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Splendid Medien AG Audit Report / Information 2010

Jun 20, 2011

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Audit Report / Information

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Publication

Bank Julius Bär Europe AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

LAGEBERICHT GESCHÄFTSJAHR 2010

BANK JULIUS Bär EUROPA AG

1. Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld 2010

Die bereits ab der Jahresmitte 2009 erkennbare Erholung der Weltwirtschaft setzte sich 2010 fort, so dass die Weltproduktion Ende 2010 wieder das Niveau vor der Finanzkrise erreichte. Nach einem scharfen Rückgang 2009 expandierte der Welthandel 2010 außerordentlich stark in einer V-förmigen Erholung, nachdem die dezimierten Lager wieder aufgebaut wurden und die Investitionsgüternachfrage anzog. Die Konjunkturerholung wurde durch die expansive Geld- und Fiskalpolitik in vielen Ländern und die niedrigen Zinsen unterstützt, welche wesentlich dazu beitrugen, die wirtschaftliche Unsicherheit abzubauen. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,8% im Jahr 2009, verzeichnete die Weltwirtschaft 2010 ein reales Wachstum von 4,9%.

Die Verbesserung der Wirtschaftslage vollzog sich sehr unterschiedlich in den einzelnen Regionen der Weltwirtschaft. Während die Wirtschaftsleistung 2010 in den meisten Schwellenländern bereits weit über dem Niveau vor der Finanzkrise lag, hinkte die Konjunkturerholung in den Industrieländern hinterher. Hier wurde der Einbruch der Wirtschaftsleistung noch nicht wieder aufgeholt. Während die Schwellenländer eine Zuwachsrate von 7,5% aufwiesen, wuchs das Bruttoinlandsprodukt der Industrieländer nur mit etwa der halben Rate, etwa 3,8%.

Die US-Wirtschaft erholte sich ab Frühjahr 2009 und erreichte 2010 dank der expansiven Geld- und Fiskalpolitik ein reales Wachstum von 2,8%, was aber nicht verhinderte, dass die Arbeitslosenrate weiterhin zunahm. Stärker von der Erholung des Welthandels profitierten exportorientierte Länder wie Japan und Deutschland. Während das Bruttoinlandsprodukt von Japan um 4,3% anstieg, war Deutschland mit einem realen Zuwachs von 3,6% der Wachstumsspitzenreiter in der Eurozone. Infolge der Wachstumsschwäche in vielen Mitgliedsländern verzeichnete die Eurozone nur ein unterdurchschnittliches Wachstum von 1,7%.

Die reichliche Liquiditätsversorgung der Kapitalmärkte durch die westlichen Notenbanken stellte den Treibstoff für steigende Kurse an den Weltaktienmärkten. Die Kurssteigerungen waren durch deutliche Gewinnsteigerungen im Unternehmenssektor abgesichert. Für Unsicherheit sorgte die Verschuldenskrise im Euro-Währungsgebiet, in deren Folge die Aktienmärkte im Frühjahr und Sommer seitwärts tendierten. Mit der Aussicht auf eine Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs 2011 zogen die Aktienkurse im Herbst 2010 wieder an.

Indizes 31.12.2009 31.12.2010 Änderung Hoch Tief
DAX 5.957,43 6.914,19 16,1% 7.077,99 5.434,34
DJ EuroStoxx 50 2.964,96 2.792,82 -5,8% 3.017,85 2.488,50
US Dow Jones 10.546,44 11.577,50 9,8% 11.585,38 9.686,48
US S&P 500 1.115,10 1.257,64 12,8% 1.259,78 1.022,58
MSCI World 1.168,47 1.280,07 9.69% 1.280,07 1.033,74
Rex 123,62 124,9596 1,1% 129,4100 122,7289
EURIBOR 3 Mon. 0,7000 1,0060 31 Bp 1,0500 0,6340
10 J. Bund 3,3830 2,9630 -42 Bp 3,3910 2,1160
10 J. US Treasury 3,8350 3,2935 -54 Bp 3,9859 2,3833
EURO/USD 1,4321 1,3384 -6,5% 1,4513 1,1923

Der DAX verzeichnete mit 16,1% Jahresperformance den höchsten Zuwachs unter den wichtigsten Weltbörsen. Der Kurszuwachs war deutlich besser als die Kursgewinne der US-Börse und der anderen europäischen Märkte, deren Performance insbesondere im vierten Quartal hinter dem deutschen Index zurückblieb. Der DAX notierte Ende 2010 wieder auf dem Niveau von vor der Finanzkrise.

An den Zinsmärkten fielen die Kursgewinne deutlich kleiner aus, nachdem in der zweiten Jahreshälfte im Zuge der deutlichen Verteuerung der Rohstoffe die Inflationserwartungen anstiegen. Über eine mehr als reichliche Liquiditätsversorgung hielten die westlichen Notenbanken die Kurzfristzinsen in etwa auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres mit der Folge steilerer Zinsstrukturkurven. Die Rendite von 10jährigen Treasury Anleihen fiel im Jahresverlauf dennoch um 54 Basispunkte auf 3,29%, während sich die Rendite von 10jährigen Bundesanleihen im Jahresvergleich um 42 Basispunkte verringerte. Damit rentierten die US-Staatsanleihen wiederum höher als die Bundesanleihen.

2. Geschäftsentwicklung 2010

2.1. Strategie und Geschäftsfelder

Der Marktauftritt der Bank Julius Bär Europe AG konzentriert sich in Deutschland auf das Kerngeschäftsfeld Private Banking:

Private Banking für deutsche vermögende Privatkunden und Geschäftskunden einschließlich der Vermittlung von deutschen Privatkunden zur Bank Julius Bär & Co. AG Zürich
Bereitstellung von Bankdienstleistungen für Vermögensverwaltungsfirmen und Family Offices

Im Rahmen des Freistellungsbescheids tritt die Bank Julius Bär Europe AG als Vermittlerin von deutschen Privatkunden für die Bank Julius Bär & Co. AG auf.

Das Geschäftsmodell von Bank Julius Bär Europe AG basiert auf der möglichst weitgehenden Nutzung von Auslagerungs- („Outsourcing-") Konzepten für die Erstellung der Bankdienstleistungen Kerngeschäftsfeld Private Banking. Outsourcing-Möglichkeiten werden insbesondere im Backoffice-Bereich und auf der Administrationsebene realisiert, um das Geschäft skalierbarer zu gestalten und hohe Fixkostenblöcke zu vermeiden. Darüber hinaus wird – wenn immer möglich – auf die in der Gruppe, insbesondere der Bank Julius Bär in Zürich, vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen zurückgegriffen (Research, Markteinschätzung, Publikationen, Portfolio Management, Finanzplanung etc.). Die Beratung und Betreuung der Kunden im Private Banking erfolgt dagegen unmittelbar durch die Bank Julius Bär Europe AG vor Ort. In diesem Frontoffice-Bereich findet die eigentliche Wertschöpfung statt.

Die Betreuungskonzeption der Bank orientiert sich an den Grundwerten der Julius Bär Gruppe, namentlich „Care, Passion and Excellence". Diese Grundwerte beeinflussen die Ausgestaltung der Organisation (Focus auf Kunden), der Arbeit (hohe Qualitätsansprüche) und des Verhaltens aller Mitarbeiter (Engagement und Offenheit intern wie auch gegenüber Kunden).

2.2. Geschäftsverlauf und Wettbewerbsposition

Das Geschäftsjahr 2010 kann als ein Jahr der Rückkehr zur Normalität gekennzeichnet werden, nachdem die Vorjahre 2008 und auch noch 2009 stark durch die Finanzkrise geprägt waren. Die Kunden waren bereit, wieder in risikoreichere Anlagen zu investieren, ohne allerdings zu dem Anlageverhalten vor der Finanzkrise zurückzukehren. Nach der Trennung vom Asset Management und dem entsprechenden Wegfall dieses Geschäftsbereichs waren die Erträge der Bank gegenüber dem Vorjahr rückläufig, obwohl das akquirierte Neugeld sowie die positive Marktperformance das verwaltete Vermögen als Bemessungsgrundlage für Kommissionseinkünfte deutlich erhöhte. Mit der Unterstützung der Muttergesellschaft Julius Bär Gruppe AG beschleunigte die Bank in Deutschland den seit 2006 eingeschlagenen Wachstumskurs und nutzte die durch die Finanzkrise verursachten Verwerfungen im Bankensektor, um den Marktauftritt und die Betreueraktivitäten zu verstärken.

Die klare Fokussierung auf das Privatkundengeschäft, die soliden Bilanzstrukturen sowie die risikoarme und konservative Geschäftsstrategie der Julius Bär Gruppe haben sich im anspruchsvollen Geschäftsumfeld als vorteilhaft erwiesen. Kunden, andere Banken sowie hochprofessionelle Bankfachleute erkannten die Vorteile eines ausschließlich auf die Vermögensverwaltung ausgerichteten Instituts , dessen stabiles Geschäftsmodell sich in der Krise bewährt hat. So gelang es, eine größere Anzahl von erfahrenen Kundenbetreuern im Laufe des Jahres 2010 anzustellen, die ihre Tätigkeit im Januar 2011 aufgenommen haben. Die Zahl der Kundenbetreuer ist im Jahresvergleich Januar 2010 zu Januar 2011 um ca. 50% erhöht worden. Gleichzeitig konnte die Funktion des Leiters Private Banking neu besetzt werden Im Zuge dieses Ausbaus der Marktaktivitäten sind nicht nur die Betreuerteams an den bestehenden Standorten in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart verstärkt worden, sondern auch Geschäftsstellen in Kiel und Würzburg im Januar 2011 eröffnet worden. Das Volumen der verwalteten Vermögen ist bei einem erfreulichen Neugeldzufluss um 42% gestiegen. Die Abwicklung der Kundentransaktionen erfolgte weiterhin über die vom Outsourcing Partner quirin bank AG, Berlin, zur Verfügung gestellte Plattform.

Folgende Kernprodukte werden den vermögenden Privatkunden angeboten: 1. das Vermögensverwaltungsmandat, 2. das Beratungsmandat und 3. das Portfolio Advisory-Mandat. Bei dem ersten Mandatstyp übernimmt die Bank die Vermögensverwaltung nach einer mit dem Kunden und dessen Risikoprofil vereinbarten Strategie. Das Angebot an Strategien reicht vom klassischen Relative Return-Mandat bis hin zu flexiblen, speziellen und themenbezogenen Mandatstypen und umfasst auch asymmetrische und Absolute Return-Mandate. Beim zweiten und dritten Mandatstyp treffen die Kunden die Anlageentscheidungen selbst, werden jedoch von der Bank umfassend beraten. Auf der Basis einer regelmäßigen Analyse des Kundenportfolios werden von den Wertpapierspezialisten der Bank proaktiv auf das Anlageprofil des Kunden zugeschnittene Investitionsvorschläge erarbeitet und den Kunden angeboten. Damit ist die dynamische Anpassung der Portfoliostruktur bei sich verändernden Marktverhältnissen sichergestellt. Ergänzende Dienstleistungen wie die Vermögens- und Finanzplanung, systematisch ausgewählte Beteiligungen sowie individuelle Finanzierungslösungen, die aus dem Hauptsitz Frankfurt überregional zur Verfügung gestellt werden, runden das Angebot im Private Banking ab.

Zur Angebotspalette gehören weiterhin Produkte der betrieblichen Altersvorsorge. Dabei übernimmt die Bank zum einen die Rolle des Unternehmenstreuhänders im Rahmen eines Contractual Trust Agreements (CTA) und zum anderen die Rolle des Verwalters von „Pensionsgeldern" mit Einschaltung von Swiss & Global Asset Management Kapital AG als erfahrenen Portfolio Manager.

2.3. Vorstand und Aufsichtsrat

Herr Christian E. Dubler sowie Herr Dr. Gerhard Grebe bildeten während des gesamten Jahres 2010 den Vorstand der Bank Julius Bär Europe AG. Am 9. Juli 2010 berief der Aufsichtsrat Herrn Heiko Schlag mit Wirkung ab 1. Januar 2011 zum Mitglied des Vorstands.

Herr Alexander Jecht wurde am 10. Mai 2010 in die Erweiterte Geschäftsleitung berufen, der er bis Jahresende und darüber hinaus angehörte.

Am 10. September 2009 fasste die Hauptversammlung den Beschluss, die Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsrates nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2009 entscheidet, von sechs auf drei zu verkleinern, wobei zwei Mitglieder von der Hauptversammlung und ein Mitglied von den Arbeitnehmern gewählt werden.

Herr Boris Collardi ist im Zuge dieser Verkleinerung am 20. April 2010 als Mitglied des Aufsichtsrates zurückgetreten. Vorsitzender des Aufsichtsrates blieb Herr Gian A. Rossi, der stellvertretende Vorsitzende Herr Dr. Urs Monstein. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats ist Frau Ingeborg König als Arbeitnehmervertreterin, die am 26. März 2010 in den Wahlen zum Arbeitsnehmervertreter bestätigt wurde.

2.4. Mitarbeiter

Die Anzahl vollbeschäftigter Mitarbeiter wurde im Jahresverlauf 2010 von 61 am Jahresende 2009 auf 75 am Jahresende 2010 erhöht. Im Jahresdurchschnitt waren 67,5 Personen bei der Bank beschäftigt. Am Jahresende 2010 teilte sich die Belegschaft in 44 männliche und 31 weibliche Mitarbeiter auf.

2.5. Ertragslage

In dem Geschäftsmodell der Bank trägt der Provisionsüberschuss maßgeblich zum Gesamtergebnis bei. Die ordentlichen Erträge der Bank sind 2010 um 17,8% auf € 12,0 Mio. gesunken, wobei allein € 9,5 Mio. auf die Provisionserträge entfallen. Der Provisionsüberschuss sank von € 8,8 Mio. auf € 7,1 Mio., was einem Rückgang von 19,3% entspricht. Bei diesen Rückgängen im Provisionsergebnis ist zu berücksichtigen, dass in den ersten 9 Monaten 2009 noch die Provisionserträge des Asset Management im Ergebnis enthalten waren, die 2010 aufgrund der Trennung von diesem Geschäftsbereich nun fehlen. Bezogen nur auf das Privatkundengeschäft stiegen die Provisionserträge 2010 um 36,2% von € 6,9 Mio. auf € 9,5 Mio.

Das Zinsergebnis spielt demgegenüber betragsmäßig nur eine untergeordnete Rolle in der Ertragsentwicklung der Bank. Das Zinsergebnis ist weitgehend stabil geblieben und erreichte wie im Vorjahr € 1,0 Mio. Die Zinsmargen lagen infolge der niedrigen Kapitalmarkt- und Geldmarktzinsen nochmals unter dem Vorjahresniveau. Die Forderungen der Kunden nach vergleichsweise attraktiven Verzinsungen, die zum Teil vom Wettbewerb angeboten wurden, haben 2010 nachgelassen. Die Kunden schichteten einen größeren Teil der Liquidität wieder in Wertpapiere um. In Einzelfällen hat die Bank eher eine niedrigere oder zeitweilig negative Zinsmarge akzeptiert, um den Abfluss von Geldern zu verhindern, was auf dem Zinsergebnis lastete.

Die Bank hat weiterhin einen Teil der täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bei der Deutschen Bundesbank angelegt, um die Kontrahentenrisiken gering zu halten.

Das Handelsergebnis ist vernachlässigbar gering; die Bank führt kein aktives Handelsbuch.

Der allgemeine Verwaltungsaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 10,4% auf € 23,1 Mio. gestiegen. Die Personalkosten erhöhten sich im Berichtsjahr aufgrund weiterer Neueinstellungen erneut um 16,4% auf € 12,6 Mio. Die Personalkosten enthalten alle Welcome-Boni der 22 neuen Mitarbeiter, die am 1. Januar 2011 ihre Tätigkeit aufgenommen haben. Aufgrund des Ausbaus der Private Banking-Aktivitäten sowie Projektkosten im Zusammenhang mit der Ausweitung des Produktangebots stiegen die anderen Verwaltungsaufwendungen im Berichtsjahr um 4,7% auf € 10,0 Mio. an.

Der Gesamtverlust der Bank bewegte sich 2010 mit € 12,2 Mio. auf Höhe des Vorjahresverlustes von € 12,1 Mio. Ohne die Sonderbelastungen aus den Projekten zur Ausweitung des Private Banking wäre der Fehlbetrag vor Steuern um € 3 Mio. niedriger ausgefallen.

2.6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Bank nahm im Jahresverlauf um 21,2% von € 176,6 Mio. auf € 214,0 Mio. zu.

Die Forderungen an andere Kreditinstitute stiegen um 6,9% von auf € 140,7 Mio. auf € 150,4 Mio. Die Kunden hielten weiterhin eine höhere Liquiditätsquote. Die Liquidität legte die Bank überwiegend bei der Deutschen Bundesbank sowie bei ausgesuchten anderen Kreditinstituten an.

Die langfristigen Kundenkredite nahmen auch 2010 weiter stark zu, und zwar von € 11,8 Mio. auf € 30,7 Mio., was einem prozentualen Zuwachs von 161,0% entspricht. Der größte Teil der Kundenforderungen besteht aus Lombardkrediten. Andere Kredite wurden den Kunden der Bank 2010 nicht angeboten. Es waren keine Wertberichtigungen auf Kredite vorzunehmen. Die Bildung einer Risikovorsorge im Kreditgeschäft war nicht notwendig.

Die Finanzanlagen nahmen im Geschäftsjahr 2010 ebenfalls zu. Die Anlagen in Anleihen und anderen Schuldverschreibungen erhöhten sich von € 7,8 Mio. auf € 16,0 Mio. Die Anleihen und Schuldverschreibungen im Bestand haben durchweg ein AA-Rating oder besser.

Die Treuhandforderungen erhöhten sich signifikant von € 4,9 Mio. auf € 7,7 Mio.. Den Treuhandforderungen standen Treuhandverbindlichkeiten in gleicher Höhe gegenüber. Für diese Einlagen fungiert die Bank als Unternehmenstreuhänder im Rahmen des CTA-Modells.

2.7. Finanzlage

Die Kundeneinlagen stiegen um 17,3% von € 105,7 Mio. auf € 124,0 Mio., wobei der größte Teil in täglich fälligen Einlagen angelegt ist. Sie bilden einen Anteil von 58,0% an der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben dagegen nur einen Anteil von 15,1% an der Bilanzsumme, sie nahmen 2010 von € 12,9 Mio. auf € 32,4 Mio. zu.

Das bilanzielle Eigenkapital nach HGB ist leicht von € 41,2 Mio. auf € 41,3 Mio. gestiegen. Das Eigenkapital wurde durch Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Julius Bär Gruppe AG um € 12,0 Mio. erhöht, bevor sich das Eigenkapital durch eine entsprechende Entnahme aus den Kapitalrücklagen zur Abdeckung des Jahresfehlbetrages 2010 wieder auf € 41,3 Mio. verringerte. Von dem Eigenkapital von € 41,3 Mio. sind € 15,0 Mio. eingezahlt, € 26,0 Mio. befinden sich in der Kapitalrücklage. Durch die Umstellungseffekte des BilMoG wurde zum 1. Januar 2010 eine erfolgsneutrale Zuführung zu den Gewinnrücklagen in Höhe von € 0,3 Mio. vorgenommen.

Die Eigenkapitalquote sank aufgrund steigender Kundeneinlagen von 23,2 % auf weiterhin komfortable 19,3 %.

2.8. Liquiditätslage

Die Bankenaufsicht beurteilt die Liquidität eines Kreditinstituts nach dem Liquiditätsgrundsatz, der die innerhalb eines Monats verfügbaren Zahlungsmittel ins Verhältnis zu den in diesem Zeitraum abrufbaren Zahlungsverpflichtungen setzt. Diese Liquiditätskennzahl belief sich zum Jahresende 2010 auf komfortable 5,05 und lag damit deutlich über 1.

Durch die Verstärkung der Kapitalrücklagen um € 12 Mio. konnten die Liquiditätsreserven der Bank stabil gehalten werden. Diese Liquiditätsreserven sind als Termingelder bei bekannten Bankadressen in Deutschland und beim Mutterhaus angelegt worden. Die Solvabilitätskennziffer nach § 2 Abs. 1 bis 3 SolvV beträgt 60,2%.

2.9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank sind geordnet. Die bis zum Erreichen der Gewinnzone anfallenden Verluste können durch Entnahmen aus den Kapitalrücklagen ausgeglichen werden. Darüber hinaus existiert die Zusage des Mutterhauses, im Falle größerer Defizite die Kapitalrücklagen zu stärken.

2.10. Nachtragsbericht

Zur Vermeidung eines für beide Seiten langwierigen Verfahrens haben sich deutsche Behörden und die Julius Bär Gruppe auf eine einmalige Zahlung von EUR 50 Millionen geeinigt. Damit werden die gegen die beiden Institute Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, und Bank Julius Bär Europe AG, Frankfurt, und unbekannte Mitarbeiter geführten Ermittlungen betreffend unversteuerte Vermögen von in Deutschland steuerpflichtigen Personen ohne Strafe eingestellt.

Anlass der Ermittlungen bildeten Selbstanzeigen deutscher Kunden und – wie letztes Jahr bereits in den Medien gemeldet – von den Behörden gekaufte sowie von diesen erhobene Daten.

3. Risikobericht

3.1. Grundsätze

Die Geschäftsstrategie der Bank beinhaltet zu einem großen Teil das Angebot von komplexen Beratungsdienstleistungen. Die für das Betreiben von Bankgeschäften typischen Risiken werden dabei nur in dem Umfang eingegangen, der für die Bereitstellung der von den Kunden gewünschten Bankdienstleistung notwendig ist. Das systematische Eingehen von Risiken im Zusammenhang mit der Fristentransformation oder im Eigenhandel gehört nicht zur Risikostrategie der Bank. Infolge des weitreichenden Outsourcings der Abwicklung von Bankgeschäften sind die operationellen Risiken als die Hauptrisiken im Geschäftsmodell der Bank identifiziert worden. In der Geschäftsstrategie der Bank ist die Verzahnung von Geschäftsstrategie mit der Risikostrategie dokumentiert. Die Geschäftsstrategie wird jährlich aktualisiert und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die Maßnahmen der Risikoidentifizierung, Risikoüberwachung und Risikosteuerung sind im Risikohandbuch der Bank detailliert beschrieben worden.

Das Geschäftsmodell der Bank beinhaltet nach einer umfassenden Risikoanalyse des Vorstands nur geringe Risiken. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stuft die Bank als nicht systemrelevantes, mittleres Institut in der Risikoklasse B (zweitbeste Risikoklasse) ein.

3.2. Risikosteuerung

Zentrale Leitlinie der Risikostrategie ist die jederzeitige Gewährleistung der Risikotragfähigkeit der Bank, damit die langjährige Geschäftsstrategie konfliktfrei umgesetzt werden kann. Die derzeitige Eigenkapitalausstattung erfordert eine wirksame Risikokontrolle in allen Bereichen, u. a. auch eine strikte Limitkontrolle. Elemente der Risikokontrolle sind gemäß den Anforderungen des § 25a KWG sowie der MaRisk systematisch in der Auf- und Ablauforganisation der Bank implementiert worden. In den Organisationsrichtlinien ist die Zuteilung von Verantwortlichkeiten klar geregelt, die Prozesse sind im Detail strukturiert und abgebildet. Die Organisationsrichtlinien sind für jeden Bank-Mitarbeiter verbindlich. Die einzelnen Richtlinien sind in einem Organisationshandbuch zusammengestellt, das jedem Mitarbeiter elektronisch zur Verfügung steht. Durch eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Prozesse und der Organisation wird eine Verfeinerung des Risikomanagements erreicht; die jährliche Risikoinventur dient dazu, die Risikolandschaft der Bank grundsätzlich zu überprüfen und zu aktualisieren. Das ausführliche Management-Informations-System ist dergestalt aufgebaut, dass frühzeitig Budgetabweichungen und nicht geplante geschäftliche Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern zu erkennen sind. Zur wirksamen Risikokontrolle gehört des Weiteren die Unabhängigkeit des Risikomanagements und -controllings sowie die enge Verzahnung zwischen Risikomanagement, Compliance, Geldwäscheprävention, Financial Controlling und Interne Revision. Alle diese Bereiche sind zusammen mit Vertretern der Marktbereiche Mitglieder des Risk- und Outsourcing Committee, das vier Mal im Jahr tagt, alle Risikoarten überwacht, die Parameter für die Risikosteuerung festlegt, ein Votum zu Entscheidungen von risikopolitischer Bedeutung hat und die Risiko-Berichterstattung an den Aufsichtsrat vorbereitet und dem Vorstand zur Genehmigung zuleitet.

3.3. Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken bestehen zum einen im Anlagebuch der Bank. Das Eigenkapital der Bank wird in festverzinslichen Wertpapieren mit hoher Bonität angelegt. Die Auswahl und die Bonitätskontrolle werden durch Fachabteilungen der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, wahrgenommen. Es werden nur geringe Fremdwährungspositionen eingegangen. Zum anderen bestehen Marktpreisrisiken in der Anlage der Julius Bär eigenen Pensionsgelder im JB-OPEN 1-Fonds, Die Überwachung der Marktpreisrisiken erfolgt anhand der marktüblichen Konzepte der „Base Point Value" und „Value at Risk".

3.4. Adressenausfallrisiken

Das Eigenkapital der Gesellschaft wurde ausschließlich in Termingelder und in Abstimmung mit der Gruppe in kurzlaufende Rentenpapiere mit gutem Rating / hoher Bonität investiert. Institutionelle Kunden der Bank unterhalten in der Regel keine Konto-/Depotverbindung. Kreditrisiken im Private Banking waren weiterhin überschaubar und werden als niedrig eingestuft. Gemäß der Geschäftsstrategie der Bank ist die Gewährung von Krediten nur in Verbindung mit Vermögensverwaltungsaktivitäten vorgesehen und beschränkt sich auf die Vergabe von Lombardkrediten (Kredite mit Sicherstellung durch Wertpapiere oder Kontoguthaben). Die konservativen Beleihungswerte der einzelnen Titel werden auf der Basis der langjährigen Lombardkrediterfahrung der Julius Bär Gruppe festgelegt und täglich überwacht. Die Limite waren so konservativ gesetzt, dass sie selbst bei den sehr volatilen Kapitalmärkten nicht in Gefahr waren, überschritten zu werden. Entsprechend betrachtet die Bank die Lombardkreditrisiken in erster Linie als operationelle Risiken.

Sowohl die Platzierung von Termingeldern, die Investition in festverzinslichen Wertpapieren wie auch die Beurteilung von Lombardkrediten insbesondere hinsichtlich der sichernden Wertpapiere erfolgen in enger Abstimmung mit den Fachstellen der Julius Bär Gruppe in Zürich.

Bei der Anlage von Geldern am deutschen Geldmarkt agiert die Bank sehr vorsichtig. In Abstimmung mit der Julius Bär Gruppe in Zürich werden die Kontrahentenrisiken eng beobachtet und die Kontrahentenlimite regelmäßig angepasst. Nach der Reduzierung des Kreises von Instituten 2008, mit denen die Bank Geldhandel betrieb, wurden 2010 wieder einige Geldhandelslimite neu eröffnet.

3.5. Liquiditätsrisiken

Die vom Rechnungswesen erstellten Berechnungen der Liquiditätskennziffern werden täglich dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Der enge Geschäftsrahmen der Bank führt zu sehr stabilen und viel Freiraum bietenden Auslastungsziffern der Grundsätze.

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsstromschwankungen ergeben, da die Abrechnung der Vermittlungsprovisionen im institutionellen Geschäft und der Verwaltungsgebühren im Privatkundengeschäft vierteljährlich und zum Teil halbjährlich erfolgt.

3.6. Operationelle Risiken

Aufgrund der komplexen Organisationsstruktur der Bank mit weitgehendem Outsourcing steht die Kontrolle der operationellen Risiken für die Bank im Vordergrund. Zur Überwachung der Outsourcingpartner wurden für sämtliche ausgelagerten Aktivitäten klar definierte Dienstleistungsvereinbarungen („Service Level Agreements – SLAs") abgeschlossen. Diese SLAs enthalten Vorgaben für die Qualitätskontrolle wie auch die regelmäßige Kontrolle der Leistungserfüllung. Zu diesem Zweck werden alle Geschäftsvorfälle systematisch erfasst und mit den Zielvorgaben abgeglichen. Diese Daten werden vom Outsourcing Committee der Bank ausgewertet und bilden auch die Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Besprechungen mit den Outsourcing Partnern.

Zur besseren Kontrolle der Risiken und Sicherstellung der hohen Qualitätsanforderungen der Bank werden alle Geschäftsvorfälle, deren Abwicklung ausgelagert wurde, vor der Freigabe einer zweiten rigorosen internen Kontrolle unterworfen. Damit werden die vorhandenen Prozess- und Systemrisiken weiter eingegrenzt. Das Gleiche gilt vor der Aufnahme neuer Geschäfte.

Im Rahmen des Investment Controllings wird die Einhaltung der Anlagerichtlinien und Anlagegrenzen, die Übereinstimmung von Anlagerichtlinien und Risikobereitschaft des Kunden sowie die Einhaltung von Kundenweisungen überprüft.

Die Julius Bär Gruppe hat vor einigen Jahren durch den Bereich Group Risk Management die Schadensfalldatenbank „JB GOLD" eingeführt. JB GOLD ist eine umfangreiche Datenbank zur Sammlung von eingetretenen und potentiellen Schäden aus dem Bankgeschäft. Der Umfang der Schäden und damit verbundenen Verluste sowie die Analyse der Schäden werden im Risk and Outsourcing Committee diskutiert und regelmäßig dem Vorstand und Aufsichtsrat vorgelegt. Aus der Analyse werden Maßnahmen zur Verringerung der Schäden abgeleitet und beschlossen. JB GOLD entspricht den Anforderungen des neuen Aufsichtsrechts (Basel II).

3.7. Rechtliche Risiken

Die Bank sieht bis zum Abschluss des Steuerverfahrens Ende Mai 2011 noch rechtliche Risiken im Umfeld der Einigung mit den deutschen Behörden und der Bankenaufsicht.

3.8. Risikotragfähigkeit

In der Risikotragfähigkeitsbetrachtung sind Risiken und Risikodeckungspotentiale gegenüberzustellen. Die Risikotragfähigkeit ist dann gegeben, wenn alle wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotential in Höhe von € 17,3 Mio. abgesichert sind.

Das Risikodeckungsbudget der Bank wurde von den Gremien der Bank in einer Höhe von € 4,0 Mio. festgelegt.

Bei der Unterlegung der operationellen Risiken wird der Basisindikatorenansatz angewendet. Zur Berechnung der Unterlegung wurden die Erträge der Jahre 2007, 2008 und 2009 herangezogen. Der Anrechnungsfaktor ist 15% der durchschnittlichen Erträge. Hieraus ergab sich, dass € 1,8 Mio. des ökonomischen Kapitals durch operationelle Risiken gebunden sind. Die restlichen Risiken sind dagegen deutlich geringer: Kreditrisiken existieren bei der Kreditstrategie der Bank (nur Lombardkredite), bei dem geringen Kreditvolumen und der konservativen Limitsetzung kaum. Der Vorstand hat folgende Limite für die einzelnen Risikoarten festgelegt: Das Limit für Kontrahentenrisiken ist mit € 1,0 Mio. festgesetzt, das Limit für die Emittentenrisiken beläuft sich ebenso wie das Limit für das Kreditrisiko auf € 0,1 Mio. Das Limit für die Marktpreisrisiken für das Anlagebuch und die Pensionsgelder liegt bei € 1,0 Mio. Die Limite für die Risiken belaufen sich insgesamt auf € 4,0 Mio.

Dem steht ein Kernkapital von € 15,0 Mio. und ein nicht belegtes Kapital von € 26,2 Mio. gegenüber. Die Risiken sind damit mehr als ausreichend abgedeckt. Auch im Stressszenario bleibt das Grundkapital unangetastet. Die Summe der unerwarteten Risiken liegt sowohl im Normalszenario als auch im Stressszenario deutlich unter der Verlustobergrenze von € 17,3 Mio.

4. Ausblick

Die Weltwirtschaft bleibt auch weiterhin auf Expansionspfad, wobei das Wachstumstempo in den einzelnen Regionen unterschiedlich ausgeprägt ist. Die Schwellenländer Asiens und Lateinamerikas versuchen bereits, die starke Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung zu dämpfen, ohne gleichzeitig das Wachstum zu sehr abzubremsen. Dagegen bleibt die Wirtschaftserholung in den meisten entwickelten Volkswirtschaften eher schwach. Eine zusätzliche Stimulierung ist aufgrund der hohen Staatsverschuldung nicht möglich, während die Zinspolitik der Zentralbanken ausgereizt ist. In den USA bleiben strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt und eine weitere Konsolidierung des Häusermarkts die entscheidenden Wachstumshemmnisse. Die Hoffnung für den Wirtschaftsaufschwung ruht auf dem Unternehmenssektor und dessen Investitionen. In Europa bremst die notwendige Konsolidierung der Staatsfinanzen die Wirtschaftserholung. Zusätzlich leiden einige Länder wie Spanien. Irland und Großbritannien unter der notwendigen Konsolidierung des Immobilienmarktes. Außerhalb dieser Problemfelder können Länder wie die Schweiz, Deutschland, Österreich und die Niederlande erfreuliche Wachstumsraten ausweisen.

Die deutsche Konjunktur wird 2011 nicht mehr so kräftig wachsen wie 2010, wenngleich der Optimismus auch weiterhin ungebrochen bleibt. Dank der moderaten Lohnkostenentwicklung in der Vergangenheit ist Deutschland weiterhin deutlich wettbewerbsfähiger als andere Länder der Eurozone und dürfte daher im Exportgeschäft weiter erfolgreich sein. Darüber hinaus bleibt die Geldpolitik, die auf die Bedürfnisse der Eurozone zugeschnitten ist, für Deutschland überaus stimulierend. In 2011 wird dank der erfreulichen Beschäftigungsentwicklung auch die Binnennachfrage in Deutschland weiter zulegen. Die Risiken für die deutsche Konjunktur liegen in ihrem derzeitigen Erfolg. Höhere Lohnforderungen zeichnen sich ab, und die stimulierende Geldpolitik dürfte die Preise in Deutschland schneller steigen lassen als in den anderen Ländern in der Eurozone, die unter einer schlechteren Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung leiden.

Die hohe Staatsverschuldung und zunehmend Inflationserwartungen werden die Bondmärkte 2011 immer wieder verunsichern. Es ist daher weltweit von weiter steigenden Renditen der Staatsanleihen auszugehen. Die erfreuliche Gewinnentwicklung im Unternehmenssektor sowie die im historischen Vergleich nicht hohen Bewertungen stützen die Aktienmärkte. Die höheren Renditen sowie die Umkehr in der Entwicklung der Notenbankzinsen können immer wieder größere Unsicherheit und hohe Volatilität zur Folge haben.

Die klare Ausrichtung von Julius Bär auf Private Banking und Investment Advisory Dienstleistungen für Privatkunden aus aller Welt – auf der Basis einer soliden Eigenkapitalbasis und Bilanzqualität sowie einer umsichtigen Risikopolitik – hat sich für die Privatkunden der Gruppe in einem anspruchsvollen Geschäftsumfeld als vorteilhaft erwiesen. Mit der offenen Produkt-Architektur, transparenten und fairen Preismodellen und der unabhängigen Beratung als Erfolgsfaktoren hat sich Julius Bär gut positioniert, um weiter zu expandieren. Das Geschäftsmodell der Julius Bär Gruppe ist kundenzentriert: Die Bank ist einerseits groß genug, um den Kunden ein umfassendes, internationales Dienstleistungsangebot anzubieten, andererseits noch überschaubar, um eine schnelle, flexible und effektive Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen und Teams zum Nutzen der Kunden zu gewährleisten, die für eine individuelle Betreuung Voraussetzung ist.

Angesichts des Umbruchs im Private Banking-Markt in Deutschland sind die Stellung und das Ansehen von Julius Bär im wichtigen Markt Deutschland weiter gestiegen. Das Geschäftsmodell sowie die Stabilität und der Erfolg der Julius Bär Gruppe sind gleichermaßen attraktiv für Kunden und Betreuer. Es gelang der Bank Julius Bär Europe AG, die Anzahl der Betreuer deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig wurde die Funktion des Head Private Banking mit einem ausgewiesenen Fachmann besetzt, der über langjährige Erfahrungen im deutschen Private Banking-Markt in Deutschland verfügt. Im Januar 2011 stießen mehr als ein Dutzend erstklassiger Kundenberater zur Bank, was die Mitarbeiterzahl in Deutschland auf über 100 ansteigen ließ und die Zahl der Kundenberater auf 42 erhöhte. In diesem Zusammenhang sind zu Beginn des Jahres 2011 auch Geschäftsstellen in Kiel und Würzburg eröffnet worden.

Als Folge des Ausbaus der Betreuerkapazität erwartet die Bank eine weitere substantielle Erhöhung der Zahl der Neukunden mit einer entsprechenden Erhöhung der Erträge. Die Kundenbetreuung wird auch 2011 in den einzelnen Standorten in Deutschland weiter ausgebaut, um die Marktchancen zu nutzen. Die Marke Julius Bär soll in Deutschland gestärkt und die regionale Verankerung von Julius Bär an den bestehenden Standorten soll vorangetrieben werden, um als erste Adresse im Private Banking wahrgenommen zu werden. Die offene Produktarchitektur, die unabhängige Beratung, die globale Expertise, umfassende Beratung in der langfristigen Finanzplanung und Nachfolgeregelung sowie ein professioneller Kundenservice in unmittelbarer Nähe sind die nachweislichen Erfolgsfaktoren in der Geschäftsstrategie. Zielgruppen der Akquisitionsbemühungen sind hauptsächlich Personen mit einem unternehmerischen Hintergrund sowie Privatpersonen oder Familien mit individuellen Anforderungen an eine Vermögensstrukturierung und Vermögensverwaltung. Die Bank kann diesen Kundengruppen – mit Unterstützung der Julius Bär Gruppe – maßgeschneiderte Anlagestrategien auf der Basis einer internationalen Asset Allocation mit dem Einsatz innovativer Produkte und der stringenten Risikoüberwachung bieten.

Die Bank ist zuversichtlich, im Jahr 2011 die Strategie der Gewinnung von Marktanteilen in Deutschland im Privatkundengeschäft fortsetzen zu können. Die Positionierung als reiner Vermögensverwalter, der seinen vermögenden Privatkunden eine völlig unabhängige Beratung anbietet, die hohe Kapitalquote von 24% sowie das niedrige Risikoprofil der Geschäftsstrategie finden große Anerkennung und Wertschätzung bei den Kunden. Als größtes Risiko für die Expansionsstrategie ist weiterhin die Entwicklung der Kapitalmärkte anzusehen. Sollten die Kurse wieder stark an den Kapitalmärkten schwanken, dürften die Privatkunden weniger an den risikoreicheren und daher höhermargigen Produkten interessiert sein und statt dessen die risikoarmen Geldmarkt- und Einlagenprodukte bevorzugen. Zweites Risiko für die Expansionsstrategie der Bank ist die weitere Erhöhung der Wettbewerbsintensität. In einem Markt mit hohem Verdrängungswettbewerb bei gleichzeitig weiter steigenden regulatorischen Anforderungen besteht das Risiko, dass die Margenvorstellungen nicht mehr am Markt durchsetzbar sind.

Durch den schnelleren Ausbau des Marktauftritts der Bank in Deutschland wird sich der Zeitpunkt, an dem die Bank die Gewinnzone erreicht, auf 2014 verschieben. Die bis dahin anfallenden Verluste können durch Entnahmen aus den Kapitalrücklagen ausgeglichen werden.

5. Verbundene Unternehmen

Über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen Bericht erstellt, der mit folgender Erklärung schließt:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahme getroffen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung oder einen Nachteilsausgleich erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen wurde, nicht benachteiligt."

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2010

Aktivseite

31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR TEUR
--- --- --- ---
1. Barreserve
a) Kassenbestand 10.024,80 7
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 1.761.829,23 (Vorjahr: TEUR 1.596) 1.761.829,23 1.596
1.771.854,03 1.603
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 16.013.061,45 15.532
b) andere Forderungen 134.404.023,91 125.161
150.417.085,36 140.693
3. Forderungen an Kunden 30.665.344,69 11.751
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Stellen
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 10.693.789,38 (Vorjahr: TEUR 2.628) 10.693.789,38 2.628
bb) von anderen Emittenten
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 5.256.311,65 (Vorjahr: TEUR 5.126) 5.256.311,65 5.126
15.950.101,03 7.754
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 5.983
6. Anteile an verbundenen Unternehmen
darunter: an Kreditinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) 25.564,59 26
darunter: an Finanzierungsinstituten EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
7. Treuhandvermögen
darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0) 7.651.418,18 4.913
8. Immaterielle Anlagewerte 685.556,00 302
9. Sachanlagen 1.721.158,00 1.439
10. Sonstige Vermögensgegenstände 2.833.352,72 1.983
11. Rechnungsabgrenzungsposten 174.733,92 202
12. Aktive latente Steuern 2.063.885,66 0
Summe der Aktiven 213.960.054,18 176.649
Passivseite
31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
a) täglich fällig 2.372.945,05 1.724
c) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 30.028.662,22 11.125
32.401.607,27 12.849
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
ba) täglich fällig 122.615.187,67 103.273
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.385.611,48 2.470
124.000.799,15 105.743
3. Treuhandverbindlichkeiten
darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0) 7.651.418,18 4.913
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.878.408,50 2.545
5. Rechnungsabgrenzungsposten 850.188,90 689
6. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 116.788,21 4.725
b) Steuerrückstellungen 0,00 0
c) andere Rückstellungen 5.762.337,43 3.985
5.879.125,64 8.710
7. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
b) Kapitalrücklage 26.034.620,88 26.201
c) andere Gewinnrücklagen 263.885,66 0
d) Bilanzverlust 0,00 0
41.298.506,54 41.201
Summe der Passiven 213.960.054,18 176.649
1. Eventualverbindlichkeiten
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 10.276.115,18 2.327
2. Andere Verpflichtungen
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 0

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

01.01.–31.12.2010 2009
EUR EUR TEUR
--- --- --- ---
Aufwendungen
1. Zinsaufwendungen 368.739,58 863
2. Provisionsaufwendungen 2.327.432,68 1.805
3. Nettoaufwand aus Finanzgeschäften 0,00 6
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 11.107.874,00 9.309
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
darunter: für Altersversorgung EUR 645.112,05 (Vorjahr: TEUR 838) 1.503.222,66 1.524
b) andere Verwaltungsaufwendungen 10.001.427,20 9.552
22.612.523,86 20.385
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 530.005,87 571
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 350.602,32 116
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 93.850,00 5
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundene Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
9. Außerordentliche Aufwendungen 923.684,00 2.832
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.876,90 2
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.808.999,11 125
darunter Ertrag aus latenten Steuern EUR 1.800.000 (i. Vj. TEUR 0)
12. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 6 ausgewiesen 0,00 60
Summe der Aufwendungen 25.399.716,10 26.770
1. Jahresfehlbetrag 12.166.471,56 12.134
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
12.166.471,56 12.134
3. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 12.166.471,56 12.134
4. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
d) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0
5. Bilanzverlust 0,00 0
Erträge
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 871.466,63 1.484
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 455.072,07 397
1.326.538,70 1.881
2. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 2.169,12 0
3. Provisionserträge 9.456.145,85 10.626
4. Nettoertrag aus Finanzgeschäften 34.116,84 0
5. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
6. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Analgevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0
7. Sonstige betriebliche Erträge 1.595.911,03 2.129
8. Außerordentliche Erträge 818.363,00 0
9. Jahresfehlbetrag 12.166.471,56 12.134
Summe der Erträge 25.399.716,10 26.770

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen wurde Gebrauch gemacht.

Die neuen Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden für das abgeschlossene Geschäftsjahr erstmals vollständig angewandt. Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Kasse und Guthaben wurden zu Nennwerten bilanziert.
Forderungen an Kunden und Kreditinstitute wurden, unter Berücksichtigung der abgegrenzten Zinsen, zu den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht.
Das im Kreditgeschäft liegende allgemeine Ausfallrisiko ist aufgrund der gestellten Sicherheiten derzeit vernachlässigbar, entsprechend waren Einzelwertberichtigungen nicht notwendig. Auf die Bildung einer Pauschalwertberichtigung wurde verzichtet.
Die Anleihen und Schuldverschreibungen der Liquiditätsreserve sind gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zum Marktwert (beizulegender Zeitwert) bewertet. Der zur Deckung von Pensionsverpflichtungen angelegte Teil der Wertpapiere wurde entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 mit den Verpflichtungen verrechnet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens, die aufgrund von Verpflichtungen aus Zeitwertkonten der Mitarbeiter erworben wurden bilden eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB und werden mit der Verpflichtung saldiert ausgewiesen.
Der Bilanzausweis von Treuhandvermögen respektive -verbindlichkeiten erfolgt zum Marktwert.
Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu den Anschaffungskosten bilanziert.
Erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die Nutzungsdauer bzw. unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.
Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) werden planmäßig linear mit den zulässigen steuerlichen Höchstsätzen abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter unter EUR 410 werden in voller Höhe erfolgswirksam als Aufwand erfasst. In Vorjahren gebildete Sammelposten für Wirtschaftsgüter mit Abschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden linear auf die Restlaufzeit abgeschrieben.
Die Bewertung der anderen Vermögensgegenstände erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.
Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 5,15% und der Heubeck-Sterbetafeln 2005 G ermittelt.
Die durch Arbeitnehmer finanzierten Anteile in Höhe von TEUR 562 sind mit der Einzahlung unverfallbar.
Der Umstellungsbetrag der Pensionsrückstellungen aus der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilMoG wurde, unter Inanspruchnahme des Wahlrechts aus Art 67 EGHGB, zum 01.01.2010 zu Lasten des außerordentlichen Ergebnisses gebildet.
Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden zum Barwert bilanziert.
Die in den Anderen Rückstellungen enthaltenen Wertguthaben aus Arbeitszeitkonten in Höhe von TEUR 986 werden zum Marktwert der zugrunde liegenden Investmentanteile angesetzt.
Eine Bewertung der am Stichtag bestehenden, geschlossenen Positionen in Devisentermingeschäften erfolgte als Bewertungseinheit zum Nominalbetrag; unrealisierte Gewinne / Drohverlust-Rückstellung wurden nicht ausgewiesen.
Die Anderen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung und sind mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag angesetzt.
Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind zum EZB Referenzkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet.

Aktiva

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten täglich fällige Forderungen in Höhe von TEUR 16.031 (VJ TEUR 15.532) sowie andere Forderungen mit einer Restlaufzeit:

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
— bis drei Monate 134.003 124.380
— drei Monate bis ein Jahr 401 781
— ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
134.404 125.161

In den Forderungen sind Forderungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 24.951 (Vorjahr: TEUR 24.910) enthalten.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
— täglich fällig 638 576
— bis drei Monate 22.192 3.895
— drei Monate bis ein Jahr 2.893 0
— ein Jahr bis fünf Jahre 4.942 7.280
— über fünf Jahre 0 0
30.665 11.751

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die der Liquiditätsreserve zugeordneten Wertpapiere von nominal TEUR 15.000 wurden zum Bilanzstichtag nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der aktuelle Kurswert beträgt zum Berichtszeitpunkt TEUR 15.665.

Bei diesen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um börsenfähige und börsennotierte inländische Schuldverschreibungen.

Im Geschäftsjahr 2011 sind Schuldverschreibungen in Höhe von TEUR nominal 2.500 fällig.

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den niedrigeren Kurswert zum Jahresultimo in Höhe von TEUR 23 vorgenommen. Zuschreibungen waren nicht erforderlich.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Bei den Beständen an nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sicht um börsenfähige aber nicht börsennotierte Anteile am Spezialfonds Julius Bär Open 1. Diese Investmentanteile haben per 31.12.2010 einen Buchwert von TEUR 6.089 sowie einen Marktwert von TEUR 7.321.

Die aufgrund von Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter erworbenen Anteile wurden als Bewertungseinheit nach § 254 HGB mit den zugrundeliegenden zum Marktwert bewerteten Verpflichtungen in Höhe von TEUR 862 saldiert.

Die restlichen Anteile am JB Open 1 wurden als Deckungsvermögen für Verbindlichkeiten aus Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 150 und für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 6.309 verrechnet.

Treuhandvermögen und Treuhandverpflichtungen

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die die Bank in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung hält und von Kunden zur treuhänderischen Verwaltung von zur betrieblichen Altersversorgung bestimmten Vermögensmitteln stammen, gliedern sich nach einzelnen Aktiv-und Passivpositionen wie folgt:

Forderungen an Banken: TEUR 7.651
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden: TEUR 7.651

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die nicht börsenfähigen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100%ige Tochtergesellschaft Julius Bär Capital GmbH, Frankfurt am Main (Eigenkapital TEUR 26). Ergebnis des Geschäftsjahres: Verlust von TEUR 2 (VJ TEUR 2).

Mit der Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich ausgehend von den gesamten Anschaffungskosten wie folgt dar (in TEUR):

Anschaffungskosten
Stand

01.01.2010
Zugänge

2010
Abgänge

2010
Stand

31.12.2010
--- --- --- --- ---
Wertpapiere des Anlagebestandes* 5.983 106 6.089
Anteile an verbundenen Unternehmen 26 26
Immaterielle Anlagewerte 4.865 522 5.387
Sachanlagen** 3.464 674 4.138
Insgesamt 14.338 1.302 15.640
Abschreibungen Restbuchwert
Gesamt davon

2010
31.12.2010
--- --- --- ---
Wertpapiere des Anlagebestandes* 6.089
Anteile an verbundenen Unternehmen 26
Immaterielle Anlagewerte 4.701 138 686
Sachanlagen** 2.417 392 1.721
Insgesamt 7.118 530 8.522

* Anschaffungskosten der Wertpapiere

** Das Sachanlagevermögen besteht aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden seit dem 01.01.2010 mit den Pensionsrückstellungen, den Rückstellungen für Zeitwertkonten respektive den Auszahlungsverpflichtungen aus Pensionsverbindlichkeiten verrechnet.

Sonstige Vermögensgegenstände

Im Wesentlichen beinhalten diese Posten Provisionsforderungen aus der Vermögensverwaltung für Privatkunden in Höhe von TEUR 814, Forderungen aus erbrachten Dienstleistungen gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 306, sowie Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 295.

Zudem bestehen Vorsteuerforderungen an das Finanzamt für die Jahre 2007 bis 2010 in Höhe von TEUR 900, Körperschaftssteuerforderungen gem. § 37 KStG von TEUR 187 sowie anrechenbare Steuerguthaben des Julius Bär Pensionsfund e.V. von TEUR 81.

Aktive latente Steuern

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.064 resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen bezüglich der Bewertung von Pensionsrückstellungen, festverzinslichen Wertpapieren, steuerlich nicht nachvollzogenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten sowie aus der Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen der Gesellschaft.

Für die Ermittlung der latenten Steuern wurden ein Steuersatz von 31,93% (davon Körperschaftsteuersatz von 15,83% einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuersatz von 16,1%) zugrunde gelegt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausbezahlte Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit externen Dienstleistern in Höhe von TEUR 175.

Auf Fremdwährung lautende Forderungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 22.527 (VJ TEUR 16.558) in fremder Währung. Darunter USD im Gegenwert von TEUR 10.254 sowie CHF im Gegenwert von TEUR 10.933.

Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.373 (VJ TEUR 1.724) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit:

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
— bis drei Monate 22.232 3.887
— drei Monate bis ein Jahr 2.897 0
— ein Jahr bis fünf Jahre 4.900 7.238
30.029 11.125

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich als verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 30.029 (Vorjahr: TEUR 11.125) enthalten. Darunter sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter drei Monaten in Höhe von TEUR 22.232 (Vorjahr: TEUR 3.887), mit einer Restlaufzeit zwischen drei Monaten und einem Jahr in Höhe von TEUR 2.897 (Vorjahr: TEUR 0) sowie TEUR 4.900 (Vorjahr: TEUR 7.238) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 122.615 (Vorjahr TEUR 103.273) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist mit einer Restlaufzeit:

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
— bis drei Monate 985 1.689
— drei Monate bis ein Jahr 401 781
— ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
1.386 2.470

In den Verbindlichkeiten sind täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber der Julius Bär Capital GmbH in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 24) enthalten.

Die Bank ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH sowie im Einlagensicherungsfonds Deutscher Banken. Eine Nachschusspflicht besteht derzeit nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.878 enthalten im Wesentlichen abzuführende Abgeltungsteuer unserer Kunden in Höhe von TEUR 1.285, Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 324, offene Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 73. Auszahlungsverbindlichkeiten aus Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter in Höhe von TEUR 150 wurden mit dem Deckungsvermögen verrechnet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Mietzuschüsse für die Standorte Frankfurt, Düsseldorf und München in Höhe von TEUR 839.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 117 4.725
Steuerrückstellungen 0 0
Andere Rückstellungen 5.762 3.985
— Personalrückstellungen 4.371 2.984
— Sonstige Rückstellungen 1.391 1.001
5.879 8.710

In den Personalrückstellungen enthalten sind: Rückstellungen für Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 3.887, Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 165 sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 169.

In den Rückstellungen für Sonderzahlungen sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 493 enthalten, die erst in 2012 verbraucht werden, diese wurden auf einen Barwert von EUR 468 abgezinst.

Eigenkapital

Das eingetragene Grundkapital der Bank beläuft sich auf TEUR 15.000. Es ist in 60.000 Stück nennwertlose Namensaktien eingeteilt.

Gewinnrücklagen

Aufgrund der Aktivierung latenter Steuern wurde zum 01.01.2010 ein erfolgsneutraler Umstellungsbetrag von TEUR 264 in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Kapitalrücklagen

Im Dezember 2010 erfolgte eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 12.000 durch den Alleingesellschafter.

Gewinnverwendung

Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden Kapitalrücklagen zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags von TEUR 12.166 aufgelöst und betragen zum 31. Dezember 2010 TEUR 26.035.

Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 24.520 (VJ TEUR 16.425) in fremder Währung. Darunter CHF im Gegenwert von TEUR 10.903 sowie USD im Gegenwert von TEUR 10.199.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen (Bankräumlichkeiten und KFZ) belaufen sich für die nächsten 5 Jahre auf TEUR 8.525.

Termingeschäfte

Zum Bilanzstichtag bestehen 29 noch nicht abgewickelte, geschlossene Devisentermingeschäfte, die ausschließlich für Kunden abgeschlossen wurden. 11 USD-Käufen mit einem Gegenwert von TEUR 10.662 stehen 11 USD-Verkäufe mit einem Gegenwert von ebenfalls TEUR 10.662 gegenüber. 4 JPY-Käufen stehen mit einem Gegenwert von TEUR 766 stehen 3 JPY-Verkäufe mit einem Gegenwert von TEUR 766 gegenüber. Aufgrund der geschlossenen Positionen sowie der derzeit nicht erkennbaren Adressenausfallrisiken unserer Kontrahenten erwarten wir aus vorgenannten Geschäften keine Auswirkungen auf die gegenwärtige und künftige Finanzlage der Bank.

Eventualverbindlichkeiten

In den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.276 (VJ TEUR 2.327) sind Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Höhe von TEUR 1.671 (VJ TEUR 0) enthalten. Hierin enthalten sind ungesicherte Positionen in Höhe von TEUR 49.

Unwiderrufliche Kreditzusagen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine unwiderruflichen Kreditzusagen

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Dienstleistungsgeschäft

Dienstleistungen erbrachten wir für unsere Kundschaft insbesondere durch Verwaltung und Vermittlung im Wertpapiergeschäft.

Die gesamten Provisionserlöse in Höhe von TEUR 9.456 entfielen auf das Geschäft mit Privatkunden.

Die im Private Banking erzielten Provisionen enthalten im Wesentlichen TEUR 2.877 aus der Vermögensverwaltung. TEUR 4.312 aus dem Geschäft mit Beratungskunden sowie TEUR 1.115 vereinnahmte Vermittlungsprovisionen, von denen TEUR 336 an die Kunden ausgekehrt wurden.

Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position beinhaltet hauptsächlich Vorsteuererstattungen für 2007-2009 von TEUR 690, Erlöse aus Geschäftsbesorgungsverträgen von TEUR 336, Kostenverrechnungen mit der Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich in Höhe von TEUR 261 sowie Erträge aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen in Höhe von TEUR 89.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind TEUR 369 aus der Bewertung des Anlagevermögens in nicht festverzinslichen Wertpapieren, die als Deckungsvermögen für die Pensionsrückstellungen der Bank zum Marktwert bewertet wurden. Darüber hinaus Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 297 und der Pensionsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.

Darüber hinaus enthält diese Position Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 25.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Bank weist im Rahmen der Aktivierung latenter Steuern zum 31.12.2010 einen Ertrag aus der Aktivierung in Höhe von TEUR 1.760 sowie einen Ertrag aus der Umstellung nach BilMoG per 01.01.2010 in Höhe von TEUR 40 aus.

Die Bank hat im Berichtsjahr Körperschaftssteuererstattungen in Höhe von TEUR 9 für Vorjahre erhalten.

Außerordentliches Ergebnis

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen der Bank, entsprechend den Vorschriften des BilMoG, wurde per 01.01.2010 ein Überleitungsbetrag in Höhe von TEUR 924 zu Lasten des außerordentlichen Ergebnisses gebildet. Gleichzeitig wurde durch die erstmalige Bewertung des Deckungsvermögens zum 01.01.2010 ein Bewertungsertrag von TEUR 818 erzielt.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 168. Dieses teilt sich wie folgt auf:

EUR
Abschlussprüfungsleistungen 120.000
andere Bestätigungsleistungen 47.600
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 0
Gesamt 167.600

Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Folgende Geschäfte wurden im Geschäftsjahr 2010 getätigt:

Art der Beziehung Geldanlagen

TEUR
Geldaufnahmen

TEUR
Dienstleistungen

Aufwand

TEUR
Dienstleistungen

Ertrag

TEUR
Mutterunternehmen 0 0 742 0
Schwestergesellschaften 244.370 170.148 1.241 918
Tochtergesellschaft 0 0 0 0
Gesamt 244.370 170.148 1.983 918

Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Zum Bilanzstichtag unterhält die Bank Nostrokonten bei Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 13.565.

Auslagerung von betrieblichen Funktionen

Die Bank hat folgende wesentlichen Bereiche ausgelagert:

Back Office Tätigkeiten im Bereich Wertpapier-, Derivate-, Geld- und Devisenhandel
Zahlungsverkehr
Interne und IT-Revision
IT Infrastruktur
IT Betreuung
Risiko Rating im Kreditbereich

Die Auslagerungen wurden vor dem Hintergrund des Erhalts von Flexibilität in Bezug auf Fixkostenanteile sowie der Verbesserung des für den Bankbetrieb notwendigen Know-hows abgeschlossen. Den Risiken der vorgenommenen Auslagerungen (z.B. Schlechterfüllung durch die Auslagerungsunternehmen. Entstehen von operationellen Schäden durch eingetretene Risiken) wird durch ein adäquates Risikomanagement mittels enger Überwachung der Auslagerungsunternehmen durch das Risk and Outsourcing Committee (RoC) der Bank Rechnung getragen.

Aufsichtsrat

Gian A. Rossi

(Vorsitzender)

Market Area Head Private Banking

Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich
Dr. Urs Monstein

(stellv. Vorsitzender)

Managing Director

Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich
Boris Collardi

(bis 20.04.2010)

Chief Executive Officer

Julius Bär Gruppe AG, Zürich
Ingeborg König, Bankangestellte

Arbeitnehmervertreter

Vorstand

Christian E. Dubler
Dr. Gerhard Grebe
Heiko Schlag (ab 01.01.2011)

Organkredite

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Organkredite.

Organbezüge

Für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen die Bezüge TEUR 782. An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Vergütungen in Höhe von TEUR 1 ausgezahlt. Leistungen, die einem Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied für den Fall der Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt wurden, bestehen nicht.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrugen am Bilanzstichtag TEUR 3.100.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes werden unter Bezugnahme auf § 286 IV HGB nicht offengelegt.

Zahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inkl. Vorstand) der Bank betrug 66,8 (VJ 65,6) wovon 24,8 (VJ 23,8) Mitarbeiter weiblich und 41,9 (VJ 41,8) männlich waren.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat von der Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß 296 Abs. 2 HGB abgesehen, da die Julius Bär Capital GmbH weniger als 5% zum Umsatz, zum Ergebnis und zur Bilanzsumme der Bank beigetragen hat und daher von untergeordneter Bedeutung ist.

Konzernzugehörigkeit

Die Bank ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Julius Bär Gruppe AG, Zürich.

Der Jahresabschluss der Bank wird in den Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG, Zürich, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Julius Bär Gruppe AG kann bei uns angefordert werden.

Frankfurt am Main, den 29. April 2011

Der Vorstand

Christian E. Dubler

Dr. Gerhard Grebe

Heiko Schlag

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bank Julius Bär Europe AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 29. April 2011

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Hübner, Wirtschaftsprüfer

Antosch, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates der Bank Julius Baer Europe AG

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsleitung der Gesellschaft aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung des Vorstandes laufend überwacht und die ihm nach den Gesetzen obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2010 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt; Beanstandungen haben sich nicht ergeben. KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Bericht geprüft und mit dem folgenden Vermerk uneingeschränkt versehen:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung der Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
3. bei der im Bericht aufgeführten Maßnahme keine Umstände für eine wesentliche andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Prüfungsergebnis an.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie den Lagebericht hat der Aufsichtsrat daher gebilligt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind damit festgestellt.

Frankfurt am Main, im Mai 2011

Der Aufsichtsrat

Gian A. Rossi, Vorsitzender