtschaftlich neutralisiert werden. Deshalb sind nicht realisierte Gewinne und Verluste in dem Umfang und für den Zeitraum unberücksichtigt, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft ausgleichen.
Sicherungsinstrumente werden als eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft betrachtet, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Für die Angabe der Marktwerte wird der Betrag herangezogen, welcher der Südzucker AG bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts zum Bilanzstichtag zu- bzw. abfließen würde. Da die Sicherungsgeschäfte marktübliche, handelbare Finanzinstrumente umfassen, wird der Marktwert aus Marktnotierungen ohne Verrechnung mit etwaigen gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften abgeleitet.
Soweit sich aus der Verrechnung der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Verlustüberhang ergibt, ist dieser aufwandswirksam in eine Rückstellung für Bewertungseinheiten einzustellen. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
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| (Tsd. €) | Immaterielle Vermögensgegenstände |
|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| Stand am 1. März 2015 | 109.993 |
| Zugänge | 2.448 |
| Abgänge | -1.028 |
| Umbuchung | 0 |
| Stand am 29. Februar 2016 | 111.413 |
| Kumulierte Abschreibungen | |
| Stand am 1. März 2015 | 96.322 |
| Abschreibung des Jahres | 8.438 |
| Abgänge | -1.022 |
| Stand am 29. Februar 2016 | 103.738 |
| Buchwerte | |
| 28. Februar 2015 | 13.671 |
| 29. Februar 2016 | 7.675 |
Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte.
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| Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anzahlungen und Anlagen im Bau | Sachanlagen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand am 1. März 2015 | 397.701 | 1.179.934 | 117.625 | 53.227 | 1.748.487 |
| Zugänge | 25.446 | 37.281 | 10.053 | 54.250 | 127.030 |
| Abgänge | -2.586 | -6.265 | -6.606 | 0 | -15.457 |
| Umbuchung | 13.878 | 7.630 | 3.133 | -24.641 | 0 |
| Stand am 29. Februar 2016 | 434.439 | 1.218.580 | 124.205 | 82.836 | 1.860.060 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand am 1. März 2015 | 230.361 | 1.033.717 | 88.156 | 0 | 1.352.234 |
| Abschreibung des Jahres | 8.734 | 24.980 | 9.306 | 0 | 43.020 |
| Abgänge | -2.161 | -5.781 | -6.096 | 0 | -14.038 |
| Stand am 29. Februar 2016 | 236.934 | 1.052.916 | 91.366 | 0 | 1.381.216 |
| Buchwerte | |||||
| 28. Februar 2015 | 167.340 | 146.217 | 29.469 | 53.227 | 396.253 |
| 29. Februar 2016 | 197.505 | 165.664 | 32.839 | 82.836 | 478.844 |
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| Anteile an verbundenen Unternehmen | Beteiligungen | Sonstige Ausleihungen | Finanzanlagen | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand am 1. März 2015 | 3.567.200 | 208 | 812 | 3.568.220 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | -128 | -145 | -273 |
| Stand am 29. Februar 2016 | 3.567.200 | 80 | 667 | 3.567.947 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand am 1. März 2015 | 785.967 | 0 | 0 | 785.967 |
| Stand am 29. Februar 2016 | 785.967 | 0 | 0 | 785.967 |
| Buchwerte | ||||
| 28. Februar 2015 | 2.781.233 | 208 | 812 | 2.782.253 |
| 29. Februar 2016 | 2.781.233 | 80 | 667 | 2.781.980 |
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| (Tsd. €) | 29. Februar 2016 | 28. Februar 2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 43.887 | 59.393 |
| Unfertige Erzeugnisse | 94.398 | 125.982 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 250.816 | 337.147 |
| 389.101 | 522.522 |
Der Rückgang der fertigen Erzeugnisse zum 29. Februar 2016 ist insbesondere auf niedrigere Zuckerbestände als im Vorjahr zurückzuführen. Teilweise waren fertige Erzeugnisse auf erwartete niedrigere Verkaufserlöse abzuwerten.
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| (Tsd. €) | 29. Februar 2016 | 28. Februar 2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 65.327 | 86.745 |
| davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr | 1.055 | 2.923 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 565.142 | 709.627 |
| davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr | 160.405 | 160.405 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 164 | 112 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 63.835 | 55.704 |
| 694.468 | 852.188 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 65.327 (86.745) Tsd. € sind mit 10.521 (10.572) Tsd. € einzelwertberichtigt.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Finanzforderungen aus Konzern-Darlehen in Höhe von 212.005 (331.405) Tsd. €, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 78.700 (40.629) Tsd. € sowie sonstige Forderungen in Höhe von 274.437 (337.593) Tsd. €, die die kurzfristige Konzernfinanzierung (Cash-Pooling) der Tochtergesellschaften betreffen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 63.835 (55.704) Tsd. € enthielten zum Stichtag 16.792 (16.792) Tsd. € Forderungen aus einem einmaligen Steuerertrag aus dem Abschluss eines langjährigen Finanzgerichtsverfahrens zu Besteuerungsfragen nach dem Außensteuergesetz sowie Forderungen auf Rückerstattung von Produktionsabgaben aus Vorjahren in Höhe von 23.028 (9.080) Tsd. €. Weiterhin sind hier Umsatzsteuerforderungen sowie Energiesteuer-Erstattungsansprüche erfasst.
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| (Tsd. €) | 29. Februar 2016 | 28. Februar 2015 |
|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 56.700 | 56.700 |
| Sonstige Wertpapiere | 1 52.500 | 40.913 |
| 209.200 | 97.613 |
In den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind Aktien der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, ausgewiesen, die in absehbarer Zeit wieder dem Streubesitz zugeführt werden sollen. Ziel ist es, die Liquidität der AGRANA-Aktie an der Wiener Börse zu erhöhen. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde eine Anleihe in Höhe von 125.000 T€ erworben.
Der Posten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Zinsaufwendungen.
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| 1. März 2015 | Dividende für 2014/15 | Jahresüberschuss | 29. Februar 2016 | |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 204.183 | 204.183 | ||
| Kapitalrücklage | 1.620.579 | 1.620.579 | ||
| Gewinnrücklagen | 252.978 | 6.300 | 259.278 | |
| Bilanzgewinn | 51.146 | 51.046 | 61.227 | 61.327 |
| 2.128.886 | 51.046 | 67.527 | 2.145.367 |
Zum 29. Februar 2016 betrug das gezeichnete Kapital 204.183.292 €. Es ist in 204.183.292 Stückaktien eingeteilt; dabei handelt es sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.
Die Südzucker AG hat keine Bilanzierungswahlrechte in Anspruch genommen, die eine Ausschüttungssperre auslösen.
Der Sonderposten mit Rücklageanteil betrifft ausschließlich steuerliche Sonderabschreibungen.
in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten und Anwartschaften ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 480.725 (463.807) Tsd. € wurde mit Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) in Höhe von 2.666 (2.591) Tsd. € verrechnet. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert von Rückdeckungsversicherungen; dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 35.573 T€.
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| (Tsd. €) | 29. Februar 2016 | 28. Februar 2015 |
|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 99.565 | 109.365 |
| Sonstige Rückstellungen | 223.764 | 202.431 |
| 323.329 | 311.796 |
Die Steuerrückstellungen enthalten Zuführungen aus Ertragsteueraufwendungen für noch nicht durch die steuerliche Außenprüfung abgeschlossene Wirtschaftsjahre. Gegenläufig wirken sich Erstattungen und Rückstellungsauflösungen aus. Insgesamt betragen die periodenfremden Steueraufwendungen 1,3 Mio. €.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen Verpflichtungen für Personalaufwendungen, Aufwendungen für Rübenerdeausfuhr und Rekultivierung von Schlammteichen bzw. Erdarbeiten zur Bodenbearbeitung und -verbesserung, Risiken aus der EU-Zuckermarktordnung sowie für Prozesse und Risikovorsorge.
Darüber hinaus bestanden Rückstellungen für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, die durch Maßnahmen in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden.
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde für bereits abgeschlossene und zum Bilanzstichtag fest vereinbarte Altersteilzeitverträge gebildet. Sie beinhaltet Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsrückstände der Gesellschaft.
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| 29. Februar 2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| (Tsd. €) | Gesamt | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 124.981 | 124.981 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 188.778 | 17.130 | 107.263 | 64.385 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 200.740 | 200.740 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 959.763 | 289.213 | 670.550 | 0 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 9.846 | 9.846 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.910 | 3.910 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 106.130 | 106.130 | 0 | 0 |
| davon aus Steuern | 3.942 | 3.942 | 0 | 0 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 8.683 | 8.683 | 0 | 0 |
| 1.584.302 | 742.104 | 777.813 | 64.385 |
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| 28. Februar 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| (Tsd. €) | Gesamt | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 199.985 | 199.985 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 205.716 | 40.138 | 91.596 | 73.982 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 244.433 | 244.433 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 971.873 | 340.573 | 631.300 | 0 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 12.991 | 12.991 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2 | 2 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 96.983 | 96.983 | 0 | 0 |
| davon aus Steuern | 4.531 | 4.531 | 0 | 0 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 8.802 | 8.802 | 0 | 0 |
| 1.718.992 | 922.114 | 722.896 | 73.982 |
Zum 29. Februar 2016 waren in der Position Anleihen und Schuldverschreibungen kurzfristige Commercial Paper Emissionen enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 188.778 (205.716) Tsd. €.
Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden Verpflichtungen gegenüber den Rübenanbauern von 160.1 67 (187.644) Tsd. € ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 959.763 (971.873) Tsd. € betrafen im Wesentlichen Mittelaufnahmen aus den über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, emittierten Anleihen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen, Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.
Der Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe wurde um den anteiligen Buchwert der Zusatzquote verrechnet, mit insgesamt 153,3 Mio. € passiv abgegrenzt und wurde bis 2015/16 ratierlich erfolgswirksam aufgelöst.
Von den künftigen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume und Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Betriebspacht sind 2,4 (1,9) Mio. € innerhalb von bis zu einem Jahr, 0,0 (0,0) Mio. € innerhalb von ein bis fünf Jahren und 0,0 (0,0) Mio. € nach fünf Jahren fällig; davon betreffen 0,5 (0,5) Mio. € verbundene Unternehmen, die innerhalb von bis zu einem Jahr fällig sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus offenen Bestellungen betrugen zum Bilanzstichtag 40,6 (132,7) Mio. €. Sie betrafen im Vorjahr insbesondere den Neubau der Stärkefabrik in Zeitz.
Zu Gunsten der Gläubiger der von der Südzucker Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, begebenen Anleihen hat die Südzucker AG Garantien über insgesamt 400,0 (400,0) Mio. € und im Falle der nachrangigen Hybrid-Anleihe eine nachrangige Garantie in Höhe von 700,0 (700,0) Mio. € abgegeben. Die Abgabe einer weiteren Garantie erfolgte zu Gunsten der Gläubiger der BENEO Orafti Chile S.A. für eine Kreditlinie von maximal 25,0 (25,0) Mio. USD; zum Bilanzstichtag war die Kreditlinie seitens der Gesellschaft mit 9,9 (24,2) Mio. USD in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus den begebenen Garantien wird derzeit aufgrund der finanziellen Situation der Gesellschaften nicht erwartet.
Für einen Kredit der Rackwitzer Biogas GmbH von 10 Mio. € haftet die Südzucker AG gesamtschuldnerisch. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der finanziellen Situation der Rackwitzer Biogas GmbH nicht zu rechnen.
Neben den dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.
Für ein Darlehen in Höhe von 12,5 Mio. GBP an eine Tochtergesellschaft hat die Südzucker AG Cross-Currency-Swaps abgeschlossen, um das Währungsrisiko aus Zinszahlungen und Tilgung abzusichern. Das Grundgeschäft (Darlehensvergabe in Fremdwährung) und das Sicherungsinstrument (Cross-Currency-Swap) werden als Bewertungseinheit (Micro Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend erfolgt keine währungsbedingte Abwertung der GBP-Forderung und im Fall eines negativen Marktwerts des Sicherungsinstruments wird keine Rückstellung gebildet. Am Bilanzstichtag hatten die Cross-Currency-Swaps einen negativen Marktwert von 1,6 (2,9) Mio. €, was der Höhe der Risiken entspricht, die mit den am Abschlussstichtag bestehenden Bewertungseinheiten abgesichert wurden. Die Sicherungsinstrumente haben Laufzeiten bis zum 21. Oktober 2016 bzw. 27. März 2019.
Im Rahmen des Effektivitätstests wurde festgestellt, dass die wesentlichen wertbestimmenden Parameter (Critical-Terms) wie Nominalbeträge, Währung, Beginn, Fälligkeit, etc. von Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, weshalb davon ausgegangen wird, dass sich die gegenläufigen Zahlungsströme in Zukunft vollständig ausgleichen werden.
Zum 29. Februar 2016 waren 368 offene Zuckerkontrakte abgeschlossen. Der Marktwert beträgt +0,3 Mio. US Dollar. Die Geschäfte wurden nicht bilanziert.
Die Übereinstimmung dieser Parameter wird prospektiv überprüft und im Rahmen des Risikomanagementsystems wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung regelmäßig beurteilt.
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| (Tsd. €) | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen | ||
| Eigenerzeugnisse | 932.325 | 1.070.792 |
| davon Zucker | 798.835 | 928.663 |
| davon sonstige Erlöse | 133.490 | 142.129 |
| Leistungserlöse | 98.166 | 86.844 |
| Handelswaren | 140.356 | 192.147 |
| davon Zucker | 102.851 | 149.825 |
| davon Nebenprodukte | 37.505 | 42.322 |
| 1.170.847 | 1.349.783 | |
| Geographische Aufgliederung | ||
| Deutschland | 753.799 | 914.798 |
| EU | 404.878 | 416.506 |
| Sonstiges Ausland | 12.170 | 18.479 |
| 1.170.847 | 1.349.783 |
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| (Tsd. €) | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -103.600 | -45.665 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.486 | 3.060 |
| -100.114 | -42.605 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 20.075 (31.415) Tsd. €. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Ertrag aus der Rückerstattung von Produktionsabgaben aus Vorjahren sowie aus Buchgewinnen und der Auflösung von Rückstellungen. Daneben sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 34 (194) Tsd. € enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 1.351 (1.394) Tsd. € sowie Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 11.890 (20.383) Tsd. € enthalten.
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| (Tsd. €) | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren | 693.491 | 887.783 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 110.763 | 102.466 |
| 804.254 | 990.249 |
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| (Tsd. €) | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 149.061 | 144.700 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 47.003 | 34.552 |
| da von für Altersversorgung | 20.747 | 8.722 |
| - Dienstzeitaufwand | 8.710 | 8.657 |
| - Parameteranpassungen u.a. | 12.037 | 65 |
| 196.064 | 179.252 | |
| Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter | ||
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 1.148 | 1.126 |
| Angestellte | 1.099 | 1.090 |
| Auszubildende | 199 | 196 |
| 2.446 | 2.412 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 255 (624) Tsd. €. Daneben sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 175 (66) Tsd. € enthalten.
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| (Tsd. €) | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 185.890 | 127.326 |
| Erträge aus Beteiligungen | 28.803 | 32.990 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 28.304 | 32.977 |
| davon aus sonstigen Beteiligungen | 499 | 13 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen | -1 | -2 |
| 214.692 | 160.314 |
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| (Tsd. €) | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|
| Aufwendungen / Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | -2.495 | 39 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 14.090 | 12.176 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 12.664 | 10.496 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -47.713 | -51.817 |
| davon aus Aufzinsung | -21.124 | -22.774 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | -21.996 | -23.846 |
| -36.118 | -39.602 |
Im Geschäftsjahr sind im Zinsergebnis Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Verpflichtungen in Höhe von 21.124 (22.774) Tsd. € erfasst. Diese resultieren maßgeblich aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 20.209 (21.548) Tsd. € bzw. langfristigen Personalrückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 915 (1.226) Tsd. €, die mit den Erträgen saldiert sind, die aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens von 2.666 (2.591) Tsd. € resultieren.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die Steueraufwendungen aus dem laufenden Geschäftsjahr und Steuererträge aus den Vorjahren.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 132,1 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus den im Vergleich zur Steuerbilanz höheren Wertansätzen in der Handelsbilanz für Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen und übrigen Rückstellungen sowie den Verlustvorträgen zur Körperschaft-und Gewerbesteuer.
Dem stehen passive latente Steuern in Höhe von 23,5 Mio. € gegenüber. Sie ergeben sich im Wesentlichen aus höheren Wertansätzen von Sachanlagen in der Handelsbilanz im Vergleich zur Steuerbilanz.
Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern; auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet.
Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein theoretischer Steuersatz von 29 % unterstellt. Die tatsächliche Steuerquote beträgt 2 %. Die Abweichungen zwischen dem theoretischen Steuersatz und der Steuerquote resultieren überwiegend aus Steuerminderungen aus steuerfreien Erträgen und nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich auf 20.354 (18.074) Tsd. € und wurden vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2015/16 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 2,2 (2,9) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 31 (36) % der Barbezüge; sie ist von der durch die von der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende abhängig. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihrer Hinterbliebenen wurden insgesamt 27,3 (27,4) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen betrugen 3,5 (2,7) Mio. €. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2015/16 auf 1,6 (1,2) Mio. €. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht im Konzern-Lagebericht in der Erklärung zur Unternehmensführung angegeben.
Für das Geschäftsjahr 201 5/16 liegen keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte vor.
Bei den deutschen Beteiligungen werden das Eigenkapital sowie das Jahresergebnis einheitlich nach HGB angegeben. Sofern mit der betreffenden Beteiligung ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, wird das Jahresergebnis mit Null angegeben. Die Anteilsbesitzliste befindet sich auf den Seiten 74ff in diesem Anhang. Die Angaben erfolgen gemäß § 313 Abs. 2 und § 285 Nr. 11 HGB.
Vorstandsvorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.
| ― | CropEnergies AG, Mannheim |
| ― | GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg |
| ― | AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich |
| ― | AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender) |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien |
| ― | Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich |
| ― | SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (Vorsitzender) |
| ― | Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen |
| ― | Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich |
Gewerkschaftsekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
| ― | CropEnergies AG, Mannheim |
Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H.
| ― | Flughafen Wien AG, Wien, Österreich (1. Stv. Vorsitzender) |
| ― | RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich |
| ― | RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich |
| ― | UNIQA Versicherungen AG, Wien, Österreich (2. Stv. Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (1. Stv. Vorsitzender) |
| ― | Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs-AG, Wien, Österreich |
| ― | Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriften GmbH & Co. KG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | Raiffeisen Bank International AG, Wien, Österreich (1. Stv. Vorsitzender) |
| ― | Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | STRABAG SE, Villach, Österreich (Stv. Vorsitzender) |
| ― | Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
Vorstandsvorsitzender der SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG und Vorstandsvorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e.V.
| ― | AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich |
| ― | AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich |
| ― | Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich |
Vorstandsvorsitzender des Verbands bayrischer Zuckerrübenanbauer e. V.
Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG
Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H.
| ― | SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt |
| ― | KURIER Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (Chairman) |
| ― | Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich |
| ― | NÖM AG, Baden, Österreich |
| ― | Österreichische Rundfunksender GmbH, Wien, Österreich |
| ― | Raiffeisen Informatik GmbH, Wien, Österreich |
Vorsitzender des Präsidiums des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e.V.
| ― | SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (Stv. Vorsitzender) |
Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG
| ― | Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau |
| ― | R+V Versicherung AG, Wiesbaden (Vorsitzender) |
| ― | Union Asset Management Holding AG, Frankfurt/Main (Vorsitzender) |
Vorstandsvorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e.V.
Geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG
| ― | Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe |
Ehem. Vorstandsvorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e.V.
Betriebsratsvorsitzender des Werks Ochsenfurt der Südzucker AG
Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
Präsident des Deutschen Bauernverbands e.V.
| ― | BAYWA AG, München |
| ― | R+V Versicherung AG, Wiesbaden |
| ― | Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart (Vorsitzender) |
| ― | Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt/Main |
| ― | LAND-DATA GmbH, Visselhövede (Vorsitzender) |
| ― | Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt/Main (Vorsitzender) |
| ― | Messe Berlin GmbH, Berlin |
Betriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG
Vorsitzende des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
| ― | Philipp Morris GmbH, München |
Mitglied des Betriebsrats des Werks Rain der Südzucker AG
Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Südzucker AG
Leiter der Werke Plattling und Rain der Südzucker AG
| ― | BGD Bodengesundheitsdienst GmbH, Mannheim |
Betriebsratsvorsitzender des Werks Wabern der Südzucker AG
* Arbeitnehmervertreter
| ― | AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (1. Stv. Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | BENEO GmbH, Mannheim |
| ― | CropEnergies AG, Mannheim |
| ― | ED&F MAN Holdings Limited, London, Großbritannien |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin (Vorsitzender) |
| ― | PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien |
| ― | Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich |
| ― | Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen (Stv. Vorsitzender) |
| ― | Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich |
| ― | BENEO GmbH, Mannheim |
| ― | BGD Bodengesundheitsdienst GmbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien |
| ― | Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich (Vorsitzender) |
| ― | Südzucker Moldova S.A., Chisinau, Moldau (Vorsitzender) |
| ― | Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen (Vorsitzender) |
| ― | Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim |
| ― | Boerse Stuttgart GmbH, Stuttgart |
| ― | EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart |
| ― | Baden-Württembergische Wertpapierbörse, Stuttgart |
| ― | AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, Österreich |
| ― | AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich |
| ― | AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich |
| ― | AUSTRIA JUICE GmbH, Gleisdorf, Österreich |
| ― | BENEO GmbH, Mannheim |
| ― | CropEnergies AG, Mannheim (stv. Vorsitzender) |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin |
| ― | PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande (Vorsitzender) |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien |
| ― | Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich |
| ― | Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen |
| ― | Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| ― | BBG Bundesbeschaffungsges. m. b. H., Wien, Österreich |
| ― | Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender) |
| ― | Ottakringer Getränke AG, Wien, Österreich |
| ― | Spanische Hofreitschule - Bundesgestüt Piber, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH, St. Pölten, Österreich |
| ― | TÜV Austria Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | BENEO GmbH, Mannheim |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin |
| ― | Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender) |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien (Vorsitzender) |
| ― | Saint Louis Sucre S.A.S., Paris, Frankreich |
Für Leistungen des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind im Geschäftsjahr 2015/16 für die Südzucker AG folgende Aufwendungen angefallen:
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| (Tsd. €) | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 527 | 517 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 13 | 6 |
| Steuerberatungsleistungen | 14 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 36 | 42 |
| 590 | 565 |
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 19. November 2015 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Sie ist im Internet unter (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklae-rung/2015/) zugänglich gemacht.
Der Bilanzgewinn der Südzucker AG beträgt 61.327 (51.146) Tsd. €. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,30 (0,25) € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
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| (in €) | 2015/16 |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende von 0,30 € je Aktie auf 204.183.292 Stück | 61.254.987,60 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 72.395,68 |
| Bilanzgewinn | 61.327.383,28 |
Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei Ausschüttung von 0,30 € je dividendenberechtigter Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Auszahlung der Dividende soll am 15. Juli 2016 erfolgen.
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| Kurzname | Sitz | Land | Muttergesellschaft | (%) | Eigenkapital in Mio. € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment Zucker | ||||||
| Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften | ||||||
| Südzucker AG | SZAG | Mannheim | Deutschland | |||
| SZH | 99,94 | |||||
| Sudzucker Hellas E.P.E. | Athina | Griechenland | SVZ | 0,06 | 1,24 | |
| Sudzucker Ibérica S.L.U. | Barcelona | Spanien | SZH | 1 00,00 | 1,92 | |
| Südzucker United Kingdom Limited | West Lothian | Großbritannien | SZH | 1 00,00 | 0,71 | |
| Division Zucker Belgien | ||||||
| Raffinerie Tirlemontoise S.A. | RT | Brüssel | Belgien | SZH | 99,41 | 1.121,07 |
| Hosa Trading Importaçao Exportaçao S.A. | Sao Paolo | Brasilien | RT | 100,00 | 0,20 | |
| James Fleming & Co. Ltd. | JF | West Lothian | Großbritannien | RT | 100,00 | 13,49 |
| Nougat Chabert & Guillot SA | NC&G | Montelimar | Frankreich | SO-GELAF | 99,75 | 3,76 |
| S.C.I. DU MARINET | Upie | Frankreich | SO-GELAF | 99,75 | ||
| NC&G | 0,25 | |||||
| Rafti B.V. | Wijchen | Niederlande | RT | 100,00 | 11,74 | |
| Raftir Nederland Beheer B.V. | Groningen | Niederlande | RT | 100,00 | 6,91 | |
| S.O.G.E.L.A.F. SARL | SOGELAF | Paris | Frankreich | RT | 100,00 | 22,64 |
| Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. | Wijchen | Niederlande | RT | 100,00 | 3,50 | |
| Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. | Bruxelles | Belgien | RT | 100,00 | 982,06 | |
| W.T. Mather Ltd. | WTM | Lancashire | Großbritannien | JF | 100,00 | 3,37 |
| Division Zucker Frankreich | ||||||
| Saint Louis Sucre S.A.S. | SLS | Paris | Frankreich | RT | 99,80 | 125,48 |
| Société Française d'Organisation et de Participations "S.F.O.P." | SFOP | Paris | Frankreich | SLS | 100,00 | 15,84 |
| Division Zucker Polen | ||||||
| Südzucker Polska S.A. | SZPL | Wroclaw | Polen | SZH | 99,59 | 353,72 |
| "POLTERRA" Sp. z 0.0. | Wroclaw | Polen | SZPL | 100,00 | 0,82 | |
| Przedsiebiorstwo Rolne "KLOS" Sp. z o.o. | Wroclaw | Polen | SZPLN | 100,00 | 0,29 | |
| Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. | SZPLN | Wroclaw | Polen | SZPL | 100,00 | -2,45 |
| Division AGRANA Zucker | ||||||
| Agrana Zuckervertrieb und Produktion | ||||||
| Zucker Österreich | ||||||
| AB | 98,91 | |||||
| AGRANA Zucker GmbH | AZ | Wien | Österreich | AMV | 1,09 | 326,94 |
| AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH | Wien | Österreich | AZ | 100,00 | 2,16 | |
| Zucker Rumänien | ||||||
| AGR | 99,00 | |||||
| AGRANA AGRO S.R.L. | Roman | Rumänien | AZ | 1,00 | 0,01 | |
| AGR | 99,00 | |||||
| AGRANA BUZAU S.R.L. | Buzau | Rumänien | AZ | 1,00 | 0,75 | |
| AGR | 99,00 | |||||
| AGRANA TANDAREI S.R.L. | Tandarei | Rumänien | AZ | 1,00 | 0,79 | |
| AZ | 91,82 | |||||
| S.C. AGRANA Romania S.A. | AGR | Bukarest | Rumänien | AIV&A | 0,21 | -7,05 |
| Zucker Slowakei | ||||||
| Slovenské Cukrovary s.r.o. | Sered | Slowakei | AZ | 100,00 | 45,13 | |
| Zucker Tschechien | ||||||
| Moravskoslezské Cukrovary A.S. | MC | Hrusovany | Tschechien | AZ | 100,00 | 85,18 |
| Zucker Ungarn | ||||||
| MCeF | 99,70 | |||||
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | AME | Budapest | Ungarn | AZ | 0,30 | 5,15 |
| Biogáz Fejleszto Kft. | Kaposvar | Ungarn | AME | 100,00 | 0,44 | |
| Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság | Budapest | Ungarn | MCeF | 100,00 | 1,26 | |
| Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. | MCeF | Budapest | Ungarn | AZ | 87,60 | 72,38 |
| Zucker Bulgarien | ||||||
| AGRANA Trading EOOD | Sofia | Bulgarien | AZ | 100,00 | 1,88 | |
| Zucker Bosnien | ||||||
| AZ | 75,00 | |||||
| AGRANA BIH Holding GmbH | ABIH | Wien | Osterreich | SZH | 25,00 | 4,33 |
| AGRANA d.o.o. | Brcko | Bosnien-Herzegowina | ABIH | 100,00 | 0,12 | |
| AGRANA Holding/Sonstige | ||||||
| Z&S | 86,18 | |||||
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft | AB | Wien | Osterreich | SZAG | 6,54 | 599,96 |
| AGRANA Group-Services GmbH | Wien | Österreich | AB | 100,00 | 1,30 | |
| AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. | AMV | Wien | Osterreich | AB | 1 00,00 | 8,12 |
| Agrana Research & Innovation Center GmbH | Wien | Osterreich | AB | 1 00,00 | 3,62 | |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. | Wien | Osterreich | AB | 66,67 | 8,37 | |
| Division Zucker Moldau | ||||||
| Südzucker Moldova S.A. | SZM | Chisinau | Moldau | SZH | 83,64 | 38,49 |
| Agro Credit S.R.L. | Drochia | Moldau | SZH | 100,00 | 0,02 | |
| Agro-SZM S.R.L. | Drochia | Moldau | SZM | 100,00 | 4,73 | |
| Division Landwirtschaft | ||||||
| Agrar und Umwelt AG Loberaue | A&U | Rackwitz | Deutschland | SZAG | 100,00 | 26,65 |
| Rackwitzer Biogas GmbH | Rackwitz | Deutschland | A&U | 100,00 | 0,03 | |
| Wolteritzer Agrar GmbH | Rackwitz | Deutschland | A&U | 100,00 | 0,16 | |
| Zschortauer Agrar GmbH | Rackwitz | Deutschland | A&U | 100,00 | 0,03 | |
| Zschortauer Futtermittel GmbH | Rackwitz | Deutschland | A&U | 74,00 | 1,98 | |
| Zucker Übrige | ||||||
| AHG Agrar-Holding GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,03 | |
| AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG | AZS | Wien | Osterreich | SZAG | 50,00 | 525,64 |
| Z & S Zucker und Stärke Holding AG | Z&S | Wien | Osterreich | AZS | 100,00 | |
| AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,24 | |
| BGD Bodengesundheitsdienst GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,03 | |
| Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken Verwaltungsgesellschaft mbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,03 | |
| Südprojekt Silo und Logistik GmbH & Co. KG | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 35,29 | |
| Südzucker Holding GmbH | SZH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 715,77 |
| Südzucker International Finance B.V. | Oud-Beijerland | Niederlande | SZAG | 100,00 | 18,20 | |
| Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH | SZTK | Ochsenfurt | Deutschland | SZAG | 100,00 | 559,08 |
| Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 51,00 | 1,54 | |
| Segment Spezialitäten | ||||||
| Division BENEO | ||||||
| BENEO GmbH | B | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 180,48 |
| BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. | Singapore | Singapur | BP | 100,00 | 1,77 | |
| BENEO Iberica S.L. Unipersonal | Barcelona | Spanien | BO | 100,00 | 0,16 | |
| BENEO Inc. | Morris Plains | USA | BP | 100,00 | 13,12 | |
| BENEO Latinoamerica Coordenagao Regional Ltda. | Vila Olimpia, Sao Paulo | Brasilien | BO | 100,00 | 0,14 | |
| BR | 99,99 | |||||
| BENEO-Orafti S.A. | BO | Oreye | Belgien | B | 0,01 | 252,83 |
| B | 85,00 | |||||
| BENEO-Palatinit GmbH | BP | Mannheim | Deutschland | SZAG | 15,00 | 23,58 |
| B | 99,99 | |||||
| BENEO-Remy N.V. | BR | Wijgmaal | Belgien | BP | 0,01 | 235,80 |
| Nutriz N.V. | Wijgmaal | Belgien | BR | 100,00 | ||
| Veniremy N.V. | Wijgmaal | Belgien | BR | 100,00 | ||
| BO | 99,99 | |||||
| Orafti Chile S.A. | Pemuco | Chile | BP | 0,01 | 160,16 | |
| REMY ITALIA S.P.A. | Confienza (PV) | Italien | BR | 66,70 | 0,59 | |
| SZTK | 90,00 | |||||
| Freiberger Holding GmbH | FH | Berlin | Deutschland | SZAG | 10,00 | 122,35 |
| Alberto Lebensmittel GmbH | Berlin | Deutschland | FLG KG | 100,00 | 0,03 | |
| Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH | Berlin | Deutschland | FLM | 100,00 | 0,08 | |
| Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH | Berlin | Deutschland | FH | 100,00 | 0,12 | |
| Feinschmecker Feinkost GmbH | FF | Berlin | Deutschland | FLM | 100,00 | 0,09 |
| Freiberger France S.A.R.L. | St. Didier au Mont d'Or | Frankreich | FLM | 100,00 | -0,08 | |
| Freiberger GmbH | Berlin | Deutschland | FLG KG | 100,00 | 0,05 | |
| Freiberger Lebensmittel GmbH | FLM | Berlin | Deutschland | FLG KG | 100,00 | 24,42 |
| Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions-und Vertriebs KG | FLG KG | Berlin | Deutschland | FH | 100,00 | 52,06 |
| FLM | 99,00 | |||||
| Freiberger Polska Sp.z o.o. | Warszawa | Polen | FF | 1,00 | 0,48 | |
| Freiberger UK Ltd. | Spalding | Großbritannien | FLM | 100,00 | 4,19 | |
| Freiberger USA Inc. | Morris Plains | USA | FLM | 100,00 | -0,71 | |
| Great Star Food Production GmbH & Co. KG | Berlin | Deutschland | FLG KG | 100,00 | 0,00 | |
| Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. | Oberhofen | Osterreich | FLM | 100,00 | 11,81 | |
| Sandhof Limited | SL | Westhoughton | Großbritannien | FLM | 100,00 | 37,01 |
| Stateside Foods Ltd. | Westhoughton | Großbritannien | SL | 100,00 | 29,97 | |
| Division PortionPack | ||||||
| PortionPack Europe Holding B.V. | PPEH | Oud-Beijerland | Niederlande | SZAG | 100,00 | 32,47 |
| Elite Portion Pack Belgium NV | Herentals | Belgien | PPEH | 100,00 | 0,06 | |
| Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. | Praha | Tschechien | PPEH | 100,00 | 3,10 | |
| Hellma Gastronomie-Service GmbH | Nürnberg | Deutschland | PPEH | 100,00 | 4,44 | |
| Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H | Wien | Osterreich | PPEH | 100,00 | 0,77 | |
| PPEH | 99,97 | |||||
| PortionPack Belgium N.V. | Herentals | Belgien | PPH | 0,03 | 0,40 | |
| PortionPack Holland B.V. | PPH | Oud-Beijerland | Niederlande | PPEH | 100,00 | -1,21 |
| SAES The Portion Company, S.L.U. | La Llagosta (Barcelona) | Spanien | PPEH | 100,00 | 0,19 | |
| Single Source Limited | SSL | Telford | Großbritannien | PPEH | 100,00 | 3,92 |
| APCS Holdings Limited | APCS | Telford | Großbritannien | SSL | 100,00 | |
| Central Legal Funding Limited | CLF | Telford | Großbritannien | SSL | 75,00 | |
| AP Sachets Limited | Telford | Großbritannien | APCS | 100,00 | ||
| Sugar Stix Limited | Telford | Großbritannien | APCS | 100,00 | ||
| Santeau Limited | Telford | Großbritannien | CLF | 100,00 | ||
| Van Oordt Drukkerij B.V. | Oud-Beijerland | Niederlande | VOP | 100,00 | 0,15 | |
| Van Oordt Landgraaf B.V. | Landgraaf | Niederlande | PPH | 100,00 | 2,36 | |
| Van Oordt the portion Company B.V. | VOP | Oud-Beijerland | Niederlande | PPH | 100,00 | 16,96 |
| Division Stärke | ||||||
| AB | 98,91 | |||||
| AGRANA Stärke GmbH | AS | Wien | Osterreich | AMV | 1,09 | 297,68 |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | Tandarei | Rumänien | AS | 100,00 | 3,17 | |
| Segment CropEnergies | ||||||
| CropEnergies AG | CEAG | Mannheim | Deutschland | SZAG | 69,19 | 400,78 |
| BioWanze S.A. | Bruxelles | Belgien | CEAG | 100,00 | 229,72 | |
| Compagnie Financière de l'Artois SA | CF | Loon-Plage | Frankreich | CEAG | 100,00 | 20,96 |
| CropEnergies Beteiligungs GmbH | CEB | Mannheim | Deutschland | CEAG | 100,00 | 61,23 |
| CEB | 85,00 | |||||
| CropEnergies Bioethanol GmbH | Zeitz | Deutschland | CEAG | 15,00 | 72,44 | |
| CropEnergies Inc. | Houston | USA | CEB | 100,00 | 0,09 | |
| Ensus Limited | Yarm | Großbritannien | CEAG | 100,00 | 0,00 | |
| Ensus UK Limited | Yarm | Großbritannien | CEAG | 100,00 | 24,97 | |
| RYSSEN ALCOOLS SAS | RYS | Loon-Plage | Frankreich | CF | 100,00 | 9,64 |
| Ryssen Chile SpA | Lampa, Santiago de Chile | Chile | RYS | 100,00 | 0,31 | |
| Segment Frucht | ||||||
| Division Fruchtzubereitungen | ||||||
| AGRANA Fruit S.A.S. | AF | Paris | Frankreich | FA | 100,00 | 119,13 |
| AF | 84,83 | |||||
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinen | AFSS | 15,17 | 1,08 | |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | Central Mangrove | Australien | AF | 100,00 | 21,44 | |
| AF | 99,98 | |||||
| AGRANA Fruit Austria GmbH | AFA | Gleisdorf | Osterreich | AIV&A | 0,02 | 18,20 |
| AGRANA Fruit Brasil Industria, Comércio, Importa-cao e Exportacao Ltda. | Sao Paulo | Brasilien | AF | 100,00 | 3,85 | |
| AF | 99,99 | |||||
| AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. | AF | Sao Paulo | Brasilien | AFA | 0,01 | 6,74 |
| AF | 75,00 | |||||
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | Dachang | China | AFK | 25,00 | 18,42 | |
| AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | Sigatoka | Fidschi | AF | 100,00 | 0,87 | |
| AGRANA Fruit France S.A. | Paris | Frankreich | AF | 100,00 | 17,38 | |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | Konstanz | Deutschland | AF | 100,00 | 10,06 | |
| AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. | Zincirlikuyu | Türkei | AF | 100,00 | 5,84 | |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | AFK | Seoul | Südkorea | AF | 100,00 | 13,24 |
| AF | 99,99 | |||||
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | Michoacan | Mexiko | AFSG | 0,01 | 12,11 | |
| AGRANA Fruit Luka TOV | Vinnitsa | Ukraine | AF | 99,97 | 1,73 | |
| AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. | Michoacan | Mexiko | AFUS | 100,00 | 9,56 | |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | Ostroleka | Polen | AF | 100,00 | 11,65 | |
| AGRANA Fruit Services GmbH | AFSG | Wien | Osterreich | AF | 100,00 | 10,12 |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | AFSS | Paris | Frankreich | AF | 100,00 | 0,17 |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | Johannesburg | Südafrika | AF | 100,00 | 0,75 | |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | Vinnitsa | Ukraine | AF | 99,80 | 16,67 | |
| AGRANA Fruit US, Inc. | AFUS | Brecksville | Ohio/USA | AF | 100,00 | 68,99 |
| Agrana Nile Fruits Processing SAE | Qalyoubia | Ägypten | AF | 51,00 | 6,27 | |
| Dirafrost FFI N. V. | DFFI | Herk-de-Stad | Belgien | AF | 100,00 | 2,87 |
| Dirafrost Maroc SARL | Laouamra | Morokko | DFFI | 100,00 | 3,01 | |
| Financière Atys S.A.S. | FA | Paris | Frankreich | AIV&A | 100,00 | 106,20 |
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | Serpuchov | Russland | AF | 100,00 | 18,12 | |
| Yube d.o.o. | Pozega | Serbien | DFFI | 100,00 | 1,05 | |
| Division Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice) | ||||||
| AUSTRIA JUICE GmbH | AJU | Allhartsberg | Osterreich | AIV&A | 50,01 | 55,83 |
| AGRANAJUICE (XIANYANG) CO., LTD | Xianyang City | China | AJU | 100,00 | 12,25 | |
| AUSTRIA JUICE Ukraine LLC | Vinnitsa | Ukraine | AJU | 100,00 | 3,17 | |
| AGRANA Juice Denmark A/S | Koge | Dänemark | AJU | 100,00 | -1,46 | |
| AUSTRIA JUICE Germany GmbH | Bingen | Deutschland | AJS&M | 100,00 | 1,23 | |
| AG RANA Juice Magyarorzság Kft. | Väsärosnameny | Ungarn | AJU | 100,00 | 16,33 | |
| AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o. | Chelm | Polen | AJU | 100,00 | 46,44 | |
| AGRANA Juice Romania Vaslui S.r.l. | Vaslui | Rumänien | AJU | 100,00 | 2,37 | |
| AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH | AJS&M | Bingen | Deutschland | AJU | 100,00 | -1,29 |
| Frucht Übrige | ||||||
| AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset- | AB | 98,91 | ||||
| Management GmbH | AIV&A | Wien | Osterreich | AMV | 1,09 | 231,71 |
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| Ergebnis nach Steuern in Mio. € |
|
|---|---|
| Segment Zucker | |
| Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften | |
| Südzucker AG | |
| Sudzucker Hellas E.P.E. | 0,32 |
| Sudzucker Ibérica S.L.U. | 1,17 |
| Südzucker United Kingdom Limited | 0,49 |
| Division Zucker Belgien | |
| Raffinerie Tirlemontoise S.A. | 32,67 |
| Hosa Trading Importaçao Exportaçao S.A. | 0,14 |
| James Fleming & Co. Ltd. | 3,37 |
| Nougat Chabert & Guillot SA | 0,161) |
| S.C.I. DU MARINET | 1) |
| Rafti B.V. | 0,68 |
| Raftir Nederland Beheer B.V. | 0,02 |
| S.O.G.E.L.A.F. SARL | -0,03 |
| Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. | -0,01 |
| Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. | 18,20 |
| W.T. Mather Ltd. | 0,00 |
| Division Zucker Frankreich | |
| Saint Louis Sucre S.A.S. | -16,64 |
| Société Française d'Organisation et de Participations "S.F.O.P." | -0,03 |
| Division Zucker Polen | |
| Südzucker Polska S.A. | 18,32 |
| "POLTERRA" Sp. z o.o. | 0,01 |
| Przedsiebiorstwo Rolne "KLOS" Sp. z o.o. | 0,00 |
| Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. | -0,31 |
| Division AGRANA Zucker | |
| Agrana Zuckervertrieb und Produktion | |
| Zucker Österreich | |
| AGRANA Zucker GmbH | 5,27 |
| AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH | 0,40 |
| Zucker Rumänien | |
| AGRANA AGRO S.R.L. | 0,00 |
| AGRANA BUZAU S.R.L. | 1,76 |
| AGRANA TANDAREI S.R.L. | -0,01 |
| S.C. AGRANA Romania S.A. | -2,02 |
| Zucker Slowakei | |
| Slovenské Cukrovary s.r.o. | 3,09 |
| Zucker Tschechien | |
| Moravskoslezské Cukrovary A.S. | 0,32 |
| Zucker Ungarn | |
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | 0,07 |
| Biogáz Fejleszto Kft. | 0,05 |
| Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság | 0,02 |
| Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. | 1,12 |
| Zucker Bulgarien | |
| AGRANA Trading EOOD | 0,92 |
| Zucker Bosnien | |
| AGRANA BIH Holding GmbH | -0,01 |
| AGRANA d.o.o. | -0,02 |
| AGRANA Holding/Sonstige | |
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft | 60,14 |
| AGRANA Group-Services GmbH | 0,41 |
| AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. | 0,68 |
| Agrana Research & Innovation Center GmbH | 0,04 |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. | 0,65 |
| Division Zucker Moldau | |
| Südzucker Moldova S.A. | 1,32 |
| Agro Credit S.R.L. | 0,00 |
| Agro-SZM S.R.L. | -0,23 |
| Division Landwirtschaft | |
| Agrar und Umwelt AG Loberaue | 1,55 |
| Rackwitzer Biogas GmbH | * |
| Wolteritzer Agrar GmbH | * |
| Zschortauer Agrar GmbH | * |
| Zschortauer Futtermittel GmbH | 0,27 |
| Zucker Übrige | |
| AHG Agrar-Holding GmbH | * 3) |
| 1) | |
| AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG | 44,02 |
| 5) | |
| Z & S Zucker und Stärke Holding AG | 1) |
| AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH | 0,00 |
| BGD Bodengesundheitsdienst GmbH | * 3) |
| Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken Verwaltungsgesellschaft mbH | 0,00 |
| Südprojekt Silo und Logistik GmbH & Co. KG | 3,39 |
| Südzucker Holding GmbH | * 3) |
| Südzucker International Finance B.V. | 1,34 |
| Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH | * 3) |
| Südzucker Versicherungs-Verm ittlungs-GmbH | 1,48 |
| Segment Spezialitäten | |
| Division BENEO | |
| BENEO GmbH | * 3) |
| BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. | 0,10 |
| BENEO Iberica S.L. Unipersonal | 0,02 |
| BENEO Inc. | 1,50 |
| BENEO Latinoamerica Coordenagao Regional Ltda. | 0,01 |
| BENEO-Orafti S.A. | 6,62 |
| BENEO-Palatinit GmbH | * 3) |
| BENEO-Remy N.V. | 2,401) |
| Nutriz N.V. | 1) |
| Veniremy N.V. | 1) |
| Orafti Chile S.A. | -3,19 |
| REMY ITALIA S.P.A. | 0,02 |
| Division Freiberger | |
| Freiberger Holding GmbH | * 3) |
| Alberto Lebensmittel GmbH | 0,00 |
| Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH | 0,01 |
| Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH | 0,01 |
| Feinschmecker Feinkost GmbH | 0,00 |
| Freiberger France S.A.R.L. | -0,06 |
| Freiberger GmbH | 0,00 |
| Freiberger Lebensmittel GmbH | * 3) |
| Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions-und Vertriebs KG | * 4) |
| Freiberger Polska Sp.z o.o. | -0,23 |
| Freiberger UK Ltd. | 4,36 |
| Freiberger USA Inc. | -0,74 |
| Great Star Food Production GmbH & Co. KG | * 4) |
| Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. | 4,49 |
| Sandhof Limited | 9,13 |
| Stateside Foods Ltd. | 12,39 |
| DMslon PortionPack | |
| PortionPack Europe Holding B.V. | 1,78 |
| Elite Portion Pack Belgium NV | 0,00 |
| Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. | 0,84 |
| Hellma Gastronomie-Service GmbH | * 3) |
| Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H | 0,20 |
| PortionPack Belgium N.V. | -0,31 |
| PortionPack Holland B.V. | -1,04 |
| SAES The Portion Company, S.L.U. | 0,03 |
| Single Source Limited | 0,731) |
| APCS Holdings Limited | 1) |
| Central Legal Funding Limited | 1) |
| AP Sachets Limited | 1) |
| Sugar Stix Limited | 1) |
| Santeau Limited | 1) |
| Van Oordt Drukkerij B.V. | 0,00 |
| Van Oordt Landgraaf B.V. | 0,02 |
| Van Oordt the portion Company B.V. | 3,42 |
| DMslon Stärke | |
| AGRANA Stärke GmbH | 68,25 |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | -0,31 |
| Segment CropEnergies | |
| CropEnergies AG | 35,65 |
| BioWanze S.A. | 28,68 |
| Compagnie Financière de l'Artois SA | 3,13 |
| CropEnergies Beteiligungs GmbH | * |
| CropEnergies Bioethanol GmbH | * |
| CropEnergies Inc. | -0,02 |
| Ensus Limited | 0,00 |
| Ensus UK Limited | -15,30 |
| RYSSEN ALCOOLS SAS | 2,19 |
| Ryssen Chile SpA | 0,05 |
| Segment Frucht | |
| Division Fruchtzubereitungen | |
| AGRANA Fruit S.A.S. | 20,71 |
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | -0,41 |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | 4,63 |
| AGRANA Fruit Austria GmbH | 1,82 |
| AGRANA Fruit Brasil Industria, Comércio, Importa-cao e Exportacao Ltda. | 0,53 |
| AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. | -1,07 |
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | 3,16 |
| AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | -0,10 |
| AGRANA Fruit France S.A. | 1,48 |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | 0,87 |
| AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. | 1,12 |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | 1,84 |
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | 3,29 |
| AGRANA Fruit Luka TOV | 0,89 |
| AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. | 3,08 |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | 1,11 |
| AGRANA Fruit Services GmbH | 1,59 |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | -0,01 |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | -1,08 |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | 4,87 |
| AGRANA Fruit US, Inc. | 4,80 |
| Agrana Nile Fruits Processing SAE | 1,38 |
| Dirafrost FFI N. V. | -3,82 |
| Dirafrost Maroc SARL | -0,33 |
| Financière Atys S.A.S. | 9,63 |
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | 3,81 |
| Yube d.o.o. | 0,32 |
| Division Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice) | |
| AUSTRIA JUICE GmbH | -8,27 |
| AGRANAJUICE (XIANYANG) CO., LTD | -0,30 |
| AUSTRIA JUICE Ukraine LLC | 0,77 |
| AGRANA Juice Denmark A/S | -0,03 |
| AUSTRIA JUICE Germany GmbH | 0,00 |
| AG RANA Juice Magyarorzság Kft. | 1,47 |
| AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o. | 1,94 |
| AGRANA Juice Romania Vaslui S.r.l. | 0,12 |
| AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH | -0,14 |
| Frucht Übrige | |
| AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset- Management GmbH | -23,92 |
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| Kurzname | Sitz | Land | Muttergesellschaft | (%) | Eigenkapital in Mio. € |
Ergebnis nach Steuern in Mio. € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment Zucker | |||||||
| Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften | |||||||
| Maxi S.r.l. | Bolzano | Italien | SZH | 50,00 | 6,50 | 4,63 | |
| DMslon AGRANA Zucker | |||||||
| Agrana Zuckervertrieb und Produktion | |||||||
| Zucker Bosnien | |||||||
| "AGRAGOLD" d.o.o. | Brcko | Bosnien-Herzegowina | ASB | 100,00 | 2,11 | 0,27 | |
| AGRAGOLD d.o.o. | Zagreb | Kroatien | ASB | 100,00 | 1,08 | 0,07 | |
| AGRAGOLD dooel Skopje | Skopje | Mazedonien | ASB | 100,00 | 0,23 | 0,18 | |
| AGRAGOLD trgovina d.o.o. | Ljubljana | Slowenien | ASB | 100,00 | 0,73 | 0,05 | |
| AGRANA Studen Sugar Trading GmbH | Wien | Österreich | ABIH | 50,00 | -0,66 | 0,60 | |
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH | ASB | Wien | Österreich | ABIH | 50,00 | 9,65 | 0,66 |
| Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd | Beograd | Serbien | ASB | 100,00 | -0,06 | 0,03 | |
| AGRANA-STUDEN Albania | Tirane | Albanien | ASB | 100,00 | 0,09 | 0,08 | |
| STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. | Brcko | Bosnien-Herzegowina | ASB | 100,00 | 2,48 | 2,31 | |
| SCO STUDEN & CO. BRASIL EXPORTACAO E IMPOR-TACAO LTDA. | Sao Paulo | Brasilien | ASB | 100,00 | -0,01 | 0,00 | |
| Zucker Übrige | |||||||
| ED&F MAN Holdings Limited | London | Großbritannien | SZH | 25,00 | 864,90 | 95,81 | |
| Segment Spezialitäten | |||||||
| Division PortionPack | |||||||
| Collaborative Packing Solutions [Pty] Ltd | Johannesburg | Südafrika | PPEH | 40,00 | 0,37 | -0,12 | |
| Division Starch | |||||||
| GreenPower E85 Kft | Szabadegyhaza | Ungarn | HK | 100,00 | 0,81 | -0,05 | |
| HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyârto és For-galmazö Kft. | HK | Szabadegyhaza | Ungarn | AS | 50,00 | 107,29 | 44,17 |
| HungranaTrans Kft. | Szabadegyhaza | Ungarn | HK | 100,00 | 2,16 | 1,84 | |
| Segment CropEnergies | |||||||
| CT Biocarbonic GmbH | Zeitz | Deutschland | CEB | 50,00 | 3,18 | -0,21 |
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| Kurzname | Sitz | Land | Muttergesellschaft | (%) | Eigenkapital in Mio. € |
Ergebnis nach Steuern in Mio. € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment Zucker | |||||||
| Division Zucker Belgien | |||||||
| Golborne Ltd. | Lancashire | Großbritannien | WTM | 100,00 | 0,04 | 0,00 | |
| Division Zucker Frankreich | |||||||
| Alto de | SLS | 99,90 | |||||
| Acucar e Alcool do Sul Participacoes Ltda. | Pinheiros | Brasilien | RT | 0,10 | 0,00 | 0,002) | |
| Division AGRANA Zucker | |||||||
| Zucker Tschechien | |||||||
| PERCA s.r.o. | Hrusovany | Tschechien | MC | 100,00 | 0,53 | 0,06 | |
| Zucker Bosnien | |||||||
| AGRANA Makedonija DOOEL Skopje | Skopje | Mazedonien | AZ | 100,00 | 0,00 | 0,00 | |
| AGRANA Croatia d.o.o. | Zagreb | Kroatien | AZ | 100,00 | 0,00 | 0,00 | |
| AGRANA Holding/Sonstige | |||||||
| Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | AZ | 86,00 | 1,82 | 1,15 | |
| Division Zucker Moldau | |||||||
| AGRO-BARABOIENI S.R.L | Baraboi, rl. Donduseni | Moldau | SZM | 51,00 | 0,12 | 0,00 | |
| Zucker Übrige | |||||||
| Arbeitsgemeinschaft für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau Zeitz GmbH | Kretzschau | Deutschland | SZAG | 80,00 | 0,03 | -0,01 | |
| Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken GmbH & Co. KG | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,02 | 0,00 | |
| Südprojekt Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,23 | 0,01 | |
| Südtrans GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,10 | * | |
| Südzucker Beteiligungs GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,02 | 0,00 | |
| Südzucker International GmbH | Ochsenfurt | Deutschland | SZH | 100,00 | 0,03 | * | |
| Südzucker Reise-Service GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 1,09 | 0,10 | |
| Südzucker Verkauf GmbH | SZV | Mannheim | Deutschland | SZH | 100,00 | 0,03 | 0,00 |
| Südzucker Verwaltungs GmbH | Mannheim | Deutschland | SZAG | 100,00 | 0,03 | * | |
| Segment Spezialitäten | |||||||
| Division Stärke | |||||||
| AGRANA Skrob s.r.o. | Hrusovany | Tschechien | AS | 100,00 | 0,07 | -0,02 | |
| AGRANA Amidi srl | Sterzing | Italien | AS | 100,00 | 0,01 | 0,00 | |
| Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H. i.L. | Hamburg | Deutschland | AS | 100,00 | 0,04 | -0,01 |
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| Kurzname | Sitz | Land | Muttergesellschaft | (%) | Eigenkapital in Mio. € |
Ergebnis nach Steuern in Mio. € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment Zucker | |||||||
| Division Zucker Belgien | |||||||
| Bio-Generator Regio - Leuven - PORT NV | Tienen | Belgien | RT | 35,71 | 2,40 | -0,012) | |
| Division Zucker Frankreich | |||||||
| GARDEL S.A. | Le Moule | Frankreich | SLS | 24,28 | 51,03 | 0,39 | |
| Eastern Sugar B.V. | ES | Breda | Niederlande | SLS | 50,00 | 0,63 | -0,371) |
| Eastern Sugar s.r.o. i.L. | Dunajska Streda | Slowakei | ES | 100,00 | 1) | ||
| SLS | 10,75 | ||||||
| S.C.I.C.A ROYE DESHYDRATATION S.A. | Roye | Frankreich | SFOP | 9,79 | 5,30 | 0,24 | |
| Sucrerie et Distillerie de Souppes-Ouvre Fils S.A. | Paris | Frankreich | SLS | 44,50 | 48,91 | -3,53 | |
| Division Zucker | |||||||
| Zucker Tschechien | |||||||
| DELHIA SHELF s.r.o. | Hrusovany | Tschechien | MC | 100,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Zucker Ungarn | |||||||
| Cukoripari Egyesüles | Budapest | Ungarn | MCeF | 44,27 | 0,14 | 0,03 | |
| Zucker Übrige | |||||||
| Felix Koch Offenbach Couleur und Karamel GmbH | Offenbach | Deutschland | SZH | 25,10 | 10,00 | 2,192) | |
| Segment Spezialitäten | |||||||
| Division BENEO | |||||||
| INVITA Australia PTE Ltd | Balgowlah | Australien | BP | 35,00 | 0,22 | 3,79 |
* Ergebnisübernahme
1) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss
2) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses
3) Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB
4) Befreiung gemäß § 264b HGB
5) Stimmrechtsmehrheit
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Mannheim, den 25. April 2016
DER VORSTAND
Dr. Wolfgang Heer, Vorsitzender
Dr. Thomas Kirchberg
Thomas Kölbl
Johann Marihart
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Südzucker AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2015 bis 29. Februar 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 25. April 2016
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer
Olav Krützfeldt, Wirtschaftsprüfer
Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der Südzucker AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die anstehenden Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Änderungen der EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die Südzucker AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Nikolai Baltruschat
Telefon: +49 621 421-240
Telefax: +49 621 421-449
Dr. Dominik Risser
Telefon: +49 621 421-428
Telefax: +49 621 421-425
Ausführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internet-Adresse: www.suedzucker.de
Südzucker AG
Maximilianstraße 10
68165 Mannheim
Telefon: +49 621 421-0
Druck und Weiterverarbeitung: ColorDruck Solutions Leimen
© 2016
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