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Südzucker AG

Annual Report Jun 11, 2015

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Annual Report

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Südzucker AG

(vormals: Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim / Ochsenfurt)

Mannheim

Lagebericht und Jahresabschluss der Südzucker AG

LAGEBERICHT UND JAHRESABSCHLUSS ZUM 28. FEBRUAR 2015 (HGB)

DER SÜDZUCKER AG

Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich jeweils auf den Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

lassen Sie uns etwas weiter zurückschauen: Im Jahr 2006 wurden die politischen Regelungen für den Rübenanbau und die Zuckererzeugung in der EU grundlegend geändert, die Bedingungen für die Rübenanbauer und Zuckererzeuger haben sich dramatisch verschlechtert. Nach diesem Einschnitt ist es gelungen, das Unternehmen in den vergangenen Jahren wieder auf den Erfolgspfad zurückzuführen sowie Umsätze und Ergebnisse auf Rekordhöhe zu erzielen. Getrübt wurde das Bild im Geschäftsjahr 2013/14 durch das im Februar 2014 im Rahmen eines Settlements abgeschlossene Kartellverfahren.

Heute, und diese Entwicklung zeichnete sich bereits im Geschäftsjahr 2013/14 ab, stellen insbesondere die sinkenden Zuckerpreise wie auch die Entscheidung der EU-Kommission die Regelungen zu Rübenmindestpreisen und Quoten im Jahr 2017 ersatzlos auslaufen zu lassen, die europäische Zuckerwirtschaft vor neue Herausforderungen. Es galt für Aufsichtsrat und Vorstand, die absehbaren Folgen für das Unternehmen zu bewerten und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dem voraus gingen im abgelaufenen Geschäftsjahr intensive Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand über die strategische Ausrichtung des Segments Zucker im Kontext der Positionierung des Gesamtunternehmens und der übrigen Segmente.

Hierbei konnte auch im Geschäftsjahr 2014/15 die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt und ausführlich die Rahmenbedingungen, die Ausrichtung und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens erörtert werden. Dabei sind wir den Aufgaben nachgekommen, für die wir nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich sind: den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten.

Bei allen die Südzucker-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Südzucker-Gruppe - einschließlich der Risikolage - sowie über Risikomanagement und Compliance unterrichtet.

Der Vorstand berichtete in allen Sitzungen des Aufsichtsrats über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens sowie zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats mündlich und schriftlich über alle bedeutenden Geschäftsvorgänge. Gegenstand dieser Berichte waren im Wesentlichen die Lage und Entwicklung des Unternehmens, die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung - jeweils bezogen auf die Südzucker AG und die Südzucker-Gruppe. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsratsvorsitzende an Vorstandssitzungen teil und wurde vom Vorstandsvorsitzenden in zahlreichen Arbeitsgesprächen laufend über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informiert.

AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND BESCHLUSSFASSUNGEN

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2014/15 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in vier ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung; an der Aufsichtsratssitzung am 27. Januar 2015 hat ein Vorstandsmitglied nicht teilgenommen. Es fanden außerdem zwei Beschlussfassungen im schriftlichen Verfahren statt. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat - jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung - zugestimmt. Der Aufsichtsrat befasste sich in den vier ordentlichen Sitzungen im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion neben Gegenständen, die das operative Geschäft von Südzucker betrafen, auch mit den Folgen des Kartellverfahrens. Er erteilte in diesem Zusammenhang Aufträge an Sachverständige zur Überprüfung der Organverantwortung.

Am 10. März 2014 genehmigte der Aufsichtsrat ein Beteiligungsvorhaben der AGRANA-Beteiligungs-AG im schriftlichen Verfahren.

Einziger Tagesordnungspunkt der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 13. Mai 2014 war die Behandlung der Strategie im Segment Zucker. Sie wurde vom Vorstand ausführlich vorgestellt und anschließend intensiv diskutiert. Beschlüsse wurden nicht gefasst.

Gegenstand der Bilanzsitzung am 14. Mai 2014 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses der Südzucker AG sowie des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2014. Der Abschlussprüfer berichtete über die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Es wurde außerdem die ordentliche Hauptversammlung 2014 vorbereitet: Der Aufsichtsrat beschloss die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge, insbesondere die Kandidatenvorschläge für die Zuwahl zum Aufsichtsrat und die vorgesehenen Satzungsänderungen bezüglich der Änderung des Firmennamens in Südzucker AG und der Änderung der Aufsichtsratsvergütung. Schließlich genehmigte der Aufsichtsrat ein Beteiligungsvorhaben von PortionPack Europe.

In der Sitzung am 16. Juli 2014, dem Tag vor der Hauptversammlung, wurde die Mittelfristplanung vorgestellt und diskutiert. Der Aufsichtsrat genehmigte den Investitionsplan 2015/16, das Langfrist-investitionsprogramm und die Investitionsnachträge. Außerdem erfolgte die Wahl von Herrn Erwin Hameseder - als Nachfolger von Herrn Dr. Konrad - zum neuen zweiten stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden sowie zum Mitglied des Vermittlungsausschusses und des Sozialausschusses.

Am 14. November 2014 genehmigte der Aufsichtsrat ein Finanzvorhaben der AGRANA Beteiligungs-AG im schriftlichen Verfahren.

In der Sitzung am 20. November 2014 wurde die Ergebnishochrechnung 2014/15 vorgestellt. Wie stets in der November-Sitzung behandelte der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig das Thema Corporate Governance. Er führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch und beschloss die Entsprechenserklärung 2014. Außerdem wurden ein Beteiligungsvorhaben der AGRANA Beteiligungs-AG sowie eine Finanzierung genehmigt.

In der Aufsichtsratssitzung am 27. Januar 2015 wurde die aktualisierte Ergebnishochrechnung 2014/15 präsentiert. Der Aufsichtsrat genehmigte Investitionsnachträge. Er wählte Frau Veronika Haslinger - als Nachfolgerin von Herrn Erwin Hameseder - zum Mitglied des Prüfungsausschusses; sie ist Financial Expert im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss.

In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 13. Mai 2014 fehlten zwei Mitglieder entschuldigt. In der Sitzung am 14. Mai 2014 und am 1 6. Juli 2014 fehlte je ein Mitglied entschuldigt. Die fehlenden Mitglieder nahmen aber mittels schriftlicher Stimmabgabe an den Beschlussfassungen teil. Ansonsten waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich bei den Sitzungen anwesend.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse (Präsidium, Vermittlungsausschuss, Prüfungsausschuss, Landwirtschaftlicher Ausschuss und Sozialausschuss) gebildet, die sich jeweils paritätisch aus Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzen. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Über die Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung.

PRÄSIDIUM

Das Präsidium des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2014/15 dreimal. In den Sitzungen am 16. Juli und 20. November 2014 sowie am 27. Januar 2015 wurde jeweils der Stand der Kartellangelegenheit erörtert. In der Sitzung am 27. Januar 2015 wurde auch die turnusmäßige Anpassung der Vorstandsvergütung vorbereitet.

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Der Prüfungsausschuss kam im vergangenen Geschäftsjahr fünfmal - in drei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen - zusammen. In seiner Sitzung am 6. Mai 2014 befasste er sich in Gegenwart des Abschlussprüfers mit dem Jahresabschluss der Südzucker AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers und prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit. In der Sitzung am 16. Juli 2014 erörterte der Prüfungsausschuss das Angebot des Abschlussprüfers für den Prüfungsauftrag und erteilte den Prüfungsauftrag vorbehaltlich der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am Folgetag. In der Sitzung am 7. Oktober 2014 befasste er sich, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Halbjahresberichts. In den Telefonkonferenzen am 8. Juli 2014 und am 9. Januar 2015 erörterte der Prüfungsausschuss die Quartalsberichte Q1 bzw. Q3 2014/1 5 mit dem Vorstand.

An den Sitzungen und Telefonkonferenzen des Prüfungsausschusses haben alle Mitglieder teilgenommen.

LANDWIRTSCHAFTLICHER AUSSCHUSS

Der Landwirtschaftliche Ausschuss tagte am 20. November 2014. Es wurde unter anderem aus dem Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte über die Entwicklung auf den Agrarrohstoffmärkten, die Umsetzung der EU-Agrarreform und die Praxis des Smart Farming berichtet und anschließend diskutiert.

VERMITTLUNGSAUSSCHUSS UND SOZIALAUSSCHUSS

Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Ebenso hat der Sozialausschuss nicht getagt.

EFFIZIENZPRÜFUNG DES AUFSICHTSRATS

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 20. November 2014. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse.

COMPLIANCE

Am 27. Januar 2015 fand das turnusmäßige Fraud-Gespräch zwischen Vorstand, Abschlussprüfer und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie des Prüfungsausschusses statt. Es wurde dort über die Einschätzung von Geschäftsrisiken, Maßnahmen zur Begrenzung des Fraud-Risikos sowie Reaktionen auf Fraud-Fälle informiert und anschließend diskutiert.

CORPORATE GOVERNANCE

Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei Südzucker einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der - von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen - Entsprechenserklärung 2014 ist dem Corporate-Governance-Bericht zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/ zur Verfügung.

Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Südzucker-Gruppe; auch hierüber hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich informieren lassen.

Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenskonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden.

JAHRESABSCHLUSS

Die von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2014/15, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2014/15 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen.

Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, dass die SZVG über 50 % der Stimmrechte an der Südzucker AG hält, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 11. Mai 2015 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 20. Mai 2015 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Südzucker AG und den Konzernabschluss der Südzucker-Gruppe in seiner Sitzung am 20. Mai 2015; der Jahresabschluss der Südzucker AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,25 € pro Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an.

PERSONALIA

Im Aufsichtsrat gab es im Geschäftsjahr 2014/1 5 folgende Wechsel:

Die Aktionärsvertreter Dr. Ralf Bethke und Dr. Christian Konrad haben ihre Aufsichtsratsmandate - entsprechend der Regelung in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat - mit Wirkung zum Zeitpunkt der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 17. Juli 2014 niedergelegt.

An Stelle der beiden Herren wurden Frau Veronika Haslinger (Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien) und Frau Susanne Kunschert (geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG) durch die ordentliche Hauptversammlung am 17. Juli 2014 zu weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt.

Zum Nachfolger von Herrn Dr. Konrad als zweitem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden sowie als Mitglied des Vermittlungsausschusses und des Sozialausschusses hat der Aufsichtsrat am 1 6. Juli 2014 mit Wirkung ab Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 17. Juli 2014 Herrn Erwin Hameseder gewählt.

Frau Veronika Haslinger wurde vom Aufsichtsrat am 27. Januar 2015 als Nachfolgerin für Herrn Erwin Hameseder mit sofortiger Wirkung in den Prüfungsausschuss gewählt.

Wir bedanken uns bei den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern, Herrn Dr. Konrad und Herrn Dr. Bethke herzlich für ihren langjährigen Einsatz zum Wohle des Unternehmens.

Gemeinsam mit dem Vorstand gedenkt der Aufsichtsrat aller im Berichtsjahr verstorbenen Mitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe. Dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Südzucker AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

Mannheim, 20. Mai 2015

Für den Aufsichtsrat

Dr. Hans-Jörg Gebhard, Vorsitzender

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Unternehmensstrategie und Nachhaltigkeit

Eine nachhaltige Unternehmenspolitik lässt sich nur auf der Grundlage langfristigen ökonomischen Erfolgs verwirklichen, der auch die Voraussetzung für zukunftsorientierte Investitions- und Forschungsprojekte ist. Daher verfolgt Südzucker eine Strategie des wertorientierten, profitablen Wachstums auf der Basis eines Gleichgewichts zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung. Dabei orientieren wir uns grundsätzlich an unseren Kernkompetenzen und Leitlinien.

SÜDZUCKER-GESCHÄTSFELDER AN MEGATRENDS AUSGERICHTET

Insgesamt ist die Südzucker-Gruppe mit ihren vier Segmenten in Bereichen tätig, die auch mittel- bis langfristig von den globalen Megatrends wie wachsende Weltbevölkerung, steigende Einkommen insbesondere in den Schwellenländern mit entsprechend veränderten Ernährungsgewohnheiten und zunehmendem Bedarf an Lebens- und Futtermitteln sowie Energie profitieren. Diese Megatrends sind nach wie vor intakt, werden somit Wachstumsmotoren bleiben und auch neue Perspektiven bieten. Wir richten unsere Geschäftsfelder weiterhin auf die steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Nahrungs- und Futtermitteln sowie erneuerbarer Energie aus.

UNSERE KERNKOMPETENZEN FÜR ALLE SEGMENTE

Die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen betrachten wir als unsere wesentliche Kernkompetenz, die wir in allen unseren Geschäftsfeldern anwenden. Diese Kompetenz entwickeln wir ständig weiter und passen sie den veränderten Rahmenbedingungen an, um unseren Kunden Produkte entsprechend ihren Anforderungen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus bieten wir genau aufeinander abgestimmte Logistikkonzepte, mit denen wir den Transport von großen Mengen - vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt - abwickeln.

STRATEGISCHE POSITIONIERUNG

Wir wollen sowohl mit dem traditionellen Zuckergeschäft als auch mit den weiteren Geschäftsfeldern die sich ergebenden Chancen nutzen; dies kann durch organisches Wachstum, Kooperationen wie auch Akquisitionen erfolgen. Unser Ziel ist es dabei, in den von uns besetzten Geschäftsfeldern die Nummer 1 oder eine starke Nummer 2 zu sein. Bedeutend hierfür sind auch die Cashflow-Kraft des Unternehmens und ein Investment-Grade-Rating, das uns einen guten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten sichert. Mit der breiten Basis unseres Portfolios sowie einer Diversifizierung in verschiedenen Regionen und Märkten sorgen wir für ein ausgeglichenes Risikoprofil. Dabei steht eine solide Finanzierungsstrategie immer im Fokus.

KÜNFTIGE AUSRICHTUNG IM SEGMENT ZUCKER

Alle Akteure in der Wertschöpfungskette Zucker müssen sich darauf einstellen, dass Mengen- und Preisschwankungen nach dem Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreisen und Quote am 30. September 2017 noch stärker als bisher auf den EU-Zuckermarkt wirken. In diesem veränderten Marktumfeld sieht sich Südzucker als Europas größter Anbieter von Rübenzucker mit leistungsfähigen Fabriken in den wettbewerbsfähigsten europäischen Rübenanbaugebieten in einer guten Position. Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wird Südzucker die Kosten- und Logistikstrukturen im Zuckersegment kontinuierlich verbessern. Dazu gehört auch, dass die bestehenden Rübenzuckerfabriken entsprechend ihrer Potenziale voll ausgelastet werden, um Skaleneffekte zu realisieren. Ausgehend von der Produktion in den europäischen Kernmärkten und damit der Nähe zu den Industriekunden und den wichtigsten Zuckerverbrauchsmärkten ist Südzucker bereits heute in der Lage, Kunden in ganz Europa mit Zuckerprodukten kostenoptimal zu beliefern. Ergänzt wird die Produktpalette durch Roh- und Weißzuckerimporte sowie Stärkeverzuckerungsprodukte.

WELTMARKT BIETET WACHSTUMSCHANCEN

Bereits heute ist absehbar, dass die weltweite Zuckerproduktion den steigenden Verbrauch nicht zu den herrschenden niedrigen Weltmarktpreisen bedienen kann. Dadurch werden sich positive Auswirkungen auf die Preise ergeben.

Durch die Aufhebung der Exportbeschränkungen für den europäischen Rübenzucker ab Oktober 2017 wird künftig auch der Exportmarkt wieder Chancen für das Segment Zucker bieten. So wurde der Weltmarkt vor den Exportrestriktionen im Jahr 2006 mit bis zu 6 Mio. t europäischem Weißzucker pro Jahr versorgt. Allgemein wird damit gerechnet, dass der weltweite Zuckerverbrauch weiterhin um durchschnittlich 2 % bis 3 % pro Jahr steigt - von derzeit 180 Mio. t auf etwa 200 Mio. t im Jahr 2020. Ein solches Mengenwachstum bietet Südzucker weitere Vermarktungschancen, von denen wir auch durch die Zusammenarbeit mit dem britischen Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., London, profitieren.

GEZIELTE INVESTITIONEN

Zur Sicherung des zukünftigen Wachstums werden wir die Geschäftsfelder weiter stärken, die in geringerem Maße von Schwankungen der Zucker- und Bioethanolmärkte betroffen sind. Zwar werden Ersatzinvestitionen und Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Zuckerund Ethanolbereich unverändert fortgeführt, Neuinvestitionen werden vornehmlich außerhalb dieser Bereiche umgesetzt. ungeachtet dessen halten wir uns die Möglichkeit offen, Wachstumschancen im Bereich Zucker durch Akquisitionen wahrzunehmen.

MITARBEITER TRAGEN DEN ERFOLG

Die Mitarbeiter im Unternehmen sind wichtige Säulen des Erfolgs. Gelebt und getragen wird der Erfolg des Unternehmens durch die fachliche Kompetenz, die Erfahrungen, die sozialen Fähigkeiten und das Engagement unserer weltweit rund 18.500 Mitarbeiter. Die verschiedenen Maßnahmen der Personalpolitik werden so eingesetzt, dass sie die Strategie des Unternehmens stützen und die Mitarbeiter in die Position versetzen, unter den sich verändernden Rahmenbedingungen erfolgreich zu agieren.

NACHHALTIGKEIT ALS BESTANDTEIL DER UNTERNEHMENSSTRATEGIE

Südzucker ist seit der Unternehmensgründung im 19. Jahrhundert ein der Landwirtschaft und damit der Natur stark verbundenes Unternehmen, das agrarische Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten für Ernährungsindustrie, Endverbraucher und industrielle Anwendungen veredelt. Daher ist Nachhaltigkeit, bei der Umwelt, Sozial- und Wirtschaftsbedürfnisse im Einklang stehen, traditionell ein fester und gelebter Bestandteil der Unternehmensstrategie. Auch bei den großen Lebensmittelherstellern gehört Nachhaltigkeit zu den wichtigen Unternehmenswerten, die zunehmend die Einkaufsentscheidungen von Zucker beeinflussen.

VOM ROHSTOFF ZUM FERTIGEN PRODUKT

Wir wollen unser Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt im Sinne der Nachhaltigkeit ausrichten.

ROHSTOFFE

Ressourcenschonender Umgang mit der Natur beginnt bereits bei der sorgfältigen Auswahl der agrarischen Rohstoffe, wie z.B. Zuckerrüben, Getreide, Chicorée und Früchte. Deshalb stellt Südzucker hohe Qualitätsanforderungen an die Rohstofflieferanten. Am Beispiel Zuckerrübe lässt sich deutlich zeigen, dass durch gemeinsame Wissens- und Forschungsplattformen von Landwirten, eigener Forschung, Bodengesundheitsdienst und wissenschaftlichen Institutionen, wie z. B. dem Institut für Zuckerrübenforschung in Göttingen oder dem International Institute for Beet Research, Anbau- und Erntemethoden optimiert werden. So können die Landwirte zu Themen wie z.B. Bodenbearbeitung, Auswahl des Saatguts, Düngung, Pflanzenschutz und Bodenfruchtbarkeit umfassend beraten werden und der Zuckerrübenanbau kann im besten Sinne der Nachhaltigkeit stets effizienter und wettbewerbsfähiger werden.

Die bei Südzucker verwendeten agrarischen Rohstoffe entstammen überwiegend europäischer Produktion. Sie erfüllen die für landwirtschaftliche Erzeugung in der EU geltenden Grundsätze der Cross Compliance mit den entsprechenden Auflagen für die Landwirtschaft, um einen nachhaltigen Anbau von agrarischen Rohstoffen zu gewährleisten. Darüber hinaus stellen spezifische Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe sicher, dass der Anbau der Biomasse für die Bioenergiegewinnung nicht auf schützenswerten Flächen oder zulasten der biologischen Vielfalt erfolgt.

PRODUKTION

Nachhaltigkeit und Qualitätsführerschaft verwirklicht Südzucker auch bei der Verarbeitung der agrarischen Rohstoffe zu Zucker, Futtermittel, funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung, Bioethanol, Stärke- und Fruchtprodukten. Hier stehen ein effizientes Qualitätsmanagement und die ständige Weiterentwicklung der Produktionstechnologien sowie die kontinuierliche Verbesserung der Produktionsprozesse und der zugehörigen Lieferketten hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen und ihrer Energieeffizienz im Mittelpunkt.

Ziel ist die vollständige Verwertung der verwendeten Rohstoffe. Aus Zuckerrüben erzeugen wir zum Beispiel neben dem Zucker ebenso Zuckerrübenschnitzel, Carbokalk und Melasse. Die Zuckerrübenschnitzel werden als Futtermittel bzw. als Rohstoff zur Erzeugung von Energie aus erneuerbarer Quelle verwendet, Carbokalk als Kalkdüngemittel in der Landwirtschaft und Melasse sowohl als Futtermittel als auch als Rohstoff für die Fermentationsindustrie zur Herstellung von z. B. Hefe, Ethanol oder Zitronensäure.

Neben der Verwendung der erzeugten Futtermittel und Düngemittel in der Landwirtschaft stellen wir für anfallende Produktionsrückstände Stoffkreisläufe mit der Landwirtschaft her. Ackerbodenreste, die den angelieferten Zuckerrüben anhaften und bei der Reinigung der Zuckerrüben abgetrennt werden, bringen wir auf landwirtschaftliche Flächen zurück.

Bei der Produktion zeichnet sich Südzucker durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen aus. So führen z. B. Kraft-Wärme-Kopplung und mehrfache Energienutzung zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. Ein zentraler Baustein im betrieblichen Umweltschutz ist für uns die Steigerung der Energieeffizienz unserer Produktionsprozesse. Damit reduzieren wir den Brennstoffbedarf und senken gleichzeitig die Emissionen von Luftschadstoffen und klimarelevanten Treibhausgasen. Zur Rübenkampagne 2014 wurden beispielsweise an den Standorten Ochsenfurt und Rain Niedertemperaturtrocknungsanlagen zur Vortrocknung der Zuckerrübenschnitzel mit bislang ungenutzter Abwärme in Betrieb genommen.

In der Bioethanolanlage im belgischen Wanze wird in einem weltweit bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie durch Nutzung der Schalen des angelieferten Weizenkorns erzeugt. Im Rahmen der REDCert-Zertifizierung der Bioethanolanlagen gemäß den Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnungen wird sichergestellt, dass mindestens 35 % - ab 2017 sogar 50 % - der Treibhausgase im Vergleich zu konventionellem Benzin eingespart werden. Ein zweites Biomassekraftwerk wurde bei BENEO in Chile gebaut und inzwischen in Betrieb genommen.

Unsere Produktionsanlagen zeichnen sich dadurch aus, dass wir den erforderlichen Frischwasserbedarf möglichst durch Kreislaufführung, durch die das eingesetzte Wasser mehrfach genutzt wird, auf ein Minimum reduzieren.

Durch die Entwicklung und Einführung innovativer Produktionsverfahren leistet Südzucker einen Mehrwert für die Umwelt. In integrierten Anlagenkonzepten stellen wir aus Getreide und Zuckerrüben Ethanol sowie proteinreiche Lebens- und Futtermittel her. Auch das dabei bei der alkoholischen Gärung entstehende biogene Kohlendioxid wird genutzt, z.B. als Kohlensäure in der Getränkeindustrie. Um weitere Absatzmärkte für das verflüssigte Kohlendioxid aus der Bioethanolanlage zu erschließen, forschen wir an dessen Nutzung zur Erzeugung von Algenbiomasse und für die Herstellung von Bioplastik.

An den Produktionsstandorten von Südzucker AG, BENEO-Palatinit GmbH und CropEnergies Bioethanol GmbH wird derzeit ein Energiemanagementsystem nach der internationalen Norm ISO 50001 eingeführt. Die Zertifizierung ist für Juni 2015 vorgesehen. Ziel ist die Einsparung von Energie und die Reduzierung von Treibhausgasemissionen.

Über Lebenszyklusanalysen ermittelt Südzucker die Umweltwirkungen der Lieferketten, um so auch dort auf die Reduktion insbesondere der Treibhausgasemissionen hinwirken zu können. Ein Schwerpunkt ist hierbei der Anbau der verwendeten agrarischen Rohstoffe. Im wallonischen Teil Belgiens führen wir ein segmentübergreifendes Projekt mit großer Bedeutung durch: Für die Produktionsstandorte der Segmente CropEnergies, Spezialitäten und Zucker einschließlich deren Lieferketten ermitteln wir Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz und setzen diese um.

QUALITÄT

Nachhaltigkeit bei Südzucker zeigt sich auch durch die Qualität und Sicherheit der hergestellten Produkte. Hohe technische Standards, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement (ISO 9001: 2008, ISO 22000: 2005, GFSI-äquivalente Standards, GMP+ International, Qualität & Sicherheit) werden konsequent eingehalten.

SAI-LEITLINIEN

Südzucker hat sich 2014 zusammen mit den Zuckerrübenanbauern dazu entschieden, schrittweise in den kommenden Jahren die Leitlinien der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) in der Südzucker-Gruppe umzusetzen. Die SAI-Leitlinien legen umfassend die Bedingungen für eine aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht nachhaltige Landwirtschaft fest. Ziel ist es, die seit Jahrzehnten praktizierte Weiterentwicklung der guten landwirtschaftlichen Praxis im Zuckerrübenanbau konsequent fortzuführen und systematisch zu dokumentieren. Zudem beteiligt sich Südzucker an der Nachhaltigkeitsplattform EcoVadis. Mit EcoVadis gibt Südzucker ihren Kunden einen Überblick zu wichtigen Nachhaltigkeitsparametern, z. B. in den Bereichen Umwelt, Personal, Gesundheit/Sicherheit am Arbeitsplatz, faire Geschäftspraktiken und Einkauf.

SOZIALE VERANTWORTUNG

Ein weiterer Aspekt nachhaltigen Handelns ist die Übernahme sozialer Verantwortung. Verankert ist die soziale Verantwortung unter anderem in einem Verhaltenskodex zur Corporate Social Responsibility, der bei Südzucker seit 2011 gilt. Dieser basiert auf einer entsprechenden Vereinbarung der europäischen Zuckerindustrie, die sich grundsätzlich zu Themen wie Menschenrechte, Ausbildung und Schulung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen und dem Verhältnis zwischen den Sozialpartnern positioniert.

UNSERE LEITLINIEN

In unseren Geschäftsfeldern wollen wir Maßstäbe setzen und im fairen Wettbewerb weiterhin durch Innovation, Qualität, Service und Zuverlässigkeit erfolgreich sein.
Dabei sind unsere Compliance-Unternehmensgrundsätze einzuhalten.
Nachhaltigkeit bestimmt traditionell unser Handeln - beginnend bei der landwirtschaftlichen Produktion des Rohstoffs über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.
Wir wollen ein verantwortungsvoller Arbeitgeber sein, der die Potenziale seiner Mitarbeiter fördert und deren individuelle Persönlichkeiten schätzt und achtet.
Unsere Erfahrung und das Know-how in Vermarktung, Vertrieb und Logistik machen uns zu einem verlässlichen Partner für unsere Kunden.
Die Innovationskraft der Südzucker-Gruppe stärken wir mit der konzerninternen Kompetenz im Bereich Forschung und Entwicklung, aber auch mit Kooperationen.
Auf dem Kapitalmarkt stehen wir für Transparenz und einen offenen Dialog mit allen Kapitalmarktteilnehmern.

Wir schaffen Werte für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung

Konzernstruktur und Unternehmenssteuerung

KONZERNSTRUKTUR

Die Südzucker AG, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Mannheim, ist die Muttergesellschaft der Südzucker-Gruppe und gleichzeitig die größte operative Gesellschaft. In den Konzernabschluss sind - neben der Muttergesellschaft Südzucker AG - 157 (1 59) Gesellschaften einbezogen, bei denen die Südzucker AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Die Equity-Bewertung wurde bei 1 5 (1 5) Gesellschaften angewendet. Weitere Details zu Beteiligungen finden sich ab 82 "Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB" des Anhangs in diesem Geschäftsbericht.

Die Südzucker-Gruppe umfasst die vier Segmente Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Dabei sind die Segmente Zucker, Spezialitäten und Frucht in insgesamt 13 Divisionen untergliedert, die das operative Geschäft steuern. Das Segment CropEnergies wird als eigenständige Unternehmenseinheit geführt.

Konzernfunktionen werden in den Bereichen Betriebswirtschaft/Controlling, Einkauf Hilfs- und Betriebsstoffe, Einkauf Investitions-, Instandhaltungsgüter und Dienstleistungen, Finanzen und Rechnungswesen, Forschung/ Entwicklung/Services, Futtermittel/Nebenprodukte, Ingenieurwesen, Investor Relations, Landwirtschaftliche Forschung, Lebensmittelrecht/ Verbraucherpolitik/ Qualitätssicherung, Liegenschaften/

Versicherungen, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation/IT, Personal, Recht, Revision, Steuern, Strategische Unternehmensplanung/Konzern-entwicklung/Beteiligungen, Zucker/Verkauf, Zucker/Produktion sowie Zucker/Rübe von den entsprechenden Geschäftsbereichen/Zentralabteilungen wahrgenommen. Daneben sind administrative Aufgaben in Shared-Finance-Centern sowie Forschungsaktivitäten an mehreren Forschungsstandorten zusammengefasst.

SEGMENT ZUCKER

Das Segment Zucker umfasst den Geschäftsbereich Zucker mit den vier Divisionen in Belgien (Raffinerie Tirlemontoise S.A., Tienen), Deutschland (Südzucker AG, Mannheim), Frankreich (Saint Louis Sucre S.A., Paris) und Polen (Südzucker Polska S.A., Wroclaw) sowie den Vertriebsgesellschaften in Griechenland, Großbritannien, Italien und Spanien. In der Division AGRANA Zucker ist die Zuckerproduktion in Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammengefasst. Des Weiteren bestehen die Divisionen Zuckerproduktion in Moldau (Südzucker Moldova S.A., Chisinau) und Landwirtschaft (Südzucker AG, Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte, Agrar und Umwelt AG Loberaue, Rackwitz). At Equity einbezogen werden das britische Handelshaus ED&F Man Holdings Limited, die Studen-Gruppe (einschließlich Zuckerproduktion in Bosnien) und das italienische Vertriebs-Joint-Venture Maxi S.r.l.

SEGMENT SPEZIALITÄTEN

Das Segment Spezialitäten beinhaltet die vier Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe und Stärke. BENEO produziert und vermarktet Inhaltsstoffe aus verschiedenen Rohstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung mit ernährungsphysiologischen und technologischen Vorzügen. Die Freiberger-Gruppe ist Produzent von tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlten Pasta-Gerichten und Snacks mit klarem Fokus auf das Handelsmarkengeschäft. Die PortionPack-Europe-Gruppe ist spezialisiert auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von Portionsartikeln. Die Division Stärke umfasst das Stärke- und Bioethanolgeschäft der AGRANA mit der österreichischen Kartoffel-, Mais- und Weizenstärkeproduktion, der Maisstärkefabrik in Rumänien sowie der Bioethanolproduktion in Österreich. Der Division Stärke ist außerdem die Investition der Südzucker AG in den Bau einer Weizenstärkeproduktionsanlage am Standort Zeitz zugeordnet. Die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe in Ungarn werden at Equity einbezogen.

SEGMENT CROPENERGIES

Die Bioethanolaktivitäten der Südzucker-Gruppe an den vier Produktionsstandorten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien sowie die Handelsaktivitäten in Brasilien und Chile sind im Segment CropEnergies gebündelt und werden als börsennotierte AG geführt. CropEnergies ist einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für den Kraftstoffsektor in Europa sowie von Futtermitteln. Zudem ist CropEnergies zu 50 % an der CT Biocarbonic GmbH beteiligt, die in Zeitz seit 2010 eine Produktionsanlage zur Herstellung von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität betreibt; diese Gesellschaft wird at Equity einbezogen.

SEGMENT FRUCHT

Das Segment Frucht umfasst die beiden Divisionen Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) und Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice). Die weltweit tätigen Unternehmen des Segments Frucht beliefern internationale Lebensmittelkonzerne vor allem aus der Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und alkoholfreien Getränkeindustrie.

UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Der Vorstand der Südzucker AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung für den Vorstand bestimmt die nähere Ausgestaltung der Vorstandsarbeit. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der Südzucker AG für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.

Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und wirkt auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) hin. Er sorgt zudem für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen.

Die Leitungsorgane auf Ebene der Segmente/Divisionen führen die Geschäfte im Rahmen der nationalen gesetzlichen Vorschriften sowie konzerninterner Richtlinien und Vorgaben. Im Rahmen einer Matrixorganisation werden sie von zentralen Konzernfunktionen, die mit einem fachlichen Weisungsrecht ausgestattet sind, unterstützt und beraten.

WERTMANAGEMENT

Im Mittelpunkt der Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Im Rahmen des Wertmanagements strebt Südzucker in den Segmenten und Divisionen an, mit der Rendite auf das eingesetzte Kapital eine Prämie über die Kapitalkosten hinaus zu erzielen und hierdurch einen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen.

Zur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt Südzucker ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet darauf aufbauend zentral definierte Kennzahlen an; wesentliche Kennzahlen sind das operative Ergebnis und die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Für die Südzucker AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches bilden dagegen die Größen Umsatzerlöse, Betriebsergebnis (HGB) und die Nettofinanzschulden die finanziellen Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung.

Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung um das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen bereinigt. Das eingesetzte Kapital (Capital Employed) umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- und Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE) entspricht dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Südzucker ermittelt die Kapitalkosten für das eingesetzte operative Vermögen als Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Kapitalkosten werden für die Segmente und Divisionen spezifiziert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Außer diesen finanziellen Leistungsindikatoren sind für die Südzucker-Gruppe derzeit keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren steuerungsrelevant.

FINANZMANAGEMENT

Die Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment-Grade-Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsinstrumenten sicherstellt. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Finanzinstrumenten wie Hybrid-Eigenkapital, Anleihen, Schuldscheindarlehen und bilaterale Bankkreditlinien. Zur unterjährigen Finanzierung der der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden vorrangig durch die Nutzung des Commercial-Paper-Programms von insgesamt 600 Mio. € sowie syndizierter Kreditlinien gewährleistet.

Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an den für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Faktoren. Die im Finanzmanagement von Südzucker verwendeten Kenngrößen für die Kapitalstruktur sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme).

Forschung und Entwicklung, Produktsicherheit, Qualitätsmanagement

ÜBERBLICK/SCHWERPUNKTE

Die Arbeiten im Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Services der Südzucker AG werden gruppenweit und länderübergreifend für die verschiedenen Segmente und Geschäftsfelder durchgeführt. Dadurch können Synergien genutzt werden. Ausgehend von den agrarischen Rohstoffen über die Prozesstechnologie zur Gewinnung und Weiterverarbeitung unserer Produkte bis hin zu anwendungstechnischen Konzepten für Kunden werden Themen der gesamten Wertschöpfungskette intensiv bearbeitet.

Der Fokus liegt auf der Entwicklung neuer Produkte für den Nahrungsmittelbereich, der Erarbeitung von Konzepten für Lebensmittel und Lebensmittelzutaten, der Verbesserung der Produktqualitäten, der Erweiterung und Optimierung von bestehenden Produktlinien sowie der energetisch effizienten Gestaltung der Verarbeitungsprozesse. Für den Non-Food-Bereich werden maßgeschneiderte Produktkonzepte unter Verwendung von Kohlenhydraten entwickelt und bereitgestellt. Ein weiteres Aufgabengebiet ist die Entwicklung von Produktkonzepten für Futtermittelzutaten.

Bestehende Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und anderen Unternehmen zur Ergänzung der eigenen Arbeit wurden vertieft und ermöglichen eine schnellere Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis.

Die Aufgaben im Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Services werden in der Südzucker AG von 146 (146) Mitarbeitern wahrgenommen; der Aufwand für Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistungen betrug 2014/15 insgesamt 18.074 (19.037) Tsd. €.

Nachfolgend werden wesentliche Arbeiten aus den verschiedenen Bereichen dargestellt.

ZUCKER UND ZUCKERBASIERTE SPEZIALITÄTEN

PROZESSTECHNOLOGIE

Im Vordergrund der Prozesstechnologie stehen weiterhin - insbesondere auch aufgrund längerer Kampagnen -wachsende Anforderungen an die Aufarbeitung der Rohstoffe und die Produktqualität. Dazu gehört beispielsweise die Reduzierung von Zuckerverlusten durch Anpassung von Prozessparametern im Bereich der Extraktion. Durch Prozessanpassungen in der Saftreinigung konnten Engpässe im Zuckerhaus verhindert werden, bei gleichzeitig positiven Auswirkungen auf die Zuckerqualität. Durch gezielte Eingriffe in den Kristallisationsprozess konnten Qualitätsparameter deutlich verbessert werden. Die Einhaltung des hohen technologischen Standards in den Fabriken sowie die konsequente energetische Optimierung sind weitere Themen, die gruppenweit verfolgt werden. Die erheblichen Energieeinsparungen und Emissionsminderungen durch die Installation von Niedertemperaturtrocknungsanlagen konnten messtechnisch belegt werden.

FONDANT/KARAMELL/COMPRI-ZUCKER

Die Rezepturen sowie die entsprechenden Produktionsprozesse der verschiedenen Produktgruppen werden in Zusammenarbeit mit Kunden entsprechend den Marktanforderungen weiterentwickelt. Im Fokus stehen dabei weiterhin funktionelle Eigenschaften ebenso wie die Clean-Label-Auslobung.

FUNKTIONELLE LEBENSMITTELZUTATEN

Ernährungsphysiologische Aspekte

Die ernährungswissenschaftliche Forschung konzentriert sich auf die Untermauerung der physiologischen Eigenschaften und gesundheitsbezogenen Aussagen zu den Produkten der BENEO-Gruppe.

PALATINOSE™

Bei Palatinose™ steht der Nachweis der Wirkung auf den Energie- und Fettstoffwechsel sowie das Körpergewicht im Mittelpunkt. Die gute Akzeptanz und Toleranz von Palatinose™ als Kohlenhydratkomponente im Bereich Babynahrung wurde bestätigt. Ferner konnte gezeigt werden, dass eine verlängerte Blutglukose- und Energiefreisetzung aus Palatinose™ auch in weiteren komplexen Lebensmitteln wie Backwaren und Cerealien stattfindet. Damit erweitern sich die Anwendungsmöglichkeiten für Palatinose™.

INULIN

Aufgrund neuer Studienergebnisse hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) einen Health-Claim-Antrag zum Einfluss von Inulin auf die Darmtätigkeit positiv bewertet. Dies ermöglicht die Genehmigung eines entsprechenden Claims durch die EU-Kommission und ebnet den Weg für neue Anwendungen in Lebensmitteln. Weitere Studien bestätigen die positive Wirkung von Orafti® Oligofruktose auf das Sättigungsgefühl und die damit verbundene Verringerung der Kalorienzufuhr.

Anwendungstechnologie/Produkt- und Prozessentwicklung

GALENIQ™

Die wissenschaftlichen Untersuchungen zum sensorischen Profil von galenIQTM wurden fortgesetzt. Aufgrund der Eigenschaften von galenIQTM steht die Verwendung in Tabletten, dragierten Produkten und Sirupen im Vordergrund von kunden- und anwendungsorientierten Entwicklungen.

INULIN

Produktkonzepte zur Anwendung von Inulin in Backwaren, Milchprodukten und Cerealien wurden weiterentwickelt und in Rezepturen umgesetzt, die eine Optimierung der Textur, des Geschmacksprofils und des Aussehens ermöglichen. Spezielle Konzepte zu Inulin-basierten fettreduzierten Formulierungen von Backwaren, Milchprodukten und Cerealien konnten erfolgreich umgesetzt werden. Das texturierende Verhalten von Inulin in Getränken wird wissenschaftlich untersucht.

ISOMALT

Die technologischen Vorteile von Isomalt in Kaugummi wurden weiter verfeinert. So kann Isomalt in der Kaugummimasse von dragierten Kaugummis, Streifenkaugummis und flüssig gefüllten Kaugummis eingesetzt werden.

PALATINOSE™

Die Schwerpunkte der anwendungstechnischen Entwicklung von Palatinose™ lagen im Bereich der verpackten Backwaren. Das Konzept für nichtklebrige Glasuren auf der Basis von Palatinose™ und Zucker wurde auf weiß deckende Anwendung erweitert. Diese Glasuren eignen sich vor allem, um die Haltbarkeit von verpackten Backwaren zu verlängern und deren Klebrigkeit zu reduzieren.

REISSTÄRKE

Die Entwicklungen zur Herstellung funktionaler Reisstärken und Reismehle wurden fortgeführt. So konnten die Eigenschaften von nativen Reisstärken bzw. Reismehlen durch ausschließlich physikalische Behandlung so verbessert werden, dass ihr Anwendungsprofil dem von chemisch modifizierten Stärken entspricht. Damit sind diese Stärken für Clean-Label-Produkte von Interesse. Mit der Übertragung dieser Technologie in den Produktionsmaßstab wurde begonnen. Um die texturgebenden Eigenschaften von Reisstärke insbesondere in fermentierten Milchprodukten zu optimieren, wurde eine wissenschaftliche Untersuchung begonnen.

GLUTEN

Die Prozesse zur Herstellung von Gluten wurden weiter optimiert. Ausgehend von Gluten und Reisstärke konnte ein neues Produkt entwickelt werden, das als texturiertes Protein für das Anwendungsgebiet Fleischersatz in den Markt eingeführt wird.

Stärke

ROHSTOFF

Um konventionell gezüchtete spezielle Weizensorten im Hinblick auf ihre Eignung zur Gewinnung und Verwendung der enthaltenen Stärke zu erforschen, wurde gemeinsam mit einem Züchter ein Projekt initiiert.

FOOD

Die Entwicklungsarbeiten im Bereich Lebensmittelstärken konzentrierten sich vorwiegend auf das Bio-Segment. Für die Herstellung von fettreduzierten Bio-Feinkostprodukten, wie z. B. Bio-Mayonnaisen, -Saucen und -Dressings wurde eine kaltquellende Bio-Stärke entwickelt. Eine weitere Innovation stellt ein neu entwickeltes Stärkeprodukt dar, mit dem eine fettähnliche Textur zu erzielen ist, die vor allem in fettreduzierten süßen Aufstrichen wie beispielsweise Nuss-Nougat-Creme oder Schokocreme eingesetzt werden kann.

NON-FOOD

Der Trend zur Verwendung von nachwachsenden, ökologischen Produkten wird auch im Bereich technische Stärkeanwendungen verfolgt. So ermöglicht die Entwicklung von modifizierten Stärken in den Bereichen Papier, Klebstoff und Textil die Substitution von synthetischen, erdölbasierenden Produkten. Neben dem ökologischen Vorteil sind diese neuen Stärken für den Markt auch ökonomisch sehr interessant. Ein weiterer vielversprechender Bereich sind Biokunststoffe. Hier konnten spezielle thermoplastische Stärken für den breiten Bereich der Folienanwendung entwickelt werden. Kostenoptimierung bei gleichbleibender Qualität ist im Additivbereich der Trockenmörtel ein wesentliches Thema. Durch neue Rohstoffkombinationen und entsprechende Modifizierung konnten den interessierten Verarbeitern neue Produkte angeboten werden.

BIOETHANOL

CropEnergies verfolgt weiterhin intensiv das Ziel, ein möglichst breites Spektrum an Rohstoffen zur Fermentation in den Produktionsanlagen einzusetzen. In diesem Zusammenhang stand die Evaluierung neuer kommerziell verfügbarer Enzyme und Hefen bei den biotechnologischen Prozessschritten im Vordergrund. So wurde z. B. bei Ensus in Wilton/Großbritannien die Einstellung unterschiedlicher Reaktionsparameter sowie die Auswirkungen verschiedener Enzyme und Enzymmischungen im Bereich des Stärkeaufschlusses untersucht und die Ergebnisse erfolgreich umgesetzt. Ebenfalls im Fokus stehen die Identifizierung und Umsetzung von Energieeinsparpotentialen. Dabei werden Weiterentwicklungen bei Prozessoptimierung und -anpassung jeweils auf die verschiedenen Anlagen der Crop-Energies-Gruppe übertragen und so Synergiepotenziale genutzt. Die Anforderungen rund um die Erweiterung um eine Glutenlinie in Wanze/Belgien sowie die Vorbereitung auf die Inbetriebnahme der Extra-Neutralalkohol-Anlage wurden erfolgreich umgesetzt.

Neben der Bearbeitung von verkaufsunterstützenden Fragestellungen wurden der Normungsprozess von Ethanol und ethanolhaltigen Kraftstoffen auf deutscher und europäischer Ebene sowie Forschungsarbeiten, die den Einsatz von höheren Ethanolanteilen im Kraftstoff ermöglichen, unterstützt. Im Fokus steht die verbesserte Energieeffizienz solcher Kraftstoffe im Vergleich zu den bekannten Ottokraftstoffen.

FRUCHT

Das im Jahr 2013/14 langfristig angelegte Projekt zur kontinuierlichen Qualitätssteigerung in den einzelnen Teilbereichen der Wertschöpfungskette von Fruchtzubereitungen wurde konsequent weiter verfolgt. Die kundenorientierte Innovationsstrategie hilft dabei, die einzelnen Teilprojekte marktnah zu definieren. Ziel ist die Erhaltung der natürlichen Textur der Fruchtstücke bei gleichzeitiger Wahrung fruchteigener Aromen und Farben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Optimierungen von Frucht-Rohmaterialien im großtechnischen Maßstab realisiert. Im Bereich Produktentwicklung lag der Forschungsschwerpunkt auf alternativen, sogenannten Clean-Label-Stabilisationssystemen sowie auf der Verbesserung der Fruchtstückqualität im Speiseeis.

Die Zusammenarbeit mit Anlagenbauern von Abfüll- und Dosiereinheiten wurde fortgeführt, um die gemeinsamen Kunden bei Problemlösungen zu unterstützen, aber auch um neue Entwicklungen vorantreiben zu können.

Neue Technologien

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Rahmen der neu etablierten Protein-Plattform konzentrieren sich auf die effiziente Nutzung von proteinhaltigen Nebenströmen der Bioethanolproduktion, wie z. B. Gluten, Distillers Dried Grains with Solubles (DDGS) und Condensed Distillers Solubles (CDS). Südzucker forscht an der Entwicklung neuer Prozesse und Prozesstechnologien in integrierten Bioraffinerien, um neue werthaltige Proteinprodukte zu gewinnen und auch die Wertschöpfung von bestehenden Proteinprodukten zu erhöhen. Ziel ist auch die Entwicklung neuartiger Proteinprodukte für Lebensmittel und Tierfutter, die die hohen Anforderungen bezüglich Qualität und anwendungstechnologischer Funktionalität erfüllen.

Die Nutzung von CO2 aus der Bioethanolherstellung zur Erzeugung von Algenbiomasse ist ein weiteres Thema, das im Rahmen des Bioraffineriekonzepts intensiv verfolgt wird. In dem von der deutschen Bundesregierung geförderten Forschungsprojekt "Bioraffinerie auf Basis kohlenhydratreicher Algenbiomasse, Nutzung von Stärke und Protein" wird die Erzeugung von stärkehaltiger Algenbiomasse in geschlossenen Photobioreaktoren untersucht. Die wesentlichen Forschungsaktivitäten zur Algenkultivierung sowie zur Optimierung der Photobioreaktoren werden gemeinsam mit Partnern bearbeitet. Die so bereits erzeugte Algenbiomasse wurde verwendet, um unterschiedliche Methoden zum Aufschluss der Algenzellen zu testen und erste Wertprodukte zu isolieren.

Außerdem ist Südzucker an weiteren öffentlich geförderten Innovationsprojekten und Kooperationen mit den Themen CO2 als Rohstoffquelle, chemisch-katalytische Butanol-Gewinnung und Isosorbit-Herstellung beteiligt.

LANDWIRTSCHAFTLICHE FORSCHUNG

Der Schwerpunkt der konzernweit zusammengefassten landwirtschaftlichen Forschung liegt auf der wissenschaftlichen Unterstützung und Beratung für alle landwirtschaftlichen Rohstoffe innerhalb der Südzucker-Gruppe. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Zuckerrübe. Zu den Aufgaben zählen neben dem Wissenstransfer aus der Forschung in die landwirtschaftliche Produktion auch die Identifizierung und Bearbeitung zukünftiger Themen, wie z.B. neue Anbauverfahren, Fruchtfolgegestaltung, integrierter Pflanzenschutz, standort- und fruchtartangepasste Düngung, aber auch Ernteverfahren und Möglichkeiten der Lagerung. Neue Sorten mit hohem und stabilem Ertrag in Kombination mit Resistenzen gegen bedeutende Krankheiten und nicht zuletzt der bedarfsorientierte, integrierte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sind ein wesentlicher Bestandteil des praxisorientierten Feldversuchswesens. Ebenso wird an neu auftretenden Krankheitserregern geforscht, um Kontrollstrategien zu erarbeiten. Alle genannten Aktivitäten bilden die Grundlage für eine intensive Beratung mit dem Ziel der Effizienzsteigerung bei unseren Rohstofflieferanten.

PRODUKTSICHERHEIT UND SPEZIFIKATIONSMANAGEMENT

Die Implementierung weiterer harmonisierter Kriterien für Hilfsstoffe, Werkstoffe und Packmittel in den Segmenten Zucker und CropEnergies sowie der Division BENEO steht nach wie vor im Fokus konzernweiter Aktivitäten. So wurden verschiedene Anpassungen an regulatorische Entwicklungen und Kundenerwartungen vorgenommen.

Themen sind zum Beispiel die Einführung von Verpackungen, die europaweit den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, die Umsetzung standardisierter analytischer Monitoringprogramme oder die Harmonisierung von prozess- und produktionsspezifischen Informationen und deren konzernweite Bereitstellung.

Auch die Erarbeitung einer gemeinsamen Produktspezifikation für Gluten fällt in diesen Aufgabenbereich. Damit kann eine flexible Marktbedienung von mehreren Produktionsstätten unter einem Markennamen erfolgen.

Arbeiten für das Segment Zucker umfassen die jährlichen Monitoring-Berichte für Zucker, Sondersorten und Futtermittel sowie die Auswertung der Daten vor dem Hintergrund der HACCP-Reviews. Produktinformationen für Puderzucker, Karamellprodukte und Comprizucker wurden neu überarbeitet.

Bei CropEnergies wurden neben den Arbeiten für die Neutralalkohol-Anlage im Bereich der Futtermittel harmonisierte Monitoring-Pläne für Ensus, vergleichbar mit Zeitz und Wanze, implementiert.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Im Rahmen der Harmonisierung der Qualitätsmanagementsysteme im Segment Zucker wurde 2015 ein gruppenweites HACCP-Konzept für kristallinen Weißzucker implementiert. Dieses HACCP-Konzept orientiert sich an der weltweit gültigen ISO 220000 "Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheitskette". Damit ist für kristallinen Weißzucker eine einheitliche Vorgehensweise im Rahmen des HACCP-Konzepts sichergestellt.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der Südzucker AG 2.41 2 (2.352) Mitarbeiter beschäftigt.

Bei der Betrachtung der Beschäftigung nach Ländern sind im Südzucker Konzern keine wesentlichen Veränderungen festzustellen: Nach wie vor ist nahezu ein Viertel aller Mitarbeiter in Deutschland und etwas mehr als die Hälfte in anderen EU-Ländern beschäftigt. Knapp 10 % arbeiten für Gesellschaften der Gruppe in osteuropäischen Ländern, rund 16 % in anderen Ländern weltweit.

Der Diskussion um die Einführung einer Frauenquote insbesondere für Führungspositionen verschließt sich Südzucker nicht. In erster Linie spielen die Qualifikation, die Eignung sowie die Lern- und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter eine Rolle.

Bedingt durch die bereits in der Basisausbildung der so genannten MINT-Berufe gegebene niedrige Quote an weiblichen Studenten bzw. Auszubildenden ergibt sich zwangsläufig, dass der Anteil der weiblichen Beschäftigten in den Unternehmen der Südzucker-Gruppe insgesamt auf einem Niveau von rund 31 % liegt.

Darüber hinaus ist sich das Unternehmen bewusst, dass Diversity positive Implikationen für das Unternehmen hat. Gerade auch mit Blick auf die zunehmende Internationalisierung der Unternehmensgruppe ist eine gewisse Vielschichtigkeit in der Belegschaft gewünscht, was diese sollte jedoch nicht über Quoten oder Vorgaben gesteuert werden.

Schwerpunktmäßig in den Gesellschaften des Segments Zucker werden im Augenblick die Kostenstrukturen überprüft, auch mit entsprechenden Auswirkungen auf die Mitarbeiter in diesen Bereichen. Gerade jetzt, in Zeiten möglicher Umstrukturierungen ist Südzucker auf gut ausgebildete, motivierte und flexible Mitarbeiter angewiesen. Deshalb hat Aus- und Weiterbildung sowie Qualifikation weiterhin einen hohen Stellenwert beigemessen und es werden entsprechende Maßnahmen angeboten, um Perspektiven im Unternehmen zu bieten. Ein Schwerpunkt wurde zum Beispiel im Bereich der Verkaufstrainings - vor allem auf die Verbesserung des so genannten Beziehungsmanagements - gesetzt.

Insbesondere im technischen, naturwissenschaftlichen und agrarwissenschaftlichen Umfeld greifen die Trainee-Programme. Sie haben eine Dauer von 18 Monaten und beinhalten Stationen an verschiedenen Standorten in verschiedenen Ländern der Südzucker-Gruppe. Die Trainees werden in Projekte eingebunden, die sie zum Teil auch schon je nach Umfang eigenständig betreuen können. Begleitet werden die Aufenthalte durch Review-Meetings, in denen die jungen Trainees ihre Projekte vorstellen und Erfahrungen austauschen. In relativ kurzer Zeit lernen so die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen kennen. Auf diesem Wege wird ein wesentlicher Grundstein für erfolgreiche Nachwuchsarbeit gelegt und ein gewisser Grad an Unabhängigkeit gegenüber dem externen Arbeitsmarkt erreicht.

Ebenfalls unverändert wird auch auf die primäre Berufsausbildung gesetzt: Im vergangenen Jahr waren alleine bei der Südzucker AG 200 Auszubildende in insgesamt 11 Ausbildungsberufen beschäftigt. Die Ausbildungsquote liegt damit seit über 1 5 Jahren bei rund 10 %. Auch damit wird einem etwaigen Fachkräftemangel frühzeitig entgegengewirkt.

ALTERSSTRUKTUR UND BETRIEBSZUGEHÖRIGKEIT

Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich bei der Altersstruktur der Mitarbeiter keine wesentlichen Veränderungen ergeben, so dass sich hier weiterhin ein ausgeglichenes Bild zeigt. Auch bei der Betriebszugehörigkeit liegen die Werte auf Vorjahresniveau.

ARBEITGEBERATTRAKTIVITÄT

Weiter intensiviert wurden die Aktivitäten im Bereich der sozialen Medien. Hier stellt sich Südzucker der Bewertung von Arbeitnehmern, Praktikanten und Externen. Das erfolgreiche eingeführte E-Recruiting-Tool verstärkte die Interaktion zwischen Unternehmen und Bewerbern.

ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ

Unverzichtbar für den nachhaltigen Erfolg der Südzucker-Gruppe ist der hohe Stellenwert, den die Maßnahmen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einnehmen. So ist die Anzahl von Unfallereignissen vergleichsweise niedrig und die unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten befinden sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Erreicht wurde dieser Erfolg durch die Mitwirkung sowohl der Mitarbeiter als auch der Führungskräfte.

Die Maßnahmen in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz basieren auf einem Arbeitsschutzmanagementsystem, das die Vorgehensweisen bei der Gefährdungsermittlung, der Unfalluntersuchung und der Unterweisung definiert sowie Verantwortlichkeiten festgelegt. Instrumente zur Kommunikation von Arbeitsschutzzielen, Verbesserungsvorschlägen und Arbeitsschutzmaßnahmen wurden etabliert.

Einen besonderen Stellenwert nimmt die Unterweisung der Mitarbeiter ein. Dabei geht es nicht nur um die gesetzlich vorgeschriebenen wiederkehrenden Schulungen, sondern vor allem darum, das Thema Arbeitsschutz ständig im Gespräch und damit im Bewusstsein zu halten. Dafür werden jeden Monat Unterlagen zu einem Schwerpunktthema herausgegeben. Darüber hinaus werden an den Standorten Aktionstage zum Arbeitsschutz durchgeführt.

Zusätzlich ist jeder Mitarbeiter aufgefordert, Mängel oder Fehlverhalten direkt anzusprechen. Bevor mit einer Tätigkeit begonnen wird, gilt es, kurz innezuhalten und darüber nachzudenken, welche Gefährdungen bestehen und wie man sich schützen kann. Das wird unter dem Stichwort "Take two seconds - think two seconds" kommuniziert - sich Zeit nehmen, erst nachdenken und dann handeln. Dass die Südzucker-Mitarbeiter das Thema sehr engagiert angehen, zeigt zum Beispiel auch die Tatsache, dass der seit 2011 ausgelobte Förderpreis Arbeit-Sicherheit-Gesundheit der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie 2014 bereits zum zweiten Mal an Mitarbeiter im Werk Rain verliehen wurde.

BETRIEBLICHES VORSCHLAGSWESEN

Die Anzahl der in Deutschland bei Südzucker AG, CropEnergies AG und BENEO-Palatinit GmbH eingereichten Verbesserungsvorschläge ist wiederum leicht gestiegen. Dies, wie auch die Qualität der Vorschläge zeigen die hohe Motivation der Mitarbeiter, ihre Fachkenntnisse erfolgreich einzubringen und damit Prozesse effizienter zu gestalten sowie Kosten zu senken.

EUROPÄISCHER BETRIEBSRAT

Die jährliche Tagung des Euro-Betriebsrats, ein Gremium mit Vertretern der Konzerngesellschaften aus den Ländern Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik, fand am 10./11. Juli 2014 in Leipzig statt. Neben dem Austausch von Erfahrungen und der Diskussion von Themen mit länderübergreifendem Charakter stand die Besichtigung des CropEnergies-Standorts Zeitz auf dem Programm.

DANK DES VORSTANDS

Gerade jetzt ist Südzucker darauf angewiesen, dass jeder einzelne Mitarbeiter seinen Beitrag leistet, um diese für das Unternehmen schwierige Phase gut zu überstehen. Uns ist bewusst, dass dies ein Engagement weit über das normale Maß hinaus fordert. Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Südzucker-Gruppe, die im vergangenen Geschäftsjahr unter schwierigen Bedingungen mit vollem Einsatz für den Erfolg der Südzucker-Gruppe gearbeitet haben. Den Vertretern der Arbeitnehmer gebührt unser Dank für die konstruktive Zusammenarbeit, die sowohl die Vertretung der Interessen der Arbeitnehmer als auch das Wohl des gesamten Unternehmens berücksichtigt.

Corporate Governance

Im Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate-Governance-Bericht sind auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht:

www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Corporate-Governance-Bericht_Erklaerung_ zur_Unternehmensfuehrung

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Nachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 3 HGB.

ALLGEMEINES

Die Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die jeweils mit eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

VORSTAND

Der Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus fünf Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand mit Stand vom 3. Dezember 2013 geregelt.

Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung. Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG, Herr Johann Marihart, Limberg/Österreich, ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG. Der Finanzvorstand der Südzucker AG, Herr Thomas Kölbl, Speyer, ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG.

Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind Mitglieder oder Vorsitzende in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe.

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend - schriftlich und in den turnusmäßigen Sitzungen - über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 26. November 2009 in Kraft. Zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt.

ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Dem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung zwanzig Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Aktionären bzw. den Arbeitnehmern gewählt werden. Die derzeitigen Amtsperioden sind identisch: Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder läuft für die Zeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2017, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt. Der Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss, der über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügt, ist Frau Veronika Haslinger, Wien/Österreich. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.

DIVERSITY-ZIELE

Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 25. November 2010 und Bestätigung seitens des neu konstituierten Aufsichtsrats am 20. November 2012 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen:

Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Unabhängige
Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Personen, die besonders das Kriterium Internationalität verkörpern

Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Er hat insoweit kein konkretes Ziel festgelegt, da er seine Entscheidung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichtet.

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden.

Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden.

Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten:

Im Jahr 2012 fand die turnusmäßige Wahl der Arbeitnehmervertreter durch die Belegschaft und der Aktionärsvertreter durch die Hauptversammlung statt. Seither gehören dem Aufsichtsrat mindestens zwei und damit eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an (nicht unabhängig i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann). Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der Internationalität. Inzwischen gehören dem Aufsichtsrat vier Frauen an: Seit dem 1. bzw. 19. September 2013 zwei Frauen als von der Belegschaft gewählte Ersatzmitglieder auf Arbeitnehmerseite und seit der Wahl durch die ordentliche Hauptversammlung am 17. Juli 2014 zwei Frauen auf Aktionärsseite.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium sowie der Vermittlungsausschuss bestehen aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in der Fassung vom 26. November 2009, für den Prüfungsausschuss gilt darüber hinaus dessen Geschäftsordnung in der Fassung vom 21. Juli 2009. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.

Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben bzw. die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG per Internet zu beauftragen.

HAUPTVERSAMMLUNG 2015

Die Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung, die für den 16. Juli 2015 vorgesehen ist, sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Hauptversammlung zur Verfügung gestellt.

RISIKOMANAGEMENT

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der Südzucker AG und dem Management im Südzucker-Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risiko- und Chancenbericht dargestellt.

Corporate-Governance-Bericht

Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Der nachstehende Corporate-Governance-Bericht bezieht sich auf die Angaben gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 1 HGB. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG den gesetzlichen Vorschriften und den 2014 novellierten Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Rechnung.

Bei Südzucker ist eine wirkungsvolle Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet und ist bedeutende Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat.

Nach Ansicht von Südzucker ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 24. Juni 2014 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex wird mit den in der Entsprechenserklärung dargestellten Ausnahmen gefolgt.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2014

Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2014 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht www.suedzucker.de/de/Entsprechenserklaerung und hat folgenden Wortlaut:

"Vorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt haben am 20. November 2014 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben:

Mit folgenden Ausnahmen entsprach die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Kodex-Fassung vom 1 3. Mai 2013 und entspricht zukünftig den Empfehlungen in der Kodex-Fassung vom 24. Juni 2014:

ZIFFER 4.2.2 - VERTIKALVERGLEICH DER VORSTANDSVERGÜTUNG

Der Aufsichtsrat befasst sich pflichtgemäß mit der Angemessenheit der Vergütung des Vorstands. Er beachtet dabei auch das unternehmensinterne Lohn- und Gehaltsgefüge. Nach Überzeugung des Aufsichtsrats ist das in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 empfohlene formale Vorgehen nicht erforderlich, da es zu keiner Verbesserung der Entscheidungsqualität führt.

ZIFFER 4.2.3 - INHALT DER VORSTANDSVERTRÄGE

Die Vorstandsverträge enthalten insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile keine betragsmäßigen Höchstgrenzen (vgl. Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Sätze 6 und 7). Einen rückwirkenden Eingriff in die bestehenden Verträge erfordert der Kodex nach unserer Ansicht nicht. Ein solcher wäre für die Gesellschaft zudem weder einseitig durchsetzbar noch angemessen. Der Aufsichtsrat beabsichtigt auch zukünftig nicht, betragsmäßige Höchstgrenzen festzulegen, da sie die Flexibilität mindern, auf im Vornhinein nicht absehbare Entwicklungen eingehen und besondere Leistungen honorieren zu können.

Nach den mit den Vorstandsmitgliedern getroffenen Vereinbarungen besteht eine betriebliche Altersversorgung, die im Wesentlichen aus einem festen Anteil an der fixen Vergütung gebildet wird. Die Versorgungsanwartschaften und die entsprechenden Leistungen leiten sich dabei nicht von einem vorab definierten Versorgungsniveau ab, so dass den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 Abs. 3 derzeit nicht entsprochen wird. Es ist auch nicht beabsichtigt, das bestehende und aus Sicht des Aufsichtsrats angemessene Pensionssystem im Unternehmen zu ändern.

Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap (vgl. Ziffer 4.2.3 Abs. 4). Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen.

ZIFFER 4.2.4 UND 4.2.5 - INDIVIDUALISIERTE VORSTANDSVERGÜTUNG

Die Hauptversammlung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat zuletzt am 20. Juli 2010 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Daher sieht die Gesellschaft im Vergütungsbericht von Angaben zur Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ab.

ZIFFER 5.3.2 SATZ 3 - UNABHÄNGIGKEIT DES VORSITZENDEN DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES

Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Herr Dr. Jochen Fenner. Er ist zugleich Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungsgenossenschaft eG (SZVG), die mehrheitlich an der Gesellschaft beteiligt ist. Die angemessene Repräsentanz eines Mehrheitsaktionärs im Aufsichtsrat einer Gesellschaft und seinen Ausschüssen halten wir für sinnvoll. Nach unserer Überzeugung liegt die Ausübung des Amts als Vorsitzender des Prüfungsausschusses durch Herrn Dr. Jochen Fenner im Interesse der Gesellschaft und aller Aktionäre.

ZIFFER 5.3.3 - NOMINIERUNGSAUSSCHUSS DES AUFSICHTSRATS

Für die Einrichtung eines zusätzlichen Nominierungsausschusses, der die Kandidatenvorschläge des Aufsichtsrats vorbereiten soll, sehen wir keine Notwendigkeit. Es ist sachgerechter, dass - wie bisher - alle Aufsichtsratsmitglieder die Möglichkeit haben, gleichrangig an der Findung der Kandidaten für den Aufsichtsrat mitzuwirken.

ZIFFER 5.4.1 - DIVERSITY-ZIELE, ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat wird aber weiterhin die Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichten.

ZIFFER 5.4.6 - AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG

Die Satzung unserer Gesellschaft sieht - neben einer Festvergütung - eine erfolgsbezogene Vergütung des Aufsichtsrats vor, die dividendenabhängig gestaltet ist (vgl. Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2). Für diese Struktur spricht aus unserer Sicht insbesondere der Gleichlauf mit den Interessen der Aktionäre.

Wir weisen die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats aus (vgl. Ziffer 5.4.6 Abs. 3). Unseres Erachtens stehen die mit einem individualisierten Ausweis verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Auch eine Aufgliederung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten ist aufgrund der transparenten Vergütungsregelungen mit keiner zusätzlichen Aussagekraft verbunden. Dementsprechend enthalten der Corporate Governance-Bericht sowie Anhang und Lagebericht keine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge und keine Aufteilung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten."

VERGÜTUNGSBERICHT

VORSTAND

Das Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, variable Vergütungen, eine betriebliche Altersversorgung, die im Wesentlichen nach einem festen Anteil an der jährlichen Fixvergütung bemessen ist, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird seit Inkrafttreten des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung) durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Der durch das VorstAG geänderte § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Der gesetzlich geforderten Mehrjährigkeit wird dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende von drei vorangegangenen Geschäftsjahren zugrunde gelegt wird.

AUFSICHTSRAT

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG geregelt.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine Grundvergütung. Diese Grundvergütung besteht aus einer festen, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbaren Vergütung von 60.000,- € sowie einer variablen Vergütung von 500,- € für je angefangene 0,01 € ausgeschüttete Dividende auf die Stammaktie, die 0,50 € übersteigt. Bei der Berechnung der Vergütung werden steuerlich begründete Sonderdividenden nicht berücksichtigt. Der Vorsitzende erhält das Dreifache und dessen Stellvertreter sowie sonstige Mitglieder des Präsidiums erhalten das Anderthalbfache dieser Vergütung. Pro Ausschussmitgliedschaft erhöht sich die Grundvergütung um 25 %, für Ausschussvorsitzende um 50 %; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat und gilt nicht für die Mitgliedschaft im Präsidium und im Vermittlungsausschuss. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht.

Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand und Aufsichtsrat sind unter Ziffer (36) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Anhang zum Konzernabschluss angegeben.

VERMÖGENSSCHADEN-HAFTVERPFLICHTVERSICHERUNG

Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-Fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Die Selbstbehalte der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind in der D&O-Versicherung entsprechend angepasst.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15aWpHG

Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden der Südzucker AG durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte mitgeteilt.

Compliance

Nachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zu den Compliance-Unternehmensgrundsätzen gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 2 HGB.

COMPLIANCE-MANAGEMENT-SYSTEM

Compliance - also die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Dabei wird Compliance bei Südzucker nicht lediglich als Vorstandsaufgabe, sondern als Aufgabe des gesamten Managements aller Konzernfunktionen, Divisionen sowie Tochterunternehmen bzw. Beteiligungen der Südzucker-Gruppe gesehen und gelebt. Das Compliance-Management soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. Vor diesem Hintergrund wird es kontinuierlich fortentwickelt und regelmäßig auf die geltenden Anforderungen hin überprüft.

Im Rahmen des Compliance-Management-Systems wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System fußt auf den Prinzipien "Kennen" (informieren und schulen), "Einhalten" (kontrollieren und dokumentieren) sowie "Verbessern" (berichten und handeln). Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert; sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation weiter fortentwickelt. Zur weiteren Stärkung der Compliance-Kultur wurde auch in 2014/15 die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur kontinuierlich weiterentwickelt.

Schwerpunkte der - mit länder- und gesellschaftsspezifischen Anpassungen - konzernweit geltenden, nachstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Korruptionsprävention, der Datenschutz, der Umweltschutz und die Kapitalmarkt-Compliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität). Zudem werden diese Grundsätze insbesondere in den Schwerpunkten Kartellrecht und Korruptionsprävention über Richtlinien konkretisiert. Ziel dieser Richtlinien ist es, Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren sowie sinnvolle und anschauliche Unterstützung zur Anwendung der gesetzlichen und Unternehmensvorschriften zu geben. Praxisnah erläuterte Verhaltensempfehlungen und Schulungen geben zusätzliche Sicherheit in den Schwerpunktthemen.

Der Vorstand erstattet regelmäßig über Compliance-Themen Bericht an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Südzucker AG.

COMPLIANCE-UNTERNEHMENSGRUNDSÄTZE

Südzucker will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze sind auf der Südzucker-Internetseite unter

www.suedzucker.de/de/Unternehmensgrundsaetze

veröffentlicht.

Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz:

Fairness im Wettbewerb

Südzucker bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts.

Integrität im Geschäftsverkehr

Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Solche Vergünstigungen bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten. Dies gilt für alle in verschiedenen Beschaffungsprozessen handelnden Beschäftigten. Die gleichen Grundsätze gelten in umgekehrter Form für die Mitarbeiter, die in den verschiedenen Verkaufsbereichen tätig sind, im Verhältnis zu unseren Kunden.

Prinzip der Nachhaltigkeit

Südzucker ist sich ihrer Verantwortung für den Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen im und außerhalb des Unternehmens bewusst.

Einhaltung der Rechtsvorschriften für die Lebensmittel- und Agrarindustrie .

Alle für die Lebensmittel- und Agrarindustrie einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Bestimmungen, insbesondere des Lebensmittel- und Agrarrechts sind strikt zu befolgen.

Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel

Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich zu behandeln.

Ordnungsgemäße Belegführung

Im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden.

Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung

Südzucker bekennt sich unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen gewährleistet.

Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen

Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher, sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet.

Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter

Betriebsgeheimnisse dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind die erteilten Schutzrechte Dritter zu respektieren.

Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen

Alle Mitarbeiter müssen stets ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien.

Kooperativer Umgang mit Behörden

Südzucker ist bestrebt, mit allen zuständigen Behörden ein offenes und kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden.

Südzucker bietet seinen Mitarbeitern die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung an, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Compliance Officer und Compliance-Beauftragte gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich dem Compliance Officer, den Compliance-Beauftragten und dem Vorstand mitzuteilen.

KARTELLRECHTS-COMPLIANCE

Auch im Geschäftsjahr 2014/15 hat Südzucker die Compliance-Maßnahmen weiter intensiviert. Zur Vermeidung von Kartellverstößen werden Schulungen durchgeführt und turnusmäßig wiederholt. Wettbewerberkontakte unterliegen der Genehmigung durch den Vorstand. Die Maßnahmen werden - unter Berücksichtigung der aus dem Kartellverfahren gewonnenen Erkenntnisse - intensiv fortgeführt.

Übernahmerelevante Angaben

Die folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 31 5 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 1 76 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts.

ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS, STIMMRECHTE

Zum 28. Februar 2015 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.1 83.292 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.

STIMMRECHTE, ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN

Jede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG).

Es besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, und der Zucker Invest GmbH (Zucker Invest), Wien/Österreich, einer Gesellschaft der Unternehmensgruppe der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung (Raiffeisen-Holding), Wien/Österreich. Daneben bestehen weitere Stimmbindungsverträge zwischen Unternehmen der Raiffeisen-Gruppe. Ferner besteht ein Vorkaufsrecht der SZVG hinsichtlich 18.797.796 von Zucker Invest gehaltener Südzucker-Aktien und ein Vorkaufsrecht der Zucker Invest hinsichtlich 246.368 von SZVG gehaltener Südzucker-Aktien.

KAPITALBETEILIGUNGEN VON MEHR ALS 10 %

Der Gesellschaft sind zwei unmittelbare Beteiligungen an ihrem Kapital bekannt, die 10 % überschreiten: Die SZVG ist mit rund 56 % am Grundkapital beteiligt, die Zucker Invest mit rund 10 %. Über die Zucker Invest sind die Raiffeisen-Holding und mit ihr verbundenen Unternehmen mittelbar beteiligt. Die Beteiligungen werden den Gesellschaften wechselseitig zugerechnet, sodass nach dem Wertpapierhandelsgesetz jeweils Beteiligungen in Höhe von rund 66 % am gezeichneten Kapital bestehen.

AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, STIMMRECHTSKONTROLLE BEI ARBEITNEHMERAKTIEN

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen.

ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84, 85 AktG, 31 MitbestG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG in der aktuellen Fassung vom 23. Dezember 2014 bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen.

SATZUNGSÄNDERUNGEN

Für Satzungsänderungen gelten die §§ 179 ff. AktG. Der Aufsichtsrat ist nach § 22 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die lediglich die Fassung betreffen.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS, INSBESONDERE ZU AKTIENAUSGABE UND AKTIENRÜCKKAUF

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Juli 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 12.000.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013). Der Vorstand kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats und nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausschließen, wobei die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 3 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 4 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2013 wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung vom 20. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 19. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können unter anderem zum Zwecke der Einziehung zulasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 20. Juli 2010.

KONTROLLWECHSEL- UND ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN

Die Südzucker AG hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600.000.000 € abgeschlossen. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen. Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen gemäß § 315 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8 HGB, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels.

Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Unterabschnitt "Vergütungsbericht" des Corporate-Governance-Berichts.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

WELTZUCKERMARKT

Das Analystenhaus F. O. Licht erwartet für das Kampagnejahr 2014/15 in seiner zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Februar 2015 im zweiten Jahr in Folge einen Rückgang der Zuckererzeugung auf 179,7 (181,9) Mio. t. Bei einem weiteren Wachstum des Verbrauchs auf 179,8 (176,5) Mio. t und unter Berücksichtigung sonstiger Mengenänderungen gehen die Bestände erstmals seit vier Jahren auf 75,7 (76,8) Mio. t Zucker bzw. 42,1 (43,5) % eines Jahresverbrauchs zurück.

Weltzuckerbilanz

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Mio. t 2014/15 2013/14 2012/13 2011/12 2010/11
Anfangsbestand 76,8 72,2 64,5 58,1 56,9
Erzeugung 179,7 181,9 184,3 174,8 165,4
Verbrauch -179,8 -176,5 -173,0 -168,4 -162,7
Mengenberichtigungen -1,0 -0,8 -3,6 0,0 -1,5
Endbestand 75,7 76,8 72,2 64,5 58,1
In % des Verbrauchs 42,1 43,5 41,7 38,3 35,7

Quelle: F.O. Licht, 2. Schätzung der Weltzuckerbilanz 2014/15 vom 25. Februar 2015.

Der Weltmarktpreis für Weißzucker befand sich mit rund 345 €/t (in USD: rund 470) zum Ende des 1. Quartals auf dem Niveau wie zu Geschäftsjahresbeginn. Anfang Juli 2014 setzte dann ein weiterer Rückgang auf rund 320 €/t (in USD: rund 420) zum Ende des 2. Quartals ein. Um dieses Niveau schwankt der Weltmarktpreis für Weißzucker seither. Ende Februar 2015 lag er bei 331 €/t (in USD: rund 372).

Maßgeblich für den rückläufigen Zuckerpreis auf dem Weltmarkt sind unverändert hohe Lagerbestände und der starke US-Dollar, der zuletzt sogar zu einem Anstieg des Weltmarktpreises für Zucker ausgedrückt in brasilianischem Real führte, da der brasilianische Real zum US-Dollar massiv an Wert verloren hat.

Insbesondere aufgrund einer rückläufigen Zuckererzeugung in Brasilien wird ein Rückgang der globalen Zuckerproduktion 2014/15 erwartet. Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung in Brasilien fortsetzt und sogar verstärkt, da die niedrigen Zuckerpreise die steigenden Herstellkosten auch im Kampagnejahr 2015/16 nicht decken können. Bei einem weiterhin steigenden Weltzuckerverbrauch wird mit einem Abbau der Lagerbestände gerechnet, der die Grundlage für eine Erholung der Weltmarktpreise bildet.

EU-ZUCKERMARKT

Im laufenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2014/15 (1. Oktober 2014 -30. September 2015) wird bei europaweiten Rekorderträgen mit einer Rekorderzeugung (einschließlich Isoglukose) von 20,1 (1 7,5) Mio. t beim europäischen Rübenzucker gerechnet. Bei einer nahezu vollständigen Quotenerfüllung ist die Nichtquotenzuckererzeugung deutlich gestiegen. Dies wird zum 30. September 2015 zu einer Steigerung der Lagerbestände an Übertragungszucker, der erst im folgenden ZWJ vermarktet werden darf, auf insgesamt 2,9 (0,6) Mio. t führen. Auch wenn die Importe durch die deutlich gesunkenen EU-Zuckerpreise - wie prognostiziert - zurückgehen werden, ist der europäische Zuckermarkt durch das EU-Rübenzuckerangebot ausreichend versorgt.

Im ZWJ 2014/1 5 wurden - wie im Vorjahr - Exportlizenzen für Nichtquotenzucker in Höhe von 1,35 Mio. t freigegeben. Der Exportsaldo von Zucker in Verarbeitungsprodukten wie Schokolade oder Süßwaren lag mit 0,7 (0,7) Mio. t unverändert auf dem Niveau der Vorjahre.

Im zurückliegenden ZWJ 2013/14 wurde bei einer gesunkenen Gesamtzuckererzeugung von 17,5 (18,1) Mio. t die Rübenzuckerquote weitgehend erfüllt. Die Importe aus den Präferenzstaaten (AKP und LDC) waren mit 2,2 (2,1) Mio. t in etwa stabil. Die mittelamerikanischen Staaten Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama und El Salvador sowie die Andenstaaten Kolumbien und Peru haben ihre zollfreie Exportmenge in die EU von 0,2 5 Mio. t Zucker im Jahr 2014 erstmals nahezu vollständig ausgeschöpft. Dagegen gingen die Importe im Rahmen der zollreduzierten WTO-Importquoten auf 0,35 (0,68) Mio. t zurück. Insgesamt ist der Rückgang der Importe darauf zurückzuführen, dass die Kommission auf bestandserhöhende, außergewöhnliche Importe zu reduzierten Zollsätzen im Vergleich zum Vorjahr (0,5 Mio. t) verzichtet hat.

Der Preis für losen Quotenzucker sank gemäß EU-Preis-Reporting im Verlauf des Geschäftsjahres 2014/15 von 604 €/t im März 2014 auf 421 €/t im Januar 2015. Im März 2013, zu Beginn des vorhergehenden Geschäftsjahres, lag der Quotenzuckerpreis noch bei 726 €/t.

ENERGIE

Die Energiemärkte bewegten sich im Geschäftsjahr 2014/15 im Spannungsfeld zwischen geopolitischen Risiken einerseits und anhaltendem globalen Überangebot andererseits.

Verhältnismäßig volle Gasläger in Europa und ein sehr milder Winter 2013/14 ließen die Gaspreise Anfang des Geschäftsjahres 2014/15 beträchtlich sinken. Am 10. Juli 2014 erreichten die Gas-Spotpreise ein Dreijahrestief von 1 5,34 €/MWh. Die geopolitischen Krisen machten sich insbesondere im 1. Kalenderhalbjahr 2014 bemerkbar, als der Territorialkonflikt zwischen Russland und der Ukraine entbrannte. Zusätzlich eskalierten die bewaffneten Auseinandersetzungen im Irak, weshalb Sorgen über Angebotsausfälle den Rohölpreis der Nordseesorte Brent am 19. Juni 2014 auf ein 12-Monatshoch von 116 USD/Barrel trieben. Auch die Gasmärkte wurden im Laufe des Geschäftsjahres durch die anhaltenden geopolitischen Unruhen immer wieder durch große Preisschwankungen erschüttert.

In der Folge bestimmten jedoch Fundamentaldaten das Bild, sprich schwache Konjunkturprognosen für die EU im Zusammenhang mit den Wirtschaftssanktionen gegen Russland sowie angebotsseitig die US-Rohölverarbeitung in Rekordhöhe infolge des Schieferölbooms. Zusätzlich trugen konstant hohe Rohölfördermengen in den OPEC-Staaten zum massiven Überschuss bei, weshalb bei zunehmend pessimistischen Nachfrageprognosen im 2. Kalenderhalbjahr 2014 der Ölpreis einbrach und am 1 3. Januar 2015 mit 45 USD/Barrel ein Sechsjahrestief markierte. Bis Geschäftsjahresende 2014/15 erholte sich der Preis für Brent und stieg auf 62 USD/Barrel. Die schwachen Weltkonjunkturprognosen und der Verfall der Rohölpreise führten zudem in den Wintermonaten Oktober 2014 bis Februar 2015 zu moderaten Gaspreisen.

EMISSIONSHANDEL

Nach der Verabschiedung des Backloading im Februar 2014 wurden im Laufe des Jahres 400 Mio. Zertifikate aus dem Markt genommen. In den Jahren 2015 und 2016 werden zusätzlich je 300 Mio. bzw. 200 Mio. Einheiten weniger versteigert. Die EU-Kommission schlug vor, ab 2021 eine Marktstabilitätsreserve zur Sicherstellung des Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage nachhaltig wiederherzustellen. Die Debatte über die Reserve begann im Herbst 2014 und wird 2015 fortgesetzt. Die zweite Carbon-Leakage-Liste für die Periode von 2015 bis 2019 wurde von der EU-Kommission am 27. Oktober 2014 angenommen. Sie wird zum ersten Mal bei der Feststellung der kostenlosen Zuteilungsmengen für das Jahr 2015 angewendet. Sowohl die Herstellung von Zucker als auch die Herstellung von Stärke und Stärkeerzeugnissen, sonstigen organischen Grundstoffen und Chemikalien (z. B. Bioethanol) ist darin enthalten. Die Ereignisse des Jahres 2014 resultierten in einem 50-prozentigen Anstieg des Spotkurses für europäische CO2-Emissionszertifikate von 4,86 € auf 7,24 €.

RECHTLICHE UND POLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

WTO-II-VERHANDLUNGEN

Die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen der sogenannten Doha-Runde mit dem Ziel, die Handelsaussichten der Entwicklungsländer zu verbessern, konnten bislang nicht zum Abschluss gebracht werden.

Im Dezember 2013 fand die 9. WTO-Ministerkonferenz auf Bali statt. Im Bereich Landwirtschaft standen unter anderem die weltweit gewährten Exportsubventionen zur Diskussion. Mit mehrmonatiger Verzögerung ist der Weg seit Dezember 2014 nun frei für die Umsetzung des Bali-Pakets. Nach erreichter Einigung können nun auch die technischen Handelserleichterungen verabschiedet werden. Für Zucker haben diese Entwicklungen keine unmittelbaren Auswirkungen. Derzeit ist nicht absehbar, bis wann die Doha-Runde abgeschlossen werden kann.

FREIHANDELSABKOMMEN

Parallel zur WTO-II-Runde verhandelt die EU-Kommission mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund, über mögliche Freihandelsabkommen.

Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis - nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten künftig erhebliche zusätzliche Zuckermengen zollfrei in die EU importiert werden.

CETA

Im September 2014 wurde der Text des Freihandelsabkommens mit Kanada (CETA = Comprehensive Economic and Trade Agreement) veröffentlicht. Das Abkommen wird voraussichtlich erst 2016 in Kraft treten. Danach ist eine beiderseitige Abschaffung der Zölle für Roh- und Weißzucker innerhalb von sieben Jahren und eine sofortige Abschaffung der Zölle für zuckerhaltige Produkte vorgesehen. Dies betrifft 120.000 t Weißzucker aus heimischer Erzeugung, die Kanada bei einem Verbrauch von 1,4 Mio. t Zucker/Jahr im Zuckerwirtschaftsjahr 2013/14 selbst erzeugt hat. Die Raffination von darüber hinaus nach Kanada importiertem Rohzucker aus Drittländern berechtigt hingegen auch weiterhin nicht zum zollfreien Import in die EU. Davon ausgenommen sind Zuckerimporte in Form von Verarbeitungsprodukten bis zu einer Höhe von maximal 75.000 t/Jahr.

SADC

Im Zusammenhang mit den Verhandlungen zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und der SADC (South African Development Community) haben sich die EU und Südafrika formell auf jährliche zollfreie Quoten für Importe aus Südafrika in die EU in Höhe von 1 50.000 t Zucker und 80.000 t Ethanol geeinigt. Es wird damit gerechnet, dass diese nach beiderseitiger Ratifikation 2016 in Kraft treten.

TTIP

Ziel der im Juli 2013 aufgenommenen Gespräche zwischen der EU und den USA über eine transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP = Transatlantic Trade and Investment Partnership) ist eine weitgehende Marktliberalisierung. In den bisher stattgefundenen Verhandlungsrunden zwischen der EU-Kommission und der US-Regierung wurde Zucker bisher nicht explizit thematisiert.

ASSOZIIERUNGSABKOMMEN MIT DER UKRAINE

Aufgrund der Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen in der Ukraine im Frühjahr 2014 hat die EU eine Verordnung zur vorzeitigen und einseitigen Anwendung des Handelsteils des Assoziierungsabkommens mit der Ukraine verabschiedet, die im April 2014 in Kraft trat. Für den EU-Zuckermarkt bedeutet dies zollfreie Importquoten in Höhe von insgesamt 34.070 t/Jahr. Allerdings sind bisher keine nennenswerten Importmengen aus der Ukraine in die EU zu verzeichnen. Die Ukraine wird ihre Märkte für EU-Importe ab dem 1. Januar 2016 öffnen. Dann stehen der EU zollfreie Importquoten in die Ukraine in Höhe von 30.000 t/Jahr offen, mit einer linearen Steigerung auf 40.000 t/Jahr innerhalb von fünf Jahren.

ASSOZIIERUNGSABKOMMEN MIT REBUBLIK MOLDAU UND GEORGIEN

Der Handelsteil der Assoziierungsabkommen mit der Republik Moldau und Georgien ist am 1. September 2014 in Kraft getreten. Beide Abkommen sehen zoll- und quotenfreie Zuckerimporte in die EU vor. Allerdings wurde eine Anti-Umgehungsklausel festgeschrieben, die Umgehungseinfuhren aus Drittländern unterbinden soll. Moldau muss demnach bei Überschreitung der Einfuhrgrenze von 37.400 t/Jahr für Zucker und 4.200 t/Jahr für Verarbeitungserzeugnisse aus Zucker beweisen, dass es sich um Ursprungsware handelt. Andernfalls kann die EU-Kommission die Zollpräferenzen aussetzen. Die gleiche Vorgehensweise gilt für Importe aus Georgien ab einer Einfuhrgrenze von 8.000 t/Jahr Zucker und Isoglukose bzw. 6.000 t/Jahr für Verarbeitungserzeugnisse aus Zucker. Im Jahr 2014 lag die Importmenge aus Moldau und Georgien in die EU bei rd. 1 7.000 t Zucker.

Rübenernte und Kampagneverlauf

Der Winter 2013/2014 war geprägt von überdurchschnittlich hohen Temperaturen und unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen. Da lang anhaltende Frostperioden mit tiefen Temperaturen gänzlich ausblieben, fehlte den Böden vielerorts eine Frostgare und Zwischenfrüchte froren nicht ab. Der zeitig einsetzende Frühling mit hohen Temperaturen und wenig Niederschlägen erlaubte einen sehr frühen Start der Saatbettbereitung und Aussaat.

Neben Offstein begann die Aussaat auch in Bayern in der ersten Märzwoche. Nach der Saat blieben in vielen Regionen nennenswerte Niederschläge aus. Wo den Saatgutpillen der Anschluss an kapillares Bodenwasser fehlte, verzögerte sich die Keimung bis zu den Niederschlägen Ende April.

Milde Temperaturen und Niederschläge zu Sommerbeginn begünstigten zunächst das Rübenwachstum. Mitte bis Ende Juni kam es regional zu welkenden Rüben, verursacht durch hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge. Der Herbst war geprägt von wüchsigem Wetter. Ein hoher Schädlingsdruck blieb in diesem Jahr insgesamt aus.

In der Kampagne verlief das Reinigen, Verladen und der Transport der Rüben bei überdurchschnittlich warmen Temperaturen gut. Lediglich Ende Dezember war ein kurzer Wintereinbruch zu verzeichnen, der aber die Rübenanfuhr kaum beeinträchtigte.

Die Kampagne begann zwischen dem 13. und 25. September. Als erstes Werk hat Warburg nach 90 Verarbeitungstagen am 19. Dezember 2014 die Verarbeitung beendet. Die bayerischen Werke Rain und Plattling liefen noch bis zum 1 7. Januar 2015. Die durchschnittliche Kampagnelänge in der Südzucker AG betrug 114 Tage und war damit 27 Tage länger als im Vorjahr. Der Ertrag lag bei 89 t/ha und somit weit über dem 5-jährigen Mittel und bisherigen Rekordergebnis von 2011. Der durchschnittliche Zuckergehalt mit 17,3 % lag auf unterdurchschnittlichem Niveau.

Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2014/15 war operativ durch weiterhin geringe Zuckerpreise - bedingt durch hohe Zuckerbestände in der EU - geprägt. Das erzielte Ergebnis ist daher nicht zufriedenstellend.

Ertragslage

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(in Mio. €) 2014/15 2013/14
Umsatzerlöse 1.349,8 1.620,2
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen -42,6 -26,8
Sonstige betriebliche Erträge 109,2 102,4
Materialaufwand -990,2 -1.109,4
Personalaufwand -179,3 -166,0
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -48,6 -43,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen ohne Sondereffekte -220,1 -212,0
Betriebsergebnis HGB -21,8 164,7
Sondereffekte 0,0 -154,5
Beteiligungsergebnis 160,3 143,5
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 0,0
Zinsergebnis -39,6 -44,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 98,9 108,8

Die Umsatzerlöse verringerten sich im Geschäftsjahr 2014/15 von 1.620,2 Mio. € um 270,4 Mio. € bzw. - 16,7 % auf 1.349,8 Mio. €. Wesentliche Ursache hierfür war der Rückgang der Quotenzuckererlöse.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 109,2 (102,4) Mio. € enthalten Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens aus der bis 2015/16 abgegrenzten EU-Umstrukturierungsbeihilfe von 20,4 (20,4) Mio. €. Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 1,4 (1,5) Mio. €, Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von 18,7 (0,8) Mio. € und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 12,0 (6,3) Mio. € enthalten.

Der Rückgang der Materialaufwendungen um 119,2 Mio. € auf 990,2 (1.109,4) Mio. € resultierte aus den geringeren Rübenkosten, welche die höhere Rübenmenge der Kampagne 2014/15 überkompensierten.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 13,3 Mio. € auf 179,3 (166,0) Mio. €, was auf einen Anstieg der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter um 60 auf 2.412 (2.352) zurückzuführen ist. Der geringeren gewinnabhängigen Vergütung stand eine höhere Zuführung zu den Pensionsrückstellungen gegenüber.

Die Abschreibungen lagen mit 48,6 (43,7) Mio. € über Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ohne Sondereffekte erhöhten sich um 8,1 Mio. € auf 220,1 (212,0) Mio. €.

Das Betriebsergebnis HGB vor Sondereffekten verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 1 86,5 Mio. € auf -21,8 (164,7) Mio. €.

In den Sondereffekten war im Vorjahr der Aufwand aus dem Kartellbußgeld i.H.v. -154,5 Mio. € erfasst.

Das Beteiligungsergebnis lag mit 160,3 (143,5) Mio. € deutlich über dem Vorjahr.

Das Zinsergebnis verbesserte sich um 5,3 Mio. € auf -39,6 (-44,9) Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte bei der kurzfristigen Working Capital Finanzierung das niedrige kurzfristige Zinsniveau durch Commercial Paper Emissionen genutzt werden. Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 22,8 (25,6) Mio. € enthalten.

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(in Mio. €) 2014/15 2013/14
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 98,9 108,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13,7 -5,6
Sonstige Steuern -0,7 -0,7
Jahresüberschuss 84,5 102,5
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,4 0,1
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -33,8 0,0
Bilanzgewinn 51,1 102,6

Die Steueraufwendungen im laufenden Geschäftsjahr betragen 13,7 (5,6) Mio. €.

Die sonstigen Steuern blieben mit 0,7 (0,7) Mio. € unverändert.

Damit lag der Jahresüberschuss bei 84,5 (102,5) Mio. €.

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 33,8 (im Vorjahr 0,0) Mio. €. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 0,4 (0,1) Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 51,1 (102,6) Mio. €.

Investitionen und Finanzierung

Im Geschäftsjahr betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 134,7 (87,2) Mio. €. Investitionsschwerpunkte waren dabei Umwelt-, Ersatz- und Optimierungsmaßnahmen in den Zuckerfabriken sowie der Neubau der Hauptverwaltung in Mannheim und der Stärkefabrik in Zeitz.

Nettofinanzschulden

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(in Mio. €) 28.02.15 28.02.14
Wertpapiere -97,6 -97,3
Flüssige Mittel -1,7 -1,7
Forderungen im Rahmen der Konzernfinanzierung -606,7 -608,8
Anleihen / Schuldverschreibungen 200,0 90,0
Finanzverbindlichkeiten Kreditinstitute 205,7 238,0
Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung 953,1 947,1
Nettofinanzschulden 652,8 567,3

Die Nettofinanzschulden erhöhten sich von 567,3 Mio. € im Vorjahr auf 652,8 Mio. € am 28. Februar 2015. Der operative Cashflow beträgt 152,1 (im Vorjahr 385,0). Mio. €. Für Investitionen wurden neben den Sachanlageinvestitionen 0,8 Mio. € für Finanzanlagevermögen ausgegeben. Die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2013/14 betrug 102,1 Mio. €.

Südzucker hat zum 28. Februar 2015 folgende Anleihen ausstehen:

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Coupon Volulumen (€) ISIN Börsenzulassung
Hybridanleihe 2015 Perceptual NC 10 5,25 % 700 Mio. XS0222524372 Luxemburg (amtlicher Markt)
Anleihe 2011/2018 4,125 % 400 Mio. XS0606202454 Luxemburg (amtlicher Markt)

Die Finanzinstrumente werden in der Regel über die Konzernfinanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/ Niederlande, begeben und konzernweit verwendet.

Zur saisonalen Kampagnefinanzierung steht als Ergänzung ein Commercial Paper (CP-) Programm im Volumen von 600 Mio. € zur Verfügung. Dieses wurde zum 28. Februar 2015 mit 200 (90) Mio. € in Anspruch genommen.

Zusätzlich sind die saisonalen Liquiditätsanforderungen durch die bis 2018 vereinbarte syndizierte Kreditlinie im Volumen von 600 Mio. € gesichert.

Bezüglich der Erläuterungen zur Unternehmenssteuerung der Südzucker AG verweisen wir auf das gleichlautende Kapitel im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014/15.

Bilanz - Vermögenslage

AKTIVA

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(in Mio. €) 28.02.15 28.02.14
Immaterielle Vermögensgegenstände 13,7 20,4
Sachanlagen 396,3 306,3
Finanzanlagen 2.782,3 2.781,5
Anlagevermögen 3.192,3 3.108,2
Vorräte 522,5 581,8
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 852,2 956,1
Wertpapiere 97,6 97,3
Flüssige Mittel 1,7 1,7
Umlaufvermögen 1.474,0 1.636,9
Rechnungsabgrenzungsposten 1,8 2,4
4.668,1 4.747,5

Die Bilanzsumme der Südzucker AG verringerte sich zum 28. Februar 2015 auf 4.668,1 (4.747,5) Mio. €.

Das Anlagevermögen lag mit 3.192,3 (3.108,2) Mio. € um 84,1 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Investitionen in technische Anlagen und Maschinen dienten im Wesentlichen Ersatz- bzw. Energieeffizienzmaßnahmen der Zuckerfabriken. Die Investitionszugänge von 45,5 Mio. € bei den Anlagen im Bau betrafen überwiegend den Neubau der Stärkefabrik in Zeitz.

Die Verringerung der Vorräte auf 522,5 (581,8) Mio. € ist auf rückläufige Herstellungskosten zurückzuführen, die die große Erzeugung der Kampagne 2014/15 überkompensierte.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände blieben mit 852,2 (956,1) Mio. € um - 103,9 Mio. € unter Vorjahr. Dazu führten niedrigere Vergaben von konzerninternen Darlehen an verbundene Unternehmen und der Geldeingang für Steuererstattungsansprüche aus Vorjahren.

In den Wertpapieren von 97,6 (97,3) Mio. € sind unter anderem Aktien der AGRANA Beteiligungs AG ausgewiesen, die wieder dem Streubesitz zugeführt werden sollen.

PASSIVA

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(in Mio. €) 28.02.15 28.02.14
Eigenkapital 2.128,9 2.146,5
Sonderposten mit Rücklageanteil 35,4 36,8
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 461,2 453,0
Übrige Rückstellungen 311,8 316,2
Verbindlichkeiten 1.718,9 1.762,7
Rechnungsabgrenzungsposten 11,9 32,3
4.668,1 4.747,5

Das Eigenkapital verringerte sich aufgrund der gegenüber dem Jahresüberschuss betragsmäßig höheren Ausschüttung für das Vorjahr auf 2.128,9 (2.146,5) Mio. €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich dennoch aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme auf 45,6 % (45,2 %). Das Anlagevermögen der Südzucker AG war wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag vollständig durch mittel- bzw. langfristiges Kapital finanziert; der Anlagedeckungsgrad betrug 112,1 % (111,5 %).

Die Pensionsrückstellungen wurden insbesondere wegen der Anpassung des Abzinsungssatzes auf 4,48 (4,86) % sowie der Berücksichtigung von Gehalts- und Rentenanpassungen um + 8,2 Mio. € auf 461,2 (453,0) Mio. € erhöht.

Die übrigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Prozesse und Vorsorge für Risiken aus den Regelungen zum EU-Zuckermarkt.

Die Verbindlichkeiten sind von 1.762,7 Mio. € um - 43,8 Mio. € auf 1.718,9 Mio. € gesunken.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von 11,9 (32,3) Mio. € umfasst überwiegend den abgegrenzten Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe und wird seit dem Geschäftsjahr 2008/09 bis einschließlich 2015/16 ratierlich erfolgswirksam aufgelöst.

Tatsächliche und prognostizierte Geschäftsentwicklung

Der im Vorjahresabschluss prognostizierte deutliche Umsatzrückgang ist aufgrund der Preisentwicklung der Quotenzuckers stärker als erwartet eingetreten.

Infolge der Umsatzentwicklung hat sich das Betriebsergebnis (HGB) stärker als erwartet reduziert.

Das erwartete rückläufige Beteiligungsergebnis und ein verschlechtertes Zinsergebnis haben sich hingegen nicht bestätigt. Das im Jahresverlauf gesunkene Zinsniveau hat die Effekte der höheren Durchschnittsverschuldung überkompensiert.

Trotzdem konnte die Prognose des mindestens auf Vorjahresniveau liegenden Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2014/15 nicht erreicht werden.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die Südzucker AG zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem

Die Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. In allen Geschäftsfeldern können Risiken sowohl durch eigenes unternehmerisches Handeln, als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Um Risiken aber auch Chancen zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet.

RISIKO- UND CHANCENPOLITIK

Südzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Dieser Anspruch zeigt sich auch in der Wahrnehmung und Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dienen. Unter Risiko bzw. Chance versteht Südzucker künftige Entwicklungen beziehungsweise Ereignisse, die das Erreichen operativer Planungen und strategischer Ziele negativ bzw. positiv beeinflussen können. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, werden versicherbare Risiken durch ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm abgedeckt.

RISIKOMANAGEMENT

Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der strategischen, operativen, rechtlichen und finanziellen Risiken.

Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt.

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Der Vorstand hat die Verantwortung für das konzernweite Risikomanagementsystem sowie für die Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender und strategischer Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt, der die Angemessenheit der bestehenden Risikomanagementregelungen regelmäßig prüft und diese gegebenenfalls fortentwickelt. Daneben beobachtet der Risikomanagementausschuss fortlaufend wesentliche, auch geschäftsübergreifende Risiken und zeigt - falls erforderlich - Handlungsbedarf auf. Der Wirtschaftsprüfer beurteilt die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems.

Das Risikomanagementsystem der Geschäftsbereiche bzw. Divisionen sowie der Zentralabteilungen mit Konzernfunktion liegt in der Verantwortung deren Leiter. Diese ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken aus dem operativen Geschäft sowie von finanziellen und rechtlichen Risiken. Die Veränderung von Marktpreisen kann wesentlichen positiven und negativen Einfluss auf das operative Ergebnis haben. Daher wurden in den Divisionen und Geschäftsbereichen, in denen das operative Ergebnis wesentlich von volatilen Marktpreisen beeinflusst wird, Risikokomitees eingerichtet, die Entscheidungen über den Umgang mit diesen Risiken vorbereiten. Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken werden durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in einer Risikomanagementrichtlinie vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontroll-mechanismen regelt. Die Sicherungsinstrumente werden vornehmlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Spekulationszwecken eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken hoher Bonität oder an Terminbörsen abgeschlossen.

Regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der operativen, finanziellen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Dabei stehen dem Vorstand und den zuständigen Divisionen auch monatliche Risikoberichte zur Verfügung, die Risiken und Sensitivitäten sowohl auf Divisions- als auch auf Konzernebene beinhalten und auf das laufende und folgende Geschäftsjahr fokussieren. Dabei wird die Entwicklung der Risikoparameter - der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung folgend - mit der Planung bzw. dem aktuellen Forecast verglichen, während die Risikobewertung durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis erfolgt.

RISIKOKOMMUNIKATION

Unabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher stellen der Vorstand, die Divisionsleitungen und die Konzernfunktionen eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicher. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Unter anderem durch regelmäßige Besprechungen der Ergebnisentwicklung und der Planungen zwischen Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für identifizierte operative oder strategische Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen definiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichs- bzw. Divisionsverantwortlichen tragen die Konzernfunktionen regelmäßig aktuelle Entwicklungen ihrer Verantwortungsbereiche den Ressortvorständen vor.

INTERNE REVISION

Die interne Konzernrevision versieht ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie den Konzerngesellschaften. Sie ist dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet und bewertet im Rahmen unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse - auch mit dem Fokus, diese und die zugrundeliegenden Geschäftsprozesse zu verbessern.

Risiken

ÜBERSICHT DER UNTERNEHMENSRISIKEN

Nachfolgend werden die für Südzucker wesentlichen Unternehmensrisiken beschrieben und entlang der Merkmale "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Finanzielle Auswirkung" bezogen auf die mittelfristige Ergebniserwartung klassifiziert. Die Wirkung von bereits eingeleiteten Gegensteuerungsmaßnahmen wurde dabei berücksichtigt.

Die für die entsprechenden Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" verwendeten relativen bzw. absoluten Werte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung.

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Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
gering < 10 % < 5 Mio. €
mittel 10-50 % 5-50 Mio. €
Hoch > 50 % >50 Mio. €

Die Preisvolatilität von Rohstoffen, die Risiken von schwankenden Produktpreisen sowie Veränderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von untergeordneter Bedeutung.

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Übersicht der Unternehmensrisiken Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung
Strategische Risiken
Risiken aus Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen mittel hoch
Gesamtwirtschaftliche Risiken mittel mittel
Risiken durch strukturelle Veränderungen der Absatzmärkte mittel hoch
Operative Risiken
Risiken aus der Verfügbarkeit von Rohstoffen gering hoch
Risiken aus der Preisvolatilität von Rohstoffen hoch hoch
Risiken aus der Preisvolatilität von Produkten hoch hoch
Wechselkursrisiken hoch mittel
Produktqualitätsrisiken gering mittel
IT-Risiken gering mittel
Personalrisiken gering mittel
Bonitäts- und Ausfallrisiken gering gering
Weitere operative Risiken gering gering
Complianceriskien
Rechtliche Risiken mittel mittel
Kartellrechtsrisiken mittel hoch
Korruptionsrisiken gering mittel
Finanzrisiken
Zinsänderungsrisiken mittel mittel
Wechselkursrisiken hoch mittel
Liquiditätsrisiken gering hoch
Bonitäts- und Ausfallrisiken gering hoch
Risiko der Ratingherabstufung mittel mittel

STRATEGISCHE RISIKEN

Wie in den jeweiligen Abschnitten des Lageberichts zu den Segmenten erläutert, unterliegt die Geschäftstätigkeit sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote zum 30. September 2017 wird zu weiteren Änderungen des europäischen Zuckermarkts führen. Bei Wegfall der Quotenregelung wird mit einer Ausweitung der Rübenzucker- und Isoglukoseerzeugung in der EU gerechnet. Dadurch wird die Wettbewerbsintensität auf den Absatzmärkten zunehmen. Die Höhe der Rübenpreise wird zukünftig die Verfügbarkeit des Rohstoffs Zuckerrübe maßgeblich beeinflussen. Gleichzeitig ergeben sich Wettbewerbsverzerrungen durch die Zahlung von an den Rübenanbau gekoppelten Prämien in einigen EU-Mitgliedstaaten.

Zusätzliche Risiken bestehen, falls im Rahmen neuer bilateraler Freihandelsabkommen zusätzliche zollfreie Einfuhrkontingente für Zucker eröffnet werden oder der EU-Außenschutz verringert wird. Auch bei Bioethanol können z. B. die Erhöhung oder Verminderung nationaler Beimischungsquoten, die Einschränkung oder Förderung der Nutzbarkeit verschiedener Rohstoffe sowie die Regulierung der Nutzung von Anbauflächen zu zusätzlichen Chancen oder Risiken führen. Auch Änderungen in den Außenhandelsbeziehungen zu Drittstaaten, von in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssystemen für erzeugte erneuerbare Energien sowie von Zollsätzen können zu Chancen oder Risiken führen. Mögliche Änderungen internationaler und nationaler Handelsabkommen oder der Agrarmarktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und mit ihren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Südzucker-Gruppe im Rahmen des Risikomanagements bewertet.

Daneben unterliegen die Produkte der Südzucker-Gruppe dem Risiko von Nachfrageschwankungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder Änderungen im Verbraucherverhalten.

OPERATIVE RISIKEN

RISIKEN AUS DER VERFÜGBARKEIT VON ROHSTOFFEN

Insgesamt werden in der Südzucker-Gruppe jährlich über 31 Mio. t landwirtschaftlicher Rohstoffe von rund 835.000 ha Anbaufläche verarbeitet. Dies sind neben Zuckerrüben auch Mais, Weizen, Gerste, Reis, Triticale, Chicorée und Kartoffeln. Hinzu kommen noch die im Fruchtsegment verarbeiteten Rohstoffe.

Südzucker ist als Verarbeiter dieser Rohstoffe -trotz regionaler Streuung - Beschaffungsrisiken ausgesetzt. Hier sind in erster Linie über das normale Maß hinausgehende Schwankungen der Ernteerträge durch Extremwetterereignisse (Klimawandel) sowie Pflanzenschädlinge und -krankheiten zu nennen. Risiken ergeben sich aus einer erhöhten Verdunstung sowie aus extremen Witterungsereignissen, wie beispielsweise langanhaltenden Trockenperioden und Überschwemmungen, Stürme und Hagel, die in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen können.

Zudem kann durch die geografische Verschiebung der Klimazonen bzw. Niederschläge die Produktion von landwirtschaftlichen Rohstoffen regional negativ beeinflusst werden. Diesem Risiko wird durch eine entsprechende Anbauplanung sowie durch gezielte Anbauberatung und Forschung bestmöglich Rechnung getragen.

Für den Zuckerrübenanbau in Europa ist der Klimawandel aber auch mit Chancen verbunden. Eine früher beginnende und verlängerte Vegetationszeit, weniger Frosttage sowie eine schnellere Bodenerwärmung führen tendenziell zu steigenden Erträgen.

Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Die Planung unserer Rübenanbauer ist darauf ausgerichtet, die ausgegebenen Lieferrechte für Quotenrüben und Ethanolrüben sicher zu erfüllen.

RISIKEN AUS DER PREISVOLATILITÄT VON ROHSTOFFEN

Neben den Beschaffungsrisiken unterliegen landwirtschaftliche Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht in allen Fällen unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Auf den Getreide- und Ölsaatenmärkten sind die Preisschwankungen insbesondere durch die weltweiten und regionalen Fundamentaldaten von Angebot, Nachfrage und Lagerbeständen beeinflusst. Wenn die Lagerbestände eine kritische Grenze im Verhältnis zum jährlichen Verbrauch unterschreiten und Intransparenz über bestimmte Angebots- und Nachfragefaktoren besteht, reagieren die Märkte sensibel mit Preisschwankungen. Dies war bei einzelnen Produkten in den letzten Jahren wiederholt zu beobachten und wird auch in den nächsten Jahren grundsätzlich möglich sein. Durch den zunehmenden weltweiten Rohstoffhandel entspricht dabei die Preisvolatilität der globalen Märkte zunehmend der auf den europäischen und inländischen Märkten.

Zudem können politische Maßnahmen wichtiger Exportländer wie Exportstopps die Volatilität kurzfristig verstärken.

Preisschwankungen bei Getreide können in der Südzucker-Gruppe zum einen teilweise durch Verkaufserlöse für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel kompensiert werden (natural hedge). Zum anderen werden die Auswirkungen eines möglichen Preisanstiegs bei Getreide durch eine vorausschauende Einkaufspolitik in Kombination mit einem zeitnahen Abschluss von Warentermingeschäften reduziert.

Wenn der Einkauf der Rohstoffe, die Verarbeitung und der Absatz der Endprodukte in verschiedenen Währungsräumen stattfinden, können sich aus dem operativen Geschäft Währungsrisiken ergeben. Die dadurch entstehenden Wechselkursrisiken werden überwiegend mit Hilfe von Devisentermingeschäften oder durch Finanzierung des Working Capital in fremder Währung gesichert. Die Risiken betreffen alle Segmente der Südzucker-Gruppe.

CropEnergies benötigt zur Herstellung von Bioethanol kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Das Risiko hoher Rohstoffpreise wird durch die Erlöse für Lebens- und Futtermittel reduziert. Zur Risikoeinschätzung nimmt CropEnergies eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten sowie von Erlösen für Lebens- und Futtermittel (Steuerung nach Nettorohstoff-kosten) vor. Da Veränderungen beim Getreidepreis überwiegend mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, kann CropEnergies Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensieren.

Darüber hinaus kann CropEnergies die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die Nutzung von Zuckersirupen reduzieren. Dabei verfolgt CropEnergies das Ziel, die für eingegangene Lieferverpflichtungen notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu sichern. Dies gilt auch für den Einkauf und die Weiterverarbeitung von Rohalkohol.

Auch in Zukunft verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Daneben erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Sicherungen im Einkauf von Rohstoffen mit dem Absatz von Lebens- und Futtermitteln sowie Ethanol. Dabei wird nach Marktlage über die Sicherungsquoten entschieden, wobei der Grundsatz beachtet wird, dass die Ethanolsicherung die Sicherung des Rohstoffeinsatzes nicht übersteigt. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können.

Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus den Anlagen in Zeitz, Wanze, Wilton und Pischelsdorf erfüllt diese Anforderungen unter der Voraussetzung, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist.

Die Rohstoffkosten sind auch in der Stärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. Auch hier ist die Strategie, den geplanten Bedarf in einem adäquaten Ausmaß durch physische Lieferkontrakte abzudecken. In eingeschränktem Umfang werden auch Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Es besteht das Risiko, dass höhere Rohstoffkosten nur zu einem Teil kurzfristig an Kunden weitergegeben werden können.

Das Beschaffungsrisiko im Segment Frucht wird durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie mögliche Pflanzenkrankheiten beeinflusst. Dadurch bedingte Ernteausfälle können sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch auf die Einstandspreise der Rohstoffe negativ auswirken. AGRANA ist es durch ihre weltweite Präsenz und Kenntnisse über Beschaffungsmärkte möglich, im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen regionale Engpässe in der Versorgung bzw. Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken. Es werden zusätzlich, je nach Möglichkeit, sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen. Im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate werden Rohstoff-, Produktions- und Vertriebsrisiken überregional gesteuert. Der Rohstoffeinkauf sowie Absatzverträge in Fremdwährung werden durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Die Südzucker-Gruppe wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträgersituationsgerecht mit dem Ziel der Kostenoptimierung einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Für die in der Kampagne eingesetzten Energieträger erfolgen teilweise Mengen- und Preissicherungen in Form von langfristigen Lieferverträgen oder auch durch Derivate.

Im Frühjahr 2014 wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) grundlegend reformiert. Dennoch blieb auch nach der Reform das Eigenstromprivileg für bestehende Erzeugungsanlagen erhalten: § 58 EEG regelt u. a. den Bestandschutz für Eigenstromerzeugungsanlagen, die vor dem 1. September 2011 betrieben und zur Eigenversorgung genutzt wurden. Dies trifft auf alle Anlagen der Südzucker-Gruppe in Deutschland zu, so dass die Erzeugungsanlagen weiterhin von der EEG-Umlage ausgenommen und befreit sind.

Die kostenlose Zuteilung von CO2-Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 wird den erwarteten Verbrauch der Südzucker-Gruppe nicht decken. Für die Jahre 2013 bis 2019 erfüllt die Produktion von Zucker, Stärke, Inulin und Bioethanol nach den aktuellen EU-Vorschriften die Carbon-Leakage-Kriterien, wonach CO2-Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden. Die Erfüllung der Carbon-Leakage-Kriterien wird in einem künftig fünfjährigen Turnus überprüft; die nächste Überprüfung betrifft die Zuteilungsjahre 2020 bis 2024. Der Wegfall des Carbon-Leakage-Status ab 2020 der jeweiligen Industriesektoren, in denen Südzucker tätig ist, hätte eine deutliche Kürzung der jährlichen Zuteilung kostenloser CO2-Zertifikate zur Folge.

RISIKEN AUS DER PREISVOLATILITÄT DER PRODUKTE

Die wichtigsten Absatzmärkte für Zucker, funktionelle Inhaltsstoffe für Lebens- und Futtermittel, Tiefkühlprodukte, Stärke, Bioethanol und Frucht zeichnen sich durch eine vergleichsweise stabile bzw. wachsende Nachfrage aus. Hinweise auf mögliche Änderungen des Konsumentenverhaltens werden frühzeitig erfasst. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und finden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Anpassungen der Unternehmensstrategie durch Neuausrichtung, Kosten- und Kapazitätsanpassungen. Südzucker ist bestrebt, die Abhängigkeit von Schwankungen der Absatzpreise zu reduzieren. Die Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft leistet hierbei einen Beitrag zur Stabilisierung der Ergebnismargen. Gleichwohl bestehen Risiken in Bezug auf Absatzmärkte und Produktpreise in allen Segmenten.

Im Segment Zucker bestehen Absatzpreisrisiken infolge von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, dem EU-Binnenmarkt sowie den Futtermittelmärkten. Dem Absatzrisiko und dem Preisrisiko bei Futtermitteln wird insbesondere durch eine kontinuierliche Verkaufsstrategie sowie eine langfristig orientierte Kundenbindung Rechnung getragen.

In begrenztem Umfang stellt die EU im ZWJ 2014/15 Exportlizenzen zur Verfügung. Für die der Südzucker-Gruppe zugeteilten Mengen schließen wir je nach Marktlage Sicherungsgeschäfte in Form von Zuckerfutures an der Terminbörse in London ab. Diese Sicherungsgeschäfte werden dann im Laufe des Zuckerwirtschaftsjahres gegen physische Verkaufskontrakte mit Kunden aufgelöst.

Das Auslaufen der Quotenregelung für Zucker und Isoglukose zum 30. September 2017 hat den Zuckermarkt und die Zuckerpreise in der EU beeinflusst, indem Wettbewerber bereits heute durch eine offensive Preispolitik versuchen, ihren Marktanteil zu steigern.

Ebenfalls unterliegen beispielsweise die Preise für Bioethanol in Europa verschiedenen Einflussfaktoren, wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in den USA, Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen, und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Soweit sich aus Lieferverträgen schwankende Bioethanol-preise ergeben können, setzt CropEnergies zur Absicherung der Preisänderungsrisiken in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein.

Die europäischen Bioethanolpreise werden derzeit von Preisberichterstattungsagenturen auf Basis sehr geringer Volumina ermittelt. Eine hohe Volatilität der Preise ist die Folge. Inwieweit es bei der Systematik der Preisfeststellung zu Unregelmäßigkeiten oder Verzerrungen kommt, ist seit Mai 2013 Gegenstand einer Untersuchung der europäischen Wettbewerbsbehörden.

Die EU Kommission legte am 17. Oktober 2012 einen Entwurf zur Änderung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie vor; Das Europäische Parlament und der Rat einigten sich jedoch erst im April 2015 auf einen gemeinsamen Richtlinientext. Zentrale Elemente sind die Begrenzung des Anteils konventioneller Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen im Transportsektor, die Mehrfachanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen und von Elektrizität aus erneuerbaren Quellen. Nach dem endgültigen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens mit Veröffentlichung im EU-Amtsblatt voraussichtlich im Sommer 2015, müssen die Neuregelungen von den Mitgliedsstaaten innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht überführt werden. Die rasche Implementierung in den Mitgliedsstaaten ist Voraussetzung dafür, dass die Unsicherheit über die zukünftigen Rahmenbedingungen für die europäische Biokraftstoffindustrie beendet wird.

Die Verzögerung bei der Anhebung von Beimischungsverpflichtungen führte im Berichtszeitraum unter anderem zu geringerer Nachfrage nach Bioethanol und somit zu einem Rückgang des Preisniveaus für Bioethanol. Dies hatte zur Folge, dass sich CropEnergies im Februar 2015 entschlossen hat, die Produktion am Standort Wilton angesichts derzeit nicht kostendeckender Erlöse temporär stillzulegen.

Darüber hinaus hat sich der Europäische Rat auf Eckpunkte für ein Energie- und Klimapaket für den Zeitraum von 2020 bis 2030 verständigt. Diese enthalten eine verbindliche Gesamteinsparung von Treibhausgasemissionen, jedoch keine separate Zielvorgabe für den Transportsektor. Falls solche Ziele zu einem späteren Zeitpunkt nicht konkretisiert werden, kann dies zu erheblicher Planungsunsicherheit bei CropEnergies führen.

Darüber hinaus steht CropEnergies im Wettbewerb mit außereuropäischen Bioethanolproduzenten. Aufgrund der lokalen Produktionsbedingungen und der politischen Rahmenbedingungen können sich Wettbewerbsvorteile gegenüber europäischen Herstellern ergeben mit der Folge einer Zunahme von Importen und niedrigeren Preisen für Bioethanol in der EU.

WECHSELKURSRISIKEN

Wechselkursrisiken entstehen im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse oder Material- bzw. Wareneinsatz abweichend von der lokalen Währung anfallen.

Im Segment Zucker unterliegen Zuckerexporte auf dem Weltmarkt US-Dollar-Wechselkursrisiken, die grundsätzlich vom Zeitpunkt des Abschlusses eines Zuckerfutures bis zum Zahlungseingang abgesichert werden. Die Rohzuckerraffination unterliegt Währungsrisiken durch den teilweisen Rohzuckereinkauf in US-Dollar.

Im Segment Spezialitäten resultieren Fremdwährungsrisiken in der Division BENEO aus den Umsatzerlösen in US-Dollar, deren zugrunde liegende Herstellungskosten überwiegend in Euro und chilenischem Peso anfallen. Für Umsatzerlöse der Freiberger-Gruppe in Großbritannien ergibt sich ein Währungsrisiko aus dem britischen Pfund.

Im Segment CropEnergies erfolgen sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte überwiegend in Euro. Lediglich beim Einkauf von Rohalkohol in US-Dollar und dem Verkauf von Industriealkohol in Euro ergeben sich Währungsrisiken. Diese werden unmittelbar nach dem Einkauf des Rohalkohols über Devisentermingeschäfte abgesichert.

Im Segment Frucht bestehen Währungsrisiken vorwiegend in den osteuropäischen Unternehmen aus dem Absatz in Euro, während der Aufwand für Rohstoffe und Produktion in lokaler Währung entsteht.

PRODUKTQUALITÄTSRISIKEN

Bedeutende Ereignisse im Zusammenhang mit ernsten Verstößen gegen Sicherheitsstandards, die für Nahrungsmittel oder sonstige Bereiche gelten, könnten sich nachteilig auf die Reputation von Südzucker und den Absatz unserer Produkte auswirken. Zudem gehört es zu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, Kunden jederzeit mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden.

Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung.

IT-RISIKEN

Die Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Dadurch ergeben sich Risiken insbesondere in Bezug auf den Ausfall von IT-Systemen, deren Sicherheit und Qualität. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen sichergestellt. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht.

PERSONALRISIKEN

Die Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal und ist so dem Risiko ausgesetzt, offene Stellen nicht adäquat besetzen zu können. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, betonen wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber und zielen darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozial- und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breitgefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort- und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften.

BONITÄTS- UND AUSFALLRISIKEN

Sollten Kunden in größerem Umfang nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Südzucker zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Südzucker tritt diesen Bonitäts- und Ausfallrisiken für den Forderungsbestand entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte für Preisrisiken abgeschlossen haben.

WEITERE OPERATIVE RISIKEN

Aus weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft abzusehen. Südzucker begegnet auch den weiteren operativen Risiken durch ständige Überwachung sowie kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse.

COMPLIANCERISIKEN

ALLGEMEINE RECHTLICHE RISIKEN

Es sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG und ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskosten-Rückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode nehmen, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns.

Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen eingeleitet.

KARTELLRECHTSRISIKEN

Es besteht das Risiko, dass Verhaltensweisen von Organen und Mitarbeitern als Verstoß gegen Wettbewerbsbestimmungen ausgelegt werden und Verfahren durch Wettbewerbsbehörden eingeleitet werden. Entsprechende Verfahren sind immer mit einem Reputationsverlust verbunden, können zum Erlass von hohen Bußgeldern führen und dann zusätzlich Ersatzansprüche von Dritten nach sich ziehen, auch wenn diese unbegründet sind.

Auch im Geschäftsjahr 2014/15 hat Südzucker die Maßnahmen der Kartellrechts-Compliance weiter intensiviert. Zur Vermeidung von Kartellverstößen werden Schulungen durchgeführt und turnusgemäß wiederholt. Die Maßnahmen werden - unter Berücksichtigung der aus dem im vergangenen Jahr beendeten Kartellverfahren gegen mehrere Unternehmen der Zuckerindustrie in Deutschland gewonnenen Erkenntnisse - intensiv fortgeführt. Um einen Südzuckergruppenweit geltenden Rahmen für die Verhinderung von Kartellrechtsverstößen zu schaffen, hat der Vorstand am 1. Dezember 2014 eine Richtlinie zur Einhaltung des Kartellrechts in der Südzucker-Gruppe (Wettbewerbs-Richtlinie) erlassen. Ziel dieser Richtlinie ist es, Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen im Kartellrecht zu bewahren und praxisnahe Unterstützung bei der Anwendung der einschlägigen Vorschriften zu geben. Dies umfasst insbesondere die Verpflichtung aller Mitarbeiter zur Einhaltung des Kartellrechts.

Wie im Vorjahresbericht dargestellt, hatte das deutsche Bundeskartellamt der Südzucker AG und anderen deutschen Zuckerherstellern wettbewerbsbeschränkende Gebiets-, Quoten- und Preisabsprachen zur Last gelegt. Nach Verhandlungen mit dem Amt und Abwägung aller relevanten Argumente hatte Südzucker den am 1 8. Februar 2014 erlassenen Bußgeldbescheid im Rahmen eines Settlements akzeptiert, um das seit fast fünf Jahren anhängige, auf Aussagen eines Kronzeugen basierende Verfahren zu beenden und dadurch Rechts- sowie Planungssicherheit zu erlangen. Mit der erfolgten Zahlung der Geldbuße in Höhe von 195,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2013/14 ist das deutsche Kartellverfahren abgeschlossen.

Nach dem Abschluss des deutschen Kartellverfahrens machen Kunden erwartungsgemäß Ersatzansprüche wegen angeblicher kartellbedingter Preisaufschläge geltend. Diese Ansprüche werden seitens Südzucker bestritten.

Wie im Vorjahresbericht erläutert, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im September 2010 beim Kartellgericht Wien unter anderem gegen die AGRANA Zucker GmbH und die Südzucker AG die Feststellung eines Verstoßes gegen das Kartellgesetz. Es wird die Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen im Bezug auf Österreich vorgeworfen. Die Beklagten sehen den Bußgeld-Antrag vom Oktober 2011 durch die vom Kartellgericht bisher durchgeführte Beweisaufnahme - auch nach weiteren Zeugenvernehmungen im September 2014 - nicht bestätigt. Das Kartellgericht Wien hat noch kein Urteil verkündet.

KORRUPTIONSRISIKEN

Korruptionsrisiken können darin bestehen, dass Organe oder Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe gegen Gesetze, interne Regelungen oder von Südzucker anerkannte regulatorische Standards verstoßen und in Folge das betroffene Unternehmen der Südzucker-Gruppe Vermögens- und Imageschäden erleidet. Zur Vermeidung von Korruptionsrisiken hat Südzucker im Rahmen des Compliance-Management-Systems die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System fußt auf den Prinzipien "Kennen" (informieren und schulen), "Einhalten" (kontrollieren und dokumentieren) sowie "Verbessern" (berichten und handeln). Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert; sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. Die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation werden kontinuierlich weiterentwickelt. Zur Stärkung der Compliance-Kultur wird die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur fortlaufend verbessert.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Die Südzucker-Gruppe unterliegt aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu zählen Risiken aus Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, Liquiditätsrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken. Marktpreisrisiken aus Zuckerexporten, Bioethanolabsatz, Energieeinkäufen sowie Rohstoffeinkäufen bewerten wir als operative Risiken, die im entsprechenden Abschnitt dieses Risikoberichts beschrieben sind.

ZINSÄNDERUNGSRISIKEN

Aus variabel verzinslichen oder kurzfristig fälligen Finanzverbindlichkeiten und -anlagen ist die Südzucker-Gruppe in begrenztem Umfang kurzfristigen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Der Umfang dieser Verbindlichkeiten bzw. Anlagen ist aufgrund des kampagnebezogenen Finanzbedarfs im Jahresverlauf stark schwankend. Langfristige Zinsänderungsrisiken sind aufgrund der geringen Verschuldung ebenfalls nur von untergeordneter Bedeutung.

WECHSELKURSRISIKEN

Finanzwirtschaftliche Wechselkursrisiken resultieren überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung.

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Die Liquidität der Südzucker-Gruppe wird daher täglich überwacht. Soweit es ökonomisch sinnvoll ist, bestehen nationale oder länderübergreifende Cashpools. Daneben werden Liquiditätsüberschüsse auch gruppenintern angelegt. Über die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellt Südzucker ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduziert Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des Commercial-Paper-Programms sowie von Banken verbindlich zugesagter Kreditlinien kann Südzucker kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen und die während der Zuckerkampagne bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit erfüllen.

BONITÄTS- UND AUSFALLRISIKEN IM FINANZBEREICH

Bonitäts- und Ausfallrisiken im Finanzbereich bestehen in Bezug auf Finanzinstitute, mit denen Südzucker finanzielle Sicherungsgeschäfte abgeschlossen hat, bei denen Geldanlagen getätigt werden, Kreditlinien bestehen oder die Bürgschaften zugunsten von Südzucker stellen. Dieses Risiko hat sich aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch limitiert, dass Finanzgeschäfte nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht.

RISIKO DER RATINGHERABSTUFUNG

Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken.

GESAMTRISIKOPOSITION

Zu den wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung der Südzucker-Gruppe gehören neben den Risiken einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen insbesondere Risiken aus Schwankungen von Produkt- und Rohstoffpreisen. Im Segment Zucker hat der Einfluss des Weltmarktpreises auf das Preisniveau von Zucker in der EU zugenommen. Dieser wird sich in Zukunft noch verstärken; damit wird das Risiko aus Schwankungen des EU-Zuckerpreises zunehmen. Im Segment CropEnergies ist das Ergebnis abhängig vor allem vom Preisniveau der eingesetzten Rohstoffe - insbesondere Weizen - und von den Bioethanol-Erlösen. In Phasen rückläufiger Bioethanolpreise bei gleichbleibenden oder steigenden Getreidepreisen können Verluste entstehen, wenn Margen keinen Beitrag zur Fixkostendeckung liefern. Wenn die variablen Kosten nicht mehr gedeckt werden kann eine vorübergehende Stilllegung von Anlagen notwendig werden. Da sich die Märkte für Weizen und Bioethanol relativ unabhängig voneinander verhalten, ist die Prognose der Ergebnisentwicklung erschwert. Gleichwohl ist es nicht immer sinnvoll oder möglich, alle Preisrisiken im Voraus abzusichern, da damit auch die Chancen zukünftiger positiver Preisentwicklungen reduziert würden. Daneben begrenzt nicht ausreichende Liquidität bei Preissicherungsinstrumenten mit längeren Laufzeiten deren wirtschaftlich sinnvollen Einsatz.

Die Gesamtrisikoposition des Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aber nach wie vor nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.

Chancen

Nachstehend werden die Chancen mit Blick auf die Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente bzw. Divisionen erläutert.

Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen.

Südzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (funktionelle Inhaltsstoffe für Lebens- und Futtermittel, Tiefkühlprodukte, Portionsartikel und Stärke), Crop-Energies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne.

Damit agiert die Südzucker-Gruppe inmitten der auch in Zukunft weltweit dynamisch wachsenden Märkte mit entsprechend höherer Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Lebens- und Futtermitteln sowie Energie. Südzucker ist in Europa in vorteilhaften Naturräumen mit guten Böden, hohen Erträgen und im globalen Vergleich stabilen Witterungsverhältnissen positioniert; dies ist im weltweiten Wettbewerb eine stabile und verlässliche Ausgangsbasis. Die wachsende Weltbevölkerung wie auch der Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln insbesondere in Ländern mit steigendem Lebensstandard sollten zu einer Erhöhung von Marktchancen der Produkte von Südzucker führen. Mit ihrer Infrastruktur zur Erzeugung und Vermarktung von Bioethanol in Europa ist die Gruppe hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Markt für Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu profitieren.

SEGMENT ZUCKER

Südzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen in Europa eine gute Wettbewerbsposition in der EU und kann das Auslaufen der Quotenregelung zur Stärkung ihrer Produktions- und Marktposition nutzen; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in den europäischen Kernmärkten und der Nähe zu den Industriekunden. Im europäischen Süßungsmittelmarkt können sich ab 2017 zusätzliche Absatzmöglichkeiten im Bereich Isoglukose ergeben.

Weitere Chancen können sich aus dem Zuckerexport außerhalb der EU, der ab 2017 nicht mehr durch Exportlizenzen begrenzt sein wird, ergeben. Mit dem Wegfall der Quotenregelung ergibt sich die Möglichkeit der Erhöhung der Kapazitätsauslastung durch längere Kampagnen. Beim weltweiten Zuckerverbrauch wird mit einer Steigerung um 2 bis 3 % pro Jahr von derzeit 1 80 Mio. t auf rund 200 Mio. t für das Jahr 2020 gerechnet. Diese Aussichten stützen den Zuckerweltmarktpreis. Allerdings haben kurzfristig auch weitere Faktoren, insbesondere die Witterungsbedingungen in den Hauptanbaugebieten von Zuckerrohr und -rüben sowie weitere Faktoren wie Wechselkursentwicklungen oder die Positionen von Finanzinvestoren, einen wesentlichen Einfluss. Darüber hinaus ergeben sich für Südzucker über die Beteiligung an ED&F Man zusätzliche Potenziale, an einem Marktwachstum zu partizipieren.

SEGMENT SPEZIALITÄTEN

Durch den Ausbau des Segments Spezialitäten besitzt Südzucker eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten.

BENEO

Ein wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten ist die Division BENEO, die vom langfristigen Trend zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. BENEO ist ein weltweit führender Anbieter von funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel, Getränke und Tierfutter und mit ihrer Palatinit-Produktlinie der weltweit führende Hersteller von auf Zucker basierenden Zuckeraustauschstoffen. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen weiter vorangetrieben.

FREIBERGER

Die Freiberger-Gruppe nutzt ihre europaweit führende Position als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Neben den Vertriebsaktivitäten auf dem europäischen Markt wurden diese u. a. auf den nordamerikanischen Markt ausgeweitet.

PORTIONPACK EUROPE

Der europäische Marktführer gestaltet, produziert und vertreibt Portionsartikel. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig den Food-Bereich, aber auch einige Non-Food-Artikel. Dabei liegen die Hauptmärkte insbesondere im Food-Service-Bereich wie Hotels, Gastronomie und Catering. PortionPack kann seine Position im europäischen Markt durch internes und externes Wachstum, flexible Reaktion auf Kundenanforderungen sowie kontinuierliche Produktinnovationen festigen.

STÄRKE

Die Division Stärke legt den Schwerpunkt auf Spezialitätenprodukte, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen. Innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung, laufende Produktentwicklungen sowie ständige Kostenoptimierungen stehen dabei im Fokus. Beispiele sind die führende Position bei Bio-Stärken und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie oder im technischen Sektor die Führungsrolle bei Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Baustoffindustrie.

SEGMENT CROPENERGIES

Die weitere Unternehmensentwicklung und deren Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung bei Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln sowie den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt.

Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg von Bioethanol oder den gleichzeitig erzeugten Lebens- und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion.

Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. Hierfür wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die die verstärkte Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor fördern. Aus dem daraus resultierenden Marktwachstum können sich Chancen ergeben. Sollte die Einführung von E10 europaweit an Fahrt gewinnen, kann sich das Absatzvolumen für Bioethanol erheblich ausweiten. Daraus ergäben sich für CropEnergies weitere Wachstumschancen.

Mit der Errichtung der Produktionsanlage für Neutralalkolhol in Zeitz bietet sich für CropEnergies die Chance, margenträchtige Anwendungen für Bioethanol zu erschließen.

Weitere Chancen für CropEnergies könnten aus einer Konsolidierung der Anbieterstruktur auf dem europäischen Bioethanolmarkt entstehen, da CropEnergies aufgrund von Größe, Standorten und technologischer Führerschaft Vorteile gegenüber Wettbewerbern genießt.

SEGMENT FRUCHT

Das AGRANA-Fruchtsegment ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie sowie größter Produzent von Fruchtsaftkonzentraten aus Äpfeln, roten Früchten und Beeren auf dem europäischen Markt. Wachstumschancen ergeben sich in Ländern mit steigenden Einkommen, wie z. B. Russland, China und Brasilien. Auch der US-Markt, der nordafrikanische Raum und der Mittlere Osten werden intensiver bearbeitet.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

GRUNDZÜGE

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der Südzucker AG hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen und damit zu jeder Zeit ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, das den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Das System ist in den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wesentliche Bestandteile sind Grundsätze, Verfahren sowie Kontrollen, wie beispielsweise konzerneinheitliche Kontierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsvorgaben sowie Prozesse zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Finanzberichterstattung.

IFRS-REPORTING-RICHTLINIE

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) stellen die konzernweit einheitliche Bilanzierung und Bewertung sämtlicher Geschäftsvorfälle der in den Südzucker-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sicher. Die interne IFRS-Reporting-Richtlinie regelt die Südzucker-relevante Anwendung der IFRS und konkretisiert Bilanzierungssachverhalte. Der Inhalt der IFRS-Reporting-Richtlinie wird zentral vorgegeben und regelmäßig aktualisiert.

INTERNES KONTROLLSYSTEM, BEZOGEN AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Der Konzernrechnungslegungsprozess beginnt in den Einzelgesellschaften des Konzerns. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten die Abschlüsse erstellt, kontrolliert und mit der Einspielung in das Konsolidierungssystem an die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG übermittelt. Für alle im Konzernrechnungslegungsprozess eingesetzten IT-Systeme bestehen klar strukturierte Berechtigungskonzepte.

Die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen, der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools.

Bei der Bewertung von Rückstellungen, im Wesentlichen Personalrückstellungen, werden im Rahmen des Jahresabschlussprozesses regelmäßig externe Gutachter eingesetzt.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip sowie der Einhaltung der Richtlinien für wesentliche Geschäftsprozesse.

Automatisierte Validierungsregeln und Plausibilitätsprüfungen insbesondere im IT-Konsolidierungssystem stellen die Vollständigkeit und Richtigkeit von Eingabedaten der Einzelgesellschaften sicher.

Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände nie vollständig ausgeschlossen werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen weiterhin beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen diese Kontrollaktivitäten die Analyse und gegebenenfalls Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. der hierzu geführten Abschlussbesprechungen.

Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst.

INTERNE PRÜFUNG

Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Compliance, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die interne Revision prüft das interne Kontrollsystem, die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und konzerninternen Richtlinien sowie das Risikomanagementsystem. Sie entwickelt bei Bedarf entsprechende Empfehlungen und Prozessänderungen und trägt damit zu einer stetigen Verbesserung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei.

EXTERNE PRÜFUNG

Der Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können. Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Abschlussprüfung bestätigt, dass das Risikofrüherkennungssystem von Südzucker geeignet ist, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hatte keine Feststellungen zu wesentlichen Schwächen im rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem.

Prognosebericht

Wir gehen von einem weiteren deutlichen Umsatzrückgang aus, da sich das seit Beginn des Zuckerwirtschaftsjahres 2014/1 5 am 1. Oktober 2014 nochmals verminderte Erlösniveau nun im gesamten Geschäftsjahr auswirkt.

In den vergangenen Jahren wurden niedrigere Erlöse durch sinkende Rohstoffpreise teilweise kompensiert. In der Kampagne 2014 wurde nun der Rübenmindestpreis erreicht. Dadurch können die Belastungen aus den weiter sinkenden Erlösen nicht mehr durch niedrigere Rohstoffkosten aufgefangen werden.

Die eingeleiteten Kosteneinsparungen greifen, können aber nur einen Teil des Erlösrückgangs abfedern. Während infolge der langen Kampagne 2014 zunächst Entlastungen durch geringere fixe Stückkosten wirken, ist aufgrund der für das Jahr 2015 notwendigen Anbaueinschränkung mit einer kürzeren Kampagne und damit wieder mit steigenden fixen Stückkosten zu rechnen.

Darüber hinaus erwarten wir wegen der weiteren Reduzierung des Abzinsungssatzes für Pensionsrückstellungen eine Belastung des Personalaufwands.

Das Betriebsergebnis (HGB) wird sich daher aus heutiger Sicht nochmals deutlich verschlechtern.

Dagegen erwarten wir ein höheres Beteiligungsergebnis der Tochtergesellschaften sowie ein verbessertes Zinsergebnis, das auf einer geringeren Netto-Finanzverschuldung beruht.

Der Jahresüberschuss wird auf Vorjahresniveau erwartet.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 16. Juli 2015 eine Dividende von 0,25 (0,50) € je Stückaktie vor. Bei einem dividendenberechtigten Kapital von 204,2 (204,2) Mio. € beträgt die Ausschüttungssumme 51,0 (102,1) Mio. €. Die Dividende soll am 17. Juli 2015 ausgezahlt werden.

Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Laut Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrüben-verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu der SZVG, dem Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V., Würzburg, dessen Landesverbänden und den Rüben-anbauern aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen worden sind, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen unserer Gesellschaft im Sinne des § 312 AktG wurden im Berichtsjahr weder getroffen noch unterlassen."

Jahresabschluss

Bilanz zum 28. Februar 2015

AKTIVA

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(Tsd. €) Anhang 28. Februar 2015 28. Februar 2014
Immaterielle Vermögensgegenstände 13.671 20.404
Sachanlagen 396.253 306.307
Finanzanlagen 2.782.253 2.781.540
Anlagevermögen 1 3.192.177 3.108.251
Vorräte 2 522.522 581.826
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3 852.188 956.119
Wertpapiere 4 97.613 97.314
Flüssige Mittel 1.727 1.665
Umlaufvermögen 1.474.050 1.636.924
Rechnungsabgrenzungsposten 5 1.914 2.277
4.668.141 4.747.452

PASSIVA

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(Tsd. €) Anhang 28. Februar 2015 28. Februar 2014
Gezeichnetes Kapital 204.183 204.183
Kapitalrücklage 1.620.579 1.620.579
Gewinnrücklagen 252.978 219.178
Bilanzgewinn 51.146 102.566
Eigenkapital 6 2.128.886 2.146.506
Sonderposten mit Rücklageanteil 7 35.362 36.755
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8 461.216 452.999
Übrige Rückstellungen 9 311.796 316.201
Rückstellungen 773.01 1 769.200
Verbindlichkeiten 10 1.718.992 1.762.718
Rechnungsabgrenzungsposten 11 11.890 32.273
4.668.141 4.747.452

Gewinn- und Verlustrechnung 1. März 2014 bis 28. Februar 2015

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(Tsd. €) Anhang 1. März 2014-8. Februar 2015 1. März 2013-28. Februar 2014
Umsatzerlöse 13 1.349.783 1.620.160
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 14 -42.605 -26.741
Sonstige betriebliche Erträge 15 109.189 102.370
Materialaufwand 16 -990.249 -1.109.396
Personalaufwand 17 -179.252 -166.015
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -48.623 -43.720
Sonstige betriebliche Aufwendungen 18 -220.077 -366.465
Beteiligungsergebnis 19 160.314 143.529
Zinsergebnis 20 -39.602 -44.945
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 98.878 108.777
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21 -13.664 -5.585
Sonstige Steuern -743 -667
Jahresüberschuss 84.471 102.525
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 475 41
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -33.800 0
Bilanzgewinn 51.146 102.566

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS

Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften

Der Jahresabschluss der Südzucker AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) bzw. Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden im Anhang regelmäßig in Klammern dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kursgewinne bzw. Kursverluste aufgrund abweichender Devisenkassamittelkurse zwischen dem Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Werteverzehr des Anlagevermögens, dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der degressiven oder linearen Methode.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode abgeschrieben.

Für ab dem 1. Januar 2001 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 20 % verrechnet. Für ab dem 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal 30 % verrechnet.

Für nach dem 31. Dezember 2008 angeschaffte Gegenstände des Anlagevermögens wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 25 % verrechnet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt zu dem Zeitpunkt, in dem der auf die Restnutzungsdauer in gleichen Jahresbeträgen verteilte Restbuchwert zu höheren Abschreibungsquoten führt.

Für ab dem 1. März 2010 angeschaffte bzw. hergestellte Gegenstände des Anlagevermögens kam ausschließlich die lineare Methode zum Ansatz. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB wird ausgeübt.

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Jahr des Zugangs sofort im Aufwand erfasst, sofern ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € nicht übersteigen. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € aber nicht 1.000 € übersteigen, wurden Sammelposten gebildet. Sammelposten werden einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Immaterielle Vermögensgegenstände 2 bis 9 Jahre
Gebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet.

Die Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Geschäftsjahresende.

Niedrigeren beizulegenden Werten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß den Grundsätzen der Einzel- bzw. Festbewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Darüber hinaus wird bei eingeschränkter Verwertbarkeit jeweils ein angemessener Bewertungsabschlag vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt gemäß §§ 253 bis 256 HGB zu Herstellungskosten bzw. zu den vom Verkaufspreis abgeleiteten erzielbaren Reinerlösen unter Beachtung des Prinzips einer verlustfreien Bewertung. Dabei wird die FIFO-Methode bei der Bewertung der fertigen Erzeugnisse angewandt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für Zucker werden der Werteverzehr des Anlagevermögens, die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Die Bilanzierung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Geschäftsjahresende.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bzw. gegebenenfalls abgezinst bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden in Höhe des geschätzten Ausfallrisikos einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Unentgeltlich zugeteilte CO2-Emissionszertifikate werden mit einem Anschaffungswert von Null, entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert. Sofern die CO2 - Emissionen die zugeteilten Zertifikate überschreiten, werden Rückstellungen in Höhe der Anschaffungskosten der Zertifikate gebildet.

Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Bis zum 28. Februar 2010 wurden Sonderposten mit Rücklageanteil für Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Abschreibungen und Sonderabschreibungen sowie den linearen oder degressiven Normalabschreibungen gebildet.

Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde ausgeübt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Gehalts- und Rentenentwicklung sowie der mittelfristigen Erwartungen wurden die Parameter für die Gehalts- und Rentenerhöhung angepasst. Dabei wurde von einer künftigen Gehaltssteigerung von 2,50 (3,00) %, von einem Beitragsbemessungsgrenze-Trend von 2,50 (3,00) %, einer künftigen Rentensteigerungsrate von 1,50 (2,00) % und einer durchschnittlichen Fluktuation von 1,0 (1,0) % ausgegangen. Bei der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 28. Februar 2015 wurde ein Rechnungszins von 4,48 (4,86) % zugrunde gelegt.

Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und zum 31. Januar 2015 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Für rückgedeckte Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit vorhandenen Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) verrechnet, das mit dem Zeitwert bilanziert wurde. Bei dem Zeitwert des Deckungsvermögens handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert der Rückdeckungsversicherung, der den historischen Anschaffungskosten entspricht.

Bei der Bemessung der Rückstellung für die Altersteilzeitverpflichtungen werden die Aufstockungsbeträge entsprechend der Regelungen des gültigen IDW RS HFA 3 als Zahlungen mit Entlohnungscharakter behandelt. Der Abzinsungssatz für Rückstellungen für Altersteilzeitguthaben beträgt 3,21 (3,73) % sowie für Jubiläumsansprüche 4,48 (4,86) %. Der Gehaltstrend entspricht dem der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Übrige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ferner werden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen gebildet, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden. Die Bemessung der übrigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite vor dem Bilanzstichtag erzielte Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden auch steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge berücksichtigt.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Südzucker AG von derzeit 29,1 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz beinhaltet Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Sofern die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern überwiegen, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine aktiven latenten Steuern zu bilanzieren. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Das Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten wird nicht in Anspruch genommen.

Forschungskosten werden als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bildung von Bewertungseinheiten bei Sicherungsinstrumenten

Die Bilanzierung von Bewertungseinheiten beruht auf dem Prinzip, dass vergleichbare Risiken aus einem Grundgeschäft durch gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme eines Sicherungsgeschäfts wirtschaftlich neutralisiert werden. Deshalb sind nicht realisierte Gewinne und Verluste in dem Umfang und für den Zeitraum unberücksichtigt, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft ausgleichen.

Sicherungsinstrumente werden als eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft betrachtet, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Für die Angabe der Marktwerte wird der Betrag herangezogen, welcher der Südzucker AG bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts zum Bilanzstichtag zu- bzw. abfließen würde. Da die Sicherungsgeschäfte marktübliche, handelbare Finanzinstrumente umfassen, wird der Marktwert aus Marktnotierungen ohne Verrechnung mit etwaigen gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften abgeleitet.

Soweit sich aus der Verrechnung der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Verlustüberhang ergibt, ist dieser aufwandswirksam in eine Rückstellung für Bewertungseinheiten einzustellen. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

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(Tsd. €) Immaterielle Vermögensgegenstände
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1. März 2014 107.834
Zugänge 3.868
Abgänge -1.752
Umbuchung 43
Stand am 28. Februar 2015 109.993
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. März 2014 87.430
Abschreibung des Jahres 10.623
Abgänge -1.731
Stand am 28. Februar 2015 96.322
Buchwerte
28. Februar 2014 20.404
28. Februar 2015 13.671

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte.

Sachanlagen

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(Tsd. €) Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1. März 2014 337.455 1.138.650 112.605 47.744 1.636.454
Zugänge 37.762 35.219 12.397 45.460 130.838
Abgänge -3.397 -7.778 -7.587 0 -18.762
Umbuchung 25.881 13.843 210 -39.977 -43
Stand am 28. Februar 2015 397.701 1.179.934 117.625 53.227 1.748.487
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. März 2014 225.152 1.018.776 86.219 0 1.330.147
Abschreibung des Jahres 6.476 22.686 8.838 0 38.000
Abgänge -1.267 -7.745 -6.901 0 -15.913
Stand am 28. Februar 2015 230.361 1.033.717 88.156 0 1.352.234
Buchwerte
28. Februar 2014 112.303 119.874 26.386 47.744 306.307
28. Februar 2015 167.340 146.217 29.469 53.227 396.253

Finanzanlagen

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(Tsd. €) Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Finanzanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1. März 2014 3.567.250 208 49 3.567.507
Zugänge 0 0 767 767
Abgänge -50 0 -4 -54
Stand am 28. Februar 2015 3.567.200 208 812 3.568.220
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. März 2014 785.967 0 0 785.967
Stand am 28. Februar 2015 785.967 0 0 785.967
Buchwerte
28. Februar 2014 2.781.283 208 49 2.781.540
28. Februar 2015 2.781.233 208 812 2.782.253

(2) Vorräte

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(Tsd. €) 28. Februar 2015 28. Februar 2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 59.393 65.281
Unfertige Erzeugnisse 125.982 147.343
Fertige Erzeugnisse und Waren 337.147 369.202
522.522 581.826

Der Rückgang der fertigen Erzeugnisse zum 28. Februar 2015 ist insbesondere auf niedrigere Herstellungskosten des Zucker als im Vorjahr zurückzuführen. Teilweise waren fertige Erzeugnisse und Waren auf erwartete niedrigere Verkaufserlöse abzuwerten.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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(Tsd. €) 28. Februar 2015 28. Februar 2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 86.745 86.845
davon mit einer Restlaufzeit> 1 Jahr 2.923 3.609
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 709.627 755.141
davon mit einer Restlaufzeit> 1 Jahr 160.405 161.409
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 112 2.783
Sonstige Vermögensgegenstände 55.704 111.350
852.188 956.119

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 86.745 (86.845) Tsd. € sind mit 10.572 (10.593) Tsd. € einzelwertberichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Finanzforderungen aus Konzern-Darlehen in Höhe von 331.405 (290.409) Tsd. €, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 40.629 (48.688) Tsd. € sowie sonstige Forderungen in Höhe von 337.593 (416.044) Tsd. €, über die die Konzernfinanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 55.704 (111.350) Tsd. € enthielten zum Stichtag 16.792 (36.244) Tsd. € Forderungen aus einem einmaligen Steuerertrag aus dem Abschluss eines langjährigen Finanzgerichtsverfahrens zu Besteuerungsfragen nach dem Außensteuergesetz sowie Forderungen auf Rückerstattung von Produktionsabgaben aus Vorjahren in Höhe von 9.080 (46.862) Tsd. €. Weiterhin sind hier Umsatzsteuerforderungen sowie Energiesteuer-Erstattungsansprüche erfasst.

(4) Wertpapiere

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(Tsd. €) 28. Februar 2015 28. Februar 2014
Anteile an verbundenen Unternehmen 56.700 56.700
Sonstige Wertpapiere 40.913 40.614
97.613 97.314

In den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind Aktien der AGRANA Beteiligungs AG, Wien/Österreich, ausgewiesen, die in absehbarer Zeit wieder dem Streubesitz zugeführt werden sollen. Ziel ist es, die Liquidität der AGRANA Aktie an der Wiener Börse zu erhöhen.

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Zinsaufwendungen.

(6) Eigenkapital

Eigenkapitalspiegel

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März 2014 Dividende für 2013/14 Jahresüberschuss 28. Februar 2015
Gezeichnetes Kapital 204.183 204.183
Kapitalrücklage 1.620.579 1.620.579
Gewinnrücklagen 219.178 33.800 252.978
Bilanzgewinn 102.566 102.091 50.671 51.146
2.146.506 102.091 84.471 2.128.886

Zum 28. Februar 2015 betrug das gezeichnete Kapital 204.183.292 €. Es ist in 204.183.292 Stückaktien eingeteilt; dabei handelt es sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.

Die Südzucker AG hat keine Bilanzierungswahlrechte in Anspruch genommen, die eine Ausschüttungssperre auslösen.

(7) Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil betrifft ausschließlich steuerliche Sonderabschreibungen.

(8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten und Anwartschaften ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 463.807 (453.000) Tsd. € wurde mit Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) in Höhe von 2.591 (2.500) Tsd. € verrechnet. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert von Rückdeckungsversicherungen; dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten.

(9) Übrige Rückstellungen

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(Tsd. €) 28. Februar 2015 28. Februar 2014
Steuerrückstellungen 109.365 97.286
Sonstige Rückstellungen 202.431 218.915
311.796 316.201

Die Steuerrückstellungen enthalten Zuführungen aus Ertragsteueraufwendungen für noch nicht durch die steuerliche Außenprüfung abgeschlossene Zeiträume Wirtschaftsjahre. Zudem erfolgten Berichtigungen für zurückliegende, bereits geprüfte Veranlagungszeiträume. Der daraus resultierende Aufwand wurde im laufenden Jahr in den Steuern vom Einkommen und Ertrag erfasst. Gegenläufig wirken sich Erstattungen und Rückstellungsauflösungen aus. Insgesamt betragen die periodenfremden Steueraufwendungen € 10,9 Mio.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Verpflichtungen für Personalaufwendungen, Aufwendungen für Rübenerdeausfuhr und Rekultivierung von Schlammteichen bzw. Erdarbeiten zur Bodenbearbeitung und -verbesserung sowie Prozessrisiken.

Darüber hinaus bestanden Rückstellungen für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, die durch Maßnahmen in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde für bereits abgeschlossene und zum Bilanzstichtag fest vereinbarte Altersteilzeitverträge gebildet. Sie beinhaltet Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsrückstände der Gesellschaft.

(10) Verbindlichkeiten

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28. Februar 2015 28. Februar 2014
(Tsd. €) Gesamt < 1 Jahr 1 - 5 Jahre> 5 Jahre Gesamt < 1 Jahr
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Anleihen und Schuldverschreibungen 199.985 199.985 0 0 89.971 89.971
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 205.716 40.138 91.596 73.982 238.000 162.984
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 244.433 244.433 0 0 354.869 354.869
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 971.873 340.573 631.300 0 965.907 359.357
davon aus Lieferungen und Leistungen 12.991 12.991 0 0 13.037 13.037
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2 2 0 0 1.455 1.455
Sonstige Verbindlichkeiten 96.983 96.983 0 0 112.516 112.516
davon aus Steuern 4.531 4.531 0 0 4.027 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.802 8.802 0 0 9.183 0
1.718.992 922.1 14 722.896 73.982 1.762.718 1.081.152

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28. Februar 2014
(Tsd. €) 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- ---
Anleihen und Schuldverschreibungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.750 37.266
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 606.550 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0
davon aus Steuern 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0
644.300 37.266

Zum 28. Februar 2015 waren in der Position Anleihen und Schuldverschreibungen 200,0 (90,0) Mio. € kurzfristige Commercial Paper Emissionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 205.716 (238.000) Tsd. €.

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden Verpflichtungen gegenüber den Rübenanbauern von 187.644 (296.349) Tsd. € ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 971.873 (965.907) Tsd. € betrafen im Wesentlichen Mittelaufnahmen aus den über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, emittierten Anleihen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen, Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.

(11) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe wurde um den anteiligen Buchwert der Zusatzquote verrechnet, mit insgesamt 153,3 Mio. € passiv abgegrenzt und wird bis 2015/16 ratierlich erfolgswirksam aufgelöst. Der zum Stichtag abgegrenzte Betrag umfasst 11.890 (32.273) Tsd. €.

(12) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und derivative Finanzinstrumente

Von den künftigen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume und Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Betriebspacht sind 1,9 (4,0) Mio. € innerhalb von bis zu einem Jahr, 0,0 (0,4) Mio. € innerhalb von ein bis fünf Jahren und 0,0 (0,0) Mio. € nach fünf Jahren fällig; davon betreffen 0,5 (0,5) Mio. € verbundene Unternehmen, die innerhalb von bis zu einem Jahr fällig sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus offenen Bestellungen betrugen zum Bilanzstichtag 132,7 (66,6) Mio. €. Sie betreffen insbesondere den Neubau der Stärkefabrik in Zeitz.

Zu Gunsten der Gläubiger der von der Südzucker Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, begebenen Anleihen hat die Südzucker AG Garantien über insgesamt 400,0 (400,0) Mio. € und im Falle der nachrangigen Hybrid-Anleihe eine nachrangige Garantie in Höhe von 700,0 (700,0) Mio. € abgegeben. Die Abgabe einer weiteren Garantie erfolgte zu Gunsten der Gläubiger der BENEO Orafti Chile S.A. für eine Kreditlinie von maximal 25,0 Mio. USD; zum Bilanzstichtag war die Kreditlinie seitens der Gesellschaft mit 24,2 Mio. USD in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus den begebenen Garantien wird derzeit aufgrund der finanziellen Situation der Gesellschaften nicht erwartet.

Für Kredite der CropEnergies Bioethanol GmbH von ursprünglich 78 Mio. € sowie der Rackwitzer Biogas GmbH von 10 Mio. € haftet die Südzucker AG gesamtschuldnerisch.

Neben den dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Für ein Darlehen in Höhe von 12,5 Mio. GBP an eine Tochtergesellschaft hat die Südzucker AG einen Cross-Currency-Swap abgeschlossen, um das Währungsrisiko aus Zinszahlungen und Tilgung abzusichern. Das Grundgeschäft (Darlehensvergabe in Fremdwährung) und das Sicherungsinstrument (Cross-Currency-Swap) werden als Bewertungseinheit (Micro Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend erfolgt keine währungsbedingte Abwertung der GBP-Forderung und im Fall eines negativen Marktwerts des Sicherungsinstruments wird keine Rückstellung gebildet. Am Bilanzstichtag hatte der Cross-Currency-Swap einen negativen Marktwert von 2,9 (0,6) Mio. €, was der Höhe der Risiken entspricht, die mit den am Abschlussstichtag bestehenden Bewertungseinheiten abgesichert wurden. Das Sicherungsinstrument hat eine Laufzeit bis zum 21. Oktober 2016.

Im Rahmen des Effektivitätstests wurde festgestellt, dass die wesentlichen wertbestimmenden Parameter (Critical-Terms) wie Nominalbeträge, Währung, Beginn, Fälligkeit, etc. von Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, weshalb davon ausgegangen wird, dass sich die gegenläufigen Zahlungsströme in Zukunft vollständig ausgleichen werden.

Die Übereinstimmung dieser Parameter wird prospektiv überprüft und im Rahmen des Risikomanagementsystems wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung regelmäßig beurteilt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

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(Tsd. €) 2014/15 2013/14
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Eigenerzeugnisse 1.070.792 1.302.146
davon Zucker 928.663 1.154.198
davon sonstige Erlöse 142.129 147.948
Leistungserlöse 86.844 71.137
Handelswaren 192.147 246.877
davon Zucker 142.006 213.185
davon Nebenprodukte 50.141 33.692
1.349.783 1.620.160

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(Tsd. €) 2014/15 2013/14
Geographische Aufgliederung
Deutschland 914.798 1.075.235
EU 416.506 525.141
Sonstiges Ausland 18.479 19.784
1.349.783 1.620.160

(14) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

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(Tsd. €) 2014/15 2013/14
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen -45.665 -30.345
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.060 3.604
-42.605 -26.741

(15) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 31.415 (28.656) Tsd. €. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Ertrag aus der Rückerstattung von Produktionsabgaben aus Vorjahren sowie aus Buchgewinnen und der Auflösung von Rückstellungen. Daneben sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 194 (40) Tsd. € enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 1.394 (1.540) Tsd. € sowie Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 20.383 (20.383) Tsd. € enthalten.

(16) Materialaufwand

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(Tsd. €) 2014/15 2013/14
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren 887.783 1.022.155
Aufwendungen für bezogene Leistungen 102.466 87.241
990.249 1.109.396

(17) Personalaufwand

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(Tsd. €) 2014/15 2013/14
Löhne und Gehälter 144.700 144.449
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 34.552 21.566
davon für Altersversorgung 8.722 -1.854
- Dienstzeitaufwand 8.657 8.256
- Parameteranpassungen u.a. 65 -10.110
179.252 166.015

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Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter 2014/15 2013/14
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.126 1.098
Angestellte 1.090 1.068
Auszubildende 196 186
2.412 2.352

(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 624 (2.151) Tsd. €. Daneben sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 66 (227) Tsd. € enthalten.

(19) Beteiligungsergebnis

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(Tsd. €) 2014/15 2013/14
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 127.326 107.713
Erträge aus Beteiligungen 32.990 35.817
davon aus verbundenen Unternehmen 32.977 35.777
davon aus sonstigen Beteiligungen 13 40
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -2 -1
160.314 143.529

(20) Zinsergebnis

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(Tsd. €) 2014/15 2013/14
Aufwendungen / Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 39 37
Zinsen und ähnliche Erträge 12.176 13.298
davon aus verbundenen Unternehmen 10.496 10.927
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -51.817 -58.280
davon aus Aufzinsung -22.774 -25.629
davon aus verbundenen Unternehmen -23.846 -24.870
-39.602 -44.945

Im Geschäftsjahr sind im Zinsergebnis Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Verpflichtungen in Höhe von 22.774 (25.629) Tsd. € erfasst. Diese resultieren maßgeblich aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 21.548 Tsd. € bzw. langfristigen Personalrückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 1.226 Tsd. €, die mit den Erträgen saldiert sind, die aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens von 2.591 Tsd. € resultieren.

(21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die Steueraufwendungen aus dem laufenden Geschäftsjahr und Steuererträge aus den Vorjahren.

Aus den im Vergleich zur Steuerbilanz höheren Wertansätzen in der Handelsbilanz für Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen und übrigen Rückstellungen resultieren insgesamt aktive latente Steuern in Höhe von 113,0 Mio. €.

Dem stehen passive latente Steuern von 28,9 Mio. € aus höheren Wertansätzen von Finanzanlagen und dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Handelsbilanz gegenüber. Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern; auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein theoretischer Steuersatz von 29 % unterstellt. Die tatsächliche Steuerquote beträgt 14 %. Die Abweichungen zwischen dem theoretischen Steuersatz und der Steuerquote resultieren überwiegend aus Steuerminderungen aus steuerfreien Erträgen, nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben aus der Kartellstrafe und Steuererträgen aus den Vorjahren.

Sonstige Angaben

(22) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich auf 18.074 (19.037) Tsd. € und wurden vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

(23) Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2014/15 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 3,3 (3,7) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 36 (47) % der Barbezüge; sie ist von der durch die von der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende abhängig. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihrer Hinterbliebenen wurden insgesamt 35,2 (31,1) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen betrugen 2,7 (2,5) Mio. €. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 1,2 (1,2) Mio. €. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht im Konzern-Lagebericht in der Erklärung zur Unternehmensführung angegeben.

(24) Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Société Générale S.A., Paris, Frankreich, hat uns gemäß § 25a Abs. 1 WpHG am 28.10.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Südzucker AG, Mannheim, Deutschland am 23.10.2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,08% (entspricht 10.375.433 Stimmrechte) betragen hat.

Die Société Générale S.A., Paris, Frankreich, hat uns gemäß § 25a Abs. 1 WpHG am 18.11.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Südzucker AG, Mannheim, Deutschland am 12.11.2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 3,13% (entspricht 6.384.306 Stimmrechten) betragen hat.

(25) Anteilsbesitz

Bei den deutschen Beteiligungen werden das Eigenkapital sowie das Jahresergebnis einheitlich nach HGB angegeben. Sofern mit der betreffenden Beteiligung ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, wird das Jahresergebnis mit Null angegeben. Die Anteilsbesitzliste befindet sich auf den Seiten 82ff in diesem Anhang. Die Angaben erfolgen gemäß § 313 Abs. 2 und § 285 Nr. 11 HGB.

(26) Aufsichtsrat und Vorstand

AUFSICHTSRAT

Dr. Hans-Jörg Gebhard, Eppingen

Vorsitzender

Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.

Wettere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

CropEnergies AG, Mannheim
GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)
Freiberger Holding GmbH, Berlin
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich
SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (Vorsitzender)
Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich

Franz-Josef Möllenberg*, Rellingen

Stv. Vorsitzender

Gewerkschaftsekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

CropEnergies AG, Mannheim

Dr. Christian Konrad, Wien, Österreich (bis 17. Juli 2014)

Stv. Vorsitzender

Erwin Hameseder, Mühldorf, Österreich

Stv. Vorsitzender

Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H.

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Flughafen Wien AG, Wien, Österreich (1. Stv. Vorsitzender)
RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich
RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich
UNIQA Versicherungen AG, Wien, Österreich (2. Stv. Vorsitzender)

Konzernmandate1

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (1. Stv. Vorsitzender)
Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriften GmbH & Co. KG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
Raiffeisen Bank International AG, Wien, Österreich (1. Stv. Vorsitzender)
Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
STRABAG SE, Villach, Österreich (Stv. Vorsitzender)
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)

Dr. Ralf Bethke, Deidesheim (bis 17. Juli 2014)

Dr. Jochen Fenner, Gelchsheim

Vorsitzender des Vorstands der SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG und

Vorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e.V.

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich

Yüksel Gediagac*, Berlin

Betriebsratsvorsitzender der Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG

Veronika Haslinger Wien, Österreich (ab 17. Juli 2014)

Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H.

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt

Konzernmandate

KURIER Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (Vorsitzende)
Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich
NÖM AG, Baden, Österreich
Österreichische Rundfunksender GmbH, Wien, Österreich
Raiffeisen Informatik GmbH, Wien, Österreich

Ralf Hentzschel, Panschwitz-Kuckau

Vorsitzender des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e.V.

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (Stv. Vorsitzender)

Wolfgang Kirsch, Königstein

Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau

Konzernmandate im Konzern der DZ Bank AG

Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall (Vorsitzender)
R+V Versicherung AG, Wiesbaden (Vorsitzender)
Union Asset Management Holding AG, Frankfurt/Main (Vorsitzender)

Georg Koch, Wabern

Vorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e.V.

Susanne Kunschert, Stuttgart (ab 17. Juli 2014)

Geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe

Erhard Landes, Donauwörth

Vorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e.V.

Günther Link*, Oberickelsheim

Betriebsratsvorsitzender im Werk Ochsenfurt der Südzucker AG

Bernd Maiweg*, Gütersloh

Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Joachim Rukwied, Eberstadt

Präsident des Deutschen Bauernverbands e.V.

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

BAYWA AG, München
R+V Versicherung AG, Wiesbaden

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart (Vorsitzender)
Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt/Main
LAND-DATA GmbH, Visselhövede (Vorsitzender)
Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt/Main (Vorsitzender)
Messe Berlin GmbH, Berlin

Ronny Schreiber*, Einhausen

Betriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG

Petra Schwalbe*, Berlin

Vorsitzende des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft NGG

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Philipp Morris GmbH, München

Nadine Seidemann*, Donauwörth

Mitglied des Betriebsrats im Werk Rain der Südzucker AG

Franz-Rudolf Vogel*, Worms

Betriebsratsvorsitzender des Werks Offstein der Südzucker AG

Wolfgang Vogl*, Bernried

Leiter der Werke Plattling und Rain der Südzucker AG

Konzernmandate

BGD Bodengesundheitsdienst GmbH, Mannheim

Rolf Wiederhold*, Wabern

Betriebsratsvorsitzender des Werks Wabern der Südzucker AG

1 Konzernmandate im Südzucker-Konzern und im Konzern der Raiffeisen-Holding in Niederösterreich-Wien

* Arbeitnehmervertreter

VORSTAND

Dr. Wolfgang Heer (Vorsitzender), Ludwigshafen

Konzernmandate

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (1. Stv. Vorsitzender)
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
BENEO GmbH, Mannheim
ED&F MAN Holdings Limited, London, Großbritannien
Freiberger Holding GmbH, Berlin (Vorsitzender)
PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich
Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen (Stv. Vorsitzender)
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)

Dr. Lutz Guderjahn, Offstein

Konzernmandate

BENEO GmbH, Mannheim (Vorsitzender)
CropEnergies AG, Mannheim (Stv. Vorsitzender)
Ensus Limited, Yarm, Großbritannien
Ensus UK Limited, Yarm, Großbritannien
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien (Vorsitzender)
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich
Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim

Dr. Thomas Kirchberg, Ochsenfurt

Konzernmandate

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
BENEO GmbH, Mannheim
BGD Bodengesundheitsdienst GmbH, Mannheim (Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich (Vorsitzender)
Südzucker Moldova S.A., Chisinau, Moldau (Vorsitzender)
Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen (Vorsitzender)

Thomas Kölbl, Speyer

Wettere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

Boerse Stuttgart AG, Stuttgart
EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Baden-Württembergische Wertpapierbörse, Stuttgart
Börse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart

Konzernmandate

AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, Österreich
AGRANA J & F Holding GmbH, Wien, Österreich
AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich
AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich
AUSTRIA JUICE GmbH, Gleisdorf, Österreich
BENEO GmbH, Mannheim
CropEnergies AG, Mannheim
Freiberger Holding GmbH, Berlin
PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande (Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich
Südzucker Polska S.A., Wroclaw, Polen
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender)

Dipl. Ing. Johann Marihart, Limberg, Österreich

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

BBG Bundesbeschaffungsges. m. b. H., Wien, Österreich
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)
Ottakringer Getränke AG, Wien, Österreich
Spanische Hofreitschule - Bundesgestüt Piber, Wien, Österreich (Vorsitzender)
tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH, St. Pölten, Österreich
TÜV Austria Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)

Konzernmandate

AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender)
AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender)
AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender)
BENEO GmbH, Mannheim
Freiberger Holding GmbH, Berlin
Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich

(27) Aufwendungen für Leistungen des Abschlussprüfers

Für Leistungen des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind im Geschäftsjahr 2014/15 für die Südzucker AG folgende Aufwendungen angefallen:

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(Tsd. €) 2014/15 2013/14
Abschlussprüfungsleistungen 517 544
Andere Bestätigungsleistungen 6 6
Steuerberatungsleistungen 0 4
Sonstige Leistungen 42 184
565 738

(28) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 20. November 2014 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Sie ist im Internet unter (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/2014/) zugänglich gemacht.

(29) Vorschlag für die Gewinnverwendung

Der Bilanzgewinn der Südzucker AG beträgt 51.146 (102.566) Tsd. €. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,25 (0,50) € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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(in €) 2014/15
Ausschüttung einer Dividende von 0,25 €
je Aktie auf 204.183.292 Stück 51.045.823,00
Vortrag auf neue Rechnung 99.789,44
Bilanzgewinn 51.145.612,44

Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei Ausschüttung von 0,25 € je dividendenberechtigter Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Auszahlung der Dividende soll am 17. Juli 2015 erfolgen.

Anteilsbesitzliste

I. Verbundene Unternehmen

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Sitz Land SZ-Anteil

(%)
mittelbar Eigenkapital

in Mio. €
Ergebnis nach Steuern

in Mio. €
Segment Zucker
Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften
Südzucker AG Mannheim Deutschland
Sudzucker Hellas E.P.E. Athína Griechenland 100,00 0,91 0,08
Sudzucker Ibérica, S.L.U. Barcelona Spanien 100,00 2,40 1,52
Division Zucker Belgien
Raffinerie Tirlemontoise S.A. Bruxelles Belgien 99,41 1.216,40 29,60
Hosa Trading Importaçao e Exportaçao S.A. Sao Paolo Brasilien 100,00 0,09 0,08
James Fleming & Co. Ltd. West Lothian Großbritannien 100,00 22,32 3,74
Nougat Chabert & Guillot SA Montelimar Frankreich 99,75 3,60 0,281)
S.C.I. DU MARINET Upie Frankreich 100,00 1)
Rafti B.V. Wijchen Niederlande 100,00 11,07 0,97
Raftir Nederland Beheer B.V. Groningen Niederlande 100,00 6,89 0,02
S.O.G.E.L.A.F. SARL Paris Frankreich 100,00 22,67 -0,05
Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. Wijchen Niederlande 100,00 11,52 3,45
Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. Bruxelles Belgien 100,00 963,86 23,45
W.T. Mather Ltd. Lancashire Großbritannien 100,00 3,63 0,00
Division Zucker Frankreich
Saint Louis Sucre S.A. Paris Frankreich 99,80 141,55 -27,68
Société Française d'Organisation et de Participations "S.F.O.P." Paris Frankreich 100,00 15,88 0,02
Division Zucker Polen
Südzucker Polska S.A. Wroclaw Polen 99,59 371,23 -5,99
"POLTERRA" Sp. z o.o. Wroclaw Polen 100,00 0,85 0,01
Przedsiebiorstwo Rolne "KLOS" Sp. z o.o. Wroclaw Polen 100,00 0,30 0,01
Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. Wroclaw Polen 74,07 -2,29 -0,25
Division AGRANA Zucker
Agrana Zuckervertrieb und Produktion
Zucker Österreich
AGRANA Zucker GmbH Wien Österreich 100,00 348,42 17,21
AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft
m.b.H. Wien Österreich 100,00 7,44 0,58
AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH Wien Österreich 100,00 0,61 0,61
Zucker Rumänien
AGRANA AGRO S.R.L. Roman Rumänien 100,00 0,00 0,02
AGRANA BUZAU S.R.L. Buzau Rumänien 100,00 -1,01 -1,21
AGRANA LIESTI S.R.L. Bukarest Rumänien 100,00 0,01 -0,01
AGRANA TANDAREI S.R.L. Tandarei Rumänien 100,00 0,80 -0,02
AGRANA URZICENI S.R.L. Bukarest Rumänien 100,00 0,01 -0,01
S.C. AGRANA Romania S.A. Bukarest Rumänien 92,02 -5,08 -16,32
Zucker Slowakei
Slovenské Cukrovary s.r.o. Sered Slowakei 100,00 43,44 3,90
Zucker Tschechien
Moravskoslezské Cukrovary A.S. Hrusovany Tschechien 97,66 90,66 6,96
Zucker Ungarn
AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. Budapest Ungarn 100,00 5,20 0,08
Biogáz Fejleszto Kft. Kaposvár Ungarn 100,00 0,39 0,12
Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü
Társaság Budapest Ungarn 100,00 1,27 0,02
Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. Budapest Ungarn 87,60 72,99 -7,04
Zucker Bulgarien
AGRANA Bulgaria AD Sofia Bulgarien 100,00 0,35 0,05
AGRANA Trading EOOD Sofia Bulgarien 100,00 0,61 -0,97
Zucker Bosnien
AGRANA BIH Holding GmbH Wien Österreich 100,00 4,34 -2,27
AGRANA d.o.o. Brcko Bosnien-Herzegowina 100,00 0,14 -0,02
AGRANA Holding/Sonstige
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Wien Österreich 6,54 86,18 589,19 55,22
AGRANA Group-Services GmbH Wien Österreich 100,00 1,49 -0,48
INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. Wien Österreich 66,67 8,23 0,86
Division Zucker Moldau
Südzucker Moldova S.A. Chisinau Moldau 83,64 38,61 -2,58
Agro Credit S.R.L. Drochia Moldau 100,00 0,02 0,00
Agro-SZM S.R.L. Drochia Moldau 100,00 5,14 0,99
Division Landwirtschaft
Agrar und Umwelt AG Loberaue Rackwitz Deutschland 100,00 25,10 2,19
Rackwitzer Biogas GmbH Rackwitz Deutschland 100,00 0,03 *
Wolteritzer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland 100,00 0,16 *
Zschortauer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland 100,00 0,03 *
Zschortauer Futtermittel GmbH Rackwitz Deutschland 74,00 1,81 0,28
Zucker Übrige
AHG Agrar-Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 *
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG Wien Österreich 50,00 525,64 43,731)
Z & S Zucker und Stärke Holding AG Wien Österreich 100,00 1)
AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,24 0,00
BGD Bodengesundheitsdienst GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 *
Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken Verwaltungsgesellschaft mbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00
Südprojekt Silo und Logistik GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland 100,00 31,91 1,02
Südzucker Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 715,77 *
Südzucker International Finance B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 18,66 1,83
Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH Ochsenfurt Deutschland 100,00 559,08 *
Südzucker Versicherungs- Vermittlungs-GmbH Mannheim Deutschland 51,00 1,39 1,342)
Segment Spezialitäten
Division BENEO
BENEO GmbH Mannheim Deutschland 100,00 180,48 *
BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. Singapore Singapur 100,00 1,67 0,03
BENEO Iberica S.L. Unipersonal Barcelona Spanien 100,00 0,13 0,04
BENEO Inc. Morris Plains USA 100,00 11,22 1,01
BENEO Latinoamerica Coordenaçao Regional Ltda. Vila Olimpia, Sao Paulo Brasilien 100,00 0,18 0,01
BENEO-Orafti S.A. Oreye Belgien 100,00 246,00 4,14
BENEO-Palatinit GmbH Mannheim Deutschland 15,00 85,00 23,58 *
BENEO-Remy N.V. Wijgmaal Belgien 100,00 233,39 -0,861)
Nutriz N.V. Wijgmaal Belgien 100,00 1)
Veniremy N.V. Wijgmaal Belgien 100,00 1)
Orafti Chile S.A. Pemuco Chile 100,00 177,27 -2,67
REMY ITALIA S.P.A. Confienza (PV) Italien 66,70 0,57 -0,03
Division Freiberger
Freiberger Holding GmbH Berlin Deutschland 10,00 90,00 122,35 *
Alberto Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,03 0,00
Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,07 0,01
Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,11 0,01
Feinschmecker Feinkost GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,08 0,00
Freiberger France S.A.R.L. St. Didier au Mont d'Or Frankreich 100,00 -0,02 -0,17
Freiberger GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,05 0,00
Freiberger Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland 100,00 23,27 *
Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Berlin Deutschland 100,00 52,06 *
Freiberger Polska Sp.z o.o. Warszawa Polen 100,00 -0,46 -0,35
Freiberger UK Ltd. Spalding Großbritannien 100,00 0,17 0,16
Freiberger USA Inc. Morris Plains USA 100,00 0,03 -0,01
Great Star Food Production GmbH & Co. KG Berlin Deutschland 100,00 0,00 *
Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. Oberhofen Österreich 100,00 7,32 2,90
Sandhof Limited Westhoughton Großbritannien 100,00 28,92 12,64
Stateside Foods Ltd. Westhoughton Großbritannien 100,00 19,97 10,04
Division PortionPack
PortionPack Europe Holding B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 31,18 0,60
Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. Praha Tschechien 100,00 2,23 0,82
Hellma Gastronomie-Service GmbH Nürnberg Deutschland 100,00 4,44 *
Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H Wien Österreich 100,00 0,80 0,23
Hellma Polska Sp.zo.o. i.L. Krakow Polen 100,00 0,00 -0,13
PortionPack Belgium N.V. Herentals Belgien 100,00 0,71 -0,77
PortionPack Holland B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 0,84 -1,08
SAES The Portion Company, S.L.U. La Llagosta (Barcelona) Spanien 100,00 0,16 0,06
Single Source Limited Telford Großbritannien 100,00 4,64 0,671)
APCS Holdings Limited Telford Großbritannien 100,00 1)
Central Legal Funding Limited Telford Großbritannien 75,00 1)
AP Sachets Limited Telford Großbritannien 100,00 1)
Sugar Stix Limited Telford Großbritannien 100,00 1)
Santeau Limited Telford Großbritannien 100,00 1)
Van Oordt Drukkerij B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 0,15 0,00
Van Oordt Landgraaf B.V. Landgraaf Niederlande 100,00 2,34 0,02
Van Oordt the portion company B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 13,53 2,84
Division Stärke
AGRANA Stärke GmbH Wien Österreich 100,00 268,06 13,15
S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. Tandarei Rumänien 100,00 3,50 -0,20
Segment CropEnergies
CropEnergies AG Mannheim Deutschland 69,19 365,13 -25,70
BioWanze SA Bruxelles Belgien 100,00 210,06 3,53
Compagnie Financière de l'Artois SA Loon-Plage Frankreich 100,00 21,33 9,85
CropEnergies Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 61,23 *
CropEnergies Bioethanol GmbH Zeitz Deutschland 100,00 72,44 *
CropEnergies Inc. Houston USA 100,00 0,11 -0,03
Ensus Limited Yarm Großbritannien 100,00 0,00 8,08
Ensus UK Limited Yarm Großbritannien 100,00 14,78 -69,18
RYSSEN ALCOOLS SAS Loon-Plage Frankreich 100,00 10,66 3,20
Ryssen Chile SpA Lampa, Santiago de Chile Chile 100,00 0,29 -0,14
Segment Frucht
Division Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit)
AGRANA Fruit S.A.S. Paris Frankreich 100,00 108,48 14,32
AGRANA Fruit Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 99,99 2,48 0,91
AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. Central Mangrove Australien 100,00 21,39 4,41
AGRANA Fruit Austria GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 16,31 -2,51
AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda. Sao Paulo Brasilien 100,00 4,49 0,94
AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. Sao Paulo Brasilien 99,99 3,42 0,20
AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. Dachang China 100,00 17,44 1,69
AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. Sigatoka Fidschi 100,00 0,99 0,03
AGRANA Fruit France S.A. Paris Frankreich 100,00 15,84 0,45
AGRANA Fruit Germany GmbH Konstanz Deutschland 100,00 12,75 0,92
AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. Zincirlikuyu Türkei 100,00 6,29 0,96
AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. Seoul Südkorea 100,00 13,67 1,38
AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. Michoacan Mexiko 100,00 12,66 1,28
AGRANA Fruit Luka TOV Vinnitsa Ukraine 99,97 0,93 0,30
AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. Michoacan Mexiko 100,00 7,92 -3,13
AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. Ostroleka Polen 100,00 11,38 0,35
AGRANA Fruit Services GmbH Wien Österreich 100,00 9,52 2,12
AGRANA Fruit Services Inc. Brecksville USA 100,00 17,32 1,01
AGRANA Fruit Services S.A.S. Paris Frankreich 100,00 0,18 -0,02
AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. Johannesburg Südafrika 100,00 2,23 -0,03
AGRANA Fruit Ukraine TOV Vinnitsa Ukraine 99,80 11,93 13,23
AGRANA Fruit US, Inc. Brecksville Ohio/USA 100,00 56,02 2,82
Agrana Nile Fruits Processing SAE Qalyoubia Ägypten 51,00 4,84 0,58
Dirafrost FFI N. V. Herk-de-Stad Belgien 100,00 4,69 -4,60
Dirafrost Maroc SARL Laouamra Marokko 100,00 3,35 0,63
Financière Atys S.A.S. Paris Frankreich 100,00 109,07 11,20
o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region Serpuchov Russland 100,00 18,23 1,74
Yube d.o.o. Pozega Serbien 100,00 0,76 0,05
Division Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice)
AUSTRIA JUICE GmbH Gleisdorf Österreich 50,01 71,01 6,71
AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD Xianyang City China 100,00 12,70 3,13
AGRANA Juice Denmark A/S K0ge Dänemark 100,00 -1,43 -0,35
AGRANA Juice Magyarorzság Kft. Vásárosnamény Ungarn 100,00 20,32 5,86
AGRANA Juice Poland Sp. z.o.o. Bialobrzegi Polen 100,00 40,29 2,99
AGRANA Juice Romania Vaslui S.r.l. Vaslui Rumänien 100,00 2,91 -0,04
AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH Bingen Deutschland 100,00 -0,88 -0,66
AGRANA Juice Service & Logistik GmbH Bingen Deutschland 100,00 1,23 0,00
AGRANA Juice Ukraine TOV Vinnitsa Ukraine 100,00 2,40 0,95
Ybbstaler Fruit Polska Sp. Z.o.o Chelm Polen 100,00 21,60 0,94
Frucht Übrige
AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH Wien Österreich 100,00 255,63 8,71
AGRANA J & F Holding GmbH Wien Österreich 100,00 247,20 -0,53

* Ergebnisübernahme

1) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss

2) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses

II. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen

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Sitz Land SZ-Anteil

(%)
mittelbar Eigenkapital

in Mio. €
Ergebnis nach Steuern

in Mio. €
Segment Zucker
Division Südzucker und Vertriebsgesellschaften
Maxi S.r.l. Bolzano Italien 50,00 6,82 5,00
Division AGRANA Zucker
Agrana Zuckervertrieb und Produktion
Zucker Bosnien
"AGRAGOLD" d.o.o. Brcko Bosnien-Herzegowina 100,00 1,84 -0,40
AGRAGOLD d.o.o. Zagreb Kroatien 100,00 0,99 0,11
AGRAGOLD dooel Skopje Skopje Mazedonien 100,00 0,05 -0,02
AGRAGOLD trgovina d.o.o. Ljubljana Slowenien 100,00 0,69 0,04
AGRANA Studen Sugar Trading GmbH Wien Österreich 50,00 -1,27 0,92
AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH Wien Österreich 50,00 8,99 0,09
Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd Beograd Serbien 100,00 -0,09 0,04
STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. Brcko Bosnien-Herzegowina 100,00 0,17 -3,94
Zucker Übrige
ED&F MAN Holdings Limited London Großbritannien 25,00 865,04 -37,35
Segment Spezialitäten
Division PortionPack
Collaborative Packing Solutions [Pty] Ltd Johannesburg Südafrika 40,00 0,62 0,02
Division Stärke
GreenPower E85 Kft Szabadegyháza Ungarn 100,00 0,88 0,09
HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. Szabadegyháza Ungarn 50,00 159,10 53,06
HungranaTrans Kft. Segment CropEnergies Szabadegyháza Ungarn 100,00 0,33 1,04
CT Biocarbonic GmbH Zeitz Deutschland 50,00 3,39 0,37

* Ergebnisübernahme

1) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss

2) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses

III. Verbundene Unternehmen (Nicht konsolidiert)

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Sitz Land SZ-Anteil

(%)
mittelbar Eigenkapital

in Mio. €
Ergebnis nach Steuern

in Mio. €
Segment Zucker
Division Zucker Belgien
Golborne Ltd. Lancashire Großbritannien 100,00 0,04 0,00
Division Zucker Frankreich
Acucar e Alcool do Sul Participacoes Ltda. Alto de Pinheiros Brasilien 100,00 0,00 0,00
Division AGRANA Zucker
Zucker Tschechien
PERCA s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 0,47 0,05
Zucker Bosnien
AGRANA Makedonija DOOEL Skopje Skopje Mazedonien 100,00 0,00 0,00
AGRANA Croatia d.o.o. Zagreb Kroatien 100,00 0,00 0,00
AGRANA Holding/Sonstige
Agrana Research & Innovation Center GmbH Wien Österreich 100,00 4,35 0,76
Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 86,00 1,82 1,15
Zucker Übrige
Arbeitsgemeinschaft für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau Zeitz GmbH Kretzschau Deutschland 80,00 0,03 0,00
Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00
Südprojekt Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH Mannheim Deutschland 100,00 0,22 0,01
Südtrans GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,10 *
Südzucker Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,02 0,00
Südzucker International GmbH Ochsenfurt Deutschland 100,00 0,03 *
Südzucker Reise-Service GmbH Mannheim Deutschland 100,00 1,00 0,10
Südzucker Verkauf GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00
Südzucker Verwaltungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 *
Segment Spezialitäten
Division Stärke
AGRANA Skrob s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 0,09 0,00
Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H. Hamburg Deutschland 100,00 0,05 0,00
Segment Frucht
Division Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice)
Ybbstal Getränkegrundst. VertriebsgmbH i. L. München Deutschland 100,00 0,07 0,00

* Ergebnisübernahme

1) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss

2) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses

IV. Sonstige Beteiligungen>20%

scroll

Sitz Land SZ-Anteil

(%)
mittelbar

(%)
Eigenkapital

in Mio. €
Ergebnis nach Steuern

in Mio. €
Segment Zucker
Division Zucker Belgien
Bio-Generator Regio - Leuven - PORT NV Tienen Belgien 35,71 2,40 -0,012)
Division Zucker Frankreich
GARDEL S.A. Le Moule Frankreich 24,28 49,57 3,62
Eastern Sugar B.V. Breda Niederlande 50,00 5,25 -0,531)
Eastern Sugar Cukoripari Részvénytársaság Kaba Ungarn 100,00 1)
Eastern Sugar Slovensko A.S. Dunajska Streda Slowakei 95,64 1)
Eastern Sugar s.r.o. Dunajska Streda Slowakei 100,00 1)
S.C.I.C.A ROYE DESHYDRATATION S.A. Roye Frankreich 20,54 4,68 0,17
Sucrerie et Distillerie de Souppes-Ouvré Fils S.A. Paris Frankreich 44,50 55,46 2,54
Division AGRANA Zucker
Zucker Bosnien
SCO STUDEN & CO. BRASIL EXPORTACAO E IMPORTACAO LTDA. Sao Paulo Brasilien 100,00 -0,01 0,00
Zucker Tschechien
DELHIA SHELF s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 0,00 0,00
Zucker Ungarn
Cukoripari Egyesülés Budapest Ungarn 44,27 0,11 0,00
Zucker Übrige
Felix Koch Offenbach Couleur und Karamel GmbH Offenbach Deutschland 25,10 8,31 2,772)
Fernwärmeversorgung Ochsenfurt GmbH Ochsenfurt Deutschland 33,33 0,64 0,042)
Segment Spezialitäten
Division BENEO
INVITA Australia PTE Ltd East Botany Australien 35,00 0,23 3,09

* Ergebnisübernahme

1) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss

2) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Mannheim, den 24. April 2015

DER VORSTAND

Dr. Wolfgang Heer, Vorsitzender

Dr. Lutz Guderjahn

Dr. Thomas Kirchberg

Thomas Kölbl

Johann Marihart

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Südzucker AG (vormals: Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt), Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2014 bis 28. Februar 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 24. April 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer

Olav Krützfeldt, Wirtschaftsprüfer

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der Südzucker AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die anstehenden Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Änderungen der EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die Südzucker AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

KONTAKTE

Investor Relations

Nikolai Baltruschat

[email protected]

Telefon: +49 621 421-240

Telefax: +49 621 421-449

Wirtschaftspresse

Dr. Dominik Risser

[email protected]

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Telefax: +49 621 421-425

Südzucker im Internet

Ausführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internet-Adresse: www.suedzucker.de

Herausgeber

Südzucker AG

Maximilianstraße 10

68165 Mannheim

Telefon: +49 621 421-0

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