AI assistant
Splendid Medien AG — Audit Report / Information 2011
Jul 23, 2012
409_rns_2012-07-23_a3958aca-4777-40b2-a0ef-d8227c536117.html
Audit Report / Information
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
Bank Julius Bär Europe AG
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011
LAGEBERICHT GESCHÄFTSJAHR 2011
BANK JULIUS BÄR EUROPE AG, FRANKFURT
1. Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld 2011
Das Wachstum der Weltwirtschaft erlitt 2011 einen empfindlichen Dämpfer. Bereits im März brachen die Vertrauensindikatoren nach der Tsunami- und Nuklearkatastrophe in Japan ein. Der Welthandel kam in der Folge zum Stillstand. Im Sommer 2011 kam es zu einem weltweiten Vertrauenseinbruch, als die hohen öffentlichen Schulden diesseits und jenseits des Atlantiks zum Thema wurden. In den USA gab es ein Tauziehen zwischen Administration und Parlament um die Ausweitung der Obergrenze der Staatsschulden. In Europa spitzte sich die Staatsschuldenkrise zu, als klar wurde, dass für Griechenland ein größeres Rettungspaket geschnürt werden muss. Die diskutierten Lösungen konnten kein Vertrauen an den Kapitalmärkten schaffen - im Gegenteil, im Zuge der Diskussionen kamen andere südeuropäische Staaten wie Portugal. Spanien und Italien ebenfalls in den Verdacht, größere Unterstützungsprogramme in Anspruch nehmen zu müssen, so dass der projektierte Rettungsfonds auf keinen Fall ausreichen würde. Die Staatsschuldenkrise weitete sich im Herbst 2011 zu einer Bankenkrise aus.
Während sich die Konjunktur in den großen Industrieländern abkühlte, blieb das Wachstum in den meisten Schwellenländern kräftig, so dass insbesondere in den BRIC-Staaten die wirtschaftspolitischen Zügel angezogen wurden, um die Inflationsrisiken unter Kontrolle zu halten. Die Inflation stieg weltweit durch die kräftig gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise. Deutschland konnte sich dank einer guten internationalen Wettbewerbsposition für einige Zeit von der Abschwächung in den Industrieländern abkoppeln, ging im Herbst 2011 jedoch ebenfalls in eine konjunkturelle Schwächephase. Insgesamt blieb Deutschland jedoch die Konjunkturlokomotive in Europa.
Der Vertrauenseinbruch bei den Anlegern verursachte ab Sommer 2011 eine größere Volatilität und einen Kurseinbruch an den Aktienmärkten. Im Jahresverlauf waren die Kurse weltweit rückläufig, die ungelöste Staatsschuldenkrise schickte insbesondere die europäischen Aktienkurse auf Talfahrt. Mit einem Minus von 14,7% verlief der Kursrückgang des DAX ungefähr in der Größenordnung des Kursrückgangs des Eurostoxx mit 17,1%. Die US-Börsen schnitten im Vergleich zu den europäischen Märkten deutlich besser ab, da die Schuldenkrise vorrangig als ein europäisches Problem angesehen wurde. Erst nach der Zuteilung von einer halben Milliarde Euro Liquidität durch die EZB fassten die Anleger wieder Vertrauen, dass eine Bankenkrise in Europa vermieden werden kann und investierten wieder stärker in Aktien und andere risikobehaftete Aktiva.
| Indizes | 31.12.2010 | 30.12.2011 | Änderung in % |
Hoch | Tief |
|---|---|---|---|---|---|
| DAX Index | 6914,19 | 5898,35 | -14,89% | 7600,41 | 4965,80 |
| DJ EuroStoxx 50 Index | 2792,82 | 2316,55 | -17,05% | 3077,24 | 1935,89 |
| Dow Jones Industrial Index (in USD) | 11577,51 | 12217,56 | 5,53% | 12876,00 | 10404,49 |
| S&P 500 Index (in USD) | 1257,64 | 1257,60 | 0,00% | 1370,58 | 1074,77 |
| MSCI World Index (in USD) | 1280,07 | 1182,59 | -7.62% | 1397,57 | 1042,30 |
| REXP Perfurmanceindex | 390,67 | 423,06 | 8,29% | 423,06 | 380,13 |
| 3 Monats-Euribor | 1,0060 | 1,3560 | 35 Bp | 1,6150 | 0,9950 |
| German 10 Year Government Bond Yield | 2,9630 | 1,8250 | -114 Bp | 3,4890 | 1,6720 |
| US 10 Year Treasury Bond Yield | 3,2935 | 1,8762 | -142 Bp | 3,7660 | 1,6714 |
| EURUSD | 1,3384 | 1,2961 | -3,16% | 1,4940 | 1,2858 |
Quelle Bloomberg
Infolge der reichlichen Liquidität an den Märkten und der Suche nach Sicherheit ging die Rendite für 10jährige deutsche Staatsanleihen um mehr als 1 Prozentpunkt zurück. Die Rendite für 10jährige US-Staatsanleihen sank sogar um nahezu 1,5 Prozentpunkte. Damit rentierten US-Staatsanleihen auf etwa gleicher Höhe wie Bundesanleihen zum Ende des Jahres bei knapp über 1,80%.
2. Geschäftsentwicklung 2011
2.1. Strategie und Geschäftsfelder
Die Bank Julius Bär Europe AG betrachtet sich entsprechend der Geschäftsstrategie der Julius Bär Gruppe als Vermögensverwaltungsbank. Dies bedeutet, dass sich die Bank auf die Verwaltung von privaten Vermögen sowie die Vermögensberatung für Privatkunden und professionelle Kunden des deutschen Marktes (Gebiet der Bundesrepublik Deutschland) fokussiert. Andere Bankdienstleistungen wie z.B. die Kreditvergabe, der Zahlungsverkehr und das Angebot von Kreditkarten sind als ergänzende Produkte des Kerngeschäftes zu sehen. Im Rahmen des Freistellungsbescheids tritt die Bank Julius Bär Europe AG als Vermittlerin von deutschen Privatkunden für die Bank Julius Bär & Co. AG auf.
Das Geschäftsmodell der Bank Julius Bär Europe AG basiert auf der möglichst weitgehenden Nutzung von Auslagerungs- (Outsourcing-) Konzepten für die Erstellung der Bankdienstleistungen im Kerngeschäftsfeld Private Banking. Outsourcing-Möglichkeiten werden insbesondere im Backoffice-Bereich und auf der Administrationsebene realisiert, um das Geschäft skalierbarer zu gestalten und hohe Fixkostenblöcke zu vermeiden. Darüber hinaus wird - wenn immer möglich - auf die in der Gruppe, insbesondere der Bank Julius Bär in Zürich, vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen zurückgegriffen (Research, Markteinschätzung, Publikationen, Portfolio Management, Finanzplanung etc.). Die Beratung und Betreuung der Kunden im Private Banking erfolgt dagegen unmittelbar durch die Bank Julius Bär Europe AG vor Ort. In diesem Frontoffice-Bereich findet die eigentliche Wertschöpfung statt.
Die Betreuungskonzeption der Bank orientiert sich an den Grundwerten der Julius Bär Gruppe, namentlich „Gare. Passion and Excellence". Diese Grundwerte beeinflussen die Ausgestaltung der Organisation (Focus auf Kunden), der Arbeit (hohe Qualitätsansprüche) und des Verhaltens aller Mitarbeiter (Engagement und Offenheit gegenüber Kunden wie auch intern).
2.2. Geschäftsverlauf und Wettbewerbsposition
Im Geschäftsjahr 2011 konnte die Bank Julius Bär Europe AG das Wachstum hinsichtlich Kundenanzahl. Neugeld und verwalteten Vermögen deutlich steigern. Die Produktpalette wurde erweitert und vervollständigt. Im Januar 2011 nahmen zahlreiche erfahrene Kundenbetreuer ihre Tätigkeit bei der Bank auf; so dass deren Anzahl im Januar 2011 im Vergleich zu Januar 2010 um ca. 50% anstieg. Im Zuge dieses Ausbaus der Marktaktivitäten wurden nicht nur die Betreuerteams an den bestehenden Standorten in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart verstärkt, sondern wurden im Januar 2011 auch Geschäftsstellen in Kiel und Würzburg eröffnet. Alle Standorte haben zum Wachstum der Bank beigetragen. Die neuen Geschäftsstellen in Kiel und Würzburg haben sich schnell in ihren regionalen Marktbereichen etabliert.
Dank der guten Integration der neuen Mitarbeiter ist das Volumen der verwalteten Vermögen bei einem erfreulichen Neugeldzufluss um 60% gestiegen. Die ordentlichen Erträge der Bank erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 60%, obwohl die negative Marktperformance das verwaltete Vermögen als Bemessungsgrundlage für Kommissionseinkünfte verringerte. Positiv auf die Ertragslage wirkte sich die Verbesserung der Marge aus. Im Gegensatz zum Vorjahr kehrten die Kunden wieder zu einem vorsichtigeren Anlageverhalten zurück und bevorzugten insbesondere mit der Eskalation der Schuldenkrise in der zweiten Jahreshälfte 2011 risikoaverse Anlagestrategien. Infolge der deutlich gestiegenen Kundenanzahl erhöhte sich entsprechend die Anzahl der Kundentransaktionen.
Die klare Fokussierung auf das Privatkundengeschäft, die soliden Bilanzstrukturen sowie die risikoarme und konservative Geschäftsstrategie der Julius Bär Gruppe haben sich im anspruchsvollen Geschäftsumfeld als vorteilhaft erwiesen. Kunden, andere Banken sowie hochprofessionelle Bankfachleute erkannten die Vorteile eines ausschließlich auf die Vermögensverwaltung ausgerichteten Instituts, dessen stabiles Geschäftsmodell sich abermals in der Schuldenkrise bewährt hat. Die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in Deutschland wird in den nächsten Jahren sukzessive fortgesetzt werden. Die Muttergesellschaft Julius Bär Gruppe AG unterstützt den eingeschlagenen Wachstumskurs der Bank Julius Bär Europe AG nachhaltig.
Der erfolgreiche Marktauftritt von Julius Bär in Deutschland wird bestimmt durch:
| Fokussierung auf die Vermögensverwaltung von gehobenen Privatkunden | |
| Unabhängigkeit der Julius Bär Gruppe | |
| Internationalität der Julius Bär Gruppe durch starkes Wachstum in Asien, Mittlerer Osten, Osteuropa und Lateinamerika | |
| Solide Bilanzqualität und hohe Eigenkapitalquote | |
| Anbieter von Lösungen in Finanzfragen, kein Produktverkauf | |
| Offene Produktplattform, Kundenberater sind unabhängig in der Beratung | |
| Internationales Kapitalmarkt-Knowhow durch internationale Präsenz |
Folgende Kernprodukte werden den vermögenden Privatkunden angeboten: 1. das Vermögensverwaltungsmandat, 2. das Beratungsmandat und 3. das Portfolio Advisory-Mandat. Bei dem ersten Mandatstyp übernimmt die Bank die Vermögensverwaltung auf Grundlage einer mit dem Kunden und dessen Risikoprofil vereinbarten Strategie. Das Angebot an Strategien reicht vom klassischen Relative Return-Mandat bis hin zu flexiblen, speziellen und themenbezogenen Mandatstypen und umfasst auch asymmetrische und Absolute Return-Mandate. Beim zweiten und dritten Mandatstyp treffen die Kunden die Anlageentscheidungen selbst, werden jedoch umfassend beraten. Auf Basis einer regelmäßigen Analyse des Kundenportfolios werden von der Bank proaktiv auf das Anlageprofil des Kunden zugeschnittene Investitionsvorschläge erarbeitet und den Kunden unterbreitet. Damit ist die dynamische Anpassung der Portfoliostruktur bei sich verändernden Marktverhältnissen sichergestellt.
Ergänzende Dienstleistungen wie die Vermögens- und Finanzplanung, systematisch ausgewählte Beteiligungen sowie individuelle Finanzierungslösungen runden das Angebot im Private Banking ab. Ab Jahresmitte des Geschäftsjahres 2011 wurde das Angebot um das Immobilienfinanzierungsgeschäft erweitert. In Zusammenarbeit mit World Signia wird den Kunden eine exklusive Kreditkarte mit umfangreichen Dienstleistungen offeriert.
Zur Angebotspalette gehören weiterhin Produkte der betrieblichen Altersvorsorge. Dabei übernimmt die Bank zum einen die Rolle des Unternehmenstreuhänders im Rahmen eines Contractual Trust Agreements (CTA) und zum anderen die Rolle des Verwalters von „Pensionsgeldern" unter Einschaltung der Swiss & Global Asset Management Kapital AG als erfahrenen Portfolio Manager.
2.3. Vorstand und Aufsichtsrat
Herr Heiko Schlag trat ab 1. Januar 2011 als Mitglied des Vorstands in die Bank ein und übernahm die Verantwortung für Private Banking. Herr Christian E. Dubler schied am 31. März 2011 aus dem Vorstand der Bank aus. Seit 1. April 2011 bestand der Vorstand aus den Mitgliedern Dr. Gerhard Grebe und Heiko Schlag.
Am 9. Dezember 2011 berief der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Januar 2012 Herrn Heiko Schlag zum Vorsitzenden des Vorstands und Herrn Alexander Jecht zum Mitglied des Vorstands. Herr Alexander Jecht war seit 10. Mai 2010 Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung.
Während des gesamten Jahres 2011 blieb der Aufsichtsrat unverändert. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Herr Gian A. Rossi, der stellvertretende Vorsitzende Herr Dr. Urs Monstein. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats ist Frau Ingeborg König als Arbeitnehmervertreterin.
2.4. Mitarbeiter
Die Anzahl vollbeschäftigter Mitarbeiter wurde im Jahresverlauf 2011 von 75 auf 99 erhöht. Im Jahresdurchschnitt waren 96,9 Personen bei der Bank beschäftigt. Am Jahresende 2011 teilte sich die Belegschaft in 60 männliche und 39 weibliche Mitarbeiter auf.
2.5. Ertragslage
In dem Geschäftsmodell der Bank wird das Gesamtergebnis der Bank maßgeblich durch den Provisionsüberschuss bestimmt. Die ordentlichen Erträge der Bank sind 2011 deutlich um 59,7% auf € 19,8 Mio. gestiegen, wobei allein € 14,6 Mio. auf die Provisionserträge entfallen. Der Provisionsüberschuss nahm um 49,4% von € 7,1 Mio. auf € 10,7 Mio. zu.
Das Zinsergebnis spielt demgegenüber betragsmäßig nur eine untergeordnete Rolle in der Ertragsentwicklung der Bank. Das Zinsergebnis ist im Geschäftsjahr 2011 deutlich von € 1,0 Mio. auf € 1,8 Mio. gestiegen, was auf die Ausweitung des Kreditgeschäfts zurückzuführen ist. Die Zinsmargen haben zugenommen.
Die Bank hat im letzten Quartal 2011 den größeren Teil der täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bei der Deutschen Bundesbank angelegt, um die Kontrahentenrisiken gering zu halten.
Das Handelsergebnis ist vernachlässigbar gering; die Bank führt kein aktives Handelsbuch.
Der allgemeine Verwaltungsaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 21,8% auf € 27,5 Mio. gestiegen. Die Personalkosten erhöhten sich im Berichtsjahr aufgrund der vorgenommenen Neueinstellungen um 27,7% auf € 16,1 Mio. Aufgrund des weiteren Ausbaus der Private Banking-Aktivitäten sowie Projektkosten im Zusammenhang mit der Ausweitung des Produktangebots sowie gestiegener gesetzlicher Anforderungen stiegen die anderen Verwaltungsaufwendungen im Berichtsjahr um 14,5% auf € 11,5 Mio. an.
Zur Vermeidung eines langwierigen Ermittlungsverfahrens betreffend unversteuerte Vermögen von in Deutschland steuerpflichtigen Personen haben sich deutsche Behörden und die Julius Bär Gruppe auf eine einmalige Zahlung von € 50 Mio. geeinigt. Im Rahmen dieses Vergleichs hatte die Bank Julius Bär Europe AG eine Buße von € 100.000 an die deutschen Steuerbehörden zu zahlen.
Der Gesamtverlust der Bank nahm 2011 von € 12,2 Mio. auf € 15,3 Mio. zu.
2.6. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Bank nahm im Jahresverlauf um 73,4% von € 214,0 Mio. auf € 371,1 Mio. zu.
Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen um 75,7% von € 150,4 Mio. auf € 264,2 Mio. Die Kunden hielten weiterhin eine höhere Liquiditätsquote. Die Liquidität legte die Bank überwiegend bei der Deutschen Bundesbank sowie bei ausgesuchten anderen Kreditinstituten an.
Die langfristigen Kundenkredite verdoppelten sich 2011, und zwar von € 30,7 Mio. auf € 65,9 Mio., was einem prozentualen Zuwachs von 114,7% entspricht. Der größte Teil der Kundenforderungen besteht aus Lombardkrediten. Erstmals wurden 2011 den Kunden der Bank auch Immobilienkredite angeboten. Es waren keine Wertberichtigungen auf Kredite vorzunehmen. Die Bildung einer Risikovorsorge im Kreditgeschäft war nicht notwendig.
Die Finanzanlagen verringerten sich im Geschäftsjahr 2011 leicht. Die Anlagen in Anleihen und anderen Schuldverschreibungen gingen von € 16,0 Mio. auf € 13,1 Mio. zurück. Die Anleihen und Schuldverschreibungen im Bestand haben durchschnittlich ein AA-Rating.
Die Treuhandforderungen erhöhten sich um 5,2% von € 7,7 Mio. auf € 8,1 Mio. Den Treuhandforderungen standen Treuhandverbindlichkeiten in gleicher Höhe gegenüber. Für diese Einlagen fungiert die Bank als Unternehmenstreuhänder im Rahmen des CTA-Modells.
2.7. Finanzlage
Die Kundeneinlagen stiegen um 86,0% von € 124,0 Mio. auf € 230,6 Mio., wobei der allergrößte Teil in täglich fälligen Einlagen angelegt ist. Sie bilden einen Anteil von 62,1% an der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben dagegen nur einen Anteil von 18,0% an der Bilanzsumme, sie nahmen 2011 von € 32,4 Mio. auf € 66,9 Mio. zu.
Das bilanzielle Eigenkapital nach HGB ist stichtagsbezogen deutlich von € 41,3 Mio. auf € 57,0 Mio. gestiegen. Das Eigenkapital wurde durch Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Julius Bär Gruppe AG im September und Dezember 2011 zunächst um insgesamt € 31,0 Mio. auf € 72,3 Mio. vor Verrechnung des Jahresfehlbetrages erhöht. Durch eine entsprechende Entnahme aus den Kapitalrücklagen zur Abdeckung des Jahresfehlbetrages 2011 in Höhe von € 15,3 Mio. verringerte sich das Eigenkapital auf € 57,0 Mio. Nach Verrechnung des Jahresfehlbetrages sind von dem Eigenkapital € 15,0 Mio. eingezahlt, während sich € 42,0 Mio. in der Kapitalrücklage befinden.
Die Eigenkapitalquote nahm Ende 2011 aufgrund der stark angestiegenen Kundeneinlagen im Vergleich zu Ende 2010 von 19,3 % auf 15,4% ab.
2.8. Liquiditätslage
Die Bankenaufsicht beurteilt die Liquidität eines Kreditinstituts nach dem Liquiditätsgrundsatz, der die innerhalb eines Monats verfügbaren Zahlungsmittel ins Verhältnis zu den in diesem Zeitraum abrufbaren Zahlungsverpflichtungen setzt. Diese Liquiditätskennzahl belief sich zum Jahresende 2011 auf komfortable 4,83 und lag damit deutlich über 1.
Durch die Verstärkung der Kapitalrücklagen um € 31 Mio. konnten die Liquiditätsreserven der Bank aufgestockt werden. Diese Liquiditätsreserven sind als Termingelder bei bekannten Bankadressen in Deutschland und beim Mutterhaus angelegt worden. Die Solvabilitätskennziffer nach § 2 Abs. 1 bis 3 SolvV beträgt 56,5%.
2.9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank sind geordnet. Die bis zum Erreichen der Gewinnzone anfallenden Verluste können durch Entnahmen aus den Kapitalrücklagen ausgeglichen werden. Darüber hinaus existiert die Zusage des Mutterhauses, im Falle größerer Defizite die Kapitalrücklagen zu stärken.
2.10. Nachtragsbericht
Nichts zu berichten.
3. Risikobericht
3.1. Grundsätze
Im auf das Private Banking fokussierten Geschäftsmodell der Bank sind die Geschäftsrisiken durch Nichterreichung der Geschäftsziele als die bedeutsamsten Risiken identifiziert worden. Deren Steuerung gilt die Aufmerksamkeit des Vorstands. Die für das Betreiben von Bankgeschäften typischen Risiken werden nur in dem Umfang eingegangen, der für die Bereitstellung der von den Kunden gewünschten Bank- und Beratungsdienstleistungen notwendig ist. Das systematische Eingehen von Risiken im Zusammenhang mit der Fristentransformation oder im Eigenhandel gehört nicht zur Risikostrategie der Bank. Weitere wesentliche Risiken im Geschäftsmodell der Bank sind die operationellen Risiken aufgrund des weitreichenden Outsourcings der Abwicklung von Bankgeschäften.
In der Geschäftsstrategie der Bank ist die Verzahnung von Geschäfts- und Risikostrategie dokumentiert. Letztere werden jährlich aktualisiert und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die Maßnahmen der Risikoidentifizierung, -überwachung und -steuerung sind im Risikohandbuch der Bank detailliert beschrieben.
Das Geschäftsmodell der Bank beinhaltet nach einer umfassenden Risikoanalyse des Vorstands insgesamt nur geringe Risiken. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stuft die Bank als nicht systemrelevantes, mittleres Institut in der Risikoklasse B (zweitbeste Risikoklasse) ein.
3.2. Risikosteuerung
Aufgabe der Risikosteuerung ist nicht die vollständige Risikovermeidung, sondern eine zielkonforme und systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir folgende Grundsätze:
| Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken die Reputation der Bank gefährden könnten | |
| Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken im Verhältnis zu den Ertragschancen ungünstig sind | |
| Verzicht auf Geschäfte, welche wir nicht vollständig verstehen und welche nicht in angemessener Art und Weise in unsere Systeme zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung sowie unsere Prozesse integriert werden können | |
| Systematischer Aufbau von Geschäftspositionen, bei denen Ertragschancen und Risiken in angemessenem Verhältnis stehen | |
| Weitestgehende Vermeidung von Risikokonzentrationen | |
| Aktives Management aufgetretener Schadensfälle | |
| Verwendung rechtlich geprüfter Verträge |
Zentrale Leitlinie der Risikostrategie ist die jederzeitige Gewährleistung der Risikotragfähigkeit der Bank, damit die langjährige Geschäftsstrategie konfliktfrei umgesetzt werden kann. Unter der laufenden Sicherstellung der Risikotragfähigkeit versteht die Bank, dass das Gesamtrisiko jederzeit unterhalb des zur Verfügung gestellten Risikobudgets liegt. Das vorhandene Risikodeckungspotenzial wird in Abhängigkeit der Risikoneigung der Bank nur mit einem bestimmten Anteil als Risikobudget zur Abdeckung des Risikopotenzials zum Ansatz gebracht. Gleichzeitig sorgt die Bank aus Ertragsgesichtspunkten dafür, dass die Marktchancen in angemessenem Ausmaß genutzt werden. Es wird dabei sichergestellt, dass die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen jederzeit eingehalten werden.
Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird durch Stresstests ergänzt. Das Ziel der Bank ist es hier, den Standardinstrumenten zur Risikomessung nicht blind zu vertrauen, sondern diese kritisch zu hinterfragen.
Die systematische Risikokontrolle beinhaltet u. a. eine strikte Limitkontrolle, die Umsetzung der Anforderungen des § 25a KWG sowie die Beachtung der MaRisk in der Auf- und Ablauforganisation der Bank. In den Organisationsrichtlinien ist die Zuteilung von Verantwortlichkeiten klar geregelt, die Prozesse sind im Detail strukturiert und abgebildet. Die Organisationsrichtlinien sind für jeden Bank-Mitarbeiter verbindlich. Die einzelnen Richtlinien sind in einem Organisationshandbuch zusammengestellt, das jedem Mitarbeiter elektronisch zur Verfügung steht. Durch eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Prozesse und der Organisation wird eine Verfeinerung des Risikomanagements erreicht; die jährliche Risikoinventur dient dazu, die Risikolandschaft der Bank grundsätzlich zu überprüfen und zu aktualisieren.
Das ausführliche Management-Informations-System ist dergestalt aufgebaut, dass insbesondere die für die Geschäftsrisiken als dem identifizierten größten Risiko ausschlaggebenden Budgetabweichungen und nicht geplanten geschäftlichen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen sind. In dem Management-lnformations-System wird auch der Darstellung der anderen Risikoarten Raum gegeben. Zur wirksamen Risikokontrolle gehört des Weiteren die Unabhängigkeit des Risikomanagements und -controllings sowie die enge Verzahnung zwischen Risikomanagement, Compliance, Geldwäscheprävention, Financial Controlling und Interne Revision. Alle diese Bereiche sind zusammen mit Vertretern der Marktbereiche Mitglieder des Risk- und Outsourcing Committee, das viermal im Jahr tagt, alle Risikoarten überwacht, die Parameter für die Risikosteuerung festlegt, ein Votum zu Entscheidungen von risikopolitischer Bedeutung hat und die Risiko-Berichterstattung an den Aufsichtsrat vorbereitet und dem Vorstand zur Genehmigung zuleitet.
3.3. Marktpreisrisiken
Marktpreisrisiken bestehen zum einen im Anlagebuch der Bank. Das Eigenkapital der Bank wird in festverzinslichen Wertpapieren mit hoher Bonität angelegt. Die Auswahl und die Bonitätskontrolle werden durch Fachabteilungen der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, wahrgenommen. Es werden nur geringe Fremdwährungspositionen eingegangen. Zum anderen bestehen Marktpreisrisiken in der Anlage der Julius Bär eigenen Pensionsgelder im JB OPEN 1- Fonds. Die Überwachung der Marktpreisrisiken erfolgt anhand des marktüblichen Konzeptes des „Value at Risk".
3.4. Adressenausfallrisiken
Das Eigenkapital der Gesellschaft wurde ausschließlich in Termingelder und in Abstimmung mit der Gruppe in kurzlaufende Rentenpapiere mit gutem Rating/hoher Bonität öffentlicher inländischer Schuldner angelegt. Nicht investiert wurde in nicht-deutsche Staatsschuldtitel oder in Fremdwährungsanleihen, so dass das Emittentenrisiko niedrig gehalten wird. Kreditrisiken im Private Banking waren weiterhin überschaubar und werden als niedrig eingestuft. Gemäß der Geschäftsstrategie der Bank ist die Gewährung von Krediten nur in Verbindung mit Vermögensverwaltungsaktivitäten sowie Verpfändung des Depots sowohl für Lombardkredite als auch für Avalkredite möglich. Die Beleihungswerte der einzelnen Titel werden konservativ festgelegt und täglich überwacht. Die Limite waren so konservativ gesetzt, dass selbst bei den sehr volatilen Kapitalmärkten nicht in Gefahr bestand, diese zu unterschreiten. Entsprechend betrachtet die Bank die Kreditrisiken in erster Linie als operationelle Risiken. Immobilienkredite werden durch Grundpfandrechte abgesichert.
Sowohl die Platzierung von Termingeldern, die Investition in festverzinslichen Wertpapieren wie auch die Beurteilung von Lombard- und Immobilienkrediten insbesondere hinsichtlich der sichernden Wertpapiere erfolgen in enger Abstimmung mit den Fachstellen der Julius Bär Gruppe in Zürich.
Bei der Anlage von Geldern am deutschen Geldmarkt agiert die Bank sehr vorsichtig. In Abstimmung mit der Julius Bär Gruppe in Zürich werden die Kontrahentenrisiken eng beobachtet und die Kontrahentenlimite regelmäßig angepasst. Mit der Verschärfung der Schuldenkrise insbesondere im 4. Quartal 2011 wurden Geldhandelslinien geschlossen bzw. reduziert. Ab Februar 2012 werden Liquiditätsüberschüsse aus Bank- und Kundengeschäften nur noch bei der Deutschen Bundesbank angelegt, so dass das Kontrahentenrisiko ebenfalls auf nahezu Null verringert wurde.
3.5. Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsstromschwankungen im täglichen Geschäft ergeben. Aufgrund des niedrigen Risikoprofils des Geschäftsmodells der Bank und des Verzichts auf Fristentransformationen sind auch die Liquiditätsrisiken als niedrig einzustufen.
Die vom Rechnungswesen erstellten Berechnungen der Liquiditätskennziffern werden täglich dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Der enge Geschäftsrahmen der Bank führt zu sehr stabilen und viel Freiraum bietenden Auslastungsziffern der Grundsätze.
3.6. Operationelle Risiken
Aufgrund der komplexen Organisationsstruktur der Bank mit weitgehendem Outsourcing steht die Kontrolle der operationellen Risiken für die Bank im Vordergrund. Zur Überwachung der Outsourcingpartner wurden für sämtliche ausgelagerten Aktivitäten klar definierte Dienstleistungsvereinbarungen („Service Level Agreements - SLAs") abgeschlossen. Diese SLAs enthalten Vorgaben für die Qualitätskontrolle wie auch die regelmäßige Kontrolle der Leistungserfüllung. Zu diesem Zweck werden alle Geschäftsvorfälle systematisch erfasst und mit den Zielvorgaben abgeglichen. Diese Daten werden vom Outsourcing Committee der Bank ausgewertet und bilden auch die Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Besprechungen mit den Outsourcing Partnern.
Zur besseren Kontrolle der Risiken und Sicherstellung der hohen Qualitätsanforderungen der Bank werden alle Geschäftsvorfälle, deren Abwicklung ausgelagert wurde, vor der Freigabe einer zweiten strengen internen Kontrolle unterworfen. Damit werden die vorhandenen Prozess- und Systemrisiken weiter eingegrenzt. Das Gleiche gilt vor der Aufnahme neuer Geschäfte.
Im Rahmen des Investment Controllings wird die Einhaltung der Anlagerichtlinien und Anlagegrenzen, die Übereinstimmung von Anlagerichtlinien und Risikobereitschaft des Kunden sowie die Einhaltung von Kundenweisungen überprüft.
Die Julius Bär Gruppe hat vor einigen Jahren durch den Bereich Group Risk Management die Schadensfalldatenbank „JB GOLD" eingeführt. JB GOLD ist eine umfangreiche Datenbank zur Sammlung von eingetretenen und potentiellen Schäden aus dem Bankgeschäft. Der Umfang der Schäden und damit verbundenen Verluste sowie die Analyse der Schäden werden im Risk and Outsourcing Committee diskutiert und regelmäßig dem Vorstand und Aufsichtsrat vorgelegt. Aus der Analyse werden Maßnahmen zur Verringerung der Schäden abgeleitet und beschlossen. JB GOLD entspricht den Anforderungen des neuen Aufsichtsrechts (Basel II).
3.7. Rechtliche Risiken
Die Bank sieht nach dem Abschluss des Steuerverfahrens Ende Mai 2011 eine Verringerung der rechtlichen Risiken.
3.8. Risikotragfähigkeit
Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf der Basis der Risikotragfähigkeit. In der Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind Risiken und Risikodeckungspotentiale gegenüberzustellen. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn alle wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotential abgesichert sind. Dieses Risikodeckungspotential errechnet sich mit einer Höhe von max. € 31,7 Mio., wobei die Risikodeckungsmasse selektiv alloziiert wird.
Das Risikodeckungsbudget der Bank wurde von den Gremien der Bank in einer Höhe von € 3,3 Mio. festgelegt. Die Limite sind nach den bewerteten Risiken im Risikoszenario bestimmt worden, so dass bei Überschreitung schnell Steuerungsimpulse ausgelöst werden.
Bei der Unterlegung der operationellen Risiken werden hypothetische Werte für definierte einzelne operationelle Risiken angenommen. Die restlichen Risiken sind dagegen deutlich geringer: Kreditrisiken existieren bei der Kreditstrategie der Bank bei dem geringen Kreditvolumen und der konservativen Limitsetzung kaum. Der Vorstand hat folgende Limite für die einzelnen Risikoarten festgelegt: Das Limit für Kontrahentenrisiken ist mit € 0,3 Mio. festgesetzt, das Limit für die Emittentenrisiken beläuft sich ebenso wie das Limit für das Kreditrisiko auf € 0,3 Mio. Das Limit für die Marktpreisrisiken für das Anlagebuch und die Pensionsgelder liegt bei € 0,4 Mio. Die Limite für die Risiken belaufen sich insgesamt auf € 3,3 Mio.
Dem steht ein Kernkapital von € 15,0 Mio. und ein nicht belegtes Kapital von € 38,7 Mio. gegenüber. Die Risiken sind damit mehr als ausreichend abgedeckt. Auch im Stressszenario bleibt das Grundkapital unangetastet, Die Summe der unerwarteten Risiken liegt sowohl im Normalszenario als auch im Stressszenario deutlich unter der Verlustobergrenze von € 31,7 Mio.
4. Ausblick
Als Folge der Schuldenkrise in Europa und den USA sowie der konjunkturellen Bremsmanöver in den Entwicklungsländern wie China. Indien und Brasilien ist in der Weltwirtschaft ein Wachstumsrückgang auf 3,1% im Jahr 2012 zu erwarten. Die Abkühlung der Konjunktur in den Entwicklungsländern wird bereits zu Beginn 2012 so weit fortgeschritten sein, dass die Wirtschafts- und Geldpolitik eher wieder stimulierende Maßnahmen ergreift. 2013 sollte sich das weltwirtschaftliche Wachstum wieder auf 4,0% beschleunigen. Deutschland zählt auch 2012-2013 zu einer der stärker wachsenden Volkswirtschaften in Europa, wird sich aber dem globalen Konjunkturabschwung und insbesondere den rezessiven Tendenzen in den ökonomisch schwächeren Eurostaaten - wie Italien und Spanien - kurzfristig nicht voll entziehen können. Der Trend steigender deutscher Exporte in die aufstrebenden Entwicklungsländer hält auch 2012 an und dürfte das Wachstum in Deutschland stabilisieren. Insgesamt ist für die deutsche Wirtschaft eine Jahreswachstumsrate von 0,5% zu erwarten. Der bereits zu beobachtende weltweite Anstieg der Frühindikatoren deutet darauf hin, dass die Wachstumsverlangsamung nur vorübergehender Natur ist, die Konjunktur bald wieder Fahrt aufnimmt und 2013 ein reales Wachstum von 1,2% in Deutschland erreicht werden kann.
Auf die erhöhten zyklischen Risiken und die europäische Schuldenkrise hat die Europäische Zentralbank mit einer großzügigen Liquiditätsversorgung reagiert. Im Jahresverlauf 2012 sollten Zinssenkungen folgen, um insbesondere die südlichen Euro-Länder konjunkturell zu stützen. Die Zinsen sollten auch 2013 niedrig bleiben bzw. in der Eurozone nur leicht anziehen. Die reichliche Liquidität in Verbindung mit historisch niedrigen Bewertungen wie Preis-Buchwert- und Kurs-Gewinn-Verhältnis sollten die Kurse risikobehafteter Aktiva wie Aktien. Unternehmensanleihen und Rohstoffe stützen, die Schuldenkrise kann dann immer wieder zu Kurskorrekturen führen, so dass die Volatilität der Kapitalmärkte weiterhin hoch bleibt, aber nicht mehr das Ausmaß von 2011 erreicht. Insgesamt wird von einer positiven Jahresperformance 2012 und auch 2013 ausgegangen.
Die klare Ausrichtung von Julius Bär auf Private Banking und Investment Advisory Dienstleistungen für Privatkunden aus aller Welt sowie die sicherheitsorientierte Geschäftsstrategie hat sich auch in dem schwierigen Kapitalmarktjahr 2011 bewährt. Das kundenzentrierte Geschäftsmodell der Julius Bär Gruppe stößt bei den vermögenden Privatkunden auf große Wertschätzung: Die Bank ist einerseits groß genug, um den Kunden ein umfassendes, internationales Dienstleistungsangebot anzubieten, andererseits noch überschaubar, um eine schnelle, flexible und effektive Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen und Teams zum Nutzen der Kunden zu gewährleisten, die für eine individuelle Betreuung Voraussetzung ist.
Der Private Banking-Markt in Deutschland ist weiterhin im Umbruch, so dass die Bank Chancen sieht, Marktanteile im Zuge einer Strategie des organischen Wachstums zu gewinnen. Das Geschäftsmodell sowie die Stabilität und der Erfolg der Julius Bär Gruppe sind nicht nur für vermögende Privatkunden attraktiv, sondern auch für erfahrene Senior-Betreuer, die ein professionelles Umfeld im Private Banking suchen. Als Folge des Ausbaus der Betreuerkapazität erwartet die Bank eine weitere substantielle Erhöhung der Zahl an Neukunden mit einer entsprechenden Erhöhung der verwalteten Vermögen und der Erträge. Die Kundenbetreuung wird auch 2012-2013 in den einzelnen Standorten in Deutschland weiter ausgebaut, um die erkannten Marktchancen zu nutzen. Die Marke Julius Bär soll in Deutschland gestärkt und die regionale Verankerung von Julius Bär an den bestehenden Standorten vorangetrieben werden. Die offene Produktarchitektur, die unabhängige Beratung, die globale Expertise, die umfassende Beratung in der langfristigen Finanzplanung und Nachfolgeregelung sowie ein professioneller Kundenservice in unmittelbarer Nähe sind die nachweislichen Erfolgsfaktoren der Geschäftsstrategie. Zielgruppen der Akquisitionsbemühungen sind in erster Linie Unternehmer, Privatpersonen und Familien mit individuellen Anforderungen an eine Vermögensstrukturierung und Vermögensverwaltung. Die Bank kann diesen Kundengruppen - mit Unterstützung der Julius Bär Gruppe - maßgeschneiderte Anlagestrategien auf der Basis einer internationalen Asset Allocation unter Einsatz innovativer Produkte und einer stringenten Risikoüberwachung bieten.
Die Bank ist zuversichtlich, in den nächsten zwei Jahren die Strategie der Gewinnung von Marktanteilen in Deutschland im Privatkundengeschäft fortsetzen zu können. Als größtes Risiko für die Expansionsstrategie ist wiederum die Entwicklung der Kapitalmärkte anzusehen. Sollten die Kurse an den Kapitalmärkten wieder stark schwanken oder nach unten tendieren, dürften die Privatkunden weniger an den risikoreicheren und daher höhermargigen Angeboten interessiert sein und stattdessen die risikoarmen Geldmarkt- und Einlagengeschäfte bevorzugen. Zweites Risiko für die Expansionsstrategie der Bank ist die weitere Erhöhung der Wettbewerbsintensität. In einem Markt mit hohem Verdrängungswettbewerb bei gleichzeitig weiter steigenden regulatorischen Anforderungen besteht das Risiko, dass die Margenvorstellungen nicht mehr am Markt durchsetzbar sind.
Zur Umsetzung der Strategie des beschleunigten Wachstums sind insbesondere 2010-2011 Investitionen in Systeme und Personal vorgenommen worden, deren positive Auswirkungen in den Jahren ab 2012 zu erwarten sind. Die Bank erwartet, dass sie 2014 die Gewinnzone erreichen wird. Die bis dahin anfallenden Verluste können durch Entnahmen aus den Kapitalrücklagen ausgeglichen werden.
5. Verbundene Unternehmen
Über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen Bericht erstellt, der mit folgender Erklärung schließt:
"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahme getroffen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung oder einen Nachteilsausgleich erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen wurde, nicht benachteiligt."
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2011
Aktivseite
| EUR | 31.12.2011 EUR |
31.12.2010 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Barreserve | |||
| a) Kassenbestand | 76.860,06 | 10 | |
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 5.671.177,43 (Vorjahr: TEUR 1.762) | 5.671.177,43 | 1.762 | |
| 5.748.037,49 | 1.772 | ||
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | |||
| a) täglich fällig | 12.987.393,29 | 16.013 | |
| b) andere Forderungen | 251.213.972,03 | 134.404 | |
| 264.201.365,32 | 150.417 | ||
| 3. Forderungen an Kunden | 65.863.164,23 | 30.665 | |
| darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 4.293.100,00 (Vorjahr: TEUR 0) | |||
| 4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||
| ba) von öffentlichen Emittenten | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 7.927.204,78 (Vorjahr: TEUR 10.694) | 7.927.204,78 | 10.694 | |
| bb) von anderen Emittenten | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 5.215.208,06 (Vorjahr: TEUR 5.256) | 5.215.208,06 | 5.256 | |
| 13.142.412,84 | 15.950 | ||
| 5. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.564,59 | 26 | |
| darunter: an Kreditinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) | |||
| darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) | |||
| 6. Treuhandvermögen | 8.131.825,48 | 7.651 | |
| darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr 0) TEUR | |||
| 7. Immaterielle Anlagewerte | 885.384,00 | 686 | |
| 8. Sachanlagen | 1.923.800,00 | 1.721 | |
| 9. Sonstige Vermögensgegenstände | 9.004.861,27 | 2.833 | |
| 10. Rechnungsabgrenzungsposten | 151.124,13 | 175 | |
| 11. Aktive latente Steuern | 2.063.885,66 | 2,064 | |
| Summe der Aktiven | 371.141.425,01 | 213.960 | |
| Passivseite | |||
| EUR | 31.12.2011 EUR |
31.12.2010 TEUR |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||
| a) täglich fällig | 2.326.200,82 | 2.373 | |
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 64.554.498,69 | 30.029 | |
| 66.880.699,51 | 32,402 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||
| ba) täglich fällig | 222.943.694,96 | 122.615 | |
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 7.674.322,16 | 1.386 | |
| 230.618.017,12 | 124.001 | ||
| 3. Treuhandverbindlichkeiten | 8.131.825,48 | 7.651 | |
| darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0) | |||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 131.923,26 | 1.878 | |
| 5. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.086.172,75 | 850 | |
| 6. Rückstellungen | |||
| a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 126.920,43 | 117 | |
| b) andere Rückstellungen | 7.119.250,98 | 5.762 | |
| 7.246.171,41 | 5.879 | ||
| 7. Eigenkapital | |||
| a) gezeichnetes Kapital | 15.000.000,00 | 15.000 | |
| b) Kapitalrücklage | 41.782.729,82 | 26.035 | |
| c) andere Gewinnrücklagen | 263.885,66 | 264 | |
| 57.046.615,48 | 41.299 | ||
| Summe der Passiven | 371.141.425,01 | 213.960 | |
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 7.913.570,56 | 10.276 | |
| 2. Andere Verpflichtungen | |||
| c) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 0 | 0 |
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
Aufwendungen
| 1.1.-31.12.2011 | 2010 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Zinsaufwendungen | 1.623.583,45 | 369 | |
| 2. Provisionsaufwendungen | 3.994.533,26 | 2.327 | |
| 3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||
| a) Personalaufwand | |||
| aa) Löhne und Gehälter | 14.217.213,46 | 11.108 | |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 1.882.124,29 | 1.503 | |
| darunter: für Altersversorgung EUR 710.645,24 (Vorjahr: TEUR 645) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 11.452.832,96 | 10.001 | |
| 27.552.170,71 | 22.612 | ||
| 4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 683.034,41 | 530 | |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.010.608,96 | 350 | |
| 6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 216.725,00 | 94 | |
| 7. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 924 | |
| 8. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 1.320,03 | 2 | |
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | -1.809 | |
| darunter Ertrag aus latenten Steuern EUR 0 | |||
| Summe der Aufwendungen | 35.081.975,82 | 25.399 | |
| 1. Jahresfehlbetrag | 15.251.891,06 | 12.166 | |
| 2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 0 | ||
| 15.251.891,06 | 12.166 | ||
| 3. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 15.251.891,06 | 12.166 | |
| 4. Bilanzverlust | 0,00 | 0 | |
| Erträge | |||
| 1.1.-31.12.2011 | 2010 TEUR |
||
| EUR | EUR | ||
| 1. Zinserträge aus | |||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 2.812.050,78 | 872 | |
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 625.399,93 | 455 | |
| 3.437.450,71 | 1.327 | ||
| 2. Laufende Erträge aus | |||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 785,71 | 2 | |
| 785,71 | 2 | ||
| 3. Provisonserträge | 14.646.467,64 | 9.456 | |
| 4. Nettoertrag des Handelsbestands | 0,00 | 34 | |
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | 1.745.380,70 | 1.596 | |
| 6. Ausserordentlicher Ertrag | 0,00 | 818 | |
| 7. Jahresfehlbetrag | 15.251.891,06 | 12.166 | |
| Summe der Erträge | 35.081.975,82 | 25.399 |
Anhang
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31.12.2011 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Von der Möglichkeit. Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
| • | Kasse und Guthaben wurden zu Nennwerten bilanziert. |
| • | Forderungen an Kunden und Kreditinstitute wurden, unter Berücksichtigung der abgegrenzten Zinsen, zu den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht. |
| • | Das im Kreditgeschäft liegende allgemeine Ausfallrisiko ist aufgrund der gestellten Sicherheiten derzeit vernachlässigbar, entsprechend waren Einzelwertberichtigungen nicht notwendig. Auf die Bildung einer Pauschalwertberichtigung wurde verzichtet. |
| • | Die Anleihen und Schuldverschreibungen der Liquiditätsreserve sind gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. |
| • | Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zum Marktwert (beizulegender Zeitwert) bewertet. Der bewertete Bestand wurde entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 mit den Verpflichtungen verrechnet. |
| • | Der Bilanzausweis von Treuhandvermögen respektive -verbindlichkeiten erfolgt zum Marktwert. |
| • | Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu den Anschaffungskosten bilanziert. |
| • | Erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die Nutzungsdauer bzw. unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert. |
| • | Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) werden planmäßig linear mit den zulässigen steuerlichen Höchstsätzen abgeschrieben. |
| • | Geringwertige Wirtschaftsgüter unter EUR 410 werden in voller Höhe erfolgswirksam als Aufwand erfasst. In Vorjahren gebildete Sammelposten für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden linear auf die Restlaufzeit abgeschrieben. |
| • | Die Bewertung der anderen Vermögensgegenstände erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. |
| • | Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 5,14% und der Heubeck-Sterbetafeln 2005 G ermittelt. |
| • | Die durch Arbeitnehmer finanzierten Anteile in Höhe von TEUR 479 sind mit der Einzahlung unverfallbar. |
| • | Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden zum Barwert bilanziert. |
| • | Die in den Anderen Rückstellungen enthaltenen Wertguthaben aus Arbeitszeitkonten in Höhe von TEUR 582 werden zum Marktwert der zugrunde liegenden Investmentanteile angesetzt. |
| • | Eine Bewertung der am Stichtag bestehenden, geschlossenen Positionen in Devisentermingeschäften erfolgte als Bewertungseinheit zum Nominalbetrag; unrealisierte Gewinne/Drohverlust-Rückstellung wurden nicht ausgewiesen. |
| • | Die Anderen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung und sind mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag angesetzt. |
| • | Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind zum EZB Referenzkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. |
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten täglich fällige Forderungen in Höhe von TEUR 12.987 (VJ TEUR 16.013) sowie andere Forderungen mit einer Restlaufzeit:
| in TEUR | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| - bis drei Monate | 241.196 | 134.003 |
| - drei Monate bis ein Jahr | 10.018 | 401 |
| - ein Jahr bis fünf Jahre | 0 | 0 |
| 251.214 | 134.404 |
In den Forderungen sind Forderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 36.535 (Vorjahr: TEUR 24.951) enthalten.
Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit
| in TEUR | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| - täglich fällig | 733 | 638 |
| - bis drei Monate | 41.193 | 22.192 |
| - drei Monate bis ein Jahr | 3.699 | 2.893 |
| - ein Jahr bis fünf Jahre | 14.988 | 4.942 |
| - über fünf Jahre | 5.250 | 0 |
| 65.863 | 30.665 |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Die der Liquiditätsreserve zugeordneten Wertpapiere von nominal TEUR 12.500 wurden zum Bilanzstichtag nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der aktuelle Kurswert beträgt zum Berichtszeitpunkt TEUR 12.876.
Bei diesen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um börsenfähige und börsennotierte inländische Schuldverschreibungen.
Im Geschäftsjahr 2012 sind Schuldverschreibungen in Höhe von TEUR nominal 5.000 fällig.
Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den niedrigeren Kurswert zum Jahresultimo in Höhe von TEUR 190 vorgenommen. Zuschreibungen waren nicht erforderlich.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Bei den Beständen an nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um börsenfähige aber nicht börsennotierte Anteile am Spezialfonds Julius Bär Open 1. Diese Investmentanteile haben per 31.12.2011 einen Buchwert von TEUR 6.660 sowie einen Marktwert von TEUR 7.838.
Die Anteile am JB Open 1 wurden als Deckungsvermögen für Verbindlichkeiten aus Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 168, für Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter in Höhe von TEUR 582 und für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 7.088 verrechnet.
Treuhandvermögen und Treuhandverpflichtungen
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die die Bank in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung hält und von Kunden zur treuhänderischen Verwaltung von zur betrieblichen Altersversorgung bestimmten Vermögensmitteln stammen, gliedern sich nach einzelnen Aktiv- und Passivpositionen wie folgt:
| Forderungen an Banken: | TEUR 8.132 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden: | TEUR 8.132 |
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die nicht börsenfähigen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100%ige Tochtergesellschaft Julius Bär Capital GmbH, Frankfurt am Main (Eigenkapital TEUR 26). Ergebnis des Geschäftsjahres: Verlust von TEUR 1 (VJ TEUR 2).
Mit der Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich ausgehend von den gesamten Anschaffungskosten wie folgt dar (in TEUR):
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Restbuchwert 31.12.11 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.11 | Zugänge 2011 | Abgänge 2011 | Stand 31.12.11 | Gesamt | davon 2011 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere des Anlagebestandes* | 6.089 | 571 | --- | 6.660 | --- | --- | 6.660 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 26 | --- | --- | 26 | --- | --- | 26 |
| Immaterielle Anlagewerte | 5.387 | 396 | --- | 5.783 | 4.898 | 196 | 885 |
| Sachanlagen** | 4.138 | 689 | --- | 4.827 | 2.903 | 487 | 1.924 |
| Insgesamt | 15.640 | 1.656 | --- | 17.296 | 7.801 | 683 | 9.495 |
* Anschaffungskosten der Wertpapiere
** Das Sachanlagevermögen besteht aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden seit dem 01.01.2010 mit den Pensionsrückstellungen, den Rückstellungen für Zeitwertkonten respektive den Auszahlungsverpflichtungen aus Pensionsverbindlichkeiten verrechnet.
Sonstige Vermögensgegenstände
Im Wesentlichen beinhalten diese Posten Provisionsforderungen aus der Vermögensverwaltung für Privatkunden in Höhe von TEUR 5.036, Forderungen aus erbrachten Dienstleistungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 849, sowie Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 292.
Zudem bestehen Vorsteuerforderungen an das Finanzamt für die Jahre 2009 bis 2010 in Höhe von TEUR 1.427, Körperschaftsteuerforderungen gern. § 37 KStG von TEUR 165 sowie anrechenbare Steuerguthaben des Julius Bär Pensionsfund e.V. von TEUR 84.
Aktive latente Steuern
Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.064 resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen bezüglich der Bewertung von Pensionsrückstellungen, festverzinslichen Wertpapieren, steuerlich nicht nachvollzogenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten sowie aus der Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen der Gesellschaft.
Für die Ermittlung der latenten Steuern wurden ein Steuersatz von 31,93% (davon Körperschaftsteuersatz von 15,83% einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuersatz von 16,1%) zugrunde gelegt.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausbezahlte Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit externen Dienstleistern in Höhe von TEUR 151.
Auf Fremdwährung lautende Forderungen
Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 50.061 (VJ TEUR 22.527) in fremder Währung. Darunter USD im Gegenwert von TEUR 10.254 sowie CHF im Gegenwert von TEUR 15.619.
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.326 (VJ TEUR 2.373) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit:
| in TEUR | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| - bis drei Monate | 40.714 | 22.232 |
| - drei Monate bis ein Jahr | 3.107 | 2.897 |
| - ein Jahr bis fünf Jahre | 14.866 | 4.900 |
| - über fünf Jahre | 5.867 | 0 |
| 64.554 | 30.029 |
In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich als verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 64.554 (Vorjahr: TEUR 30.029) enthalten. Darunter sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter drei Monaten in Höhe von TEUR 40.714 (Vorjahr: TEUR 22.232), mit einer Restlaufzeit zwischen drei Monaten und einem Jahr in Höhe von TEUR 3.107 (Vorjahr: TEUR 2.897), TEUR 14.866 (Vorjahr: TEUR 4.900) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren sowie TEUR 5.867 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 222.943 (Vorjahr TEUR 122.615) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit:
| in TEUR | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| - bis drei Monate | 7.674 | 985 |
| - drei Monate bis ein Jahr | 0 | 401 |
| - ein Jahr bis fünf Jahre | 0 | 0 |
| 7.674 | 1.386 |
In den Verbindlichkeiten sind täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber der Julius Bär Capital GmbH in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 24) enthalten.
Die Bank ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH sowie im Einlagensicherungsfonds Deutscher Banken. Eine Nachschusspflicht besteht derzeit nicht.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 132 enthalten im Wesentlichen offene Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 125. Auszahlungsverbindlichkeiten aus Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter in Höhe von TEUR 168 wurden mit dem Deckungsvermögen verrechnet.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Mietzuschüsse für die Standorte Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und München in Höhe von TEUR 1.076.
Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.11 | 31.12.10 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 127 | 117 |
| Steuerrückstellungen | 0 | 0 |
| Andere Rückstellungen | 7.119 | 5.762 |
| - Personalrückstellungen | 4.845 | 4.730 |
| - Sonstige Rückstellungen | 2.274 | 1.392 |
| 7.246 | 5.879 |
In den Personalrückstellungen enthalten sind: Rückstellungen für Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 3.467 sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 223.
In den Rückstellungen für Sonderzahlungen sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 68 enthalten, die erst in 2013 verbraucht werden, diese wurden auf einen Barwert von TEUR 66 abgezinst.
Eigenkapital
Das eingetragene Grundkapital der Bank beläuft sich auf TEUR 15.000. Es ist in 60.000 Stück nennwertlose Namensaktien eingeteilt.
Gewinnrücklagen
Aufgrund der Aktivierung latenter Steuern wurde zum 01.01.2010 ein erfolgsneutraler Umstellungsbetrag von TEUR 264 in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Kapitalrücklagen
Im September 2011 erfolgte durch die Alleingesellschafterin eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 16.000 sowie eine weitere Zuzahlung in Höhe von TEUR 15.000 im Dezember 2011.
Gewinnverwendung
Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden Kapitalrücklagen zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags von TEUR 15.252 aufgelöst und betragen zum 31. Dezember 2011 TEUR 41.783.
Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 49.863 (VJ TEUR 24.520) in fremder Währung, darunter CHF im Gegenwert von TEUR 30.976 sowie USD im Gegenwert von TEUR 15.733.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen (Bankräumlichkeiten und KFZ) belaufen sich für die nächsten 5 Jahre auf TEUR 9.281.
Termingeschäfte
Zum Bilanzstichtag bestehen 182 noch nicht abgewickelte, geschlossene Devisentermingeschäfte, die ausschließlich für Kunden abgeschlossen wurden. 2 AUD Käufen mit einem Gegenwert von TEUR 149 stehen 2 AUD Verkäufe mit einem Gegenwert von TEUR 149 gegenüber. 2 CAD Käufen mit einem Gegenwert von TEUR 144 stehen 2 CAD Verkäufe mit einem Gegenwert von TEUR 144 gegenüber. 39 CHF Käufen mit einem Gegenwert von TEUR 9.771 stehen 35 CHF Verkäufen mit einem Gegenwert von TEUR 9.771 gegenüber. 39 USD-Käufen mit einem Gegenwert von TEUR 24.796 stehen 35 USD-Verkäufe mit einem Gegenwert von ebenfalls TEUR 24.796 gegenüber. 8 JPY-Käufen stehen mit einem Gegenwert von TEUR 898 stehen 8 JPY-Verkäufe mit einem Gegenwert von TEUR 898 gegenüber. Zudem entsprechen 5 NOK Käufe mit einem Gegenwert von TEUR 346 5 NOK Verkäufen mit einem Gegenwert von TEUR 346. Darüber hinaus bestehen 2 offene Devisentermingeschäfte davon ein SEK Verkauf mit einem Gegenwert von TEUR 1 sowie ein GBP Verkauf im Gegenwert von TEUR 1, die aus zurückgenommenen Kundengeschäften resultieren. Aufgrund der geschlossenen Positionen, dem geringen Volumen der offenen Positionen sowie der derzeit nicht erkennbaren Adressenausfallrisiken unserer Kontrahenten erwarten wir aus vorgenannten Geschäften keine Auswirkungen auf die gegenwärtige und künftige Finanzlage der Bank.
Eventualverbindlichkeiten
In den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.914 (VJ TEUR 10.276) sind Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Höhe von TEUR 1.719 (VJ TEUR 1.671) enthalten. Hierin enthalten sind ungesicherte Positionen in Höhe von TEUR 48.
Unwiderrufliche Kreditzusagen
Zum Bilanzstichtag bestehen keine unwiderruflichen Kreditzusagen.
Angaben und Erläuterungen zur Gewinn -und Verlustrechnung
Dienstleistungsgeschäft
Dienstleistungen erbrachten wir für unsere Kundschaft insbesondere durch Verwaltung und Vermittlung im Wertpapiergeschäft.
Die gesamten Provisionserlöse in Höhe von TEUR 14.646 entfielen auf das Geschäft mit Privatkunden.
Die im Private Banking erzielten Provisionen enthalten im Wesentlichen TEUR 5.524 aus der Vermögensverwaltung. TEUR 6.347 aus dem Geschäft mit Beratungskunden sowie TEUR 2.552 vereinnahmte Vermittlungsprovisionen, von denen TEUR 705 an die Kunden auszukehren waren.
Sonstiges betriebliches Ergebnis
Diese Position beinhaltet hauptsächlich Vorsteuererstattungen für 2009-2010 von TEUR 862, Erlöse aus Geschäftsbesorgungsverträgen von TEUR 462 sowie Erträge aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen in Höhe von TEUR 84.
Zudem sind im sonstigen betrieblichen Ergebnis Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 337 sowie Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2 enthalten.
Darüber hinaus ist in dieser Position eine Bußgeldzahlung von TEUR 100 an die deutschen Steuerbehörden enthalten.
Abschlussprüferhonorar
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 150. Dieses teilt sich wie folgt auf:
| EUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 90.000 |
| andere Bestätigungsleistungen | 60.000 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 |
| sonstige Leistungen | 0 |
| Gesamt | 150.000 |
Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Folgende Geschäfte wurden im Geschäftsjahr 2011 getätigt:
| Art der Beziehung | Geldanlagen TEUR |
Geldaufnahmen TEUR |
Dienstleistungen Aufwand TEUR |
Dienstleistungen Ertrag TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Mutterunternehmen | 0 | 0 | 1.123 | 0 |
| Schwestergesellschaften | 5.290.604 | 366.581 | 1.520 | 2.032 |
| Tochtergesellschaft | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 5.290.604 | 366.581 | 2.643 | 2.032 |
Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.
Zum Bilanzstichtag unterhält die Bank Nostrokonten bei Schwestergesellschaften in Höhe von von TEUR 8.062.
Auslagerung von betrieblichen Funktionen
Die Bank hat folgende wesentlichen Bereiche ausgelagert:
| ― | Back Office Tätigkeiten im Bereich Wertpapier-, Derivate-, Geld- und Devisenhandel |
| ― | Zahlungsverkehr |
| ― | Interne und IT-Revision |
| ― | IT Infrastruktur |
| ― | IT Betreuung |
| ― | Risiko Rating im Kreditbereich |
Die Auslagerungen wurden vor dem Hintergrund des Erhalts von Flexibilität in Bezug auf Fixkostenanteile sowie der Verbesserung des für den Bankbetrieb notwendigen Know-hows abgeschlossen. Den Risiken der vorgenommenen Auslagerungen (z.B. Schlechterfüllung durch die Auslagerungsunternehmen. Entstehen von operationellen Schäden durch eingetretene Risiken) wird durch ein adäquates Risikomanagement mittels enger Überwachung der Auslagerungsunternehmen durch das Risk and Outsourcing Committee (RoC) der Bank Rechnung getragen.
Aufsichtsrat
Gian A. Rossi
(Vorsitzender)
Market Area Head Private Banking
Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich
Dr. Urs Monstein
(stellv. Vorsitzender)
Managing Director
Bank Julius Bär 8, Co. AG, Zürich
Ingeborg König, Bankangestellte
Arbeitnehmervertreter
Vorstand
Heiko Schlag
Dr. Gerhard Grebe
Christian E. Dubler (bis 31.03.2011)
Alexander Jecht (ab 01.01.2012)
Organkredite
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Organkredite.
Organbezüge
Für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen die Bezüge TEUR 134. An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Vergütungen in Höhe von TEUR 1 ausgezahlt. Leistungen, die einem Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied für den Fall der Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt wurden, bestehen nicht.
Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen am Bilanzstichtag TEUR 3.233
Die Gesamtbezüge des Vorstandes werden unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB nicht offengelegt.
Zahl der Mitarbeiter
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inkl. Vorstand) der Bank betrug 96,9 (VJ 66,8) wovon 37,9 (VJ 24,8) Mitarbeiter weiblich und 59,0 (VJ 41,9) männlich waren.
Konzernabschluss
Die Gesellschaft hat von der Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß 296 Abs. 2 HGB abgesehen, da die Julius Bär Capital GmbH weniger als 5 % zum Umsatz, zum Ergebnis und zur Bilanzsumme der Bank beigetragen hat und daher von untergeordneter Bedeutung ist.
Konzernzugehörigkeit
Die Bank ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe AG, Zürich.
Der Jahresabschluss der Bank wird in den Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG einbezogen.
Der Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG kann bei uns angefordert werden.
Frankfurt am Main, den 17. April 2012
Der Vorstand
Heiko Schlag
Dr. Gerhard Grebe
Alexander Jecht
Bestätigungsvermerk
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bank Julius Bär Europe AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Frankfurt am Main, den 16. Mai 2012
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Bors, Wirtschaftsprüfer
Unkel, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung des Vorstandes laufend überwacht und die ihm nach den Gesetzen obliegenden Aufgaben wahrgenommen.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2011 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt; Beanstandungen haben sich nicht ergeben. KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Bericht geprüft und mit dem folgenden Vermerk uneingeschränkt versehen:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung der Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, |
| 3. | bei der im Bericht aufgeführten Maßnahme keine Umstände für eine wesentliche andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. |
Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Prüfungsergebnis an.
Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie den Lagebericht hat der Aufsichtsrat daher gebilligt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind damit festgestellt.
Frankfurt am Main, im Juni 2012
Der Aufsichtsrat
Gian A. Rossi, Vorsitzender