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Südzucker AG

Annual Report Jun 3, 2011

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Annual Report

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Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt

Mannheim

Lagebericht und Jahresabschluss der Südzucker AG 2010/11

LAGEBERICHT UND JAHRESABSCHLUSS

DER SÜDZUCKER AG MANNHEIM/OCHSENFURT ZUM 28. FEBRUAR 2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010/11

der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt

Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen

Durch die im Jahr 2006 eingeleitete umfassende Reform des EU-Zuckersektors wurde die EU vom weltweit zweitgrößten Nettoexporteur zu einem der weltweit größten Nettoimporteure. Mit der Umsetzung eines Abbaus von rund 6 Mio. t Produktionsquote ist in der EU die Importabhängigkeit deutlich gestiegen und die Versorgungssicherheit eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund hat die EU-Kommission im Januar 2010 entschieden, dass zur Erreichung eines strukturellen Gleichgewichts auf dem europäischen Zuckermarkt keine weitere finale Quotenkürzung erforderlich ist.

Für das Zuckerwirtschaftsjahr (nachfolgend ZWJ - 1. Oktober bis 30. September) 2010/11 erwartet die EU-Kommission eine Gesamtzuckererzeugung von 15,7 (17,5) Mio. t. Die Quotenzuckererzeugung liegt mit 13,1 (13,3) Mio. t auf Vorjahresniveau, so dass insbesondere die Nichtquotenzuckererzeugung auf 2,6 (4,2) Mio. t zurück geht. Für die ZWJ 2009/10 und 2010/11 sah die EU-Kommission keine Notwendigkeit für eine temporäre Marktrücknahme. Die Zölle gegenüber den LDCs und den AKP-Ländern wurden zum 1. Oktober 2009 vollständig abgebaut. Der unbeschränkte Marktzugang für LDCs und AKP-Länder soll im Bedarfsfall mit Hilfe von Schutzklauseln begrenzt werden. Da sich die Binnenmarktpreise zeitlich verzögert an die steigenden Weltmarktpreise anpassen, ist der EU-Zuckermarkt für Zuckerimporte aus den LDCs und AKP-Staaten derzeit weniger interessant. Im November 2010 wurden mit Hinweis auf das hohe Weltmarktpreisniveau die Zölle auf Importe im Rahmen von Präferenzimportkontingenten bis zum 31. August 2011 ausgesetzt. Aufgrund des nicht ausreichenden Zuckerangebots im ZWJ 2010/11 ermöglichte die Kommission im Februar 2011 die Vermarktung von 0,5 Mio. t Nichtquotenzucker auf dem EU Food Markt. Darüber hinaus eröffnete die EU-Kommission im März 2011 ein zusätzliches, zollfreies Exportkontingent in Höhe von 0,3 Mio. t. Für das ZWJ 2011/12 ist nicht mit einer temporären Marktrücknahme zu rechnen.

Mit der neuen EU-Zuckerpolitik wurden die Weltmarktexporte der EU von rund 5 bis 6 Mio. t Zucker auf nur noch 1,4 Mio. t Zucker erheblich eingeschränkt. Mit Beginn des ZWJ 2008/09 setzte die EU-Kommission die Ausfuhrerstattungen für EU-Quotenzucker in unverarbeiteter Form und in Verarbeitungsprodukten vollständig aus. Eine Wiederaufnahme ist derzeit nicht geplant.

Das Exportkontingent für Nicht-Quotenzucker wurde für das ZWJ 2009/10 zunächst mit 1,4 Mio. t festgesetzt. Angesichts sehr guter Ernten in der EU und Produktionsausfällen in anderen Regionen der Welt (Brasilien, Indien) stiegen die Weltmarktpreise über das EU-Marktpreisniveau. Vor diesem Hintergrund hat die EU-Kommission im Januar 2010 für das ZWJ 2009/10 ein zusätzliches Exportkontingent von 0,5 Mio. t für die Ausfuhr von Nichtquotenzucker eröffnet.

Für das ZWJ 2010/11 wurden bisher Exportlizenzen lediglich in Höhe von 0,65 Mio. t Zucker freigegeben. Die Lizenzausschreibung war daraufhin deutlich überzeichnet, so dass eine Zuteilung nur mit 70 % der von den Zuckerunternehmen beantragten Menge erfolgte. Damit ist das WTO-Limit von 1,4 Mio. t bislang nicht ausgeschöpft. Im März 2011 wurde für das ZWJ 2011/12 beschlossen, Exporte in Höhe von 0,65 Mio. t Zucker ab 1. Januar 2012 freizugeben.

Weiterhin Marktchancen bietet die Erzeugung von sogenanntem Industriezucker Non Food als Rohstoff für die Bioethanolherstellung sowie für die chemische, pharmazeutische und Fermentationsindustrie. Dieser nicht reglementierte Markt wird vor allem von besonders wettbewerbsfähigen Erzeugern genutzt. Für diesen Industriezuckermarkt hat die EU-Kommission seit dem ZWJ 2008/09 regelmäßig eine Weltmarktimportquote von 0,4 Mio. t p.a. eröffnet. Diese Importmöglichkeit wurde aber in nur geringem Umfang ausgeschöpft (ZWJ 2008/09 mit 179.000 t; ZWJ 2009/10 mit 20.000 t). Angesichts der Zuckerweltmarktpreise und hoher Logistikkosten wird die Nutzung im ZWJ 2010/11 ebenfalls nicht attraktiv sein.

Wesentliche Teile der Binnenmarktregeln zum EU-Zuckermarkt laufen am 30. September 2015 aus. Derzeit wird die Ausrichtung der allgemeinen EU-Agrarpolitik ab 2014 von der EU-Kommission diskutiert. Dabei könnte es zu Festlegungen der Politikinstrumente kommen, die für den EU-Zuckermarkt nach Auslaufen der Binnenmarktregelungen am 30. September 2015 relevant sind. Die EU-Kommission hat angekündigt, alle Optionen für die Regelungen zum EU-Zucker ab 1. Oktober 2015 zu prüfen.

Rübenernte und Kampagneverlauf

Die Vegetationsperiode 2010 unterlag wechselhaften und ungünstigen Witterungsbedingungen und war geprägt von starken Regenfällen im Mai sowie Hitzewellen Mitte Juni. Die guten Wachstumsbedingungen in den Folgewochen reichten nicht aus, das Rübenwachstum an das außerordentlich hohe Niveau des Vorjahres heranzuführen. Die Rübenanbaufläche der Südzucker AG lag im ZWJ 2010/11 bei rund 137.000 (151.000) ha; bei einem gegenüber dem Vorjahr geringeren Ertrag von 70,0 (75,7) t Rüben/ha wurden 9,6 (11,4) Mio. t Rüben verarbeitet. Mit einer Polarisation von 17,55 (18,15) % konnte das Vorjahresniveau nicht erreicht werden; entsprechend reduzierte sich die eigene Zuckererzeugung um 0,3 Mio. t auf 1,5 (1,8) Mio. t. Die Kampagne begann am 16. September 2010 und wurde am 2. Januar 2011 abgeschlossen. Die durchschnittliche Kampagnedauer der neun Werke lag mit 97 (116) Tagen unter Vorjahr.

Umsatz und Ergebnis

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(in Mio. €) 2010/11 2009/10
Umsatzerlöse 1.302,1 1.253,3
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen -54,6 -66,1
Sonstige betriebliche Erträge 78,8 80,1
Materialaufwand -835,5 -778,9
Personalaufwand -166,2 -181,5
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -42,2 -43,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -210,6 -192,5
Beteiligungsergebnis 127,1 117,0
Zinsergebnis -66,9 -47,3
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 132,0 140,3

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2010/11 von 1.253,3 Mio. € um 48,8 Mio. € bzw. 3,9 % auf 1.302,1 Mio. €. Dabei konnten die aufgrund der Preisentwicklung rückläufigen Umsatzerlöse aus Quotenzuckerverkäufen nicht durch höhere Nicht-Quotenzuckerexporte sowie Industriezucker-Umsatzerlöse ausgeglichen werden. Der Umsatzanstieg resultiert überwiegend aus dem erhöhten Handelswarenabsatz im Rahmen des Vertriebs von Zucker aus Mauritius sowie höheren Leistungserlösen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 78,8 (80,1) Mio. € enthalten Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens aus der Abgrenzung der EU-Umstrukturierungsbeihilfe von 20,4 (20,4) Mio. €, Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von 2,2 (8,2) Mio. €, Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 6,0 (3,2) Mio. € sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 3,6 (6,3) Mio. €.

Der Anstieg der Materialaufwendungen um 56,6 Mio. € auf 835,5 (778,9) Mio. € resultierte maßgeblich aus höheren Aufwendungen für Handelswaren im Rahmen der Zuckerimporte aus Mauritius. Dem gegenüber standen geringere Rohstoffkosten infolge der gegenüber dem Vorjahr geringeren Rübenernte.

Der Personalaufwand reduzierte sich um 8,4 % auf 166,2 (181,5) Mio. €, was unter anderem durch die Anpassung der Bilanzierung an die Vorschriften des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) beeinflusst ist. Während in Vorjahren die Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen vollständig im Personalaufwand erfasst wurde, erfolgte ab dem Geschäftsjahr 2010/11 der Ausweis der Aufzinsungskomponente in Höhe von 20,0 Mio. € im Finanzergebnis. Die Zahl der Mitarbeiter war mit 2.308 (2.331) leicht rückläufig.

Die Abschreibungen lagen mit 42,2 (43,8) Mio. € unter Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 210,6 (192,5) Mio. € über Vorjahresniveau. Dabei stiegen die Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens auf 4,0 (1,9) Mio. € und die Zuführung zu Rückstellungen auf 39,5 (10,1) Mio. €. Die Rückstellungen betrafen u. a. rechtliche Risiken im Zusammenhang mit Umsatzsteuernachzahlungen für Zuckerlieferungen nach Italien in den Jahren 1994 bis 1997 sowie Risiken aus Kontraktverpflichtungen.

Das Zinsergebnis lag mit -66,9 (-47,3) Mio. € um 19,6 Mio. € unter Vorjahresniveau, was maßgeblich durch die Anpassung der Bilanzierung an die Vorschriften des BilMoG beeinflusst wurde, da im Zinsaufwand erstmalig Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 21,3 Mio. € enthalten sind, die überwiegend die Rückstellungen für Pensionen (20,0 Mio. €) betreffen. Dem stand ein deutlicher Rückgang der Zinsaufwendungen aus der Fremdfinanzierung der Gesellschaft infolge der reduzierten Finanzmittelaufnahme bei der Südzucker International Finance B.V gegenüber.

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(in Mio. €) 2010/11 2009/10
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 132,0 140,3
Außerordentliches Ergebnis -7,2 0,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -11,1 -26,0
Sonstige Steuern 5,6 -1,0
Jahresüberschuss 119,3 113,3
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -15,1 -28,2
Bilanzgewinn 104,2 85,2

Das außerordentliche Ergebnis von 7,2 (0,0) Mio. € ist durch die erstmalige Anwendung der im Rahmen des BilMoG geänderten Vorschriften zu den langfristigen Rückstellungen entstanden.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von 26,0 Mio. € auf 11,1 Mio. €.

Nach der Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 15,1 (28,2) Mio. € ergab sich ein Bilanzgewinn von 104,1 (85,2) Mio. €.

Bilanz

Die Bilanzsumme der Südzucker AG lag am 28. Februar 2011 mit 3.931,9 (3.978,1) Mio. € leicht unter Vorjahresniveau.

Die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen verminderten sich um 2,9 Mio. € auf 2.694,0 (2.696,9) Mio.€, was im Wesentlichen aus dem Verkauf einer Beteiligung resultierte.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens von 40,4 Mio. € wurden in das Umlaufvermögen umgegliedert, da sie nunmehr als Bestandteil der kurzfristigen Finanzmitteldisposition vorgesehen sind.

Der Rückgang der Vorräte auf 407,6 (455,0) Mio. € ist im Wesentlichen auf geringere Zuckerbestände zurückzuführen. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 17,5 % auf 492,4 (419,0) Mio. € war maßgeblich aus der höheren Vergabe von konzerninternen Darlehen an verbundene Unternehmen bedingt.

Das Eigenkapital belief sich auf 1.664,4 (1.630,4) Mio. €; die Erhöhung resultierte aus der Einstellung in die Gewinnrücklagen von 15,1 (28,2) Mio. €. Die Eigenkapitalquote betrug 42,4 (41,0) %. Das Anlagevermögen der Südzucker AG war wie zum Vorjahresstichtag vollständig durch mittel- bzw. langfristiges Kapital finanziert; der Anlagedeckungsgrad betrug 100,1 (103,9) %.

Die erstmalige Anwendung der im Rahmen des BilMoG geänderten Vorschriften zur Bewertung der Pensionsrückstellungen führte zu einer notwendigen zusätzlichen Dotierung der Pensionsrückstellung von 94,7 Mio. €; Südzucker hat daher das Wahlrecht in Anspruch genommen, die daraus entstandenen Aufwendungen über bis zu 15 Jahre zu verteilen.

Die Verbindlichkeiten sind von 1.695,4 Mio. € um 125,5 Mio. € auf 1.569,9 Mio. € zurückgegangen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der reduzierten Finanzmittelaufnahme bei der Südzucker International Finance B.V. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von 93,7 (114,3) Mio. € resultiert maßgeblich aus dem abgegrenzten Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe und wird seit dem Geschäftsjahr 2008/09 bis einschließlich 2014/15 ratierlich erfolgswirksam aufgelöst.

Investitionen und Finanzierung

Im Geschäftsjahr betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 44,4 (26,9) Mio. € und betrafen im Wesentlichen die Verdampfungsstation und den Extraktionsturm im Werk Plattling sowie Ersatzinvestitionen in allen Zuckerfabriken.

Die Nettofinanzschulden konnten auf 976,9 (1.135,9) Mio. € zurückgeführt werden. Davon stehen 647,4 (863,5) Mio. € langfristig und überwiegend aus festverzinslichen Anleihen der Südzucker International Finance B.V. zur Verfügung.

Südzucker finanziert sich als aktiver Teilnehmer an den internationalen Kapitalmärkten mit den folgenden Finanzinstrumenten:

Hybrid-Eigenkapital
Wandelanleihen
Anleihen und Schuldscheine
Commercial Paper (CP-Programm)

Die Finanzinstrumente werden in der Regel zentral über die Konzernfinanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V., Amsterdam, Niederlande, begeben und konzernweit verwendet.

Zur saisonalen Kampagnefinanzierung steht als Ergänzung zum CP-Programm eine syndizierte Kreditlinie zur Verfügung. In begrenztem Umfang werden auch für längerfristige Finanzierungen Bankkreditlinien in Anspruch genommen.

Bezüglich der Erläuterungen zum Wert- und Finanzmanagement der Südzucker AG verweisen wir auf das gleichlautende Kapitel im Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2010/11.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der Südzucker AG 2.308 (2.331) Mitarbeiter beschäftigt.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben werden am Standort Offstein für das operative Geschäft der Südzucker AG und als Auftragsforschung für Konzerngesellschaften wahrgenommen und koordiniert.

Die Schwerpunkte der Arbeiten der Südzucker AG im Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistungen sind Entwicklungen neuer Produkte für den Nahrungsmittelbereich, Erarbeitung von Konzepten, um diese erfolgreich im Markt zu etablieren sowie maßgeschneiderte Produktlösungen auf Basis von Kohlenhydraten für industriell-technische Anwendungen.

Weiterhin stehen die Verbesserung der Produktqualität und der Fertigungsprozesse, die Erweiterung der Produktlinien, die Bewertung und Implementierung neuer Technologien sowie auch die Optimierung des Energieeinsatzes im Fokus. Dies geschieht insbesondere unter Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien.

Darüber hinaus werden die einzelnen Geschäftsfelder der Südzucker-Gruppe in den Bereichen Verkauf, Marketing, Einkauf und Business Development unterstützt.

Das Arbeitsspektrum umfasst Themen im Zusammenhang mit landwirtschaftlicher Produktion bis hin zu Entwicklungen in den unterschiedlichen Produktbereichen, wie Zucker und Zuckerspezialitäten.

Die im Rahmen des Integrationsprozesses im Konzern klar getroffenen Zuordnungen von Verantwortlichkeiten für die einzelnen Produktgruppen ermöglichen einen gezielten Einsatz von Ressourcen und verkürzen die Entwicklungszeiten.

Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und anderen Unternehmen ergänzen die eigenen Arbeiten in vielen Bereichen.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben werden überwiegend am Standort Offstein von 121 (120) Mitarbeitern wahrgenommen.

Erklärung zur Unternehmensführung

Im Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate-Governance-Bericht sind auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Corporate-Governance-Bericht_Erklaerung_zur_Unternehmensfuehrung/).

Corporate-Governance-Bericht

Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt den gesetzlichen Vorschriften und den 2010 novellierten Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Rechnung.

Bei Südzucker ist eine wirkungsvolle Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet und ist bedeutsame Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat.

Nach Ansicht von Südzucker ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 26. Mai 2010 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex wird mit den in der Entsprechenserklärung dargestellten Ausnahmen gefolgt.

Entsprechenserklärung 2010

Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2010 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/) und hat folgenden Wortlaut:

"Vorstand und Aufsichtsrat haben am 25. November 2010 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben:

Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010 entspricht die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (auch zukünftig) mit folgenden Ausnahmen:

Ziffer 2.3.3 - Briefwahl Hauptversammlung

In der Satzung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt ist von der Möglichkeit, die Briefwahl in der Hauptversammlung zu gestatten, bislang kein Gebrauch gemacht. Der Empfehlung, die Aktionäre bei der Briefwahl zu unterstützen, kann deshalb nicht gefolgt werden.

Ziffer 4.2.3 - Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen

Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen.

Ziffer 4.2.4 - Individualisierte Vorstandsvergütung

Die Hauptversammlung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat am 20. Juli 2010 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten.

Ziffer 5.3.3 - Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats

Für die Einrichtung eines zusätzlichen Nominierungsausschusses, der die Kandidatenvorschläge des Aufsichtsrats vorbereiten soll, sehen wir keine Notwendigkeit. Es ist sachgerechter, dass - wie bisher - alle Aufsichtsratsmitglieder die Möglichkeit haben, gleichrangig an der Findung der Kandidaten für den Aufsichtsrat mitzuwirken.

Ziffer 5.4.1 - Diversity-Ziele für Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat wird aber weiterhin die Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichten.

Ziffer 5.4.6 - Individualisierte Aufsichtsratsvergütung

Wir weisen die Aufsichtsratsvergütung aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten aus. Ein Aktienoptionsprogramm existiert bei der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt nicht. Der Empfehlung des Kodex, die Aufsichtsratsbezüge individualisiert auszuweisen, folgen wir nicht. Unseres Erachtens stehen die damit verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Dementsprechend enthält der Corporate-Governance-Bericht auch keine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge."

Vergütungsbericht

Das Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, variable Vergütungen, eine betriebliche Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil der jährlichen Festvergütung, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird seit Inkrafttreten des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung) durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Der durch das VorstAG geänderte § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Die Neuregelung des variablen Teils der Vorstandsvergütung erfolgte mit der turnusmäßigen Gehaltsanpassung zum 1. Januar 2011. Der vom VorstAG geforderten Mehrjährigkeit wird nun dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende der vorangegangenen drei Geschäftsjahre -beginnend mit 2011/12 - zugrundegelegt wird.

Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2010/11 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 2,6 (2,9) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 43 (38) % der Barbezüge; sie berechnet sich nach der von der Hauptversammlung 2011 noch zu beschließenden Dividende. Die dem Vorstand von Tochterunternehmen gewährten Bezüge betragen 1,3 (1,0) Mio. €. Die Altersversorgung des Vorstands bemisst sich nach einem Anteil an der Festvergütung. Für die Vorstandsmitglieder wurden 2,4 (1,6) Mio. € der Pensionsrückstellung zugeführt.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von 1.000 € sowie eine variable Vergütung von 1.000 € für je angefangene 0,01 € ausgeschüttete Dividende auf die Stammaktie, die 0,04 € übersteigt. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter und die Vorsitzenden von Ausschüssen des Aufsichtsrats das 1,5-Fache dieser Vergütung. Ausschussmitglieder erhalten das 1,25-Fache der regulären Vergütung; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf 1,6 (1,3) Mio. €; davon wurden Vergütungen in Höhe von 0,2 (0,2) Mio. € von Tochterunternehmen gewährt.

Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht.

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). Der durch das VorstAG geänderte § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-Fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex 2010 folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Südzucker hat den Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder fristgerecht an die neue gesetzliche Regelung angepasst.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz

Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Im Geschäftsjahr 2010/11 erwarben zwei Personen, die einem Mitglied des Aufsichtsrats nahestehen, insgesamt 800 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 16,20 €.

Grundsätze zur Unternehmensführung

Nachhaltigkeit und Umwelt

Südzucker ist seit Unternehmensgründung im 19. Jahrhundert ein der Landwirtschaft und Natur stark verbundenes Unternehmen. Kernkompetenz ist seit jeher die Veredelung großer Mengen Agrarrohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten für Ernährungsindustrie, Endverbraucher und industrielle Anwendungen. Daher ist Nachhaltigkeit traditionell ein wichtiger Baustein für den langfristigen Unternehmenserfolg und Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Südzucker-Gruppe zielt auf ein Gleichgewicht von Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, d. h., wir arbeiten - entlang der gesamten Wertschöpfungskette - angefangen bei der landwirtschaftlichen Rohstoffbeschaffung über die industrielle Verarbeitung bis zur Auslieferung an unsere Kunden, an einer laufenden Optimierung des Energie- und Rohstoffeinsatzes sowie der möglichst vollständigen Verwertung aller Nebenprodukte.

Ressourcenschonender Umgang mit der Natur und Qualitätsführerschaft beginnen bei der sorgfältigen Auswahl der agrarischen Rohstoffe, wie z. B. Zuckerrüben, Getreide, Chicoree und Früchte. Südzucker stellt hohe Qualitätsanforderungen an die Rohstofflieferanten und berät diese u. a. bei der optimalen Verwendung von Saatgut sowie der Optimierung von Anbau- und Erntemethoden.

Die verwendeten agrarischen Rohstoffe entstammen überwiegend europäischer Produktion und erfüllen die für landwirtschaftliche Erzeugungsmethoden beispielsweise in der EU zwingend geltenden Grundsätze der Cross Compliance. Diese Grundsätze beinhalten Umweltschutzauflagen für die Landwirtschaft, die einen nachhaltigen Anbau von Agrarrohstoffen gewährleisten. Spezifische Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe stellen zudem sicher, dass der Anbau der Biomasse für die Bioenergiegewinnung nicht auf schützenswerten Flächen wie Primärwald (Regenwald) oder zu Lasten der biologischen Vielfalt geht.

Nachhaltigkeit und Qualitätsführerschaft verwirklicht Südzucker auch bei der Verarbeitung der Agrar-Rohstoffe zu Zucker, Functional Food Ingredients, Bioethanol, Stärke- und Fruchtprodukten über ein hochentwickeltes Qualitätsmanagement und den Einsatz moderner Produktionstechnologien. Während des Erzeugungsprozesses achten wir auf die Verwertung der Zwischen- und Nebenprodukte.

Nebenprodukte der Zuckererzeugung wie Melasse und Zuckerrübenschnitzel stellen wir dem Wirtschaftskreislauf in Form von hochwertigen Futtermitteln zur Verfügung.

Bei der Produktion zeichnet sich Südzucker durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen aus. Kraft-Wärme-Kopplung und mehrfache Energienutzung führen zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. In der Bioethanolanlage im belgischen Wanze wird darüber hinaus in einem weltweit bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie durch Nutzung der Schalen des angelieferten Weizenkorns erzeugt.

Auch bei der Logistik stellt sich Südzucker der Verantwortung gegenüber der Umwelt. Anbau- und Produktionsentscheidungen werden bereits so getroffen, dass z. B. im Verbund der Zuckerfabriken möglichst kurze Transportwege anfallen.

Qualitätsführerschaft und Nahrungsmittelsicherheit der Südzucker-Produkte werden flankierend durch hohe technische Standards wie die Rückverfolgbarkeit aller industriellen Prozesse bis auf das Feld und Zertifizierungen (ISO 9001: 2008, ISO 22000: 2005, International Food Standard, GMP+, Qualität & Sicherheit) gewährleistet.

Eine nachhaltige Unternehmenspolitik lässt sich nur auf der Grundlage langfristigen ökonomischen Erfolgs verwirklichen. Daher verfolgt Südzucker eine Strategie des wertorientierten, profitablen Wachstums, um auch in Zukunft die Finanzierung von Investitions- und Forschungsprojekten zu sichern, die zur Herstellung qualitativ hochwertiger und sicherer Produkte unabdingbar sind.

Die Nachhaltigkeitsstrategie kann schließlich nur durch die Übernahme sozialer Verantwortung verwirklicht werden. Südzucker hat motivierte und verantwortungsbewusste Mitarbeiter, die zur Übernahme von sozialer Verantwortung auf allen Hierarchieebenen angehalten werden. Verankert ist die soziale Verantwortung u. a. durch die Anerkennung und Einhaltung des Verhaltenskodex der europäischen Zuckerindustrie. Der Verhaltenskodex setzt freiwillige Mindeststandards zu Themen wie Menschenrechte, Ausbildung und Schulung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen und dem Verhältnis zwischen den Sozialpartnern. Konzernbeauftragte für Arbeitssicherheit und Umwelt sind für die Schulung und Einhaltung von Arbeitssicherheits- und Umweltstandards an den Standorten verantwortlich.

Compliance

Compliance - also gesetzestreues Verhalten - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Das Compliance-Programm der Südzucker soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter bei Geboten und Verboten gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden.

Für Südzucker ist es dabei selbstverständlich, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes stehen.

Schwerpunkte der - mit länder- und gesellschaftsspezifischen Anpassungen - konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Korruptionsprävention, der Datenschutz, der Umweltschutz und die Kapitalmarkt-Compliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität).

Im Rahmen des Compliance-Programms wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen Compliance-relevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden.

Der Vorstand erstattet regelmäßig über Compliance-Themen Bericht an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Südzucker AG.

Compliance-Unternehmensgrundsätze

Südzucker will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die im April 2009 vom Vorstand verabschiedeten Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben.

Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von seinen Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz:

Fairness im Wettbewerb

Südzucker bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts.
Integrität im Geschäftsverkehr

Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Solche Vergünstigungen bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten. Dies gilt für alle in verschiedenen Beschaffungsprozessen handelnden Beschäftigten. Die gleichen Grundsätze gelten in umgekehrter Form für die Mitarbeiter, die in den verschiedenen Verkaufsbereichen tätig sind, im Verhältnis zu unseren Kunden.
Prinzip der Nachhaltigkeit

Südzucker ist sich seiner Verantwortung für den Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen im und außerhalb des Unternehmens bewusst.
Einhaltung der Rechtsvorschriften für die Lebensmittel- und Agrarindustrie

Alle für die Lebensmittel- und Agrarindustrie einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Bestimmungen, insbesondere des Lebensmittel- und Agrarrechts sind strikt zu befolgen.
Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel

Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich zu behandeln.
Ordnungsgemäße Belegführung

Im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden.
Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung

Südzucker bekennt sich unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen gewährleistet.
Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen

Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher, sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet.
Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter

Betriebsgeheimnisse dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind die Schutzrechte Dritter zu respektieren.
Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen

Alle Mitarbeiter müssen stets ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien.
Kooperativer Umgang mit Behörden

Südzucker ist bestrebt, mit allen zuständigen Behörden ein kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig, offen, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden.

Die Umsetzung der vorstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze erfolgt unter Berücksichtigung länderspezifischer Besonderheiten: Den Mitarbeitern wird die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung angeboten, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Der Compliance Officer und die Compliance-Beauftragten innerhalb der Südzucker-Konzernfunktionen gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich mitzuteilen.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Allgemeines

Die Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Vorstand

Der Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus fünf Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand vom 30. Januar 2003 mit dem aktuellen Organigramm vom 25. Oktober 2010 geregelt.

Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung. Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG Johann Marihart ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG und der Finanzvorstand der Südzucker AG Thomas Kölbl ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG.

Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind jeweils Mitglied oder Vorsitzender in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 26. November 2009 in Kraft. Zur Vorbereitung der Sitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Dem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung zwanzig Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Anteilseignern und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtsperioden sind identisch. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Vertreter der Aktionäre bei der letzten Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 24. Juli 2007 einzeln gewählt. Seither hat es vier personelle Wechsel gegeben: Für zwei altersbedingt ausgeschiedene Arbeitnehmervertreter rückte jeweils ein bereits gewählter Nachfolger nach; nach dem Ausscheiden zweier weiterer Mitglieder wurden neue Mitglieder durch das Amtsgericht Mannheim bestellt. Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen geachtet, ebenso wie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity). Der Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss ist Herr Erwin Hameseder. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Dem Gremium gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die laufende Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2012.

Diversity-Ziele

Dem Aufsichtsrat gehören derzeit mindestens zwei unabhängige Mitglieder ("Unabhängige" sind i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex Personen, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen, die einen Interessenkonflikt begründet), mindestens zwei Mitglieder, die besonders das Kriterium "Internationalst" verkörpern und keine Frauen an.

Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 25. November 2010 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen:

Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Unabhängige und
Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Personen, die besonders das Kriterium "Internationalst" verkörpern.

Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Er hat insoweit kein konkretes Ziel festgelegt, da er seine Entscheidung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichtet.

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden.

Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium besteht aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und für den Prüfungsausschuss darüber hinaus auch aus dessen Geschäftsordnung vom 19. Mai 2003.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben beziehungsweise auch die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG per Internet zu beauftragen.

Hauptversammlung 2011

Die Einladung zur Hauptversammlung, die für den 21. Juli 2011 vorgesehen ist, sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Hauptversammlung/) zur Verfügung gestellt.

Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der Südzucker AG und dem Management im Südzucker-Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt, den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und der internen Revision.

Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Chancen- und Risikobericht dargestellt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Südzucker AG stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Südzucker AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer, Prüfungsausschuss sowie Aufsichtsrat geprüft. Die Zwischenberichte sowie der Halbjahresfinanzbericht werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert.

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Südzucker AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2010 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt/Main, geprüft. Die Prüfung erfolgte nach den International Standards on Auditing (den Konzernabschluss betreffend), den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; sie umfasste auch das Risikofrüherkennungssystem und die Einhaltung der Berichtspflichten zur Corporate Governance nach § 289a HGB.

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen des Auftrags mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das Geschäftsjahr 2010/11 keinen Anlass.

Kapitalmarkt und Transparenz

Südzucker setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Anlässlich der Quartalsberichterstattung finden Telefonkonferenzen mit den professionellen Kapitalmarktteilnehmern statt. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Presse- und kapitalmarktrechtliche Meldungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elektronische Medien wie E-Mail und Internet publiziert. Die Internetseite www.suedzucker.de bietet darüber hinaus umfangreiche Informationen zum Südzucker-Konzern und zur Südzucker-Aktie.

Finanzkalender

Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen - wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte - sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Der Kalender wird mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG dauerhaft zur Verfügung gestellt. Er ist auch auf der Umschlagseite des Südzucker-Geschäftsberichts abgedruckt.

Angaben zu Aktienkapital und Übernahmehindernissen gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB

Zum 28. Februar 2011 beträgt das gezeichnete Kapital 189,4 Mio. € und ist in 189.353.608 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns nicht bekannt.

Folgende Beteiligungen am Kapital der Südzucker AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns mitgeteilt worden:

Für die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz und den treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung von rund 55 % des gezeichneten Kapitals. Von der Zucker Invest GmbH, Tulln/Österreich, werden weitere rund 10 % des gezeichneten Kapitals gehalten.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84 und 85 AktG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt in der aktuellen Fassung vom 20. Juli 2010 (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Satzung/) bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen. Für Satzungsänderungen gilt § 179 AktG.

Das Grundkapital war um bis zu 13 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 13 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht. Diese bedingte Kapitalerhöhung sollte dazu dienen, die Wandlungsrechte aus der am 8. Dezember 2003 begebenen Wandelanleihe zu bedienen. Das Recht, die Wandlung zu verlangen, war nach den Anleihebedingungen bis zum 8. Dezember 2008 befristet. Nachdem innerhalb der Ausschlussfrist keine Wandlungsrechte geltend gemacht wurden, ist dieses bedingte Kapital in der Sache gegenstandslos und wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juli 2010 aufgehoben.

Die Hauptversammlung vom 29. Juli 2008 hatte das Grundkapital weiter um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 28. Juli 2013 ausgegeben werden können, notwendig ist. Auf dieser Grundlage wurde am 30. Juni 2009 über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 283,45 Mio. € und einer Laufzeit bis 30. Juni 2016 begeben. Bislang wurden keine Wandlungsrechte geltend gemacht.

Die Hauptversammlung vom 21. Juli 2009 hatte ein genehmigtes Kapital in Höhe von 15 Mio. € (Genehmigtes Kapital 2009) geschaffen, um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bzgl. etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis 30. Juni 2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2009 wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung vom 20. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis 19. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfange bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Für die Wandelanleihe, die Südzucker am 30. Juni 2009 mit einem Nominalvolumen von 283,45 Mio. € begeben hat und die am 30. Juni 2016 fällig wird, sind unter § 16 der Anleihebedingungen Regelungen getroffen, die für den Fall eines Kontrollwechsels eine vorzeitige Rückzahlung nach Wahl der Anleihegläubiger bzw. eine Anpassung des Wandlungspreises nach Kontrollwechsel vorsehen.

Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels bestehen nicht.

Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht im Kapitel Erklärung zur Unternehmensführung dargelegt.

Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement-System

Südzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (Functional Food, Stärke, Tiefkühlprodukte und Portionsartikel), CropEnergies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne. Die Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. In allen Geschäftsfeldern können Risiken sowohl durch eigenes unternehmerisches Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Um Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet.

Risikopolitik

Südzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Dieser Anspruch zeigt sich auch in der Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dienen. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem ist in das wertorientierte Führungs- und Planungssystem der Südzucker-Gruppe eingebettet. Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Die Divisionen und Konzernfunktionen ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken. Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt.

Die Risikoeinschätzung erfolgt sowohl für einen kurzfristigen wie auch für einen mittelfristigen Betrachtungszeitraum. Dabei wird die Entwicklung der Risikoparameter im Vergleich zum Vorjahr und zu Vorplanungen bewertet. Der aktuellen Marktentwicklung folgend werden Risikoszenarien in Bezug auf die Planung bzw. den aktuellen Forecast bewertet. Die Risikobewertung erfolgt durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis bzw. das Finanzergebnis.

Der Vorstand hat konzernweit die Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt. Das Risikomanagementsystem der Divisionen und Zentralabteilungen liegt in der Verantwortung der Leiter der Divisionen und der Konzernfunktionen.

Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der Risiken aus Veränderungen von Marktpreisen. So bestehen währungsbedingte Risiken aus Absatz- und Beschaffungsvorgängen sowie konzerninternen Finanzierungen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Weitere Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen sowie Zinsrisiken werden ebenfalls durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in einer Risikomanagementrichtlinie vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regelt. Die Sicherungsinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- und Spekulationszwecken eingesetzt. Die Finanzgeschäfte werden nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen.

Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards ist integrierter Bestandteil der Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens haben wir ein konzernweites Compliance-Programm etabliert.

Risikokommunikation

Unabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher ist das Management verpflichtet, eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicherzustellen. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und pro-aktiv mit Risiken umzugehen. Regelmäßiges Reporting und regelmäßige Dokumentation der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. In regelmäßigen Durchsprachen der Ergebnisentwicklung und Planungen zwischen Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für dabei identifizierte operative oder strategische Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen analysiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichen tragen die Konzernfunktionen regelmäßig aktuelle Entwicklungen ihrer Verantwortungsbereiche den Ressortvorständen vor.

Interne Revision

Die interne Konzernrevision versieht ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie den Beteiligungsgesellschaften. Sie ist dem Sprecher des Vorstands direkt zugeordnet, prüft und bewertet die Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabläufe sowie als Hauptaufgabe die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme und des Risikomanagementsystems.

Risikokategorien und Einzelrisiken

Regulatorische Risiken

Mögliche Änderungen internationaler und nationaler Handelsabkommen oder der Argrarmarktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und mit ihren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Südzucker Gruppe im Rahmen des Risikomanagements bewertet.

Wie in den jeweiligen Abschnitten "Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen" des Lageberichts zu den Segmenten erläutert, ist Südzucker sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene in vielfältige rechtliche und politische Rahmenbedingungen eingebunden. Daraus können zusätzliche Chancen erwachsen, z. B. wenn die Ausfuhren von Zucker angehoben oder bei Bioethanol die nationalen bzw. europäischen Beimischungsquoten erhöht werden. Ebenso können Änderungen dieser Rahmenbedingungen Risiken bringen, wenn beispielsweise die EU im Rahmen neuer bilateraler Freihandelsabkommen zusätzliche zollfreie Einfuhrkontingente für Zucker zugesteht oder bei Bioethanol die Beimischungsziele auf europäischer Ebene reduziert werden sollten.

Risiken aus dem operativen Geschäft

Verfügbarkeit und Preisvolatilität von Rohstoffen

Südzucker ist als Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse Beschaffungsrisiken ausgesetzt, die ihre Ursache auch in Witterungseinflüssen haben können. Hierdurch können landwirtschaftliche Rohstoffe - trotz regionaler Streuung - unter Umständen nur in geringer Menge verfügbar sein. Zum anderen können diese Rohstoffe Preisschwankungen unterliegen, die nicht unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Diese Risiken betreffen alle Segmente der Südzucker-Gruppe.

Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Die Planung unserer Rübenanbauer ist darauf ausgerichtet, die ausgegebenen Lieferrechte für Quotenrüben und Ethanolrüben sicher zu erfüllen. Für die Rohzucker-Raffination in Frankreich, Rumänien und Bosnien-Herzegowina wird der Rohzuckerbedarf mengen- und preismäßig abgesichert.

CropEnergies benötigt zur Herstellung von Bioethanol kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Zuckersirupe und Getreide. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten.

Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Futter- und Lebensmittel einhergehen, kann CropEnergies Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch Verkaufserlöse für ProtiGrain® und ProtiWanze® kompensieren ("natural hedge").

Darüber hinaus kann CropEnergies die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die verstärkte Nutzung von Zuckersirupen deutlich reduzieren. Dabei verfolgt CropEnergies das Ziel, insbesondere die für eingegangene Bioethanol-Lieferverpflichtungen notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu sichern.

Auch in Zukunft verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können.

Die Rohstoffkosten sind auch in der Stärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. Höhere Rohstoffkosten können zu einem Teil kurzfristig an den Kunden weitergegeben werden. Auch hier ist es die Strategie, einen möglichst großen Teil des geplanten Bedarfs durch physische Lieferkontrakte abzudecken.

Ungünstige Witterungsverhältnisse und Pflanzenkrankheiten können im Segment Frucht zu gravierenden Ernteausfällen führen und infolge dessen einen Anstieg der Rohstoffpreise bewirken.

Die weltweite Präsenz im Segment Frucht und die Kenntnis der Beschaffungsmärkte ermöglicht es AGRANA, Engpässe in der Versorgung und Preisvolatilitäten zu vermeiden bzw. diesen entgegenzuwirken. AGRANA hat im Segment Frucht eine zentrale Einkaufsorganisation aufgebaut, die die Rohstoffmärkte global analysiert und somit gezielt auf Rohstoffengpässe und Qualitätsunterschiede reagieren kann. Im Hinblick auf die ganzjährige Versorgungssicherheit und die unterschiedlichen Erntezyklen in den Hauptanbauregionen wurden mit Lieferanten und Kunden auch langfristige Verträge abgeschlossen. Dadurch kann gleichbleibend gute Qualität bei verlässlicher Lieferung und eine gesicherte Produktion gewährleistet werden.

Südzucker wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem die Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträger situationsgerecht, mit der Zielsetzung der Kostenoptimierung, einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Für die in der Kampagne eingesetzten Energieträger erfolgen teilweise Mengen- und Preissicherungen.

Im Rahmen des EU-Emissionshandels wurden der Südzucker-Gruppe in der zweiten Handelsperiode von 2008 bis 2012 Emissionszertifikate ausreichend zugeteilt. Die konkrete Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels ab 2013 bis 2020 ist noch nicht abschließend geklärt. Aus heutiger Sicht gehen wir ab 2013 insgesamt von einer Zuteilung aus, die den erwarteten Verbrauch nicht decken wird, was zu einem Anstieg der Produktionskosten führt.

Absatzmärkte und Produktpreise

Die wichtigsten Absatzmärkte für Zucker, Functional Food, Tiefkühlprodukte, Bioethanol, Stärke und Frucht zeichnen sich durch eine vergleichsweise stabile Nachfrage aus. Hinweise auf mögliche Änderungen des Konsumentenverhaltens werden frühzeitig erfasst. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und finden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Modifikationen der Unternehmensstrategie durch strategische Neuausrichtung, Kosten- und Kapazitätsanpassungen. Schwankungen der Absatzpreise, die sich im Rahmen des Wettbewerbs ergeben, begegnet Südzucker durch fortlaufende Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft.

Im Segment Zucker bestehen beispielsweise Produktpreisrisiken in Preisschwankungen auf dem Zucker-Weltmarkt, dem Quoten- und Industriezuckermarkt in der EU sowie den Futtermittelmärkten.

Ebenfalls unterliegen beispielsweise die Preise für Bioethanol in Europa verschiedenen Einflussfaktoren wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Soweit sich aus Lieferverträgen schwankende Bioethanolpreise ergeben können, setzt CropEnergies zur Absicherung der Preisänderungsrisiken in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein.

Produktqualität

Zu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, gehört es, Kunden mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden.

Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung.

IT-Risiken

Die operative und strategische Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen sichergestellt. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht.

Personalrisiken

Die Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, betonen wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber und zielen darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozial- und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breitgefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort- und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften.

Weitere operative Risiken

Aus weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, kommen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft zu. Südzucker begegnet Risiken durch ständige Überwachung sowie kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse.

Rechtliche Risiken

Die Südzucker-Gruppe ist derzeit nicht in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben. Gleichwohl sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG oder ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskosten-Rückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar einen Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode haben, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns.

Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und ggf. Anpassungsmaßnahmen abgeleitet.

Wie im Vorjahresbericht dargestellt hat das deutsche Bundeskartellamt im März 2009 ein Verfahren gegen die Südzucker AG und andere eingeleitet. Im Berichtsjahr und auch bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses kam es zu keiner Substantiierung der Vorwürfe durch die Behörde.

In diesem Zusammenhang wurden durch Kartellbehörden Verfahren gegen Tochtergesellschaften von AGRANA in der Slowakei und in Ungarn eingeleitet. Im September 2010 beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde beim Kartellgericht Wien u. a. gegen AGRANA Zucker GmbH und Südzucker die Feststellung einer Zuwiderhandlung gegen das Kartellgesetz. Es wird die Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen in Bezug auf Österreich vorgeworfen. Südzucker und AGRANA haben sich gegen diesen Vorwurf in Schriftsätzen an das Gericht verteidigt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Südzucker unterliegt finanzwirtschaftlichen Risiken durch Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze. Die Währungs- und Zinsrisiken werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb fest geregelter Limits und unterliegt einer ständigen Kontrolle.

Liquiditätsrisiken

Die Liquidität der Südzucker-Gruppe wird täglich überwacht. Soweit es ökonomisch sinnvoll ist, bestehen nationale oder länderübergreifende Cash-Pools. Daneben werden Liquiditätsüberschüsse auch gruppenintern angelegt. Über die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellen wir ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduzieren Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des Commercial-Paper-Programms sowie von Banken verbindlich zugesagter Kreditlinien kann Südzucker kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen und die während der Zuckerkampagne bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit darstellen.

Bonitäts- und Ausfallrisiken

Südzucker tritt Ausfallrisiken für den Forderungsbestand entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt.

Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Geldanlagen getätigt werden, Kreditlinien bestehen oder die Bürgschaften zugunsten von Südzucker stellen. Dieses Risiko hat sich aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch limitiert, dass Finanzgeschäfte nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht.

Ausführliche Informationen zu Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken sind im Anhang zum Konzern-Jahresabschluss (32) "Risikomanagement in der Südzucker-Gruppe" zu finden.

Rating

Die Rating-Agenturen Moody's Investor Service (Moody's) und Standard & Poor's (S&P) bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment Grade Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken.

Gesamtrisikoposition

Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist bei weiterhin hoher Volatilität von Währungskursen, Produkt- und Rohwarenpreisen im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.

Chancen der weiteren Unternehmensentwicklung

Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen.

Zucker

Südzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen eine gute Wettbewerbsposition und wird auch bei Industriezucker Non-Food die Marktposition ausbauen; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Nähe zu den Industriezuckerkunden. Durch die Kooperation mit Mauritius vermarktet Südzucker exklusiv bis zu rund 400.000 t Weißzucker und Rohzucker p. a. aus dem AKP-Land in der EU. Die importierten Zuckermengen stärken die europäische Vertriebsplattform. Weitere Chancen können sich aus der Zuteilung von Exportlizenzen ergeben.

BENEO

Daneben besitzt Südzucker durch den Ausbau des Segments Spezialitäten eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten. Ein wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten ist die Division BENEO, die vom langfristigen Trend hin zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen weiter vorangetrieben.

Freiberger

Tiefkühlprodukte gehören in Europa zu den stetig wachsenden Segmenten der Nahrungsmittelbranche. Ein Ende dieses Trends zu Convenience ist nicht absehbar. Die im Bereich tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlter Pasta und Snacks tätige Freiberger-Gruppe nutzt ihre europaweit führende Position als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Neben den Vertriebsaktivitäten auf dem europäischen und dem asiatischen Markt werden diese auf den nordamerikanischen Markt ausgeweitet.

PortionPack

Der europäische Marktführer gestaltet, produziert und vertreibt Portionsartikel. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig den Food-Bereich, aber auch einige Non-Food-Artikel. Dabei liegen die Hauptmärkte insbesondere im Food-Service-Bereich wie Hotels, Gastronomie und Catering, die der jeweiligen Konjunkturlage besonders ausgesetzt sind. PortionPack festigt seine Position im europäischen Markt durch internes und externes Wachstum sowie kontinuierliche Produktinnovationen.

Stärke

Die Division Stärke ist anerkannter Produzent von Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Bauindustrie. Diese Nischenstrategie erlaubt eine Differenzierung vom Wettbewerb und eröffnet - unter Nutzung der konzerninternen Forschungsinfrastruktur - weiteres Wachstumspotenzial. Ein weiterer Fokus der Division Stärke liegt auf Bio-Stärke und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie.

CropEnergies

Die Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung für Ethanol und den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und bzw. oder einem Preisanstieg von Bioethanol und Kuppelprodukten. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion.

Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der Europäischen Union, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. Hierfür wurden weitere Rahmenbedingungen geschaffen, die die verstärkte Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor fördern. Aus dem daraus resultierenden Marktwachstum können sich Chancen ergeben. CropEnergies hat durch den Kapazitätsausbau in Deutschland, Belgien und Frankreich die Grundlage geschaffen, um vom künftigen Marktwachstum als einer der leistungsfähigsten europäischen Hersteller von Bioethanol zu profitieren.

Frucht

Das AGRANA Fruchtsegment ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie und größter Anbieter von Apfelsaftkonzentrat auf dem europäischen Markt. Wachstumschancen ergeben sich in Ländern mit steigenden Einkommen, wie MOEL, Russland, China und Brasilien. Auch der nordafrikanische Raum und der Mittlere Osten werden intensiver bearbeitet.

Beschreibung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Organisation der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses der Südzucker-Gruppe erfolgt in einem mehrstufigen Prozess mithilfe eines gruppenweit einheitlichen IT-Konsolidierungssystems mit klar strukturierten Zugriffsberechtigungen. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten Abschlüsse vorkonsolidiert und an die zentrale Stelle bei der Südzucker AG übermittelt. Diese verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen, der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools. Dem Prozess der Konzernabschlusserstellung liegen gruppenweit einheitliche Richtlinien, Prozesse und Termine zugrunde, die verbindliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, Südzucker-spezifische Parameter sowie Anweisungen für die Abschlussarbeiten einschließlich konzerninterner Abstimmarbeiten beinhalten. Soweit Informationen mit Relevanz für die Rechnungslegung bzw. Abschlusserstellung nicht unmittelbar aus dem IT-Konsolidierungssystem entwickelt werden können, erfolgt die Abfrage der relevanten Angaben bei den einbezogenen Gesellschaften durch ein webbasiertes Erfassungstool. Daneben werden umfassende Daten zu allen Beteiligungen der Südzucker-Gruppe in einem Anteilsbesitz-Management-Informationssystem erfasst und laufend aktualisiert; mit diesem System wird die Anteilsbesitzliste generiert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) regeln die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den Südzucker Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und im betreffenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren.

Die Prozesse und Bilanzierungsvorschriften, die in den Ist-Abschlüssen Anwendung finden, werden vergleichbar bei der Erstellung von jährlich drei Forecasts, dem Budget sowie der 5-Jahres-Planung zugrunde gelegt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses der Südzucker AG erfolgt ebenfalls in einem mehrstufigen Prozess mithilfe eines ERP-Systems mit klar strukturierten Zugriffsberechtigungen. Die Abbildung laufender Prozesse in der Buchhaltung sowie die Erstellung der Abschlüsse sind in funktionale Prozessschritte gegliedert, in denen automatisierte bzw. manuelle Kontrollen wesentliche Bestandteile sind. Darüber hinaus stellen neben den bestehenden gesetzlichen Vorgaben Richtlinien sicher, dass die Abbildung laufender Geschäftsvorfälle sowie die Erstellung der Abschlüsse vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden.

Internes Kontrollsystem

Interne Kontrollen sind in der Südzucker-Gruppe integraler Bestandteil der Rechnungslegungsprozesse und umfassen die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dabei setzt sich das interne Kontrollsystem der Südzucker-Gruppe aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem zusammen. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf dem Prinzip der Funktionstrennung sowie dem Vier-Augen-Prinzip.

Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen. Das interne Kontrollsystem der Südzucker-Gruppe ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren zutreffende Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und ggf. Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen.

Daneben gewährleistet das interne Kontrollsystem auch die Abbildung und Plausibilisierung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der Südzucker-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Rechnungslegung. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden.

Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände nie vollständig ausgeschlossen werden. Neue Erkenntnisse aus Fällen der eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontrollsystems führen zu entsprechenden Empfehlungen und Prozessänderungen und damit zu einer stetigen Verbesserung der Systeme. Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst.

Der Aufsichtsrat hat die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems an den Prüfungsausschuss übertragen. Dieser wird neben dem Vorstand regelmäßig durch die interne Konzernrevision als prozessunabhängige interne Prüfungsinstanz sowie auch den externen Abschlussprüfer informiert.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem

In der Südzucker-Gruppe umfasst das Risikomanagementsystem das operative Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- und Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungs-, Absatz- und Rohstoffpreisrisiken beinhaltet sowie das Finanzrisikomanagement. Südzucker hat ein Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet, um über den ursprünglich gesetzlichen Umfang hinaus neben existenzgefährdenden auch sonstige Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu steuern und zu überwachen.

Der externe Konzernabschlussprüfer beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems, das von der Südzucker-Gruppe an Veränderungen des rechtlichen und wirtschaftlichen Umfelds angepasst wird. Daneben prüft die interne Konzernrevision im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit durch regelmäßige Systemprüfungen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems.

Nachtragsbericht

Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat am 22. März 2011 über ihre 100%ige niederländische Tochtergesellschaft Südzucker International Finance B.V. eine Unternehmensanleihe über 400 Mio. € erfolgreich bei europäischen Investoren platziert. Die nicht nachrangige, durch Südzucker garantierte Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren (Fälligkeit: 29. März 2018) und einen Kupon von 4,125 %. Die Platzierung erfolgte zu einem Aufschlag von 93 Basispunkten über dem siebenjährigen Swapsatz. Die Anleihe wird an der Luxemburger Börse gelistet und ist aufgrund einer Stückelung von 1.000 Euro auch für Privatanleger interessant.

Südzucker profitierte dabei von ihrer langjährigen Stellung als Anleiheemittent sowie den stabilen Ratings von Moody's (Baa2, stable) und Standard&Poor's (BBB, stable).

Ausblick

Die im letzten Geschäftsjahr 2010/11 verzeichnete erfreuliche Entwicklung des Unternehmens ist auf den Wegfall der temporären Belastungen aus der Umstrukturierungsphase der des EU-Zuckermarktes zurückzuführen. Allerdings ist auch weiterhin der Fortbestand ausgeglichener Mengenverhältnisse von entscheidender Bedeutung.

Neben einer nachhaltigen Ergebniserholung im Quotenzuckergeschäft wurde in der Folge der großen Ernte 2009 das operative Ergebnis durch Nicht-Quotenzuckerexportmöglichkeiten im 1. Quartal 2010/11 einmalig positiv beeinflusst. Wir gehen davon aus, den Wegfall dieses Einmaleffektes im Verlauf des Geschäftsjahrs 2011/12 trotz steigender Rohstoffkosten insbesondere durch Erlössteigerungen überkompensieren zu können. Positiv wirkt auch die erstmalige Möglichkeit, in begrenztem Umfang Nicht-Quotenzucker im EU Food Markt zu vermarkten. Die weitere Entwicklung der Exportmöglichkeiten im Geschäftsjahr 2011/12 hängt von den kommenden Entscheidungen der EU-Kommission ab. Daneben bietet der Anstieg der Getreidepreise Zusatzchancen für die Nebenprodukterlöse (Futtermittel).

Im Geschäftsjahr 2011/12 rechnet Südzucker mit einem leichten Umsatzanstieg. Ein verbessertes Zinsergebnis wird zu einem weiteren Anstieg des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit führen. Bei einem unveränderten außerordentlichen Ergebnis durch die erstmalige Anwendung der im Rahmen des BilMoG geänderten Vorschriften zur Bewertung der Pensionsrückstellungen wird dies auch zu einem höheren Jahresüberschuss führen.

Für das Geschäftsjahr 2012/13 wird eine stabile Umsatzentwicklung auf Niveau des Geschäftsjahres 2011/12 erwartet.

Darüber hinaus rechnet Südzucker mit einer Bestätigung des in 2011/12 erwarteten Ergebnisniveaus.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 21. Juli 2011 eine Dividende von 0,55 (0,45) € je Stückaktie vor. Bei einem dividendenberechtigten Kapital von 189,4 (189,4) Mio. € beträgt die Ausschüttungssumme 104,1 (85,2) Mio. €. Die Dividende soll am 22. Juli 2011 ausgezahlt werden.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Laut Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu der SZVG, dem Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V., Würzburg, dessen Landesverbänden und den Rübenanbauern aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen worden sind, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen unserer Gesellschaft im Sinne des § 312 AktG wurden im Berichtsjahr weder getroffen noch unterlassen."

Jahresabschluss der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (HGB)

Bilanz zum 28. Februar 2011

AKTIVA

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(Tsd. €) Anhang 28.2.2011 28.2.2010
Immaterielle Vermögensgegenstände 36.182 43.553
Sachanlagen 210.805 203.364
Finanzanlagen 2.701.319 2.744.575
Anlagevermögen (1) 2.948.306 2.991.492
Vorräte (2) 407.623 454.965
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 492.394 419.005
Wertpapiere (4) 41.029 51.351
Flüssige Mittel 1.735 12.776
Umlaufvermögen 942.781 938.097
Rechnungsabgrenzungsposten (5) 40.875 48.480
3.931.962 3.978.069
PASSIVA
(Tsd. €) Anhang 28.2.2011 28.2.2010
Gezeichnetes Kapital 189.354 189.354
Kapitalrücklage 1.192.936 1.192.936
Gewinnrücklagen 178.018 162.931
Bilanzgewinn 104.149 85.216
Eigenkapital (6) 1.664.457 1.630.437
Sonderposten mit Rücklageanteil (7) 42.215 43.989
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (8) 315.278 293.323
Übrige Rückstellungen (9) 246.403 200.576
Rückstellungen 561.681 493.899
Verbindlichkeiten (10) 1.569.870 1.695.422
Rechnungsabgrenzungsposten (11) 93.739 114.322
3.931.962 3.978.069

Gewinn- und Verlustrechnung 1. März 2010 bis 28. Februar 2011

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(Tsd. €) Anhang 1.3.2010 - 28.2.2011 1.3.2009 - 28.2.2010
Umsatzerlöse (13) 1.302.074 1.253.310
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen (14) -54.562 -66.065
Sonstige betriebliche Erträge (15) 78.804 80.149
Materialaufwand (16) -835.508 -778.936
Personalaufwand (17) -166.235 -181.454
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -42.159 -43.833
Sonstige betriebliche Aufwendungen (18) -210.597 -192.545
Beteiligungsergebnis (19) 127.084 116.998
Zinsergebnis (20) -66.946 -47.261
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 131.955 140.363
Außerordentliches Ergebnis (21) -7.178 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (22) -11.107 -25.994
Sonstige Steuern 5.559 -1.011
Jahresüberschuss 119.229 113.358
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7 7
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -15.087 -28.149
Bilanzgewinn 104.149 85.216

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
(Tsd. €) Stand 1.3.2010 Zugang Umbuchung Abgang Stand 28.2.2011
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Immaterielle Vermögensgegenstände 93.777 2.467 251 269 96.226
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 318.039 6.956 26 3.578 321.443
Technische Anlagen und Maschinen 1.079.622 20.618 2.590 16.260 1.086.570
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.938 7.375 84 6.605 101.792
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.582 6.959 -2.951 200 8.390
Summe Sachanlagen 1.503.180 41.908 -251 26.643 1.518.194
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.482.862 408 0 3.291 3.479.979
Beteiligungen 7.186 46 0 0 7.232
Wertpapiere des Anlagevermögens 40.356 0 0 40.356 0
Sonstige Ausleihungen 139 0 0 62 77
Summe Finanzanlagen 3.530.543 454 0 43.709 3.487.288
Summe Anlagevermögen 5.127.500 44.829 0 70.621 5.101.708

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Abschreibungen
(Tsd. €) Stand 1.3.2010 Jahresabschreibung Umbuchung Abgang Zuschreibung Stand 28.2.2011
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Immaterielle Vermögensgegenstände 50.224 10.085 -4 268 0 60.045
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 213.546 5.237 0 2.549 62 216.172
Technische Anlagen und Maschinen 998.785 20.758 11 15.790 37 1.003.705
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.485 6.079 -7 6.059 0 87.512
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 1.299.816 32.074 4 24.398 99 1.307.389
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 785.968 0 0 0 0 785.968
Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 785.968 0 0 0 0 785.968
Summe Anlagevermögen 2.136.008 42.159 0 24.666 99 2.153.402

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Buchwerte
(Tsd. €) Stand 28.2.2011 Stand 28.2.2010
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 36.182 43.553
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 105.272 104.493
Technische Anlagen und Maschinen 82.864 80.836
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.280 13.453
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.390 4.582
Summe Sachanlagen 210.805 203.364
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.694.010 2.696.894
Beteiligungen 7.232 7.186
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 40.356
Sonstige Ausleihungen 77 139
Summe Finanzanlagen 2.701.319 2.744.575
Summe Anlagevermögen 2.948.306 2.991.492

Anhang

Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften

Der Jahresabschluss der Südzucker AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes aufgestellt, wobei die Änderungen und Ergänzungen des HGB durch das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) erstmals im Geschäftsjahr 2010/11 hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung einschlägig waren. Soweit sich durch das BilMoG Änderungen bei Ansatz und Bewertung von Bilanzpositionen ergeben haben, wurden die Vorjahresbeträge nicht an die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden angepasst, deshalb ist die Vergleichbarkeit eingeschränkt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) bzw. Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden im Anhang regelmäßig in Klammern dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Auf fremde Währung lautende kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Kursgewinne bzw. Kursverluste aufgrund abweichender Devisenkassamittelkurse zwischen dem Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der degressiven oder linearen Methode.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode abgeschrieben.

Für ab dem 1. Januar 2001 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 20 % verrechnet. Für ab dem 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal 30 % verrechnet.

Für nach dem 31. Dezember 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 25 % verrechnet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt zu dem Zeitpunkt, in dem der auf die Restnutzungsdauer in gleichen Jahresbeträgen verteilte Restbuchwert zu höheren Abschreibungsquoten führt.

Für ab dem 1. März 2010 angeschaffte bzw. hergestellte Wirtschaftsgüter kam ausschließlich die lineare Methode zum Ansatz. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 S.1 EGHGB wird ausgeübt.

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, sofern ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € nicht übersteigen. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € aber nicht 1.000 € übersteigt, wurden Sammelposten gebildet. Sammelposten werden einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Immaterielle Vermögensgegenstände 2 bis 9 Jahre
Gebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Sonderposten mit Rücklageanteil für Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Abschreibungen und Sonderabschreibungen sowie den linearen oder degressiven Normalabschreibungen wurden bis zum Geschäftsjahr 2009/10 gebildet.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet.

Die Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Geschäftsjahresende.

Niedrigeren beizulegenden Werten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß den Grundsätzen der Einzel- bzw. Festbewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Darüber hinaus wird bei eingeschränkter Verwertbarkeit jeweils ein angemessener Bewertungsabschlag vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt gemäß §§ 253 bis 256 HGB zu Herstellungskosten bzw. zu den vom Verkaufspreis abgeleiteten erzielbaren Reinerlösen unter Beachtung des Prinzips einer verlustfreien Bewertung. Dabei wird die FIFO-Methode bei der Bewertung der fertigen Erzeugnisse angewandt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für Zucker werden der Werteverzehr des Anlagevermögens, die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt.

Die Bilanzierung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Geschäftsjahresende.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bzw. gegebenenfalls abgezinst bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden in Höhe des geschätzten Ausfallrisikos einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Unentgeltlich zugeteilte CO2 -Emissionszertifikate werden mit einem Anschaffungswert von Null, entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert. Sofern die CO2 -Emissionen die zugeteilten Zertifikate überschreiten, werden Rückstellungen in Höhe der Anschaffungskosten der Zertifikate gebildet.

Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Bis zum 28. Februar 2010 wurden Sonderposten mit Rücklageanteil für Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Abschreibungen und Sonderabschreibungen sowie den linearen oder degressiven Normalabschreibungen gebildet. Darüber hinaus wurden bis zum 28. Februar 2010 Sonderposten für Rücklagen gemäß § 6b EStG gebildet.

Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 S. 1 EGHGB wird ausgeübt.

Der zum 28. Februar 2010 bestehende Sonderposten für Rücklagen gemäß § 6b EStG wurde im Geschäftsjahr 2010/11 in vollem Umfang in Anspruch genommen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei wurde von einer künftigen Gehaltssteigerung von 2,75 %, von einem Beitragsbemessungsgrenze-Trend von 2,75 %, einer künftigen Rentensteigerungsrate von 2,00 % und einer Fluktuation von 1,00 % ausgegangen. Bei der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 28. Februar 2011 wurde ein Rechnungszins von 5,15 % zugrunde gelegt. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und zum 31. Januar 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Personalaufwand und Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit vorhandenen Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) verrechnet, das mit dem Zeitwert bilanziert wurde. Bei dem Zeitwert des Deckungsvermögens handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert der Rückdeckungsversicherung, der den historischen Anschaffungskosten entspricht. Mit der erstmaligen Anwendung der im Rahmen von BilMoG geänderten Vorschriften zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2010/11 nimmt die Südzucker AG das Wahlrecht in Anspruch, den Zuführungsbetrag nach Artikel 61 Abs.1 Satz 1 EGHGB in Höhe von 94,7 Mio. € anzusammeln und über 15 Jahre linear zu verteilen.

Übrige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ferner werden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen gebildet, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden sowie Rückstellungen für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Die Bemessung der übrigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden auch steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Südzucker AG von derzeit 29,1 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz beinhaltet Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Sofern die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern überwiegen, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine aktiven latenten Steuern zu bilanzieren. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Das Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten wird nicht in Anspruch genommen.

Forschungskosten werden als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bildung von Bewertungseinheiten bei Sicherungsinstrumenten

Sicherungsinstrumente werden als eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft betrachtet, sofern die Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt ist. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwertes keine Rückstellung gebildet. Für die Angabe der Marktwerte wird der Betrag herangezogen, der der Südzucker AG bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts zum Bilanzstichtag zu- bzw. abfließen würde. Da die Sicherungsgeschäfte marktübliche, handelbare Finanzinstrumente umfassen, wird der Marktwert aus Marktnotierungen ohne Verrechnung mit etwaigen gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften abgeleitet.

Soweit sich aus der Verrechnung eine Wertänderung von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten ergibt, die sich auf das abgesicherte Risiko bezieht, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für Bewertungseinheiten gebildet. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Einzelheiten zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im vorstehenden Anlagespiegel dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte.

Die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen verminderten sich um 2,9 Mio. € auf 2.694,0 (2.696,9) Mio. € im Wesentlichen infolge eines Verkaufs.

Der Posten Wertpapiere des Anlagevermögens wurde im Geschäftsjahr 2010/11 vollständig in das Umlaufvermögen umgegliedert (40,4 Mio. €).

Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen; im Vorjahr betrugen diese 0,1 Mio. €.

(2) Vorräte

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(Tsd. €) 28.2.2011 28.2.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 70.952 64.427
Unfertige Erzeugnisse 107.829 113.450
Fertige Erzeugnisse, Waren 228.842 277.088
407.623 454.965

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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(Tsd. €) 28.2.2011 28.2.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.128 56.049
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.246 1.447
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 390.857 284.797
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 135.887 40.887
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 92 46.427
Sonstige Vermögensgegenstände 39.317 31.732
492.394 419.005

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 9,0 (9,0) Mio. € einzelwertberichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Finanzforderungen infolge von Konzern-Darlehen in Höhe von 245,9 (150,9) Mio. € sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 44,3 (52,9) Mio. € sowie sonstige Forderungen aus Verrechnungskonten von 100,7 Mio.€.

Der deutliche Rückgang der Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, begründet sich aus dem im Geschäftsjahr 2010/11 begonnenen konzerninternen Factoring.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus zugekauften CO2 -Emissionszertifikaten sowie Energiesteuer-Erstattungsansprüchen.

(4) Wertpapiere

Die zum 28. Februar 2011 gehaltenen Wertpapiere betreffen im Wesentlichen die aus dem Anlagevermögen umgegliederten festverzinslichen Wertpapiere.

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Zinsaufwendungen sowie die abgegrenzte Optionsprämie aus der Begebung der Wandelanleihe.

(6) Eigenkapital

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(Tsd. €) 1.3.2010 Dividende für 2009/10 Jahresüberschuss 28.2.2011
Gezeichnetes Kapital 189.354 189.354
Kapitalrücklage 1.192.936 1.192.936
Andere Gewinnrücklagen 162.931 15.087 178.018
Bilanzgewinn 85.216 -85.209 104.142 104.149
1.630.437 -85.209 119.229 1.664.457

Zum 28. Februar 2011 beträgt das gezeichnete Kapital 189,4 Mio. € und ist in 189.353.608 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt.

Die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/ Niederlande hat am 30. Juni 2009 eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 283,45 Mio. € und mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2016 begeben. Die damit verbundene Optionsprämie in Höhe von 52,3 Mio. € wurde in der Kapitalrücklage im Eigenkapital erfasst. Bislang wurden keine Wandlungsrechte geltend gemacht.

Nach Einstellung von 15,1 (28,2) Mio. € aus dem Jahresüberschuss erhöhten sich die anderen Gewinnrücklagen von 162,9 Mio. € auf 178,0 Mio. €.

Die Südzucker AG hat keine Bilanzierungswahlrechte in Anspruch genommen, die eine Ausschüttungssperre auslösen.

(7) Sonderposten mit Rücklageanteil

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(Tsd. €) 28.2.2011 28.2.2010
Steuerliche Sonderabschreibungen 42.215 39.782
Rücklage gem. § 6b EStG i.V. m. § 273 S. 2 HGB 0 4.207
42.215 43.989

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 6,0 (3,2) Mio. € enthalten.

(8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten und Anwartschaften ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) in Höhe von 2,4 Mio. € verrechnet. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert von Rückdeckungsversicherungen; dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Mit der erstmaligen Anwendung der im Rahmen von BilMoG geänderten Vorschriften zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2010/11 nimmt die Südzucker AG das Wahlrecht in Anspruch, den Zuführungsbetrag nach Artikel 61 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Höhe von 94,7 Mio. € anzusammeln und über 15 Jahre linear zu verteilen. Nach außerordentlichen Aufwendungen aus der Sonderzuführung im Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von 6,3 Mio. € verbleibt für die nächsten Jahre ein außerordentlicher Zuführungsbedarf von 88,4 Mio. €.

(9) Übrige Rückstellungen

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(Tsd. €) 28.2.2011 28.2.2010
Steuerrückstellungen 72.406 69.257
Sonstige Rückstellungen 173.997 131.319
246.403 200.576

Die Steuerrückstellungen enthalten Beträge für das Berichtsjahr und für noch nicht durch die steuerliche Außenprüfung abgeschlossene Zeiträume.

Die sonstigen Rückstellungen umfassten im Wesentlichen Verpflichtungen aus den Werksschließungen, für Personalaufwendungen, Aufwendungen für Rübenerdeausfuhr und Rekultivierung von Schlammteichen bzw. Erdarbeiten zur Bodenbearbeitung und -verbesserung sowie Prozessrisiken.

Darüber hinaus bestanden Rückstellungen für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, die durch Maßnahmen in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde für bereits abgeschlossene und zum Bilanzstichtag fest vereinbarte Altersteilzeitverträge gebildet. Sie beinhaltet Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

(10) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (HGB) zum 28.2.2011:

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davon Restlaufzeit
(Tsd. €) bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 154.596 4.096 150.500 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 243.839 243.823 16 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.091.623 444.173 364.000 283.450
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.050 1.050 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 78.762 78.762 0 0
- davon aus Steuern 3.077 3.077 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 11.222 11.222 0 0
1.569.870 771.904 514.516 283.450

Verbindlichkeiten der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (HGB) zum 28.2.2010:

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davon Restlaufzeit
(Tsd. €) bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 154.526 4.026 150.500 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 243.750 243.734 16 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.216.390 352.940 580.000 283.450
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 80.756 80.756 0 0
- davon aus Steuern 3.624 3.624 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 14.220 14.220 0 0
1.695.422 681.456 730.516 283.450

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthielten mit 150,5 Mio. € das Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit bis 15. April 2014.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden Verpflichtungen gegenüber den Rübenanbauern von 196,1 (206,7) Mio. € ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.091,6 (1.216,4) Mio. € beinhalten im Wesentlichen die Finanzmittelaufnahmen in Höhe von 647,5 (863,5) Mio. € bei der Südzucker International Finance B.V., Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 369,3 (280,0) Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22,5 (33,5) Mio. €

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen, Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.

(11) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe wurde in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren um den anteiligen Buchwert der Zusatzquote verrechnet, mit insgesamt 153,3 Mio. € passiv abgegrenzt und wird bis 2014/15 ratierlich erfolgswirksam aufgelöst. Der zum Stichtag abgegrenzte Betrag umfasst 93,7 (114,3) Mio. €.

(12) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und derivative Finanzinstrumente

Die aus Mietverträgen für Büroräume und Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Betriebspacht resultierenden jährlichen Verpflichtungen belaufen sich auf 4,7 (9,3) Mio. €; davon betreffen 1,5 (2,8) Mio. € verbundene Unternehmen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus offenen Bestellungen betrugen zum Bilanzstichtag 15,4 (16,2) Mio. €.

Zu Gunsten der Gläubiger der von der Südzucker Finance B.V. begebenen Anleihen hat die Südzucker AG Garantien über insgesamt 783,4 (1.083,4) Mio. € und im Falle der Hybrid-Anleihe eine nachrangige Garantie in Höhe von 700,0 (700,0) Mio. € abgegeben. Die Abgabe einer weiteren Garantie erfolgte zu Gunsten der Gläubiger der BENEO Orafti Chile S.A. für eine Kreditlinie von maximal 25,0 Mio. USD; zum Bilanzstichtag war die Kreditlinie seitens der Gesellschaft mit 11,0 Mio. USD in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus den begebenen Garantien wird derzeit nicht erwartet.

Für eine Anlage in ein variabel verzinsliches Wertpapier hat die Südzucker AG einen Zins-Swap mit einem Volumen von 20 Mio. € abgeschlossen, um sich einen festen Zinssatz zu sichern. Das Grundgeschäft (Wertpapieranlage) und das Sicherungsinstrument (Zins-Swap) werden als eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwertes keine Rückstellung gebildet. Am Bilanzstichtag hatte der Zins-Swap einen negativen Marktwert von 0,3 Mio. €. Das Sicherungsgeschäft hat eine Laufzeit bis zum 19. September 2012.

Für die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 150,5 Mio. € hat die Südzucker AG einen Zins-Swap mit einem Volumen von 105,0 Mio. € abgeschlossen, um sich einen festen Zinssatz zu sichern. Das Grundgeschäft (Darlehensaufnahme) und das Sicherungsinstrument (Zins-Swap) werden als eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) betrachtet, da die Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt ist. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwertes keine Rückstellung gebildet. Am Bilanzstichtag hatte dieser Zins-Swap einen negativen Marktwert von 1,1 Mio. €. Das Sicherungsinstrument hat eine Laufzeit bis zum 15. April 2014.

Am 27. Februar 2012 wird die Anleihe der Südzucker Finance B.V. mit einem Nominalvolumen von 500 Mio. € fällig. Für den Fall einer notwendigen Anschlussfinanzierung in 2012 mit einem variablen Kupon hat die Südzucker AG aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus im September 2010 einen Zins-Swap für ein Volumen von 200 Mio. € abgeschlossen, um sich einen festen Zinssatz zu sichern. Das Grundgeschäft (Darlehensaufnahme in der Zukunft) und das Sicherungsinstrument (Zins-Swap) werden als eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge) betrachtet, da die Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt ist. Bei der Anschlussfinanzierung handelt es sich um eine zukünftige Transaktion, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten wird. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwertes keine Rückstellung gebildet. Am Bilanzstichtag hatte dieser Zins-Swap einen positiven Marktwert von 8,2 Mio. €. Das Sicherungsinstrument hat eine Laufzeit bis zum 27. Februar 2017.

Bei diesen drei Sicherungsbeziehungen stimmen die wesentlichen wertbestimmenden Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft überein, weshalb davon ausgegangen wird, dass sich die gegenläufigen Zahlungsströme in Zukunft vollständig ausgleichen werden.

Die Übereinstimmung dieser Parameter wird prospektiv überprüft und im Rahmen des Risikomanagementsystems wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung regelmäßig beurteilt.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine US-Dollar-Währungstermingeschäfte sowie Zuckerterminkontrakte.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

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(Tsd. €) 2010/11 2009/10
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Eigenerzeugnisse 1.084.743 1.146.320
- davon Zucker 968.829 1.039.735
- davon Sonstige Erlöse 115.914 106.585
Leistungserlöse 68.508 48.374
Handelswarenerlöse 148.823 58.616
- davon Zucker 118.808 26.203
- davon Sonstige Erlöse 30.015 32.413
1.302.074 1.253.310
Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten
Deutschland 960.667 896.703
EU 289.948 321.301
Ausland 51.459 35.306
1.302.074 1.253.310

(14) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

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(Tsd. €) 2010/11 2009/10
Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -57.367 -68.069
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.805 2.004
-54.562 -66.065

(15) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 7,8 (15,0) Mio. €, die im Wesentlichen aus Buchgewinnen sowie der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Daneben sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 24 (6) Tsd. € enthalten.

(16) Materialaufwand

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(Tsd. €) 2010/11 2009/10
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 762.437 732.600
Aufwendungen für bezogene Leistungen 73.071 46.336
835.508 778.936

(17) Personalaufwand

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(Tsd. €) 2010/11 2009/10
Löhne und Gehälter 124.203 129.033
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 42.032 52.421
- davon für Altersversorgung 18.647 26.329
166.235 181.454

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Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter 2010/11 2009/10
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.100 1.117
Angestellte 1.022 1.019
Auszubildende 186 195
2.308 2.331

(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 33,5 (11,5) Mio. €. Daneben sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 48 (13) Tsd. € enthalten.

(19) Beteiligungsergebnis

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(Tsd. €) 2010/11 2009/10
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 101.967 98.966
Erträge aus Beteiligungen 25.118 18.039
- davon aus verbundenen Unternehmen 23.178 17.024
- davon aus sonstigen Beteiligungen 1.940 1.015
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -1 -7
127.084 116.998

(20) Zinsergebnis

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(Tsd. €) 2010/11 2009/10
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 509 7.114
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.289 13.784
- davon aus verbundenen Unternehmen 7.216 5.009
- davon aus Aufzinsung von Forderungen 0 4.311
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -80.744 -68.159
- davon an verbundene Unternehmen -36.036 -50.950
-66.946 -47.261

Neben Erträgen aus der Aufzinsung von langfristigen Forderungen im Vorjahr sind im Geschäftsjahr im Zinsergebnis auch Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Verpflichtungen in Höhe von 21,3 Mio. € erfasst. Diese resultieren maßgeblich aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (20,0 Mio. €) bzw. langfristigen Personalrückstellungen.

Bis zum Geschäftsjahr 2010/11 war die Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen vollständig in den Personalaufwendungen enthalten.

(21) Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Aufwendungen von 7,2 (0,0) Mio. € ist durch die erstmalige Anwendung der im Rahmen des BilMoG geänderten Vorschriften zur Bewertung der langfristigen Rückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, entstanden.

(22) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen ausschließlich laufende Steuern und betreffen vollumfänglich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Aus den im Vergleich zur Steuerbilanz höheren Wertansätzen in der Handelsbilanz für Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen, übrigen Rückstellungen sowie aus nutzbaren Zins- und Verlustvorträgen resultieren insgesamt aktive latente Steuern in Höhe von 102,1 Mio. €. Dem stehen passive latente Steuern von 14,4 Mio. € aus höheren Wertansätzen von Finanzanlagen und dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Handelsbilanz gegenüber. Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern; auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein theoretischer Steuersatz von 29,125 % unterstellt. Die tatsächliche Steuerquote beträgt 8,4 %. Die Abweichungen zwischen dem theoretischen Steuersatz und der Steuerquote resultieren überwiegend aus Steuerminderungen aus steuerfreien Erträgen von 110,7 Mio. € und Steuererhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen von 47,8 Mio. €.

(23) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich auf 16,4 (15,9) Mio. € und wurden vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

(24) Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2010/11 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 2,6 (2,9) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 43 (38) % der Barbezüge; sie berechnet sich nach der von der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihrer Hinterbliebenen wurden insgesamt 24,5 (25,9) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen betrugen 2,6 (2,5) Mio. €. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf 1,4 (1,1) Mio. €. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht im Lagebericht angegeben.

(25) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen kommt die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, in Betracht, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Eine nahe stehende Person stellt des Weiteren das Südzucker Unterstützungswerk, Frankenthal/Pfalz (SUW), dar, dessen Stiftungsvermögen zur Unterstützung von Mitarbeitern und Rentnern von Südzucker in besonderen Notfallsituationen und für soziale Zwecke verwendet wird. Dem Stiftungsrat gehören u. a. Mitglieder des Vorstands der Südzucker AG an. Auf den für die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt und das SUW bei der Südzucker AG geführten Konten wurden im Geschäftsjahr 2010/11 Zahlungseingänge aus Dividenden und Zinsen aus dem laufenden Geschäftsverkehr verbucht. Über die Verzinsung dieser Konten bestehen Vereinbarungen mit marktüblichen Konditionen. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten der Südzucker AG gegenüber der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, 1,5 (1,3) Mio. € und dem SUW 6,2 (6,3) Mio. €.

Die Südzucker AG und ihre konsolidierten Tochtergesellschaften einschließlich der Tochtergesellschaften, mit denen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge bestehen, die Joint Venture Gesellschaften und assoziierte Unternehmen stehen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in Beziehung. Die Geschäftsbeziehungen unter diesen Gesellschaften werden wie unter fremden Dritten abgewickelt.

(26) Aufsichtsrat und Vorstand

AUFSICHTSRAT

Dr. Hans-Jörg Gebhard

Vorsitzender

Eppingen

Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

CropEnergies AG, Mannheim
VK Mühlen AG, Hamburg

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)
Freiberger Holding GmbH, Berlin
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich
SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (Vorsitzender)
Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich

Dr. Christian Konrad

Stv. Vorsitzender

Wien, Österreich

Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

BAYWA AG, München

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich
RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich
Siemens Österreich AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)
SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt

Konzernmandate*)

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
Do & Co Restaurants und Catering Aktiengesellschaft, Wien, Österreich
KURIER Redaktionsgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender)
KURIER Zeitungsverlag und Druckerei Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender)
LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg.Gen.m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender)
RAIFFEISENLANDESBANK NIEDERÖSTERREICH-WIEN AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
UNIQA Versicherungen AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)

Franz-Josef Möllenberg

Stv. Vorsitzender

Rellingen

Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

CropEnergies AG, Mannheim

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt/Main

Dr. Ralf Bethke

Deidesheim

Ehem. Vorsitzender des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

K+S Aktiengesellschaft, Kassel (Vorsitzender)

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Benteler International AG, Salzburg, Österreich
Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG, Pullach (Vorsitzender)
SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt

Ludwig Eidmann

Groß-Umstadt

Vorstandsvorsitzender der SZVG Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG und Vorsitzender des Verbands der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V.

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich

Dr. Jochen Fenner

Gelchsheim

Vorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e.V.

Manfred Fischer**)

Feldheim

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt

Erwin Hameseder

Mühldorf/Österreich

Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien

Konzernmandate*)

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)
LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriften GmbH & Co. KG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
NÖM AG, Baden, Österreich (Vorsitzender)
NÖM International AG, Baden, Österreich (Stv. Vorsitzender)
Raiffeisen Bank International AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)
Raiffeisen Bausparkasse Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (2. stv. Vorsitzender)
Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien, Österreich
STRABAG SE, Spittal, Österreich (Stv. Vorsitzender)
UNIQA Versicherungen AG, Wien, Österreich
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)

Hans Hartl**)

Ergolding

Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Bayern

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

BATIG Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Hamburg
Brau Holding International GmbH & Co. KGaA, München (Stv. Vorsitzender)
British American Tobacco (Germany) GmbH, Hamburg
British American Tobacco (Industrie) GmbH, Hamburg

Reinhold Hofbauer**)

Deggendorf

Betriebsratsvorsitzender Werk Plattling der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt

Wolfgang Kirsch

Königstein

Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Banco Cooperativo Español S.A., Madrid, Spanien
Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt/Main
Österreichische Volksbanken-AG, Wien, Österreich
SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt

Konzernmandate

Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall (Vorsitzender)
R+V Versicherung AG, Wiesbaden (Vorsitzender)
Union Asset Management Holding AG, Frankfurt a. Main (Vorsitzender)

Georg Koch

Wabern

Vorsitzender des Vorstands Verband der Zuckerrübenanbauer Kassel e.V.

Klaus Kohler**)

Bad Friedrichshall

Betriebsratsvorsitzender Werk Offenau der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt

Erhard Landes

Donauwörth

Vorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V.

Bernd Maiweg**)

Gütersloh

Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Dr. Arnd Reinefeld**)

(bis 28. Februar 2011)

Offstein

Leiter der Werke Groß-Gerau, Offenau und Offstein der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt

Joachim Rukwied

Eberstadt

Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

AGRA-EUROPE Presse- und Informationsdienst GmbH, Bonn
Buchstelle Landesbauernverband Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart

Ronny Schreiber**)

Einhausen

Betriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt

Franz-Rudolf Vogel**)

Worms

Betriebsratsvorsitzender Werk Offstein der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt

Wolfgang Vogl

(seit 1. März 2011)

Bernried

Leiter der Werke Plattling und Rain Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt

Roland Werner**)

Saxdorf

Betriebsratsvorsitzender Werk Brottewitz der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt

*) Konzernmandate im Südzucker-Konzern und im Konzern der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien

**) Arbeitnehmervertreter

Vorstand

Dr. Wolfgang Heer (Sprecher)

Ludwigshafen

Ressorts

Zuckerverkauf
Strategische Unternehmensplanung/ Konzernentwicklung/Beteiligungen
Öffentlichkeitsarbeit
Organisation/IT
Lebensmittelrecht/Verbraucherpolitik/Qualitätssicherung
Personal- und Sozialangelegenheiten
Marketing
Revision

Konzernmandate

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
BENEO GmbH, Mannheim
Freiberger Holding GmbH, Berlin (Vorsitzender)
PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich
Südzucker Polska S.A., Breslau, Polen (Stv. Vorsitzender)
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)

Dr. Thomas Kirchberg

Ochsenfurt

Ressorts

Agrarpolitische Aufgaben
Rüben
Futtermittel/Nebenprodukte
Landwirtschaftliche Betriebe/Rohstoffmärkte
Forschung und Entwicklung im landwirtschaftlichen Bereich

Konzernmandate

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
BENEO GmbH, Mannheim
BGD Bodengesundheitsdienst GmbH, Mannheim (Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich (Vorsitzender)
Südzucker Moldova S.A., Drochia, Moldawien (Vorsitzender)
Südzucker Polska S.A., Breslau, Polen (Vorsitzender)
Südzucker Verwaltungs GmbH, Regensburg (Vorsitzender)

Thomas Kölbl

Mannheim

Ressorts

Finanzen, Rechnungswesen
Investor Relations, Compliance
Betriebswirtschaft/Controlling
Operative Unternehmensplanung
Steuern
Rechtsangelegenheiten
Liegenschaften/Versicherungen
Einkauf Hilfs- und Betriebsstoffe

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart

Konzernmandate

AGRANA Bioethanol GmbH, Wien, Österreich
AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, Österreich
AGRANA J & F Holding GmbH, Wien, Österreich
AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich
AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich
BENEO GmbH, Mannheim
CropEnergies AG, Mannheim
Freiberger Holding GmbH, Berlin
Mönnich GmbH, Kassel (Vorsitzender)
PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland, Niederlande (Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich
Südzucker Polska S.A., Breslau, Polen
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender)

Prof. Dr. Markwart Kunz

Worms

Ressorts

Produktion/Technik
Forschung/Entwicklung/Services
Einkauf Investitions-/Instandhaltungsgüter und Dienstleistungen
Functional Food
Bioethanol

Konzernmandate

BENEO GmbH, Mannheim (Vorsitzender)
CropEnergies AG, Mannheim (Stv. Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien (Vorsitzender)
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich (Stv. Vorsitzender)
Südzucker Polska S.A., Breslau, Polen
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim
Zuckerforschung Tulln Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich

Dipl. Ing. Johann Marihart

Limberg, Österreich

Ressorts

Vorsitzender des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG
Nachwachsende Rohstoffe
Stärke
Frucht

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

BBG Bundesbeschaffungsges. m. b. H., Wien, Österreich
LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs-AG, Wien, Österreich
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Wien, Österreich (Stv. Vorsitzender)
Österreichische Nationalbank AG, Wien, Österreich
Ottakringer Getränke AG, Wien, Österreich
Spanische Hofreitschule - Bundesgestüt Piber, Wien, Österreich (Vorsitzender)
TÜV Austria Holding AG, Wien, Österreich (Vorsitzender)
Universität für Bodenkultur, Wien, Österreich

Konzernmandate

AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender)
AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender)
BENEO GmbH, Mannheim
Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender)
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel, Belgien
Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich
Zuckerforschung Tulln Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich (Vorsitzender)

(27) Weitere Angaben

Die Anteilsbesitzliste ist als Bestandteil des Anhangs zu diesem Jahresabschluss als Anlage beigefügt. Ab dem Geschäftsjahr 2010/11 werden bei den deutschen Beteiligungen das Eigenkapital sowie das Jahresergebnis einheitlich nach HGB angegeben. Sofern mit der betreffenden Beteiligung ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, wird das Jahresergebnis mit Null angegeben.

Für die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz und den treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung von 55 % des gezeichneten Kapitals. Von der Zucker Invest GmbH, Tulln/Österreich, werden weitere 10,01 % des gezeichneten Kapitals gehalten.

Ferner hat die BlackRock Inc., New York/USA, der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie nunmehr weniger als 3 % des gezeichneten Kapitals hält; die Mitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG an die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt am 20. Juli 2010 lautet wie folgt:

"Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, hat am 15. Juli 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der Südzucker AG unterschritten und betrug zu diesem Tag 2,92 % (5.522.940 Stimmrechte). Diese 2,92 % (5.522.940 Stimmrechte) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 iVm Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, Delaware, USA, hat am 15. Juli 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der Südzucker AG unterschritten und betrug zu diesem Tag 2,92 % (5.522.940 Stimmrechte). Diese 2,92 % (5.522.940 Stimmrechte) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 iVm Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., New York, USA, hat am 15. Juli 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der Südzucker AG unterschritten und betrug zu diesem Tag 2,96 % (5.610.113 Stimmrechte). Diese 2,96 % (5.610.113 Stimmrechte) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 iVm Satz 2 WpHG zuzurechnen."

(28) Aufwendungen für Leistungen des Abschlussprüfers

Für Leistungen des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind im Geschäftsjahr 2010/11 für die Südzucker AG folgende Aufwendungen angefallen:

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(Tsd. €) 2010/11 2009/10
Abschlussprüfungsleistungen 531 573
Steuerberatungsleistungen 6 24
Andere Bestätigungsleistungen 45 14
582 611

(29) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 25. November 2010 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Sie ist im Internet auf unserer Internetseite www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/ zugänglich gemacht.

(30) Vorschlag für die Gewinnverwendung

Der Bilanzgewinn der Südzucker AG beträgt 104,1 (85,2) Mio. €. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,55 (0,45) € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

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(in €) 2010/11 2009/10
Ausschüttung einer Dividende von 0,55 € je Aktie auf 189.353.608 Stückaktien 104.144.484,40 85.209.123,60
Vortrag auf neue Rechnung 4.084,98 6.734,54
Bilanzgewinn 104.148.569,38 85.215.858,14

Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei Ausschüttung von 0,55 € je dividendenberechtigter Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Auszahlung der Dividende soll am 22. Juli 2011 erfolgen.

Anlage zum Anhang: Anteilsbesitzliste

Konsolidierungskreis und Anteilsbesitzliste des Konzerns der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim zum 28. Februar 2011 (Angaben gemäß § 313 Abs. 2 und § 285 Nr. 11 HGB)

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Sitz Land SZ-Anteil (o/o) mittelbar

%
Eigenkapital

in Mio. €
Ergebnis nach Steuern

in Mio. €
I. Verbundene Unternehmen
Segment Zucker
- Zucker Belgien
Raffinerie Tirlemontoise S.A. Brüssel Belgien 99,41 1.188,46 108,42
Tiense Suikerraffinaderij Services g.c.v. Brüssel Belgien 100,00 958,80 30,33
- Zucker Frankreich
Saint Louis Sucre S.A. Paris Frankreich 99,76 43,40 12,22
Société Française d'Organisation et de Participations "S.F.O.P." Paris Frankreich 100,00 15,95 0,07
- Zucker Österreich
AGRANA Zucker GmbH Wien Österreich 100,00 262,53 26,43
AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 5,28 0,33
- Zucker Polen
Südzucker Polska S.A. Breslau Polen 96,65 167,02 60,89
Cukrownia Pustkow S.A. w likwidacji Pszenno Polen 96,58 10,71 0,37
- Zucker Rumänien
S.C. AGRANA Romania S.A. Bukarest Rumänien 91,33 16,55 -1,43
- Zucker Slowakei
Slovenské Cukrovary s.r.o. Sered Slowakei 100,00 24,14 3,58
- Zucker Tschechien
Moravskoslezské Cukrovary A.S. Hrusovany Tschechien 97,66 61,09 7,80
- Zucker Ungarn
AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. Budapest Ungarn 100,00 5,42 -0,25
Biogáz Fejleszto Kft. Kaposvár Ungarn 100,00 -0,11 -0,11
Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság Budapest Ungarn 100,00 1,40 -0,06
Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt Budapest Ungarn 87,56 79,70 5,72
- Zucker Bulgarien
AGRANA Bulgaria AD Sofia Bulgarien 100,00 0,02 0,01
AGRANA Trading EOOD Sofia Bulgarien 100,00 0,32 0,06
- Zucker Bosnien
AGRANA BIH Holding GmbH Wien Österreich 100,00 13,14 -0,01
- Zucker Moldawien
Agro-SZM S.R.L. Drochia Moldawien 99,94 -3,24 -0,74
Südzucker Moldova S.A. Drochia Moldawien 83,64 40,01 9,67
- Zucker Übrige
AGRANA Beteiligungs-AG Wien Österreich 0,55 37,75 574,02 34,01
Agrar und Umwelt AG Loberaue Rackwitz 100,00 17,69 1,76
Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen Produkten Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 0,53 0,00
AHG Agrar-Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 * 1)
AIH Agrar-Industrie-Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,21 0,00
BGD Bodengesundheitsdienst GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 * 1)
Brüder Hernfeld Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 2,72 0,52
INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. Wien Österreich 66,67 7,80 1,32
James Fleming & Co. Ltd. Midlothian Großbritannien 100,00 9,61 1,25
Mönnich GmbH Kassel Deutschland 100,00 3,15 * 1)
Rafti BV Wijchen Niederlande 100,00 11,99 2,73
Raftir Nederland Beheer B.V. Groningen Niederlande 100,00 6,66 0,04
Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken Verwaltungsgesellschaft mbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00
S.O.G.E.L.A.F. SARL Paris Frankreich 100,00 32,45 0,14
Südprojekt Silo und Logistik GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland 100,00 27,27 7,17
Südzucker Hellas E.P.E. Athen Griechenland 100,00 0,32 0,33
Südzucker Holding GmbH Mannheim Deutschland 100,00 708,72 * 1)
Sudzucker Ibérica, S.L.U. Barcelona Spanien 100,00 1,59 1,03
Südzucker International Finance B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 6,86 1,32
Südzucker Tiefkühl-Holding GmbH Ochsenfurt Deutschland 100,00 559,08 * 1)
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH Mannheim Deutschland 51,00 0,93 0,88
Tiense Suikerraffinaderij Nederland Holding B.V. Wijchen Niederlande 100,00 2,56 -0,06
Wolteritzer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland 100,00 0,16 * 1)
W.T. Mather Ltd. Lancashire Großbritannien 100,00 3,10 0,00
Zschortauer Agrar GmbH Rackwitz Deutschland 100,00 0,03 * 1)
Zschortauer Futtermittel GmbH Rackwitz Deutschland 74,00 1,20 0,14
Nougat Chabert & Guillot SA Montelimar Frankreich 99,75 3,12 -0,293)
Montelimar Provence (CI) S. C. I. Montelimar Frankreich 99,98 3)
S.C.I. DU MARI NET Upie Frankreich 100,00 3)
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG Wien Österreich 50,00 384,38 25,713)
Z & S Zucker und Stärke Holding AG Wien Österreich 100,00 3)
Segment Spezialitäten
-BENEO
BENEO GmbH Mannheim Deutschland 100,00 169,98 * 1)
BENEO Inc. Morris Plains USA 100,00 5,52 0,85
BENEO-Orafti Asia Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00 0,61 0,10
BENEO-Orafti Latinoamerica Coordenaçao Regional Ltda. Moema, Sao Paulo Brasilien 100,00 0,12 0,06
BENEO-Orafti S.A. Oreye Belgien 100,00 156,21 -3,94
BENEO-Palatinit Asia-Pacific Pte Ltd Singapur Singapur 100,00 1,81 0,13
BENEO-Palatinit GmbH Mannheim Deutschland 15,00 85,00 93,58 * 1)
Orafti Chile S.A. Pemuco Chile 100,00 197,21 4,86
Orafti Espana S.L. Barcelona Spanien 100,00 0,89 0,21
REMY ITALIA S.P.A. Confienza (PV) Italien 66,70 0,78 0,24
BENEO-Remy N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 100,00 92,26 -0,603)
Nutriz N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 77,45 3)
Veniremy N.V. Wijgmaal (Leuven) Belgien 100,00 3)
- Freiberger
Freiberger Holding GmbH Berlin Deutschland 10,00 90,00 122,35 * 1)
Alberto Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,03 0,00
Favorit Lebensmittel-Vertriebs GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,05 0,01
Feinschmecker Eiscreme und Tiefkühlkost GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,08 0,01
Feinschmecker Feinkost GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,07 0,00
Fiesta Fine Foods Ltd. Westhoughton Großbritannien 100,00 0,56 0,00
Freiberger France S.A.R.L. St. Didier au Mont d'Or Frankreich 100,00 0,04 2,63
Freiberger GmbH Berlin Deutschland 100,00 0,03 0,00
Freiberger Lebensmittel GmbH Berlin Deutschland 100,00 4,61 * 1)
Freiberger LebensMittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Berlin 100,00 51,58 * 2)
Freiberger Polska Sp.z o.o. Warschau Polen 100,00 0,01 1,12
Freiberger UK Ltd. Spalding Großbritannien 100,00 0,13 0,51
Freiberger LISA Inc. New Jersey 07950 USA 100,00 -0,01 -0,05
Great Star Food Production GmbH & Co. KG Berlin Deutschland 100,00 0,00 * 2)
Prim AS Tiefkühlprodukte Gesellschaft m.b.H. Oberhofen Österreich 100,00 7,19 2,70
Stateside Foods Ltd. Westhoughton Großbritannien 100,00 -2,97 3,53
Stateside Holdings Ltd. Westhoughton Großbritannien 100,00 10,50 3,67
- PortionPack
PortionPack Europe Holding B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 51,71 5,03
Hellma Gastronomicky Servis Praha spol. s.r.o. Praha Tschechien 93,90 2,25 0,33
Hellma Gastronomie-Service GmbH Nürnberg Deutschland 100,00 6,09 1,67
Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Gesellschaft m.b.H Wien Österreich 100,00 0,80 0,23
Hellma Polska Sp.zo.o. Krakow Polen 100,00 0,29 -0,05
PortionPack Belgium N.V. Herentals Belgien 100,00 2,81 -0,18
Union Edel Chocolade B.V. BN Haarlem Niederlande 100,00 0,13 -0,93
PortionPack Holland B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 10,00 2,663)
Akvina B.V. Bodegraven Niederlande 100,00 3)
PortionPack Landgraaf B.V. Landgraaf Niederlande 100,00 3)
Steendrukkerij Rotterdam B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 3)
Van Oordt the portion Company B.V. Oud-Beijerland Niederlande 100,00 3)
PORTIONPACK IBERIA, S.L. Barcelona Spanien 100,00 -0,29 -0,193)
Sociedad Anónima de Azúcares Especiales (SAES) La Llagosta (Barcelona) Spanien 100,00 3)
Single Source Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 4,40 1,323)
APCS Holdings Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 3)
AP Sachets Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 3)
Central Legal Funding Limited Telford / Shropshire Großbritannien 75,00 3)
Santeau Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 3)
Sugar Stix Limited Telford / Shropshire Großbritannien 100,00 3)
- Stärke
AGRANA Stärke GmbH Wien Österreich 100,00 160,92 35,79
AGRANA Bioethanol GmbH Wien Österreich 74,90 40,83 5,03
S. C. A.G.F.D Tandarei s.r.l. Tandarei Rumänien 99,99 3,54 0,09
Segment CropEnergies
- CropEnergies AG
CropEnergies AG Mannheim Deutschland 70,83 332,61 15,93
BioWanze SA Bruxelles Belgien 100,00 166,97 5,19
Compagnie Financière de l'Artois SA Loon-Plage Frankreich 100,00 12,57 1,09
CropEnergies Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 61,23 * 1)
CropEnergies Bioethanol GmbH Zeitz Deutschland 100,00 72,44 * 1)
RYSSEIJ ALCOOLS SAS Loon-Plage Frankreich 100,00 17,43 2,90
Segment Frucht
- Fruchtzubereitungen
AGRANA Fruit S.A.S. Paris Frankreich 100,00 113,71 27,56
AGRANA Fruit Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 99,99 3,49 0,36
AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. Central Mangrove Australien 100,00 17,91 3,23
AGRANA Fruit Austria GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 22,32 2,20
AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda. Sao Paulo Brasilien 91,90 5,20 1,06
AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. Sao Paulo Brasilien 99,99 2,92 0,00
AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. Dachang China 100,00 8,41 1,68
AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. Sigatoka Fidschi 100,00 0,78 0,03
AGRANA Fruit France S.A. Paris Frankreich 100,00 19,28 3,02
AGRANA Fruit Germany GmbH Konstanz Deutschland 100,00 13,81 1,52
AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. Zincirlikuyu Türkei 100,00 5,04 0,45
AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. Seoul Südkorea 100,00 10,90 1,26
AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. Michoacan Mexiko 99,99 5,38 2,58
AGRANA Fruit Luka TOV Winniza Ukraine 99,97 1,17 0,49
AGRANA Fruit Mèxico, S.A. de C.V. Michoacan Mexiko 100,00 28,65 0,40
AGRANA Fruit Polska SP z.0.0. Ostroleka Polen 100,00 14,35 0,41
AGRANA Fruit Services GmbH Wien Österreich 100,00 7,15 0,69
AGRANA Fruit Services Inc. Brecksville USA 100,00 11,33 0,49
AGRANA Fruit Services S.A.S. Paris Frankreich 100,00 0,27 -0,03
AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00 4,03 0,48
AGRANA Fruit Ukraine TOV Winniza Ukraine 99,80 28,84 3,81
AGRANA Fruit US, Inc. Brecksville USA 100,00 33,61 5,44
Agrana Nile Fruits Processing SAE Qalyoubia Ägypten 51,00 2,38 -0,22
Dirafrost FFI N.V. Herk-de-Stad Belgien 100,00 13,98 -1,12
Dirafrost Maroc SARL Laouamra Marokko 100,00 2,21 0,09
Financière Atys S.A.S. Paris Frankreich 100,00 126,70 13,22
Flavors from Florida, Inc. Bartow USA 100,00 3,25 0,04
Frefrost SARL Laouamra Marokko 100,00 0,39 0,00
o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region Serpuchov Russland 100,00 22,37 2,78
Yube d.o.o Požega Serbien 100,00 0,38 0,24
- Fruchtsaftkonzentrate
AGRANA Juice Holding GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 56,29 -6,45
AGRANA Juice Denmark A/S Køge Dänemark 100,00 1,73 -1,07
AGRANA Juice Magyarorzság Kft. Vásárosnamény Ungarn 100,00 11,12 4,95
AGRANA Juice Roland Sp. z.o.o. Bialobrzegi Polen 100,00 -1,97 -5,49
AGRANA Juice Romania Carei SRL Carei Rumänien 100,00 0,27 -0,04
AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l. Vaslui Rumänien 100,00 1,86 0,43
AGRANA Juice Sales & Customer Service GmbH Gleisdorf Österreich 100,00 3,50 -0,23
AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH Bingen Deutschland 100,00 0,71 -8,37
AGRANA Juice Service & Logistik GmbH Bingen Deutschland 100,00 1,23 0,00
- Frucht Übrige
AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH Wien Österreich 100,00 237,88 4,77
AGRANA J & F Holding GmbH Wien Österreich 100,00 247,62 -0,54
II. Gemeinschaftsunternehmen
Segment Zucker
- Zucker Bosnien
AGRAGOLD Holding GmbH Wien Österreich 50,00 10,00 -0,02
AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH Wien Österreich 50,00 22,49 0,15
AGRANA Studen Sugar Trading GmbH Wien Österreich 50,00 -1,33 -0,21
STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. Brcko Bosnien-Herzegowina 50,00 2,20 -1,58
Segment Spezialitäten
- Stärke
GreenPower E85 Kft Szabadegyháza Ungarn 50,00 0,01 0,01
HUNGRANA Keményitó- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. Szabadegyháza Ungarn 50,00 148,31 57,463)
Hungranatrans Kft. Szabadegyháza Ungarn 50,00 3)
Segment CropEnergies
- CropEnergies AG
CT Biocarbonic GmbH Zeitz Deutschland 50,00 4,32 -0,63
Segment Frucht
- Fruchtsaftkonzentrate
Xianyang Andre Juice Co., Ltd. Xianyang City China 50,00 8,84 -3,10
Yongji Andre Juice Co., Ltd. Yongji City China 50,00 9,69 -1,06
III. Assoziierte Unternehmen (At Equity einbezogene Unternehmen)
Segment Zucker
- Zucker Übrige
Maxi S.r.l. Bolzano Italien 50,00 9,57 8,21
IV. Nicht einbezogene Tochterunternehmen
- Verbundene Unternehmen
Segment Zucker
- Zucker Frankreich
Acucar e Alcool do Sul Participacoes Ltda. Alto de Pinheiros Brasilien 100,00
- Zucker Polen
Citrocukier Sp. z o.o. Pszenno Polen 100,00 -0,91 -0,37
Cukrownia Jawor S.A. w likwidacji Pszenno Polen 96,04 0,00 0,00
Cukrownia Lagiewniki S.A. w likwidacji Pszenno Polen 97,68 0,00 0,26
Cukrownia Maloszyn S.A. w likwidacji Pszenno Polen 94,79 0,00 0,07
Südzucker Polska Nieruchomosci Sp. z o.o. Wroclaw Polen 74,07 -0,32 -0,27
- Zucker Rumänien
AGRANA AGRO SRL Roman Rumänien 100,00 0,00 0,00
AGRANA BUZAU SRL Buzau Rumänien 100,00 0,02 0,00
AGRANA TANDAREI SRL TANDAREI Rumänien 100,00 0,02 0,00
- Zucker Tschechien
PERCA s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 0,33 0,06
- Zucker Übrige
Golborne Ltd. Lancashire Großbritannien 100,00 -0,04
Hosa Trading Importaçao e Exportaçao S.A. Sao Paolo Brasilien 99,00 1,00 0,25 0,024)
Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 86,00 0,65 -0,13
Sächsisch-Thüringische Zuckerfabriken GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00
Südprojekt Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH Mannheim Deutschland 100,00 0,19 0,01
Südtrans GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,10 0,00
Südzucker Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,02 0,00
Südzucker International GmbH Ochsenfurt Deutschland 100,00 0,03 0,00
Südzucker Reise-Service GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,62 0,11
Südzucker Verkauf GmbH Mannheim Deutschland 100,00 0,03 0,00
Südzucker Verwaltungs GmbH Regensburg Deutschland 100,00 0,03 0,00
Zuckerforschung Tulln Gesellschaft m.b.H. Wien Österreich 100,00 2,92 1,37
Segment Spezialitäten
- Stärke
AGRANA Skrob s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00 0,01 -0,01
Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H. Hamburg Deutschland 100,00 0,11 0,00
Segment Frucht
- Fruchtzubereitungen
PFD-Processed Fruit Distribution Ltd. (in Liquidation] Nicosia Zypern 100,00 0,01 -0,134)
- Frucht Übrige
"Tremaldi" Beteiligungsverwaltung GmbH Wien Österreich 100,00 0,03 0,00
- Gemeinschaftsunternehmen
Segment Zucker
- Zucker Bosnien
"AGRAGOLD" d.o.o. Brcko Bosnien-Herzegowina 50,00 1,83 0,59
AGRAGOLD d.o.o. Zagreb Kroatien 50,00 0,37 0,20
AGRAGOLD dooel Skopje Skopje Mazedonien 50,00 0,05 0,00
AGRAGOLD trgovina d.o.o. Ljubljana Slowenien 50,00 0,20 0,04
SCO STIJDEN & CO. BRASIL EXPORTACAO E IMPORTACAO LTDA. Sao Paulo Brasilien 37,75 0,03 0,01
- Sonstige Beteiligung> 20%
Segment Zucker
- Zucker Frankreich
ETHANOL NORD SAS Paris Frankreich 23,73 0,77 -0,03
Ethanol Union SAS Paris Frankreich 26,85 0,12 0,15
GARDEL S.A. Le Moule Frankreich 24,28 25,27 3,38
S.C.I.C.A ROYE DESHYDRATATION S.A. Roye Frankreich 20,54 3,24 0,01
Sucrerie et Distillerie de Souppes-Ouvré Fils S.A. Paris Frankreich 44,50 50,62 0,98
Eastern Sugar B.V. Breda Niederlande 50,00 10,19 -1,743)
Eastern Sugar Ceska Republika a.s. Nemcice nad Hanou Tschechien 47,26 3)
Eastern Sugar Cukoripari Részvénytársaság Kaba Ungarn 50,00 3)
Eastern Sugar Slovensko A.S. Dunajska Streda Slowake 47,82 3)
Eastern Sugar s.r.o. Dunajska Streda Slowakei 50,00 3)
Eastern Sugar Szolgáltató Kft Kaba Ungarn 50,00 3)
- Zucker Tschechien
DELHIASHELF s.r.o. Hrusovany Tschechien 100,00
- Zucker Ungarn
Cukoripari Egyesülés Budapest Ungarn 44,27
- Zucker Übrige
Felix Koch Offenbach Couleur und Karamel GmbH Offenbach Deutschland 25,10 7,27 2,21
Fernwärmeversorgung Ochsenfurt GmbH Ochsenfurt Deutschland 33,33 0,63 0,054)
Segment Spezialitäten
-BENEO
INVITA Australia PTE Ltd East Botany Australien 35,00 0,22 1,56
Segment Frucht
- Fruchtzubereitungen
Ukrainian microbiological center of synthesis and newest technologies Winniza Ukraine 40,00

* Ergebnisübernahme

1) Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

2) Befreiung nach § 264b HGB

3) Angaben für Teilkonzern bzw. Gruppenabschluss

4) Abschlussdaten des letzten verfügbaren Abschlusses

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Mannheim, den 5. Mai 2011

DER VORSTAND

Dr. Heer

Dr. Kirchberg

Kölbl

Prof. Dr. Kunz

Marihart

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2010 bis 28. Februar 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 5. Mai 2011

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer

Olav Krützfeldt, Wirtschaftsprüfer

Impressum

Südzucker AG

Mannheim/Ochsenfurt

Postfach 10 28 55

68028 Mannheim

Maximilianstraße 10

68165 Mannheim

Telefon +49 621 421 - 843

http://www.suedzucker.de

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