Annual Report • May 27, 2011
Annual Report
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Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Mannheim Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2010 bis zum 28.02.2011 FINANZKALENDER scroll Bericht 1. Quartal 2011/12 14. Juli 2011 Hauptversammlung Geschäftsjahr 2010/11 21. Juli 2011 Bericht 2. Quartal 2011/12 13. Oktober 2011 Bericht 3. Quartal 2011/12 12. Januar 2012 Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2011/12 15. Mai 2012 Bericht 1. Quartal 2012/13 12. Juli 2012 Hauptversammlung Geschäftsjahr 2011/12 19. Juli 2012 Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Internetseite www.suedzucker.de stehen pdf-Dateien des Geschäftsberichts (deutsch und englisch) sowie des Jahresabschlusses der Südzucker AG zum Download. Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich jeweils auf den Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. ÜBERBLICK 2010/11 ― Konzernumsatz steigt um 8 % auf 6.161 (5.718) Mio. €. ― Operatives Ergebnis im Konzern erhöht sich deutlich um 29 % auf 519 (403) Mio. € durch Ergebnisverbesserungen in allen Segmenten. ― Segment Zucker erreicht Umsatz- und Ergebnissteigerung vor allem durch höhere Nichtquotenzuckerabsätze im 1. Quartal: ― Umsatz: +4 % auf 3.279 (3.154) Mio. € ― Operatives Ergebnis: 282 (217) Mio. € ― Segment Spezialitäten mit nochmaliger Ergebnissteigerung vor allem durch den Absatzanstieg in allen Divisionen: ― Umsatz: +13 % auf 1.575 (1.396) Mio. € ― Operatives Ergebnis: 144 (138) Mio. € ― Segment CropEnergies zeigt deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg durch höhere Produktionsmengen am belgischen Standort Wanze: ― Umsatz: +21 % auf 437 (362) Mio. € ― Operatives Ergebnis: 46 (12) Mio. € ― Segment Frucht mit deutlichem Ergebniszuwachs aufgrund von Mengen- und Erlössteigerungen: ― Umsatz: +8 % auf 870 (806) Mio. € ― Operatives Ergebnis: 47 (36) Mio. € ― Cashflow steigt auf 606 (553) Mio. €. ― Investitionen erreichen 251 (233) Mio. €. ― Nettofinanzschulden weiter reduziert auf 853 (1.065) Mio. €. AUSBLICK 2011/12 ― Konzernumsatz von rund 6,3 (2010/11: 6,2) Mrd. € erwartet. ― Operatives Ergebnis von über 550 (2010/11: 519) Mio. € erwartet. ― Investitionen in Sachanlagen über Vorjahr. KONZERNZAHLEN scroll 2010/11 2009/10 2008/09 2007/08 2006/07 Umsatz und Ergebnis Umsatzerlöse Mio. € 6.161 5.718 5.871 5.780 5.765 EBITDA Mio. € 772 645 489 489 682 % vom Umsatz % 12,5 11,3 8,3 8,5 11,8 Operatives Ergebnis Mio. € 519 403 258 233 419 % vom Umsatz % 8,4 7,0 4,4 4,0 7,3 Jahresüberschuss/-fehlbetrag Mio. € 345 276 183 100 -246 Cashflow und Investitionen Cashflow Mio. € 606 553 504 498 554 Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 245 216 384 497 537 Investitionen in Finanzanlagen Mio. € 6 17 40 53 62 Investitionen gesamt Mio. € 251 233 424 550 599 Wertentwicklung Sachanlagen1 Mio. € 2.612 2.609 2.626 2.596 2.574 Goodwill Mio. € 1.131 1.132 1.124 1.104 1.109 Working Capital Mio. € 1.451 1.512 1.323 1.431 965 Capital Employed Mio. € 5.314 5.374 4.923 5.005 4.767 ROCE % 9,8 7,5 5,2 4,7 8,8 Kapitalstruktur Bilanzsumme Mio. € 7.260 7.398 7.709 7.917 7.932 Eigenkapital Mio. € 3.743 3.500 3.230 3.299 3.362 Nettofinanzschulden Mio. € 853 1.065 1.632 1.508 811 Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 1,4 1,9 3,2 3,0 1,5 Eigenkapitalquote % 51,6 47,3 41,9 41,7 42,4 Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) % 22,8 30,4 50,5 45,7 24,1 Aktie Marktkapitalisierung Mio. € 3.768 3.230 2.587 2.746 3.024 Gesamtzahl Aktien per 28./29. Februar Mio. 189,4 189,4 189,4 189,4 189,4 Schlusskurs per 28./29. Februar € 19,90 17,06 13,66 14,50 15,97 Ergebnis je Aktie € 1,32 1,06 0,86 0,10 -1,72 Dividende je Aktie € 0,552 0,45 0,40 0,40 0,55 Dividendenrendite per 28./29. Februar % 2,8 2,6 2,9 2,8 3,4 Mitarbeiter Konzern 17.658 17.493 17.939 18.642 19.575 1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte/Zusatzquote. 2 Vorschlag. Umsatz nach Segmenten scroll Mio. € 2010/11 2009/10 +/- in % Segment Zucker 3.279 3.154 4,0 Segment Spezialitäten 1.575 1.396 12,8 Segment CropEnergies 437 362 20,9 Segment Frucht 870 806 7,9 Konzern 6.161 5.718 7,7 Operatives Ergebnis nach Segmenten scroll Mio. € 2010/11 2009/10 +/- in % Segment Zucker 282 217 29,8 Segment Spezialitäten 144 138 4,6 Segment CropEnergies 46 12 > 100 Segment Frucht 47 36 31,3 Konzern 519 403 28,9 Konzernbericht über das Geschäftsjahr 2010/11 1. März 2010 bis 28. Februar 2011 DIE KUNST DES UNTERNEHMENS Erfolgreich unternehmerisch handeln - das ist eine Kunst für sich. Und auch für unsere Produkte sind Geschick und Kreativität gefragt. Kein Wunder also, dass sich unsere Künstler davon inspirieren lassen. Wir laden Sie ein, die dabei entstandenen kleinen und großen Meisterwerke auf einem Rundgang durch die Galerie der Südzucker-Gruppe zu entdecken - und gleichzeitig einen Blick auf die Zahlen und Fakten des Geschäftsjahres 2010/11 zu werfen. UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND LEITLINIEN Unser Ziel als europäischer Konzern ist es, gemeinsam mit unseren Partnern verantwortungsvoll an der Gestaltung der Zukunft zu arbeiten, aufbauend auf dem Nachhaltigkeitsgedanken weiter profitabel zu wachsen und den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Der Fokus liegt dabei auf der großtechnischen Verarbeitung und Veredelung von Agrarrohstoffen und der Vermarktung im Business-to-Business-Bereich. In unseren Geschäftsfeldern setzen wir Maßstäbe; die Interessen der Aktionäre, der Kunden, der Lieferanten, der Menschen im Unternehmen und zukünftiger Generationen werden angemessen berücksichtigt. Südzucker ist heute Europas führender Anbieter von Zuckerprodukten und hat in den Segmenten Spezialitäten (Functional Food, Stärke, Tiefkühl-/Kühlprodukte und Portionsartikel), CropEnergies (Bioethanol) und Frucht (Fruchtzubereitungen/Fruchtsaftkonzentrate) starke Marktpositionen. Basis dieses Erfolges sind unsere Kernkompetenzen, allen voran das breit angelegte Know-how in der Verarbeitung verschiedenster agrarischer Rohstoffe. Dabei bestimmt traditionell Nachhaltigkeit unser Handeln - beginnend bei der landwirtschaftlichen Produktion des Rohstoffs über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Die konzerninterne Forschungskompetenz, aber auch Kooperationen stärken die Innovationskraft; die fundierte Erfahrung in Vermarktung und Logistik macht uns zu einem verlässlichen Partner. Als Voraussetzung für den Markterfolg sehen wir auch die fachliche Kompetenz, die Erfahrungen, die sozialen Fähigkeiten und das Engagement unserer Mitarbeiter - einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Unternehmen. Deshalb stehen Mitarbeiterförderung und Weiterbildung immer im Mittelpunkt. Wachstumschancen wollen wir effektiv nutzen. Bedeutend hierfür ist, dass unser InvestmentgradeRating den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten sichert. Wir stehen für Transparenz und einen offenen Dialog mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Unsere strategischen Schritte richten wir kontinuierlich an den jeweiligen Rahmenbedingungen aus. Tiefgreifende strukturelle Veränderungen sehen wir immer auch als Chance für die Unternehmensentwicklung. Tendenzen auf den Weltmärkten, wie eine immer weiter steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen und Nahrungsmitteln durch eine stetig wachsende Weltbevölkerung und sich wandelnde Ernährungsgewohnheiten in den Schwellenländern begreifen wir als Perspektive, neben dem traditionellen Zuckergeschäft weitere neue, profitable Handlungsfelder entlang der Wertschöpfungskette zu erschließen. Dies kann durch organisches Wachstum, Kooperationen wie auch Akquisitionen erfolgen. Wir schaffen Werte für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. SEGMENTE DES SÜDZUCKER-KONZERNS Segment Zucker scroll 2010/11 Umsatz 3.279 Mio. € EBITDA 396 Mio. € Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -114 Mio. € Operatives Ergebnis 282 Mio. € Restrukturierung/Sondereinflüsse -3 Mio. € Ergebnis der Betriebstätigkeit 279 Mio. € EBITDA-Marge 12,1 % Operative Marge 8,6 % ROCE 10,3 % Investitionen in Sachanlagen 126 Mio. € Investitionen in Finanzanlagen 5 Mio. € Investitionen gesamt 131 Mio. € Mitarbeiter 7.978 Konzern ― Europäischer Marktführer ― 29 Zuckerfabriken, 3 Raffinerien ― 26 Mio. t Rübenverarbeitung ― 4,2 Mio. t Zuckererzeugung (inkl. Rohzuckerraffination) Deutschland ― 9 Zuckerfabriken, 1.484.000 t Zuckererzeugung Belgien ― 2 Zuckerfabriken, 493.000 t Zuckererzeugung Bosnien ― 1 Raffinerie, 58.000 t Zuckererzeugung Frankreich ― 4 Zuckerfabriken, 1 Raffinerie 922.000 t Zuckererzeugung Moldawien ― 2 Zuckerfabriken, 74.000 t Zuckererzeugung Österreich ― 2 Zuckerfabriken, 457.000 t Zuckererzeugung Polen ― 5 Zuckerfabriken, 374.000 t Zuckererzeugung Rumänien ― 1 Zuckerfabrik, 1 Raffinerie 77.000 t Zuckererzeugung Slowakei ― 1 Zuckerfabrik, 61.000 t Zuckererzeugung Tschechien ― 2 Zuckerfabriken, 135.000 t Zuckererzeugung Ungarn ― 1 Zuckerfabrik, 111.000 t Zuckererzeugung Segment Spezialitäten scroll 2010/11 Umsatz 1.575 Mio. € EBITDA 218 Mio. € Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -74 Mio. € Operatives Ergebnis 144 Mio. € Restrukturierung/Sondereinflüsse -6 Mio. € Ergebnis der Betriebstätigkeit 138 Mio. € EBITDA-Marge 13,8 % Operative Marge 9,1 % ROCE 10,8 % Investitionen in Sachanlagen 67 Mio. € Investitionen in Finanzanlagen 1 Mio. € Investitionen gesamt 68 Mio. € Mitarbeiter 4.259 BENEO ― Funktionelle Inhaltsstoffe für Lebensmittel: Inulin, Oligofruktose, Isomalt, Palatinose™ und Reisderivate ― Inhaltsstoffe für die Bereiche Non-Food und Pharmazie ― Inhaltsstoffe für Tiernahrung ― 5 Produktionsstandorte weltweit (Belgien, Chile, Deutschland, Italien) Freiberger ― Tiefgekühlte und gekühlte Pizza sowie tiefgekühlte Pastagerichte und Snacks ― 5 Produktionsstandorte in Europa (Deutschland, Großbritannien, Österreich) PortionPack Europe ― Portionsartikel ― 8 Unternehmensstandorte (Belgien, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Polen, Spanien, Tschechien) Stärke ― Stärke für den Food- und Non-Food-Bereich sowie Bioethanol ― 3 Produktionsstandorte in Österreich, je 1 Produktionsstandort in Ungarn und Rumänien ― Jährliche Bioethanolproduktionskapazität: bis zu 240.000 m3 in Österreich, bis zu 187.000 m3 in Ungarn (Hungrana) Segment CropEnergies scroll 2010/11 Umsatz 437 Mio. € EBITDA 76 Mio. € Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -30 Mio. € Operatives Ergebnis 46 Mio. € Restrukturierung/Sondereinflüsse 1 Mio. € Ergebnis der Betriebstätigkeit 47 Mio. € EBITDA-Marge 17,4 % Operative Marge 10,5 % ROCE 8,7 % Investitionen in Sachanlagen 21 Mio. € Investitionen in Finanzanlagen - Investitionen gesamt 21 Mio. € Mitarbeiter 303 CropEnergies AG ― Einer der führenden europäischen Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol, überwiegend für den Kraftstoffsektor ― Jährliche Produktionskapazität über 700.000 m3 Bioethanol und über 500.000 t Lebens- und Futtermittel ― 1 Produktionsstandort in Deutschland (Zeitz) mit bis zu 360.000 m3 Bioethanol Jahreskapazität ― 1 Produktionsstandort in Belgien (Wanze) mit einer jährlichen Produktionskapazität von bis zu 300.000 m3 Bioethanol ― 1 Produktionsstandort in Frankreich (Loon-Plage) mit einer Jahreskapazität von bis zu 180.000 m3 Bioethanol, davon 100.000 m3 für Kraftstoffanwendungen und 80.000 m3 für traditionelle Anwendungen ― Joint Venture mit der Tyczka Energie GmbH zum Betrieb einer Produktionsanlage für Kohlensäure in Lebensmittelqualität Segment Frucht scroll 2010/11 Umsatz 870 Mio. € EBITDA 82 Mio. € Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -35 Mio. € Operatives Ergebnis 47 Mio. € Restrukturierung/Sondereinflüsse - Ergebnis der Betriebstätigkeit 47 Mio. € EBITDA-Marge 9,4 % Operative Marge 5,4 % ROCE 6,7 % Investitionen in Sachanlagen 31 Mio. € Investitionen in Finanzanlagen - Investitionen gesamt 31 Mio. € Mitarbeiter 5.118 Fruchtzubereitungen ― Fruchtzubereitungen für internationale Lebensmittelkonzerne (z. B. Molkerei-, Eiskrem- und Backwarenindustrie) ― Weltmarktführer ― 25 Produktionsstandorte weltweit (Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine; Argentinien, Australien, Brasilien, China, Fiji, Marokko, Mexiko, Südafrika, Südkorea, USA) Fruchtsaftkonzentrate ― Apfelsaft- und Beerensaftkonzentrate ― Einer der führenden Produzenten von Fruchtsaftkonzentraten in Europa ― 12 Produktionsstandorte (China, Dänemark, Österreich, Polen, Rumänien, Ungarn, Ukraine) AUFSICHTSRAT UND VORSTAND * Aufsichtsrat Dr. Hans-Jörg Gebhard Vorsitzender Eppingen Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Dr. Christian Konrad Stv. Vorsitzender Wien, Österreich Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien Franz-Josef Möllenberg ** Stv. Vorsitzender Rellingen Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Dr. Ralf Bethke Deidesheim Ehem. Vorsitzender des Vorstands K+S Aktiengesellschaft Ludwig Eidmann Groß-Umstadt Vorsitzender des Verbands der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e. V. Dr. Jochen Fenner Gelchsheim Vorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e. V. Manfred Fischer ** Feldheim Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Erwin Hameseder Mühldorf, Österreich Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien Hans Hartl ** Ergolding Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten in Bayern Reinhold Hofbauer ** Deggendorf Betriebsratsvorsitzender Werk Plattling Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Kirsch Königstein Vorsitzender des Vorstands DZ BANK AG Georg Koch Wabern Vorsitzender des Vorstands Verband der Zuckerrübenanbauer Kassel e. V. Klaus Kohler ** Bad Friedrichshall Betriebsratsvorsitzender Werk Offenau Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Erhard Landes Donauwörth Vorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V. Bernd Maiweg ** Gütersloh Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Dr. Arnd Reinefeld ** Bis 28. Februar 2011 Offstein Leiter der Werke Offenau und Offstein Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Joachim Rukwied Eberstadt Präsident des Landesbauernverbands Baden-Württemberg Ronny Schreiber ** Einhausen Betriebsratsvorsitzender Hauptverwaltung Mannheim Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Franz-Rudolf Vogel ** Worms Betriebsratsvorsitzender Werk Offstein Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Vogl ** Seit 1. März 2011 Bernried Leiter der Werke Plattling und Rain Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Roland Werner ** Saxdorf Betriebsratsvorsitzender Werk Brottewitz Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt * Eine Aufstellung mit den Mandaten findet sich ab Seite 137 des Geschäftsberichts. ** Arbeitnehmervertreter. Vorstand Dr. Wolfgang Heer (Sprecher) Ludwigshafen Zuckerverkauf Strategische Unternehmensplanung/ Konzernentwicklung/Beteiligungen Öffentlichkeitsarbeit Organisation/IT Lebensmittelrecht/Verbraucherpolitik/ Qualitätssicherung Personal- und Sozialangelegenheiten Marketing Revision Dr. Thomas Kirchberg Ochsenfurt Agrarpolitische Aufgaben Rüben Futtermittel/Nebenprodukte Landwirtschaftliche Betriebe/ Rohstoffmärkte Forschung und Entwicklung im landwirtschaftlichen Bereich Thomas Kölbl Mannheim Finanzen Rechnungswesen Investor Relations, Compliance Betriebswirtschaft/Controlling Operative Unternehmensplanung Steuern Rechtsangelegenheiten Liegenschaften/Versicherungen Einkauf Hilfs- und Betriebsstoffe Prof. Dr. Markwart Kunz Worms Produktion/Technik Forschung/Entwicklung/Services Einkauf Investitions-/Instand- haltungsgüter und Dienstleistungen Functional Food Bioethanol Dipl.-Ing. Johann Marihart Limberg, Österreich Vorsitzender des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG Nachwachsende Rohstoffe Stärke Frucht BERICHT DES AUFSICHTSRATS Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Südzucker-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr von der weltweit stärker als erwartet anziehenden Konjunktur profitiert und konnte in allen vier Segmenten deutliche Ergebnissteigerungen verzeichnen. Ausgehend von einer starken und stabilen Marktposition blickt das Unternehmen nach den enormen Belastungen der Vorjahre auf ein sehr erfolgreiches erstes Geschäftsjahr nach der Umstrukturierungsphase des EU-Zuckermarktes zurück. Mit der weltweit anziehenden Konjunktur ging eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen - auch Agrarrohstoffen -einher. Teilweise ungünstige Witterungsverhältnisse, aber auch wieder einsetzende Spekulation führten zusätzlich zu teils drastischen Preissteigerungen für Agrarrohstoffe. Die strategische Weiterentwicklung der SüdzuckerGruppe in einem sich schnell verändernden Umfeld war und bleibt ein zentrales Thema der Beratungen des Aufsichtsrats. Unsere vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand haben wir im Geschäftsjahr 2010/11 fortgesetzt und sind dabei den Aufgaben nachgekommen, für die wir nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich sind: den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten. Bei allen die Südzucker-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Südzucker-Gruppe (einschließlich der Risikolage) sowie über das Risikomanagement unterrichtet. Der Vorstand berichtete zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats mündlich und schriftlich über alle bedeutenden Geschäftsvorgänge. Gegenstand dieser Berichte waren im Wesentlichen die Lage und Entwicklung des Unternehmens, die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung, jeweils bezogen auf die Südzucker AG und die Südzucker-Gruppe. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsratsvorsitzende an Vorstandssitzungen teil und wurde vom Sprecher des Vorstands in zahlreichen Arbeitsgesprächen laufend über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informiert. Aufsichtsratssitzungen und Beschlussfassungen Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2010/11 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in vier ordentlichen Sitzungen. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat - jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung - zugestimmt. In zwei Sitzungen fehlte jeweils ein Mitglied entschuldigt; ansonsten nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich an den Sitzungen teil. Gegenstand der Bilanzsitzung am 26. Mai 2010 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses der Südzucker AG sowie des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2010. Nach dem Bericht des Abschlussprüfers über die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung, die sich auch auf das interne Kontrollsystem bezog, sowie eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Er behandelte in dieser Sitzung auch die Beschlussvorschläge (einschließlich Erwerb eigener Aktien und Billigung des Vorstandsvergütungs-Systems) an die Hauptversammlung 2010. Weiter wurde der Vorstand zu Kapitalmaßnamen ermächtigt. Der Aufsichtsrat behandelte und beschloss außerdem Grundstücksangelegenheiten und Beteiligungs- sowie Investitionsvorhaben. Der Aufsichtsrat wählte Herrn Reinhold Hofbauer als Nachfolger von Herrn Roland Werner zum weiteren Mitglied in den Landwirtschaftlichen Ausschuss. In der Aufsichtsratssitzung am 19. Juli 2010 wurde die 5-Jahresplanung diskutiert und der Investitionsplan 2011/12 sowie der Langfristinvestitionsplan wurden verabschiedet. Tagesordnungspunkt war weiter die Zustimmung zu einem Beteiligungsvorhaben. Außerdem wurde die Anpassung der Vorstandsverträge an das VorstAG zum 1. März 2011 beschlossen. In der Sitzung am 25. November 2010 ließ sich der Aufsichtsrat die Ergebnishochrechnung 2010/11 präsentieren. Wie stets in der November-Sitzung, wurden auch Fragen der Corporate Governance - insbesondere das Thema Diversity und dessen Umsetzung bei Südzucker - diskutiert. Der Aufsichtsrat führte auch die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch. Er beschloss die Diversity-Ziele für seine zukünftige Zusammensetzung und die Entsprechenserklärung 2010. Als weiterer Schwerpunkt wurde die strategische Position der Freiberger-Gruppe ausführlich erörtert. Außerdem behandelte und beschloss der Aufsichtsrat Beteiligungsvorhaben. In der Aufsichtsratssitzung am 26. Januar 2011 wurde die Hochrechnung zum Konzernabschluss 2010/11 vorgestellt. Der Aufsichtsrat befasste sich mit verschiedenen Investitionsvorhaben und stimmte den Investitionsnachträgen für das Geschäftsjahr 2011/12 zu. Der Aufsichtsrat passte auch die Vorstandsvergütung turnusmäßig mit Wirkung ab 1. Januar 2011 an. Des Weiteren wurden Beteiligungsvorhaben sowie Kapitalmaßnahmen behandelt und beschlossen. Ausschüsse des Aufsichtsrats Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse (Präsidium, Vermittlungsausschuss, Prüfungsausschuss, Landwirtschaftlicher Ausschuss und Sozialausschuss) gebildet, die sich jeweils paritätisch aus Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzen. Die personelle Besetzung der Ausschüsse finden Sie im Geschäftsbericht auf Seite 139. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats. Das Präsidium des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2010/11 zweimal. In der Sitzung am 26. Mai 2010 wurde die variable Vergütung des Vorstands nach VorstAG besprochen und in der Sitzung am 26. Januar 2011 wurde der Vorschlag an den Aufsichtsrat für die turnusmäßige Anpassung der Vorstandsvergütung behandelt. Das Präsidium stimmte sich ansonsten regelmäßig telefonisch ab. Es wurde dabei insbesondere die Unternehmensentwicklung und -strategie erörtert. Der Prüfungsausschuss kam im vergangenen Geschäftsjahr fünfmal in drei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen zusammen. In seiner Sitzung am 12. Mai 2010 befasste er sich in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahresabschluss der Südzucker AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser -nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Wirtschaftsprüfers und prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit. In der Sitzung am 20. Juli 2010 im Anschluss an die Hauptversammlung erteilte der Prüfungsausschuss den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und diskutierte die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung 2010/11. In der Sitzung a m 11. Oktober 2010 befasste er sich, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Halbjahresberichts. In den Telefonkonferenzen am 12. Juli 2010 und 11. Januar 2011 erörterte der Prüfungsausschuss die Quartalsberichte Q1 und Q3 intensiv mit dem Vorstand. Der Landwirtschaftliche Ausschuss tagte am 26. Januar 2011. Es wurde über die aktuelle Situation im Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte, über die Aktivitäten in der Agrar- und Umwelt AG Loberaue sowie über Entwicklungen in den landwirtschaftlichen Betrieben in Chile, Polen und Moldawien diskutiert. Über die Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung. An den Ausschusssitzungen haben - bis auf die Sitzungen des Prüfungsausschusses am 12. Mai 2010 und am 20. Juli 2010, in denen jeweils ein Mitglied entschuldigt fehlte - stets alle Mitglieder teilgenommen. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden; ebenso hat der Sozialausschuss nicht getagt. Effizienzprüfung des Aufsichtsrats Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgte in der Sitzung am 25. November 2010. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Corporate Governance Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 25. November 2010 ausführlich die Erfüllung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 26. Mai 2010 erörtert. Interessenkonflikte sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten. Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei Südzucker einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der - von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen - Entsprechenserklärung 2010 ist der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate-Governance-Bericht im Geschäftsbericht auf Seite 65 zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter www.suedzucker.de/ de/Investor-Relations/ zur Verfügung. Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Südzucker-Gruppe; auch hierüber hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich informieren lassen. Jahresabschluss Die von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2010/11, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2010/11 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, dass die SZVG über 50 % der Stimmrechte an der Südzucker AG hält, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 5. Mai 2011 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 17. Mai 2011 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Südzucker AG und den Konzernabschluss der Südzucker-Gruppe in seiner Sitzung am 17. Mai 2011; der Jahresabschluss der Südzucker AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,55 € pro Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. Personalia Im Geschäftsjahr 2010/11 kam es im Aufsichtsrat zu einer personellen Veränderung: Herr Dr. Arnd Reinefeld, Offstein, Vertreter der leitenden Angestellten im Aufsichtsrat und Mitglied des Landwirtschaftlichen Ausschusses, legte sein Amt aus Altersgründen zum 28. Februar 2011 nieder. Herr Wolfgang Vogl, Bernried, der in der Arbeitnehmerwahl 2007 als sein Ersatzmitglied gewählt wurde, ist mit Wirksamwerden der Amtsniederlegung von Herrn Dr. Reinefeld in den Aufsichtsrat nachgerückt. Herrn Dr. Reinefeld gebührt Dank und Anerkennung für seinen langjährigen Einsatz zum Wohle des Unternehmens. Mannheim, 17. Mai 2011 Für den Aufsichtsrat Dr. Hans-Jörg Gebhard, Vorsitzender Brief an die Aktionäre Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, die Südzucker-Gruppe hat die gesteckten Ziele im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 übertroffen, wie der Ihnen heute vorgelegte Konzernabschluss beeindruckend belegt. So haben alle Segmente dazu beigetragen, den Konzernumsatz um 8 % auf 6,2 (5,7) Mrd. € zu steigern und damit eine neue Höchstmarke in der Unternehmensgeschichte zu erreichen. Weitaus stärker noch hat sich das operative Konzernergebnis entwickelt, wo wir eine deutliche Erhöhung auf 519 (403) Mio. € ausweisen können. Auch der Ergebnisanstieg wurde von allen Segmenten getragen. An diesem Erfolg wollen wir auch Sie, sehr geehrte Aktionäre, teilhaben lassen. So werden wir der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 0,55 (0,45) €/Aktie vorschlagen. Zucker ist nach wie vor unser bedeutendstes Geschäftsfeld und hat einen entscheidenden Anteil am Erfolg des Konzerns. So steuerte das Segment mit einem auf 3.279 (3.154) Mio. € gestiegenen Umsatz 53 % zum Konzernumsatz und mit einem operativen Ergebnis von 282 (217) Mio. € 54 % zum operativen Konzernergebnis bei. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass das Unternehmen eine starke und stabile Position im Zuckermarkt hält. Die Kampagne 2010 hat uns wieder einmal vor Augen geführt, dass das Wetter ein ganz entscheidender und nicht beeinflussbarer Faktor ist. Nach dem Rekordjahr 2009 war die vergangene Vegetationsperiode vor allem geprägt von wechselhaften und teilweise ungünstigen Witterungsbedingungen, so dass der Zuckerertrag gruppenweit auf 11,3 (12,3) t/ha zurückging. Ernte und Anfuhr in die Werke wurden durch einen frühen und heftigen Wintereinbruch in ganz Europa erschwert und nur durch den engagierten Einsatz aller Beteiligten konnte die Kampagne nach durchschnittlich 103 (116) Tagen Mitte Januar 2011 erfolgreich beendet werden. Insgesamt wurden in den 29 Werken und drei Raffinerien 4,2 (4,8) Mio. t Zucker erzeugt. Ein paar Worte zu der Situation auf dem Zuckermarkt: Nach langen Jahren mit hohen Produktionsüberschüssen auf dem Weltmarkt und entsprechend niedrigen Preisen hat sich die Situation gewandelt. Das Preisniveau war im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar stark schwankend, lag aber über weite Strecken deutlich über den EU-Preisen. Gleichzeitig wurde Europa durch die Produktionseinschränkungen der europäischen Zuckerpolitik vom weltweit zweitgrößten Zuckerexporteur zum größten Zuckerimporteur. Damit ist die Abhängigkeit des Weltzuckermarkts vom Hauptexporteur Brasilien weiter gestiegen. Dass das hohe Weltmarktpreisniveau noch nicht unmittelbar auf die europäischen Verbraucher durchschlägt, ist der europäischen Zuckerpolitik zu verdanken. So wird der innereuropäische Verbrauch zum größten Teil durch die europäische Zuckerindustrie bedient und ist damit weitestgehend von Weltmarktvolatilitäten oder Verknappungen losgelöst - ein System, das Versorgungssicherheit für die europäischen Verbraucher bringt, aber auch die Interessen der europäischen Zuckerwirtschaft und von Drittländern berücksichtigt. In den konsumnahen Produktbereichen, wie z. B. Functional Food Ingredients, tiefgekühlte und gekühlte Pizzen und Snacks usw. haben wir es mit ganz unterschiedlichen, teilweise sehr kurzfristigen oder gegenläufigen Trends zu tun: Einerseits ist der Preis des Lebensmittels im Fokus des Verbrauchers, andererseits rückt dieser in den Hintergrund, wenn Lebensmittel besondere Eigenschaften haben. Gleichzeitig sind wir auch abhängig von Rohstoffkosten und der Möglichkeit, Preise anzupassen. Diese Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und mit entsprechenden Strategien darauf zu reagieren, ist die Kompetenz im Segment Spezialitäten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir hier mit einem stabilen Absatzwachstum und Preisanpassungen den Umsatz um rund 13 % auf 1.575 (1.396) Mio. € und das operative Ergebnis leicht auf 144 (138) Mio. € steigern. In allen unseren Segmenten verarbeiten wir Rohstoffe agrarischen Ursprungs - weltweit. Deshalb zieht sich das Thema Rohstoffpreise wie ein roter Faden durch unsere Geschäftsfelder. Im vergangenen Geschäftsjahr sind verschiedene Rohstoffpreise weltweit von Rekord zu Rekord geeilt, wofür die anhaltend hohe Nachfrage - bedingt durch weltweites Bevölkerungswachstum und mit steigendem Einkommen veränderte Ernährungsgewohnheiten in Schwellenländern -bei gleichzeitig schlechten Ernten in wichtigen Erzeugerländern verantwortlich zeichnete. Verstärkt wurde dieser Effekt durch spekulative Elemente. So waren und sind Preisentwicklungen immer weniger kalkulierbar oder vorhersehbar. Veränderungen vollziehen sich kurzfristiger. Als Anbieter von Agrarrohstoffen profitieren wir in Teilbereichen von diesen Entwicklungen. In diesem Spannungsumfeld bewegt sich auch die CropEnergies-Gruppe, die erfreulicherweise durch den flexiblen Rohstoffeinsatz, Rohstoffsicherungsgeschäfte und den Verkauf von Kuppelprodukten die Wirkung der deutlich höheren Getreidepreise im Geschäftsjahresverlauf weitestgehend abfedern konnte. In Verbindung mit gestiegenen Produktions- und Absatzmengen an Ethanol- und Nebenprodukten sowie anziehenden Ethanolerlösen haben wir eine Umsatzsteigerung auf 437 (362) Mio. € und ein deutlich höheres operatives Ergebnis von 46 (12) Mio. € erreicht. Das Hauptprodukt von CropEnergies, Bioethanol, liefern wir überwiegend an die Kraftstoffindustrie. Auch deshalb begrüßen wir die europaweite Einführung des Kraftstoffs E10, d. h. die Beimischung von 10 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff. Damit hat die EU die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen, um die Nutzung von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor zu fördern und auch den Klimaschutz und die Energieversorgungssicherheit innerhalb der EU zu verbessern. Mehrere europäische Staaten haben E10 bereits erfolgreich eingeführt. In Deutschland kam es bei der Einführung von E10 zu Irritationen bei den Verbrauchern. Von verschiedenen Seiten sind jedoch inzwischen Initiativen erkennbar, dem Verbraucher die nachgewiesenen positiven Wirkungen von nachhaltig produzierten Biokraftstoffen besser zu kommunizieren. Bioethanol aus unseren Fabriken in Wanze und Zeitz, die beide mit einer erfreulich hohen Auslastung laufen, erfüllt alle Anforderungen der Biokraftstoffnachhaltigkeitsverordnung. Beide Anlagen sowie die Tanklager des Unternehmens in Rotterdam und Duisburg wurden im Oktober 2010 zertifiziert. Im Segment Frucht profitieren wir von der steigenden Nachfrage nach Fruchtzubereitungen, insbesondere in Regionen wie beispielsweise Osteuropa, Asien, aber auch Nord- und Südamerika, in denen eine zunehmende Nachfrage bei Fruchtjoghurts besteht. Auch der Bereich Fruchtsaftkonzentrate hat sich positiv entwickelt, so dass der Segmentumsatz insgesamt auf 870 (806) Mio. € und das operative Ergebnis auf 47 (36) Mio. € gesteigert werden konnte. Alles in allem konnte die Südzucker-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 von der weltweit stärker als erwartet anziehenden Konjunktur profitieren. Diesen Erfolg haben einmal mehr unsere Mitarbeiter getragen, die bewiesen haben, dass Sie auch unter schwierigen Marktkonstellationen umsichtig, vorausschauend und erfolgreich arbeiten; so konnten wir gemeinsam die gesteckten Ziele übertreffen. Für das gezeigte Engagement und das gegenseitige Vertrauen sagen wir Danke. Sie, unsere Aktionäre, haben uns im vergangenen Jahr nicht nur an unseren Zielen gemessen, sondern uns Vertrauen und Verbundenheit bekundet. Auch hierfür bedanken wir uns und freuen uns darauf, im laufenden Geschäftsjahr 2011/12 gemeinsam die gesteckten Ziele zu erreichen. Mit freundlichen Grüßen Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Vorstand Dr. Wolfgang Heer Sprecher Dr. Thomas Kirchberg Thomas Kölbl Prof. Dr. Markwart Kunz Johann Marihart SÜDZUCKER-AKTIE UND KAPITALMARKT Kapitalmarktumfeld Nach der gravierenden globalen Wirtschafts- und Finanzkrise stand der europäische Kapitalmarkt 2010 im Zeichen eines robusten wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland, aber auch der Euro-Krise und einer Abkühlung der US-Konjunktur. Manche EU-Mitgliedsstaaten sahen sich angesichts ausufernder Staatsverschuldung gezwungen, ausländische Bürgschaften bzw. den europäischen Rettungsschirm in Anspruch zu nehmen, um die Neuverschuldung zu bremsen bzw. die Staatsdefizite zurückzuführen. In der Folge stiegen die Renditen und die Risikoprämien der Staatsanleihen deutlich an. Demgegenüber waren sichere Bundesanleihen gefragt. Der Euro rutschte von einem Kurs von 1,44 USD am Jahresanfang kurzzeitig unter 1,20 USD zur Jahresmitte 2010. Eine Trendwende vollzog sich in der zweiten Jahreshälfte 2010, als deutlich wurde, dass die Euro-Zone von einem überraschend starken deutschen Wirtschaftswachstum profitierte, während in den USA anhaltend schwache Arbeitsmarktdaten die Angst vor einer erneuten Rezession schürten. Die deutsche Wirtschaft erwies sich als Konjunkturlokomotive Europas. Insbesondere Unternehmen der exportorientierten Maschinenbau- und Investitionsgüter-Industrie profitierten vom starken Wachstum der Schwellenländer. Die Arbeitslosenzahl sank im Oktober 2010 erstmals seit 18 Jahren unter die 3-Millionen-Grenze, der Geschäftsklimaindex erreichte Höchstwerte und Anfang Dezember 2010 näherte sich das Verbraucherklima einem 30-Jahres-Hoch. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete 2010 mit +3,4 % das höchste Bruttoinlandsprodukt-(BIP-)Wachstum innerhalb der Eurozone (BIP-Wachstum +1,7 %). Die anhaltende Schuldenkrise von Peripherie-Staaten des Euroraumes belastete den Euro aber weiterhin. Die Aktienmärkte spiegelten das differenzierte Bild der Eurozone wider. Die hohe Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und steigende Gewinnaussichten untermauerten trotz Turbulenzen am Euro-Anleihenmarkt vor allem den intakten Börsen-Aufwärtstrend in Deutschland. Am 20. September 2010 erklomm das Börsenbarometer MDAX® mit 8.803 Punkten ein 2-Jahres-Hoch, aus dem Börsenjahr 2010 verabschiedete sich der MDAX® mit 10.128 Punkten. DAX® und MDAX® notierten am 28. Februar 2011, dem letzten Börsentag des Südzucker-Geschäftsjahres, bei 7.272 (5.598) respektive 10.924 (7.393) Punkten. Kursentwicklung der Südzucker-Aktie Am Jahresanfang 2010 nahm die Südzucker-Aktie einen deutlichen Kursaufschwung und erreichte am 26. Februar 2010 (Geschäftsjahresende 2009/10) einen Schlusskurs von 17,06 €. Die Folgemonate an den Aktienmärkten in Deutschland waren von einer Trendfokussierung auf zyklische Aktien geprägt, die auf Gewinnchancen von Unternehmen in Schwellenländern setzte. Demzufolge gab die Südzucker-Aktie als Papier mit eher defensivem Charakter nach und bewegte sich von Mai bis September in einer Bandbreite zwischen 14,00 € und 15,50 €. Die SüdzuckerAktie baute erneutes Momentum nach der Vorabveröffentlichung von Finanzzahlen der Zwischenberichte für das 2. und 3. Quartal 2010/11 am 20. September und 17. Dezember 2010 auf. Gepaart mit günstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen für die Südzucker-Geschäftsfelder stieg der Kurs von 15,68 € am 20. September auf den Jahreshöchstkurs von 20,74 € am 11. Februar 2011. Zum Ende des Geschäftsjahres 2010/11 notierte die Südzucker-Aktie am 28. Februar 2011 bei 19,90 €. Der Total Shareholder Return bezogen auf das Südzucker-Geschäftsjahr, d. h. der gesamte Wertzuwachs der Aktie (Kursentwicklung und Dividenden-Ausschüttung), erreichte 20 %. MDAX® und DAX® legten im gleichen Zeitraum 39 bzw. 30 % zu. Die 12-Monats-Performance der Südzucker-Aktie zeigte im Vergleich zum Gesamtmarkt geringere Kursschwankungen, ausgedrückt in der Volatilität bzw. Schwankungsbreite der Aktie. Die deutlich niedrigere Schwankungsbreite im Vergleich zum MDAX® ist am Beta-Faktor von 0,52 abzulesen. Kursentwicklung Südzucker-Aktie vs. MDAX®* * Vergleichende Darstellung von Südzucker-Total-Return-Index (inkl. Dividendenausschüttung) und MDAX® . Zur besseren Veranschaulichung wird der MDAX® auf Basis des Südzucker-Schlusskurses des Vorjahres von 17,06 € berechnet. Kursentwicklung der Südzucker-Aktie im Vergleich zu DAX® und MDAX® Marktkapitalisierung und Indizes Die Marktkapitalisierung am letzten Börsenhandelstag des Geschäftsjahres 2010/11 belief sich auf 3,8 Mrd. €, errechnet aus einem XETRA® -Schlusskurs von 19,90 € je Aktie und 189,4 Millionen ausgegebenen Inhaber-Stammaktien. Die Streubesitz-Marktkapitalisierung von 1,3 Mrd. € am 28. Februar 2011 ließ die Südzucker-Aktie mit einer Gewichtung von 1,6 % in den MDAX® einfließen. Die Südzucker-Aktie war am Bilanzstichtag noch in folgenden, von internationalen Fondsmanagern beachteten Börsenindizes enthalten: FTSE® Euromid, MSCI® Germany/Europe sowie STOXX® Europe 600. Der durchschnittliche Tagesumsatz der Südzucker-Aktie an allen deutschen Börsenplätzen betrug 0,8 Mio. Aktien bzw. rund 12,7 Mio. € pro Handelstag1 , was einem Börsenumsatz von 3,3 Mrd. € im Geschäftsjahr 2010/11 entspricht. 1 Quelle: Reuters. Summe der Tagesumsätze aller deutschen Börsen, an denen die Südzucker-Aktie zum Handel zugelassen ist. Aktionärsstruktur Die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) hält über Aktieneigen- und Treuhandbesitz für Rechnung der Zuckerrübenanbauer eine Mehrheitsbeteiligung von rund 55 %. Der zweite Großaktionär, die Zucker Invest GmbH, repräsentiert österreichische Anteilseigner und hält rund 10 % an der Südzucker AG. Abzüglich des Festbesitzes der beiden Großaktionäre beläuft sich der Free Float (Streubesitz) der ausstehenden Südzucker-Aktien auf 35 %. Die Kapitalanlagegesellschaft BlackRock Inc., New York, meldete im Rahmen einer Stimmrechtsmitteilung vom 20. Juli 2010 das Unterschreiten der kapitalmarktrechtlichen Meldeschwelle von 3 % der Stimmrechtsanteile an der Südzucker AG. Investor Relations Das Investor-Relations-Team hat die Zusammenhänge der Geschäftsentwicklung sowie die strategischen und operativen Weichenstellungen der Südzucker-Gruppe gegenüber Aktionären bzw. Anleihe-Investoren zeitnah, kontinuierlich und transparent kommuniziert sowie erläutert. Die Schwerpunktthemen der Investor-Relations-Kommunikation im Berichtsjahr 2010/11 bildeten die temporär hohen Zucker-Exporte, die besonders erfolgreiche Entwicklung des Südzucker-Bioethanolgeschäftes sowie die Erhöhung der Konzernprognose. Die Kommunikation erfolgte über verschiedene Kanäle, insbesondere zahlreiche Einzelgespräche, Telefonate und Korrespondenz mit institutionellen und privaten Anlegern, Analysten und Ratingagenturen. Fester Bestandteil der Kapitalmarktkommunikation ist die Teilnahme an Investorenkonferenzen in Frankfurt und München, unsere jährliche Analystenkonferenz in Frankfurt sowie Telefonkonferenzen anlässlich der Quartalsberichterstattung. ■ Kenndaten der Südzucker-Aktie scroll 2010/11 2009/10 Dividende €/Aktie 0,551 0,45 Dividendenrendite % 2,77 2,64 Durchschnittskurs €/Aktie 16,60 14,84 Höchstkurs €/Aktie 20,74 17,58 Tiefstkurs €/Aktie 13,94 13,20 Schlusskurs XETRA ® (Bilanzstichtag) € 19,90 17,06 Durchschnittliches Handelsvolumen/Tag 2 Mio. Stück 0,78 0,96 Marktkapitalisierung Bilanzstichtag Mio. € 3.768 3.230 Ausgeg. Stückaktien à 1 € 189.353.608 189.353.608 Kennzahlen Ergebnis je Aktie € 1,32 1,06 Cashflow je Aktie € 3,20 2,92 Kurs-Gewinn-Verhältnis 3 15,08 16,09 Kurs-Cashflow-Verhältnis 4 6,6 5,8 1 Vorschlag. 2 Gesamter Tagesumsatz an allen deutschen Börsen. 3 Quotient aus Jahresschlusskurs XETRA® und Ergebnis je Aktie. 4 Quotient aus Jahresschlusskurs XETRA® und Cashflow je Aktie. ■ Börsendaten der Südzucker-Aktie scroll ISIN DE 000 729 700 4 WKN 729 700 Börsenplätze XETRA ® , Frankfurt, Stuttgart, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Hannover (Freiverkehr) Börsenkürzel SZU Tickersymbol Reuters SZUG.DE (XETRA ® ), SZUG.F (Parketthandel Frankfurt) Tickersymbol Bloomberg SZU GY (XETRA ® ) Von ebenso großer Bedeutung waren die Investoren-Roadshows zu den europäischen und US-amerikanischen Finanzzentren, die einen wichtigen Beitrag zur transparenten und kontinuierlichen Berichterstattung gegenüber dem Kapitalmarkt leisteten. Die Coverage, d. h. die Berichterstattung von Bankanalysten über die Südzucker-Aktie mittels regelmäßiger Analysen, hat durch die Erstberichterstattung der Bank HSBC eine qualitative Bereicherung erfahren. Zum Standard der Investor-Relations-Kommunikation gehören auch die Daten, Präsentationen und Nachrichten auf der Südzucker-Internetseite www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/, die allen Anlegern und Interessenten zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Hier finden sich u. a. aktuelle Informationen rund um die Südzucker-Aktie und die Anleihen, Unternehmensnachrichten und der Finanzkalender. Rating Südzucker zählt zum Kreis von lediglich ca. 40 börsennotierten Unternehmen in Deutschland, die ein Unternehmens- bzw. Anleihe-Rating der großen internationalen Ratingagenturen aufweisen. Ein solches Rating ist Grundvoraussetzung für eine effiziente Kapitalmarktrefinanzierung zu risikoadäquaten Kapitalkosten und eröffnet Südzucker Finanzierungsspielräume über die bilateralen Bankkreditlinien hinaus. Südzucker verfügt seit der Aufnahme des Ratings über ein Investment Grade Rating, das unserem Unternehmen im Vergleich zu Unternehmen mit Non-Investment Grade Rating eine erhöhte Kreditwürdigkeit bescheinigt. Institutionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionskassen sind oftmals per Gesetz oder internen Anlagerichtlinien verpflichtet, ausschließlich Finanzinstrumente von Unternehmen mit Investment Grade zu erwerben. Mit Investment Grade versehene Anleihen werden am Kapitalmarkt mit geringeren Risikoaufschlägen gehandelt. Der Dialog mit den Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's (S&P) wurde im Geschäftsjahr 2010/11 fortgesetzt. Moody's bestätigte am 22. Juli 2010 das Kreditrating (Unternehmens- und Anleiherating) mit Investment Grade von Baa2 und erhöhte den Ausblick von negativ auf stabil. Die Hybridanleihe wurde aufgrund einer weltweiten Methoden-Änderung auf Seiten Moody's von Ba1 auf Ba2 gestuft, der für die Berechnung der Rating-Kennzahlen anerkannte Eigenkapitalanteil wurde aber unverändert in Höhe von 75 % bestätigt. S&P bestätigte Südzucker im Kreditrating am 30. September 2010 ebenfalls unverändert mit Investment Grade von BBB und erhöhte gleichfalls den Ausblick von negativ auf stabil. Der Hybridanleihe maß S&P unverändert einen Eigenkapitalanteil in Höhe von 50 % bei. ■ Anleihen der Südzucker AG scroll Coupon Volumen ISIN Börse Anleihe 2002/2012 5,75 % 500 Mio. € DE 000 846 102 1 Frankfurt (amtlich), Stuttgart und Düsseldorf (Freiverkehr) Hybridanleihe 2005 Perpetual NC 10 * 5,25 % 700 Mio. € XS 0222524372 Luxemburg (amtlich), Frankfurt, Stuttgart, München, Berlin (Freiverkehr) Wandelanleihe 2009/2016 2,50 % 283,45 Mio. € DE 000 A1A JLE 6 Frankfurt (Freiverkehr) Anleihe 2011/2018 Begeben am 22. März 2011 4,125 % 400 Mio. € XS 0606202454 Luxemburg (amtlich), Frankfurt (Freiverkehr) * Kündigungsrecht erstmals Juni 2015. Langfristige Wertentwicklung Die Südzucker-Aktie zeichnet sich als stabiles Investment aus und erzielte im Geschäftsjahr 2010/11 einen Wertzuwachs mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Langzeitperformance. Ein Aktionär, der am 1. März 1988 ein fiktives Depot an Südzucker-Aktien mit einem Betrag von 10.000 € für den Erwerb von 1.589 Stammaktien zu einem Kurs von umgerechnet 6,29 € je Aktie anlegte, die Bardividenden (ohne Steuergutschrift) in neue Aktien investierte und sich an Kapitalerhöhungen durch Ausübung seines Bezugsrechts, d. h. ohne Einbringung zusätzlicher Finanzmittel, beteiligte, erzielte per 28. Februar 2011 einen Vermögenszuwachs von kumuliert 926 % und einen Depotwert von 102.632 €.1 Die jährliche Durchschnittsrendite des Südzucker-Depots erzielte im betrachteten Zeitraum einen Wert von 10,6 % im Vergleich zu einer durchschnittlichen MDAX® -Rendite von 10,4 % und einer DAX® -Rendite von 8,6 % p. a. 1 Aus Gründen der langfristigen Vergleichbarkeit werden hier die Kassakurse Parkett Frankfurter Wertpapierhandelsbörse berücksichtigt. Mit der Bestätigung des Investment Grade Ratings und der Erhöhung des Ausblickes honorierten die Ratingagenturen die deutliche Verbesserung der ratingrelevanten Kennzahlen, die Südzucker im abgelaufenen Geschäftsjahr dank der Steigerung der operativen Ergebnisse und des Cashflows sowie der deutlichen Rückführung der Nettofinanzschulden erzielte. Dividende für das Geschäftsjahr 2010/11 Vorstand und Aufsichtsrat legen der für den 21. Juli 2011 anberaumten Hauptversammlung einen Dividendenvorschlag von 0,55 € je Aktie zur Abstimmung vor. Bei einem in 189,4 Mio. Stückaktien eingeteilten gezeichneten Kapital errechnet sich eine Ausschüttungssumme in Höhe von 104,1 Mio. €. Die Südzucker-Aktie erzielt - bei Annahme des Gewinnverwendungsvorschlags durch die Hauptversammlung am 21. Juli 2011 - per Bilanzstichtag 28. Februar 2011 eine Dividendenrendite von 2,8 %. Dem Langfristtrend folgend übertrifft die Südzucker-Dividendenrendite die vergleichbare Dividendenrendite des MDAX® von 2,4.1 1 Quelle: Deutsche Bank "The Deutsche Bank German Equities Universe". Konzernlagebericht ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Geschäftsentwicklung Konzern scroll 2010/11 2009/10 +/- in % Umsatzerlöse Mio. € 6.161 5.718 7,7 EBITDA Mio. € 772 645 19,6 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € -253 -243 4,3 Operatives Ergebnis Mio. € 519 403 28,9 Restrukturierung/ Sondereinflüsse Mio. € -8 -10 -20,6 Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 511 392 30,1 EBITDA-Marge % 12,5 11,3 Operative Marge % 8,4 7,0 ROCE % 9,8 7,5 Investitionen in Sachanlagen Mio. € 245 216 13,3 Investitionen in Finanzanlagen Mio. € 6 17 -65,3 Investitionen gesamt Mio. € 251 233 7,6 Mitarbeiter 17.658 17.493 0,9 Umsatz und operatives Ergebnis Konzern Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2010/11 um 8 % auf 6.161 (5.718) Mio. €. Zu diesem Umsatzwachstum trugen alle Segmente bei. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde ein weiterer deutlicher Anstieg des operativen Konzernergebnisses auf 519 (403) Mio. € erreicht. Die Ergebnisse in den Segmenten Zucker, CropEnergies und Frucht konnten deutlich zulegen und auch im Segment Spezialitäten erhöhte sich das operative Ergebnis. Damit hat Südzucker die für das abgelaufene Geschäftsjahr gesteckten Ziele übertroffen. Gewinn-und-Verlust-Rechnung scroll Mio. € 2010/11 2009/10 +/- in % Umsatzerlöse 6.161 5.718 7,7 Operatives Ergebnis 519 403 28,9 Restrukturierung/Sondereinflüsse -8 -10 -20,6 Ergebnis der Betriebstätigkeit 511 392 30,1 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 4 2 > 100 Finanzergebnis -74 -46 61,3 Ergebnis vor Ertragsteuern 441 348 26,5 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -96 -72 33,3 Jahresüberschuss 345 276 24,7 davon Aktionäre der Südzucker AG 250 200 25,1 davon Hybrid-Eigenkapital 26 26 - davon sonstige Minderheiten 68 50 35,9 Ergebnis je Aktie (€) 1,32 1,06 25,1 Ergebnis der Betriebstätigkeit Das um 119 Mio. € höhere Ergebnis der Betriebstätigkeit von 511 (392) Mio. € folgt dem gegenüber Vorjahr um 116 Mio. € gesteigerten operativen Ergebnis von 519 (403) Mio. €. Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen belief sich auf -8 (-10) Mio. €. Davon entfallen auf das Segment Spezialitäten -6 (12) Mio. € - maßgeblich für Umstrukturierungsmaßnahmen und rechtliche Risiken. Im Vorjahr waren im Segment Zucker Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen und Neueinschätzungen von Ausfallrisiken zu berücksichtigen, denen im Wesentlichen im Segment Spezialitäten eine Versicherungserstattung für Brandschäden an der Freiberger-Pizzafabrik in Skelmersdale/Großbritannien gegenüberstand. Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich auf 4 (2) Mio. € und enthält das anteilige Ergebnis einer Vertriebs-Joint-Venture-Gesellschaft. Finanzergebnis Das Finanzergebnis lag bei -74 (-46) Mio. €. Die Verschlechterung ist auf die im Vorjahr enthaltenen Währungsgewinne aus Euro-Darlehen an osteuropäische Konzern-Gesellschaften und Zinserträge aus der abgezinsten Forderung aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe zurückzuführen. Die gesunkene Durchschnittsverschuldung hat maßgeblich zu dem Rückgang der Zinsaufwendungen um 23 Mio. € auf 105 (128) Mio. € geführt. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Nach einem Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 96 (72) Mio. € beläuft sich der Jahresüberschuss auf 345 (276) Mio. €. Jahresüberschuss Von dem Jahresüberschuss von 345 (276) Mio. € entfallen auf die Aktionäre der Südzucker AG 250 (200) Mio. €, auf die Hybrid-Eigenkapitaleigner 26 (26) Mio. € und auf die sonstigen Minderheitenanteile 68 (50) Mio. €, die überwiegend die Miteigentümer der AGRANA-sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,32 (1,06) € und ergibt sich aus dem auf die Aktionäre der Südzucker AG entfallenden Anteil am Jahresüberschuss in Höhe von 250 (200) Mio. €, bezogen auf die ausstehenden Aktien von 189 Mio. Stück. Finanzierungsrechnung scroll Mio. € 2010/11 2009/10 +/- in % Cashflow 606 553 9,6 Zunahme(-)/Abnahme(+) des Working Capitals -15 275 - Investitionen in Sachanlagen Segment Zucker 126 106 18,2 Segment Spezialitäten 67 50 33,8 Segment CropEnergies 21 34 -36,0 Segment Frucht 31 26 18,1 Investitionen in Sachanlagen gesamt 245 216 13,3 Investitionen in Finanzanlagen 6 17 -65,3 Investitionen Gesamt 251 233 7,6 Gewinnausschüttungen -143 -133 8,1 Cashflow Der Anstieg des Cashflows um 53 Mio. € auf 606 (553) Mio. € folgt der guten Entwicklung des operativen Ergebnisses. Working Capital Der Mittelbindung durch die Zunahme des Working Capitals um 15 Mio. € stand im Vorjahr eine Mittelfreisetzung von 275 Mio. € gegenüber. Einerseits resultierte dies im Vorjahr aus der Vereinnahmung der EU-Umstrukturierungsbeihilfe von 446 Mio. € im Juni 2009, der die Zahlung der letzten Rate der EU-Umstrukturierungsabgabe von 363 Mio. € an den EU-Umstrukturierungsfonds im Oktober 2009 gegenüberstand. Andererseits ist der Abbau der Vorräte in 2010/11 deutlich geringer als im Vorjahr ausgefallen. Dies ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass 2008/09 die EU-Umstrukturierungsabgabe, die letztmalig erhoben wurde, in den Herstellungskosten der Vorräte enthalten war; der Wegfall in 2009/10 hat trotz der Rekordrübenernte in der Kampagne 2009 zu deutlich geringeren Zucker-Herstellungskosten und somit zu einem reduzierten Vorratswert geführt. Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich nach 216 Mio. € im Vorjahr auf 245 Mio. €. Im Segment Zucker betrafen die Investitionen in Höhe von 126 (106) Mio. € im Wesentlichen die Abpackstation in Roye/Frankreich, die Verdampfstation und den Extraktionsturm in Plattling/Deutschland sowie Ersatzinvestitionen. Die Investitionen im Segment Spezialitäten von 67 (50) Mio. € entfielen auf den Bau der Pizzafabrik in Westhough-ton/Großbritannien und Ersatzinvestitionen. Bedingt durch den Abschluss des Neubaus in Wanze/Belgien reduzierten sich im Segment CropEnergies die Investitionen weiter auf 21 (34) Mio. €. Im Segment Frucht wurde bei einem Volumen von 31 (26) Mio. € u. a. in die Schokofrüchteproduktion in Gleisdorf/ Österreich, einen Tunnel für die Schockgefrierung von Fruchteinzelstücken in Jacona/Mexiko sowie das Fertigwarenlager in Serpuchov/Russland investiert. Gewinnausschüttungen Die Gewinnausschüttungen von 143 (133) Mio. € enthalten die an die Südzucker-Aktionäre im Juli 2010 für das Geschäftsjahr 2009/10 ausgeschüttete Dividende von 0,45 €/Aktie bzw. 85 Mio. €. Die übrigen Gewinnausschüttungen betrafen das HybridEigenkapital sowie die sonstigen Minderheiten, die im Wesentlichen die Miteigentümer an den Tochtergesellschaften AGRANA und CropEnergies umfassen. Bilanzstruktur scroll Mio. € 28. Februar 2011 2010 +/- in % Aktiva Langfristige Vermögenswerte 4.047 4.111 -1,5 Kurzfristige Vermögenswerte 3.213 3.287 -2,2 Bilanzsumme 7.260 7.398 -1,9 Passiva Eigenkapital 3.743 3.500 7,0 Langfristige Schulden 1.306 1.922 -32,1 Kurzfristige Schulden 2.211 1.976 11,9 Bilanzsumme 7.260 7.398 -1,9 Nettofinanzschulden 853 1.065 -19,9 Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 1,4 1,9 Eigenkapitalquote 51,6 % 47,3 % Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) 22,8 % 30,4 % Die Bilanzsumme liegt mit 7.260 (7.398) Mio. € um 138 Mio. € unter Vorjahresniveau. Der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte um 64 Mio. € auf 4.047 (4.111) Mio. € resultiert unter anderem aus dem Abgang der Eastern-Sugar-Gruppe, die in den Anteilen an at Equity einbezogenen Unternehmen ausgewiesen war. Eastern Sugar hatte bereits nach der Zuckerkampagne 2006 ihre Zuckerquoten in den Ländern Slowakei, Tschechien und Ungarn an den EU-Restrukturierungsfonds zurückgegeben; im abgeschlossenen Geschäftsjahr war die Liquidation im Wesentlichen abgeschlossen. Die Investitionen in Sachanlagen entsprechen nahezu den Abschreibungen. Der Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte um 74 Mio. € auf 3.213 (3.287) Mio. € ist maßgeblich auf reduzierte Vorratsbestände im Segment Zucker infolge der witterungsbedingt geringeren Erzeugung im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Daneben wurden der Wertpapierbestand sowie die Flüssigen Mittel zurückgeführt. Das Eigenkapital lag mit 3.743 (3.500) Mio. € ebenso wie die Eigenkapitalquote von rund 52 (47) % über Vorjahresniveau. Die langfristigen Schulden haben sich um 616 Mio. € auf 1.306 (1.922) Mio. € reduziert. Dies resultiert aus der Umgliederung der Südzucker-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500 Mio. € von den lang- in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten; die Anleihe wird am 27. Februar 2012 fällig. Daneben wurden die langfristigen Bankverbindlichkeiten um 65 Mio. € auf 302 Mio. € abgebaut. Die langfristigen Finanzschulden umfassen mit 239 Mio. € auch die am 30. Juni 2009 emittierte Wandelanleihe. Der Anstieg der kurzfristigen Schulden um 235 Mio. € auf 2.211 (1.976) Mio. € ist maßgeblich auf die Umgliederung der Südzucker-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500 Mio. € von den lang- in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Daneben konnten die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten um 45 Mio. € auf 285 Mio. € reduziert werden. In den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 28. Februar 2010 war auch die 10-Jahres-Anleihe mit einem Volumen von 300 Mio. € enthalten, die zur Fälligkeit am 8. Juni 2010 zurückgezahlt wurde. Die Nettofinanzschulden konnten nach 1.065 Mio. € im Vorjahr um 212 Mio. € auf 853 Mio. € zurückgeführt werden. Deutlich verbessert hat sich das Verhältnis der Nettofinanzschulden in Prozent des Eigenkapitals, das sich von rund 30 % auf 23 % reduzierte. Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Cashflow, das im Vorjahr 1,9 betrug, verbesserte sich ebenfalls deutlich auf 1,4. Vorschlag zur Gewinnverwendung Der Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat von 0,55 (0,45) €/Aktie trägt der deutlichen Ergebnissteigerung Rechnung. Auf der Grundlage von 189,4 Mio. ausgegebenen Stückaktien ergibt sich eine Ausschüttungssumme in Höhe von 104,1 (85,2) Mio. €. SEGMENT ZUCKER Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen Weltmarkt Für das Kampagnejahr 2010/11 geht F. O. Licht in der zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom März 2011 von einer Erzeugung von 166,9 (158,6) Mio. t und einem Verbrauch von 164,1 (161,1) Mio. t aus. Dadurch würden sich die Weltzuckerbestände auf niedrigem Niveau stabilisieren und mit 57,8 (56,5) Mio. t bei 35,2 (35,1) % eines Jahresverbrauchs liegen. ■ Weltzuckerbilanz 1 scroll 2010/11 2009/10 2008/09 Anfangsbestand Mio. t 56,5 62,3 73,8 Erzeugung Mio. t 166,9 158,6 151,9 Anteil Rübenzucker an der Erzeugung % 19,6 22,2 21,3 Verbrauch Mio. t 164,1 161,1 159,3 Mengenberichtigungen Mio. t -1,5 -3,3 -4,1 Endbestand Mio. t 57,8 56,5 62,3 In % des Verbrauchs % 35,2 35,1 39,1 1 Quelle: F. O. Licht, Zweite Schätzung der Weltzuckerbilanz 2010/11 vom 18. März 2011. Die Weltmarktpreisentwicklung für Zucker war im zurückliegenden Jahr von hoher Volatilität geprägt. Nach einem historischen Höhepunkt mit 546 €/t Weißzucker im Februar 2010 gaben die Notierungen im Jahresverlauf zunächst bis auf 343 €/t Weißzucker stark nach, stiegen dann bis Ende Dezember auf ein erneutes Allzeithoch mit 629 €/t Weißzucker an, um seither wieder bei hoher Volatilität nachzugeben. Der Weltmarktpreis für Weißzucker lag am 28. Februar 2011 bei 538 €/t. Europäische Union EU-Binnenmarkt Im Jahr 2006 wurde eine umfassende Reform des EU-Zuckermarkts eingeleitet. Ein wesentlicher Grund für die Reform war der vollständige Abbau der Zölle gegenüber den LDCs und den AKP-Ländern zum 1. Oktober 2009. Durch die Reform wurde die EU vom weltweit zweitgrößten Nettoexporteur zu einem der weltweit größten Nettoimporteure (ZWJ 2009/10). Der Selbstversorgungsgrad der EU beträgt nur noch rund 85 %, d. h., die Abhängigkeit von Weltmarktimporten, insbesondere vom Hauptexporteur Brasilien, ist beträchtlich. Da der Weltmarktpreis in den ersten Monaten des ZWJ 2010/11 über dem Binnenmarktpreis lag, gab es für Zuckerimporte in die EU keinen Anreiz. Um dem rückläufigen Zuckerimportangebot entgegenzuwirken, wurden im November 2010 die Zölle für alle Importkontingente bis zum 31. August 2011 ausgesetzt. Darüber hinaus ermöglichte die EU-Kommission im Februar 2011 erstmals die Vermarktung von 0,5 Mio. t Nichtquotenzucker auf dem EU-Food-Markt. Im März 2011 wurde ein zusätzliches, zollfreies Importkontingent in Höhe von 0,3 Mio. t eröffnet. Weltmarktpreise für Zucker Nach diesen Maßnahmen wird damit gerechnet, dass der Quotenzuckerbestand zum 30. September 2011 auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Für das ZWJ 2010/11 erwartet die EU-Kommission eine Gesamtzuckererzeugung von 15,3 (17,5) Mio. t. Bei stabiler Quotenzuckererzeugung geht insbesondere die Nichtquotenzuckererzeugung zurück. EU-Exporte Aufgrund von WTO-Verpflichtungen hat die EU die Exportmöglichkeiten auf aktuell nur noch 1,4 Mio. t Zucker erheblich eingeschränkt. Mit Beginn des ZWJ 2008/09 setzte die EU-Kommission die Ausfuhrerstattungen für EU-Quotenzucker in unverarbeiteter Form und in Verarbeitungsprodukten vollständig aus. Eine Wiederaufnahme ist derzeit nicht geplant. Das Exportkontingent für Nichtquotenzucker wurde für das ZWJ 2009/10 zunächst mit 1,4 Mio. t festgesetzt. Angesichts sehr guter Ernten in der EU und Produktionsausfällen in anderen Regionen der Welt (Brasilien, Indien) stiegen die Weltmarktpreise über das EU-Marktpreisniveau. Vor diesem Hintergrund hat die EU-Kommission im Januar 2010 für das ZWJ 2009/10 ein zusätzliches Exportkontingent von 0,5 Mio. t für die Ausfuhr von Nichtquotenzucker eröffnet. Für das ZWJ 2010/11 wurden zunächst Exportlizenzen lediglich in Höhe von 0,65 Mio. t Zucker freigegeben. Die Lizenzausschreibung war daraufhin deutlich überzeichnet, so dass eine Zuteilung nur mit 70 % der von den Zuckerunternehmen beantragten Menge erfolgte. Im April 2011 wurden weitere 0,7 Mio. t Nichtquotenzucker zum Export ab September 2011 zugelassen. Im März 2011 wurde für das ZWJ 2011/12 beschlossen, Exporte in Höhe von 0,65 Mio. t Zucker ab 1. Januar 2012 freizugeben. Marktchancen bietet weiterhin die Erzeugung von sogenanntem Industriezucker Non-Food für die Bioethanolherstellung sowie für die chemische, pharmazeutische und Fermentationsindustrie. Dieser nicht reglementierte Markt wird vor allem von besonders wettbewerbsfähigen Erzeugern genutzt. Für diesen Industriezuckermarkt hat die EU-Kommission seit dem ZWJ 2008/09 regelmäßig eine Weltmarktimportquote von 0,4 Mio. t p. a. eröffnet, die aber in nur geringem Umfang ausgeschöpft wurde (ZWJ 2009/10: 20.000 t; ZWJ 2008/09: 179.000 t). Angesichts der Zuckerweltmarktpreise und hoher Logistikkosten dürfte die Nutzung im ZWJ 2010/11 ebenfalls nicht attraktiv sein. Wesentliche Teile der Binnenmarktregeln zum EU-Zuckermarkt laufen am 30. September 2015 aus. Diese stehen im Kontext der allgemeinen EU-Agrarpolitik, deren Ausrichtung ab 2014 derzeit diskutiert wird. Dabei könnte es zu Festlegungen der Politikinstrumente kommen, die für den EU-Zuckermarkt nach 2015 relevant sind. Die EU-Kommission hat angekündigt, alle Optionen für die Regelungen zum EU-Zuckermarkt ab Oktober 2015 zu prüfen. WTO-II-Verhandlungen Die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen konnten bisher nicht zum Abschluss gebracht werden. Der WTO-Generaldirektor Pascale Lamy sieht für 2011 ein bestimmtes, aber kurzes Zeitfenster für einen erfolgreichen Abschluss. Freihandelsabkommen Parallel zur laufenden WTO-II-Runde verhandelt die EU-Kommission mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften über die Ausgestaltung möglicher Freihandelsabkommen. 2010 kam es sowohl zu einer Einigung zwischen der EU-Kommission und den Andenstaaten Kolumbien und Peru als auch zu einer Einigung mit Staaten aus Mittelamerika wie Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama und El Salvador, mit Zusagen der EU für ein zollfreies Importkontingent von insgesamt 246.000 t Zucker und 30.000 t stark zuckerhaltigen Erzeugnissen. Darüber hinaus wurde ein jährlicher Anstieg der zollfreien Importe um jeweils 3 % der Importquote vereinbart. Diese Abkommen müssen noch vom Europäischen Parlament und vom Europäischen Rat bestätigt werden. Die EU hat im Jahr 2010 die Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen mit dem MERCOSUR-Verbund - dem gemeinsamen Markt Südamerikas - wieder aufgenommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren im Rahmen weiterer Verhandlungen - entgegen der bisherigen Handelspraxis - nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten zusätzliche Zuckermengen in Höhe einer zu verhandelnden Importquote in die Europäische Union zollfrei importiert werden. Emissionshandel Gemäß Veröffentlichung der EU-Kommission erfüllt die Zuckerindustrie die Kriterien vom Carbon Leakage, wonach die Zuteilung von CO2 -Zertifikaten - nur für den Wärmeanteil der vorhandenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen - kostenlos erfolgen kann, allerdings unter Berücksichtigung möglicher Kürzungen. Dies gilt auch für die Produktion von Stärke, Inulin und Ethanol. Ab 2013 werden für Südzucker voraussichtlich Defizite an Zertifikaten entstehen. Geschäftsverlauf Die Zahlen für das Segment Zucker beziehen sich auf die Zuckeraktivitäten von Südzucker AG, Südzucker Polska, Südzucker Moldova, Raffinerie Tirlemontoise, Saint Louis Sucre und AGRANA. Diese Gesellschaften erzeugten in 29 Zuckerfabriken und drei Raffinerien 4,2 (4,8) Mio. t Zucker in Deutschland, Belgien, Bosnien, Frankreich, Moldawien, Polen, Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Mit einem Anteil an der EU-Zuckerquote von rund 24 % ist Südzucker mit Abstand Europas führender Zuckererzeuger. Darüber hinaus sind dem Segment u. a. die Bereiche Landwirtschaft, Futtermittel und Bodengesundheitsdienst zugeordnet. ■ Geschäftsentwicklung im Segment Zucker scroll 2010/11 2009/10 +/- in % Umsatz Mio. € 3.279 3.154 4,0 EBITDA Mio. € 396 331 19,6 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € -114 -114 - Operatives Ergebnis Mio. € 282 217 29,8 Restrukturierung/ Sondereinflüsse Mio. € -3 -16 -84,1 Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 279 201 39,1 EBITDA-Marge % 12,1 10,5 Operative Marge % 8,6 6,9 ROCE % 10,3 7,5 Investitionen in Sachanlagen Mio. € 126 106 18,2 Investitionen in Finanzanlagen Mio. € 5 9 -43,3 Investitionen gesamt Mio. € 131 115 13,6 Mitarbeiter 7.978 8.218 -2,9 Im ersten vollen Geschäftsjahr ohne Belastungen aus der Umstrukturierungsphase des EU-Zuckermarkts konnten Umsatz und operatives Ergebnis im Segment Zucker deutlich gesteigert werden. Umsatz Der Umsatzzuwachs auf 3.279 (3.154) Mio. € ist auf umfangreichere Nichtquotenzuckerabsätze bei hohen Weltmarktnotierungen zurückzuführen. Die nochmals gestiegene Quotenzuckerabsatzmenge - insbesondere aufgrund größerer Handelsmengen aus Mauritius - konnte die infolge der Preissenkung zum 1. Oktober 2009 niedrigeren Quotenzuckererlöse nicht vollständig ausgleichen. Operatives Ergebnis Mit einem Plus von 30 % zeigt das operative Ergebnis in Höhe von 282 (217) Mio. €, dass die nochmals gesunkenen Quotenzuckererlöse durch geringere Kosten und höhere Absatzmengen überkompensiert werden konnten. Auch die positive Entwicklung im Nichtquotenzuckergeschäft mit Absatzsteigerungen im Industriezucker-Non-Food-Bereich sowie die relativ hohen Nichtquotenzuckerexporte im 1. Quartal 2010/11 im Rahmen des zusätzlichen Exportkontingents der EU steuerten ebenfalls ihren Anteil dazu bei. Zuckererzeugung aus Rüben und Raffination Für die Unternehmen der Südzucker-Gruppe wurden in der Kampagne 2010 rund 26,1 (28,4) Mio. t Rüben geerntet. Bei einem theoretischen Zuckerertrag von 11,3 (12,3) t/ha ergibt sich eine aus Rüben gewonnene Zuckermenge von 3,9 (4,4) Mio. t. In den Raffinerien Marseille (Frankreich, Saint Louis Sucre), Buzau (Rumänien, AGRANA International) sowie Brcko (Bosnien-Herzegowina, AGRANA International) wurden 0,30 (0,35) Mio. t Rohrrohzucker raffiniert. Die Gesamtzuckererzeugung einschließlich Raffination beträgt 4,2 (4,8) Mio. t. ■ Zuckererzeugung aus Rüben und Raffination scroll in 1.000 t 2010 2009 +/- in % Deutschland 1.484 1.822 -19 Belgien 492 616 -20 Bosnien 58 50 +16 Frankreich 922 962 -4 Moldawien 74 33 > 100 Österreich 457 414 +10 Polen 374 410 -9 Rumänien 77 157 -51 Slowakei 61 58 +5 Tschechien 135 139 -3 Ungarn 110 108 +3 Summe 4.244 4.769 -11 Anbaufläche In der Südzucker-Gruppe wurde die Rübenanbaufläche gegenüber dem Vorjahr insgesamt um rund 3 % auf 388.000 (401.000) ha reduziert. Vor allem bei der Raffinerie Tirlemontoise in Belgien und der Südzucker AG in Deutschland gab es aufgrund der erhöhten Übertragungsmengen Einschränkungen. Erfreulich ist dagegen der deutliche Anstieg der Anbauflächen in der Slowakei, Rumänien und Moldawien. Aussaat In Frankreich begann die Aussaat bereits am 10. März 2010 und wurde größtenteils binnen zwei Wochen abgeschlossen. Die Hauptaussaat in den anderen Gebieten der Südzucker-Gruppe erfolgte um Ostern bei guten Bedingungen. In Belgien wurden die Rüben aufgrund der nassen Witterung etwas verspätet, zwischen dem 12. und 19. April 2010, gedrillt. Verteilung der Zuckererzeugung nach Regionen in Prozent Weiterer Vegetationsverlauf Nach der Aussaat war es in weiten Teilen des Südzucker-Gebietes kühl, was die Jugendentwicklung hemmte. Der Mai war im Vergleich zum langjährigen Mittel zu nass und zu kalt, teilweise kam es zu extremen Regenfällen, so dass vor allem in Polen, Tschechien und der Slowakei Felder unter Wasser standen. Nur in Frankreich und im nördlichen Bereich des deutschen Südzucker-Gebietes war die Witterung bis Sommerbeginn trocken. Trotz der niedrigen Temperaturen bis Anfang Juni schlossen die Rüben verglichen mit dem langjährigen Mittel jedoch pünktlich ihre Reihen. Insgesamt waren die Temperaturen im Gebiet der Südzucker-Gruppe gemäßigt und es herrschten gute Wachstumsbedingungen, so dass noch zu Vegetationsbeginn vorhandene Entwicklungsrückstände kompensiert werden konnten. In Moldawien beeinträchtigten hohe Temperaturen von fast 40° C im August das Rübenwachstum. Kampagne 2010/11 Die Kampagne 2010/11 startete am 10. September 2010 in drei Werken in Polen, bis Ende September hatten alle 29 Fabriken die Verarbeitung aufgenommen. In Moldawien kam es kurz nach Kampagnebeginn aufgrund von Dauerregen zu einem 7-tägigen Stillstand des Werkes Drochia, da aus Witterungsgründen keine Anfuhr möglich war. Folglich wurde auch der Start des Werkes Falesti verschoben. Die Witterungsverhältnisse prägten die Kampagne gruppenweit. So waren die Rodebedingungen zu Beginn gut, jedoch fielen bereits Ende September vielerorts erhebliche Niederschlagsmengen, was Rodung, Verladung und Transport der Rüben zur Herausforderung machte. Nach einer Verschnaufpause bis Ende November hielt der Winter Einzug, so dass unter extremen Witterungsbedingungen geladen und gereinigt werden musste. Winterliche Feldweg- und Straßenverhältnisse erschwerten die Rübentransporte. Die Zeiträume, in denen dadurch nicht genügend Rüben angeliefert wurden, konnten durch Dicksaftverarbeitung oder prozesstechnische Maßnahmen überbrückt werden. Insgesamt liefen die Werke der Südzucker-Gruppe während der Kampagne ohne wesentliche technische Störungen. Trotz der schwierigen Bedingungen mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Kampagnekosten konnten -dank des großen Engagements aller Beteiligten - alle Rüben gerodet und verarbeitet werden. Kampagnedauer Im Durchschnitt dauerte die Rübenkampagne 103 (116) Tage. Die längsten Kampagnen wurden bei Südzucker Polska an den schlesischen Standorten mit 124 Tagen und bei AGRANA in Österreich mit 119 Tagen gefahren. Erträge Der Rübenertrag in der Südzucker-Gruppe kam mit über 67,3 (71,0) t/ha zwar nicht an den hohen Vorjahreswert heran, lag aber über dem 5-jährigen Durchschnitt von 65,7 t/ha. Der Zuckergehalt entwickelte sich im Laufe der Kampagne positiv, lag allerdings mit 16,8 % unter dem langjährigen Mittel von 17,2 %. Dicksaftkampagnen In fünf Fabriken der SüdzuckerGruppe wurden Dicksaftkampagnen gefahren und insgesamt 257.900 (276.200) t Zucker kristallisiert. Biorübenkampagnen Biorübenverarbeitung fand in den Werken Warburg und im tschechischen Hrusovany statt. Systeme für Anfuhrplanung, Hof und Rohstoffe Die weiterentwickelte Web-GIS1 -Anwendung im Südzucker-Rohstoffportal ist seit dieser Kampagne fester Bestandteil der schlagbezogenen Anfuhrplanung in Deutschland. Auch in Belgien wurde das System bereits während der Kampagne in der Praxis getestet; eine Ausweitung auf Frankreich ist vorgesehen. In Zeitz und Roye wurden die Rübenhöfe auf das Identifikationssystem mit aktivem Transponder umgestellt, das bereits bei der Raffinerie Tirlemontoise und in fast allen deutschen Fabriken läuft. Brottewitz zieht als letztes deutsches Werk in der nächsten Kampagne nach. Die Rohstoffverwaltungssoftware RMS2 , die bereits in Belgien, Chile und Deutschland verwendet wird, wurde bei Saint Louis Sucre eingeführt. Rückbau Die Demontage der weiterverwendbaren Anlagenteile aus den geschlossenen Werken in Hollogne/ Belgien, Brugelette/Belgien, Groß-Gerau/Deutschland und Regensburg/Deutschland ist abgeschlossen. Derzeit finden noch Restarbeiten und behördliche Prüfungen statt. 1 Geographic Information System. 2 Raw Material System. Darstellung nach Ländern Deutschland Im Gebiet der Südzucker AG wurde die Rübenanbaufläche um 9 % auf rund 137.000 (151.000) ha reduziert. Witterungsbedingt lagen sowohl der Rübenertrag mit 70,0 (75,7) t/ha als auch der Zuckergehalt mit 17,6 (18,2) % unter dem Vorjahr. Insgesamt wurden bei der Südzucker AG in den deutschen Werken 9,58 (11,43) Mio. t Rüben zu 1,11 (1,41) Mio. t Zucker kristallisiert sowie weitere 0,40 (0,45) Mio. t in Form von Dicksaft und Ablauf ausgelagert. Die Kampagne dauerte durchschnittlich 97 (116) Tage. Bei Südzucker in Deutschland sind die Anforderungen aus den Vorschriften der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung seit 2010 Bestandteil des Zuckerrüben-Liefervertrags sowie der Branchenvereinbarung und werden von jedem Landwirt erfüllt. Die Zertifizierung der Zuckerfabriken Zeitz und Brottewitz nach den Vorgaben des REDcert-Systems erfolgte im Oktober 2010, die notwendige Kontrolle der rübenanbauenden Betriebe vor Ort im März 2011. Belgien Bei der Raffinerie Tirlemontoise in Belgien verringerte sich die Rübenfläche auf 43.000 (46.000) ha. Mit 72,6 (77,7) t/ha Rübenertrag und einem Zuckergehalt von 17,2 (18,7) % lagen die Werte zwar unter dem Rekordjahr 2009, jedoch wurde mit 12,5 (14,6) t/ha theoretischem Zuckerertrag ein beachtliches Durchschnittsergebnis erzielt. Aus 3,11 (3,55) Mio. t Rüben wurden 0,37 (0,45) Mio. t Zucker sowie weitere 0,12 (0,16) Mio. t Zucker in Form von Dicksaft und Ablauf gewonnen. Unmittelbar im Anschluss an die Rübenkampagne wurde in Tienen damit begonnen, eingelagerten Dicksaft und Ablauf zu verarbeiten. Die Verarbeitung an den beiden Standorten dauerte 118 (130) Tage. Bosnien Die durchschnittliche Rohzuckerverarbeitung im Werk Brcko lag bei rund 550 t/Tag. Frankreich Die Anbaufläche bei Saint Louis Sucre in Frankreich blieb mit 61.000 ha auf Vorjahresniveau. Mit 12,7 (13,7) t/ha theoretischem Zuckerertrag nahm SLS die Spitzenposition in der Südzucker-Gruppe ein. Insgesamt wurden aus 4,98 (5,51) Mio. t Rüben 0,45 (0,47) Mio. t Zucker kristallisiert. In Form von Dicksaft und Ablauf wurden weitere 0,27 (0,33) Mio. t Zucker eingelagert. Nahezu unverändert blieb die Kampagnelänge mit 106 (108) Tagen. Moldawien Südzucker Moldova verzeichnete eine deutliche Steigerung der Rübenfläche auf 17.000 (15.000) ha. Nach dem Trockenjahr 2009 konnte der Ertrag mit 32,7 (16,0) t/ha mehr als verdoppelt werden, so dass trotz eines geringeren Zuckergehalts von 15,7 (17,3) % in den beiden Fabriken 0,56 (0,23) Mio. t Rüben verarbeitet und daraus 0,07 (0,03) Mio. t Zucker kristallisiert wurden. Entsprechend der größeren Rübenmenge dauerte die Verarbeitung 81 (47) Tage. Polen Mit 44.000 ha blieb die Anbaufläche in Polen nahezu unverändert. Trotz der Überschwemmungen einiger Rübenflächen wurde mit einem Rübenertrag von 56,7 (59,4) t/ha und einem Zuckergehalt von 16,2 (16,4) t/ha eine durchschnittliche Ernte eingefahren. In den fünf Werken wurden 2,50 (2,60) Mio. t Rüben zu 0,28 (0,31) Mio. t Zucker verarbeitet sowie 0,08 (0,06) Mio. t Zucker in Form von Dicksaft und Ablauf eingelagert. Nach 108 (117) Tagen ging die Kampagne Mitte Januar 2011 zu Ende. Österreich Bei AGRANA in Österreich wurde die Anbaufläche um 2 % auf 45.000 (44.000) ha erweitert. Der Rübenertrag lag mit 69,8 (69,5) t/ha knapp über dem Vorjahr. Entgegen dem europaweiten Trend waren die österreichischen Rüben mit 17,2 (16,1) % Zuckergehalt süßer als im Vorjahr, so dass in den österreichischen Zuckerfabriken aus insgesamt 2,91 (2,84) Mio. t Rüben 0,46 (0,41) Mio. t Zucker gewonnen wurde. Nach 119 (122) Tagen war die letzte Rübe verarbeitet. Ungarn Die Rübenfläche in Ungarn blieb mit 14.000 ha auf Vorjahresniveau. Mit 62,5 (54,5) t/ha wuchs ein sehr guter Rübenertrag heran, der Zuckergehalt lag witterungsbedingt nur bei 15,0 (16,6) %. Bei einer deutlich höheren Tagesverarbeitung wurden 0,84 (0,75) Mio. t Rüben zu 0,11 (0,11) Mio. t Zucker verarbeitet. Die Kampagne in Kaposvar endete am 7. Januar 2011 nach 117 (115) Tagen. Tschechien Auf einer unveränderten Anbaufläche von 13.000 ha wurden im Mittel 53,7 (57,0) t Rüben/ha mit einem Zuckergehalt von 16,6 (16,5) % geerntet. In den beiden Zuckerfabriken wurden aus 0,89 (0,93) Mio. t Rüben insgesamt 0,13 (0,14) Mio. t Zucker gewonnen. Die durchschnittliche Kampagnedauer betrug 104 (110) Tage. Slowakei In der Slowakei konnte die Anbaufläche um 12 % auf rund 8.000 (7.000) ha gesteigert werden. Im Kampagnedurchschnitt wurden 59,7 (53,5) t Rüben/ha geerntet. Der fehlende Sonnenschein machte sich im Zuckergehalt bemerkbar, dieser enttäuschte mit 14,7 (16,0) %. In der Zuckerfabrik Sered wurden 0,48 (0,40) Mio. t Rüben verarbeitet und daraus 0,06 (0,06) Mio. t Zucker kristallisiert. Die Verarbeitung startete am 15. September 2010 und endete nach 121 (105) Tagen am 14. Januar 2011. Rumänien Die Anbaufläche in Rumänien belief sich auf 7.000 (6.000) ha. Der Ertrag konnte im Vergleich zum Vorjahr um 37 % auf über 41,4 (30,1) t Rüben/ha gesteigert werden. Beim Zuckergehalt wurde mit 15,8 (17,5) % das Vorjahresniveau nicht erreicht. Die Rübenverarbeitung in Roman stieg gegenüber dem Vorjahr um 53 % auf 0,29 (0,19) Mio. t, daraus wurden 0,04 (0,03) Mio. t Zucker kristallisiert. Außerdem wurden 0,04 Mio. t Rohzucker raffiniert. Die Kampagne startete am 30. September und endete nach 80 (51) Tagen am 22. Dezember 2010. Zuckerabsatz Zuckerabsatz weiter gesteigert Der konsolidierte Gesamtabsatz aller Konzerngesellschaften - inkl. Nichtquotenzucker an die Non-Food-Industrie und in den Export - konnte im Geschäftsjahr 2010/11 um 8 % auf 5,3 (4,9) Mio. t. gesteigert werden. Die EU-Gesellschaften konnten mit 5,1 (4,8) Mio. t knapp 7 % mehr absetzen, außerhalb der EU erzielten die beiden Gesellschaften in Moldawien und Bosnien zusammen einen Absatz von 0,2 (0,2) Mio. t. Diese Steigerung um rund 49 % ist auf eine gute Entwicklung in Bosnien zurückzuführen. Quotenzuckerabsatz entwickelt sich erfreulich Innerhalb der EU hat die Südzucker-Gruppe ihre Marktposition mit 4,2 (4,0) Mio. t um knapp 6 % ausgeweitet, wobei nicht nur die Märkte mit eigenen Produktionsstandorten erfolgreich verteidigt wurden, sondern auch die Marktstellung in anderen EU-Ländern erneut ausgeweitet wurde. In den Ländern, in denen die Gruppe über eigene Produktionsstätten verfügt, verzeichnet der Absatz an die Zucker verarbeitende Industrie ein Plus von 3 %. Kunden, die in den vergangenen Jahren aus Preisgründen auf Stärkeverzuckerungsprodukte gesetzt haben, beziehen wieder verstärkt Zucker. Auch sind Importe von Fruchtsaftkonzentraten und anderen stark zuckerhaltigen Mischungen fast vollständig zum Erliegen gekommen, da die hohen Weltmarkpreise keine Vorteile mehr gegenüber Produkten ermöglichen, die mit EU-Zucker hergestellt wurden. Der Handelsabsatz konnte das außergewöhnlich hohe Absatzniveau des Vorjahres nicht halten und sank um rund 4 %. Die Finanzkrise und eine gute Gelierzuckersaison hatten im Vorjahr den Zuckerverbrauch in den Haushalten deutlich in die Höhe getrieben, so dass eine anschließende Normalisierung zu erwarten war. Auch unter regionaler Betrachtung war der Handelsabsatz in fast allen Ländern rückläufig. Weiterhin erfreulich verlief die Absatzentwicklung in den EU-Ländern, in denen sich die Südzucker-Gruppe teils durch eigene Vertriebsgesellschaften, teils durch das Key Account Management seit mehreren Jahren eine Marktstellung aufbaut. Um 16 % konnte der Absatz in Ländern wie Italien, Spanien, Großbritannien - um nur einige zu nennen - gesteigert werden. Rund 30 % des eigenen Quotenzuckerabsatzes geht in diese Länder. Nichtquotenzuckerabsatz deutlich zunehmend Der Absatz von Nichtquotenzucker weist mit 0,9 (0,8) Mio. t ein Plus von 11 % aus. Auf den Export in Drittländer entfallen dabei 0,4 (0,4) Mio. t. Die zur Verfügung stehenden Lizenzen für den Export im Kampagnejahr 2010/11 wurden zum größten Teil bereits in den ersten Monaten genutzt, so dass zwischen März und September 2011 kaum Exporte anfallen werden. Die Verwendung des Nichtquotenzuckers innerhalb der EU und damit in der Non-Food-Industrie stieg um rund 17 % auf 0,5 (0,4) Mio. t. Das Marktsegment Industriezucker bleibt nach wie vor in Bewegung. Die steigenden Weltmarktpreise haben dazu geführt, dass das von der EU-Kommission gewährte Importkontingent von 0,4 Mio. t im Betrachtungszeitraum nicht genutzt wurde. Die hohen Preise sowie knappe Ressourcen bei Stärkeverzuckerungsprodukten stellten darüber hinaus eine geringere Konkurrenz dar als noch in den Vorjahren. Dadurch konnte die Südzucker-Gruppe ihren Marktanteil ausbauen. Die großen Kunden der Non-Food-Industrie haben ihre Produktionsstätten in vielen Fällen an logistisch günstig gelegenen zuckerfabriksnahen Standorten. Langfristige Logistikstrategie zur Frachtkostenoptimierung Steigende Rohölpreise verursachen verstärkt steigende Preise für Straßen-, Bahn- und Schiffstransporte. Die Südzucker-Gruppe kann solchen Entwicklungen gut begegnen. Zum einen hilft die langfristig ausgerichtete Logistikstrategie, die Transportpreise weitgehend stabil zu halten. Zum anderen bietet die Partnerschaft mit dem Mauritius Sugar Syndicate (MSS) erhebliches Potenzial zur Frachtkostenoptimierung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde Zucker aus Mauritius in allen von der Südzucker-Gruppe belieferten Defizitländern ausgeliefert. Darüber hinaus unterliegt die logistische Abwicklung - von der Annahme der Container in zahlreichen europäischen Häfen bis zur Belieferung der Endkunden - einem permanenten Optimierungsprozess, der auch zukünftig noch Raum für Optimierung und Frachtkosteneinsparungen geben sollte. Absatzentwicklung nach Ländern Deutschland In ihrem größten Markt konnte die Südzucker-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr den Gesamtabsatz um 4,9 % steigern. Dazu trug der Quotenzucker mit einem Plus von 3,7 % bei. Die Zucker verarbeitende Industrie bezog um 4 % mehr als im Vorjahr; selbst bei Spezialprodukten wie Biozucker führt der hohe Weltmarktpreis dazu, dass der Biorübenzucker gegenüber dem Bio-Rohrzucker wieder einen Wettbewerbsvorteil hat. Auch die Lieferungen an den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) lagen um 2,5 % über dem Vorjahr. Der Absatz von Nichtquotenzucker an die Non-Food-Industrie stieg um 10,5 %. Belgien Der Absatz in Belgien verzeichnete eine Steigerung um 3,6 %, dazu trug ein um 13,6 % höherer Quotenzuckerabsatz wesentlich bei. An die Zucker verarbeitende Industrie wurden 14,2 % mehr ausgeliefert. Der Absatz an den LEH erhöhte sich um 9,5 %. Der Absatz von Nichtquotenzucker sank um 47,2 %, insbesondere durch eine deutlich geringere Liefermenge an die belgische Ethanolindustrie. Bosnien AGRANA Bosnien konnte den Zuckerabsatz mehr als verdoppeln; die Kapazitäten der Raffinerie waren gut ausgelastet. England Über die Tochtergesellschaft Flemings hat sich die Südzucker-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr in England eine gute Marktposition aufgebaut. Der Absatz an Quotenzucker lag um 29,7 % über dem Vorjahr. Frankreich Der Gesamtabsatz in Frankreich lag um 9,7 % über dem Vorjahr, der Quotenzuckerabsatz stieg um 3,3 %. In der Zucker verarbeitenden Industrie konnten Marktanteile hinzugewonnen werden, die einer Absatzsteigerung von 6 % entsprechen. Der Bereich LEH verzeichnete dagegen einen Rückgang um 2,3 %. Die Lieferungen von Nichtquotenzucker stiegen um ein Drittel. Griechenland In Griechenland konnte über die Vertriebsgesellschaft Südzucker Hellas eine gute Position aufgebaut werden; der Absatz lag im Berichtsjahr nur leicht unter Vorjahresniveau. Italien Im zweitgrößten Markt der Gruppe konnte der Absatz über unseren Joint-Venture-Partner Maxi gegenüber dem Vorjahr um 10,7 % gesteigert werden. Moldawien Der Gesamtabsatz von Südzucker in Moldawien sank verfügungsbedingt um 9,8 %. Österreich In Österreich lag der Gesamtabsatz um 4,3 % über dem Vorjahr. Der Quotenzuckerabsatz stieg leicht um 2,8 %, wobei die Lieferungen an die Zucker verarbeitende Industrie ausgeweitet werden konnten. Der Absatz von Nichtquotenzucker an die Non-Food-Industrie stieg um 24,1 %, Importe aus Drittländern wurden verdrängt. Polen Aufgrund knapper Verfügungsmengen im Sommer 2010 konnten in Polen insgesamt 11,6 % weniger Zucker ausgeliefert werden als im Vorjahr. Der Absatz an die Zucker verarbeitende Industrie ging um 14,3 %, der an den LEH um 7,6 % zurück. Rumänien Der Absatz in Rumänien sank insgesamt um 12,5 %. Die Lieferungen an die Zucker verarbeitende Industrie fielen um 7,9 %, die an den LEH um 15,1 %, da sich aufgrund der in den Markt drängenden Importe aus Serbien, Kroatien und Ungarn die Situation im Retail-Bereich sehr schwierig gestaltete. Slowakei In der Slowakei konnte insgesamt ein Absatzplus von 2,1 % realisiert werden, wobei sich vor allem der Quotenzuckerabsatz positiv entwickelte. Spanien/Portugal Die Gruppe verkaufte dort 58,8 % mehr als im Vorjahr. Der Absatz an Quotenzucker über Südzucker Iberica stieg um 44,1 %. Tschechien Der Absatz in Tschechien stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,4 %. Während die Lieferungen an die Zucker verarbeitende Industrie um 25,3 % zulegen konnten, sanken die Lieferungen an den LEH um 12,6 %. Ungarn Der Gesamtabsatz in Ungarn lag leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Absatz von Quotenzucker sank um 2,7 %, was auf rückläufige Lieferungen an den LEH zurückzuführen ist. Der Absatz von Nichtquotenzucker stieg um 19,1 %. Sonstige EU-Länder Die Südzucker-Gruppe besetzt in einer Reihe weiterer europäischer Länder wie z. B. Holland, Luxemburg, Malta, Zypern und den baltischen Staaten gute Marktpositionen. Ebenso zählt Skandinavien zu diesen Absatzmärkten. Landwirtschaft/Rohstoffmärkte Der Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte beschäftigt sich neben der Steuerung seiner landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland im Wesentlichen mit Versuchen zur Weiterentwicklung von Anbaumethoden, Produktionstechnik und Bodenbearbeitung. Weiterhin gehören der Aufbau von landwirtschaftlichen Betrieben in Moldawien, Chile und Polen ebenso zu den Kernaufgaben wie die Analyse von Rohstoffmärkten und die Entwicklung von Konzepten zur Rohstoffsicherung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte in den deutschen Betrieben eine mengenmäßig gute Getreideernte - allerdings bei teilweise schlechten Qualitäten - eingebracht werden. Stark steigende Preise führten zu einer zügigen Vermarktung der Ernte 2010. Nennenswerte Mengen der Ernten 2011 und 2012 konnten bei einem anhaltend hohen Preisniveau für Getreide und Ölsaaten ebenfalls bereits vermarktet werden. Die Zuckerrübenernte wurde unter günstigen Witterungsbedingungen durchgeführt, der Zuckerertrag war insgesamt überdurchschnittlich. Die neuen Anforderungen hinsichtlich der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung wurden für alle erzeugten Rohwaren erfüllt. Der Aufbau und die Betreuung des landwirtschaftlichen Großbetriebs in Moldawien laufen erfolgversprechend weiter. In Polen wurde die Übernahme eines weiteren landwirtschaftlichen Betriebes durch die Südzucker Polska intensiv unterstützt. Volatile Getreide- und Ölsaatenmärkte machten darüber hinaus eine intensive Marktbeobachtung notwendig, die letztlich auch genutzt werden konnte, um die eigene Ernte optimal zu vermarkten. Futtermittel Melasseschnitzel und Melasseschnitzel-Pellets Aufgrund weltweit komfortabler Versorgungsbilanzen und international guter Ernte notierten die Getreidepreise bis Ende Juli 2010 anhaltend schwach. Anschließend sorgten weltweit vor allem wetterbedingte Ereignisse, wie zum Beispiel extreme Hitze in Osteuropa verbunden mit katastrophalen Bränden in Russland oder Dauerregen in Westeuropa, für stark steigende Getreidepreise, welche bis zum Ende des Geschäftsjahres anhielten. Die Situation auf dem Markt für Melasseschnitzelpellets entwickelte sich analog zu dem Getreidemarkt. Dadurch konnte in den Schnitzel produzierenden Ländern des Konzerns für neu abgeschlossene Kontrakte von den gestiegenen Marktpreisen profitiert werden. Rübenmelasse Zu Beginn des Geschäftsjahres sind die Marktpreise aufgrund eines großen Überangebots unverkaufter Melasse stark eingebrochen. Gründe hierfür waren - neben der Rübenrekordernte 2009 mit einer entsprechend höheren Melasseproduktion - die Schließung einer großen Melasse verarbeitenden Alkoholfabrik in den Niederlanden sowie eine marktbedingt erheblich geringere Nachfrage der Zitronensäureindustrie. Dies wirkte sich auch negativ auf die ersten Kontraktabschlüsse aus. Im Herbst letzten Jahres hat sich dann der Markt wieder gefestigt. Gründe hierfür sind gestiegene Getreidepreise, wodurch sich Melasse in den Mischungen der Futtermittelindustrie wieder rechnete, sowie eine starke Nachfrage der Bioethanol- und Alkoholindustrie. Bodengesundheitsdienst GmbH (BGD) Aufgabengebiete des BGD sind Bodenuntersuchung, Düngeberatung für alle wichtigen Pflanzennährstoffe, Untersuchungen auf Humus, Analysen organischer Dünger sowie Nährstoffvergleiche gemäß Düngeverordnung und Kartoffeluntersuchungen gemäß amtlicher Kartoffelverordnung. Ergebnisse der Humusuntersuchungen zeigen nachhaltige Wirtschaftsweise im Zuckerrübenanbau Am 1. Januar 2005 sind in Deutschland die Cross-Compliance-Regelungen in Kraft getreten. Nach einer Vorgabe der Europäischen Union wird damit u. a. der Erhalt der organischen Substanz im Boden und der Schutz der Bodenstruktur gefordert. Dies lässt sich z. B. durch die Untersuchung der Humusgehalte in landwirtschaftlichen Böden nachweisen, die der Bodengesundheitsdienst als Service anbietet. So wurden seit 1996 über 42.000 Schläge untersucht und die Daten entsprechend ausgewertet. Mit einem Vergleich der Humusergebnisse von landwirtschaftlichen Betrieben aus den Jahren 1996 bis 1998 mit den Ergebnissen aus 2006 bis 2008 konnte gezeigt werden, dass die Humusgehalte in den typischen Zuckerrübenfruchtfolgen stabil sind, d. h. keine organische Substanz im Boden abgebaut wird. Dem Landwirt bietet die Humusbilanz wichtige Hinweise in Bezug auf Düngung und Fruchtfolge für eine optimale Bewirtschaftung der Flächen. SEGMENT SPEZIALITÄTEN Geschäftsverlauf Das Segment Spezialitäten umfasst die Aktivitäten in den Divisionen BENEO (BENEO-Orafti/BENEO-Palatinit/BENEO-Remy), Freiberger, PortionPack Europe sowie die Stärke- und Bioethanolaktivitäten von AGRANA. Aufgrund der Vielzahl und Vielfältigkeit der Divisionen innerhalb des Segments Spezialitäten berichten wir zu den Themen wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen und Marktentwicklung jeweils innerhalb der Darstellung der Division. ■ Geschäftsentwicklung Segment Spezialitäten scroll 2010/11 2009/10 +/- in % Umsatz Mio. € 1.575 1.396 12,8 EBITDA Mio. € 218 209 4,2 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € -74 -71 3,4 Operatives Ergebnis Mio. € 144 138 4,6 Restrukturierung/ Sondereinflüsse Mio. € -6 12 - Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 138 150 -8,0 EBITDA-Marge % 13,8 14,9 Operative Marge % 9,1 9,8 ROCE % 10,8 10,5 Investitionen in Sachanlagen Mio. € 67 50 33,8 Investitionen in Finanzanlagen Mio. € 1 8 -88,4 Investitionen gesamt Mio. € 68 58 16,5 Mitarbeiter 4.259 4.262 -0,1 Umsatz Im Segment Spezialitäten konnte der Umsatz um 13 % auf 1.575 (1.396) Mio. € gesteigert werden. Wesentliche Ursache war das stabile Absatzwachstum in allen Divisionen. Darüber hinaus konnten die von Rohstoffpreissteigerungen betroffenen Divisionen im Jahresverlauf höhere Erlöse erzielen. Operatives Ergebnis Das operative Ergebnis im Segment Spezialitäten überstieg 2010/11 mit 144 (138) Mio. € nochmals das gute Vorjahresergebnis. Die Division Stärke und die Bioethanolanlage in Pischelsdorf konnten den deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise bislang durch höhere Erlöse kompensieren und durch ein deutliches Absatzwachstum auch im Ergebnis zulegen. PortionPack Europe entwickelte sich in einem schwierigen Marktumfeld positiv. In den Divisionen BENEO und Freiberger lag das operative Ergebnis trotz weiter wachsender Absatzmengen infolge gestiegener Kosten auf Vorjahresniveau. Entwicklung in den Unternehmen BENEO BENEO, zusammengeführt aus den Unternehmen BENEO-Orafti, BENEO-Palatinit und BENEO-Remy, produziert und vermarktet Inhaltsstoffe aus natürlichen Rohstoffen für Lebens- und Futtermittel mit ernährungsphysiologischen sowie technologischen Vorzügen sowie für die Pharmaindustrie und Non-Food-Anwendungen. In den Produktionsstätten in Belgien, Chile, Deutschland und Italien sind rund 900 Mitarbeiter beschäftigt. Das Produktportfolio reicht von den funktionellen Inhaltsstoffen Inulin und Oligofruktose aus der Chicoreewurzel über die funktionellen Kohlenhydrate Isomalt, Palatinose™ und galenIQ™, die aus reinem Rübenzucker gewonnen werden, bis hin zu Nahrungsmittelzutaten aus Reis, wie beispielsweise Reismehle, Reisstärken und Reisproteine. Darüber hinaus gehört Weizengluten zur Produktpalette. Im Geschäftsjahr 2010/11 konnte BENEO einen Großteil des Umsatzrückgangs wieder aufholen, den das Unternehmen 2009/10 aufgrund der Wirtschaftskrise hinnehmen musste. In den meisten Verkaufsregionen wurde ein Wachstum verzeichnet, allen voran in Asien und den Vereinigten Staaten. Positiv wirkte sich ein leicht zunehmender Trend hin zum Impulskauf und zur Wahl von Premium-Lebensmitteln aus. Die Harmonisierung gesundheitsbezogener Produktaussagen nach der "European Health Claims Regulation", die seit 2007 gilt, zeigt sich als ein lang andauernder und sehr komplexer Prozess, der für die Hersteller von Premium-Produkten viele Fragen offen lässt. Dies spiegelt sich auch in einem Rückgang bei den Produktneueinführungen von funktionellen Lebensmitteln wider, die über ein verbessertes Nährwertprofil verfügen. BENEO steht daher in ständigem Dialog mit allen beteiligten Parteien und investiert gleichzeitig weiter in ernährungswissenschaftliche Studien, um seine Produkte mit angemessenen Auslobungen ausstatten und die eigene Marktposition stärken zu können. BENEO unterstützt seine Kunden bei allen regulatorischen, ernährungsphysiologischen und Marktforschungsthemen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung innovativer funktioneller Produkte. Anwendungsschwerpunkte von BENEO sind Babynahrung, Backwaren, Cerealien, Getränke, Milchprodukte und Süßwaren. Produkte und Märkte Die Vorzüge einer ballaststoffreichen Ernährung und das Thema "gesunde Verdauung" zählen auch 2011 zu den Top 10 der Lebensmitteltrends. Inulin und Oligofruktose eignen sich für die Herstellung von ausgewogenen Lebensmitteln, als Zucker- und Fettersatz ermöglichen sie eine Kalorienreduktion, ohne dabei den Geschmack oder die Textur von Produkten negativ zu beeinflussen. Darüber hinaus unterstützt das BENEO-Label die Kunden bei der Verbraucherkommunikation. All dies führt dazu, dass Hersteller insbesondere bei Milchprodukten, Backwaren und Babynahrung verstärkt Inulin und Oligofruktose einsetzen. Bei den Cerealien sind ebenfalls gute Ergebnisse zu verzeichnen, da in diesem Bereich z. B. Riegel oder Frühstückscerealien mit gesundheitlichem Zusatznutzen nachgefragt werden. Auch die Hersteller von Brot verwenden zunehmend funktionelle Inhaltsstoffe, um das Nährwertprofil weiter zu verbessern. Das neue Produkt Vital Wheat Gluten (Weizengluten) erweitert seit Ende vergangenen Jahres das BENEO-Portfolio und verzeichnete einen sehr erfolgreichen Verkaufsstart. Im Lebensmittelbereich verbessert Vital Wheat Gluten die Eigenschaften von Brot und Backwaren; im Bereich Tiernahrung kommt das Produkt als Proteinquelle vorwiegend in Fischfutter zum Einsatz. Durch Preisdruck und zunehmende Konzentration innerhalb des Kundenstamms im Süßwarenbereich wird die Wettbewerbssituation schwieriger. Dennoch konnte Isomalt seine Marktführerschaft auch im Geschäftsjahr 2010/11 aufrechterhalten. Dazu beigetragen haben insbesondere eine verstärkte Fokussierung auf Kundenservice, Investitionen in eine Pilotanlage zur Kaugummiproduktion sowie neue Produktentwicklungen im Bereich der alternativen Süßungskonzepte. Die Isomalt-Variante galenIQ™, die als Trägerstoff für die pharmazeutische Industrie dient, wird - neben dem bisherigen Einsatzbereich bei verschreibungspflichtigen Medikamenten - nun auch in frei verkäuflichen Arzneimitteln verwendet. Eine weitreichende Expertise im Bereich der Agglomerationsverfahren ermöglicht BENEO die Entwicklung und Produktion einer Reihe von maßgeschneiderten Süßungsmitteln aus natürlichen Rohstoffen. Dabei kommen neben BENEO-Produkten auch Zutaten anderer Hersteller zum Einsatz. Palatinose™ zeigt sehr ermutigende Verkaufszahlen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, aber auch in Europa und Asien. Dabei nehmen Verbraucherforschung, ernährungswissenschaftliche Studien, Anwendungstechnologie sowie das Thema Health Claims eine wichtige Rolle ein, um in einem regulatorisch anspruchsvollen Umfeld die Alleinstellungsmerkmale von Palatinose™ am Markt zu sichern. Palatinose™ ist das einzige voll verdauliche und zahnfreundliche Kohlenhydrat, das gering glykämisch ist und dem Körper länger anhaltende Energie in Form von Glukose zur Verfügung stellt. Reisderivate werden aktuell stark nachgefragt. Dies ist auf ihre technologische Vielseitigkeit, auf den wachsenden Markt der Milchalternativen sowie den Trend zu natürlichen Produkten zurückzuführen. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil ist die Entwicklung maßgeschneiderter Blends. Darüber hinaus erfüllen Eigenschaften wie "Clean Label", "glutenfrei'", "laktosefrei" und "ohne Allergene" die Erwartungen einer wachsenden Verbrauchergruppe. Auch Hersteller von Babynahrung - einer der sensibelsten Lebensmittelbereiche überhaupt - zeigen reges Interesse an Inhaltsstoffen auf Reisbasis. Produktion In Oreye, der belgischen Produktionsstätte von Inulin und Oligofruktose, wurden Investitionen in Qualitätsverbesserungen und nachhaltige Prozessoptimierungen mit Nachdruck vorangetrieben. Dieser Prozess wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt. Zahlreiche erfolgreiche Kundenauditierungen bestätigen die hohe IFS1 -Einstufung. Darüber hinaus hat ein multinationaler Lebensmittelkonzern das Werk als Zulieferbetrieb für Inhaltsstoffe von Babynahrung zugelassen. Die Produktionsstätte von Inulin und Oligofruktose in Pemuco/Chile, hat zum ersten Mal eine IFS-Zertifizierung erhalten und auf Anhieb ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Die Reparaturen der Schäden, die das Erdbeben im Februar 2010 hinterlassen hat, wurden bis zum Start der Kampagne 2011 vollständig abgeschlossen. Im Offsteiner Werk, Standort der Produktion von Isomalt, Palatinose™ und galenIQ™, wurde die Qualität weiter verbessert. Gleichzeitig wurden die Produktionsstandards unter Berücksichtigung eines wachsenden Kundenstamms optimiert. Die Produktionsstätte für Reisderivate im belgischen Wijgmaal zeigt eine hohe Auslastung der vorhandenen Kapazitäten. 1 International Food Safety. Freiberger Die Freiberger-Gruppe ist der Spezialist für tiefgekühlte und gekühlte Pizza sowie tiefgekühlte Pasta-Gerichte und Snacks mit Fokus auf dem Handelsmarkengeschäft. Mit ihren individuell auf die Geschäftspartner aus den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel, Großverbraucher und Heimdienste zugeschnittenen Konzepten und Sortimenten hat sich die ehemals nationale Versandbäckerei innerhalb von 30 Jahren zu Europas führendem Anbieter entwickelt. Durch konsequente Kundenorientierung, innovative Produkte, höchste Qualität sowie zuverlässige Distribution in Verbindung mit einem stetig wachsenden Produktprogramm, das neben klassischen Rezepturen auch Spezialitäten für saisonale, regionale und ethnische Anforderungen umfasst, konnte Freiberger sich im Wettbewerb behaupten und an die positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen. Der neu konzipierte britische Produktionsstandort in Westhoughton wurde Mitte vergangenen Jahres erfolgreich in Betrieb genommen und trägt zur Festigung der Position in dem weiter wachsenden europäischen Markt bei. Über Vertriebsstandorte in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Polen, Russland und China werden Absatzmärkte in Europa, Asien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bedient. Mit der Gründung eines Vertriebsstandortes in den USA im vierten Quartal des Geschäftsjahres soll der weltweit größte Markt für Pizzen erschlossen und die Internationalisierung weiter vorangetrieben werden. PortionPack Europe Die PortionPack-Europe-Gruppe ist spezialisiert auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von Portionsartikeln und hat sich in diesem Bereich eine führende Position in Europa erarbeitet. Mit einem breiten Sortiment an Portionspackungen von klassischen Zuckerportionen über Gebäck, Schokolade, Gewürze bis hin zu Brotaufstrichen beliefert PortionPack Kunden in den Kernbereichen Hotels, Gastronomie und Catering direkt oder indirekt über Großhändler, Kaffeeröster und andere Partner. Die erstmalige vollständige Einbeziehung des britischen Marktführers für Portionsartikel Single Source Limited hat die PortionPack-Europe-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv beeinflusst. Darüber hinaus konnte mit dem Erwerb des niederländischen Schokoladenherstellers Union Edel Chocolade Anfang Juni 2010 auch in diesem Bereich ein weiterer Wachstumsschritt unternommen werden. Organisch hat sich die PortionPack-Gruppe insgesamt stabil entwickelt, obwohl der Markt für Portionsartikel in Europa insbesondere in der ersten Hälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres noch von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise belastet war. Für die kommenden Jahre kann mit einer stabilen Marktentwicklung in Europa gerechnet werden. Stärke Die Division Stärke umfasst die Kartoffelstärkefabrik in Gmünd/Österreich, die Maisstärkefabrik in Aschach/Österreich, die Führung und Koordination der internationalen Beteiligungen in Ungarn und Rumänien sowie die Bioethanolproduktion in Österreich und Ungarn. Insgesamt kann die Division Stärke auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Im 1. Halbjahr 2010/11 sorgten Absatzsteigerungen dafür, dass die bis dahin gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnenden, niedrigeren Durchschnittsverkaufspreise überkompensiert wurden. Die gestiegenen Rohstoffpreise ab dem Spätsommer konnten durch Anpassung der Verkaufspreise im 2. Halbjahr 2010/11 ausgeglichen werden. Im Bereich Bioethanol wurden sowohl höhere Verkaufsmengen als auch höhere Marktpreise bei Ethanol und Nebenprodukten erzielt. Im November 2010 veröffentlichte die EU-Kommission eine Mitteilung zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2014. Diese schließt die Möglichkeit von freiwilligen gekoppelten Zahlungen auf nationaler Ebene für verschiedene Produktionssektoren nicht aus. Damit könnte die Wiedereinführung einer produktionsgekoppelten Unterstützung für Stärkekartoffeln ab 2014 möglich werden. Die gesamte Isoglukosequote in der EU beträgt im Wirtschaftsjahr 2010/11 rund 690.000 t. Den größten Anteil davon hält Hungrana mit 220.000 t. Rohstoffe Weltweit kam es sowohl bei Weizen wie auch bei Mais zu einem Rückgang der globalen Lagerbestände, die aber nach wie vor ausreichen, um die Nachfrage zu decken. Auch die gesamte Getreideproduktion in der EU lag deutlich unter dem Vorjahr. Die angespannte Versorgungslage sowohl EU- als auch weltweit schlug sich in den Rohstoffnotierungen an der Pariser Warenterminbörse nieder. Prognosen für die Ernte 2011 (Getreidewirtschaftsjahr 2011/12) in der EU gehen von einer Erhöhung der Getreideproduktion um rund 5 % aus. Maisstärke Die gesamte Maisverarbeitungsmenge in den AGRANA-Stärkefabriken (inkl. 50 %-Anteil Hungrana) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf rund 724.000 (647.000) t. Davon betraf die Verarbeitung von erntefrischem Nassmais eine Menge von rund 188.700 (182.400) t. Kartoffelstärke In der Kampagne 2010 hat die österreichische Stärkefabrik in Gmünd rund 186.300 (187.400) t Stärkeindustriekartoffeln zu 40.100 (40.200) t Kartoffelstärke verarbeitet. Dabei betrug der Bio-Anteil, gemessen an der Einsatzmenge, rund 3,2 (2,7) %. Für das Anbaujahr 2011 steht eine Quote von 47.691 t Kartoffelstärke zur Verfügung, für die Kontrakte mit den Landwirten abgeschlossen wurden. Aus rund 26.000 t Speiseindustriekartoffeln wurden etwa 4.600 t Kartoffeldauerprodukte produziert, der Bio-Anteil lag bei rund 25 (22) %. Stärke Österreich Insbesondere höhere Verkaufsmengen von nativen Stärken, Verzuckerungsprodukten und Handelswaren sowie von über die Futtermittelabteilung vertriebenen Nebenprodukten der AGRANA Bioethanol GmbH führten zu einem auf 1,18 (1,03) Mio. t gestiegenen Absatz bei insgesamt höheren Preisen. Stärke Ungarn Die Absatzmenge in Ungarn wurde insgesamt auf 0,50 (0,42) Mio. t gesteigert. Grund dafür waren höhere Absätze der Haupt- und Nebenprodukte, insbesondere bei Isoglukose. Die höheren Verkaufsmengen konnten die gestiegenen Rohstoffpreise sowie die leicht gesunkenen Verkaufspreise überkompensieren. Stärke Rumänien Der erreichte Mehrabsatz der Haupt- und Nebenprodukte sowie gestiegene Verkaufspreise der nativen Stärken und Nebenprodukte konnten die gesunkenen Verkaufspreise bei Verzuckerungsprodukten deutlich überkompensieren. Negativ wirkten sich allerdings gestiegene Rohstoffkosten aus, welche nicht vollständig durch höhere Verkaufsmengen und -preise wettgemacht werden konnten. Bioethanol AGRANA betreibt ein Bioethanolwerk in Pischelsdorf/Österreich sowie im Rahmen ihrer 50 %-Beteiligung an Hungrana eine kombinierte Stärke- und Bioethanolerzeugungsanlage in Szabadegyháza/Ungarn. Die gesamte Bioethanol-Produktionskapazität der beiden Werke beträgt mehr als 400.000 m3 . In Österreich werden neben Bioethanol jährlich bis zu 190.000 t hochwertiges Eiweißfuttermittel ActiProt® erzeugt. Der Absatz von Bioethanol stieg um rund 12.900 m3 auf 306.800 m3 . Die Verkaufspreise von Bioethanol sowie ActiProt® konnten im Vergleich zum Vorjahr angehoben werden. Mit der Zertifizierung nach ISCC (International Sustainability & Carbon Certification) ist für das Werk Pischelsdorf die Grundlage für die Belieferung des europäischen Marktes mit nachhaltigem Bioethanol ab 1. Januar 2011 geschaffen worden. SEGMENT CROPENERGIES 1 Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen Das umfangreiche Klima- und Energiepaket der EU befindet sich in der Umsetzung. Bis 2020 müssen die Mitgliedsstaaten u. a. sicherstellen, dass 10 % der Energie im Transportsektor aus erneuerbaren Quellen stammen. Das umfangreiche Gesetzespaket sollte von den Mitgliedsstaaten bis zum 5. Dezember 2010 in nationales Recht umgesetzt werden. Bis zum 30. Juni 2010 musste jeder Mitgliedsstaat einen nationalen Aktionsplan bei der EU-Kommission einreichen, der sowohl die Maßnahmen zur Erreichung der Ziele als auch indikative Zwischenziele angibt. Die veröffentlichten Aktionspläne verdeutlichen das große Wachstumspotenzial des EU-Bioethanolmarkts, dessen Größe sich demnach bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 2010 auf rund 15 Mio. m3 Bioethanol nahezu verdreifachen soll. Der Aktionsplan der deutschen Bundesregierung sieht vor, das EU-Ziel von 10 % erneuerbarer Energien im Transportsektor im Jahr 2020 mit den bereits bestehenden Gesetzen zu erreichen. Ein wichtiger Bestandteil des Pakets sind die darin enthaltenen Nachhaltigkeitskriterien. Es gelten nur solche Produkte als Biokraftstoffe, die u. a. mindestens 35 Gew.-%, ab 2017 sogar 50 Gew.-% der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen. Neue Biokraftstoffanlagen, die nach 2017 errichtet werden, müssen Treibhausgaseinsparungen von mindestens 60 Gew.-% nachweisen. Neben dieser Mindesteinsparung von Treibhausgasen müssen Biokraftstoffe weitere Umwelt- und Sozialstandards erfüllen. Die EU-Kommission hatte den Mitgliedsstaaten im Juni 2010 einen Implementierungsleitfaden mit Übergangsregeln für den Umgang mit Rohstoffen aus der Ernte 2010 in Bezug auf die Nachhaltigkeitskriterien zur Verfügung gestellt. Eine einheitliche Umsetzung der Kriterien wird jedoch durch das bisherige Fehlen eines EU-weit geltenden Zertifizierungssystems erschwert. Die Fortschritte in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten bei der Implementierung fallen deshalb sehr unterschiedlich aus. Als einzige EU-Mitgliedsstaaten haben Deutschland und Österreich die Vorgaben fristgerecht umgesetzt. Es wird erwartet, dass im Laufe des 1. Halbjahres 2011 weitere EU-Mitgliedsstaaten ebenfalls EU-konforme Nachweissysteme etablieren werden. Klärungsbedarf besteht noch bei der Berücksichtigung indirekter Landnutzungsänderungen (iLUC). Die EU-Kommission hat angekündigt, in einer Folgenabschätzung mögliche Handlungsoptionen weiter zu prüfen und die Ergebnisse spätestens im Juli 2011 vorzulegen. Auf dieser Basis wird die EU-Kommission ggf. gesetzgeberische Maßnahmen zur Ergänzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie vorschlagen, über die der Europäische Rat und das Europäische Parlament bis Ende 2012 entscheiden sollen. Mit der Novellierung der Kraftstoffqualitätsrichtlinie hat die EU die technische Voraussetzung für die europaweite Einführung von E10-Kraftstoff, d. h. die Beimischung von 10 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff, geschaffen. Ab dem 1. Januar 2011 hat der Gesetzgeber auch in Deutschland die Obergrenze der Ethanolbeimischung zu Ottokraftstoff auf 10 Vol.-% angehoben, E10 ist seitdem auch in Deutschland eingeführt. In Deutschland koppelt die Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV) die Förderung durch die Biokraftstoffquotenverpflichtungen und Steuerentlastungen für Reinkraftstoffe (E85, B100) ab der Ernte 2010 an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Dies wird von unabhängigen Zertifizierungssystemen und -stellen überprüft, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) anerkannt und kontrolliert werden. Die Dokumentation erfolgt ab dem 1. Januar 2011 z. B. mit Hilfe des von den Verbänden der Agrar- und Biokraftstoffwirtschaft entwickelten Zertifizierungssystems REDcert. 1 Weitere ausführliche Informationen stehen im aktuellen Geschäftsbericht 2010/11 der CropEnergies AG zur Verfügung. Marktentwicklung Weltmarkt und EU Im Jahr 2010 stieg die weltweite Produktion von Bioethanol im Vergleich zum Vorjahr um rund 15 % auf 104,0 (90,1) Mio. m3 . Davon waren 85,0 (72,9) Mio. m3 und damit 82 % für den Kraftstoffsektor bestimmt. Erste Schätzungen für das Jahr 2011 gehen von einem Anstieg der Produktion auf 108,3 Mio. m3 Bioethanol aus. Das größte Wachstum wird dabei für die EU erwartet. Die USA haben ihre Rolle als weltweit größter Produzent von Bioethanol durch eine Ausweitung der Produktion um 22 % auf 51,5 (42,2) Mio. m3 weiter ausgebaut. In Brasilien stieg die Produktion im Jahr 2010 unterproportional um 7 % auf 28,0 (26,1) Mio. m3 Bioethanol, da die brasilianischen Anbieter aufgrund hoher Zuckerpreise einen möglichst hohen Anteil des geernteten Zuckerrohrs zu Zucker verarbeiteten. In der EU wuchs die Ethanolproduktion um 15 % auf 6,4 (5,6) Mio. m3 . Dem weltweiten Trend folgend, basiert dieser Anstieg auf dem zunehmenden Einsatz von Bioethanol als Kraftstoff, für den 4,3 Mio. m3 bzw. 66 % der Bioethanolproduktion in der EU bestimmt waren. Der Zuwachs resultiert vor allem aus der Inbetriebnahme neuer Großanlagen in den Niederlanden und Großbritannien. Weitere Produktionssteigerungen wurden unter anderem in Belgien, Deutschland und Frankreich erzielt. Für das Jahr 2011 erwarten Marktbeobachter in der EU eine Gesamtproduktion von rund 7,1 Mio. m3 Bioethanol. ■ EU-Mengenbilanz Bioethanol 1 scroll Mio. m3 2011 2010 2009 Anfangsbestand 1,9 2,1 1,6 Produktion 7,1 6,4 5,6 Import 1,9 1,5 1,7 Verbrauch 8,9 8,0 6,7 Export 0,1 0,1 0,1 Endbestand 1,9 1,9 2,1 1 Quelle: F. O. Licht, April 2011 (Daten 2011: Schätzung) Die Bioethanolpreise in Europa stiegen bei hoher Volatilität von rund 500 €/m3 Anfang März 2010 auf 650 €/m3 FOB Rotterdam Ende Februar 2011. Dabei schwankten die Preise zwischen 430 €/m3 Mitte April 2010 und rund 655 €/ m3 Mitte September 2010. Dieser Preisanstieg ist auf die zunehmende Beimischung von Bioethanol im europäischen Kraftstoffsektor bei moderaten Importaktivitäten und auf höhere Rohstoffkosten zurückzuführen. Rohstoffe Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat die Ernteerwartungen für das Getreidewirtschaftsjahr 2010/11 im Jahresverlauf gesenkt, geht aber aufgrund der Lagerbestände dennoch von einer weltweit guten Versorgungslage mit Getreide aus. Das USDA erwartet für die Ernte 2010/11 eine Weltgetreideproduktion (ohne Reis) von 1.731 Mio. t bei einem leicht gestiegenen Verbrauch von 1.788 Mio. t. Die Ernte in der EU im Getreidewirtschaftsjahr 2010/11 entsprach trotz Ernteeinbußen infolge trockener Witterung im Juni und Juli 2010 mit 275 Mio. t weitestgehend dem Gesamtverbrauch in Höhe von 273 Mio. t. Auf die Herstellung von Bioethanol entfielen lediglich 3 % der EU-Getreideernte oder 9,1 Mio. t Getreide. Nach relativ konstanten Preisen von rund 130 €/t im 1. Quartal 2010/11 zogen die Notierungen für Weizen an der NYSE Euronext in Paris im Zuge der rückläufigen Ernteerwartungen und witterungsbedingten Qualitätseinbußen spürbar an und lagen zum 28. Februar 2011 bei 257,50 €/t. Für das Getreidewirtschaftsjahr 2011/12 wird in der EU eine überdurchschnittliche Getreideernte von 285 Mio. t Getreide erwartet. Geschäftsverlauf In der CropEnergies-Gruppe sind die Bioethanolaktivitäten in Deutschland, Belgien und Frankreich gebündelt. Das Unternehmen ist einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol in Europa und verfügt über eine Produktionskapazität von über 700.000 m3 Bioethanol und über 500.000 t Lebens- und Futtermittel pro Jahr. Am Standort Zeitz wurde im Geschäftsjahr 2010/11 eine Anlage zur Aufreinigung und Verflüssigung von biogenem CO2 in Betrieb genommen, die über eine Jahreskapazität von 100.000 t CO2 verfügt, das u. a. in der Nahrungsmittelindustrie genutzt wird. Betreiber ist ein Joint Venture von CropEnergies und der Tyczka Energie GmbH. ■ Geschäftsentwicklung im Segment CropEnergies scroll 2010/11 2009/10 +/- in % Umsatz Mio. € 437 362 20,9 EBITDA Mio. € 76 33 > 100 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € -30 -21 43,2 Operatives Ergebnis Mio. € 46 12 > 100 Restrukturierung/ Sondereinflüsse Mio. € 1 -2 - Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 47 10 > 100 EBITDA-Marge % 17,4 9,2 Operative Marge % 10,5 3,3 ROCE % 8,7 2,3 Investitionen in Sachanlagen Mio. € 21 34 -36,0 Investitionen in Finanzanlagen Mio. € 0 0 - Investitionen gesamt Mio. € 21 34 -36,0 Mitarbeiter 303 302 0,3 Umsatz CropEnergies konnte im Geschäftsjahr 2010/11 die dynamische Geschäftsentwicklung fortsetzen und den Konzernumsatz deutlich auf 437 (362) Mio. € steigern. Wesentlich dazu beigetragen hat die Ausweitung der Absatzmengen von Bioethanol und der anfallenden Nebenprodukte. Operatives Ergebnis Das operative Ergebnis im Segment CropEnergies konnte sich mit 46 (12) Mio. € fast vervierfachen. Maßgeblich dafür ist die deutlich stärkere Auslastung und damit höhere Produktivität der Bioethanolanlage in Wanze sowie eine Verbesserung der Nebenprodukterlöse. Demgegenüber hatten die Preissteigerungen an den Getreidemärkten aufgrund von frühzeitigen Preisabsicherungen und der Optimierung des Rohstoffeinsatzes keine wesentlichen Auswirkungen. Rohstoffe Dank der Flexibilität der Produktionsanlagen konnte CropEnergies den Rohstoffeinsatz an die Bedingungen auf den Rohstoffmärkten anpassen. Das Beschaffungsmanagement der CropEnergies-Gruppe für die Anlagen in Zeitz und Wanze konzentriert sich auf den standortnahen und frachtgünstigen Bezug der benötigten Rohstoffe. Um das Preisrisiko bei Getreide zu begrenzen, setzt CropEnergies als Ergänzung zu Fixpreiskontrakten derivative Finanzinstrumente ein. Die Versorgung mit Zuckersirupen ist durch zum Teil langfristige Lieferverträge gewährleistet. Bei der Umsetzung der Biokraft-NachV in Deutschland hat CropEnergies intensiv mit den Rohstofflieferanten zusammengearbeitet, um die Versorgung der Fabriken mit als nachhaltig zertifizierter Biomasse sicherzustellen. Produktion Im Geschäftsjahr 2010/11 hat die CropEnergies-Gruppe die Erzeugung von Bioethanol insbesondere durch die bessere Auslastung der Produktionsanlage in Wanze um 14 % auf 687.000 (603.000) m3 ausgeweitet. Dadurch stieg auch die Menge der erzeugten getrockneten Lebens- und Eiweißfuttermittel um 13 % auf 303.000 (269.000) t. Als weitere Kuppelprodukte fielen flüssige Eiweißfuttermittel an. In Zeitz konnte trotz der 5-Jahres-Revision im 1. Quartal 2010/11 die Produktion von Bioethanol und ProtiGrain® weiter angehoben werden. In der Bioethanolanlage in Wanze erhöhte CropEnergies die Kapazitätsauslastung weiter. Im Oktober 2010 wurden die Bioethanolanlagen in Zeitz und Wanze von der DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen, Frankfurt am Main, nach dem Zertifizierungssystem REDcert zertifiziert. Damit erfüllt das dort erzeugte Bioethanol alle Anforderungen der deutschen Biokraft-NachV. Absatz Bioethanol Entsprechend der erhöhten Produktionsmengen hat CropEnergies auch den Absatz von Bioethanol im Geschäftsjahr 2010/11 um 17 % auf 705.000 (601.000) m3 gesteigert. Der Kundenstamm besteht sowohl aus großen und mittelständischen Mineralölgesellschaften als auch aus unabhängigen ETBE-Produzenten im In- und Ausland. CropEnergies konzentrierte sich weiterhin auf Binnendestinationen, die mit dem geschaffenen Logistiknetzwerk frachtgünstig versorgt werden können. Schwerpunkte im Vertrieb waren die rasche und fristgerechte Umsetzung der Biokraft-NachV und die Auslieferung von zertifiziertem Bioethanol für die Einführung von E10 in Deutschland, die Entwicklung des belgischen Bioethanolmarkts und die Stärkung der Marktposition in Osteuropa. CropEnergies hat die führende Position auf dem deutschen Markt für E85, einem Bioethanol-Benzin-Gemisch für Flexible Fuel Vehicles, weiter ausgebaut und den Absatz von CropPower85 um mehr als 70 % gesteigert. Derzeit vertreiben rund 30 % der E85-Tankstellen in Deutschland CropPower85. Über die Ryssen Alcools SAS hat die CropEnergies-Gruppe qualitativ hochwertige Produkte für traditionelle und technische Anwendungen an namhafte Unternehmen der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie vermarktet. Aufgrund des strengen Winters in Europa bestand eine große Nachfrage nach Alkohol zur Herstellung von frostbeständigen Scheibenreinigern für Kraftfahrzeuge. Absatz Lebens- und Futtermittel Das Produktportfolio der CropEnergies-Gruppe umfasst das getrocknete und pelletierte Eiweißfuttermittel ProtiGrain® , das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze® sowie Gluten. ProtiGrain® ist ein fester Bestandteil in der qualitäts-orientierten europäischen Tierfütterung und erzielte im Zuge des Preisanstiegs bei Ölschroten attraktive Erlöse. Hauptabsatzgebiete sind die großen Futtermittelmärkte in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und Dänemark. In Wanze produziert und vermarktet CropEnergies die Kuppelprodukte Gluten und CDS (Condensed Distillers' Solubles). Gluten, das insbesondere in der Lebensmittelindustrie und in speziellen Tierfuttermitteln Verwendung findet, wird über BENEO vertrieben. CDS, ein flüssiges Futtermittel für Rinder und Schweine mit hohem Eiweißgehalt, wird unter dem Markennamen ProtiWanze® vertrieben und hat sich erfolgreich im Markt etabliert. Das große Interesse von Nutztierhaltern ist auf die vorzügliche Qualität und die hohe Wettbewerbsfähigkeit von ProtiWanze® im Vergleich zu Sojaschrot und anderen proteinreichen Futtermitteln zurückzuführen. SEGMENT FRUCHT Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen Der europäische Markt für Fruchtzubereitungen verzeichnete im Kalenderjahr 2010 im Vergleich zu den Krisenjahren 2008 und 2009 zum Teil hohe Wachstumsraten. Das Wachstum im 1. Halbjahr 2010 war getrieben durch die Einführung neuer Produktvarianten, Sortimentsausweitungen sowie Werbeaktivitäten in der Molkereiindustrie. Im 2. Kalenderhalbjahr 2010 verlangsamte sich das Marktwachstum deutlich. Gegen Jahresende litt das Konsumklima vor allem in einigen europäischen Ländern unter der negativen Stimmung im Zuge von Budgetdefiziten, Sparpaketen und Steuermaßnahmen. In Osteuropa liegt der Pro-Kopf-Verbrauch weiterhin wesentlich unter dem europäischen Schnitt, vor allem Russland konnte hier aber aufholen und verzeichnete ein zweistelliges Wachstum. Auch in den außereuropäischen Märkten - u. a. in den USA, in Brasilien und China -, in denen der Pro-Kopf-Verbrauch unter dem europäischen Schnitt liegt, konnte ein überdurchschnittliches Wachstum erzielt werden. Die wichtigsten Konsumententrends bleiben Gesundheit, Convenience und Genuss. Dabei erhalten nach der Krise Werte wie Natürlichkeit, Beständigkeit und Regionalität eine höhere Bedeutung. Im Konzentratgeschäft gewinnen Fruchtsaftgetränke mit niedrigem Saftgehalt und Getränke mit reduziertem Kaloriengehalt und damit geringerem Fruchtsaftgehalt nach wie vor Marktanteile. Der Preisdruck im Handelsmarkengeschäft hat sich im Herbst 2010 nochmals erhöht, weil Konzentrat-Preissteigerungen von den Abfüllern nur teilweise an die Handelsketten weitergegeben werden konnten. Die Weltmarktpreise sind ab dem Frühjahr 2010 bei allen Konzentraten erheblich gestiegen. In Europa lagen die Ernten 2010 wetterbedingt sowie durch geringere Pflegemaßnahmen aufgrund der niedrigen Rohstoffpreise 2008 und 2009 deutlich unter den Vorjahren. In China hat sich in den letzten drei Jahren die Nachfrage nach allen frischen Früchten deutlich erhöht, wodurch erhebliche Fruchtmengen für die Konzentratverarbeitung fehlen. Die Überbestände aus der Ernte 2007 und 2008 waren im Herbst 2010 abgebaut, so dass die geringere Ernte den Preisanstieg zusätzlich unterstützt hat. Die Absätze in den GUS-Staaten haben sich nach der Krise wieder erholt und zeigten knapp zweistellige Wachstumsraten. Der Trend zu billigeren Getränken mit geringerem Saftgehalt machte sich auch in diesen Staaten bemerkbar. Geschäftsverlauf AGRANA hält über die AGRANA J&F Holding GmbH mittelbar sämtliche Beteiligungen des Segments Frucht. Die Koordination und operative Führung erfolgt durch die beiden Branchen-Holdings AGRANA Fruit S.A.S., Mitry-Mory/ Frankreich (Fruchtzubereitungen), und AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf/Österreich (Fruchtsaftkonzentrate). Im Geschäftsjahr 2010/11 hat AGRANA das Kundenportfolio weiter verbreitert und neue Absatzregionen erschlossen, um die Abhängigkeit von den hochkompetitiven zentral- und westeuropäischen Märkten zu verringern und Preisschwankungen besser ausgleichen zu können. Ungeachtet der schwierigen Rohstoffsituation gelang es, durch eine frühzeitige gezielte Anpassung der Einkaufsstrategien in den jeweiligen Ländern die für die Kundendeckung unbedingt erforderlichen Rohstoff- und Konzentratmengen zu sichern. Bis Ende 2009 wurden Reorganisationsmaßnahmen an allen europäischen Produktionsstandorten erfolgreich umgesetzt. Mit der Optimierung der Produktionskosten wurde die Wettbewerbsfähigkeit weiter gesteigert. Seit dem Frühjahr 2010 wird intensiv an der Optimierung der Logistik- und Administrationsprozesse gearbeitet. ■ Geschäftsentwicklung im Segment Frucht scroll 2010/11 2009/10 +/- in % Umsatz Mio. € 870 806 7,9 EBITDA Mio. € 82 72 13,9 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € -35 -36 -3,1 Operatives Ergebnis Mio. € 47 36 31,3 Restrukturierung/ Sondereinflüsse Mio. € 0 -4 - Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 47 32 45,0 EBITDA-Marge % 9,4 8,9 Operative Marge % 5,4 4,4 ROCE % 6,7 5,5 Investitionen in Sachanlagen Mio. € 31 26 18,1 Investitionen in Finanzanlagen Mio. € 0 0 - Investitionen gesamt Mio. € 31 26 18,1 Mitarbeiter 5.118 4.711 8,6 Umsatz Im Segment Frucht legte der Umsatz um 8 % auf 870 (806) Mio. € zu. Dieser Anstieg ist sowohl auf gestiegene Absatzmengen bei Fruchtzubereitungen als auch auf rohstoffpreisbedingt höhere Erlöse bei Fruchtsaftkonzentraten zurückzuführen. Operatives Ergebnis Das Segment Frucht erzielte mit 47 (36) Mio. € einen weiteren deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses. Diese Entwicklung ist insbesondere auf das Absatzwachstum bei Fruchtzubereitungen, aber auch auf die infolge gestiegener Rohstoffpreise höheren Erlöse für Fruchtsaftkonzentrate zurückzuführen. Entwicklung in den Unternehmen AGRANA Fruit AGRANA ist weltweit führender Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren- sowie Eiscremeindustrie mit einem globalen Marktanteil von rund einem Drittel. Insgesamt betreibt AGRANA aktuell 25 Produktionsstandorte für Fruchtzubereitungen in 19 Ländern. Für Ende Mai 2011 ist die Eröffnung eines Produktionsstandortes in Qalyoubia/Ägypten im Rahmen eines Joint Ventures mit dem ägyptischen Unternehmen Nile Fruits, bei dem AGRANA mit einem Anteil von 51 % die Mehrheit hält, geplant. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis konnten weiter gesteigert werden. Ausschlaggebend dafür waren die Absatzsteigerungen - überproportional wuchsen hier die Regionen Osteuropa, Asien und Nord- und Südamerika, die einen großen Nachholbedarf beim Pro-Kopf-Verbrauch an Fruchtjoghurts aufweisen -, Effizienzsteigerungen sowie positive Währungseinflüsse in den USA und einigen asiatischen Ländern. Die im 2. Halbjahr 2010/11 gestiegenen Rohstoffpreise konnten großteils an den Markt weitergegeben werden. Die Sommerernten in Europa und Asien waren aufgrund des ungünstigen Witterungsverlaufs unterdurchschnittlich. Zusammen mit einer gestiegenen Nachfrage führte dies in Europa, Amerika und Asien bei beinahe allen Früchten zu empfindlichen Preissteigerungen. Ganz besonders waren davon Kirschen, Heidelbeeren, Erdbeeren und Ananas betroffen. Die Winterernten 2010/11 in Mexiko, Chile und Argentinien schließen generell an das hohe Preisniveau der letzten Sommerernte an. Dies betrifft im Wesentlichen Erdbeeren und Brombeeren. Generell wird aufgrund der deutlich belebten Nachfrage, vor allem in Osteuropa und Asien, und relativ geringer Lagerbestände mit einem weiteren Preisanstieg bei Früchten gerechnet. Die ersten Abschlüsse für das Wirtschaftsjahr 2011/12 für Erdbeeren wie auch für tropische Früchte waren bereits erste Indikatoren für diese Entwicklung. Im Bereich Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie kam es im Geschäftsjahr 2010/11 zu einem Mengenwachstum von 4,8 % und einem leichten Ausbau des Marktanteils. Fast alle Landesgesellschaften und Regionen konnten ihren Absatz ausbauen. In den Schwellenländern, aber auch in Deutschland wurden aufgrund verstärkter Exporte zweistellige Wachstumsraten realisiert. Auch die Diversifizierung außerhalb des Stammgeschäftes mit Molkereien schreitet voran; der Absatz an die Eiscreme- und Backwarenindustrie wächst überdurchschnittlich. AGRANA Juice Mit zehn europäischen Produktionsstandorten ist AGRANA einer der führenden Hersteller von Apfel- und Beerensaftkonzentraten in Europa. In China betreibt AGRANA seit 2008 mit Yantai North Andre zwei Apfelsaftkonzentratfabriken in der größten Apfelanbauregion der Welt. Seit Februar 2011 laufen Verhandlungen zur Auflösung der Joint-Venture-Verträge, mit dem Ziel der jeweils 100%igen Übernahme eines Werkes durch AGRANA und Yantai North Andre. Die Hauptabsatzmärkte für chinesisches Apfelsaftkonzentrat mit einem niedrigen Säuregrad sind USA, Russland, Japan und Europa. Dieses Apfelsaftkonzentrat dient auch als Basis für Fruchtsaftgetränke und wird in vielen Rezepturen und Mischungen verwendet. Die europäischen Konzentratstandorte produzieren hauptsächlich Apfelsaftkonzentrat mit höherem Säuregrad, welches zur Herstellung von 100 %-Apfelsäften und Apfelschorlen verwendet wird. Neben Äpfeln verarbeitet AGRANA auch Beeren zu Buntsaftkonzentraten für den Absatz auf dem europäischen und internationalen Markt. Die europäische Kernobst- und Beerenobsternte 2010/11 lag bei einzelnen Früchten um bis zu 40 % unter einer durchschnittlichen Erntesaison. Im Vergleich zum Niedrigpreisjahr 2009 sind die Rohstoffkosten durch die schlechte Verfügbarkeit bei einzelnen Früchten bis zum Dreifachen angestiegen. Dadurch konnten die Werke nur unterdurchschnittlich ausgelastet werden. Die Ausweitung der Verarbeitung von Bio-Äpfeln in Ungarn zu Konzentrat und Direktsaft konnte erfolgreich umgesetzt werden. Trotz einer guten Apfelernte von rund 30 Mio. t in China, verringerte sich das Apfelangebot für die industrielle Verarbeitung durch eine höhere Nachfrage auf dem Frischmarkt. Schätzungen zufolge lag die gesamte chinesische Produktionsmenge an Apfelsaftkonzentrat für das Jahr 2010 um 60 % unter dem Wert des Rekordjahres 2007. Im Bereich der roten Beeren konnten in Polen und Dänemark die geplanten Einkaufsmengen aufgrund der schlechten Erntesituation und der hohen Rohstoffkosten nicht erreicht werden. Das Absatzziel bei Fruchtsaftkonzentraten konnte, trotz geringerer Erntemenge, durch den Zukauf von Halbkonzentraten erreicht werden. Bedingt durch die höheren Rohwarenpreise konnten auch höhere Verkaufspreise am Markt durchgesetzt und damit eine deutliche Umsatzsteigerung erzielt werden. In den großen westeuropäischen Fruchtsaftkonzentratmärkten (Deutschland, Großbritannien) gelang es AGRANA, die Absätze stabil zu halten. Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 wurden niedrigpreisige Kontrakte aus der Ernte 2009 und ab dem 4. Quartal 2010/11 hochpreisige Kontrakte aus der Ernte 2010 ausgeliefert. Durch den Abschluss von Jahreskontrakten mit großen Fruchtsaftabfüllern wurde der Großteil der Produktion aus der Ernte 2010 bereits während der Kampagne vertraglich abgesichert. Die Auslieferungen der Kontrakte werden bis zum Beginn des 3. Quartals 2011/12 laufen. MITARBEITER Die Zahl der Mitarbeiter des Südzucker-Konzerns ist im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2010/11 mit 17.658 (17.493) leicht angestiegen. Dabei stand einem Rückgang im Segment Zucker eine Zunahme im Segment Frucht gegenüber. In den Segmenten Spezialitäten und CropEnergies blieb die Anzahl der Mitarbeiter konstant. Nach Regionen gegliedert waren mit 3.976 (4.022) Mitarbeitern rund 23 % in Deutschland beschäftigt, 9.079 (9.227) Mitarbeiter - rund 51 % - arbeiten in den übrigen EU-Ländern und 4.603 (4.244) Mitarbeiter - rund 26 % - gehören zu Gruppenunternehmen in Nicht-EU-Ländern Europas und im übrigen Ausland. ■ Mitarbeiter im Konzern (Jahresdurchschnitt) scroll 2010/11 2009/10 +/- in % Zucker 7.978 8.218 -2,9 Spezialitäten 4.259 4.262 0,1 CropEnergies 303 302 0,3 Frucht 5.118 4.711 8,6 Gesamt 17.658 17.493 0,9 Personalpolitik Die rasche Konjunkturerholung und die ersten Signale der demografischen Veränderungen haben dazu geführt, dass die Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt zunehmend um gut ausgebildete Mitarbeiter konkurrieren. Südzucker verzeichnet zwar eine geringe Fluktuation sowie lange Betriebszugehörigkeitszeiten. Gleichwohl werden die Bemühungen zur Bindung qualifizierter Mitarbeiter sowie zur Verbesserung der Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt weiter verstärkt. Die Maßnahmen reichen dabei von einer leistungsorientierten Bezahlung bis hin zur Intensivierung der Kontakte zu Schulen und Universitäten. Zudem wurden die Angebote für die Weiterqualifizierung von Mitarbeitern ausgebaut, wobei der Schwerpunkt auf der Verbesserung von Schlüsselqualifikationen lag. Die Integration in der Südzucker-Gruppe wird durch Maßnahmen flankiert, in denen Mitarbeiter und Führungskräfte mit länderübergreifenden Themen konfrontiert werden. Auch die Verbesserung der Change-Management-Kompetenzen spielt hier eine wichtige Rolle. Ziel ist ein umfassender Austausch von Wissen und Erfahrungen, der alle Mitarbeiter und damit auch das Unternehmen voranbringt. Europäischer Betriebsrat Die regelmäßige jährliche Sitzung des Europäischen Betriebsrats fand im Juli 2010 in Paris statt. Die insgesamt 14 Mitglieder sowie der Vorstand von Südzucker und die Geschäftsführung der französischen SüdzuckerTochter Saint Louis Sucre tauschten sich über konzernübergreifende Themen aus. Bei Südzucker ist der Dialog zwischen Vorstand, Geschäftsführungen, Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften ein wichtiger Baustein für den miteinander gepflegten Umgang, der sich auch in einer konstruktiven Zusammenarbeit in der täglichen Praxis findet. Arbeitssicherheit Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz leisten einen nachhaltigen Beitrag zum Unternehmenserfolg und stehen deshalb bei allen Gesellschaften der Südzucker-Gruppe im Fokus. Im Rahmen eines integrierten Managementsystems sind sowohl die Führungskräfte als auch jeder einzelne Mitarbeiter aufgefordert, Verantwortung wahrzunehmen. Zu den zahlreich getroffenen präventiven Maßnahmen gehören unter anderem technische und organisatorische Richtlinien, die auf den Beurteilungen der Gefährdungen an den Arbeitsplätzen und auf Prozesssicherheitsbetrachtungen basieren. Mitarbeiter und Führungskräfte nehmen an Weiterbildungs- und Unterweisungsmaßnahmen hinsichtlich bestehender Vorschriften, Arbeitsanweisungen und gesundheitlicher Belastungen teil. Beispielhaft seien zweitägige Arbeitssicherheitsworkshops 2010 zu erwähnen, bei denen die richtige Auswahl und die sichere Handhabung der persönlichen Schutzausrüstung im Mittelpunkt stand. In diesen Multiplikatorenworkshops wurden mehr als 75 Sicherheitsbeauftragte und Führungskräfte aus den Südzucker-Werken geschult. Betriebliches Vorschlagswesen Bei der Südzucker AG, der CropEnergies AG und der BENEO-Palatinit GmbH wurden zahlreiche Verbesserungsvorschläge eingereicht und prämiert. Durch dieses Engagement wurden Arbeitsabläufe in allen Bereichen optimiert. Dank des Vorstands Die positive wirtschaftliche Entwicklung der Südzucker-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr ist in erster Linie ein Verdienst der Mitarbeiter. Auch wenn der Erfolg am Ende des Geschäftsjahres steht, so darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Rahmenbedingungen häufig ungünstig waren. Eine witterungsbedingt erheblich erschwerte Rübenkampange und starke Schwankungen bei Agrarrohstoffen haben das Geschäftsjahr geprägt. Umsichtig und vorausschauend haben die Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe auf diese besonderen Herausforderungen reagiert. Gemeinsam ist es uns dabei gelungen, die gesteckten Ziele zu übertreffen. Der Vorstand dankt allen Beschäftigten für das gezeigte Engagement und darüber hinaus auch den Arbeitnehmervertretern für die von Verständnis und Vertrauen geprägte Zusammenarbeit. INVESTITIONEN Im Geschäftsjahr 2010/11 sind die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf 245 (216) Mio. € gestiegen. Davon entfielen auf das Segment Zucker 126 (106) Mio. €, auf das Segment Spezialitäten 67 (50) Mio. €, im Segment CropEnergies wurden 21 (34) Mio. € investiert und im Segment Frucht 31 (26) Mio. €. Im Folgenden werden die wesentlichen Investitionen erläutert. Segment Zucker Deutschland Die Investitionsschwerpunkte lagen - wie in den Vorjahren - auf Umwelt-, Ersatz- und Optimierungsinvestitionen. In Ochsenfurt sind die aus Groß-Gerau übernommene Pelletsverladung und die neue Kühlturmanlage planmäßig in Betrieb gegangen. Die Inbetriebnahme der Nachprodukt-Zentrifugenstation in Offenau ist zur Dicksaftkampagne erfolgt. Die neuesten Hygienestandards entsprechende Reinigungshalle für LKW-Silofahrzeuge für flüssige Produkte in Offstein wird im Frühjahr 2011 fertiggestellt. Die Installation der gebrauchten Extraktionsanlage in Plattling ist ebenso wie der Umbau der Verdampfstation erfolgreich abgeschlossen. Im Werk Rain schreitet die Reinstallation des Zuckersilos aus dem geschlossenen Werk Regensburg wie geplant voran, der Abschluss der Arbeiten ist rechtzeitig zur Kampagne 2011 geplant. Im Werk Warburg erfüllt der aus dem Werk Brugelette übernommene Zuckerkühler vollständig die Erwartungen. Die neuen Identifikationssysteme im Rübenhof- und Rübenlaborbereich im Werk Zeitz wurden in Betrieb genommen. Belgien Die im Werk Tienen begonnene Modernisierung der Abpackstation wird im laufenden Geschäftsjahr fortgeführt. In Longchamps ist die Rübenwaschanlage komplett modernisiert und vereinfacht worden. Zur Reduzierung der Abwasserfrachten sind weitere Verbesserungen vorgesehen. Frankreich Bei SLS steht nach wie vor das Projekt Europac im Mittelpunkt. Hier wurden in Roye weitere Investitionen zum Aufbau eines zentralen Abpack- und Logistikstandortes getätigt. Die Zuckertrocknung in Roye wurde in der Kampagne 2010 erfolgreich betrieben, die bereits begonnenen Arbeiten an der Kochstation sollen zur Kampagne 2011 abgeschlossen sein. In Cagny konnte das Projekt Kurzumtrieb-Anpflanzungen, d. h. die Anpflanzung von Weiden oder anderen schnell wachsenden Gehölzen, umgesetzt werden. Auf diesen Flächen wird das Überschusskondensat aus der Zuckerfabrik versprüht. In Marseille befindet sich die Lose-Zucker-Verladung seit Ende August 2010 in Betrieb, anschließend wurden die Entstaubungseinrichtungen überarbeitet sowie zusätzliche Hygienemaßnahmen abgeschlossen. Polen Nach Abschluss der Restrukturierung bei Südzucker Polska stehen der Ausbau und die Modernisierung der bestehenden Standorte im Mittelpunkt. Wesentliche Projekte waren die Errichtung der Extraktionsanlage in Ropczyce sowie einer neuen Abwasserreinigungsanlage in Strzelin. Der Umbau des Werkstattgebäudes zur Zuckerlagerhalle in Ropczyce wurde planmäßig abgeschlossen. Österreich/Slowakei/Ungarn In Tulln/Österreich wurde mit dem Bau eines neuen 70.000 t fassenden Zuckersilos begonnen. Der neue Melassetank in Sered/Slowakei wurde wie geplant zur Kampagne 2010 genutzt. In Kaposvar/Ungarn wurde aus Umweltschutzgründen und zur Effizienzsteigerung der Biogasanlage ein Nachfermenter errichtet. Durch den Betrieb der Biogasanlage konnten in der Rübenkampagne rund 48 (42) % des Primärenergiebedarfs gedeckt werden. Moldawien Die für das Geschäftsjahr 2010/11 umgesetzten Investitionsprojekte konzentrierten sich in erster Linie auf die Senkung des Energiebedarfes und die Reduzierung der Zuckerverluste. Die hierzu aufgestellte Nachprodukt-Kühlmaische am Standort Drochia wurde erfolgreich in Betrieb genommen. Der Bereich Zuckerabsackung wurde um eine 50-kg-Ventilsackabfüllanlage erweitert. Im Werk Falesti wurde der erste Bauabschnitt des Umbaus der Verdampfstation realisiert. Segment Spezialitäten BENEO Im Rahmen des umfangreichen Prozess- und Abwasserprojektes bei BENEO-Orafti in Oreye/Belgien wurde im Dezember 2010 mit dem Bau der neuen aeroben Abwasseraufbereitungsanlage begonnen, die Inbetriebnahme ist für September 2011 vorgesehen. Die Fundamentierungsarbeiten für die neue Lösestation für Rohinulin haben begonnen. Der Ausbau der Reisstärkeproduktionskapazität bei BENEO-Remy schreitet weiter voran. Neben vielen kleineren Anlagenanpassungen wurden Anfang 2011 ein weiterer Proteindekanter installiert, die Siebanlagen optimiert sowie ein neuer Verdampfer mit mechanischer Brüdenkompression zur Installation freigegeben. Palatinose™ entwickelt sich am Markt erfreulich. Neben der Überprüfung von Investitionen zur Kapazitätsanpassung in den Prozessstufen Entsalzung und Trocknung ist eine Umstrukturierung der Produktbereiche zur künftigen Integration von Palatinose™ im Sicht- und Versand-Bereich notwendig. Freiberger Der Neubau der Fabrik in Westhoughton/Großbritannien wurde planmäßig im September 2010 in Betrieb genommen. Im Werk Oberhofen/Österreich wurde ein neuer Ofen und ein Palettierer installiert. PortionPack Europe Der Schwerpunkt der Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr lag in der Standortoptimierung sowie der Modernisierung von Verpackungsanlagen. Stärke Zur Energieeinsparung und Qualitätsverbesserung wurde im Werk Gmünd/Österreich der Kocher für die Produktion von Kartoffeldauerprodukten erneuert. In der Stärkefabrik Aschach/Österreich wurde die Vermahlungsleistung auf 1.150 t Mais pro Tag erhöht. Die Wärmerückgewinnung aus der Futtermitteltrocknerabluft verbessert die Energieeffizienz der Anlage. Segment CropEnergies Zeitz Bei der CropEnergies Bioethanol GmbH in Zeitz lag der Schwerpunkt auf Ersatzinvestitionen sowie auf Optimierungsmaßnahmen, um die Energieeffizienz und die Treibhausgasbilanz der Bioethanolanlage weiter zu verbessern. Das größte Einzelprojekt in Zeitz war der Bau und die Inbetriebnahme einer Anlage zur Reinigung und Verflüssigung von CO2 aus der Bioethanolherstellung nach rund sieben Monaten Bauzeit im Oktober 2010. Bereits während des Testbetriebs konnten erste Kunden beliefert werden. Wanze Die Investitionen in Wanze/Belgien dienten vor allem der Effizienzsteigerung und weiteren Optimierung der Anlage. Im Mittelpunkt standen dabei Maßnahmen zur Produktionssteigerung sowie zur Qualitätsverbesserung bei Gluten und Bioethanol. Segment Frucht Fruchtzubereitungen In Jacona/Mexiko konnte der neue Tunnel zum Schockgefrieren rechtzeitig zur Erdbeerenernte ab Dezember 2010 erfolgreich in Betrieb genommen werden. In Qalyoubia/Ägypten wurde die neue Fertigungslinie in die Fabrik geliefert, die Inbetriebnahme wurde allerdings aufgrund politischer Unruhen verschoben. Der im Oktober 2010 gestartete Bau eines neuen Lagers für Endprodukte in Serpuchov/Russland läuft planmäßig. Mit dem Geschäftsjahr 2011/12 können neben Fertigwaren auch trockene Rohstoffe wie Zucker, Pektine etc. dort aufbewahrt werden. In Botkins/USA wurden im Rahmen eines Projekts zur Optimierung der Kocherbeschickung mit Rohfrüchten zwei Linien mit neuen Kesseln ausgestattet sowie die Zuckerzufuhr zu den Linien erfolgreich automatisiert, um die Produktivität zu steigern. Zur Qualitätssicherung wurde in der Türkei ein neues Gebäude für Trockenlagerung gebaut. Am Standort Gleisdorf/Österreich ist die Installation einer Produktionslinie für die Herstellung von Schoko-Crispies abgeschlossen, eine weitere ist in Planung. Die ersten Testläufe haben begonnen. Fruchtsaftkonzentrate Der überwiegende Teil der Investitionen waren Ersatzinvestitionen. Darüber hinaus wurde in Ungarn ein Direktsafttanklager errichtet und in Polen eine neue Saftzentrifuge aufgestellt. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG, PRODUKTSICHERHEIT, QUALITÄTSMANAGEMENT Überblick/Schwerpunkte Die Schwerpunkte der Arbeiten der Südzucker-Gruppe im Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistungen sind Entwicklungen neuer Produkte für den Nahrungsmittelbereich, Erarbeitung von Konzepten, um diese erfolgreich im Markt zu etablieren, sowie maßgeschneiderte Produktlösungen auf Basis von Kohlenhydraten für industriell-technische Anwendungen. Weiterhin stehen die Verbesserung der Produktqualität und der Fertigungsprozesse, die Erweiterung der Produktlinien, die Bewertung und Implementierung neuer Technologien sowie die Optimierung des Energieeinsatzes im Fokus. Dies geschieht insbesondere unter Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien. Darüber hinaus werden die einzelnen Geschäftsfelder der Südzucker-Gruppe in den Bereichen Verkauf, Marketing, Einkauf und Business Development unterstützt. Das Arbeitsspektrum umfasst Themen im Zusammenhang mit landwirtschaftlicher Produktion bis hin zu Entwicklungen in den unterschiedlichen Produktbereichen wie Zucker und Zuckerspezialitäten, funktionelle Kohlenhydrate (z. B. Isomalt und Palatinose™, Inulin, Fruktooligosaccharide) sowie reisbasierte Produkte, Weizen-Gluten, Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate, Stärke und Bioethanol. Die im Konzern getroffenen Zuordnungen von Verantwortungen für die einzelnen Produktgruppen ermöglichen einen gezielten Einsatz von Ressourcen und verkürzen die Entwicklungszeiten. Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und anderen Unternehmen ergänzen die eigenen Arbeiten in vielen Bereichen. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden zur Sicherung des Know-hows und zur Stärkung der Marktposition insbesondere im Bereich der funktionellen Zutaten zehn Patentanmeldungen eingereicht. Die Aufgaben im Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistung werden von 421 (440) Mitarbeitern wahrgenommen; das Gesamtbudget für Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistungen betrug 2010/11 insgesamt 35,3 (33,5) Mio. €. Eine Darstellung der wesentlichen Projekte aus den verschiedenen Produktbereichen schließt sich an. Zucker und spezielle Produkte Prozesstechnologie Im sogenannten Centre of Competence Sugar Technology werden Service- und Entwicklungsleistungen für die Werke der gesamten Gruppe angeboten. Dies beinhaltet auch Schulungen, um das zuckertechnologische Know-how im Unternehmen zu bewahren und zu erweitern. Die Tätigkeitsbereiche erstrecken sich von der Bewertung der Rübenqualität über die Weiterentwicklung eigener Anwendungen, wie z. B. dem neuen Saftreinigungsverfahren, bis zu Grundlagenstudien zur Lagerung und zum Transport von Weißzucker. Fondant Neu entwickelte farbige und aromatisierte Fondantglasuren werden international im Bereich der Frisch- und Tiefkühl-Backwaren eingesetzt. Um den Anforderungen von Kunden nach "Clean Labelling" und der Umstellung auf allergenfreie Rohstoffe zu entsprechen, werden die Produktrezepturen angepasst. Karamell Eine neue Karamellpfanne ermöglicht eine innovative Brenntechnik und damit die Herstellung von Produktvarianten mit neuen Eigenschaften, insbesondere mit speziellen Geschmacksprofilen, die zurzeit im Markt eingeführt werden. Schwerpunkte lagen bei Backwaren und Süßungsmitteln. Des Weiteren standen kundenspezifische Entwicklungen für Getränke und spezielle Anwendungen für den Bereich Kaffee im Fokus der Produktentwicklungsaktivitäten. Compri-Zucker Für die Anwendungsbereiche Süßwaren bis hin zu pharmazeutischen Formulierungen wurden innovative Produktkonzepte mit speziell beschichteten, farbigen und aromatisierten Zuckerkristallen entwickelt und auch im Rahmen der diesjährigen Internationalen Süßwarenmesse in Köln präsentiert. Einzelhandelsprodukte Produktneueinführungen erfolgten sowohl im Rahmen der Südzucker-Marke als auch im Bereich der Eigenmarken von Handelsgesellschaften. Synergien bei der gruppenweiten Übertragung von Produktkonzepten wurden konsequent genutzt. Für den französischen Markt wurden neue GelierzuckerRezepturen entwickelt und eingeführt. Im Bereich Zuckerwürfel werden aktuell Innovationen für den belgischen und den französischen Markt entwickelt. Funktionelle Kohlenhydrate/Functional Food Im Rahmen der Bewertung von gesundheitsbezogenen Aussagen durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kristallisiert sich immer stärker heraus, dass die EFSA medizinische Zielsetzungen und Kriterien zur Bewertung von funktionellen Lebensmitteln anwendet. Deshalb wurden die Claim-orientierten ernährungswissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten weiter intensiviert. Palatinose™ Zu den ernährungswissenschaftlichen Entwicklungsarbeiten zählte die Erstellung eines umfangreichen Dossiers zur verlängerten Blutglukoseversorgung mit Palatinose™. Auf breiter Ebene konnte nachgewiesen werden, dass Palatinose™ auch als Bestandteil von Milch- und Milchmischprodukten eine verlängerte Blutglukose- und Energieversorgung gewährleistet. Andere Arbeiten fokussierten sich auf den Einfluss von Palatinose™ auf den Energiestoffwechsel, insbesondere bei Übergewicht. In einer weiteren Studie konnte eine vorteilhafte Wirkung von Palatinose™ auf die Gedächtnisleistung bestätigt werden. Inulin Es wurde bestätigt, dass der Verzehr von Säuglingsnahrung mit Orafti® Synergy1 mit einer besseren Darmregulierung verbunden ist und Wirkungen auf den Wasserhaushalt ausgeschlossen werden können. Bedingt durch die Bewertungskriterien der EFSA liegt der Schwerpunkt der ernährungswissenschaftlichen Arbeit auf der Untermauerung des Ballaststoffcharakters von Inulin. Von wissenschaftlichen Experten wird die Bedeutung der Darmflora für die Gesundheit international breit unterstützt. Deshalb wird intensiv an einer Erweiterung des Konzeptes zur Bedeutung einer normalen, ausbalancierten Darmflora für die Aufrechterhaltung der Gesundheit gearbeitet. Anwendungstechnologie/Produkt- und Prozessentwicklung galenIQ™ Die hervorragenden sensorischen Eigenschaften von galenIQ™ konnten auch in pharmazeutischen Anwendungsbeispielen nachgewiesen werden. Es wurden Produktkonzepte entwickelt und in anwendungstechnische Kundeninformationen übertragen. Ein Verfahren zur Herstellung von galenIQ™-basierten Starterpellets für Kapselfüllungen wurde im Technikumsmaßstab entwickelt; eine Umsetzung in den Produktionsmaßstab ist geplant. Inulin Die Optimierung der Geschmacks- und Konsistenzprofile von Nahrungsmitteln, wie z. B. Milchprodukte, Fruchtzubereitungen, Backwaren, auf Cerealien basierende Produkte, Riegel und Fleischprodukte, steht im Mittelpunkt der anwendungstechnischen Entwicklung für Kunden. Isomalt Die Produktenwicklung konzentrierte sich nach wie vor auf die Nutzung technologischer Vorteile von Isomalt in Kombinationen mit weiteren Polyolen zur Herstellung optimierter Kaugummis. Durch die neue Kaugummi-Pilotanlage konnte bereits die Zusammenarbeit mit potenziellen Kunden aus der internationalen Süßwarenindustrie intensiviert werden. Für den US-Markt wurden unter Einbeziehung von weiteren funktionellen BENEO-Rohstoffen zuckerreduzierte Süßwaren entwickelt. Palatinose™ Der Schwerpunkt bei Palatinose™ lag weiterhin auf dem Anwendungsgebiet der Getränke; aber auch für Süßwaren, Backwaren und Backwaren-Glasuren wurden Konzepte entwickelt, in denen sich die sehr guten technologischen Eigenschaften mit den besonderen ernährungsphysiologischen Eigenschaften der Palatinose™ kombinieren ließen. Neue Arbeiten konzentrierten sich im Wesentlichen auf die Bereiche Kaugummi, Gummi- und Geleeartikel und Weichkaramellen. Zahnfreundlichkeit hat im Bereich Süßwaren eine hohe Bedeutung. So wurde eine direkt komprimierbare Palatinose™ DC entwickelt, die die besonderen sensorischen Eigenschaften mit dem zahnfreundlichen Konzept verbindet. Reisstärke Für eine optimale Textur bei Käse und pastösen Fleischprodukten wurden spezielle Reisstärken entwickelt. Gluten Gluten, ein Kuppelprodukt der Bioethanol-Erzeugung im Werk Wanze, wurde erfolgreich als Produkt für den Lebensmittelmarkt entwickelt und eingeführt. Reisprotein Reisprotein, ein Kuppelprodukt der Reismehlherstellung, kann in einer vor Oxidation stabilisierten Form in Nahrungsmitteln eingesetzt werden, bei denen tierische Proteine durch pflanzliche ersetzt werden sollen. So bietet sich Reisprotein vor allem für glutenfreie Nahrungsmittel an. Anwendungstechnische Beispiele wurden ausgearbeitet und dem Markt vorgestellt. Technische Produkte Neu entwickelte Etikettenkleber haben erste industrielle Einsatztests erfolgreich bestanden und wurden nach einer weiteren Optimierungsphase breit im Markt eingeführt. Neue Technologien Bioenergie/Biogas Innerhalb der Südzucker-Gruppe stehen eine Vielzahl potenzieller Substrate für die Biogaserzeugung zur Verfügung. Damit spielt das Thema Biogas eine tragende Rolle bei integrierten Produktionskonzepten, so z. B. in produktionsbegleitenden Studien und in Forschungskooperationen im Rahmen des für CropEnergies durchgeführten Projektes "Bioraffinerie 2021". Die Erzeugung von Biogas auf Basis von Zuckerrübenschnitzeln wurde sehr intensiv untersucht und deren Potenzial sowohl für die Agrarwirtschaft als auch für die Biogaswirtschaft dargestellt. Die Zuckerrübe liefert ähnlich hohe Biogaserträge wie Mais und könnte gleichzeitig die engen Maisfruchtfolgen auflockern. Auf Basis der Produktionserfahrung in der Biogasanlage in Kaposvar/Ungarn und eigenen Versuchen wurde die Möglichkeit einer ganzjährig betriebenen Monosubstratanlage für Rübenschnitzel bewertet und die technologische und wirtschaftliche Machbarkeit gezeigt. Proteine Aufgrund des steigenden Interesses und der guten Verfügbarkeit innerhalb der Südzucker-Gruppe wird die Forschung und Entwicklung im Bereich der pflanzlichen Proteine intensiviert. Auf Basis der vorhandenen Proteine, wie z. B. Reisprotein oder Weizenprotein (Gluten), wird neben der Herstellung für den Futtermittelmarkt besonders deren Verwendung in Lebensmitteln vorangetrieben. Bioethanol Schwerpunkte bilden die produktionsbegleitende Optimierung bestehender Verfahren sowie die technologische Unterstützung und Implementierung neuer Technologien bei der Konzeption von Neuanlagen. Bei der Produktions- und Prozessoptimierung werden insbesondere die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien sowie Einsparpotenziale beim Einsatz von Primärenergie verfolgt. Im Bereich der Applikation von Bioethanol stehen verkaufsorientierte Fragestellungen, vor allem in Zusammenhang mit Kraftstoff- und Bioethanol-Qualitäten, sowie die Entwicklung von innovativen Konzepten zur Nutzung von Bioethanol im Fokus. CropEnergies wird bei der strategisch verfolgten Normierung von Ethanol, Ottokraftstoff E10 und Ethanolkraftstoff E85 auf deutscher und europäischer Ebene unterstützt. Einen Schwerpunkt bildete die Standardisierung des Ottokraftstoffs E10, der seit Januar 2011 in den Mitgliedsstaaten der EU angeboten wird. Zudem wurde die europäische Norm EN 15376 für Ethanol als Beimischkomponente zum Ottokraftstoff E10 erarbeitet. Die Vertretung der Interessen von CropEnergies hat besonders im letzteren Fall zur Etablierung von praxisgerechten Prüfmethoden geführt. Von besonderem Interesse sind Forschungsarbeiten mit der Zielsetzung, Bioethanol aus lignocellulosehaltigen Rohstoffen unter fermentativer Nutzung von Hemicellulosen herzustellen. Diese Second-Generation-Konzepte, die eine Nutzung und Verwertung aller Kuppelprodukte vorsehen, werden im Rahmen von öffentlich geförderten Projekten intensiv verfolgt. Die Entwicklung von Brennstoffzellen, die aus Bioethanol Strom erzeugen, wurde weiter vorangetrieben. Im Vordergrund standen unterschiedliche Reformerverfahren, um aus Ethanol ein elektrochemisch nutzbares Gas zu erzeugen. Die Nutzung von Bioethanol in Hochtemperaturbrennstoffzellen als Stromerzeuger wurde von der Fraunhofer-Gesellschaft im Auftrag von CropEnergies intensiv und bereits anwendungsbezogen untersucht. Zur Entwicklung von Direkt-Ethanol-Brennstoffzellen wird ein europäisches Gemeinschaftsforschungsprojekt zwischen der deutschen Fraunhofer-Gesellschaft und dem französischen Carnot-Institut unterstützt, das in der Grundlagenforschung angesiedelt ist. Stärke Durch konsequente Produktentwicklung in Kooperation mit den Kunden positioniert sich die Südzucker-Gruppe im Stärke-Spezialitätenbereich erfolgreich auf dem Markt. Bei Biostärken und Reisstärke ist die Südzucker-Gruppe Marktführer. Food Durch Nutzung von segmentübergreifenden Synergien ist es gelungen, neue Stabilisatoren für Bio-Produkte sowie modifizierte Wachsmaisstärken für den Fruchtzubereitungsbereich zu optimieren und am Markt umzusetzen. Derzeit wird intensiv an einer neuen Generation von Stärkeprodukten mit erweitertem Applikationspotenzial geforscht. Non-Food Stärkeprodukte für technische Anwendungen im Bau-, Klebstoff- und Papierbereich bilden einen Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten. Neben hoch modifizierten Stärkeprodukten, die als texturgebende Komponente zur Einstellung der Fließeigenschaften in Putzen und Fliesenklebern zum Einsatz kommen, wurde ein innovatives Verdickersystem für Dispersionsfarben bis zur Marktreife entwickelt. In der Verpackungsindustrie besteht zunehmend Bedarf an maßgeschneiderten Klebstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. In Zusammenarbeit mit den Kunden, insbesondere im papierverarbeitenden Sektor, entstanden neue und intelligente Stärkeprodukte, z. B. mit besonderer Klebkraft und Stabilität. Diese innovativen Klebstoffe wurden international zum Patent angemeldet und besitzen ein hohes Substitutionspotenzial für synthetische Klebstoffe. Neue modifizierte Stärken wurden als Fertigleime für den Hochleistungsbereich in der Flaschenetikettierung entwickelt und zum Patent angemeldet. Innovative kaltwasserlösliche Stärkeprodukte erzielten erste Erfolge als Latexersatz beim Papierstrich. Produktsicherheit Das Hauptarbeitsgebiet liegt in der Sicherstellung adäquater Qualität von Roh- und Hilfsstoffen sowie Bedarfsgegenständen für die Produktion in den Bereichen Zucker, BENEO und CropEnergies. Darüber hinaus wurden für alle Geschäftsbereiche zahlreiche unterschiedliche kundenspezifische Fragestellungen geprüft und bearbeitet, welche die Produktsicherheit im weitesten Sinne betreffen. Die Themen reichen von Umweltkontaminanten, Gentechnik und Gentechnikfreiheit, Allergenen bis zu produktspezifischen Mikroorganismen. Des Weiteren wurde die Produktsicherheit neuer Produktformulierungen, neuer eigener Produkte und Varianten sowie Handelsprodukte unter enger Zusammenarbeit mit den Bereichen Anwendungstechnik, Prozesstechnik, Produktion und Business Development bereits während der Implementierung gewährleistet. Qualitätsmanagement Die Südzucker AG bedient sich der ISO 9001:2008 als Plattform für ein effizientes Qualitätsmanagementsystem, die zur Integration weiterer Forderungen wie z. B. des IFS Food, des QS-Leitfadens Futtermittelwirtschaft oder der Biokraft-NachV herangezogen wird. Diese Basis ermöglichte es, alle Zertifizierungen nach den verschiedenen Standards für das Geschäftsjahr 2010/11 erfolgreich durchzuführen. Aufgrund der Partnerschaftsvereinbarung mit der mauritischen Vermarktungsgesellschaft, dem Mauritius Sugar Syndicate, vertreibt die Südzucker AG bis zu 400.000 t Weißzucker pro Jahr in der Europäischen Union. Da Kunden nun sowohl Weißzucker von der Südzucker-Gruppe als auch aus Mauritius geliefert bekommen, wurden die qualitätsbezogenen Anforderungen an die mauritischen Raffinerien in einem Handbuch, dem "Südzucker Quality Expectations Manual", zusammengefasst. Die mauritischen Raffinerien schlossen die Umsetzung dieser Vorgaben im Sommer 2010 ab. Bei der BioWanze SA in Belgien wurde 2010 eine IFS-Zertifizierung für Gluten erfolgreich durchgeführt, um dieses auch für Lebensmittelzwecke vermarkten zu können. WERTMANAGEMENT Im Mittelpunkt unserer Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Zur Unternehmenssteuerung setzt Südzucker ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein. Zentrale Steuerungsgrößen sind das operative Ergebnis und die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE). Dabei ist das operative Ergebnis ein um Sondereinflüsse bereinigtes Ergebnis der Betriebstätigkeit. Der ROCE entspricht dem operativen Ergebnis in Prozent vom Capital Employed. Das Capital Employed umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- und Firmenwerte sowie das Working Capital. Es entspricht damit dem im operativen Geschäft gebundenen Kapital. ■ Wertbeitrag Konzern scroll 2010/11 2009/10 Operatives Ergebnis Mio. € 519 403 Capital Employed Mio. € 5.314 5.374 Return on Capital Employed (ROCE) % 9,8 7,5 Die Steigerung des operativen Ergebnisses auf 519 (403) Mio. € stellt den wesentlichen Beitrag zur Erhöhung des ROCE auf 9,8 % nach 7,5 % im Vorjahr dar. Die Investitionen in Sachanlagen lagen mit 245 Mio. € unter den Abschreibungen, was zu einem Rückgang der Kapitalbindung in den Sachanlagevermögenswerten führte. Da keine wesentlichen Akquisitionen im Geschäftsjahr 2010/11 erfolgten, blieben auch die Goodwill-Buchwerte nahezu unverändert. Zusammen mit einem leicht rückläufigen Working Capital reduzierte sich das Capital Employed im Konzern auf 5.314 (5.374) Mio. €. Kapitalkosten Südzucker ermittelt die Kapitalkosten für das eingesetzte operative Vermögen als gewichteten Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Eigenkapitalkosten entsprechen der über eine risikolose Anlage hinausgehenden unternehmensspezifischen Renditeerwartung des Kapitalmarkts bei einer Investition in die Südzucker-Aktie. Die Fremdkapitalkosten orientieren sich an den langfristigen Finanzierungskonditionen im Südzucker-Konzern und berücksichtigen die steuerliche Abzugsfähigkeit von Fremdkapitalzinsen (Tax Shield). Insgesamt ergeben sich für 2010/11 Kapitalkosten für den Südzucker-Konzern von rund 8,0 (9,2) % vor Steuern und entsprechende Kapitalkosten nach Steuern von 6,0 (6,9) %. FINANZMANAGEMENT Finanzstrategie Die Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment Grade Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten sicherstellt. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs- als auch die Reportingprozesse bestimmt. Südzucker hat bei der Finanzierung von Investitionsentscheidungen Wettbewerbsvorteile durch den verlässlichen Zugang zum Kapitalmarkt. Gleichzeitig sind wir uns der Verantwortung gegenüber unseren Kapitalgebern bewusst. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Finanzinstrumenten: Hybrid-Eigenkapital, Wandelanleihen, Anleihen, Commercial-Paper-Programm, Schuldscheindarlehen und syndizierte bzw. bilaterale Bankkreditlinien. Diese Instrumente werden in der Regel durch die niederländische Finanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V. unter Garantie der Südzucker AG bereitgestellt und konzernweit verwendet. Die Finanzierung von Akquisitionen und Investitionen wird unter Berücksichtigung der für ein Investment Grade Rating erforderlichen Relationen vorgenommen. Zur unterjährigen Finanzierung der unserer Branche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Dies wird durch Nutzung des Commercial-Paper-Programms von 600 Mio. € bzw. einer syndizierten Kreditlinie von 600 Mio. € gewährleistet. Daneben stehen der Unternehmensgruppe bilaterale Bankenkreditlinien zur Verfügung. Südzucker verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik, die auf eine Absicherung von Rentabilität, Liquidität und Stabilität des Unternehmens abzielt und die durch konsequentes Finanzmanagement (Cash- und Liquiditätsmanagement) und integriertes Risikomanagement flankiert wird. Grundlage unserer Finanzierungspolitik sind die folgenden Ziele: ― Eine starke Kapitalstruktur mit einer nachhaltigen Eigenkapitalfinanzierungsbasis durch die tragenden Aktionärsgruppen ― Die Nutzung diversifizierter Fremdkapitalinstrumente unter Beachtung eines ausgewogenen Laufzeitenprofils ― Ein jederzeitiger Zugriff auf ausreichende kurzfristige Liquidität ― Die Sicherung des Investment Grade Ratings durch Einhaltung der relevanten Kennzahlen ― Die Steuerung der Finanzrisiken durch ein integriertes Risikomanagement Kapitalstruktur und Verschuldung Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an den für ein Investment Grade Rating erforderlichen Faktoren. Hierzu verwendet Südzucker den Verschuldungsfaktor, das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu Cashflow. Mit dem Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie der Eigenkapitalquote werden weitere Kenngrößen zur Steuerung der Kapitalstruktur verwendet. In den letzten Jahren waren umfangreiche außerordentliche Finanzierungserfordernisse im Zuge der Reform des europäischen Zuckermarkts eingetreten (u. a. Entrichtung von Restrukturierungsabgaben in Höhe von rund 1,5 Mrd. €). In deren Folge stieg der Verschuldungsfaktor von 1,5 auf 3,2. In den letzten beiden Geschäftsjahren konnte die Verschuldung von 1,6 Mrd. € am 28. Februar 2009 auf 0,9 Mrd. € und damit der Verschuldungsfaktor auf 1,4 am 28. Februar 2011 deutlich reduziert werden. scroll Mio. € 2010/11 2009/10 2008/09 2007/08 2006/07 Verschuldungsfaktor Nettofinanzschulden 853 1.065 1.632 1.508 811 Cashflow 606 553 504 498 554 Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 1,4 1,9 3,2 3,0 1,5 Verschuldungsgrad Nettofinanzschulden 853 1.065 1.632 1.508 811 Eigenkapital 3.743 3.500 3.230 3.299 3.362 Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals 22,8 30,4 50,5 45,7 24,1 Eigenkapitalquote Eigenkapital 3.743 3.500 3.230 3.299 3.362 Bilanzsumme 7.260 7.398 7.709 7.917 7.932 Eigenkapitalquote 51,6 47,3 41,9 41,7 42,4 Dividende Südzucker verfolgt seit Jahren eine der Ergebnis- und Verschuldungssituation des Konzerns angepasste Dividendenpolitik, die auf Kontinuität ausgerichtet ist. Ausschüttungen orientieren sich in erster Linie an der operativen Ergebnisentwicklung des Konzerns. Diese Kontinuität haben wir mit steigenden Dividenden bis zum Beginn der Reform der EU-Zuckerpolitik unter Beweis gestellt. Die Dividende je Aktie in Relation zu wesentlichen Ertragskennzahlen hat sich wie folgt entwickelt: scroll 2010/11 2009/10 2008/09 2007/08 2006/07 Operatives Ergebnis Mio. € 519 403 258 233 419 Cashflow Mio. € 606 553 504 498 554 Ergebnis je Aktie €/Aktie 1,32 1,06 0,86 0,10 -1,72 Dividende je Aktie €/Aktie 0,55 1 0,45 0,40 0,40 0,55 Ausschüttungsquote % 41,6 42,6 46,5 > 100 - 1 Vorschlag Die Dividende für das Geschäftsjahr 2007/08 musste aufgrund der Belastungen aus der Übergangsphase in die neue EU-Zuckerpolitik von zuvor 0,55 €/Aktie auf 0,40 €/Aktie gesenkt werden. Die Dividendenerhöhung auf 0,45 €/Aktie für das Geschäftsjahr 2009/10 trug der Ergebniserholung und der Beendigung der Übergangsphase im EU-Zuckermarkt Rechnung. Der Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2010/11 von 0,55 €/Aktie folgt der guten Ergebnisentwicklung. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Im Folgenden wird gemäß § 289 a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate-Governance-Bericht sind auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Corporate-Governance-Bericht_Erklaerung_ zur_Unternehmensfuehrung/). CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewußte und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt den gesetzlichen Vorschriften und den 2010 novellierten Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Rechnung. Bei Südzucker ist eine wirkungsvolle Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet und ist bedeutsame Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat. Nach Ansicht von Südzucker ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 26. Mai 2010 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex wird mit den in der Entsprechenserklärung dargestellten Ausnahmen gefolgt. Entsprechenserklärung 2010 Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2010 von Vorstand und Aufsichtsrat ist -ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzu-cker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Ent-sprechenserklaerung/) und hat folgenden Wortlaut: "Vorstand und Aufsichtsrat haben am 25. November 2010 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben: Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010 entspricht die Südzucker AG Mannheim/ Ochsenfurt (auch zukünftig) mit folgenden Ausnahmen: Ziffer 2.3.3 - Briefwahl Hauptversammlung In der Satzung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt ist von der Möglichkeit, die Briefwahl in der Hauptversammlung zu gestatten, bislang kein Gebrauch gemacht. Der Empfehlung, die Aktionäre bei der Briefwahl zu unterstützen, kann deshalb nicht gefolgt werden. Ziffer 4.2.3 - Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen. Ziffer 4.2.4 - Individualisierte Vorstandsvergütung Die Hauptversammlung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat am 20. Juli 2010 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Ziffer 5.3.3 - Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats Für die Einrichtung eines zusätzlichen Nominierungsausschusses, der die Kandidatenvorschläge des Aufsichtsrats vorbereiten soll, sehen wir keine Notwendigkeit. Es ist sachgerechter, dass - wie bisher - alle Aufsichtsratsmitglieder die Möglichkeit haben, gleichrangig an der Findung der Kandidaten für den Aufsichtsrat mitzuwirken. Ziffer 5.4.1 - Diversity-Ziele für Zusammensetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat wird aber weiterhin die Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichten. Ziffer 5.4.6 - Individualisierte Aufsichtsratsvergütung Wir weisen die Aufsichtsratsvergütung aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten aus. Ein Aktienoptionsprogramm existiert bei der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt nicht. Der Empfehlung des Kodex, die Aufsichtsratsbezüge individualisiert auszuweisen, folgen wir nicht. Unseres Erachtens stehen die damit verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Dementsprechend enthält der Corporate-Governance-Bericht auch keine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge." Vergütungsbericht Das Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, variable Vergütungen, eine betriebliche Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil der jährlichen Festvergütung, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird seit Inkrafttreten des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung) durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Der durch das VorstAG geänderte § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Die Neuregelung des variablen Teils der Vorstandsvergütung erfolgte mit der turnusmäßigen Gehaltsanpassung zum 1. Januar 2011. Der vom VorstAG geforderten Mehrjährigkeit wird nun dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende der vorangegangenen drei Geschäftsjahre - beginnend mit 2011/12 - zugrundegelegt wird. Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2010/11 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 2,6 (2,9) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 43 (38) % der Barbezüge; sie berechnet sich nach der von der Hauptversammlung 2011 noch zu beschließenden Dividende. Die dem Vorstand von Tochterunternehmen gewährten Bezüge betragen 1,3 (1,0) Mio. €. Die Altersversorgung des Vorstands bemisst sich nach einem Anteil an der Festvergütung. Für die Vorstandsmitglieder wurden 2,4 (1,6) Mio. € der Pensionsrückstellung zugeführt. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von 1.000 € sowie eine variable Vergütung von 1.000 € für je angefangene 0,01 € ausgeschüttete Dividende auf die Stammaktie, die 0,04 € übersteigt. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter und die Vorsitzenden von Ausschüssen des Aufsichtsrats das 1,5-Fache dieser Vergütung. Ausschussmitglieder erhalten das 1,25-Fache der regulären Vergütung; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf 1,6 (1,3) Mio. €; davon wurden Vergütungen in Höhe von 0,2 (0,2) Mio. € von Tochterunternehmen gewährt. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht. Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). Der durch das VorstAG geänderte § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-Fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex 2010 folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Südzucker hat den Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder fristgerecht an die neue gesetzliche Regelung angepasst. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15 a Wertpapierhandelsgesetz Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Im Geschäftsjahr 2010/11 erwarben zwei Personen, die einem Mitglied des Aufsichtsrats nahestehen, insgesamt 800 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 16,21 €. GRUNDSÄTZE ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Nachhaltigkeit und Umwelt Südzucker ist seit Unternehmensgründung im 19. Jahrhundert ein der Landwirtschaft und Natur stark verbundenes Unternehmen. Kernkompetenz ist seit jeher die Veredelung großer Mengen Agrarrohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten für Ernährungsindustrie, Endverbraucher und industrielle Anwendungen. Daher ist Nachhaltigkeit traditionell ein wichtiger Baustein für den langfristigen Unternehmenserfolg und Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Südzucker-Gruppe zielt auf ein Gleichgewicht von Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, d. h., wir arbeiten - entlang der gesamten Wertschöpfungskette -, angefangen bei der landwirtschaftlichen Rohstoffbeschaffung über die industrielle Verarbeitung bis zur Auslieferung an unsere Kunden an einer laufenden Optimierung des Energie- und Rohstoffeinsatzes sowie der möglichst vollständigen Verwertung aller Nebenprodukte. Ressourcenschonender Umgang mit der Natur und Qualitätsführerschaft beginnen bei der sorgfältigen Auswahl der agrarischen Rohstoffe wie z. B. Zuckerrüben, Getreide, Chicoree und Früchte. Südzucker stellt hohe Qualitätsanforderungen an die Rohstofflieferanten und berät diese u. a. bei der optimalen Verwendung von Saatgut sowie der Optimierung von Anbau- und Erntemethoden. Die verwendeten agrarischen Rohstoffe entstammen überwiegend europäischer Produktion und erfüllen die für landwirtschaftliche Erzeugungsmethoden beispielsweise in der EU zwingend geltenden Grundsätze der Cross Compliance. Diese Grundsätze beinhalten Umweltschutzauflagen für die Landwirtschaft, die einen nachhaltigen Anbau von Agrarrohstoffen gewährleisten. Spezifische Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe stellen zudem sicher, dass der Anbau der Biomasse für die Bioenergiegewinnung nicht auf schützenswerten Flächen wie Primärwald (Regenwald) oder zu Lasten der biologischen Vielfalt geht. Nachhaltigkeit und Qualitätsführerschaft verwirklicht Südzucker auch bei der Verarbeitung der Agrar-Rohstoffe zu Zucker, Functional Food Ingredients, Bioethanol, Stärke- und Fruchtprodukten über ein hochentwickeltes Qualitätsmanagement und den Einsatz moderner Produktionstechnologien. Während des Erzeugungsprozesses achten wir auf die Verwertung der Zwischen- und Nebenprodukte. Nebenprodukte der Zuckererzeugung wie Melasse und Zuckerrübenschnitzel stellen wir dem Wirtschaftskreislauf in Form von hochwertigen Futtermitteln zur Verfügung. Bei der Produktion zeichnet sich Südzucker durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen aus. Kraft-Wärme-Kopplung und mehrfache Energienutzung führen zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. In der Bioethanolanlage im belgischen Wanze wird darüber hinaus in einem weltweit bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie durch Nutzung der Schalen des angelieferten Weizenkorns erzeugt. Auch bei der Logistik stellt sich Südzucker der Verantwortung gegenüber der Umwelt. Anbau- und Produktionsentscheidungen werden bereits so getroffen, dass z. B. im Verbund der Zuckerfabriken möglichst kurze Transportwege anfallen. Qualitätsführerschaft und Nahrungsmittelsicherheit der Südzucker-Produkte werden flankierend durch hohe technische Standards wie die Rückverfolgbarkeit aller industriellen Prozesse bis auf das Feld und Zertifizierungen (ISO 9001: 2008, ISO 22000: 2005, International Food Standard, GMP+, Qualität & Sicherheit) gewährleistet. Eine nachhaltige Unternehmenspolitik lässt sich nur auf der Grundlage langfristigen ökonomischen Erfolgs verwirklichen. Daher verfolgt Südzucker eine Strategie des wertorientierten, profitablen Wachstums, um auch in Zukunft die Finanzierung von Investitions- und Forschungsprojekten zu sichern, die zur Herstellung qualitativ hochwertiger und sicherer Produkte unabdingbar sind. Die Nachhaltigkeitsstrategie kann schließlich nur durch die Übernahme sozialer Verantwortung verwirklicht werden. Südzucker hat motivierte und verantwortungsbewusste Mitarbeiter, die zur Übernahme von sozialer Verantwortung auf allen Hierarchieebenen angehalten werden. Verankert ist die soziale Verantwortung u. a. durch die Anerkennung und Einhaltung des Verhaltenskodex der europäischen Zuckerindustrie. Der Verhaltenskodex setzt freiwillige Mindeststandards zu Themen wie Menschenrechte, Ausbildung und Schulung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen und dem Verhältnis zwischen den Sozialpartnern. Konzernbeauftragte für Arbeitssicherheit und Umwelt sind für die Schulung und Einhaltung von Arbeitssicherheits- und Umweltstandards an den Standorten verantwortlich. Compliance Compliance - also gesetzestreues Verhalten - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Das Compliance-Programm der Südzucker soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter bei Geboten und Verboten gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. Für Südzucker ist es dabei selbstverständlich, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes stehen. Schwerpunkte der - mit länder- und gesellschaftsspezifischen Anpassungen - konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Korruptionsprävention, der Datenschutz, der Umweltschutz und die Kapitalmarkt-Compliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität). Im Rahmen des Compliance-Programms wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen Compliance-relevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Der Vorstand erstattet regelmäßig über Compliance-Themen Bericht an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Südzucker AG. Compliance-Unternehmensgrundsätze Südzucker will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die im April 2009 vom Vorstand verabschiedeten Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben. Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von seinen Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz: ― Fairness im Wettbewerb Südzucker bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts. ― Integrität im Geschäftsverkehr Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Solche Vergünstigungen bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten. Dies gilt für alle in verschiedenen Beschaffungsprozessen handelnden Beschäftigten. Die gleichen Grundsätze gelten in umgekehrter Form für die Mitarbeiter, die in den verschiedenen Verkaufsbereichen tätig sind, im Verhältnis zu unseren Kunden. ― Prinzip der Nachhaltigkeit Südzucker ist sich seiner Verantwortung für den Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen im und außerhalb des Unternehmens bewusst. ― Einhaltung der Rechtsvorschriften für die Lebensmittel- und Agrarindustrie Alle für die Lebensmittel- und Agrarindustrie einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Bestimmungen, insbesondere des Lebensmittel- und Agrarrechts, sind strikt zu befolgen. ― Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich zu behandeln. ― Ordnungsgemäße Belegführung Im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden. ― Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung Südzucker bekennt sich unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen gewährleistet. ― Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher, sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet. ― Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter Betriebsgeheimnisse dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind die erteilten Schutzrechte Dritter zu respektieren. ― Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen Alle Mitarbeiter müssen stets ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien. ― Kooperativer Umgang mit Behörden Südzucker ist bestrebt, mit allen zuständigen Behörden ein kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden. Die Umsetzung der vorstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze erfolgt unter Berücksichtigung länderspezifischer Besonderheiten: Den Mitarbeitern wird die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung angeboten, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Der Compliance Officer und die Compliance-Beauftragten innerhalb der Südzucker-Konzernfunktionen gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich mitzuteilen. ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT Allgemeines Die Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Vorstand Der Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus fünf Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand vom 30. Januar 2003 mit dem aktuellen Organigramm vom 25. Oktober 2010 geregelt. Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung. Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA BeteiligungsAG Johann Marihart ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG und der Finanzvorstand der Südzucker AG Thomas Kölbl ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind jeweils Mitglied oder Vorsitzender in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 26. November 2009 in Kraft. Zur Vorbereitung der Sitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt. Zusammensetzung des Aufsichtsrats Dem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung zwanzig Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Anteilseignern und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtsperioden sind identisch. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Vertreter der Aktionäre bei der letzten Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 24. Juli 2007 einzeln gewählt. Seither hat es vier personelle Wechsel gegeben: Für zwei altersbedingt ausgeschiedene Arbeitnehmervertreter rückte jeweils ein bereits gewählter Nachfolger nach; nach dem Ausscheiden zweier weiterer Mitglieder wurden neue Mitglieder durch das Amtsgericht Mannheim bestellt. Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen geachtet, ebenso wie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity). Der Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss ist Herr Erwin Hameseder. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Dem Gremium gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die laufende Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2012. Diversity-Ziele Dem Aufsichtsrat gehören derzeit mindestens zwei unabhängige Mitglieder ("Unabhängige" sind i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex Personen, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen, die einen Interessenkonflikt begründet), mindestens zwei Mitglieder, die besonders das Kriterium "Internationalst" verkörpern, und keine Frauen an. Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 25. November 2010 -unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen: ― Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für "Unabhängige" und ― Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Personen, die besonders das Kriterium "Internationalst" verkörpern. Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Er hat insoweit kein konkretes Ziel festgelegt, da er seine Entscheidung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichtet. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen, als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden. Ausschüsse des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium und der Vermittlungsausschuss bestehen aus jeweils vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und für den Prüfungsausschuss darüber hinaus auch aus dessen Geschäftsordnung vom 19. Mai 2003. Aktionäre und Hauptversammlung Die Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben beziehungsweise auch die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG per Internet zu beauftragen. Hauptversammlung 2011 Die Einladung zur Hauptversammlung, die für den 21. Juli 2011 vorgesehen ist, sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ Hauptversammlung/) zur Verfügung gestellt. Risikomanagement Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der Südzucker AG und dem Management im Südzucker-Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und der internen Revision. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Chancen- und Risikobericht dargestellt. Rechnungslegung und Abschlussprüfung Die Südzucker AG stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Südzucker AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer, Prüfungsausschuss sowie Aufsichtsrat geprüft. Die Zwischenberichte sowie der Halbjahresfinanzbericht werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Südzucker AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2010 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Die Prüfung erfolgte nach den International Standards on Auditing (den Konzernabschluss betreffend), den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; sie umfasste auch das Risikofrüherkennungssystem und die Einhaltung der Berichtspflichten zur Corporate Governance nach § 289 a HGB. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen des Auftrags mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das Geschäftsjahr 2010/11 keinen Anlass. Kapitalmarkt und Transparenz Südzucker setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Anlässlich der Quartalsberichterstattung finden Telefonkonferenzen mit den professionellen Kapitalmarktteilnehmern statt. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Presse- und kapitalmarktrechtliche Meldungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elektronische Medien wie E-Mail und Internet publiziert. Die Internetseite www.suedzucker.de bietet darüber hinaus umfangreiche Informationen zum SüdzuckerKonzern und zur Südzucker-Aktie. Finanzkalender Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen - wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte - sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Der Kalender wird mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG dauerhaft zur Verfügung gestellt. Er ist auch auf der Umschlagseite dieses Geschäftsberichts abgedruckt. ANGABEN ZU AKTIENKAPITAL UND ÜBERNAHME- HINDERNISSEN GEMÄSS §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGB Zum 28. Februar 2011 beträgt das gezeichnete Kapital 189,4 Mio. € und ist in 189.353.608 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns nicht bekannt. Folgende Beteiligungen am Kapital der Südzucker AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns mitgeteilt worden: Für die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz und den treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung von rund 55 % des gezeichneten Kapitals. Von der Zucker Invest GmbH, Tulln/Österreich, werden weitere rund 10 % des gezeichneten Kapitals gehalten. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen. Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84 und 85 AktG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG Mannheim/ Ochsenfurt in der aktuellen Fassung vom 20. Juli 2010 (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Satzung/) bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen. Für Satzungsänderungen gilt § 179 AktG. Das Grundkapital war um bis zu 13 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 13 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht. Diese bedingte Kapitalerhöhung sollte dazu dienen, die Wandlungsrechte aus der am 8. Dezember 2003 begebenen Wandelanleihe zu bedienen. Das Recht, die Wandlung zu verlangen, war nach den Anleihebedingungen bis zum 8. Dezember 2008 befristet. Nachdem innerhalb der Ausschlussfrist keine Wandlungsrechte geltend gemacht wurden, ist dieses bedingte Kapital in der Sache gegenstandslos und wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juli 2010 aufgehoben. Die Hauptversammlung vom 29. Juli 2008 hatte das Grundkapital weiter um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 28. Juli 2013 ausgegeben werden können, notwendig ist. Auf dieser Grundlage wurde am 30. Juni 2009 über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 283,45 Mio. € und mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2016 begeben. Bislang wurden keine Wandlungsrechte geltend gemacht. Die Hauptversammlung vom 21. Juli 2009 hatte ein genehmigtes Kapital in Höhe von 15 Mio. € (Genehmigtes Kapital 2009) geschaffen, um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis 30. Juni 2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2009 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 20. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis 19. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfange bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Für die Wandelanleihe, die Südzucker am 30. Juni 2009 mit einem Nominalvolumen von 283,45 Mio. € begeben hat und die am 30. Juni 2016 fällig wird, sind unter § 16 der Anleihebedingungen Regelungen getroffen, die für den Fall eines Kontrollwechsels eine vorzeitige Rückzahlung nach Wahl der Anleihegläubiger bzw. eine Anpassung des Wandlungspreises nach Kontrollwechsel vorsehen. Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels bestehen nicht. Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht im Kapitel Erklärung zur Unternehmensführung dargelegt. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM Südzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (Functional Food, Stärke, Tiefkühlprodukte und Portionsartikel), CropEnergies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne. Die Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. In allen Geschäftsfeldern können Risiken sowohl durch eigenes unternehmerisches Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Um Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet. Risikopolitik Südzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Dieser Anspruch zeigt sich auch in der Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dienen. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. Risikomanagement Das Risikomanagementsystem ist in das wertorientierte Führungs- und Planungssystem der Südzucker-Gruppe eingebettet. Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Die Divisionen und Konzernfunktionen ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken. Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt. Die Risikoeinschätzung erfolgt sowohl für einen kurzfristigen wie auch für einen mittelfristigen Betrachtungszeitraum. Dabei wird die Entwicklung der Risikoparameter im Vergleich zum Vorjahr und zu Vorplanungen bewertet. Der aktuellen Marktentwicklung folgend werden Risikoszenarien in Bezug auf die Planung bzw. den aktuellen Forecast bewertet. Die Risikobewertung erfolgt durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis bzw. das Finanzergebnis. Der Vorstand hat konzernweit die Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt. Das Risikomanagementsystem der Divisionen und Zentralabteilungen liegt in der Verantwortung der Leiter der Divisionen und der Konzernfunktionen. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der Risiken aus Veränderungen von Marktpreisen. So bestehen währungsbedingte Risiken aus Absatz- und Beschaffungsvorgängen sowie konzerninternen Finanzierungen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Weitere Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen sowie Zinsrisiken werden ebenfalls durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in einer Risikomanagementrichtlinie vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regelt. Die Sicherungsinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- und Spekulationszwecken eingesetzt. Die Finanzgeschäfte werden nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen. Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards ist integrierter Bestandteil der Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens haben wir ein konzernweites Compliance-Programm etabliert. Risikokommunikation Unabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher ist das Management verpflichtet, eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicherzustellen. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Regelmäßiges Reporting und regelmäßige Dokumentation der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. In regelmäßigen Durchsprachen der Ergebnisentwicklung und Planungen zwischen Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für dabei identifizierte operative oder strategische Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen analysiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichen tragen die Konzernfunktionen regelmäßig aktuelle Entwicklungen ihrer Verantwortungsbereiche den Ressortvorständen vor. Interne Revision Die interne Konzernrevision versieht ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie den Beteiligungsgesellschaften. Sie ist dem Sprecher des Vorstands direkt zugeordnet, prüft und bewertet die Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabläufe sowie als Hauptaufgabe die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme und des Risikomanagementsystems. RISIKOKATEGORIEN UND EINZELRISIKEN Regulatorische Risiken Mögliche Änderungen internationaler und nationaler Handelsabkommen oder der Argrarmarktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und mit ihren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Südzucker-Gruppe im Rahmen des Risikomanagements bewertet. Wie in den jeweiligen Abschnitten "Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen" des Lageberichts zu den Segmenten erläutert, ist Südzucker sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene in vielfältige rechtliche und politische Rahmenbedingungen eingebunden. Daraus können zusätzliche Chancen erwachsen, z. B. wenn die Ausfuhren von Zucker angehoben oder bei Bioethanol die nationalen bzw. europäischen Beimischungsquoten erhöht werden. Ebenso können Änderungen dieser Rahmenbedingungen Risiken bringen, wenn beispielsweise die EU im Rahmen neuer bilateraler Freihandelsabkommen zusätzliche zollfreie Einfuhrkontingente für Zucker zugesteht oder bei Bioethanol die Beimischungsziele auf europäischer Ebene reduziert werden sollten. Risiken aus dem operativen Geschäft Verfügbarkeit und Preisvolatilität von Rohstoffen Südzucker ist als Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse Beschaffungsrisiken ausgesetzt, die ihre Ursache auch in Witterungseinflüssen haben können. Hierdurch können landwirtschaftliche Rohstoffe - trotz regionaler Streuung - unter Umständen nur in geringer Menge verfügbar sein. Zum anderen können diese Rohstoffe Preisschwankungen unterliegen, die nicht unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Diese Risiken betreffen alle Segmente der Südzucker-Gruppe. Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Die Planung unserer Rübenanbauer ist darauf ausgerichtet, die ausgegebenen Lieferrechte für Quotenrüben und Ethanolrüben sicher zu erfüllen. Für die Rohzucker-Raffination in Frankreich, Rumänien und Bosnien-Herzegowina wird der Rohzuckerbedarf mengen- und preismäßig abgesichert. CropEnergies benötigt zur Herstellung von Bioethanol kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Zuckersirupe und Getreide. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Futter- und Lebensmittel einhergehen, kann CropEnergies Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch Verkaufserlöse für ProtiGrain® und ProtiWanze® kompensieren ("natural hedge"). Darüber hinaus kann CropEnergies die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die verstärkte Nutzung von Zuckersirupen deutlich reduzieren. Dabei verfolgt CropEnergies das Ziel, insbesondere die für eingegangene Bioethanol-Lieferverpflichtungen notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu sichern. Auch in Zukunft verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können. Die Rohstoffkosten sind auch in der Stärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. Höhere Rohstoffkosten können zu einem Teil kurzfristig an den Kunden weitergegeben werden. Auch hier ist es die Strategie, einen möglichst großen Teil des geplanten Bedarfs durch physische Lieferkontrakte abzudecken. Ungünstige Witterungsverhältnisse und Pflanzenkrankheiten können im Segment Frucht zu gravierenden Ernteausfällen führen und infolge dessen einen Anstieg der Rohstoffpreise bewirken. Die weltweite Präsenz im Segment Frucht und die Kenntnis der Beschaffungsmärkte ermöglicht es AGRANA, Engpässe in der Versorgung und Preisvolatilitäten zu vermeiden bzw. diesen entgegenzuwirken. AGRANA hat im Segment Frucht eine zentrale Einkaufsorganisation aufgebaut, die die Rohstoffmärkte global analysiert und somit gezielt auf Rohstoffengpässe und Qualitätsunterschiede reagieren kann. Im Hinblick auf die ganzjährige Versorgungssicherheit und die unterschiedlichen Erntezyklen in den Hauptanbauregionen wurden mit Lieferanten und Kunden auch langfristige Verträge abgeschlossen. Dadurch kann gleichbleibend gute Qualität bei verlässlicher Lieferung und eine gesicherte Produktion gewährleistet werden. Südzucker wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem die Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträger situationsgerecht, mit der Zielsetzung der Kostenoptimierung, einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Für die in der Kampagne eingesetzten Energieträger erfolgen teilweise Mengen- und Preissicherungen. Im Rahmen des EU-Emissionshandels wurden der Südzucker-Gruppe in der zweiten Handelsperiode von 2008 bis 2012 Emissionszertifikate ausreichend zugeteilt. Die konkrete Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels ab 2013 bis 2020 ist noch nicht abschließend geklärt. Aus heutiger Sicht gehen wir ab 2013 insgesamt von einer Zuteilung aus, die den erwarteten Verbrauch nicht decken wird, was zu einem Anstieg der Produktionskosten führt. Absatzmärkte und Produktpreise Die wichtigsten Absatzmärkte für Zucker, Functional Food, Tiefkühlprodukte, Bioethanol, Stärke und Frucht zeichnen sich durch eine vergleichsweise stabile Nachfrage aus. Hinweise auf mögliche Änderungen des Konsumentenverhaltens werden frühzeitig erfasst. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und finden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Modifikationen der Unternehmensstrategie durch strategische Neuausrichtung, Kosten- und Kapazitätsanpassungen. Schwankungen der Absatzpreise, die sich im Rahmen des Wettbewerbs ergeben, begegnet Südzucker durch fortlaufende Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft. Im Segment Zucker bestehen beispielsweise Produktpreisrisiken in Preisschwankungen auf dem Zucker-Weltmarkt, dem Quoten- und Industriezuckermarkt in der EU sowie den Futtermittelmärkten. Ebenfalls unterliegen beispielsweise die Preise für Bioethanol in Europa verschiedenen Einflussfaktoren wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Soweit sich aus Lieferverträgen schwankende Bioethanolpreise ergeben können, setzt CropEnergies zur Absicherung der Preisänderungsrisiken in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein. Produktqualität Zu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, gehört es, Kunden mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung. IT-Risiken Die operative und strategische Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen sichergestellt. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht. Personalrisiken Die Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, betonen wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber und zielen darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozial- und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breitgefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort- und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften. Weitere operative Risiken Aus weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, kommen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft zu. Südzucker begegnet Risiken durch ständige Überwachung sowie kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. Rechtliche Risiken Die Südzucker-Gruppe ist derzeit nicht in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben. Gleichwohl sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG oder ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskosten-Rückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar einen Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode haben, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und ggf. Anpassungsmaßnahmen abgeleitet. Wie im Vorjahresbericht dargestellt, hat das deutsche Bundeskartellamt im März 2009 ein Verfahren gegen die Südzucker AG und andere eingeleitet. Im Berichtsjahr und auch bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses kam es zu keiner Substantiierung der Vorwürfe durch die Behörde. In diesem Zusammenhang wurden durch Kartellbehörden Verfahren gegen Tochtergesellschaften von AGRANA in der Slowakei und in Ungarn eingeleitet. Im September 2010 beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde beim Kartellgericht Wien u. a. gegen AGRANA Zucker GmbH und Südzucker die Feststellung einer Zuwiderhandlung gegen das Kartellgesetz. Es wird die Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen in Bezug auf Österreich vorgeworfen. Südzucker und AGRANA haben sich gegen diesen Vorwurf in Schriftsätzen an das Gericht verteidigt. Finanzwirtschaftliche Risiken Südzucker unterliegt finanzwirtschaftlichen Risiken durch Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze. Die Währungs- und Zinsrisiken werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb fest geregelter Limits und unterliegt einer ständigen Kontrolle. Liquiditätsrisiken Die Liquidität der Südzucker-Gruppe wird täglich überwacht. Soweit es ökonomisch sinnvoll ist, bestehen nationale oder länderübergreifende Cash-Pools. Daneben werden Liquiditätsüberschüsse auch gruppenintern angelegt. Über die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellen wir ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduzieren Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des Commercial-Paper-Programms sowie von Banken verbindlich zugesagter Kreditlinien kann Südzucker kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen und die während der Zuckerkampagne bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit darstellen. Bonitäts- und Ausfallrisiken Südzucker tritt Ausfallrisiken für den Forderungsbestand entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Geldanlagen getätigt werden, Kreditlinien bestehen oder die Bürgschaften zugunsten von Südzucker stellen. Dieses Risiko hat sich aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch limitiert, dass Finanzgeschäfte nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht. Ausführliche Informationen zu Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken sind im Anhang zum Konzernjahresabschluss unter (32) Risikomanagement in der Südzucker-Gruppe zu finden. Rating Die Rating-Agenturen Moody's Investors Service (Moody's) und Standard & Poor's (S&P) bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment Grade Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken. GESAMTRISIKOPOSITION Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist bei weiterhin hoher Volatilität von Währungskursen, Produkt- und Rohwarenpreisen im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. CHANCEN DER WEITEREN UNTERNEHMENSENTWICKLUNG Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen. Zucker Südzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen eine gute Wettbewerbsposition und wird auch bei Industriezucker Non-Food die Marktposition ausbauen; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Nähe zu den Industriezuckerkunden. Durch die Kooperation mit Mauritius vermarktet Südzucker exklusiv bis zu rund 400.000 t Weißzucker und Rohzucker p. a. aus dem AKP-Land in der EU. Die importierten Zuckermengen stärken die europäische Vertriebsplattform. Weitere Chancen können sich aus der Zuteilung von Exportlizenzen ergeben. BENEO Daneben besitzt Südzucker durch den Ausbau des Segments Spezialitäten eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten. Ein wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten ist die Division BENEO, die vom langfristigen Trend hin zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen weiter vorangetrieben. Freiberger Tiefkühlprodukte gehören in Europa zu den stetig wachsenden Segmenten der Nahrungsmittelbranche. Ein Ende dieses Trends zu Convenience ist nicht absehbar. Die im Bereich tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlter Pasta und Snacks tätige Freiberger-Gruppe nutzt ihre europaweit führende Position als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Neben den Vertriebsaktivitäten auf dem europäischen und dem asiatischen Markt werden diese auf den nordamerikanischen Markt ausgeweitet. PortionPack Europe Der europäische Marktführer gestaltet, produziert und vertreibt Portionsartikel. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig den Food-Bereich, aber auch einige Non-Food-Artikel. Dabei liegen die Hauptmärkte insbesondere im Food-Service-Bereich wie Hotels, Gastronomie und Catering, die der jeweiligen Konjunkturlage besonders ausgesetzt sind. PortionPack Europe festigt die Position im europäischen Markt durch internes und externes Wachstum sowie kontinuierliche Produktinnovationen. Stärke Die Division Stärke ist anerkannter Produzent von Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Bauindustrie. Diese Nischenstrategie erlaubt eine Differenzierung vom Wettbewerb und eröffnet - unter Nutzung der konzerninternen Forschungsinfrastruktur -weiteres Wachstumspotenzial. Ein weiterer Fokus der Division Stärke liegt auf Bio-Stärke und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie. CropEnergies Die Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung für Ethanol und den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und bzw. oder einem Preisanstieg von Bioethanol und Kuppelprodukten. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der Europäischen Union, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. Hierfür wurden weitere Rahmenbedingungen geschaffen, die die verstärkte Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor fördern. Aus dem daraus resultierenden Marktwachstum können sich Chancen ergeben. CropEnergies hat durch den Kapazitätsausbau in Deutschland, Belgien und Frankreich die Grundlage geschaffen, um vom künftigen Marktwachstum als einer der leistungsfähigsten europäischen Hersteller von Bioethanol zu profitieren. Frucht Das AGRANA-Fruchtsegment ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie und größter Anbieter von Apfelsaftkonzentrat auf dem europäischen Markt. Wachstumschancen ergeben sich in Ländern mit steigenden Einkommen, wie MOEL, Russland, China und Brasilien. Auch der nordafrikanische Raum und der Mittlere Osten werden intensiver bearbeitet. BESCHREIBUNG DES RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS GEMÄSS § 315 ABS. 2 NR. 5 HGB Organisation der Rechnungslegung Die Erstellung des Konzernabschlusses der Südzucker-Gruppe erfolgt in einem mehrstufigen Prozess mithilfe eines gruppenweit einheitlichen IT-Konsolidierungssystems mit klar strukturierten Zugriffsberechtigungen. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten Abschlüsse vorkonsolidiert und an die zentrale Stelle bei der Südzucker AG übermittelt. Diese verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen, der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools. Dem Prozess der Konzernabschlusserstellung liegen gruppenweit einheitliche Richtlinien, Prozesse und Termine zugrunde, die verbindliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, Südzucker-spezifische Parameter sowie Anweisungen für die Abschlussarbeiten einschließlich konzerninterner Abstimmarbeiten beinhalten. Soweit Informationen mit Relevanz für die Rechnungslegung bzw. Abschlusserstellung nicht unmittelbar aus dem IT-Konsolidierungssystem entwickelt werden können, erfolgt die Abfrage der relevanten Angaben bei den einbezogenen Gesellschaften durch ein webbasiertes Erfassungstool. Daneben werden umfassende Daten zu allen Beteiligungen der Südzucker-Gruppe in einem Anteilsbesitz-ManagementInformationssystem erfasst und laufend aktualisiert; mit diesem System wird die Anteilsbesitzliste generiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) regeln die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den Südzucker-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und im betreffenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Die Prozesse und Bilanzierungsvorschriften, die in den Ist-Abschlüssen Anwendung finden, werden vergleichbar bei der Erstellung von jährlich drei Forecasts, dem Budget sowie der 5-Jahresplanung zugrunde gelegt. Die Erstellung des Jahresabschlusses der Südzucker AG erfolgt ebenfalls in einem mehrstufigen Prozess mithilfe eines ERP-Systems mit klar strukturierten Zugriffsberechtigungen. Die Abbildung laufender Prozesse in der Buchhaltung sowie die Erstellung der Abschlüsse sind in funktionale Prozessschritte gegliedert, in denen automatisierte bzw. manuelle Kontrollen wesentliche Bestandteile sind. Darüber hinaus stellen neben den bestehenden gesetzlichen Vorgaben Richtlinien sicher, dass die Abbildung laufender Geschäftsvorfälle sowie die Erstellung der Abschlüsse vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem Interne Kontrollen sind in der Südzucker-Gruppe integraler Bestandteil der Rechnungslegungsprozesse und umfassen die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dabei setzt sich das interne Kontrollsystem der Südzucker-Gruppe aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem zusammen. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf dem Prinzip der Funktionstrennung sowie dem Vier-Augen-Prinzip. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen. Das interne Kontrollsystem der Südzucker-Gruppe ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren zutreffender Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und ggf. Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Daneben gewährleistet das interne Kontrollsystem auch die Abbildung und Plausibilisierung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der SüdzuckerGruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Rechnungslegung. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände nie vollständig ausgeschlossen werden. Neue Erkenntnisse aus Fällen der eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontrollsystems führen zu entsprechenden Empfehlungen und Prozessänderungen und damit zu einer stetigen Verbesserung der Systeme. Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst. Der Aufsichtsrat hat die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems an den Prüfungsausschuss übertragen. Dieser wird neben dem Vorstand regelmäßig durch die interne Konzernrevision als prozessunabhängige interne Prüfungsinstanz sowie auch durch den externen Abschlussprüfer informiert. Risikomanagementsystem In der Südzucker-Gruppe umfasst das Risikomanagementsystem das operative Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- und Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungs-, Absatz- und Rohstoffpreisrisiken beinhaltet, sowie das Finanzrisikomanagement. Südzucker hat ein Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet, um über den ursprünglich gesetzlichen Umfang hinaus neben existenzgefährdenden auch sonstige Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu steuern und zu überwachen. Der externe Konzernabschlussprüfer beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems, das von der Südzucker-Gruppe an Veränderungen des rechtlichen und wirtschaftlichen Umfelds angepasst wird. Daneben prüft die interne Konzernrevision im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit durch regelmäßige Systemprüfungen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems. NACHTRAGSBERICHT Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat am 22. März 2011 über ihre 100%ige niederländische Tochtergesellschaft Südzucker International Finance B.V. eine Unternehmensanleihe über 400 Mio. € erfolgreich bei europäischen Investoren platziert. Die nicht nachrangige, durch Südzucker garantierte Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren (Fälligkeit: 29. März 2018) und einen Coupon von 4,125 %. Die Platzierung erfolgte zu einem Aufschlag von 93 Basispunkten über dem siebenjährigen Swapsatz. Die Anleihe wird an der Luxemburger Börse gelistet und ist aufgrund einer Stückelung von 1.000 € auch für Privatanleger interessant. Südzucker profitierte dabei von ihrer langjährigen Stellung als Anleiheemittent sowie den stabilen Ratings von Moody's (Baa2, stable) und Standard & Poor's (BBB, stable). PROGNOSEBERICHT Im Geschäftsjahr 2011/12 erwarten wir einen leichten Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 6,3 Mrd. €. Dabei gehen wir von steigenden Umsätzen in den Segmenten Spezialitäten, CropEnergies und Frucht aus. Im Segment Zucker erwarten wir einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Für das operative Konzernergebnis gehen wir von einer Steigerung auf über 550 Mio. € aus. Wir rechnen damit, dass die Ergebnissteigerung insbesondere vom Segment Zucker getragen wird. Auch für die Segmente CropEnergies und Frucht erwarten wir Ergebniszuwächse. Im Segment Spezialitäten werden wir rohstoffpreisbedingt das hohe Vorjahresniveau nicht erreichen können. Segment Zucker Im Segment Zucker erwarten wir im Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Den erwarteten Erlössteigerungen und der Möglichkeit, in begrenztem Umfang Nichtquotenzucker aus der Kampagne 2010 im EU-Foodmarkt zu vermarkten, stehen vor allem in der ersten Jahreshälfte niedrigere Exporte gegenüber. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 entfielen die temporären Belastungen aus der Umstrukturierungsphase der Marktordnungsreform vollständig. Allerdings ist auch weiterhin der Fortbestand ausgeglichener Mengenverhältnisse von entscheidender Bedeutung. Neben einer nachhaltigen Ergebniserholung im Quotenzuckergeschäft wurde infolge der großen Ernte 2009 das operative Ergebnis durch Nichtquotenzuckerexportmöglichkeiten im 1. Quartal 2010/11 einmalig positiv beeinflusst. Wir gehen davon aus, den Wegfall dieses Einmaleffektes im Geschäftsjahr 2011/12 trotz steigender Rohstoffkosten insbesondere durch Erlössteigerungen überkompensieren zu können. Positiv wirkt auch die erstmalige Möglichkeit, in begrenztem Umfang Nichtquotenzucker im EU-Foodmarkt zu vermarkten. Segment Spezialitäten Im Segment Spezialitäten erwarten wir im Geschäftsjahr 2011/12 wiederum einen deutlichen Anstieg des Umsatzes, der von allen Divisionen getragen wird. Wir rechnen damit, im Segment Spezialitäten beim operativen Ergebnis das Vorjahresniveau nicht erreichen zu können. Insgesamt werden sich die gestiegenen Rohstoffkosten nun auf Gesamtjahresbasis auswirken. Dem steht die positive Entwicklung durch die weiter steigenden Absätze gegenüber. Segment CropEnergies Im Segment CropEnergies erwarten wir einen moderaten Umsatzanstieg. Die Produktions- und Absatzmengen werden sich mindestens auf dem hohen Vorjahresniveau bewegen. Unter der Voraussetzung, dass die gestiegenen Rohstoffkosten weiter durch höhere Erlöse kompensiert werden können, rechnen wir damit, auch das operative Ergebnis gegenüber dem hohen Vorjahresniveau moderat steigern zu können. Segment Frucht Im Segment Frucht gehen wir von einer deutlichen Umsatzsteigerung aus. In der Division Fruchtzubereitungen wird das Wachstum durch Mengen- und Erlössteigerungen sowie höhere Handelswarenmengen getragen. In der Division Fruchtsaftkonzentrate rechnen wir mit einem Wachstum durch Erlössteigerungen infolge der gestiegenen Rohstoffkosten. Für zusätzliches Wachstum wird die geplante Fusion mit der Ybbstaler Fruit Austria GmbH sorgen, mit deren Vollzug allerdings erst im Spätherbst 2011 zu rechnen ist. Das operative Ergebnis im Segment Frucht wird sich 2011/12 weiter verbessern. Zum Anstieg tragen in beiden Divisionen vor allem die steigenden Erlöse bei, die die Rohstoffkostensteigerungen ausgleichen können. Investitionen Nach Abschluss der mehrjährigen Phase hoher Investitionen konnten seit dem Geschäftsjahr 2009/10 die Investitionen in Sachanlagen auf das erforderliche Ersatzinvestitionsniveau zurückgeführt werden. Die Investitionen lagen damit auch im Geschäftsjahr 2010/11 auf Abschreibungsniveau im Konzern. Zusammen mit einem verbesserten Cashflow führte dies zu einer weiteren Reduzierung der Nettofinanzschulden. Auch für die kommenden Geschäftsjahre 2011/12 und 2012/13 rechnen wir mit einem Investitionsvolumen in Sachanlagen, das nicht signifikant ansteigt. Mittelfristige Perspektive Für das Geschäftsjahr 2012/13 erwarten wir einen Konzernumsatz auf Niveau des Geschäftsjahres 2011/12. Wir erwarten eine stabile Umsatzentwicklung in allen Segmenten. Für das operative Konzernergebnis 2012/13 gehen wir aus heutiger Sicht von einem weiteren leichten Anstieg aus. Im Segment Zucker erwarten wir eine Bestätigung des in 2011/12 erwarteten Ergebnisniveaus. In den Segmenten Spezialitäten, CropEnergies und Frucht planen wir - bei einem sich normalisierenden Rohstoffpreisniveau - ein moderates Ergebniswachstum gegenüber 2011/12. Dieser Zuwachs wird im Segment Spezialitäten vom weiterhin stabilen Absatzwachstum getragen. Bei CropEnergies erwarten wir weitere Auslastungs- und Effizienzsteigerungen. Im Segment Frucht gehen wir von einer Fortsetzung des Absatzwachstums aus. KONZERNJAHRESABSCHLUSS KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1. März 2010 bis 28. Februar 2011 scroll Mio. € Anhang 2010/11 2009/10 +/- in % Gewinn-und-Verlust-Rechnung Umsatzerlöse (6) 6.160,8 5.718,2 7,7 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen (7) -92,8 -256,1 -63,8 Sonstige betriebliche Erträge (8) 106,1 157,9 -32,8 Materialaufwand (9) -3.861,8 -3.445,1 12,1 Personalaufwand (10) -676,1 -671,8 0,6 Abschreibungen (11) -245,0 -256,7 -4,6 Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -880,5 -854,0 3,1 Ergebnis der Betriebstätigkeit (13) 510,7 392,4 30,1 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen (14) 4,1 2,0 > 100 Finanzerträge (15) 47,9 115,7 -58,6 Finanzaufwendungen (15) -122,0 -161,7 -24,5 Ergebnis vor Ertragsteuern 440,7 348,4 26,5 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) -96,0 -72,0 33,3 Jahresüberschuss (18) 344,7 276,4 24,7 davon Aktionäre der Südzucker AG 250,4 200,1 25,1 davon Hybrid-Eigenkapital 26,2 26,2 0,0 davon sonstige Minderheiten 68,1 50,1 35,9 Ergebnis je Aktie (€) (18) 1,32 1,06 25,1 Verwässerungseffekt -0,05 -0,02 > 100 Verwässertes Ergebnis je Aktie (€) 1,27 1,04 22,9 Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen Jahresüberschuss 344,7 276,4 24,7 Marktbewertung Sicherungsinstrumente (Cashflow Hedge) nach latenten Steuern 9,7 4,3 > 100 Marktbewertung der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (Available for Sale) nach latenten Steuern -0,3 0,5 - Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe nach latenten Steuern 0,1 10,5 -99,0 Marktwertänderungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen 9,5 15,3 -37,9 Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen 25,4 51,5 -50,7 Im Eigenkapital zu erfassende Ergebnisse 34,9 66,8 -47,7 Gesamtergebnis 379,6 343,2 10,6 davon Aktionäre der Südzucker AG 281,3 246,7 14,0 davon Hybrid-Eigenkapital 26,2 26,2 0,0 davon sonstige Minderheiten 72,1 70,3 2,6 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. März 2010 bis 28. Februar 2011 scroll Mio. € Anhang 2010/11 2009/10 Jahresüberschuss 344,7 276,4 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen (11), (15) 245,0 256,7 Abnahme (-) langfristiger Rückstellungen und latenter Steuerschulden/Zunahme (-) latenter Steueransprüche -1,6 -29,7 Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) 18,0 49,7 Cashflow 606,1 553,0 Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des langfristigen Vermögens und von Wertpapieren -1,4 -2,4 Zunahme (+)/Abnahme (-) der kurzfristigen Rückstellungen 84,8 -14,4 Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte -68,1 640,6 Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) -31,2 -351,7 Zunahme (-)/Abnahme (+) des Working Capitals -14,5 274,6 I. Mittelzufluss (+) aus laufender Geschäftstätigkeit 590,2 825,1 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -245,4 -216,6 Investitionen in Finanzanlagen -5,8 -16,8 Investitionen -251,2 -233,4 Erlöse aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 20,0 25,3 Einzahlungen (+)/Auszahlungen (-) aus dem Verkauf/Kauf von Wertpapieren 84,5 -69,0 II. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -146,7 -277,1 Kapitalerhöhungen 0,0 51,7 Gewinnausschüttungen -143,4 -132,6 Tilgung (-) von Finanzverbindlichkeiten -409,3 -284,3 III. Mittelabfluss (-) aus Finanzierungstätigkeit -552,7 -365,3 IV. Veränderung der flüssigen Mittel (Summe aus I., II. u. III.) -109,2 182,8 Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen 1,8 10,5 aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises 0,1 0,0 Abnahme (-)/Zunahme (+) der flüssigen Mittel -107,3 193,4 Flüssige Mittel am Anfang der Periode 357,3 163,9 Flüssige Mittel am Ende der Periode 250,0 357,3 Unter Position (19) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung gegeben. KONZERN-BILANZ 28. Februar 2011 scroll Mio. € Anhang 28.02.2011 28.02.2010 +/- in % Aktiva Immaterielle Vermögenswerte (20) 1.188,1 1.189,1 -0,1 Sachanlagen (21) 2.554,9 2.551,5 0,1 Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen (22) 11,1 19,0 -41,6 Sonstige Beteiligungen und Ausleihungen (22) 32,4 28,5 13,7 Wertpapiere (22), (29) 105,4 146,2 -27,9 Forderungen und sonstige Vermögenswerte (24) 29,1 13,0 > 100 Aktive latente Steuern (16) 126,3 163,7 -22,9 Langfristige Vermögenswerte 4.047,3 4.111,0 -1,5 Vorräte (23) 1.708,9 1.751,3 -2,4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (24) 719,2 687,8 4,6 Sonstige Vermögenswerte (24) 360,6 274,0 31,6 Laufende Ertragsteuerforderungen 23,6 24,8 -4,8 Wertpapiere (29) 150,8 191,3 -21,2 Flüssige Mittel (29) 250,0 357,3 -30,0 Kurzfristige Vermögenswerte 3.213,1 3.286,5 -2,2 Bilanzsumme 7.260,4 7.397,5 -1,9 Passiva Gezeichnetes Kapital 189,4 189,4 0,0 Kapitalrücklage 1.189,3 1.189,3 0,0 Gewinnrücklagen 1.086,3 891,8 21,8 Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG 2.465,0 2.270,5 8,6 Hybrid-Eigenkapital 683,9 683,9 0,0 Sonstige Minderheiten 594,7 545,8 9,0 Eigenkapital (25) 3.743,6 3.500,2 7,0 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (26) 397,8 409,2 -2,8 Übrige Rückstellungen (27) 167,6 188,4 -11,0 Langfristige Finanzverbindlichkeiten (29) 547,8 1.118,9 -51,0 Sonstige Verbindlichkeiten (28) 14,3 14,7 -2,7 Passive latente Steuern (16) 178,1 190,8 -6,7 Langfristige Schulden 1.305,6 1.922,0 -32,1 Übrige Rückstellungen (27) 188,1 104,1 80,7 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (29) 811,9 641,1 26,6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 813,7 807,4 0,8 Sonstige Verbindlichkeiten (28) 365,7 385,3 -5,1 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 31,8 37,4 -15,0 Kurzfristige Schulden 2.211,2 1.975,3 11,9 Bilanzsumme 7.260,4 7.397,5 -1,9 Nettofinanzschulden 853,5 1.065,2 -19,9 Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 1,4 1,9 Eigenkapitalquote 51,6 % 47,3 % Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) 22,8 % 30,4 % ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS 1. März 2010 bis 28. Februar 2011 scroll Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige Gewinnrücklagen 1. März 2009 189,4 1.137,6 780,9 Marktbewertungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen Währungsveränderungen Nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Erträge und Aufwendungen Jahresüberschuss 200,1 Gesamtergebnis 200,1 Ausschüttungen -75,7 Kapitalerhöhung 51,7 Sonstige Veränderungen 1,2 28. Februar 2010/ 1. März 2010 189,4 1.189,3 906,5 Marktbewertungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen Währungsveränderungen Nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Erträge und Aufwendungen Jahresüberschuss 250,4 Gesamtergebnis 250,4 Ausschüttungen -85,2 Kapitalerhöhung Sonstige Veränderungen -1,6 28. Februar 2011 189,4 1.189,3 1.070,1 scroll Mio. € Neubewertungsrücklage Kumulierte Währungsdifferenzen Summe Gewinnrücklagen 1. März 2009 -13,9 -47,4 719,6 Marktbewertungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen 11,2 11,2 Währungsveränderungen 35,4 35,4 Nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Erträge und Aufwendungen 11,2 35,4 46,6 Jahresüberschuss 200,1 Gesamtergebnis 11,2 35,4 246,7 Ausschüttungen -75,7 Kapitalerhöhung 0,0 Sonstige Veränderungen 1,2 28. Februar 2010/ 1. März 2010 -2,7 -12,0 891,8 Marktbewertungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen 9,1 9,1 Währungsveränderungen 21,8 21,8 Nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Erträge und Aufwendungen 9,1 21,8 30,9 Jahresüberschuss 250,4 Gesamtergebnis 9,1 21,8 281,3 Ausschüttungen -85,2 Kapitalerhöhung 0,0 Sonstige Veränderungen -1,6 28. Februar 2011 6,4 9,8 1.086,3 scroll Mio. € Eigenkap. d. Südzucker-Aktionäre Hybrid- Eigenkapital Sonstige Minderheiten Gesamtes Eigenkapital 1. März 2009 2.046,6 683,9 498,9 3.229,4 Marktbewertungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen 11,2 4,1 15,3 Währungsveränderungen 35,4 16,1 51,5 Nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Erträge und Aufwendungen 46,6 20,2 66,8 Jahresüberschuss 200,1 26,2 50,1 276,4 Gesamtergebnis 246,7 26,2 70,3 343,2 Ausschüttungen -75,7 -26,2 -20,1 -122,0 Kapitalerhöhung 51,7 0,0 51,7 Sonstige Veränderungen 1,2 -3,3 -2,1 28. Februar 2010/ 1. März 2010 2.270,5 683,9 545,8 3.500,2 Marktbewertungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen 9,1 0,4 9,5 Währungsveränderungen 21,8 3,6 25,4 Nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasste Erträge und Aufwendungen 30,9 4,0 34,9 Jahresüberschuss 250,4 26,2 68,1 344,7 Gesamtergebnis 281,3 26,2 72,1 379,6 Ausschüttungen -85,2 -26,2 -21,4 -132,8 Kapitalerhöhung 0,0 0,0 0,0 Sonstige Veränderungen -1,6 -1,8 -3,4 28. Februar 2011 2.465,0 683,9 594,7 3.743,6 Unter Position (25) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zum Eigenkapital gegeben. Konzernanhang Segmentberichterstattung Segmentierung nach Geschäftsbereichen scroll Mio. € 2010/11 2009/10 +/- in % Südzucker - Konzern Umsatzerlöse (brutto) 6.447,8 5.973,7 7,9 Konsolidierung -287,0 -255,5 12,3 Umsatzerlöse 6.160,8 5.718,2 7,7 EBITDA 772,0 645,3 19,6 EBITDA-Marge 12,5 % 11,3 % Abschreibungen -253,2 -242,7 4,3 Operatives Ergebnis 518,8 402,6 28,9 Operative Marge 8,4 % 7,0 % Ergebnis Restrukturierung/Sondereinflüsse -8,1 -10,2 -20,6 Ergebnis der Betriebstätigkeit 510,7 392,4 30,1 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 245,4 216,6 13,3 Investitionen in Finanzanlagen 5,8 16,8 -65,3 Investitionen gesamt 251,2 233,4 7,6 Capital Employed 5.314,4 5.374,4 -1,1 Return on Capital Employed 9,8 % 7,5 % Mitarbeiter 17.658 17.493 0,9 Segment Zucker Umsatzerlöse (brutto) 3.454,1 3.323,5 3,9 Konsolidierung -175,2 -169,4 3,5 Umsatzerlöse 3.278,9 3.154,1 4,0 EBITDA 396,2 331,4 19,6 EBITDA-Marge 12,1 % 10,5 % Abschreibungen -113,9 -113,9 0,0 Operatives Ergebnis 282,3 217,5 29,8 Operative Marge 8,6 % 6,9 % Ergebnis Restrukturierung/Sondereinflüsse -2,6 -16,4 -84,1 Ergebnis der Betriebstätigkeit 279,7 201,1 39,1 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 126,2 106,8 18,2 Investitionen in Finanzanlagen 4,9 8,6 -43,3 Investitionen gesamt 131,1 115,4 13,6 Capital Employed 2.748,0 2.890,3 -4,9 Return on Capital Employed 10,3 % 7,5 % Mitarbeiter 7.978 8.218 -2,9 Segment Spezialitäten Umsatzerlöse (brutto) 1.647,1 1.470,1 12,0 Konsolidierung -72,0 -73,6 -2,2 Umsatzerlöse 1.575,1 1.396,5 12,8 EBITDA 217,5 208,8 4,2 EBITDA-Marge 13,8 % 14,9 % Abschreibungen -73,6 -71,2 3,4 Operatives Ergebnis 143,9 137,6 4,6 Operative Marge 9,1 % 9,8 % Ergebnis Restrukturierung/Sondereinflüsse -6,3 12,0 - Ergebnis der Betriebstätigkeit 137,6 149,6 -8,0 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 66,8 49,9 33,8 Investitionen in Finanzanlagen 0,9 8,2 -88,4 Investitionen gesamt 67,7 58,1 16,5 Capital Employed 1.334,8 1.309,4 1,9 Return on Capital Employed 10,8 % 10,5 % Mitarbeiter 4.259 4.262 -0,1 Segment CropEnergies Umsatzerlöse (brutto) 472,8 374,1 26,4 Konsolidierung -35,6 -12,5 > 100 Umsatzerlöse 437,2 361,6 20,9 EBITDA 76,3 33,1 > 100 EBITDA-Marge 17,4 % 9,2 % Abschreibungen -30,4 -21,2 43,2 Operatives Ergebnis 45,9 11,9 > 100 Operative Marge 10,5% 3,3 % Ergebnis Restrukturierung/Sondereinflüsse 0,8 -2,4 - Ergebnis der Betriebstätigkeit 46,7 9,5 > 100 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 21,6 33,8 -36,0 Investitionen in Finanzanlagen 0,0 0,0 Investitionen gesamt 21,6 33,8 -36,0 Capital Employed 529,7 524,9 0,9 Return on Capital Employed 8,7 % 2,3 % Mitarbeiter 303 302 0,3 Segment Frucht Umsatzerlöse (brutto) 873,8 806,0 8,4 Konsolidierung -4,2 0,0 - Umsatzerlöse 869,6 806,0 7,9 EBITDA 82,0 72,0 13,9 EBITDA-Marge 9,4 % 8,9 % Abschreibungen -35,3 -36,4 -3,1 Operatives Ergebnis 46,7 35,6 31,3 Operative Marge 5,4 % 4,4 % Ergebnis Restrukturierung/Sondereinflüsse 0,0 -3,4 - Ergebnis der Betriebstätigkeit 46,7 32,2 45,0 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 30,8 26,1 18,1 Investitionen in Finanzanlagen 0,0 0,0 - Investitionen gesamt 30,8 26,1 18,1 Capital Employed 701,9 649,8 8,0 Return on Capital Employed 6,7 % 5,5 % Mitarbeiter 5.118 4.711 8,6 Die Berichtssegmente der Südzucker-Gruppe sind entsprechend IFRS 8 (Operative Segmente) an der internen Berichtsstruktur ausgerichtet. Die Südzucker-Gruppe berichtet in den vier Segmenten Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Das Segment Zucker enthält das Zucker-Kerngeschäft. Im Segment Spezialitäten sind die Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack und Stärke zusammengefasst. Das Segment CropEnergies ist europäischer Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für den Kraftstoffsektor. Das Segment Frucht umfasst die Bereiche Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. Das in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Ergebnis der Betriebstätigkeit setzt sich aus dem operativen Ergebnis und dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen zusammen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit ist dabei eine Kennzahl, die eine Vergleichsgröße für Unternehmen mit unterschiedlichen Finanzstrukturen und Steuersystemen darstellt, indem der Jahresüberschuss um das Finanzergebnis, das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen und den Steueraufwand bereinigt wird. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis der Betriebstätigkeit wiederum führt zum operativen Ergebnis. Sondereinflüsse sind im laufenden Geschäftsbetrieb nicht regelmäßig wiederkehrende wie auch aperiodische Ergebniseinflüsse bzw. Ergebniseffekte, die nicht mit der laufenden Geschäftstätigkeit in Zusammenhang stehen. Das operative Ergebnis dient als Basis der internen Unternehmenssteuerung. Die operative Marge errechnet sich als Quotient aus operativem Ergebnis und Umsatzerlösen. Das Capital Employed spiegelt das in den Segmenten und im Konzern gebundene operative Kapital wider. Es setzt sich aus dem Sachanlagevermögen einschließlich immaterieller Vermögenswerte sowie dem Working Capital (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen) zusammen. Zur besseren Vergleichbarkeit mit der Ebene AGRANA werden die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Segment Frucht wie auf Ebene der unmittelbaren Muttergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG voll aufgedeckt. Das Working Capital umfasst nur unverzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Gesamtkapitalrendite ROCE (Return on Capital Employed) bezieht das operative Ergebnis auf das Capital Employed; sie stieg auf Konzernebene im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 9,8 % nach 7,5 % im Vorjahr. scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Operatives Ergebnis 518,8 402,6 Geschäfts- oder Firmenwerte 1.252,2 1.253,2 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 56,7 57,4 Sachanlagen 2.554,9 2.551,5 Unverzinsliche Forderungen 1.041,4 948,1 Vorräte 1708,9 1.751,3 ./. Kurzfristige Rückstellungen -188,1 -104,1 ./. Unverzinsliche Verbindlichkeiten -1.111,6 -1.083,0 Working Capital 1.450,6 1.512,3 Capital Employed 5.314,4 5.374,4 Return on Capital Employed (ROCE) 9,8 % 7,5 % Zur Erläuterung des operativen Ergebnisses und des Capital Employed wird auf die Angaben zu den einzelnen Segmenten sowie auf das Kapitel "Wertmanagement" im Konzernlagebericht verwiesen. Die Geschäfte zwischen den Segmenten - mit Umsatzerlösen von 287,0 (255,5) Mio. € - erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Segmentierung nach Regionen scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Umsatzerlöse mit Dritten Deutschland 1.790,0 1.709,7 Übrige EU 3.812,2 3.533,3 Übriges Ausland 558,6 475,2 6.160,8 5.718,2 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte und Zusatzquote) Deutschland 64,3 51,1 Übrige EU 155,7 144,2 Übriges Ausland 25,4 21,3 245,4 216,6 Die Angaben zu den Umsatzerlösen mit Dritten bzw. zu den Investitionen beziehen sich auf den Sitz der jeweiligen Konzerngesellschaft. Allgemeine Erläuterungen (1) Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat ihren Sitz in der Maximilianstraße 10 in 68165 Mannheim/Deutschland; die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB-Nr. 42 beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Gemäß § 2 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom 20. Juli 2010 ist der Gegenstand des Unternehmens die Herstellung von Zucker, dessen Verkauf, die Verwertung der sich ergebenden Nebenerzeugnisse und der Betrieb der Landwirtschaft. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich auch an anderen Unternehmungen zu beteiligen, solche zu erwerben und alle Geschäfte zu unternehmen, welche zur Erreichung oder Förderung des Gesellschaftszwecks unmittelbar oder mittelbar als dienlich erscheinen. Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Südzucker AG sowie ihre Tochterunternehmen. Südzucker hat den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Südzucker AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Konzernabschluss 2010/11 wurde durch den Vorstand aufgestellt, wird durch den Prüfungsausschuss am 5. Mai 2011 geprüft und wird vom Aufsichtsrat in der Sitzung am 17. Mai 2011 geprüft und gebilligt und wird damit zur Veröffentlichung freigegeben sein. Südzucker erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro; alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden regelmäßig in Klammern dargestellt. Neben der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie eine Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen umfasst, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Bilanz wird die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals gezeigt. Die Angaben im Anhang enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, sofern unter Ziffer (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nicht etwas anderes berichtet wird. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010/11 waren von Südzucker eine Reihe vom IASB überarbeiteter bzw. neu herausgegebener Standards und Interpretationen verpflichtend anzuwenden: Der überarbeitete IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse - 2008) enthält geänderte Vorschriften zu Unternehmenserwerben; die Anpassungen betreffen den Anwendungsbereich und die Bilanzierung von sukzessiven Anteilserwerben. Ferner räumen die Änderungen das Wahlrecht ein, die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter mit beizulegendem Zeitwert oder mit dem anteiligen Nettovermögen zu bewerten. In Abhängigkeit von der Ausübung des Wahlrechts wird im Rahmen eines Unternehmenserwerbs ein eventuell entstandener Geschäfts- oder Firmenwert vollständig oder nur mit dem Anteil des Mehrheitsgesellschafters ausgewiesen. Außerdem sind Anschaffungsnebenkosten aus Unternehmenszusammenschlüssen als Aufwand zu erfassen. Durch die Änderungen an IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse - 2008) wird klargestellt, dass Transaktionen, durch die ein Mutterunternehmen seine Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen ändert, ohne die Beherrschung aufzugeben oder zu erlangen, künftig als erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung zu bilanzieren sind. Ferner wurde die Bilanzierung von Transaktionen mit Verlust der beherrschenden Stellung gegenüber einem Tochterunternehmen neu geregelt. Der Standard bestimmt, wie ein Endkonsolidierungserfolg ermittelt wird und eine nach Veräußerung verbleibende Restbeteiligung zu bewerten ist. Die erstmalige Anwendung der beiden geänderten Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im April 2009 veröffentliche das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvements-Project" Änderungen diverser IFRSs (Verbesserungen der IFRS 2009). Die Änderungen präzisieren den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen, vereinheitlichen Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen zu bestehenden Standards zu verstehen. Die weiteren beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010/11 erstmalig anzuwendenden Standards und Interpretationen waren für Südzucker nicht einschlägig: ― IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung - 2009) - Änderung des IAS 32: Einstufung von Bezugsrechten ― IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - 2009) - Änderung des IAS 39: Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen ― IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards - 2009) - Änderung des IFRS 1: Aufnahme von zusätzlichen Ausnahmen für erstmalige Anwender ― IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards - 2008) - Änderung des IFRS1: Neu strukturierter IFRS 1 ― IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung - 2009) - Änderung des IFRS 2: Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Konzern sondern innerhalb einer Unternehmensgruppe ― IFRIC 12 (Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen) ― IFRIC 15 (Verträge über die Errichtung von Immobilien) ― IFRIC 16 (Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb) ― IFRIC 17 (Sachausschüttungen an Eigentümer) ― IFRIC 18 (Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden) Nachstehende geänderte Standards und neue Interpretationen, die von der EU in europäisches Recht übernommen wurden, sind für Südzucker beginnend mit dem Geschäftsjahr 2011/12 oder später verpflichtend anzuwenden; sie haben keine bzw. unwesentliche Auswirkungen auf den Südzucker-Konzernabschluss: ― IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards - 2010) - Änderung des IFRS 1: Gewährung von Ausnahmen von der Angabe von IFRS-7-Vergleichszahlen für erstmalige Anwender ― IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen - 2009) ― IFRIC 14 (Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden Mindestdotierungsverpflichtungen - 2009) ― IFRIC 19 (Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten) Im Mai 2010 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvements-Project" den dritten Sammelstandard "Improvements to IFRSs" (Verbesserung der IFRSs 2010). Die Änderungen präzisieren den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen, vereinheitlichen Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen zu bestehenden Standards zu verstehen. Einzelne Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen (2011/12), anzuwenden und andere für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 (2012/13) beginnen. Folgende Standards, Interpretationen und Änderungen wurden bereits vom IASB veröffentlicht, aber noch nicht von der EU in europäisches Recht übernommen: ― IAS 12 (Ertragsteuern - 2010) Änderung des IAS 12: Bewertung latenter Steuern in Abhängigkeit, ob der Buchwert durch Nutzung oder Veräußerung (widerlegbare Vermutung) realisiert wird ― IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards - 2010) - Änderung des IFRS 1: Erleichterung bei den Ausbuchungsvorschriften vor Umstellung auf IFRS sowie Sonderregelungen, wenn die funktionale Währung einer starken Hochinflation unterlag ― IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben - 2010) Änderung des IFRS 7: Angaben zur Ausbuchung von Vermögenswerten bei Übertragung Im November 2009 veröffentlichte das IASB IFRS 9 (Finanzinstrumente). Dieser Standard beinhaltet die erste Phase des dreiphasigen IASB-Projekts, den derzeit gültigen IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) zu ersetzen. Der neue Standard IFRS 9, der für ab dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre gelten soll, sieht künftig nur noch zwei Kategorien zur Einordnung finanzieller Vermögenswerte vor - die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Das bisherige differenzierte Klassifizierungs- und Bewertungsmodell des IAS 39 soll wegfallen. Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) hat die Übernahme von IFRS 9 verschoben, um abzuwarten, bis das vollständige Regelwerk zu den Finanzinstrumenten durch den IASB vorgelegt wird, und sich mehr Zeit für die Begutachtung der Ergebnisse zu nehmen. Südzucker bilanziert weitgehend wie unter den neuen Standards vorgesehen, so dass keine wesentlichen Auswirkungen auf den Südzucker-Konzernabschluss erwartet werden. (2) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der Südzucker AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Südzucker AG unmittelbar oder mittelbar über die Beherrschung verfügt. Zum Bilanzstichtag wurden 151 (161) Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss erfasst. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden 4 Gesellschaften erstmals einbezogen, 5 Gesellschaften wurden verschmolzen, neun Gesellschaften sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Mit Wirkung zum 18. Juni 2010 hat die PortionPack Europe Holding B.V. 100 % der Anteile an der Union Edel Chocolade B.V., Haarlem/Holland, ein Portionspackungsunternehmen für Schokoladenspezialitäten, erworben. Der Kaufpreis einschließlich bedingter Kaufpreiselemente beträgt 0,9 Mio. €; daneben sind aufwandswirksame Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,2 Mio. € angefallen. Die bisherigen Aktivitäten der Gesellschaft werden in die bestehenden PortionPack-Gesellschaften integriert; die Auswirkungen auf den Südzucker-Konzernabschluss sind von untergeordneter Bedeutung. Ab dem 3. Quartal 2010/11 wurde erstmalig die AGRANA Nile Fruits Processing (SAE), Qalyoubia/Ägypten, eine 51%ige Beteiligung der AGRANA Fruit S.A.S., vollkonsolidiert. Mit dieser Gesellschaft, die gemeinsam mit der Nile Fruits (SAE), einem ägyptischen Abpackunternehmen für Früchte sowie Hersteller von Fruchtfüllungen, die gegründet wurde, wird AGRANA Präsenz im Mittleren Osten und Afrika, zusätzlich zu den bereits bestehenden Produktionsstandorten in der Türkei und Südafrika, durch das neue Werk in Ägypten ausbauen. Die Auswirkung der Veränderung des Konsolidierungskreises einschließlich quotenkonsolidierter Unternehmen auf den Konzernabschluss stellt sich wie folgt dar: scroll Mio. € Veränderung des Konsolidierungskreises 28. Februar 2011 2010 Langfristiges Vermögen 0,1 9,0 Vorräte 0,0 1,8 Forderungen und andere Vermögenswerte 0,7 5,4 Flüssige Mittel und Wertpapiere 01 0,9 Kurzfristiges Vermögen 0,8 8,1 Summe Aktiva 0,9 17,1 Eigenkapital 0,1 10,6 Langfristige Schulden 0,0 1,4 Kurzfristige Schulden 0,8 5,1 Summe Passiva 0,9 17,1 Umsatzerlöse 4,2 11,8 Jahresfehlbetrag/-überschuss -0,9 0,4 Die Entkonsolidierungen waren von untergeordneter Bedeutung und betrafen im Wesentlichen Liquidationen und Verschmelzungen. Die Quotenkonsolidierung wurde bei 10 (9) Joint-Venture-Gesellschaften (Gemeinschaftsunternehmen) angewendet. scroll Mio. € Quotal einbezogene Gesellschaften 28. Februar 2011 2010 Langfristiges Vermögen 136,1 140,4 Vorräte 29,6 32,2 Forderungen und andere Vermögenswerte 57,7 46,6 Flüssige Mittel und Wertpapiere 4,0 7,8 Kurzfristiges Vermögen 91,4 86,6 Summe Aktiva 227,5 227,1 Eigenkapital 102,4 107,8 Langfristige Schulden 23,5 23,5 Kurzfristige Schulden 101,6 95,7 Summe Passiva 227,5 227,1 Umsatzerlöse 291,9 190,0 Jahresüberschuss 25,7 17,2 Die Equity-Bewertung wurde bei einer Gesellschaft angewendet; im Vorjahr waren es sieben Gesellschaften. Der Abgang von sechs Gesellschaften betrifft die Eastern Sugar-Gruppe, die bereits nach der Zuckerkampagne 2006 ihre Zuckerquoten in den Ländern Slowakei, Tschechien und Ungarn an den EU-Restrukturierungsfonds zurückgegeben hatte. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr war die Liquidation mit der Ausschüttung von 5 Mio. € an Saint Louis Sucre S.A., in Paris/Frankreich im Wesentlichen beendet. Die abgegangenen Gesellschaften werden nun in den sonstigen Beteiligungen geführt. scroll Mio. € At Equity einbezogene Unternehmen 28. Februar 2011 2010 Langfristiges Vermögen 0,1 3,9 Vorräte 22,1 21,0 Forderungen und andere Vermögenswerte 40,1 43,9 Flüssige Mittel und Wertpapiere 4,3 18,1 Kurzfristiges Vermögen 66,4 83,0 Summe Aktiva 66,5 86,9 Eigenkapital 9,6 24,1 Langfristige Schulden 0,0 0,0 Kurzfristige Schulden 56,9 62,8 Summe Passiva 66,5 86,9 Umsatzerlöse 306,2 279,3 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 4,1 2,0 (3) Konsolidierungsmethoden Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird den erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zugeordnet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Möglichkeit der Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt werden kann. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie von Unternehmen separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden erfolgswirksam aufgelöst. Die bilanzielle Behandlung von Minderheitsanteilen im Rahmen von Unternehmenserwerben erfolgt unter Anwendung der Einheitstheorie-Methode. Gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) werden Geschäftswerte nicht mehr planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-Only-Approach). Im Rahmen der Quotenkonsolidierung werden bei Joint Ventures (Gemeinschaftsunternehmen) die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nur mit dem Anteil in den Konzernabschluss einbezogen, wie er auf den Konzern entfällt. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind auf der Grundlage der Equity-Bewertung zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen) in den Konzernabschluss eingegangen; hierunter werden auch Vertriebs-Joint-Ventures erfasst. Im Fall von sukzessiven Unternehmenserwerben (business combination achieved in stages) werden die Anteile des zu erwerbenden Unternehmens nacheinander in verschiedenen Tranchen erworben, d. h., die Erlangung der Beherrschung über ein Unternehmen erfolgt stufenweise in mehreren Schritten. IFRS 3 ist auf den Zusammenschluss dann anzuwenden, sobald der Erwerber die Beherrschung erlangt hat. Vor Erlangung der Beherrschung wird die Beteiligung nach IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen), IAS 31 (Anteile an Gemeinschaftsunternehmen) oder IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) bilanziert (je nachdem, welcher Standard einschlägig ist). Zu dem Zeitpunkt, zu dem Kontrolle erlangt wird, wird der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes des erworbenen Unternehmens neu bestimmt, mit der Wahlmöglichkeit, den gesamten Geschäfts- oder Firmenwert (Full-Goodwill-Methode) oder nur den auf Basis des anteiligen neubewerteten Nettovermögens hergeleiteten Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren (Purchased-Goodwill-Methode). Die Erlangung der Beherrschung löst eine vollständige Neubewertung aller Vermögenswerte und Schulden aus. Jegliche Anpassungen eines zuvor bereits gehaltenen Eigenkapitalanteils werden bei Kontrollerlangung erfolgswirksam. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. (4) Währungsumrechnung Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von monetären Vermögenswerten und Schulden werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Jahresabschlüsse sind in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erstellt. Als funktionale Währung einer Gesellschaft wird die Währung des wirtschaftlichen Umfelds bezeichnet, in dem die Gesellschaft ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreibt. Mit Ausnahme der Vertriebsgesellschaft BENEO-Palatinit PTE Ltd. in Singapur stimmt die Funktionalwährung der Tochtergesellschaften mit der Währung des Landes überein, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Sitz hat. Sofern die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften in anderen Funktionalwährungen aufgestellt werden als dem Euro - der Berichtswährung von Südzucker -, erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und der Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Die Mittelkurse entsprechen den durchschnittlichen Geld- und Briefkursen zum Ende der jeweiligen Stichtage. Im Fall der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung erfolgt die Umrechnung zum Durchschnittskurs. Wenn jedoch die Anwendung des Jahresdurchschnittskurses zu unzutreffenden Ergebnissen führt, erfolgt die Umrechnung zu einem angepassten Durchschnittskurs. Die übrigen Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt (Gegenwert für 1 €): scroll Stichtag Durchschnitt Stichtag 1 € = Landeswährung Land 28.02.2011 2010/11 28.02.2010 Australien AUD 1,36 1,41 1,52 Brasilien BRL 2,29 2,29 2,47 Chile CLP 654,06 662,09 716,28 Dänemark DKK 7,46 7,45 7,44 Großbritannien GBP 0,85 0,85 0,89 Mexiko MXN 16,74 16,47 17,36 Moldawien MDL 16,53 16,21 17,28 Polen PLN 3,98 3,97 3,98 Rumänien RON 4,21 4,23 4,11 Russland RUB 39,90 39,97 40,73 Singapur SGD 1,76 1,77 1,91 Tschechien CZK 24,35 25,01 25,97 Türkei TRY 2,21 2,00 2,10 Ukraine UAH 10,91 10,45 10,78 Ungarn HUF 270,72 275,84 269,90 USA USD 1,38 1,32 1,36 scroll Durchschnitt Stichtag 1 € = Land 2009/10 28.02.2009 Australien 1,71 1,99 Brasilien 2,69 3,01 Chile 764,14 760,38 Dänemark 7,44 7,45 Großbritannien 0,89 0,89 Mexiko 18,70 19,14 Moldawien 16,13 13,63 Polen 4,26 4,66 Rumänien 4,22 4,30 Russland 43,78 45,50 Singapur 2,02 1,96 Tschechien 26,16 28,09 Türkei 2,16 2,16 Ukraine 11,04 9,84 Ungarn 277,42 300,46 USA 1,41 1,26 Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldpositionen gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden erfolgsneutral behandelt und in der Gesamtergebnisrechnung als Zusatzangabe zu den erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen. Konzerninterne Darlehen zur langfristigen Finanzierung von Anteilserwerben stellen im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestition in diese ausländischen Geschäftsbetriebe (Net investment in foreign operation) dar; die daraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Stichtagsbewertung werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Zusatzangabe zu den erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen als Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe ausgewiesen. (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gesondert vom Geschäftswert erfasst, wenn sie gemäß der Definition in IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht resultieren und der Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte werden insoweit aktiviert, als die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind. Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Only-Approach) unterzogen. Die Vorgehensweise bei dieser Werthaltigkeitsprüfung ist in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare bzw. kampagnebezogene planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Staatliche Zuschüsse und Zulagen werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die der Anschaffung oder Herstellung sogenannter qualifizierter Vermögenswerte (Bau neuer Produktionsstätten bzw. wesentliche Ergänzungsinvestitionen mit einer Bauzeit von mindestens einem Jahr) zugerechnet werden können, werden bis zur Fertigstellung als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Der Fremdkapitalkostensatz ermittelt sich als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten der aufgenommenen Fremdfinanzierung bzw. auf Basis der spezifischen Finanzierungskosten bei speziell für die Beschaffung qualifizierter Vermögenswerte aufgenommener Fremdfinanzierung. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die allgemeinen Aktivierungskriterien wie Nutzenzufluss und Bestimmbarkeit der zurechenbaren Kosten erfüllt sind. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 9 Jahre Gebäude 10 bis 50 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden nach IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten) vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bzw. Wert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts (Value in Use) ermittelt. Sind die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen, werden die Vermögenswerte erfolgswirksam zugeschrieben, wobei die Wertaufholung nicht den Buchwert übersteigen darf, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet. Das Finanzierungsleasing ist in der Südzucker-Gruppe von untergeordneter Bedeutung. Beim Operating Leasing erfasst die Südzucker-Gruppe die als Leasingnehmer zu zahlende Leasingrate als Aufwand. Dem Operating Leasing werden Mietaufwendungen für Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, IT-Hardware sowie Bürotechnik zugerechnet. Voraussetzung ist, dass ein Mietvertrag vorliegt, in dem periodische Mietzahlungen sowie eine Mindestmietzeit und/oder eine Kündigungsfrist vereinbart sind. Hiervon abzugrenzen sind Serviceverträge, die auch die Nutzung von Gegenständen umfassen, die im Eigentum von Dritten sind, bei denen aber die Serviceleistung und nicht das genutzte Objekt im Vordergrund steht. Die Anteile an Unternehmen, bei denen aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 und 50 % ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Dabei werden diese Unternehmen zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeführten anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert ist im Beteiligungsansatz enthalten und unterliegt einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung entsprechend den Vorschriften von IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten). Die Wertpapiere des langfristigen Vermögens sowie die sonstigen Beteiligungen gehören fast ausnahmslos der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" (Available for Sale) an. In diese Kategorie werden Finanzinstrumente eingeordnet, die weder Kredite und Forderungen darstellen, noch bis zur Endfälligkeit gehalten werden, noch erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet werden. Sie werden sowohl bei Erstbilanzierung als auch in den Folgeperioden mit dem Marktwert angesetzt, sofern dieser Wert verlässlich ermittelbar ist; ansonsten erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten. Die Erstbewertung findet am Erfüllungstag statt. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt in der Neubewertungsrücklage des Eigenkapitals ausgewiesen. Bei Veräußerung wird der Gewinn oder Verlust ergebniswirksam. Liegen wesentliche objektive Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswertes vor, wird dieser erfolgswirksam abgewertet. Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Dabei kommt das Durchschnittswertverfahren oder die Fifo-Methode (First in - first out) zum Ansatz. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, die auf der Grundlage der normalen Kapazität ermittelt werden. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch fixe und variable Produktionsgemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Finanzierungskosten werden dabei nicht berücksichtigt. Soweit erforderlich, wird der niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswert abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungswert des Endprodukts zugrunde gelegt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungserlös gestiegen ist, wird in diesem Umfang eine Wertaufholung vorgenommen. Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen auf separaten Wertminderungskonten gebildet. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Bei Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, die für Handelszwecke gehalten werden (Held for Trading), erfolgt die Bewertung zu Marktwerten; dabei werden Stichtagsgewinne bzw. -verluste erfolgswirksam erfasst. Die übrigen Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens werden als "zur Veräußerung bestimmte Wertpapiere" (Available for Sale) gehalten. Diese werden ebenfalls zum Marktwert bewertet, wenn dieser Wert verlässlich ermittelbar ist; ansonsten erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt in der Neubewertungsrücklage des Eigenkapitals ausgewiesen. Bei Veräußerung wird der Gewinn oder Verlust ergebniswirksam. Liegen wesentliche objektive Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswertes vor, wird dieser erfolgswirksam abgewertet. Flüssige Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt, der regelmäßig dem Marktwert entspricht; sie umfassen Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Wertaufholungen im Bereich des lang- und kurzfristigen Vermögens werden mit Ausnahme von Geschäftswerten sowie Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, bei Wegfall der ursprünglichen Gründe für Wertminderungen vorgenommen. Die Bilanzierung der CO2 -Emissionsrechte erfolgt nach den Vorschriften gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr zugeteilten CO2 -Emissionsrechte sind immaterielle Vermögenswerte, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für CO2 -Emissionen gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. CO2 -Emissionsrechte, die für den Verbrauch in einer späteren Handelsperiode bereits angeschafft wurden, werden unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Aus den Anleihebedingungen des im Sommer 2005 begebenen Hybrid-Eigenkapitals ergibt sich gemäß IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung) eine Bilanzierung als Eigenkapital der Südzucker-Gruppe. Entsprechend wird die steuerlich abzugsfähige Verzinsung nicht innerhalb der Zinsaufwendungen ausgewiesen, sondern analog zu den Dividendenzahlungen gegenüber den Aktionären der Südzucker AG behandelt. Kapitalbeschaffungskosten wurden unter Berücksichtigung von Steuern direkt vom Hybrid-Eigenkapital abgesetzt. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtunge entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) mittels der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige Anpassungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung stützt sich auf versicherungsmathematische Gutachten unter der Berücksichtigung biometrischer Daten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden um das Vermögen der zur Deckung der Pensionsverpflichtungen gebildeten Fonds gekürzt. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand, der Zinsaufwand aus der Aufzinsung und die erwarteten Fondserträge werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus ungeplanten Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts sowie aus Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen bleiben innerhalb eines Korridors von 10 % des Anwartschaftsbarwerts unberücksichtigt. Erst bei Über- oder Unterschreitung des Korridors werden diese überschreitenden Gewinne/Verluste über die verbleibende Restdienstzeit verteilt und erfolgswirksam in der Rückstellung erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, sofern die Änderungen des Pensionsplans nicht vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum abhängen (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit). In diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Versorgungspläne werden wie die von beitragsorientierten Versorgungsplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Übrige Rückstellungen werden insoweit erfasst, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % betragen muss. Die Bewertung erfolgt auf Basis des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit oder bei Gleichverteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten mit dem Erwartungswert der Erfüllungsbeträge. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet; hierunter fallen auch Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsrückstellungen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Auflösung von Rückstellungen erfolgt in den Aufwand, aus dem sie gebildet wurde. Steuerabgrenzungen werden auf temporäre unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf Verlustvorträge, soweit sie steuerlich nutzbar sind, berechnet. Aktivische und passivische Steuerabgrenzungen sind als separate Posten ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Die Berechnung der latenten Steuern wurde gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen. Langfristige Schulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden mit dem Barwert ausgewiesen. Der Ansatz von kurzfristigen Verbindlichkeiten erfolgt zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten. Die Finanzverbindlichkeiten aus Anleihen werden gekürzt um Disagio und Transaktionskosten ausgewiesen. Die Aufzinsung erfolgt nach der Effektivzinsmethode. Zur Bilanzierung und Bewertung der Finanzinstrumente verweisen wir auf die Erläuterungen unter (29) bis (31). Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Vepflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz nur dann erfasst, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlung erloschen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt, d. h. alle im Vertrag genannten finanziellen Verpflichtungen beglichen wurden, aufgehoben sind oder ausgelaufen sind. Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Erzeugnissen und Waren im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer, Rabatte, Preisnachlässe und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden und der Übergang der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt ist. Für Entwicklungskosten gilt, dass Kosten für die Entwicklung neuer Produkte mit den Herstellungskosten aktiviert werden, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung dieser neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die Produktentwicklung muss außerdem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Aufwand erfasst. Zinserträge und nicht nach IAS 23 (Fremdkapitalkosten) aktivierungspflichtige Zinsaufwendungen werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Die Vereinnahmung von Dividenden erfolgt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere für folgende Sachverhalte: Bei bestimmten Verträgen ist zu entscheiden, ob sie als Derivate zu behandeln oder wie sogenannte Eigenverbrauchverträge als schwebende Geschäfte zu bilanzieren sind. Finanzielle Vermögenswerte sind einzuordnen in die Kategorien "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen", "Kredite und Forderungen", "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden". Bei "Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten" ist zu entscheiden, ob und wann eine Wertminderung als außerplanmäßige Abschreibung erfolgswirksam zu erfassen ist. In der Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Finanzinstrumenten wird beschrieben, welche Entscheidungen in der Südzucker-Gruppe hinsichtlich dieser Sachverhalte getroffen wurden. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese Beurteilungen des Managements können sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken. Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist u. a. der Abzinsungssatz eine wichtige Schätzgröße. Der Abzinsungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmens- und Bankanleihen ermittelt. Daneben werden analytisch abgeleitete Annahmen über Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von übrigen Rückstellungen. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Basis von Prognoserechnungen für die Cashflows der Cash Generating Units der nächsten fünf Jahre und unter Anwendung eines an das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungssatzes. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation der späteren Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern können von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld des Konzerns berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen unserer Annahmen verändern, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen. Tritt dieser Fall ein, erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung (6) Umsatzerlöse Bezüglich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Darstellungen in der Segmentberichterstattung und die Erläuterungen zur Ertragslage sowie zu den einzelnen Segmenten im Konzernlagebericht. (7) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Zucker -123,6 -250,8 Spezialitäten 14,8 -4,8 CropEnergies -2,9 10,9 Frucht 12,4 -17,5 -99,3 -262,2 Andere aktivierte Eigenleistungen 6,5 6,1 -92,8 -256,1 Die Bestandsminderung im Segment Zucker um 123,6 Mio. € ist im Wesentlichen auf geringere Bestandsmengen zurückzuführen. Die Bestandsmengen liegen nach der überdurchschnittlichen Kampagneerzeugung im ZWJ 2009/10 unter dem Vorjahr. (8) Sonstige betriebliche Erträge scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Erträge aus Sondereinflüssen 2,1 40,8 Erträge aus dem Abgang von lang- und kurzfristigen Vermögenswerten 6,3 12,2 Währungs- und Umrechnungsgewinne 13,7 8,6 Sonstige Erträge 84,0 96,3 106,1 157,9 Die Erträge aus Sondereinflüssen umfassen im Wesentlichen Versicherungserstattungen aufgrund eines Feuerschadens während der Kampagne 2009 im polnischen Werk Strezlin. Im Vorjahr waren unter den Erträgen aus Sondereinflüssen im Wesentlichen Versicherungserstattungen für die Schäden, die bei einem Brand der Pizza-Produktionsstätte in Skelmersdale/ Großbritannien im Dezember 2008 entstanden sind, sowie Schäden bei BENEO-Orafti Chile S.A. in Chile durch das Erdbeben am 27. Februar 2010 ausgewiesen. (9) Materialaufwand scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.666,1 3.291,5 Aufwendungen für bezogene Leistungen 195,7 153,6 3.861,8 3.445,1 (10) Personalaufwand scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Löhne und Gehälter 531,3 518,2 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 144,8 153,6 676,1 671,8 Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter: scroll Mitarbeiter nach Segmenten 2010/11 2009/10 Zucker 7.978 8.218 Spezialitäten 4.259 4.262 CropEnergies 303 302 Frucht 5.118 4.711 17.658 17.493 scroll Mitarbeiter nach Regionen 2010/11 2009/10 Deutschland 3.976 4.022 Übrige EU 9.079 9.227 Osteuropa 1.894 1.774 Übriges Ausland 2.709 2.470 17.658 17.493 Die Zahl der im Geschäftsjahr 2010/11 durchschnittlich Beschäftigten im Konzern erhöhte sich auf 17.658 (17.493) Mitarbeiter. Dabei wurde im Segment Zucker der Personalstand - insbesondere in Osteuropa - um 240 Mitarbeiter reduziert. Dem steht im Segment Frucht ein Anstieg um 407 Mitarbeiter gegenüber, die während dieser Erntesaison zusätzlich beschäftigt waren. Die Gesamtzahl der Beschäftigten im Konzern enthält 390 (338) Mitarbeiter, die von quotal einbezogenen Gesellschaften beschäftigt werden. (11) Abschreibungen scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Immaterielle Vermögenswerte 14,2 12,2 Sachanlagen 237,2 224,0 Planmäßige Abschreibungen 251,4 236,2 Immaterielle Vermögenswerte 0,1 3,0 Sachanlagen 3,7 18,8 Wertminderungen 3,8 21,8 Erträge aus Zuschreibungen -10,2 -1,3 245,0 256,7 davon operativ 253,2 242,7 davon Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen -8,2 14,0 Die im Vorjahr auf Basis von Schätzungen vorgenommenen Wertminderungen betrafen überwiegend die Sachanlagen der chilenischen Inulinfabrik, die durch das Erdbeben am 27. Februar 2010 beschädigt wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren hierauf teilweise Zuschreibungen vorzunehmen. (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Vertriebs- und Werbeaufwendungen 400,8 390,6 Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung 249,1 239,4 Aufwendungen aus Restrukturierung und Sondereinflüssen 30,3 29,3 Aufwendungen für Operating Leasing 11,9 41,1 Produktionsabgabe 20,9 22,7 Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des kurz- und langfristigen Vermögens 9,6 19,1 Währungs- und Umrechnungsverluste 9,3 11,1 Übrige Aufwendungen 148,6 100,6 880,5 854,0 Die Aufwendungen aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 30,3 (29,3) Mio. € betrafen im Wesentlichen Umstrukturierungsmaßnahmen und rechtliche Risiken sowie Umweltrisiken. Im Vorjahr fielen die Aufwendungen überwiegend für Umstrukturierungsmaßnahmen und die Neubeurteilung von Ausfallrisiken von Forderungen an. Der Rückgang der Aufwendungen für Operating Leasing ist auf eine Ausweisänderung zurückzuführen. Im Vorjahr waren hierunter auch Aufwendungen für Serviceleistungen enthalten, die in 2010/11 sachgerecht den übrigen Aufwendungen zugeordnet wurden. (13) Ergebnis der Betriebstätigkeit scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Ergebnis der Betriebstätigkeit 510,7 392,4 davon operatives Ergebnis 518,8 402,6 davon Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen -8,1 -10,2 Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 510,7 (392,4) Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis von 518,8 (402,6) Mio. € und dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von -8,1 (-10,2) Mio. € zusammen. Die Aufteilung des operativen Ergebnisses nach Segmenten erfolgt in der Segmentberichterstattung. Das Ergebnis aus Restruktierung und Sondereinflüssen wird in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Konzern-Lagebericht erläutert. (14) Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 4,1 2,0 Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen betrug 4,1 (2,0) Mio. € und beinhaltet im Wesentlichen das anteilige Ergebnis einer Vertriebs-Joint-Venture-Gesellschaft. (15) Finanzerträge und -aufwendungen scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Zinserträge 32,0 42,8 Sonstige Finanzerträge 15,9 72,9 Finanzerträge 47,9 115,7 Zinsaufwendungen -105,4 -127,7 Sonstige Finanzaufwendungen -16,6 -34,0 Finanzaufwendungen -122,0 -161,7 Finanzergebnis -74,1 -46,0 Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 28,1 Mio. € auf -74,1 (-46,0) Mio. €, was maßgeblich auf die im Vorjahr enthaltenen Währungsgewinne aus der Euro-Finanzierung der osteuropäischen Konzern-Gesellschaften und auf Zinserträge aus der abgezinsten Forderung aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe zurückzuführen ist. Der Rückgang der Zinsaufwendungen von 127,7 Mio. € auf 105,4 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus der gesunkenen Durchschnittsverschuldung. Der Zinsaufwand aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen betrug 22,6 (23,3) Mio. €. (16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010/11 erwartete theoretische Steueraufwand von 29,1 % ergab sich aus der Anwendung des deutschen Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie der Gewerbesteuer. Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von 96,0 (72,0) Mio. € war um 32,4 (29,5) Mio. € niedriger als der theoretische Ertragsteueraufwand von 128,4 (101,5) Mio. €. Vom theoretischen zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand ist wie folgt überzuleiten: scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Ergebnis vor Ertragsteuern 440,7 348,4 Theoretischer Steuersatz 29,1 % 29,1 % Theoretischer Steueraufwand (+) 128,4 101,5 Veränderung des theoretischen Steueraufwandes durch: Abweichende Steuersätze -5,5 -4,5 Steuerminderung durch steuerfreie Erträge -25,1 -30,8 Steuererhöhung aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 14,2 6,8 Periodenfremde Steuereffekte -17,8 -6,0 Sonstiges 1,8 5,0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 96,0 72,0 Steuerquote 21,8 % 20,7 % Der Steueraufwand von 96,0 (72,0) Mio. € setzte sich aus laufenden gezahlten oder geschuldeten Steuern von 75,8 (101,9) Mio. € und latentem Steueraufwand von 20,2 Mio. € - nach 29,9 Mio. € latentem Steuerertrag im Vorjahr - zusammen. Latente Steuern ergeben sich insbesondere aus temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen und den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Für steuerliche Verlustvorträge, deren Nutzung in Zukunft wahrscheinlich ist, wurden insgesamt 182,2 (184,2) Mio. € Steuerlatenzen aktiviert. Latente Steueransprüche in Höhe von 127,2 (162,3) Mio. € wurden nicht aktiviert, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Von den nicht aktivierten latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge entfielen 118,7 Mio. € auf zeitlich unbegrenzt nutzbare Verlustvorträge. Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Ertragsteuern beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0,0 (0,2) Mio. €. Die latenten Steuerabgrenzungen resultierten aus den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt: scroll Mio. € Aktive latente Steuern Passive latente Steuern 28. Februar 2011 2010 2011 2010 Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 55,5 62,7 157,6 157,6 Vorräte 7,6 9,0 31,6 35,0 Übrige Vermögenswerte 17,2 18,0 14,7 13,7 Steuerliche Sonderposten 0,0 0,0 71,1 71,3 Rückstellungen 21,3 31,6 10,7 14,5 Verbindlichkeiten 6,7 5,3 56,6 45,8 Verlustvorträge 182,2 184,2 0,0 0,0 290,5 310,8 342,3 337,9 Saldierungen -164,2 -147,1 -164,2 -147,1 Bilanzposten 126,3 163,7 178,1 190,8 davon langfristig 98,1 118,0 140,4 151,5 (17) Forschungs- und Entwicklungskosten Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte der Südzucker-Gruppe sind neue Produkte bzw. Produktvarianten, die Optimierung der Produktionsprozesse sowie die Unterstützung des Verkaufs. Das Aufgabenspektrum reicht von der landwirtschaftlichen Produktion über die Produktbereiche Zucker, Zuckeraustauschstoffe und deren Folgeprodukte bis hin zu Anwendungstechnik im Food- und Non-Food-Bereich. Die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben wurden von 421 (440) Mitarbeitern wahrgenommen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 35,3 (33,5) Mio. €, wovon der überwiegende Teil im Personalaufwand enthalten ist. (18) Ergebnis je Aktie scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Konzernjahresüberschuss 344,7 276,4 davon Hybrid-Eigenkapital 26,2 26,2 davon sonstige Minderheiten 68,1 50,1 davon Anteil der Aktionäre der Südzucker AG 250,4 200,1 Ergebnis je Aktie (€) 1,32 1,06 Verwässerungseffekt -0,05 -0,02 Verwässertes Ergebnis je Aktie (€) 1,27 1,04 Aus dem Konzernjahresüberschuss von 344,7 (276,4) Mio. € entfällt auf die Inhaber des Hybridkapitals ein Ergebnisanteil in Höhe von unverändert 26,2 (26,2) Mio. €. Die sonstigen Minderheiten umfassen mit 68,1 (50,1) Mio. € im Wesentlichen die außenstehenden Gesellschafter der AGRANA-Gruppe und CropEnergies-Gruppe. Auf die Aktionäre der Südzucker AG entfällt damit ein Konzernjahresüberschuss von 250,4 (200,1) Mio. €. Bezogen auf die gewichtete durchschnittliche Zahl der ausgegebenen Aktien von 189,4 Mio. Stück beträgt das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 (Ergebnis je Aktie) 1,32 (1,06) €/ Aktie. Aus der am 25. Juni 2009 begebenen Wandelanleihe wurden im Berichtszeitraum keine Aktien gewandelt. Unter der Annahme der Wandlung der Aktien beträgt das verwässerte Ergebnis je Aktie 1,27 €. Dabei werden die 15 Mio. Aktien für den Zeitraum seit der Emission der Wandelanleihe berücksichtigt; somit liegen dem verwässerten Ergebnis je Aktie insgesamt 204,4 Mio. Aktien zugrunde. (19) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung, die nach den Vorschriften des IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestands der Südzucker-Gruppe aus den drei Bereichen laufende Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Cashflow im Geschäftsjahr 2010/11 betrug 606,1 (553,0) Mio. €. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen von 18,0 (49,7) Mio. € betrafen im Wesentlichen nicht zahlungswirksame Zinseffekte in Verbindung mit der Wandelanleihe sowie Währungskurseffekte. Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) von 245,4 (216,6) Mio. € betrafen im Wesentlichen die Abpackstation in Roye/Frankreich, die Verdampfstation und den Extraktionsturm in Plattling/Deutschland sowie Ersatzinvestitionen im Segment Zucker und den Ausbau der Pizzafabrik in Westhoughton/Großbritannien im Segment Spezialitäten. Bedingt durch den Abschluss des Neubaus in Wanze/Belgien reduzierten sich die Investitionen im Segment CropEnergies. Die Investitionen in Finanzanlagen von 5,8 (16,8) Mio. € betrafen im Wesentlichen den Erwerb der Union Edel Chocolade B.V. in Haarlem/Holland sowie die Anteilserhöhung an der Candico N.V. in Merksem/Belgien von 75,5 % auf 100 %. Darüber hinaus hat die Südzucker Polska S.A. in Breslau/Polen eigene Aktien erworben. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgezahlten Gewinnausschüttungen im Konzern von zusammen 143,4 (132,6) Mio. € entfielen mit 85,2 (75,7) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG sowie mit 58,2 (56,9) Mio. € auf andere Gesellschafter. Von at Equity einbezogen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen wurden Dividenden in Höhe von 7,0 (60,7) Mio. € vereinnahmt. Die Mittelabflüsse aus Steuerzahlungen beliefen sich auf 70,1 (99,8) Mio. € und waren der laufenden Geschäftstätigkeit sowie Steuernachzahlungen für Vorjahre zuzuordnen. Im Zusammenhang mit der Finanzierung fielen Zinsauszahlungen in Höhe von 123,5 (66,4) Mio. € und Zinseinzahlungen in Höhe von 30,5 (26,4) Mio. € an. Der deutliche Anstieg der Zinsauszahlungen hängt mit dem Fälligkeitstermin des Coupons von 28,8 Mio. € der 500-Mio.-€-Anleihe 2002/2012 am 27. Februar zusammen. In 2010 fiel der 27. Februar auf einen Samstag, womit der Coupon am folgenden Werktag, Montag, 1. März 2010 fällig war. Somit waren im Geschäftsjahr 2010/11 die Auszahlungen für 2010 und 2011 enthalten. Erläuterungen zur Bilanz (20) Immaterielle Vermögenswerte scroll Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Gesamt 2010/11 Anschaffungskosten 1. März 2010 1.720,5 188,8 1.909,3 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen 0,0 0,7 0,7 Zugänge 0,0 11,0 11,0 Umbuchungen 0,0 2,5 2,5 Abgänge -0,3 -12,9 -13,2 28. Februar 2011 1.720,2 190,1 1.910,3 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2010 -588,8 -131,4 -720,2 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen 0,0 -0,3 -0,3 Jahresabschreibungen 0,0 -14,2 -14,2 Wertminderungen 0,0 -0,1 -0,1 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 Abgänge 0,0 12,6 12,6 28. Februar 2011 -588,8 -133,4 -722,2 Buchwert 28. Februar 2011 1.131,4 56,7 1.188,1 2009/10 Anschaffungskosten 1. März 2009 1.712,4 176,6 1.889,0 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen 0,1 3,0 3,1 Zugänge 8,0 8,6 16,6 Umbuchungen 0,0 4,3 4,3 Abgänge 0,0 -3,7 -3,7 28. Februar 2010 1.720,5 188,8 1.909,3 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2009 -588,8 -119,4 -708,2 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen 0,0 -0,4 -0,4 Jahresabschreibungen 0,0 -12,2 -12,2 Wertminderungen 0,0 -3,0 -3,0 Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 Abgänge 0,0 3,6 3,6 28. Februar 2010 -588,8 -131,4 -720,2 Buchwert 28. Februar 2010 1.131,7 57,4 1.189,1 Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten Geschäfts- oder Firmenwerte aus Erstkonsolidierungen sowie Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte. Gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) und IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) werden Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegen regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment-Only-Approach). Geschäfts- oder Firmenwerte Werthaltigkeitsprüfungen sind jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Dabei werden die Buchwerte von "Zahlungsmittel generierenden Einheiten" (Cash Generating Units [CGU]) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert (führendes Wertkonzept bei Südzucker), verglichen. Eine Wertminderung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) einer CGU niedriger als deren Buchwert ist. Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests sind die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnen. Südzucker hat ihre CGUs entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Im Südzucker-Konzern sind dies die operativen Segmente Zucker und Frucht sowie die Divisionen BENEO, Freiberger und PortionPack. Die Buchwerte jeder Einheit werden durch Zuordnung der operativen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäftswerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer Zahlungsmittel generierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen 5-Jahresplanung basieren. In diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung. Die 5-Jahresplanung berücksichtigt wirtschaftliche Daten allgemeiner Art und basiert auf der erwarteten Entwicklung der aus externen volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Darüber hinaus werden insbesondere länderspezifische Annahmen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, der Verbraucherpreise und der Nominallöhne getroffen. Die Kapitalkosten sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten zu berechnen. Die Eigenkapitalkosten sind aus den Renditeerwartungen der Südzucker-Aktionäre, die verwendeten Fremdkapitalkosten aus den Finanzierungskonditionen überwiegend des Südzucker Kapitalmalmarktumfelds abgeleitet. Die angesetzte Zielkapitalstruktur entspricht einem Verhältnis von 70 % Eigenkapital zu 30 % Fremdkapital. Der verwendete Kapitalkostensatz vor Steuern betrug für die CGUs zwischen 7,4 und 7,5 % (9,2 %) im August 2010. Südzucker verwendet für die Extrapolation der Cashflows über den Planungszeitraum hinaus in den CGUs mit Wachstumsraten eine konstante Wachstumsrate von 1,5 (1,5) %. Diese Wachstumsrate zur Diskontierung der ewigen Rente liegt unterhalb der im Detailplanungszeitraum ermittelten Wachstumsraten und dient im Wesentlichen dem Ausgleich einer allgemeinen Teuerungsrate. Die Investitionsquoten des Detailplanungszeitraumes stützen sich auf Erfahrungswerte der Vergangenheit und berücksichtigen im Planungszeitraum vorgesehene Ersatzbeschaffungen von Produktionsmitteln sowie erforderliche Investitionen in das Nettoumlaufvermögen zur Flankierung des Mengenwachstums. Die Buchwerte der Geschäfts- und Firmenwerte entwickelten sich wie folgt: scroll Mio. € 28. Februar 2011 2010 CGU Zucker 770,5 68,1 % 770,5 68,1 % CGU Freiberger 158,9 14,0 % 158,8 14,0 % CGU BENEO 86,7 7,7 % 86,6 7,7 % CGU PortionPack 40,3 3,6 % 40,4 3,6 % CGU Frucht 75,0 6,6 % 75,4 6,7 % 1.131,4 100,0 % 1.131,7 100,0 % Im Geschäftsjahr 2010/11 ergab sich weder aus der regelmäßigen jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte noch aus anderen Umständen ein Wertberichtigungsbedarf, da der Nutzungswert der CGUs jeweils über dem Buchwert lag. Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Änderungen dieser Annahmen werden aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der CGUs ihren erzielbaren Betrag (Nutzungswert) überschreiten und deshalb im nächsten Geschäftsjahr angepasst werden müssen. Zum Bewertungsstichtag lagen die Nutzungswerte deutlich über den Buchwerten der CGUs. Für die CGU Zucker bestimmen sich die wichtigsten Planannahmen auf Basis der EU-Zuckerpolitik und ihrer regulatorischen Rahmenbedingungen. Die Schlüsselannahmen der Unternehmensplanung sind dabei die Einschätzungen der EU-Zuckerproduktionsmengen, der Entwicklung der Zuckerimporte, der Zuckererlöse sowie der Rohstoff- und Energiekosten. Nach dem Ende der Umstrukturierungsphase des EU-Zuckermarkts sind ausgeglichene Marktverhältnisse im EU-Zuckermarkt insbesondere von der weiteren Entwicklung der Importe aus den AKP-Staaten und LDCs in den EU-Zuckermarkt abhängig. Diese Importe werden maßgeblich von der weiteren Preisentwicklung am Zucker-Weltmarkt bestimmt und von der Frage, inwieweit die von der EU-Kommission geschaffenen Schutzklauseln greifen. Die EU-Kommission hat mit dem Hinweis auf ausgeglichene Marktverhältnisse für die ZWJe 2010/11 und 2011/12 keine Marktrücknahme vorgenommen und begrenzt Weltzucker-Exportmöglichkeiten für EU-Zucker eröffnet. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Die Position Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte umfasst im Wesentlichen erworbene EDV-Software, gewerbliche Schutzrechte, Kundenstämme, Konzessionen und ähnliche Rechte mit begrenzter Nutzungsdauer. (21) Sachanlagen scroll 2010/11 Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt Anschaffungskosten 1. März 2010 1.654,0 4.287,0 352,0 65,3 6.358,3 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen 8,8 16,6 1,1 0,6 27,1 Zugänge 40,5 106,7 20,8 66,4 234,4 Umbuchungen 14,9 38,3 2,8 -58,5 -2,5 Abgänge -56,4 -115,4 -17,9 -1,2 -190,9 28. Februar 2011 1.661,8 4.333,2 358,8 72,5 6.426,3 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2010 -765,2 -2.782,9 -258,0 -0,7 -3.806,8 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen -3,0 -5,5 -0,2 0,0 -8,7 Jahresabschreibungen -42,4 -171,8 -23,0 0,0 -237,2 Wertminderungen -1,0 -2,5 0,0 -0,2 -3,7 Umbuchungen 0,1 -0,1 0,0 0,0 0,0 Abgänge 47,2 111,8 15,5 0,3 174,8 Zuschreibungen 0,0 10,2 0,0 0,0 10,2 28. Februar 2011 -764,3 -2.840,7 -265,8 -0,6 -3.871,4 Buchwert 28. Februar 2011 897,5 1.492,5 93,0 72,0 2.554,9 Der Buchwert der Sachanlagen liegt mit 2.554,9 (2.551,5) Mio. € leicht über dem Vorjahr. Die wechselkursbedingten Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus dem Kursanstieg des chilenischen Pesos (Stichtagskurs). Insgesamt haben Kursänderungen zu einer Erhöhung des Sachanlagevermögens um 19,4 (41,7) Mio. € geführt. Die Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich nach 208,0 Mio. € im Vorjahr auf 234,4 Mio. €. Im Segment Zucker betrafen die Investitionen in Höhe von 120,0 (103,3) Mio. € im Wesentlichen die Abpackstation in Roye/Frankreich, die Verdampfstation und den Extraktionsturm in Plattling/Deutschland sowie Ersatzinvestitionen. Die Investitionen im Segment Spezialitäten von 65,1 (47,7) Mio. € entfielen auf den Bau der Pizzafabrik in Westhoughton/Großbritannien und auf Ersatzinvestitionen. Bedingt durch den Abschluss des Neubaus in Wanze/Belgien reduzierten sich im Segment CropEnergies die Investitionen weiter auf 20,3 (32,7) Mio. €. Im Segment Frucht wurde bei einem Volumen von 29,0 (24,3) Mio. € unter anderem in die Schokofrüchteproduktion in Gleisdorf/Österreich, einen Tunnel für die Schockgefrierung von Fruchteinzelstücken am Standort Jacona/Mexico sowie das Fertigwarenlager in Serpuchov/Russland investiert. Es wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von 0,1 (0,0) Mio. € aktiviert. Bei der Berechnung der Fremdkapitalkosten wurde der Zinssatz des für die betroffene Investition aufgenommenen Darlehens in Höhe von 3,75 % zugrunde gelegt. Die Buchwertabgänge (Abgänge von Anschaffungskosten reduziert um Abgänge von Abschreibungen und Wertminderungen) von 16,1 (21,0) Mio. € betrafen neben den regelmäßigen Abgängen verbrauchter Wirtschaftsgüter insbesondere die Verwertung von Sachanlagen der in Vorjahren stillgelegten Zuckerfabriken. scroll 2009/10 Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt Anschaffungskosten 1. März 2009 1.551,5 4.082,0 337,5 345,0 6.316,0 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen 29,9 41,0 5,4 2,5 78,8 Zugänge 22,1 103,6 17,4 64,9 208,0 Umbuchung 88,3 236,6 13,9 -343,1 -4,3 Abgänge -37,8 -176,2 -22,2 -4,0 -240,2 28. Februar 2010 1.654,0 4.287,0 352,0 65,3 6.358,3 Abschreibungen und Wertminderungen 1. März 2009 -743,7 -2.750,4 -252,0 -0,7 -3.746,8 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen -11,4 -24,4 -2,0 0,0 -37,8 Jahresabschreibungen -40,0 -161,2 -22,8 0,0 -224,0 Wertminderungen -2,5 -15,7 -0,4 -0,2 -18,8 Umbuchungen -0,2 1,4 -1,2 0,0 0,0 Abgänge 32,6 166,2 20,3 0,2 219,3 Zuschreibungen 0,0 1,2 0,1 0,0 1,3 28. Februar 2010 -765,2 -2.782,9 -258,0 -0,7 -3.806,8 Buchwert 28. Februar 2010 888,8 1.504,1 94,0 64,6 2.551,5 (22) Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen, Wertpapiere, sonstige Beteiligungen und Ausleihungen scroll Mio. € At Equity einbezogene Unternehmen Wertpapiere Sonstige Beteiligungen und Ausleihungen 2010/11 1. März 2010 19,0 146,2 28,5 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen 0,0 -0,5 0,1 Zugänge 0,0 0,0 0,3 Anteil am Gewinn 4,1 0,0 0,0 Umbuchungen -4,7 0,0 4,7 Abgänge/Dividenden -7,3 -40,3 -1,2 Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2011 11,1 105,4 32,4 2009/10 1. März 2009 76,0 105,1 22,7 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen 0,1 0,0 5,1 Zugänge 0,0 41,3 0,3 Anteil am Gewinn 2,0 0,0 0,0 Umbuchungen -0,6 0,0 0,6 Abgänge/Dividenden -58,5 -0,2 -0,2 Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 28. Februar 2010 19,0 146,2 28,5 (23) Vorräte scroll Mio. € 28. Februar 2011 2010 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 343,7 300,8 Fertige und unfertige Erzeugnisse Zucker 977,1 1.099,2 Spezialitäten 169,4 151,3 CropEnergies 24,6 27,4 Frucht 102,5 89,5 Summe fertige und unfertige Erzeugnisse 1.273,6 1.367,4 Waren 91,6 83,1 1.708,9 1.751,3 Die Vorräte lagen mit 1.708,9 (1.751,3) Mio. € um 42,4 Mio. € unter Vorjahresniveau. Dem Rückgang der Vorratswerte im Segment Zucker infolge einer geringeren Zuckererzeugung stand ein preisbedingter Vorratsanstieg im Segment Frucht gegenüber. Im Segment Spezialitäten waren Abwertungen auf den Nettoveräußerungserlös in Höhe von 5,7 (17,0) Mio. € und im Segment Frucht von 0,2 (1,2) Mio. € vorzunehmen; nach 0,3 Mio. € im Vorjahr waren im Segment CropEnergies 2010/11 keine Abwertungen erforderlich. Daneben sind im Segment Spezialitäten Wertaufholungen in Höhe von 3,5 Mio. € angefallen. (24) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28. Februar 2011 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2010 bis 1 Jahr über 1 Jahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 719,2 719,2 0,0 687,8 687,8 0,0 Forderungen an die EU aus Exporterstattungen 9,7 9,7 0,0 9,5 9,5 0,0 Sonstige Steuererstattungsansprüche 115,3 115,3 0,0 107,9 107,9 0,0 Positive Marktwerte Derivate 30,7 30,7 0,0 15,4 15,4 0,0 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 140,9 125,4 15,5 79,7 66,7 13,0 Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 93,1 79,5 13,6 74,4 74,4 0,0 1.108,9 1.079,8 29,1 974,7 961,8 13,0 Die nicht-finanziellen Vermögenswerte von 93,1 (74,7) Mio. € betreffen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen ermittelt sich wie folgt: scroll Mio. € 28. Februar 2011 2010 Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen 769,5 738,9 Wertberichtigungen -50,3 -51,1 Buchwert 719,2 687,8 Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt: scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Wertberichtigungen zum 1. März 51,1 38,0 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/sonstige Veränderungen -0,3 0,4 Zuführungen 3,5 18,4 Verbrauch -1,2 -2,0 Auflösungen -2,8 -3,7 Wertberichtigungen zum 28. Februar 50,3 51,1 Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken. Die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 719,2 (687,8) Mio. €; davon waren 547,9 (527,7) Mio. € noch nicht fällig. Die überfälligen Forderungen strukturieren sich wie nachfolgend dargestellt: scroll Mio. € 28. Februar 2011 2010 Noch nicht fällige Forderungen 547,9 527,7 Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind 171,3 160,1 davon bis 10 Tage 94,1 79,1 davon 11 bis 30 Tage 38,4 47,0 davon 31 bis 90 Tage 21,7 11,3 davon> 90 Tage 17,1 22,7 Buchwert 719,2 687,8 Wertberichtigte Forderungen 50,3 51,1 Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen 769,5 738,9 Hinsichtlich der weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum 28. Februar 2011 keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungverpflichtungen nicht nachkommen werden. Südzucker reduziert Ausfallrisiken, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlinien festgelegt werden. Außerdem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Das konzernweite Kreditmanagement wurde weiter vereinheitlicht und ausgebaut. (25) Eigenkapital Zum 28. Februar 2011 beträgt das gezeichnete Kapital unverändert zum Vorjahr 189,4 Mio. € und ist in 189.353.608 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Südzucker International Finance B.V. in Oud-Beijerland/ Niederlande hat am 30. Juni 2009 eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 283,45 Mio. € und mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2016 begeben. Die damit verbundene Optionsprämie in Höhe von 51,7 Mio. € wurde in der Kapitalrücklage im Eigenkapital erfasst. Bislang wurden keine Wandlungsrechte geltend gemacht. Weitere Angaben zum Eigenkapital werden im Konzernlagebericht im Kapitel "Angaben zu Aktienkapital und Übernahmehindernissen gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB" gemacht. Südzucker hat im Sommer 2005 eine Hybridanleihe mit einem Gesamtvolumen von 700 Mio. € und einem Zinssatz von 5,25 % p. a. emittiert. Dieses Finanzinstrument zeichnet sich insbesondere durch eine nicht begrenzte Laufzeit, die einseitige Kündigungsoption von Südzucker nach zehn Jahren sowie die Dividendenabhängigkeit der Couponzahlung und die Nachrangigkeit der Gläubigeransprüche aus. Sollte die Kündigungsoption seitens Südzucker nicht ausgeübt werden, verzinst sich die Hybridanleihe variabel. Mit dieser Ausgestaltung konnte Südzucker die volle Anerkennung als Eigenkapital nach IFRS erreichen. Die Gewinnrücklage umfasst die Neubewertungsrücklage, die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung sowie die thesaurierten Periodenergebnisse. Die Neubewertungsrücklage beinhaltet die erfolgsneutrale Bewertung von Wertpapieren, Cashflow Hedges und die Währungsumrechnung aus Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften. Die erfolgsneutral in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Marktbewertung Sicherungsinstrumente (Cashflow Hedge) Erfolgsneutrale Änderung 14,4 0,7 Erfolgswirksame Realisierung -0,7 6,3 Latente Steuern -4,0 -2,7 Marktbewertung der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (Available for Sale) Folgebewertung -0,3 0,5 Latente Steuern 0,0 0,0 Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Folgebewertung 0,1 13,1 Latente Steuern 0,0 -2,6 Marktwertänderungen und Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen 9,5 15,3 Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen 25,4 51,5 Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 34,9 66,8 Der Rückgang der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von 66,8 Mio. € auf 34,9 Mio. € ist überwiegend auf konsolidierungsbedingte Währungseffekte zurückzuführen. Während sich im Vorjahr der Kursanstieg des polnischen Zlotys, des ungarischen Forints sowie des chilenischen Pesos (Stichtagskurs) deutlich auswirkten, waren in 2010/11 geringere Kursanstiege des chilenischen Pesos zu verzeichnen. Korrespondierend sind die Erträge aus Währungsdifferenzen aus Nettoinvestionen in Polen nahezu weggefallen. Die erfolgsneutralen Änderungen aus Cashflow Hedges resultieren im Wesentlichen aus der Erfassung von positiven Marktwerten der Weizentermingeschäfte und Zinsswaps. (26) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Südzucker zahlt im Rahmen beitragsorientierter Altersversorgungssysteme aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Sie beliefen sich im Konzern auf 34,1 (33,3) Mio. €. Mit der Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Pensionsähnliche Verpflichtungen bestehen insbesondere bei ausländischen Konzerngesellschaften. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet. Die betriebliche Altersversorgung im Südzucker-Konzern beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt: scroll in % 28. Februar 2011 2010 Abzinsungssatz 5,00 5,00 Künftige Gehaltssteigerung 2,75 2,50 Künftige Rentensteigerung 2,00 2,00 Erwartete Verzinsung des Planvermögens 4,43 4,70 Der Abzinsungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden im Inland die Richttafeln Heubeck 2005 G verwendet. Der Aufwand für die betriebliche Altersversorgung setzt sich wie folgt zusammen: scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Dienstzeitaufwand 14,2 9,0 Aufwendungen aus Veränderungen von Versorgungszusagen und -leistungen 0,4 0,2 Im laufenden Jahr erfasste versicherungsmathematische Verluste (+) u. Gewinne (-) 2,7 0,9 Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche 27,1 23,9 Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen -4,5 -0,5 39,9 33,5 Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche sowie die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sowie erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind im Personalaufwand enthalten. Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen beliefen sich auf 4,8 Mio. €. Die bilanzierten Rückstellungen haben sich im Zeitablauf wie folgt entwickelt: scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Rückstellungen am 1. März 409,2 404,5 Veränderung Konsolidierungskreis u. a. -18,1 0,2 Aufwand für Altersversorgung 39,9 33,5 Fondsdotierungen -2,4 -0,8 Pensionszahlungen in der Berichtsperiode -30,9 -28,2 Rückstellungen am 28. Februar 397,8 409,2 Im Geschäftsjahr 2010/11 erfolgten Pensionszahlungen in Höhe von 30,9 Mio. €; für das Geschäftsjahr 2011/12 werden Pensionszahlungen in vergleichbarer Größenordnung von rund 31 Mio. € erwartet. Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Planvermögen am 1. März 89,2 83,4 Veränderung Konsolidierungskreis u. a. 15,8 4,8 Erwarteter Vermögensertrag 4,5 3,4 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0,3 0,0 Arbeitgeberbeiträge an die Fonds 2,4 2,9 Arbeitnehmerbeiträge an die Fonds 0,2 0,0 Zahlungen aus dem Planvermögen -6,3 -5,3 Planvermögen am 28. Februar 106,1 89,2 Das Planvermögen besteht mit rund 69 % aus festverzinslichen Wertpapieren, deren Risikostruktur langfristig die Erfüllung der Verpflichtungen gewährleistet. Eigenkapitaltitel sind mit 26 % enthalten. Die Immobilienanteile liegen unter 0,1 %. Das übrige Planvermögen mit rund 5 % ist im Wesentlichen durch Versicherungsverträge gedeckt. Im Fall der festverzinslichen Wertpapiere orientieren sich die Renditeerwartungen an Staatsanleihen. Im Fall von Versicherungsverträgen wird mit einer garantierten Mindestverzinsung gerechnet. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbstgenutzte Immobilien. Während der Berichtsperiode hat sich der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen wie folgt verändert: scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Anwartschaftsbarwert am 1. März 561,5 505,2 Veränderung Konsolidierungskreis u. a. 14,6 0,7 Dienstzeitaufwand 14,2 11,1 Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche 27,1 27,1 Fondsdotierungen 0,2 -0,7 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 3,1 47,0 Plananpassung 1,5 4,4 Planabgeltung -0,7 0,0 Pensionszahlungen in der Berichtsperiode -37,1 -33,3 Anwartschaftsbarwert am 28. Februar 584,4 561,5 Die Überleitung vom Anwartschaftsbarwert zur ausgewiesenen Rückstellung stellt sich wie folgt dar: scroll Mio. € 28./29. Februar 2011 2010 2009 2008 2007 Anwartschaftsbarwert der direkten Versorgungsansprüche 584,4 561,5 505,2 507,4 549,9 Zeitwert des Planvermögens -106,1 -89,2 -83,4 -95,5 -95,7 Nicht durch Planvermögen gedeckte Verpflichtung 478,3 472,3 421,8 411,9 454,2 Anpassungsbetrag aufgrund versicherungs- mathematischer Gewinne und Verluste -79,1 -63,1 -17,3 -10,2 -55,3 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -1,4 0,0 0,0 0,0 0,0 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 397,8 409,2 404,5 401,7 398,9 Abzinsungssatz in % 5,00 5,00 5,50 5,50 4,50 Vom Anwartschaftsbarwert in Höhe von 584,4 (561,5) Mio. € sind 98,9 (74,3) Mio. € teilweise oder vollständig mit Planvermögen gedeckt. In dem Anpassungsbetrag aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste war im Vorjahr eine Überdotierung von Planvermögen von 16,2 Mio. € enthalten. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste umfasst auch Abweichungen, die nicht auf Prämissenänderungen beruhen; diese betreffen mit -0,3 (2009/10: -1,0; 2008/09: -1,2) Mio. € den Anwartschaftsbarwert und mit 0,1 (2009/10: 2,8; 2008/09: -4,4) Mio. € das Planvermögen. (27) Entwicklung der übrigen Rückstellungen scroll Mio. € Personalbezogene Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Gesamt 1. März 2010 75,2 217,3 292,5 Veränd. Kons.-Kreis/Währungsänderungen/ sonstige Veränderungen -0,8 0,0 -0,8 Zuführungen 18,8 129,5 148,3 Verbrauch -11,3 -48,5 -59,8 Auflösung -6,7 -17,8 -24,5 28. Februar 2011 75,2 280,5 355,7 Die personalbezogenen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen aus überwiegend langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen und Rückstellungen für Altersteilzeit sowie überwiegend kurzfristigen Rückstellungen für Sozialpläne zusammen und liegen mit 75,2 Mio. € auf Vorjahresniveau. Von dem Gesamtbetrag von 75,2 Mio. € werden voraussichtlich 24,8 Mio. € in 2011/12 und 50,4 Mio. € in den Folgejahren verbraucht. Die sonstigen Rückstellungen stiegen von 217,3 Mio. € auf 280,5 Mio. €. Diese betreffen im Wesentlichen die überwiegend langfristigen Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen sowie lang- und kurzfristige Rückstellungen für Prozessrisiken, Risiken aus den Regelungen zum EU-Zuckermarkt und kurzfristige Rückstellungen für Risiken im Zusammenhang mit Umsatzsteuernachzahlungen für Zuckerlieferungen nach Italien in den Jahren 1994 bis 1995 sowie Umweltrisiken. Im Übrigen sind hierunter auch Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltverpflichtungen ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2011/12 wird ein Verbrauch von 163,3 Mio. € und in den Folgejahren in Höhe von 117,2 Mio. € erwartet. (28) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28. Februar 2011 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2010 bis 1 Jahr über 1 Jahr Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 372,0 372,0 0,0 417,5 417,5 0,0 Verbindlichkeiten aus übrigen Lieferungen und Leistungen 441,7 441,7 0,0 389,9 389,9 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 813,7 813,7 0,0 807,4 807,4 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 8,4 8,4 0,0 24,9 24,9 0,0 Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen 103,5 102,4 1,0 96,5 95,4 1,1 Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit 38,0 38,0 0,0 39,6 39,6 0,0 Negative Marktwerte Derivate 17,6 17,6 0,0 15,3 15,3 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 208,2 194,9 13,3 215,3 201,7 13,6 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4,4 4,4 0,0 8,5 8,5 0,0 1.193,8 1.179,4 14,3 1.207,5 1.192,8 14,7 Die Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Tantiemen, Prämien, Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen auch Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen. (29) Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden) scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28. Februar 2011 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2010 bis 1 Jahr über 1 Jahr Schuldverschreibungen 772,0 526,5 245,5 1.063,3 311,4 751,9 - davon konvertibel 238,8 0,0 238,8 231,8 0,0 231,8 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 587,4 285,3 302,1 696,2 329,6 366,6 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,3 0,1 0,2 0,5 0,1 0,4 Finanzverbindlichkeiten 1.359,7 811,9 547,8 1.760,0 641,1 1.118,9 Wertpapiere (langfristige Vermögenswerte) -105,4 -146,2 Wertpapiere (kurzfristige Vermögenswerte) -150,8 -191,3 Flüssige Mittel -250,0 -357,3 Nettofinanzschulden 853,5 1.065,2 Die Brutto-Finanzverbindlichkeiten konnten von 1.760,0 Mio. € um 400,3 Mio. € auf 1.359,7 Mio. € zurückgeführt werden. Anlagen in Wertpapiere und flüssige Mittel wurden von 694,8 Mio. € auf 506,2 Mio. € abgebaut. Korrespondierend haben sich die Nettofinanzschulden um 211,7 Mio. € auf 853,5 (1.065,2) Mio. € reduziert, was insbesondere auf die operative Ergebnisverbesserung zurückzuführen ist. Von den Finanzschulden in Höhe von 1.395,7 Mio. € stehen der SüdzuckerGruppe 547,8 Mio. € bzw. 39,3 % langfristig zur Verfügung. Südzucker finanziert sich als aktiver Teilnehmer an den internationalen Kapitalmärkten mit den folgenden Finanzinstrumenten: ― Hybrid-Eigenkapital ― Wandelanleihen ― Anleihen und Schuldscheine ― Commercial Paper (CP-Programm) Zur saisonalen Kampagnefinanzierung steht als Ergänzung zum CP-Programm eine syndizierte Kreditlinie zur Verfügung. In begrenztem Umfang werden auch für längerfristige Finanzierungen Bankkreditlinien in Anspruch genommen. Das CP-Programm weist einen Rahmen von insgesamt 600 Mio. € aus und ermöglicht es der Südzucker AG, direkt oder unter ihrer Haftung über die niederländische Konzernfinanzierungsgesellschaft, Südzucker International Finance B.V., kurzfristige Schuldverschreibungen je nach Bedarf und Marktlage zu begeben. Aufgrund der deutlich reduzierten Nettoverschuldung waren zum Bilanzstichtag 28. Februar 2011 wie auch im Vorjahr keine Commercial Paper begeben. Die syndizierte Kreditlinie besteht in Höhe von 600 Mio. € mit einer Laufzeit bis Juli 2012. Die CropEnergies AG kann als alternativer Kreditnehmer (Alternate Borrower) diese Kreditlinie bis zu einem Betrag von 100 Mio. € nutzen. Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2011 wie auch im Vorjahr wurde die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Die Finanzinstrumente werden in der Regel zentral über die Konzernfinanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V. in Amsterdam/Niederlande begeben und konzernweit verwendet. Südzucker hat im Sommer 2005 eine Hybridanleihe mit einem Gesamtvolumen von 700 Mio. € und einem Zinssatz von 5,25 % p. a. emittiert, die nach IFRS voll als Eigenkapital auszuweisen ist - vgl. auch Erläuterungen zu Position (25) Eigenkapital. Bezüglich der Erläuterungen zum Finanzmanagement der Südzucker-Gruppe verweisen wir auf das gleichlautende Kapitel im Lagebericht. Anleihen scroll Mio. € 28. Februar 2011 Fälligkeit Zinssatz Buchwert Marktwert Nominalwert Anleihe Südzucker Finance B.V. 27.02.12 5,75 % 499,6 517,9 500,0 Wandelanleihe 30.06.16 2,50 % 238,8 362,8 283,5 Sonstige Anleihen 33,6 33,6 33,6 Anleihen 772,0 914,3 817,1 Die Südzucker International Finance B.V. hat am 30. Juni 2009 eine Wandelanleihe begeben, die von der Südzucker AG garantiert und in Aktien von Südzucker wandelbar ist. Die Wandelanleihe hat ein Emissionsvolumen von 283,45 Mio. €, eine Laufzeit von sieben Jahren und einen Coupon von 2,50 % p. a. Auf Basis des anfänglichen Wandlungspreises können der Anleihe damit bis zu 15 Mio. Südzucker-Aktien zugrunde liegen. Die im Eigenkapital erfasste Optionsprämie betrug 51,7 Mio. €; der Fremdkapitalanteil ist unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten mit 238,8 Mio. € ausgewiesen. Daneben besteht eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 500 Mio. € mit einem Coupon von 5,75 %, die am 27. Februar 2012 fällig wird. Die sonstigen Anleihen mit einem Nominalwert von 33,6 (32,4) Mio. € und mit einem Durchschnittszins von 2,50 (2,17) % wurden von Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel/Belgien, begeben und haben Fälligkeiten von 2012 bis 2017. Insgesamt betrug der Nominalwert der Anleihen am Bilanzstichtag 817,1 Mio. € und der Marktwert 914,3 Mio. €. Von den gesamten Anleihen mit einem Buchwert von 772,0 Mio. € waren Anleihen in Höhe von 765,3 Mio. € festverzinslich und Anleihen in Höhe von 6,7 Mio. € variabel verzinslich. Am 8. Juni 2010 wurde eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300 Mio. € zurückgeführt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten scroll Mio. € Restlaufzeit Restlaufzeit 28. Februar 2011 bis 1 Jahr über 1 Jahr 2010 bis 1 Jahr über 1 Jahr Fester Zinssatz EUR 292,9 35,8 257,1 338,3 132,5 205,8 USD 8,0 8,0 0,0 0,0 0,0 0,0 PLN 0,0 0,0 0,0 0,3 0,3 0,0 Summe 300,9 43,8 257,1 338,6 132,8 205,8 Variabler Zinssatz EUR 224,5 179,5 45,0 264,7 104,1 160,6 BAM 0,5 0,5 0,0 0,0 0,0 0,0 BGL 0,3 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 CNY 0,0 0,0 0,0 8,6 8,6 0,0 GBP 2,6 2,6 0,0 3,6 3,6 0,0 HUF 30,0 30,0 0,0 32,2 32,0 0,2 KRW 1,0 1,0 0,0 1,0 1,0 0,0 PLN 7,6 7,6 0,0 11,7 11,7 0,0 RON 0,0 0,0 0,0 7,7 7,7 0,0 USD 20,0 20,0 0,0 28,1 28,1 0,0 Summe 286,5 241,5 45,0 357,6 196,8 160,8 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 587,4 285,3 302,1 696,2 329,6 366,6 scroll Mio. € Durchschnittlicher Effektivzinssatz in % 28. Februar 2010/11 2009/10 Fester Zinssatz EUR 4,03 3,70 USD 1,91 0,00 PLN 0,00 2,34 Summe 3,94 3,70 Variabler Zinssatz EUR 3,03 3,11 BAM 5,35 0,00 BGL 5,35 0,00 CNY 0,00 5,38 GBP 0,00 1,52 HUF 6,87 6,64 KRW 5,42 4,90 PLN 5,49 5,33 RON 0,00 11,80 USD 1,31 1,47 Summe 3,29 3,60 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3,50 3,65 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen am Bilanzstichtag 587,4 (696,2) Mio. € und waren durchschnittlich mit 3,50 (3,65) % zu verzinsen; sie enthalten auch ein am 15. April 2014 fälliges Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 150,5 Mio. €, wovon 105,0 Mio. € variabel verzinst (6-Monats-Euribor plus 320 Basispunkte) und 45,5 Mio. € festverzinslich (5,9 %) sind. Festverzinslich waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Volumen von 300,9 (338,6) Mio. €; variabel verzinslich waren 286,5 (357,6) Mio. €. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2,0 (3,8) Mio. € durch Grundpfandrechte bzw. in Höhe von 22,0 (22,2) Mio. € durch sonstige Pfandrechte gesichert. Von den Verbindlichkeiten aus Finanzleasing von 0,3 (0,5) Mio. € sind 0,1 (0,1) Mio. € innerhalb von einem Jahr und 0,2 (0,4) Mio. € innerhalb von ein bis fünf Jahren fällig. Die Leasinggegenstände (Gebäude, technische Anlagen und Maschinen) sind mit Buchwerten von 0,3 (0,5) Mio. € in den Sachanlagen ausgewiesen. Der Nominalwert der Mindestleasingzahlungen betrug 0,4 (0,6) Mio. €. Die Anlagen in Wertpapiere von insgesamt 256,2 (337,5) Mio. € erfolgten mit rund 250 Mio. € in festverzinsliche Wertpapiere. Gegenüber dem Vorjahr wurden die flüssigen Mittel von 357,3 Mio. € um 107,3 Mio. € auf 250,0 Mio. € abgebaut. Diese Mittel werden im Rahmen des täglichen Finanzmanagements in marktübliche Tages- und Termingelder angelegt. Die flüssigen Mittel und Wertpapiere wurden für die im März 2011 ausstehenden Rübengeldzahlungen verwendet. Im Vorjahr dienten die höheren Kassenbestände auch der Refinanzierung der im Juni 2010 fälligen Südzucker-Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300 Mio. €. (30) Derivative Instrumente Die Südzucker-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit und dem geplanten Finanzbedarf aus Investitionen in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Dabei sichert sich der Südzucker-Konzern im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab: Zinsänderungsrisiken bei Geldmarktzinsen, die sich im Wesentlichen aus kampagnetypischen Liquiditätsschwankungen oder bestehenden bzw. geplanten variabel verzinslichen Kreditaufnahmen ergeben. Währungsrisiken, die im Wesentlichen aus Verkäufen von Zucker, Isomalt, Palatinose, Raftiline/Raftilose sowie Fruchtsaftkonzentraten/Fruchtzubereitungen in US-Dollar, wie auch dem Zukauf von Rohzucker und Rohalkohol in US-Dollar resultieren. Weitere Währungsrisiken ergeben sich aus der Finanzierung von osteuropäischen Gesellschaften mit Euro-Darlehen. Commoditypreisrisiken ergeben sich insbesondere aus Änderungen des Zuckerweltmarktpreises, der Energie-, Getreide-, Bioethanol- sowie Fruchtpreise. Zur Sicherung dieser Risiken werden marktübliche Instrumente wie Zinsswaps, Forwardzinsswaps sowie Währungstermingeschäfte verwendet. Daneben kommen Zucker-, Weizen- und Maisfutures sowie Bioethanol- und Mineralölswaps zum Einsatz. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft. Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes bezeichnet man die rechnerische Bezugsgröße, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht das Nominalvolumen selbst, sondern nur die darauf bezogenen Preis- bzw. Zinsänderungen. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Südzucker-Gruppe zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen oder zu bekommen hätte. Da es sich bei den Sicherungsgeschäften nur um marktübliche, handelbare Finanzinstrumente handelt, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt. Kreditrisiken ergeben sich aus positiven Marktwerten der Derivate. Diese Kreditrisiken werden minimiert, indem Finanzderivate nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Die Nominalvolumen und die Netto-Marktwerte der derivativen Instrumente sowie deren Kreditrisiken innerhalb des Südzucker-Konzerns stellen sich wie folgt dar: scroll Mio. € Nominalvolumen Marktwerte Kreditrisiko 28. Februar 2011 2010 2011 2010 2011 2010 Zinsswaps 192,2 212,4 -2,4 -3,5 1,0 1,9 Forwardzinsswaps 200,0 0,0 8,2 0,0 8,2 0,0 Währungstermingeschäfte 177,7 291,3 0,4 -0,8 1,5 4,6 Zuckerfutures 46,4 140,5 -0,3 5,9 0,0 5,9 Weizen- und Maistermingeschäfte 75,0 21,6 5,4 -1,5 5,5 0,0 Bioethanolswaps 167,6 71,0 0,0 0,0 12,7 3,0 Mineralölswaps 6,1 4,5 1,8 0,1 1,8 0,1 Summe 865,0 741,3 13,1 0,2 30,7 15,4 Das Nominalvolumen der Zinsswaps im Geschäftsjahr 2010/11 lag mit 192,2 (212,4) Mio. € leicht unter Vorjahresniveau. Es enthält unter anderem die Festschreibung des Zinsniveaus für den variabel verzinslichen Anteil des Schuldscheindarlehens in Höhe von 105,5 Mio. €. Vor dem Hintergrund der Fälligkeit der Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 500 Mio. € am 27. Februar 2012 hat Südzucker im Geschäftsjahr 2010/11 das niedrige Zinsniveau genutzt und sich für ein Anschlussfinanzierungsvolumen von 200 Mio. € mit einem Forwardzinsswap gesichert. Der Rückgang der Nominalvolumen der Währungstermingeschäfte um 113,6 Mio. € auf 177,7 (291,3) Mio. € ist überwiegend auf das gegenüber dem Vorjahr geringere Absicherungsvolumen von Verkaufserlösen in USD zurückzuführen. So war im Vergleich zum Vorjahr das Volumen der physischen Zuckerexporte bis zum Bilanzstichtag deutlich höher und entsprechend war das Volumen der Währungstermingeschäfte auf offene Kundenkontrakte reduziert. Das Nominalvolumen der Zuckerfutures reduzierte sich um 94,1 Mio. € auf 46,4 (140,5) Mio. €, da im Vergleich zum Vorjahr bereits bis zum Bilanzstichtag mehr Zuckerexportmengen aus der letzten Kampagne mit Kunden kontrahiert waren. Der Anstieg der Nominalvolumen der Weizen- und Maisterminkontrakte um 53,4 Mio. € auf 75,0 (21,6) Mio. € resultierte im Wesentlichen aus der Ausweitung der Abschlüsse von Weizenterminkontrakten, insbesondere durch die gesteigerten Bioethanolproduktionsmengen am belgischen Standort Wanze. Die Bioethanolswaps betrafen Bioethanol-Verkaufsverträge, die sich an einem variablen Energiepreis orientieren, und konnten im Volumen deutlich ausgeweitet werden. Die Preisrisiken dieser Geschäfte werden durch ein entgegengerichtetes Sicherungsinstrument minimiert. Die Nominalvolumen der Absicherungen auf Kundenseite sowie aus dem entgegengerichteten Sicherungsinstrument betrugen insgesamt 167,6 (71,0) Mio. €. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bilden dabei eine geschlossene Position. So stehen den Marktwerten aus Kundenverträgen in Höhe von 12,7 (3,0) Mio. € Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten in Höhe von -12,7 (-3,0) Mio. € gegenüber. Die Ölswaps mit einem Nominalvolumen von 6,1 (4,5) Mio. € dienen der Preissicherung des physischen Energieeinkaufs für die Produktion von Inulin und Oligofruktose am chilenischen Standort Pemuco von BENEO-Orafti. Die Währungs- und Commodityderivate sichern Zahlungsströme bis zu einem Jahr und die Zinsswaps sichern Finanzierungserfordernisse von ein bis zu acht Jahren. Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow Hedges), sind zunächst erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage und erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam zu erfassen. Ihr Marktwert zum 28. Februar 2011 betrug 13,6 (1,1) Mio. €. Die erfolgswirksame Vereinnahmung von zuvor erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Marktwertänderungen erfolgt zum Zeitpunkt der Realisierung. Wie im Vorjahr waren sämtliche Cashflow Hedges effektiv, da sich die Relation der Marktwertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft innerhalb des vorgesehenen Intervalls von 80 bis 125 % bewegte. Es waren keine Ineffektivitäten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Der Marktwert der am 28. Februar 2011 abgeschlossenen Derivatinstrumente würde sich bei einer Erhöhung des Marktzinses um einen Prozentpunkt sowie einer Aufwertung der Währungen (US-Dollar, britisches Pfund, australischer Dollar, polnischer Zloty, tschechische Krone, rumänischer Leu und ungarischer Forint), einer Erhöhung der Weizen-, Mais und Mineralölpreise bzw. der Reduzierung der Zucker- und Bioethanolpreise um jeweils 10 % wie folgt entwickeln (Sensitivität): scroll Mio. € Nominalvolumen Marktwerte Sensitivität der Marktwerte 28. Februar 2011 2010 2011 2010 2011 2010 Zinsswaps 192,2 212,4 -2,4 -3,5 3,7 3,8 Forwardzinsswaps 200,0 0,0 8,2 0,0 18,0 0,0 Währungstermingeschäfte 177,7 291,3 0,4 -0,8 -5,5 0,9 Zuckerfutures 46,4 140,5 -0,3 5,9 -1,2 -8,0 Weizen- und Maistermingeschäfte 75,0 21,6 5,4 -1,5 13,4 2,0 Bioethanolswaps 167,6 71,0 0,0 0,0 0,0 4,5 Mineralölswaps 6,1 4,5 1,8 0,1 4,1 0,4 Summe 865,0 741,3 13,1 0,2 32,5 3,6 scroll Mio. € Veränderung der Marktwerte 28. Februar 2011 2010 Zinsswaps 6,1 7,3 Forwardzinsswaps 9,8 0,0 Währungstermingeschäfte -5,9 1,7 Zuckerfutures -0,9 -13,9 Weizen- und Maistermingeschäfte 8,0 3,5 Bioethanolswaps 0,0 4,5 Mineralölswaps 2,3 0,3 Summe 19,4 3,4 Diese Marktwertänderungen hätten das Eigenkapital um 19,8 (1,4) Mio. € erhöht und das Ergebnis vor Ertragsteuern um 0,5 (-5,0) Mio. € reduziert. Sonstige Erläuterungen (31) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten je Bewertungskategorie nach IAS 39 dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird. scroll 28. Februar 2011 2010 Mio. € Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Finanzielle Vermögenswerte Wertpapiere - Held for Trading FAHfT 109,5 109,5 143,9 143,9 Wertpapiere - Available for Sale AfS 19,3 19,3 11,4 11,4 Wertpapiere und sonstige Beteiligungen - Available for Sale at Cost AfS at Cost 159,8 159,8 209,6 209,6 Langfristige Ausleihungen LaR 0,0 0,0 1,2 1,2 Forderungen an die EU aus Exporterstattungen LaR 9,7 9,7 9,5 9,5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 719,2 719,2 687,8 687,8 Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 140,9 140,9 79,7 79,7 Positive Marktwerte - Zinsswaps mit Hedge-Beziehung n. a. 8,2 8,2 0,0 0,0 Positive Marktwerte - Währungstermingeschäfte ohne Hedge-Beziehung FAHfT 0,3 0,3 0,0 0,0 Positive Marktwerte - Währungstermingeschäfte mit Hedge-Beziehung n. a. 0,1 0,1 1,8 1,8 Positive Marktwerte - Commodityderivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 0,5 0,5 3,2 3,2 Positive Marktwerte - Commodityderivate mit Hedge-Beziehung n. a. 6,7 6,7 1,3 1,3 Flüssige Mittel LaR 250,0 250,0 357,3 357,3 1.424,2 1.424,2 1.501,7 1.501,7 Finanzielle Verbindlichkeiten Schuldverschreibungen FLAC 772,0 914,3 1.063,3 1.203,1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 587,4 589,7 696,2 700,3 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing n. a. 0,3 0,3 0,5 0,5 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 813,7 813,7 807,4 807,4 Verbindlichkeiten aus Produktionsabgabe FLAC 8,4 8,4 24,9 24,9 Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 208,2 208,2 215,3 215,3 Negative Marktwerte - Zinsswaps ohne Hedge-Beziehung FLHfT 1,0 1,0 1,5 1,5 Negative Marktwerte - Zinsderivate mit Hedge-Beziehung n. a. 1,4 1,4 2,0 2,0 Negative Marktwerte - Währungsderivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 0,0 0,0 2,6 2,6 Negative Marktwerte - Commodityderivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 0,3 0,3 0,0 0,0 2.392,8 2.537,4 2.813,7 2.957,6 Summe je Bewertungskategorie nach IAS 39 scroll 28. Februar 2011 2010 Mio. € Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Financial Assets Held for Trading FAHfT 110,3 110,3 147,1 147,1 Available for Sale AfS 19,3 19,3 11,4 11,4 Available for Sale at Cost AfS at Cost 159,8 159,8 209,6 209,6 Loans and Receivables LaR 1.119,8 1.119,8 1.135,5 1.135,5 Financial Liabilities Measured at Amortised Cost FLAC 2.389,8 2.534,4 2.807,1 2.951,0 Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 1,3 1,3 4,1 4,1 Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt. Für Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unterscheidet man drei Bewertungslevel hinsichtlich der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Auf Bewertungslevel 1 erfolgt die Bewertung auf Basis unangepasster, auf aktiven Märkten verwendeter Marktpreise. Bei Bewertungslevel 2 wird die Bewertung mit Preisen vorgenommen, die aus Marktpreisen, die auf aktiven Märkten verwendet werden, abgeleitet werden. Bei Bewertungslevel 3 werden individuelle Bewertungsparameter zugrunde gelegt. Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten kommt Bewertungslevel 3 in der Südzucker-Gruppe derzeit nicht zur Anwendung. Die Beteiligungen des langfristigen Vermögens und die Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens enthalten zur Veräußerung bestimmte Wertpapiere (Available for Sale). Diese werden zu Marktwerten bewertet, die den Börsenkursen zum Bilanzstichtag entsprechen (Bewertungslevel 1). Bei Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, die für Handelszwecke gehalten werden (Held for Trading), erfolgt die Bewertung ebenfalls zu Marktwerten, die den Börsenkursen zum Bilanzstichtag entsprechen (Bewertungslevel 1). Für die zu Anschaffungskosten (Available for Sale at Cost) bewerteten Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens sowie Beteiligungen können keine beizulegenden Zeitwerte bestimmt werden, da Markt- oder Börsenwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren. Bei diesen Anteilen handelt es sich um nicht börsennotierte Gesellschaften, bei denen infolge nicht zuverlässig bestimmbarer Cashflows auf eine Anteilsbewertung durch Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet wurde. Es wird davon ausgegangen, dass der Buchwert dem Zeitwert entspricht. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die positiven und negativen Marktwerte aus Währungs- und Commodityderivaten betreffen einerseits Cashflow Hedges. Dabei werden künftige Zahlungsströme aus festen Verpflichtungen oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Andererseits bestehen Währungs- und Commodityderivate in Form von Fair Value Hedges, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung des Fair Values eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit dienen und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Ermittlung der Marktwerte von Commodityderivaten (Zucker-, Weizen- und Maisfutures sowie Mineralöl- und Bioethanolswaps) wird auf Basis von Stichtagsnotierungen vorgenommen (Bewertungslevel 1); der positive Marktwert dieser Derivate belief sich auf 7,0 (4,5) Mio. €. Die Bewertung der Währungstermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminauf- bzw. -abschlägen (Bewertungslevel 2). Die abgeschlossenen Zinsderivate mit negativen Marktwerten werden teilweise zu Handelszwecken gehalten und betreffen auch Cashflow Hedges. Für diese Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt (Bewertungslevel 2). Die Marktwerte der Währungs- und Zinsderivate, die dem Bewertungslevel 2 unterliegen, betrugen insgesamt 6,1 (-4,3) Mio. €. scroll Mio. € Fair-Value-Hierarchie 28. Februar 2011 Bewertungslevel 1 Bewertungslevel 2 2010 Bewertungslevel 1 Bewertungslevel 2 Wertpapiere 128,8 128,8 0,0 155,3 155,3 0,0 Derivate (Marktwerte) 13,1 7,0 6,1 0,2 4,5 -4,3 Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aus der Produktionsabgabe sowie den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass aufgrund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve ermittelt. Finanzinstrumente wurden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit folgenden Nettoergebnissen je Bewertungskategorie erfasst: scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 6,7 19,2 Available for Sale (AfS) 0,9 1,1 Loans and Receivables (LaR) 35,7 25,4 Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) -82,5 -104,6 Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) -1,3 -4,1 -40,5 -63,0 Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach IFRS 7 umfasst Zinsen, Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie "Financial Liabilities Measurd at Amortised Cost (FLAC)" umfasst ausschließlich Zinsaufwendungen. In der Bewertungskategorie "Loans and Receivables (LaR)" sind Zinserträge in Höhe von 32,0 (42,8) Mio. € enthalten. (32) Risikomanagement in der Südzucker-Gruppe Die Südzucker-Gruppe unterliegt im operativen Bereich Marktpreisrisiken im Wesentlichen für Zuckerexporte, Bioethanolabsatz, Energieeinkäufe sowie Getreide- und Maiseinkäufe. Darüber hinaus unterliegt der Konzern Kreditausfallrisiken (Ausfall- und Bonitätsrisiken) sowie Liquiditätsrisiken. Im Finanzbereich bestehen Zinsänderungsrisiken sowie Wechselkursrisiken aus der Finanzierung in Fremdwährung. Die Wertpapieranlagen, die einem Aktienkursrisiko unterliegen, sind in der Südzucker-Gruppe unwesentlich. Kreditrisikomanagement Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Südzucker-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Einzelhandel. Ausstehende oder uneinbringliche Forderungen können den Erfolg der Südzucker-Gruppe beeinträchtigen. Südzucker hat Risikofrüherkennungssysteme eingerichtet, die drohende Forderungsausfälle frühzeitig signalisieren. Die Grundsätze des Kreditrisikomanagements in der Südzucker-Gruppe sind: ― Bonitätsprüfung der potenziellen Neukunden sowie laufende Bonitätsprüfung bestehender Kunden ― Abschluss von Warenkreditversicherungen pro Kunde im Rahmen eines Internationalen Kreditversicherungsprogramms, die ggf. um zusätzliche Sicherheiten wie Bankgarantien bzw. Akkreditive ergänzt werden ― Systemgestützte Kreditlimitprüfungen bei jeder Bestellung in den operativen Systemen ― Standardisiertes Mahnwesen Jede operative Einheit ist verantwortlich für die Umsetzung und Überwachung der entsprechenden Prozesse. Daneben wird von den operativen Einheiten monatlich ein Kreditrisikobericht erstellt und auf Konzernebene verdichtet. Dabei wird die Entwicklung einheitlicher Kennzahlen wie Day Sales Outstanding (DSO), Alterstruktur der Forderungen oder Art der Kreditbesicherung im Rahmen des Kreditrisikomonitorings verfolgt. Für verbleibende Restrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden die Wertansätze von Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird mit deren Buchwert wiedergegeben. Die Buchwerte der überfälligen sowie der wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Position (24) des Anhangs angegeben. Bei der Anlage von Liquiditätsüberschüssen bestehen Kontrahentenrisiken. Das Hauptkriterium für die Auswahl einer Bank als Geschäftspartner ist deren Short-Term-Deposit-Rating, das regelmäßig überprüft wird. Das maximale Kreditrisiko der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung durch Südzucker unwesentlich. Liquiditätsmanagement Wesentliches Ziel des Liquiditätsmanagements ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, die rechtzeitige Erfüllung vertraglicher Zahlungsverpflichtungen sowie die Kostenoptimierung in der Südzucker-Gruppe. Im Rahmen des Cash- und Liquiditätsmanagements ist die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, die zentrale Konzern-Finanzierungsgesellschaft für die Südzucker-Gruppe, die die aufgenommenen Mittel den Konzerngesellschaften zur Verfügung stellt. Daneben bestehen Cashpools zwischen wesentlichen Konzerngesellschaften. Bei den Geldanlagen gibt es klare Regelungen mit dem Blick auf das Kontrahentenrisiko, Laufzeitenvorgaben sowie das Reporting an die Konzernzentrale. Hierunter fällt auch das Monitoring von Planvermögen für die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen. Im Rahmen der Liquiditätsplanung werden die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen frühzeitig erkannt. Die Liquiditätsplanung ist in die Unternehmensplanung integriert und berücksichtigt die aufgrund der Zuckerkampagne besonderen saisonalen Finanzierungserfordernisse. Die Liquiditätsplanung des Budgetjahres erfolgt auf Monatsbasis. Unterjährig wird die Planung durch drei Forecast-Planungen aktualisiert. Die strategische Finanzplanung erfolgt auf der Grundlage einer 5-Jahresplanung. Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden Finanzierungen durch Tages- bzw. Termingeldaufnahmen, Festsatzdarlehen oder die Ausgabe von Commercial Papers im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Südzucker-Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten. Die langfristige Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch die Begebung von Wandelanleihen und Anleihen mit festen Zinsen sowie Schuldscheinen. Hinsichtlich der Einzelheiten zu den von Südzucker eingesetzten Finanzinstrumenten verweisen wir auf das Kapitel (29) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" in diesem Anhang. Die Kreditlinien der Südzucker-Gruppe belaufen sich insgesamt auf 2.229 (2.434) Mio. €. Darin enthalten sind das CP-Programm mit einem Rahmen von insgesamt 600 Mio. € sowie die mit einem Bankenkonsortium bis Juli 2012 vereinbarte syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600 Mio. €, die beide am 28. Februar 2011 wie auch im Vorjahr nicht gezogen wurden. Die übrigen Kreditlinien bei Kreditinstituten in Höhe von 1.029 (1.234) Mio. € wurden mit 587 (677) Mio. € in Anspruch genommen. Die Kreditlinien sowie deren Inanspruchnahme schließen auch Bankbürgschaften ein. Die nachstehende Übersicht zeigt die Fälligkeit der Verbindlichkeiten per 28. Februar 2011. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert und umfassen Zins- und Tilgungszahlungen. scroll 28. Februar 2011 Buchwert Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse Mio. € gesamt bis 1 Jahr 1 bis 2 Jahre 2 bis 3 Jahre Finanzverbindlichkeiten Schuldverschreibungen 772,0 847,0 563,4 7,3 7,3 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 587,4 627,0 298,0 54,7 24,8 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,3 0,4 0,1 0,1 0,1 1.359,7 1.474,4 861,5 62,1 32,2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 372,0 372,0 372,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 441,7 441,7 441,7 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 8,4 8,4 8,4 0,0 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 208,2 208,2 194,9 13,3 0,0 Zinsderivate Auszahlungen -,- 23,0 6,5 5,5 4,2 Zinsderivate Einzahlungen -,- -10,6 -3,8 -2,9 -1,6 Währungsderivate Auszahlungen -,- 177,7 177,7 0,0 0,0 Währungsderivate Einzahlungen -,- -177,7 -177,7 0,0 0,0 1.030,3 1.042,7 1.019,7 15,9 2,6 2.390,1 2.517,1 1.881,2 78,0 34,8 scroll 28. Februar 2011 Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse Mio. € 3 bis 4 Jahre 4 bis 5 Jahre über 5 Jahre Finanzverbindlichkeiten Schuldverschreibungen 7,3 7,3 254,4 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 225,6 11,1 12,8 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,1 0,0 0,0 233,0 18,4 267,2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 0,0 0,0 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 0,0 0,0 0,0 Zinsderivate Auszahlungen 2,6 1,1 3,1 Zinsderivate Einzahlungen -1,0 -0,3 -1,0 Währungsderivate Auszahlungen 0,0 0,0 0,0 Währungsderivate Einzahlungen 0,0 0,0 0,0 1,6 0,8 2,1 234,6 19,2 269,3 scroll 28. Februar 2011 Buchwert Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse Mio. € gesamt bis 1 Jahr 1 bis 2 Jahre 2 bis 3 Jahre Finanzverbindlichkeiten Schuldverschreibungen 1.063,3 1.195,9 366,9 551,5 7,2 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 696,2 764,3 359,0 77,0 55,2 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,5 0,6 0,2 0,1 0,1 1.760,0 1.960,8 726,1 628,6 62,5 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 417,5 417,5 417,5 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 389,9 389,9 389,9 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 24,9 24,9 24,9 0,0 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 215,3 215,3 201,7 13,6 0,0 Zinsderivate Auszahlungen -,- 29,1 6,3 6,3 5,5 Zinsderivate Einzahlungen -,- -12,1 -3,3 -3,3 -2,6 Währungsderivate Auszahlungen -,- 291,3 291,3 0,0 0,0 Währungsderivate Einzahlungen -,- -291,3 -291,3 0,0 0,0 1.047,6 1.064,6 1.037,0 16,6 2,9 2.807,6 3.025,4 1.763,1 645,2 65,4 scroll 28. Februar 2010 Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse Mio. € 3 bis 4 Jahre 4 bis 5 Jahre über 5 Jahre Finanzverbindlichkeiten Schuldverschreibungen 7,2 7,2 255,8 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25,2 232,3 15,7 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 0,1 0,1 0,0 32,5 239,6 271,5 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0 0,0 Verbindlichkeiten aus der Produktionsabgabe 0,0 0,0 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 0,0 0,0 0,0 Zinsderivate Auszahlungen 4,2 2,6 4,2 Zinsderivate Einzahlungen -1,3 -0,8 -0,8 Währungsderivate Auszahlungen 0,0 0,0 0,0 Währungsderivate Einzahlungen 0,0 0,0 0,0 2,9 1,8 3,4 35,4 241,4 274,9 Die nicht diskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze. Risikomanagement im Fremdwährungsbereich Währungsrisiken bestehen aufgrund der weltweiten Ausrichtung des Südzucker-Konzerns, womit sowohl das operative Geschäft als auch das Finanzergebnis und die Zahlungsströme mit Risiken aus Wechselkursschwankungen behaftet sind. Die wesentlichen Einfluss nehmenden Kursrelationen resultieren aus US-Dollar, britischem Pfund, polnischem Zloty, ungarischem Forint, rumänischem Leu, ukrainischem Hrywnja bzw. russischem Rubel gegenüber dem Euro sowie aus US-Dollar gegenüber chilenischem Peso. Das Wechselkursrisiko des Südzucker-Konzerns entsteht einerseits im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse oder Material- bzw. Wareneinsatz abweichend von der lokalen Währung anfallen. Im Segment Zucker unterliegen Weltmarktzuckerexporte US-Dollar-Wechselkursrisiken, die vom Zeitpunkt der Erteilung der Exportlizenz bis zum Zahlungseingang durch Devisenterminkontrakte abgesichert werden. Die Tochtergesellschaft in Rumänien unterliegt Währungsrisiken durch den Rohzuckereinkauf in Euro und US-Dollar. Bei der Zuckerproduktion in Ungarn ergeben sich Währungsrisiken aus dem teilweisen Absatz und Einkauf in Euro. Im Segment Spezialitäten ergeben sich Fremdwährungsrisiken im Bereich BENEO aus den in US-Dollar generierten Umsatzerlösen, deren zugrunde liegende Herstellungskosten überwiegend in Euro und chilenischem Peso anfallen. Für Umsatzerlöse der Freiberger-Gruppe in Großbritannien ergibt sich ein Währungsrisiko aus dem britischen Pfund. Bei der rumänischen Stärkeproduktion erfolgen Absatz und Einkauf teilweise auf Basis des Euro. Das Segment CropEnergies hat wegen des Absatzes in Euro keine Wechselkursrisiken. Bei der Rohstoffbeschaffung wird in geringem Umfang in Fremdwährung eingekauft. Im Segment Frucht bestehen Währungsrisiken in den osteuropäischen Gesellschaften aus dem Absatz sowie dem Einkauf in Euro. Bei der Sensitivität wird eine Abwertung der nachstehenden Währungen gegenüber dem Euro um 10 % unterstellt; die Auswirkung auf das operative Ergebnis ist nachstehend dargestellt. Die Auswirkungen der übrigen Währungsrelationen sind sowohl einzeln als auch in Summe von untergeordneter Bedeutung. Währungsrisiko operatives Ergebnis scroll Sensitivität Mio. € 2010/11 2009/10 US-Dollar -19,6 -13,3 Britisches Pfund -4,1 -3,0 Rumänischer Leu -9,2 -8,3 Ungarischer Forint 12,9 10,7 Ukrainischer Hrywnja 1,9 2,2 Russischer Rubel 2,0 2,7 Polnischer Zloty 4,0 2,9 -12,1 -6,1 Das Wechselkursrisiko im Finanzergebnis resultiert überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochtergesellschaften, abweichend von deren Landeswährung. In Osteuropa finanziert die Südzucker-Gruppe ihre Tochtergesellschaften mit konzerninternen Euro-Darlehen. In Polen wurde ein langfristiges konzerninternes Euro-Darlehen zur Finanzierung der Anteilsaufstockung an ostpolnischen und schlesischen Zuckerfabriken gewährt. Die daraus resultierenden Währungsschwankungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Aus der Finanzierung des Konzerns resultierte im Geschäftsjahr 2010/11 ein Währungsergebnis von -1,0 (24,0) Mio. €, das sich wie folgt zusammensetzt: Währungsergebnis Finanzierung scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Polnischer Zloty -0,1 16,6 Rumänischer Leu -1,7 2,0 Ungarischer Forint 0,4 5,4 Britisches Pfund 1,2 0,0 US-Dollar -1,0 0,0 Übrige Währungen 0,2 0,0 -1,0 24,0 Wenn die Währungen nachstehender Länder zum 28. Februar 2011 gegenüber dem Euro um 10 % abgewertet hätten, hätte sich das Finanzergebnis wie folgt verringert: Währungsrisiko Finanzierung scroll Sensitivität Mio. € 2010/11 2009/10 Polnischer Zloty -7,8 -7,3 Rumänischer Leu -4,4 -4,1 Ungarischer Forint -0,1 -1,6 Ukrainischer Hrywnja -0,5 0,0 Russischer Rubel -0,9 -0,8 -13,7 -13,8 Wenn der polnische Zloty um 10 % abgewertet hätte, hätte sich das Eigenkapital um 9,0 (9,0) Mio. € verringert. Eine Aufwertung der Währungen hätte zu vergleichbaren Ergebnis-/Eigenkapitalverbesserungen geführt. Risikomanagement im Zinsbereich Aus variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten beziehungsweise Geldanlagen ist Südzucker Zinsrisiken ausgesetzt. Um die Zinsrisiken zu reduzieren, werden Zinsswaps sowie Zinsfutures eingesetzt. Zinsänderungsrisiken werden mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Auswirkungen von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen dar. Den Zinssensitivitätsanalysen lagen die folgenden Prämissen zugrunde: Anleihen und langfristige Bankschulden sind überwiegend mit fester Verzinsung vereinbart. Wäre das Marktzinsniveau um einen Prozentpunkt angestiegen, hätte dies, bezogen auf die am 28. Februar variabel verzinslichen Finanzinstrumente, eine Erhöhung des Zinsaufwands wie folgt gehabt: scroll Zinssensitivität 2010/11 2009/10 Mio. € Gesamt davon variabel verzinslich Effekt aus Zinssensitivität Gesamt davon variabel verzinslich Effekt aus Zinssensitivität Anleihen 772,0 6,7 -0,1 1.063,3 20,7 -0,2 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 587,4 286,5 -2,9 696,2 357,6 -3,6 Gesamt 1.359,4 293,2 -3,0 1.759,5 378,3 -3,8 Risikomanagement im operativen Bereich Südzucker ist aufgrund volatiler Preise der Commodity-Märkte wesentlichen Risiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite ausgesetzt. Diese Risiken werden regelmäßig überwacht. Bei der Messung der Risiken werden Sensitivitäten und ein Earnings at Risk Modell verwendet. Dabei ist es das Ziel, die zukunftsgerichtete Entwicklung der Marktpreise einzelner Risikoträger zu analysieren. Diese Prognosen beruhen auf der statistischen Auswertung vergangener Marktpreisentwicklungen, wobei im Rahmen der jeweiligen Messung die Marktpreise der letzten zwölf Monate zugrunde gelegt werden. Auf Grundlage dieser Marktpreisentwickungen werden offene Absatz- oder Beschaffungspositionen bewertet. Unter Earnings at Risk versteht man die Aussage, dass mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit die Veränderung des Absatz- bzw. Zukaufwerts der offenen Menge des Risikoträgers bei einer definierten Haltedauer das derzeitige Niveau um einen bestimmten Betrag nicht über- oder unterschreitet. Südzucker stellt dabei auf eine Wahrscheinlichkeit von 95 % sowie eine Haltedauer von einem Monat ab, da innerhalb dieses Zeitraums sämtliche offenen Positionen mit Sicherungsgeschäften geschlossen werden könnten. Entsprechend erfolgt das Riskreporting monatlich. Als wesentliche Risikoträger wurden in der Südzucker-Gruppe Marktpreise im Zusammenhang mit dem Zuckerexport einschließlich damit verbundener Währungsrisiken, dem Absatz von Bioethanol sowie dem Einkauf von Energie und Getreide identifiziert. (33) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Haftungsverhältnisse, die nicht in der Konzernbilanz passiviert werden, stellen sich wie folgt dar: scroll Mio. € 28. Februar 2011 2010 Bürgschaften 41,5 48,7 Gewährleistungsverpflichtungen 1,6 1,6 Die Bürgschaften betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Wir erwarten wie bei den Gewährleistungsverpflichtungen hieraus keine Inanspruchnahme. Südzucker unterliegt möglichen Verpflichtungen aus verschiedenen Ansprüchen oder Verfahren, die anhängig sind oder geltend gemacht werden könnten. Schätzungen über die künftigen Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen. Wenn ein Verlust wahrscheinlich und der Betrag zuverlässig schätzbar ist, bildet Südzucker Rückstellungen für diese Risiken. Die Bestellungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 38,4 (39,2) Mio. € sind im Wesentlichen für die in den Zuckerfabriken bis zu Beginn der nächsten Kampagne erforderlichen Investitionen erfolgt. Die Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen Mietverträge für Büroräume, Maschinen, Fahrzeuge, EDV-Anlagen sowie für Bürogeräte. Die Mindestleasingzahlungen haben folgende Fälligkeitsstruktur: scroll Mio. € 28. Februar 2011 2010 Fällig in bis zu einem Jahr 10,9 28,1 Fällig in 1 bis 5 Jahren 17,2 14,3 Fällig nach über 5 Jahren 2,9 6,8 31,0 49,2 (34) Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Für Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, fielen im Geschäftsjahr 2010/11 Aufwendungen für Abschlussprüfungen in Höhe von 0,8 (0,9) Mio. € für die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung der Abschlüsse der Südzucker AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften an. Die anderen Bestätigungsleistungen beliefen sich auf 0,1 (0,0) Mio. €. Für Steuerberatungsleistungen fielen 0,0 (0,0) Mio. € an. Somit sind insgesamt 0,9 (0,9) Mio. € für Leistungen des Konzernabschlussprüfers angefallen. (35) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Vorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG haben am 25. November 2010 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären der Südzucker AG im Internet auf unserer Internetseite unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/ dauerhaft zugänglich gemacht. Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 20. Dezember 2010 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären im Internet auf der Internetseite von CropEnergies unter www.cropenergies.com/de/investorrelations/Corporate_Governance/Entsprechenserklaerungen/ dauerhaft zugänglich gemacht. (36) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties) Als "Related Parties" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen) kommt die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart (SZVG), in Betracht, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Eine "Related Party" stellt des Weiteren das Südzucker Unterstützungswerk, Frankenthal/Pfalz (SUW), dar, dessen Stiftungsvermögen zur Unterstützung von Mitarbeitern und Rentnern von Südzucker in besonderen Notfallsituationen und für soziale Zwecke verwendet wird. Dem Stiftungsrat gehören u. a. Mitglieder des Vorstands der Südzucker AG an. Auf den für die SZVG und das SUW bei der Südzucker AG geführten Konten wurden im Geschäftsjahr 2010/11 Zahlungseingänge aus Dividenden und Zinsen aus dem laufenden Geschäftsverkehr verbucht. Über die Verzinsung dieser Konten bestehen Vereinbarungen mit marktüblichen Konditionen. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten der Südzucker AG gegenüber der SZVG 1,5 (1,3) Mio. € und dem SUW 6,2 (6,3) Mio. €. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhalten die Südzucker AG und ihre Tochterunternehmen Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen. Dazu gehören auch Joint Ventures und assoziierte Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen des Konzerns gelten. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Gesellschaften werden wie unter fremden Dritten abgewickelt. Das Volumen der Transaktionen der Südzucker-Gruppe mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen ergibt sich wie folgt: scroll Mio. € 2010/11 2009/10 Joint Ventures 71,4 26,7 At Equity einbezogene Unternehmen 277,5 310,2 An nahestehende Unternehmen erbrachte Leistungen 348,9 336,9 Joint Ventures 78,8 61,4 At Equity einbezogene Unternehmen 0,2 0,8 Von nahestehenden Unternehmen bezogene Leistungen 79,0 62,2 Zum Bilanzstichtag betragen die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen: scroll Mio. € 28. Februar 2011 2010 Joint Ventures 49,1 33,9 At Equity einbezogene Unternehmen 60,9 61,1 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 110,0 95,0 Joint Ventures 33,5 34,7 At Equity einbezogene Unternehmen 1,0 0,0 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 34,5 34,7 Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2010/11 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand beliefen sich auf 2,6 (2,9) Mio. €. Die variable Vergütung betrug 43 (38) % der Barbezüge; sie berechnet sich nach der von der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende. Die dem Vorstand von Tochterunternehmen gewährten Bezüge betrugen 1,3 (1,0) Mio. €. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihren Hinterbliebenen wurden insgesamt 24,5 (25,9) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstände betrugen 14,5 (12,1) Mio. €; im Geschäftsjahr 2010/11 wurden 2,4 (1,6) Mio. € zugeführt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen erreichten 2,6 (2,5) Mio. €. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf 1,6 (1,3) Mio. €; davon wurden Vergütungen in Höhe von 0,2 (0,2) Mio. € von Tochterunternehmen gewährt. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Corporate-Governance-Bericht/Erklärung zur Unternehmensführung im Konzernlagebericht angegeben. (37) Aufsichtsrat und Vorstand Aufsichtsrat Dr. Hans-Jörg Gebhard Vorsitzender Eppingen Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Mandate 1 SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (Vorsitzender) Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen VK Mühlen AG, Hamburg Dr. Christian Konrad Stv. Vorsitzender Wien, Österreich Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien Mandate 2 BAYWA AG, München RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich Siemens Österreich AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender) SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt Franz-Josef Möllenberg 3 Stv. Vorsitzender Rellingen Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Mandate 1 Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt am Main Dr. Ralf Bethke Deidesheim Ehem. Vorsitzender des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft Mandate Benteler AG, Paderborn Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG, Pullach (Vorsitzender) K+S Aktiengesellschaft, Kassel (Vorsitzender) SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt Ludwig Eidmann 1 Groß-Umstadt Vorstandsvorsitzender der SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG und Vorsitzender des Verbands der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e. V. Dr. Jochen Fenner Gelchsheim Vorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e. V. Manfred Fischer 3 Feldheim Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Erwin Hameseder Mühldorf, Österreich Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. Hans Hartl 3 Ergolding Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Bayern Mandate BATIG Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Hamburg Brau Holding International GmbH & Co. KGaA, München (Stv. Vorsitzender) British American Tobacco (Germany) GmbH, Hamburg British American Tobacco (Industrie) GmbH, Hamburg Reinhold Hofbauer 3 Deggendorf Betriebsratsvorsitzender des Werks Plattling Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Kirsch Königstein Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG Mandate Banco Cooperativo Español S.A., Madrid, Spanien Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt/Main Österreichische Volksbanken-AG, Wien, Österreich SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt Georg Koch Wabern Vorsitzender des Vorstands Verband der Zuckerrübenanbauer Kassel e. V. Klaus Kohler 3 Bad Friedrichshall Betriebsratsvorsitzender des Werks Offenau Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Erhard Landes Donauwörth Vorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V. Bernd Maiweg 3 Gütersloh Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Dr. Arnd Reinefeld3 Bis 28. Februar 2011 Offstein Leiter der Werke Offenau und Offstein Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Joachim Rukwied Eberstadt Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V. Mandate AGRA-EUROPE Presse- und Informationsdienst GmbH, Bonn Buchstelle Landesbauernverband Baden Württemberg GmbH, Stuttgart Ronny Schreiber 3 Einhausen Betriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Franz-Rudolf Vogel 3 Worms Betriebsratsvorsitzender des Werks Offstein Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Vogl Seit 1. März 2011 Bernried Leiter der Werke Plattling und Rain der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Roland Werner 3 Saxdorf Betriebsratsvorsitzender des Werks Brottewitz Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt 1 Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern. 2 Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern und im Konzern der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien. 3 Arbeitnehmervertreter. Ausschüsse des Aufsichtsrats Präsidium Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Franz-Josef Möllenberg (Stv. Vorsitzender) Dr. Christian Konrad (Stv. Vorsitzender) Manfred Fischer Landwirtschaftlicher Ausschuss Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Ludwig Eidmann Reinhold Hofbauer (ab 27. Mai 2010) Klaus Kohler Erhard Landes Dr. Arnd Reinefeld (bis 28. Februar 2011) Roland Werner (bis 26. Mai 2010) Prüfungsausschuss Ludwig Eidmann (Vorsitzender) Manfred Fischer Dr. Hans-Jörg Gebhard Erwin Hameseder Franz-Josef Möllenberg Roland Werner Sozialausschuss Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Ludwig Eidmann Manfred Fischer Hans Hartl Dr. Christian Konrad Franz-Josef Möllenberg Vermittlungsausschuss Dr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Manfred Fischer Dr. Christian Konrad Franz-Josef Möllenberg Vorstand Dr. Wolfgang Heer (Sprecher) Ludwigshafen Dr. Thomas Kirchberg Ochsenfurt Thomas Kölbl Mannheim Mandate 1 Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart Prof. Dr. Markwart Kunz Worms Dipl.-Ing. Johann Marihart Limberg, Österreich Mandate 1 BBG Bundesbeschaffungsges. m. b. H., Wien, Österreich LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs-AG, Wien, Österreich Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Wien, Österreich Österreichische Nationalbank AG, Wien, Österreich Ottakringer Brauerei AG, Wien, Österreich Spanische Hofreitschule - Bundesgestüt Piber, Wien, Österreich (Vorsitzender) TÜV Österreich, Wien, Österreich (Vorsitzender) Universität für Bodenkultur, Wien, Österreich 1 Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern. (38) Wesentliche Beteiligungen des Südzucker-Konzerns scroll Sitz Land SZ-Anteil (%) Anteil mittelbar (%) SEGMENT ZUCKER Zucker Deutschland Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Mannheim Deutschland Zucker Belgien Raffinerie Tirlemontoise S.A. Brüssel Belgien 99,41 Zucker Frankreich Saint Louis Sucre S.A. Paris Frankreich 99,76 Zucker Polen Südzucker Polska S.A. Breslau Polen 96,65 Zucker Moldawien Südzucker Moldova S.A. Drochia Moldawien 83,64 Zucker Österreich AGRANA Zucker GmbH Wien Österreich 100,00 Zucker Tschechien Moravskoslezské Cukrovary A.S. Hrusovany Tschechien 97,66 Zucker Slowakei Slovenské Cukrovary s.r.o. Sered Slowakei 100,00 Zucker Ungarn Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. Budapest Ungarn 87,56 Zucker Rumänien S.C. Romana Prod s.r.l. Roman Rumänien 100,00 Zucker Bulgarien AGRANA Trading EOOD Sofia Bulgarien 100,00 Zucker Bosnien Bosnien- STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. Brcko Herzegowina 50,00 3) Zucker Übrige AGRANA Beteiligungs-AG Wien Österreich 0,55 37,75 4) Agrar und Umwelt AG Loberaue Rackwitz Deutschland 100,00 BGD Bodengesundheitsdienst GmbH Mannheim Deutschland 100,00 1) Brüder Hernfeld Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 James Fleming & Co. Ltd. Midlothian Großbritannien 100,00 Maxi S.r.l. Bozen Italien 50,00 Mönnich GmbH Kassel Deutschland 100,00 1) Nougat Chabert & Guillot SA Montélimar Frankreich 99,75 Südprojekt Silo und Logistik GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland 100,00 Südzucker Hellas E.P.E. Athen Griechenland 100,00 Sudzucker Ibérica, S.L.U. Barcelona Spanien 100,00 Südzucker International Finance B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 SEGMENT SPEZIALITÄTEN Freiberger Freiberger Holding GmbH Berlin Deutschland 10,00 90,00 1) Freiberger Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland 100,00 1) Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Berlin Deutschland 100,00 2) Produktions- und Vertriebs KG Great Star Food Production GmbH & Co. KG Berlin Deutschland 100,00 2) Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. Oberhofen Österreich 100,00 Stateside Foods Ltd. Westhoughton Großbritannien 100,00 BENEO BENEO GmbH Mannheim Deutschland 100,00 1) BENEO-Orafti S.A. Oreye Belgien 100,00 BENEO-Palatinit GmbH Mannheim Deutschland 15,00 85,00 1) BENEO-Remy N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 100,00 Orafti Chile S.A. Pemuco Chile 100,00 Stärke AGRANA Stärke GmbH Wien Österreich 100,00 HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. Szabadegyháza Ungarn 50,00 3) S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. Tandarei Rumänien 99,99 AGRANA Bioethanol GmbH Wien Österreich 74,90 PortionPack PortionPack Europe Holding B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 PortionPack Belgium N.V. Herentals Belgien 100,00 PortionPack Holland B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 PORTIONPACK IBERIA, S.L. Barcelona Spanien 100,00 Single Source Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 Hellma Gastronomie-Service GmbH Nürnberg Deutschland 100,00 SEGMENT CROPENERGIES CropEnergies AG Mannheim Deutschland 70,83 CropEnergies Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 1) CropEnergies Bioethanol GmbH Zeitz Deutschland 100,00 1) BioWanze SA Brüssel Belgien 100,00 RYSSEN ALCOOLS SAS Loon-Plage Frankreich 100,00 SEGMENT FRUCHT Fruchtzubereitungen AGRANA Fruit Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 99,99 AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. Central Mangrove Australien 100,00 AGRANA Fruit Austria GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Säo Paulo Brasilien 91,90 Importacao e Exportacao Ltda. AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. Dachang China 100,00 AGRANA Fruit France S.A. Paris Frankreich 100,00 AGRANA Fruit Germany GmbH Konstanz Deutschland 100,00 AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. Zincirlikuyu Türkei 100,00 AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. Seoul Südkorea 100,00 AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. Michoacan Mexiko 100,00 AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. Ostroleka Polen 100,00 AGRANA Fruit S.A.S. Paris Frankreich 100,00 AGRANA Fruit Services S.A.S. Paris Frankreich 100,00 AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00 AGRANA Fruit Ukraine TOV Winniza Ukraine 99,80 AGRANA Fruit US, Inc. Brecksville USA 100,00 Dirafrost FFI N.V. Herk-de-Stad Belgien 100,00 Dirafrost Maroc SARL Laouamra Marokko 100,00 o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region Serpuchov Russland 100,00 Fruchtsaftkonzentrate AGRANA Juice Denmark A/S Køge Dänemark 100,00 AGRANA Juice Holding GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 AGRANA Juice Magyarorzság Kft. Vásárosnamény Ungarn 100,00 AGRANA Juice Poland SP z.o.o. Bialobrzegi Polen 100,00 AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l. Vaslui Rumänien 100,00 AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH Bingen Deutschland 100,00 Xianyang Andre Juice Co., Ltd. Xianyang City China 50,00 3) Yongji Andre Juice Co., Ltd. Yongji City China 50,00 3) 1) Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB. 2) Befreiung nach § 264 b HGB. 3) Gemeinschaftsunternehmen. 4) Stimmrechtsmehrheit. Die Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes (Anteilsbesitzliste) gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 und Abs. 3 HGB wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. (39) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ausführungen zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag enthält der Nachtragsbericht im Lagebericht. (40) Vorschlag für die Gewinnverwendung Der Bilanzgewinn der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt beträgt 104.148.569,38 €. Der Hauptversammlung am 21. Juli 2011 wird vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,55 € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: scroll Ausschüttung einer Dividende von 0,55 € je Aktie auf 189.353.608 Stückaktien 104.144.484,40 € Vortrag auf neue Rechnung 4.084,98 € Bilanzgewinn 104.148.569,38 € Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei unveränderter Ausschüttung von 0,55 € je dividendenberechtigter Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die Auszahlung der Dividende erfolgt am 22. Juli 2011. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass der Konzernabschluss gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Mannheim, 5. Mai 2011 DER VORSTAND Dr. Wolfgang Heer Sprecher Dr. Thomas Kirchberg Thomas Kölbl Prof. Dr. Markwart Kunz Johann Marihart Der nach deutschen Bilanzierungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden ist, werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers (Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Köln) eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der Lagebericht können bei der Gesellschaft angefordert werden. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS Wir haben den von der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Entwicklung des Eigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. März 2010 bis 28. Februar 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Frankfurt am Main, den 5. Mai 2011 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer Olav Krützfeldt, Wirtschaftsprüfer GLOSSAR A AKP-Länder Afrikanische, karibische und pazifische Länder. B Beta-Faktor Der Beta-Faktor gibt die Beziehung zwischen der Kursentwicklung einer Aktie und einem Index an und zeigt die Sensitivität des Aktienkurses auf die Veränderung des Indexstands. Ein Beta-Faktor größer eins bedeutet, dass der Aktienkurs stärker schwankt als der Gesamtmarkt, ein Beta-Faktor von eins bedeutet, dass der Aktienkurs gleich stark schwankt und ein Beta-Faktor kleiner eins bedeutet, dass der Aktienkurs im Verhältnis zum Gesamtmarkt weniger stark schwankt. C Capital Employed Das Capital Employed ist das im Konzern gebundene operative Kapital. Es umfasst das Sachanlagevermögen einschließlich immaterieller Vermögenswerte sowie das Working Capital (Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige, nicht verzinsliche Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen). Das Capital Employed wird je Segment angegeben. Carbon Leakage Risiko der Verlagerung von CO2 -Emissionen. Energieintensive Sektoren, bei denen die Gefahr besteht, dass aufgrund des wirtschaftlichen Drucks des Emissionshandels CO2 -Emissionsverlagerungen, d. h. Verlagerungen von Produktionsstandorten/Arbeitsplätzen in Länder außerhalb der EU stattfinden könnten, sollen eine kostenlose Zuteilung von Berechtigungen erhalten. Die Kriterien zur Beurteilung, ob es ein solches Risiko gibt, sind in der Neufassung der Emissionshandelsrichtlinie vom 23. April 2009 festgehalten. Cashflow Kapitalfluss. Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Sie zeigt an, in welcher Höhe der ausgewiesene Jahresüberschuss zu Mittelzuflüssen aus der betrieblichen Tätigkeit geführt hat. Südzucker errechnet den Cashflow, indem der Jahresüberschuss um nicht zahlungswirksame Vorgänge bereinigt wird. Hierfür werden neben den Ab- bzw. Zuschreibungen auf das Anlagevermögen auch die Veränderungen langfristiger Rückstellungen und passiver latenter Steuern sowie andere, nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen aus dem Konzernjahresüberschuss eliminiert. Der Mittelzufluss durch den Cashflow kann zur Finanzierung von Investitionen, zur Tilgung von Verbindlichkeiten oder zur Dividendenzahlung genutzt werden. Clean Labelling Verzicht auf modifizierte Inhalts- und Zusatzstoffe in Lebensmittelrezepturen. Convertible Bond ➞ Wandelanleihe Commercial Papers CP; Handelbare, unbesicherte Inhaberschuldverschreibungen, die zur kurzfristigen Fremdmittelaufnahme emittiert werden. CPs werden revolvierend mit einer typischen Laufzeit zwischen einer Woche bis zu 12 Monaten ausgegeben. D Derivate Finanzprodukte, deren Marktwert entweder aus klassischen Basisinstrumenten wie Aktien oder Rohstoffen oder aus Marktpreisen wie etwa Zinssätzen oder Wechselkursen abgeleitet werden kann. Derivate existieren in vielfältigen Formen, so etwa als Termingeschäfte, Optionen oder Futures. Im Finanzmanagement der Südzucker AG werden Derivate zur Risikobegrenzung eingesetzt. Diversity Englisch für Diversität, Vielfältigkeit; steht in der Volks- und Betriebswirtschaft für eine Strategie zur Risikominimierung durch verbesserte Nutzung der Humanressourcen. Diversity Management im Unternehmen ist ein Konzept, um die Vielfalt der Belegschaft als Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Drittländer Werden in diesem Bericht die Länder genannt, die nicht der EU angehören. E Earnings per Share/EPS ➞ Ergebnis je Aktie EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Kennzahl, die die operative Ertragskraft eines Unternehmens misst, indem aus dem Jahresüberschuss der Steueraufwand und das Finanzergebnis eliminiert werden. Dem EBIT kommt bei einem Vergleich von Unternehmen, die unterschiedliche Finanzstrukturen aufweisen oder nicht vergleichbaren Steuersystemen ausgesetzt sind, zentrale Bedeutung zu. Das von Südzucker ausgewiesene "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit" entspricht weitgehend der Definition des EBIT (➞ operatives Ergebnis). EBITDA Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation; Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Equity-Methode Bewertungsmethode für Beteiligungen an Unternehmen, auf deren Geschäfts- und Finanzpolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert des Beteiligungsunternehmens fortgeschrieben, indem dieser um anteilige Jahresüberschüsse oder -fehlbeträge erhöht bzw. vermindert wird. Ausschüttungen des Beteiligungsunternehmens mindern den Beteiligungsbuchwert, ohne in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung einzugehen. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen Beinhaltet anteilige Jahresüberschüsse oder -fehlbeträge, die von Unternehmen erwirtschaftet werden, die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bewertet werden. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ➞ EBIT Ergebnis je Aktie Den Aktionären der Südzucker AG zurechenbares Ergebnis nach Steuern, das auf eine Aktie entfällt. Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient des Jahresergebnisses nach Minderheitenanteilen im Verhältnis zur Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. ETBE Umweltfreundlicher, aus Bioethanol gewonnener Oktanzahlverbesserer. F Functional Food Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten mit einem gesundheitlichen Zusatznutzen. G Gluten Kleber oder Klebereiweiß, welches in Getreidekörnern enthalten ist. Gluten wird in der Industrie als Lebens- und Futtermittel verwendet. Glykämisch Blutzucker steigernde Wirkung. H Hemicellulose Ein Bestandteil pflanzlicher Zellen, der meist in Verbindung mit Cellulose als Stütz- und Gerüstsubstanz dient. Hybridkapital Nachrangige Unternehmensanleihe, die infolge grundsätzlich ewiger Laufzeit eigenkapitalähnliche Ausgestaltungsmerkmale aufweist. Da die Kündigung nur durch den Emittenten zu vorher festgelegten Terminen möglich ist, wird Hybridkapital nach IFRS dem Eigenkapital zugerechnet. I IAS International Accounting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, festgelegt durch das International Accounting Standards Board (IASB), ein 1973 in London gegründetes, unabhängiges und privat finanziertes Komitee. Die IAS bestehen innerhalb der seit 2005 in Europa verbindlichen IFRS weiter. IFRS International Financial Reporting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, die seit 2005 verbindliche Grundlage für die Aufstellung der Konzernabschlüsse sämtlicher börsennotierter europäischer Gesellschaften sind. Die IFRS beinhalten und ergänzen die bereits seit 1973 herausgegebenen International Accounting Standards (IAS). Industriezucker Non-Food Zucker, der außerhalb der Quote erzeugt wird. Er findet Verwendung in der chemischen und pharmazeutischen Industrie und wird z. B. zur Erzeugung von Bioethanol, Hefe, Zitronensäure und Vitaminen genutzt. Inulin Prebiotischer Ballaststoff aus der Chicoreewurzel mit nachweislich gesundheitsfördernden Eigenschaften. Wird darüber hinaus aufgrund seiner technologischen -insbesondere Textur gebenden - Eigenschaften in einer Vielzahl von Lebensmittelzubereitungen als Fettersatzstoff verwendet. Isomalt Der einzige Zuckeraustauschstoff, der aus Zucker gewonnen wird und so natürlich schmeckt wie Zucker. Er ist zahnfreundlich, kalorienreduziert und hat kaum Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel; weltweit der am meisten eingesetzte Rohstoff in zuckerfreien Bonbons, findet auch Verwendung in Kaugummis, Schokolade und Backwaren. K KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis. Wichtige Kennzahl bei der Börsenbewertung von Aktien, insbesondere beim Vergleich von Unternehmen mit ähnlichen Geschäftsprofilen innerhalb einer Branche (Vergleichsunternehmen). Zur Ermittlung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses wird der Börsenkurs ins Verhältnis zum Ergebnis je Aktie gesetzt. Analog errechnet sich das KGV als Quotient aus Marktkapitalisierung und Jahresüberschuss nach Minderheitenanteilen. Tendenziell gilt eine Aktie bei einem im Vergleich zum Durchschnitt der Vergleichsunternehmen niedrigeren KGV als günstig, bei einem höheren KGV als ungünstig bewertet. Konsolidierung Der Konzernabschluss wird so aufgestellt, als ob alle Konzerngesellschaften ein rechtlich einheitliches Unternehmen bilden. Konsolidierung bezeichnet die buchhalterische Technik zur Eliminierung aller konzerninternen Vorgänge. L LDCs Least Developed Countries; am wenigsten entwickelte Länder. Dies ist ein von den Vereinten Nationen definierter sozialökonomischer Status, den eine Gruppe von besonders armen Ländern überall in der Welt besitzt. Lignocellulose Verbund aus Cellulose, Hemicellulose und Lignin, der das Strukturgerüst der pflanzlichen Zellwand bildet. M Marktrücknahme Mit diesem Instrument kann die EU-Kommission Zucker- und Isoglukosemengen vom Markt nehmen, um ein strukturelles Marktgleichgewicht zu erhalten. Eine präventive Marktrücknahme kann jährlich bis zum 16. März verkündet werden, damit die Erzeuger die Aussaatflächen entsprechend anpassen können und keine Überschüsse erzeugt werden. Der endgültige Rücknahmeprozentsatz von Quotenzucker wird spätestens am 31. Oktober des betreffenden ZWJ festgesetzt. N Nichtquotenzucker Zucker, der außerhalb der Produktionsquote erzeugt wird. Dieser kann u. a. als Industriezucker Non-Food vermarktet, in Drittländer exportiert oder ins nächste Zuckerwirtschaftsjahr übertragen werden. O Oligofruktose Prebiotischer Ballaststoff aus der Chicoreewurzel mit nachweislich gesundheitsfördernden Eigenschaften. Operatives Ergebnis Während beim EBIT zur Vergleichbarkeit von Unternehmen mit unterschiedlichen Finanzstrukturen und Steuersystemen der Jahresüberschuss um das Finanzergebnis und den Steueraufwand bereinigt wird, soll mit der Kennzahl "operatives Ergebnis" auch eine Bereinigung um im laufenden Geschäftsbetrieb nicht regelmäßig wiederkehrende Ergebniseinflüsse erfolgen. Hiermit wird eine Größe geschaffen, die um Sondereffekte bereinigte Periodenvergleiche ermöglicht und als Basis der internen Unternehmenssteuerung dient. Optionen Derivate, mit denen der Käufer das Recht erwirbt, einen Vermögenswert wie zum Beispiel eine Aktie in der Zukunft zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Da der Käufer im Gegensatz zum Verkäufer einer Option (sogenannter "Stillhalter") außer der Zahlung der Optionsprämie keine Verpflichtung eingeht, handelt es sich hierbei um ein bedingtes Termingeschäft. Optionen können neben Vermögenswerten auf Marktpreise wie etwa Wechselkurse oder Zinssätze oder bspw. auch auf agrarische Rohstoffe abgeschlossen werden. P Palatinose™ Das einzige niedrig glykämische Kohlenhydrat, das dem Körper lang anhaltende Energie aus Glukose liefert. Darüber hinaus ist Palatinose™ zahnfreundlich und wird ausschließlich aus Zucker gewonnen. Hauptanwendungsgebiet sind Getränke im Functional-Food- und Wellness-Bereich. Produktionsabgabe Die EU-Kommission erhebt seit dem ZWJ 2007/08 eine Produktionsabgabe in Höhe von 12 €/t Quotenzucker. Q Quoten Für jeden Mitgliedsstaat der EU festgesetzte Menge an Zucker und Isoglukose. Diese Mengen werden wiederum auf die Unternehmen aufgeteilt und Quoten genannt. Quoten dienen dazu, die Produktion zu begrenzen und Überschüsse zu vermeiden. Quotenrüben Die Zuckerrüben, die zur Erzeugung der zugeteilten Zuckerquote benötigt werden. Quotenzucker Zucker, der unter Anrechnung auf ein bestimmtes ZWJ im Rahmen der Quote erzeugt wird und vermarktet werden kann. R Rating An internationalen Kapitalmärkten übliche Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners und der von diesem Schuldner emittierten Anleihen durch Rating-Agenturen anhand standardisierter Beurteilungskennziffern wie z. B. dem Cashflow und der Verschuldungssituation. Das Bonitätsurteil wird auf einer Skala von z. B. AAA bzw. Aaa (höchste Bonitätsstufe bei Langfrist-Ratings) bis D bzw. C (niedrigste Bonitätsstufe bei Langfrist-Ratings) vorgenommen. Für Investoren stellen Ratings ein Hilfsmittel zur Beurteilung des Kreditrisikos des Unternehmens an sich sowie seiner zur Fremdmittelfinanzierung ausgegebenen kurz- und langfristigen Wertpapiere dar. Referenzpreis Indikator für die Festlegung bestimmter Marktinstrumente. ROCE Return on Capital Employed; Kapitalrendite; in der Südzucker-Gruppe für die Messung der Rentabilität eines Segments verwendet. Hier werden die erwirtschafteten operativen Ergebnisse ins Verhältnis zum eingesetzten Vermögen eines Segments gesetzt. Letzteres wird als Summe des langfristigen Vermögens (ohne Finanzanlagevermögen) und des Working Capitals errechnet ➞ Capital Employed. U Übertragung Ein Unternehmen kann beschließen, den seine Zuckerquote überschreitenden Teil der Zuckererzeugung ganz oder teilweise auf das folgende Wirtschaftsjahr zu übertragen. Dieser Teil gilt dann als die erste im Rahmen der Quote des folgenden Wirtschaftsjahres erzeugte Menge. W Wandelanleihe Anleihe, die unter bestimmten, vorher festgelegten Wandlungsbedingungen zu einem vorher festgelegten Wandlungsverhältnis in Aktien des Emittenten umgetauscht werden kann. Weltmarktpreise Preise für Wertpapiere oder Güter, bei denen sich ein Ausgleich von Angebot und Nachfrage einstellt. Bei handelbaren Werten in hochliquiden Märkten erfolgt die Ableitung des Weltmarktpreises aus der täglichen Börsennotierung. Working Capital Differenz zwischen kurzfristigen Vermögenswerten und kurzfristigen, nicht verzinslichen Verbindlichkeiten. Das Working Capital umfasst Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige, nicht verzinsliche Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen. Der Wert bringt zum Ausdruck, inwieweit ein Unternehmen Kapital im Rahmen der Umsatzerzielung bindet. Im Fall eines positiven Working Capitals werden Vorprodukte bezahlt, bevor Zahlungseingänge aus der Vermarktung der Fertigprodukte erfolgen. WTO World Trade Organisation, Welthandelsorganisation. Z Zuckerexporte Die geschützten Exporte sind durch die WTO-Verpflichtungen der EU auf eine Menge von 1,374 Mio. t begrenzt. Zucker-Rohwert Bezieht sich auf noch nicht raffinierten Rohzucker. Zucker-Weißwert Bezieht sich auf bereits raffinierten Zucker und ist 10 % niedriger als der Rohwert. Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) Die Wirtschaftsjahre ab 2007/08 beginnen jeweils am 1. Oktober und enden am 30. September. Zukunftsgerichtete Aussagen/Prognosen Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der Südzucker AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die anstehenden Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Änderungen der EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die Südzucker AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. Kontakte Investor Relations Nikolai Baltruschat [email protected] Telefon: +49 621 421-240 Telefax: +49 621 421-463 Wirtschaftspresse Dr. Dominik Risser [email protected] Telefon: +49 621 421-428 Telefax: +49 621 421-425 Südzucker im Internet Ausführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internet-Adresse: www.suedzucker.de Herausgeber Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Telefon: +49 621 421-0 Bildnachweis: Marc Weigert (Foto Seite 9) Satz und Gestaltung: trio-group, Mannheim Druck und Weiterverarbeitung: ColorDruck, Leimen Papier: heaven 42 softgloss © 2011 Konsolidierungskreis und Anteilsbesitzliste des Konzerns der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim zum 28. Februar 2011 (Angaben gemäß § 313 Abs. 2 und § 285 Nr. 11 HGB) scroll Sitz Land SZ-Anteil (o/o) mittelbar % Eigenkapital in Mio. € Ergebnis nach Steuern in Mio. € I. Verbundene Unternehmen Segment Zucker - Zucker Belgien Raffinerie Tirlemontoise S.A. Brüssel Belgien 99,41 1.188,46 108,42 Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. Brüssel Belgien 100,00 958,80 30,33 - Zucker Frankreich Saint Louis Sucre S.A. Paris Frankreich 99,76 43,40 12,22 Société Française d'Organisation et de Participations "S.F.O.P." Paris Frankreich 100,00 15,95 0,07 - Zucker Österreich AGRANA Zucker GmbH Wien Österreich 100,00 262,53 26,43 AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 5,28 0,33 - Zucker Polen Südzucker Polska S.A. Breslau Polen 96,65 167,02 60,89 Cukrownia Pustkow S.A. w likwidacji Pszenno Polen 96,58 10,71 0,37 - Zucker Rumänien S.C. AGRANA Romania S.A. Bukarest Rumänien 91,33 16,55 -1,43 - Zucker Slowakei Slovenské Cukrovary s.r.o. Sered Slowakei 100,00 24,14 3,58 - Zucker Tschechien Moravskoslezské Cukrovary A.S. Hrusovany Tschechien 97,66 61,09 7,80 - Zucker Ungarn AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. Budapest Ungarn 100,00 5,42 -0,25 Biogáz Fejleszto Kft. Kaposvár Ungarn 100,00 -0,11 -0,11 Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság Budapest Ungarn 100,00 1,40 -0,06 Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt Budapest Ungarn 87,56 79,70 5,72 - Zucker Bulgarien AGRANA Bulgaria AD Sofia Bulgarien 100,00 0,02 0,01 AGRANA Trading EOOD Sofia Bulgarien 100,00 0,32 0,06 - Zucker Bosnien AGRANA BIH Holding GmbH Wien Österreich 100,00 13,14 -0,01 - Zucker Moldawien Agro-SZM S.R.L. Drochia Moldawien 99,94 -3,24 -0,74 Südzucker Moldova S.A. Drochia Moldawien 83,64 40,01 9,67 - Zucker Übrige AGRANA Beteiligungs-AG Wien Österreich 0,55 37,75 574,02 34,01 Agrar und Umwelt AG Loberaue Rackwitz 100,00 17,69 1,76 Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen Produkten Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 0,53 0,00 AHG Agrar-Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 * 1) AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,21 0,00 BGD Bodengesundheitsdienst GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 * 1) Brüder Hernfeld Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 2,72 0,52 INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. Wien Österreich 66,67 7,80 1,32 James Fleming & Co. Ltd. Midlothian Großbritannien 100,00 9,61 1,25 Mönnich GmbH Kassel Deutschland 100,00 3,15 * 1) Rafti BV Wijchen Niederlande 100,00 11,99 2,73 Raftir Nederland Beheer B.V. Groningen Niederlande 100,00 6,66 0,04 Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken Verwaltungsgesellschaft mbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00 S.O.G.E.L.A.F. SARL Paris Frankreich 100,00 32,45 0,14 Südprojekt Silo und Logistik GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland 100,00 27,27 7,17 Südzucker Hellas E.P.E. Athen Griechenland 100,00 0,32 0,33 Südzucker Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 708,72 * 1) Sudzucker Ibérica, S.L.U. Barcelona Spanien 100,00 1,59 1,03 Südzucker International Finance B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 6,86 1,32 Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH Ochsenfurt Deutschland 100,00 559,08 * 1) Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH Mannheim Deutschland 51,00 0,93 0,88 Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. Wijchen Niederlande 100,00 2,56 -0,06 Wolteritzer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland 100,00 0,16 * 1) W.T. Mather Ltd. Lancashire Großbritannien 100,00 3,10 0,00 Zschortauer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland 100,00 0,03 * 1) Zschortauer Futtermittel GmbH Rackwitz Deutschland 74,00 1,20 0,14 Nougat Chabert & Guillot SA Montelimar Frankreich 99,75 3,12 -0,29 3) Montelimar Provence (CI) S. C. I. Montelimar Frankreich 99,98 3) S.C.I. DU MARI NET Upie Frankreich 100,00 3) AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG Wien Österreich 50,00 384,38 25,71 3) Z & S Zucker und Stärke Holding AG Wien Österreich 100,00 3) Segment Spezialitäten -BENEO BENEO GmbH Mannheim Deutschland 100,00 169,98 * 1) BENEO Inc. Morris Plains USA 100,00 5,52 0,85 BENEO-Orafti Asia Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00 0,61 0,10 BENEO-Orafti Latinoamerica Coordenaçao Regional Ltda. Moema, Sao Paulo Brasilien 100,00 0,12 0,06 BENEO-Orafti S.A. Oreye Belgien 100,00 156,21 -3,94 BENEO-Palatinit Asia-Pacific Pte Ltd Singapur Singapur 100,00 1,81 0,13 BENEO-Palatinit GmbH Mannheim Deutschland 15,00 85,00 93,58 * 1) Orafti Chile S.A. Pemuco Chile 100,00 197,21 4,86 Orafti Espana S.L. Barcelona Spanien 100,00 0,89 0,21 REMY ITALIA S.P.A. Confienza (PV) Italien 66,70 0,78 0,24 BENEO-Remy N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 100,00 92,26 -0,60 3) Nutriz N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 77,45 3) Veniremy N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 100,00 3) - Freiberger Freiberger Holding GmbH Berlin Deutschland 10,00 90,00 122,35 * 1) Alberto Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,03 0,00 Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,05 0,01 Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,08 0,01 Feinschmecker Feinkost GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,07 0,00 Fiesta Fine Foods Ltd. Westhoughton Großbritannien 100,00 0,56 0,00 Freiberger France S.A.R.L. St. Didier au Mont d'Or Frankreich 100,00 0,04 2,63 Freiberger GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,03 0,00 Freiberger Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland 100,00 4,61 * 1) Freiberger LebensMittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Berlin 100,00 51,58 * 2) Freiberger Polska Sp.z o.o. Warschau Polen 100,00 0,01 1,12 Freiberger UK Ltd. Spalding Großbritannien 100,00 0,13 0,51 Freiberger LISA Inc. New Jersey 07950 USA 100,00 -0,01 -0,05 Great Star Food Production GmbH & Co. KG Berlin Deutschland 100,00 0,00 * 2) Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. Oberhofen Österreich 100,00 7,19 2,70 Stateside Foods Ltd. Westhoughton Großbritannien 100,00 -2,97 3,53 Stateside Holdings Ltd. Westhoughton Großbritannien 100,00 10,50 3,67 - PortionPack PortionPack Europe Holding B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 51,71 5,03 Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. Praha Tschechien 93,90 2,25 0,33 Hellma Gastronomie-Service GmbH Nürnberg Deutschland 100,00 6,09 1,67 Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H Wien Österreich 100,00 0,80 0,23 Hellma Polska Sp.zo.o. Krakow Polen 100,00 0,29 -0,05 PortionPack Belgium N.V. Herentals Belgien 100,00 2,81 -0,18 Union Edel Chocolade B.V. BN Haarlem Niederlande 100,00 0,13 -0,93 PortionPack Holland B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 10,00 2,66 3) Akvina B.V. Bodegraven Niederlande 100,00 3) PortionPack Landgraaf B.V. Landgraaf Niederlande 100,00 3) Steendrukkerij Rotterdam B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 3) Van Oordt the portion Company B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 3) PORTIONPACK IBERIA, S.L. Barcelona Spanien 100,00 -0,29 -0,193) Sociedad Anónima de Azúcares Especiales (SAES) La Llagosta (Barcelona) Spanien 100,00 3) Single Source Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 4,40 1,323) APCS Holdings Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 3) AP Sachets Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 3) Central Legal Funding Limited Telford / Shropshire Großbritannien 75,00 3) Santeau Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 3) Sugar Stix Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 3) - Stärke AGRANA Stärke GmbH Wien Österreich 100,00 160,92 35,79 AGRANA Bioethanol GmbH Wien Österreich 74,90 40,83 5,03 S. C. A.G.F.D Tandarei s.r.l. Tandarei Rumänien 99,99 3,54 0,09 Segment CropEnergies - CropEnergies AG CropEnergies AG Mannheim Deutschland 70,83 332,61 15,93 BioWanze SA Bruxelles Belgien 100,00 166,97 5,19 Compagnie Financière de l'Artois SA Loon-Plage Frankreich 100,00 12,57 1,09 CropEnergies Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 61,23 * 1) CropEnergies Bioethanol GmbH Zeitz Deutschland 100,00 72,44 * 1) RYSSEIJ ALCOOLS SAS Loon-Plage Frankreich 100,00 17,43 2,90 Segment Frucht - Fruchtzubereitungen AGRANA Fruit S.A.S. Paris Frankreich 100,00 113,71 27,56 AGRANA Fruit Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 99,99 3,49 0,36 AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. Central Mangrove Australien 100,00 17,91 3,23 AGRANA Fruit Austria GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 22,32 2,20 AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda. Sao Paulo Brasilien 91,90 5,20 1,06 AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. Sao Paulo Brasilien 99,99 2,92 0,00 AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. Dachang China 100,00 8,41 1,68 AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. Sigatoka Fidschi 100,00 0,78 0,03 AGRANA Fruit France S.A. Paris Frankreich 100,00 19,28 3,02 AGRANA Fruit Germany GmbH Konstanz Deutschland 100,00 13,81 1,52 AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. Zincirlikuyu Türkei 100,00 5,04 0,45 AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. Seoul Südkorea 100,00 10,90 1,26 AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. Michoacan Mexiko 99,99 5,38 2,58 AGRANA Fruit Luka TOV Winniza Ukraine 99,97 1,17 0,49 AGRANA Fruit Mèxico, S.A. de C.V. Michoacan Mexiko 100,00 28,65 0,40 AGRANA Fruit Polska SP z.0.0. Ostroleka Polen 100,00 14,35 0,41 AGRANA Fruit Services GmbH Wien Österreich 100,00 7,15 0,69 AGRANA Fruit Services Inc. Brecksville USA 100,00 11,33 0,49 AGRANA Fruit Services S.A.S. Paris Frankreich 100,00 0,27 -0,03 AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00 4,03 0,48 AGRANA Fruit Ukraine TOV Winniza Ukraine 99,80 28,84 3,81 AGRANA Fruit US, Inc. Brecksville USA 100,00 33,61 5,44 Agrana Nile Fruits Processing SAE Qalyoubia Ägypten 51,00 2,38 -0,22 Dirafrost FFI N.V. Herk-de-Stad Belgien 100,00 13,98 -1,12 Dirafrost Maroc SARL Laouamra Marokko 100,00 2,21 0,09 Financière Atys S.A.S. Paris Frankreich 100,00 126,70 13,22 Flavors from Florida, Inc. Bartow USA 100,00 3,25 0,04 Frefrost SARL Laouamra Marokko 100,00 0,39 0,00 o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region Serpuchov Russland 100,00 22,37 2,78 Yube d.o.o Požega Serbien 100,00 0,38 0,24 - Fruchtsaftkonzentrate AGRANA Juice Holding GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 56,29 -6,45 AGRANA Juice Denmark A/S Køge Dänemark 100,00 1,73 -1,07 AGRANA Juice Magyarorzság Kft. Vásárosnamény Ungarn 100,00 11,12 4,95 AGRANA Juice Roland Sp. z.o.o. Bialobrzegi Polen 100,00 -1,97 -5,49 AGRANA Juice Romania Carei SRL Carei Rumänien 100,00 0,27 -0,04 AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l. Vaslui Rumänien 100,00 1,86 0,43 AGRANA Juice Sales & Customer Service GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 3,50 -0,23 AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH Bingen Deutschland 100,00 0,71 -8,37 AGRANA Juice Service & Logistik GmbH Bingen Deutschland 100,00 1,23 0,00 - Frucht Übrige AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH Wien Österreich 100,00 237,88 4,77 AGRANA J & F Holding GmbH Wien Österreich 100,00 247,62 -0,54 II. Gemeinschaftsunternehmen Segment Zucker - Zucker Bosnien AGRAGOLD Holding GmbH Wien Österreich 50,00 10,00 -0,02 AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH Wien Österreich 50,00 22,49 0,15 AGRANA Studen Sugar Trading GmbH Wien Österreich 50,00 -1,33 -0,21 STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. Brcko Bosnien-Herzegowina 50,00 2,20 -1,58 Segment Spezialitäten - Stärke GreenPower E85 Kft Szabadegyháza Ungarn 50,00 0,01 0,01 HUNGRANA Keményitó- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. Szabadegyháza Ungarn 50,00 148,31 57,46 3) Hungranatrans Kft. Szabadegyháza Ungarn 50,00 3) Segment CropEnergies - CropEnergies AG CT Biocarbonic GmbH Zeitz Deutschland 50,00 4,32 -0,63 Segment Frucht - Fruchtsaftkonzentrate Xianyang Andre Juice Co., Ltd. Xianyang City China 50,00 8,84 -3,10 Yongji Andre Juice Co., Ltd. Yongji City China 50,00 9,69 -1,06 III. Assoziierte Unternehmen (At Equity einbezogene Unternehmen) Segment Zucker - Zucker Übrige Maxi S.r.l. Bolzano Italien 50,00 9,57 8,21 IV. Nicht einbezogene Tochterunternehmen - Verbundene Unternehmen Segment Zucker - Zucker Frankreich Acucar e Alcool do Sul Participacoes Ltda. Alto de Pinheiros Brasilien 100,00 - Zucker Polen Citrocukier Sp. z o.o. Pszenno Polen 100,00 -0,91 -0,37 Cukrownia Jawor S.A. w likwidacji Pszenno Polen 96,04 0,00 0,00 Cukrownia Lagiewniki S.A. w likwidacji Pszenno Polen 97,68 0,00 0,26 Cukrownia Maloszyn S.A. w likwidacji Pszenno Polen 94,79 0,00 0,07 Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. Wroclaw Polen 74,07 -0,32 -0,27 - Zucker Rumänien AGRANA AGRO SRL Roman Rumänien 100,00 0,00 0,00 AGRANA BUZAU SRL Buzau Rumänien 100,00 0,02 0,00 AGRANA TANDAREI SRL TANDAREI Rumänien 100,00 0,02 0,00 - Zucker Tschechien PERCA s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 0,33 0,06 - Zucker Übrige Golborne Ltd. Lancashire Großbritannien 100,00 -0,04 Hosa Trading Importaçao e Exportaçao S.A. Sao Paolo Brasilien 99,00 1,00 0,25 0,02 4) Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 86,00 0,65 -0,13 Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00 Südprojekt Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH Mannheim Deutschland 100,00 0,19 0,01 Südtrans GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,10 0,00 Südzucker Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,02 0,00 Südzucker International GmbH Ochsenfurt Deutschland 100,00 0,03 0,00 Südzucker Reise-Service GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,62 0,11 Südzucker Verkauf GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00 Südzucker Verwaltungs GmbH Regensburg Deutschland 100,00 0,03 0,00 Zuckerforschung Tulln Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 2,92 1,37 Segment Spezialitäten - Stärke AGRANA Skrob s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 0,01 -0,01 Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H. Hamburg Deutschland 100,00 0,11 0,00 Segment Frucht - Fruchtzubereitungen PFD-Processed Fruit Distribution Ltd. (in Liquidation] Nicosia Zypern 100,00 0,01 -0,13 4) - Frucht Übrige "Tremaldi" Beteiligungsverwaltung GmbH Wien Österreich 100,00 0,03 0,00 - Gemeinschaftsunternehmen Segment Zucker - Zucker Bosnien "AGRAGOLD" d.o.o. Brcko Bosnien-Herzegowina 50,00 1,83 0,59 AGRAGOLD d.o.o. Zagreb Kroatien 50,00 0,37 0,20 AGRAGOLD dooel Skopje Skopje Mazedonien 50,00 0,05 0,00 AGRAGOLD trgovina d.o.o. Ljubljana Slowenien 50,00 0,20 0,04 SCO STIJDEN & CO. BRASIL EXPORTACAO E IMPORTACAO LTDA. Sao Paulo Brasilien 37,75 0,03 0,01 - Sonstige Beteiligung> 20% Segment Zucker - Zucker Frankreich ETHANOL NORD SAS Paris Frankreich 23,73 0,77 -0,03 Ethanol Union SAS Paris Frankreich 26,85 0,12 0,15 GARDEL S.A. Le Moule Frankreich 24,28 25,27 3,38 S.C.I.C.A ROYE DESHYDRATATION S.A. Roye Frankreich 20,54 3,24 0,01 Sucrerie et Distillerie de Souppes-Ouvré Fils S.A. Paris Frankreich 44,50 50,62 0,98 Eastern Sugar B.V. Breda Niederlande 50,00 10,19 -1,74 3) Eastern Sugar Ceska Republika a.s. Nemcice nad Hanou Tschechien 47,26 3) Eastern Sugar Cukoripari Részvénytársaság Kaba Ungarn 50,00 3) Eastern Sugar Slovensko A.S. Dunajska Streda Slowake 47,82 3) Eastern Sugar s.r.o. Dunajska Streda Slowakei 50,00 3) Eastern Sugar Szolgáltató Kft Kaba Ungarn 50,00 3) - Zucker Tschechien DELHIASHELF s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 - Zucker Ungarn Cukoripari Egyesülés Budapest Ungarn 44,27 - Zucker Übrige Felix Koch Offenbach Couleur und Karamel GmbH Offenbach Deutschland 25,10 7,27 2,21 Fernwärmeversorgung Ochsenfurt GmbH Ochsenfurt Deutschland 33,33 0,63 0,05 4) Segment Spezialitäten -BENEO INVITA Australia PTE Ltd East Botany Australien 35,00 0,22 1,56 Segment Frucht - Fruchtzubereitungen Ukrainian microbiological center of synthesis and newest technologies Winniza Ukraine 40,00 * Ergebnisübernahme 1) Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB 2) Befreiung nach § 264b HGB 3) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss 4) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses
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