Interim / Quarterly Report • Aug 30, 2019
Interim / Quarterly Report
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Die Splendid Medien AG ist ein mittelständisch geprägter, integrierter Medienkonzern, der vorwiegend im deutschsprachigen Europa und in den Benelux-Ländern agiert.
Die operative Geschäftstätigkeit der Splendid Gruppe unterteilt sich in die Segmente Content und Services. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD, Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung / Neue Medien und Synchronisation erbracht.
Der Vorstand der Splendid Medien AG hat beschlossen, die Strategie und Struktur des Konzerns auf die Marktentwicklung und die sich daraus ergebenden Erfordernisse anzupassen. Künftig werden Investitionen in ein breites Portfolio von weniger kapitalintensiven Titeln den Schwerpunkt bilden. Einzelne Filme mit hohen Investitionskosten, die mit einem hohen Vermarktungsrisiko verbunden sind, sollen nur noch selektiv akquiriert bzw. produziert werden. Gleichzeitig konzentriert sich das Unternehmen auf Eigenproduktionen für den Streaming-Markt sowie auf den Ausbau der eigenen Streaming-Plattform.
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| Content | Services | |
|---|---|---|
| Splendid Film GmbH | WVG Medien GmbH | Enteractive GmbH |
| 100 % | 90 % | 85 % |
| Splendid Film B.V. | Splendid Entertainment GmbH | Splendid Synchron GmbH |
| 100 % | 100 % | 100 % |
| Polyband Medien GmbH | Splendid Studios GmbH | |
| 100 % | 85 % | |
| Videociety GmbH | ||
| 100 % |
Bezüglich der Steuerungssysteme sowie Forschung und Entwicklung ergeben sich keine Veränderungen. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2018, S. 22 ff.
Die deutsche Wirtschaftsleistung schwächte sich zum Ende des ersten Halbjahres ab. Ausschlaggebend dafür war der Abschwung in der exportorientierten Industrie, während sich die Binnennachfrage und die Beschäftigung weiter positiv entwickelten. In den Niederlanden und Belgien setzte sich das Wirtschaftswachstum weiter fort, wenn auch leicht abgeschwächt.
In unserem wichtigsten Geschäftsbereich Content führt die zunehmende Digitalisierung zu dynamischen Veränderungen bei der Nutzung von Film- und Programmangeboten durch die Konsumenten. Die Entwicklungen in den Branchenfeldern unserer Auswertungsstufen stellen sich im ersten Halbjahr 2019 wie folgt dar:
Nach dem schwachen Vorjahr erholte sich der deutsche Kinomarkt per Ende des ersten Halbjahres 2019 wieder leicht. Mit EUR 462 Mio. wurden 5 % mehr Kinoumsätze erzielt als im Vorjahreszeitraum (EUR 440 Mio.). Die Zahl der gelösten Tickets erhöhte sich ebenfalls um 5 % auf 53,7 Mio. (Vorjahr: 51,1 Mio.). Der Kinomarkt in den Niederlanden ist im ersten Halbjahr 2019 ebenfalls wieder gewachsen.
Der deutsche Videomarkt (ohne Umsätze aus Subscriptional Video-on-Demand, im Folgenden "SVoD") musste ein deutlich rückläufiges Marktvolumen hinnehmen. Im ersten Halbjahr 2019 sank der Umsatz der deutschen Videobranche um 9 % auf EUR 502 Mio. (Vorjahr: EUR 551 Mio.). Die Entwicklung resultiert aus dem gesunkenen Umsatz mit physischen Bildtonträgern (Rückgang von 18,5 %), deren Marktanteil weiter sank und bei 64,7 % (Vorjahr: 72,4 %) lag. Gleichzeitig stieg der Umsatz aus digitalen Transaktionen (EST, TVoD) um 25 % auf EUR 177 Mio. (Vorjahr: EUR 152 Mio.). Damit betrug dessen Anteil am Videomarkt nunmehr 35,3 % (Vorjahr: 27,6 %).
Die Angebote der digitalen Auswertungsstufe SVoD, die im Gegensatz zum Einzelabruf (TVoD) ein Abonnementmodell (u. a. Amazon Prime, Netflix) darstellt, nahmen im ersten Halbjahr 2019 um 37,5 % auf EUR 565 Mio. (Vorjahr: EUR 411 Mio.) zu.
Zu den bedeutendsten Fernsehprogrammen zählen neben den öffentlich-rechtlichen Sendern (Das Erste, ZDF, Dritte Programme) die großen Privatsender RTL, Vox (Mediengruppe RTL) und RTL II, die Sender der ProSiebenSat1.Gruppe sowie Sky Lizenzsender. Ein wichtiger Finanzierungsbestandteil der Sender sind TV-Werbeerlöse. Diese sanken im Vergleich zum Vorjahr. Dem dynamischen Wachstum im Streaming-Markt insbesondere bei jüngeren Zielgruppen kommen die Sender durch zunehmende Transformation der Geschäftsmodelle nach (eigene On-Demand-Angebote, vielfältige Verbreitungswege, verstärkte Investitionen in Eigenproduktionen).
In unserem Geschäftsbereich Services mit Schwerpunkten in der audiovisuellen Postproduktion (Synchronisation und digitale Postproduktion) bestimmen die vorstehend genannten Marktveränderungen die Nachfrageentwicklung bezüglich der unterschiedlichen Dienstleistungsangebote. Hier besteht nach wie vor ein sehr wettbewerbsintensives Umfeld mit einem hohen Preisdruck bei gleichzeitig hohen Anforderungen der Kunden an die technischen und organisatorischen Abläufe in der Auftragsbearbeitung.
Die Splendid Medien AG blickt auf einen unbefriedigenden Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2019 zurück. Es wurde ein um EUR 1,7 Mio. rückläufiger Konzernumsatz von EUR 21,3 Mio. (Vorjahr: EUR 23,0 Mio.) gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet, der vor allem aus dem Segment Content, Auswertungsstufe Home Entertainment und hier insbesondere aus der Vermarktung im physischen Bereich (DVD, Blu-ray) resultierte. Der drastische Rückgang des physischen Marktes schlug sich auf unsere Auswertungserfolge nieder. Zudem werden im physischen Home Entertainment hohe Retourenrückläufe erwartet, auf die vorsorglich Rückstellungen gebildet wurden. Der Vorstand sah sich vor dem Hintergrund der aktuellen, sehr schnellen Marktveränderungen und der damit verbundenen Folgen für die Werthaltigkeit des Filmvermögens dazu veranlasst, Wertminderungen auf die Filmbibliothek in Höhe von EUR 8,4 Mio. vorzunehmen. Des Weiteren sah es der Vorstand als erforderlich an, vor dem Hintergrund der bisherigen und künftigen Entwicklung der Splendid Studios die Bewertung des Firmenwertes der Splendid Studios einem Impairment Test zu unterziehen. Auf dessen Basis minderte sich der Firmenwert der Splendid Studios um EUR 1,0 Mio. Diese beiden bilanziellen Einmaleffekte belasteten das Periodenergebnis stark. Insgesamt verzeichnete die Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2019 ein deutlich negatives EBIT von EUR -9,8 Mio. (Vorjahr: TEUR -8). Infolge einer reduzierten Einschätzung der künftigen Ergebnisaussichten wurden zum 30. Juni 2019 Wertberichtigungen auf aktivierte latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von EUR 4,7 Mio. vorgenommen, die das Konzernperiodenergebnis zusätzlich belasteten. Es entstand ein Konzernperiodenverlust von EUR -14,9 Mio. (Vorjahr: EUR -0,7 Mio.). Resultierend aus dem hohen Konzernperiodenverlust reduzierte sich das Eigenkapital des Konzerns auf EUR 4,1 Mio. (31.12.2018: EUR 19,0 Mio.). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 10,0 % (31.12.2018: 29,9 %). Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns verringerte sich im ersten Halbjahr auf EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 9,8 Mio.). Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag bei EUR 2,7 Mio. (31.12.2018: EUR 6,4 Mio.).
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2019 | 1. Halbjahr 2018 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 21.323 | 22.973 | -1.650 |
| Herstellungskosten | -22.744 | -15.343 | -7.401 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | -1.421 | 7.630 | -9.051 |
| Vertriebskosten | -4.547 | -4.904 | 357 |
| Verwaltungskosten | -3.041 | -3.329 | 288 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 246 | 569 | -323 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.013 | -27 | -986 |
| Währungsgewinne / -verluste | -13 | 53 | -66 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -9.789 | -8 | -9.781 |
| Finanzergebnis | -446 | -481 | 35 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -10.235 | -489 | -9.746 |
| Ertragsteuern | -4.615 | -224 | -4.391 |
| Konzernperiodenergebnis | -14.850 | -713 | -14.137 |
Der Konzernumsatz der Splendid Gruppe ging im ersten Halbjahr 2019 um EUR 1,7 Mio. auf EUR 21,3 Mio. (Vorjahr: EUR 23,0 Mio.) zurück.
Der Umsatzrückgang entstand zum maßgeblichen Teil in unserem wichtigsten Konzernsegment Content. Der Vorjahreswert wurde um EUR 1,6 Mio. unterschritten. Der Anteil des Segmentes am Gesamtumsatz sank leicht auf 88 % (Vorjahr: 89 %). Der Außenumsatz des Segment Services sank um aufgerundet EUR 0,1 Mio. Der Anteil des Segmentes am Gesamtumsatz lag bei 12 % (Vorjahr: 11 %).
In den einzelnen Geschäftsbereichen entwickelte sich der Umsatz wie folgt:
Im ersten Halbjahr 2019 wurde im Segment Content ein Umsatz in Höhe von EUR 18,7 Mio. (Vorjahr: EUR 20,3 Mio.) erwirtschaftet, ein Rückgang von 8 % gegenüber dem Vorjahr.
In der Auswertungsstufe Kinoverleih erwirtschafteten wir mit der Veröffentlichung von Kinofilmen in Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten einen Umsatz von EUR 1,6 Mio., der unterhalb des Vorjahres lag (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) und damit insgesamt hinter unseren Erwartungen zurückblieb. Die besucherstärkste Kinoveröffentlichung war die deutsche Adaption des erfolgreichen niederländischen Influencer-Films "MISFIT" mit knapp 170.000 Zuschauern in Deutschland und Österreich, die von Splendid Studios in Zusammenarbeit mit unserem niederländischen Produktionspartner NewBe produziert und von Splendid Film Mitte März veröffentlicht wurde.
In der Auswertungsstufe Home Entertainment werden die Umsätze mit der Veröffentlichung von Blu-ray, DVD, aus digitalem Vertrieb (VoD, EST) sowie aus Vertriebsdienstleistungen für nationale und internationale Vertriebspartner erfasst. Hier mussten wir einen deutlichen Umsatzrückgang von EUR 3,1 Mio. hinnehmen. Der drastische Rückgang des physischen Marktes schlug sich hier auf unsere Auswertungserfolge nieder. Zudem werden im physischen Home Entertainment hohe Retourenrückläufe erwartet, auf die vorsorglich Rückstellungen gebildet wurden. Insgesamt erwirtschafteten wir in der Auswertungsstufe einen Umsatz von EUR 9,2 Mio. (Vorjahr: EUR 12,2 Mio.), davon EUR 5,4 Mio. (Vorjahr: EUR 8,8 Mio.) aus dem Umsatz mit physischen Bildtonträgern (DVD, Blu-ray).
Im digitalen Vertrieb (VoD und EST) erreichten wir ein Umsatzwachstum von 9 % auf EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.). Der Anteil des digitalen Vertriebs am Gesamtumsatz der Auswertungsstufe Home Entertainment erhöhte sich damit im ersten Halbjahr 2019 auf 41,2 % (Vorjahr: 28,4 %).
Neben dem Ausbau der Vermarktung unserer Programme im VoD und EST über alle bedeutenden Internet-Plattformen sind Umsatzbeiträge unseres B2B-Angebotes "meinVoD", insbesondere die langfristig angelegte Zusammenarbeit mit der mobilcom-debitel GmbH, einer Tochtergesellschaft der freenet AG, im digitalen Vertrieb enthalten. Dabei übernimmt die Splendid-Tochtergesellschaft Videociety GmbH die Bereitstellung von Filminhalten sowie die technischen Dienstleistungen für "freenet Video", das VoD-Portal der freenet Group (www.freenet-video.de).
In der Auswertungsstufe Lizenzverkäufe erzielte die Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2019 bei der Vergabe von Lizenzen an TV-Sender und SVoD-Anbieter einen Umsatzanstieg auf EUR 5,3 Mio. (Vorjahr: EUR 4,4 Mio.). Neben Lizenzverkäufen an TV-Sender im deutschsprachigen Raum und in Benelux wurden insbesondere Umsätze aus Lizenzverträgen mit SVoD-Anbietern, darunter freenet Video, Netflix und Amazon, realisiert. Im Berichtszeitraum wurden weitere Lizenzverträge mit TV-Sendern und SVoD-Anbietern in Deutschland und den Benelux-Ländern verhandelt bzw. abgeschlossen, die in den Folgequartalen umsatzwirksam werden.
Das Geschäftsfeld TV-Produktion erreichte im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzverbesserung, blieb jedoch hinter unseren internen Erwartungen zurück. Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) wurden vorwiegend mit der etablierten Serie "Die Wollnys" und aus der RED7-Kooperation für das Format "Prominente Privat" erzielt sowie mit verschiedenen neuen Formaten im Bereich der non-fiktionalen Unterhaltung.
Das Segment Services nahm im ersten Halbjahr 2019 einen leicht schwächeren Umsatzverlauf. Im Außenumsatz mit konzernfremden Auftraggebern wurden Umsätze in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,7 Mio.) erwirtschaftet. Die Umsatzabweichung entstand im Bereich Neue Medien / Digitalisierung, während der Bereich Synchronisation leicht oberhalb der Vorjahreswerte lag. Die Umsatzbeiträge mit Konzerngesellschaften nahmen um EUR 0,4 Mio auf EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) ab. Die Umsatzquote des Segmentes mit externen Auftraggebern lag im ersten Halbjahr 2019 bei 73 % (Vorjahr: 66 %).
Im Geschäftsfeld Synchronisation wurden Synchronisationen von Spielfilmen und TV-Serien sowie tontechnische Bearbeitungen von Dokumentationen vorgenommen. Zu den größten Kunden im ersten Halbjahr zählen SuperRTL, RTL, ProSiebenSat.1, sowie die internationalen Partner Discovery, Dreamworks, BBC und Warner Bros. Im Geschäftsfeld Neue Medien / Digitalisierungen wurden zum größten Teil Aufträge aus VoD / EST-Digitalisierungen für Internet-Portale, Premastering-Aufträge für DVD / Blu-ray sowie Erstellung, Bearbeitung und Auslieferung digitaler Kinokopien (DCP) bearbeitet. Zu den Kunden zählen u. a. Warner Bros, Universal Pictures, BBC sowie die Tele München Gruppe.
Die Herstellungskosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich auf EUR 22,7 Mio. (Vorjahr: EUR 15,3 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch Wertminderungen auf das Filmvermögen in Höhe von EUR 8,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio). Die Buchwertanpassungen waren vor dem Hintergrund der aktuellen, sehr schnellen Marktveränderung und der damit verbundenen Folgen für die Werthaltigkeit des Filmvermögens vorgenommen worden. Die planmäßigen Abschreibungen stiegen auf EUR 5,4 Mio (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.). Insgesamt erhöhte sich die Abschreibungsquote durch die Einmaleffekte aus den Wertberichtigungen deutlich auf 65,1 % (Vorjahr: 25,0 %). Des Weiteren erhöhten Bestandsveränderungen insbesondere aus der Fertigstellung von Produktionsaufträgen der Splendid Studios in Höhe von EUR -1,3 Mio. (Vorjahr: EUR -0,1 Mio.) die Herstellungskosten.
Die Vertriebskosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf EUR 4,5 Mio. (Vorjahr: EUR 4,9 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch reduzierte Werbeausgaben für die Kino- und Home Entertainment-Veröffentlichungen. Die Vertriebskostenquote lag wie im Vorjahr bei 21,3 %.
Die Verwaltungskosten gingen auf EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.) zurück. Insbesondere die Rechts- und Beratungskosten sowie Betriebskosten waren rückläufig. Die Verwaltungskostenquote verminderte sich leicht auf 14,3 % (Vorjahr: 14,5 %).
Die Sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit EUR 0,2 Mio. unterhalb des Vorjahresniveaus (EUR 0,6 Mio.).
Vor dem Hintergrund der bisherigen und künftigen Entwicklung der Splendid Studios sah es der Vorstand als erforderlich an, die Bewertung des Firmenwertes der Splendid Studios einem Impairment Test zu unterziehen. Auf dessen Basis minderte sich der Firmenwert der Splendid Studios um EUR 1,0 Mio. Die Wertminderung erhöhten die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf EUR -1,0 Mio. (Vorjahr: TEUR -27).
Im Berichtszeitraum entstand ein leicht negatives Währungsergebnis, im Wesentlichen bedingt durch die Bewertung von US-Dollar-Termingeschäften zum Bilanzstichtag. Im Berichtszeitraum des Vorjahres war ein Gewinn von EUR 0,1 Mio. entstanden.
Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 werden nun Zinsen von TEUR 52 und Abschreibungen in Höhe von EUR 0,3 Mio. gezeigt. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf Punkt 2 im Anhang zu diesem Konzernzwischenabschluss.
Im Segment Content ist im ersten Halbjahr ein deutlich negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von EUR -9,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) zu verzeichnen, das im Wesentlichen auf die Wertminderungen des Filmvermögen zurückzuführen ist. Die EBIT-Marge war mit -48,2 % (Vorjahr: 2,1 %) negativ.
Das EBIT im Segment Services war mit TEUR -14 leicht negativ (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.). Die EBIT-Marge lag im Berichtszeitraum bei -0,5 % (Vorjahr: 11,4 %).
Insgesamt verzeichnete die Splendid Gruppe im ersten Halbjahr 2019 ein deutlich negatives EBIT von EUR -9,8 Mio. Im Vorjahreszeitraum lag das EBIT in Höhe von TEUR -8. Die EBIT-Marge des Konzerns war mit -45,9 % (Vorjahr: 0,0 %) negativ.
Die Finanzaufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr leicht. Das Finanzergebnis betrug EUR -0,4 Mio. (Vorjahr: EUR -0,5 Mio.).
Die Ertragsteuern sind stark erhöht. Zum Ende des Berichtszeitraums wird ein Steueraufwand von EUR 4,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) ausgewiesen. Hierin ist im Wesentlichen ein Nettosteueraufwand aus der Wertberichtigung von Latenten Steuern in Höhe von EUR 4,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) enthalten. Infolge einer reduzierten Einschätzung der künftigen Ergebnisaussichten wurden zum 30. Juni 2019 Wertberichtigungen auf aktivierte latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen vorgenommen, womit sich die in der Bilanz ausgewiesenen aktivierten latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen zum Stichtag auf EUR 0,3 Mio. (31.12.2018: EUR 5,0 Mio.) verminderten. Bei der Ermittlung des Ist-Steueraufwandes wurden steuerliche Verlustvorträge angerechnet.
Das Konzernperiodenergebnis hat sich damit auf EUR -14,9 Mio. (Vorjahr: EUR -0,7 Mio.) deutlich verschlechtert. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit für das erste Halbjahr 2019 auf EUR -1,52 (Vorjahr: EUR -0,07).
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| in TEUR | 30.6.2019 | 31.12.2018 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 25.178 | 36.368 | -11.190 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 16.365 | 27.281 | -10.916 |
| Summe Aktiva | 41.543 | 63.649 | -22.106 |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | 4.149 | 18.999 | -14.850 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 3.720 | 2.550 | 1.170 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 33.674 | 42.100 | -8.426 |
| Summe Passiva | 41.543 | 63.649 | -22.106 |
Die Konzernbilanzsumme der Splendid Medien AG reduzierte sich zum 30. Juni 2019 auf EUR 41,5 Mio. (31.12.2018: EUR 63,6 Mio.).
Die langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich auf EUR 25,2 Mio. (31.12.2018: EUR 36,4 Mio.). Dies liegt im Wesentlichen in der Entwicklung des Filmvermögens begründet, das sich aufgrund der Wertminderungen auf EUR 16,6 Mio. (31.12.2018: EUR 24,5 Mio.) deutlich verringerte. Wir verweisen hierzu auf die Angaben unter Punkt 3 (Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen) im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses. Zu den Filminvestitionen verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt II. 4. Investitionen in diesem Zwischenlagebericht. Des Weiteren reduzierten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte um die vorgenommene Abschreibung auf den Firmenwert der Splendid Studios in Höhe von EUR 1,0 Mio. von EUR 4,9 Mio. auf EUR 3,9 Mio. Auch hierzu verweisen wir auf die Angaben unter Punkt 3 (Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen) im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses. Die neue Bilanzposition "Nutzungsrechte" umfasst die gem. IFRS 16 ausgewiesenen Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen. Bezüglich der Anpassungen an IFRS 16 verweisen wir auf die Angaben unter Punkt 2 im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses. Die latenten Steueransprüche wurden zum 30. Juni 2019 wertberichtigt und betragen EUR 0,3 Mio. (31.12.2018: EUR 5,0 Mio.). Die latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge einzelner Konzerngesellschaften. Das Sachanlagevermögen verringerte sich auf EUR 1,1 Mio. (31.12.2018: EUR 1,3 Mio.).
Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um EUR 10,9 Mio. auf EUR 16,4 Mio. (31.12.2018: EUR 27,3 Mio.), im Wesentlichen bedingt aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 11,5 Mio. (31.12.2018: EUR 17,9 Mio.). Die liquiden Mittel verringerten sich zum Bilanzstichtag auf EUR 2,7 Mio. (31.12.2018: EUR 6,4 Mio.).
Das Eigenkapital des Konzerns verminderte sich zum Stichtag auf EUR 4,1 Mio. (31.12.2018: EUR 19,0 Mio.), resultierend aus dem Konzernperiodenverlust. Auf der Hauptversammlung der Splendid Medien AG am 13. Juni 2019 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2018 keine Dividende zu zahlen und den Bilanzgewinn der Konzernobergesellschaft vollständig in die Gewinnrücklagen einzustellen. Die Eigenkapitalquote zum Stichtag betrug 10,0 % (31.12.2018: 29,9 %).
Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahresende auf EUR 3,7 Mio. erhöht (31.12.2018: EUR 2,6 Mio.), im Wesentlichen bedingt durch die gem. IFRS 16 auszuweisenden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1,8 Mio. (31.12.2018: EUR 0,3 Mio.). Bezüglich der Anpassungen an IFRS 16 verweisen wir auf die Angaben unter Punkt 2 im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses. Die langfristigen Bankdarlehen reduzierten sich aufgrund planmäßiger Tilgungen zum Bilanzstichtag auf EUR 0,4 Mio. (31.12.2017: EUR 0,7 Mio.).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich auf EUR 33,7 Mio. (31.12.2018: EUR 42,1 Mio.). Insbesondere verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen auf EUR 6,9 Mio. (31.12.2018: EUR 14,0 Mio.). Ebenso verringert haben sich die Vertragsverbindlichkeiten auf EUR 3,9 Mio. (31.12.2018: EUR 4,9 Mio.) sowie die Rückstellungen auf EUR 5,1 Mio. (31.12.2018: EUR 6,2 Mio.). Letztere Position enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Remissionen aus dem physischen Home Entertainment-Geschäft. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten, die im Wesentlichen kurzfristige Geldmarktkredite beinhalten, haben sich zum Stichtag nur geringfügig erhöht auf EUR 16,9 Mio. (31.12.2018: EUR 16,8 Mio.).
Das Finanzmanagement des Konzerns stellt sicher, dass die Unternehmen der Splendid Gruppe dauerhaft liquide sind, reduziert finanzielle Risiken soweit wirtschaftlich sinnvoll und reicht Darlehen an die Konzerngesellschaften aus. Die Splendid Medien AG erbringt und steuert diese Aufgaben zentral für den Gesamtkonzern. Ziel ist es, den Finanzbedarf der Gesellschaften in ausreichender Form kostengünstig und möglichst über die vorhandenen internen und externen Finanzierungsmöglichkeiten zu decken. Dies gilt sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen. Bei der Auswahl der Finanzprodukte orientiert sich die Splendid Medien AG grundsätzlich an der Art sowie der voraussichtlichen Laufzeit des zugrunde liegenden Geschäfts. Grundlage für das Finanzmanagement ist die kontinuierliche Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows sowie der Bankguthaben und der Kreditlinien bei den Banken.
Das Geschäftsmodell der Splendid Gruppe erfordert eine ausreichende Kapitalausstattung, insbesondere zur Finanzierung der erworbenen Filmlizenzen sowie zur Finanzierung der mit der Filmvermarktung verbundenen Betriebsmittel. Die Splendid Gruppe strebt hierfür ein ausgewogenes Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital an.
Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag weist eine verminderte Eigenkapitalquote von 10,0 % (31.12.2018: 29,9 %) aus. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich in Relation zur Bilanzsumme auf 9,0 % (31.12.2018: 4,0 %) erhöht. Der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist auf 81,0 % (31.12.2018: 66,1 %) gestiegen.
In den Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag zinstragende Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 17,4 Mio. (31.12.2018: EUR 17,5 Mio.) sowie Leasingverbindlichkeiten von EUR 2,5 Mio. (31.12.2018: EUR 0,4 Mio.) enthalten.
Die Splendid Gruppe finanziert sich auf der Fremdkapitalseite überwiegend über zwei Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium unter Führung der NATIONAL-BANK AG. Die aktuellen Vereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Zu den Risiken aus dem Ergebnis der Anschlussverhandlungen verweisen wir auf IV. Chancen und Risiken in diesem Konzernzwischenlagebericht.
Per 30. Juni 2019 verfügte die Splendid Gruppe aus den Finanzierungsvereinbarungen über einen Gesamtkreditrahmen von EUR 21,2 Mio., der mit EUR 17,4 Mio. durch Tilgungsdarlehen und Geldmarktkredite in Anspruch genommen wurde. Die auf den Kreditrahmen anrechenbaren Avalkredite beliefen sich zum Stichtag auf EUR 0,3 Mio., die Rückdeckungen für Devisentermingeschäfte betrugen zum Stichtag EUR 0,1 Mio.
Zu weiteren Details der bestehenden Bankenfinanzierung verweisen wir auf die ergänzenden Konzern-Anhangangaben unter 5. Finanzielles Risikomanagement sowie auf die Angaben unter VII.4 Finanzierung und Financial Covenants im Geschäftsbericht 2018, S. 48.
Die Splendid Gruppe entwickelt ihren Cashflow ausgehend vom Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Dieses wird um nicht zahlungswirksame Vorgänge bereinigt. Ergänzend werden die Zahlungsströme berücksichtigt, die aus der Veränderung von Bilanzposten abgeleitet werden.
Die Entwicklung der Cashflows im Berichtszeitraum stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2019 | 1. Halbjahr 2018 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 4.795 | 9.820 | -5.025 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -8.012 | -7.695 | -317 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -501 | -1.106 | 605 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -3.718 | 1.019 | -4.737 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 6.372 | 5.604 | 768 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 2.654 | 6.623 | -3.969 |
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns hat sich im ersten Halbjahr auf EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 9,8 Mio.) verringert, im Wesentlichen bedingt durch Abflüsse aus dem Working Capital. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst im Wesentlichen Zahlungsabflüsse aus Investitionen in das Filmvermögen in Höhe von EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 7,6 Mio.). Daneben wurde die Zahlung auf den bereits im Vorjahr vollzogenen Erwerb eines weiteren Gesellschafteranteils in Höhe von EUR 1,5 Mio. fällig. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen aufgerundet EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2019 bei EUR -0,5 Mio. (Vorjahr: EUR -1,1 Mio.). Im Berichtszeitraum wurden Nettorückführungen von Darlehen aus der Konzernfinanzierung in Höhe von EUR 0,2 Mio. sowie die Tilgung aus Leasingverbindlichkeit gem. IFRS 16 in Höhe von EUR 0,3 Mio. vorgenommen. Bezüglich der Anpassungen an IFRS 16 verweisen wir auf die Angaben unter Punkt 2 im Anhang dieses Konzernzwischenabschlusses. Im Vorjahreszeitraum betrug die Nettorückführung von Krediten EUR 1,1 Mio.
Der Finanzmittelbestand der Splendid Gruppe umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie Kontokorrentkredite.
Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand im Berichtszeitraum auf EUR 2,7 Mio. (31.12.2018: EUR 6,4 Mio.) vermindert.
Im ersten Halbjahr 2019 investierte die Splendid Gruppe EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 5,7 Mio.) in das Filmvermögen. Die Auszahlungen für Investitionen betrugen ebenfalls EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 7,6 Mio.). Die Investitionen beinhalten auch Anzahlungen für Filmrechte, die nach Vertragsabschluss bzw. zu Drehbeginn geleistet werden.
Zu den bedeutendsten Filminvestitionen des ersten Halbjahres gehörten u. a. die Titel "The Prodigy" sowie unsere deutsche Eigenproduktion "MISFIT", die ihren Auswertungsstart Anfang 2019 hatten.
Des Weiteren verhandelte bzw. schloss die Splendid Gruppe in der ersten Jahreshälfte 2019 weitere Einkaufsverträge für die Auswertung im deutschsprachigen Raum und Benelux.
Die Gesamtzahl der fest angestellten Mitarbeiter (ohne Vorstand) betrug zum 30. Juni 2019 189 Mitarbeiter (31.12.2018: 172 Mitarbeiter). Davon waren 23 (31.12.2018: 9) Mitarbeiter kurzfristig bzw. projektbezogen überwiegend in der Auftragsproduktion beschäftigt. Im Laufe des ersten Halbjahres verließen 13 Mitarbeiter das Unternehmen, 30 neue Mitarbeiter wurden eingestellt. Die Zu- und Abgänge betreffen überwiegend projektbezogene Mitarbeiter im Bereich TV-Produktion.
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Anzahl der angestellten Mitarbeiter in den Segmenten wie folgt:
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| 30.6.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Content | 108 | 94 |
| Services | 69 | 68 |
| Holding | 12 | 10 |
| Gesamt | 189 | 172 |
Die Mehrzahl der Konzernmitarbeiter verfügt über langjährige Branchenerfahrung bzw. Konzernzugehörigkeit. Maßgebliche Mitarbeiter, allen voran die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften, sind über Bonisysteme und / oder Beteiligungen am Geschäftserfolg beteiligt.
Der Nachtragsbericht findet sich in den ergänzenden Konzern-Anhangangaben dieses Konzernzwischenabschlusses wieder. Wir weisen darauf hin, dass keine berichtspflichtigen Tatsachen vorliegen und der Nachtragsbericht damit entfällt.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Halbjahresberichts haben sich folgende Änderungen bezüglich der Risiken der Splendid Gruppe ergeben:
Die Splendid Gruppe finanziert sich auf der Fremdkapitalseite überwiegend über zwei Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium unter Führung der NATIONAL-BANK AG. Die aktuellen Vereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Derzeit verhandelt die Splendid Gruppe über die erneute Verlängerung. Begleitend hat der Vorstand darüber hinaus ein Sanierungsgutachten (IDW S6) beauftragt. Sollten die Verhandlungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden können, tritt ein bestandsgefährdendes Risiko für die Splendid Gruppe ein. Davon unabhängig besteht ein dem Geschäftsmodell inhärentes Risiko, dass prognostizierte Geldmittel nicht in der geplanten Höhe zur Verfügung stehen, da die Verschiebung von Zeitpunkten bzgl. Investitionsauszahlungen und Lizenzeinzahlungen kurzfristig eintreten kann. Bei Verlängerung der Finanzierungsvereinbarungen könnten sich möglicherweise die Finanzierungskonditionen im kurzfristigen Kreditbereich verschlechtern. Zudem ist eine Anpassung der Covenants wahrscheinlich.
Bei der Lizenzierung von Filmlizenzen an TV-Anstalten fließen im Regelfall Anzahlungen der TV-Anstalten auf die geschlossenen Verträge an die Splendid Gruppe. Für den Fall, dass die vertraglich vereinbarten Filme nicht zur Produktion und damit nicht zur Auslieferung an die TV-Sender kommen, besteht das Risiko der Rückzahlungsverpflichtung der geleisteten Anzahlung sowie der vereinbarten Vorfinanzierungen mit kurzfristigen, liquiditätsbelastenden Auswirkungen für die Splendid Gruppe. Dieses Risiko ist bei den aktuell vorliegenden Verträgen über Filme, die noch nicht zur Produktion bzw. zur Auslieferung an die Sender gekommen sind, auf ein Volumen von EUR 2,3 Mio. zu beziffern.
Weitere wesentliche Veränderungen bezüglich der Chancen und Risiken sind im ersten Halbjahr 2019 nicht eingetreten. Die Ausführungen im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018, S. 44 ff. haben weiterhin Gültigkeit.
Die Perspektiven der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland haben sich durch jüngst sinkende Exporte eingetrübt. Die Gründe dafür liegen in Unsicherheiten im Welthandel, die vor allem durch den Zollstreit zwischen den USA und China, sowie durch die Entwicklungen zum Brexit ausgelöst werden. Für unseren Absatzmarkt Niederlande wird mit einem moderaten Zuwachs gerechnet, das unterhalb der zwei boomenden Vorjahre liegen wird.
Nach der rückläufigen Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr plant die Splendid Gruppe für die zweite Jahreshälfte mit Umsatzverbesserungen in beiden operativen Segmenten. Im Einzelnen ergibt sich aus den Segmentumsatzplanungen wie folgt:
In der Auswertungsstufe Kino werden in der zweiten Jahreshälfte in Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten weitere Kinotitel veröffentlicht, die verschiedene Genres abdecken. Für den zweiten Teil unserer niederländischen Koproduktion "MISFIT", die im September in den Niederlanden veröffentlicht wird, planen wir, in Anlehnung an den ersten Teil des Erfolgsformates, mit höheren Besucherzahlen. Insgesamt erwarten wir für die zweite Jahreshälfte einen höheren Umsatzbeitrag aus Kinoveröffentlichungen als in der ersten Jahreshälfte. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres.
Für die Auswertungsstufe Home Entertainment planen wir auf Basis der vorgesehenen Veröffentlichungen für die zweite Jahreshälfte ebenfalls mit einem höheren Umsatz als in der ersten Jahreshälfte. Der Vorstand rechnet jedoch damit, dass sich insbesondere angesichts der rückläufigen Marktentwicklung im physischen Home Entertainment der Umsatz der gesamten Auswertungsstufe gegenüber dem Vorjahr deutlich verringern wird.
In der Auswertungsstufe Lizenzen, die SVoD-, Pay-TV und Free-TV-Rechte umfasst, wird sich die Umsatzentwicklung deutlich verbessern. Wir rechnen in der zweiten Jahreshälfte mit einem erheblich höheren Umsatzbeitrag als im ersten Halbjahr. Für das Gesamtjahr erwarten wir einen Umsatzantieg gegenüber dem Vorjahr.
Auch im Geschäftsfeld TV-Produktion wird sich in der zweiten Jahreshälfte ein Umsatzanstieg gegenüber der ersten Jahreshälfte ergeben, sodass auf Jahressicht weiterhin mit einem im Vorjahresvergleich deutlich höheren Umsatz zu rechnen ist.
Im Segment Services erwarten wir für die zweite Jahreshälfte steigende Umsätze, die sich aus dem Geschäftsfeld Digitalisierung / Neue Medien ergeben. In einem durch intensiven Wettbewerb geprägten Marktumfeld rechnen wir für das Gesamtjahr mit einem im Vorjahresvergleich schwächeren Umsatzbeitrag.
Auf der Grundlage der vorstehenden Segmentumsatzplanungen erwartet der Vorstand, dass der ursprünglich für 2019 prognostizierte Konzernumsatz in einer Bandbreite von EUR 51 Mio. bis EUR 55 Mio. nicht mehr erreicht wird. Stattdessen prognostiziert der Vorstand einen Konzernumsatz in einer Bandbreite von EUR 47 Mio. bis EUR 51 Mio.
Die reduzierte Umsatzerwartung sowie die zum 30. Juni 2019 vorgenommenen bilanziellen Einmaleffekte (Buchwertanpassungen auf das Filmvermögen in Höhe von EUR -8,4 Mio. sowie die Abwertung des Firmenwertes der Splendid Studios in Höhe von EUR 1,0 Mio) führen auch zu einer Anpassung der EBIT-Erwartung im Geschäftsjahr 2019. Das bisher prognostizierte EBIT in einer Bandbreite von EUR 1,0 Mio. bis EUR 3,0 Mio. wird nicht erreicht. Der Vorstand rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem EBIT in einer Bandbreite von EUR -10,5 Mio. bis EUR -9,0 Mio.
Die Investitionen in Film- und Programmtitel werden sich in der zweiten Jahreshälfte erhöhen, sodass wir weiterhin mit einem Investitionsvolumen in der Bandbreite zwischen EUR 13 Mio. und EUR 18 Mio. für das Gesamtjahr 2019 rechnen.
Hinsichtlich der übrigen Prämissen sowie der Risiken für die Jahresprognose verweisen wir auf die Ausführungen unter IV. Chancen und Risiken in diesem Halbjahresbericht sowie im Geschäftsbericht 2018.
Die Splendid Gruppe veröffentlicht nur Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr. Unterjährig kann es in Abhängigkeit von den Veröffentlichungszeitpunkten zu starken Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis in den einzelnen Quartalen kommen.
Köln, 28. August 2019
Splendid Medien AG
Vorstand
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| Andreas R. Klein | Alexander Welzhofer | Björn Siecken |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Marketing und Vertrieb | Vorstand Finanzen |
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| in TEUR | 30.6.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| A. | Langfristige Vermögenswerte | ||
| I. | Sachanlagevermögen | 1.061 | 1.317 |
| II. | Immaterielle Vermögenswerte | 236 | 243 |
| III. | Nutzungsrechte | 2.553 | 0 |
| IV. | Filmvermögen | 16.632 | 24.461 |
| V. | Geschäfts- oder Firmenwert | 3.871 | 4.868 |
| VI. | Latente Steueransprüche | 327 | 4.990 |
| VII. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 498 | 489 |
| 25.178 | 36.368 | ||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| I. | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.654 | 6.372 |
| II. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 11.536 | 17.871 |
| III. | Vertragsvermögenswerte | 730 | 1.589 |
| IV. | Vorräte | 1.221 | 1.300 |
| V. | Forderungen aus Ertragsteuern | 224 | 149 |
| 16.365 | 27.281 | ||
| Summe Aktiva | 41.543 | 63.649 |
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| in TEUR | 30.6.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | ||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 9.790 | 9.790 |
| II. | Kapitalrücklage | 396 | 396 |
| III. | Gewinnrücklagen | 15.748 | 15.390 |
| IV. | Konzernbilanzverlust | -21.778 | -6.570 |
| V. | Minderheitenanteile | -7 | -7 |
| 4.149 | 18.999 | ||
| B. | Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| I. | Bankverbindlichkeiten | 448 | 741 |
| II. | Leasingverbindlichkeiten | 1.775 | 250 |
| III. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 1.170 | 1.181 |
| IV. | Latente Steuerschulden | 327 | 378 |
| 3.720 | 2.550 | ||
| C. | Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| I. | Bankverbindlichkeiten | 16.906 | 16.780 |
| II. | Leasingverbindlichkeiten | 745 | 137 |
| III. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 6.896 | 13.973 |
| IV. | Vertragsverbindlichkeiten | 3.939 | 4.876 |
| V. | Rückstellungen | 5.055 | 6.181 |
| VI. | Ertragsteuerschulden | 133 | 153 |
| 33.674 | 42.100 | ||
| Summe Passiva | 41.543 | 63.649 |
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2019 | 1. Halbjahr 2018 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 21.323 | 22.973 |
| 2. | Herstellungskosten | -22.744 | -15.343 |
| 3. | Bruttoergebnis vom Umsatz | -1.421 | 7.630 |
| 4. | Vertriebskosten | -4.547 | -4.904 |
| 5. | Verwaltungskosten | -3.041 | -3.329 |
| 6. | Sonstige betriebliche Erträge | 246 | 569 |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.013 | -27 |
| 8. | Währungsgewinne / -verluste | -13 | 53 |
| 9. | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -9.789 | -8 |
| 10. | Finanzergebnis | -446 | -481 |
| 11. | Ergebnis vor Steuern | -10.235 | -489 |
| 12. | Ertragsteuern | -4.615 | -224 |
| 13. | Konzernperiodenergebnis | -14.850 | -713 |
| - davon entfallen auf Anteilseigner | -14.850 | -713 | |
| - davon entfallen auf Minderheiten | 0 | 0 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro | -1,52 | -0,07 | |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) in Euro | -1,52 | -0,07 | |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 9.789.999 | 9.789.999 | |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 9.789.999 | 9.789.999 |
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2019 | 1. Halbjahr 2018 |
|---|---|---|
| Konzernperiodenergebnis | -14.850 | -713 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | -14.850 | -713 |
| - davon entfallen auf Anteilseigner | -14.850 | -713 |
| - davon entfallen auf Minderheiten | 0 | 0 |
| -14.850 | -713 |
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Konzernbilanzverlust | Minderheitenanteile | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2017 | 9.790 | 396 | 13.216 | -5.157 | -7 | 18.238 |
| Anpassung aus Änderungen IFRS 15 | -639 | -639 | ||||
| Stand 1.1.2018 | 9.790 | 396 | 13.216 | -5.796 | -7 | 17.599 |
| Konzerngesamtergebnis | -713 | -713 | ||||
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 2.174 | -2.174 | 0 | |||
| Stand 30.6.2018 | 9.790 | 396 | 15.390 | -8.683 | -7 | 16.886 |
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Konzernbilanzverlust | Minderheitenanteile | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2019 | 9.790 | 396 | 15.390 | -6.570 | -7 | 18.999 |
| Konzerngesamtergebnis | -14.850 | -14.850 | ||||
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 358 | -358 | 0 | |||
| Stand 30.6.2019 | 9.790 | 396 | 15.748 | -21.778 | -7 | 4.149 |
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2019 | 1. Halbjahr 2018 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -9.789 | -8 | |
| - / + | Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen | -1 | 467 |
| + | Abschreibungen auf Sachanlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte | 614 | 234 |
| + | Abschreibungen und Wertminderungen auf Filmvermögen | 13.888 | 5.744 |
| + | Wertminderungen auf Firmenwerte | 997 | 0 |
| + / - | Zunahme / Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen | -1.126 | -817 |
| - / + | Gewinn / Verlust aus Anlagenabgängen | 1 | 0 |
| - / + | Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
6.034 | 5.489 |
| + / - | Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/ sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-5.375 | 163 |
| + | Erhaltene Steuern | 9 | 3 |
| - | Gezahlte Steuern | -11 | -90 |
| + | Erhaltene Zinsen | 0 | 0 |
| - | Gezahlte Zinsen | -447 | -431 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 4.795 | 9.820 | |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | -451 | -120 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen | -1.500 | 0 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Filmvermögen | -6.119 | -7.575 |
| + | Einzahlungen aus Rückerstattung geleisteter Anzahlungen | 58 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -8.012 | -7.695 | |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -7.653 | -3.503 |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 7.480 | 2.397 |
| - | Tilgung Leasingverbindlichkeit | -328 | 0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -501 | -1.106 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -3.718 | 1.019 | |
| + | Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 6.372 | 5.604 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 2.654 | 6.623 |
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2018 gelten - mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften oder geänderter Bilanzierungsmethoden - insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend.
Der Konzernzwischenabschluss wurde mit Beschluss des Vorstands vom 28. August 2019 zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Konzernzwischenabschluss einschließlich des Zwischenlageberichts wurde nicht geprüft.
Alle ab dem 1. Januar 2019 geltenden Auslegungen und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) werden angewendet, sofern deren Anwendung verpflichten ist. Durch die Anwendung der ab dem Geschäftsjahr 2019 geltenden Änderungen der IFRS haben sich wesentlichen Änderungen auf den Abschluss ergeben, die im Folgenden dargestellt werden:
Nachfolgend werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 erläutert und die ab 1. Januar 2019 neu angewendeten Rechnungslegungsmethoden offengelegt.
Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 16 mit Erfassung der sich ergebenden Effekte in den Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019. Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2018 wurden nicht angepasst.
Mit Erstanwendung des IFRS 16 erfasste der Konzern Leasingverbindlichkeiten für zuvor unter IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse klassifizierte Leasingverhältnisse. Diese Verbindlichkeiten werden zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 bewertet. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz, der auf die Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 angewendet wurde, beträgt 4,04 %. Für ähnlich ausgestaltete Leasingverträge wurde ein einheitlicher laufzeitabhängiger Diskontierungssatz angewendet.
Für zuvor als Finanzierungsleasingverhältnisse eingestufte Leasingverhältnisse werden der unmittelbar vor der Erstanwendung des IFRS 16 bestehende Buchwert des geleasten Vermögenswerts nach IAS 17 sowie der Buchwert der Leasingverbindlichkeit nach IAS 17 als erstmaliger Buchwert des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit nach IFRS 16 angesetzt. Die Bewertungsprinzipien des IFRS 16 werden erst danach angewendet.
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| in TEUR | 2019 |
|---|---|
| Sonstige Finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember 2018 | 1.667 |
| davon Dienstleistungs- / Service Verträge | -127 |
| zum 31. Dezember 2018 angegebene Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen | 1.539 |
| Abzgl.: kurzfristige Leasingverhältnisse, die linear als Aufwand erfasst werden | -10 |
| Abzgl.: nicht in die Bewertung eingeflossener Aufwand für variable Leasingzahlungen | -29 |
| Zzgl.: Verträge, die als Leasingverträge neu eingeschätzt wurden | 10 |
| Zzgl. / abzgl.: Anpassungen aufgrund unterschiedlicher Einschätzungen von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen | 1.596 |
| Zzgl. / abzgl.: Anpassungen aufgrund von Änderungen von Indices oder (Zins-) Sätzen, die sich auf variable Zinsen auswirken | 44 |
| Zum Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 abzuzinsende Verpflichtung aus Operating-Leasingverhältnissen zum 31. Dezember 2018 |
3.150 |
| Abzgl.: Abzinsungseffekt | -697 |
| Zzgl.: zum 31. Dezember 2018 bilanzierte Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 387 |
| Am 1. Januar 2019 bilanzierte Leasingverbindlichkeiten | 2.840 |
| Hiervon sind: | 789 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 2.051 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 2.840 |
Die Nutzungsrechte wurden zum Umstellungszeitpunkt mit dem Wert der anzusetzenden Leasingschuld bewertet.
Es wurden folgende Vertragsarten identifiziert:
| ― | Mietverträge Büroräume, Gebäude, Lagerfläche und Stellplätze |
| ― | Mietverträge Büro Equipment, Hard- und Software |
| ― | Leasingverträge Technische Anlagen |
| ― | Leasingverträge PKW |
Die angesetzten Nutzungsrechte beziehen sich auf nachfolgende Arten von Vermögenswerten:
| ― | Immobilien |
| ― | Büro Equipment |
| ― | Technische Anlagen |
| ― | Fahrzeuge |
Durch die Änderung der Rechnungslegungsmethode ergaben sich wesentliche Änderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die nachfolgend zusammenfassend dargestellt werden:
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| in TEUR | wie berichtet zum 31.12.2018 |
IFRS 16 Umgliederung |
IFRS 16 Änderungen |
1.1.2019 |
|---|---|---|---|---|
| Sachanlagevermögen | 1.317 | -435 | 0 | 882 |
| Nutzungsrechte | 0 | 435 | 2.453 | 2.888 |
| davon Immobilien | 2.171 | 2.171 | ||
| davon Büro Equipment | 81 | 81 | ||
| davon Fahrzeuge | 201 | 201 | ||
| davon technische Anlagen und Maschinen | 0 | 435 | ||
| Sonstige | 35.051 | 0 | 35.051 | |
| Gesamte langfristige Vermögenswerte | 36.368 | 0 | 2.453 | 38.821 |
| Gesamte kurzfristige Vermögenswerte | 27.281 | 0 | 0 | 27.281 |
| Bilanzsumme Aktiva | 63.649 | 0 | 2.453 | 66.102 |
| Gesamtes Eigenkapital | 18.999 | 0 | 18.999 | |
| Finanzleasingverbindlichkeiten langfristig | 250 | -250 | 0 | |
| Leasingverbindlichkeiten langfristig | 250 | 1.801 | 2.051 | |
| Sonstige | 2.300 | 0 | 2.300 | |
| Gesamte langfristige Verbindlichkeiten | 2.550 | 0 | 1.801 | 4.351 |
| Finanzleasingverbindlichkeiten kurzfristig | 137 | -137 | 0 | |
| Leasingverbindlichkeiten kurzfristig | 137 | 652 | 789 | |
| Sonstige | 41.963 | 0 | 41.963 | |
| Gesamte kurzfristige Verbindlichkeiten | 42.100 | 0 | 652 | 42.752 |
| Bilanzsumme Passiva | 63.649 | 0 | 2.453 | 66.102 |
Zum Stichtag 30. Juni 2019 verringern sich die Nutzungsrechte auf einen Bilanzwert von TEUR 2.553.
Die Leasingverbindlichkeiten nehmen auf TEUR 2.520 ab, hiervon stellen sich TEUR 1.775 als langfristig dar.
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden nun Zinsen von TEUR 52 und Abschreibungen von TEUR 344 gezeigt, mit einem Effekt auf das EBITDA von TEUR 396.
In der Kapitalflussrechnung stehen TEUR 328 nun im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit als Tilgung Leasingverbindlichkeit. Zinszahlungen von TEUR 52 sind im Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit zugeordnet.
Bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 hat der Konzern folgende Erleichterungen in Anspruch genommen:
| ― | Die Anwendung eines einzigen Abzinsungssatzes auf ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge |
| ― | Die Nichtberücksichtigung anfänglicher direkter Kosten bei der Bewertung der Nutzungsrechte zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung. |
Der Konzern mietet verschiedene Büro- und Lagergebäude, Stellplätze sowie Büro-Equipment, Anlagen und Fahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 1 bis 5 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen haben. Die Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Die Leasingverträge enthalten keine Kreditbedingungen.
Bis einschließlich 2018 wurden Leasingverhältnisse entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Zahlungen im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen wurden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst.
Seit dem 1. Januar 2019 werden Leasingverhältnisse zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit bilanziert. Leasingraten werden nach der Effektivzinsmethode in Tilgungs- und Finanzierungsaufwendungen aufgeteilt, Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Das Nutzungsrecht wird linear über die Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben.
Vermögenswerte und Schulden aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zu Barwerten erfasst. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
| ― | Feste / variable Zahlungen, einschließlich de facto fester Zahlungen, unter Berücksichtigung von Verlängerungsoptionen, sofern deren Ausübung hinreichend sicher erscheint |
| ― | Der Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung durch den Leasingnehmer hinreichend sicher ist |
Leasingzahlungen werden mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden impliziten Zinssatz abgezinst, sofern dieser bestimmbar ist. Andernfalls erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz, d. h. dem Zinssatz, den ein Leasingnehmer für einen fremdfinanzierten Kauf des Vermögenswertes zahlen würde.
Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet:
| ― | Diese entsprechen in der Regel der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit |
| ― | Sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen |
| ― | Bei Leasingverträgen, die sich aus mehreren Komponenten zusammensetzen wie Leasingrate, Servicegebühr, Versicherung ist nur die Leasingrate im Ansatz |
Eine Reihe von Immobilien -Leasingverträgen des Konzerns enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Derartige Vertragskonditionen werden dazu verwendet, um der Gruppe die maximale betriebliche Flexibilität in Bezug auf den Vertragsbestand zu erhalten. Die Mehrheit der bestehenden Verlängerungs- Und Kündigungsoptionen kann nur durch den Konzern und nicht durch den jeweiligen Leasinggeber ausgeübt werden. Ungefähr 54 % der gesamten Leasingzahlungen im Jahr 2019 entfielen auf Optionszeiträume.
Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt das Management sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Sich aus der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist. Wesentliche, potentielle Mittelflüsse i. H. v. TEUR 127 wurden nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert (oder nicht gekündigt) werden.
Im Übrigen werden unverändert die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018. Die Splendid Gruppe hat auf die freiwillige vorzeitige Anwendung von neuen Standards, überarbeiteten Standards und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend im Geschäftsjahr 2019 anzuwenden sind, verzichtet. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018.
Die Erstellung von Konzernabschlüssen in Übereinstimmung mit den Regelungen des IFRS erfordert, dass Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen werden, die Einfluss auf die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums haben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen abweichen. Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte innerhalb des laufenden Geschäftsjahres in sich bergen können, werden im Folgenden dargestellt:
Der Wertansatz der Lizenzen wurde zum 30. Juni 2019 im Rahmen eines Wertminderungstests überprüft. Es wurden Wertminderungen auf das Filmvermögen in Höhe von TEUR 8.478 (davon TEUR 30 im ersten Quartal 2019) vorgenommen. Im Vorjahreszeitraum hatte die Überprüfung der Filmbibliothek zu Wertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 356 geführt.
Gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurden keine weiteren wesentlichen Änderungen bei den Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die eine entsprechende Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage haben.
Der Firmenwert an der Splendid Studios GmbH (vormals Joker Productions GmbH) wurde im Rahmen der Erstellung des Halbjahresabschlusses einem Wertminderungstest unterzogen. Die Bewertung erfolgt auf der Basis zukünftig erwarteter Zahlungströme. Zur Methodik im Einzelnen wird auf die Angaben im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018, S. 92, verwiesen. Als Ergebnis der Überprüfung war eine Wertminderung von TEUR 997 erforderlich.
In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 wurden neben dem Mutterunternehmen Splendid Medien AG die folgenden Unternehmen einbezogen.
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| Verbundene Unternehmen | Sitz | Anteil in % |
|---|---|---|
| Splendid Film GmbH | Köln | 100 |
| Polyband Medien GmbH | München | 100 |
| Early Learning Group GmbH | Hamburg | 100 |
| WVG Medien GmbH | Hamburg | 90 |
| eNterActive GmbH | Hamburg | 85 |
| Splendid Synchron GmbH | Köln | 100 |
| Videociety GmbH | Köln | 100 |
| Splendid Entertainment GmbH | Köln | 100 |
| Splendid Studios GmbH (vormals: Joker Productions GmbH) | Köln | 85 |
| Splendid Film B.V. | Amsterdam | 100 |
Die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten im Konzern umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungsleasingverhältnisse, Schulden aus Lieferungen und Leistungen und Mietkaufverträgen sowie gewährte Darlehen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Zins-, Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Die Unternehmensleitung beschließt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten.
Die Splendid Gruppe finanziert sich auf der Fremdkapitalseite überwiegend über zwei Finanzierungsvereinbarungen mit einem Bankenkonsortium unter Führung der NATIONAL-BANK AG. Die aktuellen Vereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Derzeit verhandelt die Splendid Gruppe über die erneute Verlängerung. Begleitend hat der Vorstand darüber hinaus ein Sanierungsgutachten (IDW S6) beauftragt. Sollten die Verhandlungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden können, tritt ein bestandsgefährdendes Risiko für die Splendid Gruppe ein. Davon unabhängig besteht ein dem Geschäftsmodell inhärentes Risiko, dass prognostizierte Geldmittel nicht in der geplanten Höhe zur Verfügung stehen, da die Verschiebung von Zeitpunkten bzgl. Investitionsauszahlungen und Lizenzeinzahlungen kurzfristig eintreten kann. Bei Verlängerung der Finanzierungsvereinbarungen könnten sich möglicherweise die Finanzierungskonditionen im kurzfristigen Kreditbereich verschlechtern. Zudem ist eine Anpassung der Covenants wahrscheinlich.
Bei der Lizenzierung von Filmlizenzen an TV-Anstalten fließen im Regelfall Anzahlungen der TV-Anstalten auf die geschlossenen Verträge an die Splendid Gruppe. Für den Fall, dass die vertraglich vereinbarten Filme nicht zur Produktion und damit nicht zur Auslieferung an die TV-Sender kommen, besteht das Risiko der Rückzahlungsverpflichtung der geleisteten Anzahlung sowie der vereinbarten Vorfinanzierungen mit kurzfristigen, liquiditätsbelastenden Auswirkungen für die Splendid Gruppe. Dieses Risiko ist bei den aktuell vorliegenden Verträgen über Filme, die noch nicht zur Produktion bzw. zur Auslieferung an die Sender gekommen sind, auf ein Volumen von EUR 2,3 Mio. zu beziffern.
Des Weiteren haben sich gegenüber dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 keine wesentlichen Änderungen bei den Risiken aus Finanzinstrumenten ergeben. Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018, S. 109 ff., die weiterhin Gültigkeit haben.
Zahlungsmittel, Forderungen und sonstige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen und sonstige Verbindlichkeiten haben kurze Restlaufzeiten, deren Buchwerte zum Abschlussstichtag daher nahezu dem Zeitwert entsprechen. Bezüglich des langfristigen Darlehens sowie abgezinst angesetzter langfristiger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Buchwert vom Fair Value abweicht.
Mit Ausnahme einer zum (dem Buchwert entsprechenden) beizulegenden Zeitwert zu bewertenden bedingten Kaufpreisverpflichtung waren sämtliche zum 30. Juni 2019 ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten als "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu klassifizieren.
Die Splendid Gruppe setzt zur Absicherung gegen Währungsrisiken derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften und Devisenoptionen ein. Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Gewinne oder Verluste aus der Folgebewertung erfolgswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert der Derivate wird unter Bezugnahme auf aktuelle relevante Marktparameter mit Hilfe von anerkannten Bewertungsmodellen ermittelt. Der Bilanzwert zum 30. Juni 2019 beträgt TEUR 9.
Der Hauptentscheidungsträger der Splendid Gruppe betrachtet das Geschäft in erster Linie aus einer produktbezogenen Perspektive, wobei der Vermarktungserfolg des einzelnen Films bzw. Inhaltes über alle Auswertungsstufen im Mittelpunkt steht.
Die Splendid Gruppe ist ein integrierter Medienkonzern, dessen operative Geschäftstätigkeit in die Segmente Content und Services unterteilt ist. Das Segment Content umfasst den Lizenzhandel mit Filmrechten, Film- und Programmauswertungen im Kino und Home Entertainment (DVD, Blu-ray Disc, Video-on-Demand VoD, Electronic Sell-Through EST) sowie die Film- und TV-Produktion. Im Segment Services werden umfangreiche Dienstleistungen für die Film- und Fernsehindustrie mit Schwerpunkten bei der Digitalisierung / Neue Medien und Synchronisation erbracht.
Bei der Darstellung der Segmente wurden nur solche Posten berücksichtigt, die einem Segment direkt zugeordnet bzw. auf vernünftiger Grundlage auf bestimmte Segmente aufgeteilt werden konnten. Innerhalb eines Segmentes anfallende Aufwendungen und Erträge wurden eliminiert. Die Segmentangaben beinhalten Gewinne aus Lieferungen und Leistungen an andere Segmente, etwaige Zwischengewinne hieraus werden in der Überleitungsspalte zum Konzernausweis eliminiert.
Wesentliche Kennzahlen der Segmente sind:
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| in TEUR | Content | Services | Holding | Überleitung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsätze Gesamt | 18.720 | 3.579 | 605 | 22.904 | |
| Konzerninterne Umsätze | 0 | -976 | -605 | -1.581 | |
| Umsätze Konzern | 18.720 | 2.603 | 0 | 21.323 | |
| EBITDA | 6.318 | 209 | -647 | -170 | 5.710 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Filmvermögen |
-14.064 | 0 | 0 | 176 | -13.888 |
| Abschreibungen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen |
-280 | -223 | -111 | -614 | |
| Wertminderung Firmenwert | -997 | 0 | 0 | 0 | -997 |
| EBIT | -9.023 | -14 | -758 | 6 | -9.789 |
| Finanzergebnis | -446 | ||||
| Ertragsteuern | -4.615 | ||||
| Konzernperiodenergebnis | -14.850 | ||||
| Segmentanlagevermögen | 5.635 | 1.408 | 678 | 7.721 | |
| - davon Firmenwerte | 3.873 | 0 | 0 | 3.873 | |
| Filmvermögen | 17.149 | 0 | 0 | -517 | 16.632 |
| Sonstiges Vermögen | 14.632 | 2.176 | 33.392 | -33.010 | 17.190 |
| Gesamt Vermögen | 37.416 | 3.584 | 34.070 | -33.527 | 41.543 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 28.330 | 1.045 | 6.668 | 1.351 | 37.394 |
| Netto-Investitionen Filmvermögen | 6.229 | 0 | 0 | -170 | 6.059 |
| Investitionen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen |
137 | 293 | 19 | 449 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Posten (Ertrag (+) / Aufwand (-)) |
-1 | 0 | 0 | -1 | |
| Beschäftigte | 103 | 70 | 12 | 185 |
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| in TEUR | Content | Services | Holding | Überleitung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsätze Gesamt | 20.338 | 4.022 | 732 | 25.092 | |
| Konzerninterne Umsätze | 0 | -1.387 | -732 | -2.119 | |
| Umsätze Konzern | 20.338 | 2.635 | 0 | 22.973 | |
| EBITDA | 6.410 | 431 | -674 | -197 | 5.970 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Filmvermögen |
-5.918 | 0 | 0 | 174 | -5.744 |
| Abschreibungen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen |
-73 | -131 | -30 | -234 | |
| EBIT | 419 | 300 | -704 | -23 | -8 |
| Finanzergebnis | -481 | ||||
| Ertragsteuern | -224 | ||||
| Konzernperiodenergebnis | -713 | ||||
| Segmentanlagevermögen | 5.235 | 990 | 141 | 6.366 | |
| - davon Firmenwerte | 4.868 | 0 | 0 | 4.868 | |
| Filmvermögen | 28.591 | 0 | 0 | -529 | 28.062 |
| Sonstiges Vermögen | 17.799 | 1.518 | 30.021 | -23.813 | 25.525 |
| Gesamt Vermögen | 51.625 | 2.508 | 30.162 | -24.342 | 59.953 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 33.974 | 865 | 6.940 | 1.288 | 43.067 |
| Netto-Investitionen Filmvermögen | 6.050 | 0 | 0 | -327 | 5.723 |
| Investitionen Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen |
34 | 100 | 28 | 162 | |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Posten (Ertrag (+) / Aufwand (-)) |
467 | 0 | 0 | 467 | |
| Beschäftigte | 95 | 70 | 10 | 175 |
Zum 30. Juni 2019 bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.
Mitglieder des Vorstandes sind:
| ― | Andreas R. Klein, Köln, Vorstand Lizenzhandel und Strategische Planung, Vorsitzender |
| ― | Alexander Welzhofer, Vorstand Marketing und Vertrieb |
| ― | Björn Siecken, Vorstand Finanzen (seit 1.5.2019) |
| ― | Hans-Jörg Mellmann, Vorstand Finanzen (bis 31.3.2019) |
Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
| ― | Herr Dr. Ralph Drouven, Rechtsanwalt und Partner bei CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB, Köln, Vorsitzender; weiteres Aufsichtsratsmandat: Joblinge gemeinnützige AG Rheinland, Köln |
| ― | Herr Bernd Kucera, Wirtschaftsprüfer / Steuerberater und Gesellschafter der Kucera & Hüttner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bonn, stellvertretender Vorsitzender: weiteres Aufsichtsratsmandat: LUCOBIT Aktiengesellschaft, Wesseling (Vorsitzender) |
| ― | Frau Malisa Scott, Unternehmensberaterin, Gesellschafterin der LINKR GmbH, München; Gesellschafterin der OCG Holdings, UK; Gesellschafterin der Logical Golf Global Investments GmbH, Hamburg |
Das Grundkapital der Splendid Medien AG beträgt zum 30. Juni 2019 EUR 9.789.999,00 und ist auf 9.789.999 Inhaber-Stammaktien verteilt.
Der Aktienbesitz der Organmitglieder umfasste zum 30. Juni 2019:
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| 30.6.2019 | 31.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Anteile in % | Anzahl | Anteile in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorstand | ||||
| Andreas R. Klein | 5.208.984 | 53,21 | 5.208.984 | 53,21 |
| Alexander Welzhofer | 28.621 | 0,29 | 28.621 | 0,29 |
| Aufsichtsrat | ||||
| Dr. Ralph Drouven | 3.060 | 0,03 | 3.060 | 0,03 |
Als nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Splendid Gruppe die Personen bzw. Unternehmen, die die Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder durch die Splendid Gruppe beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Splendid Medien AG sowie die durch diese beherrschten bzw. maßgeblich beeinflussten Unternehmen als nahestehende Personen definiert. Zudem ist Herr Albert Klein als Firmengründer sowie Mitglied der Familie Klein als nahestehende Person definiert.
Geschäftsvorfälle mit wesentlichen Tochtergesellschaften werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und nicht weiter erläutert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu den wesentlichen Tochtergesellschaften bestanden folgende Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen:
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| in TEUR | Betrag | davon Aufwand |
davon offen |
Art der Tätigkeit | Abrechnung |
|---|---|---|---|---|---|
| Albert Klein | 88 | 88 | 0 | Miete Bürogebäude inkl. Nebenkosten |
gem. Mietvertrag |
| Kucera & Hüttner GmbH | 0 | 0 | 0 | Beratung | Abrechnung nach Stunden |
| Dr. Ralph Drouven (CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB) |
29 | 29 | 12 | Beratung | Abrechnung nach Stunden |
Es lagen keine berichtspflichtigen Tatsachen vor.
Auf der Hauptversammlung der Splendid Medien AG am 13. Juni 2019 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende zu zahlen und den Bilanzgewinn der Konzernobergesellschaft vollständig in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Köln, 28. August 2019
Der Vorstand
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| Andreas R. Klein | Alexander Welzhofer | Björn Siecken |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Marketing und Vertrieb | Vorstand Finanzen |
Wir versichern nach bestem Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss der Splendid Medien AG, Köln, zum 30. Juni 2019 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Köln, den 28. August 2019
Der Vorstand
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| Andreas R. Klein | Alexander Welzhofer | Björn Siecken |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand Marketing und Vertrieb | Vorstand Finanzen |
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