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Südzucker AG

Annual Report Jun 26, 2013

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Annual Report

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Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Mannheim Geschäftsbericht Südzucker AG 2012/13 Finanzkalender scroll Q1 - Bericht 1. Quartal 2013/14 11. Juli 2013 Hauptversammlung Geschäftsjahr 2012/13 1. August 2013 Q2 - Bericht 1. Halbjahr 2013/14 10. Oktober 2013 Q3 - Bericht 1.-3. Quartal 2013/14 13. Januar 2014 Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2013/14 15. Mai 2014 Q1 - Bericht 1. Quartal 2014/15 10. Juli 2014 Hauptversammlung Geschäftsjahr 2013/14 17. Juli 2014 Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Internetseite www.suedzucker.de stehen pdf-Dateien des Geschäftsberichts (deutsch und englisch) sowie des Jahresabschlusses der Südzucker AG zum Download. Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich jeweils auf den Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. ÜBERBLICK 2012/13 ― Konzernumsatz steigt um 13 % auf 7.879 (6.992) Mio. €; dazu haben alle Segmente beigetragen. ― Operatives Ergebnis im Konzern erhöht sich deutlich um 30 % auf 974 (751) Mio. €, insbesondere getragen durch die positive Entwicklung im Segment Zucker. ― Segment Zucker erreicht Umsatz- und Ergebnissteigerung vor allem durch ein höheres Erlösniveau im 1. Halbjahr bei insgesamt gestiegenem Absatz: ― Umsatz: +14 % auf 4.232 (3.728) Mio. € ― Operatives Ergebnis: 710 (511) Mio. € ― Segment Spezialitäten zeigt leichten Umsatzanstieg bei erwartungsgemäßem Ergebnisrückgang, insbesondere bedingt durch stark gestiegene Rohstoffpreise in der Division Stärke: ― Umsatz: +3 % auf 1.862 (1.806) Mio. € ― Operatives Ergebnis: 132 (149) Mio. € ― Segment CropEnergies setzt dynamische Entwicklung mit weiterem deutlichem Umsatz- und Ergebnisanstieg durch höheren Ethanolabsatz sowie höhere Ethanol-, Lebensmittel- und Futtermittelerlöse fort: ― Umsatz: +22 % auf 645 (529) Mio. € ― Operatives Ergebnis: 87 (53) Mio. € ― Segment Frucht weist deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg aufgrund gestiegener Absatzmengen und höherer Erlöse sowie erstmaliger Konsolidierung von Austria Juice aus: ― Umsatz: +23 % auf 1.140 (929) Mio. € ― Operatives Ergebnis: 45 (38) Mio. € ― Cashflow folgt der guten Ergebnisentwicklung und steigt weiter auf 996 (823) Mio. €. ― Investitionen steigen auf 521 (286) Mio. €, insbesondere durch den Erwerb von ED&F Man. ― Nettofinanzschulden wurden deutlich auf 464 (791) Mio. € reduziert. AUSBLICK 2013/14 ― Leichter Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 8,0 (2012/13: 7,9) Mrd. € erwartet. ― Deutlicher Rückgang des operativen Ergebnisses auf rund 825 (2012/13: 974) Mio. € erwartet. ― Investitionen in Sachanlagen wiederum über Vorjahr geplant. KONZERNZAHLEN scroll 2012/13 2011/12 2010/11 2009/10 2008/09 Umsatz und Ergebnis Umsatzerlöse Mio. € 7.879 6.992 6.161 5.718 5.871 EBITDA Mio. € 1.248 1.015 775 645 489 EBITDA-Marge % 15,8 14,5 12,6 11,3 8,3 Operatives Ergebnis Mio. € 974 751 521 403 258 Operative Marge % 12,4 10,7 8,5 7,0 4,4 Jahresüberschuss Mio. € 735 515 346 276 183 Cashflow und Investitionen Cashflow Mio. € 996 823 606 553 504 Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 338 276 245 216 384 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen Mio. € 183 10 6 17 40 Investitionen insgesamt Mio. € 521 286 251 233 424 Wertentwicklung Sachanlagen1 Mio. € 2.676 2.605 2.612 2.609 2.626 Goodwill Mio. € 1.147 1.141 1.131 1.132 1.124 Working Capital Mio. € 2.015 1.848 1.451 1.512 1.323 Capital Employed Mio. € 5.950 5.707 5.314 5.374 4.923 Return on Capital Employed % 16,4 13,2 9,8 7,5 5,2 Kapitalstruktur Bilanzsumme Mio. € 8.805 8.289 7.260 7.398 7.709 Eigenkapital Mio. € 4.731 3.969 3.687 3.443 3.230 Nettofinanzschulden Mio. € 464 791 854 1.065 1.632 Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 0,5 1,0 1,4 1,9 3,2 Eigenkapitalquote % 53,7 47,9 50,8 46,5 41,9 Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) % 9,8 19,9 23,2 30,9 50,5 Aktie Marktkapitalisierung Mio. € 6.850 4.117 3.768 3.230 2.587 Gesamtzahl Aktien per 28./29. Februar Mio. 204,2 189,4 189,4 189,4 189,4 Schlusskurs per 28./29. Februar € 33,55 21,75 19,90 17,06 13,66 Ergebnis je Aktie € 3,08 1,99 1,33 1,06 0,86 Dividende je Aktie € 0,902 0,70 0,55 0,45 0,40 Dividendenrendite per 28./29. Februar % 2,7 3,2 2,8 2,6 2,9 Mitarbeiter Konzern 17.940 17.489 17.658 17.493 17.939 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. 2 Vorschlag. Umsatz nach Segmenten Operatives Ergebnis nach Segmenten Konzernbericht über das Geschäftsjahr 2012/13 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 Jedes Teil muss perfekt sitzen, jedes Detail muss passen, alles genau aufeinander abgestimmt sein - das gilt für das Südzucker-Logo genauso wie für die Südzucker-Gruppe mit ihren vielen unterschiedlichen Segmenten, Divisionen und Geschäftsfeldern. Doch erst das Zusammenspiel aller einzelnen Elemente bringt den Erfolg. Dass das im abgelaufenen Geschäftsjahr einmal mehr gelungen ist, können Sie in diesem Geschäftsbericht entdecken. Jeder trägt zum Erfolg bei. SEGMENTE DES SÜDZUCKER-KONZERNS Segment Zucker scroll 2012/13 Umsatz 4.232 Mio. € EBITDA 832 Mio. € Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -122 Mio. € Operatives Ergebnis 710 Mio. € Restrukturierung/Sondereinflüsse 6 Mio. € Ergebnis der Betriebstätigkeit 716 Mio. € EBITDA-Marge 19,6 % Operative Marge 16,8 % Return on Capital Employed 22,5 % Investitionen in Sachanlagen 203 Mio. € Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen 181 Mio. € Investitionen gesamt 384 Mio. € Mitarbeiter 8.034 Konzern ― Europäischer Marktführer ― 29 Zuckerfabriken, 3 Raffinerien ― 422.000 ha Rübenanbaufläche ― 28,7 Mio. t Rübenverarbeitung ― 4,9 Mio. t Zuckererzeugung (inkl. Rohzuckerraffination) ― Deutschland: 9 Zuckerfabriken ― Belgien: 2 Zuckerfabriken ― Bosnien: 1 Raffinerie ― Frankreich: 4 Zuckerfabriken, 1 Raffinerie ― Moldawien: 2 Zuckerfabriken ― Österreich: 2 Zuckerfabriken ― Polen: 5 Zuckerfabriken ― Rumänien: 1 Zuckerfabrik, 1 Raffinerie ― Slowakei: 1 Zuckerfabrik ― Tschechien: 2 Zuckerfabriken ― Ungarn: 1 Zuckerfabrik Segment Spezialitäten scroll 2012/13 Umsatz 1.862 Mio. € EBITDA 214 Mio. € Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -82 Mio. € Operatives Ergebnis 132 Mio. € Restrukturierung/Sondereinflüsse -4 Mio. € Ergebnis der Betriebstätigkeit 128 Mio. € EBITDA-Marge 11,5 % Operative Marge 7,1 % Return on Capital Employed 9,5 % Investitionen in Sachanlagen 89 Mio. € Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen 2 Mio. € Investitionen gesamt 91 Mio. € Mitarbeiter 4.401 BENEO ― Funktionelle Inhaltsstoffe für Lebensmittel: Balaststoffe (Inulin, Oligofruktose), alternative Kohlenhydrate (Isomalt, Palatinose™), Reisderivate und Weizengluten ― Funktionelle Inhaltsstoffe für Tiernahrung ― Inhaltsstoffe für die Bereiche Non-Food und Pharmazie ― 5 Produktionsstandorte weltweit (Belgien, Chile, Deutschland, Italien) Freiberger ― Tiefgekühlte und gekühlte Pizza sowie tiefgekühlte Pastagerichte und Snacks ― 5 Produktionsstandorte in Europa (Deutschland, Großbritannien, Österreich) PortionPack Europe ― Portionsartikel ― 5 Produktionsstandorte (Belgien, Großbritannien, Niederlande, Spanien, Tschechien) Stärke ― Stärke für den Food- und Non-Food-Bereich sowie Bioethanol ― 3 Produktionsstandorte in Österreich, je 1 Produktionsstandort in Ungarn und Rumänien ― Jährliche Bioethanolproduktionskapazität: bis zu 240.000 m3 in Österreich, bis zu 187.000 m3 in Ungarn (Hungrana) Segment CropEnergies scroll 2012/13 Umsatz 645 Mio. € EBITDA 119 Mio. € Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -32 Mio. € Operatives Ergebnis 87 Mio. € Restrukturierung/Sondereinflüsse - Ergebnis der Betriebstätigkeit 87 Mio. € EBITDA-Marge 18,5 % Operative Marge 13,5 % Return on Capital Employed 17,3 % Investitionen in Sachanlagen 11 Mio. € Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen - Investitionen gesamt 11 Mio. € Mitarbeiter 321 CropEnergies AG ― Einer der führenden europäischen Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol, überwiegend für den Kraftstoffsektor ― Jährliche Produktionskapazität über 700.000 m3 Bioethanol und über 500.000 t Lebens- und Futtermittel ― 1 Produktionsstandort in Deutschland (Zeitz) mit 360.000 m3 Bioethanol Jahreskapazität ― 1 Produktionsstandort in Belgien (Wanze) mit einer jährlichen Produktionskapazität von bis zu 300.000 m3 Bioethanol ― 1 Produktionsstandort in Frankreich (Loon-Plage) mit einer Jahreskapazität von bis zu 180.000 m3 Bioethanol, davon 100.000 m3 für Kraftstoffanwendungen und 80.000 m3 für traditionelle Anwendungen ― Joint Venture mit der Tyczka Energie GmbH zum Betrieb einer Produktionsanlage für Kohlensäure in Lebensmittelqualität mit einer Jahreskapazität von 100.000 t flüssigem CO2 Segment Frucht scroll 2012/13 Umsatz 1.140 Mio. € EBITDA 83 Mio. € Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -38 Mio. € Operatives Ergebnis 45 Mio. € Restrukturierung/Sondereinflüsse -19 Mio. € Ergebnis der Betriebstätigkeit 26 Mio. € EBITDA-Marge 7,3 % Operative Marge 4,0 % Return on Capital Employed 5,0 % Investitionen in Sachanlagen 35 Mio. € Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen - Investitionen gesamt 35 Mio. € Mitarbeiter 5.184 Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) ― Weltmarktführer ― Fruchtzubereitungen für internationale Lebensmittelkonzerne (z. B. Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie) ― 26 Produktionsstandorte weltweit (Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine; Ägypten, Argentinien, Australien, Brasilien, China, Fiji, Marokko, Mexiko, Südafrika, Südkorea, USA) Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice) ― Größter Produzent von Fruchtsaftkonzentraten in Europa ― Apfelsaft- und Beerensaftkonzentrate ― 15 Produktionsstandorte (China, Dänemark, Österreich, Polen, Rumänien, Ukraine, Ungarn) Wir arbeiten Zusammen. Nachhaltig erfolgreich. Ob Zucker, Bioethanol oder Fruchtzubereitungen: Für alle unsere Produkte verarbeiten wir natürliche Rohstoffe. Der nachhaltige Umgang damit war und ist die Basis unseres Erfolgs. Auch deshalb sind Rohstofflieferanten, wie zum Beispiel die Rübenanbauer, unsere wichtigsten Partner - mit denen wir an immer neuen Ideen und Möglichkeiten arbeiten, um im Einklang mit der Natur zu wirtschaften. Denn so erzielen wir gemeinsam die besten Ergebnisse. Jeder trägt zum Erfolg bei. Die Märkte sind immer in Bewegung Wir auch. Um auf globalisierten Märkten erfolgreich zu sein, zählen Schnelligkeit und Flexibilität genauso wie langfristige Planungen und strategische Entscheidungen - dafür sind unsere Mitarbeiter mit unterschiedlichsten Aufgaben weltweit im Einsatz. Zum Beispiel zunehmend auch für den Handel mit Zucker. Die Südzucker-Gruppe ist immer in Bewegung. So ist es auch kein Zufall, dass wir in allen Segmenten gut aufgestellt sind und vorausschauend agieren können. Vor Ort und weltweit: Jeder trägt zum Erfolg bei. Wir beherrschen unser Geschäft. Auch in der Logistik. Wir haben früh erkannt, dass eine effiziente Logistik erfolgsentscheidend ist - und entsprechend gehandelt. Ein ausgefeiltes Anfuhrsystem für unsere Rohstoffe gehört ebenso dazu wie die Distribution unserer Produkte auf unterschiedlichsten Wegen. Dass jede Palette aus einem Zentrallager ebenso wie der Container aus Mauritius auf Anhieb den richtigen Weg zum Kunden findet, dafür arbeiten wir jeden Tag - zusammen mit verlässlichen Partnern. Jeder trägt zum Erfolg bei. Wir wollen Kommunikation. Über gewachsene Strukturen hinweg. Eine Idee, über die nicht gesprochen wird, wird selten realisiert. Deshalb gehört für uns die Kommunikation - auch über Produktionsstufen und Segmente hinweg - zum täglichen Geschäft. Damit das Ganze am Ende mehr gibt, als die Summe seiner Teile. Zusammen können wir mehr. So profitiert zum Beispiel eine Bioethanolfabrik von der Infrastruktur der benachbarten Zuckerfabrik und umgekehrt. Jeder trägt zum Erfolg bei. Jeder trägt zum Erfolg bei. Wir danken jedem Einzelnen. Erst, wenn sich alle Elemente zu einem großen Ganzen zusammenfügen, ist das Bild komplett. Bei Südzucker trägt jeder Einzelne weltweit entscheidend zum Gesamterfolg bei. Wir sind dankbar, dass wir auch in Zukunft auf Sie zählen können. An unsere Aktionäre Brief an die Aktionäre Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, "Jeder trägt zum Erfolg bei" - unter dieses Motto haben wir den vorliegenden Geschäftsbericht gestellt und Ihnen auf den vorangegangenen Seiten ganz unterschiedliche Aspekte zu diesem Thema präsentiert. Bevor wir über die Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr berichten, gilt es, all denen zu danken, die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben. Lassen wir die Zahlen für sich sprechen: Ein auf 7,9 (7,0) Mrd. € gestiegener Umsatz und ein operatives Ergebnis von 974 (751) Mio. € können sich sehen lassen. Es ist - besonders in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres - gelungen, die positive Entwicklung des Vorjahres aufzunehmen und sogar nochmals zu übertreffen. Diese weitere deutliche Ergebnissteigerung findet sich auch beim Cashflow in Höhe von 996 (823) Mio. € und einem Ergebnis je Aktie von 3,08 (1,99) € wieder. Vorstand und Aufsichtsrat wollen Sie, sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, an diesem außergewöhnlichen Erfolg teilhaben lassen und werden der Hauptversammlung wiederum eine Erhöhung der Dividende vorschlagen - um 20 Cent auf 0,90 €/Aktie. Noch ein Wort zu unserer Kapitalstruktur: Mit dem erfolgreichen Rückkauf der Wandelschuldverschreibung, der durch eine Kapitalerhöhung finanziert wurde, konnten die Nettofinanzschulden nochmals deutlich reduziert werden. Weitere Ziele waren eine Vereinfachung der Finanzierungsstruktur sowie die Verbesserung der finanziellen Flexibilität. Durch die Kapitalerhöhung stieg der Anteil des Free Float unserer Aktien und damit auch die Gewichtung im MDAX® . Von der EU-Kommission haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei positive Nachrichten bekommen: Am 4. April 2012 wurde die Zustimmung zu dem im Segment Frucht geführten Joint Venture AUSTRIA JUICE GmbH gegeben. Am 16. Mai 2012 erfolgte die Freigabe der Beteiligung an dem britischen Handelshaus ED&F Man in Höhe von 25 % minus einer Aktie. Mit einem Handelsvolumen von knapp 9 Mio. t Zucker trägt ED&F Man als zweitgrößter Zuckerhändler einen erheblichen Anteil am globalen Zuckermarkt. Wir wollen mit dieser Beteiligung zunehmend in den globalen Zuckermarkt hineinwachsen, auch dort sehen wir zukünftiges Wachstum für unser Zuckersegment. Dass das Segment Zucker im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg geliefert hat, zeigt ein auf 4.232 (3.728) Mio. € deutlich gestiegener Umsatz sowie ein um fast 40 % höheres Ergebnis von 710 (511) Mio. €. Damit konnte die positive Entwicklung des Vorjahres fortgeführt werden. Besonders in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres haben höhere Zuckererlöse zu einem starken Zuwachs geführt. Darüber hinaus erfolgten im ersten Halbjahr infolge der größeren Ernte 2011 mehr Exporte im Rahmen der verfügbaren Exportlizenzen. Erwartungsgemäß schwächte sich diese Entwicklung dann in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres ab. Das Niveau der Zuckerpreise in Europa, das in der Phase der Reform der europäischen Zuckerpolitik erheblich unter Druck war, konnte sich auch im Geschäftsjahr 2012/13 weiter positiv entwickeln. Der Grundstein für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013/14 wurde mit der Kampagne 2012 gelegt, in der - nach der Rekordernte 2011 - 28,7 (31,3) Mio. t Rüben verarbeitet und 4,9 (5,4) Mio. t Zucker erzeugt wurden. Die europäische Produktion von Zucker aus Rüben sorgt für ein verlässliches Angebot für die Zuckerverwender. Darüber hinaus importieren wir gemeinsam mit unserem Partner, dem Mauritius Sugar Syndicate (MSS), Zucker für den europäischen Binnenmarkt, der nicht mehr vollständig von der heimischen Produktion selbstversorgt wird. Schon früh haben wir mit unserer langfristig angelegten Partnerschaft mit MSS auf den Nettoimporteurstatus der EU reagiert, um letztlich auch die Versorgungssicherheit unserer Kunden zu garantieren. Gemeinsam tragen MSS und Südzucker hierfür die Verantwortung. Mit der Beteiligung an dem britischen Handelshaus ED&F Man wollen wir diese Ausrichtung auf den Handel mit Zucker weiter stärken. Das Thema Zucker hat im vergangenen Jahr einmal mehr viele Schlagzeilen beherrscht, mal ging es um die Versorgung mit Zucker und mal um Zucker in der Ernährung. Und nicht immer waren die Beiträge frei von Emotionen und unsachlichen Argumentationen. Auch über die Zukunft der europäischen Zuckerpolitik, bei der sich die unterschiedlichen Positionen zum Auslaufen der Quoten- und Mindestpreisregelungen im Zeitraum zwischen 2015 und 2020 bewegen, wurde berichtet. Eine Einigung zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und Agrarministerrat im Zuge der anstehenden Verhandlungen zur Reform der Gemeinsamen Marktordnung wird im Frühsommer 2013 erwartet. Heute können wir zwar noch nicht genau abschätzen, wie lange die derzeitigen Regelungen noch gelten werden, doch werden wir die Zeit nutzen und das Segment Zucker für zukünftige Herausforderungen ausrichten. Wir müssen und werden die Effizienz im Segment Zucker weiter steigern. Mit den Unternehmen im Segment Spezialitäten bedienen wir unterschiedlichste Kundenkreise. Allen gemeinsam ist, dass sie sensibel auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld reagieren und sich das Marktumfeld schwierig gestaltet. Trotzdem haben sich die Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe und der Stärkebereich von AGRANA erfolgreich behauptet, erwartungsgemäß jedoch nicht ganz an das erfolgreiche Vorjahr angeschlossen. So stieg der Umsatz zwar leicht auf 1.862 (1.806) Mio. € an, doch musste beim operativen Ergebnis erwartungsgemäß ein Rückgang auf 132 (149) Mio. € hingenommen werden. Besonders die Division Stärke konnte bei stark steigenden Rohstoffkosten nicht an das außergewöhnliche Vorjahresergebnis anschließen. Das Segment CropEnergies schreibt die Erfolgsgeschichte fort: Wir konnten eine größere Ethanolmenge produzieren und absetzen sowie gleichzeitig höhere Erlöse mit den eiweißhaltigen Lebens- und Futtermitteln erzielen und damit den Umsatz auf 645 (529) Mio. € steigern. Das Ergebnis ist überproportional auf 87 (53) Mio. € gewachsen und untermauert die dynamische Entwicklung, die CropEnergies im abgelaufenen Geschäftsjahr genommen hat; der Anteil an Konzernumsatz und -ergebnis nähert sich der 10 %-Marke. Wie auch im Segment Zucker stehen wir im Segment CropEnergies im Spannungsfeld politischer und gesellschaftlicher Diskussionen zu den für die Bioethanolgewinnung verwendeten Rohstoffen. So steht aktuell ein Richtlinienentwurf der EU-Kommission im Raum, der eine Begrenzung von Biokraftstoffen aus Ackerfrüchten vorsieht. Dieser Entwurf missachtet, dass in Europa bei der Gewinnung von Bioethanol aus Getreide und Industrierüben aufgrund der hier vorherrschenden integrierten Produktion auch proteinreiche Lebens- und Futtermittel hergestellt werden - Teller, Tank und Trog werden gleichermaßen bedient. Die im Entwurf vorgesehene Mehrfachanrechnung der tatsächlich erzielbaren Treibhausgaseinsparungen von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen führt zu erheblichen Fehlanreizen, die zur "Produktion" von Abfällen und zu einem weltweiten "Abfalltourismus" führen könnten. Als Folge würden wieder mehr fossile Kraftstoffe genutzt und weniger Futtermittel erzeugt werden. Wir halten den Kommissionsvorschlag nicht für zielführend und setzen uns dafür ein, den eingeschlagenen Weg, Bioethanol in Europa aus nachwachsenden heimischen Rohstoffen zu produzieren, weiter fortzusetzen und damit unseren Beitrag zur nachhaltigen Mobilität auch in Zukunft zu leisten. Insbesondere auf europäischen Ackerflächen können und sollen neben Lebens- und Futtermitteln auch Rohstoffe für die energetische und stoffliche Nutzung bereitgestellt werden. Ein entscheidender Schritt zur Stärkung der Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit in der Division Fruchtsaftkonzentrate des Segments Frucht ist uns mit dem Joint Venture AUSTRIA JUICE GmbH gelungen, in dem die Unternehmen von Ybbstaler und AGRANA zusammengeführt wurden. Dieser Zusammenschluss sowie weitere in den vergangenen Jahren erfolgte strategische Anpassungen spiegeln sich auch in den Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres wider. So konnte der Umsatz auf 1.140 (929) Mio. € und das Ergebnis auf 45 (38) Mio. € gesteigert werden. Hier machen sich Absatzzuwächse sowie höhere Erlöse deutlich bemerkbar und konnten die Kostensteigerungen mehr als ausgleichen. Auch die Optimierung der Rohstoffbeschaffung trägt im wahrsten Sinne des Wortes Früchte. Optimierung der Rohstoffbeschaffung und Verfügbarkeit von Agrarrohstoffen sind Themen, die wir in allen unseren Segmenten stetig bearbeiten. Die Weltbevölkerung wächst weiter, die Nachfrage nach Agrarrohstoffen nimmt stetig zu, der Klimawandel hat mehr und mehr Einfluss auf die Wachstums- und Erntebedingungen und das Angebot wird zunehmend variabler. Diese Entwicklungen sehen und bewerten wir - mit den entsprechenden Konsequenzen für unsere strategischen Überlegungen für die Zukunft des Unternehmens. Außergewöhnlich erfolgreiche Geschäftsjahre wecken gerne die Erwartung, dass es nur nach oben geht. In der Realität sind dem Wachstum aber immer wieder einmal Grenzen gesetzt und Phasen der Konsolidierung notwendig. Und auch wenn es die gesamtwirtschaftliche Situation und weltweite Vernetzung zunehmend schwieriger machen, verlässliche Aussagen zu treffen, wollen wir einen Ausblick geben: Im laufenden Geschäftsjahr 2013/14 wird bei einem leicht steigenden Konzernumsatz das operative Ergebnis - nach dem Rekordergebnis 2012/13 - deutlich auf rund 825 Mio. € zurückgehen, womit wir uns jedoch nach wie vor auf einem hohen Niveau bewegen sowie eine hohe Verzinsung auf das im Unternehmen eingesetzte Kapital erzielen. Jeder trägt zum Erfolg bei - und dafür bedanken wir uns: bei unseren Mitarbeitern, die im vergangenen Jahr wiederum mit großem Engagement für das Unternehmen gearbeitet haben, bei unseren Lieferanten und Kunden, bei unseren Aktionären, die den Weg einer nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens begleiten. Auch für das Geschäftsjahr 2013/14 ist es unser Anspruch, mit Ihrem Kapital verantwortungsvoll zu wirtschaften. Mit freundlichen Grüßen Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Vorstand Dr. Wolfgang Heer, Vorsitzender Dr. Lutz Guderjahn Dr. Thomas Kirchberg Thomas Kölbl Prof. Dr. Markwart Kunz Johann Marihart AUFSICHTSRAT UND VORSTAND Aufsichtsrat Dr. Hans-Jörg Gebhard Vorsitzender Eppingen Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. Dr. Christian Konrad Stv. Vorsitzender Wien, Österreich Ehem. Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien Franz-Josef Möllenberg Stv. Vorsitzender Rellingen Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten Dr. Ralf Bethke Deidesheim Ehem. Vorsitzender des Vorstands K+S Aktiengesellschaft Dr. Jochen Fenner Gelchsheim Vorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e. V. Manfred Fischer Feldheim Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Yüksel Gediagac Ab 19. Juli 2012 Berlin Betriebsratsvorsitzender Freiberger Lebensmittel GmbH Co. Produktions- und Vertriebs KG Erwin Hameseder Mühldorf, Österreich Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien Hans Hartl Ergolding Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten in Bayern Ralf Hentzschel Panschwitz-Kuckau Vorsitzender des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e. V. Reinhold Hofbauer Deggendorf Betriebsratsvorsitzender Werk Plattling Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Kirsch Königstein Vorsitzender des Vorstands DZ BANK AG Georg Koch Wabern Vorsitzender des Vorstands Verband der Zuckerrübenanbauer Kassel e. V. Klaus Kohler Bis 19. Juli 2012 Bad Friedrichshall Erhard Landes Donauwörth Vorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V. Bernd Maiweg Gütersloh Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten Joachim Rukwied Eberstadt Präsident des Deutschen Bauernverbands e. V. Ronny Schreiber Einhausen Betriebsratsvorsitzender Hauptverwaltung Mannheim Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Franz-Rudolf Vogel Worms Betriebsratsvorsitzender Werk Offstein Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Vogl Bernried Leiter der Werke Plattling und Rain Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Roland Werner Bis 28. Februar 2013 Saxdorf Rolf Wiederhold Ab 1. März 2013 Wabern Betriebsratsvorsitzender Werk Wabern Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt * Eine Aufstellung mit den Mandaten findet sich ab Seite 152 des Geschäftsberichts. ** Arbeitnehmervertreter. Vorstand Dr. Wolfgang Heer Vorsitzender Ludwigshafen Verkauf/Zuckerhandel Strategische Unternehmensplanung/ Konzernentwicklung/Beteiligungen Compliance Revision Öffentlichkeitsarbeit Führungskräfte/Führungsgrundsätze/ Personal Organisation/IT Lebensmittelrecht/Verbraucherpolitik/ Qualitätssicherung Marketing Dr. Lutz Guderjahn ab 17. Juli 2012 Offstein Produktion/Technik (ab 1. März 2013) Einkauf Investitions- und Instandhaltungsgüter und Dienstleistungen (ab 1. März 2013) Bioethanol Dr. Thomas Kirchberg Ochsenfurt Agrarrohstoffe Futtermittel/Nebenprodukte Landwirtschaftliche Betriebe/ Rohstoffmärkte Forschung und Entwicklung im landwirtschaftlichen Bereich Agrarpolitische Aufgaben Thomas Kölbl Speyer Finanzen und Rechnungswesen Betriebswirtschaft/Controlling Operative Unternehmensplanung Investor Relations Recht Steuern Einkauf Hilfs- und Betriebsstoffe Liegenschaften/Versicherungen Prof. Dr. Markwart Kunz Worms Produktion/Technik (bis 28. Februar 2013) Einkauf Investitions-/Instandhaltungsgüter und Dienstleistungen (bis 28. Februar 2013) Forschung/Entwicklung/Services Functional Food Dipl.-Ing. Johann Marihart Limberg, Österreich Vorsitzender des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG Nachwachsende Rohstoffe Stärke Frucht BERICHT DES AUFSICHTSRATS Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Trends ändern sich meist schneller, als man sie erfassen kann. Megatrends dagegen zeichnen sich dadurch aus, dass sie uns aus heutiger Sicht langfristig beschäftigen werden. Zu diesen zählt die wachsende Weltbevölkerung, die immer größere Mengen an Rohstoffen jeglicher Art verbraucht, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Die zunehmende Rohstoffknappheit und damit einhergehende Preisschwankungen betreffen die Südzucker-Gruppe direkt und indirekt. Denn Agrarrohstoffe sind die Basis unseres Geschäftsmodells in allen unseren Segmenten. So war es nur konsequent, dass die Verfügbarkeit der verschiedensten Agrarrohstoffe auch im zurückliegenden Jahr ein beherrschendes Thema im Aufsichtsrat war. Die Entwicklungen auf dem internationalen Zuckermarkt der letzten Jahre haben gezeigt, dass stabile Rahmenbedingungen unerlässlich sind, um ein hohes Maß an Versorgungssicherheit für die europäischen Verarbeiter und Verbraucher zu gewährleisten. Trotzdem wurde seitens der EU-Kommission vorgeschlagen, die Quoten- und Rübenmindestpreisregelungen zum 30. September 2015 auslaufen zu lassen, was u. a. die Verfügbarkeit des Rohstoffs Rübe entscheidend beeinflussen könnte. Auch in den übrigen Segmenten des Unternehmens sind die Verfügbarkeit von Rohstoffen, die Preisvolatilität sowie die Verlässlichkeit der Rohstoffversorgung von großer Bedeutung. Dabei sind wir uns auch unserer besonderen Verantwortung im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit den Rohstoffen bewusst. Im Diskurs zwischen Vorstand und Aufsichtsrat haben wir im vergangenen Jahr diese Fragen bearbeitet, die Unternehmensentwicklung ausgerichtet und die Weichen für die Zukunft gestellt. Weichen gestellt haben wir auch in personeller Hinsicht. Altersbedingt wird Herr Professor Dr. Markwart Kunz, der u. a. für die Bereiche Produktion/Technik sowie Forschung/Entwicklung/Services im Konzern verantwortlich zeichnet, mit Ablauf der diesjährigen Hauptversammlung am 1. August 2013 in den Ruhestand wechseln. Mit Blick auf sein Ausscheiden haben wir im Sinne einer langfristigen Nachfolgeplanung bereits im Juli letzten Jahres Herrn Dr. Lutz Guderjahn in den Vorstand berufen. Er übernimmt sukzessive die Verantwortungsbereiche von Herrn Professor Kunz, dem wir an dieser Stelle unseren Dank und unsere Anerkennung für die langjährige, erfolgreiche Arbeit aussprechen. Als Vorstand der Südzucker-Tochter CropEnergies AG war Herr Dr. Guderjahn zuletzt mit dem Aufbau der Sparte Bioethanol im Konzern betraut. Für seine Arbeit wünschen wir ihm weiterhin fachliches Geschick und das zuweilen nötige Glück. Auch 2012/13 haben wir die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt und ausführlich die Rahmenbedingungen, die Ausrichtung und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens diskutiert. Dabei sind wir den Aufgaben nachgekommen, für die wir nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich sind: den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten. Bei allen die Südzucker-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Südzucker-Gruppe - einschließlich der Risikolage - sowie über Risikomanagement und Compliance unterrichtet. Der Vorstand berichtete zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats mündlich und schriftlich über alle bedeutenden Geschäftsvorgänge. Gegenstand dieser Berichte waren im Wesentlichen die Lage und Entwicklung des Unternehmens, die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung, jeweils bezogen auf die Südzucker AG und die Südzucker-Gruppe. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsratsvorsitzende an Vorstandssitzungen teil und wurde vom Vorstandsvorsitzenden in zahlreichen Arbeitsgesprächen laufend über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informiert. Aufsichtsratssitzungen und Beschlussfassungen Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2012/13 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in fünf ordentlichen Sitzungen; außerdem fanden vier Beschlussfassungen im schriftlichen Verfahren statt. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat - jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung - zugestimmt. Im April 2012 genehmigte der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren ein Beteiligungs- und ein Finanzierungsvorhaben. Gegenstand der Bilanzsitzung am 14. Mai 2012 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses der Südzucker AG sowie des Konzernabschlusses zum 29. Februar 2012. Der Abschlussprüfer berichtete über die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Er behandelte in dieser Sitzung auch die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung 2012 einschließlich der Kandidatenvorschläge für die Neuwahl des Aufsichtsrats. Es wurden weiter drei Investitions- und ein Beteiligungsvorhaben beschlossen. Der Aufsichtsrat verlängerte außerdem die Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Heer um weitere fünf Jahre. Im Juni 2012 stimmte der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren einem Beteiligungsvorhaben zu. In der Sitzung am 18. Juli 2012 genehmigte der Aufsichtsrat den modifizierten Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung zur Verwendung des Bilanzgewinns. Es wurde die Mittelfristplanung vorgestellt und diskutiert. Der Aufsichtsrat stimmte auch dem Investitionsplan 2013/14, dem Langfristinvestitionsprogramm sowie Investitionsnachträgen zu. In der Sitzung am 19. Juli 2012 konstituierte sich der Aufsichtsrat neu. Es wurden der Vorsitzende des Aufsichtsrats und seine zwei Stellvertreter wiedergewählt sowie die Ausschüsse besetzt. Im Oktober 2012 beschloss der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren ein Finanzierungsvorhaben. In der Sitzung am 20. November 2012 wurde die Ergebnishochrechnung 2012/13 präsentiert. Wie stets in der November-Sitzung, behandelte der Aufsichtsrat das Thema Corporate Governance und führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch. Er beschloss die Entsprechenserklärung 2012 und bestätigte die Diversity-Ziele für seine Zusammensetzung. Weiter wurden zwei Finanzierungsvorhaben, zwei Investitionsprojekte und eine Grundstücksangelegenheit genehmigt. Der Aufsichtsrat passte schließlich die Vorstandsvergütung an und ernannte Herrn Dr. Heer zum Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft. In der Aufsichtsratssitzung am 29. Januar 2013 wurde die aktualisierte Ergebnishochrechnung 2012/13 vorgestellt. Der Aufsichtsrat genehmigte ein Investitions- und Finanzierungsvorhaben. Außerdem wurde die Geschäftsordnung für den Vorstand nebst Geschäftsverteilungsplan angepasst. In den Sitzungen des Aufsichtsrats am 14. Mai, 18. Juli, 19. Juli und 20. November 2012 fehlte jeweils ein Mitglied und in der Sitzung am 29. Januar 2013 fehlten drei Mitglieder entschuldigt. Ansonsten nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich an den Sitzungen teil. Ausschüsse des Aufsichtsrats Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse (Präsidium, Vermittlungsausschuss, Prüfungsausschuss, Landwirtschaftlicher Ausschuss und Sozialausschuss) gebildet, die sich jeweils paritätisch aus Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzen. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats. Das Präsidium des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2012/13 einmal: In der Sitzung am 20. November 2012 wurde die Anpassung der Vorstandsbezüge vorbereitet. Der Prüfungsausschuss kam im vergangenen Geschäftsjahr fünfmal - in drei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen - zusammen. In seiner Sitzung am 3. Mai 2012 befasste er sich in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahresabschluss der Südzucker AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Wirtschaftsprüfers und prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit. In der Sitzung am 19. Juli 2012 im Anschluss an die Hauptversammlung erteilte der Prüfungsausschuss den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und diskutierte die Schwerpunkte der bevorstehenden Abschlussprüfung 2012/13. In der Sitzung am 8. Oktober 2012 befasste er sich, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Halbjahresberichts. In den Telefonkonferenzen am 10. Juli 2012 und 8. Januar 2013 erörterte der Prüfungsausschuss die Quartalsberichte Q1 und Q3 intensiv mit dem Vorstand. In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 3. Mai 2012 fehlte ein Mitglied und in den Sitzungen am 19. Juli 2012, 9. Oktober 2012 und 8. Januar 2013 fehlten jeweils zwei Mitglieder entschuldigt. Der Landwirtschaftliche Ausschuss tagte am 13. Dezember 2012. Es wurde über den aktuellen Stand im Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte, das Biogasprojekt Rackwitz, die Situation auf den Rohstoffmärkten und die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ab 2014 diskutiert. Über die Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Ebenso hat der Sozialausschuss nicht getagt. Effizienzprüfung des Aufsichtsrats Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgte in der Sitzung am 20. November 2012. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Compliance Am 24. Januar 2013 fand das turnusmäßige Fraud-Gespräch zwischen Vorstand, Abschlussprüfer und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie des Prüfungsausschusses statt. Es wurde dort - ebenso wie im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss - u. a. ausführlich über die Unregelmäßigkeiten bei AGRANA Fruit Mexiko, die Aufarbeitung des Sachverhalts und die eingeleiteten Maßnahmen berichtet und das Anti-Fraud-Management diskutiert. Corporate Governance Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei Südzucker einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der - von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen - Entsprechenserklärung 2012 ist dem Corporate-Governance-Bericht zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/ zur Verfügung. Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Südzucker-Gruppe; auch hierüber hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich informieren lassen. Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenskonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden. Jahresabschluss Die von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2012/13, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2012/13 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, dass die SZVG über 50 % der Stimmrechte an der Südzucker AG hält, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 6. Mai 2013 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 15. Mai 2013 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Südzucker AG und den Konzernabschluss der Südzucker-Gruppe in seiner Sitzung am 15. Mai 2013; der Jahresabschluss der Südzucker AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,90 € pro Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. Personalia Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder endete mit Beendigung der Hauptversammlung am 19. Juli 2012. Die Amtszeit des neuen Aufsichtsrats, also der am 19. April 2012 von der Belegschaft gewählten Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertreter sowie der von der Hauptversammlung am 19. Juli 2012 gewählten Aktionärsvertreter läuft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt, also bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2017. Alle bisherigen Aktionärsvertreter wurden von der Hauptversammlung 2012 wieder in den Aufsichtsrat gewählt. Auf der Arbeitnehmerseite gab es zwei Wechsel: Herr Klaus Kohler aus Bad Friedrichshall ist mit Beendigung der Hauptversammlung am 19. Juli 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden; Herr Yüksel Gediagac aus Berlin, Vorsitzender des Betriebsrats der Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG, wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Roland Werner aus Saxdorf trat zum 28. Februar 2013 in den Ruhestand und schied aus dem Aufsichtsrat aus; Herr Rolf Wiederhold aus Wabern, Vorsitzender des Betriebsrats des Südzucker-Werkes Wabern, der in der Arbeitnehmerwahl 2012 als sein Ersatzmitglied gewählt wurde, rückte zu diesem Zeitpunkt nach. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Kohler und Herrn Werner herzlich für ihren langjährigen Einsatz zum Wohle des Unternehmens. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am 19. Juli 2012 wurde Herr Dr. Hans-Jörg Gebhard zum Vorsitzenden und die Herren Franz-Josef Möllenberg und Dr. Christian Konrad wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Dr. Lutz Guderjahn ist ab 17. Juli 2012 für die Dauer von fünf Jahren zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt. Der Sprecher des Vorstands Dr. Wolfgang Heer wurde vom Aufsichtsrat mit Wirkung ab 20. November 2012 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Mannheim, 15. Mai 2013 Für den Aufsichtsrat Dr. Hans-Jörg Gebhard, Vorsitzender SÜDZUCKER-AKTIE UND KAPITALMARKT Kapitalmarktumfeld Die Finanzmärkte standen im Geschäftsjahr 2012/13 im Zeichen außergewöhnlicher geldpolitischer Maßnahmen, die eine zwischenzeitliche Entspannung der europäischen Schuldenkrise bewirkten. Die Europäische Zentralbank (EZB) versorgte die Kapitalmärkte über ein Bündel von Maßnahmen mit deutlich höherer Liquidität, die in der Folge insbesondere in zyklische Aktien mit hohem Exportanteil investiert wurde. Nach dem besten Jahresauftakt in der Geschichte des DAX® und anderer Aktienindizes gerieten die Kapitalmärkte im zweiten Kalenderquartal 2012 wieder in den Sog der Eurokrise, bevor weitere richtungsweisende Maßnahmen wie ― die Ankündigung der EZB Mitte des Jahres 2012, "alles für den Euro zu tun" und "unbegrenzt Staatsanleihen von Euro-Problemländern mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren aufzukaufen" und ― die Etablierung des dauerhaften Rettungsschirms, des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), mit einem Stammkapital von 700 Mrd. € zur Unterstützung von hochverschuldeten und reformbereiten Euro-Staaten einen Stimmungswandel einleiteten und die Märkte stabilisierten. Im Dezember 2012 wurden schließlich Grundsatzentscheidungen für die Errichtung einer europäischen Bankenaufsicht gefasst. Die deutsche Wirtschaft erwies sich erneut als Stabilitätsfaktor im Euroraum und profitierte von der stabilen Kaufkraft privater Haushalte, vom positiven Beitrag des Außenhandels sowie von der weiterhin hohen globalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Die Aktien margenstarker, exportorientierter deutscher Unternehmen waren es, die im zweiten Kalenderhalbjahr 2012 besonders profitierten und deutliche Kurszuwächse verzeichneten. Gesucht waren zudem Unternehmensanleihen im Investment-Grade-Bereich, Gold und Immobilien. 10-jährige Bundesanleihen zeigten mit einer Verzinsung von durchschnittlich 1,4 % eine vergleichsweise geringe Rendite. Die deutschen Börsenbarometer DAX® und MDAX® verzeichneten 2012 den besten Jahresauftakt ihrer Geschichte. Es handelte sich dabei um eine liquiditätsgetriebene Aktienhausse, die maßgeblich auf die Geldmarkttender der EZB zurückzuführen war. Die robuste deutsche Wirtschaft und die Ertragskraft deutscher Unternehmen bildeten hierbei das Rückgrat. DAX® und MDAX® verzeichneten seit Jahresbeginn 2012, ausgehend von 6.076 bzw. 9.115 Punkten, einen kräftigen Kursaufschwung und entsprechende Zwischenhochs Ende April, bevor Sorgen um den Euro eine vorübergehende Korrektur einleiteten. Bereits Ende Juni 2012 nahmen die Indizes wieder einen stabilen Aufwärtstrend auf, der bis Februar 2013 anhielt und von der EZB-Ankündigung, der Einführung des ESM sowie der vorübergehenden Einigung im US-Haushaltsstreit getragen wurde. Dass sich dieser Kursaufschwung vor dem Hintergrund einer seit dem 3. Kalenderquartal 2012 herrschenden Rezession im Euroraum und eines nachlassenden innerdeutschen Wirtschaftswachstums im Winterhalbjahr 2012/13 vollzog, belegt die hohe strukturelle Wettbewerbsfähigkeit deutscher DAX® - und MDAX® -Unternehmen. DAX® und MDAX® notierten am 28. Februar 2013, dem letzten Börsentag des Südzucker-Geschäftsjahres, bei 7.742 (6.856) respektive 13.301 (10.429) Punkten. Der Euro ging mit 1,31 USD aus dem Handel. Kursentwicklung der Südzucker-Aktie Ausgehend von der ersten XETRA® -Notierung des Geschäftsjahres bei 22,35 € am 1. März 2012 nahm die Südzucker-Aktie seit unserer Analystenkonferenz am 15. Mai 2012 Fahrt auf. Der positive Konzern-Ausblick für das Geschäftsjahr 2012/13 mit einem operativen Ergebnis von mehr als 800 Mio. € im Vergleich zum bisherigen Rekordergebnis von 751 Mio. € des Vorjahres sowie ein höherer Dividendenvorschlag lösten in einem verunsicherten Kapitalmarktumfeld eine Kursreaktion von 6 % bereits am 15. Mai 2012 aus. Hohe Wachstumsraten beim operativen Ergebnis des 1. Quartals 2012/13, die am 12. Juli 2012 veröffentlicht wurden, sorgten beim Aktienkurs für einen weiteren Anstieg. Kursentwicklung Südzucker-Aktie vs. MDAX® 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 in € * Vergleichende Darstellung von Südzucker-Total-Return-Index (inkl. Dividendenausschüttung) und MDAX® . Zur besseren Veranschaulichung wird der MDAX® auf Basis des Südzucker-Schlusskurses des Vorjahres von 21,75 € berechnet. Kursentwicklung Südzucker-Aktie im Vergleich zu DAX® und MDAX® (Indexiert) in % Der Aufwärtstrend der Aktie wurde schließlich durch die Anhebung der Prognose für das operative Ergebnis auf mehr als 900 Mio. € am 25. September 2012 unterstützt. Am 20. November 2012 erreichte die Südzucker-Aktie bei 30,90 € ein vorübergehendes Allzeithoch. Dieser Kurs bildete die Ausgangsbasis für die Festlegung des Bezugspreises für die am 21. November 2012 durchgeführte Kapitalerhöhung. Nach der erfolgreichen Durchführung der Kapitalerhöhung verzeichnete die Aktie am 2. Januar 2013 ein neues Allzeithoch bei 31,20 €. Die Veröffentlichung guter Geschäftszahlen zum 3. Quartal 2012/13 am 10. Januar 2013 und die Bestätigung der Geschäftsjahresprognose führte zu zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen. Das Geschäftsjahr 2012/13 schloss die Südzucker-Aktie am 28. Februar 2013 mit einer XETRA® -Notierung von 33,55 €. Der absolute Wertzuwachs der Aktie (unter Berücksichtigung der Kursentwicklung und der Dividenden-Ausschüttung) betrug im Südzucker-Geschäftsjahr 58 %, während DAX® und MDAX® im gleichen Zeitraum 13 bzw. 28 % zulegten. Die Südzucker-Aktie verzeichnete im Vergleich zum Gesamtmarkt wiederholt deutlich geringere Kursschwankungen. Die niedrigere relative Kursschwankung im Vergleich zum MDAX® ist am 52-Wochen-Beta-Faktor von 0,27 abzulesen. Marktkapitalisierung und Indizes Die Marktkapitalisierung am letzten Börsenhandelstag des Geschäftsjahres 2012/13 belief sich auf 6,9 Mrd. € bei einem XETRA® -Schlusskurs von 33,55 € je Aktie und 204,2 Millionen Inhaber-Stammaktien. Südzucker rangierte im MDAX® damit auf Rang 5. Das gezeichnete Kapital erhöhte sich am 21. November 2012 von 189,4 auf 204,0 Mio. Aktien im Zuge der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital von 14,6 Mio. € zur Finanzierung des Rückkaufes der 2,5 %-Wandelanleihe. Am 19. Dezember 2012 erhöhte sich die Aktiengesamtzahl weiter auf 204,2 Mio. Aktien, nachdem die Wandlung durch Wandelanleihegläubiger durch eine bedingte Kapitalerhöhung in Höhe von 0,2 Mio. € bedient wurde. Der Streubesitz erhöhte sich aufgrund der Kapitalmaßnahmen von 34 auf 38 %, die Streubesitz-Marktkapitalisierung erreichte mit 2,6 Mrd. € am 28. Februar 2013 auch infolge des Kursanstiegs einen Rekordwert. Die Gewichtung im MDAX® erhöhte sich von 1,8 auf 2,4 %. Die Südzucker-Aktie wurde am Bilanzstichtag in folgenden Börsenindizes geführt: MSCI® Germany/Europe, FTSE® Eurofirst 300 sowie STOXX® Europe 600. Letzterer bildet die 600 größten Unternehmen Europas, gemessen an der Streubesitz-Marktkapitalisierung, ab. Kenndaten der Südzucker-Aktie scroll 2012/13 2011/12 Dividende €/Aktie 0,901 0,70 Dividendenrendite % 2,68 3,22 Durchschnittskurs € 27,39 22,39 Höchstkurs € 33,55 26,11 Tiefstkurs € 21,84 18,61 Schlusskurs XETRA® (Bilanzstichtag) € 33,55 21,75 Durchschnittliches Handelsvolumen/Tag2 Tsd. Stück 740 890 Marktkapitalisierung (Bilanzstichtag) Mio. € 6.850 4.117 Ausgeg. Stückaktien à 1 € (Bilanzstichtag) 204.183.292 189.353.608 Ergebnis je Aktie € 3,08 1,99 Cashflow je Aktie € 4,88 4,35 Kurs-Gewinn-Verhältnis3 10,9 10,9 Kurs-Cashflow-Verhältnis4 6,9 5,0 1 Vorschlag. 2 Gesamter Tagesumsatz an allen deutschen Börsen. 3 Quotient aus Jahresschlusskurs XETRA® und Ergebnis je Aktie. 4 Quotient aus Jahresschlusskurs XETRA® und Cashflow je Aktie. Börsendaten der Südzucker-Aktie scroll ISIN DE 000 729 700 4 WKN 729 700 Börsenplätze XETRA® , Xetra 2 (früher Parketthandel Frankfurt), Stuttgart, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Hannover (Freiverkehr) Börsenkürzel SZU Tickersymbol Reuters SZUG.DE (XETRA® ), SZUG.F (Xetra 2) Tickersymbol Bloomberg SZU GY (XETRA® ) Der durchschnittliche Börsentagesumsatz der Südzucker-Aktie erreichte an allen deutschen Börsenplätzen rund 0,7 Mio. Aktien bzw. rund 20,2 Mio. € pro Handelstag.1 Der Geschäftsjahres-Börsenumsatz von 5,1 (5,2) Mrd. € zeigte sich gegenüber dem Vorjahr stabil auf hohem Niveau. 1 Quelle: Reuters. Summe der Tagesumsätze aller deutschen Börsen, an denen die Südzucker-Aktie zum Handel zugelassen ist. Aktionärsstruktur Die Aktionärsstruktur vereint die langfristige Ausrichtung und Stabilität der Großaktionäre mit einer zunehmenden Internationalisierung und Erhöhung des Streubesitzes (Free Float) im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auf Ebene der Großaktionäre verringerte sich der Aktienbesitz der Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) im Zuge der Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Rückkauf der Wandelanleihe von 56 auf 52 %. Der zweite Großaktionär, die Zucker Invest GmbH, Wien/Österreich, ein Unternehmen der österreichischen Raiffeisen-Gruppe, hält unverändert rund 10 % an der Südzucker AG. Damit erhöhte sich der Free Float im November 2012 von 34 auf 38 %. Investor Relations Das Investor-Relations-Team hat im Geschäftsjahr 2012/13 die Strategie der Südzucker-Gruppe, die Geschäftsentwicklung sowie die Kapitalmaßnahmen gegenüber allen Interessenten zeitnah, kontinuierlich und transparent kommuniziert und erläutert. Schwerpunkte bildeten die Geschäftsentwicklung von Südzucker vor dem Hintergrund der europäischen und globalen Entwicklung der Zucker- und Bioethanol-Märkte, die verschiedenen Vorschläge zur Gestaltung der EU-Zuckerpolitik nach 2015 im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik sowie die Hintergründe und Strukturierung des im November 2012 vollzogenen Rückkaufs der Wandelanleihe 2009/2016. Dies erfolgte über zahlreiche Einzelgespräche, Telefonate, Roadshows nach Veröffentlichung der Quartalsabschlüsse und schriftliche Korrespondenz mit institutionellen und privaten Anlegern, Analysten und Ratingagenturen. Um der zunehmenden Internationalisierung des Anlegerkreises im Streubesitz Rechnung zu tragen, wurde die Kapitalmarktkommunikation über die Teilnahme an Investorenkonferenzen in Frankfurt, Paris und New York hinaus auf den Finanzplatz Tokio ausgeweitet. Aufgrund konkreter Nachfrage wurde erstmals eine Roadshow am Finanzplatz Sydney durchgeführt. Hervorzuheben sind ebenfalls die jährliche Analystenkonferenz in Frankfurt sowie die Teilnahme am Mannheimer Kapitalmarktforum für Privatanleger. Zusätzlich wurden Telefonkonferenzen im Rahmen der Quartalsberichterstattung durchgeführt. Die Berichterstattung der Analysten über die Südzucker-Aktie wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr von 17 renommierten Bankhäusern auf hohem Niveau fortgeführt. Rating Südzucker zählt zum Kreis von rund 40 Börsenunternehmen in Deutschland, die von internationalen Ratingagenturen hinsichtlich der Kreditwürdigkeit der Gesamtunternehmung und der börsennotierten Anleihen eingeschätzt werden. Das Rating ist ein geeigneter Katalysator für die effiziente Kapitalmarktrefinanzierung zu risikoadäquaten Kapitalkosten und eröffnet Südzucker Finanzierungsspielräume über Kapitalerhöhungen und die bilateralen Bankkreditlinien hinaus. Südzucker weist seit Aufnahme des Unternehmensratings im Jahr 1991 (Moody's) bzw. 2003 (S&P) ein Investment-Grade-Rating auf, das der Gruppe im Vergleich zu Unternehmen mit Non-Investment-Grade-Rating eine erhöhte Kreditwürdigkeit und Ertragskraft bescheinigt. Institutionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionskassen sind oftmals per Gesetz oder internen Anlagerichtlinien verpflichtet, ausschließlich Finanzinstrumente von Unternehmen mit Investment-Grade-Rating zu erwerben, da sie am Kapitalmarkt mit geringeren Risikoaufschlägen bewertet werden. Anleihen der Südzucker AG scroll Coupon Volumen ISIN Börsenzulassung Wandelanleihe 2009/2016 2,50 % 283,45 Mio. € zurückgekauft bzw. zurückgezahlt im Nov./Dez. 2012 Hybridanleihe 2005 Perpetual NC 10 5,25 % 700 Mio. € XS 0222524372 Luxemburg (amtlicher Markt) Anleihe 2011/2018 4,125 % 400 Mio. € XS0606202454 Luxemburg (amtlicher Markt) * Kündigungsrecht seitens Südzucker erstmals Juni 2015. Langfristige Wertentwicklung bei Wiederanlage von Dividenden (ohne Steuergutschrift) und Bezugsrechten Depotwert/Tsd. € Die Südzucker-Aktie zeichnet sich als langfristig stabiles und eher defensives Investment aus und erzielte im Geschäftsjahr 2012/13 mit +58 % (einschließlich Dividende) einen starken Wertzuwachs. Ein Aktionär, der am 1. März 1988 - im Jahr der Fusion der Süddeutsche Zucker-AG mit der Zuckerfabrik Franken GmbH - ein fiktives Depot an Südzucker-Aktien mit einem Betrag von 10.000 € für den Erwerb von 1.589 Stammaktien zu einem Kurs von umgerechnet 6,29 € je Aktie anlegte, die Bardividenden (ohne Steuergutschrift) in neue Aktien investierte und sich an Kapitalerhöhungen durch Ausübung seines Bezugsrechts, d. h. ohne Einbringung zusätzlicher Finanzmittel, beteiligte, erzielte per 28. Februar 2013 einen Vermögenszuwachs von kumuliert 1.696 % und einen Depotwert von 179.607 €. Die jährliche Durchschnittsrendite des Südzucker-Depots belief sich im Betrachtungszeitraum auf 12 % im Vergleich zu einer durchschnittlichen DAX® -Rendite von 8 % und einer MDAX® -Rendite von 11 % p. a. * Aus Gründen der langfristigen Vergleichbarkeit werden die Kassakurse Parkett und Xetra 2 der Frankfurter Wertpapierhandelsbörse berücksichtigt. Südzucker wurde auch im Geschäftsjahr 2012/13 von Moody's und Standard & Poor's (S&P) beurteilt. Moody's erhöhte am 2. August 2012 den Ausblick für das Investment-Grade-Kreditrating (Unternehmens- und Anleiherating) Baa1 von stabil auf positiv. Die Hybridanleihe bewertet Moody's unverändert mit einem Eigenkapitalanteil in Höhe von 75 %. S&P stufte das Investment-Grade-Kreditrating am 5. Juni 2012 von BBB auf BBB+ herauf und erhöhte zudem am 6. Dezember 2012 den Ausblick von stabil auf positiv. Der Hybridanleihe sprach S&P weiterhin einen Eigenkapitalanteil in Höhe von 50 % zu. Mit der Erhöhung des Investment-Grade-Ratings (S&P) bzw. des Ausblicks (beide Ratingagenturen) wurde der fortgesetzte Aufwärtstrend der ratingrelevanten Südzucker-Kennzahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr gewürdigt. Dividende für das Geschäftsjahr 2012/13 Vorstand und Aufsichtsrat unterbreiten der für den 1. August 2013 angesetzten Hauptversammlung einen Dividendenvorschlag von 0,90 € je Aktie zur Beschlussfassung. Bei einem gegenüber Vorjahr erhöhten Grundkapital, eingeteilt in nunmehr 204,2 (189,4) Mio. Stückaktien, resultiert daraus eine deutlich höhere Ausschüttungssumme in Höhe von 183,8 Mio. €. Im Vorjahr belief sich die Ausschüttungssumme auf 132,1 Mio. €. Im Falle der Bestätigung des Dividendenvorschlags durch die Hauptversammlung am 1. August 2013 errechnet sich für die Südzucker-Aktie per Bilanzstichtag 28. Februar 2013 eine Dividendenrendite von 2,68 %. Die vergleichbare Dividendenrendite des MDAX® zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 2,90 %1 . 1 Quelle: Deutsche Bank "The Deutsche Bank German Equities Universe". Konzernlagebericht LEITLINIEN UND UNTERNEHMENSSTRATEGIE Wer wir sind Südzucker hat sich vom regionalen Zuckererzeuger zu einer international agierenden Unternehmensgruppe entwickelt: In Europa sind wir führender Anbieter von Zuckerprodukten, in den Segmenten Spezialitäten (Functional Food Ingredients, Tiefkühl-/Kühlprodukte, Portionsartikel, Stärke), CropEnergies (Bioethanol) und Frucht (Fruchtzubereitungen/Fruchtsaftkonzentrate) haben wir starke Marktpositionen. Basis dieses Erfolgs sind unsere Kernkompetenzen, allen voran das breit angelegte Know-how in der großtechnischen Verarbeitung verschiedenster agrarischer Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten, insbesondere zu Lebensmitteln für Industriekunden und Endverbraucher. Auf der Vermarktungsseite liegt unser Fokus im Business-to-Business-Bereich. Die stabile Eigentümerstruktur schafft einen verlässlichen Rahmen für die Unternehmensentwicklung. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Aktionären, den Kunden, den Lieferanten und den Mitarbeitern verantwortungsvoll an der Gestaltung der Zukunft zu arbeiten, aufbauend auf einem umfassenden Nachhaltigkeitsgedanken weiter profitabel zu wachsen, eine Prämie auf unsere Kapitalkosten zu erwirtschaften und damit den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Gleichzeitig wollen wir die Interessen zukünftiger Generationen angemessen berücksichtigen. Unsere Leitlinien In unseren Geschäftsfeldern wollen wir Maßstäbe setzen und im fairen Wettbewerb weiterhin durch Innovation, Qualität, Service und Zuverlässigkeit erfolgreich sein. Dabei bestimmt traditionell Nachhaltigkeit unser Handeln - beginnend bei der landwirtschaftlichen Produktion des Rohstoffs über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. So wollen wir ein verantwortungsvoller Arbeitgeber sein, der die Potenziale seiner Mitarbeiter fördert und deren individuelle Persönlichkeiten schätzt und achtet. Die auch dadurch gewonnene fundierte Erfahrung und das Know-how in Vermarktung, Vertrieb und Logistik machen uns zu einem verlässlichen Partner. Die Innovationskraft der Südzucker-Gruppe stärken wir mit der konzerninternen Kompetenz im Bereich Forschung und Entwicklung, aber auch mit Kooperationen. Auf dem Kapitalmarkt stehen wir für Transparenz und einen offenen Dialog mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Unsere Strategie Auch zukünftig setzen wir auf nachhaltiges, wertorientiertes Wachstum; dabei orientieren wir uns grundsätzlich an unseren Kernkompetenzen und Leitlinien. Wir haben unsere Geschäftsfelder frühzeitig auf die steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Nahrungs- und Futtermitteln sowie Energie ausgerichtet. Eine weiter wachsende Weltbevölkerung sowie sich insbesondere durch steigende Einkommen wandelnde Ernährungsgewohnheiten in den Schwellenländern werden Wachstumsmotoren bleiben und neue Perspektiven bieten. Wir wollen sowohl mit dem traditionellen Zuckergeschäft als auch mit den weiteren Geschäftsfeldern die sich ergebenden Chancen nutzen; dies kann durch organisches Wachstum, Kooperationen wie auch Akquisitionen erfolgen. Unser Antritt ist es dabei, in den von uns besetzten Geschäftsfeldern die Nummer 1 oder eine starke Nummer 2 zu sein. Bedeutend hierfür sind auch die Cashflow-Kraft des Unternehmens und ein Investment-Grade-Rating, das uns einen guten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten sichert. Mit der breiten Basis unseres Portfolios sowie einer Diversifizierung in verschiedenen Regionen und Märkten sorgen wir für ein ausgeglichenes Risikoprofil. Dabei steht eine solide Finanzierungsstrategie immer im Fokus. Ein weiteres Ziel ist es, der zunehmenden Internationalisierung und den wachstumsstarken Märkten außerhalb Europas zu folgen und mehr als bisher auf den globalen Märkten tätig zu sein. Ein bedeutender Baustein ist hier der Erwerb der Beteiligung an dem britischen Handelshaus ED&F Man, das neben eigenen Produktionsstätten und Beteiligungen eine führende Position im weltweiten Handel mit Zucker sowie anderen Agrarrohstoffen hat. Gelebt und getragen wird der Erfolg des Unternehmens durch die fachliche Kompetenz, die Erfahrungen, die sozialen Fähigkeiten und das Engagement unserer weltweit rund 17.900 Mitarbeiter. Deshalb stehen Mitarbeiterförderung und Weiterbildung immer im Mittelpunkt. Wir schaffen Werte für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. NACHHALTIGKEIT Südzucker ist seit Unternehmensgründung im 19. Jahrhundert ein der Landwirtschaft und damit der Natur stark verbundenes Unternehmen. Kernkompetenz ist seit jeher die Veredelung agrarischer Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten für Ernährungsindustrie, Endverbraucher und industrielle Anwendungen. Daher ist Nachhaltigkeit traditionell ein wichtiger Baustein für den langfristigen Unternehmenserfolg und Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Rohstoffe Bei der Verwertung der Rohstoffe streben wir an, die Effizienz über die ganze Wertschöpfungskette kontinuierlich zu verbessern. So beginnt ressourcenschonender Umgang mit der Natur bereits bei der sorgfältigen Auswahl der agrarischen Rohstoffe, wie z. B. Zuckerrüben, Getreide, Chicoree und Früchte. Deshalb stellt Südzucker hohe Qualitätsanforderungen an die Rohstofflieferanten. Am Beispiel Zuckerrübe lässt sich deutlich zeigen, dass durch gemeinsame Wissens- und Forschungsplattformen von Landwirten, eigener Forschung, Bodengesundheitsdienst und wissenschaftlichen Institutionen, wie z. B. dem Institut für Zuckerrübenforschung in Göttingen oder dem International Institute for Beet Research, Anbau- und Erntemethoden optimiert werden. So können die Landwirte zu Themen wie z. B. Bodenbearbeitung, Auswahl des Saatguts, Düngung, Pflanzenschutz und Bodenfruchtbarkeit umfassend beraten werden und der Zuckerrübenanbau kann im besten Sinne der Nachhaltigkeit stets effizienter und wettbewerbsfähiger werden. Die bei Südzucker verwendeten agrarischen Rohstoffe entstammen überwiegend europäischer Produktion. Sie erfüllen die für landwirtschaftliche Erzeugung in der EU geltenden Grundsätze der Cross Compliance mit den entsprechenden Auflagen für die Landwirtschaft, um einen nachhaltigen Anbau von agrarischen Rohstoffen zu gewährleisten. Darüber hinaus stellen spezifische Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe sicher, dass der Anbau der Biomasse für die Bioenergiegewinnung nicht auf schützenswerten Flächen oder zu Lasten der biologischen Vielfalt erfolgt. Produktion Nachhaltigkeit und Qualitätsführerschaft verwirklicht Südzucker auch bei der Verarbeitung der agrarischen Rohstoffe zu Zucker, Functional Food Ingredients, Bioethanol, Stärke- und Fruchtprodukten. Hier stehen ein effizientes Qualitätsmanagement und die ständige Weiterentwicklung der Produktionstechnologien im Mittelpunkt. Ziel ist die vollständige Verwertung der verwendeten Rohstoffe. So stellen wir z. B. Melasse und Zuckerrübenschnitzel, die bei der Rübenverarbeitung entstehen, dem Wirtschaftskreislauf in Form von hochwertigen Futtermitteln zur Verfügung. Bei der Produktion zeichnet sich Südzucker durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen aus. So führen z. B. die Kraft-Wärme-Kopplung und mehrfache Energienutzung zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. In der Bioethanolanlage im belgischen Wanze wird darüber hinaus in einem weltweit bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie durch Nutzung der Schalen des angelieferten Weizenkorns erzeugt. Im Rahmen der REDcert-Zertifizierung der Bioethanolanlagen gemäß den Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnungen wird sichergestellt, dass mindestens 35 % - ab 2017 50 % - der Treibhausgase im Vergleich mit konventionellem Benzin eingespart werden. Qualität Nachhaltigkeit bei Südzucker zeigt sich auch durch die Qualität und Sicherheit der hergestellten Produkte. Hohe technische Standards, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement (ISO 9001: 2008, ISO 22000: 2005, GFSI-äquivalente Standards, GMP+ International, Qualität & Sicherheit) werden hier konsequent eingehalten. Soziale Verantwortung Ein weiterer Aspekt nachhaltigen Handelns ist die Übernahme sozialer Verantwortung. Verankert ist die soziale Verantwortung u. a. in einem Verhaltenskodex zur Corporate Social Responsibility, den sich Südzucker seit 2011 gegeben hat. Er basiert auf einer entsprechenden Vereinbarung der europäischen Zuckerindustrie, die sich grundsätzlich zu Themen wie Menschenrechte, Ausbildung und Schulung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen und dem Verhältnis zwischen den Sozialpartnern positioniert. Mitarbeiter Die Mitarbeiter im Unternehmen sind wichtige Säulen des Erfolgs. In einer von Wertschätzung und Respekt getragenen Unternehmenskultur wird eine konsequente Aus- und Weiterbildungspolitik betrieben, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und ihnen Perspektiven für eine Laufbahn in der Unternehmensgruppe zu ermöglichen. Mit angemessenen Sozialleistungen und Rahmenbedingungen versucht Südzucker zudem, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, was auch durch eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 12 Jahren belegt wird. Nachhaltige Unternehmenspolitik Eine nachhaltige Unternehmenspolitik lässt sich nur auf der Grundlage langfristigen ökonomischen Erfolgs verwirklichen, der auch die Voraussetzung für zukunftsorientierte Investitions- und Forschungsprojekte ist. Daher verfolgt Südzucker eine Strategie des wertorientierten, profitablen Wachstums auf der Basis eines Gleichgewichts zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung. Segment Zucker scroll SÜDZUCKER ■ Belgien: 2 Zuckerfabriken ■ Deutschland: 9 Zuckerfabriken ■ Frankreich: 4 Zuckerfabriken, 1 Raffinerie ■ Polen: 5 Zuckerfabriken ■ Moldawien: 2 Zuckerfabriken ■ Landwirtschaft AGRANA ■ Bosnien: 1 Raffinerie ■ Österreich: 2 Zuckerfabriken ■ Rumänien: 1 Zuckerfabrik, 1 Raffinerie ■ Slowakei: 1 Zuckerfabrik ■ Tschechien: 2 Zuckerfabriken ■ Ungarn: 1 Zuckerfabrik Segment Spezialitäten scroll BENEO ■ Funktionelle Inhaltsstoffe für Lebensmittel: Inulin, Oligofruktose, Isomalt, Palatinose™, Reisderivate und Weizengluten ■ Inhaltsstoffe für Tiernahrung ■ Inhaltsstoffe für die Bereiche Non-Food und Pharmazie ■ 5 Produktionsstandorte weltweit Freiberger ■ Tiefgekühlte und gekühlte Pizza sowie tiefgekühlte Pastagerichte und Snacks ■ 5 Produktionsstandorte in Europa PortionPack Europa ■ Portionsartikel ■ 5 Produktionsstandorte in Europa AGRANA ■ Stärke für den Food- und Non-Food-Bereich sowie Bioethanol ■ 5 Produktionsstandorte in Europa Segment CropEnergies scroll CropEnergies ■ Einer der führenden europäischen Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol, überwiegend für den Kraftstoffsektor ■ 3 Produktionsstandorte in Europa Segment Frucht scroll AGRANA Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) ■ Fruchtzubereitungen für internationale Lebensmittelkonzerne ■ 26 Produktionsstandorte weltweit AUSTRIA JUICE Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice) ■ Fruchtsaftkonzentrate, Fruchtpürees und natürliche Aromen sowie Getränkegrundstoffe und Direktsäfte für die weiterverarbeitende Getränkeindustrie ■ 15 Produktionsstandorte in Europa und China KONZERNSTRUKTUR UND UNTERNEHMENSSTEUERUNG Konzernstruktur Die Südzucker AG, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Mannheim, ist die Muttergesellschaft der Südzucker-Gruppe und gleichzeitig die größte operative Gesellschaft. In den Konzernabschluss sind - neben der Muttergesellschaft Südzucker AG - 158 (156) Gesellschaften einbezogen, bei denen die Südzucker AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Die Quotenkonsolidierung wurde für acht (acht) und die Equity-Bewertung bei zwei (einer) Gesellschaften angewendet. Weitere Details zu Beteiligungen finden sich unter Ziffer (38) "Wesentliche Beteiligungen" des Konzernanhangs in diesem Geschäftsbericht sowie in der Anteilsbesitzliste. Die Südzucker-Gruppe ist in die vier Segmente Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht eingeteilt. Dabei sind die Segmente Zucker, Spezialitäten und Frucht in insgesamt 13 Divisionen untergliedert, die das operative Geschäft steuern. Das Segment CropEnergies wird als eigenständige Unternehmenseinheit geführt. In den Geschäftsbereichen/Zentralabteilungen werden Konzernfunktionen in den Bereichen Betriebswirtschaft/ Controlling, Einkauf Hilfs- und Betriebsstoffe, Einkauf Investitions-, Instandhaltungsgüter und Dienstleistungen, Finanzen und Rechnungswesen, Forschung/Entwicklung/ Services, Futtermittel/Nebenprodukte, Ingenieurwesen, Investor Relations, Lebensmittelrecht/Verbraucherpolitik/ Qualitätssicherung, Liegenschaften/Versicherungen, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation/IT, Personal, Recht, Revision, Steuern, Strategische Unternehmensplanung/Konzernentwicklung/Beteiligungen, Zucker/Verkauf, Zucker/Produktion sowie Zucker/Rübe wahrgenommen. Daneben sind administrative Aufgaben in drei Shared-Finance-Centern sowie Forschungsaktivitäten an sechs Forschungsstandorten zusammengefasst. Segment Zucker Das Segment Zucker umfasst insgesamt sieben Divisionen. Diese entfallen mit vier Divisionen auf die Zuckerproduktion in Belgien (Raffinerie Tirlemontoise S.A., Tienen), Deutschland (Südzucker AG, Mannheim/ Ochsenfurt), Frankreich (Saint Louis Sucre S.A., Paris) und Polen (Südzucker Polska S.A., Breslau). In der Division Zucker AGRANA (AGRANA Zucker GmbH, Wien) ist die Zuckerproduktion in Bosnien, Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammengefasst. Daneben bestehen die Divisionen Zuckerproduktion in Moldawien (Südzucker Moldova S.A., Drochia) sowie Landwirtschaft (Südzucker AG, Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte, Ochsenfurt). Segment Spezialitäten Das Segment Spezialitäten beinhaltet die Aktivitäten der vier Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe sowie die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der AGRANA. BENEO produziert und vermarktet Inhaltsstoffe aus natürlichen Rohstoffen für Lebens- und Futtermittel mit ernährungsphysiologischen und technologischen Vorzügen. Die Freiberger-Gruppe ist Produzent von tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlten Pasta-Gerichten und Snacks mit klarem Fokus auf das Handelsmarkengeschäft. Die PortionPack Europe-Gruppe ist spezialisiert auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von Portionsartikeln. Die Division Stärke umfasst neben der österreichischen Kartoffel- und Maisstärkeproduktion auch Stärkeunternehmen in Ungarn und Rumänien sowie die Bioethanolproduktion in Österreich und Ungarn. Segment CropEnergies Die Bioethanolaktivitäten der Südzucker-Gruppe in Deutschland, Belgien und Frankreich sind im Segment CropEnergies gebündelt. Über die börsennotierte CropEnergies AG sind wir einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für den Kraftstoffsektor in Europa. Zudem ist CropEnergies zu 50 % an der CT Biocarbonic GmbH beteiligt, die in Zeitz seit 2010 eine Produktionsanlage zur Herstellung von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität betreibt. Segment Frucht Das Segment Frucht umfasst die beiden Divisionen Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) und Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice). Die weltweit tätigen Unternehmen des Segments Frucht beliefern internationale Lebensmittelkonzerne vor allem aus der Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und alkoholfreien Getränkeindustrie. Unternehmenssteuerung Der Vorstand der Südzucker AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung für den Vorstand bestimmt die nähere Ausgestaltung der Vorstandsarbeit. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der Südzucker AG für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates. Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und wirkt auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) hin. Er sorgt zudem für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen. Die Leitungsorgane auf Ebene der Segmente/Divisionen führen die Geschäfte im Rahmen der nationalen gesetzlichen Vorschriften sowie konzerninterner Richtlinien und Vorgaben. Im Rahmen einer Matrixorganisation werden sie von zentralen Konzernfunktionen unterstützt und beraten, die für bestimmte Aufgaben mit einem fachlichen Weisungsrecht ausgestattet sind. Wertmanagement Im Mittelpunkt der Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Im Rahmen unseres Wertmanagements streben wir in den Segmenten und Divisionen an, mit der Rendite auf das eingesetzte Kapital eine Prämie über unsere Kapitalkosten hinaus zu erzielen und hierdurch einen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen. Zur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt Südzucker ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet darauf aufbauend zentral definierte Kennzahlen an; wesentliche Kennzahlen sind das operative Ergebnis und die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung um Sondereinflüsse bereinigt. Das eingesetzte Kapital (Capital Employed) umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- und Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE) entspricht dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Südzucker ermittelt die Kapitalkosten für das eingesetzte operative Vermögen als Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Eigenkapitalkosten werden für die Segmente und Divisionen spezifiziert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Finanzmanagement Die Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment-Grade-Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsinstrumenten sicherstellt. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Finanzinstrumenten wie Hybrid-Eigenkapital, Anleihen, Schuldscheindarlehen und bilaterale Bankkreditlinien. Zur unterjährigen Finanzierung der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden vorrangig durch die Nutzung eines Commercial-Paper-Programms gewährleistet. Daneben bestehen syndizierte Kreditlinien. Detaillierte Erläuterungen zu den operativen Ergebnissen je Segment werden im Kapitel "Geschäftsentwicklung in den Segmenten" gegeben; Erläuterungen zu dem eingesetzten Kapital und der Rendite auf das eingesetzte Kapital finden sich im Kapitel "Wertbeitrag, Kapitalstruktur und Dividende". Die Ableitung der Kapitalkosten ist im Konzernanhang unter Ziffer (21) "Immaterielle Vermögenswerte" ausführlich dargestellt. Weitere Angaben zum Finanzmanagement sowie Einzelheiten zu den eingesetzten Finanzinstrumenten werden im Konzernanhang unter Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" gemacht. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER SÜDZUCKER-GRUPPE Umsatz und operatives Ergebnis scroll 2012/13 2011/12 +/- in % Umsatzerlöse Mio. € 7.879 6.992 12,7 EBITDA Mio. € 1.248 1.015 22,9 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € -274 -264 3,8 Operatives Ergebnis Mio. € 974 751 29,6 Restrukturierung/Sondereinflüsse Mio. € -17 8 - Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 957 759 26,1 EBITDA-Marge % 15,8 14,5 Operative Marge % 12,4 10,7 Return on Capital Employed % 16,4 13,2 Investitionen in Sachanlagen Mio. € 338 276 22,5 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen Mio. € 183 10 > 100 Investitionen gesamt Mio. € 521 286 81,9 Mitarbeiter 17.940 17.489 2,6 Im Geschäftsjahr 2012/13 konnte der Konzernumsatz um 12,7 % auf 7.879 (6.992) Mio. € gesteigert werden. Zu dieser erfreulichen Entwicklung haben alle Segmente beigetragen. Das operative Konzernergebnis erhöhte sich um 29,6 % auf 974 (751) Mio. €. Nach einem deutlichen Ergebnisanstieg in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres, der insbesondere von der außergewöhnlich positiven Entwicklung im Segment Zucker geprägt war, lag das Konzernergebnis in der zweiten Jahreshälfte auf Vorjahresniveau. Während im Segment Spezialitäten das Ergebnis, insbesondere in der zweiten Geschäftsjahreshälfte, unter Vorjahr lag, trugen die Segmente CropEnergies und Frucht zu dem deutlichen Ergebniszuwachs mit bei. Ergebnis der Betriebstätigkeit Das mit 957 (759) Mio. € um 198 Mio. € höhere Ergebnis der Betriebstätigkeit folgt dem gegenüber dem Vorjahr um 223 Mio. € deutlich gesteigerten operativen Ergebnis von 974 (751) Mio. €. Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen belief sich auf -17 (8) Mio. €. Hierin enthalten sind Erträge aus Sondereinflüssen in Höhe von 6 (13) Mio. € im Segment Zucker, die u. a. aus einem erfolgreich abgeschlossenen Prozess im Zusammenhang mit Marktordnungsrisiken stammen. Im Vorjahr waren hierunter überwiegend Erträge aus dem Verkauf von Grundstücken von in Vorjahren stillgelegten Werken enthalten. Die Aufwendungen im Segment Spezialitäten von -4 (-3) Mio. € betrafen im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen; im Vorjahr waren hierunter Aufwendungen aus rechtlichen Risiken bei BENEO ausgewiesen. Im Segment Frucht sind Aufwendungen in Höhe von -19 (-1) Mio. € für Vorsorgen in Verbindung mit aufgedeckten Unregelmäßigkeiten in der mexikanischen Tochtergesellschaft AGRANA Fruit Mexico sowie für Reorganisationsmaßnahmen im europäischen Fruchtzubereitungsgeschäft angefallen. Gewinn-und-Verlust-Rechnung scroll Mio. € 2012/13 2011/12 +/- in % Umsatzerlöse 7.879 6.992 12,7 Operatives Ergebnis 974 751 29,6 Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen -17 8 - Ergebnis der Betriebstätigkeit 957 759 26,1 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 13 1 > 100 Finanzergebnis -103 -100 3,0 Ergebnis vor Ertragsteuern 867 660 31,3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -132 -145 -9,1 Jahresüberschuss 735 515 42,7 davon Aktionäre der Südzucker AG 593 377 57,6 davon Hybrid-Eigenkapital 26 26 0,0 davon sonstige nicht beherrschende Anteile 116 112 2,8 Ergebnis je Aktie (€) 3,08 1,99 54,8 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen von 13 (1) Mio. € beinhaltet das anteilige Ergebnis einer Vertriebs-Joint-Venture-Gesellschaft sowie seit dem 2. Quartal 2012/13 das anteilige Ergebnis der 25 %-Beteiligung am britischen Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., London. Finanzergebnis Das Finanzergebnis lag mit -103 (-100) Mio. € leicht über Vorjahresniveau. Das Zinsergebnis konnte von -80 Mio. € auf -53 Mio. € zurückgeführt werden. Dies ist insbesondere auf die kurzfristige Commercial-Paper-Finanzierung zu den niedrigen 1-3-Monats-Euribor-Zinssätzen zurückzuführen. Das sonstige Finanzergebnis betrug -50 Mio. € und enthält im Wesentlichen eine einmalige Ergebnisbelastung aus dem vorzeitigen Rückkauf der Wandelanleihe 2009/2016 im November 2012 (vgl. auch Ziffer (26) Eigenkapital im Anhang). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Nach einem deutlich gestiegenen Ergebnis vor Ertragsteuern von 867 (660) Mio. € beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf -132 (-145) Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind einmalige Steuererträge von 76 Mio. € aus dem erfolgreichen Abschluss eines langjährigen Finanzgerichtsverfahrens zu Besteuerungsfragen nach dem Außensteuergesetz enthalten. Entsprechend betrug der vergleichbare laufende Steueraufwand -209 Mio. € bzw. die Konzern-Steuerquote 24 % nach -145 Mio. € bzw. 22 % im Vorjahreszeitraum. Jahresüberschuss Vom Jahresüberschuss von 735 (515) Mio. € entfielen 593 (377) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG, 26 (26) Mio. € auf die Hybrid-Eigenkapitaleigner und 116 (112) Mio. € auf die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie betrug 3,08 (1,99) €. Der Ermittlung liegt der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 192,6 (189,2) Mio. ausstehenden Aktien zugrunde. INVESTITIONEN UND FINANZIERUNG Finanzierungsrechnung scroll Mio. € 2012/13 2011/12 +/- in % Cashflow 996 823 21,1 Zunahme (-)/Abnahme (+) des Working Capitals -220 -306 -28,2 Investitionen in Sachanlagen Segment Zucker 203 145 39,8 Segment Spezialitäten 89 74 20,5 Segment CropEnergies 11 14 -22,9 Segment Frucht 35 43 -17,9 Summe 338 276 22,5 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen 183 10 >100 Kapitalerhöhung/-herabsetzung 291 -5 - Gewinnausschüttungen -208 -168 23,6 Cashflow Der Cashflow des Geschäftsjahres 2012/13 folgte der guten Ergebnisentwicklung und stieg auf 996 (823) Mio. €. Working Capital Die Mittelbindung durch die Zunahme des Working Capitals um 220 nach 306 Mio. € im Vorjahr war maßgeblich durch gestiegene Rübenpreise bei nahezu unveränderter Zucker-Bestandsmenge sowie die erstmalige Einbeziehung der Ybbstaler-Gesellschaften verursacht. Investitionen in Sachanlagen Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) erhöhten sich nach 276 Mio. € im Vorjahr auf 338 Mio. €. Im Segment Zucker betrafen die Investitionen in Höhe von 203 (145) Mio. € neben Ersatzinvestitionen auch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Der Anstieg der Investitionen im Segment Spezialitäten auf 89 (74) Mio. € ist im Wesentlichen auf die Errichtung der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf/Österreich zurückzuführen. Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 11 (14) Mio. € dienten vor allem der weiteren Anlagenoptimierung und der Effizienzsteigerung. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen mit einem Volumen von 35 (43) Mio. € u. a. die Fabrikverlagerung und -erweiterung in Dachang/China, die Werkserweiterung in Serpuchov/Russland sowie die Installation einer zusätzlichen Produktionslinie in Centerville/ USA. Investitionen in Finanzanlagen Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 183 (10) Mio. € enthalten mit 181 Mio. € den Erwerb der Beteiligung am britischen Handelshaus ED&F Man, London/Großbritannien, in Höhe von 25 % minus einer Aktie. Gewinnausschüttungen Die im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgezahlten Gewinnausschüttungen im Konzern von insgesamt 208 (168) Mio. € entfielen mit 132 (104) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG sowie mit 76 (64) Mio. € auf andere Gesellschafter. Kapitalerhöhung Der Mittelzufluss aus Kapitalmaßnahmen in Höhe von 291 Mio. € ergab sich im Wesentlichen aus dem Rückkauf der Wandelanleihe und der Kapitalerhöhung. In dem Mittelabfluss aus der Tilgung der Finanzverbindlichkeiten ist der Abgang der im Vorjahr noch ausgewiesenen Wandelanleihe mit einem Buchwert von 246 Mio. € erfasst. Eine Emission von Commercial Papers zur Finanzierung der Rübenverbindlichkeiten war aufgrund der guten Liquiditätsentwicklung in 2012/13 am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres nicht erforderlich; die zum 29. Februar 2012 aufgenommenen Commercial Papers in einem Nominalvolumen von 150 Mio. € wurden in April/Mai 2012 zurückgeführt. BILANZ scroll Mio. € 28./29. Februar 2013 2012 +/- in % Aktiva Langfristige Vermögenswerte 4.313 4.037 6,8 Kurzfristige Vermögenswerte 4.492 4.252 5,6 Bilanzsumme 8.805 8.289 6,2 Passiva Eigenkapital 4.731 3.969 19,2 Langfristige Schulden 1.781 1.805 -1,3 Kurzfristige Schulden 2.293 2.515 -8,8 Bilanzsumme 8.805 8.289 6,2 Nettofinanzschulden 464 791 -41,3 Eigenkapitalquote in % 53,7 47,9 Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) 9,8 19,9 Langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 276 Mio. € auf 4.313 (4.037) Mio. €, was - neben höheren Investitionen in Sachanlagen - mit 181 Mio. € aus dem Erwerb der 25 %-Beteiligung an ED&F Man, London/Großbritannien, resultiert, die unter den Anteilen an at Equity einbezogenen Unternehmen ausgewiesen ist. Kurzfristige Vermögenswerte Die Zunahme der kurzfristigen Vermögenswerte um 240 Mio. € auf 4.492 (4.252) Mio. € ist größtenteils auf den preisbedingten Anstieg der Vorräte um 244 Mio. € auf 2.568 (2.324) Mio. € sowie auf die überwiegend preisbedingte Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 80 Mio. € auf 1.026 (946) Mio. € zurückzuführen. Dem stand ein Abbau der kurzfristigen Wertpapiere um 66 auf 42 (108) Mio. € gegenüber. Eigenkapital Das Eigenkapital ist um 762 Mio. € auf 4.731 (3.969) Mio. € angestiegen; die Eigenkapitalquote lag trotz gestiegener Bilanzsumme entsprechend mit 53,7 (47,9) % über Vorjahresniveau. Dieser Anstieg beinhaltet den Mittelzufluss aus Kapitalmaßnahmen im Umfang von 291 Mio. €; hierin ist im Wesentlichen die mit dem Rückkauf der Wandelanleihe im November 2012 erfolgte Kapitalerhöhung enthalten (vgl. auch Ziffer (26) "Eigenkapital" im Konzernanhang). Daneben trug der Jahresüberschuss zu einem Anstieg des Eigenkapitals um 735 (515) Mio. € bei, während Ausschüttungsverpflichtungen von 197 (157) Mio. € das Eigenkapital verminderten. Langfristige Schulden Die langfristigen Schulden haben sich um 24 Mio. € auf 1.781 (1.805) Mio. € reduziert. Dies resultiert aus dem Rückkauf der Wandelschuldverschreibung, die zum Ende der Vergleichsperiode noch mit 244 Mio. € unter den langfristigen Anleihen ausgewiesen war. Dem stand eine Erhöhung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten durch die Emission von Schuldscheindarlehen durch AGRANA im April 2012 in Höhe von 110 Mio. € gegenüber. Gleichzeitig erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen infolge von Bewertungsanpassungen um 137 Mio. € auf 683 (546) Mio. €. So war der Abzinsungssatz für die Ermittlung der Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen von 4,50 % auf 3,50 % zu reduzieren, was zu einem deutlichen Anstieg des Barwerts der Verpflichtungen geführt hat. Die Bewertungsanpassung wurde erfolgsneutral im Eigenkapital nach Berücksichtigung latenter Steuern verrechnet. Kurzfristige Schulden Der Rückgang der kurzfristigen Schulden um 222 Mio. € auf 2.293 (2.515) Mio. € ist maßgeblich auf den Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 287 auf 287 (574) Mio. € zurückzuführen. Neben der Rückführung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten wurden die zum Bilanzstichtag des Vorjahres in einem Volumen von 150 Mio. € ausgegebenen Commercial Papers vollständig zurückgegeben. Dagegen erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern um 65 Mio. € auf 860 (795) Mio. € infolge gestiegener Rübenpreise für die Kampagne 2012/13. Nettofinanzschulden Die Nettofinanzschulden konnten deutlich von 791 Mio. € um 327 Mio. € auf 464 Mio. € abgebaut werden. Diese Rückführung wurde in einem Umfang von rund 260 Mio. € durch den Rückkauf der 2,5 %-Wandelschuldverschreibung 2009/2016 erreicht, der überwiegend durch die Kapitalerhöhung finanziert wurde (vgl. auch Ziffer (26) "Eigenkapital" im Konzernanhang). Der starke Cashflow reichte aus, um neben der Finanzierung der Kaufpreisauszahlung für den 25 %-Anteilserwerb an ED&F Man von 181 Mio. €, höheren Investitionen in Sachanlagen von 338 (276) Mio. € sowie gestiegenen Gewinnausschüttungen von 208 (168) Mio. € darüber hinaus noch weitere Schulden abzubauen. Dabei hat sich das Verhältnis der Nettofinanzschulden in Prozent des Eigenkapitals von 19,9 % auf 9,8 % weiter signifikant verbessert. WERTBEITRAG scroll 2012/13 2011/12 2010/11 2009/10 2008/09 Operatives Ergebnis Mio. € 974 751 521 403 258 Capital Employed Mio. € 5.950 5.707 5.314 5.374 4.923 Return on Capital Employed (ROCE) % 16,4 13,2 9,8 7,5 5,2 Der Return on Capital Employed (ROCE) konnte 2012/13 von 13,2 % auf 16,4 % gesteigert werden, was auf das deutlich gestiegene operative Ergebnis von 974 (751) Mio. € zurückzuführen ist. Das Capital Employed erhöhte sich um 4,3 % auf 5.950 (5.707) Mio. €. Hierfür zeichneten die deutliche Erhöhung des Working Capitals infolge insbesondere preisbedingt höherer Vorratsbestände sowie gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - im Wesentlichen aus dem Segment Zucker - verantwortlich. Die Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 338 (276) Mio. € lagen über den Abschreibungen in Höhe von 274 (264) Mio. €. Die vollkonsolidierten Akquisitionen haben im Geschäftsjahr 2012/13 zu einem geringen Anstieg der Goodwill-Buchwerte geführt. KAPITALSTRUKTUR UND DIVIDENDE Kapitalstruktur und Verschuldung Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an den für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Faktoren. Die wesentlichen von Südzucker verwendeten Kenngrößen zur Steuerung der Kapitalstruktur sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme). In den Jahren bis 2009 gab es umfangreiche außerordentliche Finanzierungserfordernisse im Zuge der Reform des europäischen Zuckermarkts (u. a. Entrichtung von Abgaben an den EU-Restrukturierungsfonds in Höhe von rund 1,5 Mrd. €). In deren Folge stieg der Verschuldungsfaktor auf 3,2 zum 28. Februar 2009. Seither konnte die Verschuldung kontinuierlich reduziert werden. Die deutliche Rückführung im Geschäftsjahr 2012/13 wurde im Umfang von 260 Mio. € durch den nahezu vollständigen Rückkauf der 2,5 %-Wandelschuldverschreibung 2009/2016 erreicht, der überwiegend durch eine Kapitalerhöhung finanziert wurde. Hierdurch haben sich die Nettofinanzschulden von 791 Mio. € um 327 Mio. € auf 464 Mio. € reduziert; das Verhältnis der Nettofinanzschulden in Prozent des Eigenkapitals hat sich von 19,9 % auf 9,8 % weiter signifikant verbessert. Durch einen gestiegenen Cashflow von 996 (823) Mio. € ging der Verschuldungsfaktor zum 28. Februar 2013 von 1,0 weiter auf 0,5 zurück. scroll 2012/13 2011/12 2010/11 2009/10 2008/09 Verschuldungsfaktor Nettofinanzschulden Mio. € 464 791 854 1.065 1.632 Cashflow Mio. € 996 823 606 553 504 Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 0,5 1,0 1,4 1,9 3,2 Verschuldungsgrad Nettofinanzschulden Mio. € 464 791 854 1.065 1.632 Eigenkapital Mio. € 4.731 3.969 3.687 3.443 3.230 Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) % 9,8 19,9 23,2 30,9 50,5 Eigenkapitalquote Eigenkapital Mio. € 4.731 3.969 3.687 3.443 3.230 Bilanzsumme Mio. € 8.805 8.289 7.260 7.398 7.709 Eigenkapitalquote % 53,7 47,9 50,8 46,5 41,9 Dividende Südzucker verfolgt seit Jahren eine transparente, der Ergebnis- und Verschuldungssituation des Konzerns angepasste Dividendenpolitik, die auf Kontinuität ausgerichtet ist. Ausschüttungen orientieren sich in erster Linie an der nachhaltigen operativen Ergebnisentwicklung des Konzerns. Die Dividende je Aktie in Relation zu wesentlichen Ertragskennzahlen hat sich wie folgt entwickelt: Vorschlag zur Gewinnverwendung Der Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat von 0,90 (0,70) €/Aktie trägt der erneuten deutlichen Ergebnissteigerung Rechnung. Auf der Grundlage von 204,2 Mio. ausgegebenen Stückaktien ergibt sich eine Ausschüttungssumme in Höhe von 183,8 Mio. €. Im Vorjahr belief sich die Ausschüttungssumme auf 132,1 Mio. €. scroll 2012/13 2011/12 2010/11 2009/10 2008/09 Operatives Ergebnis Mio. € 974 751 521 403 258 Cashflow Mio. € 996 823 606 553 504 Ergebnis je Aktie € 3,08 1,99 1,33 1,06 0,86 Dividende je Aktie1 € 0,90 0,70 0,55 0,45 0,40 Ausschüttungsquote % 29,2 35,2 41,4 42,6 46,5 1 2012/13: Vorschlag. MITARBEITER Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 hat sich die Anzahl der im Durchschnitt beschäftigten Mitarbeiter mit insgesamt 17.940 (17.489) etwas erhöht. Dabei blieb die Anzahl der Mitarbeiter in den Segmenten Zucker, Spezialitäten und CropEnergies nahezu konstant. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Segment Frucht auf 5.184 (4.822) ist auf die erstmalige Einbeziehung der Ybbstaler-Gesellschaften über das neu gegründete Joint Venture Austria Juice zurückzuführen. Nahezu ein Viertel aller Mitarbeiter arbeitet in Deutschland für die Südzucker-Gruppe, etwas mehr als die Hälfte in anderen EU-Ländern. Knapp 10 % sind in osteuropäischen Ländern beschäftigt, gut 15 % in anderen Ländern weltweit. Diese internationale Ausrichtung mit einer entsprechenden Vielfalt in der Belegschaft trägt wesentlich zum Unternehmenserfolg bei. Dabei soll sich Diversity im Rahmen der Eigenverantwortung des Unternehmens ohne Regulierungszwänge entwickeln dürfen. Entscheidend für Südzucker sind immer Qualifikation, Leistung und Lernbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über alle Segmente betrachtet arbeiten rund 6.000 Frauen für den Südzucker-Konzern, was einem Anteil von rund 34 % entspricht. Frauen haben bei Südzucker grundsätzlich die gleichen Chancen wie Männer, die Besetzung freier Stellen erfolgt nach Eignung und Qualifikation. Eine starke Fokussierung auf die Förderung eines Geschlechts würde zwangsläufig zumindest im Ansatz eine Diskriminierung des anderen Geschlechts bedeuten. Bei der Besetzung von Führungspositionen streben wir für die Zukunft eine Erhöhung des Frauenanteils an, werden dies aber nicht mittels einer Quote erzwingen. Bei unseren Internationalen On-Boarding-Programmen für Führungsnachwuchskräfte beträgt der Frauenanteil 35 %. Work-Life-Balance Südzucker baut auf die Schaffung von besseren Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Herstellung einer Work-Life-Balance. Dazu zählen Maßnahmen wie z. B. flexible Arbeitszeitregelungen und unter bestimmten Voraussetzungen Spielräume für Heimarbeit sowie für die Pflege von kranken Kindern und/oder kranken bzw. alten Familienangehörigen. Diese Rahmenbedingungen dienen auch der Unterstützung der nachhaltigen Personalpolitik von Südzucker, die nicht nur am Arbeitsmarkt ansetzt, sondern sich insbesondere nach innen auf die im Unternehmen beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtet, mit dem Ziel, sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Dass dies der richtige Weg ist, spiegelt sich auch in einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von konzernweit 12 Jahren - in einzelnen Bereichen weit über 20 Jahren - wider. Qualifikation von Mitarbeitern Um trotz des demografischen Wandels in der Bevölkerung frei werdende Stellen mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzen zu können, hat Nachwuchsförderung bei Südzucker seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert. Dies belegen die praktizierte Aus- und Weiterbildungspolitik ebenso wie Trainee- und Internationale On-Boarding-Programme. Dabei finden die Aktivitäten zur Heranführung von Nachwuchskräften zunehmend auf internationaler Ebene statt. So werden junge Akademiker in Trainee-Programmen insbesondere in den Bereichen Technik/Produktion sowie Rohstoff in einem Turnus von zwei bis drei Monaten an verschiedenen Standorten im In- und Ausland ausgebildet und erhalten dabei einen detaillierten Einblick in verschiedene Bereiche, können in Projekten mitarbeiten und entwickeln darüber hinaus auch die für das Zusammenwachsen im Konzern notwendige Identifikation mit den Unternehmenswerten. Damit werden junge Mitarbeiter gut auf die Übernahme von verantwortungsvollen Tätigkeiten vorbereitet und können danach erste wichtige Schritte in ihrer Karriere in der Südzucker-Gruppe gehen. Mitarbeiter nach Segmenten Mitarbeiter nach Regionen Betriebszugehörigkeit nach Jahren in % Stand: 31. Januar 2013 Altersstruktur der Mitarbeiter Die Altersstruktur der Mitarbeiter zeigt sich als ausgewogen; nahezu ausgeglichen verteilt sich die Belegschaft auf die relevanten Altersgruppen. Mitarbeiter nach Altersgruppen in % Stand: 31. Januar 2013 Europäischer Betriebsrat Die jährliche Tagung des Euro-Betriebsrats fand im Juli 2012 in Brügge/Belgien statt. Themen mit länderübergreifendem Charakter wurden mit dem Vorstand diskutiert, darüber hinaus stellte die Geschäftsführung der belgischen Tochtergesellschaft Raffinerie Tirlemontoise ihr Unternehmen vor. Arbeitssicherheit Maßnahmen und Aktionen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben in der Südzucker-Gruppe traditionell einen hohen Stellenwert. Dies spiegelt sich sowohl in einer vergleichsweise niedrigen Anzahl von Unfallereignissen als auch in einem insgesamt sehr guten Niveau der unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten wider. Ziel ist es, mit präventiven Maßnahmen die Arbeitssicherheit weiter zu erhöhen und den Gesundheitsschutz stetig zu verbessern. Jeder einzelne Mitarbeiter - von der Produktion bis zur Führungsebene - ist in der Verantwortung, daran zu arbeiten. Da ein überwiegender Teil der Arbeitsunfälle auf Ursachen im Bereich des Verhaltens und der Gefahrenwahrnehmung zurückzuführen ist, liegt ein aktueller Schwerpunkt auf Maßnahmen und Instrumenten zur Stärkung des Sicherheitsbewusstseins. Auch im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens werden wertvolle Beiträge zur steten Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes von den Mitarbeitern eingebracht. Betriebliches Vorschlagswesen Die Anzahl der bei Südzucker AG, CropEnergies AG und BENEO-Palatinit GmbH eingereichten Verbesserungsvorschläge wie auch die Höhe der insgesamt ausgezahlten Prämien ist weiter deutlich gestiegen. Dieses Engagement der Mitarbeiter zeigt die Bereitschaft, Verantwortung für die Optimierung des eigenen Arbeitsumfelds zu übernehmen. Dank des Vorstands Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die weltweit für den Erfolg des Unternehmens gearbeitet, Außergewöhnliches geleistet und so zu den Rekordzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres beigetragen haben. Unser Dank gilt auch den Vertretern der Arbeitnehmer für die vertrauensvolle, konstruktive Zusammenarbeit. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG, PRODUKTSICHERHEIT, QUALITÄTSMANAGEMENT Überblick/Schwerpunkte Der Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistungen der Südzucker AG arbeitet gruppenweit und länderübergreifend für die verschiedenen Segmente und Geschäftsfelder. Zu den Kernaufgaben gehören die Entwicklung neuer Produkte und die Erweiterung von Produktlinien für den Nahrungsmittelbereich sowie die Erarbeitung von Konzepten auf Basis unserer Lebensmittelzutaten, um diese erfolgreich im Markt zu etablieren. Aber auch für industriell-technische Lösungen werden maßgeschneiderte Produkte unter Einsatz von Kohlenhydraten für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete bereitgestellt. Weitere Aktivitäten betreffen die Verbesserung der Produktqualität und die Optimierung der Fertigungsprozesse. Dabei stehen neben den produktrelevanten ebenfalls energetische Aspekte im Vordergrund. Außerdem werden auch die Bereiche Verkauf, Marketing, Einkauf und Business Development gezielt unterstützt. Das Arbeitsspektrum umfasst Themen der gesamten Wertschöpfungskette, also Aktivitäten im Zusammenhang mit landwirtschaftlicher Produktion bis hin zu Entwicklungen in den unterschiedlichen Produktbereichen. Hierzu zählen Zucker und zuckerbasierte Spezialitäten, funktionelle Kohlenhydrate/Functional Food, Stärke und Bioethanol. Die bestehenden Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und anderen Unternehmen werden weiter vertieft; somit können Forschungsergebnisse schnell in die Praxis umgesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden zur Sicherung des Know-hows und zur Stärkung der Marktposition insbesondere im Bereich der funktionellen Zutaten 16 Patentanmeldungen eingereicht. Die Aufgaben im Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistungen werden von 374 (363) Mitarbeitern an sechs Standorten wahrgenommen; das Gesamtbudget für Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistungen betrug 2012/13 insgesamt 41,6 (37,6) Mio. €. Die wesentlichen Arbeiten aus den verschiedenen Bereichen werden nachfolgend dargestellt. Zucker und zuckerbasierte Spezialitäten Prozesstechnologie Im Mittelpunkt der Prozesstechnologie stehen wachsende Anforderungen an die Rohstoff- und Produktqualität, die Einhaltung des hohen technologischen Standards in den Produktionsstätten sowie eine konsequente energetische Optimierung bestehender Prozessschritte. Ein Thema ist die Implementierung eines besonderen Kristallisationsschemas an einigen Produktionsstandorten, das deutliche Energieeinsparungen ermöglicht. Infolge längerer Kampagnen in den Zuckerfabriken müssen die Rüben über einen größeren Zeitraum als bisher gelagert werden. Ungünstige Witterungsbedingungen mit verhältnismäßig hohen oder sehr niedrigen Temperaturen können die Rüben schädigen und die Verarbeitung erschweren. Der Bereich Zuckertechnologie unterstützt in diesem Fall die Werke bei der Situationsanalyse und gibt Empfehlungen zur Anpassung der Verarbeitungstechnologie an das veränderte Rohmaterial. Fondant Im Bereich Fondant wurden die Rezepturen überarbeitet, um die funktionellen Eigenschaften wie Farbe, aromatisierter Geschmack oder Gefrier-Tau-Stabilität mit Rohstoffen zu erreichen, die den zunehmenden Anforderungen von Kunden nach Clean Labelling und Allergenfreiheit entsprechen. Die bestehenden Produktionsprozesse wurden technologisch weiterentwickelt, um die Lagerstabilität der Fondantprodukte zu verbessern. Prozessüberwachung und -kontrolle sowie Verpackungstechnik wurden in die wissenschaftlichen Untersuchungen mit einbezogen. Karamell Karamell wird überwiegend für Backwaren und Getränke verwendet. Daneben wurden Karamellsorten entwickelt, die in Kleingebinden abgefüllt als Einzelhandelsprodukte in den Markt eingeführt wurden. Mit der neu entwickelten Brenntechnik können die verschiedenen Geschmacksrichtungen gezielt produziert werden. Compri-Zucker Die Partikelgrößenverteilung von Compri-Zucker konnte durch Variation der Prozessparameter gezielt beeinflusst und damit die Produkteigenschaften entsprechend Kundenvorgaben angepasst werden. Einzelhandelsprodukte Einzelhandelsprodukte wurden sowohl für die Marken der Südzucker-Gruppe als auch für Handelsmarken entwickelt. Neuartige Zuckerwürfel, die mit Inulin oder Intensivsüßstoffen angereichert wurden, sowie Biogelierzucker und Gelierzucker für bestimmte Fruchtsorten erweitern das Sortiment. Funktionelle Kohlenhydrate/Functional Food Ernährungsphysiologische Aspekte Die ernährungswissenschaftlichen Forschungsarbeiten bezüglich der physiologischen Eigenschaften von Kohlenhydraten sind die Grundlage für gesundheitsbezogene Aussagen zu den Produkten der BENEO-Gruppe. Palatinose™ Im Vordergrund steht die Untermauerung der physiologischen Wirkung von Palatinose™ auf die Stoffwechselregulation, den Fettstoffwechsel und das Körpergewicht. Hierzu wurden weitere umfangreiche ernährungswissenschaftliche Studien initiiert. Ferner wurden im Zusammenhang mit der niedrigeren und verlängerten Blutglukosefreisetzung nach dem Verzehr von Palatinose™ Hinweise für eine gegenüber Saccharose und Glukose bessere Gedächtnisleistung gefunden. Inulin Die Forschungsarbeiten fokussierten sich insbesondere auf Studien nach pharmakologischen Kriterien, die der Untermauerung gesundheitsbezogener Einzelaussagen für Inulin und Fruktooligosaccharide als Ballaststoffe im Rahmen einer gesunden Ernährung dienen. Studien zum positiven Einfluss auf die Darmtätigkeit, die Reduzierung von Übergewicht und Begleiterkrankungen wurden fortgeführt. Anwendungstechnologie/Produkt- und Prozessentwicklung galenIQ™ Aufgrund des hervorragenden sensorischen Profils von galenIQ™ wurden dessen Eigenschaften für die Tablettenherstellung intensiv untersucht. Außerdem wurden Verfahren zur Tablettendragierung, der Herstellung von Lutschtabletten sowie die Eignung für Siruppräparationen evaluiert. Gleichzeitig wurden Kunden im Umgang mit dem für die Pharmaindustrie neuartigen Füllstoff geschult. Inulin Die anwendungstechnische Umsetzung von Kundenwünschen zur Verbesserung der geschmacklichen Eigenschaften und der Konsistenz bei Milchprodukten, Backwaren, auf Cerealien basierenden Produkten und Fleischprodukten bildeten den Schwerpunkt der Entwicklungen. Isomalt Die technologischen Vorteile von Isomalt in Kaugummis wurden weiter herausgearbeitet und ein gesamtheitliches Konzept entwickelt, um bei der Herstellung in allen Kaugummibestandteilen Isomalt einsetzen zu können. Dragierverfahren für Isomalt wurden weiterentwickelt, um Kunden zusätzliche Kostenvorteile durch den Einsatz von Isomalt anzubieten. Palatinose™ Nachdem der biotechnologische Prozessschritt der industriellen Palatinose™-Herstellung optimiert wurde, konnte ein biotechnologischer Prozess für ein neues Kohlenhydrat mit einem veränderten physikalischchemischen Eigenschaftsprofil entwickelt werden. Der Schwerpunkt lag vor allem in der Verbesserung der Aktivität des eingesetzten Bio-Katalysators. Mit strategischen Partnerschaften in den Bereichen Produktionstechnologie und Weiterentwicklung der Anwendungstechnik kann das Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Die anwendungstechnische Entwicklung im Bereich Palatinose™ konzentrierte sich auf Weichkaramellen und Backwaren. Für verpackte Backwaren wurden auf der Basis von Palatinose™ und Zucker nichtklebrige transparente Glasuren entwickelt, die dadurch deutlich stabiler sind. Reisstärke Bei der Entwicklung spezieller Reisstärken mit strukturgebenden Eigenschaften für die Anwendungsbereiche Milchprodukte, Käse und Fleischwaren wurden verstärkt Kundenwünsche einbezogen. Gluten Durch die Optimierung der Herstellungsprozesse wurden die Prozessstabilität sowie die Proteinausbeute erhöht und die Produktqualität verbessert. Neue Technologien Bioenergie/Biogas Um die bundesdeutschen Klimaziele zu erreichen, soll Biomethan, d. h. aufbereitetes Biogas, in das Erdgasnetz eingespeist werden. Dies gelingt zunehmend mit entsprechend groß dimensionierten industriellen Biogasanlagen. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes "Bioraffinerie 2021" wurde die Biogasbildung auf Basis von Schlempe aus den Südzucker Bioethanol-Produktionsanlagen in einer Pilotanlage getestet. Wesentliche Inhalte des Projekts waren u. a. die Hochleistungsfermentation, spezielle Enzymkombinationen sowie die Gärrestbehandlung. Darüber hinaus wurde mit Wissenschaftlern der TU Hamburg-Harburg sowie der Universität Frankfurt der Einsatz von lignozellulosehaltigen Rohstoffen, wie z. B. Stroh oder Weizenkleie, zur Herstellung von Bioethanol weiter untersucht und gemeinsam mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) verschiedene Szenarien entwickelt. Proteine Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich der Proteinplattform konzentrieren sich auf proteinhaltige pflanzliche Prozessströme, aus denen im Sinne der Kaskadennutzung wertvolle funktionelle Proteine gewonnen werden sollen. Es gelang durch eigene Aktivitäten nunmehr erste Patente in diesem Bereich einzureichen und somit die Basis für ein Produktportfolio zu legen. Algen-Biotechnologie Ziel eines gerade begonnenen Forschungsprojekts ist die Nutzung von biogenem CO2 , d. h. von aus der Bioethanol-Fermentation freigesetztem CO2 , zur Algenanzucht. Gleichzeitig sollen Wertkomponenten wie z. B. Proteine oder Stärke aus den Algen gewonnen werden. In einem von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe geförderten Projekt werden im Laufe der nächsten drei Jahre neben grundlegenden Arbeiten auch praktische Erfahrungen mit Freilandanlagen an Produktionsstandorten gewonnen. Stärke Im Segment Stärke liegt der Fokus auf Spezialitäten, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen. Basis für den Erfolg sind innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung. Food Im Bereich der Lebensmittelstärken lag der Fokus auf der Entwicklung ernährungsphysiologisch wirksamer Produkte aus den zur Verfügung stehenden Stärkerohstoffen Kartoffeln und Mais. Dazu wurde die entsprechende Technologie entwickelt sowie auf dieser Basis die Produktentwicklung gestartet. Um die Wirksamkeit dieser Produkte prüfen zu können, wurden die entsprechenden analytischen Werkzeuge etabliert und darüber hinaus eine Kooperation mit der Universität für Veterinärmedizin Wien geschlossen, um diese Produkte in einem national geförderten Projekt in weiteren ernährungsphysiologischen Studien testen zu können. Mit speziellen, durch enzymatische Behandlung gewonnenen Stärken konnten erste positive Ergebnisse bei der Anwendung v. a. für Speiseeisherstellung und Aromenstabilisierung erzielt werden. Diese Erkenntnisse werden nun im Rahmen von Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie evaluiert. Non-Food In vielen technischen Bereichen geht der Trend - vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Vorteile - zum Ersatz synthetischer Produkte durch den nachwachsenden Rohstoff Stärke. So gewinnt z. B. die Substitution synthetischer Klebstoffe im Papier durch intelligente, biologisch abbaubare Stärkeprodukte immer mehr an Bedeutung. Für den Kaschier- und Brottütenbereich wurden spezielle Klebstoffe aus Stärke, so genannte Green Glues, entwickelt, die auf Kundenwunsch als Flüssig- oder Trockenprodukte angeboten werden. Für das Streichen von Papieren wurde ein neues natürliches, kaltwasserlösliches Bindemittel auf Stärkebasis formuliert, das durch seine hohe Löslichkeit und starke Bindekraft substantielle Anteile an synthetischem Latex ersetzen kann. Im Hinblick auf den Carbon Footprint ergeben sich nicht nur ökologische Vorteile, auch unter wirtschaftlichen Aspekten ist der Einsatz dieser Stärken gegenüber den synthetischen Latexsystemen hochinteressant. Im Baubereich lag der Fokus auf der Entwicklung von modifizierten amylopektinreichen Stärkeethern als neue High-Performance-Produkte für Fliesenkleber und von neuen Stärkeethertypen als Stabilisatoren für Beton. Für den Einsatz in biologisch abbaubaren Kunststoffen wurde eine spezielle thermoplastische Stärke mit verbesserter Funktionalität entwickelt. In Kombination mit weiteren Biopolymeren stehen nun Biokunststoffe für technische Anwendungen im Bereich der Spritzguss- und Folienherstellung zur Verfügung. Bioethanol Schwerpunkte im Bereich Bioethanol sind Maßnahmen zur Energieeinsparung und Verbesserung der Treibhausgasbilanz sowie die Steigerung der Produktionskapazität durch technologische und technische Maßnahmen. In der Bioethanolanlage in Zeitz wurden weitere Energiesparpotenziale im Bereich des Rohstoffaufschlusses und der Schlempeeindickung identifiziert, die vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt und der Gesamtenergiebedarf weiter reduziert. In der Bioethanolanlage in Wanze konnten technologische und technische Prozessverbesserungen erfolgreich umgesetzt werden und damit die Anlagenkapazität deutlich gesteigert werden. Verkaufsunterstützende technologische Fragestellungen im Zusammenhang mit der Qualität und Normung von Ethanol wurden bearbeitet. Darüber hinaus wurde in den Gremien der Normungsprozess von ethanolhaltigen Kraftstoffen begleitet. Anwendungstechnische Aspekte, die im Zusammenhang mit unterschiedlichen Zumischungsraten von Ethanol in Kraftstoff stehen, werden kontinuierlich verfolgt und bewertet. Eine weitere Forschungsausrichtung ist die Erzeugung höherwertiger Produkte, wie z. B. von Proteinen, entweder aus den nicht vergärbaren Bestandteilen der Rohstoffe oder direkt aus Bioethanol unter Verwendung biochemischer sowie auch chemisch-katalytischer Verfahrensschritte. Diese Konzepte werden ebenfalls im Rahmen von Forschungsprojekten gemeinsam mit Universitäten verfolgt. Produktsicherheit und Spezifikationsmanagement Die Harmonisierung von Kriterien für den Einkauf von Materialien mit Produktberührung wurde fortgesetzt und für die mengenmäßig wichtigsten Hilfsstoffe für das Segment Zucker gruppenweit eingeführt; die Umsetzung für BENEO und CropEnergies hat begonnen. Damit sollen Synergien genutzt und gleichzeitig für unsere europäischen und weltweiten Kunden gleiche Standards geboten werden. Auf dem Gebiet der Spezifikationen und Kundeninformationen wurden ebenfalls segmentspezifische, harmonisierte Vorlagen und konzernweite Regelungen zu produktsicherheits- und anderen qualitätsrelevanten Themen im Lebensmittelbereich entwickelt. Darüber hinaus werden kundenspezifische Fragestellungen aus den verschiedenen Geschäftsbereichen geprüft und bearbeitet. Auf dem Gebiet der Produktsicherheit werden die Gesetzesänderungen verfolgt und entsprechend für die Lebens- und Futtermittel bewertet und umgesetzt. Qualitätsmanagement Lebensmittelsicherheitsstandard IFS Seit 1. Juli 2012 ist die Version 6 des IFS Food mit dem neuen Kapitel "Food Defense" anzuwenden. Hierunter werden alle vorbeugenden Maßnahmen zur Vermeidung beabsichtigter Kontaminationen von Lebensmitteln, z. B. deren gezielte Verunreinigung, zusammengefasst. Im Rahmen der Harmonisierung der Qualitätsmanagementsysteme im Segment Zucker wurde eine einheitliche Vorgehensweise festgelegt und - trotz der neuen Anforderungen - alle Zuckerfabriken auf dem "Höheren Niveau" zertifiziert. REDcert-Zertifizierung Das bisher nationale REDcert-System wurde am 24. Juli 2012 von der Europäischen Kommission anerkannt (REDcert-EU). Mit der erfolgreichen Zertifizierung der Zuckerfabriken in Brottewitz und Zeitz sowie der CropEnergies Bioethanol GmbH und BioWanze SA nach dem REDcert-EU-Standard kann die zunehmende Nachfrage im Markt nach EU-zertifizierter nachhaltiger Biomasse bedient werden. Harmonisierung QM und HACCP Im Rahmen des Projekts Harmonisierung in den Bereichen QM (Qualitätsmanagement) und HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) wurden für den gesamten Bereich Zucker weitere Punkte bearbeitet. So gelten nunmehr einheitliche Vorgaben u. a. für die Organisation von Kundenaudits und für Anforderungen an den Key-Account. SEGMENT ZUCKER Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen Weltmarkt Im Kampagnejahr 2012/13 erwartet das deutsche Analystenhaus F. O. Licht in seiner zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom März 2013 einen Anstieg der Zuckererzeugung auf 183,1 (175,3) Mio. t und ein Wachstum des Verbrauchs auf 168,7 (165,5) Mio. t. Die Bestände sollten demnach auf 78,5 (68,5) Mio. t Zucker steigen und damit bei 46,5 (41,4) % eines Jahresverbrauchs liegen. Weltzuckerbilanz (Rohwert)1 scroll Mio. t 2012/13 2011/12 2010/11 2009/10 2008/09 Anfangsbestand 68,5 61,5 59,3 62,6 73,9 Erzeugung 183,1 175,3 165,4 159,0 151,8 Verbrauch 168,7 165,5 160,7 160,5 160,2 Mengenberichtigungen -4,4 -2,8 -2,5 -1,8 -2,9 Endbestand 78,5 68,5 61,5 59,3 62,6 In % des Verbrauchs 46,5 41,4 38,3 36,9 39,1 1 Quelle: F. O. Licht, Schätzung der Weltzuckerbilanz 2012/13 vom 14. März 2013. Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr blieb der Zuckerweltmarkt volatil. Ausgehend von Weltmarktpreisen um 650 USD/t bzw. 490 €/t Weißzucker im März 2012 gaben die Notierungen nach und fielen im Mai auf rund 550 USD/t bzw. 430 €/t Weißzucker, bevor sie im Juli wieder auf rund 660 USD/t bzw. 540 €/t Weißzucker anstiegen. Seither bewegen sich die Weltmarktpreise in einer Bandbreite von 500 bis 600 USD/t Weißzucker. Ende Februar 2013 lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 520 USD/t bzw. 396 €/t. Weltmarktpreise für Zucker 1. März 2010 bis 31. März 2013 London, nächster gehandelter Terminmonat Europäische Union EU-Binnenmarkt Durch die Reform der EU-Zuckerpolitik wurde die EU weltweit vom zweitgrößten Zuckerexporteur zu einem der größten Nettoimporteure. Wesentliche Gründe waren die Zuckerquotenreduktion und der vollständige Abbau der Zölle gegenüber LDCs und AKP-Ländern zum 1. Oktober 2009. Der strukturelle Selbstversorgungsgrad liegt bei nur noch rund 85 %. Dadurch ist die Marktversorgung in der EU von Weltmarktimporten abhängig. Im zurückliegenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ: 1. Oktober bis 30. September) 2011/12 ging die EU-Kommission von nicht ausreichenden Importen aus Präferenzstaaten aus. Vor diesem Hintergrund erfolgte im Dezember 2011 die Freigabe von 0,4 Mio. t und im April 2012 von weiteren 0,25 Mio. t Nichtquotenzucker zur Vermarktung auf dem EU-Food-Markt, für die die Zuckererzeuger eine Überschussabgabe von 85 bzw. 211 €/t abführen mussten. Darüber hinaus wurde für das ZWJ 2011/12 ein Import-Tenderverfahren eröffnet, in dem 0,4 Mio. t Importe zu reduzierten Zöllen zugeteilt wurden. Durch diese außerordentlichen Maßnahmen ist es in der EU zum 30. September 2012 - entgegen den ursprünglichen Erwartungen - zu einem Anstieg der Zuckerbestände gekommen. Für das laufende ZWJ 2012/13 erwartet die EU-Kommission eine Gesamtzuckererzeugung aus Rüben von 17,6 (18,7) Mio. t bei stabiler Quotenzuckererzeugung. Darüber hinaus ist auch aufgrund neuer Freihandelsabkommen mit einem Anstieg der Importe aus Präferenzstaaten zu rechnen. Trotzdem hat die EU-Kommission im Dezember 2012 erneut ein Import-Tenderverfahren mit vier Tendern im Zeitraum von Januar bis Juni 2013 eröffnet. Bislang wurden 0,3 Mio. t Importe zu reduzierten Zöllen zugeteilt. Darüber hinaus wurden in zwei Tranchen 0,3 Mio. t Nichtquotenzucker zur Vermarktung auf dem EU-Food-Markt bei einer Überschussabgabe von 224 €/t bzw. 172 €/t freigegeben. Zum 1. Juli 2013 wird der EU-Beitritt Kroatiens erfolgen. Kroatien erhält eine Rübenzuckerquote von 0,19 Mio. t sowie ein zollreduziertes Importkontingent von 0,04 Mio. t, was insgesamt in etwa dem kroatischen Verbrauch entspricht. EU-Exporte Bezüglich der Exporte für Nichtquotenzucker wurde für das zurückliegende ZWJ 2011/12 bereits im März 2011 entschieden, 0,65 Mio. t Exportlizenzen für Nichtquotenzucker ab Januar 2012 zuzuteilen. Im November 2011 wurde der Export weiterer 0,7 Mio. t Zucker ermöglicht. Für das laufende ZWJ 2012/13 wurde im April 2012 die Möglichkeit von Exporten in Höhe von 0,65 Mio. t festgelegt, für die Anfang Oktober 2012 die Exportlizenzen zugeteilt wurden; eine Aufstockung um weitere 0,7 Mio. t erfolgte im Januar 2013. Für Nichtquotenzucker zur Verwendung in der chemischen, pharmazeutischen und Fermentationsindustrie sowie für die Bioethanolherstellung wurde seit dem ZWJ 2008/09 regelmäßig eine zollfreie Weltmarktimportquote in Höhe von 0,4 Mio. t p. a. eröffnet, die bisher aber nur in geringem Umfang genutzt wurde. Angesichts weiterhin hoher Zuckerweltmarktpreise und Logistikkosten dürfte die Nutzung auch im ZWJ 2012/13 gering sein. Gemeinsame Agrarpolitik 2013 Wesentliche Teile der Binnenmarktregeln zum EU-Zuckermarkt laufen zum 30. September 2015 aus. Im Kontext der derzeit diskutierten Ausrichtung der allgemeinen EU-Agrarpolitik ab 2014 werden auch Optionen für die Regelungen zum EU-Zuckermarkt ab dem ZWJ 2015/16 geprüft. So hat die EU-Kommission dem Agrarministerrat und dem EU-Parlament im Oktober 2011 einen Legislativ-Vorschlag vorgelegt, die geltenden Quoten- und Rübenmindestpreisregelungen zum 30. September 2015 auslaufen zu lassen. Das Europäische Parlament dagegen folgte im März 2013 dem Vorschlag seines Agrarausschusses und hat sich auf eine Verlängerung der Zuckerquoten- und Rübenmindestpreisregelungen bis 30. September 2020 festgelegt. Der Agrarministerrat hat sich im März 2013 für eine Verlängerung der Quoten- und Rübenmindestpreisregelung nur bis zum 30. September 2017 ausgesprochen. Im Zuge der laufenden "Trilog"-Verhandlungen wird eine Einigung zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und Agrarministerrat im Zuge der anstehenden Verhandlungen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik im Frühsommer 2013 erwartet. Die derzeitigen Regelungen schützen den EU-Zuckermarkt vor Mengenvolatilitäten und garantieren ein hohes Maß an Versorgungssicherheit für Verarbeiter und Verbraucher. Die Entwicklungen der letzten Jahre auf dem internationalen Zuckermarkt haben gezeigt, wie wichtig ein ausreichender Selbstversorgungsgrad ist. Das bestehende Mengenmanagement ist deshalb in Verbindung mit den Rübenmindestpreisen weiterhin ein unverzichtbares Instrument. Südzucker hält eine Verlängerung der aktuellen EU-Zuckerpolitik bis mindestens 2020 für notwendig, um in Europa - unabhängig von der Entwicklung am Weltmarkt - die sichere Versorgung der Verbraucher und der Weiterverarbeiter zu gewährleisten. WTO-II-Verhandlungen Die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen konnten bislang nicht zum Abschluss gebracht werden. Auch in diesem Jahr wird nicht mit einem Abschluss der sogenannten Doha-Runde gerechnet. Für Dezember 2013 ist eine WTO-Ministerkonferenz in Bali angesetzt. Freihandelsabkommen Parallel zur WTO-II-Runde verhandelt die EU-Kommission mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund, über mögliche Freihandelsabkommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis - nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten künftig erhebliche zusätzliche Zuckermengen zollfrei in die EU importiert werden. Die EU-Kommission hat den Andenstaaten Kolumbien und Peru sowie Staaten aus Mittelamerika wie Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama und El Salvador ein zollfreies Importkontingent von insgesamt 0,3 Mio. t Zucker und stark zuckerhaltigen Erzeugnissen eingeräumt. Darüber hinaus wurde eine jährliche Erhöhung der zollfreien Importkontingente um jeweils 3 % der Importquote vereinbart. Diese Abkommen müssen durch alle begünstigten Staaten ratifiziert werden. Anschließend sollen die Abkommen schon angewandt werden, bevor die Ratifikation durch die Gremien von EU und deren Mitgliedsstaaten abgeschlossen ist. Das Abkommen mit Peru trat zum 1. März 2013 in Kraft. Für die anderen Abkommen wird dies für die 1. Hälfte 2013 erwartet. Energie Die Energiemärkte bewegten sich im Geschäftsjahr 2012/13 im Spannungsfeld ordnungspolitischer Entscheidungen, der Energiewende und dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Im Rückblick notierte der Brent-Rohölpreis in einem Korridor zwischen rund 90 und 128 USD/Barrel mit starken kurzfristigen Schwankungen. Auf der einen Seite trieben im März 2012 zum Beispiel ein hohes Maß an Marktliquidität und Spekulationen über Angebotsengpässe im Zusammenhang mit dem Import-Embargo für iranisches Öl den Rohölpreis zunächst auf ein 4-Jahres-Hoch bei 128 USD/Barrel. Auf der anderen Seite lösten die Euro-Schuldenkrise und ein weltweites Überangebot an Öl, was u. a. aus einem 17-Jahres-Hoch der US-Ölproduktion resultierte, eine drastische Korrektur des Brent-Rohölpreises bis auf kurzfristig knapp unter 90 USD/Barrel Mitte Juni 2012 aus. Im Januar 2013 zog der Ölpreis unterstützt durch den schwachen US-Dollar und zunehmenden Konjunkturoptimismus wieder auf über 117 USD/Barrel an. Die Erdgaspreise in Europa notierten deutlich höher als im Frühjahr 2012. Durch die temporäre Entspannung in der Euro-Schuldenkrise und den vergleichsweise milden Winter stabilisierte sich der Markt. Die Förderung des Schiefergases in Amerika und der dortige Preisverfall haben bis zum heutigen Tag noch keinen Einfluss auf den europäischen Gasmarkt. Emissionshandel Für die 3. Handelsperiode (2013 bis 2020) erfüllt die Zuckerindustrie nach aktuellen EU-Vorschriften die Carbon-Leakage-Kriterien, wonach die Zuteilung von CO2 -Zertifikaten - für den Wärmeanteil der vorhandenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen - kostenlos erfolgen kann, allerdings unter Berücksichtigung möglicher Kürzungen in noch unbekannter Höhe. Dies gilt auch für die Produktion von Stärke, Inulin und Ethanol. Die Erfüllung der Carbon-Leakage-Kriterien wird im Jahr 2014 für die Zuteilungsjahre 2015 bis 2019 überprüft werden. Die kostenlose Zuteilung von CO2 -Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 wird den erwarteten Verbrauch in der Südzucker-Gruppe nicht decken. Geschäftsverlauf Geschäftsentwicklung im Segment Zucker scroll 2012/13 2011/12 +/- in % Umsatzerlöse Mio. € 4.232 3.728 13,5 EBITDA Mio. € 832 626 32,7 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € -122 -115 5,6 Operatives Ergebnis Mio. € 710 511 38,8 Restrukturierung/ Sondereinflüsse Mio. € 6 13 -54,7 Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 716 524 36,4 EBITDA-Marge % 19,6 16,8 Operative Marge % 16,8 13,7 Return on Capital Employed % 22,5 17,1 Investitionen in Sachanlagen Mio. € 203 145 39,8 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen Mio. € 181 3 > 100 Investitionen gesamt Mio. € 384 148 > 100 Mitarbeiter 8.034 7.976 0,7 Die Zahlen für das Segment Zucker beziehen sich auf die Zuckeraktivitäten von Südzucker AG, Südzucker Polska, Südzucker Moldova, Raffinerie Tirlemontoise, Saint Louis Sucre und AGRANA. Diese Gesellschaften erzeugten in 29 Zuckerfabriken und drei Raffinerien 4,9 (5,4) Mio. t Zucker in Deutschland, Belgien, Bosnien, Frankreich, Moldawien, Polen, Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Darüber hinaus sind dem Segment u. a. die Bereiche Landwirtschaft, Futtermittel und Bodengesundheitsdienst zugeordnet. Am 16. Mai 2012 hat die Europäische Kommission die Freigabe einer Beteiligung am britischen Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., London, in Höhe von 25 Prozent minus einer Aktie im Zuge einer Kapitalerhöhung erteilt. ED&F Man hat sich in dem am 30. September 2012 abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds gut entwickelt und die führende Position im Zucker- und Melassegeschäft behaupten können. Das globale Kaffeegeschäft "Volcafe" konnte an die hervorragende Vorjahresentwicklung anknüpfen. Darüber hinaus hat ED&F Man auch die Möglichkeit genutzt, den bestehenden Finanzdienstleistungsbereich weiter auszubauen, um den Kunden Zugang zu den Rohstoff- und Finanzmärkten zu bieten. Umsatz und operatives Ergebnis Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Segment Zucker war im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 maßgeblich von der Angleichung der Marktverhältnisse in Westeuropa an das gesamteuropäische Niveau geprägt. So stieg der Umsatz im Segment Zucker deutlich um 14 % auf 4.232 (3.728) Mio. €, was insbesondere auf höhere Zuckererlöse im 1. Halbjahr 2012/13 zurückzuführen ist. Darüber hinaus konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr der Nichtquotenzuckerabsatz deutlich gesteigert werden. Nach einem starken Anstieg der Exporte im 1. Halbjahr infolge der großen Ernte 2011 bei hoher Verfügbarkeit von Exportlizenzen lagen die Exporte im 2. Halbjahr unter Vorjahr. Die deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses im Segment Zucker auf 710 (511) Mio. € war maßgeblich für die Ergebnisentwicklung im Konzern. Auch hier war der Anstieg der Zuckererlöse die wesentliche Ursache: Während im Vorjahr aufgrund unterschiedlicher Kontraktlaufzeiten zunächst nur das Preisniveau in Osteuropa angestiegen war, zogen ab Herbst 2011 die Erlöse in Westeuropa nach, was in der ersten Geschäftsjahreshälfte 2012/13 zu einem deutlichen Ergebniszuwachs gegenüber dem noch schwächeren Vorjahreszeitraum führte. Die zweite Geschäftsjahreshälfte war insgesamt geprägt von einer Stabilisierung der Erlösentwicklung bei nochmals gestiegenen Rohstoffkosten. Zuckererzeugung Mit einer Zuckererzeugung aus Rüben von rund 4,5 (4,9) Mio. t in der gesamten Südzucker-Gruppe konnte das Spitzenergebnis des Vorjahres nicht ganz erreicht werden. In der Kampagne 2012 wurden auf einer leicht gestiegenen Anbaufläche von rund 422.000 (412.000) ha rund 28,7 (31,3) Mio. t Rüben geerntet und ein theoretischer Zuckerertrag von 11,8 (13,4) t/ha erzielt. In den Raffinerien Marseille (Frankreich, Saint Louis Sucre), Buzău (Rumänien, AGRANA) sowie Brčko (Bosnien-Herzegowina, AGRANA) wurden 0,40 (0,50) Mio. t Rohrrohzucker raffiniert. Die Gesamtzuckererzeugung einschließlich Raffination betrug 4,9 (5,4) Mio. t. Anbaufläche Die Zuckerrübenanbaufläche in der Südzucker-Gruppe wurde im Jahr 2012 gegenüber 2011 insgesamt um rund 2 % auf 422.000 (412.000) ha ausgedehnt. Dabei war bei den meisten Gesellschaften aufgrund der guten Ernte im Vorjahr und der dadurch nicht vollständig vermarkteten Zuckermenge eine leichte Flächenreduzierung zu verzeichnen, lediglich die Anbauflächen für AGRANA und Südzucker Moldova wurden erhöht. Aussaat 2012 begann die Aussaat im Südzucker-Gebiet ähnlich früh wie im Vorjahr. Starke Fröste zu Jahresbeginn hatten vielerorts eine sehr gute Frostgare der Böden hinterlassen, die optimale Bodenbedingungen für die Rübensaat bereitete. Die ersten Rübenflächen wurden in Frankreich und den Gebieten der Zuckerfabriken Offstein und Offenau in Deutschland bereits Anfang März gedrillt. Der Grundstein für eine gute Ernte wurde damit gelegt. Jedoch bremsten niedrige Temperaturen in den Wochen nach der Saat zunächst das Wachstum, regional gab es auch Bodenfröste. In Moldawien und Rumänien begann die Rübensaat traditionell später als in den übrigen Gebieten, da dort der Frühling etwas zeitverzögert einsetzt. Im gesamten Gebiet der Südzucker-Gruppe wurde die Aussaat im Frühjahr 2012 wie bereits 2011 sehr früh abgeschlossen. Zuckererzeugung nach Regionen Weiterer Vegetationsverlauf Die Wetterbedingungen sorgten vielerorts für eine gute Entwicklung der Rüben. So lieferten in Deutschland und Polen moderate Temperaturen in Verbindung mit ausreichenden Niederschlägen nahezu optimale Wachstumsbedingungen. Dagegen führte feuchte und kühle Witterung in Frankreich und Belgien dazu, dass das Wachstum der Rüben unterdurchschnittlich verlief. Eine Hitzewelle in der zweiten Augusthälfte machte den Rüben vor allem in Moldawien und in Gebieten der AGRANA zu schaffen. Erträge 2012 war sowohl für die deutschen als auch für die polnischen Rübenanbauer ein gutes bis sehr gutes Jahr; die Erträge reichten jedoch nicht an die Spitzenergebnisse des Vorjahres heran. Die Anbauer in Österreich, Ungarn, Tschechien und der Slowakei erzielten aufgrund der Sommertrockenheit allerdings unterdurchschnittliche Rübenerträge, so dass im Durchschnitt der Südzucker-Gruppe 68,1 (76,0) t/ha geerntet wurden. Die für die Südzucker-Gruppe angebauten Biorüben wurden in Warburg/Deutschland und in Hrušovany/Tschechien zu Biozucker verarbeitet. Kampagne Die Kampagne startete in allen Teilen der Südzucker-Gruppe im September 2012, meist um die Monatsmitte. Die Rodebedingungen in diesem Jahr fielen innerhalb der Länder der Gruppe sehr unterschiedlich aus. Während vielerorts zum Anfang der Kampagne gute Bedingungen herrschten, machte vor allem in Ungarn, Rumänien und Moldawien die Trockenheit den Landwirten zu schaffen. Im weiteren Kampagneverlauf brachten flächendeckende Niederschläge auch in diesen Ländern gute Rodebedingungen. Verladung und Rübentransport verliefen in der gesamten Südzucker-Gruppe weitestgehend problemlos. Quer durch das gesamte Einzugsgebiet der Südzucker-Gruppe stellten Tiefsttemperaturen bis regional -18 °C Anfang Dezember und ein Temperaturanstieg auf regional über +15 °C um Weihnachten höchste Anforderungen an den Mietenschutz. Nur durch konsequente Abdeckung der Rübenmieten und angepasstes Lagermanagement in den Fabriken konnten Rübenqualität und -verarbeitung stabilisiert werden. Trotzdem hatten Fabriken, die über den Jahreswechsel hinaus Rüben zu verarbeiten hatten, mit frostgeschädigtem Rübenmaterial zu kämpfen, was teilweise zu Filtrationsproblemen und damit verbunden zu Kapazitätseinbußen führte. Nach durchschnittlich 112 (123) Tagen war die Kampagne 2012 beendet. Die kürzeste Kampagne mit nur 56 Tagen hatte Südzucker Moldova, die längste der Gruppe die AGRANA Österreich mit 129 Tagen. Trotz der langen Kampagne mit hohen Verarbeitungsleistungen und gegen Ende schwierigen Bedingungen durch frostgeschädigte Rüben traten wenige Störungen in den Fabriken auf, was vor allem auch der guten Arbeit und dem Engagement aller Mitarbeiter zu verdanken ist. Dicksaftkampagnen 2012 Die hohen Ernteerträge der Rübenkampagne 2011/12 erforderten die volle Ausnutzung der Dicksaft-Lagerkapazitäten. Bis Anfang Juli wurden alle Dicksaftkampagnen abgeschlossen. In zwei Werken wurden geringe Restmengen Dicksaft direkt vor Beginn der Rübenkampagne verarbeitet. Der in Zeitz eingelagerte Dicksaft wurde komplett an die Bioethanolanlage Zeitz abgesetzt. Zuckerabsatz Zuckerabsatz steigt um 4 % Der konsolidierte Gesamtabsatz aller Konzerngesellschaften - inkl. Nichtquotenzucker an die Non-Food-Industrie und in den Export - konnte im Geschäftsjahr 2012/13 um 4,2 % auf 5,3 (5,1) Mio. t gesteigert werden. Dabei verzeichneten die EU-Gesellschaften einen Absatzanstieg um 3,6 % auf 5,0 (4,9) Mio. t; außerhalb der EU erzielten die beiden Gesellschaften in Moldawien und Bosnien zusammen einen Absatz von 0,3 (0,2) Mio. t. Marktversorgung mit Zucker in der EU gesichert Für die Versorgung des EU-Marktes stand zu jedem Zeitpunkt stets ausreichend Zucker zur Verfügung. Selbst im Zeitraum August/September 2012 - kurz vor Beginn der neuen Kampagne - waren die Zuckerbestände hoch. Unsere Importe von Roh- und Weißzucker vornehmlich aus AKP-Ländern/LDCs laufen planmäßig. Trotzdem führt die EU-Kommission mittlerweile regelmäßig Ausschreibungen durch, die eine Umwandlung von Nichtquotenzucker in Quotenzucker sowie Importe zu reduziertem Zoll ermöglichen, und will so eine ausreichende Quotenzuckerverfügbarkeit sichern. Da nach unserer Einschätzung der Markt jedoch bereits mehr als ausreichend versorgt ist, hat Südzucker an den letzten Ausschreibungen nicht teilgenommen. Neben den bestehenden Importabkommen aus den AKP-Ländern und den LDCs stehen die Freihandelsabkommen zwischen der EU und der sogenannten Andengemeinschaft (Kolumbien, Peru) sowie den zentralamerikanischen Ländern (z. B. Guatemala, Costa Rica, El Salvador) vor dem endgültigen Abschluss. Mit ersten Zuckerimporten aus diesen Ländern ist frühestens ab März 2013 zu rechnen. Quotenzuckerabsatz geringer als im Vorjahr Der Absatz von Quotenzucker lag mit 4,0 (4,1) Mio. t geringfügig unter dem Vorjahr. Dabei kam es aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Situation in den verschiedenen EU-Ländern zu Verschiebungen innerhalb unserer Absatzmärkte. In den Ländern, in denen die Gruppe über eigene Produktionsstätten verfügt, gab der Absatz an die Zucker verarbeitende Industrie um 2,7 % nach. Der deutliche Rückgang des Weltmarktpreises lässt die Differenz zwischen EU- und Weltmarktpreis steigen. Deshalb suchen die Kunden wieder verstärkt nach Alternativen, wie z. B. Importe von Fruchtsaftkonzentraten und anderen stark zuckerhaltigen Mischungen, die so nach schwachen Jahren wieder in den Blickpunkt rücken. Die Handelsabsätze konnten nicht ganz auf dem erfreulichen Vorjahresniveau gehalten werden und sanken um 3,1 %; die Gelierzuckersaison fiel ebenfalls schwächer aus als im Vorjahr. Die Absätze in die EU-Länder, in denen sich die Südzucker-Gruppe durch eigene Vertriebsgesellschaften oder durch das Key Account Management in den letzten Jahren eine gute Marktstellung aufgebaut hat, lagen leicht über dem Vorjahresniveau. Dabei wurden die Lieferungen in der EU unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimiert. So wird z. B. in den Krisenländern der EU der Zahlungssicherheit große Bedeutung eingeräumt und im äußersten Fall auch auf Geschäftsabschlüsse zugunsten von Sicherheit verzichtet. Die Südzucker-Gruppe hat die Preise ab Oktober 2012 EU-weit angeglichen. Wie sich die - bedingt durch die Entscheidung der EU-Kommission - wachsenden Lagermengen auf die zukünftige Preisentwicklung auswirken werden, ist noch nicht abzusehen. Nichtquotenzucker mit deutlichem Plus Der Absatz von Nichtquotenzucker hat sich mit einem deutlichen Plus von rund 30 % erfreulich entwickelt und ist auf 1,0 (0,8) Mio. t gestiegen. Dabei konnten die Exporte in Drittländer aufgrund hoher Verfügbarkeit an Zucker sowie ausreichender Exportlizenzen um 8,1 % angehoben werden, die Verwendung des Nichtquotenzuckers innerhalb der EU und damit in der Non-Food-Industrie stieg sogar um 49,7 %, hauptsächlich getragen von großen Kontrakten mit der Ethanolindustrie. Die Preise ab Oktober 2012 waren zufriedenstellend, auch wenn sie das Niveau des Vorjahres nicht ganz halten konnten. Ursache dafür war das erntebedingt große Angebot von Nichtquotenzucker. Dagegen waren weder Weltmarktzucker noch Getreide preislich wettbewerbsfähig. Innerhalb der EU ist die Versorgung mit Nichtquotenzucker bis Ende September 2013 und vermutlich auch darüber hinaus gesichert; mit Importen im Rahmen des zollfreien Importkontingents ist deshalb auch künftig nicht zu rechnen. Logistik Bereits die Rekordernte der Kampagne 2011/12 sowie die daraus gewonnene große Menge an Nichtquotenzucker stellte die Südzucker-Gruppe vor logistische Herausforderungen und führte Ende September 2012 zu hohen Übergangsbeständen. Die jüngst abgeschlossene Ernte, die zwar nicht das Rekordniveau des Vorjahres erreichte, aber doch gut ausfiel, zwang die Gruppe erneut, erhebliche Teile der Produktionsmenge extern auszulagern. Priorität hat dabei die Auslagerung von losem Zucker, um über größtmögliche Flexibilität bei den gewünschten Verpackungsformen zu verfügen. Die dafür vorhandenen Lagerflächen liegen in der Regel in europäischen Seehäfen wie Antwerpen, Rouen und Le Havre. Alle anderen Auslagerungen erfolgen in verpackter Form. Dabei werden vordringlich Läger in der Nähe der Zuckerfabriken genutzt sowie Läger in den Defizitmärkten wie Italien, Griechenland und Spanien angemietet, in denen größere Mengen an verpackter Ware abgesetzt werden. Investitionen Die Investitionen im Segment Zucker wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 384 (148) Mio. € deutlich erhöht. In dieser Summe sind 181 Mio. € für den Erwerb der Beteiligung in Höhe von 25 % minus einer Aktie am britischen Handelshaus ED&F Man, London/Großbritannien, enthalten. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen auf 203 (145) Mio. €. Der Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2012/13 lag u. a. bei diversen Energieeinsparungsprojekten; hier wurden insbesondere in den Ländern Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn große Projekte wie z. B. die Installation von Niedertemperaturtrocknern durchgeführt. Im Folgenden ein Überblick über wesentliche Projekte in den einzelnen Ländern: Deutschland Im Werk Ochsenfurt wurde eine neue anaerobe Abwasseraufbereitungsanlage für das überschüssige Wasser aus der Zuckerrübenwäsche errichtet und erfolgreich in Betrieb genommen. Das dort erzeugte Biogas wird im Kraftwerk der Fabrik klimaschonend zur Erzeugung von Wärme und Elektroenergie eingesetzt und ersetzt anteilig bisher verwendete fossile Brennstoffe. Die im Werk Offenau installierten kochbrüdenbeheizten Rohsaft-Wärmetauscher haben die Energieeinsparziele erreicht. Ebenfalls der Reduzierung des Energieverbrauchs dienen die im Bereich Futtermittelproduktion den bestehenden Hochtemperaturtrocknungen vorgeschalteten Niedertemperaturtrocknungen an den Standorten Offstein und Plattling, die mit Kampagnebeginn erfolgreich in Betrieb gingen. Zur Verbesserung der Logistik wurden in den Werken Offstein und Rain sowie am Silostandort Zeil Big-Bag-Abfüllanlagen installiert. Mit der Inbetriebnahme der neuen 1. Carbonatation in Rain konnten neben technologischen Verbesserungen auch die Kalksteinverbräuche nachhaltig reduziert werden. Die neue Biogasanlage in Rackwitz soll im 4. Quartal 2013 in Betrieb gehen. Neben den Investitionen an den Produktionsstandorten wurde in Mannheim mit dem Neubau der Hauptverwaltung begonnen. Frankreich Die Anlagen für die Zuckertrocknung und -kühlung in Etrepagny sind mit Beginn der Dicksaftkampagne Anfang September 2012 erfolgreich in Betrieb gegangen. Im Rahmen des Projektes "Roye 2020" ist die Inbetriebnahme des aus Guignicourt umgesetzten Extraktionsturms zur Kampagne 2013/14 vorgesehen. Im Roye wurde das neue Hochregallager in Betrieb genommen sowie die Produktion der beiden neuen Würfelzuckerlinien optimiert. Belgien Im Werk Tienen sind die Denitrifikationsanlage am Kohlekessel sowie der neue Rübenhof erfolgreich in Betrieb gegangen; damit konnten die definierten Produktionsziele vollständig erreicht werden. Die im Werk Wanze durchgeführten Maßnahmen zur besseren Filtrierbarkeit haben sich selbst bei veränderten Rohstoffqualitäten am Kampagneende bewährt. Im Juni 2012 ging am Standort Merksem das so genannte Conversion Execution System erfolgreich in Betrieb, mit dem die elektronische Erfassung aller Produktions- und Lagerungsprozesse im Weiterverarbeitungsbereich sichergestellt wird. Dieses System soll gruppenweit auf weitere Standorte ausgedehnt werden. Österreich In Österreich haben die beiden neu installierten Niedertemperaturtrockner in Tulln und Leopoldsdorf die geplante Energieeinsparung erreicht. Polen Alle für die Kampagne wichtigen Investitionen konnten termingerecht fertiggestellt werden und haben zu einem guten Kampagneverlauf 2012/13 beigetragen. Insbesondere der schnelle und problemlose Kampagnestart im Werk Świdnica hat die gute Auslegung und Installation von Extraktionsturm, Rübenreinigung sowie Abwasserreinigungsanlage bestätigt. Die Biogasanlage in Strzelin läuft erfolgreich - mittlerweile mit silierten Schnitzeln; die volle Produktionsleistung von rund 1,5 MWel sollte im März 2013 erreicht sein. Die Fundamentierungsarbeiten für einen neuen 40.000-m3 -Dicksafttank sind abgeschlossen. Rumänien/Slowakei/Tschechien/Ungarn Die 1-kg-Abpackmaschine einschließlich der zugehörigen Peripherie in Buzău/Rumänien wurde in Betrieb genommen. In Sered/ Slowakei hat die erweiterte Verdampfstation zu einer deutlichen Reduzierung des Energieeinsatzes geführt. Die drei Kesselanlagen in Hrušovany/Tschechien wurden nach der Umrüstung auf Gasbefeuerung in der Kampagne erfolgreich mit Gas betrieben. In Kaposvár/Ungarn liegen die Fundamentarbeiten für das neue Zuckersilo im Zeitplan. Moldawien An den beiden Standorten Drochia und Falesti wurden Investitionen im Wesentlichen im Produktionsbereich Zuckerhaus durchgeführt, um Energie einzusparen und gleichmäßige Produktqualitäten zu erzeugen. In Drochia wurde mit dem Bau der Anlage zur Erzeugung von Biogas aus Pressschnitzeln begonnen; das Konzept der Anlage sieht einen Ganzjahresbetrieb vor, bei dem das produzierte Biogas in der Kampagne im Kesselhaus der Zuckerfabrik und außerhalb der Kampagne zur Stromerzeugung mit anschließender Einspeisung in das öffentliche Netz verwendet wird. Landwirtschaft/Rohstoffmärkte Der Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte beschäftigt sich neben der Steuerung seiner landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland im Wesentlichen mit Versuchen zur Weiterentwicklung von Anbaumethoden, Produktionstechnik und Bodenbearbeitung. Weiterhin gehören der Aufbau, die Weiterentwicklung und Unterstützung von landwirtschaftlichen Betrieben in Chile, Polen und Moldawien ebenso zu den Kernaufgaben wie die Analyse von Rohstoffmärkten und die Entwicklung von Konzepten zur konzernweiten Rohstoffsicherung. Landwirtschaftliche Betriebe Wesentliche Teile der Getreide- und Rapsflächen mussten aufgrund der extremen Fröste im Februar 2012 umgebrochen und mit Sommergetreide neu eingesät werden. Die anschließende Frühjahrstrockenheit wurde durch den feuchten und mäßig warmen Juni teilweise ausgeglichen. So wuchs eine unerwartet gute Getreide- und Rapsernte heran, die zwischen Anfang Juli und Mitte August trocken und mit guten Qualitäten eingebracht werden konnte. Die Preise bewegten sich durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Getreide und Ölsaaten sowie die knappe Versorgungssituation aufgrund schlechter Ernten in Nordamerika und Osteuropa auf sehr hohem Niveau. Die kontinuierliche Vermarktung der Ernte, auch mit Vorkontrakten, sicherte ein über Vorjahr liegendes Erlösniveau. Auf fast ähnlichem Niveau erfolgte bereits die Vermarktung wesentlicher Mengen der Ernte 2013. Die Zuckerrübenernte brachte einen Zuckerertrag deutlich über dem langjährigen Niveau; die Zuckerrübenpreise entwickelten sich ebenfalls positiv. Nachdem ein landwirtschaftlicher Betrieb in Polen durch die Südzucker Polska erworben wurde, sind Umbauten an den vorhandenen Gebäuden und der Neubau eines Getreidelagers geplant. Biogasanlage Die Inbetriebnahme der Biogasanlage in Rackwitz ist für das letzte Quartal 2013 vorgesehen. Mit einem starken Partner aus der Energiewirtschaft konnte ein 10-Jahres-Vertrag für die Einspeisung der kompletten Biomethanmenge in das Gasnetz zu guten Bedingungen abgeschlossen werden. Rohstoffmärkte Im Themenbereich Rohstoffmärkte wurden wiederum zahlreiche Analysen und Abschätzungen zur Entwicklung auf den wichtigsten Agrarrohstoffmärkten und zur Rohstoffbeschaffung und -sicherung durchgeführt. Aber auch Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Beitrag der europäischen Landwirtschaft zur Sicherung der Welternährung gewinnen weiter an Bedeutung. Futtermittel Der Bereich Futtermittel ist verantwortlich für die Vermarktung von zuckerhaltigen Futtermitteln und Nebenprodukten, die bei der Herstellung von Zucker im Konzern anfallen. Gleichzeitig werden die Verkäufe länderübergreifend koordiniert, um Synergieeffekte zu nutzen sowie eine zuverlässige Belieferung und höchste Qualitätsstandards zu garantieren. Melasseschnitzel und Melasseschnitzel-Pellets Der Getreidemarkt galt Mitte des Geschäftsjahres 2012/13 bereits tendenziell als überbewertet. Anschließend ließen die im Sommer letzten Jahres lang andauernde Hitze und Trockenheit im Maisgürtel der USA sowie der ebenfalls ausbleibende Regen in Russland und der Ukraine die Getreidepreise abermals ansteigen und hielten sie bis zum Ende des Berichtzeitraumes nahezu unverändert auf Höchstniveau. Die Preise für Melasseschnitzel-Pellets, die als Energieträger im Mischfutter dienen, folgten den Getreidepreisen. So konnten alle Ländergesellschaften des Konzerns, die Schnitzel erzeugen, von den festen Märkten profitieren und wiederum sehr gute, über dem Vorjahr liegende Verkaufserlöse erzielen. Rübenmelasse Aufgrund der Rübenrekordernte 2011 mit einer entsprechend hohen Melasseproduktion gestalteten sich die Preisverhandlungen zu Anfang des Geschäftsjahres 2012/13 zunächst sehr schwierig. Andererseits führten die hohen Getreidepreise aber zu einer verstärkten Nachfrage der Alkohol- und Mischfutterindustrie nach Melasse, wodurch sich das Marktpreisniveau bei insgesamt festen Rohrmelassepreisen wieder stabilisierte. Als Folge konnten auch bei Melasse die guten Vorjahreserlöse in den meisten Ländergesellschaften des Konzerns erneut erreicht bzw. teilweise noch übertroffen werden. Bodengesundheitsdienst Die BGD-Bodengesundheitsdienst GmbH (BGD) ist eine Servicegesellschaft mit dem Hauptbetätigungsfeld Bodenuntersuchungen mittels Elektro-Ultrafiltration (EUF) zur Düngeberatung für alle Früchte. Des Weiteren werden Untersuchungen auf Humusgehalt sowie Nährstoffvergleiche gemäß Düngeverordnung angeboten und Analysen von organischen Düngern sowie zu Rübennematoden in Böden, Bakteriosen bei Pflanzkartoffeln und Viren bei Rebenpflanzgut durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen geben wichtige Entscheidungshilfen für eine moderne und nachhaltige Landbewirtschaftung. Neben den Landwirten sind es seit vielen Jahren zunehmend auch Winzer und Kleingärtner, die diese Serviceleistungen nutzen. Bodengesundheitsdienst - 25 Jahre Service für Landwirtschaft, Zuckerwirtschaft und Umwelt Vor 30 Jahren begann das Justus-Liebig-Labor in Rain mit Bodenuntersuchungen nach dem EUF-Verfahren, um mit einer angepassten Düngung die Rübenqualitäten bei weiter steigenden Rübenerträgen zu verbessern. Aufgrund des Erfolgs bei den Landwirten wurden fünf Jahre später Bodenuntersuchung und Düngeberatung in die neu gegründete Bodengesundheitsdienst GmbH übertragen und erfolgreich weiterentwickelt. So konnte der BGD im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Jubiläum begehen. Mit der Optimierung der Düngung stiegen die Rübenerträge und -qualitäten und damit der wirtschaftliche Erfolg, der Handelsdüngeraufwand für Stickstoff-, Phosphat- und Kalidünger zu Zuckerrüben hat sich in den vergangenen 30 Jahren halbiert. Heute gehört das Justus-Liebig-Labor zu den modernsten Serienlabors der Welt; inzwischen werden dort jährlich Proben von rund 150.000 ha analysiert. Teilschlagspezifische Bodenanalyse und Düngung Um zukünftig die Unterschiede des Bodens und der Ertragsfähigkeit innerhalb eines Feldes bei der Düngung berücksichtigen zu können, bietet der BGD in Zusammenarbeit mit der Firma Agri Con Dienstleistungen zum so genannten Precision-Farming an. Dabei erfolgen GPS-gestützte Bodenprobenahmen, die Untersuchung der Proben nach dem bewährten EUF-Verfahren und eine darauf aufbauende Düngeplanung, die eine teilschlagspezifische Stickstoff-, Phosphat-, Kali- und Kalkausbringung ermöglicht. SEGMENT SPEZIALITÄTEN Das Segment Spezialitäten umfasst die Aktivitäten in den Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe sowie die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der AGRANA. Aufgrund der Vielzahl und Vielfältigkeit der Divisionen innerhalb des Segments Spezialitäten berichten wir zu den Themen wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen und Marktentwicklung jeweils innerhalb der Darstellung der Division. Geschäftsentwicklung im Segment Spezialitäten scroll 2012/13 2011/12 +/- in % Umsatzerlöse Mio. € 1.862 1.806 3,1 EBITDA Mio. € 214 231 -7,2 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € -82 -82 0,5 Operatives Ergebnis Mio. € 132 149 -11,4 Restrukturierung/Sondereinflüsse Mio. € -4 -3 8,6 Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 128 146 -11,9 EBITDA-Marge % 11,5 12,8 Operative Marge % 7,1 8,3 Return on Capital Employed % 9,5 10,7 Investitionen in Sachanlagen Mio. € 89 74 20,5 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen Mio. € 2 0 - Investitionen gesamt Mio. € 91 74 22,9 Mitarbeiter 4.401 4.381 0,5 Umsatz und operatives Ergebnis Die Umsatzentwicklung im Segment Spezialitäten mit einem Anstieg um 3 % auf 1.862 (1.806) Mio. € war geprägt vom Umsatzzuwachs in der Division Stärke. Das operative Ergebnis im Segment Spezialitäten konnte mit 132 (149) Mio. € erwartungsgemäß nicht an das gute Vorjahresergebnis anknüpfen und lag nach der positiven Entwicklung im 1. Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte deutlich unter Vorjahr. Dies ist einerseits auf den - gegenüber dem außergewöhnlich starken Vorjahr - deutlichen Ergebnisrückgang infolge stark gestiegener Rohstoffpreise in der Division Stärke zurückzuführen, andererseits konnten auch die Divisionen Freiberger, BENEO und PortionPack in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld insgesamt nicht das Vorjahresergebnis erreichen. BENEO Kerngeschäft von BENEO ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung funktioneller Inhaltsstoffe aus den pflanzlichen Rohstoffen Zichorienwurzel, Rübenzucker, Reis und Weizen, die dazu beitragen, Lebensmittel und Tiernahrung technologisch und ernährungsphysiologisch zu verbessern. Gleichzeitig unterstützt BENEO ihre Kunden international mit fundierter Ernährungswissenschaft, lebensmittelrechtlicher Beratung, Markt- und Verbraucherforschung, Anwendungstechnologie und Rezepturentwicklung. BENEO beschäftigt rund 900 Mitarbeiter und betreibt Produktionsstätten in Belgien, Chile, Deutschland und Italien; Verkaufsniederlassungen finden sich auch in Brasilien, Spanien, Singapur und den USA. Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen Der Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit ist wissenschaftlich belegt, eine ausgewogene Ernährung reduziert das Risiko so genannter Zivilisationskrankheiten. Gesellschaftspolitisches Ziel ist eine Verbesserung des Ernährungsverhaltens, um medizinische Folgekosten und die damit verbundenen Risiken zu begrenzen. Wesentliche Themen sind hier Kalorienreduktion, Ballaststoffanreicherung, ausgewogene Energiezufuhr, aber auch Produkte, die ein gesundes Altern unterstützen. Die Zahl der neuen Produkte mit gesundheitlichem Zusatznutzen und die steigenden Umsätze funktioneller Lebensmittel unterstreichen diese Entwicklung. In diesem grundsätzlich positiven Umfeld stellen hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie ein zunehmender Wettbewerb weiterhin erhebliche Herausforderungen dar. Gleichzeitig erhöht die verstärkte Regulierung lebensmittelrechtlicher Rahmenbedingungen in vielen Ländern die Komplexität des Lebensmittelmarktes. So sorgt z. B. die European Health Claims Regulation bis heute für Unsicherheit bei Industrie und Verbrauchern. Geschäftsentwicklung Trotz unterschiedlicher wirtschaftlicher Situationen in den einzelnen Ländern konnte BENEO ihre Marktposition im Geschäftsjahr 2012/13 behaupten. Das anhaltend hohe Preisniveau für Energie sowie volatile Rohstoffpreise erforderten interne Optimierungsmaßnahmen und zum Teil eine Anpassung der Verkaufspreise. Mit den Claims für Isomalt und Palatinose™ zu den Themen Zahngesundheit und niedrige Blutzuckerwirkung war BENEO erfolgreich, langfristig sollen alle BENEO-Inhaltstoffe entsprechend ihrer ernährungsphysiologischen Vorteile positioniert werden. Um weiteres Wachstum in Europa zu ermöglichen, muss fortlaufend in entsprechende Studien investiert werden, um weitere Claims zu bestätigen. Produkte und Märkte In den meisten Ländern weltweit liegt die Ballaststoffaufnahme deutlich unter den Empfehlungen, was das Potenzial der prebiotischen Ballaststoffe Inulin und Oligofruktose aufzeigt. BENEO arbeitet international wissenschaftlich und lebensmittelrechtlich an der Fortführung des so genannten prebiotischen Konzepts, das in wichtigen Märkten wie Nordamerika und Asien auf anhaltend hohes Interesse trifft. Auch im Wachstumssegment Babynahrung ist der prebiotische Effekt weltweit als vorteilhaft für die gesunde Entwicklung des Kleinkindes anerkannt. Das technologisch funktionale Weizenprotein BENEOPro VWG (Vital Wheat Gluten) führt sein Wachstum im Markt erfolgreich weiter. Hauptanwendungsbereich ist Tierfutter, z. B. als Proteinquelle in der Fischzucht. Im Lebensmittelbereich verbessert es die Qualität von Brot. Isomalt konnte die Marktführerschaft im Süßwarensegment von zuckerfreien Bonbons und Kaugummis behaupten und das Verkaufsvolumen trotz erneuter Konzentrationen in der Süßwarenindustrie und eines starken Wettbewerbs auf hohem Niveau stabilisieren. GalenIQ™, die pharmazeutische Variante von Isomalt, wird erfolgreich für verschreibungspflichtige wie auch frei verkäufliche Medikamente eingesetzt. Palatinose™, das einzige zahnfreundliche Kohlenhydrat mit niedrigem glykämischen Index, führt seine stabilen Wachstumsraten im Getränkemarkt sowie in der Spezial- und Sportlerernährung international fort. Produkteinführungen in den USA, Asien und Europa sowie Verbraucherbefragungen unterstreichen das Potenzial von Palatinose™. Süßungsmittelkonzepte mit Steviolglykosiden (E 960, Stevia) entwickeln sich gemäß dem allgemeinen moderaten Marktinteresse. Die technologische Vielseitigkeit von Reisderivaten, ihre Produktvorteile "Clean Label", "glutenfrei", "laktosefrei" oder "allergenfrei" und die Präferenz für natürliche Rohstoffe entsprechen den Verbrauchertrends. BENEOs Wettbewerbsvorteil bleiben maßgeschneiderte Mischungen von Reisdeviraten und die langjährige Erfahrung in der Herstellung von Zutaten für Babynahrung. Produktion und Investitionen Die Chicorée-Kampagnen 2012 liefen in Belgien und Chile außergewöhnlich gut. In Chile konnte ein neuer Verarbeitungsrekord aufgestellt werden, während in Belgien der Aufwand der energieintensiven externen Trocknung durch Prozessoptimierung weiter reduziert werden konnte. Die Produktionsanlage in Offstein produzierte Isomalt und Palatinose™ auf einem ausgezeichneten Qualitätsniveau, die Kapazität wird bereits seit Längerem voll ausgeschöpft. Am Standort in Wijgmaal/Belgien konnte die Produktionskapazität der Reisderivate durch Investitionen und organisatorische Optimierung deutlich gesteigert werden. Investitionsschwerpunkte der BENEO liegen in den Bereichen Prozess- und Produktionskostenoptimierung sowie Kapazitätserweiterungen. In Belgien und Chile sind es vornehmlich Projekte zur Verbesserung der Energiewirtschaft wie z. B. die Optimierung der Wärmerückgewinnung, Verdampfstationen und Kristallisationslinien. Der Ausbau der Reisstärkeproduktion in Wijgmaal/Belgien soll bereits in diesem Jahr die Zielkapazität zur Stärkeherstellung erreichen. Aufgrund der vielversprechenden Marktentwicklung von Palatinose™ werden die Produktionskapazitäten angepasst. In einem mehrstufigen Investitionsprojekt werden zunächst zusätzliche Trocknungskapazitäten geschaffen sowie der Bereich zur Sichtung und Abpackung grundlegend erneuert. Freiberger Die Freiberger-Gruppe gehört zu den führenden Herstellern von Tiefkühlpizza in Europa und beliefert nahezu alle internationalen Handelsunternehmen. Neben dem Kerngeschäft Tiefkühlpizza beinhaltet das Sortiment auch gekühlte Pizza, die vor allem in den Märkten Großbritannien, Frankreich und Spanien nachgefragt wird, sowie andere Convenience-Produkte wie z. B. Nudelgerichte und Snack-Produkte. In insgesamt fünf Produktionsstätten in Deutschland, Österreich und Großbritannien stellt Freiberger täglich bis zu 2,5 Millionen Produkte her. Weitere Vertriebsstandorte befinden sich in Frankreich, Polen, Russland, China und den USA. Das 1976 gegründete Unternehmen agiert heute weltweit und ist in 33 Ländern mit seinen Produkten vertreten. Freiberger hat sich auf die Herstellung von Handelsmarken spezialisiert und verzichtet auf eine eigene kostenintensive Markenpolitik. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf Investitionen in neueste Technologien und auf der Entwicklung von sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten, wobei der Fokus auch auf einer konsequenten Kundenorientierung liegt. 2011 trat Freiberger auch in den nordamerikanischen Markt ein und eröffnete ein Vertriebsbüro in New Jersey. Produziert werden die Pizzen für Amerika zurzeit noch in Deutschland. Im amerikanischen Markt sieht man derzeit die größten Wachstumschancen; in Deutschland und Europa hingegen ist Wachstum nur noch durch Verdrängung möglich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Freiberger-Gruppe in neue Technologien im Bereich Produktqualität, Produktsicherheit sowie Gebäudeschutz investiert. Für 2013/14 ist zudem die Realisierung eines Projektes zur Kapazitätssteigerung in den einzelnen Produktgruppen geplant. Die Freiberger-Gruppe konnte sich im Geschäftsjahr 2012/13 in einem schwierigen Umfeld - bedingt durch steigende Rohstoff-, Energie- und Personalkosten - behaupten. PortionPack Europe Die PortionPack Europe-Gruppe ist spezialisiert auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von qualitativ hochwertigen Portionspackungen, insbesondere für den Foodservice-Bereich. Mit einem breiten Sortiment von klassischen Zuckerportionen über Gebäck, Schokolade, Süßstoffe, Gewürze bis hin zu Brotaufstrichen hat die Unternehmensgruppe mit Gesellschaften in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, England, Spanien, Tschechien, Polen und Österreich eine führende Position in Europa inne. Der Kundenstamm liegt im Wesentlichen in den Bereichen Hotel, Gastronomie und Catering und wird direkt oder indirekt über Großhändler, Kaffeeröster und andere Partner beliefert. Im Geschäftsjahr 2012/13 bewegte sich die PortionPack Europe-Gruppe in einem schwierigen Marktumfeld, das von rückläufigen Foodservice-Märkten in den meisten Ländern Europas und dem anhaltenden Trend zu preisgünstigeren Produkten geprägt war. Aufgrund dieser schwierigen Rahmenbedingungen und erheblicher Sonderbelastungen durch die Verlagerung von Produktionsanlagen nach der Schließung des Standortes Bodegraven sowie erhöhte Aufwendungen durch das Projekt zur SAP-Einführung konnte im Berichtsjahr nicht ganz an das gute Ergebnisniveau der Vorjahre angeknüpft werden. Das Investitionsvolumen hat sich - nachdem es im Vorjahr durch Maßnahmen im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Bodegraven erhöht war - im Berichtsjahr wieder auf ein Normalmaß reduziert. Größtes Einzelprojekt war die Umstellung auf das SAP-System. Des Weiteren wurden neben Maßnahmen zur Qualitätssicherung verschiedene Verpackungsanlagen turnusmäßig erneuert, modernisiert oder angepasst, um den sich verändernden Kundenanforderungen Rechnung zu tragen. Stärke Die Division Stärke umfasst die AGRANA Stärke GmbH mit der österreichischen Kartoffelstärkefabrik in Gmünd und der Maisstärkefabrik in Aschach sowie die Führung und Koordination der internationalen Beteiligungen in Ungarn und Rumänien wie auch das Geschäftsfeld Bioethanol in Österreich und Ungarn. Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen Über die Entwicklung auf den internationalen Getreidemärkten, die politischen Rahmenbedingungen für die Bioethanolproduktion sowie über das Anti-Subventions- und Anti-Dumpingverfahren gegen Einfuhren von Bioethanol aus den USA berichten wir ausführlich im Segment CropEnergies. Geschäftsentwicklung Der Umsatz in der Division Stärke konnte im Geschäftsjahr 2012/13 aufgrund höherer Verkaufspreise für die meisten Produkte sowie größerer Absatzmengen in allen Ländergesellschaften gesteigert werden. Dagegen ging das operative Ergebnis - insbesondere durch gestiegene Rohstoffkosten - deutlich zurück. Bei der AGRANA Stärke GmbH in Österreich konnte der Absatz aufgrund einer stabilen Marktnachfrage und der konsequenten Marktbearbeitung leicht auf 1.182.300 (1.179.300) t Stärke gesteigert werden. Der Absatz von Nebenprodukten lag mit 680.800 (705.000) t unter dem Vorjahr, was insbesondere auf geringere Verkäufe von Futtermittel-Handelswaren zurückzuführen war. Bei der Hungrana in Ungarn übertraf die Absatzmenge mit insgesamt 530.800 (500.100) t das Vorjahr. Rohstoff, Ernte und Produktion Kartoffelstärke In der Kampagne 2012/13 hat die österreichische Stärkefabrik in Gmünd in 127 (145) Tagen rund 217.900 (235.500) t Stärkeindustriekartoffeln mit einem durchschnittlichen Stärkegehalt von 18,5 (19,2) % verarbeitet. Der Bio-Anteil lag mit rund 6 % auf Vorjahresniveau. Aus rund 24.000 (25.000) t Speiseindustriekartoffeln wurden etwa 4.400 (4.600) t Kartoffeldauerprodukte erzeugt, wobei der Bio-Anteil bei rund 29 (25) % lag. Maisstärke Die gesamte Maisverarbeitungsmenge (ohne Bioethanolverarbeitung) in den AGRANA-Stärkefabriken in Österreich, Ungarn und Rumänien stieg im Geschäftsjahr 2012/13 auf rund 791.000 (747.000) t, davon rund 173.000 (161.000) t Nassmais. Der Anteil an Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, Garantiert Gentechnikfreier Mais) stieg auf rund 59.000 (57.000) t. Bioethanol AGRANA betreibt gemeinsam mit den österreichischen Rübenbauern ein Bioethanolwerk in Pischelsdorf/Österreich und im Rahmen ihrer 50 %-Beteiligung an HUNGRANA Kft. eine kombinierte Stärke- und Bioethanolerzeugungsanlage in Szabadegyháza/Ungarn. Die gesamte Bioethanol-Produktionskapazität der beiden Werke beträgt rund 400.000 m3 . Der Absatz von Bioethanol liegt mit 331.500 (331.300) m3 auf Vorjahresniveau. Die Verkaufspreise von Bioethanol sowie dem Eiweißfuttermittel ActiProt® konnten im Vergleich zum Vorjahr weiter angehoben werden. Investitionen Wesentliches Projekt war die Errichtung der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf/Österreich. Darüber hinaus wurde an diesem Standort zur Verbesserung der Energieeffizienz in die Wärmerückgewinnung aus der Futtermitteltrocknung investiert sowie ein Verwaltungsgebäude errichtet. Bei HUNGRANA in Ungarn wurde der Strohverbrennungskessel zur Prozesswärmegewinnung aus Biomasse fertiggestellt und die Tagesverarbeitung auf 3.500 t Mais erhöht. Im Werk Gmünd/Österreich ist die Dosenabfüllanlage für Säuglingsmilchnahrung in Betrieb gegangen. In der rumänischen Fabrik in Tandarei wurde unter anderem die Rohstoffverarbeitungsleistung weiter auf 175 t Mais/Tag erhöht. SEGMENT CROPENERGIES1 Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen Erneuerbare-Energien-Richtlinie und Kraftstoffqualitätsrichtlinie Das Klima- und Energiepaket der EU befindet sich weiterhin in der Umsetzung. Für Biokraftstoffe sind insbesondere die Erneuerbare-Energien-Richtlinie und die Kraftstoffqualitätsrichtlinie von Bedeutung. Zentrales Element der Erneuerbare-Energien-Richtlinie ist die verbindliche Vorgabe, dass 10 % der Energie im Transportsektor im Jahr 2020 aus erneuerbaren Quellen stammen müssen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind die Nachhaltigkeitskriterien sowie zusätzliche Umwelt- und Sozialstandards. Die EU-Kommission hat mittlerweile 13 Zertifizierungssysteme mit EU-weiter Gültigkeit zugelassen, mit denen die nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen nachgewiesen werden kann. Dazu zählt seit Juli 2012 auch die europäische Version des Zertifizierungssystems REDcert, dessen deutsche Version von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bereits 2010 anerkannt wurde. Die EU-Kommission legte dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat am 17. Oktober 2012 einen Entwurf zur Änderung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und der Kraftstoffqualitätsrichtlinie vor. Demnach soll der Beitrag, den Biokraftstoffe aus Getreide, Zucker und Ölsaaten zum Erreichen des Ziels von 10 % an erneuerbaren Energien im Verkehrssektor leisten dürfen, auf 5 % beschränkt werden. Nach dem Jahr 2020 soll die Nutzung von Biokraftstoffen aus Ackerfrüchten, die als Lebens- und Futtermittel genutzt werden könnten, nicht mehr gefördert werden. Die europäische Bioethanolwirtschaft sieht in dem Richtlinienentwurf einen Rückschritt für die europäische Energie- und Klimaschutzpolitik. Von einzelnen Mitgliedsstaaten wurden im Vorfeld der Beratungen von Europäischem Parlament und Europäischem Rat Vorbehalte gegen den Richtlinienentwurf vorgebracht. Es wird daher ein langwieriger Beratungsprozess erwartet, der vermutlich bis Ende 2013 bzw. Anfang 2014 dauern wird. In Deutschland hat der Bundesrat am 14. Dezember 2012 deutliche Kritik an den Vorschlägen der EU-Kommission geübt und hat dabei die Auffassungen von CropEnergies und der deutschen Bioethanolindustrie größtenteils bestätigt. Der Bundesrat befürchtet, dass die geplanten Maßnahmen das Investitionsklima für Biokraftstoffe nachhaltig schädigen werden, und fordert eine stärkere Kontinuität der europäischen Biokraftstoffpolitik. Angesichts der in Europa vorherrschenden integrierten Produktionsprozesse zur Erzeugung von Biokraftstoffen, Lebens- und Futtermitteln soll die Herstellung von konventionellen Biokraftstoffen auch nach dem Jahr 2020 möglich sein. Anti-Subventions-/Anti-Dumpingverfahren Die EU-Kommission hat am 25. November 2011 ein Anti-Subventions- sowie ein Anti-Dumpingverfahren gegen Einfuhren von Bioethanol aus den USA eingeleitet. Im Anti-Subventionsverfahren bestätigte die EU-Kommission im August 2012 die Auffassung des europäischen Bioethanolverbands ePURE, dass die sprunghaft gestiegenen Bioethanoleinfuhren aus den USA von staatlichen Förderungen profitierten. Trotz der ebenfalls festgestellten Schädigung der europäischen Bioethanolindustrie hat der Europäische Rat aufgrund einer veränderten Gesetzeslage in den USA auf die Einführung von Ausgleichszöllen verzichtet und die Einstellung des Anti-Subventionsverfahrens verkündet. Im Anti-Dumpingverfahren hat die EU-Kommission die Ergebnisse ihrer Untersuchung vorgelegt und ein Dumpingverhalten von US-Exporteuren bestätigt. Als Ausgleich für dieses wettbewerbswidrige Verhalten hat der Europäische Rat mit Wirkung vom 22. Februar 2013 einen Anti-Dumpingzoll von rund 49 €/m3 auf Bioethanolimporte aus den USA für die Dauer von fünf Jahren verhängt. Steuerermäßigungen für Biokraftstoffe in Belgien In Belgien wird die Nutzung von Biokraftstoffen durch Steuerermäßigungen für Kraftstoffe mit einem Mindestanteil von Biokraftstoffen weiter gefördert. Voraussetzung ist, dass die beigemischten Biokraftstoffe von lizensierten Produktionsanlagen hergestellt wurden. Diese bestehende Regelung wird um weitere sechs Jahre verlängert. Die Mindestbeimischung von Bioethanol in Benzin zur Gewährung der Steuererleichterung soll zukünftig 10 Vol.-% betragen, was für Mineralölunternehmen einen verstärkten Anreiz zur Vermarktung von E10-Kraftstoff bieten wird. Die Zustimmung der EU-Kommission vorausgesetzt, sind die im Jahr 2006 für die Jahre 2007 bis 2013 erteilten und noch nicht genutzten Produktionslizenzen, von denen BioWanze SA 125.000 m3 Bioethanol pro Jahr zugesprochen wurden, bis zum 30. September 2019 gültig. 1 Weitere ausführliche Informationen stehen im aktuellen Geschäftsbericht 2012/13 der CropEnergies AG zur Verfügung. Marktentwicklung Bioethanol Im Jahr 2012 ging die weltweite Erzeugung von Bioethanol im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf 101,9 (102,9) Mio. m3 zurück. Davon entfielen 82,6 (84,4) Mio. m3 Bioethanol und damit 81 (82) % der Gesamtproduktion auf den Kraftstoffsektor. In den USA verringerte sich die Bioethanolproduktion im Jahr 2012 zum ersten Mal seit 1996 und belief sich ersten Schätzungen zufolge auf 52,4 (54,2) Mio. m3 . Dagegen stieg die Bioethanolproduktion in Brasilien im Zuckerwirtschaftsjahr 2012/13 um 4,2 % auf 23,7 (22,6) Mio. m3 , so dass sich die brasilianischen Nettoexporte auf 3,3 (0,6) Mio. m3 Bioethanol erhöhten. In der EU lag die Ethanolproduktion im Jahr 2012 mit 6,4 (6,5) Mio. m3 um 2,3 % unter dem Vorjahresniveau. Davon entfielen 4,2 (4,3) Mio. m3 oder 66 % auf Kraftstoffethanol. Erste Schätzungen für das Jahr 2013 gehen von einem Anstieg der weltweiten Bioethanolerzeugung auf 105,4 Mio. m3 aus. Ein Zuwachs wird unter anderem in Brasilien erwartet, in der EU soll die Gesamtproduktion um 6 % auf rund 6,7 Mio. m3 Bioethanol steigen. EU-Mengenbilanz Bioethanol1 scroll Mio. m3 2013 2012 2011 Anfangsbestand 1,9 2,2 2,0 Produktion 7,1 6,5 6,5 Import 1,5 1,2 1,8 Verbrauch 8,1 7,9 8,0 Export -0,1 -0,1 -0,1 Endbestand 2,3 1,9 2,2 1 Quelle: F. O. Licht, Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol 2013 (März 2013). Die brasilianischen Ethanolpreise lagen Ende Februar 2013 bei 735 (700) USD/m3 FOB Santos und damit um 5 % über dem Niveau von Anfang März 2012. Der Ethanolpreis bewegte sich im Geschäftsjahr 2012/13 in einer Bandbreite zwischen 620 und 805 USD/m3 . Anfang März 2012 notierte der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) bei 2,26 USD/ Gallone2 . Nach einem Anstieg auf 2,70 USD/Gallone infolge höherer Rohstoffkosten gingen die Preise bis Ende Februar 2013 angesichts gestiegener Ethanolbestände auf 2,40 USD/Gallone zurück, obwohl sich die Inlandsnachfrage nach Kraftstoffethanol in den USA im Jahr 2012 um 3,0 % auf 50,2 Mio. m3 erhöhte. Die europäischen Ethanolpreise schwankten im Berichtszeitraum stark. Während Ethanol Anfang März 2012 noch um 570 €/m3 FOB Rotterdam notierte, stiegen die Preise bis Mitte September 2012 im Zuge hoher Rohstoffkosten deutlich auf rund 770 €/m3 . Mit 637 €/m3 lag der Bioethanolpreis Ende Februar 2013 wieder merklich unter diesem Niveau, nachdem unter anderem die Rohstoffkosten gesunken waren. 2 Eine Gallone entspricht 3,7854 Liter. Getreide Aufgrund einer lang anhaltenden Trockenheit und den damit verbundenen Einbußen bei der Maisernte in den USA sowie bei der Weizenernte in Osteuropa und der Schwarzmeerregion geht das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) in seiner Schätzung vom 10. April 2013 für das Getreidewirtschaftsjahr 2012/13 davon aus, dass die weltweite Getreideernte (ohne Reis) mit 1.780 (1.838) Mio. t um 3,8 % unter der des Vorjahrs liegen wird. Gleichzeitig wird mit einem Rückgang des Weltgetreideverbrauchs um 2,3 % auf 1.808 (1.835) Mio. t gerechnet, so dass der Weltgetreidebestand am Ende des Getreidewirtschaftsjahrs bei 336 (365) Mio. t liegen wird. Die gesunkenen globalen Lagerbestände führten im Jahresverlauf zu einem deutlichen Anstieg des 1-Monats-Futures für Mahlweizen an der NYSE Liffe in Paris. Nachdem die Weizenpreise im März 2012 noch bei 217 €/t lagen, stiegen sie bis Mitte November 2012 auf rund 280 €/t. Ende Februar 2013 notierten sie bei 248 €/t. In der EU wird im Getreidewirtschaftsjahr 2012/13 mit einem Rückgang der Ernte um 4,7 % auf 272 (288) Mio. t gerechnet. Damit würde die Getreideerzeugung nahezu dem Gesamtverbrauch von 271 Mio. t entsprechen. Geschäftsentwicklung In der CropEnergies-Gruppe sind die Bioethanolaktivitäten in Deutschland, Belgien und Frankreich gebündelt. Das Unternehmen ist einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol in Europa und verfügt über eine Gesamtkapazität von über 700.000 m3 Bioethanol sowie über 500.000 t Lebens- und Futtermittel pro Jahr. Zudem ist CropEnergies zu 50 % an der CT Biocarbonic GmbH beteiligt, die in Zeitz eine Produktionsanlage zur Herstellung von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität mit einer Jahreskapazität von 100.000 t betreibt. Mit der CropEnergies Inc., Houston/USA, ist die CropEnergies-Gruppe auch im weltweit größten Bioethanolmarkt vertreten. Geschäftsentwicklung im Segment CropEnergies scroll 2012/13 2011/12 +/- in % Umsatzerlöse Mio. € 645 529 21,9 EBITDA Mio. € 119 84 41,2 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € -32 -31 2,2 Operatives Ergebnis Mio. € 87 53 64,2 Restrukturierung/Sondereinflüsse Mio. € 0 -1 -100,0 Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 87 52 67,6 EBITDA-Marge % 18,5 15,9 Operative Marge % 13,5 10,0 Return on Capital Employed % 17,3 10,2 Investitionen in Sachanlagen Mio. € 11 14 -22,9 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen Mio. € 0 0 - Investitionen gesamt Mio. € 11 14 -22,9 Mitarbeiter 321 310 3,5 Umsatz und operatives Ergebnis Das Segment CropEnergies setzte im Geschäftsjahr 2012/13 seine dynamische Entwicklung weiter fort. Der Umsatz wuchs um 22 % auf 645 (529) Mio. €, was insbesondere auf einen infolge höherer Produktion deutlich gestiegenen Ethanolabsatz zurückzuführen ist. Auch die höheren Erlöse für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel trugen zum Umsatzanstieg bei. Das operative Ergebnis legte überproportional um 64 % auf 87 (53) Mio. € zu. Maßgeblich für diesen Ergebnisanstieg war eine deutlich verbesserte Anlagenauslastung und der damit einhergehende Absatzanstieg. Darüber hinaus profitierte CropEnergies im Rohstoffbereich von einer frühzeitigen Getreidepreissicherung und dem flexiblen Rohstoffmix. In Verbindung mit den ebenfalls gestiegenen Erlösen für Ethanol sowie Lebens- und Futtermittel konnte der Effekt aus den deutlich höheren Getreidepreisen mehr als kompensiert werden. Rohstoffe Bei der Rohstoffbeschaffung konzentrierte sich CropEnergies auf den standortnahen und damit frachtgünstigen Bezug. In Zeitz und Wanze/Belgien wurden Agrarrohstoffe europäischer Herkunft, vornehmlich Getreide und Zuckersirupe aus Industrierüben, verarbeitet, wobei im Verlauf des Geschäftsjahres 2012/13 der Anteil von Zuckersirupen aus Industrierüben wegen der anhaltend hohen Getreidepreise erhöht wurde. Um das Preisrisiko bei Getreide zu begrenzen, setzte CropEnergies als Ergänzung zu Fixpreiskontrakten derivative Sicherungsinstrumente ein. Zur Flexibilisierung des Rohstoffbezugs in Loon-Plage/Frankreich wurden die Bezugsquellen von Rohalkohol erfolgreich erweitert. Produktion Im Geschäftsjahr 2012/13 steigerte die Crop-Energies-Gruppe aufgrund der höheren Kapazitätsauslastung die Produktion deutlich um 17 % auf 808.000 (692.000) m3 Bioethanol. Die erzeugte Menge an getrockneten Lebens- und Futtermitteln blieb infolge des veränderten Rohstoffmixes mit einem höheren Anteil an Zuckersirupen aus Industrierüben mit 314.000 (328.000) t leicht unter Vorjahr. Außerdem produzierte CropEnergies flüssige Eiweißfuttermittel, biogenes Kohlendioxid sowie qualitativ hochwertige und auf die Wünsche der Kunden maßgeschneiderte Alkohole für traditionelle und technische Anwendungen. Die vorgegebenen Produktionsziele wurden erreicht. Die Bioethanolanlagen in Zeitz und Wanze weisen mit dem deutschen Zertifizierungssystem REDcert und die Produktionsanlage in Loon-Plage mit dem französischen Zertifizierungssystem 2BSvs (Biomass Biofuels Sustainability voluntary scheme) ihre Nachhaltigkeit nach. Darüber hinaus wurden die Anlagen in Zeitz und Wanze im September 2012, Loon-Plage im November 2012 zusätzlich nach der europäischen Version von REDcert erfolgreich zertifiziert. In Loon-Plage soll dadurch unter anderem die Flexibilität bei der Rohstoffbeschaffung erhöht werden. Absatz Bioethanol Der Bioethanolabsatz überstieg mit 840.000 (700.000) m3 das Vorjahresniveau um 20 %. Davon entfielen 86.000 (71.000) m3 auf Handelswaren. CropEnergies konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin auf die frachtgünstige Belieferung von Binnendestinationen und kann dabei mit den eigenen Tanklägern an den Produktionsstandorten sowie in Rotterdam und Duisburg über ein einzigartiges europäisches Logistiknetzwerk verfügen. Wichtigster Absatzmarkt ist weiterhin Deutschland. Im deutschen Markt für E85, einem Bioethanol-Benzin-Gemisch für Flexible Fuel Vehicles, hat CropEnergies seine führende Marktstellung behauptet. Ein weiterer Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten lag auf dem belgischen Bioethanolmarkt, auf dem BioWanze neue Kunden gewinnen konnte. In Belgien und in Osteuropa nahm CropEnergies weiterhin eine bedeutende Marktposition ein. Über Ryssen ist CropEnergies auch in Marktsegmenten außerhalb des Kraftstoffmarkts tätig. Namhafte Unternehmen der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie zählen zu den Kunden für die qualitativ hochwertigen Produkte. Mit der Anpassung der Dehydratation wurden die Voraussetzungen geschaffen, auch besonderen Qualitätsanforderungen von Kunden aus der Kosmetikbranche gerecht zu werden. Darüber hinaus vermarktete Ryssen erstmals ganzjährig den am Standort Loon-Plage aufbereiteten Rohalkohol von Saint Louis Sucre im französischen Kraftstoffmarkt. Mit der CropEnergies Inc. ist CropEnergies auch in den USA, dem weltweit größten Bioethanolmarkt, mit einer Handelsniederlassung vertreten. Absatz Lebens- und Futtermittel Das Produktportfolio der CropEnergies-Gruppe umfasst auch das getrocknete und pelletierte Eiweißfuttermittel ProtiGrain® , das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze® sowie Gluten für Lebens- und Futtermittelanwendungen. Das in Zeitz hergestellte ProtiGrain® stellt in der qualitätsorientierten europäischen Tierfütterung preislich und qualitativ eine attraktive Alternative zu Ölschroten wie Raps- oder Sojaschrot und anderen Futtermitteln dar. Der Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten lag weiterhin auf der Entwicklung des regionalen Futtermittelmarkts, der eine frachtgünstige Belieferung der Kunden insbesondere aus der Mischfutterindustrie ermöglicht. In Wanze produziert CropEnergies Gluten und ProtiWanze® , ein flüssiges Futtermittel mit hohem Eiweißgehalt. Das nach IFS (International Food Standard) zertifizierte Gluten wird - neben der Verwendung in speziellen Futtermitteln z. B. für Aquafarmen - zunehmend auch in den preislich attraktiven Lebensmittelsektor, wie z. B. die Backwarenindustrie, verkauft. Der Vertrieb erfolgt über das globale Vertriebsnetzwerk von BENEO. ProtiWanze® wird insbesondere an Nutztierhalter in den Beneluxländern verkauft. Investitionen Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 11 (14) Mio. € dienten vor allem der weiteren Anlagenoptimierung und der Effizienzsteigerung. In Wanze stand daneben die Kapazitätserhöhung in der Ethanol- und Glutenproduktion im Vordergrund; die Installation eines weiteren Glutenmischers steigerte die Ausbeute und die Qualität des Glutens. Mit der Planung einer eigenen Glutenkonfektionierung wurde begonnen; so soll die Wertschöpfung am Standort und damit die Ertragskraft weiter erhöht werden. In Zeitz konzentrierte sich die Investitionstätigkeit auf Ersatzinvestitionen und Optimierungsmaßnahmen, um die Energieeffizienz und damit die Treibhausgasbilanz der Bioethanolanlage weiter zu verbessern. Darüber hinaus investierte CropEnergies in die Nutzung von Biogas als Brennstoff. Zur weiteren Erhöhung der Flexibilität beim Rohstoffeinsatz wurde zudem mit dem Bau zweier neuer Getreidesilos begonnen. In Loon-Plage wurden vorwiegend Ersatzinvestitionen getätigt. SEGMENT FRUCHT1 Geschäftsentwicklung Die AGRANA J&F Holding GmbH ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und die operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Sitz in Mitry-Mory/Frankreich. Für den Bereich Fruchtsaftkonzentrate ist die neu gegründete AUSTRIA JUICE GmbH, ein Joint Venture von AGRANA und RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, mit Sitz in Allhartsberg/Österreich als Holding zuständig. Zu den Themen Marktumfeld, Rahmenbedingungen und Rohstoffmärkte berichten wir jeweils innerhalb der Divisionen AGRANA Fruit (Fruchtzubereitungen) und Austria Juice (Fruchtsaftkonzentrate). 1 Weitere ausführliche Informationen stehen im aktuellen Geschäftsbericht 2012/13 der AGRANA zur Verfügung. Geschäftsentwicklung im Segment Frucht scroll 2012/13 2011/12 +/- in % Umsatzerlöse Mio. € 1.140 929 22,7 EBITDA Mio. € 83 74 12,9 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € -38 -36 7,0 Operatives Ergebnis Mio. € 45 38 18,3 Restrukturierung/Sondereinflüsse Mio. € -19 -1 > 100 Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 26 37 -29,1 EBITDA-Marge % 7,3 7,9 Operative Marge % 4,0 4,1 Return on Capital Employed % 5,0 4,7 Investitionen in Sachanlagen Mio. € 35 43 -17,9 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen Mio. € 0 7 -100,0 Investitionen gesamt Mio. € 35 50 -28,8 Mitarbeiter 5.184 4.822 7,5 Umsatz und operatives Ergebnis Im Segment Frucht stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 23 % auf 1.140 (929) Mio. €. Hierzu trugen höhere Absätze sowie dem Rohstoffpreis folgende, insgesamt höhere Erlöse bei. Seit dem 2. Quartal 2012/13 werden die Ybbstaler-Gesellschaften unter der AUSTRIA JUICE GmbH (vormals: YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH) voll konsolidiert. Das operative Ergebnis im Segment Frucht lag im gesamten Verlauf des Geschäftsjahres 2012/13 über Vorjahr und erreichte insgesamt 45 (38) Mio. €. Neben der erstmaligen Konsolidierung der Ybbstaler-Gesellschaften trugen Absatzzuwächse sowie höhere Erlöse dazu bei, die Kostensteigerungen auszugleichen. Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von -19 (-1) Mio. € betraf mit -15 Mio. € die mexikanische Tochtergesellschaft AGRANA Fruit Mexico. Im Zuge von externen und internen Prüftätigkeiten wurden Untreuehandlungen festgestellt, welche straf- und zivilrechtlich verfolgt werden. In diesem Zusammenhang wurden Vorsorgen für Forderungen gebildet, deren Einbringlichkeit gefährdet erscheint. Um dem stagnierenden Markt für Fruchtzubereitungen in Europa besser gerecht zu werden, wurden die zwei europäischen Regionen West- und Zentraleuropa zusammengefasst. Die sechs europäischen Fruchtzubereitungswerke werden nun gemeinsam geführt; für diese Umstrukturierung und Prozessoptimierung wurden 4 Mio. € aufgewandt. Die jährlichen Einsparungen übertreffen die Einmalkosten und werden ab Geschäftsjahr 2013/14 erstmals vollständig wirksam. AGRANA Fruit (Fruchtzubereitungen) AGRANA Fruit ist mit 26 Produktionsstandorten in 20 Ländern weltweit führender Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren- sowie Eiscremeindustrie. Der Marktanteil von rund einem Drittel am globalen Fruchtzubereitungsmarkt konnte wiederum leicht gesteigert werden. Die größten Zuwächse wurden in den USA, Osteuropa, der Türkei, dem Nahen Osten/Nordafrika, Brasilien und China erzielt. Damit nutzt AGRANA Fruit erfolgreich die Dynamik dieser Wachstumsregionen und baut ihre Marktführer-Position weiter aus. Marktumfeld/Rahmenbedingungen Im Bereich Fruchtzubereitungen waren im Geschäftsjahr 2012/13 regional unterschiedliche Marktentwicklungen zu beobachten. Während der Absatz in der EU auf hohem Niveau leicht rückläufig war, zeigte sich in allen anderen Regionen eine sehr positive Entwicklung. Der Absatzrückgang in der EU - insgesamt zwischen 2 und 3 % - war vor allem in Deutschland und Österreich angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit mit einer generellen Konsumzurückhaltung und einer hohen Sparneigung sowie in Süd- und Südosteuropa aufgrund der Euro-Krise zu verzeichnen. Dazu kam, dass in der EU zahlreiche gesundheitliche Vorzüge der Produkte nicht mehr beworben werden dürfen, worunter speziell die Marktführer in der Fruchtjoghurt-Branche leiden. In Verbindung mit generell reduzierten Werbeaufwendungen litt die Gesamtdynamik im europäischen Markt. Außerhalb der EU wuchs der Markt mit 4 bis 6 % weiterhin stark. Das betraf mit Ausnahme der bereits sehr gut entwickelten Märkte Australien und Südkorea, wo ein Zuwachs von nur 1 bis 2 % zu verzeichnen war, beinahe alle übrigen Länder. Gründe dafür waren neue und attraktive Produktangebote, wie griechischer Joghurt mit hohem Fruchtanteil in den USA, sowie eine zunehmende Nachfrage in Schwellenländern mit noch niedrigem Pro-Kopf-Joghurtverbrauch. Rohstoffmärkte Auf den Rohstoffmärkten zeigte sich keine spürbare Entlastung. Generell haben sich die Fruchtpreise sowie die Preise für Zucker, Stärken und Flüssigzucker auf dem hohen Preisniveau des vergangenen Jahres stabilisiert. Gründe dafür waren etwa die durchschnittlichen Frühjahrs- und Sommerernten in den meisten Ländern Europas sowie in Nordamerika und China. Innerhalb der AGRANA-Gruppe konnten die negativen Rohstoffpreiseffekte durch eine gute Deckungspolitik und die Nutzung des globalen Beschaffungs-Netzwerks abgemildert werden. Produktion Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte die Fabrikverlagerung und -erweiterung in Dachang/China sowie der Beschluss zur Errichtung eines neuen Werks im Wachstumsmarkt USA. Mit dem neuen Standort in Lysander im Bundestaat New York soll vor allem der steigenden Kundennachfrage in Kanada und im Nordosten der USA Rechnung getragen werden. Gleichzeitig wurde der kleine Standort der Flavors from Florida, Inc., in Bartow/Florida geschlossen. Um den Marktbedingungen in Europa - stagnierender Markt, Änderungen im Konsumverhalten, zunehmende Konzentration in der Molkereiindustrie - besser und schneller gerecht zu werden, werden die sechs europäischen Fruchtzubereitungswerke nun gemeinsam geführt. Absatzentwicklung Der Absatz konnte im Geschäftsjahr 2012/13 um rund 6 % gesteigert werden. Während in der EU ein Rückgang zu verzeichnen war, wuchsen die Verkaufsmengen außerhalb der EU deutlich, wobei die Hälfte dieses Wachstums aus Nordamerika kam. Austria Juice (Fruchtsaftkonzentrate) Die im Juni 2012 durch die Fusion von AGRANA Juice mit der Ybbstaler-Gruppe entstandene AUSTRIA JUICE GmbH ist mit nunmehr 15 Produktionsstandorten der führende Hersteller von Apfel- und Beerensaftkonzentraten in Europa. Durch diesen Zusammenschluss sollen Synergien genutzt, eine verstärkte Betreuung internationaler Märkte gewährleistet und weitere Wachstumsmöglichkeiten geschaffen werden. Das Unternehmen möchte seine führende Rolle als Lieferant von Fruchtsaftkonzentraten, Fruchtpürees, Getränkegrundstoffen, natürlichen Aromen sowie Direktsäften für die weiterverarbeitende Getränkeindustrie weiter stärken. Marktumfeld/Rahmenbedingungen Im Konzentratgeschäft war weiterhin ein Trend zu Fruchtsaftgetränken mit niedrigem Saftgehalt erkennbar. Fruchtsäfte und Nektare zeigten vor allem in Westeuropa einen rückläufigen Absatz. Rohstoffmärkte Während die Ernte im Bereich Fruchsaftkonzentrate in Westeuropa vor allem in Frankreich und Italien deutlich unter Vorjahresniveau ausfiel, konnten in Polen und Ungarn aufgrund eines erhöhten Streuobstaufkommens sehr gute Ernten - mit entsprechend niedrigeren Einkaufspreisen - verzeichnet werden. Die Apfelverarbeitungssaison wurde an allen Produktionsstandorten, mit Ausnahme von China, Ende November beendet. In China lagen die Verarbeitungsmengen durch eine bessere Rohstoffverfügbarkeit deutlich über Vorjahr. Die Beerensaison war von teilweise deutlich höheren Rohstoffpreisen aufgrund schlechter Erntemengen gekennzeichnet. Für die strategische Ausweitung der Marktposition der Austria Juice werden auch in Zukunft neue Rohstoffmärkte gesichert und erschlossen, um Preisvolatilitäten bei den Rohstoffen möglichst ausgleichen zu können. Produktion Austria Juice produziert in Europa hauptsächlich Apfelsaftkonzentrat mit einem höheren Säuregrad zur weiteren Herstellung von 100 %-Apfelsäften und Apfelschorlen. Der chinesische Standort liegt in der größten Apfelanbauregion der Welt und zeichnet sich dementsprechend durch eine gute Rohstoffversorgung für "süßes" chinesisches Apfelsaftkonzentrat aus. Neben Äpfeln werden auch Beeren zu Buntsaftkonzentraten für den Absatz auf dem internationalen Markt verarbeitet. Die gesamte Produktionsmenge im Bereich Fruchsaftkonzentrate konnte im Geschäftsjahr 2012/13 um rund 75 % gesteigert werden. Dieser markante Zuwachs resultierte sowohl aus der Vollkonsolidierung der AUSTRIA JUICE GmbH als auch aus den gesteigerten Produktionsmengen in China, Polen und Ungarn. Absatzentwicklung Austria Juice ist absatzseitig global tätig, wobei die EU den Kernabsatzmarkt bildet. Weitere wesentliche Absatzmärkte sind Nordamerika, Russland, Mittlerer und Ferner Osten. Für das im chinesischen Werk hergestellte Apfelsaftkonzentrat werden derzeit Kundenbeziehungen in Nordamerika, Japan, Südafrika und Australien aufgebaut. Erste Teilerfolge konnten in den letzten Monaten bereits verbucht werden, dies wird sich aufgrund der vereinbarten Jahreskontrakte jedoch erst im kommenden Jahr umsatzseitig niederschlagen. Die Preisentwicklungen waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr volatil. In Form von branchenüblichen Jahreskontrakten wurde der Großteil der Produktion aus der Ernte 2012 aber bereits während der laufenden Kampagne weltweit verkauft. Investitionen Die Investitionen im Segment Frucht betrugen 35 (43) Mio. € und betrafen neben Instandhaltungsmaßnahmen auch Kapazitätserweiterungen. In Serpuchov/Russland wurde die Werkserweiterung im Oktober 2012 erfolgreich abgeschlossen. Alle Aktivitäten in Zusammenhang mit der Fabrikverlagerung und -erweiterung in Dachang/China wurden ebenfalls erfolgreich beendet. Im AGRANA-Werk in Centerville/USA erfolgte die Installation einer zusätzlichen Produktionslinie, in Mexiko wurde die Trockenfrüchteproduktion gestartet. Für den Transport von Fruchtzubereitungen wurden weitere Edelstahlcontainer gekauft. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate wurden im Wesentlichen notwendige Ersatzinvestitionen getätigt. In Ungarn wurde am Standort Vasarosnameny eine neue Produktionslinie für trübes Apfelsaftkonzentrat implementiert, in der Ukraine eine fünfte Säule für den Vakuumverdampfer angeschafft. CORPORATE GOVERNANCE Im Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate-Governance-Bericht sind auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Corporate-Governance-Bericht_Erklaerung_ zur_Unternehmensfuehrung/). Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat (§ 289a Abs. 2 Nr. 3 HGB) Allgemeines Die Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Vorstand Der Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus sechs Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand in der Fassung vom 29. Januar 2013 mit aktuellem Organigramm geregelt. Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung. Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG Johann Marihart ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG und der Finanzvorstand der Südzucker AG Thomas Kölbl ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind jeweils Mitglied oder Vorsitzende in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 26. November 2009 in Kraft. Zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt. Zusammensetzung des Aufsichtsrats Dem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung zwanzig Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Aktionären und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtsperioden sind identisch: Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtratsmitglieder endete mit Beendigung der Hauptversammlung am 19. Juli 2012. Die Amtszeit des neuen Aufsichtsrats - also der am 19. April 2012 von der Belegschaft gewählten Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertreter sowie der von der Hauptversammlung am 19. Juli 2012 gewählten Aktionärsvertreter - läuft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt (also bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2017). Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Vertreter der Aktionäre bei der Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 19. Juli 2012 einzeln gewählt. Der Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss ist Herr Erwin Hameseder. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Diversity-Ziele Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 25. November 2010 und Bestätigung seitens des neu konstituierten Aufsichtsrats am 20. November 2012 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen: ― Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Unabhängige und ― Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Personen, die besonders das Kriterium "Internationalität" verkörpern. Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Er hat insoweit kein konkretes Ziel festgelegt, da er seine Entscheidung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichtet. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden. Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten: Bei den Vorschlägen zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre durch die Hauptversammlung 2012 hat der Aufsichtsrat neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auch die Diversity-Ziele berücksichtigt. Er hat insbesondere auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen sowie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity) geachtet. Die Hauptversammlung hat am 19. Juli 2012 - den Vorschlägen des Aufsichtsrats folgend - die bisherigen Aktionärsvertreter wiedergewählt. So gehören dem Aufsichtsrat derzeit mindestens zwei und damit eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an ("nicht unabhängig" i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann). Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der "Internationalität". Aktuell gehören dem Aufsichtsrat keine Frauen an. Ausschüsse des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium sowie der Vermittlungsausschuss bestehen aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in der Fassung vom 26. November 2009, für den Prüfungsausschuss gilt darüber hinaus dessen Geschäftsordnung in der Fassung vom 21. Juli 2009. Aktionäre und Hauptversammlung Die Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben bzw. die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG per Internet zu beauftragen. Hauptversammlung 2013 Die Einladung zur Hauptversammlung, die für den 1. August 2013 vorgesehen ist, sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Hauptversammlung/) zur Verfügung gestellt. Risikomanagement Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der Südzucker AG und dem Management im Südzucker-Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht dargestellt. Rechnungslegung und Abschlussprüfung Die Südzucker AG stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Südzucker AG wird nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Der Jahres- und der Konzernabschluss der Südzucker AG werden vom Vorstand aufgestellt und von dem Abschlussprüfer, dem Prüfungsausschuss sowie dem Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Die Zwischenberichte sowie der Halbjahresfinanzbericht werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert und anschließend vom Vorstand wenige Tage vor der Veröffentlichung freigegeben; die Freigabe durch den Vorstand beendet den Aufstellungszeitraum für die jeweilige Zwischenberichtsperiode. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Südzucker AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2012 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Die Prüfung erfolgte nach den International Standards on Auditing (den Konzernabschluss betreffend), den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; sie umfasste auch das Risikofrüherkennungssystem. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen des Auftrags mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das Geschäftsjahr 2012/13 keinen Anlass. Kapitalmarkt und Transparenz Südzucker setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Anlässlich der Quartalsberichterstattung finden Telefonkonferenzen mit Investoren und Analysten statt. Allen Anlegern steht zeitnah eine Audio-Aufzeichnung dieser Telefonkonferenzen (einschließlich der zugehörigen Präsentationen) auf der Südzucker-Internetseite www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ zur Verfügung. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemeldungen und Kapitalmarktveröffentlichungen (gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen). Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elektronische Medien wie E-Mail und Internet publiziert. Die Internetseite www.suedzucker.de bietet darüber hinaus umfangreiche Informationen zum Südzucker-Konzern und zur Südzucker-Aktie. Finanzkalender Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen - wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte - sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Der Kalender wird mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG dauerhaft zur Verfügung gestellt. Er ist auch auf der Umschlagseite dieses Geschäftsberichts abgedruckt. Corporate-Governance-Bericht (§ 289a Abs. 2 Nr. 1 HGB) Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG den gesetzlichen Vorschriften und den in 2012 novellierten Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Rechnung. Bei Südzucker ist eine wirkungsvolle Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet und ist bedeutende Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat. Nach Ansicht von Südzucker ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 15. Mai 2012 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex wird mit den in der Entsprechenserklärung dargestellten Ausnahmen gefolgt. Entsprechenserklärung 2012 Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2012 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/) und hat folgenden Wortlaut: "Vorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt haben am 20. November 2012 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben: Mit folgenden Ausnahmen entsprach die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010 und entspricht zukünftig den Empfehlungen in der Kodex-Fassung vom 15. Mai 2012: Ziffer 2.3.3 - Briefwahl Hauptversammlung In der Satzung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt ist von der Möglichkeit, die Briefwahl in der Hauptversammlung zu gestatten, bislang kein Gebrauch gemacht. Der Empfehlung, die Aktionäre bei der Briefwahl zu unterstützen, kann deshalb nicht gefolgt werden. Ziffer 4.2.3 - Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen. Ziffer 4.2.4 - Individualisierte Vorstandsvergütung Die Hauptversammlung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat zuletzt am 20. Juli 2010 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Ziffer 5.3.2 Satz 3 - Unabhängigkeit des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Herr Dr. Jochen Fenner. Er ist zugleich Vorstandsvorsitzender der Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungsgenossenschaft eG (SZVG), die mehrheitlich an der Gesellschaft beteiligt ist. Die angemessene Repräsentanz eines Mehrheitsaktionärs im Aufsichtsrat einer Gesellschaft und seinen Ausschüssen halten wir für sinnvoll. Nach unserer Überzeugung liegt die Ausübung des Amtes als Vorsitzender des Prüfungsausschusses durch Herrn Dr. Jochen Fenner im Interesse der Gesellschaft und aller Aktionäre. Ziffer 5.3.3 - Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats Für die Einrichtung eines zusätzlichen Nominierungsausschusses, der die Kandidatenvorschläge des Aufsichtsrats vorbereiten soll, sehen wir keine Notwendigkeit. Es ist sachgerechter, dass - wie bisher - alle Aufsichtsratsmitglieder die Möglichkeit haben, gleichrangig an der Findung der Kandidaten für den Aufsichtsrat mitzuwirken. Ziffer 5.4.1 - Diversity-Ziele, Zusammensetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat wird aber weiterhin die Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichten. Da die Neufassung von Ziffer 5.4.1 zum Zeitpunkt der Einberufung der Hauptversammlung 2012 noch nicht in Kraft getreten war, erfolgten die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung nach Maßgabe der zum damaligen Zeitpunkt geltenden Bestimmungen; künftig soll der Empfehlung entsprochen werden. Ziffer 5.4.6 - Individualisierte Aufsichtsratsvergütung Die Satzung unserer Gesellschaft sieht eine erfolgsbezogene Aufsichtsratsvergütung vor, die dividendenabhängig gestaltet ist. Für diese Struktur spricht aus unserer Sicht insbesondere der Gleichlauf mit den Interessen der Aktionäre. Wir weisen die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats aus. Unseres Erachtens stehen die mit einem individualisierten Ausweis verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Auch eine Aufgliederung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten ist aufgrund der transparenten Vergütungsregelungen mit keiner zusätzlichen Aussagekraft verbunden. Dementsprechend enthalten der Corporate-Governance-Bericht sowie Anhang und Lagebericht keine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge und keine Aufteilung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten." Vergütungsbericht Das Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, variable Vergütungen, eine betriebliche Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil der jährlichen Festvergütung, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird seit Inkrafttreten des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung) durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Der durch das VorstAG geänderte § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Die Neuregelung des variablen Teils der Vorstandsvergütung ist erfolgt. Der vom VorstAG geforderten Mehrjährigkeit wird dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende von drei vorangegangenen Geschäftsjahren - sukzessive beginnend mit der Dividende 2011/12 - zugrunde gelegt wird. Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2012/13 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 3,9 (3,2) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 52 (49) % der Barbezüge; sie ist von der durch die Hauptversammlung 2013 noch zu beschließenden Dividende abhängig. Die dem Vorstand von Tochterunternehmen gewährten Bezüge betragen 1,7 (1,5) Mio. €. Die Altersversorgung des Vorstands bemisst sich nach einem Anteil an der Festvergütung. Für die Vorstandsmitglieder wurden 7,6 (2,6) Mio. € der Pensionsrückstellung zugeführt. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG festgelegt. Danach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats je Geschäftsjahr eine feste Vergütung von 1.000 € sowie eine variable Vergütung von 1.000 € je 0,01 € ausgeschüttete Dividende, die 0,04 € übersteigt; hinzu kommen Aufwendungsersatz und gesetzliche Umsatzsteuer. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter und die Vorsitzenden von Ausschüssen des Aufsichtsrats das 1,5-Fache dieser Vergütung. Ausschussmitglieder erhalten das 1,25-Fache der regulären Vergütung; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 2,5 (1,9) Mio. €; davon wurden Vergütungen in Höhe von 0,2 (0,2) Mio. € von Tochterunternehmen gewährt. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht, ebenso wie auf eine Aufgliederung der Vergütung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten. Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). Der durch das VorstAG geänderte § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-Fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Südzucker hat den Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder fristgerecht an die neue gesetzliche Regelung angepasst. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WpHG Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Im Geschäftsjahr 2012/13 erwarb ein Mitglied des Aufsichtsrats 200 Südzucker-Aktien zu einem Durchschnittskurs von 29,47 €. Compliance-Unternehmensgrundsätze (§ 289a Abs. 2 Nr. 2 HGB) Compliance Compliance - also gesetzestreues Verhalten - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Das Compliance-Programm der Südzucker soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. Für Südzucker ist es dabei selbstverständlich, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes stehen. Schwerpunkte der - mit länder- und gesellschaftsspezifischen Anpassungen - konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Korruptionsprävention, der Datenschutz, der Umweltschutz und die Kapitalmarkt-Compliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität). Im Rahmen des Compliance-Programms wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Der Vorstand erstattet regelmäßig über Compliance-Themen Bericht an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Südzucker AG. Compliance-Unternehmensgrundsätze Südzucker will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze sind auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Compliance-Unternehmensgrundsaetze/ veröffentlicht. Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz: ― Fairness im Wettbewerb Südzucker bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts. ― Integrität im Geschäftsverkehr Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Solche Vergünstigungen bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten. Dies gilt für alle in verschiedenen Beschaffungsprozessen handelnden Beschäftigten. Die gleichen Grundsätze gelten in umgekehrter Form für die Mitarbeiter, die in den verschiedenen Verkaufsbereichen tätig sind, im Verhältnis zu unseren Kunden. ― Prinzip der Nachhaltigkeit Südzucker ist sich ihrer Verantwortung für den Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen im und außerhalb des Unternehmens bewusst. ― Einhaltung der Rechtsvorschriften für die Lebensmittel- und Agrarindustrie Alle für die Lebensmittel- und Agrarindustrie einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Bestimmungen, insbesondere des Lebensmittel- und Agrarrechts sind strikt zu befolgen. ― Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich zu behandeln. ― Ordnungsgemäße Belegführung Im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden. ― Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung Südzucker bekennt sich unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen gewährleistet. ― Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher, sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet. ― Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter Betriebsgeheimnisse dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind die erteilten Schutzrechte Dritter zu respektieren. ― Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen Alle Mitarbeiter müssen stets ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien. ― Kooperativer Umgang mit Behörden Südzucker ist bestrebt, mit allen zuständigen Behörden ein offenes und kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden. Südzucker bietet seinen Mitarbeitern die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung an, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Compliance Officer und Compliance-Beauftragte gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich dem Compliance Officer, den Compliance-Beauftragten und dem Vorstand mitzuteilen. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (§ 315 ABS. 4 HGB) Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Stimmrechte Zum 28. Februar 2013 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 % Der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt sind zwei unmittelbare Beteiligungen an ihrem Kapital bekannt, die 10 % überschreiten: Die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, ist mit rund 52 % und die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien/Österreich (Raiffeisen-Holding), und mit ihr verbundene Unternehmen (Raiffeisen-Gruppe) sind über die Zucker Invest GmbH, Wien/Österreich, mit rund 10 % am Grundkapital beteiligt. Stimmrechte, Übertragung von Aktien Jede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Es besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen der SZVG und der Raiffeisen-Gruppe; zudem bestehen Stimmbindungsverträge innerhalb der Raiffeisen-Gruppe. Aufgrund des Stimmbindungsvertrags werden die Beteiligungen der SZVG und der Zucker Invest GmbH nach dem Wertpapierhandelsgesetz wechselseitig zugerechnet, so dass SZVG und Zucker Invest GmbH nach dem Wertpapierhandelsgesetz mit insgesamt rund 62 % am gezeichneten Kapital beteiligt sind. Ferner besteht ein Vorkaufsrecht der SZVG hinsichtlich 18.797.796 von Zucker Invest GmbH gehaltener Südzucker-Aktien und ein Vorkaufsrecht der Zucker Invest GmbH hinsichtlich 246.368 von SZVG gehaltener Südzucker-Aktien. Aktien mit Sonderrechten, Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmeraktien Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84, 85 AktG, 31 MitbestG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt in der aktuellen Fassung vom 22. November 2012 (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Satzung/) bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen. Satzungsänderungen Für Satzungsänderungen gelten die §§ 179 ff. AktG. Der Aufsichtsrat ist nach § 22 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die lediglich die Fassung betreffen. Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf Der Vorstand ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Juli 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 28. Juli 2013 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen oder Genussscheine zu begeben. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann nach näherer Maßgabe des Hauptversammlungsbeschlusses ausgeschlossen werden. Der Gesamtnennbetrag der im Rahmen dieser Ermächtigung auszugebenden Genussscheine, Options- und Wandelschuldverschreibungen darf insgesamt 400.000.000 € nicht übersteigen. Die Options- bzw. Wandlungsrechte berechtigen nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelgenussrechtsbedingungen, Südzucker-Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu nominal 15 Mio. € zu beziehen. Dazu wurde das Grundkapital um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien aus bedingtem Kapital erhöht (Bedingtes Kapital, § 4 Abs. 4 der Satzung). Am 30. Juni 2009 wurde über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 283,45 Mio. € begeben, die mittlerweile in vollem Umfang eingezogen ist. Zur Bedienung von Wandlungsrechten aus dieser Anleihe wurden 211.415 Aktien aus dem bedingten Kapital ausgegeben. Am Bilanzstichtag besteht daher noch ein Bedingtes Kapital in Höhe von 14.788.585 €; das entspricht 14.788.585 Aktien. Der Vorstand ist nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 5 der Satzung bis 30. Juni 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aus Genehmigtem Kapital zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen (Genehmigtes Kapital 2009). Nach teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals am 22. November 2012 durch eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts im Umfang von 14.618.269 € besteht am Bilanzstichtag noch ein genehmigtes Kapital von 381.731 €; das entspricht 381.731 Aktien. Die Hauptversammlung vom 20. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis 19. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand wurde u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Zur Bedienung der Wandelanleihe hielt Südzucker am 1. März 2012 insgesamt 400.020 eigene Aktien. Dieser Bestand wurde im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 durch weitere Zukäufe auf 600.000 Aktien aufgestockt. Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 wurden 23.489 eigene Aktien an Anleihegläubiger ausgegeben, die Wandelanleihen hielten und ihre Wandlungsrechte ausgeübt hatten. Am 20. November 2012 hat Südzucker eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital beschlossen und die Verwertung der bis dahin verbliebenen 576.511 eigenen Aktien vorgenommen. Die Gesellschaft hält damit am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien mehr. Kontrollwechsel- und Entschädigungsvereinbarungen Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen gemäß § 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels. Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht im Kapitel "Corporate Governance", der Bestandteil des Lageberichts ist, dargelegt. RISIKOBERICHT Risikomanagementsystem Die Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. In allen Geschäftsfeldern können Risiken sowohl durch eigenes unternehmerisches Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Um Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet. Risikopolitik Südzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integraler Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Dieser Anspruch zeigt sich auch in der Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dienen. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. Risikomanagement Das Risikomanagementsystem ist in das wertorientierte Führungs- und Planungssystem der Südzucker-Gruppe eingebettet. Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Die Divisionen und Konzernfunktionen ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken. Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt. Der Vorstand hat konzernweit die Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt, der die Angemessenheit der getroffenen Risikomanagementregelungen regelmäßig prüft und fortentwickelt sowie wesentliche, auch geschäftsübergreifende Risiken fortlaufend beobachtet und - falls erforderlich - Handlungsbedarf aufzeigt. Das Risikomanagementsystem der Divisionen und Zentralabteilungen liegt in der Verantwortung der Leiter der Divisionen und der Konzernfunktionen. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der strategischen, operativen und finanziellen Risiken sowie politischen und regulatorischen Risiken. Ein Risikoschwerpunkt ist die Veränderung von Marktpreisen. In den Divisionen und Geschäftsbereichen, in denen das operative Ergebnis wesentlich von volatilen Marktpreisen beeinflusst wird, wurden Risikokomitees eingerichtet, die Entscheidungen über den Umgang mit diesen Risiken vorbereiten. Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken werden durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in einer Risikomanagementrichtlinie vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regelt. Die Sicherungsinstrumente werden vornehmlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Spekulationszwecken eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken hoher Bonität oder an Terminbörsen abgeschlossen. Regelmäßiges Reporting und Dokumentationen der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Dabei stehen dem Vorstand und zuständigen Divisionen auch monatliche Risikoberichte zur Verfügung, die Risiken und Sensitivitäten sowohl auf Divisions- als auch auf Konzernebene beinhalten und auf das laufende und folgende Geschäftsjahr fokussieren. Die Entwicklung der Risikoparameter wird - der aktuellen Marktentwicklung folgend - dabei in Bezug auf die Planung bzw. den aktuellen Forecast bewertet, während die Risikobewertung durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis erfolgt. Risikofrüherkennungssystem Südzucker hat ein Überwachungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet, um Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, und auch sonstige Risiken frühzeitig zu erkennen, zu steuern und zu überwachen. Der externe Konzernabschlussprüfer beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems, das von der Südzucker-Gruppe an Veränderungen des rechtlichen und wirtschaftlichen Umfelds angepasst wird. Risikokommunikation Unabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher ist das Management verpflichtet, eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicherzustellen. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Regelmäßiges Reporting und regelmäßige Dokumentation der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. In regelmäßigen Durchsprachen der Ergebnisentwicklung und Planungen zwischen Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für dabei identifizierte operative oder strategische Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen analysiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichen tragen die Konzernfunktionen regelmäßig aktuelle Entwicklungen ihrer Verantwortungsbereiche den Ressortvorständen vor. Interne Revision Die interne Konzernrevision versieht ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie den Beteiligungsgesellschaften. Sie ist dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet und bewertet im Rahmen unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse - auch mit dem Fokus, diese und die zugrundeliegenden Geschäftsprozesse zu verbessern. Risiken Regulatorische Risiken Wie in den jeweiligen Abschnitten "Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen" des Lageberichts zu den Segmenten erläutert, unterliegt die Geschäftstätigkeit sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Änderungen dieser Rahmenbedingungen können Risiken mit sich bringen, wenn beispielsweise die EU die Ausfuhren von Zucker reduziert oder im Rahmen neuer bilateraler Freihandelsabkommen zusätzliche zollfreie Einfuhrkontingente für Zucker zugesteht. Dies gilt auch für Bioethanol, z. B. durch den aktuellen Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Änderung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und der Kraftstoffqualitätsrichtlinie, durch den der Anteil von Biokraftstoffen aus Ackerfrüchten im Verkehrssektor beschränkt werden sollte. Auch Änderungen der in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssysteme für erzeugte erneuerbare Energien können Risiken mit sich bringen. Mögliche Änderungen internationaler und nationaler Handelsabkommen oder der Agrarmarktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und mit ihren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Südzucker-Gruppe im Rahmen des Risikomanagements bewertet. Risiken aus dem operativen Geschäft Verfügbarkeit und Preisvolatilität von Rohstoffen Südzucker ist als Verarbeiter landwirtschaftlicher Rohstoffe Beschaffungsrisiken ausgesetzt, die ihre Ursache auch in Witterungseinflüssen haben können. Hierdurch können landwirtschaftliche Rohstoffe - trotz regionaler Streuung - unter Umständen nur in geringer Menge oder schlechter Qualität verfügbar sein. Auch unterliegen diese Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht in allen Fällen unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Aus dem operativen Geschäft ergeben sich Währungsrisiken, wenn der Einkauf der Rohstoffe, die Verarbeitung und der Absatz der Endprodukte in verschiedenen Währungsräumen stattfinden. Die dadurch entstehenden Wechselkursrisiken werden überwiegend mit Hilfe von Devisentermingeschäften oder durch Finanzierung des Working Capitals in fremder Währung gesichert. Diese Risiken betreffen alle Segmente der Südzucker-Gruppe. Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Die Planung unserer Rübenanbauer ist darauf ausgerichtet, die ausgegebenen Lieferrechte für Quotenrüben und Ethanolrüben sicher zu erfüllen. Für die Rohzucker-Raffination in Frankreich, Rumänien und Bosnien-Herzegowina wird der Rohzuckerbedarf mengen- und preismäßig abgesichert. CropEnergies benötigt zur Herstellung von Bioethanol kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Zuckersirupe und Getreide. Preisschwankungen an den Weltgetreidemärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Das Rohstoffrisiko der Bioethanolerzeugung reduziert sich durch Erlöse für Lebens- und Futtermittel. Zur Risikoeinschätzung nimmt CropEnergies eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten sowie von Erlösen für Lebens- und Futtermittel vor (Nettorohstoffkosten). Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, kann CropEnergies Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensieren (natural hedge). Darüber hinaus kann CropEnergies die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die Nutzung von Zuckersirupen reduzieren. Dabei verfolgt CropEnergies das Ziel, die für eingegangene Lieferverpflichtungen notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu sichern. Dies gilt auch für den Einkauf und die Weiterverarbeitung von Rohalkohol. Auch in Zukunft verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können. Die deutsche Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse seit dem 1. Januar 2011 an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus den Anlagen in Zeitz und Wanze erfüllt alle Anforderungen der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung. Jedoch ist CropEnergies zur Herstellung nachhaltigen Bioethanols auf die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe angewiesen. Die Rohstoffkosten sind auch in der Stärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. Höhere Rohstoffkosten können zu einem Teil kurzfristig an Kunden weitergegeben werden. Auch hier ist es die Strategie, in einem adäquaten Ausmaß den geplanten Bedarf durch physische Lieferkontakte abzudecken. Das Beschaffungsrisiko im Segment Frucht wird durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie mögliche Pflanzenkrankheiten beeinflusst. Dadurch bedingte Ernteausfälle können sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch auf die Einstandspreise der Rohstoffe negativ auswirken. AGRANA hat durch ihre weltweite Präsenz und Kenntnisse über Beschaffungsmärkte in unterschiedlichsten Regionen im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen die Möglichkeit geschaffen, regionale Engpässe in der Versorgung bzw. Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken. Es werden zusätzlich, je nach Möglichkeit, sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen. Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag zur ganzjährigen Versorgungssicherheit an Rohstoffen geleistet und gleichzeitig die laufzeitkongruente Absicherung der Kundenmärkte ermöglicht. Südzucker wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem die Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträger situationsgerecht mit dem Ziel der Kostenoptimierung einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Für die in der Kampagne eingesetzten Energieträger erfolgen teilweise Mengen- und Preissicherungen. Der Prozess der Zuteilung von Emissionszertifikaten für die 3. Handelsperiode (2013 bis 2020) ist noch nicht abgeschlossen. Derzeit erfüllt die Produktion von Zucker, Stärke, Inulin und Bioethanol nach aktuellen EU-Vorschriften die Kriterien von Carbon Leakage, wonach CO2 -Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden. Allerdings soll die Erfüllung der Carbon-Leakage-Kriterien im Jahr 2014 überprüft werden. Die kostenlose Zuteilung von CO2 -Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 wird den erwarteten Verbrauch der Südzucker-Gruppe nicht decken. Absatzmärkte und Produktpreise Die wichtigsten Absatzmärkte für Zucker, Functional Food, Tiefkühlprodukte, Bioethanol, Stärke und Frucht zeichnen sich durch eine vergleichsweise stabile Nachfrage aus. Hinweise auf mögliche Änderungen des Konsumentenverhaltens werden frühzeitig erfasst. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und finden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Anpassungen der Unternehmensstrategie durch Neuausrichtung, Kosten- und Kapazitätsanpassungen. Schwankungen der Absatzpreise, die sich im Rahmen des Wettbewerbs ergeben, begegnet Südzucker durch fortlaufende Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft. Im Segment Zucker bestehen Absatzpreisrisiken infolge von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, dem Quoten- und Nichtquotenzuckermarkt in der EU sowie den Futtermittelmärkten. Ebenfalls unterliegen beispielsweise die Preise für Bioethanol in Europa verschiedenen Einflussfaktoren, wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in den USA, Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen, und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Soweit sich aus Lieferverträgen schwankende Bioethanolpreise ergeben können, setzt CropEnergies zur Absicherung der Preisänderungsrisiken in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein. Der aktuelle Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Änderung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und der Kraftstoffqualitätsrichtlinie sieht unter anderem vor, dass bis zum Jahr 2020 5 % der erneuerbaren Energie im Verkehrssektor durch Biokraftstoffe aus Abfällen, Reststoffen oder Lignozellulose gedeckt werden sollen. Die geplante Mehrfachanrechnung jener Kraftstoffe könnte einen verstärkten Wettbewerb zwischen Produzenten konventionellen Bioethanols und Produzenten von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen auslösen. Darüber hinaus steht CropEnergies im Wettbewerb mit außereuropäischen Bioethanolproduzenten. Aufgrund der lokalen Produktionsbedingungen und den dort geltenden politischen Rahmenbedingungen können sich Wettbewerbsvorteile gegenüber europäischen Herstellern ergeben mit der Folge einer Zunahme von Importen und niedrigeren Preisen für Bioethanol in der EU. Risiken aus Handelsgeschäften Handelsgeschäfte mit Agrarprodukten und den zugehörigen Finanzinstrumenten und dabei insbesondere mit Zucker, Melasse und Kaffee werden sowohl von ED&F Man als auch in geringerem Umfang von Konzerngesellschaften im Segment Zucker betrieben. Zusätzlich ermöglicht ED&F Man seinen Kunden als Intermediär den Zugang zu den Commodity- und Finanzmärkten. ED&F Man unterliegt dabei der Aufsicht durch die zuständigen Regulierungsbehörden in Großbritannien und den USA. Daneben nimmt die Südzucker-Gruppe in begrenztem Umfang am Handel mit Bioethanol und entsprechenden Warenterminkontrakten teil. Die Risiken aus Handelsgeschäften werden fortlaufend überwacht. Produktqualität Zu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, gehört es, Kunden mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung. IT-Risiken Die operative und strategische Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen sichergestellt. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht. Personalrisiken Die Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, betonen wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber und zielen darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozial- und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breitgefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort- und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften. Rechtliche Risiken Es sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG und ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskosten-Rückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar einen Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode haben, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen abgeleitet. Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, hat das deutsche Bundeskartellamt im März 2009 ein Verfahren gegen die Südzucker AG und andere eingeleitet. Im Berichtsjahr und auch bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses kam es zu keiner Substantiierung der Vorwürfe durch die Behörde. Entsprechendes gilt für die in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2009/10 durch die Kartellbehörden in der Slowakei und in Ungarn eingeleiteten Verfahren gegen Tochtergesellschaften von AGRANA. Die Untersuchungen in Ungarn wurden inzwischen eingestellt. Wie im Vorjahresbericht erläutert, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im September 2010 beim Kartellgericht Wien u. a. gegen die AGRANA Zucker GmbH und die Südzucker AG die Feststellung eines Verstoßes gegen das Kartellgesetz. Es wird die Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen im Bezug auf Österreich vorgeworfen. Die Beklagten halten die zugrunde liegende Beschuldigung weiterhin für unbegründet und sehen den Bußgeld-Antrag vom Oktober 2011 durch die vom Kartellgericht bisher durchgeführte Beweisaufnahme - auch nach weiteren Zeugenvernehmungen im Februar 2013 - nicht bestätigt. Risiken aus Unregelmäßigkeiten Im Zuge der Jahresabschlussprüfung 2011/12 der AGRANA Fruit México, S.A. de C.V., Michoacan/Mexiko, traten Verdachtsmomente auf, dass verschiedene Geschäftsvorfälle nicht im Einklang mit den Südzucker-Compliance-Unternehmensgrundsätzen sowie dem AGRANA "Code of Conduct" standen und deren finanzieller Ausweis nicht den geltenden externen und den internen Bilanzierungsvorschriften entsprach. Die Unregelmäßigkeiten bezogen sich im Wesentlichen auf Darlehen und Vorauszahlungen an Rohstoff- und Halbfabrikatlieferanten. Nach intensiven Erhebungen im Geschäftsjahr 2012/13 durch die Interne Revision der AGRANA und durch beigezogene erfahrene interne Finanzfachleute vor Ort sowie den Wirtschaftsprüfer stellte sich heraus, dass es zu Untreuehandlungen gekommen ist. Die Ursprünge dieser Untreuehandlungen reichen mindestens zwei Jahre zurück. Verschleierungsmaßnahmen führten dazu, dass sie im Rahmen der regelmäßigen internen Kontrollen und der externen Prüfung nicht aufgedeckt worden waren. Dem CEO, dem CFO und dem Leiter Einkauf der mexikanischen Gesellschaft sowie einigen ihrer engen Mitarbeiter wurde Anfang Juni 2012 gekündigt. Die Aufarbeitung zeigte, dass das ehemalige Management teils direkt und/oder indirekt an über einem Dutzend Lieferanten-, Kunden- und Finanzierungsfirmen beteiligt war und diesen Firmen unlautere Vorteile zum Schaden der AGRANA gewährt wurden. So wurden zum Beispiel erhebliche Vorfinanzierungen geleistet bzw. Kredite unverzinst oder zu marktunüblichen Zinsen abgewickelt. Bis jetzt wurden sechs Strafanzeigen gegen ehemalige Manager erhoben. Des Weiteren werden Zivilrechtsklagen vorbereitet. Gleichzeitig wurden Ansprüche aus der Vertrauensschadenversicherung geltend gemacht; zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses lag keine Deckungszusage seitens des Versicherers vor. Durch die zielgerichtete Aufarbeitung des Falles in Mexiko wurde das Vertrauen in die Ordnungsmäßigkeit der lokalen Abläufe wieder hergestellt. Um künftig einen ähnlichen Fall bei einer Konzerngesellschaft bestmöglich zu verhindern, wurde das Kontroll- und Überprüfungssystem, sowohl intern als auch extern, weiter ausgebaut und verschärft. Bonitäts- und Ausfallrisiken Südzucker tritt Bonitäts- und Ausfallrisiken für den Forderungsbestand entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte für Preisrisiken abgeschlossen haben. Weitere operative Risiken Aus weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, kommen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft zu. Südzucker begegnet Risiken durch ständige Überwachung sowie kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Südzucker-Gruppe unterliegt aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu zählen Risiken aus Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, Liquiditätsrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken. Marktpreisrisiken aus Zuckerexporten, Bioethanolabsatz, Energieeinkäufen sowie Getreide- und Maiseinkäufen bewerten wir als operative Risiken, die im entsprechenden Abschnitt dieses Risikoberichts beschrieben sind. Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken Aus variabel verzinslichen oder kurzfristig fälligen Finanzverbindlichkeiten und -anlagen ist die Südzucker-Gruppe Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Der Umfang dieser Verbindlichkeiten bzw. Anlagen ist aufgrund des kampagnebezogenen Finanzbedarfs im Jahresverlauf stark schwankend. Finanzwirtschaftliche Wechselkursrisiken resultieren überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. Liquiditätsrisiken Die Liquidität der Südzucker-Gruppe wird täglich überwacht. Soweit es ökonomisch sinnvoll ist, bestehen nationale oder länderübergreifende Cashpools. Daneben werden Liquiditätsüberschüsse auch gruppenintern angelegt. Über die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellen wir ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduzieren Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des Commercial-Paper-Programms sowie von Banken verbindlich zugesagter Kreditlinien kann Südzucker kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen und die während der Zuckerkampagne bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit darstellen. Bonitäts- und Ausfallrisiken Bonitäts- und Ausfallrisiken im Finanzbereich bestehen in Bezug auf Finanzinstitute, mit denen wir finanzielle Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Geldanlagen getätigt werden, Kreditlinien bestehen oder die Bürgschaften zugunsten von Südzucker stellen. Dieses Risiko hat sich aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch limitiert, dass Finanzgeschäfte nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht. Rating | Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's (S&P) bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken. Weitere Informationen zu Kredit-, Liquiditäts-, Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken einschließlich des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken sind im Anhang zum Konzern-Jahresabschluss unter Ziffer (31) "Risikomanagement in der Südzucker-Gruppe" zu finden. Gesamtrisikoposition Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist bei weiterhin hoher Volatilität von Produkt- und Rohstoffpreisen im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aber nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. Chancen Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen. Südzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (Functional Food, Stärke, Tiefkühlprodukte und Portionsartikel), CropEnergies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne. Damit agiert die Südzucker-Gruppe inmitten der auch in Zukunft weltweit dynamisch wachsenden Märkte für Agrarrohstoffe sowie Lebens- und Futtermittel. Südzucker ist in Europa in vorteilhaften Naturräumen positioniert, dies ist im weltweiten Wettbewerb eine verlässliche Ausgangsbasis. Auch der Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln sollte insbesondere in Ländern mit steigendem Lebensstandard zu einer Erhöhung von Marktchancen der Produkte von Südzucker führen. Mit ihrer Infrastruktur zur Erzeugung und Vermarktung von Bioethanol in Europa ist die Gruppe hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Markt für Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu profitieren. Zucker Südzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen eine gute Wettbewerbsposition in der EU; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in den europäischen Kernmärkten und damit der Nähe zu den Industriekunden. Durch die Kooperation mit dem Mauritius Sugar Syndicate vermarktet Südzucker Weißzucker und Rohzucker aus dem AKP-Land in der EU. Die importierten Zuckermengen stärken die europäische Vertriebsplattform. Weitere Chancen können sich aus der Erzeugung von Industriezucker Non-Food und aus dem Zuckerexport außerhalb der EU ergeben. Beim weltweiten Zuckerverbrauch wird mit einer Steigerung um 2 bis 3 % pro Jahr von derzeit 168 Mio. t auf etwa 200 Mio. t für das Jahr 2020 gerechnet. Diese Aussichten stützen den Zuckerweltmarktpreis. Allerdings haben kurzfristig auch weitere Faktoren, insbesondere die Witterungsbedingungen in den Hauptanbaugebieten von Zuckerrohr und -rüben sowie die Positionen von Finanzinvestoren, einen wesentlichen Einfluss. Darüber hinaus ergeben sich für Südzucker über den Erwerb von ED&F Man zusätzliche Potenziale, an diesem Marktwachstum zu partizipieren. BENEO Daneben besitzt Südzucker durch den Ausbau des Segments Spezialitäten eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten. Ein wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten ist die Division BENEO, die vom langfristigen Trend hin zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. BENEO ist ein weltweit führender Anbieter von funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel, Getränke und Tierfutter und mit ihrer Palatinit-Produktlinie der weltweit führende Hersteller von auf Zucker basierenden Zuckeraustauschstoffen. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen weiter vorangetrieben. Freiberger Tiefkühlprodukte gehören in Europa zu den stetig wachsenden Segmenten der Nahrungsmittelbranche. Ein Ende dieses Trends zu Convenience Food ist nicht absehbar. Die im Bereich tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlter Pasta und Snacks tätige Freiberger-Gruppe nutzt ihre europaweit führende Position als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Neben den Vertriebsaktivitäten auf dem europäischen und dem asiatischen Markt werden diese auf den nordamerikanischen Markt ausgeweitet. PortionPack Europe Der europäische Marktführer gestaltet, produziert und vertreibt Portionsartikel. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig den Food-Bereich, aber auch einige Non-Food-Artikel. Dabei liegen die Hauptmärkte insbesondere im Food-Service-Bereich wie Hotels, Gastronomie und Catering. PortionPack kann seine Position im europäischen Markt durch internes und externes Wachstum, flexible Reaktion auf Kundenanforderungen sowie kontinuierliche Produktinnovationen festigen. Stärke Die Division Stärke legt den Schwerpunkt auf Spezialitätenprodukte, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen. Innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung, laufende Produktentwicklungen sowie ständige Kostenoptimierungen stehen dabei im Fokus. Beispiele sind die führende Position bei Bio-Stärken und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie oder im technischen Sektor die Führungsrolle bei Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Baustoffindustrie. CropEnergies Die Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung für Bioethanol und den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg bei Bioethanol und den zusätzlich erzeugten Lebens- und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. CropEnergies hat durch die Kapazitäten in Deutschland, Belgien und Frankreich und der Internationalisierung des Handels- und Logistiknetzwerks die Grundlage geschaffen, um vom künftigen Marktwachstum als einer der leistungsfähigsten europäischen Hersteller von Bioethanol zu profitieren. Frucht Das AGRANA-Fruchtsegment ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie sowie größter Produzent von Fruchtsaftkonzentraten aus Äpfeln, roten Früchten und Beeren auf dem europäischen Markt. Wachstumschancen ergeben sich in Ländern mit steigenden Einkommen, wie z. B. Russland, China und Brasilien. Auch der US-Markt, der nordafrikanische Raum und der Mittlere Osten werden intensiver bearbeitet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (§ 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB) Grundzüge Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der Südzucker AG hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Das System ist in den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wesentliche Bestandteile sind Grundsätze, Verfahren sowie Kontrollen, wie beispielsweise konzerneinheitliche Kontierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsvorgaben oder Prozesse zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Finanzberichterstattung. IFRS-Reporting-Guideline Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) stellen die einheitliche Bilanzierung und Bewertung der in den Südzucker-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sicher. Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und im betreffenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Die interne IFRS-Reporting-Guideline regelt die Südzucker-relevante Anwendung der IFRS und konkretisiert Bilanzierungssachverhalte. Der Inhalt der IFRS-Reporting-Guideline wird regelmäßig aktualisiert und an alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften kommuniziert. Internes Kontrollsystem, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess Das interne Kontrollsystem der Südzucker-Gruppe setzt sich aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem zusammen. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf dem Prinzip der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip sowie der Einhaltung der für wichtige integrative Geschäftsprozesse definierten Leitsätze und Richtlinien. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen. Das interne Kontrollsystem der Südzucker-Gruppe ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren zutreffende Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Daneben gewährleistet das interne Kontrollsystem auch die Abbildung und Plausibilisierung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der Südzucker-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Rechnungslegung. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände nie vollständig ausgeschlossen werden. Neue Erkenntnisse aus Fällen der eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontrollsystems führen zu entsprechenden Empfehlungen und Prozessänderungen und damit zu einer stetigen Verbesserung der Systeme. Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst. Internes Kontrollsystem, bezogen auf den Konsolidierungsprozess Die Erstellung des Konzernabschlusses der Südzucker-Gruppe erfolgt ebenfalls in einem mehrstufigen Prozess mithilfe eines gruppenweit einheitlichen IT-Konsolidierungssystems mit klar strukturierten Zugriffsberechtigungen. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten die Abschlüsse erstellt, kontrolliert und mit der Einspielung in das Konsolidierungssystem an die zentrale Konsolidierungsstelle bei der Südzucker AG übermittelt. Diese verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen, der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools. Interne Prüfung Der Prüfungsausschuss überwacht die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Die interne Revision prüft das interne Kontrollsystem, die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und konzerninternen Richtlinien sowie das Risikomanagementsystem. Sie entwickelt bei Bedarf Maßnahmen, die vom Management initiiert werden. Externe Prüfung Der Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können; zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. PROGNOSEBERICHT Gesamtwirtschaftliche Lage Nach einer Abschwächung des Wachstums in einer Vielzahl der bedeutenden Volkswirtschaften in 2012/13 wird davon ausgegangen, dass eine positive Trendumkehr in 2013/14 möglich ist. Allerdings bestehen weiterhin auch erhebliche Risiken, die einer wirtschaftlichen Belebung entgegenwirken können, wie z. B. die Verlangsamung des Wachstums in China, der Haushaltsstreit in den USA oder die fortgesetzte Staatsschuldenkrise in der EU. Es ist daher von zentraler Bedeutung, welche Signale durch die wichtigsten Zentralbanken, die US-amerikanische Fed, die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan, ausgesendet werden. Dies wird in der Folge definieren, ob das Inflationsrisiko weiterhin beherrscht werden kann und somit das Fundament für eine mögliche Erholung über 2013/14 hinaus besteht. Konzernentwicklung Im Geschäftsjahr 2013/14 erwarten wir einen leichten Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 8,0 (Vorjahr: 7,9) Mrd. €. Dabei gehen wir von stabilen Umsätzen in den Segmenten Zucker und CropEnergies sowie steigenden Umsätzen in den Segmenten Spezialitäten und Frucht aus. Nach dem Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2012/13 gehen wir für 2013/14 nicht davon aus, dieses außergewöhnliche Ergebnisniveau wieder erreichen zu können. Aus heutiger Sicht erwarten wir einen deutlichen Rückgang des operativen Konzernergebnisses auf rund 825 (Vorjahr: 974) Mio. €. Wir rechnen mit rückläufigen Ergebnissen in den Segmenten Zucker, Spezialitäten und CropEnergies. Im Segment Frucht gehen wir dagegen von einer deutlichen Ergebnissteigerung aus. Diese Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich das wirtschaftliche Umfeld im Spannungsfeld der weiter andauernden Euro- und Staatschuldenkrise nicht verschlechtert. Segment Zucker Im Segment Zucker erwarten wir im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Dabei steht einem rückläufigen Absatz bei Nichtquotenzucker ein leichter Anstieg beim Quotenzuckerabsatz gegenüber. Wir gehen von einem deutlich rückläufigen operativen Ergebnis aus. Dies ist maßgeblich auf den nun ganzjährig wirkenden Anstieg der Produktionskosten, ein niedrigeres Weltmarktpreisniveau und verminderte Absatzmöglichkeiten für Nichtquotenzucker zurückzuführen. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Mengenverhältnisse in der EU für den Verlauf des Geschäftsjahres von entscheidender Bedeutung sein. Segment Spezialitäten Im Segment Spezialitäten erwarten wir im Geschäftsjahr 2013/14 einen moderaten Umsatzanstieg. Beim operativen Ergebnis rechnen wir mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Während wir für die Divisionen Freiberger, BENEO und PortionPack insgesamt von einer stabilen Entwicklung ausgehen, wird die Division Stärke einen Rückgang verzeichnen. Ferner rechnen wir mit Belastungen aus operativen Anlaufverlusten der neuen Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf/Österreich. Das sich auf Gesamtjahresbasis abzeichnende durchschnittlich höhere Rohstoffkostenniveau kann nicht vollständig durch Absatz- und Erlössteigerungen kompensiert werden. Segment CropEnergies Im Geschäftsjahr 2013/14 will CropEnergies die erreichte Marktposition festigen. Dabei sollen sich die Produktions- und Absatzmengen in der Nähe der Rekordwerte des Vorjahrs bewegen. Gleichzeitig erwarten wir, dass sich die Marktpreise für Bioethanol und pflanzliche Proteine auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bewegen und die Produktionsanlagen weiterhin nahezu unter Vollauslastung betrieben werden können. Insgesamt rechnet CropEnergies mit einer stabilen Umsatzentwicklung. Nachdem das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2012/13 aufgrund der besonders günstigen Konstellation von Rohstoffkosten und Produkterlösen einen Rekordwert erreichte, geht CropEnergies aufgrund höherer Preise für Rohstoffe, insbesondere Getreide, von einer normalisierten Ertragslage aus. Entsprechend wird nach einem unterdurchschnittlichen 1. Quartal 2013/14 ein operatives Ergebnis in der Bandbreite von 50 bis 60 Mio. € erwartet. Segment Frucht Im Segment Frucht gehen wir 2013/14 von einer Umsatzsteigerung sowohl bei Fruchtzubereitungen als auch bei Fruchtsaftkonzentraten aus. Gleichzeitig wird sich das operative Ergebnis deutlich verbessern, wozu ebenfalls beide Divisionen beitragen. Dabei erwarten wir eine Fortsetzung der nun insgesamt wieder stabil wachsenden Absatzentwicklung bei Fruchtzubereitungen. Auch bei Fruchtsaftkonzentraten soll der Absatz weiter zulegen, getragen auch von der nun ganzjährigen Konsolidierung des Joint Ventures mit Ybbstaler. Investitionen Im Geschäftsjahr 2012/13 stiegen die Investitionen weiter an. Auch für die kommenden Geschäftsjahre 2013/14 und 2014/15 planen wir eine Anhebung des Investitionsvolumens in Sachanlagen, das weiterhin die Basis für zukünftiges internes Wachstum und Kosteneinsparungen legen wird. Mittelfristige Perspektive Für das Geschäftsjahr 2014/15 erwarten wir einen Konzernumsatz auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2013/14 bei einer stabilen Umsatzentwicklung in allen Segmenten. Für das operative Konzernergebnis 2014/15 gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, an das hohe Niveau des Geschäftsjahres 2013/14 anknüpfen zu können. Das Segment Zucker sollte - nach dem Ergebnisrückgang 2013/14 durch geringere Nichtquotenzuckerabsätze, rückläufige Weltmarktpreise und höhere Produktionskosten - im Geschäftsjahr 2014/15 an dieses Niveau anschließen. In den Segmenten Spezialitäten, CropEnergies und Frucht planen wir insgesamt - bei einem sich stabilisierenden Rohstoffpreisniveau - ein moderates Ergebniswachstum gegenüber 2013/14. Dieser Zuwachs wird von einem stabilen Absatzwachstum in den Segmenten Spezialitäten und Frucht getragen. Bei CropEnergies erwarten wir bei einem weiterhin hohen Auslastungsniveau ein Ergebnis auf dem Niveau von 2013/14. KONZERNJAHRESABSCHLUSS KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG1 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 scroll Mio. € Anhang 2012/13 2011/12 +/- in % Gewinn-und-Verlust-Rechnung Umsatzerlöse (6) 7.878,8 6.991,9 12,7 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen (7) 217,0 531,9 -59,2 Sonstige betriebliche Erträge (8) 91,8 117,3 -21,7 Materialaufwand (9) -5.160,2 -4.925,2 4,8 Personalaufwand (10) -807,7 -740,6 9,1 Abschreibungen (11) -274,1 -264,4 3,7 Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -988,7 -951,9 3,9 Ergebnis der Betriebstätigkeit (13) 956,9 759,0 26,1 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen (14) 13,1 0,9 > 100 Finanzerträge (15) 49,9 48,4 3,1 Finanzaufwendungen (15) -152,9 -147,9 3,4 Ergebnis vor Ertragsteuern 867,0 660,4 31,3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) -132,2 -145,5 -9,1 Jahresüberschuss (18) 734,8 514,9 42,7 davon Aktionäre der Südzucker AG 593,1 376,3 57,6 davon Hybrid-Eigenkapital 26,2 26,2 0,0 davon sonstige nicht beherrschende Anteile 115,5 112,4 2,8 Ergebnis je Aktie (€) (18) 3,08 1,99 54,8 Verwässerungseffekt -0,14 -0,10 40,0 Verwässertes Ergebnis je Aktie (€) 2,94 1,89 55,6 Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen Jahresüberschuss 734,8 514,9 42,7 Marktbewertung Sicherungsinstrumente (Cashflow Hedge) nach latenten Steuern -3,1 -10,0 -69,0 Marktbewertung der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (Available for Sale) nach latenten Steuern 0,3 -3,2 - Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe nach latenten Steuern -0,3 -2,7 -88,9 Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen2 -10,7 -10,4 2,9 Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen -13,8 -26,3 -47,5 Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen nach latenten Steuern -91,8 -45,5 > 100 Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (19) -105,6 -71,8 47,1 Gesamtergebnis 629,2 443,1 42,0 davon Aktionäre der Südzucker AG 494,4 315,3 56,8 davon Hybrid-Eigenkapital 26,2 26,2 0,0 davon sonstige nicht beherrschende Anteile 108,6 101,6 6,9 Unter Ziffer (6) bis (19) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung gegeben. 1 Der Ausweis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung gemäß des geänderten IAS 1 wurde bereits angepasst. Weitere Angaben werden unter Ziffer (1) des Anhangs gegeben. 2 Inklusive at Equity einbezogener Unternehmen. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 scroll Mio. € 2012/13 2011/12 +/- in % Jahresüberschuss 734,8 514,9 42,7 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte einschließlich Finanzanlagen 277,0 264,4 4,8 Abnahme (-)/Zunahme (+) langfristiger Rückstellungen und latenter Steuerschulden sowie Abnahme (+)/Zunahme (-) latenter Steueransprüche 24,7 23,4 5,6 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-)/Aufwendungen (+) -40,1 20,1 - Cashflow 996,4 822,8 21,1 Gewinne (-)/Verluste (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten und von Wertpapieren 2,0 -18,2 - Abnahme (-)/Zunahme (+) der kurzfristigen Rückstellungen 5,5 -4,2 - Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte -257,6 -837,6 -69,2 Abnahme (-)/Zunahme (+) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) 32,4 535,9 -94,0 Zunahme (-)/Abnahme (+) des Working Capitals -219,7 -305,9 -28,2 I. Mittelzufluss (+)/-abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit 778,7 498,7 56,1 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -338,2 -276,1 22,5 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen -182,5 -10,1 > 100 Investitionen -520,7 -286,2 81,9 Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 16,6 32,6 -49,1 Aus- (-)/Einzahlungen (+) für den Kauf/Verkauf von Wertpapieren 67,8 43,9 54,4 II. Mittelabfluss (-)/-zufluss (+) aus Investitionstätigkeit -436,3 -209,7 > 100 Kapitalherabsetzung (-)/-erhöhung (+)/Erwerb (-)/Verkauf (+) eigener Aktien 291,2 -4,6 - Gewinnausschüttungen -207,7 -168,0 23,6 Tilgung Wandelanleihe (Vorjahr: Tilgung der Anleihe 2002/2012) -246,1 -499,6 -50,7 Rückführung (-)/Begebung (+) von Commercial Papers -149,8 149,8 - Aufnahme der Anleihe 2011/2018 0,0 396,5 -100,0 Sonstige Tilgungen (-)/Aufnahmen (+) -56,2 92,8 - Tilgung (-)/Aufnahme (+) von Finanzverbindlichkeiten -452,1 139,5 - III. Mittelabfluss (-)/-zufluss (+) aus Finanzierungstätigkeit -368,6 -33,1 > 100 Veränderung der flüssigen Mittel (Summe aus I., II. und III.) -26,2 255,9 - Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen -1,4 -4,4 -68,2 aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises 9,6 0,0 - Abnahme (-)/Zunahme (+) der flüssigen Mittel -18,0 251,5 - Flüssige Mittel am Anfang der Periode 501,5 250,0 > 100 Flüssige Mittel am Ende der Periode 483,5 501,5 -3,6 scroll Mio. € Anhang 2012/13 2011/12 +/- in % Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen 9,3 2,3 > 100 Zinseinzahlungen (20) 31,2 38,1 -18,1 Zinsauszahlungen (20) -57,1 -79,4 -28,1 Steuerzahlungen (20) -138,0 -73,8 87,0 Unter Ziffer (20) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung gegeben. KONZERN-BILANZ 28. Februar 2013 Aktiva scroll Mio. € Anhang 28.02.2013 29.02.2012 +/- in % Immaterielle Vermögenswerte (21) 1.189,4 1.191,6 -0,2 Sachanlagen (22) 2.633,4 2.554,1 3,1 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen (23) 190,1 12,3 > 100 Sonstige Beteiligungen (23) 30,2 33,7 -10,4 Wertpapiere (23), (30) 105,5 105,1 0,4 Sonstige Vermögenswerte (25) 44,2 9,0 > 100 Aktive latente Steuern (16) 120,0 130,7 -8,2 Langfristige Vermögenswerte 4.312,8 4.036,5 6,8 Vorräte (24) 2.567,6 2.323,7 10,5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) 1.025,7 945,5 8,5 Sonstige Vermögenswerte (25) 281,4 357,1 -21,2 Laufende Ertragsteuerforderungen 91,4 16,2 > 100 Wertpapiere (30) 42,1 108,1 -61,1 Flüssige Mittel (30) 483,5 501,5 -3,6 Kurzfristige Vermögenswerte 4.491,7 4.252,1 5,6 Bilanzsumme 8.804,5 8.288,6 6,2 Passiva Mio. € Anhang 28.02.2013 29.02.2012 +/- in % Ausgegebenes gezeichnetes Kapital 204,2 189,4 7,8 Nennwert eigene Aktien 0,0 -0,4 -100,0 Ausstehendes gezeichnetes Kapital 204,2 189,0 8,0 Kapitalrücklage 1.614,9 1.189,3 35,8 Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalpositionen 1.445,3 1.237,9 16,8 Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG 3.264,4 2.616,2 24,8 Hybrid-Eigenkapital 683,9 683,9 0,0 Sonstige nicht beherrschende Anteile 782,8 669,1 17,0 Eigenkapital (26) 4.731,1 3.969,2 19,2 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (27) 683,2 546,1 25,1 Sonstige Rückstellungen (28) 185,4 173,6 6,8 Langfristige Finanzverbindlichkeiten (30) 808,2 931,4 -13,2 Sonstige Verbindlichkeiten (29) 16,4 13,1 25,2 Passive latente Steuern (16) 87,8 140,5 -37,5 Langfristige Schulden 1.781,0 1.804,7 -1,3 Sonstige Rückstellungen (28) 189,0 183,6 2,9 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (30) 287,3 574,0 -49,9 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) 1.316,9 1.234,4 6,7 Sonstige Verbindlichkeiten (29) 412,6 437,8 -5,8 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 86,6 84,9 2,0 Kurzfristige Schulden 2.292,4 2.514,7 -8,8 Bilanzsumme 8.804,5 8.288,6 6,2 Nettofinanzschulden 464,4 790,7 -41,3 Eigenkapitalquote 53,7 % 47,9 % Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) 9,8 % 19,9 % Unter den Ziffern (16) und (21) bis (30) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Konzern-Bilanz gegeben. ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS1 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 scroll Mio. € Ausgegebenes gezeichnetes Kapital Nennwert eigene Aktien Kapitalrücklage Sonstige Eigenkapital- posten Gewinnrücklagen Eigenkap. der Aktionäre der Südzucker AG 1. März 2011 189,4 0,0 1.189,3 16,2 1.017,4 2.412,3 Marktbewertungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen -13,8 -13,8 Währungsdifferenzen2 -3,9 -3,9 Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen -17,7 -17,7 Veränderung versicherungsmathematischer und ähnlicher Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen Verpflichtungen -43,3 -43,3 Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -17,7 -43,3 -61,0 Jahresüberschuss 376,3 376,3 Gesamtergebnis -17,7 333,0 315,3 Ausschüttungsverpflichtungen -104,1 -104,1 Kapitalerhöhung/-herabsetzung 0,0 0,0 0,0 0,0 Eigene Aktien 0,0 -0,4 0,0 -8,0 -8,4 Sonstige Veränderungen 1,1 1,1 29. Februar 2012 189,4 -0,4 1.189,3 -1,5 1.239,4 2.616,2 1. März 2012 189,4 -0,4 1.189,3 -1,5 1.239,4 2.616,2 Marktbewertungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen -3,6 -3,6 Währungsdifferenzen2 -7,0 -7,0 Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen -10,6 -10,6 Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen -88,1 -88,1 Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -10,6 -88,1 -98,7 Jahresüberschuss 593,1 593,1 Gesamtergebnis -10,6 505,0 494,4 Ausschüttungsverpflichtungen -132,1 -132,1 Kapitalerhöhung/-herabsetzung 14,8 420,9 -161,3 274,4 Eigene Aktien 0,0 0,4 4,7 8,0 13,1 Sonstige Veränderungen -1,6 -1,6 28. Februar 2013 204,2 0,0 1.614,9 -12,1 1.457,4 3.264,4 scroll Mio. € Hybrid- Eigenkapital Sonstige nicht beherrschende Anteile Eigenkapital 1. März 2011 683,9 590,5 3.686,7 Marktbewertungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen 0,0 -2,1 -15,9 Währungsdifferenzen2 0,0 -6,5 -10,4 Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen 0,0 -8,6 -26,3 Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen 0,0 -2,2 -45,5 Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0,0 -10,8 -71,8 Jahresüberschuss 26,2 112,4 514,9 Gesamtergebnis 26,2 101,6 443,1 Ausschüttungsverpflichtungen -26,2 -27,2 -157,5 Kapitalerhöhung/-herabsetzung 0,0 3,8 3,8 Eigene Aktien -8,4 Sonstige Veränderungen 0,0 0,4 1,5 29. Februar 2012 683,9 669,1 3.969,2 1. März 2012 683,9 669,1 3.969,2 Marktbewertungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen 0,0 0,5 -3,1 Währungsdifferenzen2 0,0 -3,7 -10,7 Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen 0,0 -3,2 -13,8 Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen 0,0 -3,7 -91,8 Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0,0 -6,9 -105,6 Jahresüberschuss 26,2 115,5 734,8 Gesamtergebnis 26,2 108,6 629,2 Ausschüttungsverpflichtungen -26,2 -38,9 -197,2 Kapitalerhöhung/-herabsetzung 0,0 3,8 278,2 Eigene Aktien 13,1 Sonstige Veränderungen 0,0 40,2 38,6 28. Februar 2013 683,9 782,8 4.731,1 Unter Ziffer (26) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapital gegeben. 1 Der Ausweis der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals gemäß des geänderten IAS 1 wurde bereits angepasst. Weitere Angaben werden unter Ziffer (1) des Anhangs gegeben. 2 Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen (inkl. at Equity einbezogener Unternehmen). ENTWICKLUNG DER DIREKT IM KONZERN-EIGENKAPITAL ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN1 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 scroll Sonstige Eigenkapitalposten Mio. € Marktbewertung Sicherungs- instrumente (Cashflow Hedge) Marktbewertung zur Veräußerung verfügbarer Wertpapiere (Available for Sale) Währungs- differenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Konsolidierungs- bedingte Währungs- differenzen (inkl. at Equity einbezogener Unternehmen) Summe aller zukünftig in die Gewinn- und-Verlust- Rechnung umzugliedernde Erträge und Aufwendungen 1. März 2011 9,7 7,4 -7,6 -3,0 6,5 Erfolgsneutrale Änderung 0,2 -3,2 -3,2 -10,4 -16,6 Erfolgswirksame Realisierung -14,3 -14,3 Latente Steuern 4,1 0,0 0,5 4,6 29. Februar 2012 -0,3 4,2 -10,3 -13,4 -19,8 1. März 2012 -0,3 4,2 -10,3 -13,4 -19,8 Erfolgsneutrale Änderung -4,2 0,3 -0,4 -10,7 -15,0 Erfolgswirksame Realisierung -0,2 -0,2 Latente Steuern 1,3 0,0 0,1 1,4 28. Februar 2013 -3,4 4,5 -10,6 -24,1 -33,6 scroll Gewinnrücklagen Mio. € Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste Summe aller erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 1. März 2011 -62,3 -55,8 Erfolgsneutrale Änderung -64,7 -81,3 Erfolgswirksame Realisierung -14,3 Latente Steuern 19,2 23,8 29. Februar 2012 -107,8 -127,6 1. März 2012 -107,8 -127,6 Erfolgsneutrale Änderung -129,9 -144,9 Erfolgswirksame Realisierung -0,2 Latente Steuern 38,1 39,5 28. Februar 2013 -199,6 -233,2 Unter Ziffer (19) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zu erfolgsneutral im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen gegeben. 1 Der Ausweis der Entwicklung der direkt im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen gemäß des geänderten IAS 1 wurde bereits angepasst. Weitere Angaben werden unter Ziffer (1) des Anhangs gegeben. Anhang Segmentberichterstattung Segmentierung nach Geschäftsbereichen scroll Mio. € 2012/13 2011/12 +/- in % Südzucker-Konzern Umsatzerlöse (brutto) 8.249,1 7.290,2 13,2 Konsolidierung -370,3 -298,3 24,1 Umsatzerlöse 7.878,8 6.991,9 12,7 EBITDA 1.247,7 1.015,3 22,9 EBITDA-Marge 15,8 % 14,5 % Abschreibungen -274,1 -264,0 3,8 Operatives Ergebnis 973,6 751,3 29,6 Operative Marge 12,4 % 10,7 % Ergebnis Restrukturierung/Sondereinflüsse -16,7 7,7 - Ergebnis der Betriebstätigkeit 956,9 759,0 26,1 Investitionen in Sachanlagen1 338,2 276,1 22,5 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen 182,5 10,1 > 100 Investitionen gesamt 520,7 286,2 81,9 Capital Employed 5.950,0 5.707,0 4,3 Return on Capital Employed 16,4 % 13,2 % Mitarbeiter 17.940 17.489 2,6 Segment Zucker Umsatzerlöse (brutto) 4.523,3 3.936,5 14,9 Konsolidierung -290,9 -208,3 39,7 Umsatzerlöse 4.232,4 3.728,2 13,5 EBITDA 831,3 626,5 32,7 EBITDA-Marge 19,6 % 16,8 % Abschreibungen -122,1 -115,6 5,6 Operatives Ergebnis 709,2 510,9 38,8 Operative Marge 16,8 % 13,7 % Ergebnis Restrukturierung/Sondereinflüsse 6,2 13,7 -54,7 Ergebnis der Betriebstätigkeit 715,4 524,6 36,4 Investitionen in Sachanlagen1 203,4 145,5 39,8 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen 180,7 3,6 > 100 Investitionen gesamt 384,1 149,1 > 100 Capital Employed 3.158,3 2.984,4 5,8 Return on Capital Employed 22,5 % 17,1 % Mitarbeiter 8.034 7.976 0,7 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. scroll Mio. € 2012/13 2011/12 +/- in % Segment Spezialitäten Umsatzerlöse (brutto) 1.895,8 1.851,3 2,4 Konsolidierung -34,1 -45,5 -25,1 Umsatzerlöse 1.861,7 1.805,8 3,1 EBITDA 214,1 230,7 -7,2 EBITDA-Marge 11,5 % 12,8 % Abschreibungen -81,9 -81,5 0,5 Operatives Ergebnis 132,2 149,2 -11,4 Operative Marge 7,1 % 8,3 % Ergebnis Restrukturierung/Sondereinflüsse -3,8 -3,5 8,6 Ergebnis der Betriebstätigkeit 128,4 145,7 -11,9 Investitionen in Sachanlagen1 88,8 73,7 20,5 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen 1,8 0,0 - Investitionen gesamt 90,6 73,7 22,9 Capital Employed 1.390,1 1.391,5 -0,1 Return on Capital Employed 9,5 % 10,7 % Mitarbeiter 4.401 4.381 0,5 Segment CropEnergies Umsatzerlöse (brutto) 688,7 572,1 20,4 Konsolidierung -44,1 -43,2 2,1 Umsatzerlöse 644,6 528,9 21,9 EBITDA 119,0 84,3 41,2 EBITDA-Marge 18,5 % 15,9 % Abschreibungen -32,0 -31,3 2,2 Operatives Ergebnis 87,0 53,0 64,2 Operative Marge 13,5 % 10,0 % Ergebnis Restrukturierung/Sondereinflüsse 0,0 -1,1 -100,0 Ergebnis der Betriebstätigkeit 87,0 51,9 67,6 Investitionen in Sachanlagen1 11,1 14,4 -22,9 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen 0,0 0,0 - Investitionen gesamt 11,1 14,4 -22,9 Capital Employed 501,5 518,9 -3,4 Return on Capital Employed 17,3 % 10,2 % Mitarbeiter 321 310 3,5 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. scroll Mio. € 2012/13 2011/12 +/- in % Segment Frucht Umsatzerlöse (brutto) 1.141,3 930,3 22,7 Konsolidierung -1,2 -1,3 -7,7 Umsatzerlöse 1.140,1 929,0 22,7 EBITDA 83,3 73,8 12,9 EBITDA-Marge 7,3 % 7,9 % Abschreibungen -38,1 -35,6 7,0 Operatives Ergebnis 45,2 38,2 18,3 Operative Marge 4,0 % 4,1 % Ergebnis Restrukturierung/Sondereinflüsse -19,1 -1,4 > 100 Ergebnis der Betriebstätigkeit 26,1 36,8 -29,1 Investitionen in Sachanlagen1 34,9 42,5 -17,9 Investitionen in Finanzanlagen/Akquisitionen 0,0 6,5 -100,0 Investitionen gesamt 34,9 49,0 -28,8 Capital Employed 900,1 812,2 10,8 Return on Capital Employed 5,0 % 4,7 % Mitarbeiter 5.184 4.822 7,5 Die Berichtssegmente der Südzucker-Gruppe sind entsprechend IFRS 8 (Operative Segmente) an der internen Berichtsstruktur ausgerichtet. Die Südzucker-Gruppe berichtet in den vier Segmenten Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Das Segment Zucker umfasst die Zuckerproduktion sowie den Geschäftsbereich Landwirtschaft. Das Segment Spezialitäten beinhaltet die Aktivitäten der vier Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe sowie die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der AGRANA. BENEO produziert und vermarktet Inhaltsstoffe aus natürlichen Rohstoffen für Lebens- und Futtermittel. Die Freiberger-Gruppe ist Produzent von tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlten Pasta-Gerichten und Snacks. Die PortionPack Europe-Gruppe ist spezialisiert auf Portionsartikel. Die Division Stärke umfasst neben der österreichischen Stärkeproduktion auch Stärkeunternehmen in Ungarn und Rumänien sowie die Bioethanolproduktion in Österreich und Ungarn. Die Bioethanolaktivitäten der Südzucker-Gruppe in Deutschland, Belgien und Frankreich sind im Segment CropEnergies gebündelt. Das Segment Frucht umfasst die beiden Divisionen Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) und Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice). Die strategische Ausrichtung der Segmente ist im Konzernlagebericht im Kapitel "Leitlinien und Unternehmensstrategie" und die Organisation im Kapitel "Konzernstruktur und Unternehmenssteuerung" beschrieben. Das in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Ergebnis der Betriebstätigkeit setzt sich aus dem operativen Ergebnis und dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen zusammen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit ist dabei eine Kennzahl, die eine Vergleichsgröße für Unternehmen mit unterschiedlichen Finanzstrukturen und Steuersystemen darstellt, indem der Jahresüberschuss um das Finanzergebnis, das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen und den Steueraufwand bereinigt wird. Das operative Ergebnis ist das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis der Betriebstätigkeit. Sondereinflüsse sind im laufenden Geschäftsbetrieb nicht regelmäßig wiederkehrende wie auch aperiodische Ergebniseinflüsse bzw. einmalige Ergebniseffekte. Das operative Ergebnis dient als Basis der internen Unternehmenssteuerung. Die operative Marge errechnet sich als Quotient aus operativem Ergebnis und Umsatzerlösen. Das Capital Employed spiegelt das in den Segmenten und im Konzern gebundene operative Kapital wider. Es setzt sich aus dem Sachanlagevermögen einschließlich immaterieller Vermögenswerte sowie dem Working Capital (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen) zusammen. Zur einheitlichen Darstellung des aus Konzernsicht tatsächlich gebundenen Kapitals werden die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Segment Frucht wie auf Ebene der unmittelbaren Muttergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG voll aufgedeckt. Das Working Capital umfasst nur originär unverzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Gesamtkapitalrendite ROCE (Return on Capital Employed) bezieht das operative Ergebnis auf das Capital Employed. 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Capital Employed scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Operatives Ergebnis 973,6 751,3 Geschäfts- oder Firmenwerte 1.259,6 1.254,1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 42,3 50,9 Sachanlagen 2.633,4 2.554,1 Unverzinsliche Forderungen 1.287,1 1.272,3 Vorräte 2.567,6 2.323,7 ./. Kurzfristige Rückstellungen -189,0 -183,6 ./. Unverzinsliche Verbindlichkeiten -1.651,0 -1.564,5 Working Capital 2.014,7 1.847,9 Capital Employed 5.950,0 5.707,0 Return on Capital Employed 16,4 % 13,2 % Zur Erläuterung des operativen Ergebnisses und des Capital Employed wird auf die Angaben zu den einzelnen Segmenten im Kapitel "Geschäftsentwicklung in den Segmenten", die Angaben zum Wertmanagement im Kapitel "Konzernstruktur und Unternehmenssteuerung" und auf das Kapitel "Wertbeitrag, Kapitalstruktur und Dividende" im Konzernlagebericht verwiesen. Die Geschäfte zwischen den Segmenten - mit Umsatzerlösen von 370,3 (298,3) Mio. € - erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Segmentierung nach Regionen scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Umsatzerlöse mit Dritten Deutschland 1.991,2 1.756,2 Übrige EU 4.607,3 4.084,5 Übriges Ausland 1.280,3 1.151,2 7.878,8 6.991,9 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) Deutschland 109,8 71,1 Übrige EU 200,6 168,8 Übriges Ausland 27,8 36,2 338,2 276,1 Buchwerte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- und Firmenwerte) Deutschland 803,0 792,0 Übrige EU 1.556,4 1.492,5 Übriges Ausland 316,3 320,5 2.675,7 2.605,0 scroll 2012/13 2011/12 Mitarbeiter Deutschland 4.099 4.032 Übrige EU 9.410 9.147 Übriges Ausland 4.431 4.310 17.940 17.489 Die Umsatzerlöse mit Dritten bestimmen sich nach der Lieferdestination. Die regionale Zuteilung des Segmentvermögens und der Investition erfolgt nach den Ländern, in denen die Tochterunternehmen der Südzucker-Gruppe ihren Sitz haben. Allgemeine Erläuterungen (1) Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat ihren Sitz in der Theodor-Heuss-Anlage 12 in 68165 Mannheim/Deutschland; die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB-Nr. 42 beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Gemäß § 2 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom 22. November 2012 ist der Gegenstand des Unternehmens die Herstellung von Zucker, dessen Verkauf, die Verwertung der sich ergebenden Nebenerzeugnisse und der Betrieb der Landwirtschaft. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich auch an anderen Unternehmungen zu beteiligen, solche zu erwerben und alle Geschäfte zu unternehmen, welche zur Erreichung oder Förderung des Gesellschaftszwecks unmittelbar oder mittelbar als dienlich erscheinen. Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Südzucker AG sowie ihre Tochterunternehmen. Südzucker hat den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Südzucker AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Konzernabschluss zum 28. Februar 2013 ist am 22. April 2013 vom Vorstand freigegeben und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss erfolgt am 6. Mai 2013 und die Prüfung sowie die Billigung durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 15. Mai 2013. Datum der Veröffentlichung ist der 16. Mai 2013. Südzucker erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro; alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden regelmäßig in Klammern dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Neben der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie eine Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen umfasst, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Bilanz wird die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals gezeigt. Die Angaben im Anhang enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, sofern unter Ziffer (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nicht etwas anderes berichtet wird. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2012/13 war von Südzucker der geänderte IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben - 2010) verpflichtend anzuwenden. Die Änderung des IFRS 7 betrifft Angaben zur Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten bei Übertragung; die Änderungen sind für Südzucker nicht einschlägig. In der nachfolgenden Übersicht sind die Standards und Interpretationen aufgeführt, die ab dem Geschäftsjahr 2013/14 oder später anzuwenden sind bzw. vom IASB veröffentlicht wurden, aber noch nicht von der EU anerkannt worden sind. Bei den noch nicht von der EU anerkannten Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. Mit Ausnahme der Änderungen von IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" hat Südzucker keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. scroll Verabschiedung durch den IASB Standard / Interpretation Anerkennung durch die EU Voraussichtliche Auswirkungen auf Südzucker 1 IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderung) 16.06.2011 05.06.2012 Die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses wurde dahingehend geändert, dass die im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten in zwei Kategorien unterteilt werden: Posten, die in Zukunft über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gebucht werden (sog. Recycling), und Posten, die nicht recycled werden. Die Darstellung wurde von Südzucker bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2012/13 angepasst und hat zu einer entsprechenden Änderung in der Darstellung des sonstigen Ergebnisses geführt. 1 IAS 12 Ertragsteuern (Änderung) 20.12.2010 11.12.2012 Die Bewertung latenter Steuern von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt künftig unter der Annahme, dass eine Veräußerung beabsichtigt wird. Die Änderung hat keine Auswirkung auf den Südzucker-Konzernabschluss, da es derzeit keine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien gibt. 1 IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (Neufassung) 16.06.2011 05.06.2012 Die wesentliche Änderung besteht darin, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort bei Entstehung vollständig erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis des Eigenkapitals zu erfassen sind. Die bisher zulässige Abgrenzung nach dem Korridoransatz und auch eine sofortige Erfassung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind nicht mehr zulässig. Daneben darf künftig der Ertrag aufgrund der erwarteten Verzinsung des Planvermögens lediglich in Höhe des Diskontierungssatzes der Verpflichtung erfasst werden. Im Übrigen werden die Anhangsangaben deutlich ausgeweitet. Darüber hinaus enthält die Neuregelung des IAS 19 Klarstellungen zum Inhalt von "kurzfristig fälligen" und "sonstigen langfristigen Leistungen", zu "Plankürzungen", zur Verteilung des "nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands" sowie zur Definition von Zahlungen mit Abfindungscharakter. Südzucker hat die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bereits in 2011/12 umgestellt. Aus den übrigen Änderungen werden bei den Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen gegenläufige Effekte erwartet, die insgesamt im unteren einstelligen Millionenbereich liegen. 2 IAS 27 Einzelabschlüsse (Neufassung) 12.05.2011 11.12.2012 Der Standard wird von "Konzern- und Einzelabschlüsse" in "Einzelabschlüsse" umbenannt und umfasst künftig nur noch Regelungen zu IFRS-Einzelabschlüssen. 2 IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts-unternehmen (Neufassung) 12.05.2011 11.12.2012 Der Anwendungsbereich von IAS 28 wird auf Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen ausgedehnt (vgl. Erläuterungen zu IFRS 11). 2 IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung (Änderung) 16.12.2011 13.12.2012 Die Änderung betrifft Klarstellungen zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden. Südzucker erwartet keine wesentlichen Auswirkungen. 1 IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben (Änderung) 07.10.2010 13.12.2012 Die Änderungen führen zu erweiterten Anhangangaben zu Saldierungsvorgängen. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Südzucker-Konzern erwartet. Anwendungspflicht für Südzucker ab Geschäftsjahr: 1 2013/14 2 2014/15 3 2015/16 scroll Verabschiedung durch den IASB Standard / Interpretation Anerkennung durch die EU Voraussichtliche Auswirkungen auf Südzucker 3 IFRS 9 Finanzinstrumente 16.12.2011 nein Der neue Standard IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Ergänzend wurde bereits eine Überarbeitung des verabschiedeten Standards begonnen. Die Kategorien und die damit verbundenen Bewertungsmaßstäbe werden neu festgelegt. Das bisherige Klassifizierungs- und Bewertungsmodell des IAS 39 soll wegfallen. Der vorgesehene Erstanwendungszeitpunkt wurde verschoben. Die Verzögerung resultiert aus den noch ausstehenden Publikationen der zweiten Phase (Wertminderung) und dritten Phase (Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung) des IFRS 9. Südzucker bilanziert weitgehend wie unter den neuen Standards vorgesehen, so dass keine wesentlichen Auswirkungen auf den Südzucker-Konzernabschluss erwartet werden. 2 IFRS 10 Konzernabschlüsse 12.05.2011 11.12.2012 IFRS 10 ersetzt die im IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse) und SIC 12 (Konsolidierung Zweckgesellschaften) enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. IFRS 10 ändert die Definition der Beherrschung dahingehend, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewendet werden. Die geänderte Definition von Beherrschung setzt Verfügungsmacht und variable Rückflüsse für das Vorliegen eines Beherrschungsverhältnisses voraus. Südzucker erwartet keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. 2 IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 12.05.2011 11.12.2012 Mit den neuen Vorschriften werden zwei Arten von gemeinschaftlichen Vereinbarungen - gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen - definiert. Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Partnerunternehmen eines Gemeinschaftsunternehmens haben verpflichtend die Equity-Bilanzierung anzuwenden. Die Regelungen für Unternehmen, die an gemeinschaftlichen Tätigkeiten beteiligt sind, werden mit den derzeit geltenden Bilanzierungsvorschriften für gemeinschaftliche Vermögenswerte oder gemeinschaftliche Tätigkeiten vergleichbar. Südzucker bezieht derzeit acht Unternehmen anteilsmäßig in den Konzernabschluss ein. Die Umstellung auf die Equity-Bilanzierung wird insbesondere Auswirkungen auf den Ausweis in den Umsatzerlösen, im operativen Ergebnis sowie in der Bilanz haben. 2 IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 12.05.2011 11.12.2012 IFRS 12 legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den Standards IFRS 10 (Konzernabschlüsse), IFRS 11 (gemeinschaftliche Vereinbarungen) und IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) bilanzieren. Der Umfang der Angaben wird sich dadurch erhöhen. 1 IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 12.05.2011 11.12.2012 IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist, und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert; der Standard enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Die Anwendung wird zu weiteren Anhangangaben führen. 1 Diverse Annual Improvements Project 2009-2011 17.05.2012 27.03.2013 Die Verbesserungen betreffen im Wesentlichen IAS 1 - Klarstellung der Vorschriften für Vergleichsinformationen, IAS 16 - Klassifizierung von Wartungsgeräten, IAS 32 - Steuereffekte bei Ausschüttungen an Eigenkapitalgeber und IAS 34 - Segmentangaben für das Gesamtvermögen und Gesamtschulden im Rahmen der Zwischenberichterstattung. 1 IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau 19.10.2011 11.12.2012 IFRIC 20 regelt die bilanzielle Abbildung von Abraumbeseitigungskosten im Tagebau. Es gibt im Südzucker-Konzern keine Geschäftsvorfälle, die in diesen Anwendungsbereich fallen. Anwendungspflicht für Südzucker ab Geschäftsjahr: 1 2013/14 2 2014/15 3 2015/16 (2) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der Südzucker AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Südzucker AG unmittelbar oder mittelbar über die Beherrschung verfügt. Zum Bilanzstichtag wurden - neben der Südzucker AG - 158 (156) Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss erfasst. Insgesamt sind vier Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden, wovon zwei verschmolzen und zwei liquidiert wurden. Daneben wurden eine neu gegründete Gesellschaft und zwei bestehende Beteiligungen erstmalig einbezogen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung von Ybbstaler erhöhte sich der Konsolidierungskreis um drei Gesellschaften. Die Auswirkung der Veränderung des Konsolidierungskreises auf den Konzernabschluss stellt sich wie folgt dar: scroll Mio. € Veränderungen des Konsolidierungskreises 28./29. Februar 2013 2012 Langfristiges Vermögen 31,7 3,7 Vorräte 104,6 6,7 Forderungen und andere Vermögenswerte 35,0 6,6 Flüssige Mittel und Wertpapiere 18,8 0,8 Kurzfristiges Vermögen 158,4 14,1 Summe Aktiva 190,1 17,8 Eigenkapital 45,1 1,6 Langfristige Schulden 3,3 0,0 Kurzfristige Schulden 141,7 16,2 Summe Passiva 190,1 17,8 Umsatzerlöse 100,3 8,4 - Nettoaufwendungen -99,1 -8,0 = Jahresfehlbetrag/-überschuss 1,2 0,4 Die Endkonsolidierungen waren von untergeordneter Bedeutung und betrafen ausschließlich Verschmelzungen und Liquidationen. Am 1. Juni 2012 fand das Closing des Zusammenschlusses der AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf/Österreich, mit der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Allhartsberg/Österreich, statt. Die AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf/Österreich fungierte bis zum 31. Mai 2012 als Muttergesellschaft der Juice-Aktivitäten. Seit dem 1. Juni 2012 sind die Juice-Aktivitäten in der AUSTRIA JUICE GmbH (vormals: YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH), Allhartsberg/Österreich, gebündelt. Die AUSTRIA JUICE GmbH wird zu 50,01 % von AGRANA und zu 49,99 % von der RWA Raiffeisen Ware Austria (RWA), Wien/Österreich, gehalten und im Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG vollkonsolidiert. Im Rahmen des Closings wurden zwei Ybbstaler-Gesellschaften und die Anteile der AGRANA-Juice-Gesellschaften in die AUSTRIA JUICE GmbH eingebracht. Die beiden Ybbstaler-Gesellschaften Ybbstaler Fruit Austria GmbH und Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o., Chelm/Polen, werden durchgerechnet zu je 100 % von der AUSTRIA JUICE GmbH gehalten. Im Zuge dieser Transaktion am 1. Juni 2012 hat AGRANA 50,01 % der Anteile an der Ybbstaler Fruit Austria GmbH erworben und gleichzeitig 49,99 % der Anteile an der AGRANA Juice Holding GmbH an die RWA abgetreten. Da die Gegenleistung durch Übertragung von Anteilen der AUSTRIA JUICE GmbH (vormals: YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH) erfolgte, stellen diese die Anschaffungskosten dar und wurden zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Das Nettovermögen zum Zeitpunkt der erstmaligen Vollkonsolidierung und der sich aus der Akquisition ergebende Goodwill sind nachfolgend ersichtlich: scroll Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt Mio. € 1. Juni 2012 Langfristiges Vermögen 23,3 Vorräte 41,1 Forderungen und andere Vermögenswerte 29,7 Flüssige Mittel und Wertpapiere 9,6 Kurzfristiges Vermögen 80,4 Summe Vermögen 103,7 ./. Langfristige Schulden -3,0 ./. Kurzfristige Schulden -67,4 Nettovermögen (Eigenkapital) 33,3 abzüglich nicht beherrschender Anteile -16,8 Goodwill 6,9 Anschaffungswert 23,4 Folgende Faktoren führten zur Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwerts: ― Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigenproduktion und Zukauf in Hinblick auf die Risikominimierung ― Kostensynergien im Verwaltungsbereich ― Komplettierung des Produktportfolios (Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtsaft, Fruchtwein, Getränkegrundstoffe, Aromen) ― Komplementäre geografische Absatzmarktschwerpunkte der Einzelunternehmen ― Breiteres gemeinsames Kundenportfolio ― Know-how-Transfer bei Produktionstechnologie und Qualitätsparametern ― Globale Präsenz sowohl absatz- wie auch beschaffungsseitig Der Anteil des Eigenkapitals an nicht beherrschenden Anteilen erhöhte sich zum Erwerbszeitpunkt um 40,8 Mio. €. Zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses war die Kaufpreisallokation abgeschlossen. Die hierbei identifizierten Vermögenswerte betragen vor latenten Steuern 2,1 Mio. €. Die vollkonsolidierten Ybbstaler-Gesellschaften trugen innerhalb des Einbeziehungszeitraums von neun Monaten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 100,3 Mio. € zum Konzernumsatz und mit 2,3 Mio. € zum Konzernjahresüberschuss bei. Unter der Annahme, dass die Akquisition bereits zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden hätte, hätte der Umsatzbeitrag 133,7 Mio. € und der Anteil am Konzernjahresüberschuss 2,8 Mio. € betragen. Durch die Kaufpreisallokation kam es im Geschäftsjahr zusätzlich zu einer Ergebnisbelastung von 1,1 Mio. €. Die Quotenkonsolidierung wurde - wie im Vorjahr - bei acht Joint-Venture-Unternehmen (Gemeinschaftsunternehmen) angewendet. Die nachfolgenden Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der mittels der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ergeben. scroll Mio. € Quotal einbezogene Unternehmen 28./29. Februar 2013 2012 Langfristiges Vermögen 99,9 105,4 Vorräte 26,4 25,6 Forderungen und andere Vermögenswerte 59,7 80,5 Flüssige Mittel und Wertpapiere 18,1 10,1 Kurzfristiges Vermögen 104,2 116,2 Summe Aktiva 204,1 221,6 Eigenkapital 94,7 93,7 Langfristige Schulden 7,5 12,7 Kurzfristige Schulden 101,9 115,2 Summe Passiva 204,1 221,6 Umsatzerlöse 359,8 369,4 - Nettoaufwendungen -333,6 -335,3 = Jahresüberschuss 26,2 34,1 Die Equity-Bewertung wurde bei zwei (einem) Unternehmen angewendet. Der Zugang bei den at Equity einbezogenen Unternehmen betraf die Beteiligung am britischen Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., London, in Höhe von 25 Prozent minus einer Aktie zum Ende des 1. Quartals 2012/13. Der Kaufpreis für diese Transaktion betrug 255 Mio. USD und wird inklusive der Anschaffungsnebenkosten unter dem Bilanzposten "Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen" ausgewiesen. ED&F Man hat ein von Südzucker abweichendes Geschäftsjahr zum 30. September. Zu den Südzucker-Abschlussstichtagen wird ein zwei Monate zurückliegender Zwischenabschluss des Teilkonzerns ED&F Man einbezogen; bedeutende Ereignisse zwischen diesen Stichtagen werden berücksichtigt. Das anteilige Ergebnis wird erfolgswirksam erfasst; der auf Südzucker entfallende Wechselkurseffekt aus der Umrechnung des US-Dollar-Eigenkapitals in Euro in Höhe von -9,5 Mio. € wird erfolgsneutral in den sonstigen Eigenkapitalposten abgebildet. scroll Mio. € At Equity einbezogene Unternehmen 28./29. Februar 2013 2012 Langfristiges Vermögen 692,5 0,2 Vorräte 782,0 58,2 Forderungen und andere Vermögenswerte 1.838,0 129,6 Flüssige Mittel und Wertpapiere 246,8 12,4 Kurzfristiges Vermögen 2.866,8 200,2 Summe Aktiva 3.559,3 200,4 Eigenkapital 747,0 11,4 Langfristige Schulden 426,2 0,1 Kurzfristige Schulden 2.386,1 188,9 Summe Passiva 3.559,3 200,4 Umsatzerlöse 5.390,8 350,5 - Nettoaufwendungen -5.347,0 -348,7 = Jahresüberschuss 43,8 1,8 davon Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 13,1 0,9 Folgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften machten im Geschäftsjahr 2012/13 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch: scroll Gesellschaft Sitz Von der Offenlegung befreit durch AHG Agrar-Holding GmbH Mannheim § 264 Abs. 3 HGB BENEO GmbH Mannheim § 264 Abs. 3 HGB BENEO-Palatinit GmbH Mannheim § 264 Abs. 3 HGB BGD Bodengesundheitsdienst GmbH Mannheim § 264 Abs. 3 HGB CropEnergies Beteiligungs GmbH Mannheim § 264 Abs. 3 HGB CropEnergies Bioethanol GmbH Zeitz § 264 Abs. 3 HGB Freiberger Holding GmbH Berlin § 264 Abs. 3 HGB Freiberger Lebensmittel GmbH Berlin § 264 Abs. 3 HGB Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Berlin § 264b HGB Great Star Food Production GmbH & Co. KG Berlin § 264b HGB Hellma Gastronomie-Service GmbH Nürnberg § 264 Abs. 3 HGB Mönnich GmbH Kassel § 264 Abs. 3 HGB Südzucker Holding GmbH Mannheim § 264 Abs. 3 HGB Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH Mannheim § 264 Abs. 3 HGB (3) Konsolidierungsmethoden Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird den erworbenen Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden zugeordnet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Möglichkeit der Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wird. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden erfolgswirksam aufgelöst. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern werden wie Transaktionen mit Eigenkapitalgebern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Abstockung von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst. Gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) werden Geschäftswerte nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-Only-Approach). Die Konsolidierung der Anteile des Konzerns an gemeinschaftlich geführten Unternehmen erfolgt nach der Quotenkonsolidierung. Im Rahmen der Quotenkonsolidierung werden bei Joint-Venture-Unternehmen (Gemeinschaftsunternehmen) die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die Kapitalflussrechnung postenweise nur mit dem Anteil in den Konzernabschluss einbezogen, wie er auf den Konzern entfällt. Anteile des Konzerns an Gewinnen und Verlusten der Gemeinschaftsunternehmen, die beim Erwerb von Vermögenswerten durch den Konzern entstehen, werden vom Konzern so lange nicht angesetzt, bis sie an ein nicht zum Konzern gehörendes Unternehmen weiterveräußert worden sind. Verluste aus solchen Transaktionen werden jedoch sofort realisiert, wenn der Verlust als sicherer Hinweis darauf aufzufassen ist, dass der Nettoveräußerungswert von kurzfristigen Vermögenswerten reduziert ist oder eine Wertminderung vorliegt. Die quotale Kapitalkonsolidierung und die Behandlung eines möglichen Goodwills erfolgen analog der Vorgehensweise bei der Einbeziehung von Tochterunternehmen. Die Abschlüsse der Joint-Venture-Unternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für das gleiche Berichtsjahr aufgestellt wie der Abschluss des Konzerns. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind auf der Grundlage der Equity-Bewertung zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen) in den Konzernabschluss eingegangen; hierunter werden auch Vertriebs-Joint-Ventures erfasst. Im Fall von sukzessiven Unternehmenserwerben (business combination achieved in stages) werden die Anteile des zu erwerbenden Unternehmens nacheinander in verschiedenen Tranchen erworben, d. h., die Erlangung der Beherrschung über ein Unternehmen erfolgt stufenweise in mehreren Schritten. IFRS 3 ist auf den Zusammenschluss dann anzuwenden, sobald der Erwerber die Beherrschung erlangt hat. Vor Erlangung der Beherrschung wird die Beteiligung nach IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen), IAS 31 (Anteile an Gemeinschaftsunternehmen) oder IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) bilanziert (je nachdem, welcher Standard einschlägig ist). Zu dem Zeitpunkt, zu dem Kontrolle erlangt wird, wird der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes des erworbenen Unternehmens neu bestimmt, mit der Wahlmöglichkeit, den gesamten Geschäfts- oder Firmenwert (Full-Goodwill-Methode) oder nur den auf Basis des anteiligen neubewerteten Nettovermögens hergeleiteten Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren (Purchased-Goodwill-Methode). Die Erlangung der Beherrschung löst eine vollständige Neubewertung aller Vermögenswerte und Schulden aus. Jegliche Anpassungen eines zuvor bereits gehaltenen Eigenkapitalanteils werden bei Kontrollerlangung erfolgswirksam durchgeführt. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. (4) Währungsumrechnung Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von monetären Vermögenswerten und Schulden werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Jahresabschlüsse sind in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erstellt. Als funktionale Währung einer Gesellschaft wird die Währung des wirtschaftlichen Umfelds bezeichnet, in dem die Gesellschaft ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreibt. Mit Ausnahme der Vertriebsgesellschaft BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. in Singapur, die in Euro geführt wird, stimmt die Funktionalwährung der Tochterunternehmen mit der Währung des Landes überein, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Sitz hat. Sofern die Jahresabschlüsse ausländischer Konzernunternehmen in anderen Funktionalwährungen aufgestellt werden als dem Euro - der Berichtswährung von Südzucker -, erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und der Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Die Mittelkurse entsprechen den durchschnittlichen Geld- und Briefkursen zum Ende der jeweiligen Stichtage. Im Fall der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung erfolgt die Umrechnung zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Wenn jedoch die Anwendung des Jahresdurchschnittskurses zu unzutreffenden Ergebnissen führt, erfolgt die Umrechnung zu einem angepassten Durchschnittskurs. Die übrigen Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt (Gegenwert für 1 €): scroll 1 € = Landeswährung Land Währungs- abkürzung Stichtag 28.02.2013 Durchschnitt 2012/13 Stichtag 29.02.2012 Durchschnitt 2011/12 Stichtag 28.02.2011 Australien AUD 1,28 1,25 1,24 1,33 1,36 Brasilien BRL 2,59 2,57 2,29 2,33 2,29 Chile CLP 618,81 623,29 642,28 671,00 654,06 China CNY 8,17 8,12 8,46 8,89 9,09 Dänemark DKK 7,46 7,45 7,44 7,45 7,46 Großbritannien GBP 0,86 0,81 0,84 0,87 0,85 Mexiko MXN 16,76 16,88 17,19 17,41 16,74 Moldawien MDL 16,05 15,70 15,86 16,87 16,53 Polen PLN 4,16 4,16 4,14 4,18 3,98 Rumänien RON 4,36 4,46 4,35 4,25 4,21 Russland RUB 40,08 39,97 39,14 40,85 39,90 Singapur SGD 1,62 1,60 1,67 1,74 1,76 Tschechien CZK 25,64 25,18 24,84 24,74 24,35 Türkei TRY 2,36 2,32 2,35 2,37 2,21 Ukraine UAH 10,47 10,32 10,75 11,04 10,91 Ungarn HUF 295,80 288,39 288,71 283,64 270,72 USA USD 1,31 1,29 1,34 1,38 1,38 Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldpositionen gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden erfolgsneutral behandelt und in der Gesamtergebnisrechnung als Zusatzangabe zu den erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen. Konzerninterne Darlehen zur langfristigen Finanzierung von Tochterunternehmen stellen im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestition in diese ausländischen Geschäftsbetriebe (Net Investment in a Foreign Operation) dar; die daraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Stichtagsbewertung werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen in der Position Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe ausgewiesen. (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gesondert vom Geschäftswert erfasst, wenn sie gemäß der Definition in IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht resultieren und der Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte werden insoweit aktiviert, als die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind. Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Only-Approach) unterzogen. Die Vorgehensweise bei dieser Werthaltigkeitsprüfung ist in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare bzw. kampagnebezogene planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Staatliche Zuschüsse und Zulagen werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die der Anschaffung oder Herstellung sogenannter qualifizierter Vermögenswerte (Bau neuer Produktionsstätten bzw. wesentliche Ergänzungsinvestitionen mit einer Bauzeit von mindestens einem Jahr) zugerechnet werden können, werden bis zur Fertigstellung als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Der Fremdkapitalkostensatz ermittelt sich als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten der aufgenommenen Fremdfinanzierung bzw. auf Basis der spezifischen Finanzierungskosten bei speziell für die Beschaffung qualifizierter Vermögenswerte aufgenommener Fremdfinanzierung. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die allgemeinen Aktivierungskriterien wie Nutzenzufluss und Bestimmbarkeit der zurechenbaren Kosten erfüllt sind. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll Jahre Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 9 Gebäude 10 bis 50 Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden nach IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten) vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bzw. Wert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts (Value in Use) ermittelt. Sind die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen, werden die Vermögenswerte erfolgswirksam zugeschrieben, wobei die Wertaufholung nicht den Buchwert übersteigen darf, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet. Das Finanzierungsleasing ist in der Südzucker-Gruppe von untergeordneter Bedeutung. Beim Operating Leasing erfasst die Südzucker-Gruppe die als Leasingnehmer zu zahlende Leasingrate als Aufwand. Dem Operating Leasing werden Mietaufwendungen für Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, IT-Hardware sowie Bürotechnik zugerechnet. Voraussetzung ist, dass ein Mietvertrag vorliegt, in dem periodische Mietzahlungen sowie eine Mindestmietzeit und/oder eine Kündigungsfrist vereinbart sind. Hiervon abzugrenzen sind Serviceverträge, die auch die Nutzung von Gegenständen umfassen, die im Eigentum von Dritten sind, bei denen aber die Serviceleistung und nicht das genutzte Objekt im Vordergrund steht. Die Anteile an Unternehmen, bei denen aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 und 50 % ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Dabei werden diese Unternehmen zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeführten anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert ist im Beteiligungsansatz enthalten und unterliegt einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung entsprechend den Vorschriften von IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten). Die Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens werden unabhängig von der Fristigkeit grundsätzlich nach ihren Ertragskomponenten erfasst. So werden Fremdkapitaltitel mit der Halteabsicht der Vereinnahmung von Zahlungsströmen wie Zins- und Tilgungsleistungen bei der Erst- und Folgebilanzierung mit ihren Anschaffungskosten bewertet (Available for Sale at Cost). Dagegen werden Eigenkapitaltitel, bei denen auf die Kursentwicklung abgestellt wird (Held for Trading), mit ihrem Marktwert bewertet; dabei werden Stichtagsgewinne bzw. -verluste erfolgswirksam erfasst. In geringem Umfang werden Wertpapiere noch als "zur Veräußerung bestimmte Wertpapiere" (Available for Sale) gehalten. Diese werden ebenfalls zum Marktwert bewertet, wenn dieser Wert verlässlich ermittelbar ist; ansonsten erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten. Die Erstbewertung findet am Erfüllungstag statt. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt in der Neubewertungsrücklage des Eigenkapitals ausgewiesen. Bei Veräußerung wird der Gewinn oder Verlust ergebniswirksam. Für alle Wertpapiere gilt, dass sie mit den Anschaffungskosten bilanziert werden, wenn - soweit erforderlich - ein Marktwert nicht ermittelt werden kann. Liegen wesentliche objektive Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswertes vor, wird dieser erfolgswirksam abgewertet. Die Wertminderung wird - mit Ausnahme bei Eigenkapitaltiteln - storniert, wenn die Gründe dafür weggefallen sind. Die sonstigen Beteiligungen des langfristigen Vermögens gehören ausnahmslos der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar - zu Anschaffungskosten" (Available for Sale at Cost) an. Lang- und kurzfristige Finanzforderungen im Sinne von verzinslichen Darlehen werden in die Kategorie "Kredite und Forderungen" eingeordnet und zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Dabei kommt die Durchschnittsmethode oder die Fifo-Methode (First in - first out) zum Ansatz. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, die auf der Grundlage der normalen Kapazität ermittelt werden. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch fixe und variable Produktionsgemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Finanzierungskosten werden dabei nicht berücksichtigt. Soweit erforderlich, wird der niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswert abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungswert des Endprodukts zugrunde gelegt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungserlös gestiegen ist, wird in diesem Umfang eine Wertaufholung vorgenommen. Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Januar. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen überwiegend im 3. Quartal des Südzucker-Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung werden unterjährig in der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderung aktiviert. Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen auf separaten Wertminderungskonten gebildet. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Flüssige Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt, der regelmäßig dem Marktwert entspricht; sie umfassen Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Wertaufholungen im Bereich des lang- und kurzfristigen Vermögens werden mit Ausnahme von Geschäftswerten sowie Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, bei Wegfall der ursprünglichen Gründe für Wertminderungen vorgenommen. Die Bilanzierung der CO2 -Emissionsrechte erfolgt nach den Vorschriften gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr kostenlos zugeteilten bzw. erworbenen CO2 -Emissionsrechte sind immaterielle Vermögenswerte, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für CO2 -Emissionen gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. Aus den Anleihebedingungen des im Sommer 2005 begebenen Hybrid-Eigenkapitals ergibt sich gemäß IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung) eine Bilanzierung als Eigenkapital der Südzucker-Gruppe. Entsprechend wird die steuerlich abzugsfähige Verzinsung nicht innerhalb der Zinsaufwendungen ausgewiesen, sondern analog zu den Dividendenzahlungen gegenüber den Aktionären der Südzucker AG behandelt. Kapitalbeschaffungskosten wurden unter Berücksichtigung von Steuern direkt vom Hybrid-Eigenkapital abgesetzt. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) mittels der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige Anpassungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung stützt sich auf versicherungsmathematische Gutachten unter der Berücksichtigung biometrischer Daten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden um das Vermögen der zur Deckung der Pensionsverpflichtungen gebildeten Planvermögen gekürzt. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand, der Zinsaufwand aus der Aufzinsung und die erwarteten Fondserträge werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen beziehungsweise aus Abweichungen zwischen versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt im Eigenkapital in der Periode ihrer Entstehung. Entsprechend wird in der Bilanz der volle Verpflichtungsumfang ausgewiesen. Die in der jeweiligen Periode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, sofern die Änderungen des Pensionsplans nicht vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum abhängen (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit). In diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Versorgungspläne werden wie die von beitragsorientierten Versorgungsplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Übrige Rückstellungen werden insoweit erfasst, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % betragen muss. Die Bewertung erfolgt auf Basis des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit oder bei Gleichverteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten mit dem Erwartungswert der Erfüllungsbeträge. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet; hierunter fallen auch Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsrückstellungen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die ausgewiesenen laufenden Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen bzw. voraussichtlich erstattet werden. Diese Bewertung erfolgt vollständig im Steueraufwand. Steuerabgrenzungen werden auf temporäre unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf Verlustvorträge, soweit sie steuerlich nutzbar sind, berechnet. Aktivische und passivische Steuerabgrenzungen sind als separate Posten ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Die Berechnung der latenten Steuern wurde gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Werden Erträge und Aufwendungen direkt im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die latente Steuer verwendet werden kann. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und at Equity einbezogenen Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Langfristige Schulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden mit dem Barwert ausgewiesen. Der Ansatz von kurzfristigen Verbindlichkeiten erfolgt zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten. Die Finanzverbindlichkeiten aus Anleihen werden gekürzt um Disagio und Transaktionskosten ausgewiesen. Die Aufzinsung erfolgt nach der Effektivzinsmethode. Zur Bilanzierung und Bewertung der Finanzinstrumente verweisen wir auf die Erläuterungen unter (30) bis (32). Eventualverbindlichkeiten bzw. -forderungen sind mögliche Verpflichtungen bzw. Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten bzw. Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer zukünftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter der Kontrolle von Südzucker stehen. Eventualverbindlichkeiten sind zudem gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz nur dann erfasst, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden; dann werden sie zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Eventualforderungen werden nicht angesetzt. Ist die Realisation von Erträgen jedoch so gut wie sicher, ist der betreffende Vermögenswert nicht mehr als Eventualforderung anzusehen und wir als Vermögenswert angesetzt. Sofern ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht. Gleiches gilt für Eventualforderungen, sofern der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlung erloschen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt, d. h. alle im Vertrag genannten finanziellen Verpflichtungen beglichen wurden, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert und - unabhängig von ihrem Zweck - mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Wertes werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft. In diesem Fall richtet sich die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwertes nach der Art des Sicherungsgeschäfts. Mit Fair Value Hedges werden bilanzierte Vermögenswerte oder Schulden gegen das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwertes abgesichert. Bei Fair Value Hedges werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sowohl der Sicherungsgeschäfte als auch der dazugehörigen Grundgeschäfte in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Wenn Grund- und Sicherungsgeschäfte bereits originär mit den beizulegenden Zeitwerten erfolgswirksam bewertet werden, kann zur Erzielung der Fair-Value-Absicherung auf die Anwendung der Sonderregelungen des Fair-Value-Hedge-Accounting verzichtet werden. Cashflow Hedges dienen der Absicherung des Risikos, dass die mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Schuld oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion verbundenen zukünftigen Zahlungsströme schwanken. Liegt ein Cashflow Hedge vor, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts zunächst unter den sonstigen Eigenkapitalposten erfasst. Sie gehen erst dann in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Führen die Transaktionen zum Ansatz von nicht-finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, z. B. zum Erwerb von Sachanlagevermögen, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit verrechnet. IAS 39 legt fest, dass Sicherungsbeziehungen nur dann bilanziell erfasst werden dürfen, wenn sie effektiv sind. Effektivität im Sinne von IAS 39 liegt dann vor, wenn die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts liegen. Nur der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung darf nach den beschriebenen Regeln bilanziert werden. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Soweit die derivativen Finanzinstrumente nicht als wirksame Sicherungsgeschäfte bzw. als Handelsgeschäfte qualifiziert werden, wirken sich alle Marktwertschwankungen unmittelbar als Gewinn oder Verlust in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus. Verträge, die den Empfang oder die Lieferung nicht-finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Unternehmens zum Gegenstand haben (Eigenverbrauchverträge), werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte bilanziert. Enthalten die Eigenverbrauchsverträge eingebettete Derivate, werden die Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, sofern die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind. Geschriebene Optionen auf den Kauf oder Verkauf nicht-finanzieller Posten, die durch Barausgleich erfüllt werden können, sind keine Eigenverbrauchverträge. Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Erzeugnissen und Waren im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer, Rabatte, Preisnachlässe und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden und der Übergang der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt ist. Für Entwicklungskosten gilt, dass Kosten für die Entwicklung neuer Produkte aktiviert werden, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung dieser neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die Produktentwicklung muss außerdem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Aufwand erfasst. Zinserträge und nicht nach IAS 23 (Fremdkapitalkosten) aktivierungspflichtige Zinsaufwendungen werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Die Vereinnahmung von Dividenden erfolgt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere für folgende Sachverhalte: Bei bestimmten Verträgen ist zu entscheiden, ob sie als Derivate zu behandeln oder wie sogenannte Verträge für den Eigenverbrauch als schwebende Geschäfte zu bilanzieren sind. Finanzielle Vermögenswerte sind in Kategorien einzuordnen, die Auswirkungen auf die Bilanzierung der Folgebewertung haben. Daneben ist zu entscheiden, ob und wann eine Wertminderung als außerplanmäßige Abschreibung erfolgswirksam zu erfassen ist. In der Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Finanzinstrumenten wird beschrieben, welche Entscheidungen in der Südzucker-Gruppe hinsichtlich dieser Sachverhalte getroffen wurden. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese Beurteilungen des Managements können sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken. Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist u. a. der Abzinsungssatz eine wichtige Schätzgröße. Der Abzinsungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmens- und Bankanleihen ermittelt. Daneben werden analytisch abgeleitete Annahmen über Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von übrigen Rückstellungen. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Basis von Prognoserechnungen für die Cashflows der Cash Generating Units der nächsten fünf Jahre und unter Anwendung eines an das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungssatzes. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation der späteren Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern können von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld des Konzerns berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen unseren Annahmen verändern, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen. Tritt dieser Fall ein, erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung (6) Umsatzerlöse Bezüglich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Darstellungen in der Segmentberichterstattung und die Erläuterungen zur Ertragslage sowie zu den einzelnen Segmenten im Konzernlagebericht. (7) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Zucker 156,3 443,9 Spezialitäten 4,8 24,0 CropEnergies 6,6 5,6 Frucht 40,5 51,1 208,2 524,6 Andere aktivierte Eigenleistungen 8,8 7,3 217,0 531,9 Der Anstieg der Zuckervorräte um 156,3 Mio. € ist Ergebnis gestiegener Rübenpreise bei nahezu unveränderten Bestandsmengen. Die Bestandsveränderung im Segment Frucht um 40,5 Mio. € resultiert maßgeblich aus der Erstkonsolidierung von Ybbstaler. (8) Sonstige betriebliche Erträge scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Währungs- und Umrechnungsgewinne 8,9 13,1 Erträge aus dem Abgang von lang- und kurzfristigen Vermögenswerten 4,5 6,5 Erträge aus Derivaten 1,5 4,6 Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 3,7 0,8 Erträge aus Sondereinflüssen 7,4 24,2 Sonstige Erträge 65,8 68,1 91,8 117,3 Die Erträge aus Sondereinflüssen von 7,4 (24,2) Mio. € enthalten u. a. Erträge aus einem erfolgreich abgeschlossenen Prozess im Zusammenhang mit Marktordnungsrisiken. Im Vorjahr waren hierunter Erträge aus dem Verkauf von Grundstücken stillgelegter Zuckerfabriken ausgewiesen. In den sonstigen Erträgen von 65,8 (68,1) Mio. € sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (ohne Steuerrückstellungen) von 18,0 (19,6) Mio. € enthalten. Daneben sind hierin Versicherungserstattungen von 11,4 (4,3) Mio. € enthalten. (9) Materialaufwand scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.934,2 4.716,8 Aufwendungen für bezogene Leistungen 226,0 208,4 5.160,2 4.925,2 (10) Personalaufwand scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Löhne und Gehälter 619,4 571,7 Beiträge zur gesetzlichen Altersversicherung 34,6 31,0 Übrige soziale Abgaben, Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung und für Unterstützung 153,7 137,9 807,7 740,6 Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter: scroll 2012/13 2011/12 Mitarbeiter nach Segmenten Zucker 8.034 7.976 Spezialitäten 4.401 4.381 CropEnergies 321 310 Frucht 5.184 4.822 17.940 17.489 Mitarbeiter nach Regionen Deutschland 4.099 4.032 Übrige EU 9.410 9.147 Übriges Ausland 4.431 4.310 17.940 17.489 Die Zahl der im Konzern durchschnittlich bei voll und quotal einbezogenen Gesellschaften Beschäftigten erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012/13 um 451 auf 17.940 (17.489) Mitarbeiter. Die Zunahme um 362 Beschäftigte im Segment Frucht ist maßgeblich auf den Zugang der beiden Gesellschaften Ybbstaler Fruit Austria GmbH und Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o. zurückzuführen. Die hierin enthaltene durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter von gemeinschaftlichen Unternehmen, die quotal einbezogen werden (50 %), betrug am Bilanzstichtag 227 (221). (11) Abschreibungen scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Immaterielle Vermögenswerte 14,6 15,7 Sachanlagen 258,5 247,3 Planmäßige Abschreibungen 273,1 263,0 Immaterielle Vermögenswerte 0,2 0,1 Sachanlagen 0,8 1,4 Wertminderungen 1,0 1,5 Erträge aus Zuschreibungen 0,0 -0,1 Netto-Abschreibungen 274,1 264,4 davon operativ 274,1 263,9 davon Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen 0,0 0,5 Wertminderungen nach Segmenten Segment Zucker 0,6 0,4 Segment Spezialitäten 0,1 0,1 Segment CropEnergies 0,0 0,1 Segment Frucht 0,3 0,9 Gesamt 1,0 1,5 (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Vertriebs- und Werbeaufwendungen 437,4 425,5 Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung 291,2 271,8 Aufwendungen aus Restrukturierung und Sondereinflüssen 21,3 15,8 Aufwendungen für Operating Leasing 14,0 12,3 Produktionsabgabe 19,8 20,3 Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des kurz- und langfristigen Vermögens 13,7 11,2 Währungs- und Umrechnungsverluste 14,0 11,5 Aufwendungen aus Derivaten 1,9 2,0 Übrige Aufwendungen 175,4 181,5 988,7 951,9 Die Aufwendungen aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 21,3 (15,8) Mio. € betrafen im Wesentlichen Vorsorgen in Verbindung mit aufgedeckten Unregelmäßigkeiten in der mexikanischen Tochtergesellschaft AGRANA Fruit Mexico sowie für Reorganisationsmaßnahmen im europäischen Fruchtzubereitungsgeschäft. (13) Ergebnis der Betriebstätigkeit scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Ergebnis der Betriebstätigkeit 956,9 759,0 davon operatives Ergebnis 973,6 751,3 davon Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen -16,7 7,7 Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 956,9 (759,0) Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis von 973,6 (751,3) Mio. € und dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von -16,7 (7,7) Mio. € zusammen. Die Aufteilung des operativen Ergebnisses nach Segmenten erfolgt in der Segmentberichterstattung. Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen wird in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Konzernlagebericht erläutert. (14) Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 13,1 0,9 Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen von 13,1 (0,9) Mio. € beinhaltet das anteilige Ergebnis der italienischen Vertriebs-Joint-Venture-Gesellschaft Maxi, Bozen/Italien, sowie ab 2012/13 erstmalig auch von ED&F Man, London/Großbritannien. (15) Finanzerträge und -aufwendungen scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Zinserträge 30,5 37,1 Zinsaufwendungen -83,1 -117,2 Zinsergebnis -52,6 -80,1 Sonstige Finanzerträge 19,4 11,3 Sonstige Finanzaufwendungen -69,8 -30,7 Sonstiges Finanzergebnis -50,4 -19,4 Finanzergebnis -103,0 -99,5 davon Finanzerträge 49,9 48,4 davon Finanzaufwendungen -152,9 -147,9 Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf -103,0 (-99,5) Mio. €. Hierbei konnte das Zinsergebnis bei einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu konstanten Durchschnittsverschuldung von -80,1 Mio. € auf -52,6 Mio. € zurückgeführt werden. Dies ist insbesondere auf die Nutzung der kurzfristigen Commercial-Paper-Finanzierung von März bis September 2012 zu den niedrigen 1-3-Monats-Euribor-Zinssätzen zurückzuführen. Daneben enthält das Zinsergebnis auch Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 27,8 (27,3) Mio. € sowie aus der Aufzinsung der übrigen langfristigen Rückstellungen (ohne Steuerrückstellungen) von 3,3 (3,0) Mio. €. Das sonstige Finanzergebnis betrug -50,4 (-19,4) Mio. € und enthält im Wesentlichen eine einmalige Ergebnisbelastung von -39 Mio. € aus dem vorzeitigen Rückkauf der Wandelanleihe 2009/2016 im November 2012 (vgl. auch Ziffer (26) "Eigenkapital" im Anhang). (16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der im Geschäftsjahr 2012/13 zu berücksichtigende theoretische Steueraufwand von 29,1 % ergibt sich aus dem deutschen Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag von 15,8 % sowie der Gewerbesteuer von 13,3 %. Nach einem deutlich gestiegenen Ergebnis vor Ertragsteuern von 867,0 (660,4) Mio. € beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf 132,2 (145,5) Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind einmalige Steuererträge von 76,5 Mio. € aus dem erfolgreichen Abschluss eines langjährigen Finanzgerichtsverfahrens zu Besteuerungsfragen nach dem Außensteuergesetz enthalten. Entsprechend betrug der vergleichbare laufende Steueraufwand 208,7 Mio. € bzw. die Konzern-Steuerquote 24,1 % nach 145,5 Mio. € bzw. 22,0 % im Vorjahreszeitraum. Vom theoretischen zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand ist wie folgt überzuleiten: scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Ergebnis vor Ertragsteuern 867,0 660,4 Theoretischer Steuersatz 29,1 % 29,1 % Theoretischer Steueraufwand (+) 252,5 192,3 Veränderung des theoretischen Steueraufwandes durch: Abweichende Steuersätze -11,1 -25,8 Steuerminderung durch steuerfreie Erträge -28,3 -14,9 Steuererhöhung aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 18,2 16,2 Periodenfremde Steuereffekte -27,2 -22,6 Sonstiges 4,6 0,3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (bereinigt) 208,7 145,5 Steuerquote (bereinigt) 24,1 % 22,0 % Steuerertrag Finanzgerichtsverfahren -76,5 0,0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 132,2 145,5 Der Steueraufwand von 132,2 (145,5) Mio. € setzte sich aus laufenden gezahlten oder geschuldeten Steuern von 135,1 (142,6) Mio. € und latentem Steuerertrag von -2,9 Mio. € zusammen; im Vorjahr war ein latenter Steueraufwand von 2,9 Mio. € enthalten. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen und den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Für steuerliche Verlustvorträge, deren Nutzung in Zukunft wahrscheinlich ist, wurden insgesamt 154,6 (155,3) Mio. € Steuerlatenzen aktiviert. Latente Steueransprüche in Höhe von 65,5 (105,2) Mio. € wurden nicht aktiviert, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Von den nicht aktivierten latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge entfielen 51,9 (92,9) Mio. € auf zeitlich unbegrenzt nutzbare Verlustvorträge. Auf in Vorjahren gebildete aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurde im Wesentlichen bedingt durch eine Änderung belgischer Steuerbestimmungen eine Wertberichtigung in Höhe von 1,2 (1,0) Mio. € vorgenommen. Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen in Höhe von 28,2 (27,8) Mio. € wurden keine latenten Steuerschulden gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist. Im Berichtsjahr haben latente Steuern die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen um 39,5 (23,8) Mio. € erhöht. Wesentliche Einflussgröße waren dabei latente Steuerforderungen aus erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die zu einem eigenkapitalerhöhenden Effekt in Höhe von 38,1 (19,2) Mio. € führten. Die erfolgsneutral direkt im Eigenkapital (im Wesentlichen in den Gewinnrücklagen) erfassten Ertragsteuern resultieren zum großen Teil aus dem Rückkauf der Wandelanleihe 2009/2016 und erhöhten das Eigenkapital um 65,5 Mio. €; vergleichbare Sachverhalte lagen im Vorjahr nicht vor. Die latenten Steuerabgrenzungen resultierten aus den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt: scroll Mio. € Aktive latente Steuern Passive latente Steuern 28./29. Februar 2013 2012 2013 2012 Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 42,4 43,2 162,8 155,1 Vorräte 18,5 22,3 36,3 30,1 Übrige Vermögenswerte 24,6 16,9 4,4 13,6 Steuerliche Sonderposten 0,0 0,0 72,3 73,2 Rückstellungen 93,4 63,1 21,3 18,3 Verbindlichkeiten 21,9 15,0 26,1 35,3 Verlustvorträge 154,6 155,3 0,0 0,0 355,4 315,8 323,2 325,6 Saldierungen -235,4 -185,1 -235,4 -185,1 Bilanzposten 120,0 130,7 87,8 140,5 davon langfristig 58,0 81,6 75,2 105,3 (17) Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind im Konzernlagebericht erläutert. Die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben wurden von 374 (363) Mitarbeitern wahrgenommen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen insgesamt 41,6 (37,6) Mio. €. (18) Ergebnis je Aktie scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Konzernjahresüberschuss 734,8 514,9 davon Hybrid-Eigenkapital 26,2 26,2 davon sonstige nicht beherrschende Anteile 115,5 112,4 davon Anteil der Aktionäre der Südzucker AG 593,1 376,3 Ergebnis je Aktie (€) 3,08 1,99 Verwässerungseffekt -0,14 -0,10 Verwässertes Ergebnis je Aktie (€) 2,94 1,89 Aus dem Konzernjahresüberschuss von 734,8 (514,9) Mio. € entfällt auf die Inhaber des Hybridkapitals ein Ergebnisanteil in Höhe von unverändert 26,2 (26,2) Mio. €. Die sonstigen nicht beherrschenden Anteile umfassen mit 115,5 (112,4) Mio. € im Wesentlichen die außenstehenden Gesellschafter der AGRANA-Gruppe und CropEnergies-Gruppe. Auf die Aktionäre der Südzucker AG entfällt damit ein Konzernjahresüberschuss von 593,1 (376,3) Mio. €. Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) war der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 192,6 Mio. im Geschäftsjahr 2012/13 ausstehenden Aktien zugrunde zu legen. Neben dem gezeichneten Kapital von 189,4 Mio. Aktien zu Beginn der Berichtsperiode waren hier die bis zu 0,6 Mio. eigenen Aktien zeitanteilig in Abzug zu bringen und die neu ausgegebenen 14,8 Mio. Aktien zeitanteilig einzubeziehen (vgl. auch Ziffer (26) "Eigenkapital" im Anhang). Das Ergebnis je Aktie betrug 3,08 €. Das am 28. Februar 2013 ausgegebene gezeichnete Kapital von 204,2 Mio. Aktien bildet die Basis für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie für das Geschäftsjahr 2013/14. Unter der Berücksichtigung der vollständigen Wandlung der Wandelanleihe 2009/2016 beträgt das verwässerte Ergebnis je Aktie 2,94 €. Der Berechnung liegt die Annahme der Wandlung von 15 Mio. Aktien seit Geschäftsjahresbeginn und damit ein zeitlich gewichteter Durchschnitt von 203,9 Mio. Aktien zugrunde. Hierbei wurde der Jahresüberschuss nach Minderheiten um die Nachsteuerwirkung der darin enthaltenen Zinseffekte der Wandelanleihe bereinigt. (19) Erfolgsneutral im Konzern-Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen scroll Mio. € 2012/13 2011/12 +/- in % Marktbewertung Sicherungsinstrumente (Cashflow Hedges) -3,1 -10,0 -69,0 Erfolgsneutrale Änderung -4,2 0,2 - Erfolgswirksame Realisierung -0,2 -14,3 -98,6 Latente Steuern 1,3 4,1 -68,3 Marktbewertung der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (Available for Sale) 0,3 -3,2 - Erfolgsneutrale Änderung 0,3 -3,2 - Latente Steuern 0,0 0,0 - Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe -0,3 -2,7 -88,9 Erfolgsneutrale Änderung -0,4 -3,2 -87,5 Latente Steuern 0,1 0,5 -80,0 Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen (inkl. at Equity einbezogener Unternehmen) -10,7 -10,4 2,9 Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen -13,8 -26,3 -47,5 Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen -91,8 -45,5 > 100 Unrealisierte Gewinne/Verluste -129,9 -64,7 > 100 Latente Steuern 38,1 19,2 98,4 Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -105,6 -71,8 47,1 Die erfolgsneutral im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen beliefen sich insgesamt auf -105,6 (-71,8) Mio. € Nettoaufwand. Wesentliche Einflussgröße auf die im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste aus der Bewertung leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen um -91,8 (-45,5) Mio. €, die maßgeblich aus der Anpassung des Abzinsungssatzes von 4,50 % auf 3,50 % resultiert. Daneben waren die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen durch konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen von -10,7 (-10,4) Mio. €, insbesondere infolge der Abschwächung des ungarischen Forints und der tschechischen Krone (Stichtagskurs) gegenüber dem Euro belastet. Dem stand eine Entlastung durch die Stärkung des chilenischen Pesos gegenüber. Des Weiteren sind darin Währungsdifferenzen von -9,4 Mio. € aus der at Equity einbezogenen Gesellschaft ED&F Man infolge der Abschwächung des US-Dollars seit dem Zeitpunkt der Einbeziehung enthalten. Die erfolgsneutralen Änderungen aus Cashflow Hedges von -3,1 (-10,0) Mio. € resultieren im Wesentlichen aus der Erfassung von negativen Marktwerten aus Bioethanol- und Energieswaps sowie aus Weizen- und Maistermingeschäften. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung (20) Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung, die nach den Vorschriften des IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestands der Südzucker-Gruppe aus den drei Bereichen laufende Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Cashflow des Geschäftsjahres 2012/13 folgte der guten Ergebnisentwicklung und stieg auf 996,4 (822,8) Mio. €. Die Mittelbindung durch die Zunahme des Working Capitals um 219,7 nach 305,9 Mio. € im Vorjahr war maßgeblich durch gestiegene Rübenpreise bei nahezu unveränderter Bestandsmenge sowie die erstmalige Einbeziehung der Ybbstaler-Gesellschaften verursacht. Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) erhöhten sich nach 276,1 Mio. € im Vorjahr auf 338,2 Mio. €. Im Segment Zucker betrafen die Investitionen in Höhe von 203,4 (145,5) Mio. € neben Ersatzinvestitionen auch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Der Anstieg der Investitionen im Segment Spezialitäten auf 88,8 (73,7) Mio. € ist im Wesentlichen auf die Errichtung der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf/Österreich zurückzuführen. Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 11,1 (14,4) Mio. € dienten vor allem der weiteren Anlagenoptimierung und der Effizienzsteigerung. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen mit einem Volumen von 34,9 (42,5) Mio. € u. a. die Fabrikverlagerung und -erweiterung in Dachang/China, die Werkserweiterung in Serpuchov/Russland sowie die Installation einer zusätzlichen Produktionslinie in Centerville/USA. Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 182,5 (10,1) Mio. € betrafen mit 180,7 Mio. € den Erwerb der Beteiligung am britischen Handelshaus ED&F Man, London/Großbritannien, in Höhe von 25 % minus einer Aktie. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgezahlten Gewinnausschüttungen im Konzern von insgesamt 207,7 (168,0) Mio. € entfielen mit 132,1 (104,1) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG (0,70 €/Aktie) sowie mit 75,6 (63,9) Mio. € auf andere Gesellschafter. Der Mittelzufluss aus Kapitalmaßnahmen in Höhe von 291,2 Mio. € resultiert maßgeblich aus dem Rückkauf der Wandelanleihe und der Kapitalerhöhung. In dem Mittelabfluss aus der Tilgung der Finanzverbindlichkeiten ist der Abgang der im Vorjahr noch ausgewiesenen Wandelanleihe mit einem Buchwert von 246,1 Mio. € erfasst. Eine Emission von Commercial Papers zur Finanzierung der Rübenverbindlichkeiten war aufgrund der guten Liquiditätsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erforderlich; die zum 29. Februar 2012 aufgenommen CPs in einem Nominalvolumen von 150,0 Mio. € wurden im April/Mai 2012 zurückgeführt. Daneben konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weiter abgebaut werden. Der Saldo der Steuerzahlungen belief sich auf 138,0 (73,8) Mio. €. Die Mittelabflüsse aus Steuerzahlungen sind grundsätzlich der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Hierin enthalten sind auch Mittelzuflüsse im Rahmen einer einmaligen Steuererstattung aus dem erfolgreichen Abschluss eines langjährigen Finanzgerichtsverfahrens zu Besteuerungsfragen nach dem Außensteuergesetz enthalten. Im Geschäftsjahr 2012/13 sind die Steuereffekte aus dem Rückkauf der Wandelanleihe ausgenommen; diese sind der Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Die erhaltenen und gezahlten Zinsen sowie die erhaltenen Dividenden werden den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge von -40,1 Mio. € entfielen maßgeblich auf die noch nicht erhaltenen Steuererstattungszahlungen aus dem Abschluss des oben angeführten Finanzgerichtsverfahrens zu Besteuerungsfragen nach dem Außensteuergesetz. Im Vorjahr umfassten die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen von 20,1 Mio. € im Wesentlichen nicht zahlungswirksame Zinseffekte in Verbindung mit der Wandelanleihe sowie Währungskurseffekte. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz (21) Immaterielle Vermögenswerte scroll Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Gesamt 2012/13 Anschaffungskosten 1. März 2012 1.729,5 187,4 1.916,9 Veränd. Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen 6,4 -0,2 6,2 Währung 0,0 -0,1 -0,1 Zugänge 0,0 5,6 5,6 Umbuchungen 0,0 0,7 0,7 Abgänge 0,0 -7,4 -7,4 28. Februar 2013 1.735,9 186,0 1.921,9 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2012 -588,8 -136,5 -725,3 Veränd. Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen 0,0 0,3 0,3 Währung 0,0 0,1 0,1 Jahresabschreibungen 0,0 -14,6 -14,6 Wertminderungen 0,0 -0,2 -0,2 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 Abgänge 0,0 7,2 7,2 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2013 -588,8 -143,7 -732,5 Buchwert 28. Februar 2013 1.147,1 42,3 1.189,4 2011/12 Anschaffungskosten 1. März 2011 1.720,2 190,2 1.910,4 Veränd. Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen 11,1 0,1 11,2 Währung -0,1 -0,1 -0,2 Zugänge 0,0 9,1 9,1 Umbuchungen 0,0 0,9 0,9 Abgänge -1,7 -12,8 -14,5 29. Februar 2012 1.729,5 187,4 1.916,9 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2011 -588,8 -133,5 -722,3 Veränd. Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen 0,0 0,0 0,0 Währung 0,0 0,1 0,1 Jahresabschreibungen 0,0 -15,7 -15,7 Wertminderungen 0,0 -0,1 -0,1 Umbuchungen 0,0 0,1 0,1 Abgänge 0,0 12,6 12,6 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 29. Februar 2012 -588,8 -136,5 -725,3 Buchwert 29. Februar 2012 1.140,7 50,9 1.191,6 Geschäfts- oder Firmenwerte Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte lag mit 1.147,1 (1.140,7) Mio. € aufgrund der Vollkonsolidierung der AUSTRIA JUICE GmbH, Allhartsberg/Österreich, zum 1. Juni 2012 über dem Vorjahreswert. Gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) und IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegen regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment-Only-Approach). Werthaltigkeitsprüfungen sind jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Dabei werden die Buchwerte von "Zahlungsmittel generierenden Einheiten" (Cash Generating Units [CGU]) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert (führendes Wertkonzept bei Südzucker), verglichen. Eine Wertminderung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) einer CGU niedriger als deren Buchwert ist. Wertminderungen, die auf den Goodwill einer CGU vorgenommen wurden, dürfen in späteren Perioden nicht rückgängig gemacht werden. Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests sind die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnen. Südzucker hat ihre CGUs entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Im Südzucker-Konzern sind die CGUs mit Geschäfts- oder Firmenwerten die Segmente Zucker und Frucht sowie die Divisionen BENEO, Freiberger und PortionPack. Die Buchwerte jeder Einheit werden durch Zuordnung der operativen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäftswerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Übersteigt der identifizierte Abwertungsbedarf den der CGU zugeordneten Goodwill, sind die übrigen Vermögenswerte der Einheit im Verhältnis ihrer Buchwerte abzuschreiben. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer Zahlungsmittel generierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen 5-Jahres-Planung basieren. In diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung. Die 5-Jahres-Planung berücksichtigt wirtschaftliche Daten allgemeiner Art und basiert auf der erwarteten Entwicklung der aus externen volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten, gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Darüber hinaus werden insbesondere länderspezifische Annahmen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, der Verbraucherpreise und der Nominallöhne getroffen. Die Kapitalkosten sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten zu berechnen. Die Eigenkapitalkosten sind aus den Renditeerwartungen der Südzucker-Aktionäre, die verwendeten Fremdkapitalkosten aus den Refinanzierungskonditionen des Südzucker-Kapitalmarktumfelds abgeleitet. Die Eigenkapitalkosten errechnen sich aus einer risikofreien Basisverzinsung, einem Renditezuschlag für das Geschäftsrisiko (Produkt aus Marktrisikoprämie und dem 5-Jahres-Beta-Faktor der Südzucker-Aktie) sowie einem Länderrisikoaufschlag. Die so abgeleiteten Eigenkapitalkosten werden für jede CGU spezifiziert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Bei den Fremdkapitalkosten werden die aktuellen kalkulatorischen Refinanzierungskosten für Anleihen, Hybridkapital und die Zinssätze für Pensionsverpflichtungen angesetzt. Dabei berücksichtigt der Renditezuschlag (Credit Spread) das aktuelle Südzucker-Langfristrating von Baa1 bzw. BBB+. Die Zielkapitalstruktur entspricht einem Verhältnis von 70 % Eigenkapital zu 30 % Fremdkapital. Der verwendete Kapitalkostensatz vor Steuern betrug für die CGUs zwischen 6,8 und 8,4 % zum 31. August 2012. Südzucker verwendet für die Extrapolation der Cashflows über den Planungszeitraum hinaus in den CGUs eine konstante Wachstumsrate von 1,5 (1,5) %. Diese Wachstumsrate zur Diskontierung der ewigen Rente liegt unterhalb der im Detailplanungszeitraum ermittelten Wachstumsraten und dient im Wesentlichen dem Ausgleich einer allgemeinen Teuerungsrate. Die Investitionen des Planungszeitraumes basieren auf den verabschiedeten Investitionsplänen und berücksichtigen die Ersatzinvestitionserfordernisse. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die getesteten Buchwerte der Geschäfts- und Firmenwerte und die in die jeweiligen Werthaltigkeitstests eingeflossenen Kapitalkosten: scroll Mio. € Durchschnittliche Kapitalkosten 28./29. Februar 2013 2012 2012/13 2011/12 CGU Zucker 771,0 67,2 % 771,1 67,6 % 8,0 % 8,2 % CGU Freiberger 158,9 13,9 % 158,9 13,9 % 6,8 % 8,1 % CGU BENEO 84,9 7,4 % 84,9 7,4 % 8,2 % 8,0 % CGU PortionPack 40,3 3,5 % 40,3 3,5 % 7,4 % 8,1 % CGU Frucht 92,0 8,0 % 85,5 7,5 % 8,4 % 8,0 % 1.147,1 100,0 % 1.140,7 100,0 % - - Im Geschäftsjahr 2012/13 ergab sich aus der regelmäßigen jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte kein Wertberichtigungsbedarf, da der Nutzungswert der CGUs jeweils über dem Buchwert lag. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit aufgrund besonderer Ereignisse oder Umstände (Triggering Events) im Verlauf des Geschäftsjahres war nicht erforderlich. Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen und Planungen, die den Nutzungswert der CGUs bestimmen. Zum Bewertungsstichtag lagen die Nutzungswerte deutlich über den Buchwerten der CGUs. Die jeweiligen Überdeckungen reagieren zwar sensitiv bei Veränderungen der operativen Planungen, der Wachstumsrate in der ewigen Rente sowie Veränderungen des Diskontierungssatzes als wesentliche Bewertungsparameter. Für möglich gehaltene Änderungen der wesentlichen Parameter werden aber aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der Geschäfts- und Firmenwerte ihren Nutzungswert überschreiten und deshalb im nächsten Geschäftsjahr angepasst werden müssten. Für die CGU Zucker bestimmen sich die wichtigsten Planannahmen auf Basis des EU-Zuckermarktes und der regulatorischen Rahmenbedingungen. Die Schlüsselannahmen der Marktentwicklung sind dabei die Einschätzungen der EU-Rübenzuckerproduktion, der Entwicklung der Zuckerimporte sowie der Zuckererlöse. Die wesentlichen Kostenelemente der CGU sind die Rohstoff- und Energiekosten. Ausgeglichene Marktverhältnisse im EU-Zuckermarkt sind insbesondere von der weiteren Entwicklung der Importe aus den AKP-Staaten und LDCs in den EU-Zuckermarkt abhängig. Diese Importe werden maßgeblich von der Preisentwicklung am Zucker-Weltmarkt bestimmt und von der Frage, inwieweit die von der EU-Kommission geschaffenen Schutzklauseln greifen. Die EU hat mit dem Hinweis auf die angespannte Versorgungslage für das ZWJ 2011/12 und auch im ZWJ 2012/13 in begrenztem Maße eine Vermarktung von Nichtquotenzucker im Foodmarkt zugelassen und weitere Weltzucker-Importe ermöglicht. Im ZWJ 2013/14 wird ein ausgeglichener Markt erwartet. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Die Buchwerte der Position Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte reduzierten sich abschreibungsbedingt auf 42,3 (50,9) Mio. €. (22) Sachanlagen scroll 2012/13 Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt Anschaffungskosten 1. März 2012 1.706,7 4.404,1 369,4 91,6 6.571,8 Veränd. Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen 12,4 8,2 2,2 -1,0 21,8 Währung -1,7 -1,6 -0,6 0,0 -3,9 Zugänge 32,7 155,1 30,5 114,4 332,7 Umbuchungen 18,1 40,0 3,5 -62,3 -0,7 Abgänge -21,3 -54,9 -18,8 -1,9 -96,9 28. Februar 2013 1.746,9 4.550,9 386,2 140,8 6.824,8 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2012 -794,9 -2.947,9 -274,3 -0,6 -4.017,7 Veränd. Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen 0,0 0,2 0,3 0,0 0,5 Währung 1,3 2,9 0,3 0,0 4,5 Jahresabschreibungen -45,2 -188,6 -24,7 0,0 -258,5 Wertminderungen -0,5 -0,3 0,0 0,0 -0,8 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Abgänge 12,7 50,6 17,3 0,0 80,6 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2013 -826,2 -3.083,1 -281,1 -0,6 -4.191,4 Buchwert 28. Februar 2013 920,3 1.467,8 105,1 140,2 2.633,4 Der Buchwert der Sachanlagen stieg auf 2.633,4 (2.554,1) Mio. €. Dabei beliefen sich die Investitionen auf 332,7 (267,0) Mio. €, die Jahresabschreibungen auf 258,5 (247,3) Mio. € und die Abgänge von Sachanlagen (Abgänge von Anschaffungskosten, reduziert um Abgänge von Abschreibungen und Wertminderungen) auf 16,3 (14,1) Mio. €. Die Investitionen sind um staatliche Investitionszuschüsse in Höhe von 1,5 (2,1) Mio. € reduziert. Die wechselkursbedingten Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Abschwächung des ungarischen Forints und der tschechischen Krone (Stichtagskurs), der insbesondere eine Stärkung des chilenischen Pesos gegenüberstand; hierdurch erhöhte sich der Buchwert der Sachanlagen um 0,6 Mio. €. Im Vorjahr hatte insbesondere die Abschwächung des polnischen Złotys sowie des ungarischen Forints (Stichtagskurs) den Buchwert der Sachanlagen um 6,1 Mio. € reduziert. Einzelheiten zu den Investitionen finden sich in den Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung in diesem Konzern-Anhang sowie in den Erläuterungen zu den Segmenten im Konzern-Lagebericht. scroll 2011/12 Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt Anschaffungskosten 1. März 2011 1.662,0 4.333,0 358,7 72,6 6.426,3 Veränd. Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen 1,6 1,4 0,3 0,1 3,4 Währung -7,5 -8,2 -0,6 0,0 -16,3 Zugänge 49,8 115,6 23,9 77,7 267,0 Umbuchungen 16,3 38,0 3,0 -58,2 -0,9 Abgänge -15,5 -75,7 -15,9 -0,6 -107,7 29. Februar 2012 1.706,7 4.404,1 369,4 91,6 6.571,8 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2011 -764,4 -2.840,7 -265,7 -0,6 -3.871,4 Veränd. Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen -0,3 -1,0 -0,2 0,1 -1,4 Währung 3,9 5,9 0,4 0,0 10,2 Jahresabschreibungen -44,0 -180,0 -23,2 -0,1 -247,3 Wertminderungen -0,1 -1,3 0,0 0,0 -1,4 Umbuchungen 0,0 0,0 -0,1 0,0 -0,1 Abgänge 10,0 69,1 14,5 0,0 93,6 Zuschreibungen 0,0 0,1 0,0 0,0 0,1 29. Februar 2012 -794,9 -2.947,9 -274,3 -0,6 -4.017,7 Buchwert 29. Februar 2012 911,8 1.456,2 95,1 91,0 2.554,1 (23) Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen, Wertpapiere und sonstige Beteiligungen scroll Mio. € At Equity einbezogene Unternehmen Wertpapiere Sonstige Beteiligungen und Ausleihungen 2012/13 1. März 2012 12,3 105,1 33,7 Veränd. Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen -0,1 0,3 -0,2 Währung -9,4 0,0 0,0 Zugänge 180,7 0,1 2,4 Anteil am Gewinn 13,1 0,0 0,0 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 Abgänge/Dividenden -6,5 0,0 -2,8 Wertminderungen 0,0 0,0 -2,9 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2013 190,1 105,5 30,2 2011/12 1. März 2011 11,1 105,4 32,4 Veränd. Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen 0,3 0,1 -0,7 Währung 0,0 0,0 0,0 Zugänge 0,0 0,6 2,3 Anteil am Gewinn 0,9 0,0 0,0 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 Abgänge/Dividenden 0,0 -1,0 -0,3 Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 29. Februar 2012 12,3 105,1 33,7 Der Zugang bei den at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 180,7 Mio. € betraf den Erwerb der Beteiligung am britischen Handelshaus ED&F Man, London/Großbritannien, in Höhe von 25 % minus einer Aktie. (24) Vorräte scroll Mio. € 28./29. Februar 2013 2012 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 426,2 414,8 Fertige und unfertige Erzeugnisse Segment Zucker 1.560,9 1.412,3 Segment Spezialitäten 200,5 194,0 Segment CropEnergies 36,8 30,2 Segment Frucht 230,9 154,1 Summe fertige und unfertige Erzeugnisse 2.029,1 1.790,6 Waren 112,3 118,3 2.567,6 2.323,7 Die Vorräte lagen mit 2.567,6 (2.323,7) Mio. € um 243,9 Mio. € über Vorjahresniveau, was im Wesentlichen durch einen Anstieg im Segment Zucker und im Segment Frucht verursacht ist. Der Aufbau der fertigen und unfertigen Erzeugnisse im Segment Zucker ist Ergebnis der gestiegenen Rübenpreise bei nahezu unveränderten Bestandsmengen. Der Anstieg der fertigen und unfertigen Erzeugnisse von 154,1 Mio. € auf 230,9 Mio. € im Segment Frucht resultiert maßgeblich aus der Erstkonsolidierung von Ybbstaler. Im Segment Zucker waren Abwertungen auf den Nettoveräußerungserlös in Höhe von 7,6 (4,5) Mio. € im Rahmen der Rohzuckerraffination, im Segment Spezialitäten in Höhe von 22,2 (6,9) Mio. €, insbesondere bedingt durch eine geänderte Nutzbarkeit, und im Segment Frucht in Höhe von 3,7 (0,7) Mio. € vorzunehmen; im Segment CropEnergies waren wie im Vorjahr keine Abwertungen erforderlich. Im Segment Zucker bzw. Frucht wurden Wertaufholungen infolge der Neueinschätzung der Bewertung zuvor abgewerteter Erzeugnisse in Höhe von 0,4 (0,0) Mio. € bzw. 0,6 (0,0) Mio. € vorgenommen. (25) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28./29. Februar 2013 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2012 bis 1 Jahr über 1 Jahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.025,7 1.025,7 0,0 945,5 945,5 0,0 Forderungen an die EU aus Exporterstattungen 1,1 1,1 0,0 6,2 6,2 0,0 Sonstige Steuererstattungsansprüche 167,7 167,7 0,0 175,8 175,8 0,0 Positive Marktwerte Derivate 7,9 7,9 0,0 24,9 24,9 0,0 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 107,0 62,8 44,2 89,0 80,2 8,8 Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 41,9 41,9 0,0 70,2 70,0 0,2 Sonstige Vermögenswerte 325,6 281,4 44,2 366,1 357,1 9,0 Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 80,2 Mio. auf 1.025,7 (945,5) Mio. € gestiegen, was bei etwas kürzeren Zahlungszielen im Wesentlichen aus gestiegenen Umsatzerlösen im Segment Zucker resultiert. Darin enthalten sind auch die Forderungen aus Zuckerlieferungen an die at Equity einbezogene italienische Vertriebsgesellschaft Maxi S.r.L., Bozen/Italien; das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte von 41,9 (70,2) Mio. € betreffen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen, Abgrenzungen und zugekaufte CO2 -Emissionszertifikate. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen ermittelt sich wie folgt: scroll Mio. € 28./29. Februar 2013 2012 Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.083,3 998,3 davon wertberichtigt -57,6 -52,8 Buchwert 1.025,7 945,5 Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt: scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Wertberichtigungen zum 1. März 52,8 50,4 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/sonstige Veränderungen -0,9 -0,1 Zuführungen 10,8 5,2 Verbrauch -1,4 -1,9 Auflösungen -3,7 -0,8 Wertberichtigungen zum 28./29. Februar 57,6 52,8 Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken. Die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 1.025,7 (945,5) Mio. €; davon waren 879,2 (798,7) Mio. € noch nicht fällig. Die überfälligen Forderungen strukturieren sich wie nachfolgend dargestellt: scroll Mio. € 28./29. Februar 2013 2012 Noch nicht fällige Forderungen 879,2 798,7 Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind 146,5 146,8 davon bis 10 Tage 48,7 59,1 davon 11 bis 30 Tage 36,2 35,4 davon 31 bis 90 Tage 47,0 33,4 davon> 90 Tage 14,6 18,9 Buchwert 1.025,7 945,5 Wertberichtigte Forderungen 57,6 52,8 Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) 1.083,3 998,3 Südzucker reduziert Ausfallrisiken, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlinien festgelegt werden. Außerdem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Das konzernweite Kreditmanagement wurde weiter vereinheitlicht und ausgebaut. Hinsichtlich der weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum 28. Februar 2013 keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Bei den überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gehen wir von einem Zahlungseingang aus; daneben sind auch diese Forderungen im Warenkreditversicherungsprogramm der Südzucker-Gruppe enthalten. (26) Eigenkapital Zum 28. Februar 2013 beträgt das ausgegebene gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 Stückaktien eingeteilt; dabei handelt es sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien, womit das ausgegebene gezeichnete Kapital dem ausstehenden gezeichneten Kapital entspricht. Die Kapitalrücklage betrifft die Südzucker AG. Hierin sind die nach § 272 HGB aufzunehmenden externen Mittelzuflüsse erfasst, die sich aus dem Agio aus Kapitalerhöhungen oder der Vereinbarung von Optionsprämien unter Berücksichtigung der nach IFRS verpflichtenden Kürzung um damit zusammenhängende Kosten einschließlich der darauf entfallenden Steuern ergaben. Rückkauf der Wandelanleihe und Kapitalerhöhung Südzucker hatte am 30. Juni 2009 eine Wandelanleihe im Nennbetrag von 283.450.000 € mit einem Zinssatz von 2,5 % und einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 begeben. Bei Begebung der Anleihe war die vorzeitige Wandlung in Eigenkapital angestrebt. Zur Bedienung der Wandelanleihe hielt Südzucker am 1. März 2012 insgesamt 400.020 eigene Aktien mit Anschaffungskosten von 8,4 Mio. € und einem auf sie entfallenden Betrag des Grundkapitals von 400.020 € (das entsprach einem Anteil am Grundkapital von ca. 0,21 %), die sie im Laufe des Geschäftsjahres 2011/12 erworben hatte. Dieser Bestand wurde im 1. Quartal 2012/13 durch weitere Zukäufe auf 600.000 Aktien mit kumulierten Anschaffungskosten von 12,8 Mio. € aufgestockt. Es wurden dabei 199.980 Aktien mit einem auf sie entfallenden Betrag des Grundkapitals von 199.980 € (das entsprach einem Anteil am Grundkapital von ca. 0,11 %) erworben. Die Anschaffungskosten wurden jeweils mit dem Eigenkapital verrechnet. Grundlage des Erwerbs eigener Aktien war die Nutzung der von der Hauptversammlung am 20. Juli 2010 erteilten Ermächtigung zum Aktienrückkauf zum Zweck der Bedienung der Verpflichtung aus der Wandelanleihe 2009/2016. Im 3. Quartal 2012/13 wurden 23.489 Aktien aus diesem Bestand eigener Aktien (mit einem auf sie entfallenden Betrag des Grundkapitals von 23.489 €, d. h. einem Anteil am Grundkapital von ca. 0,01 %) an Anleihegläubiger ausgegeben, die Anleihen im Nennbetrag von 0,4 Mio. € hielten und ihre Wandlungsrechte ausgeübt hatten. Der erzielte Ausgabewert der eigenen Aktien wurde dem Eigenkapital gutgeschrieben. Die gute Kursentwicklung der Südzucker-Aktie ermöglichte es im November 2012, die Eigenkapitalbasis deutlich zu stärken, die Finanzierungsstruktur zu vereinfachen und damit die finanzielle und strategische Flexibilität weiter zu erhöhen. Am 20. November 2012 hat Südzucker eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital beschlossen und die Verwertung der bis dahin verbliebenen 576.511 eigenen Aktien zum Kurs von 29,70 €/Aktie vorgenommen (mit einem auf sie entfallenden Betrag des Grundkapitals von 576.511 €, d. h. einem Anteil am Grundkapital von ca. 0,3 %). Die Gesellschaft besitzt damit keine eigenen Aktien mehr. Im Rahmen eines sogenannten beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens wurden neben den eigenen Aktien 14.618.269 neue Aktien aus dem genehmigten Kapital platziert. Der Emissionserlös von insgesamt 451 Mio. € abzüglich der Transaktionskosten von 3 Mio. € und darauf entfallende Steuern wurde dem Eigenkapital gutgeschrieben. Zeitgleich wurde den Inhabern der Wandelanleihe angeboten, die Wandelschuldverschreibungen zu einem Preis von 91.250 € je Stück, entsprechend 182,50 % des Nennbetrags von 50.000 € je Stück, zurückzukaufen. Die ausstehenden Wandelanleihen wurden im Nennbetrag von 279.350.000 € zum Angebotspreis von 182,50 % und einem Gesamtvolumen von 510 Mio. € zurückerworben. Der auf die Eigenkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung entfallende Rückkaufpreis wurde zuzüglich der Transaktionskosten von 1 Mio. € und darauf entfallende Steuern und damit einem Betrag von 161 Mio. € dem Eigenkapital belastet. Der auf die Fremdkapitalkomponente entfallende Rückkaufpreis wurde in Höhe des den Buchwert der Wandelanleihe übersteigenden Teils einschließlich der damit verbundenen Kosten von 2 Mio. € und damit von insgesamt 39 Mio. € im Finanzaufwand erfasst. Die zurückerworbenen Wandelschuldverschreibungen wurden im Anschluss an die Transaktion entwertet. Für das verbleibende Nominalvolumen der Wandelanleihen von 3.700.000 € hat Südzucker am 30. November 2012 gemäß § 3 Abs. 4 der Anleihebedingungen die vorzeitige Kündigung ausgesprochen. Bis zum 19. Dezember 2012 wurden Wandlungsrechte im Nennbetrag von 3.600.000 € ausgeübt. Zur Bedienung dieser Wandlungserklärungen wurden 211.415 Aktien aus dem bedingten Kapital ausgegeben. Im Umfang von 100.000 € wurde die Wandelanleihe zum Nennbetrag zurückgezahlt. Die Wandelanleihe 2009/2016 ist damit in vollem Umfang eingezogen. Als Folge der Kapitalmaßnahme hat sich das ausgegebene gezeichnete Kapital von 189.353.608 € zum 29. Februar 2012 um 14.618.269 € aus dem genehmigten Kapital und um 211.415 € aus dem bedingten Kapital auf 204.183.292 € zum 28. Februar 2013 erhöht. Das durch die Hauptversammlung vom 29. Juli 2008 begebene bedingte Kapital von bis zu 15,0 Mio. € war für die Wandelanleihe 2009/2016 bestimmt. Zur Bedienung von Wandlungserklärungen erfolgte eine Kapitalerhöhung um 211.415 € aus dem bedingten Kapital, so dass ein rechnerisches bedingtes Kapital von bis zu 14.788.585 € verbleibt; das entspricht 14.788.585 Aktien. Das von der Hauptversammlung am 21. Juli 2009 geschaffene genehmigte Kapital von 15,0 Mio. € wurde durch die Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts (im Handelsregister am 22. November 2012 eingetragen) im Umfang von 14.618.269 € genutzt. Danach besteht noch ein genehmigtes Kapital von 381.731 €; das entspricht 381.731 Aktien. Weitere Angaben zum Eigenkapital werden im Konzernlagebericht im Kapitel "Übernahmerelevante Angaben (§ 315 Abs. 4 HGB)" gemacht. Das Hybrid-Eigenkapital beinhaltet die im Sommer 2005 emittierte Hybrid-Anleihe mit einem Nennbetrag von 700 Mio. € und einem Zinssatz von 5,25 % p. a; der jährliche Ausschüttungsbetrag beläuft sich auf 36,7 Mio. € vor Steuern bzw. 26,2 Mio. € nach Steuern. Dieses Finanzinstrument zeichnet sich insbesondere durch eine nicht begrenzte Laufzeit, das einseitig bedingte Kündigungsrecht seitens Südzucker (vierteljährlich ab dem 30. Juni 2015) sowie die Dividendenabhängigkeit der Couponzahlung und die Nachrangigkeit der Gläubigeransprüche aus. Sofern das Kündigungsrecht seitens Südzucker nicht ausgeübt werden kann, verzinst sich die Hybrid-Anleihe variabel mit dem 3-Monats-Euribor plus 3,10 % p. a. Das Kündigungsrecht steht unter der Bedingung, dass Südzucker innerhalb von zwölf Monaten vor dem Wirksamwerden der Kündigung gleichrangige Wertpapiere und/oder nachrangige Wertpapiere mit ähnlicher Ausstattung ausgegeben hat, mit einem Ausgabeerlös in Höhe der aus der Kündigung der Hybrid-Anleihe zahlbaren Beträge (gemäß § 6 Abs. 5 und 6 der Anleihebedingungen). Mit dieser Ausgestaltung konnte Südzucker die volle Anerkennung als Eigenkapital nach IFRS erreichen. Weitere Informationen zur Hybrid-Anleihe stehen unter Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" sowie auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Anleihen/ zur Verfügung. Die sonstigen Eigenkapitalposten umfassen die Neubewertungsrücklage sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung. Die Bestandteile der Neubewertungsrücklage sind die erfolgsneutrale Bewertung von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedge) sowie die Währungsumrechnung aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe. Die Gewinnrücklagen beinhalten die thesaurierten Periodenergebnisse sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen. Im Fall des Erwerbs eigener Aktien werden die Gewinnrücklagen um das Aufgeld gekürzt. Die erfolgsneutral in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen sind unter Ziffer (19) erläutert. (27) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Südzucker zahlt im Rahmen beitragsorientierter Altersversorgungssysteme aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Sie beliefen sich im Konzern auf 34,6 (31,0) Mio. €. Mit der Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Pensionsähnliche Verpflichtungen bestehen insbesondere bei ausländischen Konzernunternehmen. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet. Die betriebliche Altersversorgung im Südzucker-Konzern beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt: scroll in % 28./29. Februar 2013 2012 Abzinsungssatz 3,50 4,50 Künftige Gehaltssteigerung 3,25 3,25 Künftige Rentensteigerung 2,25 2,25 Erwartete Verzinsung des Planvermögens 4,26 4,43 Der Abzinsungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen mit einer der mittleren Laufzeit der Pensionsverpflichtungen entsprechenden Duration ermittelt. Daneben werden auch andere unternehmensspezifische versicherungsmathematische Annahmen wie die Mitarbeiterfluktuation in die Berechnung einbezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden jeweils die länderspezifischen anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln - wie in Deutschland die Richttafeln Heubeck 2005 G - verwendet. Aufgrund der Marktveränderungen bei den hochwertigen Unternehmensanleihen, die als Grundlage für die Ermittlung des Rechnungszinssatzes für Pläne in der Eurozone dienen, wurde das Portfolio im Laufe des Geschäftsjahres erweitert: Einbezogen werden nun Anleihen, die von mindestens einer Ratingagentur mit AA geratet wurden. Das Mindestvolumen für die Berücksichtigung wurde zudem auf 50 Mio. € gesenkt und Informationen von Unternehmensanleihen mit einem Rating von A wurden (nach Abzug des Spreads zwischen AA und A) ebenfalls berücksichtigt. Da die Herleitung des Rechnungszinssatzes auf Grundlage der bisherigen Datenbasis für die Eurozone nicht mehr zuverlässig möglich ist und daher eingestellt wurde, können die Auswirkungen dieser Erweiterung zum Ende des Geschäftsjahres nicht berechnet werden. Abschätzungen der Entwicklung der beiden Portfolios lassen es aber möglich erscheinen, dass die bisherige Datenbasis zu einem um 40 Basispunkte niedrigeren Rechnungszins und damit zu einem um 52 Mio. € höheren Anwartschaftsbarwert der direkten Versorgungsansprüche für Pläne in der Eurozone geführt hätte. Der Aufwand für die betriebliche Altersversorgung setzt sich wie folgt zusammen: scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Laufender Dienstzeitaufwand 16,6 14,3 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,5 0,9 Auswirkung von Plankürzungen oder -abgeltungen -0,1 -0,8 Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche 27,8 27,3 Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen -4,5 -4,6 40,3 37,1 Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche sowie die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten. Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen beliefen sich auf 5,5 (3,5) Mio. €. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden vollständig und periodengerecht erfasst. Sie werden außerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung in der Aufstellung der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen. Die bilanzierte Nettoverpflichtung der Südzucker-Gruppe resultiert aus der Gegenüberstellung von Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen und dem Zeitwert des Planvermögens, angepasst um noch nicht erfasste nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen, und leitet sich wie folgt ab: scroll Mio. € 28./29. Februar 2013 2012 Anwartschaftsbarwert der direkten Versorgungsansprüche 797,7 654,3 Zeitwert des Planvermögens -110,4 -106,6 Nicht durch Planvermögen gedeckte Verpflichtung 687,3 547,7 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -4,1 -1,6 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 683,2 546,1 Abzinsungssatz 3,50 % 4,50 % Vom Anwartschaftsbarwert in Höhe von 797,7 (654,3) Mio. € sind 180,4 (160,4) Mio. € teilweise oder vollständig mit Planvermögen gedeckt. Die bilanzierten Rückstellungen haben sich im Zeitablauf wie folgt entwickelt: scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Rückstellungen am 1. März 546,1 476,9 Veränderung Konsolidierungskreis u. a. 4,2 -0,1 Aufwand für Altersversorgung 40,3 37,1 Erfolgsneutrale Veränderung 129,9 64,7 Fondsdotierungen -5,0 -3,5 Pensionszahlungen in der Berichtsperiode -32,3 -29,0 Rückstellungen am 28./29. Februar 683,2 546,1 Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgten Pensionszahlungen in Höhe von 32,3 Mio. €; für das Geschäftsjahr 2013/14 werden Pensionszahlungen in vergleichbarer Größenordnung von rund 35 Mio. € erwartet. Die erfolgsneutrale Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste belief sich auf 129,9 (64,7) Mio. €. Die Veränderung resultiert u. a. aus der Anpassung des Abzinsungssatzes von 4,50 % auf 3,50 % sowie erfahrungsbedingten Anpassungen bei Gehältern, Renten und Sterblichkeit. Im Vorjahr enthielt die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste maßgeblich die Effekte aus der Absenkung des Abzinsungssatzes von 5,00 % auf 4,50 % sowie der Anpassung der Parameter für Gehalts- und Rentensteigerungen. Bis zum 28. Februar 2013 wurden kumulierte versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste - ohne Berücksichtigung von latenten Steuern - in Höhe von -281,3 (-154,1) Mio. € mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Zeitwert des Planvermögens am 1. März 106,6 106,1 Veränderung Konsolidierungskreis u. a. -0,1 0,0 Erwarteter Vermögensertrag 4,5 4,6 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 1,0 -1,1 Arbeitgeberbeiträge an die Fonds 5,0 3,5 Arbeitnehmerbeiträge an die Fonds 0,3 0,3 Zahlungen aus dem Planvermögen -6,9 -6,8 Zeitwert des Planvermögens am 28./29. Februar 110,4 106,6 Das prinzipielle Anlageziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Versorgungszusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Daher besteht das Planvermögen überwiegend aus festverzinslichen Wertpapieren, deren Risikostruktur langfristig die Erfüllung der Verpflichtungen gewährleistet. Daneben sind Eigenkapitaltitel und Versicherungsverträge sowie in geringem Umfang Immobilienanteile enthalten. Im Fall der festverzinslichen Wertpapiere orientieren sich die Renditeerwartungen an Staatsanleihen. Im Fall von Versicherungsverträgen wird mit einer garantierten Mindestverzinsung gerechnet. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbstgenutzte Immobilien. Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorien investiert: scroll in % 28./29. Februar 2013 2012 Festverzinsliche Wertpapiere 68,5 69,9 Eigenkapitaltitel 27,4 25,6 Versicherungsverträge 0,3 0,2 Immobilien 3,8 4,3 Während der Berichtsperiode hat sich der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen wie folgt verändert: scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Anwartschaftsbarwert am 1. März 654,3 584,4 Veränderung Konsolidierungskreis u. a. 4,2 0,0 Dienstzeitaufwand 16,6 14,3 Nachzuverrechender Dienstzeitaufwand 2,9 1,0 Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche 27,8 27,3 Fondsdotierungen 0,3 0,3 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 130,9 63,6 Plananpassung -0,1 -0,8 Planabgeltung 0,0 0,0 Pensionszahlungen in der Berichtsperiode -39,2 -35,8 Anwartschaftsbarwert am 28./29. Februar 797,7 654,3 In den vergangenen fünf Jahren haben sich der Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtungen, der Zeitwert des Planvermögens und der durch Rückstellungen finanzierte Teil des Anwartschaftsbarwerts wie folgt entwickelt: scroll Mio. € 28./29. Februar 2013 2012 2011 2010 2009 Anwartschaftsbarwert der direkten Versorgungsansprüche 797,7 654,3 584,4 561,5 505,2 Zeitwert des Planvermögens -110,4 -106,6 -106,1 -89,2 -83,4 Rückstellungsfinanzierter Teil des Anwartschaftsbarwerts 687,3 547,7 478,3 472,3 421,8 Abzinsungssatz 3,50 % 4,50 % 5,00 % 5,00 % 5,50 % In den zurückliegenden Jahren haben sich die folgenden erfahrungsbedingten Anpassungen des Barwerts aller leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen und des Zeitwerts des Planvermögens ergeben: scroll Mio. € 28./29. Februar 2013 2012 2011 2010 2009 Erfahrungsbedingte Anpassungen des Anwartschaftsbarwerts 25,2 -0,4 0,1 -1,0 -1,2 Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens -1,0 1,1 -3,0 2,8 0,0 Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen bei der Bewertung der Versorgungspflichten insbesondere die Entwicklung der Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Fluktuation der Mitarbeiter sowie biometrischer Daten wie Invaliditäts- und Todesfälle. (28) Entwicklung der sonstigen Rückstellungen scroll Mio. € 28./29. Februar 2013 Kurzfristig Langfristig 2012 Kurzfristig Langfristig Personalbezogene Rückstellungen 75,5 15,9 59,6 70,9 18,6 52,3 Prozesse und Risikovorsorge 142,0 133,6 8,4 116,3 105,5 10,8 Steuern 99,1 0,0 99,1 93,3 0,0 93,3 Übrige Rückstellungen 57,8 39,5 18,3 76,7 59,5 17,2 Gesamt 374,4 189,0 185,4 357,2 183,6 173,6 Während der Berichtsperiode haben sich die übrigen Rückstellungen wie folgt entwickelt: scroll Mio. € Personalbezogene Rückstellungen Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge Steuerrück- stellungen Übrige sonstige Rückstellungen Gesamt 1. März 2012 70,9 116,3 93,3 76,7 357,2 Veränderung Kons.-Kreis/sonstige Veränderungen -1,5 -0,3 0,3 0,1 -1,4 Währung 0,0 0,0 0,0 -0,2 -0,2 Zuführungen/Aufzinsungen 25,1 36,5 73,7 30,4 165,7 Verbrauch -10,1 -7,7 -68,1 -42,9 -128,8 Auflösung -8,9 -2,8 -0,1 -6,3 -18,1 28. Februar 2013 75,5 142,0 99,1 57,8 374,4 Die personalbezogenen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen aus überwiegend langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen und Rückstellungen für Altersteilzeit sowie überwiegend kurzfristigen Rückstellungen für Sozialpläne zusammen und liegen mit 75,5 Mio. € über Vorjahresniveau. Von dem Gesamtbetrag von 75,5 Mio. € werden voraussichtlich 15,9 Mio. € in 2013/14 und 59,6 Mio. € in den Folgejahren verbraucht. Die Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Risiken im Zusammenhang mit Umsatzsteuernachzahlungen für Zuckerlieferungen nach Italien in den Jahren 1994 bis 1995 sowie rechtlichen Risiken und Umweltrisiken. Von dem Gesamtbetrag von 142,0 Mio. € werden voraussichtlich 133,6 Mio. € in 2013/14 und 8,4 Mio. € in den Folgejahren verbraucht. Die Steuerrückstellungen in Höhe von 99,1 Mio. € umfassen im Wesentlichen Risiken aus Betriebsprüfungen für frühere Geschäftsjahre und sind ausschließlich langfristig. Die übrigen sonstigen Rückstellungen reduzierten sich von 76,7 Mio. € auf 57,8 Mio. €. Diese betreffen im Wesentlichen die überwiegend langfristigen Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen sowie lang- und kurzfristige Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltverpflichtungen, die überwiegend im Zusammenhang mit der Zuckerproduktion stehen. Des Weiteren werden Rückstellungen im Zusammenhang mit der Zuteilung von Emissionszertifikaten durch die Deutsche Emissionshandelsstelle und vergleichbare Behörden in der Europäischen Union gebildet. Für das Geschäftsjahr 2013/14 wird ein Verbrauch von 39,5 Mio. € und in den Folgejahren in Höhe von 18,3 Mio. € erwartet. Die Zuführungen und Aufzinsungen in Bezug auf die Steuerrückstellungen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst. Bei allen anderen übrigen Rückstellungen werden die Zuführungen in der einschlägigen Aufwandsart abgebildet, während die Aufzinsungen im Zinsaufwand innerhalb der Finanzaufwendungen gezeigt werden. Der im laufenden Geschäftsjahr hierfür erfasste Zinsaufwand belief sich auf 3,3 (3,0) Mio. €. Die erwarteten Auszahlungen von Rückstellungen ab 2014/15 und später erhöhen sich noch um zukünftige Aufzinsungseffekte. (29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28./29. Februar 2013 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2012 bis 1 Jahr über 1 Jahr Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 860,0 860,0 0,0 794,6 794,6 0,0 Verbindlichkeiten aus übrigen Lieferungen und Leistungen 456,9 456,9 0,0 439,8 439,8 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.316,9 1.316,9 0,0 1.234,4 1.234,4 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 22,3 22,3 0,0 24,7 24,7 0,0 Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen 140,0 138,8 1,2 118,0 116,9 1,1 Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit 51,2 51,2 0,0 50,4 50,4 0,0 Negative Marktwerte Derivate 24,8 24,8 0,0 48,5 48,5 0,0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 171,2 156,0 15,2 188,7 176,7 12,0 Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 15,8 15,8 0,0 15,4 15,4 0,0 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3,7 3,7 0,0 5,2 5,2 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 429,0 412,6 16,4 450,9 437,8 13,1 Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern von 794,6 Mio. € auf 860,0 Mio. € resultiert maßgeblich aus den gestiegenen Rübenpreisen. Die Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Tantiemen, Prämien, Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 171,2 (188,7) Mio. € umfassen u. a. Zinsabgrenzungen und Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen. Unter den sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 15,8 (15,4) Mio. € sind im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. (30) Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden) scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28./29. Februar 2013 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2012 bis 1 Jahr über 1 Jahr Anleihen 433,1 26,9 406,2 827,3 176,7 650,6 davon konvertibel 0,0 0,0 0,0 246,1 0,0 246,1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 662,2 260,4 401,8 677,8 397,2 280,6 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0,2 0,0 0,2 0,3 0,1 0,2 Finanzverbindlichkeiten 1.095,5 287,3 808,2 1.505,4 574,0 931,4 Wertpapiere (langfristige Vermögenswerte) -105,5 -105,1 Wertpapiere (kurzfristige Vermögenswerte) -42,1 -108,1 Flüssige Mittel -483,5 -501,5 Nettofinanzschulden 464,4 790,7 Die Brutto-Finanzverbindlichkeiten sind von 1.505,4 Mio. € um 409,9 Mio. € auf 1.095,5 Mio. € zurückgegangen. Die Anlagen in Wertpapiere und flüssige Mittel wurden von 714,7 Mio. € auf 631,1 Mio. € abgebaut. Korrespondierend haben sich die Nettofinanzschulden um 326,3 Mio. € auf 464,4 (790,7) Mio. € reduziert. Von den Finanzschulden in Höhe von 1.095,5 Mio. € stehen der Südzucker-Gruppe 808,2 Mio. € bzw. 73,8 % langfristig zur Verfügung. Finanzmanagement Die Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment-Grade-Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsinstrumenten sicherstellt. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz zeitnaher finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Reporting- als auch die Unternehmensplanungsprozesse bestimmt. Südzucker hat durch einen verlässlichen Zugang zum Kapitalmarkt bei Investitionsentscheidungen Finanzierungsvorteile gegenüber Wettbewerbern. Gleichzeitig sind wir uns der Verantwortung gegenüber unseren Kapitalgebern bewusst. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von langfristigen Finanzinstrumenten: Hybrid-Eigenkapital, Wandelanleihen, Anleihen, Commercial-Paper-Programme, Schuldscheindarlehen und syndizierte bzw. bilaterale Bankkreditlinien. Diese Instrumente werden durch die niederländische Finanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B. V. bzw. die Südzucker AG bereitgestellt und konzernweit verwendet. Die Finanzierung von Akquisitionen und Investitionen wird unter Berücksichtigung der für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Relationen vorgenommen. Zur unterjährigen Finanzierung der der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden durch die Nutzung des Commercial-Paper-Programms mit einem Volumen von 600 Mio. € bzw. einer syndizierten Kreditlinie von 600 Mio. € der Südzucker sowie über syndizierte Kreditlinien von 450 Mio. € der AGRANA-Gruppe gewährleistet. Daneben stehen der Unternehmensgruppe bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung. Südzucker verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik, die auf eine Absicherung von Rentabilität, Liquidität und Stabilität des Unternehmens abzielt und durch konsequentes Finanzmanagement (Cash- und Liquiditätsmanagement) sowie ein integriertes Risikomanagement flankiert wird. Die Grundsätze unserer Finanzierungspolitik sind: ― Eine starke Kapitalstruktur mit einer nachhaltigen Eigenkapitalfinanzierungsbasis durch die tragenden Aktionärsgruppen ― Die Nutzung diversifizierter Fremdkapitalinstrumente unter Beachtung eines ausgewogenen Laufzeitenprofils ― Ein jederzeitiger Zugriff auf ausreichende kurzfristige Liquidität ― Die Sicherung des Investment-Grade-Ratings durch Einhaltung der relevanten Kennzahlen ― Die Steuerung der Finanzrisiken durch ein integriertes Risikomanagement Südzucker finanziert sich derzeit im Wesentlichen durch die folgenden Finanzinstrumente: Hybrid-Anleihe Die Südzucker International Finance B. V. emittierte im Juli und August 2005 eine unendliche, nachrangige Hybrid-Anleihe im Volumen von 700 Mio. €. Die Nachranganleihe verzinst sich in den ersten zehn Jahren mit einem festen Coupon von 5,25 % p. a. Ab dem 30. Juni 2015 kann die Anleihe durch Südzucker erstmals zum Nennwert gekündigt und vorzeitig zurückgezahlt werden (Schuldnerkündigungsrecht). Dieses Kündigungsrecht steht unter der Bedingung, dass Südzucker innerhalb von zwölf Monaten vor dem Wirksamwerden der Kündigung gleichrangige Wertpapiere und/oder nachrangige Wertpapiere mit ähnlicher Ausstattung ausgegeben hat, mit einem Ausgabeerlös in Höhe der aus der Kündigung der Hybrid-Anleihe zahlbaren Beträge (gemäß § 6 Abs. 5 und 6 der Anleihebedingungen). Sofern die Hybrid-Anleihe nicht gekündigt werden kann, schließt sich für die weitere Laufzeit eine variable Verzinsung mit dem Angebotssatz im Interbankenmarkt der Eurozone für Dreimonats-Einlagen zuzüglich 3,10 % an (3-Monats-Euribor plus 3,10 % p. a.). Die Couponzahlungen sind vierteljährlich jeweils nachträglich fällig. Ferner sehen die Anleihebedingungen vor, dass Südzucker im Fall eines Dividenden- bzw. Cashflow-Ereignisses die Option bzw. die Verpflichtung zur Aufschiebung der Zinscouponzahlungen hat. Eine optionale (freiwillige) Couponaussetzung kann eintreten, falls auf der letzten Hauptversammlung keine Dividende für Aktien der Südzucker AG beschlossen wurde. Ein Cashflow-Ereignis liegt vor, sofern der konsolidierte Brutto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 5 % der konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns unterschreitet. Zum 28. Februar 2013 erreichte der Brutto-Cashflow mit 996,4 Mio. € 12,6 % des konsolidierten Umsatzes von 7.878,8 Mio. €. Die Nachranganleihe wird von den Ratingagenturen Moody's zu 75 % und Standard & Poor's zu 50 % als Eigenkapital bewertet und verbessert dadurch die kreditratingrelevanten Verschuldungskennziffern des Konzerns. Die Nachranganleihe ist gemäß IFRS voll als Eigenkapital auszuweisen - vergleiche auch Erläuterungen zu Ziffer (26) Eigenkapital. Weitere Informationen zur 5,25 %-Hybrid-Anleihe stehen auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/ Investor-Relations/Anleihen/ zur Verfügung. Anleihe 2011/2018 Am 22. März 2011 hat Südzucker International Finance B. V. eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 400 Mio. € und einem Coupon von 4,125 % emittiert. Die Anleihe ist von der Südzucker AG garantiert und hat eine Laufzeit von sieben Jahren bis 29. März 2018; sie diente der vorzeitigen Refinanzierung der am 27. Februar 2012 zurückgezahlten 5,75 %-Anleihe 2002/2012 mit einem Nominalwert in Höhe von 500 Mio. €. Weitere Informationen zur 4,125 %-Anleihe 2011/2018 stehen auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Anleihen/ zur Verfügung. Wandelanleihe 2009/2016 Südzucker hatte am 30. Juni 2009 eine Wandelanleihe im Nennbetrag von 283.450.000 € mit einem Zinssatz von 2,5 % und einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 begeben. Bereits bei Begebung der Anleihe war die vorzeitige Wandlung in Eigenkapital angestrebt. Die im Eigenkapital erfasste Optionsprämie betrug 51,7 Mio. €; der Fremdkapitalanteil zum 29. Februar 2012 wurde noch unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Wandelanleihe wurde im November 2012 zurückgekauft bzw. mit Wirkung zum 9. Januar 2013 zum Nominalwert vorzeitig gekündigt und zurückgezahlt. Weitere Informationen zum teilweisen Rückerwerb und zur Entwertung sowie der Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Wandelanleihe finden sich im Kapitel (26) "Eigenkapital". Sonstige Anleihen Die sonstigen Anleihen mit einem Nominalwert von 36,1 (34,9) Mio. € und mit einem Durchschnittszins von 1,64 (1,64) % wurden von Raffinerie Tirlemontoise S. A., Brüssel/Belgien, begeben und haben Fälligkeiten von 2013 bis 2018. Commercial-Paper-Programm Das Commercial-Paper-Programm (CP-Programm) dient der kurzfristigen Finanzierung am Kapitalmarkt. Investoren in CPs sind überwiegend institutionelle Anleger. Das CP-Programm von Südzucker im Rahmen von insgesamt 600 Mio. € ermöglicht es, kurzfristige Schuldverschreibungen je nach Bedarf und Marktlage zu begeben. Von Februar bis September 2012 wurde ein CP-Volumen von kumuliert rund 1,5 Mrd. € am Markt mit einem Durchschnittszinssatz von rund 0,45 % in Laufzeiten von ein bis drei Monaten platziert. Zum 28. Februar 2013 wurde das CP-Programm nicht in Anspruch genommen. Am Bilanzstichtag des Vorjahres waren CPs mit einem Nominalvolumen von 150,0 Mio. € mit Laufzeiten zwischen ein und drei Monaten ausstehend und unter den Anleihen ausgewiesen; der Buchwert sowie der Marktwert betrugen 149,8 Mio. €. scroll Mio. € 28. Februar 2013 Fälligkeit Zinssatz Buchwert Marktwert Nominalwert Anleihe 2011/2018 29.03.2018 4,125 % 397,0 451,5 400,0 Sonstige Anleihen 36,1 36,1 36,1 Anleihen 433,1 487,6 436,1 Insgesamt betrug der Nominalwert der Anleihen am Bilanzstichtag 436,1 Mio. € und der Marktwert 487,6 Mio. €. Von den gesamten Anleihen mit einem Buchwert von 433,1 Mio. € waren Anleihen in Höhe von 425,1 Mio. € festverzinslich und Anleihen in Höhe von 8,0 Mio. € variabel verzinslich. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen am Bilanzstichtag 662,2 (677,8) Mio. € und waren durchschnittlich mit 2,63 (3,10) % zu verzinsen; sie enthalten auch die Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 155,5 Mio. €, die nachstehend erläutert sind. Festverzinslich waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Volumen von 281,4 (214,5) Mio. €; variabel verzinslich waren 380,8 (463,3) Mio. €. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,4 (2,0) Mio. € durch Grundpfandrechte bzw. in Höhe von 8,1 (19,4) Mio. € durch sonstige Pfandrechte gesichert. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Förderdarlehen der KfW in Höhe von 85,5 Mio. € mit zehnjähriger Laufzeit für Investitionen zur Energieeinsparung aufgenommen. scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28./29. Februar 2013 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2012 bis 1 Jahr über 1 Jahr Fester Zinssatz EUR 269,4 15,7 253,7 195,1 55,6 139,5 USD 10,8 10,8 0,0 19,4 19,4 0,0 CNY 1,2 0,0 1,2 0,0 0,0 0,0 Summe 281,4 26,5 254,9 214,5 75,0 139,5 Variabler Zinssatz EUR 297,1 151,4 145,7 362,3 221,3 141,0 BAM 0,3 0,3 0,0 0,3 0,3 0,0 ARS 0,7 0,7 0,0 0,0 0,0 0,0 CNY 9,9 9,9 0,0 6,0 6,0 0,0 EGP 0,0 0,0 0,0 0,4 0,4 0,0 GBP 0,0 0,0 0,0 1,3 1,3 0,0 HUF 30,9 30,9 0,0 46,7 46,7 0,0 KRW 5,3 5,3 0,0 3,3 3,3 0,0 MXN 5,1 3,9 1,2 20,8 20,8 0,0 PLN 22,1 22,1 0,0 7,3 7,3 0,0 USD 9,4 9,4 0,0 14,9 14,8 0,1 Summe 380,8 233,9 146,9 463,3 322,2 141,1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 662,2 260,4 401,8 677,8 397,2 280,6 scroll Mio. € Durchschnittlicher Effektivzinssatz in % 28./29. Februar 2012/13 2011/12 Fester Zinssatz EUR 3,25 3,99 USD 1,77 2,09 CNY 6,65 0,00 Summe 3,21 3,82 Variabler Zinssatz EUR 1,31 1,85 BAM 4,70 5,35 ARS 20,61 0,00 CNY 5,85 6,10 EGP 0,00 8,18 GBP 0,80 1,94 HUF 6,33 7,65 KRW 1,33 5,22 MXN 10,50 6,25 PLN 4,60 5,54 USD 1,79 1,61 Summe 2,20 2,77 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2,63 3,10 Schuldscheindarlehen Im April 2009 hat Südzucker als alternative Kapitalmarktfinanzierungsquelle ein Schuldscheindarlehen im Volumen von 150,5 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren bis April 2014 begeben, von dem der verbliebene fest verzinsliche Teil von 45,5 Mio. € unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen ist; der variabel verzinsliche Teil wurde im Geschäftsjahr 2011/12 zurückgezahlt. AGRANA hat im April 2012 Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 110,0 Mio. € platziert. Die einzelnen Tranchen haben Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Vom Gesamtvolumen sind 36,0 Mio. € fest (2,84 bis 4,50 %) und 74,0 Mio. € variabel (6-Monats-Euribor + 1,35 bis 1,60 %) verzinslich. Syndizierte Kreditlinien Im Juni 2011 vereinbarte Südzucker eine revolvierende Kreditfazilität über 600 Mio. € zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und als Back-up-Kreditlinie für das CP-Programm. Die syndizierte Kreditlinie hat eine Laufzeit von fünf Jahren bis 2016 und zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Der neue Kreditrahmen wird von 17 Banken, die den Kernbankenkreis der Südzucker-Gruppe bilden, zur Verfügung gestellt. Neben der Südzucker AG und Südzucker International Finance B. V. kann die CropEnergies AG als alternativer Kreditnehmer diese Kreditlinie bis zu einem Betrag von 100 Mio. € nutzen. Zum 28. Februar 2013 wurde die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Im Dezember 2012 vereinbarte AGRANA eine syndizierte Kreditfazilität über 450 Mio. € zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit von drei Jahren bis 2015, mit einer Verlängerungsoption von zweimal einem Jahr. Der neue Kreditrahmen wird von fünf Banken zur Verfügung gestellt. Finanzierungsleasing Südzucker finanziert Anlagevermögen nur in Ausnahmefällen durch Finanzierungsleasing. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing von 0,2 (0,3) Mio. € sind in Höhe von 0,0 (0,1) Mio. € innerhalb von einem Jahr und in Höhe von 0,2 (0,2) Mio. € innerhalb von ein bis fünf Jahren fällig. Die Leasinggegenstände (Gebäude, technische Anlagen und Maschinen) sind mit Buchwerten von 0,2 (0,3) Mio. € in den Sachanlagen ausgewiesen. Der Nominalwert der Mindestleasingzahlungen betrug 0,3 (0,4) Mio. €. Wertpapiere und flüssige Mittel Die Anlagen in Wertpapiere von insgesamt 147,6 (213,2) Mio. € erfolgten überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere. Gegenüber dem Vorjahr wurden die flüssigen Mittel von 501,5 Mio. € um 18,0 Mio. € auf 483,5 Mio. € abgebaut. Diese Mittel werden im Rahmen des täglichen Finanzmanagements in marktübliche Tages- und Termingelder angelegt. Sonstige Erläuterungen (31) Risikomanagement in der Südzucker-Gruppe Der Konzern unterliegt Kreditausfallrisiken (Ausfall- und Bonitätsrisiken) sowie Liquiditätsrisiken. Im Finanzbereich bestehen Zinsänderungsrisiken sowie Wechselkursrisiken aus der Finanzierung und Anlage in Fremdwährung. Darüber hinaus ist die Südzucker-Gruppe im operativen Bereich im Wesentlichen Marktpreisrisiken bei Zuckerexporten, Bioethanolabsatz, Energie-, Getreide- und Maiseinkäufen sowie den mit Absatz und Beschaffung verbundenen Währungsrisiken ausgesetzt. Die Wertpapieranlagen, die einem Aktienkursrisiko unterliegen, sind in der Südzucker-Gruppe unwesentlich. Kreditrisikomanagement Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Südzucker-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Einzelhandel. Ausstehende oder uneinbringliche Forderungen können den Erfolg der Südzucker-Gruppe beeinträchtigen. Südzucker hat Risikofrüherkennungssysteme eingerichtet, die drohende Forderungsausfälle frühzeitig signalisieren. Die Grundsätze des Kreditrisikomanagements in der Südzucker-Gruppe sind: ― Bonitätsprüfung der potenziellen Neukunden sowie laufende Bonitätsprüfung bestehender Kunden ― Abschluss von Warenkreditversicherungen pro Kunde im Rahmen eines internationalen Kreditversicherungsprogramms, die gegebenenfalls um zusätzliche Sicherheiten wie Bankgarantien bzw. Akkreditive ergänzt werden ― Systemgestützte Kreditlimit-Prüfungen bei jeder Bestellung in den operativen Systemen ― Standardisiertes Mahnwesen Jede operative Einheit ist verantwortlich für die Umsetzung und Überwachung der entsprechenden Prozesse. Daneben wird von den operativen Einheiten monatlich ein Kreditrisikobericht erstellt und auf Konzernebene verdichtet. Dabei wird die Entwicklung einheitlicher Kennzahlen wie Day Sales Outstanding (DSO), Altersstruktur der Forderungen oder Art der Kreditbesicherung im Rahmen des Kreditrisikomonitorings verfolgt. Für verbleibende Restrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden die Wertansätze von Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird mit deren Buchwert wiedergegeben. Die Buchwerte der überfälligen sowie der wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Ziffer (25) des Anhangs angegeben. Das maximale Kreditrisiko der sonstigen Vermögenswerte entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung durch Südzucker nicht wesentlich. Im Finanzbereich bestehen im Wesentlichen bei der Anlage von Liquiditätsüberschüssen Kontrahentenrisiken. Das Hauptkriterium für die Auswahl einer Bank als Geschäftspartner ist hier insbesondere deren Short-Term-Deposit-Rating in Verbindung mit ihrem Langfrist-Rating, das regelmäßig überprüft wird. Liquiditätsmanagement Wesentliches Ziel des Liquiditätsmanagements ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, die rechtzeitige Erfüllung vertraglicher Zahlungsverpflichtungen sowie die Kostenoptimierung in der Südzucker-Gruppe. Im Rahmen des Cash- und Liquiditätsmanagements stellt die Südzucker International Finance B. V., Oud-Beijerland/Niederlande, die am Kapitalmarkt aufgenommenen Mittel den Konzernunternehmen zur Verfügung. Daneben bestehen nationale Cashpools in nationalen Shared-Treasury-Centern. Bei den Geldanlagen gibt es klare Regelungen mit dem Blick auf das Kontrahentenrisiko, Laufzeitenvorgaben sowie das Reporting an das Group Treasury. Hierunter fällt auch das Monitoring von Planvermögen für Pensionsverpflichtungen. Im Rahmen der Liquiditätsplanung werden die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen frühzeitig erkannt. Die Liquiditätsplanung ist in die Unternehmensplanung integriert und berücksichtigt die aufgrund der Zuckerkampagne besonderen saisonalen Finanzierungserfordernisse. Die Liquiditätsplanung des Budgetjahres erfolgt auf Monatsbasis. Unterjährig wird die Planung durch drei Forecast-Planungen aktualisiert. Die strategische Finanzplanung erfolgt auf der Grundlage einer 5-Jahres-Planung. Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden Finanzierungen durch Tages- bzw. Termingeldaufnahmen, Festsatzdarlehen oder die Ausgabe von Commercial Papers im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Südzucker-Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten. Die langfristige Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch die Begebung von Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen. Hinsichtlich der Einzelheiten zu den von Südzucker eingesetzten Finanzinstrumenten verweisen wir auf Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" in diesem Anhang. Die nachstehende Übersicht zeigt die Fälligkeit der Verbindlichkeiten per 28. Februar 2013. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind nicht diskontiert und umfassen Zins- und Tilgungszahlungen. scroll 28. Februar 2013 Buchwert Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse Mio. € Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 2 Jahre 2 bis 3 Jahre 3 bis 4 Jahre Finanzverbindlichkeiten Schuldverschreibungen 433,1 535,9 43,8 16,6 16,6 25,9 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 662,2 700,8 273,7 130,4 31,5 57,7 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,2 0,3 0,1 0,1 0,1 0,0 1.095,5 1.237,0 317,6 147,1 48,2 83,6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 860,0 860,0 860,0 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 456,9 456,9 456,9 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 22,3 22,3 22,3 0,0 0,0 0,0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 171,2 171,2 156,0 15,2 0,0 0,0 Zinsderivate Auszahlungen -,- 9,9 2,4 2,2 1,7 1,4 Zinsderivate Einzahlungen -,- -0,9 -0,2 -0,2 -0,2 -0,1 Währungsderivate Auszahlungen -,- 376,9 364,1 0,6 0,6 0,6 Währungsderivate Einzahlungen -,- -376,9 -364,1 -0,6 -0,6 -0,6 1.510,4 1.519,4 1.497,4 17,2 1,5 1,3 2.605,9 2.756,4 1.815,0 164,3 49,7 84,9 scroll 28. Februar 2013 Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse Mio. € 4 bis 5 Jahre über 5 Jahre Finanzverbindlichkeiten Schuldverschreibungen 16,5 416,5 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 64,7 142,8 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,0 0,0 81,2 559,3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 0,0 0,0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 0,0 Zinsderivate Auszahlungen 1,2 1,0 Zinsderivate Einzahlungen -0,1 -0,1 Währungsderivate Auszahlungen 11,0 0,0 Währungsderivate Einzahlungen -11,0 0,0 1,1 0,9 82,3 560,2 scroll 29. Februar 2012 Buchwert Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse Mio. € Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 2 Jahre 2 bis 3 Jahre 3 bis 4 Jahre Finanzverbindlichkeiten Schuldverschreibungen 827,3 985,7 201,1 23,7 23,7 23,7 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 677,8 708,5 408,1 27,7 179,6 14,6 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,3 0,4 0,1 0,1 0,1 0,1 1.505,4 1.694,6 609,3 51,5 203,4 38,4 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 794,6 794,6 794,6 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus übrigen Lieferungen und Leistungen 439,8 439,8 439,8 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 24,7 24,7 24,7 0,0 0,0 0,0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 188,7 188,7 176,7 12,0 0,0 0,0 Zinsderivate Auszahlungen -,- 38,5 8,4 7,1 6,9 7,3 Zinsderivate Einzahlungen -,- -21,4 -5,2 -3,9 -4,0 -4,4 Währungsderivate Auszahlungen -,- 461,1 448,3 0,6 0,6 0,6 Währungsderivate Einzahlungen -,- -461,1 -448,3 -0,6 -0,6 -0,6 1.447,8 1.464,9 1.439,0 15,2 2,9 2,9 2.953,2 3.159,5 2.048,3 66,7 206,3 41,3 scroll 29. Februar 2012 Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse Mio. € 4 bis 5 Jahre über 5 Jahre Finanzverbindlichkeiten Schuldverschreibungen 280,5 433,0 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52,7 25,8 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,0 0,0 333,2 458,8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus übrigen Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 0,0 0,0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 0,0 Zinsderivate Auszahlungen 6,1 2,7 Zinsderivate Einzahlungen -3,1 -0,8 Währungsderivate Auszahlungen 11,0 0,0 Währungsderivate Einzahlungen -11,0 0,0 3,0 1,9 336,2 460,7 Die nicht diskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze. Preisrisikomanagement Währung Währungsrisiken bestehen aufgrund der weltweiten Ausrichtung des Südzucker-Konzerns, womit sowohl das operative Geschäft als auch das Finanzergebnis und die Zahlungsströme mit Risiken aus Wechselkursschwankungen behaftet sind. Die wesentlichen Einfluss nehmenden Kursrelationen resultieren aus US-Dollar, britischem Pfund, polnischem Zloty, ungarischem Forint, rumänischem Leu, ukrainischem Hrywnja bzw. russischem Rubel gegenüber dem Euro sowie US-Dollar gegenüber chilenischem Peso. Ziel des Währungsmanagements ist die Reduktion der Wechselkursrisiken. Über Art und Umfang der operativen Währungsabsicherung entscheiden die Divisionen in Abstimmung mit der zentralen Finanzabteilung. Zur Absicherung der operativen Wechselkursrisiken werden Derivate in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Im Finanzbereich kommen auch Cross-Currency-Swaps zum Einsatz. Das Wechselkursrisiko des Südzucker-Konzerns entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse oder Material- bzw. Wareneinsatz abweichend von der lokalen Währung anfallen. Im Segment Zucker unterliegen Zuckerexporte auf den Weltmarkt US-Dollar-Wechselkursrisiken, die vom Zeitpunkt des Abschlusses eines Zuckerfutures bis zum Zahlungseingang abgesichert werden. Die Rohzuckerraffination unterliegt Währungsrisiken durch den Rohzuckereinkauf in US-Dollar. Im Segment Spezialitäten ergeben sich Fremdwährungsrisiken im Bereich BENEO aus den in US-Dollar generierten Umsatzerlösen, deren zugrunde liegende Herstellungskosten überwiegend in Euro und chilenischem Peso anfallen. Für Umsatzerlöse der Freiberger-Gruppe in Großbritannien ergibt sich ein Währungsrisiko aus dem britischen Pfund. Im Segment CropEnergies erfolgen die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte überwiegend in Euro. Im Segment Frucht bestehen Währungsrisiken in den osteuropäischen Unternehmen aus dem Absatz in Euro, während der Aufwand für Rohstoffe und Produktion in lokaler Währung entsteht. Bei der Sensitivität wird eine Abwertung der nachstehenden Währungen gegenüber dem Euro um 10 % unterstellt; die Auswirkung auf das operative Ergebnis ist nachstehend dargestellt. Die Auswirkungen der übrigen Währungsrelationen sind sowohl einzeln als auch in Summe von untergeordneter Bedeutung. Währungsrisiko operatives Ergebnis scroll Sensitivität Mio. € 2012/13 2011/12 US-Dollar -22,5 -22,9 Britisches Pfund -7,1 -5,7 Rumänischer Leu -22,3 -13,4 Ungarischer Forint 10,6 8,5 Ukrainischer Hrywnja 1,7 1,9 Russischer Rubel 2,2 2,0 Polnischer Złoty 8,2 6,4 -29,2 -23,2 Das Wechselkursrisiko im Finanzergebnis resultiert überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. In Osteuropa finanziert die Südzucker-Gruppe ihre Tochterunternehmen mit konzerninternen Euro-Darlehen. In Polen wurde ein langfristiges konzerninternes Euro-Darlehen zur Finanzierung der Anteilsaufstockung an ostpolnischen und schlesischen Zuckerfabriken gewährt. Die daraus resultierenden Währungsschwankungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Aus der Finanzierung des Konzerns resultierte im Geschäftsjahr 2012/13 ein Währungsergebnis von -0,9 (-3,4) Mio. €, das sich wie folgt zusammensetzt: Währungsergebnis Finanzierung scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Polnischer Złoty -0,3 -3,8 Rumänischer Leu 0,1 -0,7 Ungarischer Forint -1,2 -1,4 Britisches Pfund -0,4 0,0 US-Dollar 0,5 1,8 Russischer Rubel -0,4 0,5 Übrige Währungen 0,8 0,2 -0,9 -3,4 Wenn die Währungen nachstehender Länder zum 28. Februar 2013 gegenüber dem Euro um 10 % abgewertet hätten, hätte sich das Finanzergebnis wie folgt verringert: Währungsrisiko Finanzierung scroll Sensitivität Mio. € 2012/13 2011/12 Polnischer Złoty -5,5 -7,1 Rumänischer Leu -4,8 -3,0 Ungarischer Forint 0,0 -0,4 Ukrainischer Hrywnja 1,3 0,3 Russischer Rubel -0,7 -1,2 -9,7 -11,4 Wenn der polnische Złoty um 10 % abgewertet hätte, hätte sich außerdem das Eigenkapital um 9,0 (9,0) Mio. € verringert. Eine Aufwertung der Währungen hätte zu vergleichbaren Ergebnis- bzw. Eigenkapitalverbesserungen geführt. Zinsen Aus variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten beziehungsweise Geldanlagen ist Südzucker Zinsrisiken ausgesetzt. Um die Zinsrisiken zu reduzieren, werden Zinsswaps eingesetzt. Zinsänderungsrisiken werden mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Auswirkungen von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und Zinsaufwendungen dar. Den Zinssensitivitätsanalysen lagen die folgenden Prämissen zugrunde: Anleihen und langfristige Bankschulden sind überwiegend mit fester Verzinsung vereinbart. Wäre das Marktzinsniveau um einen Prozentpunkt angestiegen, hätte dies, bezogen auf die am 28./29. Februar variabel verzinslichen Finanzinstrumente, zu einer Erhöhung des Zinsaufwands wie folgt geführt: scroll Zinssensitivität 2012/13 2011/12 Mio. € Gesamt davon variabel verzinslich Effekt aus Zinssensitivität Gesamt davon variabel verzinslich Effekt aus Zinssensitivität Anleihen 433,1 9,2 -0,1 827,3 8,0 -0,1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 662,2 380,8 -3,8 677,8 463,3 -4,6 Gesamt 1.095,3 390,0 -3,9 1.505,1 471,3 -4,7 Ein Rückgang des Marktzinsniveaus um einen Prozentpunkt hätte eine vergleichbare Reduzierung des Zinsaufwands zur Folge gehabt. Commoditypreise Südzucker ist im operativen Bereich aufgrund volatiler Preise der Commodity-Märkte wesentlichen Risiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite ausgesetzt. Diese Risiken werden regelmäßig überwacht. Bei der Messung der Risiken werden Sensitivitäten und ein Earnings-at-Risk-Modell verwendet. Dabei ist es das Ziel, die zukunftsgerichtete Auswirkung der Marktpreisentwicklung einzelner Risikoträger auf das Ergebnis zu bestimmen. Die Analysen beruhen auf der statistischen Auswertung vergangener Marktpreisentwicklungen, wobei im Rahmen der jeweiligen Messung die Marktpreise der letzten zwölf Monate zugrunde gelegt werden. Auf Grundlage dieser Marktpreisentwickungen werden offene Absatz- oder Beschaffungspositionen bewertet. Unter Earnings-at-Risk versteht man die Aussage, dass mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit die Veränderung des Absatz- bzw. Zukaufwerts der offenen Menge des Risikoträgers bei einer definierten Haltedauer das derzeitige Niveau um einen bestimmten Betrag nicht über- oder unterschreitet. Dabei stellt Südzucker bei der Berechnung des Earnings-at-Risk-Modells auf eine Wahrscheinlichkeit von 95 % sowie eine Haltedauer von einem Monat ab, da innerhalb dieses Zeitraums sämtliche offenen Positionen mit Sicherungsgeschäften geschlossen werden könnten. Entsprechend erfolgt das Risikoberichtswesen monatlich. Als wesentliche Risikoträger wurden in der Südzucker-Gruppe Marktpreise im Zusammenhang mit dem Zuckerexport einschließlich damit verbundener Währungsrisiken, dem Absatz von Bioethanol sowie dem Einkauf von Energie und Getreide identifiziert. Derivative Finanzinstrumente Die Südzucker-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzbereich in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Zur Sicherung der Risiken im Finanzbereich werden marktübliche Instrumente wie Zinsswaps und Währungstermingeschäfte verwendet. Daneben kommen im operativen Bereich Zucker-, Weizen-, Mais- und Bioethanolfutures sowie Bioethanol-, Mineralöl- und Kohleswaps und Währungstermingeschäfte zum Einsatz. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft. Dabei sichert sich der Südzucker-Konzern im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab: Währungsrisiken, die im Wesentlichen aus Verkäufen von Zucker, Isomalt, Palatinose™, Raftiline® /Raftilose® sowie Fruchtsaftkonzentraten/Fruchtzubereitungen in US-Dollar wie auch dem Zukauf von Zucker und Rohalkohol in US-Dollar resultieren. Weitere Währungsrisiken ergeben sich aus der Finanzierung von osteuropäischen Unternehmen mit Euro-Darlehen. Zinsänderungsrisiken bei Geldmarktzinsen, die sich im Wesentlichen aus kampagnetypischen Liquiditätsschwankungen oder bestehenden bzw. geplanten variabel verzinslichen Kreditaufnahmen ergeben. Commoditypreisrisiken ergeben sich insbesondere aus Änderungen des Zuckerweltmarktpreises, der Energie-, Getreide-, Bioethanol- sowie Fruchtpreise. Die Nominalvolumen und die Netto-Marktwerte der derivativen Instrumente sowie deren Kreditrisiken innerhalb des Südzucker-Konzerns stellen sich wie folgt dar: scroll Mio. € Nominalvolumen Marktwerte Kreditrisiko 28./29. Februar 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Währungstermingeschäfte 376,9 461,1 -1,8 -5,8 3,3 6,2 Zinsswaps 125,1 358,9 -8,0 -13,9 0,0 0,6 Zuckerfutures 81,0 81,1 -0,4 -0,8 1,0 0,4 Weizen- und Maistermingeschäfte 104,1 74,8 -3,8 4,3 2,6 4,4 Bioethanolswaps 72,2 232,6 -1,9 -7,1 0,0 0,0 Bioethanolfutures 6,5 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Energieswaps (Mineralöl, Kohle) 14,8 20,1 -1,1 -0,4 0,0 0,0 Summe 780,6 1.228,6 -17,0 -23,7 6,9 11,6 Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes bezeichnet man die rechnerische Bezugsgröße, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht das Nominalvolumen selbst, sondern nur die darauf bezogenen Preis- bzw. Zinsänderungen. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Südzucker-Gruppe zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen oder zu bekommen hätte. Da es sich bei den Sicherungsgeschäften nur um marktübliche, handelbare Finanzinstrumente handelt, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt. Kreditrisiken ergeben sich aus positiven Marktwerten der Derivate. Diese Kreditrisiken werden minimiert, indem Finanzderivate nur mit Banken hoher Bonität und an Terminbörsen abgeschlossen werden. Der Rückgang des Nominalvolumens der Währungstermingeschäfte um 84,2 Mio. € auf 376,9 (461,1) Mio. € ist u. a. auf das gegenüber dem Vorjahr gesunkene Absicherungsvolumen von Zucker-Verkaufserlösen in US-Dollar zurückzuführen. Das Nominalvolumen der Zinsswaps im Geschäftsjahr 2012/13 betrug 125,1 (358,9) Mio. €. Im Vorjahr war hierunter ein Zinsswap mit einem Volumen von 200 Mio. € ausgewiesen, der in 2010 als Forward für eine Laufzeit vom 27. Februar 2012 bis 27. Februar 2017 für die Zinssicherung einer Anschlussfinanzierung abgeschlossen wurde. Hintergrund war die Fälligkeit der 500-Mio.-Euro-Anleihe 2002/2012 zum 27. Februar 2012. Bis zum 27. Februar 2012 erfolgte die Bewertung erfolgsneutral. Zum 27. Februar 2012 ist aufgrund der guten Cashflow-Situation keine langfristige Anschlussfinanzierung erfolgt; die Position wurde daher in 2012/13 geschlossen. Das Nominalvolumen der Zuckerfutures lag mit 81,0 (81,1) Mio. € auf Vorjahresniveau und resultiert maßgeblich aus der Absicherung von Zuckerexporten. Die Weizen- und Maisterminkontrakte dienen im Wesentlichen der Absicherung der Rohstoffkosten für die Bioethanolproduktion. Der Anstieg des Nominalvolumens um 29,3 Mio. € auf 104,1 (74,8) Mio. € ist überwiegend preisbedingt. Die Bioethanolswaps mit einem Gesamtvolumen von 72,2 (232,6) Mio. € betrafen Bioethanol-Verkaufsverträge, die sich an einem variablen Energiepreis orientieren. Die Preisrisiken dieser Geschäfte werden durch ein entgegengerichtetes Sicherungsinstrument minimiert. Hieraus resultierte ein Marktwert von -1,9 (-7,1) Mio. €. Bioethanolfutures mit einem Gesamtvolumen von 6,5 (0,0) Mio. € lagen Bioethanolhandelsgeschäfte von CropEnergies in Europa und den USA zugrunde. Des Weiteren wurden Ölswaps mit einem Nominalvolumen von 14,0 (18,5) Mio. € abgeschlossen, die der Preissicherung des physischen Energieeinkaufs für die Produktion von Inulin und Oligofruktose am chilenischen Standort Pemuco von BENEO-Orafti dienen. Daneben wurden Kohleeinkäufe für Saint Louis Sucre S. A., Paris/Frankreich, in einem Volumen von 0,8 (1,6) Mio. € gesichert. Die Währungs- und Commodityderivate sichern Zahlungsströme überwiegend bis zu einem Jahr. Die Zinsswaps haben eine Laufzeit von ein bis zu sechs Jahren. Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow Hedges), sind zunächst erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage und erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam zu erfassen. Ihr Marktwert zum 28. Februar 2013 betrug -4,2 (0,2) Mio. €. Die erfolgswirksame Vereinnahmung von zuvor erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Marktwertänderungen erfolgt zum Zeitpunkt der Realisierung. Wie im Vorjahr waren sämtliche Cashflow Hedges effektiv, da sich die Relation der Marktwertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften innerhalb des vorgesehenen Intervalls von 80 bis 125 % bewegten. Es waren keine Ineffektivitäten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Daneben bestehen Sicherungsbeziehungen, die durch die Anwendung des Fair Value Hedge Accounting oder durch Klassifizierung als Handelsgeschäft wirtschaftlich als Fair Value Hedge abgebildet werden, indem die Marktwerte der offenen Positionen erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Diese betreffen im Wesentlichen Derivate im Zusammenhang mit Zuckerexporten und damit verbundene Währungssicherungen sowie Zinssicherungen. Ihr Marktwert zum 28. Februar 2013 belief sich auf -12,8 (-23,9) Mio. €. Sensitivitäten Der Marktwert der am 28. Februar 2013 abgeschlossenen Derivatinstrumente würde sich bei einer Erhöhung des Marktzinses um einen Prozentpunkt sowie einer Abwertung der Währungen (US-Dollar, britisches Pfund, australischer Dollar, polnischer Złoty, tschechische Krone, rumänischer Leu und ungarischer Forint) gegenüber dem Euro, einer Erhöhung der Weizen-, Mais und Mineralölpreise bzw. der Erhöhung der Zucker- und Bioethanolpreise um jeweils 10 % wie folgt entwickeln (Sensitivität): scroll Mio. € Nominalvolumen Marktwerte Veränderung der Marktwerte 28./29. Februar 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Währungstermingeschäfte 376,9 461,1 -1,8 -5,8 -0,9 8,1 Zinsswaps 125,1 358,9 -8,0 -13,9 3,4 12,8 Zuckerfutures 81,0 81,1 -0,4 -0,8 -6,2 -5,8 Weizen- und Maistermingeschäfte 104,1 74,8 -3,8 4,3 9,9 8,1 Bioethanolswaps 72,2 232,6 -1,9 -7,1 6,0 3,4 Bioethanolfutures 6,5 0,0 0,0 0,0 -0,6 0,0 Energieswaps (Mineralöl, Kohle) 14,8 20,1 -1,1 -0,4 1,3 2,0 Summe 780,6 1.228,6 -17,0 -23,7 12,9 28,6 scroll Mio. € Sensitivität der Marktwerte 28./29. Februar 2013 2012 Währungstermingeschäfte -2,7 2,3 Zinsswaps -4,6 -1,1 Zuckerfutures -6,6 -6,6 Weizen- und Maistermingeschäfte 6,1 12,4 Bioethanolswaps 4,1 -3,7 Bioethanolfutures -0,6 0,0 Energieswaps (Mineralöl, Kohle) 0,2 1,6 Summe -4,1 4,9 Diese Marktwertänderungen hätten das Eigenkapital um 11,7 (7,8) Mio. € und das Ergebnis vor Ertragsteuern um 1,2 (20,8) Mio. € erhöht. (32) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten je Bewertungskategorie nach IAS 39 dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird. scroll 28./29. Februar 2013 2012 Mio. € Bewertungs- kategorie nach IAS 39 Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Finanzielle Vermögenswerte Wertpapiere - Held for Trading FAHfT 0,0 0,0 65,6 65,6 Wertpapiere - Available for Sale AfS 0,0 0,0 21,3 21,3 Wertpapiere - Available for Sale at Cost AfS at Cost 147,6 147,6 105,0 105,0 Sonstige Beteiligungen - Available for Sale at Cost AfS at Cost 30,2 30,2 33,7 33,7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 1.025,7 1.025,7 945,5 945,5 Forderungen an die EU aus Exporterstattungen LaR 1,1 1,1 6,2 6,2 Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 107,0 107,0 89,0 89,0 Positive Marktwerte - Währungstermingeschäfte mit Hedge-Beziehung n. a. 0,4 0,4 4,1 4,1 Positive Marktwerte - Commodityderivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 0,0 0,0 0,7 0,7 Positive Marktwerte - Commodityderivate mit Hedge-Beziehung n. a. 0,0 0,0 3,6 3,6 Flüssige Mittel LaR 483,5 483,5 501,5 501,5 1.795,5 1.795,5 1.776,2 1.776,2 Finanzielle Verbindlichkeiten Schuldverschreibungen FLAC 433,1 487,6 827,3 914,3 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 662,2 665,5 677,8 681,5 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing n. a. 0,2 0,2 0,3 0,3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 1.316,9 1.316,9 1.234,4 1.234,4 Verbindlichkeiten aus Produktionsabgabe FLAC 22,3 22,3 24,7 24,7 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 171,2 171,2 188,7 188,7 Negative Marktwerte - Zinsswaps ohne Hedge-Beziehung FLHfT 8,0 8,0 13,9 13,9 Negative Marktwerte - Währungstermingeschäfte ohne Hedge-Beziehung FLHfT 2,2 2,2 9,9 9,9 Negative Marktwerte - Commodityderivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 2,6 2,6 0,8 0,8 Negative Marktwerte - Commoditiyderivate mit Hedge-Beziehung n. a. 4,6 4,6 7,5 7,5 2.623,3 2.681,1 2.985,3 3.076,0 Summe je Bewertungskategorie nach IAS 39 scroll 28./29. Februar 2013 2012 Mio. € Bewertungs- kategorie nach IAS 39 Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Financial Assets Held for Trading FAHfT 0,0 0,0 66,3 66,3 Available for Sale AfS 0,0 0,0 21,3 21,3 Available for Sale at Cost AfS at Cost 177,8 177,8 138,7 138,7 Loans and Receivables LaR 1.617,3 1.617,3 1.542,2 1.542,2 Financial Liabilities Measured at Amortised Cost FLAC 2.605,7 2.663,5 2.952,9 3.043,6 Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 12,8 12,8 24,6 24,6 Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt. Für Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unterscheidet man drei Bewertungslevel hinsichtlich der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Auf Bewertungslevel 1 erfolgt die Bewertung auf Basis unangepasster, auf aktiven Märkten verwendeter Marktpreise. Bei Bewertungslevel 2 wird die Bewertung mit Preisen vorgenommen, die aus Marktpreisen, die auf aktiven Märkten verwendet werden, abgeleitet werden. Bei Bewertungslevel 3 werden individuelle Bewertungsparameter zugrunde gelegt. Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten kommt Bewertungslevel 3 in der Südzucker-Gruppe derzeit nicht zur Anwendung. Die Beteiligungen des langfristigen Vermögens und die Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens enthalten zur Veräußerung bestimmte Wertpapiere (Available for Sale). Diese werden zu Marktwerten bewertet, die den Börsenkursen zum Bilanzstichtag entsprechen (Bewertungslevel 1). Bei Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, die für Handelszwecke gehalten werden (Held for Trading), erfolgt die Bewertung ebenfalls zu Marktwerten, die den Börsenkursen zum Bilanzstichtag entsprechen (Bewertungslevel 1). Für die zu Anschaffungskosten (Available for Sale at Cost) bewerteten Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens sowie Beteiligungen können keine beizulegenden Zeitwerte bestimmt werden, da Markt- oder Börsenwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren. Bei diesen Anteilen handelt es sich um nicht börsennotierte Unternehmen, bei denen infolge nicht zuverlässig bestimmbarer Cashflows auf eine Anteilsbewertung durch Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet wurde. Es wird davon ausgegangen, dass der Buchwert dem Zeitwert entspricht. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die positiven und negativen Marktwerte aus Währungs- und Commodityderivaten betreffen einerseits Cashflow Hedges. Dabei werden künftige Zahlungsströme aus festen Verpflichtungen oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Andererseits bestehen Währungs- und Commodityderivate in Form von Fair Value Hedges, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung des Fair Values eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit dienen und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Ermittlung der Marktwerte von Commodityderivaten (Zucker-, Weizen- und Maisfutures sowie Mineralöl-, Kohle und Bioethanolswaps) wird auf Basis von Stichtagsnotierungen vorgenommen (Bewertungslevel 1); der Marktwert dieser Derivate belief sich auf -7,2 (-4,0) Mio. €. Die Bewertung der Währungstermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminauf- bzw. -abschlägen (Bewertungslevel 2). Bei den abgeschlossenen Zinsderivaten mit negativen Marktwerten handelt es sich ausschließlich um Zinsswaps. Für diese Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt (Bewertungslevel 2). Die Marktwerte der Währungs- und Zinsderivate, die dem Bewertungslevel 2 unterliegen, betrugen insgesamt -9,8 (-19,7) Mio. €. scroll Mio. € Fair-Value-Hierarchie 28./29. Februar 2013 Bewertungslevel 1 Bewertungslevel 2 2012 Bewertungslevel 1 Bewertungslevel 2 Wertpapiere 0,0 0,0 0,0 86,9 86,9 0,0 Derivate (Marktwerte) -17,0 -7,2 -9,8 -23,7 -4,0 -19,7 Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aus der Produktionsabgabe sowie den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass aufgrund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte börsennotierter Anleihen basieren auf den Kursnotierungen am letzten Handelstag im Geschäftsjahr. Bei nicht börsennotierten Anleihen einschließlich Commercial Papers wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve ermittelt. Finanzinstrumente wurden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit folgenden Nettoergebnissen je Bewertungskategorie erfasst: scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 2,2 4,1 Available for Sale (AfS) 0,6 1,8 Loans and Receivables (LaR) 9,3 43,1 Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) -57,8 -94,4 Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) -12,8 -24,6 -58,5 -70,0 Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach IFRS 7 umfasst Zinsen, Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)" umfasst ausschließlich Zinsaufwendungen. In der Bewertungskategorie "Loans and Receivables (LaR)" sind Zinserträge in Höhe von 30,5 (37,1) Mio. € enthalten. Daneben sind in dieser Bewertungskategorie Wertberichtigungen bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 6,6 Mio. € angefallen. Darüber hinaus waren auf nicht-finanzielle Vermögenswerte bei Anzahlungen Wertberichtigungen in Höhe von 7,7 Mio. € zu bilden. (33) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen/Ansprüche Die Haftungsverhältnisse, die nicht in der Konzernbilanz passiviert werden, stellen sich wie folgt dar: scroll 28./29. Februar Mio. € 2013 2012 Bürgschaften 28,3 41,5 Gewährleistungsverpflichtungen 1,2 1,6 Die Bürgschaften betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Wir erwarten, wie bei den Gewährleistungsverpflichtungen, hieraus keine Inanspruchnahme. Südzucker unterliegt möglichen Verpflichtungen aus verschiedenen Ansprüchen oder Verfahren, die anhängig sind oder geltend gemacht werden könnten. Schätzungen über die künftigen Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen. Wenn ein Verlust wahrscheinlich und der Betrag zuverlässig schätzbar ist, bildet Südzucker Rückstellungen für diese Risiken. Die Bestellungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 102,5 (91,3) Mio. € betreffen im Wesentlichen die in den Zuckerfabriken bis zu Beginn der nächsten Kampagne erforderlichen Investitionen, den Bau der Weizenstärkeanlage am Standort Pischelsdorf/Österreich sowie Sanierung und Neubau der Hauptverwaltung in Mannheim. Die Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen Mietverträge für Büroräume, Maschinen, Fahrzeuge, EDV-Anlagen sowie für Bürogeräte. Die nicht abgezinsten Mindestmietzahlungen in Folgeperioden belaufen sich auf 44,4 (24,8 ) Mio. €. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen sind wie folgt fällig: scroll 28./29. Februar Mio. € 2013 2012 Fällig in bis zu einem Jahr 12,5 10,4 Fällig in 1 bis 5 Jahren 23,4 13,0 Fällig nach über 5 Jahren 8,5 1,4 44,4 24,8 Mit Urteil des Europäischen Gerichtshofs wurde die Berechnungsmethode zur Festsetzung der Produktionsabgabe für die Wirtschaftsjahre 2002/03, 2004/05 und 2005/06 für fehlerhaft und damit die entsprechende Verordnung Nr. 1193/2009 für ungültig erklärt. Inwieweit Südzucker hierdurch Rückforderungsansprüche durchsetzen kann, ist zurzeit noch nicht quantifizierbar. (34) Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Für Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, fielen im Geschäftsjahr 2012/13 Aufwendungen für nachstehende Leistungen an: scroll Tsd. € 2012/13 2011/12 Abschlussprüfungsleistungen 822 830 Andere Bestätigungsleistungen 20 139 Steuerberatungskosten 2 4 Sonstige Leistungen 32 242 876 1.215 (35) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Vorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG haben am 20. November 2012 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären der Südzucker AG im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/ dauerhaft zugänglich gemacht. Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 12. November 2012 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite von CropEnergies unter www.cropenergies.com/de/investorrelations/Corporate_Governance/Entsprechenserklaerungen/ dauerhaft zugänglich gemacht. (36) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties) Als nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen) kommen in Betracht: Die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart (SZVG), aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. (Raiffeisen-Holding), Wien/Österreich, die über die Zucker Invest GmbH, Wien/Österreich, am Grundkapital beteiligt ist. Das Südzucker Unterstützungswerk, Frankenthal/Pfalz (SUW), dessen Stiftungsvermögen zur Unterstützung von Mitarbeitern und Rentnern von Südzucker in besonderen Notfallsituationen und für soziale Zwecke dient. Dem Stiftungsrat gehören u. a. Mitglieder des Vorstands der Südzucker AG an. Die Joint-Venture-Gesellschaften und assoziierten Unternehmen, die der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Südzucker-Gruppe unterliegen. Nahestehende Personen im Sinne von IAS 24 sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie deren Angehörige. Auf den für die SZVG und das SUW bei der Südzucker AG geführten Konten wurden im Geschäftsjahr 2012/13 Zahlungseingänge aus Dividenden und Zinsen aus dem laufenden Geschäftsverkehr verbucht. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten der Südzucker AG gegenüber der SZVG 0,6 (1,6) Mio. € und gegenüber dem SUW 5,5 (5,9) Mio. €. Daneben bestanden Finanzforderungen in Höhe von 147,6 (168,6) Mio. € an die bzw. Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 46,5 (111,5) Mio. € gegenüber der Raiffeisen-Gruppe; die Finanzforderungen betreffen überwiegend Partizipationskapital. Über die Verzinsung dieser Konten bestehen Vereinbarungen mit marktüblichen Konditionen. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der Südzucker AG und ihren Tochterunternehmen umfangreiche Geschäftsbeziehungen mit Joint-Venture-Gesellschaften und assoziierten Unternehmen. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden wie unter fremden Dritten abgewickelt. Das Volumen der Transaktionen der Südzucker-Gruppe mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen ergibt sich wie folgt: scroll Mio. € 2012/13 2011/12 Joint Ventures 82,1 53,8 At Equity einbezogene Unternehmen 433,9 347,0 An nahestehende Unternehmen erbrachte Leistungen1 516,0 400,8 Joint Ventures 117,9 97,5 At Equity einbezogene Unternehmen 39,5 2,0 Von nahestehenden Unternehmen bezogene Leistungen1 157,4 99,5 Zum Bilanzstichtag betragen die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Joint-Venture-Gesellschaften und assoziierten Unternehmen: scroll 28./29. Februar Mio. € 2013 2012 Joint Ventures 44,4 27,6 At Equity einbezogene Unternehmen 214,4 141,7 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen1 258,8 169,3 Joint Ventures 15,4 11,8 At Equity einbezogene Unternehmen 0,4 0,0 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen1 15,8 11,8 Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2012/13 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand beliefen sich auf 3,9 (3,2) Mio. €. Die variable Vergütung betrug 52 (49) % der Barbezüge; sie ist abhängig von der seitens der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende. Die dem Vorstand von Tochterunternehmen gewährten Bezüge betrugen 1,7 (1,5) Mio. €. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihren Hinterbliebenen wurden insgesamt 27,1 (25,0) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstände betrugen 24,7 (17,1) Mio. €; im Geschäftsjahr 2012/13 wurden 7,6 (2,6) Mio. € zugeführt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen erreichten 2,2 (2,4) Mio. €. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 2,5 (1,9) Mio. €; davon wurden Vergütungen in Höhe von 0,3 (0,2) Mio. € von Tochterunternehmen gewährt. Daneben erhalten diejenigen Vertreter im Aufsichtsrat, die auch Arbeitnehmer in der Südzucker-Gruppe sind, das ihnen vertraglich zustehende Arbeitsentgelt, das nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat steht. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Corporate-Governance-Bericht im Konzernlagebericht angegeben. 1 Nur Beziehungen mit vollkonsolidierten Konzerngesellschaften. (37) Aufsichtsrat und Vorstand Aufsichtsrat Dr. Hans-Jörg Gebhard Vorsitzender Eppingen Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Mandate1 SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (Vorsitzender) Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen VK Mühlen AG, Hamburg Dr. Christian Konrad Stv. Vorsitzender Wien, Österreich Ehem. Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. Mandate1 BAYWA AG, München (Stv. Vorsitzender) DO & CO Restaurants und Catering Aktiengesellschaft, Wien, Österreich KURIER Redaktionsgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender) KURIER Zeitungsverlag und Druckerei Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender) Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender) SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt Franz-Josef Möllenberg2 Stv. Vorsitzender Rellingen Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten Mandate1 Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt am Main Dr. Ralf Bethke Deidesheim Ehem. Vorsitzender des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft Mandate Benteler International AG, Salzburg, Österreich (Stv. Vorsitzender) DJE Kapital AG, Pullach (Vorsitzender) K+S Aktiengesellschaft, Kassel (Vorsitzender) SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt Dr. Jochen Fenner Gelchsheim Vorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e. V. Vorsitzender des Vorstands der SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG Manfred Fischer2 Feldheim Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Yüksel Gediagac2 (seit 19. Juli 2012) Berlin Betriebsratsvorsitzender der Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Erwin Hameseder Mühldorf, Österreich Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. Mandate3 Flughafen Wien AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) UNIQA Versicherungen AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender) Hans Hartl2 Ergolding Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten in Bayern Mandate Brau Holding International GmbH & Co. KGaA, München (Stv. Vorsitzender) 1 Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern. 2 Arbeitnehmervertreter. 3 Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern und im Konzern der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien. Ralf Hentzschel Panschwitz-Kuckau Vorsitzender des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e.V. Mandate SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs- Genossenschaft eG, Ochsenfurt (Stv. Vorsitzender) Reinhold Hofbauer2 Deggendorf Betriebsratsvorsitzender des Werks Plattling der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Kirsch Königstein Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG Mandate4 Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs- Genossenschaft eG, Ochsenfurt Georg Koch Wabern Vorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e. V. Klaus Kohler2 (bis 19. Juli 2012) Bad Friedrichshall Erhard Landes Donauwörth Vorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V. Bernd Maiweg2 Gütersloh Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Joachim Rukwied Eberstadt Präsident des Deutschen Bauernverbands e. V. Mandate AGRA-EUROPE Presse- und Informationsdienst GmbH, Bonn Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart (Vorsitzender) Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt am Main LAND-DATA GmbH, Visselhövede (Vorsitzender) Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main Ronny Schreiber2 Einhausen Betriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Franz-Rudolf Vogel2 Worms Betriebsratsvorsitzender des Werks Offstein der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Vogl2 Bernried Leiter der Werke Plattling und Rain der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Roland Werner2 (bis 28. Februar 2013) Saxdorf Rolf Wiederhold2 (seit 1. März 2013) Wabern Betriebsratsvorsitzender des Werks Wabern der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt 2 Arbeitnehmervertreter. 4 Mandate neben den Funktionen im Konzern der DZ-Bank, Frankfurt am Main. Ausschüsse des Aufsichtsrats Präsidium Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Franz-Josef Möllenberg (Stv. Vorsitzender) Dr. Christian Konrad (Stv. Vorsitzender) Manfred Fischer Landwirtschaftlicher Ausschuss Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Dr. Jochen Fenner Reinhold Hofbauer Klaus Kohler (bis 19. Juli 2012) Erhard Landes Franz-Rudolf Vogel (ab 19. Juli 2012) Wolfgang Vogl Prüfungsausschuss Dr. Jochen Fenner (Vorsitzender) Manfred Fischer Dr. Hans-Jörg Gebhard Erwin Hameseder Franz-Josef Möllenberg Roland Werner (bis 28. Februar 2013) Sozialausschuss Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Dr. Jochen Fenner Manfred Fischer Hans Hartl Dr. Christian Konrad Franz-Josef Möllenberg Vermittlungsausschuss Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Manfred Fischer Dr. Christian Konrad Franz-Josef Möllenberg Vorstand Dr. Wolfgang Heer (Vorsitzender) Ludwigshafen Dr. Lutz Guderjahn (seit 17. Juli 2012) Offstein Dr. Thomas Kirchberg Ochsenfurt Thomas Kölbl Speyer Mandate1 Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart Prof. Dr. Markwart Kunz Worms Dipl.-Ing. Johann Marihart Limberg, Österreich Mandate1 BBG Bundesbeschaffungsges. m.b.H., Wien, Österreich Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender) Österreichische Nationalbank AG, Wien, Österreich Ottakringer Getränke AG, Wien, Österreich Spanische Hofreitschule - Bundesgestüt Piber, Wien, Österreich (Vorsitzender) TÜV Austria Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender) Universität für Bodenkultur, Wien, Österreich (bis 28. Februar 2013) 1 Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern. (38) Wesentliche Beteiligungen des Südzucker-Konzerns scroll Sitz Land SZ-Anteil (%) Anteil mittelbar (%) SEGMENT ZUCKER Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Mannheim Deutschland Raffinerie Tirlemontoise S.A. Brüssel Belgien 99,41 Saint Louis Sucre S.A. Paris Frankreich 99,80 Südzucker Polska S.A. Breslau Polen 99,59 Sudzucker Hellas E.P.E. Athen Griechenland 100,00 Sudzucker Ibérica, S.L.U. Barcelona Spanien 100,00 Maxi S.r.l.1 Bozen Italien 50,00 AGRANA Zucker GmbH Wien Österreich 100,00 Moravskoslezské Cukrovary A.S. Hrusovany Tschechien 97,66 Slovenské Cukrovary s.r.o. Sered Slowakei 100,00 Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. Budapest Ungarn 87,59 S.C. AGRANA ROMANIA S.A. Bukarest Rumänien 91,33 AGRANA Trading EOOD Sofia Bulgarien 100,00 STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o.1 Brčko Bosnien-Herzegowina 50,00 Südzucker Moldova S.A. Drochia Moldawien 83,64 ED & F Man Holdings Limited2 London Großbritannien 25,00 Agrar und Umwelt AG Loberaue Rackwitz Deutschland 100,00 BGD Bodengesundheitsdienst GmbH Mannheim Deutschland 100,00 James Fleming & Co. Ltd. Midlothian Großbritannien 100,00 Mönnich GmbH Kassel Deutschland 100,00 Nougat Chabert & Guillot SA Montelimar Frankreich 99,75 AGRANA Beteiligungs-AG3 Wien Österreich 0,55 37,75 AGRANA Group-Services GmbH Wien Österreich 100,00 Südzucker International Finance B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 1 Gemeinschaftsunternehmen. 2 Assoziiertes Unternehmen. 3 Stimmrechtsmehrheit. scroll Sitz Land SZ-Anteil (%) Anteil mittelbar (%) SEGMENT SPEZIALITÄTEN Freiberger Südzucker Tiefkühl Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 Freiberger Holding GmbH Berlin Deutschland 10,00 90,00 Freiberger Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland 100,00 Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Berlin Deutschland 100,00 Great Star Food Production GmbH & Co. KG Berlin Deutschland 100,00 Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. Oberhofen Österreich 100,00 Stateside Foods Ltd. Westhoughton Großbritannien 100,00 BENEO BENEO GmbH Mannheim Deutschland 100,00 BENEO-Orafti S.A. Oreye Belgien 100,00 BENEO-Palatinit GmbH Mannheim Deutschland 15,00 85,00 BENEO-Remy N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 100,00 Orafti Chile S.A. Pemuco Chile 100,00 Stärke AGRANA Stärke GmbH Wien Österreich 100,00 HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft.1 Szabadegyháza Ungarn 50,00 S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. Tandarei Rumänien 99,99 AGRANA Bioethanol GmbH Wien Österreich 74,90 PortionPack PortionPack Europe Holding B. V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 PortionPack Belgium N.V. Herentals Belgien 100,00 PortionPack Holland B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 Single Source Limited Telford/Shropshire Großbritannien 100,00 Hellma Gastronomie-Service GmbH Nürnberg Deutschland 100,00 SEGMENT CROPENERGIES CropEnergies AG Mannheim Deutschland 71,02 CropEnergies Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 CropEnergies Bioethanol GmbH Zeitz Deutschland 100,00 BioWanze SA Brüssel Belgien 100,00 RYSSEN ALCOOLS SAS Loon-Plage Frankreich 100,00 1 Gemeinschaftsunternehmen. scroll Sitz Land SZ-Anteil (%) Anteil mittelbar (%) SEGMENT FRUCHT Fruchtzubereitungen AGRANA Fruit Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 99,99 AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. Central Mangrove Australien 100,00 AGRANA Fruit Austria GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comercio, Importacao e Exportacao Ltda. São Paulo Brasilien 77,91 AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. Dachang China 100,00 AGRANA Fruit France S.A. Paris Frankreich 100,00 AGRANA Fruit Germany GmbH Konstanz Deutschland 100,00 AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. Zincirlikuyu Türkei 100,00 AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. Seoul Südkorea 100,00 AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. Michoacan Mexiko 100,00 AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. Ostroleka Polen 100,00 AGRANA Fruit S.A.S. Paris Frankreich 100,00 AGRANA Fruit Services S.A.S. Paris Frankreich 100,00 AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00 AGRANA Fruit Ukraine TOV Winniza Ukraine 99,80 AGRANA Fruit US, Inc. Brecksville USA 100,00 Dirafrost FFI N. V. Herk-de-Stad Belgien 100,00 Dirafrost Maroc SARL Laouamra Marokko 100,00 o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region Serpuchov Russland 100,00 Fruchtsaftkonzentrate AGRANA Juice Denmark A/S Køge Dänemark 100,00 AGRANA Juice Holding GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 AGRANA Juice Magyarorzság Kft. Vásárosnamény Ungarn 100,00 AGRANA Juice Poland SP z.o.o. Bialobrzegi Polen 100,00 AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l. Vaslui Rumänien 100,00 AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH Bingen Deutschland 100,00 AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD Xianyang City China 100,00 AUSTRIA JUICE GmbH Allhartsberg Österreich 50,01 Ybbstaler Fruit Austria GmbH Allhartsberg Österreich 100,00 Ybbstaler Fruit Polska S.p. z o.o. Chelm Polen 100,00 Die Angaben zum Anteilsbesitz der Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt, und des Südzucker-Konzerns gemäß § 285 Nr. 11 HGB und § 313 Absatz 2 HGB erfolgen in einer Anlage zum Anhang, die in die gedruckte Version des Geschäftsberichts nicht aufgenommen ist. Die Anlage mit den Angaben zum Anteilsbesitz ist bei den zum Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen enthalten. (39) Vorschlag für die Gewinnverwendung Der Bilanzgewinn der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt beträgt 183.805.636,46 €. Der Hauptversammlung am 1. August 2013 wird vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,90 € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: scroll 2012/13 Ausgegebene Aktien (Stück) 204.183.292 Dividende (€) 0,90 Ausschüttungsbetrag (€) 183.764.962,80 Vortrag auf neue Rechnung (€) 40.673,66 Bilanzgewinn (€) 183.805.636,46 Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei unveränderter Ausschüttung von 0,90 € je dividendenberechtigter Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die Auszahlung der Dividende erfolgt am 2. August 2013. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Mannheim, den 22. April 2013 DER VORSTAND Dr. Wolfgang Heer, Vorsitzender Dr. Lutz Guderjahn Dr. Thomas Kirchberg Thomas Kölbl Prof. Dr. Markwart Kunz Johann Marihart Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz des Konzerns zum 28. Februar 2013 (Anlage zum Konzernanhang) der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim (Angaben gemäß § 313 Abs. 2 und § 285 Nr. 11 HGB) scroll Sitz Land SZ- Anteil (%) mittelbar (%) Eigenkapital in Mio. € Ergebnis nach Steuern in Mio. € I. Verbundene Unternehmen Segment Zucker - Zucker Belgien Raffinerie Tirlemontoise S.A. Brüssel Belgien 99,41 1.208,66 176,87 Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. Brüssel Belgien 100,00 943,42 23,02 - Zucker Frankreich Saint Louis Sucre S.A. Paris Frankreich 99,80 110,03 74,79 Société Française d'Organisation et de Participations "S.F.O.P." Paris Frankreich 100,00 15,90 0,03 - Zucker Österreich AGRANA Zucker GmbH Wien Österreich 100,00 337,60 60,14 AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 6,27 0,58 - Zucker Polen Südzucker Polska S.A. Wroclaw Polen 99,59 341,49 110,73 "POLTERRA" Sp. z o.o. Wroclaw Polen 100,00 0,83 0,00 Przedsiebiorstwo Rolne "KLOS" Sp. z o.o. Wroclaw Polen 100,00 0,51 0,08 Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. Wroclaw Polen 74,07 -2,08 -0,17 - Zucker Rumänien AGRANA AGRO SRL Roman Rumänien 100,00 -0,02 -0,02 AGRANA BUZAU SRL Buzau Rumänien 100,00 -0,69 -0,73 AGRANA TANDAREI SRL Tandarei Rumänien 100,00 0,15 2,13 S.C. AGRANA Romania S.A. Bukarest Rumänien 91,33 31,48 -1,41 - Zucker Slowakei Slovenské Cukrovary s.r.o. Sered Slowakei 100,00 40,99 10,09 - Zucker Tschechien Moravskoslezské Cukrovary A.S. Hrusovany Tschechien 97,66 89,47 22,72 - Zucker Ungarn AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. Budapest Ungarn 100,00 4,91 0,25 Biogáz Fejleszto Kft. Kaposvár Ungarn 100,00 -0,08 -0,09 Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság Budapest Ungarn 100,00 1,27 0,00 Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. Budapest Ungarn 87,59 84,75 7,97 - Zucker Bulgarien AGRANA Bulgaria AD Sofia Bulgarien 100,00 0,13 0,05 AGRANA Trading EOOD Sofia Bulgarien 100,00 1,65 0,10 - Zucker Bosnien AGRANA BIH Holding GmbH Wien Österreich 100,00 2,92 -11,71 AGRANA d.o.o. Brcko Bosnien-Herzegowina 100,00 0,14 0,04 - Zucker Moldawien Agro Credit S.R.L. Drochia Moldawien 100,00 0,02 0,01 Agro-SZM S.R.L. Drochia Moldawien 100,00 5,53 -1,12 Südzucker Moldova S.A. Drochia Moldawien 83,64 53,92 4,88 - Zucker Übrige AGRANA Beteiligungs-AG Wien Österreich 0,55 37,75 590,67 52,08 AGRANA Group-Sernces GmbH Wien Österreich 100,00 4,64 -2,76 Agrar und Umwelt AG Loberaue Rackwitz Deutschland 100,00 21,88 2,03 Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen Produkten Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 6,36 -1,80 AHG Agrar-Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 * 1) AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,23 0,00 BGD Bodengesundheitsdienst GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 * 1) Hosa Trading Importaçao e Exportaçao S.A. Sao Paolo Brasilien 99,00 1,00 -0,15 0,00 INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. Wien Österreich 66,67 7,87 0,59 James Fleming & Co. Ltd. Midlothian Großbritannien 100,00 14,36 2,67 Mönnich GmbH Kassel Deutschland 100,00 3,15 * 1) Rackwitzer Bioqas GmbH Rackwitz Deutschland 100,00 0,03 0,00 Rafti BV Wijchen Niederlande 100,00 11,35 2,41 Raftir Nederland Beheer B.V. Groningen Niederlande 100,00 6,84 0,08 Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken Verwaltungsgesellschaft mbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00 S.O.G.E.L.A.F. SARL Paris Frankreich 100,00 32,93 0,14 Südprojekt Silo und Logistik GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland 100,00 30,12 0,43 Sudzucker Hellas E.P.E. Athina Griechenland 100,00 0,87 0,12 Südzucker Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 715,77 * 1) Sudzucker Ibérica, S.L.U. Barcelona Spanien 100,00 1,34 0,75 Südzucker International Finance B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 7,99 2,42 Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH Ochsenfurt Deutschland 100,00 559,08 * 1) Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH Mannheim Deutschland 51,00 1,27 1,21 Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. Wijchen Niederlande 100,00 8,07 1,93 Wolteritzer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland 100,00 0,16 0,00 W.T. Mather Ltd. Lancashire Großbritannien 100,00 3,06 0,00 Zschortauer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland 100,00 0,03 0,00 Zschortauer Futtermittel GmbH Rackwitz Deutschland 74,00 1,47 0,18 Nougat Chabert & Guillot SA Montelimar Frankreich 99,75 3,65 0,143) S.C.I. DU MARINET Upie Frankreich 100,00 3) AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG Wien Österreich 50,00 397,41 38,583) Z & S Zucker und Stärke Holding AG Wien Österreich 100,00 3) Segment Spezialitäten - BENEO BENEO GmbH Mannheim Deutschland 100,00 180,48 * 1) BENEO Asia Pacific Pte Ltd. Singapore Singapur 100,00 2,54 0,20 BENEO Inc. Morris Plains USA 100,00 7,42 1,17 BENEO-Orafti Latinoamerica Coordenaçao Regional Ltda. Moema, Sao Paulo Brasilien 100,00 0,26 0,06 BENEO-Orafti S.A. Oreye Belgien 100,00 241,50 -2,67 BENEO-Palatinit GmbH Mannheim Deutschland 15,00 85,00 23,58 * 1) Orafti Chile S.A. Pemuco Chile 100,00 181,66 -1,58 Orafti Espana S.L. Barcelona Spanien 100,00 0,26 0,10 REMY ITALIA S.P.A. Confienza (PV) Italien 66,70 0,59 -0,10 BENEO-Remy N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 100,00 234,74 -5,603) Nutriz N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 77,45 3) Veniremy N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 100,00 3) - Freiberger Freiberger Holding GmbH Berlin Deutschland 10,00 90,00 122,35 * 1) Alberto Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,03 0,00 Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,05 0,00 Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,10 -0,01 Feinschmecker Feinkost GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,07 0,00 Freiberger France S.A.R.L. St. Didier au Mont d'Or Frankreich 100,00 0,08 0,04 Freiberger GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,04 0,00 Freiberger Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland 100,00 23,27 * 1) Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Berlin Deutschland 100,00 52,06 * 2) Freiberger Polska Sp.z o.o. Warszawa Polen 100,00 0,01 0,19 Freiberger UK Ltd. Spalding Großbritannien 100,00 0,13 0,19 Freiberger USA Inc. Morris Plains USA 100,00 -0,03 -0,03 Great Star Food Production GmbH & Co. KG Berlin Deutschland 100,00 0,00 * 2) Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. Oberhofen Österreich 100,00 7,28 0,56 Sandhof Limited Westhoughton Großbritannien 100,00 28,13 8,16 Stateside Foods Ltd. Westhoughton Großbritannien 100,00 16,28 7,15 - PortionPack PortionPack Europe Holding B. V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 30,43 -20,63 Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. Praha Tschechien 96,95 1,01 -1,40 Hellma Gastronomie-Service GmbH Nürnberg Deutschland 100,00 4,49 * 1) Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H Wien Österreich 100,00 0,80 0,23 Hellma Polska Sp.zo.o. Krakow Polen 100,00 0,21 -0,03 PortionPack Belgium N.V. Herentals Belgien 100,00 -0,06 -2,16 SAES The Portion Company, S.L La Llagosta (Barcelona) Spanien 100,00 0,16 -0,01 PortionPack Holland B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 12,71 1,653) PortionPack Landgraaf B.V. Landgraaf Niederlande 100,00 3) Steendrukkerij Rotterdam B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 3) Van Oordt the portion company B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 3) Single Source Limited Telford Shropshire Großbritannien 100,00 4,90 2,343) APCS Holdings Limited Telford Shropshire Großbritannien 100,00 3) AP Sachets Limited Telford Shropshire Großbritannien 100,00 3) Central Legal Funding Limited Telford Shropshire Großbritannien 75,00 3) Santeau Limited Telford Shropshire Großbritannien 100,00 3) Sugar Stix Limited Telford Shropshire Großbritannien 100,00 3) - Stärke AGRANA Stärke GmbH Wien Österreich 100,00 249,99 57,05 AGRANA Bioethanol GmbH Wien Österreich 74,90 77,63 5,87 S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. Tandarei Rumänien 99,99 4,90 0,17 Segment CropEnergies - CropEnergies AG CropEnergies AG Mannheim Deutschland 71,02 367,36 41,53 BioWanze SA Brüssel Belgien 100,00 231,67 17,91 Compagnie Financière de l'Artois SA Loon-Plage Frankreich 100,00 11,59 5,11 CropEnergies Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 61,23 * 1) CropEnergies Bioethanol GmbH Zeitz Deutschland 100,00 72,44 * 1) CropEnergies Inc. Houston USA 100,00 0,70 -0,70 RYSSEN ALCOOLS SAS Loon-Plage Frankreich 100,00 18,79 4,03 Segment Frucht - Fruchtzubereitungen AGRANA Fruit S.A.S. Paris Frankreich 100,00 92,69 -6,43 AGRANA Fruit Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 99,99 3,26 0,15 AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. Central Mangrove Australien 100,00 21,58 3,86 AGRANA Fruit Austria GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 21,04 0,28 AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda. Sao Paulo Brasilien 77,91 3,91 -0,08 AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. Sao Paulo Brasilien 99,99 3,34 0,95 AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. Dachang China 100,00 13,35 1,34 AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. Sigatoka Fidschi 100,00 0,90 0,04 AGRANA Fruit France S.A. Paris Frankreich 100,00 15,03 -1,91 AGRANA Fruit Germany GmbH Konstanz Deutschland 100,00 11,99 -0,82 AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. Zincirlikuyu Türkei 100,00 5,41 0,25 AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. Seoul Südkorea 100,00 11,01 0,86 AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. Michoacan Mexiko 99,99 8,75 2,39 AGRANA Fruit Luka TOV Vinnitsa Ukraine 99,97 1,86 0,33 AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. Michoacan Mexiko 100,00 14,63 -14,03 AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. Ostroleka Polen 100,00 11,23 -0,28 AGRANA Fruit Sernces GmbH Wien Österreich 100,00 7,86 1,31 AGRANA Fruit Sernces Inc. Brecksville USA 100,00 13,31 1,12 AGRANA Fruit Sernces S.A.S. Paris Frankreich 100,00 0,22 -0,02 AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00 2,72 -0,57 AGRANA Fruit Ukraine TOV Vinnitsa Ukraine 99,80 38,67 2,64 AGRANA Fruit US, Inc. Brecksville USA 100,00 42,44 6,32 Agrana Nile Fruits Processing SAE Qalyoubia Ägypten 51,00 1,63 0,26 Drafrost FFI N. V. Herk-de-Stad Belgien 100,00 10,50 -2,76 Drafrost Maroc SARL Laouamra Marokko 100,00 1,85 -0,38 Financière Atys S.A.S. Paris Frankreich 100,00 106,22 0,34 Frefrost SARL Laouamra Marokko 100,00 0,61 0,15 o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region Serpuchov Russland 100,00 30,12 4,52 Yube d.o.o. Pozega Serbien 100,00 0,62 0,26 - Fruchtsaftkonzentrate AGRANA Juice Holding GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 48,75 -5,19 AGRANA Juice Denmark A/S Køge Dänemark 100,00 -0,74 -1,25 AGRANA Juice Magyarorzság Kft. Vásárosnamény Ungarn 100,00 16,25 6,12 AGRANA Juice Poland Sp. z.o.o. Bialobrzegi Polen 100,00 27,97 11,22 AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l. Vaslui Rumänien 100,00 2,77 0,48 AGRANA Juice Sales & Customer Sernce GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 1,06 -1,76 AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH Bingen Deutschland 100,00 0,37 0,27 AGRANA Juice Sernce & Logistik GmbH Bingen Deutschland 100,00 1,23 0,00 AGRANA Juice Ukraine TOV Vinnitsa Ukraine 100,00 7,50 0,34 AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD Xianyang City China 100,00 9,52 -2,83 AUSTRIA JUICE GmbH Allhartsberg Österreich 50,01 61,83 7,11 Ybbstaler Fruit Austria GmbH Allhartsberg Österreich 100,00 26,72 1,65 Ybbstaler Fruit Polska Sp. Z.o.o Chelm Polen 100,00 19,44 0,63 - Frucht Übrige AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH Wien Österreich 100,00 241,17 1,99 AGRANA J & F Holding GmbH Wien Österreich 100,00 248,28 -0,72 II. Gemeinschaftsunternehmen Segment Zucker - Zucker Bosnien AGRAGOLD Holding GmbH Wien Österreich 50,00 9,07 -0,90 AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH Wien Österreich 50,00 7,27 -12,93 AGRANA Studen Sugar Trading GmbH Wien Österreich 50,00 0,17 -1,10 STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. Brcko Bosnien-Herzegowina 50,00 3,05 0,51 Segment Spezialitäten - Stärke GreenPower E85 Kft Szabadegyháza Ungarn 50,00 0,59 0,12 HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. Szabadegyháza Ungarn 50,00 167,67 67,79 HungranaTrans Kft. Szabadegyháza Ungarn 50,00 -1,68 0,14 Segment CropEnergies - CropEnergies AG CT Biocarbonic GmbH Zeitz Deutschland 50,00 4,50 -0,67 III. Assoziierte Unternehmen (At Equity einbezogene Unternehmen) Segment Zucker - Zucker Übrige ED&F MAN Holdings Limited5) London Großbritannien 25,00 741,59 39,54 Maxi S.r.l. Bolzano Italien 50,00 5,46 4,24 IV. Nicht einbezogene Tochterunternehmen - Verbundene Unternehmen Segment Zucker - Zucker Frankreich Acucar e Alcool do Sul Participacoes Ltda. Alto de Pinheiros Brasilien 100,00 0,00 0,00 - Zucker Polen Citrocukier Sp. z o.o. Wroclaw Polen 100,00 0,00 0,00 - Zucker Tschechien PERCA s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 0,44 0,05 - Zucker Bosnien Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd Beograd Serbien 100,00 0,04 -0,24 - Zucker Moldawien VICSER-AGRO S.R.L. Antoneuca Moldawien 100,00 0,00 0,00 - Zucker Übrige Golborne Ltd. Lancashire Großbritannien 100,00 0,04 0,00 Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 86,00 1,34 0,24 Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00 Südprojekt Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH Mannheim Deutschland 100,00 0,20 0,01 Südtrans GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,10 0,00 Südzucker Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,02 0,00 Südzucker International GmbH Ochsenfurt Deutschland 100,00 0,03 0,00 Südzucker Reise-Service GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,79 0,09 Südzucker Verkauf GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00 Südzucker Verwaltungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00 Zuckerforschung Tulln Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 3,97 1,60 Segment Spezialitäten -BENEO Remy-USA, LLC Fairfield USA 100,00 1,77 0,00 - Stärke AGRANA Skrob s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 0,04 0,04 Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H. Hamburg Deutschland 100,00 0,09 0,00 Segment Frucht - Fruchtsaftkonzentrate Hungaro Ybbstal Kft Veszprém Ungarn 100,00 0,00 0,00 SC Ybbstaler Frucht Romania srl Oradea Rumänien 100,00 0,00 0,00 Ybbstal Getränkegrundst. VertriebsgmbH München Deutschland 100,00 0,07 0,01 - Frucht Übrige "Tremaldi" Beteiligungsverwaltung GmbH Wien Österreich 100,00 0,02 0,00 - Gemeinschaftsunternehmen Segment Zucker - Zucker Bosnien "AGRAGOLD" d.o.o. Brcko Bosnien-Herzegowina 50,00 2,12 0,17 AGRAGOLD d.o.o. Zagreb Kroatien 50,00 0,85 0,12 AGRAGOLD dooel Skopje Skopje Mazedonien 50,00 0,06 0,01 AGRAGOLD trgovina d.o.o. Ljubljana Slowenien 50,00 0,63 0,14 SCO STUDEN & CO. BRASIL EXPORTACAO E IMPORTACAO LTDA. Sao Paulo Brasilien 37,75 -0,02 0,00 - Sonstige Beteiligung> 20 % Segment Zucker - Zucker Frankreich GARDEL S.A. Le Moule Frankreich 24,28 43,67 3,01 S.C.I.C.A ROYE DESHYDRATATION S.A. Roye Frankreich 20,54 4,24 0,63 Sucrerie et Distillerie de Souppes-Ouvré Fils S.A. Paris Frankreich 44,50 50,16 5,98 Eastern Sugar B.V. Breda Niederlande 50,00 8,34 -1,293) Eastern Sugar Ceska Republika a.s. Nemcice nad Hanou Tschechien 47,26 3) Eastern Sugar Cukoripari Részvénytársaság Kaba Ungarn 50,00 3) Eastern Sugar Slovensko A.S. Dunajska Streda Slowakei 47,82 3) Eastern Sugar s.r.o. Dunajska Streda Slowakei 50,00 3) Eastern Sugar Szolgáltató Kft Kaba Ungarn 50,00 3) - Zucker Tschechien DELHIA SHELF s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 0,00 0,00 - Zucker Ungarn Cukoripari Egyesülés Budapest Ungarn 44,27 0,13 0,00 - Zucker Übrige Bio-Generator Regio - Leuven - PORT NV Tienen Belgien 35,71 2,40 -0,04 Felix Koch Offenbach Couleur und Karamel GmbH Offenbach Deutschland 25,10 7,54 2,774) Fernwärmeversorgung Ochsenfurt GmbH Ochsenfurt Deutschland 33,33 0,69 0,134) Segment Spezialitäten - BENEO INVITA Australia PTE Ltd East Botany Australien 35,00 0,27 2,86 * Ergebnisübernahme 1) Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB 2) Befreiung nach § 264b HGB 3) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss 4) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses 5) Ergebnis seit Closing (9 Monate) Der nach deutschen Bilanzierungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, die von PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden sind, werden beim Betreiber des Bundesanzeigers (Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Köln) eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der Lagebericht können bei der Gesellschaft angefordert werden. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim Vermerk zum Konzernabschluss Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Bilanz, Entwicklung des Eigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 geprüft. Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss Der Vorstand der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Verantwortung des Abschlussprüfers Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Prüfungsurteil Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2013 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr. Vermerk zum Konzernlagebericht Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt für das Geschäftsjahr vom 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 geprüft. Der Vorstand der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Frankfurt am Main, den 22. April 2013 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer Olav Krützfeldt, Wirtschaftsprüfer GLOSSAR A AKP-Länder Afrikanische, karibische und pazifische Länder. B Beta-Faktor Der Beta-Faktor gibt die Beziehung zwischen der Kursentwicklung einer Aktie und einem Index an und zeigt die Sensitivität des Aktienkurses auf die Veränderung des Indexstands. Ein Beta-Faktor größer eins bedeutet, dass der Aktienkurs stärker schwankt als der Gesamtmarkt, ein Beta-Faktor von eins bedeutet, dass der Aktienkurs gleich stark schwankt, und ein Beta-Faktor kleiner eins bedeutet, dass der Aktienkurs im Verhältnis zum Gesamtmarkt weniger stark schwankt. C Capital Employed Das Capital Employed ist das im Konzern gebundene operative Kapital. Es umfasst das Sachanlagevermögen einschließlich immaterieller Vermögenswerte sowie das Working Capital (Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige, nicht verzinsliche Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen). Das Capital Employed wird je Segment angegeben. Carbon Leakage Risiko der Verlagerung von CO2 -Emissionen. Energieintensive Sektoren, bei denen die Gefahr besteht, dass aufgrund des wirtschaftlichen Drucks des Emissionshandels CO2 -Emissionsverlagerungen, d. h. Verlagerungen von Produktionsstandorten/Arbeitsplätzen in Länder außerhalb der EU stattfinden könnten, sollen eine kostenlose Zuteilung von Berechtigungen erhalten. Die Kriterien zur Beurteilung, ob es ein solches Risiko gibt, sind in der Neufassung der Emissionshandelsrichtlinie vom 23. April 2009 festgehalten. Cashflow Kapitalfluss. Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Sie zeigt an, in welcher Höhe der ausgewiesene Jahresüberschuss zu Mittelzuflüssen aus der betrieblichen Tätigkeit geführt hat. Südzucker errechnet den Cashflow, indem der Jahresüberschuss um nicht zahlungswirksame Vorgänge bereinigt wird. Hierfür werden neben den Ab- bzw. Zuschreibungen auf das Anlagevermögen auch die Veränderungen langfristiger Rückstellungen und passiver latenter Steuern sowie andere, nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen aus dem Konzernjahresüberschuss eliminiert. Der Mittelzufluss durch den Cashflow kann zur Finanzierung von Investitionen, zur Tilgung von Verbindlichkeiten oder zur Dividendenzahlung genutzt werden. Clean Labelling Verzicht auf modifizierte Inhalts- und Zusatzstoffe in Lebensmittelrezepturen. Commercial Papers (CPs) Handelbare, unbesicherte Inhaberschuldverschreibungen, die zur kurzfristigen Fremdmittelaufnahme emittiert werden. CPs werden revolvierend mit einer typischen Laufzeit zwischen einer Woche bis zu 12 Monaten ausgegeben. Convenience Food Convenience Food oder Convenience-Lebensmittel ist ein aus dem Englischen entlehnter Begriff für "bequemes Essen". Damit werden vorgefertigte Lebensmittel bezeichnet, bei denen der Nahrungsmittelhersteller bestimmte Be- und Verarbeitungsstufen übernimmt, um weitere Zubereitungen in Privathaushalten, Gastronomie oder Gemeinschaftsverpflegungen zu erleichtern. Die Südzucker-Tochtergesellschaft Freiberger ist Hersteller von gekühlten und tiefgekühlten Pizzas, Pastas und Snacks, die durch Blanchieren oder Vorbacken so weit verzehrfertig zubereitet sind, dass der Verbraucher sie für den Verzehr nur noch erwärmen muss. Convertible Bond → Wandelanleihe. D Derivate Finanzprodukte, deren Marktwert entweder aus klassischen Basisinstrumenten wie Aktien oder Rohstoffen oder aus Marktpreisen wie etwa Zinssätzen oder Wechselkursen abgeleitet werden kann. Derivate existieren in vielfältigen Formen, so etwa als Termingeschäfte, Optionen oder Futures. Im Finanzmanagement der Südzucker AG werden Derivate zur Risikobegrenzung eingesetzt. Diversity Englisch für Diversität, Vielfältigkeit; steht in der Volks- und Betriebswirtschaft für eine Strategie zur Risikominimierung durch verbesserte Nutzung der Humanressourcen. Diversity Management im Unternehmen ist ein Konzept, um die Vielfalt der Belegschaft als Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Drittländer Werden in diesem Bericht die Länder genannt, die nicht der EU angehören. E Earnings per Share (EPS) → Ergebnis je Aktie. EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Kennzahl, die die operative Ertragskraft eines Unternehmens misst, indem aus dem Jahresüberschuss der Steueraufwand und das Finanzergebnis eliminiert werden. Dem EBIT kommt bei einem Vergleich von Unternehmen, die unterschiedliche Finanzstrukturen aufweisen oder nicht vergleichbaren Steuersystemen ausgesetzt sind, zentrale Bedeutung zu. Das von Südzucker ausgewiesene "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit" entspricht weitgehend der Definition des EBIT (→ operatives Ergebnis). EBITDA Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation; Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Equity-Methode Bewertungsmethode für Beteiligungen an Unternehmen, auf deren Geschäfts- und Finanzpolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert des Beteiligungsunternehmens fortgeschrieben, indem dieser um anteilige Jahresüberschüsse oder -fehlbeträge erhöht bzw. vermindert wird. Ausschüttungen des Beteiligungsunternehmens mindern den Beteiligungsbuchwert, ohne in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung einzugehen. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen Beinhaltet anteilige Jahresüberschüsse oder -fehlbeträge, die von Unternehmen erwirtschaftet werden, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bewertet werden. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit → EBIT. Ergebnis je Aktie Den Aktionären der Südzucker AG zurechenbares Ergebnis nach Steuern, das auf eine Aktie entfällt. Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient des Jahresergebnisses nach Minderheitenanteilen im Verhältnis zur Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. European Health Claims Regulation Europäische Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Aussagen. Initiiert 2005/2006 mit dem ursprünglichen Ziel, den Verbraucherschutz im Bereich Lebensmittel zu erhöhen. F Forecast Der Begriff steht im Zusammenhang mit der Unternehmensplanung im Finanzbereich. In den drei jährlich parallel zu den Quartalsabschlüssen erstellten Forecasts werden die jeweils aktualisierten, zum Jahresende kumulierten Ergebniserwartungen für das laufende Geschäftsjahr zusammengetragen. Functional Food Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten mit einem gesundheitlichen Zusatznutzen. G Gluten Kleber oder Klebereiweiß, welches in Getreidekörnern enthalten ist. Gluten wird in der Industrie als Lebens- und Futtermittel verwendet. Glykämisch Blutzucker steigernde Wirkung. H Hybridkapital Nachrangige Unternehmensanleihe, die infolge grundsätzlich ewiger Laufzeit eigenkapitalähnliche Ausgestaltungsmerkmale aufweist. Da die Kündigung nur durch den Emittenten zu vorher festgelegten Terminen möglich ist, wird Hybridkapital nach IFRS dem Eigenkapital zugerechnet. I IAS International Accounting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, festgelegt durch das International Accounting Standards Board (IASB), ein 1973 in London gegründetes, unabhängiges und privat finanziertes Komitee. Die IAS bestehen innerhalb der seit 2005 in Europa verbindlichen IFRS weiter. IFRS International Financial Reporting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, die seit 2005 verbindliche Grundlage für die Aufstellung der Konzernabschlüsse sämtlicher börsennotierter europäischer Gesellschaften sind. Die IFRS beinhalten und ergänzen die bereits seit 1973 herausgegebenen International Accounting Standards (IAS). Industriezucker Non-Food Zucker, der außerhalb der Quote erzeugt wird. Er findet Verwendung in der chemischen und pharmazeutischen Industrie und wird z. B. zur Erzeugung von Bioethanol, Hefe, Zitronensäure und Vitaminen genutzt. Inulin | Prebiotischer Ballaststoff aus der Chicoreewurzel mit nachweislich gesundheitsfördernden Eigenschaften. Wird darüber hinaus aufgrund seiner technologischen - insbesondere Textur gebenden - Eigenschaften in einer Vielzahl von Lebensmittelzubereitungen als Fettersatzstoff verwendet. Isomalt Der einzige Zuckeraustauschstoff, der aus Zucker gewonnen wird und so natürlich schmeckt wie Zucker. Er ist zahnfreundlich, kalorienreduziert und hat kaum Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel; weltweit der am meisten eingesetzte Rohstoff in zuckerfreien Bonbons, findet auch Verwendung in Kaugummis, Schokolade und Backwaren. K KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis. Wichtige Kennzahl bei der Börsenbewertung von Aktien, insbesondere beim Vergleich von Unternehmen mit ähnlichen Geschäftsprofilen innerhalb einer Branche (Vergleichsunternehmen). Zur Ermittlung des KGVs wird der Börsenkurs ins Verhältnis zum Ergebnis je Aktie gesetzt. Analog errechnet sich das KGV als Quotient aus Marktkapitalisierung und Jahresüberschuss nach Minderheitenanteilen. Tendenziell gilt eine Aktie bei einem im Vergleich zum Durchschnitt der Vergleichsunternehmen niedrigeren KGV als günstig, bei einem höheren KGV als ungünstig bewertet. Konsolidierung Der Konzernabschluss wird so aufgestellt, als ob alle Konzerngesellschaften ein rechtlich einheitliches Unternehmen bilden. Konsolidierung bezeichnet die buchhalterische Technik zur Eliminierung aller konzerninternen Vorgänge. L LDCs Least Developed Countries; am wenigsten entwickelte Länder. Dies ist ein von den Vereinten Nationen definierter sozialökonomischer Status, den eine Gruppe von besonders armen Ländern überall in der Welt besitzt. M MOEL Abkürzung für mittel- und osteuropäische Länder - MOE, Mittel-/Osteuropa. N Nichtquotenzucker Zucker, der außerhalb der Produktionsquote erzeugt wird. Dieser kann u. a. als Industriezucker Non-Food vermarktet, in Drittländer exportiert oder ins nächste ZWJ übertragen werden. O Operatives Ergebnis Während beim EBIT zur Vergleichbarkeit von Unternehmen mit unterschiedlichen Finanzstrukturen und Steuersystemen der Jahresüberschuss um das Finanzergebnis und den Steueraufwand bereinigt wird, soll mit der Kennzahl "operatives Ergebnis" auch eine Bereinigung um im laufenden Geschäftsbetrieb nicht regelmäßig wiederkehrende Ergebniseinflüsse erfolgen. Hiermit wird eine Größe geschaffen, die um Sondereffekte bereinigte Periodenvergleiche ermöglicht und als Basis der internen Unternehmenssteuerung dient. P Palatinose™ Das einzige niedrig glykämische Kohlenhydrat, das dem Körper lang anhaltende Energie aus Glukose liefert. Darüber hinaus ist Palatinose™ zahnfreundlich und wird ausschließlich aus Zucker gewonnen. Hauptanwendungsgebiet sind Getränke im Functional-Food- und Wellness-Bereich. ProtiGrain® Markenname für das von CropEnergies aus Trockenschlempe produzierte Futtermittel. ProtiGrain® wird als hochwertiges Proteinfuttermittel vermarket. ProtiWanze® Markenname für die von CropEnergies in Wanze/Belgien aus Schlempe, die bei der Bioethanolherstellung anfällt und eingedickt wird, produzierten Futtermittel. ProtiWanze® ist ein flüssiges Futtermittel mit hohem Einweißgehalt. Q Quoten Für jeden Mitgliedsstaat der EU festgesetzte Menge an Zucker und Isoglukose. Diese Mengen werden wiederum auf die Unternehmen aufgeteilt und Quoten genannt. Quoten dienen dazu, die Produktion zu begrenzen und Überschüsse zu vermeiden. Quotenrüben Die Zuckerrüben, die zur Erzeugung der zugeteilten Zuckerquote benötigt werden. Quotenzucker Zucker, der unter Anrechnung auf ein bestimmtes ZWJ im Rahmen der Quote erzeugt wird und vermarktet werden kann. R Rating An internationalen Kapitalmärkten übliche Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners und der von diesem Schuldner emittierten Anleihen durch Ratingagenturen anhand standardisierter Beurteilungskennziffern wie z. B. Cashflow und Verschuldungssituation. Das Bonitätsurteil wird auf einer Skala von z. B. AAA bzw. Aaa (höchste Bonitätsstufe bei LangfristRatings) bis D bzw. C (niedrigste Bonitätsstufe bei Langfrist-Ratings) vorgenommen. Für Investoren stellen Ratings ein Hilfsmittel zur Beurteilung des Kreditrisikos des Unternehmens an sich sowie seiner zur Fremdmittelfinanzierung ausgegebenen kurz- und langfristigen Wertpapiere dar. ROCE Return on Capital Employed; Kapitalrendite; in der Südzucker-Gruppe für die Messung der Rentabilität eines Segments verwendet. Hier werden die erwirtschafteten operativen Ergebnisse ins Verhältnis zum eingesetzten Vermögen eines Segments gesetzt. Letzteres wird als Summe des langfristigen Vermögens (ohne Finanzanlagevermögen) und des Working Capitals errechnet → Capital Employed. W Wandelanleihe Anleihe, die unter bestimmten, vorher festgelegten Wandlungsbedingungen zu einem vorher festgelegten Wandlungsverhältnis in Aktien des Emittenten umgetauscht werden kann. Weltmarktpreise Preise für Wertpapiere oder Güter, bei denen sich ein Ausgleich von Angebot und Nachfrage einstellt. Bei handelbaren Werten in hochliquiden Märkten erfolgt die Ableitung des Weltmarktpreises aus der täglichen Börsennotierung. Working Capital Differenz zwischen kurzfristigen Vermögenswerten und kurzfristigen, nicht verzinslichen Verbindlichkeiten. Das Working Capital umfasst Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige, nicht verzinsliche Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen. Der Wert bringt zum Ausdruck, inwieweit ein Unternehmen Kapital im Rahmen der Umsatzerzielung bindet. Im Fall eines positiven Working Capitals werden Vorprodukte bezahlt, bevor Zahlungseingänge aus der Vermarktung der Fertigprodukte erfolgen. WTO World Trade Organisation, Welthandelsorganisation. Z Zuckerexporte Die gestützten Exporte sind durch die WTO-Verpflichtungen der EU auf eine Menge von 1,374 Mio. t begrenzt. Zucker-Rohwert Bezieht sich auf noch nicht raffinierten Rohzucker. Zucker-Weißwert Bezieht sich auf bereits raffinierten Zucker und ist 10 % niedriger als der Rohwert. Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 1. Oktober bis 30. September. Zukunftsgerichtete Aussagen/Prognosen Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der Südzucker AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die anstehenden Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Änderungen der EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die Südzucker AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. Bildnachweis: Alexander Seeboth, Hirschberg; trio-group, Mannheim Satz und Gestaltung: trio-group, Mannheim Druck und Weiterverarbeitung: ColorDruck, Leimen Papier: heaven 42 softmatt © 2013 Kontakte Investor Relations Nikolai Baltruschat [email protected] Telefon: +49 621 421-240 Telefax: +49 621 421-321 Wirtschaftspresse Dr. Dominik Risser [email protected] Telefon: +49 621 421-428 Telefax: +49 621 421-425 Südzucker im Internet Ausführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internet-Adresse: www.suedzucker.de Herausgeber Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Theodor-Heuss-Anlage 12 68165 Mannheim Telefon: +49 621 421-0

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