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Stock3 AG

Annual Report Apr 12, 2024

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Annual Report

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Finanzbericht: 34094571

stock3 AG (vormals: BörseGo AG)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die stock3 AG (im Folgenden "stock3") ist ein in München, Deutschland, ansässiges Technologieunternehmen mit Schwerpunkt Börse und Trading. Die Firma der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2022 von BörseGo AG in stock3 AG geändert.

Die Gesellschaft führte im ersten Quartal 2022 einen Börsengang in Deutschland zusammen mit der Notierung ihrer Aktien im Freiverkehr der Börse München durch. Die aus der am 25. Februar 2022 beschlossenen Kapitalerhöhung stammenden 3.000 neuen Aktien wurden im Rahmen eines Allgemeinen öffentlichen Angebots im März 2022 von Privatanlegern und institutionellen Anlegern zum Festpreis von EUR 240,00 vollständig gezeichnet. Seit dem 25. März 2022 werden die Aktien der stock3 AG unter der internationalen Wertpapierkennnummer (ISIN) DE000A0S9QZ8 im Freiverkehr der Börse München gehandelt.

Die stock3 AG ist das oberste Mutterunternehmen des stock3 Konzerns und beherrschend mit 100% an dem inländischen Tochterunternehmen brokerize GmbH, München, Deutschland, sowie mit 60% an dem ausländischen Tochterunternehmen BORSEGO SOFTWARE SRL, Craiova, Rumänien, beteiligt. Die BORSEGO SOFTWARE SRL erbringt Software Entwicklungs- und Wartungsdienstleistungen und unterstützt insbesondere bei der Anbindung von Echtzeit-Kursdaten und Stammdaten an die Infrastruktur der stock3 AG. Im Geschäftsjahr 2022 bestehen ferner Minderheitsbeteiligungen an fünf weiteren inländischen Gesellschaften.

Gegenstand der stock3 Unternehmensgruppe ist die Bereitstellung von Finanzmarktinformationen und -analysen sowie entsprechenden IT-Lösungen für Privat- und Geschäftskunden inkl. einer Handelsmöglichkeit bei ausgewählten Brokern. stock3 betreibt eine Web-Plattform und dazugehörige mobile Applikationen, mit dem Ziel Privatanleger und institutionelle Trader beim An- und Verkauf von Wertpapieren zu unterstützen.

Die Bereitstellung der technischen Infrastruktur und der redaktionellen Inhalte erfolgt teilweise kostenlos. Bestimmte Inhalte und Funktionen müssen über Abonnements hinzugebucht werden und bilden einen Teil des Kerngeschäfts der Unternehmensgruppe (Abonnements). Im zweiten Kerngeschäftsbereich (Geschäftskunden) bietet stock3 werbetreibenden Partnern wie Banken, Emittenten, Börsen, sowie andere Wertpapierinstituten Plattformen und Apps für die gezielte Ansprache einer Zielgruppe mit regem Trading- und Investitionsverhalten an. Darüber hinaus beliefert stock3 Geschäftspartner mit redaktionellen Inhalten, sowie innovativen, lizenzierbaren Softwarelösungen. Professionellen Finanzmarktteilnehmern bietet die Gesellschaft darüber hinaus eine Terminallösung für Finanzmarktdaten und -analysen. Der dritte Kerngeschäftsbereich (Trades/​Brokerage) wird durch die Tochtergesellschaft brokerize GmbH abgewickelt. Die brokerize GmbH bietet Kunden auf der Web-Plattform sowie in den mobilen Applikationen der Muttergesellschaft die Möglichkeit, Wertpapiertransaktionen bei verschiedenen Brokern zu tätigen. Zukünftig wird die Tochtergesellschaft ihre Trading-as-a-Service Lösung auch an Dritte offerieren. Hierfür konnten Ende des Geschäftsjahres 2022 bereits die ersten beiden Kunden gewonnen werden.

stock3 ist derzeit in der DACH-Region aktiv, mit Fokus auf Deutschland.

Forschung und Entwicklung

stock3 betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung im eigentlichen Sinne. Alle Bereiche des Unternehmens bestreben, das Dienstleistungs- und Produktangebot kontinuierlich weiterzuentwickeln und durch Innovationen zu verbessern.

Unterstützt wird die Gesellschaft hierbei von der ausländischen Tochtergesellschaft, BORSEGO SOFTWARE SRL, welche Software Entwicklungs- und Wartungsdienstleistungen innerhalb der stock3 Unternehmensgruppe erbringt.

Darüber hinaus haben bis einschließlich September 2022 externe Entwickler der Sombra Ukraine LLC, Lviv, Ukraine, an der Entwicklung der neuen Webplattform mitgewirkt.

stock3 begann bereits Ende 2021 mit der Planung einer Einmarkenstrategie, die darauf abzielt, die beiden erfolgreich etablierten Börsen- und Tradingportale "GodmodeTrader" und "Guidants" nebst den dazugehörigen mobilen Applikationen zu vereinheitlichen. Die Einmarkenstrategie konnte mit dem Start der neuen Web-Plattform stock3 sowie der Abschaltung zuvor angebotener Portale Ende Oktober 2022 erfolgreich umgesetzt werden. Hierdurch gelang der Gesellschaft eine Bündelung sämtlicher Inhalte und Ressourcen auf einer Plattform. Bekannte Features wurden weiterentwickelt, optimiert und sind in ausgeweiteter Form auf der neuen Plattform verfügbar.

Darüber hinaus entwickelte auch die 100%ige Tochtergesellschaft brokerize GmbH ihr Angebot weiter und weitete ihr Geschäftsmodell im Laufe des Jahres aus. Ursprünglich war die Trading-as-a-Service-Lösung nur für die Muttergesellschaft stock3 AG verfügbar. Sie wurde technologisch neu aufgesetzt, um sie auch Drittanbietern offerieren zu können.

2. Wirtschaftsbericht

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach wie vor war das Jahr 2022 geprägt durch die anhaltenden Folgen der COVID-19-Pandemie. Hinzu kam mit dem Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 ein weiteres einschneidendes Ereignis für die Weltwirtschaft hinzu.

Die globale Wirtschaft schwächte sich in 2022 ab. Der Anstieg von Energie- und Lebensmittelpreisen führte zu einem deutlichen Anstieg der Verbraucherpreisinflation. Das info-Institut rechnet deshalb auch mit einem Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts im Winterhalbjahr 2022/​2023 in Deutschland sowie mit einer bevorstehenden Rezession. Erst in der zweiten Jahreshälfte von 2023 dürfte die Wirtschaft wieder stark steigen.

Entsprechende Auswirkungen und Verunsicherungen waren auch am Kapitalmarkt bemerkbar.

Nachdem die Märkte im Jahr 2021 noch kontinuierlich stiegen, fielen sie im Jahr 2022 fast stetig bis Ende September. Erst im vierten Quartal konnten sie sich wieder erholen: Der Dax startet mit 15.947 ins neue Jahr und erreichte kurze Zeit später, am 5. Januar, mit 16.285 Punkten fast das Allzeithoch von 16.290. In der Folge verlief der Dax jedoch vor allem geprägt durch die externen Einflüsse rückläufig und fiel bis Ende September auf 11.863 Punkte. Erst im Anschluss besserte sich die Stimmung wieder, der Dax konnte deutlich steigen und das Jahr mit 13.924 Punkten beenden. Letztendlich beendete der Dax das Jahr mit einem Minus von 12,3%.

Der rückläufige Markt ging auch einher mit einem deutlich gesunkenen Handelsvolumen. Nachdem das erste Quartal noch stark verlief, brach das Volumen anschließend ein. Das zweite Quartal lag zwar noch über dem Vorjahresquartal, doch in der zweiten Jahreshälfte konnte selbst das Vorjahresniveau nicht mehr erreicht werden.

3. Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr war erfolgreich und wurde mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Der Fokus lag einerseits auf dem Börsengang der Gesellschaft im Frühjahr 2022 sowie andererseits auf der Vereinheitlichung und Weiterentwicklung des Produktangebots durch die Umsetzung der Einmarkenstrategie. Das Jahr stand somit im Zeichen des Wandels. Ziel war es vor allem, die Grundlagen für weiteres Wachstum zu schaffen.

4. Ertragslage

Die stock3 AG erzielte im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.444 (Vorjahr: TEUR: 11.210). Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr.

Wie auch im Vorjahr entfällt der größte Teil der Aufwendungen auf die Personalkosten. Diese betrugen im Jahr 2022 TEUR 5.731 (Vorjahr: TEUR 5.490). Dies entspricht 50 % (Vorjahr: 49 %) der Umsatzerlöse und 53 % der Gesamtkosten (Vorjahr: 54 %). Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert aus den im Geschäftsjahr 2022 getätigten Neueinstellungen sowie Investitionen in das bestehende Personal.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.642 (Vorjahr: TEUR 3.320) sind im Wesentlichen durch höhere Aufwendungen für Werbe- und Reisekosten sowie verschiedene betriebliche Kosten gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Rechts-, Beratungs- und Emissionskosten für den Börsengang in 2022 in Höhe von TEUR 94 (im Vorjahr TEUR 179).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (Materialaufwand) in Höhe von TEUR 1.483 (Vorjahr: TEUR 1.349) beinhalten im Wesentlichen Ausgaben für Kurs- und Stammdaten sowie Fremdleistungen für Software-Entwicklung und sind durch den Ausbau des Kurs- und Stammdatenangebots sowie das Hinzuziehen der externen Softwareentwickler von Sombra Ukraine LLC gestiegen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug TEUR 699 (Vorjahr: TEUR 1.159).

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 3 auf TEUR 82.

Die Steuerquote der Gesellschaft belief sich im GJ 2022 auf 34,0% (im Vorjahr: 33,1%).

5. Finanzlage

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2022 wie im Vorjahr vollständig eigenfinanziert und weist zum 31. Dezember 2022 keine Finanzverbindlichkeiten aus.

Die Hauptversammlung vom 25. Februar 2022 hat eine Barkapitalerhöhung um bis zu 3.000,00 € beschlossen. Die Kapitalerhöhung erfolgte in voller Höhe und wurde am 18. März 2022 in das Handelsregister eingetragen. Zudem hat die Hauptversammlung vom 15. Juli 2022 eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln nach §§ 207 ff. AktG um TEUR 1.008 beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 23. August 2022 in das Handelsregister eingetragen.

Das gezeichnete Kapital hat sich somit im Berichtszeitraum um TEUR 1.011 auf TEUR 1.120 erhöht und besteht jetzt aus 1.120.000 auf den Namen lautenden Stückaktien. Die Kapitalrücklage hat sich um das Aufgeld aus der im Berichtsjahr durchgeführten Barkapitalerhöhung in Höhe von TEUR 717 erhöht und beträgt zum Stichtag TEUR 2.652 (Vorjahr: TEUR 1.935).

stock3 hat im Geschäftsjahr 2022 wesentliche Investitionen in das Finanzanlagevermögen getätigt. Mit Vertrag vom 13. Oktober 2022 hat die stock3 AG Geschäftsanteile an der Goldesel Trading & Investing GmbH mit Sitz in Dietzenbach erworben. Die gesamten Anschaffungskosten betragen inkl. Anschaffungsnebenkosten TEUR 257. Mit Vertrag vom 13. Oktober 2022 und Eintragung im Handelsregister am 22. Dezember 2022 hat die stock3 AG zudem Geschäftsanteile an der Sub Capitals GmbH mit Sitz in München erworben. Die gesamten Anschaffungskosten betragen inkl. Anschaffungsnebenkosten TEUR 100.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betragen TEUR 87 und betreffen die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 4.769 (Vorjahr: TEUR 4.604). Zudem standen zum Bilanzstichtag Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 40 zur Verfügung. Die Kreditlinien wurden zum 31. Dezember 2022 von der stock3 nicht in Anspruch genommen.

6. Vermögenslage

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt TEUR 361. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen durch den Erwerb von zwei neuen Minderheitenbeteiligungen mit einem Investitionsvolumen von TEUR 357. Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenständen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen EUR 1.158 und liegen stichtagsbedingt über Vorjahr (Vorjahr: TEUR 1.015).

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 1.255 im Vorjahr auf TEUR 1.603 ist geprägt durch den Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 237. Dieser resultiert im Wesentlichen aus Ertragssteuerrückforderungen sowie Vorsteuerrückerstattungsansprüchen (TEUR 202) sowie einem im Geschäftsjahr 2022 neu begebenen Wandeldarlehen in Höhe von TEUR 100.

Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 4.882 (Vorjahr: TEUR 3.758). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 59 % im Vorjahr auf 68 %. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 79 auf TEUR 354 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Verbrauch der im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für die Kosten des Börsengangs.

Die Reduzierung der Verbindlichkeiten von TEUR 739 im Vorjahr auf TEUR 699 ergibt sich aus den stichtagsbedingt um TEUR 67 gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und einem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 27.

7. Mitarbeiterentwicklung

Zum Stichtag 31.12.2022 beschäftigt die stock3 AG 73 aktive Mitarbeitende inkl. Vorstände (Vorjahr 79). Die Mitarbeiterzahl inkl. Vorstand verteilt sich dabei auf folgende Geschäftsbereiche:

scrollen

Bereich 31.12.2021 31.12.2022
Business Development & Sales 8 7
Communications & Investor Relations 3 2
Customer Relationship Management 4 4
Finance 2 2
IT (Design, Development, Mobile & Operations) 28 27
People and Organization 5 4
Product Management & Product Owning 11 9
Redaktion 12 11
Vorstand & Vorstandsreferat 6 7

Die Fluktuation betrug im Geschäftsjahr 2022 11,55 %. Die Fluktuationsrate berechnet sich als Quotient aus der Anzahl der Mitarbeiter, die stock3 verlassen, und der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr, ausgedrückt in Prozent.

Die Vorstandsebene besteht weiterhin aus den zwei Gründern Robert Abend (Business Development & Sales, Investor Relations) und Thomas Waibel (Finance, People & Organization, Product Management, Redaktion) sowie zwei Schlüsselmitarbeitern der ersten Jahre, Christian Ehmig (IT Development, IT Operations, Webdesign) und Johannes Pfeuffer (Customer Relationship Management, Communications, Product Ownership).

8. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die stock3 AG blickt auf ein positives und erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurück. Während im Geschäftsjahr 2022 vor allem strategische Themen, einschließlich des Börsengangs und der Einmarkenstrategie fokussiert wurden, konnte stock3 erneut einen neuen Umsatzanstieg verzeichnen.

Dabei konnte der Umsatz in beiden Kernbereichen (Geschäftskunden- & Abonnementbereich) der Muttergesellschaft gesteigert werden.

Der Umsatz der brokerize GmbH, dem dritten Kernbereich der stock3 Unternehmensgruppe, konnte deutlich gesteigert werden.

Die ursprünglich veröffentlichte Prognose für den stock3-Konzern, welche Umsatzerlöse zwischen EUR 12,3 Mio. und EUR 13,5 Mio. und ein EBITDA von EUR 1 Mio. bis EUR 2,5 Mio. vorsah, konnte erreicht werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

9. Prognose

Der Prognosebericht von stock3 berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt waren und die die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können.

Für das Gesamtjahr 2023 wird in Deutschland keine wirkliche gesamtwirtschaftliche Dynamik erwartet, selbst wenn im zweiten Halbjahr eine Erholung einsetzen sollte. Grund ist eine gewisse Heterogenität, die das gesamtwirtschaftliche Umfeld prägt: Einerseits wird die deutsche Konjunktur maßgeblich von der weiteren (nicht absehbaren) Entwicklung im Ukraine-Krieg sowie der Lage auf den Energiemärkten abhängen. Andererseits wird beim Welthandel - getrieben durch die Erholung in China - eine Belebung beobachtet. Die Europäische Zentralbank (EZB) publizierte Ende 2022 ihre neueste Wirtschaftsprognose für den Euroraum. Zwar verlief die Konjunktur besser als noch im September erwartet, aufgrund der Energiekrise geht die EZB jedoch nach wie vor von einer Rezession aus. Unter anderem weil das Einkommen von Verbraucher und Verbraucherinnen zunächst weiter zurückgehen sollte. Insgesamt dürften sich die Effekte aufgrund von Gegenmaßnahmen jedoch nicht ganz so stark auswirken. Ähnlich wie das ifo-Institut erwartet auch die EZB, dass sich die Konjunktur im Laufe des Jahres wieder erholt und die Wirtschaft deutlich wachsen kann.

Vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen - steigende Zinsen, hohe Inflation, Tendenzen einer Bankenkrise sowie Unsicherheit aufgrund des Krieges in der Ukraine - bestehen in Bezug auf die künftige Entwicklung außergewöhnlich hohe Unsicherheiten, die die Prognosefähigkeit der zukünftigen Geschäftsentwicklung wesentlich beeinträchtigen.

Wir gehen aktuell davon aus, dass sich das Marktumfeld zur Jahresmitte 2023 wieder verbessert. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die stock3 AG mind. einen Umsatz von EUR 12,1 Mio. und ein EBITDA von EUR 0,8 Mio.

Der stock3-Konzern erwartet Umsatzerlöse zwischen EUR 13,6 Mio. und EUR 14,1 Mio. und ein EBITDA zwischen EUR 1,4 Mio. und EUR 1,9 Mio.

Dabei wird sich die Gesellschaft sowohl auf den Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu Bestandskunden als auch auf die Gewinnung von Neukunden konzentrieren.

10. Risiken

Der Risikomanagementprozess von stock3 ist darauf ausgerichtet, alle wesentlichen und potenziell bestandsgefährdenden Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten, um entsprechend gegensteuern zu können.

Wesentliche Risiken für das kommende Jahr ergeben sich insbesondere in folgenden Bereichen:

• Gesamtwirtschaftliche Risiken

Durch eine deutliche Verschlechterung der globalen Konjunktur oder durch eine anhaltend hohe Inflation könnte die Investitionsbereitschaft von Kunden und Partnern sinken. stock3 beobachtet daher die wirtschaftliche Entwicklung sehr genau, um ggf. auf sich ändernde Rahmenbedingungen schnell reagieren zu können.

• Technisches Risiko und IT-Sicherheit

stock3 ist beim Betreiben ihrer Plattform abhängig vom Funktionieren der eigenen IT-Systeme, aber auch von Dritt-Service-Providern, beispielsweise dem externen Rechnungszentrum.

Bei Störungen und Ausfällen der eigenen Infrastruktur oder der Infrastruktur der Dritt-Service-Provider besteht das Risiko des Datenverlustes. Zudem können Mängel in der Datenverfügbarkeit, Fehler- oder Funktionsprobleme der eingesetzten Software, eine verminderte Datenübertragungsgeschwindigkeit und/​oder Serverausfälle den Geschäftsablauf und die Kundenfunktionalitäten beeinträchtigen.

Darüber hinaus könnten durch Angriffe auf IT-Systeme wesentliche Unternehmens- oder Kundendaten gestohlen werden, verloren gehen oder verfälscht werden.

Deshalb arbeitet die Gesellschaft laufend an der Verbesserung der Stabilität und Sicherheit ihrer Infrastruktur. Neue Versionen der Plattform werden erst nach ausführlicher Testphase den Kunden bereitgestellt.

• Personalrisiken

stock3 ist stark von ihrem Managementteam sowie von weiterem Schlüsselpersonal abhängig. Alle Mitglieder des Vorstands sind seit mehr als 15 Jahren für die Gesellschaft tätig und verfügen über ein erhebliches Wissen sowie weitreichende Geschäftskontakte.

Darüber hinaus verwendet stock3 eine eigene, selbst entwickelte Software zur Bereitstellung ihrer Dienstleistungen, welche ständig weiterentwickelt und angepasst wird. stock3 ist darauf angewiesen, entsprechendes Schlüsselpersonal halten oder bei Ausscheiden ersetzen zu können.

Der Fachkräftemangel im deutschen IT-Markt könnte dazu führen, dass bei Ausscheiden eines oder mehrerer Mitglieder des Vorstands und/​oder bei Verlust eines wesentlichen Teils des Schlüsselpersonals die zukünftigen Wachstumsaussichten beeinträchtigt werden, sofern kein adäquater Ersatz gewonnen werden kann.

• Innovationsrisiko

stock3 könnte es nicht gelingen, erfolgreich bestehende Produkte weiterzuentwickeln und/​oder neue Produkte zu entwickeln.

So wurde beispielsweise im Zuge der Einmarkenstrategie Ende Oktober die neue Web-Plattform veröffentlicht und alte Web-Plattformen wurden abgeschaltet. Hierbei besteht das Risiko, dass stock3 die Bedürfnisse der Kunden falsch eingeschätzt hat.

Auch bei zukünftigen Innovationen besteht die Gefahr, dass Bedürfnisse falsch oder nicht erkannt werden und die Gesellschaft somit Marktanteile verlieren könnte.

• Cluster-Risiko von Geschäftspartnern im Abonnementbereich

Wesentliche Teile der redaktionellen Dienstleistungen werden von zwei einzelnen Geschäftspartnern (externen Finanzexperten) erbracht, zu denen stock3 langjährige Geschäftsbeziehungen unterhält.

Für den Fall, dass ein oder beide Geschäftspartner ihre Dienstleistungen nicht mehr, nicht mehr im gleichen Umfang oder in der gleichen Qualität erbringen können, könnte dies zu einem Rückgang der Abonnements führen. Dieser Rückgang würde sich negativ auf die erzielten Umsätze im Abonnementbereich auswirken.

Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den restlichen Finanzexperten und der Schaffung weiterer Angebote wird laufend versucht, dieses Risiko zu minimieren.

• Cluster-Risiko von Geschäftspartnern im Geschäftskundenbereich

stock3 arbeitet mit verschiedenen Banken, Emittenten und anderen Unternehmen aus dem Finanzsektor zusammen. Ein großer Anteil des durch die Zusammenarbeit erzielten Umsatzes wird dabei mit einer kleinen Anzahl von Geschäftspartnern erzielt. Endet die Zusammenarbeit mit einem oder mehreren dieser Vertragspartner oder verringert sich der Umfang der Zusammenarbeit wesentlich und gelingt es dem Unternehmen nicht, Zusammenarbeiten mit anderen Vertragspartnern zu intensivieren oder neue Vertragspartner zu akquirieren, kann dies zu Rückgängen der erzielten Umsätze in diesem Geschäftsbereich führen.

• Zusammenfassung der Risikolage

Alle Risken unterliegen der laufenden Beobachtung, um bei Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können. Die Risikostruktur ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Zum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit sieht der Vorstand keine nicht steuerbaren geschäftlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft voraussichtlich gefährden könnten (bestandsgefährdende Risiken). Auch aus der Gesamtsumme der Risiken lässt sich zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine nicht steuerbare Gefährdung der Gesellschaft erkennen.

11. Chancen

Der dargestellte Risikomanagementprozess bildet lediglich Risiken und nicht auch Chancen ab. Im Rahmen der jährlichen Budget- und Geschäftsplanung werden jedoch alle Tätigkeitsbereiche hinsichtlich potenzieller Chancen analysiert und bewertet.

Sollte die Eintrittswahrscheinlichkeit eine oder mehrerer dieser Chancen als relativ hoch erachtet werden, findet diese bereits in der entsprechenden Planung Berücksichtigung und wird mit aufgenommen.

Chancen werden in diversen Bereichen gesehen:

• Abonnementbereich

Mit Hilfe der neuen Web-Plattform möchte stock3 den Bedürfnissen der Kunden noch mehr gerecht werden und zugleich mit einem ausgeweiteten inhaltlichen Angebot die Basis für weiteres Nutzer- und Umsatzwachstum schaffen. Neben einer groß angelegten Marketingkampagne sollen die freigewordenen Ressourcen-Kapazitäten genutzt werden, um entsprechende Maßnahmen voranzutreiben, stock3 zu der Homebase für anspruchsvolle Trader und Anleger zu machen.

• Kooperationen & Partnerschaften

stock3 hat bereits ein attraktives Kundenangebot und ist gut positioniert, hiervon auch weiterhin zu profitieren. Durch die neue Web-Plattform aber auch die Festigung bestehender Partnerschaften soll es auch in diesem Bereich gelingen, weiteres Potenzial auszuschöpfen.

• Trades/​Brokerage

Die 100%-Tochter brokerize GmbH hat ihr Geschäftsmodell ausgeweitet und bietet nun ihre Trading-as-a-Service auch Drittanbietern an. Hierdurch ergibt sich ein vollkommen neuer Markt. Zwar wird im Geschäftsjahr 2023 überwiegend noch von der Gewinnung von Kunden sowie technischen Umsetzungen geprägt sein, dennoch werden bereits erste Kunden, vor allem in der zweiten Jahreshälfte, die Tradinglösung ihren Kunden zur Verfügung stellen können.

Darüber hinaus soll das Brokerangebot ausgeweitet werden und mind. ein weiterer Broker hinzugewonnen werden.

4. Sonstige Angaben

Eigene Anteile

Wir verweisen auf unsere Berichterstattung im Anhang unter Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz: Eigenkapital - Gezeichnetes Kapital" zu den Angaben zu eigenen Aktien nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG.

München, am 31. März 2023

stock3 AG

Der Vorstand

Thomas Waibel

Robert Abend

Christian Ehmig

Johannes Pfeuffer

Bilanz

Aktiva

scrollen

31.12.2022

EUR
31.12.2021

EUR
A. Anlagevermögen 789.978,38 428.569,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 31.410,09 35.372,09
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.410,09 35.372,09
II. Sachanlagen 110.258,50 101.940,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.258,50 101.940,00
III. Finanzanlagen 648.309,79 291.257,10
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 187.922,49 187.922,49
2. Beteiligungen 460.387,30 103.334,61
B. Umlaufvermögen 6.372.869,83 5.858.830,38
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.603.477,06 1.254.751,56
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.157.697,45 1.014.894,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.635,00 51.073,32
3. sonstige Vermögensgegenstände 426.144,61 188.783,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 200.746,65 100.006,59
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.769.392,77 4.604.078,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.251,97 67.119,32
Aktiva 7.226.100,18 6.354.518,89
Passiva
31.12.2022

EUR
31.12.2021

EUR
A. Eigenkapital 4.881.685,35 3.758.412,55
I. Gezeichnetes Kapital 1.120.000,00 109.000,00
II. Kapitalrücklage 2.652.000,00 1.935.000,00
III. Gewinnrücklagen 31.064,00 10.900,00
1. gesetzliche Rücklage 31.064,00 10.900,00
IV. Bilanzgewinn 1.078.621,35 1.703.512,55
B. Rückstellungen 366.860,57 494.769,42
1. Steuerrückstellungen 768,70 62.167,88
2. sonstige Rückstellungen 366.091,87 432.601,54
C. Verbindlichkeiten 699.037,66 739.052,46
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 417.840,50 488.475,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 417.840,50 488.475,08
2. sonstige Verbindlichkeiten 281.197,16 250.577,38
davon aus Steuern 244.054,67 214.598,05
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 25.967,92 17.759,63
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 281.197,16 250.577,38
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.278.516,60 1.362.284,46
Passiva 7.226.100,18 6.354.518,89

Gewinn- und Verlustrechnung

scrollen

1.1.2022 - 31.12.2022

EUR
1.1.2021 - 31.12.2021

EUR
1. Umsatzerlöse 11.443.923,44 11.209.607,04
2. sonstige betriebliche Erträge 111.675,73 101.967,66
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 2.885,93 1.770,20
3. Materialaufwand 1.483.078,29 1.348.888,24
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.483.078,29 1.348.888,24
4. Personalaufwand 5.731.233,09 5.490.089,30
a) Löhne und Gehälter 4.888.588,66 4.703.423,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 842.644,43 786.665,79
davon für Altersversorgung 36.599,70 35.874,08
5. Abschreibungen 82.144,67 78.670,55
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 82.144,67 78.670,55
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.641.793,58 3.319.565,21
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.578,32 10,90
7. Erträge aus Beteiligungen 5.975,48
davon aus verbundenen Unternehmen 5.975,48
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.260,64 897,58
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 38.817,60
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 38.817,60
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 391,43 3.200,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 210.408,45 344.279,57
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 768,70
12. Ergebnis nach Steuern 408.810,30 694.937,29
13. sonstige Steuern 5.537,50 27.235,40
14. Jahresüberschuss 403.272,80 667.701,89
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 695.512,55 1.036.710,66
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen 20.164,00 900,00
a) in die gesetzliche Rücklage 20.164,00 900,00
17. Bilanzgewinn 1.078.621,35 1.703.512,55

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die stock3 AG hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes München unter der Registernummer HRB 169607 eingetragen.

Die Firma der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2022 von BörseGo AG in stock3 AG geändert.

Die stock3 AG weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 HGB auf. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Grundsätzen unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden bzw. -wahlrechte wurden - mit Ausnahem der nachfolgend beschriebenen Änderungen - gegenüber dem Vorjahr beibehalten:

Im Geschäftsjahr 2022 werden kreditorische Debitoren aus dem Geschäftsbereich Abonnements in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen (T€ 4). Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter der Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 13). Eine Anpassung der Vorjahreszahlen in der Bilanz erfolgte nicht.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zugleich in Übereinstimmung mit den steuerlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften ausgewiesen, wenn und soweit dies die handelsrechtlichen Regelungen zulassen.

Das Ansatzwahlrecht für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB wird nicht ausgeübt.

Entgeltich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer orientiert sich an den betriebsindividuellen Erfahrungswerten.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer orientiert sich an den betriebsindividuellen Erfahrungswerten.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 800 € netto werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen (Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen) sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Das Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird nicht in Anspruch genommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden, soweit erforderlich, durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben und auf der Passivseite Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Grundkapital laut Satzung sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagte Steuern, sowie erwartete Steuernachzahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern auf Einzelabschlussebene aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlauzeit von bis zu einem Jahr betreffen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist in der Anlage zum Anhang als integraler Bestanteil dargestellt (Anlagengitter).

Finanzanlagen

Der Anstieg des Finanzanlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem Erwerb zweier neuer Beteiligungen im Geschäftsjahr 2022.

Mit Vertrag vom 13. Oktober 2022 hat die stock3 AG Geschäftsanteile an der Goldesel Trading & Investing GmbH mit Sitz in Dietzenbach erworben. Die gesamten Anschaffungskosten betragen inkl. Anschaffungsnebenkosten 256.603,48 €.

Mit Vertrag vom 14. Oktober 2022 und Eintragung im Handelsregister am 22. Dezember 2022 hat die stock3 AG Geschäftsanteile an der Sub Capitals GmbH mit Sitz in München erworben. Die gesamten Anschaffungskosten betragen inkl. Anschaffungsnebenkosten 100.449,21 €.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ist in der Bilanz vermerkt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe gegenüber der brokerize GmbH, Oberhausen-Berg.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen:

Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuerguthaben in Höhe von 146.286,12 € (im Vorjahr 13.813,93 €)

Forderungen aus Umsatzsteuerguthaben in Höhe von 56.140,68 € (im Vorjahr 44.598,83 €)

Kautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 100.013,32 € (im Vorjahr 100.006,59 €)

Darlehen in Höhe von 112.733,33 € (im Vorjahr 0,00 €)

Innerhalb der Darlehen bilanziert die Gesellschaft ein im laufenden Geschäftsjahr neu ausgereichtes qualifiziert nachrangiges Wandeldarlehen in Höhe von nominal 100.000,00 € mit einer festen Laufzeit bis zum 1. September 2024.

Liquide Mittel

Die am Bilanzstichtag ausgewiesenen flüssigen Mittel in Höhe von 4.769.392,77 € (im Vorjahr 4.604.078,82 €) beinhalten unterwegs befindliche Gelder und Guthaben bei Kreditinstituten.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Die Hauptversammlung vom 25. Februar 2022 hat eine Barkapitalerhöhung um bis zu 3.000,00 € beschlossen. Die Kapitalerhöhung erfolgte in voller Höhe und wurde am 18. März 2022 in das Handelsregister eingetragen.

Die Hauptversammlung vom 15. Juli 2022 hat eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln nach §§ 207 ff. AktG um 1.008.000,00 € beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 23. August 2022 in das Handelsregister eingetragen.

Ferner ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2022 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 14. Juli 2027 gegen Bar- oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 560.000,00 € zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2022/​I).

Das gezeichnete Kapital hat sich somit im Berichtszeitraum um 1.011.000,00 € auf 1.120.000,00 € erhöht und besteht jetzt aus 1.120.000 auf den Namen lautenden Stückaktien.

Die stock3 AG hält zum Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage hat sich um das Aufgeld aus der im Berichtsjahr durchgeführten Barkapitalerhöhung in Höhe von 717.000,00 € erhöht und beträgt zum Stichtag 2.652.000,00 € (im Vorjahr 1.935.000,00 €).

Gewinnrücklage

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2022 wurden im laufenden Geschäftsjahr in die andere Gewinnrücklage 1.008.000,00 € aus dem für das Geschäftsjahr 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn eingestellt und in Folge für die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln wieder entnommen bzw. dem gezeichneten Kapital zugeführt.

Die gesetzliche Rücklage gem. § 150 AktG beträgt zum Bilanzstichtag 31.064,00 € (im Vorjahr 10.900,00 €). Die Zuführung in Höhe von 20.164,00 € erfolgte aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 695.512,55 € (im Vorjahr 1.036.710,66 €) enthalten.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

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Bilanzgewinn zum 1. Januar 2022 1.703.512,55 €
Einstellung in die andere Gewinnrücklage -1.008.000,00 €
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 695.512,55 €
Einstellung in die Gesetzliche Rücklage - 20.164,00 €
Jahresüberschuss 2022 403.272,80 €
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 1.078.621,35 €

Rückstellungen für latente Steuern

In den Rückstellungen für latente Steuern wurde kein aktiver latenter Steuersaldo verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:

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Rückstellungen für Tantiemen, Boni und Sachzuwendungen an Mitarbeiter in Höhe von 205.168,35 € (im Vorjahr 164.412,54 €)
Rückstellungen für offene Urlaubsansprüche in Höhe von 97.000,00 € (im Vorjahr 114.000,00 €)
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von 46.400,00 € (im Vorjahr 44.000,00 €)
Rückstellungen für Analysten-Research in Höhe von 5.083,42 € (im Vorjahr 0,00 €)
Rückstellungen für Aufbewahrungskosten in Höhe von 5.000,00 € (im Vorjahr 5.000,00 €)
Rückstellungen für Rechtsberatungskosten in Höhe von 5.000,00 € (im Vorjahr 5.000,00 €)

Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ist in der Bilanz vermerkt.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Stichtag nicht.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestanden zum Stichtag nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 244.054,67 € (im Vorjahr 214.598,05 €) und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 25.967,92 € (im Vorjahr 17.759,63 €).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen aus Dauerrechnungen für Leistungen, die erst im folgenden Geschäftsjahr erbracht werden in Höhe von 1.278.516,60 € (im Vorjahr 1.362.284,46 €).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Rechts-, Beratungs- und Emissionskosten für den Börsengang in 2022 in Höhe von 94.497,66 € (im Vorjahr 179.023,70 €).

Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.885,93 € (im Vorjahr 1.770,20 €), davon zum Bilanzstichtag unrealisierte Gewinne nach § 256a Satz 2 HGB in Höhe von 2.329,40 € (im Vorjahr 0,00 €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.578,32 € (im Vorjahr 10,90 €), davon zum Bilanzstichtag unrealisierte Verluste in Höhe von 0,00 € (im Vorjahr 10,90 €).

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 268,80 € (im Vorjahr 0,00 €).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 391,43 € (im Vorjahr 1.505,00 €).

Die Aufwendungen für sonstige Steuern enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4.085,54 € (im Vorjahr 25.743,44 €).

sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

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2023 < 1 Jahr 2024-2028 1 - 5 Jahre 2029 ff. > 5 Jahre
Mietverpflichtungen 300.371,28 € 784.830,08 € - €
Kfz-Leasingverpflichtungen 40.127,10 € 69.768,34 € - €
Sonstige Leasingverpflichtungen 100.120,42 € 147.009,28 € - €
Gesamt 440.618,80 € 1.001.607,70 € - €

Mitarbeiter

Im Jahr 2022 wurden durchschnittlich 69 Arbeitnehmer beschäftigt (im Vorjahr 72).

Die Arbeitnehmer sind folgenden Gruppen zuzuordnen:

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2021 2022
Business Development & Sales 7 6
Communications & Investor Relations 3 2
Customer Relationship Management 4 4
Finance 2 2
IT (Design, Development, Mobile & Operations) 27 26
People and Organization 4 4
Product Management & Product Owning 11 11
Redaktion 12 11
Vorstandsreferat 2 3
72 69

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen gem. § 314 Nr. 13 HGB getätigt.

Gesellschaftsorgane

Mitglieder des Vorstands waren im gesamten Geschäftsjahr Herr Thomas Waibel, Herr Robert Abend, Herr Christian Ehmig, Informatiker und Herr Johannes Pfeuffer.

Mitglieder des Aufsichtsrates waren im gesamten Geschäftsjahr Frau Jutta Hofbauer, Steuerberaterin, als Vorsitzende, Herr Rainer Stumbaum, Angestellter der stock3 AG als stellvertretender Vorsitzender und Herr Anton Vetter, Vorstand der BV & P Vermögen AG, als weiteres Mitglied.

Im Geschäftsjahr betrugen die Vorstandsbezüge 943 T€ (im Vorjahr 864 T€). Die Aufsichtsratsbezüge betrugen TEUR 2 (im Vorjahr TEUR 3).

Im Geschäftsjahr wurden keine Kredite an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder gewährt.

Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Die Gesellschaft erstellt als Mutterunternehmen i. S. des § 290 Abs. 1 HGB einen freiwilligen Konzernabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften.

Beteiligungen gem. § 271 Abs. 1 HGB bestanden zum Bilanzstichtag wie folgt:

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Sitz Beteiligungsquote Währung Jahresergebnis 2022 Eigenkapital zum 31.12.2022
brokerize GmbH Berg, DE 100 % EUR TEUR 416 TEUR 980
BORSEGO SOFTWARE SRL Craiova, ROU 60 % RON RON -10 * TRON 192 *
Alphatier Capital GmbH München, DE 5% EUR TEUR -2 TEUR 31
OM7Sense GmbH Haag i. OB, DE 5% EUR TEUR -18 * TEUR 13 *
Sidecaps GmbH Hamburg, DE 1,58% EUR TEUR -446 TEUR 1.214
Goldesel Trading GmbH Dietzenbach, DE 10% EUR TEUR 282 * TEUR 325 *
Sub Capitals GmbH München, DE 1,27 % EUR TEUR -150 * TEUR -125 *

*) Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses lag noch kein Jahresabschluss 2022 der Gesellschaft vor. Ausgewiesen wird deshalb das Jahresergebnis 2021 sowie das Eigenkapital zum 31.12.2021.

Nachtragsbericht

Die stock3 AG hat mit Vertrag vom 8. März 2023 ein neues Wandeldarlehen an die TENDER Art Inc., Delaware, USA, in Höhe von nominal USD 100.000,00 mit unbestimmter Laufzeit ausgereicht.

Zudem hat die stock3 AG mit Vertrag vom 2. März 2023 weitere Geschäftsanteile an der Sub Capitals GmbH mit Sitz in München übernommen. Die Anschaffungskosten betragen insgesamt 50.320,86 €. Nach Anteilsaufstockung ist die stock3 AG nun mit insgesamt 1,82% an der Sub Capitals GmbH beteiligt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2022, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

Ergebnisverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im festgestellten Jahresabschluss der stock3 AG zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 1.078.621,35 € auf neue Rechnung vorzutragen.

München, den 31. März 2023

gez. der Vorstand

Thomas Waibel

Robert Abend

Christian Ehmig

Johannes Pfeuffer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2022

EUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.595,17 97.595,17
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 97.595,17 97.595,17
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 943.521,39 86.514,67 70.378,49 959.657,57
Summe Sachanlagen 943.521,39 86.514,67 70.378,49 959.657,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 187.922,49 187.922,49
2. Beteiligungen 142.152,21 357.052,69 499.204,90
Summe Finanzanlagen 330.074,70 357.052,69 687.127,39
Summe Anlagevermögen 1.371.191,26 443.567,36 70.378,49 1.744.380,13

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kumulierte Abschreibungen
01.01.2022

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2022

EUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.223,08 3.962,00 66.185,08
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 62.223,08 3.962,00 66.185,08
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 841.581,39 78.182,67 70.364,99 849.399,07
Summe Sachanlagen 841.581,39 78.182,67 70.364,99 849.399,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 38.817,60 38.817,60
Summe Finanzanlagen 38.817,60 38.817,60
Summe Anlagevermögen 942.622,07 82.144,67 70.364,99 954.401,75

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Buchwerte
31.12.2022

EUR
31.12.2021

EUR
--- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.410,09 35.372,09
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 31.410,09 35.372,09
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.258,50 101.940,00
Summe Sachanlagen 110.258,50 101.940,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 187.922,49 187.922,49
2. Beteiligungen 460.387,30 103.334,61
Summe Finanzanlagen 648.309,79 291.257,10
Summe Anlagevermögen 789.978,38 428.569,19

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre und Aktionärinnen, sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm gesetzlich und satzungsgemäß obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung sorgfältig und regelmäßig überwacht sowie beratend begleitet.

1. Überwachung der Geschäftsführung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Er hat sich vom Vorstand umfassend über die Lage des Unternehmens und dessen Entwicklung sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle mündlich und schriftlich unterrichten lassen. Er hat sich dabei intensiv mit den Perspektiven des Unternehmens befasst. Strategisch relevante Vorhaben und Entscheidungen wurden vom Vorstand vorgetragen. Außerdem haben sich sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates im Rahmen telefonischer Kontakte umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung sowohl der stock3 AG als auch der Tochtergesellschaften informiert. Den Berichtspflichten von § 90 AktG wurde dabei entsprochen. Auch zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand von sich aus über wichtige Vorgänge informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden.

2. Methoden der Überwachung und Prüfung

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft während des Geschäftsjahres überwacht und überprüft.

Gegenstand der regelmäßigen Beratung waren insbesondere, aber nicht ausschließlich, die Umsatz- und die Ergebnisentwicklungen sowie die finanzielle Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Abweichungen von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen vom Vorstand erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Dokumente geprüft.

Der Aufsichtsrat hat seine Prüfungen im Wesentlichen gestützt auf:

• die regelmäßige Berichterstattung des Vorstands, wie sie im Gesetz vorgesehen ist,

• die gesonderten Berichte, die der Vorstand anlassbezogen erstattet hat, sowie

• die ergänzenden Erläuterungen des Vorstands.

Die Berichte haben jeweils dem gesamten Aufsichtsrat vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum in keinem Fall Veranlassung gesehen, durch einzelne Mitglieder des Aufsichtsrats oder besondere Sachverständige in die Bücher und Schriften der Gesellschaft Einsicht zu nehmen oder diese zu prüfen.

3. Aufsichtsrat und Sitzungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden insgesamt 4 Aufsichtsratssitzungen am 25. März, am 31. Mai, am 20. September und am 7. Dezember 2022 sowie vier schriftliche Beschlussfassungen am

3. Januar, am 15. März, am 17. Mai und am 16. Dezember 2022 statt. Die Sitzungen fanden teilweise virtuell statt.

Mitglieder des Aufsichtsrates waren Frau Jutta Hofbauer als Vorsitzende, Herr Rainer Stumbaum als stellvertretender Vorsitzender und Herrn Anton Vetter als weiteres Mitglied.

Ausschüsse wurden aufgrund der Struktur der Gesellschaft und der Größe des Aufsichtsrates nicht gebildet.

4. Beratungen und Beschlussfassungen

Daneben waren Gegenstand der Beratung und Prüfung im Aufsichtsrat die folgenden hinsichtlich Art und Umfang wesentlichen Punkte:

§ Strategische Abstimmung von Vorstand und Aufsichtsrat

§ Jahresabschluss zum 31.12.2021 § freiwilliger Konzernabschluss zum 31.12.2021 § neue Beteiligungen und neue Geschäftsfelder

§ Planung für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 § Kapitalerhöhung und Börsengang

In den folgenden Fällen hat der Aufsichtsrat eine nach Gesetz, Satzung oder Vertrag erforderliche Zustimmung erteilt:

§ Billigung und Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 und des Gewinnverwendungsbeschlusses

§ Billigung des freiwilligen Konzernabschlusses zum 31.12.2021 § Laufende Anpassung der Vorstandsgehälter

§ Zustimmung zu Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern nach § 114 AktG § Anpassung der Satzung gemäß der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 25. Februar 2022.

5. Bericht über die Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses

Unverzüglich nach der Aufstellung hat der Vorstand den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 und den Gewinnverwendungsvorschlag dem Aufsichtsrat vorgelegt. Auch die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat umgehend zur Verfügung gestellt.

In seiner Sitzung am 8. Mai 2023 hat der Aufsichtsrat diese Unterlagen sorgfältig geprüft und erörtert. Der Vorstand erläuterte dem Aufsichtsrat ausführlich die vorgelegten Berichte. Die bei der Sitzung anwesenden Vertreter des Abschlussprüfers stellten die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung vor und beantworteten ergänzende Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte und die darauf bezogenen Prüfungshandlungen standen dabei im Mittelpunkt und wurden im Aufsichtsrat vertieft behandelt. Die Vertreter des Abschlussprüfers bestätigten, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess festgestellt wurden.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung nach eigener gründlicher Überprüfung im Aufsichtsratsplenum angeschlossen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben.

Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2022 aufgestellte Jahresabschluss sowie der freiwillige Konzernabschluss der Gesellschaft wurden vom Aufsichtsrat in der Sitzung am 8. Mai 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss 2022 ist damit festgestellt.

Auch den Vorschlag des Vorstands, den im festgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.078.621,35 auf neue Rechnung vorzutragen, hat der Aufsichtsrat geprüft. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen seine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus und dankt den Aktionären und Aktionärinnen für das entgegengebrachte Vertrauen.

München, im Mai 2023

Dipl.-Kff. Jutta Hofbauer Vorsitzende

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.05.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

AN DIE STOCK3 AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der stock3 AG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der stock3 AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

München, den 8. Mai 2023

Schlecht und Collegen audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sarah Kasper, Wirtschaftsprüferin

Michael Schlecht, Wirtschaftsprüfer

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