Interim / Quarterly Report • Sep 25, 2020
Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 26669227
DER SPLENDID MEDIEN AG, KÖLN, FÜR DAS 1. HALBJAHR 2020
Die Splendid Medien AG ist ein mittelständisch geprägter, integrierter Medienkonzern, der vorwiegend im deutschsprachigen Europa und in den Benelux-Ländern agiert.
Die operative Geschäftstätigkeit der Splendid Gruppe unterteilt sich in die Segmente Content und Services. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD, Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung/Neue Medien und Synchronisation erbracht.
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| Content | Services | |
|---|---|---|
| Splendid Film GmbH | WVG Medien GmbH | Enteractive GmbH |
| 100% | 90% | 85% |
| Splendid Film B.V. | Splendid Entertainment GmbH | Splendid Synchron GmbH |
| 100% | 100% | 100% |
| Polyband Medien GmbH | Splendid Studios GmbH | |
| 100% | 90% | |
| Videociety GmbH | ||
| 100% |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde Herr Dr. Dirk Schweitzer in den Vorstand der Splendid Medien AG berufen. Dem Vorstand gehören somit die Herren Dr. Dirk Schweitzer (Vorstandsvorsitzender) und Björn Siecken (Vorstand Finanzen) an.
Im Verlauf des ersten Halbjahres 2020 haben sich bezüglich des Geschäftsmodells der Splendid Gruppe, der Ziele und Strategien, der Steuerungssysteme sowie bezüglich Forschung und Entwicklung keine Veränderungen ergeben. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2019, S. 18 ff.
Mit der Corona-Pandemie sind die Weltwirtschaft und die deutsche Wirtschaft in eine Rezession geraten. Ende Juli 2020 meldete das Statistische Bundesamt einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 10,1 % im zweiten Quartal - ein historischer Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Bereits im Mai setzte jedoch nach ersten Lockerungen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen eine wirtschaftliche Erholung ein. In der Folge ist davon auszugehen, dass die gesamtwirtschaftliche Leistung im dritten Quartal wieder kräftig zulegen wird und der Rückgang des Gesamtjahres-BIP mit 5,8% schwächer als erwartet ausfallen wird. In den Niederlanden und Belgien wird aufgrund der Corona-Pandemie ebenfalls mit starken wirtschaftlichen Einbußen gerechnet. Konjunkturelle Maßnahmenpakete der dortigen Regierungen sollen die Auswirkungen mildern.
In unserem wichtigsten Geschäftsbereich Content führt die zunehmende Digitalisierung zu dynamischen Veränderungen bei der Nutzung von Film- und Programmangeboten durch die Konsumenten. Daneben ist die Branche durch Veränderungen in der Marktstruktur gekennzeichnet. Die Entwicklungen in den Branchenfeldern unserer Auswertungsstufen stellen sich im ersten Halbjahr 2020 wie folgt dar:
Die Kinobranche erlebte durch den Corona-Lockdown einen drastischen Einbruch. Ab Mitte Mai öffneten wenige Kinos (darunter Autokinos) unter strengen Abstands- und Hygieneregeln, die einen wirtschaftlichen Spielbetrieb kaum möglich machten. Zudem wurden die Starts vieler Kinofilme verschoben. Mit EUR 220 Mio. wurden 52% weniger Kinoumsätze erzielt als im Vorjahreszeitraum (EUR 462 Mio.). Die Zahl der gelösten Tickets war ebenfalls mit 52% auf 25,9 Mio. (Vorjahr: 53,7 Mio.) gesunken. Auch der Kinomarkt in den Niederlanden war im ersten Halbjahr 2020 deutlich rückläufig (-45%).
Die um 22% rückläufige Entwicklung im physischen Videomarkt (Verkauf und Verleih von Blu-ray und DVD) auf EUR 255 Mio. (Vorjahr: EUR 325 Mio.) konnte durch den Zuwachs um 33% im digitalen Videomarkt (Verkauf EST und Verleih TVoD) auf EUR 235 Mio. (Vorjahr: EUR 177 Mio.) abgemildert werden, sodass der Gesamtmarkt (ohne Umsätze aus Subscriptional Video-on-Demand, im Folgenden "SVoD") um lediglich 2% rückläufig war (EUR 490 Mio., Vorjahr: EUR 502 Mio.). Der Umsatzanteil des digitalen Videomarktes liegt mit 48% (Vorjahr: 35,3%) mit dem der physischen Bildtonträger nunmehr fast gleichauf (52,0%; Vorjahr: 64,7% ).
Die Angebote der digitalen Auswertungsstufe SVoD, die im Gegensatz zum Einzelabruf (TVoD) ein Abonnementmodell (u.a. Amazon Prime, Netflix) darstellen, nahmen im ersten Halbjahr 2020 um 27% auf EUR 717 Mio. (Vorjahr: EUR 565 Mio.) zu.
Die COVID-19-Pandemie bescherte neben den SVoD-Anbietern auch den Pay-TV-Sendern Zuwächse. Die Programmvielfalt ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und die Zahl der Pay-TV und SVoD-Nutzer in der jüngeren Zeit deutlich gestiegen.
In unserem Geschäftsbereich Services mit Schwerpunkten im Bereich der audiovisuellen Postproduktion (Synchronisation und digitale Postproduktion) bestimmen die grundlegenden Marktveränderungen in der Film- und Fernsehbranche die Nachfrageentwicklung bezüglich der unterschiedlichen Dienstleistungsangebote. Die Branche ist in den vergangenen Jahren durch die Nachfrage der SVoD-Plattformen und Sender mit wachsendem Programmangebot positiv beeinflusst worden. Es besteht jedoch nach wie vor ein sehr wettbewerbsintensives Umfeld mit einem hohen Preisdruck bei gleichzeitig hohen Anforderungen der Kunden an die technischen und organisatorischen Abläufe in der Auftragsbearbeitung. Negative Einflüsse ergaben sich zuletzt, da Produktionstätigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie gestoppt oder verschoben werden mussten.
Das erste Halbjahr 2020 stand für die Splendid Medien AG im Zeichen der Auswirkungen der Maßnahmen und Ereignisse im Zuge der COVID-19-Pandemie, die vor dem Hintergrund von Kino- und Geschäftsschließungen im stationären Einzelhandel sowie Einschränkungen in den Serviceleistungen einen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung hatten. Der Vorstand und die Geschäftsleitungen der Konzerngesellschaften nahmen frühzeitig gegensteuernde Maßnahmen (v.a. Kurzarbeit, Umdisponierung von Veröffentlichungsterminen und Vermarktungswegen) vor und leiteten Maßnahmen der Kostensenkung ein.
Es ergab sich eine um EUR 1,8 Mio. bzw. 8,3% auf EUR 19,5 Mio. rückläufige Umsatzentwicklung insbesondere im Segment Content, Auswertungsstufen Kino, Auftragsproduktion und Home Entertainment, während im Segment Services trotz corona-bedingter Einschränkungen des Geschäftsbetriebs ein Umsatzwachstum erreicht werden konnte.
Durch deutliche Einsparungen bei den Herstellungs- und Vertriebskosten verbesserte sich das EBIT der Splendid Gruppe im ersten Halbjahr auf EUR 0,7 Mio. Das EBIT des Vorjahreszeitraums (EUR -9,8 Mio.) war insbesondere durch hohe Wertminderungen auf das Filmvermögen sowie auf einen Firmenwert belastet. Im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Factoringvereinbarung erhöhten sich die Finanzaufwendungen auf EUR -1,0 Mio. (Vorjahr: EUR -0,4 Mio.). Das Konzernperiodenergebnis betrug EUR -0,4 Mio. (Vorjahr: EUR -14,9 Mio.).
Vor dem Hintergrund der Corona-bedingten Herausforderungen ist der Vorstand mit der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr zufrieden. Der weitere Geschäftsverlauf 2020 ist jedoch infolge der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weiterhin mit hohen Unsicherheiten behaftet. Die Entwicklungen müssen in den kommenden Monaten weiterhin regelmäßig überprüft und die Auswirkungen auf unser Geschäft kontinuierlich bewertet werden.
Wie in der Prognoseberichterstattung 2020 (Geschäftsbericht 2019, S. 43 ff) dargelegt, erwarten wir nach wie vor einen gegenüber 2019 verringerten Konzernumsatz und ein gegenüber 2019 deutlich verbessertes EBIT, da das EBIT des Geschäftsjahres 2019 mit erheblichen Einmaleffekten belastet war.
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 19.549 | 21.323 | -1.774 |
| Herstellungskosten | -12.597 | -22.744 | 10.147 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 6.952 | -1.421 | 8.373 |
| Vertriebskosten | -2.750 | -4.547 | 1.797 |
| Verwaltungskosten | -3.663 | -3.041 | -622 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 258 | 246 | 12 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -151 | -1.013 | 862 |
| Währungsgewinne /-verluste | 30 | -13 | 43 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 676 | -9.789 | 10.465 |
| Finanzergebnis | -1.026 | -446 | -580 |
| Ergebnis vor Steuern ( EBT) | -350 | -10.235 | 9.885 |
| Ertragsteuern | -34 | -4.615 | 4.581 |
| Konzernperiodenergebnis | -384 | -14.850 | 14.466 |
Der Konzernumsatz der Splendid Gruppe ging im ersten Halbjahr 2020 um EUR 1,8 Mio. auf EUR 19,5 Mio. (Vorjahr: EUR 21.3 Mio.) zurück.
In den einzelnen Geschäftsbereichen entwickelte sich der Umsatz wie folgt:
Im ersten Halbjahr 2020 wurde im Segment Content ein Umsatz in Höhe von EUR 16,6 Mio. (Vorjahr: EUR 18,7 Mio.) erwirtschaftet, ein Rückgang von 12% gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz sank auf 85% (Vorjahr: 88%). Insbesondere in der rückläufigen Entwicklung der Auswertungsstufen Kino und Home Entertainment finden die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ihren Ausdruck. Auch die Auswertungsstufe Auftragsproduktion verfehlte den Vorjahreswert, während die Auswertungsstufe Lizenzen einen leichten Zuwachs verzeichnete.
In der Auswertungsstufe Kinoverleih erwirtschafteten wir mit der Veröffentlichung von Kinofilmen in Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten einen Umsatz von EUR 1,1 Mio., der um rund 31% und damit deutlich unterhalb des Vorjahres lag (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.). Ursächlich für diese Entwicklung sind die Corona-bedingten Kinoschließungen der ersten Jahreshälfte sowie anhaltende Kapazitätsbeschränkungen nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebes. Die besucherstärkste Kinoveröffentlichung war die Familienkomödie "De grote Slijmfilm", die in Zusammenarbeit mit unserem niederländischen Produktionspartner NewBe produziert und von Splendid Film im Februar 2020 veröffentlicht wurde. Der Film erreichte knapp 260.000 Zuschauer in den niederländischen und belgischen Kinos. Der Animationsfilm "Mina und die Traumzauberer" erreichte nach der Corona-bedingten Verschiebung des ursprünglichen Starttermins auf Juni 2020 mehr als 80.000 Zuschauer in Deutschland und Österreich und lag damit im Rahmen unserer Erwartungen.
In der Auswertungsstufe Home Entertainment erwirtschafteten wir mit der Veröffentlichung von Blu-ray, DVD, aus digitalem Vertrieb (VoD, EST) sowie aus Vertriebsdienstleistungen für nationale und internationale Vertriebspartner einen Umsatz von EUR 8,4 Mio (Vorjahr EUR 9,2 Mio.), davon EUR 4,4 Mio. (Vorjahr EUR 5,4 Mio.) aus dem Umsatz mit physischen Bildtonträgern (DVD, Blu-ray). Die Auswirkungen der Corona-bedingten Geschäftsschließungen im stationären Einzelhandel belasteten den ohnehin rückläufigen physischen Markt zusätzlich. Diese Entwicklung konnte nicht durch die Zuwächse im digitalen Vertrieb kompensiert werden. Zudem erwarten wir im physischen Home Entertainment hohe Retourenrückläufe, für die wir vorsorglich Rückstellungen gebildet haben.
Die Umsatzerlöse im digitalen Vertrieb (VoD und EST) stiegen leicht auf EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.). Der Anteil des digitalen Vertriebs am Gesamtumsatz der Auswertungsstufe Home Entertainment erhöhte sich damit im ersten Halbjahr 2020 auf 48,0 % (Vorjahr: 41,2%).
Neben dem Ausbau der Vermarktung unserer Programme im VoD und EST über alle bedeutenden Internet-Plattformen sind Umsatzbeiträge unseres B2B-Angebotes "meinVoD", insbesondere die langfristig angelegte Zusammenarbeit mit der mobilcom-debitel GmbH, einer Tochtergesellschaft der freenet AG, im digitalen Vertrieb enthalten. Dabei übernimmt die Splendid Gruppe die Bereitstellung von Filminhalten sowie die technischen Dienstleistungen für "freenet Video", das VoD-Portal der freenet Group (www.freenet-video.de).
Unsere jüngeren Geschäftsfelder Influencer Management & Marketing (Marketing-Kampagnen VERY US-Talents für Markenartikler, Medienunternehmen und Agenturen) sowie die digitale Auswertung von Musikinhalten insbesondere des Künstlers Michael Schulte trugen ebenfalls zur Umsatzentwicklung des Geschäftsfeldes bei. Insgesamt war der Beitrag dieses Geschäftsfeldes zum Konzernumsatz jedoch weiterhin geringfügig.
In der Auswertungsstufe Lizenzverkäufe erzielte die Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2020 bei der Vergabe von Lizenzen an TV-Sender und SVoD-Anbieter Umsatzerlöse von EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.). Neben Lizenzverkäufen an TV-Sender im deutschsprachigen Raum und in Benelux wurden wie im Vorjahr insbesondere Umsätze aus Lizenzverträgen mit SVoD-Anbietern, darunter freenet Video, Netflix und Amazon, realisiert. Im Berichtszeitraum wurden weitere Lizenzverträge mit TV-Sendern und SVoD-Anbietern in Deutschland und den Benelux-Ländern verhandelt bzw. abgeschlossen, die in den Folgequartalen umsatzwirksam werden.
Im Geschäftsfeld Auftragsproduktion (vormals TV-Produktion) konzentrierten wir uns vorrangig auf die Herstellung von "Die Wollnys" für RTL2. Die Umsatzerlöse beliefen sich im ersten Halbjahr auf EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.)
Im Segment Services erreichten wir im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzwachstum von 14%. Im Außenumsatz mit konzernfremden Auftraggebern wurden Umsätze in Höhe von EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.) erwirtschaftet. Der Zuwachs entstand im Bereich Synchronisation, der trotz Corona-bedingter zeitweiser Geschäftsschließung im ersten und zweiten Quartal 2020 einen Zuwachs von 25% erreichte, da die Splendid Synchron aufgrund ihrer breiten Kundenbasis sowie ihrer Auftragsstruktur weitgehend von den negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie verschont blieb. Hingegen lag im Bereich Digitalisierung der mit Dritten erwirtschaftete Umsatz unterhalb der Vorjahreswerte. Die Innenumsätze des Segments mit Konzerngesellschaften verringerten sich auf EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.). Der Anteil der mit externen Auftraggebern erzielte Umsatz im ersten Halbjahr 2020 erhöhte sich auf 79% (Vorjahr: 73%).
Die Herstellungskosten verringerten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich auf EUR 12,6 Mio. (Vorjahr: EUR 22,7 Mio.). Im Vorjahr waren als Reaktion auf grundlegende Veränderungen des Nutzerverhaltens Wertminderungen auf das Filmvermögen in Höhe von EUR 8,4 Mio. vorgenommen worden. Die planmäßigen Abschreibungen verringerten sich danach auf EUR 4,7 Mio (Vorjahr: EUR 5,4 Mio). Die Herausbringungskosten in der Kinostufe, im Home Entertainment und in der Auftragsproduktion sanken um EUR 1,2 Mio auf EUR 4,1 Mio. (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.). Die Personalkosten reduzierten sich im Zuge vorgenommener Anpassungsmaßnahmen auf EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.). Die Herstellungskostenquote betrug somit 64,4% (Vorjahr: 106,7%).
Die Vertriebskosten verringerten sich deutlich um EUR 1,8 Mio auf EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch reduzierte Werbeausgaben und Provisionen für die Kino- und Home Entertainment-Veröffentlichungen sowie deutlich verringerte Personal- und Reisekosten. Die Vertriebskostenquote verringerte sich damit deutlich auf 14,1% (Vorjahr: 21,3%).
Die Verwaltungskosten erhöhten sich auf EUR 3,7 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.), im Wesentlichen aufgrund der Zunahme der Rechts- und Beratungskosten. Die Verwaltungskostenquote erhöhte sich auf 18,7% (Vorjahr: 14,3%).
Die Sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) Die Position enthält im Wesentlichen einen Ertrag aus einer bereits abgeschriebenen Forderung.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf EUR - 0,2 Mio (Vorjahr: EUR -1,0 Mio.). Im Vorjahr war eine Wertminderung auf den Firmenwert der Splendid Studios vorgenommen worden.
Im Berichtszeitraum entstand ein positives Währungsergebnis in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR -13). Die saldierten Nettogewinne umfassen sowohl realisierte als auch stichtagsbezogene Wechselkurseffekte aus US-Dollar-Termingeschäften.
Durch deutliche Rückgänge bei den Herstell- und Vertriebskosten erzielten beide operativen Segmente eine Verbesserung des operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).
Im Segment Content wurde im ersten Halbjahr ein deutlich positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR -9,0 Mio.) erwirtschaftet. Die EBIT-Marge lag bei 10,2% (Vorjahr: -48,2%).
Auch im Segment Services wurde ein positives EBIT in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR -14) erzielt. Die EBIT-Marge lag im Berichtszeitraum bei 3,1% (Vorjahr:-0,5%).
Insgesamt verbesserte sich das EBIT der Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2020 deutlich. Unter Berücksichtigung des Holding-Ergebnisses entstand ein EBIT von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR -9,8 Mio.). Die EBIT-Marge des Konzerns lag damit bei 3,5% (Vorjahr: -45,9%).
Die Finanzaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Factoringvereinbarung, welche im zweiten Halbjahr 2020 wirksam wurde. Aufgrund der zum Stichtag bereits bestehenden Verkaufsabsicht ergab sich für ausgewählte Forderungen ein gegenüber dem Nominalwert um insgesamt EUR 0,5 Mio. verringerter beizulegender Zeitwert. Das Finanzergebnis betrug danach EUR -1,0 Mio. (Vorjahr: EUR -0,4 Mio.).
Der Ertragsteueraufwand beläuft sich auf TEUR 34. Im Vorjahr waren latente Steueransprüche im Zusammenhang mit bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen vollumfänglich ertragswirksam aufgelöst worden, da die diesbezüglichen formellen Ansatzkriterien vor dem Hintergrund der Ergebnisse der jüngeren Vergangenheit als nicht mehr gegeben eingeschätzt worden waren.
Das Konzernperiodenergebnis beträgt EUR -0,4 Mio. (Vorjahr: EUR -14,9 Mio.). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit für das erste Halbjahr 2020 auf EUR -0,04 (Vorjahr: EUR -1,52).
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| in TEUR | 30.6.2020 | 31.12.2019 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 17.538 | 20.714 | -3.176 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 18.923 | 20.780 | -1.857 |
| Summe Aktiva | 36.461 | 41.494 | -5.033 |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | 2.588 | 2.972 | -384 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.065 | 2.577 | -512 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 31.808 | 35.945 | -4.137 |
| Summe Passiva | 36.461 | 41.494 | -5.033 |
Die Konzernbilanzsumme der Splendid Medien AG reduzierte sich zum 30. Juni 2020 auf EUR 36,5 Mio. (31.12.2019: EUR 41,5 Mio.).
Die langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich auf EUR 17,5 Mio. (31.12.2019: EUR 20,7 Mio.). Dies liegt im Wesentlichen in der Entwicklung des Filmvermögens begründet, das sich auf EUR 10,4 Mio. (31.12.2019: EUR 12,7 Mio.) verringerte. Hier standen den im ersten Halbjahr getätigten Investitionen in Höhe von EUR 2,5 Mio. planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 4,6 Mio. sowie Wertminderungen in Höhe von EUR 0,2 Mio. gegenüber.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich auf EUR 18,9 Mio. (31.12.2019: EUR 20,8 Mio.), vorrangig aufgrund des im Wesentlichen geschäftsverlaufsbedingten Rückgangs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 10,7 Mio. (31.12.2019: EUR 13,1 Mio.). Im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Factoringvereinbarung, welche im zweiten Halbjahr 2020 wirksam wurde, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 4,3 Mio. mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die liquiden Mittel erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf EUR 6,7 Mio. (31.12.2019: EUR 6,0 Mio.).
Das Eigenkapital des Konzerns lag unter Berücksichtigung des Konzernperiodenergebnis zum Stichtag bei EUR 2,6 Mio. (31.12.2019: EUR 3,0 Mio.). Die Eigenkapitalquote zum Stichtag verringerte sich leicht auf 7,1 % (31.12.2019: 7,2 %).
Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahresende auf EUR 2,1 Mio. verringert (31.12.2019: EUR 2,6 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch die planmäßige Verringerung von Leasingverbindlichkeiten und langfristigen Bankdarlehen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen bei EUR 31,8 Mio. und verringerten sich gegenüber dem Stand zum Jahresende um EUR 4,1 Mio. (31.12.2019: EUR 35,9 Mio.). Dabei verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten (i.W. gegenüber Lizenz- und Vertriebspartnern) um EUR 0,8 Mio. auf EUR 7,2 Mio. (31.12.2019: EUR 8,0 Mio.). Ebenso gingen die Vertragsverbindlichkeiten (erhaltene Anzahlungen) auf EUR 1,8 Mio. (31.12.2019: EUR 2,9 Mio.) sowie die Rückstellungen auf EUR 7,6 Mio. (31.12.2019: EUR 7,8 Mio.) zurück. Letztere betreffen im Wesentlichen erwartete Remissionen aus dem physischen Home Entertainment-Geschäft. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten, die im Wesentlichen kurzfristige Geldmarktkredite beinhalten, haben sich zum Stichtag auf EUR 14,6 Mio. (31.12.2019: EUR 16,5 Mio.) verringert.
Das Finanzmanagement des Konzerns stellt sicher, dass die Unternehmen der Splendid Gruppe dauerhaft liquide sind, reduziert finanzielle Risiken soweit wirtschaftlich sinnvoll und reicht Darlehen an die Konzerngesellschaften aus. Die Splendid Medien AG erbringt und steuert diese Aufgaben zentral für den Gesamtkonzern. Ziel ist es, den Finanzbedarf der Gesellschaften in ausreichender Form kostengünstig und möglichst über die vorhandenen internen und externen Finanzierungsmöglichkeiten zu decken. Dies gilt sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen. Bei der Auswahl der Finanzprodukte orientiert sich die Splendid Medien AG grundsätzlich an der Art sowie der voraussichtlichen Laufzeit des zugrunde liegenden Geschäfts. Grundlage für das Finanzmanagement ist die kontinuierliche Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows sowie der Bankguthaben und der freien und in Anspruch genommenen Linien bei den finanzierenden Kreditinstituten.
Das Geschäftsmodell der Splendid Gruppe erfordert eine ausreichende Kapitalausstattung, insbesondere zur Finanzierung der erworbenen Filmlizenzen sowie zur Finanzierung der mit der Filmvermarktung verbundenen Betriebsmittel. Die Splendid Gruppe strebt hierfür ein angemessenes Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital an.
Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag weist eine Eigenkapitalquote von 7,1% (31.12.2019: 7,2%) aus. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich in Relation zur Bilanzsumme auf 5,7 % (31.12.2019: 6,2%) vermindert. Der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist auf 87,2% (31.12.2019: 86,6%) gestiegen.
In den Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag zinstragende Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 14,6 Mio. (31.12.2019: EUR 16,7 Mio.) sowie Leasingverbindlichkeiten von EUR 1,9 Mio. (31.12.2019: EUR 2,2 Mio.) enthalten.
Die Splendid Gruppe finanziert sich auf der Fremdkapitalseite überwiegend über zwei Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium unter Führung der NATIONAL-BANK AG. Per 30. Juni 2020 verfügte die Splendid Gruppe aus den Finanzierungsvereinbarungen über einen Gesamtkreditrahmen von EUR 18,5 Mio., der mit EUR 14,5 Mio. durch Tilgungsdarlehen und Geldmarktkredite in Anspruch genommen wurde. Die auf den Kreditrahmen anrechenbaren Avalkredite beliefen sich zum Stichtag auf EUR 0,3 Mio., Rückdeckungen für Devisentermingeschäfte bestanden zum Stichtag nicht.
Die aktuellen Finanzierungsvereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Zu weiteren Details der bestehenden Bankenfinanzierung verweisen wir auf die ergänzenden Konzern-Anhangangaben unter 5. Finanzielles Risikomanagement in diesem Konzernzwischenabschluss sowie auf die Angaben unter VI.4.1 Finanzierung und Financial Covenants im Geschäftsbericht 2019, S. 38.
Die Splendid Gruppe entwickelt ihren Cashflow ausgehend vom Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Dieses wird um nicht zahlungswirksame Vorgänge bereinigt. Ergänzend werden die Zahlungsströme berücksichtigt, die aus der Veränderung von Bilanzposten abgeleitet werden.
Die Entwicklung der Cashflows im Berichtszeitraum stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 6.025 | 4.795 | 1.230 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.933 | -8.012 | 5.079 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.459 | -501 | -1.958 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 633 | -3.718 | 4.351 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 6.017 | 6.372 | -355 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 6.650 | 2.654 | 3.996 |
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns hat sich im ersten Halbjahr auf EUR 6,0 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.) erhöht, im Wesentlichen durch Veränderungen im Working Capital. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst im Wesentlichen Zahlungsabflüsse aus Investitionen in das Filmvermögen in Höhe von EUR -2,7 Mio. (Vorjahr: EUR -6,1 Mio.). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2020 bei
EUR -2,5 Mio. (Vorjahr: EUR -0,5 Mio.). Im Berichtszeitraum wurden Nettorückführungen von Darlehen aus der Konzernfinanzierung in Höhe von EUR 2,1 Mio. sowie Tilgung aus Leasingverbindlichkeit in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) vorgenommen. Im Vorjahreszeitraum hatte die Nettorückführung von Krediten EUR 0,2 Mio. betragen.
Der Finanzmittelbestand der Splendid Gruppe umfasst den Kassenbestand sowie Bankguthaben.
Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand im Berichtszeitraum auf EUR 6,7 Mio. (31.12.2019: EUR 6,0 Mio.) erhöht.
Im ersten Halbjahr 2020 investierte die Splendid Gruppe EUR 2,5 Mio. in das Filmvermögen. Im Wesentlichen durch Verzögerungen bei der Auslieferung von Filmtiteln lag das Investitionsvolumen unterhalb des Vorjahreswertes (EUR 6,1 Mio.). Die Auszahlungen für Investitionen beinhalten auch Anzahlungen für Filmrechte, die nach Vertragsabschluss bzw. zu Drehbeginn geleistet werden, und betrugen insgesamt EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 6,1 Mio.).
Es wurde vorwiegend in ein breites Portfolio von wenig kapitalintensiven Filmen insbesondere für die digitalen Plattformen investiert. In der ersten Jahreshälfte 2020 schloss die Splendid Gruppe weitere Einkaufsverträge für die Auswertung im deutschsprachigen Raum und Benelux.
Die Gesamtzahl der fest angestellten Mitarbeiter (ohne Vorstand) betrug zum 30. Juni 2020 146 (31.12.2019: 172 Mitarbeiter) und damit 26 Mitarbeiter weniger als zum 31.12.2019. Zum Bilanzstichtag waren 7 (31.12.2019: 26) Mitarbeiter kurzfristig bzw. projektbezogen beschäftigt.
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Anzahl der angestellten Mitarbeiter in den Segmenten wie folgt:
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| 30.6.2020 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|
| Content | 72 | 93 |
| Services | 64 | 67 |
| Holding (Splendid Medien AG) | 10 | 12 |
| Gesamt | 146 | 172 |
Die Mehrzahl der Konzernmitarbeiter verfügt über langjährige Branchenerfahrung bzw. Konzernzugehörigkeit. Maßgebliche Mitarbeiter, allen voran die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften, sind über Bonisysteme und/oder Beteiligungen am Geschäftserfolg beteiligt.
Der Nachtragsbericht findet sich in den ergänzenden Konzern-Anhangangaben dieses Konzernzwischenabschlusses wieder.
Bei der Lizenzierung von Filmrechten an TV-Sender erhält die Splendid Gruppe im Regelfall bereits deutlich vor Produktionsbeginn Anzahlungen auf die geschlossenen Verträge. Für den Fall, dass die vertraglich vereinbarten Filme nicht zur Produktion und damit nicht zur Auslieferung an die TV-Sender kommen, besteht das Risiko der Rückzahlungsverpflichtung der geleisteten Anzahlung sowie etwaig vereinbarter Vorfinanzierungen mit kurzfristigen, liquiditätsbelastenden Auswirkungen für die Splendid Gruppe. Dieses Risiko beläuft sich bei den aktuell vorliegenden Verträgen über Filme, die noch nicht zur Produktion bzw. zur Auslieferung an die Sender gekommen sind, auf ein Volumen von maximal EUR 0,8 Mio.
Vor dem Hintergrund der ab März 2020 vorgenommenen behördlichen Maßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie ergeben sich Umsatz- und Ergebnisbelastungen, deren Auswirkungen nach wie vor nicht abschließend abgeschätzt werden können. Wir verweisen hierzu auf die Angaben unter V. Risikobericht der Splendid Gruppe im Geschäftsbericht 2019, S. 36ff. Die dortigen Ausführungen haben weiterhin Gültigkeit.
Die Perspektiven der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden aktuell als besser bewertet als zunächst erwartet. Mit der Interimsprojektion der Bundesregierung von Anfang September 2020 zeigt sich, dass die Rezession weniger stark ausgeprägt ist und sich der Aufschwung schneller als erwartet vollzieht. Auch in unserem niederländischen Absatzmarkt greifen die verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen, wenngleich die mittel- und langfristigen wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie auch hier schwer vorauszubestimmen sind.
Im Einzelnen ergibt sich aus den Segmentumsatzplanungen wie folgt:
In der Auswertungsstufe Kino werden in der zweiten Jahreshälfte in Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten weitere Kinotitel veröffentlicht, die verschiedene Genres abdecken. Insgesamt erwarten wir für die zweite Jahreshälfte einen Umsatzbeitrag aus Kinoveröffentlichungen auf dem Niveau der ersten Jahreshälfte. Für das Gesamtjahr rechnen wir weiterhin mit einem Umsatzrückgang gegenüber 2019.
Für die Auswertungsstufe Home Entertainment planen wir auf Basis der vorgesehenen Veröffentlichungen für die zweite Jahreshälfte mit einem gegenüber der ersten Jahreshälfte verminderten Umsatz. Vor dem Hintergrund, dass die COVID-19-Pandemie die negative Entwicklung des physischen Marktes massiv beschleunigt hat und andererseits der digitale Bereich diese Einbußen noch nicht vollständig kompensieren kann, erwarten wir für das Gesamtjahr weiterhin einen Umsatzrückgang gegenüber 2019.
In der Auswertungsstufe Lizenzen, wird sich die Umsatzentwicklung durch die Lizenzierung von SVoD-, Pay-TV und Free-TV-Rechten in der zweiten Jahreshälfte verbessern. Für das Gesamtjahr erwarten wir jedoch weiterhin einen Umsatzrückgang gegenüber 2019.
Der Umsatz im Geschäftsfeld Auftragsproduktion (vormals TV-Produktion) wird in der zweiten Jahreshälfte auf dem Niveau der ersten Jahreshälfte liegen, sodass auf Jahressicht auch hier weiterhin mit einem im Vorjahresvergleich verringerten Umsatz zu rechnen ist.
Im Segment Services erwarten wir für die zweite Jahreshälfte einen Umsatzrückgang gegenüber der ersten Jahreshälfte. Für das Gesamtjahr rechnen wir weiterhin mit einem im Vorjahresvergleich schwächeren Umsatzbeitrag.
Der weitere Geschäftsverlauf 2020 ist infolge der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weiterhin mit hohen Unsicherheiten behaftet. Die Entwicklung hängt von den nachhaltigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf unsere Geschäftsfelder, insbesondere dem relevanten Konsumverhalten der Verbraucher und der Auftragslage unserer Geschäftspartner ab. Der Umfang der Corona-Schutzmaßnahmen, die Auswirkung weiterer Lockerungen oder aber eine Verschärfung der Maßnahmen sind hierfür von zentraler Bedeutung, können jedoch auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend abgeschätzt werden. Die Entwicklungen müssen in den kommenden Monaten weiterhin regelmäßig überprüft und die Auswirkungen auf unser Geschäft kontinuierlich bewertet werden.
Wir erwarten unter Berücksichtigung der Segmentumsatzplanungen für 2020 nach wie vor einen gegenüber 2019 verringerten Konzernumsatz.
Wir werden auch in der zweiten Jahreshälfte die Kosten insgesamt reduzieren. Auf der Basis der Umsatz- und Kostenplanungen erwarten wir für 2020 trotz voraussichtlich verringerter Umsatzerlöse weiterhin ein gegenüber 2019 deutlich verbessertes EBIT, da das EBIT des Geschäftsjahres 2019 mit erheblichen Einmaleffekten belastet war.
Die Investitionen in Film- und Programmtitel werden sich in der zweiten Jahreshälfte erhöhen. Auf der Grundlage der vorgesehenen Produktions- und Auslieferungszeitpunkte bereits kontrahierter Filme plant der Vorstand wie bisher mit einem gegenüber 2019 insgesamt jedoch verringerten Investitionsvolumen in das Filmvermögen. Die Finanzierung erfolgt aus dem operativen Cashflow, dem bestehenden Finanzierungsrahmen sowie durch den Verkauf von Teilen der Kundenforderungen (Factoring).
Hinsichtlich der übrigen Prämissen sowie der Risiken für die Jahresprognose verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2019, S. 43 ff.
Die Splendid Gruppe veröffentlicht nur Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr. Unterjährig kann es in Abhängigkeit von den Veröffentlichungszeitpunkten zu starken Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis in den einzelnen Berichtsperioden kommen.
Köln, 23. September 2020
Splendid Medien AG
Der Vorstand
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| Dr. Dirk Schweitzer | Björn Siecken |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Finanzen |
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| in TEUR | 30.6.2020 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|---|
| A. | Langfristige Vermögenswerte | ||
| I. | Sachanlagevermögen | 1.013 | 953 |
| II. | Immaterielle Vermögenswerte | 164 | 192 |
| III. | Nutzungsrechte | 1.755 | 2.213 |
| IV. | Filmvermögen | 10.373 | 12.716 |
| V. | Geschäfts- oder Firmenwert | 3.872 | 3.872 |
| VI. | Latente Steueransprüche | 0 | 90 |
| VII. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
361 | 678 |
| 17.538 | 20.714 | ||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| I. | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.650 | 6.017 |
| II. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
10.735 | 13.141 |
| III. | Vertragsvermögenswerte | 452 | 329 |
| IV. | Vorräte | 1.049 | 1.076 |
| V. | Forderungen aus Ertragsteuern | 37 | 217 |
| 18.923 | 20.780 | ||
| Summe Aktiva | 36.461 | 41.494 |
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| in TEUR | 30.6.2020 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | ||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 9.790 | 9.790 |
| II. | Kapitalrücklage | 396 | 396 |
| III. | Gewinnrücklagen | 15.748 | 15.748 |
| IV. | Konzernbilanzverlust | -23.339 | -22.955 |
| V. | Minderheitenanteile | -7 | -7 |
| 2.588 | 2.972 | ||
| B. | Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| I. | Bankverbindlichkeiten | 0 | 145 |
| II. | Leasingverbindlichkeiten | 1.338 | 1.577 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und | |||
| III. | sonstige Verbindlichkeiten | 727 | 765 |
| IV. | Latente Steuerschulden | 0 | 90 |
| 2.065 | 2.577 | ||
| C. | Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| I. | Bankverbindlichkeiten | 14.582 | 16.527 |
| II. | Leasingverbindlichkeiten | 576 | 628 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und | |||
| III. | sonstige Verbindlichkeiten | 7.233 | 7.982 |
| IV. | Vertragsverbindlichkeiten | 1.783 | 2.880 |
| V. | Rückstellungen | 7.610 | 7.844 |
| VI. | Ertragsteuerschulden | 24 | 84 |
| 31.808 | 35.945 | ||
| Summe Passiva | 36.461 | 41.494 |
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 19.549 | 21.323 |
| 2. | Herstellungskosten | -12.597 | -22.744 |
| 3. | Bruttoergebnis vom Umsatz | 6.952 | -1.421 |
| 4. | Vertriebskosten | -2.750 | -4.547 |
| 5. | Verwaltungskosten | -3.663 | -3.041 |
| 6. | Sonstige betriebliche Erträge | 258 | 246 |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -151 | -1.013 |
| 8. | Währungsgewinne / -verluste | 30 | -13 |
| 9. | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 676 | -9.789 |
| 10. | Finanzergebnis | -1.026 | -446 |
| 11. | Ergebnis vor Steuern | -350 | -10.235 |
| 12. | Ertragsteuern | -34 | -4.615 |
| 13. | Konzernperiodenergebnis | -384 | -14.850 |
| - davon entfallen auf Anteilseigner | -384 | -14.850 | |
| - davon entfallen auf Minderheiten | 0 | 0 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro | -0,04 | -1,52 | |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) in Euro | -0,04 | -1,52 | |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 9.789.999 | 9.789.999 | |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 9.789.999 | 9.789.999 |
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 |
|---|---|---|
| Konzernperiodenergebnis | -384 | -14.850 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | -384 | -14.850 |
| - davon entfallen auf Anteilseigner | -384 | -14.850 |
| - davon entfallen auf Minderheiten | 0 | 0 |
| -384 | -14.850 |
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Konzernbilanzverlust | Minderheitenanteile | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2019 | 9.790 | 396 | 15.390 | -6.570 | -7 | 18.999 |
| Konzerngesamtergebnis | -14.850 | -14.850 | ||||
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 358 | -358 | 0 | |||
| Stand 30.6.2019 | 9.790 | 396 | 15.748 | -21.778 | -7 | 4.149 |
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Konzernbilanzverlust | Minderheitenanteile | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2020 | 9.790 | 396 | 15.748 | -22.955 | -7 | 2.972 |
| Konzerngesamtergebnis | -384 | -384 | ||||
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 | 0 | |||
| Stand 30.6.2020 | 9.790 | 396 | 15.748 | -23.339 | -7 | 2.588 |
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 676 | -9.789 | |
| -/+ | Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen | -118 | -1 |
| + | Abschreibungen auf Sachanlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte | 694 | 614 |
| + | Abschreibungen und Wertminderungen auf Filmvermögen | 4.832 | 13.888 |
| + | Wertminderungen auf Firmenwert | 0 | 997 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen | -234 | -1.126 |
| -/+ | Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen | 0 | 1 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-1.479 | 6.034 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
2.097 | -5.375 |
| + | Erhaltene Steuern | 217 | 9 |
| - | Gezahlte Steuern | -106 | -11 |
| + | Erhaltene Zinsen | 0 | 0 |
| - | Gezahlte Zinsen | -554 | -447 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 6.025 | 4.795 | |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | -270 | -451 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen | 0 | -1.500 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Filmvermögen | -2.663 | -6.119 |
| + | Einzahlungen aus Rückerstattung geleisteter Anzahlungen | 0 | 58 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.933 | -8.012 | |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -3.365 | -7.653 |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 1.274 | 7.480 |
| - | Tilgung Leasingverbindlichkeit | -368 | -328 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.459 | -501 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 633 | -3.718 | |
| + | Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 6.017 | 6.372 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 6.650 | 2.654 |
zum Konzernzwischenabschluss
der Splendid Medien AG für das erste Halbjahr 2020
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden.
Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2019 gelten - mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften oder geänderter Bilanzierungsmethoden - insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend.
Der Konzernzwischenabschluss wurde mit Beschluss des Vorstands vom 23. September 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Konzernzwischenabschluss einschließlich des Zwischenlageberichts wurde nicht geprüft.
Alle ab dem 1. Januar 2020 geltenden Auslegungen und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) werden angewendet, sofern deren Anwendung verpflichtend ist. Durch die Anwendung der ab dem Geschäftsjahr 2020 geltenden Änderungen der IFRS haben sich keine wesentlichen Änderungen auf den Abschluss ergeben.
Die Aufstellung von Konzernabschlüssen in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, welche Einfluss auf Ansatz und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, ausgewiesene Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums haben.
Den Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt.
Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Im Abschluss sind latente Steueransprüche auf abzugsfähige temporäre Differenzen lediglich insoweit gebildet worden, als diesen latente Steuern aus zu versteuernden temporären Differenzen gegenüberstehen. Die Steuerschulden wurden mit den Steueransprüchen aus latenten Steuern in der Bilanz saldiert ausgewiesen.
Gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurden keine weiteren wesentlichen Änderungen bei den Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die eine entsprechende Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage haben.
In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurden neben dem Mutterunternehmen Splendid Medien AG die folgenden Unternehmen einbezogen.
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| Verbundene Unternehmen | Sitz | Anteil in % |
|---|---|---|
| Splendid Film GmbH | Köln | 100 |
| Polyband Medien GmbH | München | 100 |
| WVG Medien GmbH | Hamburg | 90 |
| eNterActive GmbH | Hamburg | 85 |
| Splendid Synchron GmbH | Köln | 100 |
| Videociety GmbH | Köln | 100 |
| Splendid Entertainment GmbH | Köln | 100 |
| Splendid Studios GmbH | Köln | 90 |
| Splendid Film B.V. | Amsterdam | 100 |
| Early Learning Group GmbH | Hamburg | 100 |
Die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten im Konzern umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Leasingverbindlichkeiten, Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie Mietkaufverträge. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Zins-, Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Die finanziellen Risiken der Unternehmen der Splendid Gruppe werden zentral überprüft. Die Identifikation, Beurteilung und Minimierung der finanziellen Risiken erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den operativen Unternehmen der Splendid Gruppe. Der Vorstand beschließt die Strategien und Verfahren zur Steuerung der einzelnen Risiken.
Gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 ergaben sich, bedingt durch die COVID-19-Pandemie, geringfügig erhöhte Risiken aus Finanzinstrumenten. Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019, S. 104 ff., die weiterhin Gültigkeit haben.
Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben kurze Restlaufzeiten, so dass deren zu Nominalwerten angesetzte Buchwerte zum Abschlussstichtag grundsätzlich nahezu dem Zeitwert entsprechen.
Bezüglich der abgezinst angesetzten langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gibt es ebenfalls keine Anzeichen dafür, dass der Buchwert vom Fair Value abweicht.
Neben einer bedingten Kaufpreisverpflichtung, welche bereits in der Vergangenheit zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten war, waren zum 30.Juni 2020 im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Factoringvereinbarung auch ausgewählte zum Verkauf bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Kategorie "zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten" umzuklassifizieren (zuvor als "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" klassifiziert).
Die Bewertung zum Zeitwert erfolgte ergebniswirksam anhand des voraussichtlichen Transaktionspreises (Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie) unter Berücksichtigung vereinbarter Gebühren, Abschläge etc.
Die im Zusammenhang mit dem Abschluss der Factoringvereinbarung bzw. der auf dieser Grundlage erfolgten Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstandenen Aufwendungen beliefen sich auf insgesamt TEUR 471 und wurden sämtlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Auf die Ausführungen zur Ergebnisentwicklung auf S. 12 f. des Zwischenlageberichts wird verwiesen.
Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug zum Stichtag TEUR 4.270.
Sämtliche übrigen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten waren als "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu klassifizieren.
Der Hauptentscheidungsträger der Splendid Gruppe betrachtet das Geschäft in erster Linie aus einer produktbezogenen Perspektive, wobei der Vermarktungserfolg des einzelnen Films bzw. Inhaltes über alle Auswertungsstufen im Mittelpunkt steht.
Die operative Geschäftstätigkeit der Splendid Gruppe unterteilt sich in die Segmente Content und Services. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD, Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung/Neue Medien und Synchronisation erbracht.
Bei der Darstellung der Segmente wurden nur solche Posten berücksichtigt, die einem Segment direkt zugeordnet bzw. auf vernünftiger Grundlage auf bestimmte Segmente aufgeteilt werden konnten. Innerhalb eines Segmentes anfallende Aufwendungen und Erträge wurden eliminiert. Die Segmentangaben beinhalten Gewinne aus Lieferungen und Leistungen an andere Segmente, etwaige Zwischengewinne hieraus werden in der Überleitungsspalte zum Konzernausweis eliminiert.
Wesentliche Kennzahlen der Segmente sind:
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| in TEUR | Content | Services | Holding | Überleitung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsätze Gesamt | 16.571 | 3.784 | 642 | 20.997 | |
| Konzerninterne Umsätze | 0 | -806 | -642 | -1.448 | |
| Umsätze Konzern | 16.571 | 2.978 | 0 | 19.549 | |
| EBITDA | 7.119 | 284 | -1.134 | -67 | 6.202 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Filmvermögen | -5.033 | 0 | 0 | 201 | -4.832 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Vermögenswerte + Sachanlagen | -393 | -193 | -108 | -694 | |
| Wertminderung Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EBIT | 1.693 | 91 | -1.242 | 134 | 676 |
| Finanzergebnis | -1.026 | ||||
| Ertragsteuern | -34 | ||||
| Konzernperiodenergebnis | -384 | ||||
| Segmentanlagevermögen | 5.162 | 1.438 | 204 | 6.804 | |
| - davon Firmenwerte | 3.872 | 0 | 0 | 3.872 | |
| Filmvermögen | 10.666 | 0 | 0 | -293 | 10.373 |
| Sonstiges Vermögen | 17.798 | 2.215 | 30.331 | -31.060 | 19.284 |
| Gesamt Vermögen | 33.626 | 3.653 | 30.535 | -31.353 | 36.461 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 24.762 | 1.215 | 7.194 | 702 | 33.873 |
| Netto-Investitionen Filmvermögen | 2.558 | 0 | 0 | -68 | 2.490 |
| Investitionen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen | 105 | 70 | 70 | 245 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Posten (Ertrag (+)/Auf-wand(-)) | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Beschäftigte | 83 | 65 | 11 | 159 |
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| in TEUR | Content | Services | Holding | Überleitung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsätze Gesamt | 18.720 | 3.579 | 605 | 22.904 | |
| Konzerninterne Umsätze | 0 | -976 | -605 | -1.581 | |
| Umsätze Konzern | 18.720 | 2.603 | 0 | 21.323 | |
| EBITDA | 6.318 | 209 | -647 | -170 | 5.710 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Filmvermögen | -14.064 | 0 | 0 | 176 | -13.888 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Vermögenswerte + Sachanlagen | -280 | -223 | -111 | -614 | |
| Wertminderung Firmenwert | -997 | 0 | 0 | 0 | -997 |
| EBIT | -9.023 | -14 | -758 | 6 | -9.789 |
| Finanzergebnis | -446 | ||||
| Ertragsteuern | -4.615 | ||||
| Konzernperiodenergebnis | -14.850 | ||||
| Segmentanlagevermögen | 5.635 | 1.408 | 678 | 7.721 | |
| - davon Firmenwerte | 3.873 | 0 | 0 | 3.873 | |
| Filmvermögen | 17.149 | 0 | 0 | -517 | 16.632 |
| Sonstiges Vermögen | 14.632 | 2.176 | 33.392 | -33.010 | 17.190 |
| Gesamt Vermögen | 37.416 | 3.584 | 34.070 | -33.527 | 41.543 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 28.330 | 1.045 | 6.668 | 1.351 | 37.394 |
| Netto-Investitionen Filmvermögen | 6.229 | 0 | 0 | -170 | 6.059 |
| Investitionen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen | 137 | 293 | 19 | 449 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Posten (Ertrag (+)/Auf-wand(-)) | -1 | 0 | 0 | -1 | |
| Beschäftigte | 103 | 70 | 12 | 185 |
Zum 30. Juni 2020 bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.
Mitglieder des Vorstands sind:
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| ― | Dr. Dirk Schweitzer, Vorstand Lizenzhandel, Personal und Strategische Planung, Vorsitzender (seit 1.1.2020) |
| ― | Björn Siecken, Vorstand Finanzen |
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| ― | Herr Dr. Ralph Drouven, Rechtsanwalt und Partner bei CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB, Köln, Vorsitzender; weiteres Aufsichtsratsmandat: Joblinge gemeinnützige AG Rheinland, Köln |
| ― | Herr Bernd Kucera, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater und Gesellschafter der Kucera & Hüttner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, stellvertretender Vorsitzender; weiteres Aufsichtsratsmandat: LUCOBIT Aktiengesellschaft, Wesseling (Vorsitzender) |
| ― | Frau Malisa Scott, Unternehmensberaterin, Gesellschafterin der LINKR GmbH, München; Gesellschafterin der OCG Holdings, UK; Gesellschafterin der Logical Golf Global Investments GmbH, Hamburg |
Das Grundkapital der Splendid Medien AG beträgt zum 30. Juni 2020 9.789.999,00 Euro und ist eingeteilt in 9.789.999 Inhaber-Stammaktien
Der Aktienbesitz der Organmitglieder umfasste zum 30. Juni 2020:
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| 30. Juni 2020 | ||
|---|---|---|
| Aufsichtsrat | Anzahl | Anteile in % |
| --- | --- | --- |
| Dr. Ralph Drouven | 3.060 | 0,03 |
Zum 30. Juni 2019 stellte sich der Aktienbesitz der Organmitglieder wie folgt dar:
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| 30. Juni 2019 | ||
|---|---|---|
| Vorstand | Anzahl | Anteile in % |
| --- | --- | --- |
| Andreas R. Klein | 5.208.984 | 53,21 |
| Alexander Welzhofer | 28.621 | 0,29 |
| Aufsichtsrat | ||
| Dr. Ralph Drouven | 3.060 | 0,03 |
Als nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Splendid Gruppe die Personen bzw. Unternehmen, die die Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder durch die Splendid Gruppe beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Splendid Medien AG sowie die durch diese beherrschten bzw. maßgeblich beeinflussten Unternehmen als nahestehende Personen definiert.
Geschäftsvorfälle mit wesentlichen Tochtergesellschaften werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und nicht weiter erläutert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu den wesentlichen Tochtergesellschaften bestanden folgende Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen:
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| In TEUR | Betrag | davon Aufwand | davon offen | Art der Tätigkeit | Abrechnung |
|---|---|---|---|---|---|
| Andreas R. Klein | 11 | 11 | 2 | Darlehensgewährung | Zinsen gem. Vertrag |
| Kucera & Hüttner GmbH | 1 | 1 | 1 | Beratung | Abrechnung nach Stunden |
| Dr. Ralph Drouven (CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB) |
84 | 84 | 20 | Beratung | Abrechnung nach Stunden |
Mit unserem Kooperationspartner mobilcom-debitel GmbH, einer Tochtergesellschaft der freenet AG haben wir die Vertragsverlängerung unser Lizenz- und Dienstleistungszusammenarbeit (Bereitstellung von Filminhhalten sowie technische Dienstleistungen für das VoD-Portal der freenet Group) zum Abschluss gebracht. Die Vertragsverlängerung unter leicht verbesserten Konditionen wird zum 1.5.2021 wirksam.
Die Konzerngesellschaft Splendid Film GmbH hat mit einem Factoringunternehmen einen Vertrag über den Verkauf eines wesentlichen Teils der bestehenden und künftig entstehenden Kundenforderungen der Splendid Film GmbH abgeschlossen. Die Übertragung der Forderungen erfolgt im Wege des echten Factorings mit Zustimmung der betreffenden Kunden sowie in Abstimmung mit den die Splendid Gruppe finanzierenden Geschäftsbanken. Mit Abschluss der Factoringvereinbarung werden Teile der Darlehensverbindlichkeiten des finanzierenden Bankenkonsortiums abgelöst. Die Bilanzsumme verkürzt sich entsprechend. Die geänderte Finanzierungsstruktur führt zu einem gegenüber den Vorperioden erhöhten Finanzierungsaufwand.
Mit dem Produzenten des Filmprojektes "Expendables 4" wurde vor dem Hintergrund der Verschiebungen des Produktionsbeginns und der damit verbundenen Veränderung der Vermarktungschancen für die Splendid Gruppe eine Einigung über die Rückabwicklung der erworbenen Lizenzrechte vereinbart. Der hieraus resultierende Ertrag wird zu einem wesentlichen Teil bereits in 2020 realisiert.
Köln, 23. September 2020
Splendid Medien AG
Der Vorstand
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| Dr. Dirk Schweitzer | Björn Siecken |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Finanzen |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss der Splendid Medien AG, Köln, zum 30. Juni 2020 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Köln, 23. September 2020
Der Vorstand
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